Nr. 181. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit tauftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- Beitungs Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Dte Insertions- Gebayt beträgt für die fechsgespaltene Solonel geile oder beren Raum 40 ẞfg., für polittsche und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Eisenzölle im Zolltarif- Entwurf. I. Dienstag, den 6. August 1901. Ausschlaggebend für die Zollveränderungen des kürzlich beröffentlichten Tarifentwurfs sind zwar, wie die enormen Zollerhöhungen auf landwirtschaftliche Produkte beweisen, die Und es sind recht ansehnliche Mehrforderungen, welche, Wünsche des ostelbischen Junkerfums gewesen, aber auch in wie die nachfolgende Tabelle zeigt, die Herren der Eisen- und seinen die Industriezölle behandelnden Teilen bietet der neue Stahlbranche stellen; übermäßige Bescheidenheit ist nicht ihre Tarif unerwartete Ueberraschungen. Die Herren Groß- Zierde. industriellen haben sich für ihre Erkenntnis, daß die Landwirtschaft erhöhten Schuhes bedarf, recht ansehnliche Gegenleistungen ausbedungen, und warum sollten sie auch nicht? Die Regierung wie die Großgrundbefizer find gerne zu Konzessionen bereit, falls sie dafür den Einfluß der industriellen Interessenverbände auf die kapitalistische Presse und gewisse Fraktionen des Reichstags einzutauschen vermögen. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. deutendsten deutschen Exportindustrie entwickelt, und jetzt, für die feineren Sorten steigt der Zollfak bis auf 8 M. nachdem sie auf einem auswärtigen Absahmarkt nach dem Noch beträchtlicher ist die Zollerhöhung auf Eisenröhren; für andren festen Fuß gefaßt hat, soll sie plöglich nicht mehr bessere gußeiserne Ware ist der Zollsatz fast verdoppelt, fähig sein, ohne erhöhten Schutzzoll den einheimischen Marft für gewalzte oder gezogene Röhren aus Schmiedeeisen zu behaupten? Eine starke Zumutung an die Leichtgläubig- mit einer Wandstärke bis höchstens 2 Millimeter vervierfacht. feit des Publikums. Auch für Eisenbauteile, speciell Eisenteile für Brückenbauten, ist eine Verdoppelung des bisherigen Zollfabes vorgesehen. Eine Zollsteigerung, die besonders die Tischler und 3immerleute trifft, ist die enorme Erhöhung der Säße auf eiserne bezw. stählerne Arbeitsgeräte. Sägen, Feilen, Raspeln, Hämmer, Aerte, Bohrer, Stemmeisen, Beitel, Hobeleisen 2c. sind sämtlich mit ansehnlicher Hinaufschraubung der bis jetzt geltenden Zolljäße bedacht; in einigen Fällen ist beinahe eine Verdreifachung geplant. Wir wollen in einem zweiten Artikel prüfen, ob irgend welche Gründe für diese Erhöhungen mit Fug geltend gemacht werden können. Jeziger Zollfat Roheisen Stäben Für Stäbe nicht werüber 12 cm lang tragszum Umschmelz. zo So ist denn der neue Zolltarif mit einer langen Reihe Schmiedbares Eisen in Bollerhöhungen auf Industriewaren ausgestattet worden, die, wenn sie auch nicht in gleichem Maße die Lebenshaltung des Arbeiters belasten, wie die Agrarzölle, doch teils direkt durch Verteuerung der von den Arbeiterfamilien gebrauchten Industrie- Artikel, teils indirekt durch ihre Rückwirkung auf den allgemeinen Preisstand des Warenmarkts die unteren Voltsschichten benachteiligen. Gebraucht auch der Arbeiter den größten Teil seines Lohneinkommens für Nahrungsmittel, so ist es ihm doch keineswegs gleichgültig, ob z. B. die Woll- Blatten und Bleche aus und Baumwollwaren, die er konsumiert, oder seine Arbeits- schmiedbarem Eisen: geräte im Preise steigen. Dabei tommt noch ein zweites in Betracht. Die Vertreter des sogenannten„ Schutzes der nationalen Arbeit" find durchweg zugleich Anhänger der industriellen Kartellierung und gehören fast ausschließlich jenen Industriezweigen an, die längst konkurrenzfähig auf dem Weltmarkt geworden sind. Es ist außerordentlich kennzeichnend für die gegenwärtige Schutzzollagitation, daß es nicht die Kreise der mittleren und fleineren Industrie sind, die Zollerhöhungen verlangen, nicht jene Kleinindustriellen, die teilweise wirklich um ihren Platz zu kämpfen haben, sondern jene Großfabrikanten, wie z. B. die rheinisch westfälischen Eisen- und Stahlindustriellen, Spinnereibefizer 2c., die ihre Betriebe von Jahr zu Jahr ausgedehnt haben und heute den inländischen Markt nahezu unumschränkt beherrschen. Ihre Absicht ist, unter dem Zollschutz die gleichartigen Betriebe zu kartellieren, das heißt Draht. zu Kartellen, Ringen, Syndikaten zu vereinigen und Pr. Doppel centuer Eisenzölle. Bollsat centner des neuen Entwurfs Mari 1,00 Mark Noheisen. 1,00 Schmiedbares Eisen in 2,50 Stäben: 1. in Stäben nicht über 12 cm lang, zum Umfchmelzen 1,50 2. Stabeisen je nach Gewicht der Stäbe. 3. Stabeisen mit eingewalztem Muster oder Berzierung. Platten und Bleche aus schmiedbarem Eisen: 1. rob, je nach Stärke 2. poliert ,,, 1,50 Der Wuchertarif. Der Königsberger Hartungschen Zeitung" ist aus Peters burg die Mitteilung zugegangen, daß die russische Re= gierung entschlossen sei, als Erwiderung auf die deutschen 2,503 Agrarzölle die Grenze für Preußengänger zu sperren. 5,00 Viele Agrarier erblicken im Arbeitermangel eine größere Schwierigkeit als in den„ niedrigen Kornpreisen". Alle nationalistifchen Bemühungen der preußischen Regierung mußten weichen vor dem eifrigen Verlangen der östlichen Grundbefizer nach der billigen 3,00- 5 Arbeitskraft der polnischen und russischen Arbeiter. Führt die 5,006 russische Regierung die jetzt angedrohte Sperre, die schon längst von den russischen Grundbesitzern gefordert wurde, als Entgelt 5,00 für die Erschwerung seiner Getreide- Ausfuhr nach Deutschland wirklich durch, so werden die Agrarier die ersten sein, die unter der 8,00 agrarischen Zollpolitik schmerzvoll aufschreien. Die agrarische Habgier und die ihr willfährige Regierungs5,507 unvernunft haben dahin geführt, daß die deutsche Bevölkerung an 5,00-6 feindlichen Handlungen des Auslands sich erfreuen muß. 1. roh 3,00 • • 2 poliert 5,00 " 3. Wellblech u. Niffelblech, roh. 4. Wellblech u. Riffelblech, bearbeitet. 5. Blech, gepreßt, geTocht, gebudelt, je nach Stärke 6. Weißblech. Eisenbahnschienen, 2,50 3,00 2,50 2,50 Robichienen u.Rohluppen 1,50 Eisenbahnachsen,-Näder, -Nadeisen. 3,00 3,00 Draht, je nach Stärke und Bearbeitung. . Röhren, Guß, 2,50 1. roh • 3,00 4,50 Eisenbahnschienen, Schwellen,-Laschen. Für Rohschienen, Rohluppen, Vertragszoll 1,50 Eisenbahnachsen,-Näder, -Radeisen 2c. Vertragszoll. durch diese die Warenpreise auf dem Inlandsmarkt in Röhren, Guß, roh und die Höhe zu treiben, uni dadurch die Möglichkeit zu bearbeitet.... gewinnen, auf Kosten der deutschen Verbraucher die fremde Konkurrenz auf den Auslandsmärkten unterbieten zu können. Röhren, gewalt, ge= Die einheimischen Konsumenten sollen ihnen nicht nur das zogen, aus schmiedExportrisiko abnehmen, sie sollen ihnen auch einen Stampf- barem Eisen.... 5,00 fonds liefern zur Niederziingung der ausländischen Industrien auf deren eigenem Markt. Eisenbauteile Schwellen, Laschen. 2. bearbeitet. Röhren, gewalzt, gezogen, aus schmiedbarem Eisen, 1. roh * Notleidende. Das Junkertum schreit von seiner Not und verlangt Bewucherung des ganzen Voltes, auf daß es seine standesgemäße" Lebensweise, festhalten könne. Wo wirkliche, grausame Not herrscht, das zeigt ein Situations bericht, den ein Dresdener Armenpfleger einem bürgerlichen Blatt, den„ Dresdener Neuesten Nachrichten", zur Verfügung 3,00-6 gestellt hat. Es heißt dort: 2. bearbeitet 6,00-10 12,00-20 3. Schlangenröhren, roh 8,00 4. Schlangenröhren, bearbeitet. 3,00 Eisenbauteile 3,00 10,00 Anker, Ambosse, Schmiedehämmer. Spaten, Schaufeln, Hen gabeln, Sensen, Sicheln, Strohmesser 2c. 15,00 6,00 5,00 Eine Unterstüßung der Bestrebungen dieser Schutzzollpolitiker heißt demnach nicht nur Preissteigerung der deutschen Fabrikate auf dem Inlandsmarkt; sie bedeutet zugleich eine Stärkung der Syndikate und Kartelle, deren Nüglichkeit die Kohlenkrisis Anter, Amboffe, Schmiedehämmer. im vorigen Jahre grell beleuchtet hat; fie Spaten, Schaufeln, Heubedeutet eine Erweiterung der Machtmittel gabeln, Sensen, Sicheln, dieser jeder Selbständigkeitsregung der Strohmesser 2c. Arbeiterklasse feindlichen Verbände, ins- Sägen, Sägeblätter 2c. 15,00 besondere ihres Mittelpunktes, des, Central- Feilen und Raspeln verbandes deutscher Industrieller, dessen Bohrer, Stemmeisen, forrumpierender Einfluß auf Regierung und Presse ohnehin Hobeleisen, Schaf in den letzten Jahren stetig gewachsen ist. scheren, Beitel, Maschinenmesser. Spiralbohrer, Fräser, Meßwerkzeuge Hänımer, Aerte, Beile, Hacken 2c.. Ketten • 15,00 6,00-15 15,00-20 10,00-40 Sägen, Sägeblätter Feilen und Raspeln Bohrer, Stemmeisen, Hobeleijen, Schafscheren, Beitel, Maschinenmesser 20,00 Spiralbohrer, Fraiser, Meßwerkzeuge.. 40,00 Hämmer, Aerte, Beile, Hacken Ketten, je nach Art Drahtseile Drahtstifte • • 15,00 6,00-15 15,00 10,00 15,00 15,00 10,00 3,00 3,00 . 10,00 10,00 Feine Schmiedewaren: 60,00 Schreibfedern. 60,00 • 1. roh, und Eisen 15,00 2. bearbeitet 24,00 Nähnadeln, gewöhnliche 60,00 f. Nähmaschin. 200,00 Schreibfedern 90,00 Handelte es sich thatsächlich nur darum, wie die im Solde der hochschutzöllnerischen Interessententliquen stehende Presse dem Publikum vorschwindeln muß, den einheimischen Markt der deutschen Industrie zu erobern und zu sichern, so wären die Schutzzollbestrebungen der Eisen- und Stahlindustriellen ganz unverständlich, denn diesen Markt besitzt die deutsche Eisen- Drahtseile industrie heute schon, und zivar in weit vollerem Maße, wie Drahtstifte. Schlittschuhe, Schlösser, im Jahre 1892/93, als sie durch den Mund des Freiherrn Schlüssel b. Stumm erklären ließ, sie sei längst über den ein eine Schneidewaren, heimischen Markt hinausgewachsen, bedürfe als Messer, Scheren 2c. 24,00 der fremden Absazmärkte und trete deshalb für die Handelsverträge, d. h. für die Re- Nähnadeln 2c. duktion des Weizen- und Roggenzolles auf 3,50 M. pro Doppelcentner ein. = Schlittschuhe, Schlösser, Schlüssel 15,00-20 Die deutsche Eisenindustrie ist unter Zollverhältnissen erstarft, die weit ungünstiger für sie lagen, als die heutigen. Schon ein flüchtiger Vergleich der Positionen des bisIm Jahre 1868 wurde im Zollverein der Zoll für Roheisen herigen Tarifs mit denen des neuen Entwurfs lehrt, daß auf 1 M. pro Doppelcentner, 1870 auf 50 Pf. herabgefeßt, durchweg die Zölle auf Eisenwaren beträchtlich erhöht find. während gleichzeitig der Zoll für Stabeisen auf 3,50-5 M. Die Eisenindustriellen haben sich dafür, daß sie ihre Vertreter ermäßigt wurde. 1873 wurde der Zoll auf Roheisen ganz im wirtschaftlichen Ausschuß für hohe Getreide und Fleischaufgehoben und der Zoll für Stabeisen, Eisenbleche, grobe zölle sowie für die Festlegung der ersteren durch Minimalsäge Gußwaren auf 2 M. reduziert; 1877 fiel auch dieser Zwei- stimmen ließen, recht fette Gegenkonzessionen gesichert. Was das mart- Zoll, nur der Zoll auf seine Eisenwaren bestand noch Fordern anbelangt, giebt eben das Schlotjunkertum dem Strautfort. Trotz dieser Zollermäßigungen und der englischen Kon- junkertum durchaus nichts nach. Der Zolljah von 1 M. pro Doppelkurrenz nahm die deutsche Eisenproduktion von Jahr zu Jahr centner für Roheisen ist geblieben, aber schon der Zoll für zu; 1874 lieferte sie über 90 Broz. mehr Roheisen als 1865. Stabeisen ist wesentlich erhöht und noch mehr für Eisenbleche. Jm Jahr 1879 wurde dann der Zoll für Roheisen wieder während der geltende Zolltarif für rohe Bleche ohne Unterauf 1 W., für Stabeisen und ganz grobe Gußwaren auf schied pro Doppelcentner 3 M., für polierte Bleche 5 M. 2,50 M., für Eisenbleche auf 3-5 M. festgesetzt. Unter diesen fordert, ist im neuen Entwurf der Satz von 3 M. nur für Bollfätzen hat sich nach und nach die Eisenindustrie aur be- ganz rohe über 1 Millimeter dicke Bleche beibehalten worden, Nach vollkommen glaubwürdigen Angaben zu schließen, dürfte der kommende Winter den Gemeinden außerordentlich hohe Aufgaben bezüglich der Armenpflege zuweisen. Noch nie, seit vielen Jahren, haben die Gemeinden, fast ohne Ausnahme, und ins besondere Dresden und seine Vororte, so viele Armen unterstützungen zu erledigen gehabt, als das jetzt der Fall ist. Die Leute drängen sich förmlich nach den Armen= ämtern, und was- aus der Praxis eines Armenpflegers entnommen für sonst gutfituierte Leute jetzt der Armen unterftigung teilhaftig werden müssen, sollte man nicht für möglich halten. Unzählige Gesuche laufen ein, in welchen um Grlaß der Steuern, des Schulgeldes usw. gebeten wird, und Vorschüsse aus den Armentassen werden erbeten, damit nur für ein oder zwei Monate die Miete wieder bezahlt werden kann, denn sonst werden die Leute aus der Wohnung gewiesen. Arme Wöchnerinnen bitten um den leihweisen Betrag der Hebammengebühr, wieder andre Bittsteller ersuchen das Armenamt um Geld, damit die vor dem Ver= fall stehenden Betten, Kleider usw. auf dem Leihhaufe prolongiert oder dort eingelöst werden können. Seine Arbeit tein Verdienst, Krankheit, Schulden usw. usw., das sind die Lamentationen, die das Armenamt oder die Armenpfleger täglich, ja stündlich zu hören bekommen. In den Wohnungen der Bittsteller fehlt es zu meist am Notwendigsten, oder aber auch an den guten Möbelstücken flebt das Pfändungszeichen. Und was beTommt der Armenpfleger in diesen Wohnungen zu sehen! Es giebt Straßen, zumal in den Vororten, die sich durch ihre schönen eleganten Häuserfronten auszeichnen, aber was für bitteres Elend verbirgt sich hinter dieser äußeren Eleganz. Da ist jetzt der Armenpfleger in eine Familie gekommen, in der das Oberhaupt seit einem halben Jahre daniederliegt. Der Mann hat bei Wasserregulierungsarbeiten Verdienst gehabt, er hat sich aber in deur Wasser erfältet, die Lungenentzündung bekommen, und 171117 sieht er dem Tode entgegen. Jur der großen schönen Stube der Wohnung in erster Etage steht ein Tisch, ein Stuhl und ein großes Bett. In diesem liegt der franke Mann, und auf die Frage des Armenpflegers, wo die fünf kleinen Kinder und die Mutter schlafen, giebt es eine schüchterne, ausweichende Antwort: Die fiebenköpfige Familie in eriter Etage hat nur ein Bett, und nachts schlafen drei Kinder mit bei dem Iungentranten Vater, die andren liegen auf zurechtgemachten Lager auf der Diele. Für diese Familie wurde sofort und ausreichend gesorgt. In einer audren Familie, die nur zwei Betten zur Verfügung hatte und die aus falscher Scham sich nicht an das Armenant um Unterſtügung gewendet hatte, lagen bon 6 Kindern deren 4an Kenchhusten und Lungenentzündung danieder, die Familie hatte nur zwei Betten, und Vater und Mutter, Arbeitsleute, saßen des Nachts auf Stühlen und pflegten die Kinder, beide selbst krank vor Abspannung. Auch hier wurde sofort helfend eingegriffen. Und so giebt's der Fälle ununzählige, und immer schlimmer wird es, denn jetzt suchen auch bereits Leute, wie Kaufleute, Agenten, Kleine Händler usw. darum nach, ihnen das Schulgeld und die Steuern zu erlassen, denn sie verdienen nichts, obwohl die Männer von früh bis abends nach Arbeit Umschau halten. Die Steuererlaßgesuche zählen nach Hunderten, nur dieser Gesuche wegen laufen[ Vor 1/2 Jahren suchte die Regierung das neue kolossale die Armenpfleger treppauf und treppab. Während der eine Bitt- Flottenprogramm annehmbarer zu machen durch die Eröffnung rosigster steller verlegen weil er's das erste Mal thut un Unter- Finanzaussichten. Man schwamm in Woune und man berechnete, flügung aus der Armenkasse nachsucht, tritt ein andrer wie der befruchtende Strom der Reichseinnahmen von Jahr zu Jahr schon tecker auf; er fagt dem Armenpfleger:„ Ich " Ich höher schwellen und leicht die große Flotte tragen werde. verdiene nichts darum zahle ich nichts, geben Sie mir Arbeit, andernfalls nehmen Sie mich mit Frau und sind das Centrum spielte den Vorsichtigen; zuerst zeigte er sich erschreckt ins Armenhaus!" Es ist die Verzweiflunng, die aus ob des ungeheueren Anwachsens der Ausgaben für Militarismus dem Manne spricht, ihm ist eben alles gleich. Das und Marinismus, dann überwand es den Marineschrecken durch ist ein Bild, wie es thatsächlich sich täglich entrollt. Wenn es Schaffung neuer Steuern, die seine Befürchtungen schwinden so fortgeht, wie in den letzten Wochen, dann dürften den Gemeinden ließen und durch die, wie es sich rühmte, die Reichsfinanzen fchivere Lasten erwachsen, die Armenunterstüßungen häufen sich, gesichert werden sollten. wie es noch nie der Fall war, eine Arbeitslosigkeit und eine Bahlungsunfähigkeit machen sich bemerkbar, die ernste Schlüsse ziehen lassen, ohne daß man dabei übertreibt. Hunderte von Familien sehen dem Winter mit Bangen entgegen, und wie viel brave, arbeitsame Leute unverschuldet leiden müssen, weil sie nirgends etwas verdienen können, davon können die Armenpfleger ein Wort erzählen." Und dieser furchtbaren Armut soll der letzte Hungerbroden bewuchert werden zu Gunsten der Großgrundbesizer, die im Reichtum schamlos von Not deklamieren, weil der Herr Baron in früheren Zeiten vielleicht 30 000 m. Jahreseinkommen hatte und jetzt bei 25 000 M. Not leidet". Brotwucher- Politik und Landtagswahlen. Reiche und mit Der Marinewahn führte zum Wahn der Weltpolitik und China, aus dem man ungeahnte Schäge einzuheimfen gedachte, warf die Reichsfinanzen in Verwirrung. Je mehrnene Steuern um so leerer die Reichskasse. Das Jahr 1900 stand aber noch im Zeichen leidiger wirtschaftlicher Brosperität, das laufende Jahr des wirtschaftlichen Niederganges wird noch weit tiefere Ebbe in der Reichstafse zeigen; aber das verzehrende Unheil der unproduktiven Ausgaben für kulturfeindliche Zwecke frißt stets in gleicher, wenn nicht noch immer sich mehrender Gefräßigkeit weiter. die Die Kolonialarmee. Eine indirekte Bestätigung der Hunnenbriefe hat niemand anders wie der Kriegsminister selbst geliefert. Der Frankfurter Voltsstimme" wird zu ihrem Hummenbrief- Prozeß von einem militärischen Fachmann geschrieben: " Ihr Hunnenbrief- Prozeß wächst sich ja sehr interessant aus. Der Staatsanwalt gab bekanntlich zu, daß es dem Kriegsminister Darnus mur darauf ankomme, den Briefschreiber zu eruieren. aber geht hervor, daß Herr v. Goßler eigentlich doch Zweifel haben muß, ob denn die Hunnenbriefe nicht am Ende doch der Wahrheit entsprechen. Wäre nämlich der Kriegsminister fest überzeugt, daß die Hunnenbriefe und daher auch der von der Volksstimme" mitgeteilte nur Prahlereien feien, dann würde es gar feinen Sinn haben, nach dem Urheber zu forschen, wie wir sofort zeigen wollen. Schreibt ein Soldat einen Hunnenbrief nach Hause, in dem er lediglich geflunkert hat, so tann er, und mag er auch noch so blutrünstig gelogen haben, nicht gerichtlich, sondern mur disciplinarisch bestraft werden. Nun verjähren aber, um den üblichen Ausdruck zu gebrauchen, Verfehlungen von Militärpersonen, welche nur disciplinär geahndet werden können, schon nach 3 Monaten, wie der§ 44 der Disciplinarstrafordnung Da aber seit der Absendung der Hummen briefe überhaupt und auch der von Ihnen veröffentlichten Epiſtel bedeutend mehr als 3 Monate vergangen sind, so kann jetzt ein Sunnenkrieger auch für den gräßlichsten Brief nicht mehr bestraft werden, vorausgesetzt, daß der Jubalt erdichtet war. mit Hat also der Herr Kriegsminister wirklich die feste Leberzengung, daß die Hunnenbriefe nur Produkte der Phantasie sind, so ist wirklich nicht einzusehen, weshalb er immer noch nach den Schreibern fahndet. Er kann ihnen ja doch tein haar trimmen." Der Betveis ist zwingend! Uebrigens " was denkt Herr v. Goßler über den Luzerner Nun sollen durch Bollerhöhungen die Reichseinnahmen .8 Brotwucher- Politik verstärkt werden. Die Sünde verschwenderischer Weltpolitik soll Aus Baden wird uns geschrieben: Obwohl die Entscheidung durch die neue Sünde der Hochschutzollpolitik übertüncht werden, in der Frage der Gestaltung des neuen Bolltarifs nicht der Kompetenz dem Neiche einige Zeit höhere Einnahmen bringen der Landesparlamente untersteht, befürchtet die badische Regierung fann, aber bald Handel und Industrie lähmt und also zu immer allem Anschein nach doch einen für sie nachteiligen Einfluß der schwierigeren Finanzverhältnissen treibt. neuesten Bollpolitit des Reichs auf das Resultat der bevorstehenden Eine gründliche Reichsfinanzreform wird immer dringLandtagswahlen. Und diese Befürchtungen sind gewiß nicht unlicher. Doch nicht eine Finanzreform nach Miquelschem Recept, die den begründet; denn es liegt in der Natur der Sache, daß die Un- Einzelstaaten jede Mitverantwortung für die Finanzwirtschaft im Reiche Commis B.? Kann er noch immer nicht seinen Namen nennen? zufriedenheit des Volks mit den allgemeinen Zuständen im abnimmt und das Reich noch mehr als bisher schon auf die Ausbeutung d dem von dessen Leitern gesteuerten Kurse der unbemittelten Klassen durch indirekte Steuern und Zölle weist. bei allen Wahlentscheidungen nicht nur politischer, sondern Eine Finanzreform thut Not, die endlich die Be= Die ,, Poft" redet ein kleines Geschimpf gegen den„ Vorwärts" selbst kommunaler Natur zum Ausdruck kommt und dabei die Reihen der entschieden oppofitionellen Parteien ver- fienden Zahlung leisten läßt für die von ihnen gewollte und den Worten: Welche Ansicht muß der ehrliche Vorwärts" von der Intellistärkt. Aus dieser Erkenntnis heraus ist es wohl verständlich, verübte militaristische und marinistische Politik. genz seiner Leser und Anhänger haben, wenn er ihnen von einem wenn die badische Regierung sich jetzt bemüht, die allgemeine EntTage zum andern dergleichen zu bieten wagt!" Die„ Post" glaubt rüstung der großen Mehrheit des badischen Volks über die drohende einen Widerspruch zu entdecken zwischen den Ausführungen, die ungeheuerliche Berteuerung seiner umentbehrlichsten Lebensmittel, so Als die Nachricht kam, daß in China, namentlich auch in unser Mitarbeiter jüngst über Warenpreise und Gewinne der deutschen Parteien, insbesondere der Socialdemokratie, die Position im be- Shanghai, erhebliche deutsche Besatzungen zurückbleiben sollten, be- in der Notiz„ durch Brotwucher zur Shudikatsherrschaft." ginnenden Landtagswahlkampf nicht allzu sehr zu verstärken. Wird zeichneten wir dies sofort als eine eigenmächtige Bildung einer Unfre Kennzeichnung der wahren Gründe, welche die großdoch zwischen dieser und den Anhängern der Regierung gerade in den Kolonialarmee und eine Verfassungswidrigkeit, da nene Truppen- industriellen Hinter- und Geldmänner der" Post" zur Unterſtüßung wichtigsten Induſtrieſtädten des Landes, in Mannheim, Karlsruhe, formationen ohne Genehmigung des Reichstags nicht gebildet werden der agrarischen Brotwucherpolitik treiben, hat, wie fich zeigt, allerPforzheim, Lörrach, deren Bevölkerung durch die Zollerhöhungen zu dürfen und auch die Chinavorlage die Auflösung des Expeditions- dings die dürftige Intelligenz der Postredaktion weiter und so sehr 9/10 schwer geschädigt würde, der Entscheidungskampf ausgefochten. Ende beeinträchtigt, daß sie nicht mehr zureicht, um diese sehr einfachen Erst dieser Tage noch hat die tammer in einer eingehenden Besprechung des neuen Bolltarif des Rachezuges verlangt, indem sie eine dauernde oder vorüber- Angelegenheiten der industriellen Konkurrenz zu begreifen. tammer in einer eingehenden Beierheimer Handels- corps nach dem- vom Kaiser ausdrücklich anerkanntén Unser Mitarbeiter hatte die fich gegen Auffassung entwurfs ausdrücklich festgestellt, daß nach ihrer Ansicht der Entwurf gehende Besetzung chinesischer Pläge unzweideutig von der vorgewendet, daß die deutschen Export Industriellen, weil in seiner jetzigen Fassung geeignet erscheint, den Abschluß günstiger, herigen Bewilligung durch den Reichstag abhängig macht. jte mit Verlust exportieren, int Juland Entschädi für die Pforzheimer Industrie unentbehrlicher Handelsverträge in Damals war es die Freisimmige Zeitung", die uns eines gung nachsuchen müssen durch Erhöhung ihrer Warenpreise. Frage zu stellen. Sie spricht sich deshalb nach wie vor gegen jede Besseren zu belehren suchte, die, wie schon im Vorjahr, abermals wir aber haben dieser, von unfrem Mitarbeiter mit Recht bekämpften Bollerhöhung sowie gegen die beim Getreide beabsichtigte Ein- den Ehrgeiz hatte, dem Grafen Bülow Rechtfertigungsmaterial für Auffassung in keiner Weise beigepflichtet. Wir haben lediglich die bekannte führung eines Doppeltarifes mit Maximal- und Minimaljägen aus seine Verfassungswidrigkeiten in die Hände zu spielen. und unbestreitbare Thatsache behauptet, daß die deutsche Exportindustrie und beschloß zivecs Herbeiführung einer gemeinsamen Stellungnahme seitens sämtlicher badischer Handelskammern zu dieser An- Inzwischen berichten die„ Berliner Neuesten Nachrichten", daß vielfach in Auslande billiger verkauft als im eignen Vatergelegenheit, die Einberufung eines badischen Handelstages schon im Frühjahr innerhalb der Regierung beschlossen worden war, lande". Deutscher Zucker, deutscher Spiritus, deutsche Eisenwaren 2c. werden in Amerika und England billiger verkauft als in Deutschland beini Borort desselben, der Handelskammer Mannheim, zu be- die oftastatische Besatzungsbrigade ständig in China zurückzulaffen, selbst. Unser Mitarbeiter war weit entfernt, diese Thatsache zu be um fie als Stammtruppe für eine Deutsche Kolonialstreiten. Er hat aber bestritten und mit Recht bestritten, daß der : antragen. Unter dem Einbrud diefer sich von Tag zu Tage mehr häufenden armee dauernd zu behalten. So fei es auch erklärlich, warum billigere Verkauf im Auslande zugleich ein Verkauf unter Verlust Kundgebungen der Bevölkerung gegen die Bollpolitik des Reichs sieht die von Deutschland in China zurückgelaffene Truppe in einer gerade- ist. Wenn die Großzindustrie durch Errichtung von Schutzöllen und fich die badische Regierung zu einem öffigiösen Abwiegelungsversuch zu unerklärlich großen Stärke belassen worden ist.„ Alles in allem Syndikatsdiftatur den deutschen Konsumenten schmählich überteuert, in der„ Karlsruher Zeitung" veranlaßt, der auf einen wenig zuversicht haben wir es also mit einer verschleierten Heeresvermehrung zu so bedeuten ihre niedrigeren Auslandspreise natürlich längst nicht lichen Ton gestimmt ist und die erregte Oeffentlichkeit durch die Redensart einzuschläfern versucht, daß ja die jezt publizierten thun, die, zunächst noch unter der Maske des Provisoriums er- Gewinnlosigkeit. Die" Post" dürfte noch so viel Intelligenz in BorTariffäge nur unverbindliche Vorschläge" bedeuten. scheinend, über kurz oder lang in den Rahmen unsrer Wehrverhältnisse rat haben, um einzusehen, daß die Großindustrie nicht dauernde Geschäfte betreibt, die ihr nichts einbringen. Was an der badischen Socialdemokratie liegt, so wird diese nicht in Permanenz erklärt werden wird." verfehlen, die Beschwichtigungsbestrebungen der Regierung ins richtige Unter Berufung auf eine Endlosigkeit der unsicheren chinesischen Zur Verhöferung des Zolltarifs versucht die Londoner Licht zu rücken und den Kampf gegen den Brotwucher mit un- Verhältnisse wolle man dem Reichstag und die öffentliche Meinung Finanzchronik" allerlei edle Betrachtungen, die wie ein Dementi wahlen wird den maßgebenden Streisen in Karlsruhe wie in Berlin recht erhebliche Beiträge für ständige Auslandstruppen jetzt in sittlicher Entrüstung sich drapieren, jeden Anteil an verminderter Energie weiter zu führen. Das Ergebnis der Landtags- allmählich und auf einem nahezu schmerzlosen Wege daran gewöhnen, wirken sollen. Interessant ist nur das eine, daß das Blatt behauptet, daß wir deutschen Blättern und namentlich solchen, die keinen Zweifel darüber lassen, wie das werkthätige Volk ihr will auszugeben. Man denke an der entscheidendsten Stelle nicht daran, unsrer Kenntnis, wie dringend er auch erbeten fähriges Entgegenkommen gegenüber den unverschämten Forderungen die einzelnen Truppenteile der ostasiatischen Brigade jemals wieder wurde, wiederholt verweigerten Auch englischen des Agrariertiums beurteilt. Die Landtagswahlen scheinen diesmal übrigens mit besonderer aufzulösen. Man will eben eine verhältnismäßig starke und für Beitungen, die sich auf Grund von Berliner Informationen an uns Beschleunigung vollzogen werden zu sollen. Wie das Ministerium den Ueberseedienst vollkommen ausgerüstete Expeditionstruppe jeder wandten, ist eine höfliche aber entschiedene Ablehnung geworden". auf Grund einer landesherrlichen Verfügung soeben bestimmt hat, 8 eit zur Hand. haben, die von nun ab ohne parlamen= Welche Blätter mögen das wohl gewesen sein"? find die Vorarbeiten für die Wahlen alsbald zu beginnen und die tarische oder staatsrechtliche weitläufigkeiten Die preußischen Fabrikinspektoren- Berichte sind vergriffen, Wählerlisten vom 20. August an aufzulegen. Vor zwei Jahren des taiserlichen Befehls gewärtig zu stehen hat. Auf heißt es in den Sortiments- Buchhandlungen. Und der Verlag geschah lezteres erst am 26. September, also volle fünf Wochen dem Umwege der ostasiatischen Besagungsbrigade wird dies um so bestätigt es. Es wäre doch interessant, etwas über die Auflage später. Es kann deshalb angenommen werden, daß die zweite leicher zu erreichen sein, je länger das Wort„ Kolonialarmee" un- der Berichte zu erfahren. Böse Leute meinen, daß die Zahl der Kammer nicht erst, wie bisher, im November, sondern bereits im ausgesprochen bleibt." Stäufer nicht start steige, daß aber die Auflage der Berichte sehr stark Oftober einberufen werden wird. vermindert werde. Hält man denn schon die offizielle sociale Thatsachenfeststellung für staatsgefährlich? Politische Meberlicht. Berlin, den 5. Auguft. Was das loyale Blatt hier andeutet, läßt sich ohne einen krassen Bertrauensbruch schlechterdings nicht durchführen. Jede militärische Neuformation bedarf der Bewilligung des Reichstags. Andrerseits würden die Chinafoldaten überhaupt nicht zur deutschen Armee gehören, sondern private Angestellte des Reichskanzlers oder deffen, der sie sonst wünscht, darstellen, die aus den privaten Mitteln des Interesienten bezahlt werden müssen und die kein Recht haben, im Namen des Reichs irgend etwas zu unternehmen. Diese militärischen Privatagenten hätten keine anderen Rechte und genöffen keinen anderen Schutz als irgend ein in China befindlicher Angestellter einer Exportfirma. 4 Reichsdeficit. Der jetzt vorliegende Endabschluß der Reichshaupttaffe bestätigt nur so sehr die seit Halbjahrsfrist hervorgetretene Thatsache einer immer zunehmenden Reichsfinanzklemme. Die Offiziösen müssen sich entschließen, den Jammer der Reichsfinanzen, der die Folge der unſeligen allgemeinen Politit des Reichs ist, auf zudeden. Die„ Berl. Pol. Nachr." schildern die Finanzsituation also: Nicht nur das finanzielle Verhältnis des Reichs zu den Jezt ist auch der Freifinnigen Beitung" das Verständnis für Ginzelstaaten hat sich in Wirklichkeit schlechter ge- die Gefahr aufgegangen und sie redet drohend von einem neuen ftellt, als im Etat angenommen war, anch Konflikt zwischen Regierung und Reichstag. Ach, diefer Reichstag für die Reichstasse selbst hat sich ein Fehlbetrag und ein konflikt! Wenn Herr Bülow wieder mit rührender herausgestellt. Liebenswürdigkeit das Zauberwort Judemnität" aussprechen wird, Was zunächst den letzteren betrifft, fo find zwar bei den der dann wird all' die gewaltige„ Opposition" wieder dankerfüllt über Reichstaffe verbleibenden Einnahmen verschiedentlich Mehrerträge so viel Gnade zusammenknicken. Ja, der Graf Bülow braucht sich zu verzeichnen gewefen, so bei der Zuckersteuer in Höhe von etwa nicht einmal in solche verbalen Unkosten zu stürzen. Unfre Patrioten 24/2 Mill., bei dem Bankivesen von 11 Mill., bei den verschiedenen bewilligen auch schließlich alles, wenn der Kanzler ihnen nicht das einnahmen find durch die Mehrausgaben und Minderüberschüsse schöne Wort Indemnität zugesteht! Verwaltungseinnahmen von 3/4 Mill. Mark, jedoch alle MehrD 00.01 Deutsches Reich. des Eine anerkennenswerte freiheitliche Auffaffung Vereinsrechtes bekundete das Schöffengericht in Crefeld. Die dortigen Bäckermeister hatten eine Versammlung veranstaltet, in der fie gegen die von christlicher Seite ausgegangenen Organisationsbestrebungen ihrer Gehilfen zu Felde zogen. In ihrer Ünbeholfenheit hatten die biederen Bäckermeister die Versammlung nicht polizeilich gemeldet. Die Polizei hätte sie ja vor den üblen Folgen dieser Nachlässigkeit bewahren können, indem sie, wie sie das bei Arbeiterversammlungen zu thun pflegt, die nichtgemeldete Veriamm lung von vornherein verhinderte. Judessen wollte sie wohl den Herren Meistern einen fühlbaren Denkzettel anhängen. Sie ließ die Verjammlung ruhig tagen und nachträglich erhielten drei der Bäckermeister, die in der Versammlung als Leiter und Stedner aufgetreten. varen, eine Auflage wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz. Das Schöffengericht spräch die Angeklagten jedoch frei und begründete dies mit folgendem trefflichen Sage: Eine Versammlung, an der nur Angehörige desselben Gewerbes teilnehmen, bedarf keiner polizeilichen Anmeldung, auch wenn in derselben öffentliche Angelegenheiten erörtert werden. Versammlung bedarf einer polizeilichen Anmeldung; ste kam ihre Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und sagen, keine Angelegenheiten stets ohne Hilfe der Polizei erledigen. So weit so verschlungen, daß sich noch ein Fehlbetrag von also die Bedürfnisse der Versammlung und der Staatsbürger über nahezu zwei Millionen ergeben mußte. Haupthaupt in Frage kommen, geben wir dem Crefelder Schöffengericht sächlich kommt bei den Minderüberschüssen die Poft und 1 durchaus recht; leider schreibt aber das gegenwärtige preußische Telegraphen Verivaltung in Betracht, bei welcher der AusVereinsgesetz die Anmeldung von Versammlungen, die sich mit fall rund 251/2 Millionen Mark gegen den Etatsanschlag betragen hat, und die Reichs Eisenbahnverwaltung mit rund der Königin Victoria und Mutter Wilhelms II. ist auf Schloß Schöffengericht wird sich also wohl eine Korrektur seiner modernen Kaiserin Friedrich, die Gattin des zweiten Kaisers, Tochter öffentlichen Angelegenheiten beschäftigen, auf alle Fälle vor, auch Das brav gesinnte wenn nur Bäckermeister daran teilnehmen. 2 Millionen. Dazu kommt, daß die Minderausgaben bei den einzelnen Verwaltungen durch die Mehrausgaben um 9,2 Millionen Cronberg im Alter von 60 Jahren gestorben. Sie hatte an einer Rechtsauffaffung durch die Strafkammer gefallen lassen müssen. Hier fällt hauptsächlich die Mehr- schweren inneren Krankheit gelitten. Hochverräterische Liebesbriefe. Die Kaiserin Friedrich hatte den Ruf einer gescheiten, unterIn der Redaktion der ausgabe der Marine verwaltung mit 52 Millionen richteten und ernsten Frau. Sie gehörte wie auch die Kaiserin Gazeta Tornusta" fand am 1. Juli eine Haussuchung nach dem Mart ins Gewicht; auch der Zuschuß zur Jnvaliditäts- und Altersversicherung hat eine Million mehr erfordert, die Familien- Augusta zu den Frauen des Hofes, die Bismard ingrimmig haßte, Manuskript eines staatsgefährlichen Artikels statt. Die polizeiliche der über die höfische Unterrodspolitik" die derbsten Aeußerungen Staubreinigung verschollener Papiere hatte den üblichen Erfolg es unterstützungen aus Anlaß von Friedensübungen 1/4 Million usw. im Munde zu führen pflegte. Ste war ihm lediglich die wurde nichts gefunden. Dagegen machte man eine wichtige Ent Während so die Matrikularumlagen sich erhöhen, werden die leberweisungen, welche das Reich Engländerin, die liberale Engländerin, die zu Gladstone hielt und deckung: ein Geheimfach in dem Schreibtisch des Chefdie demokratische Volts- Zeitung" las! Von ihrem englischen Dünkel" redacteurs wurde entdeckt. den Einzelstaaten zu zahlen hat, geringer fein, als im bat er seinen Vertrauten allerlei Anekdoten in die Feder dittiert. ging man mit Hilfe eines Schloffers an die Arbeit des Etat vorgesehen. Zwar haben die Reichsstempelabgaben Wenn es wahr ist, daß die Verstorbene es verstanden hat, manche Schloßsprengens. Als das Geheinfach geöffnet war, jah man 11,7 Millionen gegen den Etat mehr erbracht, aber diese allerärgsten Brutalitäten Bismarcks zu mildern oder zu verhindern, sich im glücklichen Besitz einer mit verdächtigem Eifer gesicherten find nach dem Geseze vom 14. Juni 1900 zur Verstärkung der so wäre das kein geringes Lob für ihren Charakter. Korrespondenz, der Briefe der Braut und jezigen Frau Betriebsmittel der Reichskasse zu verwenden. Es bleibt demnach mur des Redacteurs, fowie eines Tagebuches, dem die jetzige Frau das Mehr der Verbrauchsabgabe von Branntwein in Höhe Redacteur ihre Badfischeindrücke anvertraut hatte. von 1,2 Millionen fibrig, dem aber ein Weniger bei dem Ertrage der Zölle und Tabakstener in Höhe von 7,6 Millionen gegenüber Die leberweisungen an die Bundesstaaten werden demnach rund 6½ Millionen weniger betragen, als im Etat vorgesehen. Ein so ungünstiges Ergebnis hat der Finalabschluß der Reichshanptkasse schon seit Jahren nicht aufzuweisen gehabt." " Da der Redacteur abwesend war, Kaiserin Friedrich hat ihren Mann um 13 Jahre überlebt. Dem Berliner Hof war fie feit dem Regierungsantritt des gegen wärtigen Staisers fern geblieben. Nur in den ersten Jahren war sie ein paar Mal in Berlin und versuchte sogar einmal eine allerdings nunmehr auf den 15. August festgesetzt. Die Verhandlung findet Im Gumbinner Militärprozeß ist die Hauptverhandlung mißglückte politische Mission, damals als sie nach Paris fuhr, um wiederum in Gumbinnen in der Dragoner- Kaserne statt. Nach französische Maler zur Beschichung der Berliner Kunstausstellung, Auficht des Ober- Kriegsgerichts werden die Verhandlungen bis Versöhnung suchend, einzuladen. 19. Auguſt dauern. int Wie bekannt, haben am 18. und Jaminie do 13. aliin Gumbinnen umfangreiche Zeugenvernehmungen 119. Asien. stattgefunden, welche auch über die Frage Aufschluß geben| Hung- Tichangs, Litschenfong, zum chinesischen Gesandten für Rußmußten, ob die Haft, in der sich Hickel befindet, materiell land ernannt werden, um die von seinem Vater begonnene Politit gerechtfertigt ist, ob, mit andren Worten, ein neuer Verdachtsfortzusetzen. grund, der Hickels Untersuchungshaft materiell rechtfertigen könnte, thatsächlich vorliegt. Die„ Nat.- 3tg." teilt mit, daß der Verteidiger nach den Vernehmungen bei den kommandierenden General erneut Sickels Freilassung beantragt, als Antwort aber die Mitteilung er halten hat, daß es bei dem Haftbefehl vom 6. Juni ſein Bewenden haben müsse. Gründe dafür waren nicht angegeben. Für Gesezwidrigkeiten kann man allerdings keine Gründe angeben! Die Opfer des Schwindels. Aus der Eifel teilt unser Kölner Parteiblatt mit: Zu den Opfern des Terlindenschen Krachs gehört auch eine ganze Anzahl Fuhrleute, Handwerker 2c. in der Gegend von Schleiden, wo die Firma Terlinden eine große Drechslerei( Stuhl und Stuhlbeinfabrik) besitzt, die sofort nach Ausbruch des Konkurses still gesetzt wurde, troydem dieser Betrieb als ein überaus florierender gilt. Es giebt dort Fuhrleute, die mit ein, zwei und drei Pferden diefer Fabrik aus der Umgegend das Holz zuführen und denen die Firma 1000, 2000 und mehr Mark schuldet. Für diese Leute, die meist von der Hand in den Mund leben, und mit den Rückständen vielfach ihre Schulden, Miete, Pacht oder Zinsen zu decken haben, ist der, wenn auch nur teilweise Verlust ihres Guthabens in äußerstem Maße empfindlich. Um ein Beispiel anzuführen: in Wolfgarten bei Gemünd schaffte sich im vorigen Jahr ein Knecht Pferd und Karre an und machte sich damit selbständig. Sonst nennt der Mann, außer einem Häuschen mit Stall, nichts sein eigen. Diesem Mann nun schuldet die Firma Terlinden rund 500 M. Und dabei hat dieser arme Mensch eine Familie von vierzehn lebenden Kindern.. wußte sich bei seinen Gründungen stets mit einem gewissen Nimbus zu umgeben. Bei der Gründung der Fabriken betoute er immer, er wolle der Gegend den armen Leuten in Gelegenheit zu einem guten Verdienst geben, zudem hier noch ein unverdorbener, von der Socialdemokratie nicht verseuchter Arbeiter stand existiere. Die beste Eigenschaft diefer unverdorbenen" Arbeiter war natürlich bei Terlinden die, daß sie sich für wahre Hungerlöhne ausbeuten ließen, was in solchen Gegenden bekanntlich nicht mehr so leicht möglich ist, wo die Socialdemokratie die Arbeiter verdorben" hat. Ausland. Oestreich- Ungarn. Terlinden Der englisch- türkische Zwischenfall im Hinterlande von aden ist noch nicht abgeschlossen. Der Zusammenstoß zwischen den englischen und türkischen Truppen erfolgte auf dem Gebiete der Hushabis. Die Pforte behauptet, daß die englischen Truppen bei der Verfolgung des Araberscheits Makbul einige Ortschaften im türkischen Gebiete besett hätten und hat deshalb Schritte in London zur Zurückziehung der englischen Truppen unternommen. lautet, wird eine Untersuchung zur Feststellung des Thatbestandes eröffnet werden. Von englischer Seite wird behauptet, daß die Araber, unterſtügt von türkischen Truppen, in unter englischem Protektorat stehende Gebiete eingefallen seien. England werde deshalb Genugthuung verlangen. Amerika. Wie vers Die Wirren in Venezuela. Eine von der Regierung ver öffentlichte Mitteilung besagt, die columbische Invasion sei abgeschlagen worden und die Eindringlinge seien nach den Kämpfen vom 29. Juli über die Grenze zurückgegangen. Sie hätten 900 Mann verloren, während auf venezolanischer Seite 300 gefallen feien. " Der Boeren- Krieg. Englische Besorgnisse um Johannesburg. Die Westminster Gazette", berichtet aus Johannesburg: Die Stadt gewährt einen ungemein betrübenden Anblick. Da ein leberfall seitens der Boeren befürchtet wird, find äußerst strenge Maßregeln getroffen worden, auf deren Zuwiderhandlung seitens der Bevölkerung strenge Strafen gefeßzt sind. Konzentrationslager für die Eingeborenenbevölkerung der Boerenrepubliken will England jetzt errichten. Das„ Reutersche Bureau" meldet aus Kroonstad: Da sich herausgestellt hat, daß die im Felde stehenden Boeren ihre Vorräte aus den Kafferntraalen ergänzen, so ist beschlossen worden, die Eingeborenen zu sammeln und sie in besonderen Lagern unterzubringen. Da die Zahl der Eingeborenen ein paar Mal so groß ist, wie die der weißen Bevölkerung der Boerenrepubliken, dürfte das ein sehr schwieriges Unterfangen sein. Die Kriegskosten. In drei Monaten 640 Millionen Mark, das ist ein teures Bergnügen. und Danach dürfen also wohl Socialdemokraten in Weimar über. Es werden dafür bei haupt nicht mehr in Versammlungen reden. den Wahlen. umsomehr Socialdemokraten stimmen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Berichtigung. Herr Walther Weiste teilt uns mit, daß ſein Barbiergeschäft sich Marsiliusstr. 9 befindet, während das unter dieser Adresse von der Lohnkommission der Barbiergehilfen in unsrer Sonnabendnummer bekannt gegebene Geschäft des Herrn Stanowsky sich Marfiliusstr. 11 befindet. Deutsches Reich. Generalftreik der Flaschenmacher. Einen schönen Beweis von Solidarität haben die englischen Flaschenmacher ihren im Kampf stehenden deutschen Kollegen gegeben. Der Sächs. Arb.- 8tg." wird aus Castleford geschrieben, daß daselbst am 29. Juli eine besondere Vorstandsfizung der englischen GlasflaschenmacherUnion stattfand, in der ein Vertreter des deutschen GlasarbeiterVerbandes den englischen Kollegen nähere Erläuterungen zum gegenwärtigen Streit gab. Nachdem die schwierige Lage, in der sich die deutschen Kollegen befinden, reiflich erivogen war, wurde beschlossen, die ersten 20 000 m., die dem Vorstand der deutschen Glasarbeiter zur Verfügung gestellt werden, sofort abzusenden, was auch geschehen ist. Dann wurde beschlossen, eine zweite Summe von 20 000 M. den deutschen Kollegen zur Verfügung zu stellen. Weiter wurde beschlossen, die wöchentliche Ertrastener, die seit dem 11. Mai gesandt wird, von 25 Pf. auf 50 f. pro Mitglied vom 3. August ab zu erhöhen, was einen Betrag von 1600 M. die Woche ergiebt. Die Frage, ob weitere Summen zur Verfügung zu stellen seien, wurden offen gelaffen. Sollte der Streit nicht beigelegt sein, wenn der internationale Glasarbeiter- Kongreß am 25. August in Hannover zusammentritt, so ist sicher, daß die englischen Kollegen andre Maßregeln zur Unterstützung der kämpfenden Glasarbeiter in Deutschland ergreifen werden. Ueber die Situation des Streits in den Dresdener Fabriken entnehmen wir der Sächsischen Arbeiter- Beitung", daß auch die Lehrlinge fich dem Ausstand angeschlossen haben. Da dieselben einen längere Zeit währenden Lehrvertrag haben, so rief die Firma die Hilfe der Polizei an, die, dienstbereit wie immer und in diesem Falle allerdings gestützt auf geltendes Recht die GewerbeOrdnung den Lehrlingen befiehlt, sofort wieder die Arbeit auferzwungenen Arbeit Vorteil hat, das dürfte fraglich sein. zunehmen, andernfalls sie zwangsweise zur Arbeit zurückgeführt werden. Ob die Firma von solcher polizeilich Im Unterhause erklärte Lord Stanley, der Sekretär des Kriegsder einen Lieutenant, der ihn bei einem Gartenfest beschimpft hatte, Ende April und dem 31. Juli feien auf 32 Mill. Pfd. Lſtrl. zu Oestreichische Brüsewike. In Teschen wurde ein Kaufmann, amts: Die Kriegskosten für den Krieg in Südafrika zwischen bei dessen Oberst zur Anzeige gebracht hatte, am Sonnabendabend veranschlagen. In dieser Summe seien jedoch einige frühere AusZuverlässigen Mitteilungen unsres Dresdener. Partei- Organs um 7 Uhr beim Verlassen eines Cafès von 3 Offizieren über- gaben mit einbegriffen. fallen und mit scharfen Säbelhieben traktiert. Hätte der Ueberzufolge fängt in der Siemensschen Fabrik schon der Vorrat an gangfallene mit seinem Regenschirm nicht die Hiebe einigermaßen baren Flaschen an inapp zu werden. Es liegen aber eine Menge Ausschußflaschen da, für die den Arbeitern bei der Herstellung nur zu parieren versucht, wäre es ihm übel ergangen, mußte er doch ohnehin in ein Spital gebracht werden, wo ihm seine Verein ganz geringer Lohn gezahlt wurde. Diese Flaschen werden Eine internationale Protestkundgebung legungen, darunter eine wie mit einem scharfen Messer ausgeführte jezt ausgesucht, ob zum Zwecke des Verkaufs, wissen wir nicht, eine Durchschneidung der Fingerfehnen der linken Hand, verbunden aller Socialisten schlägt das belgische Socialistenorgan Journal folche Vermutung liegt nach Lage der Sache aber sehr nahe.Es veröffentlicht im Sperrdruck eine Note, Die Hilfsarbeiter werden der Firma allmählich unbequem, da für wurden. Was wohl da den Brüsewißen geschehen wird? Zu dritt de Charleroi" vor. mit gezogenem Säbel über einen Unbewaffneten herfallen, zeigt worin es heißt, die Nationen, welche die Sklaven des Kapitalismus diese Leute keine ausreichende Beschäftigung da ist; sie müssen vielvon allem andern abgesehen eine solche Ehrlosigkeit der Ge- feien von ihren Regierungen in Fesseln geschlagen fach die Arbeit zeitweise aussetzen, und da dafür kein Lohn gezahlt sinnung, daß die drei Helden nicht nur exemplarisch bestraft, sondern wären, hätten nur eine Wahl, welche ihnen erlaubte, den süd- wird, so werden diese Arbeiter natürlich ungehalten. In manchen Orten sind die Fabrikanten, oder doch deren Beauch mit Schimpf und Schande aus der Armee gejagt werden afrikanischen Greneln ein Ziel zu fezen, nämlich den internationalen Socialismus. Das Blatt fordert die belgischen auftragte, recht brutal gegen die streifenden Arbeiter vorgegangen. müßten. socialistischen Bereinigungen auf, sofort einen internationalen von verschiedenen durch die Preffe gegangenen derartigen NachUeber heftige Straßenrevolten in RKlausenburg wird dem Socialistentongreß na Brügge einzuberufen. Die richten wollen wir zur Kennzeichnung nur ein Beispiel aus Bruns „ Berl. Tagebl." vom Montag gemeldet: In Klausenburg fanden Tagesordnung soll sein: Beratung der Mittel und Wege, hausen, welches wir dem Hamburger Echo" entnehmen, anführen: gestern stürmische Straßenrevolten statt. Die Bevölkerung, welche um den Frieden in Südafrika im Namen der Menschlich- Man glaubte, bei der Räumung der Wohnungen würden die gegen die Polizei wegen der Brutalität derselben außerordentlich er- teit, Gerechtigkeit und Civilisation schleunigst herbeizu- Arbeiter rebellisch werden. Vier Gendarmen hatten sich im Comptoir bittert, hielt gestern zwei Versammlungen ab, in denen gefordert führen. postiert, zwei waren auf dem Hofe, aber alles ging so ruhig ab, wurde, daß die Regierung die bisher städtische Polizei verstaatliche. Als daß die Gendarmen keine Arbeit bekamen. Da griff man zu einem abends zwischen der Polizei und einigen Betrunkenen Streit entstand, andren Mittel, welches der Heye in Schauenstein auch angewendet. nahm das gesamte Bublifum Stellung gegen die Polizei und trieb sie in Die Brunshausener haben infolge der Bodenbeschaffenheit kein die Flucht. Die aufgeregte Menge zog hierauf vor das Stadthaus Gegen den socialdemokratischen Parteivorstand herrscht Trinkwasser. Dieses muß von Stade geholt werden, hierzu und schlug dort sämtliche Fenster ein. Von herbeigeholtem Militär unter den Genossen im Reiche vielfach eine sehr gereizte Stimmung." hat die Fabrik zwei große Tonnen machen lassen, die bertrieben, durchzog sie johlend die Stadt, überall die Gaslampen So kann man in den Berl. N. Nachrichten" vom Sonnabend lesen. zweimal des Tages nach Stade geschickt werden, um die und die Fenster einschlagend. Inzwischen waren aus den Vororten Als Begründung zu dieser ganz ihm selbst gehörenden Behauptung Arbeiter mit Trinkwasser zu versorgen. Als am Sonnabend große Mengen zugeströmt, die Rädelsführer wiegelten die Menge teilt das Blatt mit, daß in Dortmund ein gewisser Siebel, der dort Mittag die letzte Schicht abgetreten, die aber vor Mittwoch ihre weiter auf, welche unter den Rufen:„ Nieder mit dem Stadt großen Anhang habe, einen Aufruf veröffentlichte, worin er sich über Arbeit nicht beendet, also mit in den Wohnungen verbleibt, befahl hauptmann! Tod der Polizei!" zu dem Gefangenenhause zog, dort das diktatorische Herrschen des Vorstandes beschwere und zur Be- Herr Jönt, das Wasser vom Platz fahren zu lassen. So haben die alle Zellen erbrach, die Häftlinge freiließ, alle vorgefundenen feitigung des Uebels einen andren Wahlmodus für die Wahl des Familien seit Sonnabend Mittag trotz der folossalen Hize fein TrinkSchriftstücke verbrannte und die Wohnung des Direktors mit Vorstandes vorschlage. wasser und müssen sich mit dem in der Schwinge befindlichen Revolvern beschoß. Nun wurde die Parole ausgegeben, das Theater schlammigen Wasser begnügen. anzuzünden. Da die Polizei aus Angst vor der rasenden Menge den Dienst verweigerte, versuchten einige Journalisten, die Menge zu besänftigen und verständigten gleichzeitig das Militär von allen Vorgängen. Infolge dessen wurde das Theater noch rechtzeitig geschüßt. Die Menge war aber so aufgeregt, daß sie selbst den Militärkommandanten bedrohte, der aber, nachdem genügende Mannschaft ausgerückt war und die Journalisten neuerdings besänftigende Reden an die Menge gerichtet hatten, ohne Blutvergießen sehr geschickt die Nuhe wieder herstellte. Spät nachts wurde dann noch die Wohnung des Stadthauptmanns erbrochen und völlig verwüstet. Frankreich. " Partei- Marhrichten. 8ur Orientierung der Leser sei dazu mitgeteilt, daß der Herr Siebel seinen im Lütgenauftil gehaltenen Aufruf in dem freisinnigen Dortmunder Tageblatt" veröffentlicht, demselben Blatt, in dem auch Herr Lütgenau seine Erzeugnisse abzulagern pflegt, und daß der Anhang Siebels gerade so groß ist wie der Lütgenaus: fie hängen nämlich nur einer dem andern an. Diese niederträchtige Chikanierung hatte aber nicht den von den Fabrikanten gewünschten Erfolg. Kein Arbeiter ließ sich dadurch zum Umfall bewegen. Fest und entschlossen traten alle in die Reihen ihrer fämpfenden Brüder. " Zum Ausstand der Tabakarbeiter in Nordhausen. Zu dem„ Ausspruch" der Kreiskonferenz des 1. weimarischen Die von 8 Fabrikanten ausgesperrten Tabakarbeiter fühlen sich Wahlkreises, die mit Bernstein einverstandenen Parteigenossen sollten eine eigne Partei gründen, schreibt uns der Kreis- veranlaßt, auf die unrichtigen Behauptungen, welche in dem von Vertrauensmann: Herrn Schloßmacher aus Frankfurt a. M. unterzeichneten„ EinEin bündiger Beschluß der Versammlung in dem im gesandt", welches in verschiedenen Zeitungen erschien, enthalten Bericht angedeuteten Sinne liegt nicht vor. Es haben einige find, folgendes richtigzustellen: Feftrede eines Kriegsministers zu Ehren eines Socialisten. der Delegierten sich gegen die Ausführungen Bernsteins ausAus Paris wird gemeldet: Bei der Enthüllung eines Denkmals gesprochen und zwar gelegentlich der Stellungnahme zum Parteitag für Victor Considérant hielt der Kriegsminister General in Lübeck in der Voraussetzung, daß diese Angelegenheit André eine Ansprache, in welcher er ausführte, daß die Regierung dort zur Sprache gebracht werden muß. Eine wirkliche Bernstein von modernen Ideen erfüllt sei und es als ihre Aufgabe Debatte hat nicht stattgefunden, wohl aber stellten sich alle Redner, erkläre, die sociale Frage nach wissenschaftlichen Principien zu die hierzu das Wort nahmen, im allgemeinen auf den Standpunkt löfen. Sie sei erfüllt vom Geiste der Toleranz, und in diesem Sinne des Genossen Grunwald, welchen er in seinen gegen Bernstein gehabe sie ihn, den Minister, beauftragt, bei der Gedenkfeier dieses richteten Artikeln der„ Tribfine" niedergelegt hat." Apostels der Toleranz anwesend zu sein. Serbien. Ausfall der Stupschtinawahlen. Nach dem endgültigen Ausweise entfielen bei den Wahlen zur Stupschtina in den Kreisen auf die Regierungslisten 128 828 Stimmen, wovon mehr als neun Zehntel raditale Stimmen find. Die Listen der unabhängigen Nabitalen vereinigten 38 102 Stimmen und die der Liberalen 27 999 Stimmen auf sich. In den Städten erhielten die Regierungslisten 5881, die liberalen Listen 2432 und die der unabhängigen Radikalen 1156 Stimmen. In der Provinz fanden blutige Wahlegceffe statt. China. Die Hamburger Waldersee- Adresse. Weil aber teiner der Delegierten und auch niemand von den sonst anwesenden Genossen für Bernstein das Wort ergriffen hatte, durfte in dem Bericht mit Recht gesagt werden( auch ohne formellen Beschluß), was der Vorwärts" scheinbar nicht gern gelesen hat. " Im übrigen wird ja der demnächst zusammentretende Thüringer Parteitag die Meinung der Thüringer Genossen tar zum Ausbrud bringen, da auf der Tagesordnung auch die Bernstein- Frage steht. wurden bei sehr starker Wahlbeteiligung sämtliche fünf socialdemo Gemeindewahlen. In Neu- Isenburg( Großherzogtum Hessen) tratischen Kandidaten gewählt. Totenlifte der Partei. In München starb der Maurer Friedrich Dasio, der sich stets als ein opferfreudiger und fampfbereiter Parteigenoffe bewährt hat. Die Parteigenossen werden ihn in gutem Andenken behalten. In der Montag- Sigung der Bürgerschaft wurde, wie der " Hamburgische Correspondent" meldet, folgende Kundgebung endgültig genehmigt: Die Bürgerschaft stimmt ihrerseits mit Freuden der Ver- Polizeiliches, Gerichtliches usw. leihung des hamburgischen Ehrenbürgerrechts an den GeneralGin Maulkorb für socialdemokratische, Agitatoren". feldmarschall Grafen v. Waldersee zu; sie erblickt in dieser In Eisenach sollte der Reichstags- Abgeordnete Genosse Förster über höchsten Ehrenbezeugung, die unsre Freie und Hansestadt zu ge- Militarismus und Socialismus reden. Rechtzeitig erhielt der Bürgerwähren hat, den Ausdruck dankbarer Anerkennung, die auch Ham- meister folgendes Schreiben: burgs Bevölkerung den hervorragenden Verdiensten des Grafen Waldersee zollt. Das Hamburgische Geldjack- Regiment hätte einen dankenswerten Beitrag zur Zeitgeschichte geliefert, wenn es in seiner Empfangs adresse die hervorragenden Verdienste" Waldersees ein wenig specialisiert hätte! Rußland und China. Großherzogliche Bezirksdirektion. Herr Schloßmacher sagt, daß es eine ungeheuerliche Forderung ist, daß die Fabrikanten nunmehr, die in Arbeit Gebliebenen und diejenigen Arbeiter, welche ihnen in ihrer Notlage durch Eintritt in die Fabriken geholfen haben, im Stich laffen sollen. Darauf erklären wir, daß von den Ausständigen niemals berlangt worden ist, daß die sog. Arbeitswilligen beseitigt werden sollen. Es ist niemals ein derartiger Beschluß gefaßt, niemals eine solche Forderung an die Fabrikanten oder an Herrn Schloßmacher gerichtet worden. Im Gegenteil ist stets von den Arbeitern und deren Vertretung betont worden, daß niemand an den Stehengebliebenen und nen Eingetretenen einen Anstoß nimmt, sondern alle gewillt sind, mit denselben zu arbeiten. Die Satzungen des uns bei den letzten Verhandlungen von Herrn Schloßmacher überreichten Vergleichsvorschlags waren derart, daß es erst harter Stämpfe bedurfte, um die rigorosesten, jeder ge rechten Grundlage entgegenlaufenden Punkte zu beseitigent, Wir wollen z. B. nur hervorheben, daß Punft 7 ganz anders lautete, als wie Herr Schl. jept beliebt in Druck zu geben. Punkt 7 hieß: Die Ausständigen nehmen die Arbeit ordnungsmäßig wieder auf und haben sich bei Gefahr der Entlassung jetzt und fünftig innerhalb und außerhalb der Betriebe jeder Beleidigung und Belästigung der nicht an dem Ausstande Beteiligten zu enthalten usw. # Nach der legten uns von Herrn Schl. zugegangenen Antwort der Fabrikanten beharrten dieselben auf Beibehaltung des hier angeführten Wortlauts besonders von innerhalb und außerhalb der Betriebe". Gegen letztere Sagung hatte sich in der Hauptsache das Komitee und die Versammlung der ausstehenden Arbeiter gewendet, weil wir es für selbstverständlich( und somit die Festlegung für überflüssig) halten, daß die wieder in Arbeit tretenden ausgesperrten Arbeiter in dieser Beziehung sich innerhalb der Betriebe Eisenach, den 2. August 1901. nichts zu Schulden kommen lassen. Was außerhalb der Betriebe Der Gemeindevorstand wird angewiesen, die für heute abend vorgeht, ist Sache der Beteiligten und hat der Arbeitgeber auf keinen 81/2 Uhr im Saale zum Fröhlichen Mann" angemeldete öffentliche Fall das Recht, den Arbeitern außerhalb der Betriebe Borschriften Versammlung sofort zu verbieten, da der als Referent bestellte über fein Thun und Lassen zu machen. Die Arbriter H. Förster aus Hamburg socialdemokratischer Agitator ist empfinden das Anfinnen als Beleidigung und lassen es sich als an und deshalb von diesem eine andre als verheßend wirkende Be- ständige organisierte Arbeiter nicht gefallen. Doch das merthandlung des Themas Militarismus und Socialismus" nicht zu würdigste hierbei ist: Herr Schloßmacher läßt einfach die betreffenden erwarten ist. bedeutsamen Bestimmungen: innerhalb und außerhalb der Die Beachtung des Verbotes ist zu überwachen. Betriebe, ganz weg, trotzdem die Fabrikanten, wie er uns schreibt, unbedingt daran festhalten. Das läßt tief blicken. Schämen fich die Herren jetzt, mit ihrem rigorosen Vergleichsvorschlag so her auszurücken wie er war? J. V. Die„ Times" melden vom 2. d. Wits. aus Beling: Die Wirkung der Entsendung der tibetanischen Mission nach Petersburg macht sich bereits bemerkbar in der Bereitwilligkeit, ja in dem eifrigen Bestreben Chinas, die Verhandlungen hinsichtlich der Mandschurei wieder aufzunehmen. Man befürchtet, daß, wenn die gez. Dr. Vermehren. Verhandlungen wieder eröffnet werden, der ursprünglich vom Fürsten Entsprechend dieser Weisung wurde die Versammlung verboten. Uchtomski Li- Hung- Tschang gegenüber gemachte Vorschlag. Rußland Die zu gleicher Zeit angemeldete Mitglieder Versammlung des und China sollten gemeinsam alle Minen in der Mandschurei aus- socialdemokratischen Vereins, in welcher über die Handelsverträge beuten, angenommen wird; inzwischen hat Rußland feine Thätigkeit gesprochen wurde, verfiel der Auflösung, als Genosse Förster das fommen bezügl. nicht eingestellt würden, gesagt, die Zahl sei zu in der Mandschurei erneuert. Wie es heißt, wird der Sohn Li- Wort nehmen wollte. Herr Sch. fagt weiter: Das Komitee der Ausständigen habe, fofort nachdem er erklärt habe, daß etwa 50 Personen nicht untergroß und der Ausschluß derselben fäme einer Maßregelung gleich Das Komitee der ausgesperrten Tabatarbeiter.. worden. Das letztere ist richtig, das erstere nicht. Herr Schloßmacher erklärte| Tüchtigkeit ihrer Mitglieder und nicht durch Feindselig-| Einflüsse können sowohl in der Natur des Betriebes selbst liegen, schon, bevor die Fabrikanten die Listen der nicht wieder ein- feit gegen die Arbeitgeber, wie öfters angenommen wird, als auch in der Weise, wie und unter welchen Umständen und auf zustellenden Arbeiter gezeichnet hatten, es feien weit mehr bestimmt wird. Am besten zeigt sich das schon in der Wahl der welche Dauer die Arbeiten verrichtet werden. Nur soviel scheint geals wir glaubten. Nach Einsicht in die Liste stellte sich Vertrauenspersonen der Gewerbe- Inspektion, die entweder vollständig wiß, daß in Betrieben wie Biegeleien, Kalt- und Marmora Heraus, daß man weit über 70 Personen nich wieder einstellen wollte. unabhängig find, wohl auch den Arbeiterstand verlassen haben, oder werken, in der Metallwarenfabrikation, in den Wenn hatte man aber gestrichen? Zunächst alle Arbeiter, welche in sich in solchen Betrieben befinden, in denen der Arbeitgeber der Sache Ger bereien sowie im Baugewerbe die Frauenarbeit an sich den Fabrikkommissionen thätig gewesen, ferner die ganze Leitung wohlwollend gegenübersteht. unpassend und vielleicht auch entbehrlich ist, da diese Thätigdes Ausstands, viele solche Arbeiter, welche langjährig un- Der noch vielfach herrschenden irrtümlichen Auffaffung, als ob feiten als solche weder zu den Frauenarbeiten gehören, noch eine besondere, unterbrochen in einzelnen Betrieben thätig gewesen und alle die- es fich bei Lohnbewegungen organisierter Arbeiter um plötzliche den Frauen eigene Geschicklichkeit erfordern und vielfach sogar an die jenigen, die mehr oder weniger für die Organisation eingetreten Entschließungen unruhiger Elemente handle, ist die Thatsache Körperkraft nicht unbeträchtliche Anforderungen stellen. Die besonders uma find. War dies vielleicht nur ein Bufall? O, nein es war mit gutem gegenüberzustellen, daß jeder Lohnbewegung ein planfänglich angestellten Erhebungen in Bezug auf die weibliche WanderWorbedacht geschehen. mäßig geordnetes Verfahren innerhalb der gesamten arbeit in den Ziegeleien haben als Grund zwar vorwiegend Mangel Was aber war das große Verbrechen, weswegen man die Organisation vorauszugehen hat. Ueber die Berechtigung einer an männlichen Arbeitern ergeben; es hat sich aber gezeigt, daß man Arbeiter aus den Fabriken jagte und nun die besten und örtlichen Lohnbewegung innerhalb eines bestimmten Gewerbes ent- weniger geschickte als billige Arbeitskräfte intelligentesten derselben gänzlich verbannen will? Weil die Arbeiter scheidet nach vorausgegangener Beratung und Begründung durch die brauchte. Andererseits läßt die Statistik erkennen, daß die Frauengewagt hatten, auch einmal etwas zu fordern, nämlich ihr Selbst- örtlichen Fach- beziehungsweise Ortsvereine bei den Bereinigten arbeit durchaus nicht allgemein üblich und in einzelnen größeren bestimmungsrecht und die Anerkennung ihrer Organisation. So steht Gewerkschaften der Centralvorstand der betreffenden Gewerkschaft Biegeleien sogar erst im Laufe der letzten vier bis sechs Jahre in es und nicht anders. Der Revers, so behauptet man, sei zurück- und bei den Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereinen der Generalrat. Aufnahme gekommen ist. Aehnlich ist es in der Metallwarengezogen und wiederum will man auf andre Weise( durch Maß- Schon der Umstand, daß beide Organe in der Regel vom Orte, wo Industrie und in den Gerbereien, in denen sich die Beschäftigung regelung in bester Form) die Vernichtung der Organisation. eine Lohnbewegung im Gange ist, entfernt sind, ermöglicht weiblicher Arbeitskräfte erst in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren Es ist richtig, wenn Herr Schl. fagt, daß die ausständigen eine ruhige Prüfung der für die Lohnbewegung geltend entwickelt hat." Arbeiter sich mit Punkt 6 und 7 nicht einverstanden erklärten. Jedoch gemachten Gründe. Dazu tommt die genaue Kenntnis der Lage ist hinzuzusehen, daß sie zu weiteren Unterhandlungen bereit waren. Des Arbeitsmarkts und aller mit ihr zusammenhängenden ErGerichts- Beitung. Daß der größte Teil der auf den Listen von den Fabrikanten ge- fcheinungen, zu deren gründlichem Studium die genannten Vorstände strichenen Arbeiter nicht draußen zu stehen braucht, ist mehrfach be- verpflichtet sind, denn jede für die Arbeiter unglückliche Lohnbewegung, Der Segen der Berufungsinstanz ist auch dem Kohlens wiesen. sofern sie ihre Ursache in unrichtiger Beurteilung dieser Verhältnisse händler Rudolf Nagel, der gestern vor der sechsten FerienstrafSo kann sich jeder Leser flar werden, wer an dem Nichtzustande hat, führt zu einer moralischen und finanziellen Schwächung der Gewerk- fammer des Landgerichts I stand, zu teil geworden. Ein Zeuge kommen eines Friedens die Schuld trägt, ob es die zu fortschaft bezw. des Gewerkvereins. Wird einer Lohnbewegung vom Central- hatte vor dem Schöffengericht bekundet, daß der Arbeiter Erust währenden Konzessionen geneigten Arbeiter sind, oder die mit der vorstand bezw. dem Generalrat die Genehmigung versagt, so haben ent- offmann, welchem die Verabfolgung von Coaks auf der Absicht der gröbsten fortgesetzten Maßregelungen unsrer besten gegenhandelnde Arbeiter alle Konsequenzen eines für sie unglück Lichtenberger Gasanstalt oblag, dem Angeklagten Nagel 10 Hektoliter Kollegen umgehenden 8 Fabrikanten. lichen Ausganges selbst zu tragen. Arbeitslosen- und Streitunter Coats mehr verabfolgt hatte, als diesem rechtmäßig zufam. Hoffmann stüßung werden in solchem Falle nicht gewährt. In dieser Ordnung war daraufhin wegen Diebstahls zu zwei Wochen, Nagel wegen der Dinge und bei ruhigen und erfahrenen Männern an der Spitze, Hehlerei zu einer Woche verurteilt Gefängnis die auch ihre Ehre darin suchen, den Arbeitern auf friedlichem Wege Während Hoffmann sich bei dem Erkenntnis beruhigte, legte seinen Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. LöwenZum Streik der Sammetscherer. Der Verein für nieder- Bugeständnisse zu erringen, liegt eine sichere Gewähr gegen leicht- Nagel durch rheinische Textilindustrie und ihre Hilfsindustrie erläßt eine Er- fertige Beunruhigungen der Industrie und der Arbeiter, die sich mit stein, Berufung ein. Dieser trat vor der zweiten Instanz den Beweis dafür an, daß der Belastungszeuge, der auch Anzeige erstattet klärung, in der es heißt: Ein Ausschuß des Vereins habe die Forde- ihrer Familie nicht brotlos machen wollen." rungen der Streifenden geprüft und dieselben als unberechtigt Für den Gewerbegerichtstag, der aur 10. und 11. September hatte, ein vielfach vorbestrafter Mensch sei. Auf die Bekundung am dieses einzigen Zeugen hin dürfe die Verurteilung eines bisher unanerkannt, denn der Lohn der Scheerer betrage mit Ausnahme von in Lübeck stattfindet, bewilligte der Magistrat der Stadt Erlangen bescholtenen Mannes nicht erfolgen. Der Gerichtshof war ebenfalls 37 Arbeiter pro Woche 19,68 m. Auch wäre die Beschäftigung die Delegationskosten für zivei Delegierte mit zusammen 200 M. der Ansicht, daß das Belastungsmaterial zu einer Ueberführung des der Scherer cine wenig anstrengende und sehr einfache. Die General- Versammlung hätte deshalb einstimmig beschlossen, die Die Einrichtung einer eignen Bäckerei beabsichtigt der Angeklagten nicht ausreiche. Der darauf unter Aufhebung des ersten Scherereibefizer in jeder Weise zu unterstüßen, sie namentlich Konjumverein„ Vorwärts" in Dresden. Er hat zu diesem Zwecke so- Urteils freigesprochen wurde. wie zur Errichtung andrer Baulichkeiten ein sehr großes Grundstück Was geschieht nun mit dem verurteilten Hoffmann? während des Ausstandes für ihre petuniären Nachteile statutenmäßig erworben. zu entschädigen. Sollten die Streifenden nicht bald zur Einsicht Eine junge Krankenpflegerin, die 18jährige Emma W. stand kommen, dann würden sämtliche Sammefweber und die Invalidenrente für staatliche Bergarbeiter in Rußland. gestern in ihrer Ordenstracht vor dem Schöffengericht, um sich wegen Arbeiter der Hilfsindustrie ausgesperrt. Die Arbeiter Ein vor wenigen Tagen veröffentlichtes Gefeß regelt die Gewährung Diebstahls zu verantworten. Unter Thränen gab sie zu, daß sie sich einer augenblicklichen schwachen Anwandlung vergessen erklären, von ihren Forderungenftein Jota nachzulassen, denn ihr Lohn sei von Invalidenrente an die Arbeiter in den staatlichen Bergwerken in Ihre Oberin habe ihr berziehen, fie dürfe im miserabel, der Höchstlohn betrage 20,70 m. wöchentlich, werde aber und von Renten an ihre Hinterbliebenen im Falle des Todes. Da- habe. nur von wenigen erreicht, dann sei zu bedenken, daß durchschnittlich nach haben, wie der" Frankfurter Zeitung" geschrieben wird, Dienste bleiben, nun möge das Gericht auch Milde walten lassen. jährlich 13 Wochen Feierschichten eingelegt werden, in vielen Jahren alle Arbeiter der staatlichen Bergwerke, ohne Rücksicht auf Das Kind eines Blumenhändlers, das sie verpflegt, sei verDie Mutter des Kindes hatte mehrere Kleinigkeiten, noch mehr. Außerdem greife die Arbeit durch den Staub, welcher Geschlecht und Alter, einen Anspruch auf eine Invaliditätsrente, storben. das Scheren verursache, die Lungen so an, daß ein Scherer über die infolge von Unfällen oder Berufskrankheiten während oder welche die Verstorbene besonders gern gehabt, mit in den Sarg gelegt, 40 Jahre eine Rarität sei. infolge Ansübung ihrer beruflichen Obliegenheiten, ihre Arbeits- sie sollten mit der kleinen Leiche in die Gruft gesenkt werden. Die fähigkeit ganz oder teilweise einbüßen. Tritt infolge solcher Greig Angeklagte hatte diese Sachen in einem unbewachten Augenblic Bergarbeiterstreik in Braunschweig. Am Sonnabend find, nisse der Tod des Arbeiters ein, so geht der Anspruch auf die Rente wieder herausgenommen und sich angeeignet. Sie wußte selbst nicht, wie der Braunschweiger Volksfreund" berichtet, sämtliche Bergleute auf die Familie desselben, und zwar Witwe, Kinder und Eltern was sie damit anfangen sollte. Die That sei bemerkt worden, bevor und Arbeiter der Braunkohlenwerke Treue" in den Ausstand ge- über. Ein Verlust dieses Anspruchs tritt nur ein, falls bewiesen der Sarg geschlossen wurde. Der Gerichtshof verurteilte die Antreten. Einem bürgerlichen Blatt zufolge hatte die Direktion der wird, daß die Verlegung in böswilliger Absicht vom Arbeiter selbst geklagte nach dem Antrage des Staatsanwalts zu einer Gefängniss braunschweigischen Kohlenbergwerke vor 14 Tagen durch Anschlag herbeigeführt worden ist, aber auch nur in Bezug auf ihn ftrafe von drei Tagen. Der Vorfigende riet der Berurteilten, ein bekannt gegeben, daß mit dem 1. Auguft eine Lohnherabfezung von selbst, nicht auf seine Familie im Falle des Todes. Gnadengesuch einzureichen. 20 Pf. pro Schicht eintreten werde und es denjenigen, die mit dieser Die Renten werden nach dem mittleren jährlichen ArbeitsMaßnahme nicht einverstanden sein sollten, freigestellt, ent- verdienst des betreffenden Arbeiters in den letzten drei Jahren weder gleich oder am 31. Juli die Arbeit niederzulegen. bemessen und betragen, im Falle totaler Eriverbsunfähigkeit, 2/3 diejes Auf eine an die Direktion gerichtete Eingabe der Bergarbeiter Jahresverdienstes. Im Todesfalle hat die Witwe resp. der Witwer ist denselben eröffnet, daß ein Lohnabzug von nur 10 Bf. pro Schicht( letzterer übrigens nur, wenn er selbst aus irgend welchen Gründen erfolgen sollte, daß jedoch gleichzeitig eine erhöhte Förderung von arbeitsunfähig ist) Anspruch auf eine Rente in Höhe von 50 Proz. Kohlen eintreten müsse. Die Folge dieser Eröffnung war, daß kein derjenigen Rente, die der Verstorbene im Invaliditätsfalle bezogen Mann anfuhr und alle in ihre Wohnungen zurückkehrten. Die haben würde; ein oder zwei Stinder erhalten je 1/6 derselben, find Briquetfabriken mußten, da die vorrätigen Braunkohlen verarbeitet drei oder mehr Kinder vorhanden. so erhalten sie zusammen 1/2 waren, heute nachmittag den Betrieb einstellen. Ein großer Teil derselben, so daß insgesamt 2/3 des Lohnes gezahlt werden. der Bergarbeiter hat sofort Beschäftigung bei den drängenden Ernte- Volle Waisen erhalten je 1/8, aber zusammen nicht mehr als die volle Arbeiten gefunden. Invaliditätsrente von Bater oder Mutter. Die direkten Ascendenten haben mur insoweit einen Anspruch auf Rente, als die vorstehend genannten Anverwandten noch nicht die vollen 2/3 des mittleren Lohnes beziehen und nur wenn sie nachweislich von dem Verstorbenen erhalten worden sind. In diesem Fall steht ihnen 1/6 jener Rente zu. Die Renten werden gezahlt: an die Kinder bis zur Erreichung des 16. Lebensjahres, an die Witwe und den Witwer bis zur Wiederverheiratung. " Nach dem Helmist. Kreisbl." sind auch die Belegschaften der Gruben Trendelbusch" und" Prinz Wilhelmi" wegen Lohndifferenzen zum Teil in den Streit eingetreten. Unser Braunschweiger Partei- Organ führt noch die Meldung eines dritten bürgerlichen Blattes vom 3. August an. Dieselbe Iautet: Es ist, wie man uns mitteilt, gestern noch eine Verständigung erzielt worden, so daß heute früh schon der größte Teil der Arbeiter die Arbeit wieder aufgenommen hat. Auf Grube Prinz Wilhelm Nordschacht" ist die Arbeit vollständig wieder aufgenommen, auf Grube Treue" ist der größte Teil, auf Grube„ Trendelbusch" die Hälfte der Arbeiter wieder eingefahren, auf Grube Prinz Wilhelm Hauptschacht" hat überhaupt kein Ausstand stattgefunden. " Bäckerstreik in Mannheim. Nachdem mehrfache Verhandlungen wegen der von den Gehilfen aufgestellten Forderungen mit den Meistern kein Resultat hatten, haben am Sonntag mehr als 300 Bäckergehilfen die Arbeit niedergelegt. Gefordert wird: Kost und Logis außer dem Hause, 20 M. Mindestlohn. Ausland. Zum amerikanischen Stahlarbeiter- Streit liegen Heute folgende Meldungen vor: Shaffer, der Vorsitzende des Verbandes der Stahlarbeiter, er flärte in Pittsburg, alle Mitglieder des Verbandes und alle, die ihm zustimmten, würden aufgefordert werden, sich dem Ausstande anzuschließen. Er glaube es dahin bringen zu können, daß alle Werke des Stahltrusts geschlossen werden. Morrison, der Sekretär der amerikanischen Arbeitervereinigung, erklärte in Washington, daß die Vereinigung den Verband der Stablarbeiter in jeder Weise unterstügen werde. Das Exekutivkomitee der Gesellschaft der Vereinigten Stahlgießer teilt mit, daß es die Angestellten zweier weiterer Stahlwerke zum Anschluß an den Stahlarbeiterstreit veranlassen werde. Die Gesamtzahl der Streikenden würde sich alsdann auf 165 000 belaufen. Sociales. Derlammlungen. Die Bananschläger Berlins und Umgegend beschäftigten sich in einer am Sonntag stattgefundenen Generalversammlung mit dem Tarif. Es wurde das Antwortschreiben der Meister verlesen, worin dieselben es nochmals ablehnen, mit den Anschlägern in die Tarifberatungen einzutreten. Infolge dessen wurde folgender Antrag einstimmig zum Beschluß erhoben: Die Generalversammlung des Vereins der Bauanschläger Berlins und Umgegend beschließt, am Montag, den 5. d. M., unfren Tarif in Druck zu geben und nach Fertigstellung desselben sofort in den Streit zu treten. In dieser Zeit sind so viel wie möglich Wanderversammlungen abzuhalten." Alle diejenigen Kollegen, welche vom 5. d. M. ab angegangen verden, nach dem Meistertarif zu arbeiten, find als Streifende zu betrachten nach§ 4 Abs. c unfres Statuts. Ferner wurden die Kollegen aufgefordert, den Arbeitsnachweis der Meister streng zu meiden; unsre Nachweise befinden sich nach wie vor bei Opaß, Sebastianstr. 50, Döring, Neue Schönhauserstr. 9 und Hagen, Charlottenburg, Bismardstr. 70. Ferner wurde noch beschlossen, in Aus der Frauenbewegung. sämtlichen Versammlungen neue Mitglieder aufzunehmen, die bisher Frauenarbeit in Bremen. Der Bericht der Bremer Fabrik- üblichen Nachzahlungen, ebenso die eventuell Restierenden kommen in inspektion umfaßt von den in Bremen thätigen 2349 erwachsenen Wegfall. und 105 jugendlichen Fabritarbeiterinnen 2821 der ersteren, 91 der Barbier, Friseur 2c. Gehilfen. In der am 1. August in letzteren Abteilung, aljo bis auf wenige Ausnahmen die gesamte Feuersteins Festsälen abgehaltenen öffentlichen Versammlung der weibliche Fabrikarbeiterschaft. Gegen das Borjahr haben beide, Barbier, Friseur- und Perrückenmacher- Gehilfen referierte Kollege Jugendliche und Erwachsene, abgenommen, was bei der Gruppe XIII se aiser über: Die Zwecke und Ziele der Organisation". Nach ( Nahrung und Genußmittel) jogar zu einer Einschränkung der lebhafter Diskussion wurde eine Resolution angenommen, welche die Produktion in einzelnen Betrieben führte. Der Bericht sucht die Versammelten verpflichtet, sich der Organisation anzuschließen. SoErklärung dieser Abnahme darin, daß die Betreffenden besser dann folgten Berichte und Neuwahlen. Gewählt wurden Lubert, gelohnte Arbeit in Betrieben fanden, welche der Aufsicht Kaiser, Stephan und Langner in die Agitationskommission; Lubert nicht unterstehen. Ueber die Hälfte der weiblichen Arbeiter, 1251, und Stephan als Gewerkschafts- Delegierte. Zum Schluß wurde beschäftigt die Tertilbranche, erst weit tiefer, mit 249 Arbeiterinnen, eine Tellersammlung für die am Sonnabend, den 3. d. M., in Streit erscheint in zweiter Reihe die Cigarrenfabrikation. tretenden Stettiner Barbiergehilfen veranstaltet. Die Reformbedürftigkeit der Schußgefeße erhellt mit deutlichem inweise auf einen wunden Punkt folgende Mitteilung: Lehte Machrichten und Depeschen. Klausenburg, 5. August.( W. T. B.) Wegen verschiedener von Polizei- Organen verübter Mißbräuche hat heute hier eine Sundgebung gegen die Polizei stattgefunden. Die Menge Gent, 5. August.( W. T. B.) Heute Mittag brach in einem mit Seide, Wolle und andren leicht brennenten Stoffen gefüllten Lagerraum eines Speichers ein Brand aus. Um 2 Uhr gelang es, das Feuer zu bewältigen. Der Lagerraum bildet nur noch einen Trümmerhaufen. Der Schaden ist bedeutend. Bei den Rettungsarbeiten verunglüdte ein Arbeiter Paris, 5. Auguft.( W. T. B.) Der„ Temps" glaubt zu wissen, daß man im Ministerium des Aeußern den von Constans gemachten Vorschlag erwäge, welcher dahin geht, wegen der in Konstantinopel bezüglich der„ Société des quais" gemachten Schwierigkeiten ihn von seinem Posten abzuberufen und dem türkischen Botschafter in Paris Munir Bey die Pässe zuLondon, 5. Angust.( W. T. B.) Unterhaus. Yerburgh " In Anlaß der Sonntagsrevision einer Fabrik der Gruppe VII wurde die Forderung gestellt, daß verheiratete Frauen und nament lich schwangere nicht regelmäßig jeden Sonntag mit den an sich nach § 105c Biffer 3 gestatteten Reinigungsarbeiten, die in der Hauptsache in Entleerung von Schlammtanälen bestanden, beauftragt würden. stürmte gegen das Polizei Gefängnis, befreite die in Haft Die Arbeit selbst war nach Ansicht der Gewerbe- Inspektion für Frauen Befindlichen und verwüstete die Wohnungen des Stadthauptmans nicht sonderlich geeignet und konnte besser durch Arbeiter erfolgen. und Vice- Stadthauptmanns. Militär schritt ein und stellte die Ruhe Die Entscheidung der höheren Instanz mußte angerufen werden, weil wieder her. die Betriebsinhaber sich weigerten, gutwillig der Forderung nachzukommen. Unter Anerkennung der Berechtigung des Wunsches der Gewerbe- Inspektion entschied die obere Justanz zu Gunsten der Werkbefizer, weil die gesetzliche Handhabe zur Verhinderung fehlte." Wer erstaunt nicht, daß in solchem Fall die Handhabe des Zur Belehrung für unwissende und widerborstige Unter- Gesetzes versagte? Wie schnell find doch stets„ Handhaben" bereit, nehmer schreibt der Gewerbe- Aufsichtsbeamte für den III. württem- wenn es gilt, Arbeitern die gefeßlichen Rechte zu beschneiden! bergischen Aufsichtsbezirk in dem soeben erschienenen Jahresbericht der In so mannigfacher Weise sehen wir diese Handhaben am Werte, daß die eine, nie versagende des groben Unfugs gar nicht mehr württembergischen Fabritinspektion: „ Was die Lohnbewegungen jeweils so schwierig gestaltet, ist hervorgeholt wird. Hoffentlich wird sich die obere Instanz, welche nicht" immer die Forderung der Arbeiter nach höheren Löhnen die Berechtigung der Beschwerde anerkannte, bestreben, dahin oder kürzerer Arbeitszeit, sondern die Weigerung des Arbeit zu wirken, diese Lücke des Gesezes baldmöglichst auszufüllen. In einer Gummiwarenfabrik sind Arbeiterinnen den Vorschriften zustellen. gebers, mit einer ihm oft völlig fremden Arbeiterkommission über die Lohn- und Arbeitsbedingungen verhandeln. entgegen mehr als 2 Stunden in den Vulkanisierräumen beschäftigt ชน Hierin erblickt der Arbeitgeber eine Beeinträchtigung seiner Rechte, worden. Da Befizer und Wertführer zu je 30 M. Geldstrafe ev. 6 Tagen fragt an, ob die Belegung von bisher steuerfreien Waren mit einem und er wird einer Verhandlung um so abgeneigter sein, je weniger Haft verurteilt wurden, ist die Verfehlung offenbar eine gröbliche gewesen. Eingangszoll in Einklang stehe mit der zweiten Klausel des es die Arbeiter verstanden haben, den Empfindungen des Arbeit- Aus Anlaß dieses Falles hat die Behörde eine sehr eingehende er- britisch- chinesischen Abkommens vom Jahre 1858, welches unter gebers Rechnung zu tragen. Der Erfolg eines friedlichen Ausgleichs weiterte Betriebsordnung für Gummiwaren- Fabriken crlaffen, welche der Geltung des Vertrags von Tientsin abgeschlossen sei, und fann von vornherein dadurch in Frage gestellt werden, daß die die große Gefährlichkeit jener Fabrikation klar darthut. Es wäre ob die Regierung beabsichtige zuzugeben, daß Rechte der Briten in Arbeiter Persönlichkeiten in die Kommission wählen, die in den der sehr zu wünschen, daß ähnliche Specialbestimmungen für geſund- China durch eine Majorität von Vertretern der Mächte in Peking Lohnbewegung vorausgehenden Versammlungen gegen Arbeitgeber beitsgefährliche Betriebe überall erlassen und streng durchgeführt abgeändert werden. Austin Chamberlain erwiderte an Stelle Cranbornes, die Aufhebung der freien Einfuhr in China besonders hervorgetreten sind. Auf der andern Seite sind die Arbeiter Ueber die gewerbliche Frauenarbeit sagt der Bericht des würde in der That den Wegfall der zweiten Klausel des durch zahlreiche Vorgänge darüber belehrt, daß sie ihre Existenz erwähnten Abkommens in sich schließen. Vertragsmäßige Rechte der gefährden, wenn sie in fritischen Zeiten, ohne sich auf besondere Fabritiuspettors für Reuß j. 2.: Die gesundheitsschädigenden Einwirkungen vieler Arten der Briten in China würden jedoch durch keinerlei Entscheidungen einer persönliche Tüchtigkeit und damit auf ein gewisses Maß von Unentbehrlichkeit stüßen zu können, sich der Vertretung von Forderungen gewerblichen Frauenarbeit sind im allgemeinen noch zu wenig Majorität von Gesandten in Peking berührt werden. Die britische annehmen, denen der Arbeitgeber die Berechtigung glaubt aberkennen bekannt, insbesondere fehlen noch die Erfahrungen darüber, bis Regierung habe dieser Modifikation der britischen Vertragsrechte zus zu müssen. Aus diesem Grunde ist der einzelne wie auch die Ge- zu welchem Grade der weibliche Organismus ohne Schädigung gestimmt. Konstantinopel, 5. August.( W. T. B.) Einer Meldung aus famtheit oft gezwungen, die Wünsche durch die Kommission fremder desselben angestrengt werden kann. Es ist daher eine erschöpfende Arbeiter vertreten zu lassen, deren Zusammensetzung durch die Rück- Beurteilung derselben ohne Zuziehung ärztlicher Sachverständiger Dicheddah zufolge griffen Araber die Eskorte des Vali von Hedschas fichten auf die persönliche Unabhängigkeit und diel oder Krankenkassen- Vorstände nicht möglich, denn die schädlichen an, welcher in die Provinz reiste, und nahmen eine Kolonne fort. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin würden. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 181. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Den Parteigenossen geben wir hiermit bekannt, daß am Donnerstag, den 22. August, in Berlin die Parteiversammlungen stattfinden, in welchen zum Parteitag und zur Branden burger Konferenz Stellung genommen werden soll, sowie die Wahl der Delegierten stattfindet. Die Parteigenossen und die Leiter von Gewerkschaften werden ersucht, an diesem Tage keine Versamm lungen einzuberufen. Die Vertrauensleute. Die Vertrauensleute. Zweiter Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am Donnerstag, den 8. August, die Verteilung des Flug blattes gegen den Brotwucher stattfindet. Gleichzeitig werden die Parteigenossen darauf aufmerksam gemacht, daß die Petitionslisten gegen die Lebensmittelberteuerung vom 11. August an in Umlauf gebracht werden. Es ist die Pflicht aller Parteigenossen und Genossinnen sich hieran zu beteiligen und in den bekannten Stellen einzufinden. Fünfter Wahlkreis. Die Parteigenossen werden gebeten, sich zu der Flugblattverbreitung am Donnerstagabend 7 Uhr in folgenden Lokalen einzufinden: Eichhorn, Greifswalderstr. 3; Scholz, Meyerbeerstr. 9; Knötsch, Hirtenstr. 10; Wittschow, Elsasserstr. 68; Opig, Elsasserstr. 58. Wir bitten um recht zahlreiche Beteiligung. Die Vertrauensleute. Sechster Wahlkreis. Der Wahlverein hält am Mittwoch, den 7. August, in Ballschmieders Lokal, Badstr. 16, seine Generalbersammlung ab. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Der focialdemokratische Wahlverein in Johannisthal hält feine Mitgliederversammlung am Dienstag, den 6. August, abends 81/2 Uhr, in Lokale von Mertins ab. Tagesordmmg: Vortrag des Genossen Metzner über: Die Krisen, ihre Ursachen und Wirkungen. Wahl von Delegierten zur Generalversammlung. Der Vorstand. Am Donnerstag, den Groß Lichterfelde- Lankwik. 8. August, findet in unfrem Ort eine Flugblattverteilung statt. Die Parteigenossen werden ersucht, zahlreich in den Lokalen Chausse estr. 104 bei Bagel und antwigerstraße bei Frömming abends 7/2 hr zu erscheinen. Schöneberg. Die Parteigenossen werden auf die am Mittwoch, den 7. August, abends 8 Uhr, bei Obst, Meiningerstraße, stattfindende Barteiversammlung aufmertiam gemacht.( Siehe Juferat in der heutigen Nummer.) Gleichzeitig geben wir bekannt, daß am Donnerstagabend 7 1hr eine Flugblattverteilung stattfindet. Die nähere Bekanntgabe der Lokale erfolgt morgen. Socialdemokratischer Wahlverein für Rigdorf. Die Parteigenossen werden ersucht, in folgenden Zahlstellen ihre restierenden fowie laufenden Beiträge zu entrichten: Stöpke, Restaurant, Kartsgartenstraße 1; Regerau, Cigarrengeschäft, Hermannstr. 50; gibell, Restaurant, Reuterstr. 54a; Höpfner, Cigarrengeschäft, Lessingstr. 34; Herrmann, Cigarrengeschäft, Kirchhofstr. 1; Preil, Restaurant, Rosen straße 24; Beez, Restaurant, Knesebeckstr. 135; Preßler. Nestanrant, Bietenstr. 69; Hahn, Restaurant, Bißmannstr. 10%; Günther, Cigarrengeschäft, Kopfstr. 39; Schmidt, Restaurant, Mainzer straße 6; Schulz, Restaurant, Bergstr. 81; Grünewald, Stestaurant, Richardstr. 13; Jähnte, Cigarrengeschäft, Kottbuser Danım 88. Außerdem machen wir die Parteigenossen auf die am Sonntag, den 11. August, im Apollo- Theater, Hermannstr. 50, stattfindende Gedenkfeier für unsren verstorbenen Borkämpfer Wilhelm Liebknecht auf merksam. Oeffentliche Sajje findet nicht statt und hat sich ein jeder vorher mit Billets, welche in sämtlichen Zahlstellen, bei den Bezirksführern und Vorstandsmitgliedern zu haben sind, zu versehen. Das Programm ist ein dem Ernst des Tages entsprechendes, so daß wir zahlreichen Besuch erwarten. Der Vorstand. Tokales. Auch eine ,, Berichtigung"! " Dienstag, 6. August 1901. Kassen enthalten nur zum Teil diesbezügliche Angaben. Gehen Stück Eisen traf ihn so unglücklich, daß er eine schwere Verlegung am aber M. Mitteilungen auf diese Quelle zurück, dann ist eben Stopf davontrug. Besinnungslos mußte der Unglückliche nach der Unfallausgeschlossen, daß auch die zahnärztlichen Leistungen mit eins station überführt werden. Der Name des Verunglückten konnte vorläufig begriffen" find; oder benutzen etwa auch Bahnärzte das Abrechnungs- noch nicht ermittelt worden, da der Verlegte von einer andren bureau des Apothekervereins? Firma erst am Nachmittag hier in Arbeit getreten war. Von fach= männischer Seite wird die ganze Bauaufführung als überaus leichtfertig bezeichnet. Es fehlt sowohl an gutem Material als auch an einer vorschriftsmäßigen festen Rüstung. Hoffentlich greift die Behörde ein, im andren Fall ist die Wiederholung ähnlicher schwerer Unfälle nicht ausgeschlossen. Im übrigen hat sich Herr M. mit der Aufstellung dieser un wahren Behauptung ganz unnüze Mühe gemacht, und zwar infolge eines bezw. zweier Rechenfehler. Bei der Berechnung dessen, was die 8 Krankenkassen zusammen für„ Arznei und sonstige Heilmittel" und dessen, was sie nur für Arznei an auftragter je de 8 mal um 100 000 art geirrt offenbar der Wohnung der Postschaffnerfrau Scherger vom Tode überrascht Apotheken" bezahlen, hat sich herr Marggraff oder sein BeDas Opfer des Hitfchlags, das in der Rostockerstraße 8 vor eine Kleinigkeit für den Besitzer der„ Noten Apotheke"!- und da wurde, ist jetzt festgestellt als eine 32 Jahre alte, aus Kleinis im durch dann gefunden, daß diese Krankenkassen Kreise Grünberg gebürtigte Verkäuferin aus der Berlinerstraße 13 zu reinen„ Arzneitosten" zahlten. Da war natürlich die Besuch bei Verwandten in Schöneberg nach Berlin gekommen war. 2 Mart 18 Pfennige pro Kopf 1898 nur an Tempelhof, die sich im April d. J. verlobt hatte und um einen Berführung sehr groß, durch Abzug eines Betrags für zahnärztliche Leistungen völlige Uebereinstimmung mit den Zahlen des Herrn Durch eine Tasse Kakav tödlich verbrüht ist die 1/2 Jahre Schade zu erzielen. Bei richtiger Berechnung ergiebt sich aber, daß alte Tochter Gertrud des Schloffers Dremel aus der Kastanien- Allee 78. diese Kassen 1898 pro Kopf nicht 2 m. 18 Pf., sondern Die Kleine riß, als die Mutter auf einen Augenblick das Zimmer 3 M. 9 Pf. für Arznei an Apotheken zahlten. verlassen mußte, eine Kakaotasse vom Tisch. Der heiße Inhalt ergoß und das sind unbestreitbar, erheblich abweichende sich über Brust und linken Arm und verbrühte sie so schwer, daß Zahlen", die man auch durch das Manöver mit den zahnärztlichen fie nach kurzer Zeit starb. Die Leiche wurde zur gerichtsärztlichen Leistungen nicht auf die Höhe der Schadeschen Zahlen herunter- Deffnung beschlagnahmt. Der Genuß kalten Bicres hat dem 38 Jahre alten Arbeiter Alles in allem ist also der Brief des Herrn Marggraff wirklich Franz Hoppe, der in der Koblankstr. 14a wohnte und in der Centralein interessantes Aftenstück! markthalle als Abträger beschäftigt war, das Leben gekostet. Hoppe trant am Mittwochmittag, als er sehr erhigt war, mit großer Hast ein Glas Bier und erkrankte bald darauf so schwer, daß er mit einer Droschte nach Hause und von dort nach einer Anstalt fahren mußte. Hier starb er an einer Bauchfellentzündung. drücken kann! " Ein unerreichbarer Rettungskahn liegt an der Weidendammer Brücke. Der Zugang zu dem Boote ist von der Friedrichstraße aus belegen und wird durch eine eiserne in die Ufermauer eingelassene Stehleiter ermöglicht. Der Abstieg zu dem Kahn ist für Personen, die nicht hervorragende Turner find, so schwer und gefährlich, daß sie selbst in Gefahr des Absturzes geraten, das Besteigen des Bootes aber jedenfalls erheblich verzögert wird. Im Gebrauchsfalle würde hierdurch und durch das Lösen des RettungsErtrinkens befindlichen Menschen mit demselben fast unmöglich er: fahnes soviel Zeit vergehen, daß die Rettung eines in Gefahr des scheint. infolge des rücksichtslosen Verhaltens des Publikums verhängt Eine neue Waldsperre in der Umgebung von Berlin ist worden. Das Betreten der zum Rittergut Hermsdorf an der Nordbahn gehörigen Waldungen außerhalb der öffentlichen Wege ist seit dem 1. August verboten; Zuwiderhandelnde werden auf der Stelle gepfändet und zur Bestrafung angezeigt. Diese Maßregel ist deshalb angeordnet worden, weil vor kurzem durch Bubenhände der Verschluß des Hermsdorfer Soolquellenbrunnens gewaltsam entfernt und das Brunnenrohr mit Steinen und Erde verstopft worden ist. Die heißen Tage des Juli haben wieder eine sehr bedeutende Zunahme der Verdauungskrankheiten gebracht. Magen- und Darmtatarrh, Diarrhoe und Brechdurchfall standen in den legten Wochen unter den Todesursachen an erster Stelle. Nach den bis jetzt veröffentlichten Wochenberichten des Berliner Statistischen Amtes starben in den vier Wochen von Sonntag den 30. Juni bis Sonnabend den 27. Juli au Magen- und Darmtatarrh 13, 26, 40, 52 Personen, an Diarrhoe 34, 47, 68, 78 Personen, an Brechdurchfall 30, 57, 74, 134 Personen. Die an diesen Krankheiten Gestorbenen waren größtenteils Kinder des ersten und zweiten Lebensjahres. Durch einen Sturz aus der Droschke tödlich verunglückt ist am Sonnabendabend die 42 Jahre alte Rittergutsbesitzerin Gräfin Victoria Jezierska geb. Gräfin Tyszkiewicz, die aus Minsk gebürtig ist und in Warschau wohnte. Die Gräfin befand sich mit einemt Continental fahren. In der Neustädtischen Kirchstraße Ichnte sie sich Reisebegleiter auf der Durchreise in Berlin und wollte abends kurz vor 10 Uhr mit einer Droschke vom Bahnhof nach dem Hotel zu weit aus dem Wagen hinaus und stürzte auf die Straße. ein Krankenhaus und gleich in den Operationssal gebracht, aber schweren inneren Verlegungen wurde die Verunglückte bewußtlos in schon nach einer Viertelstunde starb sie an einer Lungenlähmung. Mit Er beUm einen Fluchtverfuch vorzubereiten, hat sich ein 32 Jahre alter Metallschleifer Studolf St. in schwere Lebensgefahr gebracht. s. ist seit Mitte Juni wegen Betrugs in Untersuchungshaft. streitet seine Schuld und behauptet, daß der Mann, der ihn an Dennoch mag er an einem günstigen gezeigt habe, geisteskrank sei. Ausgang der Angelegenheit wohl zweifeln, und so kam er, um Gelegenheit zur Flucht zu erhalten, auf einen feltsamen Gedanken. Aus Papierstreifen drehte er eine Anzahl Röhrchen und schob diese so tief in die Harnröhre ein, daß sie nicht mehr herauszubringen, waren. Ein quälendes Leiden war die Folge, und es wurde so schlimm, daß man den Patienten vom Lazarett des Untersuchungsgefängnisses nach einem Krankenhaus überführen mußte, um die bereits eingetretene unmittelbare Lebensgefahr durch eine Operation zu beseitigen. Als er nun den Krankenwagen verlassen hatte und nach Erledigung der Aufnahmeförmlichkeiten auf die Station gebracht werden sollte, wandte er sich plötzlich um und suchte dem Wärter zu entlaufen. Andre Wärter hielten ihn jedoch fest und ver Das nach den letzten Gewittern eingetretene große Fisch- eitelten seine Absicht. sterben hat die Aufmerksamkeit der Behörden hervorgerufen und es dürfte jedenfalls eine Untersuchung behufs Feststellung der Ursachen jener Erscheinung eingeleitet werden. Das Massensterben ist nicht mehrere Tage später und an verschiedenen Orten beobachtet worden. mur sofort nach den stattgehabten Gewittern, sondern auch teilweise Es liegen derartige Meldungen von der Oberspree( Grtner), Unterspree( Charlottenburg), Havel( Rathenow, Potsdam und Brandenburg) vor. Unter den trepierten Tieren befanden sich auch zahlreiche große und widerstandsfähige Fische, Hechte im Gewicht bis drei Pfund, große Barsche usw. Aale sind, wie hervorzuheben sei, nicht unter den tot treibenden Fischen bemerkt worden. " Als man Der 65 Jahre alte Rentner Karl Linge, der mit seiner Familie seit Der Sanden- Krach hat wiederum ein Opfer gefordert. Hypothekenbank angelegt. Er hatte zwar nicht alles eingebüßt, aber einiger Zeit in der Florastr. 50 zu Pankow wohnte, hatte den größten Teil seines Vermögens, von dem er lebte, bei der Preußischen doch nicht genug gerettet, um seine gewohnte Lebensweise beibehalten zu können. Auch sein Sohn konnte, wenn er auch in auskömmlichen Verhältnissen lebt, den Verlust nicht ausgleichen. So lebte denn der betagte Mann in beständiger Sorge, zumal da bei seinem hohen Alter nicht daran zu denken war, daß er durch neuen Erwerb die Folgen des unerwarteten Schlags wieder hätte wettmachen Der Vorsitzende des Apothekerveins, Herr Marggraff, fühlt Haftpflicht der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft. fönnen. Die Sorge um die Zukunft brachte ihn auf Selbstmords die Verpflichtung, seinem Kollegen Schade und den andern für das Der Fall Rosal" erregte seiner Zeit allgemeines Aufsehen und gedanken, die ihn nicht wieder los ließen. Als er am Sonnabend Apothekerflugblatt verantwortlichen Herren zu Hilfe zu kommen. nahm fernerhin das besondere Interesse der Fuhriverksinteressenten um 6 Uhr nachmittags einen Augenblick allein war, griff er rasch Er sendet uns deshalb einen längeren Brief, von dem Gebrauch zu in Anspruch. Am 4. Juli 1900 erfolgte in der Müllerstraße ein Zu zur Schlinge und zum Revolver. Mutter und Kinder hörten einen machen er uns anheimstellt, und aus dem wir daher hier den wesent- sammenstoß zwischen dem Motorwagen Nr. 1096 der Großen Berliner Schuß frachen und fanden den Lebensmiüden mit einer Wunde in der lichen Inhalt allerdings unter entsprechender Kritik wieder Straßenbahn- Gesellschaft und der von dem Kutscher Rojal geführten rechten Schläfe daliegen. Der Sohn, der eben zu Mittag gegessen hatte, geben wollen. Droschke 1. Klasse Nr. 4786. Infolge dieses Zusammenstoßes wurde befreite den Verwundeten aus der Schlinge und brachte ihn nach Herr Marggraff bestreitet im Eingang seiner Ausführungen die nicht nur die Droschte vollständig zertrümmert, sondern auch Rosal Berlin in ein Krankenhaus. Aber die Kunst der Aerzte konnte ihn Richtigkeit unsrer Behauptung( vergl." Borwärts" Nr. 173): von dem Kutscherbocke zunächst in das Innere der Droschte nicht mehr retten. Ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, „ daß..... Herr Marggraff selbst zu erheblich ab und sodann auf den Straßendamm geschleudert. Bei diesem starb der Verletzte schon am Sonntagmorgen. weichenden Zahlen" gekommen ist"( nämlich als das Flug- Sturze trug Nosal eine schwere Rippenquetschung, sowie noch Ein Schiffsunfall auf der Oberspree, der sich am Sonntag blatt: der Wahrheit die Ehre!") andre Verlegungen davon. Derselbe ist heute noch nicht völlig früh um 5/4 Uhr ereignete, hatte eine große Bestürzung unter den Formell ist damit Herr Marggraff im Recht, denn aus wiederhergestellt und erscheint es fraglich, ob eine völlige Gejundung zahlreichen Passagieren des Dampfers„ Lydia", der Gesellschaft Kahnt gesprochen oder niedergeschrieben hat er diese abweichenden Zahlen" möglich ist. Da Nosal im Beruf verunglückt ist, bezicht derselbe. Herzer gehörig, hervorgerufen. Um 4 Uhr am Sonntag früh nicht. Aber eben auch nur formell! Denn man kann zunächst ohne wegen gänzlicher Erwerbsunfähigkeit von der Fuhrwerks- Berufs- Herzer gehörig, hervorgerufen. Um 4 Uhr am Sonntag früh weiteres aus den Zahlen, die Herr M. in der" Soc. Praris" ge- genossenschaft seit dem 4. Oftober 1900 die Unfall- Vollrente mit lehrten die Brauer von ihrer Mondscheinfahrt, die sie am Sonnabendabend unternahmen, vom Müggelheim zurück. geben hat, berechnen, daß bei den von uns aufgeführten 67,50 m. monatlich. Trotz der nachgewiesenen Verschuldung des in der Gegend von Köpenick sich befand, wurden die halbschlafKassen, die etwa ein Viertel der Berliner Kassenmitglieder Motorwagenführers an dem Unfall ließ die" Große" sich dennoch trunkenen Passagiere des Dampfers in der hinteren Kajüte durch umfassen, die reinen Arzneiausgaben" pro Stopf ganz wesent- erst auf dem Klagewege zur Anerkennung ihrer Haftpflicht zwingen. ein donnerndes Getöse aufgeschreckt und im nächsten Augenlich die von Herrn Schade angegebenen Zahlen übersteigen. Nachdem über ein Jahr seit dem Unfall vergangen, hat sich nun blick drang durch die Leitung der Schraubenwelle, die sich in der Ferner hat Herr M. aber in seinem Aufsatz selbst der Ansicht Aus- mehr die Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft endlich bereit Mitte des Schiffes befindet, das Waffer ein. Allem Anschein war die druck gegeben, daß man aus seiner Aufstellung im allemeinen das erklärt, an Rosal zu dem Betrage der Vollrente einen monatlichen Welle gebrochen. Wie leicht begreiflich, entstand nun in der Kajüte, Verhältnis der reinen Arzneikosten" zu den Kosten für Arznei und Buschuß in Höhe von 32,50 M. und zwar vom 4. Oktober 1900 an die zum Glück nicht voll besetzt war, eine große Banit, da sofort fonstige Heilmittel" ersehen könne. M. berechnet dabei die Ausgaben zu zahlen. Ohne Klage geht's nun einmal nicht! alles dem Ausgang zustürzte. Oben war man über den Unfall für sonstige Heilmittel" auf 31,7 Proz. der Gejamtausgaben. Danach Einer furchtbaren Katastrophe sind in der Nacht zum Mon- garnicht orientiert, aber durch das Geschrei der Kinder und Frauen berbloiho also 68,3 Proz. für reine Arznei- Ausgaben". Und da im Jahre 1899 in Berlin auf den Kopf des Stassenmitgliedes 3,77 m. tag die Fahrgäste eines Straßenbahnzuges der Ringbahn mur mit entstand auch hier eine beängstigende Unruhe, die sich erst legte, als an Ausgaben für„ Arznei und sonstige Heilmittel entfielen, ergiebt napper Not entgangen. Ueber den Vorfall wird uns von einem der Dampfer sicher an einer alten Landungsbrücke anlegte und die sich aus M.'s Berechnungen ohne weiteres, daß davon rund 2/3 oder Augenzeugen mitgeteilt: Gegen 1/212 Uhr nachts fuhr ein stark be- Passagiere aussteigen ließ. Alles ging ohne Unfall ab und nachdem setter mit offenen Anhänger versehener Straßenbahnzug der Ring- die lezten das Schiff verlassen, fant es langsam auf den Grund. 2,50 M. auf eigentliche Arzneikosten entfallen. Das ist bahn über den Landsberger Platz und passierte in mäßiger Ge- Die Passagiere mußten per Bahu nach Berlin zurückkehren. eine von der Angabe des Apotheker- Flugblattes pro Kopf Durch einen Sturz in eine Ralfgrube ist am Sonnabend erheblich abweichende Zahl". Herrn M.'s schwindigkeit die Geleisekrenzung, als von der Landsbergerstraße her ein Motorwagen der Straßenbahnlinie Waßmannstraße- HohenRichtigstellung betrifft also nur die Form, und wir wären fachlich und formell berechtigt gewesen zu schreiben, daß aus Schönhausen der Nürnberger Gesellschaft mit größter Schnellig- furz vor Feierabend der 54 Jahre alte Arbeiter August Rüdiger Ein Zusammenstoß schien unvermeid- aus der Golgstraße 29 zu Schöneberg schwer verunglückt. Der den. Berechnungen des Herrn Marggraff selbstlich und im nächsten Augenblick mußte der Motorwagen Mann stand beim Stalflöschen auf dem Neubau auf einem Brett und fich als unabweisliche Schlußfolgerung erheblich durch den Anhänger der Ringbahn hindurch jagen. fiel in die heiße Masse hinab. Er zog sich am Gesicht, an den abweichende Zahlen" ergeben. Mit dieser redaktionellen Aenderung ist aber für Herrn Schade fällig anwesender Controleur der Großen Berliner, der die Gefahr Armen und an den Beinen schwere Brandwunden zu, und auch die erkannte, rief dem Führer des letzteren Straßenbahnwagens zu: Augen wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Ein Krankenhausund Kollegen wenig oder nichts gewonnen. Das sieht auch Herr" Auf Kraft fahren". Das geschah auch, es konnte aber trotzdem nicht wärter zog den Verunglückten aus der Grube heraus und brachte Marggraff ein, und deswegen versucht er, seinen Mitstreitern in andrer Weise beizuspringen. Mit einer Kühnheit, die ihres gleichen sucht, nimmt verhindert werden, daß der Kraftwagen der Nürnberger Gesellschaft ihn in eine Auſtalt. Ob ihm die Schkraft erhalten werden kann, er daher eine schon während der„ Einigungsverhandlungen" gemachte Baffagiere bemächtigte sich eine solche Aufregung, daß fie gemeinsam den Ringbahnzug streifte. Der einer sicheren Todesgefahr entronnenen läßt sich noch nicht sagen. Ein Einbruchsdiebstahl wurde in der Nacht zum Sonntag Behauptung auf, daß in den Summen, welche er in seinem Aufsatz mit den Straßenpassanten versuchten, den schuldigen Führer vom in der Restauration von Karl Baltzer, Schwedterstr. 18/19, Ede für die reinen Arzneikosten" giebt, auch" die zahnärztlichen Waggon herunterzureißen. Hinzukommende Schußleute vermochten Chorinerstraße, verübt. Der Dieb ist durch den Keller in das Leistungen mit einbegriffen feien und wenn man die Kosten abzöge, nur mit Mühe den Straßenbahnbeamten vor der Wut des Publikums Geschäftslokal eingedrungen und hat hier außer Eßwaren, Cigarren, wohl 1,90 m., wie beim Gewerks- Krankenverein herauskommen zu schützen. Liqueuren und Wein auch ein Jackett des Wirts und einen Betrag würden". von Wechselgeld mitgehen heißen. " " " " 1,90 m. Ein zu Diese Behauptung stellt Herr Marggraff- Ein Baunnfall ereignete sich gestern nachmittag 1/24 Uhr auf vorausgesetzt, daß er seinen Aufsatz in der Socialen Praxis" selbst dem Bau in der Wusterhausenerstraße, den die frühere Direktion der Der Bund der Kaninchenzüchter für die Provinz Branden geschrieben, oder auch nur selbst gelesen hat wider besseres Diana- Säle zur Ausführung übernommen hat. Um die angegebene burg( Sitz Berlin) veranstaltet am 14.- 16. September 1901 in den issen auf! Denn er selbst überschreibt in diesem seinen Auf- Beit waren die Zimmerer damit beschäftigt, einen schweren eijernen Räumen des Etablissements Buggenhagen, Berlin S., Morigplay, satz die betreffende Zahlenreihe: Es zahlten im Jahre Bestandteil der Winde( Kloben), mit welcher die Ballen empor- seine erste Bundes- Ausstellung, an der alle in der Provinz 1898:... für Arzneimittel an die Apotheken." gewunden werden, auf die Rüstung der giveiten Etage zu tragen. In existierenden Kaninchenzüchter teilnehmen können. Die Anmeldung Das allein würde schon zum Beweise unsrer Behauptung dieser Gtage ist die Rüstung vollkommen ungenügend und so geschah von Kaninchen hat bis 1. September 1901 zu erfolgen. Nähere Ausgenügen! Herr M. hat aber ferner seine Zahlen über den es, daß, als der Arbeiter die schwere Laft abwarf, das viel zu kunft erteilt Herr Lofinsky, Berlin NO., Weinstr. 20. reinen Arzneiverbrauch der Krankenkassen offenbar von dem schwache Brett federte, dem es noch an genügender Auflage fehlte Orgelvortrag. Mittwoch, den 7. August, mittags 12 Uhr, hält der Abrechnungsbureau empfangen, welches der Apothekerverein für und das schwere Stück Eiſen herunterfiel. Auch in der ersten Musikdirektor Otto Diener einen Orgelvortrag in der Marienkirche, seinen Verkehr mit den Krankenkassen unterhält. Denn in den Etage hielt die Rüstung nicht stand und so fiel der herabfallende den Frau Alma Bankenin- Aderhold, Frau Emniy Maria Ehrnhorst, Fräulein Beröffentlichungen des Statistischen Amts" finden sich darüber Gegenstand bis ins Erdgeschoß. Hier befand sich ein Bauarbeiter, der mit Marta Gietsdorf, Herr Konrad Suldschinsky( Cellist) und Herr Haus teine Mitteilungen und auch die Jahresberichte der betreffenden dem Abladen von Schaalbrettern beschäftigt war. Das herabfallende Genzel unterstügen. Der Eintritt ist frei. " Das 10. Sängerfest des Arbeiter- Sängerbundes Berlins Inzwischen hat das Auftreten der Polizeibehörde gegen die Aus Ungarn besagt eine Meldung: In der Umgegend von und Umgegend fand am Sonntag in Schloß Weißensee" statt. Der Obdachlosen immer merkwürdigere Formen angenommen. 3. B. find, Dedenburg hat gestern ein furchtbarer Orfan großen Echaden Besuch war ein außerordentlich zahlreicher. Bereits am Morgen wie uns mitgeteilt wurde, mehrere Strafmandate gegen obdachlose angerichtet. In mehreren Ortschaften wurden Häuser eingerissen; begann eine kleine Wanderung, die am Nachmittag bedeutend an- Familienväter wegen Uebertretens polizeilicher Hausvorschriften" viele Dächer wurden vom Sturm entführt. Ob Menschen ums schwoll. Es mögen wohl an 30 000 Personen anwesend gewesen erlassen worden, so angeblich in einem Falle, weil der Betreffende, gekommen sind, ist noch nicht bekannt. Aus Oberitalien kommt fein, eine solch große Menge, daß trotz der Größe des Gartens an manchen Stellen ein förmliches Gedränge entstand. Der Festzug da er keinen Hausschlüssel hat keinem der untergebrachten die Nachricht, daß am Sonnabend bei sehr niedriger Temperatur der Sänger, der gegen 4 Uhr nachmittags stattfand, machte einen Obdachlosen ist ein Hausschlüssel eingehändigt worden- um ins Freie ausgiebige Regengüsse großen Schaden anrichteten. Viele Flüsse find imposanten Eindruck. Bunt flatterten die zahlreichen Banner in dem zu gelangen, durch ein Fenster stieg! aus den Ufern getreten und haben zahlreiche Ortschaften überprächtig dekorierten Garten über die Schar frohgesinnter Sänger, Die Polizei drohte auch den bereits erwerbsthätigen Kindern schwemmt. In Südapulien endlich hat ein heißer Siroccowind die wie überhaupt das ganze Fest in guter Sangesharmonie verlief. zweier Obdachlosen, der 17jährigen Tochter einer Witwe. Weinernte in drei Stunden vollständig zerstört. Der Massengefang der 2000 Sänger, der von dem Bundesdirigenten Mutter von sieben Kindern, und dem 14jährigen Sohne Herrn Blobel geleitet wurde, fand eine begeisterte Aufnahme. Gar eines Arbeiters, Vater von sechs Kindern, mit sofortiger Ein der Hirte Lehmann aus Holzdorf bei Luckenwalde. Er konnte vor Vom Blik erschlagen wurde bei einem Gewitter am Freitag mächtig brausten die Freiheitsklänge durch das große Gartenlokal sperrung und Bestrafung wegen Hausfriedensbruchs, falls diese dem plöglich ausbrechenden Gewitter nicht mehr Schuh suchen und überall ein freudiges Echo bei den Zuhörern hinterlassend. Daneben mag der aufopfernden Thätigkeit der Samariter- Rinder sich beikommen lassen sollten, das elende Unterkommen ihrer als er nu am Abend nicht heimkehrte, fand man ihn am Sonne tolomne gedacht werden, die in 42 Fällen bereitwilligst ihre Eltern und Geschwister noch weiter mit diesen zu teilen, abendfrüh auf freiem Felde bei seiner Herde liegend tot vor. einſegte, und auch per arbeiter- Shine the Site anstatt sich ein eignes Unterkommen zu beschaffen. Dabei Erschlagene war die Stüße seiner Mutter und jüngeren Geschwister, mit anerkennenswertem Eifer. Nur ein Mißton fiel in die Festes- tragen diese Kinder Kinder ihren Verdienst redlich Unter- nachdem im vorigen Jahre fein Vater von einem Eisenbahnzug überstimmung. Die Polizei konnte es sich nicht versagen, zwei Händler, halt ihrer zahlreichen Geschwister bei; und überdies ift fahren und getötet war. die mit Druckschriften handelten, zu arretieren. Im übrigen es diesen beiden obdachlosen Familien endlich geglückt, gum amüsierte sich Jung und Alt aufs beste, da es an Vielseitigkeit der 1. Oktober eine Wohnung zu mieten, was der Behörde nicht unBelustigung durchaus nicht fehlte. bahnhof. befannt sein kann! 1 Behörden zum Der Schiffbrüchige. Das„ Morgenbladet" meldet aus Vardö: Gismeerfischer mit 8 schiffbrüchigen Eismeerfahrern von den Schiffen Strömen" und Familien" sind hier eingetroffen. Die Schiffe find in der Nähe von Nowoje Semlja vom Eis zerdrückt worden. Das Schicksal von 6 Mann ist unbekannt, während die übrige Mannschaft sich auf eine kleine Insel rettete, wo sie nach 14 Tagen von den Eiemcerfischern aufgenommen wurde. Eisenbahnnnfall. Aus Offenbach wird berichtet: Am Montag= wurde. Feuerbericht. Ein gewaltiger Dachstuhlbrand fam Sonntag Vor einigen Tagen machte die Polizei ihre Drohung wahr und abend 10 Uhr in dem neuerbauten Hause Fürthstraße 10 aus. Da verhaftete den 14jährigen 2., sowie dessen Vater das Grundstück auf Wilmersdorfer Gebiet liegt, fo waren außer der eines Abends, als sie den Knaben bei seinen Eltern antraf, und beOrtswehr auch diejenigen von Charlottenburg und Schöneberg bielt beide bis zum andren Morgen in Polizeigewahrsam. Die herbeigeeilt, auch ein Berliner Löschzug war alarmiert, trat aber nicht in Thätigkeit. Mit unheimlicher Schnelligkeit hatte das Feuer bürgerliche Lokalpresse teilte ausdrücklich mit, daß der Knabe vers vormittag 8 Uhr 50 Minuten find in Oberrad von dem Lokalbahnzug um sich gegriffen und bei Ankunft der ersten Löschzüge bereits den haftet worden sei, weil er sich kein Unterkommen be- Offenbach- Sachsenhausen Nr. 1518 vier Wagen infolge unzeitiger gesamten Dachstuhl des Vorderhauses erfaßt. Ein frischer Wind schafft habe; den Vater habe das gleiche Schicksal getroffen, luftellung der Eingangsweiche entgleift und teilweise erheblich bes begünstigte sogar das Ueberspringen der Flammen auf das Dach weil er( in seiner Wohnung) gelärmt" haben soll!( Der Schaffner Jodel( Bruch des Oberarms). Weinwirt Adolf Clemens schädigt. Ein Wagen ist umgestürzt. An Personen sind verletzt: des linken Seitenflügels, so daß es der angestrengtesten Lärm bestand darin, daß fich der Mann über den Arbeit bedurfte, um ihnen wenigstens hier den Weg abzu späten Besuch der Polizei, um ihr Begehren, den Knabenbach( innere Verlegungen), Frau Jonas Weber aus Offenbach( leichte aus Offenbach( Brustquetschung), Klavierlehrer M. Lüdecke aus Offen schneiden. Die aus dem Brandherde emporschießenden Flammen fofort zu zu entfernen, aufregte.) Dicies gesamte gesamte Verhalten Knie- und Handverlegung). beleuchteten den Himmel blutigrot und Todten eine große der Der Betrieb auf der Lokalbahn wird der ganz giveifellos in Menschenmenge herbei, die sich erst verzog, als nach 1½stündiger bestehenden Wohnungsnot beschäftigte am Sonnabend ein sehr gut fall ist eingeleitet." Spandau 6 bis 8 Stunden gesperrt sein. Die Untersuchung über den UnglücksLöschthätigkeit mittels sechs Schlauchleitungen die Hauptgefahr be feitigt war. Der ganze Dachstuhl des Borderhauses, sowie ein Teil besuchte Volksversammlung, in welcher Stadtv. Rieger referierte Eine große Fener& brunft hat, wie aus Stendal berichtet wird, vom Dache des Seitenflügels wurden eingeäschert, und hatte die und die ganzen geschilderten Vorkommnisse und das absolut teil- in der vergangenen Nacht die Hälfte des Ortes Schelldorf einOrtswehr noch stundenlang mit Aufräumungsarbeiten zu thun. Der nahmslose, ja selbst feindliche Verhalten des Spandauer Kommunal- geäfchert. Elf Kofsäthenhöfe, die Kirche und der Gasthof sind ein entstandene Schaden ist beträchtlich. 8ur selben Zeit war Dunder- freisinns zu dieser Frage nach Gebühr geißelte. Stadtv. Pieper Raub der Flammen geworden, viel Vieh ist umgekommen. straße 79 ein größerer Dachstuhlbrand abzulöschen. Sturz nach 9 Uhr bekundete in der Diskussion, ebenso wie andre Redner, seine Ent Ertrunken im Seebad. Eine Verwandte des früheren Obere brannte Kommandantenstraße 46 die Markise eines Friseurgeschäftes rüstung über das merkwürdige Auftreten der Behörden. Schließlich bürgermeisters Belle ist in Ahlbed ertrunken. Es handelt sich um ein lichterloh. Die Veranlassung wird auf einen brennenden Cigarren wurde einstimmig eine vom Referenten vorgeschlagene Resolution junges Mädchen. Der Unfall ist darauf zurückzuführen, daß bei stummel zurückgeführt. Prestohlenbrände erfolgten am Sonntag angenommen, die geharnischten Protest gegen die Gefchehnisse und einem Seefturm am Sonnabend mehrere Planten des Damenbades Brombergerstraße 15, Elisabethufer 46 und auf dem Moabiter Güter- gegen den Standpunkt des Regierungspräsidenten einlegt, der es ablehnt, weggeriffen wurden und so ein Loch entstand, durch welches das uns fich bei unparteiischen Kennern der wirklichen Verhältniffe zu glückliche Mädchen, als es in das Bassin stieg, weggeschwemmt Aus den Nachbarorten. informieren, und feine Information einzig beim Magistrat einholt, Der Auftschiffer Santos Dumont machte in Paris am Ueber den angeblichen Selbstmord einer Berlinerin in gegen den sich eben die ganzen Beschwerden richten. Die VersammHangelsberg, wir berichteten bereits darüber, sind der hiesigen lung forderte dringend das sofortige Eingreifen der Kommune be- Sonntagnachmittag einen neuen Aufstieg, doch mußte er wegen leichter Havarieen wieder landen. Kriminalpolizei am Sonnabend Mitteilungen zugegangen, welche zu hufs herbeiführung gesunder Wohnungsverhältnisse im Sinne der Die in Aussicht genommene Wiederholung am Montag früh eingehenden Recherchen Veranlassung geben, da der Verdacht eines abgelehnten Anträge der socialdemokratischen Stadtverordneten. unterblieb, da die Witterung überaus ungünstig war. an dem Mädchen begangenen Mordes wesentlich durch diese Anzeige Desgleichen beschloß die Versammlung, mit aller Kraft und Energie Von Aerzten verhängte Sperre. Der Verein füdholsteiniverstärkt worden ist. Wir erfahren hierüber folgende Einzelheiten: die Wahl socialdemokratischer Stadtverordneten zu betreiben! Wo scher Aerzte hat in seiner letzten außerordentlichen Sizung den Be= Die Verstorbene ist die 17jährige Martha Grün, Tochter des in so viel feindliche Faktoren fich redlich bemühen, durch Zusammenschluß gefaßt, daß kein Mitglied desselben den dem Dr. Schwarz ber Hagelsbergerstr. 55 wohnenden Tischlers F. Grün, welche mit tragen von Agitationsstoff Licht auch in den dunkelsten Stöpfen zu feitens des Magistrats gekündigten Bosten als Krankenhaus-, Armen-, ihrer Dienstherrschaft, einer Familie Lange aus der Dresdenerstraße, verbreiten, da kann es unsrer Partei an guten Fortschritten nicht Hospital- und Polizeiarzt in Oldesloe übernehmen darf. Die Küinseit einigen Wochen in der erwähnten Sommerfrische wveilte. Wie aus einem, noch am Dienstag bei ihren Eltern ein- fehlen. Das ist die geheimnisvolle Kraft, die das Böse will, und digung erfolgte bekanntlich infolge von Differenzen, welche zwischen Dr. Schwarz und den die Pflege amOldesloer Krankenhaus ausübenden getroffenen Briefe hervorgeht, fühlte sich das Mädchen in ihrer das Gute schafft! Schwestern aus dem Altonaer Diakonissenhause bestehen. Stellung sehr wohl. Gegen 1/29 Uhr abends desselben Tages ging Nowawes. Bereits zum drittenmale beschäftigte sich die Gedie G. mit einem Kruge von der Billa nach der Spree hinunter, um meindevertretung in Nowaives mit der Wahl eines Mitgliedes zur Konig, In der Privatklagesache des Lehrers Berthold Weichel zu Wasser zu schüpfen, und von diesem Gange ist sie nicht zurück- Schuldeputation. Die bisher Gewählten wurden von einem außergekehrt. Man fand den Leichnam am nächsten Morgen ordentlichen Mißgefchic verfolgt, indem sie das Malheur hatten, von flägers, gegen den verantwortlichen Nedacteur des„ Borwärts", vertreten durch Rechtsanwalt Hahn zu Charlottenburg, Privat in einer fleinen Bucht stromaufwärts im Wasser liegend. Die der Regierung nicht bestätigt zu werden. Der zuerst gewählte frei Robert Schmidt, hier, Angeklagten, wegen Beleidigung hat das Leichenschau- Kommission gab als Todesursache Herzschlag infolge sinnige Webermeister Nimmig, der für die Volksschule wohl königliche Schöffengericht I in Berlin, Abteilung 150, in der Sigung Erstickens im Wasser" an. Als die sofort benachrichtigten Eltern in in befferndem Sinne gewirkt hätte, wurde nicht anerkannt, vom 10. Juli 1901, an welcher teilgenommen haben: Frize, Amtss Hangelsberg eintrafen, war die Tochter bereits eingejargt. Da weil, wie ihm privatim mitgeteilt wurde, er ihnen seitens Einwohnern der Sommerfrische angedeutet wurde, daß lich anerkannten Religionsgemeinschaft nicht angehört. Offiziell als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: Der Angeklagte wird wegen einer staatsrichter, als Vorsitzender; Hinge, Götz, als Schöffen; Weise, Diätar, das Mädchen wohl nicht freiwillig gestorben, sondern anscheinend wurden die Gründe nicht angegeben. gewaltjam ertränft worden sei, umfomehr, als Strolche schon des unser Genosse St. Gruhl gewählt, von dem bekannt wurde, daß seine beitreibungsfalle zu einer Gefängnisstrafe von 5 Tagen fostenpflichtig Als zweiter wurde öffentlicher Beleidigung zu einer Geldstrafe von 25 M., im Nichtofteren junge Mädchen am Ort belästigt haben sollten, wendete Kinder nicht konfirmiert sein sollten. Nunmehr ist auch diese Wahl verurteilt. Dem Privatkläger wird die Befugnis zugesprochen, den fich Herr G. an die Staatsanwaltschaft in Fürstenwalde mit der nicht bestätigt worden. Gründe find wiederum nicht angegeben. erkennenden Teil dieses Urteils innerhalb 4 Wochen nach Zustellung Bitte, eine nochmalige Untersuchung und Leichenschau vornehmen Wenn die Regierung sich nicht bald dazu bequemt, die Gründe anzu einer Ausfertigung des rechtskräftigen Urteils im Vorwärts" auf laffen zu wollen. Die Bitte wurde jedoch abgelehnt und die Be- geben, dann könnten noch verschiedene Wahlen vor sich gehen, ohne Stoften des Angeklagten bekannt machen zu lassen. erdigung fand statt. Erst später meldeten sich bei den tiefgebeugten daß den Wünschen derselben Rechnung getragen werden könnte. Bei Angehörigen Berliner Sommergäste aus H., welche baten, die Sache nicht der nunmehr vollzogenen dritten Wahl wurde der Fabrikbefizer Nathan ruben zu lassen, da sie in der Lage wären, weitere die Möglichkeit gewählt, der Jude ist, und haben wir demnach wohl die Aussicht auf eines Mordes erhärtende Aussagen zu machen. Darauf wurde eine vierte Wahl. feitens der Eltern der G. die Fundstelle besichtigt und sie fanden bei einer genauen Absuchung daselbst einen Hemdenfragentnopf und einen offenbar aus einem Rod gewaltsam herausgeriffenen Snopf, an den fich noch ein Fezen Tuch befindet. Diese legteren Gegenstände find am Sonnabend der Kriminalpolizei übergeben worden, welche mm fofort die nötigen Schritte gethan hat, um die dringend erforderliche Aufklärung zu schaffen. D Centralverein der Bildhauer Deutschlands.( Verwaltungsstelle Berlin.) Dienstag, den 6. d. Wis., abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Bersammlung. Tagesordnung: Holzbildhauer- Angelegens heiten. 4. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. pflichtet zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Eingegangene Druckschriften. " Marktpreise von Berlin am 3. Auguft 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.-tr. Kartoffelu, neue, D- Ctr.| 10, Rindfleisch), Keule 1 kg " eisen, gut mittel gering " " " mittel gering " Roggen, gut " mittel * Gerste, gut " gering Hafer, gut mittel gering Erbsen Speisebohnen Vinsen dv. Bauch Schweinefleisch 16, 15, 14,90 13,90 13,80 12,80 16,50 15,70 15,60 14,80 14,70 14, Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Fier Karpfen Aale 6 1,60 1,20 1,30 1, " " 1,60 1,20 1,60 1,10 1,60 1,10 2,60 2, 60 Sint 4,- 2,40 1kg 2, 3, 1,50 2,60 2,40 1, 1,20 1,80 0,80 Bander Hechte 7,32 6,66 Barsche 7,60 5,60 Schleie 2,40 1.20 40, 25, Bleie 1,20 0,80 ˊ 45, " 25. Krebse per Shot 16-2,50 6530, *) Frei Wagen und ab Bahn. Produkteumarkt vom 5. August. Die Tendenz des heutigen Getreide Central Kranken- und Begräbniskaffe für Frauen und Mädchen Deutschlands( E. s. 26), Offenbach a. M. Berwaltungsstelle Berlin I. Hauptversammlung am Dienstag, den 6. d. Mts im Gewerkschaftshause. Ein neuer Bahnhof der Nordbahn ist am Freitag in Engel- Ufer 15, Saal 7. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht pro 2. Quartal 1901. Reinickendorf Rosenthal seiner Bestimmung übergeben 2. Der Brotest an den Centralvorstand( unterschrieben von 30 Mitgliedern) worden. Der alte Bahnhof genügte bei weitem nicht mehr für den sowie dessen Ursache und Wirkung. 3. Ergänzungswahl zur Ortsverwaltung. Beiträge werden in der Berjamm bedeutend gesteigerten Verkehr; er ist mit Eröffnung der neuen tung entgegengenommen. Nur Mitglieder sowie diejenigen Personen, weiche Bahnhofsanlagen eingegangen. nach§ 18 des Statuts gewählt werden können, haben Zutritt. Mitgliedschiftro Epidemieen in der Umgegend Berlins. Laut Bekannt- buch legitimiert. Das Erscheinen jedes Mitgliedes ist dringend erforderlich. Heu machung des Landrats von Tresckow ist in Kaltberge- Rüdersdorf hauptsächlich find die Mitglieder, die den Protest unterschrieben haben, ver: eine Diphtheritis Epidemie und in Neu- Weißensee eine Scharlach Epidemie ausgebrochen. Demzufolge ist für den Umfang des Amtsbezirks Kalfberge- Rüdersdorf und des GemeindeBon der„ dienen Zeit"( Stuttgart, Dies' Verlag) ist socben das bezirks Neu- Weißensee auf Grund der Paragraphen 9, 14 und 59 44. Seft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: markts war eine schwankende. Am Frühmarkte lagen Weizen und Roggen des Regulativs für das bei ansteckenden Krankheiten zu beobachtende Aus Briefen von Engels an Mary. Die Heilstättenbewegung. Von fester. Aus Oestreich kamen unveränderte Breise, aus Amerika aber höhere, Verfahren vom 8. August 1835 unter Androhung der gesetzlichen Friedrich Müller.- Barijer Theater. Bon Dr. Felicie Noffig. Der deren Wirkung mehr bei Weizen als bei Roggen zur Geltung fam. Im Strafen die allgemeine Anzeigepflicht angeordnet worden. Ga Stampf um die Volksschule in Destreich. Von Jrmin.( Schluß.) Die Mittagsverfehre trat zunächst eine kleine Abschwächung zu Tage, späterhin Die Wohnungsnot in Spandau und die Behörden! Aus Jahresberichte der bayrischen Fabrik: und Gewerbe- Inspektoren. Bon Helene aber erholten sich die Preise wieder, so daß Weizen 3 bis 1 Mart über Simon. Litterarische Rundschau: Männerchöre. Verlag von J. Günther, vorgestern, Roggen wie am Sonnabend notierte. In legterer Brotfrucht Spandau wird uns geschrieben: Ueber so manche Eigenarten des Dresden. Dr. Oskar Stillich, Die Spielwaren- Hausindustrie des Meininger Lagen füdrussische Angebote, freilich nicht rentable, vor. In Weizen stimu Spandauer Magistrats ist bereits berichtet worden, bekannt ist auch Oberlandes. Notizen: Die Einkommensverhältnisse Kopenhagens. lierte das wahrscheinliche, der Ernte nicht förderliche Siegenwetter. Das sein Auftreten gegen die in einem hiesigen städtischen Gebäude unter- Feuilleton: Zum Gedächtnis Wilhelm Liebknechts. Von Robert Schweichel. Geschäft in beiden Brotfrüchten war sehr klein. Mehl lag still; nach Sachsen ( Fortsegung.) und Bayern zeigte sich einiger Bedarf. Hafer und Mais waren fest. Nüböl gebrachten obdachlosen Familien. Nachdem sämtliche Obdachlose nebst unverändert. Spiritus ohne Notiz. ihrem Hausrat vor einigen Wochen eines Tages aus dem städtischen Obdach auf die Straße gefeßt wurden, mit Einbruch der Nacht dann aber wieder ihren Einzug halten konnten, beschwerten sich unsre Ge- Ueber Hochwasserschäden laufen ans ganz Südbayern Meldungen nossen telegraphisch beim Regierungspräsidenten in Potsdam, der ein. Von Binswangen bis Sonthofen find infolge Hochwassers der auch sofort einen Kommissar nach Spandau entsandte, welcher jedoch, Ostrach alle Fabriken und andre Gebäude unter Wasser gescht. Das Stationen nachdem er seine Erkundigungen beim- Magistrat eingezogen, Elektricitätswerk in Sonthofen sowie andre Industrie- Anlagen stellten die Maßnahmen des Magistrats ge- billigt haben soll. Am den Betrieb ein. Durch einen Bergrutsch bei Thalkirchdorf 9. Juli ersuchte die socialdemokratische Stadtverordneten Fraktion wurde der Bahnbetrieb zwischen Kempten und Lindau zeitweise Swinembe 760 2323 2 bebedt 20 pavaranda 750050 6 bebedt 16 den Regierungspräsidenten schriftlich um Gewährung einer Audienz, zerstört; er ist aber jetzt wieder offen. Die Jller führt bei Stempten Hamburg 761 WSW 3 bedeckt 17 Betersburg 760 S 761 SSW 2 heiter 20 Cort zwecks Entgegennahme von Beschwerden gegen die städtischen Be- das seit dem Jahre 1871 höchste Hochwasser. Bahlreiche Häuser in Berttu Frantf./M. 7625 1h16.beb. 17 Aberdeen hörden Spandaus. Am 30. Juli erging auf dieses Schreiben der der Nähe des Flusses stehen unter Wasser. Auch die jar zeigt München 2 woltent 17 Baris 1 bedeckt 16. folgende Befcheid: hohen Wasserstand und hat die Jjarauen bei München überschwemmit. Wien 762 NW 2 wolfent 19 Der fönigliche Nach Meldungen aus Traunstein und Marquartstein richteten die Wetter Prognose für Dienstag, den 6. August 1901. Regierungspräsident. Traum und die Achen Schaden an, indem sie teilweise die Straßen Ein wenig kühler, veränderlich, vorwiegend trübe mit Regenfällen und Potsdam, den 25. Juli 1901. Zum Schreiben vom 9. Juli 1901. Da seitens des dortigen Magistrats geeignete Maßnahmen in Erwägung genommen sind, um einer eintretenden Obdachlosigkeit nach Möglichkeit vorzubeugen, verzichte ich zur 8eit auf eine mündliche Erörterung dieser Angelegen. In Vertretung. ( Unterschrift unleserlich.) in Spandau. heit. An Herrn Stadtverordneten E. Rieger Vermischtes. Witterungsübersicht vom 5. August 1901, morgens 8 1hr. Barometers stand mm 764 Windrichtung Windstärke Wetter 5° 4° R. Stationen BarometerWinds richtung Windstärke Better Temp. n. C. 125 6.4° 92. 1 bedeckt 16 768 NW 3 bedeckt 765 N und Felder überschwemmten und die Hochwasserdämme durchbrachen. ziemlich frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Außer den Lokalbahnen Sonthofen- Oberstdorf und MurnanBartenkirchen ist auch die Lokalbahnstrecke Traunstein- Ruhpolding gestört, In den Ortschaften Biltsch, Schlausewitz und Strudorf in tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Schlesien hat das Unwetter großen Schaden angerichtet. Die Hagel- tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. förner erreichten eine Größe von Taubeneiern; auch aus andren Gegenden kommen Meldungen über enorme Schäden, die das Un wetter angerichtet hat. Auf der Besigung des Bauerngutsbesizers Gutsche in Groß- Kozenau wurde ein Knecht und eine Magd vom Blizz getötet. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, DonnersD., Moritstr. 5. Sie müffen eine sehr sonderbare Auffassung vom „ Borwärts" haben, wenn Sie glauben, daß er Ihre Denunziantenstreiche noch unterstützt. Noth. Sie sind im Irrtum. Allgemein gültige Vorschriften für ganz Preußen sind nicht vorhanden. laffung aus dem Krankenhaus verlangen. B. Sch. 25. Die Kaffe konnte nochmalige Meldung nach Ihrer Ents A. Cordes. 1. Die Kündigung hat keine Rechtswirkung, Ihr Vertrag läuft bis zum 1. April 1902 weiter. Teilen Sie das dem Hauswirt mit. 2. Hausreiniger und Portiers Zwei Wette ude. Grammatikalisch richtig heißt es: was geht mich das| jebe Mart von Darlehnsbeträgen bis zu 30 M., und 1 f. für feben Monat unterliegen nach der Rechtsprechung des Reichs- Versicherungsamts der an.- E. P. 12. Das ist durchaus möglich, es heißt weiter nichts als: und jede den Betrag von 30 M. übersteigende Mart. Es darf jedoch der Invalidenversicherung, sofern sie gegen Entgelt hierzu gehört auch freie in den nächsten 2 Jahren soll der Mann nicht zur Uebung herangezogen Pfandlether ausbedingen, daß Binsen mindestens für 2 Monate gezahlt Wohnung, wenn sie das persönliche Bedürfnis des Angestellten übersteigt werden. Das ist doch kein Nachteil. Schilling. Wenden Sie sich an werden müssen. D. K., Bankow. Die Versicherungsanstalt hat recht beschäftigt werden. Ihre Frau soll sich mit dem Antrag, das Nachtleben das Aus wärtige Amt.-M. N. 84. Der Pfandleiher darf sich an Zinsen ob der Aufgenommene ein Deutscher oder ob er ein Ausländer ist, ist gleichherbeizuführen, an die Landesversicherungsanstalt, Breitestr. 24, wenden. nicht mehr ausbedingen oder zahlen laffen, als 2 Pf. für jeden Monat und gültig. Die Aufnahme in die Heilanstalt tritt an Stelle der Invalidenrente: Allen Verwandten, Freunden und Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 6. August. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Urania Prater- Theater Tauben- Strasse 48/49. Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Todes Anzeige. Allen Freunden und Genossen die traurige Mitteilung, daß unfre liebe Tochter Bekannten die traurige Nachricht, daß Gentral- Kranken- u. Sterbeunfre liebe Mutter, Groß- u! Schwieger Kasse der Tischler u. mutter, die Cigarrenfabrikantin Sophie Güthling, Tam Theater um 8 Uhr. Auf fremder Erde. Charlotte Hackelbusch fchwerer Straffett in 63. abre font Im Aus dem Tagebuch der Erde. Invalidenstr. 57/62. Ausstattungsstück mit Gesang u. Tanz in 4 Bildern von Hugo Schulz. Auftreten der Excentric- Chansonnette Hedwig Döring, des Grotesque Romiters Paul Coradini, der Freres Nenes Opern Theater( ron). Tägl. Sternwarte. Douseck, Gigert Afrobaten. Jm Trianon Theater: Lebende い Lieder". Anfang 8 Uhr. Ju Garten: Täglich großes Konzert. Schiller.( Morwizz Oper.) Martha oder: Der Markt zu Richmond. Anfang 7 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 72 Uhr. Lessing. Die dritte Escadron. Anfang 8 116r. Berliner. Die Hugenotten. Anfang 8 Uhr. Residenz. Das blaue Kabinett. Anfang 8 Uhr. Reues. Gastspiel des Meßthaler: Ensembles. Die goldene Brücke. Anjang 8 Uhr. Westen. " Theater Charivari"( Se cessions: Brettl). Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Zoologischer Garten Täglich nachmittags 5 Uhr: Grosses Doppel- Konzert. Entree I Mark. Von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Apollo- Theater Vollständig neues Specialitäten- Programm! The Karleys, Musikalische Komödianten. Mr. Bartlings lebende Photographien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Platz 50 Pf. Kalbo. Reichshallen. Heute sowie von nun an wieder täglich: im 9. Lebensjahre nach längerem, schwerem Leiben am 4. August, früh 7 Uhr, gestorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 7. August, nach: mittags 5 Uhr, von der Leichen: halle des Emmauskirchhofs statt. Die trauernden Eltern. Rich. Hackelbusch nebst Frau, Cuvrystr 16.[ 21032 Allen Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unsre ge: liebte Tochter und Schwester Lieschen Peters Stettiner Sänger. im 20. Lebensjahre nach langem Leiben Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Earl Weißt. Der liebe Onkel. An- 10 Debüts Gossmann Konzertgarten fang Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Zigeunerbaron. 8 Uhr. fang FrauLuna Streubergfir. 48, an der Kaybachſtraße. Jm Part: Großes Doppelfonzert und Specialitäten. Belle Alliance. Frizz Reuter Anfang 8 Uhr. Jin Garten: Großes Gartenkonzert mit dem berühmten Luftballett Grigolatis. Anfang 8 Uhr, Sonntags 72 Uhr. und Luftiges Bretti". Anfang Sanssouci 6. Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Im Garten: Täglich: HoffmannsPaffage Theater. Damen Ring Nordd. Sänger fämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang mittags 12 Uhr. = Speciali. Paffage Banoptikum. täten Borstellung. Neichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/19.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. und Konzert. Anfang d. Konzerts 5 Uhr, der Soiree 7 Uhr, Wochen: tags 6 Uhr, d. Soiree 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag, Montag und Donnerstag: Tanzkränzchen. Wochentags Vereinsbillets gültig, Tanz fret. Schiller Theater Schweizergarten ( Wallner Theater). Morwiz Oper. Dienstagabend 71/2 Uhr: or. Am Friedrichshain Täglich: Jeden Sonntag Frei- Konzert und Ball. Montag und Donnerstag: Ortsverwaltung Berlin C. am Sonntag, den 4. August," nach Wittwoch, den 7. August, abends Krankheit im 812 in entschlafen ist. Dies zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme tief: betrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Mitt: woch, den 7. August, nachmittags 5 ühr, von der Leichenhalle am Krugsteg aus statt. Bergmannstraße 5-7: Mitglieder Versammlung Tagesordnung: 1. Kassenbericht vom 2. Quartal. 2. Bericht von der Generalversamm lung. 3. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Mitgliebsbuch legitimiert. Todes- Anzeige. Aus Anlaß der Feier des 25jährigen Nach schwerem, qualvollem Kranken: Bestehens werden Sonnabend, den lager verschied am 4. d. Mts. unser 10. August, feine Beiträge taffiert, guter unvergeßlicher Sohn Carl im vierten Lebensjahre. stilles sondern Montag den 12., abends von 712-9 Uhr. Die Ortsverwaltung. [ 21026 182/14 Famille Daschütt, Seydelftr.18. Kranz- und Blumenbinderei am 3. August sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am 6. Auguft, nachmittag 1 Uhr von der Leichenhalle Die Beerdigung findet Dienstag- von Robert Meyer, nacht. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Luiſenkirchhofs in Bris nur Mariannen- Straße 2. der Gethsemane- Kirche statt.[ 21042 Die trauernden Eltern u. Geschwister. F. Peters, Stargarderstr. 79. Central- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. ( Eingeschriebene Hilfskaffe.) Filiale Moabit: Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter August Schlitzkus im Alter von 38 Jahren nach kurzem schweren Leiben am 3. d. Mts. verstorben ist. Ehre seinem Anbenken! Die Beerdigung findet Dienstag: haus Moabit nach dem Kirchhof der Hamburger nachmittag um 5 Uhr vom KrankenSänger. Jeden Freitag: Norddeutsche Sänger. Entree 20 Pf. Vorzugskarten 10 Bf. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Nachher: Kränzchen. aus statt. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Fritz Pickenhagen Vercins- Kränze, Palinen u. Blumen: Arrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert Elektra. Heuer Abendkursus für Elektrotechnik und Montage ab 15. Auguft. Keine Vorkennt am 2. August an der Proletarter- niffe. Anmeldungen schleunigst frankheit verstorben ist. S. Neander- Strasse 4. Prospekt gratis. 107/3 Die Beerdigung findet am Diens tag, den 6. August, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses Friedrichshain nach städtischen Friedhof in Friedrichsfelde statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. dem W. Noacks Festsäle Brunnen- Strasse No. 16. Im September, Oktober und November sind noch Sonnabende an Vereine zu vergeben.[ 19798* Betlands- Gemeinde in Blößenfee statt. Nene Berliner Genossenschafts- Bäckerei 253/8 Die Ortsverwaltung. Für die liebevolle Teilnahme und ( E. G. m. b. H.) rangipenben bei der Beerdigung Sonnabend, 17. Angust, im Borale des Genoffen M. Jung, Grannftr. 41: Außerordentliche General- Versammlung. unsrer Tochter Anna und namentlich der Frau Mühlisch für ihre aufopfernde Liebe während der Krankheit und am Sterbebette fagen wir unsern auf- 1. Beratung und Beschlußfaffung über die gestellten Anträge. 2. Verschiedenes. richtigen Dank Familie J. Otto, 27966 Frankfurter Allee 128. 2789b Tages Ordnung: ind Der Vorstand. Karl Höpfner. Karl Metzold. W. Noacks Theater. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Brunnenstraße Täglich Konzert, Theater und Specialitäten- Vorstellung. Die schöne Galathee. Operette in 1 Aft von B. Henrion. Musik von Franz von Suppé. Jm Saale: Tanzkränzchen. G. Brochnows Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 7. August, abends 8½ Uhr: Ordentliche Mitglieder- Versammlung in den ,, Borussia- Sälen", Ackerstraße 6/7. Tages- Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über den dritten Punkt der Tages- Ordnung der letzten GeneralVersammlung. 2. Revisionsbericht. 3. Stellungnahme zum 5. Kongreß der durch Vertrauensmänner vom 19. Stiftungsfest. 5. Verschiedenes. Konzert, Theater, Speciali Gesellschaftshaus, erinnerten Geverfchaften Deutschlands, event. Wahl von Delegierten zu derselben. 4. Abrechnung 105. Gastspiel Heinrich Bötel. täten- Borstellung und Ball. 1827*] Weberstraße 17, oder: Der Markt zu Richmond. Romantische Oper in 4 Att. von Flotow. Mittwoch abend 7 Uhr: Populäre Borstellung bei halben und ermäßigten Preisen: Figaros Hochzeit. Donnerstagabend 72 Uhr: 106. Gastspiel Heinrich Bötel. Volksbelustigungen aller Art. Jeden Abend 10 Uhr: Moderne Don Juans. Puhlmanns Der Postillon von Lonjumeau. Vaudeville- Theater Freitagabend 7 Uhr: Maurer und Schlosser. Carl Weiss- Theater Große Frankfurterstr. 132. Der liebe Onkel. Schönhauser- Allee 148. Täglich: Große Theater und Specialitäten- Vorstellung. Nur Kräfte ersten Nanges. Großer Wir Großer Lacherfolg! Im herrlichen Konzertgarten jeden Dienstag und Freitag: 130/1 Steinmetz Sänger.] Nach der Soiree: Tanzkränzchen. sons gültig. Anf. 8 Uhr. tag: BALL. Einige Sonnabende noch zu vergeben. Ostbahn- Park. Lacherfolg! Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. Hermann Imbs. Täglich: Schwant in 4 Atten von R. Stneiser. brauchen keine Männer mehr. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: Talolo. ( Samoanisches Liebeswerben.) Im Garten: Konzert, Theaterund Specialitäten, Vorstellung. Anfang 51/2 Uhr. Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr. Bum 717. Mal: Die Geisha. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Metropol- Theater. W., Behrenstrasse 55-57. Wiederaufführung von Man lebt ja nur einmal! Henry Bender- Georg Kaiser Frid Frid- Fritzi Georgette Vorher: August- Specialitäten- Programm. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu! Nen! Neu! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Große Ausstattungspoffe in 2. Atten von Clefeld. Wochentags 5 Uhr. Anfang: Sonntags 4 Uhr. F. Lehmann, Direftor. Wedding- Park Müller- Strasse 178. Jeden Dienstag und Sonnabend: Norddeutsche Sänger. Biegler, Wolff, Hohenberg etc. Entree 20 Bf., Borzugsbillets 15 * Großes Konzert, Theater- 1. Specialitäten- Vorstellung. Brauerei K. Gregory, Badstr. 67 u. Hochstr. 21-24, Defonom H. Bovel. Empfehle meine hocheleganten Säle, 300 Personen fassend, für Bereinsfestlichkeiten. 18409* Im Garten: Gr. Freikonzert. Herren- Anzüge, Paletots n. Maß, eleg. Ausführung. auch fertige Garderobe am Lager, liefert Ohne Mitgliedsbuch kein Einlaß. Kollegen! Die wichtige Tages- Ordnung erfordert das Erscheinen sämtlicher Mitglieder. Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 9016/15 Montag, den 12. August, abends 8% Uhr, in der Brauerei Friedrichshain: Uebungsstunde des Sonder- Chors. Zu dieser Uebungsstumde hat jeder Verein einen 1. und 2. Tenor zu stellen, ferner müssen die Vereine das Notenmaterial der beiden Lieder Tendenzlied" und" Bet und arbeit am Montagabend abliefern. Bundesmitgliedstarte legitimiert. Der Vorstand. Gänsefedern 60 Pf. 60 Pf. pr. Pfd.( gröbere sum Reißen). Schlachtfedern, wie sie v. d. Gans fallen, mit allen Daunen m. 1.50, füllfertiger Gänserupf m. 2.00, beffere daunige waare m. 2.50, 3.00, befte schneeweiße mt. 3.50, russische Daunen m. 3.50, weiße böhm. Daunen m. 5.00, ge riffene Federn m. 1.50, 2.00, 3.50. Brima geriffene m. 3.00, 2.50. Dersand gegen Nachnahme. Berlin S., Gustav Lustig, pringenstraße 46a. Erste Bettfedernfabrik m. electr. Betriebe. Viele Anerkennungsschreib. 51, Bjund Brot 50 Pfg. 2 Backware 6 Stück für 10 Bf. Albrechts Bäckereien: Wrangelstraße 9, Krautstraße 19, J.Aurzberg, Landsbergerstr. 13 prt. Falkensteinſtr. 28, Laufikerfir. 2. Teilzahlung gestattet. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 16492* Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 Hochelegante Stegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. Fordern Sie in den Eigarrenhandlungen dänischen Anker- Kautabak, vorzüg Jede Taschenuhr reinigen od. Feder eins. 1,50 M. unt. Gar. Goldene Damenuhren 15-100 M. Getragene filberne Uhren 5,50. Teilzahlung gestattet. G. Paetzel, 1. 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Deutsch. Metallarbeiter- Verband| ( Zahlstelle Berlin.) Mittwoch, den 7. August, abends 8 Uhr: Vertrauensmänner Versammlungen Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: bei Wernan, Schwedterstr. 23. Tages Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Verbands: und WerkstattAngelegenheit. 3. Verschiedenes. Often und Nordoften: vei Mann, Straußbergerstr. 3. Tages Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Ohne Verbandsbuch mit Karte kein Eintritt. Südosten: bei C. Behrend, Manteuffelstr. 95. Tages- Ordnung: 1. Werkstattangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Süden: bei Retzolk, Wafferthorstraße 68. 107/12 Die Kollegen aus folgenden Werkstätten sind zu dieser Versammlung eingeladen: Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Mittwoch, den 7. August, abends 81/2 Uhr: vertrauensmänner- Konferenz für Often bei Bartel, Gr. Frankfurterstr. 18. Vertrauensmänner- Konferenz für Westen bei Bartel, Bülowstr. 60. der chirurgischen Branche Vertrauensmänner- Konferenz der chirurgischen Branche bei Hummel, Sophicustr. 5, abends 8/2 Uhr. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis( Osten). Dienstag, den 6. August, abends 8 Uhr, Gr. Frankfurterstr. 117: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Ledebour über: Die Socialdemokratie im Stampfe gegen Scharfmacherei und Flaumacherei. [ 244/11 2. Diskussion. 3. Mitteilung des Vorstandes und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Achtung! Achtung! Socialdemokratischer Wahlverein Mittwoch, 7. August, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshaus, für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Engel- Ufer 15, Saal I: Mittwoch, den 7. August, abends 8 1hr, Gr. Versammlung der Heizungsmonteure u. Helfer. in Ballschmieders Kastanienwäldchen, Badstr. 16: Ordnung: Endgültige Beschlußfaſſung über den von der kommiffion ausgearbeiteten General- Versammlung. Accordtarif. Mittwoch, den 7. Auguft, abends 81, Uhr: Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes, des Kassierers und der Revisoren. 2. Dis fussion. 3. Beratung über Neu- Organisation des Kreises. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 247/20] 3. Striste, Stöpniderfir. 56; 4. Sperlig, Quifen- lifer 4; 5. Brat Versammlung für Moabit 470 1. Hohmann, Alexandrinenstr. 9; 2. Appelt, Prinzessinnenstr. 28; Hollmannstr. 32; 6. Wetzel, Gitschinerstr. 63; 7. Pollei, Buckowerstr. 6' in Habels Branerei, Westen und Süd- Westen: Bergmannstr. 5-7. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht der Vertrauensleute. 3. Ber: schiedenes. Sämtliche Vertrauensleute sind verpflichtet, die Karten umzutauschen. Moabit: im totale des Herrn Jocksch, Turmstr. 84. Tages Ordnung: 1. Bericht der Vertrauensmänner. 2. Verschiedenes. bei Serrn Raabe, Wedding und Gesundbrunnen: Solbergerstraße 23. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Die Adresse des Obmanns ist: Robert Fende I, Gerichtsstr. 64, Friedrichsberg: bei Lutterbüse, Friedrich Karlstr. 11. Tages Ordnung: Bericht des Obmanns und Werkstattangelegenheiten. Modell: n. Fabriktischler, sowie Modelldrechsler im Lokal von Dieke, Aderstr. 123. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Arbeitsnachweis- Kommission. der Vertrauensmänner. 3. Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. 2. Bericht Nowack, in den ,, Arminins- Hallen", Bremerstr. 72/73. Tages Ordnung: " 1 1. Vortrag des Herrn Dr. Mehnert: Das Wassergas". 2. Dis: fussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen erwünscht. Gäste haben Zutritt. Donnerstag, den 8. August, abends 7 Uhr: Der Vorstand. Arbeiter Vertreter- Verein. Donnerstag, den 8. August 1901, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: lung der Former und Giesserei- Arbeiter enteral- Versammlung. Versammlung im Gewerkschaftshaus( Saal 1), Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Der Streit in der Union. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Montag, den 12. Auguft, abends 8½ Uhr: Tages Ordnung: 53/9 1. Bericht des Vorstandes, des Kassierers und der Revisoren. 2. Neu wahl des Vorstandes und der Revisoren. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. J. A.: E. Warnst, Schriftführer. General- Versammlung. Achtung, bei Vallschmieder, Badstr. 16. Tages Ordnung: 1. Rassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Neuwahl des 2. Bevoll mächtigten, des Rendanten und zweier Revisoren. 3. Beschlußfassung über die beantragte Aenderung des Ortsstatuts. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Vertrauensleute sind verpflichtet, den Mitgliedern die Mitgliedsbücher auszuhändigen. 117/9 Die Ortsverwaltung. Schöneberg. Musikinstrumenten- Arbeiter bel Norte. Mittwoch, den 7. Auguſt 1901, abends 8 Uhr: Jede Werkstatt muß unbedingt vertreten sein. Drechsler. Manteuffelstr. 9. Admiralstr. 18c, Südosten u. Südwesten: bei Möhring. ages Ordnung: Neuwahl der Kommission. Norden: Brunnenste. 150 bei Neumann. bei Matthes, Often und Nordosten: Koppenstraße 41. Tages Ordnung: Bericht der Obmänner. Berbands- und Werkstattangelegenheiten. Es ist Pflicht jeder Werkstatt, einen Vertreter zu senden. Zur Beachtung! Zählicheine zu einer aus 16. am August stattfindenden Arbeitslosenzählung ausgegeben. Vertrauensmänner zu entsenden. Die Stollegen werden deshalb crugt, aus jeder Werkstatt Etablissement Süd- Ost, Waldemarstrasse 75. Saal für Festlichkeiten und Versammlungen. Mehrere Sonnabende find noch im August, September und Oktober an Vereine zu vergeben. 16892* H. Brüder, Gastwirt. Behütet die Kleinen Lieblinge! Schutzengel wandeln nicht mehr auf Erden. Diese Himmlischen, herrlichen Gestalten, die ihre schirmenden Flügel über des Kindes Wiege breiteten, existieren nur noch im Märchen und in der Sage, ebenso wie die guten Feen, die ihm ihre Segensspenden mit auf den Lebensweg gaben. An Stelle der schönen Phantasiegebilde ist die nüchterne Wirklichkeit getreten. Die Mutter muß selbst der Schutzengel oder die gute Fee sein, will sie ihren fleinen Liebling vor allem Ungemach bewahren. Das kann sie aber nur dann mit glücklichem Erfolge durchführen, wenn sie sich, neben ihrem guten Willen und ihrer Opferfrendigkeit, auch alle nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten aneignet, die für den Schuß und die Pflege eines Kindes unentbehrlich sind. Es gefchehen eben keine Wunder mehr in unseren Tagen. Ursache und Wirkung liegen flar und offen vor uns. Das Kind zu behüten vermag fein frommer Wunsch allein. Die Mutter darf nicht im Vertrauen auf des Himmels Beistand die Hände in den Schoß Jedes Wort: 5. Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Partei- Versammlung in Obsts Festsälen, Meininger- u. Martin Lutherstr.- Ecke. Tages- Ordnung: 1. Rückblick auf die Thätigkeit der Stadtverordneten Versammlung. い 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegierten zur Kreiskonferenz. Achtung, Dekateure! Mittwoch, den 7. August, abends 8 Uhr: Oeffentl. Derlammlung im Lokale des Herrn Feind, Weinstraße 11. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Franz Kotzke. 2. Diskussion. 3. Reges lung der Aussperrungen vom 1. Mai. 4. Bericht des Bertrauensmanns und Neuwahl desselben. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 197/11 Der Vertrauensmann. Achtung! Bauanschläger. Achtung! G Dienstag, den 6. August, abends 71/2 Uhr: Großze öffentl. Versammlung im Gewerkschaftshause( Saal IV), Engel: Ufer 15. 203/5 Tagesordnung: Stellungnahme zum neuen Lohntarif. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist ein zahlreiches Erscheinen Es ist Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. notwendig. Der Einberufer. 34/3 Der Einberufer. Klempner, Dachdecker! Mittwoch, 7. Auguft, abends 8 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Gr. öffentliche Versammlung der Klempner u. Dachdecker. Tagesordnung: 1. Die Notwendigkeit der Schuhvorrichtung in unsren Berufen. Referent: Reichstags- Abgeordneter Hoch. 2. Diskussion. 117/10 In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersuchen wir die Berufskollegen, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Tegen. Umsichtig muß sie alles beachten, was dem Kinde schaden oder nüßen kann. Vorsichtig muß sie es be Hüten, wenn ihm, zumal in der heißen Jahreszeit, Gefahren drohen. Das Kind ist in diesem zarten Alter zumal gegen Störungen seiner Ernährung noch sehr empfindlich. Seine Widerstandsfähigkeit ist noch sehr gering und gar bald, bisweilen schon nach einem halben Tage, versagt seine Kraft. Darum ist es sicher richtiger, es gar nicht so weit kommen zu lassen, daß dem Kinde irgend eine Gefahr naht, sondern alles Schlimme, was ihm begegnen fönnte, zu verhüten. " Verhütung", Prophylaxis das ist das Zauberwort und das Geheimnis, welches, wie ein schützender Engelsflügel oder wie das freundliche Antlitz einer guten Fee, die bösen Geister der Krankheit, des Siechtums, des frühen Todes bannt und fern hält. ,, Wie aber soll ich nun diese Verhütung" aus: führen? Was kann ich dazu thun? Werde ich im stande sein, dieser für die Erhaltung meines Lieblings so wichtigen Pflicht zu genügen? Diese und ähnliche Fragen bewegen das Herz der liebenden Mutter und sie möchte auf solche Fragen eine sachgemäße Antwort, eine zuverlässige Belehrung vernehmen. Nun wohl! Versuchen wir es, mit wenigen Worten eine solche Auskunft zu geben. Die Mutter darf eben nicht vergessen, daß die meisten und ernſteſten Störungen, die ihrem Liebling drohen, durch Fehler in der Gr nährung verursacht werden. Teils ist es die Art der Darreichung, die unrichtig ausgeübt wird, teils sind es die Nährmittel an sich, die bisweilen dem Kinde nicht bekommen. Das nächstliegende, verbreitetste aller Kindernährmittel ist ja die Kuhmilch. Aber leider ist sie sowohl in den Städten, als auch auf dem Lande nicht immer unbedenklich. Wie die neueren Untersuchungen gelehrt haben, enthält sie oft Strankheitskeime, aus denen sich beim Kinde früher oder später Tuberkulose entwickeln fann. Und wie oft ist sie vom Stallschmuz verunreinigt; wie oft, wenn sie ins Haus tommt, schon in Säuerung begriffen! Deshalb find auch alle Kindernährmittel, die des 3ufates" frischer Milch bedürfen, wie z. B. Kindermehle, immer ein Risiko. " Wie ganz anders liegen die Verhältnisse bei einem Kleine Anzeigen. Nussbaummöbel, ganze Wirtschaft, spottbillig, auch einzeln, Garten straße 148, I links. +135 Nähmaschinenlager fämtlicher Systeme ohne Anzahlung, Woche 1,00 Lieferung fofort, Landsbergerstraße S2. 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Und zu dieser unbedingt gefunden, fetten, feimfreien Milch ist nichts gefügt, als fein zermahlener Zwieback sowie bester Zucker. Ein Süppchen oder ein Brei von Nestlés Kinders mehl bedarf teines 3usages von zweifelhafter Milch, Waffer" genügt zur Zubereitung, da das Präparat ja schon die beste Milch, welche überhaupt, existiert, enthält. Kein Wunder, daß bei dieser Soft, wenn die Mutter von ihr im ersten Jahre nicht ab weicht, ihr Liebling nicht nur gedeiht, sondern auch zu jeder Jahreszeit, selbst im Hochsommer gesund bleibt Nach Jahresschluß wird sie sich selbst freudig eingestehen: " Das verdante ich dem Nestlé- Mehl!" Dr. A. Petersen. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. aller Art fauft Hebamme, mehrjährige Thätigkeit Broderick, Oppelnerstraße 16. 1811b in einer Entbindungs- Anstalt. 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