Nr. 195. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Postbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft- Beitungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 0313 18. Jahrg. a moi te Insertions- Gebaye molte beträgt für die sechsgespaltene Kolonete zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochefttagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: " Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. 2ibed statt. Parteigenossen! Laut Beschluß des vorigen Parteitags findet der diesjährige in Auf Grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der ParteiOrganisation beruft die Parteileitung den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den 22. September, abends 7 Uhr, nach Lübeck in das Vereinshaus, Johannisstraße 50/52, ein. Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Sonntag, den 22. September, abends 7 Uhr, Vorversammlung. Konstituierung des Parteitags. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Mandate. Montag, den 23. September und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes. a) Agitation. Wahlen. Kassenbericht. Berichterstatter: W. Pfannkuch und A. Gerisch. Donnerstag, den 22. August 1901. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Fähigkeit zur Objektivität. Aber, um den Unteroffizier zu berurteilen, Ermordung v. Krosigts vorgenommen, gehabt hätte. Trotz des bedurfte es eines psychologischen Moments, das die bürgerliche Justiz Widerspruchs der Verteidigung beschloß das Ober- Kriegsgericht, den nicht fennt. Je mehr die Soldaten- Richter in Gumbinnen nach Gerichtsherrn zu vernehmen. Dann erfolgten die Aussagen des bestem Wissen und Gewissen geurteilt haben, um so mehr müssen sie felben, sie waren für die Aufdeckung des Verbrechens ohne Belang. dem Bann einer Macht, die außerhalb der reinen Rechtsfindung Die Verteidigung berief sich bei dieser Gelegenheit mit Recht auf steht, unterworfen gewesen sein. In den Rechtsgedanken, der eine§ 167 der Militär- Strafprozeßordmung, der den Gerichtsherrn Verurteilung nur bei unzweideutig erwiesener Schuld erlaubt, verbietet, in die Untersuchung in irgendeiner Form drängte sich verwirrend das militärische Verlangen nach Sühne der einzugreifen: Wenn Generallientenant v. Alten dennoch einschwer verletzten Disciplin. gegriffen habe, so habe er ungefeglich verfahren, und es sei unstatthaft, ihn über solche ungesetzlich unternommenen Ermittelungen zu vernehmen. Der Gerichtshof erklärte dem gegenüber, er habe die Pflicht, alle vorgeschlagenen Zeugen, die etwas Wesentliches aussagen tönnten, zu vernehmen; wenn der Zeuge aus seiner Aussage Berfolgung wegen ungesetzlichen Verfahrens zu befürchten glaube, könne er die Aussage verweigern. Weiter aber erklärte der Gerichtshof, die Haussuchung bei dem Angeklagten habe Herr v. Alten überhaupt nicht in feiner Eigenschaft als Gerichtsherr, Es bedarf feines besonderen Respektes vor der durchschnittlichen sondern als Divisions- Kommandeur vorgenommen. Auch Gedankenschärfe bürgerlicher Staatsanwälte, um ihnen zuzugeben, v. Alten selbst machte sich diese Auffassung zu eigen. daß die Unlogit des hohen militärischen Justizbeamten, der die Es ist offenbar, daß auch dieses Verfahren des Herrn v. Alten Anklage vertrat, ihnen unmöglich ist. Mit verblüffender Naivetät thatsächlich unzulässig war. Herr v. Alten war Gerichtsherr erklärte der Vertreter der Anklage in Gumbinnen, der Gerichtshof solle von Gesezes wegen. Als der Mord geschehen war und Soldaten Das gesamte Verfahren in Gumbinnen hat gezeigt, daß sich die Militärs nicht in den Geist modern civiler Rechtsprechung zu finden vermögen. Der Gedankengang der militärischen Laien sowie der militärischen Juristen ist ein andrer als der bürgerlicher Laien und bürgerlicher Juristen; die bloße Aneinanderreihung von Thatsachen, die Art, wie Ursachen und Wirkungen verknüpft werden, der gesamte Aufbau von Anklage wie Urteil muten den Nichtmilitär fremd an. b) Preſſe, Litteratur, Kolportagewesen.( Geschlossene Sitzung.) wegen Totschlags verurteilen, da er sich schenen werde, wegen des betreffenden Regiments als Verdächtige in Betracht kamen, trat auch Berichterstatter: A. Gerisch. 2. Bericht der Kontrollkommission. Berichterstatter: H. Meister. 3. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: E. Burm. 4. Maifeier. Berichterstatter: Th. Megner. 5. Die Wohnungsfrage. Berichterstatter: A. Südetum. 6. Anträge zum Programm. 7. Sonstige Anträge. 8. Wahl des Vorstandes und der Kontrollkommission. Parteigenossen! Wir fordern Euch nun auf, die erforderlichen Borarbeiten zu treffen, insbesondere die Wahl von Delegierten und die Einreichung der Anträge rechtzeitig zu bewirken. Die Anträge müssen spätestens den 7. September in den Händen des Vorstandes, Adresse: J. Auer, Berlin SW. 47, reuzbergstr. 30 sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Absatz 2 der Bartei- Organisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gedrudte Vorlage für den Parteitag Aufnahme finden sollen. " Anträge von einzelnen Parteigenossen bedürfen der Gegenzeich mung des Vertrauensmannes oder des Vorstandes der örtlichen bezw. Kreisorganisation, falls sie zur Veröffentlichung und Beratung gelangen sollen. Mord es zu verurteilen. Nie wäre der Ankläger auf diesen Antrag Herr v. Alten in die Eigenschaft des Gerichtsherrn ein, der die verfallen, wenn er Marten der That als sicher überführt gehalten Untersuchung anstellt und die Klage erheben läßt. Als Gerichtsherr hätte. Ein ohne Ueberlegung begangener Totschlag, zu dem der aber durfte Herr v. Alten selbst nicht in die Untersuchung Thäter fich Beihelfer wirbt und ein Alibi sorgfältig vorbereitet, ist eingreifen, wie er gethan. ein Widersinn, der nur entstehen konnte, weil der Ankläger den ihm schwer Verdächtigen nicht gänzlich entschlüpfen lassen wollte. Wäre die Auffassung des Ober- Kriegsgerichts zulässig, daß ein und dieselbe Person bald als Divisionstommandeur selbst eine Untersuchung betreiben, bald als Gerichtsherr thätig sein darf, dem jede Einmischung in die Untersuchung selbst durch das Gesetz verwehrt ist, so ist damit die unhaltbarkeit des Instituts des Gerichtsherrn von neuem erwiesen. B Der Prozeß in Gumbinnen hat erwiesen, was wir vorauss fagten, als die neue Militär Strafprozeßordnung geschaffen wurde. Wohl ist damals nach jahrzehntelangem Mühen dem Militarismus eine Reform des schauerlichen Inquisitionssystems abgerungen worden. aber diese Reform war völlig unzureichend, um den Söhnen des deutschen Volkes, die ihre militärische Dienstpflicht erfüllen, die Rechtspflege zu geben. Garantien einer wohlgeordneten und dem Rechtsgedanken huldigenden Nicht erfreulicher ist die Logit des Urteils, das Schlüsse aus Voraussetzungen zieht, die ebenso gut die entgegengesetzten Schlüsse zulassen. Ein Hauptbeweisstück des Urteils ist die angebliche Wut Martens wegen erduldeter Kränkung durch den Rittmeister; weil Marten gefränkt worden war, war er disponiert, den Mord zu begehen! Wie biele aber in der Schwadron des Mittmeisters v. Krosigk waren nicht ebenso schwer getränkt worden wie Marten und damit gleich ihm zu der That disponiert? Gab es für Marten keinen andren Weg, den Kränkungen des Rittmeisters zu entgehen, als ihn zu töten und das eigene Leben auf das Spiel zu setzen? Wenn die Kränkungen des bem Entschluß, seine Versegung zu erbitten, oder zum Verlaffen der Rittmeisters den Marten nicht einmal zu einer Beschwerde oder zu militärischen Karriere veranlaßten, wie viel weniger konnten sie ihn Der Prozeß in Gumbinnen lehrt, daß die Militärgesetzgebung zum Mord treiben? Eine derartige entlastende Schlußfolgerung und das Militär- Strafprozeßverfahren noch mannigfacher und gründ läßt sich mit gleicher Berechtigung ziehen als die belastende, die der licher Besserung dringend bedürfen. Gerichtshof gezogen hat. Nirgends rechnet der Gerichtshof mit erwiesenen Thatsachen, überall nur mit Annahmen und Vermutungen, die ebenso gut falsch wie richtig sein können. Eine solche Urteilsfindung ist nur möglich, wenn die Richter trop besten Willens nicht nach unbeeinflußten Rechtsgrundsätzen richten tönnen, wenn sie im Zwang der Idee stehen: Das schwere da kein andrer Verdacht besteht, so ist derjenige zu verurteilen, der Verbrechen gegen die soldatische Disciplin muß gefühnt werden und, sich verdächtig gemacht hat. Das Reichs Militärgericht, an welches der Gumbinner Prozeß nunmehr gelangt, hat seinen Sik in Berlin im Hause Markgrafenstr. 52. Es besteht aus mehreren Senaten, welche in der Besetzung von ebenfalls sieben Mitgliedern ( drei juristischen und vier militärischen) beschließen und entscheiden; den Vorsitz führt der rangälteste Offizier, zu. Diese Besetzung ändert sich aber, sobald die Revision die Leitung der Verhandlungen steht dem Senats- Präsidenten lediglich auf die Verletzung prozessualer Vorschriften, Zu dieser Zwangsvorstellung gesellte sich die Autorität des einer Vorschrift oder eines Rechtsgrundsatzes der allgemeinen Gerichtsherrn. Wir sagen es unverhohlen: Ohne das Ein- bürgerlichen Geseze gestützt wird; dann beschließt und entgreifen des Gerichtsherrn wäre die Verurteilung nicht erfolgt. Wir scheidet der Senat nämlich der Besegung Mandatsformulare, mit deren Versendung am 2. September be meinen wiederum keineswegs, daß die Richter einem Befehle ge- iuristischen und drei militärischen Mitgliedern. gonnen wird, sind durch das Parteibureau, Adresse: Die Parteigenoffen, die zum Parteitag kommen, werden ersucht, von ihrer Delegation dem Vorstand und dem Lokalkomitee rechtzeitig Mitteilung zu machen. Die Adresse des Lokalfomitees lautet: P. Pape, Lübeck, Moist- Allee 51a. J. Auer, Berlin SW. 47, Kreuzbergstr. 30, zu beziehen. Die Genoffen, welche Anträge einreichen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß etwaige den Anträgen beigegebene Motive weder im Vorwärts" noch in der dem Parteitag vorzulegenden gedruckten Vorlage Aufnahme finden können. Die Genossen haben das Recht, ihre Anträge auf dem Parteitag entweder persönlich zu vertreten oder durch befreundete Genossen vertreten zu lassen; außerdem empfiehlt es sich, wichtige Anträge vor dem Zusammentritt des Parteitags in der Presse zu erörtern. Die Motive aber in die Parteitagsvorlage aufzunehmen, verbietet sich aus rännlichen Rüdsichten und der damit verknüpften unvermeidlichen Wiederholungen willen. Berlin, den 10. August 1901. folgt wären oder aus Liebedienerei geurteilt hätten, aber sie sind nicht nur Richter, sondern Soldaten, in denen tief die militärische Subordination wurzelt, die nicht unbefangen bleiben können, wenn die große Autorität des Vorgesetzten sich ihnen aufzwingt. " in von vier Dieser dem Angeklagten günstigen Verstärkung des rechtskundigen Elements im Richterkollegium steht die Vorschrift des§ 105 der MilitärStrafprozeß- Ordnung gegenüber, nach welcher der Ober- Militäranwalt dem Präsidenten unterstellt ist: In Fragen welche die Geltung oder Auslegung einer militärischen DienstDer Gerichtsherr, der oberste Leiter des ganzen Strafverfahrens vorschrift oder eines militärischen Grundfazes betreffen oder allgeund zugleich der militärische Vorgesezte aller den Gerichts- meine militärische Interessen berühren, ist der Ober- Militärhof zusammensetzenden Militärpersonen, glaubte an die anwalt gehalten, die Ansicht des Präsidenten Schuld von Marten und Hickel. Er hat diesen Glauben offen au vertreten. geäußert, nachdem die erste Instanz zum Freispruch gelangt war. fann nur darauf gestützt werden, daß das Urteil auf einer Ge In materieller Hinsicht ist folgendes zu beachten: Die Revision Er erklärte, wie unwidersprochen durch die„ Nat.- 3tg." mitgeteilte gesverlegung beruhe, das heißt, daß eine ausdrückliche wurde: Vorschrift der Gesetze oder ein Rechtsgrundsatz oder eine militärische Durch die Beweisaufnahme der Hauptverhandlung erster Dienſtvorschrift oder ein militärdienstlicher Grundsatz nicht oder nicht Instanz seien die sämtlichen wesentlichen, Marten und Hickel schwer richtig angewendet worden ist. Von den die Revision begründenden belastenden Thatsachen, auf welche die Anklage wegen Mordes und Gesetzesverletzungen( unvorschriftsmäßige Besetzung oder Unzustän des Gerichts, eines Mitwirkung fraft Gesetzes Meuterei aufgebaut ist, erwiesen worden; es hätte demnach digleit eine Verurteilung der beiden Angeklagten Marten und ausgeschlossenen, eines abgelehnten Richters, Formfehler, welche Hickel nach dieser Richtung im Sinne der Anklage erfolgen die Oeffentlichkeit des Verfahrens, das schriftlich firierte Urteil bes treffen 2c.) könnte im Fall Marten nur die in Frage kommen, müssen." daß die Verteidigung in einem für die Entscheidung wesentDer Gerichtsherr hat weiter seine Ansicht von der Schuld der lichen Punkte durch eine Berfügung des Gerichtsherrn oder einen Freigesprochenen vor all seinen Untergebenen fundgetan, indem er Beschluß des Gerichts unzulässig beschränkt worden ist". Hickel, den weniger Verdächtigen und Freigesprochenen, alsbald nach Ueber den weiteren Gang dieses sensationellen Prozesses sei dem Freispruch von neuem verhaften ließ. Diese Verhaftung war endlich noch bemerkt, daß der Gerichtsherr der Berufungsinstanz, nur angängig durch das Bekanntwerden neuer belastender That- also des Ober- Kriegsgerichts zu Gumbinnen, die Revisions. mit den Akten an den Präsidenten des Wohl die gesamte Preffe ist einig in der Mißbilligung des sachen; aber die jetzige Gerichtsverhandlung hat nichts Neues Anträge zu Verlin einzusenden hat. Nach Todesurteils von Gumbinnen. Selbst Zeitungen, die jede zum Vorschein gebracht und die wiederholte Verhaftung ent- Reichs Militärgerichts Kritik des Militarismus verpönen, wie die" Post" und die„ Berliner behrte der Rechtmäßigkeit. Selbst mit objektiv unberechtigten Mitteln dem dann die Militär- Anwaltschaft binnen einer Woche ihre Gegenerklärung eingereicht hat, wird Termin zur Haupt- Ber Neuesten Nachrichten", sehen sich genötigt, den Spruch des Ober- hat der Gerichtsherr seine Ueberzeugung bekundet. Handlung anberaumt, welcher dem Angeklagten, oder auf deſſen Kriegsgerichts preiszugeben. Diese seltene Einmütigkeit, die hoffent- hätte der Gerichtsherr sich jeder Meinungsäußerung enthalten Verlangen dem Verteidiger, mitzuteilen ist. Der Angeklagte lich über den Tag der ersten Ueberraschung dauern wird, beweist, und hätte er den Unteroffizier Sidel nicht von neuem in Haft tann in diesem Termin erscheinen oder sich durch seinen Verteidiger daß hier nicht ein Urteil vorliegt, über das es ein Für und Wider giebt, nehmen lassen wer meint, daß dann auch die Berurteilung ein- vertreten lassen. Der nicht auf freiem Fuß befind sondern ein Urteil, das allem bürgerlichen Rechts empfinden wider getreten wäre? liche Angeklagte hat leinen Anspruch auf An strebt. So weit ist denn doch, wenigstens in unpolitischen Wir schuldigen nicht die einzelnen Richter an, sondern das wesenheit." Prozeffen, das das allgemeine Rechtsempfinden entwickelt, daß Institut, das eine freie Rechtsprechung behindert. ein Todesurteil nicht auf allerlei Anzeichen der Schuld, Noch ein, wenn auch nicht allzu wichtiger, so doch charakteristischer sondern nur auf sichere Thatsachen und Betveise hin gefällt werden Vorgang im Verlaufe des Verfahrens zeigt die Unhaltbarkeit der darf. Stellung, die der Militär- Strafprozeß dem Gerichtsherrn anveist. Mit socialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. Disciplin vor Recht. " Politische Neberlicht. Berlin, den 21. August. Die Kolonialarmee. Es ist kein Zweifel: cin bürgerliches Gericht würde den Der Vertreter der Anklage beantragte in der Hauptverhandlung zweiter Unteroffizier Marten nicht verurteilt haben. Auch bürgerliche Ge- Justanz die Ladung des Generallieutenants v. Alten, des Gerichtsherrn Dasselbe dummpfiffige Spiel, das in der Frage der Neubewaff richte verfallen Justizirrtümern und, wo Klaffengegenfäße und erster Justanz als geugen. Das Beweisthema war, welche Ergebnisse nung der Artillerie getrieben wird, wird auch in der Frage politische Feindschaften walten, vermindert sich und geht verloren ihre die Nachforschungen nach dem Thäter, die v. Alten bald nach der der Kolonialarmee beliebt. Man befireitet heute die Absichten " " 1 Auch die Köln. Bolts- 8tg." Hegt schlimmen Verdacht: Der Reichstag hat 1897 ohne viel Aufhebens seine Zustim mung zu der Anschaffung der neuen Geschüße gegeben, die geforderten 40 Millionen wurden ohne Wimperzucken bewilligt.. Wir fürchten, man hat aus diesem Verhalten die Folgerung gezogen, daß man in dieser Weise ruhig fortfahren und anschaffen tönne, was man wolle. Ob wirklich die Sache diesmal noch nicht weiter gediehen sein mag, als manjegt zugiebt? Fast möchte man amiehmen, die Mahnung zum Schweigen, die doch erst recht die allgemeine Aufmerksamkeit auf die Neubewaffnung lenken mußte, sei nur der verhaltene Ausbruch des Triumphgefühls darüber, daß 11 a 1 abermals den andren Staaten zuvor gelommen sei." zur Schaffung einer Kolonialarmee, um morgen dies Dementi| verlangen ihrerseits die Teilung des Landtages in eine anlassen, sich mit der Neubewaffining der deutschen Artillerie zu wieder halb aurückzunehmen. Einen Tag später werden deutsche und eine czechische Surie, die in allen nationalen beeilen. Und wer garantiert uns schließlich, daß die Entscheidung dann wieder alle Projekte bestritten. Dies Spiel ist zu Angelegenheiten mit einem Vetorecht auszustatten wären- eine nicht gar schon getroffen ist? oft in ähnlichen Fragen getrieben worden, noch Forderung, die die Czechen, die an der Fiftion: Einheit und Unteilbarkeit des Königreiche Böhmen unverbrüchlich festhalten, leidenden beabsichtigten Erfolg erzielen zu können. Man erinnert fchaftlich bekämpfen. Ihnen haben sich mit die Alldeutschen fich nur zu gut, daß bei den verschiedenen Flottenvortagen angeschlossen! Ihr neuestes Schlagwort ist: Böhmen auf ewig un die offiziösen und halboffiziöfen Blätter bereits nach derfelben Schablone geteilt. Die Aldeutschen thun aivar fo, als ob die nationale gearbeitet haben. Wenn deshalb die„ Deutsche Tageszeitung" er Scheidung in der Verwaltung Böhmens von ihnen deshalb ber flärt, daß seit einem Jahre die Frage einer Kolonialarmee nicht worfen würde, weil sie den Zukunftsträumen auf eine Einverleibung mehr zur Erörterung gekommen sei und die Schlesische Deutsch- Deftreichs in den mitteleuropäischen Zollbund" der 3eitung" das gleiche versichert und hinzufügt, daß die an einem euphemistischen Bezeichnung für etwas, was man nicht sagen darf! Wendepunkt befindliche Finanzkrise des Reichs" die amtlichen einen Riegel vorschieben würde, aber es ist doch so, daß fie die Kreise viel mehr beschäftige, als dergleichen Projekte, die un- aus Weitsichtigkeit, sondern aus Kurzfigtigteit aufgegeben Forderung nach nationaler Autonomie für die böhmischen Deutschen nicht berechenbare Lasten" nach sich ziehen müßten, fo find derartige Erhaben. Die alten Barteien fagen den Wählern, fie geben ihnen das flärungen wenig geeignet, die hervorgerufene Erregung ein halbe, die Aldentfchen versprechen ihnen das ganze Böhmen: zuschläfern. ob die Wähler so einfältig sein werden, sich mit derlei utopistischen Solche Beschwichtigungsmanöver find noch immer den ver- Bersprechungen einfangen zu lassen, wird eben die Wahl eriveisen. blüffendsten Militär- und Marineforderungen vorausgegangen. Jedenfalls verden die Allbentschen nicht wegen ihres ungeteilten Außerdem weist die Köln. Bolts- 8tg." mit Recht darauf Böhmens" fiegen, sondern trotz dessen. Daß sie siegen werden, hin, daß selbst die von„ kundigster Seite" ausgehenden Dementierungen fcheint freilich, wie die Dinge beute in Deftreich liegen, wo deshalb absolut bedeutungslos feien, weil bei uns sehr oft die rechte Chauvinismus Trumpf ist, ziemlich sicher. Hand nicht wiffe, was die linke thue, und es gerade in Heeres- und " Marinefragen þaftere, daß die verantwortlichen Stellen nicht 1001 deutsches Reich. eher etwas erführen, als bis ihnen nur noch die Aufgabe bleibe, be= fchloffene Forderungen im Parlament zu vertreten. Das Blatt gelangt zu dem Ergebnis: Kurz: Man iſt eifrig mit den Vorarbeiten beschäftigt, und eines schönen Tages tommt eine Vorlage, worin das Geld gefordert wird." Aber selbst wenn man sich einstweilen mit einer solchen Vorlage nicht beeilen wollte, so hätten wir trotz alledem die Kolonialarmee: in Gestalt der ostasiatischen Besatzungsbrigade, deren Verweilen in Ostasien nach der Ansicht eines Khali- Blattes auf einige Jahre vorgesehen sein soll! Es handelt sich im letzten Ende also nur um den Wortstreit, ob man diese asiatische Besatzungstruppe als„ Kolonialarmee" bezeichnen will, oder als Occupationsarmee. Für Hugue China- Trophäen, Anton Die Kölnische Beitung" bedenkt uns mit nachfolgendem Geſchimpf: " Nachdem der Vorwärts" eingesehen hat, daß mit seinen HunnenSocialdemokratische Verdächtigung.ne briefen nicht viel Staat zu machen ist, verfällt er jezt auf eine neue Taftit, mittels deren er unfre aus China zurückkehrenden Eine Revision des Streifpostenverbots hat die AmitsHauptmannschaft in Dresden auf die eingelegte Beschwerde der streitenden Glasarbeiter vornehmen müssen. Im" Dresdener Anzeiger" wird folgende Bekanntmachung veröffentlicht: Die Bekanntmachung von 27. Juli 1901, Streitpostenstehen betreffend, erhält folgende Fassung: Das jogenannte Streitpostenstehen bei Arbeitsausständen und jede dem ähnliche Handlung, die dazu bestimmt und geeignet ist, Arbeitswillige von der Arbeit abzuhalten oder einzuschüchtern, wird, soweit dadurch die öffentliche Ordnung und Sicherheit gestört, auch über die Kreise der Arbeitgeber und Arbeitnehmer hinaus das Publikum beunruhigt und belästigt wird, hiermit noch ausdrücklich verboten und, falls nicht reichsgesetzliche oder landespolizeiliche Vorschriften einschlagen, mit Geldstrafe bis zu 150 M. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft werden. truppe aufzubringen hat, ist ber Titel, lich für diese stolonial werden nun vom„ Borwärts in gehalfiger Belfe dus gebender, um eine Beſtrafung herbeiguführen. Die neue Verordnung wird eft Budget figurieren, schließlich verteufelt gleichgültig. Wir möchten die namentlich dem rheinischen Centrumsblatt zu bedenken geben, das seine Abneigung gegen eine Kolonialarmee ja dadurch überzeugend glaubhaft machen kann, daß es den Centrums- Abgeordneten zur Pflicht macht, die Kosten für die„ ostasiatische Besatzungsbrigade" nicht zu be willigen! Ju der Deutschen Beitung" stellt ein Fachmann" bereits einen Organiſationsplan für die Kolonialarmee auf. Er ist so bescheiden, sich einstweilen mit der Verdoppelung der oftastatischen Bejagungsbrigade zu begnügen! sid usd is Der Zwift im deutschen Lager. = bald bei Krieger als Diebe und Räuber hinzustellen sucht. Viele Soldaten Dresden, am 17. Auguſt 1901. Presentat haben sich aus China Andenken mitgebracht, darunter auch oft die Königl. Amtshauptmannschaft Dresden- Altstadt. außerordentlich dekorativen, im Breise aber keineswegs hochamit ist die Bestimmung der ersten Anordnung, die besagte, Dr. Schmidt. stehenden chinesischen Seidenstickereien. Angehörige und Belanute haben diese Sachen dann immer sehr bewundert und ein Teil daß Streitpostenstehen ausnahmslos bestraft wird, beseitigt dieser Bewunderung ist auch in die Lokalpresse übergegangen, die worden, und es ist eingefügt worden, daß einige begleitende Nebenin lokalpatriotischer Begeisterung aus einigen fleinen Andenten umstände damit verluüpft sein müssen, nämlich Störung der öffentWeise ausgebeutet, ein indem er den Glauben hervorzubringen sucht, als ob alle diese wenig mit der Rechtsprechung, die in dieser Frage ergangen ist, in der Beamte die Sachen geraubt und gestohlen wären. Es ist schade, daß Einklang gebracht. Natürlich wird jetzt der Vorwärts" nicht auch einige seiner Mitarbeiter nach Gefährdung der öffentlichen Ordnung, die Beunruhigung des wahrnehmen, China geschickt hat, denn diese würden ihm ſouſt ſagen Bublikums ſehr Streitpostenstehen können, daß es wohl keinen einzigen Europäer giebt, der sich so daß der bisherige Zustand so ziemlich erhalten bleibt. der hübschen und billigen Besonders wenn man erwägt, was alles von sächsischen Gerichten funstgewerblichen Sachen kauft, die dann in der Heimat großen als Störung der öffentlichen Ordmung und Sicherheit angesehen Eindruck machen. Im übrigen verfolgt der Vorwärts" bei all wird. Selbst hat die Amtshauptmannschaft den Weg zu einer diesen Angriffen gegen unfre Truppen nur den alten Grundsay Rechtsgrundlage für ihre Verordnung nicht finden können, es von der fühnen Berleumdung, die immer Spuren zurücklägt." bedurfte erst einer Beschwerde an das Ministerium und BeWenn die Hummenverteidiger der„ Kölnischen Zeitung" fich be- lehrung durch die Kreishauptmannschaft, um die schneidige Bermühen wollen, in die Gerichtsaften der zahlreich in ihrer Nähe ge- ordnung zu beseitigen..] sutapattug fangen gejezten Chinajoldaten Einsicht zu nehmen, so werden fie Bekämpfung ansteckender Krankheiten. Durch Reichsgesetz einsehen, dag mit ihrer Ableugnung jener Sunnenthaten nicht viel vom 30. Jum 1900, betreffend die Bekämpfung gemeingefährlicher stWien, 19. Auguft. Staat zu machen ift". daß Juni Krankheiten, ist die Anzeigepflicht für Seuchen, die aus dem AusDie bevorstehenden Renwahlen zum böhmischen Landtag haben Nicht mehr Staat aber kann die„ Kölnische Zeitung" machen, I ande eingeschleppt werden( Best, Cholera usw.) einheitlich geregelt unter den deutschbürgerlichen Parteien in Böhmen eine tiefgehende wenn sie die reizvollen„ China- Museen" heimgekehrter Chinakrieger worden. Es wird nun auch beabsichtigt, in Preußen das MeldeSpaltung erzeugt. Ueberraschenderweise ist der Streit zwischen der verächtlich zu machen versucht, als ob sie nichts enthielten als für wesen bezüglich der einheimischen JnfettionstrantDeutschen Boltspartei und den Alldeutschen ent- billiges Geld aufgekaufte chinesische Waren. Es wäre angemessener, heiten anderweitig zu ordnen. Den unteren Verwaltungsbehörden ftanden: zwei Barteien, die sonst ziemlich nahe und freundschaftlich wenn die Köln. 3tg." ibre offigiösen Verbindungen zur Aufklärung ist zur Begutachtung der Entwurf einer Polizeiverordnung zugegangen, zu einander gestanden und bisher einen gewissen Parallelismus ihrer der von der Norddeutschen Volksstimme" gebrachten Mitteilung über worin die Verpflichtung zur Anzeige in erster Linie den Aerzten aufThätigkeit offenbart haben. Das Gezänte ist ausgebrochen um das Erbe die auf der Palatia" mitgebrachten astronomischen Instru- gelegt und auf die infettiösen Strankheiten beschränkt wird, gegen der Dentschen Fortschrittspartei, die derzeit den Stock der böhmischen mente benugen wollte. Da diese sehr wichtige Angelegenheit die sanitätspolizeiliche Maßnahmen zu treffen sind. Infolgedessen Landtagsmandate inne hat, ihn aber bei den kommenden Wahlen unsres Wissens bisher von der gesamten offiziösen Bresse tot find Masern, Keuchhusten, Cholerine und Lungenentzündung aus der fo ziemlich ganz verlieren wird. Zwischen der Fortschrittspartei gefchwiegen wird, so ist es angebracht, die betreffende Mitteilung Liste der zur Anzeige zu bringenden Krankheiten gestrichen. Doch und der Volkspartei ist politisch und national der Unterschied sehr hier nochmals der Kenntnisnahme der Behörden zu unterbreiten. Es soll es den Polizeibehörden gestattet sein, falls eine dieser Krankgering, und so weit er vorhanden ist, berflüchtigt er sich immer mehr wurde berichtet: heiten bösartig auftritt, fie der Liste der zur Anzeige zu Als die Volkspartei jung war, war sie die Rebellion des Klein- Kriegsbeute aus Pefing scheint der Hamburger Truppen- bringenden Krankheiten einzureihen. bürgertums, des nationalen und des wirtschaftlichen gegen die transport Dampfer„ Palatia" mit nach hier gebracht zu haben. Ein Stück Brüsewißerei bot die Verhandlung vor dem faturierte Großbourgeoisie, die in der liberalen Fortschrittspartei ihren politischen Ausdruck hatte. Da aber jegt die fleinen zeute auf der Staje vor dem Schiffe, das im Kaiserhafen am Barbarossaplatz liegt, lagert eine große Anzahl teils in Stroh, Roßbaar, Ober- Kriegsgericht in Breslau gegen den Musketier haufenweise zu den Aldeutschen überlaufen und sich dort Wolle und Segeltuch eingeschnürter, teils in Holzfiften gut ver- Gustav Ender vom Infanterie- Regiment Nr. 62 in Stofel, welcher alles sammelt, was sich an dem nationalen Ueberschwang padter Messing Gegenstände, die ihrer Form nach der vorsätzlichen, gefährlichen Sörperverlegung ergözt, wird die Volkspartei immer mehr zu den Fortis Kunstwerke und astronomische Instrumente sein unter Weißbrauch der Waffe angeklagt und bereits vom ſchrittlern gedrängt, schrittlern gedrängt, fie wird immer mehr die Fortschrittspartei müssen. Eine gewaltige, zwei Meter im Durchmesser große Striegsgericht zu Neisse zu drei Monaten Gefängnis verurteilt selbst. Als das einzige Unterscheidungsmerkmal ist nur der massive Messingtugel, in Leinen eingehüllt und von worden war, aber Berufung eingelegt hatte. Am 24. März Antisemitismus übrig geblieben: Während die Fort- starkem Tauwerk umsponnen, scheint das Hauptstück der in China dieses Jahres, abends um 9 Uhr, rempelte der Angeklagte schrittler die Bundesgenossenschaft der in Böhmen ziemlich zahlreichen aufgekauften denn geplündert wird nicht Kunstschäge zu sein. auf der Dorfstraße in Klodniß- Oberschlesien einen Civilisten an, der Juden nicht gescheut hatten, sucht sie sich die Voltspartei vom Leibe Durch ein Loch in der Hülle sieht man auf der Oberfläche der sich das verbat. Der Soldat lauerte nun dem Civilisten auf. Etwas zu halten; ihr Programm ist, wenn wir nicht irren denn die Kugel eine Gradeinteilung, chinesische Schriftzeichen und fleine ipäter fam, nichts ahnend, der gar nicht an der Sache beteiligte Programme" wechseln bei unsern Parteien sehr oft der fakulta aufgefeßte S Sterne, die teilweise durch Linien mit einander ver- Manrer Zandrozet des Weges. Ohne allen Grund stieß der Musketier five Antisemitismus": die Voltspartei ist die Fortschrittspartei ohne bunden sind, so daß man wohl nicht fehl geht, wenn man in das Seitengewehr dem Civilisten am Untertiefer in die rechte Backe Juden. Als die Fortschrittspartei herrschend war, gingen die der Kugel eine Welt oder himmelskugel der quer durch den Mund, daß es zur linken wieder heraus tam, dabei politischen Lofungen von Prag aus, deffen Deutschtum bekanntlich Betinger Sternwarte vermutet. Eine Anzahl hoher und die Worte fagend: Da foll's regnen." Dem Civilisten war mit Judentum ſtark durchsetzt ist, wenn es nicht daraus ganz besteht. ſtarter Ringe aus getriebenem Weifing ſcheinen mit verschiedenen die unterfläche der Zunge abgestoßen. Bähne Prag wurde von Reichenberg depossediert wenn auch nicht baltenartigen Stücken aus Metall das Gestell der ungeheuren ausgestoßen, er war in den Mandaten, so doch in der geistigen Führung wo die Volkspartei ihren Hauptsiz hat. Jetzt geht die Führung an Eger über, dem Ausgangspunkte der alldeutschen Bewegung, ihrer Hauptstabt. Prag, Reichenberg, Eger: bas sind nicht bloßziert, wie man durch einige beim Transport bloßgestoßene Stellen gehabt, wollte auf ihn zukommen, ihn zu schlagen, und er habe nur Umbilung fehen fan. Wir zählen 24 forgsam in in Notwehr( 1) den Säbel gezogen. Das Ober- Kriegsgericht hielt Städtenamen, sondern sind auch politische Begriffe. Stroh usw. verpadte Meffingstide von mehreren Metern Größe die vorfägliche Störperverlegung nicht erwiesen und sprach den Die Fortschrittspartei wird nun sterben, und wer fie beerben und verschiedenen Centnern an Gewicht. Einige derfelben scheinen Soldaten frei. foll, ist der Inhalt des Streites, der seit Wochen die östreichische Statuen in etwa halber Lebensgröße zu sein, auch Tiergestalten Breffe so lebhaft beschäftigt. Als erbberechtigt meldete sich zuerst sind darunter. Nicht weniger als 31 ans starken Brettern her- Wenn der obige Bericht aus Breslau zutreffend ist, so ist der die Volkspartei, die im Reichsrat zwar die stärkste der deutsch- gestellte Kisten von 2-3 Meter Länge und entsprechender Breite Freispruch völlig unverständlich. bürgerlichen Fraktionen ist, in Böhmen aber bis jetzt nur eine befcheidene Rolle gespielt hat; ihr gehörte Reichenberg, sonst nicht viel und Höhe enthalten weitere Schäße ähnlicher Art. Die ganzen Gegenstände, die alle einer Gruppe anzugehören scheinen, uito repräsentieren sicher schon an Metallwert Hunderttausende, ganze achsen- Weimar wird uns berichtet: mehr. Mit dieser bescheidenen Stellung fonnte sich herr Prade, ,, Des Neiches Größe, Macht und Herrlichkeit." ihr ehrgeiziger Führer, so lange zufrieden geben, als er damit die abgesehen von ihrem fulturgeschichtlichen und ihrem Kunstivert; ihr radikale Minorität repräsentierte. Aber er wäre zu einer nichtsGewicht beträgt tausende von Centnern. Auch verschiedene Geschüß- Ueber des Reiches Größe, Macht und Herrlichkeit" darf nach natürlich mur bedeutenden Größe zufammengefchrumpft, wenn die herrschende Parteiwagen, Lafetten usw., die ihrem verwahrlosten Zustande nach dem neuesten Ministerialerlaß, in Sachsen- Weimar nicht eine gemäßigtere Fraktion, als es seine ist, geworden wäre; von einem Inländer" dennoch gesprochen werden, wenn auch die Kriegsbeute sind, hat die Palatia" mitgebracht. fuel gegenüber den Aldeutschen wäre die Volkspartei nicht die radikale, sondern Auch der Frankf. 8tg." wurde die hier mitgeteilte Angelegenheit Verfammlung vom Herrn Bezirksdirektor in Eisenach verboten wurde, die regierungsfreundliche Minorität, und diese Konstellation wäre für berichtet: fte erklärte mit Bestimmtheit, es feien die wert weil der in Aussicht genommene Redner Abg. Baudert in giftigfter Weise" Herrn Prade nicht der Anfang vom Ende, sondern das Ende selbst vollen Instrumente der alten chinesischen Stern- verheßend wirke." Auf die erhobene Beschwerde äußert sich das Die Volkspartei oder richtiger: Herr Prade, denn in Böhmen ist warte in Beting auf dem deutschen Schiffe transportiert Staatsministerium u. a.:„ Daß das vom Herrn Bezirksdirektor ausborläufig er und fein Stammort Reichenberg die ganze Partei worden. gesprochene Verbot aus der Sache selbst nicht genügend begründet ließ also erklären, die Volkspartei werde in den Wahlkampf Es wäre erfreulich, wenn die Köln. 8tg." bestätigen wollte, gewesen sei, wenn auch zugegeben werden mag, daß der für die eintreten, fie laffe sich von dem alldeutschen Größenwahn" daß auch diese kostbaren Instrumente um gutes Geld erftanden verbotene Versammlung angekündigte Redner ein berufsmäßiger nicht einschüchtern. Darob find die Alldeutschen natürlich in große worden sind. Um Auskunft wird gebeten. 391316 than labi und gefährlicher Agitator für die Frrlehren der Socialdemokratie ist." Es wird dann auf einen Erlaß vom Wut geraten, fie rechneten darauf, es werde ihnen gelingen, bei den Landtagswahlen die Volkspartei ebenso als Vorspamt für ihre Die Artillerie- Vorlage. Als, clou" der militärischen 21. Juli 1899 hingewiesen, nach welchem in den größeren Städten des Kandidaten zu brauchen, wie es ihnen so prächtig bei den letzten nsstellung in Earls Court feiert der Londoner Bericht follen, in welchen besonders aufreizende Themata auf der Tagesordnung Landes Versammlungen der socialdemokratischen Partei verhindert werden Reichsratswahlen gelungen ist. Sie stürzten sich deshalb mit ihrer ganzen bewährten Schimpfkraft auf den„ Friedensstörer", und ihr kurzer, aber erstatter des„ Lokal- Anzeiger" das neue Schnellfenergeschütz der ständen oder Redner auftreten würden, die, zumal aus dem gründlicher Berleumdungsfeldzug hatte sofort Erfolg: Herr Prade Firma Ehrhardt, auf das in der Aufsehen erregenden Auslande verfchrieben, wegen ihrer aufreizenden hinlänglich bekannt seien. Im legte feine Stelle als Vicepräsident des Abgeordnetenhauses nieder. Broschüre eines unfrer fähigsten Artilleriegenerale" Der Kampf um Sprechweise Eine mittlerweile abgehaltene Konferenz volksparteilicher Ab- die modernen Feldgeschüße" deutlich angespielt wurde". Der Ministerialerlaß heißt es dann weiter: „ Der für die Versammlung in Aussicht genommene Redner geordneten aus den Alpenländern hat ihm zwar eine sehr warme Korrespondent behauptet, daß durch die Ausstellung dieses war nun tein Ausländer, es war deshalb ein Ver Genugthung gegeben, es aber wohlweislich unterlassen, sich politisch Geschüßes die ganze Veranstaltung erst auf das Niveau einer sammlungsverbot in Eisenach einer großen Stadt, mit ihm zu identifizieren. fachgemäßen und ernsten Ausstellung erhoben worden sei, wie er Wer dem andern die Mandate abnimmt, das ist also im Wesen denn überhaupt sowohl die Vorzüge dieses neuen Geschüßes als dann mit unfrem Erlaß übereinstimmend, wenn das Thema der Juhalt des Bruderzwistes". Allerdings handelt es sich auch um feines Vertrags als besonders aufreizend gelten fonnte. Allerdings verstehen ja die socialdemokratischen Agitatoren bei ihrer gewerbs einen fachlichen Gegenjas, aber er ist nur erfunden worden, um für die Sensation, die dies neue Mordinstrument hervorrufe, nicht be mäßigen Berhetzung verschiedener Volksschichten fast ans jedem das persönliche Gezänte gleichsam eine fachliche Fundierung zu geistert genug schildern tann. Das neue Geschütz weicht von dem Thema heraus aufreizende Reden zu halten. Man kann deshalb haben. Die alten Parteien stehen nämlich in Böhmen auf dem jezigen deutschen Feldgeschüz bedeutend ab. Standpunkte der administrativen Teilung des Landes: Wenn dies in Earls Court ausgestellte Geschütz die neueste und wohl auch annehmen, daß bei dem Thema:„ Des Reiches Größe, Macht und Herrlichkeit", der Redner wohl kaum die Absicht hatte, das geschlossene Sprachgebiet der Deutschen soll aus der Botmäßig vollkommenste Erfindung des Ehrhardtschen Werkes darstellt, so träfe teit, in der es heute, wo das Land ein Verwaltungsgebiet ist, zum allerdings die Versicherung zu, daß sich die deutsche Militärverwaltung unser Deutsches Reich in seinem Bestande, seinen Einund richtungen den Erfolgen Zuhörern böhmischen Landtag 2c. befreit werden; Deutsche und Czechen noch nicht definitiv für die Einführung des Ehrhardtschen Geschüßes in feiner thatsächlichen Herrlichkeit vorzuführen, aber immer sollen ihre nationalen Angelegenheiten selbständig verwalten hin kann das Thema als solches nicht von vornherein fönnen. Dazu sind heute bereits mannigfache Ansätze vorhanden. entschlossen habe. Ja, da sie die Firma Ehrhardt nicht verhindert hat, als ein besonders aufreizendes bezeichnet werden. Nach alledem Es giebt im Oberlandesgericht für Böhmen eine deutsche und eine dies Geschüß in England auszustellen, wäre anzunehmen, daß sie den eine che, fie den halten wir die erhobene Beschwerde nicht für unbegründet und das czechische Abteilung, es giebt im Landeskulturrat eine deutsche und neuen Struppschen Geschüßkonstruktionen den Vorzug zu geben Bersammlungsverbot als für zu weit gehend erlassen. eine czechische Sektion, es giebt einen deutschen und einen beabsichtige. Die patriotische Schaustellung des deutschen Erfindungsgez. b. Wurmb." lag czechischen Landesschulrat, und manches andere. Die Deutschen geists durch die rheinische Firma dürfte die Militärverwaltung ver" Der Kugel zu bilden. Diese Gegenstände sind teils reich profiliert Angeflagte verteidigte sich damit, daß es nicht seine Absicht war, den und mit Eierstäben, Blatt- und Flachornamenten überreich ver- Civiliften zu verlegen, er glaubte, der Maurer, mit dem er Streit 08 32 . sid Ido Tadout IIHE Interessant ist es, daß das weimarische Staatsministerium| Jungczechen den Weg, den Kaizl sie geführt, wieder verlassen, die Präsidenten Mac Kinley die Lage bezüglich Columbiens zu auch in diesem Erlaß wieder befundet, daß es dem Artikel 3 mühsam erzielte Wiederaufrichtung" des Parlaments dadurch wieder der Reichsverfassung, welcher besagt: daß der Angehörige gründlich verloren geht. eines jeden Bundesstaates in jedem andren Das Beileid, das Herr b. Körber der Witwe des Toten ausBundesstaate als Inländer zu behandeln ist", gedrückt hat, kann ihm wirklich von Herzen gekommen sein. zuwiderhandelt, indem es von Reichsangehörigen, die nicht weimarische Unterthanen" find, als Ausländern spricht. Jedenfalls ist auch dieser Die Tialpida besprechen. Der Ton in den Erörterungen der deutschen Presse ist hier nicht erwünscht und wird als ungerechtfertigt angesehen; man glaubt, er rühre von der mangelhaften Kenntnis der Stellung und der Absichten der Regierung der Vereinigten Staaten her. Die Ver= einigten Staaten werden nicht weiter gehen, als Frankreich. es der Schutz der amerikanischen Intereffen und die Umstand geeignet, die Herrlichkeit des Reiches nicht in ein allzu wereinegesen. Das„ Journal Officiell veröffentlicht die Defrete fordern. Es wird darauf hingewiesen, daß die meist beteiligten füdDie Ausführungs- Bestimmungen zum franzöfifchen Erfüllung der im Vertrage von 1846 enthaltenen Verpflichtungen erbetreffend die Ausführung des Gesetzes vom 1. Juli 1901. Dieses amerikanischen Länder keine weitergehenden Beweggründe hinter den Gefeß unterscheidet dreierlei Arten von Vereinen: 1. Die Vereine, Borsichtsmaßregeln der Vereinigten Staaten argwöhnen. die auf Grund des§ 2 des Gesetzes durch die bloße Willenstundgebung der Beitretenden gegründet werden; 2. diejenigen Bereine, das Schlachtigiff Jowa" von San Francisco nach Panama Nach einer Meldung des Bureau Laffan" aus New York ist welche die Rechte der juristischen Person erhalten wollen; 3. folche abgegangen. Bereinigungen, welche ausgedehntere Rechte und die Anerkennung als öffentliche Wohlfahrtsinstitute verlangen. günstiges Licht zu stellen. Von den badischen Landtagswahlen. " diefes hat eine Untersuchung einzuleiten, namentlich die Lokal Die Gesuche sind an das Ministerium des Innern zu richten; behörden zu vernehmen und sodann das Gesuch dem Parlament zu unterbreiten. Ordensbrüder vor, welche Unterricht erteilen. Ein zweites Detret Die Verordnung sieht ferner eine strengere Kontrolle derjenigen bezieht sich auf die Filialniederlaffungen der Kongregationen und euthält Uebergangsbestimmungen. Schließlich wird durch Verordnung Die Liquidation aufgelöster Religionsgemeinschaften geregelt. England. annlegt " # 1/160 511inja China. hitus 19 Aus Baden wird uns geichrieben: Das offizielle Centrum ist bei seinem heißen Bemühen, die drei Karlsruher Landtagssige unter allen Umständen den vereinigten Demokraten und Socialdemokraten zu entreißen, bereits so weit gekommen, daß es politischen Charakter und Ueberzeugungstreue ruhig beiseite segt und in Für die bereits vor dem 1. Juli anerkannten Rongregationen feinem Karlsruher Centralorgan, dem„ Badischen Beobachter", ohne tritt lediglich die Verordnung Waldeck- Nousseaus in Kraft, d. 5. fiendition a jedes Erröten den ernstlichen Borschlag macht, die bürgerlichen haben die Autorisation durch ihren Vorstand nachzusuchen; dem Das chinesische Protokoll liegt nunmehr vor. Es hat im Barteien follten in der Residenz drei farblose Gesuch ist Mitgliederliste, Statut und ein Verzeichnis des Vermögens wesentlichen folgenden Inhalt: Kandidaten aufstellen. Diese Gefimmungslumperei geht nun beizulegen. Artifel 1. Abschnitt a. Durch kaiserliches Edikt vom 9. Jimi doch selbst einem Teil der eignen Parteipresse zu weit, und der Ordensgesellschaften, welche neugegründet werden sollen oder wurde Prinz Tschun als Sondergefandter nach Deutschland entsandt, Badische Beobachter" muß es sich gefallen lassen, von seinem ihre Autorisation erst nach dem 1. Oktober nachsuchen, müssen um das Bedauern Chinas über die Ermordung des Baron Bruderblatte in Ettlingen, dem volkstümlich geschriebenen und mit ihrem Gesuch um Autorisation genauere Angaben beifügen. v. Ketteler auszusprechen. Prinz Tschun ist am 12. Juni abgereift. auerkennenswerter politischer Charakterfestigteit geleiteten Lands Namentlich muß Auskunft gegeben werden über die Einnahmequellen Abschnitt b. China hat die Errichtung eines Gedächtnismals an mann" wegen feines waschlappigen Vorschlages folgendermaßen und die Bestimmungen über die Ausgaben. Die Kongregationen der Straße, in der Baron v. Ketteler ermordet wurde, in die Wege abgetanzelt zu werden: " Wir lieben die bestimmten, flaren Farben und das insbesondre im übrigen werden sie, wie alle Vereine mit juristischer PersönlichJuni.user „ Wir lieben die bestimmten, flaren Farben und das insbesondre müssen sich der Jurisdiktion des zuständigen Bischofs unterwerfen; geleitet. Der Bau began am 26. Juni. auch auf dem politischen Gebiet. Was politisch farblos ist, das ist feit, der civilrechtlichen Aufsicht unterworfen. Artikel 2.Abschnitt a. Edikte vom 13. Februar und vom 21. Februar belegten die Hauptsächlichen Urheber der Verbrechen mit in der Regel politisch nicht viel wert, denn entweder ist die Intereffelosigkeit gegenüber dem Allgemeinwohl die Ursache der Turkestan verbannt und zu lebenslänglichem Gefolgenden Strafen: Prinz Tuan und Lan wurden nach politischen Farblosigkeit, oder aber die Streberei und fängnis verurteilt. Andre Edikte festen Tungfubfiang Spekulation auf Aemtlein und Geschäfte läßt es ab und bestrafen die Beamten, welche an Berbrechen beteiligt find. angezeigt erscheinen, die wahre politische Farbe zu verdecken und harmlos farblos sich zu geben. Farblosigkeit ist in diesem Falle die Einfuhr von Waffen und Munition auf zwei Jahre, Artikel 5. Ein Edikt, dessen Datum offen gelassen ist, berbietet harmilos- farblos Heuchelei. Politische Heuchler oder dem politischen Leben eventuell auf weitere Perioden von zwei Jahren, wenn dies erinteresselos gegenüberstehende Leute taugen aber am allerlegten forderlich sein sollte. Szu Volksvertretern. Jedenfalls wäre es ein Wagnis, geradezu ins Blaue hinein für einen Kandidaten zu stimmen, von deren politischer Gesinnung man keine Ahnung hat, und politisch geschulte Wähler, die jahraus jahrein in Vereinen und Versammlungen Ueber die Notwendigkeit einer Arbeiterpartet im englischen politisch arbeifen, ihre Barteipreffe unterstützen und Opfer für ihre Parlamente sprach am 17. Angust der liberale Arbeiter- Abgeordnete Ueberzeugung bringen, dürften sich auch faum bereit finden laffen, Mr. Broadhurst vor den Berglenten in Nuneaton. Nach einer für farblose Kandidaten, die entweder politische Schlafhauben Berurteilung des südafrikanischen Krieges, deffen Kosten auf die oder politische Heuchler sind, einzutreten. Wenn das der Effekt Arbeiter fallen werden, sagte er:„ Die Arbeiter haben im laufenden aller politischen Arbeit der Karlsruher katholischen Vereine fein Jahre vier verloren. Im Jahre 1870 wurde ein Gefeß an sollte, dann könnten sie fich gleich auflösen. So ergiebt sich genommen, das die Arbeiterverbindungen auf gesetzliche Grundlage immer von felbst wieder als einzig richtiger Standpunkt fürs stellte, ihre Rechte und ihre Kassen schüßte. In den letzten Monaten Centrum in Karlsruhe: Laßt den Karren rennen!! haben wieder die Lords zwei Rechtsentscheidungen gefällt, die die gajat Nicht das ist fürs Centrum die entscheidende Frage, ob die Trades- Unions und Arbeiterverbindungen im allgemeinen weit Residenz wieder socialistisch oder bürgerlich vertreten wird, hinter 1870 zurüdiverfeu. Das Arbeiterrecht ist jest schlechter sondern wie wird das wohl des Landes, das Interesse als das vor 30 Jahren. Die Notwendigkeit, eine starte Arbeiter des Boltes am besten gewährt? Zur Beantwortung vertretung im Parlamente zu haben, wird be arbiter viel schneller 1897, 1000 und Beibo, die Zugänge zu Shanghai und Tientsin unter dieser Frage kommt es aber durchaus nicht darauf Gelegenheit, Schutz zu suchen, mag für die hangpoo an, daß unter allen Umständen die Social fommen, als man denkt." Broadhurst hatte nämlich unlängst die Beteiligung chinesischen Kapitals verbessert werden. Die Zollerhöhung demokratie in Karlsruhe besiegt wird, das feltene Gelegenheit gehabt, einer Beratung der parlamentarischen Artritt zwei Monate nach Unterzeichnung des Protokalls in Wirksam fagen nur die Nationalliberalen, weil sie selber diese Mandate beitervertreter beiznwohnen, die auf Veranlassung von Keir Hardie und feit, mit einer Ausnahme zu Gunsten der innerhalb 10 Tagen nach wünschen; wäre in Karlsruhe das Centrum von der Social- John Burns versuchsweise zusammentraten. Es war wie gefagt nur der Unterzeichnung auf See befindlichen Waren. demokratie verdrängt worden, die Liberalen hätten gar nichts da ein Versuch und er fiel zur großen Zufriedenheit aller Teilnehmer Artikel 7 bestimmt das Gebiet des Gesandtschafts- Viertels hing doch viele Jahre hindurch das öffentliche Wohl aus. Als Broadhurst nachher über diese Zusammenkunft befragt und bestätigt das Recht der Gesandtschaften auf ein aushi gegen davon ab, daß mit Hilfe der Socialdemokratie die wurde, fagte er: it was a jolly good thing" nationalliberale Parteiberrschaft gebrochen war eine sehr hübsche Sache. es schließlich für die Fremden bestimmtes verteidigungsfähiges Eine Beratung der parla- Viertel, sowie das Recht, dauernde Gesandtschaftswachen zu stellen. wurde. und um letztere dauernd niederzuhalten, wird immer mentarischen Arbeiterfraktion" wie einfach und selbstverständlich dies wieder die Socialdemokratie nötig fein." Im Artikel 8 stimmt China der Schleifung der Tatuden deutschen Arbeitern flingt; hier aber ist dies eine Neuigkeit, über Forts und andrer die Verbindung zwischen Peting und der See die man interviewt wird. Diese Geschichte schließt in sich ein Stück hindernden Forts zu. englischer Arbeitergeschichte ein. Aber vielleicht wird's doch mal beffer. Englische Richter haben schon in der Geschichte ihres Landes große Rollen gespielt. Es ist allem Anschein nach kaum zu erwarten, daß der fleritale Landsmann" mit seinen Warningsrufen bei den Wadenstrümpflern des badischen Centrums Gehör findet. Diese möchten eben gar zu gern dabei sein, wenn dem Landesherrn von den bürgerlichen Parteien die der äußersten Linken entrissenen Mandate zu seinem furz bevor stehenden Regierungsjubiläum devotest zu Füßen gelegt werden. Allem Anschein nach wird das zu diesem Zwede empfohlene Mittel aber das Gegenteil von dem bewirken, was damit erreicht werden soll. Ausland. plOestreich-lugarn. Dr. Kaizl gestorben. Artikel 6. Durch Edikt vom 29. Mai hat China in die Zahlung einer Entschädigung von 450 Millionen Laels ge= willigt, die nach dem Amortisationsplan in 39 Jahren zu decken und in halbjährlichen Raten mit 4 Prozent zu ver zinjen ist. Als Sicherheit hierfür werden angewiesen: der Ueberschuß der Seezölle, der sich ergiebt aus der Erhöhung diefer Bölle auf 5 Broz.( einschließlich der zur Zeit zollfreien Artikel mit Ausnahme von Reis, ausländische Cerealien, Mehl, geprägtes und ungeprägtes Gold und Silber), desgleichen die einheimischen gölle, die in den offenen Häfen durch die kaiserlichen Seezoll- Behörden verwaltet werden sollen, und das Einkommen aus der Salzsteuer, das nicht für fremde Anleihen als Sicherheit dient. Der Erhöhung der Zölle wurde unter der Bedingung zugestimmt, erstens dag die Hölle feste gölle und nicht Wertzölle feien Basis der Wertbestimmung wurde der Durchschnittswert der Jahre zweitens, daß die Läufe des als Bugeständnis, daß die Mächte berechtigt sein sollen, die für die Artikel 9 enthält das von China bereits am 16. Januar gemachte Aufrechterhaltung der offenen Verbindung zwischen Peking und der Chamberlain, Malta und die italienische Presse. Man See notwendigen Punkte zu beseten, nämlich Huangtfun, schreibt uns aus London, den 19. August: Am 13. d. Mts. ging dem Langfang, Yangifun, Tientsin, Chunhangchang, Tangku, Lutai, englischen Parlamente eine Betition zu, bei der die gewählten Mits Tongshan, Lanchan, Changli, Chingwantao und Schanhaitwan. glieder des maltesischen Regierungsrats um die Einsetzung einer Artikel 10. China stimmt zu, daß während zweier Jahre öffentUntersuchungskommission ersuchten. Letzten Sonnabend, knapp vor lich angeschlagen werden: das Edikt vom 1. Februar d. J., welches der Bertagung des Hauses, richtete der Abg. Boland eine Anfrage die Mitgliedschaft an jeder fremdenfeindlichen Gesellan Mr. Chamberlain, ob er von diefer Petition Kenntnis ge- schaft bei Todesstrafe verbietet; das Edikt, welches die nommen habe. Der Kolonialsekretär erwiderte, er habe sie nicht vollzogenen Bestrafungen aufzählt; das Edikt, welches die geleien, aber er wisse wohl, um was es sich bei den Betenten Prüfungen verbietet, und schließlich das Edift vom 1. Februar, handle. Er werde unter feinen Bedingungen die Rechte dieser welches erklärt, daß die Vicekönige, Gouverneure und für die AufAbgeordneten erweitern, die übrigens nur zwei Prozent der Bes rechterhaltung der Ordnung verantwortlichen örtlichen Beamten, völkerung verträten. Die Verfassung vom Jahre 1887, die den falls sie schuldig feien, entlassen und niemals wieder angestellt werden Malteseru dreizehn Abgeordnete gab, sei mißbraucht worden, und die follen. Der öffentliche Anschlag dieser Edikte wird zur Zeit in China Regierung würde es sich noch überlegen, ob es überhaupt nicht an durchgeführt. gezeigt wäre, die Verfassung zu widerrufen und die Militärherrschaft wiederherzustellen, wie sie vor 1887 bestanden, und unter der sich die maltesische Bevölkerung wohlgefühlt hätte. Die Anfrage des Abg. Boland, ob es denn nicht beffer wäre, das Wahlrecht auszudehnen und den Maltesern eine wirkliche Vertretung zu geben", wurde bom Speaker nicht zu Artikel 11. China ist bereit, über Abänderungen der Handelsverträge zu beraten. Der Boeren- Krieg. -st.- Wien, 20. August. Ganz unerwartet ist gestern der ehemalige Finanzminister des Kabinetts Thun, der Abgeordnete Joseph Staigl, gestorben. Kaizt war nicht die landläufige ausgemusterte Excellenz, sondern stand auch noch nach seiner Verabschiedung im Vordergrund der parlamentarischen Thätigkeit; fein Tod reißt also eine starke Lücke, die nicht nur von feiner Partei, deren geistiger Führer er war, sondern auch im Parlament, zu dessen stärksten Artikel 12. Durch ein Edikt vom 24. Juli wurde das TfungTalenten er zählte, empfunden werden wird. Als Abgeordneter hatte li- 9amen in ein Ministerium für auswärtige Anfich Saizl großes Ansehen erworben. Er war ein realistischer Poligelegenheiten umgewandelt, mit Vorrang vor sechs andern tiler, frei von dem Größenwahn, dem gerade die Vertreter kleiner Staatsministerien. Auch ist ein Abkommen getroffen worden beVölker so leicht verfallen, besonnen in nationalen Dingen, freisimmig gelaffen. züglich Abänderung des Hofceremoniells beim Empfang der fremden in politischen, modern und arbeiterfreundlich in allen socialen Wie diese Vergewaltigung der Nedefreiheit in Italien aufge Geiandten. Fragen. So wurde er während der Koalitionsregierung, nommen wurde, zeigte eine heutige Daily News"-Depesche aus Das ist also die gangengeburt der Chinadiplomaten, beren endderen Dasein mit der Bereitlung der Taaffefchen Wahl- Rom:„ Die italienische Preise ohne Unterschied der Partei protestiert gültige Annahme als bevorstehend angesehen wird. reform untrennbar verknüpft war, das Haupt der Opposition, gegen Mr. Chamberlains Haltung in der maltesischen Frage. Es zeugt von dem Humor der Vertreter der Mächte, daß sie sein wirken in der Zeit des Kampfes um die Wahlreform weckte in Das offiziöse Regierungsblatt Capitan Fracassa" schreibt: Das gewisse Bestimmungen in dem Friedensvertrag aufrecht erhielten. vielen Kreisen die Hoffnung, daß von ihm aus die Verständigung englische Barlament scheint nicht mehr zu existieren. Die Antwort So z. B. die, daß Prinz Tuan nach Turkestan verbannt und zwischen Deutschen und Czechen, die Begründung eines modern Chamberlains erinnert uns an ein parlamentarisches System, wie dort in lebenslänglichem Gefängnis gehalten werden foll! Auch die bürgerlichen Regimes ausgehen werde. Als Minister aber vernichtete es in irgend einem orientalischen Lande existieren mag, und wo es furchtbare Bedrohung der Mitgliedschaft an einer fremdenfeindlichen Kaizl seinen Ruf, untergrub sein Ansehen, lud Schmach auf sein als eine ganz neue Einrichtung versuchsweise eingeführt würde. Gesellschaft mit der Todesstrafe wird die Herren Borer" ungeheuer Haupt. Er gab sich dazu her, den Ausgleich mittels eines Staats- Daß aber ähnliche Scenen in England vorkommen könnten, heiter stimmen. fireiches ins Wert zu sehen, trieb die Gewiffenlofigkeit so weit, schien uns unglaublich. Hat der Imperialismus denn schon Wie sich die Verzinsung und Amortisation der Entschädigung durch eine§ 14 Verordnung Steuern zu erhöhen, und als jeden administrativen Anstand, jedes politische Können im eng- anlassen wird, wird ja die Zukunft lehren. fich die Boltswut gegen fein unseliges Thun empörte, lischen Leben vernichtet? Und doch waren es gerade diese Vorzüge, rief er alle Hilfsmittel des Polizeistaates zu Hilfe. Aber die England groß und reich und bis vor wenigen Jahren zum es wäre ungerecht, in diefer politischen Selbstverstümmelung nur Muster einer progressiven Nation gemacht hatten... Die Zu persönliche Schuld zu erkennen; nicht bloß seine Charakterlosigkeit, friedenheit, Mr. Chamberlain zum Kolonialminister zu haben, fann auch das politische Elend Destreichs ist an diesem Sündenfall mit den Engländern doch wahrlich keinen Ersatz bieten für die Sym Die Sterblichkeit in den südafrikanischen Konzentrationslagern thätig gewesen. Raizl, der sich schon früher für die einsprachige pathicen und die Achtung, die sie durch seine systematische Miß war auch im Monat Juli eine erschrecklich große. Nach einem foeben Gleichberechtigung in Böhmen eingefegt hatte, war sich darüber klar, achtung von Recht und Vernunft in den Augen der daß die Badenischen Sprachenverordnungen, mit ihrer erzwungenen civilisierten Welt berlieren." Das italienische Blatt veröffentlichten Weißbuche befinden sich in den Lagern 93 940 Männer, Doppelsprachigkeit des ganzen Landes, nicht aufrecht zu halten seien, pathetisch hinzu:„ Auch für reiche und Frauen und Kinder. Davon wurden im vergangenen Monat 1412 Mut, fonnte ihn vielleicht nicht haben, als czechischer Minister den tum." Das flingt wie ein Bergleich zwischen dem Feldzuge Italiens Schrecken dieser Statistit tritt erst hervor, wenn man sie näher daß ihre Aufhebung nicht zu umgehen sei. Aber er hatte nicht den Nationen ist der Imperalismus heute ein rrahingerafft, was eine Jahressterblichkeit von ca. 180 pro Tausend bedeutet. Das ist indes nur eine Durchschnittsziffer. Der ganze Schritt zu wagen, und so opferte er sich, seine Ehre und seinen gegen Abessinien und dem Englands gegen die Boeren. analyfiert. Unter waren den Dahingerafften Namen, um den Mächtigen gefällig zu sein, die Aufhebungsmaßregel 187 Frauen, 101 Männer, der Rest 1124 von seinem Volte fernzuhalten. Freilich hat Kaizl den Dank vom entfällt auf die Kinder, was einer Hause Oestreich" gründlich erfahren; als er den großen VerfassungsJahressterblichkeit von 284 pro Tausend gleichkommt. Dieses bruch verübt hatte, der Staatsstreich- Ausgleich verordnet war, wurde hat sich, nach einer Meldung der Agence Havas", der Konflikt Frank. Lungenentzündungen zugeschrieben, die in den Lagern zu Kroonstadt, Mafiensterben der Kinder wird der Masernepidemie und den Herr Kaizl weggeschickt, wurden die Sprachenverordnungen auf reichs mit der Türkei zugespitzt: Springfontein, Kimberley und Bloemfontein herrschen. Dagegen ist gehoben! Damals mag Herr Staigl begriffen haben, daß es auch Troy formeller Versicherungen des Ministers des Auswärtigen indes einzuwenden, daß die Sterblichkeitsrate in der Oranje- Kolonie in der Politik nur eine Regel geben darf: Ehrlich währt am und trop des dem Botschafter vom Sultan in der Audienz vom 219 pro Tausend, während sie in Transvaal, wo diese Krankheiten Längsten! Wäre Kaizl ein gewöhnlicher strupelloser Sänfemacher gewesen, Donnerstag gegebenen Wortes zog der Sultan seine Vernicht herrschen, 366 pro Tausend beträgt. Diese Kinderso wäre an seinem Falle nichts Merkwürdiges, denn daß das Talent prechungen und sein Wort, betreffend den Quairückauf und ichlächterei ist also vor allem dem erbarmungslosen nicht vor Charakterlosigkeit ichüßt, ist eine Erfahrung, die das die Liquidation der strittigen Schuldforderungen, zurüd. Wegen onzentrationssystem geschuldet.sardon politische Leben täglich neu beträftigt. Aber in dem Mann war dieses Wortbruchs benachrichtigte der französische BotKriegsverlufte.gitig Charakter; er ist nur verdorben worden in den Miasmen der Macht. ich after Constans den ersten Sekretär des Sultans, daß Eine Depesche Lord Kitcheners aus Pretoria vom 19. August Das erhebt dieses Einzelschicksal zum typischen Schicksal der öst- er alle Beziehungen mit der ottomanischen Regierung ab meldet: Seit dem 12. Auguſt wurden, einschließlich der bereits reichischen bürgerlichen Politiker: der die Bourgeofie als Klasse breche und daß er davon seiner Regierung Mitteilung besonders gemeldeten Ziffern, 64 Boeren getötet, 20 verwundet, nicht herrschen tann weil da nationale Zwist sie spaltet gemacht habe. 248 gefangen, 95 ergaben sich. Ferner wurden erbeutet 267 Geso gerät sie in Abhängigkeit, und ihre Vertreten leisten webre, 13 700 Patronen, 127 Wagen, 940 Pferde und 4700 Stüa Ein neuer Pestfall ist in Konstantinopel vorgekommen; Bieh. Oberst Benson überrumpelte am 16. Auguft ein Boerenlager Frohndienst für die Krone, werden die Hörigen der Feudalen. Der Chauvinismus macht die Völker fraftlos und alle ihre Führer gehen der Sanitätsrat hat die ärztliche Untersuchung und Desinfektion der bei Doornpoort; zwei Boeren wurden getötet und 30 gefangen, dar= an ihm schließlich zu Grunde. Der Fall Kaizl wäre durchaus ge- von hier abgehenden Schiffe angeordnet. unter Hauptmann Breytenbach und Devilliers, der Vater der Frau cignet, unsre nationalen Parteien recht ernsthaft zu stimmen. Schalt Burger. Das Kriegsamt veröffentlicht die Liste über die Verluste Türkei. Zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen Amerika. fügt starte Dr. Kaizl war in der letzten Session eine Stüße der Körberschen Politik; seiner diplomatischen Geschicklichkeit ist das Einschwenken der Die Vereinigten Staaten und die Wirren in Mittel der Engländer in Südafrika vom 20. Auguft. Dieselbe umfaßt Jungczechen zumeist zu verdanken. So kann sein Tod auch die amerika." Daily Telegraph" meldet aus Washington: Staats. 6 Tote, 20 Verwundete, einen Vermißten und 19 an Krankheiten politische Lage beeinflussen; es ist nicht ausgeschlossen, daß die sekretär Say begiebt sich morgen nach Canton, um mit dem Verstorbene. Ueber neue Gefechte und Truppenbewegungen Ausland. I streit zu beenden, beziehungsweise unwirksam zu machen. Während wird vom 20. August gemeldet: Oberst Garratt über vom Vorstandstisch aus warm befürwortet wurde, jede schroffe Eine internationale Föderation der Transport- und Verrumpelte gestern ein Boeren Lager bei Honingspruit und Herausforderung der Ausständigen zu vermeiden und mit den kehrsarbeiter ist in Vorbereitung. Auf dem internationalen Kongres machte 25 Gefangene, darunter Landdrost Steyn aus Vredefort. letteren baldigst in neue Unterhandlungen einzutreten, wiesen fast der Transportarbeiter, der im September vorigen Jahres in Paris Südlich von Thaban chu operiert General Knox gegen sämtliche Diskussionsredner darauf hin, daß unter den ob- stattfand, wurde ein Centralrat gewählt, der jetzt einen Statuten250 Boeren, welche südlich der Thabanchulinie durchbrachen und sich waltenden Umständen eine Nachgiebigkeit der Unternehmer entwurf veröffentlicht. Die definitive Gründung der Föderation, jezt in der Gegend von Wepener befinden, sowie gegen eine gleiche nicht am Plaze sei. Herr Nasse, Generalsekretär des welche vor allem eine gegenseitige Unterstützung bei Streits bezivedt, Anzahl von Kruizingers Kommando, welche von French über den Bundes der Arbeitgeber- Verbände, gab bekannt, daß durch soll im nächsten Jahre in Stockholm vorgenommen werden. Oranjefluß getrieben wurden. Beschluß des Bundesvorstands die Baugeschäfte ersucht seien, Ein Deutscher über die Kriegslage. Sociales. " Eine Kapstadter Meldung vom Mittwoch lautet: Der Feind hat während des Streits die Schlossermeister nicht zu drängen, auch die sich seit einigen Wochen nach dem Bezirk von Barkly East hingezogen. etwa liegen gebliebenen Arbeiten nicht andern Arbeitgebern zu überSein Vormarsch wurde durch Kappolizei und andre Lokaltruppen aufweisen. Bezüglich des Arbeitsnachweises machte er den Vorschlag, gehalten. Barkly East ist gut befezt, aber infolge der Nähe des Feindes denselben einfach dem großen Arbeitsnachweise des Bundes der Wie die Berufsgenossenschaften die Schuhvorrichtungen böllig von der Post- und Telegraphenverbindung Arbeitgeber- Verbände anzugliedern. Die Bersammlung schied jedoch kontrollieren. Zu der Frage liefert die Münchener Post" einen abgeschnitten. Bor 14 Tagen waren in München die Frage des Nachweises vorläufig ganz aus. Wie bekannt gegeben interessanten Beitrag. wurde, sollen auf bis jegt Spenglergehilfen damit beschäftigt, einen sogenannten Turm zu den erfolgten Säulenanschlag 109 Meldungen von Handwerkern, die in das Anschlägerfach über decken. Das zu diesem Zwecke angebrachte Gerüst entsprach in Der Franff. 8tg." wird aus Harburg geschrieben: Inter- gehen wollen, eingelaufen sein. Nach stundenlanger Debatte ge- feiner Weise den Anforderungen; speciell war das Schußgeländer effante Mitteilungen über den Transvaalfrieg machte am Sonntag langte einstimmig folgender Antrag zur Annahme: nicht so, wie es nach Vorschrift hätte sein sollen. Ein Arbeiter ein hier zum Besuch von Verwandten anwesender, in Transvaal Die Versammlung beschließt, mit der Lohnkommission der Bau- wurde deshalb bei dem Polier vorstellig, erhielt aber den Bescheid, ansässiger Deutscher. Er bemerkte u. a., daß die über die anschläger Berlins und der Umgegend so lange jede Verhandlung das Gerüst könne nicht anders hergestellt werden. Als alles Reden Greuelthaten der Engländer verbreiteten Nachrichten der Wahrheit abzulehnen, bis die Anschläger die Arbeit wieder aufgenommen nichts half, ging der Arbeiter kurz entschlossen an das nächste entsprächen. Es sei aber mit Bestimmtheit zu hoffen, daß haben und zwar auf Grundlage der vor dem Gewerbegericht am Telephon, rief das Bureau der bahrischen Baugewekrs- Berufsdie Boeren den Krieg zu einem für sie siegreichen Ende führen 13. August er. laut amtlichem Brotokoll getroffenen Vereinbarungen." genossenschaft an und verlangte Abstellung der Mißstände an dem würden, namentlich nachdem die Kapholländer in hellen Haufen Neubau. Kurze Zeit nachher kam dann auch ein Beamter, aber andie Reihen der Boeren verstärkten. Die Proklamation des Generals Vom Verein der Kellner Berlins erhalten wir unter Bezug statt sich sofort persönlich zu überzeugen, ob das betreffende Gerüst Kitchener werde völlig wirkungslos bleiben. Neu war die Mitteilung, nahme auf die in Nr. 191 unsres Blattes enthaltene Mitteilung des thatsächlich mangelhaft ist, ging der Herr zum Polier und erdaß zahlreiche Kolonialtruppen, die England nach Südafrika erbandes deutscher Gastwirtsgehilfen folgende Bu zählte ihn, die Spengler hätten telephoniert, das Gerüst geschickt habe, dort zu den Boeren übergegangen seien. schrift: wäre nichts 2c. 2c. Darob natürlich große Aufregung bei dem ( Das wird erst jezt übrigens von den Engländern eingeräumt.) Man Der Verein der Kellner Berlins und Umgegend, welcher sich dem Herrn Polier, der die betr. Arbeiter mit heftigen Vorwürfen überfei bei den Boeren über die Stimmung in Europa auf das genaueste Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgegend angeschlossen hat, häufte. Der Herr Controleur der Bangewerks- Berufsgenossenschaft informiert, trotzdem an der Grenze alle ausländischen Zeitungen tagt nicht in Rigdorf, sondern das Bureau und der kostenlose blieb indessen ruhig unten stehen. Erst das energische Zureden eine 3 von den Engländern verbrannt und alle Privatbriefe erbrochen würden. Arbeitsnachweis befinden sich: Berlin S., Hasenheide 52-53, woselbst Arbeiters veranlaßte ihn, das Gerüst zu betreten und persönlich in Die von den Engländern in die Welt hinaustelegraphierten Sieges- auch die Mitgliederversammlungen stattfinden. Augenschein zu nehmen. Und als er das gesehen, mußte er den lügen feien feineswegs als bewußte Lügen aufzufassen, denn die Arbeitern recht geben und das Anbringen eines ordentlichen GeEngländer feien von ihrem Siege derart überzeugt, daß sie rüſtes anordnen, während der Herr, solange er bei dem Polier Hiebe, die sie bekommen hätten, ohne weiteres als Siege ihrer stand, das Gerüst den Anforderungen entsprechend gefunden feits betrachteten. Wohl das bemerkenswerteste an den Mit hatte. Als dann der Baumeister von dem Vorfall Kenntnis teilungen des Gewährsmannes war aber, daß er darum bat, erhielt, gab es nochmals heftige Vorwürfe für den betreffenden seinen Namen und die Art seines Geschäfts zu verschweigen, Arbeiter. Er hätte sich an ihn( den Baumeister) wenden sollen usw. falls feine Aeußerungen in die Presse lanciert würden, denn die Und ferner wurde dekretiert, der Mann solle sofort die Baustelle verEngländer hätten auf dem Kontinent ein ausgedehntes Spionage= lassen. Der Arbeiter erklärte, in gutem Recht und im Interesse der System eingerichtet und selbst die kleinsten Notizen in den deutAbwendung eventueller Unglücksfälle gehandelt zu haben, weshalb er schen 2c. Lokalblättern, die irgendwelche Aufschlüsse gäben, gelangten sich nicht vom Bau jagen lasse. Darauf forderte der Bauherr vom unter Umständen in die Hände der englischen Verwaltung in Meister des Gehilfen, daß er den Mann von dem Bau wegnehme, Pretoria, um eventuelle Maßregelungen vorzunehmen. Würde was der Meister des lieben Friedens wegen denn auch that und den also dorten bekannt, daß seine Aeußerungen über England etwa Arbeiter anderweitig beschäftigte. Wäre der Mann aber nicht schon feindselig seien, so könne es leicht sein, daß man einfach sein VerJahre lang bei dem fraglichen Spenglermeister thätig, so dürfte er mögen tonfisciere. Klingt das auch etwas ungeheuerlich, so ist eben seinen Laufpaß erhalten haben, nur weil er sich und seine Koles aber nach dem Charakter dessen, was die Engländer in Südafrika legen nicht der Gefahr einer leichtfertigen Bauausführung aussehen bisher geleistet haben, sehr wohl zu glauben. wollte. Gewerkschaftliches. An die klaffenbewußte Arbeiterschaft Deutschlands und an die Konsumenten des Nordhäuser Kantabaks. Arbeiter und Konsumenten! 16 Wochen sind ins Land gegangen, seitdem die Nordhäuser Kautabak- Arbeiter mit ihren Fabrikanten im Stampfe um das Koalitionsrecht stehen. Infolge der Hartnäckigkeit der Fabrikanten saben sich die Ausjenigen Firmen, welche die Forderung nicht bewilligt haben, den gesperrten, vereint mit dem hiesigen Kartell, veranlaßt, über die Boykott zu verhängen. Indem wir hoffen, daß sämtliche klaffenbewußten Arbeiter und Konsumenten des Nordhäuser Kautabats uns in unserm jungen Unternehmen unterstüßen zeichnen mit solidarischem Gruß Das Gewerkschafts- Kartell Nordhausen. Das Komitee der ausgesperrten Tabatarbeiter in Nordhausen. Dem Gewerkschaftskartell Berlins und Umgegend ist zwar eine fleine, aber keine indifferente Vereinigung beigetreten. Der Verein der Kellner Berlins und Umgegend, welcher vor 21/2 Jahren gegründet wurde, besteht aus ehemaligen Mitgliedern des früheren Vereins Berliner Gastwirtsgehilfen oder des heutigen Verbandes. Der Verein hat 63 zahlende Mitglieder, von denen der dritte Teil auch politisch organisiert ist. Im übrigen hat sich unser Verein niemals mit dem Verband identificiert oder dafür ausgegeben. Unfre Lattik besteht darin, ruhig und fachlich zu organisieren, Aufklärung zu schaffen und richtiges Solidaritätsgefühl zu bewahren. Streits und Boykotts unsrerseits halten wir zur Zeit für nicht angebracht, bevor wir nicht stark und finanziell kräftig dazu find. J. A.: Emil Bolter. Tapezierer, Kleber! Die Differenz auf den Bauten Kaiser Friedrichstr. 135 und 136( Nigdorf) Tapezierermeister Hörnice( nicht Röhle) ist durch Eingreifen eines Mitglieds der Achtzehner- Kommission zu Gunsten der Kollegen beigelegt. Die Sektionsleitung der im Verband organisierten Kleber. Deutsches Reich. Auf dem deutschen Krankenpfleger- Kongreß, der am 17. d. M. in Breslau tagte, wurden die Uebelstände in der Krankenpflege von Herrn Funke- Berlin in recht freimütiger und zutreffender Weise besprochen. Der Redner äußerte die Ansicht, daß durch die Verwendung von jungen Mädchen, die häufig noch recht unerfahren wären, in der Pflege erwachsener männlicher Batienten oft die Sittlichkeit und gefährdet und verletzt werde. Wie oft hörte man nicht, daß das Schamgefühl beider Teile schwer Generalftreit der Flaschenarbeiter. Infolge des Ausstandes macht sich der Mangel an Flaschen überall bemerkbar und den Fabriken geht dadurch ein großer Teil ihrer Kunden verloren, die natürlich genötigt find, ihren Bedarf anderweitig zu decken. Ein gutes Geschäft machen dabei die männliche Kranke sich direkt und auch wohl mit Recht weigern, sich nicht dem Fabrikantenring angehörenden angehörenden Glashütten. Die Stralauer Glashütte bezog, hat mit der außerhalb des Auch Dr. Jacobsohn ist mit dem Referenten einverstanden und Schultheiß- Brauerei, die ihre Flaschen bisher von der Handreichungen gewisser Art machen zu lassen, ja oft sogar sich vor einer Untersuchung in Anwesenheit einer jungen Pflegerin scheuen. Ringes stehenden und deshalb nicht vom Streit betroffenen Firma will die Verpflegung männlicher Kranken nur in die Hand mannUm zu verhindern, daß nicht zahlreiche Familienväter, darunter Greinert u. Co. in Deuben bei Dresden einen mehrjährigen Vertraglicher Pfleger gelegt sehen. Ein ebenso großer Fehler sei es, in namentlich diejenigen, welche stets für die Interessen ihrer Mit- abgeschlossen, wonach die genannte Firma der Brauerei wöchentlich einen Strankenhause einer Oberin die gesamte Aufsicht über arbeiter eingetreten find, gezwungen werden, die Scholle zu ver- 10 000 Flaschen zu liefern hat. Andre größere Brauereien haben sich Kranke beiderlei Geschlechts zu geben. Diese Aufsicht gebühre laffen, sahen sich die hiesigen Tabatarbeiter genötigt, eine eigne an ausländische Fabriken, nach Böhmen und Dänemark gewandt, dem Arzte und nicht einer Frau. Als Altersgrenze für den Produktionsstätte zu gründen. Dieselbe führt die Firma: aber die dortigen Arbeiter weigern sich während des Generalstreits Eintritt in den Pflegerinnenberuf sollte das das überschrittene Nordhäuser Kantabatarbeiter- Genossenschaft( G. m. b. H.) und in Deutschland, Flaschen für deutsche Abnehmer anzufertigen. hat ihren Siz in Nordhausen. Die Glashütte in Brunshausen scheint des Kampfes müde 23. Lebensjahr] angenommen werden; es würde auch nur von Genossen und Arbeitsbrüder! Noch einmal wenden zu sein. Sie hat den Vorstand des Glasarbeiter- Verbandes ersucht, in diesen Beruf zu erbringen wäre. Sodann sprach Herr Liebenow Nußen sein, wenn ein staatlicher Befähigungsnachweis vor Eintritt wir uns an Euch und appellieren an Euer Solidaritätsgefühl. wegen Wiederaufnahme der Arbeit mit ihr in Unterhandlung zu Breslau über die schlechte Bezahlung und Behandlung des HilfsNicht um finanzielle Unterstügung wenden wir uns jetzt an Euch, treten. Der Verbandsvorsitzende hat dem Ersuchen stattgegeben und sondern mit dem Wunsche, daß jeder klassenbewußte Arbeiter, möge ist gestern nach Brunshausen abgereift. Wie verlautet, sollen auch die personals an den Breslauer Strantenanstalten; hier müßte eine Wort mit zu reden haben, möge er sich politisch oder gewerkschaftlich lungen angebahnt haben. Daß die Vertretung der Arbeiter sowie diese kommen zu und will nur Leute von befferer allgemeiner Bildung er als Konsument in Konsumverein oder in Fabrikantinen ein Flensburger und die Bergedorfer Glashütte Berhand- enderung eintreten und mit der Auswahl müsse vorsichtiger zu Werke gegangen werden. Dr. Jacobsohn stimmte dem vollbethätigen, dafür Sorge trägt, daß unser junges Unter- selbst annehmbare Friedensbedingungen nicht zurückweisen werden, ist nehmen unterstützt wird, damit es uns gelingt, den Opfern nach den bisherigen Erfahrungen selbstverständlich. Wir wollen zum Krankendienste verwendet sehen. unfres& ampfes eine sichere Unterkunft zu bieten. hoffen, daß uns bald ein günstiges Resultat der Verhandlungen ge- Die englische Fabrikinspektion und die Waschfrauen. In Mit dem 15. September d. J. beginnt die Nordhäuser meldet wird. So lange aber der Kampf noch währt, thue jeder den legten Tagen ist im englischen Parlament eine Novelle zum Rautabatarbeiter Genossenschaft ihre Ware zu ver- Arbeiter seine Schuldigkeit betreffs der Unterstügung der Streifenden. Fabrikgesetz debattiert worden, die für die Arbeiter manche Vorteile senden. bringt. Nicht durchgedrungen sind die Anträge, welche darauf ausNoch einmal ersuchen wir alle flassenbewußten Arbeiter, dafür Ueber den Ausstand in Nordhausen berichtet die Erfurter liefen, auch die Wäschereien der Fabritinspektion zu unterwerfen. Sorge zu tragen, daß der von unserer Firma angefertigte Kautabat Tribüne": Die Firma Salfeld u. Stein hat in verschiedenen Diese Anträge fielen namentlich, weil die irischen Abgeordneten fonsumiert wird. Gelingt es uns nicht, unser Unternehmen in die Dörfern der Umgegend Nordhausens junge Mädchen und Burschen dagegen waren; diese fürchten für die katholischen Klöster, Höhe zu bringen, so sind unsere besten Sträfte gezwungen, ihren als Arbeitswillige angeworben. Diefelben treffen morgens mit der mit denen vielfach Wäschereibetriebe verbunden sind, und die fie Wohnfiß zu ändern, und das bedeutet nicht allein eine Lahmlegung Bahn in Nordhausen ein, werden von einem Angestellten der Firma nicht dem Fabrikinspektor unterstellt ſehen möchten. Die Nonnen der gewerkschaftlichen, sondern auch der politischen Organisatien für und mehreren Polizeibeamten nach der Arbeitsstätte und würden schon für die Seelen ihrer Untergebenen sorgen"; fie würden Nordhausen, da sich letztere vorwiegend nur aus Tabatarbeitern abends von hier zurück zum Bahnhof geleitet. Dies eigenverantwortungsvolles Gefühl gegenüber Gott" genug haben, um rekrutiert. tümliche Schauspiel ruft, wie man sich denken kann, jedesmal eine gute Arbeitsverhältnisse für die Waschfrauen einzuführen. Der Eingrößere Ansammlung von Zuschauern hervor. Meistens find es Neu- wand, daß es sich durchaus nicht um die Seelen, sondern um das gierige, und nur wenige der Ausständigen befinden sich, wie selbst materielle Wohlergehen der Waschfrauen handle, drang nicht durch. die Polizeibeamten zugeben, unter der Menge. Die Polizei hat aber Nun müssen aber auch die vielen Tausende von Waschfrauen, die durch unbesonnenes Eingreifen die Leute, welche ohnehin durch das nicht in den Klöstern beschäftigt sind, des so nötigen gesetzlichen scharfe Vorgehen der Behörde gegen die Streifenden erbittert find, Schutzes ihrer Arbeitskraft entbehren. noch mehr gereizt, und ist es nur der Besonnenheit der Berlin und Umgegend. an den Ansammlungen Beteiligten zuzuschreiben, das nichts Bum Generalftreik der Bauanschläger. In der am Mitt- Schlimmes passiert ist. Das Komitee der Ausständigen hat die wochvormittag im Kellerschen Etablissement stattgefundenen Ver- Behörde ersucht, den Polizei Organen Mäßigung anzuempfehlen. sammlung konnte festgestellt werden, daß die Beteiligung am Streit um auch den Schein, als ob die Ausständigen an den unliebſamen eine zufriedenstellende ist. Am Dienstagabend hat eine Versamm Vorkommnissen schuld sind, zu vermeiden, haben die Ausständigen lung der Unternehmer stattgefunden, über deren Beschlüsse genaue befchloffen, sich jeden Abend zur Zeit des Rücktransports der Streit Nachrichten allerdings noch nicht in die Oeffentlichkeit gedrungen brecher nach der Bahn in einem bestimmten Lokal zu versammeln find, jedoch soll in derselben bedingungslose Aufnahme der Arbeit und die Präsenzlifte zu verlesen. für heute gefordert worden sein und falls das nicht geschieht, sollen Die Fabrikanten fegen ihre Werbungen von Streitbrechern überall jedem Meister 3-4 Anschläger zugewiesen werden, da man be- in Deutschland fort, ohne daß sie jedoch nennenswerten Erfolg Recht bezeichnend ist es, daß die Fabrikanten den Streit hauptet, über die genügende Anzahl von Arbeitskräften zu verfügen. haben. Diese Angaben nahmen die Streifenden jedoch nicht ernst. Gebrechern weit höhere Löhne zahlen, als die Streikenden vordem wurde aber auch von allen Rednern betont, daß man auf seiten der bezogen. Man sieht daraus, daß es den Unternehmern gar nicht Arbeiter zu Unterhandlungen jederzeit bereit sei. Der von den auf eine größere Ausgabe ankommt, wenn sie glauben, die Arbeiter Unternehmern aufgestellten Behauptung, daß die Arbeiter den dadurch niederzwingen zu können. Wie wir ebenfalls aus der Erfurter Tribüne" ersehen, sendet Gewerbegerichts- Direktor v. Schulz als unglaubwürdig hingestellt hätten, wurde mit aller Entschiedenheit widersprochen. Im Gegen die Nordhäuser Firma G. A. Sanewader Material nach Mann teil wurde die Unparteilichkeit des Genannten anerkannt und betont, heim, welches daselbst zu Kautabat verarbeitet und unter dem Etiquett: daß man zu demselben volles Vertrauen habe. Kantabat von A. H. Thorbede u. Cie., Eine sehr lebhafte Debatte entspann sich über die Frage, ob Mannheim" bersand wird. Möge dies den Konsumenten, welche der gewerkschaftliche Arbeitsnachweis zu Gunsten des von den den Boykott unterstügen, zur Warnung dienen. Unternehmern erstrebten paritätischen Nachweises aufgegeben werden soll. Soweit sich die Redner dafür aussprachen, thaten dieselben Stadt- Lengsfeld befinden sich seit einiger Zeit in einem Die Porzellanarbeiter der M. Schweizerschen Fabrit in das nur unter der Voraussetzung, daß die beiderseitigen organikonflikt mit der Firma. Die Ursache desselben ist die Kündigung 15 Personen ertranken. sierten Mitglieder bei der Arbeitsvermittlung bevorzugt werden. einiger organisierter Arbeiter, was von den Kollegen als eine gegen Die Streilleitung wurde beauftragt, behufs endgültiger Stellung den Verband gerichtete Maßregel angesehen und weshalb die Fabrit nahme ein Statut des paritätischen Arbeitsnachweiſes zu beschaffen. gesperrt wurde. Dieser Konflitt ist durch Verhandlungen eines Mitgliedes Der Antrag des Unternehmers Manché, um Ueberlassung von vom Centralvorstand mit der Geschäftsleitung beigelegt und die Sperre Arbeitskräften zu den Säßen des neuen Tarifs, wurde abgelehnt. aufgehoben worden. Neuerdings scheinen aber wieder Differenzen aus Dagegen sollen die bei der Firma Schade beschäftigten Anschläger den Weistertarif unterschrieben haben. Am Freitagvormittag 9 hr gebrochen zu sein. Wie die Erfurter" Tribüne" berichtet, hat die ühr Firma 18 Kündigungen, angeblich wegen schlechten Geschäftsganges, findet wieder eine Versammlung der Ausständigen im Sellerschen aufrechterhalten und die Namen der Gekündigten am schwarzen Lotal statt. Sofia, 21. Angust.( B. H.) Der Streik der StraßenbahnBrett" der Fabrit angeschlagen. Da die Firma für die Gekündigten, Ueber die Versammlung der Arbeitgeber geht uns der folgende die organisiert sind, anderweit Ersaz sucht, so bleiben die Arbeiter Angestellten ist beigelegt worden. Bericht zu: Peking, 21. August.( W. T. V.) In der Umgegend der Hauptstadt Die Berliner Schlosserinnung und der Verband bei ihrer Anficht, daß hier eine Maßregelung vorliegt, und wollen wurde vor ungefähr 14 Tagen ein Frender von Räubern überfallen und ermordet. Wie sich herausstellt, handelt es sich um den Berliner Schlossereien und verwandter Gewerbe nahmen zu der Angelegenheit Stellung nehmen. Der Lokalverein der Breslauer Hutmacher hat sich auf- Lloyd- Steward Friz Lahr aus Wendelsheim in Rheinhessen, der im Dienstagabend Stellung zum Generalstreit der Bauanschläger. Hierbei traten große Meinungsverschieden gelöst. Ein Antrag, in corpore in den Centralverein überzutreten, August vorigen Jahres hierher gekommen sein soll. Wegen Vera heiten darüber zu Tage, welche Wege einzuschlagen seien. wurde abgelehnt. Etwa ein Drittel von den 59 Mitgliedern ist dem folgung und Bestrafung der Mörder ist das Erforderliche sofort vers den Dont den Bauanschlägern anlagt worden. inscenierten General Centralverein beigetreten. Verantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin. um Versammlungen. Die Brauer hielten am 18. Auguft ihre regelmäßige Monatsversammlung im Gewerkschaftshause" ab. Beim Punkt Innere Vereinsangelegenheiten" führte Tröger aus, daß der letzte Verfammlungsbericht nicht so abgefaßt wäre, wie der Verlauf der Verfammlung gewesen sei. Sein Antrag behufs Wiedereinsegung der Fünferkommission sei nur deshalb von ihm gestellt worden, um unnötigen Schreibereien und weitläufigkeiten mit dem Brauereiring aus dem Wege zu gehen. Die Vorwürfe, welche besonders von der Sektion der Hilfsarbeiter gegen seine Person gerichtet würden, seien hinfällig und beruhten auf Irrtum. Tehte Nachrichten und Depeschen. Budapest, 21. Auguft.( W. T. B.) In der Ortschaft O- Kanizsa ( Komitat Bacs- Bodrog) zerstörte eine Feuersbrunst 32 Häuser. Cherbourg, 21. August.( B. H.) Ein heftiger Sturm hat auf der See großen Schaden angerichtet. Eine englische Yacht wurde an die Küste geworfen. Eine andre englische Barke, die dringend Hilfe verlangt hatte, konnte nur durch zwei Dampfer in meldet, daß gestern abend ein Vergnügungsboot gefentert ist, wobei Sicherheit gebracht werden. Brest, 21. August.( W. T. B.) Eine Depesche aus Tréguier städtischen Tramway beschlossen die Wiederaufnahme der Mailand, 21. August.( B. H.) Die Bediensteten der nichtArbeit. Sturmes, der in der ganzen hiesigen Gegend wütete, find in VillaSaragossa, 21. August.( W. T. B.) Infolge eines heftigen mueva de Jiloca 40 Häuser eingestürzt. Sechs Ber fonen wurden getötet. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 195. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerstag, 22. Auguſt 1901. Die Versammlungen werden abends 81/2 Uhr in folgenden die gesetzlich vorgeschriebene Zweidrittelmehrheit der beteiligten Ge4. Generalversammlung des Vereins der Lithographen, Lokalen abgehalten: Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands. Halle, 20. Auguft. 3. Verhandlungstag. leber, Lohnbewegungen" referierte Ries- Nürnberg: Die Ansicht der Arbeitgeber Herr im eignen Hause zu sein" habe sich in unsrem Berufe gleichfalls gezeigt. Bei Lohnbewegungen müsse mehr Disciplin vorherrschen, nicht immer dürfe in einen Streit eingetreten werden, weil man die Forderungen für berechtigt halte, sondern nur dann, wenn Aussicht auf Erfolg vorhanden sci. Die Diskussion bewegte sich im Sinne des Referates. V 1. Kreis: Arminhallen, Kommandantenstr. 20. 2. " 3. " 4. " 5. " 6. " Bodbrauerei, Tempelhofer Berg. Möhring, Admiralstr. 18 c. Urania, Wrangelstr. 10/11. Altes Schützenhaus, Linienstr. 5. Rösliner Hof, Röslinerstr. 8. 1009 Hermsdorf. Sonntag, Punkt 4 Uhr, ist eine Volksver sammlung bei R. Riedel zur„ Soolquelle". Vortrag der Genoffin Ida Altmann über:„ Den Brotwucher". Genossen, protestiert durch Euer zahlreiches Erscheinen gegen den neuen Zoltarif. werbetreibenden für den Antrag vorhanden ist. = leber Erkrankungen an der Ruhr unter den Mannschaften der 2. Garde- Infanterie- Brigade, die das 2. und 4. Garde- Regiment zu Fuß und das Garde Füsilier Regiment umfaßt, erfahren wir folgende Einzelheiten: Die Krankheit trat auf dem Uebungsplage zu Döberitz zuerst beim 4. Garde- Regiment 3. F. auf. Von ihm er= frankten am 7. d. M. drei Mann, die gleich nach Berlin in das Garnisonlazarett I in der Scharnhorststraße gebracht wurden. Inr den nächsten Tagen mehrten sich die Fälle. Am 10. d. M. hatte die Brigade ihre dreiwöchigen Uebungen beendet und kehrte nach Berlin zurück. Die Erkrankungen nahmen weiter zu und traten, wenn auch schwächer, auch beim zweiten Garde- Regiment Ueber Gebietsabgrenzung mit dem Senefelderund beim Garde Füfilier Regiment auf. Bom vierten Garde Bund referierte Lange Offenbach: Die im Senefelder- Bund Groß Lichterfelde- Lankivik. Die Parteigenossen beider Orte Regiment starben am vergangenen Sonnabend zwei Mann, der vorgenommene Urabstimmung brachte eine 2/ 3- Mehrheit für Gebiets- werden ersucht, sich zum Zweck einer Flugblatt- Verteilung am Grenadier Lippe von der 2. Compagnie, der Sohn einer Witwe aus abgrenzung. Es stinumten 3818 für und 2116 dagegen, so daß der Freitagabend präcise 7 Uhr in den nachbenannten Lokalen Hannover, und der Grenadier Siegmund von der 5. Compagnie, der Bund die Reise, Arbeitslosen- Unterstüßung und Umzugskosten fallen recht zahlreich einzufinden: für die Potsdamer Seite bei Sohn Gastwirts aus Hamburg, und weiter am läßt und diese Zweige nun der Organisation zufallen. Die Ver- Pagel, Chauffeestr. 104; für die Anhalter Seite und Lankwitz bei Montag der Füfilier Wille von der 12. Compagnie, der Sohn eines schmelzung ist damit erledigt und dürfte nicht mehr in den Vorder- Frömming, Lankwitzerstraße. o stave Eisenbahnbeamten aus Magdeburg. Die Verstorbenen dienten alle grund der Agitation gedrängt werden. Die Diskussion bewegte sich Charlottenburg. Die Mitgliederversammlung des focialdemo- drei im zweiten Jahre. Strant waren im 4. Garde- Regiment gestern gleichfalls im Sinne des Referats und wurde eine entsprechende Re- kratischen Wahlvereins für Charlottenburg fällt in diesem Monat 130 Mann, davon befanden sich 68 in Revierbehandlung und 62 im solution angenommen. Am Sonntag, den 1. September, findet das Sommerfest Garnisonlazarett, in das gestern nachmittag noch ein Mann überUeber Lehrlingswesen referierte Dübelt- Berlin: des Wahlvereins in Hoffmanns Volksgarten, Westend, statt. Billets geführt werden mußte. Etwa die Hälfte der im Lazarett behandelten Erschreckend habe besonders in der Lithographie die Lehrlingszahl a 20 f. an den bekannten Stellen. Leute ist weniger schwer erkrankt, und auch bei den übrigen zeigt sich bereits zugenommen, so daß oft Lehrlinge in gleicher Zahl, ja fogar eine Besserung. Bom 2. Garde Regiment liegen Pankow Nieder- Schönhausen. Sonntag findet eine Iug 20, vom Garde- Fifilier- Regiment 15 Mann im Lazarett. Beide Treffpunkt: Bankow, Regimenter haben auch einige wenige Leute in Revierbehandlung. aus. V mehr als Gehilfen vorhanden sind. Diese Lehrlingszüchterei blattverbreitung über Land statt. ist zu einer Kalamität ausgewachsen, welche die Berufe schon jetzt schwer schädigen. Redner wünscht eine eingehende 6.30 Uhr bei Hoffmann, Mühlenstr. 25. Nieder- Schön- Der Corpsarzt des Garde- Corps und Leibarzt des Kaisers, GeneralLehrlingsstatistit, und daß das Material derselben dem Bundesrat hausen: 7 Uhr bei Settekorn, Waldschlößchen, Lindenstraße. narzt Dr. v. Leuthold, besucht mit dem Divisionsarzt Dr. Herter zugestellt werde. In Fach- und Lokalblättern müssen warnende Artikel über diese ungesunden Lehrlingsverhältnisse erscheinen. Ebenso müsse an die vorhandene Arbeitgeberorganisation herangetreten werden, um durch tarifliche Abmachungen festzulegen, wie angenommen. = = Lokales. Ich lieg' und besitze V jeden Tag die Stranken und die Kasernen der drei Regimenter. Borgestern war auch der kommandierende General des Garde- Corps, General der Infanterie v. Bock und Polach dort, um die Stuben, die Brummen und dergleichen zu besichtigen. Beim 4. Garde= biel Lehrlinge gehalten werden dürften. Nachdem eine längere laß mich schlafen! Dies foriche Leitmotiv der herrschenden Klassen Regiment ist das das Trinken von Wasser und Kaffee unters Diskussion stattfand, wurde eine Resolution im Sinne des Referats spielt man in der Frage des Wohnungsnotstandes nicht Regiment giebt auch keinen Urlaub über Zapfenstreich. Von der jagt; die Mannschaften erhalten Thee aus der Kantine; das leber Tarifgemeinschaften referierte allein in Berlin, sondern in weit energischeren Tönen auch in den 5. Garde- Infanteriebrigade, die gegenwärtig in Döberig übt, sind referierte Tischendörfer Berlin und empfahl unter Hinweis auf den Beschluß Vororten. In der Reichshauptstadt muß die Stadtverordneten- uns Einzelheiten nicht bekannt. Wir wissen nur, daß es auf Befehl des legten Gewerkschaftskongresses auf Tarifgemeinschaft Mehrheit ihren festen Willen, dem Wohnungselend gegenüber feinen des Generalfommandos des Garde Corps seit gestern den von der einzugehen. Nicht Harmonie bedeute Tarifgemeinschaft, sondern Finger zu rühren, mit allerhand Redensarten verschleiern. Sie hat, Brigade( 5. Garderegiment z. F. und Garde- Grenadierregiment Nr. 5) eine Art Waffenstillstand atvei gleich starter Gegner. wenn auch beileibe kein sociales Gewissen, so doch das dunkle zum Wachtdienst in Spandau zurückgebliebenen Mannschaften unterDie erfolgreichen Streits dürfen nicht überschäzt werden. Gefühl, daß es vor der Oeffentlichkeit blamabel ist, wenn die Haus- fagt ist, ihre Kameraden auf dem llebungsplatz zu besuchen. Worauf Solche Augenblidserfolge gehen bei ungünstigen Konjunkturen leicht befizer Interessen von Gemeinde wegen ganz flostelfrei wahr- die Krankheit zurückzuführen ist, weiß man noch nicht. verloren, darum erscheint es doch ratsam, unser Princip, die Lage genommen werden. der arbeitenden Klasse zu verbessern, mehr auf tariflichem Wege zu Unser Parteigenosse Richard Levy von der„ Erfurter verwirklichen. Schon allein der Regelung der Lehrlingsfrage wegen Anders in den kleinen Vororten. Hier sitzen die Erbeingesessenen Tribüne" verbüßt die lange Gefängnisstrafe, die seiner Zeit in dem sei eine Tarifbewegung zu empfehlen. Nach und nach komme das noch in trauter Baldursprünglichkeit in den Gemeindevertretungen; fie Aufsehen erregenden Majestätsbeleidigungs- Prozeß gegen ihn aus weitere, wenn wir stark und träftig einer starken Unternehmer genießen den Entbehrungslohn, den ihnen die Grundstücksspekulation gesprochen worden ist, bekanntlich im Gefängnis zu Plößensee. Am Organisation gegenüberstehen. Redner empfahl nachstehende Ne- ganz ohne Ansehen der Geistesgaben in den Schoß geworfen hat, Montagnachmittag erhielt Levy eine Woche Urlaub, weil seine solution: und betrachten die paar Socialdemokraten, die hier und da in ihre Mutter nach langem Leiden im hiesigen Augusta- Hospital verKonventikel eingedrungen find, als infame Störenfriede. Selten storben ist. zeigt sich eine Ahnung davon, daß einer Gemeinde auch noch andre Revisionen der Barbiergeschäfte Berlins auf den hygienis Pflichten obliegen als die Wahrung der Grundbesigerinteressen, daß schen Zustand der in denselben im Gebrauch befindlichen Messer, dort unten Leiden in bedenklichem Umfange anzutreffen sind, die Apparate und Wäsche werden gegenwärtig durch Bezirksärzte voreine andere Abhilfe erheischen als die vermittelst der Armenbüchse. genommen. Bei diesen Prüfungen werden auch die Wasch- und Diese entsegliche Verständnislosigkeit tritt namentlich jetzt grell her- Schaumbecken, Kämme, Bürsten usw. auf ihren Reinlichkeitszustand vor, wo das Wohnungselend sich zum Teil in den Vororten noch hin untersucht und über das Ergebnis der Revisionen Protokolle viel schlimmer fühlbar macht, als in Berlin selber. Denn in der angefertigt, die bei dem königlichen Polizeipräsidium eingereicht werden. Umgebung hat die Verlegung und Gründung zahlreicher großer Ueber die Höhe der Prozeßkosten im Sternberg- Prozeß Fabriken ganz plötzlich den Mangel hervortreten lassen; und den vielen kann die Voff. Btg" aus guter Quelle mitteilen, daß die KostenArbeitern, die an der neuen Wirkungsstätte ein Heim zu suchen ge- rechnung, soweit sie den Verurteilten, Bankier August Sternberg bes zwungen sind, wird auf den Vororten meist das Gegenteil eines freund- trifft, 87 Seiten umfaßt und den Betrag von 15 530,09 M. erreicht. lichen Willkommens gespendet. Ein Klassisches Beispiel kommunaler In ihr find auch alle die Beträge eingeschlossen, die für den gewaltigen Zeugenapparat ausbezahlt worden sind. Die Höhe der Apathie mußte die Arbeiterschaft dieser Tage in den drei füdlichen einzelnen Zeugengebühren war zum Teil sehr hoch. Wie noch erVororten Mariendorf. Tempelhof und Marienfelde innerlich sein wird, war zum Beispiel die Zeugin Fischer aus Amerika erleben. In den drei genannten Orten find große industrielle geladen, sie war erschienen nur unter der Voraussetzung und der Etablissements errichtet worden; namentlich die Eisen- und Messing- Bedingung, daß ihr freie Reise, sowohl her, wie zuriid gewährt industrie hat sich lebhaft entwickelt. Nach Mariendorf ist ferner die wurde. Die Kosten für die Reise diefer Zengin allein belaufen fich 6. Die Anträge Fürth und Hannover sind dem Vorstand als heute schon etwa 500 Arbeiter in diesem einen Gebäude beschäftigt, die Strafhaftkosten hinzu, diese betragen gesetzmäßig 80 Pf. für den Tag. Gasmesserfabrik der Englischen Gasanstalt verlegt worden; sind auf 1000 M., ganz abgesehen von der Entschädigung für den Zeitund Erwerbsverlust. Zu der Summe von 15 530,09 m. freten noch Material zur Ausarbeitung einer Tarifvorlage für die nächste Generalversammlung zu überweisen. Diese Vorlage ist in allen Babl- so wird sich diese Zahl zum mindesten verdoppeln, wenn die Gesell- die Strafhaftkosten hinzu, diese betragen gesetzmäßig 80 Pf. für den Tag. sich hat. So entstand bald Aus dem Gewerks- Ausstellungs- Fonds find statutengemäß stellen bereits ein Jahr vor Abhaltung der Generalversammlung ein so großer Bedarf an kleinen Wohnungen, daß die vorhandenen alljährlich im Monat Januar 10 Stipendien zu je 60 M. an zur Diskussion zu stellen. 1. Die Generalversammlung des Vereins der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands erklärt ihre Bereitwilligkeit, mit den Arbeitgebern beziehungsweise den ArbeitgeberVerbänden eine Tarifgemeinschaft einzugehen. 2. Zur Herbeiführung derselben wird der Vorstand beauftragt, entsprechende Anträge an die Arbeitgeber- Verbände zu stellen, und alle derartigen Bestrebungen einzelner Ortsverwaltungen that. fräftig zu unterstützen. Bei den eventuellen Verhandlungen über die Tarifgemeinschaft ist in erster Linie die Regelung der Lehrlingsfrage anzustreben, doch sollen allmählich auch über Arbeitszeit und Arbeitslohn, Accord und Heimarbeit, hygienische Maßnahmen und Arbeiter ſchutzeinrichtungen sowie über sonstige Fragen des Arbeits4. Alle Abmachungen einzelner Ortsverwaltungen mit Arbeitgebern resp. Arbeitgeberverbänden ihrer Bezirke, insbesondere die Dauer derfelben, bedürfen der Genehmigung des Vorstandes. 5. Vor dem eventuellen Abschluß von Vereinbarungen mit dem Verein der Steindruckereibefizer Deutschlands ist der Vorstand verpflichtet, dieselben den Filialverwaltungen zur Beschlußfassung vorzulegen. Die Diskussion über diesen Punkt wurde abends um 7 Uhr bis Mittwoch vertagt. Partei- Nachrichten. auch nicht entfernt ausreichten und die Hauswirte nach Herzenslust bis ins Ungemessene steigern konnten. Angesichts dieser schlimmen Zustände fühlte der socialdemofratische Wahlverein der drei Orte sich verpflichtet, die GemeindeEine Parteiversammlung des 18. fächsischen Reichstags- behörden an ihre Aufgaben zu erinnern. In Tempelhof und MarienWahlkreises beschäftigte sich mit dem Lübecker Parteitag. Eine felde mußte die Anfrage, was die Gemeinde gegen das Wohnungsbreite Erörterung verursachte der Schiedsspruch über die Hamburger elend zu thun gedenke, zweimal gestellt werden, bevor eine Antwort Accordmaurer. Der Referent, Genosse Goldstein, gab ein Bild von heraustam, in Mariendorf genügte eine einmalige Anfrage: der Streitfrage und besprach dann objektiv die Urteile der beiden Partei- Instanzen. In der Diskussion verurteilten mehrere Redner den Schiedsspruch. Schließlich wurde gegen 6 Stimmen folgende Resolution angenommen: Die Zwickauer Parteigenossen erblicken in dem Schiedsspruch, die Hamburger Accordmaurer betreffend, einen starken Fehlgriff. Sie erwarten deshalb von dem Parteitag eine baldige Annullierung dieses Beschlusses und vor allen Dingen eine genauere Präcifierung des§ 2 des Partei- Organisationsstatuts." Die Aufhebung resp. Abänderung des§ 2 des Organi fations- Statuts der Gesamtpartei soll nach einem Beschluß der Konferenz des Kreises Offenbach- Dieburg, wie wir dem Bericht über dieselbe ergänzend hinzufügen wollen, auf dem Parteitag zu Lübeck beantragt werden. Die Konferenz stellte sich auf den Standpunkt, daß in erster Linie wie früher das Ausschlußrecht den einzelnen Orten resp. Kreisen eingeräumt werden müsse und der Parteitag resp. Parteivorstand als Berufungsinstanz in Betracht zu kommen habe. verteilen. Einen Anspruch darauf haben nur Gesellen, die Inländer Gewerbegehilfen behufs ihrer weiteren gewerblichen Ausbildung zu sind und Zeugnisse ihrer guten Führung und über ihre erworbene Geschicklichkeit vorlegen tönnen. Die Bewerber müssen ferner mindestens zwei Jahre lang als Gefellen in hiesigen Werkstätten gearbeitet haben. In Berlin geborene Gefellen haben den Vorzug, Gesellen, welche mit einem Stipendium bedacht werden wollen und vorstehende Bedingungen erfüllen können, haben ihre selbstgeschriebenen Gesuche unter Beifügung eines Lebenslaufs, des Abschriften der Lehrzeugnisse, sowie der Führungs- und GeschicklichTaufscheins oder Geburtsattestes und der Originale oder beglaubigten keits- Atteste ihrer Arbeitgeber bei dem Kuratorium des Gewerks Ansstellungs- Fonds, Stralauerstraße 3-6 I, bis spätestens ug adibia. Ende September dieses Jahres einzureichen. Gesuche, Hierbei bemerke ich, daß ich mich auf weiteren bei denen auch nur eines der vorstehend bezeichneten Betveisstücke Schriftwechsel in dieser Sache nicht einlassen mangelhaft ist oder ganz fehlt, werden nicht berücksichtigt. Ein Theatersfandal hat sich am Dienstagabend bei der Aufs Von Mariendorf:„ Die Gemeindevertretung ist zur Zeit führung von Rossinis" Wilhelm Tell" im Berliner Theater nicht in der Lage, der Sache näher zu treten, müsse es vielmehr ereignet. Der königlich bayrische Kammersänger Otto Bruds er den Industriellen hierselbst überlassen, für schien nämlich als Tell in einem bedenklich angeheiterten Zustand Wohnungen ihrer Angestellten und Arbeiter auf der Bühne und schwankte derart hin und her, daß die Vorstellung im dritten Att abgebrochen werden mußte und die Direktoren das Sorge zu tragen." Die Antwort des Gemeindevorstehers von Tempelhof lautete: „ Auf das Schreiben erwidere ich, daß die dortigen Vorschläge nach beendeter Prüfung durch den Gemeindevorstand der Vertretung hierselbst vorgelegt werden. fann." Marienfelde bemerkt zur Sache:„ Die hiesige Gemeinde- aufgeregte Bublifum ersuchten, sich an der Kaffe das Eintrittsgeld zurückgeben zu lassen. Herr Brucks fezte darauf seine Vorstellung vertretung hat in ihrer Sigung vom 15. Juli d. J. beschlossen, im Café Friedrichshof fort; als einige Freunde den Betrunkenen von über Ihren Antrag zur Tagesordnung überzugehen. Wir bemerken der neuen Stätte bedenklichen Wirkens wegzubringen suchten, setzte hierzu, daß in Marienfelde Wohnungsnot nicht vorliegt, vielmehr er sich fräftig zur Wehre und veranlaßte einen Auflauf. Erst nach ist es bisher allen hiesigen Arbeitern gelungen, geeignete längeren Bemühungen wurde Herr Brucks fortgebrachthoffentlich Unterkunft zu finden. Für fremde, durch die in neuerer ins Bott. Zeit entstandenen Fabrik- Etablissements herbeigezogene Arbeiter zu Gewarnt wird vor einer Sorte ,, Schlächterseife", welche forgen, haben wir keine Verpflichtung, da es Sache derinin manchen Stadtgegenden viel von Hausieren vertrieben wird. Die dustriellen Unternehmer ist, ihren Arbeitern angeblich alle Flecke entfernende Seife schmilzt nach dem Trocknen zu und deren Familien Wohnungsgelegenheit in einem Würfelchen Soda zusammen und zeigt keine Spur der vers sprochenen Wirkung. Die Händler benugen meistens den Trick, mit der Nähe der Fabriken zu verschaffen." der Behauptung aufzutreten, ein früherer Mieter des Hauses hätte Hoffentlich haben diese klassischen Beweisstücke moderner Kirchein größeres Quantum der Seife bestellt, sie sähen sich, da sie den turmspolitik das eine Gute im Gefolge, daß die Arbeiterschaft in guten Kunden nicht auffinden konnten, gezwungen, die Ware billig den Vororten energischer als bisher dafür sorgt, daß Bertreter ihrer loszuschlagen. Interessen in die Dorfparlamente einziehen und als Hechte im Die socialistische Bewegung in Japan. Katayama, der Führer der japanischen Socialdemokratie und Redacteur der„ Labour World", teilt mit, daß er vor das Gericht in Tokio geladen sei. Er wird verfolgt wegen Veröffentlichung eines Manifestes, enthaltend das Programm der socialistischen Partei Japans, dessen Veröffentlichung die Regierung verboten hatte. Die Labour World" berichtet ferner, daß die Regierung beabsichtige, für die Socialisten die Freiheit der Presse, das Versammlungs- und Vereinsrecht, welches die Konstitution allen Japanesen garantiert, aufzuheben. Satayama er flärt, daß er entschloffen sei, mit Hilfe seiner Freunde den Kampf fortzusetzen. Würde er eingekerkert, so würde nichtsdestoweniger die „ Labour World" weiter erscheinen und die Doctrinen des modernen Ein Familiendrama furchtbarster Ari ereignete sich gestern, Socialismus unter der japanesischen Arbeiterschaft weiter verbreiten. Karpfenteich den Erbeingesessenen den Standpunkt klar machen. In Mittwochabend, im Hause Jostystr. 8. Dort wohnt zur ebenen Erde Socialismus unter der japanesischen Arbeiterschaft weiter verbreiten. Den drei in Betracht kommenden Orten figt leider noch kein einziger der beschäftigungslose Arbeiter stöbler mit seiner Frau und zwei Arbeitervertreter in der konumunalen Körperschaft. Kindern. Drückende Nahrungssorgen quälten die Familie, und so mag dem unglücklichen Vater der Entschluß gekommen sein, dem Seche Parteiversammlungen Zum Achtuhr- Ladenschluß. Das Polizeipräsidium teilt mit: Elend seiner Lieben ein gewaltsames Ende zu bereiten. Während werden heute abgehalten, in welchen die Socialdemokratie Berlins Wie die Barbiere und Friseure, so sind auch die Lederhändler um die Frau auf Arbeit abwesend war, tötete er zunächst die beiden sowohl zur Brandenburger Parteikonferenz als auch zum Lübecker eine polizeiliche Anordnung dahin vorstellig geworden, daß im im Alter von 4 bis 6 Jahren stehenden Kinder und dann sich Barteitag Stellung zu nehmen und die Delegierten zu wählen hat. Landespolizeibezirk Berlin die offenen Verkaufsstellen der Leder- felbst durch Gift. Bei der Heinkehr um halb acht Uhr Berliner Partei- Angelegenheiten. branche( Lederhandlungen, Lederausschnitt Handlungen mit LederDie Wichtigkeit einer solchen Tagesordnung erfordert, daß die Partei- verkauf und Lederfabrik- Niederlagen) in der Zeit zwischen 8 Uhr abends fiel der Frau Köhler auf, daß ihr niemand öffnete. Als die genossen und Genofsinnen zahlreich zur Stelle sind; möge daher abends und 7 Uhr morgens für den geschäftlichen Verkehr gefchloffen Polizei auf ihre Veranlassung die Thür aufbrechen ließ, lag der Heute auf der Arbeitsstätte wie im geselligen Verkehr auf die her- sein müssen. Auch für diese Gewerbebetriebe wird durch die Polizei- Mami mit den beiden Kleinen leblos am Boden, einem herbei vorragende Bedeutung der Versammlungen aufmerksam gemacht und reviere durch Rüdfrage bei jedem einzelnen Gewerbetreibenden der geholten Arzt blieb nichts übrig, als den Tod zu konstatieren. Die für regen Besuch agitiert werden. vorgedachten Art ermittelt werden, ob er dem Antrage zustimmt und Leichen wurden nach dem Schauhause gebracht. Blades Herrn Thielen geberichtet ein hiesiges trug, zahlt der Höchstbesteuerte in dieser Abteilung in diesem Jahr nach Die Leiche des Dienstmädchens Martha Grün aus Berlin, welches bei Hangelsberg auf rätselhafte Weise ums Leben tam, ist in Gegenwart einer Gerichtskommission wieder ausgegraben und dann obduciert worden. Ueber den Befund der Leichenschau ist noch nichts bekannt. Man rechnet damit, daß an der Grün ein Verbrechen begangen wurde. V 9 den trop eine des dienen Von dem Eisenbahnerfest, mit dem die Angeftelten im Steuerfaz in der ersten Abteilung 35 982 beato. 35 244 m. be- hielt sich noch einige Zeit im Laden auf. Berkauft wurde wurden, Gleichwohl Uhr nichts mehr. erhielt N. Blatt noch folgende schauerliche Einzelheit: Als das Feuerwert ab- fchon 42 210 M. Damals mußte man mindestens 790 bezw. 939 M. Auflage wegen Vergehens gegen§ 139e der Gewerbe- Ordnung, ge w gebrannt war, mit dem das wohlgelungente" Fest abschloß, erzahlen, um zur ersten Abteilung zu gehören, diesmal beträgt der wonach offene Verkaufsstellen von 9 Uhr abends bis 5 Uhr früh für eignete sich auf dem Bahnhof zu Friedrichshagen eine noch weit Mindeststeuerbetrag 837 M., die Minimalgrenze hat sich also den geschäftlichen Verkehr geschlossen sein müssen. Der Au schrecklichere Scene. Die große Menschenmaffe eilte numm zur Rück durchschnittlich wenig gegen die Vorjahre verändert. Die Zahl der geklagte wurde indeffen in zweiter Instanz freigesprochen. Das fahrt und in dem Gedränge wurde die Frau eines Eisenbahn Wähler beträgt jetzt 372, fie hat gegen die genannten Jahre um Landgericht führte aus: Eine Verlegung des§ 139e fönne hier Beamten gegen einen einfahrenden Vorortzug gepreßt und von den 195 bezwv. 170 zugenommen. Die zweite Abteilung, zu welcher nicht angenommen werden. Allerdings sei auf Grund jener BeTrittbrettern erfaßt. Beide Beine und Arme sind ihr mehrfach ge- diesmal 2140 Wähler gehören( 1897 und 1899 betrug ſtimmung von den Geschäftsinhabern eine an das Publikum brochen und der Brustkasten eingedrückt; bewußtlos und in die Zahl 770 bezw. 969), beginnt mit dem Steuerbetrage von gerichtete und vom Publikum wahrnehmbare Willensäußerung, Hoffnungslosem Zustande wurde die verunglückte Frau nach Berlin 837 M. und schließt mit 144 m. In den genannten Vorjahren daß nunmehr( von 9 Uhr ab) nicht mehr verkauft werde, zu fordern. zurückbefördert. endigte die Minimalgrenze mit 246 bezw. 225 Mt. Sie ist also diesmal Eine folche habe hier vorgelegen, denn ein Laden, dessen Thür Selbstmord eines Liebespaares. Ms Dienstagabend gegen zurückgegangen, was jedenfalls auf die Verschiebung der Wahl- gewöhnlich offen stehe, biete nach dem bloßen Schluß der Ladenthür 1/211 Uhr der Schnellzug Görlig- Berlin fich der Station Grimau bezirke zurüdzuführen ist. Die dritte Abteilung mit ihren ein ganz andres Bild. Das Publikum wisse, es solle nichts mehr 1/211 Uhr der Schnellzug Görlitz- Berlin sich der Station Grünau 12 820 Wählern( 1897 und 1899 11 144 bezw. 9690 Wähler) beginnt verkauft werden. Die Anbringung von Plakaten und das Herunternäherte, warf sich kurz vor dem heranbrausenden Train ein junger mit dem Steuersatze von 144 M. und schließt mit 6 M. lassen von Jalousien erscheine nicht erforderlich. Der LadenMann und ein junges Mädchen auf das Geleiſe. Die Lokomotive Die Gesamtzahl der stimmfähigen Personen Schönebergs ist von inhaber erfülle jeine er Pflicht, wenn erfaßte und überfuhr fie derart, daß beiden der Kopf vom 12 141 im Jahre 1897 und 13 000 im Jahre 1899 diesmal auf Thürschlusses eintretenden Kunden zurückweise. Auf die Rumpfe getrennt wurde. Die Leichen blieben bis zum Ein. des Staatsanwalts das Kammertreffen der zuständigen Gerichtskommiffion in der Nähe der Unglücks- während die Gesamtsumme aller Steuern um rund 590 000 bezi. gericht die Vorentscheidung auf und verurteilte den Angeklagten zu hob jedoch Unglücke- 15 832 angewachsen, hat sich also um 3191 bezw. 2325 vermehrt, Revision stelle im Freien liegen. Die Lebensmüden waren der 19 Jahre stelle im Freien liegen. Die Lebensmüden waren der 19 Jahre 549 000 M. zugenommen hat. Zum Schluß wollen wir nicht verder niedrigst zulässigen Strafe von 3 M. Präsident Groschuff alte Willh Fischer, der auf Abwege geratene Sohn eines betagten, fehlen, wiederholt auf die Einsichtnahme der Wählerlisten aufführte begründend aus: Das Landgericht lege den§ 139 e der fehr achtbaren Postschaffners, und die gleichalterige Anna E. aus Rigdorf. Willy F., der die Schriftfeßerei erlernte, hatte mit dem merksam zu machen. Gewerbe- Ordnung unrichtig aus. Wenn darin bestimmt sei, daß von Mädchen ein Liebesverhältnis angeknüpft gehabt und hatte mit der Aus Lichtenberg wird uns berichtet: In engerer Ausschreibung 9 Uhr abends bis 5 Uhr früh offene Verkaufsstellen für den geschäftGeliebten auch schon in einer gemeinsamen Wohnung gelebt. Die auf Lieferung von Subfellien( Schränke, Tische, Bänke usw.) für lichen Verkehr geschlossen sein müßten, so ordne die Bestimmung allerEltern billigten dieses Verhältnis nicht, zumal der Lebenswandel den Anbau der Schule wurden vier Gebote abgegeben. Drei Tischlerdings nicht ein eigentliches Verschließen der Verkaufsstelle des jungen Mannes auch sonst kein tadellofer war. Das mag die meister berechnen 10 210 m., 9932,60 m., 9479,51 M. und ein an, sondern nur ein Schließen für den Geschäftsverkehr. Das müsse jungen Leute veranlaßt haben, freiwillig in den Tod zu gehen, ein Zimmermeister 7900 m. alio eine Differenz von 2310 M., etiva aber nach außen für das Publikum tundbar gemacht Entschluß, den sie gemeinsam in der geschilderten entseglichen Weise 20 Broz, gegen das Höchstgebot. Die örtliche Gesundheits- werden. Durch ein 8uklinken der Thür könne das nicht geausgeführt haben. tommiffion hielt ihre erste Sigung ab und beschloß zunächst, schehen. Wenn auch die gewöhnliche Kundschaft des Angeklagten alle baulichen Anlagen des Orts in Augenschein zu nehmen. Der gewußt habe, daß der Geschäftsverfehr bei zugeklinkter Thür geAnfang wurde mit dem Arbeiterwohnhause des Ritterguts schlossen sei, so genüge doch das Zuklinken nicht, dem gesamten Lichtenberg gemacht. Hier zeigte sich das Elend in seiner ganzen Publikum gegenüber den Ladenschluß erkembar zu machen. Somit Größe. Die unter dem Dache belegenen„ Wohnungen" find 2 Meter fei hier eine Uebertretung des§ 139e anzunehmen. 27 Centimeter hoch; als Fenster vermitteln oder besser gesagt ver- Hotelgeheimnisse. Wegen zahlreicher Hoteldiebstähle war seiner hindern sogenannte Bodenluken den Zutritt von Luft und Licht. Es Beit das Zimmermädchen Helene Lersch in Untersuchungshaft ge= find ja nur Polen, die hier hausen, und die sind sehr zufrieden, nommen worden. Die Untersuchung gegen sie wurde auf eine ganze Opfer des Straßenverkehrs. Der 12 Jahre alte Sohn zahlen ja auch keine Miete! Hier thut Abhilfe dringend not. Reihe von Diebstählen an Juwelen und Schmucksachen ausgedehnt, Hermann des Postschaffners Witt aus der Boltastraße 18 ging Aus der Stadtverordneten Versammlung in Spandan. den übrigen Fällen das Verfahren eingestellt werden mußte. Die die Anklage aber schließlich nur in zwei Fällen erhoben, während in gestern Mittwochmittag, zwischen 12 und 1 Uhr auf dem Heimweg aus Gin dringlicher Antrag unsrer Genossen betr. die Beschickung des Angeklagte ist eine nicht unansehnliche, außerordentlich gewandte Der Schule an der Ede der Feld- und Aderstraße über den Fahr Gewerbegerichtstages wird bis zur nächsten Sigung vertagt. Die Person, die schon ein abenteuerliches Leben hinter sich hat. Sie ist damm. Die Schulmappe unter dem Arme sprang er, mit Schultameraden spielend, lebhaft umber und fah nicht, daß von der erhobenen Einsprüche wurden als gerechtfertigt erachtet und die Stubenmädchen gewesen und hat zahllose Liebesverhältnisse mit von der gegen die Richtigkeit der Wählerliste von 6 Chambre garnisten feit einer Reihe von Jahren in Aachener und Berliner Hotels abschüssigen Feldstraße her ein Steinivagen gefahren tam, um in die Ergänzung der Liste beschlossen. Ohne jede Debatte wurde die Sotelgästen angeknüpft, Sier in Berlin war fie in den hotels Aderstraße einzubiegen. Rückwärts tannte er gegen die Pferde, die wiederholte Magistratevorlage betr. Anstellung eines Stadt Bauihn umstießen. Der Kutscher konnte auf der abſchüffigen Bahn den inspektors abgelehnt. Eine sehr ausgedehnte Erörterung entstand über Aachener Hof, Westminster, Prinz Wilhelm, Monopol and Wagen nicht mehr zum Stehen bringen. Vor den Augen seiner die vom Magiftrat geforderte Nachbewilligung von 87 107 M. Die lang auffallend Bristol thätig. In dem letzteren Hotel tamen eine Beit entfesten Spielgefährten ging ein Vorderrad des schweren Wagens Stadtv. Jenne und Rieger fritisierten scharf eine solche Finanz von Hotelgästen, denen aus ihren Zimmeru Wertgegenstände aller viele Diebstähle bor und die Anzeigen dem Unglücklichen über den Kopf. Ein Schuhmann eilte mit dem wirtschaft, bei der im Jahre zusammen circa 200 000 m. nach Art abhanden famen, waren an der Tagesordnung. Es gelang f. 3. Schwerverlegten nach dem Lazarus- Krankenhaus. Der Knabe war bewilligt werden müßten; die heutigen Nachbewilligungen würden den Hoteldieb Jarutowski abzufassen und zur Bestrafung zu bringen. ihm aber schon unter den Händen gestorben, und nachdem man im verlangt, obgleich doch bereits der Finalabschluß längst gemacht sei. Außer ihm mußten aber noch andre Personen diebischen Gelüsten Krankenhause den Tod festgestellt hatte, übernahm er die traurige Stadtv. Rieger bringt die bekannte Kohlenlieferungsgefröhnt haben und der Verdacht des Vertrauensmißbrauchs fiel Aufgabe, den unglücklichen Eltern die Leiche ihres Sohnes ins Haus geschichte und die schöffengerichtliche Verhandlung zu diesem Thema ichließlich auf die Angeklagte, die auf Grund der Ergebnisse einer zu bringen. Der fünfzehn Jahre alte Hutmacherlehrling Arthur zur Sprache. Burchardt, der Sohn einer Drechslerswitwe aus der Stephan diesem Beleidigungsprozesse nicht gut abgeschlossen. Der flagende Stadtverordneten- Vorsteher habe in bei ihr vorgenommenen Haussuchung ins Untersuchungsgefängis ab straße 51, der am 3. d. M. in der Charlottenstraße von der Straßenbahn überfahren und mit einer schweren Knieverlegung in ein einem längst bewährten Beamten, feinen Glauben beigemeffen, ob fängnis hinaussandte, äußerte sie sich über ihre veränderte Lage Sonderbarerweise hat das Gericht dem städtischen Wiegemeister, geführt wurde. Sie scheint durch diesen Zwischenfall nicht sehr erregt ob worden zu sein, denn in ihren Briefen, die fie aus den GeKrankenhaus gebracht wurde, ist dort am Wundstarrkrampf gestorben. gleich dieser zur Sache allein völlig uninteressiert war. Dieser Wiege- in lanniger Weise. So schreibt sie u. a. Sie habe jegt Vor einem Straßenbahnwagen scheuten gestern, Mittwoch meiſter ſei, fo führte Stieger aus. übrigens, wahrscheinlich weil er im Norhotel" eine nachmittag um 11/2 Uhr am Tempelhofer Ufer die Pferde einer herr- ohne Ansehen der Person städtische Interessen wahr wie die Soldaten, die Dauer ihrer Dienstzeit sei aber noch nicht begute Saisoustelle, sie müsse schaftlichen Kutsche, deren Eigentümer sich im Dienstgebäude der genommen habe, obendrein vom Magistrat entlassen. Der Redner stimmt, es gehe ihr ganz gut, doch gebe es leider kein Bier vom Eisenbahn- Direktion befand. Sie gingen durch und rannten mit verlangte gründliche Untersuchung der Angelegenheit. Oberbürger Faß, sondern nur Flaschenbier 2c. 2c. Bei der in ihrem Zimmer voreinem Bretterwagen zusammen, der von der Potsdamer Brüde nach meiſter Stole bestritt die Entlassung des Wiegemeiſters, deffen genommenen Haussuchung wurden u. a. vorgefunden: eine wertder Flottwellstraße zu gefahren tam. Der Kutscher flog vom Bod Arbeit würde mir vorläufig" von dem städtischen Feuerwehr- Feld- volle Brosche in Schmetterlingsform, im Werte von 900-1000., gegen den Bretterwagen, tam aber mit ungefährlichen Verlegungen webel besorgt( was einer Entlaffung ziemlich gleichkommt, da eine Brosche in Kettenform, ein Brillantring, eine einfache Brosche mit davon. Von den beiden Pferden, die stürzten, stieß sich eins ein der Wiegemeister im Stundenlohn beschäftigt wird. Der Bericht- Brillanten, zwei goldene Nadeln, ein goldener Hemdenknopf mit Loch in die Brust, während das andre fich die Kopfhaut at einer erstatter.) Mehrere bürgerliche Stadtverordnete stellen dem Seite aufschlitte. Beide mußten einem Thierarzte zugeführt werden. Wiegemeister ein sehr gutes Zeugnis aus. Bei einem andren Punkte bestritt entschieden, diese Softbarkeiten gestohlen zu haben und tonite Brillanten und eine wertvolle goldene Damenuhr. Die Angeklagte Ein Dampferunglück hat sich am Dienstagabend auf dem eine einzige Recherche in einem 2 otal mit Damenbedienung Bimmermädchen, welches viele Jahre hindurch junge und reiche bringt Stadtv. Bieper zur Sprache, daß ein Polizeibeamter für es gar nicht begreifen, daß der Besitz solcher Kleinodien bei einem Wannsee zugetragen und die Verlegung mehrere Personen herbei etwa 60 M. Unkosten liquidiert und erhalten baben soll. Es tursierten Herren zu bedienen gehabt und wie sie mit Stolz versicherte geführt. Auf dem Dampfer Else", welcher die Ueberfahrt vom sonderbare Gerüchte. Oberbürgermeister Röle wurde pathetisch Bahnhof nach dem jenseitigen Ufer vermittelt, war gegen 1/211 1hr, und meinte, daß man ihm doch Vertrauen entgegenbringen müſſe. immer sehr liebenswürdig gewesen ist, Verwunderung erregen als er eben seine lezte Fahrt mit nur vier Personen antreten wollte, Stadt. Stieger fritisierte ebenfalls solche unverhältnismäßig foft Liebhaber seien und rückte mit einer ganzen Liste solcher Herren die Feuerbuchse in dem Maschinentessel aus noch nicht aufgeklärter fpieligen Recherchen vom rein finanziellen Standpunkte aus. Die heraus, die mit ihr in freundschaftlichen Verkehr getreten seien. Es Beranlassung gefprungen, was mit heftigem Knall und größerem Sizung wurde schließlich vor Beendigung der Tagesordnung bertagt wurden umfassende Nachforschungen angestellt, die ergaben, daß die Luftdruck geschah. Durch die infolgedessen ausströmenden heißen Die Besteuerung der Mufik- Automaten in Neu Weißensee Angeklagte allerdings viele Freunde gehabt hat; die noch lebenden Dämpfe und Wassermassen erlitten der Maschinist Groth foll nach einem bestimmt auftretenden Gerücht von Amts wegen ge- bestritten, ihr so kostbare Geschenke gemacht zu haben, es waren und der Schiffsführer Tarun nicht unerhebliche Verbrühungen plant fein; eine entsprechende Vorlage wird schon die nächste Sigung aber inzwischen schon etliche gestorben oder in die weite Welt geam Oberkörper und wurden noch in der Nacht, nachdem unter den Gastwirten, herricht darob große Erregung. Dies ist be- gütigen Geber. des Amtsausschusses beschäftigen. In weiten Streifen, namentlich gangen und gerade auf diese berief sich die Angeklagte als die Das Ende vom Liede war, daß in den ihnen durch die Aerzte Dr. Brasch und Dr. Jansen Hilfe geleistet greiflich, wenn man bedenkt, daß die Wirte in diesem Jahre schon meisten Fällen nicht nachgewiesen werden konnte, daß die war, nach dem Oberlin- Krankenhaus in Nowawes gebracht. Von 175 Broz. Zuschlag zu der Betriebssteuer zu zahlen haben. Dagegen war ben 4 Passagieren erlitt ein Berliner Architekt, der den Bau einer Wertsachen aus Diebstählen herrührten. zweifellos bei dem der Damenuhr der Hemidenknopf und Billa in Wannsee leitet, an den Händen durch den ausströmenden letzten Sigung die Pflasterung der Sedanstraße der Firma Damenuhr gehörte einer mit einer amerikanischen Familie reifenden Neu- Weißensee. Die Straßenbau- Kommission hat in ihrer Fall. Ersterer war einem Hotelgast abhanden gekommen, die Dampf Verlegungen, weil er sich zufällig in der Nähe der Maschine Stadtke u. Fellenberg als Mindestfordernden übertragen. Diese Engländerin, die die Uhr in ihrem Reisekorb aufbewahrt und den auf einer Bank niedergelegt und die Hände unter den Kopf gelegt Firma fordert für diese Arbeiten 13 009 M., während der Höchst Verlust überhaupt nicht bemerkt hatte. Erst als ihr eine Freundin hatte. Ein Rendant aus Berlin, ein Gärtner aus Wannsee und fordernde für dieselben Arbeiten 21 199 Mark verlangt, also brieflich mitgeteilt hatte, daß bei der Angeklagten eine der ihrigen ein junger Kaufmann aus Berlin famen mit geringeren Ber- ca. 63 Prozent mehr. Das Kuratorium für die Gemeindewerke ähnliche Uhr beschlagnahmt worden sei, hat die Miß festgestellt, daß legungen davon. Letterer kehrte am Mittwoch früh schon nach will der Gemeindevertretung vorschlagen, sämtlichen Pächtern des ihr thatsächlich ihre Uhr fehlte. Berlin zurück, während die drei andren in Wannsee vorläufig Riefelfeldes zum 1. Dezember d. 3. zu fündigen. Der hr thatsächlich ihre Uhr fehlte. Die Angeklagte, die sich gestern J. berblieben. Man hofft, alle Verletzten bald wieder herzustellen. Amtsausichuß hat in seiner legten Sigung die Pflasterung der zu verantworten hatte, ließ sich durch keines der vielen Verdachtswegen dieser beiden Diebstähle vor der vierten Ferienftraftammer Rennbahnstraße beschlossen. Unter dem Verdacht, den Ueberfall auf die Frau des Straße zur Hälfte Neu- Weißenfee, zur andern Hälfte Weißenfee ge- bringen. Sie gab zu, den Hemdenknopf, den sie für wertlos geDie Kosten werden, da diese momente, die der Vorsitzende gegen jie vorbrachte, aus der Fassung Juftrumentenmachers Pätsch in der Kottbuserstraße verübt zu hört, gleichmäßig von beiden Gemeinden getragen. haben, wurden durch die Kriminalpolizei in den legten Tagen halten, beim Reinigen eines ihr unterstellten Zimmers gefunden und mehrere Personen festgenommen. Die Mutter der Frau Bätich, Mutter und Sohn ertrunken. Einem feltsamen Unfall find behalten zu haben. Ueber den Erwerb der Uhr gab fie eine abenFrau Türmer, welcher die Sistierten vorgeführt wurden, vermochte gestern früh zwei Menschenleben zum Opfer gefallen. Die Frau des teuerliche Geschichte zum besten. Sie behauptete, daß sie die Uhr in diesen nicht den Thäter zu erkennen. oder Student von Behrens, mit seinem Fahrzeug auf der Dahme bei Hankels Ablage liegenden von einem russischen Lieutenant Die Polizeibehörde hat nunmehr ein Signalement von dem Räuber ausgegeben. Daraus Frachtschiffers Albert Jonas aus Groß- Köris unternahm, wie der der sie schon vom Hotel Prinz Wilhelm her gekannt und wiederholt ist zu entnehmen, daß der Gesuchte eine leicht belegte Stimme hat Bolts- 3tg." mitgeteilt wird, in der achten Stunde mit ihrem zehn- angeborgt habe, als Pfand für ein Darlehn erhalten habe. Dieser und beim Sprechen öfter zischt. Hierbei tritt die Oberlippe des jährigen Sohne Albert in einem schon etwas defekten Handkahu eine Behrens, der wirklich existiert und jetzt in Amerika weilen soll, sei Mannes etwas zurück, wodurch die beiden Vorderzähne des Ober- Ueberfahrt nach Rauen, um dort eine Verwandte zu besuchen. Als eines Tages ins Hotel Bristol gekommen und habe sie aufgesucht, Kiefers, die durch eine bedeutende Breite auffallen, sichtbar werden. Der Kahn die Mitte des offenen Fahrwaffers erreicht hatte, wurde er als sie gerade eines der zusammenhängenden Zimmer der ameriKiefers, die durch eine bedeutende Breite auffallen, sichtbar werden. plöglich von einer jogenannten Baggerfähre der Köris'ichen Dampf- fanischen Familie reinigte. Da er sie inständigst noch einmal um Durch Oeffnen der Pulsadern verfuchte fich am Dienstag- Biegeleiwerte, die von Köpenid berauftam, derartig angerannt, daß ein Darlehn gebeten, habe sie ihn einen Augenblid allein im Bimmer abend eine Greifin, die 75 Jahre alte Witwe Grothe, in ihrer er umgestoßen murde; beide Infaffen des Kahnes, Mutter und gelassen und aus ihrem Zimmer Geld geholt. Als sie dies dem Wohnung am Tempelhofer Weg 5 in Schöneberg zu töten. Sohn, wurden ins Waffer geschleudert, wobei sie ihren Tod fanden, Behrens ausgehändigt, habe ihr letterer die Uhr als Pfand gegeben. Erst gestern mittag fanden Nachbarn die Unglückliche bewußtlos in da fie in das Schraubenwert der Baggermaschine gerieten und von Er mußte also in der furzen Zeit ins Nebenzimmer gegangen und ihrem Bette auf und sorgten dafür, daß sie in ein Krankenhaus ge- diesem in die Tiefe gezogen wurden. doll did 2 111 aus dem Reisekorb der Engländerin die Uhr herausgeholt haben. bracht wurde. Gram über den Tod einer Angehörigen soll die Frau Von einem Hirsch lebensgefährlich verwundet wurde vorgeftern babei. So unwahrscheinlich dies ist, so blieb doch die Angeklagte zum Selbstmordverfuch getrieben haben. a diet a Sie meinte: die Uhr der 11 Jahre alte Schulknabe Adolf Schäfer aus Cappe bei 3eb- Reisekorb gelegen würde wohl gar nicht im Beim Spielen ist Mittwochabend an der Zimmermannschen den id im Kreise Templin. In Cappe wird ein Ziegelei Arbeiter denn die Engländerinnen seien immer die haben, sondern in irgend einer Ede, Brücke in Charlottenburg das anderthalb Jahre alte Söhnchen des Köbisch vermißt. Förster und Gendarmen nahmen nun eine Anzahl und nachlässigsten Hotelgäste". Die Angeklagte sprach die zuverlässige „ schludderigsten Tischlers Freudrich, der dort in der Nähe wohnt, ertrunken. Das Jungen an, um mit ihrer Hilfe die ausgedehnten Waldungen jener Hoffnung aus, daß die geugen ihre Angaben bestätigen würden. Kind fiel in die Spree, ohne daß anfänglich es bemerkt wurde; als Gegend nach dem Verschwundenen abzusuchen. In einer langen Kette Gin Fräulein U., bei dem die Angeklagte mehrere Male gewohnt man Hilfe brachte, war es bereits zu spät. durchstreiften Beamte und Jungen die Gegend. Dabei trieben sie hat, bekundete, daß dieselbe stets im Besize vieler kostbarer SchmuckFeuernachrichten. Wegen eines Dachstuhlbrandes wurde die auch wild auf, namentlich eine besonders hohe Art von Hirschen, die fachen gewesen sei. Durch Vernehmung des Hotelbesizers Fromme Wehr Dienstagabend zweimal nach Liesenstr. 4 gerufen. Außer einem auf Veranlassung des Kaisers vor mehreren Jahren aus Ungarn ein wurde festgestellt, daß der erwähnte Russe v. Behrens schon 6 Monate Teile des Dachstuhles wurde auch ein Bosten Tischlerhölzer ein- geführt wurden. Einer diefer Hirſche kehrte nun zu der Kette zurück bevor die Diebstähle im Hotel Bristol vorgekommen waren, int Zur selben Zeit erfolgten Weißenburgerstr. 38 und und lief auf den kleinen Schäfer zu, der ihn, im Lannenholz stehend, Hotel Prinz Wilhelm gewohnt hatte. Schon zu damaliger Maybach- Ufer 6 fleine Wohnungsbrände, die Betten und Kleider nicht sehen konnte. Als der Junge ſich ſchließlich umwandte, rannte Beit habe die Angeklagte dem Oberkellner erzählt, daß sie zerstörten. Kleine Frankfurterstr. 1 war Gas ausgeströmt, doch ihm der Hirsch sein großes Geweih unter dem linken Auge in den von Behrens eine Uhr als Pfand für ein Darlehn erhalten Stopf hinein. Die Spize drang so weit ein, daß sie auch das Gehirn habe. konnte eine Explosion noch rechtzeitig verhindert werden. daß der junge Ruffe ein er Beuge erklärte, früh 6 Uhr wurde die Wehr nach dem Engel- Ufer unweit der Adalbert- verlegte. Ein Arzt in Schönebeck, zu dem der alte Schäfer feinen arger Schindler gewesen sei, der, anfänglich mit reichlichen Mitteln Sohn sogleich brachte, mußte das Auge sofort herausnehmen. Ob ausgestattet, das Leben der Großstadt mit vollen Zügen genossen Es gelang, Brüde gerufen, wo ein Spreekahn leck geworden war. der Aermste mit dem Leben davonkommen wird, ist sehr zweifelhaft. habe und schließlich in völlig herabgekommenem Zustande nach ihn nach Auspumpen des Wassers wieder flott zu machen. " Mittwoch Gerichts- Beitung. tann. Der dies Amerika ausgewandert set. Der Vorfißende, Landgerichts- Direktor Stäcke, bemerkte, daß unter diesen Umständen dem Behrens allerdings auch ein Diebstahl zuzutrauen sei. Der Gerichtshof erachtete es für notwendig, den Oberfellner aus dem Hotel Prinz Wilhelmr sofort zur Stelle zu schaffen. Die Verhandlung wurde deshalb auf eine halbe Aus den Nachbarorten... si Die neuen Wählerlisten für die bevorstehenden Schöne Wann ist der ,, Ladenschluß im Sinne des§ 139 e der berger Stadtverordnetenwahlen, welche bis zum Gewerbe- Ordnung erfolgt? Diese für alle Geschäftsinhaber 31. August, auch Sonntags, im Wahlbureau, Feurigstr. 63/64, zur wichtige Frage hatte der Ferien- Straffenat des Stammergerichts Stunde ausgesetzt. öffentlichen Einsicht ausliegen, zeigen wiederum eine bedeutende Ber- in feiner letzten Sizung zu entscheiden. Der Kaufmann N. hatte Der Zeuge beſtätigte, daß die Angeklagte ihm vor ihrem Fortfchiebung der Einkommensverhältnisse der zur I. Wählerabteilung ge- eines Abends um 9 Uhr die Thür der von ihm verwalteten gange vom Prinzen Wilhelm erzählt habe, daß sie von dem Russen hörigen Personen. Während in den Jahren 1897 und 1899 der höchste Delikateßwarenhandlung zugeklinkt, aber nicht verschlossen, und eine Uhr als Pfand für ein Darlehn in Händen habe. Mit großer Eingegangene Druckschriften. Vom Süddeutschen Postillon ist socben die Nr. 17 erschienen. " Bungengeläufigkeit versuchte die Angeklagte den Zeugen zu der An- bei der Vornahme mit und halte die Lustbarkeit ficht zu bewegen, daß er sich geirrt haben kann. mit ab. Der Vorderrichter müsse nunmehr feststellen, Der Staatsanwalt wies darauf hin, daß die Aussage des legten ob es sich um eine öffentliche Tangluftbarkeit handelte, Der Bezugspreis beträgt 10 Bf. Beugen ausschlaggebend gewesen sei. Es gehe daraus her- und wenn, ob der Wirt bezüglich des Nichteinholens einer polizeivor, daß die Geschichte von dem Diebstahl, den der oft- lichen Erlaubnis feinerseits alles gethan habe, ein eignes Verschulden im Hotel Bristol begangen haben gänzlich auszuschließen. Die Verordnung über die äußere Heilig sollte, ein Phantaflegebilde der Angeklagten sei. Sie sei fowohl ber haltung der Sonn- und Feiertage scheide aus, weil mit dem Unterschlagung wie des Diebstahls überführt. Der Staatsanwalt Tanz erst nach 12 Uhr nachts begonnen sei und die folgenden ersten beantragte gegen sie eine Gefängnisstrafe von neun Monaten und Morgenstunden nicht mehr dem ersten Feiertage zuzurechnen wären. drei Wochen. genannte Der Verteidiger, Rechtsanwalt Lewinski, führte diejenigen Punkte an, welche Zweifel an der Schuld erwecken konnten. mehrere ober Versammlungen. ant Wetter. Prognose für Donnerstag, den 22. August 1901. Trocken und vorwiegend heiter, ein wenig wärmer bei mäßigen nordöftlichen Winden. Berliner Wetterbureau. #maturelle von Berlin am 20. August 1901 Marktpreise nach Ermittlungen bez( st. Bolizeipräsiding. Welzen, gut D.Bir.-mittel gering † öggen, gut * Gersle, gut mittel gering Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch 9-151,70 1,20 Kalbfleisch 160 も Hammelfleisch " 1,30 1, " " 14,15 1,60 " 1,20 1,10 gering 1,60 1,10 " 16, 15, Butter 2,60 2, 14,90 13,90 Gier CO fit 4,- 2,40 13,80 12,90 mittel 16,20 15,50 15,40 14,80 Karpfen Male 1 kg 2,40 2, 2,80 1,40 n Bander 2,80 " 1,40 gering 14,70 14,10 Hechte " 2,40 1,20 Michistroh Beu Erbsen 7,32 7, Barsche " 1,80 0,80 7,80 5,60 40,- 25, Bleie 45, 25, Schleie 2,40 1,20 65, 35 Strebje per Shot 18 1,40 0,80 2,50 30, Produktenmarkt vom 21. Auguft. Auch heute verkehrte der Getreide bertiga am 15. Geptember, vormittags 9 Uhr, eine Urania- rentablen Preisen. verweigern. Unter andrem machte der Vorsitzende darauf auf- gesamten Auslandsbörsen und reichlichem amerikanischen Vorstellung stattfindet, für die Eintrittskarten beim Vorstand und den Bezirksführern zu haben sind. Das Urteil lautete auf Schuldig in beiden Fällen bei Bestrafung Wahlberein für den vierten Reichstage Wahlkreis von insgesamt 4 Monaten 14 Tagen Gefängnis, wovon 3 Monate( Südost). In der Versammlung, die am Dienstag in Graumanns durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt zu erachten seien. Saal abgehalten wurde, hielt Dr. Ratkowsky einen beifällig auf Die Serie der Strafprozesse, welche gegen diebische Personen genommenen Bortrag über die Bevölkerungszunahme und ihre in den königlichen Fabriken in Spandau anhängig gemacht wirtschaftliche Bedeutung. Bei der darauf folgenden Erörterung worden find, wurde heute durch eine Verhandlung vor der ersten von Vereinsangelegenheiten ersuchte der Vorsitzende die Mit Safer, gut an der Sammlung von Unterschriften auf Ferien- Straffammer am Landgericht II eröffnet, die sich gegen den glieder, sich bie Petition gegen den Brotwucher rege zu beteiligen und Arbeiter August Mülle aus Spandau richtete, der wegen einfachen sich dieserhalb dieserhalb Diebstahls angeklagt war. Ihm standen die Fuhrmann Brozint- Anschluß hieran teilten mehrere Genoffen ihre Erfahrungen mit, die Gröfen die Bezirksführer zu wenden. Jm Ichen Gheleute wegen Hehlerei zur Seite. Mülke in Löniglichen Munitionsfabrit Seitent beitete der sie beim Sammeln von Unterschriften gemacht haben. Aus den nahnt täglich Taschen bon Messinghülsen mit Darlegungen ging hervor, daß die Petition im allgemeinen bereit- ifebohnen nach Hause, wie sie zur Anfertigung von Patronen gebraucht werden. willigst unterzeichnet wird, und zwar auch von Leuten, die nicht zu †) Ab Bahn.*) Frei Wagen und ab Bahn. Dieses Metall brachte er zu dem Fuhrmann Brozint, dessen unsrer Partei gehören. Andrerfeits begegnen die Sammler aber Ehefrau einen Produktenhandel betreibt. Diese faufte das gestohlene auch Einzelnen, die aus Unkenntnis der Sachlage ihre Unterschrift markt in schwacher Tendenz infolge recht schwacher Preismeldungen von den Gut und ließ es durch ihren Ehemann zu einem Großhändler in Berlin befördern. Als man dem Diebe auf die Spur kam und bei Brozint eine Haussuchung vorgenommen wurde, fand man unter einem Haufen Kartoffeln verstedt 50 Kilo der gestohlenen Messinghülfen und 150 Kilo fand man im Abort versenkt, während 71 Kilo Lichtenberg. Der socialdemokratische Wahlverein hielt am bereits fortgeschafft waren. Die Angeklagten waren geständig und 20. d. M. eine Versammlung ab, in welcher Reichstags- Abgeordneter wurden daher milde bestraft, nämlich Mülle mit zwei Monaten, Rosenow einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über:" Die die Eheleute Brozint mit je einer Woche Gefängnis. gegenwärtige politische und wirtschaftliche Lage" hielt. Als Derail, Gummer, Lenz, Wulff, Welt und Kreistonferenz wurden gewählt: Liesegang, Treue. Ein Antrag, den Fall Wedemeyer noch einmal zu behandeln, wurde mit großer Majorität abgelehnt. Mit der Bekannt gabe des Vertrauensmannes, daß am Sonntag, den 25. d. M., die Lassalle- Feier im Konkordia- Garten", Landsberger Chauffee 1, abgehalten wird, wurde die Versammlung geschlossen. „ Es werde Licht!" Verein zur Unterhaltung und Belehrung. Heute ( Donnerstag), 9 Uhr abends bei Fischer, Waldstr. 8: Tagesordnung: 1. Uebung. 2. Diskussion über Karl Mary Defonomische Bersammlung, Lehren". 3. Verschiedenes. Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. Verband deutscher Barbiere, Friseure 2c.( Zweigverein Berlin.) Donnerstag, den 22. 6. M., abends 10 Uhr, bei Bauer, Rosenthalerstr. 57, Versammlung. Gäste willkommen. " Es kamen verschiedentliche Abschlienangebot zu zu und 1,50 bis 2 Mart veranlaßten. Roggen war 0,75 bis 1 Mart billiger zu veranlaßten Lieferungsabgaben, welche einen Rückgang der Weizenpreise um haben; man rechnet mit einem bedeutenden Import aus Südrußland. Der gestern veröffentlichte Saatenstandsbericht für Preußen, auf deſſen troftloſe Ginzelheiten man gefaßt war, blieb den vorhandenen preisdrückenden Momenten gegenüber ohne Einfluß auf die Marktlage. Auch Mehl war nominell schwächer bei minimalen Umfäßen. Hafer und Mais waren zu billigerent Preise zu haben. Rüböl blieb gänzlich ohne Geschäft. 017 Spiritus ohne Notiz. nicht aus: Bullen: Städtischer Schlachtvichmarkt. Berlin, 21. August 1901. Amts licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 592 Rinder, 2300 Kälber, 2243 chafe, 10 055 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Bfund in f.): Edhien: a) ab- fee, vollfleischige, ausgemästete, höchsten wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige Schlachtgemästete und ältere ausgemästete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00. und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 45-50. a) vollfleischige höchfien Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere Färfen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färfen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) vollfleischige, ausgemäßtete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 00-00; c) aliere ausgemästete Kühe und wenig gut entwidelte jüngere Rühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färfen 44-48; e) geving genährte Kühe und Färsen 37-42. Kälber: a) feinste Mastfälber( Bollmilchmast) und beste Sangkälber 60-70, b) mittlere Mastund gute Saugfälber 60-64, c) geringe Saugfälber 56-58, d) ältere, gering hammel 65-68, b) ältere Masthammel 60-64, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merzschafe) 56-58, d) Holsteiner Niederungscafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige, der feineren Kaffen schwer, 69, beren Strenzungen im Alter bis zu 11 Jahren 220-280 Bfurb Saftbarkeit des Gastwirts bei mietsweiser Hergabe feines Saals zu einer Tanzluftbarkeit. Wegen Bergehens gegen die pommeriche Verfrommungsverordnung und gegen die Polizeiverordnung, wonach öffentliche Tanzluftbarkeiten einer vorherigen polizeilichen Erlaubnis bedürfen, war der Gastwirt Ba ß angeklagt worden, weil ein Turnverein am ersten Weihnachtstage 1900 in feinem Saal ein Vergnügen mit nachfolgendem Tanz abgehalten hatte. Die Anklagebehörde sah das Vergnügen wegen bestimmter That fachen als ein öffentliches an. B. wurde in zweiter Instanz mit folgender Begründung freigesprochen: Es könne dahingestellt bleiben, ob die Luftbarkeit eine öffentliche gewesen und ob sie geeignet gewefen fei, die äußere Heilighaltung des ersten Weihnachtsfeiertags zu stören. Denn der Gastwirt B. Habe den Saal an den Bredower Turnverein vermietet gehabt, und nicht er, sondern der Turnverein sei der Veranstalter des Vergnügens gewesen. Der Veranstalter sei der, der die Vorbereitungen treffe, die Einladungen Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: genährte( Freffer) 00-00. Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mastergehen laffe 2c., im vorliegenden Falle also der Turn- tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. verein. Wenn hier überhaupt eine strafbare Handlung begangen Pestalozzi. Mosaisch. worden sei, dann treffe auf teinen Fall den an Sonnenbad. Eintrittspreis 50 Pf., von 5 Uhr ab 30 Pf. Monats: geklagten Gastwirt eine Verantwortung.e Auf die Ne- farte 5 M. bision der Staatsanwaltschaft hob das Kammergericht Drew3. Wenn Sie den„ B." lesen, dann hätten Sie auch bereits die Vorentscheidung auf und verwies die Sache zu nochmaliger gefunden, daß wir diese Gerüchte dementiert haben. Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht zurück. R. 93. Der jegige Minifier des Innern ist Freiherr v. Hammerstein. mit 20 Broz. Tara. Be A. H., Schulzendorferstr. 91. Sie sind im Recht. Der Vorwärts" gründend wurde ausgeführt: Das Landgericht habe den Begriff der nimmt feine Heiratsannoncen auf. Beranstaltung" einer Tanzluftbarkeit verkannt. Wenn der Gastwirt eine Luftbarkeit in seinen Räumen dulde, dann helfe er Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. insti Theater. Donnerstag, ben 22. August. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschloffen. Neues Opern Theater( Kroll). Im Trianon Theater:" Lebende Lieber". Anfang 8 Uhr. Jm ni Garten: Täglich großes Ronzert. Schiller.( Morwitz- Oper.) Oberon, der Elfen. König Anfang 72 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 72 Uhr. SI NO Berliner. Der Prophet. Anfang I 8 Uhr. Befchloffen. Leffing. Residenz. Geschlossen. Nenes. Geschlossen. Westen." Theater Charivari"( Se ceffions Brettl). Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Carl Weik. Talolo. Anfang 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Zigeunerbaron. 8 Uhr. Anfang Im Part: Großes Doppelkonzert und Specialitäten. Belle Alliance. Der Vetter. An fang 8 Uhr. Grobes Garter Im Garten: Großes Gartenkonzert und Lustiges Brettl". Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Paffage Theater. Damen- Ring tämpfe. Specialitäten- Borstellung. Bassage Panoptikum. Speciali täten- Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Apollo- Theater Robert Steidl als Wolzogen II, Ueberbretti- Parodie 10 hervorragende Specialitäten. Ferner: FrauLuna mit dem Luftballett„ ,, Grigolatis". Konzert 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. | Briefkasten der Redaktion. 2 Wettende, Alt.-M. 46. Im Jahre 1893 wurde in Waldenburg der Socialdemokrat Möller gewählt. Schiller Theater Urania ( Wallner Theater, Morwit- Oper. Letzte Opernwoche! Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Donnerstagabend 7% Uhr Aus dem Tagebuch der Erde. Bum letztenmale: Oberon, König der Elfen. Große romantische Feen- Oper in 3 Atten von Carl Maria von Weber. Freitagabend 7/2 Uhr: Vorletztes Gastspiel Heinrich Bötel. Bum letztenmale: Martha, ober: Der Markt zu Richmond. Sonnabendabend 72 Uhr: Leyte klassisch- populäre Vorstellung bei halben Preisen: Die Zauberflöte. Letzte Sonntagsvorstellung, nachm. 3 Uhr, bei halben Preisen: Der Barbier von Sevilla. Abends 72 Uhr: Letztes Gastspiel Heinrich Bötel. Der Troubadour. Carl Weiss- Theater Große Frankfurterstr. 132. Dirett.: B.Zimmermann& O. Schramm. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Castans Panopticum. Nen! Friedrichstr. 165. Neu! New! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der Clou" der Pariser WeltAusstellung. Zoologischer Garten Heute: Grosses Doppel- Konzert. Anfang 5 Uhr nachmittags. Entree I Mark. b) schwere, 280 Pfund und darüber( Stäfer) 00-00; c) fleischige 56-58; d) gering entwidette 53-55; e) Sauen 53-55. Für 100 Pfund Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben ungefähr 350 Stück unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich langsam. Bei den Schafen fand fast ein Drittel des Auftriebs Absatz. Der Schweinemarkt verlief ruhig und schloß ganz langsam, wird aber voraussichtlich geräumt. Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr mit ganz neuer Ausstattung ankostümen, Deforationen und Requisiten bei ermäßigten Breisen zum 724. Mal: Die Geisha. Operette in 3 Aftert v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Von abends 6 Uhr ab 50 P, W. Noacks Theater. Kinder die Hälfte. Metropol- Theater. Heute und morgen wegen Vorbereitung geschlossen. Sonnabend, 24. August 1901: Zum erstenmale: Vorstellungen: 12Uhr mittags, Schön 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Prater- Theater war's Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Judit doch! Grosse Berliner Ausstattungspiel- Ensemble. Auf fremder Erde. posse mit Gesang, und Tanz in Talolo Schwant in 3 Atten von Ad. Kurth und Victor Laverrenz. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Garten: Benefiz für Richard Antonius. Gr. Damen- Ningkampf mit dem weiblichen Herkules Betty aars. Specialitäten, Theater. 5 Uhr. Boranzeige! Sonntag, den 1. September: Eröffnung der WinterSatson unter Direktion Earl Weiß. Auftreten d. vollständig neuengagierten 1. Ausstattungsstück mit Gefang u. Tanz in 4 Bildern von Hugo Schulz. Auftreten der Excentric- Chansonnette des Hedwig Döring, Grotesque Somiters Paul Coradini, der Frères Douseck, Gigerl Afrobaten. Karleys, Musikalische Komödianten. Mr. Bartlings lebende Photographien. The Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Pf. Numerierter Platz 50 Pf. Kalbo. Bildern mit freier Benutzung von O, diese Berliner" Julius" Freund. Musik von Victor Holländer. von Emil Thomas als Gast. Joseph Josephy a. D. Eintritt 30 B. Henry Bender- Georg Kaiser Elise de Veré a. D. Brunnenstraße 16. Täglich Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Die schöne Galathee. Operette in 1 ft von P. Henrion. Musit von Franz von Suppé. m Saale: Tanzkränzchen. Allen Freunden und Bekannten di traurige Mitteilung, daß meine lieb Frau Hedwig Schurig geb. Granzin amt 20. Auguft nach langem Leiden sanft entfchlafen ist. 106 Die Beerdigung findet am 23. August, nachm. 5% Uhr, von der Leichenhalle der Heilig Kreuz- Gemeinde in Mariendorf aus statt. Der trauernde Gatte Otto Schurig nebst Kind und Verwandten. Central- Kranken- und Sterbekasse der deutschen * Wagenbauer. Filiale Gesundbrunnen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 20. August unser Mitglied Friedrich Elge verstorben ist. Sanssouci 4 ur auf dem neuen Bauls- Kirchhof Im Garten: Täglich: Hoffmanns Nordd. Sänger Donnerstag, Conntag u. Konzert. Montag: Tanzkränzchen. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. Hermann Imbs. Täglich: Großes Konzert, Theater- u. Berliner Rangen. Schweizergarten Frid Frid- Fritzi Georgette Excialitäten- Soricdung. Reichshallen. Heute, sowie täglich: Am Königsthor. Am Friedrichshain Täglich: Stettiner Sänger Theater. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Alkazar- Theater. Direktion: Paul Stahn. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage) Annenstr. 42/43. Sonnabend, den 24. August: Grosse Eröffnungs- Vorstellung. Ball. Neue Specialitäten. Feben Abend 10 Uhr: Im 5. Bild: Gastspiel der berühmten australischen Tänzerin !!! Saharet!!! Vorverkauf von heute ab. Rauchen überall gestattet. Rautabak- Fabrik- Lager von Möbelstoffe! Gelegenheitsfauf: Hugo Karl Hagenbruch auch Refte att fetten billig! Berliner Leben. Mühlhausen in Thür, bei Aug. Mocquett- Plüsche 5,5M. Kleinert, Berlin SW., Grok Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. beerenftr. 39. Fernfpr. VIa 10 560. Muster bei näher. Angabe franco. per Meter( 130 Centimeter breit). Bertreter für Berlin und Vororte.* Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 16492* Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfefte. Jeden Donnerstag: Elite: Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. Oranienste. 158. Beerdigung am Freitagnachmittag in Plötzensee. 76 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Verband der in Gemeindebetrieben besch. Arbeiter u. Unterangestellten. Am 19. August verschied nach langen, schwerem Leiden unfer Sollege, Mitglied des Hauptvorstandes Баир Eduard David. Mitten in der Blüte der Jahre stehend, ist er, eins unsrer tüchtigsten Mitglieder, unsern Reihen entrissen worden. Alle, die ihn fannten, werden dem Verstor benen ein bleibendes, ehrendes Angedenken bewahren. Die Beerdigung findet am 22. d. M., nachm. 5 Uhr, vom Trauerhause, Neu- Hohen- Schönhausen, Kosteftr. 9, aus statt. Um zahlr. Beteiligung bittet Der Verbandsvorstand. Saal mit Theaterbühne, auch Vereinszimmer Lichtenbergerstraße 21. Puhlmanns Vaudeville- Theater Schönhauser- Allee 148. Täglich: Große Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Nur Kräfte ersten Ranges. Großer Großer Bacherfolg! Lacherfolg! Wir Emil Lefèvre, Berlin S.. Alle Wanzen brauchen keine Männer mehr. sterben sofort nebst Brut durch meinen Wanzentod. Fl. 0,50 u. 1 M. Schwaben, Russen, Flöhe tc. werden durch mein Pulver vollständig vernichtet. Schtl. 30 Pf.. 60 ẞf., 1. 1000 Mark Belohnung zahle demjenigen, der mir einen Nichterfolg nachweist. Zahlreiche Anerkenn: ungen. Nur allein echt bei 18492* Hugo Droguerie, Große Ausstattungspoffe in 2 Aften von Clefeld. Wochentags 5 Uhr. Anfang: Sonntags 4 Uhr. F. Lehmann, Direttor. Herren- Anzüge, Paletots n. Maß, eleg. Ausführung, auch fertige Garderobe am Lager, liefert Landsbergerstr. 13 prt. Brunnenſtr. 18, Ede Beteranenste. J.Kurzberg, renzahlung gestattet. 6 Partei- Versammlungen Zimmerer. Ang finden für Berlin am Donnerstag, den 22. Auguft, abends 8% Uhr, in folgenden Lokalen statt: I. Kreis: Arminhallen, Rommandantenstraße 20. II. " V. VI. " " " Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Möhring, Admiralstraße 18c. Urania, Wrangelstraße 10-11. Altes Schützenhaus, Linienstraße 5. Kösliner Hof, Köslinerstraße 8. Tages Ordnung: 1. Die Brandenburger Konferenz. 2. Wahl von Delegierten zu derselben. 3. Der bevorstehende Parteitag in Lübeck. 4. Anträge. 5. Wahl der Delegierten. Um zahlreichen Besuch ersuchen Die Vertrauenslente. [ 209/ 5* Achtung! Bauanschläger. Münliche Bähne Freitag, 23. August, vormittags 9 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Unser Streit. 2. Verschiedenes. 34/9 Der Einberufer. ohne Wurzel Entfernung! Garantiert schmerzlos! Zahn- u. WurzelOperat., Plomben etc. Langjährige Garantie. Teilzahlung Woche I Mark. Das Bureau der Lohnkommiſſion befindet sich Andreasstr. 26 Bruno Steffens, Neanderst. 21 bei Wilke. Neue freie Volksbühne. Die erste Vereins Vorstellung in diesem Vereinsjahr findet am Sonntag, den 15. September, im Belle Alliance- Theater statt. Die Mitglieder wollen ihre Karten bis zum 1. September in den bekannten Zahlstellen umtauschen. Diejenigen Mitglieder, welche die Mitteilung für August nicht erhalten haben, werden um Angabe ihrer genauen Adresse ersucht. Letzte Opern- Vorstellung: Sonntag, den 25. August: Der Barbier von Sevilla. Komische Oper von G. A. Rossini. Karten für Mitglieder a 90 Pf., für Gäste a 1 M.( inkl. Garderobe) find in nachstehenden Zahlstellen sowie beim Kassierer zu haben: E. Knapp, Grünthalerstr. 5. E. Schmidt, Tresckowstr. 22. Ad. Löhr, Aderstraße 38, II. Becker, Gozkowstystraße 9. J. Pech, Mödernstraße 120. H. Bobsien, Kommandantenstraße 62. Th. Stampehl, Mariannenstraße 26. H. Köhn, Naunynſtr. 83. H. Kaufhold, Wrangelstr. 52. P. Gees, Rüdersdorferstr. 18. 150/15 J. A.: H. Neft, Kassierer, Georgenkirchstr. 47, I. Neue Welt. Hasenheide. Sonnabend, den 24. Auguft: Grosses Sommerfest 199/12 arrangiert vom Tischlerverein und vom Gesangverein Lorbeerkranz. Konzert, Gesang und Specialitäten- Vorstellung. Marionetten Theater. Im Champêtre: Grosser Ball. Eröffnung der Kaffeeküche 2 Uhr. Zu regem Besuch ladet ein Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Das Komitee. Billets find bei allen Vorstandsmitgliedern zu haben. Berufs- Bekleidung und Wäsche- Fabrik 19092*] D. Wurzel& Co. Ecke * Anker- Briketts* 必 sind zu haben bei Friedr. Daniel& Co., Berlin W. 8, Leipzigerstr. 29.* Prüfen Sie bitte: Achtung! Achtung! Sonnabend, den 24. August, in der Brauerei Friedrichshain Gr. ( am Königsthor): Sommernachts- Ball zur Feier des 8. Stiftungs- Festes des Vereins der Zimmerer Berlins und Umgegend. Die Musik wird ausgeführt von Civil- Berufsmusikern der Freien Vereinigung unter Leitung des Musikdirektors Herrn G. Raabe. [ 36 Auftreten des so beliebten Berliner Ulk- Trio mit seinen humoristischen Gesangs- Terzetts der Neuzeit. Große Ueberraschung für Kinder. Große Bilder- Verlosung. >>>> Feftrede e e gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Genossen E. Rosenow. Anfang abends 8 Uhr. Um 1 Uhr: Kaffeepause. Billets mit Programm: Damen 30 Pfg., Herren 50 Pfg. inkl. Tanz. Kinder unter 14 Jahren frei. Billets find in sämtlichen Zahlstellen des Vereins, sowie bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: A. Höhle, Insterburgerstr. 4; G. Klikow, Putbuserstr. 46; F. Fechner, Prinz Eugenstraße 18; H. Vollrath, Ramlerstr. 9; W. Bensch, Dunderstr. 86; J. Duustus, Die Arbeiter Samariter Pantstraße 5b.. Freunde und Gönner find willkommen. Das Komitee. J. A.: A. Höhle. Kolonne ist im Festlokal stationiert. Anker Anker Brikets die besten der Gegenwart! Lassalle- Feier Lichtenberg. Sonntag, den 25. August, nachmittags 4 Uhr, im Konkordia- Garten am Wasserwerk, Landsberger Chaussee 1: Konzert- Ball- Kinderbelustigung. Kaffeeküche. Kegelbahn. Kinder- Fackelpolonaise. Entree 15 Pf. Kinder frei. Stocklaterne gratis. Um zahlreichen Besuch bittet Vorzeiger Dieses hat 4 M. Ermäßigung bei Bestellung v. 20 M. an, unt. 20 nur 2 M. Um Mißtranen zu vermeiden, erst bei Abholung vorzeigen! Schönheit der Zähne ist eine Zierde. Max Guckel, Lausitzer 2, No. Zahn- Atelier. Bestrenom. und wohlbekannt. Künstl. 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Den Knebelrevers( Versagung des Rechts auf Koalitionsfreiheit) verlangen folgende Nordhäuser Kantabakfirmen: C. A. Kneiff, G. Reddersen, H. A. Hanewacker, Berlin& Bona, H.& R. Wittig, Rothhard& Comp., F. C. Lerche, Salfeld& Stein. Wir ersuchen, den Tabak obiger Firmen so lange zu meiden, bis die Juhaber das Koalitionsrecht ihrer Arbeiter anerkannt haben. Jedes Pfennig. Die Kommission der Tabakarbeiter. 5 Kleine Anzeigen. Wort: Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Restaurant, sieben Jahre bestehend, +35 berkauft Fruchtstraße 61. Gartenlokal, Sommer: und 29936* Gardinenhaus Große Frankfurter: straße 9, parterre. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, tn der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. [ 189/8 Bücheraukauf zu höchsten Preisen. Freundliche Schlafstelle für zivet * Herren bei Heinrich, Elisabeth- Ufer 20. 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