Nr. 204. and the mall tichistan dut not tour bus 18. Jahrg. gaz h Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., dit Vorwärts wöchentlich 28 Pfg. fret ins Saus.is splet Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntages Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Bot Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671.000 Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat, Erscheint täglich außer Montags. bad Juichs 1032 nd dipl Berliner Volksblatt. 090 Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene fotonet. geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche VereinsTo und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" 416 Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. setisdal sid Parteigenossen! sdire E Laut Beschluß des vorigen Parteitags findet der diesjährige in 2übeď statt. Auf Grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der ParteiOrganisation beruft die Parteileitung den diesjährigen Parteitag auf 502 Sonntag, den 22. September, abends 7 Uhr, nach Rübed in das Vereinshaus, Johannisstraße 50/52, ein. sid Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Sonntag, den 22. September, abends 7 Uhr, Vorversammlung. Ronstituierung des Parteitags. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Mandate. Montag, den 28. September und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes. a) Agitation. Wahlen. Kassenbericht. icon Berichterstatter: 2. Pfannkuch und A. Gerisch. Sonntag, den 1. September 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I. Nr. 5121. Diese Krise hat die Fäulnis des kapitalistischen Wirtschafts- daran dachten, ihre Mehrproduktion auf den deutschen systems vor aller Augen bloßgelegt. Nun, da wir für eine Zeitlang Markt zu werfen. Eine bon Amerika bei den Konsuln aus dem Strudel aufregender Börsenpaniken und industrieller Zu- in Deutschland veranstaltete Umfrage über die Absatzauf den Weg der Verwüstung zu werfen, den die Krise gegangen ist. Oberschlesien, versetzte die Börsenspekulation in große Angst und man sammenbrüche heraus zu sein scheinen, ist es möglich, einen Rückblick möglichkeiten, das Auftauchen amerikanischen Roheisens Das zeigt uns das kapitalistische System mit all' seinen Schäden. erfuhr jetzt zum erstenmal, daß die gute Beschäftigung der deutschen in Im Grunde ist das, was die Ursache des begeistert gepriesenen Eisenwerke lediglich auf kontraktlichen Vorausbestellungen für Aufschwungs gewesen ist, auch die Ursache des schließlichen Nieder- tommende Jahre beruhte und die Stockung sofort eintreten werde, gangs geworden. Der Aufschwung begann fast unmittelbar nach dem wenn durch irgend welche äußeren Einflüffe die Unternehmer der Abschluß der Caprivischen Handelsverträge. Sie erleichterten erst Industrie nicht im stande wären, ihre Abschlüsse innezuhalten. Das den Handelsverkehr mit dem Auslande derart, daß die deutsche mit geriet auch bereits die Kursherrlichkeit an der Börse ins Industrie auf dem Weltmarkt erfolgreich konkurrieren und so ihre Wanken, denn die fleinen Spekulanten zitterten um ihr Ausfuhr nach den Vertragsstaaten bedeutend steigern konnte. Gerade Geld, verkauften die Montanpapiere um jeden Preis und Während deshalb ist es auch so thöricht seitens der Syndikatskapitalisten, trugen ihr Stapital wieder auf die Sparlassen. Heute den Agrariern bei der Ergatterung der Wucherzölle zu helfen, sich Amerika rasch bom Sturze der Eisenpreise erholte, die den Neuabschluß von Handelsverträgen erschweren und die wurde die Situation in dem unter seiner Ueberproduktion und Exportindustrie im Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt benach- Ueberspekulation leidenden Deutschland immer gefährlicher. Da kam teiligen. die Khati- Expedition nach China mit ihren Begleiterscheinungen, die internationale Verwickelungen im Gefolge zu haben schienen; es tam die Handelsstockung an der ostasiatischen Küste, und jetzt gab's kein Halten mehr: der Zusammenbruch war da. Eine der nächsten Ursachen des Aufschwungs ist auch zu suchen im Bau der sibirischen Bahn. Sie steigerte den industriellen Bedarf des russischen Ostens ganz gewaltig und gerade Deutschland hatte davon den Vorteil. Freilich wird Rußland sich die an die deutsche Der bisherige Verlauf der Krise glich dem ins Wasser geb) Preſſe, Litteratur, Kolportagewesen.( Geschlossene Sigung.) Industrie gezahlten Millionen im Laufe der Zeit dadurch wieder worfenen Stein, der, immer größere Streise ziehend, ſchließBerichterstatter:. Gerisch. 2. Bericht der Kontrollkommission. Berichterstatter: H. Meister. O D 8. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: E. Wurm. 4. Maifeier. alsas Berichterstatter: Th. Metzner. 5. Die Wohnungsfrage. Berichterstatter: A. Gübelum. 6. Anträge zum Programm. 7. Sonstige Anträge. 8. Wahl des Vorstandes und der Kontrollkommission. Parteigenossen! Wir fordern Euch nun auf, die erforderlichen Borarbeiten zu treffen, insbesondere die Wahl von Delegierten und die Einreichung der Anträge rechtzeitig zu bewirken. Die Anträge müssen spätestens den 7. September in den Händen des Vorstandes, Adresse: J. Auer, Berlin SW. 47, Kreuzberg str. 30 fein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Absatz 2 der Partei- Organisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gedrudte Vorlage für den Parteitag Aufnahme finden sollen. die holen, daß es dem ganzen Warentransport nach Ostasien durch die lich ganze Wasseroberfläche ergreift. Die AbsatzSibirienbahn an sich reißt. Die nicht verstummenden Gerüchte stockungen in der Eisenindustrie riefen die Stockungen bei den über die Projekte des Herrn Ballin, mit amerikanischen Schiffs- westfälischen und schlesischen Zechen und Roheisenwerken herver. tapitalisten eine große Transportlinie von Hamburg über Amerika Produktionseinschränkungen bei den Zechen und Coatswerken, Ausnach Ostasien zu schaffen, zeigen am besten. wie man in Hamburg blafen. zahlreicher Hochöfen waren die ersten Kennzeichen der sich die russische Konkurrenz fürchtet und ihr beizeiten begegnen will. vertiefenden Krise. Dann ergriff diese den Markt der HypothekenWeiter wurde der Aufschwung bewirkt durch die übertriebenen pfandbriefe, rief den Hypothekenbankfrach hervor, verursachte im Hoffnungen, welche der Kapitalismus an die Erschließung Chinas Frühjahr die schwierige Lage im Baugewerbe, verursachte die Panik fnüpfte. Man hoffte auf einen riesig gesteigerten Warenabsaz, um in der Elektricitätsindustrie und den Konkurs großer Werke, rief den freilich alsbald zu erkennen, daß wohl die chinesische Ausfuhr von Bankenkrach, zumal in Sachsen hervor, den Zusammenbruch beder Erschließung" profitierte, während die deutsche Einfuhr nach deutender industrieller Werte, um mum zu einem augenblicklichen China nicht vorwärts tommen will. Stillstand zu kommen, der weit mehr einer Stille vor neuem Sturm gleicht, als der sehnsüchtig erhofften Besserung. " Von den so geschaffenen Bedingungen eines vermehrten Abfazes hatte in erster Linie die deutsche Elektricitätsindustrie den Vorteil. Das schwerste Opfer dieses Niedergangs und dieser wirtschaftDer Intelligenz ihrer Techniker und den Fleiße ihrer Arbeiter ver- lichen Bersumpfung aber hat die Arbeiterklasse zu tragen. dankte sie es, daß sie in den ersten Jahren die Konkurrenz des Aus- Die geringen Vorteile des Aufschwungs wurden aufgewogen durch landes nicht zu fürchten brauchte. Alle Länder machten Bestellungen Steigerung der Lebensmittelpreise und der Wohnungsmieten. Der in Deutschland und die hereinströmenden Aufträge bewirkten eine jezige Zustand vermehrt diese Uebelstände durch Lohnminderung, rafche Ausdehnung aller Elektricitätswerke an Umfang und an Mangel an Beschäftigung, Arbeitslosigkeit. Arbeiterzahl. Unternehmertum aller andren Produktionszweige, die Maschinen- Krise zur Beschönigung seiner schnöden Pläne In gleichem oder ähnlichem Maße verdiente das Wenn jedoch der agrarische Kornwucher die industrielle auszunuzen industrie, die Textilindustrie, vor allem aber die tapitalistischen gedenkt, indem er unter Führung des Herrn Adolf Wagner Rüd Eigner der Rohstoffe, der Kohle und des Eisens. Sie verstanden tehr vom Industrie staat als erlösende Botschaft vortäuscht, durch die Syndikate die Preise in wucherischer Art zu treiben so weiß die Arbeiterklasse nur zu wohl, daß nicht„ die und in furzer Zeit Millionenprofite zu machen. Anträge von einzelnen Parteigenossen bedürfen der Gegenzeiches, nung des Vertrauensmannes oder des Vorstandes der örtlichen bezw. Kreisorganisation, falls sie zur Veröffentlichung und Beratung gelangen sollen. Die Parteigenoffen, die zum Barteitag kommen, werden ersucht, von ihrer Delegation dem Vorstand und dem Lokalkomitee rechtzeitig Mitteilung zu inachen. Die Adresse des Lokalkomitees lautet: P. Pape, Lübeck, Moist- Allec 51a. Die Riesengewinne reizten den Hunger nach Mehrwert und bald jagten sie alle, die Groß-, die Mittel-, die Kleinkapitalisten, wie die Wölfe mit hängender Bunge hinter dem goldenen Stalb her. Das Großkapital der Banken gab die Richtung an. Um rasche und hohe Gewinne zu machen, finanzierte es die tollsten industriellen Gründungen unbekümmert um die Zukunft. Die industriellen Aktien- Unternehmungen wiederum legten nur mehr geringen Wert auf Abschreibungen und suchten statt dessen durch hohe Dividenden zu blenden. Die Treiber Mandatsformulare, mit deren Versendung am 2. September be waren dabei vielfach die Aufsichtsräte, die ihre klingenden Adelstitel gonnen wird, find durch das Parteibureau, Adresse: J. Auer, Berlin SW. 47, Streuzbergstr. 30, gu beziehen.: itold this loopout the zu soder ihren Amtsrang dem Industrieschwindel geliehen hatten, um mühelos Behntausende zu„ verdienen". Je höher die Dividende, je weniger Protest erhob sich ja in den Generalversammlungen, wenn halbe Millionen gleich als Tantieme an ein paar Aufsichtsräte und Direttoren verteilt wurden. Die hohen Dividenden" aber reizten den Lebensmittelwucher abgejagte Geld wurde von den Sparkassen die kleinen Leute. Das den Arbeitern durch den Wohnungswucher, geholt und in Industriepapieren angelegt, um das kleine Stapital bald auf die Höhe zu bringen, die eine Nentieregistenz ermöglicht. Eine unerhörte Spekulationswut bemächtigte sich der kleinen Leute Die Genoffen, welche Anträge einreichen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß etwaige den Anträgen beigegebene Motive weder im„ Vorwärts" noch in der dem Parteitag vorzulegenden gedruckten Vorlage Aufnahme finden können. Die Genossen haben das Recht, ihre Anträge auf dem Parteitag entweder persönlich zu vertreten oder durch befreundete Genossen vertreten zu lassen; außerdem empfiehlt es sich, wichtige Anträge vor dem Zusammen- und verursachte zumeist die wilden Kurstreibereien an den Börsen, tritt des Parteitags in der Presse zu erörtern. Die Motive aber in die die Industriepapiere bald hoch über ihren wirklichen Wert hinaufbie Parteitagsvorlage aufzunehmen, verbietet sich aus räumlichen schraubten. Ein paar Jahre des Aufschwungs und alles war Jubel Rücksichten und der damit verknüpften unvermeidlichen Wiederholungen willen. Berlin, den 10. August 1901. pag pan Mit focialdemokratischem Gruß Med snächs rogn sind im Der Parteivorstand. Der Niedergang. 22 16 Ein Rüdblid und Ausblid. und besinnungsloses Vertrauen in die Fortdauer der guten Konjunktur, die längst nicht mehr vorhanden war. Die ersten Beichen des Zusammenbruchs waren die Begleiterscheinungen des englisch- südafrikanischen Kriegs. England ist der erste Bankier der Welt und der Aufschwung hat viel englisches Geld nach Deutschland strömen lassen. Deutschland war angewiesen auf den internationalen Geldmarkt, weil die industrielle Gründerei seine finanziellen Kräfte weit überholt hatte. Als nun England infolge 61 der finanziellen Aufwendungen für Südafrika, gegenüber den deutschen Apud Geldbedürfnissen die Tasche verschloß, begannen bei uns auch schon die Anzeichen für schlimme Stockungen aufzutauchen. Dazu kam das Versiegen des südafrikanischen Exports, das nament296 10 lich die Elektricitätsgesellschaften schwer traf, denn in DeutschIn die Niedergangsbewegung, die das wirtschaftliche Leben land war die Zeit genügender und lohnender Aufträge Deutschlands so schier heimgesucht hat, ist jetzt ein gewisser Still längst dahin; die stolze deutsche Elektricitäts Jndustrie stand gekommen. Der erste Schrecken über die so plögliche vernichtete lebte so gut bom Weltmartt wvie die letzte sächsische Hochkonjunktur ist wieder ruhigerer Beurteilung gewichen; die Hungerindustrie. Dann erlitt das russische Absatzgebiet der deutschen Industries und Handelswelt wickelt alte Aufträge ab und macht vor- Industrie schwere Stöße. Das Tempo des russischen Bahnbaues fichtig neue Geschäfte. Doch fehlen alle Aussichten für eine Besserung verlangsamte sich in dem Maße, wie es der russischen Regierung der Lage. An der Börse sind die Dividendenpapiere auf einem schwer wurde, vom Auslande Geld zu erhalten. In Sommer 1899 Tiefstande angelangt, daß für viele noch nicht einmal täglich ein brachen große russische Eisenbahnunternehmer zusammen; viele erster Sturs notiert werden kann. Wie diese Kerise nicht plötzlich Millionen Rubel gingen verloren. Die deutschen Industriespekulanten hereingebrochen ist wie jene der siebziger Jahre, so findet sie auch waren noch nicht über den ersten Schrecken hinweg, als ein gutes fein plögliches Ende; sie scheint vielmehr nun versumpfen zu halbes Jahr später aus Amerika der Donner der kommenden Krise verwollen und das bedeutet für die deutsche Industrie Jahre schlechten nehmbar daherrollte. Die Ueberproduktion der Vereinigten Staaten Geschäftsganges, für die Arbeiter Jahre niedriger Löhne, Arbeits zeigte sich in einem jähen Sturz der Eisenpreise, der zur Folge losigkeit und Elend. hatte, daß die Eisenkönige jenseits des großen Wassers ernsthaft Industrie" und ihre Entwicklung das sie schwer bedrückende Elend verschuldet, vielmehr das unheilvolle System der kapitalistischen Produktion, seine Planlosigkeit und der ihm eigne WiderNicht der spruch zwischen Güterproduktion und Gütertonfum. " Industriestaat" ist das düstere Verhängnis der Arbeiterklasse, sondern der Kapitalismus. Politische Lebericht. Berlin, den 30. August. Nach dem Kornwucher. Die„ Kreuz- Zeitung" legt ein in diesen Tagen der Kornwuchervorbereitung offenes Bekenntnis gegen die Freizügigkeit ab. Sie sagt in ihrem Leitartikel von Sonnabend früh: „ Wer auch nur flüchtig die Bewegung der Bevölkerung während der letzten Jahrzehnte verfolgt hat, weiß, welche it unheilvollen Einfluß die nationale wie die internationale Freizügigkeit auf sie geübt hat. Die nationale Freizügigs feit entvölferte das platte Land, raubte vielen Tausenden die Bodenständigkeit und führte zu Anhäufungen der Bevölkerung in verhältnismäßig wenigen großen Mittelpunkten. Dieser Zug in die Stadt war und ist eine gemeinschädliche Erscheinung, die in ihrer ganzen Tragweite noch nicht empfunden wird, ja noch nicht zu übersehen ist Nachdem das konservative Blatt dann über Bestrebungen in einigen andern Staaten, die Einwanderung vom Auslande her zu beschränken, berichtet hat, fährt es fort: Für Deutschland ist diese Frage noch nicht aktuell. Außer daß die fremden Zuwanderer auf Zeit sich nicht endgültig niederdem hat die Regierung im Verwaltungswege Vorsorge getroffen, laffen, sondern immer als Fremde betrachtet werden und unter einer gewissen Aufsicht bleiben. Aber auch in Deutschland hat die internationale Freizügigkeit schon manche Unzuträglichkeiten hervor gerufen und gewisse Mißstände gezeitigt. Es handelt sich hier um eine socialpolitische Angelegenheit. Will man die nationalen Kräfte jusammenhalten, so muß man darauf bedacht sein, sie möglichst bodenständig zu machen. Die Entvölkerung des platten Landes und die Zunahme der Großstädte sind so bedenkliche Erscheinungen, daß man nicht zögern darf, um sie zu beseitigen, selbst die Freizügigkeit anzutaften. Ist man dahin gekommen, die inneren Wanderungen io zu lenten, wie sie den Interessen des Staates und der Gesamtheit entsprechen, dann wird man leichter auch die internationale Wanderung, die fremde Zuwanderung, der notwendigen Regelung unterziehen können.... Von konservativer Seite muß immer wieder darauf hingewiesen werden, da die nationale wie die internationale Freizügigkeit bedenklich um fich greift und die ganze wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in ungesunde und gefahrvolle Bahnen drängen muß, wenn es nicht rechtzeitig gelingen sollte, die Arbeiterwanderungen zu regeln und die Bodenständigkeit wieder zu kräftigen." Wenn Rußland, wie gedroht wurde, in Erwiderung der deutschen Kornsperre seine billigen Preußengänger zurückhält, so würde der ostpreußische Junker trotz Kornwucher durch Mangel an Arbeitskräften schwer getroffen. Aber auch hiergegen haben die Konservativen ein ficheres Mittel: Bekommen wir keine billige Russen, so müssen wir billige Preußen haben! Billige Preußen aber sind nicht zu haben, es ist nur nötig, die gute alte Zeit der Leibeigenschaft zu erneuern. Fesseln wir die Landarbeiter an die Scholle, machen wir sie boden ständig" und das Junkerideal ist erreicht: Hohe Kornzölle, niedrige Arbeitslöhne! " Noch ist diese Frage, nicht attue II". Jetzt gilt es zunächst den Kornwucher zu sichern. Ist dies erreicht, dann bieten sich dem Agrariertum neue Strebeziele, dann muß der bedenkliche Zustand beseitigt werden, daß der Arbeiter die Dreistigkeit haben darf, dem Junkerjoch zu entfliehen und sich anderwärts bessere Arbeitsverhältnisse nach seinem Gefallen zu suchen. Smudgegenständen und dergleichen. Dies alles Sachen wir Ein Beweis für den Achtstundentag. von den verschiedenen Streifzügen, welche In der Deutschen Bergarbeiter 3eitung" werden gemacht haben, denn dabei toftet so etwas, über die Erfolge der verkürzten Arbeitszeit im schlesischen Bergwie Sie wissen werden, ja nichts. Sonft im Ver- tpertsbetrieb Mitteilungen gemacht, die für den Achtstundentag er taufen sind die Schainis" so unverschämt teuer, daß man freuliches Zeugnis ablegen. jedem erst ein paar tüchtige.... tritte geben muß, Seit 1897 hatten 18 Prozent der Hauer und Schlepper im gebis er wenigstens einen annehmbaren Preis sagt, und wenn man nannten Bezirk den Achtstundentag. Es sind dies die Arbeiter dann davon die Hälfte bezahlt, sind sie auch noch zufrieden und der Schlesischen Kohlen und Coatswerke", deren eine Grube bedanken sich aufs schönste, auch für die A.... tritte und sagen am 30. Juli 1897 infolge eines Wolkenbruchs erfoff, worauf dann mit ihren paar Wörtern, welche sie deutsch verstehen: die Direktion, der Not gehorchend, auf den intakten Schächten Germain shang- fouti( die Deutschen sind doch echte Kerls), wenn drei Drittel einlegte: Als diese Einrichtung ein Jahr bestand, fand sie auch nicht so denken, die Schufte..." auch die Direktion, daß sie gut sei, sie wurde beibehalten. Die anderen Werte praktizierten die zehn- und zwölfftündige Schicht Iveiter. " = Gumbinnen. Es wird heute aus Gumbinnen gemeldet, daß Da brach im Frühjahr 1900 der große östreichische Bergmanns die Nachricht, der zum Tode verurteilte Marten sei auf Anordnung Streit aus, in Sachsen legten unsre Kameraden die Arbeit nieder Wohl liegt im Gegensatz von städtischer Massenansammlung des Gerichtsherru nach Danzig gebracht worden, eine irrige sei und da trat unfre Organisation wieder mit der Forderung der und ländlicher Entvölkerung eine der verheerenden Folge- Marten wird vielmehr bis zur Entscheidung des Reichs- Militär- Achtstundenschicht in Niederschlesien hervor, die Vertrauensleute stellten erscheinungen des Kapitalismus, und niemand hat diese gerichtshofes in Berlin in Gumbinnen verbleiben. auf Glückhilf Friedenshoffnungsgrube" wieder den Antrag auf Entwicklung schärfer kritisiert als der Socialismus. Doch Gestern wurde den Eltern des Marten gestattet, ihren Sohn im Einführung des Achtstunden tages und die Verwaltung ver= dieses soll nicht reaktionär bekämpft werden, indem die Gefängnis zu besuchen und unter strenger Aufsicht zu sprechen. sprach ihn, führte ihn ein am 1. April 1900! Am 1. Mai folgten Entwicklung zurückgeschraubt und der Arbeiter wieder der junker Allen Militärperfonen ist in der Angelegenheit v. Krofigt bei die Fuchsgrube und die Fürstlich Pleß'schen Gruben( Fürstensteiner), lichen Hörigkeit überliefert wird. Dieses Uebel soll beseitigt werden Bermeidung von Arreststrafe strengstes Stillschweigen über Einzel- Ende 1900 folgte die Rothenbacher Grube. Am Schluß des Jahres war auf allen größeren Werken die Achtstundenschicht durch Förderung der modernen Wirtschaftsentwicklung, durch die heiten aus der Untersuchung auferlegt worden. Dem Vernehmen nach steht eine Neuverhaftung des eingeführt. Was das beste ist, der Bericht des Unternehmervereins Industriealisierung der Landwirtschaft und die Hinausführung der Sergeanten Sickel bevor.( Diese lettere Nachricht erscheint uns macht bekannt, daß an der verkürzten Arbeitszeit " würde! Das ist sehr anerkennenshöheren Einheit des ländlichen und städtischen Lebens. Zu diesem Gumbinnen zum Glauben auch an das Unmögliche nötigt. Redaktion wert. Ziel ist aber nicht die Beseitigung der Freizügigkeit Vorbedingung, des Vorwärts".) sondern die Beseitigung der Junterherrschaft. städtischen Industrie auf das Land, durch die Schaffung einer neuen vorläufig nicht glaubhaft, obschon allerdings das Verfahren in streng festgen an der verkürzten Arbeitszeit Die Kraftprobe. Einem Begleiter des Prinzen Tschun wird die Aeußerung zu geschrieben: Was zu sagen war, ist von beiden Seiten gejagt worden, es ist die Ruhe vor dem Sturm. Jezt muß die Entscheidung kommen!" Trogdem inzwischen wieder 24 Stunden verstrichen sind, ist die Entscheidung noch nicht gefallen. Die Stille vor dem Sturm" dauert also noch an, möglicherweise noch ein Geraumes. Vielleicht tommt dann statt des Sturmes ein beiderseitiges mildes Versöhnungs fächeln. Prinz Tichun richtet sich einstweilen immer bequemer in seinem Hotel ein. Er hat sich am Freitag sein Reisegepäd mittels zweier Hochbeladener Rollwagen von der Bahn holen lassen, wo es bisher im Sonderzug verblieben war. Als Besonderheit wird hervorgehoben, daß am Freitag zum erstemnal seit sechs Tagen tein Depeschenwechsel mit Berlin und Beting stattgefunden habe. Der Worte sind also offenbar genug gewechselt, es handelt sich nunmehr bei dem Streik um die Kraftprobe, wer es ain längsten aushält. Bislang hat sich China noch immer meisterhaft auf die Politik des Abwartens verstanden. Deutsches Reich. " " Der Vorstand des Deutschen Uhrmacher Bundes giebt in der„ Die Uhrmacher- Zeitung" folgende bemerkenswerte Erklärung: " Bei der weitgehenden Erregung, welche das von dem Oberfriegsgericht in Gumbinnen gegen den Unteroffizier Marten ver hängte Todesurteil hervorgerufen hat, hat der unterzeichnete Vorstand des Deutschen Uhrmacher- Bundes es für seine Pflicht gehalten, die fachtechnischen Fragen, die in dem Verfahren zur Sprache famen, einer Erörterung zu unterziehen. Geleitet von dem Bestreben, nach besten Kräften zur Ermittelung der Wahrheit beizusteuern, erflären die Unterzeichneten mit Bezug auf die Zeitangaben, die insofern eine wichtige Rolle spielten, als es dem Angeklagten nicht gelungen ist, sich über seinen Aufenthalt während fieben Minuten auszuweisen, Folgendes: 1. Die billigen Sorten von Taschenuhren, wie sie meistens von Soldaten getragen werden, gehen nur selten so genau, daß ihre tägliche Differenz nicht eine bis zwei Minuten und mehr betrüge. Außerdem erfolgt das Ablesen der Zeit durch den Laien nur in sehr oberflächlicher und daher ungenauer Weise. 2. Die Uhren werden von ihren Besizern vielfach absichtlich nicht auf genauer Zeit gehalten; vielmehr pflegen Soldaten und Beamte ihre Taschenuhren häufig vor zu stellen, um Verspätungen im Dienste zu vermeiden. Die Differenz, die sich infolge dieser Gepflogenheit zwischen den Zeitangaben der einzelnen Taschenuhren ergiebt, schwankt zwischen 5 und 15 Minuten und beträgt in vereinzelten Fällen noch mehr. 3. Die Zeitangaben der öffentlichen Uhren einer Stadt weichen fast allenthalben bis zu mehreren Minuten von einander ab. Dies käme dann in Betracht, wenn die Zeugen ihre Taschenuhren nicht nach einer und derselben Uhr zu stellen pflegten. 4. Nachträglich aus der Erinnerung gemachte Beitangaben fönnen erfahrungsgemäß keinen Anspruch auf Genauigkeit erheben." Schwere Soldatenmishandlung. " Ausichlaggebend it, wie fich speciell die Lohn• " " " " 7,8 " " 6,5 an " 1 " " Betrachten wir uns nun die Folgen dieser für die Arbeiterschaft hocherfreulichen Neuerung. Stellen wir fest, wie die Arbeitszeit- Verkürzung auf 2ohn, Leiftung und Wertsgewinn einwirkte. verhältnisse der Gruben entwickelten, die eine Arbeitszeitverkürzung vornahmen. Auf dieſen Werken arbeitete der weitaus größte Teil der Gesamtbelegschaft. Die Handelskammer Schweidnik, in deren Bereich die größten niederschlesischen Zechen liegen, giebt hierfür diese Löhne an: 1900 1899 sid gegen 1899 3,84 M. Hanter 3,57 M.+ 27 Pf. oder 7,6 Proz. Schlepper 2,78 2,62 6,1 +16 " Jugendl. Arbeiter 1,085 1,02+.6,5 1,39+9 Arbeiterinnen.. 1,48 Nehmen wir diese Löhne als thatsächliche an, so geben die Unternehmer damit zu, daß die Arbeiter teinen Schaden von der türzeren Schichtdauer hatten! Wir erinnern aber daran, daß jedesmal, wenn wir fürzere Schichten verlangten, die Werte und ihre Presse unsre Forderung im Juteresse der Arbeiter" ablehnten! Wie sieht es mit der Arbeiterleistung aus? Unfre Gegner haben stets behauptet, die niederschlesische Kohlenindustrie tönne schon mit Rücksicht auf die oberschlesische Leine fürzere Schicht einführen, da die Konkurrenz zu übermächtig sei. Daß Niederschlesiens Kohlenindustrie ungünstigere natürliche Verhältnisse hat wie Oberschlesien, weiß jeder Fachmann. Dennoch ist endlich 1900 unsre alte Forderung erfüllt, worden und trozdem sagt der Unternehmerbericht nur lobendes über das lekte Geschäftsjahr! Zwar giebt er an, die Leistung pro Kopf sei von 220,53 auf 210,49, also 1900 um 10,04 Tonnen gesunken. Die Leistungsminderung betrug aber bei einer Schichtverkürzung von mindestens 20 Broz. noch teine fünf Prozent! hätten wir schon die Thatsache einer verhältnismäßig höheren ArbeitsLeistung zu verzeichnen, troz kürzerer Schicht. Centrum und Zollwucher. Die Germania" sagt zu der Auffaffung, die der Osnabrüder Resolution zur Zollpolitik durch die Allerdings ist die Achtstundenschicht hauptsächlich erst ab zweites " Post" gegeben wurde und von der wir gestern Mitteilung machten: Quartal 1900, auf einer fleinen Grube, gar erst mit Jahresende „ Daß es durchaus nuberechtigt ist, aus dem Wortlaut der eingeführt. Dadurch wird die Berechnung schwierig. Sieht man sich Resolution Herold so weitgehende Schlüsse zu ziehen, als aber die Vierteljahres- Förderung an, so findet man, daß das zweite Vor dem Kriegsgericht der 3. Division Nr. 32 zu Dresden Quartal pro Kopf die niedrigste Leistung aufweist, aber dann steigt es hier der bekannte Mitarbeiter der" Post" thut. Der Katholiken hatten sich der frühere Kellner und jezige Sergeant Paul Josef sie wieder d. h. die Belegschaften gewöhnten sich tag hat nichts mehr und nichts weniger ausgesprochen als eine Göbel und der Gefreite Eugen Willi Fehrmann von der 2. Batterie allmählich an die neue Arbeitsmethode und kamen wesentliche Erhöhung der Getreidezölle zum des 2. sächsischen Feldartillerie- Regiments Nr. 28 in Birna wegen schließlich wieder auf die frühere Leistung.... Schutz der notleidenden Landwirtschaft. Auf welchem Wege fortgesetzter Soldatenmißhandlungen zu verantworten. Göbel hat Das Ergebnis dieser Versuche in den niederschlesischen Kohlendieses Ziel zu erreichen ist, überließ die Generalversammlung ver- im Dezember v. J. beim Appell dem Kanonier Forkert, gruben bedeutet einen glänzenden Beweis für die Durchführbartrauensvoll der Centrumsfraktion als dem allein zuständigen Faktor. der seine Sachen nicht in Ordnung hatte, drei heftige Fauftichläge keit des Achtstundentages.- in od pump$ 14 Die Generalversammlung konnte und wollte das Centrum weder ins Gesicht und in den Nacken versetzt, so daß dem Gemißhandeltend für Minimalzölle noch für die Höhe der Getreide. das Blut aus dem Munde, rann. Der Sergeant foll ferner, während er seinen erkrankten Lieutenant in der Reitstunde vertrat, bei 3ölle festlegen. Wir können außerdem positiv versichern, daß die einer Durchsicht der Sachen und Pferde seine Die Nemesis hat ihn ereilt! Als wir vor zwei Tagen anläßlich Frattion feste Entschlüsse nach all diesen Richtungen durchaus nicht Abteilung geohrfeigt haben. Zu wiederholten Malen der Nachricht seiner Verabschiedung und des Danziger Prozeſſes die mußten auch seine Leute das Essen in Knie Erinnerung an ihn wiedererweckten, ahnten wir nicht, daß ihn sein Das Centrum behält sich also das Maß seines Kornwuchers vor. beugestellung einnehmen. Während einer Instruktions- Geschick viel tragischer ereilt hat, als es der Freispruch des Danziger Die Verteuerung des Brotes soll aber jedenfalls eine wesent- stunde soll Göbel nicht nur kanoniere und Fahrer mit den gemeinsten Gerichts, den wir nach Lage der Sache sicher erwarteten, hätte thun Tiche" werden! Schimpfworten belegt, sondern auch nicht weniger als fünfzig tönnen. Naporra ist seit Jahresfrist dem Wahnsinn ver. Ohrfeigen ausgeteilt haben. Der Mitangeklagte, Gefreiter gefaßt hat." Ein verwüstetes Land. ganze Naporras Ende... Fehrmann, soll insbesondere den Soldaten Paul Jädel im Februar, März fallen und ist zur Zeit in der Provinzial- Jrrenanstalt Konradund am 30. April d. J., an welchem Tage fich Jäckel das Lebenstein bei Neustadt, nachdem er vorher, bis zur Feststellung der Wie wir der„ Leipz. Boltsztg." entnehmen, beginnt die Moskauer nahm, im Stall, Waschhaus und Speisesaal der Batterie geohrfeigt unheilbarkeit, in der städtischen Frrenanstalt zu Danzig untergebracht Rußtija Bjedomosti" auf Grund von Pekinger Briefen eine und ins Genick geschlagen haben. Zur Aufklärung des in der Anwar. Diese Thatsache wurde in der von uns erwähnten Ver vom Gerichtspräsidenten Schilderung der Ergebnisse in China unter dem Titel„ Ein ver- flage behaupteten Thatbestandes waren 10 Bengen geladen, dura handlung des Landgerichts Danzig die der Wahrheitsbeweis vollständig erbracht wurde. Göbel wurde aus den Akten konstatiert und vom Polizeikommissar Schmidt, wüstetes Land". zu zehn Monaten Gefängnis und zur Degradation, der ihn selber in die Irrenanstalt transportiert hatte, beFehrmann zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.stätigt. Nebenbei läuft jener Prozeß Stielow und Genoffen bebreits seit dem Herbst 1897; gegen den Angeklagten, Schlosser Mar In einem Briefe bom 18. Oftober ist da zu lesen: " Ministers führten. Die Deutschen räumen gründlich auf Ferner heißt es über die Aneignung chinesischer Besitztümer in einem Brief vom 5. Mai dieses Jahres: Die kaiserlichen Baläste wurden nach dem Auszug der Ruffen den Chinesen übergeben; sie wurden aber von den Deutschen von neuem beseßt. Es scheint, als ob die Deutschen die Plünderung zu Ende führen. Ueberhaupt legen sie sich keine Beschrän= ,, Die Minister können und sonst was". Otto v. Diest Berger( nicht Stielow; dieser hatte in derselben Versammlung tungen auf, das kleinste Vergehen eines Chinesen kostet Daber, der diesen zum geflügelten Wort gewordenen Ausspruch einen anderen Polizeibeamten beleidigt, daher die Klagezusammen thm das Leben. In diesen Tagen wurde von den Deutschen vor einigen Jahren im Cirkus Busch gethan, ist 80 Jahre alt berfassung) ist auch in dieser Naporra- Klage noch kein Urteil gefällt der Gehilfe des Finanzministers, ein ehrenwerter it or ben. v. Diest Daber, einst Landrat und Rittmeister war worden, da bereits 3 Termine vertagt werden mußten: einmal weil Greis, öffentlich durchgepeitscht, weil die deutiche Polizei ein konservativer Eingänger, der fich nicht in die kapita- Naporra als 8euge die Auflage ist von seiner vorgesetzten Beentdeckt haben sollte, daß die Spuren der Chinesen, die am Vor- listische Politik der Regierung und der Regierungskonservativen hörde erhoben auf verschiedene Fragen nach seiner socialistenabend einige Diebstähle ausgeführt hatten, zu dem Palast des zu finden vermochte. Er geriet mit Bismard in heftige gesetzlichen Thätigkeit die Ausjage verweigerte, da er erſt Erlaubnis Feindschaft, griff ihn in zahlreichen Broschüren als ab- feiner Borgesezten einholen wollte, ob er Antwort geben dürfe; ein Plünderungen find gegenwärtig in Beling eine gewohnhängig vom Kapital und der jüdischen Finanz aufs schrofffte an; er andermal waren die Alten aus dem Bofener Socialistenprozeß nicht liche Erscheinung." wurde dafür mit 3 Monaten Gefängnis bestraft, während Bismard fich seiner Anklage dadurch entzog, daß er sich hinter die Militär- vorhanden; dann sollten die Hauptbefchuldigten des Posener Prozesses justiz versteckte. b. Diest Daber kämpfte stets auf der Seite als Zeugen vernommen werden, und der letzte Termin mußte vertagt Die Deutschen haben beinahe das ganze Quartier von dem der reaktionären Fronde und führte den Kampf in durchaus nicht werden, weil zwei Zeugen nicht rechtzeitig geladen waren. Außer Jafchmo- Kanal bis zu der Chodaminst- Straße in ihren Besis ge- milden Formen; eine ernſtere politische Persönlichkeit fonnte er nicht dem beantragte der Verteidiger, Rechtsanwalt Schwarz- Königsberg, nommen. Sie richten sich auf breitem Fuße ein; schon etwa fein, da ihm Wissen und Klarheit des Wollens mangelte. die Vorladung Naporras, und falls dieser vernehmungsunfähig sei, 20 Gebäulichkeiten haben sie für ihre Garnison aufgeführt. Mit diejenige des ihn behandelnden Frrenarztes als Sachverständigen dem Anlegen von Bauten haben sonst nur die be- Leipzig, 31. August. Die Landtagswahlen in Sachsen find darüber, ob und welche Rückschlüsse event. auf die Glaubwürdigkeit gonnen. Die übrigen warten auf die Rückkehr des kaiserlichen auf den 25.- 27. September, die Abgeordnetenwahlen auf den der Naporraschen Aussagen in früheren Vernehmungen zu ziehen bos taierlicher Hofes nach Beling. Besonders traurig ist es, daß zu den Bauten 11. Oktober ausgeschrieben. mur tostenloses Material verwendet wird, zu welchem Zur Wahl tommen 2 Wahlfreise in Dresden, 2 in Leipzig, feien. Gegen den Widerspruch des Staatsanwalts beschloß nach gwed die Stadtmauer niedergerissen und die 1 in Chemnitz, 7 städtische und 15 ländliche Wahlkreise, im ganzen anderthalbstündiger Beratung der Gerichtshof diesem Antrag gemäß. In einem früheren Termin hatte Raporra unter Eid bestritten, Staatsgebäude zerstört werden. Heute z. B. sind die Deutschen 27 Ergänzungswahlen, wozu noch 3 Ersatzwahlen für verstorbene damit beschäftigt, einen großen granituen, augenscheinlich aus Abgeordnete kommen. verbotene Flugblätter verbreitet und zu Gewaltthätigkeiten aufirgend einem Palast gestohlenen Löwen in die deutsche Zu gleicher Zeit erfährt man etwas Näheres über die Steuer- gefordert zu haben. Wenn wir nicht irren, sind jene, von Naporra Gesandtschaft zu bringen, wo er den Eingang des Hauses zieren pläne der Regierung. Die finanzielle Stalanität drängt uner auf Befehl des Kommissars Schöne verbreiteten Flugblätter allerfoll. Die Wirtschaft der Deutschen erregt die größte Entrüstung." bittlich auf eine Neugestaltung der direkten Staatssteuern. Wie eine dings erst nach der Verbreitung verboten worden; die Frage wird Diese Anschuldigungen des russischen Blattes, die trotz der Dresdener Korrespondenz zu berichten weiß, wird die Regierung dem strengen Censur veröffentlicht worden find, müssen die deutsche Re- bevorstehenden Landtage eine Vorlage auf Einführung einer nicht nur sein, warum die Behörde sie erst nach der Ver gierung veranlassen, eine sorgfältige Prüfung vorzunehmen, ob der progreffiven Vermögenssteuer auf den bewegbreitung verboten hat, da der Polizeikommiffar Schöne doch russische Briefschreiber wahres oder unwahres berichtet hat. lichen Besitz unter Beibehaltung der Grundsteuer fowie auf eine vor der Verbreitung amtlich Kenntnis davon gehabt und da er ja Reform der Einkommensteuer und des Gemeinde- Abgaben- Gefeßes fchiver mit seinem Gewissen zu Rate gegangen ist. Bekenntnis eines Plünderers. machen. Durch die Vermögenssteuer soll angeblich nur das mobile Sei dem wie ihm wolle. Naporra hat geendet; das Systent, Die Mitteldeutsche Sonntags- Zeitung" in Gießen veröffentlicht größere Bermögen getroffen werden; fleine Vermögen bleiben steuer- dem er so eifrig diente, ist verurteilter selber hat die Früchte den Brief eines Chinatriegers, der die socialdemokratischen Ber- frei; ferner foll der nominelle Steuersatz von 3/6 Proz. nach unten feines Gifers nicht allzulange genoffen, und betrachtet man dieses auf 2/ 6-1/ 6 Proz. abgestuft werden. Bei der Einkommensteuer soll von denen vor einiger Zeit die" Köln. 3tg." zu die sogenannte Horizontale bei Einkommen von 10 000–25 000 m2. Ende, auch zu tener erkauft. Will jemand sagen, daß seine Krankfluntern versucht, von renem und nur allzu ſehr bestätigen. Der wegfallen und die Progreffion bis auf 5 Broz. unter Einfeßung mit heit nicht die Folge seiner Verfolgungen war, daß ihn nicht der GeSunnenkrieger fchreibt: Ich habe übrigens jetzt schon so viel 3eug gewerben. Dieie Reform würde in der Zweiten Kanımer so weit gute und wieder, vielleicht bis in die Nacht seines Wahnsinnes verfolgt 3 Proz. bei einem niedrigeren Einkommen als 10 000 m. erhöht danke an die von ihm ins Gefängnis gelieferten Opfer immer wieder ſammelt, wenn ich das alles mitnehmen darf, wenn wir heim- Aussichten haben; dagegen ist die Erste Kammer der Bermögens hat, so daß man vielleicht geradezu von einer Nemeſis ſprechen gehen, dann will ich's loben. Mein Kleiderfac ist schon ganz teuer durchaus abhold und höchstens für eine Erhöhung der Ein- kann? Oder soll es Bufall sein, daß gerade jene Staatsanwalte, boll von Reliquien alte Waffen von allen Gattungen, tommensteuer zu haben. Jedenfalls find für die nächste Beit er nichter und Polizeibeamten, die unter dem Socialistengefeße die chinesische und internationale Waffen sind auch dabei, dann habe ich auch ein kleines Riftchen, welches hebliche Zuschläge zur Einkommensteuer in Aussicht zu nehmen. wütendsten Berfolger waren, später in der Nacht des Wahnsinns auch schon bald voll ist mit kleineren Sachen, chinesischenl endeten? sid 11... * alnizat angelni Ausland. Der skandinavische Socialistenbund. ließ. feine " tim jun yad sit d des Vereins- und Verfanimlungsrechts verhindert werde? Die Neue Bedrohungen in China. Den Times wird aus fiebente Frage lautet: Gründet sich die neue Aus- Shanghai gemeldet: In einem hier eingegangenen Berichte über weisungspraxis des Bundesrates auf bindende die Strafen, welche aus Anlaß des Gemezels von Chuchan Im Anschluß an den bedeutsamen skandinavischen Arbeiterkongreß, internationale bmachungen? und die achte Frage: Hält der verhängt worden sind, heißt es, der Hauptmann, welcher die Bache über den wir ausführlicher berichtet haben, bringt unser Kopen Bundesrat nicht dafür, daß es angesichts der steigenden hatte, jei am 25. August enthauptet worden und der Gouverneur hagener Bruderorgan einen beachtenswerten Artikel, worin eunruhigung, welche diese Ausweisungen sei bereit, noch vierundzwanzig andre weniger Schuldige streng gu auf die Bedeutung dieses Kongresses für den Zusammenschluß bei einem großen Teile des Schweizer voltes bestrafen. Der Provinzial- Schatzmeister Yungtsching und der Taotqi der germanischen Völker und für die internationale Ver: erzeugen, geboten sei, von einer solchen Konvention Pao, die in erster Linie Schuldigen, hätten fürzlich Hangtichau vers zurüdzutreten oder zum mindesten die Ausführungsbestimmungen lassen, ohne degradiert worden zu sein; letzterer befinde fich dem brüderung der Arbeiter aller Länder hingewiesen wird. fo zu gestalten, daß in Zukunft die Traditionen unsres Vernehmen nach auf der Reise nach Singanfu. Man glaube Wenn dabei das Wort Pangermanismus" gebraucht wird, so ist fylrechts gewahrt bleiben? übrigens nicht, daß eine strengere Strafe als Verlust des Amtes damit selbstverständlich nicht die thörichte Meinung verbunden, Bundesrat 8emp erklärte auf die Eingabe zunächst, daß werde verhängt werden. als seien die germanischen Völker vor andren Völkern von keiner Seite bisher eine Beschwerde über die Amerika. dos gel anjo due ganz besonders" gottbegnadet" und müßten auf Grund erlegung verfassungsmäßig garantierter Rechte deffen nach irgend welcher Vorherrschaft in der Welt streben. Solche durch die Kantonsregierungen eingegangen feiUeber die venezolanisch- columbischen Wirren liegen folgende und daher der Bundesrat auch nicht in der Lage war, mit der New Yorker Meldungen vor: Dem Evening Journal" wird aus Anschauungen liegen der modernen Arbeiterbewegung vollkommen Angelegenheit sich zu beschäftigen. Es liegt also eine Unterlassungs- Quito gemeldet, die columbianischen Aufständischen ständen dem Ver fern. Aber es ergiebt sich ganz von selbst, daß bei dem großen finde feitens der Vertreter der organisierten Arbeiterschaft vor. Die nehmen nach an der columbianischen Grenze in Sicht der RegierungsWert der internationalen Vereinigung der Arbeiter aller Länder sich genannte Kommiffion einigte sich daher darüber, fofort eine Zusammen- truppen und eine Schlacht werde erwartet. zunächst die nahe bei einander wohnenden und sprachverwandten stellung des bezüglichen Materials zu veranlassen und sodann in Der Kommandeur des amerikanischen Kreuzers Machias zusammenschließen und daß ihr Bruderbund dann ein Glied des Broschürenform zu veröffentlichen, wodurch auch der Bundesrat über meldet aus Colon, er habe Panama und Columbien besucht großen Bruderbundes der Arbeiter der ganzen Welt bildet. alle gefezwidrigen Vorgänge informiert werden kann. Ferner wird und keine Spur von organisiertn Insurgenten truppen Socialdemokraten" schreibt: man in Butunft in jedem Falle von Verfassungsverlegung sich sofort, in der Nähe der Eisenbahnlinien gefunden. Die Eisenbahnverbindungen sind nicht unterbrochen. Die Resultate dieses Kongresses im ersten Jahre des neuen womöglich telegraphisch, an den Bundesrat wenden müssen. Ein hoher columbischer Beamter aus Bogota hat folgenden Jahrhunderts werden ein Wahrzeichen für das ganze Jahrhundert In Bezug auf die Ausweisungspragis erklärte Bundes ſein. Es wurde hier der ganzen Welt fundgethan, daß oben im rat Bemp, daß in jedem Falle gründlich verfahren werde und Bericht vom 24. d. M. eingesandt: Der interimistische hohen Norden, wo des Nordpols& belt im in den giften eben noch malle Kriegsminister meldet, bag or in caterini de columbischen Guerillatruppen vernichtet habe. Die schwimmen, sich eine Arbeiterbewegung erhoben hat, die 120 000 zur Kenntnis der Deffentlichkeit gelange. Gut, aber tenn Dänen, 70.000 Schweden und 36 000 Norweger umfaßt. Der mun in diesen Aften unwahre Angaben, Uebertreibungen 2c. Regierung hat ihre Neutralität gegenüber Ecuador und Venezuela Socialismus, der 1870 nach Dänemart, 1880 nach Schweden und 1885 enthalten find? Zu diesem Verdachte führt neuerdings der von aufrecht erhalten, obgleich die Rebellen von dieser Seite unterstügt nach Norwegen verpflanzt wurde, ist zu einem mächtigen Bann mir erwähnte Fall Morre& ar, der von St. Gallen ausgewiesen werden. Die columbischen Revolutionäre versammelten sich an der emporgewachsen, der seine Zweige weit hinauf ins Land der und als angeblicher Anarchist an die italienische Polizei ausgeliefert Grenze von Benezuela, um neue Streifzüge mit den aus Venezuela der Mitternachtsonne sendet. Da waren auf dem Kongreß Repräsen- wurde, die dann aber an ihm kein Fehl fand und ihn fofort frei erhaltenen Waffen zu unternehmen. Die Scharen des Kommandanten sitanten für Gellivare und Vardö, aus Lapmarken und Finnmarken Galeotti*) stellen italienische Socialisten und Republikaner in zingelt, als sie über die Grenze sich zurückziehen wollten. Columbien Dem ausgelieferten und nun in Italien eingesperrten Gabiras wurden in der Nähe von Vakata in dem Augenblick um jenseits des nördlichen Polartreises. Bewegung in den drei norbiſchen Ländern sich so licht in Behörden das Zeugnis aus, daß derfelbe die legten vier Jahre in Der Kongreß hat zunächst den Beweis geliefert, daß die Arbeiter Zürich in einer italienischen Beitung zu Händen der dortigen ist überzeugt, seine Rechte wahren und alle: fremden Eindringlinge verjagen zu können. Der„ New York Herald" berichtet aus Quito: Obgleich die Reund so gleichartig entwickelt hat, daß ihre Repräsentanten über Bürich wohnte, niemals in Batterson gewesen sei, Bresci nicht gedas Ziel sowohl wie über die Mittel vollkommen einig sind. Die lammt und überhaupt Zürich nie verlassen habe. Den Gipfel der gierung von Ecuador Neutralitätsmaßregeln angenommen hat, 354 Delegierten waren im Denten und Fühlen eins. Giebt es ausweisungs- und Auslieferungsstandale bildet die Zurüdlieferung welche auch allgemein beobachtet werden, ist erwiesen, daß die aufständischen Truppen sich jenseits der Grenze des ein größeres Zeugnis für die Gesundheit der Socialdemokratie, des vom Bundesgericht als„ tönigsmörder- Gehilfen" ausgelieferten Garchi befinden. Columbien ist nicht von Truppen Ecuadors für die Wahrheit des Socialismus! Taschni durch die italienischen Behörden in die Schweiz. überfallen worden, wie dies behauptet worden ist. Alize oid 1886 auf dem ersten skandinavischen Kongreß in Göteborg, da ihm in dieser Beziehung Schuld nachzuweisen war noch eine gewisse Unklarheit über die Brincipien vorhanden sei. Also päpstlicher als der Bapst, schlimmer, reaktionärer, als die es wurde wohl beschloffen, daß die Arbeiterbewegung, einheitlich nicht im Verdachte der Freiheits- und Gerechtigkeitsliebe ſtehenden Der Boeren- Krieg. und socialistisch sein sollte, aber dieser flare Standpunkt wurde nicht von italienischen Behörden, handeln die Behörden der freien demokratischen allen Delegierten geteilt. 1901 aber wurde es einstimmig an Schweizer- Republik. Die Konzentrationslager. genommen, daß die Socialisierung der Produktionsmittel das Ziel Im übrigen versicherte Herr Zemp, daß er die Eingabe dem Dem„ Standard" wird aus Pretoria vom 29. Auguft gemeldet: der Arbeiterbewegung ist. Die Sache schien so selbstverständlich Gesamtbundesrate in seiner nächsten Sigung vorlegen werde. Ende Juli befanden sich in den Konzentrationslagern Transvaals fir fämtliche Delegierte, daß die Disfussion überflüssig war. Auf Sular find fich aber alle unsre Genossen darüber, daß der Massen- in ganzen 62 479 Personen, darunter 10,000 Männer, über in Christiania 1890 herrschte noch eine gewisse protest, den nur die abgebrühte„ N. Zür. 3tg.". die schweizerische 23 000 Frauen und über 28 000 Kinder im Alter von einem bis zu Unflarheit über die Taftit. Eine reformatorische" und eine Ausgabe der Stölnischen 3tg.", mit unsäglicher Frivolität zu verzwölf Jahren. Bis Gube Juli waren 1067 Berſonen gestorben, revolutionäre" Richtung bekämpften einander. Jetzt in Kopen- leinern sucht, nicht genügt, daß er nur eine Warnung an die darunter 860 Kinder. hagen wurde es als selbstverständlich angeschen, daß die Arbeiter- herrschenden Klaffen war und nun eine neue Thätigkeit für die Bordringen Scheepers." bewegung revolutionär ist, ist; indem indem sie eine völlige Umveitere Ausbreitung und Befestigung der Arbeiterbewegung, für die Aus Kapstadt wird dem„ Reuterschen Bureau" gemeldet: gestaltung der Gesellschaft anstrebt, und reformatorisch, Schaffung einer starten, fampfesmutigen und rücksichtslosen socialindem sie durch Reformen diese Neugestaltung der Gesellschaft vor demokratischen Partei auf der ganzen Linie beginmen müsse. Diese Boerenabteilungen unter Scheepers und van der Merve indem sie durch Reformen diese Neugestaltung der Gesellschaft vor Erkenntniß ist zu begrüßen und man darf vielleicht hoffen, daß der sind füblich über Oudtshoorn hinaus borgedrungen. Auf dem Stockholmer Kongreß 1897 waren noch Zweifel vor- 25. August 1901 zum Ausgangspunkt des fo dringend notwendigen 27. August wurde heftiges Feuern westlich von Qudtshoorn ge Handen über die Zweckmäßigkeit der Landesorganisationen der Ge- Aufschwunges der schweizerischen Arbeiterbewegung werde. Kitchener meldet aus Pretoria vom 30. August: Garratt be werkschaften. Seitdem find solche Gesamtorganisationen in allen litt mello ni strada Frankreich. pidurichte, er habe Biet Delarey, den Bruder des stellvertretenden drei Ländern gegründet worden und nun herrscht Einstimmigkeit dotstands Interpellation. Der Abgeordnete Boulain hat dem Generalfommandanten sowie einige Boeren in der Nähe von Lodsüber deren Nugen und deren Notwendigkeit. Der Kogreß in Stopen- Kabinettschef Walded- Rousseau mitgeteilt, daß er die Regierung beim berg gefangen genommen. Notstands- Interpellation. hagen erhielt eine ganz besondere Bedeutung durch die Anwesenheit der Repräsentanten der Arbeiterbewegung in Finnland, Deutsch- Wiederzusammentritt der Kammer über die Maßregeln interpellierend oth London, 31. August. Entgegen anderweitigen Nachrichten will land, Belgien und England. Der Arbeiter- Skandinavismus, deffen wird, welche sie zu ergreifen gedenkt, um der durch die Betriebs Daily Mail aus dem Haag erfahren haben. Graf Lambsdorff Grund 1886 in Göteborg gelegt wurde, hat sich nun 1901 zu einem einstellung in verschiedenen Industrien entstandenen Not unter der Arbeiter- Pangermanismus entwickelt. Neulich fündigte Björnstjerne Ein englischer Spion, welcher das Fabrikationsgeheimnis der Arbeiterbevölkerung abzuhelfen. in habe Dr. Leyds mitgeteilt, der Zar werde den Präsidenten Krüger Björnson einen pangermanistischen Bund an. Dieser Bund Ein englischer Spion, welcher das Fabrikationsgeheimnis der in Compiègne empfangen. London, 31. Aug. Die Liste über die Verlufte der Engländer wurde und zwar in rechter Weise am Freitagabend bei einer franzöfifchen Unterseeboote durch Bestechung erlangt hatte, foll in in Südafrika umfaßt für gestern 15 Tote, 18 Verwundete und 5 an Zusammenkunft in den Räumen des„ Gesamtverbandes der Ge- Toulon verhaftet und zu lebenslänglichem Sterker verurteilt Krankheiten Verstorbene. wertschaften Dänemarks", wo der Däne J. Jensen, der Schwede worden sein. Lindquist, der Norweger A. Pedersen, der Deutsche Legien, Termin des Barenbesuchs. Einer Petersburger Depesche der Fläme Octors und der Engländer Mitchell die zufolge ist die Ankunft des Kaisers und der Kaiserin von Rußland nähern Formen für ein dauerndes Zusammenwirken besprachen. iegt auf den 18. September festgesetzt worden. Sie werden auf Das sind gerade die sechs germanischen Nationen, wozu noch die der See bei Dünkirchen mit dem Präsidenten der Republik zusammen Finnen kommen, deren Kultur in der standinavischen wurzelt, und treffen. Das Programm für den Aufenthalt des Kaisers und der die französischen Belgier, die auch von Octors repräsentiert wurden, Staiferin in Frankreich bleibt in seinen Hauptzügen so bestehen, wie zum Zeugnis dafür, daß der Bangermanismus nur das leber es früher aufgestellt wurde. Der letzte Tag der großen Manöver gangsglied vom Skandinavismus zuni Internationalismus bildet. ist auf den 19. September verschoben worden und die Truppenschau Kürzlich wurde in" Politiken" Propaganda für einen nordischen wird am 21. September stattfinden. Verteidigungsbund" gemacht. Das sollte wohl nur einen nordischen didujeu on Rußland. Die Saalabtreibung ist besonders im latholischen Rheinland Imperialismus bedeuten, Militarismus und Reaktion. Nun haben d Rußland.bp wir den Grund gelegt zu einem pangermanistischen Verteidigungs- Ruffische Grenelthaten in der Mandschurei. Vei den das beliebteste Kampfmittel der Gegner unsrer Bestrebungen. Kürz und Angriffsbund, gerichtet gegen den Stapitalismus und Militarismus russischen Breßverhältnissen ist es tein Wunder, daß die Zeitungen lich haben wir mitgeteilt, wie den Genossen in dem rheinischen und Imperialismus. Finnische, schwedische, norwegische, dänische, bel- von den Thaten der russischen Soldatesta nichts in die Oeffentlichkeit Industricort Stolberg die Abhaltung von zwei Boltsversamm gische, deutsche und englische Arbeiter find Brüder und Bundesgenossen. bringen dürfen. Den russischen Zeitungslejern wird erzählt, daß hungen durch Saalabtreibung unmöglich gemacht worden ist; Sie können nicht, sie wollen nicht aufeinander schießen, sie finden die Chinesen die Russen als Retter und Freunde begrüßten, daß ein und mun, nach noch nicht zwei Wochen, müssen wir jedes Verteidigungswesen, das sich nach außen gegen andre vollkommenes Einvernehmen beſtünde zwischen den russischen Besatzungs- einen dritten Fall melden: Nach vieler Mühe war es gelungen, in Nationen wendet, barbarisch und lächerlich. Sie kennen nur einen truppen und den Einwohnern der Mandschurei. Von den Grausam der Umgebung von Stolberg einen Saal zur Veranstaltung einer Feind, und das ist der Kapitalismus und Militarismus in den feiten, welche die Stojaten begangen haben, darf nichts mitgeteilt Protestversammlung gegen die Bollerhöhungen zu erhalten. Am verschiedenen Ländern. Sie kennen nur einen Verteidigungsbund, werden. Daß die ruistichen Kulturträger" in Buntto Brutalität und das ist der der unterdrückten Völker gegen ihre Unter nicht hinter westeuropäischen Brüdern zurückbleiben, darüber kann Hoist fein Zweifel herrschen, nur daß hier die Oeffentlichkeit weniger schnell davon erfährt. tom. bereitet. drücker." " sin sid i 20 side? - hört. Am London, 31. August.( W. T. B.) Lord Kitchener meldet vom heutigen Tage aus Pretoria: An der nördlichen Eisenbahnlinie zwischen Waterval und Hamanstraal wurde heute ein gug in die Luft gesprengt. Eine Abteilung von etwa 250 Boeren eröffnete fofort Feuer auf den Zug und steckte ihn in Brand. Oberstlieutenant Bandeleur von der irischen Garde wurde getötet; über etwaige weitere Verluste ist noch nichts gemeldet worden. se skiddos Partei- Nachrichten. 0081 Sonntag, den 1. September, sollte die Versammlung stattfinden. Am Mittwoch aber lief ein Schreiben des Saal: inhabers, des Wirtes Andreas Graf in in Dobach. ein, worin dieser mitteilt, daß er sich für genötigt finde, die VerProtestversammlung und Bundesrat. sin In einem französischen Blatt ist jetzt ein Brief von ſammlung einstweilen nicht stattfinden zu lassen". Weiter heißt es in Blagowestchenst veröffentlicht, in welchem haarsträubende Grausam dem Brief:" Nachdem ich mir bei der hiesigen Behörde Bern, 28. Auguſt.( Eig. Ber.) Die von der somntägigen Protest teiten der russischen Eroberer geschildert werden. Die genannte Stadt, am über die Sache einigermaßen erfundigt habe, ist versammlung bestellte Kommission, in der Genosse Marr durch Amur gelegen, zählt etwa 9000 Einwohner und war von den Ruffen auch diese nicht dafür. Ich möchte alfo gerne wissen, wo Professor Dr. Erismann Zürich erfezt wurde, weil bejegt. Es hieß, die Chinesen hätten Dynamit und Bulver versteckt, fie eine solche Verfanunlung abgehalten und ob dies ein Verband ersterer nicht mit dem Bundesrat unterhandeln wollte, nachdem er um es gegen die Eroberer zu verwenden. Das genügte, um eine oder ein Verein sei oder was. an ihm soeben scharfe Kritik geübt, wurde am Montagvormittag im allgemeine Chinesenjagd in den Straßen zu veranstalten. Die alte Geschichte! Berband Alles, wirt, der von der Behörde in mancher Beziehung abhängt, Bundeshause durch den Vicepräsidenten des Bundesrats, Dr. Zemp was den Kojaten in die Häude fiel, wurde niedergemacht; dantit perfundigt" sich bei diefer; und die Behörde entscheidet dann, ob den empfangen. Die Kommission beschränkte sich nicht auf die aber nicht genug. Sämtliche Einwohner wurden von den Kojaken in Betracht kommenden Staatsbürgern das gejezlich gewährleistete bloße Ueberreichung der Protestresolution, sondern formulierte eine aus den Häusern und an den Amur getrieben, der hier eine Breite Versammlungsrecht vorenthalten werden soll oder nicht. So achtet längere Eingabe, in der die Resolution Aufnahme fand, und ferner von 3 Kilometer hat. Dort wurde ihnen, etwa 8000, befohlen, fie die Behörde das Recht! Und so sorgt sie und die katholische Geist acht Fragen an den Bundesrat zur Beantwortung gerichtet wurden. sollten sich an's andre Ufer retten; Kähne wurden ihnen nicht zur lichkeit dafür, daß in der vom Centrum beherrschten Gegend das Zuerst wird gefragt, ob es wahr sei, daß der Polizeipräfett Verfügung gestellt. Die Chinesen wurden nun in den Fluß hinein- arbeitende Volk nicht mal öffentlich gegen den Hungerzoll proBerrioz in Brig, der nebenbei Advokat und als solcher der Anwalt getrieben, und als sie bis zur Mitte waren, gaben die Rufsen testieren kann. der großkapitalistischen Simplon Unternehmung ist, bei seinem Feuer. In drei Abteilungen, je vier und vier an den Böpfen zusammen- Von der Magdeburger ,, Volksstimme" hat der Redacteur, brutalen, verfassungs- und geschwidrigen Vorgehen gegen die gebunden, wurden die Chinesen in das Wasser gejagt; soweit sie nicht von Genosse Haupt, am Sonnabend nach fiebenmonatlicher Gefängnis streifenden Arbeiter am Simplon im Einverständnis ben Kugeln erreicht wurden, gingen fie in den Wellen unter. Bu haft die Strafanstalt Gommern verlassen. Sein Bergehen bestand mit dem Bundesrat handelte, wie er behauptet? Herr dem graujigen Schauspiel hatten sich die in der Umgebung statio- darin, daß er aus dem„ Süddeutschen Postillon" einen Scherz ab Bemp verneinte dies und ist dadurch der ehrenwerte Herr nierten russischen Beamten eingeberte von Zeichnamen trieben beleidigung erblickte, dann zweifelte er au der Freiwilligkeit der Berrioz, der so schamlos feine Amtsgewalt zu Gunsten des von ihm teiner dem Tode entgangen; den Chinesen war gedruckt, in welchem das Magdeburger Gericht eine Majestätsgegen fette Bezahlung vertretenen Geldfaces und zum Nachteil der tagelang auf dem Fluß umber und verpesteten das Wasser und die Khalifrieger und schließlich beleidigte er einen Bremer Staatsarmen Arbeiter mißbrauchte, vor aller Welt als dreifter Lügner Luft. Oft, so schreibt der Briefschreiber am Schluß, habe ich gefehen, anwalt. Für alle diese Unthaten ward ihm das obige Strafmaß Da in gleich verwerflicher Weise, wie der famose Advokat ließen, ohne fich zur Wehr zu sehen. wie sich zehn und mehr Chinejen von einem einzigen Kosaten töten zu teil. Sie fielen auf die Knie Bräfekt, auch die Regierung des Kantons Wallis gegen und baten um Gnade; die Kofaten aber ruhten in der Regel nicht Jut Wahlkreis Nandow Greifenhagen fand eine gut be die Arbeiter vorging, so wird der Bundesrat weiter gefragt, eher, als bis sie die Chinesen buchstäblich in Stücke gehadt. suchte Versammlung statt, in welcher folgender Antrag gegen drei welche Stellung er dazu einzunehmen gedenke? Die dritte Frage Auch aus dieser Schilderung geht wieder hervor, daß die Stimmen Annahme fand: geht dahin, ob der Bundesrat die Verfügungen von Kantons Chinesen ein durchaus friedfertiges Bolt sind, das sich kaum zur Die heutige Parteiversammlung beschließt, den Parteitag in regierungen schüße, durch welche die Gleichheit der Bürger vor dem Wehr jetzt. Um so weniger laffen sich die vielen Grausamkeiten er- Lübeck zu ersuchen: die alte Faffung des§ 2 des Organisations. Gesetz illusorisch gemacht werde? Biertens wird der Bundesrat ge- flären, die in dem Khaki Feldzuge seitens europäischer Civilisatoren statuts, wie dieselbe vor dem Mainzer Parteitag lautete, wieder herfragt, ob er dafür halte, daß Verfügungen von Kantonsregierungen, begangen worden sind. zustellen; denn es muß das Recht der Parteigenossen am Orte sein, wonach auf die bloße Vermutung hin, daß eine Arbeitseinstellung und di über das Verhalten der Parteigenossen am Ort ihr Urteil abgeben zu Unruhen Veranlassung geben tönnte, Militär aufgeboten können. Zum Delegierten des Wahlkreises wurde der Genosse Rörſten- Berlin gewählt. entlarut. Afien. him au # Gewerkschaftliches. wird, dem Sinne und Geifte der Militärorganisation entsprechen? Tongkinesische Unruhen. Aus Paris wird gemeldet: Die Die Die fünfte Frage lautet: Welche Stellung gedenkt der Bundesrat aus den Kolonien des unteren Laos eingelaufenen Mitteilungen einzunehmen der Thatsache gegenüber, daß eidgenössisches Militär besagen, daß der dortige Aufstand an Ausdehnung ge= im Dienste von Privatgesellschaften im Innern von Arbeits- winnt. Die Eingeborenen beklagen sich über die französische Ber- L räumen Wacht und andre Dienste besorgt und von Unter- waltung. Man glaubt, daß die Eingeborenen von englischer nehmern beköstigt und verpflegt wird? Die sechste Frage be- Seite aufgehegt werden. Die Lage ist sehr ernst. trifft die Verlegung des Vereins- und Versammlungsrechts durch Stantonsregierungen und will vom Bundesrat wiffen, ob er nicht*) Mit Galeotti ist gleichzeitig auch sein Landsmann 3offoli, Die Tabalarbeiter in Nordhausen und die. Glasarbeiter der Meinung sei, daß schon dann eine Verlegung der Bundes- Handlanger, der in Zurzach arbeitete, wegen anarchistischer Pro verfassung vorliege, wenn ein Bürger überhaupt an der Ausübung paganda" ausgewiesen und ausgeliefert worden. 001-0 Berlin und Umgegend. Arbeiter Berlins! Deutschlands, sie stehen, wie Ihr wißt, im Kampfe gegen das Unternehmertum. Beide Gewerkschaften führen einen schweren Kampf, der fich in der Hauptsache darum dreht, dah den Arbeitern das gesetzlich gewährleistete Koalitionsrecht nicht durch die Willkür eines vom Herrendiinkel beherrschten Unternehmertums verkümmert wird, Diesen Kampf zu unterstützen ist die unabweisbare Pflicht eines jeden Arbeiters, denn es gilt, das Recht, auf dem die gesamte gewerkschaftliche Thätigkeit beruht, vor der Vergewaltigung durch das Unternehmertum zu schützen. A r b e i t e r I Die Ausständigen bedürfen der Unterstützung in materieller Hinsicht, darum versäumt nicht, Euer Scherflein zu den Sammlungen beizutragen. Die ausständigen Tabakarbeiter in Nordhausen aber bedürfen Eurer Unterstützung auch insofern, daß Ihr den Boykott beachtet und dafür sorgt, daß niemand Kautabak aus boykottierten Fabriken kauft. Wenn jeder diese Weisungen streng durchführt, dann werden Eure kämpfenden Arbeitsbrüder siegen. Zum Streik der Bauanschläger. In der Versammlung, die am Donnerstag bei Keller, Koppenstraße, tagte, berichtete die Lohn- kommission, daß bisher 84 Finnen die Forderungen unterschristlich anerkannt haben. L20 Anschläger konnten zu den neuen Be dingnngen die Arbeit wieder aufnehmen, während sich 330 noch im Ausstande befinden. Die Firma Koch Nachfolger Scheller, Michaek kirchstraße 23, hat die Bewilligung nach einigen Tagen wieder zurückgezogen. Die Berliner Innung und der Verband der Schlossereien verharren auf ihrem hartnäckigen Standpunkt und haben bis jetzt nichts gethan, um eine Einigung herbeizuführen. Die Mitglieder dieser Vereinigungen befinden sich in einer üblen Lage und sie versuche» teilweise dadurch, daß sie formell einem Eisenhändler, der die Forderungen bewilligen soll, die Arbeit übertragen, ihren dringendsten Verpflichtungen nachzukommen. Ein Teil der Jnnnngsmeister ist mit dem Vorgehen der Innung durchaus nicht einverstanden und es wird behauptet, daß die schroff ablehnenden Beschlüsse namentlich von solchen Unter nehmern veranlaßt worden sind, die gar keine Anschläger be schäftigen und bei dem gegenwärtigen Ausstand nicht in Mitleiden schaff gezogen werden. Von der Charlottenburger Innung ist der Lohnkommission ein Schreiben zugegangen, worin sie, weil von vorn- herein die Anerkennung des Tarifs gefordert wird, die Verhandlungen ablehnt Sie behauptet, daß die nachträgliche Verhandlung, nach dem die Unterschrift des Tarifs gegeben, zwecklos wäre und die Tarifberatungen mindestens 8 Tage beanspruchen. Die Innung verlangt nun, daß die Anschläger zunächst zu den alten Bedingungen die Arbeit wieder aufnehmen und erst wenn dies geschehen ist, in die Tarifberatung eingetreten wird. Die Versammlung beschloß mit großer Majorität, mit der Charlottenburger Innung nicht eher zu verhandeln, bis sie den auf gestellten Tarif anerkannt hat. Die bereits für Charlottenburger Jnnnngsmeister ausgegebenen Arbeitsberechtigungskarten sollen zurückgezogen und die betreffenden Anschläger veranlaßt werden, die Arbeit wieder einzustellen. Als Streikunterstützung werden nach fünftägiger Karenzzeit an Verheiratete 2,50 M., an Unverheiratete 2 M. pro Tag bezahlt. Deutsches Reich. _ Zum Arbeitersekretär in Stuttgart ist Genoffe Otto N ä t h e r, seither erster Bevollmächtigter der Berliner Orts- Verwaltung deS deutschen Metallarbeiter-Verbandes, gewählt worden. Beim Gewerkschaftökartell für Berlin«ud Umgegend gingen vom S. bis 26. August für die streikenden GlaSarbciter folgende Beiträge ein: Maurer, durch Gehl 300,—. Kürschner, durch Mollenhauer 100,—. Möbelpolierer, durch Schimke 200,—. Gewerkschaft der Buchdrucker, durch Schulze 25,—. Zwei Gewerkschaftsmitglieder im„Vorwärts" 5,—. Solz- und Brettcrträger, durch Hintze 100,—. Lederarbeiter, durch Müller, 1. Rate 25,—. Kistenmacher, durch Burwig 7b,—. Tischler durch Kunisch 50,-. Durch Ernst Paul, Töpfer, b,-. Metallarbeiter- Gewerkschaft durch Edelmann 100,—. Kistenmacher auf Listen durch WoOer 75,—. Zimmerer durch Metzner 300,—. Kürschner der Firma M. und I. Görtner 22,50. Töpfer durch Hoffmann 75,—. Buchdrucker auf Listen Nr. 3442, 3445, 3464, 3465 durch Arendfee LS, 10. Rohrer auf Listen Nr. 2596 2597, durch Wernau 11,20. Kleber auf Listen Nr. 2562, 2564 durch Ueffeui 13,05. Bauarbeiter auf Listen Nr. 2513, 2514, 251S, 2525. L530 durch Böttcher 27,50. Kellner aus List« Nr. 2588 durch Polier 3,85. Töpfer auf Liften Nr. 2598, 2600, durch Nickel 13 80. Tischler bei Hülsenbeck, Kroll u. Co., Saal II und III, Listen Nr. 3466, 3473 dnrch Jahne 13,40. Möbelpolterer bei Hülsenbeck, Kroll u. Co., Liste Nr. 3472: 5,95. Zinkgießer und Stürzcr, Listen Nr. 2551, 2555, 2556, 2557 durch Klaar 37,75. Kürschner durch Schreitmüller auf Listen Nr. 3448, 3449, 3450, 3451, 3452: 48,90. Bäcker auf Listen Nr. 2582, 2584 durch Klammcck 5,60. Accordschinder Sibiriens Liste 3447: 23,65. Tischler auf Listen Nr. 3480, 3485: 12,50. Tischler bei Blmikenburg u. Schnabel Liste Nr. 3488: 5,15. Tischler bei Röhnisch u. Co. Liste Nr. 3487: 4,10. Arthur Piesker, Kassierer. Beim GewerkschastSkartell Rixdorf gingen für die aus- ständigen Glasarbeiter folgende Beiträge ein: 1. Centralverband der Zimmerer(Filiale Rixdorf) 50,—. 2. Verband der städtischen Arbeiter(Filiale Rixdorf) 30,—. 3. Centralverband der Maler usw.(FU. Rixdorf) 20,-. 4. Deutscher Holzarb.-Verb.(Fil. Rixdorf) II. Rate 200,—. Gesammelt in der Sitzung des Gewerkschaslskartells Rix- darf am 15. 8. 26,05. Gesammelt auf deui Bau Roll, Rixdorf, Weserstrahe, durch Töpfer Genosse Regenberg 3,55. Nochmals durch Rcgenbera 4,—. Gesammelt durch Genoffe Zimmerer Hecht 6,10. Liste Nr. 387 4,90. Nr. 416 1,95. Nr. 425 4,70. Nr. 427 2,60. Nr. 429 7,40. Nr. 430 3,60. Nr. 433 2,45. Nr. 434 2,35. Nr. 435 5,70. Nr. 439 9,75. Nr. 441 4,10. Weitere Beiträge nimmt A. N i e r i ch, Steinmetzstr. 144, Hof II, entgegen._ Sociales. Die deutschen Gewerbegerichte im Jahre l8S8 und 1899. Der neueste Jahrgang des vom Direktor des Breslauer statistischen Amtes. Dr. N e e f e, herausgegebenen„Statistischen Jahr buchS deutscher Städte" bringt einige bemerkenswerte Mib teilungen über die Thätigkeit der deutschen Gewerbegerichte in den Jahren 18S8 und 1899. Für das Jahr 1893 liegen abgeschlossene Angaben von sämtlichen 54 deutschen Gewerbegerichten vor, während für 1399 die Angaben für Berlin bei Abschluß der Arbeiten noch nicht eingegangen waren. Anhängig waren 1398 mit Berlin 55 647, ohne Berlin 42921 Sachen, im Jahre 1899(ohne Berlin) 43711 Sachen, die Vermehrung betrug also ohne Berlin etwa 1,8 Proz. Ueber die Stellung der Kläger haben 51 Gewerbegerichte Angaben geliefert. Im Jahre 1898 waren demnach von insgesamt 42 146 Klagen 38 962, d. h. 92,4 Proz. von Arbeitern gegen Arbeitgeber erhoben, im Jahre 1899 von 42 936 Klagen desgleichen 39 361(91,7 Proz.) von Arbeitern gegen Arbeitgeber. Dagegen klagten 1893 in 3032 Sachen Arbeitgeber gegen Arbeiter, d. s. 7,2 Proz. der Gesamtzahl der Klagen, während 1899 3421<8 Proz.) Klagen von Arbeitgebern gegen Arbeiter vorlagen. Arbeiter klagten gegen beim gleichen Arbeitgeber beschäftigte Arbeiter 1893' i» 152(0,4 Proz.), 1899 in 154(0,3 Proz.) Fällen. Zurück- gezogen vor Eintritt in die mündliche Verhandlung wurden 1893 4,4 Proz., 1899 4,2 Proz. der Gesamtzahl der Klagen. Durch End- urteil erledigt wurden 1898 13,4 Proz., 1399 19,8 Proz., durch Ver- gleich 1893 27,5 Proz., 1899 20,9 Proz. aller Klagen, während der Rest durch Anerkenntnis. Versäumnisurteil, Zurücknahme in der Ver- Handlung und in andrer Weise erledigt wurde. Was die Erledigung durch Vergleich betrifft, so weisen die verschiedenen Gewerbegerichte sehr große Unterschiede in ihrer Praxis auf. Während Barmen ' � 84,1 Proz. aller Klagen durch Ver- in Essen 1893 nur 14,1 Proz. Proz. aller Klagen durch Vergleich Hälfte aller anhängigen Klagen wurden 1893 von 16, 1899 von 13 Gewerbegerichten durch Vergleich erledigt. Einen Wert von höchstens 20 M. hatten 1898 48,4 Proz., 1899 47,8 Proz. aller Klagen, einen solchen von 20—100 M. 43.8 Proz. bezw. 43.0 Proz., über 100 M. 4,3 Proz. bezw. 4,5 Proz., während 3.5 Proz. beziv. 4,7 Proz. aller Klagen nickt eingeschätzt waren. Von den benifungsfähigen Klagen führten 8,6 Proz. bezw. 6.8 Proz. zu Berufungen an das Landgericht. Die eignen, aus Ge- bühren und Strafgeldern fließenden Einnahmen der Gewerbe- aerichte deckten 1898 7,9 Proz., 1899 6,4 Proz. der gesamten Kosten derselben. Gutachten über gewerbliche Fragen wurden 1898 13, 1899 10 abgegeben, als Einignugsamt funktionierten die Gewerbe- gerichte in 16 bez. 19 Fällen. Der Tapetenring, der seiner Zeit durch sein geradezu brutales Vorgehen gegen die Außenstehenden so viel von sich reden machte. droht in die Brüche zu gehen. Die„Aussperrung" der nicht zum Ringe gehörenden Händler, d. h. die Weigerung, ihnen Waren zu verkaufen, hat nicht den gewünschten Erfolg gehabt, denn Waren bekamen sie für ihr gutes Geld doch inimer. Sie hingen das Plakat „Nicht zum Tapetenring gehörig" in ihr Schaufenster und machten damit die beste Reklame. Das Publikum glaubte natürlich bei ihnen billiger zu kaufen und so machten sie bei ihrer Aussperrung das beste Geschäft. Ein weit schlechteres Geschäft machten die Herren vom Ringe. Die Fabrikanten verloren erstens einen großen Teil ihrer Kunden und der Umsatz mit denen, die sie noch behielten, wurde immer kleiner, die Ringhändler aber verloren ihre Kundschaft ebenfalls. I» dieser fatalen Situation hat der Ring die sofortige Einberufung von Versammlungen an allen Hanptplätzen Deutschlands angeregt,„um die Maßnahmen zu besprechen, ivie der an die gesperrten Firmen verloren gegangene Umsatz den Ringmitgliedern wieder zuzuweisen ist." Die Ver sammlungen sollen beschließen, daß fortab bei der Konkurrenz gegen die gesperrten Firmen den Vertragstreuen Händlern keine Br schränkung auferlegt werde. Eine kürzlich abgehaltene Versammlung der Tapetenhändler Rheinlands und Westfalens hat es abgelehnt, in dem gewünschten Sinne zu beschließen, weil solche Beschlüsse daö Ende der Organisation bedeuten würden. Die Ablehnung der Vor schlage wird' voraussichtlich zu einer allgemeinen Fahnenflucht und damit auch zu dem„Ende der Organisation" führen. 1398'80,5 Proz. und 1899 gleich erledigte, wurden und 1899 gar nur� 12,5 erledigt. Mehr wie die Mkteravifches. Juraschck Dr. Fr., Universitätsprofessor, Otto Hübners geo- graphisch st ati st ische Tabellen aller Länder der Erde. Jubiläumsausgabe(50.) für daS Jahr 1901. Mit einer graphischen Tabelle, die Volksznnahme im 19. Jahrhundert. 97 S. Qucroktav. Frankfurt a. M. Heinrich Keller. Wenige Veröffentlichungen können auf ein regelmäßiges Er- scheinen während eines halben Jahrhunderts zurücksehen und unter diesen wenigen wird sich kann, mehr als eine finden, die eine private statistische Arbeit ist. Hübners geographische statistische Tabellen bilden da eine Ausnahme und es gebührt sich, von ihnen Kenntnis zu nehmen. Was entrollt sich da vor unseren Sinnen, wenn wir er- wägen, welch ungeheure Veränderungen seit 50 Jahren der Statistiker zu registrieren hatte. � Schon wenn' wir nur dos äußerlichste der Statistik ins Auge fassen, die Veränderung in der Volkszahl, da sehen wir ein ungcheuerrasches Wachsen derselben, wir sehen einzelne Staaten, wie die Vereinigten Staaten von Nordamerika, deren Bevölkerung sich in jener Periode verdreifacht hat, aber wenn wir auch von dieser Ausnahme absehen, so ist doch die Zunahme auch in anderen Staaten ganz gewaltig gewesen, so in Nußland, von noch nicht 70 auf über 106 Millionen, in Deutschland von ca. 36 auf 56 Millionen, in Oestreich-Ungarn von nicht viel über 30 auf 47 Millionen, während Frankreich nur von ca. 35 auf 38�/, Millionen gestiegen ist. Diese Zahlen allein zeigen schon die gewaltige lim- wälzung innerhalb dieses halben Jahrhunderts in allen statistisch aßbaren Erscheinungen. Welch gelvaltige Aenderung hat der Handel mit sich gebracht, welches Anschwellen der Einfuhr- und Ausfuhr- zahlen in diesen 50 Jahren festgestellt. Aber auch wie ungeheuer ist die statisfische Littcratur gewachsen, wie schwierig muß es dem Herausgeber sein, aus der Ueberfüllc von Werken die Haupi daten herauszuziehe», um seine Tabellen zu fertigen; führt doch selbst nicht weniger als 192 Quellenwcrke' auf, die er neben andren weniger wichtigen zum letzten Jahrgange benutzt hat. Werden doch auch die wichtigsten geographifchen und statistischen Verhältnisse von 63 Staatswesen dargestellt, wobei zu beachten ist, daß Großbritannien mit seinen sämtlichen Kolonien, daß Schweden und Norwegen, Oestreich-Ungarn, die Vereinigten Staaten von Amerika mit ihren sieben abhängigen Gebieten, daS Deutsche Reich mit seinen Einzelstaaten je nur als ein Staatswesen dabei gezählt werden. Nur durch die größte Raumausui'itzung ohne aber >ie Lesbarkeit des Druckes darunter leiden zu lassen, ist cS möglich gelvesen, so viele Daten zusammen zu stellen. DaS Buch enthält aber mehr als lediglich geographisch-statistische Daten; neben Angaben über die Bevölkerung. Volksdichtigkeit, Auswanderung, Nationalitäten, Konfessionen, Staatseinnahmen, StaatsauSgaben, Schulden, Papiergeld, Banknoten, Ein- und Ausfuhrhandel finden ich auch Angaben über den Namen und die RegierungSfonn der Länder, über Namen, Geburtsjahr, und Regierungsantritt des Staats- Oberhauptes und der Name des' Thronfolgers, die Stärke der Armeen auf Kriegs- und Friedensfuß, der Kriegs- und Handelsflotten; dann finden wir in der zweiten Abteilung neben der Statistik des Post-, Eisenbahn-, Telegraphen- und Telc'phonwesenS ein Verzeichnis der Haupterzeugnisse, die ausgeführt werden, der Hauptstädte und wichtigsten Orte mit Eimvohnerzahl, der Wert der Landesmünzen, der Maße und Gewichte, daneben dann noch statistische Vergleiche in reichlicher Art und in einer Reihe spccicller Uebersichten für die ganze Welt usw. usw. Vergleicht man die ersten Ausgaben dieser Tabellen, seitdem sie in Buchform erschienen sind, miteinander, so merkt man auch, wie sie an Format und Umfang immer mehr und mehr gewachsen sind, leider ist auch der Preis von, wie uns dünkt, ursprünglich 50 Pf. auf 1,50 M. gestiegen. Es wäre schade, wenn bei der vielen Be- lehrung. die diesem Büchlein entnommen werden kann, der gesteigerte Preis die Entwicklung der Verbreitung gehemmt haben sollte. ack. br. Segitz, Martin, Arbeitersekretär: Zur fünften General- Versammlung, Vortrag über den dritten Punkt der Tages- ordnung: Agitation. Zur Orientierung unsrer Verbands- Mitglieder. Stuttgart. Verlag des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes. Reben dem umfangreichen, 296 Seiten starken Protokoll der fünften Generalversammlung des Deutschen Metallarbeiter-VerbandeS ist auf Grund eines einstimmig gefaßten Beschlusses die Rede des Genossen Segitz in einer kleinen 40 Selten starken Broschüre zur Massenverbreitung besonders herausgegeben worden. Diese Broschüre erleichtert da« Verständnis der neuen Organisation, die sich der deutsche Metall- arbeiter-Verband auf seiner Nürnberger Generalversammlung gegeben hat; aber auch für weitere Kreise der Arbeiter sind die ersten 16 Seiten der Broschüre von außerordentlich großer Bedeutung. durch die Klarheit. womit der Begriff der Neutralität innerhalb der Gewerkschaften erörtert wird, durch die Be- trachtungen über den für die Gewerkschaften geringen Wert der Aufhebung des VerbinbungsverbotS für politische Vereine. Sehr lehrreich werden auch für viele die Bemerkungen über die christliche» Gewerkschaften sein, wie die Kritik unsrer gewerk- schaftlichen Agitationsmethoden und wie die Vorschläge, die b'edauer- liche Fluktuation in unsren Gewerkschaften nach ihren Ursachen durch eine Statistik festzustellen. Das sind alles Dinge, die nicht nur für die hunderttausend Mitglieder des deutschen Metallarbeiter- Verbandes von sehr großer Bedeutung sind, sie sind ebenso den Organisationen jeden Berufes zur Erwägung zu empfehlen. Wir sind überzeugt, daß kein GewerkschaftSredacteur, der die Seiten 5—16 der Segitzsche» Schrift gelesen hat, eS unterlassen dürfte, deren Inhalt seinen Mitgliedern wörtlich oder im Auszuge zur Keuntnis zu bringen. Die von Poersch unlängst wieder einmal in dem Organ deS Frhr. v. Berlepsch zur Diskussion gestellte innere Frage in unsrer Organisation erörtert auch Segitz. Auch diese Stellen sind für alle diejenigen lesenswert, die noch nicht genau wiffen, wie und wo man taktvoll Fragen jener Art zu erörtern hat. ack. dr. Socinlo LUifzksMcge. Nichterfüllung der Voraussetzungen des ArbcitSberhält- niffes. Der Holzbildhauer K. verlangte durch Klage beim Ge Werbegericht von dem Bildhauermeister Weber eine Lohn- entschädigung wegen unberechtigter Entlassung. Der Beklagte machte dagegen geltend, es hätte sich in den vier Stunden, die der Kläger bei' ihm gearbeitet habe, herausgestellt, daß er die übernommene Arbeit nicht sachgemäß zu machen verstehe. Sie sei unbrauchbar gewesen. Zwei Zeugen, Kollegen des Klägers, sagten aus, daß der Kläger unter keinen Umständen die Arbeit so hätte ausführen dürfen, wie er eS gethan habe. Die Kammer IV unter dem Vorsitz des Gewerbe- rich'tcrs Dr. Meier wies den Kläger mit seinem Entschädigungs- anspruch ab. Begründend wurde ausgeführt: Der Kläger habe nach der Ueberzeugung der sachverständigen Beisitzer die Voraussetzungen des Arbeitsvertrages, die man an einen Holzbildhauer stellen müsse. nicht erfüllt. Aus diesem Grunde sei der Beklagte an die Kündigungs- frist nicht gebunden gewesen. Durch beharrliche ArbeitSverwrigerung sollte der Maschinist Lange einen Grund zur sofortigen Entlassung gegeben haben. L. ver- klagte seinen ehemaligen Arbeitgeber Kühn, den Inhaber des Kaiser Wilhelm-BadeS, beim Ge Werbegericht und beanspruchte eine Lohnentschädigung von 46 M._ Der Beklagte machte dagegen geltend, daß er berechtigt gewesen sei, L. plötzlich zu entlassen, weil dieser sich geweigert habe, einen Hahn zu öffnen und das Wasser auS einem zum russisch-römischen Bade gehörenden Bassin abzulassen. Den Auftrag dazu hatte die Kassiererin dem Maschinisten erteilt. Der Kläger bestritt, zn der ihm angesonnenen Leistung ver- pflichtet geivesen zu sein. Auf Verlangen des Beklagten ivurde der Vorgänger des Klägers, der Maschinenmeister Kröbdl, hierüber ver- nomnien. Dieser bekundete: Er habe allerdings immer nachgesehen, ob die Schleusen an dem fraglichen Bassin in Ordnung seien. Er habe sich darum aber nur gekümmert, weil bei Unregelmäßigkeiten stets der Maschinist zuerst verantlvortlich gemacht werde. Für seine ver« tragsmäßige Pflicht habe er es nicht gehalten. Häufig hätten die Hausdiener die Schleusen bedient, ohne daß man ihn vorher unter- richtete.— Die Kammer VI unter dem Vorsitz deS Gelverberichters Dr. Krause verurteilte den Beklagten zu der verlangten Lohnentschädigung und Dr. Krause führte begründend aus: Auf Grund der Zeugenaussage habe hier eine beharrliche Ver- Weigerung der Arbeitspflichten des Klägers verneint werden müssen, weil eine Pflicht des Klägers zur Bedienung der Schleusen nicht an- erkannt werden könne. Eine beharrliche Weigerung, die hier als Grund zur Entlassung allein in Frage komme, liege aber auch sonst nicht vor; denn der' Beklagte habe den Kläger»ach jener ein- m a l i g e n Weigerung nicht nochmal aufgefordert, dem Auftrage nachzukoinmen, und eine einmalige Weigerung sei eben keine b e- h a r r l i ch e im Sinne des Gesetzes. Uehke Nachvichkett und Depeschen. Wirkung der deutschen Zollpolitik. Hanau» 31. August.(B. H.) Man schreibt der„Hanauer Ztg." von zuverlässiger Seite, die ö st reichische Regierung habe in ihrem neuen, als vertraulich zur Verausgabung gelangten Zoll- tarif den Zoll der deutschen Goldbijouterie von 3 Gulden pro Kilo auf 35 Gulden erhöht. Das Blatt bemerkt hierzu: Es ist dies gleichbedeutend mit einem Ruin der nach Oestreich exportierenden deutschen Firmen der Bijouterie-Branche. Zwanzig Personen umS Leben gekommen. New Bork, 31. August.(W. T. B.) Eine Depesche aus Kalispcl (Montana) meldet: Bei der Station Nyack im Gebirge riß gestern ein Güterzug entzwei, 28 Wagen mit Kies beladen rollten infolge dessen den Berg hinab und fuhren von hinten in einen Personenzug hinein. Ein Solonwagen, in welchem sich der Gehilfe des Super- intendenten der„Great Northern Railway" Doive befand, sowie ein mit Arbeitern besetzter Wagen wurden zertrümmert und verbrannten. Dowe, sein Sohn, sowie 18 Arbeiter käme» umS Leben._ Köln, 31. August. Die„Köln. Ztg." erhält Kenntnis von einem Entwurf, der 1898 in Sofia von acht arnautijchen Führern und acht macedonisch-bulgarischen Häuptlingen unterzeichnet wurde und der die bisher nicht veröffentlichte politische Grundlage der Bestrebungen der macedonisch-bulgarischen Vereine bildet. Ferner handelt es sich um die Austeilung der westlichen europäischen Provinze» der Türkei in zwei große autonome Provinzen: Albanien und Macedonien. Die Generalgouvcrneure beider Provinzen sollen vom Sultan mit Zustimmung der Mächte auf je fünf Jahre ernannt werden und die einzelnen Verwaltnngszweige so eingerichtet werden, ivie sie früher in Osttumelien bestanden. Der türkische Botschafter unterrichtete den Sultan von diesem Programm, der alsbald zwei Adjutanten nach Albanien entsandte. Offenbach, 31. August.(B. H.) In der photochcmischen Fabrik von Krebs an der Sprendlinger Landstraße fand heute vor- mittag 3V2 Uhr eine Explosion von Chemikalien statt, wodurch daS Laboratorium zerstört wurde. Der Brand, der sich auf die Nebengebäude ausdehnte, konnte nach einer Stunde angestrengter Arbeit durch die Feuerwehr gelöscht werden. Eine große Anzahl Personen wurden leicht verletzt, während ein vier Monate altes Kind einer Arbeiterin lebensgefährlich verwundet Ivurde. Der Materialschaden ist sehr bedeutend. Koblenz, 31. August.(W. T. 93.) Wie die Regierung bekannt giebt, sind bei dem Brande des Regierungsgebäudes am 16. August sämtliche HinterlegungS-Akten ein Raub der Flammen geworden. Frankfurt a. M., 31. August.(B. H.) Aus München wird gemeldet: Ein hiesiger Großkaufmann, Eigentümer eines Posa- mentier- Enffrosgeschäfts. wurde gestern verhaftet, weil er einem hiesigen Privatmann 30 000 M. durch falsche Angaben entlockt haben soll. Frankfurt a. M.» 31. August. ch. Leiter der Station Kete-Kratschi in Togo, einige interessante Haustiere aus jenen Gegenden geschickt, eine Ziege und einen sehr bemerkenS- werten Windhund. Die Kenntnis der afrikanischen Haustiere ist noch so lückenhaft, daß jedes Exemplar, welches den Zoologen zur Unter- fuchung gestellt ivird, von grofcem Wert ist. Namentlich der Hnnd des Togo-Hinterlandes hat das lebhafteste Interesse der Gelehrten erregt, weil er von den in Westafrika häufigen, als Schlachtvieh be- nutzten Hunden in der Gestalt und dem Benehmen erheblich ab- weicht. Dem Berliner Aquarium find während der jüngsten Zeit so viele neue und seltene, als erwünschte Ergänzungen in die Tierbestände aller Abteilungen eingleisende Arten zugegangen, dasi wir hier nur Einiges er- wähnen können. Ebenso schwer lebend sür die Gefangenschaft zu bekommen wie in dieser zu erhalten ist eine nordische Bogelart, die zu den dreizehigen Tauchervögeln oder Alken zählende, oberseits braunschwarze, nnterseits weihe Summe, einer der seltensten und interessantesten Gäste wisscnschast- IiÄer Schauanstalten. Und die Beschaffung dieses Seevogcls der seine südlichste Brutkolonie in den Höhlen der steilen Felswand des.Lummen- gat" auf Helgoland hat, wird immer schwieriger, weil die Helgoländer ,etzt lohnendere Beschäftigung und Einnahme haben und daher mit dem Ausfüttern aus dem Nest gefallener junger Lumnien sich nicht mehr abgeben. Im Berliner Aquarium bewohnen sie das mittelste und geräumigste der vor dem unteren Ausgang belegenen großen Secwaflerbecken, in dem die Vögel, wenn sie soweit erwachsen sind, von Zeit zu Zeit ihre unvergleichlich schönen und gewandten Schwimm- und Tauchcrkünste, die man hier von der Seite her bestens beobachten kann, zeigen. In und untenn Wasser haschen die sich sicher fühlende» älteren Lummen auch nach ihrer Beute, während junge Exemplare sich noch meist am Land aufhalten und hier ihre in ll.inen Fischen oder Fischstücken bestehende Nahrung zu sich nchinen. A«iS den Nachbnrorle». Eine genaue Ucbcrwachnng der Gesindevcrmieter und gewerbsmätziqen Stellenvermittler durch die Ortspolizei-Behörden bat der Regierungspräsident zu Potsdam angeordnet. Es soll die Einhaltung der durch die Gelverbenovelle den Stellenvermittlern auferlegten Verpflichtungen geprüft und ihre Bücher sollen mindestens zweimal jährlich einer Revision unterzogen werden. Ausgenommen von dieser ortspolizeilichen Ueberwachung sind die Stellenvermittler sür die Bühne, die Theater- und Konzertagenten. Ueber einen schweren Unfall wird uns aus Teltow be- richtet: Der bei der Aktienbrauerei Hilfebein angestellte Arbeiter- Becker wollte aus eignem Geheiß ein Storchnest entfernen, welches sich auf dem Schornstein des alten Brauereigcbändes befindet, worin die Gesellschaft ihre Niederlage hat. Beim Anfftieg an der Leiter that Becker einen Fehltritt und stürzte so unglücklich aus einer Höhe von 30 Meter herab, daß er schwerverletzt ins Krciskrankenhaus gebracht werden mußte. Die Gemeindevertretung von Nen-Weistensee weigert sich, die gültigen gesetzlichen Bestimmungen über die Errichtung von Ge Werbegerichten zur Durchführung zu bringen. Unter dem Beifall der Mehrheit der Vertretung konnte der Gemeinde- Vorsteher die Erklärung abgeben,»daß man sich hierbei an ge- setzliche Vorschriften nicht kehren werde; man werde ja nicht darum herum kommen, Wohl aber werde auf diese Weise die Ansicht der Mehrheit zum Durchbruch gelangen, die dahin gehe, jetzt nicht solche Institution ins Leben zu rufen, sondern diese Frage erst nach Erlangung der Stadtrechte ihrer Lösung entgegen zu führen. Ehe die bestimmt zu erwartende Beschwerde von Gemeindeangehörigen gegen diese Stellungnahme der Vertretung erledigt sein werde, sei eine geraume Zeit verstriche», es können bei solchen Beschwerden bis 1 und l'/e Jahre ver- gehen-. Diese ziemlich unvorsichtigen Aenßerungen wurden von unseren Genossen dahin ausgelegt, daß die Mehrheit der Vertretung, ivenn sie auch nicht aus Böswilligkeit die Sache hintertreibe, so doch offensichtlich eine Verschleppung dieser die große Masse der Be- Völkerimg interessierenden Frage beabsichtige. Es dürfte selten vor- kommen, daß Organe, die dazu berufen seien, die Nachachtung ge- setzlicher Bestimmungen zu überwachen, in so offenkundiger Weise das Gesetz umgehen wollen. Ein von G e r st e n b e r g e r sSoc.) gestellter Antrag:»Die inderGewerbenovelle festgelegten Bestimmungen zu respektieren und den festgesetzten Termin(1. Januar 1902) festzuhalten-, wurde gegen die 3 Stimmen unsrer Vertreter abgelehnt; dagegen ein von ihm gestellter weiterer Autrag:»In der nächsten Sitzung den Ent- Wurf eines OrtsstatutS betreffend Errichtung eines Gelverbegerichts zur Beratung vorzulegen-, angenommen. Wie wir hören, ivird gegen die Beschlüsse der Vertretung von unfern Parteigenossen an zuständiger Stelle Beschwerde erhoben werden; hoffentlich wird die Absicht unsrer Gegner, die Erledigung dieser brennenden Frage auf Jahre hinauszuschieben, zu Schanden gemacht. Wie die Sache auch ausfallen mag. für die Stellung deS Bürgertums zur Socialreform bleibt sie auf jede» Fall kenn- zeichnend. Arbeiterrifiko im Eisenbahnbetrieb. Von einem Ringbahn- zug getötet wurde gestern nachmittag zwischen den Stationen Grüne- wald und Westend der in den fünfziger Jahren stehende verheiratete immermann Bodeschuh aus Halen see, Ringbahnstr. 133. Sein rbeitsgenosse, der um zehn Jahre ältere, gleichfalls verheiratete Streckenarbeiter Kühn aus Westend, erlitt gleichzeitig schwere Ber« letzungen. Die beiden Verunglückten waren mit dem Fortschaffen schadhafter Bohlen beschäftigt und scheinen hierbei die erforderliche Aufmerksamkeit außer Acht gelassen zu haben. Bodeschuh wurde von dem Zuge ersaßt und auf der Stelle getötet. Während seine Leiche beschlagnahmt wurde, schaffte man den bewußtlosen Kühn Nuttels Krankenwagens nach dem städtischen Krankenhaus in Charlottenburg.>vo ärztlicherseits außer andern Verletzungen minder erheblicher Art ein Schädelbruch festgestellt wurde. Aus Pankow schreibt man uns:»Es liegt kein Grund vor, eine Ersatzwahl zu Gemeindevertretung vorzunehmen." Infolge der Rechtskraft des vom Ober-Verwaltungsgericht gefällten Urteils gegen unsren Genossen F r e i w a I d t, wonach derselbe nicht als An- gesessener anzusehen und seine Wahl also ungültig ist, stellte der Gemeindevertrcter Genosse Klingenberg den Antrag, eine Ersatz- wähl vorzunehmen. Die Gemeindevertretung lehnte diesen Antrag ab. Die Genossen von Pankow wandten sich auf Grund des ß 54 der Landgemeinde-Ordnung an den K r e i s a u s s ch u ß, um im Aufsichtswege die Vornahme der Wahl zu veranlassen. Der Kreis- ausschutz verwarf jedoch den Antrag,»da der Gemeindevorsteher der Ansicht ist, daß eine Notwendigkeit zur Vornahme einer Ersatzwahl nicht vorliegt und dieselbe bis zu den im März nächsten Jahres statt- findenden regelmäßigen Ergänzungswahlen vertagt werden kann und kein Grund vorliegt, von Nnfsichtswegen die Vornahme der Wahl zu beschließen." Also 1800 Wähler, mehr als die Hälfte aller Gemeinde- Wähler, bleiben auch ferner ohne Vertretung. Diese vom Kreis- auSschuß sanktionierte Maßstahme wieder gut zu machen, wird bei den im März stattfindenden Ergänzungswahlen Sache der social- demokratischen Arbeiterschaft Pankows sein. Mariendorf. In Sachen des Teltow- Kanals verlas der Gemeindevorsteher in der letzten Sitzung einen Vertrag, welchen die Gemeinde Tempelhof der Vertretung von Mariendorf zur Annahme unterbreitet. Darin wird der Gemeinde Mariendorf die unentgeltliche Benutzung zur Anlage ihrer Entwässerungsanlagen diesseits des Kanals zugestanden. In allen sich aus diesem Vertrag ergebenden Streitigkeiten ist der Landrat des Kreises als Schiedsrichter an- zurufen. AuS der Stadtverordncten-Sitzung in Spandau. In die gemischte Kommission zur Weiterberatung der Angelegenheit be- treffend Anlegung eines Verbindungsweges zwischen Hamburger- und Secburgerstratze wurde von unsrer Seite Stadtv. H a l l e ck e r ge- wählt. Ein Antrag der Arbeit n e h m e r- Beisitzer des Ge- Werbegerichts, den am 10. September in Lübeck zusammen- tretenden Verbandstag deutscher Gewerbegerichte auf städtische Kosten durch einen Arbeitnehmer- und einen Arbeitgeber-Beisitzer zu beschicken und die Wahl der Dele- gierten den Gewerbegerichts- Beisitzern selbst zu überlasten, wurde angenommen, nachdem der Antrag von unsrer Seite warn, vertreten worden war und sich auch die liberalen Stadtv. Lanrprecht und Jenne für denselben ausgesprochen hatten. Der Oberbürger- mcister teilte mit, daß sich der Magistrat gegen den Antrag aus- gesprochen habe, da ihm mit Rücksicht auf das Resultat der vor- jährigen Beschickung die Zweckmäßigkeit der Beschickung nicht ein- leuchte. Eine sehr wunderbare Stellung nimmt der Magistrat in der Straße nbeleuchtungsfrage ein. Eine ganze Reihe Span- dauer Straßen, die zwar wenig bebaut, aber doch ziemlich frequentiert 'sind, entbehren heute noch jeglicher Beleuchtung; der Magistrat hat sich gegen die Beleuchtung einzelner Straßen erklärt, und hat auch einem in der vorigen Sitzung gefaßten Beschluß der Stadt- verordneten, welcher die Aufstellung einiger Laternen in einzelnen Straßen vorsieht, seine Zustimmung versagt. Die Sache steht deshalb heute zur erneuten Beratung. Nach einiger Diskussion, in welcher dem Magistrat von nnsrem Redner ganz ungeschminkte Wahrheiten gesagt wurden, beharrte die Stadtverordneten-Vcrsanim- lung bei ihrem Beschlüsse und ergänzte diesen noch durch Einbeziehung der Straße an den Weinbergen. Gevirfjks Teilung. Die Reize deö preußischen Vercinögcsctzes. Am 20. Mai d. I. fand in der Berliner Ressource eine kom- binierte Versammlung der Krankeiikassen-Vorstände und Verwaltungs- beamten Berlins und Vororte mit den Krankenkassen-Aerzten statt. Tagesordnung war: 1. Die Erholungsstätten vom Roten Kreuz. Referent Herr Ober-Stabsarzt Dr. P a n n w i tz. 2. Der Arzneibezug der Krankenkassen- Mitglieder und die Stellung der Herren Aerzte zur neuen Verordnungsweise. Referent Herr Dr. F r e u d e n b e r g. Die Versammlung war durch Herrn Simanowski als Vorsitzenden der Centralkommission der Krankenkassen einberufen und angemeldet, und die Kassenvorslände, Verwaltungsbeainte und Aerzte waren durch Karten, die die Tagesordnung enthielten, eingeladen. Herr Simanowski erhielt alsbald ans Antrag des Polizei- Präsidiums einen Strafbefehl über 15 M., im Nichtbeitreibungsfalle drei Tage Haft wegen Uebertretung der§8 1 und 12 des Vereins- gesetzes(Nichtanmeldung einer Versammlung, in der öffentliche An- gelegenheitcn erörtert und beraten werden sollen). Simanoivski er- hob gegen den Strafbefehl Einspruch, und die Sache kam gestern vor dem Schöffengericht zur Verhandlung. Es wurde ein Bericht in Nr. 117 des.Vorwärts" vom 22. Mai d. I. über die Versammlung verlesen, welcher im großen und ganzen für richtig anerkannt wurde. Nach demselben hatten Dr. Lennhof, Reg.-Rat Zahn. Dr. Becher. Dr. Friedeberg, Dr. Freudenberg und Geheimrat Dr. Liebreich außer verschiedenen Kastenvorstands- Mitgliedern die beiden Punkte der Tagesordnung besprochen. Der Amtsanmalt beantragte kurz die Bestätigung des Straf- befehls, da es sich zweifellos um Angelegenheiten, die weite Kreise angingen, handle, also um öffentliche Angelegenheiten. Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Herzfeld macht geltend, daß die Versammlung keine Versammlung im Rechtssinne gewesen sei. Die Versammelten seien als Vertreter der Krankenkassen erschienen. Im Rechts- sinne habe also eine Vereinigung von Korporationen, den Krankenkassen, stattgefunden, was nach der ueulichen Entscheidung des Kammergerichts keine Versammlung im Sinne des Vereinsgesetzes darstellt. Vor allem machte er aber geltend, daß die Frage, ob die Krankenkassen von den Erholungsstätten Gebrauch machen sollten und dazu ihre Gelder zu benutzen befugt seien, eine Verwaltungsangelegenheit der Kasten sei, zu deren Erörterung die Borstände der Kassen gesetzlich berufen seien. Ebenso verhalte eS sich mit dem zweiten Punkt der Tages- ordnung, ob die von der Centralkommission herausgegebene.An- leitung zur sparsamen Arzneiverordnung" von« medizinischen und finanziellen Standpunkt den Kassen nützlich sei und zur Anwendung kommen sollte, wie es auch selbstverständlich die Pflicht der Kranken- kassen-Vorstände sei. ihre Aerzte aufzufordern, sie in ihrem Kampfe um Verringerung der Apothekerkosten durch Benutzung dieser An- leitung zu unterstützen. Alles dies seien keine öffentlichen Angelegen- heiten, sondern in hervorragendem Sinne Angelegenheiten der Ver« waltung und der Finanzen der Krankenkasten. Sollte man aber auch der Meinung sein, daß eS öffentliche Angelegenheiten seien, die hier in einer Versammlung erörtert wurden, so handle es sich um eine Versammlung, nicht auf Grund deS VereinSgesctzeS, sondern auf Grund deS Kraukenkasten-Gesetzes. Denn auf Grund dieses Gesetzes sei es die Pflicht und das Recht der Krankenkassen-Vorstände. in Wahrnehmung der Interessen ihrer Kassen diese Dinge zu erörtern und zu dem Zwecke zusammen zu kommen. Selbstredend müßten sie dabei, da eS sich um medizinische Fragen handelt, auch ihre Aerzte beiladen. Es finde also Z 21 des Vereinsgesetzes Anwendung, wonach die auf Grund des Gesetzes oder durch gesetzliche Autoritäten(hier die Krankenkassen-Vorstände) an- geordneten Versammlungen nicht unter das Vereinsgesetz fallen. Wäre eS anders, so wären die Krankenkassen-Vorstände verpflichtet, von jeder Sitzung Anzeige zu machen und dieselbe in Gegenwart von Abgeordneten der Polizei abzuhalten. Dies sei eine unhaltbare Forderung. Nach längerer Beratung entschied das Gericht, den Straf- befehl aufrechtzuerhalten. Es sei der Ansicht, daß aller- dings die Erörterung der Benutzung der Erholungsstätten eine Ver- waltungsangelegcnheit der Kasten sei, die nicht unter das Vereins- gesetz falle. Dagegen sei dies nicht der Fall bei der Erörterung der von der Centralkonimission herausgegebenen„Anleitung zur spar« samen Arzneiverordnung-. Durch dieselbe sei nicht nur das Ver- waltungsinteresse der Kasten wahrgenommen worden, sondern auch Stellung genommen zu dem Kampfe mit den Apothekern, und daS sei eine sociale Frage, also eine öffentliche Angelegenheit. Die Neunuudneunziger. Für das Apothekergewerbe von Wichtigkeit ist eine Verhandlung,' die gestern von der 144. Abteilung des Schöffengerichls stattfand. Der Apotheker Kobo sollte sich der Ueberschreitung der Arzeneitaxe schuldig gemacht haben. Der An« geklagte, der das Staatsexamen bestanden hat, ist Rezeptor in einer hiesigen Apotheke. Eines Tages wurde ihm ein Rezept übergeben mit deni Auftrage, die darauf verschriebene Salbe zweimal an« zufertigen, mit dem ausdrücklichen Bemerken, daß jede Portion in ein besonderes Gefäß gethan werden solle. Der Angeklagte verdoppelte bei der Berechnung einfach den Preis des Rezeptes und soll sich hier- durch nach dem Gutachten deS Revisors, Medizinalassessors Dr. Schacht, eines Verstoßes schuldig gemacht haben. Der Angeklagte entschuldigte sich durcki den Hinweis, daß er eine andere Art der Berechnung in solchen Fällen nicht kenne, nach seiner Erfahrung werde in allen Apotheken so verfahren. Der Sachverständige Dr. Schacht bezeichnete dies als unzulässig. Die Bereitung der doppelten Portion erfordere nicht mehr Umstände und Arbeit als die einer einfachen und müsse demzufolge eine nochmalige Berechnung der Einzelposten vorgenommen werden, wodurch der Gesamtpreis etwas ver- billigt werde. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Sonnenfeld, stellte unter Beweis, daß er das fragliche Rezept in verschiedenen Apotheken Berlins in doppelter Form habe anfertigen lassen,— auch in der Apotheke des Sachverständigen Dr. Schacht— und überein st im mend habe nian dieselbe Berechnung zur Anwendung gebracht, wie es seitens des Angeklaglen geschehen sei. Der Gebrauch müsse auch berechtigt sein, denn die gegenseitige Auffassung des Dr. Schacht finde in keiner Ver« ordnung' eine Unterlage. Als Einheit sei allemal daS zu behandeln, was das Rezept vorschreibe; werde ein und das- selbe Rezept mehrere Male angefertigt, so sei jede An- sertigung auch selbständig zu liquidieren. Würde man es davon abhängig machen, ob zur Anfertigung einer und derselben Arzenei der Mörser nur ein- oder mehreremal benutzt werde, so müßte der Apotheker auch, wenn er etwa im Zeitraum von einer Stunde 25 gleichlautende Rezepte erhalte— wie es bei Epidemien leicht vorkommen könne— einen Gesamtpreis auswerfen und durch 25 dividieren. Schließlich erhob der Verteidiger noch den Einwand, daß der§ 6 der Reichs-Gewerbe-Ordnung ausdrücklich be- stimme, daß der K 148 derselben Verordnung betreffend die Festsetzung der Preise der Arzeneien auf Apotheker keine An- Wendung finden solle. Dr. Schacht bcharrte auf seinem Standpunkt. Er wolle einräumen, daß die in Rede stehende Berechnung in den meisten Apotheken üblich und auch in seiner Apotheke angewendet worden sei, nach seiner Ueberzeugung sei sie aber nicht berechtigt und deshalb habe er seine Angestellten angewiesen, in Zukunft seiner An- schaumig gemäß zu verfahren. Der Amtsanwalt beantragte die Freisprechung deS Angeklagten und der Gerichtshof erkannte demgemäß, lehnte aber den iveitergehcndcn Antrag des Verteidigers, auch die Kosten der Ver- teidigung der Staatskasse auszulegen, mit der Begründung ab, daß die Beurteilung der rein technischen Frage eine so einfache sei, daß die Annahme eines Verteidigers nicht unbedingt geboten schien. Neklamcrohciten vor dem Kammergericht. Ueber das Verhältnis der Polizei zur A e st h e t i k hat sich das Kammer- gericht in einem von der„D. Juristenztg." veröffentlickten Urteil aus- gesprochen. Zum Schutze des ästhetischen Genusses, welchen die schönen Landschaftsbilder des Rhein- und Ahrthals den Reisenden bieten könnten, war für den Kreis Ahrweiler eine Polizeiverordnung er- lassen worden, ivonach die Anbringung von Reklameschildern und anderen gleichartigen Geschäftsanpreisungen im Freien außer- halb der geschlossenen Ortschaften verboten sein sollte. Das Kammer- gericht hat diese Polizeivcrordnung sür rechtsungültig erklärt, da sie die Grenzen überschreite, welche dem polizeilichen Verordnungs- recht gezogen sind. Die Polizeiverwaltungen seien nicht berufen. solche ästhetischen Interessen zu wahren und auch ihrer ganzen Organisation nach dazu außer stände. Wollte man diese Aufgabe der Polizei zuweisen, so wäre sie in der That ini stände, den Bau jeder Fabrik, jedes Schornsteins im Rheinthal— e s fei denn i» der Form alter Burgen— zu verbieten. Es mag sein, daß für gewisse Gegenden des Rheinthals das Bedürfnis existiert, das Recht der Grundbesitzer und Gewerbetreibenden im Interesse der landschaftlichen Schönheit und ihres ästhetischen Genusses gewissen Beschränkungen zu unterwerfen. Solche Be- schränkungcn können aber nur durch Gesetz, event. im Wege der Enteignung, zur Ausführung gebracht werden, nicht durch Polizei- Verordnungen, die damit noch über das Gebiet der Wohlfahrtspolizei hinauSgreifen würde. Zn dem Thema:„wann daS ExmisfionSrecht eiucS HauS« besitzerö verloren geht teilt das„Grundeigentum" ein inter« essanles Urteil der 3. Fericn-Civilkammer des Landgerichts II mit. Ein Mieter hatte mit seinem Hauswirt durch schriftlichen Miels- vertrag monalliche Pränumcrando-Zahlnng seines Mietszinscs an» ersten Tage jeden Monats ausgemacht. Im Falle der nicht rechtzeitigen Zahlung des Mietzinses sollte der Vermiete» nach Halsabschnciderbrauch berechtigt sein, ohne Kündigung die so« fortige Räumung der Wohnung zu verlangen und daneben Zahlung der Miete für die restliche Dauer des Mietvertrags zu beanspruchen. Am 1. April ds. Js. wurde die Miete nicht rechtzeitig, sondern erst am 19. April bezahlt. Der Vermieter nahm an diesem Tage die Miete unter Vorbehalt in Empfang und quittierte über den Betrag als„Miete pro April 1901" und„unter Vorbehalt des Exniissions- und Retentionsrechts". Vier Tage später, am 23. April, erhob er dann gegen den Mieter Klage ans sofortige Räumung der Wohnung. Das Amtsgericht verurteilte auch den Mieter zur Räumung, letzterer aber focht das Urteil mit dem Rechtsmittel der Berufung erfolgreich an. Das Land- gericht begründete seine abweichende Entscheidung u. a. wie folgt: Der Vermieter, der sich für den Fall nicht rechtzeitiger Zahlung der Miete daS Recht ausbedungen hat, die sofortige Rännnmg zu ver- langen, hat beim Eintritt jenes Falles die Wahl, ob er durch Kündigung ohne Einhaltung einer Frist das Vertragsverhältnis beenden. oder ob er es fortsetzen wolle. Wenn ihm nun auch bei Ausübung jenes Rechts eine angemessene Uederlegungsfrist nicht zu versagen ist. so liegt es doch nicht in seinem Belieben, wann er sich sür die eine oder andere Alternative entscheiden lvill. Es wäre eine unbillige Zumutung an den Mieter, wenn er sich gefallen lassen müßte, daß ein Zustand, aus dem ihm ein erheblicher Vermögensnachteil er- wachten kann, über das nötige Maß hinaus verlängert würde. Setzt der Vermieter dadurch, daß er den säumigen Mieter in der Wohnung beläßt, ohne sich über die Ausübung des Kündigungsrechts zu erklären, längere Zeit daS Mietsverhältnis fort, so kann der Mieter dies nur dahin auslegen, daß der Vermieter für diesen Fall der verspäteten Zahlung sein Kündigungsrecht nicht ausüben will, und er braucht sich daher eine verspätete Ausübung dieses Rechts seitens des Vermieters nicht mehr gefallen lasten. Letzterer hat daher für diesen Fall mangels rechtzeitiger Ausübung das Kündigungsrecht verloren» 91 Es wurde aus der noch tot!" " 2 Mutter und Sohn. Auf der Bank, die sich auf dem Wandel- des Kollegen Arno Schulze zur Sprache, der aus eigenem Antriebe, I a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 60-63; b) mäßig genährte jüngere gang des Gerichtsgebäudes vor der 130. Abteilung des Schöffen ohne in der Vorstandssigung darüber gesprochen zu haben, Er- und gut genährte ältere 54-59; c) gering genährte 48-52.- Färsen und gerichts befindet, saß gestern unter andren Personen, welche des fundigungen über den Streit bei der Firma Rau eingezogen hat. Rithe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Aufrufs harrten, ein betagtes Mütterchen, den vom Alter ge- Sein Verhalten wurde auf das schärfste verurteilt. b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren frümmten Rücken auf einen Stock stüßend. 54-55; c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Samariterfurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen Kühe und Färsen 51-52; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 46-50; Untersuchungshaft ein etwa 40jähriger Mann vorgeführt, eine von Montag, abends 9 Uhr, in der Filiale Brunnenstr. 150: Vortrag über: e) gering genährte Kühe und Färsen 40-44. Kälber: a) feinste Mast: Gesundheit und Kraft stroßende Geſtalt. Der Mann mußte an der Bergiftungen und gefahrbrohende Krankheitszustände". Nachher praktische fälber( Bollmilchmast) und beste Saugtälber 66-68, b) mittlere Maſtalten Frau vorübergehen. Als er ihrer ansichtig wurde, ballten sich ebungen. Nächster Ausflug am 8. September nach Treptow( Restaurant und gute Saugfälber 62-66, c) geringe Saugtälber 58-60, d) ältere, gering feine Hände, er warf ihr einen von Haß und Wut erfüllten Blick Nonnenberg). genährte( Fresser) 38-45. Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast zu und stieß zwischen den Zähnen die Aeußerung aus: inswebA spitladdies dolina1885 Hammel 65-68, b) ältere Masthammel 60-64, c) mäßig genährte Warte Du A ich schlage Dich doch Hammel und Schafe( Mergschafe) 53-58, d) Holsteiner NiederungsEs war ihr Sohn. schafe( Lebendgewicht) 24-33. Schweine: a) vollfleischige, der feineren Gleich darauf begann gegen ihn die Ver- gain Eingegangene Druckschriften. handlung. Ein abstoßendes Sittenbild wurde vor Augen geführt. Naffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1% Jahren 220-280 find Von der Kommunalen Pragis", Zeitschrift für Kommunalpolitit schwer, 61; b) schwere, 280 Pfund und darüber( stäfer) 62; c) fleischige Der Angeklagte war der Schlosser Otto Conrad, ein neunmal und Gemeindefocialismus( Dresden, Berlag von Kaden u. Comp.) ist uns 58-60; d) gering entwickelte 55-57; e) Sauten 56-57. Für 100 Pfund wegen Gewaltthätigkeiten, Bettelns und Arbeitsschen vorbestrafter foeben die Nr. 15 des 1. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser mit 20 Broz. Tara. Mensch. Er entgegnete auf Vorhalt, daß er die meisten seiner Vor- Nummer heben wir hervor: Agitation. Kommunalprogramm für Hessen. Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich im strafen wegen seiner Mutter" erhalten habe.- Vorf.: Ja, Sie Kommunalwahlen( Wahlbeteiligung in Köln). Arbeiterverhältnisse( Som ganzen ruhig, in guter Ware glatt ab; es bleibt etwas Ueberstand. Der sollen ein durch und durch verworfener Mensch sein, der seine bahn in Düsseldorf). Wohnungswesen( Wohnungsgeld der preußischen Betreten, es wird kaum ganz ausverkauft. Bei den Schafen war auch bei der munaler Arbeitsnachweis. Arbeiterverhältnisse bei der städtischen Straßen Kälberhandel gestaltete sich schleppend, ganz schwere Ware war reichlich veralte Mutter in der ungeheuerlichſten Weife brangialiert und amten. sie beschimpft und mißhandelt, wenn sie kein Geld heraus- Tottenburg. Wohnungspreise 1896 und 1900. Die Wohnungsnot in Char- Schlachtware Mittelvieh sehr schwer verkäuflich, dieselbe wird aber wohl Ueber die Mieten in Hamburg. Wohnungszustände in ziemlich geräumt, mit dem Magervieh war es wieder ganz matt; es bleibt geben wollte, damit Sie Ihre Gelüste nach Schnaps be- Hamburg. Städtische Wohnungen in Nürnberg. Wohnungsamt in großer Ueberstand. Der Schweinemarkt verlief langsam und wird nicht ganz friedigen können. Am 21. Auguft haben Sie wieder in der Wohnung Ulm). Gas, Waffer, Elektricität, Straßenbahnen( Die Straßenbahnen für geräumt. Ihrer Mutter einen bösen Auftritt verursacht. Sie hatten einige die Stadt). Bildungswesen( Die Zwangserziehung und die Gemeinden). Tage zuvor eine einjährige Gefängnisstrafe verbüßt, das im Ge- Gesundheitswesen( Zur Schularztfrage. Säuglingssterblichkeit und fängnis erfparte Geld sofort in Schnaps angelegt und sich dann zu liche Anschläge gegen die Tuberkulose). Finanzwesen( Ginfommensteuer in Wohnungswesen. Kindersterblichkeit bei Reichen und Armen. Deffent: Ihrer Mutter begeben. Als diese sich weigerte. Ihnen Geld zu Berlin. geben, haben Sie die alte Frau mit den unflätigsten Schimpfworten Biersteuer in Liegniz. Fleischaufschlag in Nürnberg). Rechtsprechung( Der Umsatzsteuer der Stadt Berlin. Einführung einer städtischen belegt, sie geschlagen, mißhandelt und mit dem Verbrechen des Wert zu enteignender Grundstücke. Zur Frage der Eingemeindung). VerTotschlags bedroht. Sehen Sie dem nicht ein, daß eigentlich keine fammlungen( Verbandstag deutscher Gewerbegerichte. Sächsische Bürger: Strafe hoch genug für Sie ist?- Der Angeklagte meister Versammlung). Rundschau( Zur Frage der Eingemeindungen. erwiderte in gleichgültigem Tone, er wisse von nichts, er sei bes..... Der Zuzug nach Berlin. Stadtverordnete als Lieferanten für die Stadt! gewesen. Nun wurde die Greifin in den Saal geführt. Der VorDie Gemeinden und die Getreidezölle. Frauen im Gemeindedienste. figende ließ ihr einen Stuhl geben. Mit zitternder Stimme erzählte Die Hausbesitzer! Statistisches Amt in Aachen. Parteikampf im Gemeindeleben. fie, welch' schweres Herzeleid der mißratene Sohn über sie gebracht. Verhältniswahl bei den Gewerbegerichten). Briefkasten. Die Kommunale Praxis" erscheint monatlich zweimal. Preis viertel Ein andrer ihrer Söhne sei brav und fleißig, sie erhalte von dem jährlich 1 M.( eingetragen in der Postzeitungsliste für 1901 unter Nr. 4019a, felben regelmäßige Unterstügung, müsse aber versuchen, sich durch 4. Nachtrag). Uebernahme von Hausreinigung etwas zu verdienen, um sich zu er nähren, was ihr bei ihren 85 Jahren gewiß nicht leicht werde. Der Angetlagte babe fie nach ſeiner Müdlehr aus dem Gefängnis ſchändlich behandelt und sie eben auf dem Flur wieder bedroht; jezt habe. fie tein Mitleid mehr mit ihm, sondern bitte um ein strenges Urteil. Otto, Otto!" rief die Zeugin zum Angeklagten gewandt, habe ich nicht mehr für Dich gethan, als in meinen Kräften stand?" Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von einem Jahre, der Gerichtshof erkannte aber auf ein Jahr 10 Monate Gefängnis. Dersammlungen. 1 Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. G. M. 42. Gine Zahlung hätte keinen Zweck. Teilen Sie furzerhand mit, daß Sie zur Zahlung nicht verpflichtet sind. A. K. 24. Au die Ober- Postdirektion. P. Lötner. Das gewöhnlich angewendete. A. F. 100. 1. Ja, falls das Amtsgericht nicht auf Anrufen der Tochter dieser recht giebt. 2. Nachmittag 6 Ubr. Fran Gr. Nein; wenden Sie sich an einen Kammerjäger. A. G., Audreasberg. Ihre erneute Schilderung ändert leider an der Rechtslage nichts. M. 23. 9. Nein. Jurist 3. 1. Die bis um 9 anwesenden Käufer können noch abgefertigt werden. 2. Vom 16. Lebensjahre ab. 3. Wenn Sie den Beweis der Wahr heit führen, würden Sie in Ihrem Fall freigesprochen werden. Bernhardiner. Falls Ihr Mietsvertrag nicht gegenteilige VorDie„ Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin W., schriften enthält, können Sie so viel Hunde halten als Sie wollen. Lützowstr. 85A) haben soeben das Septemberheft ihres 7. Jahrgangs F. H. Die Beleuchtung der allgemein zugänglichen Räume, evicheinen taſten. Dasſelbett vorwiegend ben auf dem& fi beder wartet: wie gilinen und Treppen, mutk bis etiva 10 Uhr erfolgen. tage zur Berhandlung stehenden Fragen gewidmet. Aus dem Inhalt Allegis 12. 1. In Berlin. 2. Sie und ihr Kind wären die Erben. 3. Nein. heben wir hervor: Anton Fendrich: Zur Frage der Budgetbewilligung. M. H. Sie können Abstellung dieses Uebels vom Wirt verlangen, Wolfgang Heine: Wie ist wissenschaftlicher Socialismus möglich? ihm eine Frist stellen, bis wohin das Uebel beseitigt ist und ihm androhen, Dr. Conrad Schmidt: Zur Theorie der Handelskrisen und der daß Sie, falls die Beseitigung der Kleinen Tiere innerhalb der Frist nicht schraube. Ueberprobuftion.-& bu arb Bernftein; Bum Kampf gegen die Bolt erfolgt, bie Beſeitigung auf Koften bes Birtes vornehmen, ober daß Sie Mar Schippel: Agrarbewegung und vom Vertrage zurücktreten August F., Eugen H., Richard Calmer: Die socialdemokratische Bresse. Paul Kampff: Alex N. Verlangen Sie den in Ihrer Branche üblichen Lohn und flagen meyer: Bum Wohnungsprogramm der deutschen Socialdemokratie. ihn bei dem Gewerbegericht ein. 2. 7. 100. 1. Ja; auch aus der Adolph v. Elm: Durch Gärung zur Klärung! Dr. Eduard Kirche Ausgetretene müssen, falls sie als Zeugen vernommen werden, David: Die Hamburger Accordmaurer vor dem Parteigericht. den Eid leisten. 2. Friedrich I. und Wilhelm II. 2. 9. 3. Nein. Eugenie Mart: Marim Gorkij. Rundschau: Politit; von 23. 2. 111. Wenn in einer Ehescheidungsklage der Beklagte nicht Richard Calmer. Wirtschaft; von Mar Schippel. vertreten ist, so wird ein zweiter Termin anberaumt und erst in diesem die Socialistische Bewegung; von Dr. 2. Gumplowicz, Eduard Klage vorgetragen usw. Durch Bestellung eines Anwalts wird also die Bernstein, D. Beterijon. Gewerkschaftsbewegung; Ehejcheidungsklage beschleunigt. Daß eine Ehescheidungsklage im ersten von Heinrich Bürger. Genossenschaftsbewegung; von Termin erledigt wird, ist felten, aber möglich. M. W., Brik. Nein. Gertrud David. Sociale Kommunalpolitit; von Heinrich W. Der Gendarm ist im Recht. J. Weißensee, Naturwissenschaften; von Dr. Kurt Grottewig. Dr. C. Hugo. Frauenbewegung; von Henriette Fürth. 10.. Kriegsinvalide 70-71: Nein. J. M. Schon erledigt. - Psycho G. D. 1. Durch Heirat mit dent Italiener ist die Betreffende logie; von Dr. Ernst Güstrow. Millionäre; Kurt Eisner: Taggeist. Bücher; Shaw, Ratschläge für Italienerin geworden. Ihr kann Unterstüßung verfagt, auch fann sie aus: Revuen; Die Neue Beit", gewiesen werden. 2. à la pouvreté joyeuse. 3. An die Waisendirektion. Krytyka. Als künstlerische Beilage bringt das Heft ein charakteristisches 5. G., Weißensee. Ja.- B. J. 100. Nein: die Unfallversicherung Porträt des russischen Dichters Maxim Gortij. auf den Weg von der Arbeit nach Hause und von Hauſe nach der ArbeitsDer Preis des Heftes beträgt 50 Pf., pro Quartal 1,50 M. Bu stätte auszudehnen, ist von der socialdemokratischen Fraktion beantragt, vom beziehen durch alle Buchhandlungen, Colporteure und Postanstalten( Post Reichstag abgelehnt worden. P. M. 100, Rigdorf. Nicht Sie, wohl Beitungs- Katalog Nr. 6961), ferner direkt durch die Expedition der aber Ihre Frau, ist hierzu verpflichtet. S. S., Charlottenburg. Ja. unter Streusband oder geschlossenem Couvert.) Probehefte und Berlags: so ist nur bis am 15. zum Griten, nicht umgekehrt, humblicher Socialistischen Monatshefte", Berlin W. 35, Lüßowstr. 85 A.( Zusendung, Golftr. 13. Leider ja. P. P. 33. st nichts andres vereinbart, Schlafleuten, Kataloge gratis und franco. Chambregarnisten usw. zu kündigen. 23. S. Vertrag genügt, ein schriftlicher ist zweckmäßiger. 2. Das Gewerbe ist seitens des mit der Führung desselben Beauftragten bei der Polizei: und der Gemeindebehörde anzumelden. Von dem Beauftragten lassen Sie sich ein Schriftstück darüber ausstellen, daß er namens der Partei verwaltet und jeder zeit an den Vertrauensmann das Geschäft zu übertragen sich verpflichtet. 3. Ja. A. Ab. 32, Krisis B. 100. Nein. Alter Abonnent. Es tann nochmals gepfändet werden. Verjährung findet erst nach Ablauf von 30 Jahren statt. Börnicke. Wenden Sie sich an irgend einen dortigen Anwalt: uns ist keiner der dortigen bekannt. Richard, Trebbin. Der Verband der Möbelpolierer hielt am 24. Auguft eine außerordentliche Generalversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrten die Anwesenden das Andenken des verstorbenen Kollegen H. Krüger in der üblichen Weise. Darauf wurde nach langer Debatte ein Antrag angenommen, aus der Geschäftskommission der durch Vertrauensmänner centralisterten Gewerkschaften aus aus zutreten und den Verband der Generalkommission der Gewert fchaften in Hamburg anzuschließen. Das neu angenommene Statut tritt mit dem 1. September in Kraft. Durch die Umänderung des Verbands in eine Centralorganisation der Möbelpolierer find alle früheren Anträge und Beschlüsse hinfällig geworden. Alle bisher vom Verband abgeschlossenen Vergnügungen 2c. übernimmt die Filiale Berlin. Gleichfalls angenommen wird der Antrag, den streitenden Glasarbeitern 400 M. zu bewilligen. Antrag ben Hierauf wird zur Wahl des Vorstands geschritten. Dieselbe Das prenhische Vereinsgefek vom 11. März 1850. Mit Kommentar ergab folgendes Resultat: Vorsitzender H. Schulz, Stellvertreter C. versehen unter eingehender Berücksichtigung der Reichs-, Kammer- und OberWermuth, Kassierer M. Strobach, Stellvertreter W. Meyer, Schrift- Verwaltungsgerichts- Entscheidungen, von A. Born, fönigl. Polizei: Assessor. führer W. Sträck, Stellvertreter O. Müller II., Revisoren Suitner, Ein Nachschlagebuch für Juristen, Polizeibeamte, Vereine usw. Berlin- GroßDomte und Th. Malchow, Ausschußmitglieder Gade, A. Meyer, Lichterfelbe, Gesezverlag Schulze u. Co. 1901, Preis 1,80 m. Lauschke, M. Faustmann und Sielaff. Am 29. Auguſt wurde die Lofalverwaltung für Berlin gewählt, markivrelſe von Berli von Berlin am 30. Auguſt 1901 und zwar: Bevollmächtigter Volt, Stellvertreter Sens, Stassierer Siebert, Revisoren Pisan und Seher, Zahlstellen- Kassierer für Süd- Welzen, gut ost Handke und Siebert, für Norden Mar Malchow und Wilh. Paul, für Osten Schoßtag, Härtig und Schäfer, Bezirksleiter für Südost Schreiber, Stellvertreter Buchwald, für Osten Barenthin, Stellvertreter Bollfraß, für Norden Sens. nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch 1. Der Wirt thut gut, die Ladung der Zeugen unter genauer Angabe deffen, was sie belunden sollen, zu beantragen. 1,20 2. Die Behauptung der Beeinflussung ist wertlos. Im übrigen siehe 1. 3. Ja. 08 " mittel gering " " " 8.50 5. 1,70 1,30 1 ,. † Roggen, gut " 13,90 13,89 n 1,60 1,20 mittel " " " " 13,88 13,87 13,86 13,85 15, " 1,60 1,10 " 1,60 1,10 Butter 14,20 13,60 13,50 12,90 Eier Karpfen 60 St 1 kg 2,60 2, 4,- 2,40 2,40 1,20 2,80 1,40 2,80 2,40 1,20 1,20 1,80 gering erste, gut mittel gering * afer, gut mittel gering Die Bleiglaser und Glasmaler hielten am Mittwoch eine qut besuchte öffentliche Versammlung ab, in der nach einem Vortrage Reuters über Lokalorganisation eine lebhafte Debatte entstand, aus der folgendes zu entnehmen ist: Schon seit geraumer Zeit herrscht zwischen den Bauglasern und den Bleiglafern Berlins Zwist und Bant, und infolgedessen ist der Besuch der Versammlungen ein sehr un- nichifroh genügender gewesen. Die Anwesenheit des Centralvorfigenden in Berlin pen hat nicht vermocht, den Zwist beizulegen, und es steht jetzt so, daß Erbsen die Mehrheit der Bleiglaser nicht mehr im Verbande bleiben will Speisebohnen Mit großer 14,30 16,20 15,40 Aale 15,30 14,60 Bander 14,50 13,80 Hechte 7,- 6,50 Barsche " 7,80 40, 5,60 Schleie 25,- Bleie n x. 9. 3. Nie. - F. Linke. Ohne Angabe des Juhalts Ihres Briefes ist eine Nachforschung unmöglich. Wiederholen Sie Ihre Anfrage unter Angabe einer Chiffre, unter der Sie im Briefkasten die Antwort erteilt wissen wollen. M. S. 16. 1. Nein. 2. und 3. Soviel ersichtlich, wäre eine Ehescheidungsflage erfolg Io8. Die Gheſcheibungsgründe und die Sie intereſſierenden Fragen find S. 57, Nr. 7, S. 73-81 des dem Arbeiterrecht beigefügten Führer durch das Bürgerliche Gesetzbuch dargelegt. Remie. Schon wiederholt beantwortet. 500 Barth. 1. Wenden Sie sich an den Vertrauensmann Ihres Kreises oder an den Parteivorstand. 2. Am 1. Januar 1891. 3. Rostock hat 54 713 Einwohner. 4. Ja. 0,80 R. M. 77. 1. Ja. 2. Sie können ein 2,40 1,20 1,40 0,80 2,50 45,- 25,- Krebse per Stjot 18, 65, 30, Mehrheit wurde eine Reſolution angenommen, welche die Gründungen 1900. Balls night etwa nur ein Zethvertrag vorliegt: nein, Arbeiten betraut. nd her prellcher und ab Bahn. Gesuch um Niederschlagung der Steuer an die Einkommensteuer- Deputation richten. J. N. Sie müßten auf Aufhebung des Lehrvertrags mit der Begründung flagen, daß der Lehrherr seine gesetzlichen Verpflichtungen gegen den Lehrling in einer die Ausbildung des Lehrlings gefährdenden Weise vernachlässigt hat. W. Sch., Weißensee. 1. Ja. Berguer I. Wer das 70. Lebensjahr vollendet hat, kann bei der unteren Verwaltungsbehörde( das ist in Städten mit mehr als 10 000 Einwohnern der Magistrat, auf dem Lande der Landrat) Befreiung von der Klebepflicht Bestellschein lautet: Bei Herrn Soundso bestellt usw., so haben Sie ein ährt. G. Schonert. Wenn der Slagerecht. Auch in der Anmerkung muß statt die Vereinigung“ ein be Witterungsübersicht vom 31. August 1901, morgens 8 1hr. beantragen. Die Befreiung wird gewährt. fogenoffen Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke einer Lokalorganisation für Bleiglaser und Glasmaler beschließt. Eine Kommission wurde mit der Erledigung der hierzu nötigen Produktenmarkt vom 31. Auguft. Die Septemberregulierungen haben bereits begonnen. Hierbei hat sich gezeigt, daß bei den Weizen: Der Centralverband der Fleischer und Berufsgenossen nicht entsprach: die Aufnahme wurde daher in vielen Fällen verweigert und Ankündigungen die Ware vielfach der kontrattlich festgesetzten Beschaffenheit Deutschlands, Verwaltungsstelle Berlin und Umgegend, hielt am die Tendenz hatte infolgedessen einen festen Charakter. Weizen wurde für 29. Auguſt eine außerordentliche Generalversammlung ab. Den ersten September 34, für spätere Sichten M. höher gehalten. Roggen war stimmter Name stehen. Bunkt der Tagesordnung bildete ein Vortrag über„ Pflichten und fast unverändert. In legterem Artikel wurden die weniger umfangreichen Rechte der Gesellen- Ausschüsse". In der Diskussion wurde hervor- Ankündigungen schlank aufgenommen. Späterhin wurde die Tendenz für gehoben, daß der Gesellen- Ausschuß der Berliner Fleischer Inmung den Auslandsbörsen wurde vorwiegend festere Stimmung gemeldet. Am Roggen matt auf Realisierungen, Preise gaben 2 bis 3/4 M. nach. Von feine Rechte nicht genügend wahrgenommen und die Interessen hiesigen Plazze waren die Umfäße nicht bedeutend. Für Mehl war keine feiner Kollegen nur schlecht vertreten hat; es sei deshalb notwendig, Kauflust vorhanden. Hafer war schwach, dagegen Mais eher fester. Rüböl daß bei der demnächst stattfindenden Neuwahl andre Personen ge- trop flauer Meldungen aus Paris behauptet. wählt werden. Beim 2. Punkt der Tagesordnung wurde bekannt Spiritus ohne Notiz. Bei Schluß des Verkehrs war auch Weizen gegeben, daß mehrere Kollegen ihre Aemter niedergelegt haben und matter, aber nicht niedriger als gestern. infolgedessen Ergänzungswahlen zum Hauptvorstand und zur Orts verwaltung notwendig geworden sind. Gewählt wurden für den Hauptvorstand: Paul Hensel als 1. Vorsitzender, Frik Gluch als 2. Borsigender, Theodor Keslinte als Kassierer, Steingräber und Road als Beifizer und Jahns und Forst als Revisoren. Die weiteren Wahlen zur Ortsverwaltung wurden bis zur nächsten Versammlung vertagt. Dem bisherigen Hauptvorsitzenden wurde für seine Thätigkeit im verflossenen Jahr eine Entschädigung von 15 M. zugesprochen. Außerdem wurde noch erwähnt, daß in einer Konferenz des Hauptvorstandes mit der Hamburger und Berliner Ortsverwaltung bestimmt wurde, daß der Ausschuß seinen Sitz in Hamburg hat. 7673 Wetter Temp. n. 6. 5° 64° R. Stationen 2 heiter 13 Aberdeen 2wolfent 14 Baris 5lb.beo. 14 Barometer stand mm Windrichtung Windstärke 763 765N Swinembe 758 WSW 3 Regen 15 paparanda 759 NO Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 31. August 1901. 759 28 SW 4 Negen Amt: Hamburg 15 Betersburg 752, licher Bericht der Direktion. Bum Verkauf standen: 3966 Rinder, Berlin 761SW 2 bedeckt 15 Cort 1370 Stälber, 19 460 Schafe, 8668 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund Grantf./M. 76 oder 60 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Bfundnchen wertes, höchstens 7 Jahre alt 62-66, b) junge fleischige, nicht aus: gemästete und ältere ausgemästete 57-61; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 53-56; d) gering genährte jeden Alters 50-52. in$ f): Ochien: a), vouſtetichtige, ausgemäßtete, höchſten Schlacht- Bien efter 766 Still Wochen Spielplan. Opernhaus Königl. Eine Straßenbahner- Versammlung, von etwa 450 Personen besucht, tagte am 28. August im Konzerthaus Sanssouci. Sie be schäftigte sich, wie schon die vorher für andere Bezirke abgehaltenen Versammlungen, mit der Stellungnahme zu den bevorstehenden Schauspielh. Wahlen zur Beschwerdekommisfion. Der Referent Rathmann hob Neues die Bedeutung dieser Wahlen hervor, indem er darauf Königliches hinwies, daß die Beschwerdekommission erst dann ihren Opern- Th. Einfluß im Interesse der Angestellten geltend machen könne, wenn Kollegen gewählt werden, die das Herz auf dem rechten Fleck haben, und denen es ernst ist mit der Wahrnehmung der Interessen der gesamten Angestellten. Die Versammelten, die sich aus dem Perfonal von sechs Bahnhöfen zusammensetzten, bekundeten ihr volles Einverständnis mit den Ausführungen des Referenten. en bes Refere Schiller: Theater Sonntag 1. Carmen Montag 2. Samson und Dalila Dienstag 3. Cavalleria rusticana Aschenbrödel Wilhelm Tell 1812 Die Verlobunge Wetter 15° 6.= 4° R. FIE Temp. n. 6. 4 wolfig 7 1 bedeckt 12 2 Nebel 16 1polfent 14 Wetter Prognose für Sonntag, den 1. September 1901. Ziemlich fühl, zunächst noch etwas Regen, später aufklarend bei mäßigen Bullen: nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Mittwoch Donnerstag 4. 5. Mignon Lohengrin a| 2n Freitag 6. Das goldene Streuz Aschenbrödel Mädch. sei schlau Zwei Eisen im Der Kaufmann Die Schulreiterin Der Revisor von Venedig Hochzeitstag Feuer Die Verlobung bei der Laterne Die Fledermaus Mamsell Angot bei der Laterne Der Mitado Der Mitado Die Kron Der Kron prätendenten prätendenten Die Kron prätendenten Nosenmontag Sonnabend 7. Samson und Dalila Sonntag 8. Bajazzi Aschenbrödel Wintermärchen Auf Strafurlaub Das Gefängnis Mamfell Angot Die Fledermaus Mamsell Angot Die Fledermaus amfer Der HerrSenator Nachm.: Maria Stuart Johannes Nachu.: Die Weber Die Kron prätendenten Deutsches Theater Berliner Theater. Ein Volksfeind Fauft Der Biberpelz Die beiden Leonoren Ueber unsre Kraft I Neber unfree Othello Straft II Das Gefängnis Neu einstudiert: Johannes Ueber unsre Kraft I ent Der Freischütz Der Troubadour Die Korbmacher wählten in der Branchenversammlung am 26. August die Kollegen J. Kummer und F. Schmidt in den Gesellenausschuß. Frese wurde als Stellvertreter bestimmt. In Theater des Der Bettelstudent Der Bettelstudent Der Freischüt die Kommission wurden Richter und Hänisch gewählt. Ueber die Lage der Kugelforbbranche wurde berichtet, daß eine Firma den geforderten Lohn bewilligt hat, während die Firma Schmidt in der Dresdenerstraße noch auf ihren alten Standpunkt verharrt. Der Verband der Portefeuiller usw. hielt am 27. August eine öffentliche Versammlung ab, die zunächst einen Vortrag des Genoffen Ad. Hoffmann entgegennahm. Dann tam das Verhalten Westens Der Bettelstudent Die Kron prätendenten Die Macht der Finsternis Ueber unfre Kraft II Fatiniza Ein Volksfeind Saboremus Der Waffenschmied Laboremus Fatiniza Nachm.: Der Troubadour Ständiges Repertoire: Neues Königl. Opern Theater( Kroll).( Trianon Theater): Alle Abende: Lebende Lieder. Nenes Theater. Alle Abende: Das ewig Weibliche. Luisen Theater. Alle Abende: Die Leibrente. Nächsten Sonntagnachmittag: Der Hüttenbefizer. Theater. Diesen Sonntag: Die Fledermaus. Alle Abende: Der Zigeunerbaron. Carl Weiß- Theater. Alle Abende: Berliner Rangen.- Central- Theater. Alle Abende: Die Geisha. Friedrich Wilhelmstädtisches Urania, Taubenft. 48/49. Alle Abende: Aus dem Tagebuch der Erde. Mittwoch: Mittelmeerfahrten. Donnerstag: Malerische Wanderung durch die Thalia Theater. Nächsten Sonnabend: Ein tolles Geschäft. Mart Brandenburg. 1. Teil. Apollo Theater. Alle Abende: Specialitäten. Frau Luna. 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Invalidenstr. u. Friedrich Wilhelmstädtisch. Theater. zwisch. Jannowitzbrücke u. Köpnickerstr., Ecke Rungestr. Lieferanten an Vereine. Lieferanten an Institute. Export Import Gr. Frankfurterstr. 20 Ecke Koppenstr., neben dem Bürger- Hospital. Die 17th reich illustrierte Jubiläums- Preisliste 1901 wird kostenlos und portofrei zugesandt. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. 131891-19mm- 2 amailli Nr. 204. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 1. September 1901. Trunksucht 1 angelogod und ungesunde Arbeitsverhältnisse. bereits 1899 berichtete, ist in den Bleiweiß der Arbeit liegen bor anwesenden Befißer erklärte, daß er sich diesem mindestens zweimal mit es am nächsten Tage nur gewärmt werden braucht, oder es wird in der Woche wiederkehrenden Zustand gegenüber machtlos fühle". des Morgens früh auf ein langsam fortbrennendes Feuer gesetzt, auf Hier vermissen wir eine Angabe jeitens des Gewerbe- Aufsichtsbeamten welchem es ohne Aufsicht bis Mittag gar werden soll. Die Familie nimmt darüber, ob gutes Trinkwasser den Arbeitern zur Verfügung alsdann in aller Eile das nicht warme oder nicht stand, und ob etwa der Biegelmeister die Arbeiter zum Trinken vollständig gate Eisen ein. Die Folge dieser verleitete! Im Bezirk Schwelm fonstatiert nämlich im Bericht Lebensweise ist der Genuß von Altohol, über Wie Trunksucht und ungesunde Arbeitsverhältnisse Hand in für 1900 der Aufsichtsbeamte die übrigens außerordentlich oft vor- dessen steigenden Verbrauch allgemein geklagt wird. Von andrer Hand gehen, zeigen auch die Mitteilungen der Gewerbe- Aufsichts- tommende Thatsache, daß der Ziegelmeister selber Seite wird zwar der Alkoholgenuß als Ursache, nicht als beamten. Es sind vorzugsweise solche Betriebe, in denen der Schnaps vertauft; in 6 Monaten hatte er 1200 Liter Brannt- Folge des schlechten Lebens hingestellt. Mir haben aber Arbeiter großer Hize oder starter Staubentwidlung wein und daneben große Mengen Flaschenbier an die Arbeiter der Arbeiter frauen bestätigt, daß Arbeiter, die ausgesetzt ist, in denen der Schnapsgenuß vorherrscht oder der Bier- Biegelei abgefegt. analban schlecht zu essen betämen, viel mehr tränken, genuß ausartet. So in Steinbrüchen, Kaltöfen, Weitere Mitteilungen über starken Schnapsgemuß infolge des als solche, die sich gut nährten." Und die Biegeleien, Schleifereien u. dgl. Wie der Aufsichts- Staubes bei aus Mineralmühlen, Arbeiterfrauen, die diese Beobachtung machten, wissen aus beamte für Koblenz ist notwendig, praktischer Erfahrung fehr gut Bescheid! Es sind eben die uns Bimssandstein Fabriten seines Bezirks der Vier- und daß die Gewerbe- Aufsichtsbeamten bei ihren Beobachtungen gefunden Arbeitsverhältnisse, die in erster Linie Schnapsgenuß außerordentlich stark; für den Kreis Meppen wurde über Alkoholmißbrauch auch die Ursachen desselben zu erforschen den Alkoholismus hervorrufen und deshalb ist es vergebene infolgedessen eine Polizeiverordnung erlassen, durch welche der suchen, namentlich inwieweit die Arbeitsstätten den gesundheit Liebesmüh, auf ethischem Wege die Branntweinpest wie den Alkoholgenuß während der Arbeit sowie Trunkenheit mit Geldstrafe lichen Anſprüchen Rechnung tragen, ferner ob bie& öhne Alkoholismus überhaupt inter den Arbeitern zu bekämpfen, bevor bis zu 9 M. oder verhältnismäßiger Haft belegt wurde. Daß aber zu genügender Ernährung ausreichen und ob die Arbeiter in der man nicht die socialen Bedingungen ändert! auch in jenen Betrieben in gehöriger Weise für Beseitigung des Lage find, regelmäßig ihre Mahlzeiten zu nehmen und zwar auch Falle läuft es auf eine es auf eine Vergendung agitatorischer Kräfte Staubes und für Beschaffung alkoholfreier Getränke( gesundes, warme s Essen, ferner auf die Beschaffenheit des Trinkwassers hinaus; vielfach aber führt es auch zu einem Außerachtlassen wohlschmeckendes Trinkwasser oder falter Kaffee) gesorgt würde, und die Möglichkeit, ein alkoholfreies wohlschmeckendes und billiges der wirtschaftlichen und politischen Kämpfe und verschlimmert dann wird nicht berichtet. Wo freilich die Arbeiter einmal am Schnaps- Getränk zu erhalten, ihr Augenmerk richten. In Werdohl( Bezirk die Lage der Arbeiter anstatt sie zu bessern. genuß gewöhnt find, lassen sie leider davon nicht so leicht ab, selbst Arnsberg) hat z. B., wie die meisten Aufsichtsberichte mitteilen, So berichtete 1899 der badische Gewerberat Dr. Wörishoffer, wenn ihnen falter Kaffee zur Verfügung steht. eine Firma von daß ein socialdemokratischer Führer sich dahin ausWie dagegen Beseitigung des Staubes auch den Alkoholgebrauch Selterswasser angeschafft und den Arbeitern ſer angeschafft, und den Arbeitern, zur Ver gesprochen habe, die Arbeiter sollten sich, ehe sie Besserung ihrer Lage fügung gestellt. Der Verlaufspreis der Flasche Selterswasser verlangten, selbst bessern und wies namentlich auf den stellte sich dann auf 4 Pfennige. Der Beamte berichtet, daß seit Alkoholismus hin". Wörishoffer fügt hinzu: In der sich daran der Anschaffung des Apparates der Altobolgen uß anschließenden Diskussion nahmen gerade die fortgeschrittenen Arbeiter in jenem Werte fast ganz aufgehört haben soll". eine sehr anerkennenswerte Stellung zu dieser Frage ein. Die an Welchen Einfluß ungenügende Ernährung, also zu niedrige die Arbeiter in dieser Beziehung gestellten Anforderungen waren Löhne oder Mangel an Beit zum Essen, auf den Alkohol- eher zu weitgehend. verbrauch haben, darüber brachte im vorigen Jahre der Beamte für Ober- Elfaß folgende beachtenswerte Mitteilung, anknüpfend an seinen Bericht über die Schäden, welche die Beschäftigung verheirateter Frauen in Fabriken zur Folge hat: herabjekt, darüber wurde 1899 aus dem Ober- Elsaß berichtet, wo in einer Eisenschleiferei infolge vollständiger Absaugung des Schleifftaubes der Altoholverbrauch merklich zurückging, da der Neiz der Schleimhäute nachließ. Ebenso wird durch gutes billiges Bier der Branntweingenuß zurückgedrängt, wie n. a. der Bericht aus Lippe tonstatiert. Dort aber wie in Schaumburg- Lippe und vielen andren Staaten, namentlich Preußen, find es vor allem die Ziegler, welche große Mengen Branntwein verbrauchen, was zum Teil auch damit zu sammenhängt, daß es in den Ziegeleien fast durchgängig an wohl schmeckendem, frischen und reinem Trinkwasser fehlt. Im Bezirk Liegnig wurden( 1900) bei einer Revision fast sämtliche Arbeiter einschließlich des Ziegelmeisters angetrunken vorgefunden. Einer der " Wörishoffers Urteil zeigt mehr Besonnenheit als jener angeb liche Ausspruch. von dem wir nur annehmen können, daß er mißverständlich wiedergegeben ist. Die Bekämpfung des Altoholismus und der wirtschaftlichen Mißstände ist nicht zu trennen, und jede Sonderbestrebung führt nur zu solch ethischen" Entgleisungen, die Wenn die Franen weitab von ihrer Arbeitsstätte wohnen, wird oft jede Haushaltungsarbeit unmöglich. Das Mittagessen wird, so der Sache schaden. weit es zu Hause gefocht wird, oft schon des Abends zubereitet, daWarenhaus A.Wertheim. gulloja10Y- 6160 982010 .allegoi. S dist- ad .2017 2919 oiToiasm! A Montag, Dienstag, Mittwoch, BRAIDS solange der Vorrat reicht: Porzellan dekoriert Steingut mit gemalten Blumen Grosse Waschgarnituren men u. Grosse Waschbecken 80 P. 1 M. Grosse Waschkrüge 80 Pf. u. 1 M. Farbige Tassen 11 P. Tafelservice für 6 Person., 30 Teile 14.500 4.-, 4.25, 4.50, 5.50 M. Kaffeeservice für 2 Pers. 95 Pf. u. 1.35 91270 für 6 Pers. 2 Mk. u. 2.40 Kaffeetassen für Kinder 10 Pf. Kuchenteller 25 u. 30 Pf. Milchtöpfe& Grössen 9 bis 30 Pf. 6 Kaffee-, Theekanne 14, 20, 25 P. u. Grosse Bratenplatten 30 45 P. Satztöpfe& Stück 42 Pt, 6 Stück 1.35 Speiseteller 101 1907 P16 Emaille Wasserkessel 5 Grössen 50 bis 95 Pf.| Kaffeekannen Ing. lack o 5 Grössen 50 bis 90 Pf. Schaumlöffel 15 Pf. 15 Pf. mit Absatz, 3 Grössen 75Pf. bis1 M. Esslöffel 5 Pf. Milchtöpfe 8 Grössen 15 bis 50 P. 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Theater. Sonntag, den 1. September. Freie Volksbühne. Berliner Theater. 1. Abteilung( rote Karten) und 2. Abteilung( rotUrania Freie Volksbühne. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62. blaue Karten): Othello, der Wohr Tagl. Sternwarte. von Venedig. Anfang 234 Uhr. Opernhaus. Carmen. Anf. 7%, Uhr. Montag: Samson und Dalila. Schauspielhaus. Anfang 72 Uhr. Montag: 1812. Wilhelm Tell. Neues Opern Theater( Kroll). Die Verlobung bei der Laterne. Der Mikado. Anfang 72 Uhr. Montag: Die Fledermaus. Jm Trianon Theater: Lebende #Lieder". Anfang 8 Uhr. Im Garten: Täglich großes Konzert. Schiller. Die Kronprätendenten. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Deutsches. Ein Boltsfeind. Anfang 72 Uhr. Nachin. 22 Uhr: Die versunkene Glode. Montag: Fauft. Berliner. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Nur noch kurze Zeit! Die Aufbahrung d. hochselig. Kaiserin Friedrich i. d. Kirche zu Cronberg. Der künstliche Mensch, d.Mirakel d. 20. Jahrhunderts. Zoologischer I. Serie: Berliner Theater. Heute, Sonntag 23 Uhr, erste Vorstellung. Weitere Vorstellungen am 8./9., 15./9., 22./9., 29./9., 6./10. Othello, Tragödie in 5 Aufzügen von William Shakespeare. do II. Serie: Lessing- Theater, ni bilm am 22./9., 29./9., 6./10., 13./10., 20./10., 27./10., 3./11. ,, Gespenster". Familien drama in 3 Aufzügen von Henrik Ibsen. Die Mitglieder werden gebeten, die in ihren Mitgliedskarten befindlichen Vorstellungsdaten zu beachten. Die Inserate zur Ankündigung der Vereins- Vorstellungen etc. erscheinen jetzt nur noch jeden Donnerstag. 230/16] Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 16492* Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste.- Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. E Montag, den 2. September 1901 Dampfer- Partie mit A Musik 162/2 Metropol- Theater. Prater- Theater nach Schmöckwitz(„ Palme"-Peters) Schön Garten Die beiden Leonoren. Anfang 72 Uhr. Montag: Ueber unsre Straft. ( 1. Teil.) Leffing. Familie Wawroch. Anfang 7/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz. Leontinens Ehemanner. Vorher: Der Kammerfänger. Anfang 7 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Neues. Das Ewig Weibliche. An: fang 7 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Westen. Der Bettelstudent. Anfang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Der Waffenschmied. Montag: Der Bettelstudent. Seceffionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Gefchloffen. Luisen. Die Leibrente. 8 Uhr. Anfang Nachm. 3 Uhr: Die Anna- Lise. Montag: Die Beibrente. Carl Weiß. Berliner Rangen. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Die Fledermaus. Anfang 8 Uhr. Montag: Der Zigeunerbaron, Belle Alliance. Gastspiel des fan Original- Münchener Ueberbrett!. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Im Garten: Großes Gartentonzert. Wietropol. Specialitätenvorstellung. Schön war's doch. Anfang 8 Uhr. Montag: Diefelbe Borstelling. Dipollo. Specialitäten Borstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Baffage Theater. Damen Ringfämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang nachmittags 3- Uhr. Montag: Diefelbe Borstellung. Passage Panoptikum. B täten Borstellung. = Specialis Reichshallen. Steffiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Urania. Taubenstre 48/49.( m Theatersaal.) Abends 8 Uhr: ,, Aus dem Tagebuch der Erde." Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends voit 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonntagabend 8 Uhr: Die Kronprätendenten. Historisches Schauspiel in 5 Aften von Henrik Ibsen, übersetzt von Adolf Strootmann.( Tert der Gesamt: ausgabe.) Montagabend 8 Uhr: Die Kronprätendenten. Dienstagabend 8 Uhr: Die Kronprätendenten. Mittwoch abend 8 Uhr: Die Kronprätendenten. Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr mit ganz neuen Ausstattungen, Kostümen und Dekora tionen zum 735. Mal: Die Geisha. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage, Anfang 8 Uhr: Die Geisha. Carl Weiss- Theater Große Frankfurterstr. 132. Eröffnung der Winter- Saison. 8um 1. Male: Berliner Rangen. Gr. Gesangspoffe in 5 Aften von 6. Albert. Mufit von R. Leonardt. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Mittwoch, 4. September: Große Jubiläums: Festvorstellung zur Feier der 5jährigen Direktionsthätigkeit von Carl Weiß. Berliner Kangen. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich Konzert, Theater: und Specialitäten- Vorstellung. Die Veilchenfee. Burleste mit Gesang in 2 Bildern von W. Geride. Musik von Schmidt. Im Saale: Tanzkränzchen. Heute Pfennig Entree: pro Person. Ab 4 Uhr nachmittags: Grosses Konzert von 3 Kapellen. Gastspiel der Banda di Palermo. Dirigent: Maestro R. Giordano. ApolloTheater Sonntag, 1. September: Neues Programm. Almasio- Trio Osrani- Troupe Delga Ensemble Marcelle Grandet Robert Steidl 4 Provencales Kosmograph Frau Luna Hoods Luftballett Grigolatis ** Anfang 8 Uhr. Puhlmanns Vaudeville- Theater Schönhauser- Allee 148. Täglich: Große Theater und Specialitäten Vorstellung. Nur Kräfte ersten Ranges. Großer Großer Lacherfolg! Wir Lacherfolg! branden keine Männer mehr. Große Ausstattungspoffe in 2 Atten von Clefeld. Bochentags 5 Uhr. Anfang: Sonntags 4 Uhr. F. Lehmann, Direftor. war's doch! Grosse Berliner Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern mit freier Benutzung von 0, diese Berliner" von „ O, Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt vom Direktor Richard Schultz, Emil Thomas a. G. Josef Josephi a. G. H. Bender. G. Kaiser. Else de Veré a. D. Frid Frid. F. Georgette. Saharet. Gastspiel: Anfang 1/28 Uhr. Rauchen überall gestattet. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. Hermann Imbs. Täglich: Kastanien- Allee 7/9. Täglich: ( Ueberschuk zum Besten des Baufonds der Freireligiösen Gemeinde.) Abfahrt 8 Uhr morgens Stralauer Brücke 5. Auf fremder Erde. Rüdfahrt ab Schmöckwitz 8 Uhr abends: Ausstattungsstück mit Gesang u. Tanz in 4 Bildern von Hugo Schulz. Auftreten der Excentric- Chansonnette des Hedwig Döring, Grotesque Komiters Paul Coradini, der Frères Douseck, Gigerl- Afrobaten. Karleys, Mufitalische Komödianten. Mr. Bartlings lebende Photographien. The Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Platz 50 Pf. Kalbo. Reichshallen. Heute, sowie täglich: Humorist. Soiree der Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater u. Specialitäten: Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine, toulant zu vergeben. [ 19382* Alhambra Wallnertheater- Strasse 15 Jeden Sonntag und Dienstag: Großzer Extra- Ball bei doppelt beGroßes Konzert, Theater- 11. Specialitäten- Borstellung. festem großen Drchefter. Anfang Sanssouci Im Garten oder Saal: Täglich: Hoffmanns Nordd. Sänger und Konzert. Donnerstag, Sonntag u. Montag: Tanzkränzchen. Johannisthal. Raus Park- Restaurant. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Kaffeeküche.Kegelbahn.Ausspannung. Saal für Bereine u. Berfammlungen. BurgStr. 22. Direttion: Winkler u. Fröbel. 5 Uhr. A. Zameitat. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagfäulen. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Versammlungen. 19372* C. F. Walter. Konkordia- Garten zum Wasserwerk Lichtenberg, Gauſee Nr. Landsberger Chauffee 3 verdeckte Kegelbahnen. Jeden 1. Bartettfaal bei Orchestermusit Anfang 4 Uhr.* Sonntag: Großer Ball i Riefen Admiral- Straße Nr. 18 c. Mondscheinfahrt! 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SpecialitätenPersonal, das Neueste vom Neuesten. Wiederauftreten des Direktors Wilhelm Fröbel nach seiner Wiedergenesung in der hochbrast. Original- Gesangspoffe Rosenmontag als Dienstmann Wilh. Meier. Anf. 8 Uhr. Kaffenöffn. 7 Uhr. Jeben Gr. Fest- Ball Sonntag: Anfang 4 Uhr. Gr. Ballmusik. Höflich Ball- Salon Friedrichsberg, Frankfurter Chauffee 120. Jeden Sonntag: Konzert. Kaffeeküche. 113 Ball. Theater. 3 Kegelbahnen. 22299* Ende 2 Uhr. Entree und Tanz frei. Jed. Mittwoch: Freikonzert, Familienkränzchen. Säle zu Festlichkeiten jeder Art find Sonnabends und Sonntags im Sep: tentber, Oktober, November zu ver: geben. Der große Saal ist einige Sonnabende im November noch für Vereine frei. Vereinszimmer jeder Größe.. Die Restaurationsräume stehen, den geehrten Familien zur Verfügung. Möhring. H. Mentes Volksgarten zwischen Hohenzollern und Seeterraffe Lichtenberg, Röderstr. 35/36. Jeden Sonntag: Alcazar- Theater Gr. Frei- Konzert. Im Riefensaal: Ball. Dresdenerstr. 52/53, City- Passage. Dir. Paul Stahn. Täglich: Konzert, Theater Anfang 4 Uhr. Kaffeeküche ab 2 Uhr. Wo amüsiert man sich grossartig? in Schnegelsbergs Festsälen Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Jnh.: Max Schindler. Heute: Grosser Ball und Thaler- Regen verbunden mit Cigarren, Bonbon- Regen und diversen Ueberraschungen. 21069* Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. Restaurant Jägerheim", Treptow. Köpenicker Landstrasse 19. 1. Lokal an der Verbindungsbahn. Saal 300, Garten 1000 Personen fassend, steht den geehrten Vereinen 2c. zur Verfügung. Auch find noch einige Sonnabende frei. F. Richter. Rich. Reinhardt's Variété- Theater 57 Hasenheide. Täglich: Hasenheide 57. Theater- und Specialitäten Vorstellung. Neu! Anfang: Wochentags T½ Ur Max Kliems Festsäle, Hasenheide 13-15. äglich wechselnde Theaterstücke. 72 Uhr. Sonntags 5 Uhr.( 21542* Zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art angelegentlichst empfohlen. Sonnabend und Sonntag nach der Der neue große Saal, circa 1200 Berſonen faſſend, ſteht während der Winter Vorstellung: Familien- Kränzchen. monate auch Sonntags den geehrten Vereinen zur Verfügung. 22080* Wieder- Eröffnung des Cirkus Renz- Tunnel Karlstrasse. Heute, Sonntag, den 1. September cr.: elbredseda Reu! Das großartige September- Programm. 1. A.: Bertha Rother. Darstellung lebender Bilder. Montag: Kinder Freudenfeft. Mittwoch, 4. September: Letztes Ernte- Dankfest auf allgemeinen Wunsch. Neues Klub- Haus Sanssouci- Schmargendorf, Kommandantenstraße 72. Sonntags, Mittwochs, Donnerstags: Grosser Ball. Haltestelle: Schüßenhaus- Rosened. Sonntags: Konzert und Ball. ff. Weiß- u. Bayrisch- Bier- KaffeeNB. Säle an Sonnabenden und füche, Kegelbahnen, Spielplätze 2c. 2c. Sonntagen noch frei. H. Ebert. 18162* H. Ebert. Brillant- Variété- Vorstellung. Leydeckers Festsäle. Grokes Fanfaren- Konzert. Grösstes Amusement Berlins. Billige Preise. Gute Küche. Sonntag, den 1. September: Volks- Ball. ds 1696 Anerkannt befte Ballmusik. M. Hütt. Anfang 4 Uhr. Empfehle mein Etablissement zu Versammlungen und Festlichkeiten bis 600 Personen. 1776 6. Wahlkreis. Sonntag, den 1. September 1901, mittags 12 Uhr: Vier Zum Andenken an Ferdinand Lassalle und unsre verstorbenen grossen Toten. Volks- Versammlungen. Schönhauser Vorstadt: Wernau, Schwedterstr. 23-24. Rosenthaler Vorstadt u. Gesundbrunnen: Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42. Wedding u. Oranienburger Vorstadt: Kolberger Salon, Solbergerstr. 23. Moabit: Arends Brauerei, Turmstr. 25-26. Referenten: Waldeck Manasse, Ströbel, Rosenow, Heine. Um zahlreichen Besuch bitten Die Vertrauensleute. 219/18 Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, den 9. September, abends 8½ Uhr, in der Brauerei Friedrichshain": " Nebungsstunde des Sonderchors. Jeder Verein hat zu dieser Stunde ein Quartett zu stellen. Morgen Montag, den 2. d. M., hat der Bundesmitgliedstarte legitimiert. 1. und 2. Baß zu üben. orgen Mo Der Vorstand. Von der Reise zurückgekehrt Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Dr. H. Weyl, Arzt für Wasserheilverfahren und Montag, den 2. September, abends 81/2 Uhr, O Massage, N., Lothringerstr. 67. im Lokal Arminhallen", Von der Reise zurüd 1. Vortrag des Herrn Dr. Rudolf Steiner über:„ Der Aber Tages: ng: antenstraße 20: 1 Achtung! Achtung! Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 4. September, abends 1/29 Uhr, in Ballschmieders Kastanienwäldchen, Bad- Straße Nr. 16: General- Versammlung. Tages Ordnung: Special- Beratung des neuen Organisations Statuts. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 248/5 Der Vorstand. Achtung! Rixdorf. adtung! Dienstag, 3. September, abends 81/2 Uhr, in Gröplers Salon, Bergstr. 147: as Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag über„ Die Stellung der Frau im wirtschaftlichen und polt: tischen Kampfe". Referent: Reichstags: Abgeordneter Fritz Zubeil. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Dedung der Unkosten 10 Pf. Entree. 203/7 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Vertrauensperson. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Stock- u. Celluloid- Arbeiter. Achtung! ntag, den 2. September, abends& 11hr, im 15: 8 mt ,, Gewerkschafts Branchen- Versammlung. Vages- Ordnung: ,, Die Kontraktabschlüsse bei der Firma Gebr. Goldmann und wie stellen Die Kommission. Dr. med. C. S. Engel. Batteriol. Laboratorium glaube vom Gehirn der Frau". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. wir uns dazu". Referent Kollege Hildebrandt. Friedrichstr. 125. Gäste willkommen. Wohnung: Skalitzerstr. 44. 55/3 Der Vorstand. 108/6 Ms Verlobte empfehlen sich Auguste Barkey Fritz Brandt Bertin Altona. 1. September 1901. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß mein uns vergeßlicher Mann und unser guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Tapezierer Theodor Droese am Freitag, den 30. d. M., vormittags 10% Uhr, nach langem Leiden ber storben findet montag, ben 2. September, in Glaren franz bei 2105 Die trauernde Witwe. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Am 29. d. m. verstarb unser Lang: jähriges Mitglied, der Klempner Carl Fieber. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonne tag, den 1. September, nachmittags 41/2 Uhr, von der Halle des Nixdorfer Friedhofs, Rudowerstraße, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 118/4 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Allen Berwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und guter Vater, der Maurer Karl Schulze am Sonnabendmittag 1 Uhr ant Gehirnschlag verstorben ist. Außerordentliche Centralverband der Maurer Deutschlands Adtung! Parkettbodenleger. Achtung! egen betet an General- Versammlung der Orts- Krankenkasse für das Bahlstelle I( Puker). ir, im Saale Mittwoch, den 4. September, abends 7 Uhr, im Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Barbier Gewerbe. Mitglieder- Versammlung Montag, den 9. d. M., abends 8 Uhr, in Wends Klubhaus, Rönigsgraben 14a. Tages- Ordnung: 1. ErgänzungsTages: Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: Die Arbeiter: belegung früher und jetzt. 2. Verbandsangelegenheiten. Schultz. wahl von einigen Delegierten zur Im Auftrage der örtlichen Verwaltung: Franz Schu134/ 20 Generalversammlung der Arbeitgeber und 2. Ergänzungswahl zum Vorstand. Die Zahl wird in der General- Ver fammlung bekannt gemacht.[ 274/1 Dienstag, den 3. September, abends 8 Uhr, im ,, Gewerkschafts: haus, Engel- Ufer 15( Saal X): Kommissionssitung mit Vertrauensleuten. Das neugewählte Bergnügungskomitee ist zu dieser Sizung eingeladen. Um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Die Kommission. Centralverband der Maurer 2c. Zahlstellen Berlin und Umgegend. Bauanschläger. große Mitglieder- Versammlungen Dies tiefbetrübt Ww. Emma Schulze und Tochter. Die Beerdigung findet Dienstag, den 3. September, nachm. 51 Uhr, vom Trauerhause Rixdorf, Erfstr. 6, aus statt. Central- Verband der Maurer Deutschlands. Zahlstelle Rixdorf. Den Mitgliedern zur Nachricht, baß unser Verbandskollege, der Maurer Schulze für den Bezirk Süd- Westen abends she, im Lokale des am Gehirnschlag verstorben ist. Karl a General- Verſammlung Große öffentl. Versammlung für Charlottenburg in the decorated on derselben Kasse. Tages Ordnung: 1. Ergänzungswahl bon Kaffenmitgliedern zur General berfammlung und 2. zum Vorstand abends 91/2 Uhr eben dort. Die Zahl der zu Wählenden wird in der Generalversammlung bekannt gemacht. Nur majorenne Mitglieder haben Zutritt. Kaffenbuch legitimiert. Der Vorstand. J. A.: V. Litschmann, Vorsitzender. Berliner Konsumverein Abteilung III( Moabit). Dienstag, 3. September, abends präcise 8 Uhr, bei Gohlke, Beuffelstraße 22: 34/13 in Louis Kellers Festfälen, Koppenftr. 29. Tagesordnung: 1. Unser Streit. 2. Verschiedenes. Der Einberufer. Steinarbeiter! man in 144/2 am Montag, den 2. Septbr., am Sonnabendmittag 1 Uhr plöglich 8 Uhr, Die Beerdigung findet am Dienstag, Sitzenstock, Gneisenaustr. 67. am Dienstag, den 3. September, den 3. September, nachmitt. 5 Uhr, abends 8 Uhr, im Lokale Herrn der Wohnung, Rixdorf, Ertstr. 6, aus statt. Bauer, Berlinerstr. 86. Um zahlreiche Beteiligung bittet Tages Ordnung in beiden Versammlungen: 1. Vortrag über: Der Vorstand. Der wirtschaftliche Niedergang und die Aufgaben der Gewerkschafts 144/1 Organisation". 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Todes- Anzeige. Um rege Beteiligung der Verbandsmitglieder ersucht Die Verbandsleitung. Dienstag, den 3. September, abends 8 Uhr, im Englischen Achtung! Metallarbeiter Achtung! utter und romutter Garten, Alexanderstraße 270: Allen Verwandten und Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau, Auguste Wienert geb. Serm am 30. Auguft verstorben ist. Die ben 1. Septentber, nachmittags 3 Uhr, bom Lazarus- Krankenhaus aus statt. Der trauernde Gatte Julius Wienert nebit Kindern.[ 235b stiza meg out hi hewa Dienstag, den 3. September 1901, vormittags 10 Uhr, Beerdigung findet heute, Sonntag, Oeffentl. Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen A. Hoffmann über: Wohin steuern wir? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. endo datedio potes- 192/ 2 Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Abteilngrimming. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Tagesordnung: Verwaltungsstelle Berlin. 1. Borirag des Fri. Jda Altmann: Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Ferusprecher: Amt VII, 353. Einiges aus dem Erziehungsgebiet." Am Montag, den 2. September 1901, abends 8 Uhr, im Lokale 2. Nachwahl zum Abteilungsvorstand. des Herrn Neumann, Brunnenstr. 188: 3. Berschiedenes. 2336 Berkaufsstellen der Abteilung III: Rostockerstr. 21, Beusselstr. 56, Waldstr. 12( vom 1. 10. ab Gmdenerfir. 45). Mitglieder Abteil. III ca. 1400. 118/5 Versammlung der Bandagisten. Tages Ordnung: Der Stand unfrer Lohnbewegung. mahmen erfolgen in ben Bertaut Achtung! Marmorarbeiter! Adtung! Aufnahmen stellen. Eintrittsgeld 20 Pf. Anteil: schein 10 M. Derselbe kann durch die Dividende aufgespart werden. Berliner Konsum- Verein Abtlg. II( Osten). Montag, den 2. September, abends 812 11hr, im Freischütz, Fruchtstr. 36a: Mitglieder- Versammlung. Dienstag, den 3. September, abends 8 1hr, in Herrn Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: Oeffentl. Arbeitslosen- Versammlung Zu dieser Versammlung sind die Stadtverordneten und der Magistrat zu Berlin, der Vorstand des Vereins der Berliner Metallindustriellen und die Vertreter der Brotwucher- Parteien besonders eingeladen. Deshalb Ihr Arbeitslosen, erscheint Mann für Mann, denkt an den Winter, soll da das Elend noch größer werden? An demselben Tage, abends 81%, Uhr: Fünf grosse öffentliche Versammlungen in folgenden Lokalen: Often: Andreas- Säle", Moabit: ,, Arminiushallen", Andreasstr. 21. Südosten: Buggenhagens Etablissement, Moritplak. Bremerstr. 70/71. Wedding: Kösliner Hof", Röslinerstr. 8. Gesundbrunnen: Zimmermanns Klubhaus, Badstr. 58. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Die Krife in der Metallindustrie und der Verlauf der 2. Diskussion. heutigen Arbeitslosen- Versammlung. Kollegen! Beherzigt die Wichtigkeit der Tagesordnung. im Lokal Englischer Garten", Alexander Straße Nr. 27c: 280/10] Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: = 1. Bericht der Ortsstatistiker. 2. Gewerkschaftliches. Der Kontrolle wegen ist jeder Kollege verpflichtet, sein Beitragsbuch uitzubringen. s ellerasladouse Um zahlreichen Besuch bittet 192/ Der Vertrauensmann. Tages Ordnung: Verband der Tapezierer. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Anträge zur Generalversammlung. Bezirks- Versammlungen. 4. Wahl zur Agitationsfommission. Norden: Dienstag, den 3. b. M., abends 1/29 Uhr, Gäste willkommen. 2215] Der Vorstand. bei Nümaun, Brunnenstr. 188. Vortrag von Frl. F. Jmle über Genossenschaften und Gewerkschaften. Engl. Garten. Often: Mittwoch, den 4. 5. M., abends 19 Uhr, Alexanderstraße 27 c. Säle tut September, Oktober, No: Süden: bember, sowie der Totensonntag und 1., 2. Weihnachts- Feiertag zu Festlich: feiten noch zu vergeben. 2203912.or Moritz Uhles Restaurant, Kreuzbergstr. 50, Ede Kaßbachstr. Jed. Sonntag: frischen Gänse braten, Eisbein, Sauerkohl. Specialität: vorzügl.Mittagstisch bei Wilke, Andreasstr. 26. siwos 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Donnerstag, den 5. d. M., abends 1/29 Uhr, bei Lorenz, Markgrafenftr. 83. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Uut rege Beteiligung ersucht 178/14 Die Verbandsleitung. Frauen- Vortrag. Morgen, Montag, abends 8 Uhr, im Gewerkschafthaus, Saal 7, Engel Gäfte 20 Pf. 1 Broschüre. fer Nr. 15. a Convert 50 Pf. Reichhaltige prakt. Naturheilk. Grundmann über: Unterleibsleiden. Abendkarte. Kleine Preise. Von 4Uhr Frei Konzert. Elegante Räume für Hochzeiten u. Vereine. Naturärztliche Sprechstunden 11-2, 6-8 Uhr. Kurheilanstalt Köpnicker Strasse 72. Empfehle Freunden und Bekannten M. Cohns Festsäle, mein [ 1716 Weiß- u. Bairischbier- Lofal. 2183L Beuth- Strasse 20.1 Vereinszimmer ist zu vergeben. Albert Neufeld, Einige Sonnabende und Sonntage für die bevorstehende Moritz Cohn. Rottbuserdamm 34. Saison noch zu vergeben. Luna- Säle G. Rabes Gesellschaftshaus, Fichtestrasse 29. Neue Königstrasse 7. 1956* Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Ortsverwaltung Berlin. Lackierer. Am 29. August verstarb nach jahrelangem Leiden meine liebe ( 1936 Frau .03 Louise Ranckesin geb. Müller im 36. Lebensjahre. Dies zeigt allen Freunden und Bekannten, um stille Teilnahme bittend, tiefbewegt an Berlin, 30. August 1901. Hermann Rancke, Blumenstr. 76. Die Verstorbene wird ihrem Wunsche gemäß nach Hamburg übergeführt und im Krematorium Hamburg- Ohlsdorf am Montag, den 2. September 1901, nach mittags 2 Uhr, verbrannt. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten bie traurige Nachricht, daß mein lieber, guter Mann, Vater und Schwieger: 2205 bater, der Gastwirt Dienstag, den 3. September, abends 8 Uhr, Wilhelm Hanf im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: am Sonnabend, den 31. b. M., an Lungentatarrh verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag. ben 2. Sept., nachm. 4 Uhr, vom 1. Bericht der Tariftommiffion. Diskussion und Beschlußfassung Trauerhause, Rüdersdorferstr. 67, aus über denselben. 2. Verschiedenes. 104/7 Der Vorstand. Fachverein der Musikinstrumentenarbeiter. Montag, den 2. September, abends 8½½2 Uhr: Mitglieder Versammlung bet Graumann, Naunhuftr. 27. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl der Dele: gierten zum Kongreß der durch Vertrauensmänner centralisierten Gewerk: fchaften. 4. Abrechnung vom Sommerfest. 5. Vereinsangelegenheiten. Sonnabend, den 14. September, im Konzerthaus Sanssouci", Kottbuserstr. 4a: 19. Stiftungsfeft statt. Die trauernde Familie Louise Hanf nebst Kindern. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß ( 22405 unser Genoffe, der Maurer Albert Schössow, Bezirk 106, gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. September, nachmittags 3 Uhr, vom Strankenhause am Urban nach dem Emmaus- Kirchhof in Briz statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstanb des socialdemokr. Wahlverein? im 4. Kreife, Süd- Ost. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Dahinscheiden meiner lieben Frau sage ich allen Freunden. 2286 des Fachvereins der Musikinstrumentenarbeiter und Bekannten meinen innigsten Berlins und Umgegend. Vorstellung von Hoffmanns Norddeutschen Sängern. Festrede, gehalten von Fritz Kater. Mitwirkung des Sängerkreises der Musikinstrumenten Arbeiter". Dirigent: Richard Lange. Dank. Berlin, den 31. August 1901. Grünauerstr. 16. Hermann Müller. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau Nach der Vorstellung: Grosser Ball und Mutter sprechen wir allen BerAnfang 8 Uhr. Billet 30 Pf. Programm frei. 142/4 wandten und Freunden unsren herzBillets find bet sämtlichen Vorstandsmitgliedern, sowie in den Verkehrs- lichen Dank aus. Carl Petrick nebst Tochter. Der Vorstand. halber mein großer 234b Empfehle meine neu renovierten Säle zu Vereins: und Privat Festlokalen zu haben. lichkeiten. Auch sind noch einige Sonnabende und Sonntage in diesem Empfehle meine Säle mit und Anfang des nächsten Jahres frei. Schnegelsberg's Festsäle Umstände zaal Zonnabend, b. Bühne fowie Vereins. 0., Rigaerstrasse 127, Restauration Otto Krüger. Jahnstraße 8. Hafenheide 21. Empfehle Freunden und Gönnern meine freundlichen Botalitäten. Der große Saal ist für Sonnabend, den 19. Oktober und Warme und falte Speisen zu jeder Tageszeit. Großes Vereinszimmer. Sonnabend, den 26. Oktober, frei geworden bezw. noch zu ver Telephon: 7 a, 7844 22232* geben. [ 2189L*] Max Schindler. zimmer bon 20 bis 500 Ber: fonen für Vereine, Privatfestlichkeiten. Etliche Tage noch frei. [ 112/7 G. Goldgräbe. 5. Oktober, frei geworden und unter coulanten Bedingungen zu ber geben. 2176 J. Gossmann, Kreuzbergstr. of asistams at an yorsa ajengo A Hons G [ amuth elwald- contemni md i alexxldsWa #a mainadni mo astot 19880 enedicta anu bu size basalbre A. 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Das Amtsgericht hat dies abgelehnt, weil es darf.(§ 1399 Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches.), Es sei Neber die Mitgliedschaft der Frauen in Konsumvereinen an der ehemännlichen Genehmigung der Beitrittserklärung fehle, und allerdings richtig, daß sich die Haftpflicht einer Frau bei mangelnder hat das Ober- Landesgericht in Dresden eine wichtige Ent: das Landgericht hat die vom Vereinsvorstand hiergegen eingelegte ehemäunlicher Genehmigung bei etwaigem Zwangsvollstreckungsfcheidung gefällt. Dem naheEs handelt sich dabei um die Gepflogenheit Beschwerde als unbegründet verworfen. Die hierauf beim Ober- Verfahren leicht als undurchführbar eriveisen fann. mehrerer sächsischer Amtsgerichte, trotz der entgegenstehenden Be- landesgericht eingelegte Beschwerde hat dieses für beachtlich gefunden liegenden Einwand gegenüber, daß dadurch der Kredit des Vereins Frauen in die fürgerlichen Geſetzbuches, die Eintragung on wis bas finungen des Bürgerlichen Gesetzbuches die Eintragung von und das Amtsgericht Zwickau angewiesen, die Einträge zu be- empfindlich beeinträchtigt werden könne, fei darauf hinzuweisen, daß Dagtsgericht Frauen in die Listen der Konsumgenossenschaften von der gu- wirken. Das Oberlandesgericht fagt in seinem Beschluß, daß die Genossenschaft die Bedingungen des Beitritts beliebig festsetzen stimmung des Ehemannes abhängig zu machen. Der Vor- es sich bei der Eintragung ein Rechtsgeschäft handle, und ihn bei Ehefrauen also auch von der Zustimmung des Mannes stand des Konsumvereins in Wiltan hatte beim Amtsgericht durch das sich der Beitretende zu gewissen Leistungen ver- abhängig machen kann. Das hat aber der in Frage stehende Verein Zwickau inter Neberreichung der entsprechenden Beitritts- pflichtet, so daß es zu dessen Gültigkeit, wenn die Erklärung von nicht gethan, in Arbeiter- Radfahrer- Verein..Berlin". Sonnabend, den 7. September, um Elektrotechnikum S.W., Alte Jakobstrasse No. 124, III. J. Höherer Lehranstalt u. praft. Fachschule beginnen jetzt neue in Feier des S. Stiftungsfestes Abendkurse Elektrotechnik und Maschinen,, Stecherts Festsälen", Andreasstraße 21 bestehend in Reigenfahren, lebenden Bildern, Vorträgen und Ball. Anfang präcise 129 Uhr. 12/19 Anfang präcise 129 Uhr. Hierzu laden wir alle Freunde und Gönner des Vereins freundlichst ein. J. A.: Das Komitee. bau- Ausbildung v. Elektro- u. 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