Nr. 43. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband. Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Pretstifte für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Snsertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs: Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fern spred- Anschluk: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Ein Pyrrhus- Sieg. Sonnabend, den 20. Februar 1892. Der Mißerfolg des Herrn Miquel auf dem Gebiete des Anleihewesens wird von Tag zu Tag offenkundiger. Zwar hat die Regierung diesmal noch ihr Geld er halten. Aber unter welchen Bedingungen und Umständen! Angesichts des fläglichen Ergebnisses, wie es soeben in den amtlichen Butheilungsangaben bekannt wird, muß selbst der hartgesoitenste Anhänger des Militarismus siußig werden und sich die Frage vorlegen:" Ist der Pyrrhus- Sieg mit der selbstmörderischen Verwüstung des Staatskredits nicht zu theuer bezahlt?" Wie viel solcher Siege noch kann das Land ertragen, ohne Schiffbruch zu leiden? Das sind brennende Fragen Angesichts der jämmerlichen Beichnungsresultate, welche in ihrem schroffen Gegensatz zu den bisherigen Waschzettelnotizen" der heuchlerischen Geldsackpresse geradezu verblüffend wirken. Erstaunt muß man sich fragen, wo die Presse den Muth hergenommen hat, von echten, unverfälschten, wahrhaftigen Zeichnungen zu Anlagezwecken zu reden, wenn die Finanzverwaltung sämmtliche Zeichnungen auf preußische Konsols bis 6500 M. voll berücksichtigt und auf größere Beichnungen 333 bis 40 pCt. noch zutheilt. Um diese schmähliche Niederlage zu verstehen, muß man nämlich wissen, in welcher Weise die Zeichnungen diesmal zusammengeschweißt wurden. Expedition: Beuth- Straße 3. zutheilen muß, nachdem man das Reichs- Versicherungsamt gezwungen hat, fast ein Viertel des ganzen aufgelegten Be trages zu nehmen,( 80 Millionen soll das Amt gezeichnet haben) so sieht das einer Niederlage so ähnlich wie ein Ei dem andern. Staatspapiere ausgeübt werden muß, den die Staatsregierung achten zu lernen schon reichlich Gelegenheit gehabt hat. Der Druck nämlich des unklassirten Materials aus früheren Emissionen her war es bisher hauptsächlich, welcher zur Verminderung des Staatskredits des Reiches und Preußens geführt hat, und der jede Aussicht auf ein, wenn auch nur Elend geflunkert aber haben die Zeitungen, als sie in zeitweiliges Anziehen der Kurse von Staatspapieren zuletzt die Welt posaunten, diesmal habe die Anleihe eine dreischwinden lassen mußte. So ungern nach den bisherigen malige Ueberzeichnung erfahren, und nur echte„ Rentiers Erfahrungen die Regierung auch diese Scheinzeichnungen zeichnungen" feien es gewesen, welche hierbei in Betracht berücksichtigt haben mochte, so blieb ihr bei den mangel- fämen. Die Zukunft wird es ja lehren, was für Rentiers haften Anmeldungen aus Kapitalistenkreisen doch nichts es waren, welche die 6500 M.- Boften zeichneten. anderes übrig, als auch auf größere( d. h. rein spekulative) Die Saat, die Miquel und sein Borgänger ausstreuten, Zeichnungen noch 332 bis 40 pCt. für Konsols, und ca. sie beginnt jetzt zu reifen. Nach dem Pyrrhussieg im legten 15 pCt. für Reichs- Anleihe, zuzutheilen. Anleihe- Feldzug fann es nicht zweifelhaft mehr sein, daß Deutschland in die Reihe jener Staaten eingetreten ist, deren Finanzminister über den Kurszettel zu stolpern pflegen. Die alte Welt verzehrt sich in Heereskosten, welche auch von reichen Völkern nicht lange mehr getragen werden fönnen. Schon zeigen die Finanzen der Mehrzahl der Kulturvölker den Todeszug im Gesicht. Geht das Schuldenmachen noch einige Jahre so fort, dann wird der innere Berfall der Staaten nicht mehr länger aufzuhalten sein. Das möge Herr Miquel bedenken. Damit aber hat sie einen weiteren Schritt auf der abschüssigen Bahn gethan und dem Staatskredit wieder einen argen Stoß versett. Denn es werden Jahre ungestörten Friedens nöthig sein, um das schwimmende" Material zu plaziren. Und Herr Miquel, wird er Jahre warten tönnen, ehe er zu neuen Schuldaufnahmen schreitet? Ist doch schon wieder eine preußische Eisenbahn- Anleihe in Sicht! Wie lange noch wird er so fortwursteln können? Es scheint fast, als wenn Herrn Miquel die ganze Größe der Niederlage auch zur Erkenntniß gekommen sei, denn durch Vermittelung des Herrn von Bötticher hat er Bei einem Theile der als Zeichnungsstellen fungirenden dieser Tage an das Reichs- Versicherungsamt folgende charat Politische Uebersicht. Banfanstalten waren die Anmeldungen aus den Kreisen des Publikums so beschämend gering, daß sie sich genöthigt sahen, ihres eigenen Ansehens wegen zu den echten Miniaturzahlen noch viele erdichtete Millionen hinzuzufügen. Denn eine Bant verträgt lieber einige Tausend Mark Verluft, als daß sie sich die Blöße giebt, hinter einem Konkur renten zurückgestanden zu haben, da die große Masse des Publikums von dem Umfange der Zeichnungen auf die Bedeutung der Kundschaft des betreffenden Institutes schließt. Daß gerade diesmal noch mehr als schon bei früheren Substriptionen nach einem vorher genau verabredeten modus operandi gehandelt worden ist, das ergiebt sich für den, der es nicht gerade aus unmittelbarer Wahrnehmung weiß, auch aus dem äußerlichen Umstande, daß die Banken in fast logarithmisch genauer Ausrechnung pro rata ihres Aftientapitals ihre Zeichnungsanmeldungen bewirkten. merkwürdige Harmonie läßt einen unfehlbaren Schluß auf vorher stattgehabte Berabredungen untereinander zu. Diese Wie groß die seitens der Banken aus Eigenem hinzugefügten Summen sind, entzieht sich der ziffernmäßigen An gabe. Klein aber fönnen sie nicht gewesen sein, denn aus ber Butheilung geht klar hervor, daß der Regierung selber etwas bange geworden ist vor den fingirten Millionen der Talmi- Patrioten. teristische Verfügung erlassen: W Berlin, den 19. Februar. Der föniglich preußische Herr Finanzminister hat im Ein Triumph der Sozialdemokratie. Die Interesse der Hebung des Reichs- und StaatsFredits den Wunsch ausgesprochen, daß den Berufsgenossen- fortschrittliche Weser Zeitung" vom 17. d. Mts. fagt schaften und Versicherungsanstalten eine Anregung gegeben in einem Leitartikel über die Militärdebatte im Reichstag: werden möge, ihre Bestände in ausgedehnterer Weise als bisher in Reichs und Staatspapieren anzulegen. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß nach den gegenwärtigen Kursverhält niffen der Zeitpunkt zum Erwerbe der gedachten Papiere, namentlich der dreiprozentigen Konsols, günstig sei. Im Einverständniß mit dem Herrn Finanzminister halte ich es für angezeigt, daß die gewünschte Anregung den Vorständen der Berufsgenossenschaften und Versicherungsanstalten gegeben werde. Demgemäß ersuche ich das Reichs- Versicherungsamt ergebenst, den Vorständen der ausschließlich preußisches Gebiet umfassenden Versicherungsanstalten und Berufsgenossenschaften der landwirthschaftlichen, soweit sie einen Reservefonds an sammeln den Erwerb von dreiprozentigen Konsols des Reichs und Preußens nahe zu legen." Die anderen von dort reffortirenden Berufsgenossenschaften und Versicherungsanstalten wolle das Reichs- Versicherungsamt, ohne Bezugnahme auf die preußischen Konsols, auf die Anlegung der Gelder in Reichsanleihen oder in inländischen Staatspapieren hinweisen. Der gefälligen Mittheilung der hiernach zu erlassenden Schreiben fehe ich ergebenst entgegen." Und diese Hilfe scheint den Staatsfinanzen auch sehr Die Regierung weiß so gut wie wir, daß diese Leute von Nöthen. Denn das Fiasko der jüngsten Anleihe- Emission die ihnen wider Willen an den Hals gehängten Papiere ist nachgerade so augenscheinlich geworden, daß es durch kein bei der ersten besten Gelegenheit wieder versilbern werden, Bertuschungssystem mehr verdeckt werden kann. und daß dadurch ein beständiger Druck auf die Kurse der Feuilleton. Nachdrud verboten.) [ 43 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Wenn man auf Zeichnungen bis 6500 m. 100 pct. eine Ausgabe von 3 Groschen vervollständigt. Hier sind die 3 Groschen; und nun will ich mir vor allen Dingen meine lange Pfeife stopfen." Der Philosoph ging darauf in das MeditationsBimmer", stopfte fich eine Pfeife in höchster Seelenruhe, zündete sich dieselbe im„ Konversations- Salon" an und fuhr dann weiter fort: An einer Stelle seiner ersten Montagsrede meinte Herr von Caprivi, die eifrigere Behandlung dieser Angelegenheit durch die Nationalliberalen nüße den Sozialdemokraten; diese würden ernten, wo jene gepflügt hätten. Wir glauben, die Sache liegt ziemlich umgekehrt. Unstreitig hat die Sozial demokratie dadurch, daß ihr Blatt den geheimen Erlaß des Prinzen Georg von Sachsen veröffentlichen fonnte, einen Triumph errungen. Mit spezifischer Sozialdemokratie hat dieser Triumph nichts zu thun; jeder anderen Partei wäre die Veröffentlichung in demselben Maße zu Gute gekommen, denn der Erlaß berührt nicht im allergeringsten die privatrechtliche oder sozialistische Organisation der Gesellschaft. Der Sozialdemokratie ist der Erlaß zugegangen ( vermuthlich von unbekannter Seite) als derjenigen Partei, die am rücksichtslofesten gegen solche Schäden wie die Soldatenmißhandlungen vorgeht. Sie hat ihn veröffentlicht und den ersten Anzweiflungen gegenüber die Echtheit fiegreich behauptet; ihr Redner Bebel hat im Reichstage dieselbe Sache mit unbestreit barem Geschick weiter verfochten. Und diese Sache ist ganz erstaunlich populär. Millionen von Familien werden durch sie bewegt, in allen Boltsschichten sigen die Männer, die denen Dant wissen, welche die schweren Uebelstände in solcher Weise an die große den einen Tag in stolzer Verachtung aller Erdengenüsse sagen und es durch den Zustand seines Geldbeutels begründet fühlen: Heute trintst Du feinen Kaffee; er wird aber in Erinnerung an seine glanzvolle Stellung als zweiter Tenorist am Hoftheater zu Sondershausen auch hier und da für angemessen finden, einen splendiden Hotels taffee zu genießen. Hier also sind der Mildthätigkeit keine „ Sie, Herr Schuhmachermeister Draht, würden sich Schranken gesetzt, die Waage schwankt zwischen nichts und aus einer Mischung von wenig Kaffee und viel Bichorie 6 Groschen; legen wir also das Medium 3 Groschen nieder, einen Trank bereiten lassen, der, inklusive Feuerung und da Ihnen inzwischen wirklich ein Leben aufgegangen, Aber so etwas Hohes und Gewaltiges ist die Freiheit, und dünner Milch, und dem Zucker, den Sie sparen, welches einige reichbekränzte Tage bieten kann, werde ich daß sie, selbst in den entstellenden Rauch des Liberalismus ein- 13 Pfennige für acht Personen kosten würde; fommt auf mir erlauben, Ihren Kaffee zu annektiren. Annektiren, süßes gehüllt, noch immer als etwas Hohes und Begehrenswerthes Sie, da Sie den Trank mit einer Frau und vielleicht sechs Wort! Ich nehme, was ich brauche und was mir von Nieerscheint, daß sie selbst den Armen und Elenden seinen mehr oder weniger ungezogenen Rangen theilen, die Summe mandem verwehrt werden kann." Bunger und seine Noth vergessen macht. Und damit hat die von zwei Pfennigen; hierzu ein Weißbrod für drei Pfennige, Bourgeoisie zu handeln und zu markten gewußt; geſtüßt was die Ausgabe auf fünf Pfennige steigert. Hier sind die ſophirt und wie weit er sich den Grenzen gefeßlich straffälliger auf die Massen, hat sie den Regierungen alten Regimes fünf Pfennige und ich werde mir erlauben, diese billigste Aeußerungen genaht hätte, wäre nicht seine Betrachtung ein Gut nach dem anderen zu entringen verstanden, hat sie Tasse zuerst zu trinken. gestört worden durch das Erscheinen der Magd, welche nicht " Sie, Herr Dr. Lange, kochen sich jedenfalls Ihren ohne Verwunderung eine Anzahl voller Tassen und als Und wer hat auf den Barrikaden gekämpft und geblutet? Kaffee auf der Maschine selbst; vier Pfennige für das Loth einzigen Gast beim Frühstück den Philosophen erblickte. Da Wissen Sie das, meine Herren? Das Bolt war es, die Ar- Kaffee, einen Pfennig für den Spiritus; Zucker und Milch fie aber mit dem Normalmenschen wenig zu verhandeln beiter sind es gewesen. Und was hat die Bourgeoisie, was zu nehmen sind Sie nicht gewöhnt, da Sie den reinen Ge- pflegte, der ihr zu hoch" sprach, so ging fie, ohne etwas zu haben die Liberalen dem Volfe dafür gegeben? Nichts, gar ichmack lieben; etwas zu essen verschmähen Sie, da Sie fagen, nach den hinteren Zimmern. nichts von dem, was er begehrte, wohl aber gelegentlich wissen, daß die Belastung des Magens mit irdischem Stoffe Aber schon in dem Spielzimmer" beschlich sie ein feltBlei in den Magen und Kugeln in den Kopf. die Schwingen des Geistes lähmt; Sie brauchen fünf Pfennige fames Gefühl, da sie die Betten Frank's und des Advokaten „ Fragt die Herren, ob sie Euch Euer erstes Recht, das für das Frühstück, so gut wie Herr Drath, nur trinken Streit gänzlich unberührt sah; das Meditations- Zimmer" allgemeine Wahlrecht, geben wollen; sie werden Euch sagen Sie dafür besseren Kaffee. Hier sind Ihre 5 Pfennige, und mit den beiden eingeriffenen Betten beruhigte sie in etwas. nein, sie haben es schon zu wiederholten Malen verweigert. nun erlauben Sie mit, daß ich Ihren Kaffee trinke... Wer weiß, wie lange der Philosoph noch so fort philoAls sie aber weder in der„ Esplanade" noch in den letzten Was hat der Arbeiter unter der Führung der Liberalen in Es tommt nunmehr die Reihe an Herrn Molinaro. Bimmern eine Spur von einem sonst noch anwesenden so vielen Kämpfen errungen? frage ich nochmals! Hat das Das ist ein interessantes Thema, ein schwieriger Fall; wer menschlichen Wesen sah, ließ sie vor Erstaunen Besen Ihnen das Frühstücksbrod ersetzt. Sie würden dazu eine fann sagen und behaupten, Herr Molinaro würde so oder und Schaufel sammt dem Sägespähnen Korb fallen und Bigarre rauchen, die Ihnen, zusammen mit den 22 Groschen, so viel für seinen Kaffee ausgeben? Er wird vielleicht starrte verblüfft die Wände an. Glode gebracht haben, daß sie nicht abge= 1 leugnet werden konnten. Wir bedauern, daß dieser große Erfolg der Sozialdemokratie augefallen ist; wir gönnen ihn ihr nicht; er ist viel zu gut für sie. Darin, daß die Sozialdemokratie in die Rolle des Anklägers gegen unbestreitbare Uebel eintreten tonnte, darin besteht ihr besteht ihr Erfolg. Nach Herrn von anerkennenswerthem Eifer ebenfalls einer Besserung der beflagten Zustände angenommen hat. Vielmehr hat ihre energischere Haltung in dieser wie in anderen Fragen ihre Popularität fühlbar gekräftigt. Dresden, 18. Februar. Die Kommission der zweiten Kammer, welche mit Prüfung der Giltigkeit von Liebknecht's Mandat zum fächsischen Landtage beauftragt war, hat die Ungiltigkeitserklärung beantragt. Das Direktorium der Kammer hat, der„ Voffischen Zeitung" zufolge, jedoch vorerst angefragt, ob Liebknecht freiwillig sein Mandat niederlegen wolle. Ob der erste Theil der Notiz richtig ist, wissen wir nicht. Der zweite Theil ist es nicht. Liebknecht ist keine derartige Anfrage zugegangen. Szapary mit Verlesung der Thronrede betraut werden. Dies ist eine Formalität und für die Politik belanglos, dagegen fönnen sich ernste politische Kreise der Erkenntniß nicht ver schließen, daß die harten Schicksalsschläge, von welchen der Monarch in den letzten Jahren betroffen wurde, eine tiefe Wirkung auf seine Person ausgeübt haben. Unter diesem Ge sichtspunkte ist die Gefahr, von welcher der Monarch jezt heimgesucht wird, ein politisches Ereigniß allerersten Ranges." Daß die Erkrankung der Erzherzogin Marie Valerie für die Betroffenen ein Familien- Ereigniß ersten Ranges ist, das leuchtet ein, daß sie aber ein„ politisches Ereigniß ersten Ranges" sein soll, das leuchtet uns nicht ein und ist das Geheimniß der Tante Boß. Caprivi hätte die Partei sich zu beglückwünschen, daß ihre Gegnerin, die nationalliberale Partei, sich ebenfalls so lebhaft der Schäden in der soldatischen Disziplin annähme. Ganz im Ein Warnungsruf. Wie wir es vorausgesagt, so Gegentheil: wenn andere Parteien das genügend gethan hätten, so würde nichts Besonderes dabei gewesen sein, daß auch die ist es gekommen, der Ideolog Göhre ist den frumben fozialdemokratische über Soldatenmißhandlungen klagte. Aber Rittern und Pfaffen ein Scheuel und Greuel, sie machen weil der Lauf der Dinge allmälig zu dem Glauben führte, Front gegen iht. Das amtliche Drgan der Konservativen, daß die rechte Energie nur bei den Sozialdemokraten zu die Konservative Korrespondenz" wendet sich mit schnauzen- Jm alten Kurs! Graf Limburg- Stirum erhält finden sei, so sind auch die verschiedenen Klagen und Beweis- wüchsiger Offenherzigkeit gegen einen Versuch Göhre's, mit Leidensgefährten. Ein Berliner Richter hatte in den stücke ihr zugegangen und sie hat das Glück gehabt, eine Hilfe der Geistlichen eine Privat- Enquete über die wirth- Grenzboten" die Verhältnisse im preußischen Richterstande populäre Sache siegreich durchfechten zu können. Der national- schaftliche Lage Ginzelner oder ganzer Gruppen der Ge- einer Kritik unterzogen und sich gegen das Sparsamkeits, liberalen Partei schadet es gar nicht, daß sie sich hernach mit meindemitglieder zu veranstalten. Die„ Konserv. Korresp." prinzip der Justizverwaltung gewendet. Gegen den Ver faffer ist das Disziplinarverfahren eröffnet. Verwunderlich poltert: Wir möchten das Mißliche solcher Privat- Enqueten und ist nur das Erstaunen der Liberalen über solche Bor auf den Schaden, den deren Resultate, sofern sie in ungeschickter kommnisse. Sie haben das herrschende System schaffen Weise behandelt und bearbeitet werden, anrichten, eindringlich helfen; sie ernten nur, was sie gesäet haben. hinweisen. Gerade Herr Göhre hat mit seinem Handwerksburschen- Buch in dieser Beziehung gezeigt, wie es nicht Also wozu der Lärm? Daß der Vorwärts" den gemacht werden soll, und gerade auf seine Ausführungen be famosen Oberkonsistorial- Erlaß von der guten Ritterschaft" rufen sich jetzt die Sozialdemokraten, um ihre Religionsfeind- veröffentlichte, rief wieder einen großen Entrüstungsspektakel schaft zu motiviren. Aber auch die von den sozialdemokratischen hervor- man jammerte über Bertrauensmißbrauch, InLandagitatoren ausgeschlachtete Broschüre des Herrn Paftor diskretion u. s. w. Jetzt findet sich nun in den„ Dresdener Quistorp, die ebenfalls Privat- Enqueten zur Grundlage hatte, hat viel Unheil angerichtet und ist als ein warnendes Beispiel Nachrichten" eine Zuschrift des Kreishauptmanns von Salza für diejenigen monarchisch gesinnten Geistlichen, die etwa der Auf- und Lichtenau in Baußen, also lautend:" forderung des Herrn Göhre Folge zu leisten beabsichtigen sollten, überaus lehrreich. Erhebungen über die ökonomische Lage ganzer Drte oder einzelner Berufsklassen können nur Werth haben, wenn die Befragten gezwungen find, richtig Rede zu stehen, und dies ist nur durch amtliche Enqueten möglich. Lückenhafte Resultate aber bieten, wie gesagt, nicht nur fein richtiges Bild, sondern fie können nur bewirken, daß schiefe Anschauungen Platz greifen. Die angewandte Statistit der Sozialdemokratie sollte in dieser Beziehung beherzigt werden." Wie gesagt, wir bedauern, daß es die Sozialdemokratie ist, der der größte Theil des Dankes der Massen für die Veröffentlichung der Uebel in der militärischen Disziplin zugefallen ist. Die bürgerlichen Parteien hätten es nicht soweit tommen lassen sollen." Aber sie haben es so weit kommen lassen, und fie mußten es so weit kommen lassen, weil sie das Zeug dazu nicht haben, derartigen Schäden ernsthaft zu Leibe zu gehen. Unsere Bourgeoisie hat längst auf die Rolle politischer Initiative verzichtet, in ihrer blinden Angst vor dem Proletariat sucht sie Schuh im Polizei-, Junker und Militärstaat, den sie einst auf Leben und Tod bekriegte, und die bürgerliche Freiheit, von dem feigen Bürgerthum verrathen, hat jetzt thatsächlich keine anderen Vorkämpfer als die Sozialdemokraten. Deutsche Disziplin. Das ist jetzt ein Lieblingsthema der französischen Presse. Daß Soldatenmißhandlungen unter dem System des Militarismus nicht zu vermeiden sind, das Keine rauhe Hand soll in den stillen Frieden des Ländwiffen auch unsere westlichen Nachbarn, denn trotz des ver lichen Stilllebens eingreifen, in deffen Bezirke der gutsgleichsweise demokratischen Geistes im französischen Heere herrliche Patriarch und der brave Landarbeiter glückselig fommen auch in ihm Greuel vor, die sich den durch den wandeln. Und wenn einmal eine Erhebung über die ZuErlaß des Prinzen zu Sachsen enthüllten würdig anstände der ländlichen Proletarier veranstaltet werden soll, schließen, wenn auch lang fortgesette Mißhandlungen bei dann muß sie amtlich sein, zur Rechten der Gutsherr- Amtsdem hißigen Temperament der Franzosen nicht so leicht vorsteher, zur Linken der Herr Verwalter. Herrn Göhre's durchzuführen sind. Was aber der deutsche Reichskanzler Werdegang vollzieht sich indeß in vorgeschriebener Weise, über Disziplin und blinden Gehorsam sagte, ist den und er steht in absehbarer Zeit vor der Alternative, als Franzosen absolut unfaßbar. Insbesondere setzt ihre Kritik Jdeolog zu scheitern oder die sozialen und politischen Konbei der Bemerkung des Herrn von Caprivi ein, die Nieder- sequenzen zu ziehen, welche aus der Lage der Dinge sich lage von Jena sei die Folge der gelockerten Disziplin naturnothwendig ergeben. gewesen. Die Disziplin von damals war die Disziplin des Stocks, und die Sieger von damals, die Franzosen, standen nicht Tapfere Leute. Herr von Caprivi, meint die unter dem Stock. Vor der Revolution war bekanntlich der National- Zeitung" stolz, habe sich getäuscht, wenn er glaube, Versuch gemacht worden, den französischen Soldaten preußische die Nationalliberalen dadurch einzuschüchtern, daß er ihnen Disziplin im Geifte des Alten Frig" beizubringen, allein im Reichstag gefagt, fie pflügten da, wo Andere ernten würden". Die Anderen" sind wir Sozialdemokraten. die geprügelten Soldaten hatten die üble Angewohnheit, entweder sich oder den Offizier, der die Prügel verordnet diese Mannesseelen! So lange sie noch hoffen, ihren hatte, todtzuschießen, und so mußte die Neuerung wieder abgeschobenen Hauptmann aus Friedrichsruh im Triumph rückgängig gemacht werden. Also bei Jena wurde die nach Berlin zurückzuführen, hält die Kourage allenfalls Prügeldisziplin von der Nichtprügeldisziplin geprügelt. Die por d. h. bis zu dem Augenblick, wo das rothe Ge preußischen Soldaten fochten aber, trotz des Prügels, bei spenst" wieder im Ernst an die Wand gemalt wird. Jena fehr tapfer, und daß die Niederlage eine so vollständige und in ihren Folgen so schmachvolle wurde, das war nicht die Schuld der Soldaten, die Herr v. Caprivi anklagt, sondern der Federbüsche", der ,, Edelsten der Nation", welche die Geschicke der Armee und des Landes damals leider in der Hand hatten. Die Aeußerungen der französischen Blätter über die Caprivi'schen Reden lassen sich aus preßgefeßlichen Gründen nicht wiedergeben, hoffentlich kommen sie dem Herrn Reichstanzler zu Gesicht; er wird sich dann überzeugen, daß er das Ansehen Deutschlands nicht gehoben und dem französischen Chauvinismus einen billigen Triumph be reitet hat. Und wenn er in der That sein ganzes Handeln nach der Wirkung auf die Sozialdemokratie einrichtet, so fann ihm des Weiteren die französische Presse vielleicht zu der Erkenntniß verhelfen, daß er entweder ein unbewußter Sozialdemokrat ist, oder seine Feindschaft gegen die Sozialdemokratie in sehr wenig zweckentsprechender. Weise bethätigt. Liebknecht's fächsisches Landtags: Mandat. In der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" lesen wir: Endlich ergreift sie die stille und doch irrthümliche Ahnung, die Herren hätten sich möglicherweise einen Spaß mit ihr machen wollen und sich demgemäß auf irgend eine tünstliche Weise ihren Blicken entzogen. Sie durchwühlt die Decken, fie sieht unter Tische und Betten vergebens: Nicht in dem Wald, nicht auf der Flur " Fand ich von Robert eine Spur," würde der Mime deklamirt haben. dann huschen sie flugs ins Mausloch. Kaz, Kay, Kaz! Vom armen Junkerlein. In den Jahren 1890 und 1891 find, wie die Frankfurter Zeitung" schreibt, sechs braunschweigische Klosterdomänen zur Neuverpachtung ge= kommen. Sie brachten bisher 253 624 M. Pacht ein, von jetzt ab 386 000 M., also ein Mehr von 52,4 pct. Nur eine kleine Domäne wurde etliche tausend Mark billiger verpachtet, die anderen zeigen Steigerungen von 24, 48, 64, 85, 103 pet. Unsere Feudalen sind in kläglicher Lage, diese Ziffern beweisen es. Kannegießerei. Die„ Vossische Zeitung", das staatsmännischste" der fortschrittlichen Breßorgane, tischt in gesperrter Schrift folgende sensationelle Nachricht auf: Die„ Dresdener Nachrichten" vom 16. Februar enthalten die Mittheilung, daß eine Verordnung des Landeskonfiftoriums vom 4. Januar d. J., die Militärfeelforge betreffend, im " Vorwärts" veröffentlicht worden sei, und fügen die Be merkung bei: Allem Anschein nach ist das Schriftstück den Aften der Kreishauptmannschaft Baußen entnommen worden." Die hier fragliche Berordnung war für die Deffents lichkeit bestimmt und ist daher in einer öffentlichen Druckerei gedruckt und in 225 Exemplaren an sämmtliche Geistlichen und Kirchenvorstände der Oberlausitz unter Kreuzband abgesendet worden; es war daher nicht schwer, von dem Inhalte, den man gar nicht zu verheimlichen hatte, Renntniß zu nehmen. Die Schlußbemerkung jedoch, daß das fragliche Schriftstück allem Anscheine nach aus den Akten der Kreis hauptmannschaft genommen worden sei, muß ich im Inter effe der mir unterstehenden Beamten als ganz unbegründet bezeichnen." ,, Grober Unfug." Die„ Kölnische Zeitung schreibt: Vor einigen Tagen hat in Berlin ein Polizeibeamter bie öffentliche Aufforderung zum Austritt aus der Landeskirche mit der Bemerkung verboten, daß sie als grober Unfug strafbar sei. Wir haben zwar im Laufe der letzten Jahre schon manche Aus legung des Unfugsparagraphen zu verzeichnen gehabt, die mehr als seltsam war, aber diese Auslegung ist doch die Krone aller Auslegungen und verdient einen Platz in der Geschichte des Strafrechts. Selbstverständlich wird es feinem Juristen eins fallen, fie vertheidigen zu wollen, und es wird hoffentlich den Gerichten Gelegenheit gegeben werden, sich damit zu befaffen. Juristisch steht die Aufforderung zum Austritt aus der Landes firche der Aufforderung zum Austritt aus irgend einer Körper schaft gleich und ein findiger Polizeibeamter tönnte auch auf den Gedanken kommen, die öffentliche Aufforderung zum Aus tritt aus dem Judenthum als groben Unfug zu betrachten. Was der einen Konfession recht ist, ist der andern billig. Wir Tegen diesem Vorgange nur um deswillen Bedeutung bei, weil er beweist, wie nachtheilig solche juristische Kautschukbegriffe wie„ grober Unfug" unter Umständen für die bürgerlichen Freis heiten werden können." Sintermänner haben die Voltsrechte in Deutschland unters Sehr richtig! Aber die„ Köln. Zeitung" und ihre brücken und die unerträglichen politisch- sozialen Zustände schaffen helfen, unter denen wir heute leiden. Desterreichische Steuerreform. In dem dem Reichs rath vorgelegten Gesetzentwurf betreffend die Steuerreform wird die bestehende Erwerbssteuer und Einkommensteuer durch eine Erwerbssteuer, eine Besoldungssteuer, eine Rentensteuer und eine allgemeine Bersonal- Einkommensteuer mit einem steuerfreien Existenzminimum bis zu 600 fl. und einer Progressions Pest, 18. Februar.( Gig. Drahtbericht der Voss. 3tg.") Mit fala 0,6 bis 4 pt. ersetzt. Die Personal- Einkommensteuer gespanntester Aufmerksamkeit verfolgt man hier alle Bhafen der läßt einen Abzug von 25 Fl. für jedes Kind zu, soweit Krankheit der Erzherzogin Marie Balerie. Heute gelangte die Nachricht nach Best, der Monarch würde vielleicht nicht zur deren Zahl 2 in den größeren Städten und 4 in fleineren Eröffnung des Reichstages hierher kommen, weil er sich nicht Orten übersteigt. Die Regierung erwartet von der Personal von seiner Tochter entfernen wolle. In diesem Falle würde Einkommensteuer einen Ertrag von 11,5 bis 17,5 Millionen, entweder Erzherzog Karl Ludwig oder Ministerpräsident wovon 10,4 bis 16,1 Millionen zu den erwähnten Stetters " zwischen Tod und Leben eingeklemmt im Dasein, dessen Neuem die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken( versuchte, tönte gesammter Inhalt Mangel und Elend ist? Ich sage Ihnen, ihm überall der Ruf: meine Herren, es giebt in der Hauptsache nur zwei große Schluß, Schluß!" entgegen. Parteien im modernen Staate: die Partei der Unterdrücker" Ich werde schließen, meine Herren," erwiderte Raff und die unermeßliche Schaar der Unterdrückten. Und die maus, und glauben Sie mir mit schwerem Herzen Liberalen gehören zum größten Theile zu den Schlimmsten muß ich diesmal diefe Pflicht erfüllen. Mein Herz, welches jeder der ersteren Partei, fie mögen von Preßfreiheit reden oder Zeit bereit war, dem bedrängten Bruder die Bruderhand zu nicht. Ja selbst ein in feudalen Grundsäßen auf- reichen, schlägt gleichmäßig für alle Menschen; ich habe Jetzt wurde es der Alten doch ein wenig unheimlich. erzogener Reichsbaron ist häufig fein so schlimmer ein Herz für die Armen und habe ein Herz für die Man mag noch so frei von allem Aberglauben sein, etwas Gegner, als als so ein fortschrittlicher Fabrikant, als Reichen. bleibt doch zurück von den Wirkungen der Gespenstergeschichten so ein liberaler Advokat. Darum lassen Sie diese Hier hielt Raffmaus nothgedrungener Weise einen und Märchen, die wir in der Jugend hören und meisten Herren bei Seite liegen, die nie ein Herz für die Sache des Augenblick inne, denn in seiner Aufregung hatte er den theils glauben; wir würden sonst in der Jugend schon das Bolles gehabt, kommen Sie in Zukunft nur in Arbeiter- Faden der Rede verloren, und in der feierlichen Pause, die Leben als viel langweiliger und unerfreulicher ansehen. versammlungen, wo Sie Ihre nächsten und heiligsten infolge dessen eintrat, hörte man auf einmal eine feine und Bebend eilt sie die Zimmerreihe zurück und stellt sich mit Interessen berathen und beschließen, und lassen Sie sich dennoch durchdringende Stimme die Worte rufen: auf die Hüften gestützten Armen vor den Philosophen, nicht das und jenes, wie es gerade den Herren beliebt, ge- Fauler Schwindel!" der schon im stillen Borgenusse der kommenden Szene legentlich vorseßen. Schließen Sie Ihre Reihen, organisiren Musselich spizte die Ohren, die Stimme tam ihm bes seelenvergnügt die mächtigsten Dampfwolten von seiner Sie sich, damit Sie eine Macht bilden, die größte Macht, kannt vor, und seine grauen Augen suchten die Persönlichkeit Pfeife blies. denn Ihre Zahl ist Legion. Treten Sie ein in Arbeiter auf der Gallerie zu entdecken. Er hatte indeffen nicht lange Nun jagen Sie mir nur um Gottes Willen, Herr vereine, sprechen Sie lauter und immer lauter die Muße hierzu, denn die lauterste Heiterkeit, welche bei diesem Mensch, was ist denn hier vorgegangen?" Forderung Ihrer Rechte aus. Sie müssen zum Lichte der Rufe im ganzen Saale ausbrach, brachte Raffmans Was hier vorgegangen?" entgegnete der Philosoph, Erkenntniß heran, denn nur, wenn die Massen einen dermaßen außer Fassung, da er nur noch die Worte: der es besonders liebte, die Leute auf die Unrichtigkeit oder Schritt vorwärts gethan, ist die Kultur um einen Sitzung rist geschlossen" hinausrufen und, die Brust voll den Widerfinn gewisser üblich gewordener Redensarten auf Schritt weiter gegangen; nur wenn die Massen zu ihrem Grimm, zu seinen wenigen Getreuen zurückkehren konnte. mertfam zu machen, vorgegangen ist meines Wissens hier Rechte gekommen, fann wieder von reiner Menschlichkeit Erregter und belebter, wie je, zerstreute sich die Ver Niemand, sondern eine einzige Person ist hintergangen und auf Erden die Rede sein. Sie müssen heraus aus diesem sammlung, und in den zahlreichen Restaurationen wurden das waren Sie. Insofern Sie nun von hinten wieder vor- Zustande des Elends, der Erniedrigung, der Bersumpfung die Debatten noch bis spät in die Nacht fortgesetzt. gekommen find.. in die Regionen des Lichts. Nur Sie allein noch, mit „ Aber, Herr Mensch, verstehen Sie mich doch recht; Ihrem unverdorbenen Sinne für natürliches Recht, mit ich frage ja nur, was heute Nacht passirt ist?" Ihrem starken Bewußtsein der Brüderlichkeit, der ZuWas heute Nacht passirt ist? Ei, heute Nacht ist, so fammengehörigkeit der Menschen, können das vom Geld- Es mochte Manchem scheinen, als habe die Sonne wie in jeder Nacht, Alles passirt, was passiren konnte." sack korrumpirte, durch den Egoismus gänzlich zerfahrene geahnt oder gefühlt, daß sie der von ihr gar so abhängigen „ Aber, Herr Mensch, es ist ja mit Ihnen gar kein und halb blödsinnig gewordene Zeitalter retten und eine Menschheit auf Erden für manchen verdorbenen Sonn ordentliches Wort zu reden." neue Hera der Menschheit hervorrufen. Treten Sie zu tag im Sommer eine Entschädigung schuldig sei, und sammen, werfen Sie die Schranken des Egoismus nieder, als habe sie sich deshalb am legten Sonntag des September helfen Sie sich und Sie helfen der gesammten Menschheit!" bei Beiten aufgemacht, um in der Frische des Herbstmorgens Nun, so jagen Sie mir ordentlich und richtig, wo Unbeschreiblich war der Jubel, der nach diesen, mit mit einem wahren Festtagsglanze die halb noch schlummernde System der Ausbeutung der Arbeitskraft des Menschen hinreißenden Schwunge gesprochenen Worten losbrach; Erde wachzurufen. durch den Menschen aufgehört? Lebt Ihr jetzt weniger und als nun Naffmaus, mit der Glode in der Hand, von " „ Lüderlich sind doch meine Worte wohl nicht zu nennen? Jch antworte so, wie Sie fragen." Neunzehntes Kapitel. Philosophie und Leben. ( Fortsetzung folgt.) " Die 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 43. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonnabend, den 20. Februar 1892. . 9. Jahrg. Ohne Debatte wird von der Forderung von 1206 100 m. zur Herstellung der Unterbringungsräume für das aus Anlaß der weiteren Beschaffung für artilleristische Zwecke hinzutretende bezw. zu verlegende Artilleriematerial nebst Munition für dieses Jahr nur die Hälfte bewilligt, desgl. für Elsaß Lothringen statt der geforderten 516 800 m. nur 258 400 M. Abgeordnetenhaus. 18. Sigung vom 19. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: Thielen, Miquel und Kommissarien. Auf der Tagesordnung steht die Berathung des Etats der Eisenbahn- Verwaltung und zwar zunächst der Titel: Einnahmen aus dem Personenverkehr. neue Gesellschaftsform, wenn sie wirklich Gesetz wird, mehr den des Jahres fertig zu stellen, so daß im Winter bis zum nächsten. kleinen Gesellschaften dienen wird, als den größeren, und daß die Frühjahr der innere Ausbau zu erfolgen hat und die Restrate Aktiengesellschaften wieder auf dasjenige Gebiet verwiesen werden, von 129 000 m. im nächsten Etatsjahre den Bau abschließen für welches sie nach ihrer ganzen Entwickelung allein geeignet würde. 177. Sigung vom 19. Februar. 2 Uhr. find. Das Bedürfniß dieser Vorlage ist nachgewiesen durch Der gesammte außerordentliche Etat des Extra- Ordinariums Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Bosse, die Erklärungen des Handelstages und mehrerer Handels- des Militäretats erfordert nach dem Boranschlag 102 203 822 M. Generalmajor v. Fund und Kommissarien. kammern, und durch die Thatsache, daß sich in der letzten Zeit Die Abstriche der Budgetkommission betragen im Ganzen Auf der Tagesordnung steht an erster Stelle die erste Be- namentlich fleinere Gesellschaften gebildet haben, welche sich der 4 249 450 rathung des Entwurfs eines Gesetzes, betr. die Gesellschaften mit Form der Aktiengesellschaften zugewendet haben, obwohl diese beschränkter Haftung. Form sich wenig für sie eignete. Die Aktiengesellschaften sind Staatssekretär im Reichs- Justizamt Bosse: Der Entwurf nach ihrer ganzen historischen Entwickelung eigentlich nur beverdankt seine Entstehung im Wesentlichen den aus dem Reichs- stimmt für diejenigen Unternehmungen, die zu ihrem Bestehen tage hervorgegangenen Anregungen, denen wir um so lieber die Unterstützung und Herbeiziehung breiter Bevölkerungsklassen Folge geben, als sich ihnen solche aus Interessentenkreisen an- nöthig haben. Auf dieses Gebiet werden die Aktiengesellschaften schleffen. Es handelt sich hier darum, eine Zwischenstufe zwischen gerade durch dieses neue Gesetz wieder hingewiesen. Die Form Zur Beschaffung von Handwaffen find 13 380 000 m. ge Individualgesellschaften und Aktiengesellschaften zu schaffen. Ich der unbeschränkten Haftpflicht eignet sich aber für diejenigen Unter- fordert. Die Kommission hat den Titel in zwei Titel zerlegt gehe auf die Einzelheiten des Entwurfes um so weniger ein, als nehmungen nicht, die kein besonders großes Kapital haben. und zur Beschaffung von Handwaffen, erste Rate, 8 955 000 M. Sie ihn wohl einer Kommission zur Vorberathung überweisen Deshalb muß eine neue Gesellschaftsform gefunden werden, und bewilligt, zum Retablissement der Gewehrfabriken 1500 000. Es versteht sich von selbst, daß wir bereit sind, über diese taun nur auf der Grundlage der beschränkten Haftpflicht Das Haus beschließt demgemäß. alle feine Einzelheiten in der Rommission gemeinsam mit aufgebaut werden. Die Bestimmungen dieser Vorlage entsprechen Ihnen zu Im sächsischen Etat werden von der Forderung von berathen, Alles zu prüfen und, 100 wir nach meiner Meinung vollständig dem Bedürfniß. In der 2 176 200 m. als erste Rate zur weiteren Beschaffung für artilledie Sache praktischer und dem Bedürfniß entsprechender Kommission können noch etwaige Verbesserungen vorgenommen ristische Zwecke 90 000 M. abgefeßt, ebenso von der Forderung von gestalten tönnen, uns dazu bereit finden werden. Vor werden. 793 000 m. erste Rate zur Beschaffung von Handwaffen, der Berathung durch den Bundesrath ist der Entschluß ver- Die Vorlage geht an eine Kommiffion von 14 Mitgliedern. 231 000 m. abgefeßt; desgl. für denselben Titel im württem öffentlicht worden, und wenn sich daran auch keine ausgiebige Darauf seht das Haus die Berathung des Militäretats bergischen Etat statt 642 000 m. nur 500 000 m. bewilligt. Die Literatur knüpfte, so sind doch werthvolle Anregungen aus dem fort mit dem Extra- Ordinarium. Einnahmen des Militäretats im Betrage von 7 882 944 M. Publikum gekommen, die der Bundesrath bei seiner Berathung Abg. Richter: Wenn wir uns enthalten, besondere Abstriche werden unverändert genehmigt. in Rechnung zog. Ich hoffe, daß es unseren gemeinsamen beim Gxtra- Ordinarium im Einzelnen zu beantragen, so wollen Die Petition des Schmidt zu Garden, die AnstellungsArbeiten gelingen wird, hier einem wirklichen Bedürfniß des wir damit die Verantwortlichkeit für die Bewilligung des Extra- berechtigung und Versorgung der Militäranwärter betreffend, Verkehrslebens zu genügen und dahin zu wirken, daß die neue Ordinariums feineswegs übernehmen in dem großen Umfange, wird nach dem Vorschlage der Kommission der Regierung als Form des Gesellschaftslebens für alle Kreife, für die fie bestimmt wie sie von der Mehrheit der Budgetkommission vertreten ist. Material überwiesen. ist, für die Unternehmungen, für die sie als Bedürfniß empfunden Wir beantragen deshalb keine Abstriche, weil nach den Verhand- Damit ist die zweite Berathung des Militäretats und die wird, auch genügen wird, und daß es gelingen wird, ein nach lungen der Budgetkommission und dem Stand der ausschlag- Tagesordnung erledigt. allen Richtungen hin brauchbares Gesetz zu schaffen. gebenden Parteien unsere Anträge feine Aussicht auf Annahme Schluß 44 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr. Atg. Dechelhäuser( ul.): Auf Anregung des Reichstages haben. Sollten von anderer Seite weitere Abstriche beantragt( Telegraphengefey, Wahlprüfungen.) wurde über die Nothwendigkeit eines Gefeßes, wie es hier vor werden, so behalten wir uns vor, uns anzuschließen. So haben geschlagen wird, im Jahre 1888 eine Enquete veranstaltet, und wir uns immer ausgesprochen gegen besondere Garnisonkirchen, weil es ergab sich dabei, daß von Seiten der großen Mehrheit der wir eine Trennung des Militär- und Zivilgottesdienstes nicht für bedeutschen Handelskammern eine solche Erweiterung der Formen rechtigt halten, ebenso gegen die Errichtung von Offizierkasinos in des Gesellschaftsrechts für absolut nöthig erklärt wurde. Der diesem großen Umfange, gegen die Kasernirung von Unteroffizier Deutsche Handelstag reichte auch einen fertigen Gefeßentwurf ein, familien, wie sie auch hier wieder stattfindet. Wir halten nicht alle der in den Motiven mit abgedruckt ist. Gegenüber diesem Vorschlage hier vorgeschlagenen Kasernenbauten zur Zeit für so dringlich, des Handelstages weist die Vorlage eine erfreuliche Erweiterung um die Verantwortlichkeit übernehmen zu können für die Ininfofern auf, als sie sich auf einen ganz anderen gesetzgeberischen angriffnahme dieser Bauten. Was die Beschaffung von Vorräthen Standpunkt stellt und eine Zwischenstufe zwischen den Individual- für den Kriegsfall betrifft, so haben wir für eine Anzahl dieser gesellschaften und den Kapitalsgesellschaften schafft, also eine Positionen gestimmt, find aber der Meinung, daß diese Titel sehr Hierzu liegt folgender Antrag Brömel vor: Die Staatss flaffende Lücke zwischen den offenen Handelsgesellschaften und den viele verschiedenartige Dinge umfassen und nicht überall gleich- regierung zu ersuchen, mit der Reform der Personentarife auf den Attiengesellschaften ausfüllt, sich also nicht an die Bestimmungen mäßig dringlich find. Es ließe sich leicht ermöglichen, unter preußischen Staatsbahnen auf Grund des im Jahre 1891 aufüber die offenen Handelsgesellscha ten anlehnt, wie es der Ent- Burückstellung der weniger dringlichen Ausgaben diese Be- gestellten Blanes, jedoch unter Ausschluß von Tariferhöhungen wurf des Handelstages gewollt hatte. Das gereicht der Vorlage schaffungen auf einen größeren Zeitraum zu vertheilen, als es bald möglichst vorzugehen. zum größten Vortheile, nicht minder die Thatsache, daß ihre Be- hier vorgesehen ist. Wir sind auch aus finanzpolitischen Gründen Der Referent von Tiedemann stellt fest, daß die Einnahmen timmungen nicht blos von Juristen, sondern von allen für eine solche Einschräukung, weil das Ergebniß der letzten aus dem Personenverkehr sich noch in der Steigerung befinden, Interessenten lar verstanden werden können. Ein Vorzug ist Reichsanleihe nicht dazu verführen darf, die Bewegungen des so daß man hoffen könne, daß bei diesem Titel der Voranschlag auch, daß der Entwurf eine scharfe Grenze zieht zwischen Reichskredits allzu günstig zu beurtheilen. Wir befürchten, daß erreicht werden wird. Bezüglich des Vorortverkehrs würden aningendem und dispositivem Recht; letzteres ist nach Möglichkeit dann der Schatsekretär im nächsten Jahre in die Lage Wünsche ausgesprochen, daß man in dieser Beziehung noch weiter ausgedehnt, ich weiß kein die Handelsgesellschaften betreffendes kommen kann, noch in größerem Umfange den öffentlichen gehen solle; aber dem gegenüber wurde festgestellt, daß im VorGefeß, wo der Gesellschaft solche Autonomie gelaffen ist, wie hier, Kredit für Reichszwecke zu beanspruchen, als für diese. ortverkehr die billigsten Tarife der ganzen Welt beständen. In andererseits ist das zwingende Recht ausgiebig genug, um den auf Je mehr aber der Reichskredit für Militäre und Marine Bezug auf die Perfonentarife set man an der Grenze der Grund der Vorlage zu errichtenden Gesellschaften volle Solidität und zwecke in Anspruch genommen wird, desto nachtheiliger fönnen Rentabilität angekommen, so daß erhebliche Ermäßigungen nicht bolle Kreditfähigkeit zu sichern. Die Haftpflicht der Gesellschafter die Folgen für unsere ganze volkswirthschaftliche Entwickelung mehr möglich feien. geht nicht so weit, wie bei der offenen Handelsgesellschaft, und für alle Verhältnisse des Erwerbes werden.( Beifall links.) Abg. Brömel( dfr.) wiederholt seine gestrige Behauptung, aber das Kapital ist so sicher gestellt wie bei Aktiengesellschaften, Das Ertra Ordinarium verlangt im ordentlichen Etat daß die Einnahmen aus dem Personenverkehr zu hoch veranschlagt und dann ist eine feste Verbindung zwischen Antheilinhaber und 39 190 331 M. Die Abstriche der Kommission belaufen sich auf seien. Früher habe man die Steigernng jährlich nur auf 1 bis Persönlichkeit geschaffen, die nur durch notariellen Aft aufgehoben 1175 880 m. 2 Prozent veranschlagt, diesmal auf 5 Prozent. Der Berechnung werden kann, wodurch der Agiotage ein Riegel vorgeschoben ist. Im Titel 45 werden zum Neubau einer Kaserne für ein des Voranschlages liegen die Etatsjahre 1889-90 und 1890-91 Hierdurch hat man die früber gegen diese neue Gesellschaftsform Bataillon Infanterie in Glogau, erste Rate, für den Entwurf, zu Grunde, welche aber einen großen wirthschaftlichen Auferhobenen Bedenten wesentlich beseitigt. Die Motive legen dar, 10 000 m. verlangt. schwung hatten und deshalb jeßt nicht maßgebend sein können. wie die neue Gesellschaftsform Anwendung finden kann auf die Deshalb ist es unverständlich, wie die Regierung dazu kommt, Regelung der Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit. Wir bei den schlechten wirthschaftlichen Verhältnissen, deren Vorhaben hier eine Gesellschaftsform vor uns, von der vornehmlich handensein sie auch anerkennt, eine Steigerung der Einnahmen Der Kleingewerbetreibende, der Handwerker Gebrauch machen in solcher Höhe anzunehmen. In den Verhandlungen der fann und wird. Das Gesetz wird der seit einigen Jahren beBudgetkommission hat man angedeutet, daß seitens des Finanzmertlich gewordenen Zurückhaltung des Kapitals unferer Industrie ministers eine douce violence angewendet worden sei. Das gegenüber ein Ende machen; wenn das Kapital, das wir in könne man nicht recht glauben, aber es sei doch wünschenswerth, erotischen Werthen angelegt haben, im Inlande bleibt, so können Gemäß dem Kommissionsantrage werden gestrichen: die daß die Regierung Auskunft über die Gründe dieser abnormen wir dadurch mindestens 200 000 Arbeiter mehr beschäftigen, als erfte Rate von 15 000 M. zum Neubau eines Dienstwohnungs- Veranschlagung giebt. Redner geht dann zu feinem Antrag über. es jetzt geschieht, und das hat sicher eine hohe sozialpolitische Gebäudes zur Aufnahme der Dienstwohnung für den kom- Herr v. Buttkamer hat allerdings Widerspruch erhoben gegenüber Bedeutung. Ich habe mich über die Erklärung des mandirenden General des Gardekorps und den Gouverneur von der Ermäßigung der Personentarife, aber seine Anschauungen Herrn Staatssekretärs sehr gefreut, wonach er im Einzelnen Berlin, die erste Rate von 30 000 M. zum Neubau einer dürften wohl kaum allgemeinen Anklang finden, denn wir enderungen und Berbesserungen fich entgegenkommend zeigen Raserne für ein Bataillon Infanterie in Oppeln, die erste Rate haben nicht so niedrige Tarifsäge, daß die Leute in will. Selten ist ein Gefeßentwurf von denen, für die er bestimmt von 75 000 M. zum Neubau einer Kaserne für zwei Eskadrons großer Zahl auf der Eisenbahn umherbummeln. ist, mit so einhelliger Freude begrüßt worden, wie dieser, und und den Regimenteftab, sowie für das Bezirkskommando in Pader- Statistik ergiebt, daß unter Einrechnung der Zeitkarten noch der berufenste Sachverständige, der deutsche Handelstag, hat dem born und die erste Rate von 20 000 M. zum Neubau einer nicht einmal 10 Fahrten auf den Kopf der Bevölkerung entfallen. besonders lebhaften Ausdruck gegeben; ich hoffe, daß dieses Raferne für ein Regiment Infanterie in Paderborn. Herr von Buttfamer möchte allerdings durch Hochhaltung der günstige Urtheil auch vom Reichstage gefällt werden wird, und Gestrichen werden ferner: die legte Rate von 189 380 M. Fahrpreise die Arbeiter, namentlich die ländlichen Arbeiter, beantrage, in Uebereinstimmung mit Bertretern anderer Fraktionen, zum Ersazbau für den älteren Theil der Kaserne VI in Köln, zwingen, die Verwerthung ihrer Arbeitstrait nicht in der Ferne die Vorlage einer Kommission von 14 Mitgliedern zur Vor fowie die ersten Raten von 8000 M. für eine Kavallerietaserne zu suchen. Bezüglich der Reform der Personentarife kann das berathung zu überweisen. in Darmstadt, von 60 000 m. für den Neubau eines General- Haus sich nicht in Ginzelheiten einlassen, sondern wird gut thun, Abg. Sulkich( f.): Den Vorschlag der Vorberathung durch kommando- Gebäudes für das 17. Armeekorps in Danzig, der den Vorschlag des Herrn von Maybach mit der im Antrage an eine Rommission von 14 Mitgliedern unterstüße ich. Auch dem Bollbedarf von 53 500 M. zur Geräthe- Ausstattung der von der gedeuteten Beschränkung als Grundlage anzunehmen. Die Vorder Vorlage vom Vorrebner gespendeten Lob schließe ich mich Stadt Blankenburg für eine Kompagnie Infanterie und von der schläge des Herrn von Maybach sind nur den Bezirks- Eisenbahnim Namen der von mir vertretenen Dresdener Handelstammer, Stadt Stolp für drei Eskadrons zu erbauenden Kaserne, der Voll- räthen vorgelegt, nicht dem Landes- Eisenbahnrath. Warum hat fowie meiner Fraktion an. Der Gefeßentwurf tommt einem bedarf von 37 000 M. zum Bau eines Ererzierhauses für die man die Landesvertretung bei dieser Frage ganz übersehen? wahren Bedürfniß entgegen. Wenn auch in der Kommission Unteroffizierschule in Potsdam. Von den Tarifen hängt doch der ganze Eisenbahn- Etat ab. Jm einige Aenderungen vorgenommen werden sollten, so wünsche ich Die zweite Rate von 500 000 m. zum Neubau eines Dienst- bayerischen Abgeordnetenhause hat man den Tarif vorgelegt und doch die Grundlagen des Entwurfs unverändert erhalten zu sehen, gebäudes für die Artillerie- Prüfungskommission in Berlin war Redner habe sich als preußischer Abgeordneter an die bayerische fowohl was die Stellung der Gesellschaft, als auch die der von der Kommission ebenfalls abgesetzt worden; heute liegt ein Stammer wenden müssen, um die Materialien zu erlangen. einzelnen Gesellschafter, als auch die Höhe der Minimal Antrag der Abgg. Frize, Hahn, v. Huene, Hinze, Buhl und Wozu ist diese ganze Geheimnißkrämerei getrieben worden? Der antheile anlangt. Besonders werthvoll erscheint mir an v. Keudell vor, die Position zu bewilligen. Minister hat im Reichstage erklärt, die Frage fet der Borlage der völlige Ausschluß der Agiotage. Referent Abg. Hahn, der den Antrag selbst mit unter- noch nicht aufgeklärt genug; die Eisenbahn- Bezirksräthe Abg. Spahn( 3): Während ich Namens meiner Fraktion schrieben hat, bemerkt, daß eine auf Einladung der Militär- hätten ganz verschiedene Ansichten und Wünsche geäußert, für Ueberweisung der Vorlage an eine Kommiffion von 14 Mit- behörde seitens der Kommissionsmitglieder erfolgte Besichtigung Redner geht dann auf die Erklärungen des Ministers Thielen Bliedern bin, fann ich mich für meine Person dem von den Bor- des gegenwärtigen Gebäudes ergeben habe, daß die Unterkunfts im Reichstage ein und versucht die Gründe zu widerlegen, welche rednern gespendeten Lobe nicht so unbedingt anschließen. Es verhältnisse der Artillerie- Prüfungskommission immer mißlicher derfelbe angeführt hat. Namentlich bestreitet er, daß die Gr scheint mir, daß die Garantien gegen Uebervortheilung des geworden sind, und der Neubau baldigst in Angriff genommen mäßigung der Gütertarife dringender sei; Redner beruft sich auf Publikums nicht so ausreichend sind, daß man den nach der werden muß. das Buch des Geheimraths Ulrich, welcher anerkennt, daß die in Vorlage zu errichtenden Gesellschaften dieselbe Bewegungsfreiheit Nachdem Abg. Frigen- Düsseldorf den Antrag auch damit dem ungarischen Bonentarif liegende Ermäßigung der Tarife ers geben dürfte, wie den Aktiengesellschaften. Die Bewegungsfreiheit motivirt hat, daß bei den gegenwärtigen Verhältnissen die noth- hebliche Mehreinnahmen herbeigeführt habe. Das sei die Hauptder Gesellschaften mit beschränkter Haftung ist mir zu unbeschränkt. wendige Geheimhaltung wichtiger Aftenstücke gar nicht durch- fache für die Eisenbahn- Verwaltung. Die 4., Klaffe habe für Undererseits find die Rechte der einzelnen Gesellschafter der führbar sei, wird der Titel entgegen dem Antrage der Kommission Preußen eine erhebliche Bedeutung, das beweise die Steigerung Gesellschaft gegenüber insofern zu sehr eingeengt, als sie unter bewilligt. des Verkehrs in dieser Klasse, welche höher sei als bei den anderen gewissen Bedingungen gegen ihren Willen ausgeschlossen werden Gestrichen wird endlich im fächfischen Militäretat die Forde Klaffen. Wie lange soll die Reform noch auf sich warten lassen, tönnen, also gewissermaßen wehrlos sind. Uebrigens fonfurrirt rung von 96 000 M. für Neubau und Ausstattung von zwei während überall die Staatsbahnen eine Reform vorgenommen die Vorlage ganz unnöthiger Weise mit der allgemeinen Re- Pferdeftall- Baracken auf dem Artillerie- Schießplage bei Beithain, haben? Der Minister sollte auch die sozialpolitische Seite der gelung der Formen der Handelsgenossenschaften, und es wäre und die Forderung von 800 000 m. als Koften des Grund Frage nicht außer Acht lassen und deshalb noch in diesem Jahre vielleicht gut, mit der Erledigung der Vorlage so lange zu warten, erwerbs bebufs Erweiterung des Artillerie Schießplages um eine Vorlage machen. bis jene allgemeine Regelung durch das bürgerliche Gesetzbuch 100 000 m. ermäßigt. Minister Thielen: Ich kann nicht anerkennen, daß die erreicht sein wird. Die Forderung der vierten Rate von 400 000 m. für den Einnahmen des Personenverkehrs zu hoch gegriffen seien. Die Abg. v. Helldorff( dk.)[ auf der Journalistentribüne schwer Neubau einer Kaserne für ein Trainbataillon zu zwei Kom- Ergebnisse bis Ende Januar ergeben 4,96 pet. Steigerung, also verständlich] tritt den Betenfen des Abg. Spahn bei, indeffen pagnien in Forbach wird bewilligt, nachdem der Bundeskommissar fast genau die 5 pet. Bermehrung, die vorhanden sind. werde die Kommission in dieser Beziehung die etwa vorhandenen Oberst Erfling auf Grund des neuen von der Intendantur zur Wir konnten den Personenverkehr thatsächlich nicht niedriger verMängel des Entwurfs beseitigen. Im Großen und Ganzen be- Vorlage gebrachten Materials die in der Kommission abgegebenen anschlagen, wenn wir die Augen nicht vollständig dem Anwachsen deute diefer einen großen Fortschritt auf dem Gebiete des deut- Erklärungen bestätigt hat, daß die Vorbereitungen für den Bau des Verkehrs verschließen wollten. Im Monat Januar betrug schen Gesellschaftsrechts. Die neue Form werde besonders den so gefördert seien, daß die hier geforderte Summe und der aus diese Steigerung allein 8 pet. Es bedurfte feiner Einwirkung tleinen Gesellschaften zu Gute kommen. Die fonservative Partei dem Borjahr verbliebene Reft in diesem Jahre völlig verbraucht des Finanzministers, die auch durchaus nicht stattgefunden hat. nehme daher die Borlage mit großer Sympathie entgegen. werden würden, um die sämmtlichen Stallungen, alle dement Wir haben die höhere Veranschlagung dem Finanzminister gegen Abg. Schenck( of.): Auch ich bin der Meinung, daß die sprechenden einfacheren Gebäude und die Wohngebäude im Laufe über rechtfertigen tönnen. Der Borredner hat bemängelt, daß Abg. v. Hellmann( Rp.) will diese Forderung nicht bemängeln, bittet aber, die Stadt Fraustadt, in welcher sich das nach Glogau verlegte Bataillon befunden hat, baldmöglichst mit einer Garnison oder einem militärischen Kriegsinstitut zu be denken. Generalmajor v. Fund sagt eine wohlwollende Berücksichtigung dieses Wunsches zu. Die D Lokales. Das Dor em Haufe Mittheilungen über die beabsichtigten Reformen des der Lage Lage der Beamten und in der Tarifreform. Minister Thielen: Mein Amtsvorgänger hat das Projekt Personentariss rechtzeitig nicht gemacht feien. Das Projekt meines So sehr ich auch einverstanden bin mit der Abgrenzung der selbst als noch nicht reif angesehen, er hat es der Beurtheilung Vorgängers war ein Entwurf; ein Fühler; es bedurfte der Gr Finanzverwaltung von der Eisenbahnverwaltung, so mußte ich der Deffentlichkeit und der Bezirks- Eisenbahnräthe anheimgegeben. örterung in denjenigen Kreifen, die der Eisenbahnverwaltung doch einer derartigen Kritik entgegentreten. Es giebt Tarif Erst nachher beabsichtigte er das Projekt den übrigen Bundes organisationsmäßig als Beirath zugeordnet sind. Die Erörterung reformen, welche eine Vermehrung der Einnahmen mit fich bringen. regierungen mitzutheilen. Auf Grund dieses Projekts ist mit den hat zu einer ganzen Reihe von Ausstellungen und Kritiken ge- Man sieht aber gewöhnlich nur auf die Vermehrung der Brutto- Bundesregierungen nicht verhandelt worden. Der Ausfall von führt. Daraus mögen Sie entnehmen, daß es nicht richtig ge- Einnahmen. Wenn ein Projekt 51 Millionen Mark Verlust bringt, 50 Millionen reduzirt sich ja durch die zu erwartende Mehrwesen wäre, das Projekt in seiner damaligen unreifen Form dem was soll da geschehen? Sollen diese Verluste gedeckt werden einnahme, aber es bleibt immer eine Summe zurück, welche die Hause vorzulegen. Es bedurfte nicht nur der Erörterung mit durch Steuern oder durch Anleihen? Das wird auch die eifrig- Finanzverwaltung berücksichtigen muß. den wirthschaftlichen Beiräthen, sondern auch der Erörterung mit sten Vertreter einer solchen Reform bedenklich machen.( Bu- Abg. Brömel( dfr.) verwahrt sich dagegen, daß er spezielle den übrigen Staatseisenbahn- Verwaltungen, welche statt- ftimmung rechts.) Daß die Finanzverwaltung bei der Zustimmung Interessen seiner Wähler vertrete; das sei eine beleidigende gefunden haben und fortgesetzt werden, wenn die Unter- zu solchen Reformen mit weißer Vorsicht verfahren muß, ist selbst- Unterstellung. suchungen, welche sich an die Verhandlungen der Bezirks- verständlich; in der gegenwärtigen Zeit ist es die Pflicht der Abg. Steffens( dfr.): Der Angriff des Herrn von Butt Eisenbahnräthe angeknüpft haben, beendet sein werden. Finanzverwaltung, vorsichtig zu sein. Ich habe schon als Ab- famer auf die Marienburg Mlawfaer Bahn ist durchaus un Namentlich werden die Untersuchungen nach der finanziellen Seite geordneter die Mittel gesucht, um die Schwankungen der Ein- gerechtfertigt. Salonwagen verkehren dort nicht, der Verkehr hin aufgestellt; sie sind aber noch nicht abgeschloffen. Nachher nahmen einer so großen Betriebsverwaltung in ihrem Einfluß bewegt sich hauptsächlich in der dritten Klaffe. Aber die Wagen soll der Landes- Eisenbahnrath damit befaßt werden. Zur Sache abzuschwächen. Ich habe bei dem Garantiegefes mitgemacht, der staatlichen Ostbahn sind auch nicht viel besser, als die ber felbst habe ich mich schon dahin ausgesprochen, daß ich die Be- aber die Erfahrung lehrt, daß wir genügende Garantien nicht Marienburger Bahn. dingungen, unter denen der Personenverkehr sich zur Zeit bewegt, gehabt haben. Das nachträgliche Urtheil finde ich zu hart. Die Abg. Gerlich( frt.): Die Marienburger Bahn ist nur des nicht für derartige halte, daß sie auf die Dauer beibehalten Eisenbahn- Verwaltung ist ja gar nicht zur Ruhe gekommen, denn halb leistungsfähig für den Getreidetransport von Rußland nach werden können. Sie sind zu einer ungünstigen Buntscheckigkeit es sind immerwährend neue Verstaatlichungen vollzogen worden. Danzig, weil die Staatsbahn ihr die Wagen zur Verfügung stellt. gediehen. Ich habe bestritten, daß die Reform der Personentarife Jeht find wir zur Ruhe gekommen und heute ist es Herr Brömel sollte einmal die Landwirthschaft im Osten sich an ine so dringende sei, daß sie ohne Rücksicht auf die finanzielle an der Zeit, zu erwägen, wie wir Wandel schaffen können fehen. Die Leute werden von uns besser bezahlt, wenn auch Lage des Staates und ohne Rücksicht darauf, daß die Frage noch welcher Weg der richtige ist, wird untersucht werden müssen. nicht immer in Geld, sondern zum Theil in Naturalien. Dazu nicht abgeklärt ist, vorgenommen werden muß. Wir wären noch Wir können einen Reservefonds bilden zur Ausgleichung der tragen wir die Kosten der Armenpflege und diese ruinirt uns garnicht im Stande, die Reform sofort in die Praxis zu über schwankenden Ueberschüsse in den einzelnen Jahren oder man vollständig. Herr Brömel hat bei der Vergleichung die Leistung etzen. Daß die Reform nicht so dringend ist, beweist die fann eine bestimmte Summe für allgemeine Staatszwecke festlegen der vierten Klaffe und namentlich die unentgeltliche Gepäc Steigerung des Verkehrs unter den gegenwärtigen Bedingungen. und die Mehrüberschüsse zur außerordentlichen Schuldentilgung beförderung vergessen. Für die vierte Klasse sollte der Minister Wir stehen in Bezug auf die Dichtigkeit des Verkehrs allen anderen verwenden. Bei der Eisenbahnverwaltung kann man die Grenz- generell verfügen, daß das Freigepäck eine Grenze hat. Ebenso Staaten voran, mit Ausnahme von Sachsen. Die Tarife sind scheide zwischen den aus den laufenden Einnahmen und den aus follte es nicht gestattet sein, daß die Agenten für eine geringe nicht so hoch, daß sie das wirthschaftliche Leben beeinträchtigen. Anleihen zu bestreitenden Ausgaben verändern, so daß solche Summe einen 28agen vierter Klaffe miethen und mit Menschen In Desterreich sind die Tariffäße immer noch höher als bei uns, Ausgaben mehr aus den laufenden Mitteln bestritten werden. vollpfropfen, denen sie den vollen Fahrpreis abnehmen. Ich bitte, nur in Ungarn sind sie etwas niedriger. Ich habe im Reichstage( Beifall rechts.) den Antrag gleich abzulehnen. darauf hingewiesen, daß bei uns erheblich mehr Verkehrsgelegen- Abg. v. Oppen( t.) weist darauf hin, daß die östlichen Pro- Abg. Sperlich( 8.) erklärt sich dagegen, daß die Benutzung heiten vorhanden sind; das ist mehr werth als billige Tarife. vinzen in ihrer Bevölkerung abnehmen. Daran sei die geo- der vierten Wagentlaffe irgendwie eingeschränkt wird. Den An Denn die Reisekosten bestehen boch nicht blos aus dem Fahrgeld, graphische Lage schuld, für welche aber die Bevölkerung nicht vertrag bitte ich ohne Weiteres abzulehnen, weil wir die Frage jetzt sondern auch aus der Beitverfäumniß. Die Einstellung der antwortlich sei, die Hoffnungen, die man auf die Miniſterreifen doch nicht gründlich erörtern können. britten Klasse in die Schnellzüge und die Einstellung der vierten gesetzt habe, haben bis jetzt noch keine greifbaren Ergebnisse erzielt. Damit schließt die Debatte. Die Einnahmen aus dem Klasse in die Personenzüge ist auch eine erhebliche Erleichterung Die Gesetzgebung hat dazu beigetragen, die Ungunft der Verhält Personenverkehr werden bewilligt. Gegen die Stimmen der des Verkehrs. Die ungarischen Tarife passen für unsere Vernisse zu verstärken. Eine Erhöhung der Eisenbahntarife hat Freifinnigen und Nationalliberalen wird die Ueberweisung des hältnisse nicht als Muster. Auf die Dauer werden sie auch in Herr von Puttkamer nicht verlangt, sondern nur eine weitere Antrages an die Budgetkommission abgelehnt, der Antrag felber Defterreich und Ungarn nicht aufrecht erhalten werden können. Ermäßigung verhindern wollen. Diese sei nicht nothwendig. erhält nur die Stimmen der Freifinnigen und wird ebenfalls In Desterreich wird schon die Erhebung eines fleinen Zuschlages Auch die reicheren Leute, welche in den höheren Klassen abgelehnt. auf die Preise angeregt. Durch die Ermäßigung der Tarife wird fahren, könnten das Reisen bezahlen, Noch besser wäre Die weitere Berathung wird darauf auf Sonnabend 11 Uhr eine erhebliche Verschiebung der wirthschaftlichen Verhältnisse sich es aber, wenn fie in ihrer Heimath blieben. Es vertagt. ergeben, und zwar zum Nachtheil der Schwächeren, zum Nachtheil wäre beffer, daß sie in den kleinen Städten die Handwerker des kleinen Handwerks und der Arbeiter.( Zustimmung rechts.) beschäftigen, als daß sie die Zahl der Millionäre in Berlin verDie kleinen Städte werden ihre Bedürfnisse in größerem Maße in mehren. Die moderne Völkerwanderung werde durch die Erden größeren Städten befriedigen. Aus dem dünn bevölkerten mäßigung der Personentarife nur unterstüßt. Die Landwirthschaft Often werden die Leute herausgezogen werden zu Gunsten des im Osten habe dafür gesorgt, daß die Arbeiter zuverlässig und dicht bevölkerten Westens. Die Menschen verlassen ihre Heimath tönigstren sind. Die Industriearbeiter im Westen sind aber ein und werden auf die Landstraße geworfen.( 3ustimmung rechts.) Gegenstand der Beunruhigung für die Regierung.( Bustimmung hat in Berlin eine neue Einschränkung erfahren durch eine poliWieder etwas Neues. Das freie" Versammlungsrecht Der Zonentarif geht von der falschen Voraussetzung aus, daß der rechts.) Man sollte deshalb den Often stärken, damit er im zeiliche Maßregel, welche noch unliebfamer empfunden werden Fernverkehr eine große Rolle in den Einnahmen der Eisenbahn Augenblicke der Gefahr im Stande ist, feine Aufgabe zu erfüllen, dürfte, als die bisherige polizeiliche Praxis, bei Boltsversamm spielt. Maßgebend ist der Verkehr innerhalb einer nahen Bone. wie er sie im Anfange dieses Jahrhunderts erfüllt hat.( Beifall lungen, die einen starten Bulauf hatten, die betreffenden Lokale Durch die Ermäßigung des Tarifs für den den Fern- rechts.) verkehr wird derselbe nicht erheblich gehoben werden können. Auch in Ungarn hat sich der Fernverkehr nur wenig gesteigert, Personenverkehr ganz ausnahmsweise gesteigert worden sei; er für Hunderte von Personen in dem Totale war. Die jetzige Abg. Brömel bleibt dabei, daß die Veranschlagung aus dem regelmäßig abzusperren und Niemand mehr hineinzulassen, auch wenn, trotz der angeblichen Ueberfüllung des Lokals, noch Plat 92 pet. der Steigerung entfallen auf den Verkehr bis 25 Kilo- bedauert, daß das Maybach'sche Reformprojekt vom Minister Maßregel, die seitens der Polizei in Anwendung gebracht wird, meter. Auch eine bessere Ausnutzung der Pläge wird nicht er- tische als ein durchaus unreifes bezeichnet werde. Die Frage der geht aber noch viel weiter. Jetzt ist polizeilicherseits die Bahl folgen; sie ist in Ungarn auch nicht eingetreten und wo sie sich Reform der Personentarife wird nicht von der Tagesordnung der Personen, die bei Versammlungen" in Sälen Zutritt haben bemerkbar gemacht hat, hat das Publikum schon angefangen zu verschwinden, auch wenn man davon spricht, daß in zu dürfen, festgestellt, und wird diese Bahl durch sichtbare Platate schreien und die Einstellung neuer Züge verlangt. Durchschnitt bohem Maße eine Beweglichkeit der Bevölkerung eingetreten zur allgemeinen Kenntniß gebracht. Welcher Maßstab hierbei lich beträgt allerdings die Besetzung der Pläge nur 25 pGt., aber ist. Da müßte der Minister ja die vierte Klaffe, welche angelegt worden ist, erhellt aus dem Blatate, das als memento auf den durchgehenden Schnellzügen ist eine viel stärkere Be Don der ärmften Bevölkerung benutzt wird, abschaffen. fehung. Wenn man durch den Zonentarif die Leute dazu bringen Die Grundbesitzer des Ostens müffen sich thre Arbeiter besorgen. mori an der Eingangsthür zum Gaale der Attienbrauerei Friedrichshain prangt. Diefer Saal galt bisher gemeinhin tönnte, ihre Badereifen vom Sommer in den Winter zu verlegen( Buruf rechts: Woher?) Dazu bin ich eigentlich nicht hier. Beoder ftatt nach Köln nach Ost- und Westpreußen zu fahren, dann zahlen Sie die Leute ordentlich( Burufe rechts: Womit?) und als der größte Berliner Saal, der wohl schlimmsten Falles 4000 Personen zu fassen wäre er anzunehmen.( Seiterkeit.) Aber Publikus wird das nicht behandeln Sie sie richtig. Die Bezahlung muß natürlich mit alles 4000 Personen su fassen vermochte. thun.( Seiterfeit.) Es würde also eine Vermehrung der Büge Gelb erfolgen, nicht mit Schulben. Wer Schulden hat und nicht gedachte plakat belehrt uns aber, daß in diesem Saale und eine Ausnuzung derselben bis zur Grenze der Leistungsleistungsfähig ist, sollte überhaupt nicht Leiter eines Betriebes auf Veranlassung des Polizeipräsidiums bei Versammlungen" fähigkeit eintreten, wodurch erhebliche Mehrkosten entstehen, welche sein. Es fehlt an Arbeitern und dabei wird gerühmt, daß die nur 2200 Personen gaftliches Obdach gewährt werden dürfe. die Mehreinnahmen übersteigen werden. Der Reformtarif meines Arbeiter zuverlässig und königstreu find. Die moderne Wölfer: Wie werden da erft die fleineren Gále berechnet worden sein! Vorgängers beabsichtigte zunächst thunlichst gleichmäßige Tarif wanderung werden Sie nicht aus der Welt schaffen, oder Sie Daß diese Maßnahme insbesondere für die Arbeiterbewegung fäße und gleichmäßige Beförderung für ganz Deutschland herbei- müßten die Leute durch Gefeß an die Scholle feffeln.( Bu- on wesentlicher Bedeutung ist, unterliegt teinem Zweifel. Unter ( ubiesen Umständen wird es unmöglich, Bolksversammlungen, die zuführen, ferner die Buntscheckigkeit der Beförderungsbedingungen Stimmung links.) Der Minister will von dem Ausschluß der Gr- diesen Umständen wird es unmöglich, Bolksversammlungen, die zu beseitigen und endlich Ermäßigungen einzuführen, wo sie höhungen nichts wissen. Ich könnte mich dem gegenüber auf von 5000 Personen und darüber, wie bisher, besucht sein können, nothwendig erschienen, zur Anpassung der Tarife für die den bayerischen Vorschlag berufen, welcher nur für die Rund abzuhalten, denn ein dem entsprechendes Lokal hat nach dem einzelnen Klassen an die Entwicklung der Verhältnisse. Reisekarten eine fleine Erhöhung enthielt, sonst aber nur Gr- neuen Vorgehen Berlin nicht aufzuweifen. Auch andere Kon Diese Grundideen erkenne ich als durchaus gerechtfertigt an. Ich mäßigungen. Ich würde mich damit begnügen können. In sequenzen werden sich fühlbar machen. Eine weitere Folge wird würde gegen den Antrag meinerseits nichts zu erinnern haben, Bayern hat man sich feine finanziellen Schreckgespinnste vormalen sein, die Versammlungsbesucher auszuzählen wie die Sammel, fo wenn nicht in demselben eine Bemerkung ſtände, welche nicht laffen. Man hat in der dortigen Kammer den Antrag ein- daß das berühmte Wort von der Hammelheerde" alle Aussicht durchführbar ist: unter Ausschluß von Tariferhöhungen. Wenn stimmig angenommen. Die Bevölkerung wird über die Regierung, bat, eine praktische Nuganwendung zu finden. Wer übrigens Diese Auszahlung wird vorzunehmen haben, der Ginberufer eine einheitliche Tarifreform durchgeführt wird, dürfen wir welche sich so sehr gegen eine Reform sträubt und über die diese Auszählung wird vorzunehmen haben, der Einberufer einer Versammlung, der Wirth oder die Polizei, darüber scheinen nicht fuchen, ob an irgend einem Punkte einmal eine Erhöhung Volksvertretung, die über diese wichtige Frage zur Tagesordnung fich die Gelehrten noch nicht einig zu sein. Der Kontrolle wegen vorkommt. Diese Erhöhungen sind unbedeutend gegenüber der übergeht, das richtige Urtheil fällen.( Zustimmung links.) wird es aber kaum zu vermeiden sein, daß alle drei Interessenten Besserung des allgemeinen Verkehrs. Der Ausschluß der Er- Abg. von Puttkamer- Plauth( t.) verwahrt sich dagegen, daß die Abzählung vornehmen. Vielleicht bekommt jeder Versammlungs. höhungen wäre nur durchzuführen mit einem sehr erheblich er sich einer Herabsetzung der Personentarife aus eigennützigen besucher eine Nummer umgehängt. Die Ausnüßung der Säle für größeren finanziellen Risiko. Ich möchte deshalb wünschen, daß Gründen widerseze. Was würde Herr Brömel sagen, wenn man Sie diese Klausel jedenfalls nicht annehmen. Ob der Antrag behauptete, er wolle die Personentarife ermäßigen, um für die be- Bersammlungszwecke ist polizeilicherseits von jeher beeinträchtigt eine große praktische Bedeutung hat, darüber macht sich der ſizenden Klassen in der Stadt, Leute, die er vertritt( Buruf durch vorzeitige Absperrung der Lokale, durch Verbot der Be Antragsteller wohl feine Jllufion. Die Regierung ist nicht Brömel's: Ich vertrete teine Leute, ich bin Vertreter des nugung vorhandener Gallerien, durch das Verlangen der Frei Willens, die Reform in den Papierforb zu werfen, sondern preußischen Bolles!) billige Arbeitskräfte au schaffen. Es ist haltung räumlich gehaltvoller Mittel- und Seitengänge und wird durch die neueste Maßnahme noch weiter beeinträchtigt. Die wir beabsichtigen, recht fleißig die Frage weiter zu studiren nothwendig, daß die Bolksvertretung solche unreife Projekte ab- Gründe hierfür sind uns natürlich nicht bekannt, feßen aber als und sie demnächst in den Landes Eisenbahnrath zu bringen, weist. Daß die Staatsbahnen besser sind als die Privatbahnen, selbstverständlich voraus, daß dieselben nur in der Sorge für das damit wir mit fertigen Dingen vor das Land treten können, beweist der Bergleich 8. 28. mit der Privatbahn Marienburgwohl der dem Berliner Polizeipräsidium unterstellten Bevölkerung wenn die Finanzlage es gestattet. Hinter dem Rücken des Land Mlawka, welche sehr erheblich in allen Beziehungen hinter den tages foll nichts geschehen, aber mit unreifen Dingen werde Staatsbahnen zurücksteht. Sie befindet sich allerdings in einer zu suchen sind. ich den Landtag nicht zu befaffen wagen.( Beifall rechts.) schwierigen Lage, bei den Staatsbahnen übertragen sich die Die Zunft und Jnnungsschwärmer waren dieser Tage Das Reformprojekt meines Amtsvorgängers enthält ein finanzielles schlechten Strecken durch die guten Strecken. Die Leute aus dem in Berlin versammelt und haben ihrem gepreßten Herzen wieder Rifiko von 51 Millionen, wovon die Mehreinnahme für Gepäck Often gehen infolge künstlicher Anregungen in die Städte; das einmal Luft gemacht. Die Herren, welche sich die Firma abzurechnen ist mit etwa 10 Millionen. Die Steigerung des Agententhum, der Reiz der städtischen Vergnügungen, die höheren Deutscher Innungs- und Handwerkertag" zugelegt hatten, ges Verkehrs wird diesen Ausfall erst mit der Zeit ausgleichen; der Löhne u. f. w. alles dies trägt dazu bei, die Leute zu verlocken. berbeten sich sehr fampflustig und schienen nicht übel Luft zu bayerische Minister v. Crailsheim nimmt dafür einen fieben. Die große Bahl der Arbeitslosen in den Städten haben, mit der Regierung ein Zänzchen au wagen. Auf diese jährigen Zeitraum in Aussicht. Auf die Vermehrung der Aus- ist Gefahr für das Land, die Leute wären waren sie sehr schlecht zu sprechen und einer der Redner verstieg gaben wird man aber auch noch rechnen müssen, so daß sich dieser besser in ihrer Heimath geblieben. Aber dafür hat sich sogar zu der Aeußerung, Niemand könne die Geschäfte ber Beitraum noch verlängert. Die Steigerung der Frequenz der Herr Brömel fein Verständniß.( Bustimmung rechts.) Sozialdemokratie besser besorgen, als Minister v. Bötticher. Hier vierten Kaffe ist begreiflich, da wir dieselbe menschenwürdig ge- Herr Brömel mahnt uns, wir follten nicht bankrott werden. Wir gab's stürmischen Beifall. Auf Herrn v. Bötticher find die macht und mit Bänken versehen haben, so daß ein Theil der tampfen vergeblich gegen die Ungunft der Verhältnisse. Alle Bünstler ganz besonders schlecht zu sprechen, weil sie glauben, Reiferden aus der britten Klasse in die vierte übergegangen ist. Arbeit bleibt vergebens, wenn uns nicht die Staatsgewalt ent- daß es ganz besonders dieser Minister gewesen ist, welcher dafür Ich bin der Ueberzeugung, daß die Reform der Personentarife gegenkommt. Eine Ermäßigung der Personentarife würden wir gesorgt hat, daß der schöne Traum vom Befähigungsnachweis nigt von der Tagesordnung verschwinden wird; die Regierung beklagen müssen, weil wir jetzt schon nicht mehr wissen, wo wir jo bald zerronnen ist. Es wurden eine ganze Hand voll Resolu tionen angenommen wird alles thun, um diese Frage zur gedeihlichen Lösung zu die Arbeiter herbekommen sollen.( Beifall rechts.) Worte, nichts als Worte! bringen. Abg. Hammacher( natl.): Herr von Buttkamer sollte sich schließlich framten die Zünstler ihre politische Weisheit aus, Finanzminister Miquel: Der Abg. Brömel hat in der doch vor Uebertreibungen hüten; Herr Brömel will doch wohl indem sie beschlossen, bei den Wahlen mit aller Entschiedenheit Kommission angedeutet, daß der Finanzminister einen Drud nicht die Tarife in übermäßiger Weise herabgesetzt wissen; er für die konservative und Bentrumspartei einzutreten. Uns tann's auf den Eisenbahn Minister ausgeübt habe, um die Beran wird die staatswirthschaftlichen und sozialpolitischen Folgen wohl recht sein! schlagung zu erhöhen. Herr Brömel sollte sich mit der überdacht haben. Er empfiehlt ja nur die Maybach'schen Vor- Aus den Debatten ging tlar hervor, daß es die Regierung Erklärung der beiden Reffortminister begnügen. Mein Kollege hat schläge. Herr von Buttkamer trifft also auch den Minister fertig gebracht hat, es auch mit den Bünftlern gründlich zu vers mit Recht gesagt, daß er nicht mit unreifen Projekten in das von Maybach. Ich möchte Sie bitten, den Antrag nicht ohne derben. Das kann uns wieder Recht sein. Für die politische Haus kommen wolle. Der Antrag Brömel ist nicht nur in Bezug Weiteres abzulehnen; wir müssen die Frage gründlich prüfen, und wirthschaftliche Einsicht der Zünstler ist es in hohem Grade auf den von meinem Kollegen bemängelten Buntt, sondern über auch wenn sie jetzt noch nicht ganz spruchreif fei. Der Minister bezeichnend, daß während der drei Tage dauernden Diskussion haupt unreif. Denn die Meinungen über die Hauptfrage gehen hat erklärt, daß in Ungarn der Fernverkehr nicht erheblich zu- auch nicht einer der Redner das wirthschaftliche Gebiet auch nur noch sehr weit auseinander. Ich kann nur bitten, den Antrag genommen habe; eine Notiz aus Ungarn besagt, daß der Verkehr streifte. Darüber waren die Herren vollkommen einig, daß der ganz abzulehnen, wobei die Tendenz nicht sein kann die Reform fich in der letzten Bone in das vierfache gesteigert hat, während Niedergang des Handwertes mit unheimlicher Schnelligkeit vor überhaupt zu unterlassen. Das Verhältniß der Finanzverwaltung die Mehrausgaben nur die Hälfte der Mehreinnahmen ausmachen. fich gehe und daß die Auflösung auf der ganzen Linie nicht mehr zur Eisenbahnverwaltung ist einer scharfen Kritik unterzogen, ja Ist der Einnahmeausfall von 50 Millionen Mark wirklich zu er lange auf sich warten lasse, wenn nicht durchgreifende Besserungs als Mißverhältniß bezeichnet worden. Ich gestehe zu, daß das warten? Das muß erst aufgeklärt werden. Ich beantrage des- mittel zur Anwendung gelangten. Die Regierung hat berartige Garantiegesetz seinen Zweck nicht vollständig erfüllt hat; bas balb den Antrag Brömel an die verstärkte Budgetfommission zu Mittel nicht auf Lager, die Zünstler selbst wissen sich aber auch liegt aber an den Bestimmungen des Gesetzes selbst. Aber von verweisen. Was ich bezüglich der Mißwirthschaft bei der Ber- feinen Rath mehr. Die Ratastrophe wird sich also binnen wenig einer Mißwirthschaft in der preußischen Verwaltung zu sprechen, wendung der Ueberschüsse der Eisenbahnen für allgemeine Staats- Jahrzehnten vollziehen! Und selbst wenn die Regierung bie dagegen muß ich entschiedenen Protest erheben. Die Verstaat zwecke gefagt habe, habe ich in früheren Reden, als die dafür Wünsche der Zünstler erfüllte, so wäre damit auch lichung der Eisenbahn ist in so glänzender Weise vor sich ge- verantwortlichen Minister noch im Amte waren, ebenso aus nicht Der Niedergang und die schließ gangen, daß fie immer ein Ruhmeszeugniß für die Verwaltung gesprochen. Ich habe von einer objektiven Mißwirthschaft ge- liche Auflösung des Handwertes ist eine unabwendbare bleiben wird.( Sehr richtig! rechts.) Die Ergebnisse der prochen, weil das Garantiegefeß nur auf dem Papier steht. Die Folge der fapitalistischen Wirthschaft, das schien feiner Verstaatlichung liegen vor uns in der großen Zahl von Sekundär Mißwirthschaft, daß Eisenbahnüberschüsse für dauernde Ausgaben der Bünftler zu wissen oder es hatte feiner die Rourage, es aus, bahnen und in den großen Reformen, die in der Wer- des Staates verwendet sind, liegt jetzt vor aller Augen. Ich zusprechen. Diese unsere Behauptung läßt sich unschwer bes waltung selbst durchgeführt sind, namentlich in der Berbesserung habe von meinen Ausführungen nichts zurückzunehmen. weifen. Eine ganze Bahl ehemals blühender Handwerke, die eine viel erreicht. und zu erwarten. Soziale Uebersicht. Finanzielle Schwierigkeiten haben, diesen Papieren nach, seinen tage energische Schritte zur Beseitigung fraktion, von der Staatsregierung und dem Lands ihren Mann gut nährten, sind uns heute kaum mehr dem Namen| Schauhaus auch alle diejenigen Todten aufnehmen, welche inden jungen Menschen bei seinem verbrecherischen Vorhaben behilflich nach bekannt. Vor einem halben Jahrhundert noch ein ausschlag Bororten in Bezug auf die Todesursache ein behördliches Ein- zu sein, indem er sich erbot, ihm die gestohlenen Waaren abzunehmen. gebender Faktor im Gemeinwesen, existirt heute auch nicht ein schreiten erforderlich machen. Dahin gehören Spandau, Bankow, Auf der schiefen Ebene ging es dann rafend schnell in den Handwerker dieser Branchen mehr. Das Großfapital fegte diefe Rigdorf, Friedrichsfelde, Weißenfee, Friedrichsberg, Lichtenberg, Abgrund. Nachdem der junge Mensch die erste Veruntreuung Branchen mit seinem goldenen Befen hinweg, die Maschinen Schöneberg, Tempelhof u. f. w. Die Ursache dieser Neueinrichtung glücklich überstanden, tam der Appetit im Essen und in kurzer machten die Handarbeit überflüssig, die Handwerker verarmten dürfte darin zu suchen sein, daß in den Vororten die Räumlich Beit waren Hembentuche, Kinderwäsche, Damenhemden u. s. w. und mußten sich den Fabriksklaven einreihen lassen. Ein Beispiel feiten zur Unterbringung der Leichen und namentlich zur Vor- im Werthe von ca. 500 M. zu dem Hehler gewandert. aus neuerer Zeit fei noch erwähnt: Bor 30 bis 40 Jahren nahme der gerichtsärztlichen Leichenöffnungen nicht ausreichend Spizbube erhielt dafür 75 M., welche er sehr schnell verjubelte. bildeten die Nagelschmiede noch eine ehrsame Zunft". Da erscheinen. Ferner spricht wohl der von uns mit so vielfachen Derselbe führte die Diebstähle meist in den Morgenstunden aus, wurde die erste Fabrit im Thale erbaut, die ihre Produkte( Draht- traurigen, ja oft empörenden Juustrationen belegte Umstand mit, wenn außer ihm und seinem jüngeren Kollegen Niemand weiter nägel, Drahtstifte 2c.) zu einem erstaunlich billigen Preise auf den daß der Fundort öfters nicht genau feststeht, und der Leichen- im Geschäft anwesend war. Markt warf. Den letteren weihte er in das GeBald folgte die zweite, dritte, vierte und wagen erst längere Zeit umherfahren muß, ehe ihm der Todte heimniß ein, bestellte ihn zum Aufpasser und regte bei ihm den eines Tages fanden die Nagelschmiede für ihre Hand- abgenommen wird. Die Bewältigung der aus der geplanten Appetit dermaßen an, daß auch er sich zu drei selbständigen Diebarbeit teine Absatzgebiete mehr. Die Veteranen der Zunft Ausdehnung entstehenden Arbeit wird die Einstellung eines ftählen verleiten ließ. Der Staatsanwalt hielt dafür, daß gerade versuchten vergeblich, gegen die Konkurrenz anzufämpfen, fie besonderen Transportwagens zur Folge haben müssen. Auch dieser Fall wieder ein Beweis für die große Gemeingefährlichkeit wurden erdrückt durch die Maschinenarbeit und mußten das wird eine Vermehrung der Beamten des Schauhauses nicht zu der Hehler sei, da ohne diefelben nicht so viele junge Leute zu Handwerk mit dem goldenen Boden" an den Nagel hängen und umgehen sein. Verbrechern werden würden. Er beantragte deshalb gegen Hartfich selbst dazu. Die Nagelschmiedegesellen suchten in den Fabriken Arbeit oder fattelten um und heute ist von der ehrfamen Bunit" wöchentlich beziehen, in dreister Weise schädigt, wird uns aus nahm nur wiederholte einfache Hehlerei an und verurtheilte H. Von einem Schwindler, der Familien, die Petroleum topf 1 Jahr Buchthaus und gegen die beiden spißbübifchen rein Nichts übrig geblieben. Wie den Nagelschmieden, so ist es wöchentlich beziehen, in dreister Weise schädigt, wird uns aus Lehrlinge 1 Jahr bezw. 3 Monate Gefängniß. Der Gerichtshof anderen Handwerken auch ergangen. Die Raschmacher existiren der Gegend der Charlottenstraße berichtet. Dafelbst erschien am nahm nur wiederholte einfache Hehlerei an und verurtheilte H. zu 10 Monaten Gefängniß. Die beiden Lehrlinge tamen mit nur noch dem Namen nach, die Weber und Wirker von Berlin Donnerstage in einem Hause ein junger Mann und forderte un- 5 haben ihre Rolle längst ausgespielt und wir sind heut Zeuge, wie verfroren die Petroleumfanne. Als ihm erwidert wurde, daß Monaten bezw. 3 Wochen Gefängniß davon. fich an den Handwebern des Eulengebirges und der fächsischen daß ihm das gleichgültig sei, er wäre gerade in der Nähe, er reits beinahe ein Jahr dauert, ist nun bis zur Erhebung der doch gewöhnlich am Freitag Petroleum gebracht würde, sagte er, Das Vorverfahren gegen den Bankier Polfe, welches beLaufiz das gleiche Schicksal vollzieht. Keine Innung, feine Zunft, tein Berechtigungswesen fann diesen Prozeß aufhalten, er ist befönne aber auch am nächsten Tage wiederkommen. Daraufhin Antlage gediehen. Dieselbe ist dem Angeklagten zugestellt worden, dingt in der Weiterentwickelung der tapitalistischen Produktions- wurde ihm die Petroleumfanne ausgehändigt, er brachte dieselbe und es ist nunmehr die Ansehung eines Termins zur Hauptweise. Daß die Bünftler auf ihrem Handwerkertage dieses Auf- nach längerer Zeit zurück, strich den Betrag ein und entfernte verhandlung zu erwarten. faugungsprozesses feine Erwähnung gethan haben, ist ein Beweis, sich. Am nächsten Tage erschien der wirkliche Betroleumlieferant, daß ihre wirthschaftlichen Kenntnisse nicht weit her sind. und nun stellte sich heraus, daß der Schwindler Wasser statt Petroleum geliefert habe. Den Schmerz Derjenigen, welche die Von einer Genoffin erhalten wir folgendes Schreiben: Lampen mit Wasser gefüllt hatten und diese Prozedur nun noch Neulich in feiner Rede erklärte Herr v. Herrfurth u.., daß einmal mit Petroleum vornehmen mußten, kann nur der würdigen, die Altersrente nicht zu niedrig sei,( er hatte besonders die Land- der selbst einmal in ähnlicher Weise eingeseift worden ist. bevölkerung im Auge), behauptete aber gleich dabei, daß Altersrentner stets in Häuslichkeiten geeignete Beschäftigung fänden; Selbstmord auf offener Straße. Durch einen Revolver- Die Glasperlenmacher des Jsergebirges beschlossen nach liegt hierin nicht ein offenbarer Widerspruch? klar und deutlich schuß in die rechte Schläfe hat in der verflossenen Nacht gegen Mittheilung des Bureau Herold" die Niederlegung der Arbeit, beweist doch die letzte Behauptung, daß die Altersrente entgegen 2 Uhr ein gut gekleideter Mann an der Ecke der Charlotten- falls der Lohn noch weiter herabgesetzt werden sollte. feiner Meinung, zu niedrig ist, der Altersrentner davon nicht Der durch den Schuß alarmirte Nachtwächter fand den Lebensund Französischenstraße seinem Leben ein jähes Ende bereitet. Lohnherabsehungen sollen am 1. März in Höhe von existiren kann, sondern noch irgendwie Beschäftigung suchen müden, der nur noch schwache Lebenszeichen von sich gab, blut- 20-25 pGt. auf den Zechen des Hennegaues und Lüttichs muß, um nicht zu verhungern. Selbstredend findet Jemand, muß, um nicht zu verhungern. Selbstredend findet Jemand, der unter harter Arbeit ein trauriges Dasein, oft unter Noth überströmt auf dem Pflaster liegend vor und schaffte ihn mit( Belgien) vor sich gehen. Die Ausfuhr belgischer Kohlen nach und Entbehrung bis zu der Altersgrenze geschleppt hat, von der Hilfe einiger Passanten nach dem nahebelegenen Bureau des Frankreich soll infolge des neuen Bonentarifs zurückgegangen sein. an ihm der Genuß" der Altersrente gewährt wird, 88. Polizeireviers. Nach Anlegung eines Nothverbandes erfolgte Arbeiterentlaffungen haben auf den westfälischen in keiner Fabrit oder sonstigen Arbeitsstätte mehr Be durch einen Schuhmann die Ueberführung des Verwundeten ech en Sellenbeck, Dustaden, Roland, Concordia und Wiesche schäftigung, er muß nothwendig in irgend einer anderen nach der Charitee, wo er jedoch bald nach seiner Einlieferung ftattgefunden. Weise suchen, seine, von der Profitwuth des Kapitalis- verstarb. Der Selbstmörder scheint nach bei ihm vorgefundenen Gegen 3000 Arbeitslose in Dresden beauftragten mus ausgesogenen noch übrigen, matten erlöschenden Kräfte ander- Legitimationspapieren ein in den dreißiger Jahren stehender Kaufweitig anzubieten, es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich in mann Wilhelm Lenz aus Waldenburg in Schlesien zu fein. in einer Versammlung die sozialdemokratische Landtagseiner befreundeten resp. verwandten Familie nühlich zu Beseitigung der Arbeitsmachen, das ist immer wieder die Familie eines Arbeiters. Tod herbeigeführt. losigkeit und deren Folgen zu fordern. Ferner wurde die FestHiernach ist dem Arbeiter eine Last doppelt auferlegt. Einer- Das Geheimnisvolle des Leichenfundes in der Wohnung fegung eines Minimallohnes für Arbeiter bei staatlichen Arbeiten feits ift er verpflichtet, sich einen Theil seines wöchentlichen Ver- der angeblichen Falzerin Marie Bütow, Johannisstraße 9, hat verlangt. dienstes abziehen zu laffen, als Steuer in die Alters- Invaliden- fich insofern etwas gelüftet, als die bisher Verschwundene von faffe, auf der anderen Seite muß er seinen, für dieselbe Person der Kriminalpolizei entdeckt und als zu dem Stande der Prosti- Rommission, welche beim Magistrat um Beschaffung von Auch die Arbeitslosen Braunschweigs wählten eine schon einmal verkürzten Lohn noch in sofern theilen, indem er tuirten gehörig festgestellt worden ist. Dieselbe befindet sich gegen Arbeitsgelegenheit vorstellig werden soll. Die beiden dem bei sich aufgenommenen Altersrentner den nöthigen Lebens- wärtig in Hast; das mit Bezug auf den geheimnißvollen Fall Arbeitervertreter in der Stadtverordneten- Versammlung sind beaufunterhalt gewährt, denn nennenswerthe Gegenleistungen sind in angestellte erste Berhör hat jedoch eine völlige Aufklärung noch tragt, die Kommission zu unterstützen. den allerfeltenften Fällen kaum von einem so bejahrten Arbeiter nicht ergeben und so sollen, wie unser Berichterstatter aus zu- tragt, die Kommission zu unterſtüßen. verlässiger Quelle erfährt, die Bernehmungen im Laufe des heu- Die Produktivgenossenschaft der Töpfer Magdeburgs Ist es denn da nicht so nothwendig, im Interesse der tigen Nachmittags fortgesetzt werden. Wir werden über das hat nach dem Beschlusse ihrer legten Generalversammlung die Arbeiterschaft Aenderung zu schaffen? Resultat derselben sofort nach Abschluß weiter berichten. Aus Firma: fenfabrit vereinigter Töpfer, e. G. m. u. H.", an Trucksystem? Einer unserer Abonnenten macht uns die feinen Ermittelungen am Schauplatz des Ereignisses theilt uns genommen. folgenden befremdlichen Mittheilungen: Die Arbeiter, welcher ein anderer Berichterstatter noch die folgenden Einzelheiten mit: Weiteres zur Gewerbenovelle. Dem Bundesrath ist ein bei der Firma F. Schönfeldt u. Go., Abolfstraße 12, Das Bimmer der 38 Jahre alten, unverheiratheten Person in Arbeit treten, erhalten bei Uebernahme ihres Postens einen befindet sich im vierten Stock des Hinterhauses und ist weiterer Entwurf zu den Bestimmungen über die Beschäftigung von einer Frau R. abgemiethet, Bettel( gedruckt) folgenden Inhalts vorgelegt: bei welcher die Bütow von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern zugegangen, und bereits seit etwa Jahresfrist wohnte. Aufgefallen ist zwar auf Steinkohlenbergwerten, Bint und Bleierzbergwerten Indem ich Endesunterzeichneter am heutigen Datum dieser Frau, daß ihre Mietherin oft 8-14 Tage hindurch nicht und auf Rokereien im Regierungsbezirt Oppeln. bei der Firma F. Schönfeldt u. GE o., Adolfstr. 12, in ihrer Wohnung anwesend war, sie hatte vorher nur stets die Unternehmer Egoismus. In Grimmen( Pommern) in Arbeit trete, verpflichte ich mich, während der Wirthin von ihrem Ausbleiben in Kenntniß gefeßt und ihre hat ein Ziegeleibefizer feinen Arbeitern zugemuthet, einen Revers Arbeitszeit und den Arbeitspausen meine Getränke an Stubenfchlüssel zurückgelaffen. Seit verfloffenem Sonntag ist sie zu unterschreiben, laut welchem sie sich verpflichten, den ganzen Bier und Spirituosen nur von dem Restaurateur nun wiederum abwesend, ohne jedoch davon etwas gesagt zu Sommer bei ihm zu arbeiten. Um ganz sicher zu sein, zieht Adolf Krüger, Adolfstraße 12, zu beziehen, haben, und da die inzwischen kommenden Zeitungen bis zum der Unternehmer den Arbeitern je nach dem Verdienst pro Woche welcher auch erbötig ist, mir solche trebitweise Mittwoch vor der Thür des Zimmers liegen geblieben waren, so 50 Pfennig oder 1 Mart ab, welches Geld erst am Jahreswährend einer Woche zu überlassen. Am Sonn- lopfte eine zweite Aftermietherin der Frau K. an diesem Abend schluffe ausgezahlt werden soll. Fünf Arbeiter, welche sich abend Abend bei der Auslöhnung soll der Firma an die Thür der Wohnung und fah, da sie keine Antwort erhielt, weigerten, diesen Revers zu unterschreiben, wurden sofort ent F. Schönfeldt u. Co. das Recht zusehen, die etwaige durchs Schlüsselloch. Auffallender Weise steckte der Schlüssel der laffen. von innen verschlossenen Thür im Schloß, und da man ein UnSchuldforderung des Herrn Rudolf Krüger Paragraphirte Willkür. In einer Fabrik zu Iserlohn mir von meinem ausgezahlten Wochenlohn in Abzug glück vermuthete, wurde das Zimmer durch einen Zugang von wurde seitens des Besizers dem Personal folgende Mittheilung der Nebenthür, die durch ein Spind verstellt war, geöffnet. zu bringen. den erwähnten unbekannten Mann als gemacht: Das ist ja ein Stück Truck! Der Arbeiter muß sich also Hier fand man Zur Beachtung. Ich bringe hiermit zur Kenntnißnahme verpflichten, Alles, was er während der Arbeitszeit und Leiche in der schon geschilderten eigenthümlichen Stellung meiner Arbeiter, daß ich am heutigen Tage Herrn. zeigte sich der Hals stark als Walzder Arbeitspausen trinken will, von dem in demselben Hause Beim Lösen des Tuches wohnenden Restaurateur zu beziehen. Dieser pumpt auch während geschwollen. In dem Rock des Mannes befand sich ein meister angestellt habe, und hat ein Jeder deffen Anordnungen einer Woche und die Firma zieht dann den Betrag vom Wochen- leeres Portemonnaie, in demselben ein Pfandschein über eine ver- Folge zu leisten. Sollte ein Arbeiter dem Walzmeister den GeJohn ab. In welchem Verhältniß steht der Wirth zu der Firma, fezte Uhr; Name des Verleihers und Pfandleihers waren nicht borsam verweigern, so ist letterer befugt, den Betreffenden sofort zu entlassen, auch ist der Walzmeister berechtigt, daß die lettere ihre Arbelter zwingt, nur bei ein und demselben zu entziffern. Man glaubt in dem etwa 40 jährigen Manne einen bem Arbeiter, der sich nicht zu seiner Zufriedenheit Wirth ihre Bedürfnisse einzukaufen? Die Arbeiter sind diesem Arbeiter zu erkennen, der öfters Abends spät bei der Bütow er- führt, zu kündigen. Kündigung von Seiten der Arbeiter hat auf Gnade oder Ungnade ausgeliefert, er kann die Preise stellen, schienen ist und als Bräutigam des Mädchens galt. Spuren von auf dem kontor zu erfolgen." so hoch er will, er fann eine Qualität liefern, welche er will. Gewaltthat sind an dem Körper nicht zu erkennen. Alle Gerüchte, Um sein Geld braucht er auch nicht bange zu sein, denn die die über einen anscheinenden Mord- Charakter der Angelegenheit Firma versieht für ihn die Dienste eines Kassirers, indem sie am furfiren, sind mit großer Steserve aufzunehmen, und wie wir von Sonnabend die Schuldbeträge abzieht. Die Arbeiter haben burch- positiv unterrichteter Seite noch weiter erfahren, dürfte sich die Lückenhaftigkeit in der Krankenversicherung. In der aus nicht nothwendig, sich eine solche Bevormundung gefallen zu Sache nach den bis jetzt vorhandenen Indizien beinahe harmlos laffen. Sie sollen den Bettel einfach zurückweisen und wenn er auftiären. Pofener Beitung" ist folgende Bitte veröffentlicht: Im hiesigen ihnen dennoch aufgedrängt werden sollte, so müßten dieselben mal Polizeibericht. Am 17. b. Mts. Abends brachte sich ein Diakonissen- Krankenhause befindet sich ein 28jähriges Mädchen, an zuständiger Stelle Erkundigungen einziehen, ob das Vorgehen Handlungsgehilfe in seiner Wohnung in der Kommandantenstraße Auguste Neumann, welche des Mitleids werth ist. Derselben der Firma denn auch ein streng gesetzmäßiges ist. mittelst Revolvers einen Schuß in die Brust bei. Am 18. b. Unterschenkel abgenommen werden. Da sie auf einem Freibet muß wegen Tuberkulose, sämmtlicher Fußwurzelknochen der In der Philharmonie, bem bekannten geboykotteten Lokal, mts. Nachmittags stürzte sich ein 74jähriger Mann aus einem verpflegt wird und durchaus arm ist, ihr auch feine Geldmittel wird heute Abend zum Besten der jüdischen Volksküche das Tanz- Fenster seiner im 2. Stock des Hauses Brunnenſtr. 4 belegenen von irgend einer Seite zur Beschaffung eines Stelgbeines oder bein geschwungen. Ob die armen polnischen Schnorrer deswegen Wohnung auf den Hof hinab und verstarb bald darauf infolge eines tünstlichen Fußes zu Gebote stehen, bitte ich hochherzige der erlittenen Verlegungen. größere Knoblauchswürfte in ihren Schaletnapf friegen werden, muß dahingestellt bleiben. Hoffentlich wird Lina Morgenstern Posthilfsbote im Keller des Hauses Marienstr. 10 erhängt vor schaffung dieser Apparate. Gaben nimmt in freundlicher Weise mit ihren Simultan- Bollstüchen nicht zurückbleiben. Wir sind gefunden.- An der Ecke der Landsberger- und Weberstraße bie, Expedition dieser Zeitung entgegen. Posen, ben 15. Februar 1892. neugierig, ob unser Berichterstatter uns mittheilen wird, daß auch wurde Abends ein Kellner von einer Droschke überfahren und Dr. Gemmet." am Bein so bedeutend verletzt, daß er nach dem Krankenhause Gäste der Volksküche an diesem Schwoof theilnehmen durften. am Friedrichshain gebracht werden mußte. In der Nacht zum Ju Sachen der Sonntagsruhe hat das Kreisamt Berlin steht vor der Gefahr des Hochwaffers, wenn 19. d. Mts. brachte fich ein unbekannter, etwa 80 Jahre alter Worms den ihm unterstellten Bürgermeistereien mitgetheilt, es die Spree noch einige Tage so weiter steigt, wie in den letzten Mann auf dem Gendarmenmarkt mittelst Revolvers einen Schuß beabsichtige für die Landgemeinden des Kreises anzuordnen, daß Tagen. Einen so hohen Wasserstand, wie gegenwärtig, hat die in die Brust bei und verstarb auf dem Wege nach der Charitee. die Beschäftigung der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter des Spree noch nie gehabt, auch nicht einmal annähernd im vorigen Am 18. d. Mts. und in der darauf folgenden Nacht fanden Handelsgewerbes an Sonn- und Festtagen auf die Stunden von Jahre, wo schon die Befürchtung gehegt wurde, daß eine Ueber zehn Kleine Brände statt. 6-9 Uhr Vormittags und 11-1 Uhr Nachmittags beschränkt ist, fchwemmung an verschiedenen Üferstellen eintreten tönnte. vorausgesetzt, daß nicht für die ganze Provinz Bestimmungen genormale Wasserstand für Berlin beträgt 32,28 Gentimeter. Am troffen würden. 14. Februar nun betrug das Oberwasser 32,60 und das Unterwaffer 31,54. Am 17. dagegen 32,66 und 31,80. Seit kurzem also ist die Spree um 6 bezw. 32 Centimeter gestiegen. Wohin man längs der Junenspree auch blickt, sind die Wirkungen dieser rapiden Steigerung bemerkbar. Stellenweise, so an der Hinter Die Gefährlichkeit der Hehler zeigte wieder einmal eine der Arbeit dabei etwa 600 Extrastunden machen mußte. front der Häuser der Breitenstraße ist namentlich bei den tiefer gestern vor der ersten Straftammer hiesigen Landgerichts I fic Wer bei diesen 100 M. mehr Seelengröße an den Tag gelegt hat, gelegenen das Wasser nur noch wenige Centimeter von den Kelleröffnungen entfernt. Beim Kurfürstenbau des Schloffes und Uebermaß Thränen vergossen wurden. Angeklagt waren zwe: Ranglist, indem er dieses Trinkgelb annahm, ist uns nicht Kelleröffnungen entfernt. Beim Kurfürstenbau des Schloffes und abspielende Verhandlung, bei welcher auf der Anklagebank in ob der spendable Geber, als er diese Summe bewilligte, oder der am Maschinenhause für die elektrische Beleuchtung desselben sind Söhne anständiger Eltern, welche von Vergnügungssucht verführ: zweifelhaft. Berlin, den..... 189. Der Gerichts- Beitung. Der Arbeiter muß fündigen- er selbst tann aber schon fofort entlassen werden, wenn der Walzmeister nicht mit ihm aufrieden" ist. " Einhundert Mark Entschädigung erhielt nach der Würz burger Bolts- Tribüne" ein Kanalist des dortigen Magistrats, welcher 13 Monate lang unter erschwerenden Umständen das Amt eines Pfandamts- Kontrolleurs verfah und zur Bewältigung Schweizerisches. Der Luzerner Großrath hat das Gesetz die Abflußkanäle fast bis obenan aufgeschwemmt, so daß man und von einem gewiffenlosen Mann begünstigt, in dem Geschäft fich genöthigt gesehen hat, für den Eintritt einer Berstopfung welchem fie als Lehrlinge angehörten, ziemlich umfangreich betr. Einführung gewerblicher Schiedsgerichte, mit großer Mehre Borsichtsmaßregeln zu treffen. Am Maschinenhaufe der Fontäne Diebstähle verübt haben. Die beiden jungen Leute waren in den heit angenommen. für den Lustgarten ist die Spree bereits über das Ufer getreten, Geschäft von van Bien u. Fischbein( Damen- Negligés und Kon und zwischen Schloß und Ebertsbrücke ist die Spree mit vielen großen Elbtähnen angefüllt, welche wegen des Hochwassers nicht fektion für Kinder) angestellt. Der ältere von ihnen hatte scho weit über sein Alter hinausgehende Neigungen: er schwärmte durch die Brücken durchfahren können. gern in Restaurationen mit Mädchenbedienung umher, ver Eine nicht unbedeutende Ausdehnung soll, wie verlautet, praßte viel Geld in allerlei Leckereien und spielte gern den an die Thätigkeit der im hiesigen Leichenschauhaufe angestellten genehmen Schwerenöther. Natürlich reichte dazu sein ihm vor Beamten demnächst erfahren. Während bisher daselbst Hause bewilligtes Taschengeld und das Kostgeld nicht aus und e die Leichen eingeliefert worden sind, welche inner- ging infolge deffen auf Diebstähle aus. Der Schneider Hartkopi halb der Weichbildgrenze Berlins aufgefunden wurden, welcher für die Familie des Angeklagten arbeitete, ließ sich leider am Sonntag im Saale der Gambrinus Brauerei in Char wird wahrscheinlich schon vom 15. März d. J. ab das nach kurzer Ueberredung dafür gewinnen, dem leichtsinniger Tottenburg. Reichstags- Abgeordneter Singer sprach über nur Versammlungen. Eine gut besuchte öffentliche Volksversammlung tagte W Theater- Verein 1 Dilettanten Bühne", alle Stattlub Sonnabend KartenGäste willkommen. gerade so wie die männlichen Arbeiter bei Streitigkeiten mit Redner führte auf Grund der Statistik an, welche folossalen uhr Sigung bei Barta, Rigdorf, Bergstr. 120. Gewinne die Großbejizer unter den jezigen Verhältnissen er- Berein ufiige Brüder" Abends 9 Uhr, Brüderstr. 26. 28. " " um Ber Restaurant Herrmann. Mitglieder willkommen. Verein ehemaliger Schüler lub„ Selgoland". Jeden Sonnabend von 10 Uhr Elifabethitr. 80, im ber 30. Gemeinde- Schule. Sonnabend Gigung. Säfte willtommen. Geselliger Klub„ urfidelitas" Abends 9 Uhr, Rosenthalerfir. 11/12. Auf nahme neuer Mitglieder. Gäfte rotllkommen. deben connabend in preffe Comm bie neuen Gewerbegerichte, zu welchen die Wahlen der Beisitzer zu erhöhen und dafür jedem Mitgliede des Vereins die Gleich- klub donts" bei Heid, Koppenftr. 75. Gäfte willkommen. Kreuzbube" jeden Sonnabend, Abends 8% uhr, bei Steuer. Weinur. 22, demnächst stattfinden. Redner zeigte, wie der arbeiterfreundliche heit", Organ für die Interessen der Frauen, unentgeltlich zu Gäste willfommen.- Statflub Gemüthlichfeit" tagt jeden SonnGrundgedanfe, welchen der Gefeßentwurf enthielt, seitens der liefern. Der einzuführende Lohntarif des Vereins ist nunmehr abend und Montag, Abends 8% Uhr, bet G. Wächter, Brizerstr. 22. Montags Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Tapitalistischen Majorität des Reichstages zerzaust und durch Be- gedruckt und wird in kürzester Zeit an die Prinzipale versandt. flub Nulle" tagt jeben Montag und Sonnabend Abends von 8-2 Uhr schränkungen dermaßen abgeschwächt worden, daß das Gesetz jezt In der Vereinsversammlung der oft und west. Nachts Hochstr. 32a bet Wilfe. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. unzulänglich, ja zum Theil arbeiterfeindlich erscheine. Tahin gePrivat- Theatergesellschaft, Schneeglödchen" tm Lokal höre vor allen Dingen, daß den Frauen und Mädchen, die in prenkischen Sozialisten hielt am 11. Februar Genosse Köhler Beteranenftr. 9 bet Bettin.- Privat- Theatergesellschaft, ugu sta Bictoria" immer größerer Bahl von der Industrie zur Lohnarbeit heran- einen mit vielem Bei all aufgenommenen Vortrag über Groß- 9 Uhr, Victoria- Saal, Berlebergerstr. 13, Gigung, Aufnahme, Gäfte will tommen. gezogen werden, das Wahlrecht vorenthalten ist, obgleich sie doch grundbesiz und die Fideikommiſſe in Ost- und Westpreußen. Nach der Sigung Probe.- Theaterverein„ Giaconda", Abd. 9 Uhr, S.gung. dem Unternehmer die Entscheidung des Gewerbe- Schieds- zielen und forderte zum Schluß die hier befindlichen Landsleute gnügungs- Verein Zufiige 18", Abends gungs- Berein& d'11b horn, willkommen. gerichts anzurufen haben. Aber auch das Wahlrecht der Kasianien- Allee 52, bet Weber. Sigung Abends 9% Uhr. Aufnahme Ber Männer sei einer Reihe von nichts weniger als arbeiter aus Ost- und Westpreußen, deren Zahl sich auf mehr als 60 000 belauje, zum Anschluß an den Verein auf. In der Diskussion neuer Mitglieder. Herren und Damen dazu willkommen freundlichen Einschränkungen unterworfen. So dürfe als Gorgenbrecher". Gegründet 26. Juni 1886. Jeden sprachen die Genossen Kulink und Boose im Sinne des gnügungsverein Beisitzer kein Arbeiter gewählt werden, der nicht dreißig Referenten. Hierauf gab der Kassirer die Vierteljahres- Abrech- Sonnabend, Abends 8% Uhr, Sigung im Reſtaurant Scholz, Buominen, Kastanien- Allee 35. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Jahre alt und das Nählen selbst sei allen Arbeitern Derwehrt, die das 25. Lebensjahr noch nicht zurück- nung. Die Versammlung ertheilte ihm Decharge. Dann unterzog Bergnügungsverein, Sumor", jeden Sonnabend, 9 Uhr, Bucktowerfir. 9.Genosse Kulint das Verhalten des ersten Staatsanwalts zu Touristenvereinanderluft". Sizung jeden Sonnabend, Abends 9 Uhr, Rauchflub, Golbene gelegt haben. Hätten sie aber dieses Alter erreicht, so müßten sie Magdeburg gegenüber dem Genossen Peus einer Erörterung, ua fie", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bei Brückner. Märkischer Hof, Admiralftr. 18c. Gäste willkommen. Rauchtlub, Dorn Regel auch noch zwei Jahre an dem Orte, wo sie wählen wollen, auf worauf sich die Anwesenden zum Zeichen ihrer Theilnahme für röschen", Abends 9-11 Uhr, Bring Gugenftr. 19 bei Dybring. hältlich gewesen sein, sonst wären sie von der Betheiligung an der Wahl ausgeschlossen. Diese und eine Reihe anderer Einengungen hätten die herrschenden Klassen aus Furcht vor der Sozialdemokratie geschaffen, die sich dadurch jedoch nicht abhalten lassen werde, die wenigen Voriheile, welche das Gesetz bietet, auszunuzen als neue Waffe im Kampfe gegen die bürgerliche Geselliger Verein ,, Cypresse". Sonnabend, den 30. Jan., Abds. 9 Uhr: Sigung im Restaurant Keller, Köpnickerstr. Nachher Tanz. Theaterverein Wirthschaftsordnung, deren Beseitigung unser Ziel sei. In der Undine". Jeden Sonnabend 9 Uhr im Märkischen Hof, Admiralstr. 18 e: Bühnenverband Berichtigung. Zu dem in Nr. 36 des Vorwärts" vom Gigung mit Fidelitas. Normanta" tagt von jetzt Diskussion über den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag sprachen sich sämmtliche Redner im Sinne des Referenten 12. d. m. veröffentlichten Berichte über die Sigung der Streif- ab jeden Sonnabend vor dem Ersten im Restaurant Leichnth, Konigsbergerstraße 24.- ustige Jugend" Abends 9 Uhr: Sigung mit Damen tm aus, worauf eine Resolution angenommen wurde, in welcher die Kontrollkommission habe ich mitzutheilen, daß die Kommission Restaurant Lautenbach, Cuvryftr. 65. Fidelitas und Tanz. Bergnügung Boltsversammlung sich mit den Ausführungen des Referenten den Antrag des Delegirten der Hausdiener nicht für undiskutirbar Berein uftige Becher" jeden Sonnabend 9% Uhr Mendelssohnftr. 9. Singer voll und ganz einverstanden erklärte und es bedauerte, hielt, sondern daß der Delegirte der Hausdiener jenen Antrag Gäfte wiüfommen. daß das Gefeß über die Gewerbegerichte, entgegen den Anträgen zurückzog, weil sich die Streit Kontroltommission auf folgende, der sozialdemokratischen Fraktion, in verstümmelter Form an- von ihr am 11. September v. J. gefaßte Resolution berief: Die genommen worden in, indessen voll und ganz für die Wahl ein- versammelten Delegirten der Streif Kontrollkommission erklären, zutreten versprach, damit nur sozialdemokratische Beisitzer in das daß Gewerkschaften, welche ihre Feste und Versammlungen in Gericht gewählt werden. Als Kandidaten zur Wahl der Beisiger gesperrten Lokalen abhalten, nicht mehr als auf dem Boden der Nr. 8 der ,, Berliner Volks- Tribüne" vom 20. Februat wurden auf Vorschlag des Wahlkomitees einstimmig aufgestellt modernen Arbeiterbewegung stehend betrachtet werden können." hat folgenden Inhalt: Aus der Woche. Die Kampfesmittel die Genoffen: Tischler Sellin, Töpfer Goede, Aroeiter Albert Herrmann, Delegirter der Hausdiener, Dranien- des Proletariats. Religion ist Federzeichnungen IV. Hanuschke, Maurer Beyer, Maschinenfchloffer Sieg erist, firaße 89. Privatsache. Deutscher Reichstag. Gewerkschaftliches 2c. Maler Schiller, Anstreicher Dalus, Zimmerer Fritsche, Gedicht. Novelle. Tschernyschewsky's Arbeitslose Zimmerer! Heute, Sonnabend, den 20. Februar, Borm. Berschiedenes. Böttcher Harm 3. Nachdem noch Genosse Rötger die An- 10% ühr, Versammlung in Orschel's Salon, Sebastianstr. 39. Tagesordnung: Briefe ohne Adresse". Das Recht auf Nahrung in der Thiers wefenden aufgefordert hatte, soweit dies noch nicht geschehen, 1. Ursachen und Wirkungen der Arbeitslosigkeit im Bimmergewerbe. 2. DisZur Gewerksschaftbewegung. Von der Bewegung.dem Wahlverein beizutreten, schloß der Vorsitzende die Ver- fuffion. Pflicht eines jeden arbeitslofen Bummece s ist es in dieser Ber- welt. sammlung zu erscheinen. Kein Bierzwang und feine Tellersammlung. Vom Schlachtfelde.. fammlung mit 3fachem Hoch auf die Sozialdemokratie. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 21. Februar, Abends 6 Uhr, 2 große Bersammlungen: In einer Brauchenversammlung der Klempner des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend wurden die in der Werkstatt des Herrn Dietrich, Mariaunensir. 20, herrschenden Zustände besprochen, woselbst es u. A. auch den niedrigsten Lohn geben soll. Die Bersammlung nahm folgende Resolution an, die Herrn Dietrich zugefchickt werden soll: Die heute in Reng Salon tagende Branchenversammlung der Klempner bedauert das Verhalten des Herrn Dietrich und empfiehlt ihm, sämmtliche in seiner Werkstatt vorhandenen Uebel stände zu beseitigen. Ferner verurtheilt die Versammlung die Handlungsweise des Wertführers Gerste und dessen rechter Hand, des Klempnergesellen Röhm aus Friedrichsverg, ihren Kollegen gegenüber als unpassend und empfiehlt ihnen, lieber dahin zu wirken, daß den in der Werkstatt zeitweise beschäftigten Kollegen den jetzigen Verhältnissen entsprechend gerechter Lohn gezahlt wird und die Ueberstunden sowie Sonntagsarbeit abgeschafft werden." Peus von den Plägen erhoben. Zum Schluß brachte der Vorsigende zur Kenntniß, daß binnen Kurzem Reichstags- Abgeordneter Schulze aus Königsberg i. Pr. einen Vortrag halten wird, und ersuchte die Anwesenden, für regen Besuch der betreffenden Bersammlung zu agitiren. Mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie ging man auseinander. V über: anneckende Krankheiten. Distuſſion. " Nordbezirt: Gipsstr. 3 bei Pyrtec. Bortrag des Hrn. Dr. Cantorowis Oftbezirt: Andreasstr. 21 bet Joel( l. Saal). Bortrag des Herrn Geselligkeit Dr. Pinn über: Boltsmeinung und Voltsbildung. Distusfion. und anz. Humanistische Gemeinde. Kommandantenftr. 79. Sonntag Bormittags 10 Uhr: Vortrag des Herrn Schäfer, über: Herder als Vertreter des theoreti schen und prattischen Humanismus. Gäste w.atommen. Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeinde- Schule. Abends 9 Uhr, Restaurant Wurl, Koppenjir. 68: Vortrag des Lehrers Herrn Heinrich, über: Invaliden- und Alters-, Kranten- und Unfallversicherung. Ehemalige Schüler und Gäste find willkommen. Abends 9 Uhr: Bereinsversammlung im Augustgarten, Augußstraße 24-25. Verein Bildung und Geselligkeit Berlin. Sonnabend, 20. Februar. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Heinrich Gerfimann. Thema: Aus der Elektrotechnit. " 1 " Rauchflub Fretheit" Literarisches. Vermischtes. " Arbeiterrifiko. Durch die Explosion eines Coopers Apparats im Hochosenbetrieb der Rheinischen Stahlwerke zu Ruhrort wurde einem Arbeiter der Schädel abges riffen; ein anderer Arbeiter erlitt lebensgefährliche Verlegungen. Die Explosion verursachte auch großen Materialschaden und war bis auf die andere Rheinseite hörbar. Wieder Einer? Der Besitzer der Dampf- Kornmühle und Mehlhändler& adiges in Lockstedt bei Hamburg ist vers von 6 Uhr an bei We..bi, Schleiermacherfir. 2. Mitgliederaufnahme. Nach Mehl mit Sand verfälscht haben soll. Auch der Werk Tambour- und Vergnügungsverein„ Gut Heil". Sigung Sonntag haftet worden, weil er bedeutende Quantitäten derfelben Fidelitas und Tanz. Gesellschaft Helikon. Nächsten Sonntag, den 21. Februar: Wiener führer und ein Heizer, welche der Beihilfe beschuldigt werden, find Maskenball in den Schmiedel'schen Festfälen, Alte Jatobftr. 31-32. Freunde verhaftet. Simeonfir. 22, zu haben. herzlich willkommen. Billets zu 50% f. find beim Borsigenden P. Woschaz, In schlimmer Weise hat der Druckfehlerteufel Porzellanmaler und verwandte Berufsgenossen Deutschlands. einer Zeitung Koburgs mitgespielt. Er brachte es fertig, Zahlelle Berlin. Die Monatsversammlung findet am 20. Febuar, in den Mozart's" Figaros Hochzeit" als Oper in vier„ Saufzügen“ zu Freie Vereinigung der san- und gewerblichen Hilfearbeiter für bezeichnen. Lofalitäten von Roll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr, statt. Gäste über diesen Gegenstand wurde Abstand genommen. Die Versamm., Abends 9 Uhr, Alte Schönhauserfir. 42 bei Reimann. Fachverein der Uhrmacher. Sonnabend, den 20. Februar, Abends Staate obligationen vor. Darob natürlich große Sensation bei .eder. gebauten eines Freidenfers. Hierauf sprach Reichstags- Abgeordneter Ulrich über die Gewerkschaftsbewegung und ihre Bedeutung. Redner knüpfte an das eben Verhandelte an und betonte, daß die Gesellen einzeln dem Riedorf und Umgegend. Bersammlung am Sonntag, den 21. Februar, im Aus Furcht vor Strafe wegen Mißhandlung hat sich Meister gegenüber immer im Nachtheil sind und sich deshalb zu- totale des Herrn Weiß, Prinz Handjernstr. 7. sammenfaließen müssen, um in der Organisation das Gefühl der 21. Februar, Nachmittags 5 Uhr, Schultheis Brauerei, Neue Jakobstr. 24. i chossen. Aus noch unbekannter Ursache erschoß sich in Verein der Maschiniften und Heizer Berlins. Versammlung Sonntag, in Ulm ein Sergeant des Dragoner- Regiments Nr. 26 er Zusammengehörigkeit, das Klassenbewußtsein zu pflegen. Redner Rauchklub glühende Pfeife. Jeden Sonnabend von 9½ bis 12 Uhr Parchim ein Rekrut der dortigen Dragoner. ging dann des taberen auf die Aufgaten der Organisation und Sigung, Schulsir. 113 im Rehaurant Raubiger. Vergnügungsverein„ Fidelio". Sonnabend, den 20. Februar, großer Der als vermögenslos bekannt gewesene Pfarrer Die Vortheile, welche sie bietet, ein und betonte, daß neben den Wiener Diastenball in Arminhallen, Kommandantenjir. 20, oberer Gaal. Anfang Wolfgang Mühlbauer in Niedertaufkirchen, früher Beremoniar augenbliclichen Erfolgen, welche man durch die Organisation, 8 Uhr, Entree 50 Pf. Gäste sehr wiltommen. Verein„ Zufige Brüder", S.Bung mit Damen am Sonnabend im beschloß sofort, die Kosten des Begräbnisses und eines Grabe penn sie fiart ist, zu erzielen vermag, niemals das Ziel aus bem Auge gelassen werden darf, die Wurzel all der Unterdrückung Bftungsfeff. Baite wolltommen.. 126. Anfang 9 Uhr. Ta eso.dnung: Denkmals aus öffentlichen Mitteln zu decken. A13 die Gerichtsund Ausbeutung, die heutige Gesellschaftsform, zu beseitigen uni Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter, G. S. 29 fommission in der Wohnung des Verstorbenen Umschau hielt, fand die sozialinische an ihre Stelle zu sehen. Von einer Diskussion u. 89 Samburg. Filiale Be in 5, Versammlung am Sonnabend, den 20. d. sie in einem gewöhnlichen Kasten 188 000 m. in bayerischen lung wählte dann zum Mitgliede der Fachkommission den Kollegen br, Berfammlung bei Wenecke, Alte Jatobfix. 83, Bottag des Herrn den Niedertaufkirchenern, denn der Pfarrer hatte sich von ihnen Fischer. Es wurden noch eine Reihe Mißstände, die bei ver- Th. Megner über ,, bie Gewerbeper.chte" u. f. w. schiedenen Firmen herrschen, erwähnt, ferner wies man auf die klassen( Verwaltungsstelle 4). Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins fämmtlicher Berufs- sehr gern mit Lebensmitteln versorgen lassen. Sonnabend, den 20. Februar, Abeids Guillotiniet wurde gestern morgen 7 Uhr in Mainz der Konkurrenz hin, welche die Telephonarbeiter, um sich ein Trinfuhr, Flouwellstr. 5 bei Bastelt. Be.sch.edenes. Aufnahme neuer Mit wegen Ermordung des Flurschüßen Michaelis zum Tode ver geld zu verdienen, den Klempnern machen sollen! Im Laufe der Debatte wurde von einigen Rednern die Ansicht geäußert, die Versammlungen, Kommandantenir. 20, Arminvallen, Vortrag des Herrn Th. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 21. Februar, Abends 6 1hr, zwei urtheilte Schuhmacher Esch ba ch aus Fürfeld. Das Reichsgericht hat das gegen den Naturarzt Albert Klempner brauchen keinem Verbande anzugehören, die individuelle Mehner: Was bietet uns die Echule und was bietet uns das 2.ben" und Seebach vom Wagdeburger Landgericht ausgesprochene Urtheil Freiheit müsse gewahrt werden u. f. w. Gerisch geißelte dies Grenadierfaße bei Geefeld: Bortrag des Herin 2. Henning über ,, Mord und nebst den Feststellungen aufgehoben und die Sache an das LandSelbstmord". Nachher in beiden Beisammlungen nach den Vorträgen gesellige Berhalten und hob u. a. hervor, wenn man in solchem Umfange, unte baltung und Tanz, Gäne, Damen und Herren, fehr willkommen. gericht Halle a. D. S. zurückverwiesen. Der genannte Arzt war wie eher der Redner es wollte, die individuelle Freiheit be- Freireligiöse Gemeinde. Conntag, den 21. Feinar er., Bormittags vom Magdeburger Landgericht wegen fahrlässiger Körper ansprache, so dürje man auch nichts dagegen einwenden, wenn 10% uhr, Stofenthalerstr. 38. Vo.tag des Herrn Bölsche über: Butunfts- verlegung in Ausübung seines Berufs zu 4 Monaten Gefängniß ein Kollege die ganze Nacht durch arbeite. Redner bedauerte, Allgemeine und Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Metall- verurtheilt worden. daß statt für enges Aneinander schließen der Kollegen zu wirken, arbeiter( G. S. 29 und 89) Filiale 4 Berlin. Conntag, den 21. Februar, Vormittags 10% Uhr bei Wolzmann, Andreas, ir. 26, Bersammlung. Tages: Don. den Unabhängigen" gegen den Verband gearbeitet wird. o.dnung: Kassenbericht. Berschiedenes. Bundesversammlung am Sonntag, den 21. Feb uar cr., Wo.mitta 3 10 Uhr, und denselben in einem Hotel überraschte. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. den Gesandtschafts attaché abeille, als er seine Frau in den 2 m nhallen, Kommandantenir. 20. Tagesordnung: 1. Bericht d.s 3. Bundes- Angelegen Stiftungsfeft- kom.te. s. 2. Aufnahme neuer Vereine. Achtung, Schneider und Schneiderinnen. Große öffentliche Mäntel Nähertanen- Be famalung am Montag, den 22. Feoruar, Abe de 8 Uhr, in Die Hebamme Bednarska in Balut ist, dem„ Lodz. Tgbl." offmann's Fejisälen, Dianienpr. 180, Vortrag von Fäulen Wabi. B. Lese- und Diskutirkli.be. Sonnabend. Befe und Distutirflub zufolge, aus der Gefängnißha, t entlassen worden, weil die ärztlicher Feuerbach" im totale des Herrn Echröder, Reichenbergerſtr. 24. feits ausgeführte Untersuchung" ergeben haben soll, daß die in eine", binds 9 Uhr, im Totale des Herrn Bechlin, Hornfir. 11. der Wohnung der Bednarska vorgefundenen Kinderleichen Lese- und Distutitlub des Arbeiterbildungs Vereins in In Erwägung, daß das Programm der sozialdemokratischen weißenfee, Rejaur. Duſedanu( Vereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 feine Anzeichen eines gewaltsamen Todes aufwiesen und der im fle nen Gaal. Gäste haben Zutritt. Paris Deutscher fozial: Tod lediglich durch mangelhafte Ernährung Partei die Erklärung der Religion zur Privatfache und die Ab- demokratischer gefeflub im Cafe de la nouvelle Bonte", Gde Rue sowie" infolge der schlechten sanitaren Bedingungen, denen die schaffung aller Aufwendungen aus öffentlichen Mitteln zu firch- Montmartre und Rue Etienne- Ma cel. Komm. Arbeiter- Bildungsverein, London W. 49, Tottenham- Kinder in der Wohnung ausgesezt waren, erjolyt wäre. lichen Zwecken, sowie die Weltlichkeit der Schule 1ordert, erklärt Street, Tottenham Court Road. Jeden Sonnabend, Abends 9 Uyr, Ber: fich die heutige Versammlung mit aller Eutschiedenheit gegen den sammlung. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends preußischen Schulgesetz- Entwurf, indem derselbe eine durchaus vers 9 Uhr: Uebun, sunde. Aufnahme neuer Mitel eder. G. langvere.it ,, Grüne altete Bevormundung der Gewissensfreiheit enthält. Die Ver-& tche", Hirdorf, Hermann- und Knesebeckar.- Ede be. Beyerle. Gefangverein fammlung erklärt feruer, daß kein Abgeordneter der im Landtage enranta", Landsbergerfir. 31 bet Muichold. vertretenen Parteien eine der obigen Forderung entsprechende cho" Naunynstraße 86, bet Subeil. Stellung eingenommen hat, und daß die auf Grund des Drei- chaft 2", Friedeni.raße Nr. 48 be. Toutühn. tlassen- Wahlsystems zu Stande gekommene Versammlung des Abgeordnetenhauses in feiner Beziehung geeignet ist, den Willen Ser großen Wasse des Volkes Ausdruck zu verleihen. Die heutige Bersammlung fordert daher die Einführung des allgemeinen gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts für die LandtagsDer Sozialdemokratische Agitation@ klub für den Den Berlins hielt am 14. februar eine gut besuchte Verfammlung für Frauen und Männer in Schneider's Lofal, Bros fauerstraße, ab, in welcher Genoise Stritstowsty unter vielem Beisall über den Volksschulgesey- Entwurf sprach. An der Diskussion betheiligten sich mehrere Genossen, sowie ein Gegner, dessen Ausführungen vom Referenten im Schlußwort wie auch von anderen Rednern widerlegt wurden. Es gelangte hierauf folgende Resolution zur Annahme: wahl." Tie Versammlung schloß mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie, worauf man zum Vergnügen überging, bei welchem auch ein Tänzchen nicht fehlte. Im Fachverein der Stellmacher Berlins und Umgegend berichtete am 14. Jebruar Kollege Gäfar, das an arbeitelose Kollegen in der Zeit vom 19. Dezember bis 13. Februar 98,50 Mart an Unterstützung ausgezahlt worden sind. Alsdann wurde Kollege Meßmann zum Domann für das geiten. sammlungen. " Jeden Connabend öffentliche Ver " Sur Sittlichkeit der höheren Stände. Jm Badeort Cannes er schoß der in Paris wohnende Amerikaner De a con Durch eine Feuerobrunst, welche in St. Pier d'Arena das metallurgische etablijjement von Rocollo zerstörte, wurden 300 beiter brotlos. " Depeschen. Gesangvere n ,, SangesGesangverein Freund Gesangverem Glück zu", ( Depeschen des Bureau Herold.) Knebel, Badur. 58( Gesundbrunnen). Gefangvere.n Phönir", BülowBochum, 18. Februar. Das Strafver ahren gegen den fuaße so bei B.edlow. Gefan, verein harmonie 3", Friedrichshagen, Gefan, Derem Felsenburg" Blumenstraße 21a. Bochumer Verein wegen Eisenzoll- Hinterziehung ist eingestellt. Gesellschaftshaus. Gef angvere.n Teltow" in Teltow, Echwa zer Adler. Gefan, ve ein Nürnberg, 19. Februar. Die vereinigten bayerischen Spiegels Esmeralda", Konigsbergerstr. 24. Gejangve: ein Liederkranz" glas- Fabriten neliten den Betrieb auf weitere 6 Wochen wegen in Brandenburg Mengert's Bolts arten. Sonnabend: Berguüzu gave.em„ Euftige 18" be. Blöß, Dresdenerstr. 28. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Ueberproduktion ein. Tambou verein ,, Deutsche ich e" bei Sabeck, Fürbein, erstr. 7, Sizung. Bernugungsverein Kreuzfide!" bei Springstube, Wanteuffelstr. 67. Bergnu un sv.reinrüne Schleife" bet Sperling, Inselstraße 1. Bergnu ungsverein utige Brüder" bet Stowald, Dianienr. 126. Rauchklub Dornröschen" bet Döhring, Prinz Eugenstr. 19. Heti" bei Leomanu, Feuchtstr. 69. " -Gut Paul Nickel'scher Bern, 19. Februar. Der Bundesrath hat auf Antrag der Bundesanwaltschaft beschloffen, die gerichtliche Untersuchung bes treffend den Einsturz der Mönchensteiner Brücke und die eventuelle Beurtheilung derselben den gerichtlichen Behörden des Kantons Basel Land zu übertragen. Der Bundesanwalt sagt, daß die Gefang-, Eurn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- Gefang- bi herige Untersuchung feine Anbaltspunkte ergeben hat, die auf verein" Phönix", Bülow.r. 65, bet Bredlow. Aufnahme neuer Mitglieder. ein Bergehen hinweisen und Anlaß bieten, gegen bestimmte Männe- Gesangverein Sängerfrans", gegründet 1858, Annenfr., abends 9 Uhr. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Whusitverein allegro", bet Wogel, Sorauerstr. 18. Aufnahme neuer Mitglieder. Untersuchi ng ein negatives Resultat ergeben werde. - Mujitveren Vorwärts", Ab. 8%-10% Uhr, Annenir. 14, prt. Bitherklub Paris, 19. Februar. Die Minister haben die Aufrecht Waldrose", ab. 9 Uhr bei Kleemann, Lauftgerstr. 41. Fachorgan der Wagenbauer gewählt und beauftragt, dasselbe monte", s uhr nebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7. Bitherklub ar erhaltung ihrer Temission beschlossen und beabsichtigen diefelbe Tambour auf Kosten des Vereins mit der Packetfahrt jedem onnenten werein Deutsche Gich e", Sigung 9 uhr im Reñaurant Techow, Waterloo- deur Prufidenten nach Beendigung des Ministerraths zuzustellen. Auinagme n uer Wit, lieder. Gefangverein Barzantria" Nom, 19. Februar. Der Ausstand der Arbeiter Noms tann zuzusenden. Zum Schluß wurden die Kollegen aufgefordert, fich ufer 14. Gefangverein, smeralda" als vöuig fehlgeschlagen bezeichnet werden. Auf der Piazza des recht zahlreich an der öffentlichen Versammlung zu betheiligen, Bersammlung bei Hopfer, Cho.inecpr. 65. welche am 24. Februar in den Arminhallen, KommaucanienBerliner Turngenossenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von Bopolo gelang es zweihundert Arbeitern, sich zusammenzurotten. 8-10 Uhr, Zuii.lofal waiannenplat 1a.- 8. Männe. Abtheilung. Abends Als sie sich aver gegen den Korso in Bewegung fehten, wurden straße 20, stattfindet. 19-11 Uhr. Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabteilung Der Verein der Kurbelstepperinnen, Stepper ze. hielt turni Abends 8-10 Uhr. Der Tu njaal befindet sich König dbtisches Gyms fie auf drei Seiten von Trappen umringt und zerprenten sich is am 14. Februar feine erste diesjahrige Generalversammlung av. Roum, sabethstabe 57-68.- Turnverein Fichte( volksthümlich), jeden der Richtung nach dem Flaminischen Thore hin ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Der vom Kassirer Breitter verlesene Raffenbericht wurde für verein Fahn", Riydorf( eigene Turnhalle Biethenr. 72a). Paris, 19. Februar. Die Konferenz der Minister mit dem richtig befunden und die Wahl der Arbeitsvermittler bis zur 6- suhr Schülerabtheilung, von 8%-10% Uhr Männerabtheilung. Stattiub Ram gegründet 1. Oftober 9 Uhr, nächsten Bersammlung vertagt. Unter" Verschiedenem" beschloß in un mir's Penasaur, Evangelober 1890, abends up, Sigung Präsidenten Carnot endete gegen 5/4 Ugr Nachmittag. Carnot Gtattlubamsch", Fürstenberge.jir. 10. Humoristischer nahm die Demission des Kabinets an. man, den Beitrag von monatlich 30 Pf. auf wöchentlich 10 Pf. eingeladen. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2 Königsbergerjt. 24. 1 " Conntag 4-6 Uhr in Schölzels Seeschlößchen, B.chtenberg 3.Männer- TurnHeute von 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 43. Aus Italien. De Amicis und seine Bekehrung zum Sozialismu 3. Sonnabend, den 20. Februar 1892. 9. Jahrg. Die herrschenden Kreise und die sanftlebende Bourgeoisie Italiens sind in diesen Tagen durch einen schweren Schlag auf gerüttelt und erschreckt worden, den sie nicht leicht überwinden tönnen und der ihnen noch viel zu schaffen machen wird: das ist die öffentlich ausgesprochene, aufrichtige und entschiedene Betehrung eines begabten und berühmten Schriftstellers zum Sozialismus, eines Mannes, dessen Schristen bisher zu den beliebtesten und verbreitetsten in ganz Italien gehörten. Was von der Bourgeoisie jetzt am meisten gefürchtet wird, das ansteckende Beispiel eines solchen Unglücks, beginnt bereits zur Wahrheit zu werden. Schon hat sich der Professor für Literatur und Philosophie an der Turiner Universität, Arthuro Graf, seinem Freunde Amicis in öffentlicher Erklärung angeschlossen, und die Blicke sind ängst lich auf die Universitäten Bologna, Pisa und Neapel gerichtet, Don wo zunächst ähnliche Hiobsposten erwartet werden. # dann Sozialismus, es giebt keine soziale Frage für Italien! Meine geflagten, und nicht Sache des letzteren, seine Unschuld zu belieben Freunde! Das Gegentheil ist wahr! Mag immer die weisen. Die Berufung auf das Rechtsbewußtsein des Volkes Industrie nur in einem Theile unseres Landes entwickelt sein, in sei in dieser Frage wunderbar. Wenn dem RechtsItalien starrt uns die Landarbeiterfrage entgegen, und bewußtsein des Volkes Rechnung getragen würde, sie ist in Nichts zu trennen von der allgemeinen sozialen Be- wäre manches anders. Die Sozialdemokratie beziehungswegung, von der allgemeinen Arbeiterfrage. Meine lieben weise die Vertreter derselben/ im Reichstage glaubten Freunde! studirt die Statistik, studirt die heute in dem Staube mit der Vertretung der Forderung der Entschädigung der Bibliotheken vergrabenen Aften der Untersuchungskommission unschuldig Verurtheilter mit der Meinung des Volkes über die Landarbeiterfrage, und Ihr werdet erkennen, daß das sich in Uebereinstimmung zu befinden, ebenso mit der weiter Gegentheil jenes Ausspruches wahr ist, Ihr werdet erkennen, daß bei gehenden Forderung der Entschädigung unschuldig in dem Zustand des Zurückgebliebenseins der niederen Bildung und untersuchungshaft Gewesener. Gine Statistik aus des äußersten Glendes unserer Landarbeiter die Bewegung, die dem Jahre 1889 ergebe, daß in Deutschland im genannten Jahre bei ihnen ja deutlich schon sich kundbar macht, vielleicht gefahr 455 190 Personen in Anklagezustand versetzt wurden. Von diesen drohender ist als in anderen Ländern. Und diese Gefahr wird wurden freigesprochen 85 525. Mit Sicherheit sei anzunehmen, geradezu verstärkt und mit Gewalt herausbeschworen durch die daß nach Art der Vergehen( Meineid, Brandstiftung, Nothbei uns noch allgemein herrschende Gleichgiltigkeit oder durch zucht 2c.) bei der heutigen Gerichtspraxis von den Freigesprochenen das Ableugnen der sozialen Frage für Italien. Wollt Ihr dazu ein sehr großer Theil sich in Untersuchungshaft befunden habe. beitragen, daß ein gewaltsamer Ausbruch und Zusammenstoß, der Würde eine Entschädigung stattfinden müssen die nebenbei be sonst unausbleiblich ist, vermieden werde, so sage ich Euch: merkt als materielle immerhin nur eine ungenügende EntschädiGerade weil Ihr Italiener seid, beschäftigt Euch mit dieser Frage, gung sein tönne, so sei mit Sicherheit anzunehmen, daß eine Ueber die Bedeutung von De Amicis für die neuere Literatur nehmt Theil mit allen Euren Kräften an der Lösung; je mehr Aenderung in der Justizpflege, d. b. eine Einschränkung der VerItaliens ist hier nicht der Ort zu sprechen. Aber wenn ein so von Euch, die Ihr zu den Höhen der Bildung berufen seid, mit hängung der Untersuchungshaft playgreifen würde, was nur zu entschieden begabter Schriftsteller seine ganze bisherige Stellung, lebendigem Antheil eintreten für die am meisten gedrückten wünschen sei in Anbetracht des namenlosen Elends, das über die Ruhm und Anerkennung preisgiebt, um sich, getrieben durch innere Schichten und Klassen der Menschen, um so weniger gewaltsam, durch sie Betroffenen oder deren Angehörige heraufUeberzeugung, einer Richtung zuzuwenden, deren Vertretung ihm um so milder wird die Lösung sein! Laßt Euch auch nicht zurück beschworen wird.( Siehe Fall Peus!) Redner unterdie heftigsten Kämpfe und die erbittertste Feindschaft aller der schrecken durch das so oft gehörte und beliebte Schlagwort: Utopie! zog dann die geltende Straf- Prozeßordnung einer sachKreise einbringen muß, die ihn bisher bewunderten, so ist das für Wie bequem ist doch dieses Wort! wie ganz geeignet, die geiftige lichen Kritik und plädirte für Wiedereinführung des Be die große Sache der in Italien mehr als in jedem andern Lande Trägheit zu stügen, zu trösten, aufrecht zu erhalten, wie nüßlich rufungsverfahrens, in welchem größere Rechtssicherheit liege, als gepeinigten, unterdrückten, ja geächteten Arbeiterklasse mit Freuden ist es für Alle, die sich in ihrer Eigensucht, in ihrem Wohlsein in der bei höheren Gerichtshöfen nur zulässigen Urtheilsrevision. zu begrüßen. auf Kosten Anderer bedroht fühlen; wie ist dieses Wort von der Die Vertreter der Sozialdemokratie gingen aber noch weiter. Möge der deutsche Leser dieser Zeifen nicht ver- Unwissenheit immer gemißbraucht worden, immer entgegen- Unsere Partei fordere die persönliche Haftbarkeit geffen, daß in einer Beziehung thatsächlich ein bedeutsamer gehalten, den edelsten später zur Wahrheit gewordenen Gedanken resp. Berantwortlichkeit derjenigen Justiz Unterschied obwaltet zwischen Stimmung und Gemüth der stu- in dem Fortschritt der Menschheit! Nehmt denjenigen, der Euch beamten, durch deren Fahrlässigkeit Personen direnden Jugend Italiens und derjenigen Deutschlands. Hier bei der sozialen Frage von Utopie spricht, an die Hand, führt unschuldig in Untersuchungshaft genommen hat nicht wie in Deutschland die Fronie der Geschichte fast ein ihn ohne ein Wort zu sagen, auf den freien Play, unter die oder verurtheilt werden, daß die Bestimmungen der Menschenalter hindurch ihr Amt ausgeübt, die herrschende Klasse Bogenlampe des herrlich, fast überirdisch blizenden elektrischen Straf- Prozeßordnung auch auf die Justizbeamten Anwendung dahin zu bringen, einen rohen, unwissenden und geistig be- Lichtes, dann fragt ihn, ob dieses elektrische schränkten Menschen als den Heros des Jahrhunderts" zu be- nicht vor Licht finden. Für die vorgeführten Forderungen zu kämpfen, sei nicht zwanzig, ja noch vor zehn Jahren eine allein Aufgabe der Bolksvertreter im Reichstage; diese müßten wundern. Die Summe von Verwüstung in Gesinnung und Utopie war!( Stürmischer Beifall!) Meine lieben Freunde! hierin Unterſtüßung finden im Volte felbst, Abgeordnete und Sharakter, welche eine solche Aufgabe nothwendig mit sich bringt, Diese große soziale Frage, welche jetzt mit dem lebendigen Puls- Wähler in Wechselbeziehung zu einander stehen und Kraft st der italienischen Jugend erspart worden. Man ist hier noch schlag der Zeit die Gegenwart bewegt, und welche die Zukunft und Belehrung aus einander schöpfen. Diese Aufgabe rischer und empfänglicher geblieben für wahrhaft ideale Güter, beherrschen wird, ist so beschaffen, daß sie wie ein Reinigungsbad habe sich auch die Arbeiter Bildungsschule gestellt, welche für Etwas, was Menschensinn und Menschenherz erhebt. Die wirkt für denjenigen, der sich mit Ernst in Aufrichtigkeit der der Vortragende warm empfahl. Die Volksversammlung Lehre von der Verachtung des Humanitätsdusel" genannten Seele mit ihr beschäftigt. Wie gräßlich, wie furchtbar und dankte dem Vortragenden durch schier endlosen Beifall. Der Gedankens der Menschheit und Menschlichkeit, eine Lehre, deren himmelschreiend auch die neugewonnenen Kenntnisse und Ein- Vortrag zeitigte eine interessante Debatte, in welcher die herrschenBefolgung in allen Hauptthaten die leztverflossene Aera drücke von dem thatsächlichen Zustand der menschlichen Gesell- den Rechtszustände und die Strafgerichspflege eine grelle Bes Deutschlands kennzeichnete, und welche, wie es scheint, schaft, das ist von dem Zustand der ungeheueren Mehrzahl der leuchtung fanden, wobei besonders oft dafür plädirte, die Arin diesem Augenblick zu neuer Wirksamkeit und zu frischen Menschen zuerst wirken und diese Kenntniß bringt in der bei ter- Bildungsschule auf eine Höhe zu bringen, daß die bürgerThaten wieder auferweckt werden soll, hat hier noch keine Wurzel That zunächst ein storres Staunen hervor: man fragt sich lichen Fortbildungsschulen entbehrt werden können. Nach Schluß faffen fönnen. mir wenigstens ist es so gegangen, wie ist es nur möglich, der Diskussion gab eine eingelaufene Frage betreffs der Meldung daß ich das nicht gewußt, nicht gekannt, nicht erkannt habe? der Kreuz- Zeitung", wonach in Königsberg angeblich von Sozial Wo hatte ich denn meine Augen? Habe ich denn geschlafen all demokraten ein fönigliches Schloß in Brand zu stecken versucht die zwanzig Jahre her?- wie immer furchtbar diese Gindrücke worden sein sollte, dem Abgeordneten Singer Gelegenheit zu sind, sie lösen sich auf in dem glühenden Wnnsch, an einer Besserung interessanten politischen, mit rauschendem Beifall aufgenommenen mitzuwirken, sie werden verklärt durch die auftauchende Erkennt Auseinandersetzungen. Nach Ablehnung eines zu Gunsten der niß, daß eine Besserung möglich sei, die aber nur geschehen kann inhaftirten Revolutionäre gestellten Antrags schloß die hochdurch eine tiefgehende Umgestaltung. Alles, was an Eigennut, interessante Voltsversammlung mit stürmischen Hochrufen auf Selbstfucht, Kleinlichkeit in der menschlichen Seele war, wird wie die Arbeiter- Bildungsschule und den Abgeordneten Singer. hinweggefegt durch diese Erkenntniß, durch diese Hinwendung des ganzen Menschen auf ein großes Biel, an deffen Erreichung er bruar hier abgehaltenen gut besuchten Boltsversammlung Nieder- Schönweide- Johannisthal. In einer am 18. Femitzuwirken sich gezwungen fühlt. Diesen Weg möchte ich Euch für Frauen und Männer weisen, meine lieben Freunde! Wie rauh er auch fei, Ihr habt G. Schultz e- Königsberg über unsere Tattit". Der Referent sprach Reichstags- Abgeordneter ja die glücklichen Gaben der Jugend, Gure Elastizität, Gure beleuchtete in zirka zweistündigem Vortrage unsere Stellung zn Frische des Körpers und des Geistes, wie könnt Ihr sie besser der gegenwärtigen Gesellschaft, fam dabei auf die Stellung des verwenden als solche Mühen und Schwierigkeiten zu überwinden! Denn dieser Weg führt Euch dem Morgenroth der Menschheit Bürgerthums und der industriellen Arbeiter gegenüber den entgegen, zu einem Sonnenaufgang, wie er noch nicht auf Erden herrschenden Gewalten zur Zeit der französischen Revolution zu war, wie er aber in Wahrheit mit seinen äußersten Strahlen- sprechen, wies auf Grund von statistischem Material nach, welche Nun vergleiche der Leser mit diesem Vorgang die fuigende spitzen schon heute aus der Zukunft zu uns herüberleuchtet! Umwälzung auf ökonomischem Gebiet durch das Maschinenwesen Rundgebung. Die italienischen Zeitungen sind angefüllt mit Beseit etwa 50 Jahren stattgefunden hat und welche ungeheure richten und Leitartikeln über eine Rede, welche De Amicis fürzMenge von Produkten heute mehr produzirt wird, lich zu Turin in dem großen Saale des„ Universitätsvereins" Bur deren damaligen Zeit, für Verwerthung es ( ,, Associazione Universitaria Torinese") gehalten hat. Anan Konsumenten fehlt, der weil diejenige Klasse, wesend waren etwa fünfhundert Studenten und Polytechniker, noch an den nothwendigsten Konfumartikeln gebricht, eine ganze Anzahl der Universitätsprofessoren und die Verdurch ihre gedrückte Lage außer Stande ist, sich dieselben anzutreter der Schriftstellerwelt und der Presse Turins. Die fast Eine öffentliche Volksversammlung fand am 18. d. m. schaffen. Daher rühre die sogenannte Ueberproduktion und im zweistündige Rede wurde mit der gespanntesten Aufmerksamkeit zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule im Saale der Attien- Weiteren das Sinken der Löhne. Ferner geißelte Redner die angehört, nur zuweilen unterbrochen durch Rufe der Antheilnahme Brauerei Friedrichshain statt. Die von etwa tausend Personen furchtbare Ansammlung des Privateigenthums seit hundert Jahren und der jubelnden Zustimmung, die fich zum Schluß zu einer be- besuchte Bersammlung hörte einen Vortrag des Reichstags: daß die wirthschaftlich herrschenden Klassen durch die Gesetz burch Großkapitalisten, Großgrundbesitzer, Banken u. s. w., und geisterten Huldigung für den Redner gestaltete. In der Form Abgeordneten Singer über die Frage der Entschädigung gebung in den Stand gesetzt sind, sich im Wege der Eisen, war er vorsichtig und sehr milde. Der Redner vermied sichtlich unschuldig Verurtheilter. Redner schickte voraus, daß Lebensmittelzölle, Zuckerprämien u. dergl. auf Kosten der Projede grelle Beleuchtung durch Farben, welche ihm seine neu ge- diese Forderung den Reichstag schon seit einem Jahrzehnt be- letarier noch günstiger zu stellen. Solle diesen Uebelständen wonnene Kenntniß über die sozialen Zustände Italiens an die schäftige. Bereits im Jahre 1882 wurde sie von sozialdemokratischer gründlich abgeholfen werden, so müßten die Arbeiter die politische Hand geben konnte. Es war im Ganzen eine zu Herzen Seite im Reichstage angeregt und im Jahre 1883 von bürger- gründlich abgeholfen werden, so müßten die Arbeiter die politische bringende Aufforderung zum Studium der fozialen Frage, zur licher Seite ein diesbezüglicher Gefeßentwurf eingebracht und Macht in Händen haben. Um dieses zu erreichen, sei die GeGewinnung einer Erkenntniß der sozialen Bewegung der Gegen- einer Kommission zur Vorberathung überwiesen. Der Kom- winnung der großen Masse des Boltes nöthig, was nur im Wege wart; es war ein Weckruf an die Jugend, einfach und mild in missionsbericht tam aber durch eintretenden Sessionsschluß nicht der politischen und gewerkschaftlichen Organisation unter Be Daß wir der Form, doch tief und ernst und lebendig im Inhalt, und zur Verhandlung, ebensowenig der Bericht von 1884/85. Jm nuzung des Parlamentarismus geschehen könne. uns hiermit auf dem richtigen Wege befänden, dieser Weckruf wird seine nachhaltige Wirkung nicht verfehlen. Jahre 1886 fam endlich die Verhandlung zu Stande. Dem uns hiermit auf dem richtigen Wege befänden, beweise Beginnt doch bereits, wie erwähnt, die Rede durch ganz Italien Gesetzentwurfe wurde von der Volksvertretung zugestimmt, nicht Invaliden- und Unfallversicherung, Arbeiterschuß- Gefeßen und derdie Jnangriffnahme der Sozialreform" in Gestalt von Kranken-, ihre Wellenkreise zu ziehen. Der vorzüglich organisirte aber von der Vertretung der Regierungen. In der Session Verein der Buchdrucker Gehilfen zu Turin hat be- 1887/88 wurde der Gesetzentwurf wiederum eingebracht und vom gleichen mehr, durch die Regierung und die Aufmerksamkeit, schlossen, mit Zustimmung des Verfassers die Rede in vielen Reichstag abermals angenommen. Regierungsfeitig war man des deutschen Freisinns es sogar verschmähte, bei der Berathung welche die Bourgeoisie unserer Bestrebung widme, die, in Gestalt Tausenden von Abdrücken zum Preise von 5 Gentesimi.( 4 Pig.) nunmehr zu Konzeffionen geneigt, aber nicht nach den der Landgemeinde- Ordnung das allgemeine gleiche und direkte im Lande zu verbreiten. Wir geben in Folgendem einige Haupt- Wünschen der Volksvertretung. Man wünschte regierungsseitig Wahlrecht zu fordern. Der Referent erntete für seinen überaus stellen der Rede wieder: Meine lieben Freunde! Laßt Euch das Recht unschuldig Berurtheil. auf Entschädigung nicht gesez interessanten Vortrag großen Beifall. Bemerkt fei hierbei noch, nicht, wenn schon von selbst Euer Herz, Euer jugendliches Fühlen lich festzulegen, vielmehr einen Dispositionsfonds zu schaffen, aus intereffanten Vortrag großen Beifall. Bemerkt fei hierbei noch, Euch drängen will, Antheil zu nehmen, zunächst einzubringen in welchem auf dem Gnadenwege" vom Reichskanzler oder vom Nieder- Schönweide sprach." Doch mit des Geschickes Mächten ist daß dieses der erste Reichstags- Abgeordnete war, welcher in die Erkenntniß dieser Frage, laßt Euch nicht von Jenen zurück Kaiser eine Entschädigung unschuldig Verurtheilter erfolgen tein ewiger Bund zu flechten und das Unglück schreitet schnell." schrecken, welche das bequeme Wort Euch entgegenhalten: Du könne. Andererseits wollte man diese Entschädigung den Re- Es war vorauszusehen, daß der zweite Punkt der Tagesordnung: Thor! Das Elend läßt sich nicht verringern, geschweige denn gierungen der Einzelstaaten überlassen. Beide Konzessionen, ausrotten. Diese Bewegung wird vorübergehen, wie so viele erklärte Redner, seien unannehmbar. Einerseits dürfe und könne Diskussion, sich sehr lebhaft gestalten würde, da die sogenannten ähnliche vorübergegangen sind ohne Spur. Es ist immer so die Entschädigung unschuldig Verurtheilter kein„ Gnadengeschenk" richtig! Schon beim ersten Oppositionsredner entwickelte sich ein Unabhängigen" in der Versammlung start vertreten waren. Und gewesen, es wird immer so sein!" Nein, meine Freunde! sein, andererseits durchbreche die Regelung dieser Angelegenheit Dieser Einwand enthält eine innere unwahrheit. Es ist nicht durch die Einzelstaaten den Gedanken der Rechtseinheit des deut- derartiger Tumult, daß der überwachende Beamte sich veranlaßt immer so gewesen und es wird daher auch nicht immer so sein. schen Volkes und befördere den Partikularismus. In anderen sah, die Versammlung aufzulösen. Ein offener Blick um Euch her wird Euch von der Unwahrheit Staaten, wie der Schweiz u. a., sei diese Angelegenheit gesetzlich Wohl zeigt uns auch in diesem Lande das Beispiel des reaktionär gewordenen Dichters Carducci deutlich genug den Berfall und geistigen Niedergang der Bourgeoisie, Dennoch wäre in Italien unmöglich und undenkbar gewesen, was in diesen Tagen in Deutschland in dem Kreise der Geistesverkünder der herrschenden Klasse sich ereignete. Wir fahen soeben dort einen Schriftsteller und Universitätsprofessor der Geschichte in dem felben Augenblick, wo er zufällig einmal gegen eine Regierungsmaßregel aufzutreten fich gedrungen fühlte, um nur ja oben feinen Zweifel an feiner Gesinnung zu lassen, die Partei der Unterdrückten mit den brutaliten Ausdrücken be legen. Es war in Uebrigen jener Ausfall bezeichnend für den Mann, dessen gesammte literarische Wirksamkeit und Bedeutung als Geschichtsschreiber zugleich und als deutscher Poet sich einst, der thatsächlichen Wahrheit gemäß, in den Denkvers wird zusammenfassen: Bekommt ein Prinz den ersten Zahn, Wer gratulirt? Herr Felix Dahn: " Versammlungen. als aber es " " dieses Einwandes überzeugen. Seht doch, wie heute zu gleicher Beit in geregelt. Württemberg habe leider seine bezügliche gefeßliche Be- munalwähler- Versammlung die Frage: Wie stellt sich die Sozial Jn Reinickendorf erörterte lehthin eine öffentliche Romallen Hauptkulturländern nicht nur Europas, sondern auf beiden ſtimmung zu Gunsten der deutschen Rechtseinheit aufgeben demokratie zu der bevorstehenden Gemeindevertreter- Wahl? Herr Halvkugeln der Erde, auch auf der südlichen Hälfte, wie Australien müssen. Troßdem enthalte auch das deutsche Strafgesetzbuch eine Be- Runt el referirte darüber und forderte sämmtliche Genoffen auf, zeigt, ein und dieselbe Bewegung- denn ihre Natur ist gang ftimmung, welche auf den Weg der Entschädigung unschuldig Ver- fich recht rege an der Wahl zu betheiligen, aber nur denjenigen diefelbe sich äußert, und in immer verstärktem Maße sich hör- urtheilter hinweise, und dies sei die Bestimmung der Bekanntgabe der Kandidaten die Stimme zu geben, welche voll und ganz auf dem bar macht. Schon diese eine Thatsache, von welcher jeder neue erfolgten Freisprechung Verurtheilter im Wiedemufnahmeverfahren. Boden des Erfurter Programms stehen. Die Ausführungen des Tag Guch neue Kunde bringt, wird Euch sagen, daß hier etwas Eine Statistik aus den Jahren 1879-82 ergebe, daß 205 Frei- Referenten wurden von der Versammlung mit reichem Beifall vorgeht, was noch nicht war, was noch niemals auf Erden war! sprechungen im Wiederaufnahmeverfahren erfolgten. In 97 Fällen aufgenommen. In der Diskussion meinte ein Gegner, die ArKann dies etwas Bufälliges sein? Kann dies etwas ohne tiefste waren die verhängten Strajthaten bereits vollständig abgebüßt, beiter könnten doch zufrieden sein, denn die meisten Steuern der Wirkung und ohne Biel Borübergehendes sein? Und vor Allem in 78 Fällen theilweiſe.. Dieſe fleine Statitit spreche für sich Kommune würden zur Schule verwandt, die ja blos von den fann dies etwas von Einzelnen Hervorgerufenes, etwas fünstlich selbst, ebenso die Forderung der Entschädigung unschuldig Ver- Kindern der Arbeiter besucht würde. Die Steuern dazu hätten Gemachtes sein? Ich lege Euch diese Frage vor, meine Freunde, urtheilter. Man sage, das Bolt verrohe, die Zahl der Ver- die Grundbesiger aufzubringen. Es wurde dem Gegner von den und Ihr selbst werdet barauf Antwort geben. Sodann aber recher vermehre fich. Aber die Gelegenheit, sich in Deutschland Genossen Meschte, Knauf, Schilling und Kunkel laßt Euch auch nicht von Jenen zurückschrecken, welche zwar strafbar zu machen, sei gegenwärtig ungemein billig und alle entsprechend heimgeleuchtet, indem man ihm u. A. fagte, daß die eine tiefgehende soziale Bewegung Europa zugeben, neuen Gefeße der herrschenden Klassen vermehrten die Gelegen Steuern in der Hauptsache von den Arbeitern aufgebracht aber sagen: Italien geht das nichts an, für Italien beit. Redner wandte sich auch gegen anen eventl. Unterschied hehehen die Bedingungen nicht, welche in anderen Ländern diese der Art der Freisprechung, indem men regierungsseitig die werden. Die Versammlung ging mit einem Hoch auf die SozialBewegung hervorrufen, unterhalten und steigern. Konnte doch jenigen, die im Wiederau nahmeverfahren wegen mangelnden noch im vorigen Jahre im Parlament ein berühmter Redner und Beweises" freigesprochen würden, von der" Entschädigung ausDenter( Bo ng bf) aussprechen, für Italien fehlen die Wurzeln des schließen will. Sache des Gerichtes sei es, die Schuld des An- I in Sozialdemokratischer Wahlverein f. den| VI. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonnabend, den 20. d. M., im Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstr.- Ecke. 2. Stiftungsfest anter Mitwirkung der Gesangvereine Sängerdjor der Töpfer, Glück, Gleichheit, Euphonia und Unverdrossen( Mitglieder des Arbeiter Sängerbundes) unter Leitung des Dirigenten Herrn Bieber, sowie vieler Spezialitäten. Festrede vom Genossen Wilhelm Liebknecht. Nach der Vorstellung: Tanz. Billets sind zu haben bei: Franz Gleinert, Müller- und Fennstraßen- Ede; H. Raschke, Wiesenstr. 8, H: 3 Tr.; H. Werle, Chorinerftr. 30, 4 Tr. bei Grunwald; A. Hein, Kastanien Allee 76, H. 2 Tr.; R. Wittig, Brunnenftraße 121, 4 Tr.; F. Hermerschmidt( Moabit), Perlebergerstr. 28; Haberlandt, Bellermannstr. 87; A. Linneken, Beußelstr. 57; Steinbach, Antonitr. 1; J. Gnadt, Brunnenstr. 38; E. Schmidt, Tresfom- und Diedenhofenerstraße- Ecke; H. Hilgenfeld, Bergstr. 60; Adolf Scholtz, Rastanien Allee 35; sowie bei allen Vorstandsmitgliedern, Zahlstellen und mit Plakaten belegten Handlungen. Um rege Betheiligung ersucht 428/12 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Puter u. Maurer Berlins u. Umg. em Sonntag, 21. Február, Vorm. 10%/ 2 Uhr, bei Norbert( großer Saal), Beuthstr. 19-21. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über Gewerbe- Schiedsgerichte. Referent Stadtv. Vogtherr. 2. Berichterstattung der von den Buzern auf Listen gesammelten Gelder zum Buchdruckerstreik. 3. Unsere jetzigen Lohnverhältnisse und Verschiedenes. 1492b Die Kollegen, welche noch Sammellisten haben, werden gebeten, dieselben dor der Versammlung abzugeben. B. Förster, Lübeckerstr. 43. H. Klingenberg, Mittenwalderstr. 33. Bertrauensmänner der deutschen Maurer und verw. Berufsgenossen für Berlin. Lithographen, Steindrucker u. Berufsgen. Alle diejenigen Kollegen, die noch im Besize von Sammellisten für die ausgesperrten Buchdrucker, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen sind, werden ersucht, diesel en sofort, gezeichnet oder ungezeichnet, an die bekannten Bahlstellen oder Kommissionsmitglieder abzuliefern, widrigenfalls die Nummern der Listen mit den Namen der Entnehmer in diesem Blatte veröffentlicht werden. J. A. der Kommission: 446/3 Fr. Scherer, Lithograph, Liegnigerstr. 21, v. II. Große öffentliche Versammlung Sämmtlicher selbständiger Handwerker und Gewerbetreibender am Sonntag, den 21. Februar, Vormittags 10% Uhr, im Feen- Palast", Burg- u. Wolfgangstr.-Ecke. Tages Ordnung: 1. Die Lage des Kleinhandwerkers. Referent Reichstagsabgeordneter August Bebel. 2. Disfuffion. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 3000000000000000000 DOENachdruck verboten. Control Gesetzlich Arbeiter arke Reutscher geschützt Ausgegeben von Hutmacher der Arbeiter Control Commission An Berlin Jean Holze Markenfabrik Hamburg 1516b Der Einberufer: R. Franzke. Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenftehende Marke unter bem Schweißleber tra gen, bieten Garantie, daß ben Berfertigern gerechtes Lohn wurde! Rauft nur Hüte mit dieser Marke! Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Soeben erschienen: Neudruck des Protokoll über die Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, abgehalten zu Erfurt vom 14.- 20. Oktober 1891. 368 Seiten. Preis 50 Pfg. Wir ersuchen die Parteigenossen, denen Exemplare fehlen, und ihren Bedarf baldigft anzugeben. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Bei Bestellungen von auswärts bitten wir um vorherige Einsendung des Betrages.( Porto für 1 Exemplar 20 Pf. ertra.) Preis- Verzeichniß von Carl Stier Fabrik für Herren- u. Knaben- Garderobe 168 Oranienstrassse 168. 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Februar, Vormittags 92 Uhr, bei Wied struck, Ackerstraße Nr. 115 Zahlreiches Erscheinen nothwendig. 871/7] Der Vorstand. Verband der Korbmacher. ( Filiale Berlin.) Montag, den 22. Februar d. I. Abends 81/2 Uhr, bei Roll, Adalbertstraße 21, Versammlung. Tagesordnung: 1. Berathung der Anträge zum Ge werkschafts- Kongreß. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. 193/17 Berein zur Wahrung der Juteressen der Berl. Knopfarbeiter. Sonntag, den 21. Febr., Vormittags 10 Uhr, bei Gnadt, Brunnenstr. 38 Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Jul. Türk über: Sibirien. 2. Diskussion. 3. Wahl der Rechtsschutz- Kommission. 4. Ver schiedenes. Zahlreiches Erscheinen ist Pflicht. 191/16 Der Vorstand. Genossenschafts- Buchdruckerei eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Solingen. Sonntag, den 21. Februar 1892, Nachmittags 41/2 Uhr, im Lokale des Herrn C. Ern, Solingen: Ausserordentliche 30- Mitgliederversammlung. 33, Tagesordnung: 1. Empfang der Beiträge. 2. Wichtige Mittheilungen. 3. Generalversammlung. Sämmtliche Mitglieder, auch die Der Vorstand. Jacket- Anzug von feinem gezwirnten Stoff, sehr haltbar Jacket- Anzug von Velour, sehr haltbar, mit seidener Borde, in ganz neuen Mustern Jacket- oder Rodt- Anzug von Velour, mit seid. Borde, schöne dunkle Muster, fräftige Waare 36,-neueingetragenen, müssen erscheinen. Jacket- Anzug von Gottbufer Cheviot, in echt englischen Mustern, sehr 4255 dauerhafter und eleganter Promenaden- Anzug. .39, Jadet- Anzug von feinstem dunkelblauen Cheviot, ein oder zweireihig 42, Jacket- Anzug von dunkler Velour, mit seidener Borde, prima Jacket- oder Rock- Anzug von imitirtem Rammgarn, haltbar und elegant, seidene Borde .30, Jacket- oder Rock- Anzug von gemustertem Rammgarn, elegant. Anzug 36, Jacket- oder Rock- Anzug v. einfarb. Rammgarn, feiner Salon- Anzug 36,-. Jacket- oder Rock- Anzug von gemustertem Aachener Kammgarn, eleganter Promenaden- Anzug, Neuheit. . 45, .42, Zentral- Kranken- und Begräbnißkasse für Frauen und Mädchen Deutschlands. . 26. Gig: Offenbach a. M. Die Kaije nimmt als Mitglieder Frauen und Mädchen vom 14. bis 45. Lebens 1 Mart. Der wöchentliche Beitrag 25 Pf. Salon- und Promenaden- Anzug 48,- und 54,- als Krankenunterstützung wird 7,20 m. Jacket- oder Rock- Anzug von blau Diagonal 25, und 35, Gehrock- Anzüge in Kammgarn od. Tuch, sehr elegant 36, 40, 45 bis 54, baufe gewährt. Das Begräbnißgeld be wöchentlich oder Verpflegung im Kranken trägt 60 M. Jacket- Anzug von gemustertem Aachener Kammgarn, Neuheit, sehr fein 45,-jahre auf. Das Eintrittsgeld beträgt In folgenden Geschäften sind Hüte mit der Rock- Anzug von ff. Aachener Kammgarn, hochfeiner Kontrollmarken zu haben: H. Aertsens, Prinzenstr. 28. 0. Arnold, Dresdnerstr. 116. Rud. Beisse, Chauffeestr. 70. A. Becker, Reinickendorferstr. 14a. 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. A. Bracklow, Schönhauser Allee 29. Alb. Binn, Landsbergerstr. 43. W. Böhm, Blücherstr. 11. 99 Dresdenerstr. 128. L. Cohn, Andreasstr. 67. H. Diederich, Oranienstr. 9. Mariannenstr. 43. 0. Dittiot, Pantstr. 24a. E. Dittmer, Ackerstr. 68b. G. Dunsing, Dresdenerstr. 6. Ch. Otto, Chausseestr. 22. C. Polvoigt, Frobenstr. 28. C. Pimpel, Landsbergerstr. 108, P. Pohle, Schwerinstr. 12. Böhme, Potsdamerstr. 104. W. Rother, Arndtstr. 81, vis- à- vis der W. Rother, Arndtstr. 81, vis- à- vis der Schenckendorffstraße. E. Rieck, Badstr. 64. C. Schulz, Swinemünderstr. 145, A. Schlegel, Brunnenstr. 38. Carl Stark, Neue Königstr. 78, H. J. Stoboy, Oranienftr. 170. Stresemann, Neue Königstr. 11. F. Sporreuter, Poststr. 16. W. Sy, Brunnenstr. 139. Paul Drenske Nachflg., Oranienstr. 172. Carl Wolter, Münzstr. 8. P. Fraude, Müllerstr. 183. A. Fuchs, Manteuffelstr. 35/36. Stalizerstr. 39. Th. Gerlach, Linienstr. 39. Gust. Gross, Frankfurter Allee 167. R. Plaase, Raftanien- Allee 36, Fr. Haupt, Große Frankfurterstr. 145. W. Hildebrandt, Schönhauser Allee 4. 0. Jörs, Pantstr. 5a. A. Kehr, Röpnickerstr. 126. W. Kliem, Bernauerstr. 108. G. Köpke, Brinzenstr. 60. 99 Potsdamerstr. 126a. Kriegshammer, Bellealliancestr. 91. G. Knaake, Andreasstr. 24. G. Kuhlee, Waldemarstr. 28. P. Kunz, Prinzen- Allee 87. Emil Kunze, Brunnenſtr. 87. Ph. Krull, Rheinsbergerstr. 30. Franz Köppen, Müllerstr. 14a. 0. Liskow, Oranienstr. 47a. Arnold Lange, Brunnenstr. 136/137. 0. Schulze, Ruppinerstr. 27. H. Meissner, Neue Hochstr. 43. " A. Wittenbecher, Moabit, Lübeckerstr. 4. Rud. Wegener, Stromstr. 59. W. Zapel, Staligerstr. 131( neben Frister u. Roßmann). A. Zechelius, Eisenbahnstr. 10. C. Rättig, Fehrbellinerstr. 88. E. Bergmann, Markgrafenstr. 100. C. Sarsch, Fehrbellinerstr. 56. W. Benecke, Potsdam, Jägerstr. 36. C. Böttcher, Friedrichshagen. Bosselmann, Charlottenburg, Scharrenstr. 11la, • B. 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Verwaltungsstelle III: F. Dolz, Bergs fraße 80, Quergeb.; Wilhelmine Grüne wald, Prinzen- Allee 27, III. O. Ver waltungsstelle IV: Emil Müller, Memelerstr. 31, S. IV; Herm. Gehr hardt, Lichtenbergstr. 7, Quergeb. IV 7,50 9,- und 10,50 9,50 . 12, 11, 12, 12 . 12,- und 10, 20,- bis 15, .15, • 18,- und 20, • 24, .30, .30, Eleganter Paletot von hellem und dunklem Cheviot Eleganter Paletot von hellem Cheviot Eleganter Paletot von Satin, alle Farben. Feiner Kammgarn- Paletot in allen Modefarben Feiner Diagonal- Waletot, sehr schöne Faroen. Hochfeiner Kammgarn- Paletot m. bestem Serge: od. Seidenfutter 42 u. 36, 40, 86 und 25, Schuwaloffs in feinen melirten Mustern Uster mit furzer Pelerine · D. Westen. . . • 40, 36 und 27, Weiße Westen von 2,50 Mt. an. Seidene Westen in allen Qualitäten von 2,50 bis 12 Mt. E Knaben- Anzüge. T. Koschel, Charlottenburg, In Knaben- Anzügen halte ich stets eine sehr große Auswahl der neuesten Sophie Charlottenstr. 27. E. Radow, Charlottenburg, Berlinerstraße. F. Julow, Pantow, Breitestr. 24. Stoffe und Façons und empfehlen dieselben schon von 4 Mt. an. Einsegnungs- und Burschen- Anzüge find in reicher Auswahl zu billigen Breisen vorhanden. F. Diverse. G. Schaudt, Neu- eißensee, außerdem empfehle ich noch Schlafröcke in Velour, Double 2c. von 10 Mt. an. C. Schmidt, töpenick, Riegerstr. 41. Joppen in Düffel oder Loden von 7,50 Mt. an. Gehröcke, Fracks, A. Klinge, Röpenid, Grünftr. 38. Hohenzollernmäntel, einzelne Jackets, Hausjadiets 2c. 2c. C. Wanke, Nixdorf, Bergstr. 9. R. Weidner, Dresdenerstr. 100. Bon Seiten der Händler wird sehr oft der Kniff angewendet, indem sie sagen: Für diese Torte Hüte giebt es keine Marken. Wir machen darauf aufmerksam, daß es Hüte mit Marken in allen Preislagen und Qualitäten giebt und die Ausrede nur gemacht wird, um den Käufer irre zu führen. Judem wir die Genoffen bitten, nur die von uns veröffentlichten zeugen, daß die Marke schon vorher im Hnte flebt. Geschäfte zu berücksichtigen, ist es auch hier nöthig, fich zu überJedes Einkleben der Marke beim Kauf ist Betrug. Alle Unregelmäßigkeiten bitten wir an uns zu berichten. 172/20 B Mein Stofflager ist stets mit allen Neuheiten der Saison auf das Reich haltigste ausgestattet, und werden Bestellungen nach Maß sehr schnell ausgeführt. Für guten Siz und tadellose Ausführung übernehme ich jede Garantie, und wird Nichtpassendes anstandslos zurückgenommen. Feste Preise. Meyer's, Bach, Bibliotheken, Brehm's 19822 Schuhe und Stiefel mut Rontrolmarke empfiehlt An Sonn- und christlichen Feiertagen von 2 Uhr an geschlossen. Brockhaus' 1488b Bücher, Thierleben, Weltgeschichten, A. Hannemann, Kochstr. 56. Fernspr Schankgeschäft billig zu verkaufen fanit G. Berbe, Ritterstraße 114, nahe der Fürstenstraße.. ( Baugegeno) Cynarstr. I am wedding. Kinderwagenl. 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