Nr. 196. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poftbonnement: 1,10 Mart pre Monat, Gingetragen in der Poft 8eitungsPreisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts S Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Kolonet geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Zur wirtschaftlichen Lage. Freitag, den 23. August 1901. der Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. " gewandelt wie in allen wichtigen politischen Fragen. Einst war auch Aber das Centrum hat auch hier seine Ueberzeugungen reaktionär sein Lebenselement häufigere Wahl, Agitation und Aufreizung". Jetzt ist es die satte Partei des Besiges, die jede Erregung fürchtet, die in ihrem Lebenselement ist, wenn das politische Leben des Voltes erstarrt und die Menge in stiller Demut jeden Schwindel erträgt. Zarenbesuch. Januar laufenden Jahres noch 663 000 Tonnen betrug, zeigt von da Die„ Germania" sucht ihre betrübsame schwache Position zu. ab von Monat zu Monat sinkende Ziffern. Dabei ist ohnedies stärken, indem sie das rüde Gerede wiederholt, die Agitation und gegenwärtig eine Produktionseinschränkung von 33% Proz. in Kraft. Aufreizung sei das Lebenselement der Socialdemokratie. Aber das An der Börse und in den Industrieblättern wiegt man sich jetzt auf dem rheinisch- westfälischen Kohlenmarkt haben sich die Absatz- Centrum selbst hat sich 1887 gegen fünfjährige Legislaturperioden wieder in Hoffnungen. Die Beendigung des chinesischen Krieges, verhältnisse für die meisten Zechen im laufenden Monat verwahrt und die Agitation und Aufreizung" nach je drei noch ungünstiger gestaltet als im Vormonat. günstigere Berichte über den englischen Handel und der StahlNamentlich Jahren als berechtigt und im Interesse der Wähler nötig erachtet; arbeiter- Ausstand in den Vereinigten Staaten, von welchem die sammeln sich in Feinkohlen bedeutende Massen an und in diese drei Jahre sind aber verstrichen seit der 98 er Wahl. deutschen Eisenbarone hoffen, daß er die Amerikaner in ihrer den jüngsten Tagen verlautete, daß eine große Bergwerks- Nach der eignen Ueberzeugung des Centrumis sollte es also an der mörderischen Konkurrenz hindern werde, haben eine gewisse Beruhigung gesellschaft auf ihren verschiedenen Zechen allein über 20 000 Tonnen Beit sein, jetzt die Stimme des Volkes zu hören. auf dem Markte der Dividendenpapiere eintreten laffen. Die Kapital- bes Steinkohlenbergbaues in Preußen betrug der Absatz im ersten Feinkohlen aufgestapelt habe. Nach der Uebersicht der Ergebnisse befizer, deren wilde Angst noch vor kurzem einen allgemeinen Bu Halbjahr 1901 296 000 Tonnen weniger als in gleicher Zeit des sammenbruch kommen sah, schöpfen wieder Vertrauen und Mut. Wenn man jedoch die Entwicklung der Dinge mit Aufmerksamkeit Borjahres. Die Gas- und Gasflammfohlen- Bechen behaupten, noch verfolgt hat, hat man die Gewißheit, daß diese„ Erholung" nur eine gut beschäftigt zu sein, doch wird die diesmonatliche Gesamtminder Art Zwischenatt in dem furchtbaren Drama jener Strife bezeichnet, förderung noch höher sein als im Juli. Künstlich hält das Art Zwischenakt in dem furchtbaren Drama jener Krise bezeichnet, Syndikat den gegenwärtigen Förderungsumfang noch aufrecht durch die sich vor unsren Augen abspielt und kaum ihren Höhepunkt, geschweige denn bereits ihr Ende erreicht hat. Die Auschauung ist fauft, um den Preissturz im Inland zu verhüten. Wie die Blätter die Steigerung der Ausfuhr. Im Ausland wird mit Verlust vernicht richtig, daß der chinesische Krieg die Ursache der Krise sei. Der Operettenzug gegen den Drachen war mir ein häfen start gefüllt; ebenso haben sich am Oberrhein und in Süddes Ruhrbezirks melden, find die Läger an den Rhein- und RuhrParis, 21. August 1901. äußerlicher Anlaß; in Wirklichkeit ist diese Krise die Folge der jahre- deutschland große Vorräte angehäuft. Seit der historischen Woche" vom Oktober 1896, wo der Zar langen tapitalistischen Ueberproduktion und leberspekulation. Da westfälischen Stohlenzechen find Die Absatzverhältnisse der zum erstenmal das verbündete Frankreich mit seinem hohen" Besuch die Maschinen sich nicht so schnell abnutzen als sie erzeugt wurden, die Lage der Gesamtindustrie, aber nach diesen Absatz- die chauvinistische Vernarrtheit in die Zarenfreundschaft hätte beste Gradmesser für beehrte, ist so manches geschehen, was nach menschlichem Ermessen das Einkommen der Arbeitermassen auch nicht höher geworden ist, verhältnissen beurteilt, scheint in der Industrie auf lange hinaus gründlich kurieren sollen. Vor allem ist den verblendetsten Allianceso herrscht auch nicht die Möglichkeit, die Produktion im Umfange noch nicht auf Besserung zu hoffen zu sein. des Jahres 1899 aufrecht zu erhalten, geschweige denn sie über noch nicht auf Besserung zu hoffen zu sein. die damaligen Ziffern hinaus zu entwickeln. Im wirtschaftlichen ungünstig. Die Dortmunder„ Union", eins der größten deutschen Werke, hat Nußland zur Zeit des Fashoda- Abenteuers geradezu eine chnische Auch die Nachrichten aus der Industrie selbst lauten noch andauernd ferner liegt als ein Revanchekrieg um Elsaß- Lothringen. Sodann Auch die Nachrichten aus der Industrie selbst lauten noch andauernd fanatikern ein Licht darüber aufgegangen, daß der Alliance nichts Leben aber trifft noch mehr als auf andren Gebieten der Saz zu, muß von der Verteilung einer Dividende Abstand nehmen, weil sie von Nücksichtslosigkeit Frankreich gegenüber an den Tag gelegt. Die daß schon der Stillstand Rückschritt bedeutet und so find denn auf der Verschlechterung der Marktlage schwer betroffen worden ist. Nur einzige„ praktische" Folge des Barenbesuchs von 1896 war der Gegendie von der kapitalistischen Gesellschaft heiß ersehute„ Belebung des durch erhebliche Preisnachlässe konnten überhaupt die bestellten Produkte besuch Felix Faures in Petersburg ein Jahr später. Konnte man Geschäfts" teine großen Hoffnungen zu setzen. Wie lagen denn die Dinge seit 1899? Fast alle deutschen zeigen, wie der Verkauf behindert ist. Am Schluß des vorigen greiflich finden, so hätte fünf Jahre später die plögliche Kunde zur Abnahme gelangen, während andrerseits große Roheisenvorräte noch zur Not die hysterische Freude der historischen Woche" be Eisenhüttenwerke hatten in den vorhergehenden Jahren ihre Geschäftsjahres lagen für 29 Millionen Mark Aufträge vor, an vom kommenden Barenbesuch denn doch mit würdevoller Ruhe aufs Anlagen erweitert. Die dadurch herbeigeführte teilweise ganz toloffale Vermehrung der Produktion war ohne schäd- wirklich ausgeführt werden, ist nicht gesagt. Die Donnersmard diesem nur für 13 Millionen Mark. Und wie viele von diesen liche Wirkung, so lange der Eisenmarkt eine ausreichende So nach menschlichem Ermessen! Der Chauvinismus aber Aufnahmefähigkeit zeigte. Infolge des vermehrten Verbrauchs hütte in Oberschlesien hat Anfang vorigen Jahres einen neuen hat seine eigne Logit. Er ist blind wie die Liebe. Die Hochofen in Bau genommen, tam ihn jest jedoch nicht ruffische Alliance ist ihm noch immer ein Liebesverhält Bermehrung der Roheisen Produktion abgesehen wird". Und so bürgerlichen Parteien ohne Ausnahme führen wieder eine hysterisch dem Betrieb übergeben, da nach Lage des Marktes von jeder nis, teine Vernuft- und Geldheirat. Die Zeitungen aller lauten die Nachrichten von allen Seiten. verzückte Sprache, als ob der Barenbesuch kein kühles diplomatischFrankreichs. finanzielles Manöver wäre, sondern eine Rettungsaktion zu Gunsten wirklich die Stimmung des französischen Volts wiederspiegelte. Es wäre zum Verzweifeln, wenn der Zeitungsjubel waren ge gang verwandeln. = genommen werden sollen. Daß er aber die Jubelstimmung der Regierung höchstens er die Preise für Kohle und Roheisen berart stiegen, wie sie vordem nur in kurzen Glanzperioden erzielt worden ivaren. Die Möglichkeit weiterer Preissteigerungen erscheint jetzt ausgeschlossen, selbst wenn die in Oberschlesien und Rheinland- Westfalen aufgestapelten Mengen glatt verkauft würden. Daß die Dinge vom Erport. Die oberschlesische Eiſenindustrie existiert gegenwärtig Soweit die deutsche Industrie noch gut beschäftigt ist, lebt fie so tommen mußten, wie sie jetzt gekommen sind, haben die Unter- nur noch von den Orders aus Rußland und den Donauländern, nehmer auch gewußt. Der Generalbevollmächtigte des Grafen Hendel die sächsische Industrie fertigt lohnende Aufträge nur noch für den b. Donnersmarck, Bergrai Lobe, sagte schon am 16. Oftober 1899 in der Stadtverordneten- Versammlung zu Königshütte:„ Die Grussischen, englischen und amerikaniſchen Markt. Westfalen wirft seine reicht, davon zeugt die verblüffende Thatsache, daß die Regierung in der Stadtverordneten- Versammlung zu Königshütte:" Die Erleberproduktion nach Belgien und England. Greift jetzt das Aus- beschlossen hatte, die frohe Kunde vom Zarenbesuch durch fahrung hat uns oft genug gelehrt, daß in der Juduſtrie sieben land, gezwungen durch den deutschen Buchertarif, zu Bollrepreffalien, die Illumination der öffentlichen Gebäude zu fetten Jahren in der Regel nicht sieben, sondern viel mehr dann dürfte der erhoffte Aufschwung sich in den schlimmsten Nieder- feieru!... Erst im letzten Augenblick wurde der unglaub magere Jahre folgen. Wenn wir mit unsren Industriellen auch die anhaltende Dauer unsrer jegigen günstigen Verhältnisse erhoffen, so werden wir doch unsrem Schidsal nicht entgehen." Das Schicksal hat denn auch die kapitalistischen Produktionsanarchisten in ihrer bis über den Schellendaus gepriesenen Prosperitätsperiode rasch erreicht. Die Gründerei hat mit dem Bankenkrach ihr Ende erreicht und die Aktionäre, die dieses Jahr mit verringerten oder ganz ohne Dividenden heimgezogen sind, haben allen Direktoren Vorsicht zur Pflicht gemacht. Der Kredit hat seine Grenzen gefunden, und das Absatzgebiet für Eisen, Maschinen, elektrische Industrie- Erzeugnisse, Kleinbahnen usw. läßt sich nicht mehr ausdehnen. Mörderische Konkurrenz, Absatzstockung, Preissturz ist die natürliche Folge. Und da die Kapitalisten sich schablos zu halten suchen durch Lohnreduktionen und Arbeiter- Entlassungen, so verschlimmert sich die Lage immer mehr. " Politische Weberlicht. Berlin, den 22. Auguft. " 1 liche Beschluß rüdgängig gemacht. So meldet der„ Matin", der natürlich an der Ueberschnapptheit der Regierung nichts auszusetzen hat. Und Herr Delcassé, der Minister des Aus wärtigen, eilte in Person nach Compiègne, um das dortige Schloß für den Zaren und dessen Gefolge neneinrichten zu lassen!... Der Minister Frankreichs und der Republik als diensteifriger Hotelier des Baren im buchstäblichen Sinne des Wortes!... Parteistreit. Jede Partei sucht dieses hochpatriotische Ereignis im Ebenso widerlich ist der bereits um den Zarenbesuch entbrannte Die regierungsfreundliche Presse „ Der Vortvärts" sollte aus der Geschichte des Reichstags eignen Interesse zu verwerten. doch ganz genau wissen, daß keine Partei des Parlaments der schwelgt in Wonne ob der Barenbesuchsfähigkeit" des Ministeriums der Auflösung und den Neuwahlen ruhigeren Blutes entgegenschen fann, republikanischen Verteidigung". Damit wären die nationalistischen als das Centrum. Wenn also die zuständigen Faktoren eine Neichs- Verleumdungen endgültig abgethan: wie könnte man noch das jetzige tags- Auflösung beschließen sollten, so würden wir vom Parteistand- Kabinett eine„ Regierung des Landesverrats" schimpfen, da es durch punkte gegen eine solche Maßregel nichts einzuwenden haben. Eine den Barenbesuch das höchste patriotische Zeugnis bekomme? Ja, der andre Frage aber ist, ob eine Reichstags- Auflösung an fich not 3ar habe sich diesmal noch freundlicher gezeigt als 1896 unter Meline: wendig und gerechtfertigt ist, und das möchten wir diesmal wird er nicht in dem russischen Gesandtschaftshotel absteigen, entschieden bestreiten. Schon bei den legten Wahlen ist aus- sondern im Schloß Compiègne. Die Oppositionspresse sucht hingegen reichend auf die Aufgabe des jezigen Reichstags hingewiesen der Regierung jedes Verdienst um den Barenbesuch abzusprechen. Den worden, die Zollpolitik auf absehbare Zeit festzulegen. Der Socialdemokratie wären alljährliche Neuwahlen am liebsten. ft Bar wolle nur die Flotte und das Heer, die wahrhafte Berkörperung doch die Agitation und Aufreizung der arbeitenden Klassen ihr Frankreichs" durch seinen Besuch beehren.„ Er geht direkt zur Lebenselement. Wir sehen aber nicht ein, welche Veranlassung die verbündeten Regierungen hätten, dem Agitationsbedürfnisse der Social demokraten entgegen zu kommen und das Land in die Stürme eines mit allen Mitteln der Leidenschaft geführten Wahlkampfes zu stürzen. Und aus diesem Grunde vermögen wir auch nicht der freundlichen Einladung des„ Vorwärts" zu folgen, den verbündeten Regierungen eine Auflösung des Reichstags zu empfehlen." Centrum und Zollwucher. Auf unsre Frage, wie die Germania" über den Vorschlag denke, die Wähler zur Entscheidung über den Wuchertarif zu berufen, erwidert heut das Centrumsblatt: Armee", so schreibt Melines Blatt, vor welcher alle Parteien und Persönlichkeiten verschwinden. Die Regierung, in welcher ein Socialist und ein weiterer Minister sitzen, der einst die Tötung Alexander II. gebilligt( Marineminister de Lanessau), meint das Blatt, hätte feinen Grund, sich des garenbesuchs als eines diplo matischen Sieges zu rühmen. Selbst die Börsenblätter warnen denn auch angesichts der Hoffnung auf die Wiederbelebung unsrer Handelsbeziehungen mit China" vor lleberschätzung dieses Moments. 8ivar verweist man auf die neuesten Ziffern über Hamburgs Handel mit China und fonstatiert mit Genugthuung, daß im Kriegsjahre 1900 diese Handelsziffern sich nicht bloß gleich geblieben seien, sondern sich beträchtlich gehoben hätten. Allein diese gesteigerte Ausfuhrziffer ist bei specieller Betrachtung lediglich auf Kosten des Khakizugs zu setzen und es ist recht erbaulich, die betreffenden Ziffern zu lesen. Am deutlichsten tommt der Kriegszustand in China in dieser deutschen Ausfuhrziffer zum Ausdruck bei den Getränken. Bier wurde 1899 für 463 000 M., 1900 für 849 000 M. ausgeführt; Wein 1899: 242 000., 1900: 370 000 M., Champagner 1899: 48 000 2., 1900: 81 000 M.; Sum 1899: 5000 m., 1900: 21 000 M.; Cognac 1899: 53 000 m., 1900: Es ist den katholischen ArbeiternundGentrumswählern nicht bekannt, In dem chauvinistischen Jubel und dem noch widerlicheren 117 000 m. Gegenüber dieser den khakischen Thatendrang erfreulich daß ihre Partei bei den Wahlen von 1898 ihnen angekündigt hätte, sie werde akaienstreit der Parteien um die Huld des Herrn verhallt fast, befruchtenden Ausfuhr nationalen Alkohols sind jedoch andre Artitel für einen 3oIIwuchertarif stimmen wie derjenige, den jegt die aber klingt doch als die Stimme der nationalen und demokratischen erheblich zurückgegangen. Gewehre wurden 1899 für 1 641 000 m. Regierung vorlegt und der auch die Arbeiter- Gefolgschaft des Centrums würde die Meinungsäußerung der socialistischen Presse. nach China ausgeführt, 1900 für nur noch 178 000 m. Patronen tief erregt. In der 1898 er Wahlbewegung ist die fünftige Gestaltung Der antiministerielle Petit Sou" nennt Nikolaus II. einen Geschäfts1899 für 3 248 000 m., 1900 für 632 000 m. usw. Wegen des Rück der Zollpolitik besprochen worden, aber den Centrumswählern wurde reisenden" in Staatsanleihen:" Die Parade von Chalon( 1896) ganges aller andren Artikel hat denn selbst der Kriegsbedarf die abgeschworen, daß eine weitere ungeheuerliche Mehrbelastung des fostete uns drei Milliarden, wir werden nächstens erfahren, Hamburger Ausfuhrziffer nach China gegen das Vorjahr nur um täglichen Brotes geplant werde, daß die deutsche Industrie den wie hoch sich die Parade von Reims stellen wird." Die minister1 Million anschwellen laffen. Dagegen ist die Einfuhr Chinas über schwersten Fährnissen entgegengehe. Die Versicherung der„ Germania", freundliche Betite Republique" schreibt:„ Nach den Ereignissen, die Hamburg nach Deutschland in dem einen Jahre von 1899 bis 1900 ihre Partei könne auch jetzt ruhigen Blutes an Neuwahlen denken, ist so tief unsre Demokratie erregt haben, nach den abscheulichen Verganz start angeschwollen und zwar von 17,8 auf 29,1 Millionen Mart. uns daher nichts weniger als glaubhaft. Die Herren folgungen der russischen Studenten und Proletarier, nach den So scheint durch den Krieg lediglich der Handel aus China, nicht stellen sich mutig, aber sie denken mit Bangen, daß sich das Er- Attentaten, denen dort in Rußland zum Opfer fielen all aber der Handel nach China sich zu heben. Ohnehin macht der eignis von Duisburg Mühlheim in zahlreichen Centrums- diejenigen, die das Verbrechen begangen hatten zu denken, ganze chinesische Handel noch nicht einmal ein Prozent unfres Wahlkreisen wiederholen würde, wenn es zu allgemeinen Reichstags- 3u sprechen, zu schreiben oder zu träumen, erscheint 11 11 3 der Besuch Nikolaus II. erniedrigen Gesamthandels aus. Wo soll also der erhoffte„ Aufschwung" her- wahlen käme. In Duisburg- Mühlheim selbst che noch der Wuchertarif wirklich bekannt war, als er nur erst befürchtet denn je für das Volk freier Menschen, das wir Die Nachrichten über die wirkliche Lage der Kohlen- und wurde zeigte sich bei völliger Stagnation des Centrumns find... Den nach Sibirien Verbannten und Gefnechteten entbieten Eisenindustrie zeigen auch noch nicht den Anfang einer eine Verdoppelung der wir einen brüderlichen Gruß und wir schwören ihnen, uns nicht durch Besserung. Beim westfälischen Coakssyndikat betrug der Coatsabsag Stimmenzahl. Danach mag allerdings dem Centrum eine den chauvinistischen Wahnsinn hinreißen zu lassen zu den Füßen des im Monat Juli 1901 524 000 Tonnen gegen 539 000 Tonnen im Juni Reichstags- Neuwahl unter der Losung der Wucherzölle nicht gerecht- ienigen, der sie verfolgt und terrorisiert." und 660 000 Tonnen im Juli 1900. Der Coatsversand, der im fertigt" erscheinen. tommen? d socialdemokratischen der " 1 Der französisch- türkische Konflikt. Der Konflitt Frankreichs mit der Türkei hat bereits zu einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch den französischen Botschafter Constans geführt. Gleichwohl darf angenommen werden, daß Frankreich sich mit seinen weiteren Schritten die Zeit läßt und nicht so ohne weiteres au einer Flottendemonstration oder gar zu einer Besetzung türkischer Hafenstädte schreitet. " nach dem Orient abgehen, so würden sie beim Dünkirchener Revuegeschwader durch die Brennus" und zwei andre Schiffe erfett werden. Deutsches Reich. Gumbinnen. Der Figaro", dem enge Beziehungen zu dem Minister des Zahlreiche Blätter sprechen die Ueberzeugung aus, es sei nicht Neußern nachgesagt werden, bringt zwar einen säbelraffelnden zu erwarten, daß an dem verurteilten Marten die Todesstrafe werde Artikel, allein die übrigen französischen Blätter beurteilen den vollzogen werden. Bei der Unaufgeklärtheit des Falles müsse die Konflikt äußerst fühl. Lanterne" findet, daß die Geld- Möglichkeit einer späteren Aufklärung bestehen bleiben. angelegenheiten einiger französischer Großkapitalisten nicht dazu angethan feien, sich für ein bewaffnetes Einschreiten zu begeistern, und Siècle" macht den Vorschlag, die Sache dem Haager Schiedsgericht zu unterbreiten. Diese nüchterne Auffassung sticht sehr vorteilhaft von der des " Figaro" ab, der fich in eine trampfhafte Aufregung hineinredet und schwadroniert: Eine Korrespondenz erzählt, daß das Gumbinner Todesurteil auch unter den Offizieren allgemeines Gesprächsthema bildet; felbst in diesen Streifen erkenne man die Richtigkeit des Urteils nicht an. Diefelbe Korrespondenz teilt über die Vorgänge bei der Urteilsfassung folgendes mit: Das arme Reich. In der„ Socialen Pragis" lesen wir: " Wie die„ Nat.- Lib. Korr." erfährt, soll die arbeitsstatistische Kommission erweitert werden. Ob ein Antrag darüber bereits an den nächsten Reichstag gelangen werde, scheine noch nicht festzustehen. Jedenfalls aber habe sich jetzt der Gedanke Bahn gebrochen, daß die arbeitsstatistische Kommission gewissermaßen als die Grundlage eines Reichs Arbeitsamtes zu betrachten und als solche weiter auszubilden sei. Ein Antrag wird nicht a ut den Reichstag tommen. Das Reichsamt des Innern hat allerdings das Projekt vorgebracht, das Reichsschaamt aber hat wegen der ungünstigen Finanzlage Einspruch erhoben. # Keine Militärausgabe ist zu hoch, kein weltpolitisches Abenteuer zu kostspielig, als daß die Finanzlage es hindern könnte. Doch die geringste socialpolitische Reform, die einen Pappenstiel kosten würde im Vergleich zu den Chinamillionen und den Marinemilliarden, kann nicht durchgeführt werden, weil das reiche Reich zu arm ist. Ein kläglicheres Zeugnis zugleich für die deutsche Socialpolitik wie wie wir erfahren, hat das aus zwei Ober- Kriegsgerichtsräten für die deutſche Finanzpolitik iſt nicht zu erdenken. und fünf Offizieren zusammengefegt gewesene Ober- Kriegsgericht den Angeklagen Marten mit fünf gegen zwei Stimmen verurteilt und zwar konnten die Ober- Kriegsgerichtsräte ein Schuldig nicht finden. Die Offiziere erkannten auf schuldig, wodurch der Stab über Marten gebrochen war, denn bekanntlich kann bei diesem Gericht ein rechtskräftiger Spruch beton gustande to bien, wenn eine vont ave nur dann zu stande kommen, wenn eine Mehrheit von zwei Dritteln das„ Schuldig" ausspricht und die fünf Stimmen genügen gerade dieser Gesetzesvorschrift. Berufung in Civil- Strafprozessen. Das Urteil in Gumbinnen veranlaßt folgende Aeußerung in der Nat.-8 tg.": Daß dem Kaiser der Urteilsspruch telegraphisch mitgeteilt worden ist, versteht sich. Ein Vortrag über den Lauf der Verhandlung ist für die nächsten Tage vorgesehen." „ In principieller Hinsicht ſcheint uns der Verlauf des Gumbinner Prozesses sehr schwer gegen die Berufung ins Gewicht zu fallen. Von jeher ist von den Gegnern der Berufung, die mit uns andre Verbesserungen des jeßigen Strafverfahrens verlangen, auf die Gefahr hingewiesen worden, daß in der Berufungsinstanz zum Schaden der in der ersten Justanz freigesprochenen Ange= flagten Urteile erfolgen fönnen, welche schlechter begründet sind, als diejenigen der ersten Instanz. Ein eklatantes Beispiel dafür wird durch das neue Gumbinner Urteil geliefert." Der Fall von Gumbinnen spricht sehr gegen das Institut des Gerichtsherrn, gegen die Zusammensetzung der Wilitärgerichte, gegen das ganze heutige Militärstrafverfahren, aber er spricht nicht gegen den hohen Wert der Berufung in Strafprozessen. Ein einzelnes bedauerliches Vorkommnis darf überhaupt nicht hindern, eine Forderung aufrecht zu erhalten, deren Berechtigung und Notwendigkeit durch mannigfache Gründe erwiesen ist. Wohl aber läßt sich das Bedenken der„ Nat.- 3tg." leicht beseitigen, wenn das Recht der Berufung nur dem Angeklagten, aber nicht auch der Anklagebehörde eingeräumt wird. s Aus Köln wird telegraphisch gemeldet: Die Köln. Beitung" fordert angesichts der Gumbinner Borkommnisse eine Beaufsichtigung der Borgesetzten, um durch eine rechtzeitige Beseitigung des frank haften Gliedes den ganzen Organismus vor schlimmer Ansteckung zu bewahren. Die Offiziere, die durch übertriebene Schneidig teit, gepaart mit sprunghaften Launen, die Dienstfreudigkeit der Soldaten ersterben lassen, dürften nicht geschont, sondern müßten entschieden entfernt werden, unbekümmert um ihre nismo Namen und Herkunft. „ Es ist das erste Mal, daß ein Herrscher dem Gesandten einer Großmacht gegenüber verpflichtungen eingegangen ist, die er 24 Stunden später in Abrede stellt und somit sein faiferliches Wort Lügen straft. Wir haben uns nicht damit zu befassen, welche Einflüsse auf den Sultan eingewirkt haben, denn d zwischen politischer und privater wir machen feinen Unterschied zwischen politischer und privater Moral. Ein gegebenes Wort oder eine Unterschrift, sei es die eines Herrschers oder eines Privatmannes muß heilig sein. Dieses Wort zurückziehen ist eine Beleidigung und gleichzeitig ein Ver gehen gegen die Ehre. Frankreich darf diese Beleidigung nicht ertragen und unfre Regierung will dies auch nicht. Wir unterstützen unfre Regierung. Es wäre unnüz, eine Armee zu befizen, welche eine der gefürchtetsten Streitkräfte der Welt ist, und eine Marine, welche feinen Vergleich zu scheuen braucht. Es wäre unnüz, eine Alliance mit dem mächtigsten Kaiserreiche der Welt geschlossen zu haben, wenn wir Beleidigungen, wie die in Konstantinopel ohne weiteres über uns ergehen laffen wollten. Wir werden vollständige Genugthuung erhalten und nichts auf der Welt kann sich tremend zwischen Frankreich und den Sultan stellen." Diese Ausführungen des" Figaro" verdienen besonders hervorgehoben zu werden wegen der zwischen dem Figaro" und dem Minister des Aeußern bestehenden engen Beziehungen. Man erwartet in Toulon jeden Augenblick den Befehl zum Abgang der Rittmeister von Krosigk war bekanntlich wegen SoldatenDer Empfang des Sühneprinzen d 2. Division des Mittelmeer- Geschwaders nach der Levante. mißhandlung mit 4 Monaten Festung bestraft gewesen und durfte bereitet der bürgerlichen Breffe und vielleicht auch amtlichen Kreifen Uebrigens ist der Minister des Aeußern, Delcassé, trotz der trotzdem als absoluter Militärherrscher die Macht des unbedingten arge Kopfschmerzen. Man weiß nicht recht, ob man den Brinzen beunruhigenden Meldung der„ Agence Havas" aus Konstantinopel Gehorsams ungehindert an seinen Untergebenen weiter erproben. als hohen Gast mit allen Ehren, die seiner Zeit Li- Hung- Tichang noch nicht aus Ariège nach Paris zurückgekehrt. Sein Vater ist ein hoher General. zu teil geworden, empfangen oder ihn nicht doch ein wenig den Man schließt daraus, daß die Lage in Konstantinopel weniger me Die Lage i Stolz des Siegers fühlen lassen will. Für die Empfangs adult Berfahrenheit des kaufmännischen Mittelstandes. sich durch eine Liebenswürdigkeit, welche ceremonien Nummer eins wird geltend gemacht, daß man In Konstantinopel neigt man ebenfalls einer opti Eine überaus tägliche Haltung gegenüber dem ungeheuerlichen bas welche den Sühneprinzen mistischen Auffassung der Lage zu, ja, man bestreitet sogar, daß Attentat der Brotwucherer bewies die erste Generalversamm die Gunst und Dankbarkeit des jungen Mannes erwerben werde, der Deprimierende seiner Mission völlig vergessen laffe, bereits ein Abbruch der diplomatischen Beziehungen feitens des Iung des Centralverbandes deutscher Kaufleute später in seinem Vaterlande möglicherweise eine einflußreiche Noffe französischen Botschafters erfolgt fei, weil hierzu gar kein Anlaß und Gewerbetreibender, die am 19. August in Eisenach vorliege, da der Sultan den Botschafter Constans in seiner letzten tagte. Auf der Tagesordnung stand auch ein Referat des Konjuls 3 jpielen berufen sein könne. Diese Dankbarkeit tönne demnach nicht nur in politischer, sondern namentlich auch in merkantiler BeAudienz verständigt habe, daß die Regelung sämtlicher auf die Quai- Mahiftedt- Oldenburg über die Stellungnahme des Centralverziehung für Deutschland reiche Zinsen tragen. Dieser etwas frage Bezug habenden Angelegenheiten nicht vor Ablauf von sechs betonte die Bedeutung der neuen Handelsverträge für den Handels- Saltung China gegenüber, wie fie von allem Anfang an bandes zu den neuen Handelsverträgen. Der Redner fehr verspätet kommenden Einsicht, daß eine versöhnliche Monaten erfolgen könne. stand und glaubte, daß der Centralverband trok seiner bis- merita beobachtete, reichere Früchte tragen werde als die Die Ursache des Konflikts besteht in der Weigerung herigen unpolitischen Haltung Veranlassung nehmen mütsie, zu Bolitik der gepanzerten Faust, steht die Auffassung andrer Khali des Sultans, fofort eine Bürgschaft dafür zu geben, daß denselben Stellung zu nehmen. Unter eingehender Erörterung der blätter gegenüber, daß es sich doch eigentlich nicht mit der Würde die zwischen dem franzöfifchen Botschafter und dem Sultan allgemeinen Lage des Handelsstandes kam der Redner zu dem Deutschlands vertrage, einen Sühnegesandten der gewaltthätig niedergetroffenen finanziellen Abmachungen bezüglich des Rücklaufs der Schluß, daß der Centralverband die Pflicht habe, fich für den Ab- geworfenen und so schwer gedemütigten Nation, nunmehr durch Quai Gesellschafts- Anlagen, der Erfüllung der Forderungen dreier schluß langfristiger Handelsverträge unter Ablehnung aller von Schmeicheleien bestechen zu wollen. So schreibt ein alldeutsches franzöfifcher Unterthanen sowie der von Frankreich aufzunehmenden agrarischer Seite erhobenen Forderungen auf Erhöhung der GeHundertmillionen Anleihe realisiert würden. Ueber die Quai- treidezölle auszusprechen, denn nur unter diesem Gesichtspunkte werde Angelegenheit äußerte sich nach einem Interview der türkische Sonne zu erhalten, der ihnen von Rechts wegen gebühre. es gelingen, Deutschlands Industrie und Handel den Platz an der Botschafter in Berlin, daß dieselbe schon seit Jahren spiele und Redner beantragte demgemäß die Annahme folgender Resolution: fich immer mehr zugespigt habe. Die Franzosen hätten von der tür fischen Regierung die Konzession zum Bau von Quiai- Anlagen erhalten. Der Gewinn, auf welchen das Unternehmen rechnete, wurde durch widrige Bodenverhältnisse in Zweifel gezogen; das Erdreich rutschte nämlich nach, so daß bereits vollendete Arbeiten unbrauchbar wurden. Hierdurch entstanden bedeutende Mehrausgaben, die mit dem beabsichtigten Gewinn nicht in Einklang zu bringen waren. geworden sei. Die Mission des französischen Botschafters war es mun, die Türkei zum Ankauf der unrentablen Anlagen zu veranlassen. Für dieselben sollte die Türkei 45, schließlich wenigstens 41 Millionen Frank bezahlen, obgleich die Kosten Kosten der Baugesellschaft mur 82 Millionen betragen betragen haben sollen. Die Forderungen der drei privaten Gläubiger bezifferten sich auf die Kleinigkeit von 50 Millionen Fraut. Die Türkei sollte aber insgefamt 91 Millionen zahlen, und zwar sollte ihr die Zahlung durch eine französische Anleihe von 100 Millionen Frant ermöglicht werden. Der Sultan soll nach der französischen Darstellung nach langen Verhandlungen schließlich dem Drängen des französischen Botfchafters nachgegeben und sich zur Vornahme diefer finanziellen Aktionen bereit erklärt haben. Als Constans nunmehr, nachdem die Sache soweit gediehen war, vom Sultan eine sofortige Bürgschaft für die Anleihe verlangte, erklärte derselbe, daß man ihm ja zur Regelung der Angelegenheit sechs Monate Frist eingeräumt habe. Constans wollte hiervon jedoch nichts wissen und erklärte die diplomatischen Beziehungen abbrechen zu müssen. V den Die heute in Eisenach versammelten Vertreter des Centralverbandes Deutscher Kaufleute und Gewerbetreibender erklären namens ihres mehr als 20 000 Mitglieder, über ganz Deutschland verbreitet, daß sie es für dringend notwendig halten, die bisherigen unter den bestehenden Handelsverträgen günstig gestalteten Handelsbeziehungen zum Auslande ungestört zu erhalten, sowie daß ferner Interessenten und berechtigten Wünschen des deutschen Mittelstandes in Handel und Gewerbe Rechnung getragen werde bei Erneuerung der Handelsverträge. Sie ersuchen daher ihren Vorstand, er möge bei dem hohen Bundesrat und dem hohen Reichstag in geeigneter Weise vorstellig werden und folgende dringende Wünsche vortragen: 1. Bei der Erneuerung der Handelsverträge an der bestehenden bewährten handelspolitit festzuhalten, insbesondere unter teinen Um= ständen einer Ghöhung der Zölle auf notwendige Lebensmittel ihre Zustimmung zu geben. 2. Die Handelsverträge auf möglichst lange Dauer zu schließen. 3. Einen Doppeltarif mit festgelegten Minimal grenzen nicht gutzubeißen, vielmehr einen Verhandlungstarif mit nicht zu hohen Zollfäßen zu schaffen, deren Ermäßigung einen Vorbehalt von Differentialzöllen zu machen für den Fall, gestattet sein könnte. 4. Als ein erstrebenswertes Ziel anzuerkennen, daß die Verträge durch Trusts, Balutaverschiebungen, durch Frachttarife, Totale Steuern usw. umgangen werden." Blatt: 19021530) In Berlin werden wir ja demnächst den ersten Friedensboten auftauchen schen. Zu unsrem allergrößten Bedauern heißt es aber von ihm: Prinz Tschun werde am 28. d. M. auf der Wildparkstation von unsrem Kaiserpaar selbst und mit militärischen Ehren empfangen werden. Erstens lebt mun aber Prinz Tuan, der eigentliche Mörder des vor kurzem in Bremerhaven und Münster zur letzten Ruhe geleiteten Barons von Ketteler noch ganz munter in der Nähe von Singaufu, und es ist also die von Prinz Tschun zu überbringende Bitte um Verzeihung nur mit Einschränkungen zu würdigen; zweitens ist Prinz Tschun zwar ein liebenswürdiger, aber für China ziemlich bedeutungsloser junger Mann von 25 Jahren; drittens würde der Chinese es am wenigsten verstehen, wenn nach den drohenden Nacheworten des deutschen Kaisers der Sühneprinz empfangen würde wie ein Souverän, und zwar wie ein befreundeter, noch dazu, bevor er seine Bitte um Verzeihung ausgesprochen hätte. Wenn sich obige Nachricht bewahrheiten sollte, würden wir mit Bedauern feststellen, daß die Neigung des neuen Kurses zu jähem wechſel und die Freude am Prunk auch hier an unrichtiger Stelle gewaltet und das politische Erwägen und Maßhalten erdrückt haben." In der That, der Empfang, der jetzt dem Sühneprinzen gerade von der Macht bereitet werden soll, die dem chinesischen National empfinden die schmerzhaftesten Wunden geschlagen hat, kontrastiert Bülow und Walderfee während der ganzen China- Affaire nicht genug ganz eigenartig zu der Nache und Demütigungspolitik, in der sich thun konnten. Der prunkende Empfang, der jezt für den Sühne prinzen in Aussicht genommen ist, kann von China nicht mehr wie leber diese Resolution wurde jedoch, nachdem ein Mitglied des Großmut die in einem ganz andren Stadium hätte geübt Vorstandes in dessen Namen erklärt hatte, daß der Vorstand es im werden müssen ausgelegt werden, sondern nur als eine verspätete Interesse des Verbandes wegen des unpolitischen Charakters Entschuldigung für frühere lubesonnenheiten. desselben für inopportun halte, zur Frage der Zollpolitik überhaupt Wie eine Korrespondenz meldet, soll der Sühnepring famt Gefolge Stellung zu nehmen, durch Annahme folgender Erklärung zur Tages- und Ehrenbegleitung in malerischem Umzuge vom Potsdamer ordnung übergegangen: Bahnhofe durch die Straßen Berlins bis zum Schlosse geführt werden. Ueber den Bau von Ehrenpforten scheinen noch keine Verfügungen getroffen zu sein. " Die Generalversammlung hat von den Ausführungen des Konsuls Mahlstedt Kenntnis genommen, lehnt es jedoch ab, 1 den 30llpolitischen Fragen Stellung zu nehmen." " Die eine Stimme. Zur Frage der Neubewaffnung der deutschen Artillerie macht die Frankfurter 3tg." folgende Bemerkungen: Als es sich vor vier Jahren um die Beftimmung des neuen Geschüßmodells handelte, ba wurde von den Kruppschen Modellen nicht das als das volltommenste empfohlene gewählt, sondern ein erheblich Nach einer Darstellung der„ Agence Havas" soll der Sultan selbst stets den 23 unsch gehegt haben, die Quai- Anlagen zu kaufen. Wenigstens habe er unter diesem Vorwand bisher der Quai- Gesell schaft die Stech te vorenthalten, die Privilegien und Vorteile auszubenten, die ihr die Konzession zugestanden. Constans habe ihn daher vor die Alternative gestellt, entweder der Gesellschaft ihre vollen Rechte einzuräumen, oder den geforderten Preis Die Berufung auf den unpolitischen Charakter des Verbandes für die Anlagen zu zahlen. Welche der beiden Lesarten die rich charakterisiert sich sofort als eine ungefchidte Ausrede, wenn tige ist, läßt sich schwer feststellen. man die übrigen Resolutionen in Betracht zicht, die von Ueber die 50 Millionen Forderung berichtet die„ Agence ber Generalversammlung des um die Wahrung feines unpolitischen Savas": Charakters angeblich so besorgten Centralverbandes angenommen " Diese Ansprüche beziehen sich auf drei Fälle. In dem die geſeggebenden Körperschaften, die genau so intensiv politischer weniger vollkommene 8. Anfangs war zwar die überwurden. Wir begegnen da einer ganzen Reihe von Forderungen an einen verlangt die Familie Lorando die Zahlung einer Anweisung auf die Negierung. Die Sache geht zum Teil Natur sind, wie die in der Resolution des Konsuls Mahlstedt auf wiegende Mehrheit für das vollkommenste Modell; dann aber wurde auf dreißig Jahre zurück und stammt aus einem Anlehen gestellten Bollforderungen. So 3. B. eine Resolution, welche eine von einer Seite eingewandt, dies Modell sei zu kompliziert, zum Bau der Bahn von Haidar Bascha nach Jemid. Als Bürg- andre, welche sich mit der Besteuerung der Konsum- sondern leicht unbrauchbar werden könne. Diese eine Stimme mäßige Besteuerung fünstlicher Süßstoffe fordert, eine und es sei zu befürchten, daß es sich im Felde nicht bewähren, schaft hat die Regierung den Ertrag dieser Linie versprochen, vereine befaßt, eine dritte, die eine Verschärfung des Ge- hat nach und nach alle übrigen zu sich hinübergezogen, da niemand aber die Gläubiger haben niemals etwas erhalten, obgleich nach Erhebung dieses Bedenkens die Verantwortlichkeit übernehmen seges wider den unlauteren Wettbewerb berdie ottomanischen Gerichte sich zweimal zu ihren Gunsten auswollte, und deshalb wurde das einfachste und am wenigsten vollgesprochen haben. Mit Bins und Binjeszinsen ist die Schuld heute langt uf. Es ist also außer aller Frage, daß der Centralverband keinen tommene Modell gewählt. ins Niesige gewachsen, doch' beanspruchen die Gläubiger nicht das Es wäre doch sehr interessant, Genaueres über die eine Ganze. Immer muß die Negierung den Spruch der Gerichte aus- Augenblick vor dem Aufstellen politischer Forderungen zurückschreckt, Stimme" zu erfahren, deren Sachverständnis allen übrigen Sachsofern er nur eine Einigkeit innerhalb seiner eignen Mitglieder voraus führen und die Schuld bezahlen. Der zweite Fall ist die Schuld setzt. Das politische Lied wird ihm erst dann zu einem leidigen Lied, sobald verständigen derart imponierte, daß sie sich troß ihrer früheren Tubini, die aus einem ähnlichen Anlasse herrührt. Sie iſt er das Hervortreten politischer Meinungsverschiedenheiten in den eignen Urteilsabgabe zur Auffassung dieses Einzigen bekehrten und fich für Reihen befürchtet. Da nun dem Centralverband vermutlich auch die Einführung eines Geschützes erklärten, dessen Minderwertigkeit antisemitische Elemente angehören, deren Urteil durch die agrarische bereis jetzt nach vier Jahren eine abermalige Neubewaffnung der Propaganda ihrer Führer verwirrt worden ist, ließ man aus Furcht Artillerie notwendig machen soll! vor einer Auseinandersetzung mit diesen Elementen die Resolution Tas humane Kleinkalibrige. Die Legende von den humanen über die Zollfrage einfach unter den Tisch fallen. Eine Furcht, die Geschoßwirkungen des fleinkalibrigen Gewehrs wird wieder einmal Es fragt sich nun, ob Frankreich wirklich durch eine militärische freilich ganz unverständlich ist, wenn man bedenkt, daß es für einen in Umlauf gefegt. So rühmt dieselben in der„ Deutschen militärAktion seinen Forderungen Nachdruck verleihen wird. Noch ist von Vertretertag der Kaufmannschaft überhaupt teine ärztlichen Zeitschrift" der Marineftabsarzt Dr. Schlick in einer Mitteilung der Regierung nichts Definitives darüber befchloffen. Ein Blatt läßt wichtigere Frage als die unsrer fünftigen Boll- über kriegschirurgische Erfahrungen im chinesischen Feldzug. fich aus Baris melden: politik geben fann. Bei Verwundungen der Brust- und Bauchhöhle durch das neue KleinIm morgigen Ministerrat unter Vorsitz des Präsi- Der Verlauf der Eisenacher Generalversammlung ist ein trauriger talibrige Gewehr ermöglichen die kleinen Ein- und Ausschußdenten Loubet, welcher sich morgen abend für zehn Tage nach Beweis für die politische Urteilslosigkeit des handeltreibenden öffnungen und die hierdurch erschwerte Entstehung sekundärer Montélimar begiebt, wird zweifellos ein genanerer Bericht des Mittelstandes, für die wahrhaft flägliche Berfahrenheit dieser Schichten Entzündungen sowie die geringere Zerstörung der Ge= Botschafters Constans vorliegen. Einstweilen werden in Toulon in einer Zeit, wo alles so gebieterisch einen Zusammenschluß gegen we be durch das kleine Geschoß, daß selbst die schweren Verlegungen die drei Schiffe Bouvet"," Jauré Guiberry" und die räuberische Politit der Broiwucherer erheischt! der Lunge und der Leber in kurzer Zeit reaktionslos heilen konnten. Charles Martel" unter Dampf gehalten. Sollten diese Stabsarzt Dr. Schlick stimmt auf Grund seiner Erfahrungen der zwar nicht von den Gerichten, wohl aber von der Regierung anerkannt worden. Die dritte Reklamation geht von der Gesellſchaft aus, die in Anatolien Ländereien gekauft hat, deren sich schaft aus, die in Anatolien Ländereien gelauft hat, deren sich Albanesen bemächtigt haben; die Gesellschaft verlangt jegt Entschädigung." Buficht Habarts zu, daß der Wert des neuen Geschosses im Vergleich zu dem alten in erster Linie in der Abnahme der Explosions. wirtung des Mantelgeschosses bestehe, und daß ersteres auf große Entfernung, 1200 bis 2000 Meter, überhaupt teine erheblichen Ber störungen mehr anrichte. Diese Lobeshymnen auf die Humanisierung des modernen Krieges durch das kleinkalibrige Gewehr dürfen nur mit größter Stepsis aufgenommen werden. Daß bei einer Gefechtszone von 1200-2000 Meter Explosivwirkungen der Geschosse nur selten be obachtet worden seien, stimmt allerdings mit den bisherigen Beobachtungen überein. In dieser Zone konnten früher allerdings ebenfalls feine explosiven Geschoßwirkungen beobachtet werden, weil die früheren Gewehre auf eine solche solche Entfernung überhaupt nicht trugen. Wohl aber haben zahlreiche Schießversuche ergeben, daß die Geschosse sowohl in einer geringeren als auch der entfernteren Gefechtszone sehr bösartige Wirkungen hervorzubringen pflegen, und zwar gerade durch ihre unter diesen Umständen beobachtete furchtbare explosive Wirkung, die die Gefäße bersten und die Knochen zer splittern läßt. Sowohl beim Beginn des Feuergefechts, das bei der Tragweite des Kleinkalibrigen schon aus einer Entfernung von circa 4000 Metern eröffnet werden kann, als namentlich bei einem Sturm auf feindliche Schüßengräben und Verschanzungen- und die deutschen Militärs verherrlichen ja troß der Erfahrungen des Boerenfriegs noch immer die frisch- fröhliche Offensive würden also die Verwundungen jedenfalls einen nichts weniger als humanen Charakter tragen. Uebrigens ist es bei der so gerühmten Humanität des Kleinfalibrigen doppelt verwunderlich, daß man niemals etwas von chinesischen Verwundeten gehört hat! = Der Rücktritt des Fürsten zu Wied von dem Präsidium des Deutschen Flotten Vereins und sein Ausscheiden aus dem Gesamtvorstand hängt nach der Nat. 8tg." mit den unliebsamen Erfahrungen zusammen, die der Fürst während der Dauer seines Amts in finanzieller Beziehung machen mußte. Er soll einen Betrag von 180 000 m. geopfert haben, um dem FlottenVerein über die Folgen einer ganz unverständlichen finanziellen Gebahrung hinwegzuhelfen. durchlese die Zeiten eines Augustinus, eines Bafilius, eines Athas des Demonstrationszuges und Marsch durch die Straßen der Stadt nafius, eines Hilarius, und wie diese Helden von Bischöfen alle auf den Waisenhausplay, wo die vorgesehenen Reden gehalten heißen. Das waren Zeiten! Das waren Männer! werden. Damals hatte noch nicht die Politit, der Bureaukratismus, Es ist traurig weit gekommen unter der Herrschaft der radikalen das kluge Nachgeben und das verzwidte Kombinieren Geldfads- und Unternehmerpartei, daß die klassenbewußten Arbeiter die willen entnervtund die Widerstandsfähigkeit sich zu einer solchen Massen- Proteftfundgebung entschließen mußten gelähmt; damals fonnte die Kirche, nach den Weisungen ihres und daß die Berner Arbeiterunion in ihrer öffentlichen Eingöttlichen Stifters, ihre Heilsame Wirksamkeit unbeengt ausüben; ladung erklären muß:„ Wenn diese friedliche Mahnung teine damals aber auch und das erklärt vieles stand hinter der Wirkung erzielen sollte, dann mögen die Herren die Folgen auf ihr geistlichen Obrigkeit ein tief gläubiges, mannhaftes, stolzes und Haupt nehmen." Bu hoffen ist, daß die Protestkundgebung wirklich unabhängiges katholisches Volk. Damals hätte teine imposant und eindrucksvoll sich gestaltet und daß sie nicht nur auf weltliche Macht einen Marbach vom Bischofs die Behörden und Unternehmer, sondern auch auf die faulen Elemente throne gestoßen; es hätte sich aber auch niemand gefunden, der Arbeiterklasse, die nach Hunderttausenden zählen und die sich um den mit Gewalt für ihn frei gemachten Bischofsthron zu be- nichts fümmern, von nachhaltiger Wirkung ist. steigen." Amerika. Die erwähnte Abmachung zwischen Berlin und Nom wird dann ein kirchenpolitisches Handelsgeschäft" genannt, das einer schallenden Ohrfeige gleichkommt ins Antlitz des katholischen New Yorker Telegramm Präsident Castro beschlossen. Die Kriegserklärung gegen Kolumbien hat nach einem Boltes unsres Elsaß." " klerikalen Bresse, der in die Geheimnisse der kirchlichen Diplomatie Kriegsminister mit Truppen in das Gebiet von Venezuela Es ist wahrhaftig kein Wunder, wenn es demjenigen Teile der Der Präsident rechtfertigt diesen Schritt damit, daß der kolumbische etwas besser eingeweiht ist, angesichts derartiger temperamentvoller eingedrungen sei. Letzterer weist dagegen diese Behauptung in Ausfälle der" gutgesinnten" Blätter gegen den heiligen Vater und einem Telegramm energisch zurück und versichert, die Truppen, welche seine Ratgeber wegen der bedenklichen Wirkung zu grauen beginnt, die Grenze überschritten hätten, seien venezolanische Insurdie jene auf die in frommem Autoritätsglauben befangenen Schäflein genten gewesen, welche sich unter dem Befehle des Jusurgentenausüben muß. führers Garbira befunden hätten. Bis jetzt so erhebt z. B. der dem verflossenen Straßburger flerifalen Reichstags- Abgeordneten Dr. Müller- Simonis nahe- meldet ein Laffan- Telegramm aus New York vom 22. Auguft: StaatsUeber die Haltung der Vereinigten Staaten" stehende Elsässer" seine warnende Stimme„ hat man uns immer das Princip der Autorität eingeprägt. Wenn nun der sekretär Hay, der den Präsidenten Mac Kinley in Canton besucht Papst durch die Verhältnisse gezwungen ist, uns einen andren hat, sagte bei seiner Abreise gestern abend, daß diesem Besuche keine Weihbischof zu senden, der, wir wollen sagen, sogar vielen nicht besondere politische Bedeutung beizumessen sei. Mit Beziehung gefallen mag, was da thun? Sollen wir appellieren von dem auf Panama erklärte Mr. Hay, Amerika verfolge dort bloß seine schlecht informierten an den besser informierten Papft? Kann man traditionelle Politit und er glaube nicht, daß eine Veranlassung zum aber annehmen, daß nach so langen Verhandlungen der Einschreiten sich darbieten werde; Kolumbia zeige sich im stande und hl. Vater uns einen andren Weihbischof leichten Herzens schickt, wenn willens, seine Rechte zu wahren wie alle anderen Nationen. Er er betrübten Herzens" den Weihbischof Dr. Marbach um feinen charakterisierte als Unfinn die Pariser Meldungen, wonach Amerika Rücktritt angeht? Wohin soll das führen, wenn die Autorität des Papstes in solcher Weise beanstandet auf eine Gelegenheit warte, um sich des Isthmus und des teilweise wird, wenn die Sache so hingestellt wird, als wäre seine fertig gestellten Kanals zu bemächtigen. Dies sei nicht die Art Regierung schon zu reich an onzessionen" an Ameritas; es werde nur seine bestehenden Rechte schüßen. die Staatsgewalt?... Wir balten es für ein verhängnisvolles, ja beinahe freventliches Spiel, einen tadellofen Priester, den der hl. Vater in seine Diplomatie eingestellt hat und würdig findet, das Amt eines Koadjutors zu be fleiden, von vornherein, ohne die Motive zu kennen, die sein Berhalten bestimmen, der Mißachtung des tatholischen Volkes zu überliefern auf die Gefahr hin, denselben kurz nachher als Oberhirten der Verehrung desselben Volkes empfehlen zu müffen." Industrialisierung und Militärtauglichkeit. Die nach dem Brotwucher schreienden Agrarier stellen bekanntlich neben sonstigen feden Behauptungen auch den angeblich statistisch bewiesenen Sag auf, daß die fortschreitende Industrialisierung des Landes auch die fortschreitende militärische Wehrlosmachung desselben bedeute und daß deshalb eine noch weitere Verschiebung der Bevölkerungsziffer zu Ungunsten der Landwirtschaft zum nationalen Bankrott führe. Namentlich seitdem Brentano auf Grund seiner Untersuchungen zu dem Ergebnis gelangt war, daß die industrielle Bevölkerung eine prozentual stärkere Zahl von Rekruten stelle, als die Landwirtschaft, bot die agrarische Wissenschaft" alles auf, um durch statistische Rechenkünfte das Gegenteil zu beweisen. Nun ist, wie die Inzwischen hat die liberale. Straßburger Post" in einer Köln. 3tg." mitteilt, Brentano in dem württembergischen offiziöfen Verliner Verlautbarung festgestellt, daß die ganze RegeSanitätsrat Dr. Elben ein Bundesgenosse erstanden. Elben lung der schwebenden Fragen im völligen Einverständnis hat in den württembergischen Jahrbüchern für Statistit und Landes- mit der päpstlichen Surie erfolgt" ist, und daß von einer kunde" das Problem hinsichtlich ſeiner He i mat untersucht und sich Vergewaltigung des Batitans, burch, die Berliner Regierung nichi dahin ausgesprochen, daß man am besten vom Geburtsort des die Rede sein könne. Das wäre also die amtliche Bestätigung der Rekruten ausgehen werde, nicht vom Aufenthaltsorte des Vaters Befürchtungen des„ Volksboten", und die Wasserstiefler unter den oder vom eignen Beruf, da dieser oft erst nach der Militärzeit endgültig flerifalen Preßorganen des Reichslandes werden es deshalb auch gewählt werde. Elben hat nun festgestellt, daß von 1889-98 unter 100 fernerhin erst recht als ihre Pflicht erachten, die katholische Chriften Borgestellten tüchtig befunden wurden: im Donaukreis 54 Prog., im Neckar- heit gegen den alten, schwächlichen und konzeffionsluftigen Bapft" freis 52 Broz, im Schwarzwaldkreis 50 Broz., im Jagstfreis 49 Broz. fcharf zu machen. Letterer Kreis ist allmählich von der dritten Stelle durch den Schwarzwaldkreis an die vierte gedrängt worden. Die landwirts. schaftliche Bevölkerung beträgt im Jagjitreis 64 Proz., im Donaus freis 61 Broz., im Schwarzwaldkreis 58 Broz., im Nedarfreis nicht ganz 50 Broz. Daraus folgt, daß der ganz überwiegend bäuerliche Jagstkreis gleichwohl am wenigsten Militärtaugliche liefert; er wird von dem Neckartreis, der ein kleines Ülebergewicht an industrieller Bevölkerung besitzt, um 3 Proz. übertroffen. Das günstigste Ergebnis zeigt der Donaukreis, der aber auch die günstigsten bäuerlichen Verhältnisse aufweist. Elben kommt zu dem Schluß, daß Brentanos Ansicht durch die württembergischen Verhältnisse nicht widerlegt wird. " Ausland. Schweiz. Ein Landesprotest der schweizerischen Arbeiter gegen die Reaktion. Aus der Schweiz wird uns geschrieben: Der Boeren- Krieg. Der Aufstand der Kapkolonisten. Hang, 21. August. Ein Mitarbeiter eines Berliner Blattes befragte den Haager Vertreter des Oranje- Freistaats, Dr. Hendrik Muller, über den augenblicklichen Bustand in der Kaptolonie und erhielt folgende Antwort: „ Sie treffen es gerade glücklich, denn soeben habe ich von vertrauenswerter Seite aus Südafrika einen Bericht erhalten, der selbst meine Erwartungen übertrifft. Wie mir nämlich mitgeteilt wird, haben elf bis zwölftausend Kaptolonisten die waffen ergriffen. Mein Berichterstatter schreibt mir ferner: Der Zustand wird hier sehr kritisch. Die Engländer sind ratios. Sie halten alle Berichte auf, damit diese nicht die Kapfolonie erreichen. Dasjenige, was man dort hört, ist lauter Lüge. Die ganze englische Politik wird hier bald zusammenbrechen und England selbst hier verbluten." Kriegsrat der Boeren. „ Daily Mail" berichtet aus Brüffel: Unter dem Vorfis Schalk Burgbers wird im westlichen Transvaal ein seriegsrat abgehalten werden. In demselben soll über Maßregeln zur Vereitelung der Wirkung der Broklamation Kitcheners beraten werden. Nach einer englischen Meldung aus Bloemfontein sind die Boeren durch die Broklamation Kitcheners günstig beeinflußt wurden(?), Die in der alten demokratischen, aber nicht socialen, sondern aber ihre Führer bedrohen jeden mit dem Tode, welcher zur Befapitalistischen Republit feit ca. 15 Jahren immer freder ihr Haupt tanntmachung der Proflamation beiträgt. Lieutenant Evans brachte erhebende Reaktion, die einen Schlag nach dem andern gegen die die Proklamation unter Deckung einer weißen Fahne dem KomArbeiterbewegung führt und so ihre Fortentwicklung nicht mandanten Maran, dieser beschlagnahmte Wagen und Pferde und weniger hemmt, wie die brutale Reaktion in den alten Monarchien, schickte den Offizier zu Fuß zurück. Lieutenant Porter, welcher mit und die auch nicht weniger Opfer an Existenz, an persönlicher demselben Auftrage an den Kommandanten Herzog entfandt worden Freiheit, an Lebens- und Familienglück der klaffenbewußten, war, wurde sogar seiner Uniform entkleidet nach dem Lager zurückorganisierten und fämpfenden Genossen fordert, hat end gesandt.(??) lich zu einem Gefühl der Empörung in weiten Streifen der Arbeiter gerufen und den Gedanken gereift, einen energischen, im ganzen Lande wiederhallenden Protest dagegen zu erlaffen. Das Bundeskomitee des schweizerischen Gewerkschaftsbundes hat sich mit der Arbeiterunion Bern zur Veranstaltung einer großen Protest: versammlung mit Demonstrationszug in Verbindung gefeßt und ist nun der nächste Sonntag hierfür bestimmt worden. In der„ Arbeiterstimme" erläßt das Bundeskomitee des Gewerkschaftsbundes folgenden bezüglichen Aufruf: Ueberfall eines Boerenlagers. Dem„ Neuterschen Bureau" wird aus Smaldeel vom 21. August gemeldet:" Vor einigen Tagen überraschten Oberst Starker und Major Pinecoffin das Kommando Haasbrods bei Doornberg. Sieben Boeren wurden getötet, zwei verwundet, 21 gefangen genommen. Partei- Machrichten. Uufre blühenden Kolonien. Im Hamb. Korrefp." lesen wir: Die Londoner Finanz Chronik", ein feineswegs der deutschen Kolonialpolitik feindseliges Organ, bringt Artikel unter der Rubrik Unter drei Flaggen"; dort findet man betreffs Deutsch Ostafritas die folgenden der Beachtung zu empfehlenden Ausführungen:„ Was der Besucher in den ersten Stunden nach seiner Landung zu fühlen bekommt und was in der That den ersten Eindruck bildet, das ist die dumpfe bleierne Schwere des Beamten tums, die über der Stadt gebreitet liegt, und weiter die Abwesenheit des geschäftlichen, Wohlstand atmenden Lebens, das uns in Sansibar und Mombassa entgegentritt. Den Testen amtlichen Angaben nach beträgt die weiße Bevölkerung DeutschOstafrikas 1100 Personen. Davon sind 240 Civilbeamte, 172 MilitärGenossen, Genossinnen aller Orten! Nafft beamte und Offiziere, 200 im Dienste von Missionen. Das läßt für Euch auf! Die Reaktion feiert in der Schweiz ihre Orgien. lichen Berichten in der Erfurter„ Tribüne" noch folgendes nach: Der Vom Parteitag in Thüringen tragen wir nach den ausführdas ganze ungeheure Gebiet 500 Personen übrig, die Ueberall liest man von Lohnreduktionen und willkürlichen Arbeiter Abonnentenstand der Zeitung ist nach den Bekundungen der Preßdem Handel, Landbau und überhaupt einer produktiven entlassungen. Unfre besten Genossen werden aus Lohn und Brot kommission im Berichtsjahre um 542 gestiegen. Die Einnahmen Thätigkeit obliegen, und von diesen sind 300 Ausländer, gejagt und durch schwarze Liſten in Acht und Bann gethan, die für Inserate weisen eine Steigerung von 4200 m. auf und für das heißt nichtdeutsche Reichsangehörige! Von der gesamten weißen Gewerkschaften zu sprengen gesucht. Uzwil, Simplon, Bayerne, Ein- Druciachen wurden 1200 m. mehr vereinnahmt. Demgegenüber Bevölkerung Ostafritas, die 1100 Personen beträgt, zählen demnach siedeln, Rorschach usw. find warnende Beispiele. Das Ausbeutertum steht ein sehr hohes Konto für Prozeßkosten, das die Summe von die Deutschen in ihren eignen ostafrikanischen Kolonien nicht sucht sich vielfach mit Erfolg Gemeinde- und Staatsbehörden dienst- 5000 M. erreicht. An Strafen wurden im Berichtsjahre 18 Momehr als 820. Von diesen 820 find an 400, also rund die Hälfte, bar zu machen, sogar unsre Wehrmänner werden dazu mißbraucht, ate, 3 Wochen Gefängnis und 200 M. Geldstrafe Beamte, Offiziere und Polizisten, 100 Missionare, 150 Frauen und dem Kapital Handlangerdienste zu leisten. Wollt Ihr so lange warten, Kinder und nur die erübrigenden 150 find als Staufleute, Hand- bis Euch das Fell über die Ohren gezogen wird? Von einem Ende der verhängt. Vom Parteivorstand wurde ein Zuschuß von 500 m. gewerker, Geschäftsleute und Pflanzer für die Entwickelung dieser Schweiz bis zum andern muß der Ruf ergehen: Bis hierher und Kolonien thätig. Für den imparteiischen Beobachter reden diese nicht weiter! Fordert Eure Bertreter in den Behörden in erster Biffern eine nicht mißzu verstehende Sprache und sollten in Linie auf. voranzugehen! Tüchtige Referenten werden sich finden jenen maßgebenden Kreisen Beachtung finden, denen daran gelegen laffen...." ist, über die bestehenden Verhältnisse vollständig unterrichtet zu sein. Da ist bestimmt etwas faul in einer Solonie, wenn einem Drittel ihrer weißen Bevölkerung Beamtengehälter gezahlt werden müssen, um die Verwaltung im Gange zu erhalten. Die Unfehlbarkeit des Papstes in katholischer Preßbeleuchtung. In einem weiteren Artikel der Arbeiterstimme" wird zur Sache ausgeführt: Die schmählichsten Gefeßesverlegungen und Brutalitäten founten nicht allein gegen die Arbeiter von den Unternehmern un Auch kantonale und Gemeindebehörden gestraft begangen werden. baben sich in den Dienst des Unternehmertums gestellt, um die um ihre verfaffungsmäßigen Rechte ringenden Arbeiter zu unterdrücken. Der Regierungspräsident in Naters( Kanton Wallis) begründete jogar sein ungesetzliches Vorgehen damit, daß er sich auf den Bundesrat berief. Anstatt den Unterdrückten und Schwachen ihren Beistand zu währt. gelangte folgende Resolution mit 19 gegen 12 Stimmen zur AnNach einer längeren Besprechung über die Haltung ber ,, Tribüne" nahme: Ver Die heutige Sigung des Thüringer Parteitags breitungsbezirk der„ Tribüne" erklärt sich mit der principiellen redaktionellen Haltung der„ Tribüne" einverstanden, doch wünscht dieselbe, daß die Bolemit zwischen Parteiblättern nicht immer in der schärfsten Tonart geführt wird. nehmen, daß die Auflage des Kalenders sich in stetem Wachsen beDem Bericht des geschäftsführenden Ausschusses ist zu entfindet. Für das Jahr 1902 wurden 82 000 Exemplare gedruckt, während 1900 die Auflage nur 41 000 und 1901 70 000 betrug. Der Der langwierige, an mannigfachen Zwischenfällen reiche Handel in der Neubefeßung des seit mehr als zwei Jahren verwaisten Kassenabschluß weist eine Einnahme von 1282,87 m. und eine AusMeter Bischofs stuhls ist zwischen der kaiserlichen Regierung leiften, ist die hohe Obrigkeit sofort bereit, mit Polizeigewalt gabe von 1059,89 M. auf. Die Beiträge, die im Verhältnis zur und der römischen Kurie nun endlich definitiv zum Abschluß ge- und felbft mit unsren schweizerischen Wehrmännern dem leider nicht in der vorgeschriebenen Höhe ein. Zum Vorort für die Zahl der abgegebenen Stimmen prozentual verteilt waren, gingen kommen. Die erstere hat ihren Vorschlag, den Prälaten Born Kapital zu Hilfe zu kommen, wenn irgend ein größerer Ausstand Agitationskommission wurde Erfurt wieder bestimmt und gelangte von Bulach, einen Bruder des reichsländischen Landwirtschafts- droht. Was in Uzwil und Umgebung, am Simplon, in Einsiedeln, sodann nach Besprechung des Berichts folgende Resolution zur Anministers, zum Bischof von Mezz zu ernennen, infolge des energifchen in Bayerne, in der legten Zeit geschah, kann sich morgen an andren sodann nach Besprechung des Berichts folgende Resolution zur AnEinspruchs der päpstlichen Kurie zurückgezogen und von dieser das Orten wiederholen. gegen die Konzession eingetauscht, daß Zorn von Bulach zum WeihDer Thüringer Parteitag als erwählte Vertretung der Klassenbewußten Arbeiterschaft Thüringens protestiert auf bischof von Straßburg ernannt werde. Der bisherige Juhaber dieses bas energischte gegen den 3olltarif Gefeßletzteren Amtes, Dr. Marbach, hat seiner infolge deffen nötig geEntwurf, wie er von der Regierung veröffentlicht ist. Der wordenen Versetzung nach Metz jedoch keine Folge geleistet, sich viel mehr ins Privatleben zurückgezogen. Barteitag erblickt in diesem Zolltarif, wenn er Gesez würde, eine unerhörte gewaltige Niederdrückung der Lebenshaltung des Voltes auf Kosten einiger Großgrundbesißer und Großkapitalisten. Der Parteitag fordert den Reichstag auf, diesen Entwurf im ganzen abzulehnen und an der bisherigen Handelsvertragspolitik festzuhalten. 9 Es gilt für die Arbeiterschaft, die Ehre unfrer Eidgenossenschaft zu retten, indem wir dagegen protestieren, daß unsren Wehrmännern augemutet wurde und für die Zukunft zugemutet werde, dem Kapital Sandlangerdienste zu leisten, es gilt zu verhindern, daß sich Vorgänge, wie am Simplon und in Uzwil, Flawil, Einsiedeln wiederholen. Der Ausgang dieser Meßer Bischofstrise hat nun bei einem Teile der klerikalen Presse des Reichslandes den Glauben an die Es gilt auch zu protestieren gegen die Willfährigkeit Autorität und Unfehlbarkeit des heiligen Baters bedenklich ins unsres hohen Bundesrats gegenüber den ausländischen Wanken gebracht. Der von dem elsäistich- fleritalen Reichstags- Regierungen; ein neuestes Beispiel hierfür ist die Ausweisung Abgeordneten Hauß geleitete Boltsbote" zieht in einer Reihe des Jungtürken Fahri. gebarnischter Entrüstungsartikel gegen den alten, schwäch Wenn wir uns nicht aufraffen, so wird von einem Vereins- und lichen, tonzeifionslustigen Bapst" zu Felde, dem er in Bersammlungsrecht in der Schweiz bald feine Rede mehr sein, unverblümtester Form den Vorwurf macht, unter dem Drucke der werden unsere Gewerkschaften eine nach der andren vernichtet, wird deutschen Regierung die Interessen der Kirche preis- zuletzt die russische Knute in Fabriken und Werkstätten über die gegeben zu haben. Eine katholisch- frommgläubige Seele bolt Arbeiter sausen, werden die besten Kämpfer für die Sache der Ar in dem Blatt gar zu dem folgenden, für das derzeitige Oberhaupt beiterschaft in den Gefängnissen oder den Landstraßen verkommen ber alleinseligmachenden Kirche" wenig schmeichelhaften historischen und verderben, werden die Familien unfrer für eine bessere Existenz Vergleiche aus: ringenden Genossen verhungern müssen, " Ich weiß nur ein Mittel, bei den Ereignissen der letzten Das Programm für die Demonstration ist von der Berner Wochen die Empörung, den Ueberdruß, den Unmut, Arbeiterunion folgendermaßen festgesetzt worden: Bormittags 9 Uhr ja den Ekel nicht allzu sehr in sich überhand nehmen zu lassen: Borversammlung der verschiedenen Centralkomitees und Referenten man nehme eine Geschichte der katholischen Stirche zur Hand und im Voltshaus, i1 Uhr gemeinsames Mittagessen, 12 Uhr Aufstellung nahme: Die Resolution wird dem Reichstag übermittelt werden. einer kurzen Mitteilung über den Barteitag begnügten. Ihre ReklaDie Erfurter„ Tribüne" ist ungehalten, daß wir uns bisher mit mation war übereilt und unbegründet, wir konnten den Nachtrag erst bringen, nachdem wir den vollständigen Bericht der„ Tribüne" zur einem Delegierten übermittelt, deshalb erschien sie früher. Hand hatten. Die vorher zum Abdruck gebrachte Notiz war uns von einem Delegierten übermittelt, deshalb erschien sie früher. Die Ragniter Polizeiverwaltung giebt den Kampf nicht auf. Unfre Ragniter Genossen baben vor einem Jahre für die dortige Bahlstelle des Verbandes der Fabriks, Hand- und Landarbeiter Deutschlands ein Versammlungslokal eingerichtet. Die Raguiter Polizeiverwaltung gestattete aber das Abhalten von Versammlungen in dem Lokale nicht. Gründe gab sie nicht an. Die dortigen Genossen beschritten den instanzenmäßigen Beschwerdeweg. Wandten sich Ausland. Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen seit Juli bis heute folgende Beiträge ein: Die zahlreich besuchte Versammlung für den vierten WahlAus den belgischen Kohlenbergwerken. Obgleich der Preis Freis, die in der Urania", Wrangelstraße, tagte, wählte als also zunächst an den Landrat. Dieser teilte nach etwa 2 Monaten der Kohlen sich immer noch auf der bisherigen Höhe hält, haben die Delegierte zur Provinzialfonferenz die Genossen Schneider und dem Beschwerdeführer mit, daß fei. Die Gründe für das Verbot gab die Beschwerde unbegründet Unternehmer in mehreren Kohlenrevieren Belgiens Lohnherabsetzungen B.a a der aus dem Osten sowie Baul Hoffmann aus dem Süder, trotzdem in von 30-50 Centimes pro Tag vorgenommen. Die Bergleute haben often. Nach längerer Debatte über die Tagesordnung des Parteider Beschwerde darum ersucht wurde, nicht an. Die Antwort auf für den 29. September einen Nationalfongreß einberufen, auf welchem tages wurden mehrere Anträge angenommen. Der Parteitag soll ersucht die darauf erfolgte Beschwerde bei dem Regierungspräsidenten ließ über die Lohnreduktion, sowie über die Forderung des Achtstunden- werden, zu entscheiden, inwieweit centrale Gewerkschaften berechtigt etwa vier Monate auf sich warten und hatte denselben tages verhandelt werden soll. feien, die Beschlüsse der internationalen Stongresse, die Maifeier betreffend, Wortlaut. Den Genossen wurde immer noch nicht mitgeteilt, welche zu hintertreiben. Ferner soll der Parteivorstand veranlaßt werden, polizeilichen Vorschriften sie wohl zu erfüllen hätten. Endlich nach die Zoll- und Handelspolitik und den Brotwucher als selbständigen etwa dreiviertel Jahren wurden den Genossen auf die letzte Punkt auf die Tagesordnung des Parteitags zu sehen. Eine einstimmig Beschwerde an den Minister des Innern die Gründe für das Verbot 1. angenommene Resolution spricht die Erwartung aus, daß der Parteitag mitgeteilt. Es sollten einige geringfügige bauliche Veränderungen Für Glasarbeiter: Möbelfabrik von Belder und Plathen 36,65,- gegenüber den neuesten Bestrebungen des Genossen Ed. Bernstein, vorgenommen werden. Es wurde nun in dem Lotal alles genau Frau M. Hofmann 1,10, 2,35, 30,-. Verband der Schmiede Berlins 36, den im Erfurter Programm festgelegten Grundsägen die wissenso abgeändert, wie es die Regierung in dem Bescheid verlangte. Glaser 11,95. Fensterpuver 3,15. Kaffenbeamte Berlins 15,65. Diskutier- schaftliche Basis zu entziehen, entschieden und unzweideutig Stellung Dann wurde eine Versammlung zum 11. d. M. angemeldet. Wieder lub 2. Jakobi 6,- Wäschebranche 39,25. Tapezierer Berlins 50,-. Buch nehmen möge". Als Delegierte zum Parteitag wurden gewählt wurde die Genehmigung versagt. Eine zweite Versammlung, die binderei Wübben u. Co. 14,70, 8,30. Brauer Berlins 15,80. Tapezierwerkstatt die Genoffen Basener, Adolf Hoffmann Osten) und am Sonntag darauf einberufen wurde, teilte dasselbe Schicksal. In Tischlerei hilfebed, Kroll u. Co. 24,05. Verb.' d. Buchbinder Berlins 250,- Gesche( Südosten). Reinhardt 5, Tischlerei Lenig u. Jakty 19,-. Klempnerei Dietrich 17, dem Bescheid der Polizeiverwaltung heißt es, der Raum, in dem die Georgina- Rirdorf 3,30. Centralverb. d. Bauarbeiter Berlins 300,-. Schilke, Die im Schüßenhause abgehaltene Parteiversammlung des Bersammlung abgehalten werde, entspreche nicht den polizeilichen Stockfabrik 15,- Korbmacher Schmidt u. Co. 8,95. Tischlerei' Bülow 7,50. fünften Wahlkreises wählte nach lebhafter Diskussion die Vorschriften. Welche Vorschriften jezt noch nicht erfüllt sein sollen, Tischlerei Fischer, Weidenweg 10,-. Bildhauer v. Neumeyer 18,60. Schulze Genossen 3ize wit, Zug und Babiel zu Delegierten für die wurde wieder nicht gesagt. Unfre Genoffen müssen versuchen, wieder 2,20. Buchdruckerei Ashelm 5,-. Verband d. Vergolder 100,-. Rauchklub auf dem Beschwerdeweg hinter das Geheimnis zu kommen. Veilchendust 10,- Tischlerei Reichel u. Co. 2,70. Klempner a. d. Friedrich- Brandenburger Provinzialfonferenz. Angenommen wurde, beim Parteistraße 3,- Bildhauer, Verwaltung Berlin 100,- Unbekannt 1,-. Berb. tag in Lübeck zu beantragen, die Alkoholfrage auf die Tagesordnung Socialismus in Kanada. Die International Socialist d. Lederarb. Berlin I 100,-. Druckerei Victoria 2,70. Cigarrengesch. Mödern des nächsten Parteitages zu setzen und die Fraktion zu beauftragen, Review"( Chicago) bringt einen Artikel über die Anfänge einer ftraße 8,-. Centralverb. d. Maurer Berlins 500,-. Holzarbeiter- Verb. Ober: zur besseren Sicherung des Koalitionsrechts entsprechende Schritte zu socialistischen Bewegung in Kanada, dem wir folgendes entnehmen: Schöneweide 10,-. Maurerverb. Lübben 20,-. Mahlo 2,65. Abſtinente Arb. und thun. In der Frage des Schiedsspruchs betr die Hamburger AccordArbeiterinnen 3,50. Galvanoplastik 10, Obgleich im Parlament noch keine socialistischen Abgeordneten 40,80. Wolfram 6,-, 26,50. Möbelfabrik v. Belder u. Plathen maurer wurde den Delegierten als welche die Genossen Neul Priebs Holzarbeiter 4,40. Müller Berlins figen, giebt es doch einige fortschrittliche Abgeordnete der alten 18,25. Korbmacher E. Schmidt u. Co. 4,25. Organisierte Hutmacher 100,-. und Kotzke gewählt wurden in ihrer Stellungnahme freie Hand tapitalistischen Parteien, welche sich in den parlamentarischen Tischlerei Stern, Seliger u. Co. 12,45. Tischlerei Spranger 10,85. Beizer gelaſſen. Debatten den Namen Socialist beigelegt haben und bis zu der Firma J. E. Pfaff 2,80, 3,10, 2,50. Tischlerei Mezer 11,-, 11,- Die Versammlung im se ch sten Wahlkreis, die im„ Kösliner einem gewissen Grade socialistische Forderungen vertreten. Tischlerei Berbst 2,30. Tischlerei Hartmann, Wienerstraße, 6,80. Reber Hof" tagte, hatte sich eines guten Besuches zu erfreuen. Als DeleDen ersten Anstoß zu einer socialistischen Bewegung gab 25,95. Droschkentutſcher von Schulz 21,90. Tischler Seidenschnur 3- gierte zum Provinzial- Parteitage wurden Kaiser, Brandt und Bellamys Rückblick"; einige Nationalklubs wurden gegründet. Metallarbeiter von Dähnig 8,50. Verband der Metallarbeiter, Berlin, 1000,-. 2. Hoffmann 7,30. Weber gewählt. Zur Tagesordnung des Parteitages in Lübeck Vor diesem waren die Arbeiter durch die politische Bewegung der ward von Blättermann eine die Aufhebung des Schiedsspruchs der„ Ritter der Arbeit" aufgerüttelt worden; Ueberschuß Kranzspende 4,70. eine Anzahl Lithographen und Steindrucker a Conto 285,90. Buchbinderei Wübben u. Co. in Sachen der Hamburger Accordmauer verlangende Resolution einBlätter wurden gegründet, die aber bald wegen Mangel an Unter- 11,30. Bildhauer d. Krippahle 18,20, 7,95. Bader u. Kutscher, Kleine Stur gebracht, die nach lebhafter Debatte mit großer Majorität abgelehnt stüßung wieder eingingen. Im Jahre 1894 wurden in den größeren straße, 2,60. Sattlerwerkstatt- Wette 6,-. Verband der Bildhauer 13,80. wurde. Dagegen wurde ein Antrag Kiesel, welcher die Mißbilligung Städten Sektionen der„ Socialistischen Arbeiterpartei" gegründet Lotterieklub Fortuna" 4,-. Verein Berliner Buchdrucker und Schrift der Art der Agitation des Genossen Bernstein durch den Parteitag und The Cause of Labour", ein monatliches Flugblatt, heraus- gießer 1000,- Verband der Töpfer, Filiale Berlin, 300,-. Reinhold 15,75. verlangt, gegen acht Stimmen angenommen. Nach Lübeck wurden gegeben. Seit 1899 besteht die„ Socialistische Liga", welche jetzt etwa Stuhlfabrik Hinz u. Sohn 14,35. Berband d. Schmiede Berlins 100, die Genossen Kiesel, Hinge und Brandt delegiert. 173weigvereine besigt und die in nächster Zeit einen besoldeten Organisator Maurer, Filiale Berlin, 500,-." Billardklub„ Graulich" 3,-, 10,-. ArHutarbeiter 0,50. Gefangverein Solidarität" 10,-. Centralverband der und Agitator anstellen will. Die Partei beteiligt sich an den Wahlen zu beiter der ,, Union" 36,80. Metallarbeiter 78,65. Verband der den Gemeindevertretungen sowie zu den gesetzgebenden Körper Maler 13,10. Schirmfabrik von Schilfe 15,-. Kegelklub Bor schaften; in einzelnen Provinzialparlamenten find schon einige wärts" 6,-. Buchdruckerei Köbke 5,15. Lampenfabrik v. Holy 11,30. Socialisten vertreten; auch sind mit Hilfe der Geiverkvereine bereits Haupt 5. Hydrosteinwerk Stralau 8,05, 6,40, 6,80. Centralorganisierte eine Anzahl socialistischer Gemeindevertreter gewählt. Das Central Bauarbeiter Friedrichsbergs 30,- Hoffmann 12,25. Graveure 53,40. organ der Partei ist der„ Citizen and Country", ein in Toronto Buchdruckerei- Hilfsarbeiter 111,60. Herrenschneider von Gerson 10, 10, erscheinendes Wochenblatt; außerdem existieren noch ein Anzahl Gebr. Faul 28, Möbelfabrik von Fulle u. Hoffmann 8,05. Tischler Buzzien 5,15. Tischlerei Blätter, welche sich der Arbeiterfache widmen. Auch zur Genossen- 110. Bezirk 5, Spar: und Kreditverein Südost 20,-. Genossen vom Statklub Revolution 10,-. Buchdruckerei von schaftsbewegung sind einige Ansätze vorhanden. Im ganzen, so schließt der Bericht, sei für die Socialisten Canadas alle Ursache, Hoffnungsfreudig in die Zukunft zu blicken. " Polizeiliches, Gerichtliches nsiv. Der Beleidigung durch die Presse war der Redacteur der Erfurter Tribüne", Genosse Hennig, angeklagt. Neben ihm mußte der Verfasser des in Frage kommenden Artikels, Fabritarbeiter Stieber aus Sangerhausen, der sich freiwillig, entgegen dem Wunsche Hennigs als Einsender genannt hatte, vor Gericht erscheinen. Es handelte sich um eine in der" Tribüne" vom 5. April d. J. gebrachte Notiz aus Sangerhausen, in welcher die Einberufung einer Versammlung, in der der Kampf gegen die Unsittlichkeit erstrebt werden sollte, glossiert war. Wörtlich wurde darin ange führt: Wie es ja mit Recht zu erwarten war, wurden vom Komitee nur solche Herren um ihre Unterschrift zwecks Förderung der guten Sache" gebeten, die in ſittlicher Beziehung thatsächlich makellos da stehen. Es ist da wenigstens das abstoßend Komödiantenhafte, wie es dem Einsender von anderswo bekannt ist, wohlweislich vermieden." Dann folgten unter Nennung der Anfangsbuchstaben der betreffenden Namen, eine Reihe Andeutungen, nach welchen es anderswo nicht immer so gehandhabt sein soll. Schließlich war noch der Ausspruch der Flora Gaß:„ Komödianten seid Ihr ja alle", beigefügt. Durch diese Notiz fühlten sich der Gymnasialdirektor Dannehl und eine Anzahl Sangerhäuser Geistlicher beleidigt und stellten Strafantrag. Der Erstere trat auch als Nebenkläger dem Verfahren bei. Das Gericht nahm an, daß mit den Andeutungen die Unterzeichner der Einladung zur Versammlung gemeint seien und sprach beide Angeklagte der Beleidigung schuldig. Hennig wurde zu zwei Monaten und Stieber zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.- Der Staatsanwalt hatte nur die Kleinigkeit von neun Monaten gegen Hennig und sechs Monaten Gefängnis gegen Stieber beantragt. - Drei Monate Gefängnis verbüßt hat unser Genosse Reichstags- Abgeordneter Adolf Thiele, der am 17. August das Gefängnis in Halle verlassen hat. Die Strafe zog er sich wegen Beleidigung einiger Kriegervereinler in der letzten Wahlcampagne zu. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Graveure Berlins " Durch R. Pezold 30.-. Verband 25,-. do. können. -HO Sociale Rechtspflege. 1 Ge gen eine Lohnentschädigungsklage des Photographen B. wandte der beklagte Photograph Fuchs vor der Kammer VIII des Gewerbegerichts ein, daß der Kläger unbefugt die Arbeit verweigert habe und deshalb plötzlich hätte entlassen werden B. habe sich eines Tages geweigert, von der G. Billig Nachfolger 9,-. Glasschleifer 50,-. P. Lobedan, Friedrichstraße, wo er thätig war, nach dem zweiten Geschäft in der Buchdruckerei Gebrüder Unger 10,50. Maler durch Herzog 5,20. Königstraße zu gehen und dort zu kopieren. Der Kläger habe schon Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma W. Bartel 15,-. Tischlerei Hartmann einmal dort gearbeitet. B. betonte dem gegenüber, daß er den 5,40. Tapezierer durch L. Schmidt 24,35. Modelltischler v. 2. Löwe 14,55. Arbeitsraum in der Königstraße jenes erste Mal ungesund gefunden und Verband d. Vergolder, Hauptkaffe 100,-. Verband d. Zimmerer, Berlin 500,- bei seiner Weigerung, wieder hinzugehen, dies ausdrücklich als Grund bea Berband d. Metallarbeiter, Berlin 1000,-. Borzellanarbeiter Charlottenburgs zeichnet habe. Es lägen in dem nach oben offenen Raum alte Rohr15,-. Schmiedewerkstatt v. Hoffmann 16,90. Silberarbeiter v. Moosgau 15,- decken und Teppiche, die einen modrigen gesundheitsschädlichen Ges Baß u. Garleb 16,40. C. Mars 3,-. 3och 7,60. F. Schulze 5,85. Verband ruch verbreiteten. Hinz 3,-. Tischlerei von Borowski u. Rohn 14,-. Buchdruckerei von Ein Kollege des Klägers, den der Vorsitzende der Vergolder, Filiale Berlin 300,-. Verband der Schuhmacher 100,--. Dr. Meier um seine Meinung befragte, hält höchstens für ungefund Verband der Lederarbeiter( Lohgerber) 30,-. Bildhauer 7,95. Streit im den Rauch, der von Zeit zu Zeit aus den Nissen des Schornsteins fl. Gewerkschaftshaus 1,.. Steinbildhauer 24,50. Rauchklub Ohne dringt. Ein Schuhmann sei oben gewesen, habe aber auch nichts 8wang" 30,-. Michels 18,65. Simon 25,25. Mineralwasserarbeiter 25,- Ungesundes gefunden. Allerdings habe der Beamte gemeint, die Tischlerei Meyer 12,-. Holzarbeiterverband, Filiale Berlin 1000,-. Decken müßten herunter. Der als Gesundheitsrat angerufene junge Für die Tabakarbeiter in Nordhausen gingen in dieser Zeit ein: Mann machte dann noch die Bemerkung, daß der Aufenthalt im Socialdemokratische Gastwirte 100,- Verband der Lederarbeiter u. Loh fraglichen Raum vielleicht jemand schade, wenn er lungentrant gerber 30.-. Lackierer 24,30. Gasanstalt Schmargendorf 20,-. Verb. d. Böttcher fei. Der Kläger hält sich für lungentrant. Im Laufe der Verhandlung 20,- Verband der Maurer I, Buzer, 200,-. Müllereiarbeiter 29,75. Steinarbeiter 55,15. Bauanschläger 19,30. Berband der Bergolber 20, wurde festgestellt, daß B. in dem Geschäft in der Friedrichstraße Bureauangestellte 5,40. Buchbinderei Klemm 5,- Schriftgießer 87,05. engagiert worden ist und daß ihm dabei nicht gesagt wurde, er Organisierte Hutmacher 30,-. Textilarbeiter v. Bandé 15,-. Buchdruckerei müsse auch in dem Geschäft in der Königstraße arbeiten. Der Hilfsarbeiter 3,75, 35,80. Dachdecker der Firma Hide, Rirdorf 9,45. Gerichtshof hielt das allein schon für ausschlaggebend und Kleckersdorf und Kohldorf 10,30. Dachdecker 13,25. Bauanschläger Berlins verurteilte den Beklagten zur Zahlung der Entschädigung. In der 27,50. Marmorarbeiter 17,30. Verband der Xylographen 10,05. Tapezierer Urteilsbegründung wurde unter anderm gesagt: Kläger habe die 24,35. Glektromonteure 10,05. Formſtecher 19,70. Droschkentutſcher 52,05. Arbeit in der Königstraße verweigern können, weil er für das Bildhauer 9,75, 8,05. Berband der Schneider 30,40, Glafer Berling 11,95. dortige Geschäft nicht engagiert worden sei. Und wenn Kläger Graveure und Giseleuré 15,- Centralverein der Former 58,80. Galvano- einmal darin arbeitete, so könne hieraus noch kein stillschweigendes plastik 15. Buchbinderverband 50,-. Porzellanarbeiter II 10,-. Vergolder Einverständnis, es auch ferner zu thun, hergeleitet werden. 27,55. Steindrucker und Lithographen 22,65. Tanzlehrerverein Solidarität 12. Eine Lohnentschädigungsklage, angestrengt wegen plötzlicher Droschkentutscher 25,- Diskutierklub L. Jakobi 6,-. Bau anschläger Berlins 15,15. Tischlerei C. Müller 13,- Konditoren Entlassung, begründete der Schuhmacher V. damit, daß der 11,40. Schuhmacher 19,25. Kaufleute d. B. Maaß 15,10. Buch bei feiner Einstellung als Zuschneider bei dem Fabrikanten Schlächter Berlins 23,50. Rabizputer 37,45. Dachdecker 7,30, 5,-. Brauer nachdem druckerei- Hilfsarbeiter 24,15. Verband der Handschuhmacher 19,45. Goldberg verabredete Kündigungsausschuß nicht mehr Geltung habe, er zum Wertmeister erhoben worden. Dadurch Berlins 11,20. Tabatarbeiter durch Sperber 300,-. Töpfer Berlins 38,10. wäre ein neues Arbeitsverhältnis begründet worden. Der Beklagte Bauanschläger Berlins 10,95. Stereotypeure 40,15. Stider Berlins 24,50. Goldberg bestritt, V. zum Werkmeister ernannt zu haben. Er Ciseleure 6,-. Tischler Zander 19,45. Verein der Stereotypeure 25, habe ihn allerdings ersucht, ein bißchen darauf zu achten, daß die Steinhauer 6,90. Gießerei Arbeiter = der Firma Krause, Fenn für die gewünschte Elektromonteure 32,50. Durch Kiesel 21,05. Kommissionen richtig herauskämen, und straße, 22,90. Tischler 19,45.(?) Maurer durch Hinz 2,-. Bander, Graveure 6,60. Verband Beaufsichtigung der Arbeiter habe er ihm eine Zulage bewilligt. der Glaser 18,20. Vergolder 13,10. Herrenschneider von Gerson 10, Von einer sonstigen Veränderung der Stellung Tischlerei von Gebr. Faul 13,60. Verband der Schuhmacher 50,-. Ver des Klägers sei aber nicht die Rede gewesen.. sei bis zur letzten band der Formstecher 19,05. Metallarbeiter 5,-. Stunde Zuschneider geblieben. Nachdem der Beklagte seine Angaben auf Beschluß der Kammer II des Gewerbegerichts beschworen hatte, wurde der Kläger abgewiesen, weil er weder zum Werkmeister direkt ernannt, noch durch die Uebertragung einer gewissen Aufsicht dazu geworden sei. Der Kündigungsausschluß habe weiter gegolten. Sparverein Namenlos, Mariendorf 25,55. Brennerfabr. Müller 3,45. Weitere Beiträge werden entgegengenommen. Gelder sind nur an A. Körsten zu richten. Die Berliner Gewerkschaftstommission. Engel- Ufer 15, II. Flur Eingang. Die Parteiversammlungen, Tehte Nachrichten und Depeschen. Kohlenarbeiterstreik in Böhmen. Teplik.( Privatdepesche.) Die gesamten Belegschaften der Brucher Kohleniverke, der Guttmann- und Johann- Schächte, find in den Streit getreten, da die Grubenverwaltungen die als Demonstration für den Achtstundentag gedachte 1/2 stündige Verzögerung der Anfahrt nicht zuließen; auch die Belegschaft der Richard- Schächte hat sich bereits dem Streit angeschloffen. Aus Nordhausen geht uns die Mitteilung zu, daß die Anfammlungen, die, wie wir schon gestern berichteten, beim Transport der Streifbrecher von der Fabrik nach dem Bahnhof stattfinden, sich an jedem Abend wiederholen und noch an Ausdehnung zugenommen haben. Es ist dabei auch zu bedauerlichen Auftritten gekommen, bei denen die Polizisten und Gendarmen von der Waffe Gebrauch machten. Welche besonderen Umstände die Veranlaffung zum bewaffneten Einschreiten der Beamten gegeben haben, welche gestern abend in allen Berliner Wahlfreisen tagten, beschäftigten konnten wir noch nicht erfahren. So viel aber ist sicher, daß die sich mit den Angelegenheiten, welche der Brandenburger Provinzialausständigen Tabalarbeiter an den Straßenscenen nicht be- Konferenz vorzulegen sind, sowie mit der vom Parteitage zu erlediteiligt sind, denn sie befanden sich zur selben Zeit, ihrem Be- genden Tagesordnung. Ueber den Verlauf der einzelnen Versamm schlusse gemäß, im Versammlungslokal in einer Anzahl von etwa lungen bringen wir vorläufig folgende kurze Mitteilungen: 700 Personen. Trotzdem macht, wie uns berichtet wird, die freisinnige In der Versammlung des ersten Wahlkreises wurden „ Nordhäuser Zeitung" den Versuch, die tumultuösen Auftritte auf das nach einleitendem Bericht des Genossen Schuster zur Branden Konto der Streifenden zu setzen. burger Provinzialkonferenz die Genossen Strehl, Manasse und Linde als ernannt. als Delegierte Die streikenden Krefelder Sammetscherer haben das Ge- lebhaften Besprechung über den Hamburger Schiedsspruch, gegen einer sehr Nach werbegericht als Einigungsamt angerufen. Das Streifpoften welchen die Versammlung protestierte, wurden die Genossen Bohn Gläubigerversammlung der Aktiengesellschaft Terlinden. stehen, obwohl gefeßlich gestattet, ist durch die Maßnahmen der und Kenkel als Delegierte, Schensch als Ersatzmann gewählt. Westfälische Zeitung" meldet: In der heute vormittag in Oberhausen Essen a. d. Ruhr, 22. August.( W. T. B.) Die RheinischPolizei in Krefeld fast zur Unmöglichkeit geworden. Jeder Streikende, der sich in der Nähe einer Fabrit sehen läßt, und sich auf die Auftreises auf dem Berliner Bod delegierte zur Brovinzial- Aktiengesellschaft wurden Dr. Schulz und Dr. Schmits in Duisburg Die zahlreich besuchte Versammlung des zweiten Wahl- abgehaltenen Gläubiger Versammlung der Gerhard Terlindenforderung eines Polizeibeamten nicht sofort entfernt, wird zur zeige gebracht und erhält ein Strafmandat über 30 M. Am Mittwoch fonferenz die Genossen uhdes, Emmerich und Fritsche, als Stonkursverwalter bestätigt; in Konkursverwalter bestätigt; in den Gläubiger- Ausschuß find mehrere Streifende, welche im Begriff waren, Flugblätter zu zunt Parteitag die Fritsche Genoffen Fülle, und würden gewählt: die Bank für Handel und Industrie"," Robert verteilen, verhaftet worden. Wie man sieht, läßt es auch die Kre- Schola. Der Schiedsspruch bezüglich der Hamburger Accordmaurer Warschauer u. Co.", der„ Barmer Bankverein", die„ Magdeburger felder Bolizei an Schneidigkeit gegenüber den Streifenden nicht zeitigte eine sehr eingehende und lange Debatte; ein Antrag bezig Privatbank" und als Vertreter des persönlichen Konkurses fehlen. lich dieser Angelegenheit für den Parteitag wurde jedoch nicht gestellt. Gerhard Terlindens Rechtsanwalt Dr. Heding Oberhausen. Die Versammlung des dritten Wahlkreises, welche Die Versammlung genehmigte die bisherigen Beschlüsse des Bei dem Streik der Hamburger Kupferschmiede steht be unter Vorsiz des Genossen och tagte, war sehr gut besucht. Nach Gläubigerausschusses, wonach die Maschinen- und Metallwarentanntlich auch die Frage des Arbeitsnachweises im Vordergrund. kurzer Diskussion über die Tagesordnung des Branden fabrik, ferner die Stuhlfabriken in Oberhausen, Boisheim, Straelen, Während die Arbeitgeber ihren eigenen, oft zu Maßregelungen burger Parteitages wurden die Genossen Bohl, Borst aufgelöst werden, dagegen die Herdfabrit Oberhausen und die benutzten Nachweis ausschließlich gelten lassen wollen, während die arndt, 2oge zu demselben delegiert. Eine längere Debatte Stuhlfabriken Schleiden, Sonsbeck, Capellen fortgeführt werden sollen. Arbeiter, eben wegen der üblen Erfahrungen mit dem genannten ergaben die verschiedenen Punkte der Tagesordnung Nachweis, die Anerkennung ihres eignen, oder doch eines paritätischen Lübecker Parteitag. Besonders die Ausschließung Arbeitsnachweises fordern. Um den Unternehmern zu zeigen, daß der Oeffentlichkeit, folie der Schiedsspruch in berger Hartungsche Beitung" erfährt, ist der Stettiner Dampfer Königsberg i. Pr., 22. August.( W. T. B.) Wie die„ Königs diese Forderung feine ungerechte ist, hat die Lohnkommission der Kupferschmiede einer fürzlich abgehaltenen Arbeitgeber- Versammlung Debatte. Bezug der Accordmaurer verursachten eine ausgiebige Ribau; Paket", der gestern abend auf seiner regelmäßigen Ein Antrag Fröhlich, der Ausschließung der Tourenfahrt Memel- Stettin von Memel abgegangen war, in der Nacht das Reglement des Arbeitsnachweises der letztern überfandt und die Bersammlung ersucht, darüber Beschluß zu fassen, ob die Arbeitgeber effentlichkeit nur dann zuzustimmen, wenn es sich um auf See unweit Brüsterort led gesprungen und geſunten. Die mit den Vertretern der Arbeiter in Unterhandlung treten wollen. Stimmung der großen Mehrheit der Anwesenden. Eine vielumstrittene Dampfer. Eins der Boote mit acht Mann ist bei Granz gelandet, interne finanzielle Fragen handelt, fand die Zu- aus 16 Mann bestehende Besagung verließ auf zwei Booten den Welche Stellung die Versammlung zu dem Schreiben der Lohn- Sache war die Schiedsspruchangelegenheit. Während Wolfgang über den Berbleib des andren Bootes fehlen Nachrichten. tommission genommen hat, ist noch nicht bekannt. zum Heine den Schiedsspruch für richtig befand und auf die Konsequenzen Die Zimmerer in Köln stehen bekanntlich schon seit längerer eines gegenseitigen Standpunktes hingewiesen, sprachen sich Mahle, Salzburg, 22. August.( B. H.) In Gundschachen schlug der Beit im Streit. Kürzlich hatten sie das Gewerbegericht um Ver- R. Arndt, Cohn, Ritter, Schulz in entschiedener Weise für die lig in das Schulhaus. Der Oberlehrer Lukas wurde ge mittelung ersucht, die Jnnung hat aber abgelehnt, vor dem Einigungs- Annullierung des Schiedsspruches und den Ausschluß der Accord- tötet, der Oberlehrer Hruschka sowie seine Ehefrau wurden schwer amt zu verhandeln. Darauf haben persönliche Verhandlungen zwischen maurer aus. Ein in diesem Sinne von Mahle eingebrachter Antrag verletzt. Bertretern beider Parteien stattgefunden, ein Resultat tam jedoch wurde indessen abgelehnt. Zum Barteitag wurden delegiert: Mailand, 22. Auguft.( B. H.) Der fürzlich aus der Schweiz Dimmick, Ladewig und Büttner. ausgewiesene Anarchist Galotti wurde in Como verhaftet. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. nicht zu stande. r. 196. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 23. August 1901. feiten Kleinlicher Natur von sich abzulehnen. Außerdem aber fann war, ja selbst ein schriftlicher Vermerk über die patriotisch- schmerzZur Frage Partei und Streifbrecher. eine solche Bestimmung, wenn sie zugleich befagt, daß solche Verhaften Gründe des Geſchäftsſchluſſes fehlte. Die Interessenten zergehen als Vergehen gegen die Principien der Socialdemokratie auf- brachen sich den Kopf über das seltsame Phänomen, und so ist ( Genosse Bernstein sendet uns nachstehenden Artikel über die in gefaßt und entsprechend behandelt werden, eine gewisse erzieherische es tein Wunder, daß ein besonders besorgtes Gemüt auf den Kreisen der Partei und den Gewerkschaften zur Zeit viel- Wirkung ausüben und manchen Verstoß verhüten, der sonst den sozusagen in der Luft liegenden Gedanken tam, besprochene Frage, die an das Verhalten der Hamburger Accord- in der Hige des Kampfes leichtgenommen werden würde. maurer anknüpft. Wir geben dem Artikel geru Raum und nehmen einem Gebiete der Arbeiterbewegung auch auf andre Gebiete oder sonst wen in den Konkurs getrieben worden. Einer ſagte es dent Es ist sicherlich nicht wünschenswert, daß Zwistigkeiten auf die" Victoria" sei an den Bankkrachen beteiligt und durch Terlinden an, daß eine weitere Aussprache in den Spalten unsres Blattes für übertragen werden. Aber angesichts der Thatsache, daß es andern und bald war das bedenkliche Gerücht mit Windeseile in der die Entscheidung der Partei auf dem Parteitage wirken wird. zum nicht geringen Teil dieselben Menschen sind, die hier ganzen Stadt verbreitet. Die Direktoren hatten sich nun nicht allein Redaktion des„ Vorwärts".) wie dort die thäligsten Mitglieder stellen, daß ungeachtet mit ihrem Schmerz über den Tod der Kaiserin Friedrich Es steht jetzt außer Frage, daß der Schiedsspruch in Sachen der der formalen Auseinanderhaltung der Organisationen unzählige zu quälen, sondern auch die zum mindesten ebenso intensive Hamburger Accordmaurer den Lübecker Parteitag lebhaft beschäftigen geistige Fäden hinüber und herüber führen, und daß gerade vom Ergriffenheit über die entsetzlichen Folgen ihrer markanten wird, und es kann ferner als sicher angenommen werden, daß die socialistischen Standpunkt aus dahin gestrebt und gewirkt wird, die Trauer gebührend zum Ausdruck zu bringen, und erließen Frage, um welche es sich in letter Instanz bei dem Schiedsspruch Arbeiterbewegung in allen ihren Teilen mit ein und demselben der andern über die Grundlosigkeit handelte, durch eine bloße Abstimmung für und wider diesen Spruch Geist der Solidarität zu durchdringen, wird in dem Maße, als dies eine Erklärung nach nicht erledigt werden würde. Vielmehr würde voraussichtlich sowohl gelingt und die Bewegung anwächst, eine Politik der Ignorierung der folportierten Gerüchte. Die Agenten und Boten der Gesellschaft Annahme wie Ablehnung des auf Imstoßzung des Schiedsspruchs ab- undurchführbar. aber wurden, wo sie anklopften, mit mißtranischen Blicken empfangen zielenden Antrags die Erregung der der Gemüter nicht bei- Aus allen diesen Gründen empfiehlt es sich, daß die Partei als und brachten abends keinen Heller Verdienst heim. Erst jetzt scheint legen. Denn nicht alle Gründe, welche gegen Umstoßung Richtschmur für die Zukunft den Grundsatz aufstellt, daß wer der sich das Publikum allmählich zu beruhigen. Den Direktoren und des Schiedsspruchs sprechen, wären durch feine Annahme gewerkschaftlichen Organisation seines Berufs in ihren auf Regelung Angestellten mag der Beisetzungstag aber noch lange in sehr schmerzwiderlegt, seine Ablehnung aber würde nicht verhindern können, daß der Arbeitsbedingungen gerichteten Stämpfen schädigend in den Weg licher Erinnerung bleiben. die gleiche Fragenämlich wann ein Vergehen gegen Gewerkschafts- tritt oder sich eines ähnlichen, die Organisation in ihrer Leistungsprincipien als Vergehen gegen die Grundprincipen der Social- fähigkeit ernsthaft schädigenden Verstoßes gegen die Disciplin schuldig demokratie zu betrachten wäre Eine der wertvollsten Errungenschaften auf dem Gebiete bei der nächsten Gelegenheit macht, damit auch gegen die Grundsäge der Partei handelt und so der Eisenbahn- Reform ist die Schreibgebühr. Wertvoll wieder vor die Partei täme. Die Ablehnung würde jedoch, darüber lange nicht ihr Mitglied sein kann, als er in diesem ungehörigen natürlich für die Verwaltung. Es giebt unsres Wiffens zweierlei fann wohl kaum mehr ein Zweifel herrschen, eine starke Mißstimmung Verhältnis gegen seine Berufsorganisation verharrt. Vorausgesetzt Vorausgesetzt in Gewerkschaftstreifen gegen die Partei zur Folge haben. Es scheint ist dabei, daß es sich um Gewerkschaften handelt, die feinen Anwendungsarten, um die fistalischen Vorteile dieser Einrichtung dem daher am Blake, die aufgeworfene Frage unter ihrem weiteren der allgemeinen Arbeiterbewegung fremden Interessen dienen, Bublikum plausibel zu machen, und ihrem inneren Gehalt nach wird principiellen Gesichtspunkt zu erörtern und die Formulierung eines sowie um Kämpfe, die in keinem Widerspruch zu den Grundsäßen die eine für zwei Mark, die andre für eine Mart losgelassen. Beschlusses zu versuchen, der geeignet wäre, für alle zukünftigen der letzteren stehen. Wenn es z. B. irgendwo einer konfessionellen Die erste Methode ist insoweit noch originell, als sie ein bißchen Fälle von vornherein als Richtschnur für das Verhalten der Partei Berufsorganisation einfiele, für ausschließliche Anstellung oder Abwechselung in den sonst üblichen Grundsatz bringt, daß Kinder gegenüber Gewerkschaftszwistigfeiten zu dienen. Bevorzugung von Konfessionsangehörigen zu agitieren, so kann von die Hälfte tosten. Ein etwa auf der Stadtbahn abonnierter Bennäler Um einen von Rücksichten auf Augenblicksstimmungen oder irgend einer Verpflichtung zur Respektierung ihrer Disciplin da nicht verliert, was ja nicht selten vorkommt, seine Schülertarte. Eine Personenfragen freien Standpunkt in dieser Sache zu gewinnen, ist die Rede sein. es vor allem notwendig, fich die allgemeine Frage zu beantworten: daß, wo bereits in ein und demselben Beruf mehrere gewerkschaft- solche Karte wird, nebenbei bemerkt, nur nach Erfüllung etwelcher Welches ist das Verhältnis der Partei zu den Gewerkschaften? liche Vereinigungen bestehen, die Socialdemokratie sich in deren bureaukratischer Formalitäten verabfolgt und so genau registriert, Es wird wohl keinen Socialisten geben, der dies Verhältnis als Streitigkeiten untereinander nicht einmischt, sondern ihren Ausgleich daß ein Beamter einem ins Haus kommt, um das Wertstück abein principiell neutrales auffaßt. Die Neutralität der Partei den von der Zukunft erwartet, daß sie aber jeden neuen Versuch der zufordern, wenn die Feyzen, die nach vier- oder sechsmonatigem GeGewerkschaften gegenüber kann vielmehr immer nur eine formale Sonderbündelei gegenüber bestehenden, kampferprobten Gewerkschaften brauch von ihm übrig geblieben sind, nicht sofort nach Ablauf der fein, und zwar aus folgenden Gründen: Die Partei vertritt gegen principiell verurteilt und gegebenenfalls als groben Verstoß im vor- Gültigkeit dem Schalterbeamten überreicht werden. In dem Falle über der Arbeiterbewegung in allen ihren Zweigen teinerlei entwickelten Sinne betrachten würde. Ed. Bernstein. also, daß die Karte verloren gegangen ist und ein Duplikat von ihr Sonderinteressen, sie ist nicht ein Zweig wie die andren Zweige, sondern sie ist oder soll sein die Zusammen cingefordert wird, muß der Vater des in Betracht kommenden fassung aller Specialintereffen nach der großen der großen 4. Generalversammlung 4. Generalversammlung des Vereins der Lithographen, Sungen zwei Mark an Schreibgebühr blechen. Der Wert des PappSteindruder und Berufsgenossen Deutschlands. Halle, 21. August. 4. Verhandlungstag. " Zur Diskussion stand der Punkt: Tarifgemeinschaft". Sämtliche Redner traten für eine Gemeinschaft ein. Die vom Refe renten Tischendörfer gestellte Resolution wurde einstimmig an genommen. Ueber den Bunkt: Gewerkschafts- Kongreß" referierte Müller- Hamburg. Die Versammlung beschloß, das Verhältnis zur Generalfommission beizubehalten und den Gewerkschaftskongreß durch Sillier und Tischendörfer zu beschicken. # Die Arbeitslosen- Unterstützung wird gezahlt: bei mindestens 26 Beiträgen 3 Wochen a 9 M., 52 Beiträgen 6 Wochen a 9 M., 156 Beiträgen 6 Wochen a 12 M. = Umzugskosten werden an verheiratete Mitglieder bei 52 wöchentlicher Beitragszahlung 54 M. und bei 104 Beiträgen 60 M. gezahlt. Maßregelungs Unterstützung wird mindestens 2/3 des bisher verdienten Lohnes gezahlt. Das Mitbestimmungsrecht des Ausschusses wurde in vielen Paragraphen gestrichen. Bei Abwehr streiks hat der Ausschuß nicht mehr mitzusprechen, ebenso auch beim Rechtsschutz. Die Gau- Einteilung wurde abgeschafft und Agitationskommissionen dafür eingesetzt. Für lokale Ausgaben verbleiben den Zahlstellen statt bisher 15 Proz., jegt 12 Broz. stückes als solches mag sich auf den minimalen Bruchteil eines Pfennigs belaufen, und die Ausfüllung nimmt auch bei einem des Schreibens nicht sonderlich gewohnten Menschen etwa eine Minute in Anspruch. Warum mun trotzdem die horrende Summe von 2 Mart nicht etwa als Strafe für Unachtsamkeit, sondern als Schreibgebühr eingefordert wurde? Darum! Mit der Errungenschaft zu einer Mark aber steht es folgendermaßen. Ein Reisender hat, wie es dieser Tage passiert ist, am Schalter eine Fahrkarte nach Lübben gefordert und infolge eines Mißverständnisses eine solche bis Lübbenau erhalten. Erst im Eisenbahnwagen bemerkt er den Irrtum und klärt in Lübben den Stationsbeamten darüber auf, daß er dem Fiskus für die weitere Strecke 5,20 M. entrichtet habe, wo er bis Lübben doch nur 4,50 M. zu zahlen hatte. Der Beamte stempelt die Karte und rät dem Fahrgast zu reklamieren. Nachdem dies geschehen, erhält der Ges schädigte von der Eisenbahniuspektion einen Brief, für welchen er unächst 5 Pf. Porto zu berappen hat; in dem Brief aber steht folgendes zu lesen: „ Dem Antrage von..... auf Rückzahlung von Fahrgeld für die eingesandte nicht ansgenutzte Fahrkarte, kann nicht entsprochen werden, weil nach Abzug des Fahrpreises für die zurücks gelegten Fahrten, sowie von einer Mark Schreib gebühren ein zu erstattender Betrag nicht verbleibt." Vielleicht läßt Herr v. Thielen sich einmal gelegentlich darüber aus, mit welchem Recht hier vom Publikum eine Abgabe verlangt wird, zu deren Erhebung denn doch jeder plausible Grund zu fehlen scheint. Mit gleichem Necht wie hier, könnte überhaupt jeder. der sich an die Eisenbahnbehörde eine Anfrage zu richten gestattet, mit Strafe- Pardon, mit Schreibgebühr belegt werden. Seite hin, die wir heute das politische Wesen nennen, und die das allen Gliedern des Gesellschaftskörpers Gemeinsame umfaßt oder Herstellen soll. Die Partei ist, Traft der ihr innewohnenden Tendenz auf das Allgemeine der Arbeiterinteressen hin, auch dazu bestimmt, die höchste Instanz der Arbeiterbewegung zu bilden, sie hat gegenüber allen den höheren Anspruch auf die geistige Beeinflussung der Maffen. Aber weil sie principiell die höhere Justanz darstellt, weil sie der Körper ist, zu dem die verschiedenen Specialorgane der Arbeiterbewegung als ihrem natürlichen Mittelpunkt immer wieder zurückgravitieren, darum hat meines Erachtens die Partei auch in verschieder Hinsicht größere Pflichten gegenüber den einzelnen Gliedern, als diese gegen sie. Ich halte es für irrig, die von der Partei den Gewerkschaften und Genossenschaften gegenüber zu beob Zum Punkt„ Statutenberatung" gab Diebelt achtende Neutralität der Neutralität dieser für wesensgleich Berlin im Namen der Statutenberatungs- Kommission Bericht. Beaufzufassen. Allerdings ist auch die letztere mir eine bedingte, soll schlossen wurde, den Beitrag von 40 Pf. auf 50 Pf. pro und wird der Geist, der die Partei beseelt, nicht vor den Thüren der Woche zu erhöhen. Kartographen und Linoleumdrucker werden wirtschaftlichen Organisationen der Arbeiter Halt machen. Aber es für die Folge aufgenommen, so daß jetzt Lithographen, verträgt sich nicht mit den Specialaufgaben, die diesen zufallen, Startographen, Steindrucker, Chemigraphen, Lichtdrucker, Stupferihren Mitgliedern andre Verpflichtungen als bindend aufzuerlegen, drucker, Notendruder, Tapetendrucker, Linoleumdrucker, Schleifer als die fich aus der Natur dieser Aufgaben selbst ergeben. Dagegen und Präger aufgenommen werden. An Reise Unterstützung liegt es im Wesen der Socialdemokratie als Partei der Arbeiterklasse, wird pro Kilometer Luftlinie 4 Pf. gezahlt, und zwar bei mindestens diese Specialorgane der Arbeiterbewegung, gleich viel wie sie 26 Beiträgen bis 27 M., bei 52 Beiträgen bis 54 M., bei 156 Beisich zu ihr stellen, als ihre natürlichen Schutzbefohlenen trägen bis 72 M. zu betrachten, ihnen gegenüber nach dem Grundsatz zu handeln: noblesse oblige, die höhere Position verpflichtet. Geht man von diesem Gesichtspunkt aus und ich glaube nicht, daß er irgendwo in der Partei auf Widerspruch stoßen wird so wird man es nicht als unnatürlich oder auch nur unerwünscht betrachten können, wenn an die Partei die Anforderung Herantritt, grobe Pflichtvergehen gegen die Gewerkschaft als unvereinbar mit ihren Principien zu betrachten. Ob gewollt oder nicht, liegt darin die Anerkennung jenes Schutzverhältnisses, d. h. der leber ordnung der Partei über die andren Störper schon eingeschlossen. Es handelt sich also nur darum, den Grenzpunkt zu finden, von wo sehr verweichlicht, sorgen außer der Großindustrie mit ihren zahlDafür, daß der Friedenszustand die Bevölkerung nicht allzu ab die Partei einen Verstoß gegen eine Ge: verkschaft als einen Verstoß reichen Menschenopfern ganz besonders unsere Verkehrsgesellgegen die allgemeinen, auch von ihr vertretenen Grundsäge der Zum 1. Mai nahm die Generalversammlung dahin Stellung, fchaften. In den Monaten April bis Ende Juni sind im Betriebe Arbeiterbewegung zu betrachten und entspechend zu behandeln hätte. daß es den einzelnen Städten überkassen bleibt, im Sinne des Be- der Pferdebahn und der elektrischen Bahn sowie im Omnibusbetriebe Da scheint mir der einzige Maßstab, der eine alle Teile be- schlusses des letzten Gewerkschaftskongresses zu handeln. friedigende Erledigung solcher Vorkommnisse ermöglicht, in der Frage acht Unfälle mit tödlichem Ausgange vorgekommen. Im Betriebe Dem bisherigen Vorsitzenden wurden 300 M. als nachträgliche der Straßenbahn tamen 6 Todesfälle vor, 53 schwere und 381 leichte nach dem Schaden zu liegen, der durch die bemängelte Handlung Mietsentschädigung und Gehaltszulage bewilligt. Der bisherige Verlegungen, bei den Omnibussen 2 Fälle mit tödlichem Ausgange, bewirkt oder angeſtiftet wurde. Das Hamburger Schiedsgericht, um Vorsitzende Sillier- Berlin wurde einstimmig wiedergewählt mit 18 schwere und 23 leichte Verlegungen. Von den 8 Personen wurden an den vorliegenden Fall anzuknüpfen, hat meines Erachtens darin einem jährlichen Gehalt von 2100 M. und 150 M. Mietsentschädigung. 7 durch Ueberfahren getötet, 1 tam bei einem Zusammenstoß einen verhängnisvollen Irrtum begangen, und war, wenn ich nicht zum Staffierer wurde Bra II- Berlin mit 500 m. jährlicher Ent- ums Leben. Die 53 schweren Verlegungen im Betriebe irre, durch das gegenwärtige Parteistatut geradezu genötigt, diesen schädigung gewählt. Für den Berliner Bevollmächtigten und Redacteur der Pferdebahn und der elektrischen Wagen verteilen sich Weg einzuschlagen, daß es die Streitfrage unter dem Gesichtswinkel wurden jährlich je 2100 M. festgesetzt. folgendermaßen: Beim Aufsteigen während der Moral entschied. Der ist aber in solchen Fällen nicht ausder Fahrt 9, Beschlossen wurde, eine Statistit über die hygienischen Verhält beim Absteigen während der Fahrt 12, durch Herab reichend und er würde sogar oft zu bitterem Unrecht führen. Ich nisse aufzunehmen und das Material dem Bundesrat zum Erlaß fallen 2, durch Umstoßen und Ueberfahren 14, durch Zusammena wenigstens gestehe offen, daß, wenn ich in Hamburg unter dem einer Bundesratsverordnung einzureichen. Ebenso soll eine Lehrstöße 8 und die letzten 8 durch verschiedene Anlässe. Die Gesichtspunkt: ehrlos oder nicht, zu entscheiden gehabt hätte, ich lingsstatistik aufgenommen werden. Die nächste Generalversammlung 18 schweren Verlegungen im Omnibusbetriebe entstanden: 4 durch wahrscheinlich auch so gestimmt hätte wie das Schiedsgericht und findet in Dresden im Jahre 1904 statt. An Diäten wurden 12 M. Absteigen während der Fahrt, 9 durch Umstoßen und Ueberfahren die Parteicontroleure. 5 Ich kann mir sehr wohl denken, daß die pro Tag festgesetzt und nach einem Schlußwort des Vorfizenden und durch Zusammenstöße. Die Zahl der während dreier Sillier die Generalversammlung abends 6 Uhr geschlossen. Monate in den Straßen Berlins durch die genannten drei öffentlichen Verkehrsmittel getöteten oder mehr oder weniger zu Krüppeln gemachten Berfonen beträgt somit insgesamt vierhundertdreiunda achtzig.. unsre chauvinistischen Bramarbasse haben also unrecht, wenn sie behaupten, daß der holde Friede die Bevölkerung des An blicks von Blut und Leichen entwöhne und sie dadurch verzärtele. Die Ruhr in Döberih. Die Uebungen der Gardetruppen in Döberitz haben diesmal vorzeitig ihren Abschluß gefunden. Die im Barackenlager ausgebrochene Ruhrepidemie hatte schließlich eine solche Kann die Socialdemokratie sich solchen disciplinwidrigen Ausdehnung angenommen, daß wegen der großen Zahl der ErHandlungen gegenüber neutral verhalten? Stann sie Leuten einen frankten überhaupt keine Abteilung mehr in hinreichender Stärke ans Blaz in ihren Reihen einräumen, die sich in offenem, schädigendem treten tonute. Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften wurden Stampf mit der Mehrheit ihrer organisierten Berufsgenossen befinden? Interessant ist nun der Ursprung der alarmierenden Gerüchte. Er verhältnismäßig fast in gleicher Zahl von der Strankheit befallen, Ich bin der Ansicht, daß dies unmöglich ist, wenn ich auch nicht der liegt in patriotischen Hochgefühlen verborgen. Als nämlich die Kaiserin die, wie verlautet, auch mehrere Opfer unter den zuletzt in Ansicht bin, daß in jedem hierher gehörigen Falle Ausstoßung mit Friedrich am Dienstag voriger Woche beigesetzt werden sollte, glaubten Döberitz untergebrachten Truppen gefordert haben soll. Bur Schimpf und Schande angebracht ist. Es sind auch hier allerhand die Direktoren der„ Victoria" etwas Besonderes in puncto Loyalität Untersuchung der Ursache der Seuche wurde Mittwoch noch Fälle denkbar, die mildernde Umstände zulassen. Die Mehrheiten thun zu müssen. Sie schloffen aus Trauer um die Dahingeschiedene Professor Dr. Koch herangezogen, der mit mehreren höheren find nicht unfehlbar, und wo die Leidenschaften oder Existenzfragen sowohl das Direktionsbureau als auch die verschiedenen Filial- Militärärzten erschien. Man fam zu der Ueberzeugung, daß das ins Spiel kommen, ist Menschlichkeits- Erwägungen überall ein Plaz geschäfte in der Stadt. Ja noch mehr. Auch die Unterbeamten 2c. ganze Lager durchsen cht sei und augenblickliche Gegenmaßregeln einzuräumen. Man kann z. B. in Fällen, wo eine schroffe Aechtung sollten gebührend von Schmerz ergriffen sein und daher wurde eben: fohlen, daß die nach dem Uebungsplane noch zu erwartenden nichts mehr nüßen könnten. Schon am Dienstag vurde bes unangebracht erscheint, ein fa che Unterbrechung der Parteimitgliedschaft eintreten lassen und den Betreffenden sagen: falls den Kassenboten streng aufgetragen, am Beiseßungstage weder Truppen, die Gardejäger und das Lehrinfanteriebataillon, nicht So lange Ihr nicht Frieden mit Eurer Gewerkschaft gemacht habt, Prämien einzukassieren, noch sonst sich im Dienste der Gesellschaft nach Döberig tommen sollten. Am Mittwoch steigerte sich, wie das bezw. von Eurem, diese schädigenden Verhalten Abstand nehmt, könnt anzustrengen. " Berl. Tagebl." meldet, die Zahl der Neuerkrankungen der Garde Ihr nicht Mitglieder der Partei sein." Damit ist noch nicht endgültig Dieses wohlgemessene Quantum von Landestrauer hatte mun infanterie und auch der Gardefeldartillerie, die sich seit voriger der Stab über sie gebrochen, aber den berechtigten Anforderungen ganz wunderbare, im weisen Rat der Götter nicht vorhergesehene Woche im Lager befanden, in unheimlicher Weise. Nach der Gewerkschaften an die Partei ist Genüge geschehen. Wirkungen. Die Reichshauptstadt an sich konnte begreiflicherweise mittags fand zwischen Döberiß und dem Generalkommando des betreffenden Accordmaurer zu ihrem Verhalten von Motiven oder Umständen bestimmt worden waren, die Ausdrücke wie„ Lumpen" 2c. für ganz unangebracht erscheinen lassen. Ich will auch nicht verHehlen, daß ich sogar in der Frage der Accordarbeit zu denjenigen gehöre, die sie auf die Dauer für unvermeidlich halten. Aber gerade weil ich sie für unvermeidlich halte, halte ich auch den Bestand starter, geschlossener Gewerkschaften, die gegebenenfalls im stande find, ihre Regeln zu bestimmen, für unerläßlich und jede Handlung für verwerflich, welche die Disciplin in der Gewerkschaft an der Wurzel untergräbt. Lokales. Die Folgen einer Loyalitätsbezengung. Auch wir nahmen vor einigen Tagen von dem falschen Gerücht Notiz, wonach die bekannte Lebensversicherungs- Gesellschaft„ Victoria" pleite sein sollte, und knüpften daran die mit gutem Gewissen abzugebende Versicherung, daß die beunruhigenden Geschichtenträgereien jeden Grundes entbehrten und die Gesellschaft solvent dastehe. Stellt man als Grundſay fest, daß ein schwerer Verstoß gegen von den Dingen, die in Potsdam geschahen, verhältnismäßig wenig Gardecorps in Berlin ein ununterbrochener Depeschenwechsel statt, die Disciplin, eine ernsthafte Schädigung des Gewerkschaftstampfes des vorliegen muß, wenn für die Partei oder Parteimitgliedschaften Notiz nehmen, und so ging am Trauertage das geschäftliche Treiben und erst am Abend traf der Befehl zur sofortigen Räumung des Lagers ein. Der Durchzug der Gardefeldartillerie nach Berlin durch Grund zum Einschreiten gegen ihre Mitglieder vorhanden sein soll, hier seinen Gang wie zu andren Zeiten auch. Wer bei der„ Victoria" Spandau dauerte bis gegen Mitternacht; die Spandauer Truppen dann ist nicht zu befürchten, daß all zu oft das Verlangen an sie an diesem Tage Geld einzahlen oder erheben wollte, ging aufs haben in der zehnten und elften Stunde nachts ihre Safernen herantritt, Vorkommnisse in Gewerkschaften vor ihr Forum zu ziehen. Bureau und war nicht wenig überrascht, dort alle Thüren ver- wieder bezogen. Diese legte Uebungsperiode des Sommers sollte Es ist vielmehr die Möglichkeit gegeben, die Befassung mit Streitig schlossen zu finden. Keine Menschenseele gab Auskunft, was los noch bis zum 30. August dauern. " Monaten mit der Miete Aus allen Die Ruhrepidemie soll, wie von anderer Seite gemeldet wird, Bei lebendigem Leibe faft verbranut ist gestern, Donnerstage 18euge bereits fo in Geldverlegenheit gelesen, daß er wegen einer nicht durch den Genuß von Weißbier entstanden sein. Nur das mittag gegen 121/2 Uhr, die 23 Jahre alte Schneiderin Gertrud Schuld von 700 M. gepfändet worden war. Ich habe dem AuWasser wird als Erreger der Krankheit betrachtet. Wenngleich die Weuer aus der Schwedterstr. 258. Als sie auf einer Spiritusflamme geklagten seine Not geklagt und ihn gebeten, einen Wechsel über Bodenverhältnisse am Lager für Brunnenbohrungen gut sind, so ist Milch für ihr Kind wärmen wollte, geriet ihr der Spiritus in Brand, 1000 M., den der Zenge als Zahlung für eine Steinlieferung erdoch das Lagerleitungswasser nicht sonderlich, und zwar gerade in die Flasche fiel ihr aus der Hand, und der brennende Inhalt enthalten, zu diskontieren. Der Angeklagte habe erklärt, daß er diesem Jahre. Der an der Pumpstation des Lagers vorbeiziehende zündete ihre Kleider. Am ganzen Körper lichterloh brennend, stürzte augenblicklich dazu außer stande sei, sich aber bemühen Schlangengraben ist unfauber, weshalb er früher auch den poetischen bie Aermste aus ihrer im zweiten Stock gelegenen Wohnung die wolle, das Papier anderweitig unterzubringen. Polzin habe Namen Schweinefutengraben" führte. Treppe hinunter auf die Straße hinaus. Hier sammelte sich zwar ihm dann den Bescheid gebracht, daß er nur 800 m. dafür erhalten eine große Menschenmenge, aber niemand wagte es, die Brennende tönne, hierauf sei der Zeuge aber nicht eingegangen. Nach 8 Tagen Ueber die bereits kurz gemeldete Familien Tragödie in anzufaffen, bis an der Ede der Templinerstraße zwei Schußmänner habe er aber doch in den jauren Apfel beißen müssen. Bolzin habe der Jofthstraße erfahren wir noch folgende Einzelheiten. Eugen ihr Hilfe leisteten. Am ganzen Körper verbrannt wurde sie von der ihm 800 m. gezahlt und dabei versprochen, daß der Zeuge noch Stühler war früher Ingenieur, er eröffnete vor sechs Jahren, als er Unfallstation in der Kastanien Allee mit einem Lückschen Rettungs- 50 M. erhalten solle, wenn der Wechsel bezahlt würde. Als der fich verheiratete, in der Lothringerstraße ein Kolonialwaren- Geschäft wagen nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Auch die 1. April 1900 herangekommen war und der Zeuge wegen des ver und verlegte dasselbe 1897 nach dem Hause Jostystr. 8. Da das beiden Beamten verbrannten sich erheblich an den Händen. sprochenen Darlehns drängte, habe Polzin erklärt, daß er das Geld Geschäft jedoch nicht gut ging, so fab sich St., nachdem er sein ganzes Vermögen zugesezt und eine nicht unerhebliche Schuldenlaft auf schrieben: Eine Begegnung sämtlicher Arbeiter- Sport- und Turn- der Breslauer Disconto- Gesellschaft zu beschaffen. Der genge habe Zusammenkunft der Arbeiter- Sportvereine. Uns wird ge- vor dem 1. Juli nicht zahlen tönne, aber versuchen wolle, es von fich genommen, genötigt, dasselbe aufzulösen. Er suchte anfänglich vereine ist für den 1. September 5. J. geplant. Die Zusammenkunft dann im Laufe des nächsten Vierteljahrs ratenweiſe 34 900 M. erwieder Stellung als Ingenieur oder Buchhalter zu erlangen, gab jedoch, als sich seine Bemühungen als vergeblich erwiesen, die hat den Zweck, die erwähnten Vereine in engere Verbindung mit halten, während 40 000 w. auf dem Gut eingetragen worden waren. Versuche auf, während Frau K. die Familie durch Mantel- einander zu bringen, fie findet stett in Marienlust bei Grünau Die Vereinbarung war dahin gegangen, daß das Kapital mit 6 Broz. nähen ernähren mußte. Da K. auch in den legten( am Fuße der Müggelberge). Voraussichtlich werden sich daran verzinst werden und Bolzin 4 Broz. von dem aus der Ziegelei zu Erhielt der Zeuge nun eine fam außer anderen eine bedeutende Anzahl Radfahrer-, Schwimmer- und erwartenden Gewinn erhalten sollte. im Rückstande blieb, so es zwischen den Eheleuten öfter öfter zu 8wiftigkeiten und Turnvereine, sowie ein Nuderklub und ein Segelflub beteiligen. Ratenzahlung von 5000 m., so brachte der Angeklagte gleich den Frau Köhler erklärte ihrem Manne, daß ste im Falle einer Willkommen sind hierzu überhaupt alle Arbeiter- Sport- und Turn- zehnten Teil davon als Untosten zc. in Abzug. Trotzdem verlangte etwaigen Ermission mit ihren beiden Kindern zu den Eltern zurück- bereine, und es werden daher Vereine, welchen eine Einladung bisher der letztere zum 1. Oftober 1900 den ganzen Binsbetrag in kehren werde. Alle diese Umstände scheinen den früher lebensfrohen nicht angegangen ist, die der Sache aber sympathisch gegenüberstehen Höhe von 2000 m. für das verfloffene Halbjahr. Mann zur Verzweiflung getrieben zu haben. Mittwochnachmittag und fich eventuell beteiligen wollen, gebeten, Mitteilungen an Willy diesen Geschäften, die mit Provisions- und andren Unkosten verum 1/23 Uhr verließ Frau Köhler die Wohnung, um Mäntel abzu- Härtig, Berlin, Blankenfeldestr. 4, gelangen zu laffen. Die Ankunfts- bunden waren, wurde der Zeuge nach und nach dem Angeklagten liefern. Die beiden Kinder spielten auf der Straße, während Köhler Beit der einzelnen Vereine ist auf 91/2 Uhr festgelegt. Für bequeme noch 11 000 m. auf Wechsel schuldig. Seine Verlegenheiten wuchsen und schließlich tam sein Gut unter den Hammer. Es war mit in dem Hause zurückblieb. Er benutzte die Zeit des Alleinseins, um Unterkunft und solide Bewirtung ist bestens gesorgt. die Vorbereitungen zu dem geplanten Doppelmord und Selbstmord Dem Zoologischen Garten hat Herr Baul Herbst in Concepion, 450 000 m. 6- lastet, 430 000 m. wurden dafür gezahlt und die dem zu treffen. Er hatte sich auf bisher nicht ermittelte Weise Chantali Chile, vier Bubuhirsche geschenkt, zwei jüngere und ein aus- Angeklagten gehörige Hypothet gelangte noch zur Ausbietung. Ju verschafft und löste dieses in Wasser auf. Um 6 Uhr rief er dann gewachsenes Paar. Die Bubuhirsche sind die Zwerge unter ihren den ganzen Berhalten des Angeklagten Polzin erblickte die Staatsdie Kinder in das Zimmer hinein und gab ihnen von der Gift- Berwandten, gang Heine Tiere mit furzem, fast viereckigem Kopf, fchuldigte behauptete dagegen, daß er nicht eigenmügiger gehandelt anwaltschaft die Thatbestandsmerkmale des Wuchers. mischung zu trinken. Die Wirkung muß eine sehr schnelle gewesen außerordentlich zierlichen Beinen und stark überbautem, gedrungenem habe, als jeder anständige Staufmann es thun würde. Den sein, denn als Frau Köhler um 7 1hr nach Hause kam, waren die Körper. Das Männchen trägt nur ein einfaches Spießgeweih. Diese Wechsel über 1000 m. habe er thatsächlich bei einem andren für 800 m. Körper der beiden Kleinen schon falt. Stohler gab zwar noch merkwürdigen Hirschchen leben in den Hochgebirgen von Süd- verkaufen müssen, er könne leider dessen Namen nicht schwache Lebenszeichen von sich, verstarb jedoch noch vor dem Ein- Amerika; die bekannteste Form, welche jetzt hier ausgestellt ist, nennen, da es ein Offizier fei. Bei der Breslauer Discontoverkaufen müssen, er könne leider dessen Namen nicht treffen eines Arztes. stammt aus Chile; eine andre, Pudua mephistophelis, ist neuerdings Gesellschaft habe er ebenfalls Binsen und Provision zahlen müssen. Die aus den bolivianischen Anden beschrieben worden. Bisher ist nur einmal, und zwar für ganz kurze Zeit, ein Pärchen dieser seltenen dem Zengen Herbig gemachten Abzüge follten nur provisorisch sein und Art hier im Berliner Garten gewesen. als Sicherheit für die zu zahlenden Zinsen dienen, er habe dem Bengen auch gesagt, daß später eine endgültige Verrechnung stattfinden solle. Der Benge habe falsche Vorspiegelungen gemacht durch die Angabe, daß seine Ziegelei ihm jährlich 20 000 M. einbringe, aber nach der Vergrößerung einen Gewinn von jährlich 80 000 m. abwerfen könne Benge Herbig bestritt diese Aeußerung mit EntEr sei fest davon überzeugt, daß er arg beschiedenheit. wuchert worden sei, umso mehr, da er von andrer Seite gehört habe, daß Polzin nur zum Schein die Breslauer Disconto- Gesellschaft in Anspruch genon.men habe und dort selbst ein großes Guthaben hatte. Der Staatsantvalt erklärte, daß er, würde, und beantragte darauf die Vertagung, um den Direktor falls dies erwiesen würde, die Anklage auch auf Betrug ausdehnen der Gesellschaft laden zu lassen. Der Verteidiger des Angeklagten, Justizrat Winterfeldt, schloß sich diesem Autrage an und der Gerichtshof erkannte demgemäß. Revisionsfahrten zum Zwecke einer Kontrollierung der Weichen in dem Geleisenetz der Großen Berliner Straßenbahn haben in den letzten Nächten stattgefunden. Es hat sich heraus- Theater. Das Schiller Theater wird Sonnabend, den 31. b. M., gestellt, daß die Weichenzungen durch die schweren Accumulatoren- mit Jbfens Schauspiel Die kronprätendenten" wieder eröffnet. wagen außerordentlich abgenutzt und beschädigt find, so daß die Das Metropol Theater bringt am Sonnabend seine Saison: Weichen versagen und infolgedessen häufig Betriebsstörungen herbei- Novität, die fünfattige Berliner Ausstattungspose Schön wars doch!" geführt werden. Derartige Störungen sollen nun durch die nächt- heraus, in deren Mittelpunkt eine den Berlinern wohlbekannte Figur steht, lichen Revisionsfahrten vermieden werden, da durch diese eine Fest- der oft belachte Bielefeld, den Emil Thomas feiner Beit mit beispiel stellung der fehlerhaften Weichen erfolgt, so daß eine Auswechselung losem Erfolge im Central- Theater kreiert hat. der Geleisestücke alsbald vorgenommen werden kann. " = Vielfache Beschwerden über Rücksichtslosigkeiten von Radfahrern gegen Fußgänger haben den Landrat v. Stubenrauch veranlaßt, wiederum darauf hinzuweisen, daß die Radfahrer bei der Benugung erlaubter Fußwege und Chauffeebanketts verpflichtet sind, den Fußgängern auszuweichen. Die genaueste Beachtung dieser Vorschrift liege im eigensten Interesse der Radfahrer, da sich andrenfalls die Ortspolizeibehörden gezwungen sehen würden, die freigegebenen Fußwege und Banketts immer mehr und mehr für den Fahrradberkehr zu sperren. " Die Landgemeinde Ordnung, die wie alle derartigen dort Der Be Der Abschluß der Voruntersuchung gegen den Agenten Aus den Nachbarorten.ndenna Kühne, der als Kapitän Wilson" im Sternberg Prozeß bei D. John, Wilhelminenhofstr. 18, eine öffentliche Versammlung Ober Schöneweide. Hier findet Sonnabendabend 81/2 Uhr, eine so wichtige Rolle spielte, ist vorläufig noch gar nicht abzusehen. für Frauen und Mädchen statt. Ganz besonders sind die Frauen Er ist bekanntlich beschuldigt, versucht zu haben, die Benginnen eingeladen. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag der Genossin Callies und Frau Hausmann zu falschen eidlichen Aussagen zu ver- Frau Gradnaner Groß- Lichterfelde. leiten. Er behauptet, daß die genannten Zeuginnen an ihn herangetreten seien, und nicht umgekehrt. Dem Verteidiger, Rechtsanwalt Gefeße einer Anzahl von Haus- und Grundbefizern besondere Der Wohlthäter der Franen. Eine eigenartige Methode, Dr. Schwindt, fällt es schwer, einen Entlastungsbeweis anzu- Machtmittel an die Hand giebt, ihren unheilvollen Einfluß auf die fich die Gunst von Frauen zu erringen, hat sich der nicht mehr treten, da bei den Verhandlungen, die zwischen Kühne und den zu einzelnen Verwaltungen in den Kommunen auszuüben, findet auch jugendliche Kaufmann Wilhelm Bohlmann erdacht, der geſterit Beeinflussenden stattgefunden haben, dritte Personen nicht zugegen in andren gültigen Verfügungen und Gesetzen feine dies unter der Anklage der Urkundenfälschung vor der vierten gewesen sind. Der Gesundheitszustand des Kühne, der in schwer schädliche Treiben einschränkende Bestimmungen. Weder findet Ferienstraftammer des Landgerichts I. stand. Der Angeklagte näherte daß man, leidendem Zustande verhaftet wurde, hat sich inzwischen so gebessert, weise Requivalente geboten wären für gewährtes minderes Beitungsannoncen edel denkende Menschen um ein Darlehen baten. dem Nichtgrundbesig in irgend welcher sich solchen„ armen Witwen" und jungen Mädchen", die durch daß er bereits das Lazarett verlassen hat. Recht, noch findet man Bestimmungen, welche dem Grund- Er hatte früher ein Depot bei der Nationalbank für Deutschland, besige auf Grund der Ausübung besonderer Vorrechte auch be- velches längst abgehoben war; er besaß aber noch das Checkbuch, fondere Verpflichtungen dem Gemeinwesen gegenüber auferlegen. in welchem sich noch eine Anzahl unbeschriebener Ched- Formulare Nur zu oft zeigt sich in der Praxis, daß selbst Gemeinde- befanden. Diese benutzte er, um sich den Geld suchenden Frauen verwaltungen, die in besonderen Fällen an den Gemeinfinn und Mädchen gegenüber als Wohlthäter aufzufpielen, wobei er dieser Kreise zu appellieren gezwungen sind, mangels gesetzlicher lediglich den Zweck verfolgte, durch Gunstbezeugungen seitens der Er übergab ihnen Checks Vorschriften in die Zwangslage kommen, vor dem Widerstande dieser betreffenden Damen belohnt zu werden. Bevorrechteten die Segel zu streichen. Was fümmert es das Gros auf die Nationalbank, die er in der gewünschten Höhe ausstellte und diefer Leute, von vorhandenen moralischen Verpflichtungen reden zu mit falschem Namen unterschrieb. Einer der Frauen ist es schlecht hören, für sie ist in solchen Dingen allein entscheidend die Wahrung ergangen: als sie den Check bei der Bant präsentierte, wurde sie als ciguer persönlicher Interessen. Wissen diese meist alteingesessenen, Schwindlerin festgenommen und erst wieder entlassen, als sich herausEin großer Uhren: und Juwelendiebstahl ist in der gestrigen jeder modernen Neuerung abholden Vollbürger doch genau, daß ihre ſtellte, daß fie das Opfer einer Täuschung geworden war. Aus dem Nacht in dem Uhrengeschäft von Otto Quade, Gleditschstr. 49, verübt Gleichgesinnten in den gefeßgebenden Körperschaften dafür gesorgt ganzen Verhalten des Sünders nahm der Verteidiger, Rechtsanwalt worden. Die Art der Ausführung des Diebstahls erimert an den haben, daß ihnen von Gesetzes wegen fein Haar gekrümmt Dr. Löwenstein, Veranlassung, das Gutachten des Gefängnisarztes vor mehreren Jahren in der Leipzigerstraße verübten Juvelen- werden kann. Dr. Schulz über den Geisteszustand des Angeklagten einzufordern. Diebstahl.- Als Herr Quade gestern morgen gegen 8 Uhr den Laden Dies gemeinschädliche Treiben tritt namentlich in den Orten Das Gutachten ging dahin, daß derselbe zwar geistig nicht ganz offnete und den Geschäftsraum betrat, stand er plößlich vor einem flar zu Tage, die an der Peripherie der Großstadt belegen, vollwertig, aber nicht unzurechnungsfähig fei. Der Gerichtshof Abgrunde, in den er beinahe hinabgestürzt wäre. Aus der Diele durch Massenzuzug schnelles Wachstum aufweisen und hierdurch erachtete es für höchst verwerflich, notleidende weibliche Personen in unmittelbar vor der Ladenthür war ein großes etwa 40 Centimeter gezwungen find, althergebrachte Zustände modernerent Ein dieser Weise unlauteren Zwecken dienstbar zu machen; er verurteilte im Quadrat meffendes Stück herausgeschnitten worden. Die auf dem richtungen Platz machen zu lassen. Besonders fraß hat in letzter den Angeklagten zu 3 Monaten Gefängnis unter Anrechnung von Ladentisch stehenden Glaskästen, in denen Taschenuhren und Schmuckfachen Beit wiederholt das Verhalten der Grundbefizer von Neu- einem Monat auf die Untersuchungshaft. ausgestellt gewesen, waren vollständig ausgeräumt. Die Einbrecher weißensee Beispiele für den mangelnden Gemeinsinn dieser Das Vereinsgesetz gegen die Arbeiter. Wegen Uebertretung hatten sich vermutlich am Abend vorher einschließen lassen und Streise geliefert. Durch die ausgedehnten Neupflasterungen war die des Vereinsgefeges waren der Bergarbeiter Effer und der Gastwirt öffneten dann die Thür des unter dem Laden befindlichen Kellers Gemeinde gezwungen, wegen einheitlicher Regelung der Bürgersteige Kunze in zweiter Justanz zu Geldstrafen verurteilt worden. Effer mittels Nachschlüssels. Sie legten die Decke des Kellerraums bloß und die Adjazenten der Straßenzüge zusammenzuberufen, damit sie durch follte die§§ 1, 2, 12 und 18 und Kunze die§§ 1 und 12 übermachten dann jedenfalls mit einem Centrumsbohrer Löcher in die Diele Unterschrift ihre Bereitwvilligkeit bekundeten, diese Arbeiten auf eigne treten haben. Das Landgericht führte begründend aus: In des Geschäfts. Hierauf schnitten sie mittels einer Spigsäge die bereits Kosten vor ihren Häusern und Grundstücken herzustellen. Bruch habe jahrelang ein Gesangverein Freiheit" bestanden, der erwähnte Deffnung, durch welche sie bequem in den Laden gelangen Von 66 Anliegern der Sedanstraße zum Beispiel ergerichtsnotorisch" eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten konnten. Die Diebe erbeuteten einen großen Boften goldener Uhren und schienen gauz fürzlich zu solcher Zusammenkunft ganze bezweckt habe. Dieser Verein habe sich aufgelöst und 14 Tage Ketten, Fingerringe und Armbänder im Werte von ca. 5000 Mark. 27 Personen, und diese waren noch zum Zeil gekommen, um zu später sei ein andrer Verein als Gesangsabteilung des Die alsbald benachrichtigte Kriminalpolizei nimmt an, daß die Thäter opponieren. Wie kommen wir dazu, dies für die Gemeinde zu machen!" Bergarbeiter Verbandes gegründet worden. Dieselben Mitglieder der Wolfschen Diebesbande sein dürften, von denen sich Wenn etwas vor meinem Hause passiert, ich bin in der Haft Mitglieder feien früher im Verein Freiheit" gewesen. Im jedenfalls noch nicht alle hinter Schloß und Riegel befinden. g pflicht- Versicherung!" Diese und andre von Menschenfreundlich- lebungszimmer des Vereins hängen socialdemo Räthselhaft flingt eine Meldung von einem Unglücksfall, der feit und und Gemeinsinn gleicherweise zeugenden Auslaffungen tratische Bilder und Sinnsprüche, sowie die Darstellung des Aus zu hören. der sich am Montag auf der Havel in der Nähe des Kaiser Wilhelm- waren. ganzen Regelung der Stammbaums des Socialismus. Nach dem Statut Turms zugetragen hat. In dieser Gegend weilende Ausflügler Trottoire und Bürgersteige ist nun auch nichts geworden, die habe der Verein die Interessen der Arbeiter wahrzunehmen. alledem fei anzunehmen, daß die Gesangsabteilung wurden am Nachmittage durch Hilferufe alarmiert und die nach dem skandalösen Zustände in dieser Beziehung bleiben weiter bestehen. Aus Ufer Eilenden bemerkten einen in der Havel badenden Mann, der Mögen andre ihretwegen Hals und Beine brechen wir find ver- des Bergarbeiter Verbandes in Bruch die Angelegenheit der und auf ihre sociale Lage einwirken mit den Wellen kämpfte. Da die Leute glaubten, daß jener sich nur sichert!" Das Gesetz giebt den Landgemeinden leider keine Hand- Bergarbeiter vertreten Da somit der Verein auf öffentliche Angelegens einen Scherz bereite, so eilte niemand den im Wasser Befindlichen habe, diesen Menschenfreunden in ihrem Thun und Lassen Einhalt wolle. heiten einwirken wolle, so hätte Effer als Vorsteher binnen drei zu Hilfe und der Unglückliche verschwand vor den Augen der Zu- zu gebieten. schauer in den Fluten. Jetzt wurden zwar Rettungsversuche unter- Ueberfall im Grunewald. Am 19. d. M. nachmittags zwischen Tagen nach der Stiftung die Statuten und das Mitgliedernommen, jedoch zu spät. Die Leiche des Ertrunkenen, eines in der 5 und 6 Uhr sind auf einem Waldwege, welcher von der Chaussee Verzeichnis der Polizei einreichen müssen. Nun habe ferner der Friedrichsfelderstraße in Berlin wohnhaft gewesenen Arbeiters Hundefehle- Wannsee links ab nach Schlachtenfee führt, zwei Damen Gendarm die Mitglieder Bruhns wurde erst gestern nachmittag gelandet. Surch einen Mann, der sie zuerst anbettelte und auch ein Geldgeschenk Ein schwerer Banunfall ereignete sich gestern nachmittag in mit einem Revolver zu erschießen drohte. Der gefährliche Mensch erhielt, um den Rest ihrer Barschaft beraubt worden, indem er sie der Gubenerstraße. Dort ist auf dem Grundstück Nr. 26 ein Neubau ist etwa 35 Jahre alt, flein und schmächtig, hat blonden Schnurr errichtet. Beim Abbruch des Dachgerüstes stürzten nun die Arbeiter bart, start hervortretendes Kinn, stechenden Blick. Als besonderes Eugen Klode aus der Franſeckiste. 4 und Hermann Pöti aus Rennzeichen wird nervöses Buden der Baden angegeben. Er trng der Köpenickerstr. 128 mit einem Ballen in die Tiefe und fielen auf dunkelblaues, von der Sonne geblichenes Jackelt, graugrüne schmal einen Bretterhaufen, der auf dem Hofe lag. Während Bötsch mit gestreifte Beinkleider, schwarzen steifen Hut, schwarze Stiefel mit Hantabschürfungen davontam und in seine Wohnung gehen konnte, chiefen Abfägen. Etwaige Mitteilungen über den Thäter werden Verband erhalten hatte, erlitt Slode schivere Verlegungen an der 8immer 38, entgegengenommen. nachdem er auf der Unfallstation 16 in der Warschauerstraße einen auf jedem Polizeirevier oder auch bei der Kriminalpolizei, Brust und den Beinen und zwei Rippenbrüche. Er mußte von der Unfallstation nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht werden, " " dort Gerichts- Beitung. einem eins der Sonntag im VereinsKunze angetroffen. zimmer bei Jeder habe vor sich gehabt, die früher im Verein Freiheit" iederbücher verwendet worden seien.„ Offenbar" hätten die Verpolitische Grörterungen gepflogen werden sollen, fammlung hätte deshalb vorher polizeilich gemeldet werden müssen. Effer fei also auch wegen der Unterlassung der Anmeldung zu be strafen und Stunze, weil er für eine zu Unrecht nicht angemeldete Versammlung den Raum hergegeben habe. Effer und Kunze legten Revision ein, die durch Rechtsanwalt Dr. H. Heinemann vor dem Kammergericht vertreten wurde. Der Anwalt machte geltend, daß die Feststellungen des Vorderrichters so mangelhaft seien, daß fie unmöglich die Anwendung des Vereinsgefeges rechtfertigten. Das Kammergericht verwarf die Revision mit folgender Begründung: Das Landgericht habe die§§ 1, 2, 12 und 18 des Vereinsgesezes nicht verlegt. Es sei festgestellt, daß der Verein eine EinEin Dachstuhlbrand im Warenhaus für deutsche Beamte brach gestern nachmittag in der zweiten Stunde aus. Auf den Alarm stand gestern der Direktor Emil Adolf Polzin von der Berliner wirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezwecke und daß in jener Sonntagsversammlung hätten öffentliche Angelegenheiten erörtert " Mittelfeuer" waren unmittelbar nach der Feuermeldung drei Lösch- Elektricitätsgesellschaft, Plan- llfer 6, vor der vierten Ferien- Straf- und beraten werden sollen. Wenn die Revision Gründe für diese züge aus der Linienstraße, Mauerstraße und von der Fischerbrücke fammer des Landgerichts I. Als Belastungszeuge trat der frühere Feststellung vermisse, dann sei diese Rüge eine prozessuale und unter Leitung des Feuerwehrhauptmanns Rhonstock auf der Brand- Nittergutsbefizer Östar Herbig gegen den Angeklagten auf. Der steffe sei. Stelle eingetroffen. Dem schnellen Eingreifen der Wehr gelang es, Beuge befundete, daß er mit Bolzin seit 14 Jahren bekannt jei von der Revisionsinstanz nicht zu berüidfichtigen. schon nach kurzer Zeit das Fener zu löschen. Ein Bodenramm des Dieser sei häufig sein Gast gewesen, als er das Rittergut Pieskow Hotels zum Deutschen Reichstag, das sich im Warenhaus für deutsche bei Fürstenwalde noch sein eigen nannte. Im Herbst 1899 habe der Beamte befindet, war durch ein Stearinlicht, das dem Gebält zu Zeuge dem Angeklagten vorgestellt, daß er genötigt sei, seine nahe gerückt, war, in Flammen geraten. Ein Stüchenbeamter des zum Gute gehörige Ziegelei durch Anschaffung von neuen Sociale Fürsorge in den Berufsgenossenschaften. Hotels hatte in dem Raume zu thun gehabt und vergessen, die Kerze Maschinen betriebs- und ertragsfähiger zu machen, weil einigen Tagen fand in München die ordentliche Generalversammlung zu entfernen. Neben dem Bodenraum befindet sich die Sattler sonst seine ganze Existenz in rage fomme. Der Angeklagte der bayerischen Baugewerks.Berufsgenossenschaft statt. werkstatt des Warenhauses; durch das Feuer im Nebenraum hat sie habe ihm zum April des Jahres 1900 ein hypothekarisches Darlehn Berwaltungsbericht ergiebt sich eine enorme, fortdauernde Steigerung einigen, wenn auch unerheblichen Schaden gelitten. Im ganzen von 40 000 m. versprochen, da er zu diesem Termin ein Terrain an der Verwaltungskosten. In der Generalversammlung fanden es auch wurde von der Wehr nur ein Rohr in Thätigkeit gefegt. die Stadt Berlin verkauft haben würde. Im Januar 1900 sei der einige Delegierte für unerhört, für unerhört, daß im Voranschlage 1902 Unter der Auflage des Wuchers Sociales. Vor Aus dent die Streifenden cirkulieren zu lassen. Um aber den streitenden Glas arbeitern möglichst reichliche Mittel zuzuführen, ist es notwendig, daß auch jeder Kollege seine Schuldigkeit thut. Marktpreise von Berlin am 21. August 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. wiederum eine Erhöhung der Verwaltungskosten und und zwar| Geschäftsordnungs- Debatte hervor, die damit endete, daß eine I verbrannt. Wie aus Cleveland( Ohio) gemeldet wird, fand in der von 155 422,11 2. auf 209 000 m. eingesetzt war. Die Zeiten Revision stattfinden und der nächsten Versammlung darüber Bericht Nacht zu Mittwoch eine Gas explosion in dem Tunnel statt, der würden immer schlechter, die Lasten der Genossenschafter immer erstattet werden soll, um dann zur Bestätigung eventuell Neuwahl unter dem See erbaut wird, welcher die Stadt mit Wasser versehen größer und nichts desto weniger würden immer neue Stellen ge- des Kassierers sowie des Schriftführers zu schreiten. soll. Fünf Personen ertranten. fchaffen. Die Erhöhung der Verwaltungsausgaben ist jedoch nach Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt am Bet dem schon gemeldeten Bootsunfall in der Nähe von den Ausführungen des Vorsitzenden Heldenberg notwendig, da die 19. August eine Delegiertenversammlung ab. Nach Erledigung des Trèquier bei Brest, bei welchem 15 Personen ertranken, kam auch die Beauftragten um zwei vermehrt werden müßten. Ein Nürnberger Delegierter sprach feine Ansicht dahin aus, daß diese zwei Beauf- ersten Punktes:" Der fünfte Kongreß der durch Vertrauensmänner ganze Familie des Romanschriftstellers Anatole Boraz ums Leben. tragten überflüssig sind, da ja für die Aufsicht der Bauten bei der centralisierten Gewerkschaften", erhielt ein streifender Glasarbeiter Ueber die Ursache des Unglücksfalles ist noch nichts bekannt. derzeitigen strengen Aufsicht der städtischen Baucontroleure genügend Flaschenarbeiter. Die Versammlung bewilligte den Streikenden hat eine Gesellschaft von Bergsteigern gemacht, die letzte Woche über das Wort. Derselbe schilderte die augenblickliche Lage der streikenden Ein graufiger Fund. Einen seltsamen und traurigen Fund gesorgt sei. Darauf erwiderte Herr Heldenberg, daß sich ja 150 M. Ferner verpflichteten sich die Delegierten, Sammellisten für den Otemmagletscher in den Walliser Alpen ins Ehringerthal niederdie Genossenschaft gegen dieses System der Baukontrolle oppositionell verhalten habe. Wenn eine Kontrolle vor= genommen werden muß, so ist diese nicht von Arbeitern, stiegen. Mitten auf dem Gletscher trafen sie auf leberreste eines menschlichen Skeletts; da waren ein Schädel mit einem kleinen Haarjondern von der Genossenschaft vorzunehmen. Die Unfallziffer sei zopf daran und ein Paar Kinderschuhe, in welchen noch die Fußfortwährend im Steigen begriffen und auch die Ausgaben für die Weißensee. Hier fand am 20. d. M. eine außerordentliche nochen staken. Nach der Meinung eines Arztes, der zufällig bei der Verletzten werden immer höher. Nach dem neuen Unfallversicherungs- Generalversammlung des socialdemokratischen Wahlvereins statt, in Bartie war, handelt es sich um die Leichenüberreste eines vier- bis Geseze müsse der Verletzte, einerlei, ob der Unfall am 3. oder 28. eines der Stellung zur Kreiskonferenz genommen wurde. Laut Bericht fünfjährigen Mädchens, die schon mindestens zwei Jahre auf dent Monats erfolgt sei, die ganze Monatsrente erhalten. Machen Sie des Kassierers zählt der Verein 504 Mitglieder, es wurden demnach Gletscher gelegen haben müssen. Die Geschichte dieses unglücklichen Vorschläge, wie wir die Prämien erniedrigen und die Renten kürzer 7 Delegierte gewählt und denselben auf den Weg gegeben, dahin zu Wesens wird wohl schwer aufzuklären sein. Ein waadtländisches bemessen fönnen." Ein Delegierter aus der Provinz findet in der wirken, daß die Streiskonferenz beschließt: 1. Nur einen Delegierten Blatt spricht die Vermutung aus, ein Adler könnte das Kind seiner That die für Entschädigungen im letzten Verwaltungsjahre gezahlten zum Barteitag zu entfenden, sowie 2. auf die Tagesordnung des Beit in jene Wildnis entführt haben. Der Steinadler kommt in den 1 590 611,07 M. geradezu horrend. Da wäre es doch an der Zeit, daß die Barteitages folgende Punkte zu setzen: Revision des Schiedsspruchs Walliser Bergen allerdings wohl hier und da vor. Renten niedriger bemessen würden.(!!) Er mache den Vorschlag, daß jedes betreffs der Hamburger Accordmaurer, sowie einen Referenten zu Genossenschaftsmitglied jährlich ein Verzeichnis der Rentenempfänger bestellen, der über:" Die wirtschaftlichen Strifen, eine Begleitbekomme, damit ein jeder wiffe, wer im Genusse einer Neute sei. Heute erscheinung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung", und den Zollkomme es vor, daß Leute hohe Unfallrenten beziehen, aber doch in tarif der Regierung zu sprechen hat. Arbeit stehen und die höchsten Löhne erhalten. Der Vorsigende Heldenberg erwidert hierauf, daß die Genossenschaft doch keine sogenannten schwarzen Liste anlegen könne. Das sei nach dem Gesetz verboten, weil es eine Unterbindung der Arbeitsgelegenheit bedeute. Der Untergang des Paffagterdampfers Islanders". Wenn Rentenempfänger dennoch die höchsten Löhne beziehen, so sei dies nach seiner Ueberzeugung ganz ungerecht, aber die Genossen- Der Passagierdampfer Jslander" ist, wie bereits gemeldet, bei* Gerste, gut schaft sei dagegen machtlos, weil man feinem Genossenschafts- Juneau mit einem Eisberg zufammengestoßen und zerschellt. Jezt mitgliede vorschreiben könne, welche top hatten eine Liste der taste war das Schiff geſunten. Einer der Reiſenden hat mitgliede vorschreiben könne, welche Löhne es feinen Arbeitern liegen folgende nähere Melbungen barüber vor: Die entsetzliche zu zahlen hätte. Die Vertrauensmänner Schiffsfatastrophe erfolgte in der Nacht, 20 Minuten vor 2 Uhr, und Reutenempfänger ja ohnehin schon in Händen, jedem Genossenschafts- erklärt, wenn der Kapitän in dem Augenblick, wo das Schiff den mitgliede eine solche Liste auszuhändigen, sei unmöglich. Und mun das Gegenstück zu diesem Ausfall auf die Rentenempfänger. Nach Gisberg berührte, den Reisenden nicht die Versicherung gegeben hätte, daß keine Gefahr vorhanden wäre, so wären alle gerettet worden. sehr lebhafter Debatte beschloß die Genossenschaftsversammlung, auf so aber blieb eine große Anzahl in den Kabinen und fand dort den Geltendmachung von Regreßansprüchen gegen den Ingenieur Ebers hart, der wegen des Gerüsteinsturzes am Neubau des Zuchthauses Tod. Das Schiff war kaum eine Seemeile von der Küste entfernt; in Straubing durch Urteil des dortigen Landgerichts wegen fahr das Meer war vollständig ruhig. Unter den Ertrunkenen befinden lässiger Tötung und Körperverlegung mit 3 Monaten Gefängnis be- sich die Frau, die Tochter und die Nichte des Gouverneurs des straft( und dann bekanntlich begnadigt wurde), dem Antrage Ever- Yukon- Territoriums. Ein Goldfucher, der von Klondyke zurückkehrte, Saltung geherrscht hatte, machte die Tendenz des Getreideverkehrs heute fragen ble an bie Hinterbliebenen der bie bebas Gewicht des Metalls tippte, bie Boje um, an se jich und auch vorläufig noch zögernd, aus seiner refersterten Saltung berbotten au harts entsprechend, zu verzichten. Wie die„ Minch. Poſt" hört, be- hatte in seinem Gürtel für 8000 Dollars Gold verborgen; durch einen etwas freundlicheren Eindruck geklammert hielt. und so versant er in die Fluten. Beim Untergange wollen; namentlich mehr fand heute bei gut behaupteten Preisen schlanken Abzug nach außerhalb. Weizenlieferungen waren auf leicht gebessertes fpielten sich natürlich nach dem Zusammenstoße entsetzliche Scenen Destreich- Ungarn 1/2 W., Roggen ¼ M. Höher gehalten. Das Geschäft blieb ab. Die Passagiere im ganzen 125 schliefen zur Zeit. frog der gebefferten Grundstimmung noch beschränkt, effektive Ware war nur Durch eine heftige Erschütterung wurden die meisten aus den Hänge aus zweiter Hand zu haben und verhältnismäßig teuer. Mehl war aus matten geschleudert. Kaum waren die Rettungsboote und Flöße der Provinz Posen offeriert. Futterartikel verkehrten im Gegensatz zum Die Cigarrenhändler und Restaurateure von Rigdorf herabgelassen, als unter den Fahrgästen eine Panik entstand. Männer Botgetreide in schwacher Tendenz, Hafer ist in neuer Ware reichlich zufanden sich auf Veranlassung der dortigen Tabalarbeiter am 20. August trampelten Frauen und Kinder nieder, um in wilder Haft auf die geführt; in Mais rechnet man mit bedeutenden Ankünften aus La Plata. zieds Stellungnahme zum Nordhäuser Kantabakarbeiter- Ausstand Boote zu gelangen. Ein Mann fchwang ein Beil und drohte, jeder- bo and 10 h. nach Schluß für Getreide leicht abgeſchwächt. letzten zu zahlenden Renten etwa 30 000 0. nen. Versammlungen. Folgende Resolution fand Annahme: 1800 ensures Dermilites. ellious 311 9,- 5, Rindfleisch, Keule 1 kg dv. Bauch 1,70 1,20 1,30 1" Schweinefleisch # 1,60 1,20 1,60 1,10 " " 1,60 1,10 60 a 1 kg 20 " Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Cier Starpfen Hale 2,60 2, 42,40 2,40 2, 2,80 1,40 Weigen, gut mittel gering " " + Moggen, gut 14,10 mittel " gering " " 16,- 15, mittel gering 14,90 13,90 13,80 12,90 16,20 15,50 15,40 14,80 14,70 14,10 Bander 2,80 1,40 Hechte " 2,40 1,20 7,16 7, Barsche " 1,80 0,80 8,20 5,60 Schleie 240 1,20 " " 40, 25, Bleie 1,40 0,80 " 45, 25, Krebse per Shot 18, 2,50 65 30, Safer, gut " mittel gering Michistroh sen Gröfen Speisebohnen inien +) Ab Bahn.*) Frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 22. August. Nachdem mehrere Tage eine matte scheint endlich, wenn Spiritus ohne Notiz. Witterungsübersicht vom 22. August 1901, morgens 8 1hr. Stationen Barometer ftand mm Windwinembe 768 B. rthr Vinnchen Wiet Bunipa 770 NNW 769 NW Windstärke Wetter Temp. n. C 5° C= 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke 3 wolfen 19 paparanda 760 Still 1 wolfig 14 Betersburg Wetter Temp. n. 6. 5° C.= 4° R. bedeckt 15 772 NNO 3 heiter 15 77090 2woltent 15 Famburg 3 hlb.bed. 15 Cort Frankf./m. 770 NNO 2 bedeckt 14 herbeen 771 SO 2 wolfent 13 Baris 768 WNW 3 hlb.bed. 16 Wetter Prognose für Freitag, den 23. August 1901. Vorherrschend wolkig bei mäßigen westlichen Winden, etwas wärmerer Berliner Wetterbureau. im Lokal von Lauckner ein. Der Referent, Kiesel, führte den mann zu töten, der es wage, das bereits überfüllte Boot zu betreten, Anwesenden die Kämpfe der Nordhäuser Tabakarbeiter mit den worin er stand. Als die Boote endlich abstießen, erhob sich ein WutUnternehmern vor, er schilderte, wie die Fabrikanten den Kampf ent- geheul unter den zurückgebliebenen Passagieren. Jnmitten der feffelt haben, wie sie den letzten Rest von Recht und Freiheit der Schreckensscenen machte sich die Goldgier geltend. Goldgräber von Arbeiter zu nichte zu machen bestrebt find, um nachher mit um so Klondyke, bie mit ihren Reichtümern nach der Heimat größerer Wucht die Hungerpeitsche über dieselben schwingen zu unterwegs waren, erbrachen die festen Schränke, die Gold können. Dem müsse Einhalt gethan werden, indem den im Werte bont 75 000 Lstrl. bargen, teils um fich Firmen, welche bis jetzt den so gerechten Forderungen der in den Besitz ihres Eigentums zu setzen, teils Arbeiter getrott haben, das Absatzgebiet streitig gemacht stehlen. Um den Besitz weniger Unzen Goldtaub wurde blutig werden müsse. Redner forderte hierzu die energische Beihilfe gekämpft. Frauen und Kinder wurden unbarmherzig niedergestoßen. der Versammelten. In der Diskussion sprachen Wigke, Freese, Brille Juzwischen begann der Dampfer zu finken. Ein gewisser Brum wiß im Sinne des Referenten. Prillwitz forderte auch, daß die bauer aus Portland ließ einen Sad Gold im Werte von 2800 Litr. Arbeiter Rigdorfs beim Einkauf von Kautabat solchen von nicht im Stich, um das nackte Leben zu retten. Ein andrer Mann sprang gesperrten Firmen verlangen. mit einer großen Tasche, die mit Gold gefüllt war, ins Meer, in der Hoffnung, ein Boot zu erreichen, aber kam nicht ivieder zum Vorschein. Andre warfen ebenfalls beträchtliche Goldbeträge in die See, da sie sich mit ihnen nicht zu retten vermochten. In dieser Weise gingen Nacht und wenig veränderter Tagestemperatur; teine erheblichen Niederwohl 20 000 Litri, d. h. 400 000 m. verloren, während fünf Kisten 519980 mit Gold im Werte von 35 000 strl., alfo 700 000 M., die verDie Hausdiener, Packer- und ſchiedenen Banken gehören, mit dem Dampfer janken. Der Rapitän Packer und GeschäftskutscherVereinigung beschloß in der am 21. d. M. in der Ressource statt- Dunkelheit ertrauten. Viele der Geretteten starben später vor Kälte Foote und andre sprangen in das eiskalte Meer, wo sie in der gefundenen Versammlung den Anschluß an die Geschäftskommission der durch Vertrauensmänner centralisierten Gewerkschaften. Zu dem und Erschöpfung. Die Mannschaft benahm sich heldenmütig und 5. Kongreß, welcher am 22.- 24. September tagt, wurden die Kollegen that das äußerste, um Menschenleben zu retten. Als der Dampfer Konrad und Hilbert delegiert. Im Verschiedenen" teilte der Vor- fant, barsten die Kessel, wodurch viele, die mit den Wellen kämpften, figende mit, daß Kollege Jonas sein Amt als Staffierer aus Ge- getötet wurden. sundheitsrücksichten niedergelegt hat. Die Bekanntgabe, daß dem Kollegen Hilbert die Geschäfte des Kassierers; dem Kollegen Konrad die des Schriftführers provisorisch übertragen find, rief eine längere Die anwesenden Cigarrenhändler und Restaurateure Rigdorfs verpflichten sich, während der Dauer des Nordhäuser KautabatarbeiterAusstandes nur Kautabat aus boykottfreien Fabriken in den Handel zu bringen. Statt jeder besonderen Meldung. Die Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an 186] Georg Bernhard u. Frau Fritze geb. Mühsam. Berlin, 22. August 1901. Orts- Krankenkasse des Zimmerer- Gewerbes zu Berlin. Hiermit entledigen wir uns der herben Pflicht, den Mitgliedern die traurige Anzeige zu machen, daß unser langjähriger Vorsitzender, Herr Jacob Krause infolge eines längeren schweren Magenleidens am 20. d. M. im Alter von 65 Jahren verstorben ist. Der Verstorbene war ein Vorbild ganz besonderer Pflichttreue und Pflichterfüllung. Sein gerader, ehr: licher und offener Charakter sichert ihm unser Andenken. Die Beerdigung findet Sonntag: nachmittag 4 Uhr von der Leichen: Halle des Moabiter Krankenhauses aus auf dem St. Hedwigs- Kirchhof in Reinickendorf, Berlinerstraße 8, statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. J. V. A. Brunzel. 216 Central- Verband " Arbeitervertreter- Verein Berlin. Den 20. d. Mts. verschied unser langjähriger Kollege, der Zimmerer Jakob Krause. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. d. Mets., nachmittags 4 vom Moabiter Krankenhauſe in der Birkenstraße nach dem Hedwigs: Kirchhof in Reinickendorf, Berlinerstraße 8. statt. 53/10 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Central- Kranken- und Bei der Explosion in den Genben der Standard Oil Company find, so weit bis jetzt festgestellt ist, nach New Yorker Meldungen 150 Personen verlegt worden. 300 000 Barrels Oel sind Typographia. Zu der heute abend stattfindenden Uebungsstunde sind nicht sämtliche Mitglieder ( s, Corr."), sondern sämtliche Sänger( auch die gegenwärtig passiven) eingeladen. Der Vorstand. Verein d. Lithographen, Steindrucker etc. Deutschlands. Sonntag, 18. b, Mets., nachm. 4 Uhr: Urania- Extra- Borstellung. fommt: Sterbekasse der deutschen Das Tagebuch der Erde. Wagenbauer. Berlin II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 20. d. M. unser Mitglied Wilhelm Rücken verstorben ist. Beerdigung Freitag: nachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des Hedwigs Krankenhauses nach Elisabeth- Kirchhof, Prinzen- Allee. Um rege Beteiligung ersucht 166] Die Ortsverwaltung. Für die zahlreiche Beteiligung am Grabe meines lieben Mannes jage hiermit meinen herzlichsten Dank. Witwe Minow nebst Rindern. Achtung! der Zimmerer Deutschl. Nordhäuser Kautabak Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 20. Auguft unser Mitglied Jacob Krause im Alter von 65 Jahren an Magen: leiden verstorben ist. Athenstädt& Bachrodt Nordhausen überall erhältlich! Generalvertrieb:[ 21322 H. Preuss, Billets zu 80, 70 u. 30 Pf. find für die Mitglieder aller Gewerkschaften bis Sonnabendabend 7 Uhr zu haben bei: Dübelt, Urbanstr. 104, Tischen: dörfer, Sophienstr. 20 und Borisch, Engel- Ufer 15. 206 W. Münzers Ball- Salon und Garten Rixdorf, Knesebeckst. 113, Hermannst. 119, empfiehlt seinen Saal( 600 Person. faffend) und schönen Natur Garten zu Festlichfeiten und Versammlungen. Jeden Sonntag: BALL. Herren- Anzüge, Paletots n. Maß, eleg. Ausführung, auch fertige Garderobe am Lager, liefert J.Kurzberg, Tellzahlung gestattet. Charlottenburg, Kantstr. 56. A. Kawiecki Schneidermeister schläge. 28 29 Briefkasten der Redaktion. tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donnerss G. N. 56. Benden Sie sich an Damann, Morisplatz. E. Dufft. Wir haben keine Veranlassung, Ihre Rechenerempel abzudrucken. Jeder Einsichtige weiß, daß Angaben über die Zahl der an einem Streit Beteiligten, bevor genaue Zählungen stattgefunden haben, nicht ganz zutreffend sein können, da solche Angaben auf Schäßungen beruhen, wobei Irrtümer felbst beim besten Willen vorkommen können. C. 200. Die Gesellschaft besteht noch, und zwar giebt sie an, daß sie sehr gut dasteht. Boykottfreier Nordhäuser Kautabak von Grimm& Triepel, Nordhausen, stets frisch zu billigsten Preisen bei [ 21639* H.& P. Uder, Berlin SO., Engel- Ufer 5, parterre, Tabak Großhandlung und Cigaretten- Fabrit. Nur echt, wenn jedes Röllchen den Zettel: Aus der Fabrik von Grimm& Triepel, Nordhausen", trägt. Charlottenburg, Friedbergstr. 19. Wir empfehlen unser neu eröffnetes Weiss- u. Bayrisch- BierLokal. Vereinszimmer zu vergeben. Carl Klein. Carl Gieseler. 2101L*] Solide Reell Billig. Coulaute Bedingungen [ 2110* gegen Bar oder Teilzahlung. Möbel Wilhelm Misch, Frankfurter. Möbel- Fabrik Achtung! Sonntag, den 25. d. M., findet auf dem Terrain der Baugenossenschaft empfiehlt sein großes Stofflager zu Fabrikpreisen " Freie Scholle", Waidmannslust, ein zur Anfertigung von Herren: und Knaben- Garderoben sowie großes Sommer- u. Grutefest insegnungs- Anzügen zu billigen ftatt. Alle Freunde und Genossen sind Preisen. Für guten Sit wird hierdurch eingeladen. 117/1 Das Komitee. Charlottenburg. M. Schmerberg[ 18740* Wilmersdorfer- Strasse 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu äußerst billigen Preisen. Optische Artikel. Ohrlöcher werden schmerzlos gestochen. Brauerei K. Gregory, Badstr. 67 u. Hochstr. 21-24, Dekonom H. Bopel. Die Beerdigung findet Sonntag, den 25. August, nachmittags 4 Uhr vom Krantenhaus Moabit nach dem N., Swinemünder- Strasse 66, I. Empfehle meine hocheleganten Hedwigs- Kirchhof in Reinickendorf, Berlinerstr. 8, statt. Um recht zahl Holzmarktstr. 20. Bäckerei, Säle, 300 Personen fassend, für reiche Beteiligung bittet 255/2 auch für andre Zwecke, zu ver: Vereinsfestlichkeiten. Der Vorstand. mieten. 18402* garantiert. 21599* Große Betten 12 M. ( Dberbett, Unterbett, zwei Riffen) mit gereinigten neu n Federn bet Guftab Luftig. Berlin S., Bringens ftraße 46. Breisliste toftenfrei. Viele Anerkennungsfchreiben. An der Michaelbrücke 1 bei der Holzmarktstraße noch zu vermieten Fabrik- Räume: 20478* " I. Etage cplt. 330 Meter, 330" 115 Meter, 150 II. III. " IV. in belieb. Teilen. Doppellicht, Fahrstuhl, affertabeſtelle. Bermittler Provision. F. Simon, Gerichtl. Bücher- Revisor. An der Michaelbrücke 1. Von der Reise zurüd Gr. straße 45/46. u. Lager kompletter Wohnungs- Einrichtungen Eigne Werkstätten empfiehlt am Kottbuser 6, Ther. Julius Apelt, Skalitzerstr. 6, Kinderwagen- Bazar ,, Baby". 1. Invalidenstr. 160, an Brunnenstr. 2. Oranienstr. 31, an Adalbertstr. 8. Belle- Alliancestr. 107, am Blücherplatz. 4. Gr. Frankfurterstr. 115, an Andreasstr. 5. Brunnenstr. 92, an Rügenerstr. 6. Reinickendorferstr. 2 d- e, Wedding. 7. Beusselstr. 18, an Thurmstr. 8. Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 55. 9, 12-75 MIK. Sportwagen von 4,50-6,00-60 Mk. 8, 15-100 MK, Riesen- Auswahl. Theilzahlung gestattet. Bei grösseren Raten Cassapreise. Liefer. d. Post- Spar- u. Vorschussvereins. J. Wands Kleidermagazin für Alt u. Neu! Prinzenstrasse 17, an der Wasserthorstraße. Täglicher Eingang von Monatsanzügen, Monatspaletots, GesellschaftsAnzügen, auch für forpulente Figuren passend, sowie elegante Damenkleider von den feinsten Herrschaften, fast neu zu sportbilligen Preisen.[ 21618* 10 Garantie. ZahnBobe 3m Garten: Gr. Freito Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Bühne 2 M. leben 1 302. Blombes 1,50 men femerzios. Jabn Karlstr. 25. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 23. August. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Neues Opern Theater( rol). = Jm Trianon Theater: Lebende Lieder". Anfang 8 Uhr. Im Garten: Täglich Konzert. agli großes Schiller.( Morwit- Oper.) Martha oder: Der Markt zu Richmond. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Die versunkene Glocke. Anfang 7 Uhr. Berliner. 8 Uhr. Der Prophet. Anfang Leffing. Geschlossen. Residenz. Geschlossen. Neues. Geschlossen. Westen. Theater Charivari"( Se ceffions Brettl). Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Auf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Urania Apollo- Theater| Montag, den 26. Auguft, abends 8% Uhr: Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu! Neu! Neu! Robert Steidl als Wolzogen II, Ueberbrettl- Parodie 10 hervorragende Specialitäten. Ferner: FrauLuna mit dem Luftballett ,, Grigolatis". Konzert 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Der künstliche Mensch! W. Noacks Theater. Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Zoologischer Carl Weiss. Talolo. Anfang Garten 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Zigeunerbaron. Anfang 8 Uhr. Heute ab 5 Uhr nachmittags: Im Bart: Großes Doppeltonzert Grosses Doppel- Konzert. und Specialitäten. Belle Alliance. Der Vetter. An fang 8 Uhr. Jun Garten: Großes Gartentonzert und Luftiges Brettl". Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 8 Uhr. Auftreten des Pistonvirtuosen königl. Kammermusikers Fritz Entree 1 M.; ab 6 Uhr: 50 Pf., Werner aus Wiesbaden. Kinder die Hälfte. Central- Theater. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Heute Anfang 8 Uhr mit ganz neuer Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Ausstattung an Kostümen, Dekorationen Passage Theater. Damen Ring- und Requisiten bei ermäßigten Preisen fämpfe. Specialitäten- Borstellung. zum 725. Mal: Anfang nachmittags 3 Uhr. Brunnenstraße 16. Täglich Konzert, Theater: und Specialitäten- Vorstellung. Die schöne Galathee. Operette in 1 ft von P. Henrion. Musit von Jm Saale: Volks Versammlung 214/16 in Kellers Feftfälen, Koppenstraße 29. Tages Ordnung: Das Urteil des Ober- Kriegsgerichts in Gumbinnen. Referent Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht. Diskussion. 3m Bande: Tanzkränzchen. Prater- Theater| Deutscher Holzarbeiter- Verband. Puhlmanns Vaudeville- Theater Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Heute, Freitag, abends 81% Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Auf fremder Erde. Sitzung der Orts- Verwaltung. Täglich: Große Theater: und Ausstattungsstück mit Gesang u. Tanz in 4 Bildern von Hugo Schulz. Specialitäten- Vorstellung. Auftreten der Excentric- Chansonnette Hedwig Döring, des Grotesque Komiters Paul Coradini, der Frères Douseck, Gigerl- Afrobaten. The Nur Kräfte ersten Ranges. Großer Großer Lacherfolg! Lacherfolg! Wir Mr. Bartlings lebende Photographien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Nummerierter Platz 50 Pf. brauchen keine Männer mehr. Karleys, Muſikaliſche Komödianten. Große Ausstattungspoffe in 2 Atten von Clefeld. Wochentags 5 Uhr. Anfang: Sonntags 4 Uhr. F. Lehmann, Direttor. Schweizergarten peciali Die Geisha. Am Königsthor. Am Friedrichshain Passage Panoptikum. SpecialiDie = täten- Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwit- Oper. Letzte Opernwoche! Freitagabend 72 Uhr: Vorletztes Gastspiel Heinrich Bötel. Martha, ober: Der Markt zu Richmond. Romantische Oper in 4 Att. von Flotow. Sonnabendabend 7/2 Uhr: Lezte klassisch- populäre Vorstellung bei halben Preisen: Die Zauberflöte. Operette in 3 Akten v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Täglich: Theater.- Ball. Metropol- Theater. Neue Specialitäten. Heute, Freitag wegen Vorbereitung geschlossen. Jeben Abend Berliner Leben. Sonnabend, 24. August 1901: Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Zum erstenmale: Schön war's doch! Sanssouci Im Garten: Täglich: Hoffmanns Grosse Berliner Ausstattungs- Nordd. Sänger und Konzert. Donnerstag, Sonntag u. Montag: posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern mit freier Benutzung von„ O, diese Berliner" Julius" Freund. Musik von Victor Tanzkränzchen. Holländer. von Lekte Sonntagsvorstellung, nam Emil Thomas als Gast. 3 Uhr, bei halben Preisen: Der Barbier von Sevilla. Abends 72 Uhr: Letztes Joseph Josephy a. D. Honig! Oldenb. Bienenhonig, beste Qualität, versendet 9 Pfd. netto zu 6,50 M., 5 Pfd. netto zu 4 M. fr. Nachn. Gar. Zurüdn. Gastspiel Heinrich Bötel. Henry Bender- Georg Kaiser E. Reil, Bahnhof Augustfehn, Der Troubadour. Montagabend 72 Uhr: Vorlezte Opernvorstellung und Benefiz für das Orchester- und Chorperfonal: Der Wildschütz. Carl Weiss- Theater Große Frankfurterstr. 132. Dirett.: B.Zimmermann& O. Schramm. Lustspiel- Ensemble. Gastspiel der Frau Lid. Talolo Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Garten: Theater, Konzert und Specialitäten Vorstellung. V Elise de Veré a. D. Frid Frid- Fritzi Georgette Gastspiel der berühmten australischen Im 5. Bild: Tänzerin !!! Saharet!!! Vorverkauf von heute ab. Rauchen überall gestattet. Ostbahn- Park. Damen- Ringkampf. Betty Laars, Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. weiblicher Herkules. 51/2 Uhr. Bom Sonntag, 1. September ab: Hermann Imbs. Täglich: Berliner Rangen. Großes Konzert, Theater- u. Gr. Gesangspoffe in 7 Bildern von G. Albert. Musik von Leonard. Konditor Th. Böhme A. Tyrkowski. Frize Wolffram Karl Weiß. Jedes Wort: 5 Specialitäten- Borstellung. Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Kinderwagen, V Oldenburg.[ 19182* Kalbo. Reichshallen. Heute, sowie täglich: Humorist. Soiree der Sonntag, 25. August, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 8: Versammlung der Einsetzer. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 107/18 Die Kommission. Central- Verband der Zimmerer Deutschlands( Zahlstelle Berlin). Stettiner Sänger. Am Sonntag, den 25. August, vormittags 10 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Mitglieder Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Karl Joseph Gross über: Heinrich Heine". 2. Mitteilungen und Verbandsangelegenheiten. 255/3 Die Mitglieder werden höflichst ersucht, recht zahlreich und pünkt lich zu erscheinen. Gäste sind willkommen. Neue Mitglieder werden aufs genommen. Der Vorstand. Sattler und verw. Gewerbe. Verband der Sattler Arbeiter Radfahrer- Berein Verband „ Berlin". Sonntag, den 25. Aug.: nach Luckenwalde. Start 5 Uhr früh Steuer: haus, Kreuzberg. Nachmittags 1 Uhr: Zehlendorf, Waldesruh". Start: Hallesches Thor. Sonntag, den 25. August: Dampfer- Extrafahrt nach Teupitz. Abfahrt 7 Uhr morgens in Berlin an der Stralauer- Brücke 5. Fahrpreis für Hin- u. Rückfahrt 2 M. L. Kahnt in Stralau, Amt VII. 580. 29986* Achtung! Turner. Achtung! Mitglieder Versammlungen. = Filiale 1: Sonnabend, den 24. Auguft, abends 8½½ Uhr, im Englischen Hof, Neue Roßstraße 3. Tagesordnung: 1. Unfre Organisation. 2. Verschiedenes. Filiale 2: Sonnabend, den 24. Auguft, abends 8½ Uhr, bei Schulze, Grenadierstraße 33. Filiale 3: Dienstag, den 27. Auguft, abends 8½ Uhr, Filiale 4: im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal VII im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 1. Tagesordnung: 1. Abänderung der Statuten zur Lokaltasse. 2. Vereinss angelegenheiten. bend, den 24. Auguft, abends 8½ Uhr, Dienstag, den 27. Auguft, abends 8½½ Uhr, Filiale 6: im Gewertschaftshaus, Engel- Ufer 15, v. 1, Bimmer 10. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vorstände. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353, Ackerstraße 123: Bundes) hat seine 11. Männer- Abteilung in der Turnhalle Der Turn- Verein ,, Fichte"( Mitglied des Arbeiter- Turner- Sonnabend, den 24. Auguft, abends 8½ Uhr, bet Diete, Fürbringerstrasse 33/34 eröffnet. Turnzeiten jeden Dienstag Versammlung der Hobler, Bohrer, Fräser usw. und Freitag, abends 8-10 Uhr. Um recht regen Zuspruch bittet 288/ 17* Der Vorstand." Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Täglich: Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 16492* Gr. Konzert, Theater- n. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Kinderfeste. Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. 劉明 Sonntag, 25. August 1901, bei Wetzel, Wrangelftr. 136: Morgensprache der Schraubendreher. Die im Bezug von Arbeitslosen- Unterstützung ausgesteuerten Kollegen sind besonders eingeladen. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Achtung! Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands( Zahlstelle Berlin II). Das Kassieren der Beiträge zum Verbande sowie zum Streitfonds findet bis auf weiteres beim Restaurateur O. Fischer, Beusselstraße 66, statt; auch werden dort die Streitkarten abgestempelt. 43/13 Kleine Anzeigen. Sportwagen, Nähmaschinenlager fämtlicher Riesenauswahl, Bazar Baby, Inva- Systeme ohne Anzahlung, Woche 1,00 lidenstraße 160, Frankfurterstraße 115, Lieferung fofort, Landsbergerstraße 82 Oranienstraße 31, Belle Alliance: straße 107, Reinickendorferstraße 2d, e, Gartenlokal, Sommer und Charlottenburg, Wilmersdorferstraße Vermischte Anzeigen. Wintergeschäft, Tanzfaal, Restauration Nr. 55. Teilzahlung gestattet. 722* und Vereinszimmer, Kegelbahn, Teppiche mit Kaffeeküche, Farbenfehlern, wegen andern Unter nehmens billig zu verkaufen. Näheres Fabritniederlage Große Frautfurter Hain, Pantow, Kaiser Friedrichstraße 9, parterre. straße 73. 29936* Kleine Tischlerei mit Kundschaft frant: heitshalber sofort zu verkaufen Zorndorferstraße 10, 3 Treppen rechts. Damenrad, Achtung! Wernaus Festfäle, Schwedterstraße 23/24. Sonnabende Säle zu an Vereine zu vergeben. Hochzeiten und Festlichkeiten jeder Zimmer. Die Ortsverwaltung. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. +113 Tüchtige Kürschner finden Beschäftigung gegen hohen Lohn bei [ 73/17 M. Bromberg, Hamburg, Kaiser Wilhelmstraße 70. Achtung, Korbmacher! Auch Art. Coulante Bedingungen.[ 787* Teilnehmer, möbliertes Zimmer, Von 25 Mart an liefere Anzug fofort oder später. Mahlo, Lange und Baletot nach Maß. Wer Stoff straße 71, vorn 1 Treppe. hat, liefere ich für 15. B. Lewkowitz, Abendkurse für Bautechniker, Tief: Schneidermeister, Alexanderstraße 220. + 36* bautechniker, Maschinen- und Elektro- Unfehlbare Rechtshilfe! An: Technifer. ,, Technifum Berlin", Holz waltstoften weggeworfen! Unfall: Herrenrad 45,00. Schädel, Schmidstraße 8. 111/ 16* marktstraße 73. Programm fostenlos. fachen, Straffachen, Gnadengefuche. Unfallfachen, Slagen, Eingaben, Detektivbureau Alvenslebenstraße 12. Nähmaschinen und Feuer- Ber: Reflamationen. Putzger, Stegliger Vereinszimmer mit auch ohne In der Korbwaren Fabrik von ficherung vermittelt Gustav Schmidt, straße 65. 25706* Pianino zu vergeben, Gitschinerstr. 86, Schmidt& Co., Dresdener. Vorjährige elegante Herrenanzüge Solmsstraße 43, Hof Keller. 8576 246 Patentanwalt Dammann, Mo Senftleben. Blinder Stuhlflechter bittet um straße 81, befinden sich sämtliche und Sommerpaletots aus feinsten Stoffen 25-40 Mart. Verkauf Sonn Nähmaschinen, Adler, Afrana, rigplak 57, Auskunft bis abends Dirigent D. Suchsdorf, Hoch- Arbeit. Stühle werden zu den Storbmacher wegen Preisdifferenzen abend und Sonntag. Versandhans Schnellnäher, Ringschiff, sowie Wasch: neun. 767* ftraße 29, sucht strebsame Männer billigsten Preisen geflochten, werden auf Kugelförbe im Streit. Germania, Unter den Linden 21 II. und Wringmaschinen auf Teilzahlung. Rechtsbureau, Rechtshilfe, Ein- chöre für Montag, Donnerstag und abgeholt und unentgeltlich zurück- die Firma Schlesinger, Stall. Krieg. Stalizerstraße 136. 7448* 236 geliefert. Adresse: Mulachstraße 27, schreiberstr. 18, sucht unter dens gabengefuche, Raterteilung, Andreas: Sonnabend. Spottbillig. Teppiche, Betten, 29836 A. Gläser. felben Bedingungen Korbmacher. Steppdecken, Gardinen, Remontoir Knabenanzüge, zurückgesetzte, haltstraße dreiundsechzig. Zuzug nach beiden Werkstätten ist uhren verkauft Leihhaus Neander: bare Stoffe von 2,00 Mart Anfertigung eleganter Herrenstreng fernzuhalten. straße 6. 73/ 15* Burschen und Einsegnungsanzüge in garderobe. Teilzahlung gestattet. jeder Preislage, auch nach Maß. Marcus; Kleine Frankfurterstr 20.* Garderoben für Herren und Kna: Große Auswahl. Eisenbahnstraße 46/47 Augustabad, Röpniderstraße 60 ben sowie Arbeitsanzüge für jeden Beruf fauft man gut und billig zu Prima deutsche Fahrräder für Bäder jeder Art für sämtliche Kranken7368* Ge faffen. fireng festen Preisen bei Friz Ham: 97,50 M., gesetzliche Garantie. Vereinszimmer mit Piano zu burg, Steglitz, Schloßstraße 76, Ecfe brauchte Räder von 30 Mark an. Flensburgerstraße. Fahrgeld wird Baul Fournier, Boechstraße 5, Fern- vergeben, passend für Bahlstelle. Möblierte Schlafstelle( separat) zurückerstattet. + 108* sprecher 4a 7016. 176 Rudolf Jurran, Naunynstraße 86.* Wallstraße 21/22, Quergebäude, Curth. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. an. Vermietungen. Schlafstellen. Stellenangebote. * Versilberer verlangen Baer u. Co. Mak- Hosenstepperin verlangt Fabian, Frankfurterstraße 59. [ 256 Mädchenjacken- Arbeiterinnen ver langt Hulte, Frankfurter Allee 16. Die Ortsverwaltung. Achtung Holzarbeiter! In der Kistenfabrit von B. Einsporn haben die Kollegen die Arbeit nieders gelegt. Buzug ist streng fernzuhalten. Die Lohnkommission 82/17] der Kistenmacher.