Nr. 185. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Bettungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die sechsgespaltene fotonet. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Unterschreibt die Petitionen gegen den Zollwucher! Am Sonntag werden in Berlin die Petitionen gegen den Bollwucher verbreitet. Unterschreibe sie jeder, Männer, Frauen, auch jugendliche Personen über 14 Jahre, die erwerbsthätig sind! Jeder Mann, der für die Familie den Unterhalt zu beschaffen hat; jede Frau, die unter Mühe und Sorge den Haushalt zu führen hat; jedes Kind, das zur Erwerbsarbeit mit herangezogen wirdhat das Interesse und die Pflicht, die Stimme gegen das geplante Attentat auf die Lebenshaltung des Volkes, gegen die ungeheure Verteuerung aller Verbrauchsmittel zu erheben. Der Petitionssturm soll der Regierung und den Wucherparteien zeigen- was das Volk über diese Politik der Massenausbeutung denkt. Nieder mit dem Zollwucher! Der Imperialismus in Indien. Auf das Verlangen unsres verstorbenen Freundes Wilhelm Liebknecht schrieb ich vor längerer Zeit einen Artikel für den Vorwärts" über den hoffnungslosen Zustand unsrer großen indischen Besitzung und brachte dabei die Hoff nung zum Ausdruck, daß Deutschland und andre Länder von unfren Erfahrungen lernen möchten, daß sie nicht der Politit des kapitalistischen Imperialismus folgen würden, welche den vollständigen Ruin des bevölkertsten Reiches, welches sich jemals unter der Kontrolle einer andren Nation befunden, herbeigeführt hat. Unglücklicherweise haben sich alle meine Boraussetzungen, die ich vor nahezu einem Vierteljahrhundert in Bezug auf die unvermeidlichen Folgen einer ausschließlich europäischen Regierung und in Bezug auf die Auspressung aller Vermögen aus Indien für heimische Bedürfnisse Englands gemacht habe, bis auf den Buchstaben erfüllt. 4 Sonnabend, den 10. August 1901. Expedition: SW. 19, Beutli- Straße 3. Ferusprecher: Amt I, Nr. 5121. einen Beweis, wie vollständig nuplos diese Zahlungen für sein könnte, dies betrachte ich als das imfamiste Verbrechen, Indien sind, gab Sir Henry Brackenburg, ehe was jemals an einem Volke begangen wurde. mals Mitglied des Militärrats in Raltutta, bor Ich weiß es wohl, daß die Verteidiger unsres Systems der königlichen Kommission für indische Finanzen, in England und im Ausland auf die Eisenbahnen hinweisen, indem er zum Ausdruck brachte, daß die 5 Mil welche wir in Judien gebaut haben und auf die großen lionen Mart, die Indien für das Militärdepot Länderstriche, die durch uns urbar gemacht worden sind, auf zahlt, soweit Indien in Betracht kommt, vollständig ver- die religiöse Toleranz, die wir geübt, auf den Frieden, den schwendet sind. Nun, 600 Millionen Mark pro Jahr in guten wir aufrecht erhalten haben, als auf Beweise, welch gute und schlechten Zeiten an Fremde zahlen, bedeutet selbst für Werke England an Indien gethan hat. Wir dürfen dabei nicht vergessen, daß, so gut auch solche Werke sein mögen, reiche Länder eine enorme Summe. und soviel auch die Engländer Geld dazu hergegeben haben mögen, dieses Kapital erst durch das Mittel der Besteuerung aus Indien herausgezogen worden ist, um dann von England an Indien gegen hohe Interessen geliehen zu werden. Ferner sind die Eisenbahnen viel zu teuer gebaut worden, und sie werden nicht im Interesse der großen Masse der Bevölkerung betrieben, sie sind im Gegenteil ein neues Mittel, die Bevölkerung auszupumpen. Auf der andren Seite hat die kapitalistische Produktion die indische Kunst, indische Erziehung, indische Initiative und indische Kultur so gut wie ausgerottet. Daß das Ende nahe bevorsteht, kann niemand bedauern. Aber von den Einwohnern eines Landes zu Zeiten der Hungersnot, wie sie Indien in diesem und im vorigen Jahre durchgemacht hat, solch einen Tribut zu fordern, ist so über alle Maßen infam, daß ich, als ein Engländer, dessen Vorfahren auf unsrer Insel seit Jahrhunderten lebten, dies als einen Gewaltstreich gegen die Humanität bezeichnen muß, dessen sich selbst unsre räubernden Vorfahren geschämt haben würden. Indien ist ein sehr armes Land, und diese systematische Eintreibung eines ökonomischen Tributs hat begonnen vor nunmehr 100 Jahren, als wir die Herrschaft über Indien an traten und ist seitdem andauernd von uns geübt worden. Und so ist Indien, so weit es unter unsrer direkten Herrschaft steht, mit jedem Jahre ärmer und ärmer geworden; jetzt schaffen wir direkt die Hungersnot, indem alle Ueber schüsse zu Gunsten der oberen und mittleren Klassen nach England gezogen werden. Man verstehe mich nicht falsch. Als Socialdemokrat greife ich durchaus nicht die Pflichtvergessenheit meiner Landsleute auf, damit andre Nationen auf unsre Stosten triumphieren oder mit Fingern auf unsre herrschenden Klassen zeigen. Was diese gethan haben und noch thun, thun Russen, Deutsche, Franzosen und Amerikaner ebenfalls. Der Einbruch in China ist in seinen Einzelheiten viel schrecklicher gewesen, als irgend etwas, was wir in Indien gethan haben; und wenn die kapitalistischen Klassen andrer Länder die Gelegenheit haben, China so auszusaugen, wie wir Indien ausgesaugt haben, ich bin sicher, sie werden es thun. Sicher, wir sollten durch die Erfahrung lernen; und nichts giebt den englischen Socialdemokraten größeres Vertrauen in die Zukunft ihrer Partei, als der Umstand, daß ihre Brüder andrer Länder gegen die Unthaten der englischen Flagge protestieren. Der Klassenfampf muß in jedem Lande bis zu seinem letzten Ende durchgeführt werden. Die Ausdehnung des kapitalistischen Systems auf Asien und Afrika stärkt nicht nur die herrschenden Klassen im eignen Lande, sondern hat auch alle diejenigen Uebel im Gefolge, die ich soeben an dem indischen Beispiel gezeigt habe. Im Falle Indiens haben alle herrschenden Klassen in England direkt oder indirekt das Interesse, die ökonomische Unterdrückung aufrecht zu erhalten ohne Rücksicht auf die fommende Katastrophe. Alle trösten sich damit, daß es ihre Zeit noch währen werde, und:„ Nach uns die Sündflut." Diese Worte sind noch vor jeder großen Krisis bis zum letzten Augenblicke der Trost der Herrschenden gewesen; sie bilden in England die übliche Redewendung. Lord Salisburys Politik des Sichtreibenlassens ist von allen unsren Staatsmännern angenommen worden, als ob es der höchste Begriff staatsmännischer Weisheit sei. Die Folgen werden wir bald sehen, und ich für meinen Teil werde es nicht bedauern, wenn das Ende unsrer Mißwirtschaft im Hindustan gekommen ist. London, Anfang August 1901. H. M. Hyndman Politische Uebersicht. Diese Art der Aussaugung verschärft notwendigerweise die Folgen. Arme Leute, welche gezwungen werden, ihre hohen Steuern im voraus zu zahlen, ehe noch ihre Ernte gereift, werden in die Krallen der eingeborenen Geldverleiher getrieben. So gehen die Dinge vom Schlimmen zu Schlechterem. Die Bauern haben nicht nur kein Mittel, ihr Befigtum zu verbessern, sondern ihre Lebenshaltung wird auch von Tag zu Tag, von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr verschlechtert; so ungeheuer niedrig ist ihre Lebenshaltung, daß nach den offiziellen und nach den Berichten der Missionare nur wenige der Bauern in diesem unglücklichen Lande in der Lage sind, einmal oder auch selbst jeden zweiten Tag einmal das zu sich nehmen zu können, was jene Leute für eine volle Mahlzeit zu betrachten gewohnt sind. Das Durchschnittseinkommen, das nach offiziellen Angaben vor 20 Jahren auf 27 Rupien pro Kopf der Bevölkerung geschätzt wurde, ist nach der lezten Statistik auf 17 Rupien herabgesunken. Das bedeutet, daß, wenn wir die bäuerliche Bevölkerung allein nehmen, das durch schnittliche Gesamteinkommen einer Familie von 5 Köpfen im britischen Territorium nicht über 200 W. pro Jahr betragen kann. Solche Massen von Hungernden dürfte nirgends mehr auf unfremt Planeten zu finden sein. Da sind 230 Millionen Soweit sind die Dinge gekommen, daß Anglo- Indier Menschen unter direfter Kontrolle Großbritanniens, die wir jetzt selbst beginnen zuzugeben, daß die Dinge in ciner ökonomischen und socialen Katastrophe entgegenführen, heute daß Indien nicht so sind, wie sie sein sollten; erst wie sie die Weltgeschichte noch nicht gesehen hat. bor furzer furzer Zeit sah sich die ,, Morning Post", Was die Sache noch schlimmer macht, ist unsre ungeheure ein Tory- Organ, veranlaßt, einen Brief von mir zum Ab- Heuchelei. Wenn die Hungersnot kommit, und diese ist druck zu bringen, in welchem ich die Regierung aufforderte, jetzt in Indien permanent das geringste Ausbleiben von vertrauliche Schriftstücke von Anglo Indiern von hoher Regen verursacht nicht nur Mangel, sondern Hungers Stellung, welche ich selbst gelesen hatte, zu veröffentlichen. not, so verlangen wir nichts destoweniger unser Pfund Auch in diesem Schreiben war erklärt, daß, wenn mit der Fleisch und Blut in der Form der 600 Millionen von der Auspressung Indiens fortgefahren werde, dies Land unbedingt hungernden Bevölkerung, um ihr auf dem Wege der Mild. zu Grunde gehen müsse. Es ist unerhört, daß in einer thätigkeit etliche 2-3 Millionen wiederzugeben. solchen bedeutungsvollen Angelegenheit die Wahrheit Es scheint unfaßbar, daß die königliche Familie, die systematisch unterdrückt wird, bis das Volk schließlich durch Aristokratie, die Fürsten des Handels und der Industrie eine Katastrophe erwachen wird. Englands, die vermögenden Klassen überhaupt, ein solch' In England ist es Mode geworden, von„ Imperalismus" verabscheuungswürdiges Spiel treiben, da Millionen sterben, so zu sprechen, als ob alle unsre Kolonien aus einem Stück weil die Quellen des Lebens verjagen, die wir ausgeschöpft gemacht wären. Das ist natürlich ganz absurd. Unfre freien haben; nichtsdestoweniger ist es gerade das, was stets ein Kolonien, wie Kanada, Australien, Neu- See tritt. Dieses Jahr haben wir wieder Hungersnot; aber I and sind vielleicht diejenigen Länder, in denen es sich unsre herrschenden Klassen sind so beschäftigt, die Boeren am besten lebt. Es herrscht dort mehr Freiheit, mehr niederzuschlagen, um die Goldminen dieses Landes an sich politische Initiative, bessere Erziehung, und bessere Aussichten zu reißen, daß sie es selbst unterlassen, die üblichen ,, mild werde für jedermann, er sei Engländer oder Fremder, als in irgend thätigen Gaben" hinzusenden. einem anderen Lande der Welt. Nachdem wir durch einige Natürlich behauptet man, Indien hätte ohne englische bittere Erfahrungen flug gemacht, hatten wir es unsren Verwaltung nicht bestehen können; die Absurdität dieser Befreien Kolonien überlassen, ihre eigenen Geschäfte selbst zu hauptung in Bezug auf eine Anzahl Nationen, die schon eine regeln. Dadurch sind die besten Resultate erzielt worden; Stultur besaßen, tausende von Jahren, ehe die Civilisation denn währenddem ich vor etwa 30 Jahren, als ich uns erreichte, braucht ernstlich nicht zurückgewiesen werden. diese Länder bereiste, eine starke Strömung zu Gunsten Selbst, wenn unsre Verwaltung ebenso sympathisch und fähig einer Trennung vom Musterlande wahrnehmen konnte, ist gewesen wäre, als sie hart und schädlich ist, ihre öfonomischen Heute der Wunsch, eine Föderation mit den britischen Inseln Stückschläge würden alle möglichen Vorteile mehr als aufherzustellen, weitaus überwiegend. Freilich ist diese lette wiegen. = -mit dem Berlin, den 9. August. Der Zollwucher. " Das Organ der konservativen Partei, die, Kons. Korrefp.", erklärt den von der Regierung vorgelegten Tarifentwurf als„ im großen und ganzen geeignet, als Grundlage der Beratungen im Reichstage zu dienen. Die Deutsche Tageszeitung ist mit dieser Stellungnahme des fraktionellen Organs nicht einverstanden und hofft, die konservative Reichstags- Fraktion Entwurf weniger zufrieden sein als ihr Organ. Ebenso polemisiert die„ Korrespondenz des Bundes der Landwirte" von neuem scharf gegen den Entwurf, der noch bei weitem nicht genügend agrarisch sei. Es wiederholt sich das Schauspiel bei den Beratungen über das Fleischbeschangesetz im Reichstage: die Mehrheit der konservativen Fraktion ist gouvernemental, weil sie weiß, daß die Regierung mehr für die notleidende Landwirtschaft" nicht zu thun vermag als sie thut; die äußerste agrarische Gruppe aber sucht die pflaumweichen" RegierungsStonservativen wie die Regierung selbst durch lantes Lärmen von der Konzession an die minder hochschutzzöllnerischen Gruppen des Welle des Jingoismus", die über unsre demokratischen Aber es zeigt sich jedes Jahr, daß die Verwaltung Reichstags, auf deren Hilfe sie doch angewiefen sind, abzuschrecken. Kolonien hinwegegangen ist, kein gutes Resultat dieser Loyalität der Eingeborenen Staaten, die an unser Territorium gegenüber dem Mutterlande. grenzen, und die nur unter englischer Leitung stehen, Aus der amtlichen russischen Enquete über die In den eroberten Besitzungen herrscht ein vollständig in jeder Beziehung eine viel bessere ist, als das Preußengänger teilt jetzt die Königsberger Hartungsche Zeitung" andres System. Dieses System besteht darin, aus den Ein- System vollständiger Occupation, das wir in Indien höchst charakteristische Abschnitte mit. Den ostpreußischen Junkern geborenen der Länder, welche durch Gewalt oder Betrug in zur Durchführung bringen. Dazu kommt, daß außer den dürfte das Urteil, das die russische Regierung über sie fällt, unsre Hände gefallen sind, so viel als möglich herauszupressen. ungeheueren Summen, die wir jährlich aus Indien heraus- taum sehr gefallen. In der russischen Denkschrift wird ausDas hauptsächlichste Beispiel dafür, ein Beispiel, das alle ziehen, ohne daß diesem Lande dafür etwas geleistet werde, geführt: andern überschattet, ist Indien; und es ist auch Indien, auf noch über 300 Millionen Mart kommen für die Kosten der das bis vor kurzem Ausländer hindeuteten, wenn sie von Verwaltung. Die Folge davon ist, daß wir einer ökonomiden Erfolgen der englischen Kolonisationsmethoden sprachen. schen Katastrophe zuströmen, deren Wirkung für das britische Wir haben Indien für alles zahlen lassen, währenddem Reich eine unheilvolle sein muß. Frankreich selbst für Algerien etwa 60 Millionen Mark pro Jahr ausgiebt, obschon es sich hier um eine fruchtbare und reiche Proving handelt. Indien sendet dagegen Jahr um Jahr die Summe von 600 Millionen Mark direkt oder indirekt nach England. Von dieser Summe sind etwa 2/3 Steuern; Diese Folge von England sehe ich für das geringere Uebel an; wir werden nur ernten, was wir gesäet haben. Aber den Ruin, den wir durch unsre grenzenlose Ausbeutung einem Lande gebracht haben, das unter andren Umständen eines der fruchtbarsten und hoffnungsvollsten Reiche der Erde * Den russischen Arbeitern werde nicht gehalten, was bei Abschluß des Arbeitskontrakts versprochen worden, insonder heit erhielten sie den ausbedungenen Lohn nicht voll aus= gezahlt, sondern meist gekürzt. Und wenn es nicht anders gehe, erreiche man das durch Geldstrafen für alle möglichen Lebensäußerungen der Russen, z. B. seien für Singen bei der Arbeit, angeblichen Ungehorsam, Unhöflichkeit usw. Strafen auferlegt, obwohl es sich meist nur um Mißverständnisse wegen der mangelhaften Sprachkenntnisse beiderseits handele. Der deutsche Vorarbeiter oder wer sonst den Lohn ansbezahle, behalte sich von Lohns. unter die Vernehmung des Angeklagten. Waldersees Selbstkritik. Der Aus der Rede Waldersees, aus der wir gestern nur einen kurzen Paffus mitteilten, seien noch einige Stellen wiedergegeben. Weltmarschall a. D. übte an seinen Thaten folgende Selbstkritik: Die Flotte hatte das Glück, den Reigen zu eröffnen. Sie hat bei den Kämpfen um die Tatuforts Proben größter Tapferfeit und Tüchtigkeit abgelegt. Sie hat mit ihren zahlreichen Landungsdetachements den Dienst der Landtruppen versehen müssen unter gewaltigen, namentlich klimatischen Anstrengungen und hat unter Entbehrungen sich glänzend bewährt. Wenn in Augenbliden größter Not der Ruf erfcholl: Die Deutschen nach vorn!" so ist das eine Anerkennung deutscher Tapferkeit, wie sie schöner nicht gedacht werden kann. Wenn es auch nachher zu kämpfen nicht mehr gekommen ist, so waren doch schwere Pflichten zu erfüllen... Unser deutsches Expeditionscorps ist jeber gar nicht dazu gekommen, in " Trozein Europäer einzelne ersehnt hat, zu zeigen, daß der alte Geist, der uns vor drei Degennien zu unvergleichlichen Erfolgen geführt hat, auch int ihnen lebte. Es ist aber wahrlich nicht müßig geweien. Während die andern kontingente ihre Thätigkeit auf beschränkteren Räumen entfalteten, waren die deutschen Truppen überall in dem deutschen Occupationsgebiet sichtbar und deutsche Reiter schweiften weit darüber hinaus, tief in die Mongolei hinein, wohin einen hat. Thätigkeit in zahlreichen fleineren Gefechten und zahllosen Unternehmungen zur Beruhigung des Landes oft unter gewaltigen Anstrengungen, jei es im Gebirge auf engen Saumpfaden, sei es im tief durchweichten Boden des Niederlandes, sci es bei tropischer Hize, oder schneidender Kälte, in denen die höchsten Anforderungen an die Straft des Menschen gestellt worden sind, hat nie jemand versagt. Alle aber haben bedauert, daß ich sie nicht weiter führen durfte bis in das Herz des feindlichen Landes. Das deutsche affer Expeditionscorps hat sich die vollste Hochachtung verbündeten Kontingente Kontingente erworben durch seine Tüchtigkeit auf jedem Gebiete der mannigfachen Thätigkeit durch durch feine Tapferfeit, feine Manneszucht, vornehme Haltung und seine Humanität. durch seine Aber nicht allein die Achtung unsrer Verbündeten, sondern auch die unsrer Feinde, und auf diesen Bunkt möchte ich Ihre besondere Aufmerksamkeit richten. Der Asiat hat nur Achtung vor der höheren Macht und vor dem, dem er zutraut, diese entschlossen und rücksichtslos zu gebrauchen. Diese Achtung haben wir uns in vollstem Maße erworben, und sie wird voraussichtlich reiche Früchte tragen. Indem Se. Majestät der Kaiser gewaltige Scestreitkräfte und ein starkes Expeditionscorps, stärker als jedes einzelne andre Kontingent, heraussandte, hat er Großes für Deutschland gethan. jedem Rubel 10 Pf. ein. Außerdem würden bei den Lohnzahlungen holt werden. Im Anschluß daran wurden die verschiedenen Stellen Absatz der Industrieerzeugnisse durch Hochschutzölle zu verschließen Nicht durch Abzüge gemacht, um eine Kaution" von 20 M. anzusammeln, die besichtigt, von wo aus die Zeugen die Sache beobachtet haben. und so die Bevölkerung kaufun fräftig zu machen. häufig genug einzubehalten verstanden würde. Man sei selbst Darauf wanderte das Gericht unter großem Zulauf der Bevölkerung brotverteuernden Kornwucher wird der Inlandsmarkt kauffräftig, bor förperlichen Strafen nicht zurückgeschreckt. Es werden wieder nach Niederweiler hinab, wo um 1/211 Uhr vormittags end sondern im Gegenteil durch alle Maßregeln zur Hebung der Lage fo Gutsbesizer, die zugleich andräte sind, verdächtigt. lich die Hauptverhandlung ihren Anfang nahm. Der Zuhörer der breiten Masse der Bevölkerung, so auch durch Verminderung und Die Unterkunftsräume feien vielfach selbst für die ge- raum war von den herbeigeeilten Waldbauern, Frauen, Fabrik Beseitigung der Kornzölle. ringen Ansprüche ruffischer Bauern ungenügend und schlechter arbeitern und sonstigem Publikum dem sich auch Als Verals die Viehställe. Während für die deutschen Arbeiter nach mehrere katholische Geistliche befanden, überfüllt. Geschlechtern getrennte Schlafräume vorgeschrieben und auch ge- treter der italienischen Regierung, welchen die Forderungen der liefert würden, pferche man russische Männer und Frauen, Erben des getöteten Fazzi zu vertreten hat, ist Sekretär Dr. Gauß, Jung und Alt alle in einen Raum zusammen. vom italienischen Konsulat in Mannheim erschienen. Als italienischer Das Effen, das geliefert werde, sei immer dasselbe, Dolmetscher ist Apotheker Ferber- Meg anwesend. Auf dem GerichtsSeartoffeln mit Speck, und so schlecht, daß die tische liegen das Gewehr des Angeklagten und der blutbefleckte russischen Arbeiter dabei nicht arbeitsfähig bleiben und sich von Spaten des Getöteten. ihrem geringen Lohn lieber selbst vertöstigten. Die Paßverhältnisse Es beginnt an der russischen Grenze erhöhten die Schwierigkeiten. Ja, manche deutsche Landwirte bevorzugten direkt Arbeiter ohne Pässe, um die Am 19. April 1899, so erzählt von Stietencron in Möglichkeit zu haben, sie gegebenenfalls einfach abschieben zu fließendem Vortrage, tagte im Gemeindehause zu Niederweiler eine können, womöglich unter Borenthaltung des sauer verdienten Versammlung in Sachen einer für die drei Gemeinden Niederweiler, Solche Zustände feien civilifierter Staaten unwürdig. Und Hochwalsch und Braderdorf zu schaffenden gemeinsamen Wasserivenn es zu einem neuen Handelsvertrage mit Rußland kommen leitung, zu der ich als Höchstbesteuerter eingeladen war. ufuhr nur im allgemeinen, tam jedoch verspätet an urb sollte, werde es ein Mindest maß an Schuh für seine armen daß der vorgelegte Plan die Zustimmung der Versammlung bäuerlichen Unterthanen, die periodisch in den östlichen Provinzen gefunden habe. In dem Plane sah ich nun, daß die Preußens arbeiteten, ausbedingen, vielleicht Normalkontrakte gefunden habe. fordern oder durch ähnliche Mittel llebervorteilungen so brutaler Art Leitung an meinen Wegen entlang gehen und mein Besigtum mehrfach durchschneiden sollte. Deshalb machte ich darauf aufmerksam, verhindern. Denn an sich sei ja gegen die„ Preußengängerei", wenn man die Arbeitskräfte auch lieber im eignen Lande verwertet sehe, daß ich die Benutzung meines Eigentums nur von gewissen Bedingungen abhängig machen könne. Es sind aber in der Folge nicht viel einzuwenden; denn sie bringen in die ärmsten der armen absolut feine Verhandlungen mit mir gepflogen worden. Anfang bäuerlichen Dörfer doch etwas Geld und dienen so, wenn auch in Juli bemerkte ich eines Tages Wagenspuren auf meinem Wege, wo bescheidenen Grenzen, zur Hebung des Wohlstandes der ländlichen später der Graben entlanggezogen wurde und ich betraf auch Leute tief in die mone Bevölkerung. Wenn dieser indes durch die vorgeschlagenen dabei, die Leitungsrohre abluden. An einem der nächsten Tage dabei, die Leitungsrohre abluden. hohen Getreidezölle die Einfuhr nach Deutschland unterbunden wurde mir gemeldet, daß an meinem Gemüsegarten Italiener er und sie dadurch in den Grenzgebieten doch an den Rand schienen seien, die dort eine Melioration vornähmen. Ich fandte zudes Ruins gebracht würde, werde man nicht zu nächst meinen Sohn dorthin, und als dieser mir die Sache bestätigte, Lassen dürfen, daß dieser selbe in seiner Existenz von den deutschagrarischen Bestrebungen so bedrohte russische Bauern- ging ich selbst hin, nahm mir den Leiter der Leute, den Vorarbeiter Bauern- orti, vor und sagte ihm, daß ich der Grundbesitzer der stand durch seine Arbeitskräfte nun auch denselben betreffenden Stelle sei und daß, da die Arbeiten mir nicht paßten, deutschen Agrariern zu einem weiteren or= er mit der Arbeit sofort aufhören müsse. Es war sprung verhelfe. Deshalb könne die Antwort auf die gerade an einem Sonnabend und Corti, der sehr gut französisch mit neuen Agrarzölle Deutschlands nur sein: Sperrung der mir sprach, bat mich, ihn heute noch gewähren zu lassen, da die Grenze für die Preußengänger! Was das für sie bedeute, Grenze für die Preußengänger! Was das für sie bedeute, Lohnzahlung vor der Thür stehe und er die Leute im Moment nicht habe die deutsche Landwirtschaft schon einmal erfahren, anfangs der achtziger und neunziger Jahre, obwohl es sich damals viel- gut two anders beschäftigen fönne. Ich willigte deshalb ein und ging auf den Gutshof zurück, wo ich mich die Nacht zum Sonntag leicht erst um den dritten Teil der jeßigen Arbeiterschaft gehandelt über aufhielt, weil die Heuernte gerade im Gange war und der lange Weg vom Schloß zum Gut mich sehr aufgehalten hätte. Am Montag früh fingen die Arbeiter zu meinem Erstaunen doch wieder mit dem Graben an. Ich war dadurch sehr in meinen ErnteArbeiten beschränkt, das Gut war durch die langen Gräben, die alle Wege durchschnitten, beinahe abgesperrt, ich konnte keine Ich Mähmaschinen herausbringen und kein Hen einfahren. ging deshalb zu den Leuten hin und sagte ihnen auf französisch und italienisch, daß ich die weitere Arbeit auf keinen all mehr gestatten fönne. Sie gingen auch, kamen aber bald unter Führung des Corti wieder, der mir auf meine erregte Frage: Wie kommen Sie dazu? Ich habe Ihnen doch verboten, hier zu arbeiten," erwiderte, der Bürgermeister von Niederweiler habe ihm gejagt, er solle nur arbeiten. In diesem Augenblick fam mein Sohn hinzu und sagte mir, daß der Bürgermeister von Niederweiler und einige andre Herren am Sonntagvormittag, auf dem Schlosse gewesen seien und meine Frau um die Erlaubnis gebeten Wir können auf eine Kritik dieser Auslassungen verzichten, da hatten, weiter arbeiten lassen zu dürfen. Dieselbe sei ihnen auch die einzelnen Punkte dieser Rede insbesondere die Erwähnung des von meiner Frau erteilt worden und zwar unter der Bedingung, daß der Wiesenbaumeister mich nachträglich aufsuche und Seymour- Befehls: Die Deutschen an die Front, der rühmend hervor mit mir über die Entschädigungsfrage unterhandele. Ich wußte also gehobenen deutschen Borerhezen bereits die entsprechende Würdi davon absolut nichts und hatte inzwischen an das Bürgermeisteramt gung durch uns gefunden haben. geschrieben, daß die Arbeiten unbedingt aufbören müßten, mit Rücksicht auf den großen Schaden, der mir dadurch entstehe. Trotzdem wurde auch Saarburg i. 2., 8. Auguſt. ani Montag ununterbrochen weitergearbeitet und als am Dienstag früh Heute früh 9 Uhr begannen vor dem Kriegsgericht der 31. Division die Arbeit wieder begann, jegte ich mich hin und schrieb an das die Verhandlungen gegen Baron v. Stietenkron. Die An Amtsgericht Saarburg einen eingeschriebenen Brief, in dem ich um tlage lautet auf vorsägliche Tötung ohne Ueber ein gerichtliches Verbot der Arbeiten ersuchte. Es wurde mir gelegung; es sind etwa 20 Beugen geladen, meist Arbeitsgenossen antwortet, daß ich erst eine Bescheinigung über den thatsächlich entund Landsleute des Erschossenen, dann als Sachverständige der standenen Schaden beibringen müßte. Um die Ausstellung derselben Bürgermeister von Saarburg, Sanitätsrat Dr. Brand, und die ersuchte ich nunmehr den Bürgermeister von Bruderdorf, der mich praktischen Merzte Neeps und Ott. Die Verteidigung führt Rechts- aber ebenfalls ohne Antwort ließ. Inzwischen war eine Mitteilung des anwalt Videnz- Zabern. Der erste Teil der Verhandlung, für Bürgermeisters von Niederweiler bei mir eingelaufen, der mich an die zwei Tage in Aussicht genommen sind, geht auf dem Schloßgut den Leiter der Arbeiten, den Baumeister Berger verwies. Auf Oberweiler selbst vor sich; mit ihr ist eine Ortsbesichtigung ver- der andern Seite war mir Selbsthilfe empfohlen worden. Als daher bunden. Später wird die Verhandlung im Schulhause zu Nieder am Freitag früh die Leute abermals erichienen, ging ich wieder hin weiler fortgesetzt. Das Kriegsgericht besteht aus Oberstlieutenant und sagte ihnen nochmals, in erregtem Tone natürlich, daß sie sofort Göz als Vorsigenden und 6 Räten( Beifißern). gehen sollten. Der erste, den ich ansprach, machte auch Anstalten, zu gehen, der zweite war der erschossene Fazzi. habe." Die russische Regierung von Zuständen sprechen zu hören, die civilisierten Staaten unwürdig sind, ist gewiß erheiternd. Immer hin aber zeigt das Citat aus der amtlichen Denkschrift, daß thatsächlich in Rußland das Verbot der Preußengängerei als eines der Kampfmittel zur Abwehr einer deutschen Kornsperr- Politik in Ausficht genommen ist. Die durch das Wolffsche Telegraphenbureau verbreitete Meldung, die den heftigen Zorn der Agrarier erregt hat, ist damit endgültig als richtig bestätigt. Freisprechung des ,, tollen Barons" durch das Kriegsgericht. Am Donnerstag und Freitag wurde in Niederweiler bei Saarburg gegen Baron v. Stietenkron verhandelt, der am 12. Juli auf seinem Gute Oberweiler einen italienischen Arbeiter niebergeschossen hat. Wie uns ein Privat telegramm meldet, sprach das Kriegsgericht den Angeklagten fret, weil er in Notwehr gehandelt habe. Der Vertreter der Anklage hatte drei Jahre Gefängnis beantragt. Ueber den ersten Teil der Gerichtsverhandlung liegt uns folgender Bericht vor: Baron n. Stietenkron, der in der nagelneuen Rittmeisteruniform eines Dragoner- Regiments erscheint, trägt die linke Hand noch in einer seidenen Schlinge, die um den Hals gelegt ist. Er ist ein angehender 50er, trat im Juli 1870 als Avantageur beim 2. Hannoverschen Ulanen- Regiment Nr. 14 ein, wurde noch im Dezember desselben Jahres Lieutenant und hat als solcher einen großen Teil des Feldzuges gegen Frankreich mitgemacht. Als Rittmeister ist er bereits vorbestraft im Jahre 1893 mit 30 m. wegen Mißhandlung und versuchter Nötigung. Als St. 06 Erst sobald der vollständige Bericht der Verhandlung vorliegt, wird eine entsprechende Würdigung des höchst befremdlichen Kriegsgerichtsurteils möglich sein. Selbst wenn als erwiesen anzusehen ist, daß der Arbeiter Fazzi mit seiner Schaufel auf den ihn anfahrenden und dann mit einer Schrotladung beschießenden Baron eingeschlagen hat, so ist doch unverständlich, daß das Gericht dem Baron berechtigte Notwehr zubilligen konnte. Eine Ueberschreitung der Notwehr hätte auch vorgelegen, wenn der Baron auf den Arbeiter geschossen hätte, als dieser ihn mit der Schaufel entgegentrat. Aber der Baron hat geschossen, als der Arbeiter bereits vor ihm die Flucht ergriff und ihm den Rücken zu wandte; in diesem Augenblick war jede Gefahr für den Baron beseitigt und Notwehr ausgeschlossen. Die Anlage geht von folgenden Erwägungen aus: Die Gemeinden Niederweiler, Hohwalsch und Bruderdorf ließen, ohne sich mit Stietenkron vorher verständigt zu haben, mit der Legung einer gemeinsamen Wasserleitung beginnen, die durch das dem Angeklagten gehörige Gut Oberweiler hindurch gehen sollte. Auf ein an das Amtsgericht Saarburg gerichtetes Gesuch um Erlaß eines Bauberbots, erhielt St. am 11. Juli den Bescheid, falls er es nicht vorziehe, unberechtigte Einwirkung auf sein Eigentum durch Selbsthilfe abzu wehren, müsse dem Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung Es ist begreiflich, daß das freisprechende Urteil des Kriegseine behördliche Bescheinigung über den Anspruch und die Giligteit gerichts in der Bevölkerung jener Gegend großes Befremden erregt; der verlangten richterlichen Handlung beigefügt werden. A auch die weitere Oeffentlichkeit muß erwarten, daß der Prozeß zur am 12. Juli bemerkte, daß an der Wasserleitung frozdem wieder ge nochmaligen gründlichen Untersuchung an die höhere Instanz weiter arbeitet werde, verbot er das den italienischen Arbeitern, worauf einige von ihnen aufhörten. Der Arbeiter Fazzi begann aber von gegeben wird. neuem zu arbeiten. Als ihm dies der Angeklagte von neuem untersagte und ihm dabei angeblich mit der Hand auf die Schulter tippte", foll Fazzi aus dem Graben gesprungen und St. gegenüber getreten sein. Eine große Anzahl von Personen, die den Vorfall mit ansahen, bekunden, Fazzi habe weder mit, der Schaufel nach Stietentron geschlagen, noch dieselbe drohend gegen denselben erhoben, andre dagegen wollen dies gesehen haben. Stietenkron selbst behauptet, Fazzi habe mit der Schaufel wiederholt nach ihm geschlagen und infolge dieser Schläge habe sich der Schrotlauf feiner Flinte, die er bei dem Gang über sein Gut gewohnheitsgemäß geladen bei sich getragen und mit der er die Schläge parierte, entla den. Fazzi habe ihm mit einem weiteren Schlage einen Knochen des linken Unterarms durchschlagen, und als er weiter auf ihn eindringen wollte, habe er( St.) gerade noch den Kugellauf spannen und auf den Italiener losdrüden tönnen, der, in den Hals getroffen, fofort tot zusammenbrach. Das Gewehr St.'s weist Beulen auf, die durch Schläge mit einer Schaufel entstanden sein können, dagegen ist der tödliche Schuß dem Fazzi nicht etwa von vorn, sondern in den Rücken beigebracht worden. Das Gericht beschließt nach kurzer Verhandlung, sich an Ort und Stelle zu begeben, um eine Besichtigung vorzunehmen. Die Mordstelle befindet sich etwa 250 Meter vom Schlosse selbst entfernt. Seit der Blutthat sind die Vorarbeiten zur Wasserleitung nicht weiter gefördert worden. Ein Italiener, der zunächst dem Erschossenen arbeitete, muß die von legterem nach erfolgtem Tode innegehabte Stellung einnehmen, auch die Schaufel wird so hingelegt, wie sie nach der That aufgefunden wurde. Der Angeklagte schilderte den Thatbestand dabei vielfach Deutsches Reich. Cuir ind Der kauffräftige Inlandsmarkt". Man liest in der Kreuz- 8eitung": Ueberall ist man im Auslande bemüht, die Industrieen soweit zu entwideln, daß sie den Bedarf des eignen Landes decken tönnen. So berichtet der Reichs- Anzeiger": Italiens Einfuhr an Farbwaren hat sich 1900 ziemlich stark vermindert und kann leicht noch weiter zurückgehen, da sich die heimische Industrie in der letzten Zeit lebhaft entwidelt hat." Bethalt nicht wenig dazu beigetragen, das Auschen zu erhöhen, hat es, daß einem deutschen General das Oberkommando übertragen war. Der Name Deutschland hat seit Jahresfrist beim Chinesen einen andern Klang, die Stellung der Deutschen ist in Ostasien eine andre und in der That bessere geworden." Eine Miquel Erinnerung. Die Köln. Voltsztg." erzählt von den Plänen des einstigen radikalen Demokraten und schließlichen Förderers aller Reaktion, Miquel: Bur Umgestaltung des Reichstags hatte Herr v. Miquel einen vollständigen Plan bereit, und suchte bei Gelegenheit Stimmung für denselben zu machen. Er wollte den Reichstag zu zwei Dritteln aus Dele gierten der bundesstaatlichen Kammern zusammensegen und dem„ Volk" nur das lezte Drittel überlassen. Bei der Zusammensetzung der fast fämtlich aus Klassenwahlen hervorgehenden Staatsparlamente war auf diesem Wege ein KartellReichstag mit Sicherheit zu erreichen und zu behaupten; das unmittelbar gewählte Drittel wäre eine durchaus ungefährliche Verbrämung gewesen." Herr v. Miquel hat soeben seinen Getreuen in Osnabrück ge= schrieben, er könne nicht zu ihnen reisen, denn er sei leidend und Altersschwäche mache sich fühlbar. Aber Johannes v. Miquel darf beruhigt sein, daß seine Umsturzpläne gelehrige Anhänger haben, legenheit warten, ihre Wünsche zu verwirklichen. die noch nicht an Altersschwäche leiden und nur auf günstige Ge Die Wahl in Duisburg. Hierüber wird uns noch geschrieben: Der Ausfall der Wahl in Duisburg- Mülheim läßt die Gegner nicht zur Ruhe kommen, die Erstarfung der Socialdemokratie hat's ihnen allen angethan. Man leugnet die Richtigkeit unfrer Angaben, aber widerlegt sie nicht. Bei der Stichwahl im Jahre 1898 wurden gegen die Hauptwahl rund 4500 Stimmen mehr abgegeben, da konnte man schon mit einem größeren Schein von Recht behaupten, die Mehrzahl der Socialdemokraten habe von seinem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Es war ja auch Beteiligung, Eintreten für den Centrumskandidaten, der sich auf die vom Hamburger Parteitag stipulierten Forderungen verpflichtete, beschlossen worden. Diesmal find aber bei der Stichwahl 800 Stimmen weniger gefallen als bei der Hauptwahl, obwohl man die äußersten Anstrengungen machte, die Säumigen heranzuholen. Monteure 2c., die auswärts arbeiteten, wurden extra, um an der Wahl teilnehmen zu können, zurückbeordert. Das Schwergewicht legte man natürlich auf das Herauholen derjenigen Wähler, welche zur Hauptwahl nicht erschienen waren. Von den 82 869 Wählern haben bei der Hauptwahl nicht bloß 15 000 jondern 19.900 nicht gewählt. Da unsre Gegner die Wahllisten zur Verfügung hatten, konnten sie viele bot diesen 19 900 Wählern leicht konstatieren, wie bei, der Stichwahl das Wahlrecht ausübten, dann ließe sich mit ziemlicher Genauigkeit feststellen, wie viel von den in der Hauptwahl abgegebenen socialistischen Stimmen in der Stichwahl für die beiden Kandidaten abgegeben wurden. Wahrscheinlich hat man die Berechnung schon aufgestellt warum aber giebt man sie nicht betanut? Es würde sich herausstellen, daß troß der wütensten Hezze, trotz des Wahldruckes und trotz des Stimmenfanges der weit überwiegende Teil mindestens ca. 3/4 der socialistischen Wähler, trotzdem und alledem der ausgegebenen Parole folgte. Chinesenzöpfe. Und weiter lesen wir in demselben Blatte über die CementIndustrie in den Vereinigten Staaten von Nordamerika folgendes: Die Fabrikation von Portland- und andrem Cement in den Vereinigten Staaten von Amerika hat einen großen Aufschwung genommen und iv ä ch st andauernd. Wenn dem gegenüber die Einfuhr aus fremden Ländern noch nicht zurückgegangen ist, so hat dies seinen Grund darin, daß auch der Bedarf größer geworden ist und eine über die Steigerung Chinesenzöpfe find hier eingetroffen. Ein aus unsrem Dorfe des Verbrauchs hinausgehende Steigerung der Produktion bis gebürtigter Chinakrieger, Herr Wachtmeister Hünniger, der an den jezt nicht E erreichen war. zu werden indessen Kämpfen unsrer China- Expedition ohne Schaden an Leib und Leben so viele neue Fabriten gebaut, daß die Zu- teilgenommen hat, schickte zwei solcher Zöpfe aus dem„ Neich der nahme der Produktion bald schnellere Fortschritte machen wird Mitte" hierher, und zwar den einen an Gastwirt Trommler, den als diejenige des Konsums; eine Abnahme der Einfuhr würde andren an Herrn Hermann Lindner. Die Zöpfe sind je einen Meter dann zu erwarten stehen." lang und werden jedem, der sich dafür interessiert, gern gezeigt. Alle solche Feststellungen legen es doch jedem einsichtigen Seiren hier lebenden Eltern machte Herr Hünniger prächtige Wirtschaftspolitiker nahe, bei der Regelung unsrer fünftigen chinesische Stickereien, welche in feiner Seide ausgeführt sind, zum Handelspolitik in erster Linie auf die Erhaltung eines Geschent, ebenso auch der Familie Geiling. Diese Seidenstickereien taufträftigen Julandsmarktes Bedacht zu nehmen." werden viel bewundert." Das„ Camburger Tageblatt", ein feines Amtsblättchen im Herzogtum Sachsen- Meiningen, enthält in seiner Nummer vom 8. d. Mts. folgende Notiz aus dem benachbarten Nockau: Wenn die Industrie andrer Staaten sich entwickelt, so legt Leider wird nicht gesagt, auf welche Weise der Chinatrieger in abweichend von den Angaben der 8eugen. Die Aussage diese Feststellung allerdings jedem einfichtigen Wirtschaftspolitiker nahe, den Befiz der Chinesenzöpfe und Chinawaren gelangt ist. Wie heißt selbst wird in der nachfolgenden ordentlichen Verhandlung wieder nicht noch außerhalb dieser Entwicklung des Weltmarkts fich den es doch in den Hunnenversen, die als Begleitwort zu einer aus einem Chinesenzopf bestehenden Sendung einer Familie in Witten berg übermittelt worden sind? Man lese: Wat watschelt da im Sand herum? Ich glob es sind Chinesen. Wart', Jungens, sind wir mal erst ran, dann seid ihr mal gedrivesen. Wir hauen Euch die Jacke voll, ihr miserablen Tröpfe! Verschneiden Euch die Krallen fein und zwicken ab die Zöpfe. Und habt Ihr feine Zöpfe mehr, ihr gottvergessenen Lümmel, Dann seid Ihr pfutsch und kommt nicht mehr in den Chinesenhimmel. Gewerkschaftliches. ist Berlin und Umgegend. llnot materielle und moralische Verhalten der Arbeiterschaft ihren Ane# Socialistenbekämpfung in Italien. Aus Nom wird der gestellten gegenüber. Er will nachweisen, daß das Wort, der Wiener Arbeiterzeitung" unterm 5. August berichtet: Arbeiter ist der schlechteste Arbeitgeber", für das Verhältnis zwischen Nach elfmonatlicher Untersuchungshaft sind gestern 46 Socialisten unfren Arbeiterorganisationen und ihren Angestellten thatsächlich zu- von dem Gericht in Carloforte( Sardinien) freigesprochen worden. trifft. Der Verfasser beklagt schlechte Bezahlung, übermäßige An- Nur einer, Dr. Cavallera, ist wegen Aufreizung zum Klassenbaß zu forderungen an die Arbeitskraft, Unverständnis für geistige Arbeit, sechs Monaten verurteilt worden. Die Genossen, deren ganze Schuld herrisches Verhalten der in Krankenkassen, gewerkschaftlichen Organi daran bestand, viel für die Organisation der Bootsführer und Fischer fationen, Konsumvereinen 2c. zu Arbeitgebern gewordenen Arbeiter gethan zu haben, der sie zum größten Teil angehörten, und die und er bespricht die von ihm gerügten Zustände in einer erregten Totale Camorra bekämpft zu haben, waren aller erdenklichen Kritik. Gewaltthaten, auch des Betruges, der Erpressung und der Die VorunterEs kann nicht in Abrede gestellt werden, daß in den Arbeits- verbrecherischen Verbindung angeklagt worden. Eine gestürmte Sparkasse. Der fürzlich aus Hannover ge- verhältnissen der in Gewerkschaften, Konsumvereinen und sonst An- suchung, die von einem Anhänger der herrschenden Clique meldete Vorgang hat in Jena eine zivcite Auflage erlebt. In den gestellten mancherlei vorgekommen ist, das nicht zu billigen ist. geführt wurde, schien den Socialistenfressern sehr vielversprechend. legten Tagen war dort das Gerücht verbreitet, daß die Jenaer Spar- Aber der Verfaffer des Artikels vermag, so berechtigt seine Angriffe Aber beim Prozeß sant all das mühsam Aufgeblasene zusammen. tasse ein privates, von der verstorbenen Großherzogin Marie im einzelnen sein mögen, sich doch nicht über seinen persönlichen Die mündlichen Aussagen deckten sich nicht mit denen, die unter den Pawlona vor vielen Jahren geftiftetes Unternehmen beim Interessentenstandpunkt so weit zu erheben, daß er über den Mängeln Augen des eifrigen Untersuchungsrichters zu Papier gebracht wurden. Leipziger Bankkrach große Verluste erlitten habe. Das Gericht auch die entschuldigenden Gründe und die Vorzüge erkennt. Es ist Der Präfekt selbst sagte ganz zu Gunsten der Angeklagten und gegen brachte fast die ganze Bevölkerung von Jena und Umgegend zuzugeben, daß die Entlohnung der Arbeiterbeamten zum Teil noch die herrschende Clique und ihre Methoden aus. Trotzdem träumte auf die Beine. Am Montag, Dienstag und Mittwoch wurde nicht angemessen ist, auf der andren Seite steht aber fest, der Staatsanwalt von einer heftigen Verurteilung und bedachte in die Kasse völlig gestürmt. Die Sparer verlangten das daß sowohl in der Partei als in den Gewerkschaften feiner Forderung die Angeklagten mit Strafen bis zu vier Jahren eingezahlte Geld zurück. Um das aufgeregte Bublifum zu be- in den letzten Jahren ganz erhebliche Fortschritte und Gefängnis! Die moralische Niederlage ist auf seiten der Ankläger. ruhigen, wurden zunächst alle Rückzahlungen prompt bewirkt, dann Besserungen erzielt worden sind. Auch das fann nicht gelengnet Wer entschädigt aber unsre Genossen für die ausgestandene Not und aber in der Breſſe aflärt, baß die Gerüchte sumpahr feien, die werben, daß Arveiter bisweilen ihren Angeſtellten nicht gas que das in Nerter verlorene Jahr? Rückzahlungen haben fast den Betrag von einer halben Million er- Wertschäßung und Achtung entgegenbringen, die ehrliche und anreicht. Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses ließen eine Be- gestrengte Arbeit in ihrem Dienst unter allen Umständen verdient. tanntmachung am Sparkassengebäude anschlagen, wonach sie sich Aber es ist natürlich, daß solche Würdigung erst im Laufe der Zeit bereit erklärten, für die Einhaltung der Verpflichtungen der entstehen kann, wenn das gegenseitige Verständnis das gegenseitige Verständnis Sparkasse mit ihren: eignen Vermögen zu haften. Das Großherzog wächst. Derartige erzieherische Einwirkungen kommen nicht von An die organisierte Arbeiterschaft Berlins und Vororte! liche Staatsministerium hatte eine umfassende Revision durch einen selbst, sie müssen sich entwickeln. Arbeiter! Parteigenossen! Nachdem nun unsre Bewegung die Rechnungsrat aus Weimar angeordnet. In einer Bekanntmachung Andrerseits betrachten die Arbeiter mit Fug und Recht die Personen, Preiserhöhung der Selbständigen nach sich zog, so geht nun auch, bringt nun der Gemeindevorstand zur öffentlichen Kenntnis, daß diese die im Dienste der großen Arbeiterbewegung stehen, nicht als Leute, so wie die einzelnen Meister durch Konkurrenz die Preise herabsetzen Revision„ die völlige Grundlosigkeit der in Jena und Umgegend die bloß um Brot und Lohn arbeiten. Sie verlangen denselben mußten, unser Lohn zurück. Durch die Kontrollkarte gaben berbreiteten Gerüchte über Zahlungsschwierigkeiten der Sparkasse Jdealismus von ihnen, den gleichen Opferfinn, den sie selbst in so wir der Arbeiterschaft das Mittel in die Hand, uns zu unterstüßen, ergeben" hat. Der Urheber der alarmierenden Gerüchte soll bereits imponierendem Maße bewähren, abgesehen davon, daß die Arbeiter wenn es in ihrem Willen lag, und wir haben das Vertrauen zu der ermittelt sein und zur Verantwortung gezogen werden. Troy all als Arbeitgeber ja in der Regel gar kein persönliches, sondern Arbeiterschaft, daß sie ihre Klassengenossen nicht einer streng dieser Garantieerklärungen hat sich das Publikum noch nicht völlig nur ein sa chliches Interesse an den von ihnen formell ab- organisierten Arbeitgeberschaft preisgiebt, wenn es ihr mit beruhigt. adanhängigen Unternehmungen haben, deren Leistungsfähigkeit außerdem Leichtigkeit möglich ist, fie erfolgreich zu unterstügen. Parteigenossen, fragt darum jedesmal, wenn Mit dem üblichen Blutbad ist ein Erceß dem deutschen nicht selten zu gering ist, um größere Aufwendungen für die AnIhr ein Friseurgeschäft aufsucht, nach Interessengebiet angehöriger Süfee- Infulaner gesübut worden. Gs gestellten zu ermöglichen. So meinen wir denn: über den mehr oder minder berechtigten Sontrollkarte, vor allem aber dürfte kein Arbeiter die erwird darüber gemeldet: Von der Juſel St. Mathias ein- Magen der Partei- Angestellten darf niemals vergessen werden, daß höhten Preise zahlen, ohne nach der Kontrollkarte zu fragen, sowie gelaufenen Nachrichten zufolge wurde das Kriegsschiff„ Cormoran" über allem Persönlichen die große gemeinsame Sache der Arbeiter auch lieber diesen kleinen Betrag mehr bezahlen, als ein Geschäft dorthin gesandt, um die Eingeborenen wegen der Niedermegelung bewegung steht, deren Interesse das höchste Gesez ist. Das Gefühl, zu besuchen, in welchem wohl zu den alten Preisen gearbeitet wird, Mendes und andrer Mitglieder seiner Expedition zu bestrafen. Es dieser Sache nach Sträften zu dienen, muß und fann über persön aber die dort beschäftigten Arbeiter menschenunwürdig entlohnt fand ein Gefecht statt, in welchem 80 Eingeborene getötet, liche Verstimmungen hinweghelfen, wie allerdings auch die Größe werden. 17 gefangen genommen wurden. Ser Sache selbst jeden nicht nur berechtigt sondern auch verpflichtet, In Berlin, Schöneberg, Rigdorf, Weißensee, für die stetige Besserung der inneren Verhältnisse zu wirken. Rummelsburg und Friedrichsberg muß die Nummer 32 Schließlich muß bei jedem Partei- Angestellten, das Bewußtsein abgestempelt sein. lebendig sein: Tausendmal lieber im Dienst der Arbeiterbewegung In Berlin find folgende Geschäfte zu meiden: Puff, entbehren, als im Solde der Bourgeoisie schwelgen! Jeder Löwestr. 4; Schwan, Löwestr. 26; ense, Langeftr. 68; Gegen die angeblichen Complicen Brescis hat sich mit hat bei uns die Möglichkeit, sich gegen Unrecht zur Wehr zu Friedrich, Langestr. 41; Freyer, Münchebergerstr. 3; einer Ausnahme nichts Belastendes ergeben. Wie die„ Tribuna" jetzen, er thite es, so eifrig und entschieden er kann; er nügt Odorff, Strelitzerstr. 11; 2öschte, Streligerstr. 21; Wilde, meldet, hat der Generalprokurator in Mailand das Aktenmaterial damit auch indirekt der Sache, die ohne arbeitsfreudige und tüchtige Cöslinerstr. 10; Lange, Weddingstr. 1a. bezüglich der Verfolgung der angeblichen Complicen Brescis Leiter nicht gedeihen kann, und er trägt durch solche Bemühunge Von den am vorigen Sonnabend boykottierten haben be bei der Ermordung König Humberts vorgelegt. Sein An- dazu bei, die Massen fähig und reif zu machen für die gewaltigen willigt: Mende, Schulstr. 117; obschal, Streligerstr. 36 trag gipfelt darin, die Anklagen gegen die Angeschuldigten ein- geschichtlichen Aufgaben, die dem Proletariat zu vollenden bestimmt und Schmidt, Badstr. 12. zustellen, mit Ausnahme jener gegen Louis Granotti, find. Diesen Glauben an die Mission des Proletariats muß jeder Zu Charlottenburg sind zu meiden: Redmann, der dem Schwurgericht überwiesen werden soll unter der Anklage, Angestellte der Arbeiter haben und wenn er ihn hat, wird nie der Schillerstr. 92; Schröder, Krummeftr.; Stiefel, Wilmersdorferstr. 125; bei der Ermordung König Humberts beteiligt gewesen zu sein. Der Unmut in ihm die leberhand gewinnen, daß auch der einzelne Wuthe, Kirch- und Bestalozzistraße; Schmidt, Kantstr. 100; Brozeß gegen Jaffei, der in der Schweiz festgehalten wird, wird Arbeiter nur ein Mensch ist und gelegentlich daher auch den Biefte, Wilhelmsplas; Schulz, Rosinenstraße; Blajedi, bis nach Abschluß der Auslieferungsunterhandlungen vertagt werden. schlimmen Wirkungen unterliegt, die nun einmal je dem Unter- Stuttgarterplatz; Schmod, Cauerstraße; Söhmann, SchloßOb die Anklage gegen Granotti nicht ebenfalls in sich zu nehmertum, anhaften. Es giebt keinen schlagenderen Beweis gegen straße 86; a be, Wilmersdorferstr. 187; Delze, Wilmersdorferfammenbricht, wird sich ja herausstellen. die kapitalistische Ordnung als die Erscheinung, daß selbst die Lod- ftraße; Baselt, Sophie Charlottenstraße. In Charlotten feinde des kapitalistischen Systems bisiveilen der kapitalistischen burg muß auf der Kontrolltarte das 4. Feld abgestempelt sein. „ Berufskrankheit" verfallen, auch wenn sie nur zum Schein den Parteigen offen! Fragt eifrig nach der Kontrollkarte, auch Nang von Unternehmern erhalten. dort, wo sie sonst vorhanden, da wir mehrere wieder einziehen mußten. Die Lohnfommission Ausland. Italien. Amerika. Wirren in Venezuela. Der Geschäftsträger der Vereinigten Staaten in Caracas, Russell, meldet, daß Berwickelungen mit Columbien befürchtet werden, weil von dort her die angeblich 5000 Mann starte Streitmacht nach Venezuela eingedrungen sei, und daß die Regierung von Venezuela die Frage beraten habe, dem Gesandten von Columbien seine Pässe zuzustellen. Asien. Abreise der französischen China Generale. = General Succillon, der am 8. August das Kommando über die Besatzungsbrigade in China übernommen hat, meldete, daß die Generale Voyron und Bailloud mit mehreren Offizieren nach Japan abgereist sind. Der Boeren- Krieg. Schärffte Mittel Es ist daher recht sinnlos, daß die bürgerliche Presse mit Begier sich auf den Börschschen Artikel stürzt. Sieht man denn nicht, daß es fein stärkeres Argument gegen den kapitalismus giebt, als dies, daß sogar die Arbeiter sich als Unternehmer seinen Einflüssen nicht ganz entziehen fömten? Außerdem widerlegt auf diese Weise die bürgerliche Bresse selbst nun das holde Märchen von den prassenden Agitatoren, die sich von Arbeitergroschen mästen. Freilich auf einen Widerspruch und eine Dummheit mehr oder weniger kommt es in der bürgerlichen Bresse nicht mehr an. Orten abgehalten. In Breslan hatten sich über 700 Genossen im Gedächtnisfeiern für Wilhelm Liebknecht wurden an vielen Saale des Gewerkschaftshauses versammelt. Der Saal war der Feier entsprechend geschmückt. Genosse Bruhns hielt eine Gedächtnisrede, der ein Lied des Arbeiter- Sängerbundes vorausging und folgte. der Barbiere für Berlin und Vororte. der Die organisierte Arbeiterschaft Nigdorfs bitten wir, uns in dem Bestreben, unsre Organisation zu stärken, fräftig zu unterstügen. Dies geschieht ant besten dadurch, daß sie bei Inanspruch nahme von Barbiergeschäften genau darauf achten, daß auf der ein geführten grünen Kontrollfarte immer die laufende Woche( jetzt die 32.) abgestempelt ist. Jetzt, nachdem die Organisation, dank der errungen hat, kehren viele Gehilfen dem Verbande den Rücken, da sie sich Unterstützung der Arbeiter, bessere Löhne und kürzere Arbeitszeit scheuen, den geringen Beitrag von 25 Pf. pro Woche zu zahlen. Unsere Errungenschaften fönnen aber nur durch eine lebenskräftige Organisation gehalten werden, deshalb bitten wir schon aus diesem Grunde, immer genau darauf zu achten, daß die Kontrollkarten Karten, die keine Gültigkeit mehr haben, von Streifbrechern vorgerichtig abgestempelt sind, denn es kommt auch vor, daß Die Lohnkommission. Pantheon bis auf den letzten Platz und lauschten andächtig der In Leipzig füllten die Parteigenossen den großen Saal des großen Toten gewidmet war. wirksamen Weiherede des Genossen Geyer, die dem Wirken des zeigt werden. dem feierlich dekorierten Saale des Belvedere veranstaltet, die von Gesang eröffnet und geschlossen wurde. Die Rede hielt Genosse Julius Seifert. In Dessau hielt Genosse Peus in einer Versammlung einen dem Andenken Liebknechts gewidmeten Vortrag. oded will jetzt, wie bereits angekündigt, Lord Kitchener gegen die Bocren in Anwendung bringen. Am 7. August hat er nach den ihm von der Londoner Regierung erteilten Sustruktionen und unter Zustimmung der Regierungen der Auch die Genossen in Zwickau hatten eine würdige Feier in Auch die Genossen in 8 wid au hatten eine würdige Feier in Achtung! Modelleure und Gipsbildhauer. Die Kollegen Kapkolonie und von Natal folgende Proflamation erlassen: Hamburg- Altonas befinden sich in einer Lohnbewegung. Zuzug ist „ Alle Kommandanten, Feldkornets oder Anführer bewaffneter streng fernzuhalten. Es sei darauf hingewiesen, daß in der„ BoltsBanden, welche Bürger der ehemaligen Republiken sind und noch Beitung" unter der Deckadresse" Daedelow" Leute nach dort verlangt immer den Truppen Sr. Majestät Widerstand leisten, sei es in der werden. Trotz der günstigen Bedingungen, welche in den Inseraten Oranjekolonie, in Transvaal oder in einem andern Teile des enthalten, sind diese nicht zu beachten. Herrschaftsgebiets Sr. Majestät in Südafrika, und alle Mitglieder Heffische Gemeinderatswahlen. Ein wahres Jubelgeschrei Die Ortsverwaltung Berlin. Achtung! Buchbinder, Galanterie- und Lederarbeiter. der Regierungen des ehemaligen Oranjefreistaats und Transvaals hoben unsre schwarzen Gegner an, als in diesen Tagen unsre Ge werden, wenn sie sich nicht bis zum 15. September ergeben, nossen in Langenheinhausen und in Dreieichenhain bei den Ge- Der Streit bei der Firma Stan, Ritterstraße, dauert unverändert Der Vertrauensmann. meinderatswahlen unterlagen, obwohl ein so besonderer Anlaß dazu fort. für immer aus Südafrika verbannt werden. Die Kosten der wahrhaftig nicht vorhanden war, da z. B. in legterem Orte der Ab- Zum Streit der Töpfer Potsdams. Am 31. Juli find Unterhaltung der Familien der Bürger im Felde, die sich am stand zwischen beiden Parteien nur ein sehr geringfügiger ist. lleber sämtliche Töpfergesellen von Potsdam und Umgegend in den Streit 15. September nicht ergeben haben, fallen den betreffenden die Wahlsiege unsrer Genossen gehen die Centrumsblätter aber mit eingetreten. Es war den Herren Meistern unsre Forderung vorher Bürgern zur Last, und sowohl das bewegliche wie das un- weniger Aufregung hinweg, trotzdem es deren in letzter Zeit unterbreitet, fie hielten es aber nicht der Mühe wert, mit uns zu bewegliche Eigentum dieser Bürger in beiden Kolonien foll doch eine ganze Reihe gegeben hat. So glaubte man unsre unterhandeln. Wir sind Saisonarbeiter und müssen unsre Konjunktur dafür haften." Gemeinderatsmajorität in Dietesheim absolut zu sprengen, was ausmußen, darum legten wir sämtlich die Arbeit nieder. Von 43 Gesellen find 22 im Streit und 26 wo anders unterjedoch nicht gelang, da auch diesmal wieder unsere drei Kandidaten mit erheblicher Mehrheit gewählt wurden. Auch in Hausen gebracht. Der Geist unter den Kollegen ist ein guter und hoffen wurde die sozialdemokratische Liste mit 3 Kandidaten glatt gewählt, wir, daß wir siegen werden. Er arbeiten nur zwei alte und zwei was auch von Klein- Kroßeuburg fonstatiert werden kann, junge Gesellen, die können uns aber nicht schaden. Zuzug ist wo das Centrum ebenfalls eine Schlappe erlitt und zwei Genofien strengstens fernzuhalten. und drei bürgerliche auf den socialdemokratischen Bettel mit übernommene Kandidaten gewählt wurden. werden?! 1139190 Das ist der schmählichste Völkerrechtsbruch, der sich denken läßt. Mau begreift jegt, warum England bemüht war, es bei den Mächten durchzusetzen, daß den Boeren die Rechte einer friegs: führenden Partei aberkannt wurden. Trogdem die Mächte dies Das Komitee der Streifenden. perfide Anfinnen zurücwiesen, glaubt England die Boeren jetzt auf eigne Faust als Räuber und Banditen behandeln zu dürfen. Deutsches Reich. Ob die Mächte sich durch Passivität zu Mits mit Generalftreik der Flaschenmacher. schuldigen dieses unerhörten Frevels machen Partei- Organisation in der Provinz Posen. Die Genossen In Dresden ist vor etwa acht Tagen ein streifender GlasTassen es sich jetzt angelegen sein, nach der Provinzialkonferenz in macher verhaftet worden, ohne daß man sich erklären konnte, wesBromberg der Organisation der Partei festere Gestalt zu geben. balb. Der Betreffende hat jegt wieder die Freiheit zurückerhalten, Mihhandlung gefangener Boerenfrauen. Nachdem in Posen am 26. Juni ein Wahlverein gegründet wurde, Fräulein Hobhouse erklärte, aus guter Quelle erfahren der jetzt 60 Mitglieder zählt, folgten die Bromberger Genossen am das Verfahren gegen ihn ist eingestellt, aber wessen er sich schuldig zu haben, daß im Konzentrationslager von Valriver 4. August mit der gleichen Gründung, auch dieser Verein dürfte in gemacht haben soll, das weiß er immer noch nicht. Nach den verschiedenen ernsten Episoden, nach den allgemeine Frauen bestraft wurden, weil fie sich weigerten furzer Zeit eine stattliche Mitgliederzahl aufzuweisen haben. Andre Entrüstung hervorrufenden Maßnahmen der Polizei und des UnterMitteilungen über die Bewegungen ihrer Gatten, Städte sind im Begriff, an Stelle des Vertrauensmännersystems nehmertums, die gerade aus Dresden und Döhlen sehr zahlreich Brüder und Söhne zu machen. Zwei Frauen feien ins auch geschlossene Vereine zu bilden, berichtet wurden, weiß die Sächs. Arb.- 3tg." auch einmal einen Gefängnis geworfen und 48 Stunden darin ohne Nahrung gelassen worden, weil sie in ihrer Weigerung Tagespresse Frankreichs befindet sich, wie bekaimt, ausnahmslos in Die focialistische Presse in Frankreich. Die socialistische heiteren Vorgang zu melden. Unser Bruderorgan schreibt: In Döhlen hat sich eine lustige Geschichte ereignet. Man führte fich jedoch, den Ort der Verbannung mitzuteilen. beharrten. Später seien sie verschickt worden, die Behörde weigere privatbesitz; es sind kapitalistische Unternehmer, wie alle andren. Zu dort einen kontraktbrüchigen" älteren Lehrling polizeilich, an der welchen anormalen Verhältnissen dies führen kann, zeigte recht Hand gefesselt, auf die Arbeitsstelle zurück. Hier sollte der junge Mann deutlich der Fall Viviani, der die Redaktion der Laterne nieder- arbeiten, wozu er offenbar nicht viel Luft hatte, zumal er urplöglich einen weil er sich weigerte, dem Verlangen der Anfall von Heißhunger bekam und erst essen gehen wollte. Der legen mußte, fapitalistischen Verleger nachzukommnen, für die Große Pariser Herr Hüttenmeister war aber schlau, er ließ den Lehrling nicht aus Gasgesellschaft Propaganda zu machen. Es sind deswegen schon dem Garne, sondern er ließ ihm Semmel und Wurst holen, womit lange Stimmen laut geworden, die eine Beseitigung dieses bedauer- er ihn dann fütterte. Dem Burschen schmeckte es auch ganz vorlichen Zustandes anregten, bisher leider ohne Erfolg. Das General- züglich. Nach dem Essen kam ihn aber ebenfalls ganz plöglich ein Man mußte ihn wohl oder übel fomitee der socialistischen Partei( die Ministeriellen") hat jetzt ein andres menschliches Bedürfnis an. Subkomitee ernannt, welches den Auftrag hat, Mittel und Wege zu nach dem Abort gehen lassen, aber der Hüttenmeister ging mit und suchen, ein eignes, unabhängiges socialistisches Organ zu schaffen. poftierte sich vor dem Ausgange des Häuschens für menschliche Notdurft. Nun hat dieses aber zwei Ausgänge, und unglückseligerEine Depesche des Generals Kitchener aus Pretoria vom 8. August besagt: Kommandant Devilliers und zwei Feld tornets haben sich ergeben. Devilliers war der zweite Befehlshaber der unter dem Kommando von Beyers stehenden Truppen. London, 9. August. Aus Pretoria wird gemeldet: General Bens hat bei Heilstroom einen Sieg über die Boeren davons getragen. 40 Boeren wurden gefangen genommen. Partei- Machrichten. " Ein neues italienisches Parteiblatt wird demnächst in weise erwischte der Lehrling nach Befriedigung seines Bedürfnisses Arbeiter als Arbeitgeber. In dem Organ der bürgerlichen Mailand erscheinen. Es ist das Organ der aus der bestehenden den andren, statt den, wo der Hüttenmeister stand. So kam der Socialreformer, der„ Socialen Pragis", veröffentlicht Bruno Pörsch, Parteiorganisation ausgetretenen Genossen und wird den Namen junge Mensch, hübsch gesättigt und auch sonst sauwohl" aus der der übrigens niemals wie die National- Beitung" behauptet Unione Socialista" führen. Unter den Mitarbeitern des wöchentlich Fabrit, und bis jetzt hat ihn der Hüttenmeister nicht wieder geRedacteur des Vorwärts" gewesen ist einen Artikel über das erscheinenden Blattes wird Turati genannt. patented sehen. Die Zittauer Morgenzeitung" berichtet, daß die Firma F. W. Kloß, welche nur die Hälfte der vor dem Streik von ihr beschäftigten Arbeiter wieder eingestellt hat, einem Weber deshalb kündigte, weil er die Verbandsbücher der Arbeiterinnen einsammelte, um sie abzustempeln. Die Firma erklärte bei dieser Gelegenheit, daß fie organisierte Arbeiter in ihrem Betrieb nicht dulde. Da nun die in Frage kommenden Arbeiter alle organisiert find, so bedeutet diese Erklärung, falls sie ausgeführt wird, eine allgemeine Maßregelung der Organisierten. Daß die Arbeiter sich einen solchen Gewaltakt nicht gefallen lassen, liegt auf der Hand, und die Fabrikanten würden daher gut thun, nicht durch neue Provokationen einen Stampf heraufzubeschwören, der nicht zu ihren Gunsten enden kann. Metallarbeiter. Auf dem Oberbilker Stahlwerk bei Düsseldorf legten am Donnerstag 25 Mann die Arbeit nieder, weil sie im Accord weniger als ihren Lohn verdienten. Zuzug ist fernzuhalten. In der Solinger Scherenbranche bestehen schon seit einiger Zeit Differenzen wegen des Lohntarifs, die jedoch noch nicht zu einem offenen Konflikt zwischen den Arbeitern und den Fabrikanten gekommen find. Jezt hat der Verein der Scherenfabrikanten befchloffen, den von ihm aufgestellten, von den Arbeitern aber nicht anschlossen, den von ihm aufgestellten, von den Arbeitern aber nicht an erkannten Tarif am 15. August in Kraft treten zu lassen. Wenn die Fabrikanten diesen Beschluß wirklich ausführen, dann dürfte der Streit unvermeidlich sein. Schneidige Junungsbrüder. Auläßlich des gegenwärtigen Streits der Schmiede in Wiesbaden erließ die dortige SchmiedeInnung ein Rundschreiben, in dem es u. a. heißt: ander, In Cunewalde scheint es zu erneuten Konflikten zivischen den Ausdehnung des Konsumvereinswesend. Die Großeinkaufs- 18 and er, giebt eine Uebersicht über den bisherigen Verlauf der Webern und den Fabrikanten zu kommen. Als der Streit beigelegt gesellschaft deutscher Konsumvereine in Hamburg geht mit dem Bewegung und über die Ursachen des Streits und schildert das ric wurde, hatten die Fabrikanten versprochen, alle Ausständigen nach Blane um, an verschiedenen Orten des Reiches große Niederlagen zu sichtslose Vorgehen der Fabrikanten und die Einmütigkeit der Arbeiter. und nach wieder einzustellen. Dies Versprechen ist nicht gehalten errichten, von denen aus die Konsumvereine bestimmter Bezirke mit Schließlich ersucht der Redner die Anwesenden, so viel wie möglich worden. Etwa 100 Weber blieben aus den Fabriten ausgeschlossen. Waren versorgt werden sollen. Zunächst find ins Auge gefaßt für die Herbeischaffung der Mittel zur Unterstützung der hierfür in So unverantwortlich das Verhalten der Fabrikanten auch war, Mannheim, Duisburg, Magdeburg, Berlin und Riesa oder Dresden. Betracht kommenden 12 181 Personen Sorge zu tragen. Im gleichen die Weber beantworteten den Wortbruch der Unternehmer nicht mit Der Verband katholischer kaufmännischer Vereinigungen Sie äußert sich Genosse Girbig. Er weist insbesondere darauf hin, einem neuen Stampf, sondern sie halfen sich durch Gründung einer Genossen Deutschlands hält gegenwärtig hier seine 24. Generalversammlung daß den Arbeitern nach Lage der Verhältnisse nichts andres übrig schaft der Beschäftigungslosen. Neuerdings wird wieder ein Gewaltakt ab. Der Verband zählt zur Zeit 13 500 Mitglieder. Nach Ent- geblieben sei, als in den Generalstreit zu treten. Der Sieg aus Cunewalde gemeldet, der, weil er sich gegen die eben erst ge- gegenahme des Verwaltungsberichts der Krankenjasse des Verbandes, hänge vor allem davon ab, daß die Mittel zur Unterstützung herbeis fchaffene Organisation der dortigen Weber richtet, nicht stillschweigend Sie rund 3000 Mitglieder zählt, wurde zu der Novelle zum Kranken- geschafft werden und den Ausständigen möglichst schnell Hilfe von hingenommen werden dürfte. versicherungs- Gesez folgende Resolution angenommen: den Gewerkschaften zu teil werde. Die neuerfundene Maschine zum Die 24. Generalversammlung des Verbandes katholisch kauf- Flaschenmachen hätte sich nicht bewährt; die Mehrzahl der Maschinen Darauf melden männischer Vereinigungen beauftragt den Vorstand der Verbands- wäre schon wieder außer Betrieb gesetzt worden. Krankenkasse, mit allen Kräften dahin zu wirken, daß die Auflösung sich eine Reihe von Vertretern verschiedener Gewerkschaften zum Wort, der eingeschriebenen Hilfskaffen nicht Gefeßestraft erlangt und ersucht die sämtlich ihre Sympathie mit den Ausständigen kundgeben und den Vorstand der Krankenkasse, sich der vorbereitenden Agitation für versprechen, mit aller Energie für die Unterstützung der um ihr Beibehaltung der eingeschriebenen Hilfskassen anzuschließen, ins- Koalitionsrecht fämpfenden Arbeiter einzutreten. Mehrfach wurde besondere diesbezüglich enge Fühlung mit den Krankenkassen der hervorgehoben, daß, wenn jeder organisierte Arbeiter und besonders faufmännischen Berbände zu suchen. auch die großen Gewerkschaften in dieser Hinsicht ihre Pflicht erfüllen würden, es leicht sein werde, die nötigen Mittel herbeizuschaffen und dent Streik siegreich zu Ende zu führen, was nicht nur ein Vorteil Sociale Rechtspflege. für die Glasarbeiter und deren Organisation sein werde, sondern Ablehnung eines Gewerberichters. Kürzlich sollte vor der auch der gesamten Arbeiterbewegung zum Nutzen gereichen würde. „ Die heutige Kammer VIII des hiesigen Gewerbegerichts unter dem Vorsitz des Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: Gewerberichters Dr. Meier eine Entschädigungsklage des Arbeiters öffentliche Gewerkschafts- Versammlung erkennt den Generalstreit Koch gegen die Firma Schering( Chemische Fabrik) verhandelt werden. der Flaschenmacher Deutschlands als notwendig und als einziges Der Kläger hatte behauptet, daß der auf seinem Zeugnis unter Mittel zur Erhaltung des Koalitionsrechts an und verpflichtet feinen Namen gemachte Tintenstrich ein geheimes Zeichen sei sich, die Streifenden mit allen gesetzlich zulässigen Mitteln zu unterund seine Aufnahme in einer ähnlichen Fabrik verhindern solle. Vor stützen, um ihnen zum Siege zu verhelfen. Die Versammelten sind dem Eintritt in die Verhandlung lehnte der Vertreter des der Meinung, daß es hier nur darauf ankonut, die nötige InterKlägers, Schlosser Nogat, den Vorsitzenden Dr. Meier als stützung heranzuschaffen, da vom Streikbrechertum nichts zu befürchten befangen ab und begründete dies folgendermaßen: In dem ist. Jeder Anwesende verpflichtet sich, in seiner Gewerkschaft darauf Bergleichstermin habe er es abgelehnt, die Kelage vergleichsweise, hinzuwirken, daß Mittel zur Unterstützung herbeigeschafft werden." aber ohne fede Entschädigung zurückzunehmen. Dagegen Auf Antrag aus der Versammlung wurde sodann beschlossen, habe er sich zu einem Vergleich auf andrer Grundlage ausdrücklich einen Vertrauensmann für die Gewerkschaften Stralau- Rummelsbereit erklärt. Hierauf sei vom Richter gesagt worden:„ Einigung auf burgs und Umgegend zu wählen. Die Wahl fiel auf den Genossen feinen Fall," oder so ähnlich. Die fragliche Aeußerung des Herrn Neubert. Dr. Weier habe wenigstens diesen Sinn gehabt. Der Vorsitzende habe daDie Kupferschmiede hielten am 3. August eine öffentliche Ver durch gegen das Gewerbegerichtsgesetz und das Berliner Ortsstatut verjammlung im Gewerkschaftshause ab. Zum Hamburger Streit stoßen, denn danach wäre es seine Pflicht geweien, in jeder Lage des Laut einstimmigen Beschluß unserer Innungsversammlung Verfahrens auf einen Vergleich hinzuwirken. Die Sache wurde ver- wurde konstatiert, daß derselbe noch genau so steht, wie am Anfang, außerdem ist die Seebecksche Werft in Bremerhafen noch gesperrt. sollen, um der Sache( nämlich der Lohnbewegung) die Spize ab- tagt und zur Publikation der Entscheidung über den Ablehnungsantrag Die Abrechnung vom Dispositionsfonds vom 6. Februar bis 20. Juli zubrechen, die Haupträdelsführer von hier entfernt werden Termin auf den 8. August angesetzt. An diesem Tage verkündete und haben sich die Mitglieder bei 100 M. Konventionalstrafe mit nun der damit befaßte Richter, Gewerbegerichts- Direktor v. Schulz, ergab inkl. Kassenbestand von 3223,92 M. eine Einnahme von Namensunterschrift verpflichtet, nach einer längeren Reihe daß der Ablehnungsantrag als unbegründet abgelehnt worden 4684,12 M., eine Gesamtausgabe von 2286,30 Mr. Darunter 2000 r. von Jahren keinen der unterzeichneten Gehilfen mehr zu besei. Der verhandelnde Nichter, Dr. Meier, habe den Eindruck an die Kollegen nach Hamburg, 40 M. an die Schuhmacher Berlins, 40 M. an die Glasarbeiter Nienburgs, 106 M. an zwei Mai- Ausder gewonnen, daß schäftigen. vom Kläger ausgesprochene Verdacht, gesperrte, bleibt Bestand 2397,82 M. Unter Verschiedenes kam ein Auch an Sie möchten wir die höfliche wie dringende Bitte richten, der Tintenstrich unter dem Namen sei ein geheimes Zeichen, Artikel zur Sprache aus dem„ Deutschen Blatt" vom 24. Mai d. J. uns in unseren Bestrebungen zu unterstützen und keinen der Rädels- berechtigt sei. Zu vergleichsweiser Zahlung einer Summe den Nat führer mehr in Arbeit zu nehmen. Seien Sie im voraus unserer zu erteilen, habe sich der Richter nicht für berufen gehalten. Denn Danach sollten die Kupferschmiede um einen Minimallohn von 40 Pf. aller Dank versichert und zeichnet entweder wäre die klägerische Behauptung zutreffend und dann er- pro Stunde streiken, woran natürlich kein wahres Wort ist, da schon schien das Verhalten der beklagten Firma mit Rücksicht auf den über Jahresfrist der Minimallohn 471/2 Pf. beträgt und auch gelobenden Zusatz, daß sich Kläger in Bezug auf die Arbeit zahlt wird. gut geführt habe, so dolose, daß die Beklagte alle Folgen Schöneberg. Eine leider nur schwach besuchte öffentliche ihrer Handlungsweise tragen müsse. Oder aber der Kläger Parteiversammlung beschäftigte sich am Mittwoch mit der hätte Recht, und dann könnte der Beklagten nicht zugemutet werden, Thätigkeit der Stadtverordneten- Bersammlung während des letzten auf die sie verdächtigende Behauptung hin noch Geldopfer zu Jahres. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung Der Deutsche Metallarbeiter- Verband hat mit den dänischen bringen. Judem Gewerberichter Dr. Meier hiervon ausging, habe das Andenken unsres vor einem Jahre verstorbenen Genossen Liebs die Beschwerde über knecht in der üblichen Weiſe. Stadtv. Genofſſe Obſt ſtreifte in feinent Schmiede- und Maschinenarbeiter- Verband, dem schwedischen Eisen- er sich nicht gegen das Gesetz vergangen, und die und Metallarbeiter- Verband und dem norwegischen Eisen- und angebliche Befangenheit des Richters müsse als ungerechtfertigt Bericht furz die wichtigsten Fragen der jüngsten Vergangenheit, so Metallarbeiter- Verband ein Gegenseitigkeitsverhältnis abgeschlossen, zurückgewiesen werden. Gegen den Entscheid sei die sofortige Be z. B. die Errichtung eines hiesigen Krankenhauses, dessen Verwirklichung nun nichts mehr entgegensteht und daß mit dem Bau des welches sich auf die Gewährung von Reisegeld, Arbeitslosen- Unter- fchwerde beim Landgericht zulässig. selben noch in diesem Herbst begonnen wird. Redner wies aber auch stützung und Uebertritt von einer Organisation in die andre bezieht. auf die Schwierigkeiten hin, die einer für uns günstigen Vertretung durch die schwache Zahl unsrer Abgeordneten in dieser Körperschaft Wegen Uebertretung der Gewerbe- Ordnung war der im Wege stehen. Es muß bei den diesjährigen Neu- und Ergänzungss Berlagsbuchhändler und Druckereibefizer Mind zu Prenzlau mit einer wahlen alles daran gesezt werden, unsrerseits eine stärkere Vers Geldstrafe bedacht worden. Und zwar wurde er dafür verantwort- tretung im Stadtverordneten- Kollegium zu erhalten, damit die die lich gemacht, daß die Arbeiter in seinem Druckereibetriebe nicht Interessen der Arbeiterschaft betreffenden Anforderungen mit größerem Zur Kreiskonferenz am gemäß§ 134e Abfay II ein Exemplar der Arbeitsordnung Nachdruck verfochten werden können. ausgehändigt erhalten hatten und daß ein Lehrling während der 18. d. Mts. wurden delegiert die Genossen Wollermann, Blätrich Nachmittags pa use mit dem Zusammenlegen von Zeitungen und Frau Meiling. Angenommen wurde ein Antrag, bei dieser war. Mind legte Berufung ein und Konferenz eine die Aufhebung dieser Institution betreffende Resolution beschäftigt worden Der verantwort zu unterstützen. berief fich auf§ 151 der Gewerbe- Ordnung. liche Leiter im Sinne dieses Paragraphen sei sein Faktor Lehmann, Steglik. In der letzten Versammlung des Wahlvereins hielt dem er die Leitung und Beaufsichtigung des Druckereibetriebes übertragen habe. Das Landgericht erachtete den Angeklagten nur für Genosse Hirsch Charlottenburg einen Vortrag über das Landtagsstrafbar, soweit die Nichtaushändigung der Arbeitsordnung an die wahlrecht und die Notwendigkeit der Beteiligung der Socialdemo Hierauf gab Die italienischen Arbeiter entfalten eine geradezu fieberhafte Arbeiter in Frage steht und verurteilte ihn zu 10 M. Geldstrafe. Be- tratie an den Landtagswahlen. Die Ausführungen wurden mit BeiZur Generalversammlung des Thätigkeit, indem sie sich die vom Ministerium Banardelli gewähr- gründend wurde ausgeführt: Nach§ 151 Abi. 1 der Gewerbe- Ordnung fall aufgenommen; eine Diskussion fand nicht statt. leisteten Freiheiten zu muge machen. So wird zum Beispiel aus würde Mind neben dem Druckereileiter, dem Faktor Lehmann, nur strafbar der Staffierer den Kassenbericht. Ueber die Wahl der Delegierten zur Kreiss Turin gemeldet, daß dort innerhalb weniger Tage allein 12 neue ein, wenn die Uebertretung mit seinem Vorwisien begangen wäre, Central- Wahlvereins wurden die Genossen Joseph, näther und Gewerkschaften gegründet wurden; darunter befinden sich unter oder wenn er bei der nach den Verhältnissen möglichen eignen Be- Wieloch delegiert. andern die Gasarbeiter, Hausdiener, Böttcher, Konditoren, Ver- aufsichtigung des Betriebes, oder bei der Auswahl und Be- konferenz in öffentlicher Versammlung entspann sich eine längere golder, Uhrmacher usw. Unter den alten Organisationen aufsichtigung des Betriebsleiters es an der erforderlichen Sorgfalt Diskussion, da die Genossen durchaus nicht einsehen können, weshalb habe fehlen lassen. Mit Bezug auf die Beschäftigung des die offizielle Parteivertretung am Orte, der Wahlverein, nicht befugt wird die Föderation der Bauarbeiter hervorgehoben, die in Turin zur Zeit 1400 Mitglieder zählt. In ganz Italien hat dieser Jungen während der Nachmittagspause liege keiner dieser sein soll, diese Wahlen vorzunehmen. Um jedoch eine UnEr habe insbesondere nichts davon gewußt, und gültigkeit der Mandate zu verhüten, wird der Borstand beFälle vor. 139 Zahlstellen Ein Genosse brachte den Die Maurer haben in den meisten Städten besondere Organi- daß er selber besser hätte aufpassen müssen, fönne ihm auch auftragt, zwecks Vornahme der Wahl sationen. In ähnlicher Weise wird aber in allen Städten Italiens nicht vorgeworfen werden, denn er habe ja den Faktor mit der Be- Beit eine Versammlung einzuberufen. gearbeitet, und dabei muß in Betracht gezogen werden, daß die aufsichtigung des Druckereibetriebes betraut, weil er als Verlags. Schiedsspruch betreffend der Hamburger Accord- Maurer zur Sprache: buchhändler nicht immer dabei sein konnte. Sei M. im Falle des wegen vorgerückter Zeit wurde diese Sache für die nächste VersammOrganisationen der Landarbeiter im allgemeinen noch zur Zeit Lehrlings freizusprechen, so müssefer doch wegen der Nichtaushändigung lung zurückgestellt und soll dann gleichzeitig die Angelegenheit der wenigstens die bedeutenderen sind. der Arbeitsordnung bestraft werden, denn es sei ihm, der er täglich Buchdrucker in der Leipziger Boltszeitung" mit behandelt werden. einmal durch die Druckereiräume gehe, sehr wohl möglich, dafür Schließlich wurden aus dem Bibliothekfonds( in Ermangelung andrer zu sorgen, daß die Vorschrift des§ 136 über die Aushändigung Bestände) den Flaschenmachern 20 M. Unterstügung bewilligt. der Arbeitsordnung allgemein beachtet werde. Hierzu wäre Hochachtungsvoll Der Vorstand der Schmiede- Junung zu Wiesbaden. Das muß man den Jmnungsmeistern lassen. Wie man gegen Arbeiter, die für die Verbesserung ihrer Lage eintreten, mit Maß regelungen vorgeht, das haben sie den Großen" in der Metallindustrie trefflich abgeguckt. Ausland. Der Generalstreik der französischen Berglente. Das Exekutivkomitee des französischen Bergarbeiter- Bundes erläßt einen Appell an die Bergleute, das Referendum bezüglich des General streits vorzubereiten. Das Resultat soll dem Komitee bis 1. Oktober bekannt sein. Am 1. November soll der Generalstreit in Scene gesezt werden, wenn bis dahin die Regierung die Forderungen der Bergleute nicht bewilligt hat. Diese Forderungen sind: Achtstundentag inkl. Einund Ausfahrt; 2 Fr. Alterspension pro Tag nach 25 jähriger Arbeitsdauer; verhältnismäßige Erhöhung bei Invalidität; Festsetzung eines Lohuminimums je nach den örtlichen Verhältnissen. Die Zeit der Versprechungen, so heißt es in dem Appell, sei vorbei, die Bergleute wollen Thaten sehen; es sei alles für den Generalstreit vorbereitet. Verband mit circa Sociales. 25 000 Mitgliedern. Gerichts- Beitung. er um so mehr verpflichtet gewesen, weil er selber die Arbeiter anin der nächsten Der wirtschaftliche Niedergang macht sich auch in den nehme. Auf treffe ihn ein Verschulden infofern, als er nicht mehr Lehte Nachrichten und Depelthen. Thälern des schlesischen Riesengebirges geltend. Jns- als 20 Exemplare der Arbeitsordning habe drucken lassen, also nicht Niemand hat geplündert! besondere liegt die Maschinen und die Textilindustrie hier das für eine genügende Anzahl gesorgt habe. Der Angeklagte legte nieder. Die Hirschberger Maschinenfabrik vorm. Starte u. Hoff- Revision ein und verlangte seine gänzliche Freisprechung, weil Nom, 9. August.( W. T. B.) Gegenüber einer aus Beting manu entläßt fast täglich Arbeiter und will, wie es heißt, höchstens der mit der ganzen Leitung der Druckerei beauftragte vom 7. d. Mts. datierten und in Londoner Blättern wiedergegebenen ein Drittel der Gesamtzahl, also rund 150 Arbeiter, auf Fattor hafte. Das Stammergericht verwarf indessen die Revision Meldung bemerkt die„ Agenzia Stefani": Die zur Fortschaffung in die Straße ſetzen. In der Kammgarnspinnerei A.& Ding- als unbegründet und führte aus, daß der Vorderrichter das Gesez die Heimat bestimmten italienischen Truppen find regelmäßig ablinger wie in der Leinenweberei von Eugen Sachs, beide in richtig angewendet habe. gegangen; vollständig unrichtig( natürlich!) ist, daß italienische Hirschberg, find Arbeiterentlassungen vorgenommen, während für die Truppen Plünderungen vorgenommen oder irgendwelche BeVerbleibenden die Arbeitszeit verkürzt ward, natürlich miter entsprechender Verkürzung des Lohnes. In der Erdmannsdorfer schädigungen im kaiserlichen Palast verübt haben. Bürstenfabrik wird nur noch von 8 Uhr früh bis 4 Uhr nachmittags gearbeitet, ebenso ist in der dortigen Flachsgarn- Spinnerei und Weberei der Betrieb eingeschränkt worden. Ein ungetrener Bureauvorsteher stand gestern in dem Private beamten Karl Poppe vor der ersten Ferienstraffammer am Landgericht II. Derselbe stand de Bureau des Rechtsanwalts und Notars Jonas in Oranienburg vor. Am 20. April verwendete der Angeklagte für eine Schenkungsurkunde statt des Schenkungsstempels den billigeren Cessionsstempel und als der Landgerichtspräsident dies Kommunaler Arbeitsnachweis. Im Hinblick auf die deutsche rügte, unterschlug er alle an seinen Chef gerichteten Mahnungen, Städte- Ausstellung, die 1903 in Dresden stattfindet, will der Rat auch benutzte er zu einer Antwort ein in Blanco unterschriebenes zu Dresden noch schleunigst alte Unterlassungsfünden gutmachen und Formular feines Chefs. Außerdem beging er noch 15 Unterschlagungen auf dem von ihm gänzlich vernachlässigten Gebiete der Social- an barem Gelde. Er schütte Ueberarbeitung vor, wurde aber zu politik einiges nachholen, andren hinter den neun Monaten Gefängnis verurteilt. um nicht ausstellenden Städten in peinlicher Weise zurückzubleiben. Der Geschäftsführer des Bundes der Landwirte, frühere Er hat deshalb Crispi. Neapel, 9. Auguft.( W. T. B.) Nach einem heute nachmittag ausgegebenen Bulletin ist eine Verschlimmerung in dem Zustande Grispis eingetreten. " Kaiserslautern, 9. Auguft.( W. T. B.) Nach einer Meldung der Pfälzischen Presse" beträgt die Schädigung des Landsuhler Vorschußvereins durch seinen flüchtigen Borsitzenden, Fabrikanten Herle, eine halbe Million. ein man fann sagen in zwölfter Stunde Schreiben an die hiesigen Gewerkschaften gerichtet und angefragt, Redacteur einer antisemitischen Zeitung, Bruno Kreuz aus Frankfurt a. M., 9. Auguft.( B. H.) Die Franks. Beitung" ob die Gewerkschaften nach Errichtung eines städtischen unentgeltlichen Bitterfeld, wurde gestern von der Ferien- Straffammer Halle wegen Arbeitsnachweises, an dessen Verwaltung Arbeiter und Unternehmer Unterschlagung von rund 12 000 M. zu drei Jahren Gefängnis ver- meldet aus New York: Die Stahlarbeiter suchen gerichtlich den gleichmäßig beteiligt sein sollen, auf ihre eignen Arbeitsnachweise urteilt. Der Angeklagte hatte ungefähr ein Jahreseinkommen von Generalanwalt Kuor zu zwingen, gegen den Stahltrust vorzugehen, verzichten würden. Die Ueberraschung der Gewerkschaften über das 3000 M., vergriff sich aber an den Mitgliederbeiträgen und an den weil derselbe zu den verbotenen Kartellen gehöre. Luxemburg, 9. August.( B. H.) Jn Niederkorn spielte fich Schreiben kann man sich vorstellen. Bisher wurden sie vor den Be- ihm zur Besoldung von Wanderrednern 2c. zur Verfügung gestellten hörden krampfhaft ignoriert oder wie ein innerer Landesfeind Geldern. Er gab zu, leichtsinnig gehandelt zu haben; erklärte in der heute ein furchtbares Eifersuchtsdrama ab. Ein Metallarbeiter behandelt. Jetzt vor der Städte- Ausstellung erinnert sich der Sommerfrische im Bade Helmstedt mit einer Schauspielerin bekannt schloß seine Frau in der Wohnung ein und steckte diese alsdann in Rat doch, daß es Arbeiterorganisationen giebt. Man sieht, geworden zu sein und habe infolge des mit der Person angeknüpften Brand. Unterdessen begab sich der Mann an einen Eisenbahnderartige Veranstaltungen wirken civilisatorisch sogar auf Sachsen. Verhältnisses viel Geld benötigt. Streutz gehörte auch zu den Be- Uebergang und ließ sich von einem heraubraufenden Zuge den Kopf vom Rumpfe trennen. Die Frau ist bei der Feuersbrunst umWas die Stellung der Gewerkschaften zu dem Wunsche des Rates fämpfern der Socialdemokratie. gekommen. betrifft, so ist diese von vornherein bestimmt durch die Resolution über Arbeitsvermittelung, die auf dem dritten Gewerkschaftsfongres in Frankfurt a. M. angenommen wurde. Dersammlungen. London, 9. August.( B. H.) Infolge der von Professor Koch auf dem Tuberkulojen Kongreß abgegebenen Erklärung hat die ReDie Dresdener Innungen haben einstimmig erklärt, daß ein Mit dem Generalstreik der Flaschenmacher beschäftigte sich gierung beschlossen, einen Ausschuß zu ernennen, welcher feststellen städtischer Arbeitsnachweis ihren Wünschen nicht entspricht und daß eine zahlreich besuchte öffentliche Gewerkschaftsversammlung, die am foll, ob die Tuberkulose wirklich von Tieren auf Menschen überDonnerstag in Rummelsburg tagte. Der Referent, Genosse tragbar sei oder nicht. fie ihren Junungsarbeitsnachweis beibehalten wollen. Hierzu 1 Beilage. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin. t. 185. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 10. Auguf 1901. Quelch: Die Parteileitung hat noch nie die J. 2. P. als Der Kongreß der Socialdemokratischen Berräterin gebrandmarkt. Der Sachverhalt ist folgender: In einer Föderation. " mb- London, 7. August 1901. Der 21. Jahreskongreß der Socialdemokratischen Föderation" ( S. D. F.) tagte am 4. und 5. d. M. in Birmingham. Verschiedene Ursachen wirkten zusammen, diese Versammlung zu einer der wichtigsten in der Geschichte dieser Organisation zu machen. Wir möchten besonders zwei derselben hervorheben, die mehr als ein nationales Interesse beanspruchen. Erstens kommt der Rücktritt Hyndmans von der Parteileitung in Betracht; dann der Versuch, die S. D. F. von der internationalen Socialdemokratie loszulösen und ihr eine alte, längst überwundene Taktik aufzudrängen. Sigung der„ Labour Representation Committee"( Sekretär J. R. Macdonald) wurde von den Delegierten unsrer Partei eine socialistische Resolution eingebracht, der sich die Delegierten der J. 2. P. widerfetten. Diese Handlungsweise wurde von uns als verräterisch bezeichnet. Wie auch einzelne von uns über diese Körperschaft denken mögen, ihre Existenz kann nicht weggeleugnet werden. Die Parteileitung war der Ansicht, daß es wünschensivert wäre, irgend ein Einverständnis mit der J. L. P. zu erzielen. Die Resolution wurde mit 45 gegen 9 Stimmen abgelehnt. Im Namen der Parteileitung wurde von Quelch folgender Antrag eingebracht: Tokales. Das Milchsyndikat. Der Milchfrieg wird im Lager der Agrarier mit Eifer und reger msicht organisiert. Die Flugschriften überstürzen sich, um die Bes wegung in Fluß zu halten und auch die Zaghaften und Unents schlossenen zum großen Heerbann anzuwerden. Bald mit Drohungen, dann wieder mit glänzenden Versprechungen der fünftigen Erfolge werden die Interessenten angelockt. Eines dieser letzten Flugblätter plaudert denn auch sehr interessant über die weiteren Absichten der Centrale für Milchverwertung, die auf nichts weiter hinauslaufen, als für die Milchverwertung in Berlin eine Monopolstellung zu erwerben. Gelingt dieser Plan, dann haben die Konsumenten sich auf eine ganz bedeutende Steigerung nicht nur der Milchpreise, sondern aller Molkereiprodukte gefaßt zu machen. vielfach lant geworden, sie wird jetzt bestätigt durch folgendes Flug Diese Vermutung ist in den Kreisen der Konsumenten schon blatt der„ Centrale für Milchverwertung": Vertraulich! An = " Der Rongreß beschließt, unsere Delegation von der„ Labour Representation Committee" zurückzuziehen." Zur Begründung dieses Hyndmans Resignation Antrags sagte er:" Als wir uns dieser Körperschaft anschlossen, entspringt seiner tiefen Enttäuschung über die Mißerfolge einer hofften wir, daß die Gewerkschaften in Masse ihr beitreten und zwanzigjährigen Propaganda. Es ist wohl schwierig, inmitten von wir auf diese Weise Gelegenheit haben würden, unsere Ideen in Revolutionären für die Revolution zu leben; aber noch schwieriger die Arbeiterorganisationen zu tragen. Diese Hoffnung erwies sich iſt es, inmitten von Stumpfsinnigen für die Revolution zu als eine trügerische. Die Gewerkschaften blieben weg, und damit arbeiten. Hyndman begründet seinen Rücktritt in folgenden verschwand auch der Grund unsrer Beteiligung an dieser Körperschaft. Worten:„ Ich vermisse unter den englischen Arbeitern Bei dieser Gelegenheit erkläre ich ausdrücklich, daß zwischen uns und jentes Klaffenbewußtsein, ohne welches nichts Gutes geleistet den Gewerkschaften tein Widerstreit besteht. Wir arbeiten nur mit werden kann. Als Abtömmling der reichen und gebildeten verschiedenen Methoden. Es wäre ein Frrtum, etwas zu unter die Vorstände der Genossenschafts Molkereien Mittelklasse bin ich ganz erstaunt über die Unwissenheit und Apathie nehmen, was uns in einen Gegensatz zu den Gewerkschaften bringen in Preußen! meiner Landsleute und tief entmutigt über die Resultate unsrer könnte." langjährigen Agitation. Es betrübt mich, daß wir nicht im Landwirte um den Milchpreis in Berlin gegen das Händlertum Aus der Tagespresse wird Ihnen der Kampf der märkischen stande waren, diesen unheilvollen Krieg zu verhindern, aber noch mehr bin ich betrübt über den Stumpffinn der englischen Arbeiter nicht unbekannt sein. 5000 märkische Landwirte, in der Milchangesichts der Angriffe der Regierung auf die Voltserziehung und Centrale zu Berlin, Köthenerstr. 39, geeinigt, mit einem täglichen auf die proletarischen Organisationen." Diese Auslassungen entQuantum von über 420 000 Liter Milch, richten die dringende Bitte stammen teils dem Rücktrittsschreiben Hyndmans an den Kongreß, teils seinen Aeußerungen einem Reporter des radikalen, Star" gegenüber. nicht 1 Liter Milch zum 1. Oktober nach Berlin von Der Kongreß gab seinem Bedauern über den Rücktritt des Gründers ihrer Molkerei gelangen zu lassen. der S. D. F. lebhaften Ausdruck und sprach die Hoffnung aus, daß er es gestatten möchte, sich bei der ersten besten Gelegenheit wieder Berliner Milchpächter versuchen es, die Milch von weit her nominieren zu lassen. Die Delegierten Deasey( Aurington), Hunter-- Watts( London) und Steer( Battersea sprachen dagegen, eine Reihe andrer Delegierten dafür. Schließlich wurde der Antrag mit 54 gegen 14 Stimmen angenommen. Die Debatte über die Taktik der S. D. F. nahm einen durchaus internationalen Charakter an. Der Angriff richtete sich in erster Reihe gegen die Resolution von Kautsky auf dem Pariser Internationalen Kongreß, die in der Millerand- affaire gefaßt wurde. Es ist nur zu bedauern, daß die ganze Kritik auf den einseitigen, tendenziösen und falschen Interpretationen basiert war, die der New Yorker Weekly People" der Resolution gab. Es ist ferner bedauerlich, daß die Kritiker nicht auch den Artikel gelesen haben, den Kautsky in der Neuen Zeit" über diese Resolution veröffentlichte. daß Der Verlauf der Debatte war folgender: eine an Sie: heranzuschaffen! Selbstverständlich würde dieser Bezug nur so lange dauern, bis der Zwed erfüllt wäre, nämlich die Solidarität der Landwirte zu durchbrechen. Die Schwierigkeiten der Bündnisfrage wollte der Zweigverein Falkirk( Schottland) durch nachstehenden Antrag lösen: " Die S. D. F. verurteilt alle vorübergehenden oder ständigen politischen Bündnisse mit Organisationen, die den Klassenkampf nicht zum Hauptgrundsatz, und die Eroberung der Mittel der Produktion, der Verteilung und des Austausches durch das Proletariat nicht zu ihrem Hauptziele machen. Parteimitglieder, die gegen diesen Antrag Antragsteller Mattheson verstoßen, sollen von der Partei ausgeschlossen werden." Der leitet, war von dem Grundgedanken gewieder durch daß die Vorteile, die durch Bündnisse entstehen, Darum feinen Liter Milch nach Berlin vers denen sie Anlaß gäben. Nach längeren Diskussionen für und wider die Mißverständnisse aufgewogen würden, zu pachten oder liefern! ergriff Herbert Burrows das Wort. Er sagte:" Ich möchte nur Landwirte, geeinigt in der Milch Centrale, den diesjährigen Wir bitten folgendes zu beachten: 1. Gewinnen die märkischen wissen, wo eine ganze Reihe von Genossen bleiben würde, wenn dieser Antrag angenommen würde. Der Antrag ist so einschneidend, diesem Gebiete unendlich viel gethau. Der Landwirt produziert Kampf 1int den Preis, so ist für weiteren Kampf auf genaue Definition des Begriffs Bündnis gegeben werden müßte. Wir arbeiten zusammen mit den sogenannten die Milch, Getreide, Spiritus, Zucker, Stärke, Vich und Fleisch, Pro- Boers. Sollten wir deshalb ausgeschlossen werden? Genosse ihm gehört das Preisbestimmungsrecht! Das Zusammenfügen Der Delegierte Cotton( Oxford) stellte den Antrag:" Der Kon- Bar ist Mitglied des Nationalliberalen Slubs. Ich selber bin zweiter in Genossenschaften, die Verbindung dieser in Genossenschaftsgreß verweigert seine Zustimmung zu der Haltung der S. D. F. Präsident des Industrierates der Frauen"( Arbeiterinnen- Schutz verbänden und schließlich zu Syndikaten ist der wichtigste Hebel, Delegierten auf dem Bariser Internationalen Kongreß in Bezug auf verein), der politisch sehr thätig ist. Ich gehöre auch zum Komitee nicht mir zur Besserung der Preise, sondern zur Befferung der ihre Unterstützung der Resolution Kautsky." Redner meinte, die Resolution sei widerspruchsvoll. Die europäischen Regierungen feien Barlamentskandidat Gewerkschaftsliga für für Frauen. Genosse Thorne als Qualität und zur Verbilligung der Ware. 2. Es steht heute alle centralisiert. Der Eintritt eines Socialisten in ein Ministerium andern nichtsocialistischen Körperschaften. Was sollte nun mit uns per 100 Kilogramm erhalten. Pflicht der Landwirte wird es ſein, von West Ham hatte den Beistand von bereits fest, daß wir einen Butterzoll von 30 M. sei eine Frage des Princips und nicht der Taktik. Yates( Leith) unterstüßte den Antrag. geschehen, wenn dieser Antrag bindend würde?" „ Die Teilnahme eines Socialisten an einem bürgerlichen Ministerium hat die socialistischen Quelch:" Die Antragsteller waren sicherlich verpflichtet, uns den Butterhandel so zu organisieren, daß weder Groß- noch KleinParteien Frankreichs stärker denn je veruneinigt. Millerand genau zu sagen, was sie unter Bündnis verstehen. Wir sollten uns händler im stande sind, den Landwirt um die sauer erworbenen ließ sich durch hüten, Resolutionen anzunehmen, die uns zu politischen Impossibilisten Früchte seines Schweißes zu bringen. die Annahme von Kautstys Resolution machen. Die S. D. F. ist poffibilistisch und opportunistisch. Jede nicht beeinflussen, sondern bleibt in einer Die vorbereitenden Arbeiten auf diesem Gebiete sind bereits einer Regierung, die Militär gegen die arbeitende Klasse schickt, deren Führer Millerand Möglichkeit, jede Gelegenheit, die uns unsrem Ziele näher bringen doch zu sein glaubt. Wir wollen feine Deklassierten als Leiter beuten." fönnte, ist zu ergreifen und zum Nutzen des Proletariats auszu unsrer Bewegung." Abstimmung gebracht. Es stimmten 21 dafür, 48 dagegen. Nachdem Mattheson geantwortet hatte, wurde der Antrag zur Antrag:" In Erwägung, daß die J. L. P. ihre ganze Politik Im Namen des Zweigvereins Stratford stellte Sean folgenden geändert hat, soll keiner in die S. D. F. als Mitglied aufgenommen werden, der bereits der J. 2. P. angehört." Antrag wurde mit 35 gegen 30 Stimmen abgelehnt. Lloyd( Marylebone, London) sprach gegen den Antrag. Die Anteilnahme an einer bürgerlichen Regierung ist eine durchaus gesunde Politik, so lange fie mit lebereinstimmung und unter Kontrolle der Partei durchgeführt wird. Die Vorreduer vergessen, daß die Resolution K. den Eintritt eines Socialisten in ein Ministerium eben an diese Bedingung knüpfte." Mattheson( Falkirk): Die internationale Socialdemokratie leidet jetzt an einer Abschwächung ihrer Grundsätze und die Resolution K. ist ein bedauernswerter Ausdruck dieses Zustandes." der Der socialistischer Kandidat da ist, die socialistischen Stimmen auf die Der Antrag des Birminghamer Zweigvereins, wo fein Headingly( der bekannte Uebersetzer auf internationalen Kon- Bernichtung der liberalen Partei zu richten und sie den Tories zu geben, wurde mit 56 gegen 9 Stimmen abgelehnt. greffen; Delegierter aus London):" Die Millerand- Affaire hat sehr abgesehen von dieser Frage wurde eine ganze Reihe von inneren wenig mit dem Socialismus gemein. Millerand gehört der Mittelflaffe Parteiangelegenheiten erledigt. an und ist kein Mitglied einer socialistischen Partei. Wohl hat er Im Hinblick auf den Todestag Liebknechts stellten socialistische Sympathien. Obwohl ich der Meinung bin, daß er Burrows und Quelch den Antrag, der Kongreß möge seine unschon deshalb das Ministerium hätte verlassen müssen, im Momente, aufhörliche Sympathie mit Frau Liebknecht aussprechen. als dessen Mission erfüllt war, so läßt sich doch nicht ableugnen, daß trag wurde einstimmig angenommen. Der Aner viel Gutes für die Arbeiter thut. Aber die englische Bresse hat sicherlich kein Interesse, das Gute zu berichten. Die ganze politische vereine vertreten. Es waren im ganzen 69 Delegierte anwesend, die 55 8weigDorn Irving( Burnley), der als Mitglied der Lage in Frankreich ist eine sehr delikate, und wir sollten uns mehr Schulkommission sich große Verdienste um die Schulhygiene erworben Mäßigung auferlegen in unfrem Urteil über fremde Länder." hat, war Präsident des Kongresses. Gee( Edinburg):" Schon die Thatsache, daß eine so respektable fich die Einnahme der Partei auf 1462 Pfd. Sterl. und 11 Sh.; Nach dem Kassenbericht belief Minderheit gegen die Resolution Kautsky stimmte, berechtigt uns, die Ausgaben auf 1265 Pfd. Sterl. und 9 Sh. fich mit ihr zu befassen. Die Resolution hat den Klassenstandpunkt verlassen und deshalb den wunderlichsten Grillen und Launen Thür und Thor geöffnet. Hoffentlich wird diese Diskussion den Erfolg haben, fernerhin die Partei vor ähnlichen Jukonsequenzen zu be wahren." = Berliner Partei- Angelegenheiten. Treptow- Baumschulenweg. Am Sonntag findet hier eine Flugblatterbreitung statt. Die Genossen und alle diejenigen, die sich daran beteiligen wollen, werden gebeten, um 8 Uhr im Lokal des Herrn Staffeldt, Baumschulenstr. 84/85, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. seitens der Milchcentrale in Angriff genommen. Geehrte Kollegen! Wir bitten dringend, dafür zu sorgen, daß der Milchcentrale in Berlin aus obigen Gründen der Kampf nicht erschwert wird. Wir appellieren an das Ehrgefühl der großen und kleinen Bauern! Wir wissen, daß wir keine Fehibitte thun. Das flare Recht steht auf unsrer Seite! Gott wird uns weiter helfen. Die Centrale fiir Wilchverwertung( Milchcentrale). Der Vorstand. Ernst Ring. Damit gesellte sich zu den Zollerhöhungen weiter der Plan, einige der wichtigsten Bedarfsartikel: Mitch, Butter, Käse, durch Syndikatsbestrebungen im Preise in die Höhe zu treiben. Auch hier leiden wieder die ärmeren Bevölkerungsklassen am meisten, weil es ihnen am schwersten fällt, wenn sie die für die Kinderernährung unentbehrliche Milch zu hohen Preisen erstehen müssen. Bei dieser Sachlage liegt es im hohen Interesse der Konsumenten, wenn es gelingt, diesen agrarischen Beutezug zu vereiteln. Kennzeichnend für unsre Bustände ist es, daß in einer Zeit, wo Tausende arbeitslos sind, die Erwerbsverhältnisse schwer daniederliegen, in gewissen notwendigsten Gebrauchsartikel betrieben wird. Streifen mit äußerstem Raffinement die Preiserhöhung für unsre Und klingt es nicht wie ein Hohn auf die christliche Weltanschauung, wenn für diese Ausnüzung der Notlage der ArbeiterClasse die Hilfe des Herrgotts angerufen wird? 700 000 Flugblätter gegen den Brotwucher fanden gestern Herbert Burrows:" Ich bin zu einem großen Teil für die in Berlin und dem Wahlkreis Teltow- Becslow- Charlottenburg durch Resolution St. mitverantwortlich. Diejenigen, die da glauben, daß unsre Parteifreunde ihre Berbreitung. Das Flugblatt stellt in die Resolution das Werk irgend einer dunklen Verschwörung gewesen überaus wirkungsvoller Weise die Belastung des Volkes wäre, befinden sich in einem großen Irrtum. Die Sizungen der durch die geplaute Zollerhöhung dar und giebt auch dem Kommission, die die Resolution abfaßte, wurden von Hunderten von Leser über die Verwendung die Verwendung der Mittel aus dieser Bes Delegierten besucht und von ihnen mit dem größten Interesse verstenerung in populärer Schilderung Aufschluß. Auch bildlich folgt. Ich halte sie unter den obwaltenden Umständen für die beste." Socialdemokratischer Wahlverein Rigdorf. Die nächste versucht die Flugschrift das Verständnis für für die geplante Quelch( Redacteur der Justice"): Die Resolution Kautsky ist Mitgliederversammlung findet am Dienstag, den 13. August, im höhere Belastung unsrer notwendigsten Lebensmittel vor Augen zu der adäquate Ausdruck der S. D. F. Taftit. Ich muß mit aller Apollo- Theater, Hermannstr. 49, statt. Genosse Metzner spricht führen und wird so als ein treffliches Agitationsmittel auch in den Entschiedenheit behaupten, daß wir keine Impossibilisten über unsre verstorbenen Vorkämpfer. Die Broschüre, die der Verein Kreisen dienen können, denen es an allen Borkenntnissen für dieſe sind. Es sind die Umstände, die unsre Taktik bestimmen. Das an die Mitglieder verteilte, wird noch weiter an diejenigen veraus- Fragen gebricht. Die Flugschrift wird auch in andern Wahlkreiſen Mittel, das uns unter gewissen Umständen zum Ziele führen kann, gabt, die sie noch nicht erhalten haben. Die Genossen, besonders zur Verteilung gelangen, wie ihm im Interesse des guten Zwecks, ist taktisch das richtige. Darüber herrscht wohl keine Meinungsbie des 2. und 14. Bezirks, werden ersucht, die Wählerlisten, welche den es wirkungsvoll verficht, die weiteste Verbreitung zu wünschen ist. verschiedenheit. Ich habe indes Grund genug anzunehmen, daß die bis zum 15. August im Rathause ausliegen, einzusehen. Ueber den gewaltigen Schaden, welcher durch die Landesganze Kritik gegen die Resolution Kautsky nur eine Scheinattacke ist. Mitglieder, welche sich an der Kranzniederlegung am Grabe trauer und das hiermit verbundene Verbot der Abhaltung von Der Hieb galt der Leitung der S. D. F. und ihrer Taftit. Das ist Liebknechts beteiligen wollen, bitten wir, am Sonntagnachmittag öffentlichen Belustigungen, entstanden ist, gehen uns einige Zahlen der Kern der Diskussion. Aehnliche Angriffe hatten wir vor fiebzehn 2 Uhr im Apollo- Theater sich einzufinden. Der Vorstand. zu, welche erkennen lassen, wie tief einschneidend die Bestimmungen Jahren zu erleiden. Die Unzufriedenen verließen die Partei und gründeten die„ Socialistische Liga", die sich bald im Anarchismus Charlottenburg, Am Dienstag, den 18. d. M, Abends 81/2 Uhr, auf das Erwerbsleben der Berliner Bevölkerung einwirken. Gin verlor, um dann ganz von der Bildfläche zu verschwinden." Redner findet im Lokal von Bauer, Berlinerstr. 86, eine Voltsversammlung Theater- Direktor, der mit seiner Truppe auf einer Bühne im Nordverlas dann einige Citate aus De Leons" People", die statt, in welcher Stadtverordneter Hirsch über die Socialpolitik der Westen wirfte, berechnet seinen Verlust auf ca. 18 000 Mark; daß ganz pöbelhafte Angriffe gegen Hyndman, Quelch und die Charlottenburger Gemeindevertretung und Stadtverordneter Baate diese Zahl nicht zu hoch gegriffen, beweist die Thatsache, am Dienstagabend über fünfhundert Personen Einlas Justice" enthielten. Es war ihm ein leichtes, die bodenlose Ver- über die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen sprechen wird. So- daß logenheit des People" nachzuweifen, und der Redner fuhr dann soll die Wahl der Delegierten zur Kreistonferenz vollzogen zum Ueberbrettl begehrten. In einem hiesigen Konzertetabliffement, dann fort:„ Diejenigen, die den Antrag einbrachten und unterin velchem allabendlich 6 bis 8 Tonnen Vier umgesetzt werden, find in den beiden letzten Tagen nur je eine halbe Tonne konsumiert ftigten, nahmen auf sich gleichzeitig die Berantwortlichkeit für die Schöneberg. Die Barteigenoffen werden darauf hingewiesen, worden. Ein Cigarrenhändler, der in den verschiedenen großen gemeinen und unwahren Angriffe gegen die langjährigen Vorkämpfer daß am Sonntag früh von 7 Uhr ab abermals eine Flugblatt Lokalen Verkaufsstände unterhält und für die acht Tage 500 Wart des Socialismus in England." verbreitung stattfindet. Auch werden nach Beendigung derfelben die laufende lukosten hat, beziffert seinen Einnahme- Ausfall im VerQuelch sprach unter großem Beifall der Delegierten, und nach Betitionslisten gegen den Brotivucher ausgegeben. Pflicht eines gleich zum Vorjahr auf 1500 Mark; jedenfalls dürfte derselbe aber dem er geendigt hatte, gaben Cotton und Yates die Erklärung ab, jeden Parteigenoffen ist es, sich an diesen Arbeiten zu beteiligen. in Berücksichtigung des eingetretenen Witterungswechsels noch daß fie es ablehnten, sich mit den angezogenen Auslaffungen aus Treffpunkt in folgenden Lokalen: 1. und 2. Bezirk bei Ständer, größer sein. Auch die Händler in den Markthallen sind durch dent People" zu identifizieren. Hohenstaufenstr. 80; 3. und 4. Bezirk bei Schilling, styffhäufer bie Stalamität in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Bedarf der Der Antrag Cotton wurde sodann mit 41 gegen 5 Stimmen straße 16; 5. und 11. Bezirk bei Krüger, Grunewaldstr. 110; Gastwirte spielt eine wesentliche Molle in dem Tagesumsatz in den berworfen. 6. Bezirk bei Hoppe, Merseburgerstr. 7; 7., 8., 12. und 16. Bezirk Hallen und da der Verkehr in den Lokalen jo bedeutend zurückBündnisse mit andren Parteien. bei Lade, Siegfriedstr. 9; 9. und 10. Bezirk bei Hauser, gegangen ist, sind auch die Einkäufe der Schankivirte ganz minimale In Bezug auf Bündnisse der S. D. F. mit andren politischen Sedanstr. 31; 18. Bezirk bei Moll, Sponholzstr. 34; 14. und und statt 100-300 m. werden höchstens 10-50 m. ausgegeben. Parteien oder Mitgliedschaft von Genossen in andren politischen 15. Bezirk bei Büschel, Guzkowstr. 9. Darunter leiden die Fleischer, Wild- und Geflügel-, wie auch GeKörperschaften wurden folgende Resolutionen eingebracht: bedeutend. Die Hoteliers Köpenick. Die Parteigenoffen werden ersucht, sich am Sonn- müse- und Konservenhändler ganz Der Kongreß mißbilligt es, daß die Parteileitung den Verfuch abendabend 7 Uhr im Restaurant Stippekoht, Schönerlinder- haben feit Verfügung der Verordnung nicht 111r eine Abmachte, mit der Independent Labour Party( J. 2. B.) betreffend die Straße 5, zahlreich einzufinden. Zur Ausgabe gelangen die Petitions- nahme des Fremdenzuflusses beobachtet, vielmehr auch die fünftigen Wahlen zu verhandeln, nachdem sie die J. 2. P. als Ver- listen gegen den Brotwucher. beschleunigte Abreise zahlreicher Touristen zu beklagen, denen der räterin gebrandmarkt hatte." Aufenthalt in der deutschen Metropole durch das Fehlen jeglicher " werden. Abendunterhaltung verleidet ist. Ueber die verhängnisvolle Lage, in die die Artisten, Musiker 2c. geraten find, ist schon genügend geschrieben worden. Der Schaden, den die Verordnung verursacht hat, ist auf Millionen zu schäzen. llebrigens scheint die Polizei dem nationalen HandlungsgehilfenVerband gegenüber eine ganz verständige Einschränkung zu üben, da D Anlagen ist übrigens die unmittelbare Verbindung zwischen Treptow der Straße. Da fam ein großer Hund gelaufen und sprang ihn an. und dem Nordring bereits in Benutzung auch für den Personen- Rückwärts springend suchte sich der Kleine von dem Tier zu befreien, verkehr; der Ringbahnhof Stralau- Rummelsburg wird täglich von geriet aber dabei unter den Gemeindewagen, der gerade dahervier Arbeiterzügen berührt. gefahren tam und dessen Kutscher nicht zeitig genug mehr anhalten konnte. Nachdem er einige Tage lang in der elterlichen Wohnung Beim Fensterpuzen abgestürzt ist am Donnerstagnachmittag von zwei Aerzten an einer schweren Verlegung des linken Knies bein der Kaiser Wilhelmstraße der Fensterputzer Hoch, der bei einem handelt worden war, mußte man ihn in ein Strankenhaus überführen. sie dem Verein die Abhaltung seines Sommerfestes gestattet. Es ist nur nicht zu ersehen, warum nicht auch den Theatern die Fenster- Reinigungsinstitut angestellt war. H. hatte in der ersten Dort starb er am Wundstarrframpf. Aufführung ernster Stücke erlaubt wird. Man hat sogar den antifemitischen Handlungsgehilfen die Tanzerlaubnis gewährt, denn es prangte gestern an den Säulen folgende Anzeige: Gaufreis Groß- Berlin. Sonnabend, den 10. August 1901: Dermischtes. Etage des Hauses Nr. 18 der genannten Straße mehrere große Spiegelscheiben zu reinigen und stand zu diesem Zwecke auf einer schmalen Leiter. Als er sich etwas zur Seite bog, verlor der junge Mann das Gleichgewicht und stürzte topfüber auf das StraßenDie Trockenheit fängt an, zu einer Kalamität zu werden. Deutschnationaler Handlungsgehilfen- Verband. pflaster hinab. H. fiel so unglücklich, daß er einen Schädelbruch Von den vollständig verbrannten Ruhrweiden muß das Vieh in die erlitt, an dessen Folgen er schon nach furzer Zeit verstarb. Stallungen getrieben werden, da es keinerlei Nahrung mehr findet. Auf dem Heimwege vom Tode ereilt wurde am Donnerstag- In den Ortschaften der Umgegend versiegen die Brunnen, sodaß abend die aus Danzig gebürtige, 31 Jahre alte Plätterin Margarete großer Mangel an Trinkwasser herrscht. Strieber aus der Christinenstr. 5, als sie von ihrer Arbeitsstelle den Da fie fich plötzlich stark unwohl Weinbergsweg entlang ging. fühlte, so kehrte sie in eine Gastwirtschaft ein, um sich auszuruhen, brach aber sofort zusammen und starb auf der Stelle, vermutlich am Herzschlag. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Großes deutsches Sommerfest in der Brauerei Friedrichshain. Das Fest wird trotz der Landestrauer mit Wissen der Polizei unter kleinen Aenderungen abgehalten. Großes Streich- Konzert im großen Saal, ausgeführt vom Berliner Tonkünstler- Orchester unter pers. Leitung. Jm großen Saal von 10 Uhr ab: Sommernachts- Ball. " Wieder eine Unwahrheit! In Nummer 57 der„ ApothekerBeitung" war eine angebliche Aeußerung des Führers im Kölner Krankenkassen- Streite", Herrn Leyendecker, citiert, dahingehend, daß die Kölner Kassen, wenn sie die Berliner Handverkaufstare hätten, sich besser stehen würden, als wenn sie 10-12 Proz. Rabatt auf die Rezeptur bekämen." Von seiten der„ Centralkommission der Krankenkassen Berlins" nahm man Veranlassung, hiervon Herrn Leyendecker Mitteilung zu machen und darauf lief folgende Antwort ein: Die mir in den Mund gelegte Aeußerung beruht auf einem Mißverständnis. Ich habe mal gesagt, daß Herr D. Drenke sich einmal geäußert habe, wenn wir die Berliner Handverkaufstage hätten und 10-121/ 2 Proz. Rabatt, so könnten wir damit ebenso zufrieden sein, wie mit der Kölner Handverkaufstage und 15 bis 20 Proz. Rabatt. Dementsprechend haben wir in der Zeit der Verhandlungen den hiesigen Apothekern den Vorschlag gemacht, uns die Berliner Tage zu gewähren, wir würden dann mit unsern Rabattansprüchen ettvas heruntergehen. Wir würden uns nie damit begnügt haben, die Berliner Taye ohne Rabatt anzunehmen und können Sie daraus auch schon schließen, daß die mir zugesprochene Aeußerung falsch verstanden worden ist. Mit achtungsvollem Gruß E. Leyendecker. Eine Erläuterung ist wohl überflüssig! Höchstens könnte darauf hingewiesen werden, daß der in diesem Schreiben erwähnte Herr Drente Apotheker ist, also sein Urteil als sachverständiges gelten kann. Der Selbstmord des Büglers Danielowski, über den wir gestern berichteten, soll nicht aus Eifersucht begangen sein. D. lebte feit langem von seiner Frau getrennt, für derer Unterhalt er überhaupt nie gesorgt hat. Er galt allgemein als arbeitsscheu und ist das eigentliche Motiv zur That unbekannt. Nach dem Genuß von Pilzen erkrankte in Wustenfalbiz eine Familie mit Ausnahme des Familienvaters, welcher abwesend war. Die Ehefrau und eine 15jährige Tochter starben, während die vier andren Kinder und eine zufällig anwesende Näherin gerettet werden fonnten. 43 Jahre in der Verbannung. Aus Neapel wird berichtet: Gomez, einer der Mitschuldigen Orsinis bei dem Attentat, das am 14. Januar 1858 gegen den Kaiser Napoleon unternommen wurde, ist dieser Tage hier eingetroffen, nachdem er 43 Jahre lang auf den Wohlfahrts- Inseln als Deportierter gelebt hatte. Nach der Explosion Ein langjähriges Nervenleiden veranlaßte den 62 Jahre der Höllenmaschine wurde Gomez in einem Restaurant verhaftet und alten Maurer Paul aus der Gerichtsstr. 32, der in seinem Berufe gab die Namen der Verschwörer an. Orsini und Pieri wurden am nicht mehr arbeiten konnte, Hand an sich zu legen. Er erhängte sich 10. März 1858 guillotiniert, während Gomez und Rudio erst auf dem Hinrichtungsplatz erfuhren, daß ihre Todesstrafe in Deportation um vorgestern nachmittag in seiner Wohnung an der Thürklinke. gewandelt worden sei. Gomez war 29 Jahre alt, als er mit Die Central- Krankenkasse der Tischler teilt uns mit, daß Rudio auf den Wohlfahrts- Inseln antam. Der lettere starb furze das Sommerbergnügen in dem Lokal Moabiter Gesellschaftshaus, Beit darauf. Gomez aber war von außergewöhnlich kräftiger Alt- Moabit 80-81, heute stattfindet. Für geschlossene Gesell- Konstitution und überdauerte die entsetzlichen Leiden seiner GefangenEr wurde bei der Heimkehr natürlich sofort von Berichtschaften kommt die Landestrauer nicht in Betracht. Es sei aber aus- schaft. drücklich darauf aufmerksam gemacht, daß an der Kasse teine Billets erstattern ausgefragt und erzählte, daß das Klima der WohlfahrtsInseln mörderisch sei, daß man die Lebensweise im Bagno nicht erzu haben sind. tragen könne und daß seine Widerstandskraft alle Inselbewohner in Erstaunen gesetzt habe. Treptow- Sternwarte. Das Der Vater Die Erde trifft in diesen Tagen auf ihrer Bahn wieder mit den Resten eines Kometen zusammen, der durch Auflösung schon vor mehr als 1000 Jahren sich längs seiner Mutige That eines Knaben. Aus Kassel wird berichtet: ganzen Bahn verteilt hat. In den Nächten des 10. und 11. August Die Bau- und Möbeltischlerei von H. Spohr im Philosophenweg stoßen wir auf die dichtesten Stellen dieser Teilchen, die oft nur ein brannte am Sonntagnachmittag mit allen Vorräten ab. Sundertstelgramm wiegen. Infolge ihrer schnellen Bewegung rufen Maschinengebäude, Werkstätte und namentlich das große Holzlager fie die Lichterscheinungen der Sternschnuppen in unserer Atmosphäre hinter dem Wohnhause standen in furzer Zeit in Flammen, so daß hervor. Der Augustschwarm läßt sich historisch bis zum Jahre 830 die im Vorderhause wohnenden Familien nur wenig von ihrem zurückverfolgen. Sonntag nachmittag 5 Uhr wird Direktor Archen- Mobiliar retteten. Die erwachsenen Personen waren zumeist auch So auch die Familie Glaser Denu. hold auf der Treptow Sternwarte über" Die Stern- nicht zu Hause. schnuppen und Feuerkugeln" sprechen, um 7 Uhr über„ Die Grund- hatte nun dem 12 jährigen Jungen öfters eingeschärft, wenn mal begriffe der Astronomie". Mit dem großen Fernrohr wird außer etwas passiere, möge er vor allen Dingen einen Sasten retten, in Jupiter und Saturn ein interessanter Doppelstern im dem sich die Versicherungspolice und andre Wertsachen befanden und Zum Achtuhr- Ladenschluß. Ueber die Betwegung zur Herbei- Persens beobachtet, der in der Nähe des Ausstreuungspunktes des der an einem bestimmten Orte aufbewahrt wurde. Der Junge war mit den andren Leuten die Mutter war nach dem Markt gegangen. führung des Achtuhr- Ladenschlusses wird uns zu unsrer gestrigen Sternschnuppenschwarmes liegt. Notiz ergänzend mitgeteilt, daß die Ausarbeitung einer Petition an Straßensperrung. Die Manteuffelstraße von Waldemarstraße in der ersten Angst aus dem brennenden Hause gestürmt, als ihm den Reichstag nicht geplant ist. Es wurde im Herbst vorigen Jahres bis Oranienstraße wird behufs Asphaltierung vom 12. d. M. ab bis nachher das Mahnwort des Vaters einfiel. Rasch entschlossen eilte er, Rauch und Qualm nicht achtend, drei Treppen wieder hinauf in eine Petition von dem Ausschuß der Handlungsgehilfen- Vereine an auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. δας brennende Haus, das alsbald vollständig ausbrannte. den Bundesrat gerichtet, die um die Ausführungsbestimmungen zum Feuerbericht. Brandstiftung liegt bei einem Dachstuhl- Er ergriff in der Stube den Kasten und wandte sich schon Achtuhr- Ladenschluß ersuchte. Diese Petition hat insofern Erfolg plößlich das Geschrei eines fleinen gehabt, als Geheimrat Wilhelmy auf dem Verbandstage des deutschen brande vor, der in der Nacht zum Freitag in der Gleimstraße 3 zum Gehen, als ihm ans Ohr schlug. Es war sein 4 Wochen altes Verbands kaufmännischer Vereine in Koburg erklärte, daß dem zum Ausbruch kam. Als bald nach 10 Uhr ein Mieter des vierten Säuglings Stockes heimkehrte, bemerkte er vor der Thür des Dachbodens einen Schwesterchen, das in der Wiege lag. Jm nächsten Moment pacte nächst dem Bundesrat eine Vorlage über diese Materie zugehen Lichtschein, glaubte aber, es sei noch jemand mit einer Lampe oben. er den Säugling unter den einen, den Kasten unter den andren Um Mitternacht wurden Feuerrufe laut, da Flammen durch das Arm und rettete so das Kind vom sicheren Fenertode ins Freie. Als Säumige ,, Kleber". Bekanntlich unterliegen die in Restaurationen Dach schlugen. Vorher hatten Hausbewohner einen scharfen Knall, die Mutter nachher zur Brandstätte zurüdkehrte und ihre Kinder von und Gartenlokalen aushilfsweise beschäftigten Kellner, selbst wie von einer kleinen Explosion herrührend, vernommen. Wie Rauch und Feuer geschwärzt, aber noch unversehrt, wieder vorfand, wenn sie keinen baren Lohn erhalten und nur auf Trinkgelder an- später festgestellt werden konnte, war das Feuer von außen an die wo sie den Säugling schon verbrannt glaubte, wurde sie vor innerer gewiesen und auch nur einen Tag in der Woche beschäftigt werden, Bodenthür angelegt. Die Feuerwehr gebrauchte längere Zeit, um Erregung ohnmächtig. Trotzdem das Feuer am hellen Tage ausder Versicherungspflicht und muß für dieselben eine Beitragsmarke mit drei Leitungen die Flammen zu erstiden. Mehrere fleine, nicht brach, ist acht Familien faft alles verbrannt, so unglaublich rasch erverwendet werden. Da hiergegen noch immer vielfach verstoßen versicherte Mieter erleiden empfindliche Verluste. griffen die Flammen das Wohnhaus. wird, so beabsichtigt der Vorstand der Versicherungsanstalt gegen fäumige„ Kleber"( Inhaber von Restaurationen und Gartenlokalen) von dem ihm zustehenden Strafrechte Geldstrafen bis zu 300 M. -fernerhin strengen Gebrauch zu machen. werde. er Nach der Stralauer Brücke 3, wo vorgestern der Speicherbrand wütete, wurde die Wehr gestern früh 5 ühr zum zweitenmale gerufen, weil einige auf den Hof geworfene Seegrasballen und Balken sich wieder entzündet hatten. Größerer Gefahr konnte jedoch leicht vorgebeugt werden. Aus den Nachbarorten. " die bis nach Pretoria Feffelballons im südafrikanischen Kriege. Ueber die Dienste, die die geffelballons im südafrikanischen Kriege geleistet haben, sprach Oberst Templer, der Leiter der englischen Luftschiffer- Abteilung, vor der Luftschiffer- Gesellschaft Großbritanniens. Der Fesselballon, der Einen Mordversuch gegen den eignen Sohn unternahm im Augenblick der Einschließung nach Ladysmith gebracht wurde, gestern morgen der 50 Jahre alte Schuhmacher Ludwig Pawlicy führte er darin aus, fonnte 19 Tage aufgebläht bleiben, so daß das aus der Schwerinstr. 15. Pawlich, der mit seiner 49 Jahre alten englische Heer genau die Stellung der Boerenbatterien bestimmen Frau, einem 20jährigen Sohn Karl und einer 11 Jahre alten Tochter Von Radfahrern überfahren. In welch unverschämter Art fonnte. Die von General Bullers Heer ausgeschickten Fesselballons Martha seit vier Jahren in dem genannten Hause zivei Stuben und Küche im ersten Stock im Hofe bewohnt, ist ein Trunkenbold, während und Weise die Radfahrer auf ihren Ausflügen nach den Vororten, haben die Engländer davor bewahrt, in den von den Boeren nur um mit ihren Wettstreiten zu renommieren, das Publikum ge- bereiteten Hinterhalt zu fallen, wo sie vernichtet worden wären. feine Frau und Kinder in einem guten Rufe stehen. In seinem fährden, das geht am besten aus zwei Unfällen hervor, die sich am Die Ballons im Heere des Marschall Roberts haben die Stellung Beruf arbeitet der Mann nur wenig, dagegen verdient er durch Freitagvormittag auf der Tegeler Chaussee ereignet haben. Von der von General Cronje befehligten Kommandos beobachtet, was Diesen Verdienst ber Milchaustragen monatlich 18 Mart. einem Augenzeugen wird uns darüber folgendes mitgeteilt: In der dazu führte, alle Passagen, durch die sie sicherlich während der trant feit jedoch schon einem Vierteljahr, so daß neunten Stunde des genannten Tages fausten zwei Radfahrer vom Nacht hätten entweichen können, zu besetzen, und in der Folge die der Frau davon nichts blieb. für die Wirtschaft übrig Verein" Poseidon", von Berlin fammend, die Chaussee herunter; da Kapitulation von Paardeberg herbeigeführt hat. Die Ballons sind Darüber fam es in den letzten Tagen zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem alten Pawlich und seinem Sohne, ihnen diese nun aber in der Nähe des Gefängnisses zu schlammig fünf Tage in der Luft geblieben, um dieses Resultat zu erwarten. haben 13 Tage gedauert. der nach Aufgabe feiner Stellung als herrschaftlicher Kutscher seit war, fuhren die biederen Leutchen ganz einfach auf den Fuß- Gleichfalls von großem Nuzen waren sie in Fourteen Streams; furzem wieder bei den Eltern wohnte. Erst Donnerstagabend machte weg, wobei sie die vierjährige Tochter des Aufsehers Kuhl die Beobachtungen dieser Station der junge Mann seinem Vater wieder Vorwürfe. Rache brütend brodt, die dort spielte, derartig überrannten, daß das Kind Die militärischen Ballons sind unter großer Schwierigkeit mußte, δα es schwere Ver- Luftschiffer mußten hohe Berge überschreiten legte der Alte sich zu Bett. Heute morgen, um 61/2 Uhr, als Frau legungen am Unterleib davongetragen hatte und schleunigst nach geführt worden. Da die angetroffenen Berge eine Höhe von und Kinder noch schliefen, begab er sich, mit einem Schusterhammer der elterlichen Wohnung geschafft werden mußte. In einem andren 2000 meter hatten und unerwartet große Depressionen eintraten, bewaffnet, in die Nebenstube, die seinem Sohn eingeräumt war, und überfiel diesen im Schlafe. Mit seinem Hammer versezte er ihm Fall hatte der 16jährige" Commis" Hermann Engel aus Berlin am waren die Aufstiege wegen der Niedrigkeit des specifischen Gewichts Das War Office" hatte nach Afrika vier drei Schläge auf den Kopf und einen vor die Stirn. Aus den Donnerstagabend mit seinem Rade einen 4jährigen Knaben auf der der Luft und des fich daraus ergebenden geringen Auftriebs des Tegeler Chaussee überrannt und niedergefahren, wobei der Knabe Gases sehr schwierig. Wunden sprigte das Blut hoch auf, so daß die Kleider ebenfalls erhebliche Verlegungen davongetragen hatte, daß er nach militärische Luftschiffer- Detachements und ein fünftes nach China des Alten start besudelt wurden. Der Ueberfallene schrie der Unfallstation im Amtshause geschafft und dort verbunden werden geschickt, dessen Operationen fein besonderes Interesse bieten. und um Hilfe, feine Rufe δας weckten ganze Haus. Natürlich haben die Boeren die englischen Ballons auch als gielmußte. Der Arbeiter Kurt, der über den Leuten wohnt, eilte zuerst herbei. Ueber Herrn v. Oppen darf nicht gesprochen werden. In punkte genommen und mehrere mit Kartätschenschüssen herunterAls Pawlicky ihn kommen hörte, wollte er sich aus dem Staube machen. Unterdessen war aber die Pförtnersfrau Prill bereits zur Köpenid feierte am 27. Juli der socialdemokratische Wahlverein geholt. Erschoffener Grenzwachtmeister. In Kibeyken( dem GrenzPolizei gelaufen und die Nachbarn veranlaßten durch den Ruf: von Adlershof sein Stiftungsfest in der üblichen Weise. Jedoch muß Haltet den Mörder!" eine Menschenansammlung vor dem Hause, unsre Behörde dem Fest eine gewisse Abneigung entgegen gebracht haben, Uebergangspunkt für russische Auswanderer) ist ein russischer Grenz durch die der Flüchtige nicht hätte entrinnen können. Daher zögerte deren nähere Begründung wir erst später erfahren sollten. Als wachtmeister in einem Felde tot aufgefunden worden. Wahrscheinlich Der Wachtmeister war durch er noch, das Haus zu verlassen, und als er dann die Treppe nämlich der Gasttvirt, Herr Scheer, bei dem das Fest stattgefunden ist er in der Nacht vorher, als er die Soldaten des Kordons zu hinuntergehen wollte, begegnete ihm schon ein Schußmann hatte, für den nächsten Sonntag die Tanzerlaubnis erbat, wurde fontrollieren ritt, erschossen worden. des Sobald ihm mitgeteilt, daß es vorläufig keine Erlaubnis zur Abhaltung seine große Strenge bei den Soldaten sehr unbeliebt. Ein russischer 56. Polizei Reviers, ihn festzunehmen. Pawlich den Beamten sah, zog er eine Flasche mit öffentlichen Tanzes gebe. Auf die persönliche Vorstellung des Herrn Unteroffizier des Kordons ist verschwunden, und man hält ihn für Salmiak aus der Tasche und leerte sie vor seinen Augen in einem Scheer beim Bürgermeister, weshalb er in seinem Erwerbe geschädigt den Mörder. Zuge. Die fürchterlichen Wirkungen des Giftes stellten sich sofort werde, bekam er die Antwort:„ Das geschieht, weil der Abg. Zubeil ein und es blieb nichts andres übrig, als den Festgenommenen zu- in seiner Festrede sich auch mit dem Amtsvorsteher von Adlershof nächst mit einem Rünzelschen Rettungswagen nach der Charité zu Herrn v. Oppen beschäftigt hat." Sehr erstaunt erwiderte Herr bringen. Eine ärztliche Untersuchung des überfallenen Sohnes er- Scheer, daß er doch daran unschuldig wäre und die Behörde das gab, daß die Verlegungen glücklicherweise nicht so schwer sind, als Fest doch genehmigt hätte. Ja, die Behörde könne das Fest nicht fie zu sein schienen. Der Verwundete konnte, nachdem er einen verbieten, erhielt er zur Entgegnung, aber Sie als Wirt brauchten Auf schlaue Art einen Dieb entdeckt hat der Faktor des Verband erhalten hatte, in ärztlicher Behandlung in der Wohnung ja ihren Saal nicht dazu hergeben. Herr Scheer hat sich nun beschwerdeführend an den Landrat ge- Kaufmanns Gr. in Gr.- Lindenau( Ostpreußen). An den Kiesgruben, wandt. Wer aber den Beschwerdeweg kennt, weiß, daß bis zur Er- aus welchen der Grund zu dem Eisenbahnbau Löwenhagen- Gerdauen Die Victorla regia im alten Botanischen Garten wird heute ledigung desselben oft eine sehr lange Zeit vergeht. Möge es sich geholt wird, arbeiten auch gegen 50 Polen, die bei Herrn Gr. wohnen abend nach 6 Uhr eine sehr kräftige Knospe zur Blüte entfalten, beshalb die Arbeiterschaft zur Pflicht machen, Herrn Scheer ge- und speisen. Wiederholt tamen Diebstähle vor, ohne daß es gelang, nachdem erst am vergangenen Donnerstag eine solche zur Ent: schäftkich zu unterstützen, dabei wird es möglich sein, auch ohne den Thäter zu stellen. Als nun wieder einem Mitarbeiter eine Summe Bargeld verschwand, lenkte sich der Verdacht auf den wickelung gelangt war. Das Victoriahaus, in welchem die berühmte Faltor. Im Gefühl seiner Unschuld beschloß dieser, den Dieb zu Pflanze untergebracht ist, wird für das Publikum von 125-7 Uhr Tanzmusik auszukommen. Eine aufregende Scene spielte sich Donnerstagnachmittag um ermitteln. Er vermutete ihn unter den Polen. Abends, als diese geöffnet sein. Die Blüte, die bei ihrer Entfaltung weiß ist, färbt Der 46 Jahre alte bereits zur Ruhe gegangen waren, hieß er sie alle aufstehen und sich im Laufe der Nacht rötlich und zerfällt bereits am nächsten Tage. 3 Uhr in der Brehmestraße zu Pankow ab. Droschkenfuhrherr Blum aus der Drontheimerstr. 2 war mit seiner fagte: Ich habe hier einen Hahn, jeder von Euch streicht diesem Der Vollring der Stadtbahn wird, wie wir hören, mit ziem- 49 jährigen Frau nach Pankow gefahren, um ein neues Pferd zu mit beiden Händen über den Körper, bei weisen Berührung er licher Sicherheit am 1. April nächsten Jahres dem Verkehr übergeben werden können. Es ist nur noch eine kleine Strede von kaufen. Während er mit dem Händler in der Brehmestraße unter- fräht, der ist der Dieb. Sämtliche Bolen thaten im Finstern, wie wenigen hundert Metern vom Südring zwischen den Geleisen der handelte, blieb seine Frau draußen bei der Droschke. Das ſehr ihnen gesagt war. Als der letzte fertig war, steckte der Faktor die und ging durch. Frau Blum, die Laterne an und kommandierte: Hände hoch! Und siehe da, Bollring wird um die ganze Stadt mit Umgehung der Bahnhöfe es zu halten versuchte, wurde ein ganzes Stück Weges geschleift, sämtliche Handflächen waren weiß, nur bei einem nicht. Zu diesent um halten, überrannt nicht Leichenzug mußte ein zu sprach er: Du bist der Dieb. Und in seiner abergläubischen Furcht Charlottenburg und Schlesischer Bahnhof geführt werden, werden. Die mutige Frau des Kutschers trug eine große bekannte er auf der Stelle diesen und auch andre Diebstähle. Der Westend laufen die Vollringzüge unmittelbar nach Halensee, von Wunde an der linken Kopffeite und einen Bruch des rechten Ober- Faktor hatte den Hahn mit Schlemmikreide eingerieben und rechnete Treptow über den neuen Ringbahnhof Stralau- Rummelsburg nach schenkels davon. Sie mußte mit einem Lückschen Rettungswagen nach so: die Unschuldigen werden in ihrer Einfalt den Hahn schon bedem Nordring. In den Potsdamer Bahnhof werden erheblich weniger dem Lazarus- Krankenhause gebracht werden. rühren und sich die Hände weißen, der Schuldige aber wird im Ringbahnzüge eingeführt werden als jeßt, da die Vollringzüge unDurch einen seltsamen Unfall hat der sechs Jahre alte Sohn Finstern die Henne nicht betaften aus abergläubischer Furcht, das mittelbar von der Station Ebersstraße nach Tempelhof laufen. Der Bollring wird einen halbstündigen Verkehr während des ganzen Emil des Postbeamten Grüttner aus der Wartenbergstraße 55 zu Tier könnte wirklich frähen, und dann würden seine reinen Hände Tages erhalten. Von den für den künftigen Vollring vorgesehenen Friedrichsberg sein Leben verloren. Der Knabe spielte allein auf der Verräter sein. Und so geschah's. bleiben. A um Von Serbische Räuberbande. Eine aus 63 Personen bestehende Bande versuchte in den letzten Wochen bei wohlhabenden Personen in Barna und Rustschuk unter Androhung von Attentaten größere Geldsummen zu erpressen. Es ist gelungen, vier Mitglieder dieser Bande festzunehmen. Der an dem Luftschiff Santos Dumonts durch die Explosion entstandene Schaden beläuft sich auf ca. 40 000 Fr. Produktenmarkt vom 9. Auguft. Die Tendenz des heutigen Getreide: marktes war schwach behauptet bei sehr kleinem Geschäft. Das Waren kommen. Ein Riesendiebstahl. In Amerika geht alles ins Große; neben angebot war rechtmäßig, südrussische Offerten zu annähernd rentablen Preisen. Die Notierungen aus New York und Chicago waren etwas den Riesentrusts und den Riesenreichtümern kann es auch von einem schwächer. Destreich- Ungarn kaum behauptet. Bei uns ließ sich der Waren Riesendiebstahl die Welt in Erstaunen sehen. Ein Telegramm absaz nach dem Inlande recht gut an, weswegen vielfach Lieferungen zurückaus San Francisco meldet, daß einer Bande geschickter gekauft wurden. Die Preise für Weizen und Roggen stellten sich etwa 3 M. Diebe für 68 000 Pfund gereinigtes Gold in die Hände niedriger als gestern. Auch Mehl war etwas schwächer; Hafer niedriger; fiel. Die Vorbereitungsarbeiten zu diesem Diebstahl scheinen Mais etwas besser; Rüböl schwach. allerdings nicht sehr einfach gewesen zu sein. Die Diebe bauten nämlich von einem Eisenbahntunnel aus einen Gang Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 11. August, vormittags 834 Uhr nach den Selb Smelting Works in Vallejo. Dieser Gang begann in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6: Um 10 Uhr vormittags mit einem drei Fuß tiefen Schacht. Von da aus bohrten sie einen Versammlung. Freireligiöse Vorlesung." 200 Fuß langen Gang durch Sand und Lehm. Sobald die Diebe ebendaselbst: Vortrag des Frl. Ida Altmann:„ Tolstois Christentum und die russische Staatskirche". Gäfte, Damen und Herren, sehr will: an ihrem Ziel angelangt waren, schritten sie ohne Pause zur Ausführung ihres Planes, obwohl das ganze Werk elektrisch erleuchtet war. Verband deutscher Mühlenarbeiter. Sonntag, den 11. Auguft, Der Ausgang des Tunnels befand sich an einer versteckten und dunklen nachmittags 3 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: General Stelle des Raumes, in dem das Gold aufgestapelt war. Durch versammlung. Tagesordnung: Die wirtschaftliche Entwicklung und ihre den Tunnel schafften die Diebe dann den Raub fort und brachten Begleiterscheinungen. 2. Berichte. 3. Verschiedenes. ihn in einen Kahn, in der Eile verloren sie aber auf der Werft, von der aus sie dann weiter fuhren, zwei Stücke von dem Gold, so daß man wenigstens bis dahin ihre Spur verfolgen konnte. Während der Nacht erzählte einer der Arbeiter, daß er in dem Aufbewahrungsraum ein Geräusch gehört habe, und meinte, es müsse ein Geist gewesen sein; die andern lachten darüber, ohne daran zu denken, nachzusehen, wodurch das Geräusch entstanden sein könnte. Man nimmt an, daß die Erde, die aus dem Gang herausgearbeitet wurde, von den Dieben bei Nacht in die San FanciscoBai geworfen wurde. Uebrigens haben die Diebe die Vorsicht gebraucht, ihre Spur mit rotem Pfeffer zu bestreuen, damit sie nicht von Bluthunden aufgenommen wird. Der Verlust ist natürlich ein sehr bedeutender, und bis jetzt fehlt jede weitere Spur von den Dieben. Marktpreise von Berlin am 8. August 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.- Ctr. " Noggen, gut " Gerste, gut Briefkasten der Redaktion. geschwister erben mit den andern Geschwistern gemeinsam. 84. G8 erben die Eltern, falls diese noch leben sollten. Sollten bie Eltern verstorben sein, so treten deren Kinder an ihre Stelle. Die Stief G. B., Wittenberge. Die in England zu schließende Ehe würde in Ihrem all nach der herrschenden Ansicht in Deutschland als ungültig angefochten C. N. 32. Sie können, falls teine testamentarischen werden können. Vorschriften dem entgegenstehen, Hinterlegung und Teilung des ganzen Erbteils verlangen und gegen den Hypothekarschuldner auf Hinterlegung des Restes, die Schwester auf Zustimmung zur Teilung beim Amtsgericht flagen. M. M. 62. 1. Nein. 2. Nein. Sie kann lediglich auf UnterLassen dieser Störung ihres Mietsbesizes flagen. 3. Ja, falls nicht etwa Gemeinschaften über die Gemeinschaft bei Tisch hinaus vorgekommen sind. N. D. 1. Ja. 2. Bis zum 19. September. 5. E.. 1. Nein, Sie thun gut, dem Wirt zu antworten, daß Ihr Vertrag bis zum 1. April läuft. 2. Es besteht keine Gütergemeinschaft, Ihre Frau haftet nicht für Ihre Schulden. Zweckmäßig ist es, einen Ghevertrag mit Ausschluß des Nußnießungs- und Verwaltungsrechts zu schließen. Ein Beispiel finden Sie S. 225 Nr. 22 des dem„ Arbeiterrecht" angehängten Führers. M. 2. 23. Es ist unmöglich, im Raum eines Briefkastens Ihnen eingehend zu erläutern, wie die§§ 10, 15-17 und 20 des Reichs- Militärgesetzes zu erläutern sind. Stellen Sie die Fragen, die Sie betreffen, möglichst flar, nicht allgemein gehalten. A. 100. 1. Wenden Sie sich direkt an den Verein. 2. Wir sind nicht in der Lage, bestimmte Theaterbereine zu empfehlen und zu entscheiden, welcher von denselben der beſſere 1. Ja. 2. Nein. 3. Ja. 2. M. 100. Leider nein. H. V. Nicht Sie, sondern lediglich der Kutscher und die Firma ist dem Wirt für den vom Kutscher beim Einziehen im Hausflur angerichteten Schaden verantwortlich, falls nicht etwa in ihrem Verteage eine entgegen stehende Vereinbarung getroffen ist. C. R. 1853. Die Mitglieder einer Genossenschaft haften für die Schulden der Genossenschaft mit ihren Anteilen und einem dem Anteil entsprechenden Betrag. Beträgt der Anteil 50 Mark, so haftet also der Genossenschafter in Höhe dieser 50 Mart und außerdem nochmals in Höhe von 50 Mart. Armendirektion. Schlagen Sie die Erbschaft aus( ein Beispiel hierzu finden Sie S. 236 Nr. 48 des dem Arbeiterrecht beigefügten Führers), lassen die Unterschrift unter der Entsagungs- Erklärung notariell oder gerichtlich beglaubigen und reichen Sie die Entsagungs- Erklärung dem Nachlaßgericht( Amtsgericht zu Kirchhain) so zeitig ein, daß sie dort spätestens am 42. Tage nach dem Tode Ihrer Mutter eintrifft. Witterungsübersicht vom 9. August 1901, morgens 8 Uhr. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: fei. tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. K. W., Nixdorf. Kaufen Sie Reichsanleihe. Zwei Wettende. Es werden allgemein mehr Knaben als Mädchen geboren, es sterben aber auch mehr Knaben als Mädchen, so daß es fast überall mehr Frauen wie Männer giebt. Eine genaue Zählung für die ganze Erde giebt es nicht. Nr. 19. 18. Februar 1546 in Eisleben. Die Krankheit kennen wir nicht. S. R. 95. Fragen Sie bei der Inneren Mission" an oder im Krankenhaus Bethanien. 11 Stationen stand mm Barometer Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 5° 4° R. Stationen M. St. 16. Ihring- Mahlow erhielt das allgemeine Ehrenzeichen. C. R. Vou Rechtskraft des Urteils ab können Sie Ersatz der Ihnen entstandenen Unkosten vom Gegner verlangen. Von den Anwaltsgebühren tommt nur ein Teil zur Erstattung. Clara 236. Kündigen kann Ihre Schwester, aber leider nicht ohne Einhaltung der Kündigungsfrist den Dienst verlassen. Nach der vereinbarten Zeit Dienste zu leisten, soll sie kurzweg ablehnen. M. W. Kleben Sie nach, aber vor Ihrer Heirat. P. E. Th. 1. 200. 2. Die Hälfte. 3. Versicherungsanstalt, Breitestr. 24. Beispiel für den Antrag Seite 445 Nr. 95 des Arbeiterrechts. Albert. 1 u. 2. Ja. 3. 6 Monate lang. Man wird aber sofort ents laffen, wenn man den Eid leistet. 4. Von Uhr morgens bis 9 Uhr abends. G. B. 1. Nein. 2. Ja. 3. Nein.. J. Sie brauchen nichts ab49 Reichen: zutreten und können eventuell Entschädigung verlangen. 2. Sie sind be: bergerstraße. 1. Amtsgericht II, Hallesches Ufer 29/31. Fischer. Der 1,40 rechtigt, den rückständigen Lohn und 14 Tage einzuflagen. 2,60 1,20 Bruder hat am 1. 9. gegen löschungsfähige Quittung an Sie oder einen Frankf./M. 766 OSO 1 wolkent 18 berbeen 2,40 1,20 von Ihren Bevollmächtigten an seinem Wohnort zu zahlen. Zahlt er nicht, G. 2. 05. Teilen Sie 1,80 0,80 fönnen Sie ihn durch einen Anwalt verklagen. 2,40 1,20 furz mit: Ich beantrage wiederholt die Aufnahme in den preußischen StaatsErbe 43. Die 1,40 0,80 verband. Führungsattest beizubringen lehne ich ab. per Schot 18, 2,50 Kartoffeln, neue, D- Ctr. mittel gering mittel gering. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch " " Schweinefleisch " 9,- 5, 1,60 1,20 1,30 1, 1,60 1,20 Kalbfleisch 1,60 1,10 " " " Hammelfleisch 16, 15, Butter 1,60 1,10 2,60 2, " mittel 14,90 13,90 Eier 60 Sta 4, " " 2,40 gering 13,80 12,80 Karpfen 1 kg 16,50 15,80 Aale 3, 15,70 15, Bander 14,90 14,20 Hechte " 7,16 7, Barsche " 7,80 5,90 Schleie . 40,- 25, Bleie 45,- 25, Krebse " 65, 30, * Safer, gut mittel " gering Richtstroh Seu Erbfen Linsen Speisebohnen *) Frei Wagen und ab Bahn. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 10. August: Wegen der Landestrauer find die Theater geschlossen. Geöffnet: Baffage Panopticum. Urania. Taubenstr. 48/49. Aus dem Tagebuch der Erde." Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Zoologischer Garten Die Konzerte fallen wegen der Landestrauer bis auf weiteres aus. Entree I Mark. Von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Urania Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Nachlaßentjagung muß, um gültig zu sein, notariell oder gerichtlich beglaubigt und innerhalb 6 Wochen nach Kenntnis vom Tode dem Nachlaßgericht eingereicht sein. Achtung! Swinemde Hamburg Berlin Barometerstand mm Wind richtung Windstärke 762 N 3 wolkig 19 paparanda 759 764W 2 hlb.bed. 18 Betersburg 764 WNW 3 wolfig 20 Cort wolfent 17 Baris 2 wolfent 22 Wetter 2 bedeckt 762S 3 bedeckt Temp. n. 6. 5° C.= 4° R. 31918 16 765 NO 1 wolfen 18 1wolfent 768 Still München 765 2 Wien Wetter Prognose für Sonnabend, den 10. August 1901. Wärmer, zunächst meist heiter bei schwachen südlichen Winden; spätet zunehmende Bewöllung und etwas Neigung zu Gewittern. Achtung! Wegen der Landestrauer findet die Matinee der drei Vereine nicht am 11. August, sondern am 18. August Aus dem Tagebuch der Erde. in der Brauerei Friedrichshain statt. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Nicht geschlossen. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Nen! Neu! Nen! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der„ Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Apollo- Theater Wegen Landestrauer geschlossen. Die Programme behalten ihre Gültigkeit. Buchbinder- Männerchor Berlin. Achtung, Einseker! Danksagung. [ 65/20 [ 2850b Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unsrer lieben Mutter, Groß- und SchwiegerSonntag, den 11. August, finden die üblichen Bezirks- Sigungen mutter, der Cigarrenfabrikantin in den bekannten Lokalen vormittags von 10-12 Uhr statt. Zahlreiches Erscheinen ist notwendig. Die Kommission. [ 107/8 Sophie Güthling Central- Verband der Elektromonteure und Berufsgenossen Deutschlands. Sektion Berlin. Sonntag, den 11. d. M., vormittags 91/2 Uhr, im Lokale des Herrn Nümann, Brunnenstrasse 188: fagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Männerquartett Arion", sowie den Freunden, die bei der Beerdigung thätig waren, unsren innigsten Dank. Gebrüder Güthling. Danksagung. Berliner Wetterbureau. Sentral- Kranken- u. SterbeKaffe der Tischler u. andrer gewerblicher Arbeiter ( E. H. Nr. 3, Hamburg.) Dertliche Verwaltung Berlin F. Montag, den 12. August 1901, abends 81/2 Uhr: Mitglieder- Versammlung bei Neumann, Brunnenstr. 150. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1901. 2. Bericht des Delegierten von der Generalversammlung zu Frankfurt am Main. 3. Verschiedenes. NB. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Vergnügen wegen der Landestrauer erst am Sannabend, den 31. Auguft im Schweizergarten stattfindet.( Die verausgabten Billets behalten ihre Gültigkeit.) Beiträge werden auf sämtlichen Zahlstellen ain genommen. 113/8 General- Derlammlung. Für die vielen Beweiſe herzlicher Sonnabend, den 10. Auguft, entgegenTages Ordnung: Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Tischlers 1. Bericht der Agitations- Kommission. 2. Bericht des Vorstandes, des Fritz Pickenhagen Kassierers sowie der Revisoren. 3. Neuwahl des Gesamtvorstandes. 4. Ver- sage ich allen denen, die mitgewirkt bandsangelegenheiten. haben, dem Männerquartett, Holz Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Mitarbeiter- Verband, Wahlverein, meinen gliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Versammlung wird innigsten Dank. pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert, ohne lezteres kein Zutritt. 58/ 18*] Der Vorstand. Die Ortsverwaltung. Köpenick, Grünauerstr. 70. H. Königs Restaurant 28496 mit Garten und Dampfer- Haltestelle hält sich bestens empfohlen. Frau Pickenhagen. 18869* Deutsch. Metallarbeiter- Verband Central- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler etc. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonntag, den 11. August, vormittags 10 Uhr: Freireligiöse Gemeinde Berlin. Allgemeine Sonnabend, den 17. August 1901, in Puhlmanns Konzert- Garten, Schönhauser Allee 148: Grosses Sommer- Fest w bestehend in Konzert, Theater, Specialitäten- Vorstellung und Tanz. Zum Schluß: Die alte Handschrift. Abends: Großer Fackelzug, wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr au geöffnet. Versammlung der Gas-, Wasser- u. Heizungs- Rohrleger im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer Nr. 15( großer Saal). Tages Ordnung: # 1. Ergänzungswahlen der Kommission. 2. Verbands Angelegenheiten. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen der Firmen David u. Grove und Börner u. Herzberg ganz besonders eingeladen. Morgensprache der Schraubendreher bei Wetzel, Wrangelstr. 136. Montag, den 12. August, abends 81%, Uhr: Billets find bet folgenden komitee- Mitgliedern zu haben: Dänide, General- Versammlung bei Ballschmieder, Badstraße 16. Tages Ordnung: Rirdorf, Reuterstr. 24, S. 4 Tr.; G. Bohne, Brunnenstr. 141, H. 2 Tr.; 6. Chriestens, Mühlenstr. 49, v. 3 Tr.; B. Schröder, Passauerstr. 3 int Laden; F. Braun, Bartelstr. 13, 2 Tr.; B. Kuhirte, Immanuelfirchstr. 38, Quergeb. 4 Tr.; P. Halbauer, Krautstr. 36, Quergeb. 3 Tr.; H. Kotlow, Hochmeister1. Raffenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Neuwahl des 2. Befiraße 5, Quergeb. 4 Tr.; Frau Kohlhardt, Alexandrinenſtr. 21, v. 4 Tr.; vollmächtigten, des Rendanten und zweier Revisoren. 3. Beschlußfassung Kowalszit, Bernauerstr. 79, v. 3 Tr.; W. Mohs, Tilsiterstr. 70, v. 4 Tr.; über die beantragte Aenderung des Ortsstatuts. außerdem in unsren Billetstellen: W. Börner, Ritterstr. 15; H. Bobsien, Kommandantenstr. 62; Chr. Schulz, Blumenstr. 14, F. Wolf, Pintschstr. 33; 5. Peege, Rüdersdorferstr. 48, S. 2 Tr.; M. Wendt, Gollnowstr. 44, H. 3 Tr.; A. Mohnhaupt, Müllerstr. 153a; A. Kieburg, Urbanstr. 68; Th. Metzner, Stalizerstr. 59; E. Schmidt, Tresckowstr. 22, und bei unsrem Kassenboten A. Räder, Rheinsbergerstr. 62, 2 Tr., und im Saal. 2826b] Billets a 30 Pf. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Tanz 50 Pf. Das Komitee. Drechsler! Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Sämtliche Ortsverwaltungen von Berlin. Der allgemeinen Landestrauer wegen findet das Sommerfest in der Neuen Welt am Sonnabend, den 17. August, und im Schweizer Garten Sonnabend, den 31. August, statt. 181/12 Das Komitee. Achtung, Moabit und Wedding! Central- Kranken- und Sterbekasse der Fischler und andrer gewerblicher Arbeiter. Das am 10. August festgesette Sommerfest findet im Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81, wie angesagt, als geschloffene Gesellschaft statt. 182/15 Das Komitee. Verband der Möbelpolierer. Montag, den 12. August, abends 8½ Uhr, Huffitenstr. 40: Derlammlung. Tages Ordnung: 147/6 1. Vortrag des Kollegen G. Reuter über: Organisatorische Bilderbücher auszuhändigen. Die Vertrauensleute sind verpflichtet, den Mitgliedern die Mitglieds- bogen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 117/14 Die außerordentliche General- Versammlung Sonnabend, den 10. Auguft, abends 8 Uhr: Konferenz der Vertrauensleute des Nordens bei Dieke, Ackerstraße 123. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Berrückenmacher Berlins und Umgegend. Das am 11. Auguft bei Neumann, Brunnenstr. 150, festgesetzte Schwan, Löwestr. 4. Sommerfest Unfren gefaßten Beschlüssen strikte entgegen stehen folgende Geschäfte: Elminowski, Weinstr. 10. Bloch, Barnimſtr. 41a. Buff, Löwestr. 26. Mah, Demminerstr. 9. Kirsch, Soldinerstr. 26. Das Komitee. Krause, Kolbergerstr. 30. findet, wie vorher angesagt, als geschlossene Gesellschaft statt. 107/9 Buchdruckerei- Hilfsarbeiter! Wegen der Landestrauer findet das Sommerfest nicht am 11. Auguft, sondern am 1. September ftatt. Billets behalten Gültigkeit. Der Vorstand. 31/6 findet am 24. Auguft bei Keller, Koppenstr. 29, statt. Der Vorstand. Restaurant Pferdebucht bei Köpenick. den geehrten Gesellschaften und Bereinen zu Ausflügen und Landpartien. Empfehle mein allbekanntes, in herrlichem Laubwalde gelegenes Lokal Sommer- Wohnungen mit und ohne Pension. Großartige Promenaden. 100 Morgen Spielpläge. 5000 Sigplätze. Ausspannung für 80 Pferde. Gute und berühmte Küche. Es ladet zum Besuch freundlichst ein [ 18892* Krause, Barnimstr. 38. Köpenick. Scholz, Barnimstr. 36. Groß, Höchstestr. 44.[ 288/16 Wilhelm Brüsewitz, Befizer. Reſtaurant Nord- Weſt“ Kaulsdorferstr. 3. Inhaber: G. Lüdicke. Verlosung. Jedes Wir bitten im Intereſſe unfrer guten Sache, bieſe Geschäfte bis auf den 11. Angust: Großes Grutefest sind erhält ein& ej djent geb weiteres zu meiden. Der Vorstand. Abends Fackelpolonaise mit großem Feuerwerk. Fordern Sie von Cigarrenhändlern, Wirten [ 21162 [ 2844b* J. 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