Nr. 199. Abonnements- Bedingungen: H Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 41 18. Jahrg. Die Inserttons- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Solonet geile oder beren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Der skandinavische Arbeiterkongreß. Kopenhagen, 23. Auguft. Dienstag, den 27. August 1901. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. zurück in diesem Punkt. Wir Schweden sind ein ruhiges und ge- lebhaften Debatte, wird aber dann gegen 4 Stimmen angenommen. duldiges Volk. Wir unternehmen nicht gerne einen solchen Schritt, Sie hat folgenden Wortlaut: und wenn wir gleichwohl in einen allgemeinen Streit eintreten, so" Indem der Kongreß nur in der Organisation, der gewerkschaftDer standinavische Arbeiterkongreß hat in seinen folgenden soll das hier gesagt sein, wir thun es nur, ge- lichen und politischen, das einzige Mittel zur Erringung der Sigungen zu einer Reihe bedeutsamer Fragen der Arbeiter- trieben durch die harte Notwendigkeit." Menschenrechte für die Frau sieht, muß es die Hauptaufgabe der betwegung Stellung genommen, und auch die große Aktion der P. Knudsen( Dänemark) schildert in packender Rede die Arbeiterbewegung sein, den Frauen das volle Verständnis für die schwedischen Parteigenossen für die Erringung des allgemeinen Kämpfe des schwedischen Volkes für die Erringung der staatsbürger- Notwendigkeit der Organisation beizubringen. gleichen Wahlrechts hat hier eine energische Förderung gefunden. lichen Rechte, die vielen Demonstationen, die Gründung der Wahl- Um dieses Ziel zu erreichen, empfiehlt der Kongreß den verDen Generalstreit, der bisher nur in Frankreich und Belgien Anhänger rechts- Vereine, die Volks- Reichstage, und wie alles vergebens geschiedenen Centralorganisationen, die schriftliche wie mündliche fand, wollen die schwedischen Genossen zum erstenmal zur politischen blieben ist. Es ist nicht unsre Sache, den schwedischen Brüdern zu Agitation zu unterſtüßen und in politischer Hinsicht besonders für Demonstration benußen, ein beachtenswertes neues Moment in der sagen, was sie nun unternehmen sollen; sie müssen selbst das Mittel die Schußgesetzgebung für Frauen und Kinder zu wirken. nordischen Arbeiterbewegung, dessen Tragweite die Genossen, wie die bestimmen, und sie haben als letztes Mittel den Generalstreif Des weiteren wird die Presse der Arbeiterpartei aufgefordert, Verhandlungen ergeben, wohl zu ermessen wissen. bestimmt. Alle Streits sind wie zweischneidige Schwerter, aber überall dort, wo Veranlassung dazu vorliegt, die Mißstände, unter der Generalstreit ist noch gefährlicher. Doch, es sind zielbewußte denen die unterdrückten, unorganisierten Arbeiterinnen leiden, scharf Arbeiter, die diese Waffe anwenden wollen, und so mögen sie sie hervorzuheben. denn anwenden. Wir haben in Belgien gesehen, daß diese Waffe brauchbar ist, und darum fagen wir dänischen und norwegischen Arbeiter, daß wir den schwedischen Brüdern unsre volle und unbedingte Unterstützung zuwenden wollen. Darauf spricht der Norweger K. Jeppesen:„ Wie haben lange genug das Lied gesungen:" Bald wird es Tag, Ihr Brüder; es dämmert schon im Osten". Nun wollen wir einmal nachhelfen, daß es ein wenig schneller Tag wird, und wenn der Kampf kommt, werden wir norvegischen Arbeiter Euch die schwielige Hand reichen und sie soll nicht leer sein!" " Ueber die erste Sigung haben wir bereits furz berichtet, sie war ausschließlich den Schilderungen über die Frage der Arbeiterbewegung in den standinavischen Ländern gewidmet; die heutigen Beratungen wurde durch einen Vortrag P. Knudsens( Stopenhagen) über: Das Ziel der modernen Arbeiter bewegung eingeleitet. Der Vortrag, dessen Grundgedanken in der folgenden, ohne Debatte einstimmig angenommenen Resolution niedergelegt find, wurde mit großem Beifall aufgenommen. Die gewerkschaftlichen und politischen Organisationen der Arbeiter haben die gemeinsame Aufgabe, die Arbeiter zum Kampf für die vollständige Anerkennung ihrer Menschenrechte zu sammeln, die möglichst besten wirtschaftlichen Verhältnisse und die möglichst größte politische Freiheit unter den bestehenden kapitalistischen Verhältnissen zu erringen, sowie die Aufgabe, die Arbeiter über die Entwicklung und die Wirkungen der kapitalistischen Gesellschaft aufzuklären. Um in möglichst größtem Maßstab gesicherte Verbesserungen der wirtschaftlichen Existenz der Arbeiter zu erringen, sollen die gewerkschaftlichen und politischen Organisationen Einfluß auf die Gesetzgebungsarbeit auszuüben suchen, und zwar dadurch, daß sie dahin wirken, daß die Volksvertretungen sich mit der wirtschaftlichen Lage der Arbeiter beschäftigen und Gefeße gefchaffen werden, durch die die Arbeiter vor der rücksichtslosen Ausbeutung durch den Kapitalismus geschützt werden. Infolgedessen sollten die Organisationen sich bei allen Gelegen heiten mit den Fragen befassen, die ihrer Natur nach Bedeutung für die Arbeiter haben, abgesehen davon, ob diese Fragen social- otonomischen oder politischen Charakters sind. Der gewerkschaftliche Stampf der Arbeiter ist miter den herrschenden kapitalistischen Verhältnissen unumgänglich notwendig, um die Ueber macht des Kapitals einzuschränken und dadurch die Stellung der Arbeiter zu verbessern. Eine begeisterte Stimmung ergreift die Versammelten; alle teilen die Empfindung, daß der bedeutsamste Moment des Kongresies gekommen ist. Durch Erheben von Plägen, unter Hurrarufen wird die folgende Resolution cinstimmig angenommen: " Der Arbeiterklasse Schwedens fehlt vollständig das politische Mittel, das allgemeine Wahlrecht, das eine notwendige Bedingung für die friedliche Entwicklung des Gemeinlebens ist. In der Erkenntnis, daß dieser ungerechte und unerträgliche Zustand auch dem Fortschritt in den andren skandinavischen Ländern zum Schaden gereicht, beschließt der Kongreß: Schließlich fordert der Kongreß die Vorstände der Gesamtorganisationen, sowie der einzelnen Gewerkschaften auf, die Frage der Franenorganisationen zu diskutieren, und giebt es den Vorständen anheim, zu untersuchen, welche von ihren Mitgliedern Frauen und Töchter haben, die Lohnarbeiterinnen find; ferner Beitrittsmeldungen entgegenzunehmen und diese den Fachvereinen der Arbeiterinnen zu übermitteln." In einer Debatte über die Arbeiterpreffe wird über die mangelhafte Berichterstattung über Arbeitskonflikte geklagt und schließlich eine Resolution angenommen, in der zunächst auf die Bedeutung der Arbeiterpresse hingewiesen wird und diese an ihre Pflicht gemahnt wird, für die Verbreitung der Mitteilungen über Streits, Arbeitsverhältnisse usw. zu sorgen, und an die Pflicht der Organisationen, der Presse diese Mitteilungen zuzusenden. Legien Hamburg und Octors Brüffel erklären, daß auch sie ihrerseits für die Verbreitung solcher Nachrichten sorgen wollen. Des weiteren wurde eine Resolution, betreffend internationale Verbindungen, angenommen, durch die es den Gewerkschaften der einzelnen Länder zur Pflicht gemacht wird, gemeinsame Landesorganisationen zu bilden, durch welche dann bei großen Ausständen die Unterstützungen durch die Bruder Organisationen geregelt werden soll. Da die unterdrückte Klasse in Schweden seit einer langen Reihe von Jahren mit Anwendung aller friedlichen Mittel wieder und wieder vergebens die Einführung des allgemeinen Wahlrechts ver Bezüglich der Heimarbeit beschließt der Kongreß, daß die langt hat, verspricht der Kongreß den Arbeitern Schwedens, ini Organisationen, die durch die Verhältnisse zu einem Kampfe für die Fall ihnen auch ferner noch das Wahlrecht versagt wird und sie Abschaffung derselben gezwungen werden, auf das kräftigste untersich infolgedessen zur Anwendung eines solch ernsten Mittels, wie es ftigt werden sollen. Aufgabe der Arbeitervertreter soll es sein, dahin eine allgemeine Arbeitsniederlegung ist, gezwungen sehen, die zu wirken, daß alle industrielle Heimarbeit unter Aufsicht der Fabrikkräftigste und energischte Unterstüßung, sowohl moralischer als auch inspektoren gestellt wird. materieller Natur durch die Arbeiterorganisationen Dänemarks und Den Landleuten Bauern, Häuslern und Landarbeitern Norwegens. empfiehlt der Kongreß, sich au organisieren und sich in ihren Ber einigungen mit fachlichen, politischen, kommunalen und kooperativen Fragen zu befassen. Ohne die Gewerkschaften ist es nicht möglich, den Kapitalisten einen anständigen Arbeitslohn oder eine Verkürzung der Die ganze Verantwortung für das Ungemach, das aus einer Arbeitszeit abzuzwingen. Aber durch diesen Kampf wird die Aus- allgemeinen Arbeitsniederlegung für Land und Volk hervorgeht, beutung nur gemildert, nicht abgeschafft. Die Ausbeutung fällt auf die unverständigen und reaktionären Machthaber in der Arbeiterklasse hört erst dann auf, wenn die Gesellschaft selbst Schweden." die Produktionsmittel, die Distribution und die Verkehrsmittel in Nach einem furzen Referat Sigvalt Olsens( Dänemark) wird Besiz nimmt. dann einstimmig die Resolution gegen den Militarismus auDarum erklärt der Kongreß in Uebereinstimmung mit den Be- genommen, in der es u. a. heißt, daß die skandinavischen Arbeiter schlüssen des internationalen socialistischen Kongresses, daß die Arbeiter fein Mittel unversucht lassen werden, um die Aufklärung über die nach Erringung der politischen Macht innerhalb der Gesellschaft streben Verderblichkeit des Militarismus für die Nation zu verbreiten und müffen, um die Socialisierung der Produktionss, Transport- und Ver- den Rüstungswahnsinn zu bekämpfen. Der Kongreß fordert ferner teilungsmittel und die Organisation der Produktion unter demokratischer die Parteileitungen in den drei skandinavischen Ländern auf, An- Nach begeistert aufgenommenen Ansprachen von Lindquist Kontrolle durch die Gesellschaft zur Durchführung zu bringen und träge auszuarbeiten, um die Propaganda für diese Sache zu die Arbeiterklasse und alle Unterdrückten von der Herrschaft des Kapitalismus zu befreien." fördern. Schließlich gelangt noch eine umfangreiche Resolution zur Annahme, in der bestimmte Regeln über die Anwendung der gewerkschaftlichen Kampfmittel, über das Verhalten der Organisationen bei Streiks, die sich auf mehrere Länder erstrecken, über die Behandlung von Streitbrechern, sowie über die Anwendung des Boykotts aufgestellt werden. Damit sind die Arbeiten des Kongresses beendet. Der nächste standinavische Arbeiterkongreß wird 1906 stattfinden. ( Schweden), J. Jensen( Dänemark), P. Knudsen und A. Pedersen( Norwegen) wird der Kongreß mit Hochrufen auf Zur Frage der standinavischen Seegesetzgebung spricht Lindley, die internationale Arbeiterbewegung und den Socialismus geBur Frage der Organisation der Landarbeiter sprechen Sundbo der Vorsitzende des schwedischen Transportarbeiter- Verbandes. Redner schlossen. ( Esbjerg) und H. B. Jensen( Kopenhagen). Bezüglich der Organi- schildert die veralteten Gesetzesvorschriften, unter denen die nordischen fierung der Arbeiterinnen ist von der Arbeiterkommune Malmö die Seeleute zu leiden haben. Die Ausarbeitung von diesbezüglichen folgende Frage eingereicht worden: Welche andren Mittel als das Reformvorschlägen wurde einem Ausschuß überwiesen. Radikalmittel: die von den Männern angewandte gewerkschaftliche Auf Antrag des Fachvereins der Dienstmädchen Taltit, tann der Kongreß zur Verbesserung der Arbeits- Kopenhagens wird über die Ausnahmegesete für die bedingungen der Industrie- Arbeiterinnen im Interesse des ganzen Dienst boten verhandelt. Marie Christensen, die VorGeschlechts ausfindig machen? Einerseits zeigt es sich, daß es fizzende dieser Gewerkschaft, sowie yngste, der Vorsitzende des Die Gerüchte der letzten Tage über neue Spuren zur Entdeckung schwierig ist für die Arbeiterin, sich den gewerkschaftlichen Gedanken dänischen Arbeitsmannes Verbandes, sprechen über die menschen- des Thäters finden keinerlei Bestätigung. mutbar zu machen, andrerseits wirken viele Umstände darauf hin, unwürdigen Bestimmungen und Verhältnisse, unter denen diese Ardie Versuche, die zur Organisierung der Frauen seitens der Partei beiter und Arbeiterinnen zu leiden haben, und mehrere andre Redner gemacht worden sind, zu hemmen." Hierüber findet eine rege und Rednerinnen schließen sich dieser Kritik der bestehenden Verhält Distuffton statt, an der sich auch besonders die anwesenden Frauen nisse an. Es wurde eine Resolution angenommen, worin die Auflebhaft beteiligen. hebung dieser Geseze gefordert wird und statt dessen die Einführung humaner Schutzbestimmungen für die Dienstboten. Des weitern wird dann noch über die Anwendung der gewert schaftlichen Kampfmittel, die Abschaffung der Heimarbeit und die Errichtung gewerblicher Schiedsgerichte diskutiert. Kopenhagen, den 24. August. Die heutige Sigung begann mit einer kurzen Debatte über Normal- Arbeitstag und Mai demonstration. Die Arbeiterorganisationen in Horsens beantragten, die Demonstration für den Achtstundentag auf einen Sommertag zu verlegen, weil um die Zeit des 1. Mai mehrere Feiertage rasch auf einander folgen, neben den christlichen auch die Verfassungsfeste der Dänen und der Norweger. Der Antrag wurde, namentlich mit Rück ficht auf den Beschluß des internationalen Kongresses in Paris, abgelehnt. D Politische Neberlicht. Berlin, den 26. August. Gumbinnen. Die Vernehmung des Schußmannes Kettlig und des Handelsmannes Libsch hat am Sonnabend vor dem Kriminalinspektor Braun stattgefunden. Dieselben konnten nichts weiter als bereits von uns Berichtetes aussagen. Der Schußmann Kettlig wiederholte, daß ihm Libsch von dem Gespräch, welches er mit dem zur Schuh truppe gehörenden Soldaten gehabt hatte, nach der Verurteilung Die Arbeiterkommune" in Malmö hat beantragt, daß sich der des Marten Mitteilung machte. Libsch gab bei der Vernehmung sein Kongreß mit der Frage der torporativen UnternehGespräch mit den Soldaten getreu in dem bereits berichteten Wortmungen( Genossenschaften) befasse. Nach einleitendem Vortrag laut wieder. In Polizeitreisen neigt man der Ansicht zu, daß die von Forsell( Schweden) und kurzer Diskussion beschließt der Soldaten dem Libsch etwas erzählt haben, woran sie selbst nicht Kongreß einstimmig wie folgt: glaubten, denn es hat sich bereits herausgestellt, daß von den UnterIndem der Kongreß ausspricht, daß die Ausrottung der Armut offizieren und Mannschaften der 4. Schwadron des 11. Dragonernur dadurch herbeigeführt werden kann, daß die Produktionsmittel regiments niemand nach der Ermordung des Rittmeisters socialisiert werden, und daß das Hauptmittel hierzu die politische b. Strofigt nach Ostasien geschickt wurde. Die Atten und gewerkschaftliche Organisation der Arbeiterklasse ist, beschließt der über die Vernehmung des Kettlig und des Libsch find Kongreß, die Gründung forporativer Unternehmungen zu empfehlen. nach Gumbinnen gesandt worden. Das Militärgericht dürfte Der Kongreß empfiehlt, daß die Frage der Errichtung neuer nun nachforschen, wer von den 11. Dragonern nach Südwestafrika forporativer Unternehmungen sowohl den örtlichen wie politischen gesandt wurde, und welche Leute des Regiments sich am 17. Juni Auf Antrag der Landesorganisation der norwegischen Geivert- als auch gewerkschaftlichen Organisationen der Arbeiterpartei zur in Berlin aufgehalten haben. schaften wurde über die Frage der Lehrlingsausbildung diskutiert Behandlung überwiesen werde, und daß solche Gründungen nur nach Ebenso wird die Meldung einer erneuten Ladung des Stobed und hierzu die folgende Resolution angenommen: genauer Untersuchung, ob das Bedürfnis dazu vorliegt und ob die für unrichtig erklärt. " Um den Lehrlingen der verschiedenen Gewerbe die möglichst nötigen Mittel dazu, ohne in ein, Abhängigkeitsverhältnis zu den beste Ausbildung zu sichern und die Ausbeutung der Arbeitskraft der Kapitalisten zu kommen, beschafft werden können, borgenommen jungen Menschen zu verhindern, beschließt der Stongreß, daß in den werden. verschiedenen Ländern dahin gewirkt wird, daß seitens der Kommunen Bei Beobachtung dieser Verhaltungsregeln sieht der Kongreß mit Unterstützung aus Staatsmitteln Fachschulen errichtet werden, in die korporativen Unternehmungen als ein gutes Hilfsmittel im Kampf denen die Lehrlinge der verschiedenen Gewerbe gratis ausgebildet für die Befreiung der Arbeiterklasse an." werden. Alle Vorschläge, die den gesetzgebenden Körperschaften dies- Ueber die Mittel zur Einschränkung der Arbeitsbezüglich gemacht werden, sollen Bestimmungen enthalten, Iosigte it wird ebenfalls fura diskutiert und eine Resolution gedie den Arbeiterorganisationen Einfluß auf diese Verhältnisse ein- faßt, in der erklärt wird, daß die Arbeitslosigkeit nur durch Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln und durch Sierauf geht der Kongreß zur Behandlung des Gegenstandes der en Socialisierung aufgehoben werden kann. Inzwischen ist es der Tagesordnung über, der von der allergrößten und weit Pflicht des Staates und der Gemeinden, durch eine entsprechende tragendsten Bedeutung ist, zur Wahlrechtsfrage der Schweden. Berteilung der öffentlichen Arbeiten jeder bevorstehenden ArbeitslofigHjalmar Branting, der einzige Vertreter der Socialdemokratie feit entgegenzuwirken. Aufgabe der Vertreter der Arbeiterschaft ist im schwedischen Reichstag, schildert das empörende Wahlunrecht, das es, für eine gradweise Verkürzung der Arbeitszeit entsprechend der drei Vierteile des schwedischen Volkes von jeder Teilnahme an der Entwicklung der Produktionsmittel zu wirken. Was im übrigen in Regierung des Landes ausschließt." Wir wollen uns nicht mit einer der Frage geschehen kann, wird den einzelnen Organisationen zur Scheinreform begnügen," sagt der Redner u. a.„ Wir fordern näheren Erwägung überwiesen. räumen." gleiches Recht für uns alle, und selbst wenn wir soweit gehen sollten, Die Resolution über die Organisierung der Frauen, die inDaß wir alle Arbeit einstellen, wir weichen nun teinen Schritt mehr zwischen von der Kommission ausgearbeitet wurde, führt zu einer * Bemerkenswert find Darlegungen von militärischer Seite" im Reichsboten" über die Schußleistung desjenigen, der v. Krofigt erschossen hat, Darlegungen, die neue sehr gewichtige Anzeichen für die Nichtschuld des Verurteilten aufweisen. Der Verfasser schreibt: „ Einen wenn dieser Ausdruck überhaupt hier am Blaze ist einen Meisterschuß hat derjenige gethan, welcher den Rittmeister v. Krosigk zu Boden gestreckt hat. Denn ungünstigere Bedingungen wie auf dem die Reitbahn zum Teil uns faffenden Gange fonnten taum zur Abgabe eines Schusses vors liegen. Zwar war die Entfernung sehr gering. Aber dafür fehlte ausreichendes Licht. Draußen legten sich schon die Schatten des Abends auf die Kaserne und in der Reitbahn kämpften die spärlichen Flammen einiger Lampen mit dem fast undurchdringlichen Dunst, den namentlich im Winter sehr schnell ungeschorene, vor Anstrengung dampfende Pferde erzeugen, und in den sich vielleicht dieses Mal noch der Dampf der von dem Rittmeister mit dem Revolver zur Abstumpfung der Nerven der Stemonten abgefeuerten Plappatronen gemischt hat, vorausgesetzt natürlich, daß diese Playpatronen noch mit altem rauchstarken, # * Der Zolltarif im bayrischen Landtag. Aus München wird uns geschrieben: " nicht mit neuem rauchschwachen Bulver geladen waren. Und in die gollpolitik der Regierung, die nur den großen Kornverläufern imperialistische Staaten, darunter natürlich in erster Linie Deutsch wie furzer Frist hatte bei einer derartig kümmerlichen Be- nügt, aber die Kleinen auf dem Lande der letzten Hoffnung beraubt! land, um denselben raufen können. Wißmann schreibt: leuchtung der Schuß abgegeben werden müssen! Nur Sefunden hatten zur Verfügung gestanden. Und wie ruhig und gleichmäßig hatte dabei das Herz schlagen müssen! Wurde das Ziel gefehlt, konnte der Rittmeister wahrscheinlich sagen, wer ihm nach dem Leben getrachtet hatte. Dann war es aber um den Thäter selber geschehen. Eine fast übermenschliche Willenskraft hatte zur Ueberwindung aller dem Schüßen sich entgegenstellenden Schwierigkeiten gehört. War nun dem Unteroffizier Marten eine solche Schußleistung zuzutrauen? Die Münchener Neuesten Nachrichten" melden, die socialdemokratische Fraktion des bayrischen Landtags beabsichtige," sofort nach dem Ende des nächsten Monats erfolgenden Wiederzusammentritt die bayrische Regierung bezüglich ihrer Mitarbeit bezw. Haltung zum neuen Zolltarif- Entwurf zu interpellieren". Was haben denn die politischen Abmachungen zur Aufrechterhaltung Chinas anders zu bedeuten, als den Neid der Staaten, von denen keiner dem andern etwas gönnt? Daß China in hundert Jahren nicht mehr selbständig ist, sondern in irgendwelcher Weise von einer oder mehreren Nationen Europas abhängig ist, wird wohl kaum jemand bezweifeln, der die notwendigen Konsequenzen der Geschichte zieht. Daß eine Anzahl Staaten in Südamerita teine Aussicht haben auf SelbständigEs ist jedoch festzustellen, daß ein Fraktionsbeschluß hierüber keit, daß die Verteilung in Afrika nur eine vorläufige Der Vertreter der Anklage ist der Ansicht, Marten habe im gewesen ist und sich diesbezüglich auf unsrem Erdball noch manches Affett gehandelt. Der Entschluß, den Rittmeister zu töten, noch nicht vorliegen kann, weil die Fraktion erst Anfang September einer gemeinsamen Besprechung über ihre bevorstehende wäre in ihm erst nach dem Genuß vielen Branntweins ändern wird, unterliegt doch keinem gweifel." Da haben wir ein schönes Zukunftsprogramm für Deutschland: und nach der Begegnung mit dem Dragoner Stumbrieß, des- Landtagsthätigkeit zusammentritt. Im übrigen ist es wohl ganz selben Mannes, den statt seiner der Erschossene das von ihm, selbstverständlich, daß unsre Vertreter im Landtag es nicht versäumen China, Afrika und Südamerika werden innerhalb der v. Wißmann schwebt wohl eigentlich eine Marten, schlecht gerittene Pferd hatte besteigen lassen, ganz werden, die Regierung über ihre Stellung zum geplanten Brotwucher nächsten 100 Jahre aufzuteilen sein, und daß plöglich erwacht. Aber woher hätte er dann das zu dem Schuß zu befragen. Recht interessant wäre es aber, wenn das liberale viel fürzere Zeitspanne vor Münchener Blatt berichten könnte, wie sich die sogen.„ Liberalen" der Deutschland dabei seine fetten Happen abbekommen muß, versteht unbedingt erforderliche kalte Blut, den eben so fest wie fanft an der Abzugsstange stehenden Zeigefinger, das nicht einen Augen- bayrischen Rammer bei einer solchen Auseinandersetzung verhalten sich doch für einen Patrioten von selbst. In der That, diese Weltblick zuckende, den dichten Dunst der Reitbahn scharf durch- werden. Die„ liberale Partei" in München kündigte vor Monaten an, fie politik ist gar nicht uferlos, auf jedem Erdteil winkt ihren dringende Auge nehmen sollen? Alle diese Voraussetzungen werde eine große öffentliche Volksversammlung gegen die Getreidezölle fünftigen Waldersees zu den abenteuerlichsten Eroberungszügen ein wären indessen auch nicht erfüllt worden, wenn die einberufen. Die waderen Kämpen haben aber bis zur Stunde fünftigen Waldersees zu den abenteuerlichsten Eroberungszügen ein weitgedehnter Strand. That lange vorher geplant worden wäre. Es kann doch nicht nicht den nötigen Mut gefunden, um die Ankündigung zur That Unter diesen Umständen erscheint es begreiflich, Auch demokratische Blätter beschäftigen sich eifrig mit dem bestritten werden, daß der Unteroffizier Marten stets für eine werden zu lassen. leicht erregbare Natur gegolten hat. Hätte nicht die unmittelbar wenn die Frage aufgeworfen wird, ob sich auch die liberale Kammer Gerücht, daß die verstorbene Kaiserin Friedrich mit ihrem vor der Ausführung des Plans genossene große Quantität Brannt- fraktion so feig benehmen wird, wie ihre Hauptstädtischen Partei- langjährigen Obersthofmarschall, dem Grafen Götz von Sedendorff, eine zweite The eingegangen sei. Es wird als wein die ohnehin schon vorhandene innere Unruhe so sehr steigern freunde. wünschenswert erklärt, daß eine offizielle Erklärung gegeben wird. müssen, daß er auf einen sicheren Schuß gar nicht Der Sühneprinz ist in Basel erfrantt, weshalb seine Uns ist dieser demokratische" Wunsch unverständlich. Was gehen rechnen konnte? Auch wenn mit Vorbedacht gehandelt worden wäre, hätte aller Voraussicht nach Marten des falten Bluts, Weiterreise um zwei Tage verschoben worden ist. Die Berliner denn die durchaus persönlichen Angelegenheiten einer Frau die des festen Blicks, des sicher stehenden und abziehenden Zeigefingers Empfangsfeierlichkeiten erleiden also einen programmwidrigen Auf- Oeffentlichkeit an? schub. Uebrigens giebt es in Deutschland wohl nur wenige, die ermangelt. Antisemitische Maulhelden. Als Wilhelm II. gelegentlich des Allerdings ist Unteroffizier Marten ein guter Schüße. Aber es bedauerten, wenn die Sühnemission des jugendlichen Prinzen Todes der Königin Victoria in England weilte, und dort hohe weil er dieser ist, wird ihm bekannt gewesen sein, daß auf einen überhaupt ganz ins Wasser fiele. Seinerzeit bildete allerdings die Orden austeilte, gerieten die konservativen und antisemitischen solchen Schuß, wie er ihm jetzt zugeschrieben worden ist, nur der Entsendung einer Sühnegesandtschaft nach Berlin eine mit besonderem Blätter bekanntlich aus dem Häuschen vor Ingrimm. Recht arg jenige sich einlassen kann, welcher schon seit längerer Zeit Nachdruck gestellte und als besonders wichtig behandelte Forderung. trieb es u. a. die Dresdener„ Deutsche Wacht", die am 25. Februar jich im Schießen geübt hat. Zum letztenmal hat er jedoch Nun sie ihre Ziele fast erreicht hat, erklärt man sie für eine ganz 5. J. folgendermaßen tobte: im Jahre 1898 fcharf gefchoffen, und sich besonders für bedeutungslose, wo nicht überflüssige Ceremonie. So schreibt jetzt die Blutthat vorzubereiten, dürfte er keine Gelegenheit gehabt selbst die thaki- offiziöse„ Köln. 8tg.": haben. Würde er hierdurch nicht unter allen Umständen den Verdacht auf sich gelenkt haben? Ganz davon zu schweigen, daß es doch nicht ganz leicht gewesen wäre, die nötigen Patronen zur Stelle zu bringen. Eine oder vielleicht auch zwei scharfe Patronen lassen sich wohl ohne weiteres beiseite schaffen, doch nicht so viele als er zum Einschießen gebraucht hatte. Als guter Schüße hätte Marten auch nie und nimmermehr den Mantel angezogen, bevor er sich an die grausige That begab. Der Vertreter der Anklage hat gemeint, er hätte ihm dazu dienen sollen, im gegebenen Augenblick die Mordiaffe zu ver bergen. Wer aber einmal in dem langen, weiten preußischen Kavalleriemantel gesteckt hat, der weiß, wie schwerfällig er die Arme macht, der weiß auch, daß ein festes Einziehen des Karabiners in die Schulter kaum möglich ist. Sicherlich hätte die Aussichtslosigkeit, in ihm einen erfolgreichen Schuß zu thun, gründlich den Wunsch unterdrückt, vermittelst seiner die Waffe jederzeit lästigen, neugierigen Blicken zu entziehen. Wir betonen, nur die Vermutung, daß der Unteroffizier Marten vielleicht doch nicht das Leben des Rittmeisters v. Krosigk auf dem Gewissen hat, wollen wir mit obigen Ausführungen unterstützen." Der Zollwucher. Die agrarische Schreifunst hat nicht ihres Gleichen und wird nur übertroffen durch stets gesteigerte Leistungen der Agrarier selbst. Die Angst, es könnte des Brotwuchers nicht genug geschehen, entfacht in Herrn Oertel eine wahrhaft wundersame Beredtsamkeit, in der alle Töne erklingen, vom majestätischen Trozen bis zum winselnden Klagen. Die lette Hoffnung" für die„ Landwirtschaft" ist die Reform des Zolltarifs, so beginnt Herr Oertel in der Deutschen Tageszeitung" feinen poetisch notleidenden Beschwörungsartikel; darum müsse diese Reform fich als großes Mittel" erweisen. Die Kleinigkeit von Bollerhöhung, wie sie die Regierung vorschlägt, genügt ganz und gar nicht: " Diese minimalen Erhöhungen machen den Eindruck bon Brosamen, die man einem ungestüm Heischenden hinwirft, um ihn stille zu machen. Das ist ein bitteres Wort; aber es ist genügend Anlaß zur Bitterkeit vorhanden, wenn man hört, wie die wohlbegründeten Forderungen der deutschen Landwirtschaft von den beatis possidentibus mit Hohn und Spott oder mit verletzendem Hochmut behandelt werden. Die deutsche Landwirtschaft verlangt, nicht mir in ihrem eigenen Interesse, sondern in dem Gesamtinteresse des Vaterlandes, eine aus reichende und dauernde Sicherung ihrer Erzeugung. Was man ihr jetzt gütigst und gnädigst, vorläufig nur in der Theorie und auf dem Papiere, zugestehen will, das hat entweder gar keine oder bestenfalls die Wirkung, daß der Absterbeprozeß ein flein wenig verlangsamt wird, aber nur ein klein wenig.... " 11ur " such t und hätte sie auch " Daß Edward VII., wenn er an die Thüre des deutschen Volkes Einlaß begehrend klopft, ein donnerudes Zurück" aus Millionen Stimmen entgegenschallen, daß die brennende Flamme heiliger Volksentrüstung ihn das weiß er von der Schwelle des Heiligtums scheuchen wird vielleicht, und wenn er sich darüber täuschen sollte, so wird ihm bald genug darüber Gewißheit werden." " In den Friedensbedingungen ist die Entsendung der Sühnegesandtschaft ausdrücklich vorgesehen, sie ist keine freiwillige That Chinas, und man würde irren, wenn man glaubte, dem Sühnegesandten des himmlischen Reichs andre Gefühle entgegen bringen zu müssen, als diejenigen, die man für jemand hat, der ge= zwungen für einen andren pater peccavi jagt. Dabei ist nicht zu König Edward weilt jetzt in Deutschland. Er hat, wie die vergessen, daß von dem guten Willen des Gesandten Prinzen Deutsche Wacht" in ihrer blumenreichen Sprache sagt, die Schwelle Tschun, den man nicht in Zweifel ziehen soll, taum etwas des deutschen Heiligtums überschritten. Er ist nicht nur nach abhängt. Er hat die Empörung", d. H. die unter dem Deutschland gekommen, um seine verstorbene Schwester zu Grabe zu Schutz der Regierung planmäßig die Ausrottung der geleiten, sondern nach diesem Trauerakt bleibt er wochenlang in Fremden betreibende Bewegung nicht zu hindern ver- einem deutschen Bade. Dabei hat ihm weder ein„ donnerndes nicht hindern zurück aus Millionen Stimmen" Halt geboten, noch hat ihn die können, obwohl er der Bruder des Kaisers von China ist. brennende Flamme heiliger Volksentrüstung" verscheucht. WahrEbensowenig wird er in Zukunft eine starte Stüße für scheinlich war die brennende Flamme nur Strohfeuer. die Fremden sein können, wenn sie seiner bedürfen sollten. So schmilzt, im Lichte der Thatsachen betrachtet, die Entsendung des Bruders des Kaisers von China auf eine Förmlichkeit zusammen, die praktische Folgen höchstens durch die Eindrücke erhalten kann, die sich dem Bruder des Kaisers und den zahlreichen Mitgliedern der Gesandtschaft bei ihrem Betreten europäischen und deutschen Bodens aufdrängen müssen. Der von sich und feiner Kultur überzeugte Chinese ist indessen gewöhnlich so starrsinnig, daß diese Eindrücke, deren Flut er nicht ordnen kann oder will, nicht fräftig genug sind, um eine Macht zu erzeugen, die erfolgreich in China mit dem Alten fämpfen könnte." " Das bedrohte Reserve- Offiziers: Ansehen. Ueber den Ausschluß der Oeffentlichkeit bei einer Berhandlung vor dem Insterburger Kriegsgericht der giveiten Division berichtet die„ Danziger Zeitung": Am 2. Juli fand in Wehlau Pferdemarkt statt, zu welchem sich drei Offiziere des Feldartillerie- Regiments Prinz August auf Fahr rädern in Civilkleidern von Insterburg nach dort begaben. Die Herren trafen am 3. früh auf dem Wehlauer Bahnhof ein, woselbst sich auch der Sergeant Bönkost von ihrem Regiment einfand. Hier ist es zwischen einem Lieutenant und dem Sergeanten Hätten die deutschen Chinapolitiker sich dergleichen von vorn zu einem Auftritt gekommen, welche des letzteren spätere Verhaftung herein gesagt, so hätten sie sich die peinliche Wahl gespart, jezt den und die Einleitung des friegsgerichtlichen Verfahrens gegen ihn Sühneprinzen entweder als erlauchten Gast feiern oder durch eine wegen Angriffs auf einen Vorgesetzten, Achtungsverlegung und Beganz muzlose Brüskierung einen harmlojen jungen Menschen, der leidigung zur Folge hatte. In der vorigen Woche wurde nun vor teine Schuld und kein Verdienst aufweist, als der Bruder des dem Kriegsgericht der zweiten Division" in dieser Straffache verchinesischen Schattenkaisers zu sein, kränken und sich dadurch selbst handelt und im Laufe der Beweisaufnahme unter anderm auch der bloßstellen zu müssen. Was man auch beginnen mag, den Spott Gutsbesitzer H. aus St. als Zeuge vernommen. Diesem legte der und Schaden wird die deutsche Regierung tragen, die im Khaki- Verteidiger des Bönkost, Herr Rechtsanwalt Horn, die Frage vor, Eifer Forderungen aufstellte, deren Erfüllung ihr jetzt selbst überaus ob er am 2. Juli in Wehlau betrunken gewesen, ob er in einem er in der Nacht unangenehm sein muß. Restaurant in Wehlau Unruhe gestiftet, ob Die Hamburger Nachrichten" üben an dem vor- zum 3. Juli auf dem Bahnhof in Wehlau im Wartesaal einer Bank auf geschlafen habe? Nach Vorgesehenen Empfangsceremoniell überaus scharfe Kritik. Sie schreiben: 4. Klasse dieser Fragen beschloß der Gerichtshof auf Wir halten das falsch angebrachte Ceremoniell für um so be- legung denklicher einem Asiaten gegenüber, der gewohnt ist, daß ihm der Antrag des des Vertreters der Anklagebehörde, die Oeffent Fuß auf den Nacken gesetzt wird und der es als Zeichen von lichkeit auszuschließen, da Herr H. Reserve Offizier ist Schwäche und Mangel an Selbstbewußtsein auffaßt, wenn und zu einer Uebung eingezogen werden kann, sein Besieger ihn nicht so behandelt, wie er es gewohnt ist. weshalb fein Ansehen nicht in Gefahr geraten dürfe. Nach Die Chinesen werden und müssen es im ungünstigsten Sinne Herrn H. wurden dann noch der am meisten beteiligte Benge nach den drohenden Racheworten mißverstehen, wenn vom Lieutenant N. und die Frau Gastwirt H. unter Ausschluß der vorigen Jahre der Sühneprinz wie ein Souverän, und zwar Oeffentlichkeit vernommen und sodann die Sache vertagt. wie ein befreundeter empfangen wird und noch dazu gerade Ein Herr Reserve- Offizier wird also in seinem Ansehen ges von derjenigen Macht, gegen die sich die chinesischen Ver- schädigt nicht dadurch, daß er sich ungehörig aufführt, sondern das brechen gegen das Völkerrecht am schwersten gerichtet haben. Die durch, daß die Ungehörigkeit bekannt wird! Chinesen werden das nicht als Großmut, sondern als ganz etwas andres auffaffen. In der That, uns ist die politische Weisheit des heutigen Kurses, wie sie sich in dem Empfang des Prinzen Tschun wieder einmal offenbart, gänzlich unverständlich. Das schlimmste aber ist, daß der Zug nach Reklame und äußerem Schein, der sich hier wieder äußert, charakteristisch für die ganze Art und Weise ist, wie überhaupt bei uns verfahren wird. Wir wollen die Gedanken, die sich hier ergeben, nicht weiter ausführen, aber einen verlockenden Ausblick auf die Zufunft eröffnen sie nicht." Ausland. Ocftreich Ungarn. Nun kommt man( d. i. die Regierung) immer und immer wieder mit dem lenden lahmen Gerede, es müsse doch eine Mittellinie" gefunden werden, die Landwirtschaft Fortschritt der östreichischen Valutaregulierung. müsse ihre noch so berechtigten Forderungen zurüdsteden, sie sei -st- Wien, 24. August. In Oestreich kommt Gold in nur ein Glied des Körpers, und alle andern hätten Anspruch auf Dieses Eiapopeia gleiche Berücksichtigung. sollte man den Verkehr. Der Generalrat der östreichisch ungarischen Bank politischen Kindern vorsingen; die Landwirtschaft ist aber den hat gestern beschlossen, Zwanzig- Kronen- Münzen in Gold in Verkehr zu Das Ganze ist vorläufig nur eine Spielerei, es werden die Kinderschuhen längst entwachsen..." Der Patriotismus der Brotwucherer. Das Organ der sich sehen. Und dann singt Herr Oertel von der Not auf dem Lande ein überschreienden Notleidenden, die„ Deutsche Tageszeitung", führt über Barzahlungen weder obligatorisch, noch falultativ aufgenommen. Jammerlied, daß es scheint, als hätte er nun die Voltsschichten ge- die Militärverwaltung bittere Klage." Der Landwirt sei Die Bank zieht also weder die Banknoten ein, noch wechselt sie sie funden, die wirklich Not leiden und denen seine Zollpolitik während der Einquartierungszeit mehr oder minder der gegen Gold um, sondern sie mengt nur in ihre Zahlungen ein wenig damit sich die Bevölkerung an das goldene Geld gewöhne ichts nügt, die sie nur schädigt: Stlave feiner Gäste. Es sei fraglich, ob die Mannöver Gold " In vielen Teilen Deutschlands schreitet die blaffe Not in wirklich einen solchen Umfang und eine solche Aus- und sich des sichtbaren Fortschrittes der Balutaregulierung ergöze. er beträgt etwa härenem Gewande über das dürre Land. In vielen Höfen ist die dehnung annehmen müssen, wie sie in den letzten Jahren Der Goldvorrat der Bank is nicht gering und die Bank will ihn nicht mehren. Go. grämliche Sorge, stete Hausgenossin geworden. Sie fügt am angenommen haben, ob ein solches Zusammenwerfen gewaltiger 980 Millionen Kronen Bette und scheucht den Schlaf, sie zählt am Herde neidisch die Massen nüglich und notwendig, geraten und geboten sei. Die An- wird das neu zuströmende Gold in Münzen dem Verkehr ausfarget Bissen zu. Für diese böse trübe Not ist kein Mensch ver- schauungen der Sachkenner stimmen hierüber durchaus nicht überein. geliefert. Oestreich- Ungarn hat bekanntlich die Goldwährung wenn auch antwortlich. Wer ist denn aber dafür verantwortlich, daß die Land- Wenn aber die alljährliche Einquartierungslast erforderlich sei, so wirtschaft nicht mehr in sich die Kraft hatte, die Not zu über- müsse wenigstens dafür ein vollkommen entsprechender das Gold noch immer nicht mehr ist als eine Kuriosität. Als nach Der dem tiefen Preisfalle des Silbers im Jahre 1879 die freie Silberwinden und die bösen Jahre zu überdauern? Wie mancher da petuniärer Eriaz den Landwirten geleistet werden. draußen im Osten, der traurig die färgliche Ernte betrachtet und Landwirt müsse unbedingt fordern, daß die zu gewährende Vergütung prägung eingestellt worden ist, wurde dem östreichischen Papiergeld mit Bangen und Beben in die trübe, dunkle Zukunft schaut, wagt die eignen Kosten dede. Es gehe aber ein Zug durch einige Instanzen jede metallische Grundlage entzogen; jeit damals hatte Oestreich eine den herben Kampf um sein Hab und Gut nur noch einmal, weil der Militärverwaltung gewisse mittlere und vor allen Dingen reine Papierwährung und die Silbergulden, die einzige Münze des er feine ganze und seine letzte Hoffnung auf eine Besserung der auch niedere- den man, ohne irgend jemand nahe zu treten, als Verkehrs, waren in Wahrheit metallische Anweisungen. Mit den Landwirtschaftlichen Lage im allgemeinen jegt! Was würden eine Art von Selbstherrlichkeit bezeichnen darf. Die Herren meinen, Balutagefeßen vom 2. August 1892 wurde der Uebergang zur Goldwohl die Folgen fein, wenn die hoffnungen und daß lediglich das militärische Interesse bestimmend sei, und daß alle währung vollzogen, und gleichzeitig an Stelle der östreichischen Nur langsam konnten die Erwartungen dieser in der Not stedenden, andren noch so berechtigten Interessen ihm untergeordnet werden währung die Kronenwährung gesetzt. 312 Millionen Staatsnoten, des vom Staate ausgegebenen mühsam ringenden Leute betrogen würden? Wir müßten." erst jetzt brauchen sie nicht auszumalen. Was dann geschehen würde, Man ersieht aus diesem Erguß eines patriotischen Agrarier- Papiergeldes, aus dem Verkehre gezogen werden; midas pfeifen die Spaßen von den Bäumen. Man gemütes wieder einmal, daß die Begeisterung der Junker für den wird der letzte Reſt, die Staatsnoten zu fünf und zu fünfzig wirft uns vor, daß wir schrieen und immer wieder schrieen. Militarismus genau auf dem Punkte aufhört, wo ihr Geldbeutel at- Gulden, umgewechselt. Die Einlösung erfolgt nämlich derart, daß Wem die Wasser der Not bis an die Kehle gehen, der muß laut fängt, in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Der Militarismus ist die Regierungen der Bank die entsprechende Menge Gold überum Hilfe rufen, damit er gehört werde. Und es ist immer noch so lange eine herrliche Institution, als er dem junkerlichen Nachgeben und die Bank für die Staatsnoten metallisch fundierte Bankbesser, wenn wir unsre Stimme erheben, als wenn auf den ver- wuchs eine standesgemäße Carriere im vornehmsten Rod bietet, als noten ausgiebt. In wenigen Monaten werden die letzten Staatslassenen Aeckern die Steine schreien." er für die Strohdachflickenden den nicht fnausernden Käufer von noten eingelöst sein einberufen sind sie bereits Wahrlich, der Poet der" Deutschen Tageszeitung" singt von der Remonten und andren Produkten darstellt; sobald es aber nur die werden in Oestreich- Ungarn nur fundierte Banknoten in Umlauf Not dertleinen Bauern und der Tagelöhner, die in geringsten Opfer zu bringen heißt, wird aus dem junkerlichen sein. Die Aufnahme der Barzahlungen selbst ist aber an eine gesetzUnd liche Verfügung geknüpft, sie kann nicht vor dem Jahre 1903 er der Zuckerfron ein unendlich armselig Dasein führen. Er kann Schwärmer für das bunte Zuch der schonungsloseste Nörgler. nicht sprechen von den Gutsbesizern, denen seit Jahrzehnten die das sind dieselben Leute, die noch fürzlich der Regierung neue folgen, dem Endtermin der Einlösung des staatlichen Papiers Wenn also die Bank jetzt Gold in Verkehr seht. Preise ihrer Produkte auf Boltskosten fünstlich gesteigert wurden, Militärforderungen geradezu präsentierten, freilich um den Gauner- geldes. 10 hat dies höchstens die Bedeutung, daß dadurch denen seit Jahrzehnten der Staat tieine Mittel und große Mittel in preis des unerhörten Brotwuchers! Neigung des Verkehrs, das Gold aufzunehmen, erprobt bunter Menge zugewendet hat, damit sie das altübliche" standes: Weltpolitische Zukunftsträume. Wie sich im Kopfe unsrer wird. Ob Oestreich- Ungarn selbst die Kraft bejizen wird, das Gold gemäße" Leben fortführen können, das gefährdet ist durch zu hohen Weltpolitiker Deutschlands weltpolitische Zukunftsaufgaben eigentlich im Lande festzuhalten, kam daraus nicht erfahren werden, weil sich Kauf der Güter und durch irrationelle Wirtschaft. Wohl, Herr Oertel, helfen wir den kleinen Bauern, helfen wir ausnehmen, beweist eine Auslassung des früheren General- ja die kleine Goldmenge in unzählige Seitenkanäle zersplittern wird, den Landarbeiter! Befreien wir sie von der Herrschaft des Junkers, gouverneurs von Deutsch Ostafrika, v. Wißmann. die natürlich ganz ungeeignet sind, dem freien Gold" den Weg ins von der übermächtigen Konkurrenz des Großgrundbesitzers! Verwerfen wir Nach derselben ist der Erdball nur dazu da, damit sich ein paar Ausland zu öffnen. und dann die bon Als ein Kuriosum muß man es verzeichnen, daß die Verfügung, denn je bei Nacht umher, es ist daher schwieriger gelvorden, Auffassungen zu. Doch sei im vorliegenden Falle Lebensmitteln zu stellen; die Beschaffung und au ch auf der sich die Einlösung der legten Staatsnoten aufbaut, mit dem fie nach der Meinung Ge der höchsten der § 14 getroffen worden ist! Der oftrohierte Ausgleich ist zwar nicht Futter ist weniger schwierig wegen ihrer geringen Anzahl. Die richte Thatbestand des groben Unfugs genehmigt, aber die Regierung thut so, als ob er die Kraft eines Boeren erhalten fortgesetzt heimlich Pferde- Ersag. 3 wei große nicht gegeben. Grober Unfug sette eine Verlegung der Staatsgrundgesetzes hätte. Auch ein Beitrag zum konstitutionellen Kommandos, im ganzen 700 Mann, wurden bei einem öffentlichen Ordnung und Beunruhigung des Publikums voraus. Das Sinn des Herrn b. Körber! Versuche, den Oranjeriver zu überschreiten, um in die Kapkolonie Wort Publikum" bezeichne aber schlechthin eine große Anzahl von einzubringen, zurückgeschlagen.Personen. Davon könne aber bei Nennung einer bestimmten Anzahl Wirte nicht die Rede sein, sodaß in dem Verhalten der Angeklagten eine Beunruhigung des Publikums und damit ein grober Unfug nicht gefunden werden könne. Die Angeklagten wurden sämtlich freigesprochen. Frankreich. Perpignan, 26. August. Der Kriegsminister General André ist heute vormittag zur Enthüllung eines Denkmals für die 1870 gefallenen Soldaten eingetroffen Die Bevölkerung empfing den Kriegsminister mit den Zurufen:„ Es lebe André",„ es lebe die Republik!". Ein hiesiges Blatt meldet, der Kommandant von Berpignan, Generalmajor de Zaradel, habe, als er die Rufe:„ Es lebe die Republik", hörte, gegen dieselben Einspruch erhoben. Die jenigen, welche seinen Einspruch vernahmen, verdoppelten nunmehr ihre Rufe:„ Es lebe die Republit". Der Vorfall wird hier viel erRußland. örtert.. Die russische Polizei als Censor. Die russische Censur hat hoch einen Schritt weiter gethan. An die Redaktionen aller ohne Präventivcensur erscheinenden Zeitschriften wurde am 11./24. Mai folgendes Cirkular versandt: " 1 Nach amtlicher Meldung betrugen die Verluste am 20. d. M. bei einem Kampfe in der Nähe von Uniondale, 30 Meilen von der Südtüste der Kaptolonie entfernt, 4 Husaren tot, 11 verwundet, 4 vermißt. Wie in unsrer letzten Nummer bereits gemeldet wurde, dringt - Die Bekanntgabe der Lifte boykottierter Lokale im eine Streitmacht Schapers in die Kapkolonie nach Süden vor Harburger Volksblatt" zeitigte gegen den Redacteur Kasch eine und bedroht Ondtshoorn. Da Oudtsthoorn nur ca. 80 Kilometer anklage wegen groben Unfug. Während das Schöffengericht ein östlich von Uniondale entfernt ist, war es bermutlich Schapers freisprechendes Urteil fällte, kann die Straffanmer in Stade als Kolonne, die den Engländern die Schlappe bei Uniondale beigebracht Berufungsinstanz zu einer Berurteilung. Es wurde gegen Kasch auf bat. Daß sich die Boeren bis faſt unmittelbar an die Süd- 50 M. Geldstrafe oder 10 Tage Haft erkannt. der Aufstand in derselben nicht im Abnehmen, sondern in der Zunahme begriffen sein muß. Eine englische Schlappe im öftlichen Orangefreistaat. London, 26. August. Ein weiteres Telegramm Kitcheners aus Pretoria vom 25. d. M. meldet, drei Offiziere und 65 Mann, welche von Ladybrand her auf der Rechten von Elliots Mannschaften marschierten, ergaben sich auf ungünstigem Terrain am Morgen des 22. d. M. und wurden von einer überlegenen Streitmacht des Feindes gefangen genommen. Ein Mann wurde getötet und vier verwundet, die Gefangenen wurden alsdann wieder freigelassen. Kitchener hat eine Untersuchung eingeleitet. Partei- Nachrichten. Sechster internationaler Kongreß der Glasarbeiter. Hannover, 25. Juli 1901. th. Mitten in dem schweren Kampfe, den die deutsche Glasarbeiterschaft gegen das Unternehmertum zu führen gezwungen ist, trat hier heute der sechste internationale Kongreß der Glasarbeiter im festlich geschmückten Ballhoffale zusammen. „ Den 11. Mai 1901. Laut den Berordnungen vom 8. Mai 1896 imd 4. Januar 1897 ist der periodischen Presse verboten, Auffäße über Unruhen in unsren Fabriken und Hüttenwerken und über die Kurz nach 112 Uhr, nachdem die Liedertafel der Glasarbeiter Beziehungen der Arbeiter zu ihren Arbeitgebern zum Abdruck zu in Hainholz zwei Arbeiterlieder vorgetragen hatte, eröffnete der Verbringen. Die Redaktionen der periodischen Zeitschriften haben diese trauensmann der deutschen Glasarbeiter- Organisation, Reichstags- Abg. Berordnungen, wie es scheint, in dem Sinne ausgelegt, als Horn, den Kongreß; er begrüßt die Delegierten und bedauert, daß ob es verboten wäre, nicht bloß die Auffäße über Arbeiterfragen, der alte Kampfgenosse Greenwood( England) durch Krankheit ver sondern auch jegliche Mitteilungen über Unruhen in denfabrifen 2c., hindert sei, an den Arbeiten des Kongresses teilzunehmen. ebenso über verschiedene Störungen der öffentlichen Ruhe und Ordnung Er bedanere ferner, daß die Kollegen aus Amerika der an sie zum Abdruck zu bringen. Der Herr Minister des Junern beabergangenen Einladung nicht gefolgt feien, ja nicht einmal geantwortet fichtigte nicht eine so weitgehende Auslegung der betreffenden Ver12. Parteitag der Pfälzischen Socialdemokratie. hätten. Auch die Nicht beschichung des Kongresses seitens der ordnungen. Seine Excellenz erachtet es nicht für notwendig, das Neustadt a. d. H., 25. August 1901. Bekanntwerden von solchen Nachrichten gänzlich zu verbieten, hält Bum zwölften Mal seit Bestehen der Parteiorganisation in der belgischen Glasarbeiter, die im legten Jahre einen ebenso es aber für angebracht, daß über die oben erwähnten Geschehnisse hatten hierzu 72 Vertreter gesandt. Die Entwicklung der Parteiver ebenfalls um bessere Lohn- und Arbeitsverhältnisse gerungen, und es aber für angebracht, daß über die oben erwähnten Geschehnisse Pfalz traten die Genossen zu einem Parteitag zusammen. 49 Orte hiveren Stampf durchzuführen gehabt hatten als die deutschen streng übereinstimmend mit der Wirklichkeit berichtet hältnisse hat es veranlaßt, daß diesmal zum erstenmal der SonnArbeiter gegenwärtig, sowie der italienischen Glasarbeiter, die wird. Um das zu erreichen, follen alle Berichte abend- Abend mit benugt wurde, der denn auch einen wesentlichen der Kollegen in Frankreich und der Schweiz, welch letzteren über die Störung der öffentlichen Ruhe und Ord Teil der Parteiverhandlungen, die Presse, seiner Erledigung ent- es angeblich an den nötigen Geldmitteln mangele, sei tief bedauernung behufs Prüfung auf ihre Uebereinstimmung mit dem wirklichen Thatbestand vor dem Drud gegenführte. Den Bericht über diesen Punkt gab der Geschäftsführer lich. Alles dies könne und dürfe aber den Kongreß nicht abhalten, Wenzel- Ludwigshafen. alles das zu thun, was auch für die Interessen der Glasarbeiter des Das Augenmerk der Geschäftsführung Dent Polizeidepartement vorgelegt werden. Sie ist darauf gerichtet, die Selbständigmachung der„ Pfälzischen Poſt" Auslandes von Nuyen und Vorteil sein könne. Der Kongreß werde fönnen abgedruckt werden nur mit Erlaubnis des Testeren. Alles Vorhererwähnte bringt auf Befehl des Ministers herbeizuführen. Allein diesem Bestreben konnte" auch dieses Jahr durch seine Beschlüsse jenen Kollegen zeigen, wie notwendig es ſei, fich mit allen Glasarbeitern der gesamten Kulturwelt zu verbinden und des Innern zur Kenntnisnahme der Herren Redacteure der periodischen noch keine Folge gegeben werden, obwohl sich die Abonnentenzahl daß ein solches Bündnis nur von Vorteil sein könne für die Preffe das Hauptamt für Breßangelegenheiten." unfrer Parteipresse wiederum in erfreulicher Weise vermehrt hat. Bor Eintritt in die Sonntags- Verhandlungen machten die Partei- Arbeiterschaft der gesamten Welt. Ju das Bureau wurden gewählt: Seiz- Wirges, 1. Vorgenassen einen kleinen Morgenspaziergang in das nahe romantische figender; N. Hunter- England und Dirschel Fürth, StellHambach mit seinem historischen Hambacher Schloß". Reichs- und Landtagsabgeordneter Ehrhart Ludwigshafen, einen Nürnberg, Schriftführer. Bei Eröffnung der Versammlung gab der Leiter des Parteitags, vertreter; Preußler- Wien, Ebert- Osterwald und Noslerinteressanten Rüdblick auf jene Zeit, als der erste badischpfälzische englischen Delegierten seinen Dank auszusprechen für den ihnen zu Hierauf ergreift Hunter England das Wort, um namens der Arbeitertag vor 25 Jahren gleichfalls in Neustadt tagte. Klein war Englands Undank. Die„ Times" veröffentlichen anläßlich des damals die Schaar und einer Kommission von nur wenigen Personen teil gewordenen herzlichen Empfang. Seit dem Jahre 1898 sei die Barenbesuchs in Deutschland einen langen Artikel eines Mitarbeiters, mit dem Siz in Mannheim war die Aufgabe zugedacht, die so not- Organisation der Glasarbeiter in einem Maße fortgeschritten, daß in dem an der Hand von Auszügen aus dem jüngsten Blaubuche wendige Agitation und besonders die beabsichtigte Gründung eines die selbst die englischen Arbeiter über die zu verzeichnenden Fortschritte erstannt seien. über die Zwischenfälle von Tientsin zu beweisen versucht wird, daß Boltsinteressen verfolgenden Blattes- was allerdings erst 1890 eintratdas englisch- deutsche Abkommen hinsichtlich Chinas in die Hand zu nehmen. Der gegenwärtige Parteitag ist ein Beweis wertlos für England sei, und daß in keinem materiellen Streit- des großen Fortschritts während dieser Zeit. falle, der entstand, die britische Regierung von Waldersee oder der Der Bericht des Gauvorstandes weist einen Kassenbericht auf, deutschen Regierung die freundliche Berüdfichtigung empfangen habe, der mit 3186,37 M. in Einnahme und Ausgabe abschließt. die sie nach ihrer loyalen Unterstügung Waldersees zu erwarten Nach einem Referat des Genossen Ehrhart über den Zollberechtigt gewesen sei. Die„ Times" bemerken dazu: Es genüge, wucher behandelte man die Reform des bayrischen fennen, wenigstens nicht in dem Maße. Troy der jetzt wütenden die Aufmerksamkeit auf die Schlüsse zu lenken, die unser Mitarbeiter andtags- Wahlrechts. Das Thema wurde vom Landtagsaus dem Rückblick auf die ganze Geschichte dieser Abmachungen Abgeordneten Keidel- Birmasens erörtert. zieht, nämlich, daß wir unter feinen Umständen, wo unsre Intereffen Resolution verlangt u. a. das allgemeine, gleiche und direkte Wahlmit denen Rußlands in Konflikt geraten, die mindeste wirkliche recht und verurteilt die im bayrischen Landtag zum Ausdruck Unterſtügung von dem ehrlichen Makler in Berlin erwarten können. brachte Absicht, die ländliche Bevölkerung der städtischen gegenüber Das ist die Folgerung, zu der der beobachtende Engländer längst zu bevorzugen, und wendet sich gegen die beabsichtigte Hinaufgelangt sein dürfte. Unfre chinesischen Erfahrungen bestätigen schraubung des Steuercenfus. Es ist also erreicht. Die liebe Polizei wird selbst alle Berichte über die Arbeiter- resp. sociale Frage prüfen und selbstverständlich nur das, was nach ihrem Maßstab nicht streng mit der Wirklichkeit übereinstimmt, unterdrücken. Die bloße Idee entzückt uns, sie ist groß und einfach, wie alle geniale Ideen zu sein pflegen. England. dies nur." Die angenommene ge In Sachen des Schiedsspruchs in betreff der Hamburger Accord maurer wurde nach kurzer Diskussion ein bestimmter Beschluß nicht gefaßt, die Stellungnahme vielmehr dem zum deutschen Parteitag nach Lübeck zu entfendenden Delegierten überlassen. Als folazer wurde für die Pfalz Genosse Weiterts gewählt. Es ist ja richtig, daß der deutsch- englische Vertrag insofern eine diplomatische Poffe war, als Rußland sich nicht im mindesten genierte, die Mandschurei zu annettieren und Deutschland fich denn doch nicht zu der Tollheit anstacheln ließ, dieser Annettierung wegen mit Rußland Händel anzufangen. Sonst aber ist es der bekannte Undant Englands, Deutschland die Anerkennung dafür zu versagen, daß es sich viele Monate lang durch Englands Scharfmachereien zu tag eine Sebetrugen die Einnahmen vom 15. Sept. 1900 einer überflüssigen und kostspieligen Kriegsspielerei verleiten ließ. Türkei. Preußler Wien spricht den kämpfenden deutschen Glass arbeitern die Sympathie der östreichischen Kollegen aus und würdigt die der Organisation der deutschen Glasarbeiter in den Weg gelegt im Verlauf seiner Ausführungen die bedeutenden Schwierigkeiten, werden, Schwierigkeiten, wie sie die öftreichischen Kollegen nicht krise hoffe er, daß die deutschen Glasarbeiter nicht nur in dem aufgedrungenen Kampfe ausharren, sondern auch siegen würden. Was die östreichischen Kollegen dazu beitragen könnten, würden fie thun. Abrahamsen- Dänemark und Völkel London schließen fich den Aeußerungen der beiden oben genannten ausländischen Delegierten air. Nachdem die Geschäftsordnungs- und die Mandatsprüfungs. Kommission gewählt worden war, wird die Tagesordnung wie folgt festgesetzt: 1. Bericht des internationalen Union Sekretärs und des nationalen Sefretärs. 2. Bericht der Delegierten. 3. Die Differenzen in der Glasindustrie auf dem Kontinent. 4. Die Notwendigkeit der Organisation der Glasarbeiter. 6. Die Arbeitszeit. 6. Die Lohnfrage. 7. Die Lehrlingsfrage. 8. Die Wanderung der Glasarbeiter. Nationaler und internationaler Arbeitsnachweis. 9. Bestreitung der Kosten der internationalen Bewegung. 10. Verschiedenes. 11. Wahl des Sizes des internationalen Councils. 12. Der nächste Kongreß. Die Delegierten des Wahlkreises Bochum hielten am Sonnab. Nach dem Kassenbericht des Kreisvertrauensmanns M. König bis 15. August 1901 3291,88 m., die Ausgaben 1263,45 M., darunter 500 M., die an den Parteivorstand abgeliefert werden konnten. Dem Beilegung des Konflikts mit Frankreich. Das offiziöse Breßfonds gehören nach früher gefaßten Beschlüssen 1873,01 M. an, Wiener Depeschenbureau meldet aus Konstantinopel: Jufolge wieder so daß ein Betriebsfonds für die Kreiskasse von 155,42 M. verbleibt. holter Drohung des französischen Botschafters Constans, Kon- Insgesamt sind für Parteizwecke im Wahlkreis während des lezten stantinopel zu verlassen, erließ der Sultan, welcher das bekannte Jahres gegen 5000 m. aufgebracht worden; ein überaus günstiges Arrangement als dem Interesse des Landes zuwiderlaufend be- Resultat gegen die Vorjahre. Als Delegierter zum Parteitag wurde trachtete, einen Frade, welcher die Quai- Gesellschaft in Besiz ihrer M. König, als Stellvertreter Schädlich gewählt; lezterer wurde Nach einer Pause wird die vorgeschlagene Geschäftsordnung ans Rechte gemäß dem Konzessionsferman seßt. Diese Lösung erscheint auch als Kreisvertrauensmann bestimmt. genommen. Dem Bericht der Mandatsprüfungs- Kommission zufolge für die franzöfifche Regierung zufriedenstellender. Uebrigens verfolgten die ersten Schritte Constans nach Abbruch der zwei Jahre Eine Kreiskonferenz für den Wahlkreis Calau- Luckau find insgesamt 38 Delegierte anwesend. Die sieben englischen hindurch in betreff der Ablösung zwischen der Pforte und der Ge- breiten Rahmen der Verhandlungen nahm die Erörterung über die einigten Königreichs. Oestreich- Ungarn und Däne hindurch in betreff der Ablösung zwischen der Pforte und der Ge- tagte am Sonntag bei gutem Besuch in Finsterwalde. Einen Delegierten vertreten die sämtlichen Glasflaschenbezirke des ver sellschaft gepflogeuen Berhandlungen denselben 3wed. In deffen bleibt es zwischen der Pforte und der Gesellschaft ver- Brandenburger Provinzialtonferenz in Anspruch. mark ist durch je einen Delegierten vertreten. Die Schweiz einbart, daß die Pforte noch im Laufe eines weiteren Jahres die Redacteur Wittrisch- Forst bemängelte die alljährliche Abhaltung vertritt der Kollege Girbig. 28 deutsche Delegierte vertreten Quais ablösen kann, was für den Augenblick die Klausel derselben, hält die umschichtige Abhaltung von Provinzial folgende Orte: Osterwald, Schildhorst, Bergedorf, des Pachtvertrags aufhebt, welche der Pforte das Recht der Ab- und Bezirkskonferenzen für praktischer und verlangt Nienburg, Weißwasser, Oberntirchen, Rinteln, Genossen aus der Provinz in Jena, Hainholz, Dresden, Berlin, Stralau, fich die Pforte, die der Gesellschaft geschuldeten 700 000 Fr. als EntGegen die Ausführungen Wittrischs Birges, Kreuznach, Friedrichsthal, Gerresheim, schädigung für den Berlust ihrer Rechte während der zweijährigen an der Hand zahlreichen Materials und praktischer Erfahrungen ildesheim, Brackwede, Kohlfurt, Fürth und Oldenschädigung für den Verlust ihrer Rechte während der zweijährigen wendet sich Schubert- Schöneberg ganz energisch, indem er Westerberg, Minden, Stadthagen, Porta, Rauscha, resultatlosen Verhandlungen betreffs Ablösung der Quais zu die Notwendigkeit der alljährlichen Zusammenkunft darlegt. Seien burg. Außerdem find zwei Vertreter des Glasarbeiterverbandes bezahlen. auch vielleicht einige Einrichtungen reformbedürftig, so dürfe man anwesend. doch Tändlichen Wahlkreise bisher jegensreiche Institution dadurch geGegenproklamationen der Boeren.fährden, daß man recht problematische Experimente vornehmen will. Lord Kitchener telegraphiert aus Pretoria: Delarey ver. Daraufhin wurden wiederum drei Genossen zur Provinzialfonferenz öffentlichte eine Gegenproklamation, in welcher er alle delegiert. Mit der Vertretung des Kreises auf dem Parteitag wurde Boeren vor meiner legten Proklamation warnt und erklärt, der Kandidat des Kreises, Genosse Schubert, betraut. daß sie den Kampf fortießen werden. Auch die übrigen leitenden Boerenführer haben Kitchener die briefliche Nachricht zugehen lassen, daß sie nicht daran denken, den Widerstand aufzugeben. Kitchener meldet darüber: Lösung nach 40 Jahren einräumt. Gemäß dem grade verpflichtet die Agitationstommission. die Hinzuziehung L Der Boeren- Krieg. bad bas Stind nicht mit dem Bade ausschütten und eine für die Katayama, der Führer der japanschen Socia listen, von dem wir fürzlich mitteilten, daß er wegen Veröffentlichung des socialdemokratischen Programms angeklagt worden sei, ist, wie die Labour World" berichtet, von dem Gericht freigesprochen worden. Das Gericht entschied, das Manifest und das Programm enthalte nur sociale und politische Doktrinen und verstoße weder gegen die Gesetze des Landes, noch gegen die öffentliche Ordnung. Die Regierung des Marquis Jto des japanischen Bismarc ist sehr überrascht über die Unabhängigkeit der Richter. Der Staatsanwalt hat Berufung eingelegt. London, 26. August. Ich erhielt einen langen Brief von Steijn, in welchem er die Angelegenheit der Boeren aus führlich darlegt und erklärt, daß er weiter fämpfen werde. Ich erhielt ferner ein furzes Schreiben von De Wet, der sich in demselben Sinne ausspricht, und von Botha, der gegen die von mir erlassene Proklamation Einspruch erhebt und eben falls seine Absicht hundgiebt, den stampf fortfeßen au Polizeiliches, Gerichtliches usw. wollen. Andrerseits hat sich jedoch in lezter Zeit die Zahl der Boeren, die sich ergeben, beträchtlich vermehrt. Mit dieser letzten Behauptung Kitcheners ſteht folgende Londoner Mit dieser legten Behauptung Kitcheners steht folgende Londoner Meldung im schroffsten Widerspruch: Aus Kapstadt wird berichtet: Telegramme aus verschiedenen Teilen der Kolonie be richten über eine bedeutende Zunahme der Boeren kommandos. In den verschiedenen Distrikten schließen sich zahlreiche Afrikander den Boeren an. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Generalftreit der Bauanschläger ist aufgehoben, die Arbeit wird da, wo die Forderungen anerkannt werden, aufgenommen, dagegen wird der partielle Streit fortgesetzt bei allen Arbeitgebern, welche die Forderungen der Anschläger auch ferner aurüdweisen. Näheres ist aus dem Versammlungsbericht in dieser zurückweisen. Näheres ist aus dem Versammlungsbericht in diefer Nummer zu ersehen. bis dahin 40 Arbeitgeber den Tarif bewilligt. Nach einer Mitteilung, die uns am Montagabend zuging, haben Achtung, Schuhmacher! Die Differenzen in der Filzschuhfabrik von Werner sind dadurch erledigt, daß die neunstündige Arbeitszeit seit dem 23. d. M. eingeführt ist. o Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. Deutsches Reich. Ist eine Boykotterklärung grober Unfug? Eine interessante Für alle Zeit geächtet. Ein Werkzeugschloffer teilt der hiesigen socialdemokratische Partei eine Anzahl Gastwirte, und vor allem gearbeitet und sich an einem im Mai d. J. daselbst ausgebrochenen Entscheidung fällte das Schöffengericht in Hannover. Dort hat die„ Bolts- Beitung" mit, daß er bei der Firma" Juduſtria"( G. m. b. 5) Saalinhaber, in Verruf erklärt. Am 5. Mai d. J. wurde in einer Streit beteiligt habe, der seine Ursache in Lohnabzügen hatte, welche socialdemokratischen Versammlung eine Lokalkommission zur Durch die Firma vornehmen wollte. Die Polizei habe damals der Firma führung des Boykotts gewählt, die durch Bekanntgabe einer Refolution auf ihr Erfuchen Schugleute gesandt, welche die Streikposten vom Verbreitung von Flugschriften und Veröffentlichung von Artikeln im Fabrikthor fernhielten und auch mehrere Arbeiter, welche die bestimmen suchte, die Lokale mehrerer namentlich aufgeführter Wirte Die hannoverschen Partei- Organ Der Volkswille" die Parteigenossen zu Arbeitsuchenden auf den Streit aufmerksam machten, arretierten. hätten damals eifrig dafür gesorgt, daß zu meiden, weil diese ihre Säle zur Abhaltung socialdemokratischer fein Arbeiter an freiwilliger Arbeit gehindert werden Versammlungen verweigert hatten. In der Handlungsweise dieser konnte. Jetzt ist nun der Werkzeugschlosser, der der beim in die Kapkolonie beweisen folgende Telegramme: Kommission erblickte die Behörde einen groben Unfug und stellte Streit auch gelegentlich des Poftenstehens arretiert wurde, ebenfalls London, 26. August. Dem„ Reuterschen Bureau" wird aus die Mitglieder der Kommission unter Auflage. Der Amtsanwalt an freiwilliger Arbeit gehindert worden, aber nicht nur für eine Winburg gemeldet: Dem Vernehmen nach befinden sich Steijn begründete die Anklage wegen groben Unfugs damit, daß durch die gewiffe Zeit, sondern für immer, ohne daß es ihm möglich ist, gegen und De Wet ganz nahe dem östlichen Ufer des Fishriver( Kap- Maßnahmen der Kommission das Publikum beunruhigt werde. Das diefen Terrorismus im wahren Sinne des Wortes die Polizei, welche kolonie). Die Boeren im Centrum haben sich in noch fleinere Gericht tam jedoch zu einer entgegengesetten Auffaffung. Die sich so eifrig gegen die Behinderung der Streifbrecher ins Zeug Trupps, fie bisher bildeten, geteilt und streifen mehr Faffung des groben Unfugsparagraphen laffe allerdings verschiedene legte und damit den Interessen des Unternehmers diente, Daß diese Lesart die richtigere iſt, beweist eine Reihe von Nachrichten, die für die Engländer sehr ungünstig lauten. Das Vordringen der Boeren zu seinem Schutze zu reNamieren. Der Betreffende hat nSmlich wissend, daß er als ehemals Streikender vom Ärbeitsnachlveis der Metallwaren- Fabrikanten für einige Monate keine Arbeit erhalten ! würde, sich erst jetzt wieder an den genannten Arbeitsnachweis ge- wandt und daselbst die Antwort erhalten, daß er niemals wieder einen Arbeitsschein erhalten werde, also für immer aus- gesperrt ist. Vorstehendes Erlebnis eines Arbeiter? ist wieder ein BeWels dafür, daß es im heutigen Klassenstaat wohl den Unternehmern gestattet ist. mißliebige Arbeits für alle Zeit an der Arbeit zu hindern und ihnen die Möglichkeit der Existenz zu rauben, daß aber die Polizei sogleich in Aktion tritt, wenn auf der Seite der Arbeiter auch nur die entfernte Möglichkeit vorzuliegen scheint, als könnten sie jemand, der willens ist, eine Streikbrecherthätigkeit auszuüben, an dieser freiwilligen Arbeit hindern. Ausland. Lohnbewegung östreichischcr Grubenarbeiter. Nach Meldungen aus Anina ist dort unter den Grubenarbeitern der östreichisch-ungrischen Staatsbahn-Gesellschaft neuerdings eine Streikbewegung im Gange. Die Arbeiter verlangen die Einhaltung der Sonntagsruhe und acht- stündige Arbeitszeit und drohen, falls die Direktion diese Forderungen nicht bewilligt, in den Streik zu treten. 36V Arbeiter der großen Papierfabrik V o h r o n sind In den Ausstand getreten. Sie verlangen Lohnausbesserung. T Heskem Das Mctropol-Theatcr hat die Wintersaison mit einer neuen Nusstattungsposse eröffnet. Das Wort„neu" natürlich ouru xrsuo ealis genommen. Neu sind in dem gewohnheitsmäßig von Herrn Julius Freund hergestellten Stück die Garderoben und Deko- ratiouen, nach modernen Begriffen allerdings die Haupt- fache in Betracht kommenden Artikel; von kernhaftem Alter hin« gegen ist das Nebensächliche, das man ungeachtet aller materiell- wirksamen Trikots und Seidenflitter immer noch den Stoff nennt. Was den Stoff betrifft, so könnte sich, wie auf linguistischem und ethno- graphischem Gebiet, auch hier eine eigne archäologischeWissenschaft bilden, die den ursprünglichen Daseinsformen nachzuspüren hätte. So weit unsre Erinnerung reicht, tauchte die Idee des„Schön war's doch" benannten Stücks zuerst Anno zweiundsiebzig auf, zur flotten Gründerzeit. Damals hatte Jules Berne seine„Reise um die Welt in achtzig Tagen" geschrieben und in drolliger Anlehnung hieran verfaßre der blinde Possendichter Salingrs die„Reise durch Berlin in achtzig Stunden", in der bis auf den Mostrichtopf hinab, mit dem Thomas seine Gegner„besenftigt", sich schon ganz dieselben Witze zeigen, die Sonnabendabend durch ihre Originalität das Publikum geblendet haben. Damals war der Geschmack noch so wenig entwickelt, daß man selbst bei einer Posse mehr auf den Inhalt eines Stückes gab, als auf die Zahl und Qualität der darin aufmarschierenden Waden, und so trat denn das dekorative Element verhältnismäßig zurück. Es war schon etwas Großes, wenn der Zoologische Garten auf die Bühne kam und ein von vier künstlerisch veranlagten Männern dargestellter Elefant den biederen Provinzler beim Schopf nahm. Das Hauptabenteuer aber erlebte dieser Held des Stückes damals im Amcrican-Theater, wo er als Athlet Gewichte von Pappe stemmte und dabei von seiner holden Gattin erkannt wurde. Das ewig-dankbare Thema ist seitdem in gemesienen Zwischen- räumen immer wieder von neuem benutzt worden und Herr Freund selbst sagt in sinniger Bescheidenheit, daß er ein älteres von seinen Werken zu dem Stück als Unterlage genommen habe. Die Eni- Wicklung des Raffinements tritt an den am Sonnabend dargestellten Bildern hervor. Kaiserkeller, Karlshorst mit leibhaftigen Rennpferden, ein Fest im Grunewald, bei welchem Emil Thomas zu Pferde er- scheint, und Kinder einen Korso mit allen möglichen Transportmitteln aufführen, und dann am Schluß die Secessionsausstcllung mit einem so massenhaften Aufmarsch von Ballett und Licht, daß überhaupt die Scene ganz verschwindet. Alte und neuengagierte Größen allerersten Ranges spielen die Hauptrollen; außer dem schon genannten Thomas ist der Operettensänger I o s e p h i engagiert, sowie als Künstlerin von vielversprechendem Talent die deutsch-parlierende Französin Elise de Vers. Vom alten Stamm Wirten Bender, Kaiser, Krid F r i d und Georgette mit. Und als ob das alles noch nicht genügte, hat die Direktion in der australischen Tänzerin Frau S a h a r e t sogar ein Stück wirklicher Poesie auf ihre Bühne gelockt, ein seltsames Wesen, das die Maien- Pracht der Dichtung um sich streut und über alle Banalitäten, die das Gemüt bis dahin quälten, lindernden Balsam ausgießt. Gevichks-SeikunZ. Der Prozeß in Sachen der„goldenen Hand" wurde gestern vor der 8. Strafkammer des Landgerichts I in der Berufungsinstanz verhandelt. Wie erinnerlich sein wird, hatte Dr. P a u I L i m a n, der Berliner Vertreter der„Leipziger Neuesten Nachrichten", gegen den frühereu Chcfredacteur der„Kölnischen Zeitung", Dr. A u g u st S ch m i t s. und den Redacteur v. Look die Privat-Beleidigungsklage angestrengt, während die Beklagten die Widerklage erhoben hatten. Dr. Liman hatte unter der Ueberschrift „DicgoldeneHand" einen Artikel veröffentlicht und darin dieBehanptnng aufgestellt: In einem geheimen Geschäftsbericht der englisch-slld- afrikanischen„De Beers-Companh" für das zwciteHalbjahr 1839 befinde sich ein Posten mit dem Titel„Specialfonds für Agitationszwecke". Dieser weise an Ausgaben nach: nach Köln 1 200 000 M., nach Berlin 7 Millionen Mark. Die„Köln. Ztg." erblickte hierin die Insinuation, daß sie selbst' für die Interessen der„De Beers- Company" durch Gelder, die aus geheimen Fonds flössen, gewonnen worden sei, es entspann sich daraus eine Preßfehde, in deren Verlauf die„Kölnische Zeitung" den Behauptungen des Dr. Liman in Ausdrücken ent- gegentrat, welche die Grundlage der Privatklage bilden. Die am Li! Juni vor dem Schöffengericht stattgefundene Verhandlung endete mit der Freisprechung des Dr. Liman und mit der Verurteilung des Dr. Schmitz zu 100 M., des Dr. v. Look zu 200 M. Das Schöffen- gericht hielt die beiden inkriminierten Artikel der„Kölnischen Zeitung" für beleidigend, auf der andren Seite aber bezüglich des Dr. Liman weder objektiv da-Z Vorhandensein noch subjektiv die Ad- ficht einer Beleidigung für nachgewiesen. Nach Ansicht des Gerichts- Hofs sei in keiner Weise dargethan, daß die„Kölnische Zeitung" Bestechungsgelder erhalten und infolge derselben eine bocrcnfeind- liche Stimmung insceniert habe, andrerseits zwinge die Fassung des Artikels der„Leipziger Neuest. Nachr." nicht dazu, daß der„Kölnischen Zeitung" ein solcher Vonvurf gemacht werden sollte.— Gegen das schösfengerichtliche Urteil hatten die Angeklagten und Widerkläger die Berufung eingelegt. Den Vorsitz in der gestrigen Verhandlung führt« Landgerichtsrat P l e ß n e r, der Privatkläger wurde vom Rechtsanwalt Jansen, die Beklagten, von denen nur Herr v. Look anwesend war, wurden vom Justizrat Wagner vertreten. Von dem letzteren waren als Zeugen der Reichstags-Abgeordnete Prof. Ernst Hasse, Generalkonsul Landau, Redacteur Aug. Stein, der Chefredacteur der„Kreuz-Ztg." Prof. Kropatscheck. der Chefredacteur der„Voss. Ztg." Bachmann, und der Abg. Eugen Richter geladen worden. Die drei zuletzt Genannten hatten Bchinderungsschreiben eingeschickt, die drei Erstgenannten waren er- schienen. Vor Eintritt in die Verhandlung erhob Jnstizrat Wagner den Eintvand der örtlichen Unzuständigkeit der Berliner Gerichte und hielt es auch für unzulässig, daß die ursprünglich gegen den Dr. Schmitz und den Verleger Dumont- Schauburg seinen solchen giebt es als Person nichts gerichtete Klage nachträglich auf Dr. v. Look ausgedehnt werden könne. Der Gerichtshof beschloß nach längerer Beratung, zunächst in die Verhandlung einzutreten. Nach langer Verhandlung, in der neue Momente von Belang nicht zu Tage gefördert ivurden, entschied der Gerichtshof dahin: Der Einwand der Unzuständigkeit des Gerichts sei unzutreffend. Die nachträgliche Ausdehnung der Privatklage auf Dr. v. Look sei dagegen unstatthaft und das Verfahren gegen diesen einzustellen. Dr. Aug. GchmitS sei der Beleidigung schuldig, da der tz 193 St.-G.-B. überschritten sei, und die auf 100 M. festgesetzie Strafe sei angemessen. Bezüglich der Widerklage sei der Gerichtshof mit dem ersten Richter der Meinung, daß nicht nachgewiesen sei, daß sich der Artikel„Die goldene Hand" auf die„Kölnische Zeitung" deziehe. Die Berufung sei deshalb verworfen, die Kosten bezüglich des An- gellagten Dr Look feien dem Prtvatkiäger, die übrigen kosten dem Dr Schmits auferlegt worden._ Einer der dielen Prozesse, die durch den Milchsrieg ent- standen sind, sollte gestern vor dem Schöffengericht des Land- gerichts II zum Austrag gebracht werden. Es handelte sich um eine Privatbeleidigungsklage, die der dänische Ingenieur Frederik C a s I e zu Kopenhagen und desfen Generalvertreter für Berlin, Kaufmann Helm, gegen den Molkcrei-Direktor Neumann zu Stargard i P. angestrengt hatten. Bekanntlich hat sich unter Leitung de? Ab- geordneten Ring-Düppel ein Ring gebildet, der das Monopol der Milchlieferung für Berlin und die Vororte anstrebt. Die Gegner sind nun bemüht, unter Umgehung der märkischen Milchproduzenten von weiteren Entfernungen her Milch zu beschaffen. Es geschieht dies durch Anwendung eines vom Ingenieur Casse erfundenen und patentierten Verfahrens, welches im wesentlichen darin besteht, daß in schneller Weise zum Gefrieren gebrachte Milch als sogenanntes„Milcheis" der zu versendenden frischen Milch zu- gesetzt wird. Tie Haltbarkeit der Milch soll dadurch dermaßen er- höht werden, daß das Verfahren auch auf den nach Amerika segelnden Schnelldampfern zur Anwendung gelangt. Der Be- klagte hat im verflossenen Jahre eine Anzahl Cirlulare an verschiedene Genossenschaften Deutschlands geschickt und darin das Verhalten der Kläger in einer Weise'kritisiert, welche den letzteren Handhabe zur Privatbelcidigungsklage bot. Es wird in dem Rundschreiben behauptet, daß Casse sich durch ein unreelles Vor- gehen das Patent erschlichen habe, sein Verfahren könne keinen An- spruch auf Neuheit machen, es sei schon seit vielen Jahren in Deutschland angewendet worden und ebenfalls von dem Beklagten. Ebenso wurde die Thätigkeit des Generalvertreters Helm einer höchst abfälligen Kritik unterzogen. Im Termin wurden die Kläger durch Rechtsanwalt Dr. F l a t a u vertreten, Wärend dem Angeklagten Rechtsanwalt Magnus als Verteidiger zur Seite stand. Es zeigte sich bald. daß an einen Abschluß des Prozesses in dieser Verhandlung nicht zu denken war. da von beiden Seiten viele neue Bcweisanträge ge stellt wurden. Der Wert der Casseschen Erfindung soll trotz der be reits erfolgten Patentierung eingehend geprüft werden. Rechtsanwalt Dr. Flatau berief sich auf den Gerichtschemiker Dr. Bischoff und noch andre Gutachter, welche auf einem für den Kläger günstigen Boden stehen, wogegen der Beklagte die Ladung andrer Sach- verständiger beantragte, Ivelche den'entgegengesetzten Standpunkt ver- treten sollen. Der nächste Termin wird' voraussichtlich eine ganze Sitzung in Anspruch nehmen. Aus Vev Lranrnbeivcgung. In Johannisthal fand am 20. August im Lokale des Herrn Senftleben eine von über 180 Personen besuchte Volksversammlung statt, die als Einleitung zu Gunsten einer Fanenbewegung für die Orte Johannisthal. Nieder-Schöneweide und Rudow dienen sollte. Die Beteiligung war von feiten der Frauen eine recht rege. Frau radnauer hielt einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag, dem sich eine Diskussion anschloß, die sich im Sinne der Refcrcntin beivegte. Frau Martha Hofmann, Nieder-Schöne- iveide, Hnsselwerderstr. 4, wurde als weibliche Vertrauensperson für die drei Orte gewählt. Ter Verein Schöncbcrger Frauen und Mädchen hielt am 21. d. M. eine Vereinsversammlung ab, in welcher Naturarzt Herr Grundmann über„Fraucnleben und-Leiden sprach. Der Referent schilderte, Ivie Krankhcitcü durch unziveckmäßige Kleidung und ungesunde Beschäftigung entstehen, besprach dann die Frauen- krnnkheitcn und empfahl, rechtzeitig bei Erkrankungen einen Arzt zu Rate zu ziehen. Die übrigen Verhandlungen betrafen interne Vereinsangelegcnheiten. Fraucnwahlrecht in Ncu-Süd-WaleS. Das Parlament von Neu-Süd-Wales hat, wie wir englischen Blättern entnehmen, das Gesetz betreffend das grauenstimmrecht in dritter Lesung an- genommen._ Vevsntnnrlungen. Die streikenden Bananschlägcr hielten am Montagvormittag wieder eine gut besuchte Versammlung ab. Neubauer gab einen kurzen Bericht über den bisherigen Verlauf der Bewegung. Zur Frage der nunmehr einzuschlagenden Taktik führte Redner aus: Nachdem die Bauanschläger genötigt ge« wesen seien, am 19. August in den Generalstreik einzutreten, hätte die Kommission nichts unversucht gelassen, um eine Einigung mit de» Unternehmern herbeizuführen. DicS fei aber bis jetzt nicht gelungen. Es frage sich nun, ob es ratsam erscheine, den Generalstreik aufrecht zu erhalten. Die Kommission habe dies eingehend erwogen und sei zu der Ueberzeugung gekommen, daß die Taktik geändert werden müsse. Es seien eine ganze Reihe Unternehmer vorhanden, die die Maßnahmen der Innung und des Verbandes der Schlossermeister nickt billigen. Hier gelte es nun geschickt zu operieren. Die Kom- Mission habe sich daher veranlaßt gesehen, an diejenigen Meister, welche der Innung bezw. dem Verband nicht angehören, am 23. August folgendes Rundschreiben zu richten: „Äie Ihnen bekannt sein dürste, rst in unsrer öffentlichen Versammlung, am 19. d. M., der Generalstreik proklamiert worden. Da die Durchführung dieses Beschlusses die Sach- läge recht oft unnötig verschärft, würden wir bereit sein, in nächster Zelt die Aufhebung des Generalstreiks zu befürworten und überall da, wo unsere Forderungen— die ja auch Ihnen zugegangen sind — bewilligt werden, die Arbeit aufzunehmen. Voraussetzung ist da- bei. daß eine größere Anzahl von Arbeitgebern diese Forderungen anerkennen. Sollten Sie diese bewilligen wollen, so ersuchen wir Sie, uns dies bis zum Montag, den'26. August, vennittags 9 Uhr, schriftlich mitteilen zu ivollen. In diesem Falle hoffen wir einen zustimmende» Beschluß herbeiführen zu können."— Bisher haben sich 23 Unternehmer durch Namensunterschrift ver- pflichtet, die Forderungen der Bauanschläger anzuerkennen. Doch sei zu erwarten, daß sich im Laufe des TageS die Zahl noch wesent- lich erhöhe, er empfehle daher, im Einverständnis mit den übrigen Kommissionsmitgliedern dem Antrage auf Aufhebung des General- streiks zuzustimmen. In der hierauf folgenden äußerst lebhaften Debatte äußern sich fast alle Redner m zustimmendem Sinne und wird schließlich unter teilweiscr Stimmenthaltung mit 303 gegen 127 Stimmen fokgender Antrag angenommen: „Die Versammlung der im Generalstreik stehenden Bauanschläger Berlins und Umgegend beschließt: Den Generalstreik am 26. d. MtS. aufzuheben. Die Arbeit jkdoch nur bei solchen Firmen aufzunehmen, welche a) den von den Anschlägern aufgestellten Tarif anerkennen und sich verpflichten, nur den Arbeitsnachweis der Bauauschläger zur Arbcitsvernrittelung zu benutzen. d) der Innung oder dem Verband der Schloffer und verwandter Gewerbe nicht angehören. Diejenigen Kollegen, welche schon bor dem Streik direkt für die Bauherren gearbeitet haben, dürfen, wenn die unter a) genannten Bedingungen erfüllt werden, ebenfalls die Arbeit aufnehmen. Auch ist es gestattet, überall da für den Bauherrn selbst zu arbeiten, wo infolge der Weigerung der Arbeitgeber, unsere Forde- rnngen zu bewilligen, die Fertigstellung der Arbeit durch einen JnnungS- oder Verbandsmeister auSgeschloffen erscheint. Zu fordern ist hierbei Anerkennung unserer unter a) aufgestellten Forderungen und Uebertragung der Lieferung sämtlicher Beschläge durch den Anschläger."— Cinige weitere AntrSge. welche baS fernere verhalten der Streikenden regeln sollen, gelangen nunmehr gleichfalls zur Ab- snmmung. Während der Antrag,„daß kein Anschläger eigenmächtig. ohne Zustimmung der Kommission, Arbeit annimmt", einstimmig zur Annahme gelangt, wird der Antrag,„daß niemand dort Arbeit an- nimmt, wo während des Streiks gearheitet worden ist", mit großer Majorität abgelehnt. Des weiteren wird die Lohnkommission beauftragt, sich mit den in den Vororten Charlottenburg, Steglitz, Rixdorf befindlichen In- nungen. welche, wie mitgeteilt wurde, mit dem Vorgehen der Ber- liner Innung nicht einverstanden sein sollen, in Verbindung zu setzen. Schließlich wird noch beschlossen,„daß jeder in Arbeit tretende Kollege während der Dauer des Streils pro Tag 50 Pf. an den Streikfonds zu entrichten hat". Um über die eventuell weiter notwendig werdenden Maßnahmen beraten zu können, findet am Mittwoch, den 23. August, wieder eine V-'-sammlung statt. Die Rabitzputzer hielten am 21. August ihre regelmäßige Mit- gliederversammlung ab. Beschwerden waren eingegangen gegen die Firmen Ehlert, Günther u. Solwedel und Paul Zöllner u. Comp. Erledigt wurde nur die Beschwerde gegen die Firma Günther u. Solwedel. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde folgender Beschluß gefaßt: Sämtliche Kollegen haben ihre Streikfondskartcn mit einem Kontrollstempel versehen zu lassen und wird zu diesem Zweck vom 25. August ab jeden Abend von 8 Uhr an ein Mitglied unsrer Zahlstelle in unserm Nachweis bei Ladewig diese Stempelung vornehmen. Im„Verschiedenen" wurde das Verhalten der Hamburger Accord- maurer einer Kritik unterzogen. Als ganz verfehlt wurden der Schiedsspruch sowie die Ansicht der dortigen Parteileitung bezeichnet, doch hofft die Versammlung auf eine endgültige Klärung durch den nun bald zusammentretenden Parteitag. Zu eiucr großartigen Demonstration gegen das Urteil deS Ober-KriegögerichtS in Gumbinnen gestaltete sich die Volksversammlung, die einberufen vom Vertrauensmann des 4. Kreises (Osten) gestern bei Keller, Koppenstraße, tagte. Trotzdem die Versammlung erst zu 8�, Uhr angesetzt war, erfolgte schon um 7Vs Uhr die polizeiliche Absperrung, nachdem der große Saal und die Gallerie bis auf den letzten Platz gefüllt war und Taufende keinen Einlaß mehr finden konnten. Nach einem zweistündigen mit stürmischem Beifall aufgenmmenen Vortag des Rechtsanwalt Dr. K. L i e b k n e ch t und' nach einer kurzen Diskussion wurde folgende Resolution einstimmig beschlossen: „Die heutige Volksversammlung erilärt, daß das Urteil des Ober- kriegsgerichtS in Gumbinnen mit dem Volksbewußtscin nicht in Einklang steht, und erwartet, daß dem zum Tode verurteilten Marten in der Revisionsinstanz so viel Recht wird, daß das Urteil aufgehoben und zu anderweitiger Beurteilung verwiesen wird." Die Schlächtcrgescllcn Berlins hielten am Donnerstag eine gut besuchte öffentliche Versammlung in den Arniinhallen ab, in welcher Altgeselle Möller- Hamburg über die Lage und die Organisationsbestrebungcn der Hamburger Fleischergesellen referierte. Den Ausführungen des Redners war zu entnehmen, daß in Ham- bürg fast die gleichen Mißstände im Gewerbe herrschen wie in Berlin. Die Gesellen betreiben auch energisch die Abstellung derselben. Von den Leitern der Gesellenbewegung, dem Gescllenausschusse, ist des- halb auch bei der Innung beantragt worden, daß eine regelmäßige Arbeitszeit eingeführt, die Sonntagsarbcit beschränkt und Gesellen zur Kontrolle an den Schlaf- und Arbeitsräumen zugezogen werden sollen. Eine Einigung mit der Innung kam jedoch bisher noch nicht zu stände. Dafür sind aber zwei Altgesellen, speciell für ihr Auf- treten in der Jnnungsversammlung, gemaßregelt worden. Da nun die Organisation der Gesellen in Hainburg rund 600 Mann umfaßt, so dürfte wohl das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen sein; die Anträge der Gesellen werden vielmehr wiederkoinmen und die gemaßregelten Altgesellen wird man aller Voraussicht nach auch nicht los werden,»veil bekanntlich nicht alle JnnungSmeister ivillfährige Werkzeuge ihres Vorstandes sind. Zum Schluß seiner Ausführungen crmahnte dann der Referent die Berliner Kollegen zu festerem Zusammenhalt, damit die Fleischer- meister den Gesellen nicht alles bieten können. In der hierauf- folgenden Diskussion sprachen Sickert. Hensel, Gluch. Nortmann, Jahne, Vielitz, Keslinke, Mercier und Frömme. Unter andrem wurde hierbei angeführt, daß in Berlin allein 37 Stellen- Vermittler für Schlächterpersonal existieren. Dem Berliner Gesellen- ausfchusse wurde ungenügende Interessenvertretung und Mangel an Charakterfestigkeit vorgeivorsen und zur Wahl anderer wirklicher Ge- sellenvertreter aufgefordert. Auch der an einzelnen Orten des Reiches stark ausgeprägten LehrlingSzüchterei ward gedacht. Besonders hervor- gehoben wurde noch, daß die Berliner Innung eine von den ivenigen sei, die sich ihre Arbeitsvermittelung von den Gesellen bezahlen kasse und kein Reisegeschenk mehr an die Gesellen verabfolge— Die in der Kartonbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielten am 20. d. M. eine Versammlung ab, in der Kollege M. Hoffmann einen Vortrag hielt. Bei der hierauf folgenden Wahl eines Branchen-Vertrauensmannes wurde Kollege Haberstroh einstimmig wiedergewählt. Unter Verschiedenem kamen Mißstände in einigen Fabriken zur Sprache. Leider mußte auch wieder hervor- gehoben werden, daß die Kollegen und Kolleginnen der Firmen Rosenheim u. Kaufmann und Jacobsohn dem Verbände noch immer fernständen, trotzdem namentlich bei der letzteren Firma noch außer- ordentlich geringe Löhne bezahlt werden. Vekzke«nd Vepesthen. Der Siihueprinz weigert sich, die Reise nach Berlin fortzusetzen? Basel» 26. August.(B. H.) Nach den heute vormittag eingeholten Informationen weigert sich Prinz Tschun infolge neu eingetretener diplomatischer Komplifationen in Peking, die Reise nach Berlin fortzusetzen. Vorläufig sind für den Prinzen und sein Gefolge für 10 Tage Zimmer bestellt. Zivischen dem Berliner Aus- wärtigen Amt und dem Prinzen findet ein lebhafter Depeschen- Wechsel statt._ Sieben Personen verbrannt. AngSbnrg, 26. August.(W. T. B.) Wie die„AugSburger Postzeilung" meldet, sind bei dem Brand eines Schmiedcanwcsens in Zaiscrtshofen, Bezirksamt Mindelheim, die Frau des Schmiede- meisters nud sechs Kinder im Alter von 1 bis 8 Jahren der- brannt. Der Schmiedemeistcr rettete sich mit knapper Not. Bozen, 26. August.(B. H.) Im Spronscrthal stürzte der Bauer Christenoll auf dem Tüssen ab und blieb sofort t o t. Fiume, 26. August.(W. T. B.) Durch einen gewaltigen Orkan und W o l l e n b r u ch wurden heute nachmittag hier große Verherungen angerichtet. Das Marien-Seebad ist zur Hälfte versunken, am Warenquai kamen Frachtwaggons ins Rollen, wobei eine Person getötet wurde. Man fürchtet, daß auch Schiffen auf dem Meere Unfälle zugestoßen find. Lemberg, 26. August.(B. H.) Bei den gestrigen Urwahlcn im Husiatyaner Bezirk fanden blutige Zusammenstöße zwischen polnischen und ruthenischcn Wählern im Dorfe Lamaluskowce statt. Zwei für den polnischen Kandidaten stimmende Wähler wurden erschlagen. Marseille, 26. August.(B. H.) Die Polizei verhaftete den Bankier Carreaucusel, welcher mit einem andren Geldmaller Be- trügereien im Betrage von mehreren Millionen Frank verübt hat. Bis jetzt sind Fordernngen in Höhe von 2Vs Millionen Frank angemeldet. Die Untersuchung wird gleichzeitig in Marseille, Paris und Brüssel geführt. Mailand, 26. August.(B. H.) Eine FeuerSbrun st zerstörte heute den Palast des Barons Monte-Leone, welcher eine Menge Kunstgegenstände enthält. Der Materialschaden wird aus zwei Millionen veranschlagt. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für de» Inseratenteil verantwortlich: Th.«locke in Berltn. Druck und Verlag von Mol vading in BerllN. Hierzu 1 Beilage u. ilntcrhaltungsblatt. r. 199. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 27. Auguß 1901. Litterarische Rundschau. " fann. Die so begründete Finanzreform wird alsdann erreichen können, was jetzt noch nicht erreicht ist, nämlich eine solche Gestaltung der Reichsfinanzen, daß in Zeiten günstiger wirtschaftlicher Entwicklung nicht bloß die Borgwirtschaft ganz entfällt, was bisher noch in feinem Jahr troß günstiger Gestaltung dieser Ent wicklung der Fall war, sondern daß alsdann auch zu wirklicher, ni cht Tilgung bloß fiktiver Schulden, d. H. Ver minderung der laufenden Schuld an Stelle bloßer Mindervermehrung derselben in Form von Absetzungen am Anleihesollgeschritten werden kann." " Handwörterbuch der Staatswissenschaften. Herausgegeben von] Ein andrer, eine wichtige Erscheinung unsres Gesellschaftslebens Dr. Joh. Conrad, Professor der Staatswissenschaften in betreffender Artikel ist der des Geh. Medizinalrats Prof. Dr. Halle a. S., Dr. Ludw. Elster, Geh. Regierungsrat in Berlin, D. Renk über Prostitution". In sachlicher Weise erDr. Wilhelm Leris, Professor der Staatswissenschaften in örtert der Autor Eigenschaften, Formen und Ausbreitung Göttingen, Dr. Edgar Loening, Professor der Rechte in der heutigen Prostitution, heutigen Prostitution, sowie die in den verschiedenen Halle a. S. Zweite gänzlich umgearbeitete Auflage. Preis des Staaten zu ihrer Niederhaltung und Ueberwachung ergriffenen ganzen Werks( 7 Bände) broschiert 125 M., in Halbfranz gebunden Maßregeln. Die Darlegungen wirken um so anregender, als 142,50 M. Jena, Verlag von Gustav Fischer. der Verfasser nicht mit apodiktischen Urteilen fommt, sondern Ansicht Von der zweiten Auflage des handwörterbuchs der und Gegenansicht einander gegenüberstellt und gewissermaßen derart Staatswissenschaften" ist vor kurzem der sechste Band er- dem Leser gestattet, sich selbst ein Urteil zu bilden; aber er ist schienen, der die Artikel von„ Paasche" bis„ Syndikat" um- Mediziner und so beschränkt er sich fast ausschließlich auf die hygie Die Ansichten des Herrn Unterstaatssekretärs und Professors faßt. Wie die ihm voraufgegangenen fünf Bände bezeugt auch nische Seite des Gegenstandes, die volkswirtschaftliche Seite wird über die Verschlechterung der Finanzlage werden leider durch den dieser sechste wieder, daß die zweite Auflage nicht nur eine bloße mit einigen wenigen Bemerkungen abgethan und was der Autor in dem letzten Abschluß mir zu sehr bestätigt, womit übrigens nicht Fortführung der in der ersten Auflage enthaltenen Artikel bis auf geschichtlichen Teil seines Artikels bietet, ist so oberflächlich, daß es keinerlei gefagt sein soll, daß zur Erkenntnis dieser Lage damals, die neueste Beit bietet, sondern, ohne daß die vorgesehene Ab- Stritik verträgt. Eine genauere Kenntnis der Sittengeschichte, speciell als grenzung des Stoffes, die Beschränkung auf die sogenannten der Geschichte der Ehe- und Familie besigt der Verfaffer offenbar gehörte. Nur wenige dürften sich darüber getäuscht haben, daß als wirtschaftlichen und socialen Staatswissenschaften, aufgegeben nicht, sonst wäre es faum möglich, daß er seine Geschichte" zur Zeit der Flottenvorlage das Finanzministerium günstige Ziffern worden wäre, anerkennenswerte Bereicherungen und Ergänzungen der Prostitution mit dem Satz einleiten tönnte: aufmarschieren ließ, es zumeist mit nichts andrem als Eintagswerten enthält. Eine ganze Reihe Artikel sind unter Berücksichtigung der Während im Urzustande des Menschengeschlechts die Be manipulierte, die der erste Hauch einer Krisis hinwegfegen würde. neueren Forschungsergebnisse gründlich umgearbeitet, andre nach ver- friedigung des Geschlechtstriebs eine uneingeschränkte sein konnte, Ebenso richtig ist die Vermutung, daß die Regierung zur Aufschiedenen, in der ersten Auflage weniger beachteten Seiten hin ver- da für die Nachkommen mehr als ausreichende Subsistenzmittel befferung der Reichsfinanzen zu stärkerer Verbrauchsbesteuerung würde. Der veröffentlichte neue fürzlich Boll= vollständigt worden; und zudem haben die Herausgeber eine Reihe vorhanden waren, machte das schnelle Anwachsen der Menschheit, greifen neuer Abhandlungen aufgenommen, speciell über jene Institute des insbesondere das Zusammentreten der Menschen zu Gemein- tarif- Entwurf, der nicht nur den Forderungen der Agrarier Privatrechts, die auf das Wirtschaftsleben einen beherrschenden Ein- schaften und die durch die Teilung der Arbeit bedingte Rechnung trägt, sondern auch überall deutlich die Spuren fiskalischer fluß üben. Gliederung dieser bald eine Institution nötig, die Ehe, welche Erwägungen zeigt, liefert dafür einen genügenden Beweis. Weniger einem nur dem natürlichen Triebe folgenden Geschlechtsverkehre einverstanden kann ich mich dagegen mit der Meinung erklären, daß Schranken segen sollte. es zu einer wirklich organischen Reichs- Finanzreform" und ernst" 1 " der Artikel geschrieben wurde, besonderer Scharffinn " Das Justitut der Ehe legte von vornherein dem Manne licher Schuldentilgung kommen wird. Gehen die hauptsächlichsten der weitgehende Verpflichtungen für die Erhaltung der Ehegattin und neuen Zollforderungen im Reichstag durch, erhält also das Reich eine der mit ihr erzeugten Kinder auf und schloß so Individuen, welche weit größere Einnahme zugewiesen, so wird es zwar an einigen schon das Centrum diesen Verpflichtungen nachzukommen nicht im stande oder nicht Schuldentilgungsversuchen 2c. nicht fehlen gewillt waren, von der Berechtigung, für die Erhaltung der Art wird, um seinen Wählern seine Stellungnahme zur Bollbelastung zu wirken, aus; eine Einrichtung, welche sich im schärfsten Gegensatz schmackhafter zu machen, darauf dringen aber zu irgend welcher zu einem der mächtigsten Naturtriebe stellte." stärkeren Verminderung der laufenden Schulden wird es schwerlich tommen; schon lauern im Hintergrunde bedeutende neue Marine- und Militärforderungen. " " Damit soll nicht gesagt sein, daß mun alle Partien des abgestedten Wissensgebietes den Raumverhältnissen entsprechend gleichmäßig berücksichtigt worden sind, noch immer bleibt manches zu wünschen übrig; vor allem was den geschichtlichen Teil anbetrifft. Der Prospekt verspricht, daß die Beschreibungen der wirtschaftlichen und focialen Zustände der Gegenwart" durch geschichtliche Rückblicke eingeleitet werden sollen, die in ihrer Ge= famtheit die allmähliche Entwickelung der wirtschaftlichen und socialen Kultur vor Augen führen"; und weiterhin heißt es: Die Geschichte der Auf ungefähr gleicher Stufe der Qualität stehen die Bemerkungen Wissenschaft des wirtschaftlichen und focialen über die Prostitution der Germanen. Die geschichtliche Entwicklung Lebens wird eingehend dargestellt." Thatsächlich fehlt der Prostitution muß, danach zu urteilen, dem Autor völlig fremb Aktueller noch als die Reichsfinanzlage sind zur Zeit die zollDer bom Profeffor Legis geschriebene es denn auch in vielen Artikeln an solchen„ Rückblicken" und" wissen sein, wie er denn auch in seinem Litteraturnachweis kein einziges politischen Fragen. schaftshistorischen" Eglursen nicht; aber in der Mehrzahl das zu größeres Geschichtswert dieser Art aufzählt. Aber wenn dies ber 19 Seiten lange Artikel Schussystem" beansprucht deshalb verhehlen, hieße parteiisch urteilen entspricht ihr Gehalt nicht dem Fall, hätte er im eignen Interesse seiner wissenschaftlichen Reputation gerade jetzt besonderes Interesse. Der Verfasser litet seine Arbeit der theoretischen und deskriptiven Darstellung. Soweit solche Rückblicke fich nicht dazu verleiten lassen sollen, auch den geschichtlichen Rücke mit einer furzen Erörterung der Arten des Bollschutzes und seiner auf frühere social- refp. entwicklungsgeschichtliche Vorgänge zurückgreifen, blick" zu schreiben. Und noch größeren Vorwurf trifft die Wirkungen ein und giebt dann einen Abriß der Geschichte des Bollzeigt sich häufig eine befremdende Unkenntnis älterer Entwicklungs- Herausgeber, die solche seltsamen Geschichtskonstruktionen aufnehmen. Schutz- Systems in den wichtigsten Ländern, im besonderen in Deutschformen, während die Geschichte der Wissenschaft" meist nur auf Eine Frage, die in den nächsten Jahren vielfach Gegenstand der land, Frankreich und England. Diese historischen lebersichten" einen rein dogmengeschichtlichen Abriß hinausläuft, auf eine Schilde- Diskussion sein dürfte, ist der Stand der deutschen Reichsgeben zwar eine fachlich gehaltene Auskunft, leiden aber, wie fo rung der Wissenschaftsentwicklung nach den wechselnden Formen der finanzen. Im Handwörterbuch" ist ihre Behandlung manche andren Artikel des Wertes, ebenfalls daran, daß wir nicht theoretischen Konzeption. Der Zusammenhang solcher Konzeptionen dem Unterstaatssekretär Prof. Dr. v. Mayr- München augefallen. feben, auf welcher Grundlage sich die Wandlungen vollziehen. mit dem Gang der allgemeinen socialen Entwicklung, ihre Abhängig Die Darlegungen geben eine furze, das Wissenswerteste enthaltende Die Geschichte des„ Schußsystems" erscheint nicht als bestimmter feit vom gesellschaftlichen Gesamtleben, bleibt meist völlig unberück- Uebersicht über das Reichsvermögen und die Reichsschulden, sowie Teil der allgemeinen Wirtschaftsgeschichte, sondern als etwas in sich fichtigt. Als Folge dieses Verzichts auf eine Betrachtung der Theorien- die Reichshaushaltung; allerdings ist die Gegenüberstellung der Selbständiges, und nur flüchtige gelegentliche Andeutungen, die entwicklung in ihren fausalen Beziehungen zu den socialen Lebens- Ein- und Ausnahmen, die fich auf die Jahre 1874, übrigens dem mit der Wirtschaftsgeschichte der verschiedenen Länder veränderungen ist natürlich, daß der Wechsel der theoretischen 1885, 1895, 1899 und 1900 beschränkt, taum ausreichend Nichtvertrauten teilweise kaum verständlich sein dürften, weisen Konzeptionen, die Ausbreitung und Abnahme der socialen zur Gewinnung eines Ueberblicks über die wechselnde Finanz- darauf hin, daß die wechselnde Stellungnahme der verschiedenen Strömungen vielfach als völlig unmotiviert erscheint, und ferner, gestaltung des Reiches, zumal im wesentlichen nur in der Tabelle Parteien und Staaten ihre Ursache in wirtschaftlichen VerSo wird daß, da ihre Entstehungsbedingungen umbekannt, bleiben, auch ihre die Gesamtsummen der Specialetats aufgeführt sind. Jedenfalls änderungen hatte. zum Beispiel die Tendenzen nicht völlig verständlich werden. würde die Darstellung wesentlich an Uebersichtlichkeit gewonnen Jahre 1842/46 fallende rückläufige Bolbewegung innerhalb den Worten erwähnt: Eine lebhafte Der Fehler liegt darin, daß nicht auch Social- und Kultur- haben, wenn für eine längere Reihe von Jahren zur Veranfchau- des Zollvereins mit historiker zur Mitarbeit herangezogen worden find, fondern daß lichung der Steigerung des Etats die Hauptposten der Einnahmen schutzzöllnerische Bewegung trat im Anfange der vierziger Jahre die Behandlung der historischen Partien gewissermaßen als und Ausgaben einander gegenübergestellt worden wären, auf" usw. Und ebenso heißt es später einfach, durch den 1862 Nebenaufgaben auch den juristischen, volkswirtschaftlichen, medizini- und zwar die Summen der fortdauernden Ausgaben zwischen Preußen und Frankreich vereinbarten Handelsvertrag, der schen Theoretikern und Praktikern zugeteilt worden ist, welche die mit Hinzufügung der ,, einmaligen" und Angabe des zu dem Vereinstarif von 1865 geführt hätte, sei eine entschieden Darstellung der Gegenwartsverhältnisse bezw. des heutigen Standes prozentuellen Anteils am Gesamtetat. Es würde dann eine kurze freihändlerische Wendung" eingeleitet worden. Von den wirtschaftder erörterten Frage übernommen haben. Selten aber befizen Prüfung genügen, um zu erkennen, welche Posten zur Steigerung solche Fachmänner, wie bei der steten, riesenhaften Ausdehnung der des Etats und des weiteren zur Verschlechterung der Finanzlage am meisten Fachgebiete in den letzten Jahrzehnten nur allzu verständlich meisten beigetragen haben, und in welchem Maße die Einnahmen ist, eine nähere Kenntnis der geschichtlichen Entwicklung der von ihnen aus den wichtigsten Zöllen, der Post- und Eisenbahn- Verwaltung, behandelten Fragen und Probleme, und soweit diese Kenntnis vorhanden, gestiegen sind. Indes hätten derartige Specifikationen auch sofort erstreckt sie sich meist nur auf den ideengeschichtlichen Entwicklungs- gezeigt, welchen ungünstigen Einfluß die steigenden Ausgaben für gang, nur ausnahmsweise auf dessen Zusammenhang mit der das Reichsheer und die Marine( mit Einschluß des hierher gehörenden allgemeinen focialen Entwicklung. Teiles des allgemeinen Pensionsfonds) auf die Reichsfinanzen gehabt haben und vielleicht hielt es deshalb der Berfasser für angebracht, die Faktoren, die für die Richtung unsrer Finanzgestaltung von ausschlaggebender Bedeutung gewesen sind, nicht allzu scharf hervortreten zu lassen. ift. " in die lichen Motiven, welche die Konservativen zu ihrer freihändlerischen Haltung bestimmten, von der durch den politischen Antagonismus gegen Oestreich beeinflußten Zollpolitik der preußischen Regierung erfahren wir nichts. Immer nur hören wir von Wendungen" und" Wechse lungen", ohne daß wir zu ersehen vermöchten, wodurch denn diese Wendungen hervorgerufen wurden. ihre Nicht einzusehen ist auch, warum die Schilderung des französischen Schußsystems mit der 1892er Zollgesetzgebung und der 1894er Auf diesen Mangel hinzuweisen, halte ich für um so notwendiger, Erhöhung des Weizen- und Weizenmehl Bolls abschließt und nicht als er wenig beachtet worden ist, wohl deshalb, weil die historischen furz der Bollfriege Erwähnung thut, in die Frankreich durch sein Partien meist als nebensächlich angesehen wurden und die meisten Tarifsystem verwickelt wurde. Gerade jetzt, wo auch in Deutschland Kritiker auf den eigentlich voltswirtschaftlichen und staatsrechtwissen die Frage des Doppelsystems eifrig diskutiert wird, wäre ein kurzes schaftlichen Teil den Hauptwert legten. Judes gilt von den heutigen Der Mahrsche Artikel ist vor den Enthüllungen über die schlechte Resumé der französischen Erfahrungen von Wert gewesen. Die Artikel Socialdemokratie" und" Socialisa volkswirtschaftlichen und staatsrechtlichen Fragen nicht minder als Finanzlage des Reiches geschrieben, die im Herbst vorigen Jahres von allen sonstigen Problemen des socialen Lebens die Thatsache, Freiherr v. Thielmann im Reichstage machte und noch weniger mus und Kommunismus" hat nicht zum Vorteil des wieder Professor Georg Adler verfaßt. Zu einer daß fie mur völlig zu verstehen sind, wenn man sie in ihrer standen ihm die Ziffern des erst fürzlich erfolgten Finalabschlusses Werkes historischen Bedingtheit und ihren Kausalverknüpfungen erfaßt. Er der Reichshauptkasse für das Rechnungsjahr 1900 zu Gebote, die zwar Kritik der beiden umfangreichen Arbeiten fehlt hier der Raum, zudem kennen die Herausgeber durch Einstellung sogenannter einleitender bei der Zuckersteuer und dem Bankwesen ein beträchtliches Mehr bieten sie gegenüber den betreffenden Aufsätzen der ersten Auflage Als im eigentlichen Sinne neu fann fogar nicht mal geschichtlicher Rückblicke" diese Thatiache an, haben sie auch dafür( 24/2 und 11 Millionen Mark) ergeben, dafür aber größere Ausfälle wenig Neues. sorgen, daß die geschichtlichen Partien durchaus den in der Post- und Reichs- Eisenbahnverwaltung, sowie beim Ertrag sein Ausblick in die Zukunft gelten, in welchem er findet, daß die Anforderungen entsprechen, die man nach dem heutigen der Zölle und Tabaksteuer( ca. 251/2, 2 und 7,6 Mill. Mark) nach Arbeiterklasse mehr und mehr dahin gelangen wird, Stande der socialhistorischen Forschung zu stellen berechtigt weisen, wozu sich noch beträchtliche Mehrausgaben einzelner Berwal vollständige Einordnung in das Staats- und Gesellschaftsleben Erschien es ihnen aus Gründen der Einheitlichkeit tungen, z. B. der Marineverwaltung um 51/2 Mil. Mart gefellen. Dennoch zu vollziehen; denn diese Auffassung vertritt Herr Adler schon in der Darstellung unangebracht, manche Artikel zu teilen und zwei meint zum Schluß Herr v. Mayr unter Bezugnahme auf den Antrag feiner vor einem halben Jahr erschienenen Schrift 8ukunft der oder mehreren Bearbeitern zuzuweisen, so hätten sie wenigstens Lieber vom 12. März 1896, der bekanntlich die Hälfte des Ueber- socialen Frage", sowie in seiner für den 7. Band der Heleinige Wirtschafts- und Socialhistorifer zu der Redaktionskommission schusses der Ueberweisungen über die Matrikularbeiträge zur Ver moltschen Weltgeschichte" verfaßten Abhandlung, Die sociale hinzuziehen follen. Schon dadurch, daß diese die Autoren der ein- minderung der Reichsschuld und zur Erhöhung des durch die Frage". Nach Herrn Professor Adler ist die Socialdemokratie in der zelnen Artikel auf diesen und jenen unbeachtet gebliebenen Punkt Franckensteinsche Klausel festgesetzten Betrages( 130 Millionen Mark) Entwicklung zu einer reinen Socialreform- Partei begriffen; das, was aufmerksam gemacht hätten, wäre auch in historischer Hinsicht Gründ- bestimmte: heute Socialdemokratie nennt, wird dann mur noch licheres erreicht worden. Da die Verfasser sonst keine Mühe gescheut„ Die Statistik der Ergebnisse des Reichshaushalts läßt dar man durch diese über keinen Zweifel, daß Sette" vom Jahre 1896 die Bedeutung einer interessanten haben, fachkundige Kräfte zur Mitarbeit heranzuziehen, hätten sie auch ab befolgte Finanzpolitik von Fall zu noch einige Schritte weiter gehen können. Immerhin bleibt das zu Fall thatsächlich haben. Die Anzeichen dieser Umbildung sieht sein sonder" Handwörterbuch" ein encyklopädisches Nachschlagewerk, dem eine nicht unerhebliche Verbesserung in der Lage der Reichs- barer Optimismus in der Abkehr von den Marrschen Theorien finanzen Man eingetreten ist. darf aber nicht auf staatswissenschaftlichem Gebiete weder die französische, noch die ver- und der sich unter den Intellektuellen" verbreitenden Meinung, daß englische Litteratur Gleichwertiges zur Seite zu stellen hat. gessen, daß dazu außer den im Antrag Lieber formulierten die Arbeiterklasse immer mehr Rechte erringe und sogar eine zuGrundgedanken auch äußere in der zweiten Hälfte der neun nehmende Einschränkung der ausbeuterischen Tendenzen des Kapitals Erscheinung Sollte", sagt er, wirklich im ziger Jahre in die getretene Umstände in durch die Staatsgewalt bewirke. entscheidender Weise mitgewirkt haben, nämlich erstens ein ver- Laufe der Zeit die große Masse der Socialdemokratie sich von der hältnismäßiger Niederstand der Extra- Ordinarien und zweitens mit Unfruchtbarkeit geschlagenen marristischen Lehrmeinung abwenden und zwar in hervorragender Weise die allgemeine Gunst der und auf nationalem Boden eine ehrliche Socialreform anstreben, so wirtschaftlichen Verhältnisse, welche die Betriebs-, Zoll- und würde von der alten Socialdemokratie nichts als der Name übrig Steuereinnahmen des Reichs ausnehmend günstig gestaltet hat... bleiben und die Anbetung des Zukunftsstaates" zur harmlosen Es steht außer Zweifel, daß bei dem Eintritt ungünstigerer wirt Spielerei herabsinken!" schaftlicher Gesamtverhältnisse und der dadurch bedingten Ab- Außer den genannten enthält der VI. Band des Handwörter schwächung der Reichseinnahmen das im Jahre 1896 ein buchs" noch eine Rethe andrer größerer und wertvoller Artikel, geschlagene Verfahren versagen und alsdann das schlummernde unter denen besonders die Abhandlungen über Preis", Seide und Bedürfnis nach einer organischen Reichs Finanzreform tenaissance und Reformation' Es wird wieder erwachen wird. sich dann zeigen, daß Seidenindustrie", Staat" und Statistit" hervorzur Aubahmung dieser Reform auf eine ausgiebige Kräftigung gehoben feien; ferner verschiedene fleine Biographien, besonders von Der Reichsfinanzen, und zwar durch Ausgestaltung rück- Professor Karl Diehl, die als tüchtige Leistungen Anerkennung ver H. C. ständiger Zweige der Verbrauchsbesteuerung, nicht verzichtet werden dienen. Bei dem reichen Inhalt des ungefähr 1200 Seiten umfassenden Bandes können nur einige wenige Artikel als Stichproben zur Besprechung herausgegriffen werden." Ein ungemein instruktiver Artikel, der auch einem größeren Publikum viel Interessantes bietet, ist der des Ministerialdirektors im Reichspostamt Dr. P. D. Fischer über die" Post". Beginnend mit einem längeren geschichtlichen Ueberblick über die Entwicklung des Postwesens werden nacheinander der Postbetrieb( verschiedene Arten des Verkehrs), das Postgebührenwesen, das Postrecht, die, Verfassung und Organisation der deutschen und der wichtigsten aus ländischen Posten, Entstehung, Umfang und Organisation des Weltpostvereins geschildert, an die sich als Schlub verschiedene statistische Tafeln über die Verbreitung der Postanstalten, der Finanzergebnisse und Leistungen der Post anreihen. Wie sich bei näherer Prüfung ergiebt, sind die neueren Portotarifveränderungen der deutschen Reichspost überall berücksichtigt. Lokales. Ein Zeichen der Zeit. " " H " " wegen Bettelei 5755( 5535) gegen männliche und 185( 172) gegen weibliche urteilung. Die Zahl der verurteilten Personen ist geringer; Personen, wegen Obdachlosigkeit 1344( 928) gegen männliche und 80( 66) denn viele wurden in demselben Jahre mehrfach verurteilt. Für die gegen weibliche Personen; bei der Abteilung Moabit wegen Bettelei 1232 in Moabit erfolgten Verurteilungen sind hierüber in den Zusammens Die Verurteilungen wegen Bettelei und wegen( 1248) gegen männliche und 74( 88) gegen weibliche Personen, wegen stellungen, die das Berliner Statistische Amt alljährlich veröffentlicht, Bei der Abteilung Alexanderplatz Obdachlosigkeit hatten sich in Berlin eine Reihe von Jahren Obdachlosigkeit 18( 15) gegen männliche und 6( 2) gegen weibliche teine Angaben enthalten. hindurch ziemlich ununterbrochen und recht bedeutend vermindert. Personen. Von 1899/ bis 1900 stieg die Gesamtzahl der Verurteilungen wurden im Jahre 1900( beziehungsweise im Vorjahre 1899) verurteilt: wegen Bettelei 4293( 4040) männliche Damit scheint es nun leider wieder vorbei zu sein. Im letzten Jahr wegen Bettelei von 7043 auf 7246, die der Verurteilungen wegen Personen wegen Obdachlosigkeit 1154( 802) ist eine Vermehrung der Verurteilungen dieser Art eingetreten, Obdachlosigkeit von 1011 auf 1448. Auf die besonders starke Ver- und 134( 116) weibliche, die namentlich bei Obdachlosigkeit auffallend mehrung der Verurteilungen wegen Obdachlosigkeit wurde männliche und 67( 54) weibliche. Hierunter waren aus der Gruppe bereits hingewiesen. Sie beläuft sich auf 43 Pro 3. in einem Bettelei 1095( im Vorjahre 1076) Männer und 38( 36) Frauen und start ist. aus der Gruppe Obdachlosigkeit 159( 108) Männer und 10( 9) Frauen, Im Jahre 1900( bezw. im Vorjahre 1899) wurden vom Amtsgericht einzigen Jahre! Diese Zahlen beziehen sich auf die einzelnen Fälle der Ver- die wegen der betreffenden Uebertretung in demselben Jahre Berlin Verurteilungen ausgesprochen: bei der Abteilung Alexanderplatz Zeugen gesucht. Personen, die in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag gegen 1/21 Uhr Zeugen eines großen Auflaufs vor dem Amtsgebäude in Stralan gewesen sind und einiges über die dortigen Auftritte bezeugen können, werden gebeten, ihre Adresse an die Redaktion abzugeben. wiederholt verurteilt wurden. Manche wurden sogar dreimal, zu prunken, daß die für Schulbücher bewilligten Mittel gar nicht biermal und öfter in demselben Jahre bestraft. Das Maximum aufgebraucht werden könnten. Aber abgesehen davon, ist es wenig war im Jahre 1900 bei Obdachlosigkeit 5 Verurteilungen, bei pädagogisch gehandelt, wenn ein Kind, wie hier geschehen, vom Bettelei 7 Verurteilungen in diesem einen Jahre. Bählt Lehrer wegen seiner Armut bestraft wird. So etwas sollte nicht man auch die Bestrafungen aus früheren Jahren mit, so wieder vorkommen. wurden in den sieben Jahren 1894-1900 29 024 männliche Theater. Im Schiller Theater sind dem bestehenden Ensemble Personen 60 985 mal und 831 weibliche 1761 mal wegen Bettelei burgische Feuerwehrtag, der am Sonntag in der Feuerwehr- Aus- Gertrud Arnold vom Hof- Theater in Hannover, Emma Griebe von Ein zu Wasser gewordener Feuerwehrtag. Der Brandenmit dem Beginn der neuen Spielzeit folgende Neu- Engagements angereiht: oder wegen Obdachlosigkeit oder wegen beider Uebertretungen ver- stellung stattfand, lockte eine große Besucherzahl nach dem Aus- Deutschen Schauspielhause in Hamburg, Marie Mallinger von der Secessions: urteilt. Ein Mann brachte es in dieser Zeit auf 37 Verurteilungen stellungsplatz am Kurfürstendanim. Die offizielle Sigung des Ver- bühne in Berlin, Else Wasa von Berlin, Margarete Waßmann- Hellmuth zu im ganzen 158 Wochen Haft und erhielt außerdem 12 mal Nach- bandes der freiwilligen Feuerwehren der Provinz Brandenburg sollte vom Bellevue- Theater in Stettin, Mar Kirschner vom Königlichen haft im Arbeitshause. um 12 Uhr in der Vortragshalle der Ausstellung stattfinden. Aus Schauspielhause in Berlin, Rudolf Lettinger vom Stadttheater in Breslau, Für die am Alexanderplatz verurteilten Personen werden in den bisher unbekannten Gründen fiel jedoch die Sizung völlig aus, ver- Ludwig Lindikoff vom Deutscher Theater in Milwaukee, Gustav Ridelt vom Zusammenstellungen des Statistischen Amtes auch Angaben über mutlich deshalb, weil die Mehrzahl der zu dem Verbandstage Dele- Residenz- Theater in Berlin, Julius Wiese vom Lessing- Theater in Berlin, ihre persönlichen Verhältnisse gemacht. Die Auszählung Berlins in Augenschein zu nehmen und erst am Nachmittage Theater, G. m. b. H., vertreten durch Direktor Richard Schulz, ist ein gierten den Vormittag dazu benutzt hatte, die Sehenswürdigkeiten Oskar Groteck und Oskar Schreiber von Berlin. Zwischen Herrn Direktor Heinrich Morwitz und dem Metropol: nach Berufen in Verbindung mit dem Monat der Verurteilung läßt nach der Ausstellung hinaustamen, und somit die Sigung eine zu Vertrag abgeschlossen, wonach Herr Morwitz vom 16. Mai bis 15. August erkennen, wie sehr die Zahl der Verurteilungen durch schwache Beteiligung aufzuweisen gehabt hätte. Unter diesen nächsten Jahres mit seiner Morwis Oper im Metropol Theater, die Zu- oder Abnahme der Arbeitsgelegenheit Umständen mußten auch die gesamten für den Nachmittag angefeßten Unter den Linden, Opern- Vorstellungen veranstaltet. Im Schiller- Theater beeinflußt wird. Die meisten Verurteilungen wegen Vorträge über Feuerlöschwesen abgesetzt werden. Hoffentlich findet heute Dienstag die Abschieds- Vorstellung der Morwitz- Oper statt. Bettelei tamen, wie alljährlich, in den Wintermonaten ist der Löscheifer bei den brandenburgischen Feuerwehrleuten größer vor, die wenigsten im Sommer. Die Verurteilungen wegen als der Eifer für die graue Theorie des Vortrags. Obdachlosigkeit waren im Jahre 1900 am zahlreichsten im Aus den Nachbarorten. Eine Kanoffafahrt. Der chinesische Sühneprinz" Tschun Mai und im November, d. h. nach den Hauptumzugswurde für gestern nachmittag in Potsdam erwartet, weshalb ganz Weißensee. Heute abend 8 Uhr findet in Albrechts Hof, Bart terminen vom April und Oktober. Bemerkenswert ist, daß die umfassende Absperrungsmaßnahmen vorbereitet wurden. Der Herr Straße 13, eine Gedenkfeier für unsre Toten statt. Die ArbeiterZahl der geborenen Berliner unter den wegen Obdach- tam jedoch nicht; er soll auf der Reise in Basel erkrankt sein. Ueber Gesangvereine haben ihre Mitwirkung zugesagt. Bahlreichen Besuch losigkeit Verurteilten erheblich zugenommen hat. Sie stieg von 1899 seine Wohnung im neuen Orangeriegebäude weiß eine Korrespondenz wünscht Der Vertrauensmann. bis 1900 von 26 Proz. der Gesamtzahl auf 29 Proz. Auch das kann folgendes zu berichten: Prinz Tschun wird im Mittelals ein Zeichen der Zeit gelten. bau des Orangeriegebäudes den bekannten Rafaelsaal als Aus Marienfelde wird uns berichtet: In der letzten Sizung Empfangssalon benutzen. Dieser prächtige Saal, dessen Paneele und der Gemeindevertretung kam die Organisation der Feuerwehr Kommunales. Der Stadtverordneten- Vorsteher Dr. LangerThürpfosten aus dem seltenen ägyptischen Marmor gearbeitet sind, zur Erörterung. Der Gemeindevorsteher erklärte, daß die Wehr aus Das an 11 Mann und einem Oberführer bestehen soll, der Gemeindevorsteher hans ist von seinem Sommerurlaub nach Berlin zurückgekehrt und enthält 44 Kopien der bedeutendsten Gemälde Rafaels. hat die Geschäfte der Stadtverordneten- Versammlung wieder über- den Saal rechts anschließende Malachitzimmer dient dem Prinzen übernimmt die Führerschaft. Als Entschädigung für die Wehrmänner nommen. Die Ferien der Stadtverordneten gehen am 31. Auguſt cr. als Wohngemach, es enthält wertvolle Gemälde und vornehme wird bewilligt für jede Uebungsstunde 50 Pf., tritt die Wehr bei zu Ende; zum 5. nächsten Monats ist die erste Sigung der Stadt- Kunstwerke von Thorwaldsen, Steinhäuser, Troschel 2c. In dem Bränden in Thätigkeit, so wird die erste Stunde mit 1 M., jede weitere verordneten anberaumt worden. Der Oberbürgermeister Kirschner, angrenzenden Lapis Lazuli- Zimmer wird Prinz Tschun Nachtruhe mit 50 Bf. entschädigt. Ferner beschloß die Gemeindevertretung, mit der z. 8. in der Schweiz weilt, wird zum 1. September zurüderwartet. pflegen. Die Möbel in diesem Zimmer sind fast durchweg aus einer Haftpflichtversicherungs- Gesellschaft in Verbindung zu treten, Bekanntlich ist durch die Pensionierung des Cekonomierats aus diesem Edelstein, der Goldeswert hat, hergestellt, außerdem um die Feuerwehrmänner und sonstige von der Gemeinde beschäftigte burg die Stelle eines Direktors des städtischen Central- Vieh- find darin Marmorsäulen von brescia violetta, eine Schale Arbeiter gegen Unfall zu versichern. und Schlachthofes und der Fleischbeschau frei geworden und uſtv. An das Schlafzimmer grenzt Nach Vorlage einer die Gleichheit vor dem Geseze illustrierenden eine offene Halle, von der aus man einen Blick über Verfügung vom Ministerium des Innern, bei patriotischen Festen, ausgeschrieben. Auf die Ausschreibung haben sich nicht weniger als Bornstedt genießt. Es hat viel Mühe gekostet, die sonst nicht be- Kaisers Geburtstag usw., die Lustbarkeitssteuer zu erlaffen rund fünfzig Bewerber gemeldet, unter denen sich Assessoren, Kriminalbeamte, Sekretäre, Tierärzte usw. befinden. Der Magistrat wohnten Räume des Orangeriegebäudes zweckentsprechend wohnlich oder zu ermäßigen, wird beschlossen, die Steuerordnung nicht zu und etwa eingehende Anträge von Fall zu Fall wird demmächst zur Wahl schreiten und den Stadtverordneten den einzurichten, da es galt, auch das aus ca. 50 Personen bestehende ändern Gefolge des Prinzen dort unterzubringen. Im östlichen Flügel zu prüfen; Gewählten vorschlagen. aber sollen prüfen; unter feinen Umständen hierbei wurde auch die Küche für die Chinesen etabliert, es sind 10 Köche Veranstaltungen berücksichtigt werden, welche öffentliche Stasse Musiker und Landestrauer. Abschlägig beschieden wurde das für sie aus Berlin eingetroffen, außerdem eine große Anzahl Berliner haben. Des weiteren wurde eine viergliedrige Kommission gewählt, an das Hofmarschallamt gerichtete Gesuch der Freien Ver- Lohnlukaien und Hofbedienstete. Potsdamer Striminalbeamte und welche mit der Ausarbeitung eines Orts statuts betraut ist, einigung der Civil- Berufsmusiker", ihre Mitglieder 4 Mann von der Feuerwehr werden das Neue Orangeriegebäude dessen Entwurf in nächster Gemeindevertreter Sigung vorliegen soll. Auf Antrag des Gemeindevorstehers wurde beschlossen, das Armenfür die durch die Landestrauer erlittenen Verluste schadlos zu während des Aufenthalts der Chinesen bewachen. halten. Das gleiche Schicksal erlitt ein ähnliches Gesuch des denken an die bekannten Großthaten der europäischen Soldaten aus- bauen zu lassen. Ob diese Versüßung der Büßerfahrt in den Chinesen das An- haus, welches sich in einem sehr bedürftigen Zustand befindet, ausVereins Berliner Musiker" um angemessene" Entstöschen wird? schädigung seiner von tausendundfünfundvierzig zur " Rosso von antiko Zeit in Berlin anwesenden a chthundert Mitglieder. War auch Der elektrische Poftbahnhof auf dem Lehrter Bahnhof ist cin andres Resultat nicht zu erwarten, so sollte die durch die Art gestern morgen in Betrieb genommen worden, nachdem eine aus reichende Zahl von Beamten mit den Einrichtungen der Anlage verder„ Landestraner" verursachte Not den Herren dort oben doch traut gemacht worden sind. Der Bahnhof bewältigt jezt den gezu denken geben. jamten Batetverkehr der Lehrter und Hamburger Bahn, für den während des Umbaues eine besondere Anlage beim Bahnhof Butlizstraße eingerichtet worden war. Der elektrische Postbahnhof in Berlin ist der erste seiner Art. Die Anlagen arbeiten zur Zufriedenheit. Der Betrieb des Bahnhofs ist vom Viadukt der Invalidenstraße bequem zu übersehen. Sonntag stand Berlin im Zeichen der Erntefeste in den Laubenkolonien. In allen Lauben- und den kleinen AckerbauKolonien um Berlin wurden Erntefeste gefeiert. Diese Feste haben sich zu kleinen Volksfesten herausgebildet; zählen doch die Laubenkolonien mehr als dreihundert um Berlin. Es giebt da„ Neu-" und ,, Alt- Kamerun", Kolonie Ohm Krüger" und" Ohm Paul"," WiesenZwei Lebensmüde haben am Sonntag im Walde bei Johannisthal ihrem Leben ein Ende gemacht. In der Nacht zum Sonntag erhängte sich an der Rampe, die zum Bahnhof führt, ein unbekannter forpulenter Mann, nachdem er am Abend zuvor noch mehrere Gastwirtschaften in Johannisthal besucht hatte. Die Leiche wurde im Laufe des Vormittags nach dem Sprigenhaus in Schöneweide gebracht. Am Nachmittag erhängte sich in der Nähe des Bahnübergangs bei Bude 5 ebenfalls ein unbekannter Mann. werden, um einem Neubau Platz zu machen. Die Einsturzgefahr des Riefen- Schornsteins der Spandauer Geschützwerke, über welche schon mehrfach berichtet worden, ist munmehr Mußte das sein? Andachten" für Droschkentutscher beseitigt. Nachdenz die Feuer der Maschinen gelöscht und der palme“,„ Kledersdorf",„ Kairo"," Transvaal"," Sorgenfrei"," Klein hat der Fuhrherr Bever aus der Quizowstraße in seinem Comptoir Schornstein vollständig erkaltet ist, hat er sich von selbst wieder Paris", Lauben mit unaussprechlichen polnischen Namen und auch eingerichtet. An dem Hause ist ein Plakat mit folgender Inschrift eine Wiederholung der Bewegungen des Schornsteins und eine Ergrade gezogen. Da bei einem neuerlichen Anheizen der Maschinen namenloſe. In der einen Kolonie herrschen die kleinen Beamten, angebracht worden:" Da es den Kutichern und Stallleuten an Ge- weiterung der Sprünge befürchtet werden muß, so ist diese AbSchußleute, Feuerwehrmänner, Straßenbahner, in den anderen legenheit fehlt, an den öffentlichen Gottesdiensten teilzunehmen, so Arbeiter, fleine Handwerker uſw. vor. Allen Laubenkoloniſten ge- ift hier eine firchliche Hausandacht eingeführt worden. Dieſelbe teilung der Fabrik vorläufig außer Betrieb get order as meinſam iſt das Zuſammengehörigkeitsgefühl, so daß Diebstähle an indet im Sommer früh von 812-9 Uhr. im Winter von 91/2 bis Bauwerk, welches etwa 50 Jahre steht, soll munmehr abgetragen Feldfrüchten, Tauben, Kaninchen, Hühnern usw. in den Kolonien zu 10 Uhr statt. Jedermann herzlich willkommen. Der Fuhrherr." Sen Seltenheiten gehören. Man darf wohl annehmen, daß der Fuhrherr, dem so sehr das Die Ruhr hat nun auch in der Spandauer Garnison einen Eine Aenderung der Telegraphenordnung vom 9. Juni Seelenheil der Kutscher am Herzen liegt, auch ihr irdisches Dasein 1897 hat Staatssekretär Kraette erlassen. Das wichtigste ist daraus durch Zahlung anständiger Löhne usw. entsprechend angenehm ge- Schwarzen von der 7. Compagnie des V. Garde- Regiments 8. F.; Todesfall herbeigeführt. Am Sonnabend starb der Gefreite das folgende: Telegramme fönnen nach allen Orten aufgegeben staltet hat. werden. Ist am Bestimmungsort eine Telegraphenstation nicht vorer war im Döberizer Lager am Montag von der Krankheit befallen handen, so erfolgt die Beförderung von der äußersten oder der vom Die drei Opfer der Familientragödie in der Joftyftr. 8, worden. Der Verstorbene, Kaufmann von Beruf, stammt aus Aufgeber bezeichneten Telegraphenanstalt entweder durch die Bost der Ingenieur und Kaufmann Richard Köhler und seine von ihm Bobersberg in Schlesien. Nachträglich sind bei der V. Gardes oder durch Gilboten oder durch Post und Eilboten. Der Aufgeber tann vergifteten Kinder Emil und Adolf, find von der Staatsanwaltschaft Infanteriebrigade doch noch verschiedene neue Ruhrerkrankungen verlangen, daß sein Telegramım bis zu einer von ihm bezeichneten Tele- zur Beerdigung freigegeben und gestern vormittag auf dem Friedhof vorgekommen. Sehr oft bewegen sich am Tage die von Soldaten graphenanstalt telegraphisch und von dort bis zum Bestimmungsort durch der Bartholomäusgemeinde in Weißensee beerdigt worden. die Post befördert werde. Auf Verlangen des Absenders oder des Die Nasenspitze abgebiffen wurde am Sonntagabend auf der Kaserne ins Lazarett gebracht werden, durch die Straßen. Das Empfängers werden Telegramme auch von einem Orte mit Tele- Fahrt von Mittenwalde nach Nixdorf dem Grünkramhändler Hermann Lazarett selbst ist schon derart mit Kranken gefüllt, daß eine Anzahl graphenanstalt durch Gilboten befördert, wenn die Anstalt am Betimmungsorte den Dienst geschlossen hat und die Entfernung zwischen Jakob aus Berlin. I. fuhr mit der Kleinbahn Rigdorf- Mittenwalde Leidender bereits im Ererzierschuppen des einen Regiments untergebracht ist. Der Besuch der Kasernengrundstücke der infizierten den beiden Anstalten nicht über 15 Kilometer beträgt. Der Absender nach Rirdorf zurück und jaß dabei mit dem Arbeiter Gustav Boblack aus der Reichenbergerstraße 73 in einem Abteil. Während der Fahrt hat, wenn er diese Bestellung wünscht, den Votenlohn oder einen bekamen beide Männer miteinander Streit, wobei 23. auf seinen Truppenteile ist unter strengste Kontrolle gestellt; wer nicht dienstlich entsprechenden Betrag zu hinterlegen. Ist ein hinterlegter Boten Gegner zusprang und diesem die Nasenspize abbiß. Bei der Ankunft oder in dringenden Geschäften in den Kasernen etwas zu thun hat, lohn nicht in Anspruch genommen worden, wird dies durch Melde- in Nixdorf mußte sich der Schwerverlette sofort in ärztliche Be- wird nicht zugelassen. zettel oder Postkarte der Aufgabestation mitgeteilt und dem handlung begeben; vermutlich wird er dauernd entstellt bleiben. Aufgeber der Betrag nach Abzug von 20 Pfennig zurück Boblack wurde verhaftet. gegeben. Für gewöhnliche Stadt- Telegram mɩ e, das heißt = transportierten Krankenkörbe, in denen die Patienten aus der " Aus Charlottenburg bringt eine Korrespondenz, der wir die Verantwortung für die Richtigkeit ihrer Meldung überlassen müssen, Telegramme an Empfänger im Orts- und Landbestellbezirk des Ein gefährlicher Brand wütete Sonntagnachmittag im Hause das folgende auheimelude Nachtbild: Eine große Zusammenrotting Aufgabe- Crts, wird eine Gebühr von 3 Pf. für jedes Wort, min- Lothringerstr. 82, in dessen Parterreräumen sich die Kaffee- Lagerei gab es in der Nacht zum Sonntag in Charlottenburg. Vor dem destens aber 30 Pf. erhoben. Im Landbestellbezirk tritt hierzu der von F. Dunsing und das Buz- und Modewarengeschäft von H. Behn" Ziehklub", einer Wirtschaft an der Ecke der Wall- und Krummestraße, wirklich erwachsene Botenlohn. Privat- Telegramme im befinden. In der hinter dem Puzladen belegenen Küche kam das in der Gelegenheitsarbeiter zu verkehren pflegen, gerieten zwei deutschen Verkehr sowie solche Privat- Telegramme des außerdeutschen Feuer bald nach 1 Uhr aus nicht ermittelter Ursache aus, sprang Männer gegen 1 1hr eines Mädchens wegen in einen Ringkampf, Verkehrs, deren Aufgabe- Ort in Europa liegt, werden nur dann nach binnen wenigen Minuten auf die angrenzende Stube über und nahm dem ungefähr 30 Personen zu fahen. Ein Schutzmann ging schließlich gesandt, wenn dies vom Absender verlangt oder vom Empfänger dann seinen Weg die Hintertreppe hinauf bis zum obersten Stock mit den beiden Kämpfern nach der Revierwache zu. Bald aber kam beantragt wird. Dagegen werden Privat: Telegramme von außer werk. Die anwesenden Mieter mußten schleunigst über die Vorder- ein Arbeiter" Schall und riß einen der Festgenommenen los, da er europäischen Aufgabe- Orten auch ohne besonderen Antrag nachgesandt, treppe flüchten, da eine starke Berqualmung sämtlicher Räume ein- fein Schlafkamerad jei. Der Schußmann ließ nun auch den andern wenn der neue Aufenthaltsort des Empfängers in Deutschland liegt trat. Da sofort„ Mittelfeuer" gemeldet war, erschien bald ein starkes laufen und packte Schall. Diesen versuchte wieder ein Arbeiter und der Empfänger die Nachsendung von Telegrammen nicht aus Löschaufgebot, das mit 4 Nohren unter Benuzung einer mechanischen Peß drücklich ausgeschlossen hat. Leiter gegen die Flammen vorrückte. Es gelang nach einstündigem Strafe für Armut. In der vierten Klasse der 141. Gemeinde- Wassergeben, die Hauptgefahr zu beseitigen und namentlich die beiden schule befindet sich unter anderm ein Mädchen, dem die Lehrer in großen Warenläden, sowie das Dachgeschoß zu halten. Bei den Löscharbeiten zog sich ein Feuerwehrmann eine starke Rauch jeder Beziehung gute Zeugnisse ausgestellt haben. Dies Kind ist nur vergiftung zu, während ein zweiter schmerzhafte Brandwunden an mit einem schlimmen Fehler behaftet, nämlich mit dem der Arden Händen davontrug. Nachdem die Wehr eine turze Zeit in die mut. Der Vater hat verkrüppelte Hände und ist daher fast arbeits- Depots zurückgekehrt war, wurde sie zum zweitenmal nach derselben unfähig, und so kam es, daß er nicht im stande war, aus eignen Brandstelle gerufen, wo die Balkenlage nochmals brannte. Diesmal Mitteln das Geld für die notwenigen Schulbücher zu beschaffen. nahm die Ablöschung nur furze Zeit in Anspruch. Mit Mühe und Not gelang es ihm, aus dem von der Von einem Bierwagen überfahren wurde vorgestern morgen Stadtverordneten- Versammlung für Anschaffung von Lehrmitteln beam Rollendorfplatz die achtjährige Tochter Martha des Bauarbeiters bewilligten Fonds ein Lesebuch loszueisen. Als das Mädchen Eckert. Die Kleine versuchte dicht vor den Pferden des Bierwagens aber vor kurzem einen Atlas haben sollte, und der Vater deswegen über den Fahrdamm zu laufen, glitt jedoch aus und stürzte so unebenfalls ein Gesuch an die Schulkommission richtete, erhielt er die glücklich, daß das rechte Vorderrad des schweren Gefährts über ihre Antwort, daß keine Mittel mehr vorhanden seien und das Gesuch Beine hinwegging. Die Verunglückte wurde nach der Unfallstation aus diesem Grunde abgelehnt werden müsse. Das Kind kam nun in der Stegligerstraße gebracht und von hier aus, da ihr der rechte mit dem Bescheid in die Schule, daß der Vater zur Anschaffung des Unterschenkel zermalmt worden war, dem Elisabeth- Krankenhaus Atlas nicht im stande sei. Darauf erhielt es vom Lehrer zunächst einen zugeführt. zu befreien. Der Lärm loďte eine ganze Menschenmenge, darumter bekannte Gewaltmenschen und Schläger an. Eine Rotte drängte den Beamten mit Schall auf einen Hausflur und umringte ihn so eng, daß er von der Waffe, die er blank gezogen hatte, keinen Gebrauch machen konnte. Die Notpfeife des bedrängten Schußmanns rief fieben Kameraden herbei, die ihn mit Gewalt befreiten und ein Dußend der Hauptschreier und Angreifer nach der Wache brachten, darunter die Arbeiter" Paul Möller, genannt„ RäuberBaul", Rudolf Leider, Ernst Wilke, Eichner und Waßmund. Eine Menge von tausend Personen folgte schreiend und johlend der Abführung. Einige Teilnehmer an der schweren Ausschreitung haben sich auf der Unfallstation in der Marchstraße verbinden lassen. Ob sie durch Säbelhiebe verletzt sind, oder sich unter einander geprügelt haben, steht noch dahin. Zum Bernauer Mord. Der Bäder Carl Oelze und der Tischler Andreas Gupta, welche sich seit längerer Zeit mit dem ehemaligen Poſtſchaffner Stern unter dem Verdacht des Mordes, begangen an dem Einbrecher Coniz, im Untersuchungsgefängnis zu Prenzlau befanden, sind jetzt aus der Haft entlassen auch Schlag auf die Schulter und dann den Befehl, zur Strafe zwanzigmal Ein brennender Accumulatorenwagen der Ringbahn ver- worden. Die weiteren Erhebungen in der Mordsache scheinen fich auf einen Zettel die Worte zu schreiben:„ Ich soll in jeder anlaßte vorgestern morgen gegen 1/28 Uhr eine vorübergehende Verkehrs- demnach zu ihren Gunsten gestaltet resp. zu einem negativen ReGeographiestunde einen Atlas haben." Der Vater störung im Straßenbahnbetriebe. Bei dem Waggon hatten sich die sultat geführt zu haben. Der Vehaftsbefehl gegen Stern ist dain Straft geblieben. Dieser wird bekanntlich Jolierungshüllen der unter dem Wagenboden befindlichen Strom- gegen war natürlich empört über diese Bestrafung der Armut und wandte taber entzündet und als man den Brand in der Lothringerstraße noch mehrerer Sittlichkeitsverbrechen beschuldigt, welche er gegen die sich mit einer Beschwerde an den Rektor; dieser aber wußte nichts bemerkte, hatte er schon eine bedeutende Ausdehnung angenommen 12 jährige Tochter eines Arbeiters in Schönerlinde verübt haben soll. In zu thun, als ihm achselzuckend den Rat zu erteilen, er möge zu und den Fußboden des Wagens ergriffen. Die Passagiere mußten diesem Jahre stand bereits beim Landgericht II Termin an, doch mußten Michaelis abermals um die Bewilligung des Atlas einkommen; schleunigst den„ Brennenden" verlaffen, der nach dem Depot in der die Verhandlungen vertagt werden, da der Hauptangeschuldigte vielleicht, daß er dann Erfolg habe. Adferstraße gebracht wurde, um eine Alarmierung der Feuerwehr zu Stern inzwischen auf Antrag seines Verteidigers zweds Beobachtung seines Geisteszustandes einer Frrenanstalt zugeführt worden war. Wir haben vor einiger Zeit schon eine bessere Organisation verhindern. Delze und Guzla haben sich nach ihrer Entlassung aus der Haft so= fort nach Berlin zurückbegeben. der Verwaltung des für Lehrmittel bewilligten Fonds in Vor- Am Sonntag, den 18. August, sind auf dem Volksfest in schlag gebracht; würden die vorhandenen Gelder nach Bedarf Reinidendorf ein Strohhut und ein Baar Damenhandschuhe gefunden verteilt werden, so hätte die Verwaltung keine Gelegenheit, damit worden. Abzuholen bei Ritschte, Bankower Allee 36. Eingegangene Druckschriften. Von der Nenen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das 47. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Elsaß- Lothringen und das Reich. Von Georg Weill. Was ist der Hronomiſche Materialismus? Von Dr. Cafimir v. Kelles- Krauz.- Der Opportunismus in der Praxis. Von Parvus. 2. Der Opportunismus und die Doktrin. Der Einigungstongreß der amerikanischen Socialisten in als Indianopolis. Von Julius Vahlteich. Litterarische Rundschau: Haus: haltungsrechnungen Nürnberger Arbeiter. Feuilleton: Wie die Heimat stirbt! Bilder aus dem Osten von Fritz Skowronnet.( Fortsetzung.) Centralverein der Bildhauer Deutschlands.( Verwaltungsstelle Berlin.) Dienstag, den 27. d. Mts., abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Versammlung. Tagesordnung: Modelleur- Angelegenheiten. Wahl der Agitationskommission der Modellbranche und eines Mitgliedes zur Preßkommission. Marktpreise von Berlin am 24. August 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Welzen, gut D.- Ctr. mittel gering Stationen Barometerſtand mm Windrichtung Windstärte Wetter Temp. n. 6. 5°. 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind: richtung Windstärke Better Temp. n. C. gebenden Preise in hohem Grade reserviert. Offerten waren vom Auslande Ischreiben Sie an das Gericht: In der und der Sache bin ich zum so und am Markte, im Preise jedoch nicht rentabel; nur einiger füdrussischer Roggen fo vielten als Beuge geladen. Ich bin vor 16 Jahren wegen usw. mit usw. Inlandsangebot; ausländische Offerten fehlten in diesem Artikel. Mais dann sicher, daß kein anständiger Richter Sie wegen der Strafe befragen war billiger offeriert. Mehl lag sehr still. Hafer matter und reichliches bestraft und bitte, mich nach dieser Bestrafung nicht zu fragen. Sie gehen gleichfalls schwach. Rüböl 0,10 m. nachgebend. oder eine Befragung seitens andrer zulassen wird. A. Schmidt 100. Spiritus ohne Notiz und Handel. 1. Nein. 2. Durchschnittlich 2 Stunden. O. 101. 1. Vor 3 Jahren. am Anfange. Bei Schluß des Verkehrs waren die Reportfäße für Getreide noch größer 2. G. 555. Nein. Schlagen Liebknechts Fremdwörterbuch nach. R. R. 40. Ja. Gute Hoffnung 2000. 1. Nur noch auf Grund eines Gerichtsbeschlusses. 2. Beide Klagen können nebeneinander laufen. Witterungsübersicht vom 25. August 1901, morgens 8 Uhr. 3. Falls diese Forderung sich als Mißbrauch der ehelichen Gewalt darstellt: nein. 4. Giner für beide genügt. 5. Ja. 6. Beweist sie das, was Sie behaupten, so wird die Klage des Ehemannes abgewiesen. 7. Ehebruch ist nur dann strafbar, wenn wegen dieses Ehebruchs die Ehe geschieden wird. 8. Ja, fie muß innerhalb 6 Monaten angestellt sein und fann zwischen 6 Monaten und 2 Jahren dauern. W. Nein. Martin 29. 1. Sie fönnen, da die Herausgabe des Kindes rechts10 fräftig ausgesprochen ist, ja jederzeit die Herausgabe mit Hilfe des Amtsgerichts und des Gerichtsvollziehers selbst erwirken, auch, falls Ihnen das Kind durch Gewalt oder List vorenthalten wird, Strafantrag stellen. Aus Ihren Darlegungen erhellt nicht, weshalb Ihre bisherigen Anstrengungen zur Verwirklichung Ihres Rechts fruchtlos gewesen find. 2 und 3. Nein. 4. Das wäre wohl zwecklos. X. A. 1. Ja, vorausgesetzt, daß die Wohnung nicht zu Zwecken mißbraucht wird, denen nur eine Familien2. Es genügt, daß das Gericht die Ueberzeugung wohnung dienen soll. gewinnt, daß Ehebruch stattgefunden hat. Hierfür kann der häufige 2. Y. 3. Nein. gegenseitige Besuch hinreichen. 3. Jeder die Hälfte. P. K. 75. 1. Darüber hat auf Anrufen des Vaters unter Würdigung aller Umstände das Amsgericht zu befinden. 2. Mit Ablauf von 4 Jahren seit Ende des Jahres, in dem die letzte Zwangsvollstreckung stattfand. 3. Bahlt nicht die Stadt die Unterstüßung, so erbt sie auch nicht. Wer die Unterstützung zahlt, ist aus Ihren Angaben nicht zu ersehen. 4. Die Klage A.. 100. Nein. wäre nicht ohne Aussicht auf Erfolg. Anna S. Die Nichtbefolgung des Verbots kann eine Anklage wegen Verübung groben Unfugs nach sich ziehen. Charlottenburg 11. Den 31. Dezember d. J. Belzigerstraße. Nach dem Krantenversicherungs- Gesetz darf der Kassenvorstand an Stelle des Krankengeldes und ärztlicher Behandlung usw., freie Kur und Verpflegung in einem Krankenhaus gewähren, und zwar für solche, verheiratet sind oder keine eigne Haushaltung haben oder nicht 757 SSO 2 woltent 18 Wetter: Prognose für Dienstag, den 27. August 1901. Ziemlich trübe, am Tage etwas fühler mit Regenfällen und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Swinembe 755 OSO Hamburg 75150 Berlin Franff./M. 753 SSW 7 heiter 2 wolkig 75450 3 heiter 16 Cort 17 Haparanda 754 Still 14 Petersburg 756 4 bedeckt 19 Aberdeen " " Noggen, gut " Kartoffeln, neue, D: Cfr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch 8,505,-ünchen 1,70 1,20 Wien, 757 903 4 bedeckt 18 Baris 753 S bebedt 65lb.bed. 14 3 bedeckt 17 1,30 1" 1,60 1,20 " " mittel " Kalbfleisch 1,60 1,10 " gering " Hammelfleisch 1,60 1,10 15,- 14,30 Butter 2,60 2" mittel " 14,20 13,60 Gier 60 St " 42,40 gering 13,50 12,90 " 1kg 2,40 2, 16,20 15,50 15,40 14,70 * Gerste, gut * pafer, gut mittel gering Nichtstroh 14,60 13,90 7,16 6,82 8,50 5,60 Karpfen Aale Bander Hechte Barsche nomabel: Schleie 40,- 25,- Bleie Hell Eibsen " Speisebohnen " Linjen 45,- 25, Strebse 65,- 30, 2.80 1,40 2,80 1,40 2,40 1,20 Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. mend Nicklaus. Diese Mißstände bitten wir Sie an den Verband der 1,80 0,80 Handels- Hilfsarbeiter zu berichten. 2,40 1,20 1,40 0,80 2. Der Mietsvertrage nichtaushaltung ihrer Familie sind, stets auch ohne deren ZuW. S. 60, Schöneberg. 1. Ja. 2. Nein. 3. Besprechen Sie die An gelegenheit doch zunächst mit Ihrem Vater. Erst wenn flar ist, ob Ver per Shot 18,- 2,50 mögen feitens der Mutter vorhanden ist und ob und wie Ihr Vater erben mill, sind die einzelnen erforderlichen Schritte anzugeben." 4. Ja. 1000 G. A. *) Frei Wagen und ab Bahn. 1. Eine solche Anzeige würde nur dann Erfolg haben, wenn sie der Wahrheit entspräche. Produktenmarkt vom 26. August. Am Getreidemarit entwickelte sich wird durch Aushebung zum Militär nicht aufgehoben. O. Nein. ftimmung. Sie sind also im Unrecht, die Kaffe im Rechte.'" Rechtlos 3. Heute recht schwache, beinahe flaue Stimmung. Die Lieferungspreise für Kurtner. Der Betreffende soll selbst bei dem Vorstand der betreffenden Auch Arbeitslose haben 3eugenentschädigung zu beanspruchen. Weizen und Roggen ſetzten 3/4 bis 1 M. niedriger ein als vorgestern. Aller:| Berufsgenossenschaft seinen Anspruch auf Unfallrente anmelden. Sonst ver-§ 2 der Gebühren- Ordnung für Zeugen bestimmt ausdrücklich: der Zeuge dings tamen die Auslandsbörsen im allgemeinen nur unwesentlich schwächer, jährt dieser Anspruch im Juni 1902. m. n. 52. 4. Der Einwand, daß erhält eine Entschädigung für die erforderliche Zeitversäumnis im Betrage dagegen nahmen bei uns die Realisierungen einen größeren Umfang an innerhalb der Empfängniszeit auch mit einem andren Manne Verkehr gepflogen von 10 Bf. bis zu 1 M. für jede angefangene, jedoch nicht für mehr als An der Börse nimmt man an, daß am hiesigen Plaze Spekulanten vielfach ist, führt zur Abweisung der Klage, alle andren Einwendungen sind hinfällig. 10 Stunden. Berfonen, welche durch gemeine Handarbeit, Handwerksarbeit à la Hauffe engagiert und nicht in der Lage find, die Ware, deren An- C. 200. Ja.- O.. 2. Ats Beuge foll Ihnen eine Frage, ob Sie oder geringeren Gewerbebetrieb ihren Unterhalt suchen oder sich in gleichen fündigung zum September erwartet wird, aufzunehmen. Bei den Mühlen bestraft find, in der Regel uur so weit vorgelegt werden, als es sich um Be: Verhältnissen mit solchen Personen befinden, erhalten die nach dem geringsten herrscht 3. 3. nur ein minimaler Bedarf, da der Mehlabsatz schleppend und strafung wegen Meineids handelt. Liegt Ihnen daran, unter feinen Um- Sage zu bemessene Entschädigung auch dann, wenn die Verunregelmäßig ist. Infolge dessen verhielten sich die Nehmer trop der nach- ständen weden der vor 16 Jahren erfolgten Cappalie befragt zu werden, so fäumis eines Erwerbs nicht stattgefunden hat." Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei. Verantwortung. Thraker. Dienstag, den 27. Auguft. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Die Journalisten. Anfang 72 Uhr. Neues Opera Theater( Kroll). Der Mikado. Anfang 8 1hr. Jm Trianon: Theater:„ Lebende Lieder". Anfang 8 Uhr. Im Garten: Täglich großes Konzert. Schiller.( Morwitz Oper.) Der Troubadour. Anfang 71/2 Uhr Deutsches. Rosenmontag. Anfang 72 Uhr. Berliner. Aleffandro Stradella. Sierauf: Cavalleria rusticana. Anfang 8 Uhr. Lessing. Geschlossen. Residenz. Geschlossen. Neues. Geschlossen, Westen." Theater Charivari"( Se ceffions: Brettl). Anfang 8 1hr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Auf. 8 Uhr. Die Geisha. Central. 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Carl Weiß. Talolo. 8 Uhr. Der Anfang Anfang Anfang Friedrich- Wilhelmstädtisches. 8 Uhr. Zigeunerbaron. Welle Alliance. Der Better. An: fang 8 Uhr. Im Garten: Großes Gartentonzert und„ Lustiges Brettl". Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Schön war's doch. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten- Borstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Damen Ringfämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Passage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. Reichshallen. V Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Jm Theatersaal.) Abends 8 Uhr: „ Mittelmeerfahrten". Jnvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Morwik Oper. Dienstagabend 7/2 Uhr: Schluß der Opern Saison. Abschied Heinrich Bötel. Der Postillon von Lonjumeau. Komische Oper in 3 Aft. v. Ad. Adam. Mittwoch, Donnerstag, Freitag geschlossen, Urania Metropol- Theater. Dienstag, den 27. August: Tauben- Strasse 48/49. Schönando Im Theater um 8 Uhr: Mittelmeerfahrten. Kleine Preise. Invalidenstr. 57/62. war's doch! Tägl. Sternwarte. Grosse Berliner AusstattungsCastans Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu! Neu! Neu! Der künstliche Mensch Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! " Der Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern mit freier Benutzung von„ O, diese Berliner" von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt vom Direktor Richard Schultz. Emil Thomas als Gast. Joseph Josephy a. D. H. Bender. G. Kaiser. Elise de Veré a. D. " Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. 1 Artistische Leitung: Paul Milbitz. Gr. Konzert, Theater- specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Kinderfeste. Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. M. Cohns Festsäle, Beuth- Strasse 20. 2183L* Einige Sonnabende und Sonntage für die bevorstehende Saison noch zu vergeben. Moritz Cohn. Vereine. Achtung! 9. Ja Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein guter und lieber Mann, Vater und Schwiegervater August Emmrich am 24. August nach langem, schwerem Leiden gestorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch nachm. 4 Uhr auf dem neuen Jakobi- Kirchhof in der 996 Hermannstraße statt. Die tiefbetrübte Frau Marie Emmrich, Tochter u. Schwiegersohn May Landgraf. Central- Verband der Bauarbeiter ( Zahlstelle Berlin II.) Am 20. August 1901 schied freiwillig aus dem Leben der Baus arbeiter August Hinkelmann Vereine. im 38. Lebensjahre. Habe noch zwei größere Säle an Sonnabenden und Sonntagen im Oktober, November, Dezember. Januar, Februar, März zu vergeben. Toten- Sonntag und Buktag noch frei. H. Ebert, Sommandantenstr. 72. 21652*] Neues Klubhaus. Zoologischer Frid Frid. F. Georgette. Boykottfreier Nordhäuser Kautabak Garten Entree 1 Mark. Von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder die Hälfte. Heute: E Grosses Doppel- Konzert. Gastspiel: Saharet. Anfang 28 Uhr. Rauchen überall gestattet. Anfang 5 Uhr nachmittags, Prater- Theater Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr mit ganz neuer Ausstattung an Kostümen, Dekorationen und Requisiten bei ermäßigten Preisen zum 730. Mal: Die Geisha. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Apollo- Theater Robert Steidi als Wolzogen II, Ueberbrettl- Parodie 10 hervorragende Specialitäten. Ferner: Frau Luna mit dem Luftballett„ Grigolatis". Konzert 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Sonnabendabend 8 ühr: W. Noacks Theater. Eröffnung der Schauspiel Saison. Zum erstenmal: Die Kronprätendenten. Carl Weiss- Theater Große Frankfurterstr. 132. Direft.: B. Zimmermann& O. Schramm. Lustspiel- Ensemble. 3um legtenmal: Talolo Anfang 8 Uhr. Brunnenstraße 16.) Täglich Konzert, Theater: und Specialitäten- Borstellung. Die Veilchenfee. Burleste mit Gesang in 2 Bildern von W. Gerice. Musif von Schmidt. Jm Saale: Tanzkränzchen. G. Brochnows Morgen: Sommer- Oper. Zauber Gesellschaftshaus, flöte. Im Garten: Theater, Konzert und Specialitäten Vorstellung. 18272*] Weberstraße 17. = Damen- Ringkampf. Letzte Woche! Betty Laars, weiblicher Herkules. 5½ Uhr. Sonntag, 1. September. Gr. Novität! Berliner Nangen. Gr. Gesangsposse in 7 Bildern von G. Albert. Musik von Leonard. Neue Kostüme. Glänz. Ausstattung. Neue Deforationen. 90 mitwirkende Personen. Im herrlichen Konzertgarten jeden Dienstag und Freitag: Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Auf fremder Erde. von Grimm& Triepel, Nordhausen, stets frisch zu billigsten Preisen bei [ 21632* H.& P. Uder, Berlin SO., Engel- Ufer 5, parterre, Tabak- Großhandlung und Cigaretten Fabrit. Nur echt, wenn jedes Röllchen den Zettel:„ Aus der Fabrik von Grimm& Triepel, Nordhausen", trägt. Schweizergarten Puhlmanns Vaudeville- Theater Schönhauser- Allee 148. Am Friedrichshain Täglich: Große Theater: und Täglich: Ausstattungsstück mit Gesang u. Tanz| Am Königsthor. in 4 Bildern von Hugo Schulz. Auftreten der Excentric- Chansonnette Hedwig Döring, des Grotesque Somiters Paul Coradini, ber Frères Douseck, Gigert Komödianten. Karleys, Musikalischerobaten. The Mr. Bartlings lebende Photographien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. 2nd Numerierter Platz 50 Bf. Kalbo. Reichshallen. Heute, sowie täglich: Humorist. Soiree der Theater. Ball. Neue Specialitäten. Jeden Abend Berliner Leben. Jeden Abend 10: Anfang 42 Uhr. Entree 30 Pf Wedding- Park Stettiner Sänger. Müller- Strasse 178. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Sanssouci Im Garten: Täglich: HoffmannsNordd. Sänger und Konzert. Donnerstag, Sonntag u. Montag: tag Tanzkränzchen. Brauerei Steinmetz K. Gregory, Sänger. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. 3ons gültig. Anf. 8 Uhr. Jeuen Sonntag: BALL. Einige Sonnabende noch zu vergeben. Badstr. 67 u. Hochstr. 21-24, Detonom H. Bopel. Empfehle meine hocheleganten Säle, 300 Personen fassend, für Bereinsfestlichkeiten. 18402* Im Garten: Gr. Freikonzert. Jeden Dienstag und Sonnabend: Norddeutsche Sänger. 191 Biegler, Wolff, Hohenberg etc. Entree 20 Pf., Vorzugsbillets 15 Bf. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz, Rüdersdorferstr. 71. Hermann Imbs. Täglich: Großes Konzert, Theater- u. Specialitäten- Borstellung. Specialitäten- Vorstellung. Nur Kräfte ersten Nanges. Großer Wir Großer Bacherfolg! Lacherfolg! brandhen keine Männer mehr. Große Ausstattungspoffe in 2 Aften von Glefeld. Wochentags 5 Uhr. Anfang: Sonntags 4 Uhr. F. Lehmann, Direttor. Connabende Noch frei( 21862* Pracht- Saal, mit Bühne zu 300-400 Pers. Neue Heizungsanlage. Die Beerdigung findet am Diens: tag, den 27. d. M., nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Heiland43/14 Friedhofes aus statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme fowie für die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unver geßlichen Vaters, des Schlossers Robert Mosig, sage ich allen Teilnehmern meinen herzlichsten Dank. Witwe Mofig nebst Kindern, W., Culmstr. 20a. [ 1136 Für die rege Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes fage ich allen meinen herzlichsten Dank. 23w. Krause nebst Kindern, 21872] Chorinerstr. 54. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei der Beerdigung des Schloffers Max Bäthge sagen allen Freunden, Kollegen und Genossen herzlichsten Dank 1116 Die trauernden Hinterbliebenen. J. V.: Rudolf Zinnow. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme und die reichen Kranzspenden beim Hinscheiden meines lieben Mannes fage ich allen Freunden und Bekannten, sowie feinen ehemaligen Kollegen und Meistern meinen herzlichsten Dant. Die trauernde Witwe Emma Krause nebst Sohn. Die von mir leichtfertig in die Welt gesetzten Beschuldigungen gegen Herrn D. Grauer in Lichtenberg nehme ich hiermit zurück, nachdem ich mich überzeugt habe, daß das von mir Verbreitete unwahr ist, und warne ich vor Weiterverbreitung der von mir aufgestellten Behauptungen; ich Weber- Straße 17. berg unb bie bes vierten Wahlkreises Honig! Oldenb. Bienenhonig, beste Qualität, ver: sendet 9 Pfd. netto zu 6,50 M., 5 Pfd. netto zu 4 M. fr. Nachn. Gar. Zurüdn. Nordloh, bebaure, die Parteigenossen von Lichtenum einige Stunden ihrer Zeit gebracht zu haben. 104b Felix Büttner. Bruch- Pollmann E. Reil, Bahnhof Augustfehn, empfiehlt sein Lager in Bruchban Oldenburg. ( 1918 dagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, fowie sämtl. 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Bäckerei, auch für andre Zwecke, zu ver: mieten. 20462* Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Heute Dienstag, abends 81% Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Sitzung der Orts- Verwaltung und der Werkstatt- Kontrollkommission. Achtung, Stock- und Celluloidarbeiter! Mittwoch, den 28. August, abends 8 1hr, im„ Englischen Garten"( oberer Saal), Alexanderstraße 27 c: und Umgegend. Mittwoch, den 28. Auguft cr., abends 8½½ Uhr: Mitglieder- Versammlung in Stecherts Festsälen, Andreasstraße 21. Tages Ordnung: THORN MECHT BERLIN Stempel Fabrik von[ 18440* Robert Hecht, Berlin S., Oranienstr. 142, liefert schnell und billig alle Arten Stempel in bester Ausführung Kautschuk Typen" Perfekt" 130/4 zum Zusammensetzen einzelner Wörter fowie ganzer Säge von 1.50 M. an 1. Die wirtschaftliche Krists und die Aufgaben der Gewerkschaften." Referent: Reichstags Abgeordneter E. Rosenow. 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder erwartet Der Vorstand. Branchen- Versammlung. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Deutscher Photographen Gehilfen Verband Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Emanuel Wurm ,, Der gewerbliche Gesundheitsschutz." 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten. 4. Verschiedenes. fiber: Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. Der Obmann. Modell- und Fabriktischler. Mittwoch, den 28. August, abends 8 Uhr, im Weddingpark, Müllerstraße 178: Branchen- Versammlung. Tages- Ordnung: 1086 Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 27. August 1901, abends 81/2 Uhr, bei Nümann, Brunnenftr. 188: Versammlung der Bandagisten. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Lohnkommission über die Antwort der Arbeitgeber. 2. Diskussion und Stellungnahme hierzu. Das Erscheinen aller ist notwendig. Abteilung Berlin. Mittwoch, den 28. August 1901, abends 9 1hr, in Feuersteins Festfälen, Alte Jakobstraße 75: Versammlung. Tages Ordnung: 118b 1. Das Naturheilverfahren, erklärt an großen Lichtbildern vom Natur arzt Grundmann. 2. Verschiedenes und Fragen. Gäste willkommen. Der Vorstand. 118/2 Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und -Arbeiterinnen Deutschlands. 1. Bericht der Werkstatt Kontrollfommission. 2. Werkstattangelegen: Mittwoch, den 28. August 1901, abends 8 Uhr, in Cohns heiten. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Obmann. Mittwoch, den 28. August er., abends 8 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstraße Nr. 18 c: Branchen- Versammlung der Festfälen, Beuthstraße 20: Allgem. Versammlung der Schloffer. Tages Ordnung: 1. Der Streit der Bananschläger Berlins. Referenten die Kollegen Schulz und Schröder von der Lohnkommission der Bauanschläger. 2. Diskussion. Die wichtige Tagesordnung macht das Erscheinen aller Kollegen Donnerstag, den 27. August 1901, abends 81/2 Uhr: Galanterie- und Lurusmöbel Arbeiter notwendig. ( Tischler, Drechsler, Maschinenarbeiter, Polierer). Tages Ordnung: Wie gestalten sich die gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der jezigen wirtschaftlichen Krise? Es ist Pflicht eines jeden in dieser Branche beschäftigten Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. Mittwoch, den 28. August, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Seitenflügel, Saal VII: Branchenversammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Die Berufsgenossenschaft der Musikinstrumenten Industrie und die Unfallverhütungs: Vorschriften. Referent: Kollege E. Böske. 2. Dis Tussion. 3. Branchen- und Verbandsangelegenheiten. NB. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen der Fabriken Knabe u. Thal, Dieffenbachstraße 36; Laurinat, Wasserthorstraße 9; Nöffel, Wafferthorstr. 32 sowie sämtliche in Pianofabriken arbeitenden Maschinenarbeiter ganz besonders eingeladen. Centralverband der Maurer 2c. ( Zahlstelle Berlin II). 2 große Mitglieder- Versammlungen: Für Südost und Ost am Dienstag, 27. Auguſt, abends 8 Uhr, Für Moabit im Lokale Wrangelstr. 10. Versammlung der Gürtler und Drücker im Gewerkschaftshaus( Saal I), Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Petzel über: Die Krise in der Juduftrie. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Zeytilarbeiter- Verband. Berlin III( Dekateure). U Dienstag, den 27. Auguft, abends 8 Uhr, bet Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Schubert. 2. Diskussion. 3. Abrechnung der Aussperrung vom 1. Mai d. J. 4. Verschiedenes. Pünktliches Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. Gäste willkommen. Der Vorstand. 197/12 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Rixdorf. am Mittwoch, den 28. August, abends 8 Uhr, Mittwoch, den 28. Auguft, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn bei Fischer, Waldstr. 8. Thomas, Hermannstraße 48-50: Tagesordnung in beiden Berfammlangen: Bortrag über:„ Der wirtschaft Oeffentliche Versammlung der Bautischler. liche Niedergang und die Aufgaben der Gewerkschaftsorganisation". Um rege Beteiligung aller Verbandsmitglieder erfucht 143/ 18* Achtung! I Die Verbandsleitung. Achtung! Verein der Tischler Berlins u. Umgegend. ( Vertrauensmänner- Centralisation.) Dienstag, 27. August, abends 81% Uhr, im Freischük, Fruchtstr. 36a: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Jahn über: Humanität und Gewalts politit. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes. Freunde und Kollegen als Gäste sind willkommen. Zahlreichen Besuch erwartet Bühne 186/ 16* Der Vorstand. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzlos. Bahn M. Heenvlomben 1,50 Mt. Zeilzahl. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7. Tagesordnung: Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 28. August, ab. 8 1hr, b. Raabe, Kolbergerstr. 23: 4. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegierten zur Gaufonferenz. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 1126 Alle Mitglieder sind verpflichtet zu erscheinen. Gäste willkommen. Die Ortsverwaltung. Achtung, Bananschläger! Mittwoch, den 28. August cr., vormittags 9 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29: 34/11 Große öffentliche Versammlung fämtlicher Bauanschläger Berlins. Tages Ordnung: 1. Unser Streit. 2. Verschiedenes. Achtung!-nedust Der Einberufer. Achtung! Vereine und Gewerkschaften. Hierdurch zur gefälligen Kenntnis, daß die Tanzlehrer Herren Georg Arndt in Nixdorf, Steinmetzſtr. 32, und Emil Meisel, Faltstraße 21 200/1 wohnhaft, nicht mehr Mitglieder unsres Vereins sind. Letterer ist jetzt bei Herrn Rautenberg, Hasenheide 52, beschäftigt. Der Vorstand des Tanzlehrer- Vereins Solidarität". Künstl. Zähne ado ohne Entfernung der Wurzel Schmerzloses Zahnziehen. Plomben sowie sämtliche Zahnoperationen schmerzlos. Teilzahlung per Woche 1 Mk. 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