Nr. 188. Abonnements- Bedingungen: 3 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit luftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart prc Monat, Eingetragen in der Poft 8eitungs Pretstifte für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Jte Insertions- Gebuye beträgt für die sechsgespaltene Koloner. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. salsid gu poleffs Mittwoch, den 14. August 1901. dit sind Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Unterschreibt die Petitionen gegen den Zollwucher! 11 " " od gating jumblepaid and dist Die Eisenzölle.auch die Werte der Roheisen massen, die Eng. Land der deutschen Industrie Tieferte und die Unfre Leitartikel in Nr. 181 und 184 über die Eisen- von dieser in Fabrikate verwandelt und zum Teil wieder nach Eng3ölle im 8olltarif- Entwurf" haben den Merger land ausgeführt worden sind. Seitdem in den letzten Jahren die der beiden Zwillingsblätter der rheinisch- westfälischen Eisen- deutsche Eisenindustrie sich enorm entwickelt hat, bermag industriellen, der Post" und der Berl. Neuesten nämlich die deutsche Roheisen- Erzeugung den einheimischen Nachrichten erregt und sie zu einer gemeinsamen Bedarf nicht mehr zu decken; es sind Zufuhren vom Ausland Attace veranlaßt. Das letztere Blatt widmet uns in seiner nötig, und diese kommen zumeist von England, das im Jahre Nr. 372 einen ganzen Leitartikel, in welchem es nach einem 1897 erst für 17,9, in 1899 aber schon für 34,4 und im letzten furzen verschrobenen Resumee unsrer Ausführungen über die Jahre gar für 53,6 Millionen Mark Noheisen nach Deutschvon den Eisenindustriellen verfolgten Zwecke mit folgenden land lieferte. Fast ausschließlich auf diese Zunahme der naiven Einwänden antwortet: englischen Roheisen Einfuhr ins deutsche Zollgebiet tommt, wie die„ Berliner Neuesten Nachrichten" ihren Lesern unterschlagen, die Steigerung des englischen Exports nach Deutschland. V " Der Vorwärts" hat beim Studium des Zolltarif- Entwurfes nicht gemerkt, daß der Entwurf für die von der Groß industrie Hergestellten Massenfabrikate im allgemeinen gar keine 8oll erhöhung vorfieht, daß die Haupterhöhungen vielmehr ganz überDagegen liefert Deutschland nach England Noheisen und wiegend bei der Klein industrie liegen. Ihm ist offenbar noch kein Verständnis dafür aufgegangen, daß der Grund für die Boll- ganz grobe Eisenwaren fast gar nicht; die Zunahme seiner erhöhung der Fertigfabritate der Sele in eisenindustrie offenbar Eisenausfuhr nach England entfällt beinahe ganz auf feine tein andrer ist, als das darin enthaltene größere Quantum von und mittelgrobe Eisenwaren, Eisendraht und Drahtstifte. So Arbeit. Der Vorwärts" sieht auch nicht ein, daß die Abstufung ist z. B. die Ausfuhr nach England seit 1897 von feinen des Bollschutzes nach dem Maße der in der Ware steckenden Eisenwaren um 4,1, von mittelgroben um 2,1, von Draht Arbeit lediglich bezweckt, die Produktion mehr als bisher um 2,3 Millionen Mark gestiegen. wird." Das mun erwachte Mißtrauten treibt die treuz- Beitung" zu er regten Drohungen: Der Centralverband deutscher Industrieller wird sich aber wohl selber sagen, daß die Landwirtschaft sich nicht in diese Position ihm gegenüber drängen lassen kann. So bereit sie war, der Industrie ebenfalls einen Doppeltarif zu bewilligen, so fest muß sie jest darauf be stehen, daß wenigstens die landwirtschaftlichen Zölle na ch unten hin gebunden werden, bevor man sich in Vertragsverhandlungen einläßt. Sollte also die Judustrie, was wir nach früheren Erfahrungen längst befürchtet haben, nur darauf ausgehen, ihre eignen Schußzölle in Sicherheit zu bringen, ohne der Landwirtschaft das ausreichende Aequivalent zu verschaffen, so können wir den Herren bestimmt versichern, daß wir dann zum mindesten die unsre Landwirtschaft am schwersten belastenden Eisenzölle ab lehnen, im Notfall selbst alle Schußzölle ohne Ausnahme bekämpfen werden. Darüber haben wir von vornherein keinen Zweifel gelassen; denn eine zweite Periode von Handelsverträgen nach dem Muster der jetzt geltenden kann die Landivirtschaft nach übereinstimmendem Urteil ihrer berufenen Vertreter nicht ertragen." Niemals ist der Zollschacher schamloser zugestanden worden als in diesen Drohungen des konservativen Blattes. Giebt die Industrie auf die Herstellung solcher Fabrikate hinzulenken, die weniger Es liefert also England in stetig steigen uns nicht die landwirtschaftlichen Mindestzölle, so verweigern wir der Stapital, als in erster Linie Arbeit erfordern, daß damit dem Maße Noheisen nach Deutschland, und Großindustrie die Eisenzölle. Nicht weil ein Zoll nötig ist, soll er felbftredend die Nachfrage nach gelernten Arbeitern ge- bafür die deutsche Gisenindustrie Fertig von den Konservativen bewilligt werden, sondern weil die eigne steigert werden und folglich die Zollerhöhung auch den Arbeitern und zwar nicht in letter Linie zu gute tommen fabritate nach England; und aus diesem Berhältnis Bereicherung nicht ohne Entgelt an die Mitausplünderer zu erreichen folgert das schutzöllnerische Blatt, Deutschland könne in ist. Fürwahr, ein erbauliches Schauspiel! Was die Berliner Neuesten Nachrichten" mit diesem Ge- Eisenwaren nicht mehr mit England konkurrieren und stände Nicht ohne Neiz ist die Drohung, im Notfalle alle Schutzrede beweisen wollen, ist nicht recht zu begreifen. Es ist davor, mit letterem einen„ Kampf auf Tod und Leben" aus- 3ölle ohne Ausnahme zu bekämpfen." Sicherlich wird sich hierauf nichts als eine unverfrorene Behauptung, daß der zufechten. Merger kann die Frreführung des Lesepublikums der Centralverband in einer Gegendrohnote für die Expropriation Zolltarif für die Produkte der Großindustrie im im Dienst gewisser Kliquen kaum getrieben werden. der Großgrundbesitzer erklären. allgemeinen Daß dem ehrsamen Blatt auch unser Vergleich der Zoll- Es wird sich zeigen, welche von den beiden hadernden Interessengar teine Zollerhöhungen" borsieht, sondern nur für die Kleineisenindustrie. Wie wir erhöhungen auf Nähmaschinen und auf Dampfdresch- und gruppen die stärksten Trümpfe befigt. Sicherlich ist die Stellung des nachgewiesen haben, sind die Zölle auf Stabeisen, Eisen- Dampfmähmaschinen nicht paßt, ist selbstverständlich. Es Centralverbands die stärkere, denn in der Bekämpfung der landwirtplatten, Bleche, Eisenröhren, Draht, Eisenbauteile, Anter, sagt zur Rechtfertigung des hohen Zollfazes auf Näh- schaftlichen Mindestzölle hat er alle Welt zu Verbündeten außer den Drahtseile, Ketten, ferner für Dampfmaschinen aller Art, maschinen: Agrariern. Motoren, Fördermaschinen 2c. wesentlich erhöht daß alle„ Hieran ist mir richtig, daß der bisherige Boll von 8 beziv. Aber vielleicht einigen sich die jetzt Feindlichen auf die Erweidie Artikel Produkte der Kleineisenindustrie sind, ist uns terung der Mindest zolltlausel auch für die Erzeugnisse neu vielleicht rechnen die„ Berliner Neuesten Nachrichten" der großzindustriellen Schußzöllner. So wahnwißig solche Absicht ist, auch die Stummschen Werke zu den kleinindustriellen. Unmögliches giebt es nicht in der räuberischen Phantastit des Bollwuchers. " worden." 35 * 5 M. auf Nähmaschinen für Fußbetrieb mit Gestell auf 20 m. erhöht worden ist; das war aber unbedingt notwendig. denn ein Zoll von 3-5 M. für einen so verwidelten, so viel Präcisionsarbeit erfordernden Mechanismus, wie eine Nähmaschine, war überhaupt Doch selbst, wenn die kuriose klassifikation richtig wäre, tein Geld, sondern nur eine statistische Gebühr. Dagegen ist der Boll beweist die ganze Auslaffung gegen uns gar nichts. Wir auf Handnähmaschinen einerseits und auf Oberteile von Näh- Eine agrarische Kundgebung ist für den 16. und haben dargelegt, daß die beabsichtigten Zollerhöhungen nicht maschinen für Fußbetrieb, d. i. den eigentlichen Mechanismus, 17. b. M. geplant. An diesen Tagen sollen Beratungen des ständigen den von der schutzöllnerischen Presse angegebenen Zwecken nur von 24 auf 85 M., also nur um etwa die Hälfte erhöht Ausschusses des deutschen Landwirtschaftsrates stattfinden, zu dem die dienen könnten, da die einheimische Industrie in den meisten der betreffenden Artikel den inneren Markt bereits völlig Zugestehen müssen wir, daß uns bei der Angabe des bis- führenden Agrarier aller deutschen Länder geladen werden. Die beherrsche; es handle sich vielmehr darum, dem deutschen herigen Zollfazes für Handnähmaschinen und einzelne Teile Herren v. Schwerin Löwig, v. Wangenheim usw. werden feierlichst Konsumenten eine Exportprämie abzuzwacken. Die„ Berliner der eigentlichen oberen Waschine ein Irrtum unterlaufen ist. verkünden, daß bei einer so geringen Erhöhung der landwirtschafts Neuesten Nachrichten" dagegen führen aus, daß es, wenn man Solche Maschinen wurden bisher nicht nach Tarifnummer lichen Bölle, wie sie der Regierungsentwurf vorschlage, der deutsche die Bölle erhöhe, angebracht sei, diese nach dem Maße der 15 b 2 ß mit 3 m. pro 100 Kilogramm, sondern nach 6 e 3 3 Bauer binnen einer Woche endgültig zu Grunde gehen müsse. in der Ware steckenden Arbeit abzustufen. Inwiefern be- mit 24 M. pro 100 Kilogramm verzollt, das heißt weist denn diese Meinung etwas gegen unsre Darlegung? Protestversammlungen gegen den Zollwucher werden sie wurden den feinen Eisenwaren zugerechnet; nur fortbauernd abgehalten und verlaufen durchweg unter großer Die von uns angeführten Ein- und Ausfuhrziffern läßt die Nähmaschinen mit Gestellen( Tischen Anteilnahme der Bevölkerung. So sprach dieser Tage in Breslau das Blatt unberücksichtigt. Es thut vielmehr, obgleich wir in und Untergestellen) fallen unter 15b 28. Dagegen Reichstags- Abgeordneter Sachse vor 1400 Personen. Ebenso protestierte unfrem Artikel in Nummer 184 speciell auf den Handels- ist es Unsinn, wenn die Berl. Neuesten Nachr." von eine imposante von mehr als 2000 Personen besuchte Voltsberfehr mit England und den Vereinigten Staaten Bezug einem bisherigen Zoll von 3 bezw. 5 M. sprechen; denn im nehmen, als hätten wir beide Länder übersehen, und meint lezten Jahr ist 3. B. noch nicht ber fünfzigste Teil bersammlung in Magdeburg gegen die agrarischen Pläne; in bann, nicht nach dem günstigen Gesamt- Saldo" dürfe man aller eingeführten Nähmaschinen mit Gedieser Versammlung waren erfreulicherweise auch Hunderte von urteilen, sondern man hätte sich selbstverständlich nach der stellen zum Say von 5 Mart pro 100 Rilo. Konkurrenzkraft der stärksten und nicht nach der der gramm verzollt worden. Es ist also nur der Satz für schwächeren Konkurrenten zu richten". Als solche stärksten Nähmaschinen mit Gestellen um das Siebenfache erhöht, Sonkurrenten" bezeichnet das hochschutzöllnerische Organ nicht auch für Hand- Nähmaschinen. England und Amerika. Aus Rücksicht auf den uns gesteckten Raum und weil die weiteren Ausführungen des Blattes sich speciell gegen England kehren, beschränken wir uns hier auf die Ein- und Ausfuhrziffern des Handels in Eisen und Eisenwaren mit England, die zur Belehrung ihrer Leser die„ Berl. Neuesten Nachr." sich leisten. Diese Ziffern sehen so aus: England Einfuhr 14725 1895 Ausfuhr 23 489 1896 27 305 28 148 1897 85 414 29.497 1898 32 252 31 303 1899 56 267 1900 75828 34 356 47 314 Und daran knüpft das Scharfmacherorgan nun folgenden Entrüftungsausbruch: " Und angesichts solcher Zahlen redet der„ Borwärts" von einer Bedrohung Englands durch Deutschland! Die Wahrheit ist, daß, wenn das so weiter geht, wir eines schönen Tages auf unirem eignen Markte mit dem amerikanischen Eisen oder mit von Amerika seinerseits bedrängtem englischen Eisen einen Stampf auf Tod und Leben auszufechten haben würden; würden wir in dem unterliegen, so hört die deutsche Eisenindustrie und damit auch die deutsche Eisenausfuhr überhaupt auf." Trefflicher konnte das Blatt seine bewußte unwahrhaftigfeit nicht beweisen, als durch diese Zusammenstellung. In den obigen Ziffern stecken nämlich nicht nur die Werte der Eisenwaren, in denen England mit Deutschland konkurriert und die es auf den deutschen Markt geschickt hat, sondern " " по Politische Uebersicht. Berlin, den 13. August. Der Zollwucher. Frauen anwesend. * Aus dem Auslande treffen wiederum zahlreiche Nachrichten ein, die bekunden, wie die neue deutsche Zollpolitik zu internationalen Wirtschaftskonflikten führen muß. Allenthalben, in Oestreich wie in Rußland, in England wie in den Vereinigten Staaten werden schärfste Gegenmaßregeln gegen die deutschen Herausforderungen angekündigt. Die Lords gegen die Gewerkschaften. mb. London, 10. August 1901. Für Oestreich- Ungarn wird, wie die Münchener gem. 8tg." aus Wien erfährt, der neue deutsche Zolltarif zwischen den Die Blätter der Großindustrie lassen die Frage der Konserva- ungrischen und böhmischen Latifundienbesitzern und den östreichischen tiven, welches der eigentliche Sinn des Direktorialbeschlusses sei, Industriellen das gemeinschaftliche Bestreben hervorrufen, einen noch immer ohne Antwort. Die„ Berl. Neuesten Nachr." begnügen neuen autonomen 8olltarif mit großen 8ollsich heut, die unwirschen Bemerkungen ihrer sammelpolitischen erhöhungen gegen Deutschland herzustellen. Man Freunde ohne jeden Zusatz mitzuteilen. Dagegen sieht sich jetzt auch arbeitet jetzt eifrig an dem Tarif und es kann jetzt schon gesagt die Kreuz- 8eitung" gedrängt, ihre abwartende Saltung auf- werden, daß dem deutschen Negotiationstarif ein ganz ähnzugeben; fie schreibt nun nach mehrtägigem Besinnen: licher in Oestreich- Ungarn entgegengestellt werden wird. „ Der Beschluß des Direktoriums des Centralverbandes d deutscher Industrieller" befleißigt sich einer so tünstlich verh 39 worrenen Redeweise, daß ein längeres Studium und die Kommentare der liberalen Blätter zum Verständnis nötig find. Es will uns scheinen, als ob diese Un- Der höchste Gerichtshof Englands, die Rechtskammer der Lords, Klarheit, die doch nicht auf eine stilistische Unfähigkeit hat fürzlich hintereinander zwei Entscheidungen in Arbeiterfachen jener Herren zurückgeführt werden werden kann, den Zweck gefällt, die, zusammengenommen, wohl geeignet sind, das englische habe, die Landwirte über die wahren Absichten Gewerkschaftswesen auf das Niveau des deutschen herabzudrücken. bes Centralverbandes noch eine Beitlang au Denn diese Entscheidungen sind nicht nur gesegliche Behandtäuschen. Dann würde sich das Spiel wiederholen, lungen zweier Einzelfälle, fie tragen vielmehr einen gesezdas schon 1892 die Industriellen unter Stumms Führung mit Er- gebenden Charakter, sie sind, wie man in England sagt: folg geübt haben: fie flossen über von Beteuerungen des Wohl- judge- made- laws", Geseze, die von Richtern gemacht werden. wollens gegen die Landwirtschaft, fie gaben die Notwendigkeit Ein Urteil entsprang dem Konflikte der Arbeiter mit der Taffhohen Zollschutzes für den deutschen Getreidebau allezeit mit Thal Eisenbahngesellschaft; das andre dem am 5. d. Mts. abge= liebenswürdiger Bereitwilligkeit zu, und als die Stunde der Ent- schlossenen Prozesse Quinn gegen Leathem. Der erstere Fall wurde scheidung tam, da erkauften sie sich mit der Preisgabe des bis- bereits im Vorwärts" vom 2. d. Mts. von sachkundiger Feder be herigen Getreidezolls ihre Handelsverträge und ihre Industrie- handelt und auf seine civilrechtliche Bedeutung geprüft, so daß zölle." nur noch übrig bleibt, von den Stimmungen und Ansichten Kenntnis zu entdecken. eine обес tückisch zu nehmen, die über dieses Urteil in englischen Arbeiterkreisen vor-| Am 11. Mai d. J. fand die erste Verhandlung in dieser Angelegen-| lichen Mißhandlungsprozessen keinerlei EntschuldigungsDie An- Milderungsgrund liegt Herrschen. Das Urteil hat viele Trades Unionisten mit großen Be- heit vor dem Kriegsgericht der 1. Division Nr. 23 statt. Hier fürchtungen erfüllt. Sie können es sich nicht verhehlen, daß ihnen flage lautete damals auf Mißbrauch der Dienstgewalt, grausame Marterung eines Menschen war, wie sie grauenvoller nicht nunmehr Verpflichtungen auferlegt würden, die sie seit 1871 nicht anft iftung zur Mißhandlung und Mißhandlung gedacht werden kann. Hier ist die unbeschränkte Gewalt des mehr kannten und die einer wirkungsvollen gewertschaftlichen Thätig fowie vorschriftswidriger Behandlung eines Untergebenen, ferner feit unberechenbare Schwierigkeiten in den Weg legen dürften. Die auf& örperverlegung, teils einzeln, teils in Gemein- militärischen Vorgesezten zur Auslaffung brutalster Instinkte an Unions, die seit dreißig Jahren von gerichtlicher Einmischung schaft begangen, und endlich auf ungenügende ueberwachung von einem unglüdlichen Wehrlofen benutzt worden. Hier ist ein Mensch frei waren, werden nunmehr nicht nur gegen die Unternehmer, sondern untergebenen und erstrecte sich auf 23 Soldaten der 8. Compagnie ſyſtematiſch gequält und ruiniert worden. Da ist es schwer verauch gegen den ganzen juristischen Apparat zu kämpfen haben: gegen des Infanterie- Regiments Nr. 177, nämlich Lieutenant Schubert, ständlich, wie das Militärgericht ein so niedriges Strafmaß in An Advokaten und Richter, die schon in den noch zu Seraft bestehenden Unteroffiziere Herschel, Schubert, Mönchen, Lindner und Rothe, wendung bringen konnte. Verschwörungsgefegen Handhaben genug finden dürften, die Arbeiter Sergeant Lindner und Bicefeldwebel Schaller und 15 Mannschaften. Die Verhandlung bestätigt wiederum die Thatsache, daß der organisationen zu schädigen. Eine Ünion, der sonst das Recht Das Opfer all der Mißhandlungen war zum weitaus größten Teil Soldat im gegenwärtigen Militärsystem fast völlig widerstandslos zusteht, auf friedliche Weise mit Streifbrechern in Verder geistig beschränkte und körperlich unbeholfene, inzwischen zur den ungeheuerlichsten Beinigungen preisgegeben ist. Eine ganze Anbindung zu treten und auf sie moralischen Einfluß aus- Disposition der Ersazbehörde entlassene, 22 Jahre alte Soldat das geschieht nicht einmal oder betommen zu lassen. Angenommen, ein Streik wurde geplant und der Unter- Lindner mit neun und Sergeant Lindener mit fünf Tagen aber wagt es nicht, sich zu beschweren, inrerer handelte " ungemach zuziehen werde. zuüben, fönnte auf Grund des jetzt geschaffenen Rechts- ung wig. Die Angeklagten wurden damals bestraft: Der zahl von Unteroffizieren und Soldaten lassen sich Mißhandlungen bodens ivegen finanzieller Schädigung des Unternehmers eigentliche Anstifter, Urheber und am meisten Beteiligte, Unteroffizier zu Schulden kommen und gerichtlich belangt und zu schwerem Schadensersatz verurteilt werden. Herschel, mit vier Monaten Gefängnis, Unteroffiziere Schubert, einigemal, sondern lange Zeit hindurch; und doch sieht Und Schadensersatz( damages) in England ist wahrlich kein Kinderspiel. Mönchen und Rothe mit je drei Wochen mittlerem Arrest, Vice- und erfährt kein Vorgesetzter etwas, der Lieutenant, der ungenügender Unter Umständen hätte es der Unternehmer gar nicht nötig, es so weit feldwebel Schaller mit zehn Tagen gelindem Arrest, Unteroffizier Ueberwachung beschuldigt ist, wird freigesprochen. Der Mißhandelte nehmer erfährt, daß die Beamten der Gewerkschaft ihre Mitglieder über- mittlerem Arrest, und die angeklagten Mannschaften, die auf gangenen Verfehlungen ruchbar geworden sind und er als Zeuge reden", die Arbeit niederzulegen. Er hätte nun das Recht, durch einen Ein- Geheiß Herschels den Lungwit mehrere Male durchgehanen hatten, vernommen wird, leugnet er, was ihm widerfahren iſt, aus Furcht, haltsbefehl den Streit im Keime zu ersticken, oder aber die Union mit fünf resp. drei Tagen Gefängnis, während der Lieutenant daß er nicht Hilfe und Recht finden, sondern sich nur noch schlimmeres finanziell zu ruinieren. Von Postenstellen kann jezt noch kaum die Schubert in einer späteren Verhandlung freigesprochen wurde, Rede sein. Kurz, die wichtigste Eroberung der englischen Arbeiter, auf die Das gegen die Unteroffiziere gefällte Urteil war im Verhältnis zu Das ist nicht ein vereinzelter Fall, das ist typisch! Nur durch fie mit Recht so stolz waren, ist durch die Entscheidung der Lords in Frage den begangenen Delikten zweifelsohne viel zu milde. Auch an bas toplije 1 Stur gestellt. Kein Wunder, daß Mr. Richard Bell, Parlamentsmitglied und oberster Gerichtsstelle teilte man die Ansicht, daß die Strafen zu Zufall, durch Anzeige von Personen, die nicht der Armee zugehören Generalsekretär des Eisenbahn- Verbandes, sich jetzt, nach reiflicher niedrig seien. Der Gerichtsherr, Prinz Friedrich August, legte und durch den Vater des Mißhandelten aufgefordert wurden, sich Ueberlegung, durchaus nicht so optimistisch äußert, als er dies einem gegen das Urteil, soweit es die angeklagten Unteroffiziere betraf, der Sache anzunehmen, kam es zum Untersuchungsverfahren und Bertreter des Daily Chronicle" gegenüber gethan hatte( Vorwärts", Berufung ein. Infolgedessen hatte sich am 9. Juli das Ober- zur Antlage. Ohne diesen Zufall hätten jene Leuteschinder ihre Un 2. August). Er schreibt jezt in Clarion":" Sollten die Unter- Kriegsgericht mit der Sache zu beschäftigen. Mit Genug thaten ungestört weiter betreiben können. nehmer es für gut finden, ungebührenden Vorteil aus diesem thuung wurde der Beschluß hierbei begrüßt, daß die Verhandlung Die Mißhandlungsprozesse lehren, daß die Bestrafung dieser Gesetz zu ziehen, so müssen sie sich auf Wiedervergeltung gefaßt öffentlich geführt werden sollte, während in der Vorinstanz oder jener Ueberschreitung der Dienstgewalt nicht genügt, um unsre machen. leber zwei Millionen von Trades Unionisten und während der ganzen Dauer des Prozesses bei verschlossenen Tausende von sympathifierenden Nonconformisten werden schließlich Thüren verhandelt worden war. Im übrigen fam es aber hier gar Soldaten einigermaßen zu schützen. Eine gründliche Umgestaltung nicht ruhig zusehen, wie man ihre Position schwächt und zerstört. nicht zum Urteil, da das Oberkriegsgericht auf Antrag des Vertreters des Beschwerdewesens, der Unteroffizierausbildung, des ganzen Auch die Nichtgewerkschafter werden und müssen zur Einsicht gelangen, der Anklage beschloß, das vom Kriegsgericht der 1. Division Nr. 23 Wesens des Militarisnuus ist vonnöten. daß ihre Position sich in demselben Maße schwächt, wie die der Ge- gefällte Ürteil wegen grober prozessualer Verstöße werkschaften, und werden sich deshalb uns anschließen.... Die aufzuheben und an die Vorinstanz zur nochmaligen Verhandlung Waldersee und Boulanger. Der Berliner„ Time3"-Kors Unions müssen zur politischen Aktion mehr denn je zurückzuverweisen. Am Sonnabend kam die Strafsache deshalb errespondent vergleicht die Reden Waldersees mit denen Boulangers. angespornt und die Arbeiter in allgemeinen zur Benutzung der neut vor dem Militärgericht zur Verhandlung. jenigen Macht geschult werden, die ihnen noch, trotz des ungünstigen Auf der Anklagebant nahmen zunächst mir die Unteroffiziere Das Berliner Tageblatt" sucht dieser Kritik durch den Hinweis auf die notorische Deutschfeindlichkeit des" Times"-Korrespondenten zu Urteils des Lords, geblieben ist. Die Entscheidung hat, ohne Zweifel, Herschel und Mönchen Play. Geladen waren 24 Zeugen, begegnen. Nebelwollen schärft manchmal die Augen. Jedenfalls viele überrascht und alarmiert. Für mich war sie keine Ueberraschung. darunter Lungwith und der Hauptmann der genannten Compagnie. ist nicht zu leugnen, daß in den Reden Walderfees einige chauvinistischIch habe so etwas erwartet. Auch bin ich darüber nicht so alarmiert, Die Verhandlung fand öffentlich statt. Die der Anfäbelrasselnde und weltpolitisch renommistische Stellen nicht fehlten. wie viele inciner Freunde. Ich bin eher beunruhigt über flage zu Grunde liegenden Vorgänge haben sich auf der So, als er von dem Respekt sprach, den die Borerjagden den Feinden die Gleichgültigkeit und Apathie der Arbeiter Festung Königstein, und zwar im Winter 1900 ab- Deutschlands eingeflößt hätten, als er sich nicht enthalten im allgemeinen, einschließlich der Trades- Unionisten. gespielt. Herschel hat danach unter Mißbrauch seines dienst konnte, des Befehls Seymours," Die Deutschen an die Front zu Es scheint mir, als ob sie in den letzten Jahren der Prosperität nur lichen Ansehens die Kameraden von Lungwiz aufgefordert, erwähnen, so namentlich, als er in seiner legten Rede davon sprach, so fortwurstelten( drifting), ohne jegliches Biel vor Augen zu haben. diefen zu schlagen. Dieser Aufforderung ist denn auch über- daß in China das Renommee anderer Nationen ber= Sollte ihnen die Lords- Entscheidung die Augen öffnen und sie aus reichlich nachgekommen worden. 2. wurde über die Tafel gezogen blaßt, das deutsche Ansehen aber emporgegangen" ihrem Schlaf eriveden, so wäre uns diese Entscheidung sehr will und teils mit der Klopfpeitsche, teils mit der Hand durchgehauen, jei. Das sind aggressive Wendungen, die dem deutschen Zingoistum tommen.... Sonst müßten wir uns auf weitere Rechtsverkürzungen gefaßt während ihn andre wieder am Kopf fest hielten. Herschel machen, ohne zu wissen, wo sie Halt machen würden. Der Geschäfts- hat ihn wiederholt mit der Hand ins Gesicht geschlagen, schmeicheln mögen, die aber im Ausland, gegen das sich die Spitzen richten, verstimmen müssen. Seitdem dem Ausland das ehemalige niedergang, der sich jetzt bemerkbar macht, mag wohl die Unter- getragt und geschupst", einmal so, daß er über den Schemel Volk der Denker als Volk der Redner erscheint, kommt es freilich nehmer veranlassen, unsere ungünstige Rechtslage auszuüben, es hinweg an die Wand und den Schrank flog. Ein andres auf eine Entgleisung mehr nicht an. sei denn, daß die Arbeiter sich ihrer Aufgabe bewußt werden." Mal hat ihm Herschel ein Stück Holz in den Mund gesteckt Der Taff- Thal- Entscheidung folgte am 5. d. Mts. cin andres Urteil des Lords, das sich als ein weiterer Angriff auf die TradesUnionsrechte darstellt. Der Sachverhalt ist kurz folgender: alt Quinn und Genossen, Mitglieder der Fleischergewerkschaft, waren beim Fleischer Beathen aus Bisburn( Frland) beschäftigt. Eines Tages stellte dieser einen Nichtgewerkschafter ein. Da es Quinn und Genossen nach den Statuten der Gewerkschaft nicht gestattet war, mit Nichtgewerkschaftern zu arbeiten, ersuchten sie um dessen Entlassung. Leathem lehnte dies Ansuchen ab, worauf die Unionleute ihre Kündigung einreichten und nach Ablauf der gesetzlichen Frist ihre Stellen verließen, die nun von Nichtgewerkschaftern ausgefüllt wurden. Quinn wandte fich feine Union- Kollegen eines mit Leathem in Verbindung stehenden Geschäfts, dessen Chef aus Sympathie mit den organisierten Arbeitern seine Verbindung mit Leathem abbrach. Letzterer verklagte Quinn und Genossen auf Schadenersatz, indem er behauptete, daß die Angeklagten sich in böser Absicht verschworen hätten, ihn zu schädigen. Das Gericht entschied zu Gunsten des Klägers. Die Arbeiter appellierten schließlich an die Lords und beriefen sich auf das Urteil Allen gegen Flood, das die Lords im Dezember 1897 fällten und in dem der Grundsatz ausgesprochen wurde, daß der Dolus( malice) nicht strafbar sein könne, so lange der 8ived ein legaler sei. Da ferner hin, meinten die Verurteilten, die Gewerkschaft eine legale Verbindung und keine Verschwörung" darstelle, so müsse das Ürteil gegen sie umgestoßen werden. " " " " China- Trophäen. 1: 9 der Die„ Norddeutsche Voltsstimme" in Bremerhaven erzählt: „ Kriegsbeute aus Beting scheint der Hamburger Truppen transport Dampfer Balatia" mit nach hier gebracht zu haben. Auf der Naje vor dem Schiffe, das im Kaiserhafen am Barbarossaplay liegt, lagert eine große Anzahl teils in Stroh, Noßhaar, Wolle und Segeltuch eingeschnürter, teils in Holzkiften gut ver padter Meijing- Gegenstände, die ihrer Form nach Sunstwerke und astronomische Instrumente sein müffen. Eine gewaltige, zwei Meter im Durchmesser große in Leinen eingehüllt und massive Messingtugel, von starkem Tauwerk umsponnen, scheint das Hauptstück der in China aufgekauften denn geplündert wird nicht Kunstschätze zu sein. Durch ein Loch in der Hülle sieht man auf der Oberfläche der Kugel eine Gradeinteilung, chinesische Schriftzeichen und fleine aufgesezte Sterne, die teilweise durch Linien mit einander verbunden sind, so daß man wohl nicht fehl geht, wenn man in der Kugel eine Welt oder Himmelskugel Petfinger Sternwarte vermutet. Eine Anzahl hoher und starker Ringe aus getriebenem Messing scheinen mit verschiedenen baltenartigen Stücken aus Metall das Gestell der ungeheuren Kugel zu bilden. Diese Gegenstände sind teils reich profiliert und mit Eierstäben, Blatt- und Flachornamenten überreich verziert, wie man durch einige beim Transport bloßgestoßene Stellen der Umhüllung sehen kann. Wir zählten 24 sorgsam in Stroh usw. verpackte Messingstücke von mehreren Metern Größe und verschiedenen Centuern an Gewicht. Einige derselben scheinen Statuen in etwa halber Lebensgröße zu sein, auch Tiergestalten find darunter. Nicht weniger als 31 aus starten Brettern her= gestellte Risten von 2-3 Meter Länge und entsprechender Breite und Höhe enthalten weitere Schäze ähnlicher Art. Die ganzen Gegenstände, die alle einer Gruppe anzugehören scheinen, repräsentieren sicher schon an Metallwert Hunderttausende, ganz abgesehen von ihrem fulturgeschichtlichen und und ihrem Kunst wert; ihr Gewicht beträgt tausende von Centnern. Auch verschiedene Geschüßwagen, Lafetten usw., die ihrem verwahrlostem Zustande nach Striegsbeute sind, hat die" Balatia" mitgebracht. und auf dieses geschlagen. Ferner rief ihn dieser bei einer anderen Gelegenheit aus der Stube und ohrfeigte ihn rechts und links dermaßen, daß die Backen schwollen und noch lange darauf die Finger zu sehen waren. Beim Appell sind ihm die Uniformstücke um den Kopf geichlagen, beim Turnen ist ihm wiederholt in die Beine und ins Gesäß von Herschel gekniffen worden. Einmal hat ihn dieser auch beim Appell zu Boden gestoßen. Außer Lungwiz haben auch die Soldaten Knospe und Nitschke Ohrfeigen, Rippenstöße und Krazwunden von ihrem Borgesezten erhalten. Herschel hat ferner Lungwitz befohlen, das Effen in Kniebenge ftellung einzunehmen, oftmals hat er den Aermſten auch vom Essen weggeschickt oder hat ihn Stiefelputzen und dergleichen andre schmußige Sachen verrichten lassen, so daß Lungs wig nicht essen tonnte. In die Stadt durfte der arme Kerl auch nicht gehen, würde er ihn mal treffen, so hatte der Angeklagte geäußert, dann würde er ihn auf die Festung jagen. Widerwärtig nimmt sich das Bild aus, das sich Weihnachten 1900 abspielte. Lungwizz mußte sich auf Befehl Herschels auf den Schrank segen, angethan mit dem Dienstmantel und der Feldmüze. In die eine Hand wurde ihm ein Besen, in die andre ein brennendes Licht gegeben, während an die Müße ein Zettel mit der Inschrift Stille Nacht, heilige Nacht" befestigt wurde. Zudem Lungwiz eine Cigarre ranchen, obgleich er Nichtraucher war. In dieser Situation mußte nun Lungwiz etiva Seit 1897 haben sich indes viele Dinge geändert und die Lords eine Stunde zum Gaudium seiner Kameraden verbleiben. Bemit ihnen. Der Lordfanzler betrachtete die Gewerkschaft als eine zeichnend für den Angeklagten ist es, daß er gerade die gravierenVerschwörung" und die Berufung wurde am 5. d. M. verworfen. den Punkte seiner Vergehen in Abrede stellte. Aus der Vernehmung „ Es ist nicht leicht", sagt die„ Daily News"," dieser Logit zu folgen. des Zeugen Ludgivig, der jetzt zur Disposition der Ersazbehörde Gewiß, die Verbindung der Gewerkschaften gleicht einer Ber- entlassen ist, sei nur erwähnt, daß er von Herschel regelmäßig schwörung", aber es ist eine Verschwörung", das zu vollziehen, zu jeden Tag Schläge bekommen hat und daß er bei der dem sie auf Grund der Trade- Union- Akte berechtigt find. Ehe dieses ersten Wernehmung durch den Gerichtsoffizier Gesetz angenommen worden, waren Trade- Unions ungesetzlich, da sie die ihm widerfahrene schlechte Behandlung abdie Handelsfreiheit beschränkten. Das Gesez erklärte deshalb, daß geleugnet hat, weil er glaubte, daß er es dann nur noch eine getvisse That, die den Handel beschränkt, hinfort schlechter haben würde. Herschel habe auch zu seinen Kameraden gesagt: legal sein sollte. Es scheint, daß die Lords dies bestreiten. Bieht Euch das Früchten nur, haut ihm den A... voll!" Angeklagter Die Lage der Trade- Unions wird hierdurch eine gefährliche und Mönchen hat sich in ähnlicher Weise wie Herschel vergangen. abnorme. Die Gewerkschaften haben ein Recht zu streiten, aber 11. a. Hat er 2. während der Instruktionsstunde so lange am Fenster jedes Geschäft, das an dem Streik beteiligt und deshalb in seiner Kniebeuge machen lassen, bis er erschöpft zusammenHandelsfreiheit beschränkt ist, kann die Gewerkschaft auf Schaden: brach. Das Gericht nahm diesmal nicht, wie beim erstenmal, eine bei erfaz verklagen. Das ist das nackte Resultat dieses Urteils der einzige fortgesette Handlung an, sondern hielt für erwiesen bei Lords." Herschel Anstiftung in drei Fällen, Mißhandlung außer Dienst in Das Urteil ist indes noch einschneidender. Es stellt das ganze 61 Fällen, im Dienst in 20 Fällen sowie vorschriftsVerbindungsrecht in Frage. Hätte z. B. Quinn allein gehandelt, so widrige Behandlung von Untergebenen in einer größeren Anzahl wäre er trog des Dolus nicht bestraft worden; denn einer allein von Fällen. Ebenso wurden bei Mönchen etwa 20 Einzelbildet feine Verschwörung". Die Handlung wurde erst strafbar handlungen angenommen. Das Urteil lautete gegen Herschel auf durch die Verbindung mit seinen Kollegen. 5 Monate Gefängnis, bei Mönchen auf 3 Woen Beide Urteile werfen ein grelles Streiflicht auf die socialpolitische mittleren Arrest; bei ersterem gilt 1 Monat als verbüßt. 2. zwei fünstlich gearbeitete Wasserpfeifen und eine OpiumStimmung der herrschenden Klassen Englands. Wir Socialisten Von Degradation wurde bei Herschel abgesehen. find über diese Sachlage nicht im geringsten überrascht. Man Die nächste Verhandlung aber in derselben Angelegenheit fann nicht auf einer Seite Imperialist und auf der andern pro- richtet sich gegen den Bicefeldwebel Schaller und den gressiver Socialpolitiker sein. Man kann nicht auf Geheiß voit Stapi- Unteroffizier Gustav Heinrich Reinhold Rothe. Schaller wird zur talisten in Südafrika brennen, hängen und einen Vernichtungskrieg Last gelegt, auf dem Schießstand Lungwiz und drei andren Soldaten, führen und gleichzeitig die arbeitenden Klassen und ihre Rechte zu die ihre Sache nicht ordentlich machten, durch den Mitangeklagten Rothe befohlen zu haben, ihre Tornister mit Steinen zu Hause achten. füllen, und die dann unter Rothe längere Zeit LaufDinge sind viel logischer als Menschen. Richard Bells Befürchtung, daß die Unternehmer die ungünstige ichritt üben mußten. Die einzelnen Tornister wogen 15-20 Pfd. Nechtslage der Arbeiter ausbeuten würden, wird prompt bestätigt nach etwa einer halben Stunde fragte Schaller die Rekruten, ob durch eine Meldung des Daily Mail" von gestern über den sie die Scheibe noch sehen könnten, und als sie die Frage Straßenbahnstreik in Bristol. Das Blatt meldet trocken: Die bejahten, antwortete er chnisch, daß dann noch weiter eger Direktion der Straßenbahn hat ihren Rechtsbeistand instruiert, ziert werden könnte. Diese Grausamkeit bezeichnete selbst die Führer der dortigen Trade Unions auf der Vertreter der Anklage als Leuteschinderei. Während des Schadenersatz gerichtlich zu belangen, da sie durch Ererzierens wollte Lungwig einmal austreten, unt seine Notdurft zu ihren Appell an das Publikum, die Straßenbahn nicht zu benugen, verrichten. Schaller ließ ihn aber nicht gehen, nahm sein Opfer die Compagnie geschädigt haben. Die Instruktion beruft sich auf den vielmehr aus Reib und Glied heraus und ließ L. nun so lange Entscheid der Lords( in Sachen Quinn gegen Leathem) vom aufschritt üben, bis dieser nicht mehr konnte und erschöpft Rothe dagegen ist beschuldigt, den Befehl zusammenbrach. 5. d. Mts." Bei dieser Gelegenheit wollen wir noch die Aufmerksamkeit Schallers ausgeführt, ferner den Lungvik in der Instruktionsstunde unsrer Leser auf die kurze Nachricht von Neuseeland richten, so fest an der Brust angefaßt zu haben, daß er einen blutunterin der der Premierminister Seddon die Vermittelungs- und Ver- laufenen Fleck davontrug. Einmal hat er ihn auch am Kopf gefaßt Das Gericht erkannte gegen söhnungsbehörden( arbitration and conciliation boards) einer und heftig an den Schrank gestoßen. scharfen Kritik unterzieht und ihren Zusammenbruch voraussieht. Schaller auf 8 Tage gelinden, gegen Rothe auf 3 Wochen Diese Schöpfung galt bislang als das socialpolitische Wunder der mittleren Arrest. A modernen Welt. Deutsches Reich. Schenkliche Soldatenmishandlungen. Wie ferner die Frankfurter Volksstimme" aus Groß- Auheim Hanau berichtet, brachte die liberale. 3tg." folgende Mitteilung: " Der Unteroffizier H. von hier, der seit einem Jahre im fernen China weilt, hat im Laufe dieser Zeit seinen Angehörigen durch Zusendung chinesischer Gegenstände ein leines Mus feum geschaffen. Es ist höchst interessant, die Sachen einmal zu besichtigen. Da sieht man 1. zwei pechschwarze, über einen Meter lange Zöpfe, die ja einen Hauptschmuck der gelben Söhne bilden, 32. Wegen ähnlicher Mißhandlungen wurde ferner Unteroffizier Schubert zu 2 Monaten Gefängnis, Sergeant Linderer zu 5 Tagen Mittelarrest verurteilt. pfeife, 3. mehrere aus feinster Seide und Sammet gearbeitete Westen, die Unteroffizier H. von einem reichen Chinesen Paotingfus als Andenken erhielt. Die beiden Töchter des Chinesen waren nämlich von Bogern ermordet worden und deutsche Soldaten, darunter H., hatten die Mörder dann niedergeschossen, 4. etwa ein halbes Dutzend seidene, kunstvoll gestickte Taschentücher mit fliegenden Schmetterlingen, die in den verschiedensten Farben prangen, 5. verschiedene Abzeichen von Mandarinen ( fostbare Stickereien), 6. 31vei stolaartige Shawls mit prächtigen Goldstickereien, 7. verschiedene Kleine, feidengestickte Deckchen, 8. circa 15-20 Geldstücke, 9. ein Armband aus hornartigent Holze gefertigt und mit Silber beschlagen, dus 10. ein chinesisches Koppelschloß mit einem Drachen geziert, 11. mehrere Frauen- und Kinderschuhe, die ob ihrer zierlichen Größe besonders auffallen, do sub 12. verschiedene Puppen, 13. eine Brillenschachtel, aus Seide gearbeitet und mit Stickereien geziert, 14. eine Anzahl chinesischer Schriften und Zeitungen. Gegen den Fleischwucher- Tarif wehren sich auch die bayrischen Fleischer. So heißt es in einer Buschrift aus Bayern an die" Internationale Fleischer Zeitung": Durch den golltarif soll der 8oll auf Uns liegt es fern, nach möglichst strenger Bestrafung zu rufen, fen um 200-300 Bro3. gesteigert werden. Das find. würde irgend welche Milderungsumstände vorhanden wenn unt In eine Preissteigerung des Fleisches Die„ Sächsische Arbeiter- Zeitung" in Dresden berichtet: in der oben geschilderten Gerichtsverhandlung ver- 10 Pfennig pro fund zur Folge haben. Der Fall Lungwig, über den wir bereits wiederholt berichteten, Bei den beschäftigte am Sonnabend von neuem das Militärgericht. handelten Mißhandlungsfällen ist aber, wie in fast sämt- 1 günstigsten Falle würde sich die Qualität unsrer Fleisch " Die noch grauenhaftere Massenschlächterei int China ist danach also keine unerhörte und schauderhafte Thatsache, denn die Chinesen waren ja kein evangelisches Bibelvolt, sondern meuternde Heiden". Welch' feine evangelisch- lutherische Moral! Die Kölnische Volks- Zeitung" wirft denn auch die boshafte Frage auf, ob die Thaten Kitcheners weniger schandhaft seien, wenn die Boeren katholisch wären. Ausland. Die zweite Einheit. = nahrung verschlechtern, denn es würde in Zukunft statt bester Schlachtware geringwertige Ware, Bullen und Kühe, importiert werden, für welche sich der Zoll im Tarifentwurf be: deutend niedriger stellt." Es heißt dann weiter, daß sich die SchädiParis, 12. August. gung der Fleischkonsumenten durch den künftigen Zolltarif viel Die antiministeriellen" Socialisten, die sich bald nach dem drückender fühlbar machen werde als der Getreidezoll, was insofern Lhoner Kongreß in einer„ Revolutionär Socialistischen Union" zunicht zutrifft, als letterer den notwendigsten und am meisten versammengeschlossen hatten, gehen nun jezt daran, auch ihrerseits eine brauchten Bedarfsartikel der ärmsten Bevölkerungsschichten trifft, die Bis 20 Proz. direkte Steuern sollen die Reichen von ihrem einheitliche Partei- Organisation zu schaffen. Der Centralrat der ges fich schon jetzt nur wenig Fleisch kaufen können. Richtig ist aber, Einkommen entrichten, so erklärt jetzt Herr Schweinburg. Das ist nannten Union veröffentlicht soeben einen dahingehenden Organisationsgeplanten hohen 3ollias eintritt. Dabei liegt dieser nicht zwar noch immer weniger, als nach dem tünftigen Zolltarif die in- Entwurf, der im wesentlichen mit dem schon im letzten Winter von einmal im Jnteresse der bayrischen Landwirte, uns interessant, die Adresse eines solchen Mannes zu erfahren, der sammenfällt. direkte Besteuerung der Aermsten betragen wird. Immerhin ist es den Guesdisten und Blanquisten ausgearbeiteten Entwurf zudenn, wie seine Zuschrift besagt, wollen die bayrischen diese Steuersunime aufbringen muß. Wo wohnt der deutsche MusterDer erste, die principiellen Grundlagen der neuen Organisation Landwirte fast nicht mehr mästen, sondern ziehen die Aufzucht von Zug och sen vor, weil für diese von Mittel- und Nord- Steuerzahler, der bei einem wirklichen Einkommen von etwa festlegende Bunkt lautet: 100 000. 20 000 m. an direkten Steuern entrichtet? " Die socialistische Partei Frankreichs( revolutionär socialistische Deutschland stets steigende Nachfrage herrscht". Einheit), ein Teil des organisierten internationalen Proletariats, erDaß Bayern der Lieferant von Zugochsen für Mitteldeutschland Köllers lezte That in Schleswig. Im Amtsblatt der strebt die Befreiung der Arbeit und der Gesellschaft auf folgenden ist, bestätigt auch ein Cirkular der agrarischen Viehverwertungs- Schleswiger Regierung vom 10. August findet sich eine Verordnung Grundlagen: genossenschaft. In den Jahren 1896/98 tamen aus Bayern im Durch des Regierungspräsidenten, durch welche nicht weniger als" Juternationale Verständigung und Aftion der Arbeiter; schnitt jährlich 60 815 Rinder nach Mitteldeutschland und weitere 10- 16 dänische bezw. schwedische und norwegische Staatsangehörige, politische und ökonomische Organisation des Proletariats in einer bis 12 000 Stück nach Hannover, Oldenburg und dem übrigen Nord- teils mit Familie, weil lästig gefallen", aus dem Gebiet des Klassenpartei zum Zwecke der Eroberung der Macht und der Verdeutschland zum Versand. Trogdem Verteuerung der Fleisch- preußischen Staats ausgewiesen werden. Zum Trost für die gesellschaftlichung der Produktions- und Austauschmittel, d. H. der nahrung oder Verschlechterung derselben. So will es der zu Nordländer werden zugleich auch einige östreichische und russische Umgestaltung der kapitalistischen Gesellschaft in eine kollektivistische Gunsten der Oste Ibier zugeschnittene Zolltarif! Staatsangehörige aus Preußens gastlichen Grenzen verwiesen. oder kommunistische."( Dieser Absatz ist die genaue Wiedergabe der Ob Köllers Abgang eine Aenderung dieser unsäglichen und ver- andren, um das Generalkomitee gruppierten Partei.) bitternden Ausweisungspraxis herbeiführen wird? Eine Revolutionspartei und folglich eine Partei der Opposition „ Ein Beweis, wie wenig die Behauptungen der agrarischen Um eine Berichtigung ersucht uns die Redaktion der Nord- gegen den bürgerlichen Staat, darf sie unter feinen Umständen, Führer der Thatsache entsprechen, ist die Angabe derfelben, daß Ostsee- 3tg.", indem sie uns die Erklärung zusendet, daß die Nachricht obzwar es auch ihre Pflicht ist, alle Reformen zu entreißen, die die die heimische Landwirtschaft in Schweinen sogar exportfähig von den mit der„ Arcadia" eingetroffenen 60 China- Strafgefangenen Kampfbedingungen der Arbeiterklasse zu verbessern fähig sind, durch fci. Wie wenig diese Aufstellung in der Praxis zutrifft, beweist, daß nicht, wie wir mitgeteilt hatten, der„ Nord- Ostsee- 3tg." entnommen die Beteiligung an der Centralregierung, durch das Votum des wir in München allein in der ersten Hälfte dieses Jahres um sein könne, da in derselben eine derartige Notiz nicht enthalten Budgets, durch Allianzen mit bürgerlichen Parteien irgend ein 6000 Schweine weniger am Markt hatten als im Vorjahre. Daß gewesen sei. Vermutlich liege eine Verwechselung mit einer ähnlich Mittel liefern, das die Herrschaft der feindlichen Klaſſe verlängern Schweinefleisch heute im ganzen Deutschen Reiche einen derartig betitelten Zeitung vor. Wir hatten die Nachricht einem dritten Blatte tönnte. hohen Preis hat, daß es dem Arbeiter schwer fällt, sich entnommen, in dem allerdings die„ Nord- Ostsee- 8tg." als Quelle Die organisatorische Grundlage ist, wie bei der andren folches zu beschaffen, ist uns ebenfalls allen bekannt. Und Partei, die Departementsföderation; aber nur politische warum werden die Grenzen Oestreichs für Schweine- angegeben war. Gruppen können der Partei angehören, während die andre Partei Einfuhr nicht geöffnet? Weil man der Landwirtschaft auch Gewerkschaften und Genossenschaften zuläßt. Der wichtigste diese hohen Preise verschaffen will, wenn es auch auf Kosten der Gewerbetreibenden, der Handwerker und Ar- Im Adelsblatt" stimmt ein Edelmann aus der alten unterschied zwischen den zwei Einheiten ist der, daß die„ revolutionär socialistische Einheit" das Fortbestehen der alten beiter geschehen muß.". guten Zeit eine rührende Totenklage über den Verfall des Adels an. Sonderorganisationen, wenn auch nur" provisorisch", Die sociale Reform des deutschen Adels komme nicht vorwärts. Dadurch„ garantiert", daß die alljährliche Mitgliedskarte der Daran seien aber nicht schuld die geschichtlichen Feinde des Adels, Gesamtpartei durch Vermittelung der betreffenden Sonderdie" Humanisten und liberalen Bourgeois", sondern die Hauptwider- organisation ihren Mitgliedern geliefert wird: Die Partei", so facher fämen aus den höchsten Kreisen" felbst. In einer andern Zuschrift aus Bayeru heißt es bezüglich des Bolles auf Schweine: Eine Hamburger Zuschrift an die„ Intern. Fleischer- 3tg." erklärt: Der 3011 von 12 Mart per Doppelcentner Lebendgewicht auf Ofen würde felbst bei einiger Herabjegung desselben einem Einfuhrverbot gleichkommen. Man sage nicht, daß das Allgemeininteresse der deutschen Landwirtschaft dadurch gefördert werde, sondern einige wenige Großzüchter des Ostens haben einen Rußen davon und zwar zum Schaden der mittleren und kleineren Landwirte, da diese Magervieh kaufen, nach Annahme des Zolltarifs der Bezug bon Magervieh für die deutschen Grenzprovinzen den nahegelegenen Landstrichen des Auslands aufhören wird und nun die ost elbischen Großzüchter den mittleren und kleineren Landwirten hohe Preise für das Magervieh abnehmen können! aus Auch bei Schweinen tomme der Lebendgewichtszoll von 10 Mark pro Doppelcentner einem Einfuhrverbot gleich! Als Kuriosum für die ungenügende Beherrschung der Materie seitens der Verfasser des Zolltarifentwurfs" hebt dann die Jut. Fleischer 8tg." noch hervor, daß im Eifer des Gefechts auch 8olliäge für Produkte aufgestellt wurden, deren Einfuhr verboten ist, so für Wurst und Flomen( Eingeweide), die nach Einführung des deutschen Fleischbeschau- Gesetzes nicht mehr eingeführt werden können!" Zolljäge auf Waren, die nicht eingeführt werden, dürfen. mehr fann man wirklich auch von unsern Schutzzzollfanatikern nicht berlangen! Das ist die Krönung des agrarischen Gebäudes! 3um Zolltarif. Wie der Handelsvertrags- Verein erfährt, hat das Ministerium des Innern des Großherzogtums Baden an sämtliche Handelskammern des Landes unter dem 5. August das nachstehende Schreiben gerichtet: Nachdem der Entwurf des neuen Zolltarifs zur Veröffentlichung gelangt ist, laden wir die Handelskammern ein, etwaige Be= mertungen und Wünsche zu demselben bis spätestens zum 25. d. M. anher mitzuteilen. Soweit es sich dabei um Wünsche handelt, die uns bereits früher vorgetragen sind, wird eine nochmalige Begründung in der Regel nicht erforderlich sein, wohl aber ist eine solche beizufügen, wenn Punkte in Betracht kommen, bezüglich deren Wünsche erst jetzt hervorgetreten oder bisher noch nicht zu unsrer Kenntnis gelangt sind. Wir beabsichtigen, von Ende dieses Monats ab, über einige wichtige Abschnitte des Tarifs noch Sachverständige in mündlicher Besprechung zu hören, und es wäre uns deshalb ferner eine Mitteilung darüber erwünscht, ob und seitens welcher Zweige der im Kammerbezirk vertretenen Industrie auf die Teilnahme an diesen Verhandlungen besonderer Wert gelegt wird. 81treffendenfalls sind uns die Punkte, die nach der Ansicht der Interessenten einer mündlichen Erörterung bedürfen, bestimmt zu bezeichnen und diejenigen Persönlichkeiten, die jeweils zu hören wären, namhaft zu machen. Das Erkundigungsverfahren im Großherzogtum Baden ist zwar böllig unzureichend nicht nur der Handel hat ein dringendes Interesse, seine Meinung zum Zolltarif- Gesetz zu sagen, aber es zeichnet sich immerhin vor der Methode aus, die der preußische Handelsminister Möller eingeschlagen hat. Eine preußische Musterleistung. Die Klagen über nicht zu reichende Herstellung von Exemplaren der preußischen Gewerbeinspettoren Berichte dauern fort. Kürzlich wurde von einer füddeutschen Buchhandlung mitgeteilt, sie habe seitens des R. v. Deckerschen Verlags in Berlin auf ihr Verlangen nach Exemplaren der Berichte die Antwort erhalten, die Berichte seien völlig vergriffen. Ist denn die Nachfrage nach den Berichten in diesem Jahre so sehr viel stärker gewesen als in früheren Jahren? Oder hat man absichtlich eine dem Bedürfnis nicht entsprechende Auflage her gestellt? Ein Reichstags- Abgeordneter schreibt uns zu dieser selben Angelegenheit: Da es mir, wie so vielen andern Leuten nicht möglich war, ein Exemplar der neuesten Preußischen Gewerbe- Juspektions- Berichte durch den Buchhandel zu erhalten, wollte ich mir das Buch aus der Bibliothek des Reichstags tommen lassen. Es wurde mir jedoch von der Bibliothet Verwaltung mitgeteilt, daß die Jahresberichte trotz Bestellung noch nicht vorhanden seien. Will die preußische Regierung es auf diese Weise etwa den Reichs= tags- Abgeordneten unmöglich machen, die genannten Berichte bis zum Zusammentritt des Reichstags gründlich zu studieren und dann die vorhanderen unzähligen Mängel von der Tribüne des Reichstags herab gebührend zu rügen? " Evangelisch- lutherische Humanität. Die Allgemeine evangelisch Lutherische Kirchen- Zeitung" bringt in ihrer Nr. 32 einen Artikel über den Boerenkrieg, in dem der englische Raubkrieg in der schärfsten Weise gebrandmarkt wird. Aber nicht etwa von dem Gesichtspunkt aus, daß nach christlichen Grundsäzen die Massenschlächterei, so man Krieg nennt, verwerflich und ein Raubund Eroberungskrieg doppelt verwerflich sei, sondern deshalb, weil die Boeren ein„ evangelisches Bibelvolk" seien. " Aus der Welt der Ahnen. „ Sie prunken mit Titeln und Würden aller Art, fördern alles, heißt es in dem Begleitschreiben zum Entwurf, muß gebildet werden was den gleißnerischen, glänzenden Schimmer der Gesellschafts- nicht gegen die alten Organisationen, sondern mit ihnen und über ihnen." institution des Adels aufzufrischen im stande ist. Von dem Zivar hat auch der Lyoner Kongreß das provisorische Forts Geist aber, welcher derselben innewohnt, wissen sie nichts und bestehen der Sonderorganisationen anerkannt, thatsächlich aber wollen sie nichts wissen. Ihr Adel ist ihnen ein blizendes bedeutet das Provisorium hier doch etwas ganz verschiedenes. Schaustück, ein goldbrokatnes Kleid, in das sie sich hüllen, ihren Während die in Lyon geschaffene Einheit an alten Sonderorgani Dünkel zu erhöhen und sich selbst, wie vor allem andre, überwährend sationen nur die schwachen und absterbend en Organisationen die ewigen Wahrheiten der Standesidee irre zu der Allemanisten und Broussisten umfaßt, bilden in der„ revolutionärs führen. Der Adel ruiniert sich selbst. Er ist wider sich socialistischen Einheit" die Organisationen der Guesdisten und indem er nicht für sich ist! Wohl organisiert, in geschlossener Blanquisten das, was in der ersteren Einheit die autonomen ,, feiner Ordnung dastehend, würde er noch heute dem Königtum und Sonderorganisation angehörenden Föderationen bilden- den eigent Altar als Sturmbock und Flutenbrecher gegen die vorwärts lichen Bestand der Organisation. So gehören denn zu der„ revolutionär drängende Revolution dienen können. In der Verkennung seiner socialistischen Einheit" außer den Gnesdisten und Blanquisten( nebst historischen Bestimmung, seiner höheren Zwecke und Ziele, in der mit den letzteren zusammengehenden„ revolutionär- kommunistiwelcher sich ein großer Teil seiner Mitglieder bewegt, ja viel- fchen Alliance") nur folgende autonome Föderationen bezw. Gruppen: fach förmlich gefällt, schadet der Adel dem großen Princip, dem die von Deny- Sèvres und der Vendée, die von Doubs, Haute- Saône er von Alters her zu dienen hat. Dies lettere kann er mur, und Haut- Rhin, die von Seine et Oise, die Gruppen des zweiten wenn er ziel- und selbstbewußt all sein Wollen und Können an Wahlkreises von Senlis( Oise), die Gruppen von Auxerre und feine eigne Ehre, an seiner Geburts- Gemeinschaft Ansehen und Avallon( Yonne) und die„ Centralgruppe" des 11. Pariser Bezirka Wohlfahrt seßt. D Der Ursprung unsrer Ritterschaft ist christlich. Was unter uns an edler, vornehmer Welt- und Sittenauffassung einigten Barteien bezw. wird bald dazu kommen, sobald der Entwurf Der französische Socialismus ist also im Besitz von zwei ges lebt, webt und Früchte trägt, wir verdanken sie dem Geist, den Ueber der zweiten Einheit zur Thatsache geworden. lieferungen des Rittertums. Seine Regeln wurden zum Fundament, zum Ausgangspunkt des Ehr- und Pflichtbegriffs, teiten denken: entweder kommt es doch zu einer Verständigung Es lassen sich nun für die nächste Entwickelung zivei Möglichs der, von der christlichen leberzeugung verklärt und getragen, zwischen den Parteien oder aber die eine Einheit verschlingt die unfrem gesamten Kulturleben den Stempel aufdrückt... Daß andre. Die„ revolutionäre socialistische Einheit" hat es diefer Entwickelung mancher Fehlschluß, manch subjektive Abirrung wenigstens aufs lettere abgesehen. Ihr Organisations- Entwurf, vom vorgezeichnetem Wege unterlief, ist gewiß. Das kann aber wie ichon ihr erstes Manifest, wendet sich an alle gleichgesinnten am wenigsten den vielen, nach dieser Seite geradezu ent Elemente und spricht hingegen den Andersdenkenden alles bis auf den arteten Söhnen des Standes, die fort und fort socialistischen Namen ab: sie werden bezeichnet als Leute, die den ihr eigen Nest beschmugen, zur Handhabe werden, ihre Namen von Socialisten usurpierend, aus dem Proletariat in dieser Geburts- Gemeinschaft für überlebt zu erklären, fie in die historische oder jener Form einfach einen Mitarbeiter dieser oder jener Fraktion Rumpelkammer verweisen zu wollen." der Bourgeoisie machen wollen." borläufig " Und wer sind diese Leute, die ihr eigenes Nest beschmutzen? Zahlreiche Fürsten, Grafen und Herren ignorieren daß auch nach Lyon, das heißt nach der Tremmung der Aus dem Manifest des neuen Generalfomitees weiß man, die Existenz unserer Bewegung gänzlich. Sie würdigen dieselbe Blanquisten von der Partei, die übergroße Mehrheit jenes nicht der geringsten Beachtung. Nicht wissend, woher sie kommen, Komitees ebenso antiministerialistisch ist, wie die wollen sie auch nicht wissen, wohin sie zu gehen haben. Von Guesdisten und Blanquisten. Die fehlerhafte Lyoner Resolution der Hand in den Mund lebend, huldigen sie dem„ laisser aller" über Millerand, die den Auszug der Blanquisten veranlaßt hat, auf jedem Gebiete des Lebens. Ohne alles echte Standes ist durch das antiministerialistische Manifest wieder gut gemacht bewußtsein, fehlt es ihnen doch keineswegs an Standesdünkel. worden, indem dieses gründlich alle etwaigen Hoffnungen der ministeria Wir haben durchaus die Erfahrung gemacht, daß das fo= England. Euch vor für einen langen Kampf, bevor wir englische Unterthanen find, erinnert Euch, daß Ihr maltesische Bürger seid. Der Moment zu handeln ist gekommen, es handelt sich um unsre Ehre! genannte und wahrlich mit Recht übelbeleumundete" Junker- istischen Minderheit auf das Steigen ihres Einflusses( infolge des tum" den Tendenzen, in welchen wir des Adels oberste also einer Verständigung zwischen den beiden Lagern nichts im Wege, Abzugs der Blanquisten) im Keime vernichtete. So weit stände Pflicht erkennen, vollkommen gleichgültig, wo nicht feindselig wenn eben von den noch nicht beruhigten Leidenschaften gegenüber steht. Eine andre Kategorie, faum weniger schlimm abgesehen nur die Ministerfrage und die dazu gehörenden als die legt bezeichnete ist die, welche völlig gleichgültig unirer taftischen Meinungsverschiedenheiten. den Streitgegenstand bilSache gegenüber steht. Ihr zählt der numerisch zahlreichste deten. Die organisatorische Streitfrage scheint jezt vielTeil des Standes zu. Der Adel dieser Herren ist in Wahrheit mehr in den Vordergrund treten zu sollen, 3. H. Sie verschiedene der reine Namensadel. Selbst das Dekorativ flößt ihnen Stellung taum bas Gefühl ein, vor audren ein Wertstück zu befigen. Organischen Bartei- Ginheit und bann ferner natürlich die Nivalität den Sonderorganisationen beziv, zur wirklich Tradition oder gar Pietät für die Vergangenheit kennen fie der beiden Einheiten. nicht. Spricht man diesen Herrn von einer Sonderpflicht, so empfängt man in der Regel als Rückgabe einen stumpfsinnigen Blick, aus dem zu reden scheint: Was bist Du für ein närrischer Malta und Mr. Chamberlain. Die imperialistische Politik Kerl, was willst Du eigentlich?" Vielfach wird die Anregung Chamberlains hat es zuwege gebracht, die Bewohner von Malta auch zum Gegenstand beißenden Spottes und Achselzuckens, mit England zu verfeinden. Er verlangt plöglich, daß die Malteser das den, welcher die Sache, der es gilt, heilig hält, besonders ihre alte Sprache aufgeben und englisch lernen sollen. Kürzlich tief zu verlegen pflegt. Aber auch unter denen, die sich voll berichtete er im Parlament, daß die Malteser mit großem und ganz die Unsern" nennen, deren Namen unsre Listen Enthusiasmus die englische Sprache annehmen. Davon fann zieren, giebt es viele, es bricht sich dies oft zur Erkenntnis aber keine Rede sein; im Gegenteil, das fleine Völkchen Bahn die kaum je das Bewußtsein empfanden, im Beitritt der Malteser ist in helleni Aufruhr. In den letzten Tagen sind zahlzu unsrer Genossenschaft, durch die Anerkennung unsres reiche Maueranschläge erschienen und Manifeste verbreitet worden, Statuts, bestimmte sociale Pflichten übernommen zu haben. in welchen eine scharfe Sprache gegen Chamberlain und England Unfre Sache steht ihnen zumeist an allerlegter Stelle. Neben geführt wird. In einem solchen Manifest heißt es 11. a.: Bereitet dem Beruf, den öffentlichen Angelegenheiten, in deren viel verzweigtem Kreise fich der Edelmann aller Gruppierungen gestellt sieht, sind es allerlei sportmäßige Vergnügungen, welche der Aufmerksamkeit für unsre Arbeit das Gegenteil von dem Ein Telegramm der„ Daily News" aus Malta vom 11. Auguft zu bringen pflegt, was man Förderung nemnt. Wir sind wahrlich besagt: Heute fand hier eine große Versammlung statt, der 12 000 auch nicht ohne Verständnis für die Bedeutung, welche die Freude bis 15 000 Personen beiwohnten. Es wurde gegen die Einführung an Roß und Waidwerk, gerade auch für die Heranbildung eisen- der neuen Steuern und gegen das Sprachengebot protestiert. Es fester mannhafter Naturen, zu gewinnen vermag. Was wir von den herrschte große Begeisterung, und die Redner führten zum Teil eine Standesgenossen erbitten möchten, in denen der Herzschlag für die aufreizende Sprache. Nach dem Meeting zogen große Trupps durch focialaristokratische Weltauffassung und deren praktische Bethätigung die Strada Brale und demonstrierten vor dem englischen Klub und noch nicht ganz erstorben ist, das ist ein Grad von Beachtung vor der englischen Zeitung; vom englischen Klubhaus wurde eine engunfrer Reformarbeit, der nicht vor allen möglichen andren Dingen lische Flagge herabgerissen. des öffentlichen Lebens zurückzutreten hat. Immer find wir diejenigen, die um der andern willen mit einer gewiffen Selbst verständlichkeit zurückzutreten haben, die etwas unendlich Bitteres für die hat, denen Vernunft, Herz und geläuterte geschichtliche Dentweise jagen, an welcher Stelle Tradition und Sonderberuf gelehnt. für den Adel gefordert werden müssen." über die Fabriksbill den Antrag, die Klausel, welche für Im Unterhause unterstützte Minister Ritchie in der Debatte die Textilgewerbe den Mittagsschluß am Sonnabend vorsieht, fallen zu lassen, der Antrag wurde aber mit 163 Stimmen gegen 141 abDie Opposition rief hiernach: Abdanken! Ritchie er widerte die Regierung werde den Beschluß des Hauses annehmen. Man könnte meinen, daß diese Idealisten des aristokratischen Später unterstützte Ritchie den Antrag, welcher es den Frauen er Princips" mm vor allemt gegen die schamlose Schacherpolitik jener möglichen soll, dreimal, anstatt wie bisher zweimal wöchentlich mit Ritter des edlen Zollwaidwerks eifern müßten, die auf das Volk Ueberstunden zu arbeiten. " Hier liegt die unerhörte und schauderhafte Thatsache vor, pirschen und um schnöden Mammons willen Herz und Hirn vers 113 Stimmen angenommen. Dieser Antrag wurde mit 138 gegen daß ein evangelisches Bibelbvolk, das diesen Namen kaufen. Aber nein, auch diese Meergreise frumber Ahnenreligion wie kein andres verdient, von der Erde vertilgt werden soll durch huldigen demselben„ Materialismus", wie die andren, die nichts Rußland. eine evangelische Großmacht; daß man sich nicht mit chr von Adelsreform wissen wollen, und ihr merkwürdiges Organ lichen Stampfe gegen die Männer begnügt, sondern die Frauen kultiviert mit derselben Andacht die zollpolitifche Bewucherung des und Kinder zusammentreibt, um sie langsam sterben und aus- Proletariats wie die Junker, die sich um das aristokratische Princip sterben zu lassen. Man muß die Hände über diesem Mord nicht scheren. Vermutlich fällt das unter den Begriff der Pflege volt zusammenschlagen, das mit faltem Blut dieses graufige ritterlicher Traditionen; auch die Köckerige und Lüderige waren ja Sterben zurichtet." 1- Nitter! Die russische Gewaltherrschaft in Finnland. Unter dem brutalen und rücksichtslosen Kampf der russischen Behörden gegen die finnländische Presse haben natürlich nicht zum mindesten auch die mit der Herstellung der Zeitungen beschäftigten Arbeiter zu leiden. Infolge der vielen Einziehungen von Zeitungen für dauernd oder auf bestimmte Zeit wird die wirtschaftliche Lage dieser Arbeiter mmer unsicherer. Ein Teil der größeren Zeitungen zahlt zwar Nicht stichhaltig, aber begreiflich! Ist das Verbot nun gerecht- Firma zur Unterschrift vorgelegt wird. Der wesentlichste Teil vährend der Dauer des Erscheinungsverbots ihrem Perfonal einen fertigt oder ist es nicht gerechtfertigt, ist die Beschwerde abgewiesen desselben lautet: gewiffen Prozentsatz des Lohnes und auch von der Allgemeinheit oder hat der Beschwerdeführer recht bekommen? Der Unterzeichnete versichert hiermit, daß er weder dem werden Gelder zur Unterstügung der Betreffenden auf- Ein sicheres Gefühl, was dem Bezirksdirektor zur Rettung des Deutschen Metallarbeiter- Berband gebracht, aber zu einer wirksamen Hilfe reicht das nicht Staates vor dem Umsturz dienlich erscheint, hat der Gemeindevorstand noch einem sonstigen sogenannten Fachberein angehört und ver aus. Bu allgemeinem Erstaunen hatte nun vor einiger Zeit von Burgau ganz gewiß; deshalb braucht er sich mit Gefeßen nicht pflichtet sich hiermit, so lange er bei der Firma E. Springorum u. Co. der Generalgouverneur Bobrikoff sich erboten, den durch Zeitungs- weiter herumzuschlagen. Das macht dann schon der Herr Bezirks- in Arbeit ist, feinem solchen Arbeiterverband anzugehören. einziehungen arbeitslos gewordenen Buchdruckern Unterstügungen direktor, der Jurist genug ist, um für die unklaren Gefühle des gutzu verschaffen. Die Organisation der Buchdrucker aber lehnte jede gesinnten Gemeindevorstands die nötigen Gründe nachträglich auf von dieser Seite tommende Unterstützung ab, suchte dagegen ihre zufinden. borzüglich auch diesem Zweck dienende Unterstügungstasse so viel Ein idyllischer Rechtszustand! wie möglich zu stärken und wollte zu diesem Zweck eine das ganze nehmigung nicht erteilt. In der Metallindustrie sind ja solche Fälle, wo den Arbeitern der Verzicht auf ihr Koalitionsrecht zur Bedingung gemacht wird, leider nicht selten. Solche schnöde Mißachtung des Gesetzes können fich die Unternehmer nur herausnehmen, so lange es Arbeiter giebt, die willig auf ihre Rechte verzichten. Das beste Mittel gegen solche Baht werden, daß kein Fabrikant seinen Betrieb ohne organisierte Arbeiter aufrecht erhalten kann. Sum Schiedsspruch in Sachen der Samburger AccordLand umfassende Lotterie veranstalten. Hierzu wurde aber die Ges maurer. Die Hamburger Wahlvereine haben bekanntlich eine Be- brutalen Willkürakte ift: die Organisation muß start an MitgliederBezeichnend für das russische Zwangssystem ist auch die strenge schwerde gegen den Schiedsspruch an die Parteicontroleure gerichtet. Aufsicht, die in letzter Zeit wiederum über Versammlungen und Geste unbegründet abgewiesen. Die Beschwerdeführer werden nunmehr laut Dieselben haben, wie das„ hamb. Echo" mitteilt, die Beschwerde als Die Breslauer Mühlenarbeiter haben eine Verhandlung aller Art ausgeübt wird. Selbst für die unschuldigsten Tanzver- Beschluß der Versammlung der Wahlvereine die Angelegenheit dem betreffs ihrer Lohnbewegung vor Gewerbegericht gehabt, ohne gnügen soll um Genehmigung nachgesucht werden. Abstinenzler bersammlungen und religiöse Busammenfünfte werden aufgelöst, weil Parteitag unterbreiten. In der Entscheidung der Kontrolkommission daß eine Einigung erzielt wurde. Die Lohntommission ist seitens wird unter anderm gesagt: der Arbeiter ermächtigt worden, das Gewerbegericht nochmals andie Redner nicht genaue Angaben über die Themata, über die gesprochen wird, gemacht haben. Die Kontrollkommission spricht zunächst ihr lebhaftes Bedauern zurufen und einen bindenden Vergleich auf folgender Grundlage zu Es kommt sogar vor, daß die darüber aus, daß Parteigenossen eine ihrer Natur nach rein ge- ichließen: Für Ueberstunden 10 Broz, für Sonntagsarbeit 15 Broz. Beamten verlangen, daß die Reden ins Russische übertragen werkschaftliche Frage dadurch zur Parteisache gemacht haben, daß Aufschlag. Die Arbeitswoche besteht aus sechs 12stündigen Schichten werden. Alles deutet darauf hin, daß gegen Finnland wieder schärfer vorgegangen werden soll. Leider soll es auch unter den sie die Parteiorganisation zur Entscheidung angerufen haben. Dieses( von 6 ühr früh bis 6 Uhr abends) unter Beibehaltung des bisher Vorgehen würde in unvermeidlicher Konsequenz dazu führen, daß für 7 Schichten gezahlten Lohns. Der Mindestlohn beträgt 18 M., finnischen Beamten einige geben, die das Vorgehen der Russen eifrigit tadelnswerte, die Interessen der socialdemokratischen Partei verlegende jetzt schon gezahlte höhere Löhne sind entsprechend aufzubessern. Auch unterstützen. Wie die Kopenhagener Zeitung Dannebrog" mitteilt, hat sich Handlungen feitens einzelner Gewerkschaftsmitglieder auch vor das den Accordarbeitern ist ein Mindesteinkommen von 18 M. zu die russische Regierung an verschiedene dänische Dampfschiffahrts durch Ausschluß aus der letzteren geahndet werden müßten. Es liegt Forum der Gewerkschaftsorganisationen gezogen und eventuell auch garantieren. Gesellschaften zwecks Mietung von Dampfschiffen für große auf der Hand, daß aus dem dadurch geschaffenen Zustand der poli- berg haben wegen Lohnabzug die Arbeit niedergelegt. Buzug ist Die Steinfeger der Firma Julius Berger in Brom= Truppentransporte gewendet. In den nächsten Tagen sollen In den nächsten Tagen sollen tifchen wie der gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung die größten fernzuhalten. in Finnland große Mobilisierungs- Uebungen in Scene gefegt werden. Die Truppen follen von Reval aus Schwierigkeiten und Schädigungen erwachsen würden. nach irgend einem geheim gehaltenen Rüstenort Finnlands ein- tommiffion feinerlei Gründe gefunden, welche die Aufhebung des Was die eingelegte Beschwerde selbst betrifft, so hat die Kontrollgeschifft werden. Da Rußland angeblich nicht die nötigen Schiffe Schiedsgerichtsspruchs rechtfertigen könnten." zur Verfügung hat und gewünscht wird, daß die Schiffe unter der Dänischen Flagge fahren, hat man sich nach Dänemark gewandt. Es find bei 4 verschiedenen Gesellschaften 7 Dampfschiffe gemietet worden. Sie sind dieser Tage bereits von Stopenhagen abgefahren. Der Boeren- Krieg. Totenliste der Partei. In Hohenstaufen( Württemberg) starb der Vertrauensmann der Partei, Genosse Gottfried Kast. Der Verstorbene war ein nimmer raftender Agitator, den die Partei. genossen des Kreises in gutem Andenken behalten werden. Hyndmans Rücktritt. Quel ch, der Redacteur der Justice", tommt in einer Betrachtung der Jahreskonferenz auch auf Shude mans Rücktritt zu sprechen. Nachdem er desselben Verdienste um die Partei hervorgehoben und sein Scheiden aus der Leitung bedauert, kommt er zu dem Schluß. daß Hyndmans Rücktritt nur ein vorübergehender sein werde. Ausland. 1119 Bum amerikanischen Stahlarbeiter Streit wird heute aus New York telegraphiert, daß die Arbeiter in den Weststaaten fich weigern, die Arbeit niederzulegen, worüber die Führer des Streits sehr enttäuscht seien. D Aus der Frauenbewegung. Gegen die Abhaltung eines Frauenkongresses entschieden fich die Genossinnen des 4., 5. und 6. sächsischen Reichstags- Wahlfreises( Dresden und Umgegend). Der Beschluß wurde einstimmig gefaßt. Sociales. Neue Erfolge Kitcheners. Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 12. August, er könne Sie größte Erfolg liste mitteilen, die er bis jetzt in einer Woche gehabt habe. Vom 5. August ab hätten die Truppen gemeldet, daß 39 Boeren gefallen, 20 verwundet Im übrigen spricht sich Quelch über den Stand der Bewegung and 685 gefangen genommen worden seien, während 85 sich und die Aussichten für die nächste Zukunft äußerst hoffnungsvoll zu dem deutschen Mechanikertage, der am 16. und 17. August ergeben hätten. Ferner feien 244 000 Patronen, 754 Wagen, aus. Und fast wie ein Vorwurf an ein Vorwurf an Hyndman flingt es, in Dresden stattfindet, hat Prof. Abbe, der Leiter des Beiß- Instituts 5580 Pferde, 33 000 Stück Rindvieh und eine große Anzahl andrer wenn er sagt:" Jahrhunderte lang dauerte die langsame in Jena, folgenden Antrag gestellt: Tiere erbeutet worden. Der größere Teil dieser Beute entfalle auf Entwicklung jener Epoche, in welcher die Sklaverei und Leibeigen Die deutsche Gesellschaft für Mechanik und Optik wolle in Den Oranje- Freistaat. Ferner meldet Lord Kitchener, in der Nähe schaft die Basis der Gesellschaft bildete; der Erringung der Wacht zeitgemäßer Vertretung der Beschlusse des zweiten deutschen bon Naboomspruit an der Linie nach Pietersburg sei von den Boeren durch unsre heutige herrschende Klasse gingen Jahrhunderte lang Mechanikertages( Bremen 1890) ihre Mitglieder auffordern: am 10. Auguſt ein 8 ug zum Entgleifen gebracht worden, Kämpfe voraus. Wir dürfen also nicht entmutigt sein, wenn die wobei zwei Engländer leicht verlegt und ein gefangener Boer getötet, Arbeiterklasse, die letzte, deren Befreiung erkämpft werden soll, in sowie zwei englische Flüchtlinge verlegt worden seien. Ein 20 Jahren noch nicht genügend organisiert, nicht genügend tlaffenBangerzug fei alsdann eingetroffen, worauf der Feind angegriffen bewußt, nicht genügend vorbereitet ist, in das versprochene Land der worden sei und a cht Tote und zwei Verwundete gehabt Socialdemokratie einzutreten, welches sie in Befiz nehmen lönnen, habe. Oberst Kekewich habe in Megaliesberg 40 Gefangene sobald sie nur genügend organisiert, erzogen und entschlossen sind, gemacht, unter denen auch F. Wolmarans, der frühere Präsident ihre Ansprüche auf das Erbteil geltend zu machen." des Ersten Volksraad, sich befinde. Die Truppen des Generals French in der Napkolonie drängten die zerstreuten Haufen des Feindes allmählich gegen Norden zurück. Fast ebenso wunderbar, ivie die große Zahl der gefallenen und gefangenen Boeren, berühren nachgerade die Angaben über die Unmengen von Vieh, die die Engländer erbeutet zu haben behaupten. Die Zahl der erbeuteten Pferde und Rinder muß sich ja inzwischen in die Millionen belaufen. Vermutlich zählen die Engländer ihre vierfüßige Beute doppelt, da sie ihnen von den Boeren meistens wieder abgenommen wird. Unbegreiflich ist nur, daß England trot der Unzahl erbeuteter Pferde noch im Ausland Pferdematerial für Südafrika antaufen muß. Englische Verlufte. Die tägliche Liste über die Verluste der Engländer im südafrikanischen Striege umfaßt für gestern 15 Tote, 42 Verwundete und 18 an Strankheiten Verstorbene. Wie aus Kapstadt gemeldet wird, wurde das Mitglied der Kap: Regierung vor einigen Tagen von den Boeren gefangen geDrei Boerentommandos bedrohen nommen. augenblidlich Clanwilliam. Daily Mail" berichtet aus Brüssel, die Boerenführer hätten in ihrer legten Versammlung in Ermelo beschlossen, ihre Proviantzufuhr von jetzt ab über portugiesisches Gebiet zu lenken. Diese lezte Nachricht ist wahrscheinlich nur in die Welt gesetzt, um Stimmung für die Erwerbung von Lourenço Marquez zu machen. Partei- Nachrichten. Fehlgeschoffen und doch getroffen. Zum Versammlungsrecht in Sachsen- Weimar liefert der Bezirksdirektor von Apolda in Gemeinschaft mit dem Gemeindevorstand von Burgau einen charakteristischen Beitrag. Wie das„ Jenaer Volksblatt" be= wäre." Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Bananschläger werden am Montag überall dort, wo bis Sonnabend, den 17. d. M. die Forderungen nicht bewilligt werden, in den Streit eintreten. Dte Verhandlungen, die zwischen den Bauanschlägern und den Unternehmern gestern vor dem Einigungsamte stattgefunden haben, sind refultatios verlaufen. Ueber den Tarif wurde überhaupt nicht verhandelt; die Unternehmer wollen, daß diese Verhandlungen erst in der lezten Woche des September beginnen und bis Mitte Oktober dauern. Bis zum 31. Dezember dieses Jahres soll der alte Tarif gelten und vom 1. Januar 1902 der neu zu vereinbarende Tarif in Kraft treten. Den bisher bezahlten Aufschlag für Arbeiten über die festgesetzte Normalgröße wollen die Meister vom 1. Januar nicht bezahlen und ebenso lehnen sie es ab, ihren erst fürzlich eingerichteten Arbeitsnachweis aufzugeben und die schon länger bestehenden Nachweise der Antläger anzuerkennen. In der gestrigen, gut besuchten Versammlung, die im Colberger Salon tagte, wurde das Verhalten der Unternehmer lebhaft tritisiert und allgemein der Meinung Ausdrud gegeben, daß diese mur die Absicht haben, die ganze Bewegung illusorisch zu machen, und deshalb erst Ende September, wenn die günstige Stonjunktur nach läßt, in Verhandlungen treten wollen. Der Beschluß, in den Streit einzutreten, wurde mit 205 gegen 10 Stimmen gefaßt. Neben der Einführung des aufgestellten Lohntarifs, den die Kommiffion jeden Meister heute noch zusenden wird, soll namentlich die Anerkennung des Arbeitsnachweises der Anschläger gefordert werden. Das Bureau der Lohnkommission befindet sich im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Deutsches Reich. g 1. die regelmäßige tägliche Arbeitszeit in ihren Betrieben nicht auf mehr als neun Stunden festzusetzen; 2. für alle Ueberstunden an Werttagen einen Zuschlag in Höhe von 25 Proz., für alle Feiertagsarbeit einen solchen in Höhe von 50 Proz. des regelmäßigen Beitlohnes zu gewähren; 3. bei aller Accord- und Stücklohnarbeit den der aufgewandten Arbeitszeit entsprechenden Zeitlohn als Mindestverdienst zu gewährleisten; 4. allen Gehilfen, die eine vierjährige ordnungsmäßige Lehrzeit unter Lehrvertrag in einer Werkstätte für Präcisionsmechanik oder Optik absolviert haben und schon ein Jahr oder länger als Gehilfe thätig gewesen sind, überall einen MindestJohn von 21 Mart pro Woche, mit Ortszuschlag für die größeren Städte zuzugestehen." Derlammlungen. " Die Defateure hielten am 7. d. M. eine öffentliche Versammlung in Feinds Lokal, Weinstr. 11, ab. Daselbst referierte Rollege Franz Kopte über Schußzoll oder Freihandel". Die Aussperrung wegen der Maifeier bei den Firmen Tack, Keleher u. Blumenthal ist für beendet erklärt worden, da nur noch zwei arbeitslose Kollegen vorhanden sind, und werden dieselben noch vorläufig unterstüßt. Ueber einen der Kollegen wird noch besonders verhandelt werden, da derselbe jedenfalls bei seinem Alter die Arbeit in der Detatur nicht mehr aufnehmen kann. Durch Nachforschungen ist festgestellt worden, daß schon vor dem 1. Mai von der Firma Te annonciert wurde, daß dieselbe Dekaturarbeiter einstelle, welche dem Verbande nicht angehören, und ist der 1. Mai dazu ausersehen worden, einen Grund für die Aussperrungen zu haben. Nach dem Bericht des Vertrauensmannes Fr. Raasch haben im vergangenen Jahr fünf öffentliche Versammlungen stattgefunden. Die Einnahme betrug 40,32 M., die Ausgabe 36,15 M., Bestand 4,17 m. Das Amt des Vertrauensmanns behielt vorläufig der Sollege Friedrich Raasch, da sich niemand zur Uebernahme des Amts fand. Tehte Nachrichten und Depelthen. Reichenau, 13. August.( B. H.) Zwei Wiener Touristen, die Gebrüder Büringer stürzten im Höllenthal ab. Einer derfelben blieb tot, während der andre schwer verlegt wurde. Paris, 13. August.( B. H.) Die Kongregationen haben ein neues Mittel ausfindig gemacht, um das Vereinsgesetz zu umgehen. Professoren dazu veranlaßt, sich von dem Bischof der betreffenden So haben die Maristen- Brüder ihre an Hochschulen angestellten Diocese in den weltlichen Klerus aufnehmen zu lassen, nachdem sie vom Papste von den Ordensgelübden entbunden worden sind. Paris, 13. August.( B. H.) Auf dem hiesigen Nordbahnhof wurde ein Schwindler verhaftet, der in Belgien, Holland und Frankreich angeblich für die Boeren Gelder sammelte, dieselben aber für seine Privatzwecke verwandte Die Lohnkommission der Barbiere teilt uns mit, daß Herr richtet, find am 16. Juli vom Gemeindevorstand in Burgau zwei Friedrich, Langestraße 41, dessen Geschäft fie in der öffentliche Bersammlungen verboten worden. In der einen sollte hatte, nunmehr die Forderungen der Gehilfen schriftlich anerkannt Sonnabendnummer des Vorwärts" unter den gesperrten aufgeführt der Reichstags- Abgeordnete Förster aus Hamburg, in der andren Buchdruckereibefizer Vopelius referieren. Herr Förster wollte über die hat, und deshalb kein Grund zur Sperre mehr besteht. Zoll- und Handelspolitik sprechen. Herr Vopelius hatte ein Thema für sein Referat nicht angegeben. Die Förstersche Versammlung Der vierte deutsche Gewerkschaftskongreß wird, wie die wurde vom Gemeindevorstand verboten, weil die Versamm neueste Nummer des Korrespondenzblatts der Generalfommission" Tung bereits im" Jenaer Voltsblatt" bekannt fundgiebt, einem Beschlusse des Gewerkschaftsausschusses zufolge, in gemacht sei, ehe der Einberufer bei ihm gewesen der fünften Woche nach Pfingsten 1902, also in der Zeit vom 18. London, 13. August.( W. T. B.) Unterhaus. Bei der Eine schriftliche Begründung des Verbots zu geben, bis 23. Juni, zu Stuttgart abgehalten. Legterer Tagungsort wurde Specialdebalte über die Bill betr. den Königstitel beantragt weigerte sich der Gemeindevorstand. Für das Verbot der andren unter fünf Städten( vorgeschlagen waren noch Berlin, München, W. Redmond, einen Zusatz zu machen, der die Bezeichnung BerBersammlung gab er überhaupt keine Gründe an, sondern berief Nürnberg und Leipzig) mit 25 von 41 Stimmen gewählt. teidiger des Glaubens„ aufhebt, da diese Benennung Heinrich VIII. sich einfach auf das, was er dem Einberufer bereits vorher mündlich Eine Centralisation der Civil( Berufs-) Musiker- Organi- Verteidiger des Glaubens der katholischen Religion von Leo X. vergesagt habe. lieben worden sei und diejenige Fortführung dieser Benennung Der angerufene Bezirksdirektor fällte nun folgende Entscheidung: fationen, welche auf dem Boden moderner Gewerkschaften stehen, weder Katholiken noch Ronkonformisten genehm sein könne. Balfour soll ins Leben gerufen werden. Ein aus Mitgliedern der Freien verteidigt den Titel aus historischen Gründen. Der Unterantrag Vereinigungen von Civil-( Berufs-) Musikern in Berlin, Breslau, „ Die Berufung des Herrn in Burgau bom 20. v. Mets. gegen ein von dem Gemeindevorstand in Burgau ver- Dresden, Hamburg und Hannover zusammengefeßter Ausschuß hat wird mit 188 gegen 60 Stimmen abgelehnt. Die Minorität bildeten 20. v. Mts. gegen ein von dem Gemeindevorstand in Burgau ver- beschlossen, zu dem genannten Zweck einen Musikerkongreß einzu- London, 13. Auguſt.( W. T. B.) Das„ Reuterſche Bureau" die irischen Nationalisten und zwei Radikale. fügtes Bersammlungsverbot weise ich zurück. Der von dem Ge- berufen, dessen Beschidung bereits die Organisationen von zehn erfährt Nachfolgendes: Zwischen der Regierung von Gambia und meindevorstande in Burgau zur Begründung des Verbotes Städten mit 1200 Mitgliedern zugesagt haben. Zeit und Tages- erfährt Nachfolgendes: Zwischen der Regierung von Gambia und angeführte Grund ist zwar nicht stichhaltig und es wird ordnung des Kongresses werden später bekannt gegeben. Da dem bem einflußreichen Häuptling Mousa Mollah, welcher auf franbem einflußreichen Häuptling Mousa Mollah, welcher auf frander Gemeindevorstand darüber von mir verständigt werden, Ausschuß nicht alle bestehenden Freien Musikervereinigungen bekannt zöfifchem Gebiet wohnt, ist ein wichtiges Abkommen abgeschlossen allein das Verbot ist sachlich aus folgenden Gründen allein das Verbot ist sachlich aus folgenden Gründen find, so ersucht er die Vorsitzenden solcher Organisationen, besonders worden, demzufolge das gesamte Gebiet an beiden Ufern Der in Aussicht genommene Redner befand sich, wie aus einer aber die Gewerkschaftskartelle, solche adressen zu übermitteln an mehr britisch wird. Die französischen Behörden hatten die Gein Nr. 155 des Jenaer Voltsblattes" enthaltenen Rotiz hervorgeht, M. Bille, Hannover- Linden, Charlottenstr. 47. auf einer Agitationstour für die Zwede der auf den Um sturz Der Mannheimer Bäckerstreit ist beendet. Eine Anzahl der bon Staat und Gesellschaft hinarbeitenden größten Bäckereien haben die Forderungen bewilligt, die Mehrzahl focialdemokratischen Partei. Das Verbot der Ver- der Meister haben ihren Gehilfen Lohnerhöhungen zugestanden und sammlung erscheint daher nach§ 1 Biffer 2 des Gesetzes vom fich auf diese Weise mit denselben geeinigt. Wenn die Organisation 7. Januar 1854 gerechtfertigt." genügend gestärkt ist, wollen die Gehilfen für Abschaffung des KoftII. und Logiswesens energisch eintreten. I. nehmigung zur Verhandlung des Häuptlings mit den britischen Ber trrter erteilt. Der Wert der Vertrages liegt darin, daß die Engländer fortan nicht nur eine nominelle, sondern die thatsächliche Kontrolle über das gesamte Flußgebiet des Häuptlings haben und die Errichtung eines französischen Postens am Gambiafluffe ausgeschlossen ist. Kopenhagen, 18. utg.( W. T. B.) Dreiunddreißig hervors Auf die Eingabe vom 19. d. M., betreffend das Berbot einer Die Steinarbeiter von Striegau und Häslicht haben, wie ragende Vertreter der Bevölkerung aus allen Landesteilen erließen eröffne ich dem Herrn Buchdruckereibefizer Vopelius in Jena, daß führung desselben teine Aussicht mehr bot. Der Breslauer Bolts- stattgefundenen Ministerwechsels ihren Dank aussprechen solle in politischen Versammlung durch den Gemeindevorstand in Burgau, wir gestern mitteilten, den Streit als beendet erklärt, weil die Fort- heute eine Aufforderung, daß eine aus Vertretern sämtlicher Gemeinden des Landes bestehende Abordnung dem König anläßlich des der von dem Gemeindevorstand in Burgau zur Rechtfertigung wacht" entnehmen wir, daß, als die Steinarbeiter am Montag ge- der sicheren Erwartung, daß durch den Systemwechsel Aussicht auf feines Berbotes angegebene Grund nicht stichhaltig ist, schloffen zu ihren Arbeitsstätten zurüdtehrten, ein nicht unerheblicher das Vorgehen des Gemeindevorstandes erscheint jedoch be= greiflich, da der Umstand, daß Ort, Tag und Lokal der Ver- Teil derselben nicht wieder eingestellt wurden. Bei der Firma Seidel friedliche und fruchtbare politische Arbeit gewonnen sei. Rom, 13. August.( W. T. B.) Der Ausstand der Be: allein erfolgten etwa 20 Maßregelungen. Die Unternehmer üben fammlung die gleichen sein sollten, wie für eine kurz zuvor ber- Rache für die Verluste, die auch ihnen der Streik gebracht hat. Die fort; nur eine kleine Zahl von Wagen verkehrt unter dem diensteten der Pferdebahnen nnd Omnibusse dauert botene socialdemokratische Versammlung, den Verdacht sehr nahe Solidarität der Arbeiter wird ja dadurch keinen Schaden leiden. Legte, daß unter Umgehung jenes Verbotes, der Zweck der berSchuße der Polizei. Die Ausständigen hielten mehrere Verbotenen Versammlung auf andre Weise habe erreicht werden Unternehmer- Terrorismus. Die„ Düsseldorfer Boltszeitung" fammlungen, die in vollständiger Ruhe verliefen. Auch in sollen." veröffentlicht ein Schriftstück, welches den Arbeitern einer bortigen Neapel sind die Bediensteten der Pferdebahnen ausständig. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 188. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Volksblatt. Mittwoch, 14. Auguſt 1901. Zum Generalstreit der Flaschenarbeiter schreibt uns die Leitung des Glasarbeiter- Verbandes: zukehren und auf unser Koalitionsrecht Verzicht zu leisten. Wo aber einer eisernen Schiene befestigt, und können einzeln ohne Herausso viale Gewerkschaften ihre Kaffen gefüllt haben, da wäre es geradezu nahme des Tintenfasses selbst durch die Hand eines eine Schande, wenn eine wie keine zweite drangsalierte Arbeiter- Kindes umgelegt werden. Durch dies Umlegen, das aber gruppe, die im Klassenkampfe steht, zu Grunde gehen sollte. nur der im Besitz eines Patentschlüssels befindliche SchulGewerkschaftsgenossen! Am Sonnabend soll die Unterstüßung diener ermöglichen kann, liegt der ganze Fußboden frei ausgezahlt werden und wenn wir jedem streitenden Kollegen noch so ohne Keil, ohne Schrauben oder Leiste da, bequem für die wenig geben, dann gehört doch zur Beschaffung dieser Summe sehr Hand des Reinigenden; Schuldiener und Reinmachefrauen sind mit biel. Wir bitten Euch also dringend, uns sofort zu unterstüßen, dieser Art der Reinigung bald vertraut und zufrieden. denn unser Sieg ist ein Fortschritt der gesamten Gewerkschaftsbewegung. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck dieses Artikels gebeten. Sendungen find zu richten an G. Hamann, Berlin, Lausigerstr. 26 I. Es wäre wünschenswert, wenn die Versuche mit dieser Bank, die auch die Forderung der Zweifißigkeit erfüllt, in den neu zu eröffnenden wie in den alten Schulen fortgesetzt würden und daß endlich mit dem„ guten, alten Banksystem" gebrochen würde. Berliner Partei- Angelegenheiten. des" Vorwärts" veröffentlichten Einſendung von Dr. Curt FreudenErster Wahlkreis! Die Parteigenossen werden auf die heute abend stattfindende Wahlvereins- Versammlung aufmerksam gemacht. Näheres Inserat. Barteigenossen, agitiert für guten Besuch der Versammlung. Der Vorstand. Eitel Wind". Zu der unter vorstehendem Titel in Nr. 178 berg sendet uns derselbe noch folgende Mitteilung: In Nr. 64 der Apotheker- Beitung" antwortet der Apotheker Fraentel auf meine in Nr. 178 des„ Borwärts" an ihn gerichtete Aufforderung, seine Anschuldigungen gegen mich zu beweisen. Er führt dabei folgendes aus: 1. Meine Behauptung, daß schon vor Beginn des Kampfes 16 ( nicht 15) Apotheker Vereinbarungen mit Vertretern der„ Centraltommiffion" getroffen habe, haben er( Fr.) mit Recht bezweifelt, denn die meisten dieser Herren" haben ihm gegenüber diese Behauptung für unzutreffend erklärt. Wohl noch nie hatte ein Streit eine größere Berechtigung, als der Generalstreit der Flaschenarbeiter. Wenn man bedenkt, daß die Lohn- und Arbeitsbedingungen so wie so schon schlechte sind, daß der Glasarbeiter gezwungen ist, oft stundenlang im Betriebe Nebenarbeiten zu berrichten, für die nicht die geringste Bezahlung gewährt wird, dann kann man sich nicht genug darüber, wundern, daß die beiden gestellten Forderungen nur so gering sind. Forderungen, die dem Unternehmer nichts fosten, Forderungen, die in andren Betrieben schon längst erfüllt sind. Jedoch den Herren in der Glasindustrie, die von jeher darauf pochen, Herr im eignen Hauſe" zu ſein, ist auch die Bewilligung dieser so bescheidenen Forderungen eine Vergebung ihrer Herrenrechte. Fast alle Fabrikanten, die heute Riesenbetriebe besigen, sowie auch diejenigen, deren Betriebe nur einige hundert Arbeiter fassen, besaßen früher taum ein nennenswertes Eigentum. Selbst ein Hehe in Nienburg- Schauenstein tonnte Anfang der 60er Jahre nur einen kleinen Betrieb in Schauenstein eröffnen, in dem jährlich 480 000 Flaschen hergestellt wurden. Ebenso 2. Wahlkreis. Auf die wiederholten Anfragen teilen wir den foffungle rice per der Riefenbetrieb Heyes in Gerresheim mit seinen Zweignieder- Barteigenoffen mit, daß das Sommerfest Sonntag, den in S. laffungen in Kreuznach, Porta und Hörstel. Auch hier war der An- 8. September, in den Gesamträumen des Ausschants der fang zu diesem jezigen ungeheuren Riesenbetrieb nur ein ganz Berliner Bodbrauerei, Tempelhoferberg, statt finaleren Blicken wir heute jene modernen Betriebe an, flinbet. Wie die Lokalfommission schon mitgeteilt, find die Nun, die Herren, von denen ich das behauptet habe, find meines des 2. Kreises, sowie des Centralverbands der Maurer und der und daß ich im Unrecht bin, indem sie mich wegen Beleidigung ber= Differenzen mit dem Oekonom resp. der Brauerei und den Vertretern Grachtens jederzeit in der Lage, zu beweisen, daß sie recht haben Braner nach gegenseitigem Uebereinkommen beigelegt. Wir ersuchen die Parteigenossen um recht zahlreichen Besuch des Festes, da für lagen. So lange das nicht geschieht, halte ich auch gegenüber den ein niedriges Entree nur Gutes geboten wird. Die Vertrauensleute. Ableugnungen der Herren meine Behauptung aufrecht. 2. Als Beweis dafür, daß ich Behauptungen, von deren unhaltbarkeit Die Kreiskonferenz für den Wahlkreis Teltow Beestow- ich überzeugt sein mußte, noch nicht widerrufen habe, führt Herr Stortow Charlottenburg findet am Sonntag, den Fraenkel an:" Die Behauptung des Herrn Dr. Freudenberg, daß 18. August, nachmittags 7 Uhr, in Schöneberg bei Obst, Martin bas fragliche Salpeterpapier in der Marggrafffchen Apotheke gekauft Luther- und Meiningerstraßen- Ecke, statt. Jeder Ort hat das Recht, fei, ist, obschon bereits vor 6 Wochen als unwahr festgestellt, von bis zu 3 Delegierte zu entsenden, welche in öffentlichen Partei Herrn Dr. Freudenberg bis jetzt nicht widerrufen worden. Versammlungen gewählt und mit Mandaten versehen sein müssen. Als provisorische Tagesordnung ist festgesezt: Beratung von Anträgen zur Brandenburger Konferenz und zum Parteitag; Wahl von Delegierten zu denselben. Anträge sind an den Unterzeichneten bis zum 13. August einzusenden. Der Vertrauensmann. so steht man vor großen Fabriken, deren Schlote weit in die Lüfte hinausragen. In den Fabriken Heyes in Schauenstein mit einer früheren jährlichen Produktion von 480 000 Flaschen haben sich die Verhältnisse völlig geändert. Die Arbeiterzahl, die früher etwa 35 Personen betrug, hat sich auf ca. 1500 Personen mit einer jährlichen Produktion von 46 Millionen Flaschen erhöht. Der Fabrikant selbst von einem sogenannten kleinen Mann bei vielleicht geringem Verdienst ist heute ein föniglicher Geh. Kommerzienrat geworden, dessen Besitztum auf 70 Millionen berechnet wird, und deffen Einkommen ein ungeheueres ist. Aus Kleinen Anfängen ist hier ein Riesenbetrieb entstanden, der dem Besizer zu einer ungeheueren ökonomischen Macht verhalf, während die im Betriebe beschäftigten Arbeiter heute noch so arm sind, wie ehedem. Nur noch mit dem Unterschied, daß sich die Leistungen des Einzelnen bei fast genau denselben technischen Einrichtungen verdreifacht haben und die Arbeitszeit noch dazu verlängert worden ist. Auf der einen Seite schier unermeßlicher Reichtum, während auf der andren Seite die Ausgebeuteten stehen, deren Wangen hohl und die Augen infolge der Auftrengung und des starken Feuers bei der Arbeit völlig ge trübt sind. Man sollte nun annehmen, daß in einem Berufe, in dem die Maschine noch gar keinen Eingang gefunden hat, ein Beruf, der sich fast nur vom Bater auf den Sohn vererbt hat, die Verhältnisse nicht allzu schlechte sein könnten, daß dort die Arbeiter weit mehr die Berpflichtung hätten, dafür einzutreten, daß die Arbeitszeit eine möglichst furze und die Bezahlung eine gute sein müßte. Doch nichts von alledem. Die Glasarbeiter, die fast ohne Ausnahme vom 5. und 6. Lebensjahre au in die Fabriken hineingezogen und dadurch der Schule entzogen worden sind, tonnten ihre schlechte ökonomische Lage nicht begreifen. August Schnell, Charlottenburg, Bismarckstr. 84. Reichstags: Wahlkreis Niederbarnim. Am Sonnabend, den 31. August, abends präcise 8 Uhr, findet in Rummelsburg im Lokale des Herrn Biebarth, Hauptstraße e 83, eine reisfonferenz für den Kreis Niederbarnim ftatt. Als Tagesordnung ist festgesetzt: 1. Der Provinzial Barteitag für Brandenburg. G. Freiwaldt- Bankow. 2. Anträge und Wahl von Delegierten. Das ist eine unwahrheit, denn in der Versammlung, in welcher Professor Liebreich sprach, habe ich ausdrücklich erklärt, daß ich in dieser Beziehung einer Täuschung zum Opfer gefallen sei. Die Apotheker- Zeitung" hat allerdings auch diesen Teil des Stenogramms ihren Lesern unterschlagen. Nebenbei ist es geradezu eine Lächerlichkeit, diesen Vorgang in diesem Zusammenhange zu ver werten. Denn würde es etwa dem Stufe der Marggraffschen Apotheke auch nur im geringsten schaden, wenn das daselbst erhältliche Salpeterpapier nicht eigenes, sondern Helfenbergsches Fabrikat wäre? " 3. Die Behauptung, daß den Arbeiterkassen für die Arzneien höhere Preise abgenommen wurden, als sie selbst der Millionär zu zahlen hat, soll mir längst als unwahr nachgewiesen sein. Herr Fr. fucht das damit zu begründen, daß sich darin( in den Bestimmungen Referent: über den Arzneiverkehr beim Gewerks- Strantenverein") eine Tage von ca. 350 Mitteln vorfindet, die allen Krankenkassen durchweg bedeutend billiger berechnet worden sind, als wenn sie einem Brivatpatienten verschrieben wurden". 3. Der Parteitag zu Lübed. Referent: Arthur Stadthagen. 4. Anträge hierzu und Wahl von Delegierten. 5. Lokalfrage. 6. Verschiedenes. Der Kreis- Vertrauensmann: Adolf Gark, Neu- Weißensee, Lehderstr. 5. Kasino bei Gleinert, Schulstraße 29, statt mit folgender Lagesordnung: 2. Bericht der Bezirks- Vertrauenspersonen. 1. Bericht des Kreis- Vertrauensmannes und der Revisoren. Mit diesen Worten spricht Herr Fraentel selbst eine unwahrheit aus. Man kann aber wohl annehmen, daß ein Apothekenbefizer sowohl die private Handverkaufs= tare als die Kaffentare fennt, und daß ferner Herr Fraenkel als Preßkommissions Mitglied auch die Aufsätze in der medizinischen Fachpresse- z. B. meine Aufsätze in der„ B. Ae. C." gelefen hat, deshalb glaube ich behaupten zu können, daß Herr Fräntel diese unwahre Aeußerung wider befferes Wissen gethan hat. Curt Freudenberg. 16 Apothekenbefizern mitgeteilt werden, die mit Vertretern der Zu derselben Sache ist uns eine weitere ähnliche Zuschrift von Herrn D. Staller zugegangen, in der aber auch die Namen von Centralkommission die behaupteten Abmachungen getroffen haben. Wir wollen vorläufig von der Veröffentlichung dieser Namen Abstand nehmen und nur mitteilen, daß auch Herr Staller den Wunsch hat, daß ihm Gelegenheit gegeben wird, sein Behaup3. Aufstellung eines Kandidaten zum Reichstage. 4. Die Provinzial- Konferenz und der Parteitag zu Lübeck und tungen vor Gericht beweisen zu fömen. Wahl der Delegierten. 5. Wahl des Kreis- Vertrauensmanns und der Bezirks- Vertrauens- Hauptaftionär der Bücherfabrik Union" in Stuttgart, Adolf perfonen. 6. Allgemeine Anträge und Verschiedenes. Unzählig find die Verfolgungen, die die Glasarbeiter wegen Ausübung des Koalitionsrechts erdulden mußten. Es schien dem Fabrikanten ein Unding zu sein, daß auch der Glasarbeiter seine An die Genossen der einzelnen Bezirke ergeht das Ersuchen, staatsbürgerlichen Rechte ausübe. Als jedoch die Bewegung der ungesäumt die Wahl der Delegierten zu dieser Konferenz vorzuGlasarbeiter immer mächtiger um sich griff, da konnten auch die nehmen, sowie zu den einzelnen, zur Verhandlung stehenden Punkten Hehe sich diesem Druck nicht widersetzen, und die Organisation hielt der Tagesordnung Stellung zu nehmen. auch in diesen Betrieben ihren Einzug. Schon am 1. Mai des vorigen Jahres war unter den Glasarbeitern in den Betrieben Heyes in Nienburg- Schauenstein fein unorganisierter Arbeiter zu finden. Die Leitung mußte wohl oder übel die Organi findet am Sonntag, den 18. August, mittags 12 Uhr, im Wedding Die Kreiskonferenz des Wahlkreises Ruppin- Templin fation dulden, jedoch von einer Anerkennung kann keine Rede sein. Die in den Versammlungen gewählten Vertreter wurden nie anerkannt und alle Wünsche der Arbeiter durfte einzig und allein der Krankenkaffen- Ausschuß vortragen. Das Verlangen nach einer wirklichen Anerkennung der Organisation stieg immer mehr, und als die Forderung, mit den in den Versammlungen gewählten Vertretern zu unterhandeln, nachdrücklich gestellt wurde, da war es mit aller Freundschaft aus und der Streit in Schauenstein nahm am Kapitalismus und Litteratur. August Scherl und der 1. August 1900 mit 180 Stollegen seinen Anfang. Später, am 1. März 1901,' der Streit in Nienburg bei Hehe, am 4. März bei Kröner, liegen gegenwärtig im Kampf um die Gunst des Himli, Holscher u. Comp. Der Organisation toftete dieser gewaltige Publikums und um den größten Profit. Nachdem der Stuttgarter Rampf 280 000 m., ohne diejenigen Summen, die seitens anderer Großunternehmer die„ Weite Welt" nebst deren 14tägiger Ausgabe Organisationen geleistet wurden. In Ober- Schöneweide findet am Donnerstag, den 15. August, Vom Fels zum Meer" dem Scherlschen Verlag, wo die beiden num hat überlassen müssen, rückt er nunDer Kampf ging feinem Ende entgegen. Die Erbitterung wurde die Flugblatt- Verbreitung statt. Hierzu werden die Genoffen gebeten, begraben werden, „ Gartenlaube" unter den Arbeitern immer größer, weil die Forderungen doch nur sich recht rege zu beteiligen. Treffpunkt abends 7 Uhr bei John, mehr dem Scherl mit feinem Bilderblättchen minimale zu nennen waren. Die Kollegen, die am Streit nicht Wilhelminenhofstr. 18. Gleichzeitig geben wir bekannt, daß in den auf den Leib. Dieses soll, wie uns mitgeteilt wird, vom Zu diesem Zweck beteiligt waren, zahlten regelmäßig im ersten Halbjahr wöchentlich nächsten Tagen die Petitionslisten gegen den Zollwucher cirkulieren 1. Oktober ab hier in Berlin hergestellt werden. bis 2 M. an freiwilliger Unterstüßung, im zweiten Halbjahr bis werden. Jeder über 14 Jahre alte Erwerbsthätige ist berechtigt, wird die ganze Redaktion von Stuttgart hierher übersiedeln und fich 4 und 5 M. Kein Gewerkschaftler kann den Glasarbeitern den dieselben zu unterschreiben. Der Vertrauensmann. in den bisher von der Weiten Welt" innegehabten Räumlichkeiten Opfermut absprechen. Mit Bewunderung hingen die Arbeiter an einnisten. Der Geist" der Gartenlaube" wird sich dadurch nicht zu seinem Vorteil ändern, aber eben das wird ihm in der Konkurrenz ihrer Organisation. Alle Versuche, Streitbrecher zu finden, waren Allem erfolglos und so besoldete Heye seine Agenten und schickte sie nach mit dem Tag" und" Woche" geist einigen Erfolg sichern. Rußland, um dort Arbeitswillige zu finden. Es gelang. Etwa Anschein nach ist übrigens die neueste Krönersche Koulissenverschiebung 60 Streitbrecher hielten ihren Einzug, zugleich aber auch die Schnaps. Connicht die letzte, und dürfte diese Seele der Stuttgarter Union noch Man spricht flasche, die früher streng verboten war. Aus Leserkreisen wird uns geschrieben: Nach Schluß der großen manchen Trumpf gegen Scherl in der Hand haben. Die Organisation mußte zu einem andern Mittel greifen, und Ferien zeigen unsere Schulen im Innern vielfach ein freundlicheres nämlich von einer von Ströner geplanten Neugründung, die sich so entstand die Frage des Generalstreiks. Die Solidarität der Kollegen Bild als vor Beginn derselben. Fast überall find Renovationen vor- direkt gegen die Scherliche Unterhaltungslettüre wurde immer stärker und am 27. Juli begann der Ausstand in allen genommen. Wände sind geweißt, neue Wasserspudnäpfe find auf- richtet. Man kann immerhin gespannt darauf sein, wer bei dem dem Ring der Fabrikanten angeschlossenen Betrieben. An diesem gestellt, die Bänte abgehobelt, die Fußböden gefirnißt. Wenn der Kampf der Litteraturkapitalisten den andern unterkriegen und aufTage traten 8718 Stollegen in den Ausstand. Insgesamt sind 12198 freundliche Eindruck aber mir lange stand hielte! Aber da läßt ein fressen wird. Personen zu unterstügen, das heißt einschließlich der Frauen und wunder Punkt unirer Schulverwaltung bald den alten Zustand wieder Kinder. eintreten. Der Kreis- Vertrauensmann. Lokales. Mehr Schulhygiene! Die Glasfabrik Oldenburg hatte eine vierwöchentliche Kündigung Dieser wunde Punkt ist die umgenügende Reinigung der Schuleingeführt und hier konnten die Kollegen erst am Sonnabend, den zimmer. Was würde man wohl von der Hausfrau sagen, die die 10. August, in den Ausstand treten. Es schlossen sich an diesem Tage Fußböden ihrer Zimmer nicht täglich säuberte, oder von dem Gast noch 222 Stollegen mit 106 Frauen und 275 Kindern dem Streit an. wirt, der nur einen einzigen Tag seine Lokalitäten ungewischt ließe?! Die gesamte Zahl der zu unterstützenden Bersonen beläuft sich also Befindet sich nun der Magiftrat unfrer Stadt nicht in derselben Lage auf 12 901. Daß zur Führung eines solchen Kampfes Geld und wie die Hausfrau oder der Gastwirt? Hat er nicht eine riesige Zahl abermals Geld gehört, braucht wohl nicht mehr erörtert zu werden. von Zimmern, in denen die Kinder seiner Bürger fich täglich be Die Forderung: Anerkennung des Koalitions- wegen, ja ein Viertel ihres Lebens zubringen? Und ist es nicht berechts, Schlichtung des Streits in Nienburg- schämend, daß es da noch langer Erwägungen bedarf, ob die FußSchauenstein, sowie Einführung eines paritätischen böden der Schulzimmer täglich naß gewischt werden sollen? Arbeitsnachweises sind so gering, daß sie seitens der Wo Unsummen für weniger wichtige Zwecke aufgewendet werden, Industriellen sehr leicht erfüllt werden können. Gine Gewerkschaft, da sollten doch die Gelder für die tägliche naffe Reinigung der die das Recht haben will, zu denjenigen Gewerkschaften gerechnet zu Schulzimmer vor allem andern vorhanden sein. Wie steht es aber werden, die am Befreiungskampfe des Proletariats teilnehmen, mit der Möglichkeit der wirklich gründlichen Reinigung der Fußdarf von diesen Forderungen teinen Schritt zurücktreten. Aber auch böden? Bei dem Banksystem, das jetzt in den weitaus meisten die übrigen Gewerkschaften dürfen dem Befreiungskampf der Glas- Schulen herrscht, ist eine gründliche Reinigung überhaupt aus. arbeiter nicht teilnamslos gegenüberstehen, sondern müssen den geschlossen! Man sehe sich die festgeschraubten Bänke an: bei streifenden Glasarbeitern ihre volle Unterstützung geben. ben meisten findet sich ein Ausschnitt von ca. 1 Centimeter Höhe Gewerkschaftsbrüder, Parteigen offen. Es liegen, über dem Fußboden, der mit der größten Bereitwilligkeit( wie im hinausgeworfen aus den Wohnungen, 12901 Personen auf der Vorwärts" vor kurzer Zeit sehr drastisch dargethan wurde) allen Straße. Ungeheuer groß waren die Gelder für Umzug und die Schmuß. Staub, Papierschnigel, Frühstücksreste, Haare, verroftete Aufopferung der Kollegen. Am Sonnabend konnten wir unsre Federn 2c. aufnimmt und beharrlich festhält. Kein Besen oder Lappen Unterstützung auszahlen, die sehr, sehr gering bemessen wurde und stört diesen Müllabladeplag en miniature. trozdem die Summe von 23 543 M. ausmachte. Es ist nun eine Niederlage der Streitenden absolut nicht zu erwarten, wenn die deutsche Arbeiterschaft ihre volle Schuldigkeit thut. Aber nicht lange darf und vergiftet sie. gewartet werden. Nicht lange darf die Unterstützung hinausgeschoben Wenn schon die Säuberung eine gründliche sein soll, so muß mit werden, nein, sofort muß dieselbe herbeigeschaffts werden, Bedenkt, dem System der feststehenden Bänke gebrochen werden. Auf dem es gilt, einer Gewerkschaft, die sich schon ein Jahr im Kampfe Gebiet der Schulbantfrage haben sich schon viele Architekten, Lehrer befindet, die alle Opfer im Stampfe getragen hat, die Unterstützung und Tischler versucht. Das beste System scheint aber das in der zu gewähren. Gemeindeschule in der Glogauerstraße versuchsweise angewandte Arbeitskollegen! So oft hat sich Euer Solidaritätsgefühl bewährt. zu sein. Gebt uns sofortige Unterstügung, und der Sieg i ft Die dort probeweise aufgestellten Bänke sind erfunden von dem unser! Nur durch Mangel an Geld, nur durch den allergrößten Münchener Baumeister Rettig. Das ihnen Eigentümliche ist ihre Umleg Hunger fönnen wir gezwungen werden, in die Fabriken zurück- barteit. Diese Bänke sind unverrückbar mittels Scharniers an Aber in der Sommerhige trocknet diefer Unrat zu Pulver und bei jedem Luftzug erhebt sich etwas von diesem Staub in die Luft " 1 Der Erlaß einer Polizeiverordnung im Interesse der allgemeinen Verkehrssicherheit, des Tierschutes und zur hebung des Droschtenfuhrgewerbes im allgemeinen ist von einer Gruppe hiesiger Droschkentutscher beim Polizeipräsidium( Kommissariat für öffentliches Fuhrwesen) beantragt worden. Nach dem Wunsche der Betenten soll die zu erlaffende Verordnung zur Bekämpfung der sogenannten„ Greifer" folgende Bestimmungen enthalten: 1. Mit 5 Mart oder entsprechender Haft wird bestraft, wer außerhalb eines Halteplazes in den nachstehend verzeichneten Straßen und Pläßen Fahrgäste aufnimmt und befördert: Am Alexanderplatz, Burgstraße von der Neuen Friedrichstraße bis Kaiser. Wilhelmstraße in der Zeit von 12 Uhr mittags bis 4/2 Uhr nachmittags, Friedrichstraße, Straße Unter den Linden, Nord- und Südseite, Leipzigerstraße, Potsdamerplag, An allen Theatern, Ausstellungen, Konzert- und Balllokalen und Bahnhöfen, vor denen sich Droschten- Haltepläge befinden. 2. Fahrgäste, die außerhalb eines Droschten- Halteplates eine Droschte anhalten, find an den nächsten Halteplatz zu verweisen. 3. Der§ 26 Abs. 2 des Droschten- Polizei- Reglements findet nur auf die an Halteplägen wartenden Droschken entsprechende Anwendung. F In der Begründung, in welcher das gemeinschädliche Treiben der" Greifer". 5. H. solcher Kutscher, die fortwährend umherfahren und Fahrgäste zu ergattern suchen, flar gelegt wird, heißt es u. a.: Würde vorstehende Verordnung erlassen werden, so würde dieselbe zur Hebung des Droschtenfuhrgewerbes allgemein beitragen. Da sich doch nicht alle Droschkenführer auf die sogenannte Greiferei legen fönnen, so ist es heute nichts Seltenes mehr, wenn eine Droschte 8 bis 4 Stunden unbenußt auf einem Halteplay verbleibt, während, wenn alle Fahrgäste von den Halteplätzen aus befördert würden, der einzelne Kutscher doch manche Fahrt mehr bekäme. Dadurch würden fich auch die Einnahmen der Einzelnen wesentlich vermehren. Andrerfeits würden die Droschkenführer gezwungen werden, so bald wie möglich einen Halteplaz aufzusuchen, um schnell wieder eine Fahrt zu erhalten, und würden hierdurch die Straßen von leeren Droschken erheblich entlastet werden. Die Bequemlichkeit des Publikums und war Unter der Anklage der wissentlich falschen Anschuldigung würde dadurch nicht beeinträchtigt, indem ja an fast allen Straßen- 130 einzelnen Männern und 26 einzelnen Frauen. Gegenüber Anfang ecken Droschken halten, und daher, eine solche Teicht herangerufen Juli hat sich der Bestand um 11 Familien und 38 Köpfe ver- und der Freiheitsberaubung stand gestern der Tischlermeister werden kann." mehrt. Bedeutend abgenommen hat dagegen im Juli der Robert Koch vor der vierten Ferien- Straffammer des Landgerichts I. Ein Mordversuch und Selbstmord rief Montagabend im Besuch des städtischen nächtlichen Obdachs. Im Juli betrug die Am 15. März d. J. befanden sich mehrere Baubeslissene in dem Frequenzziffer noch 16 564 Personen( 13 045 Männer und Restaurationslokal von Groß in der Landsbergerstraße. Bei BeNorden der Stadt eine große Aufregung hervor. Der am 14. März 8519 Frauen), während im Juni 20 416 Personen( 16 760 Männer gleichung der Zeche kam es zwischen dem Angeklagten und dem 1849 geborene, verwitwete Arbeiter Ludwig Reiste aus der Gerichts- und 3656 Frauen) beherbergt wurden. Wesentlich verringert hat Kellner zu einem Streit, wobei der Maurermeister Büttner gegen Straße 6, der seit 23 Jahren in der Schwarzkopffichen Maschinenfabrik beschäftigt war, im allgemeinen als ein ordentlicher Mann und sich die Zahl der Männer, sie nahm um fast 3800 ab, die der Frauen den ersteren Partei nahm. Um sich zu rächen, griff der Angeklagte fleißiger Arbeiter galt und nur zuweilen trant, lebte seit dem Tode nur um 330. Zum 1. September d. J. wird eine weitere Zunahme zu einem schlechten Mittel. Er begab sich auf die Straße, suchte einen der Frequenz erwartet. Schuhmann und verlangte von ihm, daß er ihm nach dem Lokal von Groß seiner Frau, die im Oktober vorigen Jahres starb, mit einer seiner Stieftöchter, einer Frau Müller geb. Brüsewitz aus der Grenz- Fenerbericht. Dienstagnachmittag war Junkerstr. 1 in einem folge. Der Angeklagte wolle dort einen der Gäste feststellen lassen, der sich ihm gegenüber eines Sittlichkeitsverbrechens schuldig gemacht und straße 20 in Unfrieden. Die Veranlassung zu dem Zivist Droguenkeller durch unvorsichtigkeit ein Ballon mit Salmiakgeist ihn beleidigt habe. Der Schuhmann kam der Aufforderung nach. gab die Regelung des Nachlasses. Jusbesondere glaubte Reiste, daß zerbrochen. Die ausgelaufeue Flüssigkeit entwickelte geradezu er- Im Lokale bezeichnete der Angeklagte den Waurermeister Büttner Frau Müller sich in den Besitz eines angeblich verloren gegangenen stickende Dämpfe. Der alarmierten Wehr blieb nichts weiter als den Thäter, worauf dieser zur Wache gebracht wurde, wo er so Sparkassenbuches über einige Hundert Mark gesetzt habe. Hierüber übrig, als unter Anwendung von Rauchhelmen zum Keller lange verbleiben mußte, bis seine Persönlichkeit feſtgeſtellt wurde. fam es auch Montagabend gegen 10 Uhr in der Müllerschen Wohnung vorzubringen und durch Oeffnen der Fenster und Thüren Die Ermittelungen ergaben nicht das geringste Belastende gegen Büttner, vorzudriluft Die Umgebung wieder zu einem heftigen Auftritt, der ein blutiges Ende nahm. Mit der Stickluft Abzug zu verschaffen. Salmiakduft erfüllt. Vorher obgleich der Angeklagte mit zäher Beharrlichkeit an seinen Beschuldieinem spigen Küchenmesser bewaffnet, war Reisfe zu feiner Stief- dann noch stundenlang von tochter hinübergegangen, um sie zur Rede zu stellen. Nach einem waren Poſenerstr. 32, Brandenburgstr. 18, Prinzenſtr. 89 und gingen festhielt. Schließlich blieb nur die Annahme übrig, daß ein Wortwechsel zog er dann sein verborgen gehaltenes Messer hervor Alexandrinenstr. 123 Kleine Wohnungsbrände abzulöschen, die durchschnöder Racheakt vorlag, der Spieß wurde nun gegen Koch gerichtet. Die und stieß es Frau Müller, deren Mann nicht zu Hause war, ins weg Kleider und Betten beschädigten. Genick. Während die Frau blutüberströmt zusammenbrach und dann nach dem Lazaruskrankenhause gebracht wurde, entkam Reiste, obwohl ihn mehrere Leute aus dem Hause festzuhalten versuchten und ging in feine Wohnung. Das von dem Vorfall unterdessen benachrichtete Polizeirevier 82 fandte dorthin zwei Schußmänner, die aber die Thür verschlossen fanden. Neiske hatte die Beamten kommen sehen, und als sie sich nun daran machten, die Thür mit Gewalt zu öffnen, stürzte er sich aus dent Fenster der im zweiten Stock gelegenen Hof wohnung hinab. Da er sehr schwer verlegt war, so brachte ihn der Schutzmann Nr. 1961 schleunigst nach der Charité. Bald nach der Einlieferung gab er seinen Geiſt auf. Das Befinden der schwerverlegten Frau Müller, die Mutter von 5 Kindern ist, war am Dienstagmittag unverändert. Vom Laufbrett gestürzt und ertrunken ist am Montagabend der 30 Jahre alte Bootsmann Karl Messing aus Mittenwalde, der mit seinem Kahn am Grundstück Stralauer Allee Nr. 9a lag. Jm Begriff, von einem Ausgang auf den Kahn zurückzukehren, glitt er auf dem Laufbrett aus und fiel in die Spree. Einige Schiffer, die von ihren in der Nähe liegenden Fahrzeugen aus das Unglüc sahen, Holten den Mann zwar bald wieder aus dem Wasser heraus, er war aber bereits tot. Balken. id aid tim 1914. Mit der neuen Gröffnung der städtischen Volks- Lesehalle am 15. August wird die Herausgabe eines neuen Katalogs ftattfinden, der das Verzeichnis von über 12 000 Büchern enthält. während der Schulferien war die Lesehalle an jedem Tag von durchschnittlich 20 Personen besucht. beteiligt daran. ausgenommen das Bedürfnis Beweisaufnahme im gestrigen Termine ergab thatsächlich, daß der Angeklagte feine Beschuldigungen aus der Luft gegriffen hatte. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten, der Gerichtshof hielt indessen mit Rüdsicht auf die niedrige Ges finnung, die der Angeklagte an den Tag gelegt, die beantragte Strafe für zu gelinde. Es wurde auf eine Gefängnisstrafe von neun Monaten erkannt. Aus den Nachbarorten. sorunl Aus Schöneberg schreibt man uns: Der Bezirksausschuß zu Potsdam hat das von den städtischen Körperschaften beschlossene Ortsstatut, betreffend die unterirdische Kanalisation be Vierzig teils schwere, teils einfache Diebstähle wurden anstandet, und zwar um deswillen, weil er es für unstatthaft hält, dem Mechaniker Wilhelm Wartenberg zur Last gelegt, der daß die Kanalisationsherstellungskosten durch Gebühren gedeckt gestern vor der Ferienstrafkammer des Landgerichts II stand. werden sollen. Die Dedung müßte nach Ansicht des Bezirks- Der Angeklagte, der aus einer guten Familie stammt, ist ein ausschusses lediglich durch Beiträge geschehen. Da dieses Verfahren schwerer Verbrecher geworden, der bereits mehrfach wegen Diebfich aber zur Zeit bei uns noch nicht durchführen läßt, hat der stahls, zuletzt mit zwei Jahren Zuchthaus vorbestraft ist. Da über Magistrat die Zurückziehung des betreffenden Ortsstatuts befchloffen 50 Beugen geladen waren, mußte zur Verhandlung der große und wird die Forterhebung der Kanalisations- Herstellungskosten im Schwurgerichtssaal in Anspruch genommen werden. Em verflossenen Wege des Privatvertrags erzielen. Der Magistrat hat eine dem Sommer machte der Angeklagte die Neubauten in den Vororten unentsprechende Vorlage an die Stadtverordneten- Versammlung ge- sicher. Er fahndete auf Fahrräder, welche von den Handwerkern benutt richtet. und an der Arbeitsstelle in einen verschlossenen Naum untergebracht worden waren. Wartenberg war als Mechaniker im Besize vorzüglich gearbeiteter Dietriche und Nachschlüssel, denen so leicht kein Schloß widerstand. Im November v. J. nachdem Wartenberg gegen zwanzig Fahrrad- Diebstähle ausgeführt hatte, wurde er zur Haft gebracht. Als der Angeklagte während der Untersuchungshaft am 1. Dezember Nach der letzten Aufnahme betrug die Zahl der bebauten Grund- dem Untersuchungsrichter zur Vernehmung vorgeführt wurde, gelang In einem Anfalle von Geistesgestörtheit haben sich zwei stücke in Schöneberg 1405 mit einer Einwohnerschaft inkl. Militär- es ihm zu entspringen. Noch an demselben Tage fing er das Männer das Leben genommen. Der Gastwirt S. aus Charlotten- personen von 96 014. Diebesgewerbe wieder an und lag demselben dann mit größerem burg, ein älterer Mann, der schon längere Zeit litt, ging am Sonntag Die Zahl der Subhastationen am hiesigen Orte ist in den legten Eifer ob als zuvor. Da die Jahreszeit für Fahrrad- Diebstähle abend von Hauſe weg und kam nicht wieder. Borgeſtern landete Monaten größer gewesen, als früher im Zeitraum eines ganzen nicht günstig war, so suchte Wartenberg während dieser man ihn an der unteren Schleuse als Leiche aus dem Landwehr- Jahrs. Es kommen mehr als 30 Grundstücke unter den Hammer. Zeit die Baubuden heim. Er stahl eine Menge Anzüge, fanal. Der 36jährige, aus Oranienburg gebürtige Arbeiter Franz Die bestehende Wohnungsnot, Wrede begab sich heimlich auf den Boden des Hauses Soldinerstr. 12, herrschaftlicher Wohnungen, dürfte jedenfalls daran nicht schuld Uhren und andre Gegenstände, bis er am 21. Januar d. J. wieder in dem er wohnte, und erhängte sich mit einer Waschleine an einem sein, vielleicht ist aber der sogenannte„ Häuserschwindet" nicht un- geklagte unter besonderen Vorsichtsmaßregeln vorgeführt wurde, geBaltem uns zur Haft gebracht wurde. Im geſtrigen Termine, zu dem der Anlang es dem Verteidiger, Justizrat Wronker, den Angeklagten zu einemt Soldaten- Selbstmorde. Beim Kaiser Alexander- Regiment er- Eine starke Vermehrung der hiesigen Polizeikräfte soll zum offenen Geständnis zu bewegen, so daß jede Zengenvernehmung sich schoß sich am Montagabend der Fähndrich v. Frankenberg und 1. April n. J. wieder eintreten und würde dadurch der städtische erübrigte. Das Geständnis wurde dem Angeklagten hoch angerechnet, Ludwigsdorf, der seit dem 1. Februar d. J. dem Regiment an- Haushalts- Etat nicht unbeträchtlich erhöht werden. denn der Staatsanwalt beantragte gegen ihn nur sechs Jahre gehörte und bei der 3. Compagnie stand. Der Fähndrich mußte Ein netter Hauswirt ist der Eigentümer des Hauses in der Buchthaus, acht Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeinachmittags nach 5 Uhr, während alle andren Unteroffiziere dienstfrei Hohen- Schönhausenerstr. 4 in Wilhelmsberg. Der Mann ist Aufsicht. Das Urteil lautete dem Antrage gemäß. waren, mit einigen Leuten nachererzieren. Das soll die unmittelbare schon einmal wegen Körperverlegung, begangen an einem seiner äußere Veranlassung zu dem Selbstmorde gegeben haben, an den Mieter, zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Trotzdem scheint der junge Mann wegen andrer Vorkommnisse ähnlicher Art schon ihm die Neigung zu Gewaltthätigkeiten nicht abhanden gekommen, öfter gedacht zu haben scheint. Als er gestern abend gegen 10 Uhr denn vor einigen Lagen entstand wieder eine Skandalſcene, bei der allein auf seinem Zimmer war, erschoß er sich. Leute aus den der Hauspascha wieder die Rolle des Zuschlägers spielte. Die Folge Nebenstuben eilten auf den Knall sofort herbei. Jede Hilfe aber war wird sein, daß er abermals mit dem Strafrichter Bekanntschaft machen vergeblich, der Schwerverwundete starb schon nach fünf Minuten. wird. Um einigermaßen zu verstehen, welche Mengen von Vorräten in Sein Vater, der Oberstlieutenant ist, tam auf telegraphischen Ruf sofort hierher und begleitete gestern, Dienstag, Wegen der Maffendiebstähle in der fg I. Pulverfabrik dem nur mittelgroßen Schiff von ca. 1500 Tonnen Deplacement, mittags, die Leiche nach dem Garnisonlazarett I, wohin sechs zu Spandau dauern die Nachforschungen in der Stadt selbst das außerdem infolge seiner starten Holzwände und Verbände weniger Unteroffiziere sie brachten. Beim 4. Garde- Regiment zu Fuß fowie zwei benachbarten Ortschaften noch ununterbrochen fort; die Innenraum als andre Schiffe besitzt, unterzubringen sind, mögen diente bei der 1. Compagnie im zweiten Jahre der Kaufmann Angelegenheit nimmt einen kaum glaublichen Umfang an und erregt nachstehende Angaben dienen. Das in Kiel vollausgerüstete Schiff Lehmann, der zum Gefreiten befördert und als Compagnieschreiber noch aus dem Grunde besonders großes Aufsehen, weil die Spi- hat zunächst als Hauptlast 407 Tonnen beſter Walesfohlen und der 6 Tons Trinkwasser an Bord genommen. Seinen Hauptbedarf an beschäftigt war. Als Stubenältester hatte der Gefreite eine kleine buben meistens Personen waren, die in Sammlung in Berwahrung, für die sich die Reservisten im Herbst Fabrit Vertrauensposten bekleideten; es sind bisher Frischwasser destilliert die Maschine. Ein zerlegbares Holzhaus zur Thäter ermittelt ein Pförtner, fünf Wächter und Bornahme von geodätischen Beobachtungen am Lande, eine WindBilder und bunte Pfeifenköpfe wollten machen lassen. Dieses Geld sechs Maschinisten; hierzu kommt noch Arbeiter; diejenigen unter den ersteren, die bereits Beamteuſtellung trischen Lichtes bestimmten Accumulatoren füllt, zwei Lieffcehatten, sind von ihrer Thätigkeit suspendiert, die andren wurden lotmaschinen, verschiedene andre Lotmaschinen, riesige Schleppneße nach Entdeckung der Spigbübereien sogleich entlassen. Sämtlich find mit ihren Bügeln, Planktonnege, 12 Rastendrachen, 22 Schlitten und waren alt Deck und auf dem Ausbau untersie Familienväter und schon eine Reihe von Jahren in der Fabrit 20 Kajats das für die Eisregionen bestimmte Schiff beschäftigt; einige sind verhaftet worden. Zum Fortschaffen der bei den zubringen. Da Ventilatoren Haussuchungen vorgefundenen Diebesbeute, Rohmaterialien der ver- teine Seitenfenster und seitliche Luten haben kann, so führen außerdem eine Unmenge von schiedensten Art, waren Fuhrwerke erforderlich. Von der Fabrik, die am durch das Deck Havelufer liegt, find die am Tage beiseite geschafften Gegenstände nachts aus den unteren Räumen. Außer der für zwei bis drei Jahre auf dem Wasserwege in sähnen abgeholt worden. Be- berechneten Ausrüstung des Schiffes mit den gewöhnlichen Vorräten sonders groß sind die Mengen an denaturiertem Spiritus, die ge- und Reservestücken hat" Gauß" noch eine größere Menge von Sprengstohlen sind. Ein Dieb hatte davon bedeutende Vorräte; er betrieb mitteln, Benzin, Petroleum, Spiritus und Jagdmunition an Bord, in seiner Behausung eine Destillation auf faltem Wege, wodurch welche feuergefährliche Ladung noch durch 450 eiserne Cylinder ver er diesen Spiritus wieder in einen einigermaßen genießbaren Zu- mehrt wird, in denen Wasserstoffgas bis auf 150 Atmosphären stand verfegte. Die Ermittlung der Abnehmer der Diebesbeute ist komprimiert ist. Diese Wasserstoffgasmenge foll für 5-6 Füllungen für den an Bord befindlichen Fesselballon ausreichen. Die viesige bisher noch nicht gelungen. Winde an Deck wird als Lot-, Rez, Ballon- und Ankerwinde dienen. Als besondere Ausrüstung der Mannschaft sind 30 lange Pelzanzüge( Haare nach außen), nebst Pelzhosen, Belzstiefeln, Stiefeln borverbrauchte er für sich, und als die Unterſchlagung entdeckt wurde, beschloß er, sich zu erschießen. Ohne daß seine Kameraden es merkten, lud er sein Dienstgewehr mit einer scharfen Patrone, that so, als ob er mit dem Gewehr hinter seinem Verschlag spielte, band einen Schuhriemen an den Abzug, steckte seinen Fuß hinein und löste durch Treten den Schuß, nachdem er sich mit der Brust auf die Laufmündung gelegt hatte. Die Kugel durchbohrte ihm die Brust dicht über dem Herzen und tötete ihn auf der Stelle. Gestern nachmittag wurde der Werstorbene auf dem Garnisonkirchhof beerdigt. Ein Geisteskranker, der aus Dalldorf entwichen war, wurde vorgestern auf dem Tempelhofer Felde ergriffen. Es war der 33 Jahre alte aus der Frrenanstalt zu Dalldorf entsprungene Förster Karl Wendt. Der Unglückliche wurde nach Dalldorf zurückgebracht. genommen. dandi Gerichts- Beitung. Volke im und beraten werden sollten, als Dermischtes. Die deutsche Südpolar- Expedition, die nunmehr die letzte Ausrüstung zu ihrer Reise unternimmt, verfügt über ein eigens für diesen Zweck auf dem Howald- Werke gebautes Schiff. Das Opfer eines Ueberfalles durch Naufbolde ist der Schneidermeister Karl Christoph aus der Schulstraße geworden. Christoph saß abends gegen 11 1hr mit mehreren Bekannten im Restaurant von Karl Lehmann, Schul- und Ruheplatzstraße, beim Kartenspiel, als zwei der Baude das Restaurant betraten, mit den Unser Vereinsgesetz. Der Redacteur Tomaczewsky, Vorsitzender mit dicken Holzfohlen, sowie 10 türzere Belajacketts mit PelzKartenspielern Standal anfingen und auf Christoph, der sich dies cincs polnisch- katholischen Volksvereins, war mit 12 Gesinnungs- hoſen usw. für die wissenschaftlichen Mitglieder und die Offiziere, und 60 Paare von Schneeschuhen anzusehen. Die Ausrüstung für berbat, einschlugen, während die andren vor der Thüre freunden und Freundinnen von Bromberg in ein Dorf gekommen, die Südpolarzone wird auf der ersten Hauptstation des Schiffes, warteten. Christoph drängte seine Angreifer zur Thüre um dort die Gründung eines gleichartigen Vereins vorzubereiten. hinaus und wurde dort sofort mit Messerstichen empfangen. Im Hause eines Besizers sollte eine Versammlung stattfinden. auf den Kerguelen- Inseln, noch durch 50 Kamchatka- Hunde verstärkt, die vom Norden her direkt mit einem Dampfer nach aber Mann verweigerte dem auf der Dorfstraße Einer traf das Handgelenk, die andern die Brust und die Der Mann den Kerguelen gesendet werden, um der langen Reise des Schultern. Während Chr. ins Lokal zurücklief, drangen die versammelten Eintritt. legten Augenblick den Rowdies, mit eisernen Gartenstühlen bewaffnet, die sie aus Tomaczewsky ging deshalb mit seinem Reisegefährten und einer Gauß durch die tropischen Gegenden zu entgehen. Außerdem werden nach den Kerguelen noch zwei Stationshäuser geliefert, von dem Vorgarten genommen hatten, in das Lokal ein, demolierten den Anzahl Dorfbewohner, im ganzen etwa 25 Personen in das Haus denen eines der auf diesen Inseln einzurichtenden BeobachtungsSchanktisch und den Kronleuchter und ergriffen die Flucht. Gine des Käthners Michulsky. Hier unterhielt man sich polnisch, sang vorüberfahrende Radfahrerin hatte inzwischen einen Schuhmann be- religiöse, Lieder in polnischer Sprache und amüsierte sich über ein station dienen soll, während das andre als Stationshaus für die nachrichtigt, der die Bande an der Malplaquetstraße stellte. Sie Complet, das einen Sakatisten verspottet und das von T. vorgetragen polaren Gegenden vom„ Gauß" weiter mitgenommen wird.. Die am 11. morgens angetretene Reise führt den„ Gauß" zus hielten ihn sich aber mit den Gartenstühlen vom Leibe, mit denen wurde. Es wurde niemand weiter hineingelassen. T. erhielt demsie auch einige Säbelhiebe abwehrten. Dan kletterten sie über einen nächst eine Anklage wegen Uebertretung der§ 1 und 12 des Vereins- nächst durch den Kanal nur bis nach Brunshausen auf die Unterelbe, von Besuchern, das Seefeststauen der Zaun, gefolgt von dem Schußmann, den sie jegt mit Steinen geseges, weil er in einer Versammlung, in der öffentliche woselbst, unbehindert gulegt in Kiel an Bord genommenen Instrumente und Vorräte gebombardierten. Auf seine Notsignale tam ein Kriminalschutzmann Angelegenheiten erörtert schehen soll. Dann soll erst auf St. Vincent( Kap- Verde- Juseln) Hinzu, der den einen Rowdy festnahm, als derselbe einen Zaun in der Redner, Leiter und Einberufer gewirkt habe, ohne daß der erste Aufenthalt genommen werden, was auf Ascension und Geestraße überkletterte. Ein zweiter wurde später in der Utrechter- die Versammlung polizeilich angemeldet gewesen sei. Das Schöffen- St. Helena wiederholt werden soll. Ob auf der dann angetretenen straße verhaftet, und zwei andre wurden im Laufe des Tages festgericht sprach ihn frei, das Landgericht Bromberg verurteilte ihn steise nach den Kerguelen- Inseln noch Kapstadt angelaufen werden jedoch zu einer Geldstrafe und führte aus: Der Verein, dessen Vor- wird, hängt von dem Erlöschen oder Weiterbestehen der dort vorEin Baunnfall ereignete sich gestern um 1/412 Uhr auf dem igender 2. sei, verfolge politische Tendenzen. Nach seinen Statuten handenen Beſt ab. Auf den Kerguelen ist die Hauptstation vor dem bezwede er eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten, denn er Eindringen in die Polargegenden. Dort werden die drei Geologen Umbau in der Wusterhausenerstraße. Schon vorige Woche berichteten wolle die socialen Bestrebungen fördern und die Socialdemokratie und Meteorologen Dr. Werth, Dr. Enzengruber und Dr. Luyken wir über einen Unfall und deuteten darauf hin, daß gerade nicht und den. Anarchismus bekämpfen, daneben habe er auch politische für 14 Monate im Stationshause ihren Wohnsitz aufschlagen, um mit genügender Vorsicht die Bauausführung betrieben wird. Tendenzen. Er nehme nur polnisch sprechende Leute auf und den Unfall, der sich gestern zutrug, wird uns folgende Darstellung ge- durch die Vorträge und Gefänge in feinen Berfammlungen dann durch einen besonderen Dampfer nach der Heimat zurückgeholt geben: Um die angegebene Zeit war ein Arbeiter damit beschäftigt, folle lediglich die national- polnische Gesinnung gepflegt werden. Es Die andren Mitglieder der Expedition und die Schiffsoffiziere von der Rüstung der Hoffassade eine Steife abschlagen. Durch einen fei anzunehmen, daß die Versammlung bei Michulsky zur Verfolgung find: Profeffor Dr. E. v. Drygalski, der wissenschaftliche Leiter, Fehlgriff entglitt der Gegenstand seinen Händen und traf den unten Sesselben weds bestimmt gewesen sei und daß eine Erörterung Dr. E. van Hoeffen, Dr. H. Gazert, Dr. Philippi, Dr. Bidling vorbeigehenden Steinträger Robert Gritzner auf den Stopf. Der öffentlicher Angelegenheiten stattgefunden habe. Auf die Revision maier, H. Ruser, Kapitän und ſeemännischer Führer, W. Lerche. Verunglückte mußte besinmungslos nach seiner Wohnung überführt Ses Angeklagten hob das Kanmergericht die Vorentscheidung auf und erster Offizier, 2. Ott und N. Vahfel, Schiffsoffiziere, sowie Albert, werden. Wäre an der Rüstung ein Schutzdach angebracht gewesen, sprach ihn mit folgender Begründung frei: Es fehle an einer Maschinist. Die andre Besagung des Schiffs besteht einschließlich hätte der Unfall vermieden werden können. Die Vorkommnisse geben genügenden Feststellung dafür, daß in der Wohnung des des Maschinenpersonals, des Kochs und der Aufwärter aus 20 Mann, nur wieder einen Beweis für die Notwendigkeit einer Baukontrolle Michulsty und auf die Zusammenkunft dort komme es allein unter Mitwirkung aus Arbeiterkreisen, der behördliche Schutz versagt an öffentliche Angelegenheiten beraten oder erörtert werden Wieder ein Opfer des Krachs. Der fünfzigjährige Kaufs hier vollkommen. follten.(§ 1.) Nach dem Landgerichtsurteil habe der Boden für mann Blöst in Nürnberg, ein Lieutenant a. D., hat sich erschossen. Die Frequenz im städtischen Familien- Obdach hat wieder die beabsichtigte Gründung eines katholisch- polnischen Boltsvereins vor- Er hatte sich vor drei Jahren vom Geschäft zurückgezogen und ſein Am 1. Juli wurden nur 87 Familien fowie 16 bereitet werden sollen, und weiter sei danach ihr Zweck die Pflege ganzes Vermögen in Schuckert- Attien angelegt, und zwar als diese einzelne Männer und 25 einzelne Frauen beherbergt und verpflegt, national- polnischer Gesinnung gewesen. Aber es sei nicht festgestellt am höchsten im Kurs standen. Als jetzt keine Dividendenzahlung zusammen 290 Personen mit den Kindern. Im Juli sind hinzu- worden, daß solche Ziele auch erörtert und beraten werden erfolgte und die Kurse so sanken, trieben ihn Aufregung und Schwergekommen 182 Familien mit 692 Köpfen sowie 136 einzelne Männer sollten. Aus dem Singen polnischer Lieder zum größten Teil mut zum Selbstmord. und 47 einzelne Frauen, während 173 Familien mit 669 Stöpfen religiösen Jubalts könne hier die Absicht einer Erörterung öffentlicher und 122 einzelne Männer und 46 Frauen Wohnung fanden. Es Angelegenheiten nicht gefolgert werden, denn daraus sei an sich verblieb somit ein Bestand von 96 Familien mit 68 Frauen, nicht ersichtlich, welche öffentliche Angelegenheiten man zu erörtern 44 Männern, 68 Knaben, 65 Mädchen und 27 Säuglingen sowie noch beabsichtigte. zugenom mi e it. Ueber zu werden. Eine gruselige Geschichte wird aus einem Dorfe der Delmen horster Geest erzählt: In dem Dorfe befindet sich auch ein„ Strug" ( Gasthaus), dessen Inhaber sehr biedere Leute sind, die aber in der Welt nicht weiter gekommen sind, als höchstens geschäftlich dann 1 und wann auf einige Stunden nach Demmos" oder„ Olm-| Jahren, oder sind es nicht die Ihrigen?!" boch". O ja, fie gehören A11 einem regnerischen Abend tehrte bei ihnen alle mir und sind, wie ich Ihnen bereits fagte, unter drei Jahren." ein Reise Onkel ein, dessen dessen Kleidung Kleidung schon vollständig vollständig- Das ist unmöglich, Madame, und ich bedauere, die Kinder nicht durchnäßt war. Er bat dringend, ihn für die kommende Nacht zu sämtlich passieren lassen zu können."" Das ist nicht unmöglich," beherbergen, da er in dem Unwetter doch nicht weitergehen könne. wiederholte die Dame, sie sind alle unter drei Jahren. Diese bier Die Wirtsleute erklärten mehrfach, auf solche Fälle nicht eingerichtet Kinder sind zwei Zwillingspaare, nur der Junge dort ist aus der zu fein, aber als er mit den einfachen Verhältnissen vorlieb nehmen Art geschlagen!" Der Schaffner war verblüfft, gab sich aber wollte, wurde er in ein kleines Stübchen mit einem sogenannten schließlich doch zufrieden. Alkoven geführt. Bald lag der Reisende in tiefem Schlafe. Blötzlich erwachte er von einem lauten Gespräch in dem 11. August angesetzt war, wegen der Landestrauer aber aufgehoben werden Der Buchbinder- Männerchar hält seine Matinee, die erst für den nahe gelegenen Gastzimmer und er horchte auf. Da öffnete mußte, nunmehr am Sonntag den 18. August in der Brauerei Friedrichs: fich leise die Thür nach seinem Zimmer und o Graus herein hain ab. Das Programm ist ein recht vielgestaltiges und gut gewähltes. trat der Wirt, in der einen Hand ein brennendes Licht und in der Bon auswärts wirken Vereine aus Leipzig und Dresden mit. andern ein langes Brotmesser. Das Blut fing dem Fremden an zu erstarren und schnell ergriff er den mit ins Bett genommenen ReMarktpreise von Berlin am 12. August 1901 volver, um im gegebenen Augenblicke sich des„ Räubers" erwehren nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. zu können. Weizen, gut D.- Cir. Dieser näherte sich leise auf den Zehen dem mittel Alkoven und eben wollte der Reisende losdrücken. Da ge= wahrte er, wie der Wirt feine beiden Hände in die † Roggen, gut Höhe hob von der Decke des Alkovens eine bon den dort hängenden Mettwürften herunterschnitt. Es waren nämlich noch Gäste gekommen, die Wurstbutterbrot bestellt hatten; der Fliegen wegen hatten die Wirtsleute in dem sonst nicht benutzten Alfoven einen sogenannten„ Wiemen" angebracht. Als der Reisende mun den Wirt wegen feines unvorsichtigen Beginnens zur Rede stellte und dieser die Gefahr erkannte, in der er geschwebt hatte, jagte er zu einem Gast: Du büst de eerste und de leste Reisedeener, den id beharbargen doh!" " Aus der Art geschlagen. In dem Pferdebahnwagen einer Londoner Tramway- Gesellschaft spielte sich vor einigen Tagen eine tomische Scene ab. Eine Dame in Begleitung ihres Kinderfräuleins, dreier Knaben und zweier Mädchen forderte zwei Fahrscheine. Wie steht es mit den Kindern?" fragte überrascht der Beamte.„ Schon gut!" war die Antwort, die sind noch alle unter dem vorschriftsmäßigen Alter."„ Unmöglich, Madame! Fünf Kinder unter drei Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Verantwortung. Thraker. Mittwoch, den 14. August: Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Gefchloffen. Neues Overn Theater( Kroll). Geschlossen. # Schiller.( Moriiz Oper.) Martha oder: Der Markt zu Richmond. Anfang 71% Uhr. Deutiches. Die Weber. Anfang 71% Uhr. Berliner. Die Hugenotten. Anfang 8. Uhr. Westen." Theater Charivari"( Se: cessions: Brettl). Anfang 11hr. Ceceffionsbühne. Buntes Theater: leberbrettl. Auf. 8 Uhr. Die Geisha. Central. 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Anfang Carl Weiß. Madame Bonivard. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Zigeunerbaron. Anfang 8 Uhr. Jin Park: Großes Doppelkonzert und Specialitäten. Belle Alliance. Friz Reuter Anfang 8 Uhr. Jin Garten: Großes Gartenkonzert und Lustiges Brettl". Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Damen Ring fämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang nachmittags 3 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/19. Im Abends 8 Uhr: Ans dem Tagebuch der Erde". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwig- Oper. Mittwoch abend 72 Uhr: Urania Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. * Gerste, gut " Kalbfleisch Witterungsübersicht vom 13. August 1901, morgens 8 1hr. Stationen Barometerstand mm WindBunipa Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° C. 4° R. Stationen Barometer= stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 55° C.= 4° N 2 wolten! 15 18 -Nebel 757) S 3Negen 15 766 NO 1wolfen! 15 Swinembe 762 ONO 3 wolfent 21 paparanda 772 SD Hamburg 764 NW 3 bedeckt 18 Betersburg 768 Still Berlin 762 WNW 2 bedeckt 17 Cort 1 hlb.bed. 19 Aberdeen. 5 bedeckt 15 Baris 2 heiter 21 Franff./M. 765 N München Wick 765, 759 23 1 Briefkasten der Redaktion.ind 100 Köpenick. Wilmersdorf, Pfalzburgerstr. 53. Jakob. Das Vermögen ihrer Ehefrau haftet nicht für Ihre Schulden. Es ist aber zweckmäßig, wenn auch nicht erforderlich, einen Ehevertrag zweds 1,20 Ausschließung des ehemännlichen Nießbrauchs- und Verwaltungsrechts, An1,60 1,10 erkennung des Eigentums der Ehefrau und zweds Giuräumung einiger 1,60 1,10 Vorteile an die Ehefrau vor oder während der Ehe zu schließen. Solch' 2,60 2,- Vertrag muß notariell oder gerichtlich abgeschlossen werden. Ein Beispiel 4.- 2,40 für solchen Vertrag finden Sie S. 225 Nr. 22 des dem Arbeiterrecht" bei2,20 2,- gefügten Führers durch das Bürgerliche Gesetzbuch. Das Buch können Sie 3,- 1,40 in den öffentlichen Lesehallen einsehen. 2,60 1,40 G. K. 100. Kinder unter 4 Jahren sind frei, von 4 bis 10 Jahren 2,40 1,20 die Hälfte des Fahrpreises. gering " 14,15 do. Schweinefleisch Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg Bauch 9, 5, " 1,60 1,20 1,30 1,60 1, mittel gering Hammelfleisch 16,- 15, Butter Eier 60 Sina gering 13,80 12,80 16,50 15,80 Karpfen Aale 1 kg 15,70 15, Bander " 14,90 14,20 Hechte In 7,16 6,82 Barsche 1,80 0,80 " 7,90 5,80 Schleie 40, 25, Bleie 2,40 1,40 1,20 0,80 45, 25, Strebje per Sjod 18,-2,50 65,-30, *) Frei Wagen und ab Bahn. afer, gut mittel " gering Nichtstroh Heu Erbsen Speifebohnen Linien +) Frei Mühle. રાગ તો મારા રામ ર Austria. Das ist die lateinische Bezeichnung für Oestreich. Made ( englisch) heißt gemacht oder hergestellt. G. Sch. 1901. Sie werden in einer Waffenhandlung leicht Auskunft erhalten. W. B. Die„ Hungerkrawalle" waren am 25. und 26. Februar 1892. 2. 2. 40. 1. Das Gericht tann Rechtskonsulenten zurückweisen und würde es voraussichtlich auch in Ihren Fällen, insbesondere in den Strafsachen, thun. Sie thun deshalb besser, sich an einen Rechtsanwalt zu Wetter Prognose für Mittwoch, den 14. August 1901. schwachen westlichen Winden; später Abnahme der Bewölkung. Ein wenig fühler, zunächst meist wolfig mit leichten Regenfällen und wenden. 2. Ja. N. M., Nummelsburg. 1. Falls nichts anderes Berliner Wetteroureau. vereinbart ist, können Schlafburschen nur am 15. zum Ersten, nicht umgefehrt, fündigen. 2. Nein. 3. Der volle Monat muß bezahlt werden. Brauerei Friedrichshain, Am Königsthor. 2012 Sprig Sonntag, den 18. August 1901: www Grosse Matinee www ausgeführt von den Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur traurigen Nachricht, daß mein lieber Mann, Vater und Schwiegervater, der Buzzer 29086 1764 Robert Scholz Tam Sonnabend, den 10. August, 22 Uhr, nach schwerem Leiden in Krankenhause Bethanien entschlafen ist. Buchbinder- Männer- Chören Leipzig, Dresden, Berlin. ( Mitglieder der Liedergemeinschaft Deutschlands.) Unter gütiger Mitwirkung des Organisten Herrn Paul Kurz. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. August, nachm. 33/4 Uhr von der Leichenhalle Krugstege aus statt. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Elise Scholz geb. Buck. Castans Panopticum. Der Reinertrag fließt dem Fonds für hilfsbedürftige Verbandsmitglieder zu. Gentralverband der Maurer Neu! Friedrichstr. 165. Neu! Neu! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der, Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Zoologischer Garten Heute: Grosses Doppel- Konzert. Anfang 5 Uhr nachmittags. Entree Mark. Von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder die Hälfte. Kaffeneröffnung 10 Uhr vormittags. Anfang punkt 11 Uhr. Programme mit Liedertexten a 30 Pf., an der Kasse 40 Pf. Nachmittags: Großes Garten- Konzert im obigen Lokale. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 3 bis 6 Uhr zur Verfügung. Abends Festball im großen Saal( nicht im Gewerkschaftshause). Zahlstelle Berlin I( Putzer). Den Mitgliedern sowie den Mit: gliedern des Gesangvereins zur Nachricht, daß unser Mitglied[ 134/19 August Friedrich ant zu Steglitz am 12. August gestorbent Die Beerdigung findet Herren, ist. Donnerstag, den 15. August, nachm. lizer Kirchhofs in der Bergstraße zu 3 Uhr, von der Reichenhalle des Stegersucht Die örtliche Verwaltung. Juhaber von Matinee- Programmen haben zum Konzert- Garten sowie zum Saal freien Eintritt. welche am Tanz teilnehmen, zahlen 30 Pf. uach. Programme sind im Vorverkauf zu haben: Restaurant A. Franke, Pallisadenstr. 9; Restaurant Eichhorn, Greifswalderstr. 3; Restaurant Ad. Neumann, Brunnenstr. 150; Restaurant Schiefer, Reichenbergerstr. 170; Cigarren handlung Schulz, Kottbuser Thor; Cigarrenhandlung Reul, Barnimstr. 42; Blumenhandlung Meyer, Mariannen- Steglitz aus statt. Um rege Beteiligung straße 2, sowie im Bureau des Verbandes der Buchbinder im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Hierzu ladet alle Genossen, Freunde und Bekannte freundlichst ein Das Komitee des Buchbinder- Männerchors Berlin. 66/1 Freireligiöse Gemeinde Berlin. W. Noacks Theater. Ostbahn- Park. Sonnabend, den 17. August 1901, in Puhlmanns Konzert- Garten, Schönhauser Allee 148: Grosses Sommer- Fest w in Metropol- Theater. Sonzert, Theater, Specialitäten Vorsfellung und Lanz. W., Behrenstrasse 55-57. Wiederaufführung Man lebt ja nur einmal! Henry Bender- Georg Kaiser Frid Frid- Fritzi Georgette Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Zum Schluß: Die alte Handschrift. Abends: Großer Fackelzug, wozu jedes Kind eine Stoclaterne gratis erhält. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Billets sind bei jolgenden Komitee- Mitgliedern zu haben: D. Jänide, Nirborf, Reuterſfir, 24, 5. 4 Tr.: G. Bohne, Brunnenſtr. 141,§. 2. Tr. C. Chriestens, Mühlenstr. 49, v. 3 Tr.; B. Schröder, Passauerstr. 3 in Laden; Braun, Bartelftr. 13, 2 Tr.; P. Kuhirte, Immanuel firchſtr. 38, Duergeb. Tr.; P. Halbauer, Krautstr. 36, Quergeb. 3 Tr.; H. Kotlow, Hochmeisterstraße 5, Quergeb. 4 Tr.; Frau Kohlhardt, Alexandrinenstr. 21, v. 4 Tr.; Sowatait, Bernauerstr. 79, v. 3 Tr.; W.' Mohs, Tilfiterftr. 70, v. 4 Brunnenstraße 16. Täglich Konzert, Theater: und Specialitäten- Vorstellung. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71, Hermann Imbs. Täglich: Großes Konzert, Theater- 1. Die schöne Galathee. Specialitäten- Borstellung. Operette in 1 Aft von P. Henrion. Musik von Franz von Suppé. Jm Saale: Tanzkränzchen. Schweizergarten Am Königsthor. Am Friedrichshain Täglich: Theater.- Ball. Neue Specialitäten. Carl Weiss- Theater Wohnhaupt, Müllerstr. 153a; A. Stieburg, Urbanſtr. 68; Th. Wegner, Jeden Abend Berliner Leben. Große Frankfurterstr. 132. Dirett.: B. Zimmermann& Schramm.. Lustspiel- Ensemble. Gastspiel Heinrich Bötel. Madame Bonivard. Martha. Routantische Oper in 4 Att. von Flotow. Donnerstagabend 72 Uhr: Klassisch populäre Borstellung bei halben Preisen: Figaros Hochzeit, Oper in 4 Aften von W. A. Mozart. Freitagabend 7 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Der Postillon von Lonjumeau. Sonnabend: Unbestimmt. Sonntag( vorlegte Sonntags: Aufführungen) nachmittags 3 Uhr: Schwant in 3 Aften. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend zum erstenmale: Talolo. Im Garten: Kinderfreudenfest. Theater, Specialitäten. Anfang 5 Uhr. von Lonjumeau. Prater- Theater Joseph in Egypten. Sonntagabend 71/2 11 br: Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Oberon, König der Elfen. Auf fremder Erde. Die Direktion erfucht höf: licht, die vor der Landestrauter ge: fauften Billets Mittwoch u. Donners: tag an der Tagestaffe umzutauschen. Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr. Bum 718. Mal: Die Geisha. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Apollo- Theater Das vollständig neue Ausstattungsstück mit Gesang u. Tanz The in 4 Bildern von Hugo Schulz. Auftreten der Excentric- Chansonnette des Hedwig Döring, Romiters Paul Coradini, der Frères Grotesque Douseck, Gigerl Afrobaten. Karleys, Musikalische Komödianten. Mr. Bartlings lebende Photographien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Platz 50 Pf. Kalbo. Puhlmanns außerdem in unsren Billetstellen: W. Börner, Ritterstr. 15; H. Bobsien, Kommandantenstr. 62; Chr. Schulz, Blumenftr. 14,&. Wolf, Pintschstr. 33; Peege, Rüdersdorferstr. 48, 5.2 Tr.; M. Wendt, Gollnowfir. 44,. 3 Tr.; Stalizerstr. 59; E. Schmidt, Tresckowstr. 22, und bei unsrem Sassenboten A. Rader, Rheinsbergerstr. 62, 2- Tr., und im Saal. 2826b] Billets a 30 Pf. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Tanz 50 Pf. Das Komitee. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Täglich: Artistische Leitung: Paul Milbltz. [ 16492* Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. Wo amüsiert man sich grossartig? in Schnegelsbergs Festsälen Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Jnh.: Max Schindler. Hente: Grosser Ball und Thaler- Regen verbunden mit Cigarren, Bonbon- Regen und diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. 21062 Vaudeville- Theater Neue Welt, Hasenheide. Schönhauser- Allee 148. Täglich: Große Theater: und Specialitäten Vorstellung. Nur Kräfte ersten Ranges. Großer Wir Lacherfolg! Specialitäten- Programm! no! Großer Lacherfolg! brauchen keine Männer mehr. FrauLuna Große Ausstattungspoſſe in 2 atten Luftballett Grigolatis. Anfang 8 Uhr, Sonntags 72 Uhr. von Clefeld. Anfang: Wochentags 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. F. Lehmann, Direttor. Heute Mittwoch: Gr. Ernte- Fest. Umzug der Schnitter und Schnitterinnen. Gratis- Verlosung: für Mädchen eine Damen- Uhr, für Knaben eine filb. Remontoir- Uhr... Marionetten- Theater, Bonbonregen etc. Großes Garten- Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Kinderbillets mit Los a 15 Pf. nur an der Kaffe erhältlich. Entree 15 Pf., Vorverkauf 10 Pf. Anfang 4 Uhr. Jeden Donnerstag: Luft- und Fronten- Feuerwerk. Gr. Konzert und Specialitäten- Vorstellung. Entree 50 Pf. Anfang 5 Uhr. A. Fröhlich. 10 Anfang 4 Uhr. Gossmann Konzertgarten Kreuzbergstr. 48, an der Katzbachstraße. Jeden Sonntag Frei- Konzert und Ball. Montag und Donnerstag: Hamburger Sänger. Jeden Freitag: Norddeutsche Sänger. Entree 20 Pf. Entree 30 Pf. Vorzugskarten 10 Pf. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Nachher: Kränzchen. Reichshallen. Heute, Mittwoch den 14. August: Wiederbeginn der täg lichen Soireen der Stettiner Sänger. Sanssouci Heute, Mittwoch: Sommer- Fest des Vereins Berliner Gastwirte bestehend in Konzert, Vorstellung und Ball. - Gäste haben Zutritt. Entree 30 Pf. 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Tages Ordnung: Fortsetzung der General- Versammlung vom 7. August. Sandelsverträge und die wirtſchaftliche Strije. 2. Distuſſion. 3. BerbandsTages Ordnung: Fortsetzung der Diskussion über die Neuorganisation des Kreises. Zutritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuchs gestattet. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Achtung! Achtung! 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Emil Rosenow über: Die Angelegenheiten. 4. Berschiedenes. 107/12 Die Kommission. Gänse! Gänse! Mit heutigem Tage beginne wieder wie alljährlich mit dem Verkauf sämtliche Gänse- Artikel [ 2903b Gaft- und Schankwirte Berlins Maurer Charlottenburgs! Oberbrucher Fettgänſe a Bfd. 65 Bf. und Umgegend. Am Freitag, den 16. August, nachmittags 5½ Uhr, Im Lokal des Kollegen W. Schumann in Rummelsburg, Neue Prinz Albertstraße 70/71: Mittwoch, den 14. d. M., abends 81% Uhr, im Restaurant von A. Bauer, Berlinerstraße Nr. 86: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung Zahlstelle Ausserordentliche General- Versammlung. e entrabanded dentſcher Maurer. Tages Ordnung: Tages Ordnung: Gänseklein 90 p. Gänseleber u. Gänseliesen à pfb. 1,20 m Gänsefleisch a po. 60 pf. Gänseknochenfleisch a Bfb. 40 Pf. Gänsefeulen( frisch), a Stüd 60 Pf., anerkannt beste Gänsegrieben a Pfd. 2,- M. Frisches Gänseschmalz a Pfd. 1,60 m. ( Nach Außerhalb gegen Nachnahme des Betrages.) Hermann Leissner, Berlin G., Central- Markthalle Stand 26. Telephon: Amt 7 Nr. 3072. 1. Vortrag des Kollegen O. Hanke über: Der natürliche Arbeits- Klosterstraße Nr. 94 u. Eckhaus Kaiser Wilhelmstraße Nr. 11. Bahlreichen Besuch erwartet Die örtliche Verwaltung. 1. Die Polizeiverordnung betreffend Offenhaltung der Lokale und EinJammeln des Materials. 2. Kassenbericht vom 2. Quartal und Bericht der Revisoren. 3. Wahl eines Revisors. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. Tohn. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 5. Vereinsangelegenheiten( Stiftungsfest). Bu zahlreichem Besuch ladet ein 69/15 Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Mein Saal umständehalber Sonnabend, 19. Oktober und der Buhtag frei geworden. 28995* F. Scholz, Gr. Frankfurterstr. 74. Preise 143/16 J. A. F. Busse. Fordern Sie von Cigarrenhändlern, Wirten * Grimm& Triepel. Zahn- Klinik, beliebige Teilzahlung. InvalidenOlga Jacobson, strasse 145 [ 2844b* Triepel. Kau- Tabak- Fabrik Nordhausen. • Charlottenburg, Bertreter Emil Schäfer, Raiserin Augusta Allee 46. Engros- Verkauf und Versand. Ede Osnabrüderstraße. Rich. Reinhardts Variété- Theater 57 Hasenheide Heute Mittwoch Hasenheide 57 Grosses Ernte- Fest. Jedes Kind erhält eine Sarte oder Sense gratis. Mittwoch und Donnerstag: Letztes Auftreten von Bertha Rother( genannt Das Märchen). Von nun ab finden die Vorstellungen wieder täglich statt. 3. Ziehung 2. Klasse 205. Kgl. Preuß. Lotterie.| 130 87 354 479 516 623 36 113488 591 892 98 943 3. Ziehung 2. Klasse 205. Kgl. Preuß. Lotterie. 391 562 93 801 211 2016 138 290 313 31 415 76 772 836 Biehung vom 13. August 1901, vormittags. Nur die Gewinne über 116 Wt. find den betreffenden Nummern in lammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 29 112 75 283 466 878 930 88 1065 81 145 86 296 318 97 516 80 663 705 843 62 98 965 85 88 2120 236 96 3037 40 118 335 420 48 4171 216 48 400 50 540 750 851 957 5055 228 36 49 304 47 93 499 718 81 840 6054 56 241 78 86 361 419 75 516 22 616 83 765 956 69 7007 32 127 29 61 208 389 444 75 511 627 84 732 52 993 8061 258 427 42 562 659 729 837 98 971 9033 329 79 428 84 90 94 646 711 840 991 10084 150[ 200] 219 304 47 421 81 504 635 37 820 24 54 83 990 96 11150 204 26 314 65 499 519 620 57 753 810 31 12074 77 92 250 70 80 319 547 87 688 790 945 13061 293 516 664[ 300] 78 822 41 71 947 14104 203 21 34 64 341 526 79 686 753 807 20 58 905 15100 280 83 510 61 658 803 59 914 45 16271 466 93 635 836 998 17120 54 218 43 367 529 85 18092 223 39 374 94 636 700 22 31 851 960 92 19072 95 141 68 225 39 308 591 733 67 935 20329 21503 5 637 55 78 712 25 47 928 22228 46 355 62 81 484 521 84 710 53 58 860 23021 92 151 94 259 414 613 712 936 61 24016 231 33 77 446[ 300] 95 730 903 36 25066 72 237 38 364 427 87 776 813 906 71 26047 93 276 360 800 24 27075 102 23 34 69 524 44 45 748 883 926 28217 82 382 462 665 85[ 200] 723 37 89 98 823 44 81 930 29034 372 453 61 806 20 96 925 30193 239 55 409 25 658 946 31466 76 558[ 3000] 885 907 32109 356 456 552 899 33056 100 57 356 606 73 783 827 79 904 37 61 34316 40 476 670 720[ 500] 840 901 26 35103[ 200] 60 306 32 403 64 36053 66 373 406 795 857 999 37060 101 64 296 632 50 763 935 38177 261 353 638 740 806 37 39001 45 85 162 766 884 40110 276 333 64 459 668 709 832 43 54[ 240] 41160 409 562 775 881 35 56 73 42055 80 141 212 43 51 80 305 94 469 522 24 53 68 765 43051 143 241 328 41 455 58 [ 300] 559 653 728 96[ 200] 846 44000 61 120 223 362 78 45112 290 414 554 718 46 89 836 63 46131 401 681 736 902 47175 259 516 48090 91 545 66 74 666 811 21 920 58 90 49015 87 197 416 50073 83 116 36 494 590 695 783 805 40 51078 759 910 50 52000 142 58 68 206 507 64 695 869 945 53139 204 72 75 95 319 75 484 762 809 94 935 54019 27 87 180 219 400 741 48 84 811 919 45 90 55206 364 420 83 561 64 664 708 70 920 98 56011 239 435 551 612 705 30 44 809 79 57187 94 350 77 445 62 520 665 93 96 810 58043 150 223 73 454 67 88 623 39 711 863 910 29 43 73 59173 224 358 87 406 558 67 68 667 708 807 907 55 89 60027 28 136 206 31 300 60 406 564 61060 197 341. 67 546 608 59 835 62038 142 297 303 779 804 23 937 63315 536 714 38 929 46 64031 81 286 90 468 834 65124 254 344 411 23 576 713 32 948 66249 377 428 805 967 67026 98 103 46 443 584 670 89 94 705 68015 36[ 200] 108 315 572 99 610 746 80 69001 27 83 118 272 84 94 585 604[ 3000] 832 59 70170 348 441 625 81 71107 80 306 839 988 72024 181 87 247 397 440 517 668 80 732[ 300] 98 823 91 73222 341 471 541 658 807 950 91 92 74001 161 210 401 56 527 606 73 98 919 57 75 75074 210 53 324 503 641 789 76018 80 236 396 412 533 82 600 77285 691 702 73 949 89 78300 9 51 64 597 683 703 43 845 944 79019-126 31 83 201 354 60 83 96 652 88 720 926 71 80085 94 130 74 217 801 81020 38 57 63 295 389( 15 000] 577 624 47 73[ 1000] 742 45 806 53 64 71 992 82007 264 314 65 544 712 48 988 93 83038 46 146 239 300 53 81 417 78 98 575 637 786 852 911 84021 308 9 567 636 706 961 85016 155 283 379 472 91 604 70 705 44 810 913 39 86027 143 212 55 319 425 93 678 86 714 910 43 87034 199 248 505 50 85 686 93 807 88070 182 813 64 967 89030 60 208 417 559 908 78 85 90000 149 536 65 70 94[ 300] 766 925 91232 74 399 742 45 861 87 996 92140 552 756 832 62 960 93068 82 92 639 746 90 969 94083 267 87 410 14 139 44 49 599 635 94 740 946 63 95063 126 365 551 637 856 922 96155 62 268 324 59 648 58 775 84 873 940 97185 224 76 309 80 444 73 88 559 78 648 972 98000 72 123 84 324 76 467 76 598 618 778 838 50 99059[ 300] 120 368 95 413 619 81 826 911 100098[ 1000] 149 70 362 571 703 853 960 101173 241 430 547 721 26 37 919 98 102028 45 108 27 66 331 729 924 103302 59 64 95 517 71 684 784( 2001 825 74 970 87 92 104079 148 318 42 50 541 92 709 32 841 993 105055 182 231 35 86 92 691 905 91 06095 266 73 302 42 754 806 921 107122 27 56 204 303 17 41 465 724 72 108027 151 208 360 74 685 722 47 907 109196 314 454[ 200] 724 110081 126 99 237 80[ 300] 329 406 612 836 47 53 919 111309 411 29 544 86 610 45 742 67 Jedes Wort: 5 112000 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. zu Borjährige elegante Herrenanzüge und Sommerpaletots aus feinsten Stoffen 25-40 Mart. Berkauf Soun: abend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21 II 96 620 725 115438 530 668 747 872 973 116039 148 268 448 761 94 985 91 117146 72 322 441 531 90 638 701 924 84 118018 21 211 85 331 588 600 43 729 907 119025 [ 200] 60 236 418 765 836 97 986 20098 329 400. 691 875 951 65 75 121016 74 207 9 645, 90 764 67 122007[ 200] 19 41 372 400 19 751 821 52 82 980 123282 93 528 41 62 693 700 877 90 987 89 124061 93 166 501 635 703 53 852 945 79 97 125017 56 99 102 40 70 226 77 421 507 683 848 74 126091 169 203 32 430 85 698 737 127277 357 401 46 68 557 665 915 69 128106 305 415 714 919 70 129191 201 63 427 572 82 678 824 85 Biehung vom 13. Auguft 1901, nachmittags. Nur die Gewinne über 116 Wt. nnd den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 201 2 255 595 605 81 1115 387 487 619-59 824 2030 77 93 103 250 326 434 759 959 3003 108 336 985 4054 98 176 670 756 927 5053 132 37 62 349 434 505 686 908 66 6033 50 132 651 7383 408 746 983 8142 269 748 90 9139 44 54 271 82 574 84 820 952 10003 155 90 247 626 52 73 711 45 48 910 17 11197 350 81 568 76 714 93 856 12353 423 81 775 931 13305 453 540 720 878 14031 50 100 73 243 313[ 200] 559 617 761 15035 231 453[ 1000] 540 863 16061 72 196 218 68 606 52 718 53 924 17080 139 66 282 590 832 72 384 455 571 229 655 995 114158 497 955 115345 445 867 116032 35 202 50 830 35 926 46 117044 491 509[ 200] 802 66 118214 472 84 500 119168 251 346 69 488 90 801 902 51 120100 9 529 80 689 121229 647 894 999 122065 144 200 364 91 438 540 69 606 72 893 123057 141 424 802 124088 385[ 200] 611[ 200] 25[ 1000] 29 712 875 125007 200 376 414 606 34 754 65 126024 105 22 28 469 584 611 54 881 127207 27 28 370[ 300] 456 504 699 765 128047 147 495 509 37 707 11 29 95 900 25 129050 159 275 695 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