Nr. 41. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Betlage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6662. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: unt Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bor mittag geöffnet. Fern sprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Ter Militarismus auf der Anklagebank. Donnerstag, den 18. Februar 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. Aber die Zahl dieser Verbrechen nimmt ab die Was soll aus ihr werden, wenn ich nicht bin? Bin Offiziere werden dafür sorgen, daß sie auf das möglichst ich nicht ihre Stüße, ihre Grundlage, ihr Hoffnungsanker? niedere Maß zurückgeführt wird!" Ruhen Staat und Gesellschaft nicht auf mir? Was sind Falsch! die Zahl nimmt nicht ab; im Gegentheil, das sie ohne die Flinte, die schießt, und den Säbel, der Ja, auf der Anklagebank. Nicht als Triumphator, System, Dein System, Angeklagter Militarismus, bringt es haut?" wie er es bisher gewohnt, schaut er von der Höhe des mit sich, daß immer größere Anforderungen an die Sol- Um so schlimmer für diesen Staat und diese Gesellschaft. Bundesrath Olymps herab auf das parlamentarische daten gestellt, immer mehr Leistungen aus ihnen heraus- Und der Militarismus ist gerichtet. Er soll seinem „ Blachfeld"- nicht als stolzes Blümlein Rühr mich nicht gepreßt werden müssen. Und die Offiziere selbst Schicksale nicht entgehen. Er hat auf die Anklagebant an, das wie Cäsar's Weib unnahbar, thurmhoch über der wenn fie wollten und Engel Engel wären, was sie wandern müssen. Der Prozeß wird sich noch einige Zeit Kritik thront, nicht als der Schöpfer und Träger der sicherlich nicht sind- könnten die Schinderei nicht ver- hinschleppen. Das Urtheil steht aber schon fest: deutschen Reichsherrlichkeit, welcher Bewunderung und An- hindern, denn sie ist die nothwendige Folge des Systems, schuldig. betung heischt, das Gerede des profanen Volfes souverän Deines Systems, Angeklagter Militarismus! verachtet. S " Ihr irrt! Der christliche Geist wird helfen. ChristenNein, auf der Bank der Angeklagten. Nicht frei- thum im Volt, Christenthum in der Kaserne das ist das willig, sondern hingeschleppt durch die öffentliche Meinung. Ideal. Laßt uns nur Zeit! Bekämpft mit uns den Ein glücklicher Zufall, oder die rettende That eines der Atheismus, und christliche Liebe wird in die Kaserne ein Politische Ueberlicht. Opfer in offizieller Sprache ein unerhörter Ver- ziehen und das tausendjährige Reich der Gottesfurcht und trauensbruch", hatte, wie der Hinkende Teufel" frommen Sitte mit dem Korporalstock vorbereiten!" Berlin, den 17. Februar. des Lesage, das Tach abgehoben von dem funkelnden Eisen- Genug! Wie kannst Du Angeklagter nur das Wort Hente, am dritten Tage der Debatten über die palaste des Militarismus, und dessen bisher nur Wenigen be- Christenthum aussprechen, von christlichem Geist, christlicher Soldatenmißhandlungen, war das Interesse der Abkannte und von den Palastinhabern hartnäckig gelengnete Liebe reden? Das Christenthum sagt: Du solist nicht geordneten ersichtlich erlahmt. Nur der Umstand, daß das Greuel aller Welt bloß gelegt. Die Geheimnisse der tödten. Und Du, Angeklagter Militarismus, was sagst Ergebniß der Abstimmung über die vorliegenden Resolutionen Kaserne waren enthüllt, die gemüthliche Idylle der Ferien- Du, wozu erziehst Du das Bolt? Das Christenthum sagt: ein sehr zweifelhaftes war, veranlaßte, daß die Abgeordneten folonie war zerstört, der Moltke'schen Bildungsschule der Liebe Leinen Nächsten wie Dich selbst. Und Du bis zum Sizungsschlusse im Hause blieben. Bei Eröffnung Heiligenschein für immer abgestreift. predigst den Haß, und die Tödtung des Nächsten. Das Christenthum sagt: Du sollst Vater und Mutter lieben, auf daß es Dir wohl gehe auf Erden! Und Du, Angeklagter Militarismus, sagit: Du sollst Vater und Mutter tödten, wenn ich es Dir befehle! Keine Blasphemie mehr! Aber Ihr erregt Unzufriedenheit, Ihr wollt nur Und jetzt sitt er nun auf der Anklagebank, der Militarismus, und fühlt sich als Angeklagter. Wuchtig und niederschmetternd prasseln die Anklagen auf ihn nieder. Und was hat er geantwortet? Was hat er zu antworten? 7 der Sigung ergab die Abstimmung über die Resolution von Bar, Auslieferung von Ausländern betreffend, welche per Hammelsprung vorgenommen werden mußte, zunächst zwar die übliche Beschlußunfähigkeit, doch half sich der Präsident dadurch, daß er sofort eine neue Sigung auf eine halbe Stunde später ansette. Bei der Wiedereröffnung sagten Herr von Caprivi ist ein kluger Mann und er Mißvergnügen erzeugen!" dann die Abgeordneten von Kardorff, Marquardsen, der weiß zu sprechen. Allein eine schlechte Sache ist Bleib bei der Sache, Angeklagter. Nicht was wir Pole Koscielsky, Hahn und Schädler ihr Sprüchlein auf. schlecht vertheidigen, und Herr von Caprivi hat wollen und thun, ist in Frage, souderr was Du gethan Was die Redner sagten, ist gleichgiltig und wurde entdie schlechte Sache nicht gut vertheidigt. Er ist haft, und thust. Und Deiner Thaten bist Du aus Deinem sprechend behandelt. Herr von Kardorff versuchte zwar gedrückt, und gleich ihm sind die übrigen Vertreter des eigenen Munde überführt. ein paar Wize zu machen, es gelangen ihm Militarismus gedrückt, niedergedrückt- fizzen sie doch auf Die Gerichtsverhandlung ist noch nicht abgeschlossen. aber nur Rüpeleien, wie sie eben nur ein schnapsbrennender der Anklagebank und das fühlen sie man sieht's Doch neue Momente werden nicht mehr zu Tage treten. Der Junker vorbringen kann. Herr Schädler versuchte den ihnen an. Militarismus hat zu seiner Vertheidigung vorgebracht, was Antrag der bayerischen Zentrumsabgeordneten, für Bayern Bu leugnen ist da nicht mehr der Angeklagte ist vorzubringen war. Er hat die Anklage in feinem Punkte eine Extrawurst zu braten, zu rechtfertigen, es gelang aber auf brennender That ertappt worden, der greifbare Beweis erschüttert, er hat sie nur noch gestärkt. Er hat seine dem Herrn nicht, das Dhr des Hauses zu fesseln. Beachtung liegt vor. Leuguen ist nicht, nur beschönigen, Ausflüchte Kulturfeindlichkeit rückhaltlos zugestanden. fand nur die Erklärung Schädler's, daß er und seine bayerischen Fraktionsgenossen für den Fall der Ablehnung ihres Antrages gegen die Resolution der Budgetkommission und für die Resolution Buhl- Richter stimmen würden. Nach diesem Redner wurde die Diskussion geschlossen und so unserem Genossen Bebel die Gelegenheit genommen, auf die unges zählten Angriffe während der Diskussion zu antworten. Nun, geschenkt wird den Herren doch nichts, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Die Abstimmung ergab ein recht bewegtes Bild. Bon freisinniger und nationalliberaler Seite lagen zwei Anträge auf namentliche Abstimmung vor und zwar über Ziffer 2 der Resolution Buhl Richter und über den Antrag der Bayern. Die Abstimmung ergab folgendes Resultat: Zunächst wurde der Antrag von Gagern( Bayern) mit 140 gegen 103 machen. Besser, daß der Rekrut gar nicht lesen kann, als daß er sozialdemokratische Zeitungen lieft!" Die Unthaten, die allgemeine Empörung hervorgerufen haben, sind nur Ausnahmen, die nicht ins Gewicht fallen, Das Wort wollen wir uns merken. Lieber die vollsie sind Folgen der Verrohung des Volks!" ständigste Barbarei, lieber Preisgebung aller Kultur, lieber Falsch! Es sind nicht Ausnahmen, erwidert der An- Burückwerfen in die Nacht finsterster Unwissenheit, als daß tläger, es sind Früchte des Systems, Deines Systems, An- das Volk das Bischen Bildung erlange, dessen es bedarf, geklagter! Und Du wagst von Verrohung des Volkes zu um die Lehre der neuen Zeit: die frohe Botschaft der reden? Wo die Verrohung ist, das zeigt Dir dieses Menschen- Befreiung in sich aufnehmen zu können. Schriftstück - Dein eigenes Geständniß, das um so werth- Das Wort soll dem Militarismus auf die Stirn gevoller ist, als es nicht für die Deffentlichkeit bestimmt war. brannt werden. Wo die Verrohung ist, das sagt uns der Erlaß des Herzogs Der Prozeß dauert fort. Der Angeklagte hat sein zu Sachsen. Wir wollen nicht, daß unser Volk beschimpft, Material erschöpft. Er kann sich nur noch krampfbaft ans und wir wollen nicht, daß es weiter verroht werde. Wir flammern an die herrschende Staats- und Gesellschaftswollen die Schule der Rohheit schließen. Feuilleton. Nachdrud verboten.) Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. 41 ordnung. 103 Stimmien nicht nach dem Geldsack- Zensus beschränkt zu werden braucht. meist durch seine Lage zu schärferem Nachdenken veranlaßt Die Einzigen, welchen vernünftiger Weise ein größerer Einfluß wird und durch den täglichen Ideenaustausch mit vielen auf die Wahlen zugestanden werden könnte, würden die neben ihm arbeitenden Kameraden seinen Anschauungskreis höher Gebildeten fein; da aber diese durch ihre Ueberzeugungs- erweitert, seine Urtheile berichtigen läßt. Von unseren ge kraft und Belehrung ihren Einfluß auf weniger gehässige Weise wöhnlichen Bürger- und Handwerker- als Mittelstande läßt ausüben können, als durch die brutale Uebereinstimmung, sich noch mit vollem Rechte sagen, was Goethe von ihm in so werden sie gewiß gern auf jedes andere Vorrecht still seinem Faust sagt: schweigend verzichten. oder Mit wenig Wiz und viel Behagen Dreht jeder sich im engen Zirkeltanz wie Schiller noch fürzer sagt im„ Wallenstein": Wie junge Katzen mit dem Schwanz Es dreht sich der Bürgersmann träg und dumm Wie des Färbers Gaul nur im Kreis' herum. Ich hoffe, daß mir das Keiner von den verständigeren Herren Bürgern übelnimmt, da ich doch selber zu diesem Was nun die politische Reife anbetrifft, so ist anBei uns gab es freilich vor hundert Jahren noch zuerkennen, daß ein großer Theil der Arbeiter noch in der feine Boltsvertretung. Als aber hier die Bourgeoisie Bildung zurück ist. Aber, wer anders trägt die Schuld, zur Herrschaft gelangt war, wurde eine solche ins als Diejenigen, welche dem Arbeiter sogar auch die geistigen Leben gesezt und, wie nicht anders zu erwarten, der Schäße entzogen, oder sagen wir: vorenthalten haben; und Umfang des Besiges zum Maßstabe der politischen Reife wenn Etwas die Regierungen und die Besigenden drängen und Rechtsbefugniß gemacht. So entstand das Klassenwahl kann, mehr für die Bildung der weniger Bemittelten zu thun, so Gesez, nach welchein angenommen werden muß, daß Einer, ist es ganz gewiß das allgemeine, gleiche und direkte Wahl- Stande gehöre." der bestimmt ist, Hunderttausende zu erben, von der Vor- recht. Möglich, daß wir im Anfang etwas ungeschickt damit Diese letzte Entschuldigung bewirkte, daß nunmehr die, fehung mit hundert mal mehr Berstand begabt wird, als umgehen werden, aber wir müssen es erst haben, ehe wir ganze Versammlung fast ansnahmslos in den schon bei den Giner, dem es beschieden ist, als Sohn eines armen Ge- damit umgehen lernen, denn der hämmert schlecht, der zum beiden Bitaten erhobenen Beifall einstimmte. lehrten geboren zu werden. Nun, wer politisch so weit ver- ersten Male den Hammer in die Hand bekommt. Und im" Um Ihnen jedoch," fuhr Barth fort, einen Beweis ständig geworden, um zu begreifen, daß der Arbeiter auf Uebrigen ist es wahrlich nicht so schlimm mit der Bildung zu geben dafür, daß in gleich wichtigen Angelegenheiten die Erden und also auch im Staate der nothwendigste Wiensch ist, der der Arbeiter bestellt, wie manche Leute glauben machen befizenden Klassen den Arbeiter für reif halten, sobald sie wird gewiß auch vom Standpunkte der Billigkeit anerkennen, wollen. Das Bischen bessere Schulbildung ausgenommen, es in ihrem Intereffe finden, erinnere ich Sie daran, daß im daß der Arbeiter seine Interessen durch eigene Vertreter welches gewöhnlich während der Lehrzeit wieder vergessen Strafprozesse nur selten ein Erschwerungsgrund in der vertreten zu lassen das Recht hat. Wer dieses Recht nicht wird, tritt der Bürger nicht viel gebildeter, als der Ar- höheren Bildung gefunden wird, während in Beurtheilung anerkannt, der hat mit uns nicht mehr zu sprechen, der beiter, ins gesellschaftliche Leben. Und wie ist der der Zurechnungsfähigkeit zwischen dem wahlberechtigten tann nur noch mit uns fämpfen!" Bildungsgang Beider dann ferner? Beim Schafskopfspielen Bürger und dem nicht wahlberechtigten Arbeiter kein UnterBravo! richtig!" tönte es jetzt auch dem Buchdrucker oder Zeitungslesen und Alles glauben, was die Beitung schied gemacht wird. Man muthet dem Arbeiter trotz seiner entgegen, lügt, beim Regelschieben und Billardspielen, Biertrinken angeblich mangelhaften Bildung zu, alle Gesetze zu kennen, " Ich brauche," fuhr dieser indessen fort, wohl auch und Bigarrenrauchen wird wohl die höhere Bildung nicht mit allen vertraut zu sein; bei einer strafbaren Handlung dieses allgemeine Recht auch ein gleiches sein muß, wenigstens Verstandesschärfung beim Arbeiter wohl dadurch, daß er kenntniß zu einem schwereren Vergehen griff, wo er mit abgelehnt. Dasselbe Schicksal hatte ett Antrag gischen Einspruch erhob, die klägliche Situation der Volks- I und in dieser Schwierigkeit liegt die Quelle aller Soldaten Richter, in der Resolution der Budget- Kommission hinter masse geschickt mit dieser Forderung kontrastirte und mißhandlungen. Ein Unteroffizier, dessen Ruf bei den den Worten: auf die Pflege religiösen Sinnes" einzu erklärte, die Fürsten möchten ihre Bauten aus eigener Tasche Offizieren von der erfolgreichen Trainirung seiner Rekruten schalten:„ unter Beseitigung des Duellunwesens". Bezeich zahlen, erhielt einen Ordnungsruf. Die Position wurde, nender Weise stimmten gerade diejenigen Parteien, welche wie nicht anders zu erwarten, bewilligt. sonst mit ihrem Christenthum besonders dick thun, gegen -AGO " abhängt, findet in dem Paradeschritt und in den Uebungen des Kasernenhofs reichliche Gelegenheit, um im Rahmen des Dienstreglements die Leute mit furchtbarer Härte zu den Antrag. Auch die Ziffer 1 der Resolution Buhl 2c. wurde Nothwehr. Wir theilten gestern mit, daß die Urheber bestrafen( to punish the men with fearful severity). per Hammelsprung mit 122 gegen 120 Stimmen abgelehnt, und Theilnehmer des Blumberger Ueberfalles Soweit der Standard". Interessant ist das Urtheil dagegen die Ziffer 2 in namentlicher Abstimmung mit 143 außer Verfolgung gesetzt worden sind, weil sie den Sozial- über den Paradeschritt( Stechschritt, Gockelschritt). Derselbe ist gegen 100 Stimmen angenommen. Ebenfalls abgelehnt demokraten gegenüber im Stande der Nothwehr gewesen jedoch lange nicht die einzige Ursache der Soldatenschindereien, wurde die Ziffer 3 des Kommissionsantrages, worin die seien. Sobald der Gerichtsbeschluß vorliegt, werden wir die auch in solchen Ländern vorkommen, wo der Paradeschritt Pflege des religiösen Sinnes unter den Angehörigen des des Näheren auf die Sache eingehen. Für heute nur eine nie Eingang gefunden hat. Das Uebel liegt in dem Heeres" speziell gewünscht wurde. Bemerkung. Also Nothwehr! Die Sozialdemokraten wurden System, und nur eine Reform kann Abhilfe bringen: die von den Blumbergern überfallen sie, die Sozialdemo- Beseitigung des Systems, gründlicher rückhaltloser Bruch mit fraten, waren im Stande der Nothwehr, wenn das Wort dem Militarismus. die Bedeutung hat, welche der gewöhnliche Sprachgebrauch ihm giebt. Der gewöhnliche Sprachgebrauch gilt aber für Die Resolution hat danach folgenden Wortlaut: Der Reichstag wolle beschließen: die verbündeten Regierungen zu ersuchen: 1. die Militär- Strafprozeß- Ordnung baldigst einer Reform namentlich in der Richtung einer größeren Deffentlichkeit des Verfahrens zu unterwerfen, " Mißverstanden. Aus unserer neulichen Bemerkung gewisse Kreise nicht mehr, in denen es, wie wir vorgestern über den Krach im sächsischen„ Kartell" ziehen konservative ausführten, Mode geworden ist, den Worten eine, der Blätter den Schluß, wir seien als tertius gaudius- der 2. die Bestimmungen über das Beschwer derecht der Militär- ursprünglichen diametral entgegengesetzte Bedeutung unter sich freuende Dritte über dieses Ereigniß sehr vergnügt personen, namentlich in der Richtung einer Erleichterung dieses zulegen. Wir haben schon gehört, daß reaktionäre Gemeinde- und hofften große Vortheile davon zu ziehen. Das ist eine arge Beschwerderechts, einer Revision zu unterziehen, 3. bei der in Aussicht genommenen Reform der Militär- vorstände erklärt haben, sie würden Sozialdemokraten Selbsttäuschung. Daß wir über diese Razbalgereien gelacht Gerichtsverfassung und der Militär- Strafprozeß- Ordnung die gegenüber das Hausrecht wahren. Haben etwa die haben, ist richtig, wenn aber die Herren Konservativen sich einGrundfäße der Ständigkeit und Selbständigkeit der Gerichte, Blumberger ihr Hausrecht" gewahrt? Dann kämen bilden, wir hätten denselben jemals auch nur die geringste Besowie der Deffentlichkeit und Mündlichkeit des Hauptverfahrens, wir leicht zur" Nothwehr". Die Blumberger wahren deutung beigelegt, so überschätzen sie sich lächerlich. Wir wie sie sich im Königreich Bayern bewährt haben, zur Geltung ihr Hausrecht" die Sozialdemokraten lachen sie aus wissen, daß die ordnungsparteilichen Biedermänner sich, nach zu bringen. und lassen sich nicht abhalten, ihr Staatsbürgerrecht aus dem bekannten Spruch, heut schlagen und morgen vertragen Aus der Reichstags- Wahlprüfungs- Kommission. zuüben. Das ärgert die Blumberger, sie fühlen sich in wir wissen, daß sie bei ernstem Kampf sich stets gegen Die Kommission hat beschlossen, im Reichstag die Giltigkeits- ihrem Hausrecht bedroht, sie sind im Stande der" Noth- uns vereinigen und wir wissen auch, daß wir mit den wehr" und fallen über die Sozialdemokraten her. So vereinigten Kartellbrüdern fertig werden. erklärung der Wahl des Abgeordneten Bangemeister im gestaltet sich der schönste Ueberfall zur tadellosesten Nothzweiten Wahlkreise des Herzogthums Sachsen- Koburg- Gotha zu beantragen, trotzdem eine Reihe schwerer Verstöße gegen die Wahlfreiheit festgestellt wurde. Nur muß der Ueberfallende die richtige Gesinnung Das Plenum wird haben. Ist er ein Sozialdemokrat, oder steht er wenigstens bei der jetzigen politischen Konjunktur voraussichtlich diesem im Ruf, Einer zu sein- ja, dann ist's„ etwas Anderes". Beschlusse zustimmen: der Gegenkandidat Bangemeister's Der Sozialdemokrat hat nach den Anschauungen gewisser anderen Aemtern und Würden auch ein Mandat zum west Schulfrank. Herr Baare hat neben seinen vielen war der sozialdemokratische Abgeordnete A. Bock. Leute überhaupt kein Recht zu existiren, folglich keine poli- fälischen Provinzial- Landtag. Jedoch der boshafte Zufall tischen Rechte und auch kein Recht der Nothwehr. der Wortprägung und Wortumprägung noch merkwürdige Ein von ihm eingeschicktes ärztliches Zeugniß untersagt Nach der Blumberger Leistung können wir im Punkte verhindert den Herrn Landstand, den Sizungen beizuwohnen. feine Betheiligung. Sein Gönner Bismarck wird von den Ueberraschungen erleben. Bolldebatten des Reichstags durch seinen Leibarzt ferns Ein Vorschlag zur Güte. Die Kölnische Zeitung" gehalten. Warum soll der schamhafte Baare sich nicht auch schlägt der Regierung in Sachen des Voltsschul- Geschwenningern lassen? eyes ein Handelsgeschäft vor. Weshalb den Liberalen die Zugeständnisse auf dem Gebiete des Unterrichtswesens wehr. Uebrigens bereitet in Sachsen die Versöhnung der feindlichen Brüder sich schon vor. Das BlümchenkaffeeKartell ist todt, es lebe der Blümchen- Kaffee und das Blümchenkaffee- Kartell! Die deutschfreifinnige Agitation gegen das Ein neuer Pump in Sicht. Unsere StaatsbahnVerwaltung übt die Kunst des Sparens, wenn es sich um Arbeiter und Subalternbeamte handelt, sie ordnet die Re duktion der Löhne und die Entlassung von Arbeitern an. Mit bewundernswerther Zähigkeit wehrt sie sich gegen jede ernstliche Reform des Personentarifs und läßt im Reichstag durch ihre Vertreter erklären, daß nachgemachte Stempel und geflickte Schienen sie auch gar nicht geniren. Den Schienenring faßt sie mit Sammethandschuhen an, und die verweigern und grämlich bei Seite stehen, da alle Gruppen Alters- und Invaliditätsversicherungs- Gesetz. 91 526 Wünsche der Großindustriellen und Junker finden stets ein der Besitzenden sich einig wissen in ihrem Hasse gegen die Unterschriften haben die Helden des Nürnberger Fortschritts williges Gehör, mögen Staffeltarife für die oftelbischen Arbeiterbewegung?„ Man kann", sagt das rheinische Blatt, für ihre sattsam bekannte Petition zusammengebracht. Die Großgrundbesitzer oder Ausfuhrvergünstigungen für die die bürgerlichen Parteien nur auf einer mittleren Linie Gründe ihres Vorgehens und die Art und Weise, wie die cheinisch- westfälischen Kohlenbarone in Frage stehen. Jetzt zum Kampfe gegen die sozialrevolutionären Bestrebungen Unterschriften erpreßt und erschlichen werden, haben wir bes sollen die preußischen Staatsbahnen mit rollendem Material fammeln." Als ob der Windmühlenkampf gegen das Er- reits nach Gebühr gekennzeichnet. reichlicher ausgerüstet werden: die Mittel dazu will zeugniß Bedlißischer Staatsweisheit ernst zu nehmen wäre! man beschaffen durch ein Anleihegesetz für Eisenbahn- Wie Quecksilber laufen alle Fraktionen des Großbürger zwecke. Die preußische Milliardenschuld noch ver- thums zusammen, sobald die soziale Frage aufs Tapet sie nicht das rothe Gespenst an die Wand, schlagen sie nicht Alarm, daß Einem die Ohren gellen? Die kleinen Kinder, die sich im Dunkeln fürchten, lärmen, um ihre Angst zu betäuben. Jm Dunkeln aber tappt unsere Bourgeoisie, und tindisch ist sie auch. richte der Münchener Allgemeinen Beitung" lieft man: Des Teutschthums Grenze. In einem Berliner Be größert, zu Nug und Frommen der Kapitalistenklasse, tommt, und ihre brennende Wuth über den Siegeszug der „ Eine Angelegenheit, die viel von sich reden macht, ist die welche für den Güterverkehr eines größeren Wagenparts 2c. Arbeiterklasse wird übertrumpft allein durch die blaffe Uebernahme einer Lieferung von Nußholz- Gewehrfchäften durch bedarf. Für die Verbesserung der Arbeiter und Beamten Furcht. Fürchten sich die Gentlemen etwa nicht? Malen eine Firma in Ladenburg bei Heidelberg für die franzöfifche Regierung. Diese Gewehrfchäfte angeblich 8 Mill. Stüd, verhältnisse bleibt dem Herrn Thielen kein Heller übrig, so was wohl zu hoch gegriffen sein dürfte sind nicht für Frant noth hier auch eine Abhilfe thut. Wie die dem preußischen reich, sondern durch französische Vermittlung für Rußland be Abgeordnetenhause zugegangene Nachweisung über die dienst stimmt, und zwar nimmt die Lieferung ihren Weg über Nancy. freien Zeiten des Staatsbahn- Betriebspersonals darthut Das sind doch Dinge, wie sie leider nur in Deutschland statts die Uebersicht ist, wie nicht anders zu erwarten, sozialfinden können. Wir bezweifeln, daß eine französische Firma politisch nur sehr wenig zu verwerthen-, genießen über eine derartige Lieferung nach Deutschland übernehmen würde. 500 Beamte im ganzen Monate nicht einmal 6 Stunden Die deutschen Soldatenschindereien und das Aus. Nun wird zur Entschuldigung auf Krupp verwiesen! Die Parallele hinft aber. Krupp's Werte dienen vor Allem der Ruhezeit außer der gewöhnlichen Ruhezeit zwischen zwei land. Wir theilten neulich schon mit, was die vornehmste heimischen Wehrkraft und der heimischen Industrie, und wenn Arbeitstagen: 16 000 Personen haben Ruhepausen von einem der englischen Wochenschriften, die konfervative Saturday er, um seine Werke in steter Thätigkeit und Bereitschaft zu ers halben bis zu 1/2 Tagen im Monat, 26 430 Beamte haben Review", über den Erlaß des Prinzen Georg sagt. Heute halten, auch Aufträge nach außen hin übernimmt, so ist das nur zwei volle Ruhetage im Monat. Was die übrigen finden wir in dem" Standard", dem Organ der englischen eben eine zur Erhaltung des Ganzen unerläßliche Nothwendig 46 028 Beamten anlangt, die zwei und mehr Ruhetage" Toryregierung, unter der Ueberschrift: Grausamkeit haben, so wiffen wir nicht, wie sich diese Pausen auf jede( Cruelty) in der deutschen Armee" folgende Bemerkungen; Wenn ein tentsch patriotisches Gemüth sich darüber Woche vertheilen, tönnen also nicht feststellen, ob ihre Be- Die Meinung herrscht, auch unter deutschen Offizieren, empört, daß irgend ein Ladenburger Fabrikant für den schäftigung eine normale ist. Von 9319 Stationsbeamten daß die Soldatenmißhandlungen fortdauern werden, wenn Erbfreund im Osten Gewehrschäfte macht, so zeigt dies nur haben 285 nicht einmal 6 dienstfreie Stunden im Monat, nicht das deutsche Militärsystem reformirt und der be- die Einsichtslosigkeit des Entrüsteten. Das Kapital in trotz ihres verantwortungsreichen Dienstes! Das sind un- rühmte Paradeschritt oder Parademarsch abgeschafft wird, seinem Heißhunger nach Gewinn kennt keine nationalen erträgliche Zustände. Die neue Anleihe aber wird die Be- Der Paradeschritt ist der deutschen Armee eigenthümlich; Schranken und feine vaterländischen Rücksichten: wie ber laftung der Beamten vergrößern... er besteht darin, daß die Soldaten mit vollständig steifem Magnetstein das Eisen, so zieht der Profit den Plusmacher Bein marschiren müssen( with the leg absolutily an. Und ist denn dies Vorkommniß so neu und unerhört? Palastbauten. Im badischen Landtage kam es bei rigid). Die gute Ausführung dieses Schrittes ist Erinnert man sich nicht der aufopfernden Betheiligung ber Forderung von 700 000 m., dritte Rate, für das erb- die erste Probe eines Regiments bei Revuen. deutscher Geldleute an der deutschen Kriegsanleihe von 1870, großherzogliche Palais zu einer lebhaften Auseinander- Es ist unglaublich, welche Mühe es macht, bis ein die mit einem Defizit schloß? Weiß man nichts von jenen fegung. Der sozialdemokratische Abgeordnete, welcher ener- Soldat diese und andere mechanische Uebungen gelernt hat, 19 teit." Solinger Waffenfabrikanten, welche dem mit uns im Kriege liegenden Frankreich Waffen lieferten? Aber der Patriotismus befferem Erfolge ein in Bezug auf die Strafandrohung des Münchener Blattes hat seine festgezogene Grenze. In solcher Zeit nrüßte die liberale Partei einen Revoltirt er auch gegen den Unternehmer in Ladenburg, leichteres hätte begehen können, wenn er besser Panzer bilden, der Gesetz und Ordnung im Staatskörper der zwar ein großer Fabrikant sein mag, im Vergleich aber unterrichtet war. Kurz, meine Herren, vor dem vor rücksichtslosen Neuerern schützt." Strafgesetze sind wir Alle reif, zurechnungsfähig, gleich;„ Gewiß, gewiß, Herr Dr. Benjamin, sonst geht Alles zeug" des Kapitalismus gehört, so geht ihm sofort der zu den Werkbesitzern Stumm, Gruson u. f. w. zum Krop warum sollten wir es nicht vor der Wahlurne fein?" aus" den Fugen. Wenn wir nicht einig sind, wenn die Athem aus vor dem Krupp in Essen. Was jenem Bahllose Beifallsrufe ertönten hier als Zeichen, daß liberalen Parteien mit Einschluß der Fortschrittspartei" nicht recht, ist dieſem billig er mag seine Kanonen, ſeine Hunderte sich in ihrem Rechtsbewußtsein getroffen fühlten. nicht gemeinschaftlich Front machen, dann brechen Geister Geschosse nach Ost und West, an Russen und Türken, an Und um nun zum Schlusse zu kommen, spreche ich die herein, die wir nicht zu beschwören vermögen." Ueberzeugung aus, daß Niemand, der nicht mit dem allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrecht vor das Volk fitionsheld, und daß sie sehen, wie mir die Sache der für die Erhaltung des Werks. Und so sehen wir, wie ber " So ist es in der That," meinte der würdige Oppo- und die Ausrüstung des Auslandes ist eine Nothwendigkeit Freund und Feind verkaufen, der Betrieb ist ja so groß tritt, als deffen Freund erkannt, als sein Vertreter erwählt Bartei näher steht, als meine persönlichen Wünsche, so Bovist des falschen Patriotismus im Nu zerplakt und werden kann. Die geheime Abstimmung ist nöthig, so lange reiche ich die Hand zum Frieden und zum erneuten auseinanderstiebt, wenn der maſtige Schritt der Millionen der Arbeiter ökonomisch noch nicht insoweit selbstständig ge- Bunde." worden, um seine Stimme rücksichtslos abgeben zu können. hörbar wird. Bis hierher und nicht weiter! " Ich nehme diese Hand als Unterpfand des Sieges," Haben wir das einmal und wissen wir's einmal recht zu erwiderte Raffmaus trenherzig und schlug kräftig in die handhaben, dann werden z. B. auch nicht mehr Geseze und dargebotene Hand des Nebenbuhlers ein. Verordnungen zu Stande kommen, nach denen für ein und Alle Komitee Mitglieder fühlten bei diesem Friedens dasselbe Vergehen gleichmäßig für Reiche und Arme Geld- schlusse erneuten Muth in ihre Herzen dringen. oder entsprechende Gefängnißstrafe bestimmt wird, in welchem Falle der Reiche gleichgiltig die Strafe aus dem vollen Benjamin. „ Lassen Sie nun aber keinen mehr zum Worte," mahnte Geldkasten wirft, während der Arnie, der das Geld nicht Sie haben Recht; genug ist gesprochen. Was weiter hat, ins Gefängniß wandern und seine Familie in der zu thun, besprechen wir im engeren Birkel," meinte Raff- ungescheut Partei- Propaganda. Zwischenzeit muß Hunger leiden lassen. Gerechtigkeit für maus und trat wieder vor das Publikum, welches in der Alle!" rufe auch ich, und wer noch ein Gefühl für Recht Zwischenzeit wie ein unruhiges Meer hin und her wogte, und Wahrheit hat, der stimmt mit mir in diesen Ruf ein. brauste und summte. Hunger und kein Ende. In Magdeburg, Fiat justitia, pereat mundus! riefen einst die Juristen dem Paradies der auf politische Prozesse eingeschulten und charakterisirten dadurch die ganze Fülle ihrer einseitigen elf ubw, wine on Seren Geifenfabrikanten Licht ist ein Antrag 8. bis 13. februar 1892 15 668 Portionen Mittagesse Meine Herren," es bereits nahe an halb Staatsanwälte, hat die Armendirektion in der Woche von, Beschränttheit bei allen ihren Sünden, die fich durch Jahr auf Schlub der Debatte foufen Jeh habe zu fragen, 2333 Zentner " D tausende hindurchziehen. Gerechtigkeit für Alle!" rufen wir, ob dieser Antrag unterstützt wird?" oder die Welt ist nicht werth, daß wir ihr dienen, daß sie existirt." Der Buchdrucker schritt mit gehobenem Haupte her unter und durch die ihn beglückwünschende Menge nach seinem Standort. Was sind dies für Männer?" fragte mit einem Male Dr. Benjamin, indem er sich an den gänzlich zerknirschten Raffmaus wendete. Alle Scheelsucht war ihm ausgegangen. " Das weiß Gott," murmelte der Angeredete, wir stehen am Vorabende einer Revolution. Ich sehe die Beifter von Marat, Danton und Robespierre aufsteigen." Der Antrag war nur spärlich unterstützt. Ich bitte ums Wort," rief Frank herüber. Wozu wollen Sie das Wort?" fragte Raffmaus erstaunt dagegen. Ueber Schluß der Debatte." Herr Frank hat das Wort über Schluß der Debatte," meinte refignirt der Borsigende. ( Fortsetzung folgt.) Wo sind die Agitatoren? Jm„ Reichsboten" lesen in Kaffeeküchen und Schlafhäusern auf den Gruben Richter's wir: Auch in Saarbrücken hat die Bergwerks- Verwaltung Sozialdemokratische Zukunftsbilder" in einer Anzahl Events plate aufgelegt." Sozialdemokratische Arbeiter werden aus treiben den Staatsbetrieben hinausgemaßregelt, weil sie den Muth Frühstück an arme Kinder in Volksschulen vertheilt. Hungernde Arbeiter, sagt der Weinschent Menzer, giebt es nur in Romanen. Gegen die politische Polizei. Jm 8üricher Kantonsrath hat Genosse Greulich, der Vorstand des schränkung der politischen Polizei im Kanton Zürich bes antragt. In der Schweiz, deren Asylrecht durch das offizielle Ruffen- und Borussenthum so schmählich durchlöchert worden ist, fängt die Wucherpflanze der politischen Spigelei an, Wurzeln zu schlagen. Das Schweizervolt setzt sich dagegen M " zur Wehr und wird das Unkraut ausjäten früher oder Deutschland gemacht, nicht fruchtlos war die Thätigkeit| Annonce trug nur die Unterschrift Der Vorstand". Das später, wenn nur die Arbeiterschaft fest zusammensteht. deutscher Professoren in Tokio, die Dstasiaten haben gelernt, soll gegen das bayerische Vereinsgeset verstoßen! Die Anzeige Nothstandsvorlage das Schein Verfassungswesen ihrem Feudalstaate auf- hatte der Nürnberger Magiftrat erhoben. - in Oesterreich. Abgeordneten zupfropfen. Eine Volksvertretung ward geschaffen, und sich fürzlich zusammengethan, um eine Voltsversammlung im - Die Straßburger Sozialdemokraten hatten haus. Die Regierung brachte gestern die Nothstandsvorlage nun sie der Regierung sich nicht willfährig genug erweist, Dorfe Ekbolsheim( Landkreis Straßburg) abzuhalten, deren ein; in derselben werden 360 000 fl. für die durch den sondern die hohen Forderungen des Militäretats und andere Grundtert das sozialdemokratische Programm fein sollte. Die Nothstand betroffenen Gegenden der einzelnen Landestheile Budgetposten nicht bewilligt, werden die Abgeordneten nöthigen Unterschriften waren von den Landwirthen sehr gern verlangt. Eine weitere Vorlage der Regierung beansprucht heimgeschickt. Ob nach berühmtem Muster die Auflösungs- gegeben worden, aber es dauerte nicht lange, fo wurde die Vers 500 000 fl. behufs Ertheilung einmaliger Aushilfen an die urkunde aus einer rothen Mappe geholt wurde, ist nicht sammlung auf Grund des Art. 1 Abf. 9 des Gesetzes vom 6. Juni Staats- und Staatseisenbahn- Bediensteten mit Ausnahme bekannt. Die Umwandlung Japans aus einem feudalen in 1868 verboten. Trotzdem dies in der Elsaß- Lothringischen der Beamten der acht höheren Rang- beziehungsweise Dienst- ein kapitalistisches Gemeinwesen, die Verwandlung der Volks- Zeitung" sofort bekannt gemacht wurde, hatten sich doch klassen. Naturalrente in Geldrente bedeutet den Zusammenbruch eingefunden, so daß es der gleichfalls erschienenen Polizei kaum eine Menge Genossen und Genossinnen aus Stadt und Land möglich war, ein Stehplätzchen zu erhalten. Die Zusammenkunft hätte noch ganz angenehm verlaufen können, wenn nicht die Bolizei( 1 Bürgermeister, 1 Wachtmeister, 2 Gendarmen) sowohl das Singen, wie auch Vorträge, selbst solche humoristischer Art, verboten haben würde. Man zog nun von einem Gasthaus zum andern, und jedesmal wiederholte sich das Intermezzo mit der Polizei. Erst auf dem Heimwege, im Lokale eines Genossen, war es möglich, ohne Anwesenheit der Polizei gemüthlich beisammen zu sein. " Talar und Kaserne. Das österreichische Armee- der höchstentwickelten japanischen Bauernwirthschaft, und blatt" veröffentlicht den Wortlaut eines Erlasses des Reichs- die Opposition gegen die Geschlechterherrschaft der Regierung Kriegsministeriums an sämmtliche Militär- Territorial- Kom- findet im Volk großen Anhang. Der Wahlkampf ist bereits mandanten, in welchem der hohe Einfluß hervorgehoben heftig entbrannt.wird, welchen die Belebung des religiösen Gefühls auf die fittliche Haltung der Soldaten ausübt. Zugleich werden die Bestimmungen des Reglements in Erinnerung gebracht, wonach die Mannschaft mindestens allmonatlich einmal zur Kirche zu führen ist. Meint man damit die Unzufriedenheit zu bannen? 17 Parteinachrichten. Aus der sozialdemokratischen Presse.. " 10 Soziale Ltebersicht. V = In Bamberg wurde eine für Männer und Frauen angemeldete und genehmigte Voltsversammlung von der Polizei Frankfurter Boltsstimme":" Die Heh- und nachträglich verboten, trotz des bekannten Urtheils des Bamberger Doktor Eisenbart. In Rom find Tausende ohne Schimpfrede, welche König Stumm sich im Reichstage geleistet Schöffengerichts, wonach den Frauen der Zutritt nicht verweigert Beschäftigung. Eine für den 17. Februar anberaumte Ver- bat, und die Hilfe der Herren v. Kardorff und v. Helldorf wird werden darf, außer zu Vereinsversammlungen, in welchen über sammlung der Arbeitslosen wurde von der Regierung ver- allgemein als ein Verfuch aufgefaßt, die Regierung zu einer politische Thema distutirt werden soll. boten, der Eingang zum Versammlungsort von Soldaten neuen Gewaltpolitik gegen die Sozialdemokraten und, wenn besetzt. So furirt man gesellschaftliche Schäden. Nach irgend möglich, auch gegen den Freifinn zu drängen. Crispi der Marchese di Rudini, derselbe Faden, nur eine Sozialdemokraten würde es gewiß nicht angenehm sein, wenn der Darob in der bürgerlichen Presse gewaltiges Gelärm. Auch uns cndere Nummer. Die sozialpolitische Ohnmacht, bewaffnet politische Kampf von unseren Gegnern wieder zur rücksichtslosen mit dem Werkzeuge der brutalen Gewalt, das ist das all- Brutalität entfesselt wird. Es würden sicher von uns noch mehr Der deutsche Juuungs- und allgemeine Handwerkertag tägliche Bild an der Wende des Jahrhunderts. Opfer dargebracht werden müssen. Wollten wir uns aber hier überwies in feiner gestrigen Sitzung die vom Sekretär des Zentraldurch einschüchtern lassen, dann müßten wir den Kampf um ausschusses Dr. Schulz im Namen von 25 Verbänden aufgestellten In Italien hat die Sozialistenverfolgung dieselben unsere Freiheit und unser Recht ganz aufgeben. Denn Grundzüge und Forderungen betreffend die Stellung der In Wirkungen wie in Deutschland und anderen Ländern: das ohne Opfer fein Erfolg. Und je größer der Erfolg, je näher der nungen, Innungs- Ausschüsse und deutschen Innungsverbände in Unrecht treibt die Edeldenkenden auf Seite der Unterdrückten. Sieg, desto verzweifelter fämpfen die Gegner, desto größer daher der von der Regierung verheißenen, in der Form der HandwerkerDer Leipziger Hochverrathsprozeß führte Johann Jacoby die Opfer. Deshalb müssen wir vorwärts, ein Zurück darf es kammern gedachten Organisation des Handwerks, den Verbänden in die Reihen der deutschen Sozialdemokratie. Aehnlich nicht für uns geben. Wir werden aber auch freudigen Herzens zur weiteren Berathung, sprach sich anläßlich der von den Injetzt der Maiprozeß in Rom alle Opfer, die nothwendig find, bringen, denn mit der Gewalt nungsleuten von Frankfurt a. M. Hanau's und Hamburgs er empört das öffentliche politik wird man das Entgegengesetzte von dem erreichen, was gestellten Anträge auf Auflösung der freien Innungen sehr kampfRechtsgefühl und hat einen der berühmtesten und geachtetsten man erreichen will. Deshalb läßt uns die drohende Gefahr ziem- luftig gegen die Regierung aus und lehnte dann jene AnSchriftsteller und Gelehrten Italiens: Professor de Amicis lich falt. Gewiß ist es unsere Pflicht, jede nußlose Provokation, träge ab mit der Maßgabe, die bestehenden Innnngen bewogen, sich als Sozialdemokrat zu bekennen. Vivant jede Prahlerei zu vermeiden und uns nicht durch unsere Gegner und Handwerker Vereinigungen mindestens bis zu den sequentes! So wird der Sozialismus getödtet". Nur so zu unvorsichtigkeiten hinreißen zu lassen, aber von unserer bis- nächsten Reichstags- Wahlen festgegliedert fortbestehen zu weiter! herigen Politik, rastlos für unsere Biele zu arbeiten und alle laffen und nicht schon vorher die Auflösung Der= Bustände und Reformversuche mit unseren Zielen zu vergleichen anlaffen zu wollen. Angenommen wurde ferner eine ProtestEs anarchistelt. Der an den armen Teufeln von und sie danach zu beurtheilen: von dieser Politit abzuweichen, Resolution Bremer Caftrop gegen die von der deutschen Reichsspanischen Bauern in Keres begangene Justizmord giebt den dazu haben wir gar keinen Grund." Gesetzgebung angeblich versuchte Beschränkung der Versammlungs Maulwürfen der politischen Polizei Gelegenheit, ihre UnMünchener Post":" Der Appell Stumm's an die freiheit der Innungen. Einstimmig nahm die Versammlung entbehrlichkeit zu beweisen. Aus den Landproletariern, die Sozialistenfurcht in gewissen außerhalb des Parlaments stehenden eine Resolution Riehl an, den allgemeinen deutschen Handwerkerin heller Verzweiflung über die Gaunereien der Land- Streifen mag immerhin ein neues Sozialistengesetz bringen, es bund als die politische Bertretung des Handwerks thatkräftig zu mag die Preß-, Versammlungs- und Vereinsfreiheit und noch unterstützen. Der Kaiser soll um eine Audienz ersucht werden. wucherer und der Regierungsbeamten losschlagen, werden einiges Andere noch mehr beschränkt werden: unsere Partei wird Der Krafehl hörte nicht auf. Der Vorsitzende rüffelte den Anarchisten, und schon telegraphirt das offiziöse Hirsch'sche allen Stößen von außen und innen widerstehen, wie dieses Innungsbruder Boß Hamburg wegen seiner scharfen Kritik des Bureau" in alle Welt von Drohbriefen, in denen König bisher der Fall, denn auf unserer Seite ist die Gerechtigkeit und Herrn v. Bötticher. Darauf empfahl der bekannte Herr v. Broich Alfons für die Hinrichtung in Xeres verantwortlich gemacht die Wahrheit. Diefe muß und wird schließlich fiegen." feine Patent- Genossenschaft, fand aber feinen großen Antlang, wird." Unseres Wissens ist König Alfons in einem Alter, Thüringer Tribüne":" 8wölf Jahre lang hat man da die des Zünstler das Schreckgespenst Sozialismus in welchem der Durchschnittsmensch kurze Höschen trägt, versucht, die Sozialdemokratie mit Gewalt niederzuhalten. Ver- schaudernd aufsteigen fahen. Daß Apollo Cunow gleichs Brummkreisel peitscht und auf der Straße sein Butterbrot gebliches Bemühen! Die Sozialdemokratie breitete sich in diesen zwölf falls seinen Genf dazu geben konnte, wirft ein hübsches ißt. Trotzdem glauben wir an die Drohbriefe, wie wir an Jahren des Sozialistengesetzes über das ganze Reich aus, drang Schlaglicht auf die Tagsabung der Zunftheiligen. Der Antrag, in Bezirke, die man für absolut sicher vor der Ansteckungs- eine eigne Handwerkerpartei zu gründen, fällt durch. Man be die Petarden glauben, die sich stets entladen, wenn man gefahr gehalten, und schließlich sah man ein, daß es fo" nicht schließt:" Der Deutsche Innungs- und Handwerkertag verzichtet Zwangsgesetze und Standrecht braucht. Diese hilfreichen gehe. Eine neue Weisheit fam auf. Hebt das Sozialistengefeß angesichts der politischen Konstellation zur Zeit auf die Gründung Hände, das ist die wahre schwarze Hand", stets bereit, auf, hieß es, und diese festgefügte und doch unfaßbare Organisation einer eigenen Handwerkerpartei. Er betrachtet es in Konsequenz im Trüben, zu fischen und Unheil zu stiften. Wir wissen der Sozialdemokratie wird auseinanderfallen, der Kampf mit der Reichstagsjigung vom 24. November v. J. als im Intereffe uns davor zu hüten. Die Sozialdemokratie hat jener geistigen Waffen wird das übrige thun! Verfehlte Spekulation! des Handwerkerstandes gelegen, bei Wahlen mit aller Entschieden schwarzen Hand" schon oft genug auf die unverschämten Die Sozialdemokratie ist nicht auseinandergefallen, sie steht beit für die Kandidaten der konservativen und Zentrumspartei langen Finger geklopft; die Schröder, Haupt, Ehrenberg vielmehr fester gefügt als je da. Und der Kampf mit geistigen einzutreten; in Bezirken, wo solche Kandidaten mangeln, jedoch Waffen? Richter und Gregorovius waren die Führer in diesem die Aufstellung eigener Handwerker- Kandidaturen zu betreiben und andere Ehrenmänner können ein Lied davon singen.Kampfe. Das genügt. Was nun? In der kompletten Rath- oder sich gänzlich der Stimme zu enthalten." losigkeit, die sich unserer Gegner bemächtigt hat, greifen sie, wie Sverdrup's Ende. In Christiania ist der ehemalige der Ertrinkende nach dem Strohhalm, nach dem Knüppel des das Herold'sche Telegraphenbüreau meldet, demnächst wieder Aus den Spandauer Militär- Werkstätten sollen, wie norwegische Ministerpräsident Johann Sverdrup am Ausnahmegesetzes. Mag es darumi sein, Ihr findet uns gerüstet, 250 Arbeiter entlassen werden. 17. Februar gestorben. Er war ein Typus desjenigen also heraus mit Eurem Flederwisch!" bürgerlichen Radikalismus, welcher, sobald er zur Macht geAchtung! Tapezirer! Kollegen, welche nach St. Gallen Treffend weist der Leipziger Wähler" auf den Wider- reifen, find bringend ersucht, vor dem Eintritt in eine Stelle sich langt, umlenkt und so rücksichtslos wirthschaftet, wie irgend ein Konservativer. spruch des kürzlich von uns veröffentlichten Erlasses hin, in beim Fachverein zu erkundigen. welchem das sächsische Ministerium des Innern die Der Zapezirer Fachverein St. Gallen. Kreishauptmannschaften einerseits anweist, die Sozialdemokratie Café Theater. Gegen die Lebensmittelzölle. In der französischen wie jede andere Partei zu behandeln, und andererseits Deputirtenkammer, die nach längerer Vertagung ihre Sigungen die Behörden zum Einschreiten gegen die sozialdemokratischen Rohe Mißhandlung eines Kohlenziehers wurde wieder wieder aufgenommen hat, stellte Genosse Paul Lafargue den Vereine für befugt erachtet, wenn diefelben sich auf das sozialamtlich vom Bremerhavener Seeamt fonstatirt. Der Dringlichkeitsantrag auf Beseitigung der Lebensmittelzölle. demokratische Programm stellen, weil dieses Pro- aus Aachen gebürtige Koblenzieher Argembeaux vom Lloyddampfer Seinen schlagenden Beweisgründen für die Nothwendigkeit der gramm unter Umständen auch gesetzwidrige Mittel billige." Der" Dresden" war vom zweiten Maschinisten Bock, den er kniefällig von ihm geforderten Maßregel wußte der Heilige der französt- Grlaß bezog sich allerdings noch auf das frühere Programmt, um andere Arbeit gebeten hatte, da er die schwere Arbeit des schen Schutzöllner, Herr Méline, nur dieselben leeren Rebens- aber weber dieses noch das neue Programm der Partei enthält Kohlenziehens nicht mehr leisten könne, mehrfach geschlagen arten entgegenzusetzen, mit denen unsere Brotvertheurer uns etwas, was der letzteren Vorschrift des sächsischen Ministeriums worden, so daß er, wie das Geeamt spricht:„ wahrscheinlich freiregaliren. Lafargue, so zeterte er, wolle nur das Volk auf einen plausiblen Hintergrund verleihen könnte. Mit demfelben willig", den Tod in den Wellen fuchte und fand. Der Reich" Rechte" tönnte das Ministerium die Versammlungs- und Ver- fommissar fällte in der betreffenden Sigung des Seeamtes ein wiegeln; der nationale Wohlstand" würde durch die Schutz- einigungsfreiheit der bürgerlichen Parteien vom Belieben der scharfes Urtheil über den Vorgang. Es liege, so führte er aus, zölle gefördert. Daß doch die Interessenpolitik jeden An- Behörden abhängig machen. eine rohe Mißhandlung vor; solche tamen viel öfter vor, als man glaube, nur sagten die Zeugen so selten die volle Wahrheit. griff auf sich als eine Insurrektion der Massen betrachtet und das Wachsthum ihrer Rente mit dem Fortschritt des Daß so viele Selbstmorde am Bord der Lloyddampfer zu vers Volkswohlstandes verwechselt! zeichnen wären, liege besonders daran, daß der Lloyd ungeeignete Leute anstelle. Unerhört sei, einen Menschen, der flage, er tönne feine Arbeit nicht mehr leisten, und der weinend und klagend um andere Arbeit bäte, ins Gesicht zu schlagen, daß er zusammen stürze. Bei solcher Behandlung fehle den Leuten der Muth, sich über Mißhandlungen zu beschweren. Er wünsche, daß gegen die Rohheit des zweiten Waschinisten strafrechtlich vorgegangen werde. Die Sonntagsruhe und das Anhaltische Landesgeseh. Die Gewerbenovelle, die sich mit der Sonntagsruhe befaßt, bestimmt bekanntlich ausdrücklich, daß in den Geschäften an ge wöhnlichen Sonntagen nur fünf Stunden gearbeitet werden darf. Der kommunistische Arbeiter- Bildungsverein in London Am 1. April soll diese Bestimmung in Kraft treten; ob das aber baß wenn die Farbigen zum Bewußtsein ihrer Macht kämen,( 49 Tottenham Street) hat burch Bersammlungsbeschluß vom in Anhalt geschehen wird, ist, wie das dortige Boltsblatt" ein farbiges Parlament und eine farbige Regierung nur 13. Februar noch eine weitere Anzahl zweifelhafter Gle- schreibt, mehr als zweifelhaft. Denn wenn man nicht die fünf eine Frage der Zeit seien. Als Retter aus dieser Gefahr mente, welche init bon befanten schon früher ausgeschlossenen erscheint ein Deutscher Namens Hofmeyr, der mit Stänkern unter einer Decke staken, ausgeschlossen. nationalliberalem Bathos für die Rückwärtsrevision des Stimmrechts agitirt. Nur Eigenthum im Werthe von Die Revision des Polizeiwachtmeisters 100 Bfb. Sterl. solle fünftig zum Wählen befähigen, aber Seinrich Frömbling in Großallmerode, welcher wegen Als eine begatorische" Maßnahme bezeichnete die tein des Lesens und Schreibens Unkundiger folle stimmen widerrechtlicher Verhaftung im Amte vom Landgericht Kaffel zu dürfen. Besitz und Bildung müßten mehr gelten als bisher. 4 Monaten Gefängniß verurtheilt worden war, ist vom Reichs- Nürnberger Tapezirer- Innung die ortspolizeiliche Vorschrift, nach den Werkstellen der Pinselfabriken Was cha Die Vorschläge Hofmeyr's, säuſelt sympathisch die„ National- gericht verworfen worden. Frömdling hatte seiner Beit den welcher in Sozialdemokratischen Kaufmann Körner, welcher Flugblätter ver- apparate für die Arbeiter aufgestellt werden müssen. finden allseitige firen in erster Reihe die arbeitende Bevölkerung der Kolonie. theilte, ohne Grund verhaftet und ihn, als derselbe wieder frei- Die Innung ersuchte sowohl beim Polizeifenat wie bei der Kreisund der Kreuzzug des Herrn Hofmeyr gilt der Rettung von schaffung eines solchen ersuchte, in eine sehr talte Belle des Glück. An übertriebener Liebe zur Reinlichkeit scheinen " Familie, Religion, Ordnung und Eigenthum". Anstatt, Wachtlokals gesteckt und ihm auch alle seine Sachen, sogar die diese Jnnungsleute jedenfalls nicht in laboriren, und an zu wenn thatsächlich Wahlforruption herrscht ein den Brille abgenommen. Als Körner vie Belle verlassen wollte, um großer Arbeiterfreundlichkeit auch nicht, denn sonst würden sie unlieber und ein Bedürfniß zu verrichten und zu diesem Zweck an die Bellen gegen die ganz selbstverständliche Vorschrift nicht opponirt wohlbekannter Bustand, die Auftlärung unter die Arbeiter thür pochte, drohte ihm Frömdling, er würde ihn schließen laffen, haben. u tragen, versperrt man ihnen von vornherein Thür und wenn er sich nicht ruhig verhielte. Körner hat in dem Lochene ganze Nacht verbringen müssen. Namentlich wird es auch im schwarzen Licht; denn die Agitation jenes deutschen Biedermannes be Falle der Einschließung erblickte das Landgericht die Freiheits- effenten in Speicher faßte folgende Resolution: In Erwägung, droht nicht bloß die Farbigen, sondern alle Arbeiter. Gehen Saßfurt- Ebern, Schuhmacher Frig Fent in Schwein- ansprüchen, und daß Ueberproduktion die Ursache der brückenden furt, wurde vom Amtsgericht Nürnberg zu 6 M. Geldstrafe Geschäftslage und Verdienstlosigkeit ist, erhebt die Bersammlung verurtheilt, weil er eine öffentliche Versammlung des Wahlvereins Protest wegen Aufhebung des Minimallohns und verlangt Verim Bayrischen Wochenblatt" ausgeschrieben hatte, ohne die An- fürzung der Arbeitszeit selbst auf Tage, bis die Produktion und tündigung mit seiner Unterschrift versehen zu haben. Die die Konsumtion im Gintlang stehen. Ju Kirchheim bei Heidelberg wurde nach einer Verfammlung, in welcher Jordan aus Mannheim über das Thema: Die Sozialdemokratie gegenüber dem Handwerker- und BauernDer Deutsche als Kulturträger. In der englischen stand" referirte, ein Arbeiter Wahlverein gegründet. Rapkolonie ist das Wahlrecht an einen Jahresverdienst oder Die Geschäftsleitungs- Kommiffion der sozialdemokratischen an den Besitz von 500 Mark gebunden; aber wahlberechtigt Bartet der Schweiz befragt die Mitglieder des Parteifomitees find auch die Schwarzen, welche das leicht zu erlangende und die Vertrauensmänner, ob gegen das AuslieferungsStaatsbürgerrecht der Kolonie besitzen. Diese Schwarzen gesetz die Volksabstimmung angerufen werden solle oder nicht. sollen angeblich nur die käuflichen Werkzeuge politischer Auf Grund der einlaufenden Antworten wird die GeschäftsDrahtzieher sein, bilden jedoch, wenn nicht die Mehrheit, leitungs- Kommission dann diese Frage entscheiden. so doch einen ausschlaggebenden Bruchtheil der Wählerschaft, mit welchem zu rechnen ist. Es wird behauptet, Waffer. Ein aufgelöstes Parlament. Nicht umsonst haben bie japanischen Gewalthaber ihre Studien in PreußischPolizeiliches, Gerichtliches 2c. Arbeitsstunden oder wenigstens die Hälfte davon auf den Nachmittag nach 3 Uhr verlegen will, so ist ein Konflikt" mit dem Anhaltischen Landesgesetz unvermeidlich. Dieses lautet nämlich dahin, daß der öffentliche Handelsverkehr von 9 Uhr früh bis Nachmittags 3 Uhr ruhen muß. Aus Speicher( Ranton Appenzell) fchreibt man der„ N. Zürch. daß die gegenwärtigen Lohnverhältnisse dem Arbeiter die Gristens Der Vorsitzende des Wahlvereins Schweinfurt- unmöglich machen, ohne die Wohlthätigkeit der Behörden zu be beraubung. Theater. Donnerstag, den 18. Februar. Opernhaus, Cavalleria rusticana. Schauspielhaus. Das heilige Lachen. Deutsches Theater. Faust. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Berliner Theater. Othello. Residenz- Theater. Musotte. Vorher: Modebazar Violet. Circus Renz. Karlstraße. Donnerstag, den 18. Februar, Zwei Vorstellungen. Nachm. 3/2 Uhr: Extra- GalaVorstellung mit besonders gewähltem Programm. Zum Schluß Auf Helgoland" oder: Ebbe und Fluth. Zentral- Kranken- und Sterbefasse der Deutschen Wagenbauer. ( E. H. Nr. 8.) Bezirk II Berlin. Mitglieder- Versammlung Grosse Volksversammlung am Sonntag, den 21. Februar, zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule Vormittags 91/2 Uhr, bei Wied struck, Ackerstraße Nr. 115. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. 371/7] Der Vorstand. am Donnerstag, den 18. Februar, in der Brauerei Friedrichshain( Lips). Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Paul Singer, über: Die Wallner- Theater. Der Bärenführer. Große hydrologische Ausstattungs- Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Entschädigung unschuldig Verurtheilter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. National- Tänzen( 60 Damen), Auf- der Tischler u. s. 10. Pantomime in 2 Abtheilungen mit D. 431/19 Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Der Einberufer. H. Gumpe I, Barnimstr. 42. Das Sonntagskind. zügen. Neue Ginlage: Die Garde- Oertliche Verwaltung Berlin: Sozialdemokratischer Wahlverein f. den Thomas- Theater. Reif- Reiflingen. Husaren und lanen. Bellealliance- Theater. Der Noth- fchiff und Bootfahrten, Wasserfällen, Umstände halber die Zahlstelle von Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß helfer. Riefenfontänen mit allerlei Lichteffekten H. Linnicken, Beusselsir. Nr. 57, vom VI. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Ostend- Theater. Cavalleria rusti- u. f. w., arrangirt und inszenirt vom 20. Februar ab nach dem Reſtaurant Sonnabend, den 20. d. M., im Feen- Palast, Burg- und Wolfgangſtr.- Ecke. cana. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Alexanderplatz- Theater. Berliner Pflaster. Direktor E. Renz. Abends 71/2 Uhr: Wiederholung obiger Vorstellung. Auf Helgoland etc. Täglich Auf Helgoland. Sonnabend Benefiz für die SchulGratweil'sche Bierhallen reiterin Frl. Clot. Hager. Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Gr. Freikonzert. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. Diner à 1 Mark. 3 Kegelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. Schröpfer, Thurmstr. 63, verlegt ist. 303/7 Die Ortsverwaltung. Der Arbeiter Gefangverein Vorwärts ISO. veranstaltet am Sonntag, Sonntag 2 Vorstellungen. Nachm. den 21. Februar, eine Herren Fuß4 Uhr( 1 Kind frei) Mazeppa's Verbannung. Abends 7/2 Uhr Auf Helgo- punkt früh 8 Uhr bei& bel, Staligerpartie nach Johannisthal. Treffland. straße 43. Für Nachzügler: Treffpunkt E. Renz, Direktor. bei Senftleben in Johannisthal. Freunde und Gönner des Vereins [ 14796 Circus G. Schumann. find hierzu freundlichst eingeladen. Friedrich- Karl- Ufer, Edke Karlstr. Heute Abend 7/2 Uhr: Große Extra- Vorstellung. Auftreten des 1169L berühmten, anerkannt besten Sonnabend, den 20. Februar: Schulreiters der Gegenwart Mr. Gr. Bock- Anstich. James Fillis, zum ersten Male das Schulpferd GF Markir reiteno. Gastaustreten der 2 stärken Etablissement Buggenhagen Manner Ameritas am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Broßer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Payenbofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Bros. Marx in ihren großartigen Kraftprodutionen, hertulischen Spielen ze. 3nm ersten Male in Berlin! Noch nie dagewesen! Ganz neu! Ringkampf zu Pferde. Zum Schluß der Vorstellung: Eine Nacht in Venedig. Große höchst fomische Original Wasserpantomime in 2 Abtheilungen, neu einstudirt mit neuen fenfationellen Licht- u. WasserCastan's Panopticum eten. Friedrichstr. 165a, Ecfe Behrenir. Interesantente Völkerschaft Inner- Afrikas: Schuli b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Frauen, Kinder. Borstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vor mittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Sachmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Passage: Morgen: Große Vorstellung. Auftreten des berühmten Schulreiters Mr. J. Fillis. Bros. Mary, Ringkamp, zu Pferde. Eine Nacht in Veneoig. 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Hilgenfeld, Bergstr. 60; Adolf Scholtz, Kastanien Alee 35; sowie bei allen Vorstandsmitgliedern, Zahlstellen und mit Plakaten belegten Handlungen. Um rege Betheiligung ersucht 423/12 147/6 Der Vorstand. Achtung! Bildhauer! Große öffentliche Versammlung am Freitag, den 19. Februar, Abends 8 Uhr, im großen Saale von Joel, Andreasstraße 21. Tages Ordnung: C 1. Zweck und Mittel der Gewerkschaftsbewegung. Referent Reichstag Abgeordneter Moltenbuhr. Diskussion. 2. Bericht der Kommission über das Statut des Gewerbegerichts. 3. Wie stellen wir uns zu dem Kontrolls marken- System. Die Kommiffion der Bildhauer. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Plätterinnen u. s. w. Berlins am Freitag, den 19. Februar, Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon, Weberstr. 17. Tages Ordnung: Bezugnahme auf die Verhältnisse bei der Firma Philippsohn u. Leschziner, 1. Krankheitsentstehung durch Einathmen von Leuchtgas mit besonderes Referent Herr Dr. Christeller. 2. Diskussion. 245/17 Der so überaus wichtigen Tagesordnung wegen ist es die Pflicht einer jeden Plätterin in dieser Versammlung zu erscheinen, namentlich die Blätterinner der Firmen: Gebr. Borchardt, Buchholz, Philippsohn u. Leschziner, Salomon Moffe und H. Sternberg jr. find verpflichtet, in dieser Versammlung vollzählig zu erscheinen. 245/27 Der Einberufer. Ordentliche Generalversammlung der Strumpfwirfer Jnnungskrankenkasse zu Berlin am Sonntag, den 28. Februar 1892, Vorm. 101/2 Uhr, am Lokale des Herrn Konzagk, Grüner Weg No. 103. Tages- Ordnung: 1. Rechnungslegung für das Jahr 1891. 2. Statutenänderung des 1473b § 13. Antrag des Kassenvorstandes. Die Mitglieder der Kasse werden ers Richter, Rendant. Döring, Stellvertreter. Lager in Jithern, Violinen, Guitarren, Har- sucht, recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. monikas. Alle Blasinstrumente, Trommeln, Flöten und Klarinetten, Spieldosen zum drehen und selbstspielend, Albums und Bierseidel mit Musik. Musikwerke- Verleih, alle mit Arbeiterliedern. Theilzahlung gestattet. Walter, Altgefelle. Große öffentliche Versammlung Aug. Kessler, 51 Laufiperſtr. 51, am Blader Lohgerber, Lederzurichter Lustige Blätter, Berlin SW., Gharlottenstr. 11, einzig bunt illustrirtes Wikblatt, wöchentlich 12-16 Seiten start, pro Quartal M. 1,50. Die neueste Nummer enthält in Vorder- und Rückseite bunt ausgeführt: 1. Prinz Georg von Sachsen und der Vampyr der SoldatenMisshandlung"( großes Bild). 2. ,, Drollige Bilder aus der zukünftigen Volksschule nach dem Entwurf des Avg. Dr. Mucker." Jede Nummer wird gegen Einsendung von 20 Pig. pro Exemplar überall hin portofrei versandt. Brauerei Pfefferberg. 54/12 Der Ausstoss und Versand unseres rühmlichst bekannten Bock- Bieres beginnt Sonnabend, den 20. Februar. Wir liefern dasselbe in Flaschen und Gebinden frei Haus 20 Fl. Inhalt= 3 M., Tonne= 4 M. 50 Pf. % 10 Gleichzeitig empfehlen unser hochfeines, goldfarbiges Tafelbier 30 Fl.. Inhalt= 3 M. " 3 " 26 Fl. 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Billets à 50 Pf. sind auf den Zahlstellen des Vereins, so wie bei folgenden Herren zu haben: Apelt, Sebastianstr. 27/28( Möbelhandlung); Glocke, Lausigerstraße 52; 3 Tr.; Arbeitsnachweis Wallstr. 7/8; Schulz, Brigeritr. 42; Hegeler, Brizer straße 40, v. 4 Tr.; Mieke, Adalbertstr. 9; Koblenzer, Adalbertstr. 96, of 1 Tr.; Conrad, Bärwaldstr. 53, Hof 2 Tr.; Klawitter, Oppelnerstraße 16; Grunert, Manteuffelstr. 64; Mews, Mariannenstr. 18; Georgi, Simeonftr. 22; Weiß, Treschowstr. 23; K. Grufchte, Pücklerstr. 58; F. Hoppe, Fürstenstr. 16, Hof 3 Tr. r.; D. Zwanzig, Boffenerstr. 41, 8 Tr.; Witte, Invalidenstr. 21, v. 2 Tr.; Hoffmann, Straußbergerstr. 36; Lindemann, Cigarrenhandlung Heimstr. 44; Hinz, Fichtestr. 28, Quergeb. 4 Tr.; Winzer, Skalizerstraße 60, v. 4 Tr.; Kuhn, Stalizerstr. 104, v. 3 Tr. 324/20 Freitag, den 19. Februar, bei Norbert, Beuthstr. 21/22: Vorstands- Sizung. Der Vorstand. Vereinsabzeichen, Stempel u. Gras Billige Wohnungen Genoffen G. Kleist, Waldemarstr. 48. Vereinszimmer, 15 u. 50 Pers. faff. zu vergeb. Flick, Simeonstr. 23. Aufpolsterung von Sophas und Matragen werden in u. außer dem Hause gearbeitet. Schönwiefe, Reichen bergerstraße 141, v. IV.[ 14686 Barbiergeschäft, 20 Jahre besteh., Neue Hochkraße 35. Stube mit Küche, Korridor 2C., fämmtlich mit separatem Eingang, von 225-240 Mart.[ 14751 Arbeitsmarkt. Lehrmädchen mit guten Zeugnissen fof. 3. vert. Prietich, Prizwalterstr. 15. für mein Buttergeschäft 3. 1. März gef. Wohnungen, Rixdorf, Berliner14816] Schulze, Zossenerjir. 43. ftraße 70, fep. Ging., alles Doppel- Holz- u. Kohlengeschäft Krankheitä fenster, bill. zu verm., auch Pferdestall balber für Inventarpreis zu verkaufen 3.4 Pferden m. Rem. u. gr. Futterboden. 478] Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Pücklerstraße 48. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 41. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Donnerstag, den 18. Februar 1892. 174. Sigung vom 17. Februar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: Graf von Caprivi, von Bötticher, Bosse. Die zweite Berathung des Reichshaushalts Etats wird fortgesetzt und zwar bei den Einnahmen des Reich 3 justiza mts, welche ohne Debatte genehmigt werden. Darauf folgt die Abstimmung über die zu diesem Etat be: antragte und bereits besprochene Resolution der Abg. von Bar und Genossen:„ Die verbündeten Regierungen zur Vorlegung des Entwurses eines Gesetzes, betreffend die Auslieferung von verurtheilten und angeschuldigten Personen an auswärtige Regierungen, aufzufordern, nach welchem: 1. die Auslieferung in Ansehung sowohl der Bewilligung der einzelnen Auslieferungen wie der Abschließung von Auslieferungsverträgen, der aus schließlichen Zuständigkeit des Reiches überwiesen, 2. die Bewilligung der einzelnen Auslieferungen von der Mitwirkung der Gerichtshöhe abhängig gemacht wird, und 3. die Regierungen verpflichtet werden, die Aufhebung der von ihnen mit auswärtigen Regierungen abgeschlossenen, besonderen Auslieferungsverträge herbeizuführen, unbeschadet jedoch derjenigen etwa bestehenden Verträge uno vertragsmäßigen Bestimmungen, welche die Rechtshilfe in Grenzbezirken bezüglich der Feld, Forst- und Jagdjrevel betroffen. 9. Jahrg. ohne daß daraus Unzuträglichkeiten entstehen. Der Reichskanzler weil er bezüglich der Beschwerde eine Verschlechterung mit sich hat sich auf den bayrischen Kriegsminister General v. Safferling bringe. Die größere Deffentlichkeit kann eingeführt werden, ohne berufen; er hat dessen Aeußerungen aus einer Zeitung zitirt; daß eine vollständig neue Militär- Strafprozeßordnung geschaffen derselbe hat aber auch erklärt, daß er die Deffentlichkeit auf das wird. In der bayrischen Kammer hat man sich einmüthig für Wirksamste wahren wolle. Daß nur das durch die Erfahrung die Deffentlichkeit des Verfahrens ausgesprochen, aber die VerErprobte auf das Reich übertragen werden soll, ist wohl anlassung boten nicht die Mißhandlungen, sondern die Nachricht selbstverständlich; das Reich foll die schriften nicht unbesehen übernehmen. bayrischen Vor- von der Ausarbeitung einer neuen Militär- Strafprozeßordnung, befferungen derselben nothwendig sind, hat Herr v. Stauffenberg zu hoffen, daß das neue Reichsgesetz nicht die bayrischen EigenDaß gewisse Ver- welche das bayrische Verfahren erheblich ändert. Jetzt sei noch in der bayrischen Kammer ausdrücklich anerkannt. Herr thümlichkeiten beseitigen werde. Man müsse praktische Politik Gröber aus Württemberg meinte, daß die bayrischen Bor- treiben, deshalb sei in dem Antrag Rücksicht genommen; denn schriften die Ausschließung der Deffentlichkeit in bedenklicher die Schwierigkeiten seien nicht zu unterschätzen, welche einer Weise zulassen. Das ist richtig, das habe ich den Herren aus Neu- Ordnung der Dinge entgegenstehen. Wir müssen das behalten, Preußen, welche über die Deffentlichkeit bedenklich waren, schon was wir haben. Wenn das nicht geschehen sollte, dann werden wir früher vorgeführt. Wenn man zwanzig Jahre in Bayern damit uns auf den prinzipiellen Standpunkt zurückziehen. Wir wollen ausgekommen ist, wird man wohl auch in Preußen damit aus- nur andern nicht aufdrängen, was wir haben.( Aha! links.) fommen tönnen. Gerade die Ständigkeit der Gerichte ist von Wenn der Antrag von Gagern nicht angenommen wird, dann Bedeutung, wie dies auch schon im früheren nationalliberalen werden wir Bayern für den zweiten Theil des Antrages Buhl Antrage ausgesprochen wurde; denn gerade die Bestimmung stimmen. Herr Richter brauchte uns nicht zu mahnen, daß wir darüber, ob die Verhandlungen öffentlich sein sollen oder nicht, Vertreter des ganzen Volkes sind; wir kennen unsere Pflicht auch liegt in der Hand des Gerichtes, und das Vertrauen wird viel ohne solche Mahnung und verbitten uns diese Belehrung. Daß größer sein, wenn die Gerichte ständig sind, als wenn sie von Herrn Richter die bayerischen Refervatrechte nicht gefallen, wissen Fall zu Fall zusammengesetzt werden. Das preußische Militär- wir; aber es wird auch anderwärts nicht alles Gold sein, was Strafverfahren schließt sich an Institutionen an, welche vor glänzt. Redner tritt dann besonders für die Pflege religiösen hundert Jahren bestanden, aber he te in dem bürgerlichen Leben Sinnes ein, die nothwendig sei zur Schärfung des Gewissens feinen Antlang mehr finden. Schon vor einer Reihe von Jahren der Mannschaften und der Vorgesezten. brachte der von allen Seiten hochgeachtete Herr von Bernuth einen Der Antrag auf Verweisung der Resolution an eine Kom- Antrag ein bezüglich der Militär- Strafprozeß- Ordnung, welchen m fion von 14 Mitgliedern wird gegen die Etimmen der Herr Reichensperger empfahl mit der Begründung, daß das geSozialdemokraten, Freijinnigen und Nationalliberalen abgelehnt. heime Verfahren in keinem Kulturlande mehr gebilligt werde. Die Abstimmung über den Antrag selbit ergiebt die Beschluß- Der Reichskanzler warf uns vor, daß wir Parteitaktik treiben; unfähigkeit des Hauses, es sind nur 195 Mitglieder anwesend, er sprach von dem schrossen Ton unseres Antrags, als wenn wir von denen 98 für und 97 gegen den Antrag stimmen, während plöglich wild geworden wären. Es ist das einer von den Jrr zur Beschlußfähigkeit 199 Mitglieder erforderlich sind. Die thümern, die in der letzten Zeit mehrfach vorgekommen sind. Gruppirung der Parteien bei der Abstimmung war dieselbe, die Der Reichskanzler hat ja am anderen Ende der Leipziger Straße für den Antrag Stimmenden hatten auch für Kommissions- erklärt, daß die große liberale Partei nur eine Seifenblase geberathung gestimmt. wesen sei. Der Antrag bedeutet nichts anderes, als der frühere nationalliberale Antrag; es sollen die bewährten bayerischen Einrichtungen für das Reich eingeführt werden. Was der Antrag Der Antrag Richter betreffend das Duellwesen wird gegen des Herrn von Gagern bedeuten soll, weiß ich nicht. Soll die die Stimmen der Sozialdemokraten und Freifinnigen verworfen. in Bayern bestehende Regelung vollständig aufrecht erhalten Der erste Theil des Antrags Buhl( Beschwerdepflicht) wird werden oder nur bezüglich des Verfahrens und soll im Uebrigen mit 122 gegen 120 Stimmen abgelehnt; für denselben stimmen die preußische Justizpflege eingeführt werden? Daß die Sozial- die Sozialdemokraten, Freisinnigen und Nationalliberalen. demokraten dem Antrag Buhl zustimmen werden, kann uns nicht bedenklich machen. Die Sozialdemokraten haben für die Handelsverträge gestimmt und Herr Grillenberger hat sich neulich den Dant des Herrn v. Bötticher verdient durch sein Eintreten für die Invalidenversicherung.( Beifall links.) Es Darauf wird die Debatte geschlossen. In persönlicher Bemerkung verwahrt sich Abg. Hankmann dagegen, daß er die Aften mißbraucht habe. Das wäre der Fall, wenn ihm die Akten von der Behörde übergeben worden wären; er habe aber die Herausgabe gerichtlich erzwingen müssen und es sei Gepflogenheit der württembergischen Rechtsanwälte, Mißstände, die ihnen in ihrem Berufe zur Kenntniß kämen, betannt zu machen und für ihre Abhilfe zu wirken. In namentlicher Abstimmung wird darauf der Antrag von Gagern( die bayrische Klausel) mit 140 gegen 103 Stimmen abs gelehnt, gegen denselben stimmen die Sozialdemokraten, die Freisinnigen, die Nationalliberalen und die Reichspartei. Der zweite Theil des Antrages Buhl( Deffentlichkeit) wird mit 143 gegen 100 Stimmen angenommen; für denselben stimmen außer den Freifinnigen, Sozialdemokraten und Nationalliberalen auch die bayrischen Mitglieder der Zentrumspartei. Nummer i des Antrages der Kommission( Erleichterung des Beschwerdeverfahrens) wird einstimmig angenommen. Die Nummer 3( Pflege des religiösen Sinnes) dagegen abgelehnt gegen die Stimmen der Deutschkonservativen und des Zentrums. Schluß 64 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 2 Uhr. ( Fortsetzung der Berathung des Militäretats.) d. Havelland": Tokales. Personen, welche ohne Arbeit sind und sich auf der Wanders Ungewöhnlich groß ist in diesem Winter die Zahl solcher ch a ft befinden. Unsere Stadt, von der bekannt geworden war, baß dieselbe viel Arbeitsgelegenheit biete, wird vornehmlich von beschäftigungslosen Handwerkern und Arbeitern aufgesucht. Leider sind die Zeiten gegenwärtig hier auch nicht sehr günstig, und die Mehrzahl der Fremden muß unverrich Die Mehrzahl hatte sich also umsonst gefreut auf Arbeit und Die Sigung wird darauf um 1 Uhr 35 Minuten abgebrochen. Präsident v. Levehow beraumt die nächste Sitzung auf heute Mittag 2 Uhr an. 175. Sigung vom 17. Februar, 2 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: Graf von Caprivi, von Bötticher. Die Berathung des Militäretats wird beim Kapitel: Militär Justizverwaltung fortgefegt. Hierzu liegen die Anträge der Budgetkommission und Buhl- Richter wegen der Erleichterung des Beschwerdeweges und wegen Aenderung des Militär- Strafverfahrens vor. Abg. vou Kardorff( Reichsp.): Daß die Sozialdemokraten Abg. von Koscielski weist darauf hin, daß die polnischen den Versuch machen würden, die betrübenden Dinge, welche der Rekruten wohl wegen ihrer mangelnden Kenntniß des Deutschen Erlaß des Prinzen Georg mittheilt, für sich zu verwenden, hat am meisten zu leiden hätten. Man könne aber die Frage wohl mich nicht gewundert, ebensowenig, daß Herr Haußmann Aften, ohne Erregung behandeln und hoffen, daß die Regierung dafür die ihm von der Militärbehörde anvertraut sind, aus Anlaß forgen werde, daß diese Mißhandlungen vermindert würden. eines Bivilprozesses, hier verwendet hat. Das scheint zur Ge- Redner erklärt sich für den Antrag der Budgekommission, in pflogenheit der mürttembergischen Rechtsanwälte zu gehören. welchem durchaus nicht von der Einrichtung fonfessioneller ( Lachen links.) Es war jedenfalls nicht sehr geschmackvoll, daß Truppentheile oder Militärschulen gesprochen werde. Es solle er die württembergische schmutzige Wäsche hier gewaschen hat. nur der religiöse Geist, Gottesfurcht und Menschenliebe in der ( Lachen links.) Meinem Geschmack würde das nicht entsprechen. Armee erhalten bleiben. Bezüglich der Mißhandlungen sei anDie Sozialdemokraten hätten am allerwenigsten Ursache, solche zuerkennen, daß die Leute sich mehrfach über die Unteroffiziere Dinge vorzubringen. Sie sollten daran denten, mit welcher beklagten, dagegen immer die humane Behandlung seitens der herrscht, macht sich auch in den Nachbarstädten Berlins recht fühlDie ungeheuere Arbeitslosigkeit, welche diesen Winter Brutalität oft die Leute, welche sich einem Streif nicht anschließen Offiziere betolen. Woher habe Herr Bebel die Behauptung, bar. Sobald in Berlin das Gerücht auftaucht, in der oder jener wollen, von ihren Genossen behandelt werden. Die Sozialdemo- daß die Difiziere den Gemeinen nicht achten? Er kennt von der Stadt ist Arbeit zu vergeben, da seßen sich auch schon die Kolonnen fraten wollen Unfrieden stiften zwischen den Soldaten und ihren Aristokratie wohl nur die Herren von Strudelwitz und Prudelwiß der Beschäftigungslosen in Bewegung, um nach dem gelobten Borgesetzten, das wird ihnen aber nicht gelingen. Sie sagen: aus dem Kladderadatsch, vielleicht kennt er auch Karlchen Wies- Lande, in welchem Arbeit und Brot zu erhalten sein soll, zu Die Zahl der Wähler stelle nicht die ganze Sozialdemokratie bar, nick. Nachdem der Antrag Buhl die Unterstützung der Sozial: wandern. So schreibt der in Spandau erscheinende„ Anz. f. denn Wähler würde man erst mit dem 25. Jahre, Soldat aber demokraten gefunden hat, ist mir meine Stellung klar. mit dem 20. Jahre. Die Regierung erkenne das auch an, aber handelt sich darum: Hie rechts, hie links!( Beifall rechts.) fie tönne es nicht ändern. Die Armee entschlüpft ihren Händen. Abg. v. Bar( dfr.) erklärt sich für den Antrag Buhl- Richter. Ich glaube das nicht. Die Sozialdemokratie ist nicht die einzige Die Deffentlichkeit des Verfahrens sei nothwendig, da die Armee Partei, welche über die Mißhandlungen empört ist; darüber sind nicht mehr wie früher zusammengesetzt wäre, sondern das Volt alle Parteien einig. Es wäre daher arch wünschenswerth ge- in Waffen darstelle. Fast überall, wo man die allgemeine Dienst wesen, wenn man sich in der Kommission geeinigt hätte. Der pflicht habe, habe man deshalb auch die Deffentlichkeit des Antrag Buhl- Richter geht zu weit, wenn er eine Beschwerde- Militärverfahrens eingeführt, in Schweden, Belgien, Portugal, pflicht einführen will, denn dadurch werden die armen Leute in Italien, Frankreich, ja jogar in Rußland. Nur bei uns und in die Zwangslage gebracht, entweder die Anzeige zu erstatten und Desterreich besteht die Deffentlichkeit nicht. Ueberall ist für das teter Sache Spandau verlassen." dafür, wenn sie unbegründet ist, bestraft zu werden, oder Strafverfahren im Kriege eine besondere Ordnung eingeführt. Verdienst. Hervorheben wollen wir noch, daß in der vorstehenden wegen Unterlassung der Anzeige eine Strafe zu empfangen. Da wir hoffentlich noch lange im Frieden leben werden, so wird Notiz ausdrücklich auch von„ Handwerkern" die Rede ist, welche Daß Herr Buhl für das bayerische Verfahren begeistert ist, ist es doch wohl nothwendig sein, das Strafverfahren für den Frieden auf der Suche nach Arbeit" sich befinden. Mit dem" goldenen begreiflich, aber daß das Verfahren zur besseren Behandlung der etwas anders zu ordnen, als es jetzt geordnet ist, wobei das alte Boden", welchen das Handwerk noch haben soll, muß es also Leute geführt haben soll, möchte ich bestreiten, denn mir ist kriegsgerichtliche Verfahren als Muster gedient hat. Die Gut- recht schwach bestellt sein! Und was wird nun aus den armen gesagt, daß die Behandlung der Leute in Bayern vielfach achten der Generalkommandos sollte man nicht für allzu schwer Teufeln, die„ unverrichteter Sache" wieder abziehen müssen? schlimmer ist, als bei uns. Die Deffentlichkeit des Verfahrens wiegend halten. Denn es sei begreiflich, daß man sich schwer von Sollen sie wieder nach Berlin zurückkehren, wo ihrer auch nur hat ja den Vorzug, daß das Publikum Kenntniß von allen Vor: den Formen trennt, in denen man sich so lange bewegt hat. Daß Noth und Entbehrung harrt? Sollen sie in Sturm und Regen gängen erhält und daher leichter eine Beruhigung über dieses der Antrag einen schroffen Ton habe, könne man nicht anerkennen. auf der Landstraße weiter ins Land hinein pilgern, der steten, oder jenes Vorkommniß zu erzielen ist. Aber dem stehen doch Da nach so langer Zeit auf diesem Gebiete nichts geschehen ist, Gefahr ausgesetzt, von dem Gendarmen aufgegriffen zu werden?" auch Bedenken gegenüber, namentlich daß durch die Möglichkeit so war eine Mahnung am Plate, selbst wenn das bayrische Vers der Berufung die Vollstreckung des Urtheils erheblich verzögert fahren noch nicht öffentlich wäre, so müßten wir es verlangen, befindet sich natürlich eine ganze Anzahl, deren letzter RettungsUnter der großen Menge der herbeiströmenden Arbeitslosen wird. Für die beiden ersten Anträge der Budgetfommission wer- denn es ist eine Forderung des deutschen Volles. Custimmung anfer die Anstellung in Spandau gewesen war. den wir stimmen, aber nicht für den Antrag des Herrn v. Gagern, links.) Versagte dieser der für Bayern eine Ausnahme schaffen will. Das geht nicht. Abg. Hahn erklärt Namens der Deutschkonservativen die Unter auch noch, dann waren sie eben nichts als Bagabunden". Bon den Anträgen verspreche ich mir nicht viel, wirksamer als Buftimmung zu dem Antrage der Budgetkommission; namentlich Daß die Zahl dieser Proletarier nicht gering ift, geht aus fol. alles andere ist dabei die Thätigkeit der Truppenführer. Bezug auch für den die Pflege der Religion betreffenden Theil. Gerade gender in demselben Blatte enthaltenen Notiz hervor: lich des Verfahrens wäre zu wünschen, daß die Auditeure eine dieser Theil werde dem deutschen Volke klar machen, worauf Abend im Rathhause und erhielten im Polizeigewahrsam Sieben obdachlose Personen meldeten sich gestern andere Stellung erhalten, daß nicht zu junge Offiziere zu den solche Mißstände zurückzuführen sind. Daß die Kommission fich Unterkommen. Da sich ihre Legitimationen in Ordnung be Gerichten fommandirt werden. Die Deffentlichkeit des Verfahrens nicht für ein bestimmtes Verfahren, also z. B. das bayrische aus fanden, so durften sie heute Morgen ihre Reise ungehindert wird manche Mängel mit sich bringen. Aber bei der gesprochen hat, sei selbstverständlich, denn damit würde der fünf fortsetzen. Nur solche Individuen, die aus verschiedenen Gründen jebigen Heimlichkeit finden die Verdächtigungen der Sozial- igen Vorlage präjudizirt worden sein. Es soll auch durchaus nicht den Eindruck von Landstreichern machen, werden dem demokraten einen viel besseren Boden.( Sehr richtig! Links.) Bayerns Verfahren ohne Weiteres genommen werden, deshalb Daß die Mißhandlungen eine Folge der Kasernirung sind, ist stimmen die Konservativen für den Antrag von Gagern. BeAmtsgericht zugeführt." nicht richtig. Selbst wenn es der Fall sein sollte, so würden doch fonderen Werth legen aber die Konservativen auf die Pflege der fortfezen". Ins Deutsche übertragen heißt das doch, die mittelWie stolz das flingt: fie durften ihre Reise ungehindert die Vorz ge der Kasernirung diesen Nachtheil erheblich über- Religion. Nicht den armen mißhandelten Soldaten soll christliche losen Leute wurden wieder auf die Landstraße geworfen und wiegen. Nebenbei will ich bemerken, daß die Unteroffizier Grgebenheit beigebracht werden, wie Herr Richter sagt, sondern es Schüler 16 p& t. der Unteroffiziere betragen, aber bei den Miß- soll dafür gesorgt werden, daß die Unteroffiziere religiös bleiben. fonnten, mittellos, wie sie waren, sehen, wie sie weiter famen. handlungen sind sie nur mit 7 pot. betheiligt. Auch die Zahl Um die Unteroffiziere von der allgemein wachsenden Verrohung machen, werden nach Spandauer Brauch dem Amtsgericht zu Die Individuen", welche den Eindruck von Landstreichern" der Selbimorde ist angeführt worden, diese sind aber zurück zurückzuhalten, bedarf es keiner religiösen Versammlungen in den geführt. Welche Gründe mögen für die Spandauer Polizei gegangen, ein Beweis, daß die Behandlung eine humanere iſt. Rafernen. Dieser Theil des Antrages der Kommission ist, trotz maßgebend sein, um zu erkennen, ob ein Landstreicher" vor ihr Früher war ein Angebot von Unteroffizieren über den Bedarf dem sich Herr v. Kardorff von der Reichspartei heute dagegen steht oder nicht? vorhanden, jezt ist der Bedarf zu groß. Da kann es leicht vor erklärt hat, auch von einem Mitgliede der Reichspartei untertommen, daß nicht ganz geeignete Elemente in den Dienst ge- zeichnet worden. ( Hört! Rechts und im Zentrum.) Die Re- Diese kleinen Stizzen aus Spandau liefern von Neuem den nommen werden. Und welche Anforderungen stellt nicht jetzt der gierung soll in ihrem Streben, die Religion zu fördern, bestärkt Beweis, daß der Nothstand im Deutschen Reiche einen Umfang Dienſt an die Unteroffiziere? Die Spielerei mit der militärischen werden. Sollte eine Regierung vorhanden sein, welches dieses angenommen hat, von welchem sich die hochgelahrten Herren, Jugenderziehung hat man in Frankreich versucht, aber bald Bestreben nicht theilt, so soll sie daran gemahnt werden, daß der an dem grünen Tische zu amtiren pflegen, nichts träumen wieder fallen lassen. Die Aristokratie ist von Herrn Bebel be- Reichstag die Förderung der Religion wünscht.( Beifall rechts.) laſſen. " schuldigt worden. Das Vorhandensein der Aristokratie ist ein Wenn auch einige Mißhandlungen vorgekommen sein mögen, fo Die Berliner Miethsverhältniffe find bekanntlich nicht Segen für uns, weil sie weiß, daß ihrer höheren Stellung auch sind dieselben doch nicht so verbreitet, daß man deshalb drei die besten. Sie sind aber immer erträglich für die Familien, eine höhere Pflicht entspricht. Die Nummer 3 des Antrages der Tage lang im Reichstage fprechen müßte. Bei der Bewilligung deren Haupt im Stande ist, für die Wohnung eine leidliche Budgetkommission betreffend die Pflege der Religion werden meine der Unteroffizierprämien ist von der linken Seite die Vorzüglich Summe Geldes anlegen zu fönnen. Der Arbeiter, welcher mit Freunde aus den vom Reichskanzler angeführten Gründen ablehnen. feit unserer Unteroffiziere anerkannt worden vom Abg. Hinze, der üblichen„ Stube, Kammer und Küche" vorlieb nehmen muß, Daß Herr Richter den Antrag bezüglich des Quells eingebracht während heute von der Verrohung der Unteroffiziere gesprochen hat unter den Wohnungsverhältnissen der Großstadt am meisten hat, it begreiflich; aber dadurch wird die falsche Vorstellung er- wird.( Widerspruch links.) Redner verweist auf den Erlaß zu leiden. Wir haben vor Kurzem erst eine ergreifende Szene wecft, als wenn in der Armee ein Duellunu esen besteht, während von 1843 und den Erlaß des Kaisers vom Jahre 1890. Daraus geschildert, die sich in einer Berliner Arbeiterwohnung„ Hinterdas Quell in der Armee sehr eingeschränkt ist und nur noch im dürfe man im Lande den Schluß ziehen, daß der ernsteste Wille haus vier Treppen" zugetragen hat. Wir meinen jenen Todesfall bürgerlichen Leben als altgermanische Tradition besteht. Gine vorhanden sei, den Mißhandlungen entgegenzutreten.( Beifall in der Flickschneider- Familie, der selbst dem Hauswirth direkt zu eiserne Disziplin ist nothwendig, und diese wollen wir durch das rechts und im Zentrum.) Gerichtsverfahren nicht schwächen lassen.( Beifall rechts.) Gemüth ging, daß er der kleinen Leiche einen besonderen Raum Arg. Schädler( Bentr.) empfiehlt die Annahme des Antrags in seiner Miethetaserne anwies so lange, bis der Transport nach und von Gagern, weil dadurch das bestehende bayrische Verfahren der Leichenhalle erfolgen konnte. In Berlin steht es also sehr preußische Gerichte neben einander beständen, z. B. in Meg, geschützt wird. Der Antrag Buhl- Richter fei nicht anzunehmen, traurig mit den Wohnungen, in anderen größeren Städten des Anwendung weisung rückgängig zu machen. Dieser aber gab an, dies Der AnReiches ist's aber auch nicht beffer. Das ist ganz erklärlich, denn Von den Anarchisten, die vor einigen Wochen verhaftet| möchte, daß die Verwaltung des Berliner Gemeindewesens in sobald irgendwo ein größerer Zusammenfluß von Menschen statt- wurden, sind nach Mittheilungen hiesiger Blätter drei entlassen Hände gerathen sei, welche alle Diejenigen, die nicht ihrer polis findet, ist es deren erste Sorge, Unterkunft zu haben. Grund- worden, während sich zehn noch in der Untersuchungshaft befinden. tischen Gesinnung sind, verfolgen und schließlich zum Selbstmord besitzer, Bauspetulanten, Hauswirthe reichen fich dann Die Untersuchungsatten befinden sich gegenwärtig bei dem Reichs- treiben. Leiter dieser Machinationen sei das internationale Judenbrüderlich die Hande, um aus den obdachslosen Massen gericht. Die Bertheidigung sollen die Rechtsanwälte Heine und thum. Der Präsident meint, daß das alles doch nur Raisonne so viel Geld herauszuschlagen, als nur immer möglich Wreschner übernommen haben. ments seien, die sich nicht beweisen lassen, solche Dinge tönne iſt. Ift aus der Miethezitrone rein gar nichts mehr man vielleicht denken, wenn man in überreizter Stimmung sei, herauszupressen, dann wird dieselbe einfach auf die Straße ge Betreffs des Berliner Zukunftsverkehrs meinte am aber Beweise lassen sich dafür kaum erbringen. worfen. Das beweist ein Fall, den fächsische( Königreich) Blätter Freitag Abend Stadtbaurath Köhn- Charlottenburg in einem geklagte betont, daß er sich auf ganz konkrete Verhältnisse stüße, aus der Stadt des politischen Frrsinnes, Leipzig, berichten, Vortrag über die Einverleibung der Vororte in Berlin: Von die er glaube beweisen zu fönnen. Der Präsident Da heißt es: den Projekten werde jedenfalls die Untergrundbahn nicht zur erwidert: Wenn man Ihre Personal Atten durchsieht " Ein wahres Jammerbild bot sich dieser Tage den Passanten Ausführung kommen, weil sie Nachtheile für die über ihr liegen- und sieht, wie oft Gie wie oft Sie wegen Ihrer Schuldverhältnisse des Grimma'schen Steinweges, einer der belebtesten Straßen in den Häuser mit sich brächte; ebenso wenig werde die elektrische ermahnt und verwarnt worden sind, wie oft Sie aufgefordert Leipzig. In den Abendstunden wurde nämlich eine arme Hochbahn vollendet werden, die über und neben dem Kanal aus- wurden, Ihre Verhältnisse zu ordnen, so muß man doch sagen, Schneidersfrau mit ihren fünf Kindern, wovon zwei geführt werden sollte, da die Schifffahrtsbehörde nicht die Ge- daß die Bebörde Sie mit der denkbar größten Langmuth an der schwer trant waren, sowie mit dem Reste ihrer armseligen nehmigung dazu ertheilt. Dagegen werde wahrscheinlich die Spitze der Schule gelaffen hat. Angekl: Die Behörde Möbel und Betten bei strömendem Regen buchstäblich auf die elektrische Bahn gebaut, die jenseits der Spree das Charlotten- wußte genau, daß meine Verlegenheiten aus einer Bürgschaft Straße gesetzt. Die beiden kranken Kinder waren eben erst unter burger Gebiet berühren, beim Rathhaus die Stadt durchschneiden entstanden sind, die ich für den Lehrer Holm übernommen hatte. von Chloroform operirt worden und bis zur Stadtbahn, und zwar zu der neu zu errichten- Die Verpflichtungen einem Herrn Kristeller gegenüber wuchsen und mußten nun, aus den Betten herausgeriffen, den Unbilden den Haltestelle Schlüterstraße, führen solle. Diese Bahn werde lawinenartig an und die letzten Zahlungen sind erst in jüngster der Witterung preisgegeben werden. Der anwesende Gerichts zwar einige Millionen kosten, aber der Werth der ganzen Beit erfolgt. Die Behörde hat auch leider stets in dem Augenvollzieher, den die Familie dauerte, begab sich zwar mit einem Gegend und der einzelnen Grundstücke werde sich ganz erheblich blick, wo ich die Aussicht hatte, mich zu arrangiren, Mittel und Herrn selbst zum Hauswirth, um ihn zu ersuchen, die Aussteigern.. Wege gefunden, die die betreffenden Personen abzuschrecken, nicht thun zu können, da das Logis schon anderweit Ein Schlächterwagen mit der Firma: Samuel Breslauer, der Schuldeputation, Justizrath Horwitz, geschehen ist. Ich wie dies beispielsweise Seitens des Herrn Justitiarius vermiethet sei. So mußte denn die arme Frau mit ihren Kin- Berlin C., Klosterstr. 92, wurde am 15. d. M., Abends 81/2 Uhr, batte gute Aussicht, daß ich durch die Hilfe eines Herrn Moriz dern und ihrem Hausrath abwarten, bis ein Geschäftsmann in Rixdorf, Verlängerte Knesebeckstraße, vor dem neuen Schul- Treitet gerettet werden konnte, da ging Herr Justizrath Horwitz hause ohne Aufsicht gefunden. Da die in der Nähe wohnenden den Bejammernswerthen seine Niederlage als Aufenthalt Bassanten zweifelhaft darüber waren, ob die im Schulhause zu Herrn Treitel, sagte ihm: der Ahlwardt ist ja ein wüthender anwies. Später soll sich dann eine Familie der Armen angenommen und ihnen Obdach für die Nacht in ihrer Woh- wohnenden Lehrer foscheres Fleisch bestellt hätten, so wurde das Antisemit, und auf diese Weise wurde Herr Treitel bewogen, ſeine Fuhrwert längere Zeit beobachtet. Als sich nach halbstündiger zum fofortigen Zeugniß bereit und bekundet: Als langjähriges Silfe zurückzuziehen.- Justizrath Dr. Horwitz erklärt sich Ein trauriges Bild von den Zuständen im Reiche der Christen- Aufsicht kein Kutscher sehen ließ, wurde das Fuhrwerk nach dem Mitglied der Schuldeputation und Justitiarius tönne er aus Ein trauriges Bild von den Zuständen im Reiche der Chriften in der Nähe belegenen Garten des Restaurateurs Beyler, sagen, daß der Angeklagte der Behörde unsägliche Mühe mit liebe, Chriftenmoral und Christensitte. Der Hauswirth läßt die Familie ohne Erbarmen auf die Straße werfen bei strömendem rathen wurde, wie das Fuhrwert am schnellsten dem Befizer zu leider wiederholt Veranlassung gehabt, den Verhältnissen des Hermannstraße, gebracht, wo von den Stammgästen sofort be- seinen Privatverhältnissen gemacht habe. Die Behörde habe Regen" mit sammt Kind, Kegel und den paar abgenutzten Möbeln und Betten. Zwei der Kinder lagen in der Chloroform- geführt werden sollte. Auf eine Anfrage beim Gemeinde- Amt felben näher zu treten und man habe da eine unendliche narkose, sie waren eben erst operirt worden; aber was hat der in Rigdorf kam der Bescheid, das Fuhrwerk vorläufig in einer Misère vorgefunden. Der Angeklagte habe immer wieder und Hauswirth damit zu thun? Was gehen ihn die kranken Kinder Stallung unterzubringen, da die telephonische Verbindung mit wieder versprochen, seine Sachen zu ordnen, aber sein Versprechen an? Er hat das Recht, die Familie zu ermittiren und dies Berlin zum Inhaber des Wagens zu fahren, da Niemand das Denunziationen und Anzeigen über Machenschaften darüber ein, Berlin schon geschlossen wäre. Jetzt wurde ein Gast beordert, nach nie gehalten. Es ging dann eine Fülle von Beschwerden, Recht kann ihm Niemand streitig machen. Er hat nicht noth- Wagniß wendig, nebenbei auch noch Mensch zu sein, mit einem Herzen Wagniß unternehmen wollte, mit dem Wagen selbst, welcher der wie der Angeklagte sich Geld zu verschaffen suchte, wie er mit in der Brust. Den Gerichtsvollzieher dauerte die Familie, aber Berliner Polizei schon als gestohlen gemeldet sein konnte, die den Eltern seiner Schulkinder in finanzielle Verbindung zu treten der Hauswirth konnte angeblich die Ermission nicht mehr rück- Reise nach Berlin anzutreten. Der Kutscher des gestohlenen suchte, man habe aber immer die größte Schonung walten lassen. gängig machen, weil er das„ Logis schon anderweit vermiethet Fuhrwerks war noch wach, als gegen 11 Uhr Abends der Revier: Der Angeklagte habe durch die städtische Schuldeputation und hatte". Endlich erbarmte sich ein Kaufmann, der seine Nieder- Nachtwächter ihm die Meldung brachte, daß ein Herr ihn zu das Provinzial- Schulkollegium eine so milde Behandlung erlage( 1) als Aufenthalt für die Familie anbot, später foll" sich Schnell ging es nun per Droschte nach Nixdorf, wo das Pferd gesucht, ihn zu halten, bis es eben nicht mehr ging. Die Sache sprechen wünsche, welcher wisse, wo das Fuhrwerk sich befinde. fahren, wie wohl faum ein anderer. Man habe fortdauernd dann eine Familie der Armen angenommen haben. freudig wiehernd seinen Lenker empfing. Bei der Durchsicht des verschlossenen Wagens stellte es sich heraus, daß über 30 Pfund mußte aber einmal zu einem Ende geführt werden, die BeRindfleisch, ein Paar neue Beinkleider, welche sich der Kutscher schwerden gingen zu Dußenden ein und schließlich mußte eine Die Behörde mußte fich Schloß war mittelst Nachschlüssels oder Dietrich geöffnet worden. Berhältnissen lebt, noch weiter als Erzieher der Jugend Der Kutscher hatte in der Gitschinerstraße 106 auf 5 Minuten, fungiren? Da tam er mit einem ganz neuen Projekt zur behufs Ablieferung, das Fuhrwerk verlassen; als er wieder die Tilgung seiner Schulden, nachdem die verschiedensten Leute für Straße betrat, war dasselbe verschwunden. ihn Interesse bekundet hatten. So hatte sich beispielsweise eine Mordversuch gegen einen Hauswirth. Aut legten Dame gefunden, die ihm mit Geld beispringen wollte und der Montag hatte der Hausbefizer Bogel einen Miether Schwän Stadt- Schulrath Bertram hatte sich in seiner Menschenfreund ermittiren lassen. Vorestern Abend ging nun Schwän in Vogel's lichkeit der Dame gegenüber als Bürge dafür angeboten, daß der Er sei Wohnung und verlangte die Herausgabe einiger zurückbehaltener Angeklagte feinen Verpflichtungen nachkommen würde. Gegenstände. Als Vogel diesem Verlangen nicht nachkommen zu aber, wie in vielen anderen Fällen, seinen Verpflichtungen " Die Versammlung ersucht den Magistrat, in den Fort wollen erklärte, holte Schwän mit den Worten:" Dann muß ich nicht nachgekommen. Stadt Schulrath Dr. Bertram habe ich bildungsschulen und in den städtischen technischen Lehranstalten etwas Anderes ergreifen, ich habe mit meinem Leben abgeschlossen" sofort bereit erklärt, die betreffenden Schuldsumme aus eigenen einen Unterricht über die wichtigsten in das praktische Leben ein ein Terzerol hervor und feuerte dasselbe auf Vogel ab. Der in Mitteln zu decken, die Dame habe sich dessen aber entschieden Dann fam der Angeklagte mit einem greifenden Rechtsverhältnisse ertheilen zu lassen und dafür Sorge den Unterleib Getroffene brach sofort zusammen. Seine Ehefrau geweigert. von einem Komitee erlaffenen Aufruf. zu tragen, daß insbesondere baldigft über die sich aus dem wollte Schwän zurückreißen, wurde aber dabei von ihm in den seinen Gunsten Arbeitsverhältnisse ergebenden Rechte und Pflichten, sowie über Finger gebiffen, so daß das Blut hervorströmte. Schwän ist Derselbe war überschrieben: Bitte an edle Menschenfreunde die Unfall, Krankens, Invaliditäts- und Altersversicherungs- wegen versuchten Mordes verhaftet worden. Bei seiner Ber- und unterzeichnet mit Hofrath Manché, Dr. v. Kalfstein, Bankier Gesetzgebung in den genannten Schulen und Anstalten unternehmung durch die Kriminalpolizei behauptete er, er sei von den Sommerfeld u. A. Der Angeklagte habe auch gesagt, daß ein Eheleuten zuerst angegriffen worden und habe den Schuß nur reicher und edler Jude sich ebenfalls im Komitee befinde, auch abgefeuert, um seine Angreifer von sich abzuwehren. Er habe Vogel nicht treffen, sondern nur erschrecken wollen. Die Verlegungen Vogel's sind nicht gefährlich; er ist bei voller Besinnung und wird in seiner Wohnung behandelt. Ja, wir leben doch in der herrlichsten aller Welten! Zur Landtagswahl im 1. Wahlkreis. In der Liste der Wahlmänner, welche dieser Tage im zweiten Berliner LandtagsWahlbezirk gewählt sind, befindet sich auch der Name unseres Genossen Paul Singer. Wir sind ermächtigt mitzutheilen, daß Singer weder selbst gewählt hat, noch zum Wahlmann gewählt worden ist, ja nicht einmal in dem Wahlbezirk wohnt. Einem Antrage des Genoffen Stadthagen entsprechend hat bekanntlich der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung beschlossen, den Stadtverordneten folgenden Beschiuß zur Annahine zu empfehlen: richtet wird." " " erst gekauft hatte, und die neue Pferdedecke gestohlen waren. Das gewisse Strenge Platz greifen. fragen: Kann ein Mann, der in so despektirlichen Dieser Antrag hat begreiflicherweise in Arbeiterkreisen und blickte durch, daß Herr Moriz Treitel dem Angeklagten seine darüber hinaus sympathischen Anklag gefunden, indessen nicht bei Hilfe leisten wolle. Bei einer Begegnung mit Herrn Treitel habe der Deutschen Gastwirthe- Zeitung". Dieselbe behauptet von derselbe ihm, dem Zeugen, auch versichert, daß aus der Regelung ihrem Standpunkte aus", daß dieses Projekt vorläufig undurchder Angelenheit entschieden etwas werden würde, als er Herrn Treitel aber nach etwa 14 Tagen wieder einmal getroffen führbar ist und daß sie auf diesem Standpunkte so lange stehen bleiben werde, bis sie durch einen Beweis eines Besseren belehrt Jufolge der Dennuziation eines Schulknaben wurde und nach dem Stande der Angelegenheit befragt habe, sein werde. Hoffentlich läßt dieser Beweis nicht zu lange auf in Weißenfee ein dortiger junger Lehrer wegen Sittlichkeits- habe Treitel ganz von selbst gesagt: Ach, lassen sie mich der ganzen Sache zufrieden und damit lehnte fich warten, damit die beiden großen Berliner Gastwirthe- vergehens verhaftet. Der Vorfall erregte unter der Bevölkerung mit die ganze Sache ab. Der Zeuge betont, daß er Vereine" Beranlaffung nehmen, in ihrer, der Noth gehorchend, begreifliches Aussehen. Glücklicher Weise vermochte der Ver- er Mitglied einer städtischen Fraktion gewefen nicht dem eigenen Triebe, gegründeten Fach- und Fortbildungs- dächtigte seine Unschuld schon bei dem ersten Verhör durch den niemals schule obigem Antrage gerecht zu werden und ihren engherzigen Amtsvorsteher nachzuweisen, so daß er aus der Haft entlassen und deshalb von allen den durch den Angeklagten behaupteten Strömungen frei sei. Er habe damals gar nicht gewußt, daß Interessenstandpunkt zu verlassen. Den Kellnern thäte wahrlich werden konnte. eine Aufklärung im Sinne des Antrages nicht minder Noth, wie der Angeklagte Antisemit sei und könne versichern, daß es in der Polizeibericht. Am 16. d. Mts. Morgens wurde ein Schank- Schuldeputation immer das Bestreben ist, nur die Interessen des sonstigen Arbeitern. wirth in seiner Wohnung in der Stralauerstraße erhängt vor Schulwesens unverrückt im Auge zu behalten und von allen Da die Bockbierzeit nahe ist, so erneuert der Polizei- gefunden. Vor dem Hause Yorkstr. 62 gerieth Nachmittags ein politischen Strömungen abzusehen. Er müsse gestehen, daß er präfident feine Warnung vor Ausschreitungen an den Schank- Arbeiter beim Abspringen von einem in der Fahrt befindlichen fich gewundert habe, als er eines Tages den Rektor Ahlwardt ftätten. Er macht darauf aufmerksam, daß auch während des Kohlenwagen unter die Räder und erlitt eine bedeutende plöglich als den großen Patrioten und wüthenden Antisemiten biesjährigen Ausschants von Bockbier in der Bockbrauerei auf Quetschung der Brust, so daß seine Ueberführung nach dem in die Oeffentlichkeit schreiten fah. Für die Behörde war das dem Tempelhofer Berg wie in allen übrigen Ausschanklokalen Strankenhause am Urban erforderlich wurde. In einer Schank- Ende gegeben, als in den Zeitungen berichtet wurde, daß ber das Begleiten der Musit mit Gesang, das gemeinsame Absingen wirthschaft in der Prenzlauerstraße fand zu derselben Zeit eine Rektor Ahlwardt in einem Wucherprozeß gegen Zucker und Tieh von Liedern, Lärmmachen, Werfen mit Eiern oder Bregeln und Schlägerei statt, wobei ein Buchdrucker einen Gürtler durch einen eine traurige Rolle gespielt hat. Das gerichtliche Erkenntniß dergleichen Ungehörigkeiten unbedingt zu unterbleiben haben, und Schlag mit einem Weißbierglas am Kopf anscheinend bedeutend zeigte, daß der Gerichtshof dem Rektor Ahlwardt keine daß Zuwiderhandlungen hiergegen als grober Unfug auf Grund verletzte. Letterer wurde nach dem Krankenhause am Friedrichs- unbedingte Glaubwürdigkeit beigemeffen, sondern festgestellt hatte, des§ 360, Nr. 11 des Reichs- Strafgesetzbuches behufs strafrecht- bain gebracht und der Thater verhaftet. Abends brachte daß derselbe in zwei Fällen durch unwahre Angaben über seine licher Ahndung zur Anzeige gebracht werden. Die Aufsichts- ein Arbeiter, der am vorhergehenden Tage wegen rückständiger Vermögenslage Leute zur Hergabe von Geld bewogen hatte. G beamten, welche in genügender Anzahl in dem Ausschantlokal Miethe aus seiner Wohnung im Hause Naunynstr. 9 ermittirt war einfach ein Gebot der Dienstpragmatit, daß man schließlich anwesend sein werden, sind angewiesen, gegen Zuwiderhandelnde worden war, dem Eigenthümer in dessen Hause, Sorauerstr. 25, gegen den Angeklagten vorgehen mußte. Schließlich protestirt unnachsichtlich einzuschreiten und dieselben erforderlichen Falles mittelst Terzerols einen Schuß in den Unterleib bei und verlegte der Zeuge gegen die Darstellung des Angeklagten, als ob die zwangsweise zu entfernen. ihn dadurch bedeutend. Der Arbeiter wurde zur Haft gebracht. Berliner Lehrer ein Haufe fatilinarischer Existenzen sei. Der - In der Nacht zum 17. d. M. entstand auf dem Flur des Berliner Lehrerstand halte sich in der großen Majoritat torreft Der Berichtigungszwang des§ 11 des Preßgesetzes wird Hauses Große Frankfurterstr. 132 zwischen einem Hausdiener und und frei von dem vom Angeklagten erhobenen Vorwurf der Ver jeht auch auf den Inferatentheil der Zeitungen angewendet. Die einem Kellner eine Schlägerei, wobei Letterer am Kopfe bedeutend schuldung. Das städtische Gemeinwesen könne im Großen und Nr. 15 des Hannov. Tagebl." vom 5. Juli 1891 brachte eine verlegt wurde. Infolge des Schneefalls fielen auf der Straße Ganzen stolz auf seinen Lehrerstand sein. Amnonce, welche die private Angelegenheit des Inferenten betraf am 16. d. M. Abends vier Personen und erlitten zum Theil beund nichts Beleidigendes oder Strasbares enthielt. Gegen diese deutende Verlegungen. Zu derselben Zeit und in der daraufErklärung" des Juferenten wandte sich ein in der Sache Be- folgenden Nacht fanden zwei kleine Brände statt. theiligter und verlangte auf Grund des§ 11 die fostenlose Aufnahme einer Gegenerklärung, was verweigert wurde. Auf die erfolgte Anklage gegen den verantwortlichen Redakteur des Inseratentheiles des Blattes wegen Verweigerung der kostenlosen Aufnahme des Inferats erkannte das Schöffengericht auf Freisprechung, während die Berufungsinstanz, das Landgericht, den Angeklagten zu 10 M. Geldstrafe verurtheilte wegen Zuwiderhandlung gegen die Ordnung der Presse. Gerichts- Beitung. Prozek Ahlwardt. Zweiter Verhandlungstag. Der Angeklagte bekämpft die Richtigkeit der Darstellung, nach welcher er in dem Prozesse Bucker und Tieß eine traurige Rolle gespielt habe. Er habe sich daselbst durchaus forrett be nommen und der einzige Vorwurf, den ihm der Gerichtshof damals glaubte machen zu können, war der, daß er kalkulatorisch sein Vermögen um einige hundert Mart zu hoch angegeben habe. Er wiederhole, daß er feine bestimmten Personen beleidigen, sons dern nur öffentliche Krebsschäden habe bloslegen und zeigen wollen, daß man in der Berliner Gemeindeverwaltung mehr auf die fortschrittliche Gesinnung, als auf die amtliche Quali fitation fehe. In der weiteren Erörterung über diesen In dem Erkenntnisse wird der Grundsatz aufgestellt, daß es Nach Eröffnung der Sigung durch den Landesgerichts- Direktor Buntt fommt zur Sprache, daß in dem Gesuche Ahlwardt's um für die dem Entgegnungsrechte entsprechende Verpflichtung des Brausewetter gelangt aus der Broschüre das Kapitel„ Beginn Pensionirung, gerichtet unter dem 6. November 1889 an verantwortlichen Redakteurs gleichgiltig sei, ob der Artikel in der politischen Berwickelungen" zur Verlesung. Der Angeklagte be- das Provinzial- Schulkollegium es heiße: Da außers dem Inferatentheile oder in dem sogenannten redaktionellen hauptet in diesem Kapitel, daß seine ganze Lebensstellung und dem in meiner Nafe ein nicht zu beseitigender" Polyp vorhanden Theile des Blattes enthalten sei, und zwar umfomehr, als die damit die Existenz seiner Familie in Gefahr stand, falls er, als ist, der zwar in gewöhnlichen Zeiten wenig hindert, aber bei vor Gefahren der Weiterverbreitung ebenso gut entstehen tönnten, untergebener einer jüdischen fortschrittlichen Staatsbehörde, fich handenen entzündlichen Vorgängen, die oft auftreten, mir jedes wenn der betreffende Artikel aus der Feder eines Dritten herrühre, politisch bemerkbar machte. Er sei dann gewaltsam vorwärts flare Denten unmöglich macht, so bitte ich um meine Penſio als wenn er lediglich auf den Redakteur als Urheber zurück- gestoßen worden. Er habe ein Schreiben des Bureauvorstehers nirung." In dem Attest des Geheimraths Dr. Levin heißt geführt werden tönne. Diesem Erkenntnisse hat sich die letzt- Weyer von der städtischen Schuldeputation erhalten, in dem er e3: hlwardt giebt an, er sei früher stets gesund gewesen, leide inftanzliche Entscheidung des Oberlandesgerichts in Celle an- aufgefordert wurde, einem fortschrittlichen Verein beizutreten. Er aber seit vier Jahren an rechtsfeitiger Neuralgie. Es trat Ber gefchloffen. habe diese halbamtliche Aufforderung entschieden ablehnen müssen. stopfung der Nase und Kopfbenommenheit ein, die, der Angabe Durch diese Entscheidung kann das Inferatenwesen einer Da er seinen Kollegen gegenüber mit seiner politischen Gesinnung des p. Ahlwardt nach, ihn zeitweilig zur Klaren Ueberlegung Zeitung vollständig in Frage gestellt werden. Die Inferaten- nie zurückgehalten, hätten sich bald die Folgen bemerkbar gemacht. fähig gemacht hätten." Der Angeklagte erklärt hierzu, daß Geh.. spalten tönnen auf diese Weise zum Tummelplatz einer Polemit Der Stadtverordnete und Mitglied der Schuldeputation, Rip- Rath Levin ihn ganz oberflächlich untersucht und dann ein ver. zwischen den verschiedensten Leuten gemacht werden, und der berger, habe ihn zu sich kommen laffen und ihm wegen seiner fiegeltes Attest für das Provinzialschul- Kollegium mitgegeben habe. Redakteur muß schließlich zusehen, wie die Herren Inserenten antisemitischen Gesinnung schwere Vorwürfe gemacht. Von dieser Was Herr Levin in dies Attest hineingeschrieben, wisse er nicht. auf seine Roften öffentlich ihren Kredit stärken. Mit Recht be- Beit an fei er amtlich und außeramtlich auf's Heftigste verfolgt Der Angeklagte betont, daß er nicht seine vorgesetzten Behörden en tont die National- Beitung", daß durch dieses Erkenntniß der worden. Der Schluß dieses Artikels hat folgenden Wortlaut: Allgemeinen, sondern nur die Schuldeputation habe treffen wollen. Juferatentheil und somit die materielle Existenz der Bresse voll. Wer politische Sklaverei und die raffinirteste, tödtlichste politische Die lettere, feine nächste vorgesetzte Behörde, habe beantragt, tommen in Frage gestellt werden kann. Es ist unerläßlich, daß Berfolgung und Knechtung bis zum Untergange fennen lernen gegen ihn wegen Schuldenmachens das Disziplinarverfahren zu der Reichstag dieser Art Rechtsprechung seine Aufmerksamkeit will, der komme nach Berlin. Der reichste deutsche Mann ist eröffnen, das Provinzial- Schulkollegium habe dies aber abgelehnt zuwendet und durch gesetzliche Interpretation die Bedeutung hier unfreier als der Großknecht des Bauern, der ihm gegenüber und ihm angezeigt, daß ihm nichts geschehen werde, wenn er nu einer Anzahl Borschriften des Gesetzes gegenüber dem juristischen der wahrhaft freie Mann ist." teine neuen Schulden mache. Nun habe er frischen Muth gefaßt, Superscharfinn feststellt. Der Angeklagte erklärt hierau. daß er den Beweis antreten den Bucherern rundwea erklärt, daß er keine Bucherzinsen mehr " uns 1 " wie von alter zahlen, fondern feine Schulden nach und nach abtragen werde. I den Betrug bei der Weihnachtsbescheerung auf den Kopf zugesagt wird. Der Zeuge bestreitet nochmals entschieden jede Parteilich Dies habe er gethan und fei jest fast von sämmt und ihn für einen Betrüger und Schwindler erklärt habe. Am teit und seit im Einzelnen auseinander, daß er Schritt vor lichen Schulden befreit. Durch das Verfahren der Schul- anderen Tage sei der Angeklagte zu ihm in die Klaffe gekommen Schritt in allen amtlichen Maßnahmen, die er in den Angelegen deputation würden die Lehrer, welche in Verlegen- und habe ihm gefagt: Sie haben mich tief erschüttert. Zeuge will beiten des Angeklagten unternommen, lediglich seine Pflicht heiten gerathen seien, den Wucherern geradezu in die ihm darauf gefagt haben: Herr Rektor, die Erschütterung scheint gethan habe. Der Angeklagte bleibt in längerer Zwiesprache Arme getrieben und an den Rand des Verderbens geführt. aber nur eine äußerliche und teine innerliche zu sein. Sie mit dem Zeugen bei der Ansicht, daß er parteiisch behandelt Aus Furcht vor der vorgesetzten Behörde mußten die Schulden sind ein Lügner gegen fich selbst. Sie befinden sich worden sei. heimlich gemacht und bezahlt werden.- Präs.: Ich muß auf einer schiefen Ebene und werden dabei zerschellen. Da habe Bei einer anderen Stelle der Broschüre, durch welche sich sagen, daß ich Beamte und zumal Lehrer, welche Wechselreiterei dann der Angeklagte gesagt:„ Ja, Sie haben Recht, ich sehe es der Magistrat beleidigt fühlt, erklärt der Angeklagte, daß er betreiben, nicht für würdig halte, ihre Stellung zu befleiden, ein, aber machen Sie aus der Sache Nichts." Der Zeuge will durchaus nicht den gesammten Magiftrat, in welchem höchst meiner Ansicht nach ist Ihnen gegenüber mit einer außerordent darauf geantwortet haben, daß die Lehrer, nachdem die Sache so ehrenwerthe Personen fäßen, habe angreifen wollen, sondern die lichen Nachsicht und Langmuth verfahren worden.- Angel I.: weit gediehen, die Sache zur Anzeige bringen würden; da habe Judengesellschaft in der städtischen Berwaltung und die zahlJa, seitens des Provinzial- Schulkollegiums, aber nicht seitens dann der Angeklagte plöglich einen anderen Ton angeschlagen reichen Juden, welche in der städtischen Schuldeputation fäßen. der Schuldeputation. Es wäre ja auch nicht so weit und geäußert: Nun, dann werde ich mich bis aufs Aeußerste Justizrath Dr. Horwitz überreicht ein Verzeichniß der Mitgekommen, wenn ich das Geld, das das Komitee für mich vertheidigen und wenn ich stürze, dann stürzt das Rathhaus mit!"- glieder der Schuldeputation und der Stadtverordneten- Versammgesammelt hatte, erhalten hätte. Aber der Geh. Hofrath Der Angeklagte erklärt die ganze Erzählung des Zeugen für voll- lung und betont, daß unter 24 Personen, welche der Angeklagte Manché und der Bankier Siegmund Sommerfeld, welche das ständige Erfindung, der Zeuge hält jedoch unter seinem Gide jedes als Juden aufmarschiren lasse, 11 evangelische Christen Geld in Händen hatten, gaben es nicht heraus. Als ich an Wort aufrecht. Der Angeklagte will gar keine Privatunterredung seien. Angeklagter: Wenn ein Jude getauft ist, ändert Sommerfeld einen energischen Brief richtete, erschoß er sich. mit dem Zeugen gehabt haben und betont, daß der Zeuge oder das nichts an der Sache. Er stelle in seiner Broschüre Präs. Sie behaupten nun immer, daß Sie ein Opfer Ihrer seine Frau auch noch andere Denunziationen gegen ihn losgelassen nur zwei feindliche Raffen gegenüber, die jüdische und antisemitischen Gesinnung wurden. Sie müssen mir doch ein- habe. Der Zeuge giebt zu, daß er den Angeklagten aus freien die germanische Rasse und nach dem Talmud ist ein Jude, räumen, daß noch ein großer Unterschied zwischen einem anti- Stücken und ohne jede Anstiftung von dritter Seite der Schul- der sich taufen läßt, um seinem Volke beffer zu nuken, erst recht semitischen Agitator und einem Antisemiten ist. Mir ist es sehr behörde angezeigt habe, als derselbe sich damit beschäftigte, dem Jude.- Präs.: Der Angeklagte wirft auch hier die Dinge zuerklärlich, daß eine Behörde, sei es nun eine Schulbehörde oder Fabrikanten Thomas Orden oder Titel zu verschaffen. Auch noch fammen. Wie er Nationalliberale und Fortschrittspartei in einen eine andere, einen Agitator nicht als Beamten anstellt, denn eine andere Anzeige habe er gegen den Angeklagten erstattet und Topf wirft und einfach von Fortschrittsleuten spricht, so be= dazu eignet sich ein Agitator nicht und ein solcher kann dieselbe durch seine Frau schreiben lassen, er erflärte es aber für zeichnet er auch diejenigen, deren Voreltern schon längst getauft selbstverständlich nicht Lehrer fein. Angeti.: Ich eine direkte unwahrheit des Angeklagten, wenn derselbe behauptet, sind und die in Deutschland von deutschen Eltern als Christen habe auch stets nur einen Antisemiten und nicht einen daß er, Zeuge, in irgend einem Falle planmäßig mit Herrn Schul- geboren sind, einfach als Juden. Anget: Wenn ZigeunerAgitator im Auge gehabt. Ich bitte, den Dr. Hermes darüber inspektor Dr. Zwick zusammengearbeitet habe, um den Angeklagjen finder in Deutschland von Zigeunern geboren werden, so bleiben zu vernehmen, ob nicht in einer geheimen Sigung der Schul- zu verderben. Bei der Gelegenheit der Thomas'schen Titel sie doch nach wie vor Zigeuner, ganz ebenso wie die in Deputation beschlossen worden ist, einen Antisemiten nicht zu Affäre behauptet Zeuge auch, daß der Angeklagte ihm eines Amerika geborenen Kinder deutscher Eltern nach wie vor Deutsche wählen. Justizrath Horwit erklärt, daß der Berliner Tages gesagt habe: er habe dem Thomas die Geburt seines bleiben. Lehrerstand in seiner Gesammtheit feineswegs ein Haufen tatili- Sohnes angezeigt und derfelbe habe ihm dafür 1000 m. zu- An einer anderen Stelle der Ahlwardt'schen Broschüre wird narischer Existenzen sei, wie der Angeklagte immer durchblicken gesandt. Der Beuge meint, er hebe dies hervor, weil der Un- behauptet, daß der Schulinspektor Dr. Zwick den Nachbarn und lasse. Der Berliner Lehrerstand halte sich durchaus korrekt und geklagte behauptet habe, daß er nie von dem Thomas 1000 M. Kollegen des Angeklagten, dem Rektor Fieß, dahin beeinflußt musterhaft und die Schuldeputation sei stolz darauf, daß es so bekommen. Der Angeklagte erklärt nochmals die Behauptungen habe, den Angeklagten zu überwachen und etwaige Dienstsei. Natürlich kämen unter einer Anzahl von über 3000 Lehrern des Zeugen für eine Kette von Erfindungen. Er habe den Beugen ungehörigkeiten zu seiner, des Schulinspektors, Kenntniß zu auch Ausnahmen vor, wie es in jedem Stande der Fall sei, dies wegen seines Vorwurfes des gens und Betrügens aus dem bringen. Reftor Fietz müffe dies, wie der Angeklagte aus späteren feien aber nur Ausnahmen. Konferenzzimmer geworfen und ihm eine Ohrfeige gegeben, und Vorgängen schließt, in der gehässigsten Weise gethan haben. Der nächste Zeuge, Schulinspektor Dr. Jonas, befundet: da werde er doch nicht am nächsten Tage zu demselben hingehen Man habe ihn in arger Weise chifanirt, Rektor Fieß habe es Ich habe niemals von einem Beschlusse der städtischen Schul- und Abbitte leisten. Von Thomas habe er niemals einen auf dem Beschwerdewege erzielt, daß er seine Hühner habe abschaffen Deputation gehört, Antisemiten als Rektoren oder Lehrer nicht Groschen erhalten, noch viel meniger 1000 m. Er bitte, Herrn müssen. Auch seien Denunziationen gegen ihn eingegangen, daß anzustellen, halte einen solchen Beschluß auch für ganz unmöglich. Thomas vorzuladen. Justizrath Dr. Horwit widerspricht diesem er während der Unterrichtsstunden die Schule verlassen habe. Was das angebliche politische Examen durch den Dr. Hermes Antrage, da derselbe einen ganz anderen Vorgang betreffe. Das Lettere sei allerdings wiederholt geschehen, wenn betrifft, so habe ich nicht gehört, daß Dr. Hermes direkt Der Magistrat habe aber ein dringendes Intereffe, die Sache zu er Termin vor dem dem Gericht wahrzunehmen hatte, aber derartige Fragen an die Kandidaten gerichtet hat, aber ich Gude zu bringen, denn der Angeklagte beziehe während seiner stets habe er fich Urlaub erbeten und erhalten. habe wohl gehört, daß Dr. Hermes in Privatgesprächen hier Suspension die Hälfte seines Gehalts und die Suspension Rektor Fie bestreitet Alles, was der Angeklagte über ihn fagt. und da den Einzelnen nach seiner politischen Gesinnung dauere nun schon seit dem September 1890. Der Gerichtshof Es sei unwahr, daß er jemals vom Stadt Schulrath Dr. Zwick gefragt hat. Ich weiß wohl, daß politische Agitatoren als beschließt, den Fabrikanten Thomas als Zeugen zu Donnerstag dazu benutzt worden, Spionagedienste bezüglich des Angeklagten Rettoren oder Lehrer nicht beliebt werden, dagegen fommt ein vorzuladen. zu leisten, es sei unwahr, daß er geheime Berichte an seine vor politischer Standpunkt der Einzelnen bei der Schuldeputation Auf Seite 145 der Broschüre wirst der Angeklagte seinen gesetzte Behörde befördert und es sei auch erfunden, daß er mit nicht in Frage. Einzelne Mitglieder der Schuldeputation mögen Untergebenen„ Lug, Trug und Schwindel" vor und behauptet, dem Schul- Komn.issionsvorsteher Random ein geheimes Abkommen vielleicht der Ansicht sein, daß ausgesprochene Antisemiten nicht daß dieser Lug, Trug und Schwindel unter wohlwollender Pro- getroffen, wounch ihm die besseren und dem Angeklagten die angestellt werden sollen, da bei der jebigen Erregung es sich kaum tektion seines Vorgesezten gestanden habe. Speziell seinem Schul- schlechteren Schüler zugewiesen werden sollten. Der Angeklagte vermeiden lassen dürfte, daß dieselben in die Agitation gegen die nachbar, dem Rektor Fieh, wirft er Heimtücke vor. Dem legteren beruft sich auf die Frau des Schuldieners Kulnid. Diefelbe habe gesammte städtische Verwaltung hineingerissen werden. fagt er nach, daß er eine gut bezahlte Boltsbibliothek leite und gut ihm erzählt, daß ihr Mann einmal einen geheimen Bericht Zeuge Dr. Otto Hermes: In der Schuldeputation ist der bezahlte Stunden an einer Fortbildungsschule gebe und fährt dann vorgefunden hat, welchen der Rektor Fieh über ihn, An Grundsay: keinen Antisemiten als Lehrer und Rektor anzustellen fort: So großartige Stellungen fann natürlich nur die Stadt Berlin geklagten, abgefaßt und der schlechten Schrift wegen zerrissen niemals aufgestellt worden. Wohl aber bin ich mit mehreren verleihen und für eifrige Politiker sind diefelben niemals unerreichbar. hatte. Die Beugin Kulnick erklärt auf immer erneutes BeMitgliedern der Schuldeputation zusammengekommen und wir Natürlich sind dabei zuweilen Dienste, wie sie mir gegenüber fragen des Angeklagten, daß sie sich absolut nicht darauf besinnen haben uns allerdings dahin verpflichtet, daß wir Versammelten geleistet werden mußten, nicht von der Hand zu weisen." Der fönne, derartiges gesagt zu haben. Der Angeklagte spricht seine feinem Lehrer oder Rektor unsere Stimme geben wollten, von Angeklagte macht es auch zum Gegenstand heftigen Angriffs, daß lebhafte Verwunderung darüber aus, daß die Zeugin derartige welchem bekannt geworden, also doch wohl durch Agitation, daß der Rektor Fietz eine für die Schule des Angeklagten bestimmt Dinge nicht mehr wissen sollte. Die Beugin bleibt aber dabei, ſie der antisemitischen Partei angehören. Wir in dieser Privat- gewesene Lehrerin Engelfe, welche bort einen erkrankten Lehrer daß sie sich nicht entsinne, derartige Aeußerungen gethan zu haben. verfammlung waren der Meinung, daß solche Personen keine Gewähr vertreten sollte, in feine eigene Schule genommen habe. Durch Der Präsident hält dem Angeklagten vor, daß solche Ent für eine ersprießliche Jugenderziehung geben. Die Zahl der Personen, Vernehmung des Fräulein Engelfe und des Rektors Fietz wird täuschungen nicht ausbleiben können, wenn man seine Be welche in dieser Weise sich privatim verpflichteten, giebt der Beuge festgestellt, daß es sich um einen kleinen Frrthum des Bureaus hauptungen, er, so oft auf Kaffeegeirätsch auf 8-10 an, während es einige 30 Mitglieder der Schul- handelte. Reftor Fieg verneint eine Anfrage des Staats- Frauen aufbaut. Der Schuldiener Kulnid erklärt, deputation gebe. Auf weiteres Befragen ertlärt der Zeuge, daß anwalts, ob er denn ein„ eifriger Politiker" sei. Er habe bei daß auch er dem Auffinden eines solchen ge= in der Schuldeputation niemals besonderer Werth auf die poli- Wahlen innerhalb seines Bezirks seine Bürgerpflicht erfüllt heimen Berichts über Thun und Treiben des Angeklagten Nichts sche Gesinnung des Kandidaten gelegt worden sei und auch und sei auch zum Wahlmannn der Fortschrittspartei gewählt wiffe. Er weiß nur von einer Beschwerde, die Rektor Fiez über niemals danach gestrebt worden ist, nur stramm- fortschrittliche worden. die Hühner des Angeklagten an die Schulbehörde gerichtet habe. Randidaten anzustellen. Was etwaige Vorbesprechungen und sein, Stadtschulrath Dr. Zwick bestreitet auf's Allerbestimmteste Der Angeklagte richtet an den Zeugen die Frage, ob er von des Zeugen, angebliches politisches Examen betrifft, so verweist die Behauptung des Angeklagten, daß er die schlechtesten Lehrer dritter Seite dazu angestiftet worden sei, etwas zu vergessen, was Beuge darauf, daß selbstverständlich die Lehrer- und Rettoren- und schlechtesten Kinder zugewiesen erhalten habe. Die Ver- man eigentlich nicht vergessen soll. Der Zeuge lehnt dies ents, fandidaten den einzelnen Mitgliedern der Schuldeputation ihre theilung der Kinder erfolge nach den Wohnungen. Der An- schieden ab. Aufwartung machen und dabei im Gespräch auch die Unter- geflagte bleibt aber bei seiner Behauptung, daß sein unmittel- Bei einem Streit, den der Angeklagte mit dem Lehrer haltung hier und da kirchliches und politisches Gebiet barer Nachbar Fieß nur die besseren und er die schlechteren er- Berner einmal gehabt, bei welchem es sogar zu Thätlichkeiten berührt. Von einem politischen Examen" tönne gar teine halten habe. Er habe einen Lehrer erhalten, welcher irrfinnig gekommen war, soll nach der Darstellung in der Broschüre Rede sein. Der Angeflagte fragt, ob der Zeuge nicht in war, einen anderen der irrfinnig geworden sei, einen dritten, der der Lehrer Berner mit dem Schul- Inspektor Dr. Zwick vier bis fünf Fällen den Kandidaten die Frage betrieben vor in kurzer Zeit fünf Mal versetzt worden und einen vierten, ein vollkommen abgetartetes Spiel gegen ihn gelegt habe:" Glauben Sie noch an das Märchen von Christo?" welchem das Strafrecht entzogen worden war. Rektor Fie habe. Diese Behauptung wird sowohl vom Lehrer Berner, Beuge: So viel ich mich erinnern tann, habe ich eine so bestreitet wiederholt, daß er in der Zuweisung der Kinder jemals als auch vom Dr. Zwick für völlig unwahr erklärt. Der An tattlose Frage niemals an einen Kandidaten gerichtet. Etwas bevorzugt worden fei. Schulinspektor Dr. Zwick geklagte betont, daß er ja in dieser Beziehung keine bestimmten anderes war es, wenn ich Kandidaten für Direttorenstellen an weist es vollständig zurück daß auf die Interna der Behauptungen, sondern nur Kombinationen und Vermuthungen höheren Lehranstalten vor mir hatte. Da ist die Unterhaltung Schulverwaltung politische Rücksichten irgend welchen Einfluß aufgestellt habe. manchmal auf religiöses Gebiet hinübergesprungen, wir haben ausübten und hebt hervor, daß gerade, wenn eine Es folgt ein Punkt in der Broschüre, wonach behauptet wird, uns über Strauß'sche Anschauungen unterhalten und da habe ich Schule den Anforderungen der Verwaltung nicht ganz entspricht, daß Mitglieder des Magistrats an Bersonen gesagt haben, daß allerdings feinen Zweifel darüber gelassen, daß für mich die gött man dorthin möglichst gute und nicht möglichst schlechte Lehrer fie Aussicht hätten, Lieferungen für die Stadt zu erhalten, wenn liche Abstammung Chrifti ein Märchen sei. dirigirt. Die Anschuldigungen des Angeklagten, daß bei den sie ihr politische Gesinnung änderten und fortschrittlich würden. Ein fernerer Anklagepunkt befindet sich in dem Theil der meisten gegen ihn erhobenen Beschwerden 2c. er von seiner vor- Bum Beweise für diese Behauptung beruft der Angeklagte sich Ahlwardt'schen Broschüre, welcher„ Meine Erfahrungen als Ge- gesetzten Behörde gar nicht gehört worden und Eingaben, die er auf das Zeugniß des Fabritbesitzers Ingenieurs Bopp. meindelehrer" betitelt ist. Der Angeklagte erzählt, daß einer gemacht, nicht zu den Aften gegeben worden seien. Der An- Beuge Frit Dopp weiß sich eines derartigen Falles nicht zu feiner früheren Kollegen, der Lehrer Hartwig, ein völlig un- geflagte behauptet speziell, daß ein bestimmtes, sehr voluminöses entsinnen. Der Angeklagte behauptet, daß ihm selbst Lieferungen fähiger Mensch gewesen, der es auch in Betreff der Junehaltung Aftenstück, welches er dem Schulinspektor Dr. Zwick in amtlicher entzogen worden seien, weil er seine politische Gesinnung nicht der Schulstunden nicht genau nahm. Der Lehrer Zägert habe Form zugestellt, demselben nicht den Aften hin- wechselte. Zeuge Dopp: Es sei ihm nicht gesagt worden, demselben die große pädagogische Arbeit für das Rektorexamen zugefügt worden fei. Schulinspektor Dr. 3 wid weiß, daß die Entziehung der Lieferungen deshalb stattfand, weil er machen helfen. Trotz aller dieser wenig empfehlenswerthen Um- daß der Angeklagte, nachdem die protokollarischen Ver- seine politische Gesinnung nicht wechseln wollte. Er hatte seiner Stände fei Hartwig Rektor geworden und zwar, weil derfelbe in handlungen geschlossen, ihm eine voluminöse Eingabe Zeit gerügt, daß man in der städtischen Gasverwaltung nicht ein der Familie des Stadtverordneten- Vorstehers Dr. Straßmann übergeben habe. Aus der ganzen Fassung dieses Aften- geordnetes Submissionswesen beobachtete, sondern die Lieferungen Privatunterricht ertheilte. Wer sich bei einem bedeutenden Juden stückes, der persönlichen Adresse und dem ganzen Inhalte des immer so nach Wetterschaften vergeben würden. Vielen Leuten sei beliebt machen konnte, sei zu allen Zeiten geborgen gewefen. felben habe er jedoch annehmen müssen, daß ihm dies als es nun aufgefallen, daß, obgleich er ein alter Industrieller sei, nie zu Zu diesem Punkte wurde der Rektor Schmidt vernommen. Material zur persönlichen Information überreicht worden sei solchen Lieferungen herangezogen werde. Bald nach jener Rüge sei nun Derselbe bekundete, daß er derzeit mit dem Lehrer Hartwig und er habe es den Aften deshalb nicht hinzugefügt, weil darin plöglich von der städtischen Gasverwaltung die Aufforderung an zusammen das Rektoreramen gemacht habe. Er halte Hartwig, auch nicht einziger Punkt berührt worden war, der nicht schon ihn ergangen, sich an der Submission auf Lieferung von Drehder allerdings das erste Mal beim mündlichen Examen nicht protokollarisch festgestellt worden war. Er weise es auf Be- fcheiben und Bentefimalwaagen zu betheiligen. Er habe dies genügte, für einen Mann, der vollkommen fähig sei, seine Stellung ftimmteste zurück, daß ihm in seinem amtlichen Verhalten dem auch gethan und bei weitem die billigste Offerte abgegeben, trotzauszufüllen. Ob der Lehrer Tägert dem Hartwig bei der Arbeit Angeklagten gegenüber irgend welcher Vorwurf treffe. dem er sich gleich gedacht hatte, daß wahrscheinlich der Mitzum schriftlichen Examen geholfen, faun ber Zeuge nicht sagen, Nach 1/ 4stündiger Bause wird nach Wiederaufnahme der Ver- bewerber, Fabrikant und jetzige Stadtverordnete Dinse, der als er hält es aber unter allen Umständen für ausgeschloffen, daß handlung von dem Vertheidiger mitgetheilt, daß ihm kurz guter Fortschrittsmann sich stets gezeigt, die Lieferung erhalten Hartwig auf Umwegen oder durch Begünstigung das Rettoramt zuvor ein mit zwei Unterschriften versehenes Schriftstück zu werde. Die Offerte desselben sei viel höher gewesen und nach erhalten konnte, ohne dazu befähigt zu sein. gegangen fei, woriu behauptet werde, daß der Zeuge allgemeinen Submissions Grundsägen hätte er den Zuschlag, Der Zeuge Tägert befundet, daß der Lehrer Hartwig die Thiede, welcher gestern vernommen wurde, in einer Versammlung erhalten müssen. Statt dessen sei er nach einigen Tagen zu große schriftliche Arbeit garnicht gemacht habe, da derselbe wegen folgende Aeußerung gethan habe:„ Wenn Ahlwardt hineinfällt, dem Oberingenieur Reisner entboten worden, der allerlei des guten Erfolges des übrigen Examens davon dispensirt so ist er zu bedauern, dann ist er das Opfer einer Machination." Ausstellungen machte und ihn aufforderte, eine ab= worden sei. Der Vertheidiger hält es für wichtig, daß der Zeuge Thiede fich geänderte Offerte abzugeben. Das habe er auch gethan Auf Antrag des Justizraths Horwiz wird eine hierüber äußert. Anf die Vorhaltungen des Präsidenten, daß und obgleich die Preise sich auch ein wenig erhöhten, blieb er Stelle der Broschüre verlesen, worin Angeklagte auf dergleichen Neußerungen, welche seitens des Publikums ja doch noch hinter den anderen Offerten zurück. Obgleich nun in hervorhebt, daß dem verstorbenen Dr. Straßmann immer bei politischen Prozessen einzulaufen pflegten, gar wenig den Submissionsbedingungen ausdrücklich stand, daß Direktor für dessen ehrenwerthes und menschenfreundliches Verhalten ihm zu geben sei, erklärt der Angeklagte, daß er den Antrag auf Ver- Cunow den Zuschlag ertheile, habe ihm Direttor Cunow ge gegenüber zu großem Dant verpflichtet sei. nehmung des Zeugen Thiede zurückziehe. schrieben, daß er unter den obivaltenden Verhältnissen es vora Einer der vom Angeklagten ain heftigsten Angegriffenen ist An einer Stelle der Broschüre stellt der Angeklagte zwei siehe, die Entscheidung und den Zuschlag dem Magistrat resp. der Stadtverordnete, Mitglied der Schulbeputation, Ripberger. Fälle von Dienstentlaffungen gegenüber. Während der freisinnige bem städtischen Gasturatorium zu überlassen. Diese Instanz Der Angeklagte behauptet, daß Ripberger ihm in der Person des Lehrer S. ebenso schwere Vergehen verübt habe, wie die von dem habe ihm schließlich den Zuschlag nicht ertheilt, sondern dem Schuldieners Augustin einen Aufpasser gesetzt habe. Augustin antisemitischen Lehrer 3. begangenen, sei der Erstere im Amte fortschrittlichen Bezirksvorsteher Dinfe. Justizrath Horwit habe ihm ein Verzeichniß seiner Schulden, das er, der Angeklagte, verblieben, der Lestere aber entlassen worden. Durch Berlesung protestirt dagegen, daß etwa dieser Interessent mit seiner fich für seinen Privatgebrauch angefertigt, entwendet und es an der betreffenden Aktenstücke wird festgestellt, daß die höchste In- einseitigen Aussage als beweisträftig gegen die Ver. Ripberger ausgehändigt. Der Zeuge Augustin, welcher stanz den Lehrer S. deshalb im Amte beließ, weil derfelbe mit waltung gelten tönne. Staatsanwalt v. Rheinbaben denn doch auch ben feiner Beit wegen Entwendung eines dem Ahlwardt gehörigen Auszeichnung den Feldzug mitgemacht und sich auch sonst in beantragt, Gasanstalts Direktor Tausendmark- Scheines bestraft ist, bestreitet entschieden, daß seinem Lehrerberuf besondere Verdienste erworben hatte. Gunow zu laden, der zweifellos befunden werde, daß in dieser Schuldenverzeichniß weggenommen zu haben oder als Auf- Ferner behauptet der Angeklagte, daß zwei freisinnige Lehrer, Angelegenheit Seitens der Verwaltung nach bestem Wissen und für den Angeklagten bestellt worden zu sein. von denen der eine unfittliche Handlungen mit Schulmädchen, Gewissen prozedirt worden sei. Im Uebrigen decke die Aussage Die Verhandlung wendet sich alsdann nochmals der Angelegenheit der andere Ghebruch begangen habe, ebenfalls im Amte verblieben des Beugen gar nicht die Behauptung des Angeklagten, daß Mit der Sammelliste über die Weihnachtsgaben zu, da die Broschüre feien. In Betreff dieser Punkte wird die Beweisaufnahme bei glieder des Magistrats Lieferanten erklärt hätten, sie würden an einer Stelle die vier Unterzeichner der gegen Ahlwardt er verschlossenen Thüren geführt. städtische Lieferungen erhalten, wenn sie ihre politische Gesinnung statteten Anzeige, die Lehrer Wehle, Berner, Klopstech und Heifete Nach Wiederherstellung der Deffentlichkeit wird der Schul- wechselten. Zeuge erzählt einen zweiten Fall, in welchem er bewußte Lügner" nennt. Berner, der als Verfasser der Anzeige inspektor Dr. Zwick über die angeblichen Härten und Ungerechtig- fich um eine Waagenlieferung für ein städtisches Rieselnochmals vernommen wird, betundet, daß er dem Angeklagten teiten vernommen, deren er feitens des Angeklagten beschuldigt gut beworben. Hier habe er von dem Stadt- Bauinspektor passer er von S " Tambourverein Vor Met", Uebungs " Vermischtes. Lenz die Versicherung erhalten, daß seine Waage die beste statut für die Errichtung des Gewerbegerichts beantragt worden, Sigung jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, bei Kowald, Oranienfir. 128. Selle und billigste fei, leider werde er aber die Lieferung und wäre es immerhin nicht ganz unwahrscheinlich, daß dieser brüder werden aufgenommen. Damen und Herren willkommen, 5. März Einweihungsfest. Neue Heils doch nicht erhalten, denn so sehr er sich auch dagegen oder jener Punkt noch Gnade vor der Mehrheit des Rothen unde Montag und Donnerstag Waßmannſtr. 9. Sonntag Sigung. Junger sträube, so werde doch der jüdische Lieferant A. C. Hermann Hauses finden werde. Mit einem Appell an die Anwesenden, Mann als Dirigent willkommen. 13. Februar Kränzchen. Theaterverein troß seiner höheren Preise wahrscheinlich wieder die Lieferung für die bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen Beffing", jeden Donnerstag Abend 9 Uhr Sigung bei Musehold, Landsfräftig zu bergerstr. 31. Gäste, Damen und Herren, freundlich wiütommen. Tambour erhalten. Und so sei es denn auch richtig wieder geschehen. agitiren, schloß der Redner sein beifällig aufgenommenes Referat. verein Wacht am Rhein". Jeden Dommernag von 8% Uhr UebungsAehnlich will er auch in einem dritten und vierten Fall ab- Nach einer kurzen Diskussion, an welcher sich namentlich der Vor- ſtunde im Reſtaurant Müder, Mariannenſtr. 46. Rauchflub ,, Süd- Wes". geschoben" worden sein. Der Zeuge erklärt schließlich, daß es in sigende, Genosse Klein, betheiligte, ging man über eine gegen Jeben Donnerstag Abends 9 Uhr Sigung beim Genoffen Flick," Sim on fir. 23, Gäite find willkommen. Rauchklub Anita". Jeden Donnerstag Abend Fabrikantenkreisen längst bekannt sei, daß die Submissions- einen Genossen gerichtete Verdächtigung zur Tagesordnung über, zwischen 9 und 11 Uhr Sigung bei Regte berftr. 15. Gäste willkommen. ausschreibungen nur zum Schein gemacht werden, die Lieferungen da ihr nur beweislose Redereien zu Grunde lagen, worauf der Stattlub Tournee". Donnerstag Spielabend beim Genossen Karl aber doch immer denselben zur Klique gehörigen Personen über Schluß der Versammlung erfolgte. Ullrich, Wrangelstr. 84. tragen werden. Ihm habe auch einmal ein Stadtverordneter in einer Weinlaune bei Gelegenheit eines Festes zur Eröffnung als Kandidaten für die Gemeinderaths- Wahlen die Genossen Ju einer Volksversammlung in Schöneberg wurden der Markthalle Wittheilungen gemacht, die ihn wahrhaft erschreckt hätten. Diefer Mann habe ihm gesagt, ob er denn Schmidt, Buchholz und Hackebusch aufgestellt. Dann glaube, er würde die Laft des Stadti erordneten- Mandats über: unterzog Genosse Schmidt die Gemeindeverhältnisse von nehmen, wenn er nicht seine Vortheile dabei hätte. Er sei der Schöneberg einer kritischen Besprechung. Es folgte ein Referat Sozius der Firma Friedrich Siemens, die große Lie erungen für des Reichstags- Abgeordneten För st er über das Thema: Gleiches Wegen Soldatenmishandlung wurde am 18. Februar in die Stadt habe und wenn er, der Zeuge, sich auch der fortschritt- Recht für Alle, in welchem derselbe auf Grund zahlreicher Bei- Ulm der Unteroffizier Kober des Dragoner- Regiments 26 lichen Fraktion anschließen würde, würde er auch große Vor- spiele bewies, daß bei der heutigen Gesellschaftsordnung von zur Degradation und zwei Monaten Militärstrasanstalt verurtheilt. theile haben. Der Vertheidiger meint, daß nun die Rehauptung wirklich gleichem Recht nicht die Rede sein könne, sondern das Terselbe war vor einigen Wochen in angetrunkenem Zustand der Broschüre ja erwiesen sei. Justizrath Horwit befireitet ſelbe nur in der sozialistischen Gesellschaft zu verwirklichen ist. Nachts 2 Uhr in seine Kaserne in Wieblingen gekommen, das ganz und gar und verzichtet auf weitere Ladungen von Mit- Ueber den mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag entspann fommandirte eine Anzahl Rekruten aus den Betten und ließ gliedern des Gasanstalts- Kuratoriums, da er einen Konkurrenten, sich eine Diskussion, an welcher sich die Genossen Freidank, dieselben unter Mißhandlungen und unfläthigen Reden längere der hier seine Beschwerden vorbringt, als Zeugen und Sach- Antrick und Förster betheiligten. Seidel brachte darauf die Fälle Beit im Hemd Stechschritt und andere Ererzitien machen. verständigen absolut nicht anerkennen tönne. Baare und Peus in Parallele, Köster unterzog die Thätigkeit Im Danziger städtischen Museum sind für 1000 M. der jetzigen Gemeindevertretung einer kritischen Erörterung und Sch a u münzen gestohlen worden. erklärte es für Pflicht der Parteigenoffen, rege zu agitiren, damit unbekannt. durch die Wahl der sozialdemokratischen Kandidaten in den Gemeindeverhältnissen Wandel geschaffen wird. Das Wahlkomitee wurde dann auf Antrag Silberschmidt's beauftragt, ein Programm für die Kommune Schöneberg auszuarbeiten und das felbe der nächsten Versammlung vorzulegen. Zu Ehren der verstorbenen Frau Pens erhoben sich die Versammelten von den schaft, welche dem Genossen Peus den Besuch seiner franken Frau Sigen und über das Verhalten der Magdeburger Staatsanwaltnicht gestattete, sprach man in einer Resolution scharfen Tadel aus. Gin brausendes Hoch auf die Sozialdemokratie bildete den Donnerstag, den 18. Februar, Abends 10 Uhr, Rosenthale.jur. 38: MitgliederFachvercin der Barbier, Frisenr- und Verrückenmacher- Gehilfen. Bersammlung. Handlungsgehilfen. Deffentliche Versammlung am Donnerstag, den 18. feb.uar, in Gratwell's hallen, Kommandantenstr. 77 b.8 79. Lages ord. ung: Berichterstattung des Stadtverordneten Bogtherr über die Sonntags ruhe im Handels, ewe be. Oeffentliche Versammlung aller im Beleuchtungswesen beschäftigter " Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Wahrheit", Marfußftr. 31. eingeführt, haben Zutritt. Lese- und Distutuklub willkommen. Lese- und Distutirtlub" jiraße 64, be: Wuttke. bei Keller. 1 " Gane willkommen. " " 2 seklub Gesangverein ,, Wiaiglöckchen 2", S.-D., Manteuffel " Der Dieb ist noch Getreidehändler Richter aus Dittersbach entleibt. Seinen Wieder Einer! In Dresden hat sich der Bankier und Gläubigern hinterließ er die Sorge für eine halbe Million Mark Paffiven; ferner hat er für 100 000 Mark Wechsel gefälscht. Die Bittauer, Löbauer und Bornstädter Gegend, wo der Biedermann eine Art Dachauer Bank gegründet hatte, ist von diesem Krach am schwersten betroffen. Die Eisenbahnbrücke bei Dragoman ist zufolge Berichten aus Sofia vom Hochwasser hinweggerissen worden. Durch den Brand eines Baumwollen Speichers in Bramleymoordech zu Liverpool wurde für zwei Millionen Mark Staden angerichtet. : 140 Meter tief stürzten im Bergwerk Bonne Espérance" ( Belgien) 40 Bergleute infolge des Zusammenbruchs einer Galerie in den Schacht hinab. Viele blieben auf der Stelle todt, die übrigen wurden schwer verletzt. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Gffent, 17. Februar. Auf den Zechen Graf Beuft und Her fules find gestern Arbeiterkündigungen erfolgt; es heißt, andere Bechen würden nachfolgen. Ein wichtiger Punkt der Anklage befindet sich in einem Kapitel der Ablwartt'schen. Broschüre, welcher das Judenthum in der Berliner Gemeindeverwaltung" betitelt fit. Das Kapitel beginnt mit der Bemerkung, daß die Berliner Gemeindeverwaltung ganz und gar in Judenhänden sich befindet. Die großen städtischen Einkünfte bildeten daher einen einzigen großen Agitationsfonds für jüdische Interessen. Der Angeklagte behauptet besonders, daß der Stadtrath Mammroth seine Stellung als Borfizender des Kuratoriums der städtischen Sparkasse dazu benuße, sich und seinen Freunden baares Geld zu ver schaffen, indem er Wechsel als Deckung dafür hinterlege. Im Verhandlungstermin erklärte der Angeklagte, daß er feineswegs damit habe behaupten wollen, daß das städtische Schluß der Versammlung. Rassenwesen nicht ein geordnetes fei, oder daß der Stadtrath Mamroth die Kasse schädige, aber er müsse die Behauptung aufrecht halten, daß das verfügbare Geld aus der städtischen Sparkasse hauptsächlich den Juden zu Gute komme, die es nicht nur zu Spekulationen, sondern auch zu Wucherzwecken benutze. Justizrath Horwit entgegnet, daß die ungeheuerliche BeJufolge starken Schneefalls sind gestern in Süd- und schuldigung des Angeklagten sich leicht auf ein Nichts zurück- Arbeiter mit Frauen Charlottenburgs und Umgegend am Donne ag, Westdeutschland mehrfach Eisenbahnzüge stecken geblieben. führen lassen würden. Die städtische Sparkasse verfüge über einen 18..bruar, Abe ds 8 Uhr, in Cha lott nburg im Lokale Bismandshöhe, Das fehlende Komma. In Mühlhausen( Thüringen) Bismarckstr. 80. Tagesordnung: D.ganisationsfiage. Referent: Kollege Kapital von über 120 Millionen. Dies Geld müsse natürlich W. Schwarze. starb fürzlich ein ehemaliges Mitglied der 1848er National untergebracht werden. Etwa ein Drittel sei in Hypotheken angelegt, Arbeiter mit Franen Schönebergs und Umgegend am Freitag, den Offentliche Versammlung aller im Beleuchtungswesen beschäftigten versammlung, der Stadtrath a. D. Ludewig. Da in den etwa ein Drittel werde zum Wechselverkehr benugt, und der Reit 19. Febuar, Aber 03 8 ust, in Echöneberg, in fale der Schiebaut Nachrufen, welche dem Verstorbenen gewidmet wurden, auch müffe liegen bleiben, um etwa außerordentlichen Forderungen, Scho eberg, Sauptstr. 64 bis 65. Zageso. Daung: Organisationsfrage. Ref.: gesagt war, derselbe habe in jener denkwürdigen Sigung gefehlt, die an die Sparkasse gestellt worden, begegnen zu können. Nuollege W. Schwarze in welcher der Steuerverweigerungs- Beschluß gefaßt wurde, so sei der Gebrauch eingeführt, daß eine bestimmte Anzahl als " eine" in Rirdorf, Ecke Knesebeck- u. Se mannfuaße, Renaurant Beyler. sieht sich der Schwiegersohn des Verstorbenen, Pastor Diethold, aweifellos ficher anerkannte Firmen ihre Wechsel bei der Spar: Gäne willtommen. Neue Zeit", 8 Uhr, Bovenjir. 40. Gäste haben Zutritt. zu einer Erklärung veranlaßt, in welcher er mittheilt, daß tasse diskontirt erhalten können. Der Stadtrath Mamroth selbst Süd- Ost", 8 Uhr bet Tolksdorf, Gorlizerjir. 58. Gäite, durch Mitglieder Ludewig f. 3. für Verweigerung der Steuern gestimmt hat. mache gar keine Geldgeschäfte, es exinire aber ein Bankhaus abends 8½ Uhr, bei Echulz, Gartenſtr. 70. Gäne durch Mitglieder eingeführt verfolgt, nur er nicht. Als Grund davon ergab sich, daß in der Fester Wille" Alle seine Gesinnungsgenossen wurden infolge dessen gerichtlich Mlamroth, dessen Inhaber vielleicht auf einem der bei der Spar- haben Zutritt. Lese- und Distutivflub Maiwuchs", Cha lottenburg. taffe zum Distont gelangten Wed fel gestanden habe. Tas möge Jeden Donnerstag von 8 Uhr abends ab" bet Aug. Ulrich, Leibnitzsir. 78. der Behörde vorgelegten Liste hinter seinem Namen das Komma Tamen und Herren tönnen als Gäste eingeführt werden. Lese- und Disder Angeklagte vielleicht verwechselt haben. futi flub, Gerechtigkeit". Jeden Tonnerstag, Abends 8½ Uhr, im Totale weggelassen war, so daß man den Namen Ludewig als VorZu diesem Punkt wird der Kämmerer Maaß vernommen. von Ferd. Hoffmann, Waldemarfir. 61. Gäſte, Burch Mitglieder eingeführt, namen des Folgenden auffaßte. Als er den Irrthum merkte, Derfelbe fagt aus: Die Sparkasse legt ihre Gelder in Grund bend bei Schröder, Wiesenfir. 39, Sigung. Dieggen". Jeden Donnerstag wollte er ihn sofort berichtigen lassen, schon um in den Augen stücken und Hypotheken an und diskontirt theilweise auch Wechsel. ,, Sozialdemotrat". Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, im totale feiner Wähler nicht gewiffenlos zu erscheinen; von seinen Die Belegung erfolgt in ganz bestimmter im Statut vorgeschriebener chrechstr. 7 bet Schnicke. Gäste w.afommen. Herweg", Abends bereits angeklagten Freunden wurde er aber daran gehindert. Form. Gede Kaffenordre zeichne er selbst mit. Tie Sparkasse 8% ube, Reichen bergerstr. 54, Gate Lausite sir. Gäste willkommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungsverfüge über Bestände von ca. 187 Millionen Mart und geve stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor St. einen Theil davon auf Diskont. Er selbst habe als Chef der urban", Annenstraße 9, bet Prog. Gesangverein unverzagt", städtischen Finanzverwaltung eine Liste aufgestellt, in welcher alle töpenickerstraße 127a, bei Rüner.- Gefangverein, or nblume", Blumendiejenigen Häuser, welche für die Sparkasse treditfähig sind, nach firaße 5, bet Bartel. Gefangverein Gesangverein Frühlingsluft", FlottwellBregelschluß", Annenjir. 16, Kategorien genau verzeichnet sind. Diese Diskonten werden von bet Keßner. Arbeiter- Gesangverein ,, Weiße Rose", Reinickendo f, dem altbewährten Matler Rothstein an der Börse gekauft und Refidenzir. 101, bet Garus. Gesangverein ,, Morgenroth 1", Rummels burg, Berlinerstr. 9, bei Friesecke. Gefangverein Dorfglöcklein", man sei oft sehr froh, daß man überhaupt Diskonten be- Wilmersdorf, Berliner- u. Auguststr.- Ecke bei Echulz.- Gefangverein ,, Echo 2", tomme. Stadtrath Mamroth habe die Befugniß, statutenmäßig Alte Schönhauser str. 42, bei Reimann. Gefan, verein Einigteit"( but Gefangverein 3utunft 1" zu beleihen, wie er will, er habe aber in jedem Falle bei der macher), Pappel- Allee 3-4, bei Strauſe. Stegliz, Kurhaus Friedenau. Sigung des Kuratoriums von den angelegten Geldern Mit- Dorfur. 10, bet Gerth. Gefangverein armonie, Tenpelhof Gesangverein ,, Veilchen blau", Rottbuser Nom, 17. Februar. Die Arbeiter verhalten sich im Ganzen theilung zu machen. Die angekauften Wechsel werden Stück vor Tamm 39, bei Jakob. Sängerchor der Töpfer Berlins, Gipsnr. 3, bei ruhig. In der Kammer fragt Cavaletto die Regierung, warum Stück genau nach der Liste auf ihre Güte geprüft. Ob nun auf Byrtect.- Gefangverein 8utunft 2", Nieder- Schönhausen, Sindeaftr. 25. Nicotera be sie die Arbeiterversammlungen verboten habe. ,, O preußischer Männer Gesangverein", Jüdenstr. 55, bei der Liste bei weitem mehr Juden als Christen stehen, wisse er Frischmann. Landsleute sind w.llkommen. Gefangverein Edelweiß" antwortet die Anirage mit der Erklärung, daß spätestens am nicht, bekanntlich aber sei ja eine größere Zahl der großen Welchiorraße 15, bei Stehmann. Ge fangverein Bora r", Admiral 15. März alle Arbeiter beschäftigt sein werden. Bon 33 000 meist Leistungsfähigen Bankhäuser in jüdischen Händen. Die Liste ftraße 46, bei Weick. fraße 38, bei Lülow.„ Seeger'fer Gefango erein", Blumen der Landbevölkerung angehörigen Tagelöhnern feien 24 000 in werde ihm von Zeit zu Zeit vorgelegt und er berichtige raße 67, bet Springflubbe. Gejangverein Felfenburg", Blumen- ihre Landbezirke heimgeschickt worden, wo sie lohnende Arbeit dieselbe auf Grund der Mittheilungen von Vertrauens traße 21a. Gesangverein Eintracht", Glienicke bet Adlershof, gefunden hätten. Von den übrigen hätten 4000 selbst Arbeit männern. Er daß bei der Haupt fraße, tönne mittheilen, daß Gefangverein Ginigteit 3", Groß- Lichterfelde, Amalien gefunden, 2000 feien in den letzten Tagen angestellt worden, von bei Hann. Gfangverein Hoffnung 3", Brandenburg, tasse und der städtischen Sparkasse zeitweise 174 Millionen Neust. Markt 2, bet Meydmers. Gefangverein Freie Sänger dem Rest werde, wer da wolle, spätestens bis zum 15. März verfügbar waren. Die Firmen haben nicht bestimmten ganueftr. 108, bet Neblin. Gefangverein Butunft 3", Belten, bei Beschäftigung finden. Die Regierung habe alles gethan, W. Grunow. Gesangverein Frete Sänger" jeden Donnerlag, Abends um die Noth zu lindern und den Arbeitern ihr tägliches Brot Kredit, es werde aber streng darauf geachtet, daß nicht allzu viel 9-11 Uhr. Gäne willkommen. Gesangverein reuzberger Har Kredit gegeben wird. Für die Verwaltung sei die Hauptsache, monte", Lindenstr. 106 bet Poppe. Gefangverein Nordstern", zu sichern. Viele suchten jedoch nicht die Arbeit, sondern etwas ob ein oder zwei Firmen aus Litt. A der Liste auf den Wechseln Wüllerstr. 7 bei Reichardt. Gefangverein, Morgengrauen"( Bäcker), ganz anderes. Sie irrten aber, wenn sie glaubten, daß ihre stehe. Ihm sei es deshalb auch gleichgiltig, wenn ein Wechsel 3 bis 5 Uhr Nachmitta s Landsb.rgerfir. 31 bei Wusehold. Männer- Gesang: Anschläge gelingen würden. Die Regierung werde die Ordnung Derein Stedes: Echo", Reichenberger- und Forsterstraßen- Ede bet von Herrn Schulze oder Müller gefauit wird, wenn nur Bleich: Spindler. aufrecht erhalten. In Rom sei die Arbeisnoth beseitigt. G röder oder Warschauer oder die Handelsgesellschaft auch darauf sund der geselligen Zrbeitervereine Berlins und Umgegend. bandle sich nur darum, ob alle arbeiten wollen oder nicht. stehen. Er habe nun das Wechselouch noch einmal durchgesehen Donnerstag: Abends 9 Uhr: Humoristischer Verein, Bautenschwengel" Viele Arbeiter hätten einen Tagelohn von 3/2 Lire zurückund gesunden, daß im Laufe von zwei Jahren bei einem Wechsel-( vor dem alle'schen Thor), bei taporte, Solmsstr. 1.-" Vergnügungsverein gewiesen. Dieses Gesindel verdiene teine Schonung. Cavaletto betrage von 200 Mill. Mart etwa 7 Wechsel sich vorsanden, mo Hilaritas" bet Tempel, Breslauerir. 27.- Bergnügungsverein erklärte sich durch diese Darlegungen des Ministers befriedigt. ein Giro der Bankfirma Rob. Wlamroth( Sohn des Stadtraths M.)" inigtett", bei Linke, Forsterir. 45.bet Jörte, Krautstr. 6. darauf stand, während Aussteller und Akzeptanten Firmen eriter Rom, 17. Februar. Deputirtenkammer. In der Debatte Güte waren. Als ein derartiger Wechsel einmal von dem Makler tub tud wärts", Abends 8% Uhr, im Restaurant Boderte, Ballifaben über die Unruhen an den italienischen Universitäten erklärte der angekauft worden, habe Stadtrath Manroth in übertriebener abends 3 uhr, bet Sinneren Flötenwith"), Beuffelstr. 57. Mitglieder wer Unterrichtsminister Villari, die jährlich wiederkehrenden Tumulte Beinlichkeit auf einen Kuratoriumbeschluß gedrungen, ob er solchen den aufgenommen. Wechsel annehmen könne, Das Kuratorium have einstimmig be- Lube d'scher Turnverein, Männer Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, an den Universitäten feien eine Schande für das Land und schlossen, daß Stadtrath Mamroth folche Wechsel absolut nicht lings: Abtheilung, abends 8-10 Uhr, Blumenir. 63a. Elifabethstr. 67-68, Königstädt. Gymnasium. Turnverein„ O ste n", Lehr durch nichts entschuldbar; er habe erst spät den Weg der Beritner Strenge eingeschlagen, fet aber nunmehr entschlossen, bis ans ablehnen dürfe. Was mit der Welegung der Wechselgelder geurngenossenschaft, 1. Lehrlings- Abtheilung, Abends 8-10% Uhr, Ende zu gehen.( Beifall.) Männer- Enrnverein Der Angeklagte beim Leijing- Gymnafium, Pantur. 9-10. schehen, sei in legalster Weise geschehen. London, 17. Februar. Das„ Reuter'sche Bureau" meldet tont, daß durch die Aussage des Zeugen nach seiner Meinung ibof.( Eigene Turnhalle, Biethenstr. 72 a.) Heute Abend von 8-10 ühe Damen- Abtheilung. aus Yokohama( Japan) von heute: Der Wahlkampf habe auch in alles erwiesen sei, was in der Broschüre stehe, daß nämlich Männer- Gesangverein Crescendo", Abends 9 Uhr, bet Körting, Ogi zu einem Krawall geführt. Die Polizei sei von den Ruhedie durch die Gesammtheit aufgebrachten städtischen Gelder haupt- Gne.fenaujir. 88. Verein" 3td 3a d", Sigung mit Damen 9 Uhr in Kröfches störern angegriffen worden und habe sich zurückziehen muſſen. fächlich den Juden zu Gute kommen. Der Präsident meint da: Gesellschaftshaus, Fichtenr. 29.Sigung mit Damien, Abends 9 Uhr, im Reichs arten, Alexandrinen Bei den bereits gemeldeten Unruhen in Saga seien mehrere Pergegen, daß die Stadt folche großen Geldgeschäfte mit Haustraße Nr. 110, bei Wohllebe. Gäste willkommen. Gesangverein Blaue fonen getödtet und eine beträchtliche Anzahl verwundet worden. tnechten doch nicht machen könne. Schleife", Fantom, Schönholzerstraße Nr. 11 bet stuhnert. Gefang Die Aufregung in Saga dauere noch fort. verein Wandoline", Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig. PfropfenKämmerer Maaß erklärt, daß der Stadtrath Mamroth bei verein" wedding", Abends 8 Uhr bet. Helterhoff, Antonſtr. 6. der Verwaltung des Dalldorfer Irrenhauses garnicht betheiligt gnügungsverein, Blau- Betlchen", Abends Uhr, Fennstr. 5 bei Krüger. sei, sondern nur bei dem Rummelsburger Arbeitshause und dem Aufnahme neuer Mitglieder, Gäite willtommen. stätischen Obdach. Es sei ihm aber doch unerfindlich, wie der aprice", ab. 9 Uhr, Sigung mit Damen im„ Marienbad", Badſtr. 36-36, Caal 1 Tr. Bergnügungsvereutet Ich en", 9% Uhr, Sigung mit Damen Stadtrath Mamroth Gelegenheit haben sollte, durch diese Be- bei Baun, Dranienjir. 183. Nach der S.gung Tanz und Fidelitas. Gäne willziehungen irgend Jemandem Vortheile zuzuwenden. Der An- tommen. Privattheater- Gesellschaft offnung", Abends 8 Uhr, im Slubhaus, Dym, affe 2. Gaite willkommen.- Berein ehemaliger getlagte bittet um die Vernehmung des Zeugen Zimmermann, Schüler der 98. Gemeindeschule. Jeden Donnerдag, Abends 9 Uhr, im welcher beim Arbeitshause in Rummelsburg angestellt gewesen Renau ant G. Haberecht, D., Gr. Frantfurterfir. 80. Gaje, insbesondere ehemal. sei und hierüber Näheres befunden würde. Der Zeuge wußte Schul- Kollegen, berzlich willkommen.- Verein ehemaliger Schüler der 23. Gemeindeschule. Sigung, Abends 9% Uhr, bet Eaeger, Grüner Weg 29. nur mitzutheilen, daß er auf Veranlassung des Stadtraths Ganie w tommen. Verein ehemaliger Schüler der 22. GemeindeMamroth verfekt worden sei, weil er mit seinem Neben= An- faule bet Schöder, Stegligerstr. 18. Gane willkommen.-Verein ehemaliger gestellten in Uneinigkeit gerathen sei. Schüler der 85 Gemeindeschule. Scute Sigung im Restaurant Noll, Hierauf wird die Verhandlung bis Donnerstag Vormittag Bur Kornblume", Andreassuraße 3, Beginn 9 Uhr. Ehemalige Schüler der 85. Gemeindeschule und Gäfte find willkommen. 9 Uhr vertagt. Jungferntrans", Weidenweg 12. Bergnügungsverem ,, Bruder= bund". Jeden Donner.ag, Abends 9 Uhr, Andreasir. 3 bet Noll: Sigung mit tamen. Nachdem Fidelitas. Gefelliger Klub Blau Weilchen Donnerjiag 9 Uhr, Dianienstr. 153, 1 Tr. Gäfte( Herren) willkommen. Geselliger Berein, Freiheit", Donnernag Abend bet Thierbach, Schwedter ftraße 44. Sonntag: Geselliger Abend. Mufit- Bergnügungsverein ,, Deutsche Treue" Abends 9 Uhr bei Küschner, Dalldorferstraße 40.- Bergnitaungs und Privat Theaterverein Glüd auf Abends 8 Uhr bei Bachmann, Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten Schönleinur. 15. Herren und Damen, als Gane, willkommen. Sozialdem. Neichstags- Wahlkreis hielt am Dienstag eine öffentliche Ver- Berein Weißenfee( Gefan sabtheilung). Jeden Donnerstag, Abends 8% ubr, fammlung ab, in welcher Genoffe Subor über die Gewerbe- im totale bet fe fenmüller, Königschauffee. Rauchklub Dezimal: Waag e", Abends 9 Uhr bei Infinger, KrautsB. S. 1890. Im Jahre 1878 unter der stellvertretenden gerichte referirte. Sei auch, führte ungefähr der Redner aus, das ftraße 48. Rauchflub ernipige", Abends 8 Uhr bet A. Böhl, RüdersGesetz und namentlich der Modus der Beisigerwahlen äußerst dorferitr. t. tauchtiub Gollegia", Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Deutlla- Regierung des damaligen Kronprinzen. Rauchflub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel 1854. Der Schwager ist zu feiner Zahlung verpflichtet. mangelhaft, so sollten sich die Arbeiter dennoch an dieser Wahl tion, Staligerfir. 41. Breslauernr. 27. Rauchtlub Arcona", Abends 9 Uhr ReichenbergerS. G. Institute, in welchen Mädchen das Kochen lernen betheiligen, denn die Besetzung der Posten der Arbeiterbeifizer ftraße 71. Arbeiter Rauchtlub Nordpol". Sigung jeden Tonneritag durch Sozialdemokraten werde in sehr vielen Fallen dazu bei Abends 9 Uhr, im Restaurant von Sendte, Gesundbrunnen, Wriezenerftr. 6. fönnen, sind uns unbekannt. Rauchtlub Ohnesorge". G. S., Greifswalderstraße. Kommen Sie während der tragen, daß auch dem Arbeiter ei mal sein Recht wird. Im Mitglieder- Aufnahme. Gäne willfommen. Stadtverordnetenhause seien von den Sozialdemokraten ver- Donnerstag, Abends 9 Uhr, Kohlenufer 2, Rogue's Bierbaus.- Rauchflub Waldesgrün". Jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, Reichenberger Sprechstunden zu uns. Gaßmann. Das kommt auf die näheren Umstände an. schiedene Verbesserungsvorschläge zu dem jezt vorliegeni en Orts- I firaße 113 a bet Stablert. Gäste willkommen. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Versammlungen. A " " " bet Sommer, Stallschreiberstr. 58. Geselliger Verein, Grüne Eiche " Rauchklub ,, Graue Wolte", Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat Staitlub Null ouvert ,, Moabit. Jeden Donnerstag, 47. " Jahn Geselliger Berein ,, Regina". jeden Donnerstag Wer Bergnügungsverein " Tambourverein Urfidele setis- armee. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Noonnements au tung beizufügen. Briefliche Antwort wird nich: ertheilt. Luther Worms: 50 M. erhalten. R. Paarmann. In Reichenbach kandidirt bereits Genosse Hofmann ans Chemniz. G. Seibt. Ist eingetroffen. Wird vielleicht gelegentlich in Verbindung mit Gleichartigem verwandt. " X., Hamburg. Sie fragen, welche sozialdemokratischen Blätter wir mit unserer vorgestrigen Notiz über den Be unruhigungs- Bazillus" meinten. Ja, da müssen Sie den Drus fehler Teufel fragen. Geschrieben hatten wir sog. demokratischer Blätter und gemeint hatten wir speziell einen. durch staatsmännische Wichtigthuerei sich auszeichnenden Korres fpondenten der Frankfurter Zeitung". 1000 F. 2. Das Wort Rendezvous ist natürlich dasselbe, es hat jedoch gerade in der von Ihnen erwähnten Beziehung felbstverständlich verschiedene Bedeutung. r 2. Beilage zum„Vomiirts" Berliuer Volksblatt. Zlr. 41. Donnerstag, de» 18. Frbrnar I8SI. S. Jahrg. KoKal-Liste fnr Krrli«. Die Lokalkominission veröffentlicht die Liste der Wirthe, die ,5�«». Z» Versammlungen nicht hergeben. Etwaige nicht in der Beykott-Liste oder in der in einigen Tagen erscheinenden Liste der freistehenden Lokale nicht aufgeführten Lokalinhaber sind auper -acht zu lassen. Anfrage» in dieser Sache lind zu richten an die Genossen Julius Wernau, Rosenstr. 30. Wilhelm Lock, Friedrichsbergerstr. 11, Otto Zabel, Frankfurter Allee SO. Die Liste ist bis auf Weiteres folgende: I. Wahlkreis. Kroll's Etablissement, Sommerstraße. Zelt No. 1. D r ä se l. Neue Friedrichstr. 35. Brandenburger Haus, Mohrenstr. 47. Gustav Richter, Burgstraße IL.(Hotel König von Portugal.) Restaurant.Alt Berlin", Stralauerstr. 45. Gesellschaftshaus, Niederwallstr. 20. II. Wahlkreis. Friedrich st ädtisches Casino, Mäitens Friedrichstr. 236. Seinrich's Festsäle, Vlücherstr. 61. ch r ö d e r, Steglitzerstr. 18. Anhaltische Ressource, W. Süßer, Möckern- straße 114. � R o t h a ck e r, Bellealliancestr. 5. Philharmonie, Bernburgerstr. III. Wahlkreis. Keller, Köpnickerstr. S6 97. Buggenhagen, am Moritzplatz. IV. Wahlkreis. Heiße, Skalitzerstr. 54. F i e b i g. Gr. Frankfurterstr. 27/28. Steffen, Landsberger Allee 156. Wenzel, Gr. Frankfurterstr. 99(früher Krüger). S ch a in b r e e, Wallner-Theaterstr. 26. Z e ch' s Säle, Alexanderstr. 27C. Königs st adt- Kasino, Holzmarktstr. 72. V. Wahlkreis. Schweizergarten. B r ü h n i n g. Grand-Hotel. Siemund, Linieustr. 9. Neumann, Linienstr. 19. A h r e n s, Weinmeisterstr. 9. L i n d n e r, Rosenthalerstr. 12. tginrich, Ballsalon, Joachimstr. 21. o n h a l l e. Friedrichstr. 112. Fiebig, Kleine Auguflstr. 14. Philipp, Rosenthalerstr. 33. VI. Wahlkreis. P n h l m a n n, Schönhauser Allee. Kalbo, Berliner Prater, Schönhauser Allee. Vorstädtisckes Kasino, Ackerstr. 144. A r t u s h o f, Perlebergerstr. 23. Wilhelmshos, Alt-Moabit. S ch w a r y. Hohenzollern-Saal, Bandelstr. 35. Schulz, Stettinerftr. 57. Ww. Schirm, Badstr. 19. Gottschalk. Badstr. 23. G e r m a n i a- F e st s ä l e(Inhaber Stein). Chauffeestraße. Schröder(„Weddingpark"), Müllersir. 178. Marienbad, Gesundbrunnen. Moabiter Kasino, Wilsnackerstr. 63. C o t h m a n n, Brunnenstr. 34. Biktoria-Ballsalon, Brunnenstr. 145. Gleichzeitig weisen wir noclnnals darauf hin, daß Veröffent- lichnngen über Streitigkeiten mit Wirthen ze, welche die Lokalfrage betreffen, immer nur von der Lotalkommission unterzeichnet wer-. den; alle anderen Veröffentlichungen ersuchen wir unbedingt zu unterlassen, da die Kommission erst alle Streitfragen prüfen muß, »m die Verantwortung übernehmen zu können. Die Lokalkommission. Lokalliste für die Umgegend Berlins. Um den Parteigenossen der Umgegend Berlins eine leichtere Und bessere Agitation für unsere Partei-Jnteressen zu ermög- liehen, halten wir es für angebracht, den Berliner Parteigenossen bei AnsfILgen, Partien zc. folgende Lokalitäten zu empfehlen und 1» ersuchen, daß diese Inhaber unbedingt berücksichtigt werden, damit durch den Druck der Verhältnisse alle noch hartnäckig sich weigernden Wirthe in Zukunft ihre Lokale den Arbeitern zu Versammlungen öffnen. Kreis Teltotv-Beeskow-Charlotte, Iburg. Adlershof: Wiedemann und Manofsk y. Albrecht. Keller. Zu empfehlen: Miserra(Restaurant). Kuhle (Restaurant). Britz: G eb r. W a lter's Rosen- Seeterraffe, Chaussee- straße 63/70. R u d o l s's Restaurant(Ww. Müller), Chaussee- straße 89. Chymerk's Restaurant(Zum alten Gasthof), Ehausseestr. 13. A d a m's Reraurant(Buschkrug). G ü l d n e r's Restaurant, Rudower Chaussee 66. Charlottenburg: Biemarckhöhe, Wilmersdorferstrabe, Ecke Bismarckftraße. Gambrinus-Brauerei, Wallstraße. Bären-Brauerei, Spreestr. 3. Brauerei Spandaner Berg. Rothe, Kantstr. 114. Sriedenau: Spreniberg(Kurhaus). riina»: Rod. Schmidt, Köpenickerstr. 103(Grünauer Voltegarten).„Rathshalle"(G. Hecker), Friedrichstr. 1. Johannisthal-Nieder- Schöuweide: A. Senftleben (Boroussia-Brauerei).„Vorwärts" und„Volksblatt" liegen aus bei folgenden Wirtben:Siebenbaum, Strecker, Thiele, Hinze. � Köpenick: Kein Saal. Klein. Gerisch. Kautsch sind fernerhin nicht als gesperrt zu betrachten. Wir verweisen die Genossen auf den letzten Lokalbericht im„Volksblatt", sowie auf die Lotale in Adlershof und den anderen Nachbarsorten. Mariendorf: Zu empfehlen: Hilgert, Rockel. Stolzenburg, Schramm, Graf. m . Gross. Lichterfelde: G r u n o w'S Restauraut. Nachfolger F. A r n h o l d t. Ferner zu enipfehlen: A. H a m m, Restaur. A. Abraham, Restaur. Otto Zöllner, Zigarren geschäst, «-aukiviyerstraße. m Rowawes: Kein Lokal. Zu empfehlen: H. B a t h e, �nedrichstr. 1. R e i n i ck- l, Wallslraße. Gärtner. Wall- Nieder-Tchönweide: Borussia-Brauerei. Zu empfehlen: �"ebenbaum, Restaurant. m„ . Rixdorf: Bergschloß- Brauerei, Hascnhaide. Vereins- brauerei, Ii gerstraße. M a u e' s Varictv- Theater, Heruiann- straße 18. K u m m e r' s Salon, Berlinerstr. 136. Hoff- ? a n n' s Festsäle, Bergstr. 133. Ni esegt's Salon, Berg- straße I2g. B arta, Deutsches Wirthshaus, Bergstraße ILu. � �»lzenb urg's Kaiser Wilhelmsbad, Canner Chaussee. �-i/rsing's Salon, Knesebeckstr. 77. Würschmidt's �"'»n. Knesebeckstr. 16. Nudow: Kein Lokal. Schmöckwitz: Restaurant„Seglerschlößchen". Restaurant „Zur Palme"(Kurras). Schmargendorf: Wirthshaus Schmargendorf, Paul K ü b I e r, Warnemünderstr. 6. Steglitz: Restaurant„Zur Börse", Schloßstr. 66». Tchöneberg: Schlonbrauerei Schöneberg, Hauptstr. 64—65 Tempelhof: Kein Lokal. Treptow: Z o r n o w' s Restaurant B e n d e r' s Restau- rant. I a c o b' s Restaurant. N i t s ch' s Restaurant. H e n z e, Restaurant zum Karpfenteich. Bade's Volksgarten. H. K ü in p e l, Alter Treptower Weg. Waunsee: Wirthshaus Wannsee(Beelitzhof). Schröder Wilmersdorf: Die Lokalkominission macht die Genoffen von Berlin und Umgegend, welche Wilmersdorf besuchen, darauf aufmerksam, daß folgende Wirthe ihre Säle unentgelllich zu Ver- sammlungen hergeben. M ö l t e r' s Volksparten, Berlinerstr. 40, S ch u l z e' s Restaurant, Berliner« und Augustastraßen- Ecke, Viktor ia-Garten, Wilhelmsaue, P i e t s ch' s Volksgarten. „Volksblatt" und„Vorwärts" liegen bei genannten Wirthen aus; ferner liegt das„Volksblatt" und„Vorwärts" bei G r ä tz, Brandenburgischestr. 106, aus. Zehlendorf: Kein Saal vorhanden. Zu empfehlen: W a r n i k e, Teltowerstr. 23. K ä h t e, Hauptstraße. Haupt, Potsdamerstraße. Kreis Nieder-Barnim. Bernau: Richter, Elysium. Junker, Schützenhaus. Zu empfehlen: Feder. Berlinerstraße,«Zum Kronprinzen". Kluge, Kronenstraße. Tonn, Berlinerstraße. Z e r n i k o w, Tuchmacherstraße. Wagner. Königstraße 146. G. B e e g e r, Königstraße, am Markt. A. G a r tz, Wallslr. 2. Buckow, Weinbergstr. 16. Hering, Mühlenstr. 4. Friedrichsberg: S p i tz i g' s Ballsalon, Franks,"'llee 198. M ü l l e r' s Kronprinz-?»- Garten, Chaussee Nr. 3. W e st- p h a h l' s Schwarzer Adler, Frankjurter Chaussee. Susott's Salon, Franks. Allee 176. Friedrichsfelde: Kein Saal. Zu empfehlen: M o m b e r. Wilhelmstraße. Kainerun, Frankfurter- Chaussee. Müller, Berlinerstraße, Ecke Schloßstraße. Friedrichshagen: Waldhaus(E. Schmidt). Gesellschafts- Haus(F. K e st i n). Restaurant A. Blanke. Eiskeller(R. Richter. Restauraut C.Conrad. Brauerei- Ausschank F. Wolf. Bad Bellevue(F.Wulff). Seeschlößchen(E. Schultze). Fischerhutte( K e in p e r l i n g). Restaurant G. W ö h l e r t. Restaurant Bai, delow. Müggelschlößche»(Zibolsky). Restaurant„Waldkater"(Kautsch). Kaiserhof(W. Schmidt). Wilhelmsbad(Schönknecht und Zimmermann). Fritz Lerche, Am Rundtheil. Bertha Schulze. C.Böttcher. A. R ö st e l. C. P e tz n i ck. E. Wandrey. C. Magdeburg. W. B« r e n st e ck e r. W. K u r f i s. A. R a k o w. D a in i s. E. I o n e s(Ravenstein). Z a o e m e k. Lichtenberg: S ch w a r z' Konzert-Garten. Kirch dach, Prinzen-Allee 9. Liebenthal: Gastivirth Thiele. Hohen- Tchönhansen: R i ch. Schiele's Restaurant. Jaenicke, Restaurant. Zu empfehlen: Kuß, Groß- m a>i„, Sommer. Hohen■ Neuo»»dorf(an der Nordbahn): S ch m o h l' s Restaurant. Malchow: L i n d e ck e. Nieder-Schönhausen:„Elysium"(Großjean), Linden- straße 25. Noch zu empfehlen: H e m p e l» Restaurant, Buch- holzerstraße 8. Oranienburg: Restaurant„Waldhaus". Pankow: W. Borchardt, Schulzestr. 27, an der Nord- bahn. M i l k e, Kaiser Friedrichstr. 70/71. P r o b r o ck, Kreuz- straße 7. B l a ii e r in e l, Mühlen straße(Ecke Florastraße). Frau Schröder, Wollankstr. 122. Stralau. Zu Versammlungen sind folgende Lokale zu haben: Gräfl. Reischach'sche Brauerei. W i l h. G a st e r j u n., Restaurant. Alte Taverne. Rumuielsburg: B o r ch m a» n, Hauptstraße. W e i g e l's Ballsalon, Türrschmidstraße. Walter, Hauptstr. 15. Müller, Neue Prinz Alberlstraße. Rummel,(Weg nach der Köpnicker Haide). Rüdersdorf(Kalkberge): Gasthof„Zur Berghalle." Reinickendorf: B ö l l ch e r' s Seeschlößchen, Markstr. 1/2. Lüdicke, Amendestraße 1. Budewitz, Hausotterstraße 4. Wenzelau, Hausotterstr. 81. Benke, Nordbahnstraße I. C a r o, Residenzilr. 101. G e b e k e r, Provinzstr. 45. T e i ch e r t, Zentral-Schützenhaus, Scharnweberstr. 4. M a r k' s Restaurant zum Feueriverker, Scharnweberstraße. G o r d e's Waldschlößchen, Wald- und Eichhornstraßen-Ecke. Schönholz: Schloß Schönholz. Schöneiche: C. Pedal. Tasdorf(15 Minuten vom Bahnhof Rüdersdorf): Gasthof „Zinn deutsche» Hause." Tegel: S ch u l tz' s Restaurant(früher Lindenberg), Schloß- straße 7—8. Weissensee: W e i ch e r t, Gustav-Adolsstr. 142. H ä h l i n g, Langhansstr. 106. E r h a r d t, Langhansstr. 126. D u s e- dann, Charlottenburgerstraße 150. C l e b s, Charlottenburger- und Rölkestraßen- Ecke. Seng b eil, Königs-Chaussee 49. Dewein's Gesellschaftshaus. Königs-Chaussee. Sternecker's Brauerei. Wilhelmsberg: Restaurant„Wilhelmsberg"(Tri n k a u S) Schölzel's Seescklößchen(früher„Zum Fürsten Wolsgang") an der Landsberger Chaussee. Voigt. Ferner z» r-iWst'-n: Franz, Restaurant. Wolf, Restaurant. Kreis Ober-Barnim. Biesenthal: Restaurant W e r n i g k. Eberswalde: Restaurant„Zur Blühle". Freienwalde: Gasthof„Zum goldenen Anker" Strausberg: Restaurant Fr. Krüger. Kreis Potsdam Osthavelland. Potsdam: Brandenburger Kommunikation 16. Velten: W. Grunow, Wilhelmstr. 19. C. Schröder, Breitestr. 7. Ferner liegt der„Vorwärts" und das„Volksblatt" aus bei Beyer, H. Zemlien, I. Müller, H. K e t t n e r. L. Schulz, L. Arendt, C. Wendland, R. Stümer, W. K e r st e n. Marwitz bei Velten: W. Noelte(Saalinhaber.) Spanda«: Spandauer Bock. Der Vorwärts liegt aus bei Hoppe, Schönwalderstr. 48, R a d k e, Neunerstr. 5. Nauen: Der„Vorwärts" liegt aus bei Ernst Demuth. Die Lokalkommissionen der Uingegend von Berlin werden ersucht, bei etwaigen Neuerungen r-sp. Veränderungen dieser Liste dieses sofort den Unterzeichneten m tzutheilen. I. A.: Die Lokalkommission. J.Wernau. W. Lock. O. Zabeß Ordniiilg muss sein? Unter dieser Spitzmarke schreibt die. „Nat.-Ztg.": Die polizeiliche Anmeldepflicht besteht, und wenn sie auch manchmal etwas unbequem sein mag, ihr geschworener Feind ist nur, wer die Anmeldung zu fürchten hat. Ob man auch ohne sie bestehen könnte, soll hier nicht untersucht werdest. Es giebt Länder, die sich in sehr erfreulicher Entwickelung be- finden, ohne daß dieser Zwang besteht. Indessen, wir haben die Anmeldepflicht und müssen uns mit ihr einrichten. Aber das darf erwartet werden, daß das Recht der Polizei, sich geiviffer- maße» über den Bevölkerungsstatus unterrichtet zu halten, von ihr nicht in einer Weise ausgeübt wird, die geeignet ist, zu verbittern. Es ist an dieser Stelle schon mehrfach� darauf hingewiesen ivorden, wie der an die ihm bewiesene polizeiliche Fürsorge nicht gewöhnte Aus- länder über sie denkt. Daß die Schilderungen, welche darüber in allgemeinen Tarstellungen in die Oesfentlichkeit gelangen, nicht übertrieben find, geht aus einem Falle hervor, Ver uns heute unter Zugrundelegung eines weitschichtigen Aktenmaterials vorgelegt wird. Am 12. Dezember 189» kam Frau Regierungsrath St. aus Wiesbaden, wo sie ihren Wohnsitz hat, nach Berlin, zur Pflege ihrer kranken Schwester. Die Dame war schon oft vorübergehend in Berlin gewesen und dann in ihre Heimath zurückgekehrt. Sie »ahm auch diesmal in dem Pensionat Wohnung und wurde ordnungsmäßig noch an demselben Tage, dem 12. Dezember 1390, polizeilich gemeldet. Der polizeilich gestempelte Anmeldeschein liegt vor. Inzwischen stellte sich heraus, daß bezüglich der Geburtsangaben auf den Meldeschein und den korrespondirenden Vermerken in den Listen des Ein- wohner- Meldeamts(die Dame ist geborene Berlinerin) eine unbedeutende Verschiedenheit herrsche. Der Fehler ist anscheinend im� Einwohner-Meldeamt gemacht. Jedenfalls hielt es die Distriktspolizei(Derfflingerstraße) für nothwendig, zur Aufklärung dieses Fehlers der Dame wiederholt Schutzleute zu schicken, sie auch nach dem Bureau zitiren zu lassen, so daß die Dame sich endlich gezwungen sah, unterm 9. und 13. Januar an das Polizei- Präsidium Beschiverde ivegen dieser Belästigungen zu richten. Indessen verschivindet diese Sache als nebensächlich bald aus den Akten. Eine wichtigere tritt an ihre Stelle. Schon unter dem 7. Januar erhält die Dame ein Strafmandat über 6 M., weil sie sich,„obwohl sie hier zugezogen" ist, sich auf ihrem Polizeirevier noch nicht schriftlich oder persönlich ge- meldet hat. Gegen diese Strafe protestirt die Daine sofort beim Polizeipräsidium, bekommt aber Unrecht und ruft nun richterliche Entscheidung an. In der Sitzung des Schöffengerichts voin 1. Mai wird sie nicht nur frei- gesprochen, sondern die Kosten des Verfahrens auch der Staats- lasse auferlegt. Mittlerweile hatte die Krankheit der Schwester einen schlechlen Verlauf genommen und die Frau Regierungsrath dehnt ihren Aufenthalt in Berlin über drei Monate aus. Sie wird daher für die fernere Dauer in völliger Uebercinstimmung mit den städtischen Steuerbestimmungen mit der Hälfte ihres Einkommens zur Kommunalüeuer herangezogen, eine Maßnahme, die sie in keiner Weise beanstandet. Die Polizei leitet jedoch aus dieser Veranlagung zur halben Steuer, ivelche thatsächlich das Anerkenntniß der Stadt bedeutet, daß die Dame sich hier nur vorübergehend aufhält, den Schluß her, daß sie thatsächlich „zugezogen" ist, besteht von Neuem auf persönlicher Meldung auf den, Polizeibureau und nimmt die Dame abermals in eine Polizeistrase wegen Meldekontravention von 6 Mark. Darüber abermals Anrufung des Gerichts und am 26. Oktober aber- malige Freisprechung der Angeklagten. Der Gerichtshof nimmt als glaubhaft nachgewiesen an, daß die Dame sich nur vorüber- gehend hier aufhält. Die Kosten des Verfahrens werden aber- mals der Staatskasse auferlegt. Die Dame verließ dann Berlin, kehrte nach Wiesbaden zurück, wo ihre Möbel, ihre Wohnung:c. sich befinde», und lieferte damit den denkbar treffendsten Beweis, daß sie sich thatsächlich nur vorübergehend hier aufgehalten. Vor- her hatte sie ain 6. August unter Beifügung des Aktenmaterials sich beim Minister des Innern beschwert und ersucht, das Polizei- Präsidium anzuweisen, sie unbehelligt zu lassen. Am 3. Dezember erhielt sie— auf eine erneute Anfrage— aus dem Ministerium den Bescheid,„daß die Erhebungen zur Zeit noch nicht zum Ab- schluffe gekommen sind." Aber auch bis zum 16. Februar waren sie nickt beendet, wenigstens war eine Antwort nicht eingelaufen. Interessant ist aus einem Briefe des Polizeipräsidiums vom 30. Juli als Antwort auf eine Beschwerde wegen der zweiten Straf- Verfügung der folgende Satz:„Auf die Vorstellung vom 17. v. M. wird Euer Hochwohlgeboren ergebenst erividert, daß Sie trotz des freisprechenden gerichtlichen Erkenntnisses verpflichtet sind, das fragliche Abzugsactest herbeizuschaffen" u. s. w. Es ist dieser den Akten entnommenen Darstellung nichts hinzuzufügen. Der Dame sind etwa 40 Mark Unkosten für ihre Vertheidigung erwachsen, es ist unendlich viel Zeit geopfert worden, es sind zahllose Bogen verschrieben worden, es haben zwei Gerichtsverhandlungen stattgefunden, der Staatskasse sind zweimal Kosten auserlegt worden, es sind eine Anzahl Schutzleute recht beträchtlich mit den Recherchen u. s. w. in Anspruch genommen worden. Und alles Das nur, weil eine Anmeldung verlangt wurde und erzwungen werden sollte, wo sie überhaupt nicht stattzufinden brauchte. Ueber einen kaum glaublichen Borgang auf dem neuen Georgen-Kirchhofe in Weißensee wird gemeldet: Vor einigen Tagen sollte die Frau des in der Wadzeckstr. 9 wohnhaften Gast- wirths Fr. Hoyer aus dem genannten Kirchhofe von der Leichen- balle bestattet iverden. Es hatten sich mit dem Ehegatten und den nächsten Anverwandten der Prediger und noch etwa 30 Leid- tragende, darunter auch eine Anzahl Frauen, auf dem Friedhofe eingesunden. Aus Gefälligkeit für den Gastwirth, der einem der hiesigen Gastwirthevereine als Mitglied angehört, hatten sechs Bekannte das Amt der Leichenträger übernominen. Nachdem der Prediger Bitthorn von der St. Markuskirche den Kirchhof be- treten hatte, begaben sich diese Herren nach dein unter der Leichen- Halle befindlichen Raum, um den Sarg nach der Halle hinauf- zutragen. Kaum hatten sie den Sarg jedoch aus dem Keller herausgebracht, als ihnen plötzlich der Kirchhofsinspektor ein ge- bieterisches Halt zurief und bei dieser Gelegenheit ein in einem Kouvert steckendes Schreiben emporhielt. Anfänglich glaubte man, daß eine polizeiliche Sistirung der Bestattung vorläge Man wurde aber sehr bald eines Andern belehrt, als der Kirch- Hofsinspektor mit lauter Stimme dem Ehemann der Verstorbenen aus dem Briefe die Verfügung der St. Georgen-Gemeinde be- kannt gab, daß die Leiche nicht eher begraben werden dürfe, be- vor eine nachträglich noch entstandene Gebühr von 11 Mark entrichtet worden wäre. Der trauernde Gatte zog hierauf die Quittung über die von ihm gezahlten Gebühren aus der Tasche und suchte dem Kirchhofsinspektor begreiflich zu niachen, daß er für das Leichenbegängniß dritter Klasse sänuntliche Gebühren bezahlt habe. Der Beamte eröffnete ihn, aber, daß die Leiche mit einem Leichen- wagen zweiter Klasse nach dem Friedhofe hinausgefahren wor- den sei. Es liegt hier— beiläufig bemerkt— in der That ein Bequemlichkeitsakt vor, wie er bei den hiesigen Leichen-Fuhr» Unternehmern in der Form üblich ist, daß sie, wenn ein Leichen- fei von tief einschneidender Bedeutung für die freien Hilfskaffen. erläuterte und auf weitere Punkte des Vortrag einging, ebenso wagen zu einem Begräbniß zweiter Klajfe gerade in der Nähe Redner erörterte nunmehr in eingehender Weise die bekannten die wie Jahn, welcher u. A. die Unmöglich feit nachwies, den Fortder Wohnung eines Verstorbenen sich befindet, der dritter Klasse freien Hilfskaffen schädigenden Bestimmungen der Novelle zum schritt des Sozialismus aufzuhalten. Von Pötzsch war folgender beerdigt werden soll, den Wagen trotzdem dazu verwenden, um Krankenkassen- Gesetze. Das Meldewesen sei zwar bis jetzt glück- Antrag eingelaufen:„ Die heutige Versammlung für den dritten Zeit zu ersparen. Dies war auch hier geschehen, und zwar, wie lich ausgemerzt, doch wäre nicht ausgeschlossen, daß diese Be- Berliner Reichstags- Wahlkreis beschließt, im Kreise der Genoch ausdrücklich hervorgehoben werden soll, ohne die Zustimmung doch noch in das Gesetz hineinbugsirt werde. In noffen dahin zu wirken, daß dieselben in Anbes ftimmung des Gatten der Verstorbenen, dem vielmehr von dieser diesem Falle sei es um die freien Hilfskaffen geschehen. Die Getracht der schweren Strafen, welche auf MajestätsVerwendung des Wagens zweiter Klasse gar keine Mittheilung währung von freiem Arzt und freier Medizin entspreche auch beleidigungen regelmäßig verhängt werden, es gemacht worden war. Er erklärte sich aber um des lieben nicht den Wünschen der Arbeiter und wirke gleichfalls ungemein möglichst unterlassen, die regierenden Landes. Friedens willen doch bereit, die 11 Mart zu zahlen, bat aber schädigend für die freien Hilfskassen, insbesondere zentralisirten für st en mit in die Debatte zu ziehen. Diefelbe darum, ihm die quittirte Rechnung nach seinem Geschäfts- Hilfskaffen. Es würde eine Ungleichheit in den Krankenkosten Vorsicht sollte obwalten in Bezug auf die lokal, resp. nach seiner Wohnung hinsenden zu wollen, da er eintreten, die unbedingt mit der Zeit die Krankenkassen zerstören Religion." Dieser Antrag zeitigte eine längere Debatte, nach nicht soviel Geld augenblicklich bei sich habe. Der Kirchhofs- dürften. In manchen Bezirken bestehe eine völlige Sesjagd gegen Schluß deren die Versammlung sich mit demselben einverstanden inspektor erklärte aber, daß ihm dies nicht genüge. Der Ehemann Mitglieder von freien Hilfskaffen. So würden die Werstarbeiter erklärte. Lebhafte Klage führte der Vorsitzende Schweißer möge sich das Fehlende bei den Leidtragenden zusammenborgen!! in Kiel gezwungen, Mitglied der Werftarbeiter- Kaffe zu werden über die mangelhafte Betheiligung an der Flugblatt- Bertheilung Als auf diese Aufforderung bin ein sehr deutlich wahrnehmbares und aus der eventuellen freien Hilfstasse auszuscheiden bei im 19. und 21. Kommunalwahl- Bezirk Sonntag, den 14. Februar, Gemurmel des Unwillens unter den Leidtragenden hörbar wurde, Androhung der Arbeitsentlassung. Eine gleiche Verfolgung infolge dessen es zu einigen Auseinandersegungen fam. Die trat Prediger Bittborn vor und erklärte sich bereit, für die zu hätten die Mitglieder der zentralisirten Metallarbeiter- Kaffe jenigen, welche noch Billets vom letzten Stiftungsfeste in Händen zahlenden 11 M. Garantie übernehmen zu wollen. Leider aber in Neunkirchen unter Leitung des Königs Stumm" feitens haben, werden aufgefordert, schleunigst abzurechnen, damit die habe auch er nicht so viel Geld bei sich; er bitte aber den Be- der dortigen Fabrikanten zu erdulden." Die Arbeiter hätten das Generalabrechnung vorgenommen werden kann. Zur Mittheilung trag bei ihn einziehen zu wollen. Aber auch hierauf wollte der berechtigtite Interesse, ihre freien Kassen aufrecht zu erhalten, so gelangte noch, daß der Bigarrenarbeiter Schuster unter VorKirchhofsinspektor sich nicht einlassen, bestand vielmehr auf so- lange die Regierung sich nicht verpflichtet fühle, die Zwangskaffen spiegelung falscher Thatsachen in Versammlungen mit Zigarren fortige Bezahlung der Gebühren, widrigenfalls er die Be- ebenso leistungspflichtig zu machen, wie die freien Kassen es sind. haufiren gehe. erdigung untersagen würde. Jetzt trat der Gastwirth Reinhold Ferner sei zu beachten, daß ca. 90 pet. der Unfälle den KrankenStard, Waldemarstr. 19, vor und erbot sich, die 11 Mt. unter Vorbehalt tassen aufgebürdet würden. Die Bestimmung, daß die Kranken- VI. Wahlkreis. In einer Versammlung des sozialdemos zu zahlen, was denn auch geschah. Als der Kirchhofsinspekor dem Herrn tassen- Vorstände beim Vorkommen von versicherungspflichtigen kratischen Wahlvereins hielt am 16. Februar in Schneider's Starck die auf den Namen Hoyer bereit gehaltene Quittung über Uniällen dem Vorstande der zuständigen Berufsgenossenschaft Salon, Belforterstraße, Genosse Wa ch einen beifällig auf11 M. überreichen wollte, warf dieser die Quittung dem Inspektor nöthigenfalls innerhalb sechs Wochen Meldung zu machen haben, genommenen Vortrag über„ Materialistische Geschichtsauffassung", vor die Füße mit dem Bemerken, daß nicht Hoyer, sondern er, würde dazu führen, die freien Kaffen zu Prügeljungen zu machen. an welchen sich eine kurze Diskussion schloß. Unter„ Verschiedenem" Starck, die Summe gezahlt, um diesem skandalösen Vorgang ein Kurz, die Novelle zum Krankenkassen- Geseze biete lediglich eine fritifirte Genoffe Bien st die Seitens des Inhabers eines großen Ende zu machen, daß er sich aber vorbehalte, diese Summe von Reihe von Nachtheilen für die freien Hilfskaffen. Im Reichs- 3ementgeschäfts( Bellealliancestraße) vorgenommenen Lohnabzüge. der Gemeindeverwaltung St. Georgen gerichtlich wieder einzutage bestehe das unbegründete Vorurtheil, daß Alles von sozial- Die Anregung eines anderen Genossen, ob nicht verhindert wer flagen. Jezt erst wurde die Leiche nach der Halle getragen. Der demokratischer Seite Gefchaffene oder Befürwortete auf den Um den könne, daß, wie es vielfach der Fall sei, in den Dank bedauerliche Vorfall sollte aber damit noch nicht sein Ende erreicht sturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung gerichtet fagungs- Annonzen Hinterbliebener gestorbener Genossen besonders haben. Als der Sarg mit der Leiche in die Gruft gesenkt wurde, fei. Das sei bei den Hilfskassen in feiner Weise der Fall. Diese des Trostes eines Geistlichen Erwähnung geschehe, wurde vom versuchten die freiwilligen Träger, da sie nicht die erforderliche Uebung wären nur erforderlich innerhalb der kapitalistischen Produktions- Genossen Ad. Scholz dahin beantwortet, daß nach dem Parteibesaßen, durch leise zurufe ein gleichmäßiges Nachlaffen der Tücher weise. Mit dieser würden auch die Krankenkassen in Wegfall programm, in dem Religion als Privatsache anerkannt sei, keine herbeizuführen. Der Kirchhofsinspektor erblickte hierin eine Störung kommen. Jetzt aber hätten die Arbeiter das größte Interesse, diesbezügliche Verpflichtung den inserirenden Frauen, Verwandten und verbat sich diese Bemerkungen. Dies erbitterte aber einen der Leid- dagegen zu protestiren, daß ihre mit großen Opfern und Mühen 2c. von verstorbenen Genossen auferlegt werden könne. Genoffe tragenden derart, daß er den Kirchhofsinspektor mit lauter Stimme geschaffenen Krankenkassen Organisationen vernichtet werden zu Adler gab dem Wunsche Ausdruck, daß sich die Lokalkommission darauf aufmerksam machte, daß er der Inspector gerade den Gunsten von Kassen, die nicht das leisten, was die freien Hilfs- etwas näher mit einem Gastwirth befassen möge, bei dem die größten Skandal auf dem Kirchhofe verursacht und keine Ver- tassen leisten.( Großer Beifall.). Interessenten der Genossenschafts- Bäckerei ihre Versammlung abaulassung habe, sich über eine derartige fleine durch die Verhältnisse hervorgerufene Störung zu beklagen. Nach einer lebhaften Diskussion, in welcher die Anführungen hielten und der sich den Sozialdemokraten gegenüber unpassend be Nachdem nun des Referenten von den einzelnen Rednern noch ergänzt und nommen habe. Zum Schluß apellirte der Vorsitzende A. Scholz an die endlich die Gruft zugeschüttet worden, erklärte der Friedhofs- erweitert und die Scherereien, welche den Mitgliedern freier Hilfs- Anwesenden, dafür Sorge zu tragen, daß das am Sonnabend inspektor Den Leidtragenden, daß die gekennzeichneten fassen erwachsen, des Näheren beleuchtet sowie die Vortheile der stattfindende Stiftungsfest des Wahlvereins fich zu einer recht Unregelmäßigkeiten bei den Leichenfuhrunternehmern überhand freien Hilfskaffen vor den Zwangskassen vor Augen geführt großartigen Demonstration gestalte; fomme es doch nicht blos genommen hatten, und daß die bei der Ueberiührung der Leiche wurden, und wobei ferner auch die Bedeutung der freien Aerzte- darauf an, den Erinnerungstag für die vor zwei Jahren erfolgte der Frau Hoyer wieder wahrgenommene Verwendung eines wahl von berufener Seite veranschaulicht und der Wnsch aus- Gründung des Vereins zu feiern, sondern auch darauf, daß man Leichenwagens zweiter statt eines solchen dritter Klasse ihn ver- gedrückt wurde, daß die Vertreter der Sozialdemokratie im feiner Genugthuung über den an demselben Tage vor zwei anlaßt hare, feiner Kirchengemeinde hiervon Anzeige zu machen. Reichstage bei der dritten Lesung der Novelle zum Krankenkassen- Jahren errungenen großen sozialdemokratischen Wahlsieg AusLettere habe ihn hierauf angewiesen, ein Beispiel zu statuiren, Gefege Alles im Interesse der freien Hilfstassen thun möchten, druck verleihe und das Angedenken der im Jahre 1887 im damit die Ungehörigkeiten beim Transport der Leichen endlich beschloß die Versammlung, nach einem Schlußworte des Referenten, sechsten Wahlkreis bei Ausübung ihrer Pflicht ums Leben geaufhören, und da habe er seiner Jnstruktion gemäß nicht anders einstimmig folgende Resolution: fommenen drei Genossen ehre. Mit einem Hoch auf die Sozialhandeln tönnen, als wie er gehandelt habe. Ten Kommentar zu der so wundersam humanen" Angelegenheit, über welche demokratie gingen die Versammelten auseinander. beim Konsistorium Beschwerde geführt worden ist, sich zu bilden, überlassen wir unseren Lesern. = 91 burger Staatsanwaltschaft. 3000 Personen besuchte Versammlung erkennt an, daß im heutigen Die heute am 14. Februar im Feenpalast tagende, von gegen beitehenden Krankenkaffen- Befet mancherlei Mängel enthalten sind, genossen hielt am 12. Februar eine Versammlung für den SüdDer Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufs welche dringend der Abhilfe bedürfen. Diese Mängel werden Westen ab, in welcher Genosse Bruhns über die Malthus'sche Tie ,, Roßfleisch Diner8" werden modern. Jetzt ist der aber nicht durch die, dem Reichstage vorliegende Novelle zum Theorie bezüglich der sogenannten„ Uebervölkerung" referirte. Krankenkassen- Gesetze beseitigt. Dagegen enthält die Novelle Appetit auf Perdefleisch auch schon bei den sogenannten„ vor- viele Beſtimmungen, welche geeignet sind, die freien Hi Ifstaſſen Terfelbe legte in einem einstündigen Vortrage die Widersinnigkeit nehmen" Leuten erwacht. Laut einem Inserat in der Kreuz- aufs Schwerite zu schädigen, durch dieselbe wird manche Orga Hilfskaffen der Malthus'schen Lehre klar und betonte, daß nicht die Ueberz Regiment, Herr v. Krosigt, zu einem am 27. d. M. im„ Kaiserhof" gewirkt hat. Die Versammluna beschließt nach dem Vortrage Reicher Beifall lohnte den Redner für seine Ausführungen. In Zeitung" ladet der Lieutenant und Adjutant im Garde- Kürassier- nisation vernichtet, welche bisher fegensreich für die Arbeiter völkerung, sondern der Kapitalismus die alleinige Ursache des grausamen Elends sei, welchem der Proletarier ausgesetzt ist. ftaufindenden Roßleber Diner" ein und fordert Alle, die daran des Reichstags: Abgeordneten Molkenbuhr, den Reichstag zu er theilnehin en wollen, auf, sich bei ihm zu melden. So hat es den Anschein, als ob der Hottehüh- Braten" auf Beseke abzuhelfen, sowie die verschiedenen Bestimmungen in der aus, worauf folgende Resolutionen einstimmig angenommen suchen, vorbezeichneten Mängeln im bestehenden Krankenkassen- der Diskussion sprach sich Kollege Ute 3 im Sinne des Referenten den Tafeln der Reichen bald nicht mehr fehlen wird. Recht so! Novelle zum Krankenfaffen- Gesetze, wie die so schwer schädigende wurden: Freilich hat die Sage einen ziemlichen Saten: Es ist ein großer Anmeldepflicht und die Einführung der Gewährung von freiem 1. Die bertige Bersammlung spricht ihre Theilnahme für Unterschied, Pferdefleisch nur aus Liebhaberet oder sonst einem Arzt und freien Medikamenten an die Kassenmitglieder, nicht zur den Genossen Peus aus und mißbilligt das Vorgehen der Magde durchaus nicht zwingenden Grunde zu essen, oder aber Hottehüb Annahme zu bringen." essen zu müssen, weil es bei dem knappen Verdienste nicht möglich Der dritte Punkt der Tagesordnung betraf die Ver- 2. Die heutige Versammlung des Verbandes der Geschäfts ist, anderes Fleisch kaufen zu können. Es steht zijjernmäßig fest, tretung der freien Hilfstassen bei der Alters- Diener, Packer und Berufsgenossen erklärt sich mit den Ausfühdaß der Verbrauch von Pferdefleisch in Berlin erheblich zugenommen und Invalidenversicherung. Hierzu war eine Gin- rungen des Referenten, Genossen Bruhns, einverstanden und hat und daß die Hoßfleisch- Speisehallen täglich größeren Umfaz ladung an die Mitglieder des Ausschusses und des Schieds- bezeichnet es als Phrase, wenn die herrschenden Klassen behaupten, sich natürlich gerichts ergangen. Als erster Redner nahm der stellvertretende daß die heutige Uebervölkerung" Schuld am Elend des Arbeiters fajt lediglich aus Urbeitern, die Kalb- oder Rindfleisch der hohen Vorsitzende des Ausschusses, Herr Martin, das Wort, welcher ei. Die Versammelten versprechen daher, mit aller Energie die Preise wegen nicht zu erschwingen im Stande sind. Lie über die Thätigkeit des Ausschusses Mittheilungen machte. Da- Kollegenschaft dahin aufklären zu wollen, daß nur die heutige essen auch das Pierdefleisch nicht der Abwechslung halber", nach hat die bisherige Einigkeit der Vertreter im Ausschusse Schuld ist und dieses Elend nur durch Umwandlung der privats tapitalistische Produktionsweise am Massenelend der Menschheit fondern einfach aus dem zwingenden Grunde, weil sie ihren Schiffbruch gelitten in der Frage des Ankaufs eines Verwaltungs- tapitalistischen Produktionsweise in eine sozialistische aufgehoben Magen füllen müssen. Es kommt häufig genug vor, daß eine Portion Pferdefleisch überhaupt das einzige Fleisch uit, was die grundstückes, für welchen Zweck andere Grundstücke weit billiger zu haben waren. Troßdem stimmten zwei Vertreter der freien Woche über auf den Tisch des Arbeiters fommt. An und für Silfskaffen, die Herren Seefluth und Tappert, für den fich liegen Bedenken gegen den Pferdefleisch- Genuß nicht vor. nkauf des vorgedachten Grundstückes. Der Vorsitzende, Herr Derfelte wird aber dadurch etwas getrübt, daß jast ausschließlich Beh. Kommerzienrath Röfice, erklärte, daß laut Gefeß seine alte fraftlofe abgetriebene Gaule geschlachtet werden oder Thiere, Stimme die ausschlaggebende sei und so wurde der Ankauf bewelche verunglückt sind. Laß das Fleisch der ersieren Gattung schlossen. Auf eine Beschwerde bat Herr Stadtrath Eberty weder kräftig noch gut sein kann, liegt auf der Hand und auch diesen Beschluß sauktionirt. Die Besch verde soll weiter durch das der letzteren ist oft minderwerthig, weil das Thier vor seinem alle Instanzen durchgeführt werden und gab Redner die VerTode stundenlang in heftigen Schmerzen hat zubringen müssen.icherung ab, daß die Ausschußmitglieder Alles daran segen werWenn also die vornehme" Welt sich jezt auch auf Pferdefleisch- den, die Interessen der Arbeiter zu wahren. Diners legen will, so tann's uns recht sein, wir wünschen nur, daß die feinen Herren sich nicht den Magen verderben an dem Fleisch, das man bisher voller Bartgefühl für die Proletarier reservirt hatte. Die Pferdefleisch Eijer rekrutiren 0 Versammlungen. Ueber die zufammenießung und Funktioni. rung des Schiedsgerichts machte sodann Herr och alemski eingehende Mittheilungen. Daß io wenig Ents icheidungen zu Gunsten der Arbeiter aussielen, läge an den bestehenden Gefeßen. werden kann." und erhoben sich die Versammelten zum Zeichen ihrer Theilnahme Erstere Resolution wurde vom Genossen Bendix motivirt für die verstorbene Frau des Genossen Peus von ihren Plätzen. Benoje Pinger frug an, ob es nicht möglich wäre, für den Westen eine Filiale zu errichten resp. Versammlungen dort abund eine Versammlung im Weiten für die nächste Zeit in Aus zuhalten. Diesem Wunsche wurde vom Vorstande entsprochen ficht gestellt. Die Zahlstelle für Südwest hat Kollege Wiatori, Königgräteritr. 83, übernommen. Daselbst werden den ganzen Tag Beiträge entgegengenommen. Vermischtes. Ueber das Verhalten der Mitglieder freier Silfstassen bei Unfällen hielt, nachdem über den Antrag, zu Gunsten der jüngst verhafteten Re- Im eine prinzipiell wichtige Frage, nämlich: ob ein volutionäre nach Schluß der Versammlung die Divisionstommandeur in jedem Falle berechtigt ist, im Tellersammlung fortzufeßen", die Versammlung zur Namen etwa beleidigter Mannschaften Straf Tagesordnung übergegangen war, Herr Dietrich einen injiruf- antrag zu stellen, handelte es sich in einem Preßprozeß, tiven Vortrag. Derfelbe beantragte folgende Resolution: der dieser Tage vor der Straffanimer in Erfurt zur Verhandlung Die beute im Feenpalait tagende, von ca. 3000 Perfonen fam. Unter Anklage stand der Redakteur des freisinnigen„ Gr besuchte Volksversammlung befchließt, dabin zu wirken, das bei furter Tageblatts", der einen Artikel nachgedruckt hatte, in der in Aussicht gestellten Novelie zum Unfallversicherung Gefeße welchem unittliche Vorkommnisse in einer Berliner Kaserne dem§ 42 des Unfallversicherungs- Gesetzes folgende Fassung ge- besprochen wurden. Das Verfahren war auf Antrag geben werde:„ Die Wahl erfolgt tur die Vorstände der Orts, des Divisionskommandeurs eingeleitet worden. Der Ver Betriebs- resp. Fabrits, Innungs- und freien Hilfs theidiger, Herr Rechtsanwalt Zander, tassen, sowie derjenigen Knoppschaftsfajsen u. f. w." In der öffentlichen Volksversammlung, welche am 14. b. Mts. im geenpalast abgehalten nurte, sprach zunächst Reichstags Abgeordneter Molfenbuhr er die Novelle zum Krankenkassen- Gesez. Ohne auf eine Kritik dar über einzugehen, ob das Krankenkassen Gefeß als solches den berechtigten Bestrebungen der Arbeiter" genüge, zeigte der Vor tragende, daß die Krankenversicherung als solche nichts Neues war, indem vor Erlaß dieses Gefeyes schon eine freiwillige Krankenversicherung der Arbeiter, insbesondere in freien Hilfe tassen, bestand und von dieser Möglichkeit in vielen Fällen Ge Nach einer den vorigen Punkt mit umfaffen den Diskussion brauch gemacht worden ist. Das Krankenkassen Gesetz als gelangte der Antrag einnimmig zur Annahme. Das Versammlungs folches genüge, wie Referent weiter ausführte, nicht den Aureau wurde beau tragt, weitere Protestversammlungen gegen die forderungen an ein solches, indem es einerseits die freien Hilfs Novelle zum Krankenkassen- Gesetze einzuberusen. taffen beeinträchtige und andererseits dem Krankenkassen- Zwange nicht alle Arbeiterkategorien unterwerie. Außerdem habe das Krankenkassen Gesez noch mancherlei Mängel, von ienen der Vortragende einzelne im Besonderen beleuchtete, so die ungenügende Zeitdauer der Krantenunterstützung( etwa 86 pet. der Zwangskaffen zahlen nur bis zu 13 Wochen und etwa 14 pCt. über 13 2Bochen hinaus bis zu 26 Wochen Krankenunterstüßung), ferner das Verhältniß der Krantentassen zur Unfallversicherung, die Bestimmung, daß die Krantenunterstügung den eventuellen Arbeitslohn nicht übersteigen darf, obgleich in Krankheitsfällen mehr Mittel benöthigt werden, als unter normalen Zuständen zc. Erklärlich sei es, daß unter diesen Umständen die Arbeiterschaft von den Wohlthaten" der Krankenversicherung nicht besonders erbaut ist. Die einzige obl that bestehe darin, daß die Arbeitgeber zu den Krankenkassenbeiträgen einen Theil zuzusteuern haben, eine Beitragspflicht, die vieljach indirekt auf die Arbeiter abgewälzt werde. Diese Mängel würten seit Jahren empfunden und man sei endlich daran gegangen, das Krankenkassen- Gesetz zu verbessern", aber nicht nach Der Richtung hin, daß das Krankengeld und die Unterstützung zeit erhöht und der Versicherungszwang auf alle Arbeiterkategorien ausgedehnt wurde zc., fondern man schien nur einen Mißstand darin zu erblicken, daß neben den Zwangskassen noch freie Hilfskaffen be tehrn. Die dem Reichstage vorgelegte Novelle zum Krankenkassen gefeße bringe diesen Gedankengang zum deutlichen Ausdruck und " hatte den Erfolg, daß die Anklage des Divisionsfommandeurs abgelehnt wurde, weil es sich um Dinge handelte, welche außerhalb der Berufsth tigkeit der Soldaten lagen, und der Divisions fommandeur fomit nicht berechtigt war, den Strafantrag zu stellen. Der Gerichtshof erkannte schließlich auf Einstellung des Verfahrens. Uebrigens ist das Berliner Blatt, aus den der Artikel stammte, schon früher freigesprochen worden. die Berbeerungen eingegangen, welche der lette Sturm an Von der schwedischen Küste find betrübende Berichte über eriytet hat. Bei Jomfruland santen zwei Fischerboote, sämmt liche Infaffen derselben ertranfen; viele andere Fischerboote reiteten sich nur mit großer Mühe. Bei Langesund wurde Sturm Fija, erboot vom weit in See getrieben; waren ter Auffindung desselben zwei Fischer ers während froren, ein Dritter noch schwache ein bei Lebens Der sozialdemokratische Wahlverein für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis nabm in seiner am 16. d. M. attgehabten Bersammlung einen Vortrag des Reichsteg- bgeordneten Bruhns über das Thema:„ Kultur und Sozialismus" entgegen. Der Vortragende hatte sich die Aufgabe gestellt, an einigen Beispielen flarzulegen, daß die jenigen, welche K. Itur und Sozialismus in Gegensatz zu ein ander bringen, vollständig im Anred te sind. Er zeigte, daß der Goialismus der wirkliche Träger der Kultur ist und widerlegte die Fabel von der Untergrabung der Ebe und Familie, das Märchen von der freien Liebe", dem Kinderaube" 2c., sowie die Ein- zeichen bemerken ließ. In Lillesand mußte das deutsche wände, daß der Sozialismus das Wohlleben des Einzelnen be: Sturme schier gelitten gutte. Von der aus lebenden Aalen be Schiff„ Marie" aus Stettin anlaufen, weil es vom eitigen wolle und dadurch die Kultur zurückdrängen werde; daß teine Kultur ohne Dienstbo ten" möglich sein soll; daß der Go- fehenden, nach London bestimmten Ladung ist die Hälfte im zialismus Gegner der schönen Künste wäre, der persönlichen Frei- erthe von 10 000 M. abgestorben. heit des Einzelnen den Garaus machen und den Thätig- Zur Warnung. In Lauterburg a. H. hatte eine Frau die teitsorang der Menschen abstumpfen werde und was der Wärm.asche in den beisen Dien gestellt und dabei den Verschluß gleichen falfche Behauptungen mehr sind. Der Vortragende erntete nicht gelöst. In dem Augenblicke, als sie die Wärmflasche herausfür seine hoc, interessanten Earlegungen stürmischen Beifall. In nehmen will, wird die Verschlußk piel von den entwickelten der Dist fſion beleuchtete ösch die Kulturfeindlichkeit des Dämpfen gesprengt und das siedente Wasser verbrüht der Frau heutigen Systems und verhieß dem Sozialismus den endlichen Sieg, Gesicht und Hände. während Apelt das Thema ter persönlichen Dienstleistungen ventilirte, Gent die sozialistische Zwangserziehung" der Kinder Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.