Nr. 205. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 wt., wöchentlich 28 Bfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Boft- Beitungs Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint glich aufer Montage. skids idara pisk estatuts and Vorwärts 79090 Berliner Volksblatt. 07 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für ble fechsgespaltene Rolonel geile oder beren Raum 40 Big., für politische und gewerkschaftliche Vereinss und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der& rpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresser Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. 108 Dienstag, den 3. September 1901. Der Wuchertarif und die Verpflegung die alljährlich auf mehrere Wochen eingezogen werden, nicht der Wehrmacht. Bwar brachte über obiges Thema schon ein süddeutsches bürgerliches Blatt einige Ausführungen, aber dieselben waren so obere flächlich, daß wir uns mit der Sache eingehender befassen wollen. An tierischen Produkten erhält der deutsche Soldat hauptsächlich Ochsenfleisch und Sped. Wir müssen daher vor allem feststellen, wie weit diese beiden Nahrungsmittel durch den neuen Tarif verteuert werden. die Verpflegung der 150 000 Reservisten und Landwehrleute, beridsichtigt. Ferner blieb auch die Preissteigerung für Roch fette, fir felle, für Leder, für die toloffalen Konferven vorräte, die in den Festungen und Magazinen aufgestapelt werden müssen, außer Betracht. Alles in allem dürfte der Wucherzoll die Erhaltung der deutschen Wehrmacht mindestens um 20 Millionen Mark jährlich verteuern. Woher aber soll dieses Geld fommen? Will man es den Soldaten am Munde absparen und sie noch färglicher verpflegen als bisher? Oder sollen dem deutschen Volk zu den Lasten, die ihm Zunächst zum Ochsenfleisch. Bisher betrug der Zoll für der Wuchertarif aufbürden würde, auch noch Extrasteuern beschert einen Ochsen 25,50 m., fünftig sollen für je einen Doppelcentner werden? Man wird uns vielleicht entgegenhalten, daß die BollLebendgewicht 12 M. bezahlt werden. Ein lebender Schlachtochse erhöhungen vermehrte Reichseinnahmen zur Folge hätten und sich II. Qualität wiegt 9 Doppelcentner, somit ergäbe sich für ihn ein goll damit die Mehrkosten der Armee 2c. leicht becken ließen. Mit von 108 M., also mehr gegen bisher 82,50 M. Nun schlägt aber Verlaub, hat nicht der Herr Reichskanzler ausdrücklich versprochen, der Megger aus einem solchen Ochsen nur 9 Centner Fleisch heraus, daß die Mehreinnahmen des neuen Tarifs der Witwen- und Waisen das heißt, er hätte beim Einlauf für 9 Centner Ochsenfleisch um versorgung der unteren Selaffen zufließen sollen? Daß Soldaten 82,50 M. mehr als früher zu erlegen. Die flare Folge ist, daß auch aber keine Witwen und keine kleinen hilflosen Waisenkinder find, das Pfund Ochsenfleisch II. Qualität um 9 Pfennige teurer würde. bedarf wohl keines Beweises. Die Fleischer haben in ihrer Fachzeitung diese Preissteigerung fogar auf mindestens 10 Pfennige angegeben. Was den Sped betrifft, so wird durch den Wuchertarif der Preis des Pfundes um 7/2 Pf. erhöht, wie in Nummer 176 des Bortvärts" bereits nachgewiefen ist. Politische Uebersicht. Berlin, den 2. September. Zollwucher. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. System drohen, verschwinden würden. Der russisch deutsche Handelsvertrag war der Schlußstein der Caprivischen Handelspolitik, und er war von der größten Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Industrie. Kein andres Land sieht sich aber in seinen öfonomischen Interessen durch den deutschen Zolltarifentwurf mit seinen hohen Getreidezöllen so sehr gefährdet wie Rußland, und mag auch der Bismarcksche Grundsatz, daß politische Freundschaft und wirtschaftliche Feindschaft mit einander vereinbar feien, auf Richtigkeit beruhen, so haben sich doch gerade die politischen Beziehungen zwischen Rußland und Deutschland in bedeutendem Maße gebeffert, seitdem die wirtschaftliche Annäherung erfolgte. Auch wirtschaftliche Gegensäge sind, wenn nur der gute Wille vorhanden ist, nicht unüberbrückbar, und so mag denn viels leicht auch für die Frage der Handelsverträge die Kaiserzusammenkunft bei Danzig nicht ohne Wichtigkeit fein.". Wir sind weit davon entfernt, den wirtschaftspolitischen Wert von Kaiserbegrüßungen höher anzuschlagen als ihren politischen Wert. So wenig derartige monarchische Demonstrationen und Freundschaftsvon Kaiserbegrüßungen höher anzuschlagen als ihren politischen Wert. So wenig derartige monarchische Demonstrationen und Freundschaftsändern, so wenig können sie die wirtschaftlichen Gegensätze innerhalb beteuerungen den ungeheuerlichsten Rüstungszustand der Staaten der einzelnen Völker und unter den verschiedenen Völkern beeinflussen. Die Ausführungen des östreichischen Blattes find nur dadurch be deutungsvoll, daß sie unverhohlen die Gefahr betonen, die dem ge famten gegentvärtigen System der handelspolitischen Beziehungen unter den Völkern durch die Plünderungsgelüfte der deutschen Agrarier droht. Info Nun sind von 1904 ab, wo die Heeresstärke bis auf weiteres die Die Konservative& orrespondena" sucht wiederholt im Jahre 1899 festgesette Höhe erreichen wird, zu verpflegen: die Regierung zur Kündigung der Handelsverträge vor Erledigung Protest fundgebungen. 495 500 Obergefreite, Gefreite und Gemeine, ca. 60 000 unver- des neuen Tarifentwurfs zu überreden. Sie versucht die wahren Aus Dresden wird uns berichtet: 22 Volks.Proteft Heiratete Unteroffiziere, 30 000 Angehörige der Marine. In Summa Biele dieses Verlangens durch erheuchelte Treuherzigkeit zu verhüllen versammlungen gegen den Hungertarif fanden hier und in der rund 585 000 Mann. Die Ernährung dieser Leute wollen wir, da- und überrascht durch die wahrhaft ergötzliche Erklärung, daß es sich umgegend am Sonnabend statt. In der foloffalen Beteiligung der mit uns ja niemand Uebertreibung vorwerfen kann, wesentlich schmäler ihr nur um„ neue, beffere Tarifverträge" handele. Die Partei Arbeiterschaft, und auch des Bürgertums an dieser Stundgebung es annehmen, als sie z. B. in der bayrischen Armee üblich ist. der Brotwucherer nimmt die Maske des Fuchses vor den Kopf und mögen fich weit mehr als 20 000 Menschen als Zuhörer einWährend in dieser fast täglich Ochsenfleisch, an Sonn- und Festtagen zeigt also die vollendete Unschuld ihrer Absichten: gefunden haben und in der begeisterten Zustimmung der Versogar Schweinebraten verabreicht wird, nehmen wir an, daß unsre .. Läßt die Regierung vor oder während der Versammlungs- Befucher zu den Ausführungen der Referenten zeigte 585 000 Mann nur an 200 Tagen im Jahre Ochsenfleisch und an handlung der Tarifvorlage teinen Zweifel darüber, daß sie aus sich die steigende Erregung und Entrüstung des sächsischen Bolles 165 Tagen Speď erhalten. Ein Pfund Ochsenfleisch reicht ungefähr all den bargelegten Rücksichten, gerade um zu neuen, besseren gegen die geplante Lebensmittelverteuerung in nicht mißzuverTarifverträgen zu gelangen, Sie bisherigen Tarifstehender Weise. Auffallend zahlreich Ivaren Frauen in für 3 Mann aus( vorschriftsmäßige Ration pro Kopf 180 Gramm, verträge fündigen müsse, gleichgültig, ob diese Künden Versammlungen vertreten. In allen Versammlungen wurde daher beträgt der Ochsenfleischkonsum der Armee und Marine an digung auch von der andren Seite fomme oder nicht, so wird für nachstehende Resolution einstimmig angenommen: einem Tage 195 000 fund. die verblendeten Freifinnigen der wichtigste Grund für ihre Verzögerungspolitit wegfallen. Sie werden sich unter solchen Umständen nicht neuen Handelsverträgen in den Weg stellen wollen und selbst die Socialdemokraten werden sich wohl bes finnen, ehe sie sich dann von allen Seiten als die Verhinderer neuer Handelsverträge brandmarken lassen, nachdem sie inzwischen zu den Lobpreisern der alten Verträge gehört haben, Da das Pfund um 9 Pf. teurer werden soll, würden sich die Mehrkosten pro Tag auf 17 550 M. belaufen, daher für 200 Tage 8 510 000 m. Ein Pfund Sped ferner genügt für 5 Mann. Infolgedessen beläuft sich der Spedverbrauch für 585 000 Mann an einem Tage auf 117 000 Bfund. Die Mehrbelastung des Spedes mur zu 7 ftatt 71/2 Pfennigen festgesetzt, resultiert eine tägliche Mehrausgabe von 8190 M. Daher für 165 Tage ein Mehraufwand von 1 351 350 M. In Summa beziffern sich also die Mehrkosten für Fleisch und Sped allein auf 3 510 000+1 851 350= 4 861 350. Man wird uns hier vielleicht entgegenhalten, daß die Soldaten doch ab und zu mit Konserven verpflegt würden. Gewiß, aber die Konserven spielen wenigstens beim Landheer nur eine nebenfächliche Rolle und außerdem wird ihr Preis durch den Wuchertarif ebenfalls sehr in die Höhe geschraubt werden. Gehen wir nun zu den in der Kaserne üblichen SuppenEinlagen, nämlich Gries, Grüße, Graupe, über. Diese Produkte waren bisher mit 7,30 M. pro Doppelcentner zu verzollen, fünftig follen 16 M., also 8,70 m. mehr zu bezahlen sein. Der Gentner würde daher um 4,35 M. und das Pfund um 41/3 Pf. teurer werden. Nehmen wir die Preissteigerung jedoch nur mit 4 Bf. pro Pfund an. Ein Pfund Gries 2c. genügt für 5 Mann. Der Tages Konjum von 585 000 Mann beläuft sich daher auf 117 000 Bfund. Daher pro Tag Mehrkosten 4680 M. und pro Jahr 1 708 200 M. Kommt die neue Tarifvorlage nicht zu stande, so würden eben mit dem Ende der bisherigen Tarifverträge die Bollfäge unfres bisherigen Generaltarifs in Geltung treten. Diejenigen lintsliberalen Politiker, denen nur der ausländische Import am Herzen liegt, müssen überlegen, daß damit keine günstigeren Einfuhrbedingungen gegeben sein würden, als sie mindestens der neue Bolltarif eben falls bringen würde. Aber unserem Export handel würden die Bedingungen seiner Sicherung vollständig genommen sein. Die Regierung würde es also in der Hand haben, die Opposition der Linten gegen die neue Bolltarifvorlage zu zähmen, indem sie alle Gründe darthut, aus denen auf jeden Fall eine Kündigung aller bisherigen Verträge notwendig ist und diese Kündigung in unausbleibliche Aussicht stellt." Das Organ der Konservativen geberdet sich also urplötzlich als eifriger Freund von Handelsverträgen, während es bisher hieß: Hohe Mindestzölle auf alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse und alles andre mag gehen, wie es will. In Wahrheit hat natürlich das Agrariertum diese Wucherpläne auch nicht um ein Jota aufgegeben. Nur die Furcht, daß es der Bolloppofition gelingen fönnte, den neuen Wuchertarif zu werfen Nun zum Brot! Der Mann erhält im allgemeinen mur oder seine Gesetzgebung auf lange Zeit zu verzögern, treibt sie zu Roggenbrot und zwar im Tag 750 Gramm. Für den Doppel- der Forderung der vorzeitigen Kündigung der jezigen Handels centner Roggen war bisher ein Zoll von 3,50 M. normiert, der verträge. Denn werden die Handelsverträge vorzeitig gedurch den Buchertarif auf 6 M. getrieben werden soll. Der Doppel fündigt und kommt dann kein neues Tarifgesetz zu stande, centner Roggen steigt somit um 2,50 M., der Gentner um 1,25 m. fo tritt der Generaltarif in Kraft, dessen hohe Boll im Preise. Aus einem in Mehl umgearbeiteten Centner Roggen fäge für Getreide- Erzeugnisse den Agrariern immerhin ein fönnen aber 92 Pfund Brot hergestellt werden, also wird das willkommenes Surrogat für den von ihnen erstrebten neuen Mindest Pfund Brot um 1,36 Bf. verteuert. Der Tagesbedarf an tarif bieten würden. Daß der Generaltarif zugleich den Bollfrieg mit Brot für 585 000 Mann ergiebt 877 500 Pfund, somit eine Mehr allen anderen Ländern bedeuten würde, das kann die Freude der belastung von 11 934 M. täglich. Daher im Jahre 4 355 910 M. Agrarier an ihrem reizvollen Plan nur steigern. Ob aber die ReWir sehen also, daß nach Einführung des Buchertarifs für gierung des Grafen Bülow fich stark genug dünkt, fich in das ihr Fleisch, Sped, Suppeneinlagen und Brot allein empfohlene handelspolitische Chaos zu stürzen diesen Wagemut 10 925 460 m. jährlich mehr verausgabt werden müßten. darf man ihr denn doch nicht unterstellen. Bisher haben die Offiziösen derlei Forderungen der Agrarier zurückgewiesen. Im Ausland Tour 510 Gehen wir mun aur Verpflegung der Pferde über. Die deutsche Armee weist etwa 115 000 Pferde auf, die auf Kosten des Staates gefüttert werden. Das hier in Betracht kommende Getreide ist der Safer, für den bisher ein Zoll von 2,80 M. zu entrichten erscheint die handelspolitische Situation andauernd als höchst war. Der Wuchertarif fordert 6 M., also um 3,20 W. mehr. Die bedenklich und gefahr voll Wie stark die Befürchtungen sind, Pferde der Generäle, der höheren Stäbe, der schweren Neiterei, der zeigt ein Artikel des Fremdenblatt", des östreichischen Feldartillerie erhalten täglich 5,5 Kilogramm Safer, jene der Regierungsorgans, das aus der bevorstehenden Zusammenkunft des Ulanen 5,1 Kilogramm, die der übrigen Waffen 4,5 Kilogramm. deutschen Raisers mit dem 8aren Hoffnungen schöpft, daß Rechnet man im Durchschnitt pro Pferd 5 Kilogramm, so die durch die deutsche Zollpolitik heraufbeschworene Gefahr gemildert ist der Tagesbedarf der ganzen Armee 575 000 Kilo- und beseitigt werden könne. Das offiziöse Blatt führt aus: gramm 5750 Doppelcentner. Somit eine tägliche Mehrausgabe von 18 400 M. und eine jährliche von 6716 000 m. Refumieren wir: Der Wuchertarif würde eine jährliche Kostensteigerung fordern für " . Fleisch, Sped, Brot und Suppeneinlagen 10 925 460 m. Hafer. 6 716 000 Summe 17 641 460 in dieser Summe der Wuchertarif So haben wir Nun ist aber wohl zu bedenken, daß durchaus nicht alle Mehrausgaben, die zur Folge haben wird, enthalten find. Wir erbliden in der Danziger Raiserentrevue ein Ereignis, welches geeignet ist, den Völkern Europas das tostbare Ziel des Friedens weiter zu erhalten, und begrüßen mit Freuden dieses Zeichen der ungestörten guten Beziehungen zwischen Rußland und Deutschland. Vielleicht wird nun die Harmonie in der Politit, welche zwischen diesen beiden Reichen waltet, einen Einklang in den wirtschaftlichen Fragen Herstellen, vielleicht wird die Kaiser- Busammenkunft in Danzig nicht nur für den politischen, sondern auch für den wirtschaftlichen Frieden Früchte tragen. Das Problem der Handelsverträge beschäftigt heute die ganze Welt, und es wäre zu wünschen, daß die Gefahren, welche diesem handelspolitischen Die am 31. August 1901 Versammelten protestieren auf das entfchiedenste gegen den geplanten Brotwucher, erblicken in dem neuen Bolltarif eine schwere Gefährdung der für das Gedeihen der deutschen Volkswirtschaft unbedingt notwendigen und deshalb fortzufezenden Handelsvertragspolitik und versprochen, mit allen Kräften die Petitionsbewegung gegen den Brotwucher zu fördern." Gegner meldeten sich in den Bersammlungen nicht zum Wort. Den Hungertarif Auge in Auge dem Volfe gegenüber zu ver teidigen, wagt man nicht. Seit der Kundgebung gegen die 8ucht. hausvorlage hat die Dresdener Einwohnerfchaft eine derartig großartige Demonstration wie die am Sonnabend nicht wieder gesehen. Möge den Hungertarif das Schicksal der Bucht hausvorlage ereilen! Wiederum haben zahlreiche Handelskammern, so die von Bremen, Mannheim, Magdeburg Proteste gegen die Bolltarifvorlage beschloffen. Eine Versammlung der Leder Industriellen, die aus allen Teilen Deutschlands start besucht war, hat am Montag in Berlin getagt und folgende dem Bundesrat zu unterbreitende Re folution einstimmig angenommen: Die heute, den 2. September 1901, im Hotel KaiserhofBerlin versammelten Leder- Industriellen, Schuh, Treibriemenund Lederwaren- Fabrikanten, Häute, Leder- und Schuhhändler protestieren gegen die im Bolltarif- Entwurf vorgesehenen GerbstoffZölle. Aus dem von der Regierung gesammelten umfangreichen Material selbst geht hervor, daß der durch Einführung der Gerbstoffzölle einer fleinen Anzahl von deutschen Rinden produzenten etwa erwachsende Nußen nur ganz gering fein kann, während andererseits der unseren Lederindustrien zugefügte Schaden ein ganz enormer sein würde. Um so unbegreiflicher ist es, daß die verantwortlichen Ratgeber der Regierung leichten Herzens dem Drängen der Agrarier nachgeben fonnten, wo doch nachweisbar von den in den letzten Jahren in Deutschland verbrauchten Gerbmaterialien dem Gewicht nach nur ca. ein Drittel, dem Prozentsatz des Gerbstoffgehalts nach sogar nur ein Zehntel im Julande gewonnen wurde. Eine künstliche Verteuerung der Gerbstoffe muß die Ver nichtung des bedeutenden Lederexports zur Folge haben, da bei einer Verteuerung der Produktion die Konkurrenz auf dem Weltmarkte mit dem billiger produzierenden Auslande fortan ausgeschlossen wäre. Der Export hat im Jahre 1899 die Höhe von 71 Millionen 587 000 Mart in Leder und 85 Millionen 288 000 Mart in Lederwaren erreicht. Ein Aufhören dieser Ausfuhr würde notwendigerweise zu einem ungeheuren Ueberangebot und damit zu einem vernichtenden Konkurrenzkampf auf dem inneren Markt führen, welchem in erster Reihe der fleine, tapitalschwache Gerber erliegen müßte. Und gerade diesen glaubt man mit den einzuführenden Gerbstoffzöllen schützen zu fönnen. Aber die Ver teuerung der Gerbstoffe muß auch zur Erhöhung der Lederpreise und damit der Lederwaren und Schuhpreise führen, wodurch eine schwere Belastung weiter Wolfskreise für diesen unentbehrlichen Gebrauchsgegen stand entsteht. Aus allen diesen Gründen verlangen die hente versammelten Interessenten der Leder- und Lederwaren- Industrien, zugleich in Wahrung der Interessen der in ihren Betrieben beschäftigten, nach vielen Tausenden zählenden Arbeiter und Angestellten, von den gesetzgebenden Körperschaften die vorgeschlagene Einführung eines Bolles auf Gerbstoffe abzulehnen. Sie protestieren dagegen, daß ihre Industrien als Versuchsobjekt für die volkswirtschaftlich falsche Maßregel der Bollbelastung unentbehr licher Rohstoffe gebraucht werden sollen." nach dem auf deutschem = Vor dem Zarenbesuch. Gebiete gelegenen Badisch en Paris, 31. August. Bahnhofe geschafft worden iſt. Ein Herold Telegramm Während die bürgerliche Welt, von einigen besonnenen meldet ferner, daß das erwartete Telegeamm aus Beking an die Ausnahmen abgesehen, besinnungs- und würdelos dem Zaren- Adresse des Prinzen Tschun eingetroffen und dem Berliner Ausrummel verfällt, fahren die Socialisten mit ihren wärtigen Amt zur Kenntnis gebracht worden sei. Auch soll nach Protesten gegen den 3arenbesuch fort. Der der gleichen Quelle die Abreise der Mission bereits für den bereits angekündigte Protest der Revolutionär- Montagabend vorgesehen sein. Ueber die wichtigste Frage Socialistischen Union lautet: jedoch, ob nämlich die deutsche Regierung die beanstandeten " 1 Augen vor dieser Kehrseite der Sache nicht schließen, und es wird voller Wachsamkeit bedürfen, damit aus ihr nicht ernstliche Nach teile für das Gemeinwohl erwachsen. Diese Darlegungen der " Boft" tennzeichnen so recht die schwächliche Halbheit der freifonservativen" Post" gegenüber dem Kampfe zwischen christlicher und naturalistischer Weltanschauung. Wer den 3 wedErhaltung der christlichen Religion will, der muß auch die Mittel dazu vor allem die Gestaltung des Unter richts auf christlicher Grundlage wollen und darf nicht dieses wichtige Gebiet der Einwirkung auf die weitesten Kreise des Volkes preisgeben." Es ist interessant, daß die„ Germania" sich nur gegen den " " Das kapitalistische Frankreich, ohne Unterschied der Forderungen bezüglich des Ceremoniells hat fallen lassen, verlautet Schattierung seine nichtigen Streitigkeiten beiseite schiebend, einstweilen nichts, wenigstens nichts Bestimmtes. Gleichwohl ist anzunehmen, daß Prinz Tschun sich nur dann zur Fortsegung seiner schickt sich an, zum zweitenmal den zaren Nikolaus zu Reise wird entschließen können, wenn ihm von der deutschen Regie- einen der beiden Einwürfe der„ Boſt" verwahrt. Die Bermuderung empfangen. Dieser kaiserliche Besuch wurde von Herrn Boubet und rung der famose" Sotau" erlassen worden ist. Soll doch von der des Schulwesens das ist das wesentliche Ziel des Centrums; hier feinen Ministern erbeten, um den chauvinistischen und mili- Gesandtschaft kategorisch erklärt worden sein: Unter den jetzigen besteht es auf seinem Schein, hier soll der neite Bund interkonfeffioneller taristischen Leidenschaften zu schmeicheln und in den Augen Umständen können wir nie und nimmer nach Berlin reisen: Muckerei sein Arbeitsfeld bestellen, hier kennt das Centrum kein Nachgeben ihres Landes und Europas als Brüder und Vettern des lieber würden wir unser Leben dahingeben, als uns auf diese Bedin- gegenüber der" Post", deren Fabrikfeudalismus der religiösen Zuchtrite höchsten Vertreters des Despotismus zu erscheinen. Nikolaus II, gungen einlassen". Die Vollführung des Kotau" vor dem deutschen weniger zu benötigen meint. Aber die andre Klage der„ Post" wider hat dem Wunsche unsrer Regierenden stattgegeben unter dem Kaiser- so wurde angeblich erklärt ist keine Förmlichkeit mehr. Eine die socialisierende Politik des Centrums im Reichstage"! Sie Druck der Petersburger Hochfinanz, die vor allem darauf be- nur dem chinesischen Staiser gebührende Ehrenbezeugung einem frem- findet in der Germania" feine Gegenrede, kein schroffes Absagen. dacht ist, zum Schaden der treuen Freundin und Verden Souverän bewiesen, würde nach chinesischen Anschauungen die Das Centrum ist sich bewußt, daß seine„ socialisierende Politik" nicht bündeten" die Geldkoffer des mostowitischen Staates zu Annahme erweden, daß der Kaiser von China gleichsam Vasalt irgendwie ernsthaft den Tadel der" Post" auf sich zieht. Wegen das Annahme erweden, bag ber haina chinesischen füllen und so ihn vor dem Bankrott zu retten. jenes Monarchen geworden sei, dem man solche nur einem Himmels: bißchen Socialreform darf doch der neue Kulturkampf der agrarischen fohn zukommende Ehrung gezollt habe. Kein Chinese aber und und fabrikfeudalen Ausbeuter unter fegnender Centrumshand nicht am wenigsten des Kaisers eigner Bruder und hohe Staatsbeamte auf diesen scheitern! at her wanitada tönnte dazu die Hand bieten, derartige Auffassungen zu erweden. Und nicht nur der„ Kotau" bildete für die Sühnemiffion einen Stein Der Centralverband deutscher Industrieller wird, wie mitdes Anstoßes, sondern auch der Text der Sühnerede. In dem geteilt wird, seine Delegiertenversammlung am 1. und 2. Oktober chinesischen Text habe es geheißen:„ Die chinesische Regierung bestellung des Verbandes zum Zoltarif entscheiden. Referent zu in Berlin abhalten. Die Versammlung wird hauptsächlich über die dauert, daß Herr v. Stetteler umgekommen ist." In der von dieser Frage sind die Herren Bued und Tille. Ferner steht die Berlin aus redigierten Sühnerede hatte es dagegen heißen sollen: Beschränkung der Heimarbeit und die legte Gewerbegerichts- Novelle " Die chinesische Regierung bittet um Berzeihung für die Er zur Berhandlung. habe aber Prinz Tichun nichts wissen wollen, da durch sie der Anschein mordung des deutschen Gesandten v. Ketteler". Von dieser Lesart erweckt worden wäre, als ob die chinesische Regierung für die Ermordung Kettelers verantwortlich gemacht werden sollte. " Der Centralrat der Revolutionär socialistischen Union Yenkt die Aufmerksamkeit des Proletariats standalösen Kuhhandel, der das republikanische Frankreich in der erniedrigenden Position verbleiben läßt, in der es sich seit bereits zehn Jahren befindet. Und das alles geſchicht feit bereits zehn Jahren befindet. Und das alles geschicht am folgenden Tag nach den blutigen Tagen, da die Kojaken seiner Majestät in den Straßen der großen russischen Städte friedliche und unbewaffnete Mengen niedergetreten und niedergenießelt, zur ſelben Stunde, da unzählige Opfer in den Gefängnissen schmachten und lange Reihen von Märtyrern, Proletariern und Studenten, Männern, Frauen und Kindern nach den Bagnos verbannt werden, aus denen man nicht zurückkehrt. wird." arist, odnio Die bürgerlichen Zeitungsschreiber, denen übrigens schon wegen der politischen toten Saison der Zarenbesuch ein ge wünschtes Thema iſt, überpurzeln sich wieder, wie 1896, in Vorschlägen und Einfällen, die das" historische" Ereignis zu verewigen bestrebt sind. Neben den so zu Tage geförderten Harmlosigkeiten und Blödigkeiten giebt es aber auch interessierte parteipolitische Winkelzüge. Wenn nunmehr Prinz Tschun endlich die Weiterreise antritt, so weigerten. " Tis netbl Beschwerliches Neisen. Es wird berichtet: Aus Anlaß der Reise des garen nach Danzig sind auch von der Berliner Polizei große Vorsichtsmaßregelu getroffen worden. Wenn Se. Majestät der Kaiser oder ein andrer Monarch eine Provinzstadt besuchen, so trägt der zuständige Regierungspräsident die Verantwortung für die Sicherheit des betreffenden gekrönten Hauptes. Glaubt sich der Regierungspräsident Schutz des fürstlichen Besuches übernehmen zu könnenfo hat er das Berliner Polizeipräsidium um Unterftützung anzugehen. Von hier aus wird dann die erforderliche Zahl von Beamten der politischen Polizei denn nur diese beteiligt sich an den Sicherheitsmaßregeln abkomme diert. Die Kosten des Kommandos trägt die betreffende Provinz. Nach Danzig ist bereits ein startes Sommando von hier abgegangen. Ebenso beteiligt sich natürlich die Danziger und die russische Polizei nam Sicherheitsdienst." nis " werden, daß Dr. Peters Mr. Cecil Rhodes niemals persönlich gesehen, auch nie mit. ihm forrespondiert oder sonstwie gefchäftliche oder politische Beziehungen zu ihm oder seinem Anhang gehabt hat." Die Alldeutschen brauchen sich ihres Peters also nicht zu die afrikanischen Schändlichkeiten Hänge- Karls beschönigt und geschämen und dürfen getroſt Aktien seiner Kolonialgeſellſchaft kaufen. Die Alldeutschen sind auch wirklich seltsame Känze. Sie haben feiert, aber mit Kumpanen, die seiner gänzlich würdig, mit Chamberlain und Rhodes, darf er nicht über die Straße gehen! Die Mitglieder der produktiven Klasse, Arbeiter und Bauern, werden sich durch die vorbereiteten patriotischen Schaustellungen läßt sich vermuten, daß ihm die deutsche Regierung nicht prellen lassen. Sie wissen zu gut, daß sie es wieder, sie mindestens um dasselbe Stüd entgegengekommen nicht im stande, mit den lokalen Polizeikräften die Garantie für den sein wird, wie er ihr. Ein über diplomatische Affairen zuweilen es inimer sind, die die Zeche zu bezahlen haben werden. Was die organisierten und zielbewußten Socialisten be- nicht schlecht unterrichtetes Sensationsblatt äußert denn auch bereits trifft, so werden sie protestieren überall, wo es ihnen möglich die Ansicht, daß eine Verständigung zwischen der Reichsfein wird: vermittelst ihrer Vertreter in den regierung und der chinesischen Sühnemission auf Grund einiger modifikationen erzielt worden ist". Das hieße mit andern Worten gewählten Körperschaften, persönlich in Modifikationen erzielt worden ist". Das hieße mit andern Worten. Die deutsche Regierung hat sich wieder schnell von ihren öffentlichen Versammlungen und Kundgebungen, so angesichts der fapitalistischen Koalition der Regierenden widerruflichen" Forderungen das Wesentlichste abhandeln lassen. Frankreichs und Rußlands die internationale Solidarität des und sonderbar, in demselben Augenblick, wo die Regierung einlenkt, gesamten Proletariats bekräftigend, dessen Mitglieder eben die beginnt auch die freisinnige Presse, beispielsweise die bislang so russischen und französischen Arbeiter sind. chinesenfreerische Bossische Zeitung", zu begreifen, daß die deutsche Vom Hänge- Karl. Herr Dr. Karl Peters scheint mit seinen „ Einer der parlamentarischen Vertreter der Revolutionären Regierung mit dem Kotau" der Sühnemission denn doch eigentlich Socialistischen Union wird beim Wiederzusammentritt der etwas Ueberflüssiges und Entehrendes zugemutet habe. Auch die afrikanischen Minen- Unternehmungen auch nicht allzuviel Glüd zu haben. In der„ Tägl. Rundschau", Leibblatt seines Ruhmes, wird Kammer die Regierung über deren neuen Aft des Servilismus englische Preſſe, die im übrigen fortfährt, der deutschen Regierung ihm ein Ehrenzeugnis ausgestellt, das diesmal nicht seine afrikanischen interpellieren." recht zu geben, wenn sie den Sühneprinzen möglichst zu ducken und Greuelthaten reinigen, sondern das Gerücht beseitigen wift, als Auch sind bereits Proteste gewählter socialisti- au demütigen suche, kann denn doch nicht umhin, bereits jest ob Peters gänzlich verenglifiert sei. Dieses Gerücht scheint in scher Vertreter zu verzeichnen, hervorgerufen durch die ihrer Verwunderung über die hochkomische Kotau- Affaire Ausdruck diesen Tagen des alldeutschen Boerensports für die geschäftlichen chauvinistischen Kniebeuge Motionen der bürgerlichen Ein Leitartikel der„ Times" meint, es sei schwer zu begreifen, denn die Tägliche Rundschau": - u geben. Pläne des Herrn Peters ungünstig gewirkt zu haben und so erklärt Parteien, so im Generalrat des Cher- Departements und im Gemeinderat von Marseille. Hier ging die socialistische Gefühl für das Lächerliche besige, im Ernst vorhabe, den Deutschland ist von Zeit zu Zeit erzählt worden, er stehe in intimen daß die Regierung eines aufgeklärten Volkes, das ein startes Dr. Karl Peters persönlich ist ebenso wenig Engländer geworden, wie Mr. Chamberlain oder Mr. Rhodes Deutsche sind. In Mehrheit über eine chauvinistische Resolution zur Tages Deutschen das erbauliche Schauspiel darzubieten, daß ihr Monarch ordnung über, nachdem nachdem der Bürgermeister, Genoffe als Hauptperson in einem extravaganten, der ſervilen Etikette des Beziehungen zur Gruppe Rhodes. Demgegenüber kann feſtgeſtellt Flaissières, auf die Bedeutungslosigkeit derartiger fernen Ostens entlehnten Ritus auftrete. Die Nachricht freilich, daß Diplomatischer Besuche hingewiesen:„ Wir wollen abwarten, dem Prinzen eine glänzende Unterkunft bereitet sei und daß ihm ob dieser Besuch die Sache der socialen Entwicklung, des alle seiner Geburt schuldigen Ehren erwiesen werden sollen, erregt Fortschritts der Civilisation und des Friedens begünstigen ein taum geringeres Staunen als die Nachricht, daß die Untergebenen Hingegen haben im Generalrat des Loire- Departements Gesandte in China vor hundert Jahren sich zu unterwerfen des Prinzen eine Ceremonie ausführen sollen, welche europäische von den drei socialistischen Vertretern gelegentlich einer Glückwunsch- Resolution an Loubet wegen des Barenbesuchs zwei sich bloß der Abstimmung enthalten und einer sogar derartige Widersprüche zu begreifen. Es muß allerdings einem ausländischen Blatte schiver fallen, Dafür gestimmt. Und zwar ist letzterer, Genosse Augé, So scheint sich denn der drollige Baseler Konflikt zu beider- Socialpolitische Centrumsweisheit. Die„ Köln. BoltsBürgermeister von Roanne, Mitglied der guesdistischen seitiger Zufriedenheit und in allgemeine Heiterkeit auflösen zu wollen. auf die ultramontane Beurteilung des socialen Elends ein eigenOrganisation. Der guesdistische Vorstand hat nun die lokale feitiger Zufriedenheit und in allgemeine Heiterkeit auflösen zu wollen. 8eitung" bringt einen Artikel„ Bettler, Arbeit und Lohn", der Organisation von Roanne auf das Verhalten von Augé zwecks Deutschland hätte abermals einen diplomatischen Erfolg davon- artiges Streiflicht fallen läßt. Der Artikel ist freilich im Tone einer Organisation von Roanne auf das Verhalten von Augé zwecks getragen, der sich den früher in der China- Angelegenheit errungenen feuilletonistischen Plauderei gehalten, aber das Centrumsblatt wird Stellungnahme zu demselben hingewiesen. Erfolgen der Bülow- Politik würdig anreihte. Es fehlt nur noch selbst schwerlich den Satz aufzustellen wagen, daß die feuilletonistische der Brettl- Dichter, der den Geniestreich besingt, und der Censor, der Form einen Freibrief für jeglichen groben Unfug, hier für einent den Schwant.verbietet. schmählichen Unfug auf socialpolitischem Gebiete, darstellt. Die Tendenz des Artikels ist, sofern dem Verfasser überhaupt Eine Meldung der„ Times" aus Peking besagt, die neue Ver- cine andre Absicht vor Augen schwebt, als tindische Anekdötchen zögerung in der Veröffentlichung der kaiserlichen zu erzählen, an Einzelfällen, die offenbar als typisch gelten sollen, ditte und in der Vervollständigung des Protokolls sei durch die Gewerbe als das des Bettlers giebt und daß der Lohn im nachzuweisen, daß es nicht leicht ein vergnüglicheres und erträglicheres Schwierigkeiten verschuldet, welche der Berliner of hinsichtlich Verhältnis zur Arbeit immer läglicher wird, je mehr es sich Zuerst wurde die Idee einer Begnadigung von des Empfanges des Prinzen Tschun gefchaffen habe. Der um nügliche und ernsthafte geistige Arbeit handelt. Der Bettler Déroulède und Konsorten nach allen Regeln der hierdurch verursachte Verzug betreffe hauptsächlich Deutschland, deffen lebt in dulci jubilo, aber auch der austnecht und der ZahlZeitungsmache in die Oeffentlichkeit lanciert, jegt aber wird Botschafter die Unterzeichnung des Protokolls so dringend wünsche, fellner haben Einkommen, wie sie ein Angehöriger der ge jogar für die Wiedereinreihung des Generals de Boisdeffre daß er am Sonntag den übrigen Gesandten ein Cirkular übermittelt bildeten Gewerbe" nur in Ausnahmefällen erreicht. Die in den aktiven Dienst von nationalistischer Seite agitiert. habe, in welchem er den Vorschlag erneuerte, den chinesischen Bevell wenn auch nicht ausgesprochene Moral dieser tiefsinnigen BeEiner der Hauptschuldigen der Dreyfus- Affaire, der einen mächtigten die Unterzeichnung zu gestatten. ono trachtungen ist also die, daß der Proletarier alle Ursache hat, Augenblick nach seinem eignen Ausdruck wie ein Verurteilter mit seinem Loose im Vergleiche zu der ungleich ungünstigeren Lage nut under Angehörigen der gebildeten Gewerbe" ganz zufrieden zu sein. Der Bettler insbesondere ist das beneidenswerteste Geschöpf unter olish Deutsches Reich. der Sonne. Er fäet und erntet nicht und die Mitdthätigkeit der BeWas die Begnadigung betrifft, so wissen die nationalistischen Der neue Kulturkampf. güterteren ernährt ihn doch. Die Gaben fließen ihm so reichlich zu, Blätter davon zu berichten, daß Loubet dieselbe bereits aus eigner Initiative beschlossen habe. Mag sein, daß der Stampf gegen Unglauben, Imfturz, Socialdemokratie. Das Centrum will den neuen Stulturkampf kämpfen, den daß er das Brot, das ihm mitleidige Seelen reichen, als SchweineKon- futter verkauft, um den Erlös in Schnaps anzulegen. Der Bettler Präsident, der überhaupt mehr gutmütig als staatsflug ist, fervative Blätter haben das Centrum eifrig zu diesem löblichen macht täglich seine 6, im Winter quch 10 Mark. Er ist zuweilen durch das für ihn persönlich überfreudige Ereignis des Baren werke beglückwünscht und es wird ein Art Bund der gesamten besuchs zu einer unflugen Handlung verleitet werden kann. Von der Regierung aber ist immerhin bis auf weiteres doch Orthodoxie erhofft. Die Germania", das Blatt der einstigen noch so viel faltes Blut zu erwarten, daß sie nicht die Be- Oppositionspartei, bekennt laut und freudig ihr Wohlgefallen an der gnadigung von Staatsstreichlern, einen bedeutenden Aft der konservativen Bundesgenossenschaft. In diesem Bekenntnis der Germania" findet sich eine recht inneren Politik mit dem Zarenbesuch verquickt. Dafür bemerkenswerte Selbstcharakteristik der Centrumspartei. Die" Post", scheint auch ein sehr energisch die Begnadigung ab- die sich der zunehmend staatserhaltenden Mauserung des Centrums lehnender Artikel des offiziösen Matin" zu sprechen. Und nun gar erst die Rehabilitation de Boisdeffres! freut, hegte noch einige Bedenten gegen gewiffe Unarten, die das Der Kriegsminister André, der so schöne demokratische Fest- Centrum in seiner neuen Periode beibehalten hat, und darauf erwidert die„ Germania": reden hält, hat sich in Personenfragen mehr als einmal Diese Wendung des Centrum 3, welche zugleich als Werkzeug des alten Generalstabsklüngels gezeigt. Aber eine Verstärkung der Regierungsfähigkeit der so weit wird er doch nicht seine Nachgiebigkeit gegenüber der Partei bedeutet, meint die" Post", datiert ja schon einige Jahre ihm spinnefeindlichen Hocharmee treiben wollen? Died her, jie ist, was den radikalen Liberalismus anlangt, durch die Neuwied, 1. September. Bei der im Wahlkreise Neuwiednationalistischen Blätter erinnern natürlich an die angeblich wirtschaftlichen Stämpfe unsrer Zeit sowie durch den Kampf um entscheidende Rolle de Boisdeffres bei dem Zustandebringen die lex Heinze start beschleunigt worden und gelangt jetzt auf Altenkirchen gestern stattgehabten Reichstage: Ersakwahl erhielt der russischen Alliance. Demgegenüber veröffentlicht Professor der Osnabrücker Versammlung aufs neue zum scharfen Aus- Krupp( Centrum) 8053 Stimmen, während auf den Kandidaten Louis Havet, einer der befanntesten" Dreyfusards", in druck. Man sollte nun meinen, daß eine solche Haltung der Nationalliberalen, Landtags- Abgeordneten Ost ha u§ 5934 und mehreren Blättern eine Zusammenstellung der auf Boisdeffre des Katholikentages der" Post" zur besonderen Befriedigung ge- auf den der Socialdemokraten Erdmann 119 Stimmen fielen. reichen müßte. Allein das Blatt wittert sofort Unrat. Es fürchtet, Danach hat der Centrumskandidat, wie sich vorausschen ließ, lastenden Schuldbeweise in Sachen Dreyfus- Henry- Esterhazy. daß die Anziehungskraft des Centrums für die hochgefiegt., sing Das wird dem Kriegsminister und der Regierung immerhin fonservativen zweifelsohne noch verstärkt wurde, was in das Gedächtnis ein wenig schärfen und sie an ihren Breußen für die Schulpolitik und die auf diesem Gebiete so vergessenen Ursprungstitel erinnern. zu lösenden gesetzgeberischen Aufgaben ernste Gefahren in fich schließen fan, während auch die Befürchtung nicht abzuweisen ist, daß der socialisierendenPolitik des Centrums Die Ergänzungswahlen zum dänischen Landsting. im Reichstage sowohl bei den Regierungen als bei den Kon- Kopenhagen, 1. Septentber. Am Mittwoch finden hier, sowie servativen der Weg in bedeutlicher Weise geebnet wird. Bei aller in Stive und in Randers Wahlmännerwahlen zum Landsting statt. Anerkennung der mehr tonservativen und nationalen An diesem Tage wählt die allgemeine Wählerklasse, am 11. September Tendenzen, welche sich in dem Centrum jegt geltend wählen die Höchstbesteuerten und am 25. werden dann die Wahlen machen, so schließt der Mitarbeiter der„ Post", darf man doch die der Abgeordneten durch die Wahlmänner vorgenommen. In Kopendas„ Exekutionspeloton" erwartete, soll von Gnaden des Barend to god wieder zu Amt und Ehren gelangen!.. ma " Kommt er? ach! Noch ist die Frage, ob der Sühneprinz nach Berlin kommt, nicht entschieden, obschon gemeldet wird, daß die Mitglieder der chinesischen Gesandtschaft in Berlin bereits am Sonntag nach Berlin abgereist sind und das Gepäck der Sühnemission bereits " " " NC aydo fogar in der Lage, ein kleines Stapital von einigen Zehntausend Mark zurückzulegen.. Wahrscheinlich ist es kein Zufall, daß das rheinische Centrums blatt einem solchen Gewäsch seine Spalten öffnet. Da das Centrum den konservativen Brotwucherern die ungeniertesten helfersdienste zu leisten sich anschickt und sich zum Mitschuldigen für den schändlichsten Beutezug gegen die Taschen des Proletariats rüstet, tam es ihm natürlich nicht in den Kran paſſen, die Thatsache des socialen Glends, des chronischen Darbens der arbeitenden Schichten zuzugestehen. Das Centrum, das für den fünftigen Zollkrieg sein vollgerüttelt Maß der Mitschuld zu übernehmen kein Befinnen trägt, muß es für das bequemste halten, das Anschwellen der Arbeitslosigkeit statt auf den Mangel an Arbeitsgelegenheit auf den verführerischen Anreiz des so einträglichen Faulenzerlebens des Bettlergewerbes zurückzuführen. Ausland. ha Dänemark. Die Aussichten der Einigung der socialdemokratischen Parteien Frankreichs rücken in immer weitere Ferne. Die Streitig keiten pflanzen sich in den Gruppen der einzelnen Departements fort und es werden dort Beschlüsse gefaßt, die Kluft zwischen den verschiedenen Richtungen noch zu erweitern. So beschloß der Kongreß der socialistisch- revolutionären Föderation von Deux Sèvres und der Vendée, die Petite République" auf den Index zu setzen und empfiehlt den Partei- Anhängern, den„ Petit Sou", das einzig wirklich revolutionäre Organ", zu lesen. " England. " 1 Partei- Machrichten. Landeskonferenz der Socialdemokraten Hessens. den dem beschlossenen 0 tind sund gezeigt, einige Worte darüber zu sagen. Es ist kaum nötig, den Regierungsentwurfs, der bekanntlich das direkte Wahlsystem, eine Die Krefelder Polizei hat das vom Parteivorstand herauss gegebene illustrierte Flugblatt gegen den Brotwucher beschlagnahmt und einige Verbreiter protokolliert. Durch einige Wendungen soll stoßen worden sein. Eine Beschlagnahme dürfte sich nicht aufrechtgegen§ 130 des Strafgesetzbuches( Aufreizung zum Klaffenhaß) vererhalten lassen und halten wir der Nervosität der Krefelder Polizei wegen des Sammetweber- Streits etwas zu gute. " hagen find 457 Wahlmänner durch die allgemeine Wählerklasse und Eisenbahn wahrscheinlich im stande sein, genügend Nahrungsmittel Maximen zur Anwendung zu bringen, weshalb eine Protest ebenso viele durch die Höchstbesteuerten zu wählen. Die Liberalen herbeizuschaffen, um ganz Johannesburg zu verproviantieren, wie bewegung über das ganze Land entfaltet werden müßte, um und die Socialdemokraten haben gemeinsame Wahlmänner- Listen das auch vor dem Kriege der Fall war. Es würde somit alle Wahr- eine weitere Verkümmerung des Vereins- und Versammlungsrechts aufgestellt. Siegt die Liste der Demokratie, fo wird scheinlichkeit dafür vorhanden sein, daß normale Verhältniffe in der abzuwehren. Bei den Gemeindewahlen sind mehrfach Siege errungen in Kopenhagen Genosse P. Kuuden das Mandat zum Landsting Stadt wiederkehren würden. worden. Auch die finanzielle Lage der Partei ist gut. Die Einnahmen erhalten. Knudsen war bereits 1890-1898 Landstings- Abgeordneter, out at odd, Enut, beliefen fich auf 7104,03 M., die Ausgaben auf 5264,31 M., darunter gab aber sein Mandat auf, um sich in seiner Vaterstadt Randers in die Kosten der Landtagswahl mit 1438 M. und Abgabe an das Folketing wählen zu lassen und hatte dann von 1898-1901 die Haupttasse mit 500 M., so daß ein Ueberschuß von 1839,72 M. dieses Mandat inne. Bei dem im übrigen so glänzenden Sieg der berbleibt. In einer Massenauflage soll demnächst das illustrierte Socialdemokraten bei den Folketingswahlen in diesem Frühjahr ging Recht auss Offenbach, 1. September. Jm hiesigen Arbeiterheim traten Flugblatt gegen den Brotwitcher verbreitet werden. der Wahlkreis Randers leider verloren. Hoffentlich gelingt es nun, heute morgen 10 Uhr 94 socialdemokratische Vertreter aus 60 führlich waren die Verhandlungen über das Partei- Organ, die dem in der parlamentarischen Thätigkeit sehr bewährten Genossen hessischen Orten zusammen, um zur diesmaligen Landeskonferenz Altenburger Volkszeitung".. Es war hierzu der Antrag gestellt, das wiederum sein altes Landstingsmandat zu erobern. Blatt nicht mehr in Leipzig, sondern ab 1. Oftober 1902 eine recht reichhaltige Tagesordnung zu erledigen. Außerdem war Blatt nicht mehr in Leipzig, sondern ab 1. Oktober 1902 in Altenburg drucken zu lassen. Dieser Antrag wurde Frankreich. die gesamte Landtagsfraktion zur Stelle. Aus dem vom Genossen namentlich mit mit dem Argument bekämpft, daß sich für Ulrich erstatteten Geschäftsbericht des Landeskomitees ging Drud allein eine Mehrausgabe von 8000 Mart pro Jahr hervor, daß im vergangenen Jahre von erforderlich machen würde. Man einigte sich schließlich dahin, daß Kalender" Hessischer Landbote" 142 000 Gremplare verbreitet der Antrag einer Kommission überwiesen wurde, welche die nötigen eine Einnahme von wurden. Der Kassenbericht weist 4570,60 m. und eine Ausgabe von 2947,05 M. auf; unter letzterem Unterlagen beschaffen und dann so bald als möglich den Vertrauensbefindet sich allein ein Betrag von 1900 M. für den Kalender. Tenten Bericht zu erstatten hat. Der Stand des Parteiorgans ist Bei der Besprechung des Vorstandsberichts wurde mit einer gut, die Einnahmen beliefen sich inklusive eines Kassenbestandes von einzigen Ausnahme allgemein die Kalender- Agitation aufs lebhafteste 4466 2. auf 45 687 M., die Ausgaben auf 40029 M. Außerdem auf Herausgabe eines neuen Staleuders angenommen, dabei den offen befürwortet. Es wurde denn auch gegen nur 5 Stimmen der Antrag ist ein Inhaftiertenfonds in der Höhe von 3000 m. vorhanden. auf Herausgabe eines neuen Kalenders angenommen, dabei den nossen Stücklen Altenburg und Hüttig Gößnitz g Als Delegierte zum Parteitag in Lübeck wurden die Ges ge leistungsfähigeren Streifen die Pflicht auferlegt, einen Beitrag zu London, 31. Auguft.( Eig. Ver.) Der Pariser, Temp3" diesem Zwecke zu leisten. Weiter wurde beschlossen, für 1902 ein wählt. Der Antrag, den Delegierten ein gebundenes Mandat insofern mitzugeben, als sie gegen die Abhaltung geschlossener unterschiebt Genossen Hyndman die Absicht, in einheitliches Mitgliedsbuch für ganz Hessen herauszugeben. das nächste liberale Kabinett eintreten zu wollen und sei deshalb Zu lebhaften Auseinandersetzungen führte das Referat des Gen. Sigungenstimmen sollten, wurde abgelehnt. Schließich hielt Stücklen noch ein Referat über die Lehren, die aus dem aus der ſocialiſtiſchen Partei Englands ausgeschieben. Hyndman Landtags- Abg. Era me r- Darmstadt über die bevorstehenden Verlauf der legten Zandtagswahlen zu ziehen sind, womit der Parteischreibt darüber in der Justice" von heute:„ Achnliche falsche Nach- Landtagswahlen und neuen Wahlgesetz- Berlauf richten wurden auch anderswo verbreitet und es ist deshalb anEntwurf. Es wurden dabei die Vorteile und Nachteile des tag seine Arbeiten erledigt hatte. Lefern dieses Blattes mitzuteilen, daß ich von der Socialistischen Partei größere Sicherung des Wahlgeheimnisses, aber zugleich auch Veroder von der„ Socialdemokratischen Föderation" nicht ausgetreten bin ichlechterungen insofern bringt, als eine Stärkung der Ersten Kammer ferner, daß die Wahrscheinlichkeit meines Eintretens in ein liberales und eine Wahlrechtsentrechtung insofern eintreten kann, weil von Ministerium sogar noch entfernter ist, als die Bildung eines solchen den Wöhlern verlangt wird, daß dieselben drei Jahre Hessen sein Ministeriums in nächster Zeit; schließlich, daß ich nicht dem Socialis- und noch drei Jahre an einem Orte wohnen müssen, reiflich er mus zwanzig Jahre gewidmet habe, um ihn jetzt zu schädigen. Aber wogen und schließlich nach Befürwortung der Abgg. Dr. David und ich darf wohl hinzufügen: Sollte überhaupt die Zeit einmal kommen, Haas einem Antrage zugestimmt, es der Fraktion zu überlassen, meine Erinnerungen zu veröffentlichen, so würde es sich zeigen, daß falls sie keine Verbesserungen des Entwurfs durchsetzen kann, zu Zu dem Schiedsspruch betreffend die Hamburger mir vor vielen Jahren der volle politische Erfolg bei einer der stimmen, wie sie es für gut hält. Dieser Antrag wurde einstimmig Accord maurer bemerkt die Wiener Arbeiter- Beitung", nach organisierten Parteien unfres Landes auf eine angenehmere und angenommen, trotzdem erst Stimmen laut wurden, unter allen Um dem sie den Sachverhalt eingehend dargestellt hat, folgendes:„ Wir ficherere Art als jetzt zu Gebote stand. Mein Ehrgeiz lag indes nicht ständen den Entwurf abzulehnen, sobald sich unsrerseits keine Ver- haben als Ferustehende selbstverständlich feinen Anlaß, uns in eine auf diesent Gebiete." besserungen anbringen ließen. Beurteilung des Schiedsspruchs einzulassen; insoweit die Pflicht zur Italien. Zu Beginn der Nachmittagssitzung bespricht Abg. Dr. David unbedingtesten Gerechtigkeit höher steht als selbst die Anerkennung jener den vorgelegten Entwurf eines Landes- Organisations- sittlichen Straft, die in der Organisation der Arbeiter verkörpert ist, läßt Statut 8. Letzteres existierte schon, wurde aber in mehrfacher sich der Schiedsspruch sicherlich mit zureichenden Gründen verteidigen. Hinsicht revidiert. So wird in Zukunft anstatt 2 Pf. von der ein Wir haben den Sachverhalt den Lesern nicht deshalb so ausheitlichen 10 Bf.- Marte 1 Pf. mehr an das Landeskomitee abgeliefert, führlich dargelegt, um ihn zu beurteilen, sondern um ihr eignes der aber der Berliner Parteifasse zufließen soll. Es können jedoch Urteil anzuregen; ist er doch für den Ernst, mit dem man im bei außerordentlichen Verhältnissen auf Antrag der Kreisorganisation Deutschen Reiche die Probleme des Socialismus untersucht, unge einzelne Mitgliedschaften vorübergehend ganz oder teilweise von der mein charakteristisch. Aber nebst dem scheint uns in dem Spruch Zahlung der Beiträge entbunden werden. Die Mitgliedschaften eine tiefe und wertvolle Feststellung zu liegen, die über den Bereich fönnen sich bis zu 100 Mitgliedern durch zwei Delegierte vertreten des doch nur lokalen Streitfalles zu einer principiellen Anerkennung lassen; jedes weitere volle Hundert wählt einen Delegierten mehr. hinausreicht. Nicht ob die 50 Maurer aus der Partei auszuschließen Zum Konflikt. Aus Konstantinopel wird der Frankf. 8tg." Die Orte der alljährlich stattfindenden Landeskonferenzen werden auf waren, scheint uns der Kern der Entscheidung zu sein, sondern depeschiert: Ju der Angelegenheit des türkisch- französischen Konflikts den Konferenzen selbst bestimmt. der principielle Ausspruch, daß Streitbruch eine ehr richtete die Pforte ein ihren Standpunkt vertretendes Cirkular an Der folgende Punkt war der in den„ Socialistischen Monatsheften" Iose Handlung ist, unverträglich mit den Pflichten eines ihre ausländischen Missionen. Der französische Botschaftsrat und in der Kommunalen Braris" abfällig besprochene Entwurf eines Socialdemokraten, invereinbar mit der Zugehörigkeit zur Socialreferierte vorgestern längere Zeit mit dem russischen Botschafter Kommunalprogramms. Der Antrag, die vorliegenden zahl- demokratie. Nur deshalb find die meuternden Maurer nicht auswegen des schwebenden türkisch französischen Konfliktes. Aus reichen Anträge einer siebengliedrigen Kommission zur Durchsicht zu geschlossen worden, weil das Schiedsgericht den Streifbruch nicht als Kreisen, die der Pforte nahe stehen, verlautet, die Türkei habe mit überweisen und diesen Punkt erst in der nächsten Landeskonferenz vorliegend erachtet hat; daß Streifbruch ein Ausschließungsgrund den beiden Interessenten Turbini und Lorando direkte Verhandlungen definitiv zu erledigen, wurde abgelehnt und nach längerer wäre, eine ehrlose Handlung ist, hat der Schiedsgerichtsspruch ausangelnüpft. Aussprache ein Entwurf zusammengestellt, der den verschiedenen An- drücklich bekräftigt. Die Pflichten gegenüber der Ge: verkschaft geträgen der Genossen Ulrich und Friedberg- Mainz, sowie den Be- hören in der Socialdemokratie zur Parteiehre." schlüffen der vorher stattgehabten Gemeindevertreter Stonferenz Polizeiliches, Gerichtliches usw. Hessens Rechnung trägt und auch auf die außerhalb Hessens ge Wieder einmal grober Unfug. In der Erfurter Tribüne" machten Monitas teilweise Rücksicht ninimt. Eine aus 5 Mann bestehende Redaktionskommission wird dent Entwurf auch den nötigen vom 14. Mai war mitgeteilt worden, daß die Zimmerer in Halle streiken äußeren Schliff geben, den er nötig hat. Sodann wurde noch eine und daß vom Erfurter städtischen Arbeitsamt Streitbrecher gesucht Bur selben Zeit fanden in Minsk zwei und in Wilkowischt Resolution Cramer angenommen, die den Genossen die Beteiligung werden. Im Hinblick darauf wurden die Arbeiter daran erinnert, In Liban war Ende des vorigen Monats ein Attentat auf weber kann die Beteiligung mit eigenen Kandidaten erfolgen oder ganze Notiz war unterzeichnet: Die Agitationstommiſſion der Zimmerer. an den Bürgermeister- und Beigeordnetenwahlen freigiebt. Ent- den Bestimmungen ihrer Verbandssatzungen gemäß zu handeln. Die den berüchtigten Gefängnishenker, den Gendarmerie- Oberst Wonsjazky, gemacht. Wonsjazzky war ehemaliger Aufseher des X. Pavillons es können gegnerische Kandidaten, die uns nahe stehen oder sich auf Redacteur Hennig erhielt für Aufnahme diefer Notiz einen StrafDer Warschauer Zitadelle," Ausrotter" der littanischen Bewegung in gewisse socialdemokratische Forderungen verpflichten, unterstügt befehl über 30 Mark und zwar mit der Begründung, durch Abdruck der 13 Zeilen das Publikum beunruhigt" und mithin groben den Gouvernements Suwalki und Kowno, bekannt durch seine Gine furze, aber recht temperamentvolle Aussprache entfesselte Unfug" begangen zu haben. Hiergegen wurde Widerspruch erhoben Tyrannei wie durch seine Bestechlichkeit und seine Erpressungen. dann unter„ allgemeinen Anträgen" der Antrag, den Lübecker Partei- und die Sache kam am 30. August vor dem Schöffengericht zur VerDas Attentat war erfolglos, dem Attentäter gelang es, zu ent- tag zur Aufhebung des Schiedsspruchs in Sachen der Hamburger handlung. Asien. Accordmaurer zu veranlassen, weil man sich mit diesem und Nach kurzer Verhandlung, in der Hennig bestritt, das Publikum dem Spruch der Kontrolleure nicht einverstanden erklären könne. irgendwie beunruhigt zu haben und den Amtsanwalt um Nachweis Revolutionäre Bewegung in Perfien. Die Kölnische Für denselben sprachen sich eindringlich die Genossen Fröder dafür ersuchte, wurde das Urteil gefällt. Es lautete auf 30 Mark Zeitung meldet aus Teheran vom 31. August: Da sich in letter Breßenheim und Heilmann Offenbach aus, dagegen Cramer- Geldstrafe oder 6 Tage Haft. der Urteilsbegründung Zeit eine weitverzweigte revolutionäre Bewegung bemerkbar Darmstadt, Liebmann- und Dr. David- Mainz. Eine weitere wurde ausgeführt, daß durch die Notiz die Streitigkeiten in Halle in macht, die durch die Verstimmung gegen die Regierung angeblich Ausdehnung der Debatte über diesen Punkt wurde der vorgerückten weitere Streife hineingezogen wurden. Die Arbeitgeber in Halle wegen neuer Anleihe- Verhandlungen mit Rußland genährt wird, Stunde wegen abgelehnt und schließlich der Antrag selbst mit großer würden dadurch belästigt, daß sie keine Arbeiter bekämen. Größere verhängte die Regierung den kleinen Belagerungszustand über Mehrheit abgelehnt. Von den Gegnern des Antrags war ersucht Kreise würden durch solche Notizen nur aufgehetzt und der fociale die Hauptstadt und deren Umgebung. Die Geistlichkeit ver- worden, die Entscheidung dem Parteitag felbst vorzubehalten. Kampf verschärft. Derartige Artikel gereichten niemand zum hält sich diesmal gleichgültig. Die Aufhezzung soll von Leuten Genosse David möchte die Frage an die Gewerkschaft Segen, deshalb sei eine Bestrafung mit 30 M. eine angemessene. aus der Umgebung des Schahs betrieben werden, der immer wieder der Konsequenzen wegen zurückverwiesen wissen. Die Partei- Gegen dies merkwürdige Urteil, das auch abgesehen von Drohbriefe und Proklamationen auf seinem Arbeitstische findet. Kontrolleure hätten nach dem vorliegenden Material gar keine andre allem andren den Entscheidingen des Reichsgerichts über den Die Bewegung macht Stimmung gegen den Großvezier, weil er den Entscheidung als das Schiedsgericht fällen können, denn von einer§ 360, 11 St.-G.-B. widerspricht, wird Berufung eingelegt werden. Norden Persiens bereits an Rußland verkauft habe und im Begriff Ehrlosigkeit im eigentlichen Sinne tönne hier nicht gesprochen werden, stehe, auch den Süden des Reiches zu verschachern. Denn die seit wenn auch das Verhalten der Accordmaurer ein höchst tadelnsTangem verbreiteten Gerüchte von Reformen, Aufbesserung der öffentlichen Berkehrswege usiv. seien vom Großvezier nur in die Welt gesetzt worden, um sich Mittel zu beschaffen, um seine eignen Taschen zu füllen. Ein Firman des Schahs fordert das Volk auf, die Rädelsführer zu ermitteln. Der Großvezier selbst ſetzte 5000 Tuman als Belohnung für die Namhaftmachung eines Rädelsführers aus, das Spionenvesen blüht infolgedessen.Gegen die Jesuiten. In Italien, namentlich in Rom, ent falten die Liberalen- und Freidenker- Vereine eine lebhafte Agitation, um das Einwandern der Jesuiten und andrer religiöser Orden zu verhindern. In einer Massenversammlung in Rom fand eine Resolution Annahme, in welcher die Regierung aufgefordert wird, die bestehenden Gesetze in strengster Weise zur Anwendung zu bringen und die von Frankreich ausgewiesenen Kongregationisten nicht über die Grenze zu lassen. Türkei. Rußland. Neue Verhaftungen. nodo In Wilna wurden in diesen Tagen eine Reihe von Haus fuchungen abgehalten und Verhaftungen vorgenommen. Es wurden 40 Personen, jüdische Arbeiter und Intellektuelle, verhaftet. drei Verhaftungen statt. fliehen.Amerika.e Die kolumbisch- venezolanischen Wirren. Aus Trinidad wird gemeldet: Der Einfall der regulären venezolanischen Armee in Kolumbien ist nur eine Frage von Tagen. Neuntausend Mann unter dem Befehl des Generals Davila sind bereit, die Revolution zu unterstützen. Die Lage wird als ernst angesehen. Der Boeren- Krieg. Schwere Verluste werden. wertes sei. zu = 0 " Eine Kreiskonferenz für den Reichstags= Wahlkreis Nieder- Barnim 3790139 Durch einen angenommenen Antrag werden sämtliche Organisa tionen des Landes ersucht, der Landtagsfraktion wegen der Lohnund Arbeitsbedingungen der Waldarbeiter und Arbeiterinnen Material übermitteln, um beim Forstetat Verwendung zu finden. tagte am Sonnabend in Nummelsburg im Lokal von Ziebarth. An Auch sollen Nachforschungen über die Bedingungen angestellt wefend waren 41 Delegierte, 12 Bertrauensmänner, der Kreis. werden, inter denen die Forstbehörden das Leseholz- vertrauensmann, der Reichstags- Abgeordnete des Kreises und sammeln in Staatswaldungen gestatten. von Darmstadt 2 Revisoren. Außerdem war die Preskommission durch 2, die der Verschmelzung der hessischen Parteiblätter nahe treten solle, wurde vertreten. ausgehende Anregung, daß das Landeskomitee einmal der Frage Agitationskommission und die Lokalkommission durch je ein Mitglied abgelehnt. Ueber die Provinzialtonferenz für die Provinz Als Ort der nächsten Landeskonferenz wird Worms und als Brandenburg referierte Genosse Freiwald- Pankow. Der Reduer Landeskomitee- Mitglieder III rich und Orb Offenbach, wies darauf hin, daß die Konferenz Gelegenheit bietet, zu dem geBerthold Darmstadt, Orbig- Gießen und Stock Mainz planten Brotincher Stellung zu nehmen und daß sich die Konferenz wiedergewählt. auch mit den Landtagswahlen beschäftigen werde. Die Frage der Beteiligung an den Landtagswahlen habe der Parteitag in Mainz Dem Andenken Ferdinand Lassalles brachten am Sonntag entgültig entschieden und es könne sich jetzt nur darum handeln, in die Breslauer Parteigenoffen eine stille Ehrung dar. Große Scharen welcher Weise die Beteiligung stattfinden soll. Die letzte Wahl in erlitten die Engländer bei dem Ueberfall des bei Hamanskraal zur hinaus, um kostbare Kranzspenden am Grabe des Bahnbrechers der demokratie stattgefunden hat, habe gezeigt, daß es bei unablässiger, Männer und Frauen pilgerten zum Friedhof der jüdischen Gemeinde Nieder- und Oberbarnim, die unter gänzlichem Ausschluß der Socials Entgleisung gebrachten Zuges. Lord Kitchener meldet darüber aus Pretoria: Die Verluste der deutschen Socialdemokratie niederzulegen. Höchst überflüssig war intensiver Thätigkeit seitens der Genossen möglich ist, der Socialdemo Bedeckung des bei Hamanskraal in die Luft gesprengten Zuges be- eine zahlreiche Schumannschaft aufgeboten, die bei den ruhig ab- kratie in diesem Kreise ein Mandat zu erobern. Allerdings wird es tragen außer dem gefallenen Oberstlieutenant Vandeleur 9 Tote und zugehenden Besuchern keine dienliche oder zweckmäßige Aufgabe dabei ohne Kompromiß nicht abgehen und in einigen ländlichen Orten tragen außer dem gefallenen Oberstlieutenant Bandeleur 9 Tote erfüllen fonnte. Mittags tagte im Gewerkschaftshause eine zahlreich dürfte es sogar sehr schwierig sein, die notwendige Zahl der Wahlund 17 Verwundete. Alle Verwundeten sind nach Pretoria geschafft besuchte Versammlung, in der Genosse Meyner- Berlin über männer ausfindig zu machen. De Redner berichtete sodann über worden. Die Bedeckung des Zuges bestand aus 45 Mann. 29 Lassalles Mahnung an die Arbeiter" sprach. die Thätigkeit der Agitationskommission für die Provinz Branden Jedenfalls ist der Nest dieser 45 Mann gefangen genommen burg und wendete sich hierbei gegen die von einzelnen Genossen worden. vertretene Ansicht, daß die Kommission nicht mehr notwendig sei. Auch im verflossenen Jahre habe die Agitationskommission, deren Der amtlichen Verlust li ste zufolge wurden am 28. August Arbeitsgebiet fich auf 20, teilweise noch sehr rückständige bei gaskraal 4 Reguläre getötet, 12 verwundet. fand Sonntag, den 1. September, in Ronneburg statt. An Wahlkreise erstreckt, eine recht rege Agitation entfaltet. Die Kapstadt, 2. September. Es heißt, die Kommandos Herzogs wesend waren 48 Delegierte. Der Landes- Vertrauensmann Genosse Fackel" hat bereits eine Auflage von 11000 erreicht und und Latgens feien in den Oranje- Staat zurückgetrieben. Die Oft Strigte betonte in seinem Bericht, daß die Partei auch in der Märkische Volksbote" wurde in fast 14 Million Exemplaren Transvaal- Bahu sei vom Feinde in der Nähe von Alkmaar, dem nun abgeschlossenen Geschäftsjahre wieder tüchtige Fort- in der Provinz verbreitet. Auch die Verbreitung der Petitionsbogen etwa in der Mitte zwischen Middelburg und Komati Boort, zerstört schritte gemacht habe; leider haben wir sehr viel unter gegen den Brotwucher hat die Kommission übernommen und recht und dann ein Eisenbahnzug von den Boeren angegriffen worden. der seitens der Gegner betriebenen Saalabtreiberei in gute Erfolge ihrer Thätigkeit aufzuweisen. Eine Diskussion über Der Zug sei den Angreifern aber entkommen. Ans der Kap- den ländlichen Orten สน Leiden. Trozdem war die diesen Punkt der Tagesordnung wurde nicht beliebt. Kolonie verlautet noch, die Boeren seien aus dem Distrikt von Agitation eine sehr rege, denn es find rund 70 Ver- Ueber den Parteitag in Lübeck referierte ReichstagsBarkly East durch den Barkly Paß in die Nähe ven Elliot und ſammlungen abgehalten worden. Zwar sind bei der ver- Abgeordneter A. Stadthagen, der sich zunächst dahin äußert, Cola gezogen, fich Eingeborenen- Reservate befinden. flossenen Landtagswahl zwei ländliche Mandate verloren gegangen, daß die geplanten geschlossenen Sigungen des Parteitages nur so Es heißt ferner, es sei nunmehr beschlossen worden, alle das war jedoch lediglich der von der Regierung beliebten Wahl- weit Berechtigung hätten, als es sich um rein geschäftliche Dinge Familienangehörigen von Boeren, die noch im Felde ständen, an die tezirks- Geometrie zu danken, denn die Stimmenzahl hat handle. E wäre vielleicht auch angebracht, daß in geStifte zu deportieren, wo Flüchtlingslager errichtet werden sollten. im ganzen Lande eine erhebliche Steigerung erschlossenen Sizungen den Vertretern einzelner Landesteile Wenn diese Maßnahme durchgeführt werden würde, so werde die fahren. Verschiedene Behörden neigen sehr dazu, fächsische tlar gemacht würde, daß nicht mur fortgesett aut der % Der diesjährige Parteitag für das Herzogtum SachsenAltenburg 0 für 1. Der Wert einer Centralisation und welche Organisation ist wirksam durchzuführen, schließen die Gruben eine Vereinbarung ab. uns die beste? Referent: Kollege A. Möller- Verlin. 2. Wahl einer Statutenkommission. 3. Die allgemeine Lage der Fensterpuzer Deutschlands. Bericht einzelnen Delegierten. 4. Der Verband der Unternehmer und was haben wir davon 5. Die Arbeitsnachweise für unsren Beruf in den einzelnen eruf, in Städten. Berlin und Umgegend. Wohl ihnen, daß der Wunsch: Schwerste Strafe dem, der andre an freiwilliger Arbeit hindert, nicht Gesetz geworden ist. Die bes treffenden Grubenbesiger würden sonst samt und sonders ins Zuchthaus wandern müssen. Ein Einigungsamt für die Düsseldorfer Holzindustrie ist kürzlich ins Leben getreten. Dasselbe ist entstanden, nachdem in legter Beit zwei Streits durch Kommissionsverhandlungen, an denen Vertreter beider Parteien teilnahmen, eine befriedigende Erledigung gefunden hatten. Das Einigungsamt besteht aus Vertretern des Arbeitgeber- Vereins der Holzindustrie und der Tischlerinnung einerfeits, andrerseits aus Vertretern des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes, des Christlich- socialen Holzarbeiter- Verbandes und der Hirsch Dunderschen Gewerkvereine. Beide Parteien haben sich verpflichtet, weder zu streiken noch zu sperren, sondern ihre Differenzen unter allen Umständen dem Einigungsamt zu unterbreiten. Ausland. Bartei herumgenörgelt werden darf, sondern daß die Ge- 1 nossen auch die Pflicht haben, praktisch, insbesondere auch in finanzieller Beziehung, ihren Verpflichtungen der Partei gegenüber nachzukommen. Auf dem Gebiete der Presse, Litteratur und Kol portage feien zweifellos erhebliche Schäden vorhanden, die schließlich der ebenfalls besser in einer geschlossenen Sigung zu erörtern wären. Es fei nicht zu leugnen, daß die socialdemokratische Litteratur zu erwarten? hauptsächlich in nicht socialdemokratischen Kreisen, infolge verschiedener Umstände bisher nur ungenügend Eingang gefunden hat. Zum Teil sei dies darauf zurückzuführen, 6. Eventuelle Wahl des Centralvorstandes und seines Sizes. deß seit einiger Zeit eine Litteratur unter socialdemo Sollen von Kollegen noch Anträge gestellt werden, so bitten fratischer Flagge eingeschmuggelt wird, die mit der Social- wir, dieselben bis zum 22. September in unfre Hände gelangen zu demokratie absolut nichts zu thun hat. Dazu gehöre in erster lassen, auch die Zahl der Delegierten ist möglichst vorher mitzuteilen, Linie der Verlag von J. Edelheim. Die„ Socialistischen Monats- und zwar an den Kollegen A. Möller, Berlin, Amalienſtr. 20, hefte" feien für die Arbeiterschaft völlig wertlos, durchaus nicht vorn 8 Treppen. empfehlenswert und ein rein privates, mit der Partei in keiner Beziehung stehendes Unternehmen. Troßdem werde mit allen Mitteln versucht, den Schein zu erwecken, als seien diese Hefte eine socialdemo kratische Zeitschrift. Nachdem der Nedner noch angeführt, daß sich der Gollnowstr. 43, wegen Lohnabzüge dauern fort. Zuzug ist strengstens Montag der 34. Kongreß der englischen Trades- Unions zuſammen. Der englische Gewerkschaftskongres. In Swansea trat am Parteitag auch mit dem Verein Arbeiterpresse", der keinesivegs mit einer andern gewerkschaftlichen Organisation verwechselt werden Die Ortsverwaltung: J. A.: E. Dehlert, Koppenstraße 94 II. Es liegen dem Kongreß nicht weniger als 99 Refolutionen und Andürfe, zu beschäftigen habe, und nachdem er der Meinung Ausdruck gegeben, daß der Parteitag die Ansicht Bernsteins, falls diese Frage auf das Breßgefez um die Mitteilung, daß die in Nr. 202 des zum Fabriksgesetz. G3 werden u. a. folgende Forderungen aufDie Firma M. M. Baer u. Co. ersucht uns unter Berufung träge vor. Eine große Anzahl derselben beziehen sich auf die Novelle angeschnitten, und das Verhalten der Genossen im badischen Landtage bei der Budget- Abstimmung unzweideutig verurteilen werde, be- Notiz nicht zutreffe, da weder der Firma noch deren Meister befannt Schluß der Betriebe am Sonnabendmittag; Aushängungen der " Vorwärts" von der Ortsverwaltung der Vergolder unterzeichnete gestellt: Herabsetzung der Arbeitszeit von 561/2 auf 551/2 Stunden durch handelte er in längeren Ausführungen die Accordmaurer- fei, daß Differenzen ausgebrochen sind, und auch nichts vor Arbeit in Fabriken für Personen unter 15 Jahren; Verbot der unterLohntarife und Arbeitsordnungen in den Webereien; Verbot der Angelegenheit. Es sei erfreulich, daß die Maurer für die gelegen habe. Beseitigung der schädlichen Accordarbeit eintreten, und be greiflich, daß die Gewerkschaft die schärfsten Maßnahmen gegen Vergolder aufs neue bekannt, und der Vertrauensmann Dehlert bes jugendliche Personen in Fabriken.( Gegenwärtig kann der Miniſter Wie aus obiger Notiz ersichtlich, macht die Organisation der irdischen Backstuben; Aufhebung der Ueberzeitarbeit für Frauen und diejenigen trifft, die dem Bestreben entgegenarbeiten. Aber die Partei stätigt uns ausdrücklich, daß Differenzen bei der Firma Baer u. Co. des Innern solche gestatten.) Verlangt wird ferner die Einführung habe damit garnichts zu thun, und dürfe sich von einer Gewerkschaft, vorliegen, weil die Arbeiter mit der Herabſegung der Accordpreise obligatorischer Schiedsgerichte für gewerbliche Streitigkeiten. Eine besonders wenn ausdrücklich erklärt wird, daß sie keine socialdemo- nicht einverstanden sind. Vermutlich ist jetzt auch der Firma das Reihe von Refolutionen befassen sich mit dem Unterricht; es wird fratische ist, feinerlei Vorschriften machen lassen. Die Gewerkschaft thatsächliche Bestehen von Differenzen zum Bewußtsein gekommen. mag diese Leute ausschließen, was er zwar auch nicht gutheißen und " Vergolder Berlins. Die Differenzen bei der Firma Baer u. Co., fernzuhalten. Deutsches Reich. Mehr als 400 Delegierte, die über eine Million organisierter Arbeiter vertreten, nehmen an dem Kongresse teil. Sociales. Versammlung des Verbandes deutscher Gewerbegerichte zn Lübeck am 10.- 11. September. Alle Arbeitnehmer- Beisiger, welche zu obiger Versammlung delegiert werden, wollen sich bis ipätestens den 9. September, abends 6 Uhr, im Gewerkschaftshause daselbst einfinden. Es findet dort eine Vorbesprechung statt. Am Bahnhof ist bei allen Zügen ein Lübecker Arbeiterbeisiger anGeneralkommission. Für Wohnung ist gesorgt. wesend. Erkennungszeichen: Korrespondenzblatt der Alle Delegierten, welche sich beim Vorsitzenden der Organisationsfommission in Leipzig noch nicht gemeldet haben, wollen sich an . Dammer, Lübeck, Alfstr. 27, wenden. der Regierung die Verachtung ausgesprochen für ihre Haltung in der Unterrichtsfrage; ferner wird gefordert, eine durch direkte Wahl hervorfann, aber nicht die Partei als Prügeljunge und Handlanger gegangene Körperschaft einzusetzen, die allein über den Unterbenußen. Falls es wahr wäre, daß das Hamburger„ Echo" einseitig Vom Generalftreit der Flaschenmacher teilt die Sächsische richt zu entscheiden hat; dem Ministerium des Unterrichts den Accordmaurern seine Spalten verschlossen und auch jede Ent- Arbeiter- Zeitung" eine Episode mit, die einerseits beweist, daß die soll ein Arbeitervertreter beigegeben werden. Auch mit dem gegnung von dieser Seite abgelehnt habe, so müßte dies vom Barteitag Fabrikanten in großer Verlegenheit um Arbeiter sind, aber andrer- Achtstundeutag beschäftigen sich eine Reihe Anträge und Resolutionen. mit aller Entschiedenheit verurteilt werden. Der Vorschlag Bernstein's feits auch ein bezeichnendes Bild giebt von der unglaublichen Sodann folgen, wie alljährlich, Anträge und Resolutionen in Bein dieser Sache sei völlig unangebracht und auch die Parvus'sche Rücksichtslosigkeit, mit der ein Unternehmer den spärlichen Reft ziehung zu den allerverschiedensten Dingen. Das meiste Intereſſe Erklärung genüge nicht; der Parteitag müsse eine principielle Ent- von Arbeitskraft, der einem im Betriebe invalid gewordenen Arbeiter dürfte bei diesem Kongreß jedoch die bekannte Entscheidung des scheidung herbeiführen und erklären, daß die Partei nicht der noch zur Verfügung steht, auszungen versteht, selbst wenn Hauses der Lords bezüglich der Streitposten bei Gelegenheit des Schwanz der Gewerkschaft ist. Der Referent wünscht dann noch, diese Ausnutzung mit Lebensgefahr für den Betreffenden verbunden Taff Vale Eisenbahner- Streiks beanspruchen. daß die Tagesordnung des Parteitages eine Ausdehnung erfährt, ist. Wie unser Dresdener Partei- Organ berichtet, wird in der Glasdahingehend, daß nicht nur die Wohnungsfrage, sondern damit fabrit in Döhlen ein ehemaliger Glasbläser, der sich durch seine Begleichzeitig der Kohlen- und der Brotwucher behandelt wird. Auch schäftigung als solcher eine schwere Krankheit, nämlich einen die in Aussicht gestellte Resolution gegen den Brotwucher bezw. deren Lungenbruch, zugezogen hat, als Hafenarbeiter mit mit einem einfache Annahme genüge nicht, und es wäre notwendig, daß alle Stundenlohn von 20 Pf. beschäftigt. Von diesem Juvaliden, mit der Zollgesetzgebung zusammenhängenden Fragen, wie z. B. dem noch vor einigen Tagen zwei Aerzte bescheinigten, die Handelsvertragspolitik, die Steuergesetzgebung, die Landarbeiter- daß er ohne schwere Gefährdung seiner Gesundheit beziehungsweise frage usw. einer recht eingehenden Erörterung unterzogen werden. feines Lebens nicht als Glasbläser arbeiten könne, verlangte der In der nun folgenden Diskussion befürwortet Genoffe Gersten- Generaldirektor, daß er jetzt wieder Flaschen blase. Der Arbeiter berger, daß auf die Tagesordnung des Parteitages noch als ein weigerte sich dessen und erhielt deshalb die Kündigung. besonderer Punkt„ Die wirtschaftlichen Krisen, eine Begleiterscheinung Die Fabrik muß thatsächlich in großer Verlegenheit sein, wenn sie der kapitalistischen Gesellschaftsordnung" gesetzt wird. Hierbei würde schon in solcher Weise arbeitsunfähige Kranke zur Arbeit kommandiert. sich Gelegenheit bieten, die wissenschaftliche Begründung des Zum Krefelder Sammetschererstreik wird uns aus Krefeld Socialismus als zutreffend festzustellen. Binseler, Content geschrieben, daß die Fabrikanten unnachgiebig auf ihrem seitherigen andre Genossen erklären sich mit dem Schieds- Standpunkt verharren, in der Hoffnung, es werde eine derartige Unspruch in Sachen der Hamburger Accordmaurer nicht ein einigkeit unter den Streifenden eintreten, daß an einen Sieg der Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. verstanden. Jeder Parteigenosse habe die Verpflichtung, sich auch letzteren nicht zu denken sei. Die Führer des christlichen Verbandes, der den Beschlüssen seiner gewerkschaftlichen Organisation zu fügen und nur mit wenigen Mitgliedern an dem Ausstande beteiligt ist. thun Bericht der Handelskammer zu M.- Gladbach wird die industrielle Der wirtschaftliche Niedergang. In dem soeben erschienenen die Bestrebungen auf Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen, allerdings ihr Möglichstes, um die Einigkeit zu stören. Troydem Lage des Bezirkes sehr trübe geschildert. Seit langen Jahren wäre und dazu gehöre zweifellos auch die Beseitigung der Accordarbeit, stehen die Streikenden geschlossen zusammen; sie haben erst fürzlich eine gleich ungünstige Lage aller Zweige der Jndustrie, besonders nicht zu hindern. Wenn übrigens festgestellt ist, daß diese Leute einen Beschluß gefaßt für Fortsetzung des Generalstreiks. Der Vor- aber der Textilindustrie, nicht zu fonstatieren gewesen. Viele Streitbruch begangen haben, so müsse dies als eine ehrlose fizzende des Tertilarbeiter- Verbandes, Hübsch- Berlin, war in Unter- Fabriken haben bereits teilweifen Stillstand der Maschinen oder Handlung bezeichnet und die Betreffenden nach§ 2 des Statuts fuchung gezogen worden, weil er in einer Versammlung der Kürzung der Arbeitszeit eintreten laffen, und da eine Besserung der aus der Partei ausgeschlossen werden. Genosse Ohl hält die ge- Streitenden behauptet hatte, einzelne Polizeibeamte hätten von trostlosen Verhältnisse vorerst nicht zu erwarten fei, so würden diese schloffenen Sizungen für überflüssig und meint, daß so wie früher Unternehmern Geschenke in Gestalt von Freibier angenommen. Die Maßregeln bald allgemein getroffen werden müssen. Eine Folge auch ferner die internen Angelegenheiten in Stommiffionsfigungen Untersuchung ist jedoch eingestellt worden, weil sich die Angaben als würde sein Entlaffung von Arbeitern und auch vielleicht eine Heraberledigt werden könnten. Der Redner spricht gegen den Ausschluß wahr erwiesen haben. der Accordmaurer und wünscht, bezugnehmend auf die Ausführungen minderung des Lohnes. Die Nordhäuser Tabakfabrikanten gehen jetzt, wie bereits Stadthagens, daß im Vorwärts" eine Erklärung veröffentlicht wird mitgeteilt, mit Schadensersatztlagen gegen die Ausständigen vor, daß der Edelheimsche Verlag in keiner Berbindung mit der Partei welche ohne Kündigung die Arbeit niedergelegt haben. Ein Arbeiter, steht. Genosse Sonnenburg wendet sich gegen die beantragte der sich nach beendeter Lehrzeit mit den Ausständigen solidarisch erVerbilligung des Vorwärts", in Rücksicht darauf, daß der erzielte flärt hatte, ist auch zur Zahlung verurteilt worden, aber Ueberschuß desselben jetzt die wesentlichste Einnahme der Parteikasse begreiflicherweise konnte der Mann nicht zahlen. Die Pfändung vom 16. Februar bis 22. Juli 5. J. 3828 Recherchen über ordnungs Die Landes- Versicherungsanstalt Berlin hat in der Beit bildet, die nicht entbehrt werden könne. Eine Berbilligung werde hatte auch leinen Erfolg, und nun drang die bekannte Firma Hanemäßige Erfüllung der Klebepflicht vorgenommen. Es sind dabei eher möglich sein, wenn der„ Vorwärts" in einer eignen Druckerei her- a der, um welche es sich in diesem Falle handelt, auf Anwendung 1282 Unregelmäßigkeiten konstatiert worden. gestellt wird. Zur Frage der Accordmaurer vertritt Redner den Standpunkt, des letzten Mittels, durch das ein von jedem Besiz Entblößter seine daß wenn diefelben Streitbruch begangen, fie im Sinne des§ 2 des Bahlungsunfähigkeit zu dokumentieren hat: Der Arbeiter mußte Versicherungspflicht betrifft, so hat sich herausgestellt, daß für Portiers Was die Anzeigen der Kontrollbeamten über die Ausübung der Statuts ehrlos gehandelt hätten und aus der Partei ausgeschlossen den Offenbarungseid leisten. Das nutzt zwar dem reichen Geschäfts- und dergl in 817 Fällen nicht regelmäßig oder überhaupt nicht werden müßten. Genosse Liesegang erachtet den Schiedsspruch als völlig zutreffend und bedauert, daß überhaupt die Partei bei inhaber nichts, aber er hat doch seinen Willen. Marken verwendet wurden. Viele Hauswirte haben Marken nicht dieser Sache engagiert worden ist. Der Redner versucht ferner nach- Die Zimmerer in Düsseldorf streiken, weil die Inmugs geklebt, weil sie im Glauben waren, nicht flebepflichtig zu sein, da zuweisen, daß die Accordarbeit den Arbeitern mehr Freiheiten ge- meister die von den Gesellen aufgestellten Forderungen rundweg fie den Portiers nur freie Wohnung ohne Geldentschädigung gewährt und unter Umständen der Lohnarbeit vorzuziehen sei. ablehnten. Ein Teil der Meister hat den Tarif bewilligt, und bei währten. Wir machen aber darauf aufmerksam, daß Portiers, Es gelangte schließlich folgende Resolution zur Annahme:„ Die diesen wird weitergearbeitet. Im Streit befinden sich 200 Bimmerer. Hausreiniger und dergleichen, selbst wenn sie als Entgelt für ihre Kreistonferenz für den Kreis Nieder- Barnim lehnt es ab, zu" dem Die Streifleitung ersucht um Fernhaltung des Buzuges. Arbeit nur freie Wohnung erhalten, die aber über ihr persönmateriellen Inhalt des Schiedsspruches des Parteivorstandes und der In Controleure Stellung zu nehmen und überläßt den Delegierten des Bedürfnis nach großen Thaten" ihren Gesellen und Arbeitern andren Fällen waren derartige Verträge mit Männern, welche Die deutschen Fleischermeister fühlen jetzt immer mehr das liches Bedürfnis hinausgeht, versicherungspflichtig sind. Wahlkreises Nieder- Barnim, auf dem Barteitage in Lübeck in dieser gegenüber. An allen Eden und Enden des Reichs, wo sich die anderweitig eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausübten, abFrage Stellung zu nehmen. Die Kreistonferenz spricht aber ihr Organisation der Gesellen bemerkbar macht, möchten sie ihr den geschloſſen. Die Hausreinigungsarbeiten wurden aber von ihren Bedauern darüber aus, daß der Parteivorstand wie die Controleure Garaus machen. Nachdem erst vor kurzem die Eisenberger Wurst- Frauen ausgeführt, ohne daß für diese Marken geklebt wurden. Sofeitens der Hamburger Parteigenossen in dieser rein gewerkschaft fabrikanten dem Centralverband der Fleischer 2c. den Krieg erklärten bald die Versicherungspflicht dieser Arbeitnehmer festgestellt war, lichen Angelegenheit engagiert wurden, und wünscht die StreisKonferenz, daß in Zukunft der Parteivorstand in ähnlichen gewerk der Hamburger Junung gemaßregelt worden, einigen Tagen zwei führende Kollegen seitens wurden die Arbeitgeber zur nachträglichen Beibringung von Marken haben jezt angehalten und auf die weitere regelmäßige Beibringung von Marken schaftlichen Streitfällen ein Eingreifen entschieden ablehnt." auch die Lüneburger Schlächtermeister von ihren aufmerksam gemacht. Außerdem wurde ein Antrag angenommen, nach welchem der Gesellen Jm Heilverfahren hatte die Anstalt am 1. August d. J. Bunft: Die wirtschaftlichen Krisen eine Begleiterscheinung der Im verneinenden Fall ist dem Gesellen einfach gekündigt worden. 379 Versicherte übernommen, darunter befanden sich 282 Lungen kapitalistischen Gesellschaftsordnung und der Zolltarif der Regierung, Diese Meister haben sich nämlich bei 50 m. Konventionalstrafe ver- franke. Außerdem befand sich im Juli eine Anzahl von Frauen und auf die Tagesordnung des Parteitags gesezt und hierzu ein Referent pflichtet, teine organisierten Schlächtergesellen beschäftigen zu wollen. Männern auf Kosten der Versicherungsanstalt in Bädern, Krankengestellt werden soll. Ein weiterer Antrag, der die Herabsetzung auf Grund dieses haben die Gesellen nunmehr beschlossen, die häusern und sonstigen Heilstätten. Die nicht ständige Heilbehandlung bes Abonnementspreises des Vorwärts" auf eine Mark fordert, Differenzen dadurch zu beseitigen, daß Verhandlungen mit der richtet, treten an ihn viel Gesuche um Bewilligung von Gebissen hat in lezter Zeit bedeutend zugenommen, Wie der Vorstand bes wurde mit allen gegen 2 Stimmen abgelehnt. Innung angebahnt und ein Ausgleich herbeigeführt wird. Sollte Als Delegierte zum Parteitag wurden die Genossen Garg und dieser Versuch jedoch scheitern, so soll über die Werkstätten heran, die bewilligt wurden, wenn durch den Zahndefekt das EinGrauer und als Ersatzmann Sonnenburg gewählt. 8ur der Meister, die die Gesellen Kündigung nicht zurücknehmen, treten der Invalidität zu besorgen war. Brandenburger Provinzialfonferenz wurden die Genossen Gerst en berger, Dehlting und Bander delegiert und Liesegang als Erfagmann bestinimt. Die weitere Tagesordnung, darunter die Lokalfrage, mußte un erledigt bleiben, da nach Eintritt der Polizeiftunde die Konferenz bonden überwachenden Beamten aufgelöst wurde. -W " Gewerkschaftliches. Achtung, Fensterputer Deutschlands! den Austritt aus dem Centralverband verlangt. D die Sperre verhängt und von der organisierten Arbeiter fchaft Lüneburgs der Boytott über die betreffenden Geschäfte verhängt werden. Die Gesellen stehen zur Zeit einig zufammen. Das rigorose Vorgehen der deutschen Fleischermeister hat aber allenthalben in den Streisen der Gesellen starten Unwillen und Erregung hervorgerufen, und dies noch umsomehr, weil doch gerade die Meister vom Koalitionsrecht, das sie den Gesellen streitig machen wollen, den ausgiebigsten Gebrauch machen. " ein Teil an dem wirtschaftlichen Niedergang der dortigen Induſtrie Sonderbar berührt es uns, daß in dem Bericht den Arbeitern zugeschoben wird, und zwar, weil sie die Hochkonjunktur ausgenugt haben, um höhere Löhne zu erzielen. Sociale Rechtspflege. Wegen Zuspätkommens war der Kutscher G. von dem Schlächtermeister Jakobsohn plöglich entlassen worden. Er fab die Entlassung als unberechtigt an und flagte beim Gewerbegericht auf Gewährung einer Lohnentschädigung, Vor der Kammer VI. wurde festgestellt, daß der Kläger wegen seines öfteren Zuspätfommens vermahnt worden, trotzdem aber wieder zu spät getommen ist. Der Gerichtshof wies die Klage ab und der Vorsitzende Dr. Krause führte begründend aus: Wenn der Kläger ermahnt worden sei, in Zukunft pünktlicher zur Arbeit zu kommen, und wenn er trotzdem wieder zu spät gekommen sei, dann liege ein gesetzlicher Grund zur fofortigen Entlassung vor. In dem Verhalten des Klägers sei unter den obwaltenden Umständen eine beharrliche Ärbeitsverweigerung zu erblicken. Lehte Nachrichten und Depeschen. " Der Redacteur der ,, Deutschen Bergarbeiter- Beitung", Langhorst, ist turz hintereinander zweimal wegen Beleidigung durch die Presse verurteilt worden. Am 28. Auguft erkannte gegen ihn Vor einiger Zeit hatten wir Euch ersucht, Stellung zu nehmen zu das Landgericht Bochum, weil durch einen Artikel der genannten einem allgemeinen Kongreß der Kollegen Deutschlands, der im Sep- Beitung die Betriebsleitung der Zeche Westhausen als beleidigt er tember in Berlin stattfinden und sich mit der Gründung eines Central- achtet wurde, auf eine Geldstrafe von 500 M. Am 30. August stand verbandes der Fensterputzer Deutschlands befassen soll. Bis jetzt Langhorst vor der Straffammer in Chemuiß. Diesmal fühlte sich ein haben sich erst sechs größere Städte zur Teilnahme am Kongreß bereit Obersteiger der Grube Gottes Segen" in Lugau, dem schroffe Beerklärt. Das ist im Verhältnis zur Bahl unsrer Kollegen noch handlung der Steiger und Arbeiter nachgesagt wurde, beleidigt. zu wenig. Wir hoffen, daß diejenigen Städte, die bis jetzt noch Den vom Angeklagten angetretenen Wahrheitsbeweis hielt das Genicht geantwortet haben, das umgehend thun werden. Unfre Kollegen, richt nicht für erbracht, und Langhorst wurde deshalb zu 100 m. die im Handels, Transport- und Verkehrsarbeiter- Verband orga- Geldstrafe verurteilt. nifiert sind, möchten wir bitten, Delegierte zum Kongreß zu senden. Sehr bemerkenswert ist folgende Angabe, die der als Zeuge Wir verweisen die Kollegen darauf, daß die Inhaber der auftretende Obersteiger machte. Er sagte auf Befragen des Ver Neinigungs- Institute dabei sind, sich eine Organisation zu schaffen, teidigers, daß, wenn ein Arbeiter ordnungsgemäß und frei durch die unsre Bestrebungen bekämpft werden sollen. Es ist deshalb willig abgeht, derselbe vier Wochen lang auf feinem die höchste Zeit, daß auch wir an die Schaffung einer einheitlichen andern Werte angenommen wird, wer aber wegen Basel, 2. September.( W. T. B.) Prinz Tschun reist heute Organisation denken, und die Aufbesserung unsrer traurigen Ber- irgend welchem Vergehen entlassen wird, darf ein Viertel. hältnisse ernstlich in die Hand nehmen. Darum Kollegen, nehmt jahr lang nicht wieder eingestellt werden. Das sei abends 11 Uhr mit Sonderzug nach Berlin. London, 2. September.„ Reuters Bureau" meldet vom Stellung und wählt Delegierte zum Kongreß. Derfelbe findet statt durch Vereinbarung zwischen den Gruben festgelegt. am Sonntag, den 29. September, in Berlin bei Weih- Also selbst den ordnungsgemäßen Abgang muß der 21. August aus Tientsin: Der Befehl betreffend den Abmarsch nacht, Grünstr. 21, und zwar von 10 Uhr vormittags an. Als vor Arbeiter mit einer vier Wochen währenden Hungerfur büßen! Und des 3. Bombay- Kavallerie- Regiment aus Tientsin ist widers Läufige Tagesordnung ist festgesetzt: um diese an die Zeiten der Hörigkeit erinnernde Maßregel recht rufen worden. Bochum, 2. September( B. S.) Auf der Zeche Ewald" wurden drei Bergarbeiter durch einen verfrüht losgegangenen Sprengschuß getötet. Die Leichen sind gräßlich verstümmelt. Bern, 2. September.( W. T. B.) Heute vormittag 11 Uhr ist der Schnellzug Basel- Laufanne bei Neuenstadt, in der Nähe von Neuenburg, infolge falscher Weichenstellung entgleist; 8 Perfonen find verlegt, darunter 3 schwer. Verantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 205. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 3. September 1901. Berliner Partei- Angelegenheiten. wird erwartet. Lokales. = Die Schwefterpflege in den Krankenhäusern, fo " weiblichen Berufen sind mit mehr als 40 Mitgliedern vertreten: hier vor dem Untersuchungsrichter eine Zengenvernehmung stattArbeiterinnen 405, Näherinnen 276, Schneiderinnen 270, Handlungs- gefunden. Der Fall ist von allgemeinem Interesse. Bozen ist bekanntlich die Haupt- Obstkammer von Tirol und viele Fremde, die Der Wahlverein vom 6. Reichstags- Wahlkreis hält gehiljinnen 2c. 93, Verkäuferinnen 93. morgen, Mittwoch abend 81/2 Uhr, bei Ballschmieder, Badstr. 16, Aus dem übrigen Mitgliederbestande zählen wir auf: der interessanten und schönen Stadt einen Besuch abstatten, verfeine Generalversammlung ab, in der die Specialberatung 3 Architekten, 6 Aerzte, 20 Beamte, 5" Doktoren", 3 Geometer, Obstes auszuwählen und als freundlichen Gruß aus Tirol an säumen nicht, bei einem der dortigen Händler eine Kollektion frischen des neuen Organisationsstatuts stattfindet. Bahlreiches Erscheinen 4 Kellner, 8 Lehrer, 6 Redacteure, 14 Schriftsteller, 8 Studenten, Freunde und Bekannte versenden zu lassen. Ein Berliner Tourist, 12 Werkmeister, 2 herrschaftliche Diener, 2 Professoren, 2 Zahnärzte, der häufig nach Bozen kommt und auch dieser Sitte huldigt, hatte Rigdorf. Den Parteigenossinnen und Genossen zur Nachricht, 1 Apotheker, 1 Journalist, 1 Rabbiner, 5 Dienstmädchen, 1 Köchin, schon in früheren Fällen die Beobachtung gemacht, daß derartige daß heute abend 81/2 Uhr eine Voltsversammlung in Gröpplers 9 Lehrerinnen, 1 Schriftstellerin. Sendungen bei den Empfängern teineswegs die erwartete Salon, Bergstraße 147, stattfindet. Reichstags Abgeordneter Bevor Herr v. Stöller sein Interesse für die Kunst durch die be- Freude bereiteten ein gewisses Mißtrauen hatte sich Fr. Zubeil spricht über: Die Stellung der Frau im wirtschaft- tannte Maßregel gegen die Freie Bollsbühne dokumentierte, zählte bei ihm festgesetzt. Als er bor einigen Wochen int lichen und politischen Stampfe." Um zahlreichen Besuch dieser Ver- der Verein im Jahre 1893/94 3040 Frauen und 3272 Männer, zu- Bozen war, wählte er in Gegenwart eines Bengen für seine sammlung ersucht die Vertrauensperson. sammen 6312 Personen zu Mitgliedern. Das prächtige Gedeihen in Interlaken weilende Familie wiederum eine größere Anzahl der Freien Volksbühne seit ihrer Neugründung 1897 hat gezeigt, daß prächtiger Bozener Früchte aus, die er an seine eigne Adresse in Interlaken durch den Verkäufer absenden ließ. Wie erstaunte er das Bildungsstreben aller Gegnerschaft der Herrschenden zum Troß aber, als er nach Ankunft der Kiste diese öffnete! Statt der erst immer weitere Kreise des Proletariats umfaßt. flassigen großen und schönen Pfirsiche, die er ausgewählt und bes Ein sehr heikles Thema ist es, daß ein Herr Johannes Kinder, über die wir in der Sonntagsnummer aus dem städti- die zum großen Teil ungenießbar, d. h. verdorben waren. Die empörende Behandlung obdachloser Frauen und zahlt hatte, enthielt die Sendung nur kleine, unbedeutende Exemplare, Er hielt Stanzenberger in seiner bei H. Walther in Berlin erschienenen fchen Obdach berichten mußten, wird in der„ Bossischen es für seine Pflicht, durch eine Zuſchrift an die„ Bozener Zeitung" Broschüre Unter dem Dedmantel der Barmherzigkeit" angeschnitten 8eitung" verteidigt. In einer fichtlich aus städtischen den Thatbestand festzustellen, um durch eine solche Beschwerde zu hat. Der Verfasser vertritt darin den Standpunkt, daß die jungen Kreisen herrührenden Zuschrift wird ausgeführt, es handele sich um verhindern, daß der gute Ruf Bozens durch das Verfahren unreeller Mädchen, welche als Vereinsschwestern usw. in Krankenhäusern und Leute, die schon lange im Obdach seien und sich nicht im geringsten ist ein Strafverfahren gegen den betreffenden Händler eingeleitet Händler fernerhin geschädigt werde. Auf Grund dieser Beschwerde anderen Heilanstalten sich der Krankenpflege widmen, einer sittlichen um ein anderweitiges Unterkommen bemüht hätten. Selbst wenn Berlotterung ausgesetzt sind, die kaum weniger schlimm ist, als das wahr wäre, so reicht das nicht aus zur Entschuldigung der That und der Beschwerdeführer gestern als Beuge an hiesiger Gerichtsstelle offene Prostitution. Um diese schwere Anschuldigung fache, daß die Obdachverwaltung mit den Eltern auch die Kinder vernommen worden. beweisen, führt der Verfasser ein Material ins Feld, gegen Straße hinaustreibt. Es wird die städtische Schulver alte Tochter Frieda des Arbeiters Bärensprung vom Kottbufer und sogar Säuglinge in Regen und Wind auf die Verschwunden ist seit Dienstag voriger Woche die sieben Jahre dessen Wucht nach unserem Laien Urteil mur sehr schwer waltung interessieren, wenn wir heute hinzufügen, daß bei diesem Ufer 58. Die Eltern sind völlig im Unklaren darüber, wo das Kind, aufzukommen ist und das die Aufsichtsbehörde und wenn not- Verfahren schulpflichtige Kinder ohne Unterricht das am erwähnten Tage am Ufer spielte, geblieben ist. Es besteht wendig den Gesetzgeber zu Untersubpungen veranlassen müßte. Nach bleiben. Sie drücken sich mit ihren aus dem Obdach gejagten die Behauptung, daß das Mädchen ertrunken ist, doch wird auch das den Mitteilungen der Broschüre, die durch eine Reihe von Buschriften Müttern den Tag über in den Straßen umher, statt die Obdach mit gerechnet, daß ein Schiffer es an Bord genommen habe. Frieda solcher tranker Männer, welche der Schwesterpflege ausgesetzt ge- schule zu besuchen. Bärensprung hat dunkelblondes Haar, sie war bekleidet mit rotem wesen sind, sehr detailliert bekräftigt worden, ist die Krankenpflege in Die Lebensversicherungs- Gesellschaft Atropos, die bereits leid und Lederschürze, sowie mit gelben Knöpfstiefeln. Ueber dem vielen öffentlichen Heilanstalten fast ausschließlich weiblichen Händen länger als 100 Jahre besteht, befindet sich, unserm Leipziger Partei- rechten Ohr am Hinterhaupt hat sie eine fahle Stelle. Wer etwas anvertraut. Männliche Personen befinden sich, von den Oberwärtern blatt zufolge, in äußerst kritischer Situation. Verluste bei der über den Verbleib des Kindes weiß, wird gebeten, dem Vater oder abgesehen, meist nur in untergeordneten Stellungen und kommen Leipziger Bank und die neuen gesetzlichen Bestimmungen über die dem nächsten Polizeibureau Mitteilung zu machen. als Stüzen der Aerzte fast gar nicht in Betracht. Die den Kranken, Reservefonds verpflichten, haben die Atropos in die Notwendigkeit an dem zu Brig, Chauffeeſtr. 38, belegenen Neubau der etwa Privatversicherung, die die kleinen Gesellschaften zur Anlegung hoher Tödlicher Unfall. Mit eingedrückter Schädeldecke wurde gestern wohlgemerkt den erwachsenen männlichen Kranken, zu leiſtende versetzt, zu liquidieren oder eine völlige Umgestaltung vorzunehmen. 50 Jahre alte Arbeiter August Maß tot aufgefunden. Maß wurde Hilfe wird ausgiebig vont den Schwestern besorgt. Das legtere ist nicht ohne erhebliche Nachzahlung der Mitglieder noch gegen 5 Uhr morgens, als er aus einer der Kneipen Schnaps daß der Verfasser sagt, ihnen sei der ganze männliche möglich. Da dazu voraussichtlich keine Neigung vorhanden sein wird, holte, gesehen, gegen 6 Uhr wurde er von einigen Arbeitern im Körper schrankenlos preisgegeben. Die jungen Mädchen, welche bleibt nur die Liquidation. Für die Mitglieder ist aber trotz der zu Keller liegend tot aufgefunden. Es wird angenommen, daß Maß, aufänglich noch Scheu und Scham empfinden, werden erwartenden Unterbilanz, die nicht erheblich sein soll, die Lage nicht der, um auf den Bau zu kommen, erst den Bauzaun überklettern durch den ermunternden Zuspruch der meist adligen Oberin aussichtslos, da sich eine größere deutsche gutfundierte Versicherungs- mußte, auf der Kellertreppe fehlgetreten und hinuntergestürzt ist. und der Mitschwestern bald eines Besseren belehrt, und in wenigen gesellschaft bereit erklärt hat, die Mitglieder der Atropos mit allen Tagen hat sich dann die Novice selbst an die Heikelsten und wider- Rechten und Pflichten zu übernehmen. Die jetzige Direktion der Atropos Aktiengesellschaft für Bauunternehmungen ausgeführt wird, ist am Baunnglück. Auf dem Bau Königgrägerstr. 19, der von der wärtigsten Verrichtungen gewöhnt und macht von der ihr erteilten bringen, daß die Atropos in der in der Grfindung begriffenen Ges Montagmittag 2 Uhr der Maurer August iller aus der dagegen ist bemüht, eine Neugründung in der Weise zu stande zu Lizenz nach des Verfassers Worten den ausgiebigsten Gebrauch. sellschaft Dortrecht" in Holland aufgeht. Die neue Gesellschaft foll Gürtelstr. 38 in Friedrichsberg schwer verunglückt. Er stolperte auf Ueber die als ordnungsgemäß angesehenen Verrichtungen delikater unter dem Namen Atropos segeln. Dieses Abkommen hätte wohl der Rüstung der vierten Etage über einen Mauerstein und stürzte in Natur und über die Ausschreitungen, die sich einige Schwestern zum für die Direktion und höheren Beamten der Atropos Vorteile, die Tiefe hinab, wo er auf einem Haufen Steine bewußtlos liegen Ueberfluß dabei zu Schulden kommen lassen, wird dann soviel brächte aber den Mitgliedern insofern Nachteile, als ihre Versicherungs- blieb. Hiller wurde mit einem Krankenvagen, der eine halbe Material veröffentlicht, daß man einfach„ baff" wird. Die Schwestern summen um den Betrag der Unterbilang herabgesetzt würden. Dazu Stunde nach dem Unglücksfall eintraf, nach der Charité gebracht. genieren sich vor nichts die Mädchen scheinen an Mädchenwürde kommt noch, daß es zweifelhaft ist, ob die Dortrecht die Konzession Der Berunglückte ist verheiratet und hat vier Kinder. gar nicht mehr zu denken Mir war das Benehmen der in Deutschland bekommt. In diesem Falle aber wäre die notwendige Selbstmord wegen verfehlter Börsenspekulationen. Vers Schwester W. äußerst peinlich. Folge der Liquidation der Atropos die Pleite. Unter solchen Um- fehlte Spekulationen haben den Kaufmann Louis Stargardt, der Ich begreife nicht, wie so etwas in einer Staats- Krantenanstalt geduldet werden kann dieser Gesellschaft eine heftige Opposition gegen den Plan der Versandgeschäft innehatte, in den Tod getrieben. Am Sonntag ständen ist es kein Wunder, daß sich aus den Streifen der Versicherten hier in der Cuxhavenerstr. 14 ein Getreide Kommissions- und - Wenn sich ein Patient dieses und jenes von den Schwestern nicht Direttion bemerkbar macht und man fordert, in der deutschen Gesell- mittag ichoß er sich mit einem Revolver eine Kugel in die Brust machen lassen will, so wird er einfach entlassen diese Stlagen sind schaft der„ Augusta" in Berlin aufzugehen. In diesem Falle oberhalb der Herzgegend. Sofort wurden aus einer benachbarten in den abgedruckten Mitteilungen männlicher Kranten aus prole- würden zwar die Direktoren nicht so günstig abschneiden, desto besser Rettungswache zwei Aerzte hinzugerufen, die dem Schwerverlegten tarischen Kreisen, die sonst doch nicht gerade in dem Ruf großer aber die Mitglieder. Die Direttoren, allen voran Herr Schmidt, einen Notverband anlegten. Dann wurde St. in das Moabiter Zimperlichkeit stehen, immer und immer wieder zu finden. wenden alles auf, sich und ihren Plan zu sichern. Sie lassen durch Krankenhaus übergeführt, wo sich sein Zustand gegen Abend an Interessant ist nur, wie der anscheinend durchaus konservativ ihre Agenten die Policen von den Versicherten einholen, ohne diese scheinend besserte, indessen schon heute früh verstarb Stargardt inund staatserhaltend gesinnte Verfasser den materiellen Ursachen nach über den Zweck der Maßnahme aufzuklären. Ohne Zweifel handelt folge eingetretener Herzschwäche. St. war in legter Zeit nicht mehr und staatserhaltend gesinnte Verfasser den materiellen Ursachen nach es sich dabei nur darum, die eingesammelten Policen in der dem- in der Lage gewesen, seinen geschäftlichen Verbindlichkeiten nachspürt, welche zu einer so ausgedehnten Verwendung weiblichen Hilfs- nächst stattfindenden Generalversammlung bei der Abstimmung zukommen. materials geführt haben und dabei zu dem Schluß kommt, daß sowohl in der Weise zu mißbrauchen, daß die eingeholten Policen die Aerzte als der in Kulturangelegenheiten überaus sparsame Fistus als Stimmen für den Plan der Direktion gezählt werden, Selbstmordversuch. Mit ihrem Schoßhündchen versuchte sich gleichermaßen für das Uebel verantwortlich sind. Die Aerzte befürchten die Gesellschaft mit Dortrecht zusammen auf Kosten der Mit gestern mittag die in der Köpnickerstraße wohnende Näherin Schulz danach, daß die Verwendung männlichen Pflegepersonals die Stur- glieder, aber zum Vorteil der jeßigen Verwaltung neu zu gründen". in der Dahme zu ertränken. Das im 37. Lebensjahre stehende pfuscherei" begünstige, da die Krankenwärter sich mit Leichtigkeit die Die Atropos war früher Sterbefasse, erst seit mehreren Jahren Fräulein war mit einem älteren Witwer verlobt. Die Verlobung für die Naturheilkunde notwendigen Handgriffe aneigneten und in die 300 000 M. an Brämien. In Leipzig hat sie 18 000 Mitglieder, die einigen Ersparnissen heiraten wollte. Gestern fuhr Fräulein Schulz Lage kommen könnten, den Aerzten eine unangenehme Konkurrenz zumeist dem Arbeiterstand angehören. In Dresden und Umgegend mit ihrem kleinen Hunde nach Grünau, ging dort ein Stück burch zu bereiten. Staat und Gemeinde zögen aber die weiblichen Hilfs wie in Chemnik, wo Filialen der Atropos bestehen, ist die Mitglied- den Wald und sprang in der Nähe der Bittnerschen Schmetterlingsfräfte vor, weil es dank der elenden Bezahlung an geeignetem männe schaft ebenfalls zahlreich. Ein Komitee für die Interessen der Ver- Ausstellung in die Dahme, den Hund fest im Arm haltend. In der lichen Personal fehle. In der Charitee zu Berlin z. B. bezieht der sicherten warnt die Mitglieder vor den Plänen der Direktion und Todesangst ließ sie das Tier los, das wohlbehalten ans Ufer Strantenivärter außer freier Station ein Anfangsgehalt von 22 M., fordert durch Plakate und Juserate auf, die Policen zurückzuverlangen, schwamm. Fräulein Schulz wurde von einem Berliner Hausdiener das bis auf höchstens 50 M. steigt. Dann kommt in manchen Heil- wo sie von Agenten abgeholt worden sind und eventuell felbst in der und dessen Gattin nach längerem Bemühen gerettet und ins Leben anstalten die unwürdige Behandlung der Wärter in Betracht, die Generalversammlung am 5. September in Leipzig zu erscheinen, oder zurückgerufen. nicht allein den Aerzten, sondern auch den vorhin gefenn sich vertreten zu lassen. Die Untersuchung gegen die Juwelen- Diebesbande Wolf zeichneten Schwestern unbedingt Gehorsam schuldig sind, oft Eine Statistik der Verluste infolge der Landestrauer ver- und Genossen dürfte demnächst zum Abschluß gelangen und die im ganzen Monat nur ein einziges Mal einen auf zehn anstalten mittels Fragebogen, die allen Beteiligten zugeben, die Anklage gegen Wolf wegen Hehlerei und gegen Wienke wegen EinStunden beschränkten freien Tag haben und sich auch sonst alles Berufsgruppen, die durch das Verbot der Abhaltung von musikalischen, bruchsdiebstahls erhoben werden. Gegen die in derselben Sache vermögliche gefallen lassen müssen. Wan errichte Pflegefchulen, man dramatischen und sonstigen festlichen Veranstaltungen besonders ge- haftet geweſenen Buchhalter B. und Auktionator E. wird die Unter schädigt worden sind. Dem Verein der Saalbesizer, der die suchung nicht fortgefeßt, da die bisherigen Nachforschungen feinen behandle die aus diesen hervorgegangenen pensionsberechtigten Initiative ergriffen hat, werden die Organisationen der Musiker, Anhalt für die Mitschuld der beiden ergeben haben. Die Vers Krankenwärter mit der ihnen gebührenden Achtung, man bezahle sie Artisten, Kellner usw. folgen. Das gesamte Material foll dem haftung der Diebesgenossen des Wiente ist leider nicht gelungen. anständig" das sind die an sich durchaus plausibeln Forderungen, Landtage überwiesen werden. Danach scheinen die Betroffenen von deren Erfüllung nach des Verfassers Ansicht die weibliche Kranken- dem Frewahn befangen zu sein, als ob der preußische Landtag den pflege auf das durch die Sittlichkeit gebotene Maß beschränken Beruf in sich fühlte, sich ihrer Interessen anzunehmen. würde. " wahrscheinlich Ede der Krautstraße, Berlin. Man wolle sie abliefern Die Lifte 002195 für die Glasarbeiter ist verloren gegangen, an Karl Felsner, Tischler, Friedrichsberg, Pfarrstr. 46. feinem bakteriologisch- mikroskopischen Laboratorium Urin, Auswurf u. dergl. Herr Dr. med. Engel, Friedrichstr. 125, teilt uns mit, daß in von Unbemittelten zur unentgeltlichen Untersuchung angenommen wird. Auf der Radrennbahn am Kurfürstendamm haben Sonntag die Kämpfe um den Großen Preis von Deutschland" ihren Anfang genommen. Aus den Vorläufen ist bemerkenswert, daß Seidl sich von Gougoly- Genf schlagen ließ. Trotzdem das Wetter nicht zum besten war, hatten sich doch überaus zahlreiche Zuschauer eingefunden. Großer Preis von Deutschland. 3000 m., 1000 W., 500 M. Acht Vorläufe über 1000 Meter. 1. Bor lauf: 1. Schilling. 2. Grogna. 8. Studela. Unplaciert: Farina. 2. Vorlauf: 1. Huber. 2. Buisson. 3. Heller. Unplaciert: Luttermann. 3. Vorlauf: 1. Hinz. 2. Momo. 3. Dirheimer. Unplaciert: Rütt.- 4. Vorlauf: 1. Gougolz. 2. Seidl. 3. O. Meyer. Unplaciert: F. Serause. 5. Vorlauf: 1. Arend. 2. Eros. 3. Möder. Unplaciert: Scheuer6. Vorlauf: 1. H. Mayer. 2. Dörflinger. 3. Jué. Un7. Vorlauf: 1. van den Born. 2. Mündner. mann. Die Findigkeit der Post. Unfre Reichspost, der oft alle mög lichen Fähigkeiten im Rätsellösen nachgesagt werden, versagt zu Die Sterblichkeit in Berlin hat in der Woche vom 11. bisweilen in Fällen, wo man dies kaum für glaublich halten sollte. 17. August, nach den jetzt vollständig vorliegenden Meldungen, die Von Hasselfelde a. H. aus war am 21. August ein Brief an die bedeutende Höhe von 940 Sterbefällen( gegenüber 870 Sterbefällen Verlagshandlung von Adolf Hoffmann, Stadtverordneter, Berlin O." der vorhergehenden Woche) erreicht. Das sind auf je 1000 Personen adreffiert worden. Sechs Poststempel auf der Rückseite des Um der Bevölkerung 26( in der vorhergehenden Woche 24) Sterbefälle. schlags, ein Stempel des hiesigen Magistratsbureaus und dann noch Unter den Todesursachen standen, entsprechend den Witterungss verschiedene handschriftliche Vermerke zeugten davon, daß der Brief verhältnissen der genannten, noch recht heißen Woche, immer noch sich in Berlin eine ausgiebige Lokalkenntnis erworben hat, bevor er an der Spize: Magen- und Darmkatarrh mit 79 Fällen, Diarrhoe endlich am 25. August an seine richtige Adresse antami. Man sollte mit 129 Fällen, Brechdurchfall mit 220 Fällen. Es ist also allein benten, daß ein einfaches Nachschlagen im Adreßbuch über den Wohndurch diese drei Strankheiten nicht viel weniger als die Hälfte aller sig des Empfängers sofort richtige Auskunft gegeben hätte, aber an Sterbefälle der Woche verursacht worden. Die Kinder des dies Hilfsmittel scheint man auf der Post nicht gedacht zu haben. 1. Lebensjahres, die für die Fälle tödlichen Verlaufes der Ein Drama hinter den Conliffen. Der 33 Jahre alte frühere Verdauungstrantheiten hauptsächlich in Betracht kommen, waren an der Gesamtsterblichkeit mit 535( in der vorhergehenden Woche mit Fabritarbeiter Mar Stöpte, der bei seiner Mutter in der Hennigs. 515) Sterbefällen beteiligt; unter den Gestorbenen waren aber mir dorferstraße 27 wohnte, trat seit drei Jahren mit zwei jetzt 12 und 17 sogenannte Brustkinder. Erst in der tübleren Woche vom 18. bis 10 Jahre alten Knaben, die er für seine Brüder ausgab, als 24. August dürfte, wie die Zahl der bisher eingegangenen Mel- Parterre- Akrobat auf Specialitätenbühnen auf. Gestern abend hatte Placiert: Beter. dungen bereits erkennen läßt, endlich wieder eine Verminderung der das Köpke- Trio" fein Debut im Germania- Vollsgarten- Theater in 3. Käfer. Unplaciert: Althoff. 8. Vorlauf: Ellegard. 2. Ferrari. Erkrankungen der Verdauungsorgane und infolgedessen ein Rüdgang der Frankfurter Allee. Seine Nummer" fand den lebhaftesten 3. Heering, Amateur- Gauptfahren. 3000 Meter. Bier Beifall der Zuschauer, immer Vorläufe. der Kindersterblichkeit wie der Gesamtsterblichkeit eingetreten sein. Entscheidungslauf: 1. F. Baeffer Hannover( 6 Min. von neuem riefen riefen sie die Künstler durch Händeklatschen ant die Nampe. 42 Set.) 2. D. Bachram- Berlin. 3. W. Krizmann Erfurt. UnAber nur Eine sehr intereffante Berufeftatistik hat die Freie zwei Mitglieder des Trios folgten dem Hervorrufe, fein plagiert: G. Barta, P. Hanfland.- Niederrad PrämienC. Boltsbühne aufgenommen. Auf Grund der Mitgliederlisten Haupt Stöple blieb hinter dem Vorhang. Umwohl hatte er sich auf fahren. 5000 Meter. 1. S. Luttermann Hannover( 7 Minuten 5 Sekunden). 2. 2. Nütt Köln. 3. Kudela. Unplaciert.: Althoff, konstatierte der Vorstand, daß der Verein im verflossenen Spieljahre einen Stuhl in der Garderobe gefeßt, während der Beifall ihn umlärmte, und als seine jüngeren Mitglieder vom lezten Hervorruf van den Born, Buisson, Demke, Dirheimer, Dörfflinger, 8343 Mitglieder zählte und zwar 4510 Männer und 3833 Frauen. zurückkehrten, war er tot. Wahrscheinlich hatte ein Herzschlag dem Eros, Farina, Ferrari, Gougoly, Grogna, Heering, Heller, Herth, Die Statistik widerlegt entschieden die oft ausgesprochene Ansicht, Leben des Artisten ein Ende gemacht. Das Publikum wußte nichts Hinz, Hofmann, Jué, Käser, Krause, H. Mayer, D. Meyer, E. Möber, daß die Mitgliedschaft der Freien Volksbühne sich weit mehr aus von dem, was hinter den Coulissen vorging, während die übrigen Niederrad- Vorgabefahren. 1600 Meter. Zwei Vorläufe. Mündner, Renschel, Scheuermann, Stiploschet, Thormann. fleinbürgerlichen als aus eigentlichen Arbeiterfreifen zusammen Künstler das Programm zu Ende spielten. Erst einige Zeit nach setzt. Es waren vertreten: Tischler 357, Arbeiter 252, Kaufleute 238, Schluß der Vorstellung wurde die Leiche, noch bekleidet mit dem Entscheidungslauf: 1. P. Haufland- Berlin( 2 Min. 39,3 Set.). Schloffer 234, Buchdrucker 230, Schneider 142, Bildhauer 122, bunten Tricot, auf Beranlassung der Revierpolizei nach dem Schau- 2. E. Barta. 8. D. Bachran. Unpl.: Maerter, Hoppe, Eickhoff. Tandem Hauptfahren. 500, 200, 100 Mart. 5000 Meter. Mechaniker 110, Dreher 102, Gürtler 96, Buchbinder 86, Klempner 78, hause gebracht. Drei Vorläufe. Endlauf: 1. Ellegard- Arend( 6 Min. 4,5 Sef.). Maler 77, Tapezierer 70, Maurer 63, Former 62, Drechsler 60, Ein nettes Früchtchen. In einem gegen einen Bozener Obst- 2. Gongolz- Jué. 3. Käfer- Rudela. Unpl.: Buisson Eros, Rütt Lederarbeiter 58, Hausdiener 47, Schuhmacher 43. Unter den Händler gerichteten Strafverfahren wegen Betruges hat gestern Maher, Dirheimer- Heering. " 段 = Ein Bootsunfall ereignete sich am vorgestrigen Sonntag auf| Wilte, zur Last gelegt. Von den ihm anvertrauten Warenvorräten Revision ein und rügten Verletzung der Getverbe Ordnung und des dem Neuen See im Tiergarten. Die zwei Schwestern Westrich aus brachte W. große Posten Sped, Schinken, Schmalz und Butter bei Polizei- Verwaltungsgesetzes. zu sein. N Versammlungen. der Schützenstraße 32 fuhren mit einer Freundin, Frl. Fromholz, bei feite und verkaufte dieselben an den Restaurateur Hermann Rettig Der Oberstaatsanwalt am Kammergericht betoute dem einer Bootsfahrt auf dem Neuen See aus dem eigentlichen See in und den Kaufmann Franz Rüdlewycz in Berlin, welche die Waren gegenüber, daß die Gewerbefreiheit durch die Verordnung nicht bes den nördlichen Kanalarm und zogen etwa 20 Schritt von der Chaussee dann weiter vertrieben. Bei Rettig und einem Kunden desselben schränkt werde, denn diese treffe ja nur Bestimmungen über die die Ruder ein, um den Hantierungen eines Photographen zuzusehen, wurde ein ganzes Warenlager aus der Müllerschen Fabrik vor- Ausübung des Gewerbes und nicht über die Zulassung zum Geder vom Ufer aus eine Aufnahme machen wollte. Sie befanden sich gefunden und beschlagnahmt. Der Wert der unterschlagenen Waren werbe. Auch sei das Polizei Verwaltungsgesetz nicht verlegt. Die mit dem Boot gerade unter der bekannten etwa 2 Fuß ich Durchmesser geht in die Tausende. Wilke und die genannten beiden Hehler find Verordnung wolle der Trunksucht vorbeugen und dazu sei die Polizei haltenden Weide, die seit Jahr und Tag in schräger Richtung verhaftet worden. berechtigt. über das Wasser neigte. Der starke Wind entwurzelte den Baum, In Johannisthal hat die Gemeindevertretung beschlossen, die Das Kammergericht gab indessen der Revision der Angeklagten der nun auf das Boot stürzte und es nebst seinen Insassen unter den Mannschaftsziffer der Feuerwehr von 25 auf 30 zu erhöhen. In statt und sprach sie mit der Begründung frei: Die Polizeis Wasserspiegel drückte. Die Damen waren vor Schreck derart einen bezeichnenden Konflikt ist die Gemeinde mit einem bekannten verordnung fei rechts ungültig. Sie gehe hinaus über die gelähmt, daß fie teine Hilferufe ausstoßen konnten. Zudem gerieten Bauunternehmer geraten. Die von dem bauausführenden Gemeinde Grenze, die dem Polizeiverordnungsrecht im§ 6 des Polizeifie unter den umgeworfenen Kahn, so daß sie in Gefahr schwebten, vertreter Ostwald beantragte Abnahme des Schul- und Verwaltungsgesetzes gesteckt worden sei und lasse sich auch nicht zu ertrinken oder zu ersticken. Glücklicherweise war Hilfe da. Die Sprizenhauses und die Auszahlung einer Abschlagssumme durch§ 10 II 17 des Allgemeinen Landrechts rechtfertigen. Sie solle drei Mädchen wurden mit Mühe hervorgezogen, in eine Droschke wurde von der Gemeindevertretung abgelehnt, da in der Dach ihre Stütze finden in den§§ 6b und f des Polizei- Verwaltungsgepackt und zunächst nach der Unfallstation in der Flensburgerstraße konstruktion und im Treppenhaus ganz bedenkliche Mängel vor- gefeges, wonach zu den Gegenständen polizeilicher Borschriften und später mittels Krankenvagens nach ihren Wohnungen gebracht. handen find. Der Unternehmer hat weiter den Zaun vor dem die Ordnung. Sicherheit und und Leichtigkeit des öffentlichen Anscheinend iſt Fräulein Frombolz mit leichten Verlegungen Spritzenhaus entgegen den Beschluß der Baukommission nach seinem Verkehrs und die Sorge für Leben und Gesundheit gehörten. Die davongekommen, schwerer scheiner diejenigen der beiden Schwestern Ermessen gesetzt und hierbei einen Teil einer Barzelle des Freiherrn Anwendung dieser Bestimmungen setze voraus, daß es sich um ein v. Trüßschler im Schulgrundstück mit eingezäunt. Der Eigentümer unmittelbar drohendes, anders nicht zu beseitigendes Ereignis handle. Feuernachrichten. Zwei größere Brände hatte die Behr in verlangt nun die Entfernung des Zannes und daraufhin wurde der Das sei hier nicht der Fall. Es sei nicht abzusehen, wie so der der Nacht zum Sonntag abzulöschen, Prinzenstr. 43 kam in dem Unternehmer angewiesen, die Neuaufstellung des Baunes auf seine Trunksucht durch ein Verbot des Kreditierens geistiger Getränke vor Lagerfeller der Fabrik für künstlich präparierte Palmen von Kosten vorzunehmen. In dem alten Schulhause soll durch einige gebeugt werden könne. Und was die Sicherheit auf den Straßen F. C. Wiese aus nicht ermittelter Ursache Feuer aus, das erst be- bauliche Veränderungen für den Hauptlehrer eine Dienstwohnung betreffe, so sei ebenfalls nicht erkennbar, daß sie unmittelbar gemerkt wurde, als der Hof und die Treppenaufgänge total ver- gefchaffen werden. Bei einer fürzlich erfolgten Revision wurde fährdet sei durch das Verabreichen von Spirituosen auf Seredit. qualmt waren. Die Feuerwehr konnte nur mit Hilfe von Rauch die Unsauberkeit in den Klassen von den Herren übel apparaten vordringen und die Flammen auf den Keller beschränken. vermerkt und der Gemeindevorstand aufgefordert, Abhilfe zu schaffen. Ein größerer Bosten fertiger Ware ist vernichtet, doch findet eine Als Folge hiervon ist wohl der Antrag des Schuldieners, Betriebsstörung nicht statt. Um dieselbe Zeit war Buttmannstr. 14 welcher gleichzeitig auch Nachtwachtdienste versieht, zu Das Andenken an Ferdinand Laffalle und andere tote Borein größerer Dachstuhlbrand zu beseitigen. Sonntagnachmittag er- trachten, ihn von einem der beiden Posten zu entbinden. fämpfer des Socialismus wurde am Sonntagmittag in vier Die Versamm folgte ein Alarm nach Charlottenstr. 3, wo Möbel brannten. Abends Mit den vorläufigen Maßnahmen in dieser Sache wurde der Volksversammlungen des 6. Wahlkreises gefeiert. 8 Uhr erfolgte Schliemannstr. 38 ein Dachstuhlbrand, der einen erheblichen Gemeindevorsteher beauftragt. Der Lehrerin wurde auf ihren An- lungen tagten bei Wernau, Schwedterstraße, im Swinemünder Teil der Dachkonstruktion einäscherte und die Wehr längere Zeit be- trag eine außerordentliche Beihilfe von 30 M. für dieses Jahr ge- Gesellschaftshaus, im Kolberger Salon und in den Lokalitäten von schäftigte. Kurze Zeit darauf gingen Luisenufer 9 Möbel und Wäsche währt. Dem Gemeindevorsteher, welcher dies Amt Ahrends Brauerei. Ueberall waren die Parteigenossen in großer in einer Schlaffammer in Flammen auf. 3 wei Explosionen, fommissarisch verwaltet, wurde auf seinen Antrag das Bürger- und Anzahl erschienen. Stimmungsvoll leiteten die Feier in jedem bei denen Menschen schwer verlegt wurden, erfolgten Montagnach- Wahlrecht erteilt. Als nächste Folge hiervon dürfte wohl die Neu- Lokal Liedervorträge ein, die der Weihe der ernſten Stunde ent mittag. In der Ritterstr. 94, Ede Brandenburgstraße, war uni 5 Uhr wahl eines befoldeten Gemeindevorstehers zu erwarten sein und sprachen. Dann würdigten in längeren Ausführungen die der Restaurateur Albert Schulze mit seinem Hausburschen im die Bewerbung des jetzigen kommissarischen Vorstehers um diesen Referenten, die Genossen Waldet Manasse, Ströbel, Keller mit dem Destillieren von Getränken beschäftigt, als plöglich Posten. Einer Aufforderung des Vertreters Mann, die Einladungen Rosenow und Wolfgang Heine, die hervorragende Beder dazu verwandte Spiritus explodierte und die Kleider beider zu den Sigungen verständlicher abzufassen und den Bestimmungen deutung Lassalles als Mannes der Wissenschaft und als feurigen, Personen in Flammen setzte. Von Brandwunden gepeinigt eilten beide der Landgemeinde- Ordnung entsprechend früher zu erlassen, versprach sieghaften Agitators für die Sache der Arbeiter. Auch gedachte man verständnisinnig unsrer andern namhaften Toten und derjenigen, nach dem Ausschanklokal, wo die Flammen durch anwesende Gäste gelöscht der Vorsteher in Zukunft nachzukommen. wurden. Am schwersten erwiesen sich die Brandwunden bei Schulze, Einen entschlichen Anblick hatten am Sonntag viele Besucher die ungenannt gekämpft und gelitten haben. Die Reden flangen dem das Fleisch in Fezen vom Leibe herabhing und da namentlich des Eichtamps bei Johannisthal. Am 21. August erhängte sich aus in dem Wunsch, die Toten durch ein der Freiheit und Gerechtig auch das Gesicht start in Mitleidenschaft gezogen ist, gilt sein 3u dort der Tischlergeselle Alwin Wurzel. Am letzten Sonntag, also feit gewidmetes Birken in ihrem Sinne zu ehren. Durch lebhafte stand für gefährlich. Die Verlegungen des Hausburschen scheinen nach elf Tagen, lag die Leiche noch im Walde, in einem Zustande Beifallsbezeugungen versicherten es die versammelten Frauen und weniger ernst zu sein. Die alarmierte Feuerwehr tomte bald wieder natürlich, der jeder Beschreibung spottet. Geradezu grauenhaft wirkte Männer. Nach abermaligen Gesangsvorträgen ging man ausabrücken, da das entstandene Feuer schnell zu beseitigen war. der Anblick auf den Bruder und die Braut des Toten, die am einander. Kurz vorher wurde in der Zimmerstr. 48b der geistesschwache Kauf- Sonntag zugegen waren. Ob es wirklich nicht möglich ist, der= mann Albert Glier bei einer Lampenerplosion lebensgefährlich ver- artigen, schon bei früheren Gelegenheiten gerügten Ungehörigkeiten legt. Bei einem Gange nach dem Kohlenkeller explodierte die abzuhelfen? Petroleumlampe und setzte die Kleider des in Ohnmacht gefallenen Glier in Brand. Als wenige Minuten später der Verlegte auf gefunden wurde, war sein Zustand schon so besorgniserregend, daß er schleunigst nach der Charité gebracht wurde. Aus den Nachbarorten. da se oil zu ebnen. 100 Gerichts- Beitung. be= Centralverein der Bildhauer. Dienstag, den 3. d. Mts., abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- User 15: Versammlung. Tagesordnung: Wahl eines Beisigers. Uebelstände im Gewerkschaftshause. Für die Tabafarbeiter Berlins und der Umgegend findet Mittwoch, den 4. September, abends 81/2 Uhr, bei Nümann, Brunnenstr. 188, eine große öffentliche Versammlung zu dem Zweck statt, die infolge des Sortiererstreits bei der Firma Juhl in Pantow ausgebrochenen Zwistig= feiten zwischen Sortierern einerseits und den Tabatarbeitern andrerseits durch Zurückführung auf ihren richtigen Ursprung fenntlich zu machen. Eingegangene Druckschriften. Marktpreise von Berlin am 31. August 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, nene, D- Cir. Rindfleisch, Kenle 1 kg 1,70 Welzen, gut D.-tr. Hittel gering Roggen, gut " mittel gering " * Gerfte, gut Nichtstroh do. Bauch " 13,90 13,89 Schweinefleisch 13,88 13,87 13,86 13,85 15,- 14,30 14,20 13,60 13,50 12,90 16,20 15,40 15,30 14,50 14,40 13,60 Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier Karpfen Nale 01 8,50 5 1,20 " 1,30 " 1,60 1,20 1,60 1,10 1,60 1,10 2,60 2, 60 Stud 1kg " 2,80 4-2,40 2,40 1,20 2,80 1,40 1,20 2,40 1,20 " mittel gering pafer, gut mittel gering Bander Hechte " 7, 8,10 6,50 Barsche 1,80 0,80 5,70 Schleie 2,40 1.20 40, 45, 25, Bleie 1,40 0,80 25, Krebse per Shot 1865, 30, *) Frei Wagen und ab Bahn. Hent †) Ab Bahn. 2,50 Ein recht kraffer Fall wegen Vergehens gegen das Gefeß betreffend den unlauteren Wettbewerb gelangte gestern vor der 148. Abteilung des Schöffengerichts unter dem Vorsitz des Amisrichters Scheller zur Verhandlung. Beklagter war der Agent Franz Die Eingemeindung des Dorfes Weißensee in Neu- Weißensee Kayser, gegen den die Firma Schuchardt u. Schütte, vertreten durch Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dietz' Verlag) ist soeben das foll bürgerlichen Blättermeldungen zufolge durch die ungemein den Rechtsanwalt Mantiewicz, als Klägerin auftrat. Stayser ist 48. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: günstige Finanzlage Weißensees in Frage gestellt resp. auf un- mehrere Jahre lang bei der Klägerischen Firma als Buchhalter und Der Opportunismus in der Praxis. Von Parvus. 3. Die Taktik Vollmar. Was ist der ökonomische Materialismus? bestimmte Zeit verschoben sein. Diese Mitteilung trifft nach unfren Expedient thätig gewesen. Er hatte die Absicht, sich im April d. J. 4. Der Auersche Prakticismus. Informationen nicht den Nagel auf den Kopf. Dem durch Uebernahme der Vertretung einer amerikanischen Fabrik, Bon Dr. Cafimir v. Kelles- Krauz.( Schluß.) Elsaß Lothringen und das Notizen: Die socialistische Einigung zufolge kann auch die daran geknüpfte Folgerung, daß welche dieselben Erzeugnisse herstellt wie Schuchardt u. Schütte, Reich. Bon Georg Weill.( Schluß.). in Frankreich. Feuilleton: Wie die Heimat stirbt! Bilder aus dem Osten hiermit auch die Erlangung der Stadtrechte für Neu- selbständig zu machen. Ein wichtiger Teil dieser Erzeugnisse bildet von Fritz Skowronnet.( Fortsetzung.) Weißensee auf lange Zeit hinaus unmöglich gemacht worden sei, die Schmirgelscheiben- Fabrikation. Im März d. J. liefen bei nicht zutreffen. Wahr an der ganzen Geschichte ist nur, daß das Schuchardt i. Schütte mehrere Briefe von der Kundschaft ein, worin Dorf Weißensee im letzten Etatsjahre mit 12 740 m. Ueberschuß ab- dem Befremden darüber Ausdruck gegeben wurde, daß auf Ersuchen geschlossen hat. Noch in der letzten Amtsausschußfizung, in der Ber- von Offerten, die an die Firma Schuchardt 1. Schütte gerichtet freter beider Gemeinden über diese Frage sich auszusprechen Ge- waren, nicht bloß von der letzteren, sondern auch von einer andern legenheit genommen haben, konnte hinsichtlich der Eingemeindungs- Firma Anerbietungen zugegangen seien, worin die gewünschten frage vollständige Uebereinstimmung fonstatiert werden. Daß Juter- Schmirgelscheiben zu einem etwas billigeren Preise angeboten wurden. essenten von der Hintertreibung dieser für beide Gemeinden Unter den Angestellten der Firma müsse jemand sein, der das ihm gewichtigen Sache sich Vorteile versprechen, ist Nichtegoisten verschenkte Vertrauen mißbrauche. Der auf den Beklagten gerichtete Verdacht ständlich. fand Bestätigung durch die bei ihm vorgenommene Haussuchung. Eine Auslofung von 16 Schöneberger Stadtverordneten Es wurde bei ihm eine Abschrift des Kundenregisters, der Art der hat am gestrigen Montagnachmittag um 51/2 Uhr stattgefunden. Von Bestellungen, welche die verschiedenen Kunden machten, sowie der den 32 hierbei in Frage kommenden Stadtverordneten sind ausgelost den Diensten der Firma Schuchardt 1. Schütte stand, hatte er dafür vereinbarten Preise gefunden. Noch während der Beklagte in worden in der ersten Abteilung: Ebeling, Richnow, Rösner, Offerten für eigene Rechnung gemacht, um sich dadurch für die Sarre und Zapp;( es verbleiben: die Stadtverordneten Julius später von ihm anzustrebenden Verbindungen die Wege Gibsen Fröhlich. v. Gordon, Mette, Müller, Nordhausen und Zobel); Der Beklagte wollte alle Aufzeichnungen aus Speisebohnen in der zweiten Abteilung: Gerhardt, Haase, Hecht, Heyne, dem Gedächtnisse hergestellt haben, eine Behauptung, die Linsen Rudolph und Wagner;( es bleiben: Bartelt, Dr. Heyl, Meißner, beim Gerichtshofe feinen Glauben fand. Sein Verteidiger, und Seelmeyer); in der 3. Abteilung: Moritz Fröhlich, Lulay, Rechtsanwalt Dr. Schwindt, versuchte das Verhalten des Angeklagten Dr. Nichter, Schlinck und Trengebrodt( es bleiben: Valentin Fröhlich, nur als ein solches zu kennzeichnen, welches noch im Rahmen der Produktenmarkt vom 2. September. Heute fehlte am Ges Knorr, Obst, Porsch, Franz Richter und Waßmannsdorf). Unbeteitigt erlaubten Konkurrenz liege, der Gerichtshof war aber mit dem Ver- treidemarkt die amerikanische Anregung, die dem Verkehr und der bei der Auslosung waren die Stadtverordneten: Behrend, Grig, treter der Nebenklägerin der Auficht, daß der Beklagte sich eines Tendenz in letzter Zeit fast ausschließlich als Direktive gedient hat. Die Knoll, Kuznizki, Grundt, v. Falkenberg, Kubig, Schulz, Lessig, groben Vertrauensbruchs schuldig gemacht habe und eine ſtrenge Stimmung war außerordentlich Inſilos. Die Preiſe ſetzten am Frühmarkte Strauch, Mafuch. Speck, Bergmann, Gallandi, Fincke, sowie das Strafe verdiene. Es wurde diese auf 1000 Mark bemessen und recht schwach ein, konnten sich mittags anfänglich leicht erholen, fielen steg Mandat des ausgeschiedenen Stadtv. Seelig. Bei diesen Herren eine Geldbuße von ebenfalls 1000 Mart der Klägerischen Firma schließlich wieder in ihre vorherige Flauheit zurück. Namentlich galt dies dauert die Wahlperiode noch bis zum Jahr 1905. zugesprochen, so daß der Verurteilte insgesamt 2000 Warf von Roggen, der im Preise 1 Mart nachgab, während Weizen sich ungefähr behaupten konnte. Ersterer Artikel war von Rußland, letzterer von Amerifa Die Ausgaben für die Armenpflege der Stadt Schöne: zu zahlen hat. und in minderwertigem Produkt auch von Rumänien reichlich offeriert. Die berg belaufen sich im diesjährigen Etat auf 234 560 M., das find Wegen Vergehens gegen das Patentgesetz hatte die I. Straf- heutige Aufnahme der hiesigen Bestände ergab 11 449 Tonnen Weizen also etwa 5,2 Proz. der gesamten Ausgaben. Bor 4 Jahren noch tammer des Landgerichts I seiner Zeit den Fouragehändler Rein-( gegen 1. Auguſt 1583 Tonnen) und 6581 Tounen Roggen(+ 2327 wies diefer Etat mur 110 120 W. auf. Unter der genannten Summe hold Güzlaff und den Kaufmann Eugen Manasie zu 1500 m. Tonnen). Die Zunahme kam in Hinblick auf die vielfachen Auslandszufuhren figurieren für das Lichterfelder Kreis- Krankenhaus vertragsmäßig Geldstrafe event. 150 Tagen Gefängnis beziv. 1000 M. Geld nicht unerwartet. Wehl notierte etwas schwächer. Hafer matt, Mais un53 200 M. Diesen großen Ausgaben steht nur eine Einnahme von strafe event. 100 Tagen Gefängnis verurteilt. Dem Urteil lag 61 050 M. gegenüber, so daß die Stadt für ihre Armenpflege jährlich folgender Sachverhalt zu Grunde: Dem Fabrikanten W. Schwarz einen Zuschuß von 173 510 M. zu leisten hat, was auf den Kopf der zu Hannover ist durch Reichspatent die Alleinherstellung und der Bevölkerung berechiret rund 1,80 M. ausmacht. Alleinvertrieb von Melaffetorfmehl Futter bis zum Jahre 1909 geIn Schöneberg erregt eine Angelegenheit Aufsehen, die das schützt. Wirtschaftlicher Zwed der patentierten Erfindung ist einer sociale Empfinden des Unternehmertums von neuem kennzeichnet. feits, die früher bei der Viehfütterung mit reiner Melasse aufDie Schöneberger Orts Krankenkasse hat ihre Leistungen tretenden schädlichen Wirkungen auf den tierischen Organismus anderseits, das Melaffefutter in eine Form vermehrt; gegen die Stimmen der Arbeitgeber ist in der letzten zu beseitigen, die es sowohl Delegierten Versammlung beschlossen worden, die Unterstützungen zu bringen, Delegierten- Versammlung zur sofortigen Verwendung Swinembe 757 W 4 Regen 13 Belersburg 4 bedeckt 13 Tort und dementsprechend die Beiträge: zu erhöhen, außerdem soll auch als auch zur längeren Aufbewahrung geeignet erscheinen läßt. Die 8 Aberdeen für verstorbene Familienangehörige ein Sterbegeld gewährt werden. Angeklagten sollen dies Patent verletzt haben, indem Güzlaff feit Branff./m. 765 NO 2 wolfent 3 bedeckt 12 Baris Am 1. Januar würde die Umgestaltung in Straft treten. Da die dem Jahre 1899 fortgefegt ein Futtermittel herstellt und durch München 2 heiter 14 in Betracht kommenden Arbeitgeber sich nun anders keinen Rat Manasse vertreiben ließ, das aus einer Mischung von Melasse, Torf Wien wiffen, haben sie in einer für sich abgehaltenen Versammlung be- mehl, Buchweizenschalen und Heusamen besteht. Die Angeklagten Wetter: Prognose für Dienstag, den 3. September 1901. Vielfach heiter, am Tage etwas wärmer, jedoch noch unbeständig mit schlossen, beim Landratsamt des Teltower Kreises als der in Betracht hatten bestritten, daß ein Eingriff in das Schwarzsche Patent vortommenden Aufsichtsbehörde gegen die beschlossene Verbesserung des liege, und auf den Zusatz von Buchweizenschalen und Heusamen leichten Regenschauern und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Das Gutachten eines eines Sachverständigen erklärte berwiesen. Statuts Einspruch zu erheben. diesen Einwand aber für aber für hinfällig und der Gerichtshof Ein frecher Diebesgeselle muß der Produktenhändler B. aus neigte der Ansicht zu, daß die Beimischung von Buchweizenschalen Berlin sein. Ein in Lichtenberg in Haft genommener Obdachloser und Heujamen nur zum Zweck der Umgehung des Patents Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Douners: giebt an, daß B., mit Hundefuhrwerk versehen, des Nachts gemäch erfolgt sei. Bei der Strafabmessung hatte der Gerichtshof lich die Straßen von Lichtenberg befahren, dabei die Deckel von den erwogen, daß der Angeklagte Gäzlaff täglich bis zu 100 Centner Kanalisationsschächten abgeschraubt, sie auf seinen Wagen geladen fabriziert, der Angeklagte Manasse aber das Produkt billiger als Ihrem Kinde zugefügten Schaden verantwortlich. und sie dann in Berlin zerschlagen und als altes Eisen verwertet Schwarz selbst vertrieben hat und letzterer durch den Verlust von preußische Pfandleih- Gesetz ist durch Artikel 94 des Einführungs- Gesetzes aufhabe. Durch den Diebstahl von 17 solcher Deckel ist der Gemeinde Kundschaft materiell nicht unerheblich geschädigt worden war. recht erhalten.§ 1234 ist also nicht anwendbar. 2. Nein. A. G. 45. ein bedeutender Schaden zugefügt worden. Daß diese Affaire das Außerdem wurde berücksichtigt, daß sie selbst nach erfolgter Warnung Ihr Bruder mußte feinen Onkel bei dem Amtsgericht des Bezirks in den Vertrauen zu dem nächtlichen Sicherheitsdienst der Gemeinde Lichten- feitens des Patentberechtigten ihr Verfahren längere Zeit fortgesetzt der. Onkel wohut, auf Zahlung des versprochenen Lohnes verklagen. berg nicht verstärkt hat, ist begreiflich. haben. Gegen das Urteil legten die Angeklagten Revision ein und 100. G. M. St. 1. 6 Wochen zum Quartalserten. 2. Das hängt von Aus Rigdorf. Von einer Anzahl Rowdies überfallen bestritten, daß das Merkmal der Wissentlichkeit gegeben sei. Das Bereinbarung ab. 3. Die Herrschaft ist ersatzpflichtig. 4. Zuständig ist das Amtsgericht. und mit großen Pflastersteinen erheblich verletzt, wurden in der Nacht Reichsgericht hat die Revision verworfen und das erste Urteil beA. B. C. Eine Wartezeit für eine zweite Heirat giebt es für den zum Sonntag in der Bergstraße sechs Handwerker, die ruhig ihres Weges stätigt.nis sand Mann nicht. Die für die Frau mit Rücksicht auf ihre vielleicht vorliegende Von dieser Frist gingen. Zwei der Raufbolde, Mar Heilmann und Hermann Heindel, Das Polizeiverordnungsrecht und das Kreditieren geistiger Mutterschaft festgesetzte Wartefrist beträgt 10 Monate. E. W. 15. Die Frau erbt stets mit. wurden von Schußmännern festgenommen, die übrigen entflohen. Getränke. Eine Polizeiverordnung für Memel verbietet es den tann Dispens erteilt werden. Auf dem Wege zur Wache leisteten die Verhafteten heftigen Wider- Gaft- und Schankwirten, sowie Kleinhändlern, Bier, Branntwein und In welcher Höhe fie erbt, hängt davon ab, ob und wo die. The об und ein 1900 geschlossen ist bor Testament vorliegt. stand, bissen auch den Beamten in die Hände. Gestern wurden sechs andre alkoholhaltige Getränke gegen Kredit an die Arbeiter auf A. T. Köpenick, S. 2. S. 48, Karl Lösener, Karl Br. Ja. weitere Beteiligte von der Kriminalpolizei ermittelt und in Unter den Holzplägen und in den Fabriken, sowie an Personen abzugeben, E. S., Bandelstraße. 1. Leider erst mit Ablauf des Jahres 1904. juchungshaft genommen. von denen bekannt ist, daß sie die Getränke für jene Arbeiter nehmen. 2. Nein. 3. Ihre Mutter könnte den Einwand der Zahlung erheben und Umfangreiche Warenunterschlagungen werden dem Wegen Vergehens hiergegen waren zwei Flaschenbierhändler in zweiter eventuell gegen den Schaden aufrechnen, der ihr durch den Betrug zugefügt Expedienten der hiesigen Schmalzfabrit von C. u. G. Müller, Mag Justanz zu Geldstrafen verurteilt worden. Die Angeklagten legten lift. Schorfe 43. 1. Nein. 2. Die Herrschaft ist verpflichtet, dem Gesinde V verändert, ebenso Rüböl. Witterungsübersicht vom 2. September 1901, morgens 8 1hr. Stationen Berlin Barometers stand mm Wind76023 7603 76450 763 richtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° G. 4° R. Stationen Barometerstand mm Winds richtung Windstärke 3 bedeckt 13 paparanda 757 N Wetter Temp. n. C. 2 bedeckt 5 765 O 764 NO 2 bedeckt 4 bedeckt 14 12 Briefkasten der Redaktion. tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. W. M. III. Der Vater des 13jährigen Kindes ist für den durch dieses Stuller. 1. Das im Falle der Erkrankung die erforderliche Verpflegung und ärztliche Be- mittelungen von Heiraten giebt sich keine anständige Zeitung her. 2. Sie abgesehen von einer Beschwerde kein Mittel gegen den unberechtigt eine handlung bis zur Dauer von 6 Wochen, jedoch nicht über die Beendigung der erhalten vom Amtsgericht teine weitere Nachricht. Die Einreichung des Nach: Taufe Vornehmenden. 1861. Na, falls das Vormundschaftsgericht nicht Dienstzeit hinaus, zu gewähren. Die Kosten können auf den Lohn aufgerechnet laßverzeichnisses ist durch Gesetz zum Schuß der Kinder vorgeschrieben. I auf Anrufen eine entgegenstehende Entscheidung trifft. P. 2. Sie be: werden. B. S. Rb. Sie können Ihre Frau auf Grund einer schriftlichen 5. 5. 1. Das 6. Kürassierregiment liegt in Brandenburg a. H. 2. auftragen einen Gerichtsvollzieher mit Ladung der Zeugen, müssen dem Bollmacht vertreten. Ein Beispiel für solche Vollmacht finden Sie S. 427 und 3. Schlagen Sie im Kursbuch nach oder ziehen Sie in einer der Gerichtsvollzieher aber außer den Zeugenladungsgebühren Beugengebühren Nr. 52 des„ Arbeiterrechts". Kohlmehn. Sie können schleunigst beim öffentlichen Auskunftsstellen der Eisenbahn Erkundigung ein. 77. Der zwecks Einhändigung an die Zeugen übergebemarlet für Sure Grau ge: 1090. unbedingt. Erfurter Gericht beantragen, Sie von Erscheinen im Termin zu entbinden. Betreffende mag Unterricht erteilen oder sich schriftstellerisch bethätigen, oder M. S. 120. 1. Wenn mindestens 200 Wird dem Antrag stattgegeben, so werden Sie hier über die Auflage ver- in einem Handlungsgeschäft eine Stelle annehmen. H. J. Zur Zahlung klebt und sie im Sinne des Invaliditätsversicherungs- Gesetzes erwerbs: nommen, wird der Antrag abgelehnt, so müssen Sie nach Erfurt zum würden Sie voraussichtlich im Falle einer Klage verurteilt werden, weil das unfähig ist, so steht ihr ein Anspruch auf Invalidenrente zu. ErwerbsTermin reisen. J. M. Sie erhalten nichts zurück. O. W. Nein. Offenstehen lassen des Hahnes eine schuldhafte Handlung darstellt, die den unfähig im Sinne des Invalidenversicherungs- Gesetzes ist:„ wer nicht mehr F. G., Streitfrage. Singer wurde zum erstenmale( für Berlin IV) Schaden mitverursacht hat. M. Reinickendorferstraße. Leider nicht im stande ist, durch eine seinen Kräften und Fähigkeiten entsprechende Thätigim Jahre 1884 zuin Reichstags= Abgeordneten gewählt. V. W. F. Franz 2. E. E. 16. Nein. N. 23. Die Herrschaft ist verpflichtet, keit, die ihm unter billiger Berücksichtigung ſeiner Ausbildung und ſeines 1. Die Vormundschaft darf nur aus acht im Gesetz bezeichneten Gründen die Sachen sofort herauszugeben. Für Klage ist das Amtsgericht zu bisherigen Berufes zugemutet werden kann, ein Drittel desjenigen zu er: ( aufgeführt auf S. 211 des dem Arbeiterrecht angehängten Führers) abſtändig. 2. P. 100. Leider bleibt nur der Weg, daß Sie sich an den werben, was törperlich und geistig gesunden Personen derselben Art mit gelehnt werden. 2. Neit. G. N. 8990. Maßgebend ist das uns nicht Vorsteher der Armenkommission Ihres Bezirks wenden. 2. Das können Sie ähnlicher Ausbildung in derselben Gegend durch Arbeit zu verdienen bekannte, für Budapest geltende Gesetz. Wenden Sie sich mit einer Anfrage mitnehmen 3. Nein. P. K. 56. Ihre Kündigungsfrist ist eine sechs pflegen." Invalidenrente steht auch dem, der während 26 Wochen ununterdorthin oder an das hiesige auswärtige Amt. D. St. Str. 50. Nein, Sie wöchentliche zum Quartalsersten, also zum 1. Oftober. Die Provision brochen( zum Beispiel infolge Krankheit) erwerbsunfähig gewesen ist, für die Tönnen Beschwerde führen, Strafantrag stellen und auf Wiederherstellung klagen. haben Sic fo zu verlangen, als ob geliefert wäre. 23. N. 7. 1. und 2. weitere Dauer seiner Erwerbsunfähigkeit zu. 2. Der Antrag ist an die V. Grumbach. Ohne Mitteilung, woraus und wo die Forderung ent: Ja. 3. Die Staatsanwaltschaft kann in jedem Beleidigungsfall, wenn ein untere Verwaltungsbehörde( in Berlin: Magistrat, Abteilung für Invaliden3hre und ist Ihre Anfrage nicht zu beantworten. Antrag auf Strafverfolgung vorliegt, die Anlage im öffentlichen Intereſſe versicherung, Breitestr. 24) au richten. Wer untere beroerd ben Wiederholen Sie also Ihre Anfrage unter Vervollständigung nach den an- erheben. Lehnt sie dies ab, so steht der Weg der Privatklage dem Be Deutschland ist, finden Sie Seite 307 des Arbeiterrecht", das in den gegebenen Richtungen. 1518 20. 1. Suchen Sie, das ist der einzige leidigten immer noch frei." 2. K. N., Charlottenburg. Nein. öffentlichen Lesehallen ausliegt. 3. Der Anspruch Ihrer Frau ist noch nicht Rat, der Ihnen zwecks Wiederverheiratung erteilt werden kann. Zu Ver H. Pöhlmann. Nein. G.. 100. Nein. Aber leider giebt es verjährt. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Dienstag, 3. September. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Aschenbrödel. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Mädel sei schlau. ia Urania Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62. 57/62. 1 Carl Weiss Theater Sanssouci licher Teilnahme bei der Beerdigung Große Frankfurterstr. 132. Koloffaler Lach Erfolg! 3m Garten oder Saal: 3um 3. Male: Berliner Rangen. Täglich: HoffmannsGr. Gefangsvoffe in 5 Alten von Nordd. Sänger G. Albert. Morgen: Große Jubiläums: Festvorstellung. Zur Feier der 5jähr. Direktionsthätigkeit bon Carl Zwei Eisen im Feuer, Anfang Tagl. Sternwarte. Weiss. Berliner Rangen. 72 11hr. Neues Opern Theater( Kroll). = Mamsell Angot. Anfang 8 Uhr. Ju Trianon Theater:" Lebende Lieder". Anfang 8 Uhr. Im Garten: Täglich großes Konzert. Schiller. Die Kronprätendenten. Anfang 8 Uhr. Zoologischer Garten Entree 1 Mark. Deutsches. Der Biberpelz. Anfang Ab abends 6 Uhr 50 Pf., Kinder 71 Uhr. fr. Heber Berliner. Ueber unsere Kraft. ( 2. Teil.) Anfang 7/2 Uhr. die Hälfte. Ab 4 Uhr nachmittags: und Konzert. Donnerstag, Sonntag u. Montag: Tanzkränzchen. Burgstr. 22. Metropol- Theater. Palast- Theater 55. Schön war's .bnojera? doch! doch! Lessing. Familie Wawrod. Anfang Doppel- Konzert. Grosse Berliner Ausstattungs712 Uhr. Residenz. Leontinens Ehemänner. Vorher: Der Kammerfänger. Aufang 7 Uhr. Neues. Das Ewig- Weibliche. An fang 7 Uhr. Westen. Der Freischütz Anfang 71/2 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Neberbretil. Auf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. 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Mittwoch abend 8 Uhr: Die Kronprätendenten, Donnerstagabend 8 Uhr: Das Gefängnis. Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr mit ganz neuen Ausstattungen, Kostümen und Deforationen zum 737. Mal: Die Geisha. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage, Anfang 8 Uhr: Die Geisha. Reichshallen. Heute sowie täglich: Humorist. Soiree der Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Gastspiel der ital. Banda di Palermo. Dirigent: Maestro R. Giordano. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Nur noch kurze Zeit! Die Aufbahrung d. hochiselig. Kaiserin Friedrich i. d. Kirche zu Cronberg. Der künstliche Mensch, d.Mirakel d. 20. Jahrhunderts. Apollo- ant Todaod ms Theater. 00 posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern. Emil Thomas a. G. Josef Josephi a. D. H. Bender. G. Kaiser. Else de Veré a. D. Direktion: Winkler u. Fröbel. Sonnabend, 7. September 1901 Große Eröffnungs- Vorstellung. Das durchweg neu engagierte Schauspiel u. SpecialitätenBerjonal, bas Neueſte vom Neuesten. Wiederauftreten des Direktors Wilhelm Fröbel nach seiner Wiedergenesung in der hochdraft. Original- Gesangsposse Rosenmontag als Dienstmann Wilh. Meier. Anf. 8 Uhr. Kaffenöffn. 7 Uhr. Vereine. Für die zahlreichen Beweise herzmeines lieben Mannes und unfres Baters sagen wir allen Freunden und Bekannten, den Gefangerein " Olympia" und Wahlverein des vierten Wahlkreises unsren innigsten Dant. 2505 Luise Schössow geb. Krug nebst Kindern. Bon der Reise zurück. Frauenarzt Dr. A. Pinkuss 75/4] " Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Osten. Am Sonntag, den 1. September, starb unfer langjähriges Mitglied, der Cigarrenmacher August Motes. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Mittwoch, Botsdamerstr. 86b. den 4. September, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. 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September, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Frid Frid. F. Georgette. März zu vergeben. Zoten- Sonntag und Buhtag noch fret. Todes- Anzeige. Gastspiel: Saharet. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Puhlmanns Vaudeville- Theater Schönhauser- Allee 148. Täglich: Großze Theater: und Specialitäten Vorstellung. Nur Kräfte ersten Ranges. Wir Großer Lacherfolg! 21652*] H. Ebert, Kommandantenstr. 72. Vereine! Neues Klubhaus. Achtung! Vereine! Allen Freunden und Bekannten die otraurige Mifteilung, daß mein lieber Mann, der Maurer Habe noch die Sonnabende im September, Oktober, November, Dezember, Januar, Februar, März zu vergeben. Toten- Sonntag, Bußtag noch frei. 2366* F. Gleinert, Schulft. 29, Wedding- Kasino. M. Cohns Festsäle, 32 Beuth- Strasse 20. 2183L* Einige Sonnabende und Sonntage für die bevorstehende Saison noch zu vergeben. : Moritz Cohn. branchen keine Männer mehr. O., Rigaerstrasse 127, Restauration Otto Plöger. 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September, nachmittags 5 Uhr, von der Beichenhalle in Steglitz aus statt. Daedra 108/8 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Central- Verband der Maurer Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin II.) Nachruf! Am 29. August d. J. verstarb unser Mitglied Albert Schössow Faldensteinstraße 44, im Alter vont 36 Jahren an der Proletarierkrankheit. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Verein zur Wahrung der Interessen d. Zinkgiesser und Stürzer. Den Kollegen zur Nachricht, daß am 1. September unfer Kollege Max Pell verstorben ist. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 4. September, nachmittags 5 Uhr, von der LeichenHalle des Emmaus Kirchhofs aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. = Von der Reise zurückgekehrt. i di J. Kallmann, 74/14 Münzstr. 14/15 ut. KaiserWilhelmstr. 18.. Sprechst. 8-8, Zahnoperationen mit örtlicher Betäubung, für Krantentaff. Mitglied. auf Verlang. ohne Nachzahl. 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September 1901, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal VIII: Vertrauensmänner- Versammlungen Raabe, Allgemeine G Wedding und Gesundbrunnen: Kolbergerstraße 23. Bersammlung der Mechaniker, Uhrmacher, Optiker usw. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: bei Wernau, Schwedterstr. 23. Tages Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Verbands- und Werkstattangelegenheit. 3. Verschiedenes. Often und Nordosten: bei Mann, Straußbergerstr. 3. Tages Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Wahl eines Beitragsammlers. Vertrauensmännerkarte und Verbandsbuch legitimiert. Südosten: bet c. Behrend, Mantenffelstr. 95. Tages Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt Kontrollkommission. Heiten. 3. Verschiedenes. 2. Werkstattangelegen. Hierzu sind die Kollegen der Werkstatt von Görschner, Reichens bergerstr. 57; Schreier, Adalbertstr. 20; Neumann, Mariannen straße 31/32; Bertram, Frantu. Förster und Niese, Stalizerstraße 101, ganz besonders eingeladen. Süden: bei Retzolk, Wafferthorstraße 68. Die Kollegen aus folgenden Werkstätten sind dazu eingeladen: erd. Vogt, Alte Jakobstr. 18/19. Wagner, Fürstenstr. 3. Stübler, Seidel ftraße 30. Geißler, Dieffenbachstr. 33. Pitsch, Sebastianstr. 3. Weften und Süd- Westen: in Habels Brauerel, Bergmannstr. 5-7. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht der Vertrauensleute. 3. Ver: schiedenes. Sämtliche Vertrauensleute sind verpflichtet, die Karten umzutauschen. Moabit: im totale des Herrn Jocksch, Turmftr. 84. Tagesordnung: Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Friedrichsberg: bei Lutterbüse, Friedrich Karlstr. 11. Tages Ordnung: Bericht der Kontrollkommission. Werkstattangelegenheiten. in den Händen der Kollegen sind, abgegeben werden. Tages Ordnung: 1. Bericht unsrer Delegierten von der Generalversammlung der Gesellschaft für Optik und Mechanik. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Mittwoch, den 4. September 1901, abends 8 Uhr, bei John, Wilhelminenhofstr. 18: ( Zahlstelle Berlin.) Sonnabend, den 7. September 1901, in Brochnows Festsaal, Weberstr. 17: 18. Stiftungs- Fest. Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Nordwacht( M. bes A.-S.-B.), Dirigent Herr Blobel, sowie der Gesangs- Duetisten Gebrüder Riedel und der Musikkapelle des Herrn G. Schonert. Nach dem Konzert: Großer Feff- Ball. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Es ladet ergebenst ein Das Komitee. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen sowie in unfren Kaffenlotfalen und bei den Mitgliedern des Komitees zu haben. 189/11 Bezirks- Versammlung für Oberschöneweide. Die Staſſenſiunde fällt an diesem Abende aus. the Bahlreiches Erscheinen wird erwartet. Die Bibliothek wird bis auf weiteres geschlossen, sämtliche entliehene Bücher sind sofort abzuliefern. 118/6 Die Ortsverwaltung. Verein d. Tischler Berlins u. Umg. ( Vertrauensmänner- Centralisation.) Dienstag, 3. Sept., abends 82 Uhr, bei Franke, Pallisadenstr. 9: Vertrauensmänner- Versammlung. Central- Verband der Töpfer. Mittwoch, den 4. September, abends 62 Uhr, bei Drüsel, Neue Friedrichstr. 35: 196/13 General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Beschlußfassung über unsre Tarifvorlage. 2. Gewerkschaftliches. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen aller Mitglieder notwendig. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Achtung: Erscheinen bringend notwendig. Jebe Wertstelle muß vertreten ſein, auch Bauhandwerker u. Bauarbeiter aus dem wenn nur ein Vereinskollege dort beschäftigt ist. 199/13 Der Vorstand. Arbeiter- Vertreter- Verein. 978 Wahlkreis Guben- Lübben. Hiermit laden Unterzeichnete alle aus obigem Wahlkreis in Berlin arbeitenden Maurer, Zimmerleute und Bauarbeiter zu einer wichtigen Be sprechung am Montag, den 9. September, abends 8 1hr, im Ge: 288/9 Mit Parteigruß Ernst Hähnchen, Guben. Franz Kotzke, Berlin. Donnerstag, 5. Sept. 1901, abends 81/2 Uhr, Engelufer 15: werkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal II, ein. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 2 16W 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. NB. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Der Vorstand. 53/11 Magdeburger Kautabak empfiehlt die Tabakfabrik und Handlung von In dieser Berſammlung müſſen die Arbeitslosen- Zählſcheine, die noch H. Saltzmann, Berlin S., Luisen- Ufer No. 3, Musikinstrumenten- Arbeiter bei Nowack, Manteuffelstr. 9. Die Kollegen werden aufgefordert dafür zu sorgen, daß ihre Werkstelle bertreten ist. Modell- u. Fabriktischler, sowie Modelldrechsler im sokal von Dieke, Ackerstr. 123. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Drechsler. Often und Nordoften: bei Matthes, Südosten u. Südwesten: Admiralstr. 18c, bei Möhring. Norden: Brunnenstr. 150 bei Neumann. Tages Ordnung: Verbandsangelegenheiten. Wertstattangelegenheiten. Jede Werkstatt muß vertreten sein. 0283 Donnerstag, den 5. September, abends 8%, thr, im Englischen Garten( unterer Saal), Alexanderstr. 27 c: Branchenversammlung der in der Ladenund Comptoirbranche beschäft. Tischler. Tages Ordnung: Wie gestalten sich die gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse in ber jetzigen wirtschaftlichen Strife? Referent: Kollege Rob. Fendel. Es ist Pflicht eines jeden in dieser Branche beschäftigten Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Sonnabend, den 21. September cr.: Stiftungsfest. in Kellers gesamten Festsälen, Koppenstraße 29, unter Mitwirkung erster hiesiger Bühnenkräfte und des Berliner Ton tünstler Orchester"( Dir.: F. v. Blon.) 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