Nr. 44. Grscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Mr. 6652. Vorwärts S 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Bore mittags geöffnet. Fern fpred- Anschluß: amt 1, Nr. 4186 Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Das Fiasko der Junungsbewegung. Sonntag, den 21. Februar 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. Neuem beschlossen, bei den Wahlen den Konservativen und des faiserlichen statistischen Amtes ernannt werden sollen. dem Zentrum getreue Heerfolge zu leisten, und Die vom Bundesrath und Reichstag zu wählenden Mithat doch Ehren- Stöcker unter rauschendem Beifall glieder müssen nicht nothwendig Mitglieder dieser Körper vor den Innungsmeistern gesprochen. Aber die da schaft sein. Die Ernennungen erfolgen für fünf Jahre, die Wie ein letzter Nothschrei lesen sich die Verhandlungen auf den Tagen" reden und stimmen, find Generäle Wahlen für die Dauer jeder Legislaturperiode. Die Kom des deutschen Handwerker- und Innungstages", der Anfang ohne Soldaten, find einige Streber, die meist nichts weniger mission würde auf Anordnung des Bundesraths oder des dieser Woche hier stattgefunden hat. Man faßte Beschlüsse als Ursache haben, sich über ihr Geschäft zu beklagen. Reichskanzlers die Vornahme statistischer Erhebungen, ihre für den Befähigungsnachweis und obligatorische Innungen, Der wirklich bedrängte Kleinmeister erscheint auf solchen Durchführung und Verarbeitung, sowie ihre Ergebnisse zu man deklamirte sehr erregt gegen die Reichsregierung, aber Innungstagen nicht und setzt dasjenige in die That um, begutachten und sodann dem Reichskanzler Vorschläge für man spürte es schon in allen Knochen der Verfall des womit die Wortführer spielen: er antwortet bei den Wahlen die Vornahme oder die Durchführung solcher Erhebungen Handwerks und der engherzigen Handwerker- Bewegung naht auf die Drohung der Regierung mit einem sozialdemokra- zu unterbreiten haben. Die Kommission müßte befugt werden, mit Riesenschritten. Wie ein rother Faden zog sich durch tischen Stimmzettel. Er weiß, daß die größten Räsonneure Unternehmer und Arbeiter in gleicher Bahl zu ihren bie Debatten der Meister" die ausgesprochene Erkenntniß in der Jnnungsbewegung nicht zu haben sind, wenn es gilt, Sigungen mit berathender Stimme zuzuziehen, auch Aus die Zukunft gehört der Sozialdemokratie! mit klingender Münze ihren Standesgenossen zu helfen. funftspersonen in Fällen, in denen eine Ergänzung des Klarer ist dies noch auf feinem Handwerkertag zum Aus- Weshalb ist es denn niemals gelungen, lebensfähige statistischen Materials zur Aufklärung der Verhältnisse erbrucke gekommen. Unter beifälligem Hinweis auf die fürz- Handwerker- Genossenschaften zum gemeinsamen Bezug der forderlich erscheint, zu vernehmen. Die Zuziehung von liche Rede Bebel's fagte ein Hamburger Bünstler:„ Wenn erst die Rohprodukte, zur gemeinsamen Beschaffung von Maschinen Unternehmern und Arbeitern soll erfolgen müssen, wenn dies rothe Sozialdemokratie gesiegt haben wird, bleibt für die und Materialien oder zum gemeinsamen Verkauf der vom Bundesrath oder vom Reichskanzler angeordnet wird. anderen Farben fein Play." Der Kölner Wortführer meinte: fleingewerblichen Erzeugnisse zu Stande zu bringen? Nicht Der Reichskanzler sowie die Bundesregierungen sollen befugt Wenn das so weiter geht, wird es nicht möglich sein, dem als ob diese Genossenschaften irgendwie die kapitalistische sein, zu den Kommissions- und Ausschußsizungen Vertreter Handwerk seinen christlich- konservativen Charakter zu wahren. Entwicklung aufhalten fönuten. Aber sie hätten dieselbe zu entsenden, welche jederzeit gehört werden müssen. Die Es tritt eine Auflösung von unten an das Handwerk. heran. Doch leichter vermittelt und schmerzloser zum Großbetrieb Kommission soll nur für statistische Erhebungen geschaffen Für den Einzelnen bedarf es oft nur eines Schrittes, um geführt. Sie tamen fast nie zu Stande, weil die Zahlungs- werden, welche sich auf die im Titel VII der Gewerbeder Sozialdemokratie anheimzufallen"." Ein Meister aus fähigen unter den Innungsbrüdern, die platonisch von der ordnung behandelten gewerblichen Arbeiter beziehen. Ostpreußen( man denke, aus Ostpreußen!) berichtete, daß" Hebung des Handwerks" reden, praktisch viel zu schlau jezt die Lehrlinge meist sofort der Sozialdemokratie an find, um ihr Kapital für die schwachen Existenzen ihres dann wird das ganze Unternehmen für die Erkenntniß der Wenn sich der Gesezentwurf in diesen Bahnen bewegt, heimfallen". Ein Vertreter aus Frankfurt a. M. äußerte: Standes zu ristiren. Und das wissen die schlecht gestellten gesellschaftlichen Zustände noch unbrauchbarer werden, als Er sebe nur zwei Wege: Staatshilfe zur Aufrechterhaltung, Kleinmeister sehr genau. Sie gehen zur Sozialdemokratie wir von Anfang an vorausgesetzt haben. Bureaukratische oder Aufsaugung durch die Sozialdemokratie. Wir wollen und lachen die Zünstler sammt ihren Deklamationen gründ- Schablonenmacherei, Enge des Wirkungsgebietes, Mangel mit der Aufzählung dieser Aeußerungen nicht prahlen. lich aus. an ausreichenden Machtvollkommenheiten, Befangenheit zahlWir brauchen diese Zeugnisse nicht, denn wir wissen ohne- Die Wortführer der Innungsbewegung aber machen in reicher Mitglieder, Vorherrschen der Regierungs- und Unterdies, wie zahlreich die Kleingewerbetreibenden in unserer Servilismus und Kaftengeist so lange, bis sie ihr Schäfchen nehmerinteressen: furz eine klassenstaatliche Einrichtung, Partei vertreten sind. Jene Stimmen sind lediglich ein Beweis im Trocknen haben, als Großunternehmer ebenfalls ihr welche die Sozialpolitik nicht fördern, sondern hemmen wird. für die grenzenlose Charakterlosigkeit der ganzen Junungs- Bläßchen unter dem goldenen Dache des Kapitalismus Anstatt eine ständige Institution nach Art der nordamerikabewegung. Die Führer derselben wissen recht gut, daß die fanden und sich um das ehrsame Handwerk" den Teufel nischen Bureaus für Arbeitsstatistik zu schaffen, wird man Sozialdemokratie allein die richtige Partei der vom Kapi- mehr zu scheeren brauchen. So ruinirt sich die Innungs- die sozialstatistische Schönfärberei amtlich organisiren. talismus auch im Kleingewerbe Unterdrückten und Ge- bewegung hübsch selber durch ihre Charakterlosigkeit und nechteten ist, daß sie allein die Zukunft hat und daß die Halbheit, und im kommenden Jahrhundert wird sie, wie so Klemmeister schaarenweise zu ihr abfallen. Deshalb spielen vieles Andere, als eine wenig ruhmvolle Episode kleinfie mit der sozialistischen Gefahr" suchen die bürgerlicher Bornirtheit nur noch der Geschichte angehören. Schwankenden Elemente durch sozialdemokratische Anspielungen zu halten. Aber sie haben nicht den Wuth ihrer leberzeugung, sie klammern sich noch an ihre spießbürgerliche Respektsstellung und suchen bei der Regierung mit der Drohung des Uebergangs zur Sozialdemokratie bürgerliche Politische Leberlicht. dem Drängen von oben herab, daß immer höhere AnGeschäfte zu machen. und Die deutschen Soldatenmißhandlungen im Spiegel der ausländischen Preffe. Der" Standard", das HauptOrgan der englischen Konservativen und bis zu einem gewissen Grad Regierungsorgan, beschäftigt sich in seiner vorgestrigen Nummer nochmals, und diesmal eingehend mit den jüngsten Reichstagsdebatten über die Soldatenmißhandlungen im deutschen Heer. Er findet eine Hauptursache in forderungen an die Truppe gestellt werden, denen in der Freilich scheint die Regierung neuestens ihre Pappenheimer furz zugemessenen Zeit viele Refruten nicht genügen können zu kennen. Unterstaatssekretär von Rottenburg hat den Reichskommission für Arbeitsstatistik. Offiziös der Unteroffizier, der seine Leute am raschesten drille, 21 Meistern, die mit ihm voriges Jahr die Handwerker wird hierüber mitgetheilt, daß die Kommission dem faiser- werde gelobt und vorgezogen- so entstehe ein Wetteifer, Konferenz abhielten, nach den Mittheilungen, die auf dem lichen statistischen Amt an die Seite treten und nach Art dem die Mannschaft zum Opfer fallen müsse. Handwerkertag gemacht wurden, gesagt:" Mögen die Hand- der preußischen Zentralkommission organisirt werden soll. Die Disziplin erheische nicht derartige Drillanstrengungen, werfer immerhin Sozialdemokraten werden. Das Deutsche Die Kommission soll in einem vom Reichskanzler zu er- wie sie in der deutschen Armee Regel geworden, und vor Reich ist stark genug, die sozialistischen Umtriebe zu besiegen." nennenden Vorsitzenden und 12 Mitgliedern bestehen, von Allem vertrage sie sich nicht mit brutaler Behandlung Und dieser Wink mit dem Baunspfahle mag eine Beit lang welchen legteren fünf vom Bundesrath und sechs vom der Soldaten. Der Zweck der Disziplin- sagt das Organ feine Wirkung thun. Hat doch der Handwerkertag von Reichstage, sowie eines vom Reichskanzler aus den Beamten der englischen Regierung- ist: die Armee zusammenzuhalten Feuilleton. Rachbruc verboten.) Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. ( 44 Berlin, den 20. Februar. " gesammter Inhalt Mangel und Elend ist? Ich sage Ihnen, sammen, werfen Sie die Schranken des Egoismus nieder, meine Herren, es giebt in der Hauptsache nur zwei große helfen Sie sich und Sie helfen der gesammten Menschheit!" Parteien im modernen Staate: die Partei der Unterdrücker und die unermeßliche Schaar der Unterdrückten. Und die hinreißendem Schwunge gesprochenen Worten losbrach Unbeschreiblich war der Jubel, der nach diesen, mit Liberalen gehören zum größten Theile zu den Schlimmsten und als nun Raffmaus, mit der Glocke in der Hand, von der ersteren Partei, fie mögen von Preßfreiheit reden oder Neuem die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken( versuchte, tönte nicht. Ja selbst ein in feudalen Grundsätzen auf ihm überall der Ruf: erzogener Reichsbaron ist häufig kein so schlimmer„ Schluß, Schluß!" entgegen. Gegner, als so ein fortschrittlicher Fabrikant, als so ein liberaler Advokat. Darum lassen Sie diese" Ich werde schließen, meine Herren," erwiderte Raffglauben Sie mir mit schwerem Herzen Aber so etwas Hohes und Gewaltiges ist die Freiheit, Herren bei Seite liegen, die nie ein Herz für die Sache des maus, und baß sie, selbst in den entstellenden Rauch des Liberalismus ein- Boltes gehabt, tommen Sie in Zukunft nur in Arbeiter muß ich diesmal diese Pflicht erfüllen. Mein Herz, welches jeder gehüllt, noch immer als etwas Hohes und Begehrenswerthes versammlungen, wo Sie Ihre nächsten und heiligsten Beit bereit war, dem bedrängten Bruder die Bruderhand zu erscheint, daß sie selbst den Armen und Glenden seinen Interessen berathen und beschließen, und lassen Sie sich reichen, schlägt gleichmäßig für alle Menschen; ich habe Hunger und seine Noth vergessen macht. Und damit hat die nicht das und jenes, wie es gerade den Herren beliebt, ge- ein Herz für die Armen und habe ein Herz für die Reichen...." Bourgeoisie zu handeln und zu markten gewußt; gestützt legentlich vorseßen. Schließen Sie Ihre Reihen, organisiren auf die Massen, hat sie den Regierungen alten Regimes Sie sich, damit Sie eine Macht bilden, die größte Macht, Hier hielt Raffmaus nothgedrungener Weise einen ein Gut nach dem anderen zu entringen verstanden, hat sie denn Ihre Zahl ist Legion. Treten Sie ein in Arbeiter: Augenblick inne, denn in seiner Aufregung hatte er den nöthigenfalls in Revolutionen ihren Willen durchgesetzt. vereine, sprechen Sie lauter und immer lauter die Faden der Rede verloren, und in der feierlichen Pause, die Und wer hat auf den Barrikaden gekämpft und geblutet? Forderung Ihrer Rechte aus. Sie müssen zum Lichte der infolge dessen eintrat, hörte man auf einmal eine feine und Wissen Sie das, meine Herren? Das Bolt war es, die Ar- Erkenntniß heran, denn nur, wenn die Massen einen dennoch durchdringende Stimme die Worte rufen: beiter sind es gewesen. Und was hat die Bourgeoisie, was Schritt vorwärts gethan, ist die Kultur um einen" Fauler Schwindel!" haben die Liberalen dem Volke dafür gegeben? Nichts, gar Schritt weiter gegangen; nur wenn die Massen zu ihrem Musselich spitzte die Ohren, die Stimme tam ihm benichts von dem, was er begehrte, wohl aber gelegentlich Rechtes gekommen, fann wieder von reiner Menschlichkeit kannt vor, und seine grauen Augen suchten die Persönlichkeit Blei in den Magen und Kugeln in den Kopf. auf Erden die Rede sein. Sie müssen heraus aus diesem auf der Gallerie zu entdecken. Er hatte indessen uicht lange Fragt die Herren, ob sie Euch Euer erstes Recht, das Zustande des Elends, der Erniedrigung, der Bersumpfung Muße hierzu, denn die lauterste Heiterkeit, welche bei diesem allgemeine Wahlrecht, geben wollen; sie werden Euch sagen in die Regionen des Lichts. Nur Sie allein noch, mit Rufe im ganzen Saale ausbrach, brachte Raffmaus nein, sie haben es schon zu wiederholten Malen verweigert. Ihrem unverdorbenen Sinne fü: natürliches Recht, mit dermaßen außer Fassung, da er nur noch die Worte: Die Was hat der Arbeiter unter der Führung der Liberalen in Ihrem starken Bewußtsein der Brüderlichkeit, der Zu Sigung ist geschlossen" hinausrufen und, die Brust" voll So vielen Kämpfen errungen? frage ich nochmals! Hat das jammengehörigkeit der Menschen, können das vom Geld- Grimm, zu seinen wenigen Getreuen zurückkehren konnte. System der Ausbeutung der Arbeitskraft des Menschen sack forrumpirte, durch den Egoismus gänzlich zerfahrene Erregter und belebter, wie je, zerstreute sich die Ver durch den Menschen aufgehört? Lebt Ihr jetzt weniger und halb blödsinnig gewordene Feitalter retten und eine sammlung, und in den zahlreichen Restaurationen wurden zwischen Tod und Leben eingeklemmt im Dasein, dessen neue Aera der Menschheit hervorrufen. Treten Sie zubie Debatten noch bis spät in die Nacht fortgesetzt. und Einheitlichkeit der Aktion zu sichern. Solche Mißhandlungen| Seltsamkeiten aller Art gewöhnt, sie vorläung noch nicht| Polizeimaßregeln, um zu verhindern, daß der Schall der aber erzeugen unter den Soldaten einen Geist, der dieser glauben. Wenn nur der Theil des Telegramms wahr ist, Worte über die Stadtgrenzen sich verbreite, zur Belt noch Einheitlichkeit in jeder Beziehung feindlich ist. Wenn der der besagt, daß die Untersuchung nun wirklich ein nicht erfunden sind. So gelang es denn dieser Te troz Krieg kommt, dann zeigt sich sofort die Werthlosigkeit eines leitet ist! Systems, das auf Schreckmitteln beruht, welche im Krieg eines abscheulichen Schneewetters dem Genossen Bolders ihren Schrecken verlieren und nicht durchgeführt werden Bevölkerung ganz ruhig von dem benachbarten Boden der ein Straßenmeeting zu halten. Er redete zu der Brüsseler tönnen." Vorstadt Saint- Josse- ten- Noode aus. Es ereignete sich kein wifchenfall, und das Ganze lief in eine fürchterliche Wie ich Dir, fo Du mir nicht! denkt die Kreuz Zeitung", und schreibt einen langen Leitartikel über die Man sieht, das konservative Blatt ist anderer Ansicht Intoleranz der fortschrittlichen Berliner Stadtverwaltung, als Herr von Caprivi,- es meint, durch die Disziplin, die keine antisemitisch- muckerischen Lehrer anstellen will. Blamage für die Brüsseler Polizei aus, die ohnmächtig das wie sie jetzt in der Armee besteht und in diesen gräulichen Daß die Leute der Kreuz- Zeitung" jeden fortschrittlichen, Meeting und den Redner gewähren laffen mußte. Und Soldatenmißhandlungen sich äußert, würde ein Jena nicht demokratischen und sozialdemokratischen Lehrer stramm blamiren werden sich die Herrschenden auch mit dem dermieden, sondern vorbereitet. maßregeln, ist natürlich keine Intoleranz", sondern ganz neuesten Akt der Klassenfustiz. Für das Sachver Ein Spionengesetz. Dem Bundesrath ist der Entfalschmünzerei in der Ordnung und in der neuesten Sprache der Wort- ständigen Gericht, welches gesetzlich über die Streitigkeiten wurf eines Spionengesetzes unterbreitet. Gegen den Verrath des Prinzips der Gewissensfreiheit.. -sogar die schönste und richtigste Bethätigung zwischen Arbeitern und Unternehmern zu entscheiden hat, militärischer Geheimnisse an fremde Mächte wird ein Sonderwaren von der Brüsseler Arbeiterpartei es war dies das gesetz bei uns so wenig nüßen wie anderswo. Das Straf gesetzbuch bietet genügende Handhaben, um diese Delikte mit in Troja's Hallen, der„ Norddeutsche Lloyd," das größte on Staatswegen wurde aber die Wahl als ungiltig ange Hanseatischer Kapitalistenjammer. Trauer herrscht erste Mal- mehrere Kandidaten durchgebracht worden. der verdienten Schärfe zu ahnden. Aber das System der deutsche Rhederei- Geschäft, vertheilt keine Dividende. Der fochten, weil die sozialdemokratischen Kandidaten ihren Wählern Militarismus überhaupt. Uebrigens haben wir Grund zu sperrungsmaßregeln der verschiedenen Staaten( Me Kinley- Ordnung anzuerkennen, die den Arbeitern nicht zuvor bemilitärischen Spionage ist eine Begleiterscheinung des schlechte Geschäftsgang, der Zollkrieg, welcher au Ab- gegenüber ein gebundenes Mandat übernommen hätten. Sie hatten nämlich versprochen, überhaupt keine Werkstättender Annahme, daß das geplante Spionengesetz weit weniger Gesez) führt, die trotz des Reichszuschusses unprofitablen fannt gemacht und von ihnen genehmigt wäre; ferner den gegen die Militärspione des Auslandes als gegen die überseeischen Dampferlinien, das sind die Ursachen des Treueid für den König nur unter dem Vorbehalt zu Presse des Inlands sich richten, und Veröffentlichungen Mißerfolges. schwören, daß der Eid nicht persönlich dem Könige, sondern wie die des sächsischen Militärerlasses durch den Vorwärts" für die Zukunft unmöglich machen soll. Wenn sich dies Zur Auswanderungsfrage. Was bis jetzt über den dem ersten Beamten des Landes gelte; endlich so viel wie bestätigt, so ist das Spionengeset weit schlimmer als über Auswanderungs- Gefeßentwurf verlautet, bestätigt unsere erste thunlich den sozialistischen Ideen in der Gerichtspraxis Anflüssig, dann ist es ein schwerer Schlag gegen die Preß- Annahme, daß es sich vor Allem um eine polizeilich- burean- erkennung zu verschaffen. Der Appellhof erkannte diese Be-. freiheit und ein Versuch, die öffentliche Kritik dem Mili- kratische Maßregel handelt. Man will auf Umwegen die dingungen für gefeßividrig, da sie die Urtheilsfreiheit der tarismus gegenüber zu fnebeln. Auswanderungsfreiheit mindern, indem man durch Scherereien betreffenden Sachverständigen einschränken könnten und da Die Veröffentlichung des sächsischen Militärerlasses und Quengeleien, durch die Vorschrift zeitraubender Be- ferner der Treneid für den König unbedingt durch das Gesetz durch uns war, wie selbst von einem Theile der gegnerischen dingungen den Deutschlandmüden Schwierigkeiten bereitet. verlangt werde; daher kaffirte das Gericht die Wahl uno Breffe zugegeben wird, eine rettenbe That für die Als ob eine solche gewaltige Massenerscheinung, wie die erklärte zugleich die Kandidaten für wahlunfähig. Eine Hunderttausende unserer Söhne und Brüder in der Armee. überseeische Auswanderung, diese nothwendige Konsequenz neue Wahl hat also stattzufinden. Vorauszusehen ist die Daß der Reichstag sich zu einem, wenn auch schwächlichen der deutschen Mißstände, durch Kanzlistenkniffe und Polizei- Aufstellung der nämlichen Kandidaten durch die sozialistischen Beschluß im Interesse der Soldaten aufraffte, war un- aktuars- Weisheit aus der Welt geschafft würde. Arbeiter; da dieselben aber im Voraus als wahlunfähig et bestritten die Folge dieser Veröffentlichung durch den Vorklärt wurden, falls sie wieder mit dem imperativen Mandat kommen, so werden einfach die auf sie fallenden Stimmen für die aufgeklärte Arbeiterschaft illusorisch gemacht. Jedoch nicht mitgezählt werden. So wird das Bischen Wahlrecht der Druck von Außen, der Anprall der organisirten Wasse.t wird in absehbarer Zeit hier wie bei der Wahlreform zum Parlament gründlichst Wandel schaffen. wärts". Reichstags- Nachwahl. Der Reichstags- Abgeordnete freises, hat nach der Kölnischen Volkszeitung" sein Domherr Dr. Franz, Vertreter des 3. Oppelner Wahl Mandat niedergelegt. Der Wahlkreis ist eine Domäne des Desterreichischjes. Arbeits Solche Veröffentlichungen sind aber dem Militarismus begreiflicherweise höchst fatal und er möchte sie um jeden Preis verhindern. Er haßt und fürchtet seiner Natur nach Bentrums. die Deffentlichkeit und er will seine Geheimnisse"- zu denen in erster Linie die Soldatenmißhandlungen gehören Die Wiener -mit aller Gewalt dem Tageslichte entziehen. Losen haben gegen die Vertagung des Gesetzentwurfs Der Reichstag hat auf der Hut zu sein. Wird die Ver- über die Verkehrsanlagen Die französische Ministerkrisis. In Frankreich find öffentlichung militärischer Geheimniffe" mit Strafe belegt, versammlung abgehalten. Das Abgeordnetenhaus, souft von Niemandem ernst genommen werden. Und die neueſte eine impofante Protest Ministerkr isen so häufig, daß sie, mit seltenen Ausnahmen, so darf die Presse teinen Fall von Soldatenschinderei mehr bienenfleißig, wenn erzählen, und unsere Brüder in der Kaserne sind schußlos. barone, Banttönige und Großhändler Profite herausschlagen die wenigst ernste von allen Ministerkrisen, die Frankreich es für Junker und Schlot ist, obgleich es sich um eine sehr ernste Frage handelt, wohl Und der Reichstag, der sich soeben erst für die Deffentlich- kann, ist für den Massen- Nothstand in Wien blind. Erst jemals gehabt hat. Das Kammervotum, welches die Krise keit des Militärgerichtsverfahrens ausgesprochen, hätte eine nach Ostern will es den Gesezentwurf über die Wiener herbeiführte, war das Werk einer Augenblicks- Majorität, flatschende Dhrfeige. Nachschrift. Wir hatten Recht. Die offiziöse Ge- Pfaffen, die im Parlament sitzen, brauchen nicht zu hungern. Radikalen. Und gleich nach abgegebenem Votum fiel diese Verkehrsanlagen berathen. Die Ritter, Doktoren und bestehend aus den Konservativen( Monarchisten) und legenheitsmacherin, welche für Finanzgenies und für Rep- Was scheert sie das Elend der Massen? tilien gleich facil ist, die Berliner Börsen- Zeitung" erklärt Zufalls Majorität wieder auseinander. Da aber die denn auch in ihrer heutigen Abend- Ausgabe: Unter des Krummftabs Schuhe. Eine am 27. Januar und natürlich auch keine Lust haben, zur Bildung eines Radikalen nicht stark genug sind, ein Ministerium zu bilden, Die durch Berrath in der sozialdemokratischen Presse zum beim Bischof von Lüttich abgehaltene engere interfonservativen Ministeriums mitzuwirken, und da unter Abdruckt gelangten militärischen Erlässe vertraulicher Art haben nationale Konferenz, auf welcher Belgien, Holland, den obwaltenden Verhältnissen die Politik des gestürzten zwar, entgegen der Abficht der Verräther, den besten Eindruck Deutschland, Frankreich, Italien und Amerita vertreten Ministeriums das Aeußerste ist, was sich jetzt in Frankreich gemacht, weil aus ihnen hervorging, wie ernst es den Kom- waren, hat die Gründung eines internationalen katholischen mit der gegenwärtigen Kammer durchseyen läßt, so kann mandeuren um Beseitigung der Wißstände zu thun ist sozialen Wochenblattes und die Einberufung eines inter mit Bestimmtheit vorausgesagt werden, daß das neie indeffen darf nicht geleugnet werden, unerfreulichsten Unzuträglichkeiten führen tann, nationalen Kongresses in Lüttich für das Jahr 1893 be- Ministerium wesentlich das alte sein wird. Denn zu einer militärische Geheimnisse nicht mehr mit dem ganzen Einsatz schlossen. Kapitalisten und Polizisten, Börsianer und Kar Auflösung der Kammer wird der Präsident sich sicherlich von Vaterlandstreue gewahrt werden. Es ist darum lebhaft telle dürfen sich international verbünden, der Klerikalismus nicht entschließen. zu begrüßen, daß sich der Bundesrath in seiner legten Plenar- aller Länder arbeitet gemeinschaftlich. Nur die Arbeiter fizung mit dem Antrag der drei Ausschüsse für Landesver sollen ihrer Internationalität sich nicht bewußt werden. und Comp. durch die verdächtige Bärtlichkeit des Papstes, Etwas erschwert wird die Lage der Herren Freycinet theidigung, Marine und Justiz über Bestimmungen gegen den Es wird den frommen Herren nicht gelingen, mit der der in einer soeben erlassenen Encyclica alle trenen Ratho Verrath militärischer Geheimnisse beschäftigt hat." Arbeiterschaft zu gewinnen. Verlorene Liebesmüh'! breiten ungeschmälzten Bettelsuppe ihrer Spittelmoral die liken Frankreichs zur Unterstützung der republikanischen Regierung auffordert. Eine beißendere Kritik der französischen denken. Judeß die Herren Freycinet und Comp. werden aller Voraussicht nach doch in das Ministerium zurückziehen? wenn kehren. Das publizistische Dortchen Lakenreißer feift so laut, daß sie Rückhalt zu haben scheint. Die Moral von der Geschichte ist: Jeder hat die Pflicht, tugendhaft zu handeln; Belgisches. Der Humor und die Lacher sind stets Bourgeoisrepublik, als diese Encyclica, läßt sich nicht wer tugendhaft handelt, kommt ins Zuchthaus". Warum auf unserer Seite. Da den Sozialdemokraten aber auch den Schleier vor den Mysterien der Kaserne fort- Brüssell's, wie schon mitgetheilt, die Straßenkundgebungen in der Stadt untersagt sind, gehen sie in die Vorstädte der belgischen Residenz. Die Brüsseler Vorstädte, Endlich! Wie ein Telegramm aus Effen mittheilt, obschon sie ihre eigene Verwaltung und Polizeibefizen, sind von die neneste Brandschrift des französischen Antisemiten Das Geheimniß von Fourmies. So betitelt sich ist die Voruntersuchung gegen Baare auf deffen wieder der eigentlichen Stadt nur durch die mit Bäumen bepflanzten Drumont. Die Schrift hat insofern ein gewiffes Jutereffe holte Aufforderung" gestern vom ersten Staatsanwalt in Boulevards getrennt. Ob diesseits oder jenseits der Boule- für uns, als sie über das Gemezzel des 1. Mai einige neue Effen angeordnet worden. Daß eine Person, die schwerer vards geredet wird, ist für die Zuhörerschaft im Grunde Thatsachen veröffentlicht. Wir erfahren, daß die Soldaten Berbrechen angeklagt und bringend verdächtig ist, um Gin- sehr gleichgiltig. So lange der Redner, sei es auch nur einen Offiziere mit eingeschloffen sehr wenig Luft hatten, leitung der Boruntersuchung förmlich betteln muß, das ist Boll von der Brüsseler Stadtgrenze steht, hat die Brüsseler auf die unbewaffnete und durchaus friedliche Menge 311 jedenfalls noch nicht vorgekommen, und die Mittheilung des Polizei kein Recht, einzuschreiten. Ja der Reduer fann schießen, und daß der Unterpräfekt von Avesnes es war, Telegramms erscheint uns so seltsam, daß wir, obgleich an fogar in die eigentliche Stadt hineinreden, da vorläufig ber die Schlächterei veranstaltete. Herr Drumont würde Neunzehutes Kapitel. treffen gewohnt warPhilosophie und Leben. dieselbe Einsamkeit; der Schuh- oder Speisezimmer" rief den räsounirenden Philosophen machermeister, der Israelit, der Mime und der Offizier aus seinen Betrachtungen und in die Wirklichkeit zurück: Es mochte Manchem scheinen, als habe die Sonne schwelgten einmal in anderen Regionen, als das geahnt oder gefühlt, daß fie der von ihr gar so abhängigen bemeinsamen Besucher ein ganz besonderes Ver- Räumen vorstellen, wie das gütige Geschenk der Natur Also bin ich doch nicht allein?" meinte er. In Schicksal ihnen zeither beschieden hatte. Menschheit auf Erden für manchen verdorbenen SonnEs machte dessen, ich will mir das Raffeezutragen in diesen beschränkten tag im Sommer eine Entschädigung schuldig sei, und gnügen, sich auf jeden einzelnen Stuhl zu setzen, mächte. Ich habe Durst; es regnet, das Wasser läuft in als habe sie sich deshalb am legten Sonntag des Septembers fich auf jede einzelne Matraße zu legen, ja er 30g eine Höhlung; ich schöpfe mit der Hand und ich trinke." bei Beiten aufgemacht, um in der Frische des Herbstmorgens einen zurückgelassenen Rock zur Probe an, bejah sich in dem mit einem wahren Festtagsglanze die halb noch schlummernde vom Mimen zurückgelassenen Spiegel, studirte auf einem mit dem empfänglichen Geiste und dem neuen Muthe des Damit schritt er dem vorderen Zimmer zu, in dem sonst Erde wachzurufen. großen Blatt voll Bahlen, die der Ifraelit zusammengestellt, Morgens die Bewohner der Wechselstube ihr Morgengespräch Sie fandte die goldnen Strahlen Strahlen gleichmäßig Schriftsteller auf's Papier geworfen, und meinte endlich: vertiefte sich in einige fragmentarische Skizzen, welche der bei einer Tasse Kaffee zu eröffnen pflegten. Acht Tassen durch die hohen Bogenfenster des Palastes, wie in und zwei Kaffeekannen, zwei Milchtöpfe und zwei Schälchen die einfache Dachwohnung des Arbeiters, suchte selbst bis in wie es sein würde, wenn auf einmal alle Menschen bis auf brötchen prangten auf dem Tische; ein zauberischer Anblick " Jezt habe ich einmal einen annähernden Begriff davon, mit sorgfältig zertheilten Zuckerstückchen, sowie acht Weizen die feuchten Regionen der Kellerwohnungen zu bringen und Einen ausstürben. Der Uebrigbleibende könnte sofort unser für einen, der die vereinigten Bestrebungen von acht Gläns verfehlte natürlich auch nicht, durchs bestaubte Fenster ihre Straf- und Zivilgesetzbuch in's Feuer werfen, damit es bigern zur Erhaltung von acht Schuldnern erblicken konnte Strahlen nach dem Lager zu senden, auf welchem der„ Normal nicht ein etwaiger Nachkomme auffände und auf neue Zu mit dem Bewußtsein, fie alle genießen zu dürfen. mensch" in der höchsten philosophischen Ruhe ausgestreckt stände anwendete und damit soviel Unheil anrichtete, wie der lag und noch keine Neigung zum Erwachen zeigte. Allein die. Strahlen zupften so lange an seinen Wimpern, bis Juftinian leider zum ewigen Nachtheil einer unbefangeneren dargebotenen Gaben in seiner Weise zu genießen. Zunächst lettere jenen nicht mehr Stand zu halten vermochten. Gesetzgebung gethan.- Was die Bibel betrifft, so würde schenkte er sämmtliche acht Tassen voll, warf Zucker hinein Der Philosoph erwachte und grüßte mit vernehmlicher Erzvaters Abraham gegen die Magd und ehemalige Ge- und holte so viel Stühle herbei, daß vor jeder Tasse auch ich fie umarbeiten, damit das großmüthige Benehmen des und goß Milch hinzu; dann ging er in die hinteren Zimmer Stimme den jungen Schriftsteller, welcher seinen Stamm- liebte Hagar, die brüderliche Liebe des Erzvaters Jakob ein Stuhl stand. play im Bette neben ihm einzunehmen pflegte, und da sein gegen seinen Bruder Esau, das hochherzige Berfahren des Gruß ganz wider Erwarten unbeantwortet blieb, so erhob Kornwucherers Joseph gegen seine Brüder, ferner der König an diesem schönen Morgen zunächst derjenigen Unglücklichen Und nun, meine Herren", begann er, lassen Sie uns er sich auf den Ellenbogen, um den Grund dieses Schweigens David mit der Bathseba und dem Uriahbriefe, und das gedenken, welche beim besten Willen nicht einmal ein so zu erkennen. Nun sah er erst, daß das Bett nicht blos Leben so vieler anderer göttlicher Menschen, die man bescheidenes Frühstück erschwingen können, wie uns hier ohne seinen gewöhnlichen Infassen, sondern daß es auch durchaus zu Ahnen unseres Erlösers hat stempeln wollen, durch die Güte des Gläubigers freiwillig und großmüthig gänzlich unberührt war, und ein Strahl der Erinnerung mit den dazu gehörigen Worten und Urtheilen den Lesern dargeboten wird. Legen wir den Betrag dessen nieder, was an die Ereignisse des vorhergehenden Abends 30g in feine späterer Beiten übermittelt würden. Diejenigen Stellen der ein Jeder von uns, wenn er in Freiheit wäre und nicht Seele ein." Leergebrannt ist die Stätte," würde der Christenlehre, welche das eigentliche Wesen derselben auf diese Weise unterstützt würde, für sein Frühstück auss Mime gerufen haben, wenn er seine und Gefährten Abwesenheit hätte bemerken tönnen. Aber der nicht sonderlich berücksichtigt, von den Pfaffen aber geschickt hause einen Groschen und einen halben für den Kaffee feiner ausmachen, und welche trotzdem vom christlichen Staat zugeben gewohnt ist. Sie, Herr Frant, würden im Kaffee Gebante, allein zu fein in den Räumen, die sonft zur un umgangen werden, würde ich fett drucken lassen, damit die ausgeben, und einen Groschen für den Ihnen, so freiwilligen Wohnung für Viele diente, hatte etwas An- Leute einmal einen Bergleich ziehen, ein Urtheil darüber lange Sie ihn haben können, unentbehrlichen Kognat, der regendes für den Philosophen. Er erhob sich mit größerer fällen können, inwieweit der christliche Staat es für zu Ihnen das Frühstücksbrod ersetzt. Sie würden dazu eine Lebhaftigkeit, als man es seinem anscheinend phlegmatischen träglich gehalten hat, die wesentlichsten Stellen der christ- Bigarre rauchen, die Ihnen, zusammen mit den 2½ Groschen, Temperament zugetraut hätte, und begann langsam und lichen Glaubenslehre im Gesetzbuche und in der Verfassung eine Ausgabe von 3 Groschen vervollständigt. Hier find sinnend die verschiedenen Zimmer zu durchgehen. Im zu berücksichtigen." die 3 Groschen; und nun will ich mir vor allen Dingen Der Philosoph bedachte sich auch keinen Augenblick, die " Familienzimmer", wo er sonst die meiste Gesellschaft zu Das Klirren von Kaffeetassen im„ Konversations- Salon" I meine lange Pfeife stopfen." = " Diese Einzelheiten nicht veröffentlicht haben, wenn jener I spricht so recht dem ganzen bisherigen Pharifäergetriebe beffelben.] geständnisse zu machen: Was die Sozialdemokratie von Auss Unterpräfeft nicht Isaak hieße und ein Fude wäre. Da heim in Bayern treten die bayerischen Bentrumsleute für beutung feitens eines Theils der besitzenden Klaffen, von AnDer Haß, der sonst blind macht und die Wahrheit vers volle Deffentlichkeit und Mündlichkeit des Verfahrens ein, ebenfo häfuung des Reichthums in den Händen Weniger, von der schleiert, hat hier ausnahmsweise einmal die Wahrheit ent- für Selbständigkeit und Ständigkeit der Gerichte. Im Reich 3 Ausnüßung der besten Kraft Tausender von Arbeitern, von Luxus, hüllt. Drumont wird auch Prophet. Er schreibt: tag verleugnen sie, was sie in der bayerischen Kammer selbst Broßzenthum und Verschwendung auf der einen Seite, von Armuth Der nächste 1. Mai wird Militär und Arbeiter in immer Volkes ausgesprochen haben.... Bayerisches Bolt, siehst du, wie Sündenregiſter eines großen Theils der Reichen ist lang, und wenn beschlossen und als ausdrücklichen Willen des ganzen bayerischen und Elend auf der anderen behauptet, ist vollkommen wahr. Das unmittelbarere Verbindung bringen. Aber mit der allgemeinen deine Vertreter mit deinen wenigen Freiheiten und Rechten um- diese gegenüber der wachsenden Macht der Sozialdemokratie für ihren Dienstpflicht giebt es außer den Offizieren keinen wirklichen springen? Erkenne einmal diese Feinde aller Volksfreiheit!" Soldaten mehr; der Soldat ist ein wenig Arbeiter und der Geldsack zittern, so ist das eine verdiente Strafe. Daß der Sozialis Arbeiter ein wenig Soldat gewesen. Unter dem Einfluß irgend Stumm Salberg: Wenn die Gegner glauben, die Sozial bat, daß jetzt jeder rechtschaffene Mann sich fragen muß: Was Leipziger Wähler" zur Rede des Freiherrn von mus uns energisch auf die soziale Frage aufmerksam gemacht welchen Zwischenfalles kann das zwischen so entgegengesezten demokratie ließe sich durch die Drohung neuerdings gegen fie ge- fann geschehen, daß dem Arbeiterstand wirksam geholfen werde? Anschauungen noch bestehende, schwächliche Gleichgewicht plötzlich planter Maßregeln schreden, beweisen sie nur noch deutlicher, das ist das große Verdienst der Sozialdemokratie. Und wenn verloren gehen, und man darf annehmen, daß ein erster Mai daß sie aus den Borgängen des letzten Jahrzehnts nichts ge- sich nun die Sozialdemokraten zusammenschließen würden, um tommen wird, wo der Soldat finden wird, daß er mehr Ar- lernt haben. Unterdrückung und Berfolgung haben den Opfer auf dem Wege der Gesetzgebung dahin zu kommen, daß die soziale beiter als Golbat ist. Die jüdische Plutokratie täuscht sich muth der Sozialdemokratie noch immer erhöht und eine Partei, Frage beffer gelöst würde; wenn sie dahin streben würden, nicht übrigens, wenn sie annimmt, die Offiziere würden sich bis auf die anderthalb Millionen Wähler hinter sich weiß, hat eine solche die Produktionsmittel mitzubesigen, sondern den Ertrag ihrer den letzten Mann abschlachten lassen, um die Geldschränke und Stütze im Volte, daß neue Verfolgungen an ihr noch wirkungs- Arbeit sicher und höher zu stellen; kurz, wenn sie ihre Lage zu Paläste Israels zu vertheidigen. Die deutsche Judenhorde, loser abprallen müßten. Desungeachtet hetzt eine tolle Presse verbessern streben würden und dies Alles wirklich auf ge Die unser Land überschwemmt hat, haßt die Armee, eines der maßlos auf die Sozialdemokratie und zeigt auch hierin so wenig ordnetem, friedlichem, gefeßlichem Wege, dann wäre ich der Erste, wenigen gefunden Elemente in unserem Frankreich, und sie Taft, daß sie ohne jeden Beweis behauptet, jener parlamentarische der mit der Sozialdemokratie marschiren würde. Aber so ist es arbeitet nach Kräften darauf hin, die, welche die Uniform Abend bei dem Minister v. Bötticher habe den Gindruck verstärkt, nicht!" tragen, zu erniedrigen und lächerlich zu machen. daß man in den leitenden Kreisen sich mit der Sozial- Der Herr Pfarrer kann sich ruhig der Sozialdemokratie ans Darin könnte Herr Drumont allerdings Recht haben, demokratie sehr lebhaft beschäftige und sich mit der Sorge einer schließen; unsere Partei wünscht so lebhaft wie er selbst, daß ihre daß die französischen Soldaten sich nicht immer dazu her energischen Bekämpfung derfelben trage. In Verbindung mit der Grundfäße auf geordnetem, friedlichem, gefeßmäßigem Wege vergeben werden, ihre Brüder im Arbeitskittel todt zu schießen. Mittheilung von dem angeblichen Beifall des Raisers zur Rede wirklicht werden. Das gilt auch von der Sozialistisirung der Beiläufig hat die Drumont'sche Schrift schon zu einem Stumms muß diese Behauptung dem Monarchismus einen Stoß Produktionsmittel, hinsichtlich welcher dem Herrn Pfarrer eine der landesüblichen Duelle zwischen dem Verfasser und dem versezen. In Bezug auf die Drohung mit energischer Bekämpfung Extrawurst allerdings nicht gebraten wird. Herrn Jsaat geführt, bei dem ausnahmsweise Blut ge- Caprivi in seiner Rede zur Vertheidigung der Getreidezölle im fann die Sozialdemokratie jedenfalls beruhigter, als Herr von flossen sein soll. preußischen Abgeordnetenhause ausrufen: Abwarten!" Sozialistenfurcht ist eine Krankheit unserer Zeit, die zwar jetzt Stettiner Volksbote" zur Sozialistenfurcht:„ Die epidemisch um sich greift, die aber schließlich doch geheilt werden wird. Und wer nicht geheilt sein will, über den geht die Welt geschichte zur Tagesordnung über." • Ein verhafteter Minister in Portugal. Stach einer Drahtmeldung aus Lissabon von heute ist der frühere Minister Mendoza Cortez auf Grund eines Mandates des Präsidenten der Pairstammer, das vom Justizminister gegen gezeichnet ist, verhaftet worden. Die Ursache der Verhaf tung hängt mit der Angelegenheit des Banco Lusitano ( der Portugiesischen Bank) zusammen, dessen Präsident Mendoza war. Rohlenarbeiter- Streik in England. Die Konferenz des Nationalen Bergarbeiter Verbandes" hat beschlossen, daß alle Verbandsmitglieder für Mitte März( den 15.) tündigen sollen. Ist bis dahin keine Einigung bezüglich des Lohntarifs mit den Grubenbefizern erfolgt, so wird zunächst die Arbeit in allen Gruben auf acht Tage eingestellt; und eine neue Konferenz, die am 16. März zusammentritt, hat über die weiteren Maßregeln zu berathen. Da die Kohlenvorräthe sehr gering find, erwarten die Arbeiter, daß die Grubenbefizer nachzugeben gezwungen sein werden. In zwischen sind den Kohlenarbeitern von Süd- Wales die Löhne um weitere 21/2 pet. gekürzt worden, nachdem schon am 1. Januar eine Kürzung um 71/2 pt. stattgefunden hatte. Amerikanische Eisenbahnkönige. In Nordamerika befanden sich 1890/91 in Eigenthum und unbeschränkter Verwaltung der Familien Vanderbilt 10 Linien im Umfang von 23 090 km Gould Mackay 5 16 816 # n n 03 4 1 201 n " " Huntington B 8760 " " " Gegen den prenkischen Schulgesetz Entwurf erklärten sich ferner sozialdemokratische Boltsversammlungen in Haynau, Harburg, Altona, Hamburg und Lennep. Die Erfurter Sozialdemokraten planen, wie die Thüringer Tribüne" mittheilt, die Errichtung eines eigenen Versammlungslokals. * In Junsbruck erscheint am 27. Februar.„ Die Faschings. geißel", satirische Rundschau für das Proletariat. Preis einzelner Exemplare 10 Kr., bei Partienbezug 8 Kr. Das Reinerträgniß wird dem Agitationsfonds überwiesen. Bestellungen sind schleunigst an Ig. Sasta, Mentlgasse Nr. 12, Wilten- Inns bruck, zu richten. Soziale Lebersicht. Achtung, Tischler! Die Differenzen in der Nähmaschinen Möbelfabrik von aborenz, Rigdorf, Knesebeckstraße 71, find noch nicht erledigt. Es wird beshalb vor Buzug gewarnt. Aufruf an sämmtliche Stellmacher Berlins und Umgegend! eine in Barmbed statigehabte Boltsversammlung, daß In Sachen der Hamburger Bürgerausschußwahl erklärte es jeder vernünftigen Auffassung der Aufgaben eines republikanischen Gemeinwesens widerspricht, wenn die große Masse der Staatsbürger in gefliffentlicher Weise von jeder Theilnahme an der Gefeßgebung ausgeschlossen wird, wie es im Hamburgischen Staate badurch geschieht, caß dieses Recht nur durch Geld zu er faufen ist. Dieses Verhältniß ist ein unwürdiges, allen MoralDie Werkstatt- Rontrolltommission begriffen widerstreitendes, weil unter ihm allein die Zahlungs des Fachvereins der Tischler. fähigkeit der entscheidende Faktor für die Zulassung zur AntheilAchtung, Steinmetzen! Es wird gebeten, ben Buzug nach nach modernen Rechtsbegriffen als solcher ein unabweisbares unterlassen, da derselbe sich noch immer weigert, ben in dieser nahme an der Gesetzgebung ist. Der Staatsbürger habe dem Steinmeßplatz des Herrn C. Dähnert in Bremen au Recht, über die Geschicke des Staats, bem er angehört, mit zu Stadt üblichen Lohn zu bezahlen. bestimmen. Bei der Unmöglichkeit, unter dem gegenwärtigen System für die außerhalb jener fleinen Gruppe, genannt Hamburger Bürger, Stehenden einen pofitiven Erfolg zu erzielen, erklärt die Da auch in unserem Gewerbe die Arbeitslosigkeit und demVersammlung, von einer aktiven Betheiligung an der Bürger zufolge die Noth immer größere Dimensionen annimmt, wozu schaftswahl als nublos Abstand zu nehmen. Sie erhebt noch die Theuerung der nothwendigsten Lebensmittel kommt, und jedoch energisch Protest gegen den Fortbestand des bisherigen der in den Händen der Meister liegende Arbeitsnachweis der Syftems, welches die Partei, zu welcher sich mehr als die absolute Mehrzahl der Gehilfen nichts nüßt, so ist es unabweisbare Pflicht Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung Hamburgs bekennt, die jedes Kollegen, sich endlich der Organisation anzuschließen, um Sozialdemokratie, ausschließt von jeder Mitbestimmung über die vereint mit seinen Klassengenossen die Gindämmung der wirthAusgestaltung der staatlichen Institutionen, und fordert von schaftlichen lebel vorzunehmen. Zur Besprechung unserer Lage Senat und Bürgerschaft, die Verfassung des Hamburgischen und gleichzeitig zur Stellungnahme gegenüber bem in diesem Staates dahin zu ändern, daß alle großjährigen Staatsangehörigen Jahre stattfindenden Stellmacherkongreß findet am 24. Februar, zufammen 22 Linien im Umfang von 49 867 km das Wahlrecht zur Bürgerschaft erhalten." Sodann wurde be- Abends 81/2 Uhr, im großen Saale der Arminhallen, RommanDiese Linien hatten im Jahre 1890/91 eine Roheinnahme schlossen, den Vorstand des Sozialdemokratischen Vereins des dantenstraße 20, eine öffentliche Bersammlung statt, deren Tagesvon 237 360 731 Dollars oder 996 915 070., d. h. etwa dritten Hamburger Wahlkreises zu beauftragen, im Namen der ordnung im Inseratentheile der heutigen Numiner zu ersehen ist. 30 Millionen Mart mehr, als die preußischen Staatsbahnen Bersammlung auf Grund Artikel 4 der Reichsverfassung im Alle Kollegen, und ganz besonders die in Staatswertstätten nach dem Etat von 1892/93. Zur Ergänzung bemerken Reichstage Protest zu erheben zwecks Revision des Bürgerrechts- arbeitenden, find zu dieser Versammlung eingeladen; sie haben wir, daß beispielsweise das Haupt der Familie Gould noch gesetzes im Hamburgischen Staate. auf Grund der Gewerbe- Ordnung das Recht, sich einer gewerk Besitzer fast aller dem öffentlichen Verkehr dienenden Tele- der Beaufsichtigung und Gesetzgebung des an der Benutzung dieses ihres gefeßlichen Rechtes zu hindern. Nach diesem Artikel unterliegt das Staatsbürgerrecht schaftlichen Organisation anzuschließen; Niemand ist befugt, sie graphenlinien( der Wester Union Telegraph Company) ist, Reiches. Das Staatsbürgerrecht ist begrifflich nicht mit dem J. A.: Joh. Meßmann, Schönhauser Allee 80, IV. während Herr Huntington gleichzeitig der unbeschränkte Berhältnisse zum Reichsverbande erschöpft, sondern es müssen Herrscher einer Schifffahrtsgesellschaft ist, welche zahlreiche dazu auch die Beziehungen zu Bundesstaat und dessen Provinzen der Aktionäre der Verlagsanstalt- Druckerei- Aktiengesellschaft, vorKrach in Sicht. Eine außerordentliche Generalversammlung Ozeans und Flußschifffahrtslinien im Gesammtumfang von und Gemeinden gerechnet werden. Danach wäre es gefeßlich mals Richter in Hamburg, ist auf den 7. März einberufen. Auf 11 714 km durchfahren. So konzentrirt sich das Kapital möglich, ein einheitliches Staatsbürgerrecht für alle Bundesstaaten in immer weniger Händen, die Bildung von Familien- durch das Reich zu schaffen. Möthig ist das und schlechter könnte der Tagesordnung stehen Anträge von Fuchs und Genossen dahinmonopolen und Trusts schreitet stetig fort. das bezügliche Reichsgesetz unmöglich ausfallen, als die ver- gehend, daß nach Maßgabe der bezüglichen Bestimmungen des schiedenen bundesstaatlichen Bestimmungen es sind, die den Handelsgesetzbuches gegen die Gründer und Emissionshäuser Klage Deutschen immer noch als Ausländer" auffassen, wenn er das Licht der Welt nicht innerhalb der partitularen Grenzpfähle des betr. Bundesstaates, wo er wohnt, erblickte und nicht seiner Heimath abschwören mag. " " Parteinachrichten. โดย Aus der sozialdemokratischen Preffe. Gegen die Sozialdemokratie hat im Lichtenfelser Münchener Boft" zum Berhalten des 3entrums in Tageblatt" ein Pfarrer, Herr Mehrmann, eine Serie Sachen der Deffentlichkeit des Militär- Strafvon Artikeln veröffentlicht. Er ist auf die Umsturzpartei" sehr prozesses:„ Die Haltung des Zentrums in dieser Frage ent- schlecht zu sprechen, sieht sich aber doch genöthigt, folgende Bu " Der Philosoph ging darauf in das Meditations Bimmer", stopfte sich eine Pfeife in höchster Seelenruhe, zündete sich dieselbe im„ Konversations- Salon" an und fuhr dann weiter fort:. mir erlauben, Ihren Kaffee zu annektiren. Annektiren, süßes Wort! Ich nehme, was ich brauche und was mir von Niemandem verwehrt werden kann." Wer weiß, wie lange der Philosoph noch so fort philos Sie, Herr Schuhmachermeister Draht, würden sich sophirt und wie weit er sich den Grenzen gesetzlich straffälliger aus einer Mischung von wenig Kaffee und viel Zichorie Aeußerungen genaht hätte, wäre nicht seine Betrachtung einen Trank bereiten lassen, der; inklusive Feuerung gestört, worden durch das Erscheinen der Magd, welche nicht und dünner Milch, und dem Zucker, den Sie sparen, ohne Verwunderung eine Anzahl voller Tassen und als 13 Pfennige für acht Personen kosten würde; kommt auf einzigen Gast beim Frühstück den Philosophen erblickte. Da Sie, da Sie den Trant mit einer Frau und vielleicht sechs sie aber mit dem Normalmenschen wenig zu verhandeln mehr oder weniger ungezogenen Raugen theilen, die Summe pflegte, der ihr zu hoch" sprach, so ging fie, ohne etwas zu von zwei Pfennigen; hierzu ein Weißbrod für drei Pfennige, sagen, nach den hinteren Zimmern. was die Ausgabe auf fünf Pfennige steigert. Hier sind die fünf Pfennige und ich werde mir erlauben, diese billigste Taffe zuerst zu trinken. „ Sie, Herr Dr. Lange, kochen sich jedenfalls Ihren Kaffee auf der Maschine selbst; vier Pfennige für das Loth Kaffee, einen Pfennig für den Spiritus; Bucker und Milch zu nehmen find Sie nicht gewöhnt, da Sie den reinen Geschmack lieben; etwas zu effen verschmähen Sie, da Sie wissen, daß die Belastung des Magens mit irdischem Stoffe die Schwingen des Geistes lähmt; Sie brauchen fünf Pfennige für das Frühstück, so gut wie Herr Drath, nur trinken Sie dafür besseren Kaffee. Hier sind Ihre 5 Pfennige, und nun erlauben Sie mir, daß ich Ihren Kaffee trinke... " Aber schon in dem Spielzimmer" beschlich sie ein felt fames Gefühl, da sie die Betten Frank's und des Advokaten Streit gänzlich unberührt sah; das Meditations- Zimmer" mit den beiden eingerissenen Betten beruhigte sie in etwas. Als sie aber weder in der„ Esplanade" noch in den letzten Zimmern eine Spur von einem sonst noch anwesenden menschlichen Wesen sah, ließ sie vor Erstaunen Besen und Schaufel fammt dem Sägespähnen Korb fallen und starrte verblüfft die Wände an. A Endlich ergreift sie die stille und doch irrthümliche Ahnung, die Herren hätten sich möglicherweise einen Spaß mit ihr machen wollen und sich demgemäß auf irgend eine tünstliche Weise ihren Blicken entzogen. Sie durchwühlt die „ Es tommt nunmehr die Heihe an Herrn Molinaro. Das ist ein interessantes Thema, ein schwieriger Fall; wer fann fagen und behaupten, Herr Molinaro würde so oder so viel für seinen Kaffee ausgeben? Er wird vielleicht würde der Mime deklamirt haben. Decken, sie sieht unter Tische und Betten vergebens: Night in vem Wald, nicht auf der Flur Fand ich von Robert eine Spur," erhoben wird auf Ersatz des Schadens, welcher der Gesellschaft durch die Gründung und namentlich durch die Bewerthung der zu ernennen, zur Prüfung der Bilanzen in den beiden legten übernommenen Vermögensstücke entstanden ist; ferner Revisoren Jahren, schließlich Revisoren zu ernennen, um den Hergang bei der Gründung sowie der Geschäftsführung in den legten beiben Jahren zu prüfen. " Nun sagen Sie mir nur um Gottes Willen, Herr Mensch, was ist denn hier vorgegangen?" Was hier vorgegangen?" entgegnete der Philosoph, der es besonders liebte, die Leute auf die Unrichtigkeit oder den Widersinn gewisser üblich gewordener Rebensarten aufmerksam zu machen, vorgegangen ist meines Wissens hier Niemand, sondern eine einzige Person ist hintergangen und das waren Sie. Insofern Sie nun von hinten wieder vorgekommen sind. " Aber, Herr Mensch, verstehen Sie mich doch recht; ich frage ja nur, was heute Nacht passirt ist?" Was heute Nacht passirt ist? Ei, heute Nacht ist, so wie in jeder Nacht, Alles passirt, was passiren fonnte. " Aber, Herr Mensch, es ist ja mit Ihnen gar kein ordentliches Wort zu reden." „ Lüderlich sind doch meine Worte wohl nicht zu nennen? antworte so, wie Sie fragen." Ich sind Nun, so sagen Sie mir ordentlich und richtig, wo denn die Leute hingekommen?" Welche Leute könnten Sie wohl meinen?" Nun, ich meine natürlich die Leute, die hier im Wechsel arrest find!" Die Leute, welche im Wechselarrest sind? Ei, ich denke, die werden eben im Wechselarrest sein; denn, wären sie nicht im Wechselarrest, so würden es wahrscheinlich nicht Wechselarrest sind. Ich meine, das muß selbst Ihnen handdie Leute sein, von denen Sie behaupten, daß sie im greiflich und sonnentlar erscheinen." " J, Sie verdrehen Einem das Wort im Munde." Das wäre nun handgreiflich in der That. Aber bes ben einen Tag in stolzer Verachtung aller Erdengenüsse Jetzt wurde es der Alten doch ein wenig unheimlich. fagen und es durch den Zustand seines Geldbeutels Man mag noch so frei von allem Aberglauben sein, etwas benken Sie, weibliches Individuum, was Sie damit sagen! begründet fühlen: Heute trintit Du keinen Kaffee; er bleibt doch zurück von den Wirkungen der Gespenstergeschichten So lange Sie das Wort noch im Munde haben, so lange wird aber in Erinnerung an seine glanzvolle Stellung und Märchen, die wir in der Jugend hören und meisten ist es noch nicht gesprochen; so lange es noch nicht ge= als zweiter Tenorist am Hoftheater zu Sondershausen auch theils glauben; wir würden sonst in der Jugend schon das sprochen, weiß ich überhaupt nicht, ob Sie ein Wort im hier und da für angemessen finden, einen splendiden Hotel Leben als viel langweiliger und unerfreulicher ansehen. Munde haben, kann es folglich auch nicht verdrehen, selbst affee zu genießen. Hier also sind der Mildthätigkeit keine Behend eilt sie die Zimmerreihe zurück und stellt sich mit wenn ich die böse Absicht dazu hätte." Schranken gefeßt, die Waage schwankt zwischen nichts und auf die Hüften gestützten Armen vor den Philosophen, Das verstehe ich nun erst recht nicht, Herr Mensch, Groschen; legen wir also das Medium 3 Groschen nieder, der schon im stillen Vorgenusse der kommenden Szene und ich weiß gar nicht, warum Sie so viel Umschweife ad da Ihnen inzwischen wirklich ein Leben aufgegangen, feelenvergnügt die mächtigsten Dampfwolken von seiner machen. Ich will blos wissen, wo die Herren hin sind, die welches einige reichbekränzte Tage bieten kann, werde ich Pfeife blies. mit Ihnen hier im Wechselarrest faßen.' ( Forts. f.) Theater. Sonntag, den 21. Februar. Opernhaus. Cavalleria rusticana. ( Bauern- Ehre.) Montag: Carmen. Schauspielhaus. Der zerbrochene Krug. Der eingebildete Kranke. Montag: Die Jungfrau von Orleans. Montag: Die Jungfrau von Orleans. Deutsches Theater. Glück. Montag: Don Carlos. Leshing- Theater. Heute und gestern. Montag: Unter vier Augen. Fräulein Frau. Der sechste Sinn. Berliner Theater. Schlimme Saat. Montag: Othello. Residenz- Theater. Modebazar Violet. Musotte. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Yvette. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Das Sonntagskind. Montag: Dieselbe Vorstellung. Circus Renz. Circus G. Schumann. Karitrake. Sonntag, den 21. Februar 1892, 2 grosse Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr( 1 Kind frei) Mazeppa's Verbannung, große histor. Pantomime m. Ballet( Einlage Polnischer Nationaltanz v. gef. Corps de Ballet) arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. Abends 7½½ Uhr: Zum 155. Male: ,, Auf Helgoland" Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Sonntag, den 21. Febr. 1892, 2 große Extra- Vorstellungen Nachm. 3/2 Uhr und Abends 72 Uhr. Zu der Nachm.- Vorst. hat jeder Befucher das Recht, auf das von ihm gelöste Billet ein Kind unter zehn Jahren frei mit einzuführen. Birkus unter Waffer. Eine Nacht HEF In beiden Vorstellungen DE in Venedig. Gr. tom. Orig.- WasserPantomime. Auftr. des anerkannt beften Schulreiters der Gegenwart Mr. James Fillis mit seinem Schulpferd HEF Markir. oder: Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsBante nime in 2 Abtheilungen mit Pani National Tänzen( 60 Damen), Aufzügen. Neue Einlage: Die GardeHusaren und lanen. Dampf schiffs und Bootfahrten, Wasserfällen, Programm. Auftreten des Mr. James Riefenfontänen mit allerlei Lichteffekten Fillis. Eine Nacht in Venedig. u. 1. w., arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. Oeffentliche Volks- Versammlung des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises Dienstag, den 23. Februar, Abends 8 Uhr, im Lonisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstraße 37. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Förster. 2. Diskussion. 3. Die diesjährige Maifeier event. Wahl eines Komitees. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 330/11 Der Vertrauensmann. Sozialdemokratische Versammlung des Wahlvereins Morgen große Borstellung mit neuem für den II. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 23. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale Königshof, Bülowstraße Nr. 40. Tages- Ordnung: 1. Vortrag:„ Das Vorgehen der Sozialdemokratie In beiden Borstellungen Auftreten W. Gründel's Gasthaus, im Reichstage". Referent: Reichstags- Abgeordneter Birk. 2. Distuffion S., Dresdenerstraße 116. sämmtlicher Künstler- Spezialitäten, soThomas- Theater. Reif- Reiflingen. wie Reiten und Vorführen der beſtMontag: Dieselbe Vorstellung. helfer. Bellealliance- Theater. Der Noth- dressirten Schul- und Freiheitspferde. Arbeitsnachweis und Berkehr der Komische Entree's und Intermezzo's Maler, Buchbinder, Metallarbeiter, von 15 Clowns. Drechsler, Sattler, Gärtner und Täglich: Auf Helgoland. Schuhmacher. 1868L E. Renz, Direktor. 12 Billards, Vereinszimmer und Saal. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend- Theater. Liane, die zweite Frau. Montag: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst Tanzteufel. Theater. Der Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplah- Theater. Berliner Pflaster. Montag: Dieselbe Vorstellung. Feenpalaft. Spezialitäten- Boritellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. zialitäten- Vorstellung. SpeWinter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spe zialitäten Vorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Gr. Freifonzert. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. Diner à 1 Mark. 3 Regelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. 1169L Sonnabend, den 20. Februar: Gr. Bock- Anstich. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ece Behrenstr. Interessanteste Völkerschaft Inner- Afrikas: Schu b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Frauen, Kinder. Vorstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vormittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr achmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab PassagePanopticum. Lebensgrohe Wachsfiguren und Gruppen, Dioramen. Sündfluth Panorama mit Gewitter. Jm Theater- Saal( ohne Extra- Entree): Täglich v. 6 Uhr ab Vorstellung von Spezial. I. Rang. Entree 50 Pf. am 30. März. und vieles andere nen! Präuscher's anat. Museum. Schluss unwiderruflich Influenza Täglich für erwachsene Damen- Tag jed. Dienstag Herren und Freitag. Restaurant ,, Zukunftsstaat", 1984L Der Ausstoß von BOCK- BIER2021L bct begonnen. Schultheiss- BrauereiAktien- Gesellschaft. Berliner Bockbrauerei Berg. Tempelhofer 53. Bock- Saison. Täglich: Grosses Militair- Concert, Bock- Jubel und Trubel, Volks- Belustigungen. Entree Wochentags 20 Pf., Sonntags 25 Pf. 2016L Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Unter der Presse befindet sich und gelangt Ende der Woche zur Versendung: Freiherr v. Stumm und die Sozialdemokratie. Stenographischer Bericht über die Berhandlungen des Deutschen Reihstages am 10. und 12. Februar 1892, betreffend bie Maßregelung sozialdem. Arbeiter in den Staatsbetrieben. 32 Eeiten. Preis 10 Pfg. In Partieen: 100 Grempl. 5 M., 1000 Exempl. 40 m. Wir ersuchen unsere Parteigenossen um thätigste Verwendung für diese wichtige Agitations- Broschüre. Gelegenheitskauf. Ein Poften reinwollener schwarzer Kaschmir Meter 90 Pfg. fowie andere Kleiderstoffe in größter Auswahl zu allerbilligsten Preisen empfiehlt 2019L Badstraße 33 und W. Lehmann, Berlin N., Stettinerstraße 12. 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Wegen dieser Versammlung fällt die Versamml ng der arbeitslosen Maler aus, und sind dieselben verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Verband deutscher Zimmerleute. Lokalverband Berlin. MS Versammlung Mittwoch, den 24. Februar, Aberds 8 Uhr, bei Kuhlmey, Schönhauser Allee 28. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Bericht des Vertrauensmanns über die Arbeits vermittelung im Norden. 3. Werschiedenes. Gäste haben Zutritt. 359/16 Der Vorstand. Deutscher Tischler- Verband ( Zahlstelle Berlin). General- Dersammlung am Montag, den 22. Februar d. J., Abends Punkt 82 Uhr, in Lokale des Herrn Kessner, Annenstr. 16. Tagesordnung: 1. Vortrag. Referent Stadtv. Zubeil. 2. Diskussion, 3. Stichwahl der Delegirten zum Gewerkschafts- Kongreß. 4. Verschiedenes. Sonnabend, den 27. Februar, Abends 9 Uhr, in Sternecker's Bürgerfälen, Dresdeneritr. 96: Wiener Maskenball. Billets à 50 Pf. sind nur vorher zu haben bei den Vorstandsmitgliedern und auf den Zahlstellen. Jeden Sonnabend von 8-10 Uhr werden in folgenden Lokalen Beis träge tafsirt und neue Mitglieder aufgenommen: Lorenz, Koppenstraße 43e; Henke, Blumenstr. 38; Zubeil, Naunynstr. 86; Ziemer, Cuvryjtr. 17; Stramm, Ritterstr. 123; Scheuer, Gneisenauftr. 35; Rizing, Bülowstr. 52; Holzbecher, Drensestr. 3; Gleinert, Fenn- und Müllerstraßen- Ecke; Gnadt, Brunnenstr. 38; Schmidt, Tresckow- und Diedenhofenerstraßen- Ecke; Klein, Schönleinstraße 6; Haase, Königgrägerstr. 47; Brüdner, Lothringerstr. 67, und Golz, Grünauer straße 3. Das Eintrittsgeld beträgt 30 Pf.( wofür Statut), der wöchent liche Beitrag 15 Pf.( infl. Neue Tischler- Zeitung"). Die Zusendung der Zeitung erfolgt durch Spediteure frei ins Haus. Die Lokalverwaltung. 25/13 Achtung! Ausserordentliche Achtung! Wahl- Versammlung d. Mitglieder d. Orts- Krankenkasse d. Weber und verwandten Gewerbe. Am Sonntag, den 28. Februar 1892, früh 10 Uhr, in Brauer's Taal, Frankfurterstt. 74 75. Tages- Ordnung: 1. Wahl von 174 Vertretern zur General Versammlung für das Jahr 1892. 2. Verschiedenes. Anmerkung: Wahlberechtigt ist jedes Rassenmitglied über 21 Jahre alt. Wählbar zum Vertreter sind jedoch nur männliche Wlitglieder über 21 Jahre. Nur mit Quittungsbuch verfebene Mitglieder haben Zutritt zur Wahl versammlung. Ausnahmen können der Feststellung des Alters wegen nicht stattfinden. 1507b Berlin, den 19. Februar 1892, A. Schuster, Borsigender. H. Wagner, Schriftführer. Arbeiter- Sängerbund Berlins n. Umg. D Ausschuß- Sigung Sonntag, 28. Febr., Vorm. 10 Uhr, in uen Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Arrangement zum Liederatend am 18. März. 3. Interne Bundesangelegenheit. 4. Verschiedenes. Diejenigen Vereine, welche beabsichtigen, fich fonzertmäßig am Lieder abend zu betheiligen, müssen in dieser Sigung die Lieder einreinen. In dieser Sigung darf kein Verein unvertreten sein. Der Vorstand. 106/8 Deffentliche Versammlung E der Mäntelnäherinnen, Bügler u. Stepper am Montag, den 22. Februar, Abends 8½ Uhr, in Hoffmann's Fettsälen( großer Saal), Oranienstr. 180. Tages Ordnung: 1. Bortrag von Frl. Wabnitz über:" Das Problem der Armuth". 2. Diskussion. 3. Wertstellenverhältnisse in der Mäntelbranche, speziell bei Fran Schievelfap. Alle in der Mäntelkonfektion beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinne Die Agitations- Kommission. eine, auch zur Bab feuer path. SC. Königsfeld, ren- u. Goldwaaren- Geschäft. werden ersucht, in dieser BerſammitationsDr. Hoesch, homöopath. Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Connt. 8-10. Reinickendorfer- Str. 69. Größte Auswahl. Reparaturen gut und billig. 179/11 2017L J. A.: Frau Schwarz, Mäntelnäherin. Berantwortlicher Redakteur: Auauft Enders in Berlin. Druck und Berlag von Maz Bading in Berlin SW.. Beuthstraße 2 Hierzu zwei Beilage 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 44. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 19. Sigung vom 20. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: Thielen und Kommissarien. geben. Abg. Lucius- Erfurt( frk.) spricht den Wunsch aus, daß die Tarifänderungen längere Zeit vorher bekannt gemacht werden, und zwar drei Monate vor ihrem Eintritt. Minister Thielen: Die Staats- Eisenbahnverwaltung werde gern bereit sein, die Tarisänderung thunlichst früh bekannt zu Abg. von Puttkamer- Trebbin( t.) bedauert, daß der Minister den hinterpommerschen Landwirthen nicht durch Frachtermäßigungen zu Hilfe gekommen sei. Die Kreisvertretungen haben das Saat getreide beschafft und hofften auf die Gewährung einer Fracht ermäßigung. Dieſe wäre aber abgeschlagen und die Kreise haber die Frachtkosten ihrerseits getragen. Sonntag, den 21. Februar 1892. Lokales: 9. Jahrg. Abg. Sitze( 3.) dankt dem Minister für die Uebersicht, die für einzelne Kategorien von Diätarie könne die Frage nick er über die Sonntagsruhe der Beamten dem Hause übergeben erledigt werden. hat und bittet, dem Reichstag ebensolche Uebersichten bezüglich Der Antrag der Budgetkommission wird darauf angenommen. der Reichseifenbahn vorzulegen. Die Uebersicht beweise, daß die Die ordentlichen Ausgaben der Eisenbahnverwaltung werden beSonntagsruhe noch nicht weit genug ausgedehnt sei. Wenn von willigt. 87 939 Beamten nur 46 028 mehr als zwei Ruhetage im Um 44 Uhr wird die weitere Berathung auf Montag Die Berathung des Eisenbahn- Etats wird fortgesetzt Monat habe, so ist das nicht ausreichend. Ganz bedenklich 11 Uhr vertagt." nnd zwar beim zweiten Titel der Einnahmen aus dem Güter- ist es, wenn 855 Beamte nur einen halben, 9094 Beamte nur verfehr 660 700 000 M. Hierzu liegt vor ein Antrag der Abgg. einen Ruhetag im Monat haben; da ist es kein Wunder, Hize und Lieber: Die Staatsregierung zu ersuchen: Maß- wenn sogar die Sicherheit des Betriebes darunter leidet. nahmen und Einrichtungen zu treffen, um die Sonntagsruhe den Wenn die Staatsbetriebe als Musteranstalten hingestellt werden, im Eisenbahndienste beschäftigten Beamten und Arbeitern im dann muß auch für eine genügende Sonntagsruhe ihrer Anweiteren Maße, insbesondere durch möglichste Einschränkung des gestellten gesorgt werden. Redner weist darauf hin, daß WagenBüterverkehrs an Sonntagen, zu sichern. strafmiethe erhoben werde, wenn ein Wagen wegen des Sonn- 16 000 Mark hat die städtische Theuerungskommission Abg. Schöller( frk.) bedauert den Rückgang de mensahn- tags nicht entladen werde; das müsse abgestellt werden, ebenso diefer Tage wieder bewilligt, um den Rothstand aus den Mauern Einnahmen aus dem Güterverkehr und bezweifelt, daß diefer wie die großen Viehtransporte am Sonntage. Mit einem Male Berlins zu bannen. Die Thätigkeit dieser Kommission beschränkt Rückgang sich so bald wieder durch ein Fortschreiten ausgleichen fann eine Aenderung nicht eingeführt werden. Es wird genügen, sich darauf, aus städtischen Mitteln Gelder zu bewilligen für werde. Die Gütertarife müßten verbessert werden. Man müsse heute das Prinzip auszusprechen und nach und nach die ent. Wohlthätigkeits- Vereine. Unter den 16 000 Mart finden sich als die Tarife so gestalten, daß sie mit den weiteren Entfernungen fprechenden Mittel für die Durchführung desselben zu beschaffen. höchste Summe zwei Poften à 3000 Mart, welche erhalten haben abnehmen, damit dadurch der Austausch der Produkte der einzel- Man hat sich gefreut über die große Entwickelung des Verkehrs, der Verein zur Speisung armer Rinder und Nothleidender und nen Landestheile gefördert werde. man hat aber vergessen an die Menschen zu denken. die Deutsche Gesellschaft zur Versorgung verschämter Armer mit Minister Thielen: Die Staatseisenbahn- Verwaltung hat seit freiem Brennmaterial. Dann kommen Summen von 2000 Mark, Jahren im Sinne des Antrages gearbeitet, um eine Vermehrung 1500 Mark( darunter auch für das Mariannenhaus zur Rettung der dienstfreien Stunden der Beamten und der Sonntagsruhe gefährdeter oder gefallener Mädchen), 1200 Mart, 1000, 500, herbeizuführen. Es sind auch erhebliche Kosten dafür anf- 400 bis herab zu 300 M. Den letteren Betrag erhielt die kirchgewendet. Wir verfennen nicht, daß wir noch weitere Schritte liche Armenpflegschaft der Golgatha Gemeinde. Auch der thun müssen. Ich habe eine Kommission niedergesetzt aus er- israelitische Miethe Hilfsverein ist neben den Nothleidenden der fahrenen Beamten, welche an Ort und Stelle genau die einzelnen Markus- Barochie bedacht worden. Verhältnisse studiren sollen, ob nicht eine größere Befreiung Wir haben natürlich nicht das Allergeringste dagegen eins vom Sonntagsdienst eintreten fann und welche finanzuwenden, wenn die Theuerungs"-Kommission Gelder zu wohls ziellen und Verkehrsfolgen fich daran knüpfen. Die thätigen Zwecken verausgabt. Wir können nur aufrichtig Kommission hat ihre Arbeiten begonnen; sie hat im Bezirk wünschen, wenn die Spenden wirklich Bedürftigen zufließen und Breslau bereits eine Woche gearbeitet und ich darf hoffen, daß wenn die Lehteren in die Lage kommen, durch die Unterstützung günstige Ergebnisse erzielt werden. Wenn wir den Güterverkehr ihre Nothlage mildern zu können. Leider fürchten wir nur, daß Sonntags einstellten, würden viele Millionen nöthig sein, um die all' diese Unterstüßungen nicht mehr bedeuten, wie ein„ Tropfen Stationen zu vergrößern, die Lokomotivschuppen zu vermehren 2c. auf einen heißen Stein." Wenn die Beträge in die Hände der Abg. Stengel( frt.) spricht sich gegen die Staffeltarife aus Wenn Herr Hize diese Mittel bewilligen will, so ist das sehr Darbenden gelangen, bilden sie eine Hilfe für eine, vielleicht auch und schließt sich dem Antrage des Landes- Eisenbahnrathes an, dankbar anzunehmen; aber woher will er die Mittel nehmen? für zwei Wochen, dann aber find das alte Glend, die alte Noth wonach die Staffeltarife für Getreide wieder abgeschafft werden( Heiterkeit.) Eine vollständige Einstellung des Güterverkehrs an wiederum da. Sollen dann wieder neue Beträge bewilligt sollen, sobald die Verhältnisse, welche zu ihrer Einführung Anlaß den Sonntagen würde nur möglich sein, wenn die Nachbarländer werden? Und nach vierzehn Tagen nochmals? Wir glauben gegeben haben, beseitigt sein werden. Redner bittet den sich anschließen, wir würden sonst nicht in der Lage sein, an den nicht, daß die" Theuerungs"-Kommission so oft ihre Sizungen Minister, die Verschiedenheit der Expeditions Gebühr, die Uebergangsbahnhöfen das Material aufzustellen, welches dort abhalten wird. zwischen dem Osten und Westen besteht, endlich zu beseitigen. zusammenläuft. Eine durchgreifende Besserung wird durch diese eins Schon jetzt klagen die Malzfabriken in Sachsen über den Verlust Abg. Lieber( Zentr.): Die Einsehung einer Kommission be- maligen Unterstützungen nicht bewirkt. Die hätte nur ihres Absatzes nach Rheinland und Westfalen, weil aus den öst weist, daß der Minister die Frage mit Ernst behandelt. Wir eintreten können, wenn die von der sozialdemokratischen lichen Provinzen das Malz billiger dorthin gefahren werden kann dürfen daher auch wohl hoffen, daß er schließlich die Konsequenz Fraktion der Stadtverordneten Versammlung gestellten UnWenn einmal wieder große Gruten kommen, dann wird auch ziehen und die nöthigen Maßnahmen treffen wird. Die gelieferte träge zur Annahme und Ausführung gelangt wären. Vor wieder russisches Getreide nach Deutschland und wird durch die Uebersicht ist nicht ausreichend, es wäre besser, wenn der Allem fehlt es an Arbeit. Die Zahl der Beschäftigungslosen Staffeltarife billig nach Mittel- und Westdeutschland gefahren. Minister mehr Einzelmaterialien vorlegen wollte. Was man hätte bedeutend verringert werden müssen, indem die Stadt Abg. Seer( ntl.): Die Herren aus dem Westen brauchen der Privatindustrie bezüglich der Sonntagsruhe zumuthet, muß verwaltung die Leute auf Kosten und im Interesse der Stadt Teine Angst vor den Staffeltarifen zu haben; wir haben im Often der Staatsbetrieb ohne weiteres auf seine Schultern nehmen. beschäftigte. Sind die Leute im Stande, ihre Arbeitskraft_ge faum Getreide genug, um unsere Kühe zu füttern, wir können Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): Wir stehen dem Antrage nügend verwerthen zu können, erhalten sie für dieselbe angemessene nicht viel wegschicken. sympathisch gegenüber, aber wir haben doch das Bedenken, ob Bezahlung, dann ist schon ein großer Theil des Nothstandes nicht der Antrag zu große finanzielle Konsequenzen hat und ob beseitigt. So aber werden sich die Wirkungen der den Winter nicht die Industrie Widerspruch dagegen erheben muß, daß am über währenden Arbeitslosigkeit noch lange bis in den Sommer Sonntag gar nicht gefahren wird. Ich glaube aber, durch die hinein fühlbar machen bei denen, welche den Winter über aus Erklärung des Ministers ist die Sache erledigt; die Antragsteller gehalten und im Frühling wieder Arbeit bekommen haben. Ist könnten sich dabei beruhigen und ihren Antrag zurückziehen; im Frühling die Arbeitsgelegenheit gering, dann wird der Nothsonst können wir ihn aber auch ablehnen. stand sich zu einem fortdauernden gestalten. Geschieht dies, dann Minister Thielen: Um aus Staatsmitteln eine Unter tüßung zu gewähren, dazu waren die Verhältnisse nicht an gethan. 1 Abg. von Puttkamer- Plauth( t.) bestreitet, daß die Staffeltarife zu den Mißständen führen würden, welche unter dem Privatbahn- System durch die Differentialtarife herbeigeführt wurden. Man sollte. die Staffeltarife nicht abschaffen, wenn man nicht dafür den Ident.tätsnachweis aufhebt. Das wird aber der preußischen Regierung nur schwer gelingen, da alle anderen Regierungen an dem Identitätsnachweise festhalten und da auch im Reichstage sich ein Widerstand dagegen bemerklich ge macht hat. Abg. Schöller( ft.) wendet sich gegen feinen Fraktionsgenossen Stengel und empfiehlt nicht nur die Aufrechterhaltung, fondern auch die Ausdehnung der Staffeltarife, welche lediglich dazu dienen, dem Osten zu helfen. Ein Nachtheil für die west lichen Provinzen kann daraus nicht entstehen. Abg. Schmidt Elberfeld( dfr.): Der Borredner mag sich muß der Stadtverwaltung Berlins der Vorwurf gemacht werden, nur hüten, daß seine Freunde im Reichstage von seiner Rede daß sie es nicht verstanden hat, so durchgreifend und so recht nichts erfahren; denn dort ist der Antrag von den Herren zeitig zu helfen, daß wenigstens vorübergehend dem Nothstand v. Kleist- Rezow und v. Buttkamer gestellt worden. Die Abfuhr gesteuert wurde. der Güter von den Bahnhöfen am Sonntag wird meistens vermieden, aber das Fahren der Güterzüge wird nicht verhindert werden können, namentlich wird es niemals möglich gemacht werden können, den Viehtransport am Sonntag zu beseitigen, selbst nicht bei Verlegung der Markttage. Abg. Plek( 3.) empfiehlt die Annahme des Antrags mit dem Hinweis auf England und Amerika. bahn benutzende Publikum oft recht fühlbar macht, besteht darin, Ein Uebelstand, welcher sich für das die Stadt- und Rings daß an den Schaltern für den Verkauf von Fahrkarten nur die Beit bekannt ist, wann die Züge fahrplanmäßig auf der Station Abg. Brömel( dfr.) weist darauf hin, daß die Einnahmen fehr viel höher veranschlagt sind als in früheren Jahren. Redner eintreffen sollen. Dagegen wissen die Verkäufer von Fahrkarten nicht, ob und wie lange ein Bug sich verspätet. Dies ist für die befpricht dann die Mißstände, welche sich ergeben haben aus der Wertheuerung der Kohlen durch die Vereinigung der Kohlenzechen. Reifenden insofern unbequem und oft auch nachtheilig, als ihnen Abg. Dürre( natl.): Was in der Industrie möglich ist, muß am Schalter ein Zug als eben abgegangen bezeichnet wird, Der deutschen Industrie sind die Kohlen vertheuert worden, auch für den Eisenbahndienst möglich sein; vor den Schwierig während er noch gar nicht eingelaufen ist und der nächste, während nach dem Auslande die Kohlen zu billigeren Preisen teiten müssen wir nicht zurückscheuen. Aber der Antrag nimmt welcher das bestimmte Reiseziel erreicht, erst vielleicht nach einer abgegeben wurden. Besonders das Siegener Land hat darunter feine Rücksicht auf die Besonderheit des Eisenbahnverkehrs, des Stunde eintrifft. Im Hinblick hierauf dürfte es sich empfehlen, leiden müffen, namentlich infolge der Ausnahmetarif- Praxis der halb können wir den Antrag nicht annehmen, nicht einmal an wenn die Eisenbahnverwaltung dem Publikum dahin Rechnung Staatsbahnen. Die Siegener Handelskammer beschwert sich auch die Kommission verweisen, denn er giebt derfelben keine Direktive. trüge, daß fie unten in den Bahnhofshallen Signalstangen auf darüber, daß trotz des Wagenmangels die Sendungen nach dem Der Hinweis auf England und Amerifa ist nicht zutreffend, stellen ließe, an denen man gleich bei dem Betreten des Ge Auslande, die zu ermäßigten Tariffäßen gefahren werden, nicht denn es fehlen für unsere Industrie die dort vorhandenen Bor- bäudes sehen kann, ob und welcher Zug demnächst zu er aufgehört hätten, während die deutsche J dustrie unter dem bedingungen. warten ist. Wagenmangel gelitten hätte.( Präsident von Köller bittet Minister Thielen: Ich möchte mich gegen eine Rommissionsden Redner, nicht von der Rohlentheuerung im Allgemeinen berathung aussprechen, denn ich würde zweifelhaft sein, welches zu sprechen, sondern nur von den Eisenbahn- Tarifen.) Material ich dort vorlegen soll. Dieses soll ja erst geschaffen Redner erklärt, daß nach der Ansicht der Handelskammern die werden und ich bin gern bereit, die Ergebnisse dem Hause mitKohlenverkaufs- Vereinigungen sich nur halten können auf Grund zutheilen. der Einnahmetarife und fragt, ob die preußische Staatsbahn die Tarifpolitik fortseßen wolle. Abg. Herold( 8.): Die Staffeltarife schaden dem Westen, und der Osten hat keinen Nutzen davon, weil von den Ermäßigungen auch das ausländische Getreide Gebrauch macht. B Abg. Graf Limburg- Stirnm: Der Antrag hat seinen Zweck erreicht, warten Sie doch ab, was der Minister für Material vorlegen wird. Dann bringen Sie einen neuen Antrag. Abg. Lieber( 3.): Nach der Erklärung des Ministers können wir in diesem Augenblick auf eine weitere Berathung der Angelegenheit verzichten. Der ,, Brillantring" des Herrn Maak. Unter der Masse des verhafteten Bankiers befand sich, wie die„ Charlottenburger Beitung" berichtet, ein allem Anschein nach kostbarer Brillantring, der häufig an der Hand des Maaß bewundert wurde. Der Ring wurde durch einen Sachverständigen taxirt und auf mehrere hundert Mark abgeschäßt. Der Gläubigerausschuß gab sich nun Die erdenklichste Mühe, einen Liebhaber für den Ring zu finden; schließlich fand sich ein Käufer, der das Werthobjekt für den anscheinend sehr mäßigen Preis von 500 M. erstehen sollte. Um nun aber das kostbare Stück nicht unter dem Werthe fortzugeben, fandte der Gläubigerausschuß den Ring an eine renommirte Firma in Berlin, die umgehend den Bescheid ertheilte, daß der selbe keinen Werth habe, da er unecht sei. Der Sammelschwindler, der sich Rudolf Klein nennt und Palermo hier mit Sammellisten für die bei Palermo verunglückten Desterreicher umherzieht, ist wahrscheinlich nicht zum ersten Male auf diesem Gebiete thätig. Seiner Beschreibung nach dürfte er identisch sein mit einem angeblichen R. Buchholz, der im Januar 1891 gefälschte Sammellisten für die Verunglückten von Neapel vorgeblich im Auftrage der Deutschen und der Dresdener Bank bei hiesigen Bantfirmen präsentirte. Beiträge bis 1000 m. eingeheimst. Der Schwindler hat bereits Abg. Schult Bochum( ntl.): Die Schmerzen des Herrn Brömel sind zum Theil antiquirt; wir haben die hohen Rohlen- Auf eine Anregung des Abg. Sombart erklärt der Minister preise überhaupt nicht mehr, die wir im vorigen Jahre hatten. Thielen, daß über die Stellung der Landmesser im EisenbahnDie billigeren Auslandspreise find bei allen Industrien vorhanden, Dienst Erwägungen stattfinden. Ob dieselben eine Verbesserung auch in dem Musterlande des Herrn Brömel, in England. Das der Stellung derselben nach sich ziehen werden, weiß ich nicht. Ausland zahlt uns die Arbeitslöhne und deshalb ist es richtig, Abg. v. Plettenberg bittet den Minister, die Bahnmeister auf Grund eines gefälschten Schriftstücks des Konfuls von möglichst viel ins Ausland zu verkaufen.( Bizepräsident v. Heere: an solchen Strecken, wo infolge des Bergbaues Erdsenkungen mann bittet den Redner, nicht von der Sache abzufchweifen.) ftattfinden, mit Prämien zu bedenken, ähnlich wie die WagenDie Aufhebung der Ausnahmetarife für Kohlen wird auch nicht meister Prämien erhalten für die Entdeckung von Radreifenviel helfen. 7/8 der ausgeführten Rohlen gehen auf dem Rhein Brüchen u. f. w. nach Holland, 1/8 auf der Bahn nach Hamburg. Abg. Sander empfiehlt die Aufbesserung der Gehälter der Minister Thielen: Herr Brömel hätte aus dem Protokoll Bahnmeister. des Bezirks- Eisenbahnraths zu Köln, dessen Verhandlungen auch Abg. Megner bedauert, daß die Eisenbahn- Beamten vielfach bie Vertretung der Siegener Handelskammer beigewohnt hat, so sehr mit Dienstgeschäften überbürdet sind, daß dadurch die entnehmen können, daß die Aufhebung der Ausnahmetarife für Betriebssicherheit leidet. Es sei ein Beamter freigesprochen, weil Kohlen nach dem Auslande nicht zusammenhängt mit der Er- er bei einem Unfall nachweisen konnte, daß er 24 Stunden im Die Affäre in der Johanniterstraße 9 hat sich nunmehr mäßigung der Kohlentarife überhaupt. Die Ermäßigungen find Dienst gewesen sei. aufgeklärt. Der am 17. Februar in der Wohnung der Pron hauptsächlich für den inländischen Konsum, speziell für unsere Minister Thielen: Die Zeitungsnotiz, aus welcher der stituirten Marie Bilow so heißt sie, nicht Bülow erhängt Küstenstriche bestimmt; die Ermäßigungen für den Verkehr nach Vorredner seine Nachricht geschöpft hat, ist auch mir zugegangen vorgefundene Mann ist der sogenannte Bräutigam der B. Er dem Auslande find sehr unerheblich, so daß sie für den Preis und ich habe sofort die Sache untersucht; es hat weder ein Unfall ist refognoszirt als ein gewisser Gustav Gäpfe, mit dem die B. fast gar keinen Einfluß haben. Die Ansichten über den wirth- stattgefunden, noch eine Untersuchung; es ist auch kein Beamter seit einem halben Jahre ein Liebesverhältniß unterhielt. G. war schaftlichen Werth der Staffeltarife gehen vorläufig noch weit 24 Stunden im Dienst gewesen. Man sollte doch wenigstens mit im Besize des Haus- und Stubenschlüssels der B. und hat sich in auseinander. Die Staatsregierung hat sich noch nicht schlüssig dem Stationsnamen kommen, wenn man solche Dinge vorbringt. deren Abwesenheit das Leben genommen. gemacht, ob sie die Staffeltarife demnächst wieder aufheben wird, Abg. Mehner: Die Zeitungsnachricht ist seit 8 Tagen unnachdem die Gründe dafür weggefallen find. Diese Frage ist widersprochen geblieben. Mit Stationsnamen kann ich nicht auf- fich den Besuchern des Thiergartens ein schauerlicher Anblick Ein sichergehender Selbstmörder. Gestern Vormittag bot aber von so großer Bedeutung für das Land und für die Staats- warten, weil sonst die betreffenden Beamten gemaßregelt werden. Dar: Un einem Baume, unweit der Händelstraße hing die Leiche bahnen, daß sie gründlich erörtert werden muß. Es wird beab- Abg. Seer( ntl.) bittet den Minister, die Streckenarbeiten eines Mannes. Derselbe hatte, um mit Sicherheit den Tod zu fichtigt, dem Landes Eisenbahnrath umfassendes Material über während der Zeit der Ernte einzuschränken und dafür zu sorgen, finden, sich erst mittelst eines Messers die Pulsadern an den diese Frage vorzulegen. daß die Arbeiter fleißiger arbeiten, weil sie ein schlechtes Beispiel Armeu geöffnet und sich darauf erhängt. Da die Persönlichkeit Die Einnahmen werden darauf bewilligt. Es folgen die für die ländlichen Arteiter geben. Ausgaben. Minister Thieler: Die Zeit der Ernte ist auch die Zeit, desselben bisher nicht zu ermitteln gewesen ist, so ist die Leich Beim ersten Titel derfelben soll der bereits mitgetheilte wo unsere Streckena: beiten erledigt werden müssen. Daß die im Schauhaufe öffentlich ausgestellt worden. Antrag Hige- Lieber und folgender Antrag der Budgetkommission Arbeiter fleißig arbeiten, darauf sieht schon der betreffende leitende berathen werden: Die Petitionen von Eisenbahn- Bureaudiätarien Beamte. mit Rücksicht darauf, daß die Staatsregierung einer generellen Abg. Dürre( n.) tritt für eine Verbesserung der VerhältRegelung des Diätarienwesens zum Zwecke der Beseitigung der niffe der Eisenbahndiätarien ein. bei demfelben hervorgetretenen Mißstände in Erwägung genommen Geheimer Ober- Finanzrath Lehnert weist darauf hin, daß bat, der Staatsregierung als Material zu überweisen. die Regierung diese Frage schon in Erwägung gezogen habe, aber Ein Liebesbrama hat vorgestern Mittag um 12 Uhr in dem Haufe Alte Jakobstr. 145 einen blutigen Abschluß gefunden. Am 16. d. M. tam aus Wien eine 24 Jahre alte Dame hierher und miethete bei der Wittwe N. h dem genannten Hause ein möblirtes Zimmer. Ihre der Wirthin vorgelegten Papiere lauteten auf den Namen Olga St. Sie erklärte der Frau N., Vergnügungsverein„ Veilchen". Sonnabend, den 27. Februar cr., Mastenball. Billets zu 50 Pfg. bei A. Thomaschte, Urbanstr. 29, v. 3 Tr. r., G. Hemmerlein, Drantenstraße 170, 3 Tr.. und am Fest- Abend in der Garderobe. neuer Mitglieder. Meldung: Beughofftr. Nr. 8 bei Bister. Anfang 4 Uhr. Privat- Theater- Gesellschaft Boruffia. Sonntag Sigung. Aufnahme Fidelitas und Tanz. Freier Diskutirverein. Versammlung Sonntag, 21. Februar, Nachmit Gäste willkommen. Theater- und Artisten- Klub Jugendkraft 2". Generalversammlung am Sonntag, den 21. Februar, Abends 64 Uhr, bei Ritter, Mauerstr. 86, H. 1( Saal): Nachger: Viberitas, Lung daß ihr hier lebender Bräutigam, ein Herr K. in der Rosenthaler-| diese allerdings in lautem Tone hingeworfene Bemerkung irgend Achtung, Charlottenburg. Dienstag, den 22. b. m., Abends 8 Uhr straße, sich von ihr trennen wolle. Ihre Familienverhältnisse welche Aufregung beim Publikum nicht hervorgerufen worden, im tleinen Saale der Bismardshöhe". Bortrag des Genoffen Beyer. DisBersammlung des Sozialdemokratischen Wahlvereins Zeltow- Charlottenburg schilderte sie als höchst unglückliche, da ihr Vater sich der Polizeilieutenant fühlte sich aber belästigt und das tuffton. zum zweiten Male verheirathet und dadurch die sämmt Polizeipräsidium erließ einen Strasbefehl wegen groben abends 9 Uhr, bei Miegel( Alt- Berlin), Stralauerftr. 67, großer tener lichen Kinder erster Ehe veranlaßt habe, das Elternhaus Unfugs" gegen Benshausen. Der Polizeilieutenant befundete zu meiden. Schon früher sei fie in Berlin gewefen und gestern, daß er durch die barsche Borhaltung des Angeklagten behätte damals in der Brunnenstraße bei dem Wäschefabrikanten läftigt worden sei. Er selbst habe den Schuhmann lediglich Gustav 2. Stellung gehabt. Zwei Tage nach ihrer Ankunft ver- darauf hingewiesen, daß er sich mit dem Publikumi nicht in außer Iangte fie nach einem Dienstmann, übergab diefem ihre sämmt dienstliche Gespräche einzulaffen habe.- Rechtsanwalt Latter lichen Goldsachen, welche von ihrem genannten Bräutigam her- mann blieb demgegenüber bei der Behauptung, daß es sich hier rühren sollten, und schickte sie ihm zurück. Dann theilte sie der um einen förmlichen Krieg des Reviervorstandes gegen das Ber- lags 4 Uhr, Markgrafenftr. 88. Tagesordnung: Bortrag und Distusfion. Wirthin unter Thränen mit, daß das Verhältniß sich für immer miethungs- Komtoir handele. Der Denunziant habe bei der ihm gelöst habe. Gestern um 11 Uhr Vormittags schrieb sie einen innewohnenden Gesetzeskenntniß sofort sehen müssen, daß ein Brief an 2., und der Bote bemerkte auf dem Umschlag das Wort„ grober Unfug" hier unmöglich vorliege und der Bertheidiger eilig". Eine halbe Stunde später fegte sich Fräulein St. auf beantragte deshalb, demselben die Kosten der Vertheidigung bas in ihrem Zimmer befindlichen Sopha und antwortete der aufzulegen. Der Gerichtshof war mit dem Amtsanwalt aller Wirthin auf eine ihr sonderbares Benehmen betreffende Frage: ich dings auch der Ansicht, daß hier von einem„ groben erwarte meinen früheren Prinzipal, welcher jede linute er- Unfug gar keine Rede sein könne; er sprach deshalb den Anscheinen muß." Um 12 Uhr flingelt es, und in demselben geklagten frei, lehnte aber den weitergehenden Antrag des Augenblicke frachte ein Schuß. Als der eintretende Herr Vertheidigers ab. die Zimmerthür ausriß, fand er die St. bereits als Leiche vor: sie hatte sich eine Revolverfugel in die linke Bruſt gejagt und lag zurückgelehnt in einer Sopha- Ecke. In dem Laufe der Waffe steckten noch zwei Patronen. Warum sie gerade die Ankunft ihres früheren Chefs abgewartet hat, um sich den Tod zu geben, dürfte ein Räthsel bleiben, da nichts darauf hindeutet, daß sie zu dem Letzteren in irgend welchen Beziehungen gestanden hat. Versammlungen. Sonntag, den 21. Februar, Nachmittags 4 Uhr, bet Knebel, Badstraße 58. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Bortrag über: Servorbringung und Berthetlung. Referent Julius Türt. Gemüthliches Beisammensein. Silfe bei unglücksfällen( Versammlung für Männer und Frauen) am Montag, Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten den 22. Februar, Abends 8% Uhr, bet Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Gemeinschaftliche Uebungsstunde. Gäste Zutritt. Freie Gemeinde zu Riedorf und Umgegend. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 22. Februar, Abends 8% Uhr, im Lofale des Herrn Waldemar Weiß, Prinz Handjernstr. 7. Bortrag. Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen Berlins. Versammlung am Montag, den 22. Februar, Abends 9 Uhr, im Louisenstädt. Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37( gr. Saal). Bortrag über Gewerbe- Schiedsgerichte. Referent Stadtv. Borgmann.- Ausgabe von Billets zum Mastenball für 27. Februar und 12. März. Lese- und Biskutirklubs. Lese- und Distutirklub„ Mar Kayser" Sonntag Nachmittag 3 Uhr, im Restaurant zur„ Schneetoppe", Nostiaftr. 29. Sozialdem. Lese- und Diskutirklub Spinoza". Jeden Montag, Gäste, Damen und " Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von Gefangverein Gefang mann. " Der Fachverein der Tischler( Norden) hielt letthin zwei gut besuchte Versammlungen ab, welche sich mit der Organisations Mit der Ermordung des hiesigen Nachtwächters Braun bekannten Schwierigkeiten, welche der Bentralisation entgegen- Abends 9 Uhr bei Behrend, Blumenthal‍fir. 5. Gäfte, durch Mitglieder einfrage beschäftigten. In der ersten schilderte Maler Link die bends 8 Uhr, bei Hoffmann, Wrangelstraße 82. Herren, willkommen. Befetlub, Sozialdemokrat", Gihung Montag steht eine Berhaftung im Zusammenhang, die vor einigen Tagen stehen, hielt den Entwurf der Generalfommission für diktatorisch; geführt haber- Büngerb in Löwenberg i. M. erfolgt ist. Es hat damit folgende Beerklärte dann, daß im Prinzip die Zentralisation nicht zu ver- 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. wandtniß: Ein Tischlergeselle B. in Löwenberg erzählte am 15. d. Mts. in der Trunkenheit einem Arbeiter, daß er im achten, aber unter den heutigen Verhältnissen die Lokalorganisation yra", Charlottenburg, Charlottenburger Ufer 3 bet Benzin. Jahre 1889 in Berlin eine Prostituirte erdroffelt habe. Als er das Bessere sei und man dieselbe jedenfalls nicht gewaltsam zer- verein der Glasarbeiter zu Stralau„ Vorwärts 7" Rummelsburg, bet Borg nach dieser That wieder auf die Straße gegangen sei, habe eine tören folle. Zum Schluß erinnerte der Redner an das Kartell 7. b. W ,, Vormittags 10 Uhr, bei Kuhlmey, Schönhauser Allee 28, findet KonArbetter Gefanoveretn Vorwärts 2". Sonntag, den Frauensperson ausgerufen: in der Kirche ist ja Fener". Auf zweifelte die Durchführung der Beschlüsse der Generalfonferenz Berlinerfit: 10. gebund der Bauarbeiter, an die Schulden der Generalfommission, be- ferenz fiatt. Gesangverein ,, Vorwärts 3", Friedrichsberg, diesen Ausruf hin seien mehrere Personen, darunter auch ein und kam zu dem Ergebniß, daß man bis jetzt nicht sagen könne, uhr: uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gesangverein, or b Nachtwächter, herbeigelaufen und Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends der Nachtwächter hade ohne jede Veranlassung sofort einen Mann Mann mit die Zentralorganisation sei die beste. In der ziemlich leb- deutsche Schleife", Naunynftr. 86 bet Subeil. Dem Gesangverein, Gsme= Säbel über den Kopf gehauen. Männer- Gesangverein Bieber lust", Die Anwesenden feien Glocke und Wiedemann für einen Versuch mit der Frischmann. 2iebertafel der Maler und verwandten Berufsgenoffen haften Diskussion sprachen unter Anderem die Kollegen ralda", Roppenfir. 35 bei Keller. darüber so in Wuth gerathen, Fichteftr. 29 bet strösche. Gefangverein Senefelder", Jüdenstr. 55 bei daß sie den Nachtwächter durchgeprügelt und dann an einen Baum aufgehängt Kollegen Millarg und Ehrich für die Lokalorganisation einhätten. Hierbei sei auch er betheiligt gewesen. Es ist nun klar, traten. In der zweiten Versammlung, zu welcher Reichstagsdaß diese Aussage Geschwät ist. B., der nicht leugnet, eine solche Aeußerung gethan zu haben, bemerit ja auch, daß er dabei trunken Abgeordneter Bruhn 3 zugesagt hatte, aber nicht erscheinen gewesen sei. Dennoch aber ist er in Hast behalten worden. Er fonnte, gab Kollege Koblenzer der Hoffnung Ausdruck, daß giebt nämlich auch jetzt noch an, in der Nacht, als Braun er form werde ändern lassen. Daß die Politik in der Bentralisation auf dem Generaltongreß sich noch manches an der Organisations mordel wurde, allerdings nahe beim Thatort in einem Lokal ge- vernachlässigt werde, sei hinfällig, übrigens wäre der Fachverein und der gefel wesen zu sein. Judessen habe er sich schon um 12 Uhr nach ja auch kein politischer Verein und unsere seit zehn Jahren ge- Sonntag: Privat- Theatergesellschaft und Artiſtentlub„ um or", Na Hause begeben. Seine Wirthin, die ihm die Thür aufgeschlossen brachten Opfer gälten doch gleichfalls der Allgemeinheit. In der uhr, bet Seinrich, Blücherstraße 81 habe, werde ihm das bezeugen können. Es werden nun bei der Diskussion traten die meisten Redner für die Zentralisation ein, Gemüth Itch feit", Gefelliger Verein der Berliner Barbiers Theaterverein hiesigen Kriminalpolizei nach dieser Richtung Erhebungen an- jedoch hatte Jeder etwas daran zu wünschen. Es wurde schließen tattatet boffmann, Waldemarstraße 61. gestellt, und bis diese beendigt find, muß B. in Hast bleiben. lich gewünscht, die Frage noch möglichst vielseitig zu diskutiren, und wird dieselbe deshalb in kürzester Zeit nochmals eine Verfammlung beschäftigen. Pflicht jedes Kollegen ist es, alsdann zu erscheinen und seine Meinung über die Organisationsfrage frei zu äußern. Herr F. Schönfeldt, Mitinhaber der Firma F. Schön feldt u. Ko., Adolfstr. 12, erklärte uns persönlich, daß das in dem Artikel Trucksystem" erwähnte Zirkular noch niemals einem Arbeiter vorgelegt wurde und werden wird, weil es weder von der Firma und ebensowenig ron einem der Angestellten herrührt, sondern von dem betr. Restaurateur selbst, welcher dadurch bezweckte, sich seiner Jorderungen für gelieferte Getränke 2c. zu fichern. An unsere Leser! Infolge eines Versehens ist im gestrigen Feuilleton ein Theil des Romans herausgeblieben. Wir bringen daher die 43. Fortsetzung des Romans noch einmal zum Abdruck. Polizeibericht. Am 19. d. Mts. wurde im Thiergarten, nahe dem Restaurant Charlottenhof, ein unbekannter, etwa 50 Jahre alter Mann erhängt vorgefunden. Er hatte sich außer dem die Pulsader an der linken Hand mittelst Rafirmeffers geMittags erfchoß sich ein Mädchen in seiner Wohnung in der Alten Jakobstraße mittelst Revolvers. Abends wurde ein Schlächter in seiner Wohnung in der Frankfurter Allee er: hängt vorgefunden. Im Laufe des Tages und am darauf folgenden Morgen fanden sechs kleine Brände statt. öffnet. withelihabet Musehold.- Gef Zentralisation, das heißt dem Verband, wogegen die Kaiser- Franz- Grenadier- Platz 7, bei Berg.- ,, Moabiter Lieberta fel", Die Filiale Berlin des Verbandes deutscher Korb. Stellung zu dem in der Werkstelle des Herrn Kirschke angekünmacher nahm in einer außerordentlichen Generalversammlung digten Lohnabzug. Herr Kirschte hatte geäußert, vom 20. Febr. ab den Lohn für Ballons von 30 auf 28 Pf., für 321/2 auf 30 Pf., und für Krufenkörbe von 60 auf 55 Pf. herabsetzen zu wollen. Die Kollegen mochten darauf nicht eingehen, einigten sich jedoch dahin, daß sie für den alten Preis weiter arbeiten, aber die Rörbe schlug ein Kollege vor, man solle sobald wie möglich eine Agiaus der Werkstatt schaffen und aufladen würden. Im Weiteren tation in den Städten Mühlberg a. E., Wittenberg, Coswig, Niederek i. Schl. u. s. w. unternehmen, woselbst die Körbe um 10 Bf. billiger hergestellt würden als hier. Merde dort nicht mehr zu Schleuderpreisen gearbeitet, so könne man in Berlin Kenntniß, daß die über die Werkstatt des Herrn Boguts verhängte einen besseren Lohn verlangen. Im Verschiedenen tam zur Sperre aufgehoben ist, also wieder Mitglieder daselbst arbeiten fönnen. Ferner gab Kollege Karl bekannt, daß die neuen Statistikbücher in der Versammlung auslägen, man möge fie besser als im Vorjahre verbreiten. Die alten seien unbedingt in der Versammlung am 22. Februar abzuliefern. Der Kassirer er mahnt dann zur pünktlicheren Bezahlung der Beiträge, damit nicht die Summe zu groß wird und der Verein nicht so viele Eine gauze Reihe dreister Wechselschiebungen bildete fleißige Agitation für den Berband und wünschte, daß die der die Grundlage einer Anklage wegen Untreue, Betruges Organisation noch fern stehenden Kollegen endlich zu der Einsicht Mitglieder durch Resiiren verliert. Der Vorsigende ersuchte um und Unterschlagung, welche den Kommissionär Hermann tänien, daß bessere Existenzbedingungen nur durch Einigkeit der Sohn gestern vor die zweite Strafkammer des Landgerichts I Kollegen geschaffen werden können. Der Zeitungsverbreiter, führte. Der Angeklagte, welcher schon einmal wegen Untreue vorbestraft ist, beschäftigt sich mit der Besorgung von Geldern P. Hannig, wohnt Püdlerstr. 69, 3 Treppen. Der Arbeits: für Offiziere, Kaufleute und andere Personen, welche sich in nachweis befindet sich Wienerstr. 11, bei Herrn Jungnickel. Die Geldverlegenheit befinden, und steht mit verschiedenen Geld- nächste Versammlung findet am 22. Februar, Abends 8 Uhr, männern in Verbindung. Im vorigen Jahre hat er nun auf bei Roll, Adalbertstr. 21, statt. diesem Gebiete tie größten Betrügereien verübt und eine große Anzahl von Personen hineingelegt. Ans Weißensee schreibt man uns: Die auf vergangenen Die An- Montag vom fozialdemokratischen Arbeiterverein anberaumit geflage führte nicht weniger als 33 Fälle auf, in denen der wesene öffentliche Vereinsversammlung verfiel leider der polizeiAngeklagte es fiternommen hatte, die Wechsel geldbedürftiger lichen Auflösung und zwar war dies dem Auftreten eines der soGerichts- Beitung. bet Toltsdorf. Gefangverein Harmonie 2" Landsbergerstr. 31 Gefangverein Tonblüthe", Görligerstr. 58 - Gesangverein Blüthe", Prenzlauer- Allee 26 bei Riedel. ,, Sängerchor der Chirurgischen Branche", Alte Schönhauser= traße Nr. 43 bei Reimann. Gefangverein ,, Morgenroth" 2, Charder Zimmerer Berlin Weſt. grub" Friedrichshagen bei Blant. lottenburg, Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80. Gesangverein Sänger Gesangverein, Froh' Hoffnung" Gesangverein ,, Gleichheit", appel" Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend, Montag: Kollegienschaft -Theaterverein Hoffnung" bet Schneider, Abalbertstr. 8. Rauchflub Deutscher tico e t" stoppenstraße 48c. Privat Theatergesellschaft Stern", te Jakobftraße 120. am Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, benb Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein Don 8-10 Uhr, Männerabtheilung.- ,, Berliner Turngenossenschaft 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Pant str. 9-10 im effing- Gymnasium. Turnverein ,, Osten", Lehrlingsabtheilung, Montag Baumann, Reichenberger's ange von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Männer- Gefangverein, " Tyrolienne". Montag und Sonnabend 9 Uhr Uebungsjunde bei traße 31, bet Winschold. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gesangverein, Harmonie 2", Landsberger Streligerstraße Nr. 16, bei Becker. Rauchtlub Weiße Wolte". Montag Abends von 9-11 Uhr, Rauchtlub Deutscher Michel" Montag Abend von 8-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg Mr. Rauchtiub„ Freiheit", jeden Montag um 9 1hr bei Wuttle, Friedrichsberger tauchtiub„ Grnst und Scherz". Jeden Sonntag, Nachmittag 6 Uhr, in Blaue Qua st e", Abends 9 Uhr Pflugstraße 16 bet Dubeck. Rauchtlub Brüberlichtett" jeden Montag von 9-11 Uhr bei Dresdener Barten, Dresdenerstr. 45. Gäste willkommen. Willy Schmidt, Wrangelstr. 141: Sigung. Gäste willkommen. Geselliger " straße 4. Rauchklub Bergnügungsverein, Freundestreue", suhr, im Restaurant Berth. Brinzenstraße 106.- Bergnügungsverein Fidelio", Montag Abends 9 Uhr " im Restaurant„ Sum Reichsgarten", Orantenstr. 108. Damen und Herren ond Gäste willkommen. Berein, Amicitia", Sigung Sonntags um 3 Uhr im Bereinshaus, off Bergnügungsflub Mephisto", Montag Abend 8% Uhr bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Vergnügungsverein Edelweiß 2" Montag im Restaurant Reichsgarten, Oranienstr. 108. Vergnügungs straße 118. Damen und Herren willkommen. Privat- Theatergefeufchaft, nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bet Krebs, Ohmgasse 2. Gäste, Damen und Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saal, Berlebergerstr. 13. Gäste willkommen. Herren, willkommen. Privattheater- Gesellschaft Augusta Victoria". Bollack- Club" Eintracht", bei Gustav Schulze, Wienerstr. 68. Gäste will tommen. Geselliger Bergnügungsverein Nord" Sonntag Nach mittag 4 hr bet Rade, Millerfir. 101. Gäste," Serren und Damen, will Dhingaffe 2. fommen. Theater und Pantomimenverein Fideler Geist bei Strebs, Gefelliger klub ,, Namen Ios". Jeden Montag bei Abra Theater- und Vergnügungs- Verein„ Amor", Sigung Montag, 9% Uhr, bet Nach der Sigung Fidelitas. ham, Straßburgerstr. 5. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, willkommen. Sizung jeben Sonntag, Abend& Uhr im totale des Theater- und Berage 18- Bereinigung jeden Gonntag, Solzmarttstr., part. Lese- Uebungen. Fidelitas. Gäste mit Berständniß für Literatur, Damen nicht unter 16, Herren über 20 Jahre, willkommen. rete Vereinigung der Kaufleute. Jeden Montag Abend: Ges Kummer, Ackerstr. 13 Aufnahme. Herren und Damen dazu willkommen Bergnügungsverein hand in hand " Psyche", gnügungs- Verein. Sizung jeden Sonntag, Abends 6 Uhr, Königstadt- Kasino fellige Bufammenfunft der Mitglieder bei Bodenburg, Kommandantene ftraße 10-11, Daselbit Ausgabe der Bibliotheksbücher. Vermischtes. Depeschen. Wie Personen zu diskontiren, die Gelder aber, die er daraus erlangt genannten" Unabhängigen" zu veroanken. Als der Vorsitzende Wegen Sittlichkeitsverbrechens in mindestens 70 Fällen, hatte, unterschlug oder seine Auftraggeber mit Wechseln von Die Versammlung eröffnete, bemerkte er, daß der" Unabhängige" verübt an Gefangenen des Liebauer Gefängnisses, wurde der Personen abspeiste, welche nicht einen Pfifferling ihr Eigen sich mit mehreren Frauen Eintritt verschafft hatte, und wies so- Gefangenen- Aufseher Franz Bogel aus Liebau zu 4 Jahren nannten. Auch eigene Afzepte theilte er verschwenderisch aus, fort auf die gesetzliche Unzulässigkeit dessen hin, gleichzeitig die Zuchthaus und Ehrverlust auf gleiche Dauer verurtheilt. obwohl er wußte, daß dieselben noch nicht einmal den Werth Frauen auffordernd, den Gaal zu verlassen, welcher Aufforderung war es möglich, daß das Scheusal dieses Verbrechen so lange be von Mafulaturpapier hatten. Der Angeklagte wurde in einem auch Folge geleistet wurde. Als darauf Genosse Silberberg gehen fonnte, ohne entdeckt zu werden? Falle der Untreue, in einem Falle des Betruges und in sechs zu seinem Vortrage über: Sklaventhum und freie Arbeit" das undzwanzig Fällen der Unterschlagung für schuldig befunden und Wort ergriff und ungefähr 15 Minuten gesprochen hatte, erhob einen Gastwirth aus Strehlen zu 6 Monaten Gefängniß, weil Gerechte Strafe. Die Strastammer Brieg verurtheilte vom Gerichtshofe zu drei Jahren Gefängniß und Ehr- fich der Gendarm und erklärte die Versammlung trotz des energischen er mit einem Arbeiter eine ette eingegangen war, wonach verlust auf die Dauer von fünf Jahren bestraft. Einspruchs seitens des Vorstandes für aufgelöst. Der Oben- letzterer einen Liter Kornschnaps in zwei 3ügen zu Einen eigenthümlichen Beitrag zu dem großen Kapitel mit dem Gaal in direkter Verbindung stehenden Raum begeben war am nächsten Morgen eine Leiche. genannte hatte sich nämlich mit den Frauen unbemerkt in einen leeren hatte. Der Arbeiter beging die wahnwißige That und vom groben Unfug" lieferte eine Verhandlung, welche und so absichtlich die Aufmerksamkeit der Beamten auf sich gestern vor dem hiesigen Schöffengerichte gegen den Portier Schriftsteller Sawalischin, der Letzte der am Dekabristens Benshausen stattfand. Der Angeklagte ist Portier in dem enten gewußt. Es zeigt dieser Vorfall zur Evidenz, zu welchen Aufstand des Jahres 1825 betheiligt Gewesenen, ist in Mostau großen Gefirdevermiethungs- Komtoir in der Jägerstraße. Zwischen lich, wenn man sich die Personen vergegenwärtigt, welche speziell frivolen Mitteln diese Leute greifen, um uns zu schaden. Wahr gestorben. Dem Reviervorstande und dem Inhaber des Geschäfts waltet in Weißensee zur Opposition" übergetreten find, so muß man schon seit geraumer Zeit ein nicht freundliches Verhältniß, wenigstens fagen, daß die" Unabhängigen" um diefen Zuwachs in feiner behauptete in der gestrigen Berhandlung der Vertheidiger, Rechts- Weise zu beneiden sind. Uns fann es nur zum Vortheile ge= anwalt Lattermann, daß der Polizeilieutenant Gadamer furz reichen, wenn die sozialdemokratische Partei von solchen Elementen, hintereinander viermal unrichtige Denunziationen gegen den In welche die Partei im Uebrigen blos als„ melfende Kuh" be Gachsen, zu dem 27 Städte 70 Abgeordnete gesandt hatten, fabes ( Depeschen des Bureau Herold.) haber des Bermiethungs- Komtoirs erstattet habe, die jedesmal zur trachteten, gefäubert wird. Gleichzeitig sei bemerkt, daß die den Beschluß, an den Landtag eine Petition um Ablehnung des Salle a. S., 20. Februar. Der Städtetag der Proving Freisprechung des Denunzirten führten. In einem Falle seien sogar nächste Vereinsversammlung Montag, den 22. Februar, Abends Bolksschulgefeh- Entwurfs zu richten. Die Kosten der Vertheidigung der Staatskasse zur Last gelegt worden. 8 Uhr, im Saale des Herrn Häbling, Langhansstraße 106, mit Der Vertheidiger berief sich auch auf Atten, aus denen hervor- derselben Tagesordnung stattfindet. gehe, daß der Polizeilieutenant wiederholt wegen unangemessenen Betragens gegen das Publikum gemaßregelt und wegen Beleidi- tigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Die nächste gung bestraft worden sei. Der Angeklagte, welcher früher felbst Bersammlung finbet Sindernisse halber erst am Montag, den 29. Februar, bei für den Bahnbau Jekatarinenburg- 3latoust die Vorarbeiten noch Schußmann gewesen ist, fennt einen Tagesbefehl vom 81. Juli Joel, Andreasftr. 21, statt. Die„ Gleichheit" wird alle 14 Tage in den Bahl in 1876, durch welchen die polizeilichen Straßenposten angewiesen tellen abgegeben, Beiträge werden jeden Sonnabend Abends von 7-9 Uhr, werden, etwa vom Publikum erbetene Auskunft bereitwillig und bafelbst angenommen. Paris, 20. Februar. In unterrichteten Kreisen hält man bescheiden, aber kurz zu ertheilen. Im Oktober v. J. richtete nun uhr, in den Arminhallen, kommandantenni, en bruger Abend. Großen identisch sein wird mit dem bisherigen. An die Spize Verein für wahrscheinlich, daß das neue Ministerium im Ganzen und der Angetlagte an den vor dem Komptoir Posten stehenden Schuh den 21. Februar, Abends 7 Uhr, bet Joel, Andrasftr. 31. Achtung, Schuhmacher. Großer Wiener Nastenball heute, Sonntag, desselben dürften Conftans oder Ribot treten. mann eine Anfrage, welche dieser aber nicht recht verstand. The der Schuhmann weiter darauf eingehen konnte, erschien der Polizei- Vereinsversammlung bei Beyer, Neue Grünftr. 14 Bortrag. Achtung, Schäftebrauche. Sonntag, den 21. Februar, Abands uhr, Vormittag und Nachmittag Sihung halten. Delegirte deutscher Brüffel, 20. Februar. Der morgige Sozialistenkongreß wird lieutenant Gadamer zur Kontrolle bei dem Schuhmann und wies denden al. Februar, Nachmittag& Uhr, in Werner's Salon, Dranienstr. 170, Streit bekämpfen. felben- wie der Angeklagte behauptet in barschem Tone dahin an: 6of 1 r., Sigung. Fidelitas. Privat- Theater- u. Vergnügungsverein„ Elmenhorst". Sonntag, Bergleute werden erwartet. Das Komitee wird den allgemeinen Geben Sie dem da feine Antwort." Der Angeklagte will diese Fachverein der in Buchbindereien, der Papier- n, LederwaarenAnweisung als im Widerspruch mit dem erwähnten Tagesbefehl nutrie beschäftigten Arbeiter. Montag, den 22. Februar, Abends präz. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) stehend erachtet und darauf erwidert haben: Sch habe blos eine gatobftraße gentliche Generalversammlung in Feuerstein's Salon, alte welchen die Uhrenfabrikation betrieben wird, herrscht großer Bern, Sonnabend, 20. Februar. In den Bezirken, in Frage an den Echuhmann gerichtet und eine Antwort darauf bringen. Vorstandswahl und Abrechnung. Mitgliedsbuch mit werde ich wohl bekommen müssen das wäre ja noch schöner!" Achtung, Suchdrucker. Montag, den 22. Febuar, Abends 8 Uhr, bei eine besondere Nothstandskommission eingesezt und derselben Nach dem Zeugnisse des vernommenen Schußinanns ist durch demokratischen Rub bit the 25, außerordentliche Berammlung des Sosial infort 12 000 Fris. überwiesen. Klub der im Buchbruckgewerbe befch. Urbeiter". Freie Vereinigung fämmtlicher in der Papier- Saduktvis beschäf75. 23. Wien, 20. Februar. Die einst hochgefeierte Sängerin an der Wiener Hofoper Rosa Gsillag, starb heute in größter Armuth. Petersburg, 20. Februar. Die Staatsregierung beschloß diesem Sommer vorzunehmen. Allen Freunden und Genossen die Zu dem am Sonntag stattfindenden traurige Nachricht, daß mein einziger, Bekanntmachung. Bodbier- Antich empfehle ich allen guter Sohn Alexander Stein im Alter von 18 Jahren am 18. Fe Um unliebsame Prozesse zu ver- Freunden und Bekannten mein Lokal. bruar für immer von uns geschieden meiden dem Publikum zur AufDie tiefbetrübten Eltern u. Geschivister. Fris Stein, Brandenburgstr. 19. Adolf Siewert, Schankwirth, Görligerstr. 50. Schneider's Festsäle. 15. Belforter- Strasse Nr. 15. ( 3-400 Personen fassend.) „ Die Gleichheit" Beitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen. Herausgegeben von Emma Jhrer in Velten( Mark) Habe noch einige Sonnabende und unter der Redaktion der Frau Klara Zetkin( Eissner), Stuttgart. Sonntage im März und April frei. 1515b Erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf. Alle Kolporteure, Zeitungsspediteure, sowie der Vereinszimmer ist frei StallschreiberStraße 58. 1484 ist. Unser Schmerz ist unermeßlich. klärung, daß wir Hebeammen Berlins 1520b] Die Beerdigung findet am Sonntag nach Begutachtung der Sachverständigen Nachmittag um 2 Uhr von der Leichen für eine Entbindung je nach Stand halle des Krankenhauses Urban nach und Dauer 10-30 Mark und für dem Friedhof der freireligiösen Ge- jeden Besuch vor oder nach der Gemeinde statt. [ 15236 burt 1-1,50 Mark zu beanspruchen haben. Dies veröffentlicht im Namen sämmtlicher Hebeammen Der Vorstand 479M des Humanitätsvereins B. H. Wohne jetzt: Oranienstr. 55, amereinszimmer mit Piano, bis 80 Morigplay. Sprechst. 9-1, 3-5. Personen fassend, zu vergeben. W. Weiss, Gr. Frankfurter straße 80/81. Ein frdl. Vereinszimmer für 20 bis 25 Personen ist zu vergeben bei 20272 Pohl, Grünthalerstr. 65. Allen Verwandten, Bekannten und Freunden die traurige Nachricht, daß mein geliebter Batte Meine Poliklinik ist von Borm. 8-9, Nachm. 1-3, 5--6 geöffnet. Unentgeltliche Behandlung von Unbemittelten. 1310b Friedrich Behrend nach langem Leiden am 19. Februar sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 2 Uhr auf dem Thomas- Kirchhof statt. 1535b Die trauernde Wittwe Behrend. Dant, herzinnigsten Dank allen werthen Theilnehmern, Verwandten, Freunden, Bekannten und Kollegen für ZahnarztMaschke, Markgrafenftr.78, II. die überaus herzliche Theilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Gattin u. meines Kindes Mutter Wilhelmine Döhne. Die Hinterbliebenen. Gustav J. Semmel, praktischer Zahnarzt. Zahnärztliche Poliklinik. Bestes Weißbier Sprechst.: 8-9, 5-6/ 2 br. 1403b hue Wasserzusak, Künstliche Zähne 2 Mark. 16 große oder 32 fleine für 3 Mart Plomben von 1,50 M. an. Schmerzliefert Emil Böhl, Döhne und Tochter Martha. 1534b loses Zahnziehen 1 M. Sprechstunden 8-7 Uhr. Zahnarzt Robert Wolf, Kranzbinderei n. Blumenhdig. Don J. Meyer, Wienerstr. 1, Berlin. Nur hier in der Ecke bei der Manteuffelstraße. Guirlanden Meter von 15 Pf. an, Bouquets von 1 Mt. per Dußend an. Für gute preiswerthe 1.Falckensteinstr.22. 19872 Frankfurter Allee 74. Chausseestr. 123 am Oranienb. Thor. Fernſprech- Unſchluß Amt VII b. 1511. R. F. 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Lages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragelasten. Des wichtigen Vortrages wegen ist es Pflicht eines jedes Zimmerers, ganz besonders der arbeitslosen DE in dieser Versammlung Der Vorstand. J. A.: R. Päseler. zu erscheinen. 1499b Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 21. Februar 1892, Abends 6½ Uhr: 2 Versammlungen. Fachverein der in Buchbindereien, der Papier- u. Lederwaaren- Montag, den 22. Februar 1892 Industrie beschäftigten Arbeiter Ausserordentliche General- Versammlung Montag, den 22. Februar, Abends präz. 9 Uhr, in Feuerstein's oberem Saal, Alte Jakobstr. 75. Zages Ordnung: des Vereins aller Versammlung Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche im Lokale des Herrn Paster, Neue Rönigstr. 7, Abends präz. 9 Uhr. Tagesordnung: 1. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 2. Abrechnung vom Sommerfest und den am 12. Eeptember und 31. Dezember stattgefundenen Ver- 1. Vortrag.( Referent wird in der gnügungen. 3. Neuwahl der Arbeitsnachweis- Kommission. 4. Wichtige Kassen- Bersammlung bekannt gemacht.) 2. DisAngelegenheiten. 5. Verschiedenes und Fragekasten.-Aufnahme neuer Mit fussion. 3. Billetausgabe zum Stiftungsglieder. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. feft. 4. Unsere Matinee. 5. Ver NB. Die Lederarbeiter werden ersucht, ihre Mitgliedsbücher so schnell schiedenes. Gäste stets willkommen. wie möglich umzutauschen. Gleichzeitig machen wir bekannt, daß Sonnabend, Die Versammlung wird präzise 9 Uhr den 26. März, unser diesjähriges Stiftungsfest im Konzerthaus Sanssouci eröffnet. stattfindet und bitten wir alle Kollegen, sich recht rege am Vertrieb der Billets zu betheiligen. Statutenänderungen bitten wir beim Kassirer in Empfang zu D. D. Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Th. Metzner: nehmen. Was bietet uns die Schule, was bietet uns das Leben", und 439/12 NB. Die Mitglieder werden ersucht, sich die Nachträge einhändigen zu laffen. Auch werden diejenigen Mitglieder, welche noch mit Beiträgen restiren, ge Grenadierßraße bei Seefeldt: Vortrag des Herrn L. Henning: Mord Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10-11. beten, diefelben zu begleichen. und Selbstmord". Nachher in beiden Versammlungen nach den Vorträgen: Gesellige Unterhaltung u. Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 21. Februar, Abends 6 Uhr, 437/3 2 grosse Versammlungen. Nord- Bezirk: bei Pyrted, Gipsstr. 3. 1. Vortrag des Hrn. Dr. Cantorowicz über: Ansteckende Krankheiten." 2. Diskussion. O- Bezirk: bei Joël, Andreasstr. 21, tleiner Saal. 1. Vortrag des Herrn 3. Verschiedenes.» Boltsmeinung und Volksbildung. 2. Diskussion. In beiden Versaumlungen nachdem geselliges Beisammensein mit Zanz. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Sonnabend, den 27. Februar 1892: Stiftungs- Fest Des Sozialdemokratischen Wahlvereins f. den V. Berliner Reichstags- Wahlkreis. unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Vorwärts II", unter Leitung des Herrn Gutau, Dirigent des Arbeiter- Sängerbundes. Bestehend in Gesang, Tanz und Vorträgen. Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten J. Auer. Anfang 9 Uhr. Entree: Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. 482/1 Mitglieder, die nachweislich arbeitslos sind, können Freibillets in Empfang nehmen beim Kassirer W. Schulz, Mulackstr. 17. Der Vorstand. Achtung! Große Versammlung Ahtung! Achtung! 385/12 des Allgemeinen Arbeiterinnen- Vereins Berlins u. Umgegend ( Filiale Norden) am Dienstag, den 23. Februar, Abends 8 Uhr, bei Knebel, Badstr. 58. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Gerisch. 2. Diskussion. 3. Wahl des Vor standes. 4. Verschiedenes. Herren und Damen als Gäste sind eingeladen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreichen Besuch bittet 176/7 Der Vorstand. Verband der Geschäftsdiener, Pader und Berufsgenossen. Bureau und Arbeitsnachweis: C., Neue Grünstr. 10, I. Fernspr.: Amt 1, 810. Montag, den 22. Februar, Abends 9 Uhr: Große Versammlung 1555b Der Vorstand. Zentral- Kranken- und Begräbnißkasse für Frauen und e. s. 26. Sis: Offenbach a. M. Mädchen Deutschlands. Die Kaffe nimmt als Mitglieder Frauen und Mädchen vom 14. bis 45. Lebensjahre auf. Das Eintrittsgeld beträgt 25 Pf. 1 Mart. Der wöchentliche Beitrag 20 B. Als Krankenunterstügung wird 7,20 M. wächentlich oder Berpflegung im Strangehause Das Begräbnißgeld trägt 60 m. Billets sind zu haben bei Wagner, Neue Königstr. 89; Gumpel, Barnim Elfaffer u. Kl. Hamburgerstr.- Ecke; F. Berndt, Neue Schönhauserstr. 18; Brückner, Lothringerstr. 67. Straße 42; Strüger, Sirten- u. Amalienſtr. Gce; Drescher, Linienſtr. 50; Wittchow, ſtraße 49. SW. Verwaltungsstelle II: Zentral- Krankenkasse der Wagenbauer Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 27. Februar 1892: 152/9 Beitrittserklärungen werden entgegen genommen: SO. Verwaltungsstelle I: Wilh. Papke, Reichenbergerstr. 155, Quergeb. IV; Emil Brödel, ManteuffelBertha Luk, Puttkamerstr. 7, Laden. N.Verwaltungsstelle III: F. Dolz, Bergstraße 80, Quergeb.; Wilhelmine Grüne wald, Prinzen- Allee 27, III. O. Ber waltungsstelle IV: Emil Müller, Memeleritr. 31, H. IV; Herm. Gehrhardt, Lichtenbergstr. 7, Quergeb. IV Grosser Wiener Maskenball Lithographen, Steindruker und im Feen- Palat, Burg- und Wolfgangßraßen- Ede. Anfang 8 Uhr. Berufsgenossen. Frühschoppen Heute Vormittag 9 Uhr: Billets à 50 Pf. find bei folgenden Herren zu haben: G. Tempel, Breslauerstr. 27; G. Faltenberg, Ackerstr. 53, I.; H. Rosenfe, Exerzierstr. 7, III.; bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. 464/4 im Louisentädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße Nr. 37.. Echulz, Skalizerstr. 74, III.; J. Kleiber, Dennewißſt". 26; J. Brüß, Gesangsvereins- Mitglieder sind freund1. Mittheilungen. 2. Vortrag über: Gewerbe- Schiedsgerichte. Referent: Brunnenstr. 113, I.; 2. Bott, Frie enſtr. 11, IV.; F. Hoffmann, BremerStadtverordneter Borgmann. 3. Diskussion. 4. Aufnahme neuer Mitglieder ftraße 47, IV.; Charlottenburg: Mierke, Englischeſtr. 31; Rummelsburg: und Ausgabe der Billets zum 27. Februar( Ressource) und 12. März( üftien. König, Lessingstr. 17, II. brauerei Friedrichshain). 5. Geschästliches u. Fragekasten. Gäite gern gesehen. 1533b Jeder Hausdiener ist eingeladen. E 442/5 Der Vorstand. Stuckateure! Montag, 22. Febr., Abds. 8 Uhr, bri Seefeldt, Grenadierstr. 33. Versammlung d. Fachvereins d. Stuckateure u. Berufsgen. Zages Ordnung: J. A.: F. Hoffmann. lichst eingeladen. Erscheint alle Mann! Mit follegialem Gruß Pinkau Leipzig- C. Sillier. Achtung! Schuhmacher! Berein Berliner Hausdiener. Am Sonntag, den 21. Februar, Grosser Wiener Masken- Ball 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: Kirche und Humanität". des 2. Disfussion. 3. Gewerkschaftliches. G Säfte willkommen. 393/12 Der Maskenball findet am Sonnabend, den 5. März, in Sanssouci statt. Billets sind in der Versammlung zu haben. Der Vorstand. in Joël's Festfälen", Andreas- Straße Nr. 21, arrangirt von Mitgliedern Dienstag, den 23. M., 9 Uhr, in den Arminhallen, Rom mandantenstr. 20, Grosser geselliger Abend, bestehend in humoristischen Vorträgen, Ueberraschungen und Tanz. Auch Billets zu den am 19. März Gäste willkommen. Vereins deutscher Schuhmacher und der Zentralstattfindenden Maskenball zu haben. Kranken- und Sterbekasse( Zahlstellen Berlin). Anfang 7 Uhr. 10 Uhr: Demastirung. Entree 50 Pfg. Billets find in allen mit Plakaten belegten Lokalen und bei folgenden Kollegen zu haben: Karl Fleischer, Buckowerstraße 4, Hof links 3 Tr.; August Dresdenerstraße 116; Manuel, Fehrbellinerstraße 14, Keller. Verband der Möbelpolirer Berlins u. Umgegend. Fleiſcher, Höchſteſtraße 11, 2£ r.; Kördel, Forſterſtraße 7, Keller; Gründel, Montag, den 22. Februar 1892, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Bolzmann, Andreasstraße Nr. 26: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Ausgabe der Billets zu dem am 12. März im Konzerthaus Sanssouci stattfindenden Maskenball. 4. Geschäftliches. 232/17 Achtung! Der Vorstand. Stellmacher! Achtung! Große öffentliche Versammlung am tittwoch, den 24. februar, Abends 8½ Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20. G Tages Ordnung: 1. Die Verhältnisse im Stellmachergewerk, betreffe des Einkommens und der Ernährung. Referent: Herr Millarg. 2. Diskussion. Achtung, Rixdorf! Große öffentliche Volksversammlung der Kommunalwähler- Abtheilung 3. Klasse am Montag, den 22. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Niesegk, Bergstraße 129. 421/4 Tages- Ordnung: 1. Aufstellung der Kandidaten. 2. Ausstellung eines Wahlfomitees. 3. Mittheilung des Vertrauensmannes. Alle Kommunalwähler 3. Klasse sind hierzu eingeladen. Der Vertrauensmann. Cöpenick. 21 8. Wie ftellen fich die Stollmacher Berlins zu dem diesjährigen deutschen Arbeiterverein für Cöpenick n. Umg. Stellmacher Rongreß. 4. Gewertschaftliches und Verschiedenes. 1526b Um recht zahlreiches Erscheinen bittet Der Einberufer. Kutscher! Achtung! Achtung! Sonntag, den 21. Februar 1892, Abends 7 Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstr. 83. Große öffentliche Versammlung der Kutscher und aller im Fuhrwesen beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend Tages- Ordnung: 1. Bortrag über: 3weck des Gewerkschafts- Rongresses zu Halberstadt". Referent: Theodor Glocke. 2. Disfuffion. 8. Eventuelle Wahl eines Delegirten. 4. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tages- Ordnung ist es Pflicht eines jeden Rutschers in dieser Versammlung zu erscheinen. 195/12 Köpenick. Der Einberufer. Arbeiter- Verein für Köpenick und Umg. Große öffentliche Vereins- Versammlung am Dienstag, den 23. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokal der Herren Wiedemann n. Manofski in Adlershof. Zagesordnung: 1. Bortrag über: Die Entstehung und Entwidelung des Eigenthum 3. Referent: Th. Glocke. 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegenheiten. 104/15 Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. NB. Die Billets zum Vergnügen können in dieser Versammlung in Empfang genommen werden. D. D. Am Sonnabend, den 27. Februar cr., im Lokale der Herren Wiedemann& Manofski in Adlershof: Großes Winter- Vergnügen verbunden mit Theater, Vorträgen und Tanz, unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Morgenroth", Göpenick, ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). دو eine Zukunft." Soziales Bild in 3 Abtheilungen von Heinrich Friedrich. Zur Aufführung gelangt: Die Arbeiter Vereine haben doch Die Wiufit wird von Berliner Berufsmusikern ausgeführt. Billets für Mit Riegerstraße, zu haben. Billets für Nicht- Mitglieder, Herren 50 Pf. und glieder à 25 Pf. find bei den Herren Einsinger, Grünauerstraße, und Schwan, Domen 25 Pf., sind bei den Herren Einsinger und Hertel, Grünauerstraße, und Schwan, Riegerstraße, sowie bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern und an der Abendkasse zu haben. Kaffenöffnung 7 Uhr. Um rege Betheiligung bittet Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. 1539b H. Richter, Optiker, Berlin, C. Spittelmarkt,( Wallstr. 1) und Weinbergsweg 15b, am Rosenthaler Thor Anerkannt beste und billigste Bezugsquelle aller optischen Artikel. ох Rathenower Alumin gold- Brillen und Pincenez, " " garant. nie schwarz werd. M. 2,30 Nickelbrillen u. Pincenez 1,50 2, do. allerfeinfte Qualität Rathenower Stahlbrillen 1, Alles mit den besten Rathenower Krystallgläsern I. Qual. versehen. Operngläser, rein achromat. M. 6. Neu! Richter's Opern- u. Reiseglas: ,, Excelsior inkl. Lederetui u. Riemen M. 12, übertrifft alles bisher Gebotene. Prompter Versandt nach außer halb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. Genaueste Fachkenntniss. Eigene Werkstatt. Sonntags bis 6 Uhr geöffnet. Möbel, 1862L Spiegelu. Polsterwaaren, fowie ganze Ausstattungen, empfiehlt der Mitgliedsbücher in Empfang genommen werden. Mitglieder, welche langer NB. Die Billets für Mitglieder können jedoch nur unter Vorzeigung Berliner Strasse 40, am Denkmal. H. Strelow, Rirdorf, als 3 Monate restiren, haben die Reste zu entrichten oder den Preis von Billets für Nicht- Mitglieder zu zahlen. 104/6 Der Vornand. Bestellungen auf Vorwärts", Volks blatt, fowie sämmtl. fozialdemokr. Beitungen u. Zeitschrift., auch Annoncen in dieselben nimmt entgegen 1990 Fr. Richter, Köpenid, Möbel Spiegel- und Polsterwaaren- Magazin. 18 Ganze Ausstattungen Küchenmöbel in grosser in Mahagoni u. Nussbaum. Auswahl empfiehlt Julius Apelt, Sebastianstraße 27-28. Reelle Waare. [ 1992 L] Müggelheimerftr. 8, parterre. G. gut einger. Grünkram- Geschäft nebst Mehl u. Vorfost, neue Rolle, für 1000 M. Umst. halb. 3. verf.( Parterre, Prompte Bedienung. Ladenmiethe 500 M. Näheres Anton Straße 1 bei Steinbach.) 15066 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 44. Aus England. London, 16. Februar. 2208 Sonntag, den 21. Februar 1892.2 X " 9. Jahrg. sationen haben zur Folge, daß selbst sozialistisch gesinnte Arbeiter Eine gut besuchte Mitgliederversammlung des Vers bei der Wahl noch, um feine zwecklose 3ersplitterung der Stimmen eins zur Wahrung der Interessen der Maurer herbeizuführen, mit den bürgerlichen Radikalen gehen. Erst wenn Berlins und Umgegend hörte sinen Vortrag des Genossen England eine nennenswerthe sozialdemokratische Partei hat London fteht augenblicklich wieder einmal im Zeichen eines zu der es heute erst die Keime, diese allerdings in erfreulich am Schluß seiner Ausführungen reichen Beifall. An der Dis England eine nennenswerthe sozialdemokratische Partei hat Reßler mit großem Intereffe an und sollte dem Referenten Wahlkampfes: am 5. März sollen die Neuwahlen für den Londoner Grafschaftsrath stattfinden. Diese Körperschaft bildet die wachsender Anzahl besitzt, wird dies anders werden. fuffion betheiligten sich die Kollegen Blaurod und Wille. Bur Beit stellt England in Bezug auf die sozialistische Be- Eine an den Referenten gerichtete Frage, wer die erste Dampfmunisipale Zentralvertretung der Riesenstadt; nur das Zentrum wegung eigentlich das Ideal der Verehrer der freien Gruppen" maschine erfunden habe, wurde dahin beantwortet, daß dies der der Geschäftswelt, die City von London, mit ihren Reichthümern, dar. Die Bewegung ist so individualifirt"" wie nur möglich. Engländer Newcomen gewesen sei. Unter Gewerkschaftlichem ist ihrem Einfluß entzogen und verwaltet sich auf Grund ihrer Die Wirkung dieser Individualisirung ist jedoch nicht, wie fich richtete Kollege Wernau die Frage an Genossen Reßler, mittelalterlichen Privilegien selbst. jene guten Leute einbilden, die größere Sicherstellung der Reinheit wie weit es mit dem Zentral- Arbeitsnachweis gediehen sei, welcher Die Gristenz des Grafschaftsraths ist sehr jungen Datums, des Prinzips", sondern, da selbst die individualisirtesten Individuen von der früheren Freien Vereinigung der Maurer Berlins dem das jetzt abtretende Kollegium desselben war das erste in seiner nicht in der Luft leben, das Zustandekommen der sonderbarsten Kartell- Ausschuß überwiesen worden ist. Der Referent erwiderte, Art. Bordem wurde die Sorge für die lokalen Angelegenheiten Koalitionen und Kompromisse, bei denen bisweilen das Gesetz von daß er auf die Frage hier in der Vereinsversammlung nicht näher Londons theils den„ Vestries" überlassen, d. h. den Verwaltungs- Angebot und Nachfrage eine sehr verhängnißvolle Rolle spielt. eingeben tönne. Nachdem noch der Vorsitzende aufgefordert hatte, behörden der einzelnen Kirchspiele, aus denen London sich zu Diejenigen aber, die sich dieser Gefahr dadurch zu entziehen suchen, die Maurer möchten mehr, als es bis jetzt der Fall gewesen, auf sammensetzt, theils einer Zentralverwaltung für die städtischen Arbeiten, dem sogenannten flamiren die Anarchisten von der Regierung kontrollirten daß sie die Enthaltung von aller politischen Thätigkeit pro- den Bauhandwerker" abonniren, wurde die Bersammlung gea Metropolitan Board of Works". Beide besorgten ihre Geschäfte Ehrenmännern zum Opfer, denen die Autonomie der Gruppen" -fallen immer wieder jenen dunklen fchloffen. herzlich schlecht. In den Vestries herrschte allerhand Gevatter- die beste Handhabe bietet, heute hier und morgen da naive Die Maurer Berlins nahmen in der öffentlichen VerMaurer Berlins nomen andere fich einmal aus ihrem Schlendrian aufraffte, so erlahmte von umstürzenden Thaten zu verlocken. wirthschaft, und wenn im günstigsten Falle die eine oder die Abepten der neuen Lehre im„ höheren" Auftrage zur Vorbereitung fammlung am 16. Februar Stellung zum Gewerkschaftskongreß. Kollege Karl Behrend erachtete die Beschickung desselben für ihre Energie bald gegenüber der Indolenz der benachbarten Der Vorwärts" hat bereits wiederholt der mysteriösen nothwendig, um die Ansichten der Berliner über die beste Form Bestries; bas" Metropolitan Board of Works" aber entwickelte Bombenaffäre von Walsall gedacht, wegen der augenblicklich hier der Organisation daselbst klarzulegen. Kollege Niete war da alle Schattenfeiten einer der Deffentlichkeit gegenüber unverant sechs Personen unter Antlage stehen. Ein in Walsall, einer über gegen für Nichtbeschichtung, weil man mit der Beschickung auch wortlichen Bureaukratie. Es wurden Unsummen für die Ver- 70 000 Einwohner zählenden Industriestadt in der Grafschaft die Verpflichtung eingehe, sich den Kongreßbeschlüssen zu fügen. schönerung der im Zentrum des Verkehrs gelegenen Stadttheile Staffordshire, bestehender, halb oder ganz anarchistischer Klub sol Sämmtliche folgende Redner, u. a. die Herren Gänsch, verschleudert, während für die entlegeneren, ärmeren Distrikte fast das Bentrum einer Verschwörung gewesen sein, man weiß nicht, anisch, Meste, Supfe, Wilte, Bendin, Fiedler nichts geschah, und außerdem wurde viel zu theuer und dabei wo alles in der Welt, die soziale Frage mittelst irgend welcher und Kliemann erklärten sich jedoch für die Beschichung des nicht einmal solide gebaut. Es sind ganz standalöse Fälle von Sprengstoffe zu lösen. Es ist mißlich, da die Angelegenheit noch Kongreffes, weil ein Nachtheil daraus nicht entstehen fönne, Schwindelbauten vorgekommen. im Stadium der Untersuchung sich befindet, über die bis jetzt sondern nur Vortheile zu erwarten wären. Ein Antrag Hupte, stadt in jeder Hinsicht unwürdige Verwaltungssystem nicht abzugeben, so viel darf man aber bereits sagen, daß es kaum mehr Behrend und Karl Blaurock. Dieselben erhalten zufolge Endlich ließ sich die Unzufriedenheit über dieses, einer Welt- darüber in die Deffentlichkeit gelangten Thatsachen ein Urtheil Delegirte zum Kongreß zu wählen, fand darauf gegen drei Stimmen Annahme; gewählt wurden die Kollegen Karl länger hinhalten, und vor nunmehr drei Jahren erhielt, einem Zweifel unterliegt, daß nicht nur ein, sondern wahrschein anlaßlich Der Schaffung von provinziellen Vertretungs- lich mehrere Lockspitel den„ chemischen" Brei eingerührt haben. einstimmigen Beschlusses 10 Mart Diäten pro Tag und Fahrtörpern, auch London innerhalb der obenbezeichneten von einem der Verhafteten ist ein mitverhafteter französischer geld dritter Klasse. Ein anderer Antrag, den Delegirten kein geGrenzen eine eigene zentrale Gemeindeverwaltung. Noch immer Anarchist Namens Gailes als Socipitzel bezeichnet worden, bundenes Mandat mitzugeben, fand ebenfalls einstimmige Unfind die Vollmachten derselben sehr beschränkte, überall hat das und nach den Stilübungen dieses Cailes zu schließen, ist der nahme. Im Weiteren erstattete die in der Versammlung der gegenwärtige konservative Parlament, das die Sache als ein Verdacht nicht ganz unmotivirt. Weiter wird, ebenfalls von ver- arbeitslosen Maurer gewählte Deputation, welche beim Ober" Experiment" betrachtete, dafür gesorgt, daß die Regierung oder schiedenen der Verhafteten, jetzt mit großer Bestimmtheit ein bürgermeister vorstellig werden sollte, über das Resultat ihrer es felbst ein entscheidendes Wort mitzusprechen haben. Dagegen gewiffer Coulon, der bei einem von ihnen- dem Angeklagten Bemühungen durch den Kollegen Blaurock Bericht. Die Komift bas Wahlrecht für den Londoner Grafschaftsrath ein ziemlich John Battola- gewohnt habe, für einen Lockspikel erklärt. Wenn mission war sich wohl bewußt, daß bei der Unterredung nicht demokratisches, es fehlt ihm nicht viel, um auf den Titel„ all- es richtig ist, daß Coulon, der merkwürdigerweise nicht mit an- piel herauskommen würde, hielt das mündliche Verfahren aber gemein Anspruch machen zu können. Selbst eine Toryregierung geklagt ist, mit einem gewissen Coulon identisch ist, der schon immer noch für praktischer, als die Absendung einer Betition, hätte es nicht wagen dürfen, etwas dem preußischen Dreiflaffen in Lyon in eine ähnliche Affäre verwickelt war und später in die ja gewöhnlich in den Papierkorb wandert. Die Antwort, Wahlsystem Aehnliches in Vorschlag zu bringen. Jeder, der über der Schweiz längere Zeit unter falschem Namen lebte, bis ihm welche die Kommission erhielt, ließ wenig hoffen. Herr Bürgerhaupt städtische Abgaben bezahlt, als selbständiger Miether eine dort der Boden zu heiß wurde, so scheint der Mann in der That meister Selle erklärte, er önne in Sachen der Arbeitslosigkeit Wohnung inne hat, ist wahlberechtigt, und alle Wähler wählen ein großer Praftitus in chemischen Versuchen" zu sein. Und wenig thun, das Baufach gehe ihn wenig an, er verstände davon in einer Klasse und mit geheimer Stimmabgabe. schließlich leitet die Aussage des Angeklagten Deakin, die Bomben auch wenig, und rathe deshalb der Kommission, sich an den Die erste Wahl zum Londoner Gewerkschaftsrath, die vor seien für„ Prussia" bestimmt gewesen, naturgemäß auf Ehren- Stadtbaurath Blankenstein zu wenden, mit diesem Herrn ließe drei Jahren stattjand, brachte eine liberal radikale Mehrheit in männer, denen nach dem Posten eines- sagen wir, Stations- sich schon eher über die Sache sprechen. Dies ist geschehen, aber denselben. Von Sozialisten wurde nur einer gewählt, nämlich vorstehers gelüftet. Freilich Deakin, der fein Wort Deutsch ver- es wurde ebenso wenig erreicht wie beim Herrn Bürgermeister. John Burns, dieser allerdings in seinem Wahlfreise mit einer steht, wird darüber wohl schwerlich Auskunft zu geben wissen; In der nächsten Versammlung der arbeitslosen Bauhandwerker ungewöhnlich großen Mehrheit. Auch kann man nicht sagen, eher wäre solche eventuell von seinem Mitangeklagten Charles wird zu der Antwort Stellung genommen werden. Der Redner daß seine Stimme im Grafschaftsrath die des Predigers in der alias Slaughter zu gewärtigen. Jedenfalls dürfte die Schluß dem Fachverein anschließen; die Aufnahme erfolgt gemäß e= schloß mit dem Wunsche, die Kollegen möchten sich sämmtlich Wüste war. Weniger engherzig als die freifinnigen" Stadt verhandlung recht interessant werden. väter der Intelligenzstadt Berlin erkannte die Mehrheit des Inzwischen ist in Birmingham, in dessen Nachbarschaft schluß jezt noch unentgeltlich. Die nächste Bereinsversammlung Londoner Grafschaftsraths in ihm den berufenen Vertreter der Walsall liegt, ein Individuum Namens Mc Cormit, als an- findet Donnerstag, den 25. Februar, in Orschel's Salon statt. Arbeiterintereffen an und legte seinem sachverständigen Urtheil archistischer Slubredner und Polizeispion entlarvt worden, in allen Fragen, die die vom Graffchaftsrath direkt oder indirekt oder vielmehr hat sich selbst als solcher verrathen. Der Vormittag unter dem Vorfiz des Herrn Bardeleben statt. Das Eine Versammlung arbeitsloser Zimmerer fand gestern beschäftigten Arbeiter betrafen, besonderes Gewicht bei. Wenn Bursche hatte sich einen Rausch angetrunken, Lärm gemacht Referat über die im Zimmerergewerbe herrschende Arbeitslosigkeit auch nicht alle, so find doch ein großer Theil der von Burns und war infolge dessen verhaftet worden. Als er vor den Polizei- hatte Herr H. Lehmann übernommen. Er führte aus, nach in dieser Hinsicht gestellten Anträge angenommen worden, richter gebracht wurde, erklärte er, wahrscheinlich um zu beweisen, den Angaben der Orts- Krankenkaffe der Berliner Zimmerleute und während eine ganze Anzahl von Gehaltsposten was für ein guter Bürger er sei, daß er selbst im Dienst der für die oberen Beamten, die bisher übertrieben hoch Polizei stehe und zwar behuss Ueberwachung anarchistischer Klubs. feien zur Zeit 3000 ihrer Mitglieder ohne Beschäftigung. Man erheblich reduzirt wurden, find dem Grafschaftsrath unterstellten Arbeiter, was Arbeitszeit, Lohn diesen Auftrag in pflichtgetreuefter" Weise ausgeführt und in fich auf 5000; denn zu den arbeitslosen Mitgliedern der die und in der That ist festgestellt worden, daß der biebere me. Sommier gehe nicht fehl, wenn man annehme, die Gesammtzahl der beschäftigungslosen Kollegen Berlins und Umgegend beziffere höhe und Behandlung anbetrifft, anerkanntermaßen wesentlich anarchistischen Klubs Reden gehalten hat, die ihm in einem Staat, Berliner Drts Krantentasse tämen noch die der Hilfskaffe besser daran als sie es bisher waren. Der Graffchaftsrath ist sogar noch weiter gegangen. Nach verschaffen müßte. Jedenfalls ist der Vorfall, der ziemliches Auf- Diesen stellenlosen Kollegen ständen nur etwa 2000 gegen der auf seine Beamten etwas giebt, eine eklatante Genugthuung Berliner Duts- Krankenkasse kämen noch die der Hilfskaffe und der dem er einmal den Beschluß gefaßt, bei allen von ihm zu verfehen gemacht hat, eine Mahnung mehr, sich gewisse aufdringliche über, welche Beschäftigung hätten. Dies sei ein trauriges Bild; gebenden Arbeiten die Bedingung zu stellen, daß die in dem be- Rathgeber vom Halfe zu halten. Es giebt in allen Ländern Leute, und um so traurigeres, als die Mittel zur Befriedigung der treffenden Gewerbe als recht und billig anerkannten Arbeits die das Bedürfniß verspüren, ein Ereigniß, das den Spießbürgern Lebensbedürfnisse nur zu wahren Theuerungspreisen erhältlich bedingungen eingehalten werden, hat er es nicht verschmäht, da, grufeln macht, politisch zu fruttifiziren, und wo das Bedürfniß feien. Alle diese Zustände feien einzig erklärlich durch das wo sich nicht ohne Weiteres feststellen läßt, welche Anfäße unter am stärksten vorhanden, darf man sicher sein, daß es auch herrschende Wirthschaftssystem des Kapitalismus, dem entschieden diesen Begriff fielen, die Arbeiterorganisationen der betreffenden an Versuchen, es zu befriedigen, nicht fehlt. Aufpassen ist die entgegengetreten werden müsse. Eine zeitweilige Verstärkung der Industrie zu Rathe au ziehen und mit ihnen gemeinsam diese Parole! Säße festzustellen. ( Inzwischen erfahren wir telegraphisch, daß einer der Verbas der Zimmerer gehöre, bringe das Bau- Schwindelwesen mit Arbeitslosigkeit speziell in den sogenannten Baugewerben, wozu Alles bas, ohne daß deshalb Eigenthum und Familie in hafteten in Freiheit gefekt worden- ein harmloses Individuum, fich, welches sich auch nur als Ausfluß fapitalistischer Miß London untergraben, Londons Finanzen zerrüttet, Londons In welches der Polizei dadurch verdächtig geworden war, daß es dustrie zu Grunde gerichtet worden wären. Allerdings mit einer Erfindung zur Ausrottung der wirthschaft darstelle. Die gefeßgebenden Faktoren des fehlt es nicht an Leuten, die solches behauptet haben und Australien zur Landplage geworden find, Experimente angestellt Redner verweist hierbei auf die Gewerbe- Ordnung und ihre Be Kaninchen, die in Staates verhielten sich den Uebeln gegenüber thatlos. noch behaupten, aber alle Sachverständigen sind darüber hatte. Wenn alles Brozeßmaterial burchgefiebt ist, wird nichts ftimmungen über Arbeitszeit, welche über die Festsetzung einer einig, und selbst Gegner der Mehrheit des Grafschaftsrathes haben bleiben als die Spigel. In England wie überall sonst sind fürzeren Arbeitszeit nichts enthielten. Man solle aus den Ent es anerkennen müssen, daß seine Finanzwirthschaft eine solide und eben die Spitzel die einzigen sielbewußten" Anarchisten". fcheidungen der gefeßgebenden Körperschaften in allen Fragen, über allen Vergleich bessere ist, als die des ehrwürdigen Metro- N. d. V.) politan Board of Works. Und was Eigenthum und Familie an betrifft, so besteht die Mehrheit des Grafschaftsraths, Burns ausgenommen, aus lauter wohlangesessenen, zum Theil obendrein religiös ziemlich vermuckerten Bourgeois, die alles Andere eher thun würden, als an diesen geheiligten Institutionen rütteln. Es sind Bourgeois, wie die Herren Freisinnigen" im rothen Haufe, nur mit dem Unterschiede, daß sie etwas mehr Verständniß für die Arbeiterbewegung der Gegenivart haben; wozu allerdings Für den ersten Berliner Reichstags- Wahlkreis fand nicht allzuviel gehört. am 19. b. M. eine Parteiversammlung statt, deren erster Punkt nahmen die Herren Hohlwegler( Maler), Geffrois Auch sonst hat der Grafschaftsrath Manches auf dem der Tagesordnung lautete: Der erste Mai. Der Referent( 8Bimmerer) und Blaurod( Maurer) Theil. oblwegler Kerbholz, was ihn bei den Bourbonen der Bourgeoisie, die nichts hierüber, Genoffe Täterow, erörterte hauptsächlich die Frage, wies darauf hin, daß erst mit dem Gintreten der tapitalistischen gelernt und nichts vergessen haben, arg in Verruf gebracht wie der erste Mai in diesem Jahre zu feiern resp. wem die Be- Produktionsweise die früher auch im Zimmerergewerbe mehr hat. Dazu gehören u. A. feine auf die Kommunalisirung der ftimmung hierüber zu überlassen wäre; derfelbe war der Mei- festen Erwerbsverhältnisse so unsicher geworden find; während Wasserwerke, der Gasanstalten und der Straßenbahnen ge- nung, daß die Führung in der Frage ber Maifeier der politischen heute die vom Zimmermann verbrauchten Bretter zc. von der richteten Bestrebungen, sowie feine auf stärkere Heranziehung der Partei zu überlassen sei. Ein Zerreißen" der Maifeier würde Dampffäge zurecht geftugt würden, habe es ehemals diefer im städtischen Grundbesitzer abzielenden Steuerreform- Pläne. Aber auch in diesem Jahre nach Ansicht des Referenten laum zu befürchten Winter, der heut für ihn fo schrecklichen Zeit, selbst burch seinen übertriebenen Puritanismus und namentlich durch sein. Schwierig sei es immerhin, die Feier zu einer einheitlichen gethan. Auch hier bedeute also heutzutage der Fortschritt feine Temperenzlerei die als eine Reaktion gegen die scheußlichen zu gestalten. Bisher wären die Meinungen dahin gegangen, der Technik für den Arbeiter Unsicherheit der Eriftenz. Bustände im hiesigen Schankgewerbe zwar erklärlich, aber doch jedem Wahlkreise die Beranstaltungen zu überlaffen und für die Geffrois vertrat die Ansicht, daß die Noth der Arbeiter noch verkehrt ist, indem sie das Kind mit dem Bade ausschüttet erforderlichen Lokale Sorge zu tragen. In Aussicht genommen mehr zunehmen müsse, ehe sie zur Erkenntniß ihrer Klassenlage hat sich der Graffchaftsrath, d. h. die in ihm maßgebende Mehr fei ein einheitliches Festzeichen für ganz Deutschland. Auch sprach fämen. Blauroc trat dem entgegen und meinte, man müsse heit, viele Feinde gemacht, von denen gar Mancher sonst schwerlich sich der Redner für einheitliche Billets aus, die für alle Fest selbst den kleinsten Vortheil benußen, welcher geeignet sei, dex mit den Vertretern des Geldfacts- Privilegiums gemeinsame Sache totale giltig sind und Jedem die Wahl des Lokals freistellen. Die Arbeiter widerstandsfähig zu machen. Folgende Resolution ¡ gemachen würde. So aber bilden sie den Schwanz der von diefen Einzelheiten empfahl Referent einer zu wählenden Kommiffion zu langte darauf einstimmig zur Annahme: geführten Koalition, deren Kandidaten fich Gemäßigte überlassen. Me 3 ner schlug vor, den Vertrauensmännern der Die Versammlung fieht in der großen Arbeitslosigkeit einen ( Moderates") nennen und mit einem Programm in den Wahl- einzelnen Wahlkreise die Arrangements zur Maifeier zu über- Ausfluß der kapitalistischen Produktionsweise und ist der Ansicht, fampf treten, das zwar den vollen Beifall des Verfassers der tragen und dem Vertrauensmanne des ersten Wahlkreises einige daß die Aenderung dieser Zustände nur durch eine gänzliche Um " Sozialdemokratischen Zukunftsbilder" finden würde, hier aber Vertrauenspersonen zur Seite zu stellen. Körst en war dafür, änderung dieser Produktionsweise selbst, und zwar in eine geselbst von Blättern, wie die„ Daily News", als durchaus reaktionär daß jeder Wahlkreis sich ein Komitee und diese Komitees sich nossenschaftliche, vor sich gehen kann; nur dadurch wird die bezeichnet wird. Sparsamteit" ist ihr Feldgeschrei. Die Anhänger wieder ein Zentralfomitee ernennen mögen. Die Versammlung Arbeitslosigkeit aus der Welt geschafft. In Erwägung, daß der gegenwärtigen Politit des Grafschaftsraths dagegen nennen wählte schließlich ein Komitee, bestehend aus den Genossen am Donnerstag eine Versammlung sämmtlicher arbeitsloser Baus fich ominöferweise Fortschrittler( Progressists"). Gie bilden, Täterow, Kröhn, Petermann, Timm, Heimann, handwerker und Bauarbeiter stattfindet, überläßt die heutige wie schon aus dem Namen hervorgeht, ebenfalls eine Wiaterni und Schelbat. Die in Aussicht stehende Kon Bersammlung im Interesse der Solidarität es dieser allgemeinen Koalition verschiedenartiger Gruppen fo zählen zu ihnen auch ferenz für die Provinz Brandenburg einschließlich Berlin bildete Bersammlung, Beschlüffe dahin gehend zu fassen, wie die eine Anzahl sozialistischer und Arbeiterkandidaten, die entweder den weiteren Verhandlungsgegenstand. Ia ter om erläuterte furz weitere Agitation im Interesse der arbeitslosen Berufsgenossen zu von vornherein von den Liberalen aufgestellt oder, nachdem sie die Zwecke der Konferenz, die sich hauptsächlich mit der Agitation, führen ist." bite von Arbeitergruppen proflamirt worden, von jenen atzeptirt der Organisation und der Presse zu befassen haben wird. Die wurden. Außerdem kandidiren auch in mehreren Wahlkreisen Versammlung erklärte fich nach eingehender Besprechung für Be Sozialisten gegen bürgerlich progressistische Kandidaten, doch schichung der Konferenz und wählte als Delegirte zu derfelben fcheinen ihre Aussichten teine übermäßig glänzenden zu sein. Die die Genossen Täterow, Timm, Wernau, Meyner und Spaltungen und Rivalitäten unter den sozialistischen Organi- Rohlmann " welche den Schutz der Waare Arbeitstraft betrafen, den Schluß ziehen, daß die Arbeiterschaft nur auf sich selbst gestellt sei. Sie müsse fich organisiren, um so den größten Auswüchsen des bestehenden Wirthschaftssystems die Spize bieten zu können. Nächstdem müsse und wirthschaftliche politische AufAn Streben jedes Klaffenbewußten Arbeiters sein. Debatte über den beifällig beifällig aufgenommenen Vortrag Versammlungen.rung der noch fernſtehenden Arbeitsgenoſſen das weitere OM KBpsM- Tedöm ber Feste Preise. Uhren und Goldwaaren Max Busse 157. 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