Mr. 201. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando; Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 wt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Ginzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poste Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1901 unter Dr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebuye beträgt für die sechsgespaltene Rotonet geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. " Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bte nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: * Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Der neue Kulturkampf. In Osnabrück haben sich die katholischen Centrumsdebatten von Dasbachschen Lügenhaftigkeiten, deren wir gestern gedachten, zu einiger politischen Bedeutsamkeit erhoben. Nicht etwa, als ob diese Bedeutfamleit einer geistigen Erhöhung der Beratungen gedankt würde; eher verfielen die Herren Gröber und Bachem in unfreiwillige Komit durch pathetische Erklärungen, wie die, daß der Katholicismus durchaus sich nicht gegen die Entwicklung der Menschheit sträube, habe doch der Katholik Kolumbus Amerika entdeckt. Nur das schwere Massengewicht der ausschlaggebenden politischen Partei vermag den Ankündigungen der Osnabrücker Heerschau Beachtung zu sichern. Noch niemals stand eine Generalversammlung des deutschen Centrumstatholicismus so sehr, so fast ausschließlich unter dent Zeichen der Gegnerschaft und des Rampfes gegen die Socialdemokratie. Früher sah das Centrum den Feind im protestantischen Staat, der die katholische Kirche bedrückte. Jetzt geht es mit dem protestantischen Staat, mit den Keßern der andern Soufeffion gegen die Socialdemokratie. Die Streitagt des alten Kulturkampfes ist begraben und das letzte dürftige Paradestüd aus der früheren Kampfesperiode, die Forderung der Befeitigung des Jesuitengesezes, verschwindet in dem neuen Kulturtampf der Kirchlich bevormundenden und wirtschaftlich ausbeutenden Autorität gegen die Freiheitsbewegung der Arbeiterflaffe. Es ist nötig, in längerer Wiedergabe den Ungeist und die frömmelnde Heuchelei der Centrumspolitik zu citieren. " Nachdem zunächst in der Generalversammlung des Volksvereins für das katholische Deutschland" Herr Gröber Kolumbus und Vasto de Gama als Katholiken gefeiert und die Socialdemokratie wieder einmal fälschlich als Partei des Atheismus bekämpft hatte, nachdem ferner Herr Bachem das Centrum als„ das festeste Bollwert für Thron und Altar" eingeschätzt hatte, erstattete der Generalsekretär des Volksvereins Dr. Pieper den Jahresbericht. Er führte aus: der Donnerstag, den 29. August 1901. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Ein weiterer Vortrag, der die Christlichkeit und Arbeiterpolitit arbeitern genutzt, sondern nur den vermöge einer ungerechten Eigendes Centrums herrlich offenbarte, behandelte den Ausgleichtums- und Privilegienordnung den Grund und Boden des Landes der wirtschaftlichen Interessen". Abg. Herold, bewuchernden Feudalherren und Großbauern. Und diese schmählichste ein Agrarier, würdig zum Bunde der Landwirte zu zählen, sollte aller Plünderungsmethoden will das Centrum in erneuerter Verdem Centrumsgefolge den schmählichen Brotwucher in eine Rettung schärfung gegen die arbeitenden Boltsschichten exekutieren! der notleidenden Landwirtschaft verzaubern. Herr Herold verkündete Herr Herold will die Centrumsarbeiter erschrecken, indem er also wundersame Weisheit: ausmalt, der Niedergang der Landwirtschaft werde die Landarbeiter Das Centrum fei stets für den wirtschaftlich Schwachen, den in die Städte treiben und hier die Konkurrenz der Arbeiter Mittelstand und die Arbeiter, eingetreten. Die Industrie unter einander vermehren. Aber haben die bisherigen Kornwerde nicht geschädigt, wenn die Lage des Arbeiters eine bessere zölle diese Abwanderung vom Lande gehindert? Wird nicht werde. Der Redner erwähnte im weiteren der Arbeiterschutz- Ge- auch nach der Erhöhung der Zölle der Landarbeiter die Junkersetze, für die das Centrum stets eingetreten sei. Es müsse ganz knute fliehen und dem russischen Zuwanderer den Platz im Junterbesonders für Erhaltung des christlichen Familienlebens gewirkt werden, damit werde man am wirtsamsten die Socialdemokratie Dorado räumen? Wollte das Centrum ernstlich die Lage des Landbekämpfen.( Lebhafter Beifall.) Das Centrum sei stets arbeiters bessern und zugleich die städtische Arbeiterschaft vor Lohneingetreten für Hebung und den Schutz des Handwerks, um druck schüßen, so möge es nur zwei leicht zu erfüllende Vorschläge sich dasselbe in die Lage zu versetzen, den goldenen Boden zu eigen machen und durchführen: es möge den Landarbeitern das wiederzugewinnen.( Bravo.) Der Redner erwähnte ferner Soalitionsrecht geben, damit sie eine Besserung ihrer Lage der großen Verkaufsbazare. Statholische Socialpolitiker haben die erringen können; es möge den Junkern von Gesegeswegen aufAnregung für ein Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb gegeben. Das Centrum habe beantragt, den Offiziers- und Privat erlegen, fagen wir nur die Hälfte der Mehreinnahmen beamten Vereinen den Berkauf an Richtmitglieder zu verbieten durch den Zollwucher den Arbeitern auf ihren Gütern ausund eine Untersuchung über industrielle Syndikate und zuzahlen! Startelle anzustellen.( Beifall.) Die Landwirtschaft Wie denkt das christliche Centrum über diesen Ausgleich der müsse sich in erster Reihe selbst helfen. Allein wenn die Land- wirtschaftlichen Interessen"? wirtschaft infolge der ausländischen Konkurrenz nicht mehr bestehen Here Herold hat vorläufig nur jene erbärmlichste Täuschung könne, dann müsse derselben ebenso zu Hilfe gekommien der Arbeiter in sein Ausgleichsprogramm aufgenommen, daß der werden, wie den Arbeitern und Handwerkern. Ebenso Ueberschuß der Zolleinnahme zu Wohlfahrtseinrichtungen für die wie der Industrie Schutzölle gewährt worden seien, um dieselbe Arbeiter verwendet werden solle. wieder zur Blüte zu bringen, Es mögen seltsame Arbeiter wirtschaftlichen Erzeugnissen ein entsprechender Schutz ge- gewesen sei, die diesem Trug lebhaften Beifall spendeten. Werden währt werden. dieser Beziehung stoße die zu erwartenden Mehreinnahmen des Reichs aus der Kornzollweiten Streifen auf großen Widerstand. Man sage, die land- erhöhung nicht für Zwecke des Militarismus und Marinismus, die wirtschaftlichen Zölle kommen lediglich den Großgrundbesitzern das Centrum christlich fördert, aufgebraucht werden? Würden aber zu gute. Man vergesse dabei, daß in Rheinland, Westfalen und auch wirklich diese Mehreinnahmen so verwendet werden, wie das in ganz Mitteldeutschland Großgrundbesitzer in sehr geringer Zahl, Centrum vorgiebt, betrüge die also verwendete Summe nicht aber dort überall ein sehr zahlreicher Bauernstand vorhanden sei. immer nur einen geringen Bruchteil dessen, was durch dieselbe Korne Man habe doch seiner Zeit die Eisenzölle nicht eingeführt, um zollerhöhung den Arbeitern entzogen wird? Und endlich wie den wenigen Millionären in der Eiſenindustrie zu helfen, so müsse auch den landman sondern um der Eiſenindustrie felbst wieder aufzuhelfen, sollen überhaupt diese Wehreinnahmen dem Reiche zufließen, wenn und den deutschen Arbeitern wieder Arbeit und aus- andrerseits das Ziel der Agrarpolitik des Centrums ist, so viel int kömmlichen Lohn zu verschaffen. Und das was man der Inlande zu erzeugen, um die Bedürfnisse des Landes selbst zu Industrie mit Erfolg gewährt habe, könne auch die decken"? Wäre dies Ziel erreicht, so verliert das Reich seine EinLandwirtschaft verlangen. Das sei einfach eine Forderung der nahmen aus der Einfuhr vom Auslandsgetreide und die WohlfahrtsGerechtigkeit. Es sei notwendig, so viel im Julande zu einrichtungen für die Arbeiter gerrinnen im Nichts katholischer erzeugen, um die Bedürfnisse des Landes selbst Nächstenliebe! zudecken und sich vom Auslande unabhängig zu machen. Die Das Centrum ist Regierungspartei geworden, Partei der Be Frachtsäße seien infolge der modernen Verkehrswege derartige, daß die deutsche Landwirtschaft mit dem Auslande nicht kon- fizenden und Ausbeutenden. Es ist Sieger im alten Kulturkampf kurrieren könne. Wenn die Landwirtschaft zu Grunde gehe, dann geworden und schreitet Seite an Seite mit den alten Kulturkämpfern, werden sich die Landarbeiter naturgemäß der Industrie zuwenden den einstigen Feinden, den jetzigen Waffenbrüdern, zum neuen und somit die Löhne dieser Arbeiter drücken. Eine konsumtions- Kulturkampf" gegen die Socialdemokratie, die nicht den„ Ausgleich" fähige Landwirtschaft trage hingegen auch zur Blüte der will zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten, zwischen Brotwuchern Industrie bei. Und daß durch die erhöhten Zollsäze die Arbeiter und Bewucherten, die vielmehr der Ausbeutung und dem Wucher ein teinen Schaden haben, erhellt doch aus dem Umstande, daß der Ende gebietet. Durch alle Reden auf der Osnabrücker GeneralUeberschuß der Zolleinnahmen zu Wohlfahrts= einrichtungen für die Arbeiter verwendet werden solle. versammlung läuft die Erkenntnis, daß das Centrum als regierende ( Lebhafter Beifall.)... Jedenfalls wird das Centrum in der Partei im tapitalistischen Deutschland nur diesen einen Reichstags- Session bei Beratung des Bolltarifs vor eine sehr Gegner zu fürchten hat. schwierige Aufgabe gestellt werden. Allein haben Sie ver- und gewiß, es ist ein wahrhafter Kulturkampf, der trauen zum Centrum, es wird wie immer seine Aufgabe hier gekämpft wird. Das Centrum unternimmt es, durch im Intereffe der Allgemeinheit zu lösen wiffen. Mißbrauch der Religion, durch Frömmelei und Muckerei die Massen ( Stürmischer Beifall.) Der Redner führt im weiteren aus, daß das in Geistesnot und Unterwürfigkeit zu bannen. Centrum auch für das Wohl der Arbeiter und Handwerker nach verteilen Die Socialdemokratie entfesselt die menschliche Vernunft wie vor mannhaft eintreten werde, nicht aus Furcht vor den Socialdemokraten, wie Liebknecht einmal gesagt hat, au freient, schöpferischem Wirken, zum Aufbau einer Welt der sondern aus christlichem Gerechtigkeits- und Pflicht: Menschlichkeit und der Kultur. gefühl.( Stürmischer Beifall.) Das Christentum ist die beste Socialschule. Der staatliche Kulturkampf ist zu Ende, der Kulturkampf der Umsturzmächte beginnt. Das Centrum wird diesem neuen Kulturkampf mit Gottes Hilfe ebenso fiegreich zu begegnen wissen, wie er den staatlichen Kulturkampf siegreich zurückgeschlagen hat.( Stürmischer Beifall.) Dörfern, im jun Politische Weberlicht.d Berlin, den 28. August. Centrumsarbeiter und Zollwucher. Der Volksverein zählte im Jahre 1900 181 744 Mitglieder. Der Volksverein erstrebe mit wachsendem Erfolge zunächst die Aufgabe, die katholischen Männer zum Bekenntnisse und zur Bethätigung der socialen Grundsätze des katholischen Glaubens im öffentlichen und gesellschaftlichen Leben anzueifern und zu be und gleichzeitig die falschen Lehren Socialdemokraten zurückzuweisen. An der Centralstelle find sieben Beamte litterarisch thätig, denen je ein besonderes Gebiet der socialen Fragen, welche den Bauern, Handtverkers, Kaufmanns- oder Arbeiterstand betreffen, zur Bearbeitung zugewiesen ist. Die Notwendigkeit angemessener landwirtschaftlicher Schutzölle wurde dauernd befürwortet und verteidigt. Das Flugblatt über die Getreidezölle ist bereits in 450 000 Exemplaren verbreitet. Zur Förderung des Handwerks, des Kaufmanns- und Arbeiterstandes wurden die Mittel der Vereinsthätigkeit in gleicher nachhaltiger Weise benutzt. Der focialen Schulung der katholischen Arbeiter und Handwerksgesellen wurde gedient durch Gründung focialer Unterrichtskurse und Verbreitung der Fachpresse. Der Redner wies im weiteren auf die Gefahren hin, die der katholischen Kirche durch die unablässige Agitation der Socialdemokratie erwachse. Wäre der Volksverein 1898 stärker gewesen, dann hätten die Socialdemokraten bei den Wahlen 1898 nicht solch' große Erfolge er gielen können. Die Socialdemokraten halten in allen Winkeln Versammlungen auf Versammlungen ab. Sie des Sonntags, selbst in den fleinsten ganzen Lande, Millionen von Flugblättern. Der immer größer werdende gug der Landarbeiter in die Städte und in die Fabriken führe der Social demokratie unaufhörlich neue Anhänger zu. Die Katholiken können und dürfen es sich aber nicht länger gefallen lassen, daß die Socialdemokraten ihnen rücklings ihre Glieder wegstehlen. Bereits haben die Socialdemokraten die Herrschaft in den Gewerbegerichten, den Krankenkassen- Vorständen und Gesellen- Ausschüssen an sich gerissen. Wenn dieser Agitation mit Erfolg entgegen Der Centrumsredner des Brotwuchers hat es vorsichtig untergetreten werden solle, wenn der Katholizismus erfolgreich seinen lassen, das geplante Höhemaß dieses Wuchers anzugeben; darin Aus München wird uns geschrieben: Siegeszug durch Deutschland unternehmen wolle, dann sei es not eben liegt ja die schwierige Aufgabe" des Centrums in der nächsten Als vor Monaten schon der Vorwärts berichtete, daß die wendig, in erster Reihe den Volksverein zu fördern.( Stürmischer Reichstagsfession, wie ein möglichst hoher Kornzoll dem Bolte auf- Mitglieder der katholischen Arbeitervereine in München durchaus Beifall.) Unter gleichfalls stürmischem Beifall- von Böllerschüssen, die erlegt werden kann, ohne daß seine Arbeiteranhänger ihm entrüftet nicht für die agrarische Politik des Centrums begeistert seien, da fiel sonst zum Beifallsinventar der Generalversammlung gehören, wird Herr Herold die Wucherbestrebungen des Centrums als christliche lichen Aufwand von Schimpfereien suchte man unsre Bemerkungen Mit unsäglich thörichten Schwindel versucht die ultramontane Presse wütend über uns her. Mit einem erheb in diesem Fall nichts berichtet bestieg darauf Abg. Lieber die Gerechtigkeit den Arbeitern vorzutäuschen. über die innerhalb der Centrumspartei bestehenden Differenzen zu Tribüne und besprach den Jahresbericht also: Das Centrum ist die Partei des Ausgleichs, sie hat widerlegen. Sogar daß daß einige Arbeitervereine in ihren „ Höchst bedauerlich ist es, daß wir trotz aller Generalver- allen geholfen und wird fürder allen helfen: Das Centrum Versammlungen Resolutionen für die Zollerhöhungen fammlungen immer bei der Bahl 180 000 stehen bleiben. Wenn hilft dem Mittelstand und der Landwirtschaft, den Arbeitern und den genommen hätten, wußte die Centrumspresse mit Genugthuung wir die Socialdemokratie nach der Stimmenzahl beurteilen, die bei den Wahlen für sie abgegeben wird, dann ist ihre Zahl Unternehmern. Den Arbeitern hat es aus christlichem zu melden. Und das Organ des ultramontanen Eisenbahnerzehnmal so groß, als der Volksverein für das katholische Deutsch- Gerechtigkeits- und Pflichtgefüht" geholfen, indem es jede Social- Verbandes, dessen Redaktion ganz unter dem Einfluß eines tatholand. Diese Thatsache ist für uns nicht nur eine Schande, reform hundertfach verwässerte und die kapitalistische Ausbeutung lischen Geistlichen stehen soll, sang gleichfalls ein Loblied auf den sondern eine direkte Lebensgefahr.( Beifall.) Es ist daher die des Menschen durch den Menschen als ewige Gottesordnung pro- Brotwucher. Pflicht jedes Katholiken, sich dem Volksverein anzuschließen. Es tlamierte. So will es jetzt der Landwirtschaft" helfen Nun gehen in diesen Tagen unsre Parteigenossen von Haus zu muß unsren katholischen Mitbürgern flar gemacht werden, daß durch Brotwucher. Das ist der christliche Ausgleich" des Centrums: Haus, um Unterschriften zu sammeln für die Petition gegen wenn unser Glaube erhalten und unsre heilige Kirche die ihr von Einige Zehntausende, die ob übermäßig hoher Güterpreise die den 8olltarif. Dabei machte man ganz überraschende Er Gott gestellte Aufgabe, den Sieg über die Menschheit zu erringen, Auslandskonkurrenz zur Herabminderung eines standesgemäßen" fahrungen. In dem Bezirk München- West, wo das tatholische erfüllen wolle, dann müsse der Volksverein im Kampf vorangehen. Es müsse den Angehörigen unsrer Kirche die Ueberzeugung bei- Daseins nötigt, sollen hunderte Millionen geschenkt erhalten, während Vereinsleben ganz besonders blüht, unterzeichneten sich gebracht werden, daß, wer sich nicht dem Boltsverein als Mitglied 50 Millionen der deutschen Bevölkerung, deren größter Teil in fast ausnahmslos die Angehörigen der Centrum 3anschließt, der erfüllt nicht die Anforderungen unsrer Zeit. dürftigster Eristenz darbt, einer Verteuerung der nötigsten Lebens- partei. Nicht nur die zahlreichen, im Bezirk wohnenden Post( Stürmischer Beifall.) mittel überliefert wird! und Bahnbediensteten, die auch zum großen Teil Mitglieder des ultramontanen Eisenbahner- und des Postverbandes sind, schrieben ihre Namen, sondern sogar die Vorstandsmitglieder bürgerlicher Centrumsvereine. Im Hause eines ultramontanen Gemeindebevollmächtigten, der nur ganz zweifellose Centrumsangehörige als Mieter aufnimmt und jeder Partei fündigt, die ihm irgendwie politisch verdächtig erscheint, auch in diesem Hause unterzeichneten fämtlichen Inwohner! v. den Rücken kehren. " Der folgende Vortrag des Herrenhaus- Mitgliedes Freiherrn Was der Industrie recht ist, soll der Landwirtschaft billig b. Wendt, der Vermehrung von Schulen und Kirchen empfahl, um sein! fagt Herr Herold. Aber in Wahrheit haben auch die Eisen,, dem Unglauben und den Umsturzideen mit voller Energie ent- zölle nicht die Eisen- Industrie" und nicht die Arbeiter dieser gegentreten zu können", wurde unterbrochen durch eine monarchische Industrie gefördert, sondern nur zu Gunsten der Eisenfabrikanten Kundgebung; es traf das Telegramm des Freiherrn v. Lucanus ein, die Eisen- Erzeugnisse verteuert, so weit verteuert, daß längst an das das den kaiserlichen Dank für das Gelöbnis unwandelbarer Treue Ausland das deutsche Eisen billiger verschleudert wird, als der und Ergebenheit" aussprach und das mit einem stürmischen Kaiser- deutsche Verbraucher es tauft. So haben auch die Agrarzölle bisher Hoch von der Versammlung aufgenommen wurde. nicht den fümmerlich sich nährenden kleinen Bauern und nicht den Landantour Aehnliche Berichte werden uns aus dem Centrumsgebiet in flanges chiffriertes Telegramm aus China erhalten haben, das ebenso Westdeutschland zugestellt. Aus Krefeld wird uns gemeldet: ausführlich durch ein gleichfalls chiffriertes Telegramm beantwortet worden sei, das 1300 Fr. gekostet habe. Vom hiesigen Volksverein war eine Protestversammlung gegen den Brotwucher einberufen worden, in welcher Genosse Peus- Dessau referierte. Der große Saal der Centralhalle erwies sich als zu klein Schweiz für sich in Anspruch genommen, um sich allem Drängen Der Sühneprinz hat also einstweilen das Asylrecht der für die Menschenmenge, welche erschienen war. Besonders fiel die große Anzahl Leute auf, welche sonst unsren Bestrebungen fern des deutschen Ehrengeleits zu entziehen und in aller Ruhe abzustehen und welche jetzt den Ausführungen unfres Genossen über den warten, bis die strittigen Fragen, und namentlich die des Bolltarif stürmischen Beifall zollten. Der Centrumspresse Empfangs Cermoniells, in in einer China China zufriedenstellenden hier ist es nicht wohl bei der Sache. Weise geregelt sein werden. Ihm und dem Hof in Singanfu verIn Uerdingen a. Nh., wo wir einen Saal gemietet hatten, um schlägt das Warten ja nichts, wohl aber dürften wenige Tage hin= auch in dem schwarzen Städtchen die Bewohner auf die Schädlichkeit reichen, allerhand Khakiwallungen wohlthätig zu beruhigen, die ihm des neuen Bolltarifs aufmerksam zu machen, ist uns der Saal ab- eine exemplarische Demütigung zugedacht hatten. Vielleicht befiunt getrieben worden. Der Besitzer des Saales wird verklagt werden. Ilm so mehr aber ist es uns endlich gelungen, im Wahlkreis man sich inzwischen darauf, daß der China- Kreuzzug mit Mörs Rees Versammlungslokale zu erhalten. In dem ganzen all seinen erstößen gegen das Völkerrecht doch Kreise fielen bei der lezten Reichstagswahl nur 214 Stimmen auf gerade unter der fiktion geführt wurde, daß man nicht die miren Kandidaten, und politische Versammlungen von unsrer Seite chinesische Nation oder gar die herrschende Dynastie einzuberufen war eine Unmöglichkeit. Jetzt haben in dem Kreise bekämpfe, sondern daß man nur jenes Borergesindet" vier gut besuchte Protestversammlungen gegen die züchtige, das sich gegen die chinesische Regierung Erhöhung der Getreidezölle stattgefunden, und zwar in Orsoy, einem aufgelehnt habe. Die Entsendung eines taiserlichen kleinen Landstädtchen, in Hochheide bei Mörs, in Asperg bei Mörs Sühneprinzen sollte denn auch keine Demütigung der und in Mörs selbst. In allen Versammlungen wurde eine Resolution Dynastie sein, sondern nur des Eindrucks auf die chinesischen gegen den Brotwucher einstimmig angenommen. Merkwürdigerweise machte die Behörde, welche sonst einen starken Druck ausübt, dies- Boltsmassen wegen erfolgen. War das der wirkliche Zweck der mal feinen Versuch, die Versammlungen zu hintertreiben, nur in Forderung der Sühnemission, so muß jede Härte gegen den Prinzen Hochheide wollte der Beamte keine Frauen in der Versammlung Tschun, die wie eine Brüstierung des Hofs aussieht, vom dulden. Nachdem der Referent ihn eine Rechtsbelehrung zu teil Uebel sein. Es wäre deshalb ganz ungeschickt und thöricht, den hatte werden lassen, gab er sich zufrieden. Hoffentlich bedeuten Sühneprinzen den Uebermut des Siegers fühlen zu lassen. Und diese Versammlungen für den Kreis eine Wendung zum Bessern in daß englische Blätter, wie der imperialistische Daily unserm Sime. Chronicle", Deutschland anzustacheln suchen, sich dem Prinzen Tichun gegenüber zu kompromittieren, sollte erſt recht vor allen Unbesonnenheiten warnen. England könnte natürlich nichts angenehmer sein, als wenn die deutsche Regierung sich in China noch verhaßter machte, als sie durch ihr ganzes Auftreten in Ostasien ohnehin redlich bemüht war. Der Brotwucher eröffnet uns die schwärzesten Rreise!" d dull a " Neue Alarmfignale aus China. Eine Reihe von Chinanachrichten melden übereinstimmend eine bedrohliche Zunahme der Gärung unter dent Masseur. Aus Shanghai wird der Welt Korr." vom 20. Juli geschrieben: Der Hinweis auf die Gefahren, die der Provinz Tschili möglicherweise aus dem Er starten der vereinten Bauerns gesellschaft Lien- chuang Hui" erwachsen, erhält eine Bestätigung durch Nachrichten aus dem ferneren Nordwesten Chinas. Der Lien chuang Hui" ist nach dem, was soeben bekannt wird, viel gefährlicher und schlimmer, als man bisher geglaubt hat. Jede Familie wird durch den Befehl dieser geheimen Gesellschaft gezwungen, ein Mitglied als ihren Vertreter in den Geheimbund zu entsenden. An der Spize des Lien- chuang- hui" stehen nament taiser= lich die Offiziere der zersprengten lichen Truppen. Entstanden ist der Helte Bund übrigens nicht in der Provinz Tichili, sondern in jenem Teile der Provinz Honan, der sich nördlich vom Hoangho zwischen die Provinzen Tschili und Schaust hineinschiebt. Hier sind schon, wie jetzt bekannt wird, während des ganzen 20isters sie Obristen at bel ganzen Winters die eingeborenen Christen auf das Missionare, die über diese Vorkommnisse hätten berichten können, find nicht dort; so sind die Ereignisse hier nicht bekannt geworden. Von Honan dehnte sich die christenfeindliche Bewegung dann zunächst nach Westen aus. An fiebzig Ortschaften und Dörfer wurden mit Gewalt gezwungen, sich Ser Bewegung anzuschließen; ihnen blieb nur die Wahl zwischen Unterwerfung oder UnterDas Lockmittel gang. die des„ Lien- chuang- Hui" ist Busage, daß seiner Mitglieder unter allen Umständen Straflosigkeit für die frühere Zugehörigkeit zum Borerbund harrt. Daß die drei Gewaltigen in sianfu Jung- lu, Lu- Chuan- li und Li- Lien- hin, zu denen in letzter Zei als vierter noch i- to gekommen ist, die Propaganda des„ Lien- chuang- hui" begünstigen und fördern, tannteinem zweifel unterliegen. Der Name, Lien- chuang- Hui", was in wörtlicher Uebersetzung so viel bedeutet wie rottet die Mandschus aus!" ist augenscheinlich nur gewählt, um das enge Verhältnis der Machthaber in Hsianfu mit dem Bunde zu verbergen. Ja, in gewissen chinesischen Streisen geht man so weit, zu behaupten, daß die Niederlagen der kaiserlichen Truppen in den letzten Wochen in der Provinz, die stets mit dem Verlust aller Waffen und zum Teil auch der Kriegstassen endeten, gar nicht ernst zu nehmen seien, vielmehr nur Scheinmanöver waren, mit denen man den Rebellen Waffen und Munition in die Hände spielen wollte. Das heitere Intermezzo in Basel beschäftigt noch immer in lebhafter Weise die Presse. Allerlei Details, die über die unvermutete Aufsässigkeit des bisher anscheinend so lenkBesonders fläglich benimmt sich in der Affaire natürlich wieder famen neunzehnjährigen Sühneprinzen, der mit einemmale zum Ver- die deutsche liberale Presse. Die Voss. 8tg." findet den Tegenheitsprinzen, zu einem wahren enfant terrible geworden ist, Zwischenfall zwar nachgerade auch komisch, ohne jedoch ein Gefühl bekannt werden, erhöhen den hochkomischen Charakter des Zwischenfalles. für die groteste Komit zu haben, die in ihrem eigenen albernen Darin, daß von einer Erkrankung des Prinzen keine Rede sein könne, Schimpfen auf das perfide China und in der furchtbaren Drohung liegt, stimmen alle Lesarten überein. Man behauptet fogar, daß der Bring seelen- daß jest wahrscheinlich Prinz Tschun weder eine Ehrenwache erhalten vergnügt die Gewerbe Ausstellung in Basel besucht habe, noch der Sedan Parade beiwohnen werde. Das„ Berliner was jedenfalls beweise, daß Tschun es amüsanter findet, sich eine Tageblatt" schwazt davon, daß Prinz Tschun durch seine Ausstellung anzusehen, als sich selbst als Star einer Schau-" Ungezogenheit" sich nunmehr beim deutschen Volke alle stellung bewundern zu lassen. Hochdramatisch soll die Scene gewesen Sympathien verscherzt habe. Als ob beim deutschen Ferner sind nach den neuesten Nachrichten des„ Ostafiat. Lloyd" sein, die sich abspielte, als den deutschen Abgesandten, dem General Bolt angesichts der ganzen Sühne- Komödie sich jemals andre Gefühle aus Südtschili die Aufständischen nach den Meldungen v. Höpfner und dem Major v. Lüttwig, die in großer gestritten haben könnten, als die der Beschämung und des Gebietes südlich von Paoting fu, durch das die Straße der chinesischen Zeitungen vollständig im Besize des Uniform und ordenübersät bei der Einfahrt des Sonderzugs desachtigels! nach Kaifeng führt. Nachdem vor einigen Tagen achttausend Sühneprinzen harrten, von den neuernannten chinesischen Botschafter Den Vogel schießt aber unbedingt der Hamb. Korkaiserliche Truppen aus Anhui bei Boyeh von etwa zweitausend in Berlin mitgeteilt wurde, daß der Prinz wegen Unpäßlichkeit nicht respondent" ab, der der deutschen Regierung ansinnt, Rebellen in die Flucht geschlagen find, liegt das Land offen in der Lage sei, die Herren empfangen zu können. dem Prinzen zu verbieten, nach Erledigung seines vor ihnen. Anpinahsien, Kichou, Poyehhsien und Wanhsien sind beOhne viel weitere Worte zu verlieren", heißt es in dem Be- Auftrages eine Vergnügungsreise an andre reits in den Händen der Rebellen, die die Städte gründlich gericht eines Berliner Lokalblattes,„ machte General von europäische Höfe zu unternehmen." Gerade, als ob plündert haben. Höpfner rechtsumtehrt, fegte seine Dienstmüge Bring Tschun der Arrestant Deutschlands sei, das ihn durch Dem General Lupenhuen haben sie acht Wagen mit an Stelle des blinkenden Helms auf und fuhr mit etliche Gendarmen schleunigst wieder nach China abschieben der mehrere Tausend Taels waren. Munition abgenommen und eine Kriegstasse, in seinen deutschen Begleitern in das in Kleinbasel gelegene Hotel tönnte. Da würden denn doch die andren Mächte auch ein Wörtchen Krafft." dut mitzusprechen haben. Diese Khaki- llebergeschnapptheit der Presse beweist aber, wie rasch imperialistischer Größenwahn die lächerlichsten Berheerungen anzurichten vermag. Es ist ein Schauspiel für Götter! . Deutsches Reich. Gumbinnen. " General Höpfner befindet sich jetzt in seinem Hotel und harrt der weiteren Reifedispositionen des Sühneprinzen. General major Richter, der Reisebegleiter Tschuns, reiste sofort nach Kassel weiter, wo er am Montagabend in Wilhelmshöhe vom Kaiser empfangen wurde, um am Dienstag früh die Rückreise nach Basel anzutreten. Er wird sich hier gleich General Höpfner einstweilen häuslich einrichten müssen, denn wie ein Storrespondent bei einem Jnterview von den neuernannten chinesischen Gesandten in Berlin erfahren haben will, ist die Sühnegesandtschaft der Ansicht, daß Wie das Ostpreußische Tageblatt" erfährt, ist heute dem Verder Aufenthalt in Basel mindestens noch acht Tage teidiger Horn telegraphisch die Meldung zugegangen, daß der kombetragen werde. Der Gesandte gestand ganz offen, daß Tschun mandierende General Graf Find v. Findenstein bezüglich Hickels bereits wieder hergestellt und reisefertig sei, eine weitere die Revision angemeldet hat. Verzögerung werde jedoch durch neue Forderungen bedingt, Es erscheint sehr wahrscheinlich, daß aus formalen Gründen die in Berlin gestellt worden seien und die ohne die Zustimmung dieser Revision durch das Reichs- Militärgericht stattgegeben werden des Kaisers Kwangiü nicht gewährt werden könnten. Als wird. Der Vertreter der Anklage vor dem Ober- Kriegsgericht hatte der Interviewer dem Gesandten beim Abschied den Wunsch ausdrückte, eine Beschränkung seiner Fragestellung zu Protokoll geben lassen; ihn baldigst in Berlin zu sehen, schüttelte er den Kopf und meinte, schon dieses Vorkommnis dürfte der Revision Erfolg sichern. der Schwierigkeiten feien noch viele. Jedenfalls steht Damit gelangt der Prozeß von neuem vor das Ober- Kriegsdie Sühnegesandtschaft im lebhaftesten Depeschenwechsel mit dem gericht. Hof in Singanfu. Gleich beim Eintreffen in Basel soll sie ein #sis#s] sid Naporra. " Und aus Paris wird über die Lage im Juneren Chinas unterm 27. August geschrieben: " " Die am Montag mit dem Paketboote Frranaddy" aus Ostasien eingegangenen Zeitungen lassen die Lage in China sehr bedenklich erscheinen, vorausgesezt, daß die thatsächlichen Vor gänge richtig dargestellt sind. So berichtet das" Echo de Chine": Einer Depesche aus Bughon zufolge haben sich 9000 Aufrührer der Stadt Harjung bemächtigt und ein Banner aufgepflanzt, auf dem die Dienste dargelegt werden, die sie der Gegend und dem Himmel erweisen, und auf dem sie erklären, sie hätten die feste Absicht, die Mittel für ihren Unterhalt nur von den Reichen zu verlangen. Wie verlautet, bewahren sie eine strenge Disciplin und besteuern das Volk nach einer einheitlichen Tage, die von den Einwohnern freudig aufgenommen worden ist. Diese Rebellen sind viermal mit den Russen zusammengestoßen, haben sich aber stets vor ihnen zuüdgezogen, um aufs neue vorzurüden, wenn die gegnerischen Truppen sich entfernten. Einem ferneren Telegramm aus Tientsien zufolge haben Prinz King und Li- hung- Tichang, nachdem sic die Zustimmung des Thrones eingeholt hatten, hatten, Befehl erteilt, schleunigst Truppen abzusenden, 1111 die bereinigten Dörfer" zurückzuschlagen. Die französischen Truppen in Beting sind benachrichtigt worden, daß eine größere " er die Bismard, zum bloßen Handlanger" degradiert, mußte Sprichwort! Troß dieses Ehrenzeugnisses des Staatsanwalts dachten den Zusammenbruch seines Gewaltsystems erleben; verbannt von Tausende und Hunderttausende anders. Sie nahmen das Wort des der Stätte seiner Almacht mußte er als Nörgler"" polternd hinter Staatsanwalts, der wie noch mehrere feiner Kollegen unter dem Der Polizei- Kriminalkommissar dem Reichswagen herlaufen" und nur äußeren Umständen ver- Socialistengejezzein paar Jahre später in der Nacht des WahnNaporra ist vom 1. Januar 1902 ab in bankte er es, daß er nicht noch wegen Landesverrats vor den Richter finns endete, nicht ernst; denn auch andre Worte des Staatsden Ruhestand versezt. geschleppt wurde und hinter schwedischen Gardinen über die Ver- amvalts waren nicht ernst zu nehmen. Zehntausend Mark So verkündet lakonisch das„ Amtsblatt der Königlichen Regierung gänglichkeit seines Ruhmes nachfinnen konnte! Belohnung setzte damals die Redaktion des Züricher, Socialden für Buttkamer, wie ein Lakai durch den Fußtritt des totkranken demokrat" Staatsanwalt aus, wenn zu Danzig" in seiner Nr. 33 vom 17. August 1901. in seiner Anklagerede beweisen tönne, daß Wir wissen nicht, ob es Gepflogenheit ist, solche Mitteilungen ein Kaisers aus dem Amte gejagt, von seinem Better und Gönner Behauptung halbes Jahr vor ihrem Jufrafttreten amtlich voraus zu verkündigen Bismarck schnöde verlassen, gleichsam ersoffen in einer der Pfützen" der" Socialdemokrat", der Rebell" und die Mostsche oder ob die Mitteilung in Verbindung steht mit der Thatsache,( der amtlichen Wahlbeeinflussung), in denen er nach Bismards charattereiheit" sich gegenseitig Bruder organe" nennen; ur daß heute, am 29. August, int demselben Danzig die ristischer Aeußerung so gerne schwamm, und zuletzt vergessen und ein einziges Mal sollte er eine solche Stelle angeben! Der„ SocialBerufungsverhandlung stattfindet demokrat" kam nie in die Lage, diese Belohnung auszahlen zu in der von Raporra mißachtet auf seiner oberpräsidialen Sinekure gestorben! gegen den Metallarbeiter Richard Stielow angestrengten Krüger, der allmächtige Leiter der politischen Polizei, der müssen, obwohl die Berliner Polizei regelmäßig von Gründung bis Auflage auf Verleumdung, weil dieser in öffentlicher Versammlung verantwortungslose Disponent über die Geheimgelder des Welfen- Eingehen des Socialdemokrat" auf denselben abonniert war und gegen den Kriminalkommissar Naporra den Vorwurf erhoben hatte, fonds, welche das ganze politische Leben Deutschlands vergifteten, alle Nummern besaß; und der Staatsanwalt flagte auch beim er habe seiner Zeit als Agent provocateur gewirkt. In lebt heute noch, namenlos, ruhmlos, verschollen in der Augustastraße Schweizer Gericht nicht, als der Socialdemokrat" diese Behauptung eine Lüge nainte, obgleich Schweizer Gerichte in Verleumdungserster Instanz ist denn auch Stielow zu 6 Monaten Gefängnis ver- in Berlin. urteilt worden. Thatsache ist, daß dieser Vorwurf im Reichstag Meerscheidt Hüllessem, der Polizeidirektor, ein brutaler fällen die Presse schiver bestrafen. Eine andere Behauptung wiederholt erhoben worden ist, daß so oft in Deutschland von Locks Prügelfommissar unter dem Socialistengeset, mußte, um der schimpf des Staatsanwalts: der Socialdemokrat" habe den Anarchisten spigelei die Rede ist, die Namen Ihring Mahlow und Naporra lichsten Anklage zu entgehen, mit Gift seinem Leben ein Ende Reinsdorff Genossen" genannt, fonnte der Verteidiger sofort an mit denen von Ehrenberg, Schröder und Haupt in erster fegen, wollte er nicht Gefahr laufen, mit seinem Amtskollegen Thiel Ort und Stelle widerlegen: nicht vom Genoffen Reinsdorff hatte der„ Socialdemokrat" geschrieben, sondern von Steinsdorff und Linie genannt werden, und unbestreitbare Thatsache ist, daß bereits ins Zuchthaus zu wandern. im Jahre 1887 und 1888 Thatsachen unter Eid vor Gericht erhärtet Genossen" so wie man von Schinderhannes und Genossen spricht. Und was sagten über den Schutzmann" Naporra die Anwurden, die von uns und Tausenden in allen andren Parteien als den Begriff: agent provocateur bestimmend und erfüllend auf geklagten und Zeugen unter Eid aus? gefaßt werden. von Tausch, der als Polizeifommissar unter und nach dem Socialistengesetz die Korruption der Presse zu seiner Specialaufgabe gemacht hatte, ist glüdlich an dieser Meerscheidt- Hüllessem- Klippe vorbeigefchifft, aber ruhmlos mußte auch er aus seinem Amte scheiden. " O die Liste der verunglückten" Polizeikommissare ist so Naporra! Die ganze trübe Zeit des Socialistengesezes mit ihrer schmach zahlreich, daß wir uns mit diesen paar Stichproben begnügen vollen Verfolgung der deutschen Arbeiter steigt mit diesem Namen können! Und erst ihre Werkzeuge minderen Ranges! vor uns auf, die Jahre des niederträchtigsten Buttkamer- Krügerschen Polizeiregiments und wenn das deutsche Bürgertum an jene Zeit Ihring Mahlow mußte, troß seiner ellatanten Genug- fonderer Ehrenhaftigkeit angesehen. Gut; es war sein Handerinnert wird, so muß ein bitteres Gefühl der Scham in ihm er- thuung" durch Kaiser Wilhelm I., trok des„ allgemeinen Ehrenwachen. Denn der Feigheit des deutschen Bürgertums allein ist das zeichens, das seine Brust schmückte, fern von Berlin" auf dem lette Jahrzehnt des Socialistengesezes geschuldet: seiner po- Bahnhof Oeynhausen als Betriebsvorsteher so und so oft unter den litischen Vertretung im Parlament vom Freisimm, der zur Blicken und den Worten der Passagiere: Das ist Ihring- Mahlow" Beit der entscheidenden Abstimmung seine Mannen mutvoll ab- Spießruten laufen, bis er ruhmlos starb. Und jezt Na porra! Bom 1. Januar 1902 ab in den Ruhefommandierte, bis hinüber zum Centrum, von den Nationalliberalen nicht zu reden, und der jämmerlichen Haltung der bürgerlichen stand verjet." Troden, wie ein Urteil, liest sich diese amtliche Presse, die zu allen Nichtswürdigkeiten der Krüger Buttkamerschen Nachricht. Bolizeibrutalitäten in beispielloser Feigheit schwieg! Der ganze freche Uebermut der Reaktion und des Juntertums wäre heute nicht möglich, wenn damals das Bürgertum nicht so unsäglich feig und borniert gewesen wäre. M Die deutschen Arbeiter können freilich erhobenen Hauptes jener Zeit sich erinnern: ihrer unbeugsamen Widerstandskraft, ihrer un befieglichen Stampfeslust ist es zu danken, daß die Gewaltherrschaft des Socialistengefeßes mit ihrer Polizeiwillkür und Rechtlosigkeit ohumächtig zusammenbrach! Wo sind alle jene Gewaltigen, deren Uebermut keine Grenzen tannte in jenen Jahren der politischen Schande Deutschlands 1 Fassen wir zusammen. Unter der Maske des Freundes, des Parteigenossen schlich sich Naporra bei den polnischen Socialisten ein. Das ist nicht schön; aber es gehört zum Handwerk, das damit freilich für viele einen eigentümlichen Geschmack erhält. Kann man in Kriminalprozessen solaje Mastierung begreifen, in politischen Angelegenheiten hat noch keine Partei es als ein Zeichen be= wert, seine Pflicht, dafür wurde er bezahlt; er trug schließlich dafür seine Haut zu Markt! Aber damit begnügte er sich nicht. Er war auch ein thätiger Genosse" seine Thätigkeit sollte das von ihm er worbene Vertrauen stärken; er verteilte selber im Winter 1886 heimlich Flugblätter in einer Versammlung des polnischen Handwerkervereins in den Armin- Hallen" zu Berlin. Das stand schon in Widerspruch mit den feierlichen Erklärungen der Regierung, daß sie der Spigel zwar nicht entbehren könne, daß Alles, was gegen Naporra vorgebracht ist, ist diese aber streng angewiesen seien, nur zu beobachten und zu ebensoviel wert, als der auch auf einen Spiegel, berichten! Und Naporra war ein veraideter Beamter! als der Reif, der der Morgenröte vorangeht." Kein Achtgroschenjunge! Sogar der Gerichtspräsident, Mit diesen Worten glaubte der Staatsanwalt Martins im Landgerichts- Direttor Hausleutner, mußte im Gerichtsurteil dies großen Bosener Socialistenprozeß, in welchem unsre Genossen erklären. Und wie? Naporra, heißt es, habe das nur im AufJaniszewsti, Mertowsti, Witttowsti u. a. zu jahre trage feines Borgefesten, des Kriminalkommissars langen Gefängnisstrafen verurteilt worden waren, den Schuhmann Schöne, gethan, der lange mit seinem Gewissen darüber zu Rate Naporra als Ehrenmann feiern zu sollen. Der Ausdruck gegangen sei. Für Naporra war zugegeben Gentleman" war damals in Posen noch nicht populär. Aber Thatsachen find hartnäckige und steifuadige Dinger, sagt ein englisches I erledigt. Moralisch " die Sache damit dienstlich darüber läßt sich streiten! 8ahl alter Soldaten Tungfubfiangs in Schent- erfaßt wurde. Es ist dem Herrn Pfarrer Bader nachgerade offen ichen sich mit den verbündeten Dörfern vereinigt und die Flagge bar doch etwas zu toll geworden, das Spiel, das seine nach der mit der Aufschrift: Ausrottung der Fremden" entfaltet haben." Die von Waldersee in Aussicht gestellten Erfolge" des ChinaKreuzzuges scheinen sich also schon bemerkbar zu machen. Es wäre auch ein Wunder, wenn eine blutige Saat nicht eine blutige Ernte reifte. Der ,, fliegende Gerichtsstand". Der Köln. Volksztg." wird aus Berlin berichtet:" Dem Bundesrat wird bei seinent demnächſtigen Zusammentritt der dem Reichstage versprochene Gesetz entwurf wegen Beseitigung des fliegenden Gerichtsfämpfern liebäugeln, die man ihnen jahrzehntelang als die schlimmsten standes der Presse zugehen.". Ob die Regierung eine gründliche Beseitigung des allseitig beflagten Uebels vorschlagen wird? Wir zweifeln. Prinzenlektüre. In der Köln. Volksztg." lesen wir:„ Eine wunderbare Gebetserhörung erzählt aus dem Leben Luthers der Direktor des Gymnasiums zu Hörster, Dr. Fauth: Seinen Freund Melanchthon, der einmal schon in des Todes Reiche zu sein schien, hatte er durch sein glaubensfestes Gebet, indem er, wie er selbst erzählt, Gott den Sack vor die Thür warf und ihm die Ohren mit allen Gebetsverheißungen der heiligen Schrift rieb, so daß er dem Freunde voll Glaubenszuversicht zurufen founte:" Sei guten Muts, Philippe, Du wirst nicht sterben", in wunderbarer Weise wieder zum Leben erweckt. So zu lefen in Dr. Martin Luthers Leben, dem deutschen Wolfe erzählt.( Leipzig 1897.) Dieses Buch fand Verwendung im Unterricht der kaiserlichen Prinzen. Der OberKirchenrat und das Kultusministerium machten die ihnen unterstellten Behörden auf das Wert auf merksam." Das ist ja allerliebst. Ob übrigens die Köln. Volks- 3tg.", die diesen hübschen Beitrag zum Kapitel der Prinzenerziehung und des preußischen Ministeriums für Geistesfreiheit liefert, in der wundersamen Anekdote etwas gefunden haben würde, wenn ihr glaubensstarker und wunderthätiger Held ein katholisches Kirchenlicht gewesen wäre? Das verwünschte China. Die Volts- 8tg." läßt sich aus Köln melden: Auf der letzten Kontrollversammlung wurden die Reservisten aufgefordert, sich zum Dienst bei der o st= asiatischen Besagungstruppe zu melden. Ob und wie viele Meldungen erfolgten, ist nicht bekannt geworden. Es scheint jedoch ein großer Mangel an Freiwilligen, namentlich an Unteroffizieren zu herrschen, denn einem als Unteroffizier in Kiautschou entlassenen Marine Infanteristen wurde ein Handgeld von 900 Mart angeboten, wenn er sich auf ein Jahr als Unteroffizier für die ostasiatische Truppe verpflichtete. Der Betreffende lehnte indessen das Angebot ab. Ein Zeichen, daß es mit der Khatibegeisterung gründlich vorbei ist. Wenn die Militärverwaltung mit ihrem Ausbieten derartig splendid ist, kann die ostasiatische Besatzungsbrigade ein teures Vergnügen werden! Ueber kolonialen Pessimismus jammert die DeutschOstafritanische Zeitung". Obwohl Deutschland bereits seit einer stattlichen Reihe von Jahren seine Kolonien besitze, seien größere koloniale Erfolge doch bis jetzt ausgeblieben. Daran trage aber nur die übertriebene pessimistische Auffassung der Verhältnisse der Kolonien die Schuld. Das Großkapital sei mißtrauisch und riskiere nichts und die Voltsvertretung halte ebenfalls die Hand auf dem Geld= beutel. Es wäre endlich an der Zeit, mit dem Pessimismus zu brechen und das nötige Kapital in teleniale Unternehmungen zu stecken. Gunst der Regierung lüsternen Gesinnungsgenossen mit ihrer politischen Ueberzeugungstreue spielten, um das Zustandekommen einer flerital- nationalliberalen Alliance gegen die Socialdemokratie in der Residenz Karlsruhe zu ermöglichen. Dem geriebenen und in langjährigen Kämpfen er probten Wahlstrategen des badischen Centrums konnte es natürlich nicht entgehen, welch' ungünstigen Eindruck es auf die großen Massen der aus den mittleremund unteren Boltsschichten sich rekrutierenden Centrumswählerschaft des Landes machen mußte, wenn sie sah, wie ihre politischen Führer in Starlsruhe jetzt mit denselben nationalliberalen KulturFeinde des katholischen Volles hingestellt hatte, und wie sie jetzt plöglich mit der Regierung ihren Frieden zu machen suchen, selbst auf die Gefahr hin, die Position des Nationalliberalismus, des politischen Erbfeinds, in der gesetzgebenden Körperschaft des Landes nicht unbedenklich zu verstärken. Herr Wacker ist ein zu feiner Psychologe und Kenner der Volksfeele, als daß er sich verhehlt hätte, daß den großen Wählermassen alles verschlagene Diplomatisieren und lichtscheue Coulissentreiben in politischen Dingen wider den Strich geht, und daß diejenige Partei von vornherein bei ihnen auf die meisten Sympathien rechnen kann, die mit klarem, jede Zweideutigkeit ausschließendem Programm und festen Grundsägen vor die Deffentlichkeit tritt. Wacker bestinimten, nun endlich aus seiner auffallend lang bewahrten Erivägungen dieser Art mögen es gewesen sein, die den Pfarrer Reserve herauszutreten, um zu retten, was von dem Prestige seiner mit anerkennenswertem Freimut zu Werte geht und seinen von Partei noch zu retten ist. Man muß es ihm lassen, daß er dabei opportunistischer Ueberzeugungsschwäche befallenen Gesinnungs- und Fraktionsgenossen mit einer Rüchsichtslosigkeit das politische Gewissen zu schärfen versucht, die nur aus dem Bewußtsein der dringendsten Notwendigkeit erklärt werden kann, daß in der badischen Centrumspartei endlich ein eindringliches Caveant consules!" gesprochen werde. Im Centralorgan der Klerikalen des Landes, dem, Badischen Annäherung an die Nationalliberalen mit allen Mitteln betrieben Beobachter" in Karlsruhe, der während der letzten Wochen die hatte, läßt sich der„ Zähringer Löwe" jetzt also vernehmen: und gar dem Geiste der Verfassung, wenn wir hervorheben: bei den politischen Wahlen ist der Einzelne souveräner Staatsbüger. Mit seiner Abstimmung hat er nicht als loyaler und treuer Unterthan eine Pflicht gegen den Großherzog zu er füllen, sondern an der Ausübung eines Bolksrechtes mitzuvirken, welches die Verfassung neben die Rechte der Krone und der Regierung gestellt hat. Die Verfassung legt ihm die Pflicht auf, sich dabei von seiner lleberzeugung leiten zu laffen. Es wäre pflicht widrig, wenn er durch and re Nücksichten sich bestinimen ließe. Man würde aber dem Großherzog zu nahe treten, wenn man annehmen wollte, er wünsche in dieser Beziehung etwas anderes, als daß seine Unterthanen einen streng verfassungsmäßigen Gebrauch von ihrem Wahlrecht machen. Eben darum sollte man bei politischen Wahlen den Namen des Großherzogs aus dem Spiele lassen. Davon abgesenen liegt es aber auf der Hand, daß es deu Nationalliberalen nicht sowohl darum zu thun ist, dem Großherzog etwas unangenehmes zu ersparen, als vielmehr darum, mit dem Namen des Großherzogs die eignen Wahlaussichten zu verbessern. Das giebt ihrem Manöve einen besonders häßlichen Charakter. Wenn sie nun dem Centrum zumuten, aus Rücksicht auf den Großherzog ihnen in der Residenz gegen die Socialdemokratie zu helfen, so bedentet es thatsächlich gar nichts andres, als daß das Centrum dafür sorgen soll, daß die Zahl der nationalliberalen Kammersize wieder eine aufsteigende wird, oder daß wenigstens für wahrscheinliche Verluste der Nationalliberalen von vornherein Ausgleichung sichergestellt wird. So und nicht anders ist das nationalliberale Anjimmen zu tagieren. Das ist nun aber geradezu ungeheuerlich. Sollte es notwendig sein, auch nur ein Wort darüber zu ver lieren? Wir glauben es nicht. Das Centrum tann in der Residenz ebenso wenig wie sonst im Lande Wahlhilfe Teisten, damit nationalliberale Mandate sicher gestellt oder neu gewonnen werden. Ob es sich dabei um„ extrem" oder gemäßigt" nationalliberale Kandidaten handelt, macht einen Unterschied nicht aus." Es ist mehr als beschämend für das Centralorgan der badischen Die Karlsruher Landtags- Wahl nimmt aus naheliegenden Centrumspartei und seine mittels eines klerital- nationalliberalen Gründen das allgemeinste Interesse in Anspruch. Namentlich ist Wahlbündnisses um die Gunst der Regierung buhlenden Gesinnungses die Stellungnahme des Centrums, für welche man sich in den genossen in Wadenstrümpfen, wenn sie sich von dem anerkannten übrigen politischen Lagern intereffiert. Der Hauptsache nach ist sie Führer der Partei in solcher Weise zur Erfüllung ihrer politischen durch das Verhalten der nationalliberalen Partei im allgemeinen Pflicht und zum Verständnis der Lage zurückrufen lassen müssen. und speciell in der Karlsruher Wahlfrage eine gegebene. Andrerseits wird dadurch aber auch der schon bedenklich vorgeschrittene Das Centrum kann unmöglich irgendwo als Hilfe- Verwitterungsprozeß aufgezeigt, dem das früher so festgefügte truppe aufmarschieren, um nationalliberale Eroberungen badische Centrum unter der Strahlenwirkung der Regierungsgunst ficherzustellen. Es kann das nicht aus Rücksicht auf das Ge- ausgesetzt ist. Noch vor wenigen Jahren wären derartige Vorkomm meinwohl; es kann es auch nicht aus Rücksicht auf seine nisse im Schoße unfres Centrums ein Ding der Unmöglichkeit geeigene politische Ehre. Um Partei Eroberungen wesen. Die Zukunft wird lehren, daß seine weitere Entwicklung zur handelt es sich aber für die Nationalliberalen in der Residenz, Regierungsfähigkeit, ebenso wie es im Reichstage geschehen, allen um nichts Andres. Wackerschen Kassandrarufen zum Trog, unaufhaltsam ist.Auch jetzt bei der Landtagswahl handelt es sich für dieselben lediglich um die Rückeroberung der Residenz- Mandate, um gar nichts andres. Die Art ihres Vorgehens in der Sache beweist es. Wenn nachträglich glauben gemacht werden will, die Kandidatenfrage sei für sie noch eine offene, so ist es nur ein taktisches Manöver, um Centrumisstimmen zu loden. Wenn sie dabei eine etwaige socialdemokratische Vertretung wie einen besonderen Makel der Residenz hinzustellen suchen, so ist es eitel Geflunter. Die Residenz hat als Wahlbezirk teinen besonderen Charakter. Was bezüglich der parlamentarischen Vertretung für Mannheim und Pforzheim nicht unthunlich und nicht unschicklich ist, das ist es auch nicht für Karlsruhe." Ausland. Frankreich. Zum Konflikt mit der Pforte. Aus Paris wird der Frankf. 8tg." gemeldet: Zur Abreise Constans wird offiziell mitgeteilt, daß der Botschaftssekretär Bapst keineswegs mit der Vertretung Constans' betraut jei. Bapst hat lediglich den Auftrag, etwaige Mitteilungen der Pforte nach Paris zu übermitteln, ohne sich in Verhandlungen einzulassen. " England. Aus dem irischen Census. Irland, die grüne aber unglüc Dem allem Anschein nach allerdings nicht ohne Erfolg geDaß das Kapital, daß sich doch, sobald nur einige Aussicht auf bliebenen Versuch der Karlsruher Nationalliberalen, die dortigen liche Insel", hat, wie die am 31. März d. J. vorgenommene Boltsgewinnreiche Anlage winkt, in die verwegenſten Gründungen einläßt, Centrumsanhänger zu gemeinsamem Vorgehen gegen die Social- zählung zeigt, abermals eine Abnahme der Bevölkerung aufzuweisen. zumal in einer Zeit der wüsteſten Sekulationen, unsren Kolonien demokratie zu födern unter dem Vorwand der Stücksichtnahme Die Einwohnerzahl von Frland betrug, wie wir der amtlichen mit dem kühlsten Peffimismus gegenübersteht, beweist nur, daß auf den Landesherrn, dem man die Frende an seinem im Londoner Gazette" entnehmen, am 31. März 1901: 4456 546, ivas feit 1891 cine Abnahme bon 248 204 oder dort wirklich nichts zu holen ist. Die Volksvertretung sollte nächsten Frühjahr bevorstehenden 50jährigen Regierungsdeshalb endlich aufhören, für diese wertlosen Kolonien jährlich nuglos jubiläum nicht durch einen Sieg der radikalen Opposition 5,3 Proz. bedeutet. In den zehn Jahren vor dieser Periode Duzende von Millionen zu vergeuden. vergällen dürfe, tritt Pfarrer Wacker in folgender Weise entgegen: war die Abnahme noch eine größere, nämlich. 9,1 Proz., während ste bont 1871-1881 Ir 4,4 Proz. betrug. Die Ursachen Wenn die Nationalliberalen den Landesherrn vor schieben und das Publikum glauben machen wollen, die Nück der Bevölkerungs- Abnahme sind hier andre, als die, welche in Frankficht auf den Großherzog gebiete, daß alle Parteien um die haben. Denn der Geburtenüberschuß über die Sterbefälle betrug in reich zur Abnahme bezw. zu nur ganz geringer Zunahme geführt nationalliberale Fahne sich scharen, damit die Nesidenz den zehn Jahren 218 222; daraus folgt, daß die Auswanderung die nicht eine socialdemokratische Vertretung erhält, so ist das Einwanderung um 466 426 überwogen haben muß. Die Abnahme ein Spiel, au dessen genauer und zutreffender der Bevölkerung erstreckt sich auf alle Grafschaften mit Ausnahme Charakterisierung die schärfsten Ausdrüde ge von drei, nämlich Dublin, Dowe mit Belfast und Antrim, in welchen wählt werden müßten. Zweifelsohne wird ein Landesherr eine Zunahme von 7 Proz. zu verzeichnen war. Die starke Ausimmer lebhaftes Intereffe daran nehmen, wie die Wahlen im all- wanderung ist, wie bekannt, eine Folge der traurigen socialen und gemeinen ausfallen und namentlich die in der Residenz und in andren bedeutenderen Städten. Andrerseits aber entspricht es ganz agrarischen Verhältnisse. Landtags- Ersatzwahl in Marienburg. Bei der im ersten Wahlbezirle des Regierungsbezirks Danzig stattgehabten Landtags: Ersatzwahl wurde Kammerherr v. Oldenburg Januschau( fons.) mit allen 294 abgegebenen Stimmen gewählt. Von den badischen Inbiläumswahlen". Aus Baden wird uns geschrieben: Der Löwe von Zähringen" fst nun endlich aus seiner Höhle hervorgekrochen, in die er feit Wochen verbannt schien, und hat gleich einige Töne von sich gegebent, bei denen das zahme Centrumsgetier von jähem Schrecken Aber für den Kriminalkommissar Schöne? Vielleicht ist er darüber in Disciplinar- Untersuchung gezogen, vielleicht von seinem gewissenhaften Vorgesetzten Krüger jogar bestraft worden. Wir zweifeln zwar daran, wenn wir uns erinnern, daß der Spitzel Haupt in Genf seiner Zeit erzählt hatte, Strüger habe ihm geraten, russische Studenten unter den Tisch zu ſaufen und dann ihre Taschen, Wohnungen 2c. zu durchsuchen. Aber zurück zu Naporra! Dänemark. Als zu Weihnachten 1886 Wittkowski mit seinem Bruder nach Der Königszug der Liberalen. Kapenhagen, den Bofen reifte, um seine betagte Mutter zu besuchen, da umarmte 27. August. Bekanntlich haben 33 liberale" Männer einen Aufruf und füßte ihn Naporra beim Abschied auf dem Schlesischen zur Veranstaltung einer Deputation über das ganze Land verbreitet, Bahnhof! Ein Kuß, der nur in dem Kuß des Judas Jicharioth ein die am nächsten Sonntag dem König den Dant dafür übermitteln Analogon hat! Und damit nicht genug. Er redete ihm zu:" Sieh' foll, daß er, nachdem er 30 Jahre lang gegen den Willen nur zu, daß Du in die Bewegung in Bosen mehr der Mehrheit des Volkes und des Folkethings regiert hatte, Leben bring st!" endlich nach langem langem Zaudern dem Drange der BerEine harmlose Bemerkung! kann man sagen. Gewiß: aber der hältnisse nachgab und ein Linken" Ministerium berief. töniglich preußische Kriminalschuhmann Naporra steckte Kommen, dem Aufruf entsprechend, von jeder Kommune ein oder Die Flugblattverteilung war nach Angabe der Zeugen und An- dem Socialdemokraten Wittkowski auch heimlich zwischen Rock und zwei Deputierte, so wird das ein Zug von 1-2000 Menschen werden, geklagten nur der erste Schritt zur Thätigkeit. Dirette Auf- Ueberzieher einen Karton in die Brust, in dem sich bei der späteren die am Sonntagnachmittag 1 Uhr auf Amalienborg empfangen forderungen zu Gewaltthätigkeiten folgten. Als Oeffnung auf der Fahrt verbotene Flugblätter und werden sollen. Darauf wird dann die liberale Wählervereinigung eines Abends am 6. Januar 1887 in Niefts Saal in der verschiedene Nummern des Züricher ,, Socialdemo- im Königs- Garten ein Fest abhalten, an dem auch das Ministerium Weberstraße eine Versammlung aufgelöst wurde und die Massen auf frat" befanden! teilnimmt. den Straßen wogten, da sagte Naporra zu Porankiewicz: Wegen geheimer Verbindung, wegen Verbreitung des Social Es ist schade, daß jetzt nicht das Jahr 1848 da demokrat" und anderer verbotener Schriften wurden in jenem ist; da möchten nicht die Schuhleute die Arbeiter, sondern Prozeß in Bosen am 30. Januar 1888 15 oder 16 Jahre Gedie Arbeiter die Schuyleute auseinander- fängnis verhängt. " treiben." Und dann lief er in die Wohnung zweier polnischer Genossen in der Weberstraße und rief: Sie möchten doch herunterkommen, da unten ist Revolution; schade, daß wir nicht Säbel und Stöde haben, sonst könnten wir losschlagen".( Andre fügten hinzu, daß, als dann Naporra allein herunterfam, er die auf der Straße stehenden Genossen aufgefordert habe, loszuschlagen.) Anfangs leugnete Naporra die Geschichte; dann aber gab er Wie sagte aber der Staatsanwalt Martins? Alles, was gegen Naporra vorgebracht ist, ist ebenso viel wert als der Hauch auf einen Spiegel, als der Reif, der der Morgenröte vorangeht." * # Hente, 13 Jahre nach jenem entsetzlichen Urteil, steht Herr porra, nicht mehr Schumann, nicht mehr Zeuge, sondern Ankläger, Kriminalkommissar, aber mit dem Zeugnis der Verabschiedung in den Nuhestand in der Tasche, abermals vor Gericht. Die Opfer von damals, soweit sie am Leben und erreichbar, stehen heute aber als 8eugen unter ihrem Eide ihm gegenüber. „ Es ist klar", schreibt Socialdemokraten", daß diese Dank Deputation ganz und gar nicht die Stimmung des Voltes, fa, nicht einmal die Stimmung der Liberalen zum Ausdruck bringt. Bei den Wahlen der Dant- Deputierten herrscht die größte Uneinigkeit. Die Versammlungen sind in der Regel nur von wenigen Menschen besucht."( In Skanderborg waren z. B. 35 Personen anwesend; die 3 Deputierten wurden aber nur mit 4 Stimmen gewählt.) Die Liberalen haben also gerade jetzt, wo es gilt, die Demofratie zusammen zu halten, um den Systemwechsel voll und ganz gerufen. Das ist sehr bedanerlich. Während ein Teil der Linken auszunügen, Streit und Zersplitterung im eignen Lager hervor die Möglichkeit zu, und zwei Tage später, nachdem er aus Berlin proteſtiert, scheint ein andrer Teil geneigt, in eine gervilität vom Kriminalkommissar Schöne den Bericht über jenen Abend sich auszugleiten, die der der Konservativen nicht nachsteht." In Satshatte kommen lassen, bestritt er es abermals. Ueber diesen klaffenden töbing wurde am vorigen Sonntag ein„ Linken"-Fest abgehalten, Widerspruch ging der Gerichtspräsident bei der Urteilsverkündigung wobei Hochrufe auf den König ausgebracht wurden und ein Telemit der Erklärung hinweg: Naporra habe diese Aufforderung, herunterzukommen usw. jedenfalls vergessen! Wir möchten nicht an Naporras Stelle stehen, gleichviel wie der gramm an ihn abgeschickt wurde, worin taufende Männer und Frauen", versammelt auf dem Fest der Linken, feiner Majestät“ ihre Raporra war natürlich Beuge! Er hatte i. 3. es auch ruhig und still- Prozeß ausgeht! schweigend mitangehört, daß sein eigner Schwager als Zeuge vor Gericht ins Auge sehen, nicht die furchtbare Anklage hören, wenn der durch den" Liberalen in Acht und Bamn gethan! Es ist ein Wort, Wir möchten nicht an Naporras Stelle dent Genossen Wittkowski unterthänigen" Grüße und Glückwünsche darbringen. die Thatsache seiner Verwandtschaft verschwiegen hatte, obgleich die jahrelange Gefängnishaft schwer heimgesuchte Mann mit das dem autokratischen System angehört. Seit 1848 giebt es teine derselbe gefragt worden war, woher er Naporra kenne, und darauf schwacher Stimme die Geschichte erzählt von dem Kuß am Schlesischen Unterthanen" mehr in Dänemark, sondern nur dänische Bürger. bloß geantwortet hatte: Von Posen her! Gegenüber diesen Thatsachen kann es als harmlos gelten, daß Geht der Prozeß aus, wie er will: Die Geschichte hat ihr Urteil un nennen Tausende von Linken- Männern" auf Bolland sich selbst einer der Angeklagten, Szokalski, der in der Untersuchungshaft starb, über das Socialistengesetz gesprochen, über ihre Urheber und deren Unterthanen! Aber tausende andrer Linken- Männer, sicherlich die erzählte, Naporra habe ihn fast täglich in der Wohnung besucht und Werkzeuge, deren zweckentsprechendstes eines Thring- Mahlow und in den Kreisen der Linken und herrscht das größte Mißbehagen, meisten, protestieren dagegen. Ningsum im ganzen Lande gärt es oft an einem Abend drei-, viermal Schnaps holen lassen, so daß er Naporra waren! Und wenn es nicht Absicht der Behörden ist, so ist es eine der dent Siege ein Gang nach Kanoffa fein sollte, und denn niemand hatte erwartet, daß der erste Schritt nach Erinnert man sich an die Erklärung Haupts, warum er die wunderbaren Fronien der Geschichte, daß bereits 14 Tage vor Spruch fein freifinniger Kopenhagener hätte geglaubt, daß Politiken"( die russischen Studenten unter den Tisch saufen sollte, so könnte man des Berufungsurteils in dem Prozeß Stielow, in dem Naporra zum bekannte radikal- liberale Zeitung, die bisher in anerkennenswerter bei bösem Willen für Naporra übelzudeutende Schlüsse ziehen. Das legtenmal gegen die Verurteilung vor der Mitwelt: ein agent ist aber nicht notwendig; der Schnaps ist auch sonst erklärlich. am andern Tage oft nicht arbeiten konnte. s. Bahnhof. Das Wort Unterthan", schreibt Sociald.", war bisher von " " In der schönsten Beleuchtung erscheint der preußische provocateur geweien zu sein, ringt, er in seiner Tasche den Bescheid Weise die Principien der Demokratie vertreten hat, jetzt aber leider auch für diese Danksagungskomödie eintritt) sich in solchem Maße Beamte Naporra und die politische Polizei aber in der Dar- seiner obersten Behörde heimtrug: stellung des Genossen Witttowski, der in jenem Prozesse nach Der Polizei- Kriminal- Kommissar Naporra ist vom 1. Januar würde fnechten lassen. Das Ganze ist um so trauriger, da ja der vom„ Dannebrog"( dem Organ des jezigen Justizministers Alberti) 1902 in den Ruhestand versegt. einjähriger Untersuchungshaft zu 2½ Jahren Gefängnis verurteilt ganze Königszug vollkommen überflüssig ist. Er richtet nichts Gutes worden ist. Die Strafverbüßung hat ihm begreiflicherweise für sein Ist das nicht eine eklatante Genugthuung"- für den An- aus, schwächt dagegen die Demokratie gerade in dem Augenblick, wo ganzes ferneres Leben die Gesundheit gekostet. geklagten? fie die Früchte des Sieges pflücken sollte." Asien. falz- Bergbau werden keine weiblichen Arbeitskräfte verwendet. Die| zuhändigen seien. Die Arbeiter sollen sich dagegen verpflichten, für Das chinensche Friedensprotokoll. Die„ Times" melden Berechnung der Löhne ergiebt für den Arbeiter einschließlich der die Unterhaltung dieser Dinge zu sorgen, sie ohne besondere Aufbom 27. August aus Peling: Li- hung- Tichang gab heute Jugendlichen und Weiblichen ein Durchschnitts- Jahreseintommen von forderung bei jeder Arbeit anzulegen und sie bei der Entlassung ab dem Doyen des diplomatischen Corps bekannt, daß die Voll- 1138 Mart im Jahre 1900, gegen 1070, 1010, 964, 900 und 848 zuliefern. Nach§ 8 können die Gesellen schadhaftes Rüstzeug zurückmacht zur Unterzeichnung des Protokolls ein- in den fünf Vorjahren. In Bezug auf die Arbeitsleistung pro Ar- weisen. Nach§ 9 ist, wenn bei auswärtiger Arbeit ein Uebernachten getroffen sei und ersuchte um Festsetzung des Termins zur beiter berechnet, konstatiert der Bericht einen Rückgang, der sich wie notwendig, eine Landzulage nicht unter 1,50 M. zu gewähren. Die Unterzeichnung. Das Edikt, welches die Einfuhr von Waffen ver- folgt verteilt: bietet, cirkulierte heute unter den Gesandten; zwei weitere Edikte find noch zur Vervollständigung des Protokolls erforderlich. Neue Christenmorde. Nach der Kölnischen Volkszeitung" wurden in Kuja in China wieder sechs Christen getötet. In demselben Orte wurden 1897 zwei deutsche Missionare ermordet. Rückkehr des Hofes nach Peking? Das Bureau Laffan" meldet: Ein kaiserliches Edikt, welches die Absicht des Hofes bekannt giebt, ohne öffentliches Schaugepränge nach Pefing zurückzukehren, fpendet 100 000 Zaels als Abschiedsbeitrag zur Linderung des Notstandes in Singaufu und erläßt für die Dauer eines Jahres die Steuern längs der Reiſeroute durch die Provinzen Schansi, Honan und Tschili. Alle Ausgaben unterwegs sollen aus dem kaiserlichen Schage bestritten werden. Amerika. Saarbrücken Jahr OberSchlesien Nieder schlesien Dortmund t t t ( Staats bergwerke) t 1898 382 224 274 245 379 363 219 215 274 271 237 233 1899 1900 Tariffommission will die Bestimmung auch auf den Sonntag ausgedehnt wissen. Nach§ 10 soll die von den Meistern und den Gesellen gebildete Tariffommission als Schiedsgericht fortbestehen bleiben. Die Gesellenvertreter beantragen, das Ginigungsamt des Gewerbegerichts als Berufungsinstanz anzuerkennen. Folgende Resolution wurde angenommen:" Die Versammlung erklärt, der von der Meisterschaft aufgestellten Arbeitsordnung ihre Zustimmung nicht geben zu können. Sie erwartet, daß in Be Dieser Rückgang der Leistung ist auf verschiedene Umstände rücksichtigung der Abänderungsvorschläge der zurückzuführen. Es kommen die Nebenprodukte in Betracht, Vertreter der Gesellen in gemeinsamer Kommissionsfizung für deren Gewinnung fortschreitend in den Jahren immer mehr eine neue Arbeitsordnung ausgearbeitet wird; die Versammelten find nicht in Anrechnung gebracht, wohl aber sind die hier be- gestellten Arbeitsordnung ihre Zustimmung geben." Durch einen Arbeitsaufwendungen zur Verfügung gestellt werden. Diese Produkte können nur einer in gemeinschaftlicher Kommissionsfigung aufschäftigten Arbeiter bei der Kohlenproduktion in Anrechnung gebracht. weiteren Beschluß wurde der Tariffommission anheimgegeben, zu bes Mit der zunehmenden Tiefe der Schächte muß überhaupt die Leistung rücksichtigen, daß den Gesellen gleich bei der Entlassung der Lohn, sinten, weil für Arbeiten, die zum Ausbau und der Sicherheit des die Invalidenkarte und das Kassenbuch ausgehändigt werden. Betriebes dienen, mehr Kräfte verwendet werden. Es ist auch wahrDer Vertrauensmann Jane II legte Rechnung über den Streit scheinlich, daß die große Zahl ungeübter Arbeiter, die aus aller fonds. Einschließlich des 45,40 M. betragenden Kassenbestandes vom Herren Länder herbeigezogen wurden, nicht die Leistungen geübter 6. Januar wurden eingenommen 1620,60 m., ausgegeben wurden 53,37 M. Das Gesamtvermögen beträgt 5702 M. Die Versamm lung erteilte Janell Decharge und beschloß, ihm 2 Proz. der Einnahme als Bergütigung und Mankogeld zu bewilligen. Als Revisoren wurden Reinhold Müller, Herold und küter gewählt. Die columbisch- venezolanischen Wirren. Einer Depesche des„ New York Herald" aus Port of Spain zufolge fanden die benezolanischen Behörden in Coro Waffen, die dem venezolanischen Flüchtling General Riera gehören. Man hofft, daß der Aufstand in Arbeiter erreichen. dem Gebiet von Coro dadurch vereitelt wird. Demselben Blatt wird aus Colon gemeldet: 3 weitausend Aufständische drangen von Columbien in Venezuela ein, angeblich zu dem Zwecke, um an dem Sturze des Präsidenten Castro mitzuwirken. Wenn dies erreicht wäre, solle etwas Aehnliches in Nicaragua versucht werden. Der Boeren- Krieg. Kriegsrecht oder Mord. Arbeitslosenstatistik der Zimmerer Hamburgs. Am 28. Juli wurden von den 1424 Witgliedern der Bahlstelle Hamburg des Centralverbandes der Zimmerer Deutschlands 1402 nach der Arbeitsgelegenheit für die Zeit vom 1. bis 28. Juli befragt. 1160 Mit glieder haben während dieser Zeit nicht gefeiert, dagegen sind 172 Mitglieder zufammen 1545 Tage wegen Arbeitsmangels, 22 Mit. glieder zusammen 15/2 Tage wegen Witterungseinflüsse arbeitslos und 52 Mitglieder zusammen 779 Tage frant gewesen. Einen Vergleich des Resultats der Erhebungen im Juli 1899 und 1900 mit vorstehendem Resultat ergiebt uachstehende Tabelle: Das Verlangen der englischen Heißsporne, die im Felde stehenden Boeren für Rebellen zu erklären und als Räuber zu be handeln, würde sich an den Engländern selbst oftmals sehr bitter rächen. So berichtete Lord Kitchener erst dieser Tage wieder von einem, bedauerlichen Zwischenfall", von dem ein Teil der Truppen des englischen Generals Elliot betroffen worden. Drei Offiziere und 65 Mann, die nördlich von Ladybrand operierten, wurden von den Boeren umzingelt und gefangen genommen. Die Verluste waren 1899. gering, ein Toter und vier Verwundete. Die Gefangenen wurden, 1900. da die Boeren sie nicht ernähren konnten, auch sonst nicht vorbereitet 1901. waren, sie zu halten, gemäß den Kriegsgesegen sofort wieder freigelassen. Jahr • 9 • . Bahl der Mitglieder Tage im Durch Schnitt 1297 1162 992 85,4 170 1422 8,3 1319 1254 1159 92,5 143 883 6,2 1424 1402 1160 82,7 172 1545 8,98 Derlammlungen. " Daily News" bemerken zu diesem Telegramm Kitcheners treffend: Uns schaudert, wenn wir. bedenken, was wohl das Schicksal unirer Landsleute gewesen wäre, wenn die Doktrinen, welche von Leuten, Aus der Versammlung vom Montag über das Urteil des die sich liberal nennen, empfohlen werden, von Lord Kitchener in Ober- Kriegsgerichts in Gumbinnen sei noch nachgetragen, daß die Praxis übertragen worden wären.. Wären solch beklagens der Referent den Versuch der„ National- Zeitung" aus dem Gegensatz werte Verbrechen begangen worden, die Boeren hätten sicher als des erstinstanzlichen und des Berufungsurteils Kapital gegen die einen notwendigen Att der Wiedervergeltung, die Erschießung der Berufung in Straffachen zu schlagen, als gänzlich verfehlt nach 65 Mann mit ihren Offizieren vorgenommen, in der Hoffnung, da- drücklich zurückwies. Nimmt man an, das Offizierselement in den durch weitere Niedermegelungen zu verhindern. Wir glauben, so schließt das genannte Blatt, daß Lord Wir glauben, so schließt das genannte Blatt, daß Lord Richterkollegien war im Gegensatz zu den juristisch geschulten Beisigern Kitchener, selbst wenn er solchen Befehl erhielt, diesen nicht zur Aus- zur Berurteilung geneigt, so ergiebt sich folgendes: in erster Instanz saßen 3 Offiziere und 2 Juristen; in zweiter Instanz 5 Offiziere und führung bringen lassen würde. Aber wir hoffen ernstlich, daß dieser 2 Juristen. Zur Verurteilung ist 2/3 Majorität erforderlich. Vorfall, so wenig wichtig er vielleicht sonst auch sein mag, denjenigen 3 Offiziere erster Instanz bilden keine 2/3 Majorität; auch wenn sie als Warnung dienen möge, die fortgefekt eine verhetzende, blut dürstige Sprache führen." Der Vorstoß Scheepers gegen Kapstadt. London, 28. August. Das„ Bureau Laffan" teilt mit: Es wird gemeldet, daß ein Teil von Scheepers Kommando die Nähe der Mossel Bay, die halbwegs zwischen Kapstadt und Port Elizabeth liegt, erreicht habe. 40 Die zum Schuldigipruch tommen, fonnte eine Verurteilung nicht er folgen. Anders in der Berufungsinstanz: die 5 Offiziere allein waren im stande die zwei Juristen zu überstimmen und sie haben es nach unividersprochener Zeitungsmeldung gethan. Die Berufung bedeutete in Gumbinnen mithin: die Entscheidung, zu der in erster Instanz, soweit ein Schuldigspruch in Frage, die Mitwirkung wenigstens eines Juristen nötig war, völlig in die Hände des Offizierselements legen! Für eine solche Art Berufung wird sich natürlich die Socialdemokratie niemals begeistern. Der Boerenkrieg und die internationale Socialdemokratie. Das internationale socialistische Sekretariat zu Brüssel hatte sich durch Umfrage an die socialistischen Parteileitungen aller Länder gewandt und die Frage gestellt, was seitens der Socialdemokratie deutschen geschehen könne, um den Greuelthaten des südafrikanischen Krieges mit ein Ende zu machen. dem Eine öffentliche Versammlung der Buchbinder, Galanterie, Lederarbeiter und Arbeiterinnen tagte am Dienstag bei Feuerftein. Reichstags- Abgeordneter W. Heine hielt eine nVortrag über: Die persönliche Freiheit, ihr Schuß und ihre Begründung durch das Geſetz." Eine Diskussion über den lehrreichen, beifällig aufgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Den Bericht über den Streit bei der Firma Rau, der nun bereits vier Wochen anda. Seinen Ausführungen war zu und infolge von Maßregelungen entstanden ist, erstattete Scholz. entnehmen, daß die Situation für die Streifenden immerhin noch eine recht gute ist. Allerdings hat sich eine Anzahl„ Arbeitswilliger" gefunden, aber fast ausnahmslos so minderwertige Arbeiter, daß die Firma schließlich doch noch gezwungen sein wird, entweder den Betrieb erheblich zu reduzieren oder aber die Forderungen der Arbeiter anzuerkennen. Dem Bericht folgte eine längere Diskussion, in der auch das Verhalten des Vorstandsmitgliedes des Portefeuiller- Verbandes A. Schulz, der ohne Wissen und Zustinumung feiner Organisation mit dem Werkführer der Firma verhandelt hat, einer lebhaften Kritik unterzogen wurde. Die anwesenden Vertreter des Portefeuiller- Verbandes erklärten, daß ihre Organisation stets daß auch bei der Agitation jedwede Mishelligkeiten zwischen dem foliatich band in wich, un sie würden, het die brigen Reiter, Buchbinder- und Portefeuiller- Berband vermieden werden. Einstimmig gelangte sodann eine Resolution zur Annahme, nach der der Streif bei der Firma Rau fortdauern soll und sich die Versammelten verpflichten, in jeder Weise dahin zu wirken, daß die Forderungen der Arbeiter von der Firma anerkannt werden. Verbandes hielt am 21. August ihre Generalversammlung ab. Der Die Mitgliedschaft Berlin des Deutschen HafenarbeiterVorsitzende teilte mit, daß im verflossenen Jahre 14 Borstandsigungen, 11 Mitgliederversammlungen und eine öffentliche Vereines Formfeblers bis zur nächsten Bersammlung zurückgestellt. Der sammlung stattgefunden haben. Der Kassenbericht wurde wegen Bericht der Delegierten zur Gewerkschafts- Kommission wurde allseitig gutgeheißen. O. Joho wurde einstimmig als Delegierter wiedergewählt. In den Vorstand wurden gewählt: Wilhelm Sielow, erster Vorsitzender; Julius Hoppe, zweiter Vorfigender; Franz Generalversammlung nach Hamburg wurde Otto Joho gewählt. Als Braaz, Kassirer; Otto Joho, Schriftführer. Als Delegierter zur Revisoren wurden folgende Kollegen bestimmt: Eduard Bedder, Ernst Schubbel, Wilhelm Foth. Der Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend be= schloß in seiner legten Bersammlung, nachdem das Andenken des verstorbenen Mitgliedes H. 8iem in der üblichen Weise geehrt wurde, den streifenden Glasarbeitern 300 M. zu überweisen. Czeminski referierte über die Tagesordnung des bevorstehenden Kongresses der Vertrauensmänner- Centralisation, und empfahl die Wahl eines De die Die Schloffer beschäftigten sich gestern abend in einer vom Metallarbeiter- Verband einberufenen Versammlung Streit der Bauanschläger. Nachdem die Anschläger Schröder und Schulz die Ursachen und den Verlauf des Streits geschildert, wurde nach einer Deutschland hatte schon auf eine frühere Anfrage geantwortet, längeren Diskussion folgende Resolution einstimmig angenommen: daß es nicht gut möglich sein werde, mehr zu thun, als die englischen„ Die Versammlung der Bauschlosser spricht den streikenden Bau- legierten. Es wurde Hinrichsen einstimmig gewählt. Scharf gerügt Genossen von der„ Socialdemokratischen Föderation" und der„ Un- anschlägern ihre Sympathie aus und verpflichtet sich, die wurde, daß in einigen Baugeschäften über die vertragsmäßige abhängigen Arbeiterpartei" bereits gethan haben, welche in ihren selben in jeder Hinsicht zu unterſtüßen und zwar Haupt- Arbeitszeit gearbeitet werde. Zeitungen, in Broschüren, Flugblättern, sowie in Versammlungen, sächlich dadurch, daß dadurch, daß niemand von den in Bauschlossereien namentlich während der letzten Wahlkampagne, fortgesetzt gegen beschäftigten Kollegen die Arbeit Arbeit der Bauanschläger überdiesen Krieg energisch protestiert haben. Neuerdings hat das nimmt. Vom Bevollmächtigten des Deutschen MetallarbeiterSekretariat nochmals Umfrage gehalten und veröffentlicht jetzt die Verbandes, Cohen, wurde darauf hingewiesen, daß diejenigen Letzte Nachrichten und Depeschen. Antwort Hyndmans, die im Auftrage der„ Socialdemokratischen Fö feitens der Organisation als Streifbrecher behandelt werden. Andrer Mitglieder, welche während des Streifs Anschlägerarbeiten verrichten, Zum Brotwucher der Kohlenwucher. deration" erfolgt. feits sollen diejenigen, welche wegen Verweigerung von Streitarbeit Das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat beschloß für Lieferungen Köln, 28. August.( W. T. B.) Die Kölnische Zeitung" meldet: Hyndman bezw. der Bund ist der Meinung, daß gegenwärtig gemaßregelt werden, die statutengemäße Unterstützung erhalten. vom 1. September ab es handelt sich dabei um Mehrmengen, jeder Versuch des Internationalen Komitees, dem mörderischen Krieg Die Dachdecker hielten am 27. August im„ Englischen Garten" die nach Lage der Verhältnisse abgegeben werden können ein Ende zu machen, fruchtlos sein werde. Es sei jetzt zu spät, den eine öffentliche Versammlung ab, um zu der von den Meistern vor- Breise bei Nußkoble I, II und III sowie bei Stückkohle um 1 M. Krieg noch aufzuhalten, oder selbst für die Boeren annehmbarere geschlagenen Arbeitsordnung Stellung zu nehmen. Görni refe- für die Tonne und bei Nußkoble IV und Förderkohle um 50 Pf. Bedingungen zu erreichen. Wir haben alle Mittel des Protestes rierte: Nachdem die Gefellen in der gemeinsamen Tariftommission für die Tonne zu erhöhen. Dagegen bleiben für Mehrlieferungen erschöpft und die Proteste, die nicht burch Handlungen seitens der Arbeitgeber- Vertreter weitgehendes Entgegenkommen ge- von Coatstohlen, Fein- und Grustohlen die bisherigen Preise beunterſtügt werden können( und das fönnen wir nicht), funden hatten, sei von der gesamten Arbeiterschaft eine stehen. sind umsonst. Auch ein Appell vom Kontinent an die englischen Arbeitsordnung beschlossen worden, die man nicht annehmen Arbeiter würde resultatlos fein; die Trade Unions als solche würden könne. Die Gesellenvertreter in der Tarifkommission hätten Grubenunglück in Schottland. sich bereits über Abänderungsvorschläge die sie geeinigt, London, 28. August. diesem keine Bedeutung beimessen." ( B. H.) Aus Schottland wird eine der Versammlung zur An einen Generalstreit der englischen Arbeiter, so meint Hyndman Die Meister schlagen als§ 1 vor: Begutachtung unterbreiten möchten. Grubentatastrophe gemeldet, 14 Bergleute sind bei DonibristleDer Einheitspreis beträgt Collierg durch einen Erdrutsch verschüttet worden. Die Katawelter, sei nicht zu denken; auch ein Meeting des Internationalen 60 Pfennig für die Stunde. Die Gesellen sind zur Ausführung strophe ereignete sich bei den Arbeiten zur Herstellung eines LuftKomitees in London würde keinen Eindruck machen. aller Arbeiten, die bisher als Dachdeckerarbeiten gegolten haben, schachtes. Vier Bergleute, welche ihren Kameraden Hilfe Zum Schluß weist Hyndman darauf hin, daß die europäischen verpflichtet. Die Lohnfäße für durch Alter, Unfall und Invalidität bringen wollten, stürzten in den Schacht und blieben auf der Mächte, sowie Japan und Amerika in China, auf den Philippinen, in der Arbeitsfähigkeit beschränkte und für sonstige minder leistungs- Stelle tot. am Kongo, auf Madagaskar, in Südafrika usw. in ähnlicher Weise fähige Gesellen, sowie für Junggesellen im ersten Jahre nach der Insterburg, 28. August.( W. T. B.) Die„ Ostdeutsche Volksgewüstet haben, wie England jetzt in den Boerenrepubliken. Warum Lehrzeit unterliegen der freien Bereinbarung." Die Tariffommission also nach London kommen, um durch eine internationale Demonstration der Gesellen will gestrichen haben: und sonstiger minder zeitung" meldet: In der russischen Grenzstadt Wysstyten entstand in England zu zeigen, daß es viel inhumaner sei als alle andren leistungsfähiger Gesellen". Der§ 2 soll nach dem Meistervorschlag der Nacht vom Montag zum Dienstag ein Feuer, das gestern lauten: Die Lohnzahlung findet am Sonnabend sofort nach dem abend noch nicht völlig gelöscht war. Die Stadt ist zum größten Schluß der Arbeit statt. Kann sie nicht auf der Arbeitsstelle er- Teil eingeäschert. Hunderte von Familien find ob In ähnlicher Weise haben Ferri( Italien) und Fauquez( Schweiz) folgen, so ist den Arbeitnehmern gestattet, sich so einzurichten, daß da ch Ios. Zur Löschung des Brandes wurde von den preußischen geantwortet. Sie wären an sich einverstanden mit einer inter- fie bis 6 Uhr im Comptoir des Arbeitgebers eintreffen können." Die Grenzgemeinden Hilfe geleistet. nationalen Rundgebung zu Gunsten der Boeren, bezweifeln aber Gesellenvertreter beantragen, einzuschieben, daß die Lohnzahlung Frankfurt a. M., 28. Auguft. Nach einer Depesche der eine Aspätestens Stunde nach auch deren praktischen Erfolg. Feierabend beendet sein Franff. 8tg." aus London veröffentlicht der„ Globe" ein Telegramm muß, und daß längeres als längeres Barten Ueberstunden zu aus Shanghai, demzufolge die Betinger Behörden telebezahlen ist. Ferner foll der Schlußfaz dahin ab graphisch um die Entsendung weiterer britischer Truppen geändert werden, daß sich die Gesellen im fraglichen Fall so ein nach der Hauptstadt nachgesucht hätten. richten können, daß sie am Schluß der Arbeit im Comptoir Basel, 28. August.( B. H.) Heute abend furz nach 6 Uhr eintreffen. Nach§ 3 beträgt die Arbeitszeit 9 Stunden. Die Meister stürzte der fünfftödige, im Neubau befindliche Gasthof Bum wollen durch denselben Paragraphen ausschließen jede Bezahlung Löwen" ein und begrub 15 Arbeiter unter den Trümmern. Bisher für Arbeitsunterbrechungen infolge Frost, Mangel an Material 2c. wurden 2 Tote und 8 schwer Verwundete hervorgezogen. Mit den sowie die Wirksamkeit des§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Die Aufräumungsarbeiten wird noch fortgefahren. Gesellen verlangen, daß nur die Festsetzung der Arbeitszeit stehen bleibe.§ 4 regelt die Arbeitseinteilung für die verschiedenen Tages und Jahreszeiten so wie bei den Maurern und Zimmerern. Dagegen wurde nichts eingewandt.§ 5 bestimmt:„ leberstunden sind zu ver Triest, 28. August.( B. H.) Der Wiener Maler Eugen Jettel Nach den amtlichen Veröffentlichungen betrug die Zahl der Berg- meiden. Wenn dringende Arbeiten Ueberstunden bedingen, jo find ist in einem hiesigen Hotel plöglich am Herzschlag gestorben. Bourgis, 28. August.( B. S.) Eine Feuersbrunft zerstörte arbeiter im Jahre 1900 447 687. Sie stieg gegen das Vorjahr um sie mit 10 Broz. Lohnzuschlag zu entschädigen." Hieran haben die 88 302. Burüdgehend bis zum Jahre 1900 ist die Arbeiterzahl um Gesellenvertreter nichts auszufeßen, ebensowenig an dem im§ 6 biese Nacht den hiesigen großen Bazar. Der gesamte Stadtteil, in rund 147 000 erhöht worden. Von den 5766 Arbeiterinnen, die im vorgesehenen Kündigungsausschluß. Im§ 7, Schutzvorrichtungen dem sich derfelbe befindet, war bedroht. Es gelang jedoch der Feuerpreußischen Bergbau Beschäftigung fanden, find allein im Stein betreffend, erregt Anstoß, daß die Meister den Gesellen, die nicht wehr, die Gefahr abzuwenden. Der Schaden wird auf über eine tohlen- Bergbau in Oberschlesien 3969, im Ober- Bergamtsbezirk Halle eine eigne Sicherheitsleine nebst Gurt befizen, eine solche gegen Hinter Million Frant veranschlagt. Brüffel, 28. Auguft.( B. 5.) Gestern abend fand eine große 826, im fiegen- nassauischen Erzbergbau 396, im niederschlesischen legung von 6 M.( Lohnabzug) liefern wollen; die nach Beendigung Sämtliche Redner Steinkohlen Bergbau 309, im rechtsrheinischen Erzbergbau ohne des Arbeitsverhältniffes gegen Rückgabe der noch brauchbaren" Versammlung der hiesigen Friseure statt. Siegen- Nassau 188, im linksrheinischen 72 und im Steinkohlen- Sicherheitseinrichtung erstattet werden sollen. Die Gesellenvertreter sprachen sich zu gunsten der Einführung der Sonntagsruhe aus. ohne Die Versammlung nahm eine diesbezügliche Tagesordnung an und Bergbau bei Aachen 21 thätig gewesen; im ganzen staatlichen Stein- schlagen vor, daß den Arbeitern unterschiebslos und fohlen- Bergbau des Bezirks Dortmund, im Kupferschiefer und Steine weiteres beim Arbeitsantritt Sicherheitsleine und Gurt eins beschloß, diese an die Kammer zu senden. Länder?" % * Empfang Krügers durch den Zaren. Haag, 28. August. Nach Meldungen aus Petersburg hat Dr. Leyds vom Grafen Lambsdorff die Zusicherung erhalten, daß der 3 ar den Präsidenten Krüger in Compiègne empfangen wird. Sociales. Arbeiterzahl, Arbeitslöhne und Arbeitsleistung im preußischen Bergbau im Jahre 1900. 17 Teplik, 28. August.( B. H.) Im Moronizer Kohlenschachte find infolge Explosion von Grubengasen ein Obersteiger und ein Heizer erstidt. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt. Nr. 201. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 29. Augufß 1901. Sechster internationaler Kongreß der Glasarbeiter. Hannover, 27. August Dritter Verhandlungstag. ( Vormittagssigimg.) stüßung der deutschen beschlossen. Redner ist der Ansicht gewejen, jationen in der Aufnahme von statistischen Erhebungen und der agi- begangen haben, weshalb er vor das Forum des Chemnißer Gerichts erkennen fonnte. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Beiträge und nimmt Bezug auf die Frauen- und Kinder- mal abgehalten worden, da da die Polizei sie jedenfalls in arbeit. Für die Resolution Heptinstall stimmen alle Nationen Zukunft verbieten wird. Die Socialdemokratie hat in den ver mit Ausnahme des dänischen Delegierten, der sich der Abstimmung schiedenen Fachverbänden Mitglieder, aber noch keine gemeinsame enthält. Für die Resolution Preußler stimmen die Deutschen, der Organisation. Die politischen Arbeitervereine haben ca. 7000 Mitschweizerische Delegierte und Destreich, während die Engländer und glieder. In Zukunft werden der öffentlichen Wirksamkeit der Social der dänische Delegierte sich der Abstimmung enthalten. sich der Abstimmung enthalten. demokratie aller Wahrscheinlichkeit nach große Hindernisse bereitet Nach Eröffnung der Sigung erhielt das Wort Wheater( Eng- Bantracht London will neben der rein gewerkschaftlichen Frage werden, aber wenn das auch geschieht, die russischen Machthaber Tand), folgendes ausführend: Die englischen Arbeiter hätten rüd auch das politische Moment in der Organisation betont wiffen. Da werden die finnischen Socialdemokraten als Vorfämpfer der Freiheit, haltlos anerkannt, daß die deutschen Glasarbeiter nicht anders gekonnt, gegen wendet sich Völkel- England, der in die Gestaltung der Gleichheit und Brüderlichkeit im eignen Lande haben. als in den Generalstreit einzutreten. Die Zumutung, ihr Vereinigungs- politischen Agitation nicht eingreifen will. Es gelangt dann noch Polizeiliches, Gerichtliches liv. Jonas recht aufzugeben, dürfe sich die Arbeiterschaft nicht gefallen lassen. eine Resolution Preußler- Girbig zur Annahme, in Eine Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen sollte Deshalb hätten auch die englischen Glasarbeiter einstimmig die Unter- welcher den Organisationen eine umsichtige Tattit empfohlen und zum der Genosse Grenz aus Leipzig in einer Versammlung in Chemnitz Ausdruck gebracht wird, daß der Kongreß eine Hauptthätigkeit der Organi eine Deputation des Kongresses zu den deutschen Fabrikanten zu entienden aber es sei ihm die Mitteilung gemacht, daß jeder tatorischen Verwertung des gewonnenen Materials fieht. Bur Durchgefordert wurde. Der Anklage lag eine höchst ungenaue Niederschrift Schritt bei den Fabrikanten auf Anerkennung der Organisation ver- führung einer befferen internationalen Werbrüderung soll das Bureau eine der Rede des Genossen Grenz zu Grunde, in der dieser die Nichtgeblich sei. Da müſſe denn ein andrer Weg gefunden werden. beständige Korrespondenz führen mit den Sekretären der einzelnen erfüllung socialer Erlaffe tritifiert hatte. Das Gericht kam zu einer Redner kann es nicht fassen, weshalb die Fabrikanten nicht mit der Nationen. Auch soll für ständige Beitragszahlungen an das inter- Freisprechung, da es in der betreffenden Aeußerung, die inOrganisation verhandeln wollen wegen einer so selbstverständ- nationale Sekretariat Sorge getragen werden. Mindestens alle friminiert war, feine Berächtlichmachung von Staatseinrichtungen lichen Sache. Aus den Zeiten des Absolutismus sei man doch heraus. Vierteljahr hat der internationale Sekretär einen Bericht an die Wenn also der Weg der Verhandlung nicht möglich, so müsse ein Vertrauensmänner der einzelnen Nationen zu entsenden. andrer betreten werden. Hinter den sieben englischen Delegierten feinem andren Betriebzweige, so führt Redner aus, herrschten in Bezug Ueber die Arbeitszeit" referiert Girbig- Stralau. In ständen 4000 organisierte Kollegen mit einem Kriegsfonds von 1 300 000 M. Die Engländer feien bereit, diesen auf die Arbeitszeit so große Uebelstände, wie in der Glasindustrie. In Fonds zu opfern, wenn es sein müsse.( Stürmisches manchen Betrieben dauere die Arbeitszeit von Sonnenaufgang bis Die Lohnbewegung der Bauauschlägeri Bravo!) Der Kampf um die Organisation müsse gewonnen werden, Sonnenuntergang, dazu kämen die Wege nach den Betrieben, so daß nimmt einen günstigen Verlauf. Wie in der gestrigen Bersammlung toste es was es wolle. Wenn durch den Streit die Glasindustrie sowohl von förperlicher wie geistiger Erholung keine Rede sein könne. der Streifenden berichtet wurde, haben bereits 80 Firmen, die aus Deutschland vertrieben werden solle, so sei das lebhaft Besonders krasse Uebelstände beständen bei den Perlenmachern. Die der Junung oder dem Verband der Schlosser und verwandter Gezu bedauern, aber die Schuld falle auf das Unternehmertum. Lange Arbeitszeit sei auch die Ursache der jammervollen Löhne, fie werbe nicht angehören, die Forderung der Anschläger Wir Engländer sind Gegner von Streifs, aber wir werden sei der Hemmschuh der ganzen Glasarbeiter- Bewegung. Nachdem unterschriftlich anerkannt und konnte dadurch von circa dennoch eher 100 Kämpfe aufnehmen, ehe wir uns den Forderungen ein Antrag, Punkt 8 und 9 der Tagesordnung( Lohnfrage) zusammen- 200 Ausständigen die Arbeit wieder aufgenommen der deutschen Glasfabrikanten fügen werden. In England haben wir zufassen, angenommen ist, tritt Dirschl Fürth in längeren Aus- werden. Verschiedene Anschläger, die bisher der Bewegung fernstanden, dieselben Kämpfe durchgemacht. Heute freuen sich unire Fabri- führungen für Verkürzung der Arbeitszeit und Beseitigung der Accord haben jetzt ebenfalls die Arbeit eingestellt und sich mit den Streifenden fanten, mit den Arbeiterorganisationen verhandeln zu können, arbeit ein. Leutel- Berlin hält eine von Girbig eingebrachte Re- solidarisch erklärt, so daß es den Unternehmern trotz aller Beum Streits zu vermeiden. Das Recht auf Organisation solution, welche die achtstündige Arbeitszeit einschließlich der mühungen ohne Anerkennung der Forderungen nicht gelingen dürfte, erscheint unfren Fabrikanten so selbstverständlich, daß es niemand Pausen fordert, für verfehlt, da sie zur Zeit noch undurchführbar sei. auch nur die allernotwendigsten Arbeiten fertig gestellt zu bekommen. wagt, dasselbe anzugreifen. Wenn deutsche Millionäre glauben, die weißmann Benzig spricht über die Ausnutzung der Kinder- Die Charlottenburger Jnnung, die vollständig selbständig und unArbeiterschaft in ihren staatsbürgerlichen Rechten unterdrücken arbeit in der Glasindustrie, besonders in der Beleuchtungsbranche. abhängig von der Berliner Junung ist, hat sich bereit erklärt, mit tönnen, so ist das ein gegen das Interesse des Staates und der Horn- Lindenau polemisiert in längeren Ausführungen gegen die der Lohukommission zu verhandeln. Hingegen hat die Berliner Menschheit gerichtetes Beginnen. Solche Herren müssen unAuslassungen Leutels. Die weitere Debatte dreht sich darum, ob Innung in einem Schreiben mitgeteilt, daß die Meisterkommission schädlich gemacht werden. Ich gehöre 42 Jahre der Organi- die achtstündige Arbeitszeit mit oder ohne Einschluß der Pause zu auf Grund des bekannten Beschlusses nicht befugt ist, mit der Lohnsation an und habe genügend die Erfahrung gemacht, daß die fordern sei und endet mit der Annahme der Berliner fommission zu verhandeln, bevor nicht die Anschläger die Arbeit Unternehmer jede Gelegenheit ausmußen, 11111 Resolution vom Jahre 1898, die eine achtstündige Arbeits- wieder aufgenommen haben. ihre Rechte zu beschneiden, um für sich Vorteile zu erringen. zeit einschließlich der Pausen und Abschaffung der Nacht- und Wenn die Arbeiterschaft gut organisiert ist, so kann man ihr Sonntagsarbeit fordert. nicht beikonumen; daher auch das Bestreben der deutschen Unternehmer, die Organisation zu zerstören. Daß es dahin kommt, dürfen wir nicht leiden. Die deutschen Glasarbeiter sollen nur fest zu fammenhalten. Wir Engländer verpflichten uns, fie in diesem Kampfe bis zum Aeußersten zu unterstützen. ( Stürmisches Bravo!) tims in zu den Arbeitern A Partei- Machrichten. die Tagesordnung des Parteitages. Die Breslauer Parteigenossen besprachen in ihrem Verein Eine eingehende Besprechung zeitigte der Schiedsspruch in Sachen der Hamburger Accordmaurer. Gegen eine erhebliche Minderheit wurde folgendem Antrag zu gestimmt: Der Breslauer, Socialdemokratische Verein sieht in dem Spruch, den das Hamburger Schiedsgericht in der Angelegenheit der Hamburger Accordmaurer gefällt hat, teine den Traditionen der Partei entsprechende Entscheidung; er mißbilligt denselben aufs entschiedenste und erwartet eine baldige Kassierung des Schiedsspruches. In der Diskussion wurde angeregt, auch diejenigen Firmen frei zu geben, welche der Junung angehören, wenn sie die Forderungen anerkennen. Die meisten Redner wandten sich jedoch gegen eine derartige Aenderung der, Taktik und verwiesen darauf, daß gerade die Innung den Anschlägern den Kampf aufgedrängt hat und daß es ja den Meistern, die mit dem Vorgehen der Junung nicht ein verstanden sind, frei steht, aus derselben auszutreten, oder aber eine Alenderung der Befchlüsse zu veranlassen. Es wurde schließlich beschlossen, daß die Kommission mit der Charlottenburger Jnnung auf Grundlage der aufgestellten Forderungen in Verhandlung treten soll. Im übrigen wird die Taktik beibehalten und der Streit fortgesett werden, bis die Berliner Innung mit der Lohntonimission verhandelt und entsprechende Vereinbarungen getroffen sind. Die Abmachungen sollen dann natürlich für alle Unternehmer gelten. I Preußler( Oestreich): Man sollte meinen, die Zeiten, in denen das Unternehmertum der Arbeiterschaft ihre staatsbürgerlichen Rechte borenthalten könne, feien vorbei. Man habe doch nicht aus Liebe zu den Arbeitern das Koalitionsrecht geschaffen, sondern infolge der eifernen Notwendigkeit. Das deutsche Unternehmertum wolle Sklaven haben. Das liege gar nicht im Interesse der Industrie. Eine unterdrückte Arbeiterklasse werde auch unfähig in ihren Leistungen. In Oestreich seien die Arbeiter nicht so weit, wie in Deutschland; aber Zur Lohnbewegung der Bandagisten. Die in unsrer es gäbe ein Unglück, wenn man den Oestreichern mit solchen Zu Von einem Parteigenossen wurde auf die theoretischen Aus- Firmen bewilligt worden, während sich acht Firmen noch nicht dazu Sonnabendnummer mitgeteilten Forderungen sind bereits von fünf mutungen komme, wie den Deutschen, deren Kaltblütigkeit und Rube einandersetzungen in der Partei, besonders die Stellung Bernsteins geäußert haben oder sich ablehnend verhalten. man bewundern müsse. Auch die organisierten Glas- dazu, hingewiesen. Man beschloß mit großer Majorität entgegen abgehaltene Versammlung der Bandagisten beschloß, daß am MittEine am Dienstag arbeiter in Oestreich seien einmütig der Ansicht, daß der dem Verlangen von andrer Seite, den Delegierten für Breslau zu woch in allen Werkstätten die Forderungen den Unternehmern unters Kampf der Deutschen mit allen Mitteln unterstützt werden müsse. beauftragen, dafür einzutreten, daß über diese Dinge zur Tages- breitet werden, mit der Maßgabe, daß bis zum Freitag Antwort Der auch in Oestreich gemachte Versuch der Beseitigung des ordnung übergegangen wird. Zuni Delegierten wurde Emil NeuKoalitionsrechtes sei den Unternehmern mißlungen. Die Gewerk- firch gewählt, dem über die Stellung zu dem erwähnten Schieds: rungen nicht bewilligt sind, soll am Sonnabend seitens der Lohngegeben werden müsse. Ueberall, wo bis Freitagabend die Forde schaften seien das Sicherheitsventil gegen die Ausbrüche der spruch kein gebundenes Mandat übertragen wurde. Verzweiflung. Da solle man von Staats wegen die Gewerkkommission durch Verhandlungen noch ein letzter Versuch zur gitfchaften gegen das staatsgefährliche Treiben des Unternehmer- Die Gemeinderatswahlen des Landkreises Offenbach, die lichen Erledigung gemacht werden. Falls auch dieser mißlingt, ist Schutz nehmen. Leider hätten die östreichischen nun fast ihrem Abschluß nahe sind, brachten zu Anfang voriger am Montag früh die Arbeit nicht wieder aufzuArbeiter nicht so gefüllte Kassen wie die Engländer; aber Woche unfren Genossen in Urberach statt des erhofften Sieges nehmen. auch die Oestreicher würden die letzte Hose hergeben, eine Niederlage. Diese schwarze Domäne blieb diesmal noch dem Deutsches Reich. um ihren deutschen Kollegen zu helfen.( Lebhaftes Bravo!) Un- Centrum erhalten. Die Stimmenzahl unsrer Genossen erweckt aber Der Krefelder Sammetscherer Streik dauert unverändert begreiflich sei es, wie der Ning der Fabrikanten so unter dem Ein- die sichere Hoffnung, daß dies bei den nächsten Wahlen anders fort. Die Arbeitgeber haben am Dienstag dem Gewerbegericht mitflusse Heyes stehen könne. Das müsse ja der deutschen Industrie werden dürfte. Unfre Genossen wollen übrigens diese Wahl geteilt, daß sie vor dem von den Streifenden angerufenen Einigungszum Verderben gereichen. Selbst wenn Heyes Wunsch in Erfüllung wegen verschiedener: Beeinflussungen anfechten. Der Som amt nicht erscheinen wollen. Jedenfalls hoffen die Unternehmer, gehe, so würde eine Niederlage der Arbeiter mur einen um so ver- abend brachte dagegen den Genossen in Sprendlingen einen den Betrieb durch Streitbrecher weiterführen zu können, die sie von zweifelteren Angriff bedeuten. Vorläufig sei es aber so weit noch vollen Sieg, denn ihre sämtlichen fünf Kandidaten wurden gewählt auswärts heranzuziehen sich bemühen. In der vorigen Woche hatten nicht. Der Kongreß möge eine Erklärung abgeben, daß es Pflicht und damit zum erstenmale Socialdemokraten den Eintritt in den sie auch 40 Arbeitswillige in Elberfeld aufgetrieben, die jedoch, der Kollegen aller Länder sei, den Deutschen den Rücken zu decken. Gemeinderat erkämpft. In gleicher Weise schnitten die Genossen in nachdem sie von der Sachlage unterrichtet wurden, wieder abzogen. Abrahamsen( Dänemark) schließt sich den Vertretern von England der bisherigen schwarzen Hochburg Bürgel ab. Dortfelbst wurden Von den Streikenden ist auch niemand wankend geworden. Die Arbeitsund Oestreich vollinhaltlich an. Auch er will sein Möglichstes zur Unter- am Montag ebenfalls von sechs Kandidaten fünf gewählt und damit zeit der Sammetweber, die von den Fabrikanten bekanntlich, um einen stützung der Deutschen thun, nicht nur in Dänemark, sondern auch im zum erstenmale eine ganz empfindliche Bresche in diese Centrums- Druck auf die streitenden Scherer auszuüben, auf täglich 5 Stunden benachbarten Schweden und Norwegen.( Beifall.) Pantrachs beste gelegt. Dieser Sieg wird auf die Centrumsfreunde wegen herabgefeßt worden ist, soll vom 28. d. M. an auf 71/2 Stunden London erklärt als Vertreter der lokalorganisierten Glasarbeiter der Urberacher Wahl nicht gerade förderlich einwirfen. Die nächste verlängert werden. Paulsen, der Leiter des Streifs, hatte gegen Londons, daß auch er sich den Ausführungen seiner Kollegen vom Wahl, auf welche die besondere Aufmerksamkeit der Genossen gerichtet seine Verhaftung die, wie seiner Zeit berichtet, wegen angeblicher Centralverbande anschließe.- Sözler- Gerresheim und Röseler- ist, ist die Wahl in Offenbach- Stadt, die auch in greifbare Nähe ge- Aufreizung erfolgt ist- Beschwerde erhoben, dieselbe ist aber vom Nienburg geben für ihre Orte und Lippert im Namen der übrigen rückt ist. Hier handelt es sich um die Besetzung von 15 Sizen, von Landgericht zurückgewiesen, auch wurde das Ersuchen, Paulsen gegen Delegierten der deutschen Glasarbeiter die Erklärung ab, daß nach denen zwei unsre Genossen zu verteidigen haben. Kaution auf freien Fuß zu setzen, abgelehnt. Zahlreiche Straf dem hochherzigen Verhalten der ausländischen Kollegen an eine Ein Socialdemokrat im Verwaltungsgericht. mandate sind bereits gegen Streifende erlassen, auch der Redacteur Fahnenflucht der Streitenden nicht zu denken sei. Dirschl- Fürth glieder zum Berwaltungsgericht für die Herzogtümer Koburg und unsres Krefelder Bartei- Organs hat eine Auflage wegen Beleidigung erklärt, daß auch die bayrischen Kollegen trotz ihrer betrübenden Gotha, darunter unser Parteigenosse Bod, find mumehr vom Arbeitswilliger erhalten. Existenzverhältnisse an Opfermut nicht zurückſtehen werden. Landesverweser bestätigt worden. Der Wunsch einiger Scharfmacher, die auf eine Nichtbestätigung des socialdemokratischen Abgeordneten Bock rechneten, ist somit nicht in Erfüllung gegangen. Girbig Stralau: Mit dem Gehörten können wir mehr als zufrieden sein. Die Herren Glasbarone werden sich wundern. Eine solche Einmütigkeit hatten wir taum erwartet. Alle Nationen find darin einig, daß die Handlungsweise der Unternehmer eine brutale ist. Preußler hat recht, ob Sieg oder Niederlage, der Sieg ist unser. Wir werden nicht eher ruhen, bis der letzte deutsche Glas arbeiter organisiert ist. Horn Lindenau betont, obwohl er ursprünglich Gegner des Generalstreits gewesen, so habe er doch im Laufe der Zeit eingesehen, daß ein andrer Weg nicht übrig geblieben und an ein Zurückweichen nicht zu denken sei. In seiner Eigenschaft als Vertrauensmann der deutschen Glasarbeiter werde er daher alles thun, was in seinen Sträften stehe. Er fönne auch die freudige Mitteilung machen, daß foeben aus England wieder 1000 Pfund Sterling( 20 000 Wart) eingetroffen feien.( Lebhaftes Bravo!) Das werde wieder den Mut neu beleben. Die Einmütigkeit des Kongresses in dieser Frage werde Wunder wirken. Die deutschen Kollegen würden sich der Sympathie würdig zu zeigen wissen. An ein Nachgeben sei nunmehr nicht zu denken. Unter lebhaftem Applaus des Kongresses erfolgt sodann die einstimmige Annahme der in unserem gestrigen Berichte schon mitgeteilten Resolution Girbig. Auf Antrag Mar Dresden wird beschlossen, die Reden der ausländischen Delegierten als Flugblatt drucken zu lassen und an fämtliche Glasarbeiter Deutschlands zu verteilen. ( Nachmittagssigung.) Die MitDer skandinavische Arbeiterkongreß. Zum Abschluß des Kongresses fand am Sonntag im Volkshause und Park am Enghowevej eine würdige seier statt. Unter den Reden, die dort gehalten wurden, ist die des Borsigenden des finnischen Arbeiterbundes von ganz besonderem Intereſſe. Der Repräsentant Finnlands, Drochila, führte n. a. folgendes aus: Die staatsgefährlichen Fremden. In Kittelsthal ( Sachsen- Weimar) suchte jemand beim Gemeindevorstand die Erlaubnis zu einer öffentlichen Metallarbeiter Versamma Ausländer, Fremde find's zumeist, die unter uns gefät den Geist ung nach. Der Bürgermeister eingedent des bekannten Wortes: der Rebellion usw. versagte die Erlaubnis, weil ein fremder te dner käme. Der Bezirksdirektor, an den sich der Einberufer nummehr wandte, trat diesem Entscheid bei mit der Begründung, die Versammlung würde gern erlaubt werden, wenn sie nur gewerkschaftlichen Zwecken und zur Hebung der wirtschaftlichen Lage diente. Aber weil ein auswärtiger Redner zugezogen würde, und das feien in den meisten Fällen socialdemokratische Agitatoren, müßte sich der Bezirksdirektor der Ansicht des Bürgermeisters anschließen So ist denn das glückliche Kittelsthal vor den Umsturz durch einen auswärtigen Redner bewahrt geblieben. und die Versammlung verbieten!! Bei uns hat es viel Mühe gekostet, die Arbeiter zu organisieren, aber mum glauben wir, daß wir auf dem rechten Wege sind und daß die Entwicklung uns in unsren Bestrebungen unterstützen wird. Wir Finn länder find mun ausgelöscht aus der Zahl der Nationen. Man hat uns unsre Stechte entrissen. Uns bleibt nur übrig, das, was wir als Nation verloren haben, international wieder zu gewinnen. Wir haben einen langen und schweren Weg zurückgelegt. Wir haben uns auf die Konservativen gestigt, aber die haben uns betrogen. Wir Die Wahlen zum Quedlinburger Gewerbegericht, welches haben an die Liberalen geglaubt, aber sie standen uns gleichgültig am 1. Oftober in Thätigkeit tritt, sind vor einigen Tagen beendet. gegenüber und haben nichts für uns ausgerichtet. Nun haben wir Die Beteiligung seitens der Arbeiter war sehr lebhaft; es haben uns der revolutionären Socialdemokratie zugewandt und von 972 eingeschriebenen Wählern 865 gewählt, während von 72 Arwollen versuchen, Schritt zu halten mit den vorwärtsstürmenden beitgebern nur 30 ihr Wahlrecht ausübten. Das Ergebnis der Wahl organisierten Arbeitern der andren Länder. Das heißt, wir wollen war, daß sämtliche von dem Gewerkschaftskartell aufgestellten Beiuns selbst helfen und uns auf unsre eignen Kräfte verlassen, und fizzer Kandidaten( aus den Reihen der Arbeitnehmer) gegen die vir meinen, daß dies das beste ist, denn der Kapitalismus unsrer Kandidaten der Hirsch Dunckerschen Gewerkvereine gewählt Bourgeoisie ist nicht minder rücksichtslos gegen uns, weil wir worden find. Finnen sind, als in andren Ländern. Der Kapitalismus ist inter= national aus Princip und wir wollen seinem Beispiel folgen." Am Freitag hatte Genosse Drochila im Diskussionsklub Lassalle" einen Vortrag über die Arbeiterbewegung in Finnland" gehalten, dem wir folgendes entnehmen: A In Schmölln( Sachsen- Altenburg) siegte bei den am 26. d. M. stattgehabten Gewerbegerichtswahlen die vom Gewerkschaftskartelf aufgestellte Liste der Arbeitnehmer. Für diese wurden 400 Stimmen abgegeben, während auf die Kandidaten der Hirsch- Dunckerschen trok eifriger Agitation mur 90 Stiminen entfielen. Ausland. Zur Erörterung steht:„ Die Notwendigkeit der Orgas nisation der Glasarbeiter". Dazu bringen Preußler ( Oestreich) und Heptinstall( England) je eine Resolution ein und begründen dieselbe. In der englischen Resolution wird die Der Socialismus ist erst in den letzten Jahren nach Finnland Notwendigkeit der Organisation betont und die Erwartung aus gekommen. Der erste Arbeiterkongreß wurde 1895 in Helsingfors gesprochen, daß die Arbeiter sich nach Ländern oder Distrikten abgehalten. Nach dieser Zeit entstanden viele gewerkschaftliche Ueber den Stahlarbeiter- Streik in Amerika find schon seit organisieren sollen. Ferner soll der Kongreß seine Mißbilligung Organisationen. 1895 streikten auch die Bauhandwerker und im bald zwei Wochen feine Nachrichten von Bedeutung eingelaufen. darüber aussprechen, daß verschiedentlich von Geistlichen oder andren selben Jahr erschien das erste Arbeiterblatt. Danach sind dann Das läßt darauf schließen, daß der Streit nicht die Ausdehnung geElementen versucht wird, die Arbeiter dadurch von ihren wirtschaft- mehrere socialdemokratische Zeitungen gegründet worden, aber sie nommen hat, die er haben müßte, wenn der Kampf, den die lichen Bestrebungen abzulenten, daß man Sonderorganisationen find schwer aufrecht zu erhalten, weil die Cenfur oft so streng Arbeiter- Organisation gegen den mächtigen Stahltrust führt, einen gründet. Die Resolution Preußler fordert die streng centralistische ist, daß daß sie die Herausgabe des Blattes verhinderte. Die durchschlagenden Erfolg haben soll. Neuerdings kommen Nachrichten Organisationsform. Außerdem will fie eine Regelung der Mai- Demonstration ist wahrscheinlich in diesem Jahr zum letzten aus Amerika, die von einer in Aussicht stehenden Beilegung des Streits reden, wobei die Arbeiter von ihrer ursprünglichen Forderung Die Stadtverordneten Versammlung hatte den Magistrat] Aus den Nachbarorten. Straßensperrungen. Die Straßburgerstraße von der Lothringererhebliche Abstriche zu machen genötigt wären. Heute meldet das ersucht, dafür zu sorgen, daß in den Krankenhäusern je ein bis zur Saarbrückerstraße wird wegen Umpflasterung vom 2. f. Mts. „ Reutersche Bureau" aus Pittsburg: Shaffer richtete ein Schreiben entsprechend großer Warteraum für die Krankenbesucher bereit ab bis auf weiteres für Fuhrtverke und Reiter gesperrt; gleichfalls an die Mitglieder des Erekutivkomitees des Vereinigten Stahlarbeiter- gestellt werde. In Uebereinstimmung mit der Deputation für die wird die Colmarerstraße von der Belforters bis zur Tresdowstraße Verbandes, in welchem er sie auffordert, dem Plan zur Bei- städtischen Krankenanstalten und die öffentliche Gesundheitspflege er wegen Umpflasterung vom 9. t. Mts. bis auf weiteres für Fuhrlegung des Ausstandes, über den am letzten Sonnabend achtet der Magistrat für die Krankenhäuser im Friedrichshain und werke und Reiter gesperrt. sich die Vertreter der Nationalen Arbeiter- Vereinigung und des Stahl- am Urban die Schaffung von besonderen Warteräumen, da genügende arbeiter Verbandes geeinigt haben, zuzustimmen. Vorhallen und große Korridore vorhanden sind, für die Krankenbesucher nicht für erforderlich, weil ausreichende Gelegenheit zum Aufenthalt Raubanfall. In der Hermannstraße zu Nigdorf wurden bei schlechtem Wetter für das Publikum vorhanden ist. Dagegen abends gegen 9 Uhr drei junge Mädchen von zwei jungen Burschen soll beim Umbau des Verwaltungsgebäudes im Strankenhause in frechster Weise belästigt und thätlich beleidigt. Plöglich entriß Moabit die Beschaffung von solchen Warteräumen vorgesehen werden. einer der Attentäter einem der Mädchen Uhr nebst Kette, worauf Die Stadtverordneten- Bersammlung wird ersucht, ihren Beschluß beide Burschen die Flucht ergriffen. Alls Thäter wurden ermittelt als erledigt anzusehen und von der Vorlage des Magistrats Kenntnis und verhaftet der Arbeiter Friedrich Krause und der Schmied Ernst zu nehmen. Herm, welche beide Glasowstr. 67 in Schlafstelle wohnen. Herin so Lokales. Vom Berliner Milchkrieg. Die milch verteuerungslustigen Landwirte der Mark Brandenburg scheinen auf den Herrgott droben im Himmel, den sie in ihrem Stampf gegen die Berliner Milchhändler als Bundesgenossen in Anspruch genommen hatten, doch nicht so fest zu vertrauen, wie sie sich bisher den Anschein gaben. Sie halten es für besser, sich lieber auch hier unten auf Erden nach einem Bundesgenossen umzuschauen. In der richtigen Erkenntnis, daß es entschieden von Vorteil für sie wäre und zum Gelingen des von ihnen geplanten Beutezuges beitragen müßte, wenn sie die bereits unruhig werdenden Milchkonsumenten auf ihre Seite bringen könnten, versuchen sie jetzt, sich an die Hausfrauen Berlins heranzumachen. " Angestellten finden jegt allabendlich bezirksweise statt. Die beiden Die wortbrüchige Große. Versammlungen von Straßenbahn- die Uhr geraubt haben, bestreitet dies jedoch. ersten Versammlungen sind vorgestern resp. gestern in Schöneberg an die sich eine Unmenge von Vermutungen geknüpft haben, berichtet Eine dunkle Geschichte aus Waidmannslust bei Berlin, und in Berlin, Schivedterstraße, abgehalten worden. Diefelben waren der„ Gastwirtsgehilfe". Der Fall wird in folgender Weise daraußerordentlich stark besucht und fast die gesamten dienstfreien gestellt: Albert Engel, Lüneburgerstr. 25 wohnend, Vater von vier Beamten der betreffenden Bezirke beteiligten sich an den Sigungen. Kindern im Alter von sieben Jahren bis zu zehn Monatent, arbeitete Die behandelten und auch bei der nächsten Bersammlung auf die am 24. Juli im Kurhaus Waidmannslust als Lohnkellner. Am Abend Tagesordnung zu stellenden Punkte lauten:„ Die Lage der Straßen- habe er beim„ Kassemachen“ mit dem Wirt Mülle Streit bekommen. bahn- Angestellten nach dem Streit“ und„ Wie stellen wir uns zu Mülle soll es als ungehörig bezeichnet haben, daß sich Engel zum der Vertrauensmännerwahl und zur Beschwerdekommission, welche Abrechnen setzte. Gäste waren nicht mehr im Lokal und Engel habe im September stattfindet." Es ist der Landtags- Abgeordnete Sting- Düppel, der Führer Versammlungen, in denen sich eine starke Erregung der Straßen- fich der Befizer des Lotals, Brauereibefizer Joachim, mit dem der In den beiden bereits abgehaltenen deshalb geantwortet, daß er schon wisse, was sich gehöre. Nun habe der märkischen„ Milchbauern" und Vorsitzende der famosen Milchbahner bemerkbar machte, wurde lebhaft darüber geklagt, daß die wirt zusammenfaß, hineingemischt, es sei ein heftiger Wortwechsel und centrale für Berlin, der die schwierige Aufgabe übernommen hat, von der Direktion im vorigen Jahre bei den Streikverhandlungen schließlich Hauerei entstanden, bei der Engel mißhandelt worden jei. die Berliner Hausfrauen zu beschwichtigen und sie womöglich davon gemachten Versprechungen nicht gehalten oder in einer Weise aus- Bis hierher ist die Sache ziemlich tlar. Der Kollege Engels, der zu überzeugen, daß die konsumenten von den Plänen gelegt würden, die mit den getroffenen Vereinbarungen in direktem Kellner Stöhler, stellt sie so dar, Mülle und Joachim bestätigen, daß der agrarischen Milch verteurer keinen Schaden zu widerspruche ständen. Weder wird die elf- und neunstündige Dienſt es zu Handgreiflichkeiten gekommen sei. Nun aber wird die Sache befürchten haben. Er hat an die Zeitungen ein Schreiben ver- zeit für Schaffner und Fahrer eingehalten, noch werden die fest- sehr dunkel. Engel ist seit jenem Abend verschwunden, und bis heute sandt, in dem er den Nachweis zu führen sich abmüht, daß die gesezten Urlaubsfristen bewilligt und ebensowenig ist der Dienst für hat man keine Spur entdeckt. Ueber den Verbleib Engels kursieren eigentlichen Milch verteurer die Milchhändler mäntel find nur Einsatzfahrer in der verabredeten Weise geregelt worden. Regen- die ungeheuerlichsten Gerüchte. Hoffentlich gelingt es der Kriminalan einzelne Fahrer versuchsweise geliefert, polizei, die sich mit der Angelegenheit beschäftigt, Licht in dieses sind. Wegen der großen Länge dieses Schreibens müssen wir es während man von einer weiteren Anschaffung jetzt nichts Dunkel zu bringen. Von Interesse wäre auch die Aussage eines uns leider versagen, das Opus hier im Wortlaut mitzuteilen. Es mehr hört. Bei den Wahlen für die Vertrauensmänner Frl. Kaul, die zur Zeit des Vorfalles in dem Kurhause als Sommergipfelt in der verblüffenden Behauptung, daß die märkischen der Beschwerdekommission hat die Direktion bisher eine Landwirte an der Milch bisher nicht nur nichts größere Einwirkung ausgeübt, welche die Bedeutung der Kommission gast weilte und jetzt nicht aufzufinden iſt. verdient, sondern sogar noch 22 Pfennige pro abgeschwächt, ja sie faft wertlos gemacht hat. Es wurde als dringend Ein rätselhafter Leichenfund wurde Dienstagnachmittag in Liter zugesezt haben. Die Milchproduzenten( diese Uneigen- notwendig erachtet und von der Versammlung auch anerkannt und der Oberförsterei Köpenick, zwischen der Kolonie Fichtenau und beschlossen, für die im nächsten Monat stattfindenden Vertrauens- Klein- Schönebeck, gemacht. Dort fand man die Leiche eines unnützigen!) hätten keineswegs die Absicht, sich durch den höheren Preis, männer- Wahlen nur solche Schaffuer und Fahrer in die Kommission bekannten Mannes, der sich mit seinem Taschentuch an einer Fichte den sie den Händlern berechnen wollen, zu bereichern; nur die zu delegieren, welche in entschiedener Weise die Interessen der An- erhängt hatte. Der Tote, der etwa 45 Jahre alt sein mag, trug Untoften sollen gedeckt werden. Die Milchhändler, sagt gestellten wahren und alle Mängel, unter denen das Betriebspersonal ziemlich gute Kleidung und machte den Eindruck eines Arbeiters. Herr Ring, verdienen heute zu viel ant der Milch so zu leiden hat, rücksichtslos aufdecken. Die neuerliche Bewegung In seinen Kleidertaschen fanden sich 3000 Stubel in Banknoten, viel, daß sie eine Erhöhung des an die Produzenten zu der Straßenbahn Angestellten wird geleitet von dem ehemaligen 140 Mart in deutschen Münzen und ein Rosenkranz, ein Zeichen, daß zahlenden Breises sehr wohl vertragen können, ohne den Schaffner Rathmann, der bei dem Streit im vergangenen Jahre der Selbstmörder wohl Katholik war. Ein Ausweis über die PerHausfrauen gleichfalls einen höheren Preis abfordern zu eine führende Rolle inne hatte und trotz der gegebenen Bersicherung, fönlichkeit des Toten war nicht vorhanden. Die Leiche wurde nach müssen. Auch die von den märkischen Landwirten gegründete daß Maßregelungen nicht stattfinden, bald nach Beendigung des Aus- Klein- Schönebeck gebracht. Milchcentrale, die vom 1. Oktober ab den Milchhandel selber standes aus nichtigen Gründen entlassen wurde. " = Gerichts- Beitung. in die Hand nehmen will, falls sich die Berliner Milchhändler In den Ruhr- Erkrankungen bei den Garde- Regimentern weigern, durch ihre Vermittelung Milch zu beziehen, wird nach Herrn ist bisher ein gänzlicher Stillstand noch nicht eingetreten, wenngleich Ein Fall des unlauteren Wettbewerbes, der in der Kon Rings Versicherung den Konsumenten fcine Ber- Neuerkrankungen nur noch vereinzelt vorkommen. Neuerdings mußte fektionsbranche Aufsehen erregt hat, beschäftigte gestern die erste teuerung der Milch bringen. Diese Versprechungen stehen der zum hiesigen Bekleidungsamt abkommandierte Zahlmeister- Ferien- Strafkammer des Landgerichts I. Der Angeklagte, Handindes in einem merkwürdigen Gegensatz zu dem, was derselbe Herr Lazarett gebracht werden. Aspirant Beitler vom 1. Garde- Regiment 3. F. nach dem Garnison- lungsgehilfe Georg Greene, der englischer Unterthan ist, wurde Ring erst vor wenigen Wochen in einem vertraulichen" Natur. Die übrigen in den Lazaretten befindlichen Soldaten find Betriebsgeheimnisse, deren Kenntnis Die Erkrankung ist jedoch nur leichter beschuldigt, als Angestellter eines Geschäftsbetriebes Geschäfts- oder Schreiben, das wir veröffentlicht haben, den Milchproduzenten fast sämtlich außer Gefahr, und einige dürften bereits in den nächsten guten Sitten verstoßende Handlung erlangt habe, an andre er durch eine gegen die in Aussicht gestellt hat. Er hat keinen Zweifel darüber gelassen, Tagen zur Entlassung tommen. daß ein Sieg in dem gegenwärtigen Berliner Milchkrieg mur der Anfang zu einer umfassenderen Aktion wäre, deren Endergebnis den Milchproduzenten die Taschen füllen würde. Aber man begreift es, daß der Häuptling der agrarischen Milchverteuerer für feinen Appell an die milchverbrauchende Bevölkerung eine andre Tonart wählen mußte. zu Zwecken des Wettbewerbes mitgeteilt zu haben. Als NebenInzwischen ist die für den 2. September angefegt gevejene flägerin trat die Aktiengesellschaft May Segall, Strumpffabrit, auf. er bit parade abgesagt worden. Ob das in Rücksicht auf die Der Angeklagte war sieben Jahre als Erpedient bei der NebenStrankheitsfälle gefchehen, steht dahin. flägerin angestellt gewesen und hatte sich als außerordentlich tüchtig Gegen den Milchring hat die Berliner Bäcker- Jumung erwiesen. Am 1. Januar d. J. trat er aus und ging zu der Konkordia" Stellung genommen. Der Jungsvorstand beschloß, Konkurrenzfirma Liebes u. Zapp, Fabrik mechanisch gestridter und sich dem Vorgehen der Milchhändler anzuschließen, öffentliche Ber- gewebter Strümpfe, Engros und Export, über. Es wird behauptet, Da die Milchberteuerer wohl selber fürchten, daß die so tren- sammlungen aller Milchkonsumenten abzuhalten und das Publikum daß er, von langer Hand vorbereitet, verschiedene Dinge, die herzig klingende Versicherung, es werde keine Bereicherung der über die Bestrebungen des Milchringes und die drohende Milch- Geheimnisse der Aktiengesellschaft darstellten, bei der neuen Produzenten beabsichtigt und sei keine Schädigung der Konsumenten Berliner Bäckermeister verpflichten, 14 Tage lang das Gebäck- ohne obachtete verteuerung aufzuklären. Ein Angestellter des Geschäfts be= Gegebenenfalls wollen sich sämtliche Firma verwertet habe. eines Lages, daß der Angeklagte vor seinem zu erwarten, auf die Berliner Hausfrauen am Ende doch nicht ganz Milch herzustellen! Abgange eint Paket Stripturen Skripturen sich zusammenband, es den gewünschten Eindruck machen wird, so fügt Herr Ning noch gelang ihm, durch einen Griff in das Paket eins der Papiere heraushinzu, die Milchcentrale werde auch dazu beitragen, daß den Samburg, von dem in den letzten Tagen die Rede war, erfahren lationen über die Sachen enthielt, die die Firma Segall fabrizierte. Ueber den Plan einer elektrischen Schnellbahn Berlin- zunehmen und es zeigte sich, daß dasselbe eine Reihe von KalkuKonsumenten eine hygienisch einwandfreie Milch wir das Folgende. Der Entwurf rührt von einem Berliner Ingenieur Nach dem Eintritt des Angeklagten bei der neuen Firma nahmen geliefert werde. In der That kann eine Centralisierung des mit Namen Petzenbürger her. Die Fahrgeschwindigkeit ist in dem die Direktoren der Aktiengesellschaft Segall beim Verkehr mit ihren Milchhandels diesen Erfolg haben, und wir wären die ersten, ihn mit Projekte so bemessen, daß die Strecke Berlin- Hamburg in 21/2 Stunden Kunden Dinge wahr, die darauf hindeuteten, daß nicht nur versucht Freude zu begrüßen. Wir können aber auf die vorgebliche Absicht zurückgelegt würde. Für jede Haltestelle ist ein Aufenthalt von wurde, die Kunden von der Firma Segall abspenstig. zu machen, derin der Milchcentrale vereinigten märkischen Milch- 1/2 Minute in Aussicht genommen. Auch Güterzüge sieht der Plan sondern daß ihnen auch Geschäftsgeheimnisse derselben verraten produzenten, den Milchhandel den Forderungen der vor, die ebenfalls elektrisch betrieben werden sollen. Die Strom- wurden. Der Angeklagte Greene wurde infolge dessen ins Hygiene entsprechend umzugestalten, leider feine be- zuführung soll überirdisch erfolgen und zwar in Form von Dreh- Gebet genommen, er bestritt aber, außer jenen Stalkulationen, die sonderen Hoffnungen feßen. Haben die Milchproduzenten erst einmal strom. Die Leitung soll mitten zwischen den beiden Geleisen auf er sich schon vor längerer Zeit im Geschäftsinteresse angefertigt gestellt werden. Das Aulagekapital berechnet Herr Petzenbürger auf haben wollte, irgend welche verdächtige Stripturen hinter sich zu in ihrem Kampf gegen die Händler den Sieg davongetragen, dann nur rund 10 Millionen Mart, die Betriebskosten auf 1 050 000 Mart haben. Man begnügte sich jedoch nicht damit, es wurden vielmehr werden sie sich- dessen sind wir überzeugt daran genügen im Jahr. Die Kostenberechnung will Herr Bezzenbürger bis ins eines Tages durch einen Gerichtsvollzieher eine ganze Reihe von laffen, das„ Preisbestimmungsrecht" an sich gebracht zu haben. Sie einzelne in einer Broschüre nachweisen, die in diesen Tagen bei solchen verdächtigen Papieren mit Beschlag belegt, darunter eine werden dann den Preis so bestimmen, daß nicht nur den Händlern, Grabow in Hamburg erscheinen soll. genaue Kundenliste der Firma Segall, verbunden mit einer sondern auch sehr bald den Hausfrauen besonders den Müttern, Die goldenen Fünfmarkstücke. Nach den vom Bundesrat Angabe der gezahlten Preise und der Qualität der gelieferten Die einen Säugling aufzupäppeln haben die Augen übergehen getroffenen Bestimmungen gelten, wie bereits früher berichtet, die Waren, ein Buch mit einer Kalkulation der fämtlichen follen. Von den Forderungen der goldnen Fünfmarkstücke vom 1. Oktober d. J. ab nicht mehr als Fabrikate, genaue Auszüge aus Büchern, zu deren Fertigstellung gesetzliches Zahlungsmittel. Mit dem Ablauf des nächsten Monats, Wochen gehörten, Auszüge aus Büchern, die ihm in legaler Weise also am 30. September, erlischt auch die Frist, bis zu welcher die nicht zugänglich waren 2c. Der Angeklagte wurde auf Grund dieser Freifinniges Wehklagen. Zur Bürgermeisterfrage mit der Einlösung der Münzen beauftragten Reichs- und Landes- Thatsachen vorübergehend in Untersuchungshaft genommen und die bringt die„ Boff. 3tg." einen sehr sentimentalen Leitartikel, worin faffen die Fünfmarkstücke in Zahlung bezw. zur Umwechselung an- Anklage gegen ihn erhoben. Ursprünglich war auch gegen die Herren Herrn Kaufmanns Qualifitation nicht etwa zum Stadtoberhaupt, Umlauf im Gewicht verringerte Münzstücke findet die Verpflichtung gestellt wurde, da gegen sie keinerlei belastende Momente zu Tage traten. nehmen. Auf durchlöcherte oder anders als durch den gewöhnlichen Liebes und Zapp eine Untersuchung eingeleitet worden, die aber einsondern zum Offizier des langen und breiten dargelegt wird. der Staffen zur Annahme und zum Umtausch keine Anwendung. Der Angeklagte bestritt entschieden, diese Listen und Berechnungen zu Das freisinige Blatt erinnert daran, daß der„ rote Becker" unlauteren Zweden benugt zu haben. Er behauptete, daß er die Listen Revolutionär gewesen sei und auf Festung gesessen habe und doch Zu dem Bericht über den Selbstmord des Gefreiten Lehmann, im Segallschen Geschäfte für die Expedition gebraucht habe und es nicht allein Oberbürgermeister von Köln, sondern auch Mitglied des den wir am 14. August brachten, wird uns unter Vorlegung von sich in übrigen um Berechnungen und Kalkulationen handelte, die Herrenhauses geworden sei. Sodann meint die„ Voss. 8tg.": Beweisstücken, die jeden Zweifel ausschließen, die Mitteilung gemacht, er nach dem Ausscheiden aus dem Geschäft, nicht nach Büchern, daß Lehmanns Ehrenhaftigkeit durchaus unangetastet dastand und sondern aus dem Kopf angestellt habe. Von den Nebenklägern Kauffmann ist nicht mit großer Mehrheit gewählt worden. das Gerücht von einer Unterschlagung, die er begangen haben sollte, wurde dies für ganz unmöglich erklärt. Die umfangreiche Beweis Mit erdrückender Mehrheit wird er wiedergewählt werden. Jetzt jeden Grundes entbehrt. Es ist selbstverständlich, daß wir unter aufnahme ergab, daß sich beide Firmen in einem heftigen handelt es sich nicht um eine Person, sondern um die Wahrung diejen Umständen die erste Reportermeldung richtig stellen. Konfurrenzkampf befinden, gleichzeitig ergab sich aber auch die der Selbstverwaltung. Die Wiederwahl kann auch keine leere Schwierigkeit, festzustellen, inwieweit sich der Angeklagte während Demonstration fein; sie hat den einzigen vernünftigen Sim der Durch fünf Revolverschüffe versuchte sich gestern morgen der der Austellung bei Segall und nur diese Zeit kommt bei§ 9 des loyalen Berufung von dem unzureichend unterrichteten an den Barbier Richard Weidner aus der Dragonerstr. 25 zu töten. Da Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb in Betracht- fich strafbesser zu unterrichtenden König. Die Stadtverordneten seine Frau als Friseurin mitarbeitet und die beiden ältesten Kinder bar gemacht habe. Der Staatsanwalt hielt für erwiesen, daß der haben die Aufgabe, dem Staatsministerium die Möglichkeit zur bereits in Geschäften thätig sind, so hätten die Leute recht gut leben Angeklagte sich Kundenlisten heimlich angefertigt habe, um sie später Berichtigung etwaiger Irrtümer zu geben, die sich in das mili- können, wenn Weidner nicht dem Trunke ergeben gewesen wäre. zu verwerten, nicht aber für erwiesen, daß es zu einer Verwertung tärische Gutachten eingeschlichen haben können. Bei den Aus diesem Grunde wollte sich im Juni d. J. seine Frau von ihm gekommen sei. Staatsministerium wird es auch sein, zu prüfen, inwieweit bei fcheiden lassen. Als der Mann erfuhr, daß sie bereits einen Rechtsprechung und der Verteidiger schloß sich diesem Antrage an. Er beantragte aus diesem Grunde die Freis einer Berliner Bürgermeisterwahl staatliche oder militärische anwalt aufgesucht hatte, um die Scheidungsklage einzuleiten, nahm Der Vertreter der Nebentläger hielt eine unbefugte VerRücksichten den Ausschlag zu geben haben. So selbster vor den Augen seiner Kinder, wie seiner Zeit berichtet, Gift. Nach wertung von Geschäftsgeheimnissen für dargethan und beantragte die verständlich aber die Wiederwahl Kauffmanns ist, so selbst vierzehn Tagen konnte er geheilt aus dem St. Hedwigs- Krankenhause Bestrafung des Angeklagten und die Auferlegung einer Buße, die verständlich müssen die Stadtverordneten seine Annahme der entlassen werden. Nach diesem Zwischenfall gab Frau Weidner ihre gesetzlich ja nicht über 10 000 Mart hinausgehen dürfe, obwohl ein Wahl erwarten, da die Vertretung der ersten und größten Scheidungsgedanken zunächst auf. Aber ihre Hoffming, daß ihr Mann zehnfach höherer Schaden nachweisbar sei. Der Gerichtshof jah als deutschen Gemeinde sich nicht dem Verdacht aussehen darf, eine nun dem Alkohol entfagen werde, erwies sich als trügerisch. Weidner erwiesen an, daß der Angeklagte auf seinen Geschäftsreisen in billige und zweideutige Komödie aufzuführen. trant nach wie vor und vernachlässigte sein Geschäft. Dieses ging Holland und England die Segalliche Kundenliste verwertet habe und Hygiene aber wird es im Lager der Milchvertenterer wieder still sein wie zuvor. " und die drei Kinder noch schliefen, schlich sich Weidner um 6 Uhr Das ist in Verbindung mit der Erinnerung an den roten Becker" dann auch mehr und mehr zurück. Schon seit drei Monaten hatte verurteilte ihn zu 300 M. Geldstrafe, die durch die wohl nicht ge= sehr hübsch gesagt. Es fehlt nur noch eine im Namen der liberalen der Mann teine Miete mehr bezahlt. Auf gestern vormittag 9 Uhr nügend gerechtfertigte Untersuchungshaft für verbüßt erachtet Fraktionen abgegebene Erklärung, wonach man von Herrn Kauffmann war Verhandlung in der Räumungsklage angesetzt. Als nun seine wurden. Auf Buße wurde nicht erkannt, weil dem Gerichtshof jede beſtimmt erwarte, er werde sich binnen kurzem ebenso zur rechts- Frau die Wohnung schon verlassen hatte, um Kundschaft zu bedienen, thatsächliche Unterlage zur Schätzung des Schadens fehlte. nationalliberalen unverfänglichkeit und zur Anwartschaft auf hohe Orden mit einem neuen sechsmal geladenen Revolver in den Klosettraum In betreff der Flaschenverhältnisse bei den Mineralwasserdurchmausern, wie es ehedem der Erkommunist Becker gethan. Sehr und feuerte fünf Schüsse auf sich ab, von denen drei trafen. Eine Fabrikanten hatten sich nach und nach Mißstände herausgebildet, wowirkungsvoll hätte sich heute auch noch ein eindringlicher Hinweis Kugel drang in die rechte Schläfe ein und verlegte den Lebens- durch sich im Anfang dieses Jahres eine Anzahl Fabrikanten zur darauf gemacht, daß es doch Wilhelm der Große" gewesen, der müden so schwer, daß er bewußtlos zusammenbrach. Der Schwer- Bildung eines Ringes veranlaßt saben. Wie es auch beim BierBeder bestätigt habe, daß ein Mann wie Frizz Eulenburg fich für verwundete wurde in fast hoffnungslojem Zustande einem Kranten handel der Fall ist, wird vom Publikum kein Unterschied in betreff der Herkunft der Flaschen gemacht, wenn leere bei Lieferung von ihn verwandt und Bismarck selbst mit den Worten„ Gratulor, mi hause zugeführt. gefüllten zurückgegeben werden. So kommt es, daß die Lieferanten consul" ihm die Freudenbotschaft verkündet habe. Und wenn solchen Der große Preis von Deutschland hat eine gewaltige Zahl Fahrer nach und nach in den Besitz von allen möglichen Flaschen ge= Glückes ein ehemaliger Anhänger von Marg für würdig befunden, angelockt, von denen die Mehrzahl bereitz ihr Training auf der Kurfürsten langen, welche die verschiedensten Firmeninschriften sowohl im Glase um wie viel mehr Garantien müsse ein schlichter Freisinnsmann damm- Bahn aufgenommen haben. Der Erfte unter ihnen war Arend, der schon seit Dienstag dort ernster Arbeit obliegt. Auch die auswärtigen felbst wie auf dem den Verschluß bildenden Borzellanknopf bieten. Vielleicht folgen Ausführungen dieser Art noch in einem Fahrer sind zum großen Teil bereits eingetroffen und der Rest wird für tragen. Wird eine Flasche beim Reinigen oder Füllen zerschlagen, so wird häufig der firmierte Verschluß auf eine andre fremde Flasche zweiten Artikel. heute erwartet. ad Witterungsübersicht vom 28. August 1901, morgens S 1hr. gefeßt und dadurch kommt es vor, daß der Fabrikant seine Ware in] einer Flasche liefert, die den Namen einer zweiten Firma im Glase und den einer dritten Firma auf dem Verschluß führt. Der vorerwähnte, aus 14 Fabrikanten bestehende Ring hatte im Februar b. 3. Statione d. J. an sämtliche Berufsgenossen ein Rundschreiben gerichtet, worin an gezeigt wurde, daß jeder Fall, in dem Selterswasser in mit gegen ala 200 Barometerftand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4" R. Stationen Barometer= Wind: richtung Windstärte Wetter Temp. n. 6. 5° C.-4° R. bedeckt 13 bedeckt 13 13 5 wolfig 12 paparanda 7540 3 bededt 11 Petersburg 7550 764 NM 3 heiter 759 NNW 3bedeckt 13 4 heiter 12 Cort 6 Regen 12 Aberdeen 3 wolfent 13 Paris fremder Firma verschenen Flaschen berfauft werde mit ein Vergehen werden lautenschutz- Geez angesehen unge 75 3d zur Anzeige gebracht werden würde. Am 19. Mai wurde der Hamburg 752 SS Berlin 756 2 Geschäftswagen des Mineralwaffer- Fabrikanten Wilh. Franke auf Frantf./m. 754 der Straße von einem Ringniitgliede angehalten und die Ladung München 761 SSO intersucht. Es stellte sich heraus, daß weniger als die Hälfte der Wien 762 SSW 2 wolfent 14 Flaschen die Fraulesche Firma trugen, die größere Hälfte dagegen Wetter Prognose für Donnerstag, den 29. August 1901. von allen andren Firmen stammte. Gegen Franke wurde An- Kühl und zunächst meist trübe mit etwas Regen und ziemlich frischen zeige erstattet und gestern vor der ersten Ferien- Straf- westlichen Winden; später Abnahme der Bewölkung. Tammer des Landgerichts I gegen ihn verhandelt. Er führte zu Berliner Wetterbureau. feiner Entschuldigung an, daß es allgemein üblich und fast nicht zu umgehen sei, Flaschen von fremden Firmen als Erfaz für andre antzunehmen; das Publikum werde auch nicht getäuscht, denn es wisse, Marktpreise von Berlin am 27. Auguſt 1901 gering nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. " daß der Inhalt der Flaschen von dem Lieferanten stamme. Der Belzen, gut D.- Cir. Gerichtshof war mit dem Staatsanwalt der Ansicht, daß das Bor- mittel gehen des Angeklagten sich als ein Bergehen gegen das Markenschutzgesetz kennzeichne, beließ es aber bei der zulässig niedrigsten Strafe von 150 Mark. Berein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Sente 8 Uhr: Versammlung bei Landau, An der Stadtbahn 5. Tages: ordnung: 1. Otto Langs Alkoholismus und Klaffenkampf"; Referent Genosse Miethke; 2. Vereinsmitteilungen und Verschiedenes. Gäste fehr willkommen. „ Es werde Licht!" Berein zur Unterhaltung und Belehrung. Heute ( Donnerstag), 9 Uhr abends bei Fischer, Waldstr. 8: Bersammlung. Tagesordnung: 1. Uebung. 2. Diskussion über die Alkoholfrage". 3. Ver: schiedenes. Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. Bermischtes. Der zu Königsberg im Alter von 71 Jahren verstorbene Geb. Kommerzienrat Becker, der ehemalige Besizer des jetzt fistalischen Balmider Bernsteinverkes, hat ein Vermögen von etwa 15 Millionen Mark hinterlassen. Er war am 1. Mai 1880 zu Danzig als Sohn armer jüdischer Eltern geboren. In lebhafter Erinnerung ist noch der bekannte Prozeß, in dem der Kommerzienrat gerade feine beneidenswerte Rolle spielte. Der Förster Emil Liermann aus Pohlom wurde im Walde bei Tarnowiz erschossen aufgefunden. Der Mörder ist bereits verhaftet. Es handelt sich um einen Rache- Att. Der Bruder des Mörders war von dem Ermordeten wegen Straßenraubs angezeigt und daraufhin bestraft worden. Eine Springflut hat an der Westküste der Insel Sylt erhebliche Verwüstungen angerichtet. Die Kraft der Wellen wurde durch den heftigen Südwestwind verstärkt. Im Bad Westerland entstand großer Materialschaden. Etwa hundert Strandkörbe wurden davon= getrieben; ein großer Teil der am Strand entlang führenden Wandelbahnen ist weggerissen. Die neue Südbahn ist an mehreren Stellen unterwaschen, so daß der Betrieb für mehrere Tage eingestellt werden muß. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Urania Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: ,, Malerische Wanderungen durch Donnerstag, den 29. August. die Mark Brandenburg". Teil II. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Der Compagnon. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). = Kleine Preise. Invalidenstr. 57/62. Die Fledermaus.. Anjang 8 Uhr. Tägl. Sternwarte. Im Trianon Theater:„ Lebende = Lieder". Anfang 8 Uhr. Im Garten: Täglich großes Konzert. Schiller. Gefchloffen. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 712 Uhr. Berliner. Geschlossen, Lessing. Geschlossen. Mesidenz. Geschlossen. Nenes. Geschlossen. n Westen. Theater Charivari"( Se cessions Brettl). Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrett. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. 8 1hr. Thalia. Geschlossen. Anfang Carl Weiß. Talolo. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Zigeunerbaron. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Der Better. Anfang 8 Uhr. Im Garten: Großes Gartenkonzert und Luftiges Brettl". Anfang 6 Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Nur noch kurze Zeit! Die Aufbahrung d. hochselig. Kaiserin Friedrich i. d. Kirche zu Cronberg. Der künstliche Mensch, d.Mirakel d. 20. Jahrhunderts. Zoologischer Garten Entree 1 Mark. Von abends 6 Uhr ab 50 Kinder die Hälfte. Heute: P. Metropol. Specialitätenbor felting, Grosses Doppel- Konzert. Schön war's doch. Anfang 8 112. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Anfang 5 Uhr nachmittags. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Passage = Theater. Damen: Ring. Roggen, gut " mittel gering * Gersle, gut Kalbfleisch Butter Süße: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwverts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete ühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 00-00; c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 45-52; e) gering genährte Kühe und Färjen 40-48., Kälber: a) feinste Masttälber( Bollmilchmast) und beste Saugfälber 68-70, b) mittlere Mastund gute Saugfälber 62-66, c) geringe Saugfälber 58-60, d) ältere, gering genährte( Fresser) 36-42. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast Hammel 65-68, b) ältere Masthammel 60-64, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merzfchafe) 56-58, d) Holsteiner Niederungsschafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige, der feineren Rassen und deren Krenzungen im Alter bis zu 14 Jahren 220-280 Pfund schwer, 62; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Stäjer) 00-00; c) fleischige 60-61; d) gering entwidelte 57-59; e) Santen 57-58. Für 100 Pfund mit 20 Broz. Tara. Verlauf und Tenden 3. Vom Rinderauftrieb blieben etwa 120. Stüd unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich langsam, es wird taum geräumt. Bei den Schafen fand ungefähr ein Drittel des Auftriebs Absaz. Der Schweinentarkt verlief ruhig und wurde geräumt. allo Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Armee 876. Besten Dank. Wir werden eine derartige Aufrechnung 1,10 demnächst veröffentlichen. P. 44. Die Privatpost ist am 1. Juni 1897.in. den Besitz der Patet: 2- fahrt übergegangen. 2,40 2. Elisabethstr. Bringen Sie die Angelegenheit in Ihrer Gewerkschaft 2,40 2, zur Sprache. Kartoffeln, nene, D- Ctr. 8,50 5, Rindfleisch, Keule 1 kg 1,70 1,20 dv. Bauch 1,30 1, " 13,00 Schweinefleisch 1,60 1,20 " P 1,60 Hammelfleisch 1,60 1,10 " 15, mittel " " gering " * * Hafer, gut 14,30 14,20 13,60 13,50 12,90 16,20 15,40 2,60 Eier 60 Stit 4, Karpfen 1 kg Aale mittel 15,30 14,60 Bander gering 14,50 13,80 Hechte 7,16 6,66 18, Barsche Schleie d 40, 25, 45, 25, Bleie Krebse 30, nichtstroh Heu Erbsen Speisebohnen 2,80 1,40 Mag Nünke. Zu dem Abzug vom Lohn ist der Verwalter nicht be: 2,80 1,20 rechtigt. Klagen Sie Ihren vollen Lohn beim Amtsgericht eiit. 2,40 1,20 2 Wettende 12. 1. Das ist sehr leicht möglich. 2. Die Empfängniszeit 1,80 0,80 für ein am 12. März geborenes Kind ist für ein Schaltjahr die Zeit vom 2,40 1,20 15. Mai bis 13. September, für ein gemeines Jahr die Zeit vom 14. Mai E. B. 1. und 2. Ja. 1,40 0,80 bis 12. September. 2. Sch. 000. Nein. per Sajot 18,2,50 M. T. Die erste Mitteilung über den Ausbruch der Cholera in Hamburg wurde am 22. August 1892 veröffentlicht. Es waren aber schon ein paar Tage vorher einige Fälle mit tödlichem Ausgang vorgekommen. In Altona wurde der erste Fall von asiatischer Cholera bereits am 19. August fonstatiert. †) Ab Bahn.*) Frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 28. Auguft. Der Getreidemarkt zeigte heute ein freundlicheres Gepräge. Anregend wirkten durchweg bessere Auslands: meldungen, die umfangreiche Deckung veranlaßten, und regerer Mehlabsatz bei den hiesigen Mühlen; namentlich Roggenmehl wurde verhältnismäßig lebhaft gehandelt, aber auch in Weizenmehl kamen einige Umfäße zu stande. Im Lieferungshandel wurden Weizen und auch Roggen bis ¾½ W. besser bezahlt. Das effektive Angebot war vom Inlande nicht bedeutend. Von ausländischem Broduit war besonders amerikanischer Weizen offeriert; es wurden in diesem Artikel einige Abschlüsse perfeft. Hafer blieb flay; die Konsumenten decken ihren Bedarf vorwiegend direkt bei den Bauern, um die hohen Lagerspesen zu vermeiden, und die aut hiesigen Martte reichlich zugeführte Ware findet keine Unterkunft. Mais behauptete seine gestrigen Preise, Rüböl gab weiter nach. Spiritus blieb ohne Notiz. . 100. Jut allgemeinen genügt es, bei Goldfischen alle acht Tage frisches Wasser zu geben; doch muß das Waffer slets rein und flar ſein. Auch ist darauf zu achten, daß das frische Waffer feine wesentlich andre Temperatur hat, als das alte. Aut besten gedeihen die Goldfische in einem Aquarium, in dem die sogenannte Wasserpest wuchert. Man füttert sie am besten mit den sogenannten Ameiseneiern, von denen man ihnen nicht mehr reicht, als sie fofort verzehren. Fr. M. H. Mir ist in Ihrem Falle falsch, mich richtig. – P. Woi. 18. Sie sind im Irrtum. Die Schulpflicht ist für die verschiedenen Provinzen verschiedenartig geregelt. Ihr Sohn kann nur mit Erlaubnis des Rektors und, falls dieser sich weigert, der Schuldeputation, vor Schluß des Semesters entlassen werden. Stellen Sie einen dahin abzielenden Antrag. Gierke. Wenn es sich um einen Verkauf zum Gewerbebetrieb handelt, Städtischer Schlachtvichmarkt. Berlin, 28. August 1901. Amt mit Ausgang des Jahres 1904, sonst mit Ausgang 1900. T. V. Nein. licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 464 Minder, E. J. 10. Hingerichtet. M. W. 20. Darüber giebt es keine 2297 Stälber, 3320 Schafe, 9581 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund näheren Bestimmungen: ruheftörender Lärm in der Nacht ist verboten, auch oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund wenn er von einem Verein verübt wird.- A. F. 37. 1. Nach Ansicht des in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- Ober- Verwaltungsgerichts sind Sie nicht wahlberechtigt. 2. Nein. 3. Das S. N. 1. Nein; die Unfallrente ist unpfändbar. 2. Die wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus ist möglich. Sachen werden teineswegs durch Zeitablauf Ihr gemästete und ältere ausgemästete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut einbehaltenen genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00. Bullen: Eigentumt. Sie tönnten lediglich Ihre Forderung einflagen und a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere auf Grund des. Urteils dann die Sachen pfänden. 3. Gine und gut genährte ältere 00-00; c) nering genährte 46-50. Färsen und Beleidigungsklage hätte wenig Aussicht auf Erfolg. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 16499* Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 1hr ab geöffnet. 2 hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. Metropol- Theater. war's Schön doch! W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich Konzert, Theater: und Specialitäten- Vorstellung. Die Veilchenfee. Aufruf! Als vermißt aut 11./8. 1901 nachts 112 Uhr am Schlesischen Bahnhof zu Berlin wird die Frau Anna Dinter aus Altona. Beschreibung: Alter 54 Jahre, Statur lang und hager, Haare grau meliert, Augen blau- grau, Nase spit, Kleidung: schwarzes Kleid mit seidenen Streifen, schwarze Moiré- Taille, seiden gesteppten schwarzen Unterrock, einen wollenen grauen und einen rotwollenen Unterrod, weißes Hemd und weiße Unterhose, schwarze Strümpfe, schwarze Lederschuhe, schwarzen Spizenhut mit gelben Blumen. Etwaige Meldungen werden erbeten an W. Dinter, Altona, Schulterblatt 33 Hth. ptr. Ostbahn- Park. Mr. Nein. Verein socialdemokratischer Gast- und Schankwirte Berlins und Umgegend. Am 27. d. m. verstarb die Frau unfres Mitgliedes, Kollegen Carl Petrick, Louise Petrick. Die Beerdigung findet am Freitag, den 30. d. Wis., 32 Uhr, von der Leichenhalle int Charlottenburg, Fürstenbrunner Weg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 69/17 Charlottenburg. Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß amt 27. d. t. meine inniggeliebte [ 21932 Frau, Mutter Louise Petrick Burleske mit Gesang in 2 Bildern von Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. nach langen Leiden sanft entschlafen Im W. Gericke. Musik von Schmidt. Saale: Tanzkränzchen. Hermann Imbs. Täglich: ist. Die Beerdigung findet am Freitag den 30. d. M. nachmittags 3/2 Uhr von der Halle des neuen Luisen Die trauernden Hinterbliebenen. Carl Petrick nebst Tochter. Grosse Berliner Ausstattungs- Prater- Theater Großes Sonzert, Theater- u. tirchhofs aus flatt posse mit Gesang und Tanz in von 5 Bildern mit freier Benutzung von, 0, diese Berliner" Julius Freund. Musik von Victor thos Holländer. In Scene gesetzt vom Direktor Richard Schultz. Emil Thomas als Gast. Joseph Josephy a. D. H. Bender. G. Kaiser. Else de Veré a. D. Carl Weiss- Theater Frid Frid. F. Georgette. fämpfe. Specialitäten- Borstellung. Große Frankfurterstr. 132. Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Abends 8 Uhr: Bu fleinen Preisen: Malerische Wanderungen durch die Mart Brandenburg. Zweiter Teil." Invalidenstraße 57/62. Theatersaal.) " Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Sommer- Oper. Nur noch drei Opern- Aufführungen. Die Afrikanerin. Oper in 3 Aften von Scribe. Musik von Meyerbeer. Anfang 8 Uhr. 0 Morgen: Die Zauberflöte. Im Garten: Damen Ning tampf. Betty Baars, weiblicher Herkules. Theater, Konzert. 52 Uhr. Sonntag, 1. September. Gr. Novität! Wiederauftreten von Carl Weiß. Edhiller Theater Berliner Rangen. ( Wallner Theater). Gr. Gesangspoffe in 7 Bildern von G. Albert. Musik von R. Leonard. Sämtliche Kostüme u. Dekorationen Gastspiel: Saharet. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater Robert Steidl als Wolzogen II, Ueberbrettl- Parodie 10 hervorragende Donnerstag, Freitag bleibt das Theater neu!- Bollſtändig neues Berſonal Specialitäten. geschlossen. Sonnabendabend 8 Uhr: Eröffnung der Schauspiel Saison. Zum erstenmal: Die Kronprätendenten. historisches Schauspiel in 5 Atten von Henrik Ibsen. Sonntagabend 8 Uhr: Die Kronprätendenten. Central- Theater. Heute Anfang 8 1hr mit ganz neuer Ausstattung an Kostümen, Dekorationen und Requisiten bei ermäßigten Preisen zum 732. Mal: Die Geisha. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geishae Verstärktes Orchester. Konditor Th. Böhm A. Tyrkowski. Frize Wolfram Carl Weiß. Borverkauf an der Rasse v. 11-1 Uhr. Puhlmanns Vaudeville- Theater Ferner: FrauLuna mit dem Luftballett ,, Grigolatis". Konzert 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Schönhauser- Allee 148. Sanssouci Täglich: Große Theater: und Specialitäten Vorstellung. 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Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Vortrag über:" Der wirtschaftliche Niedergang und die Aufgaben der Gewerkschaftsorganisation." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 143/19 Um rege Beteiligung ersucht Die Verbandsleitung. Achtung, Bauauschläger! Freitag, den 30. Auguft 1901, abends 7 Uhr, in L. Kellers Festsälen, Koppenstraße 29: Große öffentliche Versammlung 34/12 Tages- Ordnung: 1. Unser Streit. 2. Verschiedenes. Der Einberufer. Steinarbeiter! Donnerstag, den 29. August, abends 8 Uhr, im Königshof, Bülowstraße Nr. 38: Innungs- Versammlung. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 172/20 Der Gesellenausschuß. Männer- Vortrag. Morgen, Freitag, ab. 8 1hr, Engelufer 15. Gäste 20 Pf. 1 Broschüre. prakt. Naturheilk. Grundmann über: Syphilis. Gr. Berliner Naturheilverein. Mitglieder Aufnahme in der Heilanstalt. Köpnickerstr. 72, Naturärztl. Sprechstunden 11-2, 6-8. Vereine. Achtung! 6. Wahlkreis. Orts- Krankenkasse der Sonntag, den 1. September 1901, mittags 12 Uhr: Vergolder Zum Andenken Ferdinand Lassalle und unsre verstorbenen grossen Toten. Vier Volks- Versammlungen. Schönhauser Vorstadt: Wernau, Schwedterstr. 23-24. Rosenthaler Vorstadt u. Gesundbrunnen: Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42. Wedding u. Oranienburger Vorstadt: Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Moabit: Arends Brauerei, Turmstr. 25-26. Referenten: Waldeck Manasse, Ströbel, Rosenow, Heine. Um zahlreichen Besuch bitten Die Vertrauenslente. und Berufsgenossen. Freitag, den 6. September 1901, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, EngelUfer 15, Saal 7: Außerordentliche General- Versammlung 219/18 wozu die Herren Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer ergebenst eingeladen werden.[ 273/20 Tagesordnung: Central- Verband der Zimmerer Anker- Briketts been ther Deutschlands.( Zahlstelle Berlin.) Sonnabend, den 31. August 1901, in der Aftienbrauerei Friedrichshain( fr. Lipps), Am Königsthor: zu haben bei 1. Die Verfügung des Herrn Ober: präsidenten betreffend die anderweitige Festsetzung der durchschnittlichen TageLöhne. Abänderung der§§ 10, 12, Friedr. Daniel& Co., 13, 20, 30, 31. 2. Bortrag des Herrn Berlin W. 8, Leipzigerstr. 29. * Dr. Zadek über Apotheken und Krankenkaffen. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Vorsitzender. Schriftführer. Großes Sommer- Fest! Sonnabende! Emil Boges, Johann Ahmann, zur Noch frei( 21862 Feier des 18. Stiftungs- Festes. Pracht- Saal, Gr. Garten- Konzert ausgeführt vom Neuen Berliner Konzert- Orchester. Dirig. Rud. Tietz. Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Lebende Photographien. Preiskegeln. Fackelzug. Kinderbeluftigungen aller Art, verbunden mit großartigen Ueberraschungen. Bei eintretender Dunkelheit bengalische Beleuchtung des Gartens. In beiden Großer Sommernachts- Ball. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Vereine. Die Kaffeeküche ſteht den geehrten Damen von 3 Uhr an zur Verfügung. 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