Nr. 176. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit Muftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Postsabonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebuye beträgt für die fechsgespaltene Kolonet geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. „ Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beutli- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Mit dem 1. August 1901 eröffnen wir ein neues Abonnement auf den ,, Vorwärts" mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt". Im Unterhaltungsblatt wird Zolas Roman „ Arbeit" weiter geführt. Neu eintretende Abonnenten erhalten den bisher Neu eintretende Abonnenten erhalten den bisher erschienenen Teil dieses Romans tostenlos nach geliefert. Für Berlin nehmen sämtliche 8eitungsspediteure, sowie unfre Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennig frei ins Hans. Für das übrige Deutschland nehmen sämtliche anstalten Bestellungen zum Preise von Mittwoch, den 31. Juli 1901. über 200 000 in den Kampf eintreten, wenn erst alle Werke des Trusts in den Streit gezogen werden. Aber Expedition: SW. 19, Beutl- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. für den Trust ist unzweifelhaft die mögliche Entwertung seiner Attien. Vor auch dafür ist Sorge getroffen. ein paar unmittelbar nach Der Anfang des Streits gestaltet sich für die Union Tagen, Erklärung des Streifes, fielen günstig. Zur Ueberraschung des des Trusts hat sich nämlich die Attien des Trusts 4-5 Broz., aber mir, um schou am folgenden herausgestellt, daß in fast allen ihren Nichtunion Tage wieder auf ihre alte Höhe zu klimmen. Eine ungeheure Etablissements sich" Logen"( Lodges", Unter Summe ist für den Zweck bestimmt und bereit, jede Verkaufsofferte, abteilungen oder Einheiten der Association) gebildet haben, so groß dieselbe auch sei, sofort aufzunehmen; was natürlich genügt, von denen die Unternehmer keine Ahnung hatten. Die Phrase des um einen Kurssturz zu verhindern. Uebrigens hat Morgan in einem Trusts, daß er seine Arbeiter nicht in die Union hinein zwingen heute früh stattgehabten Jnterview erklärt, daß ein Kompromiß in wolle, wird in ihrer ganzen Kläglichkeit durch die Thatsache illustriert, ciner solchen Frage unmöglich sei", und daß der Trust den Kampf Streifen warteten, sondern sofort nach Bekanntwerden des Resultats daß diese Nicht- Union- Arbeiter gar nicht auf die Aufforderung zum bis zum bitteren Ende ausfechten werde. So stehen die Sachen in diesem Moment. Die Kleinbürgerder Verhandlungen in hellen Haufen die Arbeit verließen. Die Ab- liche Preffe ficht der Entwicklung mit Bangen entgegen. So stimmung darüber, ob alle Werke des Trusts an den Streit sehr sie die„ Tyrannei" der Arbeiterorganisationen haßt, so fürchtet gehen sollen, wird jetzt in den„ Logen" durch geheime Ab- sie doch den Trust, der das fleinkapitalistische Element der Bestimmung entschieden. Aber es kann keinem Zweifel unter- völkerung bis zur Vernichtung bedroht, noch mehr. Die groß Post- liegen, daß diefelbe zu Gunsten des Gunsten des Generalstreits aus- tapitalistischen Zeitungen stehen natürlich ohne die mindeste Scheu fallen wird. Es geht offenbar durch die Arbeiterschaft im ganzen auf feiten der Trustmagnaten; die brutale Offenheit dieser Presse Gebiet des Trusts ein rebellisches Verlangen, die eigenen Kräfte mit kann, im Interesse wachsender Erkenntnis unter den Arbeitermassen, denen des Trusts zu messen. nur freudig begrüßt werden. Die socialdemokratische Agitation in Präsident der Wort und Schrift wird dafür sorgen, daß die Lehren dieses großen dessen Fähig- Stampfes, wie er auch ausfallen möge, für die Arbeiter dieses Landes geprüft find. nicht verloren gehen. " * 營 1 Mark 10 Pfennig pro Monat ( ausschließlich Bestellgeld, 14 Pfennig pro Monat) entgegen.( EinDer Leiter des Streiks ist der getragen ist der Vorwärts" in der Post- Zeitungsliste unter Nr. 7671.) Affociation", Shaffer, ein noch neuer Mant, Im Auslande kann der Vorwärts" gleichfalls bei der Post feiten in einem großen Kampfe noch nicht bestellt werden; der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich Er ist der Nachfolger von M. M. Garland, dessen Wichtig 5 Fr. 1 Cts. in Belgien, 3 Fl. in Holland, 3 Kr. 59 Dere feit als Arbeiterführer ihm ein fettes Regierungsamt in Die meisten uns zugegangenen telegraphischen Meldingen sprechen in Dänemart, 5 Fr. 71 Cts. in Italien, 5 Fr. 15 Cts. in Pittsburgh einbrachte. Shaffer war ursprünglich für die bereits von der Beendigung des Streiks, beziehungsweise stellen sie Luxemburg, 4 Str. 66 Heller in Oestreich- Ungarn, 6 Fr. Stanzel erzogen, wurde Pastor einer methodistischen Kirche, dieselbe in Aussicht. Während das Bureau Laffan" aus Pitts10 Cts. in Rumänien, 4 Kr. 17 Dere in Schweden, 5 Fr. in der und durch die rasch wechselnden„ hinauf“ und„ hinunter" des burg, 29. Juli meldet:„ Der Stahlarbeiter- Ausstand ist thats Schweiz; 9 M. in Frankreich, England, Spanien und Portugal, den Vereinigten Staaten von Nord- amerikanischen Lebens in ein Stahlwerk getrieben. Bei den fächlich beendet. Der Trust blieb Sieger, da die Werkleute unter den ihnen vordem angebotenen Bedingungen zur Arbeit zurückkehren", amerila und andren zum Weltpostverein gehörenden außer- Konventionen der„ Association" machte er sich schnell durch seine be- berichtet das Bureau Herold" aus Pittsburg, 30. Juli: europäischen Ländern. deutende Rednergabe bekannt und wurde im Mai 1898 zu Detroit " Der Verlust mehrerer Lieferungsverträge für den Stahltrust hat, zum Präsidenten gewählt. wie es heißt, die Mitglieder des Verwaltungsrats des Trusts ver Alle Opposition gegen ihn ist jetzt geschwunden, denn- wie anlaßt, den streikenden Arbeitern den Frieden anzubieten. Nach den ein kapitalistisches Blatt treffend bemerkt-:„ Die Anti- Trust- letzten Aufstellungen betragen die Verluste während des Streits für Agitation und die Furcht vor der Macht der großen Kombination den Trust 20 Millionen, für die Arbeiter 12/2 Millionen Dollar." haben die organisierten Arbeiter zu einer Einheit( Unit) zusammen- Sieger geblieben, nach der zweiten Depesche scheint es dagegen, als Nach der ersten Meldung sind also die Beherrscher des Trusts geschmiedet". ob die Arbeiter wenigstens einen teilweisen Sieg errungen hätten. Die Bestätigung der einen oder der andren Nachricht bleibt demnach abzuwarten. Unter Kreuzband direkt von der Expedition bezogen kostet der Borwärts" pro Monat 2 Mark innerhalb Deutschlands und feiner Kolonien und in Oestreich- Ungarn, im Ausland 3 Mark pränumerando. Redaktion und Expedition des Vorwärts". Shaffer hat zunächst an die Nicht- Union- Arbeiter im Bereich der Trust- Werke eine eindrucksvolle Prokflamation gerichtet, worin er die Der Stahlarbeiter- Streik in Amerika. Antworten mit der Frage:„ Sollen ivir kommen?" eingelaufen. Bedeutung des Stampfes auseinandersetzt. Schon sind zahlreiche ( Eigener Bericht.) " " Der Wuchertarif. Es gehört zu den Eigentümlichkeiten des„ Neuesten Kurses", daß alle feine Aftionen Begleiterscheinungen haben, die nach Koze und mid Tausch, nach Leckert und Sternberg riechen. Ein System, das im Verborgenen arbeitet, auf Hintertreppen Erfolge erschleicht, in dem. sich Interesienten im Dunkel der Intriguen balgen, zu einem solchen System gehört der Standal und die Enthüllung, wie der Wucher zum Agrarier. Nach ungefähren Berechnungen verlieren die drei Etablissements New York, 18. Juli. in welchen der Streit jezt erklärt ist, täglich 210 000 Dollar, die Als Anfang April die Arbeiter in den Hartkohlen Distrikten Arbeiter 176 000 Dollar. Die amerikanische Zimmplatten- Companie, Pennsylvaniens- dem Herrschergebiet derselben Trustmagnaten, welche bis jegt täglich 28 000 Kästen, voll von Zimmplatten, Her gegen welche sich jetzt der Streik der Eisen- und Stahlarbeiter stellt, verliert täglich mehr als 90 000 Dollar. Ungefähr 700 Tonnen richtet die Fortdauer der Lohustala forderten, welche ihnen vor Stahlplatten von den 1000, welche die Ameriken Stahlplatten- Co." der Präsidentenwahl und unter dem Druck derselben bewilligt worden täglich produziert, sind verloren, zum Betrage von mindestens war, da erregte es einigermaßen Erstaunen, als der Trust der 50 000 Dollar täglich. Die Folge davon ist, daß die unabhängigen, Forderung ohne große Schwierigkeit nachgab, ein Erstaunen, nicht zum Trust gehörigen Fabriken mit Aufträgen überhäuft sind, Wenn heute die Regierung unglücklich darüber ist, daß die vorzeitige das nur im geringen Maße gemildert wurde, als kurz darauf und zwar zu vorteilhaften Preisen. Veröffentlichung des Entwurfs durch eine„ Indiskretion" erpreßt worden fast sämtliche Gruben nur halbe Zeit arbeiteten, wodurch der Wert In diesem Augenblick die Chancen des Streits mit Sicherheit ist, so mag die Moral der Schuldigen nicht die sauberste sein, sicherlich der Bewilligung praktisch start reduciert wurde. Aber man hatte abzuwägen, ist unmöglich. Aber einige Anhaltspunkte lassen sich aber ist diese Sünde leicht verzeihlich gegenüber dem unerhörten, jetzt er allgemein vermutet, daß bei dieser Gelegenheit der große Kampf allerdings geben. Für den Erfolg der Arbeiter sprechen folgende frenlicherweise mißglückten Versuch, durch Geheimhaltung des Entzwischen den unter dem Kommando der Herren Morgan, Rockefeller, Momente: Die Leute in der Stahl- und Eisenindustrie haben eine wurfs das Volk zu überrumpeln. Ist es wahr, daß die„ Londoner Hanna, Frick( ehemaliger Compagnon Carnegies) usw. vereinigten Beit guter Löhne hinter sich, fie genießen Kredit und können also eine Finanzchronit" vor zwei Wochen den Entwurf für 1500 m. erhöfert Trusts und den betreffenden Arbeiterorganisationen zum Ausbruch Weile aushalten. Auch gehen sie mit Enthusiasmus in den Streik und hat, so ist diese Indiskretion" um 1500 m. eine Kleinigkeit. kommen würde, die große Kraftprobe zwischen organisiertem werden mit großer Zähigkeit tämpfen. Die Kasse der Association enthält im Vergleich zu jener Diskretion, die für Hunderte von Kapital und organisierter Arbeit, welche zeigen würde, welcher eine respektable Summe, wie man jagt, eine Viertelmillion Dollar; Millionen zu Gunsten eines Häufleins Privilegierter auf Kosten des der beiden Giganten der Stärkere ist. Als dies nun nicht aber, wenn auch groß an und für sich, ist sie doch verschwindend arbeitenden Volts geübt werden sollte. Wenn sich die Scharfmacher geschah, brach sich allmählich die Ansicht Bahn, daß den Trusts flein, wenn damit 75 000 Streifer von einer größeren Zahl vor die Zuchthausvorlage 12 000 20. fosten lassen mußten, warum sollte sich zunächst daran gelegen sei, mit ihren Arbeitern Frieden zu halten, läufig nicht zu reden- unterhalten werden sollen. Sollte ein die„ Londoner Finanzchronik" nicht für 1500 M. den Zolltarif erhandeln, so lange wenigstens, bis die Konsolidierung der Trusts in allen Generalstreit beschlossen werden, so wird sich das als ein zumal sie in diesem Fall objektiv eine äußerst nügliche Handlung Einzelheiten vollendet und die Aktien der ersteren zu enormen zweischneidiges Schwert erweisen. So lange 75 000 Mann begangen hat. Kursen auf das Publikum abgewälzt worden waren. Morgan ging feiern und etwa 150 000 arbeiten, können die ersteren Mit fittlicher Entrüstung sollte man uns in der Zeit der immer damals nach Europa, wo er das Hereinbrechen jener furchtbaren von den letzteren auf lange Zeit erhalten werden. Wenn alle feiern, noch ungefühnten 12 000 Mark- Affaire vom Halse bleiben. AllerKatastrophe an der New Yorker Börse als ferner Zuschauer erleben so ist das allerdings ein furchtbarer Schlag für den Trust, aber wenn dings ein interessantes Sittenbild bleibt die Geschichte von dem mußte, welche in den Ver. Staaten Tausende von Existenzen wirt- er entschlossen ist, ihn auszuhalten, foste es was es wolle, so ist der Bolltarif- Sauf immerhin. Der„ Lokal- Anzeiger" nennt jetzt die schaftlich auslöschte, aber wider Erwarten das Geschäft" Streit verloren. Wie berichtet wird, soll die große Federation of Namen von zwei Journalisten, bei denen Haussuchung gehalten" im Allgemeinen wenig beeinflußte. Was Morgan, außer Labor", mit welcher die Eisen- und Stahlarbeiter verbunden sind, worden ist: Dr. Hamburger und Dr. Martin Hildebrandt.. den bekannt gewordenen Ankäufen einer Dampfschifflinie usw. in beabsichtigen, ihren Mitgliedern eine wöchentliche Steuer von Bei einem dritten, dem Korrespondenten eines auswärtigen Europa im übrigen durchsezte, entzieht sich der Oeffentlichkeit. Nur 25 Cents zur Unterstützung des Streits auferlegen. Das würde Blattes diesen Namen nennt das Blatt nicht! foll so viel steht fest, daß er, zurückkehrend, seinen" Arbeitern nicht die alle Uebertreibungen bezüglich der Mitgliedschaft der Federation" die Haussuchung zur Beschlagnahme belastenden Materials geführt Friedenspalme brachte. Denn als nun vor einigen Wochen die Ver- abgerechnetwöchentlich etwa 200 000 Dollar ergeben. Leider hat die haben. Der Polizei dürfte die den Verkauf jenes Exemplars bes handlungen zwischen den Vertretern des Stahltrusts und den Leitern Erfahrung bewiesen, daß die„ Federation" in Unterstügung von treffende Korrespondenz in die Hände gefallen sein, auch soll sie eine der Vereinigten Association der Eisen-, Stahl- und Blech- Arbeiter" Streiks tein finanziell sehr wirksamer Fator ist. Eine große Hilfe größere Summe Geldes beschlagnahmt haben. Zwischen dem Aus( Amalgamated Association of Iron, Steel and Tin Workers) be- wird es sein, wenn die unabhängigen Etablissements mehr Bedarf wärtigen Amt und der allerhöchsten Stelle fände ein sehr eifriger gannen, um die Arbeitsbedingungen für die nächste Zukunft festzustellen, an Arbeitskräften haben, als bisher. Schon jetzt hat eine ganze Anzahl Depeschenwechsel in dieser Angelegenheit statt. da zeigte sich bald, daß der Stahltrust bereit war, alles zu bewilligen- unabhängiger Fabriken in Pittsburgh und Umgegend( die natürlich Ueber die„ Londoner Finanzchronik", der der Wuchertarif- Kauf bis auf den Hauptpunkt: die stritte Anerkennung der sämtlich volle Unionetablissements find) die Association" be- gelungen ist, weiß unser Leipziger Partei- Organ folgendes zu erUnion in allen seinen Etablissement 3. Die Form nachrichtigt, daß sie Arbeiter brauchen, welche ihnen denn auch aus zählen: dieser Anerkennung sollte in der Erlaubnis für die Union bestehen, den Reihen der Streifer sofort zugewiesen wurden. Die Finanzchronit", die sich als Telegramm- Adresse in schöner in allen Werken, in denen Nicht- Unionarbeiter schafften, diese letteren Was den Stahltrust betrifft, so muß man selbstverständlich an Selbstironie den Namen Treuhand gewählt hat, steht zu veranlassen, der Union beizutreten; der Trust verweigerte nehmen, daß derselbe genau wußte, was er that und sich auf alles im Dienste der Cecil Rhodes Gruppe. Ihr Herausgeber und diese Erlaubnis unter dem Vorwande, daß er diejenigen Arbeiter, welche vorbereitet hat. Zunächst hat er den Vorteil, daß um diese Zeit Eigentümer, ein Dr. Rosendorf, war früher eine Zierde nicht zur Union gehen wollten, nicht wider ihren Willen dazu zwingen des Jahres stets sämtliche Etablissements auf einige Wochen ge- der Berliner Journalistik und schrieb für Bismard. wolle. Es handelte sich dabei zunächst um drei Niesenetablissements, schlossen werden, um die unumgänglich nötigen Reparaturen vorzu- Schon damals liebte er es, nebenbei Geschäfte größten Stils zu welche früher zur Carnegie- Gruppe gehörten, Union- Etablissements nehmen. unternehmen. So weiß z. B. ein israelitischer Mitbürger unfrer waren, aber in dem blutigen Streit von Homestead vor neun Jahren Diese Wochen sind also ohuedies alljährlich für ihn verloren. Reichshauptstadt, der eine große Militärlieferung für Rumänien überals solche verloren gingen. Die besiegten Arbeiter mußten sich, als Es wird sogar von gewisser Seite behauptet, daß der Trust am nommen hatte, von der geschäftlichen Tüchtigkeit seines ehemaligen Bedingung der Wiederanstellung, verpflichten, fortan teiner Union an- Schluß dieser Periode nachgeben werde, da er damit den Vorteil Glaubensgenossen Wunderdinge zu erzählen. Die großen Summen, zugehören. Dieses Verbot aufzuheben und der Union zu erlauben, errungen hat, die schweren Strafen, welche er an feine Auftrag die Dr. N. auf solche Weise verdiente, gingen an der Börse aber bald die Arbeiter in ihre Association aufzunehmen, war die Forderung der geber zahlen muß, falls er Aufträge nicht rechtzeitig ausführt, zu wieder flöten und als er vor einigen Jahren von Berlin wegging. Arbeiter.„ Wir sind fertig zum Gefecht", war praktisch die Antwort sparen. Denn die betr. Kontrakte besagen ausdrücklich, daß diese hinterließ er mehrere Hunderttausend Mark Schulden. Dr. N. wandte des Stahltrusts. Und so hat der Kampf begonnen. Strafen erlaffen werden, wenn Streits ausbrechen. Indes erscheint sich nach London, wo er zunächst eine Stelle als Schreiber bekleidete. diefe ganze Annahme angesichts der ungeheuren Konsequenzen des Seiner Gewandtheit gelang es aber bald, sich in der City eine Streikes, doch zu gewagt. Eine der gefährlichsten dieser Konsequenzen Position zu schaffen und heute ist er bereits mehrfacher Millionär. " Die Zahl der Arbeiter in den drei Etablissements, welche zunächst in Frage kommen, beträgt etwa 75 000, aber es werden weit # In seinem Geschäftshaus in der Coleman Street giebt er jeden| Haltende gute Konjunktur mit steigenden Löhnen eintrete, wenn auch listen( nach den berichtigten Zahlen hätten die Socialisten Freitag ein Diner, zu dem sich Rhodes, Chamberlain und der Arbeiter vielleicht 10 Bf. täglich mehr an Brot ausgebe. in der Hauptwahl nur 28, nicht 33 Site behauptet beEinen netten Witz leistete er sich dadurch, daß er den Krefelder ziehungsweise gewonnen), 217 Monarchisten, 29 Nationalisten andre weniger bekannte, aber ebenso würdige Männer einzufinden Webern vorspiegelte, die 25 000 Grundbesizer wären die 25 000 Grundbefizer wären durch und 55 Ralliterte. pflegen. die Erhöhung der Getreidezölle in der Lage, bedeutend In den Bureaus aber des Herrn Dr. Nosendorf find als Im Vergleich mit dem früheren Besißstand stellen sich mehr Sammet und Seide für Frau und Tochter ชน Schreiber beschäftigt eine Menge deutscher hochadeliger laufen, nach einem solchen erhöhten Inlandskonsum Gewinne und Verluste wie folgt: Republikaner" 77 Verluste, Herren, meist ehemalige Offiziere, die in der wäre die Krefelder Industrie nicht mehr so auf den Export Radikale und Linksradikale 137 Gewinne, Socialist en Heimat Schiffbruch erlitten und sich nun im Aus angewiesen. Bu den vom Reichs- Anzeiger" veröffentlichten BoRtarif 14 Gewinne, Monarchisten 48 Verluste, Ralliierte 13 Verlande eine Eristenz suchen mußten. übergehend, bemerkte er, daß er ihn in seinen einzelnen Pofitionen lufte, Nationalisten 4 Gewinne. deutschen Regierung unterhält. Dr. Rosendorf ist aber gleichzeitig auch Agent für eine Reihe noch nicht geprüft habe. Aus seinen Ausführungen ging aber Diese Zusammenstellung kann zwar keinen Anspruch auf daß und er Centrum mit ihm das deutscher Großindustrieller, insbesondere für den Geheimrat Ehr hervor, bereit Genauigkeit machen, im großen ganzen aber weist sie immereventuell noch für höhere Zölle hardt in Düsseldorf. Mehrere Batterien Geschütze, die Ehrhardt find, einzutreten. hin eine Verschiebung nach links auf, die zwischen 100 und Dies ging auch aus der späteren Diskussion hervor, Distuffton hervor, kurz nach Beginn des Boerenkrieges nach England lieferte, wurden als nämlich der Vorfiyende des Centralverbands christlicher Tertil 150 Mandaten schwanken mag bei einer Gesamtzahl von durch Vermittelung Rosendorfs bestellt. Der Gedanke liegt also nabe, arbeiter, Schiffer, meinte, an dem Zarif hätte er sonst richts aus- 1450 Mandaten. daß er via Centralverband Fühlung mit der zusetzen, als daß das Fleisch besteuert werde, erwiderte Bachem, das Im einzelnen ist am beachtenswertesten der Ausfall Dort bildeten die Radifei eine unbedingte Notwendigkeit. Um die christlichen der Stichwahlen in Lille. Arbeiter zu beruhigen, erklärte er dann nochmals, der goll werde falen das Zünglein der Wage im Kampfe zwischen zum größten Teil vom Ausland getragen und bat wieder um das den Guesdisten und E3 den Ordnungsparteilern. Bertrauen der Wähler. deutlich hervor, bag bas ganze Centrum nicht nur für die vorgehabte Mandate. Und das Resultat? Nur ein einziges leberhaupt ging, wie bemerkt, aus der ganzen Rede Bachems handelte sich um vier bisher von unsren Genossen innegeschlagenen Zölle zu haben sein wird, sondern daß es auch das Mandat wurde behauptet, wobei nicht festzustellen ist, ob die erz fände, noch mehr zu bewilligen, wenn es verlangt würde. Hilfe der radikalen Wähler ausschlaggebend war oder auch Interessant ist es aber, daß der so vielseitige Dr. Rosendorf auch an dem Reuter- Bureau beteiligt ist. Nach den Personalien dieses Herrn Rosendorf und seinen Beziehungen zufolge scheint hinter der Veröffentlichung mehr als ein bloßer Vertrauensbruch zu stecken. Wer weiß, welche Interessen gruppe die Durchstecherei veranlaßt haben mag. Auch die Frage ist pikant: wer denn der Regierung die Indiskretion" gepfiffen hat! Der Eierzoll. daß Der Pastor a. D. Kößichte, welcher nach längerer Verhand- nur überhaupt in Betracht kommt, denn der gewählte Socialist lung auf 10 Minuten das Wort erhielt, erwiderte dem Bachem, daß hat in der Stichwahl weniger Stimmen gewonnen als der Zum Eierzoll schreibt die Bossische Zeitung": das Centrum noch nie in Wort oder Echrift für das Koalitionsrecht unterlegene Ordnungsmann. Von den übrigen drei socia Die Eiereinfuhr wird gewöhnlich bedeutend unterschätzt. Im der ländlichen Arbeiter eingetreten sei, und nur dadurch könne listischen Mandaten, darunter dasjenige des Bürgermeisters Jahre 1897 find für 67 Millionen Gier eingeführt, im Jahre 1898 die Lage derselben verbessert werden. Kößschte stellte sich als der Delory, sind zwei an die Ordnungsparteiler mit der unzweifelfür 85, im Jahre 1899 für 96 und im Jahre 1900 sogar für Sohn eines Landwirts und als Befizer eines Guts von 40 Morgen haften Hilfe der Radikalen verloren gegangen und eines an 103 Millionen Mark. Man kann sich einen Begriff von vor und widerlegte zahlenmäßig die Behauptung Bachems, daß die Radikalen mit Hilfe des Ordnungskartells. Im der Bedeutung der Eiereinfuhr machen, Befizer von derartigen Bauernhöfen einen Vorteil von den Böen letteren Falle hatte der Radikale ausdrücklich an alle wahren wenn man hört, Zöllen hätten. Statt dieses sachlich zu widerlegen, ließ mun daß ihr Wert den der Roggeneinfuhr übertrifft und daß die Eier unter den wichtigsten Warengattungen, Bachem in seinem Schlußworte eine Schimpffanonade gegen Republikaner, Freunde der Ordnung und der Freiheit" eingeführt werden, an 13. Stelle stehen. Nun soll nach dem neuen die Socialdemokratie, welche die Börse beschütze, vom Stapel. appelliert!. So befolgten die Liller Radifalen die vom„ ExekutivZolltarif- Entwurf der Einfuhrzoll für Gier 6 M. für den Denn nur die Börse und die Großkapitalisten hätten Vorteile von Doppelcentner betragen, während bisher die Eier zum weitaus niedrigen Getreidepreisen, und die Socialdemokraten betrieben des- komitee" der neugegründeten„ radikalen Partei" ausgegebene überwiegenden Teil nur 2 M., zu einem sehr kleinen Teil 3 m. Boll halb mit ihren Protesten nur die Geschäfte der betreffenden Leute. Stichwahl- Parole: Dem reaktionären Ring der Freunde des trugen. Der Eierzoll foll also im allgemeinen verdreifacht werden. Für uns kann es nur von Vorteil sein, daß Bachem sich in Herrn Meline, der Klerikalen, der Antisemiten, der NatioZu dem neuen Bollſage würde die Eiereinfuhr von 1900 einen feiner Rede vollständig mit den Agrariern einverstanden erklärt hat, nalisten und der Anhänger des gefallenen Regime muß der Einfuhrzoll von rund 7,1 Millionen Mark tragen, während fie und es ist nun die Aufgabe, die Arbeiter Krefelds über eine solche Ring aller demokratischen Kräfte entgegengesetzt werden.... nach dem bisherigen nur etwa 2,4 Millionen Wart Boll fostete. Stellungnahme und die Bedeutung der Bölle aufzuklären.Der in der Hauptwahl am meisten begünstigte Kandidat muß Allein der erhöhte Eierzoll wird also das konsumierende Volk der einzige Kandidat aller Republikaner bleiben." mit 4,7 Millionen Mark jährlich belasten. Da der Einheitswert des Doppelcentners Gier bei der Einfuhr von 1900 mit 87,3 M. angenommen ist, wird ein Zoll von 6 M. eine Belastung von 6,9 Proz. des Werts ausmachen, während der bisherige Zoll nur 2,3 Proz. betrug. Hiernach wird der Preis der Eier durch den Zoll um 4,6 Proz. erhöht werden. ausländischen Eier auch die inländischen im Preise steigen werden. Der Speckzoll. Politische Nebericht. " 1 " " Die Liller Radikalen suchten im voraus schon Verrat am Ringe aller demokratischen Kräfte" durch die Wahltaktit Berlin, den 30. Juli. der Guesdisten zu entschuldigen, die angeblich die Radikalen Der Zweck der Hunnenprozesse. besonders heftig bekämpft hätten. Die Wahrheit ist, daß im Merkwürdig verschiedene Zwecke scheint der preußische hochindustriellen Norddepartement mit seiner starken socialistischen Kein Zweifel, daß aber zugleich mit der Preiserhöhung der Kriegsminister mit seinen Hunnenprozessen zu verfolgen. Organisation für eine bürgerliche Mittelpartei kein Blaz mehr Während er den Vorwärts" nur wegen formaler Be- da ist. Alles, was bürgerlich ist, muß sich dort auf seiten des leidigung bestraft wissen will, hat er unser Frankfurter Partei- flerifal- monarchistisch- melinistischen Ordnungskartells schlagen, Organ aus einem ganz andren Grunde verfolgt. in dem Maße wie die socialistische Organisation erstarkt. Der In Frankfurt hat am Montag der erste Hunnenbrief- Radikalismus scheint dort auf das Niveau des deutschen prozeß stattgefunden. Zur Anklage stand jenes besonders Freisinns" herabsinken zu wollen. widerwärtige Schreiben, das seiner Zeit von der Khatipresse und auch im Reichstag als Fälschung des Vorwärts" behauptet worden ist. In dem Briefe rühmte sich der Chinatrieger der Mädchenschändung, Gelderpressung usw. In Auf diese Weise ist u. a. ber melinistische Abgeordnete Frankfurt a. M. hatte sich wegen Abdrucks dieses Briefes Lasserre von einem Radikalen und der melinistische Abgeordnete Genosse Dr. Quard zu verantworten. Ueber die Ver- Fleury- Ravarin( Lyon) von einem Socialisten verdrängt handlung berichtet die Volksstimme": mann: Ueber den neuen Speczoll urteilt im„ Berl. Tagebl." ein FachSped, ein Hauptnahrungsmittel der armen und ärmsten Volksschichten, war schon jetzt mit dem hohen Bollsage von 20 m. pro Doppelcentner, also 10 Pf. pro Pfund, belegt, nunmehr soll diese Bollsteuer nahezu verdoppelt und auf 171/2 Pf. pro Pfund gebracht werden. Der Preisstand des Artikels stellt sich, wie folgt: Geräucherter fetter Speck von hiesigen Landschweinen wird hier von den Fleischereien dem Publikum mit 60 Pfennig pro Pfund angeboten. Amerikanischer Sped in gleicher Stärke und Qualität foftete bei den verschiedenen Kursschwankungen im letzten Jahre 37 bis. 43 Mart pro Centner transito cif Seeplay, durchschnittlich also 40 Mart in rohem Zustande. Hierzu kommt gegenwärtig mun der hohe Zoll( 10 Mark pro Centner), Fracht, Unterfuchungsgebühr und Räucherkosten, zusammen 17 Mart pro Centner, so daß sich geräucherter fetter amerikanischer Speck für den Importeur auf 57 M. pro Centner stellt. Der Artikel bietet also schon heute nur einen geringen Verdienst und ist nicht viel billiger als deutscher Speck. Nun soll der ausländische Speck noch mit weiteren 71/2 Pfennig pro Pfund überteuert werden. Das ist eine Steuer, die fast lediglich die ärmsten Kreise der Industrie Arbeiter treffen würde, die sie gerade jegt am wenigsten vertragen können. Der einheimische Speck wird natürlich nicht zögern, diese Aufwärtsbewegung im Preise mitzumachen. Intereffentenhader. " " Anderwärts haben die Radikalen den Socialisten zum Siege verholfen, wie umgekehrt in zahlreicheren Fällen Radikale mit socialistischer Hilfe gewählt wurden. worden. " „ Nachdem der betreffende Briefabdruck nebst Kommentar der In Lyon sind übrigens die Ordnungsparteiler Volksstimme" verlesen ist, erklärt der Angeklagte, daß der auf einem Versuch der Wahlkorruption erwischt worden, Verteidiger in der Lage sei, das Original des Briefes der ihnen in der Stichwahl fatal werden mußte. Einer ihrer vorzulegen. Mit der Besprechung und dem Abdrucke des Kandidaten suchte den Guesdisten Darme um bares Geld Briefes sollte bezweckt werden, unsern moralischen Wider zur Aufrechterhaltung seiner Kandidatur in der Stichwahl willen gegen solche Thaten in China zu bekunden; um so die Niederlage des Radikalen eine Beleidigung habe ihm vollständig fern gelegen. Uebrigens zu bestimmen, hatten ja auch bürgerliche, sogar rechtsstehende Zeitungen der herbeizuführen. Dafür sollte Darme 3000 Franken als artige Briefe und Ürteile veröffentlicht. Der Brief wird dem Firum bekommen nebst einer Prämie" von 2 Francs pro Vorsitzenden von dem Verteidiger Dr. Löwenthal überreicht. Der jede Stimme, die er über die von ihm in der Hauptwahl erAngeklagte erklärt noch auf eine Frage des Vorsitzenden nach dem zielte Stimmenzahl hinaus erhalten würde. Unser Genosse Couvert des Briefes, dieses sei absichtlich nicht überreicht, um ging scheinbar auf den Handel ein und zur entscheidendem Absender des Briefes teine Unannehmlichkeiten zu bereiten. Den Besprechung, in derem Laufe alles schriftlich abAber der Abg. Bebel würde bezeugen können, gemacht werden sollte, lud er die Vertreter der republikadaß der Brief thatsächlich von einem Chinaeinem Gerichtsvollzieher kämpfer herrühre. Der Vertreter des Staatsanwalts bittet, nischen Organisationen nebst zuerst über die Vernehmung Bebels zu beschließen. Es komme ein, aus einem Versteck dem perfekt gewordenen dem Kriegsminister nur darauf an, den schuldigen Soldaten Korruptionsgeschäft beiwohnten... Die ganze Besprechung zu ermitteln; solche Schmähartikel dürften nicht anonym in nebst der schriftlichen Verpflichtung des Bestechers wurde dann die Welt gehen. Der Verteidiger erwidert, daß sein Bertagungs- vom Beamten aufgezeichnet und beglaubigt und von unseren antrag ein nur eventueller sei, da es doch nicht Sache des Genossen in Lyon als Plakat angeschlagen. Gerichts sein könne, für den Kriegsminister Untersuchungen anzustellen. Er und sein Mandant meinten, das Gericht könne nun mehr wohl von der Echtheit des Briefes überzeugt sein und Genosse der Anklage wegen Beleidigung entscheiden. Dr. Quard schließt sich dem an und erhebt gegen die Behauptung des Staatsanwalts bezüglich" anonymer SchmähMehr als fläglich ist die Art, wie die Freifinnige artikel" Widerspruch. Wenn ein Redacteur dafür mit seiner Existenz eintrete, könne davon nicht die Rede sein. Außerdem Beitung" die Memeler Schmach von sich und ihren Mannen seien doch zur Ermittelung des Briefschreibers nicht mehrere im Memeler Wahlkreise abzuwaschen sucht. Sie schreibt: Prozesse gegen mehrere Beitungen, wie in diesem Fall, nötig. Die mittlere Linie des Zolltarifs besteht darin, daß man jeder fapitalistischen Interessentengruppe auf Kosten des konsumierenden Volks ihre Forderungen bewilligt hat. Damit hat man aber teilweise die ärgsten Gegenfäße veranlaßt. So hat man der Lederindustrie eine toloffale Erhöhung der Schutzölle zugestanden, auf der andern Seite aber einem agrarischen Wunsche gemäß einen Zoll auf das zur Gerberei notwendige Quebrachoholz zugeftanden. Darob große Erregung in in der Lederindustrie. in Schweinburg weist darauf hin, daß, während die Lederindustrie sich zu einem Berufszweige ausgestaltet hat, welcher jährlich für 400 bis 500 Millionen Mark Ware erzeugt und davon für 70 bis 80 Millionen Mark und mit der Lederwaren- Industrie zusammen für 120 bis 150 Millionen Mart aus Deutschland ausführt, die Beivirtschaftung des deutschen Eichenschälwaldes, der überhaupt jährlich nur für 12 bis 15 Millionen Mark Ware erzeugt, den modernen Anforderungen, trotzdem sie von 1879 bis anfangs der neunziger Jahre durch den Gerberlohe Zoll in Höhe von 10 Proz. des Wertes der Ware geschützt war, durchaus nicht gerecht geworden ist. Wollte die deutsche Lederindustrie nicht bloß auf dem heimischen Markte, sondern auch auf dem ausländischen gegen die fremde Konkurrenz aufkommen, so mußte sie zur Gerbung mit überseeischen Gerbstoffen, von denen der bedeutendste das Quebrachoholz ist, übergehen. Und nun soll die technische Entwicklung eines der bedeutendsten Industriezweige gehemmt werden? Die deutsche Lederindustrie wird ver fuchen, bei den Einzel- Regierungen eine Beseitigung dieser Bollsäge durchzusehen. Der Centralverein der deutschen Lederindustrie bereitet entsprechende Schritte vor. Centrum und Wuchertarif. und die er Der Kriegsminister besize sonst Handhaben genug zu Ermittelungen. Das Gericht zieht sich zurück und verkündet nach längerer Beratung den Beschluß, daß der Abg. Bebel in Berlin durch beauftragten Richter nicht bloß darüber vernomme i werden foll, daß wisse, einem der Brief rühre von Chinatrieger der Antrag ( so hatte der Verteidigung gelautet), sondern darüber hinaus auch darüber, wer der Briefschreiber und seine Angehörigen feien. Dann wurde die Verhandlung auf unbestimmte Beit vertagt. Also der Herr Kriegsminister wünscht nur mittels der Prozesse die Absender der Briefe zu ermitteln, um an ihnen ein Erempel zu statuieren. Damit wird aber, anstatt daß vor bürgerlichen Gerichten in aller Oeffentlichkeit die Wahrheit über die Kriegsführung in China festgestellt wird, die Frage vor das Geheimverfahren der militärischen Gerichte verschleppt und so vergraben. Die Generalrats- Stichwahlen. die Von den Bezir tsratswahlen ist bisher nur bekannt, daß die Republikaner" 103 Size gewonnen haben. " * Deutsches Reich. „ Den Ausfall der Stichwahl in Memel Heydekrug beantwortet der Vorwärts" mit mit einem wütenden Schimpfartikel auf die freisinnigen Wähler, der auch nicht die einer Spur Erkenntnis verrät. der wahren Sachlage Der Ausfall der Etichwahl in Memel war vorherzusehen, nachdem In Wahldie Socialdemokratie in die Stichwahl gelangt war. freifen mit einer weniger ländlichen Bevölkerung und einer starken tonservativen und agrarischen Partei ist eine Besiegung der legteren mur möglich durch einen Kandidaten, der zwischen der konservativen Partei und der Socialdemokratie steht. Gelangt dagegen die Social demokratie in die Stichwahl, so wird die in der Mitte stehende ausgefallene Partei, auch wenn die Führer eine be= stimmte Parole fategorisch ausgeben, niemals ge= fchloffen für den Socialdemokraten oder für den Konservativen stimmen, sondern sich teils der Abstimmung enthalten, teils geteilt stimmen. Socialdemokratische Kandidaten haben nur dann Aussicht, in der Stichwahl zum Siege zu gelangen, wenn sie schon bei der Hauptwahl nahezu an die absolute Mehrheit gelangt sind. Das war in Memel nicht entfernt der Fall. Dazu kommt, daß in dem Maße, wie die Socialdemokratie vor der Hauptwahl den Klassengegensatz zwischen Arbeits nehmer und Arbeitgeber in dem Wahlkampf führt, sie in dem selben Maße es den Arbeitgebern bei der Stichwahl erschwert, für ihren Kandidaten einzutreten, auch wenn akute Interessen der Ges setzgebung dazu auffordern... Während die Socialdemo= tratie zum Kampfe gegen Brotwucher und Lebensmittel- Verteuerung aufruft, verschuldet gerade sie in der geschilderten Weise durch ihren blinden Parteifanatismus eine 8usammensehung des Reichstags, welcher einer folchen 8ollpolitik mehr Vorschub leistes, als alle ihre Agitationen zusammengenommen derselben Abbruch thun tönnen." Aus Krefeld wird uns geschrieben: Im Wahlkreise Krefeld, der Domäne des Dr. C. Bachem, waren in lezter Zeit von verschiedenen Seiten Protestversammlungen gegen die Erhöhung der Getreidezölle einberufen worden. Da diese Protest versammlungen, besonders die von unserer Seite einberufenen, in Hat der Kriegsminister keine Empfindung dafür, daß, denen Genosse Moltenbuhr referierte, sehr stark besucht waren, wurde falls auf diese Weise die große Prozeßattion abgeleitet es der örtlichen Centrumsleitung doch etwas beklommen, und werden sollte, jeder Urteilsfähige daraus schließen wird: Das 10 luden sie denn Bachem ein, seine um Stellung des Centrums zu der geplanten Erhöhung der Ge- Hunnentum sei do ch traurige Wahrheit gewesen? treidezölle zu erläutern. Diese Versammlung fand am 28. Juli in dem größten Saal Krefelds statt und war von 15-1800 Personen besucht. Genosse Wolters hatte vorher schon schriftlich angefragt, ob Paris, 29. Juli. eine freie Diskussion statifände, was verneint wurde. Trogdem Die Ergebnisse der 92 Stichwahlen sind bereits bis auf hatten sich eine große Anzahl Genoffen und auch sonstiger Gegner vier bekannt. Und zwar werden diesmal die radikalen und eingefunden. In einer beinahe zweistündigen Rede legte Bachem den Standpunkt des Centrums zu der geplanten Erhöhung der Zölle linfsradikalen Ergebnisse in der amtlichen Statistik gesondert flar. Er forderte von den Anhängern des Centrums, besonders von von den„ republikanischen" angeführt. Da inzwischen auch Die Freisimmige 8tg." macht also nicht einmal den ja freilich den Industrie- Arbeitern, daß sie zu den Vertretern des Centrums die Ergebnisse des ersten Wahlgangs vom Ministerium des vergeblichen Verfuch, zu bestreiten, daß ein großer Teil ihrer das Vertrauen haben, daß diefelben mur ihr Bestes wollen. Innern im gleichen Sinne gesondert wurden, so läßt sich erst Wähler direkt für den Kandidaten des Brot. Die Erhöhung der Getreidezölle sei eine unbedingte Notwendigkeit. jetzt einigermaßen ein Ueberblick gewinnen. Danach wurden wuchers und des Zollkriegs gestimmt haben. Sie giebt Auch müssen alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse mit Böllen belegt in den 88 Stichwahlen gewählt: 44 Radikale und Links- diese Schmach in vollem Umfange zu. werden, um der Not des Bauernstandes in etwas abzuhelfen. Es Zur Beschönigung diefes jämmerlichen Principienverrats macht radikale, 22 Republikaner"( meist wohl Meliniften), sei eine Lüge der Socialdemokratie, wenn fie behaupte, die Kleinbauern zurecht, wonach es eine Art politischen Naturgesetzes jei, und die ländlichen Arbeiter hätten leinen Vorteil von den Zöllen. 11 Socialisten, 7 Monarchisten, 3 Nationalisten und sie fich lediglich eine famose Stichwahl- philofophie daß die in der Mitte stehende ausgefallene Partei sich Im übrigen aber trage das Ausland hauptsächlich den Zoll und 1 Ralliierter. Das Gesamtresultat der der beiden beiden Wahlgänge: 558 teils der Abstimmung enthalte, teils geteilt es wäre doch für den Arbeiter vorteilhaft, wenn durch die ZollDies wunderliche Gesetz mag aus der erhöhung der Landwirt konfumfähiger werde und dadurch eine an- Republikaner", 547 Radikale und Linksradikale, 39 Socia stimmen müsse. er " " Der erbentete Reih- Brief eine Fälschung? Londoner Sonntagsblätter veröffentlichen ein Interview mit der Gattin des Staatssekretärs Reis, die sich augenblicklich in Scheveningen aufhält und rundweg erklärt hat, daß die genannten Briefe einfach erfunden sind. Ihr Gatte würde niemals daran denken, sich in einer so fläglichen Weise über die Lage der Boeren zu äußern, wie er es nach den englischen Schwindelmeldungen gethan haben soll. Diese fingierte Korrespondenz sei von der britischen Regierung nur deshalb zurechtgestußt und vielleicht gerichtet worden, um im englischen Volke die immer schwächer aus thatsächlich gefundenen oder erbeuteten wertlosen Papieren herwerdende Kriegsluft und das weichende Interesse an der Vergewaltigung der Boeren wieder neu anzufachen und zu beleben. Sonst aber sei an der ganzen Geschichte kein wahres Wort, und Frau Reiz soll ausdrücklich erklärt haben, daß sie ihren Gatten zu gut kenne, um zu wissen, daß er niemals einen solchen Brief schreiben und an Botha senden werde. In gleicher Weise wird in den letzten Meldungen die Fabel von der„ beinahe erfolgten Gefangennahme des Präsidenten Steijn" als folche gebrandmarkt, und diese an und für sich schon so unglaublich flingende Mär als vollständig aus der Luft gegriffen bezeichnet. Steijn soll sich überhaupt gar nicht in Reig be= funden haben. Partei- Machrichten. Naturgeschichte des Freisinns abftrahiert sein, auf ernst mitteln und Dungstoffen aus Staatsfonds unverzinsliche, nur in mit der Thatsache in Einklang bringen läßt, daß die Boeren gerade zu nehmende Parteien beansprucht es keine Geltung. Bemerkt der Höhe von 85 Prozent rüdzahlbare Darlehen jest wieder viel agressiven Geist zeigen. Als wahrscheinlicher a ch doch selbst die, National Beitung":" Sicher ist es, daß es überwiesen worden sind. Diese Maßregel ist ganz besonders in folger Kitcheners wird General Lyttleton genannt. Lyttleton ist der Rechten nicht gelungen wäre, den Wahlkreis zu be- Verbindung mit der Bereitstellung eines Fonds zur darlehensweisen ein Neffe des verstorbenen Gladstone und hat sich kürzlich in einer haupten, wenn an Stelle des Socialdemokraten der Freisinnige Gewährung barer Mittel an die am meisten geschädigten Landwirte Rede dahin geäußert, die Aufgabe der nächsten Zukunft in Südin die Stichwahl gekommen wäre." Daß die freifinnigen Stimmen sehr wohl geeignet, wirksame Hilfe zu gewähren". afrika bestünde darin, die Boeren und Briten in Stand zu setzen, fich teilten, liegt lediglich an der systematischen Korruption Wenn die Unterstüßten für je 100 m. eines empfangenen Dar friedlich zusammenzuleben. der Freisinns wähler durch die Freisinns Bresse und lehns nur 85 m. zurückzuzahlen haben, so werden ihnen damit Sollte England sich trotz alledem mit der Absicht tragen, durch die politische Leitung. Auf das sonstige findische Gelalle wollen 15 M. auf je 100 m. geschenkt. Es wird ihnen also ein weitgehende Friedenstonzessionen statt durch Waffenwir auch diesmal wieder ein dem Freisinn nabestehendes Almosen, eine Armen unterstützung gewährt. Daß gewalt den Krieg zu beendigen? Blalt antworten lassen. Die, Frankfurter Zeitung" schreibt: arbeitslosen Proletariern schon je eine derartige außer " Der bei der Reichstags- Ersatzwahl in Memel- Heydetrug im ordentliche Unterftigung gewährt worden wäre, ist nicht bekannt ersten Wahlgang erzielte Erfolg ist in der Stichwahl leider nicht geworden. Aber die„ Bolts- Beitung" weist noch auf einen andren festgehalten worden, nicht etwa, weil die Stimmung der Wähler Punkt hin, darauf" nämlich, daß dies Almosen zweifellos den schaft umgeschlagen wäre, sondern lediglich, weil das Charakter der Armen unterstüßung trage, die nach dem lichtbewußtsein eines großen Teils der frei Wahlgefet das Wahlrecht aufhebe. sinnigen Wähler nicht start genug war, um das" Es wäre lohnend," bemerkt das Blatt, festzustellen, ob unter allgemeine Interesse über fleinliche persönden" agrarischen Wählern, die am legten Sonnabend Herrn liche Rücksichten zu stellen.... Matfull mit freisinniger Hilfe das Mandat für Memel- HeydeDie liberalen Vertrauensmänner des Wahlkreises ließen sich frug verschafft haben, fich Empfänger einer folchen lediglich von ihrer persönlichen Empfindlichkeit leiten und zeigten Armen unterstüßung befunden haben, die ihr Wahlrecht uns für die großen Gefichtspunkte gar feinen Sinn: statt einer Auf- berechtigterweise ausübten," forderung an die freisinnige Wählerschaft, Mann für Mann dem socialdemokratischen Gegner hoher Lebensmittelzölle die Die Krife. Aus dem Industriebezirk wird uns' geschrieben: Stimme zu geben, statt der Verstärkung der Wahlarbeit, um den Laut Beschluß des Aufsichtsrats wird das Stabeisenwalzwerk der Protest gegen die Brotwucherpolitik zum endgültigen Siege zu Styrumer Eiſenindustrie" wegen Arbeitsmangel zum 1. Oktober führen, entschlossen sich diese freisinnigen Mannen für Stimun- gänzlich still gelegt. Ueber 400 Arbeiter werden dadurch betroffen, enthaltung und überließen es dem Einzelnen, zu thun und zu Auf den Zechen werden Feierschichten in immer größerem Umfange lassen, was er für gut halte. Das war ein Verrat an eingelegt. Um zu sparen, trifft das besonders solche Orte, wo die der guten Sache, wie Kohle schwer zu gewinnen ist daher läßt man an anderen Stellen nicht schmählich erleberschichten arbeiten. Ueberschichten- Feierschichten, göttliche gedacht werden kann, und dieser Verrat konnte nicht schlimmer gebrandmarkt werden, als durch das Lob, Weltordnung.das er im agrarischen Lager fand. Dieser angeblich entschiedene Um Köller. Aus Straßburg i. E. wird uns vom 28. Juli Freifinn hat schnöde die Fahne im Stich ge- geschrieben: Eine Versammlung der elfag- loth: lassen, die er vorher aufgepflanzt hatte. ringischen Reichtags- Abgeordneten, in der zu der Bezeichnenderweise hatte die Berliner Parteileitung geplanten Ernennung des Herrn v. Stöller zum Staatssekretär im Gine Depesche des Generals Kitchener aus Pretoria vom 29. Juli nicht ein Wort des Tadels für diese Fahnen- Ministerium für Elsaß- Lothringen an Stelle v. Buttkamers Stellung befagt: Seit dem Bericht von den verschiedenen Truppenkörpern vom flucht; das offizielle Partei- Organ wußte nur von der per- genommen werden sollte, hat gestern abend stattgefunden. Anwesend 22. Juli wurden 49 Boeren teils getötet, teils verwundet, 303 wurden ge= sönlichen gehässigen Kampfesweise der Socialdemokraten zu bewaren die klerikalen Abgeordneten Delfor, Hauß, Wetterlé, die fangen genommen, 205 Wagen, 2700 Pferde und Vorräte wurden erbeutet. richten, also das Trennende hervorzuheben, fand aber nicht ein Liberalen Dr. Riff, Schlumberger, de Schmid und der Reichsparteiler General Gilbert Hamilton überraschte Potgieters Wort, um die freisinnigen Wähler auf ihre Pflicht hinzuweisen, und Dr. Höffel. Von den übrigen Deputierten waren Entschuldigungs- Laager in der Nähe von Wolmarans und erbeutete alle dort auch die freiſinnigen Blätter Ostpreußens sind mit einer einzigen Ausschreiben eingegangen. Als Resultat ihrer Besprechungen veröffent befindlichen Wagen; 21 Boeren wurden getötet.- General Bruce nahme nicht über Verlegenheitsreden hinausgekommen.... lichen die Herren heute die folgende Erklärung: Hamilton berichtet, daß er Myburghs Kommando in der Es ist um so schlimmer, daß der Freisinn sich bei der Schluß-„ Die erschienenen Abgeordneten waren einstimmig der Nähe von Dassiesport überraschte und 24 Boeren gefangen entscheidung so schmählich seiner politischen Pflicht Meinung, daß die Regelung der Personenfrage nahm, darunter Myburgh selbst, der gefährlich verwundet wurde. entschlagen hat, während sogar nationalliberale außerhalb ihrer Zuständigkeit liege, da die Ernennung Blätter die Konsequenzen der politischen 2a ge besser zu würdigen eines Staatssekretärs ausschließliches Recht der Krone sei. Das wußten." Volk und seine Vertreter werden den Nachfolger von Herrn Von andrer bürgerlicher Seite wird übrigens, darauf aufmerk-. Buttkamer lediglich nach seinen Thaten zu beurteilen haben." fam gemacht, daß der Freisinn" bereits im Jahre 1898 in Auch in den Briefen der nicht anwesenden Abgeordneten kamen Dußenden bon Fällen den agrarischen Brot- diefelben Gedanken mehrfach zum Ausdruck. Die ganze Aftion ist wucherernden Sieg in die Hände gespielt hat, trotzdem damit, wie vorauszusehen war, ins Waffer gefallen. Interessant sich damals für den kläglichen Verrat nicht einmal die schale Ausrede wäre es, zu erfahren, wie sich der Abgeordnete des Kreises auftreiben ließ, daß die socialdemokratische Kampfesweise einen Hagenau- Weißenburg, Prinz Alexander zu Hohenlohepersönlich gehässigen Charakter getragen habe. Für den Freifinn Shillingsfürst, der Sohn des fürzlich verstorbenen Altreichs. ist die schmähliche Fahnenflucht und der Principienverrat in der That tanglers und Bezirkspräsident des Oberelsaß, zu der Angelegenheit ein Naturgefeg.gestellt hat. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat er die Zusammenkunft aus denselben Gründen, mit denen deren Teilnehmer ihr Abstehen von weiteren Schritten gegen die Ernennung Köllers motivieren, von vornherein für eine überflüssige Zeitverschwendung gehalten. Trot alledem dürfte schon die bloße Thatsache des von den reichsländischen Bolksvertretern zur Abwendung der Köllergefahr unternommenen, " Wir brauchen nicht nach dem kleineren lebel zu fragen, denn außerordentlichen Schrittes hinreichen, um das Renommee zu tir tönnten nur wählen zwischen zwei großen Uebeln. Bon charakterisieren, in dem Köller von seiner Thätigkeit als reichs diesen großen Uebeln tönnte nur das Centrum ländischer Polizeiminister her steht. Man braucht in dieser Hinsicht als bas größte bezeichnet werden. Gewiß, Dr. Beumer nicht, wie die Herren Abgeordneten meinen, erst seine neuen Thaten ist ein Scharfmacher, und offen hat er sich als socialpolitischen abwarten, um den Herrn beurtheilen zu können. Bremser bekannt. Schließlich hat er aber das nur offen ausgesprochen, was auch die Centrumsmannen im Innersten ihres Herzens ersehnen. Sie thun allerdings zuweilen etwas andres, aber das geschieht wider willen, weil man den Wählern unbedingt Konzessionen machen muß. Unter der Maste Repräsentantenkammer. Der Liberale Buhl beantragte am der Arbeiterfreundlichkeit sucht die Bartei der Dienstag wegen der schwachen Bejezung des Hauses Vertagung bis Dunkelmänner die Wähler über das„ Er Donnerstag. Als der Präsident es ablehnt, über den Antrag abreichbare" zu beschwindeln als bestes Mittel, stimmen zu lassen, protestieren die Anwesenden dagegen durch bie tleritale Herrschaft zu sichern. Und diese Herr- Lärmen und Klappen mit den Pultdeckeln, so daß der Präsident und schaft erstrebt die bolllständige Knechtung der Geister. Redner unverständlich bleiben. Ein Socialist stimmt die ArbeiterDas Biel des Kleritalismus ist die unbeschräntte marseillaise an, die Linke begleitet durch Schlagen auf die Bultdeckel, Herrschaft in der Schule. Unfre Kinder sollen den der Lärm dauerte fort, so daß die Sitzung geschlossen werden mußte. Geistestnechten ausgeliefert werden, um daraus geistig willen. lose, der flerikalen Gewalt sich unbedingt fügende Kreaturen zu erziehen. Das ist die im Dunkeln schleichende Rücktritt des Finanzministers? Aus Rom wird gemeldet: Gefahr, und vor dieser sei gewarnt, fie ist Infolge der Ablehnung des neuen Steuer Reform flimmer als ein bißchen Gewaltpolitit. Gerade profetts seitens des Ministerrats wird wahrscheinlich der F in an 3- wurf für das auptprogramm wurde nach kurzer Debatte in die nationalliberale Gewaltpolitit hat das Centrum start gemacht, minister seine Demission geben und das Finanzund der Socialdemokratie als solcher hat das Socialistengefeß nicht portefeuille interimistisch vom Schatz minister übernommen geschadet. Man tann doch wirklich nur bon politischen Man wird weitere Nachrichten abwarten müssen, bevor man sich Narren erwarten, dem Centrum, welches die geistige Knechtschaft erstrebt, die zweifellos viel gemeinschädlicher ist wie Gewalt- ein Urteil über die Situation im Ministerium zu bilden vermag. politit, als Steigbügel zu dienen. Die Knebelung der Geister ist für Namentlich wird man erst näheres über das Reformprojekt des Die Arbeiterklasse viel gefährlicher, hier wirkt das Gift in ge- fortschrittlicher Reformen durch den Ministerrat mußte um so mehr Finanzministers Wollemberg erfahren müssen. Die Ablehnung heimen, dagegen brutale wirtschaftliche Unterdrückung wird von jedem empfunden und ein geistig regsames, nicht unter fleritaler überraschen, als der einflußreiche Minister des Innern, Giolitti, Herrschaft geistig entmanntes Volt ist schon in der Lage, die scharf- als den Hauptteil seines Programms eine durchgreifende Steuer macherischen Bäume zu stußen, daß sie nicht in den Himmel wachsen. reform mit Einführung der progressiven Einkommensteuer bezeichnete. Wir können daher, unter Berücksichtigung aller Umstände, nichts Besseres thun, als die Gegner unter sich lassen und strikte Wahlenthaltung beobachten. " Wahlenthaltung für die Duisburg- Mülheimer Stichwahl proklamierte eine am Sonntag abgehaltene Vertrauensmänner versammlung der socialdemokratischen Partei des Wahlkreises. Der Effener Bedruf" motiviert diesen Beschluß wie folgt: " Eine chinesische Mauer auf dem Wasser. Wegen der Einholung des Grafen Waldersee ist, wie der Frankf. 8tg." aus Hamburg gemeldet wird, laut Verfügung der Schleswiger Regierung während der Anwesenheit des Kaisers am 10. und 11. August der Verkehr auf der Elbe von Hamburg bis Glüdstadt dreißig Stunden gesperrt. Wodurch der Schaden, den der Nachezug angerichtet, noch um einiges vermehrt wird. werden. Ausland. Belgien. Italien. Amerika. Glänzendes Ernte- Ergebnis in Kanada. Wie das„ Reutersche Bureau" erfährt, find den amtlichen Depeschen zufolge, die der Oberkommissar für Kanada in London erhielt, die Ernte- Grträgnisse dieses Jahres in Kanada ohne Beispiel in der Geschichte dieses Landes. Während alle älteren Provinzen guter Ernte- Aussichten sich erfreuen, bringt in Manitoba und den nordwestlichen Gebieten Ertrag und Wert der Ernte dieses Jahres Kanada an die Spitze der weizenbauenden Länder der Erde. Die legten Telegramme aus Kanada besagen, daß das Land von der großen Higwelle nicht heimgesucht wurde, welche die Ernte der westlichen Vereinigten Staaten so schwer beschädigt hat. Ein China- Juferat. Wir erhalten von der Firma Ludwig Buenos Aires, 29. Juli. Der Kongreß hat der Glent, Juh. Mar Heppner, Kunst- und Antiquitäten- Handlung, die Aufhebung des Belagerungszustandes folgende merkwürdig aufgeregte Buschrift: gestimmt. An die Redaktion des Vorwärts" Hier. Bezüglich Ihrer Besprechung meines„ China- Inserates" bemerke ich Ihnen: Wer überall und insbesondere bei politischen Gegnern, Gemeinheiten vermutet und sucht, der wird auch an meinem Inserat irgend etwas tadeln oder verdächtigen können. Außer Ihnen und der Wiener Zeit" hat das bisher niemand unternommen. Sie verdächtigen mich, ohne mich zu kennen und verdächtigen die Leser des betreffenden Blattes. Wie man ein solches Verfahren bezeichnet, das wissen Sie selbst. Ludwig Glent Juhaber: Max Heppner. Der Boeren- Krieg. Protest gegen die Depeschen- Cenfur. au= Die Direktoren der Londoner Tepeschen- Agenturen hielten am Montag eine Versammlung ab und sandten an Staatssekretär Brodrick eine Note, in der mitgeteilt wird, daß es unmöglich sei, die„ Daily Mail" zu verhindern, die amtlichen Nachrichten über den südafrikanischen Krieg zu erhalten." Daily Mail" veröffentlicht auch heute sämtliche amtlichen Nachrichten über Südafrika. Ein neuer Boerenangriff. Aus Dundee wird berichtet: Ein Gefecht fand 20 Meilen nörd= Herr Mar Heppner hat in seiner Aufregung und über dem lich von Nqatate statt, wo eine schwache englische Kolonne von Schimpfen das wichtigste vergessen, nämlich die Frage zu beantworten: 400 Boeren angegriffen wurde. Die Boeren wurden schließlich Was hat er sich dabei gedacht, als er bei den Lesern des Militär- zurückgeschlagen. Die Engländer hatten vier Tote, darunter den wochenblattes voraussetzte, daß sie Chinawaren zu verkaufen Generalstabsoffizier Edgard. Die Verluste der hätten. Bisher hatten die Leser des genannten Organs höchstens Boeren sind nicht bekannt. Fünf Mann wurden gefangen Pferde zu verkaufen aber Chinawaren??! Wir hoffen, daß uns Herr Mag Heppner, den wir nicht zu kennen allerdings die Ehre haben, auf diese Frage in einem zweiten inhaltreicheren Schreiben klare Auskunft giebt. genommen. Boeren oder Engländer? Die Tagesverluft- Lifte " Der Parteitag für beide Mecklenburg und Lübeck findet am 8. und 9. September in Lübeck statt. Er befaßt sich lediglich mit geschäftlichen und organisatorischen Fragen. Der Parteitag der Socialdemokratie Norwegens. artei beraten. Am Donnerstagnachmittag wurde über das Budget der Die Bilanz der Einnahmen und Ausgaben für das tommende Jahr der Parteithätigkeit wurde auf 7000 kronen festgesetzt, darin find u. a. einbegriffen: 1500 Seronen für Agitation, 1200 Stronen für Drucksachen, 500 Kronen für Vertretungskosten. Darauf wurde über das Budget des Partei organs Socialdemokraten" für die Zeit vom 1. Juli 1901 bis zum 30. Juni 1902 verhandelt. Der Referent wies auf Grund einer graphischen Darstellung nach, daß sich die finanziellen Verhältnisse des Blattes während der letzten 3 Jahre fortlaufend gebessert haben, und meinte, daß die Zeit nicht mehr fern sein könne, wo" Socialdemokraten" nicht nur ohne Zuschüsse sich selbst erhalten könne, sondern auch noch Ueberschüsse für die Partei abwerfen werde. Ein Antrag des Parteivorstands, den Abonnementspreis für die Abonnenten in Christiania von 60 Dere pro Monat auf 20 Dere pro Woche zu erhöhen und dafür eine wöchentliche Unterhaltungsbeilage zu liefern, wurde angenommen. Socialdemokratens" Budget wurde in Einnahmen und Ausgaben auf 86 500 Str. festgesetzt. An ordentlichen Einnahmen find 72 500 Kr. aufgeführt; an außerordentlichen 14 000 Str., wovon 5000 Ser. durch einen allgemeinen Opfertag, an dem jedes Parteimitglied mindestens 50 Dere zum Vorteil des Organs spenden soll, aufgebracht werden sollen. " Die Freitagssigung beschäftigte sich zunächst mit dem Antrag, den Namen der Bartei„ bie norwegische Arbeiterpartei" in die socialdemokratische Partei" abzuändern. Der Antrag wurde aber, weil die einzelnen Abteilungen noch nicht darüber diskutiert hatten, abgelehnt und die Namensänderung bis zum nächsten Parteitag verschoben. Danach wurde über das Parteiprogramm beraten. Der Entfolgender Form angenommen: " Die Grundursache der Armut, der geistigen und wirtschaftlichen Unterdrückung des Volkes und der socialen Not erblickt die Partei darin, daß es zugelaffen wird, daß die natürlichen Quellen des Reichtums( Grund und Boden, Gruben), die Arbeits- und Verkehrsmittel( Bauwerke, Maschinen, Werkzeuge, Schiffe), die Materialien und Lebensmittel Eigentum des einzelnen werden und die Verteilung des Ertrages der Arbeit dem Jnteressentampf der Individuen ohne Kontrolle der Allgemeinheit überlassen wird. Die norwegische Arbeiterpartei, die sich die wirtschaftliche Befreiung des Volkes zum Ziel gesetzt hat, erstrebt darum die Ueberführung des Grund und Bodens, der Arbeits- und Verkehrsmittel in das gemeinsame Eigentum des Volkes, die Uebertragung der Leitung der Produktion auf die Gesellschaft und eine gerechte Verteilung des Ertrages der nationalen Arbeit durch die Allgemeinheit, ats eine Aufgabe der Gesellschaft. In allen Ländern mit privatfapitalistischer Produktionsweise hat das arbeitende Volk die gleichen Interessen. Mit der Entwicklung des Weltverkehrs und des Warenaustausches zwischen den Ländern wird die Stellung der Arbeiter eines Landes beständig von größerer Bedeutung für die Stellung der Arbeiter der andren Länder. Die Befreiung der Arbeiterklasse ist deshalb nicht allein eine nationale Sache, sondern eine Aufgabe, die mit den Interessen der Arbeiter aller Kulturländer verknüpft ist. In dieser Erkenntnis erklärt die norwegische Arbeiterpartei", daß ihr Biel mit den Bestrebungen der Arbeiter andrer Länder zufammenhängt. Die ökonomische Unsicherheit und Unterdrückung, als Folgen der privatkapitalistischen Produktion, führen dazu, daß nicht mur die Interessen der Lohnarbeiter, sondern auch die Interessen aller minderbemittelten Handelsleute, Industrietreibenden und Landleute mit den socialdemokratischen Bestrebungen zusammenfallen, und, indem die Partei für Gleichstellung der Bevölkerung ohne Unterschied des Geschlechts in Rechten und Pflichten kämpft, tritt sie als Repräsentant aller Unterdrückten für alle Forderungen ein, die geeignet sind, gesunde und harmonische Lebensverhältnisse herbeizuführen." Zu dem 2. Teil des Programms, der die verschiedenen Reformforderungen enthält, lagen mehrere Abänderungsvorschläge vor. die zu einer längeren Debatte führten. Gewerkschaftliches. Arbeiter Berlins! Wie wir gestern bereits mitgeteilt haben, hatten die Ver Handlungen, welche neuerdings zwischen den ausgesperrten der Engländer umfaßt für den 29. Juli 2 Tote, 22 Verivundete und Tabatarbeitern Nordhausens und den Fabrikanten geArmenunterstützung für die Strohdachflickenden. In dem 10 an Krankheiten Verstorbene. pflogen worden sind, keinen Erfolg. Den Unternehmern kommt an den Reichskanzler gerichteten Dankschreiben des Vorsitzenden der es vor allem darauf an, die Organisation der Arbeiter zu ständigen Kommission des Landes- Dekonomie Kollegiums für die staatliche Not standsfürsorge wird u. a. der Dank dafür aus findet nach der Frf. 8tg." in England allgemeinen Glauben. vernichten. Jeder Arbeiter, der während dieses Kampfes oder gesprochen, daß in den Notstandsbezirken Westpreußens und Man wiegt sich noch immer in dem Optimismns, daß bis dahin der auch sonst die Interessen feiner Kollegen vertreten hat, soll Posens den Kreisen zur Beschaffung von Saatgut, Futter-| Krieg beendigt sein werde, eine Hoffnung, die sich allerdings nicht dauernd ausgesperrt, das heißt für immer brotlos bleiben. Das Gerücht von Kitcheners Rückkehr im Herbst Arbeiter! Mehr denn zuvor ist es jetzt Eure Pflicht, für strengste Durchführung des Boytotts zu sorgen. Achtet darauf, daß kein Kautabak aus boykottierten Nordhäuser Fabriken gekauft wird. Nur so ist es möglich, die Unternehmer zum Nachgeben, zur Anerkennung des Koalitionsrechts zu zwingen. Helft Euren Nordhäuser Arbeitsbrüdern zum Siegel Berlin und Umgegend. Der Vertrauensmann der Kürschner berichtigt die gestern an dieser Stelle gebrachte, den Fall Wedemeyer betreffende Notiz dahin, daß neuerdings nicht die Mitglieder der ersten Schiedsgerichts, sondern die Gewerkschaft der Kürschner das erste Urteil in der Angelegenheit Wedemeyer als für sich maßgebend bezeichne und daß für die genannte Gewerkschaft diese Angelegenheit damit erledigt ist. Deutsches Reich. Aus der Frauenbewegung. dürfen fich desselben nicht bemächtigen. Ausgenommen ist nur der mit Gewalt weggenommen werden, allein einzelne Soldaten = Die Abhaltung einer socialdemokratischen Frauenkonferenz Fall der erlaubten Plünderung, eine Gelegenheit, die in einem betreffend, welche eventuell im Anschluß an den Parteitag zu Lübed zukünftigen Kriege zwischen regulären Armeen äußerst selten oder stattfinden soll, hat, wie die„ Gleichheit" berichtet, Genoffin Baader gar nie vorkommen dürfte. Nach der Auffaffung des heutigen als Vertrauensperson der Genossinnen Deutschlands sämtlichen Lokal- europäischen Völkerrechts führen die Staaten durch ihre Repräsen und Streis- Vertrauenspersonen eine Umfrage zugehen lassen. In tanten und nicht die einzelnen Einwohner der Staaten gegen eins derselben wird daran erinnert, daß die erste socialdemokratische Frauen- ander Krieg, wie dies im Altertum der Fall war. Der Kriegsfonferenz zu Mainz nicht beschlossen hat, daß jedes Jahr eine Konferenz zustand findet nach heutiger Auffassung nur zwischen den Kombatstattfinden soll. Sie überließ es vielmehr dem Ermessen der kanten, das ist den von den kriegführenden Staaten berufenen Genofsinnen, die Frage jeweilig nach den vorliegenden Verhältnissen zu Streitern statt. Gegen diese Personen erlaubt das Kriegsrecht, alle entscheiden. Wie Genossin Baader mitteilt, haben die Genossinnen von Mittel zu ihrer Besiegung anzuwenden und sie im Kampfe zu Berlin und Umgegend bereits erörtert, ob sich die Einberufung einer töten. Unmenschlich darf aber auch gegen sie nicht verfahren werden, Konferenz nach Lübeck empfiehlt. Ihrer Ansicht nach ist dies nicht weshalb Vergiftungen von Brunnen, Anwendung von ummüze der Fall, und zwar aus folgenden Gründen. In vielen Orten ist Schmerzen bereitenden Geschossen usw. durch die Kriegssitte verboten die Wahl der Vertrauensperson ziemlich spät erfolgt, in andern sind. Sind die feindlichen Soldaten bereits wehrwieder standen dieser von Anfang an nicht genügende Mit- los und verwundet, so darf gegen sie kein Akt von Der Generalftreit der Flaschenmacher. Soviel aus den bis arbeiterinnen zur Seite, erst allmählich hat sie sich einen Gewaltthätigkeit ausgeübt werden. Jede Gewaltjezt vorliegenden Nachrichten ersichtlich ist, haben die organisierten Kleinen Kreis von solchen heranziehen können, die sich nun thätigkeit gegen friedliche Bewohner des Feindeslandes ist Das östreichische Flaschenmacher am Sonnabend nahezu einmütig in allen in Frage einzuarbeiten beginnen. In der Folge hat die planmäßige Agitation nach dent Strafgesetze zu beurteilen. fommenden Hütten die Arbeit niedergelegt. Einer Angabe der hier und da erst vor kurzer Zeit begonnen. Es würden daher Militär Strafgesetz bestimmt im§ 10:„ Verbrechen und Hamburger Nachrichten" zufolge, find in folgenden Fabriken die der Konferenz nur verhältnismäßig wenige Thätigkeitsberichte erstattet Bergehen werden auch an dem wehrlosen Feinde... Die Beraubung Arbeiter mit wenigen Ausnahmen nicht zur Arbeit erschienen: werden können. Weiter ist der ungünstigen Lage Lübecks wegen nicht begangen." Gefangener oder Ber: wird mit den strengsten Strafen bedroht, Flensburger Glasfabriken, Ernst Feldmaun, Flensburg; Hannoversche auf eine zahlreiche Beschichung der Konferenz, zumal aus West- und wundeter Bemerkenswert ist in dieser Glashütte, Hainholz bei Hannover; Hein u. Dietrichs, Glasfabrik, Süddeutschland, zu rechnen. Etwa bis Ostern nächsten Jahres dürften 3. 23.§ 265 österr. M.-St.-G. Dort sind die Fälle Bergedorf bei Hamburg; Oskar Jöhnck, Glashütten, Brunshausen die Genossinnen allerorten eine genügend ausgedehnte und plan- Beziehung das deutsche Militär- Strafgefeg. bei Stade; A. Lagershausen, Stadthagen( Sch.- Lippe); Stralauer mäßige Thätigkeit entfaltet haben, damit ihre Berichte ein übersicht wie Diebstahl, Störperverlegung, Unterschlagung usw. teine Glashütte A.-G., Stralau bei Berlin; Fabrit Metahütte, Nauscha, liches und erfahrungsreiches Bild von der Entwicklung der prole- Antragsdelikte, sondern sie sind von amtswegen zu verfolgen(§ 127). Ober- Lausitz. tarischen Frauenbewegung geben. Auf Grund der dann vor- Diese Bestimmung ist eine für die Praxis im Felde sehr geeignete Die Bemühungen der Fabrikanten, die Arbeiter zur Zurück liegenden praktischen Erfahrungen können gut vorbereitete Anträge Kodifikation. Ihr liegt die Absicht zugrunde, daß alle nahme der Kündigung zu bewegen, scheint demnach wenig Erfolg auf die Tagesordnung einer einzuberufenden Konferenz gelegt, im Kriege begangenen strafbaren Handlungen ge gehabt zu haben. Ueber die gegenwärtige Situation des Ausstandes kann mit größtem Nugen verhandelt werden. Gerade weil ahndet werden, umso mehr, als im Kriege der Ver= geben die nachfolgenden Berichte aus einzelnen Hauptorten der die erste Frauenkonferenz so wohlgelungen war, soll die zweite Teste, durch den Kriegsschrecken eingeschüchtert, Flaschenfabrikation eine Uebersicht. ihr an Bedeutung und Erfolg nicht nachstehen. Die Genossinnen von oft nicht wagen wird, den Antrag auf Bestrafung In der Stralauer Glashütte( Berlin) legten sämtliche Berlin und Umgegend find deshalb aus den angeführten Zweck- 3u stellen. Flaschenmacher, 312 an der Zahl, die Arbeit nieder. Davon haben mäßigkeitsgründen der Ansicht, daß im Anschluß an den Parteitag Das Schauspiel, das sich dieser Tage in Frankreich, in Toulon 226 Verheiratete ihre Fabrikwohnungen zu räumen. Sie sind jedoch keine Frauenkonferenz einberufen wird. Genossin Baader ersucht nun und Marseille abspielte, dürfte wohl einzig dastehen in der Civilisa bereits anderweit untergebracht bis auf 30. Da die Wohnungen erst die Genossinnen allerwärts, das Für und Wider einer eventuell in tion des zwanzigsten Jahrhunderts. am 2. August geräumt werden brauchen, so wird auch für diese noch Lübeck abzuhaltenden Konferenz zu erwägen und ihre Entscheidung rechtzeitig Unterkunft beschafft werden. Die Niederlegung der Arbeit rechtzeitig mitzuteilen. Selbstverständlich entscheidet Stimmenmehrheit am Sonnabend ist in vollster Ruhe und Ordnung geschehen und ist über die offene Frage. Das Resultat der Umfrage wird Genossin auch gar nicht erst von der Behörde Schutzmannschaft aufgeboten Baader in der Gleichheit" veröffentlichen. worden. Der Betrieb ruht vollständig und wird auch seitens der Direktion gar kein Versuch gemacht, Arbeitswillige heranzuziehen, da dies auch ganz aussichtslos wäre. In den Flensburger Glasfabriken von Ernst Feldmanu find sämtliche 105 Arbeiter in den Generalstreit eingetreten. Bis Montagmittag müssen die Fabrikwohnungen geräumt sein. Etwa 15 Familien haben noch keine Wohnung. Die Ablöhnung wird den verheirateten Glasmachern bis zum ordnungsmäßigen lebergeben der Wohnung vorenthalten. " Sociales. Die Zustände in den Bäckereien. Den Nürnberger Bäckermeistern ist das Formular des Erhebungsbogens, das bei der bevorstehenden amtlichen Revision der Bäckereien verwendet werden soll, vorzeitig in die Hände gefallen. Chinesisches Allerlei. Die Borerbewegung soll nach der Meldung eines englischen Blattes in der Provinz Schantung zugenommen haben, nachdem die Gesellschaft der vereinigten Dorfbewohner der Provinz Tschili einen Sieg über die Truppen Li- Hung- Tschangs davonge tragen habe. Ueber den Besuch der tibetanischen Gesandtschaft in Petersburg sollen die chinesischen Regierungskreise schwer beuns ruhigt sein." Dem Globe" wird aus Shanghai berichtet, daß be= deutende Kasernenbauten für die französischen Bei Hein u. Dietrichs in Bergedorf bei Hamburg erfolgte ebenfalls die einmütige Arbeitsniederlegung. Der Bogen enthält ungefähr 40 Fragen, die sich beziehen auf und russischen Truppen dort errichtet werden. Diese Auch in Gerresheim hat die Mehrheit der Arbeiter sich am die Art des Betriebs, wann derselbe etwa eingreifend umgestaltet" Kasernen sollen feste Steinbauten sein, der Bau dürfte zwei Streit beteiligt. Seitens der Fabrikanten wird allerdings behauptet, wurde, ob Maschinen verwendet sind, wie viel Arbeiter beschäftigt Jahre in Anspruch nehmen. daß hier 600 Mann stehen geblieben seien. Die Arbeiter bezeichnen werden, ob ein besonderer Waschraum und wie viel Waschdiese Angabe als übertrieben und darauf berechnet, im Publikum einrichtungen vorhanden sind. Weiter wird gefragt nach SitzStimmung gegen den Streik zu machen. Wie eifrig Herr Hehe in gelegenheit, der Bahl der Spudnäpfe, wie und wo das Mehl aufGerresheim bemüht ist, unter den Arbeitern gegen den Streit bewahrt wird, ob Unreinlichkeit bei der Mehlaufbewahrung bemerklich Tehte Nachrichten und Depelden. zut wirken, dafür legt der Umstand Zeugnis ab, daß ist; ob zum Bäckereibetrieb bestimmte Geräte auch zu andren er, Herr Heye, in eigener Person als Referent in einer Zwecken benügt werden; weiter wird gefragt nach den Zustand der Versammlung auftrat, die von etwa 250 Hilfsarbeitern und Arbeitsräume, ob dieselben sauber, vernachlässigt oder unsauber einigen Glasmachern besucht besucht war. E varen dies die find; ob bei Zurichtung der Backwaren Unsauberkeit bemerkbar getreuen Arbeitswilligen des Herrn Hehe, bei denen seine Ver- ist usw. sprechungen natürlich die gläubigste Aufnahme fanden. In Auf einem besonderen Bogen ist eine Tabelle vorgedruckt, in Gerresheim geht das Gerücht, daß das 39. Infanterieregiment in der die Fragen nach der Lage, der Größe, der Feuchtigkeit, der HeizDüsseldorf Order habe, sich zum eventuellen Abmarsch nach Gerres- barkeit, der Beleuchtung usw. des Bäckereibetriebs zu beantHeim bereit zu halten. Ein Grund, die Streifenden militärisch be- worten find. wachen zu lassen, liegt keineswegs vor, denn bis jetzt ist noch nir- Um sie auf die bevorstehende Revision vorzubereiten, sendet der gends die Ruhe gestört worden. Nürnberger Bäckermeisterverein seinen Kollegen einen Abdruck dieses Erhebungsbogens zu mit folgendem Begleitschreiben: In der Dresdener Glasfabrik( Siemens) haben von 440 Arbeitern gegen 360 aufgehört, und in der derselben Firma gehörenden Fabrit in Döhlen, wo 330 Glasmacher beschäftigt sind, legten 300 die Arbeit nieder. Wie man dies in Sachsen seit je gewöhnt ist, haben auch die Behörden diesem Streit gegenüber Maßnahmen getroffen, die die gerechte Entrüstung der Arbeiter erregen müssen, umsomehr, als die Testeren durch ihr Verhalten der Polizei nicht die geringste Veranlaffung zum Einschreiten gegeben haben. Ani Sonnabend, noch che die Arbeitsniederlegung erfolgte, war die Polizei in der Dresdener Fabrik bereits auf dem Platz. Sie hatte daselbst eine vollständige Wachtstube eingerichtet, und die Polizisten patrouillierten mit ge= ladenem Gewehr unter Führung von Fabrikbeamten in den Arbeitsräumen. Kein Arbeiter ließ sich jedoch hierdurch von der Arbeitsniederlegung abhalten, ebensowenig fiel es jemandem ein, die Ruhe zu stören. Auch in Döhlen war ein starkes Aufgebot von Gendarmen zur Stelle, die natürlich ebenso wenig Gelegenheit zum Einschreiten fanden. An unsre Kollegen! Nach diesem Aktenstück, welches uns der Zufall in die Hand spielte, wird die von der königl. bayrischen Staatsregierung an geordnete Untersuchung der Bäckereibetriebe gehandhabt und findet dieselbe in allernächster Zeit statt aus Anlaß des neuen Gesetzes über die Einrichtungen von Bäckereien. Schuhgesuch gegen den tollen Baron. Frankfurt a. M., 30. Juli.( B. H.) Der„ Frautf. 8tg." wird aus Straßburg berichtet: Der„ Lorrain" verzeichnet das Gerücht, daß die Bewohner der Dörfer Niederweiler, Bindenhof und hochwalsch eine Petition an den Kaiser richten wollen, in welcher um Schuß gegen Baron Stietencron ersucht werden solle, welcher auf dem Wege zur Genesung sei. Wie verlautet, soll Anfang August ein Kriegsgericht zur Erledigung der Erklärung Stietencrons zusammentreten. Wir alle müssen im Interesse unfres Standes wünschen, daß das Resultat bezüglich der Reinlichkeits- Berangefündigte Obstruktion durch. hältnisse tein ungünstiges wird und glauben wir mit unsrer Mitteilung mancher Bäckerei nüglich gewesen zu sein. Es wird die kommende Revision die eingehendste und gründlichste werden, weil festgestellt werden soll, wie weit die einzelne Bäckerei den neuen gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Mit kollegialem Gruß Bäckermeister Berein Nürnberg. E. V. NB. Alte Holzgefäße erfahren viele Beanstandungen, empfehlenswerter sind emaillierte oder Blechgefäße. Nun hat sich aber die Dresdener Amtshauptmannschaft veranlaßt gefühlt, in einer Weise, die allgemeine Entrüstung erregt, in den Streit einzugreifen. In den Siemensschen Fabriken waren Ein größeres Interesse als an einem günstigen Resultat hat die etwa 20 Ausländer beschäftigt: Russen, Destreicher, Holländer, Dänen, Oeffentlichkeit an einem wahrheitsgemäßen; es kommt darauf an, welche die Firma selbst vor einiger Zeit durch Agenten amverben festzustellen, nicht wie die Betriebe für den Festtag der Revision her ließ, die nun aber mit ihren deutschen Arbeitsbrüdern gemeinsame gerichtet wurden, sondern wie sie alltags beschaffen sind und desSache gemacht und sich dem Streit angeschlossen haben. Diesen halb ist zur Ergänzung des amtlichen Augenscheins eine verant Ausländern ist sofort der vom 27. Juli, dem Tage der wortliche Befragung der Gefellen erforderlich. Erfolgt diese nicht, Arbeitsniederlegung, datierte Ausweisungsbefehl zugestellt worden. Soweit sie verheiratet sind, haben sie binnen drei dann wird das Resultat der Erhebung wenig Anspruch auf Wert haben. Tagen, die Ledigen aber innerhalb 24 Stunden das ächsische Staatsgebiet zu verlassen! Wenn ein Unternehmer, soweit es in seiner Macht liegt, mit Gewaltmaßregeln gegen Streitende vorgeht, so ist dies ja als Ausfluß des Parteihasses verständlich. Was aber die Polizeibehörde China. veranlassen fanm, ausländische Arbeiter gerade in dem Augenblick, wo Ueber chinesische Kriegsbente und europäisches Völkerrecht fie sich einem Streit anschließen, auszuweisen, das ist rätselhaft, denn schreibt H. Neuffen in der letzten Nummer der„ Wiener Nenen man darf doch nicht annehmen, daß die Polizei mit ihrer Maßnahme Beit" u. a.: Dieser Tage fand in Toulon und Marseille die Verdie Streifenden zu Gunsten der Unternehmer einschüchtern will. Die Ausgewiesenen werden übrigens Beschwerde bei der Kreis- teilung der Kriegsbeute aus der Expedition nach China an die aus hauptmannschaft einlegen. Das scharfe Vorgehen der Polizei, so entschieden es auch verurteilt werden muß, kann nur dazu beitragen, daß die Sympathie der weitesten Kreise, die den um ihr Koalitionsrecht kämpfenden Glasmachern so wie so sicher ist, noch erhöht wird, daß dieser Kampf die weitgehendste Unterstützung findet, und deshalb mit einem Siege der Streifenden enden muß. Die Obstruktion in der belgischen Kammer. Brüffel, 30. Juli.( V. H.) Die heutige Morgensizung der Kammer gestaltete sich zu einer der lärmendsten, die bisher statt gefunden haben. Troßdem über 18 Abgeordnete, sämtlich Socias waren, sezten dieselben die von ihnen listen, anwesend Die Sigung mußte um 12/2 Uhr geschlossen werden. In der Nachmittagssigung wurden, nachdem vor Eröffnung derselben eine Versammlung der Rechten stattgefunden hatte, Maßregeln getroffen, um die Obstruktion zu verhindern. Die Socialisten erklärten, falls die Rechte sich weigere, wie bisher an den Morgensitzungen teilzunehmen und mit Gewalt die Militärvorlage durchdrücken wollten, daß sie die Obstruktion weiter fortsegen würden. In der Nachmittagssigung fam es zu feinen Auftritten mehr. Auf Ersuchen des Justizministers haben der Generalanwalt Willamars und der Staatsanwalt Nagels eine Untersuchung eingeleitet über die Zwischenfälle, welche die heutige Morgen sigung in der Kammer gekennzeichnet haben. Es sind Protokolle gegen die Hauptanstifter der Obstruktion aufgenommen worden, nämlich gegen die Socialisten Francotte und Furnemont. Dieselben sollen wegen angeblicher Bedrohung und Beschimpfung des Kammerpräsidenten belangt werden. Englisches Unterhans. London, 30. Juli. Parker fragt an, ob mit Deutschland Verhandlungen im Gange seien über Aufhebung der von der deutschen Regierung den kanadischen Produkten auferlegten Handelssperre und ob die englische Regierung die Zusicherung geben könne, daß sie sich bemühen werde, für Kanada im Handelsvertrage die Meistbegünstigungsklausel zu sichern. Der Unters staatssekretär des Auswärtigen Cranborne erwidert, über die Behandlung der kanadischen Produkte würden gegenwärtig keine Berhandlungen mit Deutschland geführt, aber die in der Anfrage Ostasien in die Heimat zurückgekehrten französischen Truppen statt. erwähnten wichtigen Fragen würden von der englischen Regierung Die von der Mannschaft erbeuteten Objekte wurden durch einen ernst in Erwägung gezogen. Der Präsident des Handelsamts Beamten der Militär- Intendantur übernommen, abgeschätzt und sodann Gerald Balfour erklärt, der beratende Ausschuß des Handelsamts öffentlich verkauft. Die Auszahlung der Verkaufspreise geschah durch für kommerzielle Fragen sei zu einer Sigung einberufen worden, Bankinstitute jener Städte, und es erhielten einzelne Wannschaften um über den deutschen Tarif- Gefeßentwurf zu beraten. Beträge bis zu tausend Frank. Dieser für ein modernes Kriegswesen Mc Neill bringt einen Antrag ein, in welchem erklärt wird, daß und für die Kultur der Gegenwart verblüffende Vorgang gründet ein in der heutigen Ausgabe der„ Daily Mail" enthaltener Artikel sich auf das Gesetz vom Jahre 1895. Die seinerzeitige Botierung einen schiveren Vorwurf gegen die Haltung Brodricks ent Die Breslauer Mühlenarbeiter haben, nachdem ihre Forde- durch das französische Parlament ist damals der europäischen halte und andeute, daß Brodrick sich in seinen gestrigen rungen von den Unternehmern in der Hauptsache abgelehnt worden Oeffentlichkeit gänzlich entgangen und in der Presse des Auslands Ausführungen der Umwahrhaftigkeit schuldig gemacht habe. Brodrick erwidert, er habe dadurch, daß er der find, von dem Verlangen: Beseitigung der Accordarbeit, Abstand ge- mit feinem Wort besprochen worden. Daily nommen und die Forderung: 4 M, resp. 4,50 M. Mindestlohn dahin In den vorliegenden französischen Fällen handelt es sich nicht Mail" amtliche Mitteilungen vorenthielt, feine Mißbilligung abgeändert, daß jedem Arbeiter eine Lohnzulage von 2,50 M. pro um erbeutetes feindliches Kriegsmaterial oder andres Staats- darüber ausdrücken wollen, daß die" Daily Mail" amtliche Woche gewährt und bei Accordarbeit der in den einzelnen Mühlen eigentum, sondern offenbar um feindliches Privatgut. Geheimsachen veröffentlichte; Brodrick weist darauf hin, daß gebräuchliche Höchstlohn für die betreffende Arbeiterkategorie garantiert Abweichend von der Kriegsführung des Altertums, wo man nicht ein Teil der vom Blatte veröffentlichten geheimen Schriftstücke fast werde. Die Arbeiter ersuchen die Unternehmer um Antwort auf die allein die Vernichtung der feindlichen Streitkräfte, sondern aller wörtlich den beim Kriegsamt befindlichen Originaldokumenten gleich herabgesetzten Forderungen bis zum 3. August und erklären sich zu Bewohner des gegnerischen Staats und ihres Eigentums erstrebte sei. Brodrick fügt hinzu, er lege seine Ehre mit Freuden in die mündlichen Verhandlungen gern bereit. und auch durchführte, geht der Grundzug des europäischen Völker Hände des Hauses. Balfour giebt zu, daß der Artikel einen Bruch Gleiwik. Die Demonstrationen der Arbeiter vor den Huld- rechts seit dem 16. Jahrhundert dahin, in lekterer Beziehung Schonung des Privilegs bedeutet, ist aber der Ansicht, daß schinskyschen Hüttenwerken dauern fort. Am Sonnabendabend walten zu laffen. In allen neuen Militär- Straf wert sei, deshalb dem Verleger und den Herausgeber des wurden 9 Personen verhaftet. Die Menge griff die Polizei an und gesegen finden wir die Bestimmungen, daß feind- Blattes vor das Haus zu fordern; er beantragt deshalb Uebergang verlegte einige Polizisten durch Steinwürfe 2c. Die Destillen müsseniche Personen und feindliches Gut unantastbar zur Tagesordnung. Campbell Bannermann glaubt, das Haus verlegte einige Bolizisten durch Steinwürfe 2c. Die Destillen müssen feien. Was die Behandlung feindlicher Sachen betrifft, so fiel das müßte seine Mißbilligung über das Vorgehen des Blatttes ausauf polizeiliche Anordnung bis auf weiteres von 6 1hr abends bis auf polizeiliche Anordnung bis auf weiteres von 6 Uhr abends bis feindliche Privateigenthum nach dem Kriegsrechte der Alten dem drücken. Balfour zieht seinen Antrag zurück und der Antrag Me Neill 9 Uhr vormittags geschlossen bleiben. Montagvormittag war alles Sieger anheim; was man dem Feinde als Kriegsbeute abnahni, galt wird angenommen. Mc Neill beantragt sodann, daß der ruhig, da ein 30 Mann starkes Polizeiaufgebot jede Ansammlung als das sicherste Eigentum. Nach dem heutigen Bölkerrechte ist im Herausgeber und der Verleger des Blattes am Donnerstag vor dent Landkriege als oberster Grundsatz aufzustellen, daß das feind Hause erscheinen sollen; aber dieser Antrag wird mit 222 gegen 128 Die Lohnbewegung der Bäcker in Bayreuth ist zu Gunsten Ii che Privateigentum unverleglich ist. 8war tann Stimmen abgelehnt. der Gehilfen verlaufen, die Mehrzahl der Bäckereien hat die Forde durch Kontributionen und Requisitionen das feindliche Privat Das Unterhaus nahm ferner die dritte Lesung der Unterrichts. rungen bewilligt. Zuzug ist aber noch zu vermeiden. eigentum in Anspruch genommen und im Fall der Verweigerung bill mit 200 gegen 142 Stimmen an. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. verhinderte. er nicht Nr. 176. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 31. Juli 1901. frage hängt eng zusammen mit den technischen Einrichtungen der von der Staatsanwaltschaft die Mitteilung ein, daß die Leiche frciAn die gesamte Arbeiterschaft des In- zu machen, jedoch bisher vergeblich. Bedenft, mit Weib und Kind zeiche einsargen, bis dahin hatte die Leiche im Freien gelegen, zum find bestrebt, auch in diefer Sinficht une unabhängig gegeben fei. Erſt am Mittwoch konnten nun die Angehörigen die und Auslandes! hinausgedrängt aus den Wohnungen, vor uns die Landstraße, vor Entsezen aller Ausflügler, die hier vorbeigekommen. Es braucht uns der Hunger, vor uns namenloses Elend, sind wir doch entschlossen wohl nicht gesagt zu werden, in welchem Zustand die Leiche sich bei und bereit, den Kampf mit unsern Gegnern aufzunehmen. der Hize befand, die Verwesung war so start eingetreten, daß es Arbeitsbrüder! Wir führen den Befreiungskampf des übermenschlicher Anstrengungen bedurfte, um die Ueberführung nach der Proletariats um Anerkennung des Koalitionsrechts! Leichenhalle in Wilhemsberg zu vollziehen. Aber hier stellten sich Unterstüßt uns, gebt ein Scherflein zur Linderung der neue Schwierigkeiten entgegen, die Friedhofsverwaltung wollte die Not, gebt ein Scherflein, damit wir nicht durch Hunger gezwungen Leiche nicht aufnehmen. Wiederum ging ein ganzer Tag mit sind, den Kampf aufzugeben. Laufereien drauf, ehe auch dieses lezte Hindernis beseitigt war, am Denkt daran, wie schwer es uns sein würde, wenn wir das Freitag konnte dann die Beerdigung erfolgen. Roalitionsrecht aufgeben müßten und bedingungslos auf Gnade oder Ungnade in die Fabriken zurückkehren müßten. Arbeitsbrüder! Einen verzweifelten Kampf sind die Glasarbeiter zu führen gezwungen. Fast die Arbeiter aller Industriezweige genießen das Recht, sich zu vereinigen, das Recht, den§ 152 der Reichs- Gewerbe- Ordnung für sich in Anspruch zu nehmen. Die Glasarbeiter jedoch sind gezwungen, sich dieses Recht zu erkämpfen. Ein verzweifelter Kampf wird bereits seit dem 1. August 1900 in Schauenstein von 180 Glasarbeitern, feit dem 1. März 1901 in Nienburg von 540 Glasarbeitern geführt. In den Betrieben des Geh. fgl. preuß. Kommerzienrats Heye ist der Streit ausgebrochen. Mit einem alten patriarchalischen Verhältnis wurde aufgeräumt. Die Arbeiter jener Betriebe wurden von den bürgerlichen Parteien im Schlepptau gehalten. Ein wiederholter Versuch, dieselben zu organisieren, wurde stets niedergedrückt. Maßregelung über Maßregelung hatte die Organisation zu erdulden. Waren es auch nur ca. 100 Kollegen jener Betriebe, die im geheimen seit Gründung der Organisation derselben angehörten, so sind doch die Maßregelungen groß, die vorgekommen find. Ein jeder Versuch, die Organisation in Nienburg- Schauenstein, wie aber auch in andren Werken auszubauen, war mit den größten Schwierigkeiten verbunden. Wehe demjenigen, der es dennoch wagte, einmal ein offenes Wort auszusprechen. Die Entlassung, die Landstraße, der Hunger, zuletzt die Verzweiflung selbst war ihm sicher. So hat die Glasarbeiterschaft im Befreiungstampfe des Proletariats ungeheure Opfer bringen müssen. Nach einer regen Agitation und der guten wirtschaftlichen Konjunktur gelang es Anfang vorigen Jahres, die Organisation auszubauen. Die Worte:" Proletarier aller Länder vereinigt Euch", schienen auch unter den Glasarbeitern Thatsache zu werden. Wie ein Lauffeuer griff die Bewegung um sich. Die großen Werke der beiden Hehe in Nienburg und Gerresheim, sowie die Glashütteniverke Aftien- Gesellschaft für Glasindustrie vormals Friedr. Siemens in Dresden und Döhlen waren mit einem Schlage erobert. Es fanu unmöglich der Wille der Arbeiterschaft sein, daß die Glasarbeiter auf das allen Arbeitern zustehende Koalitionsrecht verzichten sollen. Selft uns also im Befreiungstampfe, unter st üht uns, so gut es geht! Mit Brudergruß Der Vorstand des Central- Verbands der Glasarbeiter Deutschlands. amann, Berlin SO., 2ansizerstr. 26 I. Alle Sendungen sind zu richten an unsren Kassierer: Gustav Hamann, Berlin SO., Lausitzerstr. 26 I. Lokales. ,, Eitel Wind." In Nr. 59 der„ Apotheker Zeitung" findet sich ein Aufsatz des Herrn Apotheker Fräntel, in welchem es zu Beginn heißt: Als Mitglied der Preßkommission bin ich dazu verurteilt, den Vorwärts" täglich in die Hand zu nehmen; Erwiderungen an dieses Blatt zu richten, ist zwecklos, denn erstens nimmt der " Borwärts" nur solche Artikel auf, die seiner Tendenz entsprechen, zweitens fällt es mir schwer, mich auf das Niveau zu begeben, auf dem sich die Einsendungen des„ Vorwärts" bewegen." Daß die erste in diesen Zeilen aufgestellte Behauptung durchaus Es war jedenfalls der Schreck, der die Herren damals von einer unzutreffend ist, haben wir durch die Aufnahme der Einsendung des allgemeinen Aussperrung aber, wohl erfärten sie nichts gegen Serntha de Borjärts". Mr. 173) belle Spalten Nr.. die Organisation zu unternehmen und dieselbe anzuerkennen. Bon möglich eine Zeitung gehen, als daß sie ihre Spalten gegnerischen einer wahren Anerkennung fann aber nie die Rede sein. Wenn die Mitteilungen selbst dann öffnet, wenn diese letteren so haltlos find, Herren heute noch den Abnehmern der Ware erklären, sie haben wie die des Herrn Schade. Turmhoch steht in dieser Beziehung nichts gegen die Organisation einzuwenden, so ist das weiter der Vorwärts" über der apothekerfreundlichen Presse, welche zwar nichts als die reine Fronie. Erklärt doch ein Hehe in Gerresheim alle Einsendungen von Apothekerseite wahllos abdruckt, aber nicht in einem Flugblatt: Wie fann ich gegen die Organisation allein die Mitteilungen der„ Centralkommission ignoriert, sondern etwas einwenden, denn das Recht der Koalition ist gefeßlich gewähr wie z. B. die National- Zeitung" sogar Richtigstellungen, die ihr Teistet, und was durch das Gesetz festgelegt ist, dem habe ich mich zu von dieser Seite zugehen, nicht abdruckt. unterwerfen." Wir wissen nicht, wie sich jene Herren das Ver- Daß es Herrn Fränkel schwer fällt, sich auf das Niveau zu beWir fragen die deutsche Arbeiterschaft nochmals: Ist das Anerkennung der Organisation, wenn das Unternehmertum in solcher Weise mit uns verfährt? " So der geschilderte Sachverhalt. Wir enthalten uns jedes Kommentars, denn der Vorgang ist so standalös, daß er für sich selbst spricht. Abstinenzler- Lokale. Der Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins hat in seiner letzten Versammlung beschlossen, die Errichtung von Lokalen zu bewirken, die jedem Gelegenheit bieten, in gesundheitlich eingerichteten Räumen der Erholung zu pflegen, ohne dem Trinkzwang unterworfen zu sein. Der gedachte Zweck soll erreicht werden durch Gründung einer Genossenschaft, deren Mitglied man wird durch Uebernahme eines Anteils von 20 M., die beliebig innerhalb eines Jahres einzuzahlen find. Der Beitritt zu dieser Genossenschaft ist nicht auf Abstinenzler beschränkt, sondern er steht jedem frei, der willens ist, die Bekämpfung des Alkoholismus zu, unterstützen. Der Genossenschaft traten in der Versammlung sogleich 15 Mitglieder bei. Der Bau des Schulhauses der 13. Realschule am Schles wiger Ufer ist in der letzten Zeit so rafch gefördert worden, daß bereits mit der Aufstellung des Dachstuhls begonnen werden konnte. Das Gebäude hat wegen der geringen Ausdehnung des Grundstücks fünf Gefchosse( das bewohnbare Sockelgeschoß mitgezählt) erhalten müſſen. Es ist ein schlichter Verblendsteinbau mit Hausteingliederungen. Mit seinem steilen Siegeldach und der für astronomische Beobachiungen bestimmten Plattform über dem hochragenden Mittelgiebel wird es weithin sichtbar sein und dem Straßenbilde cin eigenartiges Gepräge verleihen. Beim Neubau der Leffing- Brücke ist die Errichtung der er forderlichen Motbrücke mit besonderen Schwierigkeiten, verbunker Da die Spree an dieser Stelle auf der Moabiter Seite feine Uferstraße hat und die auf die Lessing- Brücke ausmündende Stromstraße schr schmal ist, so muß für die Notbrücke ein Stück des an der Stromstraße liegenden, bis zur Spree hinabreichenden Borsigschent Gartens in Anspruch genommen werden. Die Notbrücke wird. durch den Garten hindurchgeführt und mündet, einen Bogen beschreibend, erst in einiger Entfernung von der Leffing Brücke in die Stromstraße eint. Ein Einspruch des Berliner Magistrats abgewiesen. einigungsrecht vorstellen; ist doch die Zahl derjenigen groß, die in geben, auf dem fich die Einsendungen des„ Borwärts" bevegen, Gegen die Errichtung einer Dampf- Talgschmelze in Weißensee durch letter Zeit die Entlassung traf. Wurden nun die Entlassenen glauben wir gern. Herr Fränkel will damit offenbar ausdrücken, wegen ihrer Wiedereinstellung vorstellig, so hieß es: ,, Gebt Euer daß es ihm schwer fallen würde, das Maß von Gewissen- einen Schöneberger Unternehmer hatte die Stadt Berlin, als Verbandsbuch im Comptoir ab! Wir fragen aber die deutsche haftigkeit und Zuverlässigkeit darzubieten, welches der Vor- Besizerin des benachbarten Gutes Mal chow, mit Rücksicht Arbeiterschaft: Ist das Organisation, wenn die Verwärts" von denjenigen fordert und fordern muß, deren Einsendungen auf die dortige Lungenheilstätte beim Kreis- Ans bandsbücher im Fabrikcomptoir lagern? Ift und er seine Spalten öffnet. Dieser Gedanke ist freilich von Herrn Fr. chuß Protest erhoben. Der dirigierende Arzt der Lungen; fann von einer Organisation die Rede sein, wenn die Entlassung den- nicht sehr geschickt ausgedrückt, aber er ist richtig: nach allem, was heilstätte, der Grundbesitzerverein Weißensee und 24 Anlieger jenigen trifft, der für im Kampf mit dem Unternehmertum befindliche von seiten der Herren Apotheker während des Kampfes in ihren schlossen sich diesem Proteste an. Die Gerichtschemiter Kollegen eine Unterstützung fammelt? Zahlreich sind die Fälle, wo eignen Organen, in der politischen Presse, in Versammlungen usw. Dr. Bischof, Dr. Jeferich und Lohmann erklärten Unterstügung sammelnde Skollegen die Entlassung traf. Nun brüsten zusammenge- schrieben worden ist, können wir es verstehen, daß Herr in ihrem Sachverständigen Gutachten, Dampf fich die Herren, sie können und dürfen nichts gegen die Organisations- Fr. folche Bedenken hegt. Talgschmelze, infolge der bei ihrem Betriebe entstehenden Gase und bestrebungen der Arbeiter einwenden. Als aber am 14. Februar Und in dieser Auffassung bestärkt uns die Schlußbemerkung im übelriechenden Dünste, für die in der Nähe Wohnenden in hohem dieses Jahres die Glasarbeiter der Firma Heye in Nienburg die Aufsatze des Herrn Fr. Derfelbe stellt mit Befriedigung" fest, Maße gesundheitsschädigend einzuwirken geeignet sei. Der Vertreter, Kündigung einreichten, um ihre Schauensteiner Kollegen im Kampfe„ daß bei der higigen Jagd der Centralkommission und ihrer Mente der Stadt Berlin, Herr Spinola, wies noch besonders auf die zu unterstützen, da war es die Firma Himli u. Holscher in Nienburg, auf Verbrechen" von Apothekern noch nicht der kleinste Dachhase sanitären Mißstände infolge der zahlreichen in Weißensee und lim die fofort zu Maßregelungen griff und eine Anzahl der besten erlegt worden ist und daß alles, was mit großem gegend befindlichen Fett, Talg- und Hundefutter- Kochereien hin. Tie Kräfte aufs Pflaster warf. Auf dieselbe Jdee verfiel die Firma Heye Halloh in die Welt gefegt wird, sich bei näherer Konzessionsbewerber versprächen in ihren Gesuchen stets in Gerresheim, indem sie es verstanden hatte, die in dem Vorder- Betrachtung als eitel Wind erweist." erstklassiges Material zu verarbeiten, kaum hätten sie aber grund der Bewegung stehenden Kollegen an einem Ofen zusammen- Herr Fr. ist wirklich sehr anspruchsvoll! Gitel Wind" ist es nach die Stonzession erlangt, kümmerten sie sich nicht zubringen, plöglich diesen Ofen liegen ließ und 32 der thätigsten seiner Meinung, wenn Führern der Apotheker in öffentlicher Ver- ihre Zufagen und die ihnen vorgeschriebenen Bedingungen, Genossen brotlos machte. fammlung vorgeworfen wird, daß sie Korrekturen der Wahrheit" und verwendeten minderwertiges Material, ohne Rücksicht vorgenommen haben, und wenn diese Führer auf diesen Vorwurf nicht auf die lästigen und gesundheitsgefährlichen Ausdünstungen, die einmal zu antworten wagen! mehrere Kilometer im Umkreise zu verspüren seien. Der Kreisausschuß erklärte jedoch den Platz zur Anlage einer Schmelze für geeignet, da er zwischen den Berliner und Weißenseer Rieselfeldern läge, und wies sämtliche Einsprüche dagegen als unbegründet ab. Die Stadt Berlin wird sich, im Hinblick auf die ſanitäre Sicherung der Lungenheilstätte Malchow, deren Erweiterung überdies in Aussicht genommen ist, bei dieser Abweisung nicht beruhigen. Aehnliche Beschwerden gegen die Geflügelmästereien in den Berliner Vororten, deren ilmgebung gleichfalls durch üble Gerüche und gesundheitsschädliche Ausdünstungen viel zu leiden hat, find von der zuständigen Behörde bisher regelmäßig abgewiesen worden. Jetzt will man es nun mit einer Massenpetition aller Interessenten an die Regiering versuchen, die in dem Verlangen gipfeln soll, die Geflügel= führung eines paritätischen Arbeitsnachweises, Zuständig und nichtzuständig? Das sind zwei Begriffe, mästereien au den Anstalten zu zählen, zu deren Anlage wurden am 13. Juli den Unternehmern vorgelegt und zugleich die auf die unsere Bureaukratie großen Wert legt und die schon oft nach§ 16 der Reichsgewerbeordnung eine besondere behördliche GeKündigung eingereicht, so daß am 27. Juli das Arbeitsverhältnis unendlich viel Schreiberei und Schererei hervorgerufen haben. nehmigung erforderlich ist. ordnungsgemäß gelöst ist. Mancher weiß ein Lied davon zu fingen, ja es giebt wohl faum Von den für die frank zurückkehrenden Chinakämpfer beeinen, der nicht schon auf diesem Gebiet seine Erfahrung gesammelt stimmten Lazarettbaracken auf dem Grüßzmacher, dem bekanten hätte. Was uns veranlaßt, auf dies Thema zu kommen, ist eigentlich Eyerzierplage hinter der Kaserne des Garde- Füfilier- Regiments, ist ein schon in der Zeitung besprochenes Vorkommnis, das aber doch ein Teil bereits fertig gestellt worden. Die niedrigen Baracken bea erst nach Bekanntwerden aller Einzelheiten charakteristisch für unsere stehen aus Holz und haben hohe Fenster mit grünen Jalousien, auch heutigen Zustände wirkt und deshalb noch einer kleinen Nachlese sind sie mit Heizvorrichtungen versehen. Die Baradenanlage steht mit dem großen Garnisonlazarett in der Scharnhorststraße, dessen Hinterland an den Grühmacher stößt, in Verbindung.. Mit einer Heldenmütigen Ausdauer und besonders großem Opfermut führt die deutsche Glasarbeiterschaft diesen seit langer Zeit tobenden Kampf. Die Unternehmer sind in einem Ring zusammengeschlossen, und ist auf ein Nachgeben nicht zu rechnen. Es müssen also andre Mittel angewandt werden. " Eitel Wind" soll es sein, wenn nachgewiesen wird, daß in einer großen Anzahl von Berliner Apotheken Rezepte angefertigt wurden, die so plump gefälscht waren, daß bei gewissenhafter Prüfung die Fälschung entbedt werden mußte. Gitel Wind" soll es sein, wenn in dem Flugblatt der Apotheker die gröbsten unwahrheiten aufgedeckt werden usw. usw. Die Flaschenarbeiter, die bei diesem Streik in Frage kommen, Wenn das Herr Fr. wirklich für„ eitel Wind" hält, dann freilich And nicht mehr Willens, diesem Kampf ruhig zuzusehen, und so ent- muß es ihm schwer fallen, sich auf das Niveau des„ Vorwärts" zu stand die Frage des Generalstreite. Die Flaschenarbeiter begeben, d. h. fich zur Höhe der Moral zu erheben, nahmen eine Urabstimmung vor, die mit überwältigender, nahezu welche die oben erwähnten Vorfälle nicht als einstimmiger Mehrheit den Generalstreit beschloß. eitel wind", sondern als schwere Verfehlungen Die Forderungen: 1. Anerkennung des Koalitions ansieht! rechts und Schlichtung des Streits in Nienburg, 2. Ein= werden. Die Zurücklieferung fämtlicher and der kgl. Bibliothek entlichenen Bücher muß in der Woche vom 5. bis 10. Auguft während der Geschäftsstunden von 9-3 geschehen. Die Zurückgabe erfolgt nach der alphabetischen Ordnung der Namen der Empfänger, und zwar für die Buchstaben A- H am Montag und Dienstag, R am Mittwoch und Donnerstag und S- Z am Freitag und Sonnabend. Während dieser Zeit werden neue Bücher nicht ausgegeben. Die Unternehmer antworteten auf die Kündigung mit einem Anschlag, daß fie auf keinen Fall nachgeben Am Sonnabend, den 27, Juli, verließen 4700 Flaschenarbeiter ihre Arbeitspläge.. Kollegen, Arbeitsbrüder, nicht mehr Lohn, nicht bedarf. bessere Einrichtungen sollen die Herren gewähren, nein, das Wir brachten im Laufe der vorigen Woche die Mitteilung, Roalitionsrecht verlangen wir. Die Schlichtung des daß auf der Insel Helgoland, die in der Gegend von Streits in Nienburg wird verlangt. Die Herren erklären großmütig, Rahnsdorf, inmitten der Dahme liegt, mehrere Tage die das Koalitionsrecht ist uns gewährt, und auf Heye können sie nicht Leiche eines Selbstmörders lag, ohne daß sie bestattet werden konnte. einwirken. Die Thatsache au und für sich ist schon empörend, aber hören wir Arbeitsbrüder! Fast in allen Glasfabriken find Plätze erft, welchen Laufereien die Verwandten ausgesetzt waren, ehe sie den frei, um Kollegen einzustellen. Die technischen Einrichtungen ver- Toten überhaupt unter Erde bringen konnten. schiedener Betriebe lassen es zu, daß anstatt in zwei Schichten bei Der Selbstmörder war der Buchdruckereihilfsarbeiter Thiersch, 10 und 11stündiger Arbeitszeit die dreischichtige Arbeitszeit bei der die That wahrscheinlich als Geistestranter beging. Eine furze 7/ 2stündiger Arbeitsweise eingeführt werden kann. Es ist also bei Zeit, während der er sich von seinen Begleitern, mit denen er eine der guten Konjunktur in der Glasindustrie möglich, daß, wenn die Bartie unternommen hatte, trennte, genügte, um die unglückselige An der Stelle, wo die Lauben- Kolonie ,, Klein- Kalkutta" Herren vorgeben, nicht auf Hehe einwirten zu können, sie dann streikende That zur Ausführung zu bringen. Natürlich wurde der Unglückliche 12 Jahre lang ein blühendes Dasein führte, hat man jetzt mit der Stollegen einstellen können. Aber mit nichten, das wollen sie nicht; sehr bald entdeckt, ohne daß er aber ins Leben zurückgerufen werden Durchlegung einer neuen Straße begonnen. Die Kolonie bildete ein unsere Kollegen in Nienburg, die einen so heldenmütigen Kampf tonnte. Ueber die Identität des Toten war fein Zweifel, außerdem Viered, das früher freies Feld war und in der legten Zeit von der geführt haben, sollen in andern Betrieben keine Arbeit erhalten. hatte er Sassenbücher und Invalidenkarte in der Tasche. Der Vorfall Prenzlauer Allee, der Heinersdorferstraße, der Winsstraße und Sie sollen Streitbrecher werden, fie sollen das Koalitions- wurde auch sofort einem Gendarm gemeldet, der die der Immanuelkirchstraße umgrenzt wurde. Es war wohl die recht preisgeben, dann ist ihnen der Eintritt in die Fabriken Papiere nahm und den Thatbestand notierte. Das war einzige dieser hübschen und sauberen fleinen Ansiedelungen, des Geh. Kommerzienrats Hehe gestattet. am Freitag, den 19. Juli. Am nächsten Tag bekamen die noch inmitten bebauter Straßen, lag. Das Gelände war mit Die Glasarbeiter wollen min zur Unterstützung ihrer Nien die Angehörigen von privater Seite erst Kunde von dem Vorfall. 123 Lauben bebaut, die in ihrer bunten Mannigfaltigkeit besonders burger Kollegen nicht mehr die hohen Opfer bringen, weil Run bemühte man sich am Sonntag um die Beerdigung; die Leiche anziehend wirkten und den Befizern Handwerkern, Handelswir wissen, daß genug Arbeit für sie vorhanden ist, und lag unberührt am Fundort. Der Gemeindevorstand von Nahnsdorf, leuten 2c. nach des Tages Mühen die ersehnte Erholung und einen wenn die Herren erklären, fie fönnen auf Hehe nicht einwirken, an den man sich zunächst wandte, erklärte sich nicht für zuständig vollwichtigen Ersatz für die Sommer und Badereisen der mehr bes dann sagen wir, stellt sie in Euere eignen Betriebe ein. Sieht aber und wies die Angehörigen an den Forstmeister in Grünau; dieser güterten lassen boten. Aber der Berliner Bauthätigkeit ist nichts Hehe, daß ihm seine Arbeitskräfte entzogen werden, so wird er schon gab den Rat, man möge sich nach Köpenick an das Amtsgericht heilig. So mußte denn die Kolonie der Auflösung verfallen, damit zufassen und das Koalitionsrecht anerkennen. wenden, er sei nicht zuständig. Dort war natürlich am Sonntag eine neue Straße die Prenzlauer Allee mit Winsstraße verbinden Arbeitsbrüder! Am 27. Juli legten also 4700 Flaschen geschlossen. Man ging nun zur Ortspolizei in Köpenick. Diese er- und die Fläche für 39 Häuser schaffen konnte. arbeiter die Arbeit nieder. Alle Einigungsversuche waren vergeblich. flärt, der Forstmeister von Köpenid ist zuständig. Also zum Arbeitslosigkeit und Mittellosigkeit haben den 31 jährigen So oft haben wir vom Kündigungstage an die Hand zum Frieden Forstmeister von Köpenid. Dieser war sich über zuständig oder geboten, so oft, fast Tag auf Tag haben die Kollegen versucht, daß nichtzuständig nicht ganz klar, notierte sich aber die Sache. Mittler- Hausdiener Bernhard Richter aus der Blumenthalstr. 7 zu Friedrichss der Streik vermieden werden sollte. Alles, alles ist aufgeboten, weile war es auch Abend geworden und weitere Bemühungen berg zu einem Selbstmord getrieben. Am Montagabend um 11 Uhr nichts hat man angenommen. Es blieb bei der Erklärung: wir mußten aufgegeben werden. Am Montag erhielten dann die An- vom 75. Polizeirevier löste sofort einen Kahn und eilte dem Erstürzte er sich an der Augustabrücke ins Wasser. Ein Schußmant wirken auf Hehe nicht ein und können, es nicht, es ist sein Privatbetrieb. gehörigen die Nachricht vom Forstmeister in Köpenick, er sei trinkenden zu Hilfe. Es gelang ihm, Nichter zu fassen und zu retten. Von einer Einstellung der Nienburger Kollegen will man aber nichts auch nicht zuständig. So ging nun die Fahrt am Dienstag wissen. Hier könnt Ihr sehen, der Ning der Industriellen wieder los und zwar wieder zum Forstmeister nach Grünau In einem Krankenhaus, wohin er gebracht wurde, gab er die vorhat seine Hand im Spiel., und von dort abermals zum Forstmeister nach Köpenid. stehenden Gründe für die That an. " Am 1. August müssen die Glasarbeiter die 23 ohnungen Schließlich war der Schreiber in Grünau so hilfsbereit und besorgte Bei einem Sofball" verunglückt ist am Sonntag der räumen. Wohin sollen wir, auf die Landstraße? Die Wohnungs- die Papiere aus Köpenick. Am Dienstagnachmittag traf dann auch 130jährige Leierkastenspieler Paul Becker aus der Linienstraße 161. Straßensperrung. Die nördliche Rampe der Möckernbrücke bis vor Nr. 127 der Möckernstraße wird wegen Umpflasterung von heute ab für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Der Laternenfabrikant Schulze, Fehrbellinerstraße 47, gab feinen| bof, Rembrandt, Rubens, Sponholzstraße, Tempelhofer Weg und Zwet den sogenannten ,, befferen Ständen" angehörige Mietern einen„ Hofball" verbinden mit Kaffeekochen und kleinen Wielandstraße, hat ebenfalls eine Neuwahl zu vollziehen. Personen, die bereits vorbestrafte geschiedene Rittergutsbesitzerin Aufführungen. Dazu lieferte Becker die Mufit. Um 10 Uhr abends Stadtv. Gallandi ist bis 1905 gewählt. Frau v. Wilcke und ihr ständiger Begleiter und Freund, der Kaufwurde eine Polonäse aufgeführt, der Leierkastenmann marschierte an In dieser Abteilung behalten somit fünf Stadtverordnete ihre mann Schimmelmann, werden sich denmnächst wegen Betrugs zu vers der Spize und spielte den Marsch:" Wir sind die Sänger..." Mandate bis 1905, wir sind neu zu wählen und unter den übrigen antworten haben. Frau v. Wilcke, welche ein überschuldetes RitterDabei stolperte er und fiel mit der Stirn auf den Leierfaften. Die elf findet die Auslosung von fünf oder sechs Stadtverordneten für gut in Schlesien besaß, vertauschte dies im Februar v. J. gegen ein Verlegung, die er davontrug, war schwer, und ein Teilnehmer an die Ergänzungswahlen statt. Sache der Parteigenossen wird es Haus in der Flottwellstraße, wobei das Gut mit 504 000 m. der Festlichkeit brachte ihn nach der Rettungswache in der Kastanien- nun sein, mit Eifer in die Agitation für die Kommunalwahlen ein- bewertet wurde. Um das Geschäft zum Abschluß bringen zu Allee. Dort erhielt er einen Notverband und mußte nach einem zutreten, damit unsre Partei innerlich und äußerlich gestärkt aus fönnen, bedurfte Frau v. Wilde einer Barsumme von 7000 Mr. Krankenhaus überführt werden. Das Fest erhielt dadurch eine un- derselben hervorgeht und können uns in dieser Beziehung unsre Um sich dies Geld zu verschaffen, griff sie zu einem gewagten liebsame Störung. allernächsten Nachbarorte, die eine bedeutend stärkere Vertretung in Mittel. Sie ließ anzeigen, daß eine Dame von hohem Adel für ihr Auf dem Gelände der Internationalen Ausstellung für fommunalem Gebiete hat unire junge Stadt noch viel nachzuholen aus Treyja ließ sich bethören und nahm die Stellung an. Er hat Ein Herr K. der städtischen Körperschaft besigen, nur als Vorbild dienen. Auf Rittergut einen tautionsfähigen Inspektor verlange. Feuerschutz ze. haben, wie wir erst jetzt erfahren, in der Woche und die Mitarbeit unsrer Genossen ist dabei sehr notwendig. vom 14. bis 20. Juli die Preisrichter ihres Amtes gewaltet. Zur feine 10 000 m. verloren. Während er bald gewahr wurde, daß das Bedienung der verschiedenen Sprizen waren 30-40 Soldaten Am Sonntag, den 11. August, findet die erste Flugblatt- Gut vollständig abgewirtschaftet war, vergnügten sich die beiden Anengagiert, welche für diese Dienstleistung zwei Mark und Mittagbrot Berbeitung statt und vom 15.- 31. August liegen die Wähler- geklagten auf Reisen in der Schweiz und am Rhein. Als ihre erhielten. Sollte angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse auf dem listen zur Einsichtnahme aus. Verjäume teiner, fich der Mittel zu Ende gingen, versuchten sie durch Annahme eines neuen Arbeitsmarkt es so ganz unmöglich gewesen sein, andre Arbeits- geringen Mühe zu unterziehen, die Listen einzusehen. Für diejenigen Inspektors Ersatz zu schaffen. Auf dem Bahnhofe in Erfurt wurden kräfte für diese Arbeit zu erhalten? jedoch, die durch irgend welche Umstände verhindert sind, haben sich fie verhaftet. folgende Genossen bereit erklärt, dies zu thun: Ständer, Hohenstaufenſtr. 83; Schilling, Kyffhäuserstr. 16; offmann, sich am Nachmittage des 17. April in der Husfitenstraße. Der Kutscher Ein häßliches, leider nicht selten vorkommendes Bild bot Golzstr. 9; Krüger, Grunewaldstr. 110; Küter, Apostel Robert Weber fuhr einen schwer beladenen Wagen im Galopp Paulusstr. 27; Bäumler, Apostel Paulusstr. 13; Hoppe, durch die Straße, wobei er fortgesetzt mit der Beitsche auf die Pferde Merseburgerstr. 7; Wollemann, Gothenstr. 1; a user, einhieb und diese dadurch am Durchgehen hinderte, daß er ihnen Sedanstr. 31; Weingarth, Gustav Freytagstraße. 7; Büschel, mit dem Bügel die Mäuler blutig rig. Erwachsene und Kinder Guzkowstr. 8; Obst, Meiningerstr. 8. gerieten in Gefahr. Der Schuhmann Paulic winkte dem Kutscher Unglücksfall auf dem Tegeler See. Montagnachmittag zu, er solle langsamer fahren, doch dieser kehrte sich nicht zwischen zwei und drei Uhr besuchten zwei Männer die Badeanstalt daran. Nun warf sich der Beamte den Pferden in die Zügel, Weber in Tegel. Es wurde ihnen jedoch, da sie stark angetrunken schienen, schlug aber dennoch auf die Tiere ein, so daß der Schußmann eine nicht gestattet zu baden. Sie entfernten sich und versuchten nun ganze Strecke weit fortgeschleift wurde, bevor er das Fuhrwerk zum bei dem Bootsverleiher Siebert ein Boot zu mieten; aber auch hier Hallen brachte. Zu denjenigen, die ihren Umvillen über das Berwurden sie aus gleichen Gründen zurückgewiesen. Schließlich gelang halten des Kutschers äußerten, gehörte auch der Arbeiter Polzig, der es ihnen aber doch, eine Bootsfahrt zu unternehmen. Sie bestiegen den Kutscher einen Pferdeschinder nannte. Dieser sprang vom Wagen eins von den vielen Booten, die am Ufer des Tegeler Sees ohne und versetzte dem Bolzig einen Fauftschlag ins Gesicht, daß dessen UnterAufsicht und unbefestigt liegen. Raum waren sie etwa 200 Meter lippe plagte und ihm einige Zähne gelockert wurden. Nun wurde weit vom Ufer entfernt, als sie durch allerhand Allotria das Boot Weber zur Wache gebracht. Das Schöffengericht ahndete die Körperzum Stentern brachten. Beide Infaffen stürzten ins Waffer. Mehrere verlegung und den Widerstand gegen die Staatsgewalt mit zivei Arbeiter der Maschinen- und Treibriemenfabrik von Hante, die un- Wochen Gefängnis, die Tierquälerei mit fünf Wochen Haft. Der weit der Unglücksstelle sich befanden, eilten mit einem Boot der Angeklagte ließ durch seinen Verteidiger. R.-A. Dr. Davidsohn, BeUnglücksstelle zu. Leider gelang es nur den einen der Verunglückten rufung einlegen, aber ohne Erfolg, denn die 6. Strafkammer des dem nasien Elemente zu entreißen. Der andre, ein Droschkentutscher, Landgerichts I bestätigte das erste Erkenntnis. war inzwischen untergegangen. Die Leiche des Ertrufenen wurde später durch den Bootsverleiher Siebert gelandet und in die Tegeler Leichenhalle übergeführt. Aus den Nachbarorten. Auf billige Weise haben sich die Gebrüder Thomas und Anton Bartzack aus Berlin auf einem Laubenterrain an der KiefHolzstraße in Treptow eine Geflügelmästerei angelegt. Das er forderliche Geflügel besonders Hühner wurde von dem edlen Bruderpaar einfach den Laubenkolonisten und andren Geflügelbefizern gestohlen. Schließlich kam aber die Kriminalpolizei hinter das Treiben der beiden Brüder und nahm dieselben gestern in Haft. Ein Teil des bei ihnen vorgefundenen Geflügels ist von den Bestohlenen bereits rekognosciert worden. Grabschänder haben in letzter Zeit wiederholt auf dem alten Jakobi- Kirchhof am Rollfrug ihr Univefen getrieben. Sie hatten es dabei auf das Erbbegräbnis einer Familie Wagner abgesehen, das fie zweimal kurz hintereinander erbrachen. Von den drei in der gemauerten Gruft beigesetzten Särgen versuchten die Grabschänder denjenigen der Frau W. zu erbrechen, da sie wohl glauben mochten, die Leiche habe ihre Schmucksachen mit ins Grab bekommen. Ihre Abficht ist jedoch mißglückt, da die Thäter jedesmal gestört worden find. Bisher ist es der Polizei leider nicht gelungen, die Thäter zu ermitteln. Durch die Messer einer Häckfelmaschine getötet wurde der Ein neues Opfer hat am Montagabend das leichtsinnige 14jährige Sohn des Fuhrherrn Loock aus der Siefertstraße in Treiben auf dem Wasser gefordert. Auf dem Langen See bei Grünau Potsdam. Der Knabe, der allein zu Hause war, spielte an der auf ertrant beim Bootfahren der Arzt F. W. Schimmelpfeng, ein den Heuboden stehenden Häckselmaschine und lehnte sich gegen die Sohn des Inhabers der den gleichen Namen tragenden Auskunftei. Meffer derselben, als die Sturbel plötzlich in Bewegung geriet. Die Der junge Mann, der im dortigen Gesellschaftshaus mit einer Dame scharfen Eisen drangen dem Kinde in den Leib und zerschnitten ihm das Fahrzeug hestiegen hatte, tenterte mit dem Boot und beide Niere und Magen. So wurde der unglückliche Knabe bald darauf Infassen fielen ins Waffer. Hilfe war bald zur Stelle, aber nur in einer Blutlache schwimmend aufgefunden und nach dem Augusta die Dame, die sich an dem Fahrzeug angeklammert, gelang es, Victoria- Krankenhaus gebracht, wo er kurze Zeit nach seiner Eine zu retten. Der Herr war bereits untergegangen und nicht mehr zu lieferung verstarb. finden. Im Hermsdorfer Fließ den Tod gesucht und gefunden hat Schöneberg. Vom Hizschlag betroffen wurde am das 22 Jahre alte Dienstmädchen Helene Sch. aus Berlin, nachdem Sonntagnachmittag in der Groß Görschenstraße der 67 Jahre alte ihr ein Selbstmordversuch durch Erhängen mißglückt ist. Sie war pensionierte Beamte K. aus der Lüßowstraße. Man brachte den mit der Familie eines hiesigen Kaufmanns, bei dem fie in Dienſt Bewußtlosen zum Arzt, der aber nur den inzwischen eingetretenen stand, in Hermsdorf in der Sommerfrische. Vor kurzem war ihr Tod des Verunglückten feststellen konnte. Am Freitagabend vorgeworfen worden, daß ein Liebesverhältnis, welches fie vor einigen entstand an der Ecke der Regensburger- und Bambergerstraße Jahren gehabt hatte, nicht ohne Folge geblieben war, und darüber ein Streit zwischen dem Arbeiter K. und feinem Sohn. hatte sie sich sehr gegränit und den Wunsch ausgesprochen, fie wollte, Schließlich wehrte sich der Vater seinen auf ihn einschlagenden sie wäre tot. Am Sonntagabend verschwand sie, und am Montag Sohn durch einen Revolverschuß ab. Wie sich herausstellte war nur mittag wurde ihre Leiche von Knaben in dem fumpfigen Bache geein Schreckschuß abgegeben, die Waffe war nicht scharf geladen. Der funden. Thäter wurde verhaftet. Sonntagmorgen wurde der 37 Jahre alte obdachlose Kutscher Johann A. tot aufgefunden. Die Leiche, die auf einem dortigen unbebauten Grundstück lag, zeigt eine tiefe Wunde an der Stirn, die anscheinend von einem scharfen Gegenstand herrührt. Der Tod dürfte infolge der erhaltenen Verlegungen nach ärztlichem Gutachten etwa um Mitternacht erfolgt sein. Der Thäter ist noch nicht ermittelt. Die Schöneberger Polizei hat acht verdächtige Obdachlose verhaftet. Von einem schweren Unwetter wurde am Montagvormittag die Gegend zwischen Beeskow und Storkow heimgesucht. Ein furchtbares Gewitter richtete großen Schaden an. Das Rittergut Saro am Scharmützelsee wurde zweimal vom Blik getroffen und brannte gänzlich nieder. Sämtliches Vieh bis auf die Pferde, welche gerettet verden konnten, kam in den Flammen um. " Gerichts- Beitung. Zu den Schöneberger Stadtverordnetenwahlen. Die Neueinteilung der Kommunal- Wahlbezirke, welche zum erstenmale bei Eine wesentliche Bereicherung erfuhr das Kapitel vom den im November stattfindenden Stadtverordneten- Neu- und Er- Segen der Berufungsinstanz" in der gestrigen Sitzung der zweiten gänzungswahlen in Geltung tritt, ist nunmehr erfolgt. Während Ferien- Straffaminer am Landgericht II. Der Arbeiter Friedrich die erste Abteilung die ganze Stadt in einem Wahlbezirk umfaßt, Elbert aus Potsdam war vom Schöffengericht in Oranienburg find bei der zweiten und dritten Abteilung statt der wegen öffentlicher Beleidigung der Fabrikdirektoren Geyer und früheren acht Bezirke je zehn gebildet worden. Der Magistratie dicke zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden hat mun die einzelnen Stadtverordneten auf die Bezirke verteilt und und hatte dagegen Berufung eingelegt. Das Urteil erster Instanz gleichzeitig bestimmt, in welchen Bezirken die Neuwahlen von Stadt- stügte sich auf folgenden Thatbestand: Am 14. Januar dieses verordneten bei der Vermehrung von 48 auf 60, alio vier bei jeder Jahres legte die Mehrzahl der Arbeiter in der chemischen Abteilung, zu erfolgen haben. Es ist ferner festgestellt, in welchen Fabrik auf Aktien 811 Sandhausen bei Oranienburg Bezirken Stadtverordnete bis Ende 1905 gewählt sind und in die Arbeit nieder, weil einer der Arbeiter nach der Meinung seiner welchen Bezirken Stadtverordnete zur Auslosung tommen. Erst nach Kameraden aus der Fabrik hinausgemaßregelt worden war und der jedenfalls im September stattfindenden Auslosung wird sich er- nicht wieder eingestellt werden sollte. Der Vorstand des Verbandes geben, in welchen Bezirken Ergänzungswahlen vorzunehmen sind. der chemischen Arbeiter beauftragte den Arbeiter Elbert in Potsdam, Da für unsre Partei nur die dritte Wählerabteilung in Betracht die Ausgleichsverhandlungen der Streifenden mit der Direktion der tommt, wollen wir auch nur auf die für diese gebildeten Bezirke und Fabrik zu leiten. Es gelang demselben, einen Vergleich ihre Grenzen eingehen. auf der Basis zu stande zu bringen, daß die Streifenden Im ersten Bezirk, nach der Neu- Einteilung umfassend die Augs- die Arbeit wieder aufnehmen sollten, daß fämtliche Streikende burger, Bamberger Bülow Geisberg, Gossow, Culmbacher, wieder eingestellt und auf keiner Seite Maßregelungen vorMaaßen, Moß-, Neue Ansbacher," Neue Bayreuther, Neue genommen werden sollten. Ueber die Verhandlungen wurde Winterfeldtstraße, Nollendorfplatz, Nollendorf, Passauer-, Regens- ein Protokoll aufgenommen, welches auch das Zugeständnis der Arburgerstraße, Victoria Luise- Platz, Winterfeldt, Würzburger- und beiter enthielt, daß in diesem Jahre irgend welche Forderungen nicht Biethenstraße kommen beide Stadtverordnete, M. Fröhlich und Lulay, gestellt werden sollten. Nur ein Arbeiter namens rause follte zur Auslosung. im beiderseitigen Einverständnisse nicht wieder eingestellt werden. Im zweiten Bezirk, umfassend die Barbarossa, Eisenacher- Als die Arbeit wieder aufgenommen wurde, kamen verschiedene Straße 9-41 und 88-113, Franken, Habsburger, Hohenstaufen-, Arbeiter, namentlich die Schiffer, nicht wieder auf ihre alten Pläge. Kyffhäuser, Luitpold, Martin Lutherstraße 1-31 und 63-89, Die Schiffe bleiben im Winter, wenn die Schiffahrt ruht, beladen, Münchener- und Ballasstraße ist eine Neuwahl vorzunehmen, während werden dann aber von den Schiffern bewacht. Die Unzufriedenheit Stadtv. Waßmannsdorf zur Auslosung steht. brach daher von neuem aus. Seitens der Direktion wurde dieses Im dritten Bezirk, umfassend die Gleditsch, Golz- und Grune- Verhalten damit begründet, daß die Schiffer eine besondere Verwaldstr. 12-16 nnd 106-130, tommt Stadtv. Borsch zur Auslosung, trauensstellung einnähmen und daß diejenigen, die gestreift hätten, Stadtv. Genosse Masuch ist bis 1905 gewählt. sich das Vertrauen der Fabrikleitung verscherzt hätten. Die Arbeiter beriefen zum 30. Januar eine neue Versammlung ein, zu welcher Elbert geladen wurde. Derselbe wurde in dieser Versammlung scharf angegriffen. Es wurde ihm der Vorwurf gemacht, daß er mit den Direktoren gegessen und getrunken habe und daß er sich dadurch habe bestechen lassen. Elbert fühlte sich dadurch umsomehr gekränkt, als er glaubte, die Differenzen in bester Form beigelegt zu haben. Er erklärte daher den Versammelten: Wenn das alles so ist, wie Ihr sagt, dann sind die Direktoren wortbrüchig geworden!" Dadurch fühlten sich die Direktoren Geher und Liedice beleidigt und auch das Schöffengericht fand in dieser bedingten Form des Vorwurfs der Wortbrüchigkeit eine schwere Beleidigung, die principaliter mit Gefängnis zu bestrafen sei, da eine Geldstrafe den Angeklagten doch nicht treffe, da eine folche von der Parteitaffe getragen werde. In der gestrigen Verhandlung vor der zweiten Justanz versuchte der Berteidiger R.-A. Dr. Davidjohn den Wahrheitsbeweis von neuem und zwar mit Erfolg. Direktor Geyer erklärte zwar, daß in dem Protokoll nichts darüber stehe, Im achten Bezirk, umfassend die Cherusker-, General Pape-, daß jeder Arbeiter wieder an seinen früheren Platz kommen sollte, doch Gothenstraße, Königsweg, Leuthen-, Roßbach, Sedan- Jund Torgauer- gab er die Möglichkeit zu, daß diese Vereinbarung mündlich getroffen straße stehen beide Stadtverordneten, Genosse Obst und V. Fröhlich, worden sei. Auch bestritt er nicht, daß verschiedene Schiffer nicht zur Auslosung. wieder auf ihren Kahn gekommen sind. Der Verteidiger hielt den Im neunten Bezirk, umfassend die Albert, Ebers, Feurig, Wahrheitsbeweis für erbracht und führte aus, daß Angeklagter fich Friz Reuters, Gustav Freytag, Guzkow, Herbertstraße, Kaiser- gegen grundlose Angriffe zu verteidigen hatte und daher in WahrWilhelmplatz, Mag-, Prinz Georg- und Tempelhoferstraße, ist eine nehmung berechtigter Interessen handelte. Wer eine Geldstrafe beNeuwahl zu vollziehen, außerdem kommt Stadtv. Dr. Richter zur zahle, gehe den Richter gar nichts an, falls eine solche am Blake Aber in diesem Fall sei nicht einmal auf eine Geldstrafe, Ausloosung. Der zehnte Bezirk, umfassend die Bahnhof-, Becker, Begas-, sondern auf Freisprechung zu erkennen. Der Gerichtshof erachtete Canovas, Stranachstraße, Dürerplay, Freges, Friedenauer, Hauff, den Wahrheitsbeweis für gelungen, billigte dem Angeklagten den Schutz Hedwig, Holbein, Knausstraße, Mariendorfer Weg, Menzel, Peter des§ 193 zu und erkannte unter Aufhebung des ersten Urteils auf Vischerstraße, Priesterweg, Rangierbahnhof und Werkstätten Tempel- Freisprechung. Der vierte Bezirt, umfassend die Akazien, Apostel Paulus-, Eisenacherstraße 42-82, Grunewaldstraße 17-105, Gothaer, Klig, Martin Lutherstr. 32-62, Meiniger, Merseburger-, Wartburgstraße, und Wartburgplatz hat eine Neuwahl vorzunehmen. Außerdem tommt Stadtv. Franz Richter zur Auslosung. Im fünften Bezirt, bestehend aus der Belzigers, Erfurter-, Hauptstraße 23-135, Heyl-, Koburger- und Mühlenstraße, ist Stadtv. Finde bis 1905 gewählt, Stadtv. Treugebrodt steht zur Auslosung. Im sechsten Bezirk, umfassend die Bahn-, Erdmann-, GroßGörschen- und Hauptstr. 1-22b und 136-153, Helm-, Kaiser Friedrich, Neue Kulm, Neue Steinmez- und Stubenrauchstraße, steht Stadtberordneter Schlind zur Auslosung, Stadtv. v. Bergemann ist bis 1905 gewählt. Im fiebenten Bezirk, umfassend die Brunhild-, Kolonnen-, Gegler, Hohenfriedberg, Monumenten-, Siegfriedstraße, Straße vor der Kaserne und Straße 20a, kommt Stadtv. Knorr zur Auslosung, Stadtv. Speck ist bis 1905 gewählt. fei. Vereinskalender. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be: nutzung für jedermann, Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus. Geöffnet werftäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und 430 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Nichtung. " Dienstboten: Versammlung. Heute, Mittwochabend 81/2 Uhr, ist in der Brauerei Moabit", Turmftr. 25/26, eine Dienstboten- Versammlung mit dem Thema:" Der Dienstbotenstand ein Stieftind der modernen Gesetzgebung". Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender Ad. Neumann, Brunnenstraße 150. Erster Kassierer: Seifrit, Fidicinstraße 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Lausigerstr. 33. Mittwoch. Uebungsstunde abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Liedesfreiheit I", Wilfe, Andreas: straße 26." Norddeutsche Schleife", Rippfe, Melchiorstr. 15.„ Lieder lust I", Wollschläger, Adalbertstr. 21. " Deutsche Eiche I", Zimmermann, Allegro", Wesel, Wrangelstr. 136. Freier Männer Grüner Weg 29. Gleichheit", Ramlow, Schön chor Nord- West", Lautsch, Stephanstr. 31. hauser Allee 135..„ Schneeglöckchen I", Rirdorf, Köpfe, Hermann- und Karls: gartenstraßen:= Ece." Hoffnung I", Brandenburg a. H., Wuthenow, redowftr. 17.-" Briz" in Britz, Barfentien, Bürgerstr. 4. Maiengruß, Charlottenburg, Bartsch, Seefenheimerstr. 11. Heimatflänge", Köpenid, Meyer, Rosenste. 101. Wacht auf I", Dambeck, Danzigerstr. 71. Treu und Fest I", Vorwärts X", Nauen, Scholz, Marktstr. 16. Ost- und Westpreußen", Gieste, Schillingstr. 36. Lehmann, Koppenstr. 17. Ohm, Turmstr. 69. 3aget nicht", Steglitz, Kramer, Martsteinſtr. 1.„ Liederlust II", Weltenruf", Bader, Rosenthalerstr. 57.- Enterbten", Blümel, Putbuserstr. 22. Linde I", Reimann, Wollinerstr. 44. Friedrichshagener Sängerchor", Friedrichshagen, Conrad, Friedrichstr. 158. Frisch auf II", Bornim i. M., Krüger, Partſtr. 5. " Treherscher Gesaugverein", Liedte, Weidenweg 23." Freundschaft", Happe, Stralauer Platz 10/11. Melodia II", Bimmerer", Friedrichsberg, Bipfer, Frankfurter Allee 181. Kranz, Dunderstr. 8. Fortschritt", Fürstenhof, Köpnickerstr. 137/138. Freie Sänger", Rirdorf, Cramer, Hermannstr. 199.„ Geselligkeit", Charlottenburg, Wernicke, Bismarckstr. 34." Dornrose", Kauffeld, Martus: „ Sattler", straße 47." Hoffnung II", Spandau, Radke, Neumeisterstr. 5. „ SüdRote Rofe", Mielsch, Soldinerstr. 39. Herzog, Marfiliusstr. 8. West", Flick, Simeonstr. 23.„ Liedeslust I", Fürstenwalde, Schloßfellerei. Klub Sangestreue", Brandenburg a. H., Centralherberge, Wollenweber. ftraße 3. Rote Nelle I", Schöneberg, Krüger, Grunewaldstr. 110. Lied hoch", Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Gewerkschaft der Maler", Ripschüß, Brückenfir. 2. Kottbuser Harmonie", Möhring, Admiralstr. 18 c. - ,, Keramit", Charlottenburg, Prestel, Osnabrüderstr. 1.- Borwärts VII", ,, Vorwärts III" Rummelsburg, Beutling, Kant- und Goethestraßen- Ecke. Friedrichsfelde, Fritz Haberland, Wilhelmstr. 38." Iris", Balzer, Grünauerstr. 14. Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Albert Liebetrau, Buttbuferstraße 44, IV. Mittwoch:" Artona", Armer Konrad, Reichenbergerstr. 16. Waldes: grün", Kunze," Forsterftr. 36. Frei Weg", Schöneberg, Hoppe, Merse burgerfir. 7." Fidele Raucher", Rirdorf, Spidermann, Hobrechtstr. 14. " Fidele Brüder", Friedrichsfelde, Intelligenz", Liebisch, Manteuffelstr. 66. " Frohsinns Heimat", Schößler, Stromstr. 28. Lohse, Luisenstr. 20. Die Deutscher Michel", Bankow, Kaiser Friedrichstr. 12, Klingenberg. Dampfenden", Schick, Manteuffelstr. 74. Fliederduft I", Presel, Borndorferstr. 36. Kein Ton", Freese, Kastanien- Allee 11.„ Kornblume", Nitschke, Gneisenauftr. 56. Alter- Stamm", Franke, Gräfestr. 41. Lebensblüte", Ebeling, Grüner Weg 120. Rote Nelke", Neu- Weißensee, Asmus, Sedanstr. 35 d." Ohne Furcht", Schmidt, Wienerstr. 44. Frisch gewagt", Otto, Bosenerstr. 20. Einfach", Balzer, Wrangelstr. 67. Veilchenduft", Hundt, " " " " Stron Solumbus S.-D.", Gaida, Oppelnerſtr. 19. Verzaget nie", Schöneberg, Kälbe, Sedanstr. 76. Pfeifendeckel", Trichter, Fruchtstr. 69.- Bulgarien", Kowsky, Koppenſtr. 56. Bufriedenheit", Kruſemark, Rirdorf, Jägerstraße 69. ,, Lange Pfeife", Friedrichsberg, Schilling, Mainzerstr. 5. Fidelibus", Conrad, Somnierfahl", Borndorferstr. 6. Friedrichsberg, Prizel, prinzenstraße 4/5. Rosenblüte", Fleischer, Insterburgerstr. 16. Qualmbrüder", Sorgenlos", Buleger, Bimmerftr. 60. Rummelsburg, Müller, Türrschmidtstr. 37.„ Gemütlichkeit II SO.", Kurth, Wrangelstr. 104. „ Halb und Halb", Häußler, Memelerstr. 61. Weichselblatt", Banden, Frankfurter Allee 176." Bergmannshöhe", Westfahl, Bergmannstr. 31. Gemütlichkeit II", Grazig, Wrangelstr. 22. Kurze Pfeife", NeuWeißenfee, Dittmann, Streuftr. 3. Morgenrot", Roßmell, Friedenftr. 52. Confequent", Seifert, Cubrystr. 2. Sieben roocht", Adlershof, Alter Berliner", Anklam, Reichenbergerme. Kuhle, Kronprinzenstraße. " Frohe Stunde", Kersten, Elbingerstraße 15.- Lustig", straße 146. " Phönir", Schöneberg, Hauptstr. 97. Barthels, Brunnenstr. 11. Palmerio", Prenzlauer Allee 43. " Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch: Rauchflub Schmoke's Werke", Rheder, Langestr. 9." Nymphaea alba", Verein für Aquarien- und Terrarienkunde zu Berlin. Jeden Mittwoch nach dem 1. und 15. des Monats, Königstädtisches Kasino, Holzmarktstraße 72. „ Klub der Harmlosen", 9 Uhr bei Drescher, Linienstr. 218. Statklub „ Namenlos", Gumlich, Reichenbergerstr. 149. Mundharmonikas Verein Symphonie", Bergemann, Basewalkerstr. 3. Statklub Revolution", Golz, Grünauerstr. 3. Theaterverein" Proletariat", Dres: bener Garten, Dresdenerstr. 45. Artisten und Ringsport Verein„ NeuCölln", jeden Mittwoch nach dem 1. bei Noke, Kottbuser Damm 103. Bläser- Corps" Harmonie", Restaurant„ Zur Sütte", Stalizerſtr. 31. Pfropfenverein" Nord- Oft", Johnas, Elbingerstr. 9. Gesangberein„ NordKraft- Klub Philipp Hans", Liegstern", Münder, Lothringerstr. 105. Klub Sumpfhuhn", alle 14 Tage bei Wuttge, Neanderstr. 5. nigerstr. 40. Touristen- Klub" Frei meg", Kuschke, Linienftr. 241a. Gesangverein„ Fester Wille", Dietrich, Alexandrinenſtr. 32.- Männer- Gesangverein Immerfroh", Hildebrand, Brunnenstr. 41. Theaterverein Freier wille"," Märtischer Hof, Admiralstr. 18c. Verein" Bommerscher Landsleute", Lorkingstr. 32.-Pommerscher Verein", Reichert, Köpnickerstr. 26c. Berliner Possen Gesellschaft Einigkeit", Freund, Voltastr. 4. Regelflub flub Jugend", alle 14 Tage, Bachgänger, Swinemünderstr. 34. Turnverein„ Often" Gr. FrantBordereck", Schüttelhöfer, Urbanstr. 48. furterstr. 23, Männerabteilung. Dilettanten- Vereinigung Berliner Volts: bühne", Nowad, Manteuffelstr. 9.- Berliner Radfahrer- Verein„ Orkan 98", Strüger, Naunynstr. 6. Arbeiter- Turnerbund. Mittwoch: Turnv." Fichte", Berlin, abds. von 8-10 Uhr: 1. Männer Abt. Friedenstr. 37. 3. Männer Abt. Böckhftraße 17/20. 7. Männer- Abt. Reichenbergerstr. 131/132. 8. Männer- Abt. " Männer Wander: Weizen war Höchstestr. 36/37. 2. Lehrlings- Abt. Staltzerstr. 55/56. 4. Lehrlings: Abt. I von Hall, der am 26. April 1900 wegen einfachen Banterotts und eine scharfe Berflauung der europäischen Märkte herbet. Destreich- Ungarn Siemensstr. 20( Moabit). 5. Lehrlings- Abt. Ackerstr. 67." Freie Turner: wegen 4 Bergehen des vollendeten Betrugs zu der Gefängnisstrafe und England tamen matt. Bei uns waren Lieferungen sehr lebhaft an= schaft Rirdorf: Briz", 2. Schüler: Abt. von 61/ 2-8121 2. Männerund Lehrlings: Abt. von 8-10 Uhr abends, Bethge in Briz, on 2 Jahren 3 Monaten, die er in Rottenburg zu verbüßen hatte, geboten, doch bewahrten die Nehmer größte zurückhaltung. Mart, Roggen durchChausseestraße 39. Schülerinnen: Abt. von 612-8/ 2, Frauen- Abt. verurteilt wurde, ist im Gefängnis schwer erkrankt. Er wurde, wie per September bis 24, für sonstige Lieferungen bon 8-10 Uhr abds., Peters, Knesebecstr. 113. Freie Turnerschaft wir hören, zur Wiederherstellung seiner Gesundheit vorläufig ent- fchnittlich 11 M. billiger zu haben. Die Abgaben erstreckten sich überdies nur auf Lieferungen, das Warenangebot war nach wie vor flein. In zweiter Stunde waren zu den ermäßigten Preisen Käufer am Markte, worauf eine gefragt; Mais schwach. Rüböl ½ M. nachgebend. Roggen 3/4 M. unter gestern. Safer war fest, besonders inländische Ware Erholung eintrat. Weizen schloß per September 2 M., sonst 11½ M., Sohannisthal", abds. 8-10 Uhr, Senftleben. Arbeiter- Turnv. Adlershof", Uebungsstunde von 81/ 2-102 Uhr abends, Schmauser, Bismarckstr. 16. Turnerschaft d. V. Nereus"( Gegründet 1882), I. Lehrlings- Abteilung von Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen find zu richten an E. Bratte, Schuftr. 24. Mittwoch: Schwimmverein„ Nord". Uebungsstunde abends 7 Uhr im Seebad Reinickendorf. 8-10 Uhr Manteuffelstr. 7. Lese- und Diskutierklubs. Mittwoch. Socialistenklub„ Vorwärts", Christiania, Olaf Kyes Plads Nr. 8, Café Keiser. Jeden Mittwoch: Dis Tussion. Mittwoch, Schäfers Arbeiter- Radfahrerbund„ Solidarität“. Gau 9( Prov. Branden burg). Alle Zuschriften und Anfragen den Bund betreffend sind zu richten an den Gau- Vorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Mittwoch: Arb.-Radf.-V.„ Borwärts" Berlin, jeden Mittwoch nach dem 1. und 15., Fischer, Waldstr. 8. Radf.- Verein Courier 1900" Berlin, Grund, Rheins: bergerstr. 39. Männer Radf. Verein in Brandenburg a. S., jeden 1. Mittwoch im Monat, Gasthof zur Mühle( Centralherberge). Arb.- Rad fahrer- Verein Vorwärts", Köpenick, jeden Mittwoch nach dem 8. und 22., Stippekohl, Schönerlinderstr. 5. Arb.- Radf.- Verein Vorwärts", DeutschWilmersdorf, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15., Witte( Volksgarten,) Radf.- Klub Concordia", Gr.- Lichterfelde, jeden Mittwoch nach dem 1. und 15., Pagel, Chauffeesir. 104. Berein der Nähmaschinen: Mechaniker. Bürgerhallen, Landsbergerstr. 108. " Eingegangene Druckschriften. laffen." Witterungsübersicht vom 30. Juli 1901, morgens 8 hr. Gewittern sind, wie die Frankfurter Oderzeitung" meldet, mehrere Vom Blih erschlagen. Bei den am Montag niedergegangenen Menschen ums Leben gekommen. In dem Dorfe Neuerbach, Kreis Friedeberg( Neumark), wurden eine Frau und ein zehnjähriges Mädchen im Hause vom Bliz erschlagen. Gleichfalls durch Bliz schlag fanden zwei Arbeiter des Dominiums Nordhausen, Kreis Königsberg( Neumark), bei der Feldarbeit ihren Tod; sechzehn Arbeiter wurden betäubt; erholten sich aber wieder. Im Dorfe Stationen Neu- Hardenberg, Kreis Lebus, tötete der Blig einen Knecht und eine Magd beim Hafermähen. Der Luftschiffer Santos Dumont unternahm, so wird aus Baris gemeldet, am Montagnachmittag von St. Cloud aus einen neuen Aufstieg mit seinem lenkbaren Luftschiff. Das Luftschiff um: freiste die Rennbahn in Longchamps und kehrte nach 15 Minuten an den Platz, von dem es aufgestiegen war, zurück. Hamburg Barometerstand mm richtung Winds Windstärte Wetter Temp. n. E. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Zemp. n. C. 185° C.= 4° R. Swinembe 766 NM 768 NW 768NW 1 heiter 3 heiter 2 heiter 20 Haparanda 756 4 bedeckt 17 18 Betersburg 76423 N23 1wolfen! 22 20 Cort 2 heiter 20 Aberdeen 2 bedeckt 19 Baris Berlin Grantf./M. 767 NO Muchen Wien 7680 771 NNA 2 bedeckt 17 768 NO 1wolfen! 17 765 NNW 2 hlb.beb. 22 Wetter Prognose für Mittwoch, den 31. Juli 1901. Etwas wärmer, vielfach heiter bei schwachen südwestlichen Winden; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. R. 23. 100. Nein. Schmugglerrache. Aus Memel wird uns gefchrieben: Das bei Bajohren, wo die Dange auf preußisches Gebiet übertritt, etwa 50 Schritte hinter der russischen Grenze liegende unscheinbare Bauern gehöft, das den Schmugglern lange Jahre als Schlupfwinkel gedient hat, ist total niedergebrannt, was sicher auf den Nache- Aft eines Schmugglertrupps zurückzuführen ist. Jnt voriger Woche gelang es Die Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin W., nämlich einem Schmuggler, den russischen Grenzposten zu bestechen Düzowfir. 85A) haben soeben das Augustheft ihres 7. Jahrgangs er und das Gewehr des Soldaten zu erhalten. Kaum aber hatte der Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donnersscheinen lassen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Mann das Geivehr in Händen, da ertönte ein leiser Pfiff, und tag und Freitag vou 7-9 1hr abends statt. James Ramsay Mac Donald: Die Trades Unions und die ein Schmugglertrupp, hochbepackt mit wertvollen Waren, trabte Politik. Adolf von Elm: Durch Gährung zur Klärung! Musterlehrer. 1. Der Antrag ist erst nach Empfang der Rechnung May still und schweigend in dem abendlichen Dämmerlichte über zu stellen. 2. Die Urkunden können Ihnen im Original zurückgesendet Schippel: Die Agrarbewegung und die Nationalliberalen. Bernstein: Jdealismus, Kampftheorie und Wissenschaft. Guard die Grenze, während der betrogene Soldat das Nachsehen hatte. werden; Abschrift muß Ihnen erteilt werden. R. 2. 1001. Ja. Lebius: Wie stellen wir uns zur Alfoholfrage? Camille al Schon war der Trupp dicht vor Rufftich- Crottingen angelangt, als 5. S. 76. Der Transport der Leichen der in China Gefallenen nach J. N. Für absolute SicherLemonnier: Die Schritte.- Dr. Curt Grottewig: Socialistisches 8wei zufälligerweise vorübergehende Grenzsoldaten die Pascher be- Deutschland geschieht aufs Reichstoften. aus der Natur. Das sicherste bleiben preußische merkten. Alles wurde im Stich gelaffen, jeder suchte sich schnell zu oder deutsche Anleihe. Rundschau: Politit. von Richard Calmer. heit einer Anlage läßt sich nicht eintreten. F. M. Tegel. 1. Gab es nicht. 2. 1899, 23irtschaft, von Mar Schipper. Socialistische Be: retten. Die beschlagnahmten Sachen hatten einen hohen Wert. 3. Nur so, wie die Berleumdung eines andren Toten. 2. A. So weit wegung, bon Ostar Petersson. Gewerkschafts- Um seiner Verschickung nach Sibirien zu entgehen, flüchtete der ersichtlich, wäre ein erneutes Verfahren zwecklos. Der Betreffende müßte bewegung, von Heinrich Bürger. Genossenschafts: russische Posten über die preußische Grenze. Sicher aber hat nun fich an die Bersicherungsanstalt wenden. Sch. 30. 1. Ehebruch ist bewegung, von Gertrud David. Sociale kommunal- einer oder der andre des Schmugglertrupps, der den Wirt des oben firafbar, wenn wegen des Ehebruchs die Ehe geschieden ist und spätestens politik, von Dr. C. Hugo. Naturwissenschaften, von Dr. Curt Grottemiz. bezeichneten Gehöfts im Verdacht hatte, ihn an die beiden andren innerhalb drei Monaten nach rechtsfräftiger Scheidung der beleidigte GheAllgemeines zur Kunst, von Karsten H. Döscher. Bücher, von Paul Kampffmeyer Grenzsoldaten verraten zu haben, kurz darauf aus Nache das Gehöft gatte Strafantrag stellt. 2. Der Zeuge fann seine Aussage verweigern, muß aber zum Termin erscheinen. Richard B. 102. Der geschiedene und Therese Schlesinger: Edstein. Revuen, von Ida angezündet. Häny Lux. Notizen, von Fernando Linderberg und für schuldig erklärte Ehegatte behält die Befugnis, mit dem Kinde persönlich Eduard Bernstein. Das Vormundschaftsgericht hat auf Anrufen den Verkehr Pferde tm Seebad. Der Rennstallbefizer Herr A. van den Berg zu verkehren. Der Preis des Heftes beträgt 50 Pf., pro Quartal 1,50 m. Bu in Haarlem ist Eigentümer des Remmpferdes„ Spofford"." Spofford näher zu regeln. Bestimmte Vorschriften, an wie viel Tagen u. dergl. der Beitungs Katalog Nr. 6961), ferner direkt durch die Expedition der es faufte, einige Gebrechen einstellten. Infolge dessen schickte der leidigende Redewendungen für dieselbe gebrauchen. Hat der Betreffende in beziehen durch alle Buchhandlungen, Colporteure und Bostanstalten( Post: ist ein ziemlich erfolgreiches Pferd, bei dem sich, als van den Berg Berkehr zu gestatten iſt, giebt es nicht. 5. D. Solche Mahnung wäre nicht strafbar, wenn Sie nicht etwa be: Socialistischen Monatshefte", Berlin W. 35, Lützowfir 85 A.( Busendungen Besitzer das Pferd in das Seebad Zandvoort. Das Seewaffer scheint Deutschland Vermögen, so tönnen Sie ihn in Deutschland verklagen. unter Kreuzband oder im geschlossenen Couvert.) Probehefte und Verlags: besondere Heilkraft auszuüben, denn auch ein andrer belgischer B. M., Charlottenburg. Sie sind im Irrtum. Lediglich dent VerKataloge gratis und franco. Rennstallbefizer, de Neuter, schickt regelmäßig seine Pferde nach der fäufer, nicht Ihrer Frau, sieht das Recht auf Aufhebung des Vertrages bei belgischen Küste ins Seebad. Beneidenswertes Vieh, wie weit muß rückständiger Zahlung zu. Ihre Frau kann nur mit Einwilligung des Verder Arbeiter gegen dich zurückstehen! fäufers vom Vertrage zurücktreten es sei denn, sie war bei Abschluß bes Vertrags und bei der letzten Ratenzahlung noch nicht 21 Jahre. War dies der Fall, so kann sie von dem Kaufvertrag zurücktreten. 9. 3. Nein. H. 2., Petersburgerstraße. Teilen Sie dem Wirt mit: der Vertrag läuft bis zum 1. April 1902. G. 3. 1. Etwa 50 Pf. werden als an gemeffen erachtet. 2. Ja. 3. Ja, aber Sie können dann Einspruch erheben. M. M. 1812. Sie sind zur Zahlung nicht verpflichtet, ebenso wenig ist die Behörde zur Pfändung ohne Erhebung einer Klage in Ihrem Falle 1,20 berechtigt. 2. B. 100. Ja.- R. E. Klagen Sie auf Wieder1,60 1,10 einräumung des Kellers und vollen Schadensersatz. O. 18. 1. Falls 1,10 nicht besondere Umstände vorliegen, aus denen zu schließen ist, daß der Be 2,- treffende für den Fall des Ausschlusses oder Austritts nicht alle Rechte ver 2,40 lieren soll, ist nicht zu zahlen. 2. Nur die Mitglieder, nicht der Verein als solcher hat ein Recht. S. R. 28. Ein Mann fann mit vollendetem 1,20 21., ein Mädchen mit vollendetem 16. Lebensjahre heiraten. Dispens zu 1,20 einem früheren Heiraten ist für ein Mädchen, nicht für einen Mann zulässig. N. G. 39. Bis am 15. des zweiten Quartals kann bis zum Ersten 0,80 des nächsten Quartals gefündigt werden. C. B. 49. Sie haben tein 1,20 Wahlrecht, weil Sie trotz der vielfachen Aufforderungen im Vorwärts, Ihre 0,80 Aufnahme in den preußischen Staatsverband zu beantragen, dies unter2,59 laffen haben. Holen Sie nun endlich das Bersäumte nach. Oppelner: straße. 1. Das wäre sehr riskant., 2. Ja. 2. 2. 6263. Verjährung wird nicht durch Mahnung, sondern durch Anerkennung( Abschlagszahlung, Zinszahlung, Sicherheitsleistung u. dgl.), durch Klagezustellung, Bustellung eines Zahlungsbefehls, Aumeldung zum Konkurs oder Vornahme einer fie innerhalb je 2 Jahren selbst mindestens 40 Marken flebt, ihre 3wangsvollstreckung unterbrochen. A. S. Ihre Frau kann dadurch, daß Rechte auf eine etwaige Rente aufrechterhalten und erhebin Allen Freunden, Bekannten und Kollegen zur Nachricht, daß meine [ 2720b Dermischtes. Bom Generalkommando des V. Armeccorps erhalten wir folgende Berichtigung: Die Mitteilung in Nr. 164 des Vorwärts" vom 19. Juli 1901, bei den Märschen in der letzten Woche sei in Posen infolge der Hiße eine außerordentlich große Zahl von Soldaten schwer erkrankt, allein bom 46. Regiment lägen annähernd 30 im Garnisonlazarett, ist unwahr. Bom Infanterieregiment Graf Kirchbach( 1. Niederschlesisches) Nr. 46 ist in den letzten Wochen seit Anfang Juni fein Mann wegen Higschlag oder ähnlicher Erkrankung in das Lazarett aufgenommen worden. Es sind von den 9 Infanteriebataillonen der Garnison Posen feit Anfang Juni überhaupt nur 2 Manu wegen Erkrankung infolge der Hize im Lazarett behandelt worden. Auch in diesen Fällen war die Erkrankung nicht bedenklich. In 9 weiteren Fällen war die Erkrankung so unbedeutender Natur, daß eine Aufnahme in das Lazarett nicht erforderlich war. Nicht begnadigt, sondern vorläufig entlassen wurde Pfarrer Faulhaber, wie jetzt die Stuttgarter Tagwacht" berichtigend mitteilt. Wohl veranlaßt durch die Mitteilung hält man es jetzt in Rottenburg für nötig, im Schw. Merkur" zu der Sache auch das Wort zu nehmen und folgendes zu schreiben:„ Pfarrer Faulhaber Marktpreise von Berlin am 29. Juli 1901 nach Ermittlungen des igl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Startoffein, neue, D- Ctr. 10, 6, Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 do. Bauch 1,30 1,20 1" 1,60 Schweinefleisch Kalbfleisch Butter Weizen, gut " " mittel gering " " + loggen, gut 14, " mittel " " " " gering " Hammelselsch 1,60 " * Geiste, gut 16, " mittel " 15, 14,90 13,90 2,60 Eier " 60 sin gering " 13,80 12,80 16,50 15,70 Karpfen Aale 1 kg 3, mittel 15,60 14,80 Bander gering 14,70 14, Hechte " 2,60 2,40 1, 7,- 6,50 Barsche 1,80 7,40 5,50 Schleie . " 2,40 40, 25, Bleie 45, 25, Krebse 1,20 per Sdjot 1665, 30, * Hafer, gitt " Nichtstroh Hell Erbfen Speisebohnen Linien †) Ab Bahn. *) Frei Wagen und ab Bahn. die matte Haltung der dortigen Getreidebörse, die Zunahme der sichtbaren Produktenmarkt vom 30. Juli. Die neuesten Meldungen aus Amerika, Vorräte und die glänzenden Ernteberichte besonders aus Kanada führten Deutscher Holzarbeiter- Verband. Sandiener, Bader- und Danksagung. Geschäftskutscher Vereinigung Anlässlich der Feier meines Heute Mittwoch, abends 84 1hr, in Kellers Festfälen, befindet sich Kleine Kurstr. 10 Iliche Glückwünsche, verbunden Zahlstelle Berlin. Koppenstraße 29: General- Derlammlung. Tages Ordnung: Kaffenbericht vom 2. Quartal, Bericht des Vorstands, der Werkstatt Kontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. Bericht des Gauvorstands für das erste Halbjahr. Ersazwahlen der Ortsverwaltung. Wahl des Arbeitsvermittlers. Verbandsangelegenheiten. Gintritt nur mit Mitgliedsbuch. 106/18 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Heute, Mittwoch, den 31. Juli, abends 8½ 1hr: Große Dienstboten- Versammlung in der ,, Brauerei Moabit", Turmstr. 25/26. Tages Ordnung: Der Dienstbotenstand ein Stiefkind der modernen Gesetzgebung. Referent: Herr Redacteur Kraus. Danach freie Aussprache. Hausfrauen und Dienende sind dringend eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Einberuferin Marg. Koschnitzky. 17095 Der Arbeitsnachweis ist eröffnet und Telephon Amt 1 3249. Geöffnet von vormittags 8 big nachmittags 6 Uhr. 2717b Versammlungen finden statt: Jeden Mittwoch nach dem 1. und 15. in der Reffource, Kommandantenstraße( Eingang Stalls schreiberstraße). Der Vorstand. Homöopathische Poliklinik Oranienburgerstrasse 55. Vom 1. Aug. an täglich abends 7-8 Uhr. Dr. med. Schaper, homöop. Arzt u.Spec.- Arzt für Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten.. Königgrätzerstr.27. Spr. 9-1. 4-7. Bon der Reise zurückgekehrt Centralverband der Maurer Deutschlands Dr. Silberstein, Zahlstelle Berlin I( Putzer). Sonnabend, den 3. August, in Puhlmanns Vaudeville Theater, Schönhauser Allee 148: Zur Feier des Stiftungsfestes Konzert, Theater und Ball. Auftreten sämtlicher Specialitäten. Die Kaffeeküche steht den Damen von 3 Uhr ab zur Verfügung. Billets, Herren 50 Pf., Damen 25 Pf., sind bei den Bezirksleitern und im Bureau Rosenthalerstr. 57 zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Die örtliche Verwaltung. Das Bureau ist an diesem Tage nachmittags und abends geschlossen. Die am Sonntag, den 4. August, fällige Mitglieder: Bersammlung findet des Stiftungsfestes wegen am Mittwoch, den 7. August, abends 7 Uhr, Kommandantenstr. 20 stats. Nordhäuser Kautabak 134/17 Athenstädt& Bachrodt, Nordhausen sehr beliebtes Fabrikat( boykottfrei), überau täuflich. Seneralvertrieb: H. Preuss, Berlin N., Swinemünderstr. 66, I. 20428] Rirdorf, Berlinerstr. 93. An der Michaelbrücke 1 bei der Holzmarktstraße noch zu vermieten 19400* I. Etage cplt. 325 Meter, Fabrik- Näume: II. " III. " IV. 325 115 Meter, 150 " in beliebigen Teilen." Doppellicht, Fahrstuhl, Wafferladestelle. F. Simon, Gerichtl. Bücher- Revisor. An der Michaelbrücke 1. 25jährigen Geschäftsjubiläums sind mir so viele überaus herzDeutscher Metallarbeiter- Verband. tebe Frau Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. am Herzschlag. Am Sonntag, den 28. d. M., starb mit wertvollen Geschenken, zugegangen, dass ich nicht im unser Mitglied, der Former stande bin, jedem einzelnen Paul Mewes, meinen Dank auszusprechen, dies vielmehr von dieser Stelle aus Singer, der mir im Namen der thun muss. Unsrem Genossen Chre seinem Andenken. Firmenträger eine so herzliche woch, den 31. b. M., nachm. 6 Uhr, Die Beerdigung findet am Mitt: Ansprache hielt, meinem Freund vom Trauerhause, Köpenick, Annen: Frohme, dem Genossen Meyer, Allee 18, aus, nach dem Köpenicker der mich namens der Press- Stirchhof statt. kommission begrüsste, meinem Rege Beteiligung erwartet Kollegen Hinrichs, der mir namens des Gesamtpersonals seine Glückwünsche darbrachte, [ 117/6 Die Ortsverwaltung. meinem Freunde Stengele, der Orts- Krankenkasse der Sattler zu Berlin. Sonntag, den 28. Jult, verfarb das Mitglied, Sattlermeister mir mit so feinem Humor den Marschallstab überreichte, sämtlichen Genossen, Freundeu und Kollegen sage ich hierdurch und verwandten Gewerbe meinen tief empfundenen Dank! Mögen die Verhältnisse allezeit dem Geschäft günstig sein! So lange es mir vergönnt sein wird, das Geschäft zu führen, werde ich bemüht sein, die Ehre desselben aufrecht zu erhalten und für sein ferneres Gedeihen besorgt zu sein. Hamburg, 29. Juli 1901. R. Bérard. Frauen- Begräbniskaffe d.Schrift gießer Gehilfen zu Berlin. Donnerstag, den 8. August d. M., abends 52 Uhr, bei Zimmermann, Wilhelmstr. 2: [ 27186 Generalversammlung. T.- D.: 1. Halbjahresbericht. 2. Wahl eines Revisors 3. Verschiedenes. 3. A.: R. Jost. Achtung! Bauarbeiter. Achtung! Wilhelm Meyen. Die Beerdigung findet am Mitt woch, den 31. b. M., nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Sophien Kirchhofs in der Freien walderstraße aus statt. 273/16 3 Nachruf! Freitag, den 26. Jult, verstarb das Mitglied Paul Erb. ( Werkstelle von Fr. Meyer.) Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten an dieser Stelle die traurige Nachricht, daß unser liebes Kind Elisabeth Auf dem Neubau der Städtischen Frrenanstalt in Buch an im Alter von 7 Monaten Dienstag der Nordbahn haben Berliner Stollegen wegen Lohndifferenzen die früh 9 Uhr entschlafen ist. Arbeit eingestellt. Es fanden sich nun Arbeitswillige teils aus der Umgegend von Buch, teils aber auch hiesige Kollegen, welche die Arbeit unter schlechteren Bedingungen aufnahmen, als sie von ersteren niedergelegt wurde. Wir machen die Berliner Kollegen darauf aufmerksam, daß für uns die Sperre weiter besteht. Sollten sich nun dennoch Berliner Kollegen verleiten lassen und in Buch Arbeit annehmen, ehe die Sache dort endgültig geregelt ist, so gehen sie im Falle wiederkehrender [ 2582b Differenzen jeder Hilfe von seiten der Kommission verlustig. Die Lohnkommission. J. A.: Karl Heidemann. 10 Jahre Garantie. Bollkommen Schmerzlos. Zahn1. Zahnarzt Wolf, Leipzi Bühne 2 M. ieben 1 M. Plombent 1,50 W Teilzahl. wöchentl. 130. Spr. 9-730/ 14 Die tieftrauernden Eltern Ludwig Strätz nebst Frau. mittag 11 Uhr vom Trauerhause, Die Beerdigung findet Donnerstag Swinemünderstr. 61, aus statt. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Kranzspenden bei Begräbnis meines lieben Sohnes sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten, sowie den Vereinen herzlichen Dant. 27165 Frau Stalp verw. Zippel u. Sohn. Anna Müller geb. Schwendt nach schwerem Leiden am Sonntag, den 28. Juli, verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donners tag, nachmittags 52 Uhr, von der Leichenhalle des Bartholomäus- Kirch hofs in Weißenfee, Faltenbergstraße, aus statt. Karl Müller. Ziehung 13., 14., 15. August. Marienburg Loose à 3 Mk. B. extra. Porto u. Liste 30 Pf. 280 000 Loose. 9840 Geldgewinne, zahlbar ohne Abzug mit Mk. 365,000 Hauptgewinne: Mark 60,000 50,000 40.000 30,000 20,000 10,000 4 à 2500-10000 10 a 1000 10000 20 a 500-10000 100 à 100 10000 200 à 50- 10000 1000 à 20 20 000 8500& 10-85000 = Loose versendet General- Debit: Lud. Müller& Co. Berlin, Breitestr. 5, Hamburg, gr. Johannisstr. 21. Telegr. Adr.: Gjoksmüller. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 31. Juli Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Nenes Opern Theater( Kroll). Jm Trianon Theater:" Lebende Lieder". Anfang 8 Uhr. = Im Garten: Täglich großes Konzert. Schiller.( Morwitz Oper.) Die weiße Dame. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Geschlossen. Leffing. Letzte Nacht. Die schlimmen Buben. Die Mondscheinsonate. Steierische Lieder. Auf. 8 Uhr. Berliner. Der Waffenschmied. An: fang 8 Uhr. Residenz. Das blaue Kabinett. Anfang 8 Uhr. Neues. Gastspiel des Meßthaler: Ensembles. Die goldene Brücke. Anfang 8 Uhr. Westen." Theater Charivari"( Se 8 Uhr. Carl Weiss Theater Urania Castans Panopticum. Große 132. Direkt. B.Zimmermann u.O.Schramm. Lustspiel- Ensemble. Madame Bonivard. Anfang 8 Uhr. Morgen: Der liebe Onkel. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: In Vorbereitung: Tatolo. Mittelmeer fahrten. ( Samoanisches Liebeswerben.) Im Garten: freudenfest. Großes Kinder: Invalidenstr. 57/62. Theater, Speciali: Tägl. Sternwarte. täten. Anfang 5 Uhr. Central- Theater. Sanssouci Heute Anfang 8 Uhr. Bum 711. Mal: Die Geisha. Die Im Garten: Täglich: Hoffmanns Operette in 3 aftten v. Gibney Jones. Nordd. Sänger Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Apollo- Theater Vollständig neues Specialitäten- Programm! Seceffionsbühne. Buntes Theater: Frau Luna Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Carl Weiß. Madame Bonivard. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Specialitäten in Garten. Belle Alliance. Frizz Reuter. Anfang Luftballett Grigolatis. Anfang 8 Uhr, Sonntags 7/2 Uhr. Metropol- Theater. W., Behrenstrasse 55-57. Im Garten: Großes Gartentonzert Der Zauberer am Nil und Lustiges Brettl". Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. und das sensationelle JuliBauberer am Nil. Anfang Specialitäten- Programm 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Donnerstag, den 1. August: Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Wiederaufführung = und Konzert. Anfang d. Konzerts 5 Uhr, der Soiree 7 Uhr, Wochen: tags 6 Uhr, d. Soiree 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag, Montag und Donnerstag: Tanzkränzchen. Tanz ochentags Bereinsbidets gültig, Reichshallen Heute Mittwoch: Leztes Gastspiel von NeumannBliemchen mit seiner Gesellschaft. ( Herren Bliemchen, Horvath, Gipner, Tieck, Zimmermann, Feldow und Ledermann.) Abschieds Programm! Anfang 8 Uhr. Am 1. August: Wiederbeginn der Soireen der Stettiner Sänger. Friedrichstr. 165. Neu! Nen! Neu! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der„ Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Zoologischer Garten Täglich nachmittags 5 Uhr: Grosses Doppel- Konzert. Entree Mark. Von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Prater- Theater Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Auf fremder Erde. Ausstattungsstück mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Hugo Schulz. 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