Nr. 174. Abonnements- Bedingungen: M Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mir tiluftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Proletarier, Parteigenossen! tarif! Sonntag, den 28. Juli 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Machtfaktoren verschoben sind, hat doch bisher noch immer Selbst das hochschutzöllnerische Frankreich, das 1892 das Junkertum schließlich seine Ansprüche durchgesetzt, auch in einen allgemein als überspannt geltenden Generaltarif einallerlegter Zeit das zeigt der Sturz Caprivis, die wunder- geführt hat, der es wiederholt in schädigende Zollkriege bermag also mit Deutschland nicht in Unterschreibt die Petitionen gegen den Wucher- schöne Historie vom Kampf um den Mittelkanal und jetzt verwickelte, wieder der veröffentlichte Zolltarif- Entwurf. Im wesentlichen der Belastung der Nahrungsmittel zu rivalisieren. gebietet doch noch immer das Junkertum über die amtlichen Der veröffentlichte Zolltarif- Entwurf ist nichts als ein Machtmittel des preußischen Staats, und es versteht diese Attentat auf die Lebenshaltung der deutschen Arbeiterschaft: Mittel trefflich zu benüßen, rücksichts- und skrupellos, ohne ein Attentat, das alle jene mühsam erkämpften Verbesserungen Sentimentalität und Prüderie, im Gegensatz zu jenem libe- zu vernichten droht, die sie sich in den legten Jahrzehnten ralen Hausphilistertum, das eben jetzt wieder seine völlige errungen hat. politische Unzurechnungsfähigkeit durch die Wahlenthaltung in Memel beweist. Verbreitet ungesäumt Flugblätter! Nieder mit dem Wuchertarif! = Der Triumph der Junker. " 1 Der zollpolitische Nachezug. Das Ereignis des Tages ist die Veröffentlichung des Allerdings nicht ganz allein dem Druck des ostelbischen Bolltarif Entwurfs; doch beschränken sich fast alle Blätter Grundadels ist der neue Zolltarif zu danken. Wie schon die Die Berliner Morgenblätter hatten durchweg zur Grundlage darauf, den von uns in der ersten Beilage der gestigen Nummer einfache Thatsache beweist, daß eine Reihe Zölle beträchtlich ihrer Betrachtungen über den Zolltarif den sehr tendenziös abgedruckten„ Entwurf eines Zolltarifgesetzes" zu veröffent- erhöht sind, die nur als Finanzzälle in Betracht kommen, wie zurecht gemachten Auszug der„ Norddeutschen Allgemeinen lichen und ihm den von der Norddeutschen Allgem. 3tg." ge- 3. B. die Erhöhung des Bierzolles von 4 auf 6 M., des Beitung" benutzt, der fast nur die bereits bekannten Agrarzölle entzurecht gemachten Auszug der„ Norddeutschen Allgenteinen brachten, manche wichtige Aenderungen unberücksichtigt laffenden Petroleumzolls von 6 auf 10 Mart, fprechen gewichtige hielt. Die Blätter haben deshalb die enormen Erhöhungen anderer Auszug aus dem Zolltarif, vielfach noch verkürzt, folgen zu fiskalische Gründe mit. Die stetig steigenden An- Agrarzölle nicht berücksichtigt, die wir auf Grund des Studiums des lassen. Ein näheres Eingehen auf die einzelnen Aenderungen forderungen des Militarismus, das China Abenteuer, vollständigen Entwurfs gestern mitteilten: Auf Mehl, frisches und wird kaum versucht, und das ist in Anbetracht der Aus- die Flotten- Romantik, sie haben sie haben die Reichsfinanzen getrocknetes Obst, trodenes Gemüse, geschlachtetes Federvieh, Hülsendehnung des vom Reichs- Anzeiger" als„ besondere Beilage" zerrüttet, und um die Löcher im Reichs- Finanzbeutel aus. früchte, Hopfen,( geradezu ein Kampfzoll gegen Oestreich), Wein, Branntgebrachten Entwurfs leicht begreiflich. Der Entwurf flicken zu können und neue Mittel für die in Aussicht wein, Graupen, Gries, Petroleum. Heute holt die Norddeutsche umfaßt nicht weniger als 167 Seiten mit 946 Positionen, und stehende Flottenvermehrung zu erlangen, muß Geld geschafft Allg. 3tg." übrigens das Versäumnis nach. Das offiziöse Blatt nur der Gesezentwurf zum Tarif lehnt sich in Form und Ein- werden. Und welches Mittel entspräche wohl den schönen wollte offenbar allmählich die öffentliche Meinung gewöhnen teilung an das geltende Gesetz an; dagegen hat die Anlage Traditionen besser, als die stärkere Bollbelastung des Konsums und nicht die ganze Ungeheuerlichkeit auf einmal preisgeben. des Zolltarifs selbst eine völlige Veränderung erfahren. Die der großen Masse. Der Entwurf ist thatsächlich auf die Weise zu stande gekommen, Anordnung der Positionen nach alphabetischer Reihenfolge ist Immerhin enthält selbst unter diesem Gesichtspunkt die daß man den Interessenten aller Art die maßlosesten Forderungen aufgegeben und durch eine systematische ersetzt worden, und enorme Erhöhung der Zölle auf Brotgetreide, Schlachtvieh, bewilligt hat auf Kosten des von allen geprügelten Proletariats, zwar eine zum Teil recht willkürliche, so sind z. B. Linoleum Fleisch, Obst, Butter, Eier, Käse usw., etwas Unverständliches. dessen Vertreter man freilich auch nicht zu den Vorberatungen heranTeppiche in der Rubrik" Tierische und pflanzliche Spinnstoffe Sie ist nur begreiflich, wenn man an leitender Stelle zu der gezogen hat. Daneben aber zeigt der Entwurf auch ganz deutlich die und Waren daraus" zu suchen, und im Abschnitt XIX find Absicht gekommen ist, den focialreformatorischen finanzielle Klemme des Reichs. Nicht nur die Rücksicht auf die die Uhren" den Feuerwaffen" angereiht. Traum völlig fahren zu lassen und jene Richtung Produzenten, sondern auch das Interesse der Reichstasse hat diese weiter zu verfolgen, welche die Zuchthausvorlage und die tollen Zollfäße diftiert. Das geht namentlich aus der enormen BeUnterordnung der Regierung unter die Diktatur des Central- Steuerung gewisser nicht im Inlande produzierter Gemüse- Artikel verbandes deutscher Industrieller" so schön eingeleitet hat. hervor; vermutlich will man mit dieser Besteuerung des Lugus beWerden die im Entwurf festgesetzten Zölle auf Nahrungs- weisen, welch' gutes Herz man für die Armen hat, aus denen man und Genußmittel auch nur zum Teil Gesetz, dann erlangt das Hunderte von Millionen preßt, weil man ja auch ein paar Tausende gepriesene klassische Land der Socialreform" die einwands- aus dem feinen Tafelverbrauch", aus teuren Weinen und Delikatessen freieste Berechtigung auf den Titel des Landes der herauszieht. höchsten Wucherzölle". Kein Land Europas, weder Frankreich, noch Belgien, noch Destreich, noch das halbbankrotte Rußland und Spanien fennt eine solche Belastung des Verbrauchs der ärmeren Schichten. 〃 Diese Gruppierung erschwert den Vergleich zwischen den bestehenden und geplanten Bollfäßen, zumal gleichzeitig eine weit größere Specifikation der Artikel stattgefunden hat. Dazu tommt ferner noch, daß auch, was den Zollmaßstab anbetrifft, manche Veränderungen vorgenommen sind. Für einzelne Artikel, von denen bisher Stückzölle erhoben wurden, z. B. Ochsen, Schweine, sieht der neue Tarifentwurf Gewichtszölle vor, während bei andren Waren wieder verschiedene ZollDie Wirkung der Veröffentlichung dieses Zollwucher- und säge in Anwendung kommen, je nach Art der Verpackung 2c. Bollfrieg- Tarifs war derart, daß bereits die Offiziösen abzuwiegeln Alle diese Veränderungen verhindern natürlich eine schnelle bemüht sind. Hatte schon die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" die Uebersicht; manche Säße des neuen Tarifs, die beim ersten Veröffentlichung mit der Entschuldigungsklausel eingeführt, der EntVergleich kaum wesentlich erhöht erscheinen, ergeben bei Nachstehend geben wir nochmals eine genauere Auf- wurf sei ja nicht endgültig, so beteuerte die Reichsofficiöse heute näherer Prüfung der veränderten Klassificierung recht beträcht- zählung der wichtigsten geplanten Zollerhöhungen auf Lebens- bereite, der Entwurf werde in dieser Form nicht die Zustimmung liche Unterschiede. Es bedarf deshalb eines gründlichen mittel( mit Ausschluß der Getränke), denen wir zum Vergleich des Bundesrats finden. Sehr möglich: es fehlen ja in diesem EntStudiums, ehe eine eingehende sachliche Kritik der den die Zollfäße des jezigen Vertrags- und allgemeinen Tarifs, wurf, den die deutsche Ministertonferenz im Juni festverschiedenen Industriegruppen eingeräumten Zölle möglich ist. sowie die betreffenden Zollfäße Oestreichs und Frankreichs gestellt hat, noch einige Zölle, wie der von der Kreuz- Zeitung" und Was aber beim ersten Vergleich sofort flar hervortritt, hinzufügen, und zwar die Säge der Generaltarife der Deutschen Tageszeitung" inbrünstig begehrte Kartoffelzoff. das ist eine wesentliche Erhöhung der Zoll- beider Länder, nicht des Minimal- und Vertragstarifs, die Vermutlich wird der Bundesrat bei der Aenderung auch diese Wünsche Sägeber sätze fast auf der ganzen Linie, sowohl der Industrie-, als bedeutend niedriger sind, vielfach um über 50 Proz. der Agrarzölle, speciell aber der letzteren. Es ist nur allzu gerechtfertigt, wenn in der Freude des vorläufigen Triumphs die agrarisch- antisemitische Staatsbürger- Zeitung" die von der agrarischen Presse befolgte Taktik der fühlen Reserve mit dem Ruf durchbricht:„ Mit diesen Entwürfen berläßt die Regierung endlich die Wege des unseligen Caprivism us." Nahrungs- und Genußmittel. ( Wo nicht Näheres angegeben, versteht sich der goll Artikel Das Junkertum hat thatsächlich im ersten Angriffsgefecht gefiegt. Die Lebenshaltung der deutschen Arbeiterschaft, die Interessen des deutschen Handels und der Schiffahrt, die Eristenzfähigkeit großer Teile der deutschen Exportindustrie: Roggen sie sind von seiten der Regierung als zu leicht, als zu wertlos Weizen befunden worden gegenüber den Ansprüchen und Wünschen Gerste des oftelbischen Juntertums auf Erhöhung seiner Einkünfte. Hafer. Vergebens gewesen ist die von gewissen Streifen des Handels Gerstenmalz. und der Schiffahrt befolgte Taktik, ihre Sache auf Hinter- Ander. Malz. treppen Einflüsse zu stellen, vergebens auch die Politik, den Reis schönredenden Kangler als modernen, mit den Erfordernissen Hülsenfrüchte des Wirtschaftslebens vertrauten Weltmann zu feiern und ihn, wie den Kaiser, zu Stapelläufen, Segel- Regatten und anderm Hopfen... Gemüse, ge Marinesport einzuladen. Buchweizen Weintrauben. Käfe aapinag per Doppelzentner.) Bisheriger 8888 Vertrags- Bol Bisheriger deutscher allgem. Zoll Zoll des neuen Tarifs Oestreichischer allgemeiner 2,35 2,85 17,00 nog " noch berücksichtigen. Offen zufrieden ist mit dem Entwurf mur bie Centralverbandss presse wie die" Post" und die antisemitische Staatsbürger Beitung", die zum Grafen Bülow jezt fast so viel Vertrauen hat wie einst zu Ahlwardt und Miquel. Obwohl das mittelständische Publikum des Blattes durch die Wucherzölle ebenso belastet wird, wie das Proletariat, ruft die Staatsbürger- Beitung" aus: „ Mit diesen Entwürfen verläßt die Regierung endlich die Wege des unseligen Caprivismus; sie wird nicht mehr die Socialdemokraten als ihre Stüßen anzusehen haben, dafür wird ihr aber die Unterstützung der weitesten Kreise des Volks nicht fehlen, wenn sie bei der Stange bleibt und das auf das nachdrücklichste vertritt, was sie uns vorlegt." Allerdings befinden sich in der Partei der Staatsbürger- Beitung" auch Subventionierte des Bundes der Landwirte. Die besondere agrarische Presse, die natürlich innerlich über ihren beispiellosen Triumph überglücklich ist, hält es für geraten, 0,85-3,50 ihre dumme Komödie der Unzufriedenheit weiterzuspielen. Die " Deutsche Tageszeitung" hatte zuerst nur die Getreidezölle mitgeteilt und sie als ungenügend bezeichnet. In der letzten Abend- Ausgabe hat fie dann zwar eine Liste der Zölle auf Agrarprodukte gebracht, sich aber wohl gehütet, zum Vergleich die jeßigen 8ollsäge 4,25-8,50 hinzuzufügen. Die Bosse, eine Verdoppelung bis Ver17,00 sechs fachung der bestehenden Zollsäge auf Lebensmittel als ungenügend hinzustellen, hätte sie wenn sie die Gegenüber stellung ermöglicht ermöglicht hätte felbst bor ihrem Publikum Die bündlerische Verlogenheit schlägt Französischer allgemeiner Boll Mart Mart Mart Mark 3,50 5,00 6,00 2,40 Mart 2,35 ... 3,50 5,00 6,50 5,60 2,35 2,00 2,25 4,00 2,40 1,28 2,80 4,00 6,00 2,40 1,28 2,00 3,50 2,00 frei 3,60 4,00 6,25 3,20 2,35 4,00 9,00 8,20 4,00 4,00 2,40 1,50 2,00 4,00 14,00 20,00 40,00 Erbsen 86,00 Bohnen 2,40 4,00 10,00 12,00 4,00 15,00 15,00 1,60 frei frei 6,00 1,60-2,40 frei frei frei 6,00 1,60-2,40 frei nicht fortspielen können. 4,00 12,00 12,00 6,40-12,00 18,60 16,00 20,00 80,00 24,00 17,00 10,00 12,50 32,00 27,20 10,00 12,50 28,00 17,00 15,00 20,00 30,00 20,00 34,00 2,00 3,00 6,00 8,00 2,35 Bich und Fleisch. 5,006,00 10,00 9,60 5,10 25,50 30,00 12,00 8,00 25,50 9,00 25,00 8,00 5,10 5,00 6,00 3,00 15,00 4,00 8,00 5,10 9,60 2,35 1,00 2,00 frei frei 0,70 12,40 16,00 0,85 frei 15-17 20,00 30,00 15-17 20,00 20,00 20,00 30,00 20,00 30,00 30,00 14,40-25,00 10,20 35,00 20,00-24,00 10,20 80,00 20,00 10,20 45,00 40-80,00 42,50 30,00 16,00 10,20 20,00 10,20 Wie so oft in der preußischen Geschichte hat auch diesmal trodnet... wieder das Junkertum über eine von der Krone angekündigte gepfel, verPolitik gefiegt. Nachdem es in der Frage des Mittellandpact. Stanals die Oberhand behalten hat, zwingt es nun auch in Birnen, ver der Zollpolitik der Regierung mit harter Hand seinen Willen auf. padt..... Verweht ist das schwankende Phantom einer imperialistischen Welt- Südfrüchte. politik, dem erst fürzlich in China so viele Menschenleben Butter und Hunderte von Millionen Mart geopfert wurden; nicht Schmalz auf dem Wasser, nein, in der Hebung des ost- Margarine. elbischen Großgrundbesizes durch Wucher- Eier 3ölle liegt die Zukunft Deutschlands", dekretiert in der Variation eines bekannten kaiserlichen Ausspruchs das Junker- Schweine. tum, und gehorsam paßt sich die Regierung dieser Entscheidung Ochsen in ihrem Zolltarif- Entwurf an und fordert Zölle, die jene ühe.. wirtschaftlichen Faktoren aufs Rücksichtsloseste schwächen, auf Jungvieh welchen allein eine halbwegs vernünftige und nicht von vorn- stälber herein gänzlich aussichtslose Weltpolitik begründet werden kann. Schafe Es ist ein seltsamer Ausgang des Geplänkels der letzten Gänse und Fleisch, frisch Jahre, den vorläufig der neue Zolltarif bietet, doch kein unerwarteter. Ist doch die ganze innere Geschichte u. gefroren. des preußischen Staates in den vergangenen Jahrhunderten Fleisch, gepöt. zum großen Teil nichts andres gewesen, als ein Kampf Wurst..... zwischen Fürsten und Junkertum, und wenn auch in neuerer Federvieh, tot 12,00 Zeit die Formen des Kampfes gewechselt haben und durch Wild das Dazwischentreten der westdeutschen Großindustrie die! Spect. pro Stüd pro Stück pro Stüd allerdings in die Lächerlichkeit des dummen August um, wenn das Organ des Bunds der Landwirte seine Betrachtung über diesen Bolltarif wie folgt beginnt: „ Wir glauben nicht, daß der Bolltarif auch die be scheidensten Landwirte befriedigen kann, und sind ebenso überzeugt, daß die Industrie nach vielen Richtungen hin sehr peinliche Lücken und Verschiebungen zu beklagen hat. Ferner müssen wir es als ein ganz besonders befremdliches und geradezu unverständliches Vorgehen bezeichnen, daß die Regierung es nicht für nötig gehalten hat, den deutschen Gartenbau in irgend einer Weise zu schüßen. So hat denn jetzt der letzte Aft des großen Dramas begonnen; es müssen alle Kräfte angespannt werden, um den völlig unaulänglichen 8olltarif in eine brauchbare Schutzwehr für die heimische Voltswirtschaft umzuwandeln. Wir hoffen auf bie thatfräftige Unterstüßung der gesamten deutschen Lands wirtschaft in diesem schweren Kampfe. Wir hoffen trotz alledem auf den Sieg der guten und gerechten Sache, weil es ein Widersinn wäre, der Landwirtschaft nach den unendlichen Leiden, die sie im letzten Jahrzehnt erdulden mußte, mit halben Maßregeln scheinbare Hilfe zu bringen, die weiter nichts bedeuten würde als eine Verlängerung ihrer entfräftenden Leiden. Dazu kann keine deutsche Regierung die Hand bieten, und wenn ihr im Reichstage flipp und flar auseinandergesetzt werden wird, welche 8ollfäge die deutsche Landwirtschaft unbedingt haben muß, um zu bestehen, dann wird sie sich dazu bequemen müssen, ganze Arbeit zu thun.“ Wir können diesem Jammerschrei gegenüber nur wiederholen, daß wir, so viel an uns liegt, alles daran sezen werden, den Herzenswunsch der Agrarier zu erfüllen und dafür zu sorgen, daß dieser Entwurf nicht Gesch werde. " Das Blatt weist dann auf die„ Unzulänglichkeiten" des Entwurfs hin. Ein Brotzoll von 6 und 6,50 M., der noch dazu durch Doppeltarif nach unten gebunden ist, entspricht natürlich in nichts den Bedürfnissen der Landwirtschaft". Die Frage, ob man mit 71/2 M. Zoll überhaupt Handelsverträge machen könne, habe an sich" mit der Frage, wie hoch die Getreidezölle festgesetzt werden müssen, damit die Landwirtschaft bestehen könne, gar nichts zu thun". Die reine Terlinden und Sanden- Logik! Weiter vermißt das Blatt einen Kartoffelzon, einen Zoll auf Futterrüben, Erhöhung des Totalzolls sowie auf sämtliche Gärtnereiprodukte. Für die, Kreuz- Zeitung" existiert in ihrem Abendblatt vom Sonnabend den Zolltarif überhaupt nicht mehr; sie widmet ihm feine Silbe. Dafür bringt das fromme Brotwucherorgan eine ausführliche kirchliche Vierteljahrsrundschau. Die Presse der Linken ist mehr oder minder lebhaft beunruhigt. Die nationalliberale„ Kölnische Zeitung" hat einstweilen ihre Ueberzeugung noch nicht entdeckt. Sie redet sich in pomphaft flingenden leeren Worten um den Tarif herum, indem sie orakelhaft berkündet: " Troß alles Geschreis, das den Entwurf von rechts wie von links umtobt, wird er anscheinend in der Gestalt, in der er schließlich geklärt aus dem Kampfesgewoge emporsteigen wird, eine zuverlässige Reichstags- Mehrheit finden. Aus den Nationalliberalen, dem Centrum, dem besonnenen Teil der Konservativen heraus wird sich eine beherrschende Gruppe von Reichsboten zusammenschließen, welche die Fanatiker des Freihandels wie der Absperrung ruhig ihren Utopien nachjagen läßt mit dem festen Entschluß, das gutzuheißen, was sich nach Lage der Dinge für Landwirtschaft und Industrie erreichen läßt." Entschiedener tritt die freisimmige Presse auf. So schreibt die Bossische Zeitung": " Im Falle einer engeren Wahl in einem Wahlkreis, bei Es spiegelt sich in diesem Ausfall der Einnahmen aus der welcher der Kandidat der Partei nicht in Frage kommt, find die Börsensteuer das völlige Darniederliegen des Börsengeschäfts. Als Barteigenossen gehalten, demjenigen Kandidaten einer bürgerlichen die Flottenvorlage durchgedrückt werden sollte, rechneten die Minister, Partei ihre Stimme zu geben, der sich verpflichtet, im Fall der Professoren und Breßagenten der Marinelieferanten mit Jahr für Jahr Wahl für folgendes im Reichstag einzutreten: steigenden Einnahmen ohne neue Steuern. Ein Mehr von 30 Millionen jährlich war das Mindeste, was man in Rechnung setzte. Jezt zeigt es sich, wie sehr sich die Wasserschwärmer und Wasserspekulanten verrechnet haben. Damit ist aber die Grundlage nnd die Vorauss fegung der Flottenvorlage beseitigt, und die einfachste Konsequenz erfordert es, daß man mit dem Neubau von Kriegsschiffen stoppt. Was denkt das Centrum über diese Frage? a) Für Aufrechterhaltung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts in der jeßigen Gestalt, es sei denn, daß es sich um Anträge auf Erweiterung oder größerer Sicherung derselben handelt. b) Für Aufrechterhaltung des unverkürzten Budgetrechts des Reichstags( fein Septemnat, Quinquennat usw.). c) Für Sicherung des vollen Vereins, Versammlungs- und Koalitionsrechts durch ein Reichsgesetz. d) Gegen die Einführung von Ausnahmegesehen irgend einer Art und gegen die Verschärfung des bestehenden Strafrechts, soweit es sich dabei um politische Vergehen oder Verbrechen handelt. e) Gegen jede Verschlechterung der bestehenden Preßgefezgebung. f) Gegen jede Vermehrung des stehenden Heeres oder der Marine. Die Geheimhaltung des Zolltarifs scheint man trotz der notgedrungenen Beröffentlichung fortjezzen zu wollen. Wenigstens berichtet man uns, daß alle Bemühungen, eines Exemplars des Entist„ ausverkauft" und alle Bersuche, sonstwie ein Exemplar zu bewurfs habhaft zu werden, gescheitert sind. Der„ Reichs- Anzeiger" tommen, waren vergeblich. Man hat offenbar gar kein Interesse, das Studium des Tarif entwurfs zu erleichtern." Ungewollte Wirkungen. g) Gegen die Einführung neuer oder die Erhöhung bed stehender indirekter Steuern und Zölle auf notwendige Wir berichteten kürzlich, daß auch in Celle die dort ges Lebens: oder Gennsmittel( Bier, Tabak). wählten socialdemokratischen Schulvorsteher nicht bestätigt worden h) Gegen jede Aufhebung oder Einschränkung von Arbeiterschutz- find, darunter sogar einer, der schon 18 Jahre Schulvorsteher war. oder Arbeiterversicherungs- Gesetzen oder Verordnungen, außer auch den unter a angeführten Fällen. Kommt kein Kandidat in Frage, der sich auf diese Forderungen verpflichtet, so ist stritte Stimmenthaltung zu proklamieren. Die Herren Beumer und Nintelen*) haben also Gelegenheit, auf diese flar gestellten Fragen eine ebenso flare Antwort zu geben. joid Bankschwindler à la mode. die Bersönlichkeiten der Hauptschuldigen nach einer ganz besonderen Die Zusammenbrüche der gegenwärtigen schweren Krisis zeigen Alle oder die meisten dieser gaunernden Hochstapler find Färbung. nämlich ganz und gar nach der korrekten Mode des„ Neuesten Kurses" gekleidet. Sie triefen von christlicher Frömmigkeit, banen Kirchen, stiften Denkmäler und dotiren Wohlthätigkeitsanstalten, sie „ Die Lage ist ernst und schwer, so ernst und schiver wie sind durchaus national, konservativ, militärfrommt und bekämpfen den noch nie seit der Gründung des Reiches. Schon jetzt ist Umsturz. Auf diese Weise sind sie zu Ehren, Würden und Millionen der wirtschaftliche Aufschwung im Niedergange begriffen, und gelangt, und würden es noch weiter und höher gebracht haben, wenn dazu tritt nun noch die trübe Aussicht, in langwierigen, hart nicht die unglückliche Krisis die hoffnungsvollen Laufbahnen der nädigen Zollfriegen unfren Weltmarkt zu verlieren. Dieser Berlust Sanden und Schmidt, Erner und Terlinden jäh unterbrochen hätte. aber wäre gleichbedeutend mit einer Statastrophe, wie die Industrie noch niemals eine erlebt hat, mit einer Katastrophe, die hundertIn dem Arbeitszimmer des großartigsten Industrieritters, des tausende Arbeiter des Brotes berauben würde. Und all der Herrn Gerhard Terlinden, der übrigens in Paris verhaftet Jammer und das Elend, damit das Bündlertnum ein vergnügliches worden sein soll, hing der Frtf. 3tg." zufolge ein Emailleschild mit Leben führe. Die Agrarier sind denn auch fröhlich und guter dieser Aufschrift: Dinge. Was thut's, wenn die Industriebezirke unter der Dürre der Konjunktur zu einer Wüste werden? Es ist genug, wenn über ihnen allein ein befruchtender Regen niedergeht." " Auch die Blätter der freifinnigen Bereinigung geberden sich aufgeregt; sie haben es freilich auch besonders nötig, haben sie mit all ihrem Wohlverhalten" in Heeres- und Marinefragen, mit ihrer blöden Kriecherei vor dem genialen Grafen Bülow nichts andres erreicht als diesen Tarif. Freilich unsre Regierung weicht nur vor dem Rebellentrotz der Junker zurück. Auf Leute, die sich dirnenhaft aufdrängen, braucht sie teine Rücksicht zu nehmen. „ Ehrlich im Handel, Christlich im Wandel!" Natürlich, hätte er etwa den Spruch augemalt: „ Im Handel ehrlich, Religion entbehrlichso wäre das vielleicht wahr gewesen, hätte aber den Millionenschwindel nicht ermöglicht. Es ist begreiflich, daß solche thörichte Maßregeln auch von anständigen Leuten außerhalb unsrer Partei mißfällig beurteilt worden. So erhielt unser Barteiblatt in Hannover von einem Geistlichen folgenden charakteristischen Brief: Es hat mich selten etwas so tief entrüstet, wie die Nichtbestätigung Ihres Genossen Stabe in Celle, wie kann man einen Mann, der regelmäßig an den Sigungen teilnahm, der ein höchst ehrenwerter Mann von tadellosem Wandel, guter Ehemann und Vater ist, der seine Kinder vortrefflich erzogen hat und auch keiness wegs untirchlich aus wie kann man einem solchen Manne die Fähigkeiten zum Schulvorsteher absprechen? Etwa bloß aus dem Grinde, weil er dem socialdemokratischen Wahlverein angehört?! Da hört mein Verständuis dessen, was Recht und Gerechtigkeit ist, auf. eine immer intenHoffentlich lernen Ihre Genossen daraus fivere Beteiligung auch an den Wahlen der Schul- und hoffentlich auch der Kirchenvorsteher; denn mir, wenn Sie überall mit da zwischen sind, können Sie auch in allem etwas erreichen. Ich per= sönlich hoffe, daß dann auch Ihre Gegner lernen wie ich es gelernt habe Sie gerechter zu beurteilen. Vielleicht gewinnt sogar der eine oder andre den Eindruck, daß die unter Ihrer Fahne organisierten Deutschen eher den Namen„ Elite Deutsch lands" verdienen, als manche andre Gruppe von Deutschen, die sich, wer weiß was, einbildet." Es ist kennzeichnend für den Polizeigeist, der sich in der Bes fämpfung der Socialdemokratie geltend macht, daß er mit seiner kleinlichen Nadelstichmethode die Entrüstung ehrlicher Leute aus nichtsocialdemokratischen Kreisen wachruft. Wir entrüsten uns über solche Sächelchen nicht, da sie uns nicht den geringsten Schaden thun können; der ganzen Polizeierei werden wir eines Tages von oben her, mit Hilfe der Gesetzgebung das Lebenslichtlein ausblasen. Unterdessen aber nügt sie uns dadurch, daß fie andre Menschen gegen sich aufbringt und sie zu gerechter Beurteilung der Sozialdemokratie veranlaßt. Die Krisis. Aus Zwickau wird gemeldet: Das Steinkohlenwird am Montag seine Achnlich steht es auch mit dem jetzt verhafteten Aufsichtsrat werk der Oberhohndorfer Kommune der Kasseler Treber, dem Stadtverordneten Otto in Dortmund. Förderung einstellen. Andere Schächte planen eine ohn. Er ist, wie der„ Voltsztg." geschrieben wird, derselbe Herr, der die berger Schächte wegen Erschöpfung des Kohlenlagers den ganzen fürzung, außerdem werden in den nächsten Tagen zwei Brückens Dortmunder Bismard- Dentmals- Tragikomödie veranlaßt hat. Otto Betrieb einstellen. hatte zur Errichtung eines Denkmals für den Fürsten Bismard erst Das Ausland beginnt bereits sich zur Wehr zu setzen. Das 15 000 m., dann weitere 10 000 m. gezeichnet und schließlich, als Ein anonymer Jurist teilt uns seine Entrüstung darüber mit, daß Nochmals drei Monate Gefängnis wegen 2 Pf. Reifig. fanfte, offiziöse Organ der östreichischen Regierung das Wiener bereits der Grundstein zum Denkmal gelegt war, seinen Beitrag auf wie das Urteil der Königsberger Ferien- Straflammer gewürdigt Fremdenblatt" fündigt den Zollkrieg an: Die Veröffentlichung der 50 000 m. erhöht, während aus den Kreisen der Bürgerschaft ganze haben, die eine alte Frau, welche etwas Reifig aufgelesen hatte, au geplanten Minimalvertragssäge lasse den ganzen Ernst der handels- 25 000 W. aufgebracht wurden. Dieses Geld ist allerdings auch bar drei Monaten Gefängnis verurteilt hat. Der Jurist meint, dafür politischen Lage erkennen. Daß man sich mit der Möglichkeit eines folchen Konflikts bereits jetzt vertraut mache, erhelle aus dem ihm geftiftete Summe gut und man begnügte sich mit seiner gelegen habe und daher nach§ 244 Str.-G.-B. als Mindeſtſtrafe folchen Konflikte bereits jetzt vertraut mache, erhelle aus dem eingezahlt worden, dagegen war der reiche Herr Otto für die von fönne der Richter nicht, da jedenfalls Diebstahl im Rückfall vorVorschlag, die gesetzliche Befugnis für die Auflegung von Kampf- Versicherung, daß die 50 000 m2. zu jeder Zeit von ihm er 3 Monate hätte diftiert werden müſſen. Der entrüstete Jurist ist zöllen noch zu verschärfen. Schon bisher sei in diesem Falle eine hoben werden könnten. Jetzt hat der Krach der Trebertrocknungs- in argem Irrtum. Forst diebstahl ist mit Geldstrafe bedroht gesellschaft einen dicken Strich durch den„ patriotischen“ Plan gemacht, und ist nur im dritten und ferneren Rückfall mit Gefängnisstrafe Herr Otto erklärt, daß er nicht im stande sei, den von ihm ge- ferneren Rückfall kann aber statt der Gefängnisstrafe auf Geld( von einem Tage bis zu 2 Jahren) bedroht. Auch in dritten und zeichneten Betrag zu zahlen, und der Bildhauer Wandschneider in strafe erkannt werden, wenn das entnommene Reifig höchstens Charlottenburg, dem die Ausführung des Monumentes übertragen 1 Mark wert war. Es tonnte also auf Geldstrafe erkannt worden ist, wartet der Dinge, die da kommen sollen und nicht werden. kommen werden. Verdoppelung der Tarife vorgesehen gewesen. Uebrigens sei nicht zu übersehen, daß der Entwurf noch viele Stadien zu passieren habe und die Veröffentlichung die Möglichkeit zu einer Abwehr biete. Und das ist die einzige Auslandsstimme, die das sonst so geschwägige Wolffische Bureau zu übermitteln wagt. Für den Pester Lloyd" ist es nicht denkbar, daß Deutschland Ungarn mit einem Handelsvertrag auf Grund dieses Tarifs etwas Rechtes zu bieten vermöchte. Hätte die Straffammer die Rechtsansicht der Frau geteilt, daß das bißchen Reisig Gemeingut ist, oder wenigs stens angenommen, die Frau habe ohne Bewußtsein der Rechtswidrigkeit gehandelt, da sie in Not war und die Konstruktion eines Privateigentums au Reisig u. dergl. erst neueren Datumis iſt, ſo hätte sie auf Freisprechung zu erfennen gehabt. Ein Laienrichter aus Voltskreisen hätte freigesprochen oder höchstens auf Geldstrafe erkannt. Die Entrüstung des Herrn Juristen war also durchaus diesem Fall dem Rechtsbewußtsein des Volts. Es wäre eine interessante Aufgabe, alle die Titel, Orden und Englische Blätter äußern sich sehr pessimistisch.„ Morning sonstigen Würden der entlarvten frommen Engros- Schwindler aufEnglische Blätter äußern sich sehr pessimistisch.„ Morning zuzählen, festzustellen, welchen Vereinen( Flottenverein?) fie angehörig Post" rechnet bereits mit einem Zollfrieg. gewesen, was sie für Kirchen gesteuert und zu Denkmälern beigetragen. Aber bah!- ein Zollkrieg! Sollte sich wohl dieses herr- Es gäbe eine umfangreiche Liste. Vielleicht entschließen sich die liche Deutsche Reich vor einem Zolfrieg fürchten Schneidig schreibt Direttoren der diversen Untersuchungsgefängnisse, aus ihren sehr unangebracht. Weder Gesetz noch Nechtsprechung entsprechen in die, Post": Anders aber ist es, wenn eine andre Nation uns gegenüber genau geführten Atten das Material zu veröffentlichen! einen Differentialtarif anwendet. In einem solchen Fall treten die Bestimmungen des§ 8 in Kraft. Drakonisch mögen diese Bestimmungen wohl sein, aber es dürfte doch jedem Deutschen schlecht anstehen, wenn er gegen fie Sturm laufen wollte, denn sie richten sich nur gegen diejenigen Staaten, die uns differenzieren. Dieser§ 8 jetzt uns aber auch in den Stand, gegen die durchaus absolutistische Art, wie Amerika sich die Reciprocität auslegt, uns zu wehren und zu schützen. Nach dem jetzigen Stande der Dinge find wir in verschiedenen Waren entschieden differenziert. Gegen eine derartige leoninische Vertragspolitik waren wir waffenlos, weil die Caprivische Aera der gemäßigten" Bollpolitik unter dem Fehler einer unangebrachten Generosität litt. Die Meistbegünstigung wurde geradezu ver schleudert. Das neue Schema aber verrät die wohlthuende Entschloffenheit, uns auch in der Vertragspolitik den„ Plazz an der Sonne" zu sichern." * * Deutsches Reich. einnahme an 3 öllen und Verbrauchssteuern hat für das Finanzieller Rückgang der Reichseinnahmen. Die Ist. erste Viertel des laufenden Etatsjahrs die Summe von 180,1 Millionen oder 10,7 Millionen weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres erbracht. Zu dem Weniger haben die Bölle mit 5,2 Millionen Mark, die Zuckerstener mit 6,7 Millionen, die Salzsteuer mit 0,4 Millionen, die Maischbottichsteuer mit 0,7 Millionen beigetragen. Nur die Branntwein- Berbrauchsabgabe und die Brausteuer haben ein Mehr und zwar jene von 2,3 Millionen, diese von 0,2 millionen Mark aufzuweisen gehabt. " Späte Einsicht. Der freifinnigen Tilsiter Allgem. Zeitung", die bislang in der Stichwahlfrage der Memeler Wahl die gleiche lägliche Haltung angenommen hatte, wie die Freifinnige noch das Gewissen erwacht. Zeitung", die Voffische Zeitung" und das gefinnungstüchtigkeitsverwandte ostpreußische Zeitungsgeschwister, ist zuguterletzt doch Die Mitteilungen des Stuttgarter Beobachter" über den 3olltarif- Entwurf haben ihr noch in letzter Stunde die Augen geöffnet über die Größe des Verrats, die der Freifinn an der Bevölkerung verüben würde, wenn er getreu der Parole der freisinnigen Bertrauensmänner dem Brotvucherer das Mandat in die Hände spielte. Die Furcht vor dem dem Jukrafttreten des standalöjen Wuchertarifs gegen den Freisinn furchtbaren Unwillen der irre geführten Wähler, der sich nach entladen müßte, der durch jämmerlichen Principienverrat diesen Wuchertarif mit zu stande bringen half, mag hauptsächlich das Blatt zur Veränderung seiner Stellung veranlaßt haben. Jm Etat für 1901 ist die Summe der Zölle und Verbrauchs steuern mit 810,3 Millionen Mark angesetzt, auf ein Viertel würden So giebt denn jetzt das Tilsiter Freisinns Organ Hinter dieser die Parole aus, die der Freifinn, wenn er nicht so vollständig Aus diesen Auslassungen wie aus den Zahlen des Bolltarifs denigemäß rund 202,5 Millionen Mark kommen. redet genau jener Ton, den man vor Jahresfrist gegenüber China Summe bleibt die wirkliche Einnahme des ersten Viertels der progressiven politischen Paralyse verfallen wäre, sofort, ohne eine Sekunde des Zögerns, hätte ausgeben müssen. Das Blatt 22 Millionen zurück. ngeschlagen. nicht weniger als rund Aller Welt wird mit Krieg gedroht. mit nicht weniger schreibt: Pardon wird nicht gegeben! Vielleicht wird man auch bei Die Hölle, die nach dem Etat in einem Vierteljahr 119,7 Millionen den fünftigen Bollfriegen den Grafen Waldersee zum Weltmarschall aufbringen sollten, sind um 18,2 Millionen dahinter zurückgeblieben. machen. Nimmt man einen ähnlichen Rückgang für den Rest des Jahres Sorgen wir dafür, daß dieser zollpolitische an, so würden die wirklichen Einnahmen an Zöllen und indirekten Rachezug, dieses weltsperrpolitisiche Abenteuer Steuern hinter dem Etatsanschlag um 90 Millionen zurückaicht zur Vollendung gelange, damit dem deutschen bleiben! Das ist aber wahrscheinlich zu niedrig gegriffen, da die Bolt eine Wiederholung der Chinaschande auf wirtschaftliche Lage sich stetig verschlechtert. 30llpolitischem Felde erspart bleibe. Politische Webersicht. Berlin, den 27. Juli. Die Stichwahltaktik der socialdemokratischen Partei in ihrer speciellen Anwendung auf den Duisburger Fall bereitet ben interessierten bürgerlichen Parteien noch fortgesezt Stopfschmerzen. Die Frage, ob die Socialdemokratie für den Centrumskandidaten Auch sonst gestalten sich die Einnahmeverhältnisse des Reichs sehr ungünstig. Die Reichs Stempelabgaben gaben. im ersten Bierteljahr insgesamt rund 13,1 Millionen Mark oder das enorme Minus von 7 Millionen gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres. Etatisiert find sie für das gauze. Jahr mit 100,2 Millionen, also für ein Vierteljahr mit 25 Millionen. Gegens über dem Etatsanschlage würde das Weniger demgemäß noch mehr, nämlich rund 12 Millionen betragen. An dem Rückgang ist die Börsensteuer schuld, welche nur 7,1 Millionen M. ergeben hat. = stimmen wird oder nicht, bildet fortgesett den Gegenstand*) Versehentlich war als Centrums- Kandidat im„ Vorwärts" mehr oder minder scharfsinniger Kaltulationen. Demgegenüber statt Stintelen Fuchs genannt worden. Centrums Kandidat ist der wollen wir den Herren verraten, daß die Socialdemokratie ihre Wirkliche Geheime Ober- Regierungsrat Rintelen- Charlottenburg, Stichwahl- Taktik auf dem Parteitag in Hamburg 1897 flipp nicht zu verwechseln mit dem bereits dem Reichstag angehörenden und flar in folgender Resolution festgelegt hat: bekannten Centrumsjuristen Rintelen. 0004 Welche Folgen derart ungeheuerliche Zollerhöhungen nach sich ziehen müssen, das ist in wenigen Worten gesagt: Der Abschluß neuer Handelsverträge wird unmöglich gemacht, der deutsche Handel und die Industrie werden lahm gelegt, Arbeitslosigkeit tritt tritt ein auf allen Gebieten des gewerblichen und industriellen Lebens und diejenigen, welche durch die unerhört hohen Zölle sich auf Kosten der großen Gesamtheit des Volkes bereichern, das find einzig und allein die Groß- und Rittergutsbesitzer. Es bleibt nun noch die Frage zu erledigen, welche Stellung die liberalen Wähler in Memel- Heydekrug bei der Stichwahl einnehmen müssen, und da können wir nicht unterlassen, unsre freis sinnigen Freunde auf das Dringendste zu warnen, sich etwa der Wahl zu enthalten und dadurch dem agrarisch- konservativen Matschull zum Siege zu verhelfen. Die Freis finnigen haben bei der Hauptwahl gegen die Brotverteuerung gestimmt, weil sie ihrem ganzen Denken und Fühlen nach nicht anders konnten. Ehrensache nicht nur der Frei finnigen, nein, aller Liberalen ohne Ausnahme ist es, auf ihrem Standpunkte vom 19. Juli fest und unerschütterlich zu beharren, wollen sie nicht eine were Verantwortung auf sich nehmen. Wohl trennt uns manches von der Socialdemo fratie, allein bei der hohen Bedeutung der bevorstehenden Stichwahl müssen alle Bedenken schwinden. Ein einflußreicher agrarisch- konservativer Führer hat nach der Hauptwahl in einem Berlufte. öffentlichen Rokale geäußert: 3ehn Braun find mir| Steinaders, welche Bremersdorp besetzt hielt, wurde am Beziehungen zu den Truppen der andren Mächte unterhalten hätten, lieber, als ein Schaaf!" Wohlan denn, Ihr Libe 24. Juli von einem überlegenen Truppenförper der Boeren, wahr- doch sei das Verhältnis zu den deutschen Soldaten ein be ralen des Wahlkreises Memel Heydekrug, gebt scheinlich den Kommandos von Amsterdam und Pietretief, gesonders herzliches gewesen. dem Herrn am Sonnabend, den 27. Juli, die gebührende Antwort zwungen, den Plaz zu räumen. Die Abteilung schlug und erwidert ihm:" 3ehn Braun sind uns lieber, als sich nach dem 16 Meilen entfernt liegenden Lembobo durch. Ihre ein Matschull! Tretet einmütig, Mann für Verluste an Toten und Verwundeten betrugen 10 Mann. Mann, an die Wahlurne mit dem Schlachtrufe: ,, Für die Handelsverträge! Nieder mit dem Brotwucher!" Die Erleuchtung ist reichlich spät gekommen. Wäre zufälligerweise der Zolltarif- Entwurf ein paar Tage später bekannt geworden, so hätte jedenfalls das Blatt nicht einmal wie jetzt den Versuch gemacht, seinen schweren Fehler zu korrigieren. Ob es nicht ohnehin zu spät war, wird ja die heutige Wahl zeigen. Wir fürchten aber, daß das Blatt mit seiner früheren Ansicht recht behalten wird, wonach es als ausgeschlossen gelten würde, die zur Erringung des Sieges über den Brotwucherer erforderliche Zahl freisinniger Wähler für den Socialdemokraten an die Wahlurne zu bringen. Wenn man jahre und jahrzehntelang seine Leute so systematisch forrumpiert, wie die freifinnige Presse, so darf man nicht hoffen, mit einem Mal Verständnis für politische Ehr- und Pflichtbegriffe bei ihnen zu finden. Ausland. Oestreich Ungarn. Soldatischer Lhuchakt. Aus Carlowi wird vom 27. Juli gemeldet: Bei den Regimentsübungen des 70. Infanterie- Regiments wurde der Hauptmann Meiseriz durch einen scharfen Schuß ges tötet. Die sofort angestellte Untersuchung ergab, daß zwei Jn fanteristen mit scharfen Patronen geschossen haben; dieselben wurden auf der Stelle verhaftet. Jedenfalls handelt es sich um einen Att soldatischer Lynchjustiz gegenüber einem Soldatenschinder. Belgien. Zur Militärfrage. Die Genossen Bertrand, Vander belde, Delba stée und Anseele haben zu dem Regierungsentwurf betreffend die Heeresreform eine Reihe Anträge gestellt. Es ist ja sehr liebenswürdig von Herrn Pichon und ein Zeichen der französischen Courtoisie, das besonders herzliche Verhältnis zwischen Franzosen und Deutschen in China zu betonen. Sehr höfliche Menschen pflegen es aber zuweilen mit der Wahrheit, die manchmal goldene Rücksichtslosigkeiten verlangt, nicht allzu genau zu Aus Johannesburg wird telegraphiert: Englische Kolonnen be- nehmen. Das ist auch bei Pichon der Fall. Daß die deutschen und richten, daß die Boeren während der Woche vom 15. bis französischen Soldaten kameradschaftlich mit einander verkehrt haben, 22. Juli 43 Tote, 25 Verwundete und 190 Gefangene hatten; ist ja sehr erfreulich. Auch daß der Verkehr zwischen Waldersee und 126 Boeren unterwarfen sich freiwillig. 5600 Pferde und Stück Vieh dem kommandierenden französischen General sich in den Formen wurden erbeutet. Die Verluste der Engländer betrugen in derselben vollendeter öflichkeit bewegt hat, soll nicht bezweifelt Periode 50 Tote, 103 Verwundete, 42 an Krankheiten Verstorbene werden; von der Herzlichkeit des Verhältnisses haben jedoch die Vorgänge der China Campagne nichts verspüren lassen. Ber und 8 Vermißte. Die täglichen Verluste der Engländer in Südafrika bekanntlich hat sich Frankreich von Anbeginn der Welt- Feld laufen sich für den 26. auf 2 Tote, 13 Verwundete und 12 an marschallschaft Waldersees nicht unterstellen zu wollen erklärt und sich vollends in seinen Operationen um die Pläne Waldersees nicht Krankheiten Gestorbene. im mindesten gefümmert. Namentlich die Schansi Expedition bewies, daß Frankreich ganz auf eigne Faust, ohne die geringste Vorgehen der Deutschen operierte. Rücksichtnahme auf das Vorgehen Der Kriegskorrespondent Dr. Wegner hat es vollends ausgeplaudert, daß stets eine mißtrauische Rivalität zwischen Franzosen und Deutschen bestand, die Deutsche sowohl wie Franzosen veranlaßt habe, sich gegenseitig scharf zu überwachen und bei ihren Expeditionen möglichst zuvorzukommen. Sterblichkeit in den Konzentrationslagern. Nach einer Meldung der„ Times" aus Bloemfontein von vor: gestern betrug die Gesamtzahl der weißen Flüchtlinge in den Lagern des Oranje- Staates am 20. Juli 35 831, das ist seit Ende Juni ein Zuwachs von 4137. An Todesfällen tamen im Juni durchschnittlich 109,1 auf das Tausend gegen 116,76 auf das Tausend im Monat Mai. Dieser Sab ist immer noch sehr hoch, es zeigt sich aber doch ihon ein Sinken der Tendenz, obwohl in einzelnen Lagern noch immer Epidemien herrschen. Partei- Machrichten. Bemerkenswert an den Ausführungen Bichons ist noch, daß er dem Frieden in China nicht recht zu trauen scheint, da er die Nots wendigkeit fernerer Vorbeugungsmaßregeln und einer starken Besagungsarmee beiont. Den Hunnenruhm Fünfundzwanzig Jahre. Am gestrigen Sonnabend, dem 27. Juli, waren 25 Jahre verflossen, seit der Genosse N. Bérard fucht jetzt jede Nation von sich abzuwälzen. Auch im englischen in das Hamburger Parteigeschäft eintrat, das seit 1891 unter Firma Unterhause erklärte am Sonnabend auf eine Anfrage des liberalen Auer u. Co. geführt wird, während es vordem die Firma Abgeordneten Robertson der Unterstaatssetretär Cran J. H. W. Diez trug. Besonders unter der Herrschaft des Socialisten- borne, es genüge, wenn er jage, daß die britischen Truppen gefezes und des zehnjährigen Belagerungszustandes lag dem Genossen sich gut geführt hätten. England sei für Ausschreitungen, Bérard als Leiter des Geschäfts die Verpflichtung ob, alle Schwierig- die etwa von Angehörigen andrer Truppenteile be Danach sollen in jedem Bezirk drei verschiedene Aushebungs- teiten zu überwinden, die dem Geschäft aus dem Bestehen und der Hand- gangen feien, nicht verantwortlich und er habe kein echt listen geführt werden. Die erste soll diejenigen jungen Leute habung des Gesetzes erwuchsen. Das war keine leichte Aufgabe, aber Berard, 3 jagen, daß ihnen Grausamteiten nachgewiesen im Alter von 20 Jahren enthalten, deren Bäter auf so schreibt das„ Hamb. Echo", zeigte sich ihr gewachsen unter Aufwendung feien. Grund des Artikels 47 der Konstitution bei den allgemeinen nimmer rastenden Fleißes, scharfer Umsicht und Vorsicht und strenger Natürlich, England verfährt nach dem Motto: Richtet nicht, auf Eine Krähe hackt der andern die Wahlen über drei Stimmen verfügen; die zweite diejenigen, deren Gewissenhaftigkeit, worin der Chef des Unternehmens, der von hier daß ihr nicht gerichtet werdet. Väter über zwei Stimmen verfügen; die dritte diejenigen, deren ausgewiesene Genosse Dick, ihm stets mit gutem Beispiel voran Augen nicht aus. Väter nur über eine Stimme verfügen. Die Aushebung wird für ging. die drei Abteilungen getrennt vorgenommen, und jede Abteilung hat 1/3 des Jahres- kontingents zu stellen. Damit wollen die Antragsteller diejenigen Staatsbürger im höheren Maße zu der Blutsteuer heranziehen, deren Reichtum ihnen bei den Wahlen besondere Privilegien verschafft hat. England. Englische Socialisten über den Krieg. " Auch wir schließen uns diesen Wünschen von Herzen an. Gewerkschaftliches. " Daß das Geschäft unter der Herrschaft des Socialistengesetzes nicht nur erhalten blieb, sondern gedeihen konnte, ist in hohem Grade An die Arbeiterschaft Deutschlands, insbesondere an die mit Bérards Verdienst. Auch in der Folgezeit bewährte er sich als Berliner Arbeiter! Leiter mit gesundem Urteil und klarem Blick, sowohl im Wollen als im Vollbringen. Vérard ist mit an der Spitze der hiesigen Genossen immer Wie bereits im Vorwärts" berichtet wurde, haben die in Sachen mutig vorangeschritten zu den höheren Zielen, die im Interesse des Ge- des Ausstandes der Nordhäuser Tabakarbeiter gepflogenen Einigungsschäfts und der Partei erreicht werden mußten. Mit dem erhebenden verhandlungen bis jetzt zu keinem Resultat geführt. Bewußtsein, durch trene Pflichterfüllung sich selbst geehrt und andern deutschen Blättern behauptet worden ist, englische Socialisten aus- jahrhundert Parteidienstzeit zurückblieben. Den guten Wünschen, die den Boykott über die Fabrikate der Nordhäuser KautabatFür den füdafrikanischen Strieg sollen sich, wie mehrfach in einigen ein gutes Beispiel gegeben zu haben, darf er heute auf ein Biertel- Wir bringen der Arbeiterschaft deshalb folgendes in Erinnerung: Am 13. Juni d. J. hat die Berliner Gewerkschaftskommission gesprochen haben. Diese absurden Behauptungen find zwar kaum ihm heute ohne Zweifel sehr zahlreich entboten werden, schließen wir hiermit die unsrigen an. Möge es ihm vergönnt sein, noch Fabrikanten, welche ihren Arbeitern das Recht auf die gesetzlich der Widerlegung wert. Hören wir aber an, was der Labour recht lange in geistiger Frische und körperlicher Nüstigkeit, geachtet gewährleistete Koalitionsfreiheit wehren wollen, beschlossen, und doch Leader", das Organ der„ Unabhängigen Arbeiter und geliebt von allen, die ihn kennen, als unser Geschäftsleiter er- wird noch ein großer Teil der Kautabake von diesen Fabrikanten partei Englands", z. B. in seiner legten Nummer über den folgreich zu wirken wie feit 1876 bis jetzt." nach Berlin gesandt. Krieg sagt: In einer vor 14 Tagen abgehaltenen Versammlung der KauDamit gewisse reiche Kapitalisten zu ihrem Reichtum noch Die Parteigenoffen in Schwarzburg- Sondershausen gehen tabathändler wurde von verschiedenen dieser Händler mitgeteilt, daß die südafrikanischen Goldfelder fügen könnten, befinden wir uns bereits daran, die Probe auf das Exempel des neuen Vereinsgesetzes, sie die Ware von Kneiff, von Hanewader usw. schon längst nicht seit 21 Monaten in einem Krieg, der uns erniedrigt. Für das bisher übrigens die Anwendung des alten noch nicht verhindern mehr führen würden, wenn nicht die Arbeiter immer noch ausdrüc Hunderte von Jahren in der Zukunft, wo immer civilifierte Völker konnte, zu machen. In Arnstadt beschloß eine öffentliche Versammlich diese Tabake fordern würden. Sollte man es glauben, daß mit einander verkehren, wird der Fluch und die Schande dieses lung die Gründung eines Wahlvereins und wählte eine Kommission immer noch nicht so viel Solidaritätsgefühl vorhanden ist, Kriegs an den Namen Englands haften bleiben. Nur zur Ausarbeitung eines Statutenentwurfs und Vornahme der sonstigen daß man sich entschließen könnte, solch könnte, solch kleines, winziges zwei Parteien haben mit der blutigen Schande nichts gemein- Borarbeiten. Die erſte konstituierende Versammlung des neuen Opfer zu bringen, um einer großen und wichtigen Sache, dem die Frländer und die Socialisten. Wo immer nach mehr Vereins soll bald stattfinden. Blut geschrien wurde, Mr. Redmond und seine Freunde haben in diesen Ruf nicht eingestimmt. Wer immer offen oder zweideutig für das große Verbrechen zu Gunsten des Profits eingetreten ist, die Intelligenteren unter den Führern der Arbeiterklasse haben mit Macht dagegen gekämpft. Der Rest ist ein Chaos von undurchdringlichem Schlamm. Wie wir die Freiheit lieben und Selbstverwaltung für uns verlangen, so müssen wir sie auch lieben für alle andren Völker, selbst für die Irländer, die eine ältere Civilisation haben als wir, selbst für die Boeren, welche sich in dem Rufe vereinigen: ,, Unabhängigkeit oder Tod!" Ich kann nicht stolz sein auf einen Engländer, welcher nur seine eigene Nationalität verachtet. Diese Sorte von Engländern ist würdig, nichts zu sein, als der Stlave der Kapitalisten der Welt." Polizeiliches, Gerichtliches usw. Darauf wurde Nachklänge von der Maifeier. Bei der letzten Maifeier in Dortmund hatte der Genosse Bartels das Mißfallen des Polizeikommissars Elsholz erregt, weil er einen Wagen, in dem er hatte. E. forderte die Entfernung der Dekoration. einige Genossen zum Ausflugsort fuhr, mit etwas Laub bekränzt Unser Genosse ließ den Polizeimann fordern und fuhr davon. Als er abends zurückkehrte, fam der Ordnungshüter mit demselben Verlangen und nahm die Festkarte des B., die dieser den Pferden an den Kopf ge= stedt hatte, an sich. B. strengte darauf Klage wider Elsholz an wegen Diebstahls und führte bei dessen vorgesetzter Behörde Beschwerde, wurde aber in beiden Fällen abgewiesen. B. wegen groben Unfugs unter Anklage gestellt und am 26. Juli von der Dortmunder Straffammer zu einer Geldstrafe von 40 M. eventl. 20 Tagen Gefängnis verurteilt. Was jeder Klimbim- Verein ungestört machen kann, ist bei einem Socialdemokraten grober Unfug wer zweifelt noch daran, daß es wirklich groben Unfug giebt. Auch die„ Justice", das Organ der„ Socialdemo Als Verleger der Kommunalen Praxis" wurde Genosse tratischen Föderation", nimmt stets denselben Stand. Kaden in Dresden zu 50 M. Geldstrafe verurteilt, weil er es punkt ein. Noch in seiner letzten Nummer ist ein Artikel des unterlassen hatte, ein Pflichteremplar bei der Polizei einzureichen. bekannten Socialisten Belfort Bag enthalten:" Warum muß ein Staden war der Meinung gewesen, daß die Kommunale Braris" Socialist logischerweise ein Pro- Boer" sein?" In diesem den Vorschriften über das Pflichtexemplar nicht unterliege, das Artikel spricht Belfort Bay den Engländern jedes Recht ab, sich in Gericht stellte sich jedoch auf den gegenteiligen Standpuntt. die Angelegenheiten der Republiken zu mischen; sie haben kein Recht gehabt, den Krieg zu beginnen. Auch Hyndman spricht sich in einem französischen Parteiblatt in entschiedener Weise gegen den englischen Imperialismus und gegen den Krieg aus. Klingt das wie eine Verteidigung des Krieges? " Der Boeren- Krieg. China. Die Rückkehr des Hofs nach Peking Recht auf Koalitionsfreiheit zum Siege zu verhelfen? Arbeiter aller Orts! An Euch liegt es! Weiset einmütig den Tabak dieser Herren zurück und der Sieg ist unser! Unser Sieg ist auch Euer Sieg! Hoch das Recht auf Koalitionsfreiheit! Siehe auch Inserat! Die Kommission der Tabatarbeiter. Achtung! Buchbinder! Albumarbeiter! Preffer! In der Firma Alfred Schlais in Leipzig sind Differenzen aus Die Ortsverwaltung. gebrochen. Zuzug ist streug feruzuhalten! Deutsches Reich. Der Generalftreik der Flaschenmacher ist nunmehr zur Thatsache geworden. Die Unternehmer haben das Angebot des Vertrauensmanns der Glasarbeiter, mit ihm behufs Beilegung der Differenzen und Abwendung des Generalstreits in Verhandlungen einzutreten, mit völligem Schweigen übergangen. Da andrerseits nicht anzunehmen ist, daß die Arbeiter umgefallen wären und ihre stündigung zurückgenommen hätten, so ist also jetzt der Kampf in allen Flaschenfabriken Deutschlands entbrannt. Daß den Unternehmern dieser gewaltige Streit, obwohl fie alles, was sie zu dessen Abwendung hätten thun können, unterlassen haben, doch recht unangenehm ist, haben wir in den letzten Tagen mehrfach durch Thatsachen illustriert. Die Fabrikanten wenden sich nun in den ihnen zur Verfügung stehenden Blättern an das Publikum und suchen Stimmung gegen den Streit zu machen. blattes. Die legte Nummer der Berliner Neuesten Nachrichten", des bes fannten Unternehmer Organs, bringt einen längeren Artikel, der soll nach einer Meldung des Korrespondenten des Londoner augenscheinlich seinen Ursprung in der Leitung des Fabrikantenringes Standard" keineswegs in dessen Absicht liegen. Gin Hofbeamter, hat. Nach der Darstellung des Artikelschreibers furd im Streit in der Singanfu am 9. Juli verlassen habe, habe erklärt, der Hof Schauenstein, der seit August vorigen Jahres währt, Forderungen dente nicht im entferntesten daran, Peking wieder aufgestellt worden, auf welche die Firma im Interesse der Autorität Ueber die angebliche Erschießung Verwundeter zur Residenz zu machen. Seine Bemerkungen liefen nicht eingehen konnte. durch einzelne Boeren veröffentlicht„ Daily Mail" einen Bericht Lord Das ist das alte Lied. Wenn die Arbeiter wegen eines ausKitcheners, der das Ergebnis der von ihm angestellten Untersuchung lediglich darauf hinaus, die Alliierten zum Abzug zu bewegen. über die Erschießung verwundeter englischer Soldaten durch die Die ,, Einigung“ über die Kriegsentschädigung. gebrochenen Konflikts durch von ihnen selbst bestimmte Vertreter Boeren auf dem Schlachtfelde bei Blatfontein enthält. Die Vertreter der Mächte haben nach einer am 26. Juli statt- verhandeln wollen, dann verbietet es die Autorität, richtiger der Lieutenant Duff fagt aus, am Tage nach dem Stampfe gehabten Sigung erklärt, daß elf Regierungen sich hinsichtlich der Herrendünkel, auf ein solches Verlangen, durch dessen Erfüllung habe ihm Lieutenant earn erzählt, er habe gesehen, Höhe der Kriegsentschädigung geeinigt und dieselbe auf 450 Millionen der Konflikt aller Wahrscheinlichkeit nach aus der Welt geschafft wie ein junger Boer zwei leicht verwundete Eng- Taels festgesetzt hätten. Zur Deckung werden die Salzstener, worden wäre, einzugehen. länder erschoß, die sich gegenseitig ihre Wunden verbanden. Hearn innere Abgaben und eine Erhöhung der Seezölle In Nienburg sei der Streit zu Gunsten der Schauensteiner„ vom habe ihm noch gesagt, daß auch andre verwundete Eng- auf 5 Proz. effektiv dienen. Die Kapitalsumme soll um das Jahr Zaun gebrochen" worden, heißt es in dem Artikel des UnternehmerDer Verfasser sagt natürlich nicht, daß sich die Niens länder von den Boeren erschossen worden seien. 1940 getilgt sein. Chinesische vierprozentige Bonds werden anDer Bericht enthält ferner die Aussagen von acht Soldaten, genommen werden. Sonderansprüche sind noch nicht festgestellt. burger erst zum Streit entschlossen, nachdem ein Ausschußmitglied, die gesehen haben sollen, daß die Boeren Ver- Ein vollständiges Protokoll ist in Vorbereitung und wird, wie man welches auf die Arbeiter in deren Interesse eingewirkt haben sollte, wundete erschossen. Mehrere Soldaten sagen, sie hätten ge- hofft, zeitig genug fertig sein, um dem amerikanischen Vertreter und gekündigt worden war, nachdem schon vorher verschiedene Maßsehen, daß ein Boerenoffizier sich bemühte, seine dem russischen Gesandten, den Herren Rockhill und v. Giers, vor nahmen getroffen waren, die auf eine Vernichtung der Arbeiter: Leute davon abzuhalten, die englischen Verwundeten zu deren Abreise von Peking zur Unterzeichnung vorgelegt zu werden. organisation hinausliefen. Allerdings wollten die Nienburger Arbeiter durch ihren Streit auch die Bewilligung der von ihren Kollegen erschießen. Alle Bernommenen liegen in Johannesburg im Deutsch franzöfifche Waffenverbrüderung in China. Hospital, sie sagen, sie seien bereit, ihre Aussagen in Nienburg gestellten Forderungen durchdrücken. Obwohl dieser Streit zu beschwören. Der nach Paris zurüdgekehrte bisherige Betinger Gesandte wegen Lohnforderungen entstanden ist, hat er sich schließlich Es handelt sich also noch nicht um eidlich erhärtete Bichon hat mehreren Zeitungs- Berichterstattern gegenüber die infolge der Maßnahmen der Fabrikanten zu einem Kampf um die Aussagen. Beobachtungen geschildert, die er in China gemacht hat. Zu einem Anerkennung des Koalitionsrechts der Arbeiter erweitert. Vertreter des Echo de Paris" äußerte Pichon, die Beziehungen Gegen die Behauptung, sie wollten das Koalitionsrecht nicht England zählt keinen Sold! " Daily Chronicle" berichtet, daß 32 Unteroffiziere und zum Feldmarschall Grafen Waldersee feien immer anerkennen, wehren sich die Fabrikanten, aber schließlich geht doch Soldaten der geomanrys, deren rüdständiger Sold noch sehr herzlich gewesen. Niemals sei zwischen den französischen aus den Auslaffungen ihres journalistischen Verteidigers hervor, daß nicht gezahlt wurde, ein Schreiben an den König abgesandt haben, und den deutschen Offizieren die geringste Reibung vorgekommen. dem so ist, tros aller Ableugnungsversuche. In dem Artikel heißt in dem sie erklären, daß sie der Verteilung von Medaillen Bichon wies dem Interviewer dabei Photographien vor, die es, Herr Geheimer Kommerzienrat Heye habe keinerlei Einwände Arm in Arm gegen den Anschluß der Arbeiter an ihre Organisation, aber er an die aus Südafrika zurüdgelehrten Krieger deutsche und französische Soldaten Fabrik Auf längere Zeit würden, wie Pichon wollte betreffs des Streiks nur mit den Vertretern der nicht beiwohnen würden, weil sie teine Medaillen an- 3eigen. neuen Er Krankenkasse verhandeln, und erst später, nachdem ein Vergleich nicht nehmen könnten, während ihre Frauen durch die Nachweiter bemerkte, in China teine, Tässigkeit der Kriegsverwaltung Hunger litten. hebungen stattfinden, wofern man in den Vorzu stande tam, habe Herr Heye erklärt, daß er keinen Die den Soldaten schuldenden Beträge betragen zwischen 68 bis beugungsmaßnahmen nicht nachlasse und die in der Organisation angehörenden Arbeiter mehr einstellen 63 127 Bfd. Sterl.( 1260-2540 M.) pro Mann. China zurüdgelassenen Truppenteile genügend werde". start seien. Einem Vertreter des„ Eclair" sagte Bichon gleich- Also, so lange die Arbeiterorganisation sich hübsch ruhig verhält, falls, daß die Beziehungen zwischen Deutschen und Franzosen hat der Herr Geh. Kommerzienrat nichts gegen den Anschluß an Einem Vertreter des Journal" dieselbe. Sobald sie aber daran denkt, im Interesse der Arbeiter Eine Depesche des Generals Kitchener vom 26. Juli besagt: stets ausgezeichnet waren. General Stephens berichtet, eine berittene Abteilung gegenüber wiederholte Pichon, daß die Franzosen stets vortreffliche ein wenn auch nur bescheidenes Wörtchen mitzureden, dann muß fie Wieder ein englischer Mißerfolg. = " burch Aussperrung und Brotlosmachung ihrer Mitglieder vernichtet werden! Dieser Antrag wurde schließlich nach längerer Debatte, in der anderthalb Jahre Gefängnis und zweijahrigen Ehrnoch verschiedene andre Vorschläge gemacht wurden, mit 32 gegen verlust. Und das soll kein Kampf gegen die Arbeiterorganisation sein! 31 Stimmen angenommen. Schon mehrmals haben wir gefragt: Warum sind denn die Abgelehnt wurde ein Antrag, die Aufnahmegrenze von 45 auf der vierten Ferien- Straffammer des Landgerichts I gegen den Eine Anklage wegen Urkundenfälschung gelangte gestern vor Fabrikanten auf das Angebot Horns nicht eingegangen, wenn sie den 40 Jahre herabzusetzen. Ein Antrag des Vorstands, nach welchem Rentner Christian Weber zur Verhandlung. Der Angeklagte hat Frieden wollten und die Organisation der Arbeiter anerkannten? jugendliche Arbeiter, die schon Mitglieder einer andren Kaffe find, viele Jahre hindurch die Schlächterei betriebent, bis er sich vor etwa Warum haben sie die Friedenshand, die ihnen der Vertrauensmann Mitglieder der T.-K.-K. werden können( bis jetzt war das nicht ge 2 Jahren ins Privatleben zurückzog. Die Großschlächterei- Firma der Glasarbeiter bot, stillschweigend zurückgewiesen? stattet), wird mit dem Zusatz angenommen, daß sie nur in die Gebrüder Isaac entdeckte später, daß noch ein Bosten von 70 M. in Dieser Versuch zur Vermittelung" so heißt es in dem Minimalklasse des Beschäftigungsorts eintreten können. dem Konto des Weber offen stand. Als sie diese Forderung geltend Artikel ,, ist nur wieder eines der so oft angewandten Schein- Zur Abstimmung über den Antrag auf Umwandlung der Kaffe machte, erhob Weber zunächst den Einwand, daß er die Lieferung manöver, um unter der Bevölkerung Stimmung für die Glasarbeiter in eine Zuschußkasse ist nachzutragen, daß gegen die Umwandlung nicht erhalten habe, nachdem die Firma aber dieses nachgewiesen zu machen; auf einen ehrlichen Vergleich war es auch dieses Mal 47 Delegirte stimmten. Außer den gestern schon Genannten waren hatte, behauptete er, daß sie bereits bezahlt sei. Die Inhaber nicht abgesehen." das folgende: Blum und Kästner- München, Zick Fürth, Vaches Erlangen, Weber verurteilt wurde und zahlen mußte. Nach etwa 6 Wochen der Klägerischen Firma Wenn das wirklich die Ansicht der Fabrikanten ist, dann hätten sie beschworen das Gegenteil, worauf doch durch Eintritt in Verhandlungen der Welt beweisen sollen, daß Schmidt- Bayreuth, Richter- Ulm a. D., Ezel- Wangen, Plaaß- Karls- wurden die Gebrüder Isaac durch den Besuch eines Herrn überBlaaß- Karls- Weber Horns Angebot nur ein Scheinmanöver war. Aber das paẞt den ruhe, Sieß- Rintheim, Walter- Mannheim, Fluhrer- Schwegingen, Herren nicht in den Kram. Es ist ja sehr bequem, wenn auch nicht oberstein- Speyer, Grimm- Ludwigshafen, Sterger- Weinheim, Ger- rascht, der sich als Kaufmann Stenzig vorstellte und ihnen mitteilte, anständig, daß man einem Ehrenmann, der nicht nur Vertrauens- mann- Mainz, Raible- Neu- Isenburg, Schwarz- Frankfurt a. M., Merg- daß er zufällig zugegen gewesen sei, als Weber die quittierte Rech mann der Glasarbeiter ist, sondern auch das höchste Ehrenamt, ein Cronberg, Hed- Hanau, Orbig- Gießen, Mailand- Offenbach, Hilde- nung über den strittigen Posten gefunden habe. Den Gebrüdern Isaac drohe mun eine Civilflage und außerdem eine Anzeige wegen Reichstagsmandat inne hat, öffentlich den schimpflichen Vor- brandt- Göttingen, Derbe- Hannover, Schneider- Westhofen, Schmidt- fahrlässigen Meineids, falls sie es nicht vorzögen, sich mit Weber zu wurf ins Gesicht schleudert, er habe, indem er einen bevorstehenden Gevelsberg, Lenz- Düsseldorf und Voigt- Harburg. einigen. Die Gebrüder Isaac waren ihrer Sache sicher, fie ers folgenschweren Kampf im legten Augenblick abzuwenden sucht, ein " Scheinmanöver" veranstaltet. Diese Unternehmertaftit richtet sich in den Augen jedes anständigen Menschen von selbst, und sie wird nicht dazu beitragen, den Kampf, wie es die Unternehmer wünschen, als einen ihnen auf gedrungenen erscheinen zu lassen. Die Arbeiter kämpfen mit ehrlichen Mitteln für ihr gutes Recht. Möge ihnen der Sieg beschieden sein. Die Reblausbekämpfung. Die sächsische Regierung hat an flärten, daß die Quittung gefälscht sei und sie sich auf irgend welche den Reichstanzler das Ersuchen gerichtet, es möge für Sachsen die Vergleichsverhandlungen nicht einlassen wollten. Die fragliche Quittung Sie war thatsächlich gefälscht. Einstellung des bisherigen Reblaus- Ausrottungsverfahrens aus gelangte in die Hände des Gerichts. gesprochen und an dessen Stelle mit Hilfe des fogenannten Der Thäter hatte, wie Gerichtschemiter Dr. Jeferich begutachtete, Kulturalverfahrens die aufgefundenen Rebläufe abgetötet werden, eine ältere quittierte Rechnung über einen kleineren Betrag in eine ohne dabei die Weinstöcke in ihrer Lebens- und Ertragsfähigkeit zu höhere Summe umgeändert und ebenfalls das Datum, während die Ecke des Papiers, auf dem die Seitennummern des Schuldenkontos beeinträchtigen. Begründet wird dieses Verlangen mit dem Hinweis auf verzeichnet gewesen, abgerissen war. Der Angeklagte bestritt seine Die Krefelder Sammetscherer haben, wie Wolffs Telegraphen- die hohen Kosten des jezigen Ausrottungsverfahrens, die in feinem Schuld. Er habe einem Bettler ein Stück abgelegtes Zeug schenken Bureau meldet, am Sonnabend die Kündigung eingereicht. Dem Verhältnis zur Bedeutung des Weinbaus in Sachsen stehen und wollen, dabei vorher die Taschen durchsucht und dabei in einem nach haben also die Fabrikanten die ihnen gestellte Frist verstreichen weil trotz dieses radikalen Verfahrens das weitere Umsichgreifen alten Regenrod die Quittung gefunden. Der Zeuge Stenzing bes laffen, ohne sich zu den Forderungen, deren Hauptpunkte wir in der Verheerungen durch die Reblaus nicht hat verhindert werden stätigte, daß er bei dem geschilderten Vorfall zugegen gewesen unsrer Freitag- Nummer mitteilten, zu äußern. sei. Aus den Büchern der Firma Isaac ging hervor, daß ein Posten Die Angestellten der Breslaner Paketfahrt find in eine Darauf ist dem Ministerium des Innern mitgeteilt worden, in Höhe der quittierten Rechnung überhaupt nicht vorhanden war. Lohnbewegung eingetreten. Die Zahl der Angestellten ist 150. Sie daß die Reichsregierung Bedenken gegen die" Aufgabe des Der Staatsanwalt hielt den Vorfall, wie die Quittung gefunden nicht mehr geltend machen will, fein sollte, für eine abgefartete Geschichte, die der Angeklagte in erhalten gegenwärtig wie die Breslauer Vollswacht" mitteilt, Ausrottungs- Verfahrens Monatsgehälter von 50, 55, 60 m., und die eine verantwortungs- sofern alle Maßnahmen getroffen werden, um das preisau- Scene gefegt habe, um sich einen Beugen zu beschaffen. Habe der volle Stellung einnehmenden Expedienten beziehen mur 65-70 m. gebende Gebiet sicher gegen diejenigen Weinbaugebiete abzu- Angeklagte die Quittung nicht selbst gefälscht, so habe er fie fälschen monatlich. Die tägliche Arbeitszeit beträgt in der Regel 16 bis fperren, in welchen das Ausrottungsverfahren fortgesetzt werden soll. laffen. Er beantrage gegen ihn 3 Monate Gefängnis. Der Ver Das Ministerium des Innern hat daraufhin anderweite Be- teidiger, Rechtsanwalt Tallert, hielt das Belastungsmaterial zu einer tönnen. 18 Stunden. Manchmal giebt es in der Woche einen freien Tag, timmungen erlassen, wovon die einschneidende ist, daß den Inhabern Verurteilung keineswegs für ausreichend, der Gerichtshof war aber andrer Ansicht, ging noch über den Antrag des Staatsanwalts hinaus und erkannte auf fechs Monate Gefängnis. Der Verteidiger wird Nevision einlegen. Die Stichwahl in Memel. für gewöhnlich ist nur der zweite Sonntag dienstfrei. Die Angestellten fordern: Eine Zulage von monatlich 5 M. für von Rebschulen jeder Versand von Reben und Rebenteilen aus alle Angestellten. Nach jedem zurückgelegten weiteren Dienstjahre Sachsen verboten wird. eine weitere Zulage von 5 M. monatlich bis zum Höchstgehalt Ein Gesetz zur Regelung der Arbeitszeit der Lokomotiv von monatlich 150 M. für Expedienten und 120 M. für Kutscher, führer, Heizer und des Zugpersonals der Eisenbahnen ist inBegleitmänner, Backträger, Möbeltransporteure und Backer. Die Frankreich in Vorbereitung. Schon vor drei Jahren war in der Arbeitszeit soll 12 Stunden inkl. zweistündiger Mittagspause be- Rammer ein diesbezüglicher Entwurf angenommen worden, der seit Letzte Nachrichten und Depeschen. tragen. Für Ueberstunden sollen 50 Pf. pro Stunde berechnet dem in den Kommissionen des Senats herumgeschleppt worden ist. werden. Jeder zweite Sonntag ist vollständig frei zu geben. Die Schließlich tam er vom Senat furz vor Sessionsschluß in sehr Angestellten wollen sich sich verpflichten, in der 12- bezw. berböserter Form an die Kammer zurück. Die Arbeits10 stündigen Arbeitszeit dieselbe Arbeit zu thun, wie bis- kommission der Kammer wollte lediglich auf ihren früheren Entwurf her. Bur Regelung dieser Frage soll ein Ausschuß gebildet bestehen bleiben; auf Vorschlag des Ministers Baudin jedoch werden, in den zwei Mann von jeder Gruppe gewählt werden wurde ein neuer Entwurf ausgearbeitet. und der mit der Direktion verhandeln soll. Unter feinen Umständen Danach würde als Arbeitszeit für die obengenannten Kategorien dürfen Maßregelungen wegen der Lohnbewegung unternommen zu gelten haben diejenige Zeit, während der sie irgend welche Dienste berrichten. Für die Lokomotivführer und Heizer wird auch die Beit Die vorstehenden Forderungen sind von sämtlichen Angestellten als Dienstzeit in Anrechnung gebracht, welche zur Vorbereitung unterschrieben worden. Sie werden der Direktion eingereicht und und Instandhaltung der Maschinen nötig ist. Die Arbeitszeit darf deren Antwort wird bis zum 1. August entgegengesehen. in 10 Tagen 90 Stunden nicht überschreiten. werden. Achtung! Böttcher! Die Sperre über die Faßfabrik Konrad Pensel in Zwidau- Bölbig sowie über die Werkstätten der Böttcher Innungsmeister 8widaus dauert unverändert fort. Zuzug ist streng fernzuhalten. Ausland. Zum fardinischen Eisenbahner- Streik meldet W. T. B.": In einer gestern in Cagliari stattgehabten Versammlung des ausständigen Personals der sardinischen Nebenbahnen, an welcher berschiedene Deputierte, der Maire und der Präsident der Provinzialvertretung teilnahmen, wurde beschlossen, den Ausstand zu beendigen. Sociales. Als Ruhezeit gilt die Zeit, über die der Angestellte nach seinem Gutdünten verfügen fann. Ruhezeiten von weniger als einer Stunde werden als Arbeitszeit gerechnet. Memel, 27. Juli, 11 Uhr abends.( W. T. B.) Bei der heutigen Stichwahl im Wahlkreise Memel- Heydekrug wurde nach bisheriger Feststellung abgegeben für Mattschull( Litauer) 9106, für Braun( Socialist) 6923 Stimmen. Es fehlt nur noch das Ergebnis aus zwei Bezirken. bertraulichen Der Köller- Schreckt. Frankfurter Zeitung" aus Straßburg i. Elf. traten zu einer Frankfurt a. M., 27. Juli.( B. H.) Nach einer Meldung der den Aussprache über bevorstehenden reichss ländischen Ministerwechsel fieben elfaß- Lothringische Reichstage. Abgeordnete auf Einladung eines ihrer Kollegen heute Die Durchschnittsdauer der Ruhezeiten, die zwei Arbeitsperioden nachmittag zusammen. Sie waren einstimmig der Meinung. daß eine Stellungnahme zur Stöller Frage von einander trennen, hat 10 Stunden zu betragen. Ist der Angestellte außerhalb seiner Wohnstätte, so darf die Ruhezeit bis auf Ernennung eines Staatssekretärs ausschließliches Recht der Krone außerhalb ihrer Zuständigkeit liege, da die 8 Stunden herabgehen, jedoch müssen die zwei aufeinander folgenden fei. Das Volk und dessen Vertreter werden den Nachfolger des Ruhezeiten zusammen mindestens 18 Stunden betragen. Innerhalb einer Dekade( 10 Tage) hat die Eisenbahngesellschaft Herrn von Buttkamer lediglich nach seinen Thaten zu beurteilen jedem der oben bezeichneten Angestellten eine ununterbrochene Ruhe- baben. Falls in der Angelegenheit etwas geschehen solle, sei es Sache des zeit von 24 Stunden zu gewähren; außerdem einen Urlaub von Abgeordneten könnten erst dann eintreten, wenn Köller zum reichsLandesausschusses, vorzugehen. Die Reichstags14 Tagen pro Jahr. Für die Tage des Urlaubs dürfen keine ländischen Staatssekretär ernannt sei und mißliebige RegierungsAbzüge vom Gehalt gemacht werden. Die 24stündige, aller akte vorliegen. An der Besprechung nahmen sechs Elsässer und ein 10 Tage wiederkehrende Ruhezeit muß der vorgeschriebenen täglichen Ruhepause entweder vorausgehen oder folgen. Lothringer teil. Der Achtstundentag in den Bergwerken. In Paris tagt zur Zeit eine außerparlamentarische Kommission, die sich mit der Frage der Einführung des Achtstundentags in den Kohlengruben be schäftigt. Ihr gehören unter anderm auch die socialistischen Deputierten ( Bergleute) Basly und Lamendin an. Diese Kommission ist auf Grund des von dem Kongreß der Bergleute an die Regierung gerichteten Ultimatums zusammengetreten. Die Berglente verlangen, wie wir seiner Zeit mitgeteilt, die Durchführung verschiedener Reformen durch die Gesetzgebung, andernfalls sie in den Generalstreit einzutreten gedroht haben. Alle bekannten Führer der Organi fationen der Bergleute sind geladen, als Auskunftspersonen vor der Kommission zu erscheinen. Gerichts- Beifung. Der Köller Schreck scheint den Wackeren nicht schlecht in die Glieder gefahren zu sein.Tolstoj am Brustkorbkrebs erkrankt. Mostau, 27. Juli.( B. H.) Meldungen, die hier aus Jasnaja Poljana eingetroffen sind, besagen: Die Aerzte fonstatierten bei Tolstoj Symptome von Brustkorbtreba. Die russische Pfaffheit hält die schwere Erkrankung des Dichters augenscheinlich für den geeignetsten Augenblick, um von neuem ihren Geifer gegen den verhaßten Wahrheitstämpfer zu speien. Ein PetersDer Metropolit von burger Telegramm meldet nämlich: Petersburg Antony erneuerte den Bannfluch gegen den Grafen Leo Tolstoj. Schade, daß die Guten den Schwerkranken nicht auf den Scheiter haufen zerren können! Zur Bekämpfung der Blei Erkrankungen gewerblicher Arbeiter. Das sächsische Ministerium des Innern hat den Vorschlägen des Landes- Medizinalkollegiums gemäß verordnet, daß die gewerblichen Betriebe, in denen die Arbeiter der Bleivergiftung aus gesetzt sind, besonders beaufsichtigt werden sollen, und daß, soweit nicht vom Bundesrate besondere Vorschriften erlassen sind, namentlich die Einhaltung folgender Bestimmung streng zu kontrollieren ist: 1. Arbeiten, bei denen Blei und Bleipräparate zur Verwendung kommen, dürfen nicht in Wohn- und Schlafräumen ( sofern es sich nicht um Justandsetzung solcher Räume durch Maler 2c. handelt) vorgenommen werden. 2. Die Arbeits raume müssen stets möglichst rein gehalten und insbesondere die Fußböden durch tägliches Aufwaschen oder feuchtes Abwischen von dem fich ablagernden Bleistaub und sonstigen Blei Abfällen gründlich gereinigt werden. Auch sind die Räume täglich gründlich zu lüften. 3. Für die Arbeiter müssen genügende Wascheinrichtungen sowie ein geeigneter Raum zum Ablegen und Aufbewahren ihrer geDas neue holländische Kabinett. Ein durchgebrannter Ehemann wurde gestern der vierten wöhnlichen Kleider vorhanden sein. 4. Die Arbeiter haben bei der Saag, 27. Juli.( W. T. B.) Das neue Ministerium Kuyper Arbeit besondere Arbeitsfleider zu tragen. 5. Das Labatrauchen und Ferienſtrafkammer des Landgerichts I in der Person des 55 jährigen wird wahrscheinlich folgendermaßen zusammengesetzt werden: Melvil Zabattauen ist während der Arbeit zu unterlassen. 6. In den Ar Angeklagte, der seit vielen Jahren in der Müllerstraße eine gut hofes, Justis; Deputierter Loeff Juneres; Kuyper Konditors Emil Ja del aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Der Auswärtiges; Van Lynden, Generalsekretär des Schiedsgerichtsbeitsräumen dürfen Speisen und Getränke nicht aufbewahrt und nicht genossen werden. 7. Ihre Mahlzeiten haben die Arbeiter gehende Konditorei betrieb, erfreute sich im Norden Berlins eines Ministerpräsident; Viceadmiral Kruys Marine; in einem hierzu besonders bestimmten, von den Arbeitsräumen voll- besonderen Ansehens. Im November 1899 ging Müller die zweite der frühere Minister Bergansius Krieg; de Marez Händig getrennten Raume einzunehmen. Vor dem Eſſen müssen Ghe ein. Er heiratete ein Mädchen in reiferen Jahren, das bereits Digens Waterstaat, Handel und Industrie; Depu einmal im Irrenhause gewesen war und ein Vermögen von fierter Harte van Tedlenburg Finanzen; Van dieselben die Arbeitskleider ablegen, sich den Mund durch Ausspülen 19 500 Mart besaß, das auf der Reichsbant angelegt war. Wenige und Gurgeln mit reinem Wasser reinigen und Hände und Gesicht Tage vor der Hochzeit ließ Jädel sich das Vermögen seiner Braut ſchwyt, früherer Gouverneur von Surinam, Kolonien. mit heißem Wasser und Seife, und zwar die Hände unter VerDas Ehepaar unternahm eine furze Hochzeitswendung einer Bürste, sorgfältig waschen. 8. In gleicher Weise reise und berührte dabei Leipzig, wo Jaeckel die Wertpapiere gegen haben sich die Arbeiter vor dem Berlaffen der Arbeitsstätte gründlich Papiergeld umsetzte, ohne daß seine Ehefrau darum wußte. Nach zu reinigen. Ferner ist unter Umständen die Ueberwachung des Gesundheits- der Rückkehr von der Hochzeitsreise erklärte Jaedel, daß er von dem zustandes der Arbeiter durch regelmäßige periodische ärztliche Unter- elde feiner Frau ein Haus in Darmstadt laufen wolle. Seine zustandes der Arbeiter durch regelmäßige periodische ärztliche Unter- Ehefrau war damit einverstanden. Jaedel kam nicht wieder. Daß er fuchungen, die Ausschließung nicht völlig gesunder Personen, von vornherein die Absicht gehabt hatte, das Vermögen seiner Frau jugendlicher Arbeiter und Frauen von der Beschäftigung in dem durchzubringen, schließt die Anklage daraus, daß Jaedel außer jämtGewerbebetrieb überhaupt oder bon bestimmten Arbeiten, sowie fofortige Ausschließung Erscheinungen von Bleifrankheiten lichen vorhandenen Baarmitteln auch seine gesamten Kleider und Wäsche tritt völliger Genesung ins Auge zu fassen. Auch sollen die Arbeiter Dampfer in Begleitung einer Dame von einem Bekannten getroffen verbands der Stahlarbeiter erklärt die Meldungen über eine dem zeigender Arbeiter von der bisherigen Beschäftigung bis zum Ein- stücke mitgenommen hatte. Der Angeklagte ist später auf einem Bodenseevor Antritt der Beschäftigung vom Unternehmer über die Gefahr und Darmstadt, nachdem sich dort der Häuserkauf zerschlug, auf den Ge- des Stahlarbeiter Ausstandes für unbegründet. und angesprochen worden. Wie der Angeklagte angiebt, ist er in ihre Verhütung aufgeklärt werden. Schließlich sollen die Krankens danken gekommen, seine Frau zu verlassen. Er sei erst nach der laffenärzte bezw. Kassenvorstände verpflichtet werden, bei Kassenmit Schweiz und von dort nach New York gereist. Als er hier innergliedern auftretende Bleivergiftungen alsbald der Polizeibehörde zur halb furzer Zeit gegen 8000 Mart verloren habe, sei er nach Bremerhaven, 27. Juli.( W. T. B.) Infolge des AufAnzeige zu bringen. Die Verfügung ist anerkennenswert; das wichtigste bleibt aber Deutschland zurückgekehrt und in Worms verhaftet worden.tretens von Pestfällen in Porto hat das hiesige Quarantäne eine Verkürzung der Arbeitszeit, die schon zur vollen Durchführung Dem Angeklagten werden noch zwei Unterschlagungen zur Amt für die aus Porto und dessen Vorhafen Leiros eintreffenden Last gelegt. Seine Verkäuferin hatte ihr Gehalt nicht Seeschiffe eine gesundheitspolizeiliche Kontrolle ander hier gegebenen Vorschriften unentbehrlich ist. abgehoben, weil der Angeklagte erklärt hatte, er werde es bei einer geordnet. Bant für sie anlegen. Dies hatte er nicht gethan und die Ver- Mannheim, 27. Jult.( W. T. B.) Amtlich wird bekannt gegeben: täuferin dadurch um 250 M. geschädigt. Eine arme Kranten Gestern nachmittag 4/2 Uhr entgleiste bei den Kasernenbauten inpflegerin hatte dem Angeklagten ihre ganzen Ersparnisse in Höhe folge des Bruches einer Radachsenschraube ein Materialzug der von 1600 M. anvertraut, auch dies Geld hatte er mit auf die Reife Firma Grün u. Bilfinger hierselbst, in welchem sich etwa 30 bis genommen. Während der Staatsanwalt den Angeklagten in allen 40 Personen befanden. Einem Arbeiter wurde durch einen Bunkten für überführt hielt und gegen ihn eine Gesamtstrafe von auf ihn fallenden Rollwagen der Brusttasten eingedrückt, 2 Jahren Gefängnis beantragte, gipfelte die Verteidigung des wodurch der Tod alsbald eintrat; zwei andre Arbeiter Dr. Arndt in Vertretung des Rechtsanwalts erlitten erhebliche Verlegungen. Neues Aufflammen des Philippinen- Anfftaudes. London, 27. Juli.( W. T. B.) Nach Berichten von den Philippinen droht dort neuerdings ein allgemeiner Aufstand auszubrechen. Der Philippinengeneral. Marval lämpfte bereits im südlichen Kuba mit großem Erfolge gegen die Amerikaner. Der Stahlarbeiterstreit. New York, 27. Juli.( W. T. B.) Der Präsident des Gesamts Die Generalversammlung der Central Kranten und Sterbetasse der Tischler beschäftigte sich in der Sizung am Freitagvormittag mit der Frage der Ausgleichung des Defizits, nach dem zuvor der Antrag auf Centralisation der Berliner Bahlstellen durch Uebergang zur Tagesordnung er ledigt worden war. Die Finanzkommission empfahl folgenden Beschluß: " Nach allseitiger Erörterung der gegenwärtigen Finanzlage der Referendars Stasse, und nachdem die Kommission zu der Einsicht gekommen, daß Dr. Schwindt, besonders darin, daß der Angeklagte sich das Lemberg, 27. Juli.( B. H.) In dem Moment, als der Dom. eine andre Lösung dieser äußerst schwierigen Lage nicht möglich sei, Heiratsgut seiner Frau erst nach der Ehe angeeignet habe, de chant Hausmann in der hiesigen Kathedrale die Früh beschließt die Kommission, der Generalversammlung den Vorschlag zu wofür er nicht bestraft werden könne. Der Gerichtshof nahm an, meffe lejen wollte, verfekte ihm ein reicher Hausbesiger machen, sie wolle dem Antrag des Vorstandes und Ausschusses, wie daß der Angeklagte seine Ehefrau, die sich jetzt wieder im Frren Namens Wasilyczyszyn mit einem eisenbeschlagenen Stock einen in der Vorlage angegeben, zustimmen, welcher dahin geht, das 28fache hause befindet, nur geheiratet habe in der Absicht, sich in den Besitz Hieb auf den Kopf. Hausmann wurde schwer verletzt. Der Krankengeld zu gewähren und im Jahre zwei Extrabeiträge, je einer ihres Vermögens zu setzen. Sein Verhalten milfie als ein recht Attentäter, welcher den Eindruck eines Wahnsinnigen machte, wurde im 3, und 4. Quartal, zu erheben." schmählicher Betrug angesehen werden. Das Urteil lautete auf von Kirchenbesuchern festgenommen. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 174. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 28. Juli 1901. Arbeiter, Parteigenossen! Versäumt nicht die Wählerlisten zur Stadtverordneten= wahl einzusehen. Die Listen liegen zur Einsicht im städtischen Wahlbureau, Poststraße 16, Zimmer 57, bis zum 30. Juli an den Wochentagen in der Zeit von 9 bis 3 Uhr, am Sonntag von 11 bis 1 Uhr aus. Auch werden an den bekannten Stellen Aufträge zur Einsichtnahme in die Wählerlisten entgegengenommen. Versammlungen. durch Wasserdampf und Gaslicht erhitzten Kellerraum ausharren. widrig auch Ausländer zur Militärpflicht heranzieht, so fann man einen Einer von ihnen, der schon mehrere Jahre da beschäftigt war, weiteren Nachweis verlangen. Die Polizeibehörde hat daher dies Recht, Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer hat sich infolgedessen eine unheilbare Krankheit zugezogen, ist. Den Staatsangehörigkeits- Ausweis erhalten Sie als Bayer von der dessen Ausübung nicht gerade eine Schmeichelei für die Militärverwaltung Berlins und Umgegend hielt am 24. Juli eine Generalversammlung deren Ursache, nach Aussage der behandelnden Aerzte, nur Kreisregierung in München, Landshut, Speyer, Regensburg, Bayreuth, in den Borussiäsälen, Aderstraße ab. Der Kassierer Alfier giebt die in dem übermäßig überhizten und zu wenig ventilierten Ansbach, Würzburg oder Augsburg. Haben Sie in Preußen geheiratet, so Abrechnung vom 2. Quartal. Es steht einer Einnahme von 4910,30 M. Arbeitsraum liegt. Und dabei will Herr Hoffmann einen Muster- haben Sie seitens Ihrer Heimatsbehörde das Verehelichungszeugnis ereine Ausgabe von 3241,67 M. gegenüber. Bestand am Schlusse des betrieb haben, von dem er auch noch gern in Versammlungen spricht. halten. Auch dieses genügt zum Nachweis Ihres bajuvarischen Ursprungs. 2. Quartals 19 860,77 M. Die Decharge wird bis zur nächsten Ver- Auf Grund dessen habe ich gesagt, wie es dort aussieht und glaube Die von Ihnen verlangten Führungsatteste einzureichen lehnen Sie ab, sammlung vertagt. Die weitere Debatte über den 2. Punkt der somit meine Pflicht gethan zu haben." So der Redner, der durch ebenso etwa jedweden Schein, der sich auf Ihre Frau oder Ihre Kinder beTagesordnung wurde der vorgerückten Zeit wegen ebenfalls vertagt. seine Ausführungen wirklich Entrüstung gegen den Meister entfachte. zieht. Teilen Sie uns den Erfolg Ihrer Bemühungen mit.-T. M. 100. - Den Bericht des Ausschusses gab Schoch. In der hierauf folgenden Debatte wurden noch ähnliche Zustände schließen. Soweit durch diesen Vertrag etwaige Gläubiger benach= Ja: Sie müßten einen Vertrag. am besten unter Beihilfe eines Anwalts Albert Hübner und Paul Horn wurden aus dem Verein aus- an den Tag gebracht, die jedoch nicht alle so genau detailliert teiligt werden, ist er ungültig. – M. M., Mariannenstraße. Nein. geschlossen, weil sie im Streit in Mecklenburg- Schwerin als Arbeits- waren. M. 1000. T. ein Recht auf volle Konzession nach dem Gesetz willige fungierten. niemand zusteht, so läßt sich ein sicherer Erfolg der Klage nicht voraussagen. Die Vertretung durch einen Anwalt wäre in Ihrem Falle nicht nußlos. Die Kosten richten sich nach der Höhe des vom Stadtausschuß fezzusetzenden Objetts und würden etwa 60 M. betragen. Zu empfehlen ist Ihnen der Versuch, ein Bedürfnis darzulegen.- C. S. 100. 1. Der Vertrag muß gestempelt ſein. Das Unterlassent der Stempelung macht aber den Bertrag muß den Namen des wirklichen Eigentümers enthalten. Die Anbringung feineswegs ungültig, sondern zieht Stempelstrafe nach sich. 2. Das Schild des falschen Namens ist strafbar und kann für Sie überdies noch finanziell recht fühlbare Folgen nach sich ziehen.. 2. 107. 1., 2. und 3. Nein. 4. Wegen der zu Uurecht erfolgten Einbehaltung des Lohns müssen Sie den Klageweg( Amtsgericht ist zuständig) beschreiten. Wegen des unrichtigen Attestes müssen Sie bei der Polizei Berichtigung beantragen. 40 Luckenwalde. Ob der Weg ein Kirchweg ist, ist unerheblich. Es kommt darauf an, ob der Weg ein sogenannter historischer oder ein von der zuständigen Behörde als öffentlich erklärter ist. Ob das der Fall ist, läßt sich nur unter genauer Würdigung aller oft recht verzwickt liegender Umstände sagen. Fragen Sie M. Otto 43. Die Klage erscheint nach ihrer Cuvrystr. 27. Wenden Sie sich direkt an das Heim. Darlegung berechtigt. F = Der Centralverband der Fleischer- und Berufsgenossen Deutschlands( Verwaltungsstelle Berlin und Umgegend), hielt am Donnerstag, den 25. Juli seine quartalsmäßige Hauptversammlung bei Bauer, Rosenthalerstraße, ab. Kollege Mercier referierte über: „ Die heutige Arbeitsvermittlung im Schlächtergewerbe und die Errichtung eines eignen Arbeitsnachweis Bureaus". Der Redner geißelte in treffender Weise die Mißstände in der derzeitigen Stellenvermittlung, er beleuchtete sodann die besonderen Schwierigkeiten, die der Errichtung und Erhaltung eines eignen Arbeitsnachweis Bureaus entgegenstehen und schloß mit der Aufforderung, ein solches Bureau zu gründen und dem Vorstand die Vorarbeiten hierzu zu übertragen. In der Diskussion wurde erwähnt, daß der Stellenvermittler Reck sogar am 1. Pfingstfeiertag nachmittags 3 Stellen vermittelt und für diese 15, 10 und 8 M. Gebühren genommen hat, trotzdem die Arbeitspläße mr 18, 13,50 und 10 M. Lohn bei freier Station einbringen. Vermittler Ballert hat für eine Stelle mit 15 M. Lohn ebenfalls 10 m. verlangt. Von dem auszuhängenden Tarif soll dort überhaupt nichts zu sehen sein. Auch sollen des öfteren Gesellen außer Arbeit kommen, wo Vermittler die Hand im Spiele gehabt haben. Nach beendigter Diskussion wurden die Vorschläge Merciers einstimmig angenommen und noch bestimmt, daß das Bureau spätestens im September eröffnet werden soll. Beim zweiten Bunft: " Arbeitsräume und Schlafstellenwesen" schilderte ein Redner besonders die Zustände in der Wurstfabrik von Hoffmann, Brückenſtr. 10. Dort müßten die Gesellen in übereinanderstehenden Betten, und 2 Kutscher jogar in ein und demselben Bett zusammen schlafen. Der Schlafraum befindet sich im Keller. Die Bettwäsche werde nicht einmal beim Anzug neuangestellter Gesellen gewechselt. Aehnlich sieht es hier auch mit den Arbeitsräumen aus. Ventilation ist so gut wie gar keine zu finden. Die Gesellen am Wurstfessel müssen den ganzen Tag, oftmals 12 bis 16 Stunden in dem stark Jm weiteren Verlauf der Versammlung gab der Kassierer den Kassenbericht vom 2. Quartal 1900, der, inklusive 25,75 M. Kassenbestand von vorigen Quartal eine Einnahme von 441,35 M. und eine Ausgabe von 247,30 M., mithin einen Kassenbestand von 194,05 M. aufwies. Auf Antrag der Revisoren wurde dem Kassierer Decharge erteilt. Unter Berschiedenem wurde darauf aufmerksam gemacht, daß in der nächsten öffentlichen Versammlung über die Stellungnahme der Meister zu unsren Forderungen gesprochen wird und daß Altgeselle Möller Hamburg referiert. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be: nutzung für jedermann, Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus. Geöffnet werttäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und 430 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung. Samariterkurius für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Montag, abends 9 Uhr, in der Centrale, Dresdenerstr. 45: Vortrag über: praktische Uebungen. Ertrinken, Ersticken, verschiedene Formen der Bewußtlosigkeit. Nachher Adams Buschkrug, Rudowerstraße. Heute Nachmittag: Ausflug nach Briz. Treffpunkt Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Wette 10. Obwohl anzunehmen ist, daß Sie als Gastwirt sowohl über ein Thalerstück als über eine Wage verfügen, wollen wir Ihnen doch mitteilen, daß ein preußischer Thaler rund 18 Gramm wiegt. Da 1000 Gramm ein Kilogramm und 50 Kilogramm ein Centner sind und zur Million Mart 333 333 Thaler gehören, was Sie übrigens auch wissen fönnten, so tönnen Sie sich das Gewicht ausrechnen. Ob und wie weit Sie es tragen fönnen, müssen Sie probieren. Chamissoplatz 7. Die Behörde ist vor Ihrer Aufnahme in den preußischen Staatsverband berechtigt, den Nachweis zu verlangen, daß Sie deutscher Nicht- Preuße sind. Für den gewöhnlichen Sterblichen reichten die Militärpapiere in Verbindung mit der Behauptung des Antragstellers zu solchem Nachweis aus. Traut man der Militärbehörde zu, daß sie gesezbeim Landratsamt an. -V Witterungsübersicht vom 27. Juli 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer= stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° C. 4° R. Stationen Barometer: stand mm Windrichtung Windstärke 3 bedeckt 18 Haparanda 761 Still Wetter heiter Temp. 11. C. 15°.= 4° R. 26 Swinemde 758 NO Hamburg 759 WSW 2 heiter 18 Petersburg 764 SW 1wolfent 22 Berlin 758 SSW 1wolfig 19 Cort 759 9 5wolfig 16 2 heiter 16 Aberdeen Frankf./M. 759 München 761 SO 2 lb.bed. 16 Baris 7582bedeckt 14 759 23 Wien 3 hlb.bed. 19 Wetter Prognose für Sonntag, den 28. Juli 1901. Ziemlich warm und schwül, zeitweise heiter, aber veränderlich bei schwochen füdwestlichen Winden und fortdauernder Gewitterneigung. Berliner Wetterburea Zur Reise. Sommer- Joppen für Herren.. 90 Pf. 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Die goldene Brücke. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Westen." Theater Charivari"( Se ceffions Brettl). Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Die Geisha. Anfang Central. 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Geschlossen. Carl Weiß. Madame Bonivard. Anfang 8 Uhr. Montag: Die Afrikanerin. Friedrich Wilhelmstädtisches. Specialitäten im Garten. Belle Alliance. Friz Reuter. Anfang 8 Uhr. Im Garten: Großes Gartenkonzert und Lustiges Brettl". Anfang 6 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Borstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Passage Theater. Damen Ring: A fämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang nachmittags 3 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Reichshallen. Neumann- Bliemchen mit seiner Gesellschaft. Anfang 7 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Malerische Wanderungen durch Die Mart Brandenburg. 8weiter Teil." Montag: Mittelmeerfahrten. Juvalidenstraße 57/62. Urania Prater- Theater Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: ,, Mal erische Wanderungen durch die Mark Brandenburg", II. Montag: Mittelmeerfahrten. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Auf fremder Erde. Ausstattungsstück mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Hugo Schulz. Auftreten der Excentric- Chansonnette Hedwig Döring, des GrotesqueRomiters Paul Coradini, der Gebrüder Damm, Afrobaten. The Garays, Rad: fahrer. Mr. Bartlings lebende Photo: graphien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Platz 50 Pf. Kalbo. Zoologischer W. Noacks Theater. Garten Sonntag: Heute Entree 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Ab 4 Uhr nachmittags: Grosses Konzert ausgeführt von 3 Kapellen. Gastspiel der Banda Municipale di Pratola. Dirigent: Pupilla. Brunnenstraße 16. 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Achtung: Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Verrüdenmacher Berlins und Umgegend. Socialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Schen, üritenwalderſtr. 2. Folgende Kollegen sind in der Liste nachzutragen: Borowski. Schönleinstr. 28. Am Dienstag, den 30. Juli, abends 8/2 Uhr, im Lokal ,, Altes Schützenhaus", Linienstraße 5: 288/10 General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands, des Kassierers und der Revisoren. 2. Bericht der Vertrauensleute, der Preß, Lokal und Agitations- Kommission. 3. Die heutige wirtschaftliche Krisis. Referent Genoffe Robert Schmidt. 4. Disfussion. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste erwünscht. Vollzähliges Erscheinen erwartet Der Vorstand. V. Wahlkreis. 245/9 Montag, den 5. August, abends S½ Uhr, bei Böhow, am Prenzlauer Thor: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Ströbel über: Volkswille und Volkswehr. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Socialdemokratischer Wahlverein 217/4 Borowski, Gozkowskyftr. 6. Müller, Oderbergerstr. 47. J: Klarbaum, höchstestr. 1. Central- Kranken- und Sterbekasse Schlafmöbel- Bazar ,, Baby". 9, 12 bis 75 Mk. der Tischler und andrer gewerbl. Arbeiter Polster( E. H. Nr. 3, Hamburg) Ortsverwaltungen Berlins. Sonnabend, den 10. August: Sommerfest zur Feier des 25 jährigen Bestehens der Kaffe zum Besten des Invalidenfonds in den Lofalen Meue Welt Schweizergarten Hafenheide 114 Am Königsthor Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. Großes Konzert. Specialitäten- Vorstellung. Feuerwerk. Kinderbelustigungen aller Art. Die Kaffeeküchen sind von 3 Uhr an geöffnet. für den Bezirk Rummelsburg. Bon 6 Uhr ab: Montag, 29. Juli, abends 82 Uhr: General- Versammlung I im Lokal des Herrn Schumann, Neue Prinz Albertstr. 70-71. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Karl Wiesenthal über:„ Warum muß die Socialdemokratie fiegen?" 2. Disfussion. 3. Kassenbericht vom letzten Quartal. 4. Bericht des Bibliothekars. 5. Neuwahl des Bibliothekars. 6. Wahl der Delegierten zur Kreisfonferenz. 7. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert! Neue Mitglieder werden in der Versamm: lung aufgenommen. Das pünktliche Erscheinen aller Mitglieder erwartet Der Vorstand. 8/5 Von 6 Uhr ab: Großer Ball. Anfang 3 Uhr. Entree 30 Pf. Am Tage der Feier wird auf den Zahlstellen nicht kassiert. Ernst Konzert- Garten Höflich Ball- Salon Friedrichsberg, Frankfurter Chauffee 120. Jeden Sonntag: Konzert. Ball.. Theater. Jed. Kaffeeküche.- 3 [* Deutscher Holzarbeiter- Verband. b. Mittwoch: Freikonzert, Familienkränzchen. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 31. Juli, abends 84 Uhr, in Kellers Festfälen, Koppenstraße 29: Max Kliems Festsäle, Hasenheide 13-15. Zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art angelegentlichst empfohlen. 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Verbandsangelegenheiten. 117/4 Die Kollegen, die sich an einer Fahrt nach Rügen beteiligen wollen, werden ersucht, sich in den nächsten Tagen im Bureau zu melden. Geplant wird die Fahrt am 11. August; doch muß die Meldung bereits in den nächsten Tagen erfolgen. Die Ortsverwaltung. Centralverband der Maurer( Berlin II). Dienstag, den 30. Juli, abends 8½ Uhr: Mitglieder- Versammlung des Bezirks Süd- Ost im Lokale des Herrn Krüger, Naunynstraße 6. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen G. Wolff. 2. Disfusion. 3. Gewerkschaftliches. Necht zahlreichen Besuch erwartet 143/12 Die Verbandeleitung. Central- Verband der Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen Deutschlands. ( Bezirk Berlin.) Mittwoch, den 31. Juli, abends 9 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Vortrag. 90/3 Die Handelskrifen". Refer.: Herr Hans Leuss. Gäste find willkommen. Der Bevollmächtigte. W. Friedländer, Elsasserstr. 25. Die unterzeichneten Abteilungsmeister der Cigarrenfabrik Paul Juhl, Pankow bestätigen hierdurch, daß, nachdem die baulichen Veränderungen in den Fabrikräumen der genannten Firma fertiggestellt sind, nunmehr sämtliche Arbeiter und Arbeiterinnen wieder eingestellt worden sind. Pankow bei Berlin, 25. Juli 1901. 2618b A. Gorsolke. Paul Schulze. Neu! Socialistenkrüge. Abbildungen auf Wunsch zu Diensten. Neu! 20380* Gebr, Rieche, Hannover, Nordmannstraße 7. Saal mit Bühne Sonnabends und Sonntags zu vergeben. Künstl. Zähne ohne Entfernung der Wurzel Schmerzloses Zahnziehen. Plomben sowie sämtliche Zahnoperationen schmerzlos. Teilzahlung per Woche 1 Mk. [ 19339* Meine 15 jährige Thätigkeit im Beruf bürgt für exakte und gewissenhafte Ausführung. Betten. 6,50-21,00. Lieferant des Post- Spar- und Vorschuss- Vereins. 1. Invalidenstr. 169, an Brunnenstr. 2. Oranienstr. 31, an Adalbertstr. 3. Bellealliancestr. 107, am Blücherplatz. 4. Gr. Frankfurterst. 115, an Andreasstr. 5. 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Heute( Sonntag) Familien- Ausflug nach Schmargendorf, Restaurant Sanssouci". Nege Beteiligung erwünscht. Der Vorstand. Stralan, Friedrichsfelde, Rummelsburg- Borhagen, Lichtenberg- Friedrichsberg, Wilhelmsberg. Ueber die Errichtung eines Gewerbegerichts resp. den Anschluß an das zu errichtende Gewerbe gericht Lichtenberg soll in den obengenannten Orten am Dienstag, Sen 6. August in 4 großen Voltsversammlungen referiert werden. Die Leiter der Gewerkschaften werden hierauf besonders aufmerksam gemacht. Die Vertrauenspersonen. Rummelsburg. Morgen, Montag, abends 81/2 1hr, hält der Socialdemokratische Wahlverein im Lokal des Herrn Schumann, Neue Prinz Albertstr. 70/71, seine Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen außer einem Vortrage des Genossen Inserat.) Der Vorstand. Karl Wiesenthal noch verschiedene wichtige Punkte.( Siehe Treptow- Baumschulenweg. Montag, den 29. d. Mts., abends 8 Uhr, findet in Ackermanns Festsälen, Baumschulenstr. 78, eine große öffentliche Frauenversammlung statt, in welcher Frl. I da Altmann einen Vortrag über" Frauenleben und Streben" halten wird. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht aller Frauen und Männer, diese Versammlung recht zahlreich zu besuchen. Die Kreis- Vertrauensperson: Frau Marie Thiel, Tempelhof, Friedrich Wilhelmstr. 17. Lichtenberg, Wilhelmsberg, Friedrichsberg. Die Mitglieder des Socialdemokratischen Wahlvereins werden dringend ersucht, vollzählig am Montag, den 29. Juli, abends in ihren Bezirkslokalen zu erscheinen. Bei diesem außerordentlichen Zahlabend sollen wichtige Mitteilungen gemacht werden. Socialdemokratischer Wahlverein Pankow- Nieder- Schön, hausen. Dienstag, den 30. Juli, abends 9 Uhr, Vereins verSammlung bei Settekorn, Nieder- Schönhausen, Lindenstraße. Vortrag des Journalisten Herrn Hennede Berlin über:" Die Landflucht der Arbeiter und ihre Ursachen." mir eingehend gesprochen und erst danach seine Erwiderung auf die Schadeschen Ausführungen gemacht. Blausäure in Kaffee gemischt und sich damit vergiftet hat der stellenlose Kaufmann May 2. aus der Lüneburgerstraße. Seine Als ich selbst zum Worte tam, führte ich bezüglich der Frau fand ihn morgens tot im Bett. Die Veranlassung dazu Arzneitosten wörtlich aus: der Gewerts- Krantenverein scheint in einem gänzlich aussichtslosen Liebesverhältnis zu liegen, hat eine niedrigere Durichnittsziffer als die das 2. eingegangen war. Außerdem hat wohl die materielle Lage andren Krankenkassen. Die Orts- Krantentasse der Kauf- ihren Teil dazu beigetragen. Leute tommt über den Durchschnitt von 2,50." Wiederum find drei Fälle von Hitzschlag zu verzeichnen. ( Thatsächlich betrugen für diese Kasse im Jahre 1900 die reinen Die 35 Jahre alte Arbeiterin Barbara Novarra wurde am FreitagArzneifosten pro Kopf des Mitgliedes 2,67 m.) Es erscheint außerordentlich merkwürdig, daß Herr nachmittag nahe beim Urban- Krankenhause befimmungslos aufgefunden und von einem Schugmann dort untergebracht. Ein zweiter Fall Apotheker Schade sich dieser Ausführungen nicht betrifft den Oberkellner Hans Bahrenhorst, der unveit des Postmehr erinnert, dagegen auf eine mißverstandene Zwischen- gebäudes in der Oranienburgerstraße vom Higschlag betroffen und bemerkung hin Behauptungen in die Welt schleudert, von deren Un von einem Schuhmann nach der töniglichen Klinit gebracht wurde. richtigkeit er sich um so eher überzeugen konnte, als sein Betrieb bei der Orts- Krantentasse für den Gewerbebetrieb der Staufleute zu Endlich brach in der Rügenerstraße eine Frau infolge der Hitze vorständig ist und er bei derselben auch gemeldet hat. gestern nachmittag bewußtlos zusammen und wurde nach einem Krankenhause gebracht. Die etwa 28 bis 30 Jahre alte Frau konnte noch nicht festgestellt werden. Alb. Kohn. Gefundheitliche Ueberwachung der Schulen durch Kreisärzte. Obgleich verschiedene Berliner Vororte bereits, auf Drängen der Regierung, Schulärzte angestellt haben, ist seitens des Regierungspräsidenten zu Potsdam dieser Tage eine Verfügung ergangen, welche die Beaufsichtigung aller unter der Aufsicht der Negierung stehenden Schulen, auch der Fach- und Fortbildungsschulen, Kindergärten usw. durch den Kreisarzt anordnet. Der Kontrolle unterliegen, neben dem Gesundheitszustand der Schüler, der, unter Buziehung des Schulleiters und Schularztes, zu prüfen ist, auch die baulichen Einrichtungen der Schule. Die regelmäßigen Revisionen haben zweimal jährlich stattzufinden. -Ans nicht aufgeklärtem Aulaft versuchte am Freitagabend der 28 Jahre alte Maschinenheizer May Baate aus der Brunnenstraße 128 sich zu erschießen. Er lebt von seiner Frau getrennt und machte vor einiger Zeit die Bekanntschaft eines jungen Mädchens Auguste H. aus der Wöhlertstraße. Zwischen beiden entspann sich ein Liebesverhältnis, das zu einem Bruch des Mädchens mit seiner Mutter führte. In den letzten Tagen war B. öfter angetrunken. Freitag befand sich Auguste. in seiner Wohnung, beide sahen zufammen aus einem Fenster, als plöglich B. zurüdtrat und sich aus einem Revolver eine Kengel in den Mund schoß. In fast hoffnungslosem Zustand brachte ihn ein Lückscher Rettungswagen nach dem Lazaruskrankenhaus. Dem Anschein nach haben sich seiner Scheidung von der Frau und der ehelichen Verbindung mit Auguſte H. unüberwindliche Hindernisse in den Weg gestellt. Es ist möglich, daß er aus diesem Grunde zum Nevolver gegriffen hat. Für den Untergrund- Bahnhof am Potsdamer Platz wird jetzt, nachdem die Tunnelſtrecke hier vonſtändig überdeckt worden ist, die Ein- und Aussteigehalle hergestellt. Die erstere, breitere befindet sich auf dem Grundstück des ehemaligen Hühnerhofs an der Südseite Der Vorstand. des alten Dreifaltigkeits- Kirchhofs, der übrigens bei den ganzen nunmehr ihrem Ende entgegen gehenden Bauarbeiten auch nicht das Schwer vergangen hat sich der 51jährige Tischlermeister Hergeringste an Terrain verloren hat. dem Garten des Hauses Königgrägerstr. 15 und ist etwa fünf Meter Schlossermeisters, die ihren Vater in der Werkstelle in der StallDie Aussteigehalle liegt neben mann Peters, Luisen- fer 31, an der 7 Jahre alten Tochter eines von dieser Straße entfernt. Durch die Anlage der beiden Hallen schreiberstraße besucht hatte und sich auf dem Heimwege nach dem auf dem an und für sich recht schmalen Terrain hat die Einfahrt zu Blan- Ufer befand. In der Prinzenstraße gesellte sich P. zu dem von dieser Straße entfernt. der eisenbahnfistalischen Straße und dem Droschkenhalteplas ganz Seind, reichte ihm Näschereien und schickte es in das Eckhaus an der Mühlenbeck.( Socialdemokratischer Wahlverein Bez. Pankow.) bedeutend eingeengt werden müssen. Der Bahnhof ist wie alle Gitschinerstr. Bevor er aber seine Absicht völlig zur Ausführung bringen Sonntag, den 28. Juli, nachmittags 4 Uhr, Vereinsversammandren Untergrund- Bahnhöfe 15 Meter breit und wird ohne Zweifel fonnte, hatte ihn eine Frau bemerkt, die zivei Nachbarinnen herbeiIung im Gasthof Zur Sonne". Vortrag des Herrn F. Kozte einer der verkehrsreichsten werden. rief und mit ihnen hinter dem entfliehenden B. hersetzte. Er wurde Berlin über: Was will die Socialdemokratie?" ergriffen und vom 42. Polizeirevier eingesperrt. " Lokales. Die gänzliche Beseitigung des Pferdebahnverkehrs aus den Straßen Berlins ist innerhalb Jahresfrist zu erwarten, da Weil ihm das Tischlerhandwerk zu schwer war, erhängte bis zu diesem Zeitpunkt die Fertigstellung der unterirdischen Stromzuführungs- Strecken vollendet ist. Seitens der Straßenbahn- sich gestern morgen der 21 Jahre alte Tischlergeselle Gustav ZimmerAls die Mutter ihn bei dem Gesellschaft werden die erforderlichen Vorbereitungen getroffen, um mann aus der Frankfurter Allee 93. sofort nach Beendigung der für die Umwandlung nötigen Bauarbeiten Kaffeetrinken vermißte und nachfah, fand sie ihn in sitzender Stellung möglichst mit einem Schlage die sämtlichen Pferdebahnlinien ein- am Bett hängend. Er war seit Monaten schwermütig, weil er durch gehen zu lassen. Motorwagen gebaut, die nach ihrer Fertigstellung auf den be- er nicht alt werden würde. Zu diesem Zweck werden schon jetzt die nötigen die Arbeit Schmerzen in der Lunge erlitt und der Ansicht war, daß stehenden elektrischen Linien eingefahren werden. Die Wagen Mit Schweinfurtergrün vergiftet. Der 50 Jahre alte erhalten sämtlich die vorgeschriebene neue Schutzvorrichtung. Reisende Albert Schmidt aus der Andreasstraße 49, ein Trinker, der Allmählich werden dann im Laufe des Jahres die alten sich oft an seiner Ehefrau und der erwachsenen Tochter vergriff, verumgebaut und ebenDie Schließordnung" im socialdemokratischen Staat. Wir befinden uns gar nicht mehr in der kapitalistischen Gesellschaft mit all ihren schönen Einrichtungen der Polizei, den vielen Beamten, den schnucken Soldaten, den vielen Verordnungen und Vorschriften, sondern mitten im socialdemokratischen Staat. Diese überraschende Entdeckung, die uns einen Augenblick inne werden ließ, ob wir nicht mit unsrer Kritik der heutigen Gesellschaft Einhalt thin sollten, ist in der„ Allgemeinen Haus- und GrundbesizerBeitung" zu finden, und zwar kam die Erleuchtung dem Blatt imaggons aus dem Betrieb gezogen, Hinblick auf die neue Schließordnung" des Polizeipräsidenten. Das mag etwas parador flingen, entspricht aber dennoch den Thatsachen, wie wir sofort beweisen werden; mur bitten wir, in Anbetracht der großen Hige dem Grundbesigerblatt mildernde Umstände angedeihen zu lassen, das dürfen wir auch insofern erbitten, als unsre Leser über die Folgen der Schließordnung nachstehende belustigende Aufklärung von dieser Seite erhalten: " falls Folge war, daß er ihr einen Stiefel an den Kopf warf und die Tochter mit einem Revolver bedrohte. Während Mutter und Tochter sich in ein anderes Zimmer zurückzogen, nahm Sch. Gift. Ein Arzt von der Rettungswache in der Frankfurter Allee wurde gerufen, der ihm die erſte Silfe leiſtete und ihn dann in einer Droschke nach dem Krankenhaus im Friedrichshain schickte. Straßensperrung. Die Zelten- Allee von Sieges- Allee bis Friedens- Allee wird behufs Asphaltierung vom 26. d. M. bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Das Tempelhofer Ufer von der Möckernstraße bis zur Grenze zwischen den Häusern Nr. 23 a und 24 wird behufs Umpflasterung vom 29. d. Wits. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Das Vortragsprogramm der Irania für die kommende Woche lautet: heute( Sonntag) und Sonnabend Malerische Wanderungen durch die Mart Brandenburg, Teil III. und I." Montag, Mittwoch und Freitag: Mittelmeerfahrten". Dienstag und Donnerstag: Die Höhlen des Harzes und ihre Umgebung". Am nächsten Sonntag und für die folgenden Tage wird der dekorative Vortrag: Aus dem Tagebuch der Erde" zur Aufs führung gelangen. für die neue Betriebsart mit Schutzvorrichtung ein- fuchte sich zu vergiften. Als er Freitagabend um 11 Uhr wieder angerichtet werden. Die Pferdebahnlinie Spittelmarit- Weißen- getrunken Heimkehrte, äußerte die Frau ihren Unwillen darüber. Die jee wird binnen kurzem elektrischen Betrieb erhalten, doch wird die Strecke in der Greifswalderstraße givischen Berbindungsbahn und Weichbildgrenze nur eingeleifig betrieben. Der Magistrat von Berlin hatte der Großen Berliner StraßenbahnGesellschaft die Erlaubnis für den zweigeleisigen Ausbau nur für den Fall gegeben, wenn die Gesellschaft für ihre Rechnung den in Betracht kommenden Teil der Greifswalderstraße regulieren würde. " Mit Riesenschritten nähert sich die staatlich- kommunale Ver- Die Gesellschaft hat dies jedoch abgelehnt und die schwebenden Verwaltungsmaschine dem socialistischen oder besser gesagt: handlungen abgebrochen. Den Verkehrsbedürfnissen soll durch Andem socialdemokratischen Staat, denn die Grundlage, auf welcher sich mehr und mehr unser Verwaltungswesen aufzubauen legung einer größeren Zahl von Weichen Rechnung getragen werden. beginnt, ist nicht mehr für eine wirklich sociale Gestaltung des Auf dem Weißenseer Gebiet wird die ganze Strecke zweigeleifig. öffentlichen Lebens, für eine„ bürgerliche Gesellschaft" geeignet, Die amtliche Untersuchung über die Bootskatastrophe sondern das ist der Anfang vom Knutenregiment des auf dem Krössinersee am vergangenen Sonntag ist, nachdem alle Arbeiterstaates, in dem es nur noch Beamte und Sklaven Beteiligten und Zeugen vernommen worden sind, nunmehr abgeschlossen giebt. Immer mehr wächst sich unser bürgerliches Leben zur Klassen- und hat zu einem negativen Ergebnis geführt. Es ist festgestellt, wirtschaft, und unser staatliches System zum Polizeistaat aus, und daß ein strafbares Verschulden an dem Unglück niemand trifft, daß tver schließlich und zuletzt die Polizeigewalt ausübt, das ist im dasselbe vielmehr lediglich durch ein Naturereignis herbeigeführt Grunde genommen nur eine Machtfrage und eine Frage der Zeit; worden ist. Andrerseits ist aber festgestellt, daß wahrscheinlich die schreitet unsre innere Politik auf den bisher eingeschlagenen Wegen fämtlichen, auf dem„ Albatros" befindlich geweſenen Personen geweiter fort, so läßt sich mit mathematischer Genauigkeit der rettet worden wären, wenn die Frauen und Kinder sich nicht in der Augenblick berechnen, in dem die Gewalt einer töniglich- Kajüte aufgehalten hätten. Dieses amtliche Ergebnis mag als bürgerlichen Polizei in die Hände einer Arbeiter: Mahnung für alle Segler dienen, die Kajüten ihrer Fahrzeuge als polizei übergehen wird. Leider ist es eine alte historische Aufenthaltsstätte für Personen nicht frei zu geben. Wahrheit, daß Gott diejenigen, die er verderben will, mit Blindheit schlägt. Und diese Blindheit scheint denn auch schon unsre leitenden Kreise in Staat und Gemeinde zu beherrschen, denn sonst müßten sie gewahr werden, daß sie mit ihren systematischen Erweiterungen berpolizeilichen Macht und Befugnisse mitten hinein ins socialdemokratische Fahrwasser treiben." Haben wir erst die Polizei in unsrem Dienst, dann wird sich die Sache schon weiter machen, das ist klar. Heute schon fönnen wir dem Anwalt der Hauswirte verraten, daß die nächste Polizeiverordnung, die wir mit Herrn v. Windheim bereits aus gearbeitet haben, dahin geht, daß vom 1. Oktober d. J. keine Miete an einen Hausbefizer bezahlt werden darf. Wer es dennoch thut, tommt auf die schwarze Liste und erhält überhaupt keine Wohnung. Ob Luppa dabei O, ihr armen Hausbesizer! Auf der Treptow Sternwarte wird am Montag, den 29. Juli, abends 81/2 Uhr Herr Dr. Ferrol über„ Die Vereinfachung des praktischen Rechnens" sprechen. Gleichzeitig wird der Vortragende die Zuhörer in seine Bahlenmmemonit einführen und beliebige Aufgaben der Potenzierung, Binsess zinsrechnung 2c. topfrechnerisch lösen und den Weg der Lösung erklären. Die aftronomischen Sonntagsvorträge finden wie üblich um 5 und 7 Uhr nachmittags statt. Der Zoologische Garten hat zwei interessante Affen aus Abessynien D. Neumann, einen Dsch elada und einen Dognera Pavian. Aus den Angaben des Pfeudokapitäns Wilson und Agenten Adolf Kühne geht wie auch aus anderweitigen Zeugenaussagen unzweideutig hervor, daß der biedere Direktor Zuppa auch bezüglich feiner Machenschaften die treibende Kraft war. Andrerseits scheint sich aber auch zu ergeben, daß Luppa die von Sternberg zu den von dem bekannten Afrikareisenden D. Neumann zum Geschenk erhalten, Bestechungen und Beeinfluffungen ausgesetzten Gelder nicht ihrer Be- welcher übrigens auf dem, vom 12.- 16. August hier in Berlin stattfindenden stimmung entsprechend verwandt hat. Ebenso wie der frühere Boologen- Kongreß über die Ergebnisse seiner Forschungsreise durch den südKommissar Thiel von ihm sehr knapp gehalten wurde, hat Luppa östlichen Sudan einen Vortrag halten wird, hat diese beiden Affen ganz auch Kühne und andren gegenüber seine anfänglichen Versprechungen iung bekommen und lange gepflegt. Sie find sehr aneinander gewöhnt. Den über die Höhe der ihnen zu gewährenden Gelder später nicht ein Besuchern des Gartens wird sehr bald die Verschiedenheit im Wesen zwischen gelöst. Das ist auch bei den Eltern der Fournaçon der Fall diesen beiden Tieren auffallen. Beide sind äußerlich einander ziemlich ähn gewesen, denen die zweite Zahlung nicht geleistet wurde. lich und es wird erklärlich, daß die Zoologen den Dichelada bisher allgemein für eine besondre Art der Paviane gehalten haben. Erst der Verwalter der feinen eignen Vorteil im Auge ge= Berliner Säugetier- Sammlung Matschie, hat vor turzem eine andre habt haben mag? Kühne ist mit Luppa im Auslande nicht Ansicht wissenschaftlich begründet, indem er feststellte, daß der Dichelada zu Der Apotheken- Boykott. Auf eine Anfrage des Dr. Mugdan zusammengetroffen, obgleich er die Gelegenheit dazu besonders ge- den Mangaben gestellt werden müsse, als naher Verwandter des Weißhaben die vereinigten Apotheken- Besizer und Verwalter Berlins und sucht hat. Luppa ist aber wohl der Abrechnung wegen dem Kühne schulter- Mangaben und des vorderindischen Wanderu. Die Mangaben kann der Umgebung einstimmig beschlossen, zu erwidern, daß mit dem gefliffentlich ausgewichen, weil er ihn nicht mehr nötig hatte. Hier man u. a. leicht an ihren faltigen Gesichtern, an dem aufwärts und nach Augenblick, in dem die Sperre aufgehoben würde, den Kaffen wieder in Berlin hat Kühne mit einer fast beispiellosen Unverfrorenheit im außen abstehenden Backenbart, und daran erkennen, daß die Nasenlöcher sich Kredit gewährt werden solle, daß die Apotheker aber auch ohne Auf- Dienste Sternbergs gearbeitet. Fast alle größeren Beeinflussungen nicht auf der Vorderseite, sondern auf der Oberseite der Schnauze öffnen. Fast unter den Augen des Untersuchungsrichters Johannisthat. Die von der Gemeindevertretung aufgenommene hebung der Sperre und Kreditentziehung bereit ſeien, in neue fallen auf ihn. Einigungsverhandlungen mit den Kassen einzutreten. Den Herren hat er sein schamloses Gewerbe betrieben, indem er die Beugen Anleihe von 15 000 W., die von der Landes- Versicherungsanstalt sollte doch bald klar sein, daß den Kassen die Kreditentziehung gar vor ihrem Eintritt in das Gerichtszimmer bearbeitete und Berlin zu Schulbauzweden vorgestreckt wird, ist vom Kreisausschuß nicht die Schwierigkeiten bereitet, wie sie annehmen. Die erste Be- nach der Vernehmung wieder in Empfang nahm. Troß- unter der Bedingung genehmigt, daß die Amortisation nicht, wie gedingung flingt denn auch mehr wie ein sehnlicher Wunsch der Kriminalpolizei in ihm den nicht auffindbaren Wilson ver- Bestimmend hierfür dürfte wohl sein, daß die Gemeinde gezwungen dem ist ihm nicht in den Sinn gekommen, daß die plant, mit 1 Proz., sondern mit 2 Broz. jährlich zu erfolgen habe. Apotheken- Befiger, der leider nicht in Erfüllung gehen wird. Vorsichtig haben die bedrängten Apotheken- Besizer deshalb muten könnte. Er kam nach Berlin auf Veranlassung der Acetylen- fein wird, im nächsten Jahre wieder eine größere Anleihe für den bereits die Gröffnung eines gemeinsamen Banttredits in Höhe von gesellschaft, die mit ihm wegen seiner Thätigkeit im Ausland ab- Bau einer Turnhalle und für die nötig werdende Vergrößerung der 100 000 m. beschlossen, um für den Fall, daß die Kassen bis zum Klosettanlagen aufzunehmen. Mit dieser Fürsorge, die Schuldenlast Oftobertermin ihre Zahlungen hinziehen und dadurch dem einen Eine helle Hose hat bei der Ermittelung einer fünftöpfigen der Gemeinde nicht zu sehr anwachsen zu lassen, ist der Gemeinde oder andren Apotheker Schwierigkeiten bereiten sollten, diesen bis Bande noch jugendlicher Verbrecher eine Rolle gespielt. In ver- indes sehr wenig gedient. Wohl aber wäre es dringend notwendig zum Eingang der Kaffenrechnungen einen ihren Forderungen entschiedenen Straßen des Nordens wurden fortgesezt Einbrüche in gewesen, wenn die Regierung eine größere Beihilfe zu dem Schulban sprechenden Kredit zu ermöglichen. Wohnungen verübt, und die polizeilichen Nachforschungen ergaben gewährt hätte. Nach der Verfügung der Regierung, daß die VorZu der von Herrn Apotheker Schade gegebenen Darstellung er- mehrfach als mutmaßlichen Thäter einen jungen Mann mit heller orte von Berlin fünftig ihre Schullasten selbst tragen sollen, ist diese halten wir noch folgende Buschrift: Hose. Gestern nun wurden in der Friedenstraße die beiden Arbeits- Beihilfe leider nicht zu erwarten. Für Kulturaufgaben hat man in Die in der gestrigen Nummer Ihres Blattes an das Schreiben burschen Theodor Schenk und Ernst Timm abgefaßt, die in eine Preußen kein Geld. des Herrn Apotheker Schade anschließende Berichtigung erscheint mir Wohnung einbrechen wollten, deren Inhaber sie für verreist nur in dem einen Punkte fehlerhaft, als sie mich außerhalb Berlins hielten. Sie wollten anfangs von einer verbrecherischen Absicht Ein größerer Dachstuhlbrand fam Freitagabend 8 Uhr aus weilen läßt, während ich thatsächlich hier bin. Die Aeußerung, nichts wissen, bis Schent auf eine scheinbar nebensächlich hin- nicht ermittelter Ursache in der Stalizerstr. 54 zum Ausbruch. Da welche mir Herr Schade in den Mund legt, ist von geworfene Frage, ob er einen Bekannten mit einer hellen Hose habe, in furzer Zeit ausreichende Löschhilfe zur Stelle war, konnte das mir nicht gemacht worden, ich kann dieselbe um so weniger bejahend antwortete. Nunmehr wurde ihm die Beteiligung an ver Feuer auf einen Teil des Dachstuhls beschränkt und innerhalb dreigethan haben, als der Höchstbeitrag in der Orts- Krantentasse für schiedenen Einbrüchen auf den Kopf zugefagt. Zögernd nannte er viertel Stunden abgelöscht werden. Das in der Nachbarschaft vers den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker nur nach und nach als Spießgesellen den 18 jährigen Sarl Stolle, den breitete Gerücht, daß auch das im vierten Stock befindliche Otto Witte durch den Brand 63 Pf. pro Woche beträgt, und wohl auch Herr Schade einem Manne, 17jährigen Hugo Lenz und den 20 Jahre alten Otto Funke. Die photographische Atelier von nicht, bestätigt sich vielmehr ist dasselbe den er als Sachverständigen bezeichnet, zutrauen wird, daß er die Bande wohnt in der Tresckow, Putbuser und Nykestraße, traf sich zerstört sei, Wochenbeiträge ber Stasse, an welcher er Rendant ist, tennt und richtig an- gegen Abend auf der Straße, um an heruntergelassenen Vorhängen vollständig intatt geblieben. Von Rigdorf aus wurde nachmittags giebt. Dieser Höchstbeitrag von 63 Pf. wurde aber laut Jahres- die Wohnungen auszusuchen, deren Bewohner abwesend sind, ber 6 Uhr die Berliner Feuerwehr um Hilfe angegangen, da dort in der bericht im Jahre 1900 sogar nur für 34,91 Proz. der Mitglieder gewisserte sich durch sogenannte Klingelfahrten über die Richtigkeit Richardstr. 18 ein großer Dachstuhlbrand witete, dem die dortige entrichtet, für alle übrigen geringere, so daß der Durchschnittsbeitrag ihrer Voraussetzung und brach dann bei hellem Tage ein. Die Beute Ortswehr allein nicht gewachsen zu sein glaubte. Den vereintent fich auf 48,8 3f. beziffert. Ueber die gauze Angelegenheit hatte wurde schleunigst verkauft. Alle fünf Einbrecher fanden im Unter- Anstrengungen gelang es, das Feuer auf den Dachstuhl zu während der Einigungsverhandlungen Herr Dr. Freudenberg mit I suchungsgefängnis Aufnahme. beschränken, der allerdings total eingeäschert wurde. rechnen wollte. Aus den Nachbarorten. Wochenspielplan der Berliner Theater: ein Bahnunfall. Der Beamte hatte die Schranken geöffnet, nachdem I vertaut waren, erst nach verzweifelten Anstrengungen gelang. Eine Die Nixdorfer Wohnungsdeputation war am Sonnabend ein Güterzug passiert war. In dem Augenblid, als ein Laftwagen Rettung der im Schiff befindlichen Personen zu versuchen, wäre zusammen, um zunächst einen Bericht des Vorsitzenden, Bürgermeisters die Geleise überfahren wollte, raste der D- Zug von Hamburg heran. Wahnsinn gewesen, nur einen im Wasser schwimmenden verwundeten Boddin, entgegen zu nehmen. Danach hatten sich die Verhältnisse Der Wagen wurde zertrümmert, die Lokomotive beschädigt, sodaß Matrosen konnte man noch herausziehen, bevor der Kutter sich, von eine längere Fahrtunterbrechung stattfand. Ein Radfahrer, der Rauch und Hize gezwungen, Hige gezwungen, entfernen mußte. Dagegen nach dem 1. Juli nicht wesentlich verändert. Im Laufe des Gärtner Böttcher aus Rohrbed, wurde von den Trümmern getroffen waren ein Mann der Befagung und ein Bollaufseher, welche durch Juli haben jedoch wieder 3 Familien( 6 Erwachsene und 7 Kinder), die egmittiert worden waren und teine und schwer verlegt. Der Bahnwärter Maudrich aus Seegefeld wurde den Luftdruck in die Höhe geschleudert worden waren, mert würdigerweise gerade auf das Deck des golfutters niederbekommen fonnten, in der alten Straßen des Amtes enthoben und eine Untersuchung eingeleitet. gefallen und mit dem Leben davongekommen. Alle übrigen, im ganzen, so weit sich bisher hat feststellen lassen, zwölf Personen, darunter auch die beiden obengenannten Stockholmer und vier ZollNeue königliche Oper( Trianon Theater). Alle Abende: beamte, sind umgekommen. Zot find ferner der Kapitän Orr und „ Lebende Lieder". Deutsches Theater: Donnerstag: Die versunkene Glode". fünf Mann von der Besatzung, darunter wahrscheinlich auch Freitag: Rosenmontag". Sonnabend:„ Die Weber". Sonntagnachmittag: zwei deutsche Matrosen Namens Moritz Knief und Hermann Melms. Die sofort nach der Unglücksstelle eilenden Brand" Der Probekandidat". Abends: Rosenmontag". Schiller Theater( Wallner- Theater). Sonntagnachmittag:" Der mannschaften hatten fast volle 24 Stunden schwere Arbeit, um den Barbier von Sevilla". Abends:„ Der Prophet". Montag:„ Der Postillon angrenzenden Strand, dessen verdorrtes Gras und dichte Waldungen von Lonjumeau". Dienstag: Joseph in Egypten". Mittwoch:" Die weiße eine außerordentliche Gefahr boten, zu schützen. Die besten Dienste Dame". Donnerstag:„ Der Barbier von Sevilla". Freitag: Heinrich Bötet. leistete dabei der neue Sprigendampfer Phönig, der fortgesetzt große Sonnabend: Unbestimmt. Lessing Theater. Sonntag, Montag, Mittwoch bis Sonnabend: Wassermengen auf die gefährdeten Punkte warf. Noch am Mittwoch Die dritte Eskadron". Dienstag: Bezte Nacht"," Die schlimmen Buben", früh in den ersten Morgenstunden entstand abermals ein Waldbrand, der jedoch, wie die vorigen, von den durch starke Militärabteilungen " Mondscheinsonate", Steirische Lieder". Berliner Theater( Sommeroper). Sonntag:" Tell". Montag: verstärkten Brandmannschaften gelöscht wurde. Noch liegt das ganze „ Martha". " Des Teufels Anteil". Donnerstag:" Tell".( Arnold": Werner Alberti über die Ursache desselben sichere Auskunft zu geben. Dienstag( Werner Alberti): Die Hugenotten". Mittwoch: schreckliche Unglück so in Dunkel gehüllt, daß es nicht möglich ist, als Gaft.) Freitag:" Der Waffenschmied". Sonnabend( Werner Alberti): Die Jüdin". Residenz Theater. Alle Abende: Das blaue Kabinett". Theater des Westens. ( Secession@ brett.) Alle Abende:" Theater Charivari" Belle Alliance Theater. Alle Abende: Frizz Reuter". Carl Weiß Theater. Alle Abende:„ Madame Bonivard". Neues Theater. Alle Abende:„ Die goldene Brücke". Secessionsbühne. Alle Abende: Buntes Theater( Ueberbrett!). Metropol Theater:„ Der Zauberer am Nit". Apollo Theater: Frau Luna". Wohnung reinigungsanstalt neu untergebracht werden müssen. Außer diesen befinden sich in den drei städtischen Anstalten 130 erwachsene Wohnungslose mit 174 Kindern. Wenn auch die Bauthätigkeit noch fortschreitet, so hält es der Referent doch für dringend geboten, als bald mit dem schon im Princip für den Fall einer Notlage bewilligten Bau zweier Baracken zu beginnen. Die fertig werdenden Wohnungen sind meist schon vermietet, augenscheinlich zum größern Teil an Berliner Familien. Der Polizeipräsident, den der Regierungspräsident mit der Beachtung des Wohnungsmisere betraut hat, erhofft von der städtischen Verwaltung, daß sie die erforderlichen Schritte zur Unterbringung der am 1. Oftober weiter wohnungslos werdenden Familien thun werde. Die Deputation beschloß, den Barackenbau in Angriff zu nehmen. Die Baracken sollen auf dem Gelände der ehemaligen Straßenreinigungsanstalt errichtet werden. Die Armen deputation soll ersucht werden, mit der Trenmung der Geschlechter jetzt zu beginnen. Ferner wurde beschlossen, amtlich festzustellen, wieviel Wohnungen bis zum 1. Oktober fertig werden und wieviel noch nicht vermietet sind. Tempelhof. In der Gemeindevertreter- Sigung am 25. d. Mts. bewilligte man auf ein erneutes Gesuch hin der freiwilligen Feuerwehr 50 M. an Fuhrkosten zur Teilnahme an den Aufführungen in der Internationalen Ausstellung für Feuerschutz". " Zur Annahme gelangten alsdann Vorschläge der BerlinTempelhofer Terraingesellschaft" wegen Herstellung einer Straße durch den ehemaligen Gutspark und Verlängerung der SchönburgStraße. Die Gesellschaft beabsichtigt, hier Villen zu errichten. Nach zehn Jahren werden beide Straßen der Gemeinde übergeben, bis dahin sind dieselben nur für Fußgänger frei. " " : T $ = " : " ermilchkes. Die am Explosionsorte in Batum angestellten Ausgrabungen find noch nicht beendet. Unigekommen sind nach bisherigen Feststellungen ein Oberstlieutenant, ein Lieutenant, ein Kapellmeister und etwa 30 Soldaten, verwundet sind 30 Soldaten. Die Gebäude in der Nähe des Explosionsorts sind beschädigt, viele Fensterscheiben zertrümmert; die Telegraphen- und Telephonleitungen haben stark gelitten, waren abends aber wieder repariert. Der Gemeine Buzigin, der an der Hand leicht verlegt war, blieb, als er hörte, daß der übrige Teil der Wache und der Gefreite tot seien, auf seinem Posten und erklärte, daß er denselben nur auf Befehl des Kaisers verlassen werde. Der stellvertretende Kommandant telegraphierte dies dem Kriegsminister mit der Bitte, es dem Kaiser zu melden. Im Mitternacht traf sodami der telegraphische Befehl des Kaisers ein, den Poften abzulösen, was hierauf geschah. Das ist mehr, als der Kadavergehorsam verlangen kann. In Konstantinopel ist ein neuer Best fall festgestellt. Schriften- Eingang. Calwer, Richard. Arbeitsmarkt und Handelsverträge. Frankfurt a. M. 1901.( Berlagsinstitut für Socialwissenschaften. Dr. Eduard Schnapper.) Preis 90 Pf. Die Ueberwindung der Getreidebrot- Krisis durch ländliche Bäckerei- Genossenschaften. Von Dr. Niemekti. Verlag von Ernſt Hofmann u. Co. in Berlin SW. 46. Preis 1,50 M. Staatswissenschaften an der Universität Königsberg i. Pr. Jena 1901. Kornzoll und Socialreform. Von Dr. Karl Diehl, Professor der ( G. Fischer.) Krankenkassen und Krankenhäuser größerer Betriebe. Von Dr. Wilmans in Hamburg. Berlin 1901. Richard Schröder. Preis 2 Mart. Zur Regelung der Arbeiten des Erweiterungsbaues der KanaliDer Streit der Krankenschwestern. Aus Breslau wird besation in der von der Terraingesellschaft" und von der Industrie- richtet: Zu dem seit Monaten zwischen dem Kuratorium, der Anstaltsgesellschaft" angelegten Straßen beantragte die Baukommission der geistlichkeit, den Aerzten und mehreren Schwestern des SamariterFirma Mertens, deren Vertrag mit der Gemeinde am 12. August d. J. ordensstifts für schwachsinnige Kinder in Kraschnitz bestehenden Konflikt, abläuft, denselben zu erneuern und für die Arbeiten wegen Steigerung über den f. 3. berichtet wurde, erfährt der" Brest. Generalanzeiger" Der Arbeitslöhne(!) einen Aufschlag von 3500 M. zu gewähren. weiter: Nach dem Beschluß einer Sigung des Kuratoriums, der ReDie Ausführung des Projekts wird der Gemeinde 220000-240000 2. gierungspräfident v. Heydebrand und der Lafa und Generalsuperintendent kosten. Nehmiz beiwohnten, übernahm die beurlaubte Gräfin Selma Vom Lehrer Taffow war ein Gesuch eingereicht, ihn wegen v. d. Recke= Vollmerstein, eine Schwester des Vorsigenden des Ausübung seiner Militärpflicht auf ein Jahr zu beurlauben. Der Kuratoriums, ihre Amtsfunktionen wieder. Der erste Geistliche des Vertreter Lorenz plaidierte in anerkennenswerter Weise für das Diakonissenhauses, Pastor Scheske, und der dirigierende Anstaltsarzt Gesuch des Lehrers; schließlich einigte man sich dahin, erst bei Dr. Wagner, wurden ihrer Aemter enthoben. Infolgedessen haben andren Gemeinden Erkundigungen einzuholen, wie sich dieselben in auch an demselben Tage 219 Schwestern ihre Kündigung eingereicht. In das Kuratorium sind die Herren Generalsuperintendent Hesekiel, solchem Falle verhalten. Schöneberg. Die Notwendigkeit der baldigen Herstellung des Oberkonsistorialrat Pastor Bander und Reichstags Abgeordneter v. Salisch eingetreten. Notauslasses, wie solcher durch die städtischen Körperschaften beschlossen worden ist, hat sich bei der Wasserkalamität der letzten Eine halbe Million hat der Kreis Dels in Schlesien durch Beit und ganz besonders bei dem legten starten Gewitter zur Genüge den Tod der Frau Delsner in Berlin geerbt. Der Sohn der Vererwiesen. Der Beschluß der städtischen Störperschaften wegen Schaffung storbenen, Nentier Alexander Delsner, der in Breslau ansässig war, dieses Notauslasses liegt jetzt den zuständigen Behörden zur Genehmigung vermachte diese Summe dem Kreise Dels zu Gunsten der Arbeiter Allen Freunden und Bekannten vor. Bon seiten der Staatsbehörde, sowie von Charlottenburg sind jeglichen Standes. Die Mutter hatte bis zu ihrem Tode die Nutz die traurige Nachricht, daß meine wesentliche Einwendungen gegen die Anlage nicht erhoben worden. nießung des Kapitals, das jetzt seinem Zwecke zugeführt wird. inniggeliebte Frau, Mutter, unfre liebe Anders liegt die Sache gegenüber der Stadt Berlin. Ursprünglich Delsuer, welcher sich viel mit nationalökonomischen Studien be- Tochter, Schwester und Schwägerin waren zwei Notauslässe in Aussicht genommen, und da auf höhere schäftigte, war ein eifriger Anhänger des Schulze- Delitzschen GeAnordnung nur ein Auslaß geschaffen werden konnte, so muß dieser nossenschaftswesens und früherer Direktor des großen Breslauer Elisabeth Wiesner natürlich entsprechend größer hergestellt werden. Der Auslaß Konsumvereins. berührt nun insofern die Berliner Kanalisations- Leitungswege, als er unter dem letteren hindurchgeführt werden muß. Jedenfalls in Gelsenkirchen teilt mit, daß sich in einer mit Bergen verlegten weren Leiden an der Zungen: General- Versammlung Brand im Bergwert. Die Bergwertsgesellschaft Hibernia" im 28. Lebensjahre nach kurzen aber schwindsucht in der Nacht vom 24. verträgt die Erbauung des Regenauslasses, welches, vom Schnittpunkt Vorrichtungsstrecke eines isolierten Stücks des Flöges 19 Brand- zum 25. d. Mt. kurz nach 1 Uhr verder Kyffhäuser- und Martin Lutherstraße ausgehend, durch die Mozz- erscheinungen zeigten. Die Baue find sofort abgedämmt worden. starb. straße, über den Nollendorfplatz, durch die Lüßowstrraße über den Eine Beeinflussung der Förderung hat nicht stattgefunden. Lützowplatz nach dem Landwehrkanal gehen soll, teinen Aufschub. Von seiten des Magistrats werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die notwendigen Arbeiten zu fördern und die bei jedem starten Regen in Erscheinung tretenden Unzuträglichkeiten zu beseitigen. geb. Boerner L. Wiesner. Wilh. Boerner und Frau. Die Beerdigung findet am Sonn: tag, den 28. Juli, nachmittags 33/4 Uhr von der Leichenhalle der Freireligiösen Gemeinde zu Berlin, Pappel- Allee 9r. 16/17, statt. Deutscher 26106* Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Alexander Nelson ( Tischler) am 26. Juli verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Auferstehungs- Friedhofs in Wilhelmsberg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 106/19 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme unsres so früh dahin geschiedenen Sohnes Karl sprechen Paul Lusche nebst Frau. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme am Strantenlager jowie bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Zimmerers[ 2565b Julins Zink, fage ich allen feinen Freunden und Befannten meinen tiefgefühlten Dant. Die tiefgebeugte Witwe B. Zint, Nykestr. 28. Orts- Krankenkasse Ortskrankenkasse der Weber und verwandter Gewerbe. Montag, den 5. August 1901, abends 8 1hr präcise in 23 o1ff8 Lokal, Fruchtſtr. 36a, Außerordentliche Tages Ordnung: 1. Beschlußfassung über anderweitige Festsetzung der Grenzen für die einzelnen Lohnklassen. 2. Verschiedenes. Berlin, den 28. Juli 1901. Der Vorstand. Carl Spann, Vorsitzender. Rich. Hildebrandt, Schriftführer. Voran II" Produktiv: und Einkaufgenoffen: Bedarfsartikel Mittwoch, den 31. Juli im Gewerkschaftshause, Engelufer15. Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht. 2. Besprechung über Anschluß der Radfahrergruppe an den Arb. Radfahrerbund. 3. Ausflüge. 4. Berschiedenes. = Bestellungen auf Fahrräder W.K. C. mit Glockenlager, Dürkopp, Nähmas schinen und Möbel jeder Art werden in d. Bersammlung entgegengenommen sowie in den Geschäftsstellen Hein, Bödiferstraße 31 II. Aufg. III, Broschfe, minerstr. 23 II, Strebs, Stalizerstr.21V, Reichenbergerstraße 98a, Lambed, Dent Seraphien, Rummelsburg, Kantstr. 47, Hartmann, Weißensee, Streustr 71, Walzer, Charlottenburg, Marchstr. 21. Garantie gesichert. Mitglieder werden aufgenommen. 263/17 Roh- Zabak, Cigarren- Fabrikation fämtliche Utensilien zur Absturz vom Matterhorn. Ueber ein Touristenumglück auf dem Matterhorn liegt aus Zermatt folgende Schilderung vor: Eine Gesellschaft, welche aus zwei englischen Damen, einem Herrn und dem Führer Carrel bestand, war bereits auf dem Abstieg, als eine Für den Stadtkreis Schöneberg ist seitens des Regierungs- der Damen plöglich den Halt verlor, ausglitt und auf den schon präsidenten auf Grund des Krankenversicherungs- Gesezes der orts: etwas weiter unterhalb befindlichen Dr. Black herabstürzte. übliche Tagelohn gewöhnlicher Tagearbeiter auf 2,90 M. für über Dr. Black vermochte der Wucht des Anpralls nicht zu widerstehen, 16 Jahre alte männliche und auf 1,75 M. für über 16 Jahre auch er verlor den Halt und beide stürzten ab. Das Seil, an das Holzarbeiter- Verband. fchaft für Fahrräder und andere alte weibliche, auf 1,40 M. für jugendliche männliche und sie gekettet waren, spannte sich, der plötzliche Ruck riß die ebenfalls 1,10 m. für jugendliche weibliche Arbeiter festgesetzt worden. Der angefeilten übrigen Teilnehmer zu Boden. Dann riß das Seil, und der Kollege durchschnittliche Jahresverdienst land- und forstwirtschaftlicher Arbeiter Dr. Black und die Dame stürzten, rettungslos verloren, in die Tiefe beträgt für über 16 Jahre alte männliche Personen 900 m., er der sogenannten Col du Lion. Die Körper der Verunglückten wachsene weibliche 540 M., männliche Arbeiter unter 16 Jahren schlugen schließlich auf dem Gletscher in großer Tiefe auf. Der 600 M., jugendliche weibliche 360 M. Diese neuen Festsetzungen ganze Vorgang dauerte nur wenige Augenblicke. Die übrigen Teilgelten vom 1. Januar 1902 bis 31. Dezember 1911 vorbehaltlich nehmer der Bergfahrt waren vor Schreck unfähig, den Abstieg sofort einer in der Zwischenzeit durch die Verhältnisse gebotenen Revision. fortzusetzen, erst nach geraumer Zeit war ihnen das möglich. Auf Brandstiftung zurückgeführt werden zwei Brände, von Beguadigte Zuchthäusler. Bei der Verlegung des Stutt denen das Haus Gleditschstr. 40 innerhalb 24 Stunden heimgesucht garter Buchthauses wurden die ältesten Sträflinge Württembergs, wurde. Freitagabend waren die Treppenläufer der oberen Stockwerke die auf mehr als eine 25 jährige Strafzeit zurückblicken, entanscheinend mit Petroleum getränkt und angezündet und nur dem laffen. Es sind zwei Raubmörder, Kazenmaier und Daferner, schnellen Eingreifen der Feuerwehr war es zu danken, daß größerer die feiner Beit einen Vichhändler ermordeten und beraubten. wir Allen uniren herzlichen Dank Schaden verhütet wurde. Auf böswillige Brandstiftung wies auch vor mehreren Jahren aus. der Umstand hin, daß unter der Eingangsthür zu einer Wohnung Diese beiden Sträflinge waren schon ein Bosten Streichhölzer gefunden wurde, der jedenfalls zur Weiter unter der Bedingung der Auswanderung begnadigt und getrennt 20332] verbreitung des Feuers dienen sollte. Sonnabend gegen Abend nach Argentinien geschafft worden. Nach ihrer Mordthat hatten wurde die Wehr abermals nach jenem Hause gerufen, um dies- sie das geraubte Geld in einem nahen Walde verscharrt und dies mal stundenlang dort festgehalten zu werden. Diesmal stand der ließ ihnen keine Ruhe. So kam es, daß beide Verbrecher gleichDachstuhl des Vorderhauses in seiner ganzen Ausdehnung in zeitig, ohne daß der eine von dem Aufenthaltsort des andern eine Flammen, und der Umstand, daß der Brand gleichzeitig beide Enden des Daches erfaßt hatte, ließ wiederum auf Brandstiftung schließen. hnung hatte, nach Deutschland und Württemberg zurückfehrten, um Dabei tam ihnen die Polizei auf die verborgene Beute zu holen. Da bei Ankunft des ersten Löschzuges das Feuer bereits den ganzen Dachstuhl einnahm, konnte leider die Entstehungsursache nicht mehr die Spur, und beide wanderten auf fünf Jahre ins Zuchthaus. Entmit Sicherheit festgestellt werden, doch wird auch in diesem Fall mit lassen wurde ferner der frühere Anarchist Kumitsch, der vor Brandstiftung gerechnet. Da es ein herrschaftliches Haus ist, so 18 Jahren im Verein mit drei Helfershelfern einen Mordverſuch auf befinden sich die meisten Mieter desselben auf Sommerivohnung. den Stuttgarter Bankier Heilbronner machte. Kumitsch nahm eine Der verursachte Schaden ist diesmal bedeutend. erarbeitete und ersparte Summe von 800 M. mit in die Freiheit. Im schlaftrunkenen Zustand ist Freitagnacht in Spandau ein zehnjähriger Knabe aus dem Fenster gestürzt und hat Feuer auf dem ruffischen Dampfer ,, Olga". Auf dem auf anscheinend lebensgefährliche Verlegungen davongetragen. Ohne daß der Rhede von Eupatoria liegenden Dampfer Olga" der russischen die andern Familienmitglieder es wahrnahmen, verließ nachts der Dampfschiffahrtsgesellschaft entstand durch unvorsichtigkeit eines Die ganze Ladung, fleine Sohn des Schlossers Piepenhagen, Lutherstraße wohnhaft, Matrosen in der Maschinenabteilung Feuer. fein Bett und schritt zum Fenster, welches offen war. Blöglich fiel sowie die Schiffskaffe im Betrage von 20 000 Rubel wurden ein er aus der zwei Stockwerk hoch belegenen Wohnung herab und blieb, Raub der Flammen. Berlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. nachdem er noch auf ein Blumenbrett aufgeschlagen, auf dem Pflaster Ueber die Explosion des Petroleumdampfers im Stod des Bürgersteigs schwer verlegt liegen; außer inneren Beschädigungen holmer Hafen geht dem Berl. Tagebl." folgende ausführliche hat er einen Schädelbruch davongetragen. Der Vorfall wurde bald Beschreibung der furchtbaren Schiffskatastrophe zu; bemerkt und der Knabe nach dem Krankenhause gebracht. Das amerikanische Klipperfahrzeug„ Louise Adelaide" von etwa Polizeibefugniffe find den meisten freiwilligen Feuer 570 Tons Tragfähigkeit war in der Nacht zum 23. d. Mts. mit 欢 wehren der Berliner Vororte zugestanden worden. Die Feuer- 4000 affern Petroleum und andren feuergefährlichen Delen von wehrmannschaften sind demnach jetzt bei Ausübung des Löschdienstes Philadelphia angekommen und hatte bei Gäddviken, einem Orte als ausführende Organe der Polizei im Sinne des§113 des Reichs- im äußeren Hafengebiete, festgemacht. Umveit desselben lag das materialien find billig zu haben bei Etrafgesetzbuches zu betrachten. Dieser lautet: Wer einem Beamten, einige Stunden früher eingelaufene norwegische Vollschiff Morning 26196] der zur Vollstreckung von Gesetzen, Befehlen und Anordnungen der Light" mit 7200 Fässern. Am 24. gegen 8 Uhr mrgens tamen in Verwaltungsbehörden oder von Urteilen und Verfügungen der Ge- einem Zollfutter vier Zollbeamte an Bord, um Schiff und Ladung zu richte berufen ist, in der rechtmäßigen Ausübung seines Amtes durch revidieren. Sturz nachher kam das Bugfierboot Händig" mit einem Gewalt oder Bedrohung Widerstand leistet oder wer einen solchen Clerk des Schiffsmaklers und dem Provianthändler Reinh. Boman, Beamten thätlich angreift, wird mit Gefängnis von 14 Tagen bis zu verfügten. Kaum hatten die Zollbeamten begonnen, als zwei Jahren bestraft. Im Verlauf eines ehelichen Zwiftes goß die Ehefrau des das Deck der„ Louise Adelaide" mit furchtbarem, über den ganzen zu haben und zu fordern in jedem Tischlers Friedrich in Neu- Weißensee, Sedauftr. 37 wohnhaft, fonen, die sich grade auf Deck befanden, und eine unzählige Menge speciell dünnes, mittel und die weitgestreckten Hafen hörbarem Knall in die Luft flog, sämtliche Ber- Geschäfte in Berlin und Vororten ihrem Mann einen Topf kochendes Wasser über den Kopf und ver- Trümmer wie andre Gegenstände in weitem Bogen durch die Luft Gespinnst. brühte ihn schwer. Gestern ist der Mann seinen Verlegungen erHerren- Anzüge, Legen. Die Frau giebt an, in der Notwehr gehandelt zu haben, da schleudernd. Im selben Augenblick stand auch das ganze Schiff schon in Flammen, die bis über die Mastspizen hinausschlugen. Sowohl Baletots n. Maß, eleg. Ausführung, Zahn- Klinik, beliebige Zeit. fie von ihrem Mann mit dem Beile bedroht worden sei. der Zollkutter wie das Bugsierboot hatten nichts Eiligeres zu thun, auch fertige Garderobe am Lager, liefert Landsbergerstr. 13 prt. Bahnunfall bei Finkenkrug. Infolge der Nachlässigkeit eines als von dem brennenden und eine unerhörte Hiße verbreitenden Olga Jacobson, strasse 145 Bahnwärters ereignete sich am llebergang des Bahnhofs Fintenkrug Schiffe loszukommen, was ihnen, da sie beide durch mehrere Troffen J.Kurzberg, Teilzahlung gestattet. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. zu den billigsten Preisen der Handschuhmacher offertert in der größten Auswahl Der von der Generalversammlung W. Hermann Müller, zu Berlin. vom November vorigen Jahres be schloffenen sechsten Abänderung des Statuts hat der Bezirksausschuß seine Bestätigung versagt. Berlin, den 27. Juli 1901. 26435 Der Vorstand. Gardinenhaus Bernhard Schwark. Bruch- u. Saloubriketts sowie sämtliche andren Brenn Carl Schultz, Urbanstr. 171. Boykottfreien Nordhäuser Kautabak der Firma 22, Alexanderstraße 22. Rohtabak. Größte Auswahl. Billigste Preise Guter Brand! Vorzügliche Qualität Sämtliche[ 19322 Fabrikations- Utensilien. Neue Formen, sehr große Auswahl Heinrich Franck, zu Original- Fabrikpreisen. 185. Brunnenstr. 185. Roh- Tabak. Grösste Auswahl. Billigste Preise, die beide ihre Dienste anbieten wollten wirbelt boots Grimm& Triepel, hausen, Nord.Wienert Nachf. L. Lehmann 25326* 23. Nosenthalerstr. 23. *] Roh- Tabak 19309] Max Jacoby, Streligerstr. 52. * zahlung. Invaliden