Mr. 192. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1901 unter Er. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebuye beträgt für die fechsgespaltene Kolonets geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 1hr nachmittags in der@ rpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Besttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Sonntag, den 18. August 1901. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Unterschreibt die Petitionen gegen den Zollwnther! Syndikatswucher und Krise. Vorteile vom Ring, müsse vielmehr befürchten, daß er bei| betragen; der Zoll für Rindvieh, Schafe, Schweine soll einem etwaigen Zusammenbruch des Ringes schwere Berluste erleide. von 12 M. pro Doppelcentner im Regierungsentwurf auf 20 m. Denn jeder Händler müsse notgedrungen eine gewisse Menge Buder erhöht werden; und so fort sollen sämtliche Positionen des Entwurfs stets auf unverkauften Schluß bezw. Lager halten. Auch in den noch bedeutend erhöht werden. Streifen der Verbraucher mache sich eine tiefgehende Verstimmung Der Landwirtschaftsrat hat alsdann seine bescheidenen Wünsche gegen den Zuckerring und über die durch ihn verursachte Verteuerung in einer Resolution niedergelegt, in der die agrarischen Wucherdes Zuckers geltend. talente ihre höchste Leistung erreicht zu haben scheinen. Die Resolution sagt: Der umlängst erschienene zweite Teil des Berichts der Handelsund Gewerbekammer Dresden über das Jahr 1900 liefert wertvolles Material zum Verständnis der gegenwärtig herrschenden Krise und des Einflusses, den die Syndikate auf ihre Entstehung und ihren Verlauf geübt haben. Der Bericht ist recht melancholisch gehalten. In Reis traten, nach den Ausfünften zweier Dresdener Firmen, In allen Zuschriften aus den einzelnen Zweigen von Handel und Gewerbe, bei regelmäßigem Geschäft keine größeren Preisschwankungen ein. die in dem Bericht bearbeitet sind, wird übereinstimmend mitgeteilt, daß Mit dem Anfang des Jahres 1901 haben die neun deutschen im ersten halben Jahre, mindestens aber im ersten Vierteljahre von Reisschälmühlen eine Vereinigung geschlossen und den Verkauf 1900 das Geschäftsleben in noch nicht beobachteter Weise prosperiert des wichtigen Nahrungsmittels auf einige Zeit eingestellt. habe. Die Nachfrage habe das Angebot in den meisten Fällen über- Als weck dieses Ringes wird spaßhafterweise angegeben, eine stiegen. Diese günstige Geschäftslage scheinen die Rohstofflieferanten wesentliche Verbilligung der Ware herbeizuführen. Zunächst sollen allenthalben, vielfach unter der zielbewußten Leitung von Syndikaten, die sämtlichen Makler und Bremer Kommissionsfirmen nebst deren zu Preissteigerungen ausgenugt zu haben. Die Folgen dieses Inlandsagenten aus dem Verkehr ausgeschaltet werden. Diese verallgemeinen Raubzuges läßt der Handelstammerbericht ebenfalls ertennen: Ueberall ebbte die Nachfrage zurüd. Die Käufer beschränken sich auf die notwendigsten Abschlüsse und warten günstigere Beiten ab. Es trat ein allgemeiner Unterkonsum ein, der bei fortschreitender Produktion zur Ueberproduktion führen mußte. Es ist interessant, diese Wirtschaftstragödie an der Hand dieses Handelskammerberichtes ein wenig näher zu betrachten. faufen denn auch jetzt ihre Vorräte aus. Sehr richtig bemerkt Hierzu der Handelskammer- Bericht: Ob aber der angegebene gwed erreicht wird, oder ob nicht auch wie beim Zucker durch den Ning eine ganz bedeutende Preissteigerung durchgesetzt wird, bleibt abzuwarten, SP Wenngleich der Entwurf eines Bolltarifgesetzes, ebenso wie derjenige eines Bolltarifs, wie dieselben im„ Reichs- Anzeiger" ver öffentlicht sind, eine Reihe von Verbesserungen gegenüber dem jezigen Bustande enthalten, so werden doch beide bei weitgehender Berücksichtigung der Industrie- den berechtigten Wünschen der Landwirtschaft nicht gerecht. Es bezieht sich dies namentlich auf folgende Punkte: 1. Die gemischten Transitläger haben keine Daseinsberechtigung mehr und sind ganz zu beseitigen. Die Einführung von Ursprungsattesten ist vorzusehen. 2. Der Termin für das Inkrafttreten des Gesetzes ist ge fetlich festzulegen. 3. Das System des Doppeltarifs ist allgemein durchzuführen, wenigstens für die Landwirtschaft. 4. Die Mindest zölle für Getreide sind zu erhöhen, die Spannung zwischen diesen und den Magimalsägen ist zu ber größern. 5. Die Erzeugnisse der Gärtnerei sowie Hackfrüchte bedürfen eines Schußes, die Bollsäge für Wein, Tabak, Hopfen und Pferde find zu erhöhen, diejenigen für Vieh sind nur nach dem Ge wicht durchzuführen und ebenso wie diejenigen für Fleisch und sonstige tierische Erzeugnisse zu erhöhen." Es ist nur wunderbar, daß die Elite der Edelsten sich so heiß Es wäre weit bequemer gewesen, in einem einzigen Paragraphen stieg zu beschließen: Die deutsche Reichsgrenze wird gegen alle Erzengnisse der ausländischen Landwirtschaft gesperrt. Und als Begründung wäre ebenso einfach hinzuzufezen: Das durch die Sperre bedingte Berhungern und Dahinfiechen der Bevölkerungsmehrheit bedeutet die Rettung des Vaterlands, indem so allein das wahrhaft und einzig wertvolle Element, die erbangesessene Rasse der Adelsaristokratie, vor dem Untergang bewahrt werden kann, Die Konvention der Ziegeleien im Handelskammerbezirk fuchte eine Produktionseinschränkung herbeizuführen. Trotz der Am empfindlichsten und umfassendsten machte sich die Kohlen großen Ziegelvorräte stiegen Siegel und Studtalt im Preis. Die Preissteigerung bemerkbar. Im Dresdner Handels- und Gestehungskosten für 1000 Biegel erhöhten sich angeblich infolge der Gewerbekammerbezirk erscheint sie den Kohlenverbrauchern als eine Kohlennot um 1 Mark. Die Dresdener Gardinen- und SpitzenFolge des Riesenstreiks der böhmischen Kohlengräber. Diese Ansicht Manufaktur- Aktiengesellschaft schreibt: Die Garnpreise wurden ist aber nicht richtig, da der Sohlenpreis in ganz Deutschland durch das Spinner- Kartell so hoch gehalten, als es der Eingangszoll ungefähr in gleicher Weise stieg. Im sächsischen Grenzgebiet entstand nur zuließ." Der Rohstoff Ceylongraphit erreichte mit allerdings ein vorübergehender verschärfter Notstand. Bei der 400 Broz. über dem gewöhnlichen Werte den höchsten Stand. um eine nähere Formulierung ihrer Begehrlichkeit bemüht hat. „ Kette, Deutsche Elbschifffahrts- Gesellschaft" betrug der Mehraufwand für Terpentinöl blieb fast das ganze Jahr hindurch Brennstoffe infolge des Kohlenwuchers der Grubengesellschaften und 100 Proz. teurer als im Vorjahre, Leinöl Kohlen- Großhändler 46 000 M. Außerdem wurde die Schleppschiffahrt 80 Proz. im Preise, die Gummikopale zogen um durch den Ausfall der Kohlenfrachten, welcher durch den böhmischen 20 Proz. an( Seite 139 des Berichts). Die für verschiedene Ausstand verursacht war, benachteiligt. Die Dampfschleppschiffahrts- Fabrikationszweige nötigen Chemikalien, insbesondere ChlorGesellschaft Vereinigter Elbe- Saale- Schiffer berechnet ihre Mehr falt und Soda, wurden von den Syndikaten so hoch über dem Weltausgabe für Kohlen auf etwa 220 600 M. Nach den Berichten der marktspreise gehalten als der deutsche Zoll beträgt( Seite 214). Dresdner Kohlenhändler wurden besonders von den Auffiger Groß- Salpeter wurde durch ein Syndikat im Preise gehalten, wohändlern, welche den größten Teil der gesamten böhmischen Kohlen- durch auch die Ammoniakpreise beeinflußt wurden. Im Diese agrarische Tollheit erscheint um so verrückter im Gegensatz förderung in den Händen haben, die Preise maßlos in die Höhe Florida Phosphat- Gebiet wurden die meisten Minen, weil geschraubt und auf diese Weise Forderungen durchgesezt, welche in unlohnend, geschlossen. Der Rest soll in einem Syndikat vereinigt zu der jetzigen Haltung der sammelpolitischen Bundesgenossen vom Centralverband der Eisen- und Stahlschutzzöllner. Indem den früheren Jahren niemand für möglich gehalten hätte. Es werden, so daß auch hier eine Preissteigerung zu erwarten steht. wurden Aufschläge von 50-100 Proz., nach einem Bericht sogar( S, 145). Nach den Berichten der Chemischen Fabrit von Heyden diese vom Mindestzoll abrücken, die Agrarier aber seine Ausdehnung 300 Proz. erzielt. Eine Papierfabrik hatte infolge des Kohlen-( A.-G.) in Radebeul waren die Preise der Rohstoffe hoch, teilweise und Erhöhung fordern, scheint eine tiefe Seluft sich zwischen beiden wuchers etwa 70 000 M. Mehrkosten. sogar noch höher als im Vorjahre und zwar teils infolge von Ring- zu öffnen. Thatsächlich erklärt jezt die Kreuz- Beitung" gegenüber den von uns gestern mitgeteilten Ausführungen des Der als Syndikat gebildete Verband deutscher Drudpapierbildung, teils wegen gestiegenen Bedarfs.( S. 132). Herrn Bueck:: das ist der Unterkonsum Fabriken unternahm einen ähnlichen Raubzug auf die Taschen Ein Rückgang der Kauflust ,, Damit hätte dann allerdings die ,, Politik der Samme des deutschen Voltes. Er war aber etwas weniger unverschämt als der Mitte des vorigen Jahres an, wird unterschiedslos in allen Inng" ihr jähes Ende gefunden. Die Folgen werden sich die Kohlenproduzenten und Händler. Er begnügte fich mit einer veröffentlichten Mitteilungen des Handelskammer Berichts bestätigt. zeigen. Gelingt es nicht, den Doppeltarif im Sinne des§ 1 des Breissteigerung von 331/3 Broz. auf Druckpapier. Unter anderm schreibt die„ Plauensche Großmühle", daß die BäckerEntwurfs zur Annahme zu bringen, so entfällt für die Das Geschäft in guder war, wie zwei Dresdner Firmen fundschaft behaupte, der Brotverbrauch set zurückgegangen, weil Freunde der Landwirtschaft jeder Aulas, im Reichsschreiben, beeinflußt von dem Zustandekommen des nunmehr wieder in fich ein Teil der Arbeiterbevölkerung infolge geringeren tage für die Erhöhung der Industriezölle zu stimmen." ( Seite 148.) Also schon bei feiner Eristenz erschütterten 8 u derringes insofern, als die Händler, Verdientes einschränken müsse. Es tönnte scheinen, als hätten die Agrarier durch Ueberspannung welche mit diesem Zustandekommen fest gerechnet, und sich dem den heutigen Zollsägen findet eine Unterernährung eines Teils des gemäß im Frühjahr stark versorgt hatten, einen besonderen Nutzen arbeitenden Volkes statt. Wie wird erst das Boltselend steigen, ihrer Forderungen eine Situation geschaffen, die den Gegnern des davon trugen, während ein solcher denen vollständig entging, welche wenn die gegenwärtig geplanten Wucherzölle in Kraft treten sollten. Hochschutzzolles und Brotwuchers sehr willkommen sein könnte, Aber man müßte die agrarische Taktik des wüsten Schreiens und auch noch im Jahre 1900 an der Meinung festhielten, daß die bereits Gegen Ende des Jahres werden vielfach Arbeiter entlassungen, schachernden Vorschlagens nicht kennen, wenn man ernstliche Hoffmehrjährigen Bestrebungen der Zuckerfabriken nach einem 2ohn- und Arbeitszeitkürzungen gemeldet. Mit den hier- Schachernden Zusammenschluß zu keinem Ergebnis führen würden. Der von betroffenen Arbeitern werden auch ihre bisherigen Lieferanten des nungen auf solche Zwistigkeiten feßen wollte. Um gemeinsam Ning umfaßt bis auf wenige Betriebe die sämtlichen Nahrungsmittel, Gastwirts und Bekleidungsbie Beute zu paden, werden die jetzt Hadernden schließlich über. Rohzuder- Fabriken und Raffinerien des Deutschen Reiches, gewerbe s finanziell geschädigt. So sehen wir eine erschreckende den Beute- Anteil eine Einigung finden. ist also eine Macht, die den Zuckerhandel vollständig beherrscht. Nach Minderung der Kaufkraft der arbeitenden Bevölkerung hereinbrechen. dem Zustandekommen des Ringes stellten zunächst die Raffinerien so- Unterkonsum aber führt zur leberproduktion und zur Krife. V Politische Uebersicht. Zollwucher. Berlin, den 17. Auguft. bon fort den Verkauf ein, es so dem Zwischenhandel überlassend, ob er aus seinen Vorräten den Verbrauch billig oder teuer versorgen wollte. Unter diesen ungewissen Verhältnissen schnellten die Preise marliveife in die Höhe, dennoch blieb die Befürchtung hinter dem Verkaufspreis zurück, welchen der Ning thatsächlich stellte und neuerdings ist abermals ein ganz bedeutender Aufschlag hinzugefügt worden, so daß 100 kilogramm raffinierter 8uder etwa 11 Mart Das Agrariertum hat sich dieser Tage wieder in tolle Orgien mehr fosten, als venu der Ning nicht ge der Unverfrorenheit ergangen. Anfang dieser Woche hat im inbildet worden wäre. Das fomme bei einem Jahresverbrauch dustriellsten Staate Deutschlands der sächsische Landesbon 7,7 bis 8,2 Millionen Doppelcentuern Zucker in Deutschland kulturrat über das Zolltarifgesetz beraten und Forderungen aufeiner Sondersteuer in Höhe von 85-100 Millionen Mark jährlich gestellt, die durchaus den Befehlen des Bundes der Landwirte entgleich, welche von der am Buderrübenbau und an der Zucker- sprechen und noch weit hinausgehen über das, was der agrarische gewinnung beteiligten Landwirtschaft und Industrie den inländischen Regierungsentwurf dem Wucher der Großgrundbefizer gewährt. Verbrauchern auferlegt werde, ganz abgesehen davon, daß dieselben Am Freitag hat, wie bereits mitgeteilt, der deutsche Landam Zuckerrübenbau und an der Zuckergewinnung beteiligten Streise wirtschaftsrat, diese echte Vertretung des feudalen Großbereits vom Staat in der Gestalt der Ausfuhrvergütungen für den über grundbefizes, gleichfalls über den Zolltarifentwurf beraten", den Inlandsbedarf hergestellten und ins Ausland ausgeführten Zucker um sich in denselben Tollheiten zu ergehen, die täglich in eine Unterstützung von 40 bis 45 Millionen Mark jährlich seit langer der Deutschen Tageszeitung" aufgetischt werden. Dem famosen Landwirtschaftsrat sind die Bollsätze des Tarifentwurfs bei Beit empfangen. und allenthalben zu niedrig bedarf Außerdem, so heißt es in dem Bericht Seite 24, steht noch zu be: weitem fürchten, daß die bisher einträgliche Zuckersteuer, welche im Rechnungs- ungenügende Regierungsarbeit der agrarischen Korrektur: Der jahre 1899 einen Ertrag von 104,6 millionen geliefert hat und für Mindest tarif darf nicht beschränkt werden auf Getreide, muß auf alle landwirtschaftlichen Produkte aus1900 noch mehr ergeben wird, in den späteren Jahren in ihrer fort- sondern muß des Mindest schreitenden Zunahme immehalten oder gar zurüdgehen wird infolge gedehnt werden; die 8ollsäge sowohl Berringerung des inländischen Verbrauchs durch die Erhöhung der tarifs wie des Höchsttarifs sind zu gering; der BollPreislage und infolge der Vermehrung der Ausfuhrvergütung durch jazz für sämtliche Getreide- Arten soll 7,50 m. betragen und Für den er soll teinesfalls unter 6 M. herabgehen; der Zoll für Bergrößerung der überschüssigen Ausfuhrmenge. Händler höre jede Berechnung auf, er habe teinerleilpferde soll 60-375 M., statt 30-300 M. im Regierungsentwurf, die Die Kolonialarmee. " Noch jüngst wurde die Absicht der Schaffung einer Kolonialarmee offiziös abgeleugnet, ohne daß das Leugnen bei denen Glauben fand, welche Wesen und Folgen der deutschen Weltpolitik längst richtig erkannt hatten. Jetzt bestätigt der„ Lokal- Anzeiger" jene Nachricht, die in den Tagen des Brotwuchers besonders er baulich wirkt: Wie uns von durchaus zuverlässiger Seite mitgeteilt wird, hat die viel besprochene Idee der Schaffung einer deutschen Solonialarmee in lezter Beit greifbarere Formen angenommen. In den beteiligten Ressorts ist man zu der Ansicht gelangt, daß bei der wachsenden Ausdehmung unsrer tolonialen Interessen die Gründung eines Kolonialcorps fich nicht länger umgehen lasse. Man verhehlt sich allerdings in den leitenden Kreisen nicht die großen Schwierigteiten, die der Ausführung dieses Projektes entgegenstehen, insbesondere ist man sich seiner finanziellen Tragweite in vollstem Maße bewußt. Darum ist man bemüht, Mittel und Wege zu finden, die Organis sation dieses neuzuschaffenden Kolonialcorps unter möglichster Scho nung der finanziellen Kräfte des Reiches ins Leben zu rufen. Der Leitende Gedanke dabei ist, eine sich aus Freiwilligen retrutierende Truppe zu schaffen, deren Vorbildung von Anfang an ausschließlich auf den Dienst in den Kolonien zugeschnitten ist. Es ist selbstverständlich, daß die Ausarbeitung dieses Planes unter Zuziehung tolonialer Sachverständiger erfolgen wird, und wir haben Grund zu der Annahme, daß auch die gewichtige Meinung des Generals feldmarschalls Grafen Waldersee in dieser Angelegenheit bereits eingeholt wurde, der während seiner Thätigkeit in China die beste Gelegenheit hatte, bei den Kontingenten der andern Mächte, die sich zum Teil aus solchen Kolonialcorps rekrutierten, reiche Erfahrungen zu sammeln." Die Reise des Grafen Waldersee wird also nicht ohne Nuzen bleiben. Der Herr Graf wird seinen Rat erteilen, wie vermittelst einer Kolonialarmee zukünftige weltpolitische Heldenthaten, wie er selbst sie ruhmvoll ausgeführt, in vermehrter Heldenhaftigkeit und gesteigerter Rostspieligkeit vollbracht werden können. Nochmals die Eisenzölle. Die„ Berl. Neuesten Nachr." können sich über die ihnen zu teil gelvordene Abfertigung in Nr. 188 noch immer nicht beruhigen und bringen in ihrer Nr. 379 eine neue Litanei über den Vorwärts" und die Eisenzölle. Allerdings mit der Offensive ist es vorbei; sie treten den Rückzug an, wobei sie nach bekannter Taktik einerseits die Streitfrage auf ein ganz andres Gebiet zu schieben suchen, und andrerseits sich einfach auf das Fälschen unsrer Angaben und Ausführungen verlegen. So schreiben sie: Der Vorwärts" bemängelt zunächst die aller Welt bekannte Einteilung der Eisenindustrie in Groß und Kleineisen- Industrie; dabei passiert es ihm, daß er nicht nur die Drahtseile, sondern auch die bekanntlich überwiegend noch nicht einmal industriell, sondern sogar einfach handwerksmäßig hergestellten Stetten zur Großindustrie rechnet. Für ihn ist es Glaubensjah, daß die Erzeugnisse der Großindustrie erheblich im Zoll, und zwar ohne jeden Grund, erhöht sind. Ob er wohl den Tarifentwurf aufgeschlagen hat? Er würde dort sehen, daß entgegen seiner Behauptung die Gölle für die Grobfabrikate in Stabeisen, Blech, Draht, Schienen, Eisenbahnachsen usw. genau dieselben sind wie bisher; daß die Erhöhungen nur beim feinen Stabeisen, beim Feinblech und beim Feindraht eingetreten, hier aber gerade durch das in diesen Fabrikaten enthaltene größere Maß von Arbeit gerechtfertigt find. Soviel Verständnis, um einzusehen, daß Platten und Blech dasselbe ist, daß Eisenbauteile nicht mit Brücken und Brückenbestandteilen identisch sind( nur die letzteren zahlten bisher 3 M. gol), daß in der Zollposition für gegossene Röhren ( 3 bis 9 M.) auch die bisher mit 10 und 24 m. verzollten ab= geschliffenen und lackierten Röhren mit enthalten find, daß also der geringen Zollerhöhung von 2,50 auf 3 M. eine Zollermäßigung von 24 auf 9 M. gegenüber steht so viel Verständnis vom„ Vorwärts" zu verlangen, find wir nachgerade zu bescheiden geworden." und Draht stifte. So ist z. B. die Ausfuhr nach England die ihr Leben, ihre Stellungen und ihr Vermögen ristierten, um feit 1897 von feinen Eisenwaren um 4,1, von mittelgroben um 2,1, Frieden zu halten. Das alles wird dazu beitragen, den Haz von Draht um 2,3 Millionen Mark gestiegen. Es liefert also gegen die Europäer noch mehr zu schüren." England in stetig steigendem Maße Roheisen nach Deutschland, Die Befestigung der Gesandtschaften und Statio und dafür die deutsche Eisenindustrie Fertigfabritate nach England." nierung der Besagungstruppen werde wahrscheinlich zu allerlei Wir sprechen absolut nicht von nur feinen Eisenwaren", Streitigteiten zwischen den Mächten führen. " die Deutschland nach England liefert, sondern sagen, daß die Zunahme Am schlechtesten tommt schließlich die Weltmarschallschaft und der deutschen Eisenausfuhr nach England, beinahe ganz auf ihr jagd: und redeluftiger Träger in der Beurteilung der„ Times" feine und mittelgrobe Eisenwaren, Eisendraht weg: und Drahtstifte" entfällt; und ebensowenig sagen wir, daß England nach Deutschland nur Roheisen und grobe Waren", sondern daß es, in stetig steigendem Maße Roheisen" liefert. Einen gewissen Teil seiner Waren aus Guß- und SchmiedeEisen exportiert allerdings auch England nach Deutschland; aber diese Einfuhr kommt gegen die deutsche Ausfuhr nach England nur wenig in Betracht, wie nachstehende Ziffern beweisen: Einfuhr an feinen Eisen- Ausfuhr an feinen Eisenwaren aus Englaud waren nach England 0,97 Millionen Mark 5,20 Millionen Mark 1897 1898 ° 1899 • • 0,83 0,99 1,21 " " " 5,01 6,50 9,33 " " " " 1900 " Es ist immer dieselbe Methode, nach der die von gewissen großindustriellen Streisen alimentierte Presse verfährt. Erst leistet sie sich unsaubere statistische Kunststücke, werden dann ihre Manipulationen enthüllt, heißt es: Das haben wir nicht gemeint oder gesagt; und hilft auch diese Ausrede nicht, so werden die Ausführungen des Gegners gefälscht, ihm irrige Behauptungen unterschoben und dann Warum auch nicht? Das Geschäft gegen diese polemisiert. rentiert sich. " Deutsches Reich. Die preußische Landestrauer in Elsaß- Lothringen soll zum Gegenstand einer Juterpellation im Reichstage gemacht werden. Nachdem nicht nur die gesamte elsaß- lothringische Presse, die regierungsoffiziöse Straßburger Post" nicht ausgenommen, sondern auch ein großer Teil der altdeutschen Blätter," Frankfurter Zeitung", Eine allerliebste Leistung, die dem Tintenfulitum des gelegent- Münchener Neueste Nachrichten" 2c., zu dem Schlusse gekommen lich auch in höherer Moral arbeitenden" Blattes alle Ehre nacht. sind, daß jene Maßregel in Elsaß- Lothringen jeder gesetzlichen Es ist uns gar nicht eingefallen, die aller Welt bekannte Einteilung Grundlage entbehrt, haben sich, wie der den Reichstags- Abgeordneten der Eiſenindustrie in Groß- und Kleinindustrie zu bemängeln; was Hauß und Delsor nahestehende„ Elsän. Volfsbote" berichtet, mehrere wir bemängelt haben, ist lediglich die halb naive, halb bewußt un- Mitglieder der Elsässer Gruppe des Reichstags entwahre Einteilung der Berliner Neuesten Nachrichten", der zufolge schlossen, den Reichskanzler wegen der zu Unrecht verfügten LandesStabeisen, Eisenröhren, Eisenplatten, Bleche, Draht, Eisenbauteile, Anker, Drahtseile, Ketten, ferner Dampfmaschinen und Motoren aller trauer zu interpellieren. Aus dem ganzen Lande kommen Klagen Art Produkte der Kleinindustrie sein sollen. Nichtig ist über die enormen wirtschaftlichen Schädigungen, ferner, daß für Grob fabrikate in Stabeisen, Blech. Draht, Schienen, die den verschiedensten Geschäftsleuten aus der so überraschend ges Eisenbahnachsen 2C. nicht die Zölle erhöht find; aber tommenen Trauerverfügung erwachsen sind. wir haben auch nirgends behauptet, für solche ganz groben Fabrikate seien Bollerhöhungen beabsichtigt, würde uns doch in solchem Fall unsre eigne Zolltabelle in Nr. 181 sofort Lügen gestraft haben. Was wir aber behauptet haben und worüber die Berliner Uns wird folgendes eigenartige Echreiben übermittelt, das in Neuesten Nachrichten" schnell hinweghuschen, ist: daß für die gleichem Wortlaut an verschiedene größere Wäschefabriken gerichtet mittleren und besseren Sorten von Stabeisen, wurde: Blechen, Draht ganz bedeutende Zollsteigerungen vorgesehen find, zum Teil um das Doppelte; und ferner, daß für Anker, Ambosse, Schmiedehänner, für Eisenbauteile und allerlei sonstige mittelgrobe Gußwaren, ganz besonders aber für Eisenröhren, enorme Erhöhungen angefegt sind bis auf das drei- und vierfache des bisherigen Zollfazes. Da die„ Berl. Nenest. Nachr." dies nicht gut gegenüber den deutlichen Angaben des Zolltarif- Entwurfs ableugnen können, versuchen sie es mit andren Mäßchen. Wir wüßten nicht, meinen sie, daß Platten und Bleche dasselbe und daß Brückenbauteile mit Eiſenbauteilen nicht identisch seien. Wenn wir in unsrer Zolltabelle von, Platten und Blechen aus schmied barem Eisen" sprachen, haben wir damit, wie sich die„ Berl. Neuesten Nachrichten" durch Nachsehen der Position 6 c überzeugen können, einfach die Klassifizierung des bestehenden Tarifs angenommen; überdies ist es für die Sache, um die es sich handelt, nämlich ob für Bleche die Zölle erhöht sind, ganz gleich, ob man unter gewissen Umständen für Bleche auch Platten, oder für Platten auch Blech fagen fönne. Vielleicht ist das ehrfame Scharfmacherorgan um das Blech so besorgt, weil es seit längerer Zeit selbst seine vornehmiste Aufgabe in der Blech- Produktion findet. Wir können ihm zur Beruhigung versichern, daß, wenn es das von ihm selbst fabrizierte Blech recht hoch verzollt zu sehen wünscht, wir ihm ausnahmsweise zustimmen, obgleich wir kaum glauben, daß seiner Leistungsfähigkeit auf diesem Gebiet jemals ernstliche Konkurrenz droht. China- Bettel. Das Deutsche Silfstomitee für Ostasien. Protektorin: Ihre Majestät die Kaiserin und Königin. Ehrenvorsigender: Seine tönigl. Hoheit Prinz Heinrich von Preußen. Telephon Amit IX, Nr. 9236. Berlin NW. 40, Datum des Poststempels. Roonstr. 9. Es sind für die aus Ostasien zurückkehrenden Verwundeten und kranten Kämpfer bei der EntTassung in größerer Anzahl Hemden 2c. erforderlich, um die Bedürftigen hiermit zu verschen. Da Ihr patriotischer Sinn bekannt ist, gcstattet sich das Deutsche Hilfskomitee für Ostasien die Anfrage, ob Sie die Güte haben wollen, hierzu durch Neberweisung einer Anzahl solcher Gegenstände als Liebesgabe beizu tragen. Ihrer diesbezüglichen Antwort mit aufrichtigstem Dant entgegensehend, zeichnet hochachtungsvoll Das Deutsche Hilfskomitee für Ostasien. Das Präsidium Herzog von Ratibor Vorsitzender. Emil Selberg Generalsekretär. Man bereitet printvolle Ehrenempfänge und muß schnorren gehen, damit die Kranken des glorreichen Expeditions corps ein Hemd auf den Zeib bekommen. Das chinesische Weltabenteuer kostet dem deutschen Volle über 250 Millionen, aber ein paar Hemden für die verwundet heimkehrenden Soldaten scheint man nicht zur Verfügung zu haben. Die offiziös entstellten Walderfee- Reden. Die„ Leipziger „ Die von Graf Waldersee seit seiner Rückkehr nach Deutschland gehaltenen Reden haben bei seinen Landsleuten mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen als im Auslande. Die britische Regierung hat seine Rolle niemals so ernst ge= nommen, wie er selbst sie aufgefaßt hat, was schon zur Genüge bewiesen wird durch die sehr unbekümmerte Art, in welcher wir seiner Ernennung zustimmten, als sie uns vorgeschlagen wurde. Man hielt es damals für wünschenswert, einen Oberbefehlshaber der internationalen Streitkräfte zu erhalten, und als man uns drängte, uns einen hervorragenden deutschen Offizier gefallen zu Lassen, stimmten wir dem zu. Die Amerikaner und die Franzosen erkannten ihn niemals auch nur der Die Titel nach an, nachdem er in China gelandet war. Ruffen zogen sich von seinem Befehl zurück, um ihren eignen Angelegenheiten in der Mandschurei nachzugehen, und von den Japanern hieß es, daß sie ihm in aller Ruhe zu verstehen gegeben hätten, sie seien gern bereit, ihn als Oberbefehlshaber anzuerkennen, so lange er sich einer allzu herrischen Ausübung seiner Autorität enthielte. Aber obgleich er ohne den Gebrauch unsrer Häfen und Kohlenstationen weder seine Streitmacht nach China hätte bringen können, noch, nachdem er dorthin gelangt, viel hätte ausrichten können, ohne die beständige Kooperation unsrer Truppen, welche bei weitem das stärste fremde Kontingent waren, das während der Besetzung Tschilis dauernd dort an wesend war, so sind wir doch niemals auf die Arbeit bc= sonders stolz gewesen, welche er mit unsrem Beistande dort verrichtete. Wir haben unsre eigne Weise, mit Orientalen um= zugehen, und, um das wenigste zu sagen, uns gefiel keineswegs die deutsche Art und Weise, welche uns oftmals unnötig schroff und herausfordernd zu sein schien. Wir sind niemals mit den großen und gefährlichen Scharen von Bogern zusammen gestoßen, welche die Deutschen allein unter den Verbündeten so oft antrafen und niedermeßelten; aber die Deutschen hätten nicht auf die Suche nach diesen furchtbaren Feinden ausziehen können, wenn ihnen nicht das britische Kontingent in den ihm angewiesenen Stellungen zur Seite gestanden hätte. Wir zweifeln nicht, daß die Arbeit gründlich, vielleicht allzu gründlich, verrichtet wurde, aber sie war im besten Falle doch nur Polizei- Arbeit von einer Sorte, an welcher britische Soldaten weder Vergnügen noch Stolz finden." Der 12. dentfche Mechanikertag verhandelte am Sonnabend in Dresden über folgenden Antrag des Prof. Abbe- Jena: „ Die deutsche Gesellschaft für Mechanik und Optik wolle in zeitgemäßer Vertretung der Beschlüsse des zweiten deutschen Mechanitertages( Bremen 1890) ihre Mitglieder auffordern: 1. die regelmäßige tägliche Arbeitszeit in ihren Betrieben nicht auf mehr als 9 Stunden festzusetzen; 2. für alle Ueberstunden an Werktagen einen Zuschlag in Höhe von 25 Proz., für alle Feiertagsarbeit einen solchen in Höhe von 50 Proz. des regelmäßigen Zeitlohns zu gewähren; 3. bei aller Accord- und Stücklohnarbeit den der aufgewandten Arbeitszeit entsprechenden Zeitlohn als Mindestverdienst zu gewährleisten; 4. allen Gehilfen, die eine vierjährige ordnungsmäßige Lehrzeit unter Lehrvertrag in einer Werkstätte für Präzisionsmechanik oder Optit absolviert haben und schon ein Jahr oder länger als Gehilfe thätig gewesen find, überall einen Mindestlohn von 21 M. pro Woche, mit Ortszuschlag für die größeren Städte zu zugestehen." An das Referat schloß sich eine zum Teil recht scharfe Diskussion, worauf es der Mechanikertag mit 32 gegen 11 Stimmen a b lehnte, die Regelung des Gehilfenwesens überhaupt in sein Programm aufzunehmen. Der Borsigende schloß die Sigung mit den Worten: Noch nie hat nach einem so hoch stehenden Referat eine auf so niederem Niveau sich bewegende Diskussion stattgefunden. Ich schließe den 12. deutschen Mechanikertag!" " " fünftig nur 9 M. tragen sollen, gegen unsre Angaben beweist, daß Neuesten Nachrichten" bringen eine überaus sonderbare Nachricht. hohen Regierungsposten qualifizierten. Sind die etwa in Staatss " Der regierungelüfterne Freifinn. Der Tod der Kaiserin Friedrich und die infolge der Waldersee Affaire aufgefrischten Reminiscenzen aus der„ liberalen" Aera der hundert Tage der Regierung des Kaifers Friedrich haben in der Brust der Boss. 8tg." schmerzliche Sehnsuchtsträume einer liberalen Regierungs fähigkeit hervorgerufen. Warum, fragt das Organ der„ freiDen gleichen Charakter von Verlegenheitsausflüchten tragen die fimmigen Wolfspartei", ist bei uns der Liberalismus nicht regierungsBemerkungen, Brückenbestandteile wären nicht mit Eiſenbauteilen fähig, während doch in Italien sogar ein Mann mit der identisch. Nein, das sind sie nicht; wohl aber gehören erstere zu anrüchigen revolutionären Vergangenheit eines Crispi sich an die letzteren im neuen Tarif, und, worauf es antömmt, es ist eine Ver auch Herr v. Miquel sich dereinst mit der Organisierung von Spitze der Regierung emporzuschwingen vermocht habe.( Als ob nicht doppelung des bisherigen 8ollsages für sie beabsichtigt. Bus aber Bauernaufständen befaßt habe!) Unter den freisinnigen gar die von uns durchaus nicht bestrittene Thatsache, daß dünn wandige gegossene abgeschliffene( auch gefirnißte) Bürgermeistern, die an der Spize der größten Städtever Röhren, die bisher 10 m. pro 100 Kilogramm an Zoll zahlen, waltungen stehen, gebe es doch sicher Leute genug, die sich für einen die Zölle auf Eisenröhren enorm gesteigert sind, vermögen wir nicht angelegenheiten nur öde Doktrinäre und Leute, die zu begreifen. Die kleine Zollermäßigung auf eine Sorte, die nur Sie behaupten, daß Waldersee die vom offiziösen Depeschenbureau unter a llen Umständen Opposition machen?" Man sieht, doch die verbreitete, viel kritisierte Aeußerung Andre Namen sind aufdringlicher kann keine Prostituierte ihre Reize offerieren, wie hier in ganz geringen Quanten eingeführt wird, hebt doch die verbreitete, viel kritisierte Aeußerung Verdreis und Vervierfachung der Zölle auf andre wichtigere Sorten verblaßt; der deutsche Namen ist hochgegangen" das Blatt der freisinigen Volkspartei seine Brincipienlosigkeit! Und doch werde stets, sobald irgendwo ein Ministerportefeuille von Eisenröhren nicht auf. Und nun gar die polierten und lackierten in Wirklichkeit gar nicht gethan habe, nicht einmal werde, ein Junker Röhren, die unter die bisherige Tarifnummer 6e 3ẞ fallen und mit eine ähnlich flingende! Das Blatt erzählt weiter, daß oder ein Oberpräsidentenposten 24 M. pro Doppelcentner verzollt wurden: eine Sorte, die gegen außer dem Stenographen des Wolffschen Bureaus noch drei vorgezogen. Warum? Der Freifinn sei nicht deshalb regierungsüber der Masse der übrigen gar nicht in Betracht kommt. Stenographen Hannoverscher Blätter die Reden Waldersees unfähig, weil man nicht mit ihm regieren könne, sondern weil man Doch nun zu der von uns in Nr. 188 wiedergegebenen stenographisch aufgenommen hätten, und zwar durchaus über- nicht mit ihm regieren wolle. Allerdings; wir trauen dem Freifinn zu, daß einer seiner Leute famosen Zusammenstellung der Ein- und Ausfuhr- Ziffern des Eisen- einstimmend, während der Bericht des Stenographen des gerade so geschmeidige Lakaiendienste zu verrichten verstände, wie handels mit England, durch welche die„ Berl. Neuest. Nachr." ihren nicht nur im übrigen starte mancher andre ob derartiger Fertigkeiten hochgepriesene Staatsmann Lesern vorzuspiegeln suchten, der deutsche Markt in Eisenwaren wäre offiziösen Depeschenbureaus Was Abweichungen, sondern auch die gar nicht gesprochene junterlicher Herkunft. in steigendem Maße von der englischen Konkurrenz bedroht. haben sie auf unsre Kritik zu erwidern? Sie schreiben: Redewendung aufgewiesen habe. Aber der Freifinn sollte doch endlich von den Junkern gelernt ,, Richtig ist die von uns niemals bestrittene Behauptung, daß Man steht hier, wenn die Leipziger Neuesten Nachrichten" recht haben, wie man Einfluß gewinnt: durch Nachgiebigkeit im die Hauptzunahme der englischen Eiseneinfuhr beim Roheisen statt- unterrichtet sind, vor einem Rätsel. Ein Stenograph kann wohl fleinen und tropige Machtentfaltung im großen. gefunden hat; wir sehen hierbei ganz davon ab, ob eine Zunahme gewiffe Wendungen mißverständlich wiedergeben, nicht aber jo eigen macht position herausgeworfen hat, ist seine Konkurrenz eigen- Solange der Liberalismus das Junkertum nicht aus seiner der Roheiseneinfuhr vollswirtschaftlich erwünscht ist; unrichtig find artige und charakteristische Säge bona fide einfach erfinden. aussichtslos. Der Freifinn aber begründete bisher seine Illufionen aber die weiter daran geknüpften Behauptungen, daß Deutsch: Oder sollte hier eine mala fides vorliegen? Dann doch schwerlich auf famosen Kronprinzen- Liberalismus und überschwengliche Loyalitätsland nach England nur feine Eisenwaren, und England nach Deutschland nur Roheisen und nur eine solche des Stenographen! Das ist freilich bei einem bezeugungen. Damit imponiert man nicht, sondern macht sich höchstens grobe Waren liefere. Deutschland hat z. B. im Jahre 1900 offiziösen Nachrichtenbureau schwer anzunehmen, das sonst sensationelle lächerlich. für 62 Millionen Mark Ed- und Winkeleisen, für 3 Millionen Mark Reden, deren Wortlaut Lokalblätter in einer viel markanteren Schienen und für 71/2 Millionen Mark Draht nach England ge- Fassung brachten, sorgsam zu retouchieren pflegte. Eher wäre an schickt; umgekehrt haben wir von dort eine fortgesetzt steigende zunehmen, daß man das Stenogramm der Hannoverschen Blätter Einfuhr von Schneidwaren und anderen feinen Baren aus einer mildernden Korrektur unterzogen habe. Oder..., doch man schmiedbarem Eisen zu verzeichnen. Die betreffenden statistischen wird wohl einstweilen eine Erklärung des angegriffenen Bureaus Positionen 255 und 259 find on 322 000 beztu. 862 000 m. im abwarten müssen. Sabre 1897 auf 513 000 bezw. 1,121 Millionen Mark im Jahre 1900 gewachsen." Der Chinakreuzzug in englischer Beleuchtung. Also es ist richtig, daß die Zunahme auf Roheisen entfällt! Ja warum ließ aber dann das Organ der Eisen- Schlotjunker diese Die„ Times" geben in einem längeren Artikel eine Bilanz des Zunahme unter Verschweigung der Thatsache, daß es sich um Roh- Chinafreuzzugs, der namentlich für die deutsche Chinapolitik nichts eisen handle, als Beweis für die drohende Konkurrenz Englands in weniger als schmeichelhaft ausfällt. Was in China erreicht worden Eisenfabrikaten aufmarschieren? Wenigstens ist das eine recht sei, entſpreche nicht dem Aufwand an kriegerischem Bathos und sei Die Strafe habe furiofe Art, seine Leserschaft aufzuflären. Zweitens ist es einfach zum Teil obendrein sehr zweifelhafter Natur. eine Fälschung, wenn es heißt, wir hätten behauptet,, daß am allerwenigsten die Schuldigen getroffen, die sich in allerDeutschland nach England nur seine( soll zweifellos ersten Stellungen befunden hatten und die völlig straflos ausHeißen: feine) Eisenwaren, und England nach Deutsch gegangen seien. land nur Roheisen und grobe Waren liefere." Bielmehr heißt es wörtlich in unsrem Artikel Nr. 188: " „ Dagegen liefert Deutschland nach England Roheisen und ganz grobe Eisenwaren fast gar nicht; die Zunahme seiner Eisenausfuhr nach England entfällt beinahe ganz auf feine und mittelgrobe Eisenwaren, Eisendraht Die ungeheure Entschädigungssumme aber, die man China aufgebürdet habe, bedeute eine grausame Last auf den Schultern des chinesischen Volks. lesen wir: M Waldersee Rummel. In einem Hannoverschen Blatte „ Eine großartige Walderfee Feier wird seitens des Bezirks Hannover- Linden des deutschen Kriegerbundes geplant. Wie der Vorsitzende Senator Stockmann in der gestrigen Versammlung mitteilte, ist Graf Walderfee gern bereit, die ihm seitens der Krieger= bereine zugedachte Ehrung entgegenzunehmen und hat sich auch mit der Wahl des 6. Ottober für diese Feier einverstanden erklärt. Nach dem vorläufig festgesetzten Programm werden sich an dem betreffenden Sonntage fämt. liche 79 Kriegervereine nachmittags 3 Uhr im Striegerheim verjamin und von hier aus mit flingendem Spiel und wehenden Fahn nach der Wohnung des Feldmarschalls in der Hohenzollernstraße marschieren, wo eine Ansprache ges halten wird. Abends findet großer Festkommers statt. Ob Graf Waldersee an demselben teilnehmen wird, steht noch nicht fest. Auch eine weitere Ehrung des Grafen ist seitens des Bezirks in Aussicht genommen." " Die Last wird auf den fernab liegenden Pro- Es gehört ein ebenso eigenartiger Geschmack dazu, eine derartige vinzen ruhen, die keinen Teil an der ganzen Angroßartige Feier" aus so wenig großartigem Anlaß zu veranstalten, gelegenheit hatten, und auf den Vicekönigen und Gouverneuren, wie dazu, fich dergestalt feiern zu lassen. Ultramontane Kampfesweise im Rheinland. In Stolberg( Rheinl.) war es unsren Parteigenossen gelungen, zwei Säle zu öffentlichen Versammlungen zu erhalten. Es sollten darin die Politik der Centrumspartei und die Getreidezollerhöhung besprochen werden. Trotzdem die Parteigenossen die Vorsicht gebrauchten, sich den einen Saal durch die schriftliche Festlegung einer im Rücktrittsfall von dem Wirt zu zahlenden Entschädigung von 45 Mt. zu sichern, wurde der Eaal doch abgetrieben. Gegen die zweite Versammlung, die in dem Nachbarort Vicht stattfinden sollte, schlug der katholische Geistliche derart in der Kirche los, daß der Saalbefizer nach Stolberg lief und flehentlich bat, man möge doch von der Abhaltung der Versammlung Abstand nehmen, sonst verliere er die Gristenz. Das ist so die im frommen Rheinland übliche Art, die Socialdemokratie zu hindern. Bu feige, uns offen entgegenzutreten, greifen die Ultramontanen zu dem heimtückischen Mittel der Saalabtreibung. Sie scheuen allerdings auch gelegentlich nicht vor der rohen Gewalt zurück. Der ertappte Bankgauner. Aus New York wird vom 17. August telegraphiert: Der flüchtige Gerhardt Terlinden aus Oberhausen ist in Milwaukee verhaftet worden. Er ist ge ständig, deutsche Banken um anderthalb Millionen Mark betrogen zu haben, macht aber mildernde Umstände geltend. Terlinden wird nach Deutschland geschafft werden, um sich gegen die Anklage der Ausgabe wertloser Aktien, der Urkundenfälschung und der Fälschung von Aktienstempeln zu verantworten. Ausland. Schweiz. Der Boeren- Krieg. Die troftlose Lage der Kapkolonie. Seit dem Einfall der Boeren in die Kapkolonie im Dezember vorigen Jahres herrschen dort die Kriegsgesetze. Dadurch sind fast alle Kanäle, durch die sonst Nachrichten über den Zustand des Landes nach Europa gelangten, verstopft; nur hie und da gelingt es, von den militärischen Behörden uncensierte Mitteilungen durchzubringen. „ Daily News" sind in die Lage versezt, den Brief eines Kapkolonisten zu veröffentlichen, der die Lage der Kolonisten als eine geradezu trostlose schildert. in der Sie zur Bewachung kommandiert waren, erst in letzter Stunde als Beuge gemeldet? 8euge: Jawohl, ich wußte nicht, daß es auf diese Sache ankomme. Staatsanwalt: Wurden Sie wegen Zeugenausforschung dienstlich bestraft?- 3euge: Jawohl, ich habe einen Verweis erhalten. Zeuge Schußmann Eisenberg( Berlin): Marten war der einzige, der in der Reitbahn auf die falsche Seite trat. Den Befehl mußte jeder genau verstehen. Hierauf wird unter allgemeiner Spannung Dragoner Stobeck als Zeuge in den Saal gerufen. Dieser ist nach der ersten Verhandlung nach Als die Kolonisten gegen den Krieg protestierten, hieß es, das Allenstein versetzt worden, damit er nicht beeinflußt werden kann. fei eine imperialistische Sache und sie würden durch das Heer des Der Staatsanwalt beantragt, während der Vernehmung ganzen Reiches geschützt werden. Die Kaptolonisten mußten ihre Stobeds die Angeklagten sowie die Zeugen Melzer und Schneider Waffen niederlegen, im Intereffe des Krieges ihre Pferde und Maul- aus dem Saal zu entfernen. Vors. Der Gerichtshof wird über esel ausliefern und das noch gar nicht ausgereifte Getreide mähen; die Zulässigkeit der Entfernung von Zeugen, die schon vernommen sind, neues auszufäen wurde ihnen verboten und sie wurden auf die beraten. Nach längerer Beratung teilt der Vorsitzende mit: Der färglichen Rationen verwiesen, die ihnen wöchentlich in der nächsten Gerichtshof hat den Antrag, schon vernommene Zeugen während der Stadt verabreicht wurden. Vernehmung Skobecks aus dem Saale zu entfernen, als unDas --Wir haben keine Civilgeseze mehr"; so heißt es in dem zulässig abgelehnt. Nach§ 302 der Militär- StrafprozeßSchreiben, alle Verbrechen oder vermeintlichen Verbrechen oder Ordnung ist es nur zulässig, den Angeklagten zu entfernen. Wenn Berlegungen militärischer Orders werden durch das Kriegsgericht der Gesezgeber dasselbe bei Zeugen gewollt hätte, würde es im abgeurteilt. Die Städte gleichen Kriegs- Arienalen, Gesez ausgedrückt sein. Zur Entfernung von Zengen hat nur der mit Kanonen und Blockhäusern überall; alles junge Getreide ist Vorsitzende das Recht als Sigungspolizei; da aber hier andre niedergehauen; die Zäune der Faimen werden als Feuerholz ver- Gründe angeführt werden, ist sie nicht zulässig. Dagegen hat der braucht; die Soldaten gehen wohin sie wollen und thun was sie Gerichtshof beschlossen, die Angeklagten aus dem Saal wollen und alle Pferde und sonstige Haustiere werden weggenommen. führen zu lassen. Das Eigentum der Farmer wird von den militärischen Kommandanten Alsdann ermahnt der Vorsitzende den Zeugen Stobed eins mit Beschlag belegt und die Soldaten schalten und walten darin nach dringlichst, die volle Wahrheit zu sagen, es hängen zwei Menschenihrem Gutdünken. In vielen Fällen sind Farmer zu Gefangenen leben von seiner Aussage ab. Zenge Skobe d bekundet: Am gemacht und gezwungen worden, mit den Truppen herum zu 21. Januar nachmittags 42 Uhr ging ich von der Schmiede in den marschieren. Zahlreiche Eingeborene werden dagegen von den Krümperstall und sah am Eingang der Reitbahn zwei Leute mit englischen Befehlshabern bewaffnet und werden häufig ohne runden Mützen stehen; den Bart konnte ich nicht sehen.- Vors.: Stobed: Das habe ich Noch etwas Interessantes von Normann Schumann in europäische Offiziere zu militärischen Diensten verwandt. Die Hatten die Mügen einen Schirm? Vors.: Waren es Unteroffiziere? Luzern. Von dem„ diplomatischen Spigel", dem fürzlich infolge Farmer ohne Waffen sind auf Gnade und Ungnade diesen Ein- nicht gesehen. weiß ich nicht. Vorsigender: feines gefühllosen Benehmens gegen den Vater, der sein Kind aus gebornen überantwortet; die Zustände werden immer trostloser und Sto bed: Stobed: Nein; der Reuß rettete, eine Kazenmusik gebracht wurde, weiß unser wenn nicht bald eine Wendung eintritt, wird eine immer größere Haven Mannschaften auch runde Mügen? zu den Boeren überzutreten. ich glaubte, einer war Wachtmeister. Bors.: Sie sollen Luzerner Parteiorgan einiges Neue und Interessante zu berichten. Bahl gezwungen werden, zu Gendarm Melzer auf dessen Frage gejagt haben, Danach habe derfelbe im Jahre 1899 Schloß und Pension Harten- Englische und holländische Farmer leiden gleichermaßen unter ist in Sie wissen nicht genau, ob es Unteroffiziersmügen waren? stein am Ufer des Vierwaldstädter- Sees um 500 000 Fr. kaufen und diesem lang andauernden Kriegszustand; ihr Leben Vors. Sie brauchen sich nicht bar bezahlen wollen. Gleichzeitig suchte er auch das Hotel Bellevue ständiger Gefahr, nicht bloß durch die beiderseitigen Kriegs- Sto bed: Das ist richtig. in Vignau um 120 000 Fr., und zwar ebenfalls gegen bar, zu parteien, sondern auch durch die Kriegsgerichte, welche bei ihren daran zu halten, was Sie zu Melzer gesagt haben, sondern sollen kaufen. In beiden Fällen forderten jedoch die Besizer viel mehr Urteilen gar nicht bedenken, daß die Kolonisten häufig ganz in der bloß sagen, was Sie gesehen haben! Sie bleiben dabei, daß die Stobeck: Jawohl. Worf.: und kam infolgedessen tein Stauf zu stande. Gegenwärtig besigt er Gewalt der Boeren stehen und unter dem Zwange dieser Verhält- Lente runde Müzen trugen? außer seiner Villa auch noch die Hofburg" in Luzern, ferner eine nisse handeln. In vielen Fällen find Stolonisten erschossen worden Wissen Sie genau, daß es Soldaten waren, oder können es auch Skobec: Civilpersonen waren es große Villa mit Stallungen zc. in Wannsee bei Berlin, einen Bau- ohne vorhergehendes Gerichtsverfahren, wie in dem wohlbekannten Civilpersonen gewesen sein? nicht. Wors: Sie sollen aber zu Vicewachtmeister Schneider play am Meeresufer bei Nizza und 24 Morgen Bauland in einem Fall von Van Heerder und wie in dem neueren Fall von Marais Vorort von Hannover. Abgesehen von zwei größeren Gewinnen in und Coetzee, welche gehängt wurden, ohne daß es ihnen möglich gesagt haben:" Es können auch Civilpersonen gewesen sein." Weiter bekundet Skobeck: Ich bin nach dem Schuß wieder der Braunschweiger und Hamburger Lotterie hat er seit 1895 von seinen gewesen wäre sich zu verteidigen. Der Briefschreiber schildert im ferneren die Erbitterung und in den Strümperstall gegangen. Vors.: Mehrere Beugen bestreiten Renten" gelebt, die nach seinen Ausgaben in Luzern sehr bedeutend Stobec: Ich bin bestimmt gleich nach dem Schuß im jein müssen. Wie viele Echweigegelder", fragt das Blatt, müffen Berzweiflung der Kap- kolonisten, die ihr Hab und Gut verlieren und das. Wenn nicht bald der Friede Krümperstall gewesen. Auf Befragen des Beisizers, Major feine Hintermänner ihm gegeben haben?" Jeden Winter macht er mit deren Leben keine Minute sicher ist. Frau und Kindern große Auslandsreisen( nach Paris, Rom, Neapel), fomme, so würde die Verzweiflung immer mehr der Kap- Biermann bemerkt Vicewachtmeister Schneider, er habe unbehelligt bereifte er Deutschland wiederholt, Kolonisten in das Lager der Boeren treiben. Dadurch würde die Stobed gefragt, ob es Civilpersonen gewesen sein können". wo man ihn nur zum Schein verfolgt. Seine großen Hypotheken Lage der Engländer natürlich nur noch verschlechtert, denn nicht auf eindringliches Befragen versichert to bed, daß er von keiner Bors.: Weshalb blieben Sie nicht hat man dort nie angetastet. Solche Leute werden, weil sie reich allein, daß die Zahl ihrer Feinde vermehrt werden, wird auch das Seite beeinflußt worden sei. Zeuge find, leider überall protegiert. Die Kleinen hängt man, die Großen von Nahrungsmitteln entblößte und verwüstete Gebiet immer größer bei Ihren Aussagen, sondern sagten bald so, bald so? und die Kriegsführung für die englischen Heere immer schwieriger. fchweigt. Auf Antrag des Kriegsgerichtsrats Dr. Nößler werden läßt man laufen so ist es immer. die Aussagen Stobecks protokolliert. Gefecht mit Kruizinger. # * Unser verstorbener schweizerischer Genosse Mettier ist am Mittwochnachmittag unter zahlreicher Beteiligung der Arbeiter wie Dem Reuterschen Bureau" wird aus Cradock gemeldet: der Bevölkerung von Chur zu Grabe getragen worden. Die jocial- Oberst Gorringe verfolgte Kruizinger nach einem Gefecht vom demokratische Partei der Schweiz ließ sich durch Genossen Brandt- 13. August und tricb ihn am 15. August mit ungefähr 100 Mann Winterthur, die Solothurner Socialdemokraten durch Genossen Für über den Oranjefluß. Mehrere kleinere Kommandos streifen von holz, das in Luzern domizilierte Centralkomitee durch den Ge- Graaf Reinet bis zum Oranje fluß umher, doch werden sie von noffen Albisser, der Grütliverein Zürich durch Genoffen Man 3 britischen Kolonnen beständig verfolgt. der Züricher Kantonsrat durch den socialdemokratischen Stadtrat Vogelsanger und die Züricher Presse durch Dr. Bolza vertreten. Alle legten Kränze nieder und hielten kurze Ansprachen. Frankreich. Kitchener rückt gegen Botha vor. Aus Port Durban wird gemeldet: Das Kommando des Generals Botha befindet sich in der Umgebung von Mondweni.(?) Eine Streitmacht unter General Kitchener marschiert gegen ihn. Man glaubt, daß der Feind infolge dieser Bewegung nach dem Zululand gedrängt werden wird. * ant Auf Befragen des Verteidigers, Rechtsanwalts Horn, weshalb er seine Wahrnehmungen erst am folgenden Tage erzählt habe, obwohl der Oberst von Winterfeld in der Reitbahn und vorHer Oberlieutenant v. Hofmann in ab- Stall mit lanter Stimme aufgefordert haben, wer etwas gesehen habe, solle vortreten, wortet Sto bed, weil er nicht gefragt worden sei; die Aufforderungen im ab- Stall und in der Neitbahn habe er nicht gehört. Tanach wird die Verhandlung um 71/4 Uhr abends auf Sonn abend, vormittags 9 Uhr, vertagt. Gumbinnen, 17. August 1901. Dritter Tag der Verhandlung. Der Vorsitzende, Ober Kriegsgerichtsrat cheer eröffnet die heutige Verhandlung mit der Mitteilung, daß der Staatsanwalt beantragt habe, den Das Vereinsgesch. Der Frankfurter Beitung" wird aus Paris telegraphiert: Die Ausführungsdekrete des Staatsrats zum Vereinsgesez, welche heute im„ Amtsblatt" veröffentlicht werden, bestätigen ausdrücklich die Ver- Ueber den Streifzug von Steinackers berittener Patronille Generallieutenant von Alten als Zengen ordnungen Walded- Rousseaus vom 1. Juli, die die Autorisationen in Swaziland von der portugiesischen bis zur Zululand- Grenze liegen zu laden, damit dieser Auskunft gebe über das Ergebnis der der Kongregationen von der Genehmigung der Statuten durch Einzelheiten vor. Die Patrouille mußte in dem unwirtlichen Lande aussuchung bei den Angeklagten kurz nach dem Morde. Diesem die Bischöfe abhängig machen. Der Artikel 20 dez Defrets lautet wörtlich:„ Das Verlangen nach Autorisation schwere Strapazen ertragen. Die englische Besatzung von Bremersdorf, Antrage widerspricht der Verteidiger Rechtsanwalt Burchard. von dem Anrücken der Boeren rechtzeitig benachrichtigt, hatte das Dorf Ich halte die Vernehmung des Generallieutenants v. Alten für unt mug von einer Erklärung begleitet sein, wodurch der Bischof geräumt und in der Nachbarschaft Stellung genommen. Sie schlugen zulässig. Derfelbe darf als Gerichtsherr laut§ 167 der Militärder Diözese fich verpflichtet, die Kongregation, sowie deren Mitglieder unter seine Jurisdiktion zu nehmen." Weiter die Boeren zuerst zurück, später aber trieb das Kommando, durch Strafprozeß- Ordnung nicht in die Untersuchung eingreifen. Wenn er besagt das Dekret im wesentlichen, daß die Statuten- und Mitglieder- Swazis verstärkt, die Engländer in die Flucht, befreite die Ge- es dennoch gethan hat, ist es ungefeßlich. Eine solche ungesetzliche besagt das Dekret im wesentlichen, daß die Statuten- und Mitglieder- fangenen, erbeutete drei Wagen mit Lebensmitteln und ein Maxim- Handlung aber darf in der Hauptverhandlung nicht verwertet werden. Verzeichnisse von jedermann eingesehen werden können, daß Staatsanwalt Ober- Kriegsgerichtsrat Meyer( Königsberg): Jch Autorisation vom Präfekten und dem Gemeinderat zu begutachten geschütz. Die Boeren steckten dann Bremersdorp in Brand. Die halte die Bernehmung des Generallieutenants v. Alten für zu ist und daß der Minister des Junern nach Einverständnis mit den Engländer verloren 4 Mann tot und 14 gefangen. Lässig. Im Augenblick, wo gegen das Urteil erster Instanz Beübrigen beteiligten Ministern das Autorisationsgesuch dem Parlament vorzulegen hat, mit dem Antrag auf Genehmigung oder Abrufung angemeldet wird, ist er nicht mehr Gerichtsherr; ich weiß Lehnung. allerdings nicht, in welchem Stadium der Untersuchung General lieutenant v. Alten die Haussuchung vorgenommen hat." Gerichtshof behält sich die Beschlußfassung über den An trag vor. Oberlieutenant v. Hofmann bekundet, als in der Zeugen vernehmung fortgefahren wird, er habe bei Marten das Spind revidiert, aber nichts Berdächtiges England. Unterhaus. Der Staatssekretär für Indien Lord George Hamilton legt das Budget für Indien vor und führt aus, der Ueberschuß des Rechnungsjahres 1900/01 betrage 4500 000 Pfund Sterling, der Ueberschuß des Jahres 1901/02 würde auf 1800 000 fund Sterling geschägt; die Ziffern wiesen die Solidität und die Fähig= teit Indiens auf, sich von der Hungersnot zu erholen und seien ein Beweis für den wirtschaftlichen und materiellen Fortschritt des Landes. Das Ziel der Politik der Regierung von Indien sei die Vermehrung der produktiven Quellen des Landes, er hoffe, daß in wenig Jahren der Ertrag an Kohle verdoppelt werden wird; die Regierung habe sich zur Aufgabe gemacht, das Eisenbahnnez und die Bewässerungsarbeiten soweit wie möglich zu entwickeln. Das Unterhaus nahm alsdann die dritte Lesung der Militärbautenbill und der Marinebautenbill an. Türkei. Haag, 17. August. Präsident Krüger stügt seinen Protest gegen die letzte Broklamation Lord Kitcheners auf Artikel 20 des Haager Friedensprotokolls und fordert demWahrung des Völkerrechts, entsprechend ein gemeinsames Einschreiten der Großmächte zur London, 17. August." Daily Mail" berichtet aus Brüssel: Zwischen Botha und Kitchener finde augenblicklich ein lebhafter Briefwechsel bezüglich der Proklamation Kitcheners statt. Die Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk vor dem Ober- Kriegsgericht. ( Unberechtigter Nachdruck verboten.) ( Drahtbericht.) werden. Der gefunden. Ferner: Hickel sei in letzter Zeit bei dem Rittmeister von Krosigk unbeliebt gewesen, weil er nicht that, was befohlen. war. Zeuge Schußmann Merker( Berlin) stand bis 1898 bei der dritten Schwadron in Stallupönen: Es wurde dort erzählt, man habe dem Rittmeister von Strofigt die Wagenpolsterung zerschnitten, die Fenster eingeworfen, und es sei auf ihn geschossen worden. Sergeant rieg: Stobed hat mir erzählt, er habe zwei Leute ( Schluß der Freitags- Verhandlung.) an der Reitbahn gesehen und geglaubt, daß der eine ein Wachtmeister sei, deshalb sei er in den Krümperstall gegangen; dort habe er gleich Hierauf wird Gendarm Melzer vernommen und bekundet: darauf einen Schuß gehört und sei nach der Reitbahn gegangen. Noch im Mai bin ich in der Schmiede gewesen und wir haben über vors.: Haben Sie ihn nicht schon aus Neugierde ausgefragt? den Mord gesprochen. Dabei fagte ein Schmied:„ Stobeck hat 8euge: Rein; Stobeck hat erzählt, die zwei Leute hatten steife Zum türkisch- franzöfifchen Konflikt. Konstantinopel, 17. Auguft. Leute gesehen." Ich fragte daraufhin den Skobed, ob diese Leute ügen auf.- 3ors.: Früher haben Sie ausgesagt, daß Stobed Die Verhandlungen in der Quaifrage werden auf der Grundlage Unteroffiziersmüße und Mantel trugen. Stobed fagte" nein": nicht gewußt habe, wieviel Lente, einer oder zwet, an der Reitbahn Weiter bekundet standen? 8euge: Stobed sagte zwei Leute". eines durch kaiserliches Jrade festgesezten Rückaufssumme von Vorf.: Was veranlaßte Sie, Stobed zu fragen? 8euge: Ich that es aus menschlichem und polizeilichem Interesse. Ver40 Millionen geführt. Sie dürften in die Länge gezogen werden, teidiger St.-A. Horn: Haben Sie nachher noch Skobed beeinflußt? gefragt, ob Stobec in der Schmiede tüchtig ist. Als ich es bejahte, der Zenge Krieg: Der Rittmeister hat mich kurz vor dem Morde bis Mittel zur Sicherstellung der Summe gefunden find. 8euge: Steineswegs. Bori. Hatten Sie ein Intereffe fagte der Rittmeister:" Ich werde den Stobeck zum Gefreiten be Frankfurt a. M., 17. August.( B.§.) Die„ Frantf. 3tg." daran, daß Sidel und Marten freikommen? 8euge: Neinfördern. Borf.: Weshalb haben Sie nicht früher angegeben, daß meldet aus Konstantinopel: Der franzöfifche Botschafter Constans Vorf.: Sind Sie mit dem Angeklagten oder dem Wachtmeister Stobec zwei Leute gesehen zu haben behauptete? Zeuge hatte gestern abermals in der Quaifrage beim Sultan Marten befreundet? 8euge: Jch fenne dieselben nur oberStaatsanwalt Ober- Kriegsgerichtsrat me her: Staatsanwalt: Dem Mann scheint übel zu Vors. mit erhobener Stimme: Antworten Sie! schweigt. 6 Uhr bis" Mitternacht aus- flächlich. eine Andienz, die sich von dehnte. Gleichzeitig tagte in derselben Angelegenheit im Bildiatiost Sie geben heute zu, daß Stobed Ihnen nicht von selbst gesagt hat, Ist Ihnen übel? Zeuge: Ja.- Vori.: Treten Sie heraus ein außerordentlicher Ministerrat. Es verlautet, daß im Princip daß die beiden Leute feine Unteroffiziersmüze und Mantel trugen, und trinten Sie ein Glas Wasser! Vert. Rechtsanw. Burchard: ein Einverständnis erzielt worden ist, das zunächst dem Ministerrat sondern erst auf Ihre Frage?-Beuge: Jawohl, ich habe das Dem Zeugen ist voriges mal auch übel geworden. Vert. Nechtsunterbreitet und dann dem Sultan zur Genehmigung vorgelegt auch das erste Mal so gejagt. werden soll. Constans soll mit seiner Abreise gedroht haben für den Fragen. Vorf. Ich habe alle diese Fragen bereits gestellt, dadurch anwalt orn: Beuge hat voriges Mal ausgesagt, Stobed habe mal wird die Verhandlung nur aufgehalten. Staatsanw.: Dies find fo, mal fo gefagt. Fall, daß die Regelung noch weiter verschleppt werde. so wichtige Fragen, daß ich sie feststellen muß. Vori. Ich bin Vori: Ich bin Zeuge Gefreiter Stumbrieß befundet: Marten war am von der Wichtigkeit der Aussagen durchdrungen und habe deshalb 19. Januar aufgeregt, weil er vom Pferd abfigen mußte, ich weiß aber nichts davon, daß er mit den Zähnen gefnirscht hat. Am China. Die„ Times" melden aus Peking: Das Protokoll auch genau gefragt. Staatsanwalt: Ich wollte sie, weil sie 21. Januar hat Marten zu mir gesagt:" Heute abend will ich das Vors.: Das ist Sache des ist gestern Nacht unterzeichnet worden; drei Edikte sehr wichtig sind, nochmals feststellen.. Vors.: Pferd noch reiten, der Hund muß Farbe bekennen". find noch erforderlich zur Vervollständigung des Verhandlungsführers. Protokolls, und zwar ein Editt hinsichtlich der Bestrafung der Zeuge Vicewachtmeister Schneider bekundet: Stobeck hat mir hat er auch gesagt:" Der Hund muß heute noch rot sehen?" Beamten nach der Ergänzungsliste, ein zweites über die vorläufige erzählt, er habe zwei Leute vor der Reitbahn stehen sehen, als er in Beuge: Nein. Zehn Minuten nach dem Vorfall traf ich Marten, er hatte Müge und Mantel an; ich fragte ihn Wissen Sie schon, Kaum fei Einstellung der Prüfungen und ein drittes betr. das für zwei Jahre den Krümperstall ging. er im Krimperstall ge der Rittmeister ist erschossen!" Da faßte mich Marten am Arm und wesen, da sei der Schuß gefallen; er sei zur Reitbahn ge- fagte:„ Bist wohl verrückt! Ich ging dann in die Reitbahn. Der geltende Berbot der Einfuhr von Waffen und Munition. niemanden habe aber mehr gesehen. Stobed gefragt, ob die Leute steife Mügen und Mäntel trugen? Oberlieutenant befahl, wir sollten in die Stuben gehen und alle Dienstfreien aufschreiben. " Das kann ich nicht sagen." und Stobed hat geantwortet: Ich glaube, daß es Marten gewesen ist, Ich fragte, ob es nicht auch Civilpersonen gewesen sein können? Darauf hat Stobed geantwortet, es tömnen auch Civilpersonen ge- benn er war wild und aufgeregt. Es fiel mir auch auf, daß er sich wesen sein. Borf: Sie haben sich in der vorigen Verhandlung, zu den Dienstfreien stellte, obwohl er Dienst hatte. Afien. Aus Marseille wird gemeldet: Ein soeben aus China zurück- laufen, gelehrter Missionar erklärte, die dortige Lage gelte für eine äußerst bedenkliche, da für den 5. Tag des 31. Mondes ein neuer Aufstand befürchtet wird. Die verbündeten Truppen hätten bereits Maßregeln getroffen, um dieser neuen Bewegung entgegen. zutreten. Der Staatsanwalt stellt noch einige Vorf.: 2 In der weiteren Zeugenvernehmung bekundet Agent Selleneit: Beuge Dragoner Sawati befundet: Kurz nach dem Vorfall Borgesetzten steht und reden muß, ist doch nur erklärlich, vor daß die Unterschriftensammlung für die Petition gegen den traf ich Marten auf dem Korridor und sagte zu ihm: meister ist erschossen!" Marten sagte:„ Geh, Du Dammelstopp!" Der Ritt- Melzer und vor Schneider hat er vielleicht was andres gesagt, um Brotwucher sehr gute Erfolge verspricht. Mit wenigen Ausnahmen Ausforschungen zu entgehen. Es tommt aber auch gar nicht darauf haben die Genossen überall und bei den verschiedensten BevölkerungsWors: War es wirklich Marten?-8euge: Ich glaube, genau an, was vor der Polizei oder zu Privatpersonen ein Zeuge fagt, schichten großes Entgegenkommen gefunden. Nicht nur, daß politische weiß ich es nicht. Angell. Marten: Ich bin es nicht gewesen! sondern darauf, was er vor Gericht befundet. Seine vor Gericht Gegner die Petition bereitwilligst unterzeichneten und sogar den Borf. befiehlt Marten, die Mütze aufzufezen.- 8euge: Jch gethane Aussage aber hat der Zeuge Stobed aufrecht erhalten. Die Genossen bei ihrer Thätigkeit behilflich waren, konnte auch bei der glaube, er ist es gewesen. Beisiger Kriegsrat Dr. Rößler: Jch vorige Instanz zwar hat den Zeugen nicht vereidigt, ich glaube bisher politisch indifferenten Bevölkerung vielfach ein sehr lebhaftes Tege großen Wert auf die Feststellung der Reihenfolge der aber, daß dieser Gerichtshof den Zeugen Stobed für glaub Interesse wahrgenommen werden. Zweifellos wird auch die Partei Mitteilungen an Marten. Zeuge Stumbrieß, wo haben würdig erachtet. Sie Marten getroffen? Stumbrieß: Auf dem Korridor vor durch diese Aktion viele neue Anhänger gewinnen. seiner Stube. Bors.: Slobed, ich frage Sie nochmals, tönnen Sie Ihre Aus. Staatsanwalt: Da der Beuge Sawazti sage mit gutem Gewissen beschwören? Am Sonntag, den 25. d. M. findet ein Ausflug nach SchmargenMarten am Eingang zur Kaserne getroffen hat, muß diese Begegnung Herr Bräfident! Wors.: Könnten Sie Gott zum Zeugen der Parteigenossen erwartet. Stobed: 8u Befehl, dorf, Restaurant Sanssouci, statt und wird eine rege Beteiligung der der mit Stumbrieß vorangegangen sein. Wahrheit anrufen?- Stobeck: Zu Befehl! Zunächst wird noch Dragoner Balnuß vernommen und be Ich habe mich mit dem Dragoner Androbeit in der Wirtschaft„ Zum fundet: Marten erzählte mir einmal, daß er zwei sente mit runder Strang" unterhalten und dabei hat Androbeit geäußert: Es ist Mützen gesehen hat, aber in der Dunkelheit sie nicht hat erkennen weder Hickel noch Marten gewesen. Ich könnte was sagen, aber können. die Wände haben Ohren". Ein Beisiger: Hatten Sie Ich habe meiner heutigen Aussage nichts hinzuzufügen; Ferner wird Sergeant rieg gefragt und erklärt: den Eindruck, daß der Unteroffizier, mit dem Sie sprachen, und auf Befragen: Es ist mir nicht bekannt, daß Globed mit mit der Wahrheit zurückhalte? 8euge: Ich hatte blos den Marten oder Hickel verfeindet war." Eindruck, daß er nicht mit' reinkommen wollte. Danach erscheint Nach kurzer Beratung verkündet der Vorsitzende: Der Gerichtsder Dragoner Androbeit als Zeuge und bekundet: Ich habe hof hat beschlossen, allerdings das gesagt, was Selleneit ausgesagt hat, weil ich sah, daß er mich aushorchen wollte. Ich habe Marten am 19. Januar mit den Zähnen knirschen hören und gesehen, daß er ganz blaß geworden ist, weil er vom Pferde absteigen mußte. Worf.: Bis jetzt ist immer von rotem Gesicht gesprochen worden? Beuge: Er wurde blaß. Beuge Selleneit kann sich nicht erinnern, daß Androbeit von Zähneknirschen gesprochen habe. Auf Antrag des Verteidigers Nechtsanwalt Burchard wird festgestellt, daß Marten falsche Bähne hat, also nicht mit den Zähnen kuirschen kann. Der Vorsitzende teilt mit, daß ein Brief von Frau Sidel eingegangen ist, worin diese bittet, daß ihrem Mann ge= stattet werde, ihr im Sterben liegendes Kind noch einmal zu sehen. Der Gerichtshof beschließt im Einverständnis mit dem Staatsanwalt, die Sigung sofort zu unterbrechen und Hidel unter Bedeckung in seine Wohnung führen zu lassen. * Der Centralverband der Elektromonteure und Berufs= genoffen( Sektion Berlin) hielt am Sonntag im Lokal von Nümann Borstandes wurden im verflossenen Jahre 24 Vorstandssigungen, feine ordentliche Generalversammlung ab. Nach dem Bericht des 16 Versammlungen und 4 Generalversammlungen abgehalten. Lohnbewegungen waren 4 zu verzeichnen und zwar mit teilweiſem Erfolg für die Beteiligten. Die Kasse hatte in dieser Zeit eine Einnahme Bestand von 1010,89 m. von 5016,56 M., eine Ausgabe von 4005,67 M. und es blieb ein Im Streiffonds ist ein Bestand von 923,40 M. Der Mitgliederbestand ist im Berichtsjahre von 150 auf den Zeugen Skobeck zu bereidigen. 900 gestiegen. Die vorgenommene Neuwahl des Vorstandes hatte Der Gerichtshof tann der Verteidigung nicht beipflichten, weil folgendes Resultat: Borsigende: Reichardt und Wohlfart. Kassierer: er einstimmig den Stobeck nicht für ganz unglaubwürdig Wangrin und Brenke. Schriftführer: Abraham und Gerloff. erachtet. Der Gerichtshof tritt vielmehr dem Vertreter der Anklage Revisoren: John, Gromadeci und Kaul. bei dahin, daß lediglich die Aussagen vor Gericht in Betracht kommen. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Die Verivaltungsstelle erhalten.§ 199 der Militär- Strafprozeß- Ordnung kann hier teine Begold gab den Kassenbericht vom II. Quartal. Danach beliefen Seine vor Gericht gethane Aussage aber hat Beuge Stobed aufrecht Berlin hielt am 12. August ihre Generalversammlung ab. Kollege Anwendung finden, da dieser besagt: Personen, die verdächtig fich die Einnahmen der Hauptkasse inklusive des am 31. März 1901 find" usw., Verdacht besteht aber nicht mehr. Darauf ermahnt vorhandenen Bestandes von 5174,67 m. auf 64 886,96 M. Unter zu machen; alsdann wird Stobeck vereidigt. der Vorsigende Stobed nochmals, sich die Bedeutung des Eides flar Ausgaben find folgende Posten anzuführen: Neisegeld 593,80 M., Rechtschutz 512,01 M., außerordentliche Agitation 1274,80 M., OrtsJm unterſtügung 19 879,45 W., Streit und Maßregelungs- Unterstügung taffe überwiesen 11 609,24 M., Kassenbestand am 30. Juni 1901 14 248,55 M. An die Hauptkasse eingesandt 15 175 M., der Lokal1064,11 M. 11118 einen " 1 Fortgang des Zeugenverhörs bekundet Vicewachtmeister Schulz: Ich habe furz vor 5 Uhr Marten gefragt, wo er gewesen sei; er hat mir geantwortet:„ Wir haben uns einen vergnügten Nachmittag gemacht". Dann habe ich ihn Die Lokaltasse zeigt in Ein- und Ausgabe die Summe von gefragt, ob er schon wisse, daß der Rittmeister erschossen ist; da hat 174 537,83 M. Unter den Ausgaben befindet sich die Summe von Nach etwa 20 Minuten wird Hidel mit verweinten Augen zurüd- Marten gethan, als ob er es noch nicht wiffe.- 2298,75 M. zur Unterstützung nicht vollberechtigter Mitglieder. geführt. Bors.: Wie ist denn eigentlich der Verdacht auf Marten gefallen? Streifunterstüßungen von je 500 M. sind gezahlt worden Der Staatsanwalt wiederholt seinen Antrag auf Vernehmung 8euge: Unter den Unteroffizieren ging die Stede:" Dem Marten an die Schuhmacher, Tabafarbeiter und Glasarbeiter. Pezold des G.-L. v. Alten: Es müsse diesem doch gestattet sein, in seiner wäre so was schon zuzutrauen." Beisiger Dr. Rözler: Marten, führte noch aus, daß im II. Quartal 22 000 Beiträge weniger Kaserne nachzusehen; das habe nichts mit der Untersuchung zu thun! weshalb haben Sie gethan, als ob Sie von dem Mord noch nichts als im 1. Quartal eingelaufen seien, doch sei das 2. Quartal in der Vert. R.-A. Horn: Ich bemerke, wenn G.- 2. v. Alten über meine wüßten? Marten: Ich war durch den Schnapsgenuß animiert Regel das schwächste, hinzu käme die große Arbeitslosigkeit. Nach Berichtigung vernommen wird, werde ich verlangen, denselben über und habe kein Gewicht darauf gelegt. Vorsitzender zu den geleisteten Beiträgen. beliefe sich die Mitgliederzahl auf den ganzen Gang der Untersuchung, auch über die Schulz: Sie sollen zu Oberstlieutenant v. Winterfeld gesagt haben: 19 782 Personen. Dem Kaffierer wurde Decharge erteilt. Cohen Gründe für die Haft Hickels zu vernehmen. Meine Berichtigung Von den Mannschaften hat es niemand gethan, das kam nur ein wurde als zweiter Bevollmächtigter und Pezold als Rendant richtete sich gegen den Gerichtsherrn, nicht gegen das Unteroffizier gewesen sein!"- 8euge:" Jawohl! Borf.: Wo- wiedergewählt. Als Revisoren wurden die Kollegen Freythaler und Ober- Kriegsgericht und gehört deshalb nicht hierher.- Verteidiger mit wollen Sie das begründen? 8euge: Weil die Mann- Wiesenthal gewählt. Hierauf wurden einige Aenderungen des OrtsRechtsanwalt Burchard: Ich bitte, diesen Punkt von der schaften gar nicht die erforderliche Courage dazu haben; statuts beschlossen. Bernehmung b. Altens auszuscheiden, sonst müßte Rechtsanwalt Horn Weshalb nicht?-8euge: Weil sie zu dumm sind dazu: Vorf.: Pawlowitsch als Beisiger Beschwerde beim Ausschuß einzureichen. das Borf.: Ferner wurde beschlossen, wegen Nichtbestätigung des Kollegen als Zeuge vernommen werden. Nach kurzer Beratung verkündet der Vorsigende: Der Gerichts- Marten ist allerdings ein Bommer. Wann tamen Sie nach Ostpreußen, Den Glasarbeitern bewilligte die Generalversammlung 5000 M., Hof hat die Marten? Angefl.: 1889.- Bors.: Sie sind 1878 geboren? zahlbar in Raten von 1000 m. pro Woche. Mit der Aufforderung, Vernehmung des Generallieutenants v. Alten beschlossen, Marten: Jawohl! Borf.: Zeuge Schulz, Sie sollen die Petitionslisten gegen die Brotverteuerer zahlreich zu verbreiten da der Gerichtshof verpflichtet ist, alle geladenen Zeugen zu ver- ab, somit haben sie zu einer solchen That teine Veranlassung"? auch gesagt haben," Mannschaften gehen nach einigen Jahren nnd zu unterschreiben, schloß der Vorsigende die Versammlung. nehmen, wenn nicht allerseits darauf verzichtet wird. Wen straf 3e uge: Jawohl. Der Socialdemokratische Wahlverein für Rigdorf hielt rechtliche Verfolgung wegen einer ungefeßlichen Handlung befürchtet Einige Zeit nach dem Schluß erzählte mir Marten: Wir haben sammlung ab, in welcher Genosse Th. Megner einen beifällig aufVicewachtmeister Rumfach bekundet: am 13. d. M. im Apollo- Theater eine gut besuchte Mitglieder- Berwird, ist es sa che des Zeugen, seine Aussage zu ver= weigern. Der Gerichtshof ist der Meinung, daß die Haussuchung geschlept"; ist was los?" Ich versezte:„ Aber wissen Sie es auf der Arbeiterschaft noch jetzt, nachdem ein Jahr seit Liebknechts vergnügten Nachmittag gemacht, wir haben gut genommenen Vortrag über„ Unfre Toten" hielt. Er führte aus, daß bei dem Angeklagten vor Eröffnung des Ermittelungs- denn noch nicht, was berfahrens, also von Herrn v. Alten nicht als dem erschossen". Da war Marten ganz erstaunt und sagte das kann ehrter Alter Tos ist, der Nittmeister ist Tode verstrichen ist, wie ein Alp lastet, daß unser verGerichtsherrn, sondern als Vorgesezten veranstaltet ist, nicht möglich sein!" Marten: da es auch Civilpersonen gewesen sein konnten Der Zeuge" hat mich der eit mehr unter uns weilt, daß er, der Soldat dann gab es kein zuerst gefragt wissen Sie schon?" uns in dem siegreichen Kampfe nicht mehr Militär- Gerichtsverfahren. Der Gerichtshof hat beschlossen, die Ver- ich was ist denn los." und dann erst fragte voranschreitet. Es ist nun aber unsre heilige Pflicht, das Banner, nehmung Herrn v. Altens auf diesen Punkt zu beschränken. Der Zeuge hält seine Bekundung welches den bewährten Führerhänden entglitten ist, in dem jezigen Darauf erscheint aufrecht. Vicewachtmeister Buntus befundet ferner: Ich bin schweren Kampfe zum Siege zu führen. Wenn auch Lassalle, Marg, mit Hickel und Schillath von 4 Uhr 40 bis 4 Uhr 45 im Rekruten- Engels, Liebknecht und die anderen nicht mehr sind, so weilt aber Generallieutenant v. Alten als Zeuge stall gewesen. Staatsanwalt: In der vorigen Verhandlung ihr Geist unter uns und dieser ist es, welcher uns den Sieg in der und bekundet: Ich habe bei dem Angeklagten, bei Wachtmeister ist der Versuch gemacht worden, die Zeiten genau zu bestimmen, und Zukunft sichert. Entsprechend dem Vortrage war die Bühne dem Andenken Marten und auf der Regimentskammer nach dem Ursprung der hat ergeben, daß es nur 11 Minuten gewesen sein können. unfrer Toten gemäß geschmackvoll dekoriert. Beim Beginn und Ende scharfen Patronen gesucht. Ich habe dabei nichts Verdächtiges Beuge: Genau kann ich die Zeit nicht angeben, aber länger der Versammlung sollte von Sängern ein Lied vorgetragen werden, gefunden, aber einen Widerspruch zwischen Hickels An- als 1/2 Minuten ist es sicher gewesen, es tönnen 7 bis 8 die Polizei verbot aber, der Landestrauer wegen", gaben und denen seiner Schwiegermutter bemerkt. Ich habe des- Minuten und auch noch mehr gewesen sein. Beisiger Major den Vortrag des dem Andenken der Toten gewidmeten halb den Rittmeister v. Trestow beauftragt, den Verbleib Hicfels Biermann: Auch nachdem er von Ihnen den Vorfall er- Gesanges! Zu der am 18. August in Schöneberg stattfindenden festzustellen. Trestows erster Eindruck war, hidel sei zur Zeit der fahren hatte, ist Marten nicht mit in die Reitbahn ge- Generalversammlung wurden als Delegierten die Genossen Voges, That im Stall gewesen, der spätere aber, daß er sein Alibi nicht gangen? 8euge: Die Reitbahn war schon abgesperrt. Blietschau und Hendrischke gewählt. Eine lebhafte Debatte rief ein Antrag nachweisen könne. Hickels Wohnung war auffallend aufgeräumt, so- Bors.: Marten jagt selbst, daß er erst abends in die Reitbahn betreffs der Accordmaurer, welcher zur Generalversammlung gestellt daß ich sagte:" Ihre Frau hält Ihre Wohnung gut in Ordnung." gegangen ist, als die Schwadron hineingeführt wurde. Später fiel mir ein, daß man sich vielleicht auf die Haussuchung Sergeant chillath bekundet: Hickel war etwa 41/2 Uhr borbereitet habe. Bors: Sidel war erst furze Zeit verheiratet? es tann auch später gewesen sein im Strümperstall. 9 Minuten -Sidel: Meine Frau ist eine gute Wirtin. Borsigender por 5 Uhr brachte dann der Unteroffizier Domning die Nachricht, daß zu v. Alten: Sie haben die Durchsuchung als Divisions- der Rittmeister erschossen war. Der Staatsanwalt fragt nochmals, Commandeur, nicht als Gerichtsherr vorgenommen?- v. Alten: wann Hickel in den Stall gekommen sei, und der Benge wiederholt, Jawohl. „ genau weiß ich es nicht". Vori: Ich habe die Zeugen in aus Alsdann wird ein anonymer Brief berlesen des Inhalts: giebigster Weise gefragt und kann keine Wiederholung gestatten, da Der Verdacht, daß es nichtsoldaten gewesen seien, sei nicht von der sie nur die Verhandlung aufhalten. Staatsanwalt: Ja sammlung beschäftigte sich mit der Kreistonferenz und Wahl der Steglitz. Die am Freitagabend stattgehabte öffentliche Ver Hand zu weisen, da die Dragonerfaserne von der Artilleriekajerne kann mir das Fragerecht nicht nehmen lassen. or Delegierten zu derselben. Den zweiten Punkt bildete die Lokalfrage. nur durch einen verschiebbaren Bretterzaun getrennt sei, über den oft- Dann muß der Gerichtshof einen Beschluß fassen. Nach Nach dem Bericht der Lokalkommission steht uns jetzt nur noch das Lokal mals Civilpersonen steigen. furzer Beratung verkündet der Borsigende: Der Gerichtshof von Schellhase ganz zur Verfügung; da jedoch das Bedürfnis Zeuge Dragoner Bartolein befundet: Ich habe kurz vor hat beschlossen, die Wiederholung von Fragen abzulehnen; der Ber- nach einem größeren Saal vorhanden ist, setzte sich die Kommission der That Marten auf dem Korridor nahe bei den Starabinern ge- handlungsleiter hat die Beugen eingehend eingehend befragt, der mit dem Defonom des„ Birkenwäldchens" in Verbindung, leider troffen. Marten fragte mich, ob seine Abteilung schon reite. Da Beuge hat gefagt, er tönne die Zeit nicht genau alt= ohne Erfolg. Der Herr erklärte, lieber den pekuniären Schaden Beuge mit dem weiteren Antworten zögert, wird der Angeklagte geben, aber nach 4/2 und vor 43/4 Uhr sei Hickel in den tragen zu wollen, als sich mit der Regierung(!) zu überwerfen. Marten aus dem Saal entfernt. Alsdann giebt Bartolein zu, Strümperstall gekommen. Wenn derartige Fragen wiederholt gestellt Die Kommission beantragt, da in dem Lokal vorwiegend Arbeiter daß Stumbrieß nach dem Morde zu ihm gesagt hat:" Diarten ist werden, wird die Verhandlung aufgehalten. Staatsanwalt: verkehren, dasselbe zu sperren. Um den Genossen am Orte sowohl mir verdächtig". Ich beantrage, meinen Protest zu den Akten nehmen zu lassen. wie den Berlinern entgegenzufommen und die Sperre wirkHierauf wird eine Pause bis 4 Uhr gemacht. Eine Beschränkung der Anklage ist ebenso Revisionsgrund wie famer zu machen, sollen Schloßpart“ und„ Albrechtshof" für den Nach Wiedereröffnung der Sizung läßt der Borsigende eine Beschränkung der Verteidigung. Ich will nachweisen, daß Hicel persönlichen Verkehr freigegeben werden. Nach längerer Diskussion Skobed in den Saal treten und redet ihn an: Stobed, ich frage um 4 Uhr 40 Minuten in den Stall gekommen ist, dafür ist wurde diesem Antrage zugestimmt. Die Versammlung sprach die Sie nun nochmals, haben Sie die Wahrheit gefagt? Aussage Stobed: die des gegenwärtigen Zeugen von größter Erwartung aus, daß diesem Beschluß streng nachgekommen wird. Ich habe die Wahrheit gefagt. Der Borsigende hält ihm Wichtigkeit. Borsigender: Der Gerichtshof hat Fragen, Das Birkenwäldchen" ebenso wie die" Strone" ist also vorläufig nochmals die gestrige Aussage vor und bemerki: Wenn Sie noch wiederholung durch Beschluß abgelehnt. Staatsanwalt: Ich ชน meiden. etwas hinzuzufügen oder abzuändern haben, dann sagen Sie es; beantrage nunmehr, meinen Protest zu den Akten zu nehmen. bedenken Sie, daß es auf Ihre Aussage wesentlich ankommt und Borsigender: Der Gerichtshof wird darüber beschließen. Treptow, Baumschulenweg. Am 15. Auguft fand hier eine daß Sie dereinst vor dem Richterstuhl Gottes über Ihre Thaten Nach längerer Beratung verkündet der Borsigende: Der Gerichts- öffentliche Parteiversammlung statt, in der Hauptsächlich die vom Rechenschaft geben müssen! Stobed: Ich habe gestern die hof hat beschlossen, den Proteſt zu Protokoll zu nehmen, Beratung stand. Nach sehr lebhafter Diskussion sprach sich die VerCentralvorstand beantragte Aufhebung der Resolution gubeil zur volle Wahrheit gesagt. Bors.: Sind Anträge wegen Bereidi- und ersuche ich den Herrn Vertreter der Anklage, seinen Proteft zu fammlung gegen 4 Stimmen für Beibehaltung der Resolution aus. gung zu stellen? Verteidiger Rechtsanwalt Burchard: Ich formulieren, Staatsanwalt: In Rücksicht darauf, daß es von widerspreche der Vereidigung. Stobed verdient nicht Intereffe ift, genau den Beitpunkt zu bestimmen, wann Domning Darauf wurden als Delegierte zur Kreistonferenz die Genoffen den geringsten Glauben; er hat, obwohl an demselben Abend von die Todesnachricht in den a- b- Stall gebracht hat, um von da aus Karow, Gramens und Frau Miekley gewählt. zwei Vorgesetzten aufgefordert war, jeder, der etwas wiffe, folle es ridwärts den Beitpunkt festzustellen, wann Sidel in den Stall gekommen melden, das doch nicht gethan, sondern erst am folgenden Lage ist, da ich den Nachweis erbringen will, daß Sidel nach Begehung seinen Kameraden davon erzählt; er hat auch behauptet, er sei nach der That in den Stall gekommen ist, diese Fragestellung aber dem dem Schuß in den Strümperstall gegangen und habe dort mit Vertreter der Anklage abgeschnitten ist, wird von lezterem Protest andren gesprochen aber niemand weiß etwas davon. Stoped hat erhoben. Dazu bemerkt der Staatsanwalt noch, daß ihm durch den im übrigen auch sein Zeugnis mehrfach abgeändert; er erscheint daher Gerichtsbeschluß die weitere Beweisführung zu diesem Punkte un in keiner Weise glaubwürdig. möglich gemacht sei. Versammlungen. war, hervor. Es wurde beschlossen, für den Kreis eine bestimmte Richtschmur in der Generalversammlung aufzustellen und auf dem Parteitag in Lübeck die Aufhebung des Hamburger Schiedsspruches zu beantragen. Genoffe Kurtowsty beantragte, die hiesigen Gastwirte, welche Mitglieder des Vereins sind und dem sogen. blauen Gastwirtverein angehören, auszuschließen. Nach lebhafter Diskussion wurde der Antrag mit großer Majorität abgelehnt. Lehte Machrichten und Depeschen. Bochum, 17. August.( B. H.) Der hiesige politische Bezirkstommiffar hat sich auf Befehl des Ministers des Innern für mehrere Monate nach den östlichen Provinzen begeben, um die Polenbewegung zu studieren, der man hier große Bedeutung beilegt. Coblenz, 17. Auguft.( W. T. B.) Gestern abend brach im Verteidiger Rechtsanwalt Horn: Wir widersprechen der Ver- Alsdann ordnet der Vorsigende für jetzt eine Lokalbesichtigung Dachstuhl des Regierungsgebäudes auf bisher unaufgeklärte Weise eidigung nicht bloß aus§ 299 der Militär- Strafprozeßordnung, weil der Stelle an, wo der Karabiner gestanden hat, die unter Hinzu- ein Brand aus, der sich mit großer Schnelligkeit über den ganzen der Zeuge unglaubwürdig ist, sondern auch aus§ 199, wonach ziehung der Angeklagten und mehrerer Zeugen vorgenommen werden Dachstuhl verbreitete. Mit Hilfe einer Abteilung Bioniere gelang es Personen, die als Thäter oder Teilnehmer verdächtig find, foll; Civilpersonen sind davon ausgeschlossen. der Feuerwehr, weiterem Umsichgreifen des Feuers Einhalt zu thun. nicht vereidigt werden dürfen. Stobeck hat sich nicht nur in seinen Die Fortsetzung der Verhandlung wird Montag, den 19. Auguft. Durch die Wassermassen wurden im obersten Stockwerf große BeAussagen vielfach wiedersprochen, sondern sich auch der That morgens um 9 Uhr stattfinden. schädigungen hervorgerufen; der größte und wichtigste Teil der Atten dringend verdächtig gemacht: er war turz vor dem Schuß fonnte rechtzeitig in Sicherheit geborgen werden. Der Oberpräsident in der Nähe der Reitbahn; wenn der Thäter Deckung brauchte, und der Regierungspräsident waren bei den Rettungsarbeiten zu mußte er sich vor Ueberraschungen aus dem Strümperstall sichern; gegen. Der Brand war gestern früh 3 Uhr gelöscht. darum ging er vorher in den Krümperstall, um nach der Uhr zu Der focialdemokratische Wahlverein für den ersten Charleroi, 17. August.( B. H.) Gestern abend entstand in dem fragen, obwohl er die Zeit genau wußte. Ich beantrage daher, den Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am Mittwoch bei Cohn, 3. St. hier gastierenden Cirkus Beletow" eine furchtbare Banit, Zeugen Stobec nicht zu bereidigen. Beuthstr. 20, eine Versammlung ab, in der Reichstags welche dadurch hervorgerufen war, daß einer der Zuschauer Feuer" Staatsanwalt Ober- Striegsrat Meyer: Ich muß der Ansicht Abgeordneter Wurm über den gewerblichen Gesundheitsschutz rief. Alles stürmte nach den Ausgängen. Eine Tribüne brach zuder Herren Verteidiger widersprechen. Stobed ist als Thäter referierte. Eine Diskussion über den sehr lehrreichen, mit lebhaftem fammen, wodurch 16 Mufiter und eine Anzahl Zuschauer verlegt oder Teilnehmer feineswegs verdächtig, wie denn auch das Beifall aufgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Unter Ber- wurden. Verfahren gegen ihn längst eingestellt ist! Er erscheint auch vollständig schiedenes" ersuchte der Vertrauensmann um zahlreichen Besuch der Rom, 17. Auguft.( W. T. B.) Die Bediensteten der Straßenglaubwürdig, denn von Anfang bis heute hat er seine Aussage auf am Donnerstag, den 22. d. M., stattfindenden Partei- bahn in Livorno find heute in den Ausstand getreten. In Mailand recht erhalten. Daß er befangen ist, wenn er vor Gericht und vor versammlung. Sodann berichtete Genosse Walded Manasse, dauert der Ausstand der Straßenbahn- Bediensteten fort. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Dr. 192. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 18. Auguſt 1901. Partei- Nachrichten. In der vom Parteivorstand bekannt gegebenen provisorischen Tagesordnung des Parteitages vermissen einige Blätter der Parteipresse die Stellungnahme der Partei über die alle Gemüter tief erregende Frage der Zoll- und Handelsvertragspolitik. Durch den Ausstand dürften etwa 100 Bauarbeiter in Mitleidenschaft Die Parteigenossen von Brih veranstalten heute in der gezogen werden. Rosensee- Terrasse, Chausseestr. 69, ein großes Volksfest, dessen Der Steinfegerstreik in Bromberg, der wie wir mitteilten, Arrangement derart ist, daß es vollauf den Beifall der Arbeiterschaft seine Ursache in einer Lohnherabsetzung hatte, hat für den betreffenden finden wird. Zahlreicher Besuch wird daher zu erwarten sein. Der Unternehmer eine recht fatale Wendung genommen. Die städtischen Eintrittspreis beträgt nur 20 Pf. Behörden haben demselben nämlich kurzerhand die Arbeit abgenommen In Köpenick ist Dienstag bei Stippekohr Mitgliederund dieselbe einem andern Unternehmer übergeben und sind bei versammlung des socialdemokratischen Vereins. Auf Tagesordnung diesem auch die ausständigen Steinfeger und Rammer in Arbeit steht u. a.: Bericht der Delegierten von der Kreiskonferenz. Auch getreten. Der Streit hat drei Tage gedauert.- Zuzug nach der werden die Petitionsbogen gegen den Wuchertarif in Empfang ge= Firma Berger in Bromberg ist fernzuhalten. Der Vorstand und auch die Kontrollkommission waren bei Fest setzung der provisorischen Tagesordnung der Meinung, daß die Stellungnahme der Partei in dieser Frage zur Zeit im allgemeinen und zu der geplanten Erhöhung der Lebensmittelzölle im besondern eine so flare und präcise ist, daß eine nochmalige Erörterung auf dem Lübecker Parteitag in einem besonderen Punkt der Tages- Zuzug fernzuhalten. ordnung überflüssig erscheint. Die Partei ist in voller Aktion in der Bekämpfung des von den Agrariern geplanten Beutezugs. Dem Parteitag fann deshalb nur noch die Aufgabe zufallen, durch einmütige Annahme einer vorzulegenden diesbezüglichen Resolution demonstrativ den Gesamtparteiwillen zum Ausdruck zu bringen. Je weniger bei dieser Gelegenheit geredet wird, um so wirkungsvoller wird der Eindruck der Demonstration sein. Genosse Bebel hat die dem Parteitag vorzulegende Resolution vorbereitet und wird dieselbe auch in Lübeck begründen. in der Genosse Dr. Güde tum über die Bedeutung des bevorZum Parteitag. In einer Parteiversammlung in Nürnberg, stehenden Parteitags referierte, wurde beschlossen, folgende Anträge an den Parteitag zu stellen: 1. Der Parteitag möge beschließen: daß in allen Orten, wo die Kolportage durch Privatunternehmer nicht oder mur mangelhaft betrieben wird, dieselbe in Parteiregie zu übernehmen ist. Die Parteigenossen allüberall sind verpflichtet, zu dieser Frage Stellung zu nehmen. 2. Der Parteitag wolle auf die Tagesordnung die beiden Punkte: 8ollpolitit und im Anschluß daran: die Wirtschaftskrise und die Arbeiter feßen; zu beiden Bunkten sind Neferenten zu bestellen. Zu Delegierten werden Rudolph, Roßtopf und Scheidemann entsandt. Die Parteigenossen in Köln haben gleichfalls beschlossen, zu Die Parteigenossen in Köln haben gleichfalls befchloffen, zu beantragen, den 3olltarif auf die Tagesordnung zu setzen. Die Genoffen in Posen haben in einer Versammlung am 15. August mit überwiegend großer Majorität Genoffen Gogowski als Reichstagskandidat aufgestellt. Das Andenken Liebknechts wurde durch eine imposante Feier geehrt. Für den Wahlkreis Friedeberg- Arnswalde wurde in einer Versammlung, die in Driesen tagte, Genosse Obst aus Schöne berg als Reichstagskandidat aufgestellt. So ers Hessische Gemeinderats- Wahlen. Auch diese Woche hat unsren Genossen wieder einige Kommunalfiege gebracht. oberten unsre Genossen in dem dicht bet Offenbach gelegenen Bieber von 6 Sißen vier, so daß sie fünftig im Gemeinderat mit 5 Maun vertreten find. Am Donnerstag gewannen die Genossen in Diepenbach die drei zur Wahl stehenden Size, von denen bisher nur einer in ihrem Besitz gewesen war. reich vertreten sein. In Rostock sind die Steinseßer der Firma Kühl ebenfalls wegen Lohnabzug in den Ausstand getreten. Auch nach dort ist der die Annahme der Vereinbarungen erklärt, welche die Lohnkommission Die Breslauer Mühlenarbeiter haben sich einstimmig für mit den Mühlenbefizern vor dem Einigungsamt getroffen hat. Damit ist die Lohnbewegung endgültig beendet. Konflikt mit ihren Gesellen und Arbeitern, indem sie verlangen, daß Die Wurstfabrikanten Eisenbergs provozieren wieder einen die bei ihnen Beschäftigten und bei der demnächst beginnenden Saison Einzustellenden dem Centralverbande der Fleischer und Be rufsgenossen Deutschlands nicht angehören dürfen. Während der legtverfloffenen Geschäftsperiode hatte sich schon ein Unternehmer zu dieser Kühnheit emporgefchwungen. Seine Leute waren damals teils zu Ungunsten der Ausständigen ausgefallen, da der Zuzug von auch in den Abwehrstreik eingetreten, derselbe war jedoch größten außerhalb zu groß gewesen war. Diese Thatsache sowohl wie der Deutschland hat aber bei den Herren Wurstfabrikanten den Kamm allgemein unzureichende Schutz des Koalitionsrechts der Arbeiter in noch stärker auschwellen lassen, so daß sie jetzt den Kampf zum zweiten Mal heraufbeschwören. Die organisierten Fleischergesellen in Eisenberg find jedoch nicht gewillt, sich ihr Koalitionsrecht so leichten Fleischergesellen nach der dortigen Gegend fernzuhalten. Kaufes nehmen zu lassen und deshalb wird gebeten, den Zuzug von In der Buchbinderei von Alfred Schlaih in Leipzig sind Differenzen ausgebrochen. Der Unternehmer hat 10 Bersandsmitgliedern, und zwar den ältesten Arbeitern des Geschäfts, geaber wie es heißt, hat sich der Geschäftsinhaber nach anbren Arfündigt. Als Kündigungsgrund wird zwar Arbeitsmangel angegeben, beschäftigten Verbandsinitgliede erklärte der Werfführer: Wenn Sie beitern, die dem Verbande nicht angehören, umgesehen. Einem noch nicht aus dem Verbande austreten, erhalten auch Sie die Sündigung.- Demnach liegt also eine Maßregelung organisierter Arbeiter vor. Leiter des Sammetscherer- Streifs wurde am SonnAus Krefeld berichtet uns ein Privattelegramm: Paulsen, der abend verhaftet. Er soll in einem Flugblatt verschiedene Bevölkerungsklassen gegen einander aufgereizt haben. nommen. Adlershof. Morgen Montagabend 81/2 Uhr findet im Nestaurant Stippekohl, Stöpenick, Schönerlinderstr. 5, die Monatsversammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins für Adlershof" statt. Unter anderm steht auf der Tagesordnung der überaus wichtige Antrag der Lokalkommission betr. Regelung der Lokalfrage. und Gewerkschaften zur Kenntnis, daß sich der Dekonom der Zur Lokalfrage in Charlottenburg. Den Parteigenossen Gambrinus Brauerei hierselbst schriftlich verpflichtet hat, und Sonntag zur Verfügung zu stellen; von da ab jedoch ist der uns seinen Saal bis zum 1. Oktober d. J. an jedem Donnerstag Saal an sämtlichen Tagen frei. Somit ist die Sperre über die Gambrinus- Brauerei Hiermit aufgehoben. Die Lokalkommission. J. A.: W. Liedtke. N Tas Fahrpersonal der Straßenbahn Pantow- Mittelstraße der Arbeiter verkauft werden, machen wir darauf aufmerksam, daß veranstaltet am 20. Auguft im Lokale von Donath, Restaurant Schloß Schönhausen" ein Vergnügen. Da Villets auch in den Kreise: das Lokal gesperrt ist. Die Lotallommission. Tokales. Die kühle Blonde. Waffer thut es freilich nicht. Wenigstens nicht Berliner Leitungswasser. In dieser Weltanschauung werden uns auch unsre Parteigenossen vom Verein abstinenter Arbeiter beipflichten. Vor allem in der Hitze verlangt das Gemüt noch etwas, das den brennenden behaftet zu sein. Wer zur Fahne der Abstinenz schwört, preift den Kaffee Durst stillt ohne mit den lauwarmen Untugenden der aqua destillata Temperenzlern von der strikten Observanz auch der Mokka als als Getränk mit solcher Eigenschaft. Aber abgesehen davon, daß etwelchen ein verabscheuenswürdiges Gift vor die Augen tritt, kann die Brühe, die der Proletarier insgemein als Kaffee vorgesetzt erhält, dem Magen auf die Dauer nicht frommen. Selterwasser und Limonaden ferner meist zu teuer. Was jedoch unser Lagerbier betrifft, so ist den find gleichfalls nicht nach jedermanns Geschmack und stellen sich Abstinenzlern darin recht zu geben, daß es gegen den eigentlichen Durst ein fragwürdiges Mittel bleibt und während der Arbeit genoffen, selbst in mäßigen Quantitäten vielfach erschlaffend wirkt. Heim, welches nach einer Bauzeit von einem Jahr nunmehr vollendet Die Gewerkschaften in Frankfurt a. M. haben ihr eignes ist, am Sonnabend eingeweiht und der Benußung übergeben. Das beschieden worden. Gewissermaßen als Balsam dafür, daß er mit In solcher trostlosen Verlegenheit ist dem Berliner das Weißbier Gewerkschaftshaus liegt mit der einen Front an der Stolzestraße, dem Preußentum gestraft ist. In die Weiße versunken kann der mit der andren„ Am Schwimmbad". Es umfaßt einen Flächenraum reichshauptstädtische Proletarier unter der Gluthize des Auguſt beivon 12 456 Quadratfuß, dessen Erwerbung 227 000 m. loftete. Die Kosten der Bauausführung beliefen fich auf 375 000 M. Hoffen wir, nahe den Glauben an die göttliche Weltordnung wiedergewinnen, so daß die Erwartung, welche die Franks. Boltsstimme" ausspricht, wunderbar sind darin alle Eigenschaften vereinigt, die vom Standzutreffen möge: daß das Gewerkschaftshaus in nicht zu ferner Zeitpunkt der reinen wie der praktischen Vernunft an ein Idealgetränk zu sich für die flaffenbewußte Arbeiterschaft in Frankfurt als zu flein stellen sind. eriveijen wird, und sie, als ein Zeichen ihrer weiteren Ausdehnung, Es regt vermöge seines starken Gehalts an Kohlensäure den an die Errichtung eines zweiten Heims gehen kann. Ausland. Das 60 jährige Stiftungsfest eines Arbeitervereins. Aus Zürich wird uns geschrieben: Der Senior der hiesigen Arbeitervereine, der Arbeiter- Bildungsverein„ Eintracht", begeht am Sonn tag, den 18. Auguft seine 60jährige Stiftungsfeier; mit derselben verbunden ist gleichzeitig die 40 jährige Stiftungsfeier seiner Turnfektion. Beide Feiern werden gemeinsam, unter Mitwirkung der Gesangssektion, des eigentlichen Stammes des Vereins, im" Sihlhölzli" abgehalten. Die Festrede hat Genosse e debour Die streikenden Straßenbahner in Nom haben, wie ein aus Berlin übernommen. Die stadtzürcherische, wie die schweizerische Wolffiches Telegramm meldet, mit großer Mehrheit beschloffen, die Arbeiterschaft werden an diesen Feiern, aller Voraussicht nach, zahl- Arbeit wieder aufzunehmen, da die Direktion Zugeständniffe gentacht Der Verein steht seit vielen Jahren auf socialdemokratischem und versprochen hat, auch in Zukunft die Lage der Angestellten nach Boden. Schwere Kämpfe wurden durchgefochten, bis das Ziel Möglichkeit zu verbessern. erreicht war. Die Genossen vom„ Socialdemokrat" haben während Eine Konsolidierung der Metallarbeiter Nordamerikas des Socialistengesetzes lebhaften Anteil an der Propaganda für hat auf einer Konferenz von Arbeiterführern, die Ende Juli in Deutschland genommen und mancher harte Strauß wurde ausgefochten. Chicago tagte, stattgefunden. An der Konferenz haben Beamte von Das deutsche Ausnahmegesetz hat viel dazu beigetragen, den Organisationen teilgenommen, die zusammen über 620 000 Mit Verein vollständig auf den Boden der Socialdemokratie rüber zu glieder haben. drängen. Vor etwa 20 Jahren waren die Debatten oft sehr hitzig, die Meinungen hüben oder drüben hielten sich ziemlich die Wage, bei allen ernsten politischen Abstimmungen; bald schlug das Züngkein nach dieser, bald nach jener Seite. Die Gegner der Socialdemokratie mußten jedoch sehr bald das Feld räumen. Heute kennt man diese Stämpfe im Verein nicht mehr. Die augenblicklich herrschende, geschäftliche Krisis spürt der Verein ziemlich stark, da Zürich davon doppelt betroffen und der Verein zum größten Teil aus Ausländern besteht. Die Mitgliederzahl, die vor 1898 gegen 1100 betrug, war mit Beginn dieses Jahres auf 760 zurückgegangen. Möge der Verein auch ferner blühen und gedeihen, und mancher Arbeiter, der von Deutschland in die Schweiz tommit, mag durch ihn dem Socialismus zugeführt werden. Gewerkschaftliches. Dentsches Reich. Magen an und wirkt so verdauungs- und appetitfördernd. Doch dies ist nichts im Vergleich zu der Thatsache, daß das Weißbier das einzige alkoholhaltige Getränk ist, welches wirklich im stande ist, den Durst zu löschen. Auch die ausgedörrteste Kehle fühlt sich nach dem Genuß einer Weißen auf beträchtliche Dauer erquickt und weiß nichts von jener klebrigen Trockenheit, die namentlich nach intensivent Genuß von Lagerbier schließlich doch das Leitungswasser als Rettungsmittel erscheinen läßt. Sodann hat das Weißbier noch eine regulierende Eigenschaft. Sein starter Gehalt an Kohlensäure hindert den Durstigen, allzu hastig zu trinken und am falten Trunke Tod und Verderben auf sich zu laden. Noch soll der Abs geboren werden, der im stande wäre, verhältnismäßig langsam, an Ausdehnung zu gewinnen. Der amerikanische Stahlarbeiterstreit scheint, wenn auch eine Weiße auf einen Zug zu leeren. Diese Eigenschaft mag auch dazu Wie heute beitragen, daß man von Weißbier relativ jelten über den Durst gemeldet wird, sind die Monongohela- Hochöfen ausgelöscht und die trinkt. Die bekannten ältesten Leute unter Berlins Budiker wissen Galvaniſierwerke in Mc. Keesport, die auch dem Stahltrust gehören, zwar zu vermelden, daß man auch in der kühlen Blonden liegen still. Die„ Amalgamated Association" gewährt für die Hand- gemerkt ohne Strippe anger, die durch den Streik der gelernten Arbeiter außer Be- solange uns nicht ein damit behafteter Uebermensch in flagranti sich einen Mordsrausch holen könne, aber schäftigung find, finanzielle Unterstügung. vorgeführt wird, stehen wir dieser Behauptung zweifelnd gegenüber. Berliner Partei- Angelegenheiten. wohl= Die sorgsame Hausfrau aber schätzt die Weiße als billigen Haustrunt. Auf natürlichem Wege abgezogen stellen sich drei kleine Weiße auf zehn Pfennig, nach allen Regeln der Kunst, d. h. mit einem Wasseraufat in die Flasche gefüllt, kommt die geduldige Kleine gar nur auf einen Dreier zu stehen. Zur Protestbewegung gegen den Brotwucher. Vorigen Sonntag haben bekanntlich unsre Berliner Parteifreunde mit der Unterschriftensammlung gegen den 8oll wucher begonnen. Jedoch, es kann der Beste nicht in Frieden leben, wenn es dem Biele Tausende von Unterschriften bedecken bereits die Petitions- bösen Nachbar nicht gefällt. Lästerzungen streuen die Behauptung bogen. So erfreulich dies Resultat auch ist, so kann uns dies noch aus, daß die Tage des Weißbiers in Berlin gezählt seien; lange nicht befriedigen. Sind doch noch große Bezirke unbearbeitet. sie fluntern, es werde, gleich wie ein Nationalliberaler von Generalftreik der Flaschenmacher. Auf der Suche nach Die Unterschriftensammlung erfordert mehr Umsicht und Beit, als Bismard, Streitbrechern haben die Agenten der Glasfabrikanten wenig Erfolg, eine einfache Flugblattverbreitung. Muß doch, da Sammelstellen quietsche. Wer Berlin und sein edelstes, an feinem andern Ort der vom Lagerbier an die Wand gedrückt, daß es obgleich sie dabei alle möglichen nicht immer einwandsfreien Wittel nicht errichtet werden, hier von Haus zu Haus, von Wohnung zu Welt zu imitierendes Erzeugnis femit, zuckt ob solcher krassen Unanivenden. Besonders wendet man sich nach dem Auslande, da die Hoffnung, in Deutschland Streitbrecher zu finden oder gar die Wohnung gegangen und mit jedem Einzelnen gesprochen, so wiffenheit mitleidig die Achsel und straft den Toren dadurch, daß er Reihen der Ausständigen wankend zu machen, sich als irrig erweist. manchem die volkswirtschaftliche Schädigung durch die Getreide- ihm eine Große extra auferlegt. Freilich eine gut abgelagerte von Erst kürzlich hatte einer dieser Agenten in Budapest zölle, welche nur einer Handvoll Großgrundbefizer zu gute träftig- säuerlichem Geschmack. Frisches Weißbier ist dem Herrn ein 50 ungrische Arbeiter für die Nienburger Glashütte angeworben, tommen, auseinandergefeßt werden. Diese Thätigkeit unfrer Gräuel. unter der falschen Vorspiegelung, die Arbeiter würden gebraucht, Genossen zu unterstüßen, sich als Freiwilliger in den weil das Werk vergrößert werden solle. Auf 5 Jahre sollte mit den Dienst unsrer hehren Sache zu stellen, sollte Aufgabe unfrer Leuten gleich ein Kontrakt abgeschloffen werden. Die Betreffenden politisch und gewerkschaftlich organisierten Parteifreunde sein. Je Magistratsvorlage über Nichterhebung der untersten Stener Der Stadtverordneten- Versammlung ist gestern eine neue waren jedoch so vorsichtig, erst einen Kameraden nach Nienburg zu mehr Freiwillige sich finden, desto intensiver und schneller ist diese stufe augegangen, wegen der es schon mehrfach zu lebhaften Erschiden, damit er sich über die Verhältnisse unterrichte. Als der mun Arbeit gethan. Zahlreiche Zuſchriften an uns beweisen, daß viele örterungen in der Stadtverordneten- Versammlung gekommen ist. erfuhr, daß in Nienburg gestreift werde, reiste er sogleich wieder ab, unsrer Leser und andre, die von der Schädlichkeit dieses Junker- Der Magistrat ist dem Beschlusse der Stadtverordneten- Versammlung und auch seine Kollegen blieben hübsch zu Hause. Den Fabrifanten gelingt eben nichts in dieser Hinsicht. raubzuges überzeugt find, ungeduldig werden und den Augenblid vom 13. Juni 1901, wonach die Cenfiten mit einem Einkommen von Streitbrecher nach Nordhausen gesucht. In auswärtigen listen seßen zu tönnen. Deshalb Genossen, meldet Euch bei den Be- und will mumehr auf die Steuerstufe von 4 M. verzichten. Der gar nicht erwarten können, ihre Namen als Protest auf die Petitions 660-900. eine Veranlagung erhalten sollen, nicht beigetreten bürgerlichen Zeitungen werden jüngere Arbeiter und Arbeiterinnen für dauernde und lohnende Beschäftigung" gesucht. Es hat sich zirksführern oder Vertrauensleuten, Arbeit ist noch genügend vorhanden: Magistrat erneuert deshalb seine Vorlage vom 18. November 1899, herausgestellt, daß die Gesuchten als Arbeitswillige bei der Firma Den Kampf. den wir zu führen haben, ist ein hartnäckiger, der die die auf Einstellung der Erhebung der untersten GemeindeKneiffin Nordhausen Verwendung finden sollen. Es ist Anspannung unsrer ganzen Kraft erfordert. Hier gilt es, unfren Einkommensteuerstufe nach dem Steuersatze von 4 M. gemöglich, daß auch in Berlin versucht wird, durch derartige Juferate Gegnern zu zeigen, was die socialdemokratische Partei leisten kann. richtet war, weil gegen die Auffassung, daß ein Einkommen von 660 Streifbrecher für die Nordhäuser Fabrikanten zu angeln, die Arbeiter Unfre Ehre und unfren Stolz müssen wir darin erblicken, die Proteft bis 900 M. nach der hiesigen Lebensstellung noch innerhalb der Grenzen seien deshalb hierdurch gewarnt. bewegung zu einer großen umfassenden Boltsbewegung zu ge- des Existenzmininums liege, teine überzeugenden Gründe geltend stalten. Also nochmals: gemacht worden sind. Der Magistrat beantragt zu beschließen:„ Die Bersammlung erklärt sich damit einverstanden, daß in Zukunft von von 4 M., umfassend ein Einkommen von mehr als 660 bis 900 m. der Erhebung der Gemeinde- Einkommensteuer nach dem Steuerfaze einschließlich, vom 1. April 1902 ab Abstand zu nehmen." Freiwillige vor! Ju Kolberg streifen die Maurer, 127 an der Bahl, seit Montag. Bis zum 1. April bestand ein Uebereinkommen zwischen den Organisationen der Unternehmer und der Arbeiter. Die von den letzteren gewünschte Verlängerung des Vertrags wurde von den 2. Wahlkreis. Auf die wiederholten Anfragen teilen wir den Unternehmern abgelehnt, man gab sogar zu verstehen, daß die Or- Barteigenossen mit, daß das Sommerfest Sonntag, den ganisation der Maurer gesprengt werden solle. Den Anfang dieser 8. September, in den Gesamträumen des Ausschants der Maßregel schen die Arbeiter darin, daß ein Unternehmer 25 schlesische Berliner Bodbrauerei, Tempelhoferberg, statt- Der Kampf gegen den Straßenstaub. In Chikago find und polnische Maurer kommen ließ, obwohl viele der Einheimischen fiind e t. Wie die Lokalkommission schon mitgeteilt, find die neuerdings verschiedene Versuche gemacht worden, die Straßen mit ohne Arbeit sind. In cinem der Stadt gehörenden alten Gebäude Differenzen mit dem Dekonom resp. der Brauerei und den Vertretern Petroleum zu besprengen, doch hat sich ein solcher Staubschuß find die fremden Maurer einquartiert. Die Streitenden fordern des 2. Kreises, sowie des Centralverbands der Maurer und der nach keiner Richtung hin bewährt. Nun ist den„ M. N. N." zufolge 45 Pfennig Stundenlohn. Die Unternehmer wollen mur 38 bis Brauer nach gegenseitigem Uebereinkommen beigelegt. Wir ersuchen ein brauchbares Verfahren von München aus zum Patent an= 42 Pfennig zahlen, den Fremden geben sie aber 45 Pfennig. Die die Parteigenossen um recht zahlreichen Besuch des Festes, da für gemeldet worden. Die Versuche, die im kleinen in einem Laboraunverheirateten Maurer werden Kolberg in diesen Tagen verlassen. I ein niedriges Entree nur Gutes geboten wird. Die Vertrauensleute. I torium gemacht wurden, berechtigen zu der Annahme, daß das wich betriebes. tige Problem der Staub- und Schmutbeseitigung in den Straßen zur Mutter der B., wurde jedoch von der inzwischen mißtrauisch gevielleicht hiermit seine Lösung finden dürfte. Es handelt sich wordenen Frau furz abgefertigt. Frau B. hat zahlreiche Wunden hierbei besonders auch für die Reinhaltung gepflasterter und am Kopf erlitten, die Zähne sind ihr gelockert, und sie ist noch bettasphaltierter Straßen um ein dauerndes Mittel, während| lägerig. bei dem amerikanischen Verfahren überhaupt nur Makadamstraßen in Rede standen, und eine Staubschicht bereits vorhanden sein mußte. Von den Annehmlichkeiten des elektrischen StraßenbahnDer neue Belag bildet dagegen eine gummiartige, zähe Schicht, die Monaten häufig aufgetretenen Rontaltbrahtbrüche und Das Polizeipräsidium teilt mit: Die in den legten allen Staub in sich aufsaugt und sich weder vom Sturm oder Wind andre das Herunterfallen des Kontaktdrahtes veranlassenden Beaufwirbeln noch durch Waffer erweichen läßt. Seine Dauerhaftigkeit schädigungen an der Oberleitung der hiesigen Straßenbahnen geben ist fast unbegrenzt und dabei sind die Anlagekosten außerordentlich Veranlassung, im Nachfolgenden dem Publikum für sein Verhalten billig. Der Münchener Magistrat hat eine Straße zur Verfügung gestellt, um einen Versuch zu machen. Sobald das Patent veroffentlicht ist, wird er ausgeführt werden. Es ist wohl anzunehmen, daß die Berliner Straßenreinigungs- Deputation den Münchener Versuch aufmerksam verfolgt. eine weitere Verhandlung mit der Gemeindevertretung von Lichtenberg aller Voraussicht nach zu einem von der Regierung gewünschten Resultat nicht führen würde, bestimme" fie hiermit das Ortsstatut, die Befugnisse der Kommission und die Zusammensetzung derselben und erwarte Bericht über die Ausführung vom Gemeindevorsteher. Der Wortlaut der Verfügung ist: " Das von der Gemeinde beschlossene Ortsstatut vom 20. Mai 1901 eignet sich ebensowenig, wie das erste hier vorgelegte Statut vom 21. März 1901 zur Bestätigung. Es ist nicht angängig, daß neben sieben andren Mitgliedern in der Schulkommission sechs Gemeindevertreter Aufnahme finden, es wird ferner durch die Wahl eines Rektors das Lehrerkollegium genügend vertreten und es sind endlich die sachkundigen Mitglieder nicht von der GemeindeVertretung zu wählen, sondern entsprechend der Ministerialinstruktion vom 26. Juni 1811 von den Kommissions- Mitgliedern uns zur Auswahl vorzuschlagen. Da wir uns von nochmaligen Verhandlungen mit der Gemeinde einen Erfolg nicht versprechen können, haben wir auf Grund des Erlasses des Herrn Kultusministers vom 24. Juni 1897 die anliegende Bestimmung getroffen, die wir dem Gemeindevorstand zu übermitteln ersuchen. Wir sehen dem Bericht des Gemeindevorstands über die zu bestätigenden Mitglieder entgegen und werden alsdann den bisherigen Schulvorstand auflösen." gegenüber derartigen Vorkommnissen einige Vorsichtsmaßregeln zu irgend einem Körperteil oder mit einem in der Hand getragenen Gegenempfehlen. Jede Berührung eines herabhängenden Drahtes mit stand( Stod, Schirm oder dergl.) ist auf das peinlichste zu ver meiden. Ebenso müssen die Führer von Fahrzeugen aller Art darauf Bedacht nehmen, daß weder die Bugtiere noch die Wagen von dem Draht berührt werden. Sind jedoch Menschen oder Tiere mit dem Draht in Berührung gekommen und selbst nicht im stande sich zu befreien, so kann man, falls fein Beamter der Straßenbahn, der Feuerwehr oder der Schuhmannschaft zugegen sein sollte, die Hilfeleistung selbst in der Weise vornehmen, daß man sich auf ein trockenes Brett oder ein trockenes Kleidungsstück( Rock, Ueberzieher) stellt und nun versucht, den Betroffenen von dem Draht zu befreien. Dabei vermeide man aber sorgfältig, mit den Händen die Erde oder gar der Kommission in der verfügten" Form vorzunehmen. Die Der Gemeindevorsteher schlägt mun in seiner Not vor, die Wahl die Schienen zu berühren. Sind Beamte der Straßenbahn, der Feuerwehr oder der Schutzmannschaft zugegen, so wird dringend Gemeindevertretung vertagte nach furzer Debatte die Angelegenheit, in der nächsten Sizung die Wahlen vorzunehmen. Order muß ersucht, diesen die Befreiung des Verunglückten zu überlassen. pariert werden. Da aber Die Bäckermeister wollen, wie wir vor einigen Tagen mit teilten, durch eine Eingabe an die Behörde erreichen, daß dem Publikum das Beta sten der in den Geschäften ausliegenden Bad ware bei Strafe verboten werde. Ueber die Unappetitlichkeit der erwähnten Unfitte braucht kein Wort verloren zu werden. Aber die Bäder wähnten Unfitte braucht kein Wort verloren zu werden. Aber die Bädermeister könnten noch ein übriges thun, um ihre Ware schmackhafter zu machen. Wir wollen heute der bekannten Zustände in den Badstuben, die ja noch oft sehr viel zu wünschen übrig laffen, nicht weiter gedenken, sondern uns an die Behandlung der fertigen Backware halten. Da bietet sich dann in früher Morgenstunde zu weilen das Schauspiel, daß die Frühstücksbeutel mit ihrer Außenseite friedlich auf den mit warmen Brötchen angefüllten Ueber die geschäftlichen Operationen des ,, Bankiers" Opi Die drei Handarbeitslehrerinnen baten die Gemeindevertretung Körben lagern. Aber nicht immer befinden sich diese Beutel im Zu- bringt das Berl. Egbl." eine drastische Darstellung. Bor etwa drei um Gleichstellung mit den Gemeindelehrerinnen in Bezug auf die stande so idyllischer Ruhe. Ein Austräger will auch sein fleines Wochen erschien Opis in einer hocheleganten Equipage vor einem Mietsentschädigung. Einhundertundfünfzig Mark beträgt Bergnügen haben, und so tommt es vor, daß man unterwegs bekannten Uhrengeschäft in der Friedrichstraße. Er wünschte eine das erbetene Mehr insgesamt. Die Vorlage wurde gegen die einander die Brotbeutel ein bißchen an die Ohren wirft. Auswahl teuerster goldener Herrenuhren und Ketten jedoch nicht Stimmen der Socialdemokraten abgelehnt. Die Lehrerinnen hätten Wie nun aber im Kriege nicht jede Kugel ein Loch macht, inhaber, der grade nicht anwesend war, brachte denn auch eine Aus- des Etatsjahres wahrnehmen können( werden sie wohl auch), und im Laden, sondern in seiner Wohnung zu sehen. Der Geschäfts- die steigende Tendenz der Wohnungspreise auch schon vor Beginn so verfehlt auch hier das Kampfmittel zuweilen fein Biel wahl im Werte von 2000 m. in das fürstlich ausgestattete Heim des Opitz. da das Gleichgewicht im Etat aufrechterhalten werden solle, müsse und fällt in den Straßenkot. Das ist weder dem Beutel, noch dem Die zahlreiche Dienerschaft und die kostbar dekorierten Bimmer, durch das Gefuch verworfen werden, so deduzierte Herr Plonz. Die Damen Gebäck, noch denen, die es genießen sollen, zuträglich, und die die der Uhrenhändler wohl mit Absicht geführt wurde, bestimmten könnten ja im nächsten Jahre wiederkommen. Bäckermeister thäten gut, wenn sie nicht allein das Publikum, ihn, dem O. die Auswahl auf turze Zeit zu überlassen. Als sie sondern auch das eigene Personal eindringlich auf die hygienischen wieder abgeholt werden sollte, gab O. an, sein Vater( der vor zwei Vorlage betreffend Pflasterung der in einem gräulichen Zustand be= Straßenbau und Kirchenbau in Groß- Lichterfelde. Die Vorteile einer sauberen Behandlung der Brotbeutel aufmerksam Jahren gestorben ist) sei noch nicht zurück von einer Reise nach machten. Ein anderes noch. Es geschieht nicht selten, daß die Angermünde, und da er dem Vater eine der Uhren zum 60. Geburts- findlichen Hobrechtstraße gab der Gemeindevertretung diese Woche tag schenken wolle, möge der Uhrenhändler sich gedulden. Beranlassung zu jenen im hiesigen Gemeinderat nicht seltenen DisFünf Brotbleche und Kuchenteller im Laden als 8ahlbrett benut Tage ließ sich der Geschäftsmann hinziehen, dann drang er energisch tusfionen, bei denen die sogenannte Bezirkspolitit ihre schönsten werden. Wenn auch das Geld nach des hochseligen Vespasianus auf die Herausgabe sämtlicher Uhren und Stetten. Triumphe und die grundbesitzenden Doktoren beider Ausspruch nicht stinkt, so flebt doch außer dem symbolischen mancher spielte Opitz den Beleidigten. Zuletzt jedoch, als der Geschäfts- Borlage wurde schließlich angenommen. Die Vorlage betreffend ErHemisphären von Lichterfelde ihre geistigen Rappiere kreuzen. Die fehr materielle Schmutz daran, der unter besagten Umständen vom mann mit der Polizei drohte, gab O. nach und vertröstete werbung eines Plazes für den Bau einer weiteren Käufer verzehrt werden muß. Auch hier wäre Abhilfe recht er- ihn. Nun ging der Geschäftsmann zur Kriminalpolizei. Dort Kirche im Westen führte zu einer sehr lebhaften Debatte. wünscht. fagte man ihm, daß er nicht der einzige derartig GeAls Bauplatz ist der Friedrichsplatz in Aussicht genommen, der durch Die unbefugte Ausgrabung einer Kindesleiche in der bekannt sei. Man gab dem Geschäftsmann einen Kriminal- sollten, entsprechend vergrößert wird. Gemeindevorsteher Schulz, prellte, und daß Opis schon für solche Schiebungen Neuerwerbungen, für welche bis zu 14 000 m. bewilligt werden Anstalt für Epileptische zu 2uhIgarten wird nun doch noch ein beamten mit. Das schüchterte Opitz derartig ein, daß er und seine der alle Kirchenbauten befürwortet, bemerkte, daß die Kirchengerichtliches Nachspiel finden. Wie wir fürzlich mitteilten, hatten die Verwandten den Geschäftsmann mit Bitten und Versprechungen be Eltern des in der Anstalt verstorbenen Kindes, die Arbeiter- Eheleute stürmten. Der aber blieb fest. Selbst als D. gestand, daß er die gemeinde die Bedingung eingegangen sei, vor dem Jahre 1910 den Bau der Kirche durch die Gemeinde nicht zu beantragen und nach Wiebe, gegen den Direktor Hebold und die beiden Arbeiter, welche waren verfekt habe. Und am Abend desselben Tages, an dem der diesem Zeitpunkt auch nur dann, wenn ein Bedürfnis" vorliege. Diese auf Anordnung desselben die Wiederausgrabung hatten vornehmen Uhrenhändler mit einem Kriminalbeamten dem Opig auf die Bude fortwährende Kirchenbauerei auf Kosten der Gemeinde, die sich zudem müssen, Strafantrag gestellt. Das Landgericht hatte die Eröffnung gerückt war, hatte er durch sein unablässig festes Auftreten sein in einer schlechten finanziellen Lage befindet, war selbst dem konEigentum endlich wieder in seinen Händen. An der ganzen Sache des Hauptverfahrens abgelehnt mit der Begründung, daß die ist nur merkwürdig, daß die Kriminalpolizei schon so lange von dem Ort genug Kirchen befigt, die stets leer seien, daß keine andre fervativen Gemeindevertreter Räte zu bunt. Er führte aus, daß der Angezeigten sich in dem wenn auch rechtsirrtümlichen Glauben be- gemeingefährlichen Treiben des Opitz unterrichtet war, ohne gegen Gemeinde so viel Geld für Kirchen ausgegeben wie Lichterfelde. Für funden haben könnten, sie seien zu ihrem Vorgehen berechtigt. Auf ihn vorzugehen. eine höhere" Schule suche man nach einem Play, an Spieldie vom Staatsanwalt eingelegte Beschwerde hat nun das KammerEinem Arbeiter in der Großgörschenstraße haben Spizplägen und sonstigen Anlagen sei auffallender Mangel, das gericht angeordnet, daß dem Antrage auf Eröffnung des Haupt- buben vorgestern einen recht groben Schaden zugefügt. In der Deficit im Gemeindesäckel ein Grund mehr, mit dem Kirchenverfahrens stattzugeben sei. Enttäuschung darüber, daß sie kein Geld vorfanden, steckten die Ein- bauen einmal eine Pause zu machen. Er sei gegen die Vorlage. brecher zwei wertvolle Kanarienhähne in einen mit Waffer gefüllten Gemeindevertreter Friebus und Dr. Lehmgrübner erklärten sich für Der elektrische Post- Bahnhof in der Invalidenstraße ist jetzt Eimer und deckten diesen zu, so daß die Tiere umkamen. Ferner dieselbe, zumal für erfteren 14 000 m. nur eine„ Bagatelle" find. Postrat Griesbach und mehrere Räte aus dem Reichs- Postamt und öffneten sie eine Voliere, in der sich Zucht- und junge Vögel be- Die Vorlage wurde alsdann gegen die Stimme des Gemeindevon der Ober- Postdirektion unterzogen die neuartige Anlage einer fanden, so daß diese zum größten Teil entflohen sind. Die Diebe, vertreters Meusching angenommen. Herr Raeke schien demnach von die ja nicht immer die eingehenden Besichtigung. Nach dem Ergebnis soll der Bahnhof von denen leider bis jetzt jede Spur fehlt, verunreinigten außerdem von seinen vernünftigen Ausführungen Regel bilden hinterher so erschrocken gewesen zu sein, daß er bei demnächst in Betrieb genommen werden. Vorläufig finden täglich Uebungen in der Bedienung der Maschinen des Bahnhofs statt. Der Bahnhof ist der erste Post- Bahnhof Groß- Berlins und der erste Wafferstandes arg daniederlag, beginnt sich endlich wieder zu beber Vorlage, die in der Sigimg erfolgte, eine solch mangelhafte Die Schiffahrt auf der Spree, die infolge des niedrigen der Abstimmung dieselben desavonierte und für die Vorlage stimmte. Bemerft sei noch, daß die Formulierung elektrisch betriebene Post- Bahnhof des Deutschen Reiches überhaupt. leben. Die Niederschläge der letzten Tage haben den Wasserstand war um einen höflichen Ausdruck zu gebrauchen daß eine Auch im Ausland giebt es unsres Wiffens eine derartige Anlage wenigstens derartig erhöht, daß schon Kähne mit dreiviertel Ladung Abstimmung hierüber faum angängig erichten. Vielleicht erklärt sich noch nicht. Der Bahnhof liegt zwischen dem Lehrter Stadt- Bahnhof fahren können. fünftig bei ähnlich verzwickten Situationen der rechte Nebenmann und der Invalidenstraße in der Tiefe. Er ist dazu bestimmt, den Eine Schlafstellen- Diebin treibt gegenwärtig im Nordosten des Herrn Gemeindevorstehers bereit, feine journalistischen Fähig umfangreichen Batetverkehr nach Hamburg, Hannover, Köln usw. zu ihr Unwesen. Eine etwa 30 jährige Frauensperson tam zu dem in der feiten in den Dienst der guten Sache" zu stellen, auf daß die Bevermitteln, der seit den letzten Weihnachten in einer vorläufigen Aus Neuen Königstraße wohnenden Posthilfeboten St., um eine Schlaf- schlüsse in fachlicher, grammatikalischer und logischer Hinsicht etwas lage beim Bahnhof Butligstraße verladen wurde. stelle zu mieten. Sie gab an, foeben von außerhalb gekommen zu einwandsfreier formuliert erscheinen. sein, um hier eine Stelle anzutreten, was jedoch erst in einigen Auläßlich der umfangreichen Diebstähle in der königlichent Tagen geschehen könne. Da sie mir über wenig Mittel verfüge, Pulverfabrik zu Spandau sollen verschiedene außerordentliche müsse sie in der Zwischenzeit eine Schlafstelle mieten. Nachdem Vorkehrungen getroffen werden, um die Wiederkehr folcher Vorbeide Parteien bezüglich der Miete einig geworden, zog auch die fälle zu verhüten. Zunächst wird eine anderweite wirksamere Stonfremde Frau sofort zu. Als St. am Abend die neue Mieterin in trolle der Materialienvorräte eingeführt. Sodann soll das über ihrem Zimmer besuchen wollte, um wegen der polizeilichen An- 100 Morgen große Fabrikgelände, auch an der Landseite bereits mit meldung ihr Nationale festzustellen, war sie verschwunden. Die einem hohen eisernen Gitter eingefriedigt ist, um an der bisher noch dreiste Schwindlerin hatte Gelegenheit gefunden, einen Kleiderschrant offenen Wasserseite( Havelufer) mit einem Drahtgehege ein vollständig auszuräumen. Der Polizeibehörde, welcher bereits mehrere Anzeigen über das Treiben der Schlafstellen- Diebin zu gegangen sind, ist es noch nicht gelungen, der Person habhaft zu werden. Die Anwohner der Möckernstraße leiden jezt schon seit acht Tagen unter den Folgen des großen Speicherbrandes auf dem fistalischen Gelände am Anhalter Güterbahnhof. Die zunehmenden Dünste, die dem noch immer unaufgeräumt daliegenden riesigen Schutthaufen entsteigen, verhindern die Bewohner, die Fenster zu öffnen. Eine Betition an die zuständige Behörde um Abhilfe befindet sich im Umlauf. die Wohnung. geschafft werden kann. Freilich, wenn Portier und Wächter, deren gezäunt werden, damit wenigstens zu Wasser teine Diebesbeute fortbesondere Aufgabe die Ueberwachung des Fabrifgebäudes ist, selbst zu den Spizbuben gehören, wie in dem vorliegenden Fall, danu dürfte es schwer sein, sichere Maßnahmen zur Abwendung von Dieb stählen ausfindig zu machen. Der Chef der Feldzeugmeisterei hat eingehende Berichte über die Vorgänge von der Fabrikdirektion eingefördert. Im Zeichen des Wohnungselends. Ein Berichterstatter meldet folgenden Fall, der leider nicht vereinzelt dasteht. Das Schidfal einer Obdachlosen erregt im Osten Berlins in weiteren Kreisen Bedauern. Bor zwei Monaten verstarb der in der Oppelnerstraße wohnhafte Schneider Klein, seine Frau mit zwei fleinen Kindern zurücklassend. Dieselbe suchte sich und die Kinder als Durch Ueberfahren wurde gestern( Sonnabend) abend 7 Uhr Näherin durchzubringen, bis sie vor einem Monat niederkam. Als der 6 Jahre alte Sohn des Malers Buschlaut vor dem Hause sie dann am Ersten die Miete nicht bezahlen konnte, wurde sie mit Gauerstr. 25 getötet. Der Kutabe wollte dem Kutscher eines Ries den drei Kindern, von denen das älteste 4 Jahre alt ist, auf die wagens eine Schürze zureichen, die vom Wagen gefallen war. Straße gefegt und fah sich gezwungen, da das Suchen Hierbei erfaßte das Hinterrad den Knaben so unglücklich, daß der Durch landrätliche Verordnung vom 16. August, die sofort nach einer andern Wohnung vergeblich war, das Asyl Schädel zerschmettert wurde und das Kind auf dem Transport nach in Kraft getreten, ist das Befahren der in Wannsee von der Berlinfür Obdachlose aufzusuchen. Ein Kind wurde ihr nun ab der Unfallstation starb. Potsdamer Provinzialchaussee abzweigenden Chauffee über Pfauens genommen und im Waisenhause untergebracht, während das andre Mit dem Drachen zum Fenster hinausgestürzt ist Freitag- insel, Moorlate nach der Glienicker Brücke mit Automobil in Pflege gegeben wurde. Nun wurde Frau K., die infolge der nachmittag der 11 Jahre alte Gemeindeschüler Emil Schmiedice, Fahrzeugen verboten. Uebertretungen werden mit Geldstrafe vor 4 Wochen erfolgten Niederkunft noch ungemein geschwächt ist, der seit neun Jahren bei der Witwe Juschkat in der Wrangelstraße 75 bis zu 30 M. bestraft. aufgefordert, sich mit dem dritten Kinde eine Wohnung zu suchen, in Pflege war. Als Frau Juschkat gestern nachmittag mit ihrer was ihr aber bisher nicht möglich war. Die Aermste, welche gänzlich dreijährigen Tochter ausging, blieb der Knabe allein zurüd. Um mittellos ist, irrt verzweifelnd umher und hat vorläufig für einige 42 Uhr sah eine Nachbarin, wie er auf dem Fensterbrett saß und Tage bei einer selbst sehr armen Familie in der Reichenbergerstraße zum Fenster hinaus seinen Drachen steigen ließ. Die Frau warnte eine Lagerstätte gefunden. Ihre Mobilien 2c. lagern in einer Halle ihn vor der gefährlichen Spielerei, erhielt aber zur Antwort, daß er des Asyls für Obdachlose, sie kann dieselben von dort nicht eher fich langweile und nicht wisse, was er sonst anfangen solle. Bald abholen, bevor sie eine Wohnung hat, und sie ist nicht in der Lage, darauf stürzte er hinter dem Drachen her auf den Hof hinab, wo Arbeit zu suchen, um sich und ihr Kind durchzubringen. er mit zerschmetterten Gliedmaßen liegen blieb und nach wenigen Minuten starb. Gerichts- Beifung. Die Liebe im Milchgeschäft. Ein altes Konto aus dem Jahre 1893 hatte der Privatlehrer Johannes Aloisius Saffian zu begleichen, der gestern unter der Anflage des Betrugs und Diebstahls vor der Ferienſtraftanmer stand. Der schon bejahrte Angeklagte ist nach seinen Vorstrafen ein recht gefährlicher Heiratsschwindler, dem Ein rätselhafter Ueberfall. Am Donnerstagmittag gegen bei seinen Attacken auf die Gelder heirats lustiger Frauen ein sicheres 1 Uhr erschien in der Wohnung des Instrumentenmachers Baetic, In großer Gefahr war am Sonnabendnachmittag auf Bahn Auftreten eine biedermännische Art des Sprechens zu Rottbuferstr. 12 III, ein etwas schäbig gekleideter junger Mann, gab hof Friedrichstraße eine Frau, die sich auf dem Vorortbahnsteig Silfe fommt. Er hat schon zweimal recht harte Gefängnisan, Technifer zu sein und wollte ein möbliertes Bimmer mieten. Er befand und dort auf den ankommenden Bug wartete. Plöglich ſauste strafen erlitten, weil er den Heiratsschwindel mit besonderer teilte der allein in der Wohnung anwesenden Frau P. mit, daß er von der Decke der Bahnhofshalle, welche gegenwärtig mit einem Dreistigkeit betrieben hat, noch ehe seine lange Jahre bestandene Ehe schon bei ihrer in der Reichenbergerstraße wohnenden Mutter ge- neuen Anstrich versehen wird, ein Farbtopf haarscharf an dem Kopf rechtsfräftig gefchieden war. Diesmal trat als Belastungszeugin die wesen und von dort zu ihr geschickt worden sei. Er erklärte sich be- dieser Frau vorbei, auf den Bahnsteig herab. Außer der Beschädi jezt 51 Jahre alte Witwe S. auf, die inzwischen ein Herz gefunden reit, das betreffende Zimmer zu mieten, doch volle er erst mit gung ihrer Kleidung durch die Farbe, hat die Frau glüdlicherweise bat, das sich ewig ihr geweiht und mun schon seit mehreren Jahren seinem Freunde, mit dem er zujammen ziehen werde, Rüdsprache feine Verlegungen davon getragen. Leicht hätte dieser Unfall aber mit ihrem Ehemanne fleißig und würdevoll ein Mehl- und Vorkost nehmen. Hierauf entfernte er sich, fehrte jedoch nach einer halben ihren Tod zur Folge haben können. geschäft betreibt. Vor acht Jahren, im Jahre 1893, war die Wittib Stunde zurück, um Frau B. mitzuteilen, daß er feinen Freund nicht glückliche Besizerin eines Milchgeschäfts, das ihr gar keine Freude mehr angetroffen habe. Im Laufe des Gespräches bat er um ein mehr machte, da sie einsah, daß zur Leitung eines solchen Geschäfts Glas Wasser und als Frau B. sich umdrehte, um es zu holen, pacte ein Mann notwendig sei. Sie hielt den Hat einer guten Freundin er sie hinterrücks an der Kehle und warf sie auf das Bett, ihr Der Jrrwahn, daß es in Preußen ein kommunales und getreuen Nachbarin, sich doch wieder unter das Ehejoch zu Gesicht fest in die Kissen hineindrückend. Als es der fich verzweifelt Selbstverwaltungsrecht giebt, dürfte auch bei manchen der bengen, unter den obwaltenden Umständen für einen sehr vernünftigen wehrenden, schon halb erstickten Frau für einen Augenblic Hohenzollernlegende ergebenen Gemütern durch die Geschichte der und begann eifrigst die Heiratsannoncen zu studieren. gelang, das Geficht hochzuheben, drückte er ihr fein Taschen- ichtenberger Schuldeputation beseitigt werden. Die eine solche an, nach welcher, schlicht und recht, ein gebildeter Mann tuch in den Mund, riß sie zu Boden und schlug ihren Stopf mit Gemeindevertretung unsres Vororts hatte sich in ihrer legten Sizung eine brave Frau zu heiraten suchte, und befand sich bald mit voller Wucht gegen den Fußboden. Frau P., der es inzwischen ge- abermals mit der Haltung zu beschäftigen, die von der preußischen Johannes Aloisius Saffian, Sprachlehrer in einem ostpreußischen in lungen war, den Knebel zu entfernen, bat, fie doch am Leben zu Regierung zur Zusammensetzung der Schulfommission eingenommen Städtchen, eifrigem Briefwechsel, 11111 der sich Liebe, Treue, lassen. Nun gab er sie frei, drohte aber, sie beim ersten Schrei zu wird, welche dort nach dem Muster städtischer Schuldeputationen ge- Themata The und Verwendbarkeit eines töten. Er wusch sich dann in aller Nube die blutigen Hände und bildet werden soll. Von der Gemeindevertretung war, wie erinnerlich, Brivatlehrers in einem Milchgeschäft drehte. Nach mehrwöchiger entfernte sich unter Zurücklaffung seines M. K. gezeichneten Taschen diese Kommission mehrfach in einer Weise zusammengesetzt worden, Korrespondenz glaubte Frau S., daß der Worte genug gewechselt tuches, an dessen einem Ende ein längeres Stück Vindfaden fest, die der Regierung nicht genehm war. Um nun die Fiftion feien, fie schickte deshalb furz entschlossen dem ostpreußischen Freiersgebunden war, und eines Baares Inopfloser Manschetten, die bei vom Recht der Selbstverwaltung recht plausibel zu machen, mann 30 M. Reisegeld zu, forderte ihn auf, sich persönlich mit ihr dem Kampfe auf das Bett gefallen waren. Er ging dann wieder erließ die Regierung eine Verfügung", in der sie etwa erklärte: Da in Verbindung zu setzen, und hatte das Vergnügen, ihn eines Tags Aus den Nachbarorten. 6 wh die in Berlin vom Bahnhof abzuholen. Johannes Aloisius Saffian, der einen ganz charmanten, tadellosen Eindruck machte, richtete sich fofort in ihrer Wohnung ein, ließ es sich dort wohl ergehen und Heuchelte unüberwindliche Heiratslust. Nebenbei suchte er auch sich im Milchgeschäft nüßlich zu machen. Die Verlobung sollte sehr bald gefeiert werden und Frau S. überließ eines Tages ihrem Zufünftigen zwei Trauringe, deren einer noch von ihrem seligen Gatten herrührte, mit dem Auftrage, sie zur Verlobung umändern zu lassen. Er machte die Ringe sofort zu Geld und dachte nicht weiter an den Auftrag. Als Frau S. eines Tages von einem kurzen Ausgange heimkehrte, war Saffian verschwunden, mit ihm aber auch eine Summe Geldes, das sie in einem Kommodenkasten bewahrte. Er kehrte nicht wieder und hinterließ der aus allen Himmeln gestürzten Witwe als Andenken nur einen kleinen Handkoffer, der nichts enthielt, als eine große Anzahl weiblicher Photographien und Liebesbriefe. Es fanden sich darunter Briefe vor, aus denen die betrogene Frau mit Staunen sah, daß er sich über ihre Schönheit und den Grad ihrer Bildung luftig machte und es für unmöglich erkläre, sie zu heirathen. Dics schlug dem Faß den Boden aus, sie ging zur Polizei und erstattete Strafanzeige. Obwohl ein Steckbrief hinter ihm erlassen wurde, wußte sich Saffian acht Jahre lang den Nachforschungen der Polizei zu entziehen. Angeblich hat er inzwischen in Galizien ungestört feines Amtes als Privatlehrer gewaltet. Erst als er jüngst in Hamburg auftauchte, fonnte er festgenommen werden. Er bestritt gestern vor Gericht mit allem Bathos jede betrügerische Absicht. Der Gerichtshof hielt diese aber für flar erwiesen und verurteilte den Angellagten zu 1/2 Jahren Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust. = ( Secessionsbrettl.) Theater des Westens. " 1 " Wochenspielplan der Berliner Theater: Empfängniszeit mit der Mutter zu thun hatten und nicht beweisen, daß der Elfen". Montag: Der Troubadour"( Heinrich Bötel). Schiller Theater( Morwit- Oper). Sonntag: Oberon, König auch andre das Gleiche in derselben Zeit thaten. Die Tabelle für die Dienstag: Empfängniszeit finden Sie Seite 37-49 des dem Arbeiterrecht angehängten undine". Mittwoch: Die weiße Dame"( Heinrich Bötel). Donnerstag: Führers durch das Bürgerliche Gesetzbuch. Das Buch liegt in den öffents Oberon, König der Elfen". Freitag, Sonnabend, Sonntag: Unbestimmt. lichen Lesehallen aus. 3. Nach Ihrer Darlegung ist nichts( mit Ausnahme Montag: Die Weber". Dienstag:" Rosenmontag". Mittwoch: Gespenster" 4. Sehen Sie davon ab. Deutsches Theater. Sonntag: Die Macht der Finsternis". Ihres Lohues) pfändbar. Ihre Frau haftet für Ihre Schulden nicht. Donnerstag:„ Rosenmontag". Freitag:„ Die versunkene Glocke". Sonnabend: N. P., Charlottenburg. Am 1. September. Hartha. 100. Das Gehalt ist Staufleuten nicht um das Krankengeld mittags:" Fuhrmann Henschel". Die Macht der Finsternis". Sonntag: Abends:„ Rosenmontag". Nach zu fürzen. Gegenteilige Abreden sind ungültig. G. 2. Wenden Sie sich: an Siemens u. Halske. A. B. 7. 1. Die an Ihnen angesirengte Berliner Theater. Sonntag:„ Der Troubadour"( W. Alberti). Klage hätte feine Aussicht auf Erfolg. 2. Sie tönnen auf Herausgabe der Montag: Martha"( Otto Bruds, W. Alberti). Dienstag: Tell"( Otto Sachen Ihrer Kinder mit Erfolg flagen. 3. Sie tönnen Herausgabe Ihrer' Brucks). Mittwoch:" Bar und Zimmermann". Donnerstag:" Der Prophet". Kinder verlangen und dieselben durch Antrag beim Amtsgericht durchsetzen. Freitag, Sonnabend, Sonntag: Unbestimmt. Beitragskosten gegen Ihre Frau können erst nach Scheidung für die Neue königliche Oper( Trianon Theater). Alle Abende: Beit von der Scheidung ab eingeflagt werden. 4. Zuhörer haben Zutritt. „ Lebende Lieder". A. N. 1. Sie fönnen mit Erfolg Steuererlaß für die Zeit beantragen. Alle Abende: Theater Charivari. 2. Sie haben spätestens bis 4 Wochen nach der Uebung sich an den Magistrat zu wenden und erhalten für Ihre Frau 30 Broz, für Ihr Kind. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Alle Abende: 10, insgesamt also 40 Broz. des ortsüblichen Tagelohns. Den Anspruch Der Zigeunerbaron". fann Ihre Frau schon jetzt erheben. 6. S. Ch. 1. Nach zutreffender Central Theater. Alle Abende:„ Die Geisha". Ansicht ist für solchen Fall Konzesfion- und Gewerbe- Anmeldung erforders Belle Alliance Theater. Sonntag:„ Onkel Bräsig". lich. Für diese Art gemeinsamen Einkaufs ist keine Stonzession notwendig. Montag an:„ Der Better". C. W. 1. Die Behauptung ist falsch. 2. Das hängt vont Belieben der Erde". Montag:„ Mittelmeerfahrten". Mittwoch:" Malerische Wanderung kommen. Urania, Taubenstr. 48/49. Alle Abende: Aus dem Tagebuch der Militärbehörde ab, in der Regel würden Sie in ein hadisches Regiment durch die Mart". F. W. Warschauerstraße. 1. und 2. Ja. 3. Leider nicht. Nach Grünn. Stellen Sie den Antrag auf mündliche Verhandlung. Dann entscheidet der Stadtausschuß. 3. 100. Sie können mit Aussicht auf Erfolg flagen. 00. 100. Der Mann hat zu zahlen, es jei denn, daß innerhalb der Empfängniszeit noch ein andrer Verfehr gepflogen hat. Welche Zeit die gefegliche Empfängniszeit ist, ersehen Sie aus den Tabellen S. 37-40 des dem Arbeiterrecht beigefügten Führers durch das 1,20 Bürgerliche Gesetzbuch. Henning 1000. Maßgebend für die Steuer: 1,- einschätzung ist der dreijährige Durchschnitt des Lohnes. Die Miete iſt nicht 1,20 in Abzug zu bringen, wohl aber die Beiträge zur Kranten, Unfall, Alterss 1,10 und Invaliditäts Versicherung, Witwen, Waisen- und Pensionskassen und 1,60 1,10 Versicherungsprämien für die Versicherung des Steuerpflichtigen auf den 2,60 2,- Todes: oder Lebensfall. Für jedes Familienglied unter 14 Jahren wird 42,40 von den steuerpflichtigen Einkommen, falls dies 3000 m. nicht übersteigt, 2,40 2,- 50 M. abgerechnet. 23. M. 1. Das ist leider zu spät. 2. Nein. 3,- 1,40 Marktpreise von Berlin am 16. August 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. + Roggen,, gut " mittel gering * Berste, gut s Von D.- Ctr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. mittel gering " Rindfleisch, Seule 1 kg " do. Bauch 9, 1,60 1,30 5" 14,20 " Schweinefleisch 1,60 " Kalbfleisch " 1,60 Hammelfleisch mittel gering 16, 1514,90 13,90 13,80 12,90 16,50 15,80 Butter Eier 60 Sint 15,70 15, 14,90 14,30 7,66 77,80 5,50 Karpfen Nale Bander Hechte Barsche Schleie 1 kg " 2,80 1,40 2,40 1,20 " 1,80 0,80 40,- 25, Bleie " 45, 65,- 30, 25, Krebse per Sjot 18,- 2,50 * afer, gut mittel gering Nichistroh Hen Grbsent Speisebohnen Linien † ab Bahn. *) Frei Wagen und ab Bahn. Briefkasten der Expedition. 2,40 1,20 Karton- Arbeiter. In Ihrem Inserat zum Dienstag fehlt die Ans 1,40 0,80 gabe des Versammlungslokals. Ein blutiger Vorgang, der seiner Zeit Aufsehen erregte, beschäftigte vorgestern das Kriegsgericht der 2. Garde- InfanterieDivision. In der Nacht zum Sonntag, den 3. Juni, kam die 36 Jahre alte Valesca Amtmann, eine Prostituierte, die in jener Gegend unter dem Namen Kanal- Valesca bekannt ist, weil sie sich schon seit 9 Jahren am Schiffahrtskanal herumtreibt, in eine Schankwirtschaft der Kielerstraße hereingestürzt und schrie blut überströmt:„ Er hat mich gestochen!" Man brachte sie sofort nach der Charité, wo man einen Stich in die Brust, der nicht unbedenklich zu sein schien, feststellte. Die Gestochene konnte aber schon nach acht Tagen als geheilt wieder aus dem Krankenhause entlassen werden. Nach dem Ergebnis der Ermittelungen wurde der Lazarettanwärter Henkel, der in der Küche des Garnisoulazaretts I beschäftigt ist, der Thäterschaft beschuldigt und vor Gericht gestellt. Henkel bestritt auch in der Verhandlung seine Schuld. Drei Schankwirte, die als gengen bernommen wurden. Konnten nur befunden, daß der Lazarett- der matten Saltung von gestern und vorgestern eine Erholung ein und zwar Produktenmarkt vom 17. August. Am Getreidemarkte trat heute nach anwärter in jener Nacht betrunken in ihren Lokalen gewesen war. in der Hauptfache auf Nachage nach greifbarem jowie im Herbst liefer: Die Kanal- Balesca" sagte aus, sie sei so betrunken gewesen, daß barem Getreide; man nimmt an, daß allenthalben die Bestände sehr fie gar nicht mehr wisse, wer sie begleitet und gestochen habe. Das zusammengeschrumpft sind. Wenn die Nachfrage seitens der Provinz nicht gegen wurde Henkel belastet von einem Artilleristen, der gesehen noch lebhafter sich gestaltet, so ist es wohl in der Sauptsache darauf zurück hatte, wie er seinen Säbel, mit dem der Stich geführt wurde, abzuführen, daß die Provinzmühlen ihren augenblicklichen Bedarf aus dem schnallte. Der Lazarettanwärter wurde daraufhin wegen gefährlicher zurückzuführen, daß heimischer Weizen fast gar nicht hier offeriert wird und Ernteerträgnis ihrer Umgegend decken. Auf diesen Umstand ist ferner Körperverlegung zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten ver- Roggen nur in unbedeutenden Posten herantommt. Bemerkt sei noch, daß urteilt. Er beteuerte aber nach wie vor seine Unschuld und meldete Amerika höhere Preise meldete, was namentlich auf das hiesige Lieferungs: gleich Berufung gegen das Urteil an. geschäft in Weizen befestigend wirkte. Am Frühmarkt war in erster Linie Roggen begehrt, doch auch Weizen sowie Futtergetreide begegnete guter Nachfrage. Roggen fräftig anziehend. Der Mittagsverkehr, der sehr ruhig lag, sette mit etwas niedrigeren Preisen ein, die Grundtendenz aber blieb fest. Weizen war eher vernachlässigt und zog umt ca. 34 M. an. Roggen in September und Oftoberlieferung rege begehrt. Von ausländischem Roggen ist in erster Linie Ware aus der Gegend von Nikolajew, wo offenbar die Ernte reichlich ausgefallen ist, in größeren Mengen angeboten. Safer knapp behauptet. Mais träftig anziehend. Mehl still und behauptet. Rüböl ohne Geschäft. HOLL Versammlungen. Spiritus ohne Notiz. Bullen: Witterungsübersicht vom 17. August 1901, morgens 8 Ilhr. Stationen Barometerstand mm WindBumppa Windstärte Wetter Temp. n. C. 5°= 4º R. Stationen Barometerstand mm Wind18 paparauba 761 SO Bunzi Windstärke Wetter Temp. 1. C. 15° C.= 4° R.I 2 bedeckt 2 wolfig 20 769 NW 766 N 2 bedeckt 15 Betersburg 765 SO 3 hlb.bed. 18 Cort 1 Dunst 18 769 NO 1 wolfent 14 Swinembe 765 N Hamburg Frautf./M. 770 Berlin München Wien 3 wolfent 11 Aberdeen 3.bedeckt 14 Baris 770 764 3 bedeckt 16 Wetter Prognose für Sonntag, den 18. August 1901. schwachen südlichen Winden. Nachts ziemlich fühl, am Tage wärmer, meist heiter und trocken bet Berliner Wetterbureau. Danksagung.[ 29386 Für die rege Teilnahme bei der BeBuzers August Fendrich Deutscher Buchbinder- Verband. erbigung meines lieben Mannes, des Den Mitgliedern hiermit zur Nach sagen wir allen Freunden und Bes richt, daß unsre Kollegin kannten sowie dem Centralverband der Maurer, Zahlstelle Berlin I( Buzer), sowie den Mitgliedern des Gesangvereins unsern herzlichsten Dant. Die trauernden Hinterbliebenen. Von der Reise zurück Johanna Dittombé Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag [ 73/10 Dr. J. Lilienthal, Specialarzt für Hautkrankheiten, Kommandantenstr. 76. Die hygienische und sociale Bedeutung des Alkohols wurde am Freitag in einer öffentlichen, von etwa 1000 Personen besuchten Versammlung bei Buggenhagen, die vom unabhängigen Guttempler Orden einberufen war, erörtert. Der Referent Herr Profeffor Dr. A. Forel aus Chigny( Schweiz), früherer Leiter licher Bericht der Direktion. Städtischer Schlachtvichmarkt. Berlin, 17. August 1901. Amt der Kantonal- Jrrenanstalt in Zürich, behandelte dieses Thema in 1621 Kälber, 17630 Schafe, 8258 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund Zum Verkauf fionden: 4501 Rinder, einem zweistündigen Vortrage, in dem er nachwies, daß der oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Bfund Alkohol unter allen Umständen, und einerlei, ob er in in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht am 16. d. Mts. verstorben ist. Form von Schnaps, Bier oder Wein genossen wird, eine un- wertes, höchstens 7 Jahre alt 62-66, b) innge fleischige, nicht aus: gemein schädliche Wirkung auf den menschlichen Organismus ausübt. gemäßtete und ältere ausgemäßtete 56-61; c) mäßig genährte junge und gut Auch der sogenannte mäßige Alkoholgenuß von etwa zwei Glas genährte ältere 52-54; d) gering genährte jeden Alters 48-50. Bier oder Wein täglich sei schädlich und schon geeignet, das Nerven a) vollfleischige höchfien Schlachtwerts 59-63; b) mäßig genährte jüngere system recht ungünstig zu beeinflussen. Die vielfachen, wissenschaft- tihe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; und gut genährte ältere 53-58; e) gering genährte 45-50. Färfen und lichen Untersuchungen hätten zweifellos ergeben, daß ein b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren außerordentlich hoher Prozentsatz der Geistestrantheiten und 53-55; c) altere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere andrerseits der Verbrechen, insbesondere die vielen Roheits- Kühe und Färsen 50-52; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 44-48; bergehen die Folge des Alkoholgenusses sind. und gute Saugfälber 60-64, 0) geringe Sangfälber 56-58, d) ältere, gering Kasse der deutschen Drechsler Aber auch gering genährte Kühe und Färfen 37-42.- Kälber: a) feinste Was Allgem. Kranken- u. Sterbe- Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, tälber( Bollmilchmast) und beste Saugfälber 66-70, b) mittlere Mastfeien zumeist auf den Alkoholgenuß, der nicht nur die Gehirnthätigkeit genährte( rejser) 35-45. beeinträchtigt, sondern je nach der Körperkonstitution oftmals andre gammel 65-68, b) ältere Masthammel 60-64, Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast und deren Berufsgenossen. c) mäßig genährte Organe des menschlichen Körpers zerstört, zurückzuführen. Einen ganz bammel und wesentlichen Einfluß übe der Alkoholgenuß auf die Nachkommen aus. Ichafe( Lebendgewicht) 28-33. Schafe( Merzschafe) 56-58, d) Holsteiner Niederungs-( E. H. 86, Hamburg, Bezirk. C.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Schweine: a) vollfleischige, der feineren Es sei durch Untersuchungen festgestellt worden, daß die Kinder von Alto- Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 220-280 Pfund unser Mitglied holikern wenig lebensfähig oder aber körperlich und geistig entartet schwer, 00-60; b) schwere, 280 Pfund und darüber( stäfer) 00-00; c) fletichige Carl Nitschke zahlreiche andre Krankheiten, wie Herz-, Leber- und Nierenleiden, und Girafanstalten liefern, lichſte paterial für die Irren mit 20 Bros. Mariette 54-56; e) Gauen 55-56. Für 100 Pfund Tara. den 20. Auguft, nachmittags 5 Uhr, Friedhofs III( Blößensee) aus statt. von der Leichenhalle des Johannis: Rege Beteiligung erwartet[ 25/13 Die Orts- Verwaltung. Von der Reise zurüc * Karlstr. 25. Uebernehme meine Pragis ant 20. d. M. Dr. Swarsensky, Wrangelstr. 49. Central- Kranken- u. SterbeKasse der Tischler abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung Der Referent führte im weitern am Montag, den 12. d. Mts., veraus und wies durch verschiedene Beispiele nach, Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich langsam storben ist. nach, daß ab, nur seine junge, schwere Ochsen fanden glatt Abjaz, es bleibt erheblicher der Altohol durchaus fein Nahrungs oder Stärkungs- Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete sich schleppend, es wird nicht aus den 18. b. Wits, nachm. 4 Uhr, von Die Beerdigung findet am Sonntag, u. andrer gewerblicher Arbeiter Verwaltung Berlin E. mittel, wie noch vielfach angenommen wird, ist, sondern verkauft. Bei den Schafen war der Geschäftsgang bet besserer Schlachtware dem neuen Schöneberger Kirchhof, Montag, den 19. August cr., daß derselbe nur die geistige und physische Kraft dauernd schwächt, ruhig, fonft schleppend; es bleibt wesentlicher Ueberstand. Der Schweine- Marstraße, aus statt. eine vollständige Degeneration des Organismus herbeiführt und als marit verlief ruhig, schloß langsam und wird kaum ganz geräumt. Sauen 2958b Die Ortsverwaltung. der größte Feind der Freiheit der Menschen bezeichnet werden muß. waren nicht starf vertreten. Todes- Anzeige. Der Vortrag wurde von den Versammelten mit stürmischem Beifall Den Mitgliedern des aufgenommen. An der Diskussion beteiligten sich nur Abstinenzler, Verbandes der Bau-, Erd- und darunter auch einige Aerzte. Von den verschiedenen Rednern wurde zum Anschluß ant den Verein abstinenter Arbeiter gewerbl. Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Berlins oder alt den Guttempler- Orden Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: aufgefordert. Von den Vereinigungen wird jetzt auch die tag nud Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Errichtung mehrerer abstinenter, altoholfreier Gastwirtschaften geplant J. Saul. Besten Dank für die Mitteilung, die Angelegenheit ist damit und eine rege Agitation gegen den Alkoholgenuß, insbesondere auch für uns erledigt. unter der Arbeiterbevölkerung entfaltet werden. Briefkasten der Redaktion. R. W. 9. Winkler, Nixdorf, Kirchhofstr. 46. G. R. 102. Zur Zahlung sind Sie verpflichtet und können nur einen Schöneberg. Der socialdemokratische Wahlverein für Schöne- Antrag auf Niederschlagung der Steuer mit Rücksicht auf Ihre zu schildernde berg hielt seine Monatsversammlung am 13. August im Obstschen vollendeten 21. Lebensjahre ab hedarf es nicht mehr der elterlichen BuLage an den Magistrat zu Nirdorf richten. P. M., Chauffee 21. Bom Lokal ab. In derselben hielt Genosse Süter einen mit ftimmung zur Heirat. Beifall aufgenommenen Vortrag über den neuen Wuchertarif. Herrschenden Ansicht ist M. St. 70. Die Frage ist strittig. Nach der das Photographieren von Gebäuden, Dent Als Delegierte zur Generalversammlung des Central Wahl- mälern usw. jedem gestattet, sofern er dabei nicht den Verkehr stört. vereins wurden gewählt: vom Vorstande Wollermann, aus der Tresor 34. Sie können wegen Beleidigung und Bedrohung Strafantrag bei Bersammlung Blätrich und Richard. Zur Einleitung der Agitation der Staatsanwaltschaft stellen. Lehnt die Staatsanwaltschaft ab, weil ein öffentfür die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen wurde ein aus den liches Interesse zur Strafverfolgung fehlt, so steht Ihnen der Weg zur Privatilage Genossen Wollermann, Obst, Hoffmann, Herter, Gabriel, Fischer und muß aber von Anfang bis Ende selbst geschrieben, batiert mit Ortsangabe frei.- Gastwirtin. Ein Testament tann eigenhändig errichtet werden. Es Blisse bestehendes Komitee gewählt. Zum Schluß ermahnte der versehen und unterzeichnet sein. Beispiele finden Sie S. 238 des dent Vorsitzende die Genossen noch, in die Wahllisten Einsicht zu Arbeiterrecht beigefügten Führers. Das Arbeiterrecht liegt in den öffent: nehmen. Dieselben liegen aus im Feuerwehrgebäude, Feurig lichen Lefehallen aus. 2. B. 100. Nein. K. M. 1. Eine Annonce Straße 63/64, Portal II, 2 Treppen, Zimmer Nr. 16, wert- wäre zweckmäßig. P. D. Mit dieser Frage sollte sich Ihr Sohn an täglich von 9-2, Sonntags von 11-1 Uhr. Burgsdorfstr. 2. Ja. Der Bertrag müßte Für Genossen, feinen Lehrer wenden. welche verhindert sind, selbst nachzusehen, haben sich nachstehende zur Benachteiligung von Gläubigern geschlossen werden auch der Gerichtsnotariell errichtet werden. Alter Abonnent R. Nein. Verträge, die Mitglieder bereit erklärt, dieses zu thun: Ständer, Hohenstaufen- fistus gehört zu den Gläubigern find ungültig und überdies strafbar. Straße 80; Schilling, Schilling, Kyffhäuserstr. 16; offmann, Religionslos. 1. Ihre Bescheinigung und Ihre( vom Standesbeamten zu Golgstr. 9, Hof I; Krüger, Grunewaldstr. 110; Seiter, erteilende) Geburtsurfunde genügen. 2. Giner genügt. A. V., Apostel Paulusstr. 18; oppe, Merseburgerstr. 7; Obit,... 46. 150 ralfunderstrasse. Ja. Meiningerstr. 8; Lade, Siegfriedstr. 9; Wollermann, Gothen- A. 2. 191. Nein. Strafe bis 150 Mart oder 6 Wochen Haft ist gegen straße 1; Hauser, Sedanstr. 31; Weingarth, Gustav Freitag- ben angedroht, der bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Npt von der Polizeibehörde oder deren Stellvertreter zur Hilfe straße 7: Büsche!, Guglowstr. 9. aufgefordert, teine Folge leistet, obgleich er der Aufforderung ohne erhebliche eigne Gefahr genügen fonnte. 23. 23. Nein. Trio usw. Zahlstelle Berlin I zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied Fritz Kruppke am Donnerstag, den 15. d. Wis., ber storben ist. Die Beerdigung findet 5 Uhr, von der Zeichenhalle des Sonntag, den 18. d. Mets., nachmittags Michael- Kirchhofs aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 43/11 Danksagung. Für die überaus große Teilnahme und prächtigen Kranzspenden bei der Beerdigung meines unvergeßlichen lieben Mannes und guten Vaters Albert Zettlitz fage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten, den Herren Chefs, dent Comptotrpersonal der Schriftgießerei 23ilhelm Wöllmer, sowie allen Kollegen, Arbeitern und Arbeiterinnen fämtlicher Gießereien Berlins meinen herzlichsten Dank.[ 29506 Die trauernde Witwe Marie Zettlit nebst Kindern und Enkelkindern. Danksagung. St. S. 100. Weder dort noch hier kann eine Mutter eines außerehe lichen Kindes Hebamme werden. Boby 43. Beschweren Sie sich beim Da es mir nicht möglich ist, für die dortigen Amtsgericht. Es hat der Standesbeamte nicht das Recht, statt zahlreichen Beweise der Teilnahme des von Ihnen gegebenen Namens einen ähnlichen einzufezen. Beantragen bei der Beerdigung unsres unvergeßSie, den Standesbeamten zu veranlassen, die Geburtsurkunde dahin zu lichen berichtigen, daß Ihr Kind Käthe heißt. 2. S. 52. Da der Betreffende Karl Asmus bet Bergemann, Pafewalkerstr. 3. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1901 2. Bericht von der General- Bers fammlung. [ 183/9 3. Wahl eines Revisors. 4. Innere Kaffenangelegenheiten. Sprechstunde findet an diesem Abend nicht statt. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Central- Kranken- u. SterbeKasse der Tischler u. ( E. H. 3 Hamburg.) Berlin G. Montag, den 19. August, abends 8 Uhr, in Wolfs Festsälen, Fruchtstraße 36a: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1901. 2. Bericht der Delegierten von der Generalversammlung. 3. Berschiedene Kassen Angelegens heiten. Die Sprechstunden des Bevoll mächtigten und Kassierers fallen an diesem Abend aus. 184/16 Beiträge werden in der Versamm lung vom Kassierer entgegengenommen. Um recht zahlreiches u. pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht Die Ortsverwaltung. Das in Velten, Quisenstr. 17, beTegene Grundstück mit Bade= AnSamariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Montag, abends 9 Uhr, in der Filiale Brunnenstr. 150, Vortrag über Vergiftungen und gefahrdrohende Krankheitszustände. Nachher praktische Uebungen. Heute nachmittag 4 Uhr im Garten desselben Lokals: Sommerfest zum Besten der Kolonne: Instrumental- Konzert, Berliner Ult: Verband deutscher Mühlenarbeiter.( Bahlstelle Berlin.) Sonntag, vor dem 15. abgeschrieben hat, würden Sie mit einer Klage nicht durch persönlich und jedem einzelnen den ftalt und flottgehendem Restauden 18. August, nachmittags 3 Uhr: Bersammlung in Moabit, Stromstr. 4. tommen. A. G. 241. Beantragen Sie bei dem Amtsgericht des Dant abzustatten, sage ich hiermit rant foll für 30 000 Mart verVollzähliges Erscheinen der in Moabit wohnenden Kollegen erwartet die Wohnorts Ihres Schuldners Erlaß eines Zahlungsbefehls. Lokalverwaltung. 1000. Ja. allen Freunden und Bekannten, dem W. Fuchs. Möblierte Zimmer tönnen bis ant 15. zum 1.( nicht Doppelquartett Harmonie", dem Gekauft werden. Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins. Dienstag, umgekehrt am 1. zum 15.) gekündigt werden.-F. R. 1901. Nein, es samtpersonal der Firma Pfaff, dem bis 7000 Mark erforderlich. Offerten Anzahlung 5000 den 20. d. M., vormittags 102 Uhr: Generalversammlung Grenadierstr. 33 sei denn, er reist als Vertreter einer russischen Firma. D. S. 333. Beichnerverband, dem Centralverein an A. Paris, Velten, Luisenbei Buste. Tagesordnung: 1. Staffenbericht. 2. Antrag Schouert- Tieg: Eine Klage auf Schadensersatz würde teinen Erfolg haben. 2. K. der Bildhauer, im Namen der HinterFestsetzung des Waifeiertarifs als Wochentag. 3. Antrag Hoch: Drucklegung 1. Der Einwand der geschlechtlichen Bescholtenheit steht nicht mehr. 2. Sie bliebenen meinen besten Dant. des Entwurfs zur Centralisation des Arbeitsnachweises. Der Vorstand. müssen zur Alimentation verurteilt werden, wenn Sie innerhalb der 29426] Max Buschold. straße 17. Roh- Tabak. Grösste Auswahl. Billigste Prelse. F. Wienert Nachf. L. 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Augufi 1901. der Jnspektionsberichte und andrer unanfechtbarer Beweise zu dem Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Schluß, gelangt, ein ausgiebiger Gesundheitsschuß für die Frau müſſel tab Deutschlands. Sociales. wo geschafft werden. Freilich nicht nur in der Fabrik, sondern auch in Das Gewerbegericht in Offenbach beschloß, die städtischen Anläßlich der in Halle vom 17. bis 21. August stattfindenden strengung noch größer, die Ausbeutung noch intensiver ist. der Heimarbeit. Ja, in letterer sogar noch mehr, weil hier die An- Behörden zu ersuchen, die Kosten für eine aus einem ArbeitnehmerGeneralversammlung des Verbandes giebt der Vorstand zum zehn und Arbeitgeber- Beisitzer bestehende Delegation zur Lübecker Gejährigen Bestehen des Vereins einen furzen Rückblick auf die Geschichte und der Ehefrauen, mahnt den Socialpolitiker in dringender Weise, vertretende Vorsigende des Gerichts, ein städtischer Beigeordneter, Die steigende Bahl der Arbeiterinnen, zumeist der jugendlichen werbegerichtsbeisiger- Konferenz zu übernehmen. Da der stelldesselben. Aus dem Bericht entnehmen wir, daß die ersten Grün- die Gesundheit und Lebenskraft der kommenden Generation zu schüßen. Dieses Verlangen unterstützt und die Stadtverordnetenmehrheit bedungen, welche zum Verband führten, bereits in das Jahr 1885 Ganz besonders ist es die wehrlose Jugend, welche erhöhte Rücksicht kanntlich zur Zeit bei unsren Genossen liegt, so ist an die Annahme fallen. Bis dahin bestand nur der im Jahre 1873 gegründete Sene- nahme für sich beanspruchen darf. Für das 14. bis 16. Jahr wird des Antrages nicht zu zweifeln. felder Bund, welcher zwar früher nach seinem Statut für die allgemein von Aerzten ein Ausschluß von der Fabrikarbeit gefordert. am Donnerstag der Gemeinderat ein gleiches Gesuch gegen drei In Isenburg dagegen lehnte Hebung der materiellen Lage der Arbeiter eintreten wollte, Dies würde natürlich auch für die Hausindustrie zu gelten haben. Stimmen ab. in seiner späteren Gestalt aber nicht mehr als eine Kampfesorganis Die Behauptung ist wohl erlaubt, daß die Schädigung, welche in der sation angesehen werden konnte. zu frühen industriellen Beschäftigung der Kinder und Jugendlichen Eine Produktivgenossenschaft socialistischer Bauern. Wie Im Jahre 1885 regte es sich von neuem und als damals in besteht, die meisten andern gesundheitschädlichen Faktoren der gewerb- bekannt, ist es den belgischen Socialdemokraten in den letzten Jahren Berlin ein Streit der Lithographen und Steindrucker ausbrach, fam lichen Arbeit bei weitem überragt. In ihr liegt meines Erachtens der nach langer, zäher Arbeit gelungen, auf dem Laude festen Fuß zu die Gründung eines Fachvereins zu stande. Demselben traten bald Hauptgrund der größeren Erkrankungsfähigkeit der Frau in den späteren fassen.Heute bestehen bereits eine größere Anzahl von ſocialiſtiſchen 600 Writglieder bei. Bald folgten Leipzig, Hamburg, Hannover, Jahren." Dr. Epstein ist jedoch keineswegs ein Gegner der Frauenarbeit, Organisationen, insbesondere Konsumvereinen, deren Mitglieder Breslau, Nürnberg, Dresden, Chemnitz, Köln, Mannheim usw. mit nur ihres Uebermaßes. Er wendet sich entschieden gegen jene, welche ländliche Arbeiter oder Bauern find. In Hasbengau, Organisationsgründungen, so daß bis Ende 1900 in 28 Städten Fach- der Frau die Fähigkeit zu einer dauernden regelmäßigen Anstrengung der Großbetrieb in der Landwirtschaft vorherrscht, existieren bereine mit etwa 2000 Mitgliedern bestanden. Im Jahre 1888 wurde in Leipzig ein Fachorgan„ Graphische fehlenden Geistesgaben zu höheren Berufen, während unser Autor der Arbeiterkonsumvereine bezieht Milch, Butter, Käse aus eignen, Ein großer Teil nicht zugestehen. Freilich legen diese meist das Hauptgewicht auf die mehrere Genossenschaften ländlicher Arbeiter. Presse" gegründet. den Hauptunterschied in der geringeren Muskelkraft findet, welche sie von Socialisten gegründeten Molkereien. Im vorigen Jahre wurde Im Dezember 1889 fand in Hannover ein Kongreß statt. Dazu manchen Arbeiten untauglich macht. Dafür verleiht ihnen die die Genossenschaft" Die socialistischen Bauern" gegründet. Sie kauft selbst wurde eine Agitationstommiffion für Deutschland eingesetzt. größere Geschicklichkeit und Fingerfertigkeit auf andern Gebieten chemischen Dünger, Biehfutter 2c. für ihre Mitglieder im großen. Eine weitere Kommission wurde mit der Ausarbeitung eines Statuts einen Vorsprung, den sie mir nicht genügend auszunuzen versteht. Sie hat gegenwärtig sieben Ortsgruppen mit 300 Mitgliedern. zwecks Gründung eines Centralverbandes betraut, die Gründung Glaubt sie doch selbst meist, ihr geringerer Lohn sei einmal eine Kürzlich ist dieser Organisation ein Verein beigetreten, der besonderes wurde auf dem nächsten Kongreß im Dezember 1890 in Magdeburg Naturnotwendigkeit. Es gilt hauptsächlich durch geeignete Maßregeln Intereffe verdient: die Genossenschaft der Gärtner von Tihangebeschlossen. dem Mißbrauch entgegenzuwirken, daß die Frau unter der doppelten les- Huy, über die Genosse Vandervelde vor einigen Tagen Am 1. April 1891 trat der Verband in Kraft und erhielt den Belastung der Arbeit und der Häuslichkeit sich selbst und ihre Kinder in der belgischen und franzöfifchen Bresse einen kurzen Artikel Namen Verein der Lithographen, Steindrucker und verwandter Be- an der Gesundheit unheilbar schädigt. Die bisherigen Beschrän- veröffentlicht hat. Tihange ist ein leines Dorf im Lüttichschen, rufsgenossen Deutschlands". Die" Graphische Preffe" wurde als tungen der Frauenarbeit durch Schutzgesetze betweisen die Möglichkeit dessen Bewohner sich speciell mit der Erzeugung von Gemüse- und Bereinsorgan anerkannt und obligatorisch eingeführt. Bei Gründung eines solchen Borgehens, da sie in feiner Weise die Zunahme der Futterfamen befassen. Im beständigen Verkehr mit der industriellen des Verbandes traten diesem im ersten Quartal 2768 Mitglieder in weiblichen Arbeit verhindert haben. Zur richtigen Beurteilung aller Arbeiterschaft( in der Nähe von Tihange find mehrere Industrie35 Mitgliedschaften bei, wovon etwa 1800 dem nun aufgelösten einschlägigen Verhältnisse müßten genaue Aufstellungen über die Orte) wurden viele von diesen Gärtnern Socialisten, und im verFachvereinen angehörten. Die Hebung der materiellen Interessen Krankheiten und ihre Ursachen in den Betrieben stattfinden, in flossenen Jahre gründeten dreißig von ihnen, der schändlichen Ausfeiner Mitglieder wurde als Hauptzweck festgesetzt. Daneben wurde welchen Frauen zumeist arbeiten; also in der Industrie für Be- beutung durch den Zwischenhandel überbrüssig, mit Hilfe der Ar noch Reise- Unterstützung, Hilfsbedürftigen- Unterstützung und Rechts- Heibung und Reinigung( 713 000), der Textilindustrie( 428 000) und beiterpartei eine Genoffenschaft, um ihre Produkte, Straut, Zwiebeln, schuß gewährt. Der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands gehört ärzte könnten sich hier durch sorgfältig geführte Einzeluntersuchungen ein 100 Frank her. der Industrie der Nahrungs- und Genußmittel( 140 000). Die Fabrif- Blumen, Samen 2c. direkt zu verkaufen. Jedes Mitglied gab der Verband seit Gründung derselben an. Die Genossenschaft trat der Genossenschaft als autonome Sektion bei und großes Verdienst erwerben. Davon wäre in erster Linie die Forderung Die socialistischen Bauern" Ueber Lohnbewegungen wird schon aus der Zeit der Fach- gewerbehygienischer Maßnahmen abhängig", sagt mit Recht Roth in jezte sich, um den Absatz ihrer Produkte zu sichern, mit bereinsbewegung berichtet, welche aber damals von sehr geringen feiner allgemeinen Gewerbehygiene. Erfolgen begleitet waren. Anders wird über die Lohnbewegungen den Arbeiter Konsumvereinen in Verbindung. Ihre Hauptkundseit Bestehen des Verbandes berichtet. Daß auch die Unterernährung infolge der schlechten Lohn- schaft wurden die Kohlengräber, von denen sehr viele ein Gemüsefleinerer Streifs, welche zu zwei Dritteln mit einem Siege endeten, Gesundheit spielt, bedarf kaum der besonderen Erwähnung. Ver- Bestandes Samen um 7000 Frant; ihr Gewinn betrug 400 Frank. Neben einer Reihe verhältnisse eine große Rolle unter den Schädigungen der weiblichen gärtchen haben. Die Genossenschaft verkaufte im ersten Jahre ihres fanden größere Streits 1893 in Brandenburg, 1894 in Leipzig statt, hängnisvoll wirkt diese und manche andre gewerbliche Schädigung zu Da aber die Genossenschaft mehr produzierte, als die Arbeiter= welche beide dahin endigten, daß nur für beide Teile( Unternehmer jener Zeit, in welcher die beste Ernährung, der ausreichende Schuß Kunsumvereine benötigten, mußte fie einen Teil ihrer Produkte noch wie Arbeiter) große finanzielle Verluste zu verzeichnen waren. 1896 am nötigsten für die Frau erscheint. Wie oft aber muß fie bis zum immer, natürlich mit bedeutend kleinerem Gewinn, den Zwischenwar eine allgemeine Lohnbewegung, welche in 40 Städten Vorteile legten Augenblick im Zustande der„ guten Hoffnung" schädliche An- händlern verkaufen. Um dem ein Ende zu machen, hat nun die brachte, aber in Berlin, wo diese Bewegung sich zu einem großen strengungen, unnatürliche Entbehrungen ertragen, welche sie so- Arbeiterpartei alle Arbeiter- Konsumvereine Belgiens und der anStreit zuspiste, verloren ging. In 14 Städten tam es zum Streit, wohl als das Kind unter ihrem Herzen unheilbar schwächen! grenzenden Teile des Auslandes aufgefordert, ihren Bedarf bei der wovon 2 ohne Erfolg waren; von 1897 bis 1900 fanden in hier thut Hilfe dringend not 72 Städten Lohnbewegungen statt, welche allgemein siegreich waren. in der Heimarbeit als in der Fabrik, welche doch die Abende frei freilich auch hier wieder mehr noch Genossenschaft von Tihange zu decken. In 8 Städten fam es nur zum Streit. Für stattgefundene Streits fäßt. In der Hausindustrie dagegen flappert die Maschine bis tief sind seit Bestehen des Verbandes etiva 250 000 m. und für Streits in die Nacht, oder das heiße Plätteisen wird gehandhabt, bis der andrer Berufe ca. 25 000 M. aufgebracht, wovon ca. 1/3 die Verbandskasse müde Arm den Dienst versagt. zahlte. Die Formstecher und Tapetendrucker lösten 1895 ihren Verband auf und traten mit ihrem Vermögen in den Lithographen- und Stein- Betriebe stehen in vorderer Reihe die Spinnereien, der Staub= Bei einem Ueberblick über die für Frauen besonders gefährlichen drucker- Verband über. Arbeiterinnen wurden seit 1895 aufgenommen, entwicklung wegen. Wie viel aber durch zweckmäßige Maßregeln beteiligten sich aber wenig. Sie sind seit 1898 wieder von der Auf- gebessert werden kann, zeigt der Bericht des Gewerbe- Aufsichtsnahme ausgeschlossen und die vorhandenen weiblichen Mitglieder beamten in Elsaß- Lothringen 1889. Danach tamen auf 1000 dem Buchdruckerei- Hilfsarbeiter- Verband überwiesen worden. Mit Arbeiterinnen in einer ventilierten Seidenspinnerei dem Senefelder- Bund wurde eine Verschmelzung versucht, welche frankungsfälle, in einer nicht ventilierten Seidenspinnerei 204 Gr aber nunmehr mit einer Einigung auf Gebietsabgrenzung endigte, 1020 Grfrantungsfälle, in einer warmen, teilweise ventilierten wonach der Senefelder- Bund die Arbeitslosen- Unterstützung, Reise- Baumwollspinnerei 305 Erkrankungsfälle, in einer heißen, schlecht Unterstügung und Umzugsfoften fallen läßt und diese Unterstützungs- ventilierten Baumwollspinnerei 567-687 Erkrankungsfälle. Besonders zweige nur dem Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufs- gefährlich ist der Hanf- und Jutestaub, sowie der infettiöse, ausländische genossen Deutschlands zufallen. Zur Zeit gehören dem Verband Wollstaub vornehmlich für die Sortiererinnen. 6400 Mitglieder an in 105 Mitgliedschaften. An Einnahme für Beiträge, Eintrittsgelder 2c. hatte der Verband seit seinem Bestehen zu berzeichnen 449 239,75 M., welcher eine Ausgabe von 388 751,47 M. gegenüber steht. Die Ausgaben segen sich zusammen aus: Für Reise- Unterſtügung Arbeitslosen- Unterstügung. Umzugstosten und sonstige Unterstützungen. Bemaßregelten Unterstügung Rechtsschutz, Bibliotheken u. Arbeitsnachweis " " " " Streifs " " Graphische Presse" und" Rundschau" " Drucksachen und sonstiges Material " Borto, Sigungen und Revisionen. " Agitation " " Beiträge an die Generalkommission " " Vorschüsse und sonstige Ausgaben... " Generalversammlungen und Konferenzen Verwaltungsausgaben der Zahlstellen 52 589,29 M. 24 963,25 17 10 507,87 " 3 265,34 " 82 995,81 " 4117,99 78 470,17 11 13 588,75 " 6 014,53" 6 564,55 " 11 198,12 " 5 308,62 " 66 038,47 " 4 305,35 " " 18 828,36 Gehalt des Vorsitzenden und Staffierers. Summa 388 751,47 m. " 4 Schriften- Eingang. Finnländische Rundschau. 3. Seft. Herausgegeben von Ernst Brausewetter. 4 Hefte jährlich. Preis des Jahrgangs 6 M. Deutsch- französische Rundschau. Monatsschrift. Herausgegeben von M. Henry. Nr. 56. Ginzelnummer 1 M. Halbjahr 5 M Neue Bestimmungen des Gewerberechtes, insbesondere der Gefammengestellt von Rechtsanwalt Dr. Kemmer, Sekretär der Pfälzischen werbenovelle vom 30. Juni 1900. Für Handels- und Gewerbekreise zuHandels- und Gewerbekammer in Ludwigshafen a. Rh. Im Selbstverlag Preise von 75 Bf. zu beziehen. der Pfälzischen Handels- und Gewerbekammer in Ludwigshafen a. Rh. zum Blätter für Volksgesundheitspflege, herausgegeben von Geheimrat Dr. v. Leyden, Graf Douglas, Professor Dr. Rubner und Geheimrat Dr. Böditer. München und Berlin. R. Oldenbourg. Erscheint monatlich zweimal zum Preise von jährlich 4,80 m. Heft 21 enthält: J. Weigl, schau, Gesetzgebung, Rechtsprechung, Erlasse. Hygienische Kleinigkeiten. München, Wald und Bergluft. S. Heyl, Elternabende. Hygienische Rundhäusliche Gesundheitspflege. 1 Die Schädlichkeit der Tabakverarbeitung ist bekannt und wird hoffentlich in nicht zu langer Zeit zu einem Verbot der Hausarbeit in Dieser Branche führen, damit nicht die ganze Familie der vergiftenden Schriften zur Alkoholfrage. Blocher, Wider unsren Erbfeind. Wirkung weiter ausgesezt bleibe. Die schärferen Gifte, Quecksilber, Preis 2 M. Otto Lang, Alkoholgenuß und Verbrechen. Aug. Forel, Phosphor, Blei, sind leichter zu bekämpfen, weil die Betriebe Die Trinkfitten. J. Gaule, Wie wirkt der Alkohol auf den Menschen. weniger zahlreich und die Wirkung eine so auffällige. d. Frick, Der Einfluß der geistigen Getränke auf die Kinder. Schwieriger ist der Kampf gegen jene langsam wirkenden Einflüsse, Alkoholismus. Preis pro Heft 50 Pf. Verlag von Friedrich Reinhardt, Basel. G. v. Bunge, Die Alkoholfrage. Anna Beyer, Wir Frauen und der welche in den großen Industrien Tausende von Kindern und Frauen Bibliothek des praktischen Wissens. Nr. 6. Die Rechte des Anan Leben und Gesundheit schädigen. Kurze Arbeitszeiten, geflagten von Friz Hartwig. Verlag von Rich. Lipinskt, Leipzig. Preis 50 Pf. gute Einrichtungen das wird zunächst verlangt. Kinder Die Geschäfte des Don Eduardo. Eine spanische Geschichte aus bis zu 16 Jahren seien ausgeschlossen, Schwangeren und Mittelamerita von Weidmann. Druck von Gebrüder Knauer. Frankfurt a. M. Wöchnerinnen wird ein Schuß gewährt, welcher sechs Wochen vor der Sefte der freien tirchlich- socialen Konferenz. Heft 19. Kann Entbindung beginnt und sechs Wochen danach andauert, während welcher Zeit volles Krankengeld gezahlt werden muß; fein Unterschied wird gemacht zwischen ehelich und unehelich. Die gefähr lichen Betriebe find für Schwangere verboten. Was hier verlangt wird, ist nicht viel, aber es ist ein Anfang. Mögen sich alle melden, die gewillt sind, die Kinder vor vorzeitiger Ausbeutung zu schützen; jeder Kämpfer in dieser guten Sache ist willkommen. Die Frauen in Johannisthal- Nieder- Schöneweide und Aus der Frauenbewegung. Rudow werden darauf aufmerksam gemacht, daß am Dienstag, den 20. August, abends 81/2 Uhr, eine Bolksversammlung für Frauen Ueber gewerblichen Frauenschutz. In erfreulicher Weise und Männer in Johannisthal bei Senftleben, Friedrich- und Köpmehren sich die Stimmen, welche für die arbeitende Frau weiter nickerstraße- Ecke, stattfindet. Frau Anna Gradnauer wird einen Vorgehende Schutzgesetze verlangen. Wieder ist es ein Arzt, ein Dr. Ep- trag halten über„ Soll die Frau Sklavin sein und bleiben?" Um stein aus München, welcher auf Grund der Krankenkassenausweise, recht zahlreichen Besuch bittet Die Kreis- Vertrauensperson. ZUR Einsegnung gewidmet von BAER SOHN ein Christ Socialdemokrat, kann ein Socialdemokrat Chrift sein? Referat bon adolf Stöcker, Hofprediger a. D., Berlin, mit Diskussion. Griebens Reisebücher. Band 14. Fröhlichs Reise- Taschenbuch für Handwerker und andre Gewerbtreibende. Verlag von Alb. Goldschmidt, Berlin W. Am Tricbrad der Zeit. Blätter für geistige, politische und sociale Reform. Herausgeber: Dr. Eduard Löwenthal. Nr. 2. Verlag und Druck Deutsches Druck- und Versandhaus Langensalza. Meine Kriegs- Erlebnisse in China. Die Expedition Seymour. Erinnerungen und Schilderungen von Scenen während der Expedition von Tientsin nach Beling zur Befreiung der Gesandten unter dem Oberbefehl des englischen Admirals Seymour. Bon Korvetten tapitän Schlieper. Teilnehmer an der Expedition und Führer der deutschen Hansa"-Abteilung. Preis 1 M. Verlag von Wilhelm Köhler, Minden i. Weſtf. Das Abendland und das Morgenland. Eine ZwischenreichBetrachtung von Hermann Frant. Preis 2,50 M. Leipzig 1901.( Hermann Seemann Nachfolger.) BAER SOHN Chausseestrasse 24a u. 25. 11. Brückenstrasse 11. Gr. Frankfurterstr. 20. Fabrikation und Maass- Anfertigung guter Herren- und Knaben- Kleidung. Lieferanten an die preussische Armee. Lieferanten an Waaren- Häuser. * Lieferanten an Institute. 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Im Theater um 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde. Invalidenstr. 57/62. Neues Opern Theater( ron). Tägl. Sternwarte. Jm Trianon Theater:" Lebende Lieder". Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Im Garten: Täglich Konzert. großes Schiller.( Moriiz- Oper.) Oberon, König der Elfen. Anf. 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Joseph in Aegypten. Montag: Der Troubadour. Deutsches. Die Macht der Finsternis. Anfang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Das Lumpengesindel. Montag: Die Weber. Berliner. Der Troubadour. Anfang 8 Uhr. Montag: Martha. Liedervorträge. Duett, 4. Aft Hugenotten. Lessing. Geschlossen. Residenz. Geschlossen. Neues. Geschlossen. Westen. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. New! Neu! Neu! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Mitglieder der Achtung! Freien Volksbühne! Laut Statut muss der Augustbeitrag bis zum 20. August in den Zahlstellen entrichtet sein. Bis zu diesem Tage müssen auch die Mitgliedskarten aus den Zahlstellen abgeholt werden, da vom 21. August ab die Ausgabe der Mitgliedskarten, soweit in der Abteilung noch Platz vorhanden ist, an etwa neu gemeldete Mit230/14 glieder erfolgt. Die Mitglieder werden dringend ersucht, dieser Aufforderung Folge zu leisten, da alle Reklamationen nach dem 20. August erfolglos bleiben würden. Die erste Vorstellungsserie beginnt im Berliner Theater am 1. September. Zur Aufführung gelangt Othello, Trauerspiel in 5 Akten von Shakespeare. Die 2. Serie im Lessing- Theater am 22. September, nachmittags 234 Uhr. Die Gespenster. Drama in 3 Aufzügen von Henrik Ibsen. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Zoologischer Apollo- Theater. Garten Theater Charivari"( Se: cessions Brettl). Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Geschlossen. Carl Weis. Talolo. Anfang 8 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Zigeunerbaron. 8 Uhr. Anfang Montag: Dieselbe Vorstellung. Heute Entree 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Grosses Konzert ausgeführt von 3 Kapellen. Anfang 4 Uhr. Metropol- Theater. W., Behrenstrasse 55-57. Wiederaufführung Im Part: Großes Doppelfonzert Man lebt ja nur einmal! und Specialitäten. Belle- Alliance. Onkel Bräfig. Anfang 8 Uhr. Montag: Der Vetter. Henry Bender- Georg Kaiser Im Garten: Großes Gartentonzert Frid Frid- Fritzi Georgette und Lustiges Brettl". Anfang " 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Fran Luna. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Passage Theater. Damen- Ringfämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang mittags 12 Uhr.'" Montag: Dieselbe Vorstellung. Passage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: ,, Aus dem Tagebuch der Erde". Montag:„ Mittelmeer- Fahrten". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwit- Oper. Vorletzte Opernwoche! Sonntagnachmittag 3 Uhr Vorletzte Sonntagsaufführungen. Bum letztenmale u. bei halben Preisen: Joseph in Egypten. Große Oper in 3 Aften von Méhul. Abends 72 Uhr: Oberon, König der Elfen. Große romantische Feen- Oper in 3 Akten von Carl Maria von Weber. Montagabend 72 Uhr: Vorletztes Gastspiel Heinrich Bötel. Der Troubadour. Dienstagabend 72 Uhr: Bum legtenmale und bei halben Preisen: Undine. Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr mit ganz neuer Ausstattung ankostümen, Deforationen und Requisiten bei ermäßigten Preisen zum 721. Mal: Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Metropol- Theater Behrenstrasse 55-57. Direktion: Richard Schulz. Das erste und hervorragendste, gleichzeitig eleganteste Poffen- Theater Deutschl. verfügt in der Saison 1901 bis. 1902 über Berlins erste und populärste Komiter Emil Thomas a. G., Henry Bender, Joseph Josephy und über die reizendst. Soubretten Else de Vére, Frid Frid, Fritzi Georgette, welche im Verein mit dem be: fannten, vortrefflichen Künstlerpersonal des Metropol- Theaters in der neuen Ausstattungsposse Schön war's doch von Julius Freund, Musik von V. Holländer, debutieren. Ferner: Gastspiel der australischen Tänzerin !!! Saharet!!! und das glänzende, prachtvolle Harmonie- Ballett 200 Mitwirkende. Puhlmanns Wiederauftreten von Robert Steidl als Wolzogen II. Sylvia Bjerring deutsch- dänische Sängerin. The Novellos Handstands- Künstler. Troupe Stelling Komische Verwandlungs- Reck- Pantomime. Clown Harris Kosmograph und sein boxender Hund. Neue Bilderserie. Robert Steidl Ueberbrettl- Parodie. Quatuor Toulousain Französische Sänger. Eugenie Martens Internationale Soubrette Frau Luna mit dem berühmten Luftballet Grigolatis. Anfang 8 Uhr. Prater- Theater Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Auf fremder Erde. Ausstattungsstück mit Gesang u. Tanz in 4 Bildern von Hugo Schulz. Auftreten der Excentric- Chansonnette Hedwig Döring, des Grotesque Komifers Paul Coradini, der Frèras Douseck, Gigerl: Afrobaten. The Karleys, Musikalische Komödianten. Mr. Bartlings lebende Photographien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Platz 50 Pf. Kalbo. Volksgarten vorm Weimanns Volksgarten Badstr. 56... Pankstr. 25. Täglich Theater u. Specialitäten Vorstellung. www. Anfang 4 Uhr Grasshes Garten Etablissement. H. Mentes Volksgarten zwischen Steuerhaus und Seeterraffe Lichtenberg, Röderstr. 35/36. Heute Sonntag: Großes Konzert. Im Riesensaal: Ball. Um 6 Uhr: Auftreten des berühmten Schnellläufers Mr. Bergoffi. 2000 Meter in 5 Minuten. Um 8½ Uhr: Konkurrenzlaufen zwischen dem Schnell- und Danerläufer Mr. Ikardo Holbarde und Bergossi, 7500 Meter, eine deutsche Meile, in 22 Minuten. Zum Schluß: Großes Feuerwerk und Schlachtmusik. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Eintritt 10 Pf. Anfang 4 Uhr. Kinder frei. Rich. Reinhardts Variété- Theater 57 Hasenheide Täglich Hasenheide 57 Theater- und Specialitäten- Vorstellung. 12 Debuts! Das großartige August- Programm 12 Debuts! Jeden Montag: Gr. Kinderfreudenfest. Jedes Kind Stoclaterne und Geschenk gratis. Jeden Mittwoch: Gr. Erntefest. Jedes Kind Harte oder Sense gratis. Sonntags 7% Uhr. Neues Klub- Haus Kommandantenstraße 72. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Täglich: Artistische Leitung: Paul Milbltz. [ 16492* Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste.- Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. E 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Hasenheide 108-114. Familien- Kränzchen. Neue Welt. Täglich: Hasenheide 108-114. Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Im Bal champêtre: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfest mit Gratisverlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Feuerwerk. Kaffeeküche, Karuffells, Marionettentheater 2c. täglich geöffnet. Alles Nähere durch die Tagesanschläge an den Säulen. A. Fröhlich. Ernst Konzert- Garten [ 17309* Höflich Ball- Salon Friedrichsberg, Frankfurter Chauffee 120. Jeden Sonntag: Konzert. Kaffeeküche. 11 Ball. Theater. 3 Kegelbahnen. [* Jed. Mittwoch: Freikonzert, Familienkränzchen. Die Geisha. Vaudeville- Theater Erntefest in Nieder- Schönhausen Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Carl Weiss- Theater Große Frankfurterstr. 132. Schönhauser- Allee 148. Täglich: Große Theater: und Specialitäten Vorstellung. Nur Kräfte ersten Ranges. Großer Wir Großer Lacherfolg! Lacherfolg! Dirett.: B.Zimmermann& O. Schramm. brauchen keine Männer mehr. Lustspiel- Ensemble. Gastspiel der Frau Rosa Lid. Talolo Schwant in 3 Aften von Ad. Kurth und Victor Laverrenz. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Im Garten: Täglich: Großer Damen- Ringkampf mit dem weib: lichen Herkules Betty Laars. Specialitäten, Theater. 4 Uhr. Boranzeige! Sonnabend, den 1. September: Eröffnung der Winter: Große Ausstattungspoffe in 2 Aften von lefeld. Anfang: Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. F. Lehmann, Direftor. Sanssouci Im Garten: Täglich: HoffmannsSaison unter Direktion Carl Weiß Nordd. Sänger Auftr. des neuengagierten Personals. Zum 1. Male: Berliner Rangen. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich Konzert, Theater: und Specialitäten- Vorstellung. und Konzert. Donnerstag, Sonntag u. Montag: Tanzkränzchen. Konkordia- Garten zum Wasserwerk Landsberger 1. it. 1. Lichtenberg, Chauffee r. Die schöne Galather. 3 verbedte Stegelbahnen. Operette in 1 Att von P. Henrion. Musik von Franz von Suppé. Jm Saale: Tanzkränzchen. am Sonntag, den 18. und Montag, den 19. Auguft. Großer Umzug der Schnitter und Schnitterinnen durch das festlich geschmückte Dorf, wozu Teilnehmer in den unten bezeichneten Lokalen Kostüme sowie Harken, Sensen usw. erhalten fönnen. Dieser Umzug findet Sonntagnachmittag 3 Uhr statt. Montagabend: Grosser Fackelzug mit bengalischer Beleuchtung durch das Dorf. Großer Fest play in der Bismarckstraße. In sämtlichen Lokalen an beiden Tagen Konzert und Ball. zu zahlreichem Besuch laden ein Neu! Die vereinigten Gastwirte. Settekorn. Thiele. Sonntags, Mittwochs, Donnerstags: Grosser Ball. NB. Säle an Sonnabenden und Sonntagen noch frei. H. Ebert. Sanssouci- Schmargendorf, Haltestelle: Schüßenhaus- Rosened. Sonntags: Konzert und Ball. ff. Weiß- u. Bayrisch- Bier- Kaffee= füche, Kegelbahnen, Spielplätze 2c. 2c. 18162* H. Ebert. Seeterrasse Lichtenberg, Röderstr. 6. Heute, Sonntag, den 18, August: Grosses Konzert. Direktion: Paul Weinhöbel. Auftreten des weltberühmten Turmseil Künstlerpaares The Liepelts in ihren hier noch nie gesehenen überraschenden Produktionen auf dem 250 Fuß langen und 90 Fuß hohen Turmseil über dem See. Bei eintretender Dunkelheit: Grosses Land- u. Wasserfeuerwerk. Unter anderm: Beschießung einer Festung. Im Variété- Theater bei freiem Entree: Auguff- Programm. Neueste Specialitäten. Erste Kräfte. Vergnügungspark. Bootsfahrten. Schaubuden 2c. Kafleeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Grosser Ball in beiden Riesen Tanzfälen, unter persönlicher Leitung des Tanzlehrers Herrn Heinrich. Entree 15 Pf., Kinder frei. Anfang 4 Uhr. Schweizergarten Am Königsthor. Am Friedrichshain Täglich: Theater.- Ball. Neue Specialitäten. Jeden Abend 10: Berliner Leben. Anfang 42 Uhr. Entree 30 Pf. Ostbahn- Park. Reichshallen. Heute, sowie täglich: Humorist. Soireen der Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater u. Specialitäten. Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine, 19389* A. Diez' Specialitäten- Theater Neu! Am Kustrinerplatz, Rüdersdorferstr. 71. foulant zu vergeben. Landsberger Allee 76/77( vis- a- vis der Ringbahnstation). Heute, sowie jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Grosse Theater und Specialitäten- Vorstellung. 20 erstklassige Nummern. Nach jeder Vorstellung: Grosser Ball. Dienstag: Kinderfest. 121382* Donnerstag: Elitetag. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 15 Pf. Ausschank von Bayrisch- und ff. Weissbier. Coulante Bedienung. Solide Preise. Gesellschaftssäle Triftstr. 41 Inhaber: Franz Bartsch Sonntag: Großer Ball in Riesen empfiehlt seine 100-400 Personen fassenden Bestfäle Bereinen sowie zu Parkettsaal Hochzeiten und andren Privatfestlichkeiten zu coulanten Bedingungen. Vereinszimmer. 2 Winterkegelbahnen.[ 21502 bei Orchestermufit. Anfang 4 Uhr.* 1 Hermann Imbs. Täglich: E Großes Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Auf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest: lichkeiten und Versammlungen. 19378* C. F. Walter. EST Alhambra Wallnertheater- Strasse 15 Jeden Sonntag und Dienstag: Großer Extra- Ball bei doppelt beAnfang festem großen Orchefter. 5 Uhr. A. Zameitat. Johannisthal. Raus Park- Restaurant. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Kaffeeküche.Kegelbahn.Ausspannung. Saal für Vereine u. Versammlungen. Mein Saal umständehalber Sonnabend, 19. Oftober und der Buhtag frei geworden. 28995* F. Scholz, Gr. Frankfurterstr. 74. Achtung! Achtung! Dienstag, den 20. August 1901, abends 8½½ Uhr, in den Arminhallen( großer Saal), Kommandantenstr. 20. Große öffentliche Versammlung. 29706 Tages Ordnung: Stellung zum Lübecker Parteitag und Wahl von Delegierten. Zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen, notwendig. Die Vertrauensperson. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, den 20. August, abends 8 Uhr: im Saal des Herrn Graumann, Naunynstraße Nr. 27: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Disfussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet 244/14 Der Vorstand. An die Arbeiterschaft Berlins! Gesellschaftshaus Wedding, Müllerstr. 7. Da die Lohnforderung der am 10. und 11. Juli d. J. ausständig ge wordenen Cigarren- Sortierer der 29516 Firma Paul Juhl, Pankow- Berlin, noch nicht bewilligt ist, erklären wir, daß die Sperre über genannte Firma nach wie vor fortdauert. Wir bitten die geehrten Raucher davon Kenntnis zu nehmen. Die Cigarren- Sortierer Berlins. Bir b Achtung, Goldichnittmacher! Dienstag, 20. d. M., abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Versammlung der Goldschnittmacher. = Tages Ordnung: 1. Branchenangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Dienstag, den 20. August 1901: Oeffentl. Versammlung der Socialdemokrat. Wahlverein Lichtenberg. Karton- Ärbeiter! Dienstag, den 20. August cr., abends 82 Uhr: Versammlung im Saale von E. Höflich, Frankfurter Chauffee 120. Tages Ordnung: 1. Vortrag:„ Die gegenwärtige wirtschaftliche und politische Lage." = Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen M. Hoffmann. 2. Wahl des Vertrauens mannes. 3. Wie stellen wir uns zur diesjährigen Konjunktur? 4. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vertrauensmann. Adtung! Bauanschläger. Achtung! Referent: Reichstags Abgeordneter E. Rosenow. 2. Unfre Kreis: Montag, den 19. August d. J., vormittags 9 Uhr, in Kellers konferenz und Wahl der Delegierten zu derselben. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet 14/8 Der Vorstand. Achtung, Bildhauer! Dienstag, 20. Auguft, abds. 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal I.: Oeffentl. Bildhauer- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Robert Schmidt über:" Die focialen Aufgaben der Gewerkschaften". 2. Bericht des internationalen Komitees und Neuwahl desselben. 3. Bericht der Delegierten der Gewerkschaftskommission und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. 21/7 Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Der Einberufer. Centralverband der Maurer Deutschlands. ( Zahlstellen Berlins und Umgegend.) Dienstag, den 20. August, abends 8 Uhr: 5 Mitglieder- Versammlungen in folgenden Lokalen: Für Westen und Schöneberg bei Zühlfe, Dennewitzftraße 13. Für Süden bei Ewald, Schönleinstr. 6. Für Norden und Nord- Osten in den Berolina- Sälen, Schönhauser Allee 28. Für Oranienburger Vorstadt bei Gebauer, Tick: straße 24. Für Rixdorf im Apollo- Theater, Hermannstr. 48-49. Mittwoch, den 21. August 1901, abends 8 Uhr: Festfälen, Koppenstraße 29: Gr. öffentliche Versammlung sämtlicher Banauschläger Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Situationsbericht und Feſtellung derjenigen Firmen, welche unſfere Forderungen bewilligt haben. 2. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung werden ausdrücklich, unter Bezugnahme auf unfren Aufruf in Nr. 190 des Vorwärts", auch alle nichtorganisierten J. Stahl, E. Franke, Düslerbeck, und Moll& Sturmhebel arbeiten. Jeder Kollegen eingeladen; ganz besonders diejenigen, welche bei den Firmen Kollege, welcher mit uns gemeinsam tämpfen will, ist willkommen. Arbeitsberechtigungs- Karten werden dort ausgestellt. Saal mit Bühne Sonnabends und Sonntags zu vergeben. [ 19330* Max Kliems Festsäle, Hasenheide 13-15. Zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art angelegentlichst empfohlen. Der neue große Saal, circa 1200 Personen fassend, steht während der Winter monate auch Sonntags den geehrten Vereinen zur Verfügung. 18582* Tabakarbeiter- Genossenschaft HAMBURG. Vertreter: Udo Stangenberg. Fabriklager und Verkaufsstelle: Manteuffelstr. 110. Verkaufsstelle Rigdorf: R. Krüger, Pannierstr. 10.[ 2121* Köpenid: F. Weber, Grünauerstraße 1. Süd- Osten: E. Kunze, Grünauerstraße 4. Often: P. Arnoldi, Straußbergerstraße 34. " " " J.B Elegante Gesellschafts- und Jackett- Anzüge . Baer BERLIN N.[ 19238* 26, Badstraße 26, Ecke Prinzen- Allee, u. 37 Schliemannstrasse 37 empfiehlt, wie bekannt, in reell ster Aus: führung und allerbidigften streng festen Preisen: Herren- u. KnabenGarderobe. Arbeitssachen. Grosses Stofflager zur Anfertigung nach Mass. Elegante Einsegnungs- Anzüge. Gesundheit ist Reichtum! Dampf- und Heissluft- Bäder wirksamstes, erfolgreichstes und billigstes Mittel gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Lieferung an fämtliche Krankenkassen. Bad Frankfurt Ritter- Bad 1927L* Das Bureau der Lohnkommission befindet sich Andreasstraße 26 im 136 Gr.Frankfurterstr.136 18. Ritter- Strasse 18. Restaurant Wilte.( Telephon Amt 7 Nr. 945.) Die Lohnkommission. 34/ 7* Verein deutscher Schuhmacher. Montag, 19. August, abends präc. 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel Ufer 15( Saal 1): Kombinierte Mitglieder- Versammlung sämtlicher Branchen. MM Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Rosenow über:„ Die wirtschaftliche Krise und deren Einfluß auf die Gestaltung der Lohn- und Arbeitsverhältniffe". 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 170/7 Die Ortsverwaltung. Achtung! SOOLKLEIE SCHWEFEL, FICHTENNADELBADER Specialität: Russ. bezw. Dampfkasten-, Röm. bezw. Heissluft-, Lohtannin-, Soolund Schwefelbäder täglich für Damen und Herren. Himbeersaft anerkannt vorzüglich a Ltrfl. M. 1,40. Feinst. Kirsch- und Johannisbeersaft a Ltrf. M. 1,60. Feinst. Erdbeersaft a Ltrfl. M. 2,10. Citronenlim.- Saft a Ltrfl. M. 1,30. Med. Citronensaft zur Kur a Flasche M. 1, 2, 3 ,. Ungarwein Original- Abzug von Franz A. Jálics& Co. in Budapest. Parkettbodenleger. Achtung! Med./ Ausbruch a Literf. M. 2,10, 10 Ltr. M. 17,50 exkl. 2 Mitglieder- Versammlungen Dienstag, ben 20. August, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, für Gross- Lichterfelde bei Pagel, Chauffeeftr. 104. für Köpenick u. Adlershof bei Lehmann, Grünauerstr. 7. Tagesordnung in allen Versammlungen: Engel- Ufer 15( Saal V): Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Der wirtschaftliche Niedergang und die Auf- 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheit. 4. Verschiedenes. gaben der Gewerkschaftsorganisation". 2. Diskussion. 3. Ver: fchiedenes. 143/17 Zahlreiches Erscheinen aller Verbandsmitglieder erwartet Die Verbandsleitung. Der Kollege Lenz von der Firma Kuhnert u. Kühne ist hierzu eingeladen. Wegen der wichtigen Tages- Ordnung werden die Kollegen ersucht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 107/14 Die Kommission. Centralverband der Stuccateure Deutschl. Atung! Rabitzputzer. Adtung! Filiale Berlin. Montag, den 19. d. M., abends 8 Uhr, Grenadierstr. 33: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag über:„ Das Krankenkassen- Versicherungs- Gesez." 2. Dis fussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Gewerkschaftliches. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. Der Vorstand. 173/9 Achtung! Bauarbeiter. Achtung! Mittwoch, den 21. Auguft cr., abends 8 Uhr: Deffentliche Versammlungen. 1. Zehlendorf und Teltow im Lofale von Giese, Zehlendorf, Teltowerstraße 23. 2. Schöneberg, Wilmersdorf, Schmargendorf im 2okale von Witte, Wilmersdorf, Berlinerstr. 40. 3. Pankow, Weissensee im Lokal Zum Türmchen", Paukow, Kaiser Friedrichstraße 12. 4. Schönhauser und Prenzlauer Vorstadt im 2okale von Schneider, Belforterstraße 15. 5. Berlin- Moabit im Lokal von H. Peters, Alt- Moabit 80/81. Um regen Besuch ersucht Tie Lohukommiffion. J. A.: Karl Heidemann. 30/19 Mittwoch, den 21. Auguft, abends 8, Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung der Zahlstelle Berlin III des Central Verbandes der Maurer. Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Adtung! Zinkgiesser u. Stürzer. Atung! Dienstag, den 20. Angust, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15( Saal VIII): 260/1 Ordentliche General- Versammluna des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Zinkgießer und Stürzer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Wahl des ersten Vorsitzenden. 3. Wahl eines Arbeitsvermittlers. 4. Wahl eines Delegierten zum Kongreß der Vertrauens: männer- Centralisation. 5. Gewerkschaftliches. 6. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erbittet Der Vorstand. Grosser Frauen- Vortrag in Schöneberg. Am Mittwoch, den 21. August, abends 8½½, 1hr, im großen Saale Don E. Obst, Meiningerstraße 8. Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Heber Schwangerschaft, Frauenleben u. Leiden. Berlins und Umgegend. Dienstag, den 20. d. M., vorm. 10% Uhr, Grenadierstr. 33: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Staffen- und Revisorenbericht. 2. Antrag Schonert/ Tietz: Festsetzung des 1. Mai an Wochentagen tariflich als Wochentag. 3. Antrag Hoch: Drudlegung feines Entwurfs zur Centralisation des Arbeitsnachweises usw. In Anbetracht der wichtigen und interessanten Tagesordnung bittet um zahlreichen und pünktlichen Besuch[ 50/5] Der Vorstand. Musikinstrumenten- Arbeiter. ( Fachverein.) Montag, den 19. August 1901, abends 8 Uhr, bei Graumann, Naunynstraße 27: Delegierten- Versammlung. Tages: Ordnung: Dargestellt an gr. farbigen Lichtbildern. Referentin: Frau praft. Naturheilkundige Grundmann. Diefer Bortrag ist für Frauen und Mädchen reiferen Alters ſehr wichtig! Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht der Verein für Frauen und Mädchen Schönebergs und Umg. Der Vorstand. 15/12 Deutscher Cognac angenehm, mild im Geschmack ******* a Ltrfl. M. 2,10, 2,50, 3, Eugen Neumann& Co. Amt IV. 9676. Belle- Allianceplatz 6 a. Neue Friedrichstr. 81. Genthinerstr. 29. Oranienstr. 190. Grüner Weg 60. Elsasserstr. 71. Putbuserstr. 35. Wilsnackerstr. 25. Schöneberg, Hauptstr. 129. Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 48. Steglitz, Albrechtstr. 18. Prüfen Sie bitte: Anker Anker Brikets Möbel u. Bolsterwaren- Fabrif Special- Institut für Zahnersatz. die besten der Gegenwart! Zähne 2 Mk. Plomben 2 Mk. Berlin N., Oranienburgerstr. 55, pt.( am Oranienburger Thor) 0. Slegmeyer, 1703* Schmerzl. Plomb., Nervtöten 2c. Kronen u. Brücken. Modernster Zahnersatz 2c. Anerkannt gediegene Arbeit, billige Preise, coulanteste Zahlungsbedingungen. Völlige Garantie. Jeder Versuch befriedigt. Solideste Preise. Teilzahlung von A. Schulz, Reichenbergerstr. 5,( tägl. 9-7). Völlig schmerzlose Zahnoperationen ohne Narkose u. m. Lachgas. empfiehlt Einrichtungen von 250 bis 10 000 m. Arbeiter- Sängerbund Anker- Briketts Berlins und Umgegend. Montag, den 26. August, abends 8½½ Uhr, in der ,, Brauerei Friedrichshain": 1. Der Kongreß der durch Vertrauensmänner centralisierten Geivert schaften. 2. Der Generalstreit der Flaschenarbeiter Deutschlands. 3. Werk statt- Angelegenheiten. 142/3 Die wichtige Tagesordnung erfordert, daß sämtliche Fabriken vertreten find. Die Billets zu unfrem am Sonnabend, den 14. September, in abends Sanssouci, Rottbuserstraße 4a, stattfindenden 19. Stiftungsfest gelangen in der Versammlung zur Ausgabe. Der Vorstand. Nebungsstunde des Sonderchors. * ✰ Jeder Verein hat zu dieser Stunde einen 1. und 2. Bak zu stellen. Morgen Montag, den 19. d. M., 82 Uhr, hatt der 1. und 2. Tenor zu üben. 16/16 sind zu haben Friedr. Daniel& Co., Berlin W. 8, Leipzigerstr. 29. Herren- Anzüge, Paletots n. Maß, eleg. Ausführung, auch fertige Garderobe am Lager, liefert Landsbergerstr. 13 prt. Die Bereine, welche vom Sängerfest abrechnen wollen, wenden sich an Kaffterer H. Nastebusch, Graubenzerstr. 4. J.Kurzberg, Teilzahlung gestattet. Der Peek& Cloppenburg Grosses Specialhaus für Herren- und Knaben- Garderobe infan) M Gertraudtenstrasse 26/27 und Rossstrasse 1a Eingang zu den verschiedenen Verkaufsräumen nur Gertraudtenstrasse. 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Denn mit Ausnahme eines des sechzehnten nach Perfonen, deren subjektive Anschauungen und Urteile, Bedürfnisse 1901, Akademischer Verlag für sociale Wissenschaften. 368 G. 80. träglich hinzugekommenen Auffages untersucht Lawrow in seinen und Interessen durch ihr Zusammen- und Aufeinanderwirken die Unter denjenigen socialistischen Schriftstellern Rußlands, welche historischen Briefen teils solche Fragen, die außerhalb oder jenseits Geschichte machen. Wir brauchen neben den objektiven auch subjektive fich als selbständige Denker ausgezeichnet haben, nimmt Beter 2. des Problems liegen, welches die Marrsche Geschichtstheorie be- Maßstäbe, subjettive Wertingen. Gerade in dieser Hinsicht aber Lawrow einen der ersten Plätze ein. Von der Zeit ab, wo Nit. G. handelt, teils Fragen, die mit ihm in Verbindung stehen, jedoch ohne weist die Margistische Lehre Lücken auf, fie erörtert die hierher ge Tschernyschewsky durch die zarische Gewalt der Möglichkeit beraubt direkte Bezugnahme auf jenes. Anders im sechzehnten, 1881 hinzu- hörigen Probleme, wie Recht, Moral 2c., mehr negativ als positiv, war, zur socialistischen Jugend zu sprechen, war Lawrow, ber ziemlich gekommenen und 1891 aus dem Zensurrussisch in eine freiere Sprache mehr in Bezug auf ihre Begrenzungen, wie in Bezug auf gleichzeitig mit Tichernyschewsky als staatsgefährlicher Schriftsteller übertragenen Brief, der die„ Theorie und Praxis des Fortschritts" unter ihren Inhalt, mehr in Bezug auf ihre Abhängigkeiten polizeilich in einem Provinzort interniert worden war, dem es aber sucht. Hier wird zwar ein der Marrschen wie in Bezug auf ihre Wirkungswerte. Mit andern Worten, mit Hilfe des kühnen Hermann Lopatin 1870 gelang, ins Ausland Geschichtstheorie entsprechender Einfluß der Oekonomie auf Politit sie ist vor allem Entwicklungs theoric. Lawrow seinerseits ist zu entkommen, der führende Kopf der socialistischen Bewegung und Ideologie festgestellt, aber bald darauf werden in diese Be- aber vor allem Theoretiker des Fortschritts. Er Rußlands. Namentlich, nachdem Bakunin sich einem unfrucht trachtung wieder ideologische Momente hineingetragen, die, untersucht die Kriterien, die Bedingungen, die Anforderungen des baren Anarchismus in die Arme geworfen hatte, war da, wo ohne mit jener Theorie in notwendigem Widerspruch zu stehen, gesellschaftlichen Fortschritts, das heißt er ergänzt die EntwicklungsLawrow weilte, das geistige Centrum des socialistischen Rußland, doch, um das schon gebrauchte Bild zu wiederholen, ihren Rahmen lehre durch das subjektive Element des Ideals. Denn Fortschritt und sein Arbeitszimmer defien Hochschule. Das bescheidene, mit völlig zu sprengen drohen. heißt Entwicklung in der Richtung auf ein Jdeal. Darum fämpfen Büchern und Zeitschriften überladene Hinterzimmer in der Rue So heißt es auf S. 351 von den Problemen des gesellschaft- wir ja auch für den Fortschritt, während uns die Vorstellung von einer St. Jacques in Paris, wo Lawrow wohnte, war oft von Hörern lichen Fortschritts, daß sie in jeder Epoche, richtig aufgefaßt(). Entwicklung, die nichts enthält, was uns begehrenswert erscheint, überfüllt, die teils ihren Aufenthalt in Paris dazu ausnutzten, teils das gleiche Wesen gehabt hätten, und daß dieses in folgendem be- uns auch nicht in gewollte Bewegung zu sehen vermag.„ Ich aber auch direkt zu dem Zwed nach Paris gepilgert waren, den standen habe: habe von Anfang dieser Briefe an", schreibt Lawrow am Schluß, Vorlesungen zuzuhören, die Lawrow dort über den Socialismus" Die Formen der Verteilung der socialen Kräfte, namentlich den Satz zu entwickeln gesucht, daß es für den Menschen un und mit ihm in Verbindung stehende Gegenstände zu halten pflegte. aber" bie Verteilungsformen des Reichtums, sollen verändert werden, vermeidlich ist, in die Abschätzung der historischen Ereignisse seine Hier wurden aber auch oft im intimeren Kreiſe Fragen der politi- gemäß den bestehenden Produktions- und Tauschbedingungen, unter persönliche ſittliche Ausbildung, sein persönliches sittliches Ideal Ichen Aktion erörtert. Denn Lawrow war zugleich der Ratgeber der Benutzung der bestehenden gewohnheitsmäßigen und juristischen hineinzutragen."( S. 361.) Und:„ Die Geschichte verstehen, heißt tämpfenden Socialisten Rußlands, mit ganzer Seele dem Gedanken Formen der gesellschaftlichen Organisation, unter Berücke die Mittel zur Verwirklichung unsres eignen Jdeals im historischen an eine, durch kühne politische Aktionen zu fördernde politische fichtigung der bestehenden Errungenschaften des wissenschaft- Milieu klar verstehen. Gewiß ist unser Ideal subjektiv. Je mehr Die hochgespannten Erwartungen, die Lawrow in diefer Be- der Künstlerischen Typen und lichen Gedankens, der Konstruktionen des philosophischen Dentens, wir aber dasselbe durch die Kritik kontrollieren, desto größere Ideale der Ethik; diese Wahrscheinlichkeit besteht dafür, daß es auch das höchste, ziehung hegte oder wenigstens zu dementieren nicht für gut hielt, Veränderungen sollen in der Nichtung der größtmöglichen Stärkung in der gegebenen Epoche mögliche moralische Ideal darstellt. bildeten in den achtziger Jahren einen der Streitpunkte, die ihn in und Ausdehnung der socialen Solidarität und eines größtmöglichen( S. 363.) Mit andern Worten, das Ideal soll nichts Gegensatz zu demjenigen Flügel der russischen Socialisten brachten, Wachstums des socialen Bewußtseins vollzogen werden; und endlich willkürliches sein, sondern das Produkt eines wissenschaftlich kondie fich in strengerer Auslegung der Mary- Engelsschen Lehre zu einer soll die erfolgte Veränderung in solchen politischen Formen festgelegt trollierten Wollens. Um aber mit Bernunft zu wollen, ist es nicht besonderen socialdemokratischen Gruppe zuſammengethan hatten und werden, welche mit der erfolgten Ilmwälzung am meisten harmo- mur nötig zu wissen, was wir wollen können, sondern auch zu dann kurzweg als die Marxisten bezeichnet wurden. Während aber nieren, sowie durch solche Produkte der Wissenschaft, Philosophie und erkennen, was unires Wollens wert ist. die Kämpfe zwischen diesen Marxisten und Lawriften", wie man die Kunst, die diese Veränderung am besten rechtfertigen, und durch die Der Leser wird aus dem Vorstehenden ersehen haben, worum Anhänger Lawrows nannte, zeitweise einen sehr bitteren Charakter lebendige Verkörperung solcher ſittlichen Ideale, die den gesunden es sich bei den historischen Briefen" Lawrows handelt. Es find annahmen, ließen sie die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Bedürfnissen des Menschen am besten entsprechen.". Auffäße, die sich mit denjenigen Problemen der Geschichte beLawrow und Friedrich Engels- Wlarg war inzwischen gestorben fo gut wie unberührt. Engels hat bis zuletzt an seiner Freundschaft Civilisation bezeichnet, u. a. zu zeigen: Wie die Kritik und allein fammenfallen. Und im Anschluß daran wird als Aufgabe einer Geschichte der schäftigen, die mit den höchsten Fragen der Sociologie zuIn der That hätten sie von Rechts wegen mit Lawrow festgehalten, ohne sich selbstverständlich im Unklaren die Kritik die Menschheit nach vorwärts führte; wie die falschen geschichtsphilosophische Briefe" betitelt werden müſſen. Aber darüber zu sein, daß allerhand Meinungsverschiedenheiten zwischen Idealisierungen nach und nach durch die wahren ersetzt wurden; die Wahl des bescheideneren Titels ist nicht zu bedauern. ihm und Lawrow bestanden. Und selbst als der Streit zwischen den wie das Gebiet der Wahrheit sich erweiterte; wie die Ge- dem Buch vielleicht Leser zuführen, die der andre Titel abgeschreckt Jüngern am heftigsten tobte und Lawrow selbst in ihn hineingezogen rechtigkeit sich wurde, hat er sich nicht dazu hinreißen lassen, in ihn mit einem der immer mehr abtlärte und fich im Leben hätte, weil er Manchen schwerfällig doktrinäre Untersuchungen Bersönlichkeiten und in den Gesellschaftsformen ver- vermuten läßt. Das sind aber die historischen Briefe" abfälligen Wort über diesen und seine theoretischen Anschauungen förperte"...; fürzer: wie das kritische Denken der Individuen Lawrows gauz und gar nicht. Auch 100 fie in die einzugreifen. die Kultur der Gesellschaften umgearbeitet hat, indem es in die Tiefe gehen, sind sie anschaulich und lebendig geschrieben. Und von So liegt denn nur eine kritische Aeußerung von Engels über Civilisation derselben mehr Wahrheit und Gerechtigkeit hineinzutragen einigen wenigen störenden Fehlern abgesehen wie z. B. der Latrow vor und die reicht bis ins Jahr 1874 zurück. Sie findet sich sich bemühte."( S. 353.) wiederholte Gebrauch der Jüngstvergangenheit, wo die Vergangenin einem Artikel, den Engels 1874 im Leipziger Volksstaat" ( Mr. 117 und 118) unter dem Titel„ Flüchtlings- Litteratur" ver- führt, Lawrow die Geschichte nicht gleich Mary in erster Linie unter leicht und flüssig. Die Sache ist die, daß, wie Rappaport in der Einleitung aus beitsform am Blaze ist liest sich die Uebersetzung bemerkenswert Die historischen Briefe" bewegen sich, wie man öffentlicht hat. Der„ höchft achtbare rufftiche Gelehrte", von dem dort dem Gesichtswinkel von Ursachen und Wirkungen, sondern unter sich unschwer vorstellen kann, oft auf strittigem Gebiet. Aber niemand, die Rede ist und der von Engels mit Rücksicht auf die von diesem dem von Zielen und Mitteln behandelt, daß er im wesentlichen der dies klassische Erzeugnis des ruffischen Socialismus durchlieft, au felbst gehütete Anonymität einfach" Peter" genannt wird, ist fein die Geschichte subjektivistisch betrachtet, als Produkt von dem sich eine ganze Generation von heroischen Kämpfern begeisterte, andrer als Peter Lawrow, Lawrow hatte bei der Begründung der Willenshandlungen der Menschen. russischen socialistischen Zeitschrift Wpered"(„ Vorwärts") ein Zu- Geschichte ist ihm das Individuum, wobei man jedoch nicht Bild zu geben vermochten, ohne Frucht aus der Hand legen. Ed. B. Der Gegenstand der wird das Buch, von dessen reichem Inhalt wir hier nur ein dürftiges fammengehen mit Bakimin und dessen Anhang versucht, war aber an eine Judividual Philosophie zu denken hat, die in eine Verherrdabei gescheitert und mit Batunisten und ruffischen Blanquisten in lichung von Einzelnen auf Kosten der Gattung, bezw. in eine Hypo- Suber, Dr. F. C. ,, Profeffor an der technischen Hochschule, Sekretär Bolemit geraten. Engels nimmt dies zum Anlaß, Freund Peter" stafe der Individuen ausläuft, sondern lediglich an eine Betrachöffentlich zu Gemüt zu führen, wie er mm selbst das thue und tungsweise, welche die geschichtliche Entwicklung auf ihre Rückwirkungen der Handelskammer, Stuttgart. Deutschland als In dustriestaat. XX. und 512 G. 80 Stuttgart. thun müsse, was er vordem am Generalrat der Internationalen ge- für die Anerkennung und Ausbildung der mensch tadelt habe, nämlich die verderblichen Methoden der Bakunisten lichen Persönlichkeit untersucht, und für die der Höhe= bloßstellen, ergreift aber in der Sache selbst für Lawrow gegen grad der allgemeinen Entfaltung der menschlichen Persönlich dessen Anfeinder Partei. Trotz mancher ironischer Wendungen spricht feit den Maßstab des gesellschaftlichen Fortschritts bildet. Es die bevorstehenden Kämpfe schmieden lassen. In seiner Eigenschaft doch viel Achtung vor Lawrow aus dem Artikel. Insbesondere braucht nur wenig Nachdenkens, unt brandmart Engels die Anmaßumg, mit der die damaligen Ultra- eine solche Geschichtsbetrachtung zu erkennen, daß als Stuttgarter Handelskammersekretär scheint dem Verfasser manches revolutionäre Lawrow von oben herab wie einen Schulbuben be- principiellen Gegensatz zum Marrschen Geschichtsmaterialismus zu erreichbar war.. von vornherein in feinem Material zur Verfügung gestanden zu haben, das für andere schwerer handelten, mit berechtigtem Hohn. Aber auch das dem Fachmanne bekannte Material stehen braucht, dem das von ihr gestellte Problem ja durchaus nicht wie die Statistik des auswärtigen Handels, die Berufs- und Gezu jener Zeit waren erst sechs Jahre verflossen, seit Lawrow fremd ist, sondern erst durch die in Anwendung gebrachte Unter- werbestatistik, die Preisstatistit ist in eine leicht lesbare, auch dem die Briefe über Geschichtsfragen veröffentlicht hatte, fuchungsmethode in seinem Simme richtig oder falsch wird. Sie kann Tabellen scheutenden Leser sehr bequeme, durchaus populäre Form die den Gegenstand des vorliegenden Buches bilden, bereichert um sich alle feine wissenschaftlich festgestellten Sätze zu Nuze machen gegofien. zwei nachträglich veröffentlichte, hierher gehörige Briefe Lawrows und auf Grund oder in voller Berücksichtigung ihrer die Der Standpunkt des Verfassers den heutigen Streitfragen gegen und eine inhaltsvolle Einleitung aus der Feder von Dr. Ch. Rappa- Bedingungen und den Verlauf der Entwicklung des Menschen über geht wohl am Klarsten hervor aus dem folgenden Saze:" Jede port, einem Landsmann und Gesinnungsgenossen Lawrows. In als Persönlichkeit darlegen, und sie wird alsdann eine wert- Regierung muß ihre Wirtschafts- Politik nach der Produktionsgruppe einem elenden Provinzialflecken abgefaßt, wohin die russische Regie- volle Ergänzung seiner Feststellungen liefern, je nachdem sogar einrichten, der die höhere socialpolitische Leistungsfähigkeit zukommt. rung ihren Verfasser nach dem Attentat Karakasows( 1866) verbannt seine Vervollkommnung. Aber wie der Marrismus zu Aus dem Unvermögen des Feudalismus gegenüber den neueren Anhatte, den Anforderungen an die Veröffentlichung unter Censur an- Vernachlässigung oder Unterschätzung, so verführt sie leicht zu forderungen der Social- und Weltpolitik ergiebt sich unmittelbar, gepaßt, fie erschienen zuerst unter dem Pseudonym Mirtow" in Uebertreibung der Bestimmungskraft des Willens und der Absichten daß die Zukunft des Deutschen Reiches von der Zurückdrängung der der legalen" Zeitschrift Die Woche"-atmen diese Briefe eine in der Geschichte, und wo dies geichieht, heißt außerhalb des feudal- agrarischen Macht und Weltanschauung abhängt." geistige Frische und stehen sie ihrem Gedankengehalt nach auf einer Marxismus", hinter dem Maryismus Höhe, welche es sehr gut begreifen machen, daß sie an Kraft und Nachhaltigkeit der Wirkung auf die socialistische russische Jugend kaum von den besten Arbeiten Tichernyschewskys übertroffen worden sind. Und man begreift es, warum Friedrich Engels unbeschadet der theoretischen Differenzen zwischen Marg und ihm auf der einen und Lawrow auf der andern Seite stets mit großer Achtung und Sympathie von legterem sprach. " " V = " 1901. J. G. Cottasche Buchhandlung Nachfolger. Preis 10 M. Fast gleichzeitig mit der Veröffentlichung des Zolltarif- Entwurfs erschien das hier genannte Buch, aus dem fich wertvolle Waffen für Huber gehört zu den Politikern, die eine neue Harmonie zwischen industriellem Kapital und industrieller Arbeiterklasse für möglich halten, ähnlich wie Brentano, Theodor Barth, Naumann. Diese Anschauungsweise faßt er in den folgenden Säßen zusammen: Das Dasein der Mindestbemittelten ist fast überall da, wo die Industrie fehlt, vielmehr ein Vegetieren. Dagegen ist die Lebenss haltung der großen Massen, sowie ihre geistige Frische und Elasticität überall, wenn auch vielleicht da und dort mur langjam, mit der der Konsolidierung der Industrie, mit der Zunahme der Kapitalien und der dadurch bedingten zahlreicheren Verwendung von Arbeitern, mit der Erhöhung der Bildung und Leistungsfähigkeit der Unternehmer wie der Arbeiter, sowie mit der Im Ganzen war Lawrow ein viel zu gewissenhafter Schriftsteller, als daß sich bei ihm viel Stellen finden sollten, die mit den wissen schaftlichen Feststellungen von Mary- Engels in direftem Widerspruch ständen. Aber an Ünterschieden in der Anschauungs- und Darstellungsweise fehlt es selbstverständlich nicht. Er spricht eben oft eine andre Sprache als Mary- Engels, und es leuchtet nach dem Vorhergeschickten von selbst ein, warum er unter diesen Umständen ihnen als Und doch liegen diese theoretischen Differenzen gerade auf dem Ellettiter erscheinen mußte. Rappaport schreibt, Lawrow müffe im Gegen Gebiete der Geschichtstheorie, wurzeln sie in der andersgearteten jaz zu Marg, der Materialist gewesen sei, als Idealist bezeichnet werden. Geschichtsbetrachtung des Verfassers der„ Historischen Briefe". So scheint uns jedoch der Gegensaz nicht zu stehen. Lawrows Wie Ch. Rappaport in feiner Einleitung mitteilt, hat sich 3dealismus fußt auf durchaus positivistischer oder, wenn man will, Lawrow allerdings seiner Zeit als Anhänger der Marrschen Theorie ntaterialistischer Grundlage; gegenüber dem metaphysischen dealis- fortschreitenden Organisation derselben eingetreten." bezw. als Schüler von Mary bezeichnet, aber mit einigem Vor- mus würde Lawrow mit Mary- Engels auf ein und derselben Seite" Diese Hebung der Massen liegt im Interesse der Industrie behalt". Diese Anhängerschaft galt jedoch, wie Rappaport weiter stehen, während diese den diesseitigen Jdealismus nicht leugnen. felbft. Für sie bildet in viel höherem Grade als für die Landausführt, vornehmlich denjenigen Elementen der Marrschen Lehre, Nur weisen sie ihm in der Wissenschaft einen geringeren Play an wirtschaft die Kauftraft der Massen ihren Binnenmarkt; aus diesem welche sie als ganz besonders zur Kampftheorie des Socialisus als er. So ist der Unterschied hier, wenn man genauer zusteht, Martte stammen vier Zehntel der Nachfrage aus Arbeitslohn. geeignet machen. Der Vorbehalt aber ist im wesentlichen derselbe, mehr einer der Färbung, als der Grundauffassung. Aber gerade Allerdings mag das Interesse des einzelnen Arbeitgebers dahin den andre Socialisten ebenfalls gegenüber dem Mary- Engelsfchen Abweichungen in der Färbung erscheinen den Beteiligten oft als zielen, daß der Lohn feiner" Arbeiter niedergehalten wird. Geschichtsmaterialismus geltend gemacht haben und dem auch Engels Intonsequenz oder Eklekticismus. Giebt es doch auch Marristen Aber die Juduſtrie als Gesamtheit hat ein starkes Interesse, in feinen späteren Schriften und Briefen eine gewisse Berechtigung und Mary- Kritiker, denen Engels im Verhältnis zu Mary als der daß die materielle Lage der Arbeiterschaft gehoben wird zuerkannt hat, nämlich die Hervorhebung der stärkeren Betonung der Eklektiker erscheint. Im Vorbeigehen sei hier bemerkt, daß auch ihr Interesse läuft parallel mit dem der Voltsinteressen. Infolgefubjettiven Fattoren in der Geschichte. Lawrow an- Rappaport in der Einleitung den Marxismus unsres Erachtens dessen steigt, im Unterschiede von der Landwirtschaft, die Leistungserkennt, daß die ökonomischen Bedingungen die Grundlage des wiederholt in übertriebener Enge deutet. gesellschaftlichen Entwicklungsprozesses bilden, er beansprucht aber für Wir müssen dies um so mehr feststellen, als wir im übrigen die die in diesem Prozeß geformten Ideen einen schöpferischen Anteil an Einleitung als eine sehr wertvolle Bereicherung des Buches zu der weiteren Entwickelung. Einmal geformt könnten die Ideen sich bezeichnen haben. Sie flärt in fesselnder und anregender Dargemäß ihrer eigenen Logif entwickeln, fich von ihrem Ursprungsfaktor stellung den Leser über diejenigen Seiten des Lawrowschen Stand ab- und gegebenenfalls gegen ihn wenden. punktes auf, die in den" historischen Briefen" nicht oder nur indirekt Wir können uns eine Polemit gegen diefe ja auch in unfren Bis dahin sagt das nun freilich nichts, was nicht, wie gesagt, zum Ausdruck kommen. Lernen wir in den Briefen Lawrow als Reihen manchmal bestechend wirkende Theorie ersparen, es genügt, Engels gleichfalls festgestellt hat, und was der Sache nach nicht auch einen belesenen und scharfsinnigen Denker kennen, der über jedes darauf hinzuweisen, daß jeder Fabrikant an den Löhnen möglichst zu bei Marr zu finden ist. Es- sagt eben noch nichts über die Art und Problem, das er aufgreift, Beherzigenswertes zu sagen weiß und, sparen sucht, keiner den Arbeitern das Arbeitsverhältnis garantieren Größe oder Grenzen jenes Anteils. Leute, die soweit im wenn nicht in den Grundgedanken selbst, so doch in ihrer Verarbeitung will, jeder aber dafür ist, daß die andren Unternehmer möglichst Princip übereinstinunen, können noch grundverschiedene Ansichten und Verknüpfung oft Eigenartiges bietet, so bietet uns erst die Ein- viel zahlen und ihren Arbeitern danerude Beschäftigung sichern. darüber begen, welche Folgerungen fich aus der eingeräumten leitung in Verbindung mit ihnen ein geistiges Vollbild des Dem Egoismus der einzelnen Unternehmer steht die Solidarität der schöpferischen Fähigkeit der Ideen für den Umfang der Bestimmungs- Mannes, den der deutsche Socialist bisher nur als Kämpfer, aber Arbeiterklasse gegenüber, beide find Kinder der kapitalistischen kraft der Dekonomie in der Geschichte ergeben. Für den Einen kann nie als Denter zu würdigen Gelegenheit hatte.( Nur einer der Produktionsweise, beide wirken zu ihrer Vernichtung. Doch wir der Vorbehalt, wie Dr. Rappaport es drastisch ausdrückt, zum„ tro- historischen Briefe" der vierte der Sammlung ist, wenn ich wollen überhaupt das Hubersche Buch nicht kritisieren, wir kämen da janischen Pferd" werden, das, einmal zugelassen, die ganze Theorie mich nicht irre, Mitte der siebziger Jahre im Leipziger Vorwärts" auch gar nicht zu Ende. Der Wert des Buches liegt auch weit von der Beherrschung der Geschichie durch die Dekonomie in die unter dem Titel„ Der Preis des Fortschritts" veröffentlicht weniger in seinen theoretischen und allgemeinen Abschnitten, in denen Luft sprengt. Für den Andern aber schützt er diese Theorie nur worden.) Und wie man auch über das Verhältnis des Subjektiven freilich auch viel wertvolles Material übersichtlich verarbeitet ist als gegen übertriebene Auslegungen durch allzu eifrige Anhänger und zum Objektiven in der Geschichte denken mag, so wird man doch in den Kapiteln über die einzelnen Industriezweige, die ein anböswillige oder beschränkte Gegiter. nicht bestreiten können, daß in den wissenschaftlichen Arbeiten schauliches und heute in der Presse und in der Agitation sehr gut Soweit sich aus den Aufjäzen, die den Inhalt des vorliegenden von Marg und Engels das subjektive Element wem nicht verwertbares Material über die Produktionsbedingungen und handelsBuches bilden, ein Schluß auf Lawrows Stellung zu dieser Frage principiell, so doch jedenfalls in der Ausführung entschieden zu politischen Interessen der wichtigsten Industrien enthalten. ziehen läßt, wird man mit Dr. Rappaport annehmen müssen, daß kurz kommt. Selbst im Rahmen der marristischen Lehre bliebe Wollständigkeit konnte der Verfasser nicht erzielen, da er sich an das Lawrow mehr zu der erst bezeichneten Kategorie von Anhängern zu somit noch für Arbeiten wie die Lawrows Raum, müssen sie sogar vorliegende Material halten mußte, das eben bei Abfassung seines fähigkeit der Industrie im gleichen Schritt mit den neueren socials politischen Ansprüchen; das Abströmen der landwirtschaftlichen Arbeiter ist nur ein Symptom von dem allgemeinen Unvermögen des Großgrundbesitzes, mit den gesteigerten jocialpolitischen Anforderungen Schritt zu halten.". Eine " Buches noch unvollständiger war als heute. Der Verzeichen, ohne daß ihr Urheber angegeben ist. Manche Holprigkeiten| Wert bleiben, nach dieser Richtung ist seine Bedeutung für den Augenfaffer behandelt da Bergbau, Süttenivesen, Metallindustrie, im Stil erklären fich wohl aus den vielen Umarbeitungen und blid sogar sehr groß. Denn der Kampf um die HandelsvertragsMaschinen, Fahrzeugbau, Glas und Keramit, Stein- und Ergänzungen des Textes, die sich wegen des Erscheinens neuen Bolitit ist heute nun nicht mehr mit den Schlagworten der Schieferbrüche, die chemische Industrie, Nahrungs- und Genuß Materials während der Drucklegung nötig machten. Trotzdem ist Deutschen Tageszeitung" und des Berliner Tageblatts" zu führen. mittel, die Textilindustrie, die exportindustrielle Heimarbeit, die auch manche Flüchtigkeit stehen geblieben, so ist z. B. Velten, unsre Die erzwungene Veröffentlichung des Bolltarif- Entwurfs hat mun Holzindustrie und die verwandten Gewerbe, die Lederindustrie und märkische Töpferstadt, nach Hannover versetzt. endlich den fachlichen Boden geschaffen zu einer gedeihlichen und die verwandten Gewerbe, die polygraphischen Gewerbe und die Papier- Wer auch mit uns bedauert, daß des Verfassers Verständnis die ernsten Diskussion; an jeden Zollsatz wird sich nun die Erörterung industrie. socialistische Litteratur nicht durchdrungen hat, wer auch in den knüpfen und dem Ergebnisse dieser zahllosen Abwägungen des Außerordentlich zu bedauern ist, daß die Benugung des Buches Fragen der Social, Welt- und Kolonialpolitik auf ganz andrem Nuzens und Schadens der Tarifsätze wird das Schicksal unsrer durch Sach- und Ortsregister nicht erleichtert wurde, das Wert sollte Boden steht wie Huber, wird anerkennen, daß er eine äußerst wichtige Handelsbeziehungen in der nächsten Zukunft entsprechen. Gerade bei als Nachschlagebuch bequem zu gebrauchen sein, das ist sehr erfchivert. und dringliche Arbeit geleistet hat, die auch unsre Kämpfe befruchten diesen Diskussionen wird das Buch von Huber viele nützliche Dienste Speciell bei den handelspolitischen Erweiterungen wird es sehr viel fann. Es ist dies umso anerkennenswerter, als er in Deutschland leisten können. darauf ankommen, die Interessen der einzelnen Orte und Gebiete mur sehr wenige Vorläufer auf dem Gebiet der produktionspolitischen Wie sehr es dem Bedürfnisse der Zeit entgegenkommt, beweist an einer gefunden Handelsvertragspolitit feststellen zu können, das Erörterungen hat; abgesehen von der Tendenzlitteratur aus Anlaß das fast gleichzeitige Erscheinen des ersten Bandes eines viel größer ermöglicht das Buch nicht ganz und auch bloß dann, wenn man es des Kampfes um die lezte große Flottenvorlage wären da nur wenige angelegten Wertes:" Handbuch der Wirtschaftskunde Deutschlands". genau durchstudiert hat und ständig Notizen aus ihm auszieht. Es zu nennen, so Losch, Nationale Produktion und nationale Berufs- das im Auftrage des Deutschen Verbandes für das kaufmännische läge im Interesse der Verlagshandlung, den Abnehmern des Buchs ein gliederung, und Atlanticus, Ein Blick in den Zukunftsstaat. Gerade Unterrichtswesen( Leipzig, B. G. Teubner) herausgegeben wird. Register nachzuliefern. Wir beklagen auch die Ungleichmäßigkeit in den diese deutschen Vorgänger ignoriert Huber. Seine Bemerkungen über Aber die Entscheidung über den Bolltarif wird wohl gefallen sein, Quellennachweisungen, viele Leser werden das Bedürfnis nach Ergänzung Marg, Engels und andre Socialisten beweisen nicht bloß Vor- bevor von dem umfangreichen, drei Bände umfassenden Werke die des Materials an der Hand der Litteraturnachweisungen nicht be- eingenommenheit, sondern Mißverständnis. Doch darüber kann man letzte Lieferung erschienen sein wird. Bis dahin wird Hubers Buch friedigen können. Viele Ausführungen finden sich unter Anführungs- hinweglesen, das Buch wird bloß als Materialiensammlung von gute Dienste thun. An die Arbeitershaft Deutschlands! ad. br. Am 13. Juni d. J. hat die Berliner Gewerkschafts- Kommission den Boykott über die Nordhänser Kantabakfabrikate verhängt. Den Knebelrevers( Versagung des Rechts auf Koalitionsfreiheit) verlangen folgende Nordhänser Kantabakfirmen: C. A. Kneiff, G. Reddersen, H. A. Hanewacker, Berlin& Bona, H.& R. Wittig, Rothhard& Comp., F. C. Lerche, Salfeld& Stein. Wir ersuchen, den Tabak obiger Firmen so lange zu meiden, bis die Inhaber das Koalitionsrecht ihrer Arbeiter anerkannt haben. Die Kommission der Tabakarbeiter. Schlafmöbel- Bazar ,, Baby". 9, 12 bis 75 Mk. PolsterBetten. 6,50-21,00. Lieferant des Post- Spar- und Vorschuss- Vereins. 1. Invalidenstr. 160, an Brunnenstr. 2. Oranienstr. 31, an Adalbertstr. 3. Bellealliancestr. 107, am Blücherplatz. 4. Gr. Frankfurterst. 115, an Andreasstr. 5. Brunnenstr. 92 an Rügenerstr. 6. Reinickendorferst. 2d/ e, Wedding. 7. Beusselstr. 18, an Thurmstr. 8. Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 55. Complete Bett- Einrichtungen. Für Kinder und Erwachsene. Künstl. Zähne ohne Entfernung der Wurzel Schmerzloses Zahnziehen. Plomben sowie sämtliche Zahnoperationen schmerzlos. 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