Nr. 177. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntage Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post BeitungsPreisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Sotonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Abrene: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Junker als Nationalhelden. Das Compagniegefchäft in der Ausbeutung des Volks bringt es mit sich, daß die raschen Emporkömmlinge des Industriefeudalismus, als ob sie selbst über„ Ahnen" verfügten, die alten Adelsgeschlechter Oftelbiens verherrlichen:„ Ehrst Du meinen Briefadel, so beuge ich mich demütig vor Deinem Grundadel!" So wendet sich das Kruppsche Kanonenblatt, die„ Berl. Neuesten Nachrichten", heute gegen die Kölnische Zeitung", die etliche ironische Bemerkungen über das Ostelbiertum aus Theodor Fontanes Teztem Roman Stechlin" abgedruckt hatte, mit folgender Junker= berherrlichung: vollziehen braucht." Das ist das alte Lied, nur daß es jetzt nicht bloß die Junker selbst durch ihre Organe künden, sondern daß es auch die Ritter von der Judustrie nachpfeifen. Herr v. Miquel, auch ein durch den Kapitalismus zum Adel gediehener Emporfömmling, entwickelt gern den gleichen Adelsstolz über unsre Ahnen". Donnerstag, den 1. August 1901. -Wäscherin. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. preußische Dienste. Gneisenau ist der Sohn eines östreichischen So entschied das Reichsgericht am 4. Februar 1901. Hauptmanns und war ursprünglich öftreichischer Husar. Hiernach hat auch die Dresdener Amtshauptmannschaft tein; Scharnhorst war ein Hannoveraner und diente bis zur te cht, das Streitpostenstehen zu verbieten. So lange die StreitOberstlieutenantscharge in der hannoverschen Armee. York posten sich keiner Uebertretung eines Gesetzes schuldig machen, dürfen war allerdings ein Preuße, aber keiner von den edelsten und Besten, sie ihre für die Durchführung eines Streits notwendige Thätigkeit sondern das Kind einer ungehindert ausüben. Ob derartige Uebertretungen vorkommen, ob Wenn man der Periode unmittelbar vor und während der die öffentliche Ruhe und Sicherheit durch Streikposten gestört, ob Befreiungstriege gedenkt, so ist es unmöglich, den Freiherrn das Publikum durch Streikposten beunruhigt und belästigt wird, das v. Stein, mag er auch fein Soldat gewesen sein, zu vergessen. hat die Polizei erst abzuwarten, und wenn derartige Ausschreitungen Auch er stammte nicht aus dem Streise der Junker, ja nicht einmal verübt werden, dann kann sie gegen die Frevler vorgehen. Das aus Preußen, sondern war von Geburt ein Nassauer. Streitpostenstehen aber von vornherein verbieten, das ist un-! gesetzlich. = sein, außer vielleicht der Herr Amtshauptmann selber. Da aber In der Wirkung läuft das Verbot auf eine Schädigung der Streitenden und auf eine Begünstigung der Unternehmer hinaus. Der Geist des Zuchthausgesetzes spukt eben immer noch herum, ganz besonders in Sachsen. Bosse. Wer war ferner der Schlachtenlenter 1866 und 1870? Vielleicht ein preußischer Junker? Nein, denn Herr v. Moltke hat ebenso Aber die Amtshauptmannschaft geht noch weiter. Sie ver „ Die Anerkennung( für die nicht oſtelbische Familie Hohenlohe) wie Blücher in Mecklenburg das Licht der Welt erblickt. bietet auch im Voraus je de dem Streitposten stehen braucht sich nicht auf Kosten der„ oſtelbiſchen" Adelsfamilien und ebenso wie Derfflinger, Keith, Blücher, Gneisenau, Scharnhorst ähnliche Handlung. Ja, welche Handlungen find denn dem zu vollziehen, die seit dem Großen Kurfürsten die begann er seine militärische Laufbahn nicht in der preußischen Armee, Streitpofstenstehen ähnlich? Darüber dürfte wohl niemand im Klaren Schlachten von Brandenburg und Preußen gefondern in einer andren, nämlich in der dänischen. schlagen und die 1813, als der mittel- und süddeutsche Wir haben im Vorstehenden gewiß die bekanntesten und be- dieser Herr den dunklen Sinn der betreffenden Worte nicht näher Adel zum großen Teil unter Rheinbundsfahnen stand," da waren, deutensten der preußischen Generäle erwähnt. Wo bleiben nun die erläutert hat, so bleibt es jedem beliebigen Polizisten überlassen, als Not am Mann war", die Erhebung Ostpreußens großen Feldherren aus den Reihen der ostelbischen Junkerschaft? irgend etwas, was irgend ein Streitender thut, als eine dem Streif mit hochherzigem Beispiel und unter größten Durchschnitts Generäle hat sie dank der bekannten Be- poſtenstehen ähnliche Handlung anzusehen und den Betreffenden zur persönlichen Opfern in die Wege leiteten, nicht bloß auf vorzugung, die in Preußen der Geburtsadel genießt, allerdings genug Anzeige zu bringen. mudten", sondern als wirklich Vornehme nicht einem Machthaber, geliefert, aber bei diesen Herren wurden die Verdienste jener, die Obgleich das bezeichnete Verbot gesetzlich durchaus unhaltbar sondern dem Gefühl ihrer Pflicht gehorchten", gegen den ihrem Posten gewachsen waren, durch die Dummheiten der andern, ist, so werden doch jedenfalls auf Grund desselben die streikenden Willen des Königs. Die Verdienste des Fürsten Hohenlohe stehen die ihre Aufgaben nicht erfüllen konnten, reichlich ausgeglichen. Glasarbeiter mancherlei Unannehmlichkeiten und Mishelligkeiten geschichtlich so fest, daß ihre Anerkennung sich nicht unter VerZum Schlusse noch einen Beweis dafür, daß die verehrlichen auszustehen haben, bevor das von der Amtshauptmannschaft erunglimpfung der alten Schwertträger Brandenburg- Preußens zu Herren Junter sogar in einer Zeit, wo die preußische Armee noch lassene Verbot durch gerichtliches Urteil als nicht mit dem Gesetz in unter dem Eindruck vor kurzem erfochtener Siege stand und man Einklang stehend bezeichnet wird. daher gerade bei den Offizieren erhöhten Diensteifer hätte erwarten sollen, manchmal nur mit Mühe zur Erfüllung ihrer Pflichten zu bewegen waren. Am 14. Mai 1750, alfo 5 Jahre nach der sieg reichen Beendigung des 2. schlesischen Krieges, jah sich Friedrich II. genötigt, den Capitaines und Staabs- Capitaines" vom. ersten Noch furz vor seinem Sturze hat er noch eine leine Separat Bataillon Garde, somit Offizieren, die sich aus den ersten vorstellung als erster aller politischen Schlangenmenschen gegeben, untergeschlechtern rekrutierten, eine gewaltige schriftliche Nase zu Der frühere preußische Kultusminister Besse ist am Mittwoch, indem er anläßlich eines Interviews zu gleicher Zeit ein tiefes erteilen, in der folgende charakteristische Stellen vorkamen: 69 Jahre alt, einem schweren Leiden erlegen. Kompliment vor dem Kanal und den Junkern machte. Er meinte, „ Die Capitaines vom ersten Bataillon haben ihr Devoir Als er im März 1892 den Vater des allerchristlichsten Volksder von ihm hintertriebene Stanal sei ein Gebot der Vernunft", als Commandeurs der Compagnien bisher nicht so observieret, schulgesetzes, den Freiherrn v. Bedliy- Trüßschler ablöste, setzte mant aber er könne nicht gegen den Willen der Junker gebaut werden, als es von accuraten Offiziers gefordert wird.... Es ist nicht einige Hoffnung auf ihn. Er war bekannt geworden durch eine weil diese die preußischen Schlachten geschlagen genug, daß der Capitaine die Offiziers und Gemeinen seiner scharfe Rede gegen das studentische Corpsunivesen und die daraus hätten. Compagnie bei Nahmen kennet, sondern er muß ihre Conduite aus folgernde mangelhafte Vorbildung unserer Staatsbeamten. Diese Behauptung, daß die preußischen Junker die preußischen wendig wissen und muß sich also mehr mit seiner Compagnie zu Nachdem er aber einmal Minister geworden, war an ihm von Siege erfochten hätten, wird fast stets als eine Entschuldigung für thun machen, wie es bisher geschehen ist.... GEs ist liberalen Neigungen nichts zu merken. Während der sieben Jahre, die staatliche Bevorzugung der Jtelschnige 2c. angeführt, und eine Schande, da die Capitaines die die schönste Com die er im Amt bleiben durfte, erwies er sich durchaus als der Wuchertarif wird nicht zum mindesten mit dem Hinweis gerecht- pagnien von der Armee zu commandieren haben, wozu der Minister des Kultus, nicht der Kultur. Auch war er ein fertigt, daß es unbedingt notwendig sei, die köstlichste aller Menschen- König die Leuthe mit vielem Fleiß und Untosten zusammen- fehr frommer Mann, der auf dem Verwaltungswege er rassen, eben das Ostelbiertum, dem Bolte und der Menschheit zu bringen muß, daß die Offiziers nicht das geringste Attache- reichte, was sein Vorgänger gesetzlich festlegen wollte. Besonders ment vor die Leuthe haben, sondern bey einigen Gelegen- litt unter ihm das Universitätswesen. Er übte scharfe Kontrolle und heiten gar zu brutal und bey anderen gar zu indulgent mit ihnen duldete keine Irrlehren". Unter ihm blühte das System der„ Straffind. Wann es auch die schlechtesten Compagnien von der Armee profeffuren", das darin bestand, verdächtigen Universitätslehrern von wären, so müssen sie nach ihrer Schuldigkeit doch vor die Leuthe Staatswegen einwandfreie" Kollegen zwangsweise auf den Hals sorgen, aber fie Kosten ihnen nichts, also fragen sie auch gar zu setzen. Verschiedentlich versuchte er, Professoren, die allzu freie nichts darnach." Meinungsäußerungen gewagt hatten, disciplinarisch zu drangfalieren. Denn Bosse war immer nur für thunlich ste" Freiheit der Wissenschaft und er war stets bereit, dem Stummschen oder Kanizschen Verlangen nach Männern der Pragis" auf dem Ratheder zu willfahren; unter Männern der Praxis verstanden sie. Personen, die unbeschwert durch wissenschaftliche Ueberzeugung geneigt wären, die Ausbeutung als nötig und nützlich zu beweisen. erhalten. Das ist die Dichtung. Wie aber lautet die Wahrheit? Es ist eine eigentümliche Erscheinung der preußischen Armee, daß die weitaus überwiegende Mehrzahl ihrer bedeutenden Generäle überhaupt keine Preußen, also auch keine preußischen Junker waren, sondern erst von aus wärts in das preußische Heer importiert wurden. Solchermaßen mußte Friedrich II. die hochadeligen Herren„ Capitaines" vom ersten Bataillon Garde an ihre Pflichten mahnen. So sehen die ostelbischen Nationalhelden aus! In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts sehen wir an der Spitze des turbrandenburgischen Heeres den Generalfeldmarschall Derfflinger. Er war aber fein Preuße, sondern nach der einen Angabe im öftreichischen Dorfe Neuhofen, nach der andern in einem böhmischen Dorfe geboren. Erst mit 48 Jahren, nachdem er den 30 jährigen Krieg unter den schwedischen Fahnen mitPolitische Ueberlicht. gemacht hatte, trat er in preußische Dienste. Zu Beginn des 18. JahrBerlin, den 31. Juli. hunderts ist Leopold von Deffan, den gewiß auch niemand zu den preußischen Junkern zählen kann, der erste der preußischen Generäle. Das verbotene Koalitionsrecht. In der Kriegsperiode Friedrichs II. sticht besonders Seydlik, der Amtshauptmannschaft Dresden- Altstadt dem König manche Schlacht gewann, hervor. Auch Seydlig gehörte hat, wie wir schon gestern berichteten, mit echt sächsischen Polizeinicht zu den ostelbischen Strautjunkern, seine Wiege stand vielmehr maßnahmen in den Streit der Glasarbeiter eingegriffen, indem fie am Rhein, im damaligen Herzogtum Kleve. Ebenfalls vorzügliche den streikenden Ausländern Ausweisungs befehle zuſtellte. Aber Dienste leistete dem König der Feldmarschall Keith, die fürsorgliche Amtshauptmannschaft ließ es nicht bei dem Vorgehen der aber ein geborener Schotte und erst aus der russischen gegen die ausländischen Arbeiter bewenden, sondern sie hat sich auch Armee in die preußische getreten war. Und sieht man genau zu, so für befugt erachtet, in das gefeßlich gewährleistete Soalitions ist auch Friedrich II. fein Vollblutpreuße. Wie es bei allen recht der einheimischen Arbeiter einzugreifen und das durch kein Mitgliedern regierender Häuser der Fall ist, war auch sein Gesetz untersagte Streitposten stehen rundweg zu ver Stammbaum in der Linie der weiblichen Ahnen ziemlich inter- bieten! national. Seine Mutter und Großmutter waren Hannoveranerinnen, feine Urgroßmutter eine Oranierin. Die Sächsische Arbeiterzeitung" veröffentlicht eine von der Amtshauptmannschaft erlassene Bekanntmachung. Sie lautet: In aller Erinnerung ist noch, daß er eigens ein besonderes Maulkorbgesetz für Privatdocenten schuf, nur um das Mittel in die Hand zu bekommen, unsren Genossen Arons aus der Universität zu entfernen, wo er Physik lehrte. Dieses Gesez ist ihm denn auch geglückt. Bosse ist im Jahre 1899 über den Mittelland- Kanal gestürzt. Er hatte seinen Hilfsarbeiter Irmer wegen seiner Ablehnung des stanals gemaßregelt. Darob wurde der Minister gesellschaftlich boykottiert, und schießlich der Wut der rebellierenden Junker geopfert. Alles in allem; auch Bosse stammte aus jenem Geschlechte preußischer Kultusminister, dem die Wöllner und Mühler angehörten. Auch er war ein Minister gegen den Geist. # * Deutsches Reich. Herr Bachem und die Crefelder Handelskammer. Während Das sogenannte Streitposten stehen bei Arbeitsausständen und jede dem ähnliche Handlung, die dazu bestimmt die Rede Bachems, in welcher er sich für den Doppeltarif und die und geeignet ist, Arbeitswillige von der Arbeit abzuhalten oder Erhöhung der Zölle ausspricht, noch die Nunde durch die Presse einzuschüchtern, wird, weil dadurch die öffentliche Ordnung macht, verläßt der Bericht der Crefelder Handelskammer die Druderei. und Sicherheit gestört, auch über die Kreise der Arbeit. Dieser Bericht spricht sich ganz entschieden gegen den Doppeltarif geber und Arbeiter hinaus das Bublikum beunruhigt und für langfristige Handelsverträge aus. und belästigt wird, hiermit noch ausdrücklich verboten In dem Bericht heißt es, nachdem die rückläufige Konjunktur und, falls nicht gerichtliche Bestrafung nach§ 158 der fonstatiert ist: Reichs- Gewerbe- Ordnung oder polizeiliche Bestrafung nach§1 der Verordnung, den Verkehr auf öffentlichen Wegen betreffend, vom 9. Juli 1872 eintritt, nach Befinden auf Grund von§ 360 Ziffer 11 des Reichs- Strafgesetzbuchs mit Geldstrafe bis zu 150 M. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft werden. Dresden, am 27. Juli 1901. Auf die an triegerischen Lorbeeren so reiche Zeit Friedrichs II. folgte, wie bekannt, der speispiellose Niedergang der preußischen Armee, ein Niedergang, der alle Stufen, angefangen von der Blamage bis hinunter zur erbärmlich sten Feigheit und zum niederträchtigsten Verrat aufweist. Und hier haben die Herren Junker, wie die Geschichte Preußens im Jahre 1806 und 1807 beweist, a Ilerdings an derSpizege standen. Für die Art und Weise, wie sie wohlbewehrte Festungen meist schon der anrückenden Vorhut der Franzosen übergaben, nachdem sie einige Tage vorher noch renommiert hatten, daß sie eine Kapitulation niemals unterzeichnen würden, findet man in der Kriegsgeschichte freilich fein Beispiel mehr. Dies bleibt eine Specialität derjenigen, die die Krupp Organe und Herr v. Miquel als die preußischen Schlachtengewinner bezeichneten. In den erwähnten Tagen der Schande und Schmach blieben vor allem vier Es ist noch allgemein bekannt, daß der Senat von Lübec Männer, die auch bei der Wiedererhebung Preußens die hervor- feiner Zeit eine Verordnung erließ, welche das Streikpostenstehen ragendsten Rollen spielen sollten, aufrecht: Blücher, Gneisenau, ganz allgemein verbot, und es ist ebenso bekannt, daß diese Ver Scharnhorst, ort. Aber keiner von ihnen war ein preußi- ordnung vom Reichsgericht als rechts ungültig erklärt scher Junker. Blücher stammte aus Mecklenburg und seine ersten Sporen verdiente er sich in der schwedischen Armee, und zwar im Kampfe gegen Preußen. Erst dadurch, daß er bei einem Streifwurde. Königliche Amtshauptmannschaft Dresden- Altstadt. Dr. Schmidt. „ Eine Verordnung, die das Streifpoftenstehen an sich( also nicht aus straßen- oder verkehrspolizeilichen Gründen) verbietet, ist nicht rechtsgültig." zug seinen damaligen Gegnern in die Hände fiel, tam er ingen Stollifton mit§§ 152 und 158 der Reichs- Gewerbe- Ordnung Neben dem allgemeinen Niedergang wirkten die kriegerischen Ereignisse verschlechternd auf das Geschäft, namentlich auf den Außenhandel. Der südafrikanische Krieg übte einen ungünstigen Einfluß auf den englischen Markt, und die chinesischen Wirren schädigten den Absatz nach Ostasien. Angesichts dieser Stockungen auf wirtschaftlichem Gebiete erscheint die Sicherung der vorhandenen Eine weitere erheb ausländischen Absaßmärkte um so wichtiger. liche Erschütterung der Grundlagen für die Handels- und Industriethätigkeit unseres Baterlandes fönnte bedenklich werden. Deshalb muß als die bedeutendste wirtschafts- politische Aufgabe der Gegenwart und der nächsten Zukunft bezeichnet werden: die Schaffung eines allen billigen und gerechtfertigten Wünschen entsprechenden Bolltarifs und Aufrechterhaltung der guten Handelsbeziehungen und des wirtschaftlichen Friedens mit dem Ausland. Der Erreichung dieses Bieles werden leider feitens einzelner Parteien im Lande ebenso viele Schwierigkeiten bereitet, als sie der Durchführung der großen und bedeutsamen Kanalprojekte nun schon seit Jahren in den Weg gelegt worden Außerdem beschloß die Handelskammer einstimmig eine Resolution, welche dem Reichstanzler übermittelt wurde und welche folgenden Bassus enthielt: find. Demgegenüber aber sollte die Staatsregierung uner- bei dem Ueben der Spielleute, dem Hornist Hildebrandt einen schütterlich an der Ueberzeugung festhalten, daß von der Förderung Schlag an den Hintertopf verfest zu haben. Schenk erunsrer inneren und äußeren Verkehrsbeziehungen das wirtschaft- flärt, fich auf diesen Vorfall nicht mehr befinnen zu können. liche Gedeihen und die Weltmachtsstellung Deutschlands ab- Der Füfilier Hildebrandt ist als Beuge erschienen, er verhängig find. büßt zur Zeit eine vierwöchentliche strenge Arreststrafe we gen Achtungsverlegung gegenüber Schenk, da er diesem mit Anzeige gedroht hatte. Der Zeuge fagt aus, er habe bei dem leben einen falschen Ton abgegeben, der „ Die Handelskammer spricht sich für unveränderte Bei: Bataillonstambour sei auf ihn zugekommen und habe ihm den Schlag behaltung der bewährten, bisherigen Zollpolitik aus. Sie versezt. Am nächsten Tage meldete er diesen Vorist daher für langfristige Erneuerung der bestehenden Handels- fall dem Feldwebel Schütt, dessen Buber er war. verträge und für den Abschluß solcher Verträge mit Doch ist eine Weitermeldung nicht erfolgt, Staaten, mit denen bis jept eine handels- erst bei der Protokollaufnahme über sein Bergehen brachte politische Einigung nicht erzielt worden ist.... er die Mißhandlung nochmals zur Anzeige. Der Die Kammer spricht sich deshalb gegen die gesetzliche Festlegung Gefreite Lumbed erklärte als Zeuge, er habe gesehen, eines Magimal- und Minimaltarifs aus, da eine wie Unteroffizier Schent dem Hildebrandt den Schlag ber= solche das Zustandekommen von Handelsverträgen sehr erschweren, jeste, dem letzteren sind die Thränen über die ja vielleicht unmöglich machen würde." Baden gelaufen. Der Feldwebel Schütt tann sich nicht erinnern, ob ihm Hildebrandt diese Mißhandlung gemeldet habe. Der Vertreter der Anklage hält den Thatbestand für erwiesen, er beantragt 14 Tage mittleren Arrests. Das Kriegsgericht erkennt auf aehn Tage mittleren Arrests, da es die Mißhandlung eines Untergebenen während des Dienstes für erwieser erachtet. Schneller und beffer konnte Dr. Bachem nicht ad absurdum geführt werden und das von Sachverständigen seines eignen Wahlkreises. Ein Subventiofus des Bundes der Landwirte. Wir haben uns bereits wiederholt mit dem von dem Bunde der Landwirte aus gehaltenen Geheimagenten im Centrum, Herrn Bauer Bonn, beschäftigen müssen. Zur Charakteristik auch dieses Apostels der Wucherzölle schreibt unser Münchener Partei- Organ: Ausland. Kampf gegen die Gewerkschaften. Handlungen wurden ihm vorgeworfen, fünf machte dieser Biedermann in Bescheidenheit zum Gegenstand seiner Klage, bei zweien gelang der Wahrheitsbeweis nur teilweise, und darum geht der Redacteur der Zeitung 1799" auf 10 Monateins Gefängnis, zahlt 8002ire Buße und etwa 10000 Lire Gerichtskosten; denn dieser Skandalprozeß hielt volle elf Wochen lang ganz Italien in Atem. Selbstverständlich liegt der„ Sieger" Aliberti am Boden; aber er reißt auch den Abgeordneten für Neapel III, den General fan de Rivera, Generalinipettor der Artillerie und Waffenfabriken, mit sich; denn dieser ehemalige Kriegsminister hat eine hohle Hand gemacht, um die Annahme höchst gefährlicher Granaten in den Staatsarsenalen durchzusetzen, gefährlicher Projektile nicht für den Feind, sondern für die Bedienungsmannschaft der italienischen Stanonen; denn der Stahlguß ist brüchige Pfuscharbeit, die Bestechungssumme aber war lauter Gold. Der arme Oberst Cassone im Kriegsministerium, welcher in seiner dummen Ehr lichkeit die von Aliberti vorgeführten Armee Tieferanten tro reichlichen Trinkgelds zurück= wies, ist zur Strafe verfekt worden. Geschieht ihm recht; er verstand sich nicht aufs Neapolitanische! Da war der Polizeidirektor Di Donato schon schlauer; pflichtgemäß ver: faßte er einen zerschmetternden Bericht über die fürchterliche Korruption an das Kabinett des Königs, an den Ministerpräsidenten Pelloug und an den Justizminister. Alle waren tadellos auss gearbeitet, ins reine geschrieben und befördert niemals an ihre Adresse gelangt. aber sie sind Nun hat der Prozeß Aliberti seine Ninge in der Oeffentlichkeit gezogen; zwei oder drei Personen gingen unter, aber diese herrliche Natur um den Vesuv gleicht alles aus; laßt uns in unver minderter Lebenslust trinken und küssen unter diesem ewig klaren Himmel voll glänzenden Lichtes! Afrika. " Herr Bauer giebt an Vielseitigkeit der politis schen Verwendbarkeit dem Herrn Ruhland nichts nach. Vor Paris, 30. Juli.( Eig. Ber.) Die Förderung der Gewerkeinem halben Dußend Jahren, als die Rheinische Volksstimme" fchaften, wenn auch freilich nicht des gewerkschaftlichen Stampfes, fich infolge finanzieller Schwäche genötigt fah, ihr Personal zu schien bis vor kurzem der einzige oder vielleicht einer der wenigen reduzieren und sich von Köln nach dem billigen Landstädtchen Punkte zu sein, die noch das Ministerium Waldeck RousseauKempen zurückzuziehen, da wandte sich herr Bauer brieflich an unsern Genossen Karl Hirsch, den damaligen Leiter der Rhein. Millerand von den gewöhnlichen Konzentrations"-Ministerien= Diese fand statt rühmlichen Angedenkens vorteilhaft unterschied. Jetzt schreitet die Beitung", und bat ihn um eine Unterredung. und Herr Bauer bot sich unsrem Kölner Partei- Organ a 13 mit ministerielle Politit auch auf diesem Gebiet immer mehr vorwärts. arbeiter an, namentlich stellte er wirkungsvolle Artikel gegen Es folgten Schlag auf Schlag zwei gewerkschaftsfeindliche Maß- Menelik schwer erkrankt. Aus Dschibuti wird gemeldet: das Centrum in Aussicht. Genosse Hirsch verzichtete auf die nahmen. Den Angestellten des Pariser Octroi( städtisches Wie verlautet, giebt der Gesundheitszustand des Negus Menelik zu Verbindung mit dem arbeitswilligen Herrn Bauer, was dieser da- Zollamt) wurde verboten, sich in einer Gewerkschaft großen Besorgnissen Anlaß. mit vergalt, daß er in seiner späteren journalistischen Thätigkeit, zusammenzuschließen. Sodann erhielten die kommunalen Amerika. die er im Dienste des Centrums ausübte, besonders gehässige Angestellten vom Seine- Präfekten die Weisung, London, 31. Juli. Nach einer Depesche aus Santiago hat der Artikel gegen die Socialdemokratie schrieb. Herr Bauer ist trotz seiner Annäherungsversuche an die Social- jedesmal, wenn sie von einer Kommission des Pariser Gemeinde- icepräsident von Chile feine Demission eindemokratie ein treuer Sohn des Centrums geblieben. Als rates zur Entsendung von Delegierten eingeladen werden, um über gereicht, um gegen die neuen Kriegsvorkehrungen der Republik allerdings die Versuchung in Gestalt des Bundes der Landwirte irgend eine Frage Auskunft zu geben, der Einladung nicht zu demonstrieren. an ihn herantrat, wurde seine Stellung im Centrum etwas eigen- eher zu folgen, bis sie dazu die Erlaubnis ihrer tümlicher Art. Er kämpft im Centrum gegen das Centrum; er ist, wie der Vorwärts" festgestellt hat, als Agent des Bundes der Landwirte im Centrum thätig. Als solcher sucht er in der Kleinen Centrumspresse des Rheinlands das Verständnis für das ostelbische Agrarprogramm zu fördern, die Vorurteile gegen die Wangenheimschen Scharen zu zerstreuen und Osten und Westen auf der gemeinsamen Basis des Bundes der Landwirte zu fammenzuführen. Die Thätigkeit des Herren Bauer für die Landbündler geht noch weiter. Man hat ihn in der jüngsten Zeit bei Gelegenheit der Versammlungen des Bundes in Düsseldorf und Köln in diesen Städten eine eifrige Thätigkeit entfalten sehen, und es dürfte nicht schwer nachzuweisen sein, daß er bei der Veranstaltung dieser Verfammlungen stark beteiligt gewesen ist, mindestens aber eine hilf reiche Hand geleistet hat. Herr Bauer hat sich dagegen gewehrt, der Agent des Bundes der Landwirte zu sein; vielleicht gefällt es ihm besser, wenn wir ihn den Impresario des Bundes der Landwirte im Rheinland nennen." Wollte etwa Herr Bauer schutzzöllnerische Artikel in unser Kölner Blatt hineinschmuggeln? " = " Vorgesezten erhalten haben. Außerdem beschweren sich die kommunalen Angestellten über verschiedene Schuhriegeleien, denen die hingebendsten Gewerkschaftsmitglieder seitens der Präfektur ausgesetzt sind. Die Taftif der italienischen Socialdemokratie. Nom, im Juli. Der tragische Zwischenfall von Berra im Ferraresischen Dieser Tage haben die Pariser Gewerkschaften gegen die be- und in noch höherem Grade die verfrühte Rechtfertigung zeichneten Willkürakte der Regierung in zivei Versammlungen energisch des Füsiladen Lieutenants durch die Regierung protestiert. An einer dieser Protestversammlungen beteiligten sich haben im Schoße der Socialisten selbst eine Diskussion hervordie antiministeriellen socialistischen Deputierten Groussier und gerufen, die sich um die Frage dreht, ob die äußerste Linte und Dejeante und der ministerfreundliche Deputierte Ifemane. ipeciell die socialdemokratische Fraktion fortfahren folle, Auch dieser versprach den Gewerkschaften seine Unterstügung im das dadurch, daß es den soldatischen Wordgesellen freispricht, diesem Ministerium ihre Unterstügung zu leihen, Stampf gegen die Willkürakte der Regierung. Ferri mit Flugschriften teilgenommen. geradezu die Massakres der Arbeiter zu unterstützen scheint. An dieser Diskussion haben Filippo Turati und Enrico Ju einer seiner Broschüren, welche zur Zeit in sämtlichen italienischen Zeitungen als Gegenstand der Diskussion auf der Tagesordnung steht, hat Turati in großen Zügen die Aufgabe der italienischen socialdemokratischen Partei in der gegenwärtigen politischen Lage entworfen. Bräfekten ist die Ernennung von fünf ausgedienten Eine weitere Schuhriegelei der Gewerkschaften seitens des Seine Unteroffizieren zu Aufsehern der Arbeitsbörse, während bisher dieser Posten selbstverständlich älteren Arbeitern vorbehalten wurde. Die Gewerkschaften erblicken mit Recht in der zu Konflikten zwischen den militärisch aufgeblähten Aufsehern und Militarisierung des Aufscherpersonals eine feindselige Handlung, die Nachdem er die Fundamentalprincipien der socialistischen Doktrin den Gewerkschaften führen muß, sowie eine Verlegung der Juter- festgelegt hat: Stollettivismus, Klassentampf, wirtschaftliche Organis Amtliches Wahlresultat in Memel Heydekrug. Bei der effen der älteren stellenlosen Arbeiter zu Gunsten der privilegierten fation und Eroberung der öffentlichen Gewalt, wendet er sich zu der Stichwahl im Wahlkreise Memel- Heydekrug wurden am 27. d. M. im Unteroffiziere, die, trotz ihrer Abschiedspension, ohnehin bei allen Entwicklung der socialdemokratischen Partei in Italien, die er in drei ganzen 15 961 Stimmen abgegeben. Hiervon erhielt Gutsbesitzer niederen Civilposten gesetzlich bevorzugt werden.- Die Ver- Hauptperioden zusammenfaßt. Die Periode der Affirmation Matschull in Mizten, Kreis Memel( tonservativ und Littauer) waltungskommission der Arbeitsbörse( die gewählte Vertretung der von den Anfängen des italienischen Socialismus bis zu 9123 Stimmen, Rendant Braun- Königsberg( Socialist) 6838 Stimmen. Gewerkschaften) hat eine Protestresolution votiert, in welcher die den Kongressen von Genua( 1892) und Reggio Emilia Ersterer ist somit gewählt. ( 1893); die Periode der Defensive gegen die Reaktion Aufhebung des Präfektenbeschlusses gefordert wird. Das bröckelnde Centrums- Bollwerk. Die Selbstanpreisung von 1893 bis zum Ende der Obstruktion, und schließlich Noch schlimmer ist die haltung der Regierung im neu die der Konsolidation vom Ministerium Saracco bis auf des Centrums als eines festen Bollwerts gegen den roten Umsturz" lichen Streit der korsischen Eisenbahner. Dort gab es heute. hat durch die Duisburger Wahl eine drastische Kritik er fahren. Die Köln. Volkszeitung" selbst giebt zu, daß es keine Streifbrecher zu beschützen, indem von 370 Angestellten 350 am Der Versuch, die Linke ans Nuder zu bringen, der schon Bezirke im Wahlkreise gebe, in denen die Hälfte der von Streik teilnahnen. Die Regierung schickte aber 150 Geniesoldaten früher angestellt wurde, sei nicht mit dem derzeitigen Experiment zu Katholiken abgegebenen Stimmen nicht dem Centrumsund 500 Infanteristen, um die Streifenden zu ersetzen! vergleichen, welch letzteres ein thatsächliches Produkt des Drucks der Kandidaten zugefallen fei. Auch in Duisburg haben von Zum Glück haben die Lokalbehörden mehr Einsicht gezeigt als der Wolfskräfte auf breitester Basis sei und von einer starken äußersten 18 767 Wahlberechtigten 15 317 gestimmt, und erhielten davon: Dr. linksradikale Arbeitsminister Baudin und seine Regierung. Es kam Linken und einem organisierten Proletariat überwacht werde. Beumer 5405, Präsident Rintelen 5048 und Hengsbach 4325 daher noch rechtzeitig ein für die Arbeiter vorteilhafter Ausgleichheiten und Gefahren, wofür der Vorfall von Berra und das Trotzdem sei auch dieje jezige Bericde nicht frei von Unsicher Stimmen. Dieses Zahlenbild," heißt es in der Köln. Volks- zu stande, ehe das bereits gelandete Militär die Eisenbahnen Berhalten der Regierung ihm gegenüber den Beweis liefere. Den zeitung" hierzu, illustriert wohl mit aller Deutlichkeit die Thatsache, besegen und die Streikenden ersetzen konnte. Nur den Lokalbehörden Vorfall von Berra hatten die Reaktionäre und Intransigenten dazu daß ein erheblicher Teil der katholischen Wählerschaft zu den Socialdemokraten abgeschwenkt ist." ist es zu danken, daß auf Korsika kein Arbeiterblut vergossen wurde, benutzt, um mit maßlosesten lebertreibungen in verschiedenster Nichtung Das Centrum wird sich an derartige bösartige Erfahrungen ge- was bei dem heißblütigen torsischen Temperament die unvermeid- Profit zu schlagen. wöhnen müssen. liche Folge der gouvernementalen Provokation gewesen wäre... Aber die Hinterlist der ersteren und die unbewußte Mits ihren Kampf gegen die Gewerkschaft In Montceau- les- Mines jetzt die Grubenverwaltung thäterschaft der zweiten fanden einen Wogenbrecher in dent socialistischen Wahlsieg in den Generalrats- Wahlen mit einem Nache- ber sie sich bewegen mußte: in der Aeußerung schmerzlicher ihren Stampf gegen fort. Sie hat den praktischen und ruhigen Sinn der Voltsmassen, welcher der Protestagitation die richtigen Grenzen vorschrieb, in Aft beantwortet: vier Mitglieder des Gewerkschaftsvorstands, Empörung, der Unterstützung der Opfer, dem deutlichen Hinweis darunter der Generalsekretär der Gewerkschaft, wurden soeben auf die tiefliegenden Gründe dieses unglücklichen Falles, der Angemaßregelt. Dieser Rache- Aft ist zugleich eine Ein- feuerung zum Ausbau jener immer mehr anwachsenden und stets Ew. Hochwohlgeboren schüchterungsmaßregel im Hinblick auf die Kammer- Nachwahl besser disciplinierten proletarischen Organisation, in der das wahre werden bemerkt haben, daß der 3olltarif auf heftigen Wider vom 4. August. Unterdessen schlummern die seit Jahren Gegengift gegen jeden bestialischen Skonflikt und der mächtigſte spruch im Volte stößt. Besonders die socialdemokratische Presse entfaltet eine sehr rege Agitation gegen den Entwurf. Wir würden nun der Kammer eingebrachten Entwürfe auf Anstoß zur fortschreitenden Demokratisierung des Staates liegt, diesseits sehr gerne zur Aufklärung des Volles über den wahren Sicherung des Koalitionsrechts gegen derartige des uns zur Verfügung stehenden Fonds daran gehindert würden. bestellten" Kommission. Leider ist die Gewerkschaft zur Zeit wohl Sachverhalt beitragen, wenn wir nicht durch die Geringfügigkeit Rache Akte des Unternehmertums in der Mappe der Ew. Hochwohlgeboren werden es deshalb nicht als unbillig an- nicht im stande, den ihr hingeworfenen Handschuh aufzuheben. Seit sehen, wenn wir an Sie das ergebene Ersuchen richten, uns dem letzten Streit hat ja die Grubengesellschaft unter Verletzung zur Verbreitung des amtlichen Materials die ihres von der Regierung garantierten Versprechens anstatt 450 etwa Summe von 12 000 m. zur Verfügung, 31 stellen, 1000 Arbeiter entlassen können, ohne auf Widerstand zu stoßen. über deren bestimmungsgemäße Verwendung wir seiner Zeit Ew. Hochwohlgeboren Rechnung legen werden. Ew. Hochwohlgeboren wissen, daß über derartige Subventionen bei uns stets genau Buch geführt wird, ebenso wie die Belege ordnungsmäßig gesammelt werden. Auf diesen nicht mehr ungewöhnlichen Einfall. Die„ Säch fische Arbeiter- Zeitung" produziert einen schneidenden satirischen Einfall, indem sie das folgende geheime Altenstück zum Besten giebt: Streng vertraulich! Berlin, 28. Juli 1901. An den Vorstand des Bundes der Landwirte Berlin W., Dessauerstraße. Zudem wir uns der angenehmen Hoffnung hingeben, bei Ew. Hochwohlgeboren feine Fehlbitte zu thun, zeichnen ivir mit vollkommener Hochachtung ( Unterschrift unleserlich.) Wir können hinzufügen, daß allerdings der Bund der Landwirte flüger handeln wird als der Centralverband der Scharfmacher. Er wird fortfahren, gegen den Tarif als viel zu niedrig" zu hegen. Wer wird da auf den Verdacht geraten, daß es der Bund sei, der die tariffreundliche Agitation subventioniere! in " = Schweiz. Verhaftung eines Anarchisten. Nach einem Telegramm der " Frankfurter Zeitung" aus Zürich wurde auf Anordnung der Bundesanwaltschaft der Italiener Galliotti, ein aus Patterson signalisierter und seit längerem im nahen Whtikon sich aufhaltender Anarchist, verhaftet. Ob es sich um eine neue Verlegung des Asylrechts und einen neuen Handlangerdienst gegenüber Italien handelt? Italien. Es bestanden zwei Richtungen innerhalb der Bourgeoisie, zwei Gewalt wieder an sich zu reißen, und einem flügeren Bürgertum, ich bis auf das Messer bekämpfende Richtungen: die mittelalterliche Reaktion, die sich in wütenden Anstrengungen abmüht, die verlorene das dem Proletariat das Recht auf Entwicklung zugesteht und die Freiheit und das Stimmrecht respektiert, wenn auch nur in dem Glauben, daß der Socialismus dadurch geschwächt werden könnte. In dieser letzten Richtung verkörpere sich ungeachtet ihrer Fehler die Tendenz der gegenwärtigen Regierung. Aber wenn das Experiment dieser Regierung glücke, wenn es jene Beriode der Konsolidation überdauere, wenn es den Uebermut des Großbesizes und die Furchtsamkeit der Mittelklassen überwinde, indem es allmählich die zur Zeit noch furchtbare Swingherrschaft von Schwert und Stola schwäche, dann habe sicherlich für das Proletariat die Stunde der Eroberungsperiode geschlagen. Gegenüber den Absichten dieser neuen Regierung sei es die Aufgabe der socialdemokratischen Partei, die Regierung vor der Reaktion zu schützen und sie immer mehr. auf den Weg der Reformen zu drängen. Das besonnene Verhalten der Socialisten werde die freiheitliche Entwicklung beschleunigen Neuer Korruptionsprozeß in Neapel. Der Skandalprozeß und den Socialisten erlauben, ihre specielle Aufgabe, socialistisches Casale hat bereits einen Nachfolger gefunden, den Prozeß Bewußtsein in der Menge zu erwecken, wieder aufzunehmen, eine Wie der seinerzeitige Abgeordnete für Neapel I, Auf gabe, von der die notwendige Verteidigung der Freiheit aba Das geheimnisvolle Chinawaren- Juferat im Militär Aliberti Wochenblatt" versucht ein Organ für„ Hunnenschwindel", die Rhein. a fale, in jenem Prozeß. der durch die mutigen Angriffe der gelenkt habe. Natürlich fehlen dieser Taltit, so bemerkt Turati, nicht Einivürfe Westf. 8tg." so zu erklären: Es sei durchaus nichts unnatürliches, Socialisten auf den ebenso mächtigen wie schamlojen Ver daß Offiziere, die in China waren, Chinasachen eventuell abzugeben brecher erzwungen worden war, entlarvt wurde, so ist auch aus dem Schoße der Partei selbst, doch kämen sie, behauptet Turati, haben, die sie in China billig, aber auf ehrliche Weise erhalten der Abgeordnete für Neapel II, Aliberti, durch die An von den weniger aufgeklärten Schichten der Partei, welche, jeit langem griffe einer republikanischen Zeitung entlarvt worden. Auch an reaktionäre Regierungen gewöhnt, die Regierungen deshalb alle haben. Wir kennen die Satzungen des Offiziergeistes nicht so genau, diefer Prozeß legte die furchtbare Schandwirtschaft, die durch in einen Topf werfen und sich nicht überzeugen können, daß ein aber wir finden es doch sehr unnatürlich, daß das Khatiblatt Abgeordnete, Beamte und Staatsstügen in Neapel seit alters etabliert u mich wung eingetreten ist. derlei Handelsgeschäfte den zur Verteidigung der deutschen Ehre" ist, das System des Betrugs, der Bestechung und der Günstlingswirtschaft, wieder erbarmungslos bloß. Nichtsdestoweniger wandert nach China gesandten Offizieren zutraut. der Redacteur des Blattes, das sich das große Verdienst um Staat Chronik der Soldatenmishandlungen. Das Kriegsgericht und Gemeinde erworben, in den Kerter und an die Stelle der paar der XVIII. Division zu Flensburg verurteilte den Bataillons- entlaroten Schurken werden andre treten, die das System der Kortambour Unteroffizier Schenk von der 7. Compagnie ruption konservieren. des Infanterie- Regiments Nr. 86 wegen förperlicher Mißhandlung eines Untergebenen zu 10 Tagen Mittelarrest. Der Angeklagte ist bereits einmal wegen Mißhandlung Untergebener mit 8 Tagen mittleren Arrests vorbestraft. Er wird beschuldigt, im September 1900, Der Bolts- Zeitung" wird über den Prozeß geschrieben: Nun hat die republikanische Zeitung 1799" das socialistische Rezept wiederholt und den Abgeordneten für Neapel II, Genuaro Aliberti, auf die Gabel genommen. 28 ehrlose Zum Schluß bemerkt Turati, daß heute keine ernstliche Migſtimmung in der socialdemokratischen Partei Italiens vorhanden sei. Was in einzelnen Streifen schäumt und tocht, feien mur modernisierte Nachklänge des alten anarchistischen Geistes, den die socialistische Erziehung in den Massen noch nicht überall und gänzlich habe über winden können. Diese Ader impulsiver Rebellion und Demagogie in der socialdemokratischen Partei werde heute, wo die Arbeit organisch und real betrieben werden müsse, in solcher Lage eine Gefahr, auf die hinzuweisen man sich nicht begnügen, sondern die, ohne Pardon zu Boden gerungen werden müsse. „ Die focialdemokratische Partei muß ausschließlich socialdemokratische Partei sein. Von dieser Straße seitwärts liegt der Verrat an dem harrenden Proletariat und unser Bankrott." Die Gegner erwarten voller Schadenfreude, daß eine leberschreitung unsrerseits stattfinde." Die Tagesverlust- Lifte Partei- Nachrichten. Ein englischer Erfolg. Berlin und Umgegend. Lord Kitchener telegraphiert aus Pretoria: General Balter Achtung, Former nnd Gießerei- Arbeiter! Der Streit in Kitchener operiert nördlich von Middelburg gegen Ben Viljoen. Das der Union E.-G. dauert unverändert fort. Zuzug ist immer noch 19. Husaren- Regiment nahm nach scharfem Ritt ein Pompongeschütz. streng fernzuhalten. Das gilt besonders für die brauchbaren und Die 18. Husaren famen gerade zur rechten Zeit heran, um bei der leistungsfähigen Kräfte. Ju letzter Zeit wurde wiederum versucht, In einer Polemit gegen die neapolitanische Zeitung" Pro- wegnahme von 20 Wagen und der Gefangennahme von 32 Boeren eine Verständigung herbeizuführen, aber Herr Cleffel, Sekretär des paganda" führt Enrico Ferri aus, daß die Frage der mitzuhelfen. Fünf Boeren wurden verwundet, ebenso fünf Mann Verbandes der Berliner Metallindustriellen, wies eine Verhandlung Unterstützung oder Nichtunterstützung der Regierung eine reine Frage von den 19. Husaren. mit der Organisation zurück und erklärte einem der streikenden der Taktik und nicht eine Programmfrage sei und daß demnach kein Kollegen:„ Die Streitposten müssen zurückgezogen werden", und in Grund zu einer Spaltung innerhalb der socialdemokratischen Partei vorliegt. Ferri schließt: Wenn das Ministerium Zanardelli- Giolitti umfaßt für den 30. Juli 15 Tote, 15 Verwundete, 2 Vermißte, einiger Zeit werde man dann einem Arbeiter Nachricht zukomment zwischen heute und November auf die Reaktion zusteuern sollte 2 Fahnenflüchtige und 5 an Krankheit Verstorbene. 18 freigelassene laffen, wer von den Streifenden in Zukunft einen Nachweis schein erhalten wird und wer nicht. Das heißt dann auf gut was ich trotz des blutigen Zwischenfalls von Berra und den dies- Gefangene sind wieder zurückgekehrt. deutsch:" Hebt den Streit auf, gebt den Betrieb frei, und dann bezüglichen Regierungserklärungen nicht glaube so wird unfre wollen wir sehen, wer von Euch Gnade vor unsern Augen findet". Taktik einen ganz andren Charakter als zur Zeit haben. Aber Herr Cleffel glaubt wohl, daß der Streit bereits verloren sei und wenn wir die Taktik wechseln, haben wir deshalb das Programm der Metallarbeiter- Verband aus dem letzten Loch pfeift. Aber so der socialdemokratischen Partei gewechselt oder verraten?" Die Kreiskonferenz für den 1. weimarischen Reichstags- fieht es denn doch nicht aus! Wohl wünschen wir eine Verständigung, Die Diskussionen dauern noch aufs lebhafteste und leidenschaft- wahlkreis sprach sich, wie wir der„ Erfurter Tribüne" entnehmen, aber auf der von Herrn Cleffel angegebenen Grundlage ist jede Verdahin aus, daß diejenigen Genossen, die mit Bernsteins Anschauungen ständigung für organisierte Arbeiter ausgeschlossen, und werden die einverstanden sind, am besten thäten, wenn sie sich eine eigne Partei Arbeiter den Beweis bringen, daß der Metallarbeiter- Verband trot gründeten. Näheres, so namentlich, ob diesem Ausspruch eine Ver- der schlechten Zeit nicht so ohne weiteres schachmatt geſetzt werden Handlung voraufgegangen und worin die Kreiskonferenz die Verstöße tann. Ortsverwaltung Berlin gegen die Parteigrundsäge in den Anschauungen Bernsteins" erdes deutschen Metallarbeiter Verbandes. blickte, ist aus dem Bericht leider nicht zu ersehen. Achtung! Buchbinder, Galanterie- und Lederarbeiter! Mit dem Dr. Lütgenau beschäftigte sich unser Dortmunder Infolge Maßregelung des Vertrauensmanns haben die sämtlichen Parteiblatt, die Rheinisch- Westfälische Arbeiterzeitung" in letzter Zeit Kollegen der Firma Rau, Nitterstraße, die Arbeit niedermehrmals. Lütgenau verklagte darauf den verantwortlichen Redacteur des Blattes, Genossen Linus Scheibe, wegen Beleidigung gelegt. Zuzug ist streng fernzuhalten! und Verleumdung. In den Artikeln scheint es sich um den Ausschluß Herr Heinrich Lütgenaus aus der Partei gehandelt zu haben. In dem Termin fam ein Vergleich zu stande, auf Grund dessen nun Genosse Scheibe Schimming, Friseur, Streligerstr. 44, teilt uns mit, daß sein Name nur durch ein Versehen der Lohnkommission auf die am verin feinem Blatte folgende Erklärung" veröffentlicht: In den Nummern 114, 116, 118 und 163 der Rhein. Westf. gangenen Sonnabend veröffentlichte Liste der gesperrten Geschäfte Arb.-tg." find Artikel abgedruckt, die sich mit der Person des gesetzt worden sei, da er gar keinen Gehilfen beschäftige, also für die Herrn Dr. Lütgenau beschäftigen. Ich erkläre zu diesen Artikeln Lohnbewegung gar nicht in Frage komme. folgendes: lichste an. Die wahre große proletarische Bewegung in Italien liegt auf dem Lande. Also find es die Landarbeiter und die Centren der Bewegung der Landarbeiter, denen es anheimsteht, über die Richtung, die der Partei zu geben ist, zu urteilen. Diese Centren der Landarbeiter sind nun aber ohne Zweifel für eine Tattit, wie sie Turati und Ferri mit Differenz verteidigen. * * Ein späterer Brief unfres römischen Korrespondenten berichtet uns: Die Debatten innerhalb der socialistischen Föderation bon Mailand, hervorgerufen durch die Artikel von Turati, haben nach einer fünfwöchentlichen Dauer zu einer Lostrennung Turatis und derer, die seine Ideen teilen, geführt. Turati verficht die Meinung, daß, um die Tattit, welche fich für die Partei als logisch und unabweisbar aus der gegebenen Situation ergiebt, berfolgen zu fönnen, es nötig sei, die Organisation von den anarchistischen Elementen zu befreien. Turati behauptet, daß in Mailand, dem industriellen Centrum ersten Ranges, jede fruchtbringende Arbeit der Socialisten bisher verhindert worden ist durch die Diskussionen, welche die Bartei zerflüftet. Diese würden hervorgerufen und genährt durch allerhand Anarchisten und Demagogen und selbst durch gewisse unlautere Elemente, die ihre Maste auch sofort nach ihrem Ausschluß haben fallen lassen. bon Die Mailänder Föderation hat nach einer langen Disfussion eine Tagesordnung im Sinne der Ideen von Turati zurückgewiesen und nur eine Resolution angenommen, die den Socialisten eine striktere Disciplin verlangte in Bezug auf die bont der socialistischen Kammerfraktion angenommene Taktik gegenüber dem liberalen Ministerium. Die weiteren Erörterungen führten zu feinem Ziele und das Komitee, das bezüglich der ersten Tagesordnung die Vertrauensfrage gestellt hatte, demissionierte schließlich. Es wird nun wohl das eintreten, was Turati gerade vermeiden wollte: die von ihm bekämpften Elemente gelangen ans Ruder. Turati, Masno, Anna Kulichoff und andre beabsichtigen nun in Mailand eine besondere Sektion der socialistischen Föderation zu gründen. Der Boeren- Krieg. Zwei Millionen für Lord Roberts. In der Unterhausfizung am Mittwoch beantragte Balfour eine Resolution auf Gewährung einer Dotation von 100 000 fund Sterling an Lord Roberts. Er rühmte die Verdienste des Feldmarschalls, wegen derer er Anspruch auf den Dank der Nation Habe, stellte die Lage in Südafrika bei Uebernahme des Kommandos durch Roberts derjenigen gegenüber, die " " " 1. Herr Dr. Lütgenau berichtet über die Geschichte seines angeblichen Ausschlusses aus der socialdemokratischen Partei: Der Vertrauensmaun des Buchbinder- Verbandes. Lohnbewegung der Barbiergehilfen. Deutsches Reich. Zum Generalftreik der Flaschenmacher. " Ich bin zu der fraglichen Parteiversammlung so wenig ein Ein Umstand, der bei diesem Streit besonders ins Gewicht fällt, geladen worden, wie zum Parteitag in Hannover. Der Vorsitzende ist der, daß ein großer Teil der Streikenden Wohnungen inne haben, Derselben hat, statt von meinem Briefe Mitteilung zu machen, welche Eigentum der Fabrik sind, und mit dem Zeitpunkt der Arbeits worin ich Erörterung der Angelegenheit und einstündige Redezeit für niederlegung geräumt werden mußten. In den meisten Fällen ist mich verlangte, der Versammlung gesagt, daß ich geladen worden, aber auch die Wohnungsfrage zu Gunsten der Streifenden gelöst aber nicht erschienen sei. Troß dieser irreführenden Angabe des Vor- worden. Sie fanden ein andres Unterkommen, oder finden ein fizenden hat sich nach allen mir bekannt gewordenen Aeußerungen folches, soweit sie die Fabrikwohnungen nicht sofort räumen brauchten, Ein Teil der Unternehmer hat auch die von Teilnehmern eine Mehrheit für den Antrag nicht ergeben. in allernächster Beit. Der Vorsitzende beantwortete das Verlangen nach Stimmenzählung Wohnungsfrage zum Anlaß genommen, um den Streifenden möglichst mit Drohungen( Glocke an den Kopf werfen") und plöglicher große Schwierigkeiten zu bereiten. Schließung. Das Ganze war eine Posse, über die schon zu viel Worte gemacht sind." Da ich die damaligen Verhältnisse und Vorgänge weder miterlebt habe, noch prüfen kann, so nehme ich die in der Arbeiter- Zeitung" enthalten geweſenen Aeußerungen, welche Herrn Dr. Lütgenau unwahrhaftige Darstellung der Sache vortverfen, hierdurch zurück. 2. In den Artikeln der genannten Nummern findet sich eine Reihe beleidigender Vorwürfe und Wendungen gegen Herrn Dr. Lütgenau. Auch diese nehme ich hierdurch zurück. " 2. Scheibe. zur So wird aus Gerresheim berichtet, daß Agenten des Herrn Hehe den Streifenden, die bei Hausbesitzern gemieteten Wohnungen durch Angebot hoher Mieten abzutreiben versucht haben, was jedoch mur in wenigen Fällen gelungen ist. Das" saubere" Manöver erwvies sich als verfehlt. Chemische Fabrik C. Bohne. Wenn eine derartige Verlegenheit sich schon am Tage nach dem Streit bemerkbar macht, so ist das ein günstiges Zeichen für die Sache der Arbeiter und läßt hoffen, daß bei festem Zusammenhalt der Erfolg nicht ausbleiben wird. Unfre gestrigen Mitteilungen über die Beteiligung am Streit werden heut durch folgende Weldungen der Unternehmerpresse ergänzt: Nach den inzwischen eingelaufenen Berichten sind auf folgenden Fabriken die Arbeiter zum Teil fämtlich, zum Teil nur partiell nicht zur Arbeit erschienen: Attiengesellschaft der Gerresheimer fabrik Porta Westfalica, vorm. Weyer u. Söhne, Porta Westfalica, fast Dreiviertel der Arbeiter; Glasfabrik Hörstel, Hörstel i. Weſtf., streikt niemand; Glasfabrik Wittekind, Kommandit- Gesellschaft, Hermann Rochon, Minden i. Westf., streiken alle; Gebrüder Stoeve fandt, Kommandit Gesellschaft auf Attien, Hermannhütte bei Rinteln a. d. Weser, arbeiten mir wenige Arbeiter; Flaschenfabrik treuznacher Glashütte, Streuznach, streift die Hälfte der Arbeiter, Von 16 Fabriken steht Bericht noch aus. Daß der Streit bereits seine Wirkung auf Geschäftsleute, welche Flaschen verbrauchen, ausübt, beweist ein von der„ Bielefelder Boltswacht" veröffentlichtes Schreiben. Dasselbe lautet: Coesfeld i. 2., 28. Juli. Herrn....., Restaurateur, Bielefeld. Die Erklärung wird zwar mit der Bemerkung eingeleitet, daß Wir ersuchen Sie ergebenst, die von uns herrührenden leeren fie mur persönlich den Genossen Scheibe angehe und für die Partei- Flaschen, besonders Kwastflaschen, baldmöglichst an uns zurückzuvon denen wir unsere genoffen weder bindend noch maßgebend jei. Darauf kommt es senden, da die Glasfabriken, auf denselben ausgebrochenen aber gar nicht an; die Parteigenossen würden auch ohne diese Ver- Flaschen beziehen, wegen eines wahrung den Erklärungen des Genossen Scheibe keinen maßgebenden allgemeinen Streits die Lieferung von Flaschen vorläufig Einfluß auf ihr Urteil über den für sie abgeschlossenen Fall Lütgenau eingestellt haben. Unter gewöhnlichen Verhältnissen vergüten einräumen. Wenn man es überhaupt noch für notwendig hielt, sich wir für frantiert an uns zurückgesandte leere Flaschen 10 Bfg. pro mit Lütgenau immer wieder zu beschäftigen, dann sollte man das Stück, falls Sie jedoch die leeren Flaschen spätestens innerhalb wenige Wochen später geschaffen war, und hob hervor, wenigstens nicht in solcher Weise thun, daß man dann gezwungen 14 Tagen nach Erhalt dieser Karte auf den Weg bringen, können daß ohne die bewundernswerte Strategie des Feldmarschalls Kimberley, Mafeking und Ladysmith gefallen wären. Die niemand als diesem selbst ein billig erlangter Dienst erwiesen dann den vollen Preis von 10 Pfg. pro Stück. marschalls Kimberley, Mafeting und Ladysmith gefallen wären. ist, dem Herrn ganz, unverdiente Ehrenerklärungen zu geben, durch Sie die Sendung unfrankiert abgehen lassen und vergüten wir auch Es wäre uns sehr Campbell Bannerman unterstügte den Antrag. wird. angenehm, wenn Sie unsrem Wunsche baldigst nachkommen würden, Dillon nahm jedoch Anlaß, das Verhalten des Feldmarschalls in und sollte es uns freuen, wenn gleichzeitig Ihre geschäzen Ordres Südafrika, insbesondere die Niederbrennung von Farmen Die Parteiverhältnisse in Pforzheim. Wir teilten vor erhielten. zu tadeln. einiger Zeit die Verhandlungen und Beschlüsse der Partei- Organi Hochachtend! Da England sich in der Bezahlung erfolgreicher Generale über- sation in Pforzheim zur Landtagswahl- Agitation mit, woraus haupt nicht lumpen läßt, ist es auch weiter nicht auffallend, daß es hervorging, daß die dortigen Genossen neben dem Karlsruher Parteijezt dem Transvaal- Sieger zu den in- und ausländischen Orden blatte auch das am Orte erscheinende freifinnige Lokalblatt auch ein minder fictives Anerkennungszeichen zu teil werden lassen Agitation benützen wollten. Die Art, wie das berichtet wurde und will. Zwei Millionen Mark erscheinen ja ein wenig viel, allein eine Kritik des Karlsruher Blattes veranlaßten auch uns zu einigen wenn England für den Krieg vier Milliarden ausgiebt, braucht mißbilligenden Bemerkungen gegen den Beschluß. Jetzt schreibt dazu es ihm schließlich auch auf zivei Millionen mehr nicht anzukommen, die Mannheimer Volksstimme": obwohl England entschieden besser daran thäte, erst einmal seiner Auch wir haben seiner Zeit die kritischen Bemerkungen des hungernden Yeomanry den seit Monaten rüd- Volksfreund" abgedruckt, nach näherer Informierung müssen wir ständigen Sold auszuzahlen. indes sagen, daß es sich um nichts Schlimmeres handelt, als was Freilich sollte man, wenn man schon Lord Roberts einer Millionen- unfre Genossen bei den Wahlen im ganzen Reiche thun, wenn es Dotation für wert erachtet, doch nicht allzuviel Wesens von der„ be- ihnen möglich ist: Unfre Versammlungsanzeigen, Wahlaufrufe, und wundernswerten Strategie" es ehemaligen Oberstkomman- vielleicht auch einmal die zurückweisung gegnerischer Angriffe außer Glashüttenwerke, vorm. Ferd. Hehe, Gerresheim, die Hälfte; Glasdierenden machen. Denn das Bewundernswerteste an der Strategie des im Parteiblatt auch in diesem Blatt zu veröffentlichen. Das ist notFeldmarschalls war schließlich doch, daß er nach Beendigung des wendig, weil diefes Lokalblatt aus geschäftlichen Gründen( ArbeitsKrieges größeren Stils sofort seine Koffer und Lorbeern zusammenpacte, markt 2c.) von zahlreichen Arbeitern gelesen wird, die für unser in Karlsum sich in England als miles gloriosus bewundern zu lassen, während ruhe erscheinendes Parteiblatt noch nicht zu gewinnen waren. Daß das er dem unglücklichen Kitchener die ungleich schwierigere Parteiblatt nach Möglichkeit benützt" werden soll, heißt doch, daß und undankbarere Aufgabe überließ, den nunmehr erst mit grimmiger es ganz natürlich weit über den Rahmen des im freis." Tageblatt" Erbitterung entbrennenden Guerillafrieg zu beendigen. Veröffentlichten hinaus den Wahlkampf zu führen hat. Wo stedt nun Waren die Leistungen des Lord Roberts wirklich so großartige? da die Korruption?" Als Lord Roberts mit einem gewaltigen Aufgebot von Ersatz- Um der Gerechtigkeit willen halten wir uns für verpflichtet, von dieser Lohnbewegung der Breslauer Paketfahrt Angestellten. und Verstärkungstruppen in Südafrika anlangte, war der Krieg auf Darstellung Notiz zu nehmen. Wenn jedoch die„ Mannheim. Boltsstimme" Nach Verhandlungen seitens des Verbandssekretärs Zimmer, sowie sämtlichen Kriegsschauplägen im Osten, Süden und Westen zum dazu die Bemerkung macht, daß es gut wäre, wenn sich die Parteipresse der Lohukommission der Paketfahrt- Angestellten einerseits, und den Stillstand gekommen. Die englischen Generale waren durch Verhältnissen gegenüber, die ihr nur oberflächlich bekannt sind, etwas Direktoren andrerseits, wurde eine vollständige Einigung blutige Lehren zu der Einsicht gelangt, daß sich die Stellungen der mehr Zurüdhaltung näherlegte, so soll zwar die allgemeine Richtig erzielt. Die Lohnerhöhung wurde bewilligt, zum Teil noch mehr Boeren nicht forcieren ließen. Ihre Mißerfolge mußten auch einem feit dieser Bemerkung nicht bestritten werden; auf den vorliegenden zugebilligt, als gefordert worden war. Die Arbeitszeitverkürzung mindererfahrenen Militär wie Lord Roberts beweisen, Fall angewendet, enthält sie jedoch einen ganz unberechtigten Vor- wurde im Princip zugestanden, und soll eine Kommission im Berein daß neue Frontangriffe auf die Boerenstellungen zum wurf. Die Parteipresse schöpft in diesem Falle ihre Kenntnis der mit einigen Expedienten betreffs Regelung dieser Frage, sowie der Entsaz Ladysmiths und der andren eingeschlossenen Punkte nur zu Sache aus dem Karlsruher Parteiblatt und von diesem durfte wohl Freigabe des zweiten Sonntags, geeignete Vorschläge machen. Ein neuen blutigen Niederlagen führen müßten. Die von Lord Roberts- angenommen werden, daß es über die Verhältnisse in Pforzheim Arbeiterausschuß wird ebenfalls gewählt werden. allerdings sehr geschickt und unter Beobachtung des erforderlichen mehr als oberflächlich unterrichtet ist. Hessische Gewerbegerichts- Wahlsiege. Vom 26. bis 30. Juli Schweigens ins Wert gesegte Umgebung und UeberTotenliste der Partei. Der Parteigenofie König in fanden die Gewerbegerichts Wahlen für die vier Kammern des rumpelung der festen Boerenstellungen war die einzig mögliche Trotha ist am Sonnabendabend nach längeren Leiden gestorben. 2andbezirks des Kreises Offenbach statt. Vor allem und Aussicht versprechende Taktik. Lord Roberts nahm zu ihr seine Zuflucht. Nach langen sorgfältigen Vorbereitungen, deren Dauer die König war Gastwirt und hat sowohl während der Zeit des Socia- ist eine ziemliche Zunahme der Wahlbeteiligung zu verzeichnen. Boeren leider in thörichte Sicherheit einwiegte, warf er sich plötzlich in liſtengesetzes als auch in neuerer Zeit treu zur Partei gehalten. Be- Während z. B. vor drei Jahren in der Kammer IV( Seligenstadt) sonders, als die Stürme des Ausnahmegefezes am heftigsten tobten, mur 34 Stimmen für die Arbeitnehmer- Kandidaten abgegeben wurden, Eilmärschen durch eine Flantenbewegung auf Cronje, dem er durch das berittene Corps des Generals French die Rückzugslinie hat König als einziger sein Lokal zu Versammlungen zur Verfügung waren es diesmal 217, die ihr Wahlrecht ausübten. Trotz folossaler gestellt und den älteren Genossen ist heute noch in Erinnerung, wie Anstrengungen der christlichen Gewerkschaften erhielten unsre Genossen hatte abschneiden lassen. Cronje wurde auf seinem zu spät erfolgten fie einstmals mit einer zusammengenagelten Thür nach Königs Lokal doch noch 136 Stimmen, während die chriftlichen Standidaten es nur auf Rüdzug ereilt, eingeschlossen und schließlich durch die zehnfache wanderten, da eine Versammlung deswegen verboten wurde, weil 81 Stimmen brachten. Die Wahl im 1. Kammerbezirk, der u. a. englische Uebermacht zur Kapitulation gezwungen. Nachdem so die Thür nach innen aufging. Die herbeigeschaffte Thür wurde die Orte Mühlheim, Bürgel, Bieber, Groß- Steinheim, Hauſenſtamm im Westen der englische Einbruch geglüdt war, räumte auch die außen angehängt und die Versammlung fand statt. Alle Partei- umfaßt, zeigt wieder eine Verdoppelung der Wahlbeteiligung gegen Ostarmee der Boeren unter Preisgabe von Ladysmith ihre feste genoffen, welche König fannten, werden den ehrlichen, ruhigen die legte Wahl. Die foalierten Geguer, sowohl Arbeitnehmer als Stellung. Bei geringerr Sorglosigkeit der Boeren hätte das Manöver des Lord Roberts größere Schwierigkeiten bereitet und Sinn des Verstorbenen zu schäzen wissen und sein Andenken in Ehren Arbeitgeber, unterlagen. Während die Arbeitnehmer- Kandidaten der halten. modernen Gewerkschaften durchschnittlich 572 Stimmen erhielten, größere Opfer gekostet, aber daß die Boeren den Umgehungsbrachten es die christlichen Kandidaten mir auf 147 Stimmen. Die manövern der Engländer auf die Dauer bei deren mehrfacher Ueberlegenheit hätten Stand halten können, war von unsrer Seite zum erstenmal aufgestellten Arbeitgeber- Kandidaten fiegten mit 91-92 Stimmen, während die Gegner 84-87 Stimmen gleichwohl ausgeschlossen. erhielten. Ausland. 11 Gewerkschaftliches. An die Zimmerlente Dentschlands! Lord Roberts siegte weniger durch seine geniale Strategie, als durch seine Uebermacht und die blutigen Lehren, die Fortwährend wird seitens der Zimmermeister Kölns versucht, feine minderglücklichen Vorgänger erlitten hatten, nicht weil sie so Zimmerleute nach hier zu werben. Wir verweisen darauf, daß der Eine Schanermär über einen Glasarbeiterausstand in No. viel unfähiger gewesen wären, sondern weil ihnen ihre weit Streit fortdauert. Die Zimmermeister verweigern hartnädig die milly( Frankreich) wird durch die Depeschenbureaus verbreitet. geringere Truppenmacht und die ihnen vom Striegsamt gewiß nicht zu hohen Forderungen der Gesellen. Man arbeitet hier Die Nachricht klingt sehr romanhaft, und da sie gerade beim Beginn zugewiesenen Aufgaben schleunigste Entsetzung Ladysmiths, ganz im Sinne des Scharfmacher- Verbandes im Baugewerbe. Was des deutschen Glasarbeiterstreits erscheint, so kann man sich des Vers Kimberleys und Mafetings gar nicht gestatteten, es mit in Köln schon an Gemeinheiten und Verleumdungen gegen die Zimmer- dachts nicht entschlagen, daß hier eine zu bestimmtem Zweck verder Strategie Lord Roberts zu versuchen. leute geleistet worden ist, spottet jeder Beschreibung. Mit den anstaltete Mache vorliegt. Das Bureau Herold" teilt mit: Aber der Erfolg entscheidet nun einmal. Gleichviel unter schwarzen Listen geht man von einem Ort zum andern hausieren," In Romilly find die Glasarbeiter in den Ausstand getreten, welchen Umständen und mit welchen Mitteln er errungen wurde. um die Streifenden recht empfindlich treffen zu können. Das An- da sie den ihnen bisher gewährten Lohn als ungenügend betrachten. Daß auch Campell Bannerman sich für die Ehren- erbieten des Gewerbegerichts, als Einigungsamt zu fungieren, ist Die Aufständischen durchzogen die Straßen mit einer roten Fahne dotation für Lord Roberts erklärte, beweist wiederum die Spaltung von den Meistern abgelehnt worden. An die Zimmerleute außerhalb und fangen revolutionäre Lieder. Angesichts der drohenden Halder englischen Liberalen in der Kriegsfrage. Solche Kleinigkeiten Stölns richten wir die dringende Bitte, den Zuzug nach Köln fern- tung(!) lehnte der Betriebsdirektor es ab, die Arbeiter zu Die Streiffommission. bringen freilich eine bürgerliche Partei noch lange nicht zur Auflösung. zuhalten. empfangen. Diese drückten hierauf die Thüren ein, ergriffen den Direktor,(!) schleppten ihn vor die Glasöfen( 1) und drohten, ihn in die Glut zu werfen,(!) wenn er ihre Forderungen nicht bewillige. Der Direktor ging angesichts der großen Gefahr, in der er Schwebte, auf die Forderungen ein, worauf man ihn freiließ.(!)" Wen gruselt's nicht! San Francisco. Die Vereinigung der Hafenarbeiter hat einen allgemeinen Ausstand angeordnet; infolgedeffen ist ein Stillstand in den Schiffsverladungen eingetreten. 0 Der amerikanische Stahlarbeiter- Streik ist noch nicht beendet. Das Bureau Laffan", welches gestern meldete, daß der Streit mit einem Siege des Stahltrusts geendet habe, berichtet Heute aus New York, 31. Juli: In den Verhandlungen über die Beilegung des Stahlarbeiter Ausstandes ist eine ernst liche Stockung eingetreten, die augenscheinlich Differenzen im beratenden Ausschuß des amalgamierten Stahlarbeiter- Verbands berursacht haben. Eine Einigung in den nächsten Tagen wird nicht erwartet. Nachdem die Ausständigen in Erfahrung gebracht, daß Morgan ein Ultimatum geschickt habe, wollen die felben auf teinen kompromiß eingeben, da die Annahme eines solchen eine Niederlage des amalgamierten StahlarbeiterVerbands bedeuten würde. Sociales. ergab die noch vorhandene Erwerbsunfähigkeit des Töppertvein. Der Centralverband der Zimmerer, Bahlstelle Berlin und Auf Antrag der B.-G. wurde er Ende vorigen Jahres wiederum Vororte, hielt am Sonntag in den Arminhallen seine General einer Untersuchung unterzogen, bei welcher eine bedeutende Befferung versammlung ab. Der Kassierer Kube verliest die Abrechnung vom des Armes konstatiert wurde: der Verletzte selbst bestätigte die zweiten Quartal. Die Einnahmen und Ausgaben der Zahlstelle Besserung. Nun wurde ihm die Rente gänzlich entzogen und der bilanzierten mit 10 444,95. Der Bestand der Lokalkasse betrug Staatsanwalt- jedenfalls auf Antrag der Berufsgenossenschaft- 8589,37 M., gegen 2947,25 M. im 1. Quartal. Der örtliche Fonds erhob gegen ihn Anklage wegen Betrugs bezw. Betrugsverfuchs. Die hatte eine Gesamteinnahme von 2ä 581,86 M., eine Ausgabe von gerichtsseitig angeordnete nochmalige Untersuchung des T. führte zu 5727,53 M., so daß ein Bestand von 22 853,83 m. verbleibt, gegen dem ärzlichen Befund, daß diesem eine Rente von 20-30 Pro3. 22 343,31 m. im vorigen Quartal. Dem Kassierer wurde nach weiter zustehe, eine vollständige Heilung des Armes sei nicht vor kurzer Diskussion einstimmig Entlastung erteilt. leber die bevorstehende Urabstimmung zur Einführung handen. Das Schöffengericht sprach daraufhin den Angeklagten frei aber der Staatsanwalt legte gegen dieses Urteil Berufung der Arbeitslosen- Unterstügung hält der Vorsitzende knüpfer ein ein. Glücklicherweise hatte er damit keinen Erfolg, die Berufung wurde furges Referat. Nachdem die 14. Generalversammlung des hat, daß in der Woche vom seitens der Strafkammer unter folgender Begründung verworfen: Dem Centralverbandes beschlossen hat, allen Zahlstellen Versammlungen stattEmpfänger der Rente steht die Berufsgenossenschaft als Partei gegen 4.- 11. August in allen Zahlstellen über. Wenn der Rentenempfänger der Berufsgenossenschaft gegen finden sollen, in denen die Urabstimmung vorzunehmen ist, über objektiv nicht ganz bei der Wahrheit bleibt, so ist das kein Betrug, haben sich die leitenden Personen der hiesigen Zahlstelle dahin da dem Angeklagten eine betrügerische Absicht nicht nachgewiesen sei. In geeinigt, am 7. August, abends 8 Uhr, in den verschiedenen Wirklichkeit habe der Angeklagte auch zugegeben, daß in dem Be Stadtteilen Berlins 6-7 Versammlungen zu diesem Zweck abzufinden des Armes eine Besserung eingetreten sei. Wenn er nicht den halten, um allen Mitgliedern die Beteiligung möglich zu machen. vollen Grad der Besserung mitgeteilt habe, so sei das damit zu erklären, Dieser Vorschlag wurde nach kurzer Debatte einstimmig angenommen. daß der Angeklagte der Meinung gewesen sei, den steifen Arm zeit- Des weiteren wird einstimmig beschlossen, beim Hauptvorstand lebens nicht mehr gebrauchen zu können, da er so viele Jahre den Ausschluß von 6 Personen, die außerhalb Berlins als Streit nicht arbeiten konnte. Hätte das Experiment, für welches die brecher fungieren, zu beantragen. Staatstafse blechen muß, zu einem für die Berufsgenossenschaft erwünschten Ergebnis geführt, dann war das die Einleitung zu einer neuen Aera der Rentenquetscherei. Die Wohnungsfrage. In Hamburg besteht wie bereits in einigen andren deutschen Staaten und einer Anzahl Städte ein Gesetz über die Wohnungsinspektion. In dem letzten Jahresbericht der Zum Arbeiterschuh im Gastwirtsgewerbe. Die Fachkommission Wohnungspflege- Behörde befinden sich folgende Auslassungen: Unter den bearbeiteten Sachen befinden sich verhältnismäßig der Gastwirtsgehilfen Deutschlands( Union Ganymed) hat beschlossen, wenig Fälle, welche das Einlogiererwesen sowie unzulässige After- der Agitation der Gastwirtsvereine gegen die beabsichtigten Schuß vermietungen betreffen, da in solchen Sachen die Beteiligten sich fast vorschriften entgegenzuarbeiten und das gesammelte Material nochmals nie beschwerdeführend an die Behörden wenden. Bei drei Fällen den Behörden zu überweisen. der letzteren Art, welche den ehrenamtlichen Organen zur Beurteilung vorgelegen haben, waren die letzteren nicht einmal finden. Derlammlungen. " China. Ein Edikt des Kaisers von China Zu wenig abgeschlagene Köpfe. über die Reorganisierung des Auswärtigen Amts ist hier eingetroffen, welches sowohl, was die Fassung wie den Inhalt anbetrifft, die fremden Gesandten befriedigt, da es den von ihnen als eine der Friedensbedingungen gestellten Forderungen bezüglich dieses Punkts völlig gerecht wird. In der Einleitung zum Edikt wird in der Lage, die einschlägigen Vorschriften des Gesetzes Der focialdemokratische Wahlverein des fünften Reichs. angekündigt, daß die auswärtigen Angelegenheiten in anzuwenden bezw. die Ergreifung von Zwangsmaßregeln bei der tage- Wahlkreises hielt am Dienstag im Alten Schützenhaus" Zukunft als die wichtigsten Staatsgeschäfte angesehen werden sollen. Behörde zu beantragen, weil es den betreffenden Aftermietern zur feine Generalversammlung ab. Dem Bericht des Vorstands ist zu Das Auswärtige Amt erhält den Vorrang vor sechs Aemtern, die Beit thatsächlich nicht möglich war, ein anderes, ihren Verhältnissen entnehmen, daß im verfloffenen Quartal 2 Bersammlungen, früher einen höheren Rang als dieses einnahmen. Das Edikt beund den gesetzlichen Bestimmungen entsprechendes Unterkonimen zu 14 Gruppenfigungen und 3 Vorstandssigungen stattgefunden haben. Stimmt ferner, daß die Gesandten in der Halle empfangen werden Der Vorstand beschäftigte sich mit der Frage der Neu- Organisation sollen, welche bisher nur die nahen Verwandten des Kaisers beDer Grund, weshalb auch im Berichtsjahre verhältnismäßig so des Wahlvereins und wird in der nächsten Generalversammlung treten durften. Auch über etwaige Feste, welche vom Kaiser den wenig Wohnungen und einzelne Wohnräume dauernd für Wohnzwede hierüber berichten. Die Mitgliederzahl ist bon 605 Gesandten veranstaltet werden sollen, wird näheres festgesezt. geschlossen wurden, liegt nicht etwa darin, daß so wenig schlechte 629 gestiegen. Welche Revolution des höfifchen Ceremoniells! Die Einnahmen betrugen einschließlich des Wohnungen bezw. Wohnräume gefunden worden sind, sondern Bestandes vom vorigen Quartal von 320,60 m., 542,60 m., ist vornehmlich einer Rücksichtnahme auf die Be- die Ausgaben 858,50 M., so daß ein Bestand von 184,10 M. berwohner zuzuschreiben, welche bei Schließung ihrer bleibt. Es sind in diesem Quartal viele Mitglieder mit ihren BeiWohnungen teine für ihre Verhältnisse passende trägen rüdständig. Dem Kassierer wird einstimmig Entlastung gefunden hätten und bei einer zwangsweisen erteilt. Räumung obdachlos geworden wären. Der Mangel an fleinen Wohnungen wird von den ehrenamtlichen Organen viel fach bestätigt; es wird sogar direkt behauptet, daß eine Wohnungsnot schon vorhanden sei und von einem ersprießlichen Wirken der Wohnungspflege erst dann die Rede sein könne, wenn für den Bau Kleiner Wohnungen in ausreichender Weise Sorge getragen würde." Was für jeden Einsichtigen von vornherein klar war und oft Der Preßkommission sind erhebliche Beschwerden nicht zugegangen. genug ausgesprochen worden ist, wird hier mun auch amtlich be- Die Auflage des„ Vorwärts" ist nicht zurückgegangen; die Einnahmen stätigt: Wohnungsinspektion und Vorschriften über die Beschaffenheit, aus den Annoncen sind gestiegen. so nüßlich wie sie an sich find, bleiben so lange wirkungslos, als Von der Lokalkommission berichtet zunächst Genosse Spät über nicht die Gemeinden verpflichtet werden, selbst für die Beschaffung die Bemühungen der Berliner, von den Teltow- Beestower Genoffen einer ausreichenden Anzahl guter und preiswerter Wohnungen zu ein Lotal an der Oberspree freigemacht zu erhalten. Darauf forgen. Das erste und wichtigste ist, daß dem Wohnungswucher der berichtet Genosse Schulz, daß die Lokalfommission den Beschluß gefaßt Boden entzogen und die Wohnungsnot beseitigt wird; dann erst hat die Wohnungsinspektion vollen Wert. A Der Vertrauensmann, Genosse Reul, hatte eine Einnahme von 1449,34 M., eine Ausgabe von 1106,74 m. zu verzeichnen und es verbleibt somit ein Bestand von 342,60 M. Das Flugblatt zu den Kommunalwahlen wurde in 16 000 Exemplaren im Streise verbreitet. Die Lauheit mancher Genossen bei der Flugblattverbreitung wird sehr scharf gerügt. Eine An Das„ Reutersche Bureau" meldet aus Peking: Der deutsche Gesandte ist beauftragt worden, gemeinsam mit den Kommissionen, welche über die verschiedenen zur Unterhandlung stehenden Gegenstände zu beraten hatten, das Protokoll abzufassen. Die Maßregeln bezüglich der Bestrafung der Ura heber der Unruhen werden allgemein als ungenügend angesehen. Die Liste der Schuldigen, welche ursprünglich 160 Namen enthielt, ist auf 54 herabgefunten, da es in den meisten Fällen unmöglich war, den Schuldbeweis zu Iiefern. Die Unzufriedenheit der Gesandten über die zu geringe Zahl abgeschlagener Köpfe verstehen wir nicht recht. Oder sollten die " Schuldigen" geköpft oder zur Selbstentleibung verurteilt werden, trobem fich kein Schuldbeweis gegen sie erbringen läßt? " Revolution in Venezuela. San Juan( Columbien), 81. Juli.( W. T. B.) Der frühere Präsident des Kongresses Rangel Garberas hat sich mit 5000 Mann an der Grenze von Columbia gegen General Castro erhoben. Die Lage ist fritisch. habe, die Musiker und Kellnerfrage aus den an die Saalina Tekte Nachrichten und Depelthen. gestellten Bedingungen ausscheiden zu lassen. Hieran Inüpft Sieran Inüpft Erkrankungen in Chromatfabriken. Chromatfabriken. Die Arbeiter in sich eine längere Diskussion. Die Genossen Braun und Roth wenden Der ,, tolle Baron" im Stubenarrest. chemischen Fabriken werden von Unfällen ebenso wie die Arbeiter sich gegen den Beschluß bezüglich der Kellner, wogegen fich Genosse Frankfurt a. M., 31. Juli. Der Frankf. 8tg." wird aus in anderen Betrieben in immer steigendem Maße betroffen; aber in R. Schmidt mit dem Beschluß sowie mit der Haltung der Lokalungleich heftigerer Weise werden fie von gewerblichen Erkrankungen tommiffion, die Lokalfrage an der Oberspree betreffend, einverstanden Straßburg i. E. gemeldet: Wie zuverlässig verlautet, traf gestern heimgesucht. Bekannt sind die furchtbaren Erkrankungen, an denen erklärt und zu regem Besuch der hierzu stattfindenden Protestverein Kriegsgericht aus Straßburg auf Schloß Oberweiler ein, um den Baron Stietencron zu bernehmen. Stietencron soll ein umdie Arbeiter in Zündholz Fabriten, in Bleifarben Fabriken, in ſammlung auffordert. Chlortalf- Fabriken, in Teerfarbstoff Fabriken, Darauf erstattet Genosse Kotte Bericht von der Agitations- fassendes Geständnis abgelegt haben. Er wird bis zur Wiederin DynamitFabriken 2c. zu leiden haben. Die oberen Aufsichtsbehörden Kommission. Die Kommission hat sich vor allem mit der Herstellung herstellung seines Armes in einem Zimmer feines Schlosses, dessen haben sich genötigt gesehen, verschiedene Schutzbestimmungen des Märkischen Landboten" beschäftigt. Jm Prenzlaner Wahlkreise Bugänge von Polizisten überwacht werden, interniert. für die Arbeiter zu erlaffen, die in diesen gefährlichen Betriebsarten steht der Partei jegt kein Lokal mehr zur Verfügung, so daß auch beschäftigt werden, so für die Bleiweiß-, Bleiguder- und Accu- die bevorstehende Streistonferenz außerhalb des Kreises tagen muß. mulatorenfabriten, für die gündholzfabriken und die Thomasschladen- Die Genossen werden ersucht, fich auf die Diskussion über die Mühlen, über deren Erlaß die betreffenden Industriellen freilich ein Frage: Wie beteiligen wir uns an den Landtagswahlen?" vorgroßes Geflage erhoben. Wie ungenügend aber diese Schutz- zubereiten. bestimmungen in vielen Fällen noch sind, zeigt ein Bericht von Dr. Hermanni in der Münchn. med. Wochenschrift" über den Gesundheitszustand der in Alkalichromat Fabriken beschäftigten Arbeiter. Dr. Hermanni hat 257 in dieser Fabritation be schäftigte Arbeiter während 2/2 Jahren untersucht. In den Betrieben wurden die Bestimmungen der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 2. Februar 1897 betreffend Einrichtungen 2c. der Alkalichromat- Fabriken genau innegehalten. Ja, während diese Bekanntmachung nur eine monatliche Untersuchung der betreffenden Arbeiter vorschreibt, wurden diese Arbeiter von Dr. Hermanni wöchentlich untersucht. Hierbei zeigten sich vielfach entzündliche Prozesse der Augenbindehaut und bösartige Geschwüre an Händen, Die Arbeiter- Bildungsschule hielt am 23. Juli im Gewert Den Armen, Füßen und im Gesicht, namentlich an frisch geheilten, schaftshause ihre 2. ordentliche Generalversammlung ab. borher verlegten Stellen, was zur Entlassung verschiedener neu Bericht des Vorstands gab Lammé. Er schilderte die Entwicklung eingestellter Arbeiter nötigte. Am schlimmsten war die Ein- der Schule in dem verflossenen Vierteljahre als eine recht zufrieden wirkung des Chromatstaubes auf die Nasen der Arbeiter stellende. Noch nie vorher seien im Sommerquartal die Sturfe so trot Junehaltung der vorgeschriebenen Schußbehandlung derselben. gut besucht gewesen. Die geringere Teilnahme an dem Kursus Es fanden sich bei fast allen Arbeitern Erkrankungen der Nase, d. h. Nationalökonomie habe wohl daran gelegen, daß der behandelte Chromatgeschwüre. 45 derselben waren infolgebeffen zeitweise Unterrichtsstoff:" Genossenschaftswesen" bisher noch nicht weitere Ararbeitsunfähig, mehrere mußten deshalb bald diese Beschäftigung beiterkreise, wenigstens nicht theoretisch, so lebhaft interessiere. Ein- Triest, 31. Juli.( B. H.) Der Zustand des Bischofs Staerk ganz aufgeben. Der Umfang der Nasenerkrankungen ist aus geschrieben waren 528 Mitglieder: 61 Damen, 467 Herren. giebt, wie gerüchtweise verlautet, zu Besorgnissen Anlaß. Von diesen besuchten keinen Kursus 251, einen 227, folgender Zusammenstellung ersichtlich. Trencoin, 81. Juli.( B. H.) Auch über die ungrische Filiale zwei Kurse 36, drei 10 und alle vier Sturse 4 Personen. der Kaffeler Trebertrocknungs- Gesellschaft ist der Konkurs Der Besuch der einzelnen Fächer verteilte sich wie folgt: Geschichte: Eingeschrieben 159, durchschnittlich anwesend 103; Gesetzeskunde 51 eröffnet worden. bezw. 36; Nationalökonomie 39 bezw. 25; Rede Uebung 92 beziv. Wit Mit einer Durch löcherung der Geschwüren in der Nasenscheidewand Nase behaftet behaftet Bahr der Arbeiter Im Betriebe thätig Gesund 77 Bis zu 1 Monat 44 32 81 Bon 1-3 Monaten 17 46 39 Von 3-6 Monaten 2 14 29 Bon 6 Mon. bis 1 Jahr 0 8 31 Länger als 1 Jahr 0 7 1 18 21 24 Unter Vereinsangelegenheiten wird berichtet, daß der Abteilungsführer für die erfte Abteilung sein Amt niedergelegt hat. An seiner Stelle wird Genosse Fahrensohn einstimmig gewählt. regung, zur Laffallefeier einen Ausflug zu veranstalten, wird an genommen und dem Vorstande überwiesen. Schließlich wird auf den Streit der Flaschenmacher hingewiesen. Die Anwesenden werden aufgefordert, die Ausständigen zu unterAußerdem wird noch zu regem Besuch der am Montag stüßen. stattfindenden Versammlung aufgefordert. Der Vortrag des Genoffen Robert Schmidt wurde bis zur nächsten Mitgliederversammlung vertagt. V Eine Depesche aus Curaçao bestätigt die Nachricht vom Aufftande Garberas gegen den Präsidenten von Venezuela, General Caftro. Die Aufständischen stehen bei San Antonio de Tachira an der Grenze von Columbien. Die Depesche fügt hinzu, die venezolanische Regierung habe 10 000 Mann abgesandt, die Lage sei ernst und es würden weitere Unruhen befürchtet, da im Lande Unzufriedenheit gegen Castro herrsche. Die tonstitutionellen Garantien seien aufgehoben und man befürchte auch, daß Verwidelungen mit Columbien eintreten könnten. Frankfurt a. M., 31. Juli.( B. H.) Aus Nürnberg wird der Frantf. 8tg." berichtet: Der Polizeisenat nahm entsprechend einer Eingabe einer Pinselarbeiter Versammlung den Desinfeta tions3wang für 8iegenhaare in die ortspolizeilichen Vorschriften auf und beschloß, bei der Regierung zu befürworten, diesen 8wang reichsgefeßlich auszusprechen, sowie daß die Heimarbeit für Pinselmacher verboten werde. Kopenhagen, 81. Juli.( W. Z. B.) Aus Reifiavik wird vom T. 52 Personen. Soweit Angaben vorlagen, waren von den Mitgliedern 25. Juli( über Leith) gemeldet: Die von Dr. Gudmundsson entorganisiert: Nur politisch 20, nur gewerkschaftlich 156, politisch und worfene Reform der isländischen Verfassung, wonach ein 23 gewerkschaftlich 197. Den Kassenbericht giebt. Königs. Die Jeländer als besonderer Minister für Jsland in Kopenhagen seinen Einnahmen betrugen pro April bis Juni 740,35 M., die Ausgaben ständigen Wohnsitz haben soll, ist heute im Unterhause des Althing 1248,32. Die Differenz beträgt somit 507,97 m., so daß in zweiter Lefung angenommen worden. Die Annahme im Ober Also nur 20 Proz. der Arbeiter hatten noch gefunde Nasen; von von dem Bestande vom 31. März in Höhe von 3359,07 m. hause wird als sicher betrachtet. Jönköping, 31. Juli. Der Arbeiter A. Ledhnart(?) den ein Jahr und länger im Betriebe Beschäftigten war fein einziger noch ein Bestand pro 1. Juli in Höhe von 2851,10 m. verbleibt. mehr von einer Erkrankung der Nase verschont und bei drei Viertel Die Höhe der Ausgabeit erklärt sich durch eine Anzahl von Neu- aus Berlin, welcher seit Freitag in einer hiesigen Metallfabrik derselben( bei 15 von 60) war die Nasenscheidewand von dem anfchaffungen 2c., die von der letzten Generalversammlung befchloffen arbeitete, atmete heute beim Arbeiten mit Chemikalien Giftdämpfe Chromatgeschwür zerfressen und durchlöchert! Zuweilen griff der waren und nun zur Ausführung gelangten. Dem Bibliotheksbericht ein und starb an der Vergiftung auf dem Wege nach dem geschwürige Prozeß auch auf den Nasenknochen über, oder er breitete des Genossen Engel zufolge bestand die Bibliothek am 30. Juni aus Krankenhause. Er hinterläßt Frau und zwei Kinder in Berlin. von denen im letzten Vierteljahr 388 aus- Paris, 31. Juli.( B. H.) Bei dem gestrigen schweren Gefich nach hinten nach dem Kehlkopf zu aus. Aus dem allen ergiebt sich, 1141 Bänden, Nachdem Herr Dr. Steiner den Bericht witter sind zahlreiche Perionen umgekommen. Im daß die dagegen erlassenen Schutzbestimmungen ungenügend gegeben wurden. Nachdem Herr Dr. Steiner den des Lehrerkollegiums gegeben hatte, ersuchte Julius Lager von Goetquidan wurden 2 Artilleristen, die an der Festungsfind und ergänzt werden müssen. Die meisten derselben sind aller namens des Lehrerkollegiums gegeben hatte, um Entlastung des Kassierers und Bibliothekars. mauer Schutz gesucht hatten, vom Blizz getötet, ein dritter wurde dings durch unbestimmte Ausdrücke, wie möglichst"," thunlichst" und Lammé „ baldig" eingeschränkt. Auch Dr. Hermanni wünscht bringend eine Nach einer längeren lebhaften Diskussion, die sich vorwiegend mit gelämt. Im Grenzdorfe Camp de Benal sind neun Personen auf Bervollständigung derfelben, daß namentlich diese Arbeiter verbefferte Schulfragen, Unterrichtsmethoden, Grenzen und eventuellen Ausbau öffentlichem Blage vom Blige erschlagen worden, desgleichen in Respiration und leberne Handschuhe bei ihrer Arbeit tragen müffen, der Schule befaßt und an der sich eine große Zahl der Mitglieder Ribas zivei. Von den vor- London, 31. Juli.( W. T. B.) Unterhaus. Nach längerer daß bei den Untersuchungen Personen mit frisch vernarbten Wunden beteiligen, wird die Entlastung einstimmig erteilt. liegenden Anträgen werden die beiden Anträge des Vorstands die Debatte, in deren Verlauf Redner der irischen Nationalisten und der zurückgewiesen werden und daß die Arbeitszeit verkürzt werde. Erhöhung des Lehrerhonorars von 7 auf 8 M. pro Abend und die Radikalen gegen die Bewilligung sprechen, wird die Resolution be Bewilligung einer Entschädigung für die Bibliothekare von 25 m. pro treffend Gewährung einer Dotation von 100 000 Bfd. Sterl. Quartal vom 1. April ab gegen eine Stimme ohne weitere Diskussion an Mit welchen Gefahren es für die unglücklichen Opfer der genommen. An Stelle des aus Berlin abgereisten Mitglieds Haade wird an Lord Roberts mit 281 gegen 73 Stimmen angenommen. Rom, 31. Juli.( W. T. B.) Nach den Blättern hat FinanzIndustrie verknüpft ist, ihre Ansprüche für erlittenen Schaden geltend Schmidt zum Hilfsbibliothekar gewählt. Für das 3. Quartal 1901 zu machen, das mußte jegt ein Arbeiter in Bochum, der Portier find Nationalökonomie, Naturerlenntuis, Geschichte und Redeübung minister Wollemberg seine Entlaffung eingereicht, weil der der sich Zöpperwein erfahren, bor der dortigen Straf in Aussicht genommen. Den Unterricht in den beiden legtgenannten Ministerrat seine Steuerreformpläne nicht billigt. Der„ Tribuna" tammer zu verantworten hatte, weil er die Rheinisch West- Fächern wird Herr Dr. Steiner übernehmen, für die beiden andren zufolge wird der Ministerpräsident Banardelli die Neubesetzung dieses fälische HüttenWalzwerks Berufsgenossenschaft beist bis jetzt noch kein Lehrer gefunden. Nachdem noch verschiedene wie auch, des erledigten Ackerbauminister- Postens ohne alle Uebers trogen haben soll. Der Angeklagte erlitt im Jahre 1889 auf Wünsche und Anregungen aus den Reihen der Teilnehmer dem stürzung in die Hand nehmen. Rom, 81. Juli.( W. T. B.) Ein Erdbeben wurde auch in den Werth. Stahlwerken eine Verlegung, als deren Folge sein rechter Vorstand übermittelt sind, schließt der Vorsitzende die Versammlung Arm steif blieb. Als volle Rente erhielt er von der Berufsgenossen- mit der Bitte an die Mitglieder, schon jetzt für gute Beteiligung an Settefrati( Provinz Caserta) und sehr stark in Portici und Padua verspürt. schaft monatlich 75 Mark. Eine Untersuchung im Jahre 1891 den Herbstturfen zu agitieren. Der Segen der Unfallversicherung. und d # Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt, B. 177. 18. Jahrgang. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 1. Auguf 1901. Arbeitsmarkt und Handelsverträge.» den Forderungen der Mancheſterleute auftimmen fönnten. I. Tohales. fommt er nochmals darauf zurück, daß die Arbeiter nicht immer Im ganzen wären zwar legtere ein Element des wirtschaftlichen Fortschreitens", aber es könnte auch Umstände geben, wo die Arbeiter Arbeitshaus und Obdach. Die Bevölkerung83iffer Der bevorstehende Ablauf der Handelsverträge hat bewirkt, daß Nachteile vom Freihandel hätten, z. B. tönne der amerikanische des Arbeitshauses betrug am 30. Juni d. J. 1234 Korris feit einiger Zeit in jeder Woche neue Schriften über Handels- und Stahltrust auf die Eiſenindustrie in Europa und damit auf das genden( 1077 männliche, 157 weibliche) und 527 Hospitaliten( 423 zopolitische Fragen auf den Büchermarkt geworfen werden, hin und Lohnniveau der Eiſenarbeiter drücken; auch dürften noch andre männliche, 104 weibliche), zusammen 1761 Personen. In dem Viertelwieder Arbeiten, die man auch, wenn man auf verschiedenem Stand- Konstellationen eintreten, atelche die Beförderung der internationalen jahr April- Juni dieses Jahres befanden sich im Durchschnitt täglich punkt steht, mit steigendem Interesse liest, zumeist aber Dutzend- Konkurrenz zu einem Verhängnis für die industriell weniger fort- 1211 Korrigenden und 545 Hospitaliten in der Anstalt. Die Zahl ware, die, spekulierend auf das erwachte Interesse des großen geschrittenen Länder gestalten können". der Korrigenden war nach 1898 mertlich gestiegen, ist aber Publikums, häufig nichts andres bietet, als in die Länge gezogene, Ganz richtig, es tann unter Umständen, möglicher feit turzem wieder in langsamem Fallen begriffen. etwas statistisch oder auch belletristisch aufgeputzte Leitartikel aus der weise, vielleicht nochmal eine ganz andre Haltung der Arbeiter- Im Frühjahr wurde, wie noch erinnerlich sein wird, der Tagespresse. partei gegenüber der Freihandels- und Schutzzollpolifit angebracht Bersuch gemacht, die Bewegung der Arbeitshausfrequenz als sein; aber welche Umstände sind dies, und vor allem, welche Haltung Material zur Wohnungsnot. Debatte zu verwenden und entspricht den jezigen Verhältnissen? mit Hilfe diefer Zahlen den Ansturm auf das städtische Im zweiten Abschnitt nimmt Calwer endlich einen Anlauf. Er Obdach, den uns der vorige Oktober gebracht hatte, auf möglichst berechnet auf Grund der Produktionserhebungen des Reichsamts des harmlose Art zu erklären. In einer aus dem Rathause stammenden, Innern, die er allerdings selbst feineswegs für einwandfrei hält, von mehreren Berliner Blättern wiedergegebenen Notiz wurde die daß der Anteil des Exports an der deutschen Gesamtproduktion etwa Behauptung aufgestellt, die Bevölkerungsziffer habe in den leyten 22,6 Proz. ausmacht, also gut ein Fünftel. Höre also der Export Jahren start abgenommen, weil in neuerer Zeit von Polizei und auf, würde ein Fünftel der industriellen Arbeiter arbeitslos usw. Gericht hinsichtlich der Ueberweisung von Bettlern und Obdachlosen an Wir müssen also uns die Märkte im Ausland zu halten und zu die Arbeitshäuser eine mildere Praris als früher geübt werde. In den vergrößern suchen". Diese Sicherung der auswärtigen Absatzgebiete Erörterungen über das Thema Wohnungsnot sei das nicht außer wird am besten erreicht durch eine Bollpolitit, welche die Zollsäge acht zu lassen; denn ein Teil der sonst im Arbeitshause der fremden Staaten bindet und die sogen. Tarifautonomie aufhebt. untergebrachten Personen bevölkern jekt als „ Um die Industriebevölkerung zu beschäftigen, ist also die ständige Kunden" das Obdach. Wir haben damals ge Aufrechterhaltung unseres Exports, um sie stetig und ohne wesent- zeigt, daß die Frequenz des Berliner Arbeitshauses nur bis 1898 liche Störungen und Erschütterungen zu beschäftigen, ist eine start gefallen ist, und daß die darauf eingetretene erneute Vergrößerung der nationalen Wirtschaftsgebiete auf zollpolitischem Steigerung der Arbeitshaus Frequenz nicht von einer Abnahme, Wege, weitgehender gegenseitiger Verzicht auf die Bollautonomie sondern von einer anfangs mäßigen, aber dann bald zu gewaltiger der Obdachfrequenz wirtschaftlich benachbarter und ökonomisch gleichartig aufgebauter Höhe anschwellenden Zunahme Länder anzustreben." gleitet gewesen ist. Einen neuen, zunächst noch nicht sehr bedeutenden Mückgang der Bevölkerungsziffer des Arbeitshauses haben uns erst die letzten Monate gebracht, aber gleichzeitig ist auch die Obdachfrequenz wieder merklich zurückgegangen. Die Frequenzbewegung der letzten Jahre spricht also nicht für, sondern gegen die Ansicht, daß das Obdach sich füllt, wenn das Arbeitshaus fich leert. Auch die Zahlen des Vierteljahres April- Juni dieses Jahres find nichts weniger als geeignet, diese Behauptung zu stützen. Ihrer Art nach lassen sich an der Masse dieser Schriften drei Species unterscheiden. Erstens die im Dienst bestimmter Parteioder Interessentengruppen veröffentlichten Broschüren. Da sie von einem bestimmten Interessenstandpunkt aus geschrieben wurden, sind fie in gewissem Sinne einseitig, enthalten aber oft ein wertvolles Thatsachenmaterial und ein sachkundiges Eingehen auf Details. Die zweite Species kann man als Professorenschriften bezeichnen, wenn auch nicht sämtliche Verfasser auf wohldotierten Lehrstühlen der Nationalökonomie fißen. Diese Schriften gehen durchweg von irgend welchen ökonomischen Ariomata aus, Thesen von Adam Smith, Lift, Prince- Smith, Carey usw.; auf die speciellen Verhältnisse des heutigen Wirtschaftslebens' lassen sie sich meist gar nicht ein oder doch nur nebenbei. Die aufgeworfene Fruge wird vielmehr als reine Doktorfrage behandelt und nach irgend welchen Leitsägen theoretisch zergliedert und diskutiert, wobei jedoch nur zu oft trot aller äußeren Wissenschaftlichkeit in den gezogenen Schlußfolgerungen und Nuzanwendungen die Befangenheit des Autors in den einheitlichen Tagesmeinungen hervortritt. Die dritte Art möchte ich ,, eigenbrödlerische Schriften" nennen in der weitaus größten Mehrzahl schriftstellerische Erzeugnisse von Leuten, die weder die nötigen volkswirtschaftlich- systematischen Kenntnisse besigen, um die betreffenden Fragen theoretisch erörtern zu können, noch den praktischen Einblick in das Geschäftsgetriebe und die mannigfaltigen Specialtenntnisse, welche die Autoren der ersten Schriftenfpecies als Geschäftsleute sich erworben oder aus dem Studium der ihnen von ihren Interessentenverbänden gelieferten Materialien gewonnen haben In der Regel haben vielmehr diese Eigenbrödler sich auf gewisse in dem Tagesstreit aufgefangene Meinungen oder allenfalls gewiffe eigene Beobachtungen festgebiffen, und da ihnen die wissenschaftliche Grundlage zur systematisch- theoretischen Betrachtung, wie andererseits die praktische Kenntnis der Verknüpfung der verschiedenen Teile des Wirtschaftslebens miteinander abgeht, so reimen sie sich auf Grund ihrer an der Oberfläche der ökonomischen Bewegung haften gebliebenen Beobachtungen, so gut es gehen will, die Dinge zufammen. Diese dritte Art der Schriften ist natürlich die weitaus wertToseste von allen, und zu ihr gehört die oben angezeigte Calwversche Schrift über„ Arbeitsmarkt und Handelsverträge." Caliver beginnt mit der Erklärung, daß die Socialdemokratie feine freihändlerische Partei wäre; es sei vielmehr gar keine Frage, , daß der Freihandel dem socialistischen Gedanken geradezu entgegengesest" fei. Ebensowenig aber fönne sie nie Anhängerin derjenigen Bolitik sein, die heute unter dem Namen der Schutzzollpolitik verstanden würde. Wohl ständen wir, theoretisch betrachtet, der schutzzöllnerischen Auffassung viel näher als dem Freihandel, insofern auch wir vom Staate verlangten, daß er der Ausbeutung auf dem freien Markt entgegenzutreten habe, aber wir unterschieden uns von jeder Art der heutigen protektionistischen Politik dadurch, daß wir die Interessen der Arbeiter, nicht diejenigen des Grundbesizes und des industriellen Unternehmertums geschützt wissen wollen." Konsequenterweise darf man erwarten, daß nun Calwer weiter ausführt, wie eine solche Vertragspolitik beschaffen sein muß und welcher Art die Bedingungen sind, unter denen wir zum Abschluß von Handelsverträgen zu gelangen vermögen. Jedoch sein Faden reißt schon wieder ab; er springt auf die Lohnverhältnisse über und erklärt im nächsten Abschnitt:„ Die deutsche Arbeiterklasse hat ganz besonders Ursache, auf eine Steigerung des Lohnniveaus hinzuarbeiten." In England und den Vereinigten Staaten wären die Löhne höher. Auf die Veränderung der Lohnhöhe, so führt er dann weiter aus, fei aber auch die Gestaltung der Handelsbeziehungen zum Auslande von Einfluß, und zwar vermöchte auch die Bollpolitik des Auslands auf die deutschen Löhne einzuwirken. " be= Eine beffere Regelung der Fahrgeschwindigkeiten soll ein neuer Dienstbefehl bewirken, den die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft soeben ihrem Fahrpersonal hat zugehen lassen. Danach werden in den Dienstfahrplänen neben den Abfahrts- auch die " Es scheint uns", sagt er daher, verfehlt, nur immer Ankunftszeiten an den Endstationen angegeben werden. Pflicht der die schädlichen Einwirkungen insoweit zu befahrer und Schaffner ist es nun, diese Fahrzeiten mit peinlichster tämpfen, als sie vom Inlande ausgehen. Sorgfalt" inne zu halten und mit Vorbedacht alles zu vermeiden, Es lassen sich vielmehr Zustände denken, bei denen einer was zu einer Verspätung oder Verfrühung führen könnte". fchädlichen 8ollpolitit des Auslandes im Wenn aus irgend welchem Grunde dennoch Verspätungen entstanden Interesse des deutschen Arbeitsmarttes viel find, so soll der Schaffner durch schnellere Abfertigung an den Haltes energischer und rücksichtsloser zu begegnen ist, punkten danach streben, das Versäumte nachzuholen, auch darf die als den schwachen Seiten der inländischen vorgeschriebene Fahrgeschwindigkeit ausnahmsweise etwas erhöht werden; Handelspolitit." das letztere ist aber unzulässig in der LeipzigerGewiß, denken werden sich solche Zustände wohl schon laffen; straße einschließlich des Platzes, in der Potsdamerstraße( bis aber welcher Art find die, die Calwer sich denkt, welche schädligowstraße), in der Kurfürstenstraße( von Schill- bis Maaßenstraße) liche Bollpolitit des Auslandes ist gemeint und in und in der Maaßenstraße( vom Lützow- bis Nollendorfplatz.) In welcher Weise haben wir dieser energisch" und allen diesen Straßen bleibt es bei der vorgeschriebenen HöchstDie zulässigen „ rii ciichtslos zu begegnen? Doch" der Gedankenfaden geschwindigkeit von 10 Kilometern pro Stunde. Calwers reißt schon wieder ab, ein kühner Sag und er ist mit einem Fahrgeschwindigkeiten auf den übrigen Strecken werden an den Male bei den Rohstoffen. Des näheren jetzt er auseinander, daß Oberleitungsmasten durch farbige Ringe bezeichnet werden; und viele deutsche Industrien auf ausländische Rohstoffe angewiesen sind, zwar bedeutet: ein hellroter Ning um den Mast in halber Höhe eine und meint dann weiter: zulässige Höchstgeschwindigkeit von 16 Kilometern in der Stunde, ein blauer Ring eine solche von 20 und ein gelber Ring eine solche von 25 Kilometern per Stunde. Wechselt die Höchstgeschwindigkeit an einem Punkte, so bedeutet der untere Ring die aufzugebende, der obere Ring die neu anzuwendende Höchstgeschwindigkeit. " Wenn auch die Erniedrigung der Bölle auf Rohstoffe nicht direkt auf das Lohnniveau einwirkt, so vermag doch eine Erhöhung dieser Zölle die Bewegung der Löhne am Steigen zu verhindern oder sie gar zum Fallen zu veranlassen. Es ist dabei noch zu erwägen, daß wir mit einem Teil der Fabritate, die wir aus den Die Schutzvorrichtung bei der Straßenbahn bewährte sich importierten Rohstoffen herstellen, wieder auf ausländischen Abjazz- Dienstagnachmittag ir einent eigenartigen Falle. In der Brunnengebieten mit andren Juduſtrieländern in Konkurrenz treten wollen. Straße nahe der Rheinsbergerstraße lief ein Hund dicht vor einem Diese Konkurrenz wird erschwert, wenn unsre Rohstoffe teurer zu heransausenden Straßenbahnwagen der Strecke Gesundbrunnenstehen kommen, als die von der Konkurrenz verarbeiteten. Um Kreuzberg über den Fahrdamm. Der Wagenführer ließ die elektrische dann doch die Konkurrenz auf dem Weltmarkt zu schlagen, liegt Bremse spielen, wobei sich die Schutzvorrichtung selbstthätig auslöfte die Gefahr nahe, daß an den Kosten für die Arbeitskraft nach und im nächsten Augenblick war der Vierfüßler in dem Fangne Möglichkeit gespart wird, um die Differenz in dem übrigen Teil eingefchloffen. Der Stöter war derartig verdugt, daß er nach Ausder Produktionskosten auszugleichen. Die im Inland erhobenen lösung des Fangnezes noch sizen blieb und erst heruntergejagt Zölle dürfen die Produktionskosten der gewerblichen Fabrikation nicht belasten, darum 8ollfreiheit für die Rohstoffe." werden mußte. Was ist denn die Wirkung jeden Schutzzolls?" fragt er S. 7 und antwortet:„ Die ausländische Konkurrenz einer Ware wird erschwert; der Preiszuschlag an der Grenze gestattet den inländischen Produzenten, auch ihrerseits den Preis um einen bestimmten Prozentsatz in die Höhe zu setzen. Der Verkauf der Ware wird also verteuert; die Einnahmen aus dem Verkauf der Waren steigen. Aber steigen denn gleichzeitig auch die Löhne entsprechend diesem Prozentsaze des Zollzuschlages? Garantieren etwa die Gewerbe, die durch einen Zoll geschützt werden, z. B. die Landwirtschaft, daß gleichzeitig mit dem höheren Zoll die Löhne 11117 etwa 10 bis 20 Prozent erhöht werden würden? Sie thun es nicht und können es nicht thun; aber aus diesem Unvermögen geht auch deutlich hervor, daß der Zoll heutzutage wohl eine Unterstützung für die Ebenso verwerflich sind auch die Lebensmittel- Bölle; denn sie Seine Gattin erschossen hat gestern morgen der Kaufmann Unternehmer und Kapitalisten, nicht aber für die Arbeiter bedeutet. erhöhen zweifellos die Preise der zollbelegten Ware, und je ge- und Hauseigentümer Knechtel aus der Boffenerstraße 1. Knechtel erEs ist daher vollständig ausgemacht, daß bei dem wichtiger eine Ware für den Arbeiterhaushalt ist, desto stärker wird schien auf der Kriminalpolizei in sehr erregtem Zustande und stellte heutigen geringen Einfluß der Arbeiter auf die die Kaufkraft der Lohnsumme durch eine Verteuerung beeinträchtigt". fich selbst mit der Angabe, daß er seine Ehefrau erschossen habe. Festsetzung und Bestimmung der Produktions- Daraus aber ergebe sich auch die Berechtigung der Opposition der Nach einem Zant, der der That voraufgegangen sei, habe er nach 11 11 d Arbeitsbedingungen die Arbeiter die Arbeiterklasse gegen Getreidezölle, auch von agrarischer Seite würde seinen ihm zur Hand liegenden Revolver gegriffen und in der Wut heutige Form der Schutzollpolitik grundsäglich ja zugegeben, daß sie verteuernd wirkten. Allerdings würde, meint auf seine Frau gefchoffen. Daß er sie getroffen habe, sei sicher, ob bekämpfen müssen." Genosse Calwer, der Grad der Verteuerung in liberalen Streifen er sie aber getötet habe, wisse nicht er Es sei, meint Calwer weiter, deshalb nur natürlich, wenn sich start übertrieben; und nun macht er sich, indem er die lächer- sofort davongelaufen sei. Die Kriminalpolizei stellte durch der Arbeiter auf den„ Standpunkt des Konsumenten" gestellt und lichen Angaben des„ konservativen Handsbuchs" als ernsthafte Zahlen eine Anfrage bei dem zuständigen Bolizeirevier fest, daß vornehmlich von ihm aus die Fragen der Handels- und Zollpolitik zu Grunde legt, daran, auszurechnen, wie hoch eine Arbeiterfamilie Frau Knechtel, die den Hals getroffen wurde, beurteilt habe. Der industrielle Arbeiter habe gegenwärtig ein durchschnittlich durch die Getreidezölle belastet wird, und wirt- reits verblutet und tot ſei. Daraufhin wurde Knechtel jährliches Einkommen von 756 M.; darauf läge mindestens eine Be- lich gelangt er zu einer Gesamtbelastung von in Haft genommen. Wie inzwischen bekannt geworden ist, haben lastung infolge der Zölle von 30 m.; Iman fönne ihm deshalb nicht 10 Mart pro Jahr. die Knechtelschen Eheleute eine zeitlang von einander getrennt gelebt. zumuten, seinen Egoismus so sehr zu überwinden", daß er zu Viele begonnenen Gedankengänge Calwers find unvollendet ge- Ein Ehescheidungsprozeß war eingeleitet, doch tam es nicht zu einer Gunsten der Landwirtschaft noch größere Opfer bringe. Budem blieben, ein Resultat haben wir aber doch endlich gewonnen: Roh: Scheidung. Vielmehr wurde der Frau im Sühnetermin aufgegeben, aber trage der Schutzzoll zur Entwicklung des Syndikatswesens bei, stoff- und Getreidezölle find zu verwerfen, denn die ersteren ver- zu ihrem Mann zurückzukehren und that dies auch am 3. Juli. Das stärke also die Macht der Arbeitgeber- Verbände gegenüber den Arbeit- mögen schädigend auf die Löhne zu wirken, die letzteren den Arbeiter- Chepaar lebte aber nach wie vor uneinig mit einander und Zänkereien nehmer- Organisationen. haushalt zu belasten, wenn auch nur recht wenig.( Ein Schluß- standen auf der Tagesordnung. Ein solcher Streit fand gestern artifel folgt.) wiederum statt, wobei der Mann so aufgebracht wurde, daß er zur Waffe griff. Eine 16 Jahre alte Tochter der beiden Eheleute befindet sich von Hause abwesend auf einer Sommerreise. M den Obmann H. C. Nun in nahm Knechtel mit genau, der da er beGenosse Calwer folgert daraus, daß die socialistische Arbeiterpartei weder eine Partei des principiellen Freihandels, noch des principiellen Schuzzolls ist: eine Folgerung, gegen die sich Berliner Partei- Angelegenheiten. nichts einwenden läßt, wenn auch die bon ihm beiUeber die Familienverhältnisse, die im Hause herrschten, wird gegebene theoretische Sauce manchen feltsamen Beigeschmac Zur Lokalliste. Den Mitgliedern der Lokalkommission Berlins, ein trauriges Bild entworfen. Der 52 Jahre alte Kaufmann Edgar hat. Ueberall spukt durch seine Ausführungen die Theorie besonders aber denen der Umgegend zur Kenntnis, daß am Sonntag, Senechtel hatte früher in der Barutherstr. 22 eine Tapisserie- Großvon einem Parallelismus zwischen Warenpreis und Arbeits- den 18. August, die nächste Lokalliste erscheint. Wir ersuchen daher, handlung und wohnte mit seiner um 8 Jahre älteren Frau, drei preis, und auch gegen seine Angabe, daß der Lohn des industriellen Aenderungen resp. Neu Aufnahmen bis spätestens Montag, den Töchtern und einem Sohn in der Solmsstr. 32. In seinem Geschäft Arbeiters nur um 30 M. durch die jetzigen Bölle be 12. August, einsenden zu wollen. Für Teltow- Beestow an R. Breßler, war eine Buchhalterin Geisler thätig, mit der er ein Verhältnis lastet wird, läßt sich sehr viel einwenden. Die Lohnhöhe von Rigdorf, Biethenstr. 69. Für Nieder- Barnim: Paul Kette, Friedrichs- einging. Im Jahre 1896 siedelte er in sein Haus Bossenerstr. 1 756 ist wahrscheinlich aus den durchschnittlichen Lohnfeststellungen felde, Lichtenberger Prinzen- Allee 20a. Für Potsdam- Osthavelland: Während die Ehefrau mit den Töchtern die Wohnung im der Berufsgenossenschaften ermittelt, aber woher Calwer die 30 M. Albert Neue, Spandau, Jagowstr. 9. Die übrigen Orte an erſten Stock nahm, bezog K. mit der Geisler und dem Sohn hat, bleibt unklar. Stellen diese 30 m. nach Ansicht Calwers die Gustav Stein, Wriezen a. O., Frankfurterstraße 32. Für andre Räume im vierten Stock. Das gab den Anlaß zu Gesamtsumme dar, um welche dem Arbeiter sein persönlicher Konsum Berlin find Trennung. die Zuschriften an Carl Scholz, einer Geisler durch die Zölle verteuert wird, entsprechen sie der Belastung des Wrangelstr. 110, zu richten. Spätere Einsendungen können nicht die untere Wohnung ein. Seine Frau mußte er unterhalten. Dies Konsums einer ganzen Arbeiterfamilie, oder repräsentieren sie den berücksichtigt werden, da Nachträge nicht mehr statt Leben dauerte etwa 6 Jahre. Nachdem K. sein Geschäft verkauft hatte, Betrag, der von der Gesamteinnahme des Reiches an Zöllen und finden. Die Genossen werden ersucht, hiervon Notiz zu nehmen. wollte er die Unterhaltungspflicht der Frau gegenüber los sein und Verbrauchsabgaben auf eine Arbeiterfamilie entfällt? Gleichzeitig ersuchen wir alle diejenigen, die Auskunft in Lotal- forderte sie zur Rückkehr auf. Die Frau stellte als Bedingung die Indes halten wir uns bei diesen und manchen andren Unflar- angelegenheiten wünschen, eine Karte mit Rückantwort zu senden. Entfernung der Geisler und kam am 3. Juli d. J. Mit der Geisler, heiten nicht auf; konstatieren wir: die Arbeiterpartei ist Bei Hinweisen auf Lokale, die uns nicht zur Verfügung stehen, die nach der Bellealliancestraße verzogen war, verschwanden aber principiell weder für das Freihandels-, noch für müssen die Zuschriften Name und Wohnung des Absenders enthalten, auch K. und sein 16jähriger Sohn, um zunächst eine Sommerbas Schutzollsystem, sie hat ihre Stellung nach den be- da wir sonst nicht in der Lage sind, den Wünschen zu entsprechen. wohnung zu nehmen. Knechtel wollte aber augenscheinlich seiner bereiten; Frau Widerwärtigkeiten sonderen wirtschaftspolitischen Verhältnissen einzunehmen. Was erDienstag ließ giebt sich daraus als Aufgabe? Jedenfalls zu untersuchen, in durch seinen Sohn an die Mieter Zettel des Inhalts verteilen: J. A.: Karl Scholz, Wrangelstr. 110. die welchen Fällen das eine oder andre System mehr oder weniger den Interessen der Arbeiterschaft entspricht, und dann darzulegen, wie Warnung. Der Colporteur Hankwiz. Müllerstr. 48, versucht heute die Wirtschaftsverhältnisse liegen und welche Haltung demnach Abonnenten des Vorwärts" dadurch zu gewinnen, daß er ihnen Heute die socialdemokratische Partei als Vertreterin der Arbeiter im verspricht, den Vorwärts" pro Monat für 80 Pf. frei ins Haus zu heutigen Widerstreit der Interessen einzunehmen hat. liefern. Die Lokalkommission. 〃 am er age 22, quote blt werden, en ich als rechtsträftig straße 22, 1 Tr. gezahlt werden, erkenne ich als rechtskräftig an". Der Junge fügte noch hinzu, daß an die Mutter nicht gezahlt werden solle. Außerdem war die G. inzwischen aus der Sommerfrische zurückgekehrt, und man nimmt an, daß Knechtel auf ihr Aber Konsequenz ist teine Eigenschaft des Genossen Calwer. Es ist ausgeschlossen, daß Herr Hankwitz für diesen Preis bei Betreiben er bestreitet das allerdings zu seiner Frau gegangen Anstatt einfach flarzulegen, wann wir für das eine oder andre den bestehenden Abonnementsbedingungen den Vorwärts" liefern fei. Die Wohnung besteht aus 3 Zimmern und Küche. System einzutreten haben und wie heute die Verhältnisse liegen, tann. Wir müssen es deshalb ablehnen, solche Geschäfts- hatte sich K. eins vorbehalten und mit einem Feldbett und einem manipulationen zu unterstützen und werden Herrn Hantwit feine dreibeinigen Sofa versehen. Dies Bimmer hielt er stets verschlossen Zeitungen liefern. Um unsre Abonnenten vor Schaden zu bewahren, und hatte wohl zu seiner Sicherheit" die Thür mit Eifenblech geben wir dies hiermit bekannt. und starken Riegeln versehen lassen. Wahrscheinlich hat er Die Expedition des Vorwärts". mit der Frau Streit gesucht; denn sie stand weinend an *) Richard Calwer, Mitglied des Reichstags, Arbeitsmarkt und Handelsverträge. Frankfurt a. M., Dr. Eduard Schnapper. 39 S. 80. Preis 90 f. " " Davon Jus Wasser gegangen ist die 40 Jahre alte Blätterin Anna Brill aus der Magazinstr. 18b, nachdem sie ihre ganze Wirtschaft in den letzten Tagen zu Schleuderpreisen bei Lumpenhändlern zu Geld gemacht hatte. Sie bewohnte dort erst seit 4 Wochen Stube und Küche, und bald darauf stellten sich sonderbare Erscheinungen bei ihr ein. Obgleich sich niemand um sie bekümmerte, glaubte sie sich von allen beleidigt und beschimpfte alle Personen, die ihr begegneten. Am Dienstagmittag entfernte sie sich aus der Häuslichkeit, die sie bereits aufgelöst hatte; heute wurde sie als Leiche aufgefunden. Unerkannt bleiben will eine Frau, deren Leiche hinter der Artillerie- Kajerne gelandet wurde. Die Frau, die in der Mitte der vierziger Jahre gestanden haben mag und wohl den gebildeten Ständen angehörte, hatte die Zeichen aus der Wäsche herausgetrennt, bevor sie den Tod im Wasser suchte. Sie ist etwa 1,43 Meter groß, dunkelblond und etwas ins Graue spielend, und hat ein schwarzes Kleid, einen grünen Unterrock, schwarze Glaeéhandschuhe und schwarze Schnürstiefel. = " Mit Das Der berühmte§ 181 Absatz 2 N.-Str.-G.-B. trägt einer Tochter in Langenzenn( Bayern) intim verkehrte( der betr. Schäfer armen Witwe, die geduldet haben soll, daß ein Schäfer mit ihrer hat mittlerweile das Mädchen längst geheiratet) wieder einmal von der Straftammer 3 Tage Gefängnis ein. Wann wird endlich einmal dieser nette Paragraph, der den gemeinsten Denunziationen Thür und Thor öffnet, einer Revision unterworfen werden, damit diese dem Rechtsbewußtsein weiter Bevölkerungsschichten widersprechende, willkürliche richterliche Auslegung unmöglich wird. einem Fenster. Die beiden Töchter eine ist vor einiger Zeit ge-| Friedrichshagen auf 50 Jahre geschlossen werden. Dieser Beschluß Ungültige Polizeiverordnung. Das Einführen von Bier in storben waren abwesend, es fehlen also Beugen. In der Wut, des Berliner Magistrats ist insofern von großer Bedeutung, als auch Steinbrüchen hatte der Landrat des Kreises Burg durch Polizeiin die er sich hineingeredet hat, ergriff er schließlich den Revolver andre Vororte, wie wir berichteten, Marienfelde, Friedrichsfelde, verordnung verboten. Den Arbeitern sollte es jedoch gestattet sein, und schoß. Darauf teilte er seinem Bruder in der Barutherstraße Weißensee, Lichtenberg usw. ihre Abwässer gerne auf Berliner Riesel- sich Bier mit zur Arbeit zu bringen. Gegen jenes Verbot sollten den Vorfall mit, und beide kamen zurück. Als er sah, was ge- felder leiten und eventuell auch Wasser von Berlin entnehmen wollen. sich die Angeklagten Michalsky, Tannhausen und Brecza schehen war, rannte er fort, um sich selbst der Behörde zu stellen. Die Verhandlungen mit den Vororten sind teilweise schon im Gange. dadurch vergangen haben, daß sie in einen Steinbruch bet Ein Arzt, den der Bruder herbeirief, konnte nur den Tod feststellen. Gleich Friedrichshagen kann auch Marienfelde nur Kanalisation an- Gommern Bier einführten. Das Landgericht Magdeburg als Der erschossenen Frau wird nur gutes nachgesagt, während der legen, wenn ein entsprechender Vertrag zu stande kommt. Berufungsinstanz sprach jedoch die Angeklagten mit folgender BeMann als jähzornig und seiner Frau und den Töchtern wenig zuVom Tode des Ertrinkens_errettet. Die" Stgl. Zeitung" denn es entbehre der gesetzlichen Grundlage.§6 des Gesetzes über gründung frei: Das Verbot des Biereinführens sei rechtsungültig, gethan geschildert wird. berichtet folgendes: Am legten Sonntagvormittag badete in den die Polizeiverwaltung biete eine solche nicht. Allerdings gehöre Waffern der Spree in Nieder- Schöneweide ein etwa 30jähriger Mann, danach zu den Gegenständen polizeilicher Regelung auch die Sorge Namens Paul Pietsch, wohnhaft zu Berlin, Oppelnerstraße. Der für Leben und Gesundheit, und es sei richtig, daß durch das Verbot Mann war sonst ein guter Schwimmer, mutete sich aber diesmal eine der Möglichkeit, sich zu betrinken und dann im Steinbruchsziemlich anstrengende Schwimmthätigkeit zu. Als er sich in der betriebe Schaden zu nehmen, vorgebeugt werden solle. Mitte des Stromes befand, es war gegenüber dem Restaurant Berbot, Bier einzuführen, enthalte aber eine Beschränkung der perLorelei", verließen ihn plöglich die Kräfte und er sank unter. Dies sönlichen Freiheit und sei deshalb unzulässig. Auch werde durch das hatte der Bootsverleiher August Berk aus Nieder Schöneweide bemerkt, und ohne Besinnen warf er sich in die Fluten, um den Einführen von Bier an sich noch niemand gefährdet. Eine andre Verunglückten zu retten, was ihm auch gelang. Ebenso war es Frage wäre es, ob nicht der Steinbruchsbesiger dagegen vorgehen fönne. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein und betonte, es möglich, den bereits Leblosen wieder zur Besinnung zurüdzurufen. wäre nicht richtig, daß durch das Verbot die persönliche Freiheit in unzus Ein schwieriges Rettungswerk vollbrachten einige Berliner lässiger Weise beschränkt werde. Die Arbeiter dürften sich ja das FlaschenSchwimmer am Sonntagabend in Plözensee. Nach Einbruch der bier, das sie brauchten, mit zur Arbeit bringen. Demgegenüber erscheine Dunkelheit fenterte ein Boot ca. 40-50 Meter vom Ufer entfernt es unerheblich, daß es ihnen erschwert werde, im Streinbruch selbst und die Infassen, drei Herren und eine junge Dame, stürzten ins oder in der Nähe das Bier zu kaufen. Uebrigens habe die GesamtWasser. Die Herren retteten sich durch Schwimmen, während heit und das Gemeinwesen ein Interesse daran, daß nicht die Trunk die Dame versant. Vier Mitglieder des Schwimmklubs fucht gefördert werde, so daß eventuell auch§ 6i des Polizei" Poseidon", Berlin, hörten vom Garten der Bangierschen Bade- Verwaltungsgefeges in Frage fäme, wonach polizeilich alles geregelt Aus der Feuerwehr Ausstellung. Die Geschäftsleitung istuſtalt die Hilferufe, warfen schnell ihre Kleider ab und werden könne, was im Interesse des Gemeinwesens liege.- Das Es gelang trotz der Dunkelheit den Kammergericht verwarf indessen die Revision als unbegründet, indem fortdauernd bestrebt, durch Vorträge und Vorführungen neuer Er- schwammen zur Unfallstelle. findungen und Entdeckungen auf dem Gebiete der Elektrotechnik das Herren E. Treske und Letterstedt, die Dame unter Wasser auf- es fich den Gründen des Landgerichts anschloß. Eine rechtsirrtümPublikum zu unterhalten und anzuregen. Insbesondere findet die zufinden, wobei ersterer in ernsteste Gefahr geriet, dadurch, daß die liche Nichtanwendung des§ 6 a bis i des Polizei- Verivaltungsfingende Bogenlampe, vorgeführt von der Aktiengesellschaft Mig u. Berunglückte sich ihm um die Beine Klammerte, ihn so am Schwimmen geseges könne nicht angenommen werden. Genest, großes Interesse. Es ist das Verdienst eines deutschen verhindernd. Erst den gemeinsamen Anstrengungen der beiden Herren, Physikers, des Professors Dr. Simon in Frankfurt a. M., diese Er- denen die Brüder des Herrn Treske zu Hilfe eilten, gelang die scheinung zuerst physikalisch begründet und experimentell bargestellt zu rief die Bewußtlose ins Leben zurück, und durch sachgemäße Pflege Rettung der Dame. Der Besizer der Badeanstalt, Herr Bangier, haben. Ihm gelang es, mit Hilfe einer telephonischen Sprechstation aus größerer Entfernung den Flammenbogen einer Bogenlampe der erholte sich die Dame so, daß sie noch im Laufe der Nacht, von dem artig zu beeinflussen, daß er beliebige Töne und sogar Musik und Personal des Herrn Panzier mit Garderobe versehen, ihren AnSprache deutlich wiedergiebt. In der That bilden diese Erscheinungen gehörigen zugeführt werden konnte. mehr als eine interessante Spielerei: sie eröffnen die Perspektive Ein schwerer Raubanfall ist in der Nacht am Montag an für die drahtlose Telephonie. Und diese wieder würde ein der in der Nedlitzerstraße 1 zu Potsdam wohnenden Rentnerin Fräuhochwichtiger Faktor für den Schiffsdienst in Kriegs- und Friedens- lein Regendant verübt worden. Fräulein N., welche ihr Gartenzeiten fein. Große Scheinwerfer mit Bogenlichtern von ca. 50 Millionen grundstück augenblicklich allein bewohnt, wurde nachts gegen 12 Uhr Eine Schwindlerin, die den Gerichten schon viel zu schaffen Normalkerzen Leuchtkraft sind schon jetzt im Gebrauch. Diese durch ein auffälliges Geräusch aus dem Schlaf geschreckt und be- gemacht hat, wurde gestern der ersten Ferien- Straftammer des Landmächtigen Einzellichter( Lichttegel) tönnen auf viele Stilometer Gut- merkte zu ihrem Entsetzen zwei Unbekannte, die sich im Nebenzimmer gerichts I vorgeführt. Es war die zu Landsberg, a. 2. geborene fernung geworfen und, weil beweglich, auf bestimmte Ziele, z. B. ein beschäftigten. Die Dame stieß einen Hilferuf aus, doch schon im Stellnerin Elise Erdmann, deren Strafakten einen anständigen Schiff, fonzentriert werden. Im Verein mit diesen mächtigen Licht- nächsten Augenblick sprang einer der Einbrecher an das Bett von Band ausmachen. Es ist eine vielseitige Persönlichkeit, die früher Tegeln findet die Selenzelle Verwendung. Trifft das Strahlenbündel Fräulein N. und drückte ihr die Kehle zu, um sie am weiteren bald als Tänzerin, Sängerin, Kassiererin und Stickerin aufgetreten des Scheinwerfers die Selenzelle, so wird ihr Widerstand und damit Schreien zu hindern. Inzwischen erbrach der zweite Verbrecher ist. Sie pflegt sich einen hochtönenden Namen beizulegen, jich als derjenige eines angeschalteten Stromkreises geändert, die Telephon- Schränke und Schreibpult und wühlte den Inhalt der Behälter eine schwer reiche Dame auszugeben und dadurch Heiratslustige apparate in diesem Stromkreis werden in Thätigkeit gesetzt der durcheinander. Die Ausbeute der beiden Verbrecher war jedoch nicht Männer anzulocken. Im Oktober v. J. hatte sie wegen derartiger Lichtstrahl vertritt hierbei gewissermaßen den Leitungsdraht- die Selens allzu bedeutend, da Fräulein Negendant, da Fräulein Negendant, die schon mehr Betrügereien eine dreijährige Buchthausstrafe verbüßt. Schon am von Dieben heimgesucht worden, zelle empfängt wie ein Mikrophon: das Telephon spricht. Die Attien- mals vorsichtigerweise folgenden Abend machte sie vor einer Anschlagsäule auf dem AlexanderWertsachen in ihrer Wohnung aufbewahrt. gesellschaft Miru. Genest hat die im Suppelsaale des Ausstellungsgebäudes teine platz die Bekanntschaft des Reisenden V... Die Angeklagte überstattfindenden Vorführungen gegenwärtig nach dieser Richtung erweitert, vei goldenen Taschenuhren und 70 Mark Bargeld zogen gab ihm eine Visitenkarte mit dem Namen Elsa v. Betakowska, erum die dem Publikum noch wenig bekannten wertvollen Eigen- die Räuber von dannen. Fräulein N., die glücklicherweise keinen zählte, daß sie im Cirkus Renz als Tänzerin angestellt, die Witwe schaften des Selens zu illustrieren. Zu diesem Zwecke ist an einem törperlichen Schaden erlitten, ist leider nicht in der Lage, eine eines russischen Rittergutsbesizers und enorm reich sei. In nächster Ende des Saales in einem Holzgehäuse eine Selenzelle aufgehängt, nähere Beschreibung von den Verbrechern zu geben, da sie in der Zeit würde sie ihr Vermögen ausbezahlt erhalten und da benötige am anderen Ende befindet sich eine Bogenlampe mit fleinem Dunkelheit wie auch wohl infolge der ausgestandenen Aufregungen sie eines Freundes, der ihr bei der Unterbringung des Geldes beScheinwerfer. Der Reisende V... hielt sich für eine geeignete An die Selenzelle ist der große Glockenturm weder die Gesichtszüge noch die Kleidung der beiden Einbrecher er hilflich sei. tennen konnte. Persönlichkeit, um die reiche Witive der Firma, welcher in der Nähe des Versuchs- und Uebungss zu heiraten und ihr Es kam zu einer Verlobung. feldes Aufstellung gefunden hat, beziehungsweise eine im Saal Wo wohnt man gefund, billig und angenehm? In den Geld unterzubringen. Witwe Plakate derartigen Inhalts fonnte reiche war augenblicklich in Geldverlegenheit, montierte Weckerglocke mit Glühlampe angeschaltet. So oft mun der Vororten an der Ostbahn! Nach etwa 14 Tagen entdeckte Lichtstrahl des Scheinwerfers auf die Selenzelle gerichtet wird, man in den letzten Wochen tagtäglich an den Berliner Anschlagsäulen Bräutigam half gern aus. ertönen sämtliche Glocken des Turmes, ebenso der Wecker im Saale, fehen. Jeder Leser glaubte, und das war der Zweck dieser An- der lettere, daß er betrogen war, er zog sich, um eine Erfahrung die Glühlampe leuchtet. Der große Vorteil der drahtlosen Telephonie fündigungen, in diesen Vororten müßte ein wahres Dorado für reicher und um etwa 60 M. ärmer, zurück. Schlimmer erging es gegenüber der drahtlosen Telegraphie, welche übrigens demnächst an Wohnungsmieter sein; das ist nun feineswegs der Fall. In den einem andren jungen Kaufmann, der in die Nege der Angeklagten dieser Stelle durch die Allgemeine Elektricitäts- Gesellschaft vorgeführt Vororten an der Ostbahn herrscht die Wohnungsnot genau so, wie geriet. Dieser war allerdings noch leichtgläubiger als sein VorEr wurde eines Abends von der Angeklagten in der werden wird, besteht in der bequemen Richtungsgebung der Licht in Berlin und die Mieten sind unerhört in die Höhe geschraubt. gänger. strahlen auf ein bestimmtes Ziel. Wenn die praktische Verwertung Zahlt man doch in Friedrichsfelde für zwei Stuben Friedrichstraße angesprochen. Sie besuchten dann ein Lokal. Hier der drahtlosen Telephonie auch noch in weitem Felde liegt, so ist und Küche 270 bis 360 M. Das Armenhaus in diesem Vorort offenbarte die Angeklagte ihrem Gesellschafter, daß sie die Comtesse immerhin die physikalische Grundlage bereits gegeben, auf welcher ist seit dem vorigen Umzugstermin überfüllt. Die Gemeinde- Gisela v. Stutterheim sei und ein Vermögen von 180 000 M. besitze, eine solche aufgebaut werden kann. bertretung, die aus Hausbesizern und Bauerngutsbesitzern besteht, ver- das vom Rechtsanwalt Wolf verwaltet werde. Bald darauf verlobte sich hält sich demgegenüber vollkommen paffiv. Als seiner Zeit die Bau- die„ Comtesse" mit dem Kaufmann, der von ihr veranlaßt wurde, feine play- Steuer ein geführt werden sollte, lehnten die Herren die Steuer bescheidene Stellung im Deutschen Warenhause zu tündigen. Als er ab mit der Begründung, daß dann die Baulust zu ſehr gesteigert der Bräutigam durch den Verkehr mittellos geworden war, wurde er Der dritte Gerupfte würde. Die Herren wissen schon, daß nur bei einer Wohnungsuot verlassen und der schöne Traum war zu Ende. ihr Weizen blüht. Hoffentlich sind unsre Parteigenoffen bei der war ein Buchhalter aus Köpenick, dem gegenüber sie sich als„ Gräfin nächsten Wahl auf dem Posten, um aus ihren Streisen einige Ver- Gisela von Heydebrandt" vorstellte. Die Angeklagte will einen treter in den Gemeinderat zu entsenden. hiesigen unverheirateten Rechtsanwalt kennen gelernt haben. Briefbogen und Prozeßvollmachts- Formulare. Diese Papiere benutte sie zu Fälschungen, um damit ihre Verlobten" zu täuschen. Außer und Unterschlagungen. Der betreffende Anivalt stellte unter diesen Strafthaten beging die Angeklagte mehrere Diebstähle als dienstfeinem Eide in Abrede, daß er jemals anders mit der Angeklagten zu thun gehabt, sie habe ihn einmal in seinem Bureau Nat gefragt und müsse dabei Gelegenheit gefunden haben, die Formulare vom Schreibtische zu entwenden. Die Angeklagte hatte ihrem Verteidiger Rechtsanwalt Durch Verteilen einer Druckschrift am Sonntag sollten fich Dr. Schwindt noch andere Informationen erteilt, die sich ebenfalls als erlogen erwiesen. die Parteigenossen Scheer und Wiedemann gegen die VerfrommuungsDas Gericht verurteilte die verbesserliche Schwindlerin zu Ans Rigdorf. Mit dem Bau des Stichkanals durch die Verordnung vom 20. März 1899 vergangen haben. Sie waren in einer 3uchthausstrafe von vier Jahren, Ehrverlust und 450 M. Köllnischen Wiesen wird voraussichtlich noch in diesem Herbst be- Worschelwig von Haus zu Haus geeilt und hatten in den Geldstrafe, sowie wegen unbefugter Annahme des Adelsprädikats gonnen werden. Die mit den Anliegern geführten Unterhandlungen Häusern die Schrift:„ Wie ein Pfarrer Socialdemokrat zu 6 Wochen Haft. wegen Uebernahme von Kostenbeiträgen sind sämtlich zu einem bes wurde", an die Bewohner abgegeben. Das Landgericht zu friedigenden Abschluß gelangt, auch ist die Aufnahme einer Anleihe Schweidnitz verurteilte die Angeklagten zu Geldstrafen, indem es Nachspiel zur Affaire Beust- Schaumann. Der Vorgang zur Deckung der auf die Stadt entfallenden Kosten bereits genehmigt annahm, daß es sich um eine öffentlich bemerkbare Arbeit handle, der sich in Dresden im März d. J. zwischen dem Arzt Doktor worden. Sobald die Anleihe realisiert ist, soll mit dem Bau be- die an Sonntagen nicht vorgenommen werden dürfe. Für die An- Schaumann, dessen Ehegattin, sowie dem Hauptmann v. Benſt abgeklagten legte Rechtsanwalt Th. Liebknecht Revision ein und machte spielte, ist gewiß jedermann nach dem damaligen Erörterungen in Als ein ungetreuer Angestellter erwies sich der Kutscher Gustav geltend, daß hier von einer öffentlich bemerkbaren Arbeit nicht die der Presse noch in Erinnerung. Herr Dr. Sch. ertappte bekanntlic Weirich, welcher bei dem Buttergroßhändler Wienzek in Nixdorf be- Rede sein könne, weil die Beschuldigten nach den gerichtlichen Fest- seine Frau nachts vor der Jägerfaserne, als sie in Gemeinschaft schäftigt war. Weirich hatte auch bei den Kunden seines Arbeitgebers das Jukasso zu besorgen. Diese Gelegenheit benuste er dieser Stellungen die Schriften unter dem Rock und in den Rocktaschen verborgen mit Herrn Hauptmann von Beuft dieselbe verließ. Es gab nach diesem Tage, um 600 M. der einkassierten Gelder zu unterschlagen, worauf getragen und sie nur in den Häusern abgegeben hätten. Das Borgang später einen Prozeß gegen v. Beust vor dem Militärgericht, in Umhergehen im Ort fönne auf keinen Fall als Arbeit angesehen dem dieser zu drei Monaten drei Wochen Gefängnis verurteilt wurde. er mit einem ihm unbekannten Manne nach Hamburg fuhr. Hier spielte W. den reichen Mann und verjubelte in Gemeinschaft mit werden. Uebrigens wäre auch das Verteilen von Flugschriften ohne Später erhielt v. B. seinen Abschied vom Militär, gerüchtweise verEntgelt teine Arbeit. Es fehle ferner an jedem Anhalt, lautete, daß ihm die Verbüßung der Strafe auf dem Gnadenwege feinem neugewonnenen Freunde an einem Tage 100 m. δαβ das fonntägliche Gefühl der Zuschauer durch das erlassen worden sei. Die Sächsische Arbeiter- Zeitung" teilte das am nächsten Morgen in Altona erwachte, war sein Freund und mit demselben der Rest des unterschlagenen Geldes verschwunden. W. ging Hin- und Herlaufen der Flugblattverbreitung verletzt worden seiner Zeit mit, und dieser Notiz ist bisher von feiner Seite widerDer Ferien Straffenat des Kammergerichts versprochen worden. nun zur Polizei und machte von den Diebstahl Anzeige, da er aber warf indessen die Revision mit folgender Begründung:„ Es sei Neben andren Blättern behandelte auch die„ Dresdener Rundüber den Erwerb des Geldes widersprechende Angaben machte, wurde er selbst in Haft genommen. Auf eine Anfrage bei der Berliner festgestellt, daß die Angeklagten mit vollgepadten, abschau" den Fall. Später kam sie noch einmal in Nummer 25 auf die stehenden leidertaschen von Haus zu Haus gegangen Sache zurück in einem Artikel, betitelt: Neues zum Falle SchaumannKriminalpolizei ergab sich, daß W. von derselben wegen der be- feien und in den Häusern über 100 Schriften verteilt hätten. Wenn Beust. In diesem Artikel werden gegen Herrn Dr. Schaumann Vorwürfe gangenen Unterschlagung bereits gesucht wurde, weshalb er gestern nun das Landgericht sage, das auffällige geschäftige Umberlaufen der schwersten Art erhoben, es wird ihm fortgesetzter Ehebruch mit einer nach Berlin übergeführt und nach dem Moabiter Untersuchungs- zum Zwecke der Schriftenverteilung sei mit einer gewiffen An- feiner Patientinnen, einem Fräul. Kirsten, vorgeworfen; Herr Sch. gefängnis gebracht wurde. Ein Straßenbahn- Unfall ereignete sich am Mittwochvormittag strengung verbunden gewesen, und wenn es in dieser Thätigkeit folle seit Jahren ein festes Liebesverhältnis mit diesem Mädchen, Gin Straßenbahn- Unfall ereignete sich am Mittwoch vormittag eine öffentlich bemerkbare Arbeit sehe, so sei hierin ein Rechtsirrtum soll sie ausgehalten haben, mit ihr gereist sein usw. Auf dieſen 10 Uhr in der Bergstraße. Ein Motorwagen der Linie Briz- Nieder- nicht zu erkennen. Artikel hin begab sich Dr. Schaumann zunächst zu dem Redacteur Der Verein für Aquarien- und Terrarienfunde ,, Nymphaea alba" zu Berlin veranstaltet in der Zeit vom 9.- 19. Auguſt d. I. im Klubhause, Landsbergerstr. 39, eine Ausstellung von Aquarien und Terrarien, in- und ausländischen Tieren und Pflanzen sowie allen zur Liebhaberei gehörigen Hilfsmitteln 2c. In der Urania werden am Freitag und Sonnabend die Projektionsvorträge Mittelmeer- Fahrten“ und„ Malerische Wanderungen durch die Die der Bei Mart Brandenburg" zum letztenmale stattfinden. Bou Sonntag, den Im Besitz einer großen Summe Geldes war eine Fran, einem ihrer Besuche bei dem Anwalt entwendete sie ihm einige 4. Auguſt, ab wird der deforative Vortrag„ Aus dem Tagebuch der Erde" deren Leiche gestern in Mellendorf bei Zossen aufgefunden wurde. von Dr. P. Schwahn auf den Spielplan der Urania gesegt werden. Bei ihr fanden sich eine Eisenbahn- Fahrkarte Schönberg- Mellendorf, In der Poliklinik für Kinder, die unter der Leitung des ferner 360 M. in barem Geld. Der Trauring der Toten hat das Geheimrats Heubner steht und nach dem Hauptgebäude der Charité Beichen A. F. 1867. Endlich hatte sie noch eine silberne Herrenverlegt wurde, ist eine Aenderung insofern eingetreten, als die Remontoiruhr bei sich. Die Leiche wurde zunächst in Wilmersdorf Stunden für die Behandlung nicht mehr auf die Zeit von 12-1, untergebracht. sondern von 11-12 Uhr wochentäglich entfallen. gonnen werden. Aus den Nachbarorten. Als W. sei. Gerichts- Beifung. # lich " um schönhausen fuhr mit einem Geschäftswagen so heftig zusammen, Das Kammergericht wäre damit von seiner bisherigen Auf- Quanter, um ihn zu einem Widerruf zu veranlassen. Quanter daß letzterer stark beschädigt wured. Das vor dem Geschäftswagen fassung, daß es sich in solchen Fällen um eine öffentlich sichtbare konnte ihm jedoch die Belege für seine Behauptungen zeigen, die ihur gespannte Pferd wurde von dem Straßenbahnwagen gegen einen Arbeit handeln muß, d. H. die Flugblätter offen getragen werden nach Ausweis der Unterschriften von dem Polizei- Inspektor a. D. Brauerwagen gestoßen, kam aber anscheinend unverletzt davon. Die müssen, um ein Vergehen gegen die Verfrommungsordnung zu kon- Holstein zugegangen waren. Nummehr erhob Dr. Schaumann die Schuld an dem Zusammenstoß wird dem Wagenführer der Straßen- ftruieren, zurückgekommen und es wäre die weitere Folgerung nicht Brivattlage und es stellte sich dabei heraus, daß die Unterschrift des bahn zugeschrieben. In einer Sandgrube häuslich eingerichtet hatte sich ein von hier mehr ausgeschlossen, daß socialdemokratische Ausflüge gegen die Ver- Inspektors Holstein, wie dieser behauptet, gefälscht worden war. Die frommungsordnung überhaupt verstoßen, weil das Spazierengehen eine Staatsanwaltschaft übernahm nunmehr die Klage als im öffentlichen polizeilich ausgewiesener Arbeiter Baumann. Ju der Nacht zum Mittwoch wurde er jedoch von der Polizei aus seinem Quartier öffentlich sichtbare Arbeit ist. Der Erfolg wäre ein großartiger. Es Interesse liegend und beschlagnahmte die betreffenden Belege, die herausgeholt und in Haft genommen. In der Nähe seines Lagers wäre den Socialdemokraten am Sonntag die Boykottierung der Lokale Quanter inzwischen einem Detektivbureau zur Ermittelung des Abbefanden sich zahlreiche leere Frühstücksbeutel, doch bestreitet B., die- unmöglich, und niemand könnte mit einem Socialdemokraten auf seinen fenders übergeben hatte. Unter dem 11. d. M. wurde mun Redacteur Spaziergängen zusammen kommen. Anstatt eines socialdemokratischen Quanter auf das Bureau der Staatsanwaltschaft gerufen, angeblich selben gestohlen zu haben. Flugblattes erhielt man nur ein Traktätchen in die Hand gedrückt, um sich einer Vernehmung zu unterziehen, thatsächlich aber, um auf Vororte. Der Wasserversorgung der Berliner denn es wird nicht notwendig sein, daß man die Verteilung der der Stelle verhaftet zu werden. Am Dienstag wurde nun die Sache vor dem Dresdener Schöffens Magistrat hat sich bereit erklärt, den Vorort Friedrichshagen an Trattätchen als öffentlich bemerkbare Arbeit erkennt und gleichfalls das Wasserwerk Müggelsee anzuschließen und der Gemeinde das bestraft. Am Sonntag wäre die Socialdemokratie lahm gelegt und gericht verhandelt. Der Vorsiz führte Amtsrichter Dr. Naumann, die entnommene Waffer mit 10 Pfennigen pro Kubikmeter zu berechnen. der gute Bürger wird seufzend hinzufügen, wenn's nur erst an den Anklage vertrat Assessor Richter. Redacteur Quanter, der Beleidigung Dr. Schaumanns und des Fräuleins Kirsten angeklagt, gab zu, jenen Es wird demnächst ein entsprechender Vertrag zwischen Berlin und andern sechs Tagen dem Kammergericht auch gelungen wäre! " Artikel in Nr. 25 der„ Dresdener Rundschau" bearbeitet zu haben| Streuftr. 3. Unverzagt I", Lehmann, Koppenstr. 17. und zwar nach einer Anzahl ihm gemachter Mitteilungen. Der Angeklagte war aber nicht im stande, für die Wahrheit und Richtigkeit der in dem Artikel aufgestellten Behauptungen auch nur den geringsten Beweis zu erbringen. Das Urteil gegen den Angeklagten lautete auf ein Jahr neun Monate Gefängnis. Portorito", b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren Radecki, Breslauerstr. 25. Feste Brüder", Rixdorf, Unruh, Hermann 00-00; c) ältere ausgemästete ühe und wenig gut entwickelte jüngere " Virginia", Schnieber, Admiralstraße 21. Alter Hussit", Kühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Stühe und Färsen 47-51; straße 232. Matthea, Bernanerstraße 120.„ Eiserne Pfeife", Logan, Schule) gering genährte Kühe und Färjen 42-45. Kälber: a) feinste Mast ftraße 113. Berolina", Kupsch, Teltam, Hoher Steinweg 41: fälber( Vollmilchmast) und beste Saugtälber 68-72, b) mittlere Mast" Du ahnst es nicht", Schmidt, Tilsiterstraße 32. Feigenblatt", Adam, und gute Saugfälber 62-66, c) geringe Sangfälber 56-60, d) ältere, gering Sykestr. 5. Mailuft", Walcznisky, Neu Weißensee, Elsaßstr. 49. genährte( Freffer) 40-46. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast„ Grüne Rose", Kube, Friedenstr. 91. ,, Colorado", Klinge, Reinickendorfer Hammel 63-66, b) ältere Masthammel 58-62, c) mäßig genährte " Fidelio", Stephan, Laufizer Platz 12.„ Einigkeit II", Hammel und Schafe( Merzschafe) 54-56, d) Holsteiner Niederungsstraße 56. Wähner, Gubenerstr. 57. Ginigkeit IV", Albert, Neu- Zittau. schafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige, der feineren Fidele Brüder II, Graudenzerstr. 2." Freie Stunde“, Manteuffel- Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 220-230 Bfund Straße 62. Ringelwolfe", Bredowstr. 11.„ Grüne Quaste", Stoß, schwer, 59; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Säfer) 00-00; c) fleischige Nixdorf. Jägerstr. 46. Neu: Lichtenberg", Lichtenberg, Margarethen 56-58; d) gering entwickelte 54-55; e) Sauen 53-55. straße 20." Freies Licht", Göze, Marienburgerstr. 16.„ Weiße Lilie“, Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig. Krest, Seestr. 25.„ Oberspree", Ober- Schöneweide, John, Wilhelminen gefähr 165 Stüd unverfauft. Bei den Schafen fand ungefähr die Hälfte des Auftriebs Absatz. Der hofstraße 18. Central Raucherbund. Zuschriften an Mar Koch, Rixdorf, Hermann- Schweinemarkt verlief ruhig und wird voraussichtlich geräumt. straße 34. Donnerstag:" Blaue Wolfe", Rirdorf, Martinius, Jägerstraße 4.- Friedenseiche", Rixdorf, Wendt, Mühlenstr. 18.„ Weichselblatt", Rixdorf, Christow, Lessingstraße. ,, Alte Linde", Berlin, Plötz, Gräfeftr. 34. Edelweiß", Stegliz, Schimrock, Düppelstr. 7.„ Felir Brafil", Potsdam, Segebrecht, Schüßenstr. 26.„ Sumatra", Potsdam, Buttte, Spandauerstr. 25.- Friedenspfeife", Lankwiz, Dahn, Kaiser Wilhelm: Stationen straße 34.- Brennende Liebe", Rirdorf, Lähns, Friedelstr. 3. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Orchester: " Zitherklub Nordstern", hor Vorwärts", Nixdorf, Münzer, Bergstr. 7. " Bitherklub Menzenhauer", gemischter Chor, Berger, Templinerstr. 11. Andreasstr. 3." Vergnügungsverein Waldesgrün", Hoppe, Schlesischestr. 46. ,, Verein Fiebigscher Tanzschüler und Schülerinnen", Brunnenstr. 49. Stat Klub„ Grand: Rauchflub Kernspiße", Böhl, diüdersdorferstr. 8. „ Regelflub unermüdlich", Warschaner: 11. Der 49jährige Schwarz", Dimke, Winsstr. 56. Turn Tambourverein Frei weg", Suchland, Keibelstr. 39. Straße 59. verein„ Osten", Lehrlings- Abteilung, Große Frankfurterstr. 23.- Musikverein " Harmonie", Krüger, Naunynstr. 6. Berliner Nuderverein" Vorwärts". Sigung 9 Uhr abends im Bootshause, Stralau, Tunnelſtr. 17. In der Kölner Sternberg- Affaire" find bis jetzt insgesamt 35 Auflagen erfolgt. Seit Ende März dieses Jahres hat sich die Kölner Straffammer regelmäßig mit solchen Fällen befassen müssen. Es sind verurteilt worden: 1. Der Kaufmann Hugo Fiedler, Er hatte mit gebürtig aus Bielefeld, zu 9 Monaten Gefängnis. drei noch nicht 14 Jahre alten Mädchen, von denen eines damals erst elf Jahre zählte, Unzucht getrieben. 2. Der verheiratete Theatercontroleur Konrad Jansen zu 6 Monaten Gefängnis. 3. Der Juhaber eines Schreibwarengeschäfts Mathias Lucht zu 4 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Er hatte an nicht weniger als zehn Kindern seine Schändlichkeiten verübt. 4, Der Maler Karl Senden, aus Sittard gebürtig, zu sechs Monaten Gefängnis. 5. Der verheiratete 55jährige Kaufmann Georg Spiegel, geboren in Heverstadt, zu einem Jahr Gefängnis. 6. Der verheiratete Kassierer Peter Stapermann wegen zwei Fällen zu acht Monaten Gefängnis. 7. Der 17jährige Sohn eines Stadtschulrats zu einem Monat Gefängnis. 8. Der Portier Johann Klags zu sechs Monaten Gefängnis. 9. Der verheiratete Destillateur Joseph Marg zu sechs Monaten. 10. Der verheiratete 44jährige Kaufmann Joseph Salomon zu acht Monaten Gefängnis. Rentner Franz Rudolf Commans zu neun Monaten Gefängnis. 12. Der Zeichner Mathias Bayer wegen sechs Fällen zu achtzehn Monaten Gefängnis. 13. Der Konditorgehilfe Gustav Hermann zu einem Jahr Gefängnis. 14. Der verheiratete 40 Jahre alte Kaufmann Joseph Hubert 8istig zu sieben Monaten Gefängnis. Dieser Musterchrist hatte die Scheußlichkeiten zum teil am Weihnachtsabend unter dem Christbaum in seiner Wohnung verübt und sie später wiederholt. 15. Der Zahntechniker Math. Lutter zu neun Monaten Gefängnis. Dann sind noch drei Verurteilungen ebenfalls aus§ 176 Absatz 3 erfolgt, die aber nicht zu den eigentlichen Sternbergereien gehören. Der Kaufmann Adolf Bohndorf beging Selbstmord, als das Verhängnis über ihn hereinbrach. Ein Musiker, ein Kunstmaler, ein Kaufmann wurden freigesprochen, weil teils die Kinder 14 Jahre alt varen, teils weil es sich nicht feststellen ließ, ob die That vor den vollendeten vierzehnten Jahr begangen wurde. Gegen fünf Personen wurde das Verfahren eingestellt. Aus den Prozessen sind auch drei Anklagen wegen Stuppelei entstanden. In einer Reihe von Fällen hatte sich die Kölner Straffammer mit Anklagen ebenfalls aus§ 176,3 gegen Personen aus der Umgegend von Köln zu beschäftigen. In zwölf Fällen schwebt das Verfahren noch. Die gerichtliche Aufdeckung von Kölner Sittenzuständen wird also noch um eine Anzahl Kapitel bereichert werden. = Arbeiter Turnerbund. Donnerstag: Turnb." Fichte", Berlin, abends von 8-10 Uhr: 2. Damen- Abteilung, Aderstraße 67; 7. LehrlingsAbteilung, Wasserthorstr. 31. Turnverein Eiche", Köpenick, Damen„ Freie Abteilung von 128-1/ 10 Uhr, Hotel Klein, Wilhelmsplay. Turnerschaft Rirdorf- Briz", III. Schüler- Abteilung abends 612-81/ 2 Uhr, III. Männer Abteilung abends 812-102 Uhr, Thomas( Apollo- Theater), Hermannstr. 48-50." Freie Turnerschaft Stralau- Rummelsburg", Lokal Neuseeland", Männerabteilung: Montag und Donnerstag. Lehrlings abteilung: Mittwochabends von 8-10 Uhr und Sonntags von 1/2 bis 1/24 Uhr. Arbeiter Stenographenverein Stolze"( Einigungssystem), Donnerstag: Bezirk Süden, Gräfestr. 82, bei Jahn, abends 8 Uhr. Bezirk Nord- West, Waldstr. 8 bei Fischer, abends 8 Uhr. einsfizung alle 14 Tage je Donnerstag abends 8 Uhr. Arbeiter: Bildungsverein„ Eintracht", Zürich, Neumarkt 5, Ver: " Zwanglose Zusammenkünfte mit Damen im Restaurant des Gewerkschaftshanjes. Donnerstag: Metallarbeiter. Arbeiter Radfahrerbund„ Solidarität“. Gau 9( Prov. Brandenburg). Alle Zuschriften und Anfragen, den Bund betreffend, find zu richten an den Gau- Vorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Donners: tag: Arb.- Radf.- Verein Berlin", jeden Donnerstag nach dem 1. bei straße 23. Radf.- Verein 3iel", Adlershof, jeden 2. und 4. Donnerstag Radf- Verein Frei Weg", Schöneberg Radf.- Verein Fahr wohl", Berlin, alle Witterungsübersicht vom 31. Juli 1901, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm richtung Wind Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° G. 4º R. Stationen Barometerstand mm Wind 21 paparanda 752 Still 2 wolkent 18 Betersburg 761 Swinembe 766 N Hamburg 768 SW Berlin 767 NW Frankf./. 766 NO 766SD München Wien 766,9 2 wolfig 2 wolten! 22 Cort 7719 2 bedeckt 18 Aberdeen 5 bedeckt 18 Baris 2 bedeckt 21 767N richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 56.4° R. bedeckt 1wolfenl 221 bedeckt 2hlb. bed. 17 18 Wetter Prognose für Donnerstag, den 1. August 1901. Etwas fühler, trocken, aber vielfach wolkig bei ziemlich frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. M. Amberg. Die 11 Schillschen Offiziere wurden im Jahre 1809 auf Befehl Napoleons in Wesel erschossen. F. B. 30. Jm Reichstags- Wahltreise Bremen wurden socialdemo fratische Stimmen abgegeben bei den Hauptwahlen: 1881: 4616, 1884: 4880; 1887: 7743; 1890: 14 843; 1893: 14 572; 1898: 18 636. Im Jahre 1890 famen wir mit der genannten Stimmenzahl in Stichwahl mit dem liberalen Kandidaten, wobei der Genosse Bruhns mit 16 403 über den Gegner siegte, der nur 15 895 Stimmen erhielt. Bruhns vertrat den Kreis bis 1893. Sonst war er noch nicht socialdemokratisch vertreten. H. in Köln. Sie haben unsre Notiz mißverstanden. Wir waren natürlich nicht der Meinung, daß die Wahlziffern amtlich nicht ge: zählt worden seien. Unsre Bemerkung sollte nur über das offiziöse Telegraphenbureau spotten, das es unterlassen hatte, die betreffenden Bahlen mitzuteilen. Wenn die Sternberg- Prozeſſe beendet ſind, haben sich die Kölner wife, Andreasſtr. 26, jeden Donnerstag nach dem 15. bei Raabe, Colberger Freitag, den 2. Angust, abends 8% Uhr, im großen Saale Gerichte mit einer neuen Standalaffaire zu be= faffen. Es sind bisher schon fünfzehn Frauen wegen Ber- bei Benkert, Hackenbergstr. 1. brechens aus§ 218 des Strafgesetzbuchs( Abtreibung der bei Schilling, Kyffhäuserstr. 16. Leibesfrucht) verhaftet worden. Nach all dem ist man 14 Tage bei Fischer, Waldstr. 8. fast versucht, von einer Verseuchung Kölns zu reden und das bei einer Stadt, die völlig unter dem Einfluß des Katholizismus steht und die in der Geschichte den Namen„ das hillige Cöllen" führt. Das beste aber ist, daß dieses Köln der Wohnsiz und der Hauptwirkungskreis des heiligen Roeren und feines Männervereins zur Bekämpfung der öffentlichen Unsittlich teit" ist. Versammlungen. Verband der Portefeuiller. Am 23. Juli fand in Graumanns Festfälen eine Generalversammlung statt. Der Bevollmächtigte Hennig teilte mit, daß der Vorstand seine Geschäfte im I. und II. Quartal durch 20 ordentliche und 3 außerordentliche Vorstandssigungen erledigte, und außerdem 6 Delegierten, 2 Mitglieder-, 3 öffentliche, 2 ordentliche, 1 außerordentliche Generalversammlung stattfanden. Der Kassierer teilte zum Kaffenbericht mit, daß die Einnahmen per 1. und II. Quartal 1270 Mart 38 Pf. betrugen, die Ausgaben 691 M. 39 Pf. Demnach bleibt ein Barbestand von 578 M. 99 Pf. Dem Kassierer wurde Decharge erteilt. Nachdem das Streikreglement beraten und die Entschädigung der Hauskassierer festgesetzt worden war, wurden gewählt: Gaudes als 1. Kassierer; Hauptmann, Fichtenau und Braun als Revisoren; P. Schmidt als Kartelldelegierter. 9 Vereinskalender. 1 Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. ( Alfoholgegner.) Hente 82 Uhr bei Landau, An der Stadtbahn 5: Ver fammlung. Tagesordnung: 1. Die Früchte des Branntwein Monopols in Rußland. Referent: W. Miethte. 2. Diskussion und Verschiedenes. Gäste sehr willkommen. " = ,, Es werde Licht!" Verein zur Unterhaltung und Belehrung. Heute abends 9 Uhr bei Fischer, Waldstr. 8: Bersammlung. Tagesordnung: 1. Uebung. 2. Diskussion über„ Die Freiheit". 3. Verschiedenes. Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. Arbeiter: Samariter Kolonne. Heute abends 9 Uhr, Dresdener: straße 45: Versammlung. Einteilung zum Sängerfest und andere Aufträge. Barbier und Friseurgehilfen. Heute abends 10 Uhr, Alte Jakob: straße 75: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Warum organisieren wir uns? Bericht der Gewerkschafts- Delegierten und Neuwahl. Vermischtes. Großfener in Bremen. Am Montagabend stürzte auf der Brandsteffe eine 10 Meter hohe Giebelwand des Backhauses der Firma Hoffmann u. Co. ein, 10 bis 15 Feuerwehrleute unter Trümmern begrabend. Hierbei sind die Feuerwehrleute Heuser und Vogt schwer verlegt worden. Beide Packhäuser mit dem gesamten Juhalt find gänzlich verloren. Ueber humbert Fernsprechleitungen sind zerrissen. Der Fernsprechverkehr mit Emden, Norderney, Oldenburg, Nordenham ist gestört. Der Brandschaden ist sehr groß und wird auf etwa 2 Millionen Mark geschätzt. Krieg im Frieden. Aus London wird gemeldet: Das des Gewerkschaftshauses, Engel- User 15: Volks- Versammlung ( Fortsetzung der vertagten Versammlung vom 12. Juli im Konzerthaus„ Sanssouci".) Tagesordnung: Das Vorgehen der Berliner Lokalfommission betreffs Freigabe der Lofale an der Oberspree und wie stellen sich die Berliner Parteigenossen dazu? Die Parteigenossen des Kreises Teltow Beeskow- Charlottenburg, ins besondere die Genossen von Johannisthal, Nieder- Schöneweide, Adlershof, Baumschulenweg, Nixdorf werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu er scheinen. 203/3 Die Lokalkommission des Kreises Teltow Beeskow- Charlottenburg. Lederarbeiter Berlin I. Donnerstag, den 1. August, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Nicke( Marienbad), Badstraße 35/36: Große öffentl. Versammlung aller in der Lederfabrikation beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen als Weißgerber, Lohgerber. Färber und Berufsgenossen. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Leibholz über: Die von Haustieren auf Menschen übertragbaren Krankheiten und ihre Verhütung. 2. Staffen: bericht für das verflossene Halbjahr und Revisionsbericht. 3. Gewerk schaftliches und Verschiedenes. Kollegen, cs ist Pflicht eines jeden, zu erscheinen. 103/9 Der Vertrauensmann. Kupferschmiede. Achtung! Sonnabend, den 3. Auguit, abends 9 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15( Saal I): Oeffentliche Versammlung mit Damen. Tages Ordnung: Der Einberufer. 100/5 Torpedoboot,„ 76" mit drei Mann an Bord ift während der Floften- Achtung! Brauerei Friedrichshain Achtung! " Marktpreise von Berlin am 30. Juli 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Gir. mittel gering " " Roggen, gut " mittel " " gering " * Gerste, gut mittel " am Sonntag, den 11. August 1901: Grosse Matinee ausgeführt von den Gesangvereinen 20 Buchbinder- Männerchor Leipzig, Männer- Gesangverein Liberté Dresden, Buchbinder- Männerchor Berlin. Wannsee. Auch in Wannsee ist jetzt ein socialdemokratischer Wahlverein gegründet worden. Am 27. Juli fand die Konstituierung Durch eine Feuersbrunft wurden in Mußbach bei Neudesselben in einer Volksversammlung statt, in der Genosse stadt a.. zehn Wohnhäuser sowie die Synagoge vernichtet. Vier Borchardt Charlottenburg auf die Notwendigkeit der Feuerwehrleute sind verunglückt. politischen Organisation der Arbeiterklasse hinwies. Die Vororte der Ueber Abstürze in den Bergen wird berichtet: Am 17. d. M. großen Induſtrieſtädte müſſen Centren bilden, von denen aus die ist ein junger Viann, Namens Johann Hohenwarter, von der Achtung! politische Bewegung ins flache Land getragen werden muß. Gerade Schwarzensteiner Spize abgestürzt und mit zerschmettertem Stopf tot hier sind deshalb feste Organisationen eine unbedingte Notwendigkeit. liegen geblieben. Der Tischlergehilfe Auton Ferrai aus Meran ist Nachdem Genosse Schnell vom Vorstand des Centralwahlvereins auf einer Sonntagspartie, die er über die Karkerwand auf den für den Kreis Teltow Beeskow das Statut des Wahlvereins etwas ffingen unternahm, 80 Meter abgestürzt und sofort tot geblieben. erläutert hatte, fand nach kurzer Diskussion die Bildung desselben statt. In den Vorstand wurden die Genossen Meißner, Schulz richtet: Das fünfte Opfer der Explosion in der Pulverfabrik ist Fünf Opfer einer Eglosion. Aus Wetteren wird be= und Seidlig gewählt; außerdem traten 31 Genossen dem neuen Da nunmehr die Wugenzeugen der Katastrophe Verein bei, der für die Ausbreitung unsrer Jdeen Hoffentlich eine gestern gestorben. todt sind, dürfte die Ursache derselben nicht bekannt werden. rege Wirksamkeit entfalten wird. 1. Vortrag des Stadtverordneten Ad. Hoffmann über:„ Himmel, Eine Räuberbander die lange Zeit in Kroatien ihr Univesen Hölle und deren Bewohner". 2. Der Hamburger Streit. 3. Abrechnung treibt, überfiel die Ortschaften Vacomere und Nemeto. Den Be- vom Dispositionsfonds und Revisionsbericht. 4. Verschiedenes. wohnern der letzteren Ortschaft gelang es, die Räuber in die Flucht Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Lese- und Diskutierklubs. Donnerstag: Brüderlichkeit", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. bei Haseloff, Landsbergerstr. 8. " Freies 6 jageir. Wort", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15., Franke, Ballisadenstr. 9. Lese- und Diskutierklub„ Südost". Tollsdorf, Görlizerstr. 58. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender: manöver gesunken. Zwei Mann wurden gerettet, der dritte ertrank. Ad Neumann, Brunnenstr. 150. Erster Kassierer: Seifrit, Fidicinstr. 16. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Frd. Kortum, Lausitzerstr. 33. Donnerstag. Abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor, St. Urban", Zimmer, Annenstr. 9. ,, Vorwärts II", Neumann, Brunnenstr. 150. Flöter'scher Gesangv.". Gorn, Frankfurter Weizen, gut Allee 119. ,, Gesangverein Berliner Kürschner", Feind, Weinstr. 11. Morgenroth II", Einigkeit I", Gr.- Lichterfelde, Pagel, Chauffeestr. 104. Köpenick, Stippefohl, Scharnweberstr. 5." Fröhlich", Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7. Vineta", Schmidt, Swinemünderstr. 65. Wach auf II",( Alt Blessin bei Flemming) übt bei Hilgenfeld, Bergstr. 60. Deutsche Eiche II", Brandenburg a. H., Wuthenow, Wredowstraße. " Freiheit III", Bernau, Elysium, Berlinerstraße.„ Loreley", Schu,, Kornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. mann, Hochstr. 32a. Morgengrauen"( Bäcker), Sorgenfrei", Möhring, Admiralstraße 18 c. Neumann, Brunnenstraße 150( nachmittags 4-6 Uhr). Möbel: mittel " Oranienburger Vorstadt", gering polirer", Heinze, Blumenstraße 35 a. Humboldthallen, Hussitenstr. 40. Steinnelfe", Sachs, Lindowerstr. 26. Nichtstroh Hoffnung III", Friedrichsberg, Böfer, Friedrich Karlstr. 34. Sene: Heu Felsen: Erbsen 25, felder II", Brandenburg a. H., Zur Glode, Kl. Gartenstr. 1 a. Rütli", Friedenau, Grube, Stubenrauch- Speisebohnen 45, 25, burg", Schulz, Blumenstr. 38. straße und Kaiser- Allee Ece." Freiheit West". Werner, Bülowstr. 59. Linsen 65,- 30, Sangeslust I", Mönch, Putbuserstr. 30. Verein Wilhelmsberg- Hohen *) Frei Wagen und ab Bahn. Schönhausen", Hohen Schönhausen, Krause, Berlinerstraße 12. Typo graphia", Arminhallen, Kommandantenstr. 20. ,, Liberté", GrünauerProduktenmarkt vom 31. Juli. Der heutige Getreidemarkt verkehrte in fester Tendenz. Aus Amerika lagen höhere Notierungen vor, die ihren ftraße 14. Maurer- Gef.- Verein", Wilmersdorf, Witte, Berlinerstr. 40. Grund zum Teil auch darin hatten, daß an den dortigen Börsen große Männer- Chor Süd- Ost I", Beder, Köpniderstr. 191." Lyra", Charlotten: burg, Bartsch, Seesenheimerstr. 11." Liederkranz", Brandenburg, a. S., Posten nach Frankreich verkauft worden sind. Auch London und Pest Mengerts Volfsgarten, Bergstraße.„ Gef:-Abt. des Arb.- Bild.- Bereins" brachten höhere Preise. Bei uns zogen diese darum für Weizen um 11% hauses statt. Tanz für Herren 30 Pf., bis 12 M., für Roggen um etwa 1/2 M. an. Das effettive Geschäft war " Sukunft III", Nieder- Schönhausen, in Belten, Grunow, Wilhelmstr. 19. Setteforn, Lindenstr. 1." Liederzweig", Hermsdorf, Schulze, Berliner recht flein und der Bedarf schwach. Das Angebot aus dem Inlande war ftraße 21. Mehl war 5 Pf. höher. Von Um 1 Uhr gemeinschaftliches Mittagessen bei Tafelmusik im Etablissement Frohe Stunde", Klein, Lausiker Plaz 8. Freiheit II", gering, die amerikanischen Offerten teurer. Müggelschlößchen". Couvert 1 Mt. Für Unterhaltung ist bestens gesorgt. Weißensee, Schmug. Königchauffee 38 a." Freie Liedertafel", Königssäle, Guttermitteln war Hafer fest, Mais ebenfalls; Rüböl war geschäftslos. Städtischer Schlachtvichmarkt. „ Süd- Ost II", Berlin, 31. Juli 1901. Neue Königstr. 26. Amt: Dampferbillets für Hin- und Rückfahrt a 75 Pf. find bei allen Vereins: Alpenrose", Kunge, Forsterstr. 36. Lint, Wrangelstr. 86. Einigkeit III", Wannsee, Krüger, Fürstenhof. licher Bericht der Direktion. Bum Verkauf standen: 724 Rinder, mitgliedern bis Freitag, den 9. August, zu haben. Abfahrt früh 8 Uhr von " Linde II", Liedte, Weidenweg 23." Bukunft I", Steglig, Staifer: 2214 Kälber, 1210 Schafe, 8849 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund der Stralauer Brücke 5, zwischen Jannowiß- und Waisen- Brücke. Herren hallen, Albrechtstr. 130. Gesangverein des Verbands deutscher Gastwirts: oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund und Damen, welche die Dampferpartie mitmachen wollen, werden freundOchsen: ,, Arion II", Rummels: in Pf.): gehilfen", Mörschel, Jüdenstraße 36( 3-5 Uhr). vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- lichst gebeten, sich so bald wie möglich mit Billets zu versehen, da event. burg, Schumann, Neue Prinz Albrechtstr. 70. wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus: ein Dampfer nachbestellt werden muß. Arbeiter- Naucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen gemästete und ältere ausgemästete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut Fürstenhof", Köpnickerstraße 137 im Bereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Putbuser: genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00.- Bullen: 99. straße 44, IV. Donnerstag: Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straß: a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere Färfen und empfiehlt Säle, ca. 300 Personen fassend, elegant der Neuzeit entsprechend, burgstraße 56. Kamerun", und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 50-52. „ Glühlicht II", Schaft, Liebenwalderstr. 4. Rühl, Tilsiterstraße 48." Glühlicht I", Neu Weißensee, Schröder, Kühe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00;! bei soliden Bedingungen zu Kränzchen und Versammlungen. 5 Kegelbahnen. " n " gering Hafer, gut " a 16, 15, 14,90 13,90 13,80 12,80 16,50 15,70 15,60 14,80 14,70 14, 7,66 7, 7,60 40, do. Schweinefleisch Kartoffeln, nene, D- Ctr.| 10, Rindfleisch, Keule 1 kg Bauch 61,60 1,20 1,30 1.. " 1,60 n Kalbfleisch " 1,60 1,10 1,60 1,10 " 2,60 2, 60 Stat 4, 2,40 1 kg 2, 3, Hammelfleisch Butter Gier Karpfen Nale Bander Hechte Barsche 5,80 Schleie Bleie Krebse " 1,40 2,60 1,20 120 Sänger.( Mitglieder der Liedergemeinschaft Deutschlands.) 120 Sänger. Der Reinertrag fliesst dem Fonds für hilfsbedürftige Verbandsmitglieder zu. Kaffenöffnung vormittags 102 Uhr. Anfang Punkt 11 Uhr. Brogramme mit Liederterten a 30 Bf.( an der Stasse 40 Pf.) find im Bureau 2,40 1,- des Verbandes der Buchbinder im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, zu haben; 1,80 0,80 ferner sind in folgenden Lokalen Programme bis Sonntag, den 11. August, zu 2.40 1,20 haben: Franke, Pallisadenstr. 9; Eichhorn, Greifswalderstr. 3, am Königsthor; 1.20 0,80 d. Neumann, Brunnenstr. 150; Schiefer, zur" Pazenhofer- Tonne", Reichenper Stjot 16,- 3,- bergerstr. 170; Cigarrenhandlungen Schulz, Kottbuser Thor; Neul, Barnim: straße 42; Blumenhandlung Meyer, Mariannenstr. 2, sowie in sämtlichen Zahlstellen des Deutschen Buchbinder- Verbandes und in den mit Plakaten belegten Geschäften. Hierzu ladet alle Genossen, Freunde und Bekannte freundlichst ein Das Komitee des Buchbinder Männerchors Berlin. Zu Ehren der Sänger aus Dresden und Leipzig findet abends von 7 Uhr ab ein großer Festball in sämtlichen Räumen des GewerkschaftsMontag, den 12. August: Dampferpartie mit Musik nach Marienlust- Friedrichshagen. ( Inh.: Amandus Zöls) 65/18 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 1. August. Opernhaus. Geschlossen. Urania Metropol- Theater. Prater- Theater| Reichshallen. Die Tauben- Strasse 48/49.. Im Theater um 8 Uhr: Höhlen des Harzes und ihre Umgebung. Invalidenstr. 57/62. W., Behrenstrasse 55-57. Wiederaufführung von Man lebt ja nur einmal! Henry Bender- Georg Kaiser Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Auf fremder Erde. Ausstattungsstück mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Hugo Schulz. Auftreten der Excentric- Chansonnette des Grotesque: Komiters Paul Coradini, ber Gebrüder Hedwig Döring, trobatent. The Garays, Rad Nenes Opern Theater( ron). Tägl. Sternwarte. Frid Frid- Fritzi Georgetterer, Mr. Bartlings lebenbe Photo: Jm Trianon Theater: Lebende M Lieder". Anfang 8 Uhr. Im Garten: Täglich großes Konzert. V Schiller.( Morwit Oper.) Der Barbier von Sevilla. Anfang 712 Uhr. Deutsches. Die versunkene Gloce. Anfang 72 Uhr. Lessing. Die dritte Estabron. Anfang 8 Uhr. Berliner. Tell. Anfang 8 Uhr. Residenz. Das blaue Kabinett. Anfang 8 Uhr. Neues. Gastspiel des Meßthaler: Ensembles. Die goldene Brücke. Anfang 8 Uhr. Westen. Theater Charivari"( Se cessions Brettl). Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Carl Weiß. Madame Bonivard. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Zigeunerbaron. 8 Uhr. Anfang Jm Park: Großes Doppeltonzert und Specialitäten. Belle Alliance. Friz Reuter. Anfang 8 Uhr. Jim Garten: Großes Gartenkonzert und„ Lustiges Brettl". Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer, am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Paffage Theater. Damen Ring= fämpfe. Specialitäten- Borstellung. Anfang nachmittags 3 Uhr. Paffage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. Reichshallen. Neumann- Bliemchen mit seiner Gesellschaft. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Die Höhlen des Harzes und ihre Umgebung. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Zoologischer Garten Täglich nachmittags 5 Uhr: Grosses Doppel- Konzert. Entree I Mark. Von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Nen! Neu! Nen! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Carl Weiss- Theater Große Frankfurterstr. 132. Dirett. B.Zimmermann u.O.Schramm. Lustspiel- Ensemble. Talalo. Der liebe Onkel. Schwant in 4 Aften von R. Kneisel. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. In Vorbereitung: ( Samoanisches Liebeswerben.) Im Garten: Neues Auguft Theater, Speciali Programm. täten. Anfang 512 Uhr. Morgen: Benefiz für Emilie Baul und Alma Möllendorf. Apollo- Theater Von heute ab: Vollständig neues Specialitäten- Programm! Schiller Theater 10 Debuts ( Wallner Theater). Morwiz Oper. Donnerstagabend 72 Uhr: Populäre Opernvorstellung bei halben Preisen: Der Barbier von Sevilla. Komische Oper in 3 Aufz. v. Rossini. Freitagabend 72 Uhr: 103. Gastspiel Heinrich Bötel. Alessandro Stradella. Sierauf: Die Opernprobe. Sonnabendabend 72 Uhr: Populäre Opernvorstellung bei halben Preisen: Don Juan ober: Der steinerne Gast. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Bei halben Preisen: Undine. Sonntagabend 72 Uhr: 104. Gastspiel Heinrich Bötel. Der Troubadour. Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr. Bum 712. Mal: Die Geisha. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Jedes Wort: 5 I FrauLuna mit dem berühmten Luftballett Grigolatis. Anfang 8 Uhr, Sonntags 72 Uhr. Puhlmanns Vaudeville- Theater und Schönhauser- Allee 148. Täglich: Große TheaterSpecialitäten- Vorstellung. Nur Kräfte ersten Ranges. Grosser Erfolg! Grosser Erfolg! Susanne im Bade. Große Ausstattungsoperette. Wochentags 5 Uhr. Anfang: Sonntags 4 Uhr. F. Lehmann, Direttor. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Neptun ober: Verräter in Gips. Vorher: August- Specialitäten- Programm. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. graphien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Platz 50 Pf. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Kalbo. Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 16492* Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 Hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. Etablissement Süd- Ost, Waldemarstrasse 75. Saal für Festlichkeiten und Versammlungen. Mehrere Sonnabende find noch im August, September und Oktober an Vereine zu vergeben. 16892* H. Brüder, Gastwirt. 3u beziehen durch die Expedition sowie durch die Buchhandlung Vorwärts, Beuthstraße 2/3. Jm Verlage der Hamburger Buchdruckerei und Verlagsanfalt Auer& Co. in Hamburg ift erschienen und von derselben zu beziehen: Illustrirter Neue Welt- Kalender für das Jahr 1902. Sechsundzwanzigster Jahrgang. Preis 40 Pfg. Bet Einzelbezug bitten wir um Ginsendung bes Betrages nebst 10 Pfennig für Porto in deutschen Briefmarken. Inhalt: Kalendarium. Statistische Schniyel. Poftwesen. Rückblick. Unfer Meffen und Märkte. Jm Kreislauf bes Jahres. Die Geschichte vom starken Mann. Von Emil Rosenow( mit Illuftrationen). Dem Frühling zu. Gedicht von Ernst Kreowsti. Die Sozialdemokratie in der Gemeinde. Von Paul Singer. Wilhelm Liebknecht, ein Charakterbild. Bon Robert Schweichel. Wilhelm Lieb thecht. Gedicht von Robert Seibel. Erschließung Chinas. Von Mar Schippel ( mit Fluftrationen). Woher stammen unsere Getreidearten? Bon Dr. Gurt Grotte wig. Schmiede. Gedicht von Fr. Diederich. Aus den Lehrjahren. Grzählung von Robert Schweichel( mit Illustrationen). Streit. Gebicht von Ludwig Lessen. zweiter Parteitag unterm Ausnahmegesen. Bon I. A. Eine englische Arbeiter: Gewerkschaft. Bon Eduard Bernstein( mit Juustrationen). Grabe nur. Gedicht von Ernst Preczang.- Die letzten Reichsraths: wahlen in Defterreich. Von E. Pernerstorfer. -Hoch- und Untergrundbahnen. Von A. G. ( mit Juuftrationen). Ein franzöfifcher Buchdruckerstreit im 16. Jahrhundert. Bon Adolf Braun. Der Eichbaum. Gedicht von E. Preczang. Fliegende Blätter. Das Schwein des Bürgermeisters. Schwant von K. H. Diefenbach. Für unsere Räthsels löser. Trächtigkeits- und Brütetalender. Hierzu vier Kupfer: Wilhelm Liebknecht Die Schnitterin- Die ersten Kirschen Bayrischer Hochzeitlader. Ein Dreifarbendrud auf Kunstdruckpapier: Ein Wandkalender. Verlassen. Die Bu beziehen durch die Expedition sowie durch die Buchhandlung Vorwärts, Beuthstraße 2/3. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzlos. Zahnziehen 1. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7 Bühne 2 M. 1 Mr. Blomben 1,50 W. Teilzahl. wöchentl Berufs- Bekleidung und Wäsche- Fabrik D. Wurzel& Co. jetzt: Köpnickerstrasse 160, Manteuffelstrasse. Komisches Singspiel in 1 Aft von 19092*] R. Linderer. Musik von R. Thiele. Jm Saale: Tanzkränzchen. Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Ecke Hente Donnerstag: Wiederbeginn der Soiree der Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Sanssouci Im Garten: Täglich: HoffmannsNordd. Sänger und Konzert. Anfang d. Konzerts 5 Uhr, der Soiree 7 Uhr, Wochentags 6 Uhr, d. Soiree 8 Uhr. Entree 30 f. Sonntag, Montag und Donnerstag: Tanzkränzchen. Wochentags Vereinsbillets gültig, Tanz frei. Gossmann Konzertgarten Kreuzbergstr. 48, an der Kazbachstraße. Jeden Sonntag Frei- Konzert und Ball. Montag und Donnerstag: Danksagung. Allen Verwandten und Be fannten, sowie uniren werten Kollegen, ebenso dem Herrn Lehrer aus Schmöckwitz und dem Angler Herrn Krüger, den Herren vom Dampfer" Buck" und dent Segler Herrn Schuster, sowie dem Gesangverein der Firma Mar Krause für die herzliche Teilnahme bei dem schrecklichen Unglück am Krossin- See unfren 27256 tiefgefühltesten Dank. Richard Holzmann. Gustav Meier. Eugen Lesser. Robert Kleinert. Künftliche Bähne ய ohne Wurzel: Entfernung! Garantiert schmerzlos! Zahn- u. WurzelOperat., Plomben etc. Langjährige Garantie. Teilzahlung Woche 1 Mart. Bruno Steffens, Neanderst. 21 Alle Wanzen sterben sofort nebst Brut durch meinen Wanzentod. Fl. 0,50 u. 1 M. Schwaben, Russen, Flöhe zc. werden durch mein Pulver vollständig bernichtet. Schtl. 30 Pf.. 60 Bf., 1 M. 1000 Mark Belohnung zahle demjenigen, der mir einen Nichterfolg nachweist. Zahlreiche Anerkenn 18498* ungen. Nur allein echt bei Hugo Barth, Droguerie, Brunnenstr. 18, Ede Veteranenstr Hamburger sowie sämtliche andren Brenn * Bruch- u. Salonbriketts Sänger. Jeden Freitag: Norddeutsche Sänger. Entree 20 Pf. Vorzugskarten 10 Pf. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Nachher: Kränzchen. Edhweizergarten Am Königsthor. Am Friedrichshain Täglich: Konzert, Theater, Specialitäten- Vorstellung und Ball. Volksbelustigungen aller Art. Jeden Abend 10 Uhr: Moderne Don Juans. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. Hermann Imbs. Täglich: 2728b] materialien sind billig zu haben bei Carl Schultz, Urbanstr. 171. Holzmarktstr. 20. Bäckerei, auch für andre Zwecke, zu ver mieten. 20462* An der Michaelbrücke 1 bei der Holzmarktstraße noch zu vermieten Fabrik- Näume: 20479* I. Etage cplt. 330 Meter, 115 meter, II. " III " 150 IV. " 330 " in belieb.Teilen. Doppellicht, Fahrstuhl, Wasserladestelle. Vermittler Provision. F. Simon, Gerichtl. Bücher- Revisor. An der Michaelbrücke 1. Vorzeiger Dieses hat 4 M. Ermäßigung bei Bestellung v. 20 M. an, unt. 20 nur 2 M. Um Mißtrauen zu vermeiden, erst bei Abholung vorzeigen! Schönheit der Zähne ist eine Zierde. 2, Lausitzer Großes Konzert, Theater- 11. Max Guckel, Platz No. Specialitäten- Vorstellung. Homöopathische Poliklinik Oranienburgerstrasse 55. Vom 1. Aug. an täglich abends 7-8 Uhr. Dr. med. Schaper, homöop. Arzt u.Spec.- Arzt für Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr.27. Spr. 9-1. 4-7. Kleine Anzeigen. Nähmaschinenlager fämtlicher Systeme ohne Anzahlung, Woche 1,00. Lieferung fofort, Landsbergerstraße 82 Fahrrad, modern, Umstande halber sofort zu verkaufen. Frau Kunsch, Kinderwagen, Sportwagen, (+35 Rietenauswahl, Bazar Baby, Inva- Poſenerstraße 6. Teppiche mit Farbenfehlern, lidenstraße 160, Frankfurterstraße 115, Oranienstraße 31, Belle Alliance: Fabritniederlage Große Frankfurter straße 107, Reinickendorferstraße 2d, e, ftraße 9, parterre. Charlottenburg, Wilmersdorferstraße Nr. 55. Teilzahlung gestattet. 7228* + 33* Nähmaschinen und Feuer- Ber Vermischte Anzeigen. webterſtraße 23. ficherung bermittelt Gustav Schmidt, Solmsstraße 43, Hof Keller. 8576 + 33* Gardinenhaus Große Frankfurter Straße 9, parterre. Schlafstellen. 27326 * Zahn- Atelier. Beſtrenom, und wohlbekannt. Künstl. Zähne, tadellose Ausführ. v. 3 M. an, Plomb. v. 2 M. an. Keine Extraberechn. Schmerzt. Zahnziehen. Ratenz. gestattet, Woche 1.M. W. Noacks Festsäle Brunnen Strasse No. 16. Im September, Oktober und November sind noch Sonnabende an Vereine zu vergeben.[ 19799* Empfehle allen Freunden u. Bekannten mein Weiss-, Bayrischbierund gr. Speisegeschäft. Reichhaltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Pf. sowie Abendtisch à la carte von 30 f. an. 2 Vereinszimmer mit Klavier für 20-50 Personen. H. Stramm, Rest., Ritterstr. 123. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Härter mit langjähriger Erfahrung im Werkzeug- und Einsaßhärten für größere Werkzeugfabrik zum sofortigen Gintritt gesucht. Offerten mit Lohn ansprüchen unter M. G. Boftamt 94, Berlin O. 778 Rahmenmacher verlangt Lazarus, Alexandrinenstraße 22. 27346 Rahmenmacher verlangt Tilsiter: +35 straße 70. Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 Pf. pro Zeile Werkmeister- Gesuch. Eine Fabrit für feineren Maschinenbau( in Dresden), welche sich haupt. sächlich m. Ausführung v. Patenten befaßt, sucht zum baldig. Antritt einen durchaus tüchtigen, erfahrenen Wertmeister, welcher im stande ist, peinlich genau n. Zeichnung zu arbeiten und mit Energie und Um sicht das Arbeiterpersonal zu beauf sichtigen. Offerten mit Gehalts ansprüchen, Photogr. und Zeugnis Korbmacher auf Geschoßtörbe verabschriften erbet. unt. D. P. 060, Mechaniker. Genossen! Für (+ 5* langt Schulz, Langestraße 15.[ 72/2 Invalidendant", Dresden. Platin, Zähne, Altertümer zahlt allerOfenfeter gesucht nach Biesenthal. Tüchtige Silberpoliererin gegen höchste Preise Berlins Gipsstraße 17a Laden. 116/5 Näheres Waldemarstraße 59, Brüd +113 hohen Accordlohn kann sich nach Fabrikanten von gut gearbeiteten mann. Schulfreier Junge verlangt Bar: Eisenach( Thüringen) melden. Neise: bellpolierten, fiefernen Bureaumöbeln +86 gelb wird vergütet. wollen ihre Adreffen mit Zeichnungen Genosse findet schöne Schlafstelle nimstraße 41. Emil Hopf, tsenach, Karlstr. 6. und billigsten Preisen niederlegen bei Andrecht, Brandenburgstraße 7. Farbigmacherin, tüchtige, Lohn, Möblierte Schlafstelle, 7 Mart, verlangt Glischte, Weißensee, Sedan unter P. 645 Büttners Annoncen +126 Expedition, Rosenthalerstraße 42. Herrn, Grüner Weg 70, born III ftraße 35 d. links. Gollnow: Möbliertes Zimmer Teilnehmer Fahrrad, 50,00, tauft Ratzlaff 757* gesucht Marheinideplatz 14, IV, Bionsfirchstraße 28. 26306* Bücherankauf zu höchsten Preisen. Schmauch Möbliertes 8immer mit Balkon Epstein, Markgrafenstraße 101. Rechtsbureau, Teltowerstraße fann eine junge Dame mit der Tochter fünfundvierzig. Eingabengesuche, Rat zufammen wohnen, zu vermieten, 7538* Pantow, Brehmestraße 5 vorn III erteilung. lints. Unfallflagen, Invalidensachen, Möbliertes Zimmer, 12 Mart, Cheverträge, Eingabengefuche, Schulze, 22536 Hedwig Liefhold, Kleine Alexander Bergmannstraße 107. [ 111/1 Wernaus Festfäle und Gartenstraße 32, I. Sonntag, den 25. und Sonnabend, den 31. Auguft noch frei. + 51* Französisch( billig) Breitestraße 5. Rechtsbureau, Rechtshilfe, Rat Englisch( billig) Breitestraße 5.* erteilung Andreasstraße Dreiundfechzig Berkaufe mein geräumiges Lokal, Verpflichteter Patentanwalt Dam Centrum, zivei Vereinszimmer, Regelmann, Oranienstraße 57, Morizplay. bahn, unter jeder Bedingung sofort. Augustabad, Köpniderstraße 60. Pinzer, Schügenstraße 18/19. Bäder jeder Art für sämtliche Stranten: Vorkostgeschäft mit Rolle ver: tassen. Tauft billig Jahn, Cuvrystraße 4.[* Elegante vorjährige Herrenhosen, feinste Stoffe 9-12 Mart. Verkauf Sonnabend und Sonntag. Versand: haus Germania, Unter den Linden 21 II. Steppdecken billigst Fabrik Große + 33* Frankfurterstraße 9, parterre. Schankgeschäft besonderer Um stände wegen für jeden Preis ver fäuflich Urbanstraße 66. 6- Schiffschaukel verkauft Henschler, Unfallfachen, Klagen, Eingaben, 771* Stralauer Allee 17 E. Reklamationen. Pugger, Stegliter Bevor Sie eine Baustelle faufen, fahren Sie nach Bepernid zu Otto straße 65. 27116 26526* 7368* Metallbruch aller Art tauft 1811b Broderick, Oppelnerstraße 16. Vereinszimmer, Zahlstelle passend, Gernsprecher III 1785. J. V. Wilhelm Gaßmann, Badstraße 14. Elektrotechnik Abendkursus be: ginnt. Jackson, Alte Jakobstraße 24. Vereinszimmer zu vergeben, auch passend für Zahlstelle. Rudolf Jurran, ( 24536* Naunynstraße 86. Schlafstelle, möbliert, Wall: ( 2691b ftraße 21/22, Quergebäude. Curth.[* Schlafstelle bei Förderung, ManIII. teuffelstraße 47, Schlafstelle für Herrn, separater Eingang, billig zu vermieten, Wiesen: straße 41/42, vorn rechter Aufgang 3, +66 Bellart. Vermietungen. Zimmer. Belegerin verlangt Schlafftelle für Parteigenoffen straße 43. 27316 Graunstraße 24, Gardt. 27236 27265 27226 106/ 14* Achtung Töpfer! Kartonarbeiterinnen, geübte, verlangt Schwandt, Neue Jakob straße 6. Mietsgesuche. Die Sperre über den Bau HübenerMamfells auf glatte, unverschnürte straße 6, Bauherr Hirschfeld, be= Jadetts verlangt Fruchtstraße 52, II. steht nach wie vor wetter und ersuchen 25706* Möbliertes Vorderzimmer, fe- Möblierte Schlafstelle oder Zimmer Aufwärterin verlangt Struwe, wir die Stollegen, den Bau zu meiden. Jörs, dicht an der Bahn. Ruhige, Empfehle mein Lokal für Arbeits: parat, fofort für 2 oder 1 Person vom 3. bis 13. August für anständige Melden vor: Der Vorstand d. Filiale Berlin. Wittwer, Stralauer: Dame gesucht, SO. Offerten mit Seydelstr. 17, Laden. 27296 gesunde Lage, mit und ohne Wald, nachweis, zwei Vereinszimmer, Kegel vermietbar. 27216 Preisangabe R. N. Poftamt 26.[+5 mittags 8-12. billiger Lebensunterhalt. 27246 bahn. Pinzer, Schüßenstraße 18/19. Plat 14 II. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin.