Nr. 184. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post Abonnement: 1,10 Mart pre Monat, Eingetragen in der Poft- Bettungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Solonets geile oder deren Raum 40 fg., für polttische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inserate für Die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Freitag, den 9. August 1901. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. zahlen sollen, mit Gestellen hingegen 20 M. maschinen aber erhöht man um das Sieben- und ZwölfDie Eisenzölle im Zolltarif- Entwurf. Die hauptsächlichsten dieser Zollerhöhungen des neuen Zoll- fache. Warum auch nicht, die arme Schneiderin und Näherin, tarif- Entwurfs zeigt folgende Zusammenstellung: II. D Wir haben im ersten Artikel auf die starke Erhöhung der Eisenzölle hingewiesen, die der neue Zolltarif bringt. Weshalb dieser vermehrte„ Schutz"? Hat die Lage der deutschen Eisenindustrie sich verschlechtert? Die im Dienste der Eiſenindustriellen stehende Presse möchte es glauben machen. Mit bewußter Verlogenheit flagt sie über den schweren Stand der deutschen Eisenindustrie und läßt, da es an besseren Gründen mangelt, das Schreckgespenst der alles bernichtenden amerikanischen und englischen Konkurrenz aufmarschieren. In Wirklichkeit kann von einer solchen Bedrohung gar keine Rede sein; es handelt sich für die rheinischwestfälischen Eisen- und Stahlindustriellen einfach um die Mehrung ihres Profits und die Durchführung ihrer Kartellierungsbestrebungen um nichts weiter, das zeigt sofort ein Blick auf die Ein- und Ausfuhr der wichtigsten Warengruppen der Eisenbranche. Es führte Deutschland in den beiden letzten Jahren ein und aus: Stab und Radkranzeisen 2c.. Maschinenzölle. pro pro die sich eine Nähmaschine kauft, kann ja bezahlen. Neben den landwirtschaftlichen Maschinen ist noch den Maschinen für die Vorbereitung und Verarbeitung von Spinnstoffen eine gewisse Ausnahme- Vergünstigung zu teil Jepiger Bolljazz Doppelcentner Bolsas des neuen Doppelcentner geworden. Bisher betrug für sie in den meisten Fällen Lokomotiven u.Lokomobilen.. Maschinen: M. 8,00 Tarif- Entwurfs Dampflokomotiven, a.Schienen laufend Dampflokomotiven, nicht auf Schienen laufend Maschinen a.Dampfmaschinen, Turbinen, Wasserkraftmaschinen, Motoren, Pumpen, Dampfhänumer, Förder M. der Zoll pro Doppelcentner 5 M.; fünftig sollen sie mit 6 M. pro 100 Kilogramm verzollt werden, nur Webstühle zahlen 5 M. Das sind gegenüber den neuen Zollfäßen für Maschinen 9,00-11,00 der Metall, Stein- und Holzbranche, die sich für kleinere Maschinen( bis zum Gewicht von 5 Centnern) teilweise viermal so hoch stellen als bis jegt, nur relativ geringe Erhöhungen; dennoch werden sie die Konkurrenzfähigkeit der Textilindustrie auf dem Auslandsmarkt schwerlich stärken. 8,00-9,00 1. überwiegend a. Gußeisen. 2. überwiegend a. schmiedbarem Eisen... 3,00 5,00 8. überwiegend a. andren, unedlen Metallen.... maschinen 2c. jen. Stückgewicht: 8,00 bis 40 kg. von 40-100 kg von 1-5 D.-C. 5-10 " " 10-50 " 50-500 " " 500-1000 7,00 5,50 3,50 über 1000, Nähmaschinen, Strichmaschinen: 1. ohne Gestelle. 100,00 60,00 25,00-38,00 18,00 10,00-13,00 1899 1900 Einfuhr Ausfuhr Einfuhr Ausfuhr Millionen Mark Millionen Mart 7,2 27,1 25,4 . Eisenbahnschienen. Drahtstifte 0,2 0 13,2 19,6 2. m. fest. Gestellen 35,00 20,00 9,1 9,9 Maschinen für VorEisendraht 2,7 25,2 29,9 bereitung und Ver Eisenbahn- Achsen, Räder, arbeitung v.Spinn-Buffer 2c. 0,7 12,2 0,6 15,5 stoffen Blatten und Bleche, roh 0,6 23,8 27,8 Gardinen-, Spizen-, Gewalzte und gezogene Röhren. 4,9 7,7 5,1 9,9 Wirkmaschinen 6,00 10,00 Gang grobe Gußivaren 3,5 5,8 3,1 5,8 Dampf- Dresch und Grobe Eisenwaren 16,2 138,5 19,7 139,1 Feine Eisenwaren 4,9 47,2 7,2 71,1 Dampf Mähmaschinen 9,00 0,2 10,0 0,2 11,6 Maschinen zur Bearbeitung bon Metallen, Steinen, Hölzern: 1. bis 21/2 D.-C. 2. b. 21/ 2-10 " 3. b. 10-100 20,00 12,00 8,00 • Näh- und Nähmaschinennadeln. COON CORDONO Vom Standpunkt des Arbeiters erfordern die Eisenzölle nicht minder scharfe Zurückweisung als die Brot- und Fleischzölle. Auf dem Inlandsmarkt bedarf die Eisenindustrie eines erhöhten Schutzes nicht, da sie diesen ohnehin beherrscht; für die Konkurrenz auf den Auslandsmärkten aber wirken die borgeschlagenen Zölle auf Halbstoffe nur schädlich, indem sie die Produktionskosten der solche Stoffe weiterverarbeitenden ndustriezweige wesentlich erhöhen. Der Erfolg der geplanten Bollsteigerungen würde nur darin bestehen, die Preise für Eisenwaren auf dem deutschen Markt in die Höhe zu treiben und zugleich die Macht wie die Unterdrückungsgelüfte jener Unternehmerfoalitionen zu stärken, die sich bisher als die unversöhnlichsten Feinde jedes Fortschritts der Arbeiterklasse: erwiesen haben. Politische Meberlicht. Berlin, den 8. Auguft. Chamaden zum Waldersee- Empfang. Als Waldersee seine Kreuzfahrt nach China antrat, erdröhnte der weltpolitische Tamtam ohrenbetäubend unter den lärmenden Schlägen der offiziösen und Uebersee- Presse, nun er in den heimatlichen Hafen. wieder eingelaufen, begrüßt ihn mur melancholisch gedämpfter Trommelflang, Buguterlegt hat der von so hartnäckigem Mißgeschick verfolgte Weltmarschall doch noch Glück gehabt, darin, daß der Trauerfall in der kaiserlichen Familie seine Heimkehr überschattete und es dadurch den Anschein gewann, als sei der Kontrast zwischen den überlauten Abschiedsovationen und den bescheidenen Bea grüßungen des 8urückgekehrten auf die eingetretene Landestrauer zurückzuführen. Daß nun durch den Todesfall gewisse Sensationsnummern der Empfangsfeierlichkeiten ausfielen, ist selbstMan sieht, in den meisten Artikeln, für welche der bisherige Zollfaz wesentlich erhöht worden ist, angeblich um den einheimischen Markt zu schützen, übertrifft der Erport die Einfuhr um das Zehn- und Zwanzigfache, ja in einigen Fällen fast um das Vierzigfache; d. h. der Inlandsmarkt wird in diesen Branchen Richtig ist, daß in der Maschinenindustrie sich die Kon- verständlich, daß jedoch die Begrüßungsartitel derẞreffe völlig von der deutschen Industrie versorgt, nur gewisse furrenz Großbritanniens und der Vereinigten Staaten von gar jo troden ausgefallen sind, ist nicht auf die Trauer Specialartikel werden in geringem Maße importiert. Und Amerika schärfer geltend macht, als in der eigentlichen Eisen- it immung, sondern auf die allgemeine Kazenjammerweiter, nicht England bedroht den deutschen, sondern umgekehrt Deutschland den englischen Markt, wie der Vergleich branche; ihre Einfuhr in Deutschland übersteigt beträchtlich it immung zurückzuführen, die der Verlauf der Chinagekehrt Deutschland den englischen Markt, wie der Vergleich dessen Ausfuhr nach England und dem Vereinigten Staaten venteure hinterlassen hat. Eine Thatsache, die auch durch den der Ein- und Ausfuhrwerte des Handels in Eisenwaren Gebiet; dafür aber hat die deutsche Maschinenindustrie in originellen Zufall nicht verwischt werden kann, daß eine ganze Reihe mit England zeigt. Während die Einfuhr an Stabeisen, Rußland, Destreich- Ungarn, Frankreich, Italien, Belgien und der Walderfee- Artikel in jene breite Trauerumrandung miteinbezogen Eisenbahnschwellen, Drahtstiften von England so minimal ist, daß sie überhaupt nicht in Betracht kommt, exportierten Holland bedeutende Abſazmärkte. Nach Rußland allein wurden, die Kaiserin Friedrich- Erinnerungen und Einbahrungsuotizen wir nach England im letzten Jahr an Stabeisen für exportierte Deutschland in 1899 an Maschinen mit Einschluß umrahmte. von Lokomotiven, Lokomobilen und Nähmaschinen für 50,3, Die graue Katzenjammer- Stiuumung läßt sich nicht verhehlen, so 1,3 Millionen Mart, an Eisenbahnschienen für 3 Millionen in 1900 für 46,5 Millionen Mart. Gegen die englische fehr man jetzt auch den Eindruck zu erwecken sucht, als habe man Mart, an Drahtstiften ebenfalls für 3 Millionen Mark. Eisen- Maschinen- Industrie beginnt die deutsche in den von allem Anfang an die Mission des Weltmarschalls darin erblickt, draht empfing Deutschland für 0,9 Millionen, lieferte aber nach England für 7,7 Millionen Mark; an groben Eisen- letzten Jahren mehr und mehr an Terrain zu gewinnen, so die Episodenrolle eines Ober- Polizei- Inspektors der Pronach England für 7,7 Millionen Mark; an groben Eisenwaren erhielt Deutschland für 6,8 Millionen, sandte aber daß im letzten Jahre( 1900) bereits für ungefähr 9 Millionen vinz Tichili und einer diplomatischen Anstandstante bek waren erhielt Deutschland für 6,8 Millionen, sandte aber Mark Maschinen und Maschinenteile nach England ausgeführt den Raufereien der internationalen Friedensunterhändler zu spielen. Wie zurüd für 10,5 Millionen Mark; an feinen Eisenwaren kamen worden sind, während sich vor drei Jahren( in 1897) die 23 alderfee und die Khatipresse beim Auszug des Weltvon England für 1,2 Millionen Mart, es gingen dorthin zurück Ausfuhr dorthin nur erst auf 3 Millionen Mark belief. marschalls fich deffen Thätigkeit in China vorstellten, das haben wir für 9,3 Millionen Mart. Das ist die von der hochschutz- Ein gefährlicherer Konkurrent sind die Vereinigten Staaten gestern dokumentarisch nachgewiesen. Man träumte zöllnerischen Presse behauptete Bedrohung des deutschen Eisen- von Nordamerika, deren Einfuhr von Maschinen in Deutsch- Schlachtentorbeer und gänzlicher Demütigung Chinas- und markts durch England; und nicht viel anders steht es um die markts durch England; und nicht viel anders steht es um die land sich seit etwa 5 Jahren enorm gesteigert hat im mun heuchelt man Genugthuung darüber, daß es Waldersee ge amerikanische Stonkurrenz. Allerdings hat in den letzten zehn letzten Jahr erreichte der Import( ohne Lokomobilen und lungen sei, durch Geduld, Nachgiebigkeit und Geschicklichkeit Jahren die amerikanische Eiſenindustrie einen bedeutenden Nähmaschinen) 81,8 Millionen Mark, vornehmlich parti- den Ausbruch schlimmer Konflikte innerhalb der„ Verbündeten“ Aufschwung genommen und mit ihm ist auch der amerikanische cipieren an dieser Steigerung landwirtschaftliche Maschinen. zu verhüten! Export von groben Eisenwaren nach Deutschland gestiegen, Die zunehmende Anwendung von Maschinen in der Landaber dafür führt Deutschland in höherem Werte feine Eisen und Stahlwaren, sowie Eisenbahn- Achsen, Radeisen usw. nach den Vereinigten Staaten aus. Nicht so günstig steht es um die Konkurrenzfähigkeit und die Absatzverhältnisse der Maschinenindustrie; immerhin überwiegt, wie die nachfolgende Tabelle beranschaulicht, auch hier der Export bei weitem die Einfuhr: 1899 1900 Einfuhr Ausfuhr Einfuhr Ausfuhr Millionen Mart Millionen Mart Millionen Mark Millionen Mark So schreibt die„ Kölnische Zeitung": von Feldschlachten mit entwidelten Divisionen 9 aller Herren Länder, lange Linien von Ge schützen, und schließlich das Zusammenklingen der Avanciermärsche von Germanen, Japaneru, Romanen und Slawen wären wohl nicht dem Feldmarschall allein eine angenehmere Aufgabe gewesen, als die leberwindung der täglichen Anforderungen einer diplomatisch militärischen Kleinkunst. Schwieriger jedoch und nach Lage der Dinge auch dankbarer und erfprießlicher war die letztere Aufgabe. An der Art ihrer Lösung ist nichts auszusetzen. Es ist gerettet, gestraft und geordnet worden, alles in den Grenzen der Möglichkeit. China hat die Lehre erhalten, daß seinen Hunderten von Millionen Menschen, wenn es sein muß, and re Hunderte von Millionen einig gegenüberstehen werden, um der abendländischen Kultur den Sieg zu erzwingen. Das Ausland aber hat Gelegenheit gehabt, endlich einmal die Macht der stärksten Nationen der Welt in gemeinsamem Interesse einzusetzen, und niemand wird die dabei gemachten Erfahrungen zu bedauern haben." wirtschaft hat eine starke Nachfrage nach diesem Artikel hervorgerufen, den der deutsche Maschinenbau, der hierauf nicht eingerichtet ist, nur zum Teil zu befriedigen vermag. Dagegen hat sich infolge der besonderen landwirtschaftlichen Verhältnisse Nordamerikas, des Getreidebaus auf großen, gleichartig bestellten Farmen, des Fehlens von Arbeitskräften zur Erntezeit, dort weit früher eine mit allen technischen Hilfsmitteln arbeitende Industrie landwirtschaftlicher Maschinen entwickelt, die sowohl vor der englischen, als der deutschen einen weiten Vorsprung gewonnen hat. Zur Einholung dieses Vorsprungs aber bermag die Erhöhung der amerikanischen Maschinenpreise durch Bölle wenig beizutragen, sondern nur die Erfindung sinnreicher Konstruktionen und Mechanismen, die den amerikanischen überlegen sind. Uebrigens ist recht charakteristisch für die Tendenz des neuen Zolltarifs und die wirtschaftlichen Anschauungen seiner Ausarbeiter, daß gerade in Bezug auf landwirtschaftliche Maschinen, die doch vom Dennoch findet die Regierung für nötig, auch hier ganz reinen Konkurrenzstandpunkt aus mit den relativ größten ungeheure Zollerhöhungen zu fordern, und zwar sind nach Zollerhöhungen bedacht werden müßten, der Tarif eine un- Da Walderfee das erhoffte große Heldentum versagt geblieben dem Princip, daß den schwächsten Schultern die größten gewöhnliche Bescheidenheit zeigt. Während bisher landwirtschaft feiert die Kölnerin jezt also das ihm durch die unangenehme Lasten aufgebürdet werden müssen, gerade jene Gegenstände liche Maschinen zumeist mit 5 m. pro Doppelcentner verzollt Lage der Dinge" aufgezwungene schlichte Heldentum. am härtesten getroffen worden, welche die unteren Schichten wurden, ist der fünftige 8oll für Dampf Dresch- Auch darüber, daß der Kampf der beiden einander schuurstracks gebrauchen, z. B. Nähmaschinen, die bisher als„ Maschinen und Dampf- Mähmaschinen auf 9 Mart fest- widerstrebenden Welten" nicht, wie sie bei Walderfees Ausfahrt anvorwiegend aus Gußeisen" mit 3 M. pro 100 Kilogramm ver- gefeßt, weit niedriger als die Säge für sonstige Dampf- fündigte, bis zum bitteren Ende durchgefochten ist". zollt wurden, die aber fünftig, falls sie ohne Gestelle( Tische) und Kraftmaschinen. Dem Großgrundbesitzer, der land- tröstet sich die Kölnische 8tg." mit der Hoffnung, daß China und zum Handbetrieb eingerichtet eingeführt werden, den wirtschaftliche Maschinen braucht, scheut man sich die wenigstens gesehen habe, daß in einem späteren Konfliktsfalle enormen Zoll von 35 m. pro Doppelcentner Preise in die Höhe zu treiben; den Zoll auf Näh- die Mächte ihm einig gegenüberstehen würden, um der abend. Lokomotiven und Lokomobilen Maschinen und Maschinenteile Nähmaschinen und Teile davon. 4,6 13,3 4,3 15,7 56,9 153,3 87,4 186,2 6,2 18,1 8,2 20,3 ist, " ländischen Kultur den Sieg zu erzwingen". Als ob China nicht gerade gerade darüber belehrt worden wäre, daß es gerade die Uneinigkeit der„ verbündeten" Wächte bor noch schlimmerer Vergewaltigung geschügt hat 1. Wor dem Ausland aber hat sich Deutschland nach dem Urteil der " Hamburger Nachrichten" dadurch blamiert, daß es seinen „ großen Ankündigungen und heroischen Noten" die Chamaden auf dem Fuße folgen lassen mußte. Die reuz 3eitung" meint: " Nächst dem Herrn der Herren dankt das Reich dem weisen, hochbegabten Führer für die so glüdliche Durchführung des Zieles der Unternehmung. Wenn auch keine großen Lorbeeren gegen ebenbürtige Feinde zu holen und dem Feldmarschall wie seinen Truppen drüben feine Gelegenheit geboten war, ihr Können an gleichwertigen Gegnern zu zeigen, so hat, vie wir dies schon wiederholentlich angeführt haben, Graf Waldersee durch die rationelle Begrenzung seiner militärischen Aufgabe und durch die Vermeidung aller uferlosen Unternehmungen eine so völlige Sicherung der Lage geschaffen, daß die politischen eine fast jämmerliche Schwäche der Regierung befunden, die wir ihr ohne zwingenden Beweis zunächst nicht zutrauen möchten." Empfang in Hamburg. Am Donnerstagmittag. turz vor 1 Uhr berließ, wie Wolffs Depeschenbureau meldet, Walderiee mit Gefolge die Gera" und Nicht Schwäche, sondern ein überaus hinterlistiges begab sich auf den festlich geschmüdien Dampfer, Willkommen". Spiel der Regierung wittern die Herbert Bismarcschen Derselbe fuhr die furze Strede vom Jonashafen nach der mit Teppichen belegten, festlich geichmüdten St. Pauli- Landungsbrüde, Hamburger Nachrichten" in der Angelegenheit: " Das Wolffiche Bureau steht ad nutum( auf den Wink) der wo Bürgermeister Hachmann sowie zahlreiche Generale sich Regierung, der Bolltarif ist ebenfalls Regierungsarbeit, deshalb in dem dort errichteten Empfangsgelte eingefunden hatten. militärischer Empfang statt; General v. Wittich muß es Befremden erregen, daß ersteres demonstrativ Sier fand richtete an den Feldmarschall eine Ansprache. Gefolgt von gegen letteren arbeitet. Das tommt sonst nicht vor den Generalen und zahlreichen andren Offizieren trat nunmehr Graf und verstärkt die Vermutung, daß die angeblich Baldersee in der Uniform der Königs- Ulanen, den Marschallstab in durch Indiskretion erzwungene Veröffentlichung des Zolltarifs thatsächlich bestellte Arbeit der Ne- der Rechten, bei strömendem Regen aus dem Zelte. Die Ehrengierung gewesen ist, welche mit der Veröffentlichung den Zwed Compagnie präsentierte. Der Marschall schritt die Front der Compagnie ab und nahm sodann vor dem Zeli Aufstellung, worauf verfolgt hat, zu zeigen, was sie bereit sei, zu thun, aber dabei gehofft hat, daß der Entwurf durch die öffentliche die Compagnie in Sektionsfront einen Barademarsch ausführte. Mit dem General v. Wittich bestieg der General- Feldmarschall den offenen Meinung zu Fall gebracht werde, bevor er zur verfafjungsmäßigen Beschlußfassung der gesetzgebenden Faktoren Galawagen und fuhr nach dem Rathaus, wo um 1/2 Uhr der Empfang durch den Senat stattfand. An den Empfang schloß sich gelange." ein Frühstück an. Das Aussehen des Grafen Waldersee ist vorzüglich. Es ist reizvoll zu sehen, wie die treuesten Stützen der Monarchie Berhandlungen ohne Störungen zum glüdlichen Ende gebracht und des Staats die Regierung ihres Monarchen mit vergifteten ungen zum glüdlichen En Pfeilen belverfen. Jämmerliche Schwäche oder perfides Ränteſpiel Eine Rede werden können. werden konnten." Uns und unfren Freunden aber steht besonders das Verdienst muten sie der Regierung zu, die soeben bereit ist, ihre äußersten des Feldmarschalls hoch, daß er es verstanden hat, die Expedition Wünsche zu erfüllen. Die Angst, daß der frevelhafte Bollwucher rechtzeitig und energisch zu einem scharfen Abschlusse zu doch noch auf irgendwelche Schwierigkeiten stoßen fönnte, treibt sie bringen, ehe Verwickelungen möglich wurden, die dem Reiche zu den seltsamsten Pressionsmitteln gegen die Regierung, damit diese bei der weiten Entfernung der Truppen mindestens unbequem das Verbrechen einer einigermaßen objektiven Berichterstattung über Die rationelle Begrenzung der militärischen Unternehmungen die Stellungnahme des Auslands zum Bolltarif verhindere. besteht wahrscheinlich in dem projektierten Zug nach Einganfu, Die nationalliberale Partei ist in der wichtigsten der nur durch den geharnischten Protest der Mächte verhindert Frage, die für die Geschichte Deutschlands auf lange Jahre hinaus entscheidend ist, wiederum völlig gespalten. Heberaus tragikomisch wirkt der Bericht von der letzten Sigung des Landesausschusses der worden ist! Ebenso verblüffend ist die Behauptung, daß die Expedition rechtzeitig zum Abschluß gebracht worden sei, während doch die Lage der Dinge in China im Mai 1901 genau dieselbe war, wie etwa im Oktober 1900. Die Schansi- Expedition aber verdient cher die Bezeichnung eines Theatereffetts als eines „ scharfen Abschlusses", da Liu vom Boyer sofort zum Verbündeten avancierte. Die„ Berliner Nenesten Nachrichten" entdecken, daß der Erfolg des diplomatischen China- Gastspiels Waldersees seinen früher erworbenen Feldherrnruhm eigentlich in den Schatten ſtelle: " Die Leitung einer Schlacht dürfte oft ein Kinderspiel gewesen sein gegen diese Beherrschung und Bändigung der Interessengegenfäße, ihre Unterordnung unter den einen gemeinsamen Zweck, und das alles gegenüber den Einwirkungen der fremden Diplomatie und der auf ihre Selbständigkeit eifersüchtigen Generale und Admirale" Rebenbei begeht das Krupporgan auch noch eine fleine Geschichtsfälschung: " Graf Waldersee tehrt genau an dem Tage zurück, an welchem ihm vor Jahresfrist das Oberkommando übertragen worden war. Acht Tage nach seiner Ernennung war ẞeting bereits gefallen. Die Kunde davon ging in Europa ein, während er sich auf der See befand, und es entstand hier und da die Frage, ob unter diesen Umständen die Fortsegung seiner Reise noch rätlich und zweckmäßig sei." Peking war am 14. August gefallen und die Kunde davon war bereits am 17. August eingegangen. Am Tage darauf hielt Waldersee in Stassel gleichwohl noch seine bekannte Rede, in der er erklärte, daß niemals der Befehl zum Rüdzug über seine Lippen kommen werde! Die Rheinisch Westfälische Zeitung" endlich giebt der allgemeinen Stimmung ungeschminkten Ausdruck: " Es bak in Es ist besser, daß in letter Stunde verhütet worden ist, den Marschall zu feiern, wie einen FeldHerrn, der heimkehrt, nachdem er siegreich für den Ruhm der Nation im Auslande gestritten. Davon ist teine Rede..... Feste bei seinem Empfange zu feiern, Baraden und Reden zu halten und dergleichen mehr, dafür wollen wir Gelegenheiten ab warten, die es wirklich wert sind. Zudem ist das letzte Wort in der chinesischen Angelegenheit leider noch längst nicht gesprochen. Die Eretution ist vorüber, die Kommandos der Mächte aufgelöst, das Oberkommando überflüssig geworden- aber ob der somit neu gestützte chinesische Kaiserthron sich weiter all des bösen Ungeziefers erwehren kann, das an seinen Grundsäulen nagt, diese Frage ist heute noch gar nicht zu beantworten. Waldersee konnte wenig thun und das Wenige hat keine Gewähr der Daner in fich." Der Zollwucher. Das Wolffsche Telegraphen- Bureau wird von der schutzöllnerischen Presse andauernd heftig umlärmt, weil es sich erfühnte, die russischen Drohungen, von denen wir berichteten, der deutschen Deffentlichkeit zu übermitteln. Die Angelegenheit entwickelt sich nicht ohne Interesse. Zunächst forderten einige agrarische und hochschutzöllnerische Blätter die Regierung auf, die Durchkreuzung ihrer Zollpolitik durch das hochfinanziell beeinflußte Telegraphen- Bureau nicht zu dulden. Die Kreuz- Zeitung" verteidigte das offiziöse Bureau, das auf diejenigen Nachrichten angewiesen sei, die ihm zuzustellen die Offiziösen der andren Staaten für gut befänden. Die Berl. Neuesten Nachr." wiederum verspotteten diese harmlose Auffassung der Kreuz- Zeitung"; es werde täglich von dem aus dem Auslande eintreffenden Material ziemlich viel zurückgestellt, nach dem „ das meiste es die Censur des Au 3Wenn, so erklärten wärtigen Amts passiert hat." die B. N. N.", das„ Wolffiche Bureau" die angeblichen Drohungen des Herrn Witte usw. nicht verbreiten sollte, so täme kein Sterbenswörtchen davon in die deutschen Zeitungen." Die„ B. N. N." sagten damit, das Auswärtige Amt selbst habe die Verbreitung jener unangenehmen Drohmeldungen gewünscht. Sodann wurde durch ein Berliner Nachrichtenblatt behauptet, die Meldungen von der beabsichtigten Grenzsperre für Preußengänger und von dem Abbruch der Vorbereitungen für den Handelsvertrag seitens der russischen Regierung seien überhaupt unrichtig. Aber die Königsberger Hartungsche Zeitung", auf Grund deren Mitteilung das Wolffsche Bureau die erste jener beiden Meldungen verbreitet hatte, besteht auf der Richtigkeit ihrer Mitteilung und weder die Regierung noch das Wolffiche Bureau haben bis jetzt einen Irrtum zugestanden. Die russischen Warnungen und Drohungen gegen die in Deutschland geplante Sperrpolitit bleiben also durchaus glaubhaft - ganz abgesehen davon, daß auch ohne besondere Drohungen tein Zweifel walten kann, daß Nußland sich mit allen Mitteln gegen die Ausweisung seines Brotkorns aus den deutschen Grenzen zur Wehre setzen wird. Die Zollwucherpresse setzt daher ihren Feldzug fort und versucht die Regierung zu drängen, daß sie das offiziöse Bureau zur Unterschlagung derartiger, ihre Pläne beeinträchtigende Meldungen anhalte. Die Deutsche Tageszeitung" schreibt: * nationalliberalen Partei Bayerns; darin heißt es: * Eine Rede Waldersees. Bei dem Empfang durch den Senat im Rathaus hielt Balderfee nach einem Willkommensgruß des Bürgermeisters Dr. Hachmann eine kurze Ansprache. Er nehme, fagte er, alle diese Ehrungen mur zum Teil in seinem eignen Namen an, sie gebühren vor allem dem gesamten Oberkommando im Expeditionscorps. Er hoffe auf baldigen Friedensschluß. Der Asiate habe mir Nespekt, wenn er festen Willen und größere Macht sehe. Beides hätten Deutschland ihm gezeigt und damit unser Aussehen gefestigt. Zum Schluß bringt er der Stadt Hamburg ein Hoch. Feldartillerie- Regiment Waldersee". * Eine Kabinettsorder giebt bekannt: „ Ich bestimme, daß das Schleswigsche Feldartillerie- Regiment Nr. 9 fortan den Namen„ Feldartillerie- Regiment General- Feldmarschall Graf Waldersee( Schleswigsches) Nr. 9" führen soll und beauftrages das Kriegsministerium, diese meine Bestimmung der Armee bekannt zu machen. geblind d Molde, an Bord m. Y.„ Hohenzollern", den 30. Juli 1901. Wilhelm. An das Kriegsministerium." ED Abg. Münch- Ferber kam in seinem Referat über die Stellung der Partei zu den Tagesfragen auch auf die Erneuerung der Handelsverträge als die wichtigste Aufgabe der nächsten geit zu sprechen. Die nationalliberalen Abgeordneten hätten ihren Wählern versprochen, versprochen, der Landwirtschaft zu helfen, sie seien daraufhin gewählt und es sei ihre Ehrenpflicht, Wort zu halten. Sie müßten unentivegt auf dieses Ziel lossteuern. dürften nicht abschwenken und sich nicht irremachen laffen. Die Beschlüsse der parlamentarischen Fraktionen seien dem entsprechend, die Kosakenfurcht sei unberechtigt. Das Geschrei vom Brotwucher werde die nationalliberale Partei nicht irre machen, Der bayrische Specialgesandte Graf Orfenberg überreichte die nationalliberale Fraktion treibe keine Interessenpolitik im Reichstage, fie greife ein, weil und wo es das Gemeinwohl er- namens des Prinzregenten dem Grafen Waldersee die Insignien fordere. Des Referenten Ausführungen, namentlich auch über des St. Hubertus- Ordens. Der Feldmarschall Vankte und die Stellung der Partei zur Landwirtschaft, wurden mit lebhaftem erkannte die vorzüglichen Leistungen der bayerischen Truppen des Beifall von der Versammlung aufgenommen.- Universitäts- Expeditionscorps an. professor v. Lotz( München) wahrte den in der Agrarfrage a b= weichenden Standpunkt der Minorität inter lebhaftem Noch ein Orden. Landestrauer und Gewerberecht. Die Kabinettsorder über Widerspruch der Majorität. Namens seiner Freunde und Gesinnungs- die Landestrauer, deren Rechtsungültigkeit für die 1797 nicht zu genossen gab Redner folgende Erklärung ab:" Entsprechend dem Grund- Preußen gehörigen Teile der Monarchie( wie Hannover, Hessenfaze, daß innerhalb der nationalliberalen Partei Freiheit in Nassau usw.) zweifellos ist aber auch für die altpreußischen Gewirtschaftlichen Fragen gewahrt bleibt, behält sich die biete aus den gestern angeführten Gründen nicht bestritten werden Minorität, die eine Erhöhung der Getreidezölle kann, hat auch ein Interesse für die Reichsgesetzgebung. unterlassen will, vor, diesen ihren Standpunkt nach wie Die Gewerbe- Ordnung ist Sache des Reichs, sie bestimmt vor öffentlich zu vertreten." Daß dies mit Taft geschehen werde, über die Zulassung verstehe sich von selbst. Der Vorsigende konstatierte hierauf. daß die Versammlung hiergegen nichts einzuwenden habe, daß aber vorausgesetzt werden müsse, daß die öffentliche Vertretung der abweichenden Meinung nicht zurdiretten Opposition gegen die Partei führe." Ueber die zu erwartenden politischen Wirkungen der deutschen Hochschußzzollpolitik wird der„ National- Zeitung" aus Paris geschrieben: und Ausübung der Gewerbebetriebe. Allerdings geht hinsichtlich der Ausübung des Gewerbebetriebes ähnlich wie beim Stoalitionsrecht Reichs- und Landesgesetzgebung nebeneinander her, und es ist bedauerlich, daß auch hier noch nicht das Reich das ihm verfassungsmäßig zugewiesene Rechtsgebiet positiv in der Weise ausgestaltet hat, daß es bestimmte und uns zweideutige Normen für die landesgesetzlichen Vorschriften gewerberechtlicher Natur giebt, sofern es, was das beste wäre, die landesrechtlichen Bestimmungen nicht überhaupt aufhebt und durch „ Die französische Presse beschäftigt sich noch immer eifrig Reichsrecht ersetzt. In jedem Fall kann die Ausübung der reichsmit dem Entwurf des neuen deutschen Zolltarifs. Aus eignen geseglich garantierten Gewerbefreiheit nur insoweit durch die wirtschaftlichen Interessen Frankreichs ist dies nicht ohne Landesgesetzgebung ergänzt werden, als dies mit dem Reichsrecht weiteres zu erklären: denn man giebt zu, daß der Entwurf die Ein- und Ausfuhrverhältnisse zwischen dem Deutschen Reich und verträglich ist, als die Vorschriften der Sicherheits-, Feuer- und Sittenpolizei nicht gegen den Grundsatz der Gewerbefreiheit ver Die der Republik im wesentlichen unverändert lassen würde. Hoffnungen, welche die öffentliche Meinung hier je länger stoßen. je mehr an den Sieg der agrarischen Hochschutzzoll- Bestrebungen Nun ist es flar, daß eine königliche Kabinettsorder, die aus in Deutschland knüpft, liegen vielmehr auf politischem Geirgend einem privat- dynastischen Anlaß für geraume Zeit die Ausbiet. Man rechnet damit, daß die kommenden, durch den deutschen übung des Gewerberechts untersagt, nicht in das Gebiet jener nach Tarif verschärften wirtschaftlichen Kämpje in die bisherige dem geltenden Zustand noch berechtigten Polizeivorschriften fällt, Gruppierung der Festlandsmächte, die für französische Revanches sondern im Gegenteil den Absichten der Gewerbeordnung gelüfte so ungünstig war, endlich Bresche legen werden. In erster widerspricht. Damit wird es Sache auch des Reichstags, Linie wird eine wachfende Entfremdung zwischen DeutschBei land und feinen Dreibundgenossen als sicher vor- durch positive Bestimmungen derlei Eingriffe in ausgesetzt. Die Verbindungen zwischen den hiesigen Chauvinisten da 3 Gewerberecht unzulässig zu machen und solche und den frankophilen Kreisen Nord- Italiens, wie auch den tschechischen Möglichkeiten ausdrüdlich auszuschließen. Politikern in Cisleithanien sind eng genug, um es zu erklären, daß dieser Gelegenheit könnte dann gleich das ganze Gebiet der gewerbedie bündigsten Versicherungen über den von Italien rechtlichen Landesgesetzgebung von Reichs wegen geregelt und damit wie von Oestreich- Ungarn zu erwartenden Widerstand gegen in dies Gebiet mannigfacher Willfür Ordnung und Klarheit gebracht die vertragsmäßige Anerkennung der deutschen werden. Agrarzölle hierher gelangt sind. Nicht minder fest ist schon Wie hart die Kabinettsorder in die Erwerbsthätigkeit eingreift, jezt die Ueberzeugung, daß die neuerdings in einer der franzöfiund schen Empfindlichkeit fast umbequemen Stärke für Ostajien wie dafür häufen sich die Zeugnisse. Im Berliner„ Bellealliance- Theater" für den näheren Orient wieder hergestellte politische Intimität find etwa 16 Schauspieler, 15 Artiſten und 10 Personen vom techzwischen Deutschland und Rußland die Belastungsnischen Personal sofort entlassen worden; die Landestrauer löste probe eines zollpolitischen konflikts nicht werde jeden Kontrakt. Denn der§ 7a des Kontratts dieses menschenertragen können. In der Presse wird offen ausgesprochen, freundlichen Instituts besagt:„ Die Direktion ist befugt, diesen dazangesichts der provozierenden Sätze des neuen kontrakt aufzuheben: a) Bei Brand oder notwendig Tarifs eines 3011triegs, der Ausbruch zivar werdendem Bau des Theaters, Krieg, Invasion durch fremde Truppen, eines von russischer Seite begonnenen, durch das heiß- polizeilichem Verbot, Epidemien, and estrauer, politischer Umblütige Temperament, die Energie und die StücksichtsTofigkeit des Ministers Witte unvermeidlich werden müsse. Dieser wälzung und ähnlichen salamitäten, die eine wenn auch nur Bollfrieg müsse notwendig auch auf die politischen Beziehungen momentane Schließung des Theaters zur Folge haben." Es wird Sache des Reichstags sein, dafür zu sorgen, daß die zwischen St. Petersburg und Berlin abfärben, wie er andrerseits der französischen Industrie von Nugen sein, ja Landestrauer hinfort aus der Reihe dieser„ Kalamitäten" für die für diese die langerfehute Gelegenheit zur Wiederherstellung ihres Gewerbefreiheit und Erwerbsthätigkeit ausscheidet. verlorenen Uebergewichts bieten werde. Französische und belgische Fabrikanten und aufleute werden auf- Die Kennzeichnung, welche wir gestern dem schamlosen Vergefordert, schon jetzt auf Mittel und Wege zu sinnen, um halten der Streifbrecher in der Siemensschen Glashütte in Dresden die deutschen Erzeugnisse vom russischen Markt zu verzu teil werden ließen, hat das zarte Gemit der Berliner Neuesten drängen. Ein russisch- deutscher Zollkrieg folle eine Art un- Nachrichten" empfindlich verlegt. Das edle Krupporgan schreibt, blutigen Revanchefriegs für Frankreich bedeuten nachdem es unsere Rotiz wiedergegeben hat: und nach neuen wirtschaftlichen Erfolgen werde man auch den rein politischen Zielen innerhalb Europas näher kommen. Diese Gedanken und Stimmungen finden in den Blättern aller Wir können den„ Berliner Neuesten Nachrichten" verraten, daß Richtungen Ausdruck, man mag den" Temps", den„ Matin", den " Figaro" oder den Gaulois", den Rappel", die République wir noch viel schärfere Maßregeln als ein Zuchthausgesetz gegen die Française", die" Liberté", die„ Lanterne" oder sonst eine be- frechen Streifbrecher beantragen werden, nämlich ein Gesez, des liebige Zeitung zur Hand nehmen daß die deutsche Hoch- Inhalts: Jeder Arbeitswillige, der einen Streifenden in frecher Schutzollbewegung in ihren Folgen für Deutschlands auswärtige Weije belästigt, wird verurteilt, regelmäßig die„ Berliner Neuesten Beziehungen dem politischen und wirtschaftlichen Prestige der Nachrichten", besonders ihre„ Wiye" zu lesen. Wir sind überzeugt, Republik etwas Gutes verheißt, sagt den Galliern der Instinkt."- daß dies Mittel abschreckend wirkt. om elables pdo thod id " * % Deutsches Deutsches Reich. Waldersee Ehrungen. Pour le mérite. Wir haben also die peinliche Thatsache zu verWie ein Berliner Blatt meldet, verlieh der Kaiser Walderfee, zeichnen, daß das anerkannt offigiöse Telegraphenbureau einen Entwurf der Regierung in ausgesucht tendenziöser wie er ihm in einem langen Begrüßungstelegramm mitteilte, den Weise bekämpft. Man wird sich über diese im hohen Maße Orden pour le mérite mit Eichenlaub unter Belaffung in der bedenkliche Angelegenheit noch sehr ernst und eingehend früheren Stellung als Inspecteur der dritten Armee- Inspektion. Bereits einem andren Chinakämpfer wurde diese Ordens unterhalten müssen. Wenn ein Blatt andeutet, daß die Regierung diese tendenziöse Behandlung geduldet habe, um den um auszeichnung zu teil, dem Kapitän ans, dem bei der Ergefügen Schutzöllnern zu zeigen, wieviel Schwierigstürmung der Taku- Forts schwer verwundeten Kommandanten des feiten sie zu überwinden habe, so vermögen wir daran Jltis". mikichi nicht zu glauben: denn die Wahl eines solchen Mittels würde Am oth „ Wir können den Genossen" nur raten, demnächst im Reichstag ein Zuchthausgeset" gegen die frechen Arbeitswilligen zu beantragen." Prahlhanferci. In ihren Waldersee Artifeln renommieren wieder verschiedene Blätter, wie die„ Berl. Neuesten Nachr." und die Staatsbürger- 8tg." mit dem Seymour- Kommando" The Germans for the front". Das letztere Blatt schreibt beispielsweise: " „ Und wo die deutschen Waffen in Attion traten, da haben unsre Chinafahrer den deutschen Namen und den deutschen Kriegsruhm in Ehren gehalten.„ Die Deutschen an die Front!", 10 hieß es bei den verbündeten Heerführern in China. Das ist der schönste Ruhmestitel für unsre braven Chinatämpfer." Der militärische Kriegsberichterstatter der Frankf. 8tg," tadelte umlängst es äußerst herb, daß manche Khatiblätter diesen Befehl Seymours zu einer ganz ungehörigen und lächerlichen Reklame benugt hatten. Der Befehl sei zwar thatsächlich an die deutschen Truppen ergangen, aber ganz gleichlantend auch an die Troelstra durch die Socialdemokratie kandidiert, welcher bei den verursachen die elenden paar„ Banditen", die sich noch in den Boeren übrigen Corps des Expeditionscorps, da die verschiedenen Hauptwahlen besiegt worden war. Von Anfang an wurde seitens fämt- staaten und der Kapkolonie herumtreiben! Nationen sich in der Tête abgewechselt hätten. Nichtsdefto- licher bürgerlichen Parteien ein erbitterter Stampf geführt, um den 17 285 Menschenleben weniger gehen unsre Chauvinisten noch immer mit dem ganz ge= Führer der socialdemokratischen Partei Hollands außerhalb des hat nach der offiziellen englischen Statistik bis zum 5. Juli der legentlich gefallenen Wort prahlend hausieren! Barlaments zu halten. Der Vorsitzende des freisinnig- demokratischen Boerenkrieg den Engländern gekostet, die an Krankheiten GeBundes, eine politische Partei, welche zur„ Milderung des Klassen- Boerenkrieg storbenen nicht mit eingerechnet! tampfes" ins Leben gerufen war, war der Auserlesene der Reaktion. Ein Londoner Telegramm besagt: Das Kriegsamt veröffentlicht Katholische und konfeffionelle Hezze, kapitalistische Gewalt, Berleumdung eine Statistit über die englischen Verluste in Südafrika bis zum 5. Juli: und Korruption, alle Mittel wurden gegen unfren Genossen ins Danach find gefallen oder ihren Verwundungen erlegen 786 Offi Feld gebracht mit der Folge, daß gestern freis für die Socialdemokratie verloren gegangen und Troelstra ge- 8 Offiziere und 558 Mann. 5 Offiziere und 379 Mann sind nach giere und 15 933 Unteroffiziere und Mannschaften. Vermißt werden schlagen ist. Bei der Stichwahl am 27. Juni wurden auf Genoffen zurückbeförderung in die Heimat gestorben. Schaper 2110 Stimmen abgegeben, auf seinen Gegner Dr. Bos wurden nach der Heimat zurückgesandt 3292 Mann. Als triegsunfähig 1852; gestern war die Stimmenzahl Troelstras 2297, Dr. Smidt Furcht vor Ansteckung. Wegen Einführung ber= botener Schriften in die Kaserne hatte sich der Unteroffizier Rülke vom 9. Infanterie- Regiment Nr. 133 vor dem Kriegsgericht in Chemnik zu verantworten. R. war auf dem Bureau beschäftigt und arbeitete nebenher für die„ Zwickauer Neueste Nachrichten" als militärischer Berichterstatter. Um eine Notiz zu verwerten, hatte er ein Exemplar des socialdemokratischen„ Sächsischen Volksblatts" mit in die Kaserne gebracht. Dieses fand man bei ihm und stellte ihn deshalb unter Anklage. Die Verhandlung endete mit der Verurteilung des Angeklagten zu fechs Wochen Mittelarrest. Die überaus harte Bestrafung eines Unteroffiziers wegen einer einzigen Unvorsichtigkeit befundet wiederum den bedeutenden Respekt, den die Militärkreise vor den Wirkungen der Lektüre eines socialdemokratischen Blattes auf die Soldaten empfinden. Englische Pferdeankäufe für Südafrika. Der„ V. 3." wird aus Hamburg gemeldet: Die englische Regierung ließ durch Agenten ungefähr tausend geeignete Pferde zu annehinbaren Preisen in Hamburg und den Provinzen Schleswig- Holstein, Hannover, Westfalen auftaufen. Die Pferde sollen in Hamburg zur Verschiffung nach dem südafrikanischen Kriegsschauplage verladen werden. brachte es aber auf 2687. der WahlIn dem Kreise Weststellingwerf findet am 13. August die Stich wahl statt. Unser Genosse Hugenholtz steht das einem Kalvinisten gegenüber und hat Aussicht auf Sieg. Jim Frankreich. Mag Regis erklärte in einer Unterredung, er werde sich auf einige Zeit aus dem politischen Leben zurückziehen und sich weder in Frankreich noch in Algerien als Parlamentskandidat aufstellen lassen. Auch werde er seine Demission als Bürgermeister von Algier erneuern. Weiter erklärte Regis, daß er in den nächsten Monaten eine Serie antisemitischer Konferenzen in Europa, namentlich in Belgien und Deutschland, beginnen werde. Deutschland hat doch bereits seinen Bückler. Das Blatt wirft die Frage auf, wie sich wohl der Hamburger Senat und die Reichsregierung zu diesem Handel stellen werden. Sie werden eben gar keine Stellung nehmen. Wie die Regierung, die Erlärung ihres Ministers desavouierend, den Geschüßlieferungen der Firma Ehrhardt und den Sattellieferungen einer Berliner Firma einen Minderertrag von 20 Millionen Frank. ruhig zugesehen hat, so wird sie auch die Pferdelieferungen ignorieren. Und der Hamburger Senat besitzt vollends chrbaren Handelsgeist genug, uni sich dieser Aktion der Regierung anzuschließen. Die Einnahmen ans den indirekten Steuern ergaben für den Monat Juli gegenüber dem Voranschlag einen Ausfall von 9 Millionen Frank und gegenüber den Einnahmen im Juli 1900 Hans Blum teilt der„ Erfurter Tribüne" mit:" Ich habe feinerlei Verluste beim Leipziger Bankkrach erlitten, da ich niemals Aktionär, Gläubiger oder Schuldner der Leipziger Bank war. Ich bin und war auch immer geistig völlig gesund, nie getstestrank und nie in einer Heilanstalt für Geisteskrante." Daraufhin nimmt unser Erfurter Partei- Organ die auch in unser Blatt übergegangene Mitteilung über die Erkrankung Blums zurück. Zur Geltendmachung der Ersatzansprüche deutscher Reichs: angehöriger, die durch den Boerenkrieg geschädigt werden, erteilt die„ Nordd. Allg. 3tg." foigende Ratschläge: Nach einer Mitteilung des kaiserlichen Konsuls in Johannesburg empfiehlt es sich für alle diejenigen Reichsangehörigen, ivann, worden סט Italien. General Baratieri ist in Sterzing, Bezirk Brigen, wo er sich seit einigen Wochen aufhielt, gestorben. Partei- Nachrichten. .01 Der Schiedsspruch über die Hamburger Accordmanrer wurde am Dienstag in einer gemeinschaftlichen Mitgliederversamma lung der drei socialdemokratischen Vereine Hamburgs behandelt. Genosse Elm als Referent sprach mit großer Erregung gegen den Schiedsspruch und vertrat unter anderm den Standpunkt, daß die Hamburger Partei die Accordmaurer auch ausschließen könne, selbst wenn der Parteitag den Schiedsspruch bestätige. In seinem Sinne sprachen noch eine ganze Anzahl Redner, während Molkenbuhr, Grünwaldt und Lüth den entgegengesetzten Standpunkt vertraten. Es wurden schließlich zwei Resolutionen dieses Inhalts angenommen: I. Die Versammlung der Mitglieder der drei socialdemokratischen Vereine Hamburgs erhebt gegen den Entscheid des Schiedsgerichts, bezüglich Ausschluß von Streifbrechern aus der socialdemokratischen Bartei, entschieden Einspruch. Nachdem von dem Schiedsgericht selbst festgestellt worden ist, daß diejenigen, deren Ausschluß beantragt var, Streifbruch begangen haben, hätte der Ausschluß vollzogen werden müssen. Die Versammlung beauftragt das heutige Bureau, bei den Baratieri, der einst den Ruf eines erfolgreichen Kolonialtruppen- weiteren Justanzen der Partei, den Controleuren und dem Parteiführers besaß, verlor sein militärisches Renommée durch die vernichtende tag, zu beantragen, daß diese einen Entscheid im Sinne der Antrag Niederlage, die er in dem abessynischen Feldzug am 1. März 1896 ſteller fällen. bei Adu a durch Meneliks Truppen erlitt. Diese Niederlage, Des Ferneren erklärt die Versammlung, daß sie die Begründung, die auf die zu unbesonnenen Operationen aufreizenden Weisungen welche das Schiedsgericht seinem Entscheid gegeben hat, unter keinen des damals am Ruder befindlichen Kabinetts Crispi zurück- Umständen als richtig anerkennen kann. Diese Begründung wider geführt wurde, bedeutete nicht nur den Zusammenbruch der italieni- spricht den Grundsätzen, welche bisher in der deutschen und specielf fchen Afrika- Politit, sondern auch den Sturz des Ministeriums. in der Hamburger Arbeiterbewegung Geltung hatten. Ein Begriff Baratieri felbst nahm seinen Abschied und lebte seitdem zurück- wie" Streitbruch in einer Notlage, durch den der Streifbrecher weder gezogen in seiner süditalienischen Heimat. an Ansehen bei den Arbeitern, noch das Recht verliert, fernerhin den Organisationen anzugehören, die den Klassenkampf führen", war den im Stampf mit dem Unternehmertum stehenden Arbeitern bisher unbekannt. Die Versammlung protestiert ganz entschieden dagegen, daß eine. folche Ansicht Geltung für die socialdemokratische Partei Deutschlands haben soll und spricht die Hoffnung aus, daß diese Auficht unter den, deutschen Arbeitern nie zur Geltung kommen wird. England. China. Erfolge des Kreuzzugs. Ueber die Lage in China nach Liquidation des China- Kreuzzugs meldet der„ Ostas. Lloyd" unterm 28. Juni ans Shanghai! denen englische Truppen in der Südafrikanischen Der amtliche Handelsbericht Großbritanniens für Juli Republik durch wegnahme, Beschädigung oder Verweist eine Vermehrung des Werts der Einfuhr um 2764655 Pfund nichtung ihres Besizes Berluste zugefügt haben, und auf im Vergleich mit dem entsprechenden Monat im Vorjahr. Diese die aus diesem Grunde Ersatzansprüche gegen die englische Regierung zu Zunahme fommt zum großen Teil auf Rechnung der vermehrten erheben beabsichtigen, das folgende Verfahren zu beobachten. Es ist Einfuhr von Lebensmitteln und Getränken, deren Wert sich gegen eine Eingabe, wenn möglich in englischer Sprache, soust unter Juli 1900 um 1302 546 Pfund erhöhte, und auch von Rohmaterialien Beifügung einer englischen Uebersetzung, an das Compensation für die Textilindustrie, deren Wert den des Juli im Vorjahr um Department in Pretoria zu richten und durch 1189 909 fund übersteigt. Die Ausfuhr zeigt eine Abnahme im Vermittelung der kaiserlichen Konsulate in Werte von 164 786 Pfund gegen Juli 1900. Pretoria oder Johannesburg einzureichen. Die Eingabe muß eine möglichst eingehende Erklärung darüber enthalten, und durch iven der Schaden verursacht ist, und wie hoch er sich beläuft. Urkundliche Beweise sind im Original oder in Abschrift beizufügen, Zeugen und Sachverständige namhaft zu machen. Ist anzunehmen, daß ein weiterer Schaden erwachsen ist, der zur Zeit nicht näher angegeben werden kann, so hat der Beteiligte zu bemerken, daß er sich vorbehält, diesen Schaden später festzustellen und anzumelden. Ferner ist die Erklärung abzugeben, daß niemand außer den in der Eingabe etwa erwähnten Personen ein Interesse an dem Ersatzanspruch hat. Am Schluß der Eingabe ist die Richtigkeit der darin enthaltenen Angaben entweder vor einem englischen Konsulate zu beschwören( affidavit) oder vor einer deutschen Behörde eidesstattlich zu versichern. Diese Vorschrift bezieht sich nicht auf die Ersatzforderungen der aus Südafrika ausgewiesenen Deutschen, da diese nicht vor den englischen Behörden in Südafrika, sondern vor der in London tagenden Ents schädigungskommission zur Anmeldung gelangen.n Also doch! im sid Aus Elsaß Lothringen wird uns vom 7. August ge schrieben: Wenn jemals ein Minister in einem Lande mit den Gefühlen des höchsten Mißtrauens und allgemeiner Abneigung empfangen wurde, so Herr v. Stöller bei seinem Einzug ins Straßburger Ministerpalais. Nicht bloß in der Bresse der demokratischen und der flerifalen Opposition, nein, selbst in den waschecht regierungstreuen II. Die am 7. August in Tütges Etablissement tagende gemeinschafts, liche Mitgliederversammlung der drei jocialdemokratischen Vereine Hamburgs beschließt:„ Die große Mehrheit der Mitglieder der in, socialdemokratischen Vereinen organisierten Parteigenossen Hamburgs vertritt entschieden die Ansicht, daß die vom Centralverband der Maurer Deutschlands( Zweigverein Hamburg) gekenn zeichneten Maurer nach dem§ 2 des Organisationsstatuts ehrlos" gehandelt und somit aus der Partei ausgeschlossen werden müssen. Da nun eine Vollstreckbarkeit des Ausschlusies vorläufig nicht möglich, sondern genau nach den im Organisationsstatut vors geschriebenen Bestimmungen zu verfahren ist, wird der definitive Aus dem Norden treffen fortwährend zahlreiche Flüchtlinge die Partei von großem Interesse, um dem fortwährenden Streit Ausschluß erst nach Wochen erfolgen fönnen. Es ist deswegen für aus der Mandschurei ein. Sie melden, daß die ganze unter den aktiv thätigen Parteigenossen vorzubeugen, daß die Provinz Shing- ting im bellsten Aufruhr steht. vom Ausschluß Betroffenen so lange ihre öffentliche Thätigkeit Die Aufständischen durchziehen mordend und sengend das ganze in der Partei aufzugeben haben, bis die Sache endgültig er Land. Rings um Mukden sind die Dörfer und Ortschaften ein- ledigt ist. Ueberall da, wo die Vorposten zurückgezogen sind, haben sich die Boyer und Räuber wieder gezeigt. Chinesische reguläre Truppen tämpfen gegen sie; ob aber auf die Dauer mit Erfolg, scheint sehr zweifelhaft. bom geäschert und Hunderte, die dem Treiben der Banditen Widerstand Auch im socialdemokratischen Verein in Wandsbed wurde leisten wollten, sind niedergemacht worden. Die russischen Streit ein Protest gegen den Schiedsspruch beschlossen. fräfte sind der Aufgabe, im Süden der Mandschurei Ruhe und ein Protest gegen den Schiedsspruch beschlossen, Ordnung zu halten, nicht gewachsen. Die„ Märkische Volksstimme" in Forst wird, wie in einer Wie wenig Beachtung dem kaiserlichen Edilt, d..s die 3udort abgehaltenen Parteiversammlung mitgeteilt wurde, gehörigkeit zu geheimen Gesellschaften verbietet, 1. Oktober an täglich erscheinen. geschenkt wird, beweist die außerordentliche Ausbreitung der Lien- Gemeindewahlen in Hessen. In Heusenstamm eroberten Chuang, einer Gesellschaft, deren Ziel die Bekämpfung der die Parteigenossen von 6 strittigen Mandaten 5 und in ObertsMission ist. In der ganzen Provinz Tschili, namentlich aber im hausen von 4 Mandaten 3; der vierte Kandidat hatte mit dem Süden hat diese Sefte so viele neue Anhänger ge Gegner die gleiche Stimmenzahl, das Los entschied zu seinen Unwonnen, daß die Gesandten sich veranlaßt gesehen haben, ihre sofortige Unterdrückung zu fordern. Chinesische Gerüchte gusten. Chinesische Gerüchte gusten.hile spot ser dit midi melden, daß von den Gesandten in dieser Angelegenheit bereits ein Ultimatum gestellt worden ist. Die Meldungen mögen tendenziös übertrieben sein, aber die Chinesen müßten Hunde und keine Menschen sein, wenn sie nicht Anstalten träfen, um einem neuen Kreuzzug mit mehr Erfolg entgegentreten zu können. Typhus- Epidemie unter den deutschen Truppen. Die verweigerte Unterschrift. Das Zwischenspiel in Halberstadt dürfte als beendigt ans zusehen sein. Die Preßkommission erläßt im Blatte eine Protest erflärung gegen die eigentümliche Redaktionsführung des Ferienredacteurs und dieser erklärt, daß er in den drei Nummern, die cr noch machen wird, weitere Separatleistungen unterlassen werde. Von der englischen Socialdemokratic. Auf der Jahres fonferenz des socialdemokratischen Bundes, die in Birmingham abBlättern bis hinüber zur offiziösen„ Straßburger Bost" war seine Berufung an die Spise des reichsländischen Ministeriums als ein verhängnisvoller Mißzgriff bezeichnet worden, der auch die färglichen Erfolge wieder in Frage stellen müsse, die für die Sache der Aussöhnung des Landes mit den neuen Verhältnissen bisher erzielt worden sind. Wie von einem schweren Alb befreit, hatte die Bevölkerung Reuters Burean meldet aus Tientsin: Unter den deutschen gehalten wird, wurde, wie der Franks. 3tg." gemeldet wird, ein Elsaß- Lothringens vor nunmehr sieben Jahren aufgeatmet, als mit Truppen herrscht viel Krankheit und es tamen za hl. Schreiben von Hyndman, dem Begründer und langjährigen der Berufung des Unterstaatssekretärs und Ministers des Innern reiche Todesfälle infolge des Ausbruchs von bös- Führer der englischen Socialdemokratie, verlesen, worin derselbe mitv. Stöller in die preußische Megierung das Land von dem Gewalt- artigem Typhus vor. Der Gesundheitszustand der britischen teilt, daß er aus dem Ausschusse des Bundes austrete. Er schreibt:; regiment eines Mannes befreit wurde, der durch eine brutale Hand- Truppen ist normal. " Ich vermisse bei den englischen Arbeitern das Selassenbewußtsein, habung der ihm verliehenen Gewaltbefugnisse den totalen Mangel ohne welches nichts Gutes geleistet werden kann. Selbst die Mitan staatsmännischer Befähigung zu verdecken gesucht und mit seiner rücksichtslos dreinfahrenden Unterdrückungs- und Entrechtungsint Mächte wünschen ernstlich, nach der Haltung ihrer Gesandten zu bin ich ganz erstaunt über die Unwiffenheit und Apathie meiner Das„ Reutersche Bureau" meldet aus Peking: Die meisten glieder des socialdemokratischen Bundes lassen in der Beziehung viel zu wünschen übrig. Als Mitglied der gebildeten wohlhabenden Klasign selbst bei einem Buttkamer Anstoß erregt hatte, der in diesen urteilen, eine Lösung herbeizuführen, und Dingen wahrhaftig doch auch kein Stümper ist. Jeßt, nachdem bereit, nötigenfalls weitere Vergleiche einzugehen. Die Landsleute und bin sehr entanutigt über das Resultat unsrer lange Herr v. Köller mit diesen seinen Verwaltungsgrundsätzen Gründe für die Erklärung des englischen Gesandten Satow, daß er inzwischen als preußischer Polizeiminister kläglich Schiffbruch gelitten und seinen Ruf als unerbittlicher Zwangsgermanisator in das Protokoll noch nicht unterzeichnen könne, sind nicht bekannt. werden wohl noch Näheres über den direkten Aulaß zu dem Schritt Man glaubt jedoch, daß, falls das Vorgehen Satows nur der Unfeiner legten Stellung in Schleswig Holstein noch wesentlich verschlimmert hat, jetzt muß seine Berufung zum Leiter des Ministeriums zufriedenheit mit dem Wortlaut des Protokolls zuzuschreiben sei(?) für Elsaß- Lothringen geradezu wie eine Züchtigung für dieses und nicht auf Principienfragen beruhe, ein schneller Abschluß der Land erscheinen, durch die die Aera einer weiteren Verschärfung des Verhandlungen wahrscheinlich sei. bestehenden Diktatur- Regiments eingeleitet werden soll. Es wird weiter geplündert. Afien. fortgesetzten Agitation." Die ausführlichen Berichte über die Verhandlungen der Konferenz Hyndmans bringen. Das Reformprogramm der norwegischen Socialdemokratie. Ju Nr. 176 des Vorwärts" brachten wir den principiellen Teil des Programms in der durch die Beschlüsse des Parteitags be stimmten Form zum Abdruck. Nun ist auch der andre Teil, der die Forderungen an den Gegenwartsstaat enthält, erschienen und dieser 1. Den Zusammenschluß und die Solidarität der Arbeiter. 2. Gefeßlichen Schuß der Nede- und Wahlfreiheit, und Der eben gegangene Herr v. Puttfamer wußte die Härten seines Das„ Bureau Laffan" meldet vom 8. August aus Peking: Die Regiments durch eine gewisse Konzilianz der Formen seines amt britischen Behörden haben den Wunsch ausgedrückt, daß die lichen Anftretens wenigstens etwas zu mildern, was sich besonders Italiener den Sommerpalast räumen, damit derselbe hat folgenden Wortlaut: in seinem Berhältnis zur reichsländischen Volksvertretung zeigte, die den Chinesen zurückgegeben werden kann. Es wird Klage darüber„ Diesen Grundanschauungen entsprechend kämpft die Partei gegener in allen entscheidenden Fragen für sich zu gewinnen verſtand. geführt, daß die Italiener alle beweglichen Gegenwärtig für: Anders Herr v. Köller, der durch sein brüskes Auftreten das Kunst- stände wegschleppen und sogar die berühmte Bronze- Pagode stück fertig brachte, als Repräsentant der Regierung mit der will abtragen in der Absicht, sie bei dem Auszuge mitzunehmen. fähigsten aller Bolksvertretungen der Welt, dem Landesausschuß des Vereinigungs- und Versammlungsrechts der, Arbeiter. für Elfaß- Lothringen, unausgesetzt auf dem Kriegsfuße zu leben. 3. Staatsbürgerliches und kommunales Wahlrecht für alle im Was die socialdemokratische Partei des Reichslandes anbelangt, jo braucht sie sich füglich über die neueste Wendung der Simla: Ein Bosten eingeborener Truppen wurde auf der Grenze finden. Indische Kolonialunruhen.„ Daily Telegraph" meldet aus ande Heimatberechtigten Frauen und Männer, vom vollendeten 21. Lebensjahre an. Die Wahl soll an einem Feiertag stattDinge nicht allzu sehr aufzuregen. Sie ist unter der Aera des Unterstaatssekretärs Stöller( 1889-1894) herrlich gediehen. Erst 19 157 bei Kashmir- Tar gezwungen, sich einer Abteilung des aufrührerischen Stimmen waren bei den Reichstagswahlen des Jahres 1890 für sie Stammes der Maffuas zu ergeben. abgegeben worden, und schon drei Jahre später, nachdem das Köllersche Regiment vier Jahre seine Rute über dem Lande geschwungen, hatte man die Socialdemokratie auf 46 186 hinaufbrangialiert. Der Köller möge also nur kommen und loslegen! Der verstärkte Druck von oben wird auch einen verstärkten Gegendruck von unten erzeugen. Rusland. Holland. Der Boeren- Krieg. Der Kitchener erhält einen Nachfolger! 4. Ein zeitgemäßes Wahlsystem mit Einzelmanns- Wahlkreisen; direkte Wahlen und Stichwahlen. 5. Direkte Teilnahme des Volkes an der Gesetzgebung durch Vorschlags- und Verwerfungsrechts. 6. Abänderung der Bestimmungen für die Erwerbung des Heimat- und Staatsbürgerrechts, und zwar so, daß es auch den eingewanderten Ausländern, die der Arbeiterklasse angehören, möglich gemacht wird, diese Rechte zu erwerben. Aus London wird gemeldet: Sir Alfred Milner wird sich am nächsten Sonntag nach Südafrika einschiffen. Zu seiner Begleitung befindet sich General Lyttleton, der als Nachfolger 7. Eine verbesserte Arbeiterschutz- Gesetzgebung. Besonders wird Kitcheners gilt, falls dieser einen längeren Urlaub antreten sollte. hervorgehoben: a) Verbot der Arbeit der Kinder unter 14 Jahren Kitchener scheint also wirklich alle Hoffnung auf Genesung der in Fabriken, Werkstätten, Bergiverken oder irgend welchen andren südafrikanischen Verhältnisse aufgegeben zu haben. Ob Lyttleton gesundheitsgefährdenden oder anstrengenden Betrieben. b) Einschränkung das ungesunde Klima besser aushalten wird? Nach den Erklärungen der Nachtarbeit auf solche Industrien oder Fälle, wo technische Gründe, Amsterdam, 7. August.( Eig. Ber.) Am 27. Juni wurden zwei britischer Offiziere, die kürzlich vom Kriegsschauplay heimgekehrt sind, Rücksichten auf das öffentliche Wohl oder zwingende AusnahmeSocialisten, M. Schaper und Van der Zwaag, in je zwei Kreijen ge- soll der Krieg sich noch jahrelang hinziehen tönnen. verhältnisse die Nachtarbeit erfordern. c) Festießung eines Maginals wählt. Demzufolge mußte in den Kreisen Veendam und Weststellings Die Lage der nach Kapstadt und Port Elisabeth ge- Arbeitstags von 8 Stunden. d) Verbot der Anwendung giftiger werf eine Ergänzungswahl stattfinden. In Veendam wurde flüchteten Engländer soll eine äußerst elende sein. Und das alles oder die Gesundheit der Arbeiter gefährender Stoffe zu Arbeiten, zu 8. Aufhebung des Häusterverhältnisses. Beitgemäße Abänderung der Gesetzgebung für Dienstboten und Seeleute, zum Schuß der bes treffenden Arbeiter gegen Uebergriffe der Herrschaft und der Vorgesetzten. 9. Eine verbesserte und konfessionslose Volksschule, als einzige Schule für alle Kinder. Unentgeltlicher Unterricht in allen öffentlichen Lehranstalten. Erziehung elternloser und verwahrloster Kinder durch die Gesellschaft( Staat oder Gemeinde). 10. Rechtspflege und Rechtsbeistand durch staatliche oder fommunale Anwälte ohne direkte Bezahlung durch den Rechtsuchenden. 11. Aerztliche Hilfe, Arzneimittel und Krankenpflege auf Kosten des Staats oder der Gemeinden. Bekämpfung der Tuberkulose durch die Errichtung öffentlicher Kur- oder Pflege- Anstalten zur Gratisbehandlung. Die Töpfer in Deffau find in eine Lohnbewegung eingetreten. Die bisherigen Verhandlungen zwischen Lohnkommission und Arbeitgebern haben noch zu feinem Resultat geführt, was die auswärtigen Kollegen beachten wollen. benen ihre Verwendung nicht absolut notwendig ist. e) Gine wöchent- solchen Sweden festgelegten Gelder erweisen sich später, wenn trot liche ununterbrochene Ruhepause von 36 Stunden. f) Gefeßlich fest dem Kursstürze eintreten, als start entwertet, wenn nicht gar als gelegte Kontrolle über die Seetüchtigkeit und Beladung der Schiffe. verloren oder doch unrealisierbar. g) Effektive Gesundheitskontrolle der Schlafräume der Dienstboten Die Pommernbank zu sanieren weigern sich die Banken und zwar und der Seeleute, sowie der Arbeiterwohnungen. Diese Forderung angeblich, weil sie die Lage jener Hypothefenbant für weit schlechter Die Fleischergefellen Hamburge sind mit ihren Meistern in fekt voraus, daß Staat und Gemeinde für die Beschaffung enthalten, als die Regierungstagatoren. Diese Geschichte wird allmählich Differenzen geraten, weil sich die Innung weigert, die überhandnehmensprechender Wohnräume sorgen, wenn es an solchen mangeln etwas geheimnisvoll. Schon vor einigen Monaten erschien im Tollte. h) Durch die Arbeiter gewählte Beamte zur Beaufsichtigung„ Börsen- Courier" ein Avis, aus dem man schließen konnte, daß die den Mißstände im Gewerbe abzustellen und weil ein Mitglied des GeBanten sich scheuen, noch mehr Stapital in Sanierungen" feft- ellen- Ausschusses gemaßregelt worden ist. Die Gesellen der Innung zulegen. Sie haben mit sich selbst genug zu thun. Die Bescheiden- haben folgende Forderungen unterbreitet: 1. Einführung einer regelmäßigen Arbeitszeit. 2. Einschränkung der Sonntagsarbeit, vor allem beit ist durchaus angemessen. Aber wenn die Gläubiger der Bommernbank mürbe genug geworden sind, um den Banken größere Abschaffung der Schlachthofsarbeit an Sonn- und Festtagen, sowie strikte Einhaltung der gefeßlichen Bestimmungen für die Sonntagsruhe. Gewinnste einzuräumen, wird man's natürlich doch versuchen. Eine Erwähnung verdient auch ein hoffnungsgrüner Artikel 3. Teilnahme der Gesellen an der Kontrolle der Schlaf- und Arbeitsräume. 4. Schutz gegen Maßregelungen der Gesellenausschußim Börsen- Courier" über den Seehandel in Hamburg und Bremen. Mitglieder. Außerdem hat eine Versammlung noch den Wunsch ausDie Schiffstonnenzahlen der beiden Häfen sind im ersten Halbjahr 1901( einkommende Schiffe) um etwa 1/4 million Registertons gestiegen. Diese Ziffer fagt aber wenig oder nichts. Denn abgesehen von den Auswanderungsschiffen, deren Frequenz mit der Krise zunimmt, haben Hamburger Reedereien ihre Hoffnung auf ein gutes Geschäft auch während der Krise geradezu damit begründet, daß der Export unter dem Druck des Angebots im Inlande zunehmen werde, und 12. Ausreichenden Unterhalt für alle Arbeitsinvaliden. sie haben auch erklärt, daß diese Erscheinung bereits eingetreten fei. 13. Größtmögliche Einschränkung der indirekten Steuern. Ver- Man tann also aus den Reedereiziffern feinen direkten Schluß wendung des Ertrags der auf die Arbeiterbevölkerung fallenden in- auf die Krise machen, und vor allem sind jene Zahlen nicht im direkten Steuer zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der Arbeiter. stande, die offenbaren Nachweise des Niedergangs aus den übrigen Aufhebung der Schutzölle, die die Arbeiterbevölkerung zu Gunsten Bezirken des Erwerbslebens zu entfräften. einzelner Erwerbszweige und Bevölkerungsklassen belasten. nahme, Vermögens- und Erbschaftssteuer mit Erhöhungen nachsteigender Stala. Besteuerung des Bodens, auch des unbebauten, nach dem natürlichen Wert, den er für den Ackerbau hat, und in Eins Gewerkschaftliches. An die Arbeiterschaft Deutschlands. gesprochen, dem Gesellenausschuß zur Begründung dieser Forderungen Freie Rede in der Innungsversammlung zu gewähren. freie Rede in der Innungsversammlung zu gewähren. Das Chemnizer Gewerkschaftskartell hat an den Rat und das Stadtverordneten- Kollegium eine Betition gerichtet, wonach bei Vergebung städtischer Arbeiten die Unternehmer sich verpflichten sollten, in erster Linie in Chemnitz wohnhafte Arbeiter zu beschäftigen und ferner, die Frauenarbeit bei Hoch- und Tiefbauten im Stadtgebiet gänzlich verboten werden solle. Der Bauausschuß schlug dem Rate vor, Bestimmungen im Sinne der Petition zu treffen. Der Stadtrat jedoch gab seine Zustimmung nur insoweit, als es sich um Arbeiten handelte, die in eigner Regie von der Stadt ausgeführt werden, die Stadtverordneten dagegen stellten fich auf den Standpunkt der Betenten und des Bauausschusses und ersuchten den Rat, ihrem Beschlusse beizutreten. Der Nat ist aber bei seinem ersten Beschlusse stehen geblieben. den Städten erhöhte Besteuerung unbebauten Grund und Bodens. Seit nunmehr 14 Wochen tobt in Nordhausen der Kampf der Die Stuttgarter Bäckergehilfen befinden sich in einer LohnAllmähliche Uebernahme derjenigen Thätigkeitszweige, die die Tabakarbeiter um die Erhaltung der Organisation. Die im Unter- bewegung. Tabalarbeiter um die Erhaltung der Organisation. Die im Unteröffentlichen Einnahmen vermehren oder die Ausgaben der Be- nehmerring vereinigten acht Kautabat- Fabrikanten wollen immer noch völkerung vermindern können, durch den Staat oder die Gemeinden. keinen Frieden. Die ausgesperrten Arbeiter haben alles versucht, um Besonders kommen hierbei in Betracht: die großen Fischereien, die eine Einigung herbeizuführen, die acht Unternehmer lehnen jede Dampfschiffsverbindungen, die Tabatindustrie, Branntweinbrennerei, weitere Unterhandlung ab. die Bierbrauerei, die Forstwirtschaft, die Holzmasse- Industrie und der Import von Getreide und Kohlen. 14. Ausführung der staatlichen und kommunalen Arbeiten durch Staat und Gemeinden felbst, ohne Mitwirkung privater Unternehmer. 15. Errichtung internationaler Schiedsgerichte. Abschaffung des Militarismus und Einführung allgemeiner Voltsbetvaffnung. Krach und Krise. bewegung. Sie verlangen einen Minimallohn von 25 M. für Schießer, 23 M. für zweite und 20 M. für dritte Gehilfen, außerdem Soft und Logis außerhalb des Hauses des Meisters, Berechnung der gefeßlichen leberstunden mit je 50 Pf., Angliederung des Arbeitsnachweises an das Städtische Arbeitsamt 2c. Von den 420 ut Wie die Fabrikanten offen erklären, wollen sie die ausgesperrten Stuttgart beschäftigten Gehilfen haben sich mehr als 300 der Arbeiter und Arbeiterinnen durch Aushungern zwingen, Bewegung angeschlossen. Man will noch einmal bei den Meistern fich willenlos zu unterwerfen. Die ausgesprochenfte Vernichtung vorstellig werden, und wenn diese nicht bewilligen, die Arbeit niederfort- legen. der Organisation, das jahrelang geübte System der fort- legen. gesetzten Maßregelungen soll mit allen Mitteln der Gewalt aufrecht erhalten werden. Genossen! Der Kampf ist hart. Faktoren, wie die Nordhäuser Gefängnisverwaltung, der städtische Arbeitsnachweis und die Verpflegungsstation marschieren mit dem Unternehmertum gegen die organifierten Tabatarbeiter, um denselben ihr Koalitionsrecht zu entreißen. Auf drum, Genossen und Brüder! Thue ein jeder denkende Arbeiter seine volle Schuldigkeit im erneuten Ansturm gegen die brutale willkür, die Herrschgelüfte und den Terrorismus der Unternehmer. Arbeiter Deutschlands! Helft uns im heißen Ringen um die Erhaltung unsrer Organisation. Wenn jeder klaffenbewußte Arbeiter seine Pflicht thut, dann muß der Verband zur Anerkennung gelangen. Ausgesperrt sind noch 636 Personen mit Das Gewerkschaftskartell Nordhausen 466 Kindern. und Das Komitee der ausgesperrten Tabatarbeiter. Alle Sendungen und Briefe find an H. Schmidt, Nordhausen, Berlin und Umgegend. Ausland. Der Ausstand der Sammetweber in St. Etienne( Frankreich) ist beendet; die Ausständigen haben geringe Erfolge zu verzeichnen. Sie hätten mehr erreicht, wenn alle Beteiligten an den ursprünglichen Forderungen festgehalten hätten. Diese Forderungen hatten einen Lohnausgleich zum Ziel. Es hatte sich nämlich herausgestellt, daß einige Fabrikanten außerhalb der Fabrik höhere Löhne zahlten als innerhalb derselben. Die außerhalb der Fabrik gezahlten Löhne wurden nun zur Grundlage für die Gesamtforderungen gemacht, auf welche die Fabrikanten auch eingegangen wären, wenn sich nicht etliche Arbeiter veranlassen ließen, von diesen Forderungen etwas nachzulassen. Um den Streit nicht ganz im Sande verlaufen zu lassen, mußte die Streiffommission auch nachgeben. Zum amerikanischen Stahlarbeiterstreik wird der Frankf. 8tg." aus New York gemeldet: Der Stahltrust schloß die Roheisenwerke in Shenango- Thal, vermochte indessen den Betrieb in zwei Stahlanlagen des Clark- Etablissements aufzunehmen und erlangte neue Arbeiter in Wellsville. zölle treibt!) " Die kapitalfromme Presse ist nach alten Gewohnheiten und ganz den Interessen ihrer Kreise entsprechend eifrig bemüht, die sich täglich neu bemerkbar machende allgemeine Krise zu leugnen und die Meinung zu verbreiten, daß es sich nur um den Zusammenbruch einzelner schwindelhafter, verbrecherischer" Unternehmungen handle. Weil zur Unterſtügung solcher Darstellungen auf eine Reihe be kannter Thatsachen hingewiesen werden kann, finden jene vielfach Glauben, allerdings nur bei Ununterrichteten und bei Interessenten, die glauben, was sie gern wollen. Andre Leute wissen, daß jene Zusammenbrüche von Schwindelbauten nur eine Begleiterscheinung, eine Teilerscheinung der Krise sind, nicht diese selbst! Längst, che irgend eine Erwerbsgesellschaft zusammenbrach, hatten wir eine Strise, eine Reaktion gegen den Größenwahn der Hoch- Schreiberstr. 10, zu richten. tonjunktur. Und neben den Zusammenbrüchen her gehen andre E.heinungen des Wirtschaftslebens, die im Grunde weit Tehte Nachrichten und Depeschen. wichtiger und bedeutender sind, wie z. B. die Die Bananschläger werden am Dienstag vor dem Einigungsschwere Stockung im Eisenhandel, die jetzt eben im amte des Berliner Gewerbegerichts über die Einführung eines neuen Gespenster in den Taunuswäldern. Begriff ist, sich auf den Kohlenmarkt fortzupflanzen, die Lohntarifs verhandeln, nachdem sich nun auch die Unternehmer hierzu Bilanzen der Hütten, die allein auch aus ihren Bechen, bereit erklärt haben. Köln, 8. Auguft.( B. H.) Die Kölnische Zeitung" meldet aus wenn sie solche haben, solche haben, Gewinnste ziehen, wie der letzte In der öffentlichen Versammlung der Bauanschläger, die gestern Homburg: Hier und in Cronberg treten Gerüchte auf, daß eine Bierteljahrsnachweis der Laurahütte bewies; endlich die gefährliche im Gewerkschaftshause tagte, wurde von mehreren Rednern die Be- Susarenpatrouille auf der Hohenmark vier Anarchisten" festBerfaffung des Elektricitäts- Großgewerbes, das allgemein nach fürchtung geäußert, daß durch die Verhandlungen, für die Termin genommen hätte. Sorgfältige Nachforschungen ergaben, daß dem System verfahren ist, Tochtergesellschaften zu gründen und erst am Dienstag angesezt ist, die ganze Bewegung nur in die Länge ein Husar im Walde auf vier italienische Arbeiter stieß, deren Aktien einstweilen unter Protektion zu nehmen. Dieses gezogen werden soll. Von diesen Rednern wurde befürwortet, daß welche angaben, Arbeit zu suchen. Sie wurden zur nächsten Die Polizei System wird sich bitter rächen, und was wir in dieser Hinsicht bei den Meistern schon heute, Freitag, der neue Tarif unterbeitet und Patrouille und von dort nach Oberursel geschafft. Schudert erlebt haben, ist nur ein Vorspiel. Seit einiger Zeit machen sich Anzeichen bemerkbar, daß sich vom Montag ab bis zur endgültigen Erledigung vor dem Einigungs- fand nichts Verdächtiges und brachte sie nach Frankfurt weiter. erhebliche Ereignisse im Großgewerbe von Rheinland- Westfalen amt nur zu den geforderten Bedingungen gearbeitet werden soll. Die in Oberursel beschäftigten italienischen Arbeiter werden Eine dementsprechende Resolution und ein weiterer Antrag am streng überwacht. 19 davon erhielten strenge Weisung, vorbereiten. Der Schwindler Terlinden ist auch hier nur ein Typ Montag die Arbeit bis zur Beendigung der Verhandlung einzustellen, außer der Arbeitszeit fich nicht auf der Straße zu zeigen. für eine Rebenerscheinung der Krise. Plumpe Aktienfälschung und wurden schließlich gegen eine erhebliche Majorität abgelehnt und Von Anarchistenverhaftungen ist indessen keine Rede. Zur Zeit ist dergleichen ist eine immerhin seltene Erscheinung. Aber wenn schon die Ziffern der letzten Monate über Koblen- beschlossen, erst die Verhandlungen mit den Unternehmern am die ganze Gegend vollständig anarchistenfrei. Aber wenn schon die Ziffern der letzten Monate über Kohlen- Dienstag abzuwarten. Sollten die Verhandlungen am Dienstag( Bolizei und Militär scheint durch die Trauerstimmung und den und Eisenhandel eine starke kritische Reaktion bezeugten, so find die nicht zum Abschluß kommen, so soll dahin gewirkt werden, daß dann Aufenthalt in den Taunuswäldern hochgradig nervös geworden Nachrichten über die Läger der großen Hütten und deren wenigstens der alte Tarif vorläufig anerkannt wird. Am Dienstag findet Geldverlegenheiten noch weit redseliger. Denn leider mußten die Eisenhütten ihren Betrieb weit mehr einschränken, als sie wieder eine Versammlung statt, in der die weiteren Maßnahmen be- zu sein.) Grenzsperre für Preußengänger. es schon thun. Trotz aller damit verbundenen Leiden für die Arbeiter schlossen werden. giebt es im Reiche der kapitalistischen Ordnung kein andres Mittel der Maurer) beschlossen in ihrer legten Mitgliederversammlung, daß der Meldung, daß Rußland als Erwiderung auf die deutschen Die organisierten Puter( Bahlstelle I des Centralverbandes Köln, 8. Aug.( B. H.) Die katholische Köln. Voltsztg." schreibt zu Der Krise zu begegnen, als Produktionseinschränkung. Aehnlich, wie nachdem letzten Vierteljahresausweis bei der Laura- von jezt ab alle diejenigen Mitglieder, die zu den vom Arbeitgeber: Agrarzölle die Grenze für Preußengänger zu sperren hütte steht es mit dem Bochumer Gußstahlverein nach dem letzten bund ausgegebenen verschlechterten Bedingungen arbeiten, als aus beabsichtige: Diefe Meldung darf man nicht als blinden Jahresabschluß. Die Erträge, die noch erzielt sind, sind erheblich, dem Verbande ausgeschlossen gelten sollen. Elf Mitglieder, denen Schreckschuß auffassen. Wie uns mitgeteilt wird, ist die Frage aber sie sind wesentlich auf die mit der Hütte verbundene Kohlenzeche nachgewiesen wurde, daß sie, ungeachtet der ihnen bekannten Stellung noch immer in der Schwebe und die Zahl der einflußreichen russischen zurückzuführen. Bei der Bochumer Abrechnung hat die Sache noch des Verbandes gegenüber den von den Unternehmern aufgestellten einen etwas eignen Beigeschmad. Die Zeche Karolinenglück Bedingungen, doch auf diese eingegangen waren und damit gegen die Großgrundbesizer, welche das Verbot verlangen, wird immer größer. ist Ende September vor. Js. durch den Bochumer Verein erworben bisher geltenden Arbeitsbedingungen verstoßen hatten, wurden sofort( as nicht hindert, daß das Centrum mit Bolldampf in die Bucherund die dafür ausgegebenen Aktien sind ant die Aufsichts- ausgeschlossen. Das Wolffsche Telegraphenbureau sucht jetzt den Zorn der räte, Direktoren 2c. des Bochumer Vereins gegangen, die vorher im Besitz der Kure von Karolinenglid waren. Schon bei jenem AnAgrarier zu beschwichtigen, indem es zur Abwechselung die folgende Meldung verbreitet: fauf der Beche ging es auf die Art zu, die im großen Geschäft üblich ist und bei gewöhnlichen Bürgersleuten, die sich nicht so er folgreich mit dem Studium der Gesetze befassen können, übel ausschlagen würde. Jetzt wird in der Welt am Montag" dem Bochumer Berein nachgesagt, daß die hohe Dividende, die jezt noch bezahlt wird, mehr in Rücksicht auf noch an den ManII zu bringende Attien, als zufolge einer richtigen und vorfichtigen Bewertung der Erträge und Aussichten zu stande gebracht sei. Der neue italienische Finanzminifter. Der Bochumer Verein hat aber wenigstens nicht so überfüllte Zum Sammetscherer- Streik in Krefeld wird uns geschrieben: Rom, 8. Auguft.( W. T. B.) Der Deputierte Carcano hat Läger, wie z. B. die Dortmunder Union, die in schweren Verlegen Die Sammetfabriken haben ihre Drohung wahr gemacht. In den heiten ist, eine Lage, die gewiß nicht dadurch besser wird, daß es Eammetfabriken wird seit Montag, den 5. August, nur fünf Stunden das Finanzportefeuille angenommen. andren Hüttenwerfen ebenso geht. Aus diesen Verhältnissen bereitet gearbeitet. Im Laufe der nächsten Woche sollen die Fabriken ganz Breslau, 8. August.( W. T. B.) Die Abendblätter melden fich eine Strise im Hüttengewerbe vor, die schwere Folgen für die Arbeiter geschlossen werden, wenn der Streik bis dahin nicht beendigt ist. haben muß. Auch die Erneuerung der Roheisenkartelle in Schlesien Die Sammetweber haben in einer Sigung der Fabrikausschüsse bes aus Wüstewaltersdorf: Der Konkurs des hiesigen Vorschußund in Rheinland- Westfalen, die soeben zu stande gebracht ist, wird schlossen, eine abwartende Stellung einzunehmen, um die günstige vereins ist in die Wege geleitet, nachdem bei der Spare daran nichts ändern, wenn nicht eine stärkere Produktions- Ein- Position der Streifenden nicht zu gefährden. Sollte es zu einer voll- Kaffe desselben ein Fehlbetrag von 100 000. festgestellt worden fchränkung und eine Herabfeßung der Kohlenpreise durchgesezt wird. ständigen und allgemeinen Aussperrung tommen, so will man von ist. Der ehemalige Kassierer des Vereins Hoffmann hat sich heute Die Rückwirkung der industriellen Krise auf der Stadtverwaltung und nicht von den Verbänden Unterstützung früh erschossen. die Banten ist auch erst in ihren Anfängen begriffen. Ohne fordern. Der durchsichtige Plan der Unternehmer, die Kassen der schwere Erschütterungen scheint einstweilen der Sturz der Bankfamilie Landau abzugehen, weil diese Großfinanzfamilie Sollten die Sammetfabrikanten die Fabriken ganz schließen, so sich anscheinend mit ihren Spekulationen lediglich selbst geschädigt hat. werden die Sammetbandweber die Arbeit einstellen, um dadurch Die„ Nationalbant für Deutschland" behauptet, feine Verluste zu er einen Druck auf die Fabrikanten auszuüben. Denn dieser Zweig der Leiden, sie ist eine Gründung des Hauses Landau, dessen Chef außer Textilindustrie ist in aufsteigender Konjunktur begriffen. Da nun im Aufsichtsrate jener Bant noch in 25 Aufsichtsräten saß und figt. ein fortwährender Mangel an Arbeitern in diesem Specialfach Unter dem Druck des Mißtrauens, das zu starkem Angebot herrscht, so können die Fabrikanten, die ohnehin gegen die französische ihrer Aftien führt, haben sich einige Banken zu außerordentlichen Konkurrenz zu kämpfen haben, durch die Arbeitsniederlegung der Maßregeln entschloffen. Die Berliner Bank veröffentlicht eine Halb- Sammetbandweber in große Verlegenheit tommen. Die Sociale Kommission, welche in Krefeld besteht, und welcher jahrsbilanz, die zwar nicht viel, aber doch so viel verrät, daß auch die Berliner Bant im Juli einen starten Stoß ausgehalten hat. Die auch zwei Arbeiter angehören, die aber in 5 Jahren noch keine EinDepofitengläubiger haben der Bant 16/2 Millionen entzogen, den ladung zu einer Sigung erhielten, beriet jetzt in einer Sizung, zu dritten Teil aller täglich fälligen Verbindlichkeiten der Bant. Wie möchte welcher diesmal auch die Arbeiter erscheinen durften, über die Sachhiernach eine Halbjahrsbilanz der Dresdener Bant aussehen, der lage, und bot den Streifenden ihre Vermittelung an. 50 Millionen Depositen entzogen sind. Gerade diese Bank, die es Sociale Kommission absolut kein Vertrauen bei den Arbeitern genießt, am nötigsten hätte, veröffentlicht teine Semesterbilang, sie wird so wurde die Bermittelung rundweg abgelehnt. Als dagegen der Geschäftsihre Gründe haben. Auf alle öffentlich geäußerten Bedenken hüllt führer des Fabrikantenverbands mit der Anfrage an die Streitenden fie fich in Schweigen, und sie hat sogar geschwiegen, als ihr jüngst herantrat, ob sie zu Verhandlungen geneigt seien, wurde diese Anin mehreren Blättern bedenkliche Schiebungen nachgesagt wurden, frage jofort bejaht. Diese Verhandlungen haben nun am 7. Auguft die zur Erhaltung des Kurses ihrer Aktien dienen sollten. stattgefunden. Der Vorstand des Fabrikantenverbands, der die BerDerartige Schiebungen und Machenschaften haben aber die handlung leitete, erklärte, daß eine Lohnerhöhung vollständig ausLeipzig Raffel geschlossen sei. Nach dieser Erklärung wurden die Verhandlungen bedenklichsten Konsequenzen, bei ber Pommern Bant Die zu abgebrochen und wird nun der Kampf weitergeführt. sehen fonnte. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. und wie man D Deutsches Reich. Zum Generalstreit der Flaschenmacher. Die Attien der Siemens'schen Glasfabrik sind im Kurse gefallen. Die Firma läßt den Handelsredaktionen bürgerlicher Blätter eine Notiz zugehen, worin sie sich bemüht, darzulegen, daß der Kursrückgang nicht eine Folge des Generalstreits sei, daß vielmehr trotz des Streits flott weiter gearbeitet werde usw. Daß es mit dem Weiterarbeiten nicht weit her ist, das steht fest, und die Annahme, daß der Rüdgang des Kurses eine Folge des Streits ist, hat mindestens eine große Wahrscheinlichkeit. Verbände zu leeren, soll dadurch vereitelt werden. Memel, 8. August.( W. T. B.) Das Memeler Dampfboot" meldet, es fei auf Grund russischer Informationen von behördlicher Seite in der Lage, zu versichern, daß augenblidIich teine Maßregeln wegen Verhütung der reußengängerei erwogen werden, noch voraussichtlich zu erwarten find, " Kaiserslautern, 8. Auguft.( W. T. B.) Der Vorsitzende des Borschußvereins in Landstuhl, Fabrikant Herle, Mitinhaber der Spritfabrik von Bum u. Herle in Landstuhl, ist, wie die Pfälzische Presse" meldet, seit drei Wochen flüchtig: hinter ihm ist ein Sted brief erlassen worden. Es sind für 200 000 M. Wechselaccepte vorhanden, für die teine Dedung da ist. Die Staatsanwaltschaft be schlagnahmte die Bücher; die Firma Bum 11. Herle hat ihre Bahlungen eingestellt. Budapest, 8. August.( W. T. B.) In Leutschau( Komitat Zips) ist gestern Nacht eine Feuersbrunft ausgebrochen, bei der sieben Menschen ums Leben famen. London, 8. August.( W. T. B.) Unterhaus. Der Erfte Lord des Schatzes Balfour teilt mit, daß die Regierung die Vorlage betreffend Abänderung der Erklärung des Königs bei seiner Da aber die Thronbesteigung fallen lasse. London, 8. August.( W. T. B.) Lord Kitchener meldet aus Pretoria von heute: Ein zu Steinaders Reitern gehöriger Posten von 25 Mann wurde am Sabyfluß von Boeren überrumpelt und gefangen genommen. Queenstown, 8. August.( W. T. B.) Der Dampfer der White Star- Linie Oceanic", welcher heute auf dem Wege nach New York bier antam, berichtet, er sei im irischen Kanal mit dem fleinen Küstendampfer Kincora" aus Waterford zusammengestoßen. Der Dampfer sei gesunken, 7. Personen seien ertrunten. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. f Nr. 184. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. reitag, 9. Auguſt 1901. Berliner Partei- Angelegenheiten. erscheinen. Gäste willkommen. Der Vorstand. Spandan. Die Parteigenossen werden hiermit nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß Billets zu der am kommenden Sonntag stattfindenden Dampferpartie der hiesigen Gewerkschaften und der politischen Partei noch in den bekannten Verkehrslokalen sowie furz vor der Abfahrt an den Dampfern zu haben sind. Die Bartie wird durch die angeordnete Landestrauer nicht gehindert. Es wird um recht rege Beteiligung gebeten. " Die Eifersucht trieb den Bügler Franz Danielowski dazu, Selbstmord zu begehen. D. wohnte früher in Schlafstelle, nachdem seine Wirtin, die 13 Jahre älter ist als er, 21/2 Jahre lang Witwe gewesen war, heiratete er sie vor 1/2 Jahren. Aber die kinderlose Che war nicht glücklich. Als der Ehemann schließlich erfuhr, daß seine Frau mit einem Schlafburschen, der bei den Leuten wohnte, ausging, verließ er fie vor vier Wochen und zog von der Colmarerstraße 6 nach der Straßburgerstraße. Am vergangenen Sonntag ging Frau D. wieder mit dem Schlafburschen aus. Als ihr Mann davon Stenntnis erhielt, ging er vorgestern nachmittag um 51/2 nach ihrer Woh mung, erhielt aber auf sein Klingeln keine Antwort. Er glaubte nun, daß man ihm nicht öffnen wolle, während in Wirklichkeit seine Frau in einer Fabrit in der Alten Jakobstraße bei der Arbeit war. Nachdem er laut gedroht hatte, daß er sich vergiften werde, wenn man ihm nicht aufmache, nahm er in der That Sublimat. Bei Verwandten, zu denen man ihn brachte, starb er schon nach einer Stunde. fürchteten, zumal da ein hiesiges Arbeiterblatt seine Leser Von fachmännischer Seite wird uns hierzu geschrieben, daß man aufgefordert habe, bei Unfällen stets gegen den Lehrer vor- es unbegreiflich findet, wie der Lehrling mit dem erwähnten Auftrag zugehen. Wir wiesen dem Blatt nach, daß im Vorwärts", betraut werden konnte. Die Cementbetondecke des Balkons war Schöneberg. Die Listen zu den Stadtverordnetenwahlen werden der hier allein gemeint sein konnte, lediglich aus Anlaß noch nicht lange fertiggestellt und büßte somit jede Festigkeit ein. bom 15. bis 31. August im Feuerwehrgebäude, Feurigstr. 63/64, der erzwungenen Beteiligung bon Gemeindeschulkindern an Ein solches Mauerwerk muß mindestens acht Tage stehen, ehe es bes Portal II, 2 Treppen, Zimmer Nr. 16, werktäglich von 9-2 und der Bismardfeier die Eltern auf die Möglichkeit von ernsteren treten werden darf. Geschieht es dennoch, dann darf die Verschalung, Sonntags von 11-1 Uhr zu jedermanns Einsicht öffentlich aus- Unfällen aufmerksam gemacht und gegebenenfalls ein Borgehen wie es hier geschehen ist, nicht entfernt werden, und so war der gelegt. gegen die Lehrer empfohlen worden war, daß wir aber die Schüler- Unfall überhaupt möglich. Es hat also grobe Nachlässigkeit hier ein Ober- Schöneweide. Sonnabendabend 81/2 Uhr tagt im Lotal ausflüge dabei nicht mit einem einzigen Worte erwähnt hatten. Menschenleben in Gefahr gebracht. bon John der Arbeiter- Bildungsverein. Vortrag des Genoffen Jetzt wird in der Tägl. Rundschau" in einem Artikel über die HaftEin Zusammenstoß eines Straßenbahnwagens mit einem B. Hirsch- Charlottenburg über die Stellung der Socialdemokratie zu pflicht des Lehrers versucht, die Sache so darzustellen, als sei von Raftwagen fand vorgestern nachmittag in der Berlinerstraße in den preußischen Landtagswahlen. Bei der Wichtigkeit dieses Themas uns auch bestritten worden, mit Bezug auf die Bismardfeier Charlottenburg statt. Ein Motorwagen der Linie Kupfergrabenist es die Pflicht eines jeden Parteigenoffen, in der Versammlung zu eine derartige Aeußerung gethan zu haben. Wir sind neugierig, Westend fuhr auf den die Geleise kreuzenden Lastwagen mit solcher welche Lesart den Lesern des Blattes das nächste Mal auf Gewalt, daß das Privatfuhrwert zur Seite geworfen und ihm die getischt werden wird.- Zur Sache selbst möchten wir die pädagogischen Nieder- Schöneweide. Der socialdemokratische Wahlverein hält Mitarbeiter der Tägl. Rundfch." fragen, ob sie denn nicht wissen, Border- Plattform zertrümmert worden. Personen wurden glückHinterachse demoliert wurde. Von dem Straßenbahnwagen ist die am Sonnabend, den 10. d. M., bei Franz, Grünauerstr. 5, eine daß die Lehrer viel weniger für denjenigen Schaden, den die Schul- Border- Plattform zertrümmert worden. Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht: 1. Vortrag tinder auf Ausflügen erleiden fönnten, als für denjenigen, licherweise nicht verlegt. des Genossen Lage- Berlin. 2. Wahl des Schriftführers und eines den fie in jugendlichem Uebermut anrichten fönnten, Lokalkommissionsmitgliedes, sowie Wahl der Delegierten zur General- haftbar gemacht zu werden fürchten. Im übrigen bezweifeln wir versammlung des centralen Wahlvereins. Der Vorstand. überhaupt, daß die Besorgnis der Berliner Lehrer allgemein so groß ist, daß sie aus diesem Grunde in einer nennenswerten Anzahl von Fällen auf Ausflüge mit Schulkindern verzichten. Wer das behauptet, der stellt dem pädagogischen Eifer der Berliner Lehrerschaft tein gutes Beugnis aus. In der„ Täglichen Rundschau" wird allerdings über die Aufiviegelung des Publikums durch den Vorwärts" und die Besorgnis der Lehrer das Blaue vom Himmel heruntererzählt. Dagegen hat z. B. das Organ des hiesigen Lehrervereins, dem die Sache doch zu aller erst angeht, von der angeblichen Aufwiegelung der Berliner Bevölkerung durch den Vorwärts" und von dem Geschwätz, das die " Tägliche Rundschau" darüber verbreitet hat, keinerlei Notiz genommen. Es ist eben für jeden Verständigen von vornherein tlar, daß es ein Unterschied ist, ob die Kinder zu einer jener patrioAus dem Elisabeth Kinderhospital tommt die tischen Feiern geschleppt werden, wo sie in dichteftem Gedränge beunruhigende Nachricht, daß hier seit etwa einem Jahre zahlreiche stundenlang im Sonnenbrand aushalten müssen, oder ob man mit Kinder während ihres Aufenthalts in der Anstalt eins nach dem ihnen zu ihrer Belehrung und Erholung einen Ausflug macht. andern von einer häßlichen Krankheit befallen worden sind. Es handelt sich um den Tripper. Die Krankheit ist anscheinend durch Für den Achtuhr- Radenschluft. Der Ausschuß der elf ein einzelnes mit dieser Krankheit behaftetes sind eingeschleppt Handlungsgehilfen- Verbände, welcher sich zum Zwecke der Agitation worden und hat sich dann im Laufe der Zeit auf etwa vierzig für die Einführung des Achtuhr- Ladenschlusses gebildet hat, wird Es ist andre Kinder übertragen. Es war bereits gelungen, die zum Herbst wieder öffentliche Versammlungen veranstalten. Eine Nervenkrankheit, an der sie seit drei Jahren litt, hat Krankheit und ihre Uebertragung für ein paar Monate zum Er- während der Sommermonate eine Petition an den Reichs die 60 Jahre alte Frau des Strohhut- Fabritanten Marcus aus der löschen zu bringen, aber sie ist dann plöglich von neuem aus- tag ausgearbeitet worden, in welcher um die gesetzliche Einführung Alexanderstr. 35 in den Tod getrieben. Während ihr Mann, mit gebrochen. Gegenwärtig liegen im Elisabeth- Kinderhospital schon des Achtuhr- Ladenschlusses gebeten wird. Daß in Berlin sich nur wenige dem sie in finderloser Ehe lebte, im Geschäft war, ließ sie in der wieder 13 Kinder, die erst in der Anstalt die Geschlechtskrankheit Branchen bisher für die Einführung des Achtuhr- Ladenschlusses Wohnung die Rollläden der Fenster an der Straße herab und erbekommen haben. erklärten, wird darauf zurückgeführt, daß die Ausführungsbestimmungen hängte sich mit einer Gardinenschnur am Fensterfrenz. Als Marcus In den Kreisen der Eltern, die ihre Kinder dem Elisabeth- zu dem Ladenschlußgesez noch nicht erschienen sind und man gar nicht zum Mittagessen nach Hause kam, fand er seine Frau tot vor. Kinderhospital anvertraut baben, hat das Bekanntwerden dieser Vor- weiß, wie z. B. unter den Geschäftsleuten der Reichshauptstadt eine tommnisse begreiflicherweise große Bestürzung und Ent- Abstimmung über die Einführung des Achtuhr- Ladenschlusses zu gerüstung hervorgerufen. Es ist mehrfach zu recht erregten Auf- ichehen hat. Lebhafte Klage wird in den Kreisen der Handlungsfritten gekommen, wenn wieder einmal einer zum Besuch er- gehilfen noch darüber geführt, daß die Berliner Polizei gegen leber scheinenden Mutter das Geständnis gemacht werden mußte, daß nun tretungen des Neunuhrschlusses der Geschäfte nicht energisch genug auch ihr Kind nach der Abteilung der an Geschlechtskrankheiten er vorgeht. frankten Kinder gebracht worden sei. Tokales. Ein verseuchtes Krankenhaus. Wie war es überhaupt möglich, daß die Krankheit in der Anstalt eine Verbreitung finden konnte? Uebertragungen von Strankheiten sind ja in Krankenhäusern leider keine ganz unerhörte Erscheinung, aber in dem vorliegenden Falle muß es sich doch um ganz unglaubliche Zustände in der Anstalt handeln. Die Anstaltsleitung erklärt, hier selber wie vor einem Rätsel zu stehen. Sie verfichert uns, alles mögliche gethan zu haben, um eine Weiterverbreitung zu verhüten. Man muß aber die Frage aufwerfen, ob nicht doch not wendige Vorsichtsmaßregeln außer acht gelassen worden find. Bei sachverständiger und sorgfältiger Wartung ist eine Uebertragung des Trippers, wie uns von ärztlicher Seite versichert wird, zum mindesten in diesem Umfange ausgeschlossen. Es läßt sich nur annehmen, daß in der Aufwartung der Kinder alle Vorsicht und wahrscheinlich auch Verständnis fehlt. Die Krankenpflegerinnen in solchen Anstalten wissen in der Regel in religiösen Dingen trefflichen Bescheid, halten es aber aus falscher Scham für notwendig, gerade über die Geschlechtsfrankheiten, ihre Uebertragung und sonstigen Gefahren in möglichster Unwissenheit zu bleiben. Da es sich im all gemeinen bei den Erkrankungen um Kinder handelt, die sich im zartesten Alter befinden, so ist eigentlich nur zu folgern, daß man die von geschlechtskranken Kindern benutzten Windeln, wenn sie genäßt waren, nur trocknete und sie dann andern Kindern wieder unterlegte. Anders ist eine Uebertragung der Krankheit kaum möglich. Wenn diese Vermutung zuträfe, so zeugte das gerade von einem sträflichen Leichtfinn. Allem Anschein nach ist auch die Zahl der Pflegerinnen ungenügend, das Wartepersonal der Station der geschlechtstranten Kinder nicht streng von dem übrigen getrennt. " Ein Eisenbahnunfall ereignete sich gestern früh gegen 1 Uhr im Betriebe der Wannseebahn. Auf dem Nangierbahnhof Colonnenstraße entgleiste aus bisher unaufgeklärten Ursachen die Lokomotive eines Güterzuges und legte sich quer über die Geleise, so daß sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr gesperrt wurden. Personen wurden nicht verletzt. Der Materialschaden konnte noch nicht festgestellt werden. Sie war nur Am Biertisch vom Tode ereilt wurde am Mittwochnachmittag im 6 Uhr der 55 Jahre alte Arbeiter August Riegel aus der Memelerstr. 49. In der Wirtschaft seines Nachbarn, des Gastwirts Meiß in der Memelerstr. 48, brach er plöglich zusammen und starb auf der Stelle, wahrscheinlich am Herzschlag. Weil er keinen Ehescheidungsgrund finden konnte, schoß sich, wie wir mitteilten, der 30 Jahre alte Monteur Otto Bonting in der Wohnung seiner Wirtschafterin, die er zu heiraten beabsichtigt hatte, eine Kugel in die rechte Schläfe. Die Verlegung schien zunächst nicht lebensgefährlich zu sein, jetzt ist ihr Bonting aber dennoch erlegen. 17 " Unfälle im Straßenverkehr. In der Brandenburgstraße wurde der 9 Jahre alte Sohn des Tischlers Runiewicz infolge eigener Unachtsamkeit durch einen Geschäftswagen überfahren. Er erlitt einen Bruch des linken Unterarms. In der Alexanderstraße fuhr der Stutscher einer Taxameterdroschke mit solcher Heftigkeit gegen einen daß die Vorderachse ihm entgegenkommenden Arbeitswagen, der Droschke mit den Rädern absprang. Der Droschten Fast verhungert ist in Berlin die 30 Jahre alte Frau Pauline futscher stürzte auf das Pflaster und erlitt anscheinend schwere An der Ecke der Friedrich- und ButtkamerNeumann aus Senftenberg, die hierher gekommen war, um für ihre innere Verlegungen. zahlreiche Familie ein Unterkommen zu suchen. Die Frau fiel ohn- ftraße war ein Pferd auf dem regennassen Pflaster gestürzt und hatte mächtig auf der Straße um, nachdem sie wieder zu sich gekommen dabei den Scherbaum zerbrochen. Dadurch, daß ihm die Stücke desund vernehmungsfähig geworden war, erzählte sie folgendes: Ihr selben gegen den Leib schlugen, wurde das Pferd scheu, ging durch Mann sei in Senftenberg Grubenarbeiter und verdiene wöchentlich und rannte so heftig gegen eine andre Droschke, daß der Wagen 20 M. Davon würde man leben töunen, aber es feien 7 Kinder umstürzte. Der Kutscher Rickert tam unter den Wagenkasten zu da und deshalb finde die Familie teine Wohnung, weil die Ver- liegen und erlitt mehrfache äußere und innere Verlegungen. mieter lieber Kostgänger nehmen. Die Leute wollten sich daher nach Die Central- Krankenkasse der Tischler teilt uns mit, daß einem andern Unterkommen umsehen und wandten sich nach Berlin das zum 25 jährigen Bestehen der Kasse arrangierte Sommerfest der an das Central Bureau für den Nachweis ländlicher Arbeiter. Als Landestrauer wegen in den Lokalen Schweizergarten" und" Neue sie von diesem die Nachricht erhielten, daß sie auf dem Lande ver- Welt" nicht, wie beabsichtigt, am 10. August stattfindet, sondern in mutlich untergebracht werden tönnten, fuhr Frau Neumann allein der„ Neuen Welt" am 17. August und im Schweizernach Berlin, damit ihr Mann keine Arbeit versäume. garten" am 31. August. Siehe heutiges Inserat. Der Uebermit den notwendigsten Reisemitteln versehen. Im Nachweis- Bureau schuß dieser Feste wird für die invaliden und tranten Mitglieder erhielt sie die Auskunft, daß augenblicklich nur solche Stellen frei der Stasse verwendet. feien, auf denen der Mann 60 und die Frau 40 Pf. täglich verdiene. Fenerbericht. Ein großer Dachstuhlbrand wütete Die Frau schlug dies aus und wartete auf bessere Stellungen. Das Reisegeld gehrte sie auf in der Hoffnung, daß eine Cousine, die in der Mittwochnachmittag in der Prenzlauer Allee 12. Als das Feuer vom Ballisadenstraße wohnen sollte, ihr aushelfen werde. Diese Ver- Nebenhause aus bemerkt wurde, schlugen bereits die Flammen durch Das Elisabeth- Kinderhofpital wird aus Mitteln der Wohlthätig wandte war aber längst weggezogen und niemand kannte ihre jetzige das Dach des Seitenflügels und verbreiteten sich mit solcher feit erhalten; da liegt es nahe, daß die Anstaltsleitung gezwungen Wohnung. Zwei Tage fand die Frau Unterkunft im Arbeitsnachweis; Schnelligkeit, daß bei Ankunft der Wehr auch das Vorderhaus bereits ist, sich nach der Decke zu strecken". Auffällig ist übrigens, daß die für eine dritte Nacht nahm eine Frau, die sie auf der Straße traf, in Mitleidenschaft gezogen war. Obgleich dann Dampfspritzen mit Erkrankungen, wie man uns mitteilt, vorwiegend in bestimmten Sälen aus Mitleid sie bei sich auf. Dann irrte sie drei Tage lang voll: vier Schlauchleitungen in Thätigkeit traten, wurde doch der DachBorderhauses zerstört. Wiel auftreten. Sollte die Quelle der Anstedung etwa ständig mittellos umber, bis sie vor Hunger auf der Straße zu- stuhl des Seitenflügels und der Mieter ist vernichtet, auch haben zwei unter dem betreffenden Wartepersonal zu suchen sammenbrach. Ein Schußmann fand sie hilflos in der Friedrich- Hausrat Der vierten Etage so stark gelitten, daß sein? Es erscheint keineswegs ausgeschlossen, daß eine der Pflege- straße liegend und brachte sie in ein Krankenhaus. Dort wurden Wohnungen fie teilweise geräumt werden müssen, da die Decken einzustürzen schwestern, ohne es zu wissen, selber angesteckt worden ist und mun Mittel zur Rückreise für sie gesammelt. drohen. Es wird Brandstiftung vermutet. Vorher erfolgte Neue die Krankheit auf die Kinder überträgt. Vielleicht werden die Schwestern Von einer Exhumierung der Leiche des in der Spree in Stönigstr. 39 in der chemischen Fabrik von Hartwig Lewin eine kleine einmal auf diese Möglichkeit hin untersucht. dem zahlreichen Fabrikpersonal Was zu geschehen hat, um das Elisabeth Kinderhospital der Nähe von Hangelsberg tot aufgefundenen Berliner Dienst Explosion, die zwar unter wieder seuchenfrei zu machen, das soll hier nicht erörtert werden. mädchens Martha Grün wird Abstand genommen werden, da infolge große Aufregung hervorrief, aber Personenverlegungen nicht Mit dieser Frage wird sich die Aufsichtsbehörde beschäftigen des bereits vorgeschrittenen Verivesungsprozesses eine etwaige Fest im Gefolge hatte. Auf dem Schlesischen Güterbahnhof ein Preßkohlenbrand zu beseitigen. Aus unbedeutenden müssen. Möglich, daß die Anstalt für einige Beit stellung einer gegen die G. verübten Gewaltthat vollständig aus- war böllig geschlossen werden muß. Das wäre insofern be- geschlossen ist. Die hiesige Kriminalpolizei, von welcher mehrere Anlässen erfolgten außerdem noch Alarme nach Werftstraße 16, danerlich, als an Strankenhäusern, zumal an Stinder- Strantenhäusern, Beamte in den letzten Tagen am Fundorte der Leiche thätig waren, Swinemünderstr. 88 und Friedenstr. 64. Am Donnerstag gegen in Berlin tein Ueberfluß ist. Aber wenn nichts andres übrig bleibt, hat den Obduktionsbericht geprüft und aus diesem entnommen, daß Abend wurde die gesamte zweite und fünfte Löschcompagnie nach Ein altes zweistöckiges massives so wird auch das mit in den Kauf genommen werden müssen. Vor äußere Spuren eines Gewaltattes an der G.( Strangulationsmarken, der Stralauer Brücke gerufen. allen Dingen ist schnelles Eingreifen dringend notwendig, damit die Verlegungen 2c.) nicht vorhanden waren; doch erscheint es inmerhin Hintergebäude, das zwischen Stadtbahn und Schicklerstraße liegt und Beunruhigung der Eltern, die ihre Kinder dieser Anstalt anvertrauen, auffällig, daß der Tod nicht durch Ertrinken, sondern infolge Er- Sunderte von Centnern Seegras, Roßhaar, Hede und dergleichen enthält, stand in Flammen. Das Feuer aufhört, die Anstalt nicht ein Seuchenherd bleibt, sondern wieder eine stickung, eine bei Wasserleichen feltene Erscheinung, eingetreten Polstermaterial ist.-Die fortgesetzten Recherchen haben bisher keine Auf- war in einer Abteilung des zweiten Stodes, in welchem Heilanstalt wird. flärung darüber gebracht, ob Mord oder Selbstmord bor die elektrischen Arbeitsmaschinen aufgestellt sind, aufgestellt sind, jedenfalls Zu legterem tvar allerdings feine Veranlassung, durch Sturzschluß entstanden. Die noch anwesenden Arbeiter stürzten Die gewiffenhafte Geschäftsführung der Apotheker. Eine liegt. die Tochter der Dienst bei Ausbruch des Feuers in wilder Hast die Treppen hinab und beliebte und deshalb immer wiederholte Behauptung der hiesigen so weit bekannt, vorhanden, und Apotheker gipfelt darin, daß für die sorgfältigere Ausführung der herrschaft der G., die mit ihr befreundet war, ist noch furz brachten zunächst zwei Pferde, die in einem Anbau standen, in Sicher Rezepte und die besondere Güte der Arzneistoffe in den Apotheken vor dem Tode der G. mit dieser zusammengewesen, ohne etwas heit. Innerhalb einer halben Stunde gelang es, das Feuer zu schon der Umstand bürge, daß nicht nur der Apothekenbefizer selbst, Auffälliges an dem Mädchen zu bemerken. Auch die Vernehmung lokalisieren und die Materialvorräte, die auch bereits von den sondern auch seine Gehilfen wissenschaftlich ausgebildet seien, was der in Frage kommenden Zeugen hat keine Aufklärung gegeben und Flammen ergriffen waren, zu retten. Immerhin ist der verursachte bekanntlich in den Droguenhandlungen nicht der Fall sei. Nun hat so wird es wohl vom Bufall abbängen, ob es gelingen wird, voll- Schaden erheblich. es den Anschein, daß die Herren Apothekenbefizer sich in nenester ständige Klarheit über die rätselhafte Affaire zu schaffen. D Werden Aus den Nachbarorten. Zeit einer besonderen Errungenschaft erfreuen tönnen, nämlich Ein flüchtiger Staatsanwalt. Der Staatsanwalt a. D. Adolf wissenschaftlich ausgebildeter Hausdiener. Besonders Laser ist vor einigen Tagen aus seiner Wohnung, Charlottenburg, Eine granenvolle Ehestands- Tragödie, die mit Mord und verwundern würden wir uns darüber um so weniger, als ja erst Uhlandstr. 181/82, unter Umständen verschwunden, welche, nach Maß- Selbstmord endete, wird aus dem bei Potsdam belegenen Dorfe Der in guten Verhältnissen am vorigen Freitag in der in der Ressource stattgehabten Versamm gabe verschiedener Blätter, darauf schließen lassen, daß er Schulden Michelsdorf nachträglich gemeldet. lung die glänzende Bezahlung, welche die Herren ihren Hausdienern halber das Weite gesucht hat. Die Schulden Lasers, welcher Direttor lebende Staufmann und Tischlermeister Rudolf Kegel hatte vor kurzer zubilligen, ins richtige Licht gerückt wurde und ein Apothekenbefizer, der Motorfahrzeug- und Maschinenfabrit Berlin, Attien Gesellschaft Beit eine Witwe geheiratet, die einen neunjährigen Sohn in die The wenn er Geld ausgiebt, dafür auch etwas verlangen kann. nun, wie in unsrem Falle, einem solchen Hausdiener gar über 20 M. Marienfelde war, belaufen sich auf rund eine Viertelmillion Mart, von brachte. Die Gatten lebten in bestem Einvernehmen, bis vor kurzem bei dem etwa 37 jährigen Manne sich eine Art Geistesschwäche Lohn bezahlt, so ist es sicher nicht zu verwundern, wenn ein solcher welcher ungefähr die Hälfte aus Börsendifferenzen resultiert. zeigte. Die Frau veranlaßte nun den Gatten, doch ein Testament Mann auch als selbständiger Verkäufer sich bewähren und als solcher Ein Bau- Unfall, der wieder zeigt, mit welcher Leichtfertigkeit zu machen, und am Montagvormittag begab sich das K.'sche Ehein den Morgenstunden fungieren muß. Der gewöhnliche Laien von den verantwortlichen Personen die einfachsten Schußvorrichtungen paar zu dem Lehrer des Ortes, um sich von demselben verstand wird ja nun schwer begreifen, warum ein Droguist Mischungen außer acht gelassen werden, ereignete sich am Mittwochmittag auf einen Testaments- Entwurf aufsetzen zu lassen. K. gu dem Bruder feiner nicht verkaufen darf, die der Hausdiener einer Apotheke austandslos dem Bau in der Weimarerstraße in Charlottenburg. Auf dem Bau desselben Tages begab sich St. fofort aushändigt, wie dies in einer Apotheke des Ostens geschieht. erhielt der Lehrling vom Polier den Auftrag, eine Arbeit auf dem Frau, der gleichfalls in Michelsdorf wohnte, und ihm folgte Gelüftet's dem Apothekerverein nach dem Namen, wir sind zu beweisen in der vierten Etage befindlichen Balkon zu verrichten. Kaum hatte eine Frau gegen 8 Uhr nach. Sie suchte den auf einer Bank im der Lehrling den Balkon betreten, als er mit der Decke durchbrach Hofe fizzenden Mann auf und die Gatten plauderten anscheinend bereit. Am Abend Die ängstlichen Lehrer. In der Tägl. Rundschau" und im Fallen die übrigen Etagen bis zum Erdgeschoß durchschlug. friedlich mit einander. Blöglich gegen 1/29 tam Frau St. blutüberwar vor einiger Zeit behauptet worden, die Schülerausflüge seien Unten blieb er bewußtlos in einem Schutthaufen liegen und mußte strömt auf die Straße gestürzt und brach mit den Worten:„ Mein in diesem Jahre bedeutend seltener geworden, weil die Lehrer für nach dem Krankenhause gebracht werden. Welchen Schaden der Mann"... zusammen. Der Unglücklichen war das linke Auge ausgestochen, außerdem hatte sie einen Messerstich in das Herz und einen etwaige Unfälle der Schulkinder haftbar gemacht zu werden Verunglückte sich zugefügt hat, tonnten wir nicht ermitteln. beider Leichen. Dovebrücke Schöneberg. Einem langgehegten Bedürfnis entsprechend, hat endlich der hiesige Magistrat dem Stadtverordneten- Kollegium eine Vorlage zugehen lassen, welche die Aufstellung einer Wohnungs ſtatiſt it für unsre Stadt zum Gegenstande hat. Diese Statistit foll alljährlich zweimal, und zwar im Mai und im November, auf genommen werden. Sie wird sich im November auf die Neu- und Umbauten erstrecken und im Mai nur die Zahl und die Größe der freistehenden Wohnungen feststellen. " Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu zwei Jahren Zuchthaus, dreijährigem Ehrverlust und Polizei- Aufsicht. Zuchthaus, dreijährigem Ehrverlust und Polizei- Aufsicht. folchen in den Magen erhalten. Der Tod trat innerhalb weniger von der Stadt angestellten Kohlenabwieger Bremer selber mitgeteilt. er damals zu Unrecht verurteilt worden sei, denn in der Minuten ein. Man fuchte nun den Thäter und fand Kegel, der Der als Benge vernommene Bremer, ein 75 jähriger, noch rüüstiger zweiten Juſtanz sei er freigesprochen word fit feiner feine eigne Frau ermordet, auf dem oberen Bodenraum, woselbst er Mann, bestätigt, daß am 7. Mai er. beim Abwiegen der Kohlen ein stande der Notwehr befunden habe. Im Gefühlt ſeiner Unschuld fich eingeriegelt hatte. Die Thür wurde erbrochen und man erblickte Gewicht unter der Gewichtsschale gestanden und daß infolgedessen mußte er über seine Verurteilung und Berhaftung wohl erregt den Mörder ruhig dafizend, während das Blut aus einer tiefen Hals- 15 Centner Kohlen an dem Gewicht gefehlt haben, die aber, sobald werden. Das zuletzt ausgestoßene Schimpfwort habe übrigens nicht wunde hervorquoll. Der Thäter hatte sich den Hals durchgeschnitten. er den Vorfall entdeckt, sofort nachgeliefert wurden. Ihm sei es dem Gericht, sondern den beiden Zengen gegolten, an denen er vorüberMittels Zeichen erbat sich der schwerverletzte Mörder Schreibzeug und vorgekommen, als sei das Gewicht absichtlich von einem gehen mußte. Der Gerichtshof tam auf Grund der Beweisaufnahme schrieb folgendes nieder: bei dem Privatkläger Beschäftigten unter die zu der Ueberzeugung, daß die Schmähivorte sich auf das Gericht Meine Frau hält mich für verrückt, steckt mit meinen Feinden Gewichtsschale gestellt. Ein Lehrling und der Plazmeister beziehen sollten. Bei der Schwere der Beleidigung sei über das unter der Decke. Habe heute Testament wider meinen Willen machen behaupten, daß das Gewicht ganz unabsichtlich unter die Schale ge- vom Staatsanwalt beantragte Strafmaß von einem Monat Ge müssen. Stoße dasselbe hiermit um. Meine Anverwandten erben die raten sei. Der Platzmeister behauptet unter seinem Eide, daß er fängnis hinausgegangen und auf zwei Monate Gefängnis erkannt Hälfte des Anwesens, das übrige Frizz." sogar den Bremer und den Lehrling darauf aufmerksam gemacht. worden. Frig ist der Sohn der ermordeten Gattin, welchen sie dem K. Dies bestreitet Bremer unter seinem Eide nnd behauptet, er wäre Ein gewerbsmäßiger Paletotmarder stand gestern in der in die Ehe gebracht hatte. Dann legte sich der Mörder, nachdem er mit dem Lehrling allein gewesen. Auf weiteres Befragen erklärt die vollstreckung des Testaments dem Ortsvorsteher dringend an- Bremer noch, daß vor einigen Jahren bereits einmal eine Differenz Person des 30 jährigen Kaufmanns Kurt Höflich vor der vierten empfohlen, auf eine Schütte Stroh und verstarb bald darauf. Die von 100 Centner Kohlen vorhanden war. Während nach seinen Notizen bestrafte Angeklagte hat im Monat Mai sämtliche größere Der bereits vielfach vor Ferienstraffammer des Landgerichts I. sofort benachrichtigte Staatsanwaltschaft verfügte die Beschlagnehmung noch 100 Centner an dem Gewicht fehlten, habe der Privatkläger behauptet, Lokale Berlins unsicher gemacht. Er war geständig, in mehr als sie fehlen nicht. Erst nachdem er die Sache dem Verwaltungszwanzig Fällen Paletot- Diebstähle begangen zu haben. In einent Neber zunehmende Unsicherheit wird aus der Gegend der deputierten Linde gemeldet und dieser mit dem Privatkläger person- dieser Kleidungsstücke fand der Angeklagte einen Pfandschein über Charlottenburgerstraße, Kauer- und Helmholzstraße lich gesprochen, feien die 100 Centner nachgeliefert. Auch habe er einen versezten Brillantring. Den Schein hat er für 5 M. verkauft. zu Charlottenburg geklagt. Am Mittwochabend kam es hier zu be- vor einiger Zeit den Arbeitern, welche Kohlen aufladen, gesagt, sie Fand der Dieb in den Ueberziehern Papiere, die nur für den Eigendenklichen Ausschreitungen. Um 11 Uhr kamen zwei Kerle in die sollen nicht so viel Grus aufladen. Diese haben ihm erwidert, er tümer Wert hatten, so war er großmütig genug, denselben die Schantwirtschaft von Rochlitz in der Kauerstraße 19 und forderten folle sich dann nur an den Chef( den Privatkläger) wenden, denn mit großer Frechheit Getränke. Da man sie schon kannte, so wurde dieser habe befohlen, die Koblen so aufzuladen, wie sie da sind. Papiere durch die Poſt wieder zuzuſtellen. ihnen die Thür gewiesen. Vorsichtshalber schloß der Wirt auch( Die Grusgeschichte war bekanntlich schon vor einiger Zeit in der gleich das Geschäft und ließ die Rollvorhänge herunter. Vor Wut Stadtverordneten- Versammlung Gegenstand einer Besprechung.) Das zertrümmerten die Strolche mun am Nebenhause die Laden Gericht kommt durch die weitere Beweisaufnahme zu der Ueberscheibe des Cigarrenhändlers Siegbert Meißner, eine Scheibe zeugung, daß eine Restauration fein geeigneter Ort sei, wo solche Aus der Frauenbewegung. im Werte von 400 M. Von den zahlreichen Menschen, die sich das Sachen besprochen werden. Der Beklagte hätte in seiner Eigenschaft Kinderarbeit als Erwerbsarbeit gehört zu jenen, aus Zerstörungswert ansahen, wagte keiner gegen die Bandalen eine als Stadtverordneter die Sache in der Stadtverordneten- VersammHand zu rühren, und niemand vertrat ihnen den Weg, als sie über lung zur Sprache bringen sollen; dem Zeugnis des Bremer schenkte früheren Zeiten überkommenen Mißbräuchen, welche längst zur Abdie Brücke nach der Helmholzstraße zu davongingen. Nach einiger das Gericht keinen Glauben, weil er sich bei seinem hohen schaffung reif find. Freilich gelten Maßregeln gegen solche alte Unfitten, Zeit hörte man Hilferufe. Eine Schuhmannspatrouille, die mum geAlter leicht irren könne, dagegen dem Zeugnis jeit Generationen aufs engste mit rüdständigen Anschauungen rade des Weges kam, fand dieselben Strolche, die vorher die Scheiben des Lehrlings und des Platzmeisters des Privatklägers Glauben ge- verknüpft, bei der großen Zahl derer, welchen jede Neuerung zertrümmert hatten, dabei, wie sie einen am Boden liegenden alten schenkt. Bei der Strafabmessung wurde berücksichtigt, daß sich hier ein Grenel ist, als unberechtigt, ja geradezu als umoralisch. Daß Mann mißhandelten. Die Kerle liefen jetzt davon, wurden aber von zwei Konkurrenten gegenüberſtänden, von dem besondern Stand des jene, welche Vorteil aus den Mißbräuchen ziehen, der Aenderung widerden Beamten eingeholt, festgenommen und gefnebelt nach der Wache Privatklägers( wohl als Hauptmann der Reserve?) sei abzusehen. streben, ist ohnehin ſelbſtverſtändlich. So läßt es sich erklären, daß zunächſt gebracht. Hier stellte man sie fest als die 26 und 27 Jahre alten Der Beklagte wurde zu 30 M. Geldstrafe verurteilt, auch wurde dem statt der Abschaffung nur eine gefeßliche Regelung der gewerblichen Kinderarbeit im Werke ist. Wohlgemerkt: der gewerblichen; denn auch Arbeiter" Otto Lobbes aus der Krummestraße 57 und Ferdinand Beleidigten die Publikationsbefugnis zugesprochen. hier giebt es für die Landwirtschaft die gewohnte Begünstigung. Die Stripling aus der Kanalstraße 12. Ein alter Zuchthäusler stand gestern in der Person des schrankenlose Ausbeutung kindlicher Geistes- und Körperkräfte bleibt Ihr Kind verlassen. Von dem Amtsvorsteher in Hohen- 17 mal vorbestraften Arbeiters" Robert Jonath vor der zweiten ihr vorbehalten. Wessen Meinung dahin geht, daß Lernen für schönhausen wird mittels öffentlicher Bekanntmachung das Ferienstraftammer am Landgericht II. Der Angeklagte wurde am Arbeiterkinder überhaupt vom Uebel sei, weil es sie unzufrieden mit Dienstmädchen Emma Niezke gesucht, die ihr vier Wochen altes 17. Februar d. J. aus dem Zuchthause in Rawitsch entlassen. Im dem Zweck macht, zu dem Gott sie auf das Land gesetzt hat," Kind heimlich verlassen hat. Ihr jetziger Aufenthaltsort ist un- April wurde er wieder wegen Diebstahls, Bettelns und Führung dessen rückhaltloser Billigung ist die Kinderarbeit auf dem Lande, bekannt. Die Behörden sind ersucht worden, nach der Mutter falschen Namens eingesperrt. Vor dem Untersuchungsrichter hat er welche der Schule jo erfolgreich entgegenwirkt, jedenfalls sicher. Ermittelungen anzustellen. Das verlassene Kind ist zunächst auf bald nach seiner Einlieferung auf die Frage, warum er sich bei seiner BerDie Regelung der gewerblichen Kinderarbeit, wie sie der Entwurf Kosten der Gemeinde untergebracht worden. haftung den falschen Namen„ Beyer" zugelegt habe, geantwortet: vorsieht, bleibt aber leider ein gutes Stück hinter den berechtigten Wäre ich nur wegen Diebstahls eingelocht worden, dann hätte ich es nicht Erwartungen zurück. Zu billigen ist zunächst der Ausschluß einer gethan, aber wegen Bettelns habe ich das Arbeitshaus zu erwarten bedeutenden Zahl von Betrieben wegen ihrer Gesundheitsgefährlichund dahin will ich nicht, lieber gehe ich ins Zuchthaus." In der feit für Kinder; darunter Bauten, Ziegeleien, Glasschleifereien, Arbeit heutigen Berhandlung erwiderte er auf jede Frage des Vorsitzenden: in Steinbrüchen und bei Steinmetzen, Werkstätten für Griffel und Schiefer" Ich weiß nicht!" Nur soviel var aus ihm herauszubringen, daß waren, Zündhölzer und andre Zündwaren, Abdeckereien, Gerbereien, er im Gefängnis von einem Mitgefangenen mit einem Schuster- Buchdruckereien, bei Kupferschmieden, Gürtlern, Bronzeuren, AnHammer einen Schlag auf den Kopf bekommen hatte. Wann und streichern nsw. usw. In den erlaubten Betrieben soll die Beschäftigung wo wußte er nicht, auf diese Fragen erwiderte er:„ Ich weiß nicht nicht vor zurückgelegtem 12. Jahre beginnen und nicht über 4 Stunden ich war lange tot." Der zugezogene stellvertretende Gefängnisarzt täglich dauern. Ausnahmsweise fönnen 6 St. gestattet werden, wennSchule Das Neueste aus den Spandauer ,, Musterwerkstätten". Dr. Albrecht, der den auf der Lazarettstation des Unter- und eventuell Konfirmandenunterricht nicht mehr als drei Stunden Bor einiger Zeit berichteten wir, daß in der Gewehrfabrif zu suchungs- Gefängnisses untergebrachten Angeklagten. beobachtet in Anspruch nehmen. Das giebt einen Normalarbeitstag von neun Spandau statt der allseits von den Arbeitern geforderten und er- bat, vermochte ein abschließendes Urteil über den Geistes- Stunden, ungerechnet die Schulaufgaben, deren Anfertigung wohl warteten Lohnerhöhung plötzlich eine Herabsetzung der Accord- zustand desselben noch nicht abzugeben, doch nahm er an, als Erholung gelten soll. Uebrigens erscheint die Annahme doch löhne erfolgt war und der Arbeiterausschuß im Verlauf der Protest- daß in Wirklichkeit eine geistige Störung vorliege. Er habe den befremdend, daß es bei uns Schulen mit zweistündigem Unterricht bewegung gegen diese ganz unmotivierte Lohnlürzung vom Amte Angeklagten an einer schweren Kopfverlegung behandelt und ihm für Kinder von 12-14 Jahren geben sollte. zurücktrat, dann aber einhellig wiedergewählt wurde. Jetzt wird aus der oberen Schädeldecke vier losgesprungene Knochensplitter Eine Ausnahme bilden Laufburschen und Laufmädchen, welche uns hierüber noch folgendes geschrieben: herausgenommen. Er nahm an, daß sich auch von der Innenseite auch in den sonst verbotenen Gewerben angestellt werden dürfen, und Der wiedergewählte Arbeiterausschuß hat selbstredend sofort nach Knochensplitter losgelöst haben, welche in das Gehirn eingedrungen deren Dienst schon mit zurückgelegtem 10. Jahr beginnen darf. Wenn die seiner Wiederwahl den ursprünglich abgelehnten Antrag auf Rücknahme sind und dessen Thätigkeit beeinträchtigen. Er beantrage daher eine Arbeit als so leicht angesehen wird, daß auch fleinere Kinder fie der Lohnkürzungen bei der Direktion der Gewehrfabrik wieder ein- fechswöchentliche Beobachtung in einer Frrenanstalt und zwar der ohne weiteres verrichten können, so muß man billig darüber er gebracht. Es hat auf Grund dessen am 23. Juli cr., vormittage Charité, damit dort, falls seine Annahme Bestätigung finde, die staunen, daß ernste Erwägungen stattgefunden! haben über die 11 Uhr, unter Vorsitz des Herrn Oberlieutenant Glum im Bureau Schädeldecke geöffnet und die Knochensplitter aus dem Gehirn ent- Schädlichkeit der Mappe am Arm oder des Ranzens auf dem Rücken des Betriebsinspektors Klose cine Verhandlung statt- fernt werden könnten, da sonst das Leben des Angeklagten gefährdet der Schulkinder. Die Schivere der Bücher, die einseitige Belasting gefunden, in welcher dem Arbeiterausschuß erklärt wurde, daß die iei. Der Gerichtshof erhob den Antrag des medizinischen Sach- durch Schultaschen fanden eingeheende Prüfung vielleicht nur für Schülerinnen der besseren" Stände? Was kann der Weg zur fönigliche Direktion nicht in der Lage wäre, den Abzug verständigen zum Beschluß und vertagte die Verhandlung. ridgängig zu machen. Der Arbeiterausschuß solle seine Wähler Unter dem schweren Verdachte, seinen Freund und Arbeits- Schule bedeuten gegenüber der Arbeit des Warenaustragens während dahin belehren, daß eine Lohnregulierung seitens der Feldzeug- tollegen um den Betrag von 1350 M. bestohlen zu haben, stand 4 Stimden täglich? meisterci im Gange wäre. Hierauf bemerkte der Arbeiter geſtern der Maurer Paul Sammler vor buiten FerienSehr bemerkenswert ist die Regelung der Arbeit eigener Kinder. ausschuß, daß die die Lohnregulierung noch Lange auf fich Straftammer des Landgerichts I. Der Maurer P. hatte dei Ein- Daß dieser Eingriff in die Häuslichkeit viel Schwierigkeiten bietet, warten lassen könnte, die Arbeiterschaft aber des langen gehung seiner Ehe ein Kind mit übernommen und dafür von dessen soll nicht bestritten werden; freilich ist es nicht der erste, der im Der An Interesse der Kinder selbst ausgeführt werden muß. In der Wartens müde sei und ungeduldig würde; darauf erwiderte Water eine Entschädigungssumme von 1500 M. erhalten. der Betriebsinspektor lose, wer nicht zu belehren ist, geflagte hatte freundschaftlich mit den P.schen Chelenten verkehrt Hansindustrie soll das 10. Jahr die Grenze bilden und schulden solle man ihm melden, er würde schon mit ihm und gelegentlich eines Besuches in deren Wohnung bemerkt, pflichtige Kinder von 8 1hr morgens bis 8 Uhr abends bes fertig werden! Within verlangt dieser Herr, der ja weiteren daß dieselben eine größere Summe in der Kommode beschäftigt werden dürfen. Bedeutet die Zeitbestimmung auch, daß Streifen der Arbeiterschaft über Spandaus Grenzen hinaus bekannt aufbewahrten. Die B.schen in den Ferien die Arbeit innerhalb dieser 12 Stunden nach Belieben Eheleute hatten fich bon ist, daß der Ausschuß seine Wähler denunzieren solle! dauern kann? dem Gelde nicht trennen können, sondern vorgezogen, c3 Außerdem sagte der freundliche Mann im Anschluß hieran: zinnelos liegen zu lassen. Am 21. Juni entdeckte Frau Für Schankwirtschaften und einige andere Beschäftigungen sind Wenn Sie heute 7 oder 10 M. täglich verdienen, so: steigern, daß das Geld verschwunden war. Hausbewohner erzählten ihr, noch einige Specialverordnungen vorgesehen. sich auch Ihre Bedürfnisse, denn wenn Sie daß der Mann, der die B.schen Eheleute häufig besucht habe, auch Dieser furze Auszug läßt gleichwohl erkennen, daß diese mehr verdienen, so tommt der Hauswirt und am verflossenen Sonntagnachmittag, als niemand zu Hause war, Regelung noch weit zurückbleibt hinter der Mindestforderung, die ge steigert die Miete, der Schuster will mehr dort gewesen sei. Der Dieb hatte die Wohnungsthür mittels Nach ſtellt werden müßte, auch abgesehen von dem Schlußsazz, welcher noch haben und fo kommt jeder und holt Ihnen das schlüffels geöffnet und wieder geschlossen. Die Stommode war nicht eine Frist von 5 Jahren aufstellt, um die Verbereitungen für den Geld aus der Tasche, so daß Sie von dem hohen verschlossen gewesen. Für die Thaterschaft des Angeklagten sprach neuen Zustand zu treffen. Verdienst doch keinen Vorteil haben". Der fürsorgliche auch der Umstand, daß dieser begonnen hatte, ein flottes Leben zu Jede kindliche Lohnarbeit ist moralisch verwerflich und volkswirt Inspektor sieht also sehr wohl ein, daß der Arbeiter heute allgemein Gegen- führen, wobei besonders das weibliche Element eine teilnehmende Rolle schaftlich schädlich. Als einzige Entschuldigung gilt die Notlage der stand der Ausbeutung ist, er kennt aber ein Antheilmittel und das ist: spielte. Der Angeklagte behauptete, daß man ihn zu Unrecht bezichtigt, Eltern, die wichtigkeit, welche in ihrer elenden Lage die keine höheren Löhne fordern, mit andren Worten die absolute und trat im Termin mit der neuen Erklärung hervor, daß er im stande paar Pfennige für sie haben, welche den Verdienst der Kinder Bedürfnislosigkeit! Derselbe Herr glaubte die Arbeiter sei, durch Zeugen den Nachweis zu führen, daß er an dem fraglichen bilden. In einer socialer gesinnten Zeit wird es den Menschen auch dadurch von weiteren energischen Forderungen zurückschrecken zu Sonntagnachmittag seine Wohnung nicht verlassen habe. Das Gericht die Schamröte in die Wangen treiben, daß Familien nur durch die müssen, indem er äußerte: Wenn die Nörgelei nicht fonnte diefen Entlastungsbeweis nicht ablehnen, sondern beschloß die Mitarbeit der 10 jährigen Kinder bestehen konnten. aufhört, dann werden in Spandau Manche loben an der Lohnarbeit der Kinder, daß sie dieselben über Ladung der Zeugen zu einem neuen Termin. haupt keine Gewehre mehr gemacht, sondern zur Sparfamkeit erziehe. Wie verfehlt diese Beschönigung sich Ein Gaunerstreich führte gestern den Hausdiener Karl erweist, bedarf keiner längeren Erklärung. in Gewiß freuen sich die Oberndorf sie sich ( Mausersche Fabrik), IV D um ein Drittel billiger stellen. Soweit die Zuschrift. Thomas und den Schlächtergesellen Bernhard Becker vor meisten Kinder am Besiß, und manche werden gelegentlich gerne Wir glauben ja nicht, daß Herr Klose zu einer solchen Drohung die siebente Strafkammer des Landgerichts I. Als die beiden An- einen kleinen Verdienst einstecken, ihn sparen oder für welchen Wunsch autorisiert war. Von den Spandauer Arbeitern wird allgemein die geklagten sich am Nachmittag des 15. Juni beschäftigungslos am immer verausgaben. Die kleinen Lohnarbeiter aber besitzen ja nicht, erheblich schlechtere Lage der Gewehrarbeiter im Vergleich mit der Schlesischen Thor umhertrieben, fiel dem Thomas eine Persönlichkeit was sie verdienen, da es eine nottvendige Ergänzung für die Lebensjenigen andrer Justitute dem Es war der bedürfnisse der Familie bildet. Sie lernen dabei höchstens, daß aller ungewöhn auf, die soeben den Vorortzug verlassen hatte. dadurch verriet, daß er Fleiß und alle Anstrengung nicht gegen Mangel und Entbehrung lich großen Einfluß zugeschrieben, den gerade Herr Maler Hirthe. der seinen Beruf Ein- einen Kasten mit Farbentöpfen trug. Thomas drängte sich an ihn schützen eine traurige Weisheit für die auch später noch Klose in der Gewehrfabrik auszuüben vermag, ein Daß aber man die heran und lud ihn zu einem Glase Bier ein. Hirthe war un- Beit ist. zehnjährige Kinder in regelmäßiger fluß, der faum noch verständlich erscheint, wenn fronden müssen, ohne daß die Eltern ihren Verhältnisse in andren Spandauer Staatsbetrieben in Betracht zicht, vorsichtig genug, der Einladung des ihm Unbekannten Folge zu Lohnarbeit wo sich die Direktoren in der Regel persönlich über die leisten. Als das Paar später wieder die Straße betrat, wurde Erwerb zur Beschaffung des Nötigsten brauchen, wird nic Begründung der vorgebrachten Beschwerden der Arbeiter zu Thomas gegen Hirthe liebenswürdig, er umarmte ihn wiederholt mand wagen zu behaupten. Was hier fehlt, das wird nach Maßgabe informieren suchen und wo es den Arbeitern bei weitem nicht so und zog ihm dabei 1,50 M. aus der Billettasche hervor. Hirthe des Gesetzes beschafft werden müssen. Mögen die Eltern höheren Lohn Seit man weiß, erschwert ist, einmal persönlich mit dem Direktor, dem höchsten hatte den Diebstahl bemerkt, er schlug Lärm. Nun trat Becker an fordern, nicht als Almosen, sondern als Recht. Beamten jedes Instituts, in Lohnangelegenheiten zu sprechen. Herr die streitende Gruppe heran und fragte, eine Amtsmiene an- wie grausam verschwenderisch es ist, die hilflose junge Kraft zu früh Ich bin Kriminalbeamter!" ins schwere Joch zu spannen, ist die gänzliche Abschaffung der kindKlose, gegen den im Reichstage bereits eine ganze Reihe von Be- nchmend:" Was ist hier los? schwerden der Arbeiter vorgebracht wurden, scheint in der Gewehr- Hirthe schilderte das Vorkommis und ersuchte den angeblichen lichen Lohnarbeit nur eine Frage der Zeit. fabrit einen fast unbegrenzten Einfluß auf die Lohn- und Beamten, den Dieb zu verhaften. Nun suchte Becker eine Weile in seinen Taschen, um dann zu erklären, daß er seine Ausweismarke Arbeitsverhältnisse der Arbeiter auszuüben. vergessen habe und deshalb eine Verhaftung nicht vornehmen könne. Während dieser Zeit war Thomas davongelaufen. Das Gericht hielt nicht für erwiesen, daß die beiden Angeklagten den Diebstahl gemeinsam ausgeführt hatten, Becker wurde deshalb nur wegen Beilegung Der Spandauer Stadtverordneten- Vorsteher als ReserveHauptmann vor Gericht. Vor dem hiesigen Schöffengericht wurde einer antlichen Eigenschaft zu 3 Wochen Haft verurteilt. Thomas am Mittwoch eine Privatklage verhandelt, in welcher der Privat- dagegen, der außerdem seinem früheren Prinzipal eine Hängematte tläger Stadtverordneten- Vorsteher und Kohlenhändler Sturm in gestohlen hatte, wurde mit einem Jahre Gefängnis belegt. voller Uniform erschien. Die Brivatklage richtete sich gegen einen Eine böse Ausschreitung im Gerichtssaale beging der Arbeiter Der Vorstand hat sich im verflossenen Quartal hauptsächlich mit Konkurrenten des Herrn Sturm, den Kohlenhändler und Stadt- Richard Reiche, der gestern dieserhalb vor der neunten Ferien- der Neubearbeitung des Statuts beschäftigt. Es fanden 5 Vorstandsverordneten. Adler und lag derselben folgendes zu Grunde: straftammer des Landgerichts I stand. Am 22. April hatte Reiche fizungen, 5 Versammlungen und eine Generalversammlung statt. Am 20. Mai äußerte der Beklagte im Porthschen Restaurant, fich vor dem Schöffengericht wegen Körperverlegung zu verantworten. Die Gesamteinnahmen betrugen 3864,02 m., die Ausgaben 3842,90 W.; der Privatkläger habe bei Lieferung von Kohlen für die Er wurde für überführt erachtet und zu acht Monaten Gefängnis es verbleibt ein Staffenbestand von 21,12 m. Der Verein zählt jetzt Stadt falsch gewogen, indem unter die Gewichtsschale der verurteilt. Bei der Höhe der Strafe ordnete der Vorfizende die so- 6694 Mitglieder, gegen 6439 im vorigen Quartal. Verstorben sind Wage ein Gewicht gestellt wurde; das sei die reine Be- fortige Verhaftung des Reiche an, worauf dieser in höchster Er- im Laufe des Quartals 10 Mitglieder; die Versammlung gedenkt trügerei gegen die Stadt; 15 Centner hätten nachgeliefert werden regung zum Richtertische gewendet ausrief: So etwas giebt es nicht, ihrer in der üblichen Weise. Nach kurzer Diskussion wird dem müssen; er werde deniselben das Handwerk aber schon legen!" Der ich habe eine feste Wohnung. Ihr L.... jungen!" 8u weiteren Staffierer einstimmig Decharge erteilt und der Vorstandsbericht gutBeklagte behauptet, seine Aeußerungen bezogen sich nicht auf die Person Ausschreitungen kam es nicht, denn die Gerichtsdiener führten geheißen. der sich Angeklagten, nicht zur des Privatklägers, sondern auf dessen mangelhaft beaufsichtigtes Ge- den zur Wehr ſetzte, der letztere darauf hin, schäftspersonal. Was er in dem Restaurant geäußert, sei ihm von dem Im gestrigen Zermin wies von Arbeitern Gerichts- Beitung. = Versammlungen. Der socialdemokratische Wahlverein für den sechsten Reichstags- Wahlkreis hielt am Mittwoch eine äußerst zahlreich besuchte Generalversammlung ab. Der Vorsitzende gedachte zunächst in schlichten Worten des vor einem Jahre verstorbenen Genossen Liebknecht und die Versammelten ehrten sein Andenken durch Erheben von den Plätzen. ab. Darauf findet die Beratung über die Neuorgani daß sation des Kreises statt. Den Versammelten sind am Eingang des Saales die Abänderungsanträge zum Statut und Hilfe einer starten, möglichst alle Berufsangehörigen umfassenden I den Bauplatz bewachenden Doggen über den armen Kleinen her und zur Organisation gedruckt zugestellt worden. Genosse Leid, Organisation auch in Berlin bessere Zustände herbeizuführen. zerfleischten ihm den rechten Arm bis auf die Knochen. Auch am als Vertreter der Kommission, hält das cinleitende Referat, Gegenwärtig schweben noch Verhandlungen zwischen den Ar- übrigen Körper zeigten sich zahlreiche Wunden. Einige beherzte berichtet über die Ereignisse und Gründe, die zu der beabsichtigten beitern und den Dachdeckermeistern. Die Dachdeckermeister haben Männer befreiten das schwerverwundete Kind aus feiner Lage und Neu- Organisation geführt haben und vertritt den von der Mehrheit aber bereits, wie berichtet wurde, die Forderung, daß nicht eher brachten es zu einem Heilgehilfen, der den ersten Berband anlegte. der Kommission gutgeheißenen Entwurf, dessen wesentliche Abände auf den Bauten mit den Arbeiten begonnen werden darf, bevor nicht Darauf wurde der schwerverletzte Kleine durch die Nettungsgesellschaft rungen darin bestehen, daß im§ 3, der mit den Worten beginnt: die notwendigen Schutzvorrichtungen vorhanden sind, als berechtigt ins Haunersche Kinderspital transportiert. Dieser Zwed soll erreicht werden durch", ein Absatz c) Beratung anerkannt und beschlossen, mit der Innung der Klempnermeister in Die längste Gasleitung für natürliches Gas, die jemals und Leitung aller Wahlen, an denen sich die socialdemokratische Verbindung zu treten, un auch diese zur Anerkennung dieser Forde gelegt worden ist, gehört der Philadelphia- Gesellschaft und führt von Bartei beteiligt", hinzugefügt ist, wodurch bezweckt werden sell, daß rung zu veranlassen. Die Klempner werden diefe Forderung gleich den natürlichen Gasquellen im Staate West- Virginia bis zur Stadt in Zukunft alle Kandidaten zu öffentlichen Aemtern, zu Reichstags-, falls der Innung unterbreiten, obwohl diese Innung keinen Pittsburg in Pennsylvanien. Das Leitungsrohr hat bei einem Landtags- und Stadtverordnetenwahlen, sowie die Delegierten zu den bedeutenden Einfluß ausüben kann. Außerdem soll der Arbeits- Durchmesser von 10 Zoll eine Länge von 90 englischen Meilen( fast Parteitagenze. im Wahlverein nominiert werden, und darin, daß in Zukunft vermittler der Organisation veranlaßt werden, nur an solche Unter- 150 Kilometer). Das Gas wird mit einem anfänglichen Druck von die Vertrauensleute, die Mitglieder der Lokalkommission sowie die nehmer Arbeitskräfte zu vermitteln, welche sich verpflichten, für die 350 fund in die Leitung hineingepreßt und tritt unter einem Druc der Prez- und Agitationskommission nicht mehr in öffentlichen Ver- notwendigen Schußvorrichtungen zu sorgen. Die Klempner werden von 10-50 Pfund bei Pittsburg aus. Unter diefen Bedingungen fammlungen, sondern in der Generalversammlung des Wahlvereins in nächster Zeit nochmals eine Versammlung abhalten, in der über liefert die Leitung der genannten Stadt 10 Millionen Kubikfuß Gas gewählt werden sollen. Genoſſe Leid empfiehlt den Ent mehreren längeren Diskussion, in der zahlreiche Mißstände erörtert und in der Auch eine Antwort. Eine lustige Anekdote erzählt ein enain eine werden soft, gach einer Nach einer in 24 Stunden, d. h. so lange die Gasquelle nicht versiegt. Versammlung zur Annahme und wendet sich gegen die von Seiten gewünschte Beibehaltung des alten Vertrauensmänner- auch die Aceordarbeit als die Ursache vieler Unfälle bezeichnet Systems und insbesondere gegen die Resolution der Genossen der wurde, gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme: lisches Blatt von dem Menagerie Direktor George Sanger. Auf Die beast, the belt Gutwurf als einen Verstoß gegen Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Re- Giner 13, beren lag einer kleinen Stadt im Herzen die Beschlüsse des Mainzer Parteitages und das Programmi be- ferenten einverstanden. Die Versammelten verpflichten sich, alle der Englands, deren Bürgermeister sich durchaus davon überzeugen wollte, zeichnet. Gewerkschaftsorganisation ihres Berufes beizutreten, da nur durch ob die Tiere auch sicher untergebracht seien und den Besuchern der quälte Gegen den Entwurf wendet sich zunächst der Genosse Kröhn eine starke Organisation erreicht werden kann, daß die für das Leben Menagerie teinerlei Gefahr drohte.en und den Besuchern der vom 640. Bezirk. Er ist der Ansicht, daß die Zusäude in Preußen und die Gesundheit der Arbeiter notwendigen Schutzvorrichtungen zähligen Fragen. Schließlich, als sie vor dem Käfig eines besonders in Hinsicht auf das Vereinsrecht nicht so günſtige leien, algemein zur Einführung gelangen und durch die von den Arbeitern bösartigen Leoparden standen, fragte der ängstliche Bürgermeister: „ Wenn nun dieser Leopard ausbräche, welche Schritte würden Sie gewählten Controleure genügend geprüft werden. Ferner ver pflichten sich die Selempner und Dachbeder, mit allen Kräften dahin thun?"" Berdammt lange," erwiderte ihm der praktisch denkende Mr. Sanger. zu streben, daß keine Arbeit begonnen wird, bevor nicht die nötigen Schutzvorrichtungen wirklich vorhanden sind. Die Versammlung erklärt, daß bei der Abänderung der bestehenden BaupolizeiVorschriften die besonders gefährlichen Verhältnisse der Klempner und Dachdecker unbedingt berücksichtigt werden müssen, und sie elgen, gut fordert aus diesem Grunde, daß zu den Vorarbeiten für die neue Baupolizei- Verordnung die Vertrauensleute der Klempner und Dach- Roggen, gut decker hinzugezogen werden. mit dem alten System brechen könne, und tritt( auch besonders mit Rücksicht auf die Stellung der Frauen dafür ein, daß speciell die Vertrauensleute in öffentlichen Versanymlungen gewählt werden, die Mitglieder für die verschiedenen Kommissionen aber im Wahlverein. Der Redner meint, daß es sich bei der Aenderung der Organisationsform auch noch ganz besonders um die Frage handle, ivelche Rechte die Mitglieder in Zukunft im Wahlverein haben sollen und bedauert es, daß den Mitgliedern nicht früher schon Abzüge des Entwurfs zu gestellt worden sind. Genosse Borgmann spricht ebenfalls gegen den Entwurf der Kommission und führt, u. a. aus, daß dieser insofern gegen das Der Fachverein der Musikinstrumenten Arbeiter hielt am Programm der Partei und gegen die Beschlüsse des Mainzer 5. August eine Generalversammlung ab. Zuerst hielt der Genosse Parteitags verstoße, als bei den vorgeschlagenen Einrichtungen, nicht eater einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die auf den Grundsatz der Gleichberechtigung der Frauen Rücksicht ge- deutsche Gewerkschaftsbewegung. Hierauf gab der Kassierer den nommen worden sei. Das bisherige Vertrauensmänner- System hätte Stassenbericht vom zweiten Quartal. Einer Einnahme von 924,30 M. gut funktioniert und es läge keine Veranlassung vor, es zu beseitigen. stand eine Ausgabe von 737,40 M. gegenüber, so daß ein Ueberschuß Mit den geplanten Einrichtungen aber würde den Vorstandsmitgliedern von 186,90 m. zu verzeichnen war. zu viel Arbeit aufgebürdet werden. Die Stellung be. Borstandes 180 fönnte zur Diftatur führen. Der Redner tritt für den Entwurf 11 der Genossen der Schönhauser Vorstadt ein und legt einen dem entsprechenden Antrag vor. Der Gedanke, einen eigenen Verein zu gründen, wenn ihre Anträge abgelehnt würden, hätte den Genossen der Schönhauser Vorstadt vollständig fern gelegen. Rummelsburg. Das vout Schachklub Laster" für Sonn abend den 10. d. Wits. arrangierte Sommernachtsfest darf wegen der eingetretenen Landestrauer nicht stattfinden und ist daher bis zum 24. d. Mts. verschoben. Die ausgegebenen Billets behalten ihre Gültigkeit. Eingegangene Druckschriften. Für den Entwurf der Kommission spricht Genosse Kiesel, indem er zunächst darauf himvies, daß es ja der Wunsch der früheren Die Arbeiter Wohnungsfrage und die Vorschläge zu ihrer Generalversammlung gewesen sei, die betreffenden Aemter in Lösung. Von Dr. phil. Julian Reichesberg. Bern. 6. Sturzenegger. den Wahlverein zu überführen. Auch die Reichstagsfraktion batte erklärt, daß das bisherige Vertrauensmänner- System nur ein Notbehelf sei. Die Selbstverwaltung würde durch den Entwurf der Kommission nicht beeinträchtigt, die Rechte der Mitglieder sollten nicht beschnitten werden. Nachdem dann noch der Genosse Wünsch im Sinne Borgmanns und für den Entivurf II der Genossen der Schönhauser Vorstadt gesprochen hat, wird die Generalversammlung bis zum nächsten Mitt woch vertagt. Die Fortsetzung soll in demselben Lokal, bei Ball schmieder, Badstraße 16, stattfinden. Vermischtes. Eine verunglückte Luftschiffahrt. Der Luftschiffer Santos Dumont stieg mit seinem Luftschiff gestern früh 6 Uhr 10 Minuten im Bart von Saint Cloud in Paris wieder auf. Er umfreiſte den Eifelturm in 9 Minuten 34 Sekunden und lenkte sodann seinen Ballon in die Richtung auf Saint Cloud, als ein Windstoß den Ballon aus der Richtung brachte. Das Vorderteil des Ballons diur M trieb ungefähr 50 Meter zurück, das Wasserstoffgas entwich aus Ueber die Notwendigkeit der Schuhvorrichtungen für die dem Vorderteil in das Hinterteil und letzteres sentte sich stark, Klempner und Dachdecker verhandelte am Mittwoch eine öffent- Santos brachte sofort den Motor zum Stillstand, worauf der liche Versammlung im großen Saale des Gewerkschaftshauses. Der Ballon sofort fiel. Unglücklicherweise streifte die Umhüllung des Referent, Reichstags- Abgeordneter Hoch, wies nach, daß in keinem Ballons das Dach eines sechsstöckigen Hauses des Quais de Passy: andren Berufe die Gefahren für das Leben und die Gesundheit der eine Detonation erfolgte, der Ballon explodierte und fiel. Der Arbeiter so groß ist, als im Baugewerbe. Nach der zuletzt er- Rand der Gondel blieb am Giebel hängen und Santos mußte, hinfchienenen Statistit der Berufsgenossenschaften vom Jahre 1899 weist getauert in der Gondel, über eine halbe Stunde in dieser gefähr die Bauberufsgenossenschaft, in der circa eine Million Arbeiter verlichen Lage ausharren. Ein Zimmermann nahm den Weg über die sichert find, 11 742 schwere Unfälle, die über 13 Wochen unterstützt Dächer und es gelang ihm, Santos ein Seil zuzuwerfen, das werden mußten, auf, so daß auf 1000 vollbeschäftigte Arbeiter 11,39 Unfälle verzeichnet werden mußten. Die Nordwestliche Bauberufs- dieser sich um den Leib schlang: mit vieler Mühe konnte der genossenschaft, in der 177 479 Arbeiter versichert waren, verzeichnet noch Bimmermann darauf Santos zu sich heraufziehen. Santos ist uneine prozentual höhere Unfallsziffer, die von Jahr zu Jahr gestiegen verlegt und erklärt, er sei bereit, seinen Versuch zu wiederholen, so ist, und 173 Todesfälle. Außerordentlich groß ist die Zahl der Unfälle bald der Ballon ausgebessert sei. durch den Sturz von Leitern und Gerüsten. Ein erheblicher Teil der Unfälle zu viel Zu viel abgeguckt. Einen dreisten Streich verübte, laut könnte vermieden werden, wenn die ungeheure Fahrlässigkeit be-„ Hagenauer Zeitung" ein Offiziersbursche. In Abwesenheit seines seitigt und die Unternehmer ihren Verpflichtungen einigermaßen ge- Borgesetzten legte er deffen Offiziersuniform an und promenierte des recht würden. Schon der§ 120 der Gewerbe- Ordnung verpflichtet Nachts durch die Straßen. Er verübte da einige Heldenthaten, bedie Unternehmer, die notwendigen Schußvorrichtungen anzubringen fonders gegen Unteroffiziere und Soldaten, und verabreichte einem es ist aber bisher kein Gewicht darauf gelegt worden, zumal die Wachtmeister sogar ein paar Ohrfeigen. Schließlich wurde er aber Faffung dieser Bestimmung zu allgemein gehalten ist. Die Berufs- doch entlarvt und von der Kaserneniache festgenommen. genossenschaften, die gefeßlich verpflichtet sind, Maßnahmen zur Unfallverhütung zu treffen, haben zumeist ihre Aufgaben nicht erMir und mich auf der Walze. Die Staatsanwaltschaft sucht füllt. Soweit sie wirklich diesbezügliche Vorschriften erlassen haben, den 31jährigen Reisenden Gustav Walz, der unter dem Namen find dieselben gewöhnlich nicht beachtet worden und somit fast zwed Stoch" den Leuten vorspiegelt, daß er für eine Kunstanstalt( beIos geblieben. Nach dem abgeänderten Unfallversicherungs- Gesetz fonders Schäfer u. Koch in Hannover) Bestellungen auf photo. müßten die Arbeiter vor dem Erlaß der Unfallverhütungs- Vor- graphische Bergrößerungen gegen Anzahlung anschriften gehört werden, und dort, wo die Arbeiter Einfluß gewonnen zunehmen beauftragt sei. Walz spricht den Berliner Dialekt und haben, sind auch teilweise vernünftige Bestimmungen erlassen wendet, nach dem Steckbriefe, häufig mir" für mich" an. Zuletzt worden, die allerdings aber auch nur dann einen Wert haben, wenn trieb er sein Wesen in der Umgegend von Magdeburg. durch eine geeignete Kontrolle die Durchführung der Vorschriften Von Hunden zerfleischt. In München wurde diefer Tage gesichert ist. Durch die unablässige Agitation der Arbeiter ist man ein 9 Jahre alter Tagelöhnerssohn an der Bilgersheimerstraße von endlich in einigen Orten, wie z. B. in München, dazu gelangt, Hunden auf entsetzliche Weise zugerichtet. Das Kind überstieg die praktische, mit den Berufsverhältnissen vertraute Arbeiter für die Plante eines Bauplages an der äußeren Bilgersheimerstraße, jeden Kontrolle anzustellen, und Aufgabe der Arbeiter wird es sein, mit falls um Holzstücke mitzunehmen. Sofort fielen die beiden großen, Verband der Sattler und verw. Gewerbe. Mitglieder Versammlungen. Filiale 1: Sonnabend, den 10. Auguft, abends 8½½ Uhr, " " Marktpreise von Berlin am 7. Auguft 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch mittel gering mittel gering Berste, gut mittel D.- Ctr. " Schweinefleisch " Kalbfleisch 11,60 1,10 9-15 1,60 1,20 1,30 11,60 1,20 Hammelfleisch 1,60 1,10 16, 14,90 15, 13,90 Butter 2,60 2, Gier 60 Stit 4, 2,40 13,80 12,80 Karpfen 1 kg 2, 16,50 15, Aale ca. mittel gering 15,70 14,20 14,90 14,20 7,16 7, 7,80 5,90 Bander Hechte Barsche Schleie aolibasg 40, 25, 45, 25, Bleie Strebse 1,20 0,80 per Shot 16, 65.- 30, afer, gut Nichtstroh Hen Gibsen Speisebohnen Linsen 1 3-1,40 2,60 1,20 2,401, 1,80 0,80 2,40 1,20 2,50 *) Frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 8. August. Am heutigen Frühmarkte zeigte sich feste Tendenz auf die höheren Notierungen ans New York und Chicago, weswegen Weizen bis über eine Mart gegen gestern war etwas höher, wenn das Geſchäft auch recht in wes much sogget Mittags trat dann zunächst eine kleine Abschwächung ein und zwar auf matteres Paris und Destreich- Ungarn. Späterhin erholten sich die Preise aber auf besseres Warenbegehr aus dem Inlande, so daß sich Weizen etwa 3/4 Mart, Roggen 1/2 Mart beffer gegen gestern stellte. Das Angebot war sehr bescheiden. Erzählt wurde von Zahlungsschwierigkeiten einer Dresdener Getreidefirma, bie aber für die hiesige Börse ohne Bedeutung sein sollen.- Mehl lag fester. Safer war fest, aber ruhig; besser lag auch Mais. Rüböl ebenfalls fest. Briefkasten der Redaktion. 00 Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. 2. 5. 3. Bitte, senden Sie ein. Sie müssen sich aber ungefähr einen Monat gedalden, che Sie Bescheid erhalten. S. Rauch. Wir können vor dem Beitritt in diese Kasse nur warnen. 20. G. Kinder über 14 Jahre, sofern sie erwerbsthätig sind, Frauen, sowie überhaupt alle Bersonen, die an dem Haushalt materiell interessiert sind. Jeder unterschreibt für sich selbst. S. u. P. Es heißt:„ das habe ich gelernt" und was du mich alles werden vor der Ziehung bekannt gemacht. Man kann zusehen. 2. In der Tehrit". G. T. 100. 1. In der Lotteriedirektion; Tag, Zeit und Ort Regel bezieht er Gehalt. Landbewohner. Die Klage wäre nicht ohne Aussicht auf Erfolg. Zeugen müssen die Wahrheit sagen. M. M. Ja. monatlich Miete gezahlt wird, kann bis am 15. zum Erſten gekündigt werden. Kanfvertrag. 1. Ja. Der Kauf muß aber ernstlich gemeint, nicht zur Schädigung der Gläubiger erfolgt und in der richtigen Form abgefaßt sein. 2. Zeugen sind nicht erforderlich. G. 73. Die Verjährungsfrist beträgt 10 Jahre, sie zählt von jeder gegen den Thäter gerichteten Handlung ab von neueni. Abzahlung 12. Der Geschäftsinhaber hat weder gegen die Mutter noch gegen den Sohn eine Forderung. b. Sch. 777. 1. Sofort; eine verspätete Entschuldigung tann zum fofortigen Entlassungsgrund Anlaß geben. 2. Ja. 3. Der Passus ist nicht rechtsgültig. W. W. 72. Falls nicht etwa Ja hresvertrag vereinbart ist, sondern Witterungsübersicht vom S. August 1901, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm richtung Wind Windstärke Eminembe 762 23 Hamburg Berlin Franff./M. München Wien Wetter 2 heiter Temp. n. G. 5º G= 4º R Stationen Barometerſtand mm Winds rigtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 17 Haparanda 758 Still heiter 15 764 WSW 3bebedt 17 767 S 1wolten 17761 SW 3 bedeckt 15 Petersburg 763W 2 heiter 18 Cort 766 SSW 4voltig 16 berbeen 768.23 3 hlb.bed. 15 Baris 764 WNW 3 heiter 17 Wetter Prognose für Freitag, den 9. August 1901. Zunächst ziemlich trübe und etwas regnerisch, später aufflarend bei schwachen südwestlichen Winden und steigender Temperatur. Berliner etterbureau. Rixdorf. Central- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler etc. Socialdemokrat. Wahlverein. Sämtliche Ortsverwaltungen von Berlin. Der allgemeinen Landestrauer wegen findet das Sommerfest in der Neuen Welt am Sonnabend, den 17. August, und im Schweizer Garten Sonnabend, den 31. August, ftatt. Das Komitee. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß infolge der angeordneten Landes [ 232/12 Gedenkfeier erst am 1. September trauer unfre im Englischen Hof, Neue Roßstraße 3. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Leibholz über: Die von Haustieren auf Menschen übertragbaren Krankheiten und ihre Berhütung." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Filiale 2: Sonnabend, den 10. Auguft, abends 8½ Uhr, Filiale 3: Dienstag, den 13. Auguſt, abends 8½½ Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal VII Filiale 4: Sonnabend, den 10. Auguſt, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15, Saal I. bei Schulz, Grenadierstraße 33.42 82 181/12 Central- Verband der Elektromonteure und Berufsgenoffen Deutschlands. Sektion Berlin. Sonntag, den 11. d. M., vormittags 91 Uhr, im Lokale des Herrn Nümann, Brunnenstrasse 188: Tagesordnung: 1. Bortrag des Genoffen Waldeck Manasse General- Derlammlung. über: Unfre Forderungen im Rathause. 2. Diskussion. 3. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Offiziersarbeiter. 4. Verschiedenes. 157/12 Tages Ordnung: stattfinden kann. Die bereits ausgegebenen Billets behalten auch zu diesem Tage ihre Gültigkeit. Am Sonntag, den 11. August, wird von seiten des Vereins am Grabe Liebknechts ein Kranz niedergelegt werden; die Mit: glieder, welche sich daran beteiligen wollen, werden ersucht, sich pünktlich unt 2 Uhr bei Thomas, Hermannstraße 50, einzufinden. Die VereinsBersammlung findet am Dienstag, den 13. d. Mis., im selben Zotale statt. Der Vorstand. Möbel- Fabrik u. Lager kompletter 1. Bericht der Agitations Rommission. 2. Bericht des Vorstandes, des za Fabrikpreisen Wohnungs- Einrichtungen Eigne Werkstätten Filiale 6: im Gewethaftshaus, Engel- llfer 15, v. 1, 3immer 10. Dienstag, den 13. August, abends 812 Uhr, Kaffierers ſowie der Revisoren. 3. Neuwahl des Gesamtvorstandes. 4. Ber- Julius Apelt, Skalitzerstr. 6, Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwarten Die Vorstände. Sonntag, den 15. September: Urania- Vorstellung: Aus dem Tagebuch der Erde. Besichtigung der Säle 4 Uhr, Anfang der Vorstellung 5 Uhr. Billets a 60 Pf. sind in allen Versammlungen zu haben. Um rege Das Komitee. Beteiligung ersucht Tischler- Verein zu Berlin. Sonnabend, den 10. August, abends 81/2 Uhr, Melchiorstr. 15: Versammlung. Tagesordnung: Vereinsangelegenheiten. Ausgabe der Billets zum Sommerfest in der„ Neuen Welt" am 24. Auguft. 199/10 Der Vorstand. Banbsangelegenheiten. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Mit: gliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbud) legitimiert, ohne letzteres tein Zutritt. 58/ 18* 1 Der Vorstand. Achtung! Bauarbeiter! Achtung! Das Stiftungsfest der Zahlstelle Berlin I findet der Landestranter wegen nicht am 10., sondern am 24. August, 14 Tage später statt. Die Billets behalten ihre Gültigkeit. A: Karl Heidemann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute, Freitag, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: empfiehlt am Kottbuser Thor.[ 2112L* Solide Reell Billig. Coulante Bedingungen gegen Bar oder Teilzahlung. [ 2110* Gr. Frankfurters straße 45/46. Möbel Wilhelm Misch, Nordhäuser Kautabak Athenstädt& Bachrodt, Nordhausen, sehr beliebtes Fabrikat( boykottfrei), überall fäuflich. Generalvertrieb: H. Preuss, Berlin N., Swinemünderstr. 66, I. [ 2048b Charlottenburg! Uhrmacher Kunstmann, Wallstrasse 1. Sitzung der Orts- Verwaltung. Reparaturen schnell, durchaus zuverlässig und nicht teuer.[ 1108L Für den Juhalt der Inserate Deutscher übernimmt die Redaktion dem Metallarbeiter- Verband. Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 9. August: Wegen der Landestrauer find die Theater geschlossen. Geöffnet: Paffage Panopticum. Urania. Taubenstr. 48/49. Mittelmeerfahrten"( fleine Preise). Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 uhr: Sternwarte. Apollo- Theater Wegen Landestrauer geschlossen. Urania Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Mittelmeerfahrten. Kleine Preise. Invalidenstr. 57/62. Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Am Dienstag, den 6. August, starb unser Mitglied, der Drechsler Fritz Müller im Alter von 25 Jahren an der Schwindfucht. Die Beerdigung findet am Freitag, den 9. August, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. GeorgenKirchhofs in Neu- Weißensee aus statt. Rege Beteiligung erwartet 117/13. Die Ortsverwaltung. Freie Kranken- u. Sterbekasse für Anhänger des Naturheilverfahrens ( E. H. Nr. 115 Magdeburg.) do Filiale Berlin- Norden. Am 6. August verstarb unser langNachruf! Am Dienstag, den 6. August, verschied nach kurzem Leiden unsere Mitarbeiterin Fräulein Helene Wolf im Alter von 19 Jahren.[ 28396 Wir verlieren in der so früh Dahingeschiedenen eine brave Kollegin, deren Andenken wir stets bewahren werden. Das Personal der Geschäftsbücherfabrik L. Jürgens. Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin". 99 Sonntag, den 11. Auguft nach Fürstenwalde. Start 6 Uhr früh Frankfurter und Memelerstraßen- Ecke. Nachmittag 11/2 Uhr nach Hessenwinkel. Start Schle jähriges Mitglied und Mitbegründer fische Brücke, Abends Köpenick.[ 12/15 unsrer Zahlstelle, der Gießereibefizer Charlottenburg. Otto Zielbauer. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 9. August, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Heiligen Kreuz- Kirchhofs in Mariendorf aus statt. Um Teilnahme bittet 288/14 Die Ortsverwaltung. Todesanzeige. M. Schmerberg[ 18742* Wilmersdorfer- Strasse 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zut äußerst billigen Preisen. Optische Artikel. Ohrlöcher werden schmerzlos gestochen Brauerei Am 6. Auguſt ſtarb, unser KollegeK. Gregory, Franz Hoffmann im Alter von 28 Jahren. Die Beerdigung findet am Freitag, den 9. August, nachmittags 6 Uhr, Badstr. 67 u. Hochstr. 21-24, Defonom H. Vopel. Empfehle meine hocheleganten Vereinsfestlichkeiten. Tägl. Sternwarte. onbereichenhalle des Emmaus: Säle, 300 personen faffend, für Nicht geschlossen. Castans Panopticum. Neu! Friedrichstr. 165. Neu! Nen! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der, Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Zoologischer Garten Die Konzerte fallen wegen der Landestrauer bis auf weiteres aus. Entree I Mark. Von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kirchhofs zu Rirdorf statt. Die Kollegen der Klaviaturfabrik von Schwohls u. Co. 18402* Im Garten: Gr. Freikonzert. Große Betten 12 M. Carl Helbig, ( Dberbett, Unterbett, zwei Riffen) mit gereinigten neuen Federn bet Suftov Lustig, Berlin S., Pringens straße 46. Breisliste toftenfrei. Biele, Anerkennungsschreiben. Heilgehilfe und Masseur für sämtliche Krankenkassen Berlins 11142*] und Umgegend. Usedomstr. 9. Eing. Wattstr. 19, I. Socialdemokrat. Wahlverein Charlottenburg. Das Sommerfest, welches am 10. August stattfinden follte, findet an diesem Tage nicht statt, sondern an einent der nächsten Sonnabende. Der Tag wird noch bekannt gegeben Die Billets behalten ihre Gültigkeit. [ 250/10 Der Vorstand. Achtung! Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und andrer gewerblichen Arbeiter. Das am 10. August festgesette Sommerfest findet im Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81, Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. wie angesagt, als geschlossene Gesellschaft statt. W. Münzers Ball- Salon Fund Garten Rixdorf, Knesebecst. 113, Hermannst. 119, empfiehlt feinen Saal( 600 Person. faffend) und schönen Natur: Garten zu Festlichteiten und Versammlungen. Jeden Sonntag: BALL. Herren- Anzüge, Paletots n. Maß, eleg. Ausführung, auch fertige Garderobe am Lager, liefert Landsbergerstr. 13 prt. J.Kurzberg, Teilzahlung gestattet. Honig! Oldenb. Bienenhonig, beste Qualität, verfendet 9 Bfb. netto zu 6,50 M., 5 Pfd. netto zu 4 M. fr. Nachn. Gar. Zurüdn. Nordloh, [ 2828b Das Komitee. 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