doping at pala isalson shad dit edilding Nr. 183. ib 10g on in our Abonnements- Bedingungen: had on Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntages 8 majelis solta 18. Jahrg. Vorwärts Bellage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Boft S Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft- Bettungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671.thed Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. This time Eno end etapillared dddoctosid madsof 39113 Berliner Volksblatt. Hot seal dial Die Insertions- Gebinye beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Donnerstag, den 8. August 1901. #polat in Gehorsam aller Glieder rechnen müsse, daß ihm das Recht eingeräumt werden müsse, seinen Befehlen widerstrebende vorläufig ihrer Stellung zu entheben. id deluje? Anfang Anfang und Ende. Wie Walderfee Weltmarschall wurde. Aber damit nicht genug: Auch die internationale politische Es kann nicht wundernehmen, daß eine so friegerische Natur, Oberletting müsse dem Oberbefehlshaber übertragen werden. Der wie sie sich bei Waldersee später in so viel schneidigen Abschieds- Oberbefehlshaber allein dürfe das Recht haben, den 8eitpunkt reben auslebte, gleich beim Ausbruch der China- Unruhen brennende der Eröffnung von Verhandlungen zu bestimmen und Sehnsucht danach empfand, sich im fernen China unter die meutern- den eventuell wieder notwendigen Abbruch derselben den Heiden zu stürzen. Waldersee hatte denn auch gleich im Anfang zu dekretieren! seine Person zur Verfügung gestellt, allein, da vorläufig nur Tientsin anito fail jud Wie die Weltmarschallschaft in Wirklichkeit aussah.d Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. " In dem Deutschen Volksblatt", dem Centrumsorgan Württembergs, stand zu lesen: Ganz Süddeutschland mit Ausnahme einiger Intera essenten und Alldeutsch en steht dieser Politik führ bis and Herz hinan gegenüber. Man faßt all das, was uns die Berliner Politif an Gut- und Blutopfer aufzwingt, unter dem Namen ,, moralische Eroberungen Preußens" zusammen." " Die Germania" schwang sich wenigstens dazu auf, jetzt endlich in den längst erhobenen Ruf um Einberufung des Reichstags einzustimmen. und Peking in blutigen Kämpfen zu erobern waren, fich jedoch keine mit welchem Wohlwollen die Mächte die Ernennung Walderfees ziehungen zu gewiffen sehr geschätzten Stellen" nicht Wunder Gelegenheit zur Schaffung einer neuen eigenartigen militärischen Würde und zur Entfaltung einer eines solchen Mannes würdigen Strategie bot, wurde Walderfees Angebot abgelehnt. Erst später, als Tatu zerstört und Tientsin nach wochenlangem blutigen Ringen genommen war, als sich ein zweites stärkeres Ersatzcorps unaufhaltsam gegen Peting vor schob, war der Zeitpunkt gekommen, Waldersee mit der bis dahin unbekannten Würde der Weltmarschallschaft zu befleiden. Als Waldersee sich nach China einschiffte, war auch Beting bereits genommen, war mit der Befreiung der Gesandten die schwierigste Aufgabe und nach Ansicht verschiedener andrer Regierungen wenigstens der Hauptzweck der China- Expedition erfüllt. " Die Ernennung Waldersees zum Weltmarschall erfolgte am 9. Auguft. Aber bereits am 7. August hatte die Stölt. 8tg." einen ihr von sehr geschäzter Seite" zur Verfügung gestellten Artikel veröffentlicht, der Expektorationen über den Oberbefehl im Feldzug gegen China" enthielt. Expektorationen, auf die wir noch an andrer Stelle zurückkommen werden. Darüber, wie die Weltmarschallschaft Walderfees eigentlich zustande kam, ist bisher eine völlige Klarheit nicht geschaffen worden. In der Abschiedsrede, die Wilhelm II. am 18. August in Kassel an Waldersee und dessen Stab richtette, sagte er: " Vou hoher Bedeutung ist es, daß Ihre Meinung zum Aus= gangspuntt hat die Anregung und den Wunsch Seiner Majestät des Kaisers aller Reussen, des mächtigen Herrschers, der weit bis in die aftatifchen Lande hinein seine Macht fühlen läßt." Und Graf Bülow erklärte in der Reichstagssigung am 19. Nobember vorigen Jahres: zum Weltmarschall aufnahmen, mögen einige nadte Thatsachen beweisen. Der französische Minister des Auswärtigen, Delcassé, erklärte gewiffermaßen als Antwort auf die Ankündigung des Waldersee- Kreuzzugs: " Die Stimme des Gewissens der ganzen Welt habe ihnen das nächste Ziel gewiesen: Befreiung der Gesandten. Das sei auch der Hauptzweck der gemeinsamen militärischen Aktion. Dieser Zweck set nunmehr erreicht oder doch so gut wie erreicht." did no Die Absichten der amerikanischen Regierung spiegelten sich in folgender Depesche vom 22. August: ora Sehr friegswütig geberdete sich, was bei ihren Benimmt, die Stö Inische Zeitung". Sie erklärte kategorisch: „ daß der Kampf zwischen den beiden einander schnurstracks widerstrebenden Welten bis zum bitteren Ende durchgefochten werden muß." " Ein Programm, von dem später nicht mehr als alles abgelassen werden mußte! Die Kreuz- 8tg." glaubte, praktisch wie immer, den Kriegsfuror zur Entzündung eines gleichfalls heiligen Kreuzzugs gegen die Socialdemokratie fruftificieren zu können, gegen die fie, energische Ausnahme Maßregeln" verlangte. " 12 Ganz hatitoll aber war die Bossische 8tg.", die ,, Admiral Remeh erhielt die Weisung, die mit Truppen und Vertreterin der Berliner Freisinnigen Volkspartei" geworden: Munition unterwegs befindlichen acht Transportschiffe in Nagasaki Deutschland hat sich nicht dazu gedrängt, den Oberbefehl zut anzuhalten, und wenn Chaffee( der Führer der amerikanischen Truppen in Peking) sie nicht brauche, nach Manila z 1 schicken. Etwa 500 Mann würden nach Shanghai gesendet werden, da die dortigen amerikanischen Firmen dringend verlangten, daß die Unionsstaaten durch eine bewaffnete Macht während der anglo- französischen Occupation vertreten sein sollen. Die Zahl der in Peking während der Friedensunterhand36lungen zu belassenden amerikanischen Truppen folle Chaffees Diskretion überlaffen bleiben, aber er sei von dem Wunsche des Präsidenten Mac Kinley unterrichtet, daß sie auf ein Schutzcorps beschränkt werden." Wie die englische Regierung, die doch an der Exponierung Deutschlands das meiste Interesse haben mußte, über das Wesen des Oberkommandos dachte, beweist folgende Auslaffung des ministerielle Standard": 516 führen. Seine Truppen würden unter jedem fremden Oberbefehl ihre Schuldigkeit gethan haben und an Pflichtgefühl niemand gewichen sein. Wir haben in keinem deutschen Blatt die Andeutung eines Wunsches gefunden, daß man den Oberbefehl deutschen Händen anvertrauen möge. Aber nun die Sache entchieden ist, dürfen wir wohl freimütig zuge= stehen, daß wir uns gewundert hätten, wenn es andersid gekommen wäre. Seines Fleißes darf sich jedermann rühmen, und keines andren Vorzugs wollen wir uns rühmen als unsres Fleißes. Das Kriegshandwerk wird in Deutschland mit einem Ernst und einer Gewissenhaftigteit geübt, die nicht übertroffen werden kann. Und die 30 Friedens jahre haben daran nichts geändert. Wer einen Krieg beginnt, greift stets in einen Lostopf; wir hoffen aber, daß mit der Wahl des Grafen Walderfee eine glückliche Nummer gezogen worden ist." Walderfee als Redner. An eine Liedertafel, die ihm ein Ständchen brachte, richtete folgende Ansprache: " Der Bequemlichkeit wegen möge Waldersee Generalissimus oder Oberbefehlshaber der vereinigten Streit" Daß gerade von russischer Seite Einwände gegen ein fräfte genannt werden, aber es dürfe nicht vorausgesetzt werden, Der neugebackene Weltmarschall aber, nicht zufrieden mit seine: daß er die Art der Autorität über die gemischten Kon Rufe als großer Krieger und Beter, produzierte sich nunmehr deutsches Oberkommando nicht erhoben werden würden, war voraustingente ausüben werde, wie etwa Lord Roberts in Süd- auch als Redner. zusehen bei den guten und vertrauensvollen Beziehungen, die glückafrita. Seine Stellung werde vielmehr die eines Prälicherweise schon vor der Zuspigung der chinesischen Verhältnisse fidenten eines Kriegsrats sein, er werde anertennen er zwischen uns und Rußland bestanden. Daß aber Seine Majestät müssen, daß seine Untergebenen notgedrungen eigene der Kaiser von Rußland... derjenige Monarch war, der vor Ansichten haben, daß sie von ihren Regierungen mit allen andren Staatsoberhäuptern den Oberbefehl in unsre Ratschlägen versehen werden, die nicht immer mit denen, Hände legte, das haben wir mit besonderem Dante anerkannt." Wenige Tage, bevor Wilhelm II. in Kassel die citierte Rede die er selber empfange, übereinstimmen könnten." Das Wohlivollen der russischen Regierung verrät sich deuthielt, war in einem amtlichen Communiqué des Petersburger lich genug durch die Erklärung des amtlichen Communiqués des Regierungsboten" der Ursprung des Waldersee- Kommandos folgender- russischen„ Regierungsboten", wonach der Bar dem deutschen Kaiser maßen dargelegt worden: „ Als unter den Mächten ein Meinungsaustausch über die beste geantwortet haben sollte, daß er der Ernennung Waldersees zum Art der Einigung bezüglich der Operationen der internationalen eltmarschall, tein Hindernis" in den Weg legen wolle. Truppen stattfand, wandte sich Kaiser Wilhelm direkt Allgemein bekannt ist, daß Waldersee, als er endlich nach telegraphisch au Kaiser Nikolaus sowie auch an alle Beendigung des eigentlichen Krieges in China landete, seine Zeit Bei dem Abschied von Hannover am 15. August sagte interessierten Regierungen und stellte den Feldmarschall mit dem Abhalten von Paraden und der Protegierung er unter anderm, daß er als Jäger es für ein gutes Omen halte, Grafen v. Waldersee zur Verfügung, welchem in der internationaler militärischer Sport Arrange- daß ihn so viele hübsche Damen begrüßten. Eigenschaft eines Oberkommandierenden die Leitung der Operationen ments vertreiben mußte, da selbst die mit so großem Eifer in die der auf dem Kriegsschauplatz von Petschili konzentrierten internationalen Truppen übertragen werden könnte. Von dem Wunsche Hand genommene Organisierung von Borerjagden seinen Thätigkeitsbefeelt, die im fernen Often entstandenen Berwickelungen in drang nur höchst unvollkommen absorbierte. fürzester Zeit zu ordnen, antwortete Saiser Nikolaus, daß er seinerseits kein Hindernis für die Annahme des Vorschlags Kaiser Wilhelms finde." Die deutsche Presse über die Weltmarschallschaft. Auch die bürgerliche Presse war feineswegs ausnahmslos ent „ Die mir durch die Uebertragung des Oberfommandos ges stellte Aufgabe ist eine schwierige, und es ist bis jetzt in der Weltgeschichte noch nicht dagewesen, daß ein Feldherr so viele Truppen verschiedener Nationen fommandiert hat. Ich ziehe ja aber nicht allein hinaus, und es stärkt mich in meinem Vertrauen, daß ich 15000 deutsche Soldaten bei mir habe. Ich hoffe, daß es mir gelingen wird, das mir geschenkte Vertrauen zu recht fertigen und den Beweis zu erbringen, daß ich wirklich der rechte Mann am rechten Plake gewesen bin." Dann fangen die Sänger das Lied:" Nur die hoffnung fest gehalten." Gine andre Stelle der Nede lautete: „ Ich weiß, daß wenn aus den jetzigen Wirren neue Verwickelungen entstehen werden, das 10. Armeecorps unter der Führung unfres hervorragenden kommandierenden Generals Glänzendes leisten wird." Eine Redewendung, die ihm einen Nüffel der Köln. 8tg." einFerner enthielt die historische Einleitung der Anfang April d. J. zückt darüber, daß Deutschland die Führerrolle in den Chinawirren trug, die es tadelte, daß Waldersee den Teufel an die Wand gemalt im ruffichen„ Regierungsbo ten" veröffentlichten Mandschurei übernommen hatte. habe, Selbst wenn er mit folchen Eventualitäten gerechnet habe, Erklärung folgende Stelle, die freilich vom offiziösen deutschen Während die Deutsche Tages Beitung fehr gehabe er nicht von ihnen sprechen dürfen. Depeschenbureau eigentümlicherweise unterschlagen worden war: mischte Gefühle äußerte, warf Gefühle äußerte, warf die konservative Diese Aeußerung beweist übrigens, daß Waldersee damals seine Während der Zeit, als zwischen den Mächten ein Meinungs- Schlesische Beitung" die Frage auf, ob das Spiel Chinamission mit aller Schneidigkeit durchführen zu müssen glaubte, wechsel über das passendste Mittel zur Vereinbarung der Operationen wohl auch wirklich des hohen Einsages wert sei. selbst auf die Gefahr schwerster internationaler Ver wickelungen hin. Er hat später sein Temperament zügeln lernen müssen! der verbündeten Truppen stattfand, wandte fich Kaiser Wilhelm direkt an Se. Majestät den Kaiser und jobann an sämtliche ausländischen Regierungen mit dem Vorschlage. den deutschen Feldmarschall Grafen Waldersee zur Verfügung der Mächte zu stellen, der in seiner Eigenschaft als Oberkommandierender mit der Leitung der Operationen der auf dem Petschili- Kriegsschauplatze tonzentrierten internationalen Streitkräfte betraut werden könnte. Besorgt um die möglichst rasche Beilegung der im fernen Osten entstandenen Komplitationen, antwortete Se. Majestät der Kaiser, er seinerseits sehe kein Hindernis für die Annahme des Vorschlages Kaiser Wilhelms." Man sicht, daß zwischen diesen beiden Darstellungsarten eine Uebereinstimmung durch noch so geschickte Jnterpretationsversuche nicht herzustellen ist. Erwähnt sei noch, daß ein deutsches Blatt einmal behauptet hatte, daß bei der Kürung Waldersees zum Weltmarschall zarte Damenhände im Spiele gewesen wären, die den garen zur Aeußerung der ihm zugeschriebenen Anregung veranlaßt hätten. Diese Darstellung ist jedoch von der offiziösen Nordd. Allg. 8tg." sofort dementiert worden. Wie Waldersee sich die Weltmarschallschaft dachte. Wir erwähnten bereits des von der Köln. 8tg." am 7. August 1900 veröffentlichten Artikels Ueber den Oberbefehl im Feldzug gegen China", den sie der Mitarbeiterschaft einer fehr geschäßten Seite zu danken hatte. In diesem Artikel wurde auseinandergesetzt, daß der Oberbefehlshaber auf unbedingten Die Post" äußerte ebenfalls Besorgniffe: " " Der erste Schritt einer Macht könnte dazu verführen, die Begehrlichkeit der andren Mächte zu erregen und damit einen Krieg au entzünden, bei dem voraussichtlich Europa die Kosten zu bezahlen hätte." Die National- 8eitung" stellte gar ein deutsches Merito in Aussicht. Die Rheinisch- West f. 8tg." schrieb: Am 18. August antwortete Waldersee auf die faiserliche Ansprache u. a. mit folgender Beteuerung: „ Ich bitte Eure Majestät, die Versicherung gnädigst anzunehmen, daß, so lange der Arm die Kraft behalten wird, diesen Stab zu halten, ein Befehl zum Rückzug über meine Lippen nicht kommen wird." eine Versicherung, die auch von dem Teil der Presse, der mit dem Chinakreuzzug einverstanden war, mannigfach kritisch glossiert wurde. " So meinte zum Beispiel die Kölnische Boltszeitung": Es hat schon viele Feldherrn gegeben, die mindestens so groß waren, wie Graf Waldersee, und die troz dem den Rückzug antraten. Sie haben damit entschieden besser gehandelt, als wenn sie ihre Truppen zum Kanonenfutter gemacht hätten." " Was nun?„ Schwimmen die hunderttausend Mann etwa nur noch zum Vergnügen auf hoher See, wird Graf Waldersee etwa nur Oberfeldherr der vereinigten Truppen honoris causa" fein? Wenn die Chinesen schon so wenig Widerstandstraft gegen die geringen Truppen der Verbündeten geleistet haben, wie viel weniger würden sie sich gegen die ungeheuren unterwegs befindlichen Truppenmassen entgegenzustellen wagen. Damit fallen alle Nachereden ins Waffer, benn gegen Sol daten, die gar nicht tämpfen, tann man doch unmöglich den Grundsaz anwenden: Pardon wird nicht gegeben." Was aber soll nun noch der Walderfeesche Oberbefehl? Nun, da durch das Uebrigens bildet der obige Satz aus der Rede Waldersees eine a u fa Wegfallen des ethischen, allen gemeinsamen Bieles die Einheit fallenbe Barallele zu einer Aeußerung in dem mehrerwähnten genommen, nun treten allein die divergierenden Tendenzen hervor. Artikel der Köln. 8tg." über den Oberbefehl in Was noch verbindet die Wächte? Nichts. Was trennt sie? Alles. Wirklich, es muß nun der Ritt gesucht werden, der China. Dort war nämlich ausgeführt worden, daß es Ehrendie Nationen verbindet, zur Wahrung der heiligsten Güter!" fache Seymours gewesen sei, falls er die Gesandten bei seiner Ohne ein gemeinsames politisches Biel fann es teine gemeinsame Entsagerpedition nicht hätte befreien tönnen, mit ihnen oder für Armee und teine gemeinsame Attion geben." fie unterzugehen. Eine Parallelität der Ansichten, die ziemlich " 11 wurde. die Yah Als Stich- und Stilprobe diene folgende Meldung: fichere Schlüsse auf die Person des Verfassers dieses der Befehl eines Igl. preußischen Weltmarschalls auch bei einem Artikels zuläßt. chinesischen General vorausſeßt. Es wurde deshalb zu seiner Der Vorschuß- Lorbeer. Züchtigung schleunigst ein starkes Expeditionscorps abgesandt, Die Ueber die Reise Waldersees durch Süddeutschland brachte das dem sich auch eine französische Abteilung anschloß. offiziöse Depeschenbureau eine ganze Reihe langer schwülstiger Tele- Franzosen nahmen sich bei ihrem Marsche die Zeit, die gramme, in denen die Fahrt mit einem Triumphzuge verglichen deutschen Truppen jedoch machten derartige Gewaltmärsche, daß fie den Feind" glücklich noch ein paar Meilen diesseits der Mauer zu paden friegten. Und nun wurde mit einem " Die Fahrt des Sonderzugs des Feldmarschalls Grafen Schneid avanciert, der selbst die fromme„ Germania" verziidt von Waldersee durch die deutschen Lande gleicht einem glorreichen Waffenthaten" reden ließ. Daß diese glorTriumphzuge. Die preußische, die sächsische und die bayrische reiche Waffenthat und das damit verbunden gewesene Blutvergießen Bevölkerung längs der Linie, die der Sonderzug des Armee- Ober- den Deutschen kostete der Sieg" 8 Tote, 13 Schwer- und tommandos befährt, wetteifern in herzbewegenden, 36 Leichtverwundete- hätte vermieden werden können, wenn die spontanen, patriotischen Kundgebungen. Der Feldmarschall ist der freudig bewegte Empfänger be Deutschen nicht alles aufgeboten hätten, den Chinesen den geisterter Ovationen, wie ähnliche seit 1870/71 nicht Rückzug abzuschneiden, spielte für das Centrumsblatt weiter vorgekommen sein dürften. Ein Zug von hohem Enthusiasmus teine Rolle. Was zurüdbleiben wird, hätte wahrscheinlich allein die Aufgabe erfüllen können, die zu lösen war. Man beklagt die Verluste an Leben, Gesundheit und besonders an Nationalver mögen, die diese Expedition mit sich gebracht hat. Zu diesen Opfern tritt noch, wie wir fürchten, eine Einbuße an Auschen; denn darüber kann man sich doch nicht täuschen: den großen Verkündigungen, den heroischen Noten, dem so start martierten deutsch englischen Abkommen ist die Chamade gefolgt." uce mat 1 amp mensen sie Politische Mebericht. other Berlin, den 7. Auguft. Die Rechtskraft der Landestrauers Einen schweren Eingriff in die privaten Eriverbsverhältnisse bildet die Kabinettsorder, die für mehr als eine Woche Landestrauer weht durch diese dem Moment entsprungenen Kund Nachdem die deutschen Sieger Granaten unter die in der Weise verfügt, daß öffentliche Mufit, Luftbarkeiten und gebungen des Volks, die sich in ernsten Ansprachen Fliehenden geschossen und sie einige Meilen über die Schauspiel- Borstellungen" während dieser Zeit verboten find. der Magistrate, patriotischer Musik, Blumen- Demartationslinie hinaus verfolgt hatten, trat man den Man hat soeben die Großgrundbefizer des Ostens mit reichlich spenden und Liebesgaben äußern. Bemerkenswert ist da u gan, bei dem man wie der alte preußische Offizier" bemessenen Armenunterstützungen bedacht, weil die Winterſaat die impulsive Natur diefer civilen Begrüßungen, da militärische der Frankf. 3tg." hervorhob job mt der die Franzosen eigentüm- mißraten ist. Hier übernimmt der preußische Eisenbahnminister Empfänge faſt ausnahmslos fich durch die Abwesenheit der licherweise um Dedung der Flanke angehen mußte. Und Herr von Thielen, der die Kabinettsorder gegengezeichnet hat, Garnisonen im Uebungsgelände von selbst verboten. Besonders herzlich waren die Begrüßungen in Reichenbach und Hof unter den ruhmgekrönten Siegern folgte auf dem Fuße der geschlagene die Verantwortung dafür, daß Tausende von Personen, die ohnehin stürmischer Beteiligung der arbeitenden Klassen und der von General Lin, um seine Stellungen innerhalb der Demarkations: eine proletarische Erisienz führen, für acht, neun Tage zur Erwerbsweit hergewanderten ländlichen Bevölkerung. linie wieder einzunehmen! losigkeit gezwungen sind. Selbst den loyalsten Blättern wurde dieser Spektakel doch zu toll. So schrieb die Weser- 3etung": " Bei uns wird zuviel Tamtam in solchen Dingen gemacht und damit machen wir uns vor fremden Völkern lächer lich... Was bleibt noch übrig, wenn er wirklich als internationaler Heerführer die Chinesen zu Paaren treibt?" Reisespesen und Leibkoch. Der französische General Bailloud aber, der nach dem Rückzug der deutschen Truppen noch im Distrikte blieb, fühlte sich nicht im geringsten veranlaßt, mun seinerseits den dreisten Liu über die Grenze hinauszuspedieren. Ja, mehr noch, wenige Tage darauf verband sich General Baillond mit dem Chinesen General, um gemeinsam mit demselben die Ruhe im Süden Baotingfus zu sichern! das Die Liquidation. Dermaßen erfolgreich endete der China- Kreuzzug! Der Direktor eines Sommertheaters in einer großen preußischen Stadt telegraphiert uns heute: Wenn Kabinettsorder wegen neuntägiger Landestrauer aufrecht erhalten wird, muß ich mein Sommertheater schließen. Zweiundiechzig Personen werden dadurch broilos." Das ist ein Stimmungszeichen! Wie groß der Kreis der Beteiligten ist, geht aus der letzten Berufsstatistik hervor. Danach waren in Mufit, Theater, Schaustellungen aller Art im Deutschen Reich erwerbsthätig 65 565 Personen, davon 58 880 Direktionspersonal, Schauspieler, Mufiler, Künstler, 1303 Berwaltungspersonal, 5382 Hilfsperfonal. Kurz darauf lief in China aus allen Staaten die Weifung ein, Rechnet man auf Preußen nur 2/3 dieser im Deutschen Reich Erwerbsden Rest der Chinatruppen bis auf die zur dauernden Bethätigen, so ermißt man die ganze furchtbare Bedeutung dieser fegung der Linie Peking- Tientsin- Taku bestimmten Mann- Landestrauer"! Fast alle diese Personen aber sind unmittelbar schaften zurückzuziehen. und direkt durch die Verfügung aufs schwerste materiell betroffen. Es entgehen ihnen nicht nur die täglichen Spielgelder", die Theaterarbeiter verlieren nicht nur den Tageslohn, sondern nach den üblichen Kontrakten ist der Unternehmer nicht nur zur Kürzung Dem„ Oberkommandierenden" in China war während der Dauer feines Aufenthalts in Ostasien eine Remuneration von 2000 Mart pro Monat und an Repräsentationskosten eine Summe von monatlich 10 000 M. bewilligt worden. Da das etatsmäßige Gehalt Walderfees pro Jahr 30 000 m. betrug, bezog der Weltmarschall in China ein Jahreseinkommen von Am 26. Mai erfolgte dann auch die deutsche Rückkehr- Ordre, Außer dem Asbesthaus und zwei taiserlichen Leib- die die Auflösung des Expeditions corps und das Er 174 000 m. प " geboren begleitete Walderfee ferner, ein Leibkoch, dessen öffee schnürte sein durch den Palastbrand der Gage, sondern sogar za 24fung des Betrags Derg Jahresgehalt 10 000 M. betrug. ordnete. Ueberraschend, improvifiert wie der Anfang war auch das Ende. had sade bis Waldersees letzte That. Trotz dieser einzigartigen Reise- Ausrüstung hatte Waldersee doch und die Einäscherung feines unverbrennbaren" Asbesthauses In den für die Angestellten vorteilhaftesten Kontrakten, den eine Kleinigkeit vergeffen. Als Napoleon seinen Zug schmerzlich zusammengeschrumpftes Bündel.... von der Bühnengenossenschaft ausgearbeiteten Normalverträgen, giebt nach Aegypten antrat, befanden sich in seinem Stabe 46 Mitglieder es eine Landestranertlaufel, die folgendermaßen lautet: Wird das der Polytechnischen Schule, darunter namhafte Gelehrte, denen der Theater von der Staatsbehörde wegen Landestrauer auf nicht länger Feldzug Gelegenheit zu tulturhistorischen Studien geben Der verflossene Weltmarschall befand sich bereits auf der Reise als 3 Tage geschlossen, so bleibt der Vertrag bestehen und die Bühnensollte, wozu sich denn auch reiche Gelegenheit fand. fpinach Japan, als er in Tientsin nochmals eine programm leitung ist zur Zahlung der Gage verpflichtet. Wird jedoch das Waldersee trat die Fahrt nach einem noch unendlich reicheren widrige Station machen mußte, diesmal nicht als Rtà che sondern Theater auf mehr als 3 bis 8 Tage geschlossen, so bleibt der Berund geheimnisvolleren alten Kulturland an, aber als Friedens engel. In Tientsin war es nämlich zu einem trag bestehen, die Bühnenleitung ist jedoch nur verpflichtet vom ersten daran, daß die immenſen Kulturschätze China zu einem andren ganz bösartigen Strawall zwischen den verbün- Tage der Schließung ab 1/3 Gage zu bezahlen. Bei behördlich erfolgter Zwede da sein könnten, als der Vernichtung anheimzufallen, hat beten Truppen gekommen. Einige englische Sol. Anordnung einer längeren Schließung als 8 Tage, man feinen Augenblid gedacht. daten, die Polizeidienst ausübten, hatten französische Soldaten steht der Bühnenleitung eine 8tägige Kündigung abhalten wollen, in ein Bordell einzubrechen. Als die Franzosen des Vertrages frei, doch muß Gage und Spielgeld bis zum die englischen Spielverderber mit dem Bajonett angriffen und die Schließungstage voll bezahlt werden." Letztere Bestimmung tritt diesmal läßt sich sehr viel und auch sehr wenig sagen. Eehr viel, wenn Engländer Schreckichüfie in die Luft abgaben, eilte eine Anzahl in Kraft. man eine ermüdende Aufzählung der zahllosen Borerjagden deutscher Soldaten den Franzosen zu Hilfe und es tam zu einem Das ist aber noch der günstigste Vertrag. In den Verträgen und eine Darstellung der endlosen diplomatischen Gefecht, an dem sich 200 Mann beteiligten. Die Engländer der Theateragenturen ist die Fassung meist viel schärfer. So lautet Spiegelfechtereien geben will. Sehr wenig, wenn man nur fenerten in ihrer Bedrängnis nunmehr scharf und töteten einen die Bestimmung in einem uns vorliegenden Vertrag: das Facit aus der erhebenden Thätigkeit des Weltmarschalls and französischen Soldaten, während drei französische und der Herren Chinadiplomaten zicht. fünf deutsche Soldaten verwundet wurden. * Ueber Walderfees Wirken in China Wir ziehen das letztere vor. Es bedurfte des schlichtenden Eingreifens Walderfees, um die berbündeten" Truppen davon abzuhalten, sich zuguterlegt noch einmal gegenseitig weitere Schlachten zu liefern. Während der Schließung der Bühne infolge von Landestrauer fällt jeder Anspruch an die Direktion auf Gage und garantiertes Spielhonorar fort, ohne daß die Schon bevor Waldersee seine Chinareise antrat, war Peking kontraktlichen Obliegenheiten des Mitglieds dadurch aufgehoben werden.... Dauert der befohlene Bühnenschluß erobert, waren die Gesandtschaften entsegt, war dem Aufstand das Rüdgrat gebrochen. Waldersee blieb mir die Nach- So konnte Waldersee schließlich doch noch mit der versöhnlich länger als 8 Tage, ist die Direktion berechtigt, lese der Boxerverfolgungen, durch die zwar unge zählte Tausende stimmenden Erinnerung eines unbestrittenen Erfolges das verden Vertrag aufzuheben, jedoch nur, wenn die Aufhebung von Chinesen zur Strede gebracht wurden, die wünschte China" verlassen, wie es von den chinamüden China- gegen das gesamte Personal erfolgt." aber selbstverständlich dem Hundertmillionenvolt die Gelüste kriegern getauft worden war. Ju den Specialitäten- Theatern dürften die Bestimmungen noch zu späteren späteren Erhebungen nicht austreiben konnten. Eine Der Hamburger Ehrenbürger. ungünstiger sein. Garantie für fünftige Ruhe ist nicht im mindesten geMan sieht, welche Fülle von Not und Elend aus dieser einen Hamburg hat sich die Ehre nicht entgehen lassen, Waldersee das geben, viel eher ist anzunehmen, daß der Riesennation untilg- Ehrenbürgerrecht zu verleihen und zwar, wie es in der Adresse der Verfügung quilt. Und die preußischen Staatsbürger, die ihre barer Haß gegen die fremden Barbaren" eingeimpft worden ist. Bürgerschaft heißt, in Anerkennung der hervorragenden Wer- Steuern zahlen, auf Grund welchen Rechtstitels wird plöglich Auch die Sühne" ist eine sehr fragwürdige geblieben, be- dienste, die auch Hamburgs Bevölkerung Waldersee ihre Eriverbsthätigkeit geschädigt? Hat der preußische König wirklich das Recht, ohne Befragung finden sich doch die Hauptanstifter" noch am Leben und höchst wahr schulde. In der Kundgebung des Senats au das Bürgertum, in der scheinlich auch noch am politischen Ruder. Die Ent- diese Ehrung angeregt wird, ist von den Verdiensten Waldersees für des Barlaments, in die private Erwerbsthätigkeit einzugreifen? " schädigungsfrage ist erst auf dem Papier gelöst. 0 Nur der Sühne Prinz befindet sich bereits unterwegs nach Europa, um Abbitte für die chinesischen Frevel zu leisten und um sich durch eine Rundreise an den verschiedenen Höfen einen reizenden Einblick in das eifersüchtige Intriguenspiel berber bündeten" Kabinette zu verschaffen. Troy Weltmarschalls und Bülow Noten zieht Deutschland als blamierter Europäer heim. China bildet noch immer ein Chaos, ein schlecht verwahrtes Pulverfaß, einen 8antapfel für die annektionslüsternen Troß des deutsch englischen Vertrages hat Mächte. Rußland hohnlächelnd die Mandschurei annektiert. Und Frant reich soll eine Annegion der Proving innan beabsichtigen. England will aus Sorge um die deutsche Rivalität im angtjeGebiet Deutschland in bekannter Großmut als Danaer- Geschenk Weihaiwei aufhängen! Aber einen Erfolg hat der Chinakreuzzug, hat die Weltmarschallschaft doch gehabt: wir hinterlassen in China eine DauerBesatzung, die den Kern zu einer stattlichen Kolonialarmee bilden soll. Und angesichts dieser Erfolge sollte das deutsche Volt dem heimtehrenden Triumphator nicht frenetisch zujauchzen?! si no la Der Schluß- Knalleffekt. Die Borerjagden hatten durch ihre ewige Wiederholung felbst für den kriegsluftigsten Khatimann allen Reiz verloren, so daß man an dem friedlichen Sport der Pferde- Rennen und Fuchs- Jagden in Peking Ehrenpräses Weltmarschall Waldersee mehr und mehr Vergnügen fand. Die FriedensUnterhandlungen schleppten sich mit tödlicher Langeweile dahin. Es war zum Verzweifeln trist geworden in China und die PrivatTelegramme Waldersees an die Gattin atmeten das rührendste Heimweh. Da bot sich noch einmal unerhoffte Gelegenheit zu einer herzerfrischend christlich- germanischen Großthat. Es war im April des Jahres 1901. Der chinesische General Lin hatte mit einer ziemlich starken Truppenmacht die vom Weltmarschall abgesteckte Demartations- Linie überschritten. Das durfte natürlich nicht geduldet werden. Der ganze Effelt der Boyerjagden wäre ja aufs Spiel gesezt, das ganze Prestige verscherzt gewesen. Zwar war man ja längst in Friedens- Unterhandlungen eingetreten, aber das hinderte nicht, in der Provinz Tschiti noch strengstes Hausrecht zu üben.. Dem dreisten Liu wurde denn sofort die Weisung zugesandt, sich schleunigst wieder hinter die chinesische Mauer zurückzuziehen, widrigenfalls man ihn als Boger behandeln werde. Liu zog sich Denn auch zurück, aber nicht mit jener respektvollen Plötzlichkeit, die Die Kabinettsorder, aus der das Recht des Landesherrn abden Weltfrieden" und die handelsbeziehungen im fernen Osten" die Rede. geleitet wird, stammt aus dem Jahre 1797, eine mildernde und teilUeber die Förderung des deutschen Handels durch weise aufhebende Abänderung aus dem Jahre 1845- alles also die Chinakreuzfahrt urteilte das Organ des hamburgischen aus der vor konstitutionellen Beit Preußens, als die königlichen Großhandels, der, Hamburgische korrespondent", im November vorigen Jahres folgendermaßen: Kabinettsorders zwar auch schon an gewiffe Bedingungen geknüpft waren, um Rechtskraft zu erhalten, im allgemeinen aber doch des Die Gegner werden daher wohl alle Bucht ihres Angriffs höchste Gesetz" darstellte. Seitdem haben wir die Revolution und auf den Bunt legen, daß der Handel mit China vorläufig noch eine Verfassung erhalten, und wenn auch die aufgezwungene Ververhältnismäßig gering ist und daß, selbst wenn man fassung der Gegenrevolution recht reaktionär ist, so mittelalterlich ist eine Steigerung in der Zukunft in Aussicht nimmit, schwerlich sie doch nicht, daß sie das Recht des Monarchen zuläßt, aus eiguer Kosteu davon die Rede sein kann, daß die der Machtvollkommenheit die Erwerbsthätigkeit der Staatsbürger durch Expedition in dem Sinne wieder ganz wett ge Stabinettsorders zu bestimmen. macht werden können, indem man sagt:" Der durch und im Das geltende Staatsrecht weiß nichts von derartigen MöglichAnschluß an die Expedition gesicherte steigende deutsch- chinesische feiten. Es giebt keine Verfügungen über die staatsbürgerliche FreiHandel ist der Gewinn bedeutende Ersatz für die Kosten der Expedition." An der Hand der statistischen Thatsachen ist heit, außer in Anwendung bestehender Gefeße oder auf dem Wege es wohl nicht angängig, wenn man nicht geradezu verfassungsmäßiger Schaffung von Gesetzen. Allerdings hat die reine Zukunftspolitik treiben will, diesem Verdikt Krone das Recht, Verordnungen ohne Hinzuziehung des der Gegner der Reichspolitik das Argument entgegenzustellen: Das Parlaments, unter Gegenzeichnung des Ministers an wird doch der Fall sein. Es muß also die Möglichkeit zugegeben erlassen, aber das heutige preußische Staatsrecht begrenzt werden, daß die speciellen in China ausgegebenen Summen unter diese Möglichkeiten aufs schärfste. Abgesehen von jogenannten Umständen nicht direkt in China wieder eingebracht werden Notverordinungen in Fällen der Aufrechterhaltung der öffentlichen fönnen, wenn es nicht gelingt, infolge der Friedensbestimmungen Sicherheit oder der Beseitigung eines ungewöhnlichen Notstandes( die finanzielle Entschädigungen zu erhalten." Und über die Förderung des Weltfriedens" fällte ein an dres aber nicht die Verfassung und kein Verfassungsgesetz aufheben dürfen), Hamburger Blatt, die" Hamburger Nachrichten", giebt es Verwaltungsverordnungen und Rechtsverordnungen des Ende Mai D. J. nach der Liquidation des China- Abenteuers folgendes Monarchen. Erstere beziehen sich überhaupt nur auf Behörden und Beamte, letztere sind nur möglich als Ausführungsverordnungen bestehender Gefeße. ägende Urteil: " " roß des großen dekorativen Aufwands, mit dem die chinesische Attion Deutschlands vor bald einem Jahre unternommen worden ist, trok der Hymnen, welche die ffiziöse Presse der nenen, auf diese Weise eingeleiteten Weltmach. politit spendete, hat das deutsche Volk sich nie dafür begeistern önnen. nur Es ist klar, daß die Kabinettsorder über die Landestrauer unter teine dieser Bestimmungen fällt, oder genauer nur insoweit Geltung haben kann, als Behörden und Beamte in Betracht kommen. Für nicht beamtete Staatsbürger bedeutet die Kabinettsorder„ neues Die Stimme der nicht fünstlich beeinflußten öffentlichen Recht", das aber nicht rechtsgültig ist, weil es ohne Mitwirkung der Meinung ging dahin, daß wir keinen Grund hätten, in China Kanniern zu ftande gekommen ist. Der Serone steht es nach schärfer aufzutreten, als die dort ähnlich interessierten Großmächte, geltender Verfassung nicht zu, anders als in Ausführung be= als Frankreich oder England oder Amerika. Statt dessen wurde eine Expedition ausgerüstet, welche die aller andren Mächte stehender Geseze die Staatsbürger verpflichtende Vereine Expedition ausgerüstet, welche die aller andren Mächte ordnungen zu erlassen. Es giebt aber tein verfassungsmäßig zu ankopf zahl und so stipteligteit übertraordningen erlangte auf bekannte Weise den Oberbefehl über stande gekommenes preußisches Gesetz über die Landestrauer, mithin die gesamten Kontingente und Graf Bülow versuchte in ist die Kabinettsorder rechtsungültig, wenn auch subjektiv diplomatischen Noten den Gang der Entwicklung in der aus der langen Gewohnheit erklärliche Glaube an die RechtsChina seinerseits zu bestimmen. Vor dem deutschen gültigkeit zweifellos bestanden hat! Volte aber wurden die Maßnahmen, die uns in eine ganz un- Wohin kämen wir auch, wenn der Monarch derartige Rechte nötig exponierte Stellung bringen mußten, mit dem Hinweis hätte! Könnte er nicht schließlich sechs Wochen oder drei Monate darauf begründet, daß wir durch den Tod unjves Vertreters ganz Landestrauer verfügen, oder verordnen? daß während dieser Zeit besonders engagiert seien. Wer damals seine Bedenken gegen • diese Auffassung geltend zu machen fuchte, lief Gefahr, von der alle Gasthäuser geschlossen, oder daß zu Ehren der Rückkehr Walders fees fänitliche Fabriken zu feiern hätten? Die eine Verordnung offiziösen Bresse des Vaterlandsverrats geziehen zu werden.. nämlich schlechterdings Jezt werden diejenigen Truppen und Schiffe zurüdberufen, deren wäre genau so berechtigt wie die andre es in China wohl überhaupt nicht bedurft hätte. ungültig. 10 Es wäre einer unabhängigen Theaterdirektion zu raten, daß sie Bedenkt man, daß diese Slique und ihr agrarischer Anhang die| Buttkamers in der Redaktion der Straßburger Post" das Vertrauen die Frage einmal zur Entscheidung brächte, und ohne sich um die objektiv verschwindende Minderheit der Bevölkerung Sachsens vorstellen, auf die Beständigkeit in den obersten Regierungsstellen des Reichs rechtsungültige Kabinettsorder zu fümmern, ruhig spielte. Berhindert dann müßte dieser Schachzug der Regierung um so naiver laudes gründlich verloren hat. die Polizei dann etwa gewaltsam die Aufführung, so würde man es erscheinen. Denn für sie, die Regierung, muß es doch mit einer Klage versuchen müssen. Freilich hat die Sache noch eine Schwierigkeit. Es ist nämlich eine strittige Frage, ob die Gerichte zuständig find, die Rechtsgültigkeit töniglicher Verordnungen zu prüfen. Immer hin käme es auf einen Versuch an. = " Welche Maßregeln hat die socialistische Partei durchzus führen, wenn sie in nächster Zukunft einen maßgebenden Einfluß auf die Gesetzgebung gewinnen sollte?" flar sein, daß Sachsen durch die geplanten Zoll- Der Nachlaß Wilhelm Liebknechts. Wir erhalten die folgende erhöhungen einen Schlag erhielte, der seine ganze Eristenz Buschrift: in Frage stellen müßte. Ja selbst die Regierung fäme nicht nur Mit Bezug auf die nachgelassene Arbeit Wilhelm Liebknechts ,, in finanzieller, sondern auch politischer Beziehung in eine immer von der der Vorwärts" in seiner Nummer vom Mittwoch berichtet, ärgere Klemme. fann ich folgende Mitteilungen machen: Artikel 106 der preußischen Verfassung bestimmt:„ Die Prüfung Jetzt steht es schon schlimm genug um die Finanzen des Die Arbeit ist aus Anlaß eines Preisausschreibens entstanden, gehörig verkündeter königlicher Verordnungen steht nicht den Be- sächsischen Staats, so daß die Regierung nicht weiß, woher welches die Redaktion des Jahrbuchs für Socialwissenschaften und körden, sondern nur der Kammer zu." Unter allen um sie neue Einnahmen erlangen soll, ohne zu stehlen; bei einer Socialpolitik"- Karl Höchberg im Mai 1880 veranstaltete und ständen sollten also die von der Kabinettsorder noch stärkeren Auspowerung der Bevölkerung durch den Brotwucher zwei Aufgaben betrifft, die auf Seite 432 von Jahrgang I,' Geschädigten die gar nicht zweifelhafte Frage der auch höhere Industriezölle haben diese Wirkung müßte die zweite Hälfte des genannten Jahrbuchs näher bezeichnet sind. Der Rechtsgültigkeit vor den preußischen Landtag Steuerkraft des Volkes zurückgehen, die Finanzen des Staates würden zweiten Preisfrage: bringen, dem dann die Entscheidung zufallenwürde. also noch mehr in Verfall geraten. Ist es unter solchen Verhält Es ist von dem für die Kabinettsordre verantwortlichen Eisen- nissen noch nötig, Konferenzen zu veranstalten? Selbst wenn man bahnminister nicht zu verlangen, daß er sich über die juristische Unzu- annehmen wollte, die Regierung habe die selbstmörderische Ablässigkeit der von ihm unterzeichneten Urkunde flar geworden wäre. ficht, den Zolltarif im Bundesrat zu unterstützen und wolle gilt die Liebknechtsche Arbeit. Sie ist eine Gefängnisarbeit, an Auf jeden Fall hätte er aber, aus seiner Kenntnis der verhängnis- darum den sächsischen Agrariern in der Konferenz Gelegenheit gefertigt während einer ich glaube sechsmonatlichen Haft, die vollen wirtschaftlichen Schädigungen, die die Verordnung zur Folge geben, mit gewohnter Großm- ündigkeit zu schreien über die Liebknecht im Winter 1880/1881 in Leipzig verbüßte. Der Say: haben mußte, es ablehnen sollen, ihr durch seine Gegenzeichnung Not der Landwirtschaft, so daß der Regierung ein Eintreten 14. 5. 81, abends 72 Uhr. Schluß draußen", bedeutet offenbar, die formelle Rechtsgültigkeit, die gehörige Verkündigung" zu für den Bolltarif erleichtert würde, wäre die Konferenz nicht minder daß an jenem Abend Liebknecht das Gefängnis verließ und sich vors ermöglichen. An der materiellen Rechtsungültigkeit der Ver- eine Komödie. nahm, den Schluß der Arbeit außerhalb des Gefängnisses fertig ordnung freilich ändert auch die ministerielle Gegenzeichnung In Sachsen weiß doch jedermann, wie heute die Dinge stehen. zu stellen. Dazu kam es jedoch nicht. Vielmehr brachte Liebnichts. wie Vier Fünftel der Bevölkerung sind in Industrie und Handel be- fnecht das Manuskript turze Zeit nachher so, schäftigt, ergo ist es Pflicht der Regierung, die Interessen im Gefängnis niedergeschrieben, nach Zürich. Inzwischen war, dieser überwältigenden Mehrheit nicht durch die Begehrlichkeit einer jedoch der für die Preiskonkurrenz angesezte Termin längst ab= Handvoll Großgrundbefizer schädigen zu lassen. Diese Mehrheit gelaufen, die Herausgabe des Jahrbuchs eingestellt, und außerdem steht hinter der Regierung, wenn sie wagen würde, den Brotwucherern ging auch die Liebknechtsche Arbeit nach Umfang und Anlage weit entgegenzutreten. über die im Preisausschreiben niedergelegten Bedingungen hinaus. Sie Der Zollwucher. Die„ Berliner Korrespondenz" kündigt eine Konferenz im Handelsministerium an, deren Veranstaltung sich der bisherigen Vorbereitung der zollpolitischen Fragen durch die Regierung würdig anschließt. Die B. Korresp." sagt: er es Doppelt lächerlich macht sich jedoch die„ Deutsche Tages- tonnte daher für dieses überhaupt nicht in Betracht kommen. Andrerseits. Durch die Erhebungen und Verhandlungen des Wirtschaft zeitung", die mit der Ankündigung der Komödie die sächsische verhehlte sich Karl Höchberg auch nicht, daß das ausgesezte Preishonorar. lichen Ausschusses, die dem kürzlich veröffentlichten Entwurf eines Regierung scharf zu machen suchte für noch höhere Hungerzölle,-350 Franken für 2 bis 3 Drudbogen tein Aequivalent für diese neuen Zolltarifs vorausgegangen sind, ist ein so reichhaltiges that- da der veröffentlichte Zolltarif- Entwurf den Wünschen der Arbeit sein würde. Er beauftragte mich, Liebknecht das Manuskript fächliches Material zu Tage gefördert worden, daß von einer fächsischen Landwirte in teiner Weise entspricht". behufs gelegentlicher Fertigstellung wieder auszuhändigen. Das ist allgemeinen Anhörung der amtlichen Handels- Diese blödsinnige Scharfmacherei betreibt dasselbe Blatt, das den denn auch geschehen, Liebknecht nahm das Manuskript noch im gleichen vertretungen abgesehen werden tann. Der über den Rück- Jahr, 1881 wieder nach Deutschland zurück. Minister für Handel und Gewerbe beabsichtigt aber die Stand der fächsischen Finanzen beklagt, jenigen einzelnen Punkte, Punkte, hinsichtlich deren ihm noch gang der Eisenbahurente heulmeiert, neue Steuergesche für Soviel über die Veranlassung zur Arbeit und die Umstände ihrer weitere Aufklärung erwünscht erscheint oder infolge den nächsten Landtag ankündigt und bis zu der durch die zu er Entstehung. Was nun die fehlenden Partien anbetrifft, so hat der veränderten Lage der Industrie eine von der wartenden Steuerreformen ficherlich nicht zu erreichenden Sanierung fie Liebknecht meines Erachtens bei Abfassung einiger Broschürenfrüheren verschiedene Beurteilung Platz greifen kann, unter der Staatsfinanzen eine hohe prozentuale Erhöhung der Einkommen- Umsturz und Parlamentarismus“,„ Warum verfolgt man uns?", 3uziehung einer beschränkten Zahl von Versteuer empfiehlt. „ Truzz Eisenstirn" benutzt, die er unter dem Pseudonym tretern der entgegenstehenden beteiligten " Better Niemand" einige Jahre später hat erscheinen lassen. Interessen mündlich zu erörtern. Als Zeitpunkt hierfür ist Ein Vergleich des Juhalts dem: die zweite Hälfte des September in Aussicht genommen. dieser Broschüren mit übrigen Manuskript wird diese Annahme, für die ich sonst mur mein Gedächtnis ins Feld führen kann, außer Zweifel ftellen. Stil und Methode der Argumentierung stinimen da ganz und gar überein. Als„ Niemand"(" Outis") bezeichnete sich Liebknecht bekanntlich auch in seinen politischen Briefen, die er in jener Epoche in der Pariser Justice" veröffentlichte. Groß- Lichterfelde, den 7. August 1901. Deutsches Reich. Der Weltmarschall- Statthalter. Anstatt die Vertretungen des durch die neuen Zollpläne der Regierung schwer bedrohten Handels ausgiebig zu hören, trifft der preußische Handelsminister willkürliche Auswahl, um sich zu schrieben: Aus Straßburg i. Els. wird uns vom 6. Auguft geunterrichten nicht über das, was der Handel wünscht, Die schwierige Sorge der Reichsregierung, den eben aus Ostasien fondern über Einzelheiten, über die er selbst noch der Aufklärung heimkehrenden Grafen Waldersee in eine seiner Weltfeldmarschallschaft zu bedürfen zugiebt. Diese seltsame Veranstaltung wird Herrn würdige Stellung unterzubringen, scheint die reichsländische StattMöller nicht des Ruhmes berauben, Minister gegen den Handel halterkrisis heraufbeschworen und dem Fürsten Hohenlohe- Langenburg zu sein. sein Amt gekostet zu haben. Heute verzeichnet selbst der Berliner Berichterstatter der regierungsoffiziösen Straß " * " Ed. Bernstein. Wir möchten diesen interessanten Mitteilungen Bernsteins hinzus Die Mitteilungen des Wolfffchen Telegraphen- burger Post" allen Ernstes das Gerücht, Graf Wa Idersee sei fügen, daß die unter dem Namen„ Truz- Eisenstirn. Erzieherisches aus bureaus über die Drohungen Rußlands, seine Grenze burg auf seinem Posten als Statthalter der Reichslande abzulösen:( aus den Jahren 1886-1888) in der That den verloren gedazu bestimmt, in allernächster Beit den Fürsten Hohenlohe- Langen- Buttkamerun" gesammelten vier pseudonymen Broschüren Liebknechts für die Preußengänger zu schließen und die weitere Vorbereitung ,, Auf seinen ehemaligen Bosten in Hannover des Handelsvertrages einzustellen, jo argumen gangenen Teil der Schrift, die aktuelle Einleitung, aufgesogen zu einzustellen, sollen nach den Ertiert dabei das Blatt famn Graf Walderfee wohl kaum zurück haben scheinen. Der von uns gestern mitgeteilte erhaltene Anfang fundigungen eines Lokalblattes bei der Berliner russischen kehren; denn durch die Stellung, die er in China als Overbefehls des Manuskripts, die Ausführungen über Theorie und Praxis, beBotschaft unrichtig sein. Die agrarische Presse, haber des internationalen Expeditionscorps eingenommen hat, die durch jene Mitteilungen überaus erregt worden ist und die Re- ist er der Stellung eines kommandierenden Geweisen dies. Der Gedankengang ist teilweise wörtlich derselbe. Der gierung aufgefordert hat, dem offiziösen Bureau einzuschärfen, daß nerals eines Armee corps und auch der Stellung Verlust der einleitenden 80 Blätter erklärt sich also einfach daraus, es dem Wuchertarif ungünstige Aeußerungen des Auslands untereines Chefs einer Armee Inspektion einigermaßen daß sie seiner Zeit als Manuskript in die Setzerei gewandert und schlagen müsse, die agrarische Presse würde erleichtert atmen, entwachsen. Das fühlt man allgemein und daher beschäftigt nicht wieder zurückgekehrt sind. Dagegen hat der Hauptteil der sich auch die Presse mit Betrachtungen darüber, in welcher Weise Schrift, der die eigentliche Beantwortung der Frage enthielt und wenn die Unrichtigkeit der Nachrichten gesichert wäre. der Kaiser für die Zukunft die wertvollen Dienste des Grafen aus dem wir gestern einige Proben veröffentlichten, in jenen BroWaldersee in Anspruch nehmen wird. Viele Möglichkeiten, es Es ist jedoch nicht anzunehmen, daß das Wolffsche Bureau, das der jorgsamen Kontrolle des Auswärtigen Amts unterliegt, un richtige Meldungen verbreitet hat. Das Auswärtige Amt mag wohl ihm unangenehme Telegramme beseitigen, aber es wäre finnlos, Nachrichten hinausgehen zu lassen, deren Unrichtigkeit der nächste Tag erweisen würde. Zudem steht fest, daß die russische Regierung die Hinderung der Preußengängerei längst vorbereitet hat. Der„ Hamb. Korrefpendent schreibt hierüber: " = Soldatenmishandlungen. Aus Stettin wird berichtet: zu thun, find nicht vorhanden. Wenn nicht ein besonderes schüren keine oder nur ganz gelegentliche Verwendung gefunden. Amt für den Feldmarschall geschaffen werden soll, wofür ein politisches Bedürfnis ebenso wenig vorhanden ist, wie ein militärisches, so kommen eigentlich nur zwei Posten in Betracht. Der eine davon wäre das Kanzleramt, mit dem Das Oberkriegsgericht des zweiten Armeecorps verurteilte in der der Name des Grafen Waldersee schon seit vielen Jahren Berufungsinstanz den Unteroffizier Wolff der 7. Kompagnie des immer in Verbindung gebracht wurde, sobald die Verhältnisse eine Füfilier- Regiments Nr. 34 wegen Mißhandlung Untergebener in Gestaltung annahmen, die darauf schließen ließen, daß ein neuer 97 Fällen, darunter 14 Fälle, in denen gefährliche Wert Herr in das Kanzlerpalais in der Wilhelmstraße seinen Einzugzeuge zur Anwendung kamen, zu 8 Monaten Gefängnis Wir erhalten von wohlunterrichteter Seite aus St. Petersburg halten tönnte. Zur Zeit ist aber davon nicht in entferntesten und zur Degradation; den Unteroffizier Busse bei der 5. Es= Mitteilungen, die gar keinen 3 weifel mehr bestehen die Rede und auch nicht die geringste Veranlassung vorhanden, an tabron des Regiments Grenadiere zu Pferde wegen gleichen Bergehens laffen, daß man es hier feineswegs mit einem Schreck- einen Wechsel im Kanzleramt zu denken. Graf Bülow ist bei dem in 8 Fällen zu 8 Monaten Gefängnis und zur Degradation. fchu" zu thun hat, wie die Presse des Bunds der Landwirte meint, Kaiser persona gratissima(?), der Kampf um den Zolltarif, der Aus Oldenburg wird vom 3. August geschrieben: sondern mit einer lang und wohlvorbereiteten politischen Aktion. unter der Leitung des Grafen Bülow entworfen worden ist, hat Wie wir hören, hat nämlich das russische Ministerium des Vor dem Kriegsgericht stand heute morgen der Unteroffizier begonnen und es ist vollkommen ausgeschlossen, daß Graf Bülow Brandes von der 6. Compagnie des oldenburgischen InfanterieAuswärtigen jüngst unter dem Titel Russische gesonnen sei oder veranlagt werden sollte, in diesem Augenblick Regiments Nr. 91. Es ist das derselbe, der neulich wegen einer Arbeiter in Preußen; Auszüge aus den Berichten der die Flöte niederzulegen und den Konzertsaal zu verlassen. russischen Konsuln in Deutschland" eine Denkschrift aus- Der zweite hohe Posten, mit dem der Name des Grafen einer mehrmonatlichen Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Reihe von Mißhandlungsfällen vor demselben Gericht stand und zu Es find arbeiten lassen, deren Zweck es ist, ein Bild der wirtschaft- Balderfee in letzter Zeit von der Presse in Verbindung gebracht iegt mehr als 100 Fälle festgestellt, in welchen er Leute seiner lichen und rechtlichen Lage der sogenannten Preußengänger worden ist, ist die Statthalterschaft im Reichslande. Rorporalschaft abscheulich mißhandelt hat. Von den neu bekannt zu geben und die angebliche Erbärmlichkeit dieser Lage Man würde in Berlin daran nicht denken, da die vorzüglichen Be- gewordenen Unthaten seien einige angeführt. Bei einer Felddienstdarzustellen, zugleich aber nachzuweisen, daß die frag- ziehungen bekannt sind, die den Kaiser mit dem ihm auch durch übung im Bürgerfelde befahl er seiner ganzen Korporalschaft, fich liche Arbeitskraft für die Landwirtschaft des deutschen verwandtschaftliche Bande nahestehenden Fürsten zu Hohenlohe- auf den Rasen zu werfen und wie eine Kuh Gras zu freffen. Ostens unentbehrlich sei. Diese Denkschrift ist dem 3aren vor- Langenburg verknüpfen, und man sehr wohl weiß, wie freundlich Jeder hat eine Schnauze voll Gras zu nehmen", lautete der gelegt und, wie es heißt, von ihm, der sich für die Lage dieser das persönliche Verhältnis des Kaisers zu dem Fürsten ist, wenn Befehl. Eine neue Maltraitierung des Soldaten Seemann war feiner Unterthanen lebhaft interessieren soll, mit allerlei nicht mit großer Bestimmtheit verlautete, daß der Fürst Gegenstand der Verhandlung. Diesem armen Menschen hat er drastischen Bemerkungen verfehen worden, ent- Statthalter den Wunsch habe, sein verant- am meisten mitgespielt. Derselbe mußte im Monat März sprechend den grau in grau gehaltenen Schilderungen der Konsulu wortungsvolles Amt niederzulegen und sich in morgens um 7 Uhr nackend in ein Bassin treten; seinen von den schlechten Lohn-, Verpflegungs- und Unterkunftsverhältnissen das Privatleben zurückzuziehen, um die wohlverdiente Ruhe zu Kameraden war befohlen, ihn mit Zahnbürste, Schrubber und der Leute, ihrer unsicheren Rechtslage und der harten Behandlung, genießen. Wenn die darauf bezüglichen, hier kursierenden Gerüchte Biassavabefen, natürlich mit faltem Wasser, abzubürsten. Den Sec die ihnen seitens der Arbeitgeber zu teil werde. Nun find wir Ser Wahrheit entsprechen sollten, was ja immerhin möglich ist, so mann und einen andren Soldaten sperrte er einmal in ein Spind, im allgemeinen überzeugt, daß die Preußengänger nicht des Ver könnte für den Statthalterfiß in dem Reichslande wohl taum ließ sie eine Stunde darin sizen und den Seemann das Lied fingen: gnügens halber über die Grenze gehen und in ihrer russisch- eine passendere Persönlichkeit gefunden werden, Was nügt dem Seemann sein Geld" usw. Zu dem Seemann hat polnischen Heimat nach feiner Richtung hin bessere Verhältnisse als Graf Walderfee, an deisen militärischer Tüchtigkeit, Brandes auch einmal geäußert: Ich steche Sie nieder und zurücklassen, als sie bei uns antreffen. Aber darauf kommt es wenn sich in China, bei den dort herrschenden Verhältnissen, auch wenn es den Kragen kostet". Es wurden heute eine Anzahl nach der Lage der Dinge zunächst nicht an. Es fragt sich viel- teine Gelegenheit geboten hat, fie glänzend zu bethätigen, ebenso Beugen vernommen. Der Compagniechef gab dem Brandes ein mehr einzig und allein, wie man an maßgebender russischer wenig gezweifelt werden kann, wie an seinem großen diplomatischen gutes 8eugnis. Er hat von der Mißhandlungsfucht offenbar Stelle die Sache ansieht, und da erhält man denn that- Geſchid, das er in Ostasien um so besser zeigen fonnte und auch nichts gewußt. Der Interoffizier Brandes wurde vom Kriegsgericht sächlich den Eindruck, als ob Rußland die Sperrung seiner Grenze gezeigt hat." für abwandernde Arbeiter als eines seiner ersten, Der Berliner Gewährsmann der Straßburger Post" meint chließlich zu einem Jahre Gefängnis verurteilt. nächst liegenden und zugleich wirksamsten Kampf- damn, als Mann von gutem feinen Tattgefühl würde Graf Waldersee mittel betrachtete und fest entschlossen wäre, auf eine deutsche es gewiß verstehen, auch an der Spige des Reichslandes nach den Vom neuen Zolltarif- Entwurf ist in der Reichsdruckerei so Roggenzollerhöhung den Trumpf der Leutenot zu setzen." verschiedensten Richtungen hin angenehme Beziehungen anzufnüpfen", eben eine Buch ausgabe fertiggestellt worden. Der Vertrieb der ohne daß Grund zu der Befürchtung vorhanden wäre, das Konziliante felben hat mit Ermächtigung des faiserlichen Reichs- chazamts die in seinem Wesen möge über ihn so weit die Oberhand gewinnen, Firma Karl Heymanns Verlag( Berlin W. 8, Mauerstr. 48/44) überAns Sachsen wird uns geschrieben: daß er es versäumte, mit energischer Hand zuzufassen, wo es nommen, welche das Heft den Interessenten gegen Einsendung von Eine lächerliche Komödie würde die sächsische Regierung auf wie man sieht, rechnet der reichshauptstädtische Berichterstatter not thut. 2,20 m. poftfrei zustellt. i führen, wenn sie, wie die Deutsche Tageszeitung" wissen will, be des offiziösen Straßburger Blattes bereits mit der Ersetzung Hohenrufene Vertreter" der Landwirtschaft, der Industrie und des Handelslohe- Langenburgs durch den Grafen Waldersee als mit einer nahezu Arbeiter blieben selbstverständlich ausgeschlossen verfammeln vollendeten Thatsache. Noch weit tiefer aber läßt die Haltung blicken, Programm und Taktik der italienischen Socialdemokratie. würde, die ihre Wünsche und Bedenken über den neuen Zolltarif die die Redaktion der offiziösen Straßburger Post" selbst zu der Die legte Ausgabe des„ Mouvement Socialiste" enthält einen äußern sollen. Es könnte sich in dieser Konferenz eigentlich nur Sache einnimmt. Während sie sonst bei ähnlichen Anlässen mit der Brief Ferris über die Streitfragen innerhalb der italienischen darum handeln, den Agrariern durch die Vertreter der Industrie und ganzen Autorität des Moniteurs der Regierung aufzutreten und der Socialdemokratie. Wir entnehmen dem Artikel folgende interessante des Handels einen Dämpfer auffezen zu lassen, damit die Regierung, öffentlichen Diskuffion durch ihre Mitteilungen aus amtlichen Quellen Stelle: die in den Bauden konservativ- agrarischer Liebenswürdigkeiten ein Ende zu machen pflegt, giebt sie sich in dieser wichtigen Frage" Wir haben für das Ministerium Zanardelli gestimmt; nicht Ein derartiger fir äußerst fleinlaut und beschränkt sich darauf, zu glauben", daß bloß für das Budget des Innern, sondern auch die etwas Luft. friegt. schier erstickt, die Gerüchte über den Rücktritt des Statthalters unbegründet seien, andren Budgets zu dem Zweck, um zu verhindern, daß die Reaktion lauf der Konferenz würde aber nur aufs neue die und daß die angebliche Statthalterkrisis in Wirklichkeit gar nicht wieder ans Ruder komme, die wir durch unsre zwei ObstruktionsSchwäche der Regierung berraten, die aus allerbestehe." Feldzüge besiegt hatten. Wir thaten dies nach den befriedigenden dings stammverwandten Gründen nicht wagt, der Anmaßung Diese Aeußerung klingt im Munde des sonst so gut unter Erklärungen und Handlungen des Ministeriums bezüglich der und Begehrlichkeit der konservativ- agrarischen Landtagsklique offen richteten offiziösen Breßorgans in der That sehr wenig zuversichtlich Freiheit der zahlreichen ökonomischen Organisationen unfres länd entgegenzutreten. und scheint darauf hinzudeuten, daß man seit dem jähen Sturze lichen Proletariats. Jedoch hat die Parteileitung im EinDie fächfische Regierung und der Zolltarif. Ver " Ausland. Berständnis mit der Kammerfraktion beschlossen, daß ein welchem es heißt, Lord Kitchener sei seit einigen der Haus- und Geschäftsdiener und Backer, die am Dienstag in den politisches Vertrauensvotum für eine bürgerliche Regierung Tagen sehr leidend und werde voraussichtlich nicht zur Arminhallen" tagte. Nach einem sehr eingehenden Referat des niemals abgegeben werden könnte, sondern die socialistischen Depu- Begrüßung des Herzogs und der Herzogin von Yort nach Kapstadt Reichstags- Abgeordneten Rosenow und nach einer tierten fönnen nur, so weit die gegenwärtige Situation in Italien kommen fönnen. Ueber feine Krankheit gelangen nur sehr unbe- längeren Diskussion, in der sich fämtliche Redner ganz entschieden Dies erfordert, dieses oder jenes Ministerium, welches die normale stimmte Nachrichten an die Oeffentlichkeit. Wie verlautet soll er in gegen derartige Gerichte, insbesondere aber dagegen aussprachen, Entwicklung des Klassenkampfs zusichert, d. h., welches die Freiheit einem Gefecht eine ernite Verwundung erhalten daß auch die Handels- Hilfsarbeiter, die bisher dem gut funktionieren und Gleichheit gegenüber dem sich organisierenden Proletariat respektiert, haben und werde jedenfalls in kurzer Zeit aus Gesund den Gewerbegerichte unterstanden, diesen kaufmännischen Schiedsunterſtüßen." heitsrüdsichten nach England zurüdtehren müssen. gerichten unterstellt werden sollen, wurde nachstehende Resolution Ferri bespricht sodann den bekannten Fall von Berra, wo der Bru Der arme Kitchener, er hätte die zwei Millionen, die sein glück einstimmig beschlossen: talität eines Lieutenants mehrere Menschenleben zum Opfer fielen. Mit licher Rivale Lord Roberts einsackelt, ehrlicher verdient. Zwar ebenBezug auf dieses traurige Vorkommnis habe man geschrien, daß sowenig wie dieser durch seine geniale Strategie, sondern durch das das Blut der getöteten Bauern zu Berra auf das Haupt der Martyrium, fortwährend Siegesnachrichten fabrizieren zu müssen, Socialistischen Deputierten fiele, welche für das Ministerium gestimmt". während er fortwährend Prügel erhielt. Die Uebertreibung liege flar zu Tage. Diese Blutthat sei doch keine direkte oder indirekte Folge der Politik der Regierung; es fei richtig, daß der Kriegsminister den Lieutenant verteidigt habe. Wäre der Fall von Berra vor dem 22. Juni passiert, sicher sei, die Socialisten hätten dann trotzdem gegen das Ministerium gestimmt. Man müsse, fo fährt Ferri fort, in der gegenwärtigen Phase, welche die socialistische Partei durchlebe, den feststehenden Teil, das Programm, von dem vorübergehenden Teil der Taftit trennen. ie Das Programm der focialistischen Partei habe zwei Hauptstüßpunkte: das Biel das Kollektiveigentum an den Produktionsmitteln," die Methode den Klassenkampf", durch welchen das Proletariat, da es fein geheimnisvolles Mittel giebt, um innerhalb 24 Stunden aus der bürgerlichen in die socialistische Gesellschaft Hinüberzugleiten, durch politische und ökonomische Organisationen die Verwirklichung des letzten Endziels erreicht. Giebt es auch innerhalb der italienischen Partei zwei sich extrem gegenüberstehende Tendenzen, so sind doch alle einig in der Anerkennung dieses Programms. Im weiteren weist Ferri darauf hin, daß in der ersten Entwidlungsphase die Socialisten aller Länder auf den rein negativen Standpunkt stehen, beziehentlich gestanden haben; daß man aber andrerseits in allen Ländern, wo die Socialdemokratie eine gewisse Entwicklung durchgemacht habe, beobachten könne, wie sie von diesem Standpunkt zurückomme. Sind einmal die elementarsten Freiheiten errungen, so kann die socialistische Partei nicht mehr in einer rein negativen Taktik verharren; sie muß die Freiheiten, die sie errungen hat, in Anwendung bringen auf dem Gebiete der ökonomischen und politischen Organisation des Proletariats, um der bürgerlichen Klasse gesetzliche Reformen zu entreißen." Ferri schließt:" Das ist nach meiner Auffassung der einzige und unabweisbare Weg, den, obgleich er langsam und schwer ist, die socialistischen Parteien aller Länder die von Frankreich inbegriffen gehen müssen, denn die Dinge sind stärker als die Personen." Frankreich. Der französisch- türkische Zwischenfall. Wie der„ Gaulois" meldet, hat Delcassé gestern an Waldeck- Rousseau ein Schreiben gerichtet, in welchem er den Wunsch ausspricht, der Ministerrat möge sich mit dem Zwischenfall in Konstantinopel beschäftigen. Falls Waldeck- Rousseau sich dieser Ansicht anschließe, wird demnächst ein außerordentlicher Ministerrat unter dem Vorsiz des Präsidenten Loubet in Rambouillet abgehalten werden. Der„ Matin" will von einem Mitglied des Kabinetts erfahren haben, daß der Zwischenfall in Konstantinopel übertrieben sei. Constans habe weder seine Abberufung, noch die Zustellung der Pässe an den Botschafter in Paris Munir Beh berlangt. Wahr an der Sache sei nur, daß die Regierung ein für alle Mal den diplomatischen Unzuträglichkeiten mit der Pforte ein Ende machen wolle. Man werde sicher, ohne zum äußersten zu schreiten, vollständige Genugthuung erlangen. Italien. Und wer würde an Kitcheners Stelle treten? Da man sich den Grafen Waldersee doch nicht gut von Deutschland ausleihen fann, sollte man durch Lord oder vielmehr Earl of Roberts Kitchener ablösen lassen, damit er sich wenigstens noch nachträglich die Ehrendotation verdient. Ueber die Kriegslage „ Die Versammlung der Haus- und Geschäftsdiener und Backer erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten vollständig einverstanden. Sie erblickt in der von der Reichsregierung geplanten Errichtung kaufmännischer Schiedsgerichte im Anschluß an die Amtsgerichte, denen auch die Handels- Hilfsarbeiter unterstellt werden sollen, eine schwere Berufsschädigung und bedeutende Verschlechterung der Rechtsprechung in den gewerblichen Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die Versammelten protestieren deshalb bo ganz entschieden gegen diesen Plan der Regierung und erwarten, daß unsre Vertreter im Reichstag dem betreffenden Gesezentwurf, veröffentlicht die„ Daily Mail" folgenden Brief aus Kapstadt: der keineswegs den Wünschen der Handels- Hilfsarbeiter] entspricht, ihre Zustimmig versagen." Man hat hier mit Verwunderung die im Unterhause geSobald die Einzelheiten des Gefeßentwurfs, der wahrscheinlich machte Erklärung gelesen, daß die Zahl der gegenwärtig noch in schon im Herbst dem Reichstag zugehen wird, näher bekannt sind, ber Napkolonie unter Waffen stehenden Boeren eintausend nicht soll eine große Protestbewegung eingeleitet werden. Voraussichtlich übersteige. Wenn man diese Zahl mit fieben oder acht multi- werden auch die Handlungsgehilfen, nachdem sich namentlich der pliziert, wird man der richtigen 8ahl näher tommen. Centralverband, aber auch andre kaufmännische Vereinigungen, gegen Die Rebellen find innerhalb der letzten drei Monate sehr viel den Anschluß der Schiedsgerichte an die Amiszahlreicher geworden. Die Regierung hat soeben die beschworene gerichte erklärt haben, in eine lebhafte Agitation für die AnErklärung eines Gefangenen erhalten, der die Namen ganzer gliederung an die Gewerbegerichte eintreten. Kommandos angiebt, die ausschließlich aus Rebellen bestehen. Männer, die noch vor zwölf Monaten friedlich ihren Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter- Verband. Die Zahlstelle Landwirtschaftlichen Arbeiten nach gingen, Berlin hielt am 31. Juli bei Rabe, Stolbergerstr. 23, eine Generalsind jetzt kommandanten, einer, mit Namen De Villiers, versammlung ab. Der erste Bevollmächtigte gab den Bericht der Aus demselben ist zu ersehen, fogar General geworden. In einigen Teilen des Landes Ortsverwaltung vom 2. Quartal. Es war ist ein loyaler Mann eher die Ausnahme als die Regel. daß 10 Versammlungen und 7 Vorstandssigungen abgehalten wurden. In Britisch Betschuanaland sind z. B. 90 Prozent Darauf gab der zweite Bevollmächtigte den Kassenbericht. der Bevölkerung in Waffen gegen und, und die Kommandos, zu verzeichnen eine Einnahme von 1447,34 M., Ausgabe 1033,60 m., die diese Bezirke besonders heimgesucht haben, haben dort überall bleibt Bestand 413,74 M., an den Hauptvorstand abgesandt 138,95 M. villige Rekruten gefunden. Es ist also ganz flar, daß, wenn nicht Dem Gau wurden 20 M., dem Centralstreiffonds 50 M. und den fehr viel strengere Maßregeln getroffen werden, die Boeren den Rösliner Kollegen 80 M. bewilligt. Der Kassierer wurde entlastet. hielt die Vortrag die Genossin Fanny Imle einen Krieg den Winter über hinziehen werden, und wenn ihnen das Hierauf hielt der der Geschichte deutschen Gewerkschaftsbewegung. gelingen sollte, tann man gar nicht sagen, wie lange aus der Krieg dann noch dauern wird." Den reisenden Kollegen wurde eine Schlafkarte für die Herberge des Gewerkschaftshauses bewilligt, mithin wurde die Reise- Unterstützung von 50 Pf. auf eine Mark erhöht. Dem Bibliothekar wurde eine Entschädigung von 30 m. bewilligt für Instandsetzung der Bibliothek. Darauf wurde der Versammlung empfohlen, die streitenden Tabak- und Glasarbeiter in ihrem Kampfe gegen das Unternehmertum zu unterstügen. * # Gerüchtweise verlautet, Präsident Stejn habe Lord Stitchener seine Unterwerfung unter der Bedingung angeboten, daß er sich unbehelligt nach Europa begeben dürfe.(?) Das Kriegsamt veröffentlicht folgende Boerenberlnfte aus Pretoria vom 6. d. Mts.: Seit dem 29. v. Mts. haben die englischen Solonnen 48 Boeren getötet, 19 verwundet. 220 gefangen genommen, Lichtenberg. Eine Volksversammlung, die am Dienstag im während sich 57 freiwillig ergaben. Die Engländer erbeuteten ein Kronprinzengarten tagte und sich eines guten Besuches erfreute, wurde Geschütz, 140 Gewehre nebst Munition und eine große Menge Wagen eröffnet mit einem warm empfundenen Nochruf an unsren unvergeßund Vieh. lichen Liebknecht. Dann wurde bekannt gegeben, daß am Dienstag, Die tägliche Liste über die Verluste der englischen den 13. August, im Gartensaal von Höflich, Allee 120, eine VerTruppen in Südafrika umfaßt für gestern 4 Tote, 3 Verwundete fammlung von Frauen und Mädchen, die in der Blumen, Blätterund 4 an Krankheiten Verstorbene. Sociale Rechtspflege. und Federbranche beschäftigt find, stattfindet. Genosse Robert dahid Schmidt- Berlin behandelte darauf in seinem mit großem Beifall aufgenommenen Referat das Gesetz über die Gewerbegerichte, sowie die vom Bundesrat angenommene Novelle zu ediesem Gesetz. Ueber die Versicherungspflicht der Hanswarte und ihrer Gemeindeverordneter Grauer gab einen historischen Rückblick auf die Angehörigen hat sich das Reichs- Versicherungsamt in Bestrebungen und Maßnahmen der Lichtenberger Arbeiterschaft einem Bescheide auf eine Eingabe des Hausbefizer- Vereins Norden zwecks Errichtung eines Gewerbegerichts am Orte, um dann zu dahin geäußert: Werden die sogen. Hausreiniger( Bortiers usw.) empfehlen, das in Lichtenberg auf Grund des Gesetzes( der Ort hat Einführung von Schießübungen in der Schule. In den bei Verrichtung der übernommenen Geschäfte von Familienangehörigen mehr als 40 000 Einwohner) zu errichtenden Gewerbegericht auch auf Pariser Schulen sollen Schießübungen eingeführt werden. Zur im Alter von mehr als 16 Jahren unterstützt, ohne daß mit diesen die Gemeinden Friedrichsfelde, Rummelsburg und Stralau ausLeitung und Ueberwachung dieser lebungen sollen Inspektoren er- Bersonen eine unmittelbare Abmachung getroffen oder eine besondere zudehnen. nannt werden. Auch wird beabsichtigt, alljährlich Schießübungskurse Vergütung für ihre Leistungen ausgeworfen ist, so werden seitens Eine Resolution, die das Bureau beauftragt, von dem Gemeindeabzuhalten und die besten Schüßen zu prämiieren. der Hausbefizer für die Hilfspersonen nur dann Beitrags- vorstand den Erlaß eines Ortsstatuts für das zu errichtende Gericht marken zur Invalidenversicherung zu verwenden sein, wenn zu fordern, weiter die Gemeindevertreter ersucht, für die Begründung der Bwedmäßigkeits- Verbands Gemeinden Lichtenberg, sie mit Wissen und Willen der Besitzer einen überwiegenden eines Hungerrevolten sind nach Meldungen der Blätter unter der oder doch wesentlichen Teil der gedachten Arbeiten ausführen. Die Friedrichsfelde, Rummelsburg und Stralau gelegentlich der BcLandbevölkerung der Provinz Mailand ausgebrochen. Dieſelben Beitragspflicht wird hier noch in den Fällen begründet sein, in ratung dieses Statuts einzutreten, fand einstimmige Annahme. sollen einen drohenden Charakter angenommen haben. Das Militär denen der Hausreiniger durch eine anderweitige Beschäftigung ver- Der weitere Punkt der Tagesordnung, örtliche Angelegenheiten, bejezte zahlreiche Ortschaften, aber die Brandstiftungen hindert ist, die übernommenen Arbeiten regelmäßig auszuführen wurde durch den Genossen Liesegang dadurch erledigt, daß er die und Tumulte dauern fort. Sonntagnacht wurde das oder diese Arbeiten von der Art und dem Umfang sind, daß ihre nicht immer sachliche", zum Teil recht unfaire" Stampfesweise Familienschloß des Herzogs Visconti Modrone Verrichtung durch den Hausreiniger allein nicht erfolgen tann. Die der hiesigen Ortszeitung" eines jener in Berlin hergestellten gestürmt. Die verhafteten Tumultuanten werden befreit. Versicherungspflicht ist zu verneinen, falls er nur für sich und seine Kopfblätter, die dann unter dem Sammelnamen„ Unparteiische Familie freie Wohnung erhält. Für mithelfende Bersonen, die der Beitung" als Amtsblatt" ihr Unheil anrichten einer herben aber Hausbesiger nicht angestellt hat, besteht eine Versicherungspflicht nur berechtigten Kritik unterzog. Der Appell an die Anwesenden, sich dann, wenn nach Lage der Umstände anzunehmen ist, daß die Ar- zu organisieren, die Parteipresse zu unterstützen. bildete den Schluß beiten für eine Person allein zu groß find. Für Personen, die der der Versammlung. Hausreiniger zu seiner Bequemlichkeit anstellt, muß er selber und nicht der Hauswirt die Beiträge zur Invaliditätsversicherung leisten." Letzte Nachrichten und Depelchen. Versammlungen. Bekanntlich war die Provinz Mailand während der letzten Monate der Schauplab umfangreicher Streifbewegungen des Landproletariats. Die Halsstarrigteit der Latifundienbefizer und die furchtbare Not hätten nach obigen, vielleicht tendenziös verschärften, Berichten die bisher eine durchaus ruhige Haltung beobachtende Bevölkerung zu Verzweiflungsausbrüchen getrieben. England. " uns zu der A " Waldersees Heimkehr. Unterhaus. Bei der Beratung des Kredits für Brunshausen, 7. August.( W. T. B.) Gräfin Walderfee fam die Civil Verwaltung von Transvaal erklärt Chamberlain, daß in dem Kredit auch Gelder vorgesehen Jm focialdemokratischen Wahlverein für den vierten heute früh in Cuxhaven an Bord der Gera", worauf der Während feien, um Boeren und Briten, die ihre Farmen während des Reichstags- Wahlkreis( Often) sprach am Dienstag Genosse Dampfer seine Fahrt nach Brunshausen fortsette. Krieges verlassen haben, Geld vorzustreden, damit sie ihre Farmen Ledebour über: Die Socialdemokratie im Rampfe der Fahrt verteilte der Feldmarschall in Gegenwart der Der Gräfin Waldersee die China Medaillen an die Offiziere, wieder in Stand setzen können. Ferner seien Gelder vorgesehen, gegen Scharfmacherei und Flaumacherei" um Deomen und Freiwilligne, die in Transvaal zu bleiben wünschen, Redner entwarf zunächst in charakteristischen Bügen ein umfaffendes Unteroffiziere und Mannschaften. Dem Marschall waren gestern die Möglichkeit zum Erwerb von Grund und Boden zu gewähren. Bild von der Scharfmacherei der Großkapitalisten und des Junker zahlreiche Begrüßungstelegramme zugegangen, darunter ein sehr Die Politik der Regierung gehe nicht dahin, Konfiszierungen vor- tums und führte dann aus, daß dieses Scharfmachen der Social- herzliches" vom Reichskanzler Grafen Bülow. Graf Waldersee bezunehmen. Was die eingeborenen Schwarzen anlange, so sei be- demokratie zum Vorteil gereiche, aber nur, wenn fie felber nicht flau giebt sich zunächst nach Homburg v. d. Höhe, um an der Trauerfeier absichtigt, Gerechtigkeit zu üben und dieselben arbeitswillig zu werde, sondern so scharf wie möglich bleibe, und niemals ihren für die Kaiserin Friedrich teilzunehmen. Unter dem Eindruck, den die Bremerhaven, 7. August.( W. T. B.) Heute mittag traf der machen. Fronarbeit solle jedoch nicht geduldet werden und körper- laffenlampf- Charakter aufgebe. liche Büchtigung nur in den ernstesten Fällen zulässig sein. Das Periode des wirtschaftlichen Aufschwunges machte, feien ein- Dampfer Glüdauf" mit den von der Gera" übernommenen zelne Theoretiker unter Ansicht Haus nimmt hierauf den Kredit mit 196 gegen 59 Stimmen an. gekommen, Rekonvalescenten ein. Heute abend trifft der Dampfer, Sachsen“ daß es mit dem Zusammenbruch des Kapitalismus nichts sei und mit ungefähr 300 Rekonvalescenten ein. Türkei. wir deshalb eine weniger scharfe Tattit befolgen müßten. Die ErAus einem chriftlichen Krankenhause. Bum Quarantänestreit. Der internationale Sanitätsrat be- eignisse der letzten Zeit hätten jedoch diese Theoretiker des Irrtums tonte nochmals die Notwendigkeit der Errichtung einer genügenden überführt. Darauf wandte sich der Referent gegen die früher von Breslau, 7. Aug.( B. H.) Ueber die Zustände im Samariter Anzahl von Baraden und Spitälern für Besttranke. Eine aus dem Bernstein geäußerten Ansichten über die Kolonialpolitit, den Im Ordensstift veröffentlicht der„ Brest. Gen.- Anz." in seiner heutigen drei Vicepräsidenten, dem Generalinspektor und auswärtigen perialismus in England und über die Bachtung Kiautschous und Nummer weitere Einzelheiten. Das Blatt stellt fest, daß die fort Delegierten bestehende Abordnung des Sanitätsrats begab sich führte aus, daß die traurigen Folgen des China- Abenteuers und der gezogenen Diakonissinnen teilweise durch Mägde sowie Frauen und Dienstagabend zu dem Präsidenten des Sanitätsrats Tewfil- Pafcha, Berlauf des südafrikanischen Kriegs gezeigt hätten, wie verkehrt diese mädchen aus umliegenden Ortschaften erfeßt worden sind und fordert um ihm die Ansichten des Sanitätsrats betreffend die notwendigen Ansichten seien. Ferner tritifierte der Redner die von andrer Seite aus- angesichts dieser Verhältnisse unterhinweis auf die schwere Verantwortung prophylaktischen Maßregeln vorzutragen mit der Bitte, darüber an gegangene Kritit des Miligsystems, dessen Ueberlegenheit über das die sofortige Suspension der Braschnitzer Verwaltung und Ueberden Sultan zu berichten. Drillsystem durch den Verlauf des südafrikanischen Kriegs schlagend nahme derselben durch einen Staatsfommissar. Des weiteren stellt bewiesen sei. Ferner führte der Redner aus, Bernstein habe auch das Blatt fest, daß die Overin, Gräfin von der Recke- Volmerstein, die Ansicht vertreten, daß wir, um unsre nächsten Biele zu erreichen, feit Jahren nicht in ordnungsmäßiger Weise Buch über die Das Friedensprotokoll wieder einmal gescheitert. auf ein Bündnis mit dem Liberalismus, der in neuerer Zeit an Schwesternkasse habe führen lassen und fordert völlige Klärung auch Das„ Reutersche Bureau" meldet aus Beting vom 6. August: oppositioneller Kraft gewonnen habe, angewiesen feien. Wenn je dieser Angelegenheit. Die Gesandten hatten vereinbart, das Protokoll heute eine Gelegenheit war, wo der Liberalismus zeigen konnte, daß er zu unterzeichen; der britische Gesandte Satow benach einer entschiedenen Opposition gegen realtionäre Pläne fähig Die Umbildung des italienischen Ministeriums. richtigte jedoch gestern abend die Kollegen, daß England nicht und willens ist, zur Bekämpfung vollsfeindlicher Maßnahmen Rom, 7. Auguft.( W. T. B.) Der bisherige Unterstaatsfefretär dann ist es die Bekämpfung im Aderbauministerium, Alfred Baccelli, ist zum Unterstaatssekretär unterzeichnen fönne. Sato w gab hierfür feine Gründe mit uns zufammenzugeben, an. Die Versammlung der Gesandten ist daher auf des Brotwuchers. Die Stichwahl in Memel- Heydekrug, wo die Frei im Ministerium des Auswärtigen, der Unterstaatssekretär im finnigen den als Anhänger der agrarischen Brotwucherpläne aufgestellten Ministerium für Post und Telegraphie, Fulci, zum Unterstaatssekretär unbestimmte Zeit verschoben. Kandidaten der vereinigten Konservativen und Littauer ihre Stimme im Ackerbauministerium, und der Deputierte Squitti zum UnterVerbot der Waffeneinfuhren. gaben und dadurch die Niederlage des Socialdemokraten herbeiWie Pariser Blätter melden, ist die Frage des Verbots der führten, habe bewiesen, daß wir uns bei ernsthaften Kämpfen gegen staatssekretär im Ministerium für Poft und Telegraphie ernannt Waffeneinfuhr nach China endgültig geregelt. die Reaktion auf die Freifinnigen nicht verlassen können. Dieser VorRom, 7. Auguft.( B. H.) Auf persönliches Ersuchen Zarnadellis Der französische Gesandte Beau hat den übrigen Gesandten einen gang fei eine völlige Zerstörung der Legende, wonach das liberale Bürger foll Carcana fich bereit erklärt haben, das Finanzportefeuille zu diesbezüglichen Vorschlag gemacht, welcher von diesen angenommen tum oppofitioneller und für uns bündnisfähig geworden sein soll. worden ist und dem Schlußprotokoll angefügt werden soll. Danach Es gelte jest, daß wir nun erst recht unfre unbedingte Selbständigsoll ein kaiserliches Dekret veröffentlicht werden, welches die Einfuhr feit bei Wahlen aufrechterhalten und uns von feiner Seite flau Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall auf bon Waffen und Munition in China für die Dauer von machen zu lassen. sgenommen. Da sich auf die Aufforderung des Vorsitzenden niemand zwei Jahren berbietet. zum Wort meldete, fand eine Diskussion nicht statt. Schließlich wurde noch auf die am Donnerstag stattfindende FlugblattBerbreitung, fowie auf den Generalstreit der Flaschenmacher hin gewiefen. Seit der vorigen Vereinsversammlung baben fich 31 Mit glieder neu aufnehmen lassen. China. Der Boeren- Krieg. worden. übernehmen. Krefeld, 7. Auguft.( W. T. B.) Die heute stattgehabten Vers handlungen zwischen den ausständigen Sammetscherern und dem werein der Niederrheinischen Textil- Industrie sind ergebnislos ver laufen. Der Ausstand dauert fort. Duisburg, 7. August.( W. T. B.) In einer Baugrube wurden vier dort spielende Kinder durch einen Erdrutsch verschüttet; ein Snabe wurde getötet, ein Mädchen schwer verletzt, die beiden andren Kinder blieben unverletzt. Kitchener leidend und urlaubsbedürftig? Schon mehrfach waren Gerüchte über das Urlaubsbedürfnis Gegen die geplante Errichtung kaufmännischer Schieds- Vevey, 7. August.( W. T. B.) Der internationale Lord Kitcheners an die Oeffentlichkeit gedrungen, in lester Beit muntelte man auch von einer Erkrankung des Oberfifommandirenden. gerichte im Anschluß an die Amtsgerichte proteftierte eine vom Songreß für litterarisches und künstlerisches Eigentum ist Jezt veröffentlicht„ Daily Mail" ein Telegramm aus Prätoria, in Central- Verband der Handels- Hilfsarbeiter einberufene Versammlung heute Nachmittag unter zahlreicher Beteiligung eröffnet worden. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. r. 183. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 8. August 1901. Partei- Nachrichten. Ausland. Nach den 3611010 Gleichzeitig ersuchen wir alle diejenigen, die Auskunft in LokalDie französischen Streits im Monat Junt. angelegenheiten wünschen, eine Karte mit Rüdantwort zu senden. Bei Hinweisen auf Lokale, die uns nicht zur Verfügung stehen, Der grobe Unfug in Halberstadt wird fortgesetzt; der soeben erschienenen Veröffentlichungen des" Office du Travail" find müssen die Zuſchriften Name und Wohnung des Absenders enthalten, Ferienredacteur fordert jetzt die Streichung des Zukunftsstaats aus im Monat Juni 57 Streits zum Ausbruch gekommen, währenddem dem Programm" und kündigt überdies an, daß er in den nächsten im Juni 1900 70 Streits gemeldet wurden; im Durchschnitt der da wir sonst nicht in der Lage sind, den Wünschen zu entsprechen. Die Lokalkommission. 4 Nummern noch weiteres leisten werde. Hoffentlich findet sich in legten 5 Jahre fanden in derselben Periode 58 Streifs statt. An hidrit randi stor 1. A.: Karl Scholz, Wrangelstr. 110. I. Halberstadt noch eine Partei- Instanz, die ihm noch vordem das diefen 57 Streits waren 7352 Arbeiter beteiligt. odno Handwerk legt und ihn der harmloseren Beschäftigung der Hut Gewerkschaftliche Organisationen im Staate New York. Heute die Berteilung des Flugblattes gegen den Brot 3weiter Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß fabrikation wiedergiebt.in Im ersten Quartal 1901 wurden 89 neue Unionen angemeldet. In Gemeindewahlen. Bei der Gemeinderats- Erfazwahl in Groß- derfelben Beit wurden 25 Gewerkschaften aufgelöst oder mit andren wucher stattfindet. Gleichzeitig werden die Parteigenossen darauf lottbed bei Altona wurde der Kandidat unsrer Partei mit verschmolzen, so daß eine Zunahme von 64 Organisationen verbleibt, aufmerksam gemacht, daß die Petitionslisten gegen die starker Mehrheit gewählt. Das Mandat war bisher in gegnerischen wodurch die Zahl der Organisationen Ende März auf 1748 gestiegen Lebensmittelverteuerung vom 11. August an in Umlauf Händen. war. Die Zahl der Mitglieder ist von 242484 am Gno De gebracht werden. Es ist Pflicht aller Parteigenossen und Boykott von der Kanzel herunter. In der Stadt Erbendorf zember 1900 auf 244 915 am Ende März 1901 gestiegen. Die Bahl Genossinnen sich hieran zu beteiligen und in den in der bayrischen Oberpfalz follte eine socialdemokratische Ver- der weiblichen Mitglieder der angemeldeten Organisationen betrug bekannten Stellen einzufinden. Die Vertrauensteute. fammlung stattfinden. Der Wirt des Lokals, das dazu gemietet Ende März 10 123.95 and a hou worden war, wurde zum Magistrat bestellt und dort wurde ihm Bum Stahlarbeiterstreik in Amerika. Den bent vorliegenden eröffnet, wenn er sein Lokal zu der Versammlung hergebe, werde telegraphischen Meldungen zufolge soll der allgemeine Ausstand der der Pfarrer bon der Kanzel berkünden, daß Arbeiter aller zum Stahltrust gehörenden Werte am Sonnabend be niemand mehr in seine wirtschaft geben dürfe. ginnen. Die Carnegie- Werte sollen jedoch nicht vom Streit be. Die Kanzel soll ja angeblich nur gottesdienstlichen Zwecken dienen. troffen werden. Totenliste der Partei. In Lübeck starb nach längerer Krankheit der Parteigenosse Johann Knorr. Der Verstorbene war einer von denen, die, wenn es galt, der Partei zu dienen, stets auf dem Posten waren; bis zum Eintritt seiner Krankheit hat er unermüdlich gewirkt und gekämpft für eine bessere Zukunft, war er ununterbrochen thätig für die Partei- und Gewerkschaftsbewegung Seit langen Jahren gehörte er der Partei und Gewerkschaft, jo vie bis zur Auflösung des Arbeiter- Bildungsvereins auch diesem an. Kongreß der französischen Arbeiterpartet. Die französische Arbeiterpartei( Guesdisten) hält ihren diesjährigen 19. Jahreskongreß vom 14.- 17. September in Roubaix ab. Der Nationalrat hat vorläufig folgende Tagesordnung aufgestellt: Die Bereinigung der revolutionären Socialiſten und die Barlamentswahlen von 1902. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Berliner Partei- Angelegenheiten. " " W Dritter Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den 11. August: Familien- Ausflug nach Friedrichshagen( Restaurant Ravensteiner Mühle). Rege Beteiligung erwünscht. Der Vorstand. " Der Einberufer. Die Parteigenossen von Tempelhof- Mariendorf und Um gegend werden hiermit auf die in Tempelhof am Freitag, den 9. August, abends 812 Uhr, im Lokale des Herrn Hollwig, Berlinerstraße 80, stattfindende öffentliche Boltsversammlung für Männer und Frauen ganz besonders aufmerksam gemacht. Stadtverordneter Die Organisation der Landarbeiter in der Provinz Paul Hirsch aus Charlottenburg wird in dieser Versammlung Brandenburg. einen Vortrag über: Der geplante Raubzug auf die Taschen des Der vorjährige Parteitag der Provinz Branbenarbeitenden Boltes" halten. burg beschloß nach eingehender Beratung der Frage: Parteigenossen, feit vielen Jahren ist dieses die erste öffentliche organisieren sich die Landarbeiter", folgende Re- Voltsversammlung, welche in unfrer Ortschaft stattfinden soll. Es solution: 1. Fragebogen über die ökonomische Lage braucht wohl nicht erst gesagt werden, daß demzufolge sowie der der Landarbeiter und Kleinbauern bei der Agitation intereffanten Tagesordnung wegen ein jeder Parteigenosse nunmehr und 2. für zu benutzen, eine Organisation, ins auch die Pflicht hat, für regen Besuch zu agitieren. besondere der Landarbeiter und Kleinbauern in jeder Weise Branche eine wirtschaftliche Organisation vorhanden ist, den Anschluß heute abend stattfindende Flugblattverteilung gegen den Brott wirksam zu sein. Es empfiehlt sich, den Arbeitern, für deren Schöneberg. Die Parteigenossen werden nochmals auf die an diese, insbesondere an den Verband der Fabrik-, Land- und wucher aufmerksam gemacht. Die Ausgabe der Flugblätter erfolgt Hilfsarbeiter Deutschlands" vorzuschlagen. Außerdem ist es für den 1. und 2. Bezirk bei Ständer, Hohenstaufenstraße 80; dringend erforderlich, besonders die Land 3. und 4. Bezirk bei Schilling, Kyffhäuserstr. 16; 5. und arbeiter und Kleinbauern in politischen Vereinen 11. Bezirk bei Krüger, Grunewaldstr. 110; 6. Bezirk bei Zur Tarifbewegung der Bauanschläger. Am Dienstag mögen dieselben einen Namen tragen, welchen Hoppe, Merseburgerstr. 7; 7., 8., 12. d 16. Bezirk bei Lade, wurde in einer Bersammlung berichtet: Die Meister, die selbst einen sie wollen zusammenzufaffen und diese Ver- Siegfriedfir. 9; 9. und 10. Bezirk bei Hauser, Sedanstr. 31; specialisierten Tarif ausgearbeitet haben und ihm Anerkennung vereinigungen zu centralisieren." 18. Bezirk bei MoII, Sponholzstr. 34; 14. und 15. Bezirk bei fchaffen wollten, ohne mit der Gehilfenkommission über den von Mit dieser in wenigen Sägen festgelegten Resolution batte man Büschel, Guglowstr. 9. dieser ihnen präsentierten Tarif zu verhandeln, haben immer noch der Brandenburger Agitationstommission" eine nichts zur Durchführung ihrer Absicht gethan. Nirgends hatten sie Herkulesarbeit übertragen, die um so schwieriger zu leisten war, als bis zum Dienstagabend verlangt, daß nach ihrem neuen Tarif fich der wirtschaftlichen Lage und der Zurückhaltung jener Leute ent gearbeitet werden solle. Seitens der Gehilfen ist auf Anraten des sprechend, bisher nur schwer eine Verbindung irgend welcher Art Die Grabstätte unsres unvergeßlichen Liebknecht war an Ausschusses der Gewerkschaftskommission Gewerbegerichts- Direktor herbeiführen ließ. Wenn nunmehr doch erfreuliche Erfolge nach seinen ersten Todestage der Wallfahrtsort zahlreicher Genossen, die b. Schulz angegangen worden, eine Verhandlung vor dem dieser Richtung hin zu verzeichnen sind, so ist es in erster teils im Auftrage, teils aus freiem Antriebe den großen Toten Einigungsamt zu ermöglichen. Im Falle des Mißlingens Linie der praktischen Thätigkeit unsrer Genossen in der Proving zu Mertzeichen ihrer Dankbarkeit in Form von Kranzspenden widmeten. der Einigung soll, darin waren stch alle einig, der danken, die, immer mehr von dem Bewußtsein erfüllt, Schon in frühester Morgenstunde hatten die Vertreter der ParteiBeschluß vom Sonntag, für den eignen Tarif durch Streit durch persönliches Eingreifen die so notwendige Aufklärungsarbeit genossen von Berlin und Umgegend einen Riesenkranz niedergelegt einzutreten, schleunigst durchgeführt werden. Man hofft, daß sich selbst zu leisten, viel in dieser Beziehung beigetragen haben. Aber mit der Aufschrift: Dein letztes Wort gilt auch für uns. Immer auch die Nichtorganisierten zahlreich beteiligen werden. Da Herr auch die Hilfe der Berliner Parteigenossen, die sich hauptsächlich in der Offensive, niemals in der Defensive." Die Arbeiterbildungsv. Schulz den Bescheid, ob die Meister überhaupt vor dem Einigungs- finanziell bethätigte, hat die Kommission in den Stand gesetzt, durch schule, deren Begründer der Verstorbene bekanntlich gewesen, spendete amt verhandeln wollen, für Mittwochnachmittag in Aussicht gestellt Entfendung von Referenten und Lesematerial, wie Broschüren, Bet ihrem vergeßlichen Wilhelm Liebknecht" ein fostbares Blumenhat, so wurde beschlossen, daß spätestens Donnerstagabend eine be- tungen, Flugblätter 2c. agitatorisch zu wirken. arrangement. Auch die Redaktion des Vorwärts" hatte ihres, unvergeßschließende Versammlung stattzufinden habe. Ferner wurde folgender Um die ökonomische Lage der für uns in Betracht lichen Kämpfers" gedacht. Von gewerkschaftlicher Seite hatte u. a. der Antrag angenommen: Die Kommission ist verpflichtet, sich auf kommenden Landbevölkerung wirklich fennen zu lernen, wurde seitens Verband der Barbiergehilfen, Zweigverein Berlin, den Toten durch feinen Fall länger hinziehen zu lassen. Sie wird ermächtigt, zu ver- der Kommission ein Fragebogen entworfen, dessen Beantwortung einen Kranz mit den Worten Den Toten zur Ehr', den Lebenden langen, daß eine eventuelle Einigungsverhandlung spätestens Freitag- neben dem nicht zu unterschätzenden statistischen Material ein Spiegels zur Lehr geehrt. Aber fast noch mehr als diese offiziellen Kranzvormittag stattfindet." bild der so traurigen, abhängigen Lage dieser Kreise bieten soll. Es spenden legten die vielen Blumentöpfe und Sträuße, die unbekannte soll den Genossen, die eine Anknüpfung auf dem Lande suchen, eine Hände am Grabe aufgespeichert hatten, Zeugnis davon ab, daß das Proletariat sich seiner Vorkämpfer stets in Liebe und Dankbarkeit Handhabe zur Agitation bieten. erinnert. Deutsches Reich. Generalstreik der Fiaschenmacher. In den letzten Tagen haben wieder in verschiedenen Centren der Glasindustrie imposante Volksversammlungen stattgefunden, die den Streikenden ihre Sympathie bekundeten. Auf der andren Seite find auch die Fabrikanten nicht müßig in Versuchen, die Stimmung des Publikums durch Zeitungsartitel für sich zu gewinnen. Sie tischen den Lesern der unternehmerfreundlichen Blätter die schon so oft verbreitete Legende auf, wonach der Streit den Fabrikanten aufgezwungen sei und die Arbeiter zu teinen Verhandlungen bereit wären. Es erübrigt fich, auf diese schon so oft widerlegten, der Wahrheit ins Gesicht schlagenden Aeußerungen näher einzugehen. Sie gewinnen ja doch nicht an Glaubwürdigkeit, auch wenn sie von einzelnen Unternehmern und den ihnen dienstbaren Organen noch so oft wiederholt werden. Höchstens wird dadurch die Verlegenheit befundet, in welche die Unternehmer, indem sie durch ihr starrköpfiges Verhalten gegen die Arbeiter den Generalstreik verursacht haben, geraten sind. In Verlegenheit sind die Fabrikanten in der That schon, denn allerorts macht sich bereits ein Mangel an Flaschen bemerkbar. Die Gerresheimer Glashütte fauft, wie ber lautet, gebrauchte Weinflaschen mit 12-15 3f., fie nach vollzogener Reinigung wieder als neue Ware in die Welt zu schicken, bloß damit die Kundschaft doch einigermaßen, wenn auch mit Schaden für die Fabrit, befriedigt wird. Ein günstiges Zeichen für die Wirkung des Streits. um Die weitgehende Fürsorge, welche die Polizei den Streifbrechern in den Siemensschen Glasfabriken in Dresden und Döhlen zu teil werden läßt, ermutigt die Arbeitswilligen, den Streifenden mit unglaublicher Frechheit zu begegnen, wie ein Vorfall beweist, den die Sächs. Arb.- 8tg." folgendermaßen schildert: Ein charakteristischer Vorfall trug sich in der Nähe der Kantine der Glasfabrik zu. Dort standen einige Streifende ganz ruhig, als etliche Arbeitswillige mehreremal provozierend an ihnen vorüber zogen, dabei laut schreiend einen bekannten Gassenhauer etwa in folgender frecher Weise variierend: Wir sind Streifbrecher Von Friedrich Siemens, Wir leben und sterben Für Friedrich Siemens. Daß wir Streifbrecher sind, Das weiß ein jedes Kind. uit. Die Fragen lauten folgendermaßen: Ort:. Einwohnerzahl:... Sind Fabrikarbeiter, Bergarbeiter, gewerbliche Arbeiter, Erdarbeiter, Ländliche Arbeiter am Ort? Welche Art ländlicher Arbeiter giebt es dort? Kontraktarbeiter, Justleute, Einlieger, Deputanten, Gutstagelöhner, Wander arbeiter? Lokales, " Bundesgenossen im Milchkriege. Die Führer der märkischen Milchproduzenten rühmen fich, für ihren Kampf gegen die Berliner Milchhändler einen Bundesgenossen gefunden zu haben. In einem an die Milchbauern der Mark gerichteten Aufruf sagen sie: Unser Herr gott meint es gut mit den märkischen Bauern, darum schickte er die Trockenheit ins Land, so daß von einem Milchüberschuß in diesem Wie sind die Baufen?... Herbst und im nächsten Jahre nicht die Rede sein kann". Giebt es dort Kofsäthen, Kleinbauern? Sind Frauen beschäftigt, Kinder, Ausländer, Soldaten? Wie lang ist die Arbeitszeit? Wie sind die Wohnungen? Schlafen verschiedene Familien zusammen? Wie steht es mit dem Essen? Wie mit dem Deputat? Wie mit der Behandlung, mit der Erholungszeit, mit der Ausgehzeit, insbesondere auch für das ländliche Gesinde?.. Welche Art Lohn wird gezahlt? Geldlohn? Accordlohn? Naturallohn? Freie Wohnung? Wie lang ist die Dauer des Vertrages? Wie hoch ist der Lohn? Warum Den Herrgott zu bemühen und ihn zum Bundesgenossen zu machen, das ist nun einmal im Kriege üblich. follte es im Milchkriege anders sein? Gewöhnlich wird der Herrgott sogar von beiden friegführenden Parteien als Bundes genoffe reflamiert. In diesem Punkte gleicht allerdings der Milchfrieg doch nicht völlig einem echten und rechten Striege; denn diesmal verzichtet die eine Partei, die der Milchhändler, von vornherein auf die Hilfe Gottes. Uebrigens wird wahrscheinlich auch mancher märkische Bauer über den Bundesgenossen im Himmel nicht Wie ist für die Fälle von Krankheit gesorgt? Ist ländliche sehr erfreut sein. Die Trockenheit, die vom Herrgott speciell um der Strankenversicherung eingeführt? Wie steht es mit der Unfallfürsorge? Wie steht es mit der Sorge für das Alter? Besonderheiten, insbesondere in Bezug der Nieselgutsarbeiter:... Welche Zeitungen werden gelesen? Ist die" Fackel" verbreitet? Bestegen Vereine? Bolitische?... Welcher Art? Gewerkschaftliche? Sind Versuche zur Organisation gemacht worden?. Haben Versammlungen stattgefunden? Stehen die Lokale uns frei? Besondere Bemerkungen. In einen allgemein verständlichen Anschreiben wird auf die Art und Weise der Austeilung, Ausfüllung und der Ginsammlung dieser Fragebogen hingewiesen, eine Arbeit, die, in dieser Form ausgeführt, die Kommission in den Stand sehen dürfte, zu Beginn des neuen Jahres mit dem gesichteten Material in die Oeffentlichkeit zu treten. märkischen Bauern willen ins Land geschickt worden ist, hat für den Landwirt doch auch noch andre Folgen als die, daß die Milch knapp wird und den Milchverteuerern die Ausführung ihrer Pläne er leichtert wird. Auf diese andren, viel weniger angenehmen Folgen weisen die Landwirte dann hin, wenn es darauf ankommt, neue Liebesgaben für die Landwirtschaft herauszuschlagen. Dann laffen fie aber auch den Herrgott aus dem Spiel. Oder sie versichern dann wenigstens nicht, daß er es gut mit den Bauern gemeint habe, als er ihnen die Trockenheit schickte. Die Berliner Milchhändler suchen, wie gesagt, ohne dent Sie Herrgott und seine Bundesgenossenschaft auszukommen. glauben seinen Beistand auch gar nicht zu brauchen. Jm Kampfe mit den Milchproduzenten erwarten sie Hilfe von einem andren Bundesgenossen, gegen dessen Macht niemand ankann. Er heißt: die Not! 0 sumenten teurer werden muß, wenn die Pläne der märkiEs ist klar, daß die Milch für die Berliner Kons schen Milchproduzenten gelingen. Die Preissteigerung würde aber Weiter richtet die Kommission das Augenmerk der Genoffen auf sehr bald einen Rückgang des Verbrauchs zur Folge die Notwendigkeit, die Organisationen auf dem platten Lande haben, der für die Produzenten, wenn er zu weit geht, nicht durchzuführen. Die Milch ist zwar fein Zurusartikel, auf den man ohne Schaden verzichten Es gehört wirklich ein hoher Grad von Schamlosigkeit dazu, in den ein Bericht über den Fortschritt der Organisation weniger unbequem werden müßte, als für die Händler. Es gehört wirklich ein hoher Grad von Schamlosigkeit dazu, in den Kreisen reip. einzelnen Bezirken soll der Kommission bis lönnte, sondern ein durchaus notwendiges und wichtiges Nahrungswenn Leute, die ihren Arbeitsbrüdern bewußt in den Rüden fallen, Oktober übermittelt werden. mittel. Für die Säuglinge, soweit sie nicht mit der Brust fich noch in so frecher Weise mit ihrem schändlichen Thun brüsten Damit dürfte man endlich einmal der für die Socialdemokratie genährt werden, ist sie sogar lange Zeit das einzige Nahrungsund ihre einstigen Kollegen auf solche Art belästigen und verhöhnen. fo wichtigen Frage, die Landarbeiter und Kleinbauern mittel und darum im weitesten Sinne des Wortes ut Das tennzeichnet so recht den Charakter der arbeitswilligen Glemente, für unsre Ideen zu gewinnen, ernstlich näher getreten entbehrlich. Dennoch find große Kreise der Bevölkerung Auf solche Rausreißer kann das Unternehmertum stolz sein. gezwungen, auch die Milch, sobald ihr Preis steigt, als Lugusartikel an betrachten und entweder die Menge des Milchverbrauches einr zuschränken oder sich mit minderwertiger Milch zu begnügen. Die Milchhändler hoffen, der unvermeidliche Rückgang des Verbrauchs werde die Milchverteurer rasch zu der Einsicht bringen, daß ihre Bäume nicht in den Himmel wachsen können. Wir glauben in der That, daß die Milchhändler, wenn es möglich wäre, den Preis der Milch noch weiter zu erhöhen, ohne dadurch eine fühlbare Vers minderung des Verbrauches herbeizuführen, das selber längst gethan hätten; denn natürlich haben auch sie vor allem den Wunsch, mög lichst viel zu verdienen der einzige Gedante, in dem sie sich mit den Milchproduzenten begegnen. Klempner. Wie die Düsseldorfer Boltsztg." berichtet, find die Klempner der dortigen Eisschrank- und Badewannenfabrit von Math. Werner am Montag in den Ausstand getreten. Sie ersuchen um Fernhaltung des Zuzugs. sein. Bringt man durch diefen Fragebogen und den sich daraus er gebenden Verbindungen das Verständnis der Landleute für ihre ökonomische Lage mit unfren Bielen und Forderungen in das richtige Gleichgewicht, dann unterliegt es feinem Zweifel, daß sich unsre Ideen in den kleinsten Orten der Provinz behaupten werden. Die internationale Stahlarbeiter- Konferenz, welche im September in Solingen stattfinden sollte, wird voraussichtlich Zur Lokalliste. Den Mitgliedern der Lokalfommission Berlins, auf nächstes Frühjahr vertagt werden müssen. Wie die Bergische besonders aber denen der Umgegend zur Kenntnis, daß am Sonntag, Arbeiterstimme" mitteilt, zögern die Engländer mit der Beschichung den 18. August, die nächste Lotalliste erscheint. Wir ersuchen daher, einer allgemeinen Konferenz und schlagen vorläufig eine specielle Henderungen resp. Neu Aufnahmen bis spätestens Montag, den Zusammenkunft des Messerschmiedegewerbes vor. Da außerdem 12. August, einsenden zu wollen. Für Teltow- Beestow an R. Breßler, nur aus Destreich und Deutschland einige Meldungen vorliegen, Rigdorf, Biethenstr. 69. Für Nieder- Barnim: Baul Kette, Friedrichs so dürfte der Wert dieser Aussprache nicht die gewünschten felde, Lichtenberger Prinzen- Allee 20a. Für Potsdam- Osthavelland: Für die Konsumenten ist das, was die Zuversicht der Hoffnungen erfüllen. Ob sie willig für Die übrigen Orte an Milchhändler bildet, ein recht schlechter Trost. Zur Begründung dieses ablehnenden Albert Neue, Spandau, Jagowstr. 9. Verhaltens teilt der Sekretär Genosse Hobson Sheffield mit, Gustav Stein, Wriezen a. D., Frankfurterstraße 82. Für die Milch den höheren Preis zahlen, den die Produzenten und die daß die Verständigung über Lohnfragen bei der Verschiedenheit Berlin find die Zuschriften an den Obmann Karl Scholz, Händler ihnen bestimmen oder ob sie ihren Verbrauch nach Quantität der Arbeitsmethode und Benennung der Sorten und Vorrichtungen Wrangelftr. 110, zu richten. Spätere Einsendungen können nicht wie nach Qualität einschränken: in jedem Falle find sie für alle Berufe zu schwierig fei. Das Centralfomitee wird sich mit berücksichtigt werden, da Nachträge nicht mehr statt die Geschädigten. Daß auch die Einschränkung des Verbrauchs der eventuellen Bertagung der Konferenz des näheren befassen. finden. Die Genossen werden ersucht, hiervon Notiz zu nehmen. eine Schädigung der Konsumenten bedeutet, das mag nicht jedem flar fein, aber es ist dennoch so. Man darf im voraus behaupten, Aus dem Leben der gefiederten Welt. Daß alte frante, I begleitenden Schußmann zur Hilfe geeilt wäre. In furzer Zeit war daß eine weitgehende Verteuerung der Milch und eine dementsprechende wie zu spät ausgekommene, zur Reise unfähige junge Störche auf der Brand gelöscht und jede Gefahr beseitigt. Einschränkung des Milchverbrauches die Kindersterblichteit Beschluß nach Kommando vor der Versammlung getötet werden, ist in Berlin, die ohnedies erschreckend groß ist, noch beträchtlich erwiesene Thatsache. Daß Spaßen unter Umständen Aehnliches zu 21/4 Uhr sahen Bassanten des Elisabeth- Ufers vor dem Hause Nr. 42 Unfall oder Selbstmord? In der Nacht zum Mittwoch gegen steigern würde. Die Gemeinschädlichkeit der Milchvertenerungs- thun fich anschicken, war gestern auf dem alten Sophien- Kirchhofe an einen älteren Mann ins Wasser fallen. Ob er sich in selbstbestrebungen würde darin mit greifbarer Deutlichkeit zu Tage treten. der Bergstraße zu konstatieren. Den hinteren Teil desselben an der Seite haben. usd ni sh of siut nd geworfen worden. Auf das Angstgeſchrei des Männchens: " blieben ohne Erfolg. Den Milch verteuerern ist das natürlich sehr gleichgültig. Bernauerstraße bildet ein Wäldchen aus Fliederbäumen mit Eſchen mörderischer Absicht hineinstürzte, oder durch einen Unfall hineinWas geht es sie an, ob künftig in Berlin in jedem Jahre noch ein und einigen andern Hölzern durchsetzt, auf denen sich Spazzennester, geriet, konnten sie nicht beobachten. Es gelang zwar, den Unterpaar Tausend Kinder mehr als sonst zu Grunde gehen! Sie dürfen die bekanntlich immer sehr lieberlich gebaut sind, befinden. Eines gegangenen nach einigem Suchen aus dem Kanal wieder herausfich ia darauf berufen, daß sie sogar den Herrgott auf ihrer derselben, in dem sich Junge befanden, war vom Winde herabzuholen, er war aber bereits tot, und alle Wiederbelebungsversuche " steh! steh! fieh!" eilten sofort alle Spaßen aus der Um- Von einem Pferd erschlagen wurde vorgestern der 84 Jahre Die Apothekenbefizer an der Arbeit. Einen ihrer würdigen gebung herbei, stürzten sich auf das Rest, hieben auf die alte, aus Feldberg gebürtige Rentner Friedrich Friese, ein früherer Geniestreich haben die Apothekenbefizer foeben ausgeführt. Schon darin liegenden Sungen ein, gingen den zeternden Alten Rittergutsbefizer, der zuletzt im Ruhestande bei seinem Entel auf in der letzten Bersammlung in der Ressource wurde mitgeteilt, daß zu Leibe, ballten sich mit gespreizten Flügeln zu Klumpen einem Gute bei Paulinenaue lebte. Als der Enkel ein junges Pferd Anstrengungen gemacht wurden, den Gehilfen des Apotheker Lutter und rutschten wie rasend an dem Stamm des Baumes, vornahm, ging ihm der alte Herr mit seinem Rat für die Behand in Potsdam, der zum Aerger der Berliner Apotheker die Charlotten- der das Nest getragen, hin und her. Es waren ihrer mehrere lung zur Seite. Hierbei wurde er von dem Tier umgerannt und burger und Schöneberger Kaffenmitglieder mit Arzneien zu den Hundert, die sich an der Unglücksstätte versammelt hatten. Erst nach durch mehrere Hufschläge gegen den Kopf so schwer verlegt, daß er gewünschten Bedingungen versorgt, gegen seinen Prinzipal aufzu- etwa einer halben Stunde beruhigte sich die erregte Gesellschaft bald darauf in einem Berliner Krankenhaus, wohin man ihn hezzen und ihn zum sofortigen Verlaffen seiner Stelle zu veranlassen. etwas, faß aber noch lange, die Blide dem Nestklumpen zugewandt, schleunigst brachte, seinen Geist aufgab. Die Leiche wird nach der In zahlreichen anonymen Briefen wurde er in allen Tonarten auf- an den nächsten Bäumen. Der Arbeiter des betreffenden Reviers Heimat des Verstorbenen übergeführt werden. geftachelt, nicht länger im Dienste dieses Mannes zu bleiben, übte Samariterdienste an den Jungen, die indes bald verendeten. der" den vereinigten Bestrebungen zur Hebung des Standes" Bei der Arbeit verunglückt ist der 26 Jahre alte Dachdecker Durch ein Versehen ist in unserer gestrigen Nummer in der Gerhard Förster aus der Rügenerstraße 17. Auf dem Dache des schnöde in den Rücken gefallen fei. Es wurde ihm zugesagt, Rubrik Lokales durch ein unrichtiges Aneinanderfügen des Sazes ein Hauses Pantstraße 24 mit Ausbesserungsarbeiten beschäftigt, stieß er daß die Berliner Apotheker ihm dafür eine andre, angenehme und böses Durcheinander hervorgerufen. Der Schlußabsatz zu der Notiz das Gefäß mit Theer um, stolperte darüber und zog sich am Gesicht gut salarierte Stellung sicher besorgen würden usw. Ein derartiges Schreiben fiel auch in die Hände des Herrn Lutter; aber er glaubte, Geschäftsmann" hinaufgerückt werden. Hoffentlich urteilen nicht alle einem Lückschen Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden Ein gefährlicher Fabrikbrand" mußte zu der Notiz Ein pfiffiger und der rechten Schulter so schwere Verlegungen zu, daß er mit daß sein langjähriger Mitarbeiter nicht darauf reagiere, da er ihm Leser wegen des technischen Fehlers so hart über die Redaktion mußte. versicherte, ein solches Geschreibsel tömme ihn nicht beeinflussen, au- als es in einer Reihe„ liebenswürdiger" Zuſchriften geschah. mal Herr Lutter Anstalten traf, noch einen oder zwei weitere Ge Als Leiche aufgefunden worden ist die frühere Verkäuferin Hilfen zu engagieren. Aber schließlich muß es doch den Brief- Die vernagelten Schießschatten! Die Bedeutung der Schieß- Bertha Albrecht, die seit einigen Tagen vermißt wurde. Sie hat schreibern gelungen sein, diesen Herrn Hinke umzustimmen. Und zwar scharten in den Thüren der neuen Alexanderkaserne in der Prinz sich im Wannsee ertränkt. entschloß sich derselbe, nicht nur selbst aus dem Geschäft zu ver- Friedrich Karlstraße ist von dem Publikum allem Anschein nach verschwinden, sondern er veranlaßte durch verschiedene Redereien fannt worden, so daß sich die Garnisonverwaltung veranlaßt gesehen Auf dem Wege zum Krankenhause gestorben ist der 56 Jahre auch Herrn Lutter, einem schon engagierten Gehilfen telegraphisch hat, besondere Maßnahmen zu treffen, um die viel besprochenen alte Droschkenkutscher Friedrich Hoffmann aus der Skalizerſtr. 133, der bei dem Fuhrherrn Stremit in der Köpnickerstr. 62 beschäftigt wieder abzuschreiben. Darauf blieb er am Dienstagmorgen aus, Löcher" der Kafernengebäude den Civilisten theilweise unsichtbar zu fo daß sich Herr Lutter ganz allein mit einem Gehilfen im Geschäft machen. Die Straßenpassanten benugten nämlich die Schießscharten war. Seit drei Jahren herzleidend, wurde er gestern auf dem sah. Dadurch, so hatte man faltuliert, wird Lutter außer stande als Gucklöcher, um durch diese in die Geheimnisse des Kasernen- Kutschbock vom Schlage gerührt. Berufsgenossen brachten ihn nach sein, die aus Potsdam, Charlottenburg und Schöneberg bei ihm ein- Hofes einzudringen. Dagegen ist nun, wie bekannt, die Militär- Hause und von dort wollte ihn seine Frau mit der Droschke dem treffenden zahlreichen Rezepte zu bewältigen. Aber es wurde bald verwaltung sehr empfindlich, und da es selbst den Bosten nicht Strankenhaus am Urban zuführen. Beim Verlassen des Wagens Rat geschafft. Ein älterer Apotheker, der zwar schon seit Jahren möglich war, die Neugierigen immer in respektvoller Entfernung zu brach er zusammen und starb auf der Stelle. nicht mehr hinter dem Rezeptiertisch gestanden, aber auch mit den halten, so hat man schließlich kurz entschlossen die Klappe zugemacht, Gram über den Verlust ihres Mannes hat die 56 Jahre Arzneiwucherern nicht an einem Stricke zog, fuhr fofort nach Pots- die Löcher find mit Blech vernagelt. Nur die oberen, an die das alte Witwe des Schlächtermeisters Bijold aus der Thaerstraße 43 in dam und stellte sich Herrn Lutter bis auf weiteres zur Verfügung, profane Auge des Civilisten nicht heranreichen kann, sind ihrem den Tod getrieben. Bisold starb, nachdem er längere Zeit getränkelt und mit seiner Hilfe wurden alle eingegangenen Rezepte pünktlich eigentlichen Zweck erhalten. hatte, vor vier Wochen. Seine Frau, die mit ihm in langer glückbesorgt und auch dieser feine Plan der Herren Schade und Konsorten Was ein Häkchen werden will... Die Kriminalpolizei licher Ehe gelebt hatte, konnte den unerfeßlichen Verlust nicht verzu Schanden gemacht. hat vorgestern nach dem Moabiter Untersuchungsgefängnis vier winden. Von Tag zu Tag wurde sie tiefsinniger und schließlich legte Wie man bei Hofe trauert. Der Ober- Ceremonienmeister Burschen im Alter von 13 bis 20 Jahren eingeliefert, die geständig fie Hand an sich, um sich durch den Tod wieder mit dem schmerzlich Graf Eulenburg hat folgende Anordnung erlassen: find, in 21 Fällen bedeutende Diebstähle und Einbrüche Vermißten zu vereinigen. Die Damen tragen in den ersten sieben Wochen, bis einschließ- verübt zu haben. Der Arbeitsbursche Erich Krone, der 13jährige Ein Straßenraub, der am Montagabend in der Nähe des lich den 23. September, schwarze wollene hohe Kleider, Handschuhe Schulknabe Albert Lehmann, der 15jährige Arbeitsburiche Kuchen- Marine- Panoramas am Lehrter Bahnhof verübt wurde, beschäftigt von schwarzem Leder( nicht glacé), schwarze Fächer und den Kopf- bäcker, Mainzerstr. 2 und Otto Schmidt hatten sich im vorigen Monat die Kriminalpolizei. Der Schlächtergeselle Paul Hoffmann, der bei putz von schwarzem Krepp. Dieser Kopfputz besteht in den ersten drei zu gemeinsamen Raubzügen durch Berlin vereinigt. Krone, der dem Meister Wagner in der Flemmingstraße 11 beschäftigt ist und Wochen, bis einschließlich den 26. August, aus einer tiefen Flebbe mit ungeachtet seiner 15 Jahre schon zweimal wegen Diebstahls be- wohnt, ging um 5 Uhr nachmittags aus, um Berwandte zu besuchen. ganz kleiner Spize und breitem Saume, einer Haube mit gesäumten straft ist, war der Führer der jugendlichen Bande. Bei ihrer ersten Als er sich auf dem Heimwege abends gegen 9 Uhr am WilhelmsStrichen und zwei Schleiern, einem langen, welcher zurückgesteckt ist und bis Diebesfahrt brachen sie in der Frankfurter Allee 185 in die Wohnung Ufer befand, tauchten in der Nähe des Marine- Panoramas plößlich zur Erde hinabreicht, einem kürzeren, um damit das Gesicht zu be- eines Kaufmanns M. ein und entwendeten für 150 M. Gold- vier Kerle vor ihm auf, von denen ihn drei von vorn anfielen, decken; in den nächsten zwei Wochen, bis einschließlich 9. September, ia chen, sowie einen Steuerzettel, welchen sie als Legitimation während der vierte ihn von hinten packte und festhielt. Der Ueber aus einer Kleineren Flebbe mit längerer Spige und schmalerem beim Verseßen der gestohlenen Gegenstände benutzten. In der fallene rief um Hilfe, aber bevor jemand dazu tam, hatten ihm Saume und nur dem langen Schleier; in den darauf folgenden Fruchtstraße stahlen die Burschen eine Flasche Rotwein, am Weiden- die Wegelagerer bereits seine filberne Remontoiruhr mit einer Wochen, bis einschließlich 28. September, aus einer kleinen Flebbe weg schlugen sie ein Schaufenster ein und entwendeten ein wert- filbernen Schafenkette, einen goldenen Siegelring mit rothbraunem mit langer Spize. volles Buch. Bei ihrem zweiten Raubzug stahlen sie aus Stein und den Spazierstock entrissen und mit der Beute das Weite In der zweiten Hälfte der Trauer, und zwar sechs Wochen einem Garderobengeschäft in der Frankfurter Allee einen Anzug, gefunden. Yang, bom 24. September bis einschließlich den 5. No- dem ihnen bekannten Sohn des Grünframhändlers Hinze er einem Lieferanten bringen vember erscheinen die Damen in schwarzseidenen Kleidern nahmen sie 52 Mark ab, die und nehmen dazu während der ersten drei Wochen den Kopf- follte. Der fünfzehnjährige Kuchenbäcker stieß aus Uebermut am Ecke Naunynstraße und Adalbertstraße eine 70jährige pug von glattem schwarzen seidenen Flor mit gesäumten Strichen, Engelufer einen 8jährigen Schulknaben in den Landwehrkanal. Ein Frau. Dieselbe erlitt anscheinend schwere Verlegungen. Nachdem schwarze Handschuhe( glacé), schwarze Fächer und schwarzen Schmuck; Arbeiter rettete den Knaben vom Tode des Ertrinkens. St. jedoch ihr auf der Unfallstation in der Adalbertstraße die erste Hilfe zuteil in den darauf folgenden zwei Wochen, in welchen auch schwarze entkam. In der vorigen Woche mun suchte sich die junge Räuber- geworden, wurde sie vermittelst Krankenwagens in das Krankenhaus Sammetkleider getragen werden dürfen, erscheinen sie mit weißent bande einen neuen Zweig ihrer Thätigkeit. Sie verlegte sich auf Stopfput, hellgrauen Handschuhen, weißen Fächern und Perlen; erst Badediebstähle. In der Badeanstalt der Gebr. Krüger, Auerbach, in der dreizehnten Woche können sie zu hellgrauen Handschuhen Stralauer Allee, in Rummelsburg usw. entwendeten sie eine große bunten Kopfput, bunte Fächer und Juwelen nehmen. Anzahl Portemonnaies mit zusammen etwa 50 M. Geld, dem Bademeister Die Herren, welche Uniform tragen, nehmen für die ganze Ewert stahlen sie aus einem Aufbewahrungsraum zwei Geldtaschen Zeit der Trauer einen Flor um den linken Oberarm, in den mit 6 Mart barem Geld. Zuletzt wandten sich die Burichen nach ersten sieben Wochen erscheinen sie mit beflorten Achselstücken, Lichtenberg. Hier gelang es schließlich dem Gendarmen Meier, Krone Epauletten, Agraffen, Kordons, Portepecs, die Kammerherren mit zu verhaften. S. verriet mum seine Gefährten und diese wurden alle beflortem Schlüssel; diejenigen, welche nicht dem Militärstande an- drei in der Auerbachfchen Badeanstalt festgenommen, als sie dabei Ungeachtet des Beigehören, tragen für die ganze Zeit der Trauer zum gestickten Rock waren, Badegästen die Taschen zu vijitieren. bei großer Gala schwarze Kniehosen, schwarze seidene Strümpfe, in feins von Beamten erhielten die Burschen von den empörten Badeden ersten sieben Wochen schwarze wollene Westen, Schuhe mit gästen vorerst eine tüchtige Tracht Prügel. Nach ihrer Vernehmung schwarzen Schnallen, Degen mit schwarzer Scheide und schwarze im Lichtenberger Amtsgefängnis sind sie nun nach Moabit in Handschuhe, in den letzten sechs Wochen schwarze seidene Westen, Untersuchungshaft gebracht worden. Schuhe mit blanken Schnallen und Degen mit weißer Scheide und Eine Dicbesjagd rief vorgestern im Norden der Stadt einige zur gestickten: Uniform weiße Handschuhe; zur halben Gala Aufregung hervor. Ein junger Mann stahl in dem Hause Bergstr. 48 die gold beziehungsweise filberbordierten Beinkleider von ein Fahrrad und machte den Versuch, es in dem Nebenhause Nr. 42 der Farbe der Uniform und in dem einen wie in dem andren zu versezen. Als der Inhaber der Pfandleibe ihn bat, einen AugenFall den gold- beziehungsweise filberbordierten Hut mit blick zu warten, witterte er Unheil und fuhr davon. Verfolgt, ließ weißer Feder; zur kleinen Uniform dagegen schwarze Unterkleider er das Rad im Stich, indem er es an der Ecke der Acker- und ( beziehungsweise Kniehosen), schwarze seidene Strümpfe, Schuhe mit Bernauerstraße hinwarf, lief in ein Eckhaus hinein, fletterte über die fchwarzen Schleifen und Hut mit schwarzer Feder und nehmen dazu Hofmaner nach dem Grundstück Vernauerstr. 109 hinüber und glaubte sowie zum Civilanzuge in den letzten sechs Wochen hellgraue Hand- von hier aus weiter kommen zu können. Ein Radler, der die Verschuhe. folgung des flüchtigen Diebes aufgenommen hatte, überfuhr an der Die Herren, welche nicht Uniform tragen, erscheinen während Ecke der Bernauer- und Hussitenstraße einen fleinen Jungen. Der der ganzen Trauerzeit mit einem Flor um den linken Oberarm; nabe mußte mit einem gebrochenen Bein in das Lazaruskrankendiejenigen, welche das vorgeschriebene Hofkleid von schwarzem Tuch haus gebracht werden. Trotz dieses Aufenthalts gelang es aber doch anlegen, tragen dazu in den ersten sieben Wochen anstatt der Atlas-, noch, den Dieb einzuholen. Man übergab ihn einen Schußmann, eine schwarze wollene Weste und Schuhe mit schwarzen Schnallen, der ihn knebelte und nach der Revierwache abführte. Bon der Elektrischen überfahren wurde am Mittwochabend überführt. Große Aufregung bei einem Ladenbrande herrschte Dienstags abend in der Bücklerstr. 11. Hier war in dem Schnittwarengeschäft von Bellack gegen 10 Uhr aus nicht ermittelter Ursache Fener aus gekommen, das durch starke Berqualmung die Mieter der oberen Stockwerke stark belästigte. Eine über den Laden wohnende alte Dame konnte mir mit Gewalt von einem Sprunge auf die Straße zurückgehalten werden. Die Feuerwehr löschte den Brand in ver hältnismäßig turzer Zeit ab, doch ist der größte Teil des Ladeninhalts zerstört. Berliner Asylverein für Obdachlose. Im Monat Juli nächtigten im Männerafyl 21 695 Personen, wovon 12 495 badeten; im Frauenasyl 4391 Personen, wovon 1283 badeten. „ Aus dem Tagebuch der Erde", der dekorative Borttag, welcher gegenwärtig im wissenschaftlichen Theater der„ Urania" gegeben wird, schildert die Entstehung unsres Weltkörpers aus seinem Ürzustande und die Entwicklung desselben durch die verschiedenen geologischen Zeitalter bis zur Gegenwart. Unter anderm wird das berühmte Plateausche Experiment den Besuchern vorgeführt und erregt durch seine Anschaulichkeit das allgemeinſte Intereſſe. Am Mittwoch, den 14. August, werden die Teilnehmer des internationalen Boologenfongresses diesem Vortrag beiwohnen. Feuernachrichten. Bei einem Brande, der Dienstagabend in der Reinickendorferstr. 24 ausbrach, kam ein Pferd um, zivei andre fonnten nur mit Mühe gerettet werden. Auf dem Grundstück ſteht drei Kleinhändler zu Pferdeställen vermietet ist. Der in der Nachinmitten großer Holz- und Kohlenlager ein Fachwerkbau, der ant barschaft wohnende Grünkramhändler Siegfried, ein junger Anfänger, hatte ebenfalls sein erst fürzlich gekauftes, aber nicht verin den letzten sechs Wochen aber blante Schnallen und hellgraue Bei der Arbeit gestört wurden mehrere Einbrecher, welche fichertes Pferd in jenem Stalle untergebracht. Angeblich durch Handschuhe; alle andren Herren, welche im Frack erscheinen, legen dem Lagerfeller des Schlächtermeisters Rudolph in der Gollnow- Explosion der Stalllaterne war mun gegen 9 Uhr Feuer entstanden, schwarze Unterkleider an und nehmen dazu in den ersten sieben Wochen schwarze wollene Westen und schwarze Handschuhe und in straße. eiuen. univillkommenen Besuch abstatteten. Herr R., deffen das in wenigen Minuten durch das Dach loderte. Während es mun Wohnräume über dem Lagerfeller belegen sind, wurde in der Nacht noch gelang, givet Pferde aus den Nebenställen zu retten, war das den letzten sechs Wochen schwarze seidene Westen und hellgraue zum Mittwoch durch ein im Keller, lautwerdendes Geräusch wach. jenige des Siegfried bereits fürchterlich angekohlt. Es wurde zwar Handschuhe. In der Annahme, daß seine Gesellen schon bei der Arbeit wären, noch lebend herausgebracht, mußte dann aber über zwei Stunden Obwohl wir bei unsren Lesern kein Verständnis für Hof- öffnete er die Korridorthüre und rief nach dem Keller hinunter: die gräßlichsten Schnierzen ausstehen, bevor es von einem polizeilich ceremoniell vorausseßen, wird es sie doch interessieren, in welche Na, Ihr seid ja heute schon so früh auf." Einer der Diebe beorderten Tierarzt getötet wurde. Formen sich die Gefühle in jenen Kreisen kleiden. antwortete darauf:„ Es ist ja auch schon spät genug, Meister!" Kurz vorher hatte die Eisenbahnbrüde an der Universitätsstraße Im Humboldthain haben die Walnußbäume in diesem Jahre Herr H., dem die antwortende Stimme fremd vorkam, kleidete sich durch Funken aus der Lokomotive Feuer gefangen. Größere Gefahr ganz außergewöhnlichen Fruchtreichtum entwickelt, auch eine Ernte, notdürftig an und eilte nach dem Lagerraum hinab, um zu feinem lag indes nicht vor, so daß eine Verkehrsstockung nicht eintrat und soweit es sich dabei um halbreife Einmachenüsse handelt, hat bereits Schrecken zu erkennen, daß Einbrecher bei ihm thätig gewesen seien. Die Feuerwehr bald wieder abrüden konnte, Nachmittags 5 Uhr stattgefunden. Die grünen Nüffe werden von größeren Restaurants, Diefelben hatten mit einem scharfen Stemmeisen die eisenbeschlagene hatte Hochmeisterstr. 17 Firnis und Gerümpel im Keller Feuer geDelitateßgeschäften aber auch Privatleuten bestellt und schocktveise zu Thür eingeschlagen und durch die so entstandene Oeffnung zwölf 50 Pf., soweit der Vorrat reicht, abgegeben. Das Ernten der reifen Spieß Dauerwürste im Werte von etwa 600 M. entwendet. An der fangen, was ein längeres Wassergeben durch die Wehr erforderte. Nüsse erfolgt erst im Herbste bei Eintritt der Aequinoktialstürme; Mitnahme anderer Waren wurden sie durch das rechtzeitige ErAus den Nachbarorten. doch thum Freunde frischer Walnüsse gut, fich schon jetzt bei der wachen des Schlächtermeisters verhindert. Direktion trauben. sid zum erstenmal And Rigdorf. Nachdem das von den städtischen Körperschaften. im Beamtenhause des Hains durch Bestellung Ein brennender Straßenbahnwagen verursachte vorgestern ein erwünschtes Quantum zu sichern, dessen Abgabe dann ebendie Auslegung der Wählerlisten für die Stadtverordnetenwahlen falls zu 50 Pf. pro Schock erfolgt. Auch die umfangreiche Wein- nachmittag wiederum eine Verkehrsstörung. Gegen 4 Uhr fing in beschlossene Ortsstatut über die Festsetzung anderweitiger Fristen für kultur in der Dekorationsgärtnerei verspricht reichen Ertrag und der Brunnenstraße der Sommerivagen Nr. 1276 der Linie Geſund- Gesegestraft erlangt hat, findet nunmehr bis zum 15. dieſes brunnen- Marheinicke Blazz Feuer. Infolge Kurzschluß brannte Monats die Berichtigung der Wählerliste statt. Bei AufTiefert im sogenannten" Augustwein" die ersten Berliner Wein Sabelleitung des Ausschalters und auch die Holzteile wurden von Ueber ein Schock japanischer Sophoren( Eſchenakazien, den Flammen ergriffen. Die Passagiere vermochten noch rechtzeitig das Gesetz vom 30. Juni 1900 in Anwendung. Nach§ 2 desstellung der diesjährigen Wählerliste kommt Schnürbäume) stehen in voller Blüte und erregen als phänomenale den Wagen zu verlassen, der, nachdem das Feuer mit einigen Eimern selben ist bekanntlich in Gemeinden mit mehr als Erscheinungen das Staunen der Passanten. An der geologischen Wassern gelöscht war, außer Betrieb gefeßt werden mußte. 10 000 Einwohnern die Drittelung der Wählerabteilungen dadurch Wand find die Salze bereits derartig verwittert, daß ihre Erneuerung im nächsten Jahre bereits beschlossene Sache ist. Für Erweiterung Durch Umwerfen einer Petroleumlampe hätte in der Nacht herbeizuführen, daß jeder Wähler, dessen Steuerbetrag den Durch bezw. Ergänzung der Wand fandte die Firma Krupp- Effen 5 Stiften zum Mittwoch in dem Hause Stöpniderstr. 24 ein größeres Schaden schnitt des auf den einzelnen Wähler treffenden Betrags übersteigt, im Gewicht von 15 Centnern mit Mineralien, meist Eisenerzen. feuer entstehen können. Der Arbeiter T., der in dem Hause die stets der ersten resp. zweiten Abteilung zugewiesen wird. Der nach Da der Zahn der Zeit an dem Bau bereits recht kräftig genagt hat, Parterrewohnung inne hat, hatte während der Nacht die brennende diesen Vorschriften ermittelte Durchschnitts- Steuersatz eines Steuer ist es fraglich, ob ein Einbauen dieses Materials überhaupt statt- Lampe vor dem Bett stehen, um im Bett liegend die Zeitung zu pflichtigen inkl. der Attiengesellschaften beträgt in unsrer Stadt findet, und ob es nicht besser sei, dasselbe den Schulen direkt zu lesen. Durch eine unvorsichtige Bewegung warf er die Lampe um, 86,59 M., mithin gehören sämtliche Steuerzahler, welche mehr übermitteln. Die trockene Witterung war der Bermehrung der die fofort die leicht brennenden Gegenstände anzündete, und als diesen Betrag entrichten, der zweiten bezw. ersten WählerKaninchen im Hain sehr günstig. Sie hausen besonders in den ehe die erschreckten Eheleute zur Befimung tamen, schlug abteilung an. Wie bereits festgestellt ist, ergiebt die neue Wählerden Gardinen empor Unzweifel lifte folgendes Bild: Die dritte Abteilung zählt 14 701, die zweite Böschungen der Eisenbahndämme. Um ihr späteres Bordringen zu die Flamme hoch an entstehen tömmen, wenn Abteilung 1337 und die erste Abteilung 88 Wähler. Im Vorjahre verhindern, werden bereits jetzt Vorkehrungen getroffen. Bei dem haft hätte ein größerer Brand legten schweren Gewitter schlug der Blig in einen Schornstein der nicht der Lieutenant des Polizeibureaus in der Köpniderstr. 23 a auf dagegen waren in der 3. Abteilung 15 029, in der 2. Abteilung 692 alten Warmhäuser, riß den oberen Teil desselben herab und spaltete dem Heimweg von seinem Dienst bei dem Brand in der Bücklerstraße, und in der 1. Abteilung 34 Wähler eingetragen. Die in der diesihn, ohne weiter Schaden anzurichten. missdie Feuersgefahr bemerkt hätte, und tura entschlossen mit dem ihm jährigen Liste eingetragenen 16 126 Wähler bringen an Steuern sjons insgesamt 1 109 256,81 M. auf; davon entfallen auf die 3. Abteilung 395 782,60 M., auf die 2. Abteilung 393 798,72 m. und auf die 3. Abteilung 319 675,49 M. Bemerkt sei noch, daß die bisherige Einteilung der Wahlbezirke auch fernerhin beibehalten wird. diefen Tager enjhlus an das Bezirksfernsprechneg er flärung erfolgt Ihr Austritt. Zu den Kirchensteuern sind Sie, so weit die Waldbrand. Die Köln. 8tg." meldet aus Osnabrück: Beinahme meiner Austrittserklärung Termin anzuberaumen. Dieser Antrag Fürstenau wütet ein großer Waldbrand. Bis jetzt sind 1000 Morgen wird durch das Gericht der Kirchengemeinde, der Sie angehören, lediglich zur Benachrichtigung bekannt gemacht. Hiervon wird Ihnen unter in vernichtet worden. Bezeichnung des Tages, an welchent Ihr Antrag eingegangen ist, Ein luftiges Stückchen vom Telephon wird aus Liebstadt in Kenntnis gegeben. Es kann auch Ihnen mitgeteilt werden, daß Termin Bisher fehlt es noch an einer Verbindungsstraße zwischen dem Ostpreußen erzählt: Wer oft am Telephon zu thun hat, der weiß, zur Entgegennahme Ihrer Erklärung anberaumt ist. In der Regel findet Kottbuser Damm und der Friedelſtraße, was im öffentlichen Berkehr schwer daß die Verständigung zuweilen recht schwer ist und der Anrufer jedoch die Auberaumung eines Termins zur Aufnahme der Austrittserklärung empfunden wird. Im Rigdorfer Bebauungsplan ist als Verbindungs- wie der Angerufene alles Mögliche verstehen, nur nicht das, was Geschäftstage, der zwischen vier und sechs Wochen nach Eingang Ihres Annicht statt. Es steht vielmehr Ihnen als Antragsteller frei, sich an einent ſtraße die Straße XIX( Pflügerſtraße) vorgeſehen, welche zum Teil wirklich in dem Fernſprecher hineingesprochen worden ist. Ins- trags liegt, zur Abgabe der Austrittserklärung zu gerichtlichem Protokoll an eisenbahnfistalisches Terrain trifft. Der Minister der öffentlichen ArLiebstadt hat der Gerichtsstelle zu melden. Erst durch diese vor Gericht abgegebene Erbeiten hat jetzt erfreulicherweise genehmigt, daß das erforderliche Straßen- befondere hat der Anfänger feine liebe Not. in land zweds Anlegung der Straße XIX an die Gemeinde Nirdorf diesen Tagen Anschluß an halten. Ein benachbarter Gutsbesitzer ruft telephonisch einen Steuern auf Ihrer persönlichen Zugehörigkeit der Kirchengemeinde beruhen, unentgeltlich übereignet wird. Da auch ein andrer beteiligter Grunds Kaufmann in Liebstadt an und ersucht diesen, ihm ver- noch bis ausgangs des Jahres, das auf Ihre Austrittserklärung folgt, also befizer sich zur Uebernahme der Straßenbaukosten bereit erklärt hat, schiedene Materialwaren nebst Delikatessen zu senden, die zu einem bis zum 31. Dezember 1902, verpflichtet. Zu den Kosten eines außerordentdürfte der Bau der genannten Straße nunmehr gesichert erscheinen. Frühstück verwendet werden sollen. Die Sendung kommt endlich lichen Baues müssen Sie noch bis 1903 beisteuertasse f P. J., Luckenwalde. I. Die Höhe Lohnklasse für die Klebe: Den städtischen Körperschaften wird in Kürze eine diesbezügliche bei der Gutsherrschaft an. Aber statt der erbetenen Matjesheringe martenbeiträge richtet sich in der Regel nicht nach der Höhe des wirklichen Vorlage gemacht werden. hatte der Kaufmann in großen Kisten gut verpackt ein Dugend Jahresarbeitsverdienstes, sondern wird wie folgt berechnet: Als JahresarbeitsAuf cutsehliche Weise ums Leben gekommen ist in Nachtgeschirre geschickt. Einen Moment Verblüffung im Kreise der verdienst gilt, soweit nicht für einzelne Berufszweige von der höheren BerKöpenick der Kutscher August Gemeinhardt aus Stralau. G. hatte umstehenden, die sich dann schließlich in homerisches Gelächter waltungsbehörde ein andrer Jahresarbeitsverdienst festgesetzt wird, der geschäftlich in Köpenick zu thun und benutzte diese Gelegenheit, dort auflöſte.. 300fache Betrag des ortsüblichen Tagelohns im Sinne des§8 des Krankenwohnhaften Verwandten einen Besuch abzustatten. Als er dann bersicherungs Gesetzes. Diese Berechnung gilt auch für die weiterfahren wollte, rutschte er beim Besteigen des Fuhrwerks ab Verband deutscher Barbiere, Friseure 2c.( Bweigverein Berlin.( Mitglieder freier Hilfskaffen. Eine andre Berechnung und geriet unter die Räder des schweren Wagens. Hierbei erlitt er Donnerstag, den 8. b. M., abends 10 Uhr, bei Bauer, Rosenthalerstr. 57, greift in folgenden Fällen Play: Es gilt als Jahresarbeitsverdienst: 1. für Mitglieder einer Orts, Betriebs, Fabrit, Bau oder Jnnungsso furchtbare Verlegungen, daß er bereits verstarb, bevor noch ärzt-| Versammlung liche Hilfe zur Stelle war. frankenkasse der 300 fache Betrag des für ihre Strankentassenbeiträge maßgebenden durchschnittlichen Tagelohns oder wirklichen Arbeitsverdienstes( die Höhe dieses durchschnittlichen Tagelohus, sowie, ob der wirkliche oder ob der ortsübliche Tagelohn zu Grunde gelegt ist, ergiebt sich aus dent Krankenkassenstatut), 2. für Snappschaftstassen Mitglieder der 300 face Betrag des von dem Kassenvorstand dusenten burchschnittlichen Tagelohn über: täglichen Arbeitsverdienstes, wenn dieser den steigt, 3. für Seeleute der Durchschnittsbetrag des für die Berechnung der „ Es werde Licht!" Verein zur Unterhaltung und Belehrung. Heute Unfallrenten vom Reichskanzler oder der höheren Verwaltungsbehörde fest( Donnerstag) 9 Uhr abends bei Fischer, Waldſtr.§, Bersammlung. Tages geſetzten Jahres- Arbeitsverdienstes, 4. für die in der Land- und Forstwirt: ordnung: 1. Uebung. 2. Diskussion über„ Die Darwinsche Theorie". 3. Ber- schaft beschäftigten Personen, falls sie nicht zu den unter Nr. 1 aufgeführten Kategorien gehören: der für sie von der höheren Verwaltungsschiedenes. Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. 5. Für behörde festgesetzte durchschnittliche Jahres- Arbeitsverdienst. Lehrer und Erzieher, falls nicht ein Jahres- Arbeitsverdienst von 850 bis 1150 M. Ist als 1150 m. nachgewiesen wird, mehr voraus für Wochen, Monate, Vierteljahre bereinbart diesen Regeln Eine erledigte Beschwerde. In Lichtenberg tagte am 22. Dezember v. Js. eine Versammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins, in dessen Geschäftsführung der überwachende Gendarm fehr eigenmächtig eingriff. Bei der etwas erregten Debatte forderte nämlich der Beamte den Vorsitzenden auf, mehr Ruhe zu schaffen, da er sonst die Versammlung auflösen müsse. Der Vorstand des Vereins glaubte, daß diese Einmischung des Beamten eine unmotivierte sei und beschwerte sich beim Landrat und schließlich beim Regierungspräsidenten über das Verhalten des Beamten. Von beiden Stellen ist die Beschwerde jezt zurückgewiesen. Bekanntlich wurde Genosse Litfin, der der Versammlung den Antrag unterbreitete, Beschwerde gegen den Beamten zu führen, wegen Gendarmenbeleidigung zu 30 M. Geldstrafe verurteilt. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Verrückenmacher Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 8. August, abends 91 Uhr, Versammlung im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Kollegen als Gäste und zur Aufnahme willkommen. Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Heute abend 8½½ Uhr bei Landau, An der Stadtbahn 5: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vereinsmitteilungen und Verschiedenes. 2. Geselliges Bei fammensein. Gäste sehr willkommen. Vor den Augen der Eltern ertrunken. Ein bedauerlicher Inglidsfall, bei dem leider ein Menschenleben zu beklagen und eine dabei beteiligte junge Dame mit knapper Not dem Ertrinkungstode entgangen ist, hat sich am Mittwochvormittag in der neunten Stunde auf der Havel, zwischen Tegel und Heiligensee ereignet. Die 16jährige Tochter des an der sogenannten Werftablage wohnenden Schleusen- frage. Aufsehers Streblow hatte in Gemeinschaft einer Freundin in einem Kahn in der Nähe der elterlichen Wohnung eine Wasserpartie unternommen. Der Kahn geriet aber durch falsche Steuerung in einen der dort vorhandenen Strudel, der ihn sofort erfaßte und in die Tiefe zog. Trotz sofortiger Hilfe herbeigeeilter Schiffer fonnte nur die eine junge Dame gerettet werden, während Fräulein Streblow ihren Tod in den Wellen fand. An derselben Stelle hatten die Eltern des jungen Mädchens vor einigen Jahren schon einen Sohn verloren. Gerichts- Beitung. Da Eingegangene Druckschriften. Das Gemeinde- Wahlrecht. Kultus. i m und = ist diese höher als der = Die Socialdemokratie im badischen Landtage 1899/1900. Gin oder Jahre eine feste bare e2ergütung Handbuch für socialdemokratische Landtagswähler. Im Auftrage der focial: demokratischen Landtagsfraktion, bearbeitet von A. Fendrich. Karlsruhe, maßgebende Durchschnittsbetrag, so ist diese Ber Burger u. Goldschagg. Aus dem Inhalt nennen wir: Landtagswahl Programm der badischen gütung, also der wirkliche Arbeitsverdienst, zu Grunde - Die badische Verfassung. Die Zhätigkeit der ligger& u legen. Das ist für viele gewerblichen Arbeiter, wertmeister und Socialdemokratie. Statt der hiernach zu verwendenden Die Wahlrechts Handlungsgehilfen von Erheblichkeit. demokratischen Fraktion auf dem Landtage 1899/1900. Die Steuerreform. Das Vereins- Marten können Marken einer höheren Lohnklasse verwendet werden, wenn Arbeitgeber und Arbeiter hierüber einverstanden sind. Auch wenn kein Einund Versammlungsrecht. Die Justiz. Das Unterrichtswesen. Die Finanzen. verständnis herbeigeführt wird, kann der Versicherte beanspruchen, daß für Die Landwirtschaft. Sociale Arbeiterfürsorge. ihn in einer höheren Lohnklasse geklebt wird, muß dann jedoch den Mehr: Handel und Gewerbe. Verkehrswesen. Die Budgetbewilligung. II. Es ist zu fleben: für Lohnklaffe I bei. Die Tattit der Socialdemokratie in Baden. Die gegnerischen Parteien betrag selbst zahlen. einen nach den vorstehenden Regeln ermittelten Jahresarbeitsverdienst in Baden. Die Wahlaussichten der Socialdemokratie. bis 350 W. eine 14 Pf. Marte, für Lohntlasse II bei einem Jahres: Centralverein für Arbeitsnachweis in Berlin. Geschäftsbericht arbeitsverdienst von mehr als 350-550. etite 20 Pf. Marte, für für das Jahr 1900. Lohntlaffe III bei einen Jahresarbeitsverdienst voit mehr als 550 bis bei einem Jahres850 M. eine 24 Pf. Marke, für Lohnklaffe IV bei arbeitsverdienst von mehr als 850-1150 Wt. eine 30 Pf. Marte, für Lohnklasse V bei einem Jahresarbeitsverdienst von mehr als 1150 M. eine 36 Pf. Marte. 30. Dr. Knoop: Sie erhalten die Broschüre handlung. Die Marodeure des Klerikalismus. Rede des Landtags- Abgeord: neten Dr. V. Adler, gehalten in der 13. Sigung der 5. Session des niederöstreichischen Landtags. Nach dem Stenogramm. Preis 10 Hefter. Wiener Bollsbuchhandlung, Ignaz Brand. Marktpreise von Berlin am 6. August 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- E tr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg Welgen, gut " mittel gering " " " " mittel gering Roggen, gut * Gerste, gut mittel gering TITT Schweinefleisch dv. Bauch " " 1,60 1,20 " 29 Hammelfleisch = 3 = Treuer Abonnent. Uns nicht bekam 0 Pf. in der Buch Shnaerftr. 3. 1. Soviel uns belannt zur Zeit von 1200 M. ant. 2. Bis Ablauf des Jahres, das auf Ihren Austritt folgt, später nicht.. 100. 1. Mein. 2. Gar 1. Ja, weil das Geschäft auf Kranker Genosse. 9 6. nicht. 2. Nein. 3. Falls die Frau den 1,60 1.20 des Mannes Namen geht. 4. Nein. haftet fie nicht. 1,30 1 Mietsvertrag nicht mitunterschreibt, Schleifer. Ja: bei einem Einkommen von 660-900 W. Die Außer 1,60 1,10 hebungfezung dieser Steuerstufe ist wiederholt von den socialdemokratischen 1,60 1,10 Stadtverordneten und auch vom Magistrat beantragt, von der Versammlung 2,60 2, der Väter der Stadt abgelehnt. Nach Ablauf der Ferien gelangt erneut 2,40 ein auf Außerkraftsetzen dieser Stenerstufe abzielender Antrag zur Be ratung. G. 5. 10. 1. Ja, es sei denn, daß die Bestrafung wegen 1,40 Diebstahls, Hehlerei oder dergleichen erfolgt ist. Dann kann die Konzession 1,20 versagt werden. 2. Sein: zweckmäßig ist es aber, die Vaterschaft und Ver pflichtung zur Alementenzahlung zu notariellem oder gerichtlichem Protokoll A. B. Nicht immer. 0,80 oder wenigstens schriftlich anerkennen zu lassen. Ausländer, Rostockerstraße. 1. Nein. 2. Ja, falls es für Ihren Kalbfleisch safer, gut mittel gering 16,- 15, 14,90 13,90 13,80 12,80 16,50 15,70 15,70 15,00 14,90 14,20 Butter 7,66 7, Eier Karpfen Wale Bander Hechte Barsche 60 Stit 4, 1 kg 2, 3, 2.60 2,40 1, 1,80 7,60 5,40 40,- 25, Schleie Bleie 240 1,20 45, 65. 25, 30, Krebse Richtstroh Hell Eibsen Speisebohnen Linfen *) Frei Wagen und ab Bahn. 1,20 0,80 persönlichen Gebrauch bestimmt ist. per Stjot 16,- 2,50 Den besten Freund erschossen! Ein tragischer Vorfall führte gestern den aus Ungarn. gebürtigen Trainer Stephan Bencze unter der Anschuldigung der fahrlässigen Tötung vor die zweite FerienStraffammer am Landgericht II. Der Angeklagte stand früher in Diensten des Fürsten Hohenlohe und; lernte dort den Reitburschen Scalupta femien. Beide wurden die intimsten Freunde. Seit einiger Zeit steht der Angeklagte im Dienst des Lieutenants Lücke in Berlin, der in Hoppegarten einen Rennstall besitzt. Im Monat Juni nahm auch Scalupta in Hoppegarten eine Stellmg an. diefer aber nicht sofort in das von ihm gemietete Quartier einziehen Tonnte, so nahm ihn sein Freund Bencze in seine Wohnung auf. Légterer besaß ein Teschin, welches er aber nie benugte. Gegen Mitte Juni mußte der Angeklagte für seinen Herrn ein Pferd nach Leipzig bringen. Nach dreitägiger Abwesenheit fam er am 24. Juni nach Hoppegarten zurück. Er fand feinen Freund nicht mehr vor, dieser hatte bereits sein eignes Quartier bezogen. Im Stalle fand der Angeklagte sein Leschin. In demselben Moment trat auch Scalupka in die Thür des Stalles. Bencze legte aus Produktenmarkt vont 7. August. Auf die niedrigen Notierungen, die Scherz die Waffe an und drückte los. Wie vom Blitz getroffen, heute aus Amerita gemeldet wurden, setzte am Frühmarkte Weizen und stürzte der Freund zu Boden. Die Kugel war ihm in den Kopf Roggen etwas niedriger ein. Oestreich- Ungarn sandte ebenfalls etwas gedrungen. Der Verletzte lebte noch, starb aber am nächsten schwächere Preise, fehr fest war Paris. Dort erwartete man noch weitere Tage. Der Angeklagte beteuerte mit Thränen in den Augen Steigerung. Im Mittagsverkehr blieb das Geschäft sehr klein und das Weizen fonnte seine gestrigen Preise wieder einvor den Richtern, daß das Teschin stets unbenußt in seiner Warenangebot schwach. Wohnung gestanden habe. Er habe nicht einmal Patronen besessen. holen, Roggen dagegen blieb etwa 1/4 M. unter gestern. In Mehl war das Sehr fest war Hafer, Mais unSeinem Freunde habe er auch nicht erlaubt, das Teschin zu be- Geschäft ſehr ſtill, die Preise unverändert. nuzen, er ſei auch gar nicht danach gefragt worden. Daß sich der verändert, Nüböl feſter. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 7. August 1901. Amt: Freund in seiner Abwesenheit Patronen faufen würde, habe er nicht licher Bericht der Direftion. Zum Verkauf standen: 326 Minder, ahnen können. Er habe seinem Freunde bei dem plötzlichen Wieder- 2458 Kälber, 1424 Schafe, 9669 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund sehen nur einen gelinden Schrecken einjagen wollen. Der Gerichts- oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund hof überzeugte sich an dem vorliegenden Teschin durch Augenschein in Pf.): Schien: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtnahme, daß man äußerlich an der Schußwaffe nicht wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus: zu erkennen vermochte, ob dieselbe geladen oder nicht geladen gemäßtete und ältere ausgemäßtete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut fei. Troydem hielt der Gerichtshof den Angeklagten der fahrlässigen genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00. Tötung für schuldig. Es sei an sich eine grobe Fahrlässigkeit, eine a) voltfleischige höchsten Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 00-00; gering 48-53. Bullen: Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgegend. 288/13 Freitag, den 9. August, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Patt, Dragonerstraße 15: Versammlung der Delegierten. Die Delegierten werden um pünktliches und vollzähliges Erscheinen Der Ausschuss. gebeten. Achtung! Sattler. Achtung! Heute Donnerstag, den 8. August, abends 8½ Uhr: Schußwaffe auf einen Menschen anzulegen, wenn man nicht vollſtie süße: a) volleticjige, ausgemäſtete Bärfen höchſten Schlachtwerts 00-00: Versammlung zur Ergänzungswahl des Gesellen- Ausſchuſſes Sicherheit habe, daß dieselbe ungeladen sei. Auch dann noch sei es ein Unfug. Der Angeklagte habe aber in Betracht ziehen müssen, daß in der Zeit seiner Abwesenheit eine Veränderung mit der Waffe vorgegangen fei, daß dieselbe geladen worden sein konnte. Das Urteil lautete auf drei Monate Gefängnis. 808] Vermischtes. Zu der Katastrophe auf dem Küsten- Panzerschiffe„ Aegir" tragen wir folgendes nach: Das zur Reservedivision gehörende Schiff " Aegir" hielt in der Strander Bucht seine diesjährigen Schießübungen ab, als plötzlich aus noch unbekannten Ursachen einige Röhren des Dampftessels plagten. Drei Heizer und ein Maat wurden schrecklich verbrüht, während bier andre im Maschinenraum an wesende Leute leichter verlegt wurden. Die Schleswig- Holsteinsche Volts- Zeitung", unser Parteiorgan in Kiel, bemerkt zu dem Vorfall noch folgendes: Wie man hört, soll das Unglück bereits furz nach Mittag passiert sein. Erst gegen 7 Uhr abends wurden die Unglüdlichen an der Vinetabrüde gelandet und mittels Krankenvagens nach dem Militärlazarett geschafft. Sollte es nicht möglich gewesen sein, die Verletzten von der Strander Bucht fährt eine Pinasse z. B. nur etwa eine Stunde- etwas früher ins Spital zu befördern? Die vier schwer Verlegten sollen entsetzlich verbrüht sein, so daß an ihrem Auftonimen gezweifelt wird. Jedenfalls wäre dringend zu wünschen, daß die Militärbehörde sich darüber ausläßt, wie das Unglück geschehen konnte, da es sich um Mannschaften der Reserve also handelt. voraussichtlich Familienväter Der Kessel, ein sogenannter Stöhrenfessel, soll erst vor kurzem in Danzig neu eingesetzt worden sein. War die Arbeit so miserabel ausgeführt, daß das Unglück passieren mußte? Im Interesse der Familien der Verunglüdten wäre sehr zu wünschen, daß die Militärbehörde auch hierüber sich ausläßt. Wie sehr man bemüht ist, das Bekanntwerden des Unglücks zu verhindern, mag daraus erhellen, daß es der Presse trotz aller Bemühungen nicht möglich war, die Namen der Verunglückten festzustellen. Etwas mehr Offenheit seitens der Militärbehörde wäre jedenfalls sehr angebracht." Zwei Kinder verbrannt. Aus Brüssel wird berichtet: In dem benachbarten Espinette verbrannten vor den Augen der kranten Mutter zwei Kinder, welche mit Etreichhölzern gespielt hatten. Die auf das Hilfegeschrei der Mutter, welche gelähmt zu Bett lag, herbeigeeilten Hausbewohner kamen an spät, um die Kinder zu retten. Als dem nach Hause kommenden Gatten der Verlust der beiden Kinder mitgeteilt wurde, wurde er wahnsinnig. im Gewerkschaftshause( Saal VII, Seilenflügel). Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung pünktlich zu [ 157/11] Der Gefellen- Ausschuß b) vollfleischige, ausgemäßiete Küthe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 00-00; c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 44-48; erscheinen. Kälber: a) feinste Mast: e) gering genährte Kühe und Färjen 40-42. lälber( Bollmilchmast) und beste Saugfälber 65-68, b) mittlere Mastund gute Saugfälber 59-64, c) geringe Saugtälber 54-58, d) ältere, gering genährte( Frefier) 42-46. hammet 63-66., b) ältere Schafe: a) Draftlämmer und jüngere Praj c) mäßig Schweine: a) vollfleischige, der feineren Masthammel Versammlung Sommel und Chafe( Mersicate) 54-56, d) Galſteiner stederungs. der Bretterträger und Brettschneider fchafe( Lebendgewidit) 00-00. Siaffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 220-280 Bfund schwer, 59-60; b) schwere, 280 Pfund und darüber( stäfer) 90-00; c) fletchige im 57-58; d) gering entwickelte 54-56; e) Sauen 54-55. Für 100 Pjund mit 20 Proz. Tara. Witterungsübersicht vom 7. August 1901, morgens S lhr. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstarte Wetter Temp. n. T. 5°-4°. Stationen Barometer 11 ſtand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 160' Do 13 1 bebedt 14 paparanda 756 SO winemde 75623 Hamburg. 75792 3 bebedt 14 Petersburg Berlin 757WNW 2 bedeckt 15 Cort Frantf./M. 758SW2 Regen 15 berbeen München 2 heiter 764 WNW 3wolfig 16 18 Wien 760 7 bedeckt 13 Paris 764 NW 2 heiter 75723N2 2 Regen 16 Wetter Prognose für Donnerstag, den 8. August 1901. Ziemlich fühl, zeitweise aufflarend, vorwiegend noch trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. Beriiner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. am Sonntag, den 11. August, vormittags 10½ Uhr, Königstadt- Kasino, Holzmarkt- Straße Nr. 72. Tages Ordnung: 1. Abrechnung von 2. Quartal. 2. Abrechnung der Lohnkommission. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Ausgabe der Billets zunt Stiftungsfest und Neuwahl des Vergnügungskomitees. 84/13 Der wichtigen Tagesordnung halber erwartet zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Kollegen Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Händler u. Händlerinnen Berlins und Umgegend am Freitag, den 9. August, abends 10 Uhr, im Englischen Garten, Alexander- Straße Nr. 270. Tagesordnung: 1. Der heutige Straßenhandel und feine Lage. Referent: Stadtverordneter Ferdinand Ewald. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Im Interesse unfrer Sache ist es Pflicht eines jeden Kollegen, für diese Versammlung zu agitieren und Mann für Mann zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Die Agitationskommission der Händler und Händlerinnen Berlins und Umgegend. J. A.: S. Arnim, Dunderstr. 14. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: 88/2 tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. O. N., Nixdorf. Wir haben feine Möglichkeit, ihre Fragen zu be: antworten; sie betreffen ein unsrer Stenntnis und unfrem Interesse zu fernliegendes Gebiet. eine 7. K. u. A. M. Als angemessene Gebühren für Hebammen rechtsgültige Tare giebt es nicht werden erachtet: für eine einfache Ent bindung 4-10 M., für eine verzögerte( Tag und Nacht) 6-15, für eine Zwillingsentbindung 6-15, für eine Tagwache 1,50-3, für eine Nachtwache 3-4 m, für eine Tag und Nachtwache 4-6, für einen Besuch am Tage 0,50 M., für einen solchen in der Nacht 1-2, für Ratserteilung in der Wohnung der Hebamme 0,50-2 M. 11. 9 a. 1. Ja. 2. Pfändung und dadurch Untoften. 3. Ja. Wenn Sie aus der Kirche austreten wollen, so haben Sie zunächst an das Gericht Ihres Wohnorts ein etwa dahingehendes Schreiben zu richten: Jch beabsichtige aus der Kirche auszutreten und beantrage zur Entgegen: Bauanschläger Berlins und Umgegend. Heute Donnerstag, den 8. August, abends 7½½ Uhr, im Gewerkschaftshause( Saal IV), Engel- fer 15: Gr. öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Fünfer Kommission über die Verhandlung vor dem 34/4 Einigungsamt und Stellungnahme hierzu. 2. Verschiedenes. Die neuen Tarife gelangen zur Ausgabe. Der Einberufer. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 8. August: Wegen der Landestrauer find die Theater geschlossen. Geöffnet: Paffage Panopticum. = Urania. Taubenstr. 48/49. „ Aus dem Tagebuch der Erde." Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Apollo- Theater Wegen Landestrauer geschlossen. Urania Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Nicht geschlossen. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu! Neu! Neu! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Zoologischer Garten Die Konzerte fallen wegen der Landestrauer bis auf weiteres aus. Entree I Mark. Von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. 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Klifow, Butbuferstr. 46; F. Fechner, Bring Gugenstraße 18; S. Vollbrecht, Rammlerstr. 9; W. Bensch, Dunderstr. 86; J. Duntus, Pantstr. 5 b. Freunde und Gönner sind willkommen. Das Komitee. J. A.: A. Höhle. Der Bier- Palaft 257/16 Friedrichstr. 174, Ecke der Jägerstrasse, wird am Sonnabend, den 10. August, nachmittags 5 Uhr präcise eröffnet! Anker Anker Brikets die besten der Gegenwart! Borzeiger Dieses Hat 4 M. Ermäßigung bei Bestellung b. 20 M. aut, int. 20 nur 2 W. [ 2103L Um Mißtrauen zu vermeiden, erst bei Abholung vorzeigen! Schönheit der Zähne No. 2, ist eine Zierde. Max Guckel, Lausitzer Zahn- Atelier. Bestrenom. und wohlbekannt. Künstl. Zähne, tabellose Ausführ. v. 3 M. an, Plomb. v. 2 M. an. Steine Extraberechn. Schmerzt. Zahn: ziehen. Ratenz. gestattet, Woche 1.m. In einer Stadt von 9000 Ein wohnern ist eine 21079* Gastwirtschaft Am Dienstag, den 6. August, abends 6 Uhr, starb nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der Gastwirt Bernhard Wiesegarth im 51. Lebensjahre. Dies zeigen hiermit im Auftrage der trauernden Hinter bliebenen tiefbetrübt an Ww, Johanna Wiesegarth 28206] nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Freitag, den 9. August, nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause, Krautstr. 38, aus nach dem katholischen Kirchhof der St. Pius: Gemeinde in Wilhelmsberg statt. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsre Tochter, Schwester und Braut Helene Wolf Danksagung. Für die rege Beteiligung, die vielen Kranzspenden und den schönen Gesaug bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen Freunden und Verwandten, insbesondere den Kollegen von der Werkstatt H. Gockisch, sowie dem Lotterieverein Pfennigbrüder" und dem Skatklub„ Grandschneider" 28256 meinen herzlichsten Dank. Wwe, Franziska Meyer. " Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme anläßlich des Todes unsres uns unvergeßlichen Sohnes Karl sagen allen Freunden und Bekannten 21112 den herzlichsten Dank. Familie Daschütt, Seydelstr. 13. Für 30 Mark im Alter von 19 Jahren am 6. Auguft fertige feine Anzüge nach Maß, für 30 Mt. ff. Sommer- Baletots nach Maß, für 10-12 Mt. feine Hosen nach Maß. in Rottbus nach schwerem Leiben ver: 28176 schieden ist. Um stille Teilnahme bitten Carl Wolf nebst Frau, Sohn und Bräutigani. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 4 Uhr in Rottbus statt. Todes- Anzeige. Hierdurch allen Freunden und Be fannten die traurige Nachricht, daß unfre einzige und inniggeliebte Tochter Elsa Sohns im Alter von 16 Jahren plötzlich gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 8. d. M., nach: Riesenstofflager Krausenstr. 14 1, fein Laden. Rünktliche Bähne ohne Wurzel: Entfernung! Garantiert schmerzlos! Zahn- u. WurzelOperat., Plomben etc. Langjährige Garantie. Teilzahlung Woche 1 Mart. mittags 4 Uhr vom Trauerhause, Bruno Steffens, Neanderst. 21 Wollinerstr. 28a, aus statt. Um stille Teilnahme bitten 28166] Die tiefbetrübten Eltern. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau nach langem, schwerem Leiden am Montag verstorben ist. ( 72/11 Die Beerdigung findet am Freitag: nachmittag 5 Uhr auf dem Thomas: Kirchhof von der Halle aus statt. Robert Winkler nebst Kindern. Hierdurch zur besonderen Nachricht, daß unser Kollege, der Drechsler Fritz Müller am Dienstag, den 6. d. M. an der Lungenschwindsucht verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag: nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle Neu Georgenkirchhofes in des Weißensee aus statt. Die Kollegen 28206 der C. Müllerschen GummiwarenFabrik A.-G. in Neu- Weissensee. * Anker- Briketts ✰ Friedr. Daniel& Co., sind zu haben bei Berlin W. 8, Leipzigerstr. 29.* Alle Wanzen sterben sofort nebst Brut durch meinen Wanzentod. Fl. 0,50 u. 1 M. Schwaben, Russen, Flöhe 2c. werden durch mein Pulver vollständig vernichtet. Schtl. 30 Pf.. 60 Pf., 1 m. 1000 Mark Belohnung zahle demjenigen, der mir einen Nichterfolg nachweist. Zahlreiche Anerkenn 18492* ungen. Nur allein echt bei Hugo Barth, Droguerie, Brunnenstr. 18, Ede Veteranenftr Preise * Zahn- Klinik, beliebige Teilzahlung. InvalidenOlga Jacobson, strasse 145 Achtung! Buchbinder! Achtung! Anläßlich der Landestrauer geben wir bekannt, daß die für Sonntag, den 11. Auguft, angesetzte Matinee der Buchbinder- Gesangvereine Berlin, Leipzig und Dresden nicht stattfinden kann. Näheres wird in einer späteren Annonce bekannt gegeben. Die Uebungsstunde findet Freitag, den 9. August, im Fürstenhof, Köpnickerstr. 137/138, statt. 65/19 Der Vorstand des Buchbinder- Männerchors. Berufs- Bekleidung und Wäsche- Fabrik für 20 000 m. bei 4000 m. Anzahlung verkäuflich. Das Lokal soll einziges Parteilokal werden. 19092*] 500 organisierte Arbeiter vorhanden. Offerten an A. 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