Mr. 189. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Postbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel seile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der@ rpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonus und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Donnerstag, den 15. August 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Unterschreibt die Petitionen gegen den Bollwucher! Württembergische Industriezustände. Industriezustände. sie erhalten offiziell die Jahresberichte der Aufsichtsbeamten| tamen der Gewerbeinspektions- Assistentin nicht durch Revisionen zugesandt, die Aufsichtsbeamten meiden auch nicht unsre Ver- sondern durch Befragen der Kinder in den Schulklassen, als Zwei Gesichtspunkte drängen sich in erster Reihe uns auf, fammlungen und die Sigungen der Kartelle. Man begreift deren Beteiligung an der Hausindustrie erhoben werden sollte, wenn wir heute an die Betrachtung wirtschaftlicher Er- auch, daß diese Methode die Fabrikaufsicht fördert und das zur Kenntnis. An der Fabrikbeschäftigung waren Kinder vom scheinungen oder Rückblicke gehen; wir müssen sie sofort darauf Vertrauen der Arbeiter zu ihr steigert. 14. bis zum 7. Lebensjahre herab beteiligt." hin betrachten, ob sie uns Aufschlüsse über die schwere Wirt- Mehr für die Scharfmacher und die Befürworter neutraler Daß da die Hausindustrie die Kinder ausbeutet, ist nicht fchaftsfrise unsrer Tage und über die Handels- und konfessioneller Arbeiterorganisationen als für uns ist eine verwunderlich, wenn nach mehr als 30jährigem Jukraftsein politik der nächsten Jahre gewähren können. Wohl vergessen Bemerkung des Aufsichtsbeamten für den 3. Bezirk inter- des Verbots der Fabrikarbeit noch immer Kinder, ja selbst wir nicht ob der Sorgen von heute unsre anderen Beschwerden essant. Nachdem er von der Gründung der ton- siebenjährige in den Fabriken thätig sind. Graf Posadowsky oder berzichten gar auf unsre sonstigen Wünsche, aber das Be- fessionellen Arbeitervereine gehandelt hat, fährt er hat da wahrlich keinen Anlaß, die Durchführung weiterdürfnis des Tages fordert zuerst Befriedigung. Leider wörtlich fort: Dabei ist die Wahrnehmung interessant, daß, gehender Arbeiterschutz- Geseze in andren Ländern ironisch zu gewähren die Berichte unferer Gewerbe Aufsichts- was immer die Gründe der Bildung von Arbeitervereinen behandeln. beamten sehr wenig Material zur Beurteilung zur Beurteilung dieser sein mögen, sie allmählich in das gewerkschaftliche Fahrwasser Hirsch Dunck. Gewerkver. " Anzahl der Vereine, Zahlstellen u. dgl. 1900 1899 1900 44 45 1 21 21 0 2 ? ? 10 7 +3 19 10+9 Anzahl der Mitglieder 1900 1899+1900 1780 1455+275 1358 1825+33 30? 726 ? Politische Uebersicht. Die Ueber die Kinderarbeit in der Hausindustrie bemerkt der Fragen und ihrer Bedeutung für die Arbeiterklasse. So steuern. Die seitherige Entwicklung der evangelischen Arbeiter- Fabrikinspektor für den 2. Bezirk, daß zum Teil erhebliche leicht man für die besitzenden Klassen die Wirkung der Krise vereine führt immer mehr zu der Annahme, daß wir es hier Mißstände bestehen und daß mehrfach eine Beeinträchtigung und die Besorgnis vor dem neuen Zolltarife an dem Kurs- mit Vorstufen gewerkschaftlicher Bildungen zu thun haben. der körperlichen und geistigen Entwicklung der Kinder als Folge zettel der Börse ablesen fann, so schwer ist es, das viel Nicht nur, daß die Gewerkschaftsfrage stets im Mittelpunkt ihrer übermäßigen Beschäftigung festgestellt wurden. Die wichtigere Material für die arbeitende Klasse zu beschaffen. ihrer Erörterungen steht, auch die inneren Einrichtungen Gewerbe Inspektionsassistentin weist darauf hin, daß Die Statistik der Arbeitsnachweise, die vielfach überschäßt werden zum Teil nach gewerkschaftlichem Vorbilde ausgestaltet, jugendliche, 14-16 jährige Arbeiterinnen nach zehnstündiger wird, bietet uns ein Bild der Arbeitslosigkeit nur für einen Teil so die Gründung einer Notstandskasse im Berichtsjahre für Fabrikarbeit sich noch Arbeit für mehrere Stunden nach der Arbeiterklasse und die Jugend der Organisation zwingt die durch Streiks, Aussperrungen oder sonstige Ereignisse in Hause nehmen, so daß der ohnedies nicht genügende Schutz zu großer Vorsicht bei der Verwertung der Resultate. Doch Mitleidenschaft gezogenen Mitglieder der evangelischen Arbeiter jugendlicher Personen ganz illusorisch gemacht wird. arme Leute kochen mit Wasser und wir in Deutsch vereine, sodann die von ihrer Verbandsleitung gegebene An- Assistentin fand neben schulpflichtigen Kindern in TricotLand müssen eben das focialstatistische Material aus- regung zum festeren oder loseren Zusammenschluß der Mit- webereien ein 11jähriges Mädchen bei Klebe- Arbeiten in einer nüßen, das gerade vorliegt, immer aber auf seine Minderwertig glieder gleicher Berufsarten innerhalb dieser Vereine." Schuhfabrik, dann 14jährige Knaben, die in einer feit aufmerksam machen. Unter dieser Voraussetzung ist Daß diese bemerkenswerte Entwicklung sehr langsam, bei mechanischen Buntweberei 10 Stunden täglich beschäftigt auch die Statistik über die Thätigkeit der öffentlichen Arbeits- den evangelischen Vereinen noch mehr als bei den katholischen wurden. So betrübend diese Feststellungen sind, so ämter in Württemberg, die wir in den Berichten finden, nicht im Schneckenschritt vor sich geht, darf freilich nicht übersehen sind sie noch nicht so fürchterlich, wie die Beobuninteressant. Danach hat sich im Jahre 1900 gegenüber 1899 werden; es ist diese Beobachtung um so wichtiger, als manche achtung 6-7jähriger Kinder, die ,, bis in die Nacht die Zahl der Arbeitsämter auf 17 von 15 gehoben und doch Befürworter der Neutralität der Gewerkschaften in unsren hinein arbeiten, über eine Häfelei 2c., womöglich mit bunter gingen die Gesuche um Arbeitsvermittelung von Unternehmern Reihen so weit gehen zu behaupten, es sei gleich, wo der Wolle, gebeugt oder vor einem Stuhlrücken sigend, den sie zu zurück bezüglich der männlichen Arbeiter von 55 311 auf 53 490, Arbeiter organisiert set, ob in unfren Gewerkschaften oder in flechten haben, oder aber mit Stecken und Durchlochen vont bez. der Arbeiterinnen von 15 933 auf 15 015, dagegen stiegen einem fonfeffionellen Arbeiterverein, wenn er sich nur über- Taillenstäben beschäftigt, auf alle Fälle aber bei mangelhafter die Arbeitsgesuche der Arbeiter von 62 439 auf 67 248, haupt organisiere. Man vergesse doch nicht den Uebereifer Beleuchtung. Und welchen Verdienst haben die Kinder? Bei während die der Arbeiterinnen merkwürdigerweise zurück des Centrums bei der Organisationsarbeit, worüber die dem Kittelumhäkeln verdienen sie 2-22 Pfg. in der Stunde, gingen von 10 571 auf 9187. Waren bei den männlichen folgende Tabelle Aufschluß giebt, die wir nach den Angaben bei dem Stäbchenstecken und Durchlochen verdienen 2 Kinder Arbeitern von 1000 Arbeitsgesuchen 1899 noch 497 für den dritten württembergischen Gewerbe- Aufsichtsbezirk zu- in 5/4 Stunden 8 Pf., wovon noch für den Ankauf der Oefen erfolgreich, so im Jahre 1900 blog 470. Kamen sammengestellt haben. 3 Pf. abgehen, und wenn die Desen nicht ganz in der Mitte der noch 1899 auf 1000 Gesuche der Arbeiter 887 von Stäbchen eingeschlagen sind, wird die Ware zurückgegeben Unternehmern, soim Jahre 1900 nur noch 795. Diese Zahlen und muß noch einmal gemacht werden". erweisen, daß schon das Jahr 1900 in seiner Gesamtheit, trogGegen den Raubbau mit unfren Kindern müßte aufs dem im ersten Halbjahr der Höhepunkt der Prosperitäts- unsre Gewerkschaften. rücksichtsloseste vorgegangen werden; hierüber herrscht wohl periode erreicht wurde, durch die rückläufige Bewegungfim zweiten Chriftliche Gewerkschaften ebensoviel theoretische Einigkeit wie in gleichem Maße die Halbjahr den Krisencharatter trug. Die anscheinend Evangel. Arbeitervereine 464+262 Ueberzeugung verbreitet sein dürfte, daß die für die deutsche günstigeren Verhältnisse des Arbeitsmarktes für die Frauen Katholische 3206 1626+1580 Socialpolitik verantwortlichen Instanzen es in diesem Falle ändern nichts an diesem Urteil, nein, sie beweisen im Gegenan der Energie werden fehlen lassen, die sie bei der Zuchthausteil das Streben der Unternehmer, die ungünstige Geschäfts- das beste Zeugnis ausstellen, daß sie unfren Eifer, neue MitDaß diese Zahlen dem Eifer der Centrums- Agitatoren vorlage aufzubieten wußten. Lage zum Nachteil der Arbeiter durch Ersatz männlicher durch glieder anzuwerben, beflügeln müssen, lehrt diese Zusammenschlechter bezahlte weibliche Arbeitskräfte zu benußen. Viel mehr als dies wird man in den Berichten als stellung fehr deutlich. Beitrag zu den heute brennenden Fragen kaum finden. Den Nachdem der Aufsichtsbeamte für den 3. Bezirk die Vorfleinlichen Wohlfahrtseinrichtungen einzelner Unternehmer bereitungen unsrer Lohnbewegungen geschildert hat, die uns wird weit mehr Raum gewidmet als den Entwicklungs- ja aus den Streifreglements bekannt sind, tommt er zu dem tendenzen der Wirtschaft, die sich doch in den Arbeiterverhält ruhigen und erfahrenen Männern an der Spize, die auch schlechtesten Erfahrungen nicht von ihrem Vertrauen zur Regierung folgenden Schlusse:" In dieser Ordnung der Dinge und bei nissen abspiegelt. Aber damit soll nicht gesagt sein, daß die ihre Ehre darin suchen, den Arbeitern auf friedlichem Wege des Grafen v. Bülow laffen. Die National- Beitung" mißt dem Inspektoren den Arbeiterverhältnissen verständnislos gegenüberstehen, im Gegenteil verdient ja die württembergische Bugeständnisse zu erringen, liegt eine sichere Gewähr gegen Tarifgefegentwurf nur einen„ provisorischen" Charakter bei. Die Fabrikaufsicht nächst der badischen am meisten Anerkennung, leichtfertige Beunruhigungen der Industrie und der Arbeiter, Frankfurter Beitung" bringt eine Korrespondenz aus England, in daß sie mit Verständnis, ja nicht ohne Sympathie den Arbeiter- die sich mit ihren Familien nicht brotlos machen wollen." der erklärt wird, in England wisse man, daß in der deutschen Neorganisationen gegenübersteht; selbst die von Centrums Gnaden Soviele Fragen auch nach unserer Meinung auf dem gierung mit einer wesentlichen Herabsetzung der vorgeschlagenen Zollangestellte Assistentin kann nicht umhin einzugestehen, daß die des Arbeiterschutes dringend einer geseglichen fäße gerechnet werde. Der italienische Storrespondent der Berliner Organisation der Arbeiterinnen die Durchführung des Arbeiter- Regelung bedürfen, so eng ist der Streis, den der längst ge- Bolts Zeitung" schildert zunächst den erschreckenden Eindruck, den schutzes erheblich erleichtert. Recht beachtenswert ist auch, was lähmte Reformeifer der Regierungen sich auf diesem Gebiete bie Stunde des Bolltarifs im Auslande erweckt habe, erzählt über die Vertrauenspersonen" berichtet wird, die als Zwischen- gesteckt hat. Die Enquete über die Arbeit verheirateter Frauen, aber weiter, es feien dann die diplomatischen Beschwichtigungsüber die„ Vertrauenspersonen" berichtet wird, die als Zwischen deren Ergebnisse uns aus den Jahresberichten der Gewerbe- hofräte in Filzpantoffeln in die fremden Botschafter- Hotels geglied zwischen Arbeiterinnen und der Gewerbe- Aufsicht glied zwischen Arbeiterinnen und der Gewerbe- Aufsicht Aufsichtsbeamten vom Jahre 1899 bekannt sind, scheint trok fandt worden mit der vertraulichen Mitteilung. fungieren sollen: Den Vertrauenspersonen hat die Beamtin durch öfteren ihrer wertvollen Aufschlüsse für die Gesetzgebung ergebnislos daß alles bei weitem nicht so schlimm genteint sei; der Besuch Gelegenheit gegeben, sich zu äußern und etwaige Be- zu bleiben. Nun wird wieder versichert, daß die Regierungen Storrespondent sagt dann weiter: schwerden der Arbeiterinnen zu übermitteln. Es scheint jedoch, die Arbeiterschutz- Gesetzgebung ausbauen wollen, indaß die Vertrauenspersonen, feien es nun Diakonissinnen, dem sie„ neben der Beschäftigung fremder Kinder barmherzige Schwestern oder die von den vereinigten Gewert auch die der eigenen in der Hausindustrie ordnen" fchaften aufgestellten Arbeiterfrauen nicht hinlänglich Fühlung und wollen. Wir fürchten, daß es aber auch hier mit Berkehr mit den Arbeiterinnen haben. Nicht zulegt wird wohl der Befragung der Aufsichtsbeamten sein Bewenden haben auch die Schuld in der geringen Entwicklung der Organisation der wird. Der Aufsichtsbeamte für den 1. Bezirk weist darauf Arbeiterinnen liegen, denn da, wo diefelben organisiert sind, wo hin, daß die Durchführung des Kinderschutzes in den Fabriken Arbeiterinnenvereine bestehen, haben die Vertrauenspersonen auch mehr Verkehr mit den Arbeiterinnen, dort sind diefelben die wirt erleichtert würde, wenn bei anderer gewerblicher Arbeit die lichen Vermittler zwischen den Arbeiterinnen und der Aufsichts- Beschäftigung der Kinder ebenso eingeschränkt würde. AusDer Korrespondent fündigt fogar an, er könne den deutschen führlicher äußert sich der Beamte für den 2. Bezirk über Agrariern noch viel unangenehmere Dinge auftischen, aber er behalte Das Lob der Arbeiterorganisationen ist natürlich auch in diese Fragen. Er hatte die Beschäftigung schulpflichtiger seine Rosinen noch in der Tasche. Ein Berliner Korrespondent der Württemberg bestimmt durch die Beamten- Auffassung der Kinder in einigen Betrieben zu beanstanden, die Assistentin" Frautf. 3tg." tifcht aber bereits eine solche faftige Rosine auf, inArbeiterbewegung. Alles, was außerhalb ihres Gesichtskreises, stellte fest, daß in einem größeren Ort mit Tricot bem er seinem Blatte telegraphiert: des im Rahmen der heutigen Wirtschaftsordnung, des nun waren- Industrie die Beschäftigung schulpflichtiger Knaben gerade Erreichbaren liegt, berührt die Aufsichtsbeamten un- und Mädchen fast in allen Fabriken stattfinde, Geldsympathisch, aber von dem Ignorieren und bewußt feindlicher strafen erwiesen sich gegen diese systematische GesetzesüberGesinnung gegenüber unsren Organisationen, die man in tretung als wirkungslos. Wörtlich fährt der Aufsichtsbeamte Sachsen und Preußen antreffen kann, find die württembergischen dann fort:" Nach den seitherigen Erfahrungen gelingt es den Inspektoren freizusprechen. Wenn auch zu der vielfachen Aufsichtsbeamten nur in seltenen Fällen, solche Verfehlungen Ueberschätzung dieses einfichtsvolleren Standpunktes der unmittelbar bei Revisionen festzustellen, da man die Kinder württembergischen Aufsichtsbeamten fein Anlaß vorliegt, so sofort nach dem schnell sich verbreitenden Bekanntwerden der hat er doch zu einer Art formellen Anerkennung der Organi- Anwesenheit der Beamten im jeweiligen Revisionsorte wegfationen geführt; sie werden bei Enqueten nicht übergangen, zuschicken pflegt. Auch die jüngst erhobenen Verfehlungen beamtin." Gebiete Berlin, den 14. August.. Bollwucher. Liberale und demokratische Blätter können trotz der allerDer italienische Botschafter in Berlin wenigstens hat bei seinem Besuche im Königsschlosse zu Racconigi die bestimmte Erklärung abgegeben, daß die Deutsche Reichsregierung die albsolut niemanden bindenden„ Entwürfe" als Magimalsäge betrachte, daß sie aber Italien be= treffend an der alten Vertragspolitit Caprivis festzuhalten willens sei und mit Eifer dahin strebe, mit dem vers bündeten Italien in Frieden und Freundschaft einen billigen Vertrag abzuschließen." Wie man uns von einer besonderen, mit den Berliner Hoftreisen in Beziehung stehenden Seite mitteilt, wäre an allerhöchster Stelle das Entzücken über den vorgelegten Zolltarifentwurf nicht eben groß gewesen. Man betrachte nach wie vor als die Hauptaufgabe der Reichskanzlerschaft des Grafen Bülow die Erzielung neuer, für unsere Produktion und internationale Stellung wirts samer Handelsverträge und erwarte, daß Graf Bülow in dieser Aufgabe mehr Glück habe, als in der Durchsetzung der Kanalvorlage. Jedenfalls sei das Schicksal der Bülowschen Kanzlerschaft untrennbar mit den Handelsverträgen verknüpft." Diese und ähnliche Aeußerungen der antiagrarischen Preffe be- gezwungen, es hat sich an dem Privateigentum) Der englische Völkerrechtsbruch zeigt demnach nicht nur Englands denten eine Neuauflage des thörichten Optimismus, der vor dem der Boeren räuberisch vergangen, es hat mutwillig gesengt Hunnen- Moral in bengalischer Beleuchtung, sondern auch die inter Bekanntwerden des Tarifentwurfs herrschte. Damals wußte man und geplündert furzum, es hat sich all' der völkerrechts- nationale Moral überhaupt. Trotz aller Redefloskeln befindet sich ganz genau, daß Graf Bülow doch ein vernünftiger Mann sei und widrigen Scheußlichkeiten schuldig gemacht, die bereits durch die die Menschheit noch auf demselben Punkte, wie vor etlichen Tausend die agrarischen Unsinnigkeiten nicht erfüllen werde, daß der Kaiser, Brüsseler Deklaration bom Jahre 1874 völkerrechtlich Jahren: Recht ist, was dem Stärkeren gefällt. der einst vom Brotwucher gesprochen, sicherlich keinen extremen Korn- verfemt und durch die Haager Konvention vont zoll zulassen werde usw. Dann kam die schwere Enttäuschung all Jahre 1899 ganz speciell geächtet worden waren. Die Prokladiefer Hoffnungsseligkeiten. Und jetzt schwelgt man wiederum in mation Kitcheners, die die Boeren, die bis zum 15. September nicht ähnlichen Illusionen und nährt ein gänzlich ungerecht fertigtes Butrauen zur Reichsregierung, die nur notgedrungen und scheinbar sich den agrarischen Dictaten gefügt habe, die auf ihre Errettung aus den junkerlichen Netzen sehnsuchtsvoll warte und vielleicht sogar gegen ihren eignen Gesezentwurf eine geheime Gegenagitation führe. Deutsches Reich. die Waffen niedergelegt haben, mit dauernder Landes- Die Novelle zum Krankenversicherungs- Gesetz soll, wie die verweisung und Konfistation ihres Privateigentums„ Tägt. Rundschau" erfährt, doch dem Reichstag noch in der jetzigen bedroht, sett dem System des Hunnentums nur noch die Krone auf. Session vorgelegt werden, und zwar bereits bei Wiederaufnahme der Das Schandedikt Kitcheners wird von der englischen Regierung Beratungen Ende November. Die Landestrauer. und der Jingo- Presse damit verteidigt, daß den Engländern keine Da die Gefahr einer Verschlechterung des Krankenversicherungsorganisierten Streitkräfte, sondern nur noch räuberische Banden wesens durch die angekündigte Novelle droht, so sei die Arbeiterschaft Die Arbeiterklaffe läßt sich durch derlei unrichtige und unkluge gegenüberständen, die keinen Anspruch mehr auf die Rechte einer auf der Hut! Auffassungen der zollpolitischen Situation nicht verleiten. Sie er- friegsführenden Partei machen könnten. In der Haager Konwartet nichts v von der Regierung oder von gewissen Hoftreifen, fie vention befindet sich aber nicht die mindeste Andeutung darüber, stellt sich allein auf ihre eigne Kraft und ihr eignes daß eine friegführende Partei dadurch aufhöre, die Nechte einer voltsaufrüttelndes Wirken. friegführenden Partei zu besigen, daß sie den Guerillakrieg führe. Bedingung für eine Kriegspartei" ist lediglich( Artikel 1 der Bestimmungen betreffend die Gefeße und Gebräuche des Landfriegs). * Barlamentarische Umsturz- Bettelungen? Die„ Nat.-tg." schreibt: " In einem Wiener Blatte wird von einer angeb lichen Verschwörung berichtet, welche die Vergewaltigung der Minderheit des Reichstags behufs Durchsetzung des Tarifs bezwecke. Es werde von einer Aenderung der Geschäftsordnung in dem Sinne geramt und gemünkelt", daß das Präsidium diskretionäre Vollmachten erhielte, um die Geschäfte nach dem Willen der„ Mehr= heit" leiten zu können. Diese Vollmachten würden nur in einem einzigen, furz gefaßten Paragraphen ausgesprochen werden, so daß die Beratung bon Abänderungsanträgen trog aller Bemühungen ihrer Hinzögerung eines Tags aus Mangel an Stoff doch irgendwie zu Ende gehen müßte. Die Väter des Plans, so heißt es weiter, denken sich die Sache so, daß eine Mehrheit, die größer als die Hälfte der Reichstagsmitglieder zu sein hätte, zwar nicht für Wochen und Monate, doch aber für die paar Tage zusammenzuhalten wäre, die zur Sicherung des Anschlags nötig sein würden. Ferner würde man, um jedes Bedenken zu zerstreuen, als folle hier eine Selbstamputation der Reichstagsrechte stattfinden, die Bestimmung treffen, daß die diskretionären Vollmachten immer nur für eine Seffion zu gelten 1. daß jemand an der Spize steht, der für das Verhalten feiner Untergebenen verantwortlich ist, 2. daß sie ein bestimmtes aus der Ferne erkennbares Ab- Landes in striktem Widerspruch mit dem Urteil der öffentlichen zeichen tragen, 3. daß sie die Waffen offen führen und 4. bei ihrer Kriegsführung die Kriegsgesetze und Gebräuche beobachten. Ein Unterschied zwischen Heer, Milizen u und Freiwilligen- Corps wird nicht gemacht. Ja, der Artikel 2 besagt sogar: „ Die Bevölkerung eines nicht besetzten Gebietes, die beim Herannahen des Feindes aus eignem Antriebe zu den Waffen greift, um die eindringenden Truppen zu bekämpfen, ohne Beit gehabt zu haben, sich nach Artikel 1 zu organi fieren, wird als Kriegspartei betrachtet, sofern sie die Geseze und Gebrauch des Krieges beobachtet." V " Preußische Trauer in den Reichslanden. Aus Straßburg i. E. wird uns geschrieben: Den Elsaß Lothringern hat man in den letzten Tagen etwas gar zu viel ges boten, was ihre Auffassung von dem zweifelhaften Segen des preußischen Regiments im Lande zu bestärfen geeignet ist. Erst schickt man ihnen den preußischen Junker Stöller wieder auf den Hals, über dessen Weggang sie vor sieben Jahren eine so aufrichtige Freude empfunden hatten; dann spricht ein preußisches Kriegsgericht des Meinung den aus Preußen gekommenen tollen Baron" Stietencron von Schuld und Fehle frei; und jetzt hat man der Bevölkerung Elsaß Lothringens noch eine neuntägige Landestrauer um den Tod der Kaiserin Friedrich auferlegt, genau so, als ob das Reichsland ein Bestandteil der preußischen Monarchie wäre. Es braucht hier nicht auf die Streitfrage eingegangen zu werden, ob die vermoderte preußische Kabinettsorder, die die Bestimmungen über die Landestrauer trifft, rechtsgültig ist oder nicht; jedenfalls leuchtet es nicht ohne weiteres ein, wie man diese Verordnung über eine preußische Landesangelegenheit auch auf das Reichsland Elsaß= Lothringen anvenden konnte. Wohl ist Wilhelm II. auch in Elsaß- Lothringen Landesherr; dies ist er aber nur in seiner Eigenschaft als Oberhaupt des Reiches, nicht etwa als König von Preußen. Die Verordnungen, die er in legterer Eigenschaft in Bollzug setzen kann, können sich in ihrer Wirkung also nur auf das Gebiet der preußischen Monarchie, nicht aber auch auf dasjenige des Reichslandes erstrecken. Eine preußische Landestrauer in Elsaß Lothringen ist Es ist nicht erst seit den Tagen des Heinzegesetzes bekannt, daß Um alle Zweifel an dem Sinne des Artikels 1 und 2 zu be- eine Unmöglichkeit, und die betreffende ministerielle Verordnung gewisse Leute auf die Ausführung solcher Pläne begierig sind. Aber ebenso bekannt ist es, daß jeder derartige Versuch durch die Parteien, ſeitigen, enthält außerdem die ebenfalls von sämtlichen Vertrags- muß wie vom juristischen so auch vom staatsrechtlichen Standpunkte deren Vergewaltigung beabsichtigt wird, im Keime erstickt werden mächten unterzeichnete Einleitung zu der Konvention folgenden aus anfechtbar erscheinen. Bassus: nod Die Angelegenheit entbehrt übrigens auch nicht eines gewissen So lange, bis ein vollständigeres Kriegs Gesetzbuch fomischen Beigeschmacks. Da im benachbarten Großherzogtum festgestellt werden kann, halten es die hohen vertragschließenden Baden, dessen Landesherr doch in nahen verwandtschaftlichen BeTeile für zweckmäßig, festzusetzen, daß in den Fällen, die in keine Rede ist, so pilgerte die Bevölkerung der Reichslandeshauptstadt ziehungen zum preußischen Königshause steht, von offizieller Trauer den von ihnen angenommenen Bestimmungen nicht vorgesehen Straßburg, wo am verflossenen Sonntag alle Theater, Konzertsind, die Bevölkerungen und Kriegsführenden unter dem Schuße lokale 2c. geschlossen waren, in hellen Scharen über den Rhein und den herrschenden Grundsägen des Völkerrechts bleiben, wie sie hinüber in das nur eine Wegstunde entfernte badische Städtchen sich aus den unter gesittteten Staaten geltenden Gebräuchen, aus keh I, um sich dort bei Musik und Tanz den gewohnten Sonntagsden Gesetzen der Menschlichkeit und aus den Forde vergnügungen hinzugeben. Kein Mensch vermochte den Straßburgern rungen des öffentlichen Gewissens herausgebildet diese Flucht ins Badische" zu verwehren, obwohl die preußische Landestrauer im Reichslande dadurch ihren Zweck gründlich verfehlt haben. hatte. hätten." würde. * Protest der Industrie. Wie der„ Einkäufer" in seiner Nummer 32 mitteilt, äußert sich eine der bedeutendsten Broncewaren Fabrikanten über den Zolltarifentwurf wie folgt: = Wird ein solcher Bolltarif jemals Gesetz, so werden wir und mit uns noch viele andere nichts Besseres thun können, a Is unsre Fabriken zu schließen. Durch solche haarsträubenden Zollschranken und die dadurch entstehenden Gegenmaßregeln würde der größte Teil unsres Exports vollständig vernichtet!" Aus Bernburg wird uns telegraphiert: Die hier versammelten Großindustriellen aus Anhalt und aus der Provinz Sachsen protestierten einstimmig gegen sämtliche Bollerhöhungen. Es fragt sich, welche Großindustrielle der genannten Gebiete in Bernburg vertreten waren. Der Transvaalkrieg und das Völkerrecht. Es ist, als ob das zwanzigste Jahrhundert noch einmal alle Bestialität entfesseln sollte, deren christliche Kulturstaaten fähig sind. Die Kriegführung, wie sie die Khatimächte in China übten, wie sie jetzt von England in Transvaal geübt wird, unterscheidet sich in nichts von jenen vichischen Mezeleien, die sonst nur uncivilisierte Horden anzurichten pflegen. Höchstens Kriege, in denen religiöser Fanatismus die Leidenschaften zur Weißglühhizze entflammte, wiesen während der letzten Jahrhunderte ähnliche Züge völliger Entmenschung auf, wie die beiden kolonialen Raubkriege, zu denen der imperialistische Wahnsinn an der Grenzscheide des zwanzigsten Jahrhunderts„ christliche" Nationen verleitet hat. Und die furchtbaren Grenel wurden begangen von denselben Mächten, die sich im Jahre 1899 zu einer pomphaften Friedens tonferenz zufammengefunden hatten, durch die nicht nur durch Schaffung schiedsrichterlicher Instanzen dem Ausbruch fünftiger Kriege nach Möglichkeit vorgebeugt, sondern auch die Humanisierung des Krieges selbst herbeigeführt werden sollte. Der Chinakrieg und der Boerenkrieg sind die Proben aufs Exempel, der Prüfstein des ehrlichen humanitären Willens der Vertragsmächte. Und diese Probe, die unter aller Kritik ausgefallen ist, beweist, wie recht die Socialdemokratie hatte, als sie im Gegensatz zu den durch den im Haag verzapften Phrasenschwulst bethörten bürgerlichen Friedensfreunden die Friedenskonferenz als eine Orgie der infamsten Heuchelei, als eine schändliche Farce bezeichnete. Diese Bestimmungen beweisen, daß die Proklamation Kitcheners dem Kriegsrecht vollständig ins Gesicht schlägt, daß sie den skandalöfesten Bruch civilisierter Kriegsbräuche darstellt, den die neuere Kriegsgeschichte kennt. Sie erklären, daß namentlich die Artikel 1 und 2 der angenommenen Bestimmungen in diesem Sinne zu verstehen sind." Diese Konvention ist auch von England unterzeichnet worden, demselben England, dessen Kriegsführung jezt aller Humanität und allen Völkerrechtsbegriffen Hohn spricht! Aber es bedurfte, wie erwähnt, nicht erst dieser Hunnen- Brollamation Kitcheners, um die Völkerrechtswidrigkeit der englischen Kriegsführung zu erhärten. Schon seine früheren Thaten stellten England an den Schandpfahl. In der Haager Konvention befinden sich folgende Artikel: Artikel 45. Es ist verboten, die Bevölkerung eines besetzten Gebietes zu zwingen, der feindlichen Macht den Treueid zu leisten. od Artikel 46. Die Ehre und die Rechte der Familien, das Leben der Bürger, das Privateigentum.. sollen geachtet werden. Artikel 47. Die Plünderung ist ausdrücklich ver boten. Und wie respektierte England diese Bestimmungen? Dadurch, daß es der Bevölkerung den Treueid zwangsweise abnahm, daß seine Soldateska die Frauen schändete und bedrohte, daß es die völlig ausgeraubten Farmen niederbrannte und nach Herzenslust plünderte. Nun hat England sein angebliches Recht, die Boeren als Rebellen zu erklären, auch damit zu motivieren versucht, daß es erklärte, die Boerenrepubliken seien ja längst occupiert, weshalb die noch Widerstand Leistenden nur noch als Rebellen, nicht aber als friegführende Partei zu bezeichnen seien. Aber auch in diesem Punkte bestimmt der Artikel 42 der Haager Konvention: " Ein Gebiet gilt als besetzt, wenn es thatsächlich in der Gewalt des feindlichen Heeres steht. Die Besegung erstreckt sich nur auf die Gebiete, wo diese Gewalt hergestellt ist und ausgeübt werden kann." = Als wirklich besezt tönnen aber nur die Eisenbahn Linien Schon der Chinakrieg lieferte den ausgiebigsten Beweis für die und die größeren Ortschaften der städtearmen Republiken gelten. Richtigkeit unsrer Auffassung. China gehört zu den Ver- Also auch dies Argument ist genau so fadenscheinig, wie alle tragsmächten und trotzdem fiel man ohne Kriegserklärung übrigen. in China ein, ein, trotzdem trat man durch Art der Kriegs- Nun könnte England allerdings noch den form all en Gesichtsführung alle Vereinbarungen der Haager Konferenz mit Füßen. punkt für sich geltend machen: die Boerenrepubliken gehörten, Man entschuldigte sich mit der läppischen Ausflucht, daß man da England ihre Einladung zu der Haager Konferenz zu ja mit China selbst gar feinen Krieg führe, sondern Hintertreiben verstanden hat, nicht zu den Vertragsmächten. nur der Regierung gegen die Borer- Revolte zu Hilfe gekommen sei. Ein Passus der Konvention fordert aber die Beobachtung Diesen Standpunkt führte man dadurch konsequent durch, daß man der Bestimmungen der Konvention nur solchen Mächten gegenüber, später die Regierung für alle Handlungen der Boyer verant- die auf der Konferenz die Konvention unterzeichneten oder derselben wortlich machte und den Friedensschluß einen Friedens- nachträglich beigetreten sind. Beide Voraussetzungen treffen auf die schluß bei einem gar nicht vorhandenen Kriege! von der Er Boerenrepubliken nicht zu. Wird England die Berechtigung zu füllung einer Reihe der rigorosesten Sühnebedingungen abhängig seiner hunnischen Kriegsführung auf dies formalistische Moment zu machte. begründen wagen? Und werden die Mächte, die in der Konvention beteuerten, daß sie von dem Wunsche beseelt" seien, den Gesegen der Menschlichkeit den sich immer steigernden Forderungen der Civilisation zu dienen", diese klägliche Ausrede gelten kassen? " und Das völkerrechtswidrige des ganzen China- Kreuzzuges fam freilich außer den Socialisten nur einer Handvoll bürgerlicher Ethiker zum Bewußtsein. Die naive Brutalität des antifen Griechen tums, das gegenüber den Barbaren" alles für erlaubt hielt, ist auch das Charakteristikum modernster christlicher Moral" An- Wir hegen allerdings nicht den geringsten Glauben an ein Einschauungen. " schreiten der Mächte. Das Völkerrecht beruht nur auf frei Erst nachdem die Engländer sich erdreisten, ihre Kriegsführung williger Unterwerfung unter gewisse vereinbarte Bedingungen, in Südafrika nach dem Khalivorbild der Mächte in China einzurichten, auf einem Gegenseitigkeitsverhältnis, das nur bei gleichstarken Dem erhebt sich ein allgemeiner Sturm der Entrüftung. So wenig Gegnern das Respektieren der Konventionen garantiert. rühmlich das zweierlei Maß ist, das bei der Beurteilung der Hunnen Schwächeren gegenüber ist jeder Vertragsbruch erlaubt. thaten in China und in Südafrika zum beschämenden Ausdruck existiert ja teine richterliche Eretutivgewalt, die den tommt, als so berechtigt müssen wir doch an sich diese Entrüstung Vertragsbrüchigen zur Rechenschaft zieht. Nur eine ganz über Englands Gewaltthaten und Völkerrechtsbruch den Boeren besondre politische Sonstellation, bei der sich mehrere Großgegenüber anerkennen, so frei wir uns auch von chauvinistischem mächte in gemeinsamer Feindschaft gegen eine andre Großmacht zuEngland- Haß und unbegründetem Boerenkult fühlen. fammenfänden, ließe ein derartiges Eingreifen möglich erscheinen. • England hat bereits von Anbeginn des Krieges an die Nicht dem gemeinsamen Pflicht- und Humanitätsgefühl, sondern dem schimpflichsten Verstöße gegen das Völkerrecht be- gemeinsamen Hasse wäre es dann zu danken, daß einem moralischen gangen. Es hat bei Elandslaagte verwundete Boeren Gebote zur Anerkennung verholfen würde. Eine solche Konstellation von seinen Lancers nieder megeln lassen, es hat die liegt gegenwärtig troy Rußlands und Frankreichs Englandhaß Bewohner der occupierten Gebiete zum Loyalitätseid nicht vor. = J Wie in Baden getrauert wurde. Di Aus Karlsruhe wird der Fr. 8tg." berichtet: Das Befehlen" einer allgemeinen Landestrauer um die Kaiserin Friedrich geht zunächst Preußen an, aber auch die andren Bundes it aaten sind in Mitleidenschaft gezogen, dadurch, daß es den Militärtapellen untersagt ist, Konzerte zu geben. Wie man sich in der badischen Residenz über diesen Erlaß hinwegzuhelfen gesucht hat, erzählt die„ Neue Badische Landes- Zeitung". Die Konzerte im Stadtgarten werden nach wie vor von den töniglich preußischen Kazellen ausgeführt, aber nicht als Militärfapellex, sondern als Civilmufit, folglich fallen die üblichen Anfündigungen, wonach das„ soundsovielfte Regiment" heute spielt, einfach weg, und es heißt kurz und bündig: heute großes Konzert". Das Trauerreglement. a Das intereffante Trauerreglement vom Jahre 1797 sei hier noch im Wortlaut mitgeteilt: Seine königl. Majestät von Preußen haben in der wohlthätigen Absicht, den unnüßen Aufwand bei Trauerfällen noch mehr einzuschränken, als solches durch die Edikte von 1716, 1720 und 1734 bereits geschehen ist, die Trauer sowohl an Allerhöchstdero Hofe, als in den Familien ihrer Vasallen und Unterthanen folgendermaßen näher zu bestimmen nötig gefunden: 1. Bei dem Ableben des Königs, der Königin und einer verwitweten Königin von Preußen trauern der Hof und die Kollegia sechs Wochen lang; die ersten drei Wochen lang der Adel, wie bisher, mit Pleureusen, und Personen bürgerlichen Standes, ohne dieselben, mit tiefer Trauer: die übrigen drei Wochen mit gewöhnlichen schwarzen Kleidern, silbernen Degen und Schnallen. Die Subalternen der Kollegien trauern bloß mit einem Flor um den Arm. Die Musik und die Schauspiele werden acht Tage lang eingestellt. Alles Drapieren der Wagen und Zimmer, so wie die schwarze Kleidung der Haus officianten und Livree, imgleichen das Bes hängen der Kanzeln und Kirchstühle mit schwarzem Tuche, wird gänzlich verboten. Die Gloden werden bei obgedachten drei Sterbefällen mittags von 12-1 Uhr, 14 Tage lang geläutet. In den Kanzleien wird 6 Wochen lang schwarz gesiegelt; dagegen hört der Gebrauch des auf dent Rande und Schnitte schwarzgefärbten Papiers völlig auf. II. Wenn ein Kronprinz oder eine Kronprinzessin von Preußen stirbt, legt bloß der Hof auf 4 Wochen Trauer an; 14 Tage mit Pleureusen, die übrige Zeit mit filbernen Degen und Schnallen. Die Glocken werden von 12 bis 1 Uhr mittags, 8 Tage lang geläutet. III. Alle übrigen Prinzen und Prinzessinnen des föniglichen Hauses werden, wenn sie das 12. Jahr zurückgelegt, 14 Tage lang bloß bei Hofe mit gewöhnlichen schwarzen Kleidern, jilbernen Degen und Schnallen betrauert. Um jüngere Prinzen und Prinzessinnen wird gar keine Trauer angelegt. IV. Die um fremde Souverains und fremde fürstliche Personen anzulegende Hoftrauer wird jedesmal besonders bestimmt werden. V. In Absicht der Familien- Trauer der tönigVasallen und Unterthanen, ohne Unterschied des Ranges und des Standes, wird hierdurch folgendes festgesezt: 1. Die Trauer der Kinder um Schwiegereltern, ingleichen der Bitwer Eltern, Großeltern, und Witwen, dauert jes Wochen lang: die ersten 14 Tage bei Adeligen mit Bleurenfen, bei Bürgerlichen mit der bisher üblich gewesenen tiefen Trauer; die übrigen vier Wochen mit gewöhnlicher schwarzer Kleidung. Kinder, welche das zwölfte Jahr noch nicht zurückgelegt habent, sollen nicht in Traner gesezt werden. 2. Universalerben und Legatarien haben die Freiheit, erstere sechs Wochen, letztere 8 Tage lang, Trauerkleider anzulegen. 3. Kinder, Stiefeltern, Oheime, Tanten, Geschwister und Schwäger werden gar nicht mit schwarzen Kleidern, sondern von den Mannspersonen bloß mit einem schwarzen Flor um den Arm und von den Frauenspersonen mit einem schwarzen Bande auf dem Kopf drei Wochen lang betrauert. 4. Um Personen von entfernterer Verwandtschaft und um Kinder, die vor zurüdgelegtem zwölften Jahre sterben, wird überall feine Trauer angelegt. 5. Das Drapieren der Zimmer und Wagen; die schwarze Kleidung der Haus- Offizianten, der Livrée- und übrigen Domestiken beiderlei Geschlechts wird gänzlich untersagt. Auch wied hierdurch das schon in dem Edikt vom 20. Mai 1733 enthaltene Verbot ausdrücklich erneuert: daß den Domestiken zur Trauer kein Geld, noch sonst etwas gegeben werden soll. VI. Die Zeit der Trauer wird in allen Fällen vom Sterbetage an gerechnet. VII. Die le bertreter dieses Reglements sollen nach Be finden der Umstände zu einer Strafe von 5 bis 50 Rthlr. verurteilt werden. = Der Deutsche Flottenverein hat die von ihm schon früher Der Jahrestongreß der französischen Gewerks in Form eines kleinen Handbuchs herausgegebenen Lauf- schaften findet in Lyon vom 23. bis 27. September statt. Seine bahnen in der deutschen Marine auf einer Wandtafel Tagesordnung ist sehr inhaltsreich: übersichtlich zusammengestellt, die bereits in zahlreichen Schulen Berichte der Organisationsfommission und des Conföderals und öffentlichen Anstalten Aufhängung gefunden hat, so vor allem rates: in Bayern auf Veranlassung des Bayrischen Landesausschusses des Statutenänderung. Seine Königliche Majestät befehlen Ihren sämtlichen LandesCollegiis, fiscalischen Bedienten, Land- und Steuer Räten, Magisträten, Beamten und andern Obrigkeiten hiedurch so gnädig als ernstlich, über die genaue Beobachtung dieses Reglements zu unerhört! halten, und diejenigen, welche dagegen handeln, zur Üntersuchung und Strafe zu ziehen." China Trophäen. Der amtliche Anzeiger" in Braunschweig meldet: % Brotwucher und Mittelstandspolitik. " Deutschen Flottenvereins. Vor kurzem ist nun auch vom Arbeiterschutz: 1. Millerands Entwurf betr. Streits und preußischen Kultusministerium(!) beschlossen wor- Schiedsgerichte, 2. Zusammensetzung des höheren Arbeitsrats, 3. Die Ar den, diese Wandtafeln, die zunächst nur die oberen Lauf- beitsräte, 4. Das Koalitionsgesetz von 1884 und Walded- Rousseaus Vorbahnen behandeln, in sämtlichen höheren Lehrschlag( betreffend die Verleihung der juristischen Persönlichkeit an die anstalten der preußischen Monarchie anzubringen.-Gewerkschaften), 5. Altersversicherung, 6. Gewerbegerichte. Generalstreit. Eine zweite derartige Wandtafel, welche die unteren Die Armee in den Streits: Laufbahnen in in der Kriegsmarine behandeln und mit. 1. Bericht des Agitationskomitees für den Generalstreit, 2. UeberLängs und Querschnitten moderner deutscher Kriegsschiffstypen sicht der Beschlüsse früherer Kongresse, 3. Ein Antrag auf Erklärung ausgestattet sein soll, befindet sich in der Vorbereitung und wird des Generalstreits im Fall eines Bergarbeiterstreiks oder eines eurowohl im kommenden Winter zur Ausgabe gelangen können. päischen Kriegs, 4. Studium von Mitteln, um die Einmischung der Armee Das Vorgehen des Flottenkultus Ministeriums ist ganz in Streits zu verhindern oder deren Aktion zu neutralisieren( Antrag des Konföderalrates und der Organisationskommission). Die Gewerkschaften und die politische Aktion ( Antrag der gleichen zwei Justangen). Mittel zur Durchführung der Kongreg Die Bestimmungen betreffend die Trauer für gewöhnliche In der letzten Nummer des Organs des Junungsverbandes: beschlüsse: 1. Die Gewerkschaftsmasse, 2. Der Achtstundentag, Basallen und Unterthanen wurden im Jahre 1845 aufgehoben, des- Bund deutscher Dachdecker- Jumungen", der Deutschen Dachdecker- 3. Der Maschinismus und die Arbeiterorganisation, 4. Die wirtschafts gleichen die Strafandrohung. Zeitung", befindet sich an der Spiße des Blattes ein längerer Artikel, liche Krise und Mittel zur Abhilfe, 5. Der Son des Soldaten", Es wäre Zeit, nach abermals 56 Jahren auch den übrigen, der die neuesten Erscheinungen unsres wirtschaftlichen und poli- Schaffung einer internationalen Stasse für die der Militärpflicht ſich der heutigen Entwicklung längst, widersprechenden Teil der alten Order tischen Lebens bespricht. Der unbeholfene Ausdruck läßt vermuten, Entziehenden, 6. Tagesordnung des nächsten Kongresses. zu beseitigen. daß der Verfasser des Artikels in der That ein biederer Junungs- Im Aufruf des Conföderalrates und der Organisationskommission meister ist. Der gute Mann hat offenbar schon seit Jahren die Dinge, die feine eigene Gristenz so sehr berühren, aufmerksam verbie Arbeiter hingewiesen, auf die Streifs, die noch nie so zahlreich, ver- um Songreß wird auf die wirtschaftliche Krise und deren Folgen für folgt; jetzt aber geht seine Geduld zu Ende, er greift zur Feder, so leidenschaftlich, so symptomatisch" gewesen, auf die immer wachsende um feinem gepreßten Herzen Luft zu machen. Und er kommt zu Last des kapitalistischen Drucks" und auf das gleichzeitig mit dem folgendem Resultat: Uebermut und der Herrschsucht des Unternehmertums an Jutelligenz, Von oben Agrarier mit, so lange wie es ging, geheim ge- Willen und Energie wachsende Proletariat". Der Aufruf schließt haltenen Zollvorlagen; von unten die sich beständig wiederholenden mit dem alten Losungswort der socialistischen Gewerkschaften Franksocialdemokratischen Gewerkschaftsangriffe. Dazu Einschätzungen unter Miquel, unter denen hervorragende Leute des Bundes der reichs:" Hoch die sociale Revolution durch den Generalstreit!" Landwirte überhaupt keine Steuern bezahlten. Beständig sich erhöhende Auflagen( mit jeder sogenannten Reform) bei sich stets verringerndem Verdienste. Ein Stocken der Geschäfte, deffen Ausfälle in Jahren nicht wieder einzubringen sind. Ein Leben voll steigender Unruhe, steigender Unruhe, Mißtrauen und Argwohn, ohne Aussicht auf ruhigere Zustände und und zu alledem womöglich noch die öffentliche Herabsetzung ganzer Klassen, Stände oder Bezirke. Geht bei andren der Patriotismus gerade nur so weit, wie Geld durch ihn verdient wird, warum sollen wir eine Ausnahme bilden? Der pommersche Adel z. B. unter Friedrich dem Großen wurde thatsächlich durch die Kriege ruiniert. Wenn der 9 Millionen Thaler ersetzt erhielt, so war das billig. Das kommt aber doch heute nicht mehr vor, vielmehr haben siebzehn Buttkamersche Familien allein jetzt schon durch die Zölle einen Gewinn von über 150 000 m. jährlich. Und diesen Gewinn noch vergrößern auf Kosten der Arbeiter und damit auf unsre eignen? Lassen wir doch den Dingen ihren Ju China ist ein Freiwilliger aus Braunschweig zum Polizeicorps fommandiert worden und bekleidet daselbst eine Stelle, die der eines Wachtmeisters gleich kommt. Der betreffende hat seinen hier wohnenden Eltern durch einen Kameraden, der als Rekonvalescent hierher zurückbefördert worden ist, eine ifte mit allerlei Andenken an die Expedition zukommen lassen. Darunter befinden sich auch prächtige chinesische Seidenstidereien." Hoffentlich ist der Chinafreiwillige beim Kauf der Andenken von den Chinesen nicht überteuert worden. 60 Strafgefangene, so meldet eine Korrespondenz, befanden sich bekanntlich unter den 630 Mann, welche kürzlich an Bord der Arcadia" aus China nach Deutschland zurückgekehrt sind. Wie wir erfahren, sind die Gefangenen, unter ihnen auch einige Unter offiziere, mit Festungshaft und Gefängnis best aft worden, weil fie sich in der Hauptsache dienst liche Bergehen haben zu Schulden tommen lassen. Auch mußten verschiedene wegen unerlaubten Beutemachens, ungerechtfertigter Streitigkeiten mit Chinesen, Mißhandlung derselben und dergleichen vor das Kriegsgericht gestellt werden. Das bestätigt im übrigen die Nachrichten von der scharfen Handhabung der Militärgesege, welche notwendig war, um die Disciplin auch unter den schwierigsten Verhältnissen in China mit aller Strenge aufrechterhalten zu können. Auch die Festung Spandau wird China Bestrafte über wiesen erhalten. = Also so ganz ohne kleine Humnenthaten ist es doch nicht ab gegangen! Renes Gewehr in Sicht? In der„ Germania" lesen wir: Wie man uns aus Spandau mitteilt, werden jegt fort= während Versuche mit einem neuen Gewehrmodell gemacht, das auf dem Princip der Selbstladefähigkeit beruht und nach Art der Pistole fonstruiert ist, die schon seit längerer Zeit bei denjenigen Leuten berittener Truppen eingeführt ist, die früher Revolver trigen. Das wesentlichste Bedenken gegen ein automatisch zu ladendes Gewehr besteht in dem enormen Munitionsverbrauch einer solchen Waffe. Zu diesem Gewehr müßte jeder Mann er heblich mehr Patronen mit sich führen als bisher. Versuche im Kleinen werden mit diesem Selbstladegewehr in Spandau schon seit geraumer Zeit unternommen, und zuweilen hört man, daß Aussichten zu seiner Einführung vorhanden seien. Die Heeresverwaltung geht indes in solchen Dingen überaus vorsichtig zu Werke, und es dürfte wohl noch Jahr und Tag vergehen, bevor eine Entscheidung in irgend einer Richtung bezüglich eines Selbstladegewehrs getroffen wird. Inzwischen ist die Infanterie mit einer gutbewährten Waffe ausgerüstet, und der jegt, je nach dem Bedarf, hergestellte Ersatz steht gleichfalls mit feinen Eigenschaften hinter keinem Gewehr irgend eines Staates zurüd." Lauf! Oestreich- Ungarn. Bestrafter Brüsewitz. Das Lemberger Militärgericht vers urteilte den Hauptmann Finke vom 58. Infanterie- Regiment, welcher seiner Zeit den Socialistenführer Dr. Liebermann auf der Straße that lich insultierte, zur Degradation und 14 tägigem Arrest. Frankreich. Vom Vereinsgefeh.„ Echo de Paris" sagt, die Veröffent lichung der Ausführungsbestimmungen zum Vereinsgesetz im Journal Officiel" werde um einen oder zwei Tage verschoben werden. Waldeck- Rousseau habe Verhandlungen mit dem Vatican angeknüpft, um mit demselben zu einer Verständigung zu gelangen; der Ministerpräsident sei geneigt, zu diesem Zweck an den Bestimmungen einige Umarbeitungen vorzunehmen. Epidemie unter Marinemannschaften. Unter den Mannschaften des Mittelmeergeschwaders ist infolge Genusses von schlechtem Trinkwasser eine Dysenterie- Epidemie ausgebrochen. An Bord des Charles Marten" sind 200 Matrosen erkrankt. Todesfälle sind bisher nicht vorgekommen. England. Echließen wir doch bei mangelnden Aufträgen, Streits und dergleichen unsre Buden, und zwar gleich ohne viel Federlesens. Wir selbst verhungern ja doch ebenso wenig wie die Schreier von drüben. Sind die Landstraßen erst voll von„ Dipplern", kommt es infolge der Not erst hier und da zu Excessen, dann befinnt man sich doch vielleicht darauf, daß schon vor Jahren ein Regierungsrat Herr von Massow, in seinem Buche ,, Reform oder Revolution" über die herrschende einseitige Interessenpolitik Bedenken einleuchtender Natur geäußert hat. Bis dahin aber ist es vergebliches Beginnen, dem inneren Niedergange entgegenarbeiten zu wollen. Im Gegenteil, weichen wir der Verschärfung der Gegensäge nicht mehr aus, sondern gehen wir zum Die chinesische Zollfrage. Die Times" melden aus Peking: Kleinkriege, Geldbeutel gegen Geldbeutel, über. Wir wissen, wer In der gestrigen Konferenz der Gesandten wurde dem Einspruch den längsten Atem hat, die geringeren Bedürfnisse und des englischen Gesandten Satow gegen die ihrer Natur die größere Beweglichkeit hat. Wir find in das nach schwerfällige internationale Kommission nach gegeben und Stadium eingetreten, in dem der pure Egoismus die einzige die Gesandten famen deshalb überein, eine Bestimmung betreffend angebrachte Verhaltungsform ist. Was besteht, muß ja respektiert die Ernennung einer solchen Stommission nicht in das Protokoll aufs werden; wer aber jegt wieder das Thema der Arbeitskrisen- Verficherung" heranzieht, den halte man angesichts der ganzen Lage für übergeschnappt. Nur eine schwere innere Krise fann wieder erträgliche innere Zustände schaffen. Dazu gehört aber, daß man in gesundem Egoismus sein Interesse zunächst ganz auf sich beschränkt, und seine Unterstügung allem, was sich da als gemeinnügig, patriotisch und dergleichen aufspielt, und oft genug doch nur dazu dient, alternden Töchtern„ adliger Familien" einen mehr oder weniger bequemen Posten zu gewähren 2c., entzieht." Erfolg der Chamberlainpolitik auf Malta. Aus Malta wird berichtet, daß dort große Unruhen stattgefunden haben. Einem Meeting gegen die neuen Steuern wohnten 15 000 Personen bei. Eine englische Flagge wurde zerrissen. Die Aufregung unter der Bevölkerung ist groß, die Lage bedenklich. Asien. Freilich ist diese Wut ohnmächtig und wird es so lange bleiben, bis der Meister und seine Kollegen den Weg zur Socialdemokratie Das Beschwichtigungsschwänzchen, das das militärfromme gefunden haben. Jedoch ist die Klarheit über das klägliche Fiasko Centrumsblatt seiner thatsächlichen Mitteilung anzuhängen für gut der so viel gerühmten Mittelstandspolitik der erste Schritt zur befindet, ändert nichts an der vergnüglichen Perspektive, daß wir besseren Erkenntnis. Und wie sehr die rücksichtslose Sprache der höchstwahrscheinlich bald mit einem neuen Selbstlader kleineren Stalibers Brotwucherpolitik selbst in denjenigen Kreisen, die sich bisher durch beglückt werden. Einige Dugend Millionen wird das schon kosten! den Schwindel mit der„ Rettung des Mittelstandes" fangen ließen, die bessere Erkenntnis fördert, beweist nicht nur die ganze Tendenz Waldersee hat vom Kaifer von Rußland den Andreas: der angeführten Säge, sondern namentlich auch der Umstand, daß Orden mit Brillanten und Schwertern verliehen erhalten. Ein Khaki ein so offizielles Jumungsorgan einen derartigen Aufruf zur Rebellion blatt jubelt darob: ohne jede abschwächende Bemerkung an leitender Stelle veröffentlicht. = „ Der Andreas Orden ist die höchste russische Ordensauszeich nung; mit Schwertern ist er bisher überhaupt nur zweimal vergeben worden. Diese ungewöhnliche Ehrung des deutschen Feldmarschalls durch den, russischen Kaiser dürfte auch die mißtrauischten Beurteiler unsrer Beziehungen zum 3arenreiche entwaffnen." D Ausland. Französisches. Paris, 13. August. Ordensverleihungen finden zuweilen unter den kuriosesten all socialistischer Endosmoie unter den Richtern, der die Die Presse beschäftigt sich lebhaft mit einem bemerkenswerten Umständen statt, politisch haben sie nicht die geringste Bedeutung. Wächter des Beſtehenden ungleich mehr beunruhigt, als die focialMan denke daran, daß Lord Roberts den Schwarzen Adlerorden erhalten hat. Etwa deshalb, weil der Ordens- humanen Urteile des berühmt gewordenen Gerichtspräsidenten verleiher das politische Verdienst des Lord Roberts um die Magnaud in Château- Thierry. Noch schwerer als dieser hat sich gegen Niederwerfung der Boeren anerkennen wollte? Schwerlich! Num die kapitalistische Gesellschaft versündigt der Vorsigende des Civilist das Verhältnis der deutschen Regierung zur englischen allerdings gerichts in Beaune, 2 a marche. scheinbar ein keineswegs gespanntes. Aber hat nicht Walderfee Als offizieller Redner bei der Preisverteilung in der Realerst vor 48 Stunden seiner Genug thuung über den Rüd- schule sprach der wohlbestallte Richter über das große sociale gang des englischen Einflusses in China Ausdrud Problem" wie folgt: gegeben? Ordensverleihungen sind Afte höfischer Courtoisie, gekrönter Laune, nichts weiter. zunehmen; es wurde mur die Klausel eingefügt, daß die Wertzölle sobald als möglich in feste Bölle umgewandelt werden sollen. Ferner wurde beschlossen, auf die Freiliste gemünztes und ungemünztes Gold und Silber, ausländische Cerealien, Reis und Mehl zu setzen. Der japanische Arbeiter. Der In der„ Chronique du Musée social" befindet sich eine interessante Studie von André Siegfried über Japan. Nachdem Siegfried auf die glänzende ökonomische Entwicklung von Japan verwiesen hat, wobei er 1. a. feststellt, daß der ganze Außenhandel Japans im Jahre 1868 erst 65 Millionen Frank betrug, während er im Jahre 1898 auf 1108 Millionen gestiegen ist, kommt er auch auf den japanischen Arbeiter zu sprechen. Er sagt u. a.: japanische Arbeiter hat sich noch nicht dieser soldatischen Disciplin gebeugt, wie sein europäischer Bruder nach einer durch Generationen geübten Knechtung es gethan hat. Er arbeitet nur, wenn es ihm paßt. Eine Fabrit von etwa 1000 Arbeitern kann im Durch schnitt nur immer auf etwa 800 ihrer Arbeiter rechnen; jeder Arbeiter nimmt seinen Feiertag wenn es ihm gefällt, kommt an und geht, wenn es ihm beliebt; wenn man ihn deswegen ausschimpft, geht er seiner Wege. Er ist noch unabhängig, ein wirklich freier Mann. Auf der andren Seite muß fonstatiert werden, daß die Löhne un geheuer niedrig sind. In den Baumwollspinnereien von Tokio und Ofatra verdient ein Mann nicht mehr als 80 Pf. pro Tag. Das ist schon ein großer Fortschritt, denn im Jahre 1887 wurden nur etwa 30 Pf. verdient. Der Kapitalismus hat den Männern die Konkurrenz der Franen und Kinder entgegengesezt und bis jetzt hindert ihn keinerlei Gesez, Frauen und Kinder bis aufs äußerste auszubeuten. Siegfried ers zählt: In Diatra wird fast alle Arbeit in den Baumwollspinnereien und in den Zündholzmanufakturen von jungen Mädchen und Kindern geleistet; Männer sieht man nur wenig. Die jungen Mädchen verdienen 30-45 Pf., die Kinder 20-30 Pf. pro Tag. In einer Bündholzfabrik in Ofatra habe ich Kinder von 6-8 Jahren gesehen, die ihre 8 Stunden für etwa 6 Pf. arbeiten mußten. Die Arbeit in den Baumwollspinnereien wird Tag und Nacht fortgeführt und die einzelne Arbeiterin wird etwa 11 Stunden beschäftigt. Aus zahlreichen Mitteilungen, die in den letzten Wochen durch die Presse gegangen sind, ist ersichtlich, daß auch in Japan bereits Ansätze gewerkschaftlicher und politischer Arbeiler- Organisationen vor " Dieses große Problem eristiert, es drängt sich gebieterisch auf. Dessen Lösung darf nicht verschoben werden, denn das wäre eine erbarmungslose Herausforderung all der Unglüdlichen, die müde sind, ihr Brot mit Schweiß und Thränen zu begießen, vom Leben nur das Leiden zu kennen, während die von ihnen bereicherten Kapitalisten einen handen sind. frechen Lugus zur Schau stellen und dem Volte eine Geldaristokratie aufdrängen, die viel ungerechter ist als die einstige Aristotratie, die immerhin noch gewisse Traditionen glorreicher Vorfahren achtete. Die hohe Bourgeoisie, die als herrschende Klasse den Adel ersetzt hat, stüßt sich bloß auf ihr Geld", dieses genieine Geld, das nun überall als Paß dient.... Wir hoffen, meine Jungen, Afrika. Die Madagassische Unruhen. Die letzte Poft aus Madagaskar bringt neuerdings beunruhigende Meldungen. Eingeborenen töteten einen Unteroffizier und einen Soldaten. daß dank Euch dieſes niedrige Regime des Geldes, die Plutokratie, Der Boeren- Krieg. bald ein Ende nehmen wird. Mit Eurer zu neuem Leben erwachten Generation bricht ein andres Regime an. Die alte Gesellfchaft stürzt zusammen unter der Last ihrer monströsen ungerechtigkeiten. 200 Ein 22 jähriger Lieutenant als Soldatenschinder. Vor dem Kriegsgericht der 23, Division in Dresden hatte sich der 22 Jahre alte aus Plagiig gebürtige Lieutenant der 6. Compagnie des 102. Jufanterie- Regiments in Zittau, Walter Klemens Brauns dorf wegen Mißhandlung, vorschriftswidriger Behandlung Untergebener, Mißbrauch der Dienstgewalt und unbefugter Anmaßung einer Strafbefugnis zu verantworten. Braunsdorf soll die ihm zur Ausbildung anvertrauten tekruten oft mißhandelt und bei der geringfügigsten Ursache nicht unerheblich gezüchtigt haben. Er machte hierbei 11ur wenige Ausnahmen, so daß fast fämtliche Soldaten seiner Compagnie durch ihn zu leiden hatten. Beim Schießen, Griffe üben, Turnen, in der InstruktionsProtest Krügers gegen die Hunnenproklamation. stunde und auch sonst bei jeder nur möglichen Gelegenheit erhielten Präsident Krüger hat nunmehr, wie aus dem Haag gemeldet Die Rekruten von ihm Ohrfeigen, flache Säbelhiebe über Kopf. wird, eine Protestnote gegen die jüngste Proklamation Kitcheners Schulter und Gesäß. Einen Soldaten soll der jugendliche Lieutenant so verfaßt. heftig an die Stehle gepackt haben, daß jener ohnmächtig zusammenbrach. Ein englischer ,, Sieg". Daneben spielte er sich auch in andrer Weise als Herrn über seine Soldaten Also sprach gegen die kapitalistische Gesellschaft ein Mann, der Aus Middelburg wird gemeldet: auf. Er nahm ihnen nämlich, ohne hierzu berechtigt zu sein, die fraft seines Amtes verpflichtet ist, gerade im Namen dieser GeScobells Kolonne in Stärke von 300 Mann stieß am entrüstet sich fassungslos der Löhnung ab und verfügte gegen den Willen der Leute eigenmächtig sellschaft Recht zu sprechen!" über das Geld. Das Treiben des Lieutenants wurde endlich durch" Temps". Dieses führende Organ der Bourgeoisie hat auch ein 9. August in der Nähe von Fish River auf eine annähernd gleich den Soldaten Leibnitz zur Anzeige gebracht. Als Zeugen waren zur probates Mittel entdeckt, die bestehende Gesellschaft fünftighin vor starke Abteilung Boeren. Die Boeren leisteten zwar Widerstand, wurden Berhandlung 20 Mann geladen, doch räumte Braunsdorf ein, die amtlichen Umsturzreden zu schüßen: die Preisverteilungs- Neden aber in vierstündigem Kampfe von Kopje zu Kopje getrieben. Auf englischer Seite fielen ein Offizier und ein Mann, durchgesehen strafbaren Handlungen begangen zu haben. In Anbetracht dessen, müßten vorher von der kompetenten Behörde sieben wurden verwundet. Andre Blätter fordern vom daß der Angeklagte fast die ganze Compagnie mißhandelt hatte, und cenſuriert werden Die Boeren wurden zwar vertrieben", ob und welche Verluste wurde er mit neun Monaten Festungshaft bestraft. Justizminister ein disciplinarisches Einschreiten gegen Lamarche. Hoffentlich kommt es doch nicht dazu, wenn auch der Gerichts- fte aber hatten, wird verschwiegen. Boerenbewegungen. Flottenpropaganda in der Schule. Der„ Frantf. Beitung" vorfizende in Beaune die Bourgeoisgesellschaft ungleich herber an wird für den groben Unfug, den Schülern kartographisch Flotten- gefaßt hat als Millerand in seinen tühnsten Festreden. begeisterung einzuflößen, ein neuer Beitrag geliefert: Reformen her! Dies der unermeßliche und furchtbare Gerechtigkeitsschrei von Millionen von Arbeitern." Die Boeren haben, nach einer Meldung aus Kapstadt, Streifzüge in die Distritte von Jansenville und Laings unters nommen. Sie griffen die Befestigungswerke von Bordersiding an, zu verlaffen. Sucht doch sogar die Firma Siemens gerade jest wenn sie verlangt und erobert wird durch diejenigen selbst, wurden aber zurückgeschlagen. Die Boeren plündern augenblicklich Ausländer als Streitbrecher heranzuziehen, allerdings ohne Erfolg. welche berufen sind, sich derselben zu bedienen. So lange fie bie Farmen bei Vryburg.. Die ausländischen Arbeiter werden sich, abgesehen von allem nur ein Geschenk des Jdealismus einer Klasse oder eines Geschlechts Der Vernichtungskrieg durch die Seuchenlager. Uebrigen, zweintal überlegen, ob sie ihre Existenz in einem Orte ist, welche es geben oder auch verweigern kann, so lange bleibt sie Aus Bloemfontein wird berichtet: Die Lage in den suchen sollen, wo ihnen die Ausweisung droht, wenn sie sich einmal unfruchtbar. Ronzentrationslagern ist äußerst bedenklich. einfallen lassen, an einem Streit teilzunehmen. Hat das französische männliche Proletariat aus dem allgemeinen Typhus und Dyphterie fordern unter den Kindern zahlreiche bie Streifenden könnten der Armenpflege zur Last fallen, ist ganz Gesetz wurde? Es war lange Zeit die Waffe der Reaktion und kaum Die von der Kreishauptmannschaft ausgesprochene Befürchtung, gleichen Wahlrecht einen Nugen gezogen von dem Tage an, da es Opfer. Ein Laffan Telegramm meldet ebenfalls aus Bloem- grundlos. Das sollte doch auch die Kreishauptmannschaft wissen, iegt fängt es an, den Juteressen der Arbeiterklaffe zu dienen. Fontein: 3000 Boerenflüchtlinge, welche im Norden des Oranjestaates daß Arbeiter nicht auf Kosten der Armentasse, sondern geftüßt auf Gst ist keine Uebertreibung, wenn man behauptet, daß die belgischen Streifende britische Kolonnen zusammengebracht hatten, find in Brand: ihre eignen Kaffen und auf die Opferwilligkeit ihrer Klassengenossen Arbeiter vom Standpunkte des Klassenbewußtseins aus mehr Vorfort angekommen. Ihr Gesundheitszustand ist ein jammerteile von ihrem Plural- Wahlrecht gehabt haben, weil sie es sich selbst boller; Fälle von Diphterie und andren bösartigen Krankheiten daß ein solcher Niesenkampf, wie ihn die Flaschenarbeiter gegen recht wie eine ausgereifte Frucht in den Schoß fiel, lange bevor sie Bei dieser Gelegenheit möchten wir wieder darauf hinweisen, erkämpften, während den französischen Arbeitern das allgemeine Wahltreten so zahlreich auf, daß um schleunige Zusendung von Aerzten wärtig führen, bedeutende Wittel erfordert, die aufzubringen man das Klaffenbewußtiein erlangt hatten. Es ist also gut, den ſocialen and Medizin ersucht werden mußte. Belte, Decken und Nahrungs- der eignen Gewerkschaft der Streifenden nicht zumuten fann. Die Wert des Wahlrechts für die Frauen nicht zu überschäßen; es kann mittel werden aus Bloemfontein herbeigefchafft. Arbeiter Deutschlands werden es hoffentlich auch in diesem Falle noch lange ein Spielzeug bleiben, ehe es eine Waffe wird." nicht an der oft bewiesenen Opferwilligkeit fehlen lassen. Gefallene Boerenkommandanten. Standard" veröffentlicht einen Feldbrief, in welchem es heißt, der Boerenkommandant Beyers sei kürzlich in einem Gefecht schwer verivundet worden; man glaube nicht, daß er genesen werde.( Ferner berichtet der Brief, daß der Transportdampfer Montrose" mit 900 gefangenen Boeren nach Bermuda abgegangen sei.) streifen. Sociales. Die Breslauer Mühlenarbeiter haben jetzt ihre Lohnbewegung zum Abschluß gebracht durch einen Vergleich, der in einer erneuten Verhandlung vor dem Gewerbegericht auf der Grundlage der in Zum Bäckerei- Arbeiterschuh. In dem Jahresberichte der unsrer gestrigen Nunimer mitgeteilten Bedingungen geschlossen wurde. württembergischen Fabrikinspektion sagt der Inspektor für den ersten Bezirk: Dem„ Reuterichen Bureau" wird aus Jagersfonteinroad vom am Dienstagabend eine start besuchte Bersammlung der Kupfer- Mehrzahl der Meister nicht einhalten zu können, während einzelne Zum Hamburger Kupferschmiedeftreit ist mitzuteilen, daß Die achtstündige Minimalruhe im Bäckergewerbe glaubt die 18. August gemeldet, daß kommandant Pretorius, dem schmiede durch Bettelabstimmung mit an Einstimmigkeit grenzender sor einigen Wochen die Augen ausgeschossen worden sind, ge= Majorität die Fortiezung des Streits beschloß. Um eine Bermitte zugeben, daß in ihrem Betrieb die Minimalruhe einzuhalten keine lung mit den Arbeitgebern anzubahnen, weilte feit einigen Tagen nieren, auch müsse die Einrichtung und auch die GehilfenDie englischen Verluste. Der Gesamtverlust der englischen Truppen in Südafrika beziffert wurde aber von dem Vorsitzenden der Eiſenindustriellen, Herrn zahl dem Umfang des Geschäfts entsprechen. Letztere Fich mit Ende Juli auf 71 383 Manu, von denen 21 361 für die Blohm, abgewiesen. Bürgerliche Blätter schlossen aus der Anwesen- Bedingung ist ohne weiteres einleuchtend, erfordert aber größere Armee definitiv verloren sind. Die Ziffer des Gesamtverlustes heit des Ausschußvorfizenden, daß die Unterstützungsgelder knapp Mittel, die nicht jedem zur Verfügung stehen." Man wird aber doch den Gehilfen im Ernste nicht zumuten Getötet im Kampfe 392 Offiziere, werden und die Kupferschmiede selbst den Streit als verloren 4082 Mann; gestorben infolge erhaltener Wunden 187 Offiziere, betrachten. Dies ist nicht der Fall, die Unterstützungsgelder fließen wollen, daß sie zu Gunsten eines Meisters, der die Mittel zu einer gestorben an Krankheiten 251 Offiziere, 9976 Mann; gestorben erhöht werden konnte. Der Zuzug ist gering und wenn sich hinüber die Durchführbarkeit der ununterbrochenen achtstündigen Ruhe1887 Mann; gestorben in der Gefangenschaft 4 Offiziere, 93 Mann; so reichlich, daß in letzter Woche die Streifunterstützung um 3 M. geordneten Geschäftsführung nicht hat, ihre Gesundheit opfern sollen. Der Inspektor des 3. Bezirks bemerkt, die Ansichten der Meister infolge von Unfällen 12 Offiziere, 395 Mann. Vermißt oder ge- und wieder ein Arbeitswilliger nach Hamburg loden ließ, so gelang zeit weichen jo jehr von einander ab, daß es oft schwer sei, zu einem Fangen 558 Mann. Als invalide in die Heimat zurückgeschickt es bald, ihn zur Abreise zu bewegen. 2270 Offiziere, 51 228 Mann, zusammen 3064 Offiziere und richtigen Urteil zu kommen. 68 319 Mann. verteilt sich wie folgt: Die Verluste der Engländer in Südafrika betragen für den 14. August 4 Tote, 30 Verwundete, 21 Gefangene und 5 Vermißte. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Zur Lohnbewegung der Bauanschläger. Ueber die Sigung, welche die Vertretung der Schlossermeister und der Anschläger am Dienstag unter Vorsitz des Gewerbegerichts- Direktors v. Schulz abhielten, wird uns mitgeteilt: Nach mehrstündiger Verhandlung wurde man sich dahin einig, daß beibehalten. 1 Ausland. " Bei all den von Gewerbe- Aufsichtsbeamten angestellten ErDer Streit in Lord Penrhyns Steinbrüchen. Im englischen hebungen über die Arbeitszeit in Bäckereien werden richtige VerParlament wurde dieser Tage die Regierung interpelliert wegen der tretungen von Bädermeistern und Bäckergehilfen, mit denen eine Sendung von Soldaten nach den Steinbrüchen von Bethesda. Der gründliche Durchsprechung der Frage möglich wäre, vermißt. Man Kriegsminister antwortete, daß die dortigen Behörden um Schutz ge- ist auf einzelne Personen angewiesen, die, je nach der Fähigkeit, sich beten hätten, daß er nähere Auskunft aber nicht erteilen fönne. Die von ihrem engsten Interessentreise loszulösen und die Bestimmungen Arbeiter des großen Grundbesizers Penrhyn streiten bereits seit der bundesrätlichen Bädereiverordnung nach socialpolitischen Gesichts11 Monaten; auch im letzten Jahre sind sie 8 Monate lang aus- punkten zu beurteilen, wesentlich verschiedene Ansichten kundgeben. ständig gewefen. Diesmal wie damals handelte sichs um die Ar- Im allgemeinen haben die befragten Bäckermeister sich dahin gebeitsbedingungen in den Steinbrüchen und namentlich um das Ver- äußert, daß man mit tüchtigen Bädergehilfen den hältnis mit Lord Penrhyns Beamten und der Gewerkschaft der zwölf stündigen Maximal- Arbeitstag einhalten Arbeiter. fönne." Dem Inspektor ist die angebliche Undurchführbarkeit der Bethesda liegt 5 Meilen von Bangor, dem Siz des Lords, ununterbrochenen achtstündigen Arbeitszeit vorgehalten worden, entfernt. Seit 200 Jahren haben die Bewohner dieser nord- worauf er bemerkt:„ Diese wird von einem andren Bäckermeister bak der alte Tarif vom vorigen Jahre bis Ende 1901 in Geltung waleiſtschen Berge das Handwerk des Steinbrechens und des rundweg bestritten, der die Nichteinhaltung dieser Bestimmung bleiben solle. Es wurde ferner angeregt, daß von Mitte September Bearbeitens der Steine ausgeübt. Diese Steinbrüche gelten als darauf zurückführt, daß ein erheblicher Teil der Bäckermeister bis Mitte Oktober 5. J. über die Festlegung eines neuen Tarifs die größten der Welt. In dem Betriebe sind 3000 Mann be- aus Sparfamkeitsgründen von ihrer althergebrachten Arbeitsberhandelt werden solle. Zu gleicher Zeit wird man auch über die schäftigt. methode nicht ablassen wolle. Anstatt die im Preis höher eventuelle Neugestaltung des Arbeitsnachweises beraten. Während verwenden, In Wirklichkeit begann der Streit zwischen den Arbeitern und stehende Preßhefe au durch welche die Zeit die Arbeitgeber ihren zunächst für Schlosserei eingerichteten Arbeits: dem Landlord bereits vor 5 Jahren. Damals wurde der Frieden des Vorteigmachens um 2-3 Stunden hinausgeschoben werden könne, sachweis auf Anschläger auszudehnen gedenken, möchten die Arbeit notdürftig wieder hergestellt, indem Lord Penrhyn den Arbeitern das wurde die billigere Bierhefe verwendet. Dies habe die Unterbrechung nehmer ihren Arbeitsnachweis, welchen sie schon seit Jahren führen, Recht, fich zu organisieren, zugestand. Buchstäblich wurde dieses Ver- der achtstündigen Ruhezeit zur Folge, wenn nicht gerade der Meister Wie aus dem vorstehenden Bericht hervorgeht, scheint die Ber- sprechen bis zu einem gewissen Grade auch wohl gehalten, in Wirklichkeit felbst das Vorteigmachen beforge. Diefes von einem erfahrenen wurde cs durch seine Beamten gebrochen. Es hatte sich Bäckermeister geäußerte Urteil, an dessen Richtigkeit zu zweifeln die handlung nicht wie in unfrem gestrigen Versammlungsbericht ge- die Gewohnheit herausgebildet, daß die Arbeiter während Gewerbe- Inspektion keinen Grund hat, weist auf eine bedauerliche fagt wird- refultatios verlaufen zu sein, aber wenn auch der Essenspause ihre Gewerkschaftsbeiträge einsammelten. Dies Sturzsichtigkeit in jenen Kreisen hin, deren Folgen sich durch das Fernüber die einstweilige Fortdauer des alten Tarifs unter den Ber- wurde, verboten, worauf die Beiträge von Beamten der Gewerk- bleiben der tüchtigen Bäckergehilfen, die eine ſtrikte Durchführung tretern beider Parteien eine Einigung zu stande gekommen sein sollte, schaft in den Häusern der Arbeiter abgeholt wurden. so hat doch die Versammlung der Anschläger wie unsre Leser aber die Organisation nur noch mehr, worauf seitens der Verwaltung werden." Das träftigte der gesetzlichen Bestimmungen verlangen, schon bemerkbar machen wissen sich mit diesem Resultat nicht einverstanden erklärt. andre Anordnungen getroffen wurden, die alle den Zweck hatten, die Eine allgemeine Gewerkschafts- Bibliothek soll von den Organisation zu zerstören. Die Erbitterung in den Arbeiterkreisen organisierten Arbeitern in Brandenburg a. H. errichtet werden. war groß und machte sich schließlich darin Luft, daß die Arbeiter Die mit den Vorarbeiten beauftragte Kommission bittet die Genossen eine Anzahl Zwischenunternehmer aus den Steinbrüchen hinaus- Eine Versammlung schwarzfahrender Droschkenkutscher Derjenigen Orte, an denen bereits derartige gemeinschaftliche jagten. Darauf folgten Prozesse bor dem Polizeigericht erfter und zweiter Klaffe nahm am 12. d. M. im Saale der Bibliotheken bestehen, diesbezügliches Material( Bibliothekordnung und sämtliche Arbeiter wurden 14 Tage lang ausgesperrt. Als sie Norddeutschen Brauerei den Bericht der Kommission zur Vertretung event. Geschäftsordnung usw., auch vielleicht Erfahrungen über zwed fich gur Wiederaufnahme der Arbeit melveten, fanden der Intereffen der schwarzfahrenden Stutscher entgegen. Die Kom mäßigste Einrichtung) zu senden an A. Bär, Brandenburg a. H., fie, daß noch eine ganze Reihe andrer für sie ungünstige Bestime mission hat, den Wünschen der Kollegenschaft entsprechend, verschiedene Trauerberg 15 B. mungen Plaz greifen sollten. Sie hielten darauf eine große Ver- Anträge bei der Behörde, hauptsächlich in Angelegenheit von Halte Achtung, Holzarbeiter! Morgen, den 16. August, findet die fammlung außerhalb der Steinbrüche ab; dort wurde ein Schreiben plägen gestellt, von denen etliche auch Erfolg gehabt haben. Die bereits bekannt gegebene Arbeitslosenzählung statt. Die Mitglieder Lord Penrhyns bekannt gegeben, worin dieser erklärte, daß er alle kommission wird bestrebt sein, auch die abschlägig beschiedenen bes Verbandes werden nochmals ersucht, die in den letzten Vertrauens- bisherigen Verträge für aufgehoben erachte und nur diejenigen zur Anträge zur Durchführung zu bringen. In der Diskussion männer- Versammlungen ausgegebenen Bählscheine korrekt auszufüllen. Arbeit zurückkehren dürften, die seine Bedingungen annehmen. Dies wurde Klage darüber geführt, daß gegenüber dem TarameterDie Arbeitslosen erhalten, soweit sie noch feine Zählicheine haben, lehnten die Arbeiter ab und so find fie seitdem ausgesperrt. Fuhrwerk das schwarzfahrende Fuhrwerk seitens der Behörde in befolche auf dem Bureau des Verbandes, Engelufer 15. Ihre Forderungen gehen dahin: Anerkennung ihrer Organisation, dentlicher Weise benachteiligt werde, und zwar mehr noch als die erste Wiedereinstellung einer Anzahl Gemaßregelter; die Erlaubnis Klasse die zweite Klasse. Besonders schlimm sollen die Zustände in ihre Versammlungen in den Steinbrüchen abhalten zu können; dieser Beziehung auf dem Stettiner Bahnhof sein. Die Versammbezüglich der Löhnung find sie mit der Accordarbeit wohl einver- lung erklärte sich mit der Thätigkeit der Kommission einverstanden standen, wollen aber ein Lohnminimum von 4 sh 4 d( 4,40 m.) und erteilte derselben bezüglich der Abrechnung Entlastung. Die pro Tag. Sodann wenden sie sich gegen die horrenden Strafen; sie Versammlung wählte in die Kommission: Gleinig, Diebel, hatten für ein Buspätkommen von 15 Minuten, trotzdem sie in Accord- Swade, Krautin, Dieke, Fährmann und Karl Scholz. arbeit standen, einen halben Tagelohn zu zahlen, über diese Zeit Der folgende Punkt der Tagesordnung betraf Borschläge behufs Aendehinaus einen ganzen Tagelohn. rung bezw. Neueinrichtung von Halteplägen für schwarzfahrende Kutscher. Ein Antrag betraf die Sperrung der Burgstraße von der Neuen Friedrichstraße bis zur Kaiser Wilhelmstraße in der Zeit von 12 Uhr mittags bis 41/2 Uhr nachmittags für leere Droschten. Dieser Antrag ist bereits einmal gestellt, jedoch zur Verwunderung der Versammelten von der Behörde abschlägig beschieden worden. Die Kommission wird alles daran segen, um die im Interesse der schwarzfahrenden Kutscher gestellten Anträge zur Durchführung zu bringen. = Der erste Teil des Zählscheins ist von allen Mitgliedern auszufüllen. Der zweite Teil von den Mitgliedern, welche am 16. Auguft Der dritte Teil ist von denen auszufüllen, die in Arbeit stehen, als auch von den Arbeitslosen, die in den 6 letzten Wochen schon einmal arbeitslos gewesen sind. arbeitslos find. Der letzte Teil richtet sich an die Mitglieder, welche in Arbeit stehen und reduzierte Beit arbeiten. Die ausgefüllten Zählscheine find auf dem Verbandsbureau abzuhegen oder zur nächsten Vertrauensmänner- Berjammlung mitzubringen. Die Ortsverwaltung. Kleine Mitteilungen. Die Koblenarbeiter und Kutscher( Sektion des Centralverbandes der Handels- 2c. Arbeiter) ernannten in ihrer legten Versammlung Vertrauensleute für einzelne Betriebe und fegten eine Kommission ein, welche die Vorarbeiten zur Stellung von Lohnforderungen erledigen soll. Deutsches Reich. Generalstreik der Flaschenmacher. Gegen die Ausweisungsbefehle, welche die Amtshauptmannschaft Dresden- Altstadt den streifenden Ausländern zugestellt hat, haben die legteren Beschwerde bei der Kreishauptmannschaft erhoben. auch diese Behörde hat die schneidige Maßnahme der Amtshauptmann schaft gebilligt und den Ausgelviesenen einen Entscheid zugehen Laffen, in dem es heißt: Aber Im Laufe der Zeit ist es dem Lord Penrhyn doch gelungen. etwa 600 Arbeiter zu finden, darunter nur wenige von dem alten Arbeitsstamm. Diese sollen angeblich von den Streifenden belästigt werden; es wurde aber von William Jones und Kair Hardie im Barlament festgestellt, daß seit den elf Monaten, seitdem der Streit währt, im ganzen Distrikt tein Verbrechen vorgekommen ist. Versammlungen. In der letzten Zeit ist nur eine Frau verurteilt worden, weil sie heimkehrende Arbeiter verspottet hatte. In Bethesda feien überhaupt nur noch Greise, Frauen und Kinder, da die Arbeiter sich andren Erwerben, fern von ihren Wohnorten, zugewandt haben. Die Redner Stechert eine Generalversammlung ab. Der Kassierer erstattete Die Kistenmacher hielten am 12. August im Lokale des Herrn forderten energisch Zurückziehung der Truppen, deren Sendung irgend Bericht vom 2. Quartal, aus welchem Folgendes hervorgeht: Einein„ hysterischer" Magiftratsbeamter, wahrscheinlich auf Verlangen des mächtigen Landlords gefordert hatte. Auch die liberale Presse wendet sich scharf gegen den„ fontinentalen Gebrauch", Streikende durch die Armee unterjochen zu laffen. Aus der Frauenbewegung. Die königl. Kreishauptmannschaft hat den Rekurs, welchen Sie gegen Ihre Ausweisung aus dem Königreich Sachsen erhoben Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein Rigdorf hielt haben, verworfen, da Sie arbeitslos find, in Ihrer bisherigen am 6. Auguft seine regelmäßige Versammlung. Der praktische Arzt Arbeitsstelle auch nicht wieder angenommen werden, und daher Dr. Silberstein hielt dabei einen Vortrag über die Erwerbsthätigkeit die Befürchtung nahe liegt, daß Sie im Mangel dauernder der Frau vom Standpunkte der öffentlichen Gesundheitspflege und Subsistenzmittel später noch der hiesigen Armenpflege zur Last fand dafür lebhaften Beifall. fallen tönneu. Solches wird Ihnen mit dem Veranlassen eröffnet, nunmehr das Königreich Sachsen binnen zur Bermeibung der Ihnen angedrohten 14 tägigen Haftstrafe zu berlassen. 24 Stunden Wenn nun das Ministerium, welches die Ausgewiesenen noch als höchste Justanz anrufen werden, nicht anders entscheidet, dann bleibt es dabei: die Ausländer, welche es gewagt haben, von dem Recht der Arbeitsniederlegung Gebrauch zu machen, haben das Musterland polizeilicher Schneidigkeit zu verlassen. nahme 711,20 M., Ausgabe 433,95 W., bleibt ein Ueberschuß von die Genoffen Ebert und Hartmann die jetzige Lage und die Ursache 277,25 M. Dem Kassierer wurde Decharge erteilt. Hierauf legten des Generalstreits der Flaschenmacher flar. Hierauf wurden den Glasmachern 75 M. bewilligt. Juckel und Wolter wurden als Delegierte zum bevorstehenden Kongreß gewählt. Franz Torfftecher, Janzke, Musil, Wittmann, Dufte, Dendler wurden in die Lohn- und Agitationstommiffion gewählt. In der Versammlung wurden 15 Kollegen aufgenommen. In Herzfelde fand am Sonntag im Lokale des Herrn Henze eine Voltsversammlung statt, in welcher der Genoffe Küter- Schöneberg über die Forderungen der deutschen Socialdemokratie referierte. Er schilderte in ausführlicher Weise, wie schwer die Arbeiter unter Bei Erörterung der Vereinsangelegenheiten erklärte die Vor- den indiretten Steuern zu leiden haben. Der Vortrag wurde mit fißende, Frau Drechsler, daß fie aus Mangel an Zeit ihr Amit großem Beifall aufgenommen. In der Diskussion sprach Genosse niederlegen müsse. Die Erjazwahl wird in der nächsten Ver- Thieme- Berlin im Sinne des Referenten. Dann sprach Genosse fammlung vorgenommen werden. Dabei wird gleichzeitig auf Be- Schoof- Stralau über den Generalstreit der Glasarbeiter. schluß der Versammlung für den Posten der ersten Beifizerin eine schilderte den Ursprung und bisherigen Verlauf der Lohnbewegung Neuwahl vorgenommen werden, da die bisherige erste Beisigerin, in eingehender Weise und forderte die Anwesenden auf, die AusFrau M. Krüger, ihren Posten nicht versieht. Danach wurde der Sonntag, den 18. Auguft, stattfindende Ausflug ständigen nach Kräften zu unterstügen. nach Johannisthal bei Rau besprochen. Treffpunkt früh 8 Uhr Richardplay; für Nachzügler mittags 1 Uhr Bahnhof Hermannstraße. in " Das Frauenstimmrecht in Belgien. Er Tehte Nachrichten und Depeschen. Woher mag den übrigens die Kreishauptmannschaft die Kenntnis London, 14. Auguft.( W. T. B.) Das Unterhaus nahm die haben, daß die streitenden Ausländer in ihrer bisherigen Arbeits- Die Debatte innerhalb der belgischen Arbeiterpartei über die zweite Lesung der Militärbauten- Bill mit 162 gegen 83 und die stelle nicht wieder angenommen werden? Steht denn die Behörde Nüglichkeit der Gewährung des Stimmrechts an die Frauen dauert zweite Lesung der Marinebauten- Bill mit 178 gegen 82 Stimmen an. wirklich in so enger Verbindung mit der Firma Siemens, fort. Jm Brüsseler Peuple" äußert sich Leon Meymans dazu Rom, 14. August.( W. T. B.) Der Ausstand der An= Daß ihr deren geschäftliche Entschließungen. bekannt find? wie folgt: gestellten der Straßenbahnen in Rom und Neapel dauert fort. Go biel bis jetzt belannt ist, bemühen sich die Angestellten der Firma Es ist durchaus nicht richtig, das Wahlrecht der Frauen als Heute sind auch die Straßenbahn- Bediensteten in Mailand in den Siemens sehr nachdrücklich, die Streitenden einzeln zur Wieder einen entscheidenden Ausdruck der Gleichheit der Geschlechter an Ausstand getreten. aufnahme der Arbeit zu bewegen. Bis jetzt allerdings vergeblich. zusehen. Das Wahlrecht ist nur ein Mittel, eine Waffe und die Pittsburg, 14. August.( W. T. B.) Die Zahl der AusWir zweifeln feinen Augenblick daran, daß die Firma auch die von Nüglichkeit seiner Handhabung durch die Frauen ist noch ständigen wird auf 65 000 geschäzt. Die Führer der Ausständigen Man fann Der Ausweisung betroffenen Arbeiter recht gern wieder beschäftigen eine umstrittene Sache. behaupten, daß daß eine erklären, sie seien im stande, vor Ablauf der Woche in den Carnegieavürde, wenn dieselben bereit wären, ihre kämpfenden Kollegen politische Reform nur dann gute Resultate geben kann, fchen Werken ein Aufhören der Arbeit herbeizuführen. " 1 Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 189. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 15. Auguß 1901. Die Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk vor dem Ober- Kriegsgericht. ( Unberechtigter Nachdruck verboten.) Gumbinnen, den 18. Auguft. Die Ermordung des Rittmeisters v. Krosigt wird am Donnerstag das Ober- Kriegsgericht des 2. Armee- Corps beschäftigen. legtere Blatt wünscht außerdem eine unzweideutige Willens fundgebung" in der„ Bernsteinfrage" und spricht die Erwartung aus, Bernstein werde dem Parteitage Anträge zur Abänderung des Programms unterbreiten. Das Urteil der Kontrollkommission über die Hamburger Accordmaurer. in den früheren Jahren. Wahlberechtigt ist jeder Breuße, welcher das 24. Lebensjahr erreicht hat, ein Jahr in Schöneberg wohnt, mindestens zur zweiten Steuerstufe( 600-900 M.) veranlagt, mit seinen Steuern nicht im Rückstande ist und keine Armen- Unterstügung aus öffentlichen Mitteln im letzten Jahre erhalten hat. Die Liste der stimmfähigen Bürger liegt vom 15.- 31. Auguft im Feuerwehrgebäude, Feurigstr. 63/64, Portal II, Da uns am Dienstag das Hamburger Echo", in dem die Ent 2 Treppen, gimmer Nr. 16, werktäglich von 9-2, Der 42 jährige Rittmeister und Estabronchef v. Strofigt, Sohn scheidung der Kontrollkommission veröffentlicht wurde, erst in später Sonntage von 11-1 Uhr zu jedermanns Einsicht öffentlich aus. des Generals der Kavallerie v. Strofigt, befehligte bekanntlich die Abendstunde zuging, konnten wir aus Raumgründen nur auszugs- Wer nicht in der Lage ist, die Liſten ſelbſt einzusehen, der beauftrage vierte Schwadron des hier garnisonierenden Bommerichen Dragoner weise davon Mitteilung machen. Der Wichtigkeit der Sache wegen hierzu einen der nachstehend aufgeführten Genossen, die sich gern Regiments v. Wedel Nr. 11. Er soll sehr streng im Dienst und des bringen wir heute die Entscheidung im Wortlaut zum Abdruck: dieser Mühe unterziehen werden: Ständer, Hohenstaufenstr." 80. halb wenig beliebt gewesen sein. Am Nachmittag des 21. Januar Die Kontrollkommission spricht zunächst ihr lebhaftes Bedauern Schilling, Kyffhäuserstr. 16. Hoffmann, Golgstr. 9, Hof I. Krüger, dieses Jahres gegen 4 Uhr nahm v. Krofigt mit einigen Ab- darüber aus, daß Parteigenossen eine ihrer Natur nach rein gewerk- Grunewaldstr. 110. Küter, Apostel Paulusstr. 27. Bäumler, teilungen seiner Schwadron in der Reitbahn Reitübungen fchaftliche Frage dadurch zur Parteifache gemacht haben, daß sie die Apostel Paulusstr. 18. Soppe, Merseburgerstr. 7. Obst, Meiningerbor. Es handelte sich in der Hauptsache um das Einreiten von Partei- Organisation zur Entscheidung angerufen haben. Dieses Vor- ftraße 8. Lade, Siegfriedstr. 9. Wollermann, Gothenstr. 1. Hauser, Remontepferden. Ein heftiger Regenschauer rieselte auf den gehen würde in unvermeidlicher Konsequenz dazu führen, daß tadelns- Sedanftr. 81. Weingarth, Gustav Freytagstr. 7. Büschel, GuzkowKasernenhof, der Abend hatte längst zu dämmern begonnen, es werte, die Intereffen der socialdemokratischen Partei verlegende straße 9. mochte zwischen 41/2 bis 43/4 Uhr nachmittags gewesen sein, da saufte Handlungen feitens einzelner Gewerkschaftsmitglieder auch vor das Ber wahlberechtigt ist und trotzdem nicht in die Wählerliste aufeine Karabinerfugel in die Reitbahn. Die Kugel ging dicht an dem Forum der Gewerkschaftsorganisation gezogen und eventuell auch genommen ist, der erhebe in der Beit vom 15. bis 31. Auguft Stopfe des Wachtmeisters Buppersch vorbei, traf den in der Mitte durch Ausschluß aus der letzteren geahndet werden müßten. beim Magistrat Einspruch gegen die Richtigkeit der Wählerliste. der Reitbahn stehenden Rittmeister v. Krofigt mitten in die Brust Es liegt auf der Hand, daß aus dem dadurch geschaffenen Zustand und durchbohrte diesem das Herz und die große Lungenschlagader. der politischen wie der gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung die größten Der Rittmeister rief dem neben ihm stehenden Oberlieutenant Schwierigkeiten und Schädigungen erwachsen würden. v. Hofmann zu:" Haben Sie geschossen?" Noch ehe aber letterer Was die eingelegte Beschwerde selbst betrifft, so hat die Kontrollantworten konnte, fiel der Rittmeister zur Erde. Ober: tommission teinerlei Gründe gefunden, welche die Aufhebung des Lieutenant v. Hofmann ließ den schwer verwundeten Ritt- Schiedsgerichtsspruchs rechtfertigen tönnten. meister sofort auf eine Strohpuppe legen und ihm die Kleider auftnöpfen. Alsdann ließ er den noch schwach atmenden Rittmeister in den nächsten Stall tragen. Inzwischen hatten Soldaten einen Arzt herbeigerufen. Dieser erschien auch sofort. bon trosigt war aber inzwischen verschieden. Das Schiedsgericht hat die erste Frage: Jit Streifbruch eine ehrlose Handlung im Sinne des§ 2 des Organisationsstatuts der Bartei?- mit ja beantwortet. Die Kontrollfommission hat sich einstimmig diesem Votunt angeschlossen. Daß die Organe der Partei in jedem einzelnen Falle zu prüfen und zu entscheiden haben, ob ein Verstoß gegen§ 2. des Organisationsstatuts vorliegt, erachtet auch sie als selbstverständlich. Der Vorstand des Wahlbereins. Tokales. Bum Streit der Krankenkassen und Apotheken. Der Kampf, der sich zur Zeit in Berlin abspielt, ist durchaus feine vereinzelte Erscheinung; nicht nur in einer Reihe deutscher Städte ist er ausgefochten worden, sondern auch vielfach im Auslande. So haben in Wien vor zwei Jahren die Krankenkassen eine größere Bahl von Apotheken boylottiert und dadurch eine Erhöhung des Rabatts erzwungen. Besonders interessant aber dürfte es sein, die Art und Weise lennen zu lernen, in welcher die belgischen Arbeiter sich den Arznei: vucher vom Halse schafften. Die zweite Frage: Liegt in dem Verhalten der Accordmaurer Dort find die Krankenkassen nicht wie in Deutschland durch die ein Streit oder Sperrebruch vor und haben sich die fünfzig namhaft Gefeßgebung, sondern durch freie, auf Selbsthilfe beruhende Arbeitergemachten Mitglieder der vier Parteivereine in Hamburg und vereine schon um 1848 geschaffen worden. Daß auf ihnen, die nur Wandsbek desselben mitschuldig gemacht? hat das Schieds- von den Beiträgen der Mitglieder lebten, die hohen Kosten der gericht einstimmig verneint. Die Kontrolltommission tonnte auch Arzneimittel besonders schwer lasteten, ist begreiflich; die meisten hier, nach gewissenhafter Würdigung aller ihr zur Beurteilung fahen sich demnach gezwungen, auf freie Lieferung der Arzneien über des Sachverhalts mitgeteilten Einzelheiten, zu feiner ab haupt zu verzichten. In Lüttich z. B. konnte von mehr als 20 beweichenden Entscheidung gelangen. Die im Schiedsspruch stehenden Hilfskaffen nur eine einzige die Ausgaben für Medizin zu Punkt 2 angeführten Gründe erachtet sie für stichhaltig. Jedoch tragen, die andren beschränkten sich darauf, ihren Mitgliedern im war sie einstimmig der Ansicht, daß das disciplinwidrige Verhalten Krankheitsfall eine Geldunterstützung zu gewähren, welche natürlich der Accordmaurer gegenüber den Beschlüssen des Verbands nicht auch nicht hoch genug war, um die Apothekerrechnungen" zu bes nur auf das tiefste zu bedauern, sondern auf das nachdrücklichste zu zahlen. Die Arbeiter blieben somit fast ausschließlich auf thörichte verurteilen ist. Hausmittel angewiesen und die Apotheken in den Arbeitervierteln führten kostspieligere Medizinen überhaupt nicht mehr. Woher die Kugel gefommen war, fonnte man zunächst nicht feststellen. Allein vor der Reitbahn, in der Nähe eines Gucklochs, stand ein Karabiner, in dem noch ein scharfer Schuß enthalten war. Die nähere Untersuchung ergab, daß dieser Karabiner vom Thäter benutzt worden sein muß. Der Dragoner, dem dieser Karabiner gehörte, befand sich, als der Schuß fiel, in der Reitbahn, dessen häterschaft war mithin ausgeschlossen. Allein zwei Dragoner wollen zur Zeit der That am Gudloch zwei Leute mit steifen Müßen und Mänteln, d. h. also Unteroffiziere stehen gesehen haben. Der Verdacht fiel auf den Unteroffizier Marten und dessen Schwager, den Sergeanten i de l. Ersterer soll kurz vor dem Schuß in der Nähe der Stelle gewesen sein, wo der Karabiner ur sprünglich gestanden hat. Er hatte sich auch durch einige Redens arten verdächtig gemacht und wußte nicht genau anzugeben, wo er fich zur Zeit der That aufgehalten habe. Endlich wurde er dadurch verdächtig, daß sein Vater, der früher Wachtmeister der vierten Schwadron war, sich wegen schlechter Behandlung des Ritt meisters zu einer andren Schivadron hatte versezen lassen. Da angenommen wurde, daß Marten ohne Deckung die That unbemerkt nicht ausführen konnte, im übrigen auch 8 wet Leute mit steifen Müzen amt Guckloch gesehen worden waren, auch Sidel über seinen Aufenthalt zur Zeit der That nicht genaue Angaben machen konnte und er außerdem der Schwager Martens war, so wurden Marten und Hickel von dem Kriminal tommissar v. Bädmann aus Berlin verhaftet und die Auflage wegen Mordes gegen sie erhoben. Unteroffizier Domning wurde angeklagt, den Hickel begünstigt zu haben. Bekanntlich fand vom 30. Mai bis 3. Juni d. J. vor dem Kriegsgericht der zweiten Division eine sehr eingehende Berhandlung statt. Der Vertreter der Anklage, Kriegsgerichtsrat Lüdide, beantragte gegen Marten und Hickel die Todesstrafe, gegen Domning die Frei sprechung. Wie noch erinnerlich, wurde jedoch der Hauptbelastungsspruch zeuge, Dragoner Stobed, da derselbe sich vielfach widersprochen batte, wegen Unglaubwürdigkeit nicht vereidigt. Der Gerichtshof sprach aus diesem Anlaß die Angeklagten frei, da die Verdachtsgründe nicht hinreichten, um zu einer Berurteilung zu kommen. M Die in Punkt 8 des Schiedsspruchs festgestellte Thatsache, daß einzelne Accordmaurer Bimmererarbeiten auf gesperrten Bauten ver richtet haben, verurteilten die Controleure givar einstimmig und mit aller Schärfe, fonnten aber unter den gegebenen Umständen eine ehrlose Handlung im Sinne des§ 2 des Organisationsstatuts darin nicht erblicken. In Erwägung aller dieser Umstände beschlossen die unterzeichneten Controleure einstimmig, der Beschwerde gegen den Schiedsnicht stattzugeben. Berlin, den 9. August 1901. H. Meister. Aug. Kaden. Fr. Brühne. Theodor Mener. Klara Bettin. Eduard David. H. Koenen. J. F. Ehrhardt. " Verschiedene Versuche zur Erlangung günstigerer Bedingungen scheiterten an dem Widerstand der vereinigten Apothekenbesizer; da entschlossen sich im Jahre 1882 die freien Hilfskaffen Brüssels eine eigne Apotheke zu errichten. Sie gründeten eine Genossenschaft, indem jede einen Vertrauensmann als Inhaber eines gewissen KaDie Entscheidung des Schiedsgerichts auf Frage 4: 3ft in der pitals nominierte, wie etwa in Berlin bei der Begründung des Ges Freien Bereinigung der Accordarbeiter" ein Beschluß gefaßt worden, werkschaftshauses; denn auch in Belgien verbietet das Genossenschaftsdahin gehend: fich den Unternehmern in allen Fällen zur Verfügung gesez, durch Gruppenmitglieder eine Genossenschaft ins Leben zu stellen? lautete: Nein. Da die Unzuverlässigkeit der aus bürger- zurufen. Gie engagierten geprüfte Apotheker und er= lichen Quellen stammenden Informationen auch von den Verbands- öffneten die erste Boltsapotheke. Der Erfolg übertraf vertretern nicht bestritten wurde und neues Material zur Stüge der die tühnsten Hoffnungen. In Briffel bestehen heut 9, Auflage nicht beigebracht worden ist, so konnte die Kontrollkommission in Lüttich 6 und in allen andren größerenStädten eine entsprechende nicht umbin, der Entscheidung beizustimmen. Bahl dieser Genossenschaftsapotheken. Und der Preis der Meditamente? Als in Lüttich nur das Gerücht auffam, die Hilfskaffen gingen mit der Idee um, eine eigne officine populaire zu begründen, boten ihnen die Apothekenbefizer an, fünftig alle Arzneimittel zur Hälfte des Preises zu liefern. Die Hilfstassen lehnten ab und thaten gut daran. Um nur ein Beispiel zu nennen: Der Preis des Liters reinen Alkohols fant von 4,50 m. auf 2,50 M. in allen Apothefen, aber der Selbstkostenpreis der Boltsapotheken beträgt noch nicht Gegen dieses Urteil hat der oberste Gerichtsherr, 80 Pfennige. Daß unter diefen Umständen der finanzielle Erfolg Generallieutenant v. Alten, Berufung eingelegt. Badische Parteiverhältnisse. Der bisher als Landtags- ein glänzender ist, versteht sich von selbst. Die neun VolksAus diesem Anlaß muß die Sache nun nochmals vor dem Ober- Kandidat für Pforzheim genannte Genoffe Adolf Ged hatte, wie in apotheken Brüssels erzielten bei einem Jahresumsatz von 430 000 m. Striegsgericht verhandelt werden. Die Verhandlungen werden, der Mannheimer Boltsstimme" berichtet wird, in einem Brief an einen Reingewinn von 190 000, wobei noch zu bedenken ist, daß, wie mit Rüdficht auf den Umstand, daß mehrfach Lokalbefichtigungen den Landesvorstand behauptet, er habe eine Kandidatur für Pforz- gefagt, alle Medikamente bedeutend billiger verkauft werden als dies vorgenommen und fast die ganze vierte Eskadron zeugeneidlich heim strikte abgelehnt, fei aber trotzdem von den Pforzheimer Ge- früher der Fall war. Dieser Reingewinn fließt als Rückgewähr von vernommen werden muß, wiederum im Mannschafts- Speisesaale offen gegen feinen Willen aufgestellt worden; die Pforzheimer Ge- 70 Prozent den Hilfskaffen wieder zu und hat diese in den Stand des hiesigen Dragoner- Regiments stattfinden. Die Verhandlung noffen faben sich deshalb veranlaßt, den Genossen Ged von seiner gesetzt, ihren Mitgliedern nicht nur freie Medizin sondern auch wird Ober Kriegsgerichtsrat Meyer Königsberg leiten. Die Ver- Kandidatur zu entbinden und wählten an seiner Stelle einstimmig freie ärztliche Behandlung zukommen zu lassen. Die bekannten teidigung werden, wie bei der ersten Verhandlung, die Rechtsanwalte Genossen K. Blum. socialistischen Genossenschaften wie das Maison du peuple in Paul Horn und Burchard Insterburg führen. Die Verhandlung dürfte sich diesmal etwas fürzer gestalten, da Domning als AnTotenliste der Partei. Unser schweizerischer Genosse Hans Brüssel, der Vooruit in Lüttich, der Wecker in Antwerpen haben desgeklagter ausscheidet und auch die Flucht Martens aus dem Militär- Mettier ist am legten Donnerstag nach langem schwerem Leiden halb längst eigene Apotheken errichtet und wenden ihren Mitgliedern Untersuchungs- Gefängnis, weswegen letterer zu 1 Jahr Gefängnis im Alter von 50 Jahren im Spital in Chur gestorben. Ursprüng- dieselben Vorteile zu. Und gerade die freien Hilfskassen, die reinste und Degradation verurteilt worden ist, nicht mehr verhandelt zu lich Lehrer in seinem Heimattanton Graubünden, widmete fich Mettier Konsumgenossenschaften sind, rühmt Vandervelde in einem erst vor und Degradation verurteilt worden ist, nicht mehr verhandelt zu später der Journalistit, indem er zuerst die Redaktion des radikalen wenigen Tagen erschienenen Aufsatz in Brauns Archiv als den Murtenbieter" in Murten( Kanton Freiburg), sodann diejenige des eigentlichen Siz socialistischen Geistes. Bieler Anzeiger", ebenfalls radikaler Richtung, übernahm und im Für die Berliner Krankenkassen aber wird es unabweislich sein, Jahre 1898 als Redacteur des„ Grütlianer" gewählt wurde. Mettier zu prüfen, ob nicht auch sie statt des Kampfes um immerhin schäbige Prozente hat das Vertrauen seiner Wähler vollauf gerechtfertigt, er hat eigene Apotheken ins Leben rufen Zur Tagesordnung des Parteitages. Die Sächsische Arbeiter Beitung" wünscht, daß während sieben Jahren den Grütlianer" mit Fleiß. Geist und können. Freilich kann nicht hier wie in Belgien jeder qualifizierte jekt, nach Veröffentlichung des Bolltarif Entwurfs, auch die Geschick, aber auch mit unerschütterlicher Parteitrene geschrieben und Apotheker eine Apotheke haben, er bedarf der behördlichen Konzession. Handelspolitik nochmals auf die Tagesordnung gesetzt werde das Blatt bedeutend über das Niveau gehoben, auf dem es Gleichwohl dürfte es leicht möglich sein, diese zu erlangen, wenn die Handelspolitik nochmals auf die Tagesordnung gesetzt werde vordem unter der Redaktion des Süßholzrasplers Vogelfanger stand. Strankenkassen einen geprüften Apotheker mit Geld ausstatteten. Er und schreibt dazu: Man könnte einwenden, daß die deutsche Socialdemokratie entschieden bestrebt, unsre Partei und mit ihr die schweizerische träge in jeder Hinsicht decken, und die ganze Einrichtung hätte den Man tönnte einwenden, daß die deutsche Socialdemokratie Neben der Redaktionsthätigkeit war er auch sonst stets ehrlich und Bälte dann als Besizer der Apothefe, fie fönnten sich durch Verbereits auf den Tagen in Stuttgart und Mainz handelspolitische Arbeiterbewegung zu fördern, so daß er als socialdemokratischer Ver- Borteil, daß auch noch an Nichtmitglieder verkauft werden könnte, Erörterungen gepflogen habe und in der Sache selbst einig sei. treter in den Kantonsrat und den großen Stadtrat von Zürich was bei der Form der Genossenschaft ja verboten ist. Aber einmal liegt nach der Veröffentlichung des Tarifs gewählt wurde, und sein Tod einen empfindlichen Verlust für uns Fraktion in der bayrischen Kammer beantragt hat, bis zur endBuni Schluß bleibe nicht unerwähnt, daß die socialdemokratische Material vor, das den früheren Tagen noch unbekannt war, bedeutet. Ehre seinem Andenken! und zweitens haben einige schriftstellerisch thätige und der gültigen Regelung( Bergemeindung) des Apothekenwesens diese den Reichstags Fraktion angehörende Parteigenossen, wie Schippel Strantentaffen zu überweisen. Der Vorschlag, der hierin gemacht ist, und Calwer, legthin Ansichten verlauten lassen, die zu erörtern schon Die Maifeier in Eibenberg war von der Amtshauptmannschaft hat somit das Blacitum schon gefunden. Möge auch seine Durch deshalb im Interesse der Partei liegt, weil unsre Gegner fich mit Chemniz verboten worden. Der Arbeiter- Gefangverein Freie Sänger führung gelingen, dann ist der Wucher in einer Form überVorliebe aus den Publikationen von Schippel und Calwer Waffen in Chemnik, der bei der Feier einige Lieder singen sollte, erfuhr von wunden. gegen die Haltung der Gesamtpartei zu holen suchen. Besonders dem Verbot erst bei seiner Ankunft in Eibenberg. Die Sänger ver fommt es aber auf die demonstrative Bedeutung eines Parteitags- gnügten sich mun in der Gaststube des in Aussicht genommenen Feftbeschlusses in dieser Frage an. Nachdem der Zoltarif erschienen ist, lotals nach Sängerart mit dem Abfingen einiger Lieder. Dafür muß die Partei, die ja gewiß inzwischen nicht unthätig gewesen ist, wurde sowohl der Vereinsvorsitzende, Genosse Mieth aus Chemniz auf ihrer Repräsentantenversammlung ein weithinleuchtendes Fanal wie auch der Wirt des Lotals auf Grund eines Vergnügungsentzünden, das Beichen zu neuem entschloffenen Angriffe gegen die regulativs in eine Polizeiftrafe von 50 M. genommen. Sie riefen Attentate der Junter und ihrer Helfershelfer." das Gericht an, wurden aber von diesem zu derselben Strafe verwerden braucht. Partei- Machrichten. Auch eine besondre Erörterung der gegenwärtigen urteilt. Krisis wünscht unser Dresdner Parteiblatt, wozu es begründend ausführt: " Polizeiliches, Gerichtliches usiv. Berliner Partei- Angelegenheiten. Der Parteitag ist weber ein Gelehrtentonzil noch eine Boltsversammlung; dort soll weder mit nationalöfonomischen Abhand lungen für wissenschaftliche Feinschmecker" paradiert, noch mit Zur Lakalliste. Die zum 18. August angekündigte Lokalliste Agitationspauten die Zeit verthan werden: die politische Direktive erscheint erst am 25. Auguft. Die Parteigenoffen wollen hiervon muß aber gegeben werden, die Aufmerksamkeit der Proletarier muß Notiz nehmen. Die Lokalkommission. Die Beisetzung der Leiche der Kaiserin Friedrich ist ohne rechte Befriedigung der schaulustigen Menge vor sich gegangen, und obwohl wir es eigentlich für eine durchaus richtige Beschränkung halten, wenn an diesem Trauerakt nur die nächsten Angehörigen und ihr Gefolge teilnehmen und mit ihren Gefühlen und Empfinden allein fein wollten, so mußte es dennoch überraschen, daß mit so peinlicher, fast ängstlicher Gewissenhaftigkeit die Absperrung von dem großen Leichenconduct erfolgte. Ein wenig auffälliges Gepräge dem Zug zu geben, lag vielleicht im Sinne der Verstorbenen, von der man behauptet, daß sie eine in ihren Kreisen verhältnismäßige Einfachheit liebte. Daß der große Bart von Sanssouci mit doppelt und dreifachem Militärcordon bejezt wurde, den Anwohnern der Victoriastraße in Potsdam von der Polizei sogar verboten wurde, in den Vorgärten sich aufzuhalten und während des Vorbeipassierens des militärischen Trauerzugs alle auf die ihnen zunächst zur Lösung aufgezwungenen Probleme Wilmersdorf. Die Parteigenossen werden nochmals auf die Fenster geschlossen bleiben müssen, mutete aber doch ein wenig begelenkt werden. Die Parteitags Verhandlungen machen einen viel am Freitag in Wittes Volksgarten, Berlinerstr. 40, abends 81/8 Uhr, fremdlich an; wir find ähnliches eigentlich nur von unsren lieben tiefer gehenden Eindruck auf die organisierten Arbeiter, als die stattfindende Parteiversammlung aufmerksam gemacht. Desgleichen Nachbarn im Osten gewohnt. Immerhin soll für die schaulustige Debatten in den Parlamenten. Und die Leitung der Partei mußte werden die Genossen ersucht, sich zur Donnerstag, den 15. b. Mis., Menge noch nachträglich gesorgt werden; denn der Trauererwägen, daß schon aus der Tagesordnung Schlüsse auf die abends 71/2 Uhr, stattfindenden Flugblattverteilung in den bekannten zug ift, tvie ein bürgerliches Blatt mitteilt, bon der politische und materielle Situation des deutschen Proletariats Bokalen einzufinden. Mutostop Gesellschaft aufgenommen, und bald wird man gezogen werden. Die Gefahr liegt nabe, daß die aktuellen Steglitz- Friedenau. Freitag, den 16. d. Mts., abends 81/2 Uhr, dem Einwurf eines Obolus ohne großes Gedränge, ohne den freundin der Passage an den aufgestellten Kästen dieser Gesellschaft bei Erscheinungen des Wirtschaftslebens unterschägt werden, wenn man fie nicht offiziell behandelt. Gerade auch im Hinblick auf die Debatten, findet bei Schellhaſe, Ahoviſtr. 15, eine Parteiversammlung statt. lichen Schußmannsruf: Bitte zurück, meine Herrschaften! in Ruhe die sich in der Partei an den Namen Bernstein knüpften, find wir auf der Tagesordnung steht: Lokalfrage und Wahl der Delegierten das Wild beschanen können. Dabei wird Scherl noch mit einigen verpflichtet, die objektive Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft zu zur Streiskonferenz. Bildern aus seinem vielgestaltigen Geschäftsbetrieb Ersatz für das betrachten und die daraus für das Verhalten des Proletariats zu Schöneberg. Parteigenoffen! Im November d. J. finden die Verlorene leisten, und jeder gute Patriot wird damit, sollte er im ziehenden Schlüsse festzustellen. Ergänzungswahlen zu der Stadtverordneten- Versammlung statt. Es stillen mit der Obrigkeit hadern, ausgeföhnt sein. Die Magdeburgische Boltsstimme" sowie die wird sich empfehlen, schon jetzt mit den Vorarbeiten zu beginnen, Nicht so befriedigt können eigentlich die„ Aeltesten der KaufmannErfurter Tribüne" schließen sich diesen Wünschen an. Das damit wir bei der diesmaligen Wahl größere Erfolge erzielen, als schaft" auf ihre Arrangements zurückblicken; ihrem von Loyalität " 0 # anwaltschaft beschlagnahmt. Beim Spielen vom Kahn gefallen und ertrunken ist am Dienstagnachmittag der 7 Jahre alte Sohn Walther des Schiffseigners Poethte aus Tangermünde, der mit seinem Fahrzeug am Hinterland des Grundstücks Rungestr. 22 liegt. Der Knabe wollte vermutlich spielend vom Land ins Beiboot springen, verfehlte aber dieses, fiel ins Wasser und ertrank. triefenden Aufruf an die Geschäftsiv elt, während der Trauerfeier die J und Abertausende von Mark anzuvertrauen und ihn mit der Er- ist. Eine Blatte, die er reinigen wollte, fiet, als er fie etwas von Geschäfte zu schließen, kamen nur einige hoflieferanten und solche, ledigung ihrer Vermögensangelegenheiten zu beauftragen. Für die der Wand, an der sie stand, hervorgeholt hatte, um und zerdie es werden wollen, nach. Das Gefühl der Trauer wird in diesen Wohnung in der Wilhelmstraße zahlte Opitz allein mit Rebenabgaben schmetterte ihm einen Oberschenkel. Die Gesellen, die den Unfall Kreisen von der Bankpleite erstickt und mancher hat außerdem die 10 000 W.; das Haus, in bent seine Bureaus für die feineren Kunden sahen, holten den Verunglückten unter der einen halben Centner Landestrauer schiver ant seinem Geldbeutel zu fühlen be- geöffnet waren, gehörte früher dem Fürsten Fürstenberg. Für seine fchiveren Platte hervor und ließen ihn mit einem Lückschen Nettungskommen. Grund genug, die empfohlenen Aeußerlichkeiten der und seiner Familie Gebrauch besaß Opiz allein sechs Equipagen mit wagen nach dem Lazarus- Krankenhause bringen. Trauerfundgebung denen zu überlassen, die in aufdringlicher Weise der dazu gehörigen Dienerschaft und dem erforderlichen Pferdeihre gute Gesinnung" marktschreierisch hinauspofaunen müssen. material. Außerdem nannte Opitz eine Villa in Westend sein eigen, infolge eines Fehltritts der 43 Jahre alte Zimmermann Richard Einen Todessturz von einem Gerüst in einen Spreekahn that Warum auch diese Aeußerlichkeiten, marschierte doch um 9 Uhr in die er sich dort in der Linden- Allee 27-29 hatte erbauen der Frühe im strammen Tritt das Militär die Bellealliancestraße lassen. Von den Depositen, die die Kunden dem Opig war seit acht Tagen mit der Ausbesserung eines Schuppens der Fritschen, der in der Cuvrystr. 22 in Schlafstelle wohnte. Fritschen entlang nach dem Tempelhofer Felde hinaus, um militärische anvertrauten, bestritt dieser in den legten lezten Jahren, als Exercitien einzuüben.- Es ist schon das Richtige, man die Geschäfte anfingen, schlecht zu gehen, seinen Zugus. Bereinigten Mörtelwerke, der an der Mühlenstraße dicht an der Sein AufSpree steht, beschäftigt. Auf einem ungefähr 4 Meter hohen Gerüst überläßt jedem, wie er es für gut befindet, seinen Gefühlen Ausdruck wand soll jährlich über 100 000 m. gekostet haben. hiesiger zu geben. Allerdings könnte von dem Ruhm eines Militärstaates Rentier B., der früher eine Hofschlächterei betrieb, ist um etwa eine arbeitend, trat er fehl und stürzte kopfüber in einen dicht am etwas verloren gehen, wenn die Bevölkerung die„ Uniform" auch in halbe Million durch Opiz geschädigt. Infolge seines vornehmen Schädel und mehreren Rippenbrüchen wurde der Verunglückte nach Schuppen liegenden leeren Mörtelkahn hinab. Mit gebrochenem ihren Gefühlsäußerungen aufgäbe. Das Volt würde aber dann auftretens und seiner guten Beziehungen verstand es der Bankier, dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Hier erlag er den den Dingen unbefangener aus offenem Fenster zuschauen können. seinen Kundenkreis bis in die höchsten Gesellschaftsklassen auszu= Vom verseuchten Krankenhause. behnen. So stand er auch lange Zeit mit dem Herzog Erust Günther Verlegungen, und seine Leiche wurde auf Beranlassung der StaatsIm Elisabeth von Schleswig- Holstein in geschäftlicher Verbindung. Diesen Namen Kinderhospital herrscht seit unfren Veröffentlichungen über die benugte er natürlich dazu, um seine Klienten vertrauensselig zu hier vorgekommene Erkrankung zahlreicher Kinder an machen. Wie hoch sich die Schuldenlaft des Opiz beläuft, konnte einer Geschlechtstrantheit eine recht gedrückte Stimmung, bisher noch nicht gifferumäßig festgestellt werden. die sich auf das gesamte Personal von der Oberin bis hinab zur legten Pflegerin erstreckt. Um nach Kräften zur Klärung der Der Straßenbahn- Unfall, der sich am letzten Sonntagnach Frage beizutragen, wie die Ansteckungen zu stande ge- mittag in Wilhelmsberg ereignete und den Tod des Kassierers Julius tommen sein können, wollen wir einen neuen Umstand an- Bujarsky herbeiführte, wirft auf den Berliner StraßenbahnIn Zwangserziehung befanden sich am 1. April d. J. 530 führen, von dem wir annehmen, daß seine Veröffentlichung verkehr wieder einmal recht grelle Schlaglichter. Der Unfall ist dardiesem Zweck zu dienen geeignet ist. Wie man uns versichert, auf zurückzuführen, daß erstens die Anlage aus Sparsamkeits- Rück- Kinder( 463 Knaben, 67 Mädchen). Davon waren: im Waisenhause ist es vorgekommen, daß zwei Kinder, die noch nicht geschlechts- fichten völlig verkehrt angelegt worden ist, daß zweitens die Justruk Berlin 4 Mädchen, im Erziehungshause Lichtenberg 120 Knaben, im frant waren, zu gleicher geit in ein und derselben tionen der Wagenführer unzweckmäßige sind und daß drittens der Erziehungshause Kleinbeeren 5 Mädchen, in Familienpflege 68 Knaben, Wanne gebadet wurden. Dieses zwar Arbeit und Wasser Wagenführer nicht die erforderliche Aufmerksamkeit und Um- 22 Mädchen, in Privatanstalten 87 Knaben, 20 Mädchen, in der sparende, aber die Uebertragung von Krankheiten begünstigende Ver- fichtbethätigte, Die Bahn, welche von der Ecke der Lehre 161 Knaben, im Dienst 13 Mädchen, im Krankenhause 12 und fahren ist von der betreffenden Pflegerin( deren Namen wir auf Waßmann Straße nach Hohen Schönhausen führt, ist im Gefängnis 4 Knaben, während 11 Knaben und 3 Mädchen entNeu aufgenommen in die Zwangserziehung wurden Wunsch mitzuteilen bereit sind) für unbedenklich gehalten worden zu der Kontinental- Gesellschaft für elektrische Unternehmungen" laufen waren. einer Zeit, wo die Anstalt schon seit langem verseucht war und bereits tonzeffioniert. Sie führt durch Wilhelmsberg. Unmittelbar vor dem im Vierteljahr Januar- März d. J. 17, ausgeschieden sind 35 Kinder, zahlreiche Fälle von Ansteckung festgestellt waren! Wie oft mag Eingange zu dieser Ortschaft ist der von zwei Reihen alter Bäume so daß sich im ersten Vierteljahr 1901 die Zahl der in Zwangsdas vorgekommen sein? eingefaßte gepflasterte Fahrdamm der Landstraße mur 6 Meter breit, erziehung befindlichen Kinder um 18 vermindert hat. Auf den bereits in der Dienstags- Nummer von uns erwähnten so daß es befremdlich erscheint, daß eine elektrische Straßenbahn an Nach dem neuesten Geschäftsberichte der städtischen Spars Mangel an Nachtgeschirren ist das Pflegepersonal sogar dieser Stelle die polizeiliche Genehmigung finden konnte. Die Ne kaffe für das Vierteljahr April- Juni 1901 erreichten die Einzahlungen in aus dem Kreise der Eltern hingewiesen worden. Eine Mutter ist gulierung und Verbreiterung der Straße ist bereits projektiert, das ist diesem Zeitraume die Höhe von 12 818 370 M. und waren am so weit gegangen, ihrem Kinde ein eigenes Nachtgeschirr aber schon lange der Fall, doch die Verbreiterung ist immer noch nicht größten im Monat April mit 4 920 633 M. Die Rückzahlungen ausmitzubringen, um dadurch eine Besserung der in dieser Be- erfolgt. Mit Rücksicht auf die geplante Verbreiterung ist nun das schließlich der Stüczinsen betrugen 12 448 957 W. und waren im ziehung herrschenden Zustände zu erzwingen. Eine andre Mutter, Bahngeleise auf die rechte Seite der Straße hart an die Bäume Monat April mit 4 624 239 M. am bedeutendsten. Für das Vierteldie ihr Kind Ende vorigen Jahres in der Anstalt behandeln ließ, gelegt worden, während für den Wagenverkehr nach beiden Richtungen jahr April- Juni 1901 ergiebt sich danach eine Mehreinnahme von teilt uns mit, daß fie bereits damals den Mangel an Nachtgeschirren der übrige Teil der Straße reserviert ist. Am Sonntag, wenn die 369 413 M., wodurch die Forderungen der Beteiligten Ende Juni bemerkt und bedenklich gefunden hat. Ein paar Tage, nachdem ihr Kirchhofsbesucher in hellen Haufen nach Wilhelmsberg hinaus sich auf 253 369 210 M. erhöhten. Ende März d. J. befanden sich Kind aus dem Elisabeth- Kinderhospital entlassen worden war, ent- strömen, wenn Thorwagen, Droschken, Leichenwagen und Brivat- in den Händen der Einleger 696 648 Sparkassenbücher, neu ausdeckte sie, daß es die oben erwähnte Geschlechtskrankheit aus der gefährte sich jagen, herricht hier ein sehr gefährliches Wagen gegeben wurden in den drei Monaten 22 877, zurückgegeben oder Anstalt mitgebracht hatte. Die bürgerliche Presse hat mit großem gedränge. Bei alledem fahren die elektrischen Wagen durch diesen abgehoben 21 488, so daß Ende Juni 1901 an ausgegebenen Büchern Eifer hervorgehoben, daß die Krankheit von außen in die Anstalt Engpaß mit Gilzuggeschwindigkeit. Der Verunglückte fuhr nun 698 037, d. h. 1389 mehr als Ende März 1901 vorhanden waren. eingeschleppt worden ist. Man sieht, daß sie hinterher auch den um- am Sonntag auf seinem Zweirad hinter einem Stremser her, auf gekehrten Weg genommen und aus der Anstalt in die welchem ſeine Gattin mit einem der Kinder ſaß. Gerade in jenem wir folgende Berichtigung:„ Die Mitteilung in Ihrer Zeitung, nach Von der Gesellschaft für Verkehrsunternehmungen erhalten Familie hineingeschleppt worden ist. verhängnisvollen Engpaß frenzten sich verschiedene Kremser, wodurch Gelegentlich ist auch noch anderes aus dem Elisabeth- Kinder- der Radler gezwungen wurde, nach rechts auf das Bahngeleise aus welcher der Staatsanwalt a. D. Laser, früherer Direktor der Gesellhospital mit hinausgetragen worden. Die letzterwähnte Mutter teilt zubiegen. Er sah nicht und konnte nicht sehen, daß 30 Meter hinter fchaft für Verkehrsunternehmungen, Berlin, und der Motorfahrzeng= uns mit, daß ihr Kind sogar Läuse aus der Anstalt nach Hause ihm ein Straßenbahnwagen in der bekannten unheimlichen Schnellig- und Motorenfabrik Berlin Aktiengesellschaft in Marienfelde- Berlin, gebracht hat. Auch das muß als ein Beitrag zur Kennzeichnung der keit heransauste. Als der Führer flingelte, vermochte der Nadler flüchtig geworden ist, ist mirichtig. Derselbe ist, nachdem er bereits im Monat März dem Aufsichtsrat seine Absicht, nach Transvaal zu im Elisabeth- Kinderhospital herrschenden Zustände registriert werden. nach teiner Seite auszuweichen, links waren Gespanne, rechts lag der halbmeterhohe Schußdamm der Bäume und gehen, mitgeteilt hatte, ordnungsgemäß aus der Verwaltung der Der schlechte Geschäftsgang in der Metallindustric macht dahinter der Straßengraben. Dennoch minderte der Führer genannten Unternehmungen ausgeschieden. Ansprüche der beiden fich bei der Allgemeinen Elektricitäts- Geſellſchaft start bemerkbar. nicht die Schnelligkeit des Wagens, er fuhr den Radler einfach Geſellſchaften gegen den früheren Direktor Laſer waren und find Im Juli waren die Betriebe noch voll besetzt. Dann begannen aber nieder. Der Vorderperron stieß mit elementarer Gewalt auf das nicht vorhanden." Wir hatten die Mitteilung aus andern Blätterv Entlassungen im großen Maßstabe. Allein in der Abteilung Brummen- Fahrrad auf, der Nadler flog im veiten Bogen aus dem Sattel straße sind in den letzten Wochen mindestens 150 Mann entlassen und schlug mit dem Kopfe an einen der vierkantigen Träger der und der Abschub weiterer reichlich 100 Mann steht unmittelbar bevor. Hochleitung, wo er mit zerschmettertem Schädel liegen blieb. UnEs werden nicht allein die zuletzt Eingestellten abgeschoben, Leute, mittelbar nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus verschied der Wegen Majestätsbeleidigung wurde vorgestern ein Mater die bereits sechs Jahre in der Fabrik beschäftigt waren, haben ihr Verlezte. Zahlreiche Augenzeugen bekunden, daß im entscheidenden Bölmer aus Bromberg, der sich auf der Wanderschaft befand, in Bündel schnüren müssen. Unverheiratete, sowie solche Verheiratete, Augenblick noch Zeit genug zum Bremsen war. Die Entfernung betrug einer Gastwirtschaft an der Landstraße zu Neu- Rahnsdorf verhaftet. deren Frauen etwas mitverdienen, sind durchweg entlassen. 30 Meter, die Hälfte genügt, um den Wagen zum Stehen zu bringen. Der Mann erging sich in den beleidigendsten Ausdrücken über die Wo früher drei Schichten in acht Stunden flott gearbeitet wurde, Eine Schußvorrichtung war natürlich auch nicht vorhanden. Jm verstorbene Kaiserin Friedrich und den regierenden Kaiser. Anstatt wird jetzt nicht einmal regelmäßig einmal acht Stunden gearbeitet. Intereffe der öffentlichen Sicherheit würde es liegen, wenn die Auf- wohlgemeinten Warnungen zu folgen, wurde er auf diese Hinweisung Freilich hätten alle, die jetzt die Faust in der Tasche ballen, sich sichtsbehörde den Betrieb der Strede bis vollendeter Regulierung noch ausfallender und wiederholte und steigerte seine Schmähungen längst auf ihre Organisationspflichten besonnen, so dürfte ntanches der Straße inhibieren, zum mindesten aber erzwingen würde, daß die in Gegenwart eines Polizeibeamten, obwohl sein übriges Verhalten anders sein. Irgendwelchen Einfluß hat die Arbeiterschaft nicht. Sie elektrischen Wagen den Engpaß mir mit der Geschwindigkeit einer feineswegs darauf schließen ließ, daß er seiner Sinne nicht mächtig hat zu gehorchen, ohne zu macken. Pferdebahn passieren dürfen. gewesen wäre. Der Verhaftete wurde dem Gerichtsgefängnis ein geliefert. So tommt es immer noch vor, daß einzelne Arbeiter 14 Stunden und mehr arbeiten, während bei demselben Meister Leute wegen Mangel an Arbeit entlassen werden. Dergleichen und manch andrer Mißstand dürfte nicht vorkommen, wenn die Arbeiter in der Prosperitätsperiode es verstanden hätten, die Leitung daran zu gewöhnen, mit der Arbeiterschaft als gleichberechtigtem Faktor zu rechnen und deren Wünsche zu beachten. entnommen. Aus den Nachbarorten. Liebesgram hat die 25 Jahre alte Expedientiu Selma Müde, eine junge Destreicherin, die hier in einer Buchhandlung angestellt In einer mit naffer Wäsche gefüllten Badewanne ertrunken war und seit zwei Jahren in der Teltowerstr. 37 eine vom Wirt ge- ist gestern vormittag in der zehnten Stunde zu Charlotten mietete Stube bewohnte, in den Tod getrieben. Das Mädchen hatte burg, Schloßstr. 33, das 12 Jahre alte Söhnchen des Wagenfeit 4 Jahren ein Liebesverhältnis mit einem 28 Jahre alten lackierers Meyer. Frau Meyer hatte sich behufs Besorgung ver Ingenieur aus Potsdam und war seit einem Jahre mit ihm verlobt. schiedener Einkäufe aus ihrer Wohnung entfernt und die Kinder in Vor drei Monaten veranlaßte der Ingenieur seine Braut ihre der Küche eingeschlossen. Damit ihr älterer 31/2 Jahre alter Sohn Ungenießbare Pilze. Das Polizeipräsidium macht bekannt: Stellung aufzugeben und die Hauswirtschaft zu erlernen, da im nicht etwa das Fenster öffnen sollte, hatte sie eine mit Wäsche Es ist mehrfach festgestellt worden, daß als getrocknete Morcheln" Oktober die Hochzeit stattfinden sollte. Vor drei Wochen aber teilte gefüllte Wanne auf das Fensterspind gestellt. Als sie nach einiger hier vieifach nicht echte Morcheln, sondern die ihnen äußerlich ähn- er ihr plößlich mit, daß aus der Heirat nichts werden könnte. Seine Beit zurückkehrte, fand sie ihren Sohn auf einem Stuhle stehend lichen Lorcheln feilgehalten werden, deren Genuß, besonders wenn Angehörigen seien damit nicht einverstanden und drängen darauf, vornüber gebengt mit dem Kopfe in der Waschwanne liegend tot vor. denselben alte, ausgewachsene, wurmstichige und faule Exemplare daß er eine reiche Frau heimführe. Die bis dahin überbeigemengt sind, leicht für die Gesundheit gefährliche Folgen haben glückliche Brant war aus allen Himmeln gefallen. Man fannte sie kann. Ebenso werden als getrocknete Champignons" außerordentlich gar nicht wieder, wie sie so tieftraurig dahinschlich und ihren Behäufig nicht diese, sondern die zerschnittenen Stiele und Hüte des Stein- fannten und Hausgenossen ihr Leid flagte. Von Tag zu Tag pilzes nach Entfernung der Röhrenlamellen verkauft, welchen gelegentlich wurde sie niedergeschlagener und tiefsinniger, bis die Verzweiflung auch giftige Pilze, wie der Hörnling", der„ Knollenblätterschwanım" ihr den Revolver in die Hand drückte. Borgestern erhielt einer ihrer und andre beigemengt sind. Es wird daher die größte Borsicht nicht Bekannten in der Wilmsstraße einen Brief, worin sie ihn bat, einmal nur beim Einsammeln, wobei alle verdorbenen und schädlichen zu ihr zu kommen, da sie ihm etwas Wichtiges mitzuteilen habe. Exemplare fernzuhalten sind, sondern auch für den Genuß derartiger Alls er der Bitte entsprach, fand er die Stubenthür verschlossen und Pilze anzuwenden sein, und empfiehlt es sich, die frischen und die erhielt auf sein Slopfen teine Antwort. Nichts Gutes ahnend, öffnete getrockneten Pilze vor der Zubereitung durch kochendes und faltes man mit Hilfe des Hauswirts und fand nun die Unglückliche entseelt Wasser zu reinigen und eventuell aufzufrischen, um alsdann alle un auf dem Sofa liegen. Sie hatte sich eine Revolverfugel von der gesund aussehenden Stücke zu entfernen. Hierbei sei bemerkt, daß rechten nach der linken Schläfe durch den Kopf gejagt. das Fleisch der eßbaren Steinpilzarten nach dem Trocknen weiß bleibt, während die gefährlichen Nebenarten beim Einfammeln an der Bruchstelle blau und beim Trocknen meist dunkel zu werden pflegen. Ein polizeiliches Verbot des Antastens von Backwaren durch das kaufende Publikum wird seitens der Bäckermeister angestrebt. Diese unappetitliche Gewohnheit kann man selbst in der Steichshauptstadt sehr häufig beobachten. Auch der Verband der Bädermeistersöhne hat beſchloſſen, dirett in einer Eingabe an die Polizeibehörde, um den Erlaß einer diesbezüglichen Verfügung im hygienischen Interesse vorstellig zu werden. Sollte diese Eingabe Erfolg haben, dürfte fie unzweifelhaft bald auf Eßwaren jeder Art Ausdehnung finden. Umstände des Todes eines jungen aufmanns aus Berlin, Noch völlig in Dunkel gehüllt sind Veranlassung und näheren der vor etwa 10 Tagen im Tegeler See ertrunken ist. Der 25 jährige Kaufmann Schulz, Sohn eines in Berlin wohnhaften Geschäftsinhabers, hatte eines Tages zu Anfang dieses Monats in Tegel ein Boot gemietet und war auf den See hinausgefahren. Später wurde das Fahrzeug herrenlos auf dem Wasser treibend angetroffen; in dem Boot fand man außer einigen Kleidungsstücken des jungen Mannes dessen goldene Uhr und Kette sowie das Bortemonnaie mit ca. 150 M.; darin lag auch noch ein Zettel mit der Adresse des Vermißten. Der Vater wurde von dem Vorfall in Kenntnis gesezt und hat sich danach acht Tage in Tegel aufgehalten, um im See nach der Leiche, seines Sohnes suchen zu lassen. Die Nachforschungen find jedoch vergeblich gewesen. Ob ein Unglücksfall oder Selbstmord vorliegt, ist noch nicht aufgeklärt. Hilflos und anscheinend schwer krank wurde heute früh eine unbekannte Frau von den Schutzmännern Lenz und Neumann von der Tiergartenwache Nr. 11 gegen 122 Uhr im Tiergarten auf- Das bekannte Gartenrestaurant Haffelwerder, an der Ober gefunden und mit einer Droschke nach der Charité gebracht. Hier spree, ein beliebter Ausflugsort der Berliner, wird im nächsten tellte man eine Vergiftung fest und wandte sofort entsprechende Jahre seine Pforten schließen. Gegenmaßregeln an. Die Frau ist aber noch nicht zum Bewußtsein Stauf an die große Kattunfabrik Gebrüder Lehmann in Ober- Schöne Das umfangreiche Terrain ist durch gekommen. Aufzeichnungen, die über ihre Persönlichkeit und den weide übergegangen, welche auf dem neuerworbenen Gelände Beweggrund zum Selbstmordverfuch Auskunft geben könnten, hat sie mehrere Fabritanlagen zu errichten gedenken. nicht bei sich. Gerichts- Beitung. Im Tode vereint. Die 18jährige Lina Kersten aus der Manteuffelstr. 41, ein junges Mädchen von gutem Ruf, machte am Sonntag mit ihrem Bräutigam, dem Arbeiter R. Kaatsch, einen Ausflug In der Buchbinderei von Kämmerer famen in diesem Frühnach der Oberspree und dem Müggeljee. Beide kehrten nicht zurück, jahr wiederholt Diebstähle vor, ohne daß es gelingen wollte, den dagegen erhielten die Eltern am Montagnachmittag Postkarten, auf Thäter zu ermitteln. Endlich machten einige Arbeiter ihren Arbeitdenen die jungen Leute mitteilten, daß sie sich in Neu Nahnsdorf geber darauf aufmerksam, daß der Buchbinder Paul Fuchs sich das Leben genommen hätten. Da aber in Neu- Rahnsdorf von einem häufig noch nach Feierabend in den Werkstätten zu schaffen mache folchen Vorfall nichts bekannt war, so hoffte man immer noch, daß und dabei ja leicht Gelegenheit zu Diebstählen habe. Herr Kämmerer die jungen Leute sich besonnen hätten. Jetzt hat sich diese Hoffnung konnte sich der Wahrheit dieser Bemerkung nicht verschließen, als trügerisch erwiesen. Vorgestern wurden beide als Leichen aus aber nur widerstrebend vermochte er dem Verdachte Raum zu dem kleinen Müggelsee gelandet. Die Eltern behaupten auf beiden geben. Fuchs war seit vielen Jahren bei ihm thätig und bekleidete Seiten, daß sie mit dem Verhältnis und einer ehelichen Verbindung eine Art Vertrauensstellung und hatte sich auch während des letzten einverstanden gewesen seien. Was unter diesen Umständen das Streits als„ braver Arbeiter" hervorgethan. Eine bei ihm vorPärchen in den Tod getrieben haben kann, ist nicht ersichtlich. genommene Haussuchung ergab ein überraschendes Resultat. Es wurden bei ihm 30 Bad Blattgold zum Werte von etwa 1200 M., außerdem Kehrgold zum Betrage von etwa 80 M., ein Duzend Bleistifte und verschiedene andre Gegenstände von geringerem Werte gefunden. Vor der Polizei gab Fuchs zu, sämtliche Sachen seinent Ferienstraftammer des Landgerichts I widerrief er das Geſtändnis. Chef entwendet zu haben; im gestrigen Termin vor der ersten In seinem Befig wurde ein eigenartiger Apparat gefunden, den Es waren zivei In seinem Befiz wurde ein eigenartiger Apparat gefunden, den der Angeklagte selbst zusammengesetzt hatte. ineinanderpassende vertiefte Platten, welche mit langen dicken Ein Denkmal für Michael Bakunin wollen die Anarchisten aller Länder auf dessen Grabe in Bern errichten. Es hat sich bereits ein Denkmalskomitee gebildet, das in einem Aufruf die Gesinnungsgenossen zur Einleitung von Sammlungen zu obengenanntem Zwecke auffordert. Ein neuer Bankkrach. Wiederum ist eine größere Berliner Bantfirma, die bisher einen durchaus guten Ruf im Publikum genoß, durch die betrügerischen Manipulationen eines ihrer Chefs zu Grunde gerichtet und eine große Anzahl ihrer Kunden um mehrere Millionen Mark geschädigt worden. Es handelt sich um das Bankgeschäft May Opisz u. Co., Französischestraße 8 I, deffen Ein Opfer des Straßenverkehrs wurde vorgestern am leitender Juhaber May Opiz wegen zahlreicher Unter schlagungen, Urkundenfälschungen und mehrfacher Betrugsfälle Rosenthaler Thor der Kohlenhändler Behnke. Er wollte gegen vier verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis des Land- Uhr nachmittags den Fahrdamm der Rosenthalerstraße an der Ede gerichts I Berlin abgeführt worden ist. Ein hiesiges Lokalblatt der Linienstraße überschreiten und ging an der Hinterplattform eines teilt hierüber folgende Einzelheiten mit: Als Eigentümer der Firma Richtung ein zweiter Wagen herangesaust fan. Durch einen haſtigen elektriſchen Straßenbahnwagens vorbei, als aus der entgegengesezten Die Firma hatte fast ausschließlich mit Bant- und Börsengeschäften Sprung rettete sich B. zwar vor dem Ueberfahren durch die Elektrische, zu thun. Außerdem aber befaßte sich May Opitz für seine Rechnung jedoch geriet er zwischen diese und einen in gleicher Richtung fahrenden mit Hypothekengeschäften. Zu diesem Zweck hatte er in seiner Woh wurde. Der Schwerverlette wurde mittels Droschke dem Lazarus Drähte konnten die beiden Platten auf und zugeklappt werden. Lastwagen und zwar so unglücklich, daß ihm das Rückgrat zermalmit Drahtstäben versehen waren. Durch geeignete Führung dieser nung, Wilhelmstr. 23, eine sogenannte Bank für Hypotheken und Grundbesig eingerichtet, und hier war das eigentliche Feld für seinte Strankenhauſe in der Bernauerstraße zugeführt. An denselben befanden sich Spuren von Gold. In der Buchbinderei betrügerischen Manipulationen. Durch den fürstlichen Glanz, Bei der Arbeit verunglückte gestern der 16 jährige Schloffer- wurde mit einer Maschine gearbeitet, die bis auf eine kleine Deffder hier, in der Wilhelmstraße 23, herrichte, wurden die lehrling Paul Obsburg aus der Koloniestr. 181, der in der Maschinen- mung verschlossen gehalten wurde, weil im Inneren Gold verarbeitet Kunden getäuscht und veranlaßt, dem vornehmen Bankier Laufende fabrit von Stock in der Holländerstraße zu Reinickendorf beschäftigt wurde. Es stellte sich heraus, daß der vom Angeklagten hergestellte Apparat sich in die Maschine hineinführen und damit Gold heraus- unter dem Waffer vier Fuß tief ist. Winters foll eine Belohnung Berlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben un nehmen ließ. Das Blattgold habe sich im verfchloffenen von 100 000 m. für die Wiedererlangung des Goldes versprochen gefähr 180 Stück unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich ziemlich Pult im Comptoir befunden. Nur mit Bezug auf das worden sein. Am Sonnabend nahm er Detektivs und Arbeiter zur lebhaft. Von den Schafen wurde circa die Hälfte des Auftriebs verkauft. Blattgold räumte der Angeklagte den Diebstahl ein, er Werft, warf drei wollte das Bult aber an einem Morgen offen gefunden haben. Wasser und sagte, die Punkte, wohin fie fielen, bezeichneten Steine in verschiedene Richtungen ins der Schweinemarkt verlief ruhig und wird voraussichtlich geräumt. Er habe im Jahre 1884 eine Erfindung gemacht, die im Geschäft die Grenzen, in denen das Gold begraben wäre. Er ging ſelbſt feines Prinzipals verwertet worden sei und wofür ihm 500 m. ver- bis zum Halse in das Wasser und den Schlamm und half die sprochen worden seien. Dies Geld habe er nie erhalten Deshalb der Gedanke gekommen, sich selbst schadlog zu hand ſei ihm Der Gerichtshof hielt den angetretenen Entlastungsbeweis für völlig verfchlt. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von 9 Monaten und 2jährigem Ehrverlust verurteilt, während der Staatsanwalt mur 6 Monat Gefängnis beantragt hatte. Die Wartezimmer der Aerzte wurden im verflossenen Winter durch Paletotdiebe unsicher gemacht. Es waren der Möbelpplier Adolf Hamann und der Stuckateur Mar Schulze, welche gestern vor der I. Ferienstraffbmmer des Landgerichts I standen, wo sie ein offenes Geständnis ablegten. Die Angeklagten hatten gemeinsam ſechs, Echulze allein hatte dann noch acht Paletotdiebstähle ausgeführt. Hamann wurde zu neun Monaten, Schulze zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Vercin abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Heute abend 81/2 Uhr bei Landau, An der Stadtbahn 5: Versammlung. Tagesordnung: 1. Alkoholismus und Socialismus. Referent: A. Hiebel. 2. Diskussion. 3. Gründung eines Vereinsorgans. 4. Vereinsmitteilungen und Verschiedenes. Gäste willkommen. " Es werde Licht!" Verein zur Unterhaltung und Belehrung. Heute ( Donnerstag), 9 Uhr abends bei Fischer, Waldstr. 8: Versammlung, Tagesordnung: 1. Uebung. 2. Sociale Betrachtungen über„ Kinder: erziehung". Referent: Otto Bläfing. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Damen und Herren als Gäste willkommen. Vermischtes. Einen dreifachen Mord und Selbstmord beging die Frau des Apothekers Albert in Hannover, indem sie sich und ihre drei Ninder tötete. Die That scheint in einem Anfall von hochgradiger Schwermut begangen worden zu sein. Auf der Zeche ,, Lothringen" in Bochum stürzte der Bergmann Feldmann 60 Meter tief in den Schacht. Die Leiche wurde furchtbar verstümmelt aufgefunden. Der Mörder Einhans, welcher seiner Zeit in Münster einen Mitgefangenen im Zuchthaus tötete, wurde gestern früh 6 Uhr im Hofe des hiesigen Gerichtsgefängnisses durch den Scharfrichter Reindel hingerichtet. Eine verunglückte Luftballonfahrt. Am Sonntag stieg im Etablissement Bergfahrt in Hamburg der Luftballon Wilhelm Tell" auf. Derselbe bekam aus noch nicht genau bekannter Ursache einen Riß. Große Gasmassen entwichen und der Vallon sant rapide. In der Bürgerstraße stieß er an Dächer und Telegraphendrähte und rutschte dann langsam auf dem Schulhofe an der Mauer abwärts. Die stark gefährdeten Insassen der Gondel kletterten teils auf das Dach eines neben der Schule liegenden Gebäudes und sprangen von hier aus in ein offenes Fenster der Schule, teils wurden sie von der Altonaer Feuerwehr aus ihrer mißlichen Lage befreit. Segeltuchſäde mit dem Gold herausfischen; als die Arbeiten für den Tag unterbrochen wurden, war Gold im Werte von 500 000 m., gerade die Hälfte des gestohlenen Betrages, wiedererlangt. Bewaffnete Wächter bewachen die Werft, damit nicht andre Diebe den Rest der Bente erhalten, und die Gesellschaft wird zu ihrer Wiedererlangung einen Fangdamm bauen. Die Behörden werden Winters wahrscheinlich verfolgen, ohne Rücksicht auf die ihm gemachten Versprechungen. Wenn er für schuldig erklärt wird, erhält er eine Strafe von 30 Jahren Gefängnis. Marktpreise von Berlin am 13. Auguft 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums.. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg Weizen, gut D.- Ctr. " mittel gering Noggen, gut " mittel gering Geifte, gitt mittel gering do. Bauch Schweinefleisch 9 ,. 5 1,60 1,30 " " 1,60 120 Kalbfleisch 1,60 " Hammelfleisch 1,60 " Butter Eier 60 Stitt 2,60 4.Karpfen 1 kg Nale. mittel Bander gering Hechte Barsche 7,80 5,60 Schleie isins 40, 25, 45, 25, Bleie Strebse 30, Safer, gut Nichtsroh Hen Eibsen Speisebohnen Linsen 111111118111 " 1,40 Briefkasten der Redaktion. Die juriſtiſche Sprechstunde findet am Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Frau Buchmann. Sie sind nd im Irrtum, auch mit Bleistift genügt die Unterschrift. 1864. Wir fönnen Ihnen darüber keine Auskunft geben." werte von Lassalle, Engels, Marr empfehlen. Grenzhof. Wir können Ihnen in erster Linie nur das Studium der C. Sch. 1000. Eine Milliarde sind tausend Millionen.( 1 000 000 000). 5. S. 1901. Central- Verband der Handels, Transport- und Verfehrsarbeiter, Engelufer 15.( Gewerkschaftshaus.) M. G. 20. Wenden Sie sich direkt an den Rektor einer Volksschule. Derselbe giebt Ihnen gern die sachverständigste Auskunft.- K. 100. Aendern können Sie den umstand, daß Ihr Bruder seinen Namen mit eu statt ei schreibt, nicht. Ihre A. Pr. Annahme, daß dadurch Ihr Erbrecht gefährdet werde, ist irrig. Genosse Graunstr. Klagen Sie schleunigst bei der Gewerbe120 119. Ja. 1Deputation( Stralauerstr. 3-6) auf Gewährung ärztlicher Hilfe und Zahlung des Krankengeldes. Die andre Frage später. Th. R. Der von Ihnen 1,10 abgeschlossene Vergleich ist nicht mehr anfechtbar, ein Prozeß wäre aussichtslos. 1,10 M. E. 65. 1. Nein. 2. Ja. 3. Sie müßte auf Zahlung beim Amts2,- gericht klagen, wenn die Herrschaft Zahlung verweigern sollte. 2,40 Abonnent. Ein Abzug vom Lohn durch Aufrechnung für verdorbenes 2,20 2, Material ist( außer dem Gesinde gegenüber) nach§ 394 B. G.-B. 3.- 1,40 8ulässig. Gewerbegericht. 1. Sie sind nicht wahlberechtigt: nur die 2,60 1,40 im Gewerbebetrieb beschäftigten Arbeiter find wahlberechtigt. 2. Gs müßte 2,40 1,20 für den Fall der Zurückweifung durch die Stadtverordneten die Anfechtung 1,80 0,80 dieses Beschluffes im Verwaltungsstreit- Berfahren erfolgen. Zunächst ent2,40 120 scheidet die Stadtverordneten- Versammlung über den gegen die Richtigkeit 0,80 der Wählerliste erhobenen Einspruch. O. M. 3. 1. Bis abends. 2. Ja. G. S. 3. Die Klage hat Aussicht auf Erfolg. Zuständig ist das Amtsgericht. Ist jemand zur Tragung von Prozeßtosten unvermögend, so fann er Bewilligung des Armenrechts nachsuchen. Zu diesent Behuf wendet er sich zunächst an die obrigkeitlichen Behörden( in Berlin an den Armenkommissionsvorsteher oder an die Krmendirektion) mit dem Antrag, ihm ein Zeugnis auszustellen, daß er zur Aufwendung der Prozeßkosten unvermögend ist. Es vergehen bis zur Ausstellung des Zeugnisses in der Regel 3-4 Wochen Zeit. Sodann wendet sich der Antragsteller unter Beifügung dieses Zeugnisses an dasjenige Gericht, das zur Entscheidung über seinen Rechtsanspruch zuständig ist, legt dar, welchen Anspruch er geltend machen will und wie er seine Behauptungen beweisen will. Das Gericht oder lehnt die Bewilligung bei Aussichtslosigkeit der Rechtsverfolgung ab. bewilligt dem Antragsteller dann das Armenrecht für den betreffenden Prozeß Cari 1000. Sie müßten sich an das Bezirkskommando und an das Polizeipräsidium wenden. Der Baß wird Ihnen schwerlich abgeschlagen werden. Th. 2. 1900. 1. Leider find Sie zur Räumung verpflichtet. des Bezirks, in dem die Niederkunft stattgefunden hat, anzuzeigen. Zur 2. Die Geburt eines Kindes ist innerhalb einer Woche dem Standesbeamten Anzeige verpflichtet sind: 1. der eheliche Bater, 2. die bei der Niederkunft zugegen gewesene Hebamme, 3. der dabei zugegen gewesene Arzt, 4. jede andre dabei zugegen gewesene Person, 5. Die Mutter, sobald sie dazu im stande ist. Jedoch tritt die Verpflichtung der in der vorstehenden Reihenfolge später genannten Personen nur dann ein, wenn ein früher genannter Verpflichteter nicht vorhanden oder derselbe an der Erstattung der Anzeige verhindert ist... 1869. Ja. R. 000. 1. Ja. 2.- 4. Neit. Witterungsübersicht vom 14. August 1901, morgens 8 Uhr. per Shot 18, 2,50 65, Produktenmarkt vom 14. August. Der Getreidemarkt behält seine bisherige feste Tendenz, die Preise für Brot: wie für Futtergetreide zogen auch heute weiter an. Am Frühmarkte machte sich nach der gestrigen Unter brechung rege Kauflust geltend; besonders begehrt war Weizen, aber auch Roggen, der in nicht zu großen Poften am Markte war, gut beachtet; die Abgeber halten auf Preis. Im Mittagsverkehr wurde die Haltung noch fester, und zwar auf höhere Notierungen an den amerikanischen Getreidemärkten, an denen sich das Mindererträgnis der dortigen Mißernte offenbar Breisforderungen für russischen Roggen, der nur in kleinen Bosten angeboten von Tag zu Tag mehr geltend macht. Anregend wirkten weiter die höheren gewesen sein soll. Für Weizen lagen heute größere Kaufaufträge aus Schlesien und der Laufis, und zwar für baldige wie spätere Lieferung vor. Der Preis stellte sich gegen vorgestern etwa 2 Mart höher. Roggen für 12 M. höher. Mehl bei stillem Verkehr gut behauptet. Hafer in guter Serbstlieferung gesucht, doch halten Abgeber sehr zurüd, Notierung etwa Qualität beachtot, Breise ungefähr wie vorgestern. Mais überaus feft, Preise martweise anziehend. Nüböl matt und 50 Pf. niedriger. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 14. August 1901. Amt licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 572 Ninder, 2225 Sälber, 2875 chaje, 9266 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): chien: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemäftete CO- 00; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 50-52. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 48-50. Färsen und 00-00; c) aliere ausgemäßtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren Rühe und Färsen CO- 00; d) mäßig genährte Stühe und Färsen 46-50; e) gering genährte Kühe und Färjen 40-44. Stälber: a) feinste Mast: tälber( Vollmilchmast) und beste Saugfälber 68-72, b) mittlere Mastund gute Sangfälber 62-66, c) geringe Saugfälber 56-60, d) ältere, gering genährte( Fresser) 38-45. Echaje: a) Mastlämmer und jüngere Mast hammel 65-68, b) ältere Masihammel 60-64, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merziájafe) 56-58, d) Holsteiner NiederungsRaffen und deren Krenzungen im Alter bis zu 1 Jahren 220-280 Pfund schafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige, der feineren schwer, 60-61; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Käser) 00-00; c) fleischige 58-59; d) gering entwickelte 55-57; e) Sauen 54-56. Für 100 Pfund mit 20 Broz. Tara. Ueber einen wiedererlangten Goldschatz wird aus San Francisco gemeldet: John Winters, ein früherer Angestellter der Selby Smelting Works", auf denen ein verwegener Riesen- Rühe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Diebstahl stattgefunden hatte, wurde dieser Tage verhaftet. Er hat gestanden, daß er den Diebstahl begangen hat. Er gab feine Thätigkeit auf den Werken auf, indem er eine Krankheit vorschüßte, und begann sogleich an dem Tunnel zu arbeiten. Das Ausgraben dauerte drei Monate. Winters trug in der Nacht vom Montag in vierzehn Gängen eine halbe Tonne Goldbarren von dem Tummel zur Werft der Gesellschaft und warf sie und die meisten Geräte in die Bai von San Francisco. Er behauptet, daß das ganze Unternehmen von Anfang bis zu Ende sein Werk war. Er kann nicht sagen, warum er den Versteck wählte. Er konnte gar feinen schlechteren aussuchen. Der Ort war gerade am Ende der Werft, wo das Wasser bei der Ebbe sehr seicht und der Schlamm Für den Inhalt der Zuserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 15. August. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Stationen Wetter Stationen Eminemde 763 NND 3 heiter Hamburg 765 NNW 3 wolfig Berlin 762 233 wollig Frantf./M. 766 NNO München 766 Wien 762 Barometer ftand mm Windrichtung Windstärke 21 paparanda 771 Still 18 Petersburg 7720 22 Cort 2 heiter 18 Aberdeen 3 hlb.bed. 16 Baris Wetter Temp. 11. 6. 1550 1606.1° N. -wolfent 18 1Dunst 16 755 SSW 4Regen 15 766 ONO 1wolfen! 16 3 wolfig 19 Wetter: Prognose für Donnerstag, den 15. Angust 1901. Vielfach heiter, sehr warm und schwül bei meist schwachen östlichen Winden und etwas Neigung zu Gewittern. Berliner Wetterbureau. Schiller Theater Urania Arbeitersekretär gesucht! ( Wallner Theater). Morwitz Oper. Tauben- Strasse 48/49. Vorletzte Opernwoche! Im Theater um 8 Uhr: Bei den Bereinigten Gewerkschaften Stuttgarts ist bis zum 1. Oftober ds. J3. die Stelle eines Arbeiterjetretärs zu besetzen. Derselbe hat speciell die gewerkschaftlichen Arbeiten, Kassenführung, Donnerstagabenb: Aus dem Tagebuch der Erde. gitation 2c. in den Gewerkschaften zu erledigen. Populäre Vorstellung bei halben Preiſen: Figaros Hochzeit. Invalidenstr. 57/62. Nenes Opern: Theater( Kroll). Oper in 4 Aften von 23. 2. Mozart. Tägl. Sternwarte. Im Trianon Theater:" Lebende Lieder". Anfang 8 Uhr. Im Garten: Täglich großes Konzert. Schiller.( Morwiß- Oper.) Figaros Hochzeit. Aufang 7/2 Uhr. Teutsches. Rosenmontag. Anfang 712 Uhr. Freitagabend 7 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Zum leztenmale: Der Postillon von Lonjumeau. Sonnabend zum letztenmale bei halben Preisen: Zar und Zimmermann. Kom. Oper in 3 Aften von Lorging. Berliner. Wilhelm Tell. Anfang Sonntagnachmittag 3 Uhr 8 Uhr. Lessing. Geschlossen. Residenz. Geschlossen. Nenes. Geschlossen. Westen. Theater Charivari"( Se: cessions Brett!). Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 nhr. Central. Die Geisha. Anfang 8 lthr. Thalia. Geschlossen. Carl Weiss. Madame Bonivard. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. zum letztenmale: Joseph in Egypten. Große Oper in 3 Atten von Méhul. Sonntagabend 72 11 hr: Oberon, König der Elfen. Apollo- Theater Das vollständig neue Castans Panopticum. Nen! Friedrichstr. 165. Neu! Neu! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! " Der Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Specialitäten- Programm! Zoologischer Der Zigeunerbaron. Anfang Frau Luna 8 Uhr. Im Part: Großes Doppelfonzert und Specialitäten. Belle Alliance. Friz Reuter An Anfang 8 Uhr, Sonntags 72 Uhr. fang 8 Uhr. Ju Garten: Großes Gartenkonzert und Lustiges Brettl". Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Damen RingGarten Heute: Luftballet Grigolatis Grosses Doppel- Konzert. Metropol- Theater. Entree| Mark. W., Behrenstrasse 55-57. Wiederaufführung Man lebt ja nur einmal! tämpfe. Specialitäten Borstellung. Henry Bender- Georg Kaiser Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali- Frid Frid- Fritzi Georgette B täten Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 11hr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr. 8um 719. Mal: Die Geisha. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Reichshallen. Heute, sowie täglich: Humorist. Soireen der Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. nachmittags. Von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder die Hälfte. W. Anfangsgehalt 1800 Mark. Bewerber, welche mit der Arbeiterschuß- und Socialgesetzgebung vertraut find, wollen ihre Bewerbungsschrift bis zum 25. August, bei dem unterzeichneten unter Darlegung ihrer bisherigen Thätigkeit einreichen. K. Banzhaf, Stuttgart, Hauptstätterstraße 73, III. Sanssouci Im Garten: Täglich: I offmannsNordd. Sänger und Konzert. Donnerstag, Sonntag u. Montag: Tanzkränzchen. Etablissement Süd- Ost, Waldemarstrasse 75. Gossmann Konzertgarten Saal für Festlichkeiten und Versammlungen. Mehrere Sonnabende find noch im August, September und Oktober an Vereine zu vergeben. 16892* H. Brüder, Gastwirt. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Täglich: Artistische Zeitung: Paul Milbitz. [ 16499* Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfeit. Kinderfeste. Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. Puhlmanns Vaudeville- Theater Schweizergarten Täglich: Große Theater und Am Königsthor. Am Friedrichshain Specialitäten- Vorstellung. Nur Kräfte ersten Ranges. Großer Wir Großer Lacherfolg! Noacks Theater. branden teine Männer mehr. Brunnenstraße 16. äglich Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Die schöne Galathee. Operette in 1 Aft von P. Henrion. Musit von Franz von Suppé. Jm Saale: Tanzkränzchen. Carl Weiss- Theater Große Frankfurterstr. 132. Direkt.: B. Zimmermann& Schramm Lustspiel- Ensemble. Große Ausstattungspoffe in 2 Aften von lefeld. Anfang: Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. F. Lehmann, Direftor. Prater Theater Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Täglich: Theater.- Ball. Neue Specialitäten. Jeben Abend Berliner Leben. 10 Anfang 42 Uhr. Entree 30 Pf. Ostbahn- Park. Auf fremder Erde. Am Kustrinerplatz. Rüdersdorferstr. Ausstattungsstüd mit Gefang u. Tanz in 4 Bildern von Hugo Schillz. Hermann Imbs. Täglich: 71. Madame Bonivard. Auftreten der Excentric- Sanjonnette Großes Konzert, Theater- u. Schwant in 3- Aften. Anfang 8 Uhr. Sonnabend zum erstenmale: Talolo. Im Garten: Theater, Konzert und Specialitäten. Anfang 5 Uhr. Freitag: 1. Auftreten des weibl. Serfules: Betty Laars. Damen- Ring fampf. Hedwig Döring, des Grotesque Stomiters Paul Coradini, der Frères Specialitäten- Borstellung. The Douseck, Gigerl: Afrobaten. Karleys, Musikalische Komödianten. Mr. Bartlings lebende Photographien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Plat 50 Pf. Kalbo. Kreuzbergstr. 48, an der Katzbachstraße. Jeden Sonntag Frei- Konzert und Ball. Montag und Donnerstag: Hamburger Sänger. Jeden Freitag: Norddeutsche Sänger. Entree 20 Pf. Vorzugskarten 10 Pf. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Nachher: Kränzchen. Alle Wanzen sterben sofort nebst Brut durch meinen Wanzentod. Fl. 0,50 u. 1 M. Schwaben, Russen, Flöhe zc. werden durch mein Pulver vollständig vernichtet. 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Spandau in Hoffmanns Volks: garten, Westend, Kastanien- Allee 1. Referent Kollege O. Rennthaler. 2. Für Reinickendorf- West und Waidmannslust im Lokale von Engel, Eichbornstr. 69. Referent Stoll. K. Krüger. 3. Für Gesundbrunnen, Rosenthaler Vorstadt im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42. Referent Kollege Karl Heidemann. 4. Für Berlin- Ost, Berlin- Südost, Friedrichsberg, Rummelsburg im Lotale von Herzog, Memelerstr. 67. Refer. Genosse Schlegel. Tages Ordnung: 1. Die gegenwärtige Lage der Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bahlreichen und pünktlichen Besuch erwartet Die Lohnkommission. J. A.: Karl Heidemann. J. O. G. T. 30/18 ( Unabhängiger Guttempler- Orden.) Freitag, den 16. Auguft, abend8 8 1hr, bei Buggenbagen Gr. öffentliche Volksversammlung. ( am Morigplak), großer Saal, 1 Tr.: Vortrag bes Herrn Profeffor Dr. A. Forel aus Chigny( Schweiz) über:„ Die Hygienische und sociale Bedeutung des Alkohols". Diskussion. Alkoholische Getränte werden nicht verabreicht. J. A. des XIV. Diftritts: Hans Hochauf, Bernauerstr. 71. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter 2861b u. Arbeiterinnen Deutschlands, Zahlstelle Berlin. Freitag, den 16. August, abends 8 Uhr, [ 2990b im Lotale des Herrn Otto Zur Drachenburg", vor dem Schlesischen Thor: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Die Ortsverwaltung. Achtung! Mitglieder der Achtung! Freien Volksbühne! Laut Statut muss der Augustbeitrag bis zum 20. August in den Zahlstellen entrichtet sein. Bis zu diesem Tage müssen auch die Mitgliedskarten aus den Zahlstellen abgeholt werden, da vom 21. August ab die Ausgabe der Mitgliedskarten, soweit in der Abteilung noch Platz vorhanden ist, an etwa neu gemeldete Mitglieder erfolgt. 230/13 Die Mitglieder werden dringend ersucht, dieser Aufforderung Folge zu leisten, da alle Reklamationen nach dem 20. August erfolglos bleiben würden. Die erste Vorstellungsserie beginnt im Berliner Theater am 1. September. Trauerspiel in 5 Akten von Shakespeare. Zur Aufführung gelangt Othello, Die 2. Serie im Lessing- Theater am 22. September, nachmittags 23 Uhr. sind zu haben Die Gespenster. Anker- Briketts Friedr. Daniel& Co., Drama in 3 Aufzügen von Henrik Ibsen. Berlin W. 8, Leipzigerstr. 29.* Vorzeiger Diefes hat 4 M. Ermäßigung bei Bestellung v. 20 M. an, unt. 20 nur 2 M. zu erst bei Abholung vorzeigen! Um Mißtrauen vermeiden, Schönheit der Zähne ist eine Zierde. Lausitzer Achtung! Bananschläger! Achtung! Max Guckel, No. 2, Donnerstag, den 15. Auguft, abends 7/2 Uhr, Zahn- Atelier. Bestrenom. und wohlbekannt. Künstl. Zähne, tadellose in Louis Kellers Festsälen, Koppenstraße Nr. 29: Ausführ. v. 3 W. an, Plomb. v. 2 M. an. Deffentliche Versammlung. Honig! Tages Ordnung: 1. Unser Streit. 2. Verschiedenes. Das Bureau der Lohnfommission befindet sich bei F. Wilke, Andreas34/6 ftraße 26. Telephon: Amt 7 Nr. 945. Der Einberufer. Keine Ertraberechu. Schmerzl. Zahn ziehen. 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M., nachm. 41 Uhr, von der Halle des Neuen Luisentirchhofs am Fürstenbrunner Weg aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Maria Kolbo geb. Schelz u. Kinder. 29236 Berein socialdemokratischer Gast- u. Schankwirte Berlins und Umgegend. Am 13. August verstarb unser Mits glied, Kollege ( 69/16 Paul Kolbo. Die Beerdigung findet am Freitag, den 16. August, nachmittags 1/25 Uhr, in Charlottenburg aus statt. mein Der Vorstand. Todes- Anzeige. Hierdurch die traurige Nachricht, daß lieber Mann, Groß und Schwiegervater, der Schriftgießer Albert Zettlitz nach langem, schwerem Leiden an der Lungenentzündung am 13. d. M. früh verstorben ist. 29116 Die Beerdigung findet Freitagnachmittag 3 Uhr auf dem alten Jakobi- Kirchhof am Rollkrug statt. Die trauernde Witwe Marie Zettlitz, geb. Fischer. Am Dienstag, den 13. d. M., starb nach schwerem Leiden der Bildhauer 29146 Karl Asmus. Die Beerdigung findet am Freitag, den 16. d. M., nach: mittags 6 Uhr, von der LeichenHalle des neuen Lichtenberger Kirchhofes aus statt. Jim Namen der Hinterbliebenen: May Buschold. Central- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Am Montag, den 12. Auguft, vers starb das Mitglied der Filiale Berlin 5, Herr August Wilde im 36. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 15. August, nachmittags 4 Uhr, von der Leichens halle des Friedenauer Kirchhofes statt. 253/9 Der Vorstand. Brikets Mobelstoffe anch Reste alle Qualit. felten billig! Gelegenheitsfauf: Berufs- Bekleidung und Wäsche- Fabrik Mocquett- Plüsche 5,5M. 19092*] D. Wurzel& Co. Ecke jetzt: Köpnickerstrasse 160, Manteuffelstrasse. per Meter( 130 Centimeter breit). Muster bei näher. Angabe franco. Berlin S., Emil Lefèvre, Oranienſtr. 158. mein. H. Preuss, Bühne 2 M. ziehen 1 M. Blomben 1,50 W. Teilzahl. wöchentl. Bühne 2 M. 10 baratomben 1,50 gr. Zellaagt, wochent Kohlengeſchäft mannes bill. verN., Swinemünder Strasse 66, I. -> schmerzlos. Zahn1. 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