Nr. 207. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Postbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. F86 Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die sechsgespaltene Rolonet. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ..Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Die Entfühnung. Donnerstag, den 5. September 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. des Prinzen Heinrich sprechen. Andre, ernsthaftere offizielle chinesische so besitzen doch andre Khaki- Organe nicht loyale Ueberwindung Attenstücke stellen über die Pachtung Kiautschous und die Entsendung genug, es ihnen in dieser Verlegenheitstaktit gleichzuthun. So lesent wir denn in der„ Voss. 8tg.": des Prinzen Heinrich ganz andre Betrachtungen an. Die feierliche Entfühnung" Chinas hat am Mittwochmittag um die zwölfte Stunde im Neuen Balais in Potsdam stattgefunden. ist jedenfalls das beste an der ganzen Ceremonie. Daß es ohne Daß China durch dies Sühneschreiben nun endgültig entfühnt ist, Im Muschelsaale empfing der Kaiser, den Marschallstab in der Hand, den Sühneprinzen. Prinz Tschun verlas das auf gelber Seide Rotan und ohne Unterzeichnung des Friedensgeschriebene und ebenso eingebundene Schreiben des Kaisers Kvangji protokolls gegangen ist, beweist in erfreulicher, wenn auch und hielt alsdann eine Ansprache, auf die der Kaiser antwortete. Ale nach dem Voraufgegangenen einigermaßen überraschender Weise, der Prinz aus dem Palais heraustrat, präsentierte die Ehren- daß man des Chinarummels auch in den allerhöchsten" Kreisen Compagnie und die Musit intonierte den Präsentiermarsch. Der endlich gründlich satt geworden ist.... Brinz, vom Generalmajor v. Höpfner begleitet, schritt die Front der beiden Truppenabteilungen ab, indem er nach chinesischer Art mit gefalteten Händen salutierte. Vom Kotau war bei der ganzen Ceremonie dem neuesten Abkommen gemäß keine Rede. Der„ Reichs- Anzeiger" hat mit ganz ungewohnter Gile bereits den Wortlaut des chinesischen Aktenstückes sowohl wie auch der beiden Reden veröffentlicht. Eine Präzision, die mit dem vollständigen Sichausschweigen über die Baseler Burleske auffallend kontrastiert. Man hat offenbar das Bedürfnis gefühlt, zur Abschwächung der erlittenen Blamage zu guterlegt wenigstens noch einen vermeintlichen Trumpf auszuspielen. Das von dem Prinzen Tschun übergebene Handschreiben des Kaisers von China lautet in deutscher Uebertragung wie folgt: " Der Groß- Kaiser des Tatsing- Reiches entbietet Seiner Majestät dem großen deutschen Kaiser Gruß. Seitdem unsre Reiche gegenseitig durch ständige Gesandt schaften vertreten sind, haben wir ununterbrochen in den freundschaftlichsten Beziehungen zu einander gestanden. Die Beziehungen wurden noch inniger, als Seinte königliche Hoheit Prinz Heinrich von Preußen nach Peking kam und wir Hierbei den Vorzug hatten, Seine königliche Hoheit häufiger empfangen und mit ihm in vertrauter Weise verkehren zu können. Leider drangen inzwischen, im fünften Monat des vergangenen Jahres, die Boyer in Peking ein; aufständische Soldaten schlossen sich ihnen an, und es kam dahin, daß Eurer Majestät Gesandter, Freiherr v. Ketteler, ermordet wurde, ein Mann, der, so lange er seinen Bosten in Beking bekleidete, die Interessen unsrer Länder auf das wärmste wahrnahm und dem wir unsre besondre Anerkennung zollen mußten. Wir bedauern auf das tiefste, daß Freiherr v. Ketteler ein so schreckliches Ende gefunden hat, umſomehr, als uns das Gefühl der Verantwortung schmerzt, nicht in der Lage gewesen zu sein, rechtzeitig schüßende Maßregeln zu treffen. dem Baseler Intermezzo ebenfalls eine Rolle spielte, hatte folgenden Die Rede des Prinzen Tschun, deren Fassung bekanntlich bei Wortlaut: " Im Auftrage des großen Kaisers, meines allergnädigsten Herrn und Gebieters, habe ich die Ehre, allerhöchstdessen Schreiben in Eurer Majestät kaiserliche Hände zu übergeben. Nach den im vergangenen Jahre in China eingetretenen aufständischen Bewegungen fühlte der kaiserliche Hof aus eignem Antriebe nicht weniger als auf Verlangen der Mächte die Verpflichtung, durch eine besondere Mission nach Deutschland Eurer Majestät sein aufrichtiges Bedauern über diese Vorkommnisse, insbesondere über den Vorfall, welchem Eurer Majestät ausgezeichneter Gesandter Freiherr v. Ketteler zum Opfer gefallen ist, auszudrücken. Um die Aufrichtigkeit dieses Bedauerns über allen Zweifel zu erheben, bestimmte Se. Majestät der Kaiser seinen allernächsten Blutsverwandten für diese Mission. Ich bin in der Lage, Eurer Majestät zu versichern, daß der Kaiser, mein allergnädigster Herr, diesen Birren, welche großes Unglück über China gebracht haben und für Deutschland Verluste und Sorgen, im vollsten Sinne des Wortes fern gestanden hat. Dennoch hat nach dem seit Jahrtausenden ve stehenden Gebrauche der Kaiser von China die Schuld dafür auf seine eigne geheiligte Berjon genommen. Ich habe daher den Auftrag, die imigsten Gefühle des Kaisers, meines erhabenen Herrn, für Eure Majestät bei Ueberreichung dieses Schreibens zum Ausdruck zu bringen. Auch bei Ihrer Majestät der Kaiserin und der ganzen kaiserlichen Familie bin ich beauftragt, Dolmetsch dieser Gefühle des großen Kaisers von China zu sein und den Wunsch auszudrücken, daß Eurer Majestät Haus blühe und Gesundheit, Glück und Segen im vollsten Maße genieße. Seine Majestät der Kaiser von China hofft, daß die Ereignisse des vergangenen Jahres nur eine vorübergehende Trübung ge= wesen sind und daß, nachdem das Gewölk nunmehr der Klarheit des Friedens gewichen, die Völker Deutschlands und Chinas sich gegenseitig immer besser verstehen und schätzen lernen mögen. Dies ist auch mein aufrichtigster Wunsch." Aus dem Gefühl unsrer schweren Verantwortlichkeit heraus Diese Ansprache beweist, daß auch die von Berlin aus ver haben wir befohlen, ein Denkmal an der Stelle des Mordes zu langte Textverschärfung unter den Tisch gefallen errichten als ein Warnzeichen, daß Verbrechen nicht ungefühnt ist. Sie wiederholt zwar den Ausdruck des Bedauerns über den bleiben dürfen. Gesandtenmord, aber nach der Bitte um Verzeihung sucht man vergebens. Auf das kaiserliche Sühneschreiben, das bereits in China auf die gelbe Seide gemalt worden war, hat der Baseler Konflikt natürlich keine Rückwirkung ausüben können. Weiterhin haben wir den kaiserlichen Brinzen Tschun Thaifong an der Spige einer Sondergesandtschaft nach Deutschland entfandt mit diesem unserm Handschreiben. Brinz Tschun, unser leiblicher Bruder, soll Eurer Majestät versichern, wie sehr uns die Vorgänge im verflossenen Jahre betrübt haben und wie sehr die Gefühle der Neue und der Beschämung uns noch beseelen. Eure Majestät fandten aus weiter Ferne Ihre Truppen, um den Bogeraufstand niederzuwverfen und Frieden zu schaffen zum Wohle unsres Volkes. Wir haben daher dem Prinzen Tschun befohlen, Eurer Majestät unsern Dank für die Förderung des Friedens persönlich auszusprechen. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß Eurer Majestät Entrüftung den alten freundschaftlichen Gesinnungen wieder Raum gegeben hat und daß in Zukunft die Beziehungen unsrer Reiche zu einander sich noch vielseitiger, inniger und" segensreicher gestalten mögen als bisher. Dieses ist unsre feste Zuversicht." In diesem Handschreiben haben wir also die formale„ Abbitte" der chinesischen Regierung vor uns, auf die von der deutschen Regierung unbegreiflicherweise ein so großes Gewicht gelegt wurde. Offiziöse Kommentatoren der Bülow- Politik behaupteten freilich, die deutsche Regierung lege auf diese Fragen eines schwer verständlichen Ceremoniells deshalb einen so großen Wert, weil das Ceremoniell in China selbst eine so große Rolle spiele. Es war genau dieselbe Geschichte wie mit dem Kotau lächerlichen Angedenkens. Daß China, nachdem es wehrlos der gepanzerten Faust der Sieger preisgegeben war und in die schmählichen Friedensbedingungen willigen mußte, der Macht, die in dem Kreuzzug die führende Rolle gespielt hatte, die formale Genngthnung der Sühnemiffion nicht weigern konnte, ist ebenso flar, wie es unklar ist, welch politischen und materiellen Zweck diese Sühnemission denn angesichts der Unterwerfung Chinas noch haben sollte. Daß das Sühneschreiben keinen andren Wortlaut haben konnte, als den jetzt im " Neichs- Anzeiger" vorliegenden, liegt also auf der Hand. In diesem Schreiben giebt der Kaiser seinem Bedauern über die Ermordung Kettelers Ausdruck, ja er spricht von der Neue und Scham, die ihn beseelen, weil er den Boyeraufstand nicht rechtzeitig zu verhindern vermochte. Wie die Rede des Sühneprinzen wird auch die Entgegnung Wilhelms II. die Khatipatrioten unbefriedigt lassen, die sich im Gegensatz zu den sonstigen temperamentvollen Reden des Kaisers durch besondere Mäßigung auszeichnete. Sie lautete: „ Nicht ein heiterer, festlicher Anlaß noch die Erfüllung einer einfachen Höflichkeitspflicht haben Gure kaiserliche Hoheit zu mir geführt, sondern ein tieftrauriger und hochernster Vorfall. Mein Gesandter am Hofe Seiner Majestät des Kaisers von China, Freiherr v. Ketteler, ist der, auf höheren Befehl erhobenen, Mordwaffe eines kaiserlich chinesischen Soldaten in der Hauptstadt Chinas erlegen, ein unerhörtes Verbrechen, welches durch Völkerrecht und Sitte aller Nationen gleich gebrandmarkt wird. Aus Eurer kaiserlichen Hoheit Munde habe ich soeben den Ausdruck des aufrichtigen und tiefen Bedauern Seiner Majestät des Kaisers von China über das Vorkommnis vernommen. Ich will geru glauben, daß Eurer kaiserlichen Hoheit kaiserlicher Bruder persönlich dem Verbrechen und den weiteren Gewaltthaten gegen umberlezliche Gesandtschaften und friedliche Fremde fern ge= standen hat. Um so schwerere Schuld trifft seine Ratgeber und seine Regierung. Diese mögen sich nicht darüber täuschen, daß ihnen Entsühnung und Verzeihung für ihr Verschulden nicht durch die Sühne- Gesandtschaft allein ausgewirkt werden kann, sondern nur durch ihr späteres Verhalten gemäß den Vorschriften des Völkerrechts und der Sitte civilisierter Nationen. Wenn Seine Majestät der Kaiser von China die Regierung seines großen Reiches fürderhin streng im Geiste dieser Vorschriften führt, wird auch seine Hoffnung sich erfüllen, daß die trüben Folgen der Wirrsale des vergangenen Jahres überwunden werden und zwischen Deutschland und China wieder wie früher dauernd friedliche und freundliche Beziehungen herrschen, die den beiden Völkern und der gesamten menschlichen Civilisation zum Segen gereichen. In dem aufrichtigen und ernsten Wunsche, daß dem so sein möge, heiße Ich Eure Kaiserliche Hoheit willkommen." So hat sich denn die„ Entsühnung" Chinas in einer Weise vollzogen, die nach all dem Tamtam, mit dem die Sühnemission angekündigt war, namentlich aber nach den heiteren Aufregungen der vergangenen Woche, einen prosaisch nüchternen, fast langweiligen Charakter trug. Die Sühnemission, die als lärmendes Spektakelstück begann und sich in ihrem Verlaufe zur tollen Burleske entwickelte, hat als philiströses Schauspiel geendet und gähnend entfernt sich das angeödete Publikum..." * Juwieweit diese Beteuerungen aus aufrichtigem Herzen kommen, ist eine andre Frage. Es ist in nur zu guter Erinnerung, daß die chinesische Regierung, die allerdings in der Kaiserin, nicht im Schattenkaiser Kwangjü ihre Spize hat, bei den blutigen Ereignissen eine mehr als zweifelhafte Haltung eingenommen hat. All die Ergebenheits- und Freundschaftsbeteuerungen, die sonst in Der langweilige Ausgang der Sühnewallfahrt ist freilich nicht dem Schreiben enthalten sind, sind deshalb auch nur als Phrasen im stande, das Interesse an dem luftigen giveiten Aft mit einem aufzufassen, wie man sich ihrer im internationalen Verkehr der Höfe Schlage auszulöschen. Im Gegenteil, je weniger es sich verlohnt, so verschwenderisch zu bedienen pflegt. etwas über den eigentlichen„ Entfühnungs"-Att zu sagen, desto länger Nicht ohne Ironie sind jedenfalls die Stellen zu verstehen, wird der Eindruck des tragikomischen Zwischenspiels vorhalten. die von den„ ununterbrochen freundschaftlichen Beziehungen" und Wenn auch die eigentlichen Regierungsorgane es begreiflicherder gesteigerten Inuigkeit dieser Beziehungen durch den Chinabesuch weise vorziehen, den Baseler Zwischenfall nach Kräften totzuschweigen, " Man hat dem Volte zuerst zugemutet, an die Erkrankung des Prinzen Tschun zu glauben. Der deutsche Gesandte Mumm von Schwarzenstein soll, wie den„ Times" aus Peking gemeldet wird, erklärt haben, die Verzögerung des Empfanges sei deshalb erfolgt, weil der Kaiser sich weigerte, den Prinzen vor Unterzeichnung des Protokolls vorzulassen. Daß diese Darstellung falsch ist, lehrt der Augenschein. Beiläufig wird uns drahtlich angezeigt, daß der Vorschlag Mumms, das Protokoll zu unterzeichnen, ohne die noch ausstehenden Edikte des Kaisers von China abzuwarten, von den Gesandten verworfen worden sei. Dann hat man sich nahezu eine Woche lang über den Kotau oder, wie unser Freund Duimchen will, Koto unterhalten, um schließlich zu erfahren, daß er weder dem Prinzen noch seinem Gefolge angefonnen werde. Auch darüber hat sich die Presse weidlich äußern dürfen, ob es nötig oder überflüssig sei, daß " Verzeihung" gebeten werde. Auf die Bitte un„ Verzeihung" wurde ebenfalls verzichtet. Und wenn es richtig ist, daß die Einzelheiten des Empfanges schon vor der Abreise des Prinzen von China vereinbart waren, von wem sind neue Forderungen gestellt, neue Fragen aufgeworfen und der Aufenthalt der Sühnegesandtschaft in Basel veranlaßt worden? Man hat wiederum, wie nur zu oft, den Eindruck, daß es an der Einheit lichkeit und Stetigkeit der Politik felbst in aus wärtigen Angelegenheiten fehlt. Der ganze Baseler Zwischenfall, der alle Welt beschäftigte und verblüffte hätte leicht und gut dem deutschel Bolt erspart werden können." 11117 " 1 Der Hamburgische Korrespondent", der sich gleichfalls start für den Kotau und die andren Strafverschärfungen begeistert hatte, schreibt: " Wir können uns aber dieser Lösung nicht freuen. Auch wenn die Pefinger Meldung der„ Times", wonach der deutsche Staiser erst von dem Prinzen Tschun selbst und dann, als dies kategorisch verweigert wurde, wenigstens von dessen Gefolge den Kotau verlangt hätte, unrichtig ist und es sich, wie jetzt glaubhafter erscheint, überhaupt mir um die Begleitung Tschuns und auch bezüglich dieser mir um eine wesentlich gemilderte, dem abendländischen Geschmack leidlich angepaßte Form der Ehrenbezeugung gehandelt hat, so bleibt doch wohl bestehen, daß C3 der chinesischen Hartnädigteit in dieser einer Frage gelungen ist, das Deutsche Reich zu Aenderung feines zuvor eingenommenen Standpunktes und zu einer Konzession an den chinesischen Düntel zu veranlassen. Und diese Thatsache erscheint uns sehr be Sauerlich. Wir fürchten sehr, daß die Herren Chinesen Heute in der Hauptstadt des Deutschen Reiches mit den Gefühl eintreffen werden, in der für sie überaus bedentsamen Frage des Ceremoniells auf der ganzen Linie gefiegt zu haben, und daß an diesem Eindruck weder die Art des Empfanges des Prinzen Tschun, dem sie nicht anwohnen, noch ihr Ausschluß von der Audienz etwas ändern werden. Im Gegenteil: wir glauben, daß die Aenderung in dem Charakter der Sühne- Audienz von den Chinesen direkt als eine Herab minderung dessen empfunden wird, was dem Deutschen Reich ursprünglich zur Sühne für die frevelhafte Ermordung seines Gesandten geleistet werden sollte." Auch die, Köln. Volkszeitung" fonstatiert, wie übrigens fast die ganze übrige Preffe, daß die Sühnemiffion nicht so ausgefallen ist, wie man es in Berlin wünschte. „ Der Sühneprinz wird kommen, er wird aber den Kotau nicht vollziehen. Sollte man in Berlin wirklich auf den Gedanken geraten sein, den Kotau oder aber dem Kotau ähnliches zu verlangen, so hätte sich die Ueberschäßung und Pflege des Ceremonienvesens einmal empfindlich selbst gestraft." " Die Frantf. 8 tg." beginnt einen der Sühnekomödie gewidmeten Artikel wie folgt: „ Endlich! Es muß heute ein Seufzer nationaler Erleichterung durch die deutschen Lande geweht haben, als der ehrsame Bürger beim Morgenkaffee die heiß ersehnte Nachricht las, daß der Sühneprinz mit seinen fünfzig Mann Gefolge und den 160 Stoffern wirklich das gastliche Hotel in Basel verlassen hat, um sich nach Berlin zu begeben. Wir ver muten, daß diese Erleichterung am stärksten in einigen offiziellen reisen der Reichshauptstadt vorhanden ist, in denen man mit steigender Verwunderung zusehen mußte, wie das Baseler Satyrspiel der ostasiatischen Tagödie folgte 11111 vorbeizustreichen, wo aus dem Satyrspiel abermals eine Tragödie zu entstehen drohte. Und da heißt es, man erlebt nichts mehr und den Bühnendichtern fehlt es au Stoff! Wir gehen nach Ostasien und Ostasien kommt zu uns, zwei heterogene Welten begegnen sich und der ewig junge Baum des Lebens grünt und blüht, daß es nur so eine Art hat. Die eisengepanzerte Faust stößt ins Leere der asiatischen Winkelzüge, und das Ende der Komödie ist schließlich, daß wir, die Sieger, die stolzen Juhaber der Weltmarschallschaft, uns flug zurückziehen, damit die Geschichte wenigstens formell zum Abschluß gelangt. Von Peking bis Basel ist fürwahr ein weiter Weg und er birgt wenig angenehmte Erinnerungen!" Am wenigsten vermag natürlich die allteutsche Presse ihren erger zu bemeistern. Die„ Deutsche Zeitung" schreibt deshalb: „ Auch nach dem, was offiziös beeinflußte Meldungen uns als wahrscheinlich erscheinen lassen, kann man nicht annehmen, int daß wirklich alle Einzelheiten des Empfangs, legten Augenblick insceniert werden sollte, vor der Abreise der chinesischen Sühnegesandtschaft festgestellt worden seien; sollte das aber doch der Fall gewesen sein, sollte der chinesische Bring mit seinen Diplomaten plöglich vor den Thoren des Reiches widerspenstig geworden sein und gegen das verabredete Programm protestiert haben, so wäre es ja eine unglaubliche Schwäch lichkeit der deutschen Regierung, in diesem Augenblicke ( Ausweislich des vorstehenden Protokolls war diese Verfügun g noch irgendwie nachzugeben, anstatt einfach irgend einen p chinesischen Hafen zu besezen, auf alle als Sühne- Missionare bereits getroffen!) denkbaren 6000 Prinzen des himmlischen Reiches zu verzichten und statt dessen dem chinesischen Hof und Staat eine Kontribution von hundert Millionen Taels aufzuerlegen. Wenn es aber anders liegt, wenn die deutsche Diplomatie in letter Stunde neue Forderungen erhoben haben sollte, die fie, wie der Ausgang lehrt, nicht hat aufrecht erhalten können, so hätte die Baseler Tragie komödie im höchsten Grade blamabel für uns geendet." Ein Trost bleibt den tiefempörten Alteutschen immerhin. Ueber das Verhalten des Kaisers während der Sühne- Ceremonie meldet ein Lokalblatt: " Telegramm. Kommandier ender General. Königsberg. Insterberg, 1901, den 4. Juni um 9 Uhr 40 Min.( abends). Haftfache. Rechtsbeschwerde. Sergeant Hidel, Gumbinnen vom Kriegsgericht zweiter Division gestern von Anklage Mordes frei gesprochen. Gerichtsherr heute fünf Uhr morgens drahtlich ersucht, gemäß§ 179 Strafgerichts- Ordnung Untersuchungshaft aufzuheben, antwortet abends 8 Uhr aus Rastenburg, könne erst von Justerburg aus verfügen. Bitte soforttge Freilassung veranlassen. Verteidiger Rechtsanwalt Horn. * Der Kaiser war ernst, fast streng. Als der Sühneprinz Telegramm. S. S. den Gaal betrat, winfte ihm ber Raiser, der sich nicht Königsberg. 1901. Den 5ten 6. um 12 Uhr 55 Min.( Mittags.) Rechtsanwalt Horn. Insterburg. erhob, kurz mit der hand. Der Prinz näherte sich nunmehr unter tiefer, nach der" Post" unter dreimaliger, nach dem Rechtsbeschwerde in Sachen Hickel aus§ 179 nach§ 373 gesetzlich Generaltommando. Lot.- Anz." unter neunmaliger Verbeugung dem Thron und verlas unzulässig. darauf in chinesischer Sprache nicht ohne Anzeichen innerer ErTelegramm. Kommandierender General. Königsberg. regung" den Brief seines Bruders. Kaiser Wilhelm verlas die Antwort, wie es heißt, mit energischer Stimme. Besonderen Insterburg. 1901. Den 5ten 6. um 2 Uhr 30 Min.( NachNachdruck legte er auf das Wort„ civilisiert", als er von den un- mittags.) Rechtsbeschwerde in Sachen Hickel in§ 175 ausdrücklich erhörten Verbrechen unter civilisierten Völkern sprach. Während zugelassen. Beschwerde nach Freisprechung eingelegt und begründet, des ganzen Empfanges blieb der Kaiser figen. weil nunmehr nach§ 179 Untersuchungshaft gesezwidrig. Erhalte Rüdwärts schreitend unter dreimaliger Berbeugung ver- ich bis heute abend 8 Uhr keine Nachricht von der Freilassung Hickels, so werde ich Verfahren aus§ 239 Reichs- Strafgesetzbuch wegen ließ der Sühneprinz den Saal. Rechtsanwalt Horn. Von nun an wurde er als Prinz behandelt." Freiheitsberaubung einleiten lassen. Nachmittags 3 Uhr stattete dagegen der Kaiser dem Prinzen in der Orangerie einen Besuch ab. Der Lokal- Anzeiger" behauptet sogar, daß der Kaiser im Laufe des Tages mit dem Prinzen eine Dampferpartie von der Matrosenstation aus unternehmen wollte. Am Donnerstag fei der Prinz vom Kaiser zur Frühstückstafel geladen und werde vorher der Kaiserin vorgestellt werden. " * Während am deutschen Hofe dergestalt zwar nicht mit dem Kotau, aber dennoch steif ceremoniös die Entsühnung" stattgefunden hat, geht in Ostasien der internationale Hader um das Friedensprotokoll weiter. Die Einigkeit der„ civilisierten" Mächte feiert weitere Triumphe. Und das entfühnte China rüstet sich allem Anschein nach, um neue Civilisations- und Christianisierungsversuche der europäischen Kanonen- und Panzerplattenkultur fünftig mit größerer Entschiedenheit zurückweisen zu können. Die zerstampften Felder durchzieht wieder der Pflug, die verbrannten Dörfer werden wieder aufgebaut. Im Innern des Riesenreiches aber frißt der Haß gegen die Fremden immer weiter. Die Sühne komödie ist vorüber, die Tragödie der Sühne steht noch bevor. Mögen die Mächte sich hüten, von neuem die Brandfackel in das furchtbar gereizte Riesenreich zu schleudern! Dokumente der Militärjustiz. Telegramm. Rechtsanwalt Horn, Insterburg. Königsberg, 1901, den 5. Juni um 7 Uhr( abends). In Rechtsbeschwerde Hickel trifft§ 175 nicht zu. Buständig ist allein Gerichtsherr 2. Division, dessen Entscheidung noch gar nicht vorliegt. Rechtsbeschwerde auch deshalb unzulässig. Chiuntus mer General Kommando. ( Die Entscheidung des Gerichtsherren lag aber bereits nach dem obigen Protokoll vor!) Am Morgen des 6. Juni bat Rechtsanwalt Horn den Generallieutenant v. Alten schriftlich um eine Unterredung in der die schriftliche Nachricht, daß Herr v. Alten ihn nachmittags um Sache Marten und Genossen und erhielt im Laufe des Vormittags 3 Uhr erwarte. Die Unterredung fand um 3 Uhr nachmittags statt. Eine Stunde früher sandte Generallieutenant v. Alten folgende Depesche ab: Telegram m. General Kommando. Königsberg. Telegramm aus Justerburg 1901, den 6ten 6. um 2 Uhr. In Untersuchungsfache wider Marten und Hickel vom DragonerRegiment Nr. 11 habe ich Berufung gegen das Urteil des Kriegsgerichts eingelegt. Unteroffizier Marten, zu einem Jahr Ge fängnis verurteilt, bleibt in Haft. Sergeant Hidel, der freis gesprochen wurde, ist vorläufig festgenommen. Erbitte Anordnung der Untersuchungshaft gegen Hickel wegen Fort dauer des Fluchtverdachts und Kollusionsgefahr. v. Alten. Auf der Rüdseite dieses Telegramms befindet sich ein Aktenvermerk des Ober- Kriegsgerichtsrats Meyer, Neben der Verurteilung des Unteroffiziers Marten auf Grund der insofern von Bedeutung ist, weil er den juristischen Standpunkt gänzlich unzureichender Indicien und bloßer Mutmaßungen bildet des Gerichtsherrn und des Ober- Kriegsgerichts enthüllt. Darin heißt die Juhafthaltung Hickels trotz Freisprechung durch das Kriegs- es u. a.: gericht den charakteristischten Abschnitt des die gesamte Militärjustiz charakterisierenden und kompromittierenden Gumbinner Prozesses, In der Nat.-8tg." werden jetzt durch den Verteidiger Hickels diejenigen Aktenstücke veröffentlicht, welche diese Inhaft haltung betreffen. Diese Veröffentlichung beiveist nicht nur endgültig, daß die Inhafthaltung Hickels rechtswidrig war denn hierüber bestand keinerlei gweifel mehr, fie beweist auch, daß für die Militärbehörde die Gründe, die eine Wiederverhaftung eines Freigesprochenen allerdings gesetzlich zulässig erscheinen lassen und die von der Militärbehörde später angegeben worden sind, in dem Moment, als Generallieutenant v. Alten die Wiederverhaftung verfügte, nicht bestanden haben. Nur bei dem Auftauchen neuer Thatsachen darf ein Freigesprochener wieder verhaftet werden. Die Dokumente zeigen aber ebenso wie die Verhandlung in zweiter Instanz, daß neue Thatsachen seit der ersten Freisprechung nicht bekannt ge= worden waren. Sie zeigen weiter, daß auch die Behauptung, solche neuen Thatsachen seien vorhanden, erst nachträglich aufgestellt worden ist, während die Verhaftung unter einer Begründung erfolgte, die gesegwidrig war. Aber nicht nur dieses Moment, jede Einzelheit, die Rechtsanwalt Horn aus den Akten mitteilt, liefert den urkundlichen Beweis, daß es höchste Notwendigkeit im Interesse der Rechtssicherheit unsrer Soldaten ist, die militärischen Kommandeure von der Last des Gerichtsherrentums zu erlösen. erlösen. Hier sind ihnen Aufgaben gestellt, denen sie nicht gewachsen sind und nicht gewachsen sein können. Bon besonderem Interesse ist derjenige Teil der nachfolgenden Attenstücke, der die Anzeige des Rechtsanwalts Sort gegen die beiden Gerichtsherren wegen Freiheitsberaubung betrifft. Die Abweisung dieser Auflage durch den kommandierenden General v. Lenze ist das klassischste Dokument dafür, wie Militärbefehlshaber Rechtspflege betreiben. Bei der Wichtigkeit des Falles, der nicht ein Fall Sidel mehr ist, sondern ein Fall der Militärjustiz, geben wir die Aftenstüce vollinhaltlich nach der Nat.- 3tg." wieder. " Den Urkunden ist, wie die National Zeitung" einleitend sagt, die Bemerkung vorauszuschicken, daß in den Akten ein Befehl des Generallieutenants v. Alten, i del nach der Freisprechung freizulassen und demnächst vorläufig wieder festzunehmen, nicht vorhanden ist. Eben so wenig ist ein Befehl des Regimentskemmandeurs, des Obersten v. Winterfeldt, über die vorläufige Festnahme Hickels bei den Akten. Entweder find diese Befehle nicht vorhanden, oder die Akten sind unvollständig; Letzteres scheint jedoch nicht sehr wahrscheinlich. Arys. Telegramm. * Generallieutenant von Alten. Insterburg. 1901, ben 4. 6. um 4 Uhr 20 Min.( Morgens). Excellenz bitte friegsgerichtlich freigesprochenen Sergeanten Hickel Gumbinnen mittels drahtlichen Befehls auf freien Fuß zu sehen. Ablehnendenfalls Drahtbescheid. Rechtsanwalt Horn. * Protokoll. Verhandelt Gumbinnen, 4. Juni 1901 ( etwa 3 Uhr nachmittags). Gegenwärtig: 1. Oberlt. Noether als Gerichtsoffizier, 2. Sergeant Conrad als Militärgerichtsschreiber. 8. P. Wie früher. 8. S.: Wir ist heute bekannt gegeben, daß der Gerichtsherr, Se. Excellenz Generallieutenant v. Alten, gegen das gestern gegen mich ergangene freisprechende Urteil Berufung eingelegt hat, und daß ich deshalb wegen der Gefahr der Verdunkelung des That bestandes vorläufig festgenommen bin. Sidel Noether, Oberlieutenant und Gerichtsoffizier. Conrad, Sergeant und Militärgerichtsschreiber. ( Diese Verhandlung soll eine Bernehmung des Angeklagten gemäß $ 181 M.-St.-G.-O. fein!) * Telegramm. Rechtsanwalt Horn, Insterburg. Rastenburg, 1901, den 4. Juni um 8 Uhr 13 Minuten ( abends). Kann erst von Justerburg aus verfügen. von Alten. Der Gerichtsherr 1. Instanz hat nach vorseitiger Depesche Berufung eingelegt. Damit wird das Gericht II. Instanz zuständig. Eine Wiederverhaftung des p. Sidel rechtfertigt sich der Sachlage nach zunächst: 1) aus§ 176 1. 2. 4.( Verbrechen, Fortdauer der Fluchtgefahr, Kollusion) M.-St.-G. O. und ist hierauf die Verhaftung erfolgt. 2. a) aus§ 179 Abs. 2( neue Beweismittel) M.- St.G.-O. Es werden sämtliche Unteroffiziere und Mannschaften des Regiments über ihre Wissenschaft zur Sache( etwaige Kenntnis des Thäters p. p.), soweit sie dieserhalb noch nicht vernommen sind, eidlich als Zeugen gehört werden. Ein etwaiges negatives Resultat erhöht auch die Verdachtsgründe gegen Hickel und Marten. b) Aus 179 Abs. 2( neue Verdachtsgründe) M. St. G. O. Der Gerichtsherr I. Justanz, Herr GeneralLieutenant und Divisions- Kommandeur v. Alten, wird folche zur Sprache bringen und darüber eidlich als Zeuge vernommen werden. Seiner Vernehmung steht jest nichts mehr entgegen. Hier ist zu II 2b ausdrücklich gesagt:" Der General v. Alten wird diese zu kennen, erließ der Gerichts herr II. Instanz bereits neue Verdachtsgründe zur Sprache bringen." Also ohne am 6. Juni folgenden Haftbefehl: Königsberg, 6. Juni 1901. Der Sergeant Sidel der 4. Eskadron Dragoner- Regiments v. Wedel( Ponim.) Nr. 11 ist in Untersuchungshaft zu nehmen, weil er dringend verdächtig ist, sich der Teilnahme an dem am 21. 1. 01 zu Gumbinnen erfolgten Morde des Rittmeisters und Eskadronchefs v. Krosigk genannten Regiments,§ 2 11, 47 ff. 73 R.-St.-G.-B.(§ 97 Militär- Strafgesetzbuchs) schuldig gemacht zu haben und weil 1. er der Flucht verdächtig ist, und 2. Kollufionsgefahr vorliegt, sowie weil 3. ein Verbrechen den Gegenstand der Untersuchung bildet. * Seitens des Gerichtsherrn der 2. Division ist bereits Berufung gegen das freisprechende Urteil 1. Instanz gegen Hickel eingelegt. Der Kommandierende General Graf v. Findenstein. Rechtsanwalt Horn richtete nun an den kommandierenden General folgendes Gefu um aftentlaffung Sidels: „ Euer Excellenz bitte ich als Verteidiger des Angeklagten Hickel ganz ergebenst, nunmehr den Haftbefehl vom 6. Juni 1901 aufzuheben und den Angeklagten hidel aus der Untersuchungshaft zu entlassen. Da mir kein andres Mittel mehr zu Gebote steht, dem gesek. widrig in Untersuchungshaft gehaltenen Sergeanten Hickel in Gum binnen die Freiheit zu verschaffen, beantrage ich gemäß§ 156 der Strafprozeß- Ordnung vom 1. Februar 1877,§ 151 Absatz 2, § 158 der Militärstrafgerichts- Ordnung vom 1. Dezember 1898 und§ 4 des Einführungsgesetzes zur Militärstrafgerichts- Ordnung vom 1. Dezember 1898 bei der königlichen Staatsanwaltschaft zu Insterburg: Die Bestrafung der beiden Beschuldigten wegen Freiheits- Beraubung gemäß§ 239, 341, 357 des ReichsStrafgesetzbuchs und wegen der in§§ 115, 116, 118, 119 des Militär- Strafgesetzbuchs mit Strafe bedrohten Handlungen. ( Folgt Sachdarstellung, aus der nur folgende Säze hier Platz Auch diese durch den Divisionsfinden mögen): tommandeur, also den Gerichtsherrn und Beschuldigten v. Alten, erfolgte vorläufige Festnahme ist streng genommen eine infonfequente Handlung, denn Hickel war ja gar nicht aus der Untersuchungshaft entlassen, also war die Festnahme überflüssig. Sie( die Augeschuldigten) suchten den Anschein zu erwecken, als dauerte die ursprüngliche Untersuchungshaft nicht fort, sondern es lägen neue Maßregeln gegen Hickel vor. Aber die Festnahme und der neue Haftbefehl hätten nur dann einen Sinn, wie bereits angeführt, wenn der Gerichtsherr v. Alten die Haftentlassung Hickels nach dessen Freisprechung befohlen hätte, denn ohne diesen Befehl dauerte die frühere Untersuchungshaft fort. Nach§ 180 der Militärstrafgerichtsordnung darf nur dann jemand vorläufig festgenommen werden, wenn die Voraussetzungen der Untersuchungshaft vor= liegen. Daß diese Voraussetzungen bei einem Freigesprochenen nicht vorliegen, ist oben ausgeführt. Wie§§ 181 und 177 unzweifelhaft ergeben, ist der Vorgesetzte nicht befugt, einen Mann, der gar nichts Strafbares begangen hat, ohne festzunehmen, denn ein Unschuldiger fann weiteres " über die Beschuldigung"(§ 177) doch wohl kaum vernommen werden. Hickel hat nach seiner Aburteilung nicht das geringste Strafbare begangen.. Die Beschuldigten scheinen ihr Verhalten dadurch rechtfertigen zu wollen, daß sie behaupten, sich in einem Konflikt ihrer Pflichten befunden zu haben. Die Disciplin habe die Fortdauer der Untersuchungshaft des Freigesprochenen gebieterisch verlangt. Der Freigesprochene wohne mit seiner Frau in der Kaserne und er dürfe, bevor eine rechtsträftige Entscheidung gegen ihn nicht vorliege, nicht in freien Verkehr mit den übrigen Soldaten treten. Dieser Uebelstand hätte sich durch eine Versetzung des Hickel in eine andere Garnison und ein anderes Regiment sofort heben lassen.( Als Rechtsanwalt Horn dieses schrieb, wußte er von der Versetzung Stoppecks noch nichts, er erhielt erst am 1. Juli Kenntnis von Stoppecks Versetzung nach Allenstein.) Auch ist Hickel, nachdem er zu Unrecht als Mörder angeklagt ist, jederzeit bereit gewesen, den Militärdienst sofort zu quittieren und mit feiner jungen Frau die Kaserne zu verlassen. Hickel ist von Hause aus Kaufmann und befigt einiges Vermögen, sodaß er wegen seines Fortkommens sich keine Sorge zu machen braucht. Mit der Versetzung oder Dienstentlassung Hickels war auch die Gefahr der Verdunkelung des Sachverhalts mit einem Schlage beseitigt. Wie nun jemand, der Kenntnis von der Art der gegen Marten, Hickel und Domning geführten Untersuchung hat, von der Gefahr der Verdunkelung des Thatbestandes sprechen kann, ist nicht recht verständ lich. Hickel ist vom 21. Jannar bis zum 2. Februar anf freiem Fuß gewesen, er hatte während dieser Beit die beste Ge legenheit gehabt, den Thatbestand zu verdunkeln, wenn er dies nötig gehabt hätte. Es ist auch nicht der geringste Verdacht vorhanden, daß Hickel in dieser Beit gleich nach dem Morde etwas zur Verdunkelung des Thatbestandes gethan hätte. Jetzt ist durch die Voruntersuchung und die Verhandlung der ersten Instanz alles festgelegt. Was soll Hickel jezt noch verdunkeln? Wie will man von Gefahr der Verdunkelung jetzt reden, da man nicht einmal behaupten kann, daß Hickel früher, als er die beste Gelegenheit dazu hatte, etwas verdunkelt hätte? Wenn also die Beschuldigten die Sache so darstellen, als hätten sie fich in einem Konflikt befunden, so ist ihre die der Ver Gefahr Behauptung, die Disciplin und dunkelung hätten die Fortdauer der Untersuchungshaft ge= boten, nicht Der Pflicht zutreffend. des GerichtsHerrn und des Kommandeurs stand aber auf der andren Seite das Gesetz gegenüber, das die Freilassung unbedingt forderte.... Der Schaden, den ein schlechter Soldat anrichten tanu, ist gering gegenüber dem Schaden, den ein ungerechter Richter anrichtet, denn dieser erschüttert die Grundlagen des Staates. Hierauf erging folgende Erwiderung des Ersten Staatsanwalts: Insterburg, 26. Juni 1901. Ihre Strafanzeige gegen den Herrn Kommandeur der 2. Division und den Herrn kommandierenden General des 1. Armeecorps vom 23. Juni cr. nebst zwei Anlagen, welche hier am 24. Juni cr. offen eingereicht und auf diese Weise erst heute bormittag zur vorgerückten Stunde auf dem geschäftlichen Umwege des Sekretariats und der Dekretur zu meiner Kenntnis gekommen ist, sende ich Ihnen mit dem Eröffnen zurück, daß ich ungeachtet der Vorschrift des§ 153 Abs. 1 der M.-St.-G.-O. mich bei dem Mangel eines Immediatgesuches im Hinblick auf die für Begnadigungsgesuche bestehenden und hier der Bedeutung nach zutreffenden Vorfchriften aus formalen Gründen nicht für befugt erachten kann, dieselbe der Allerhöchsten Entscheidung Sr. Majefteftät des Kaisers und Königs, die meines Erachtens hier allein in Frage kommen kann, zu unterbreiten, Ihnen vielmehr überlassen muß, falls Sie es bei einer wiederholten Prüfung für angezeigt erachten sollten, von der Ihnen in§ 151 Abjag 2 Saz 2 a. a. D. gegebenen Berechtigung zur direkten Vorlegung bei der vorgesetzten Dienstbehörde Gebrauch zu machen. Hecht, Geheimer Justizrat. Rechtsanwalt Horn richtete darauf folgende Beschwerde an Am 18. und 19. Juli b. J. haben in Gumbinnen kommissarische Zeugenvernehmungen stattgefunden, bei denen auch der Dragoner den Oberstaatsanwalt in Rönigsberg: Stopped uneidlich als Zeuge vernommen ist. Wie Euer Excellenz der Herr Ober- Striegsgerichtsrat Meyer, welcher den Verhandlungen beiwohnte, bestätigen wird, hat Stopped bei diefer Vernehmung be fundet, es sei von niemand der Versuch gemacht, ihn in seiner Aussage zu Gunsten der Angeklagten Marten und Hickel zu beein fluffen. Der Herr Ober- Kriegsgerichtsrat hat Stopped noch besonders danach gefragt, ob solche Versuche nicht von dem GendarmerieWachtmeister Meltzer oder dem Vice- Wachtmeister Schneider gemacht feien, Stopped hat dieses ausdrücklich verneint. Die eidliche Vernehmung sämtlicher Unteroffiziere des Dragoner Regiments hat feinen Anhalt dafür gegeben, daß die Vermutung, die Unteroffiziere hielten zusammen, um die Angeklagten vor Bestrafung zu schüßen, begründet ist. Es hat sich damit herausgestellt, daß nene Verdachtsgründe oder Beweismittel, die allein den Erlaß des Haftbefehls gemäß§ 179 Absag 2 rechtfertigen könnten, nicht vorhanden sind. Die Bestimmungen des§ 176 M.-St.-G.-O. tommmen für diesen Haftbefehl gar nicht in Frage. § 176 M.-St.-G.-O. zählt die Voraussetzungen der Haft vor dem Urteil erster Instanz auf.§ 179 handelt von den Gründen der Haft nach Erlaß des Urteils erster Instanz." Justerburg, 27. Juni 1901. Euer Hochwohlgeboren bitte ich ganz ergebenft, die fönigl. Staatsanwaltschaft zu Insterburg anzuweisen, mit der anliegenden Strafanzeige so zu verfahren, wie dieses in§ 153 der MilitärStrafgerichtsordnung vorgeschrieben ist. Ich kann die Gründe, aus denen der Erste Herr Staatsanwalt die Ueberreichung der Anzeige ablehnt, nicht als stichhaltig anerkennen. * 0 Dieses Gesuch wurde ohne Angaben von Gründen abgelehnt. Darauf stellte Rechtsanwalt horn folgenden Strafantrag: Insterburg, den 23. Juni 1901. An die königliche Staatsanwaltschaft, hier. Strafanzeige des Rechtsanwalts Horn in Justerburg gegen 1. den Kommandeur der zweiten Division Generallieutenant von Alten in Justerburg, 2. den kommandierenden General des ersten Armeekorps General lieutenant Fink von Finkenstein( muß heißen: General der Infanterie Graf Find v. Findenstein) in Königsberg wegen Verbrechen und Vergehen gegen§§ 239, 341, 357 des Reichs Strafgesetzbuches,§§ 115, 116, 118, 119, 120 bes MilitärStrafgesetzbuches. Der Oberstaatsanwalt erwiderte am nächsten Tage, daß er die Beschwerde nebst deren Anlagen gemäß§ 153 der Militär- Strafdas geheime Kabinett Seiner gerichtsordnung an Majestät des saifers und Königs für die Militärangelegenheiten abgegeben habe. Das letzte Schriftstück in der Angelegenheit ist das folgende: General Kommando. XVII. Armee= Corps. bor Danzig, den 14. August 1901. An den Herrn Rechtsanwalt Horn in Justerburg. Auf Ihre am 23. Juni ds. Js. gegen den kommandierenden General, General der Infanterie Grafen Find v. Findenstein und den Divisions: Commandeur Generalieutenant v. Alten an die Staatsanwaltschaft zu Insterburg gerichtete, durch den Ober Staatsanwalt in Königsberg i. Pr. an das Militärkabinett überein Gre reichte Anzeige hat auf Allerhöchsten Befehl mittelungsverfahren stattgefunden. Da keinerlei Beweise vorliegen, daß die genannten Offiziere eine VerHaftung oder widerrechtlich vorläufige Festnahme genommen haben, habe ich das gerichtliche Ver= fahren eingestellt. In dem am 6. Juni 1901 von dem fonimandierenden General Grafen Find v. Findenstein erlassenen Haftbefehle ist zwar von neuen Verdachtsgründen oder neuen Beweismitteln nicht die Rede, es sind aber that: fächlich neue, d. h. dem Kriegsgerichte unbekannt gebliebene Beweismittel vorhanden, so daß auch die Voraussetzungen des $ 179 Abs. 2 der Militär- Strafgerichtsordnung gegeben find. Der fommandierende General. v. Lenge. Politische Uebersicht. Berlin, den 4. September. Obstruktion. Hierzu bemerkt Rechtsanwalt Horn: Dieser Einstellungsbeschluß| Marten und Sidel in der Untersuchungshaft von ihren Rechts- für den höchsten Posten, den England zu vergeben hat. In einem ist mir am Morgen des 15. August, als die Verhandlungen vor dem beiständen empfingen. glänzenden Artikel, betitelt The Cry for Men"( Der Ruf um Ober- Kriegsgericht in Gumbinnen begannen, zugestellt. Es war Sollte die Revision durchgehen, und hiermit ist nach privaten Männer), der in der Augustnummer der Fortnightly Review" anonym auch die höchste Zeit mit der Zustellung, denn die Verhandlungen Aeußerungen höherer Militärpersonen ziemlich sicher zu rechnen, so soll erschienen ist, wird bemerkt:„ Unter Chamberlains Ministerpräsidentdes Ober- Kriegsgerichts ergaben, daß neue Verdachtsgründe und Be- ein hervorragender Berliner Verteidiger herangezogen werden. Zahllose schaft würde das politische Leben wiedererwachen und unter andern weismittel nicht vorhanden waren. Der 15. August war der letzte Bürger wollen sich an einer etwaigen Sammlung zur Aufbringung des Dingen auch eine solide Opposition geschaffen werden. Er ist gegenTag, an welchem man das Gegenteil allenfalls noch beHonorars beteiligen. In der Affaire selbst wird unausgesezt Material wärtig der einzige Mann, der fähig ist, die exekutiven Energien haupten konnte. Daß General von Lenge keinerlei Beweise zur Aufklärung der dunklen Mordsache gesanimelt. Ein Berliner einer ganzen Regierung in Bewegung zu setzen und England eine gefunden hat, ist nicht zu verwundern. Aus den Aften ist nicht zu Detektivbureau hat mehrere Beamte nach hier entsendet, die im machtvolle Verwaltung zu geben. Und darin besteht das schlimmste ersehen, daß er diese eingefordert, geschweige denn eingesehen hat. Interesse von Marten und Sickel die neuesten Spuren verfolgen und unfres Schicksals, daß Chamberlain unser Bester ist." Judes, so Nun wird der Verlegte, idel, sobald er aus dem Militär- hin und her reisen. Neuerdings haben die Ermittelungen ergeben, lange Salisbury lebt, wird Chamberlain keine Gelegenheit haben, verbande ausgeschieden ist, denselben Strafantrag stellen. Ihm steht daß auch eine Civilperson den Aufsehen erregenden Mord begangen die Wiederbelebung" der englischen Bolitit zu unternehmen. In gegen einen solchen Einstellungsbeschluß die Beschwerde an das haben kann. der„ Saturday Review" vom 31. August kommt dieser Gedanke Reichs- Militärgericht zu." deutlich zum Ausdruck. Sie bemerkt, Salisbury sei maßDie Verhökerung des Zolltarifs. Die" Tägl. Rundschau" gebend im Kabinett, Balfour führe das Unterhaus, Chamberlain giebt dem Eingreifen des Reichskanzler- Amtes in die Veräußerung beherrsche die Massen. Da das Barlament immer mehr an Einfluß des Zolltarif- Entwurfs folgende Auslegung: " In dem Augenblick, da von Hamburg an das Auswärtige Massen. Der Mann, der in den letzten zwei Jahren das Land verliert, so bleiben als wirkliche Faktoren: das Kabinet mit den Amt die von uns erwähnte Anfrage gerichtet worden war, war geführt und das Publikum gelehrt, was es zu denken und zu sagen der Vertrauensbruch, der Verrat eines amtlichen Geheimnisses, hat; noch mehr, der das ganze Empire gelehrt, was es zu denken Die Abschrift des Die Deutsche Tageszeitung" ereiferte fich noch jüngst für bereits vollzogen. Zolltariss und zu sagen hat; Der Mann, der all dies gethan hat, Revision der Geschäftsordnung des Reichstags, wenn diese durch die nebst Motiven befand sich gar nicht mehr in den Händen des im- ist Mr. Chamberlain. Seine Macht über die Massen in der Zollopposition zur gründlichen Beratung des Buchertarifs benutzt getreuen Beamten, sondern in denen des Journalisten Dr. Ham Heimat wie in den Kolonien hat übrigens nichts Mysteriöses werden sollte. Jetzt zeigt sich, daß das Agrarierblatt den Umsturz burger, der sie an den Meistbietenden losschlagen wollte. Es fonnte Heimat wie in den Kolonien hat übrigens nichts Mysteriöses an sich. Einfachheit, wir möchten fast sagen, Seichtigkeit der Geschäftsordnung gegen sich selbst wünscht. Denn un- sich also für das Auswärtige Amt lediglich darum handeln, zu ver- des Gedankens, gepaart mit einer Klarheit der Phrase verhohlen kündetes Obstruktion an, wofern der Wuchertarif hindern, daß der Tarif nicht Käufern in die die Hände haben nur Erfolg auf dem Marktplaze, wo das Wählerische und nicht noch weit wucherischer gestaltet werden sollte. Die Deutsche falle, die nicht so loyal waren, das Auswärtige Amt von Tageszeitung" fchreibt: dem Anerbieten zu verständigen. Eine solche Gefahr bestand, Baghafte, die einer allseitigen Untersuchung entspringen, nie geDas Schlimmste, das der deutschen Landwirtschaft bei wie sich voraussichtlich aus dem Prozeßverfahren gegen die würdigt werden. Und der Kolonialsekretär ist immer sicher und verständlich.. der Neuregelung der Zolltarifverhältnisse passieren könnte, wäre Herren Hamburger und Hildebrand ergeben wird, in hohem Grade Aber es ist Chamberlain, auf den der Haß und das der Abschluß langfristiger Handelsverträge mit- war doch schon die Veröffentlichung der Getreidezolljäge im Mißtrauen unsrer Nachbarn ruht. Auch zu Hause giebt es unzureichenden Zöllen auf landwirtschaftliche Stuttgarter„ Beobachter" vorhergegangen, die ebenfalls nur durch Leute genug, die Chamberlains ungeſtüm und Mangel an Reserve Erzeugnisse... Fällt die Voraussetzung( der Erhöhung der einen Vertrauensbruch möglich war, und verhandelte Hamburger fürchten; seine Befreiung von Salisburys Aufsicht würde in geim Regierungsentwurf vorgeschlagenen Kornzölle) weg, dann muß doch auch mit einem andren Organe, das nicht immer so tugend- wiffen Kreisen so etwas wie eine Panit Hervorrufen... Kurz, die Landwirtschaft, wenn sie nicht ihr Lebensintereffe preisgeben haft gewesen ist, wie nach der Polizei- Untersuchung der An- Salisbury ist der Schlußstein unfres politischen Schwibbogens. Seine will, gegen langfristige Verträge mit allen ver- gelegenheit." Entziehung würde das ganze Gebäude in Trümmer werfen." faffungsmäßigen Mitteln ankämpfen. ist die Ansicht der Tories und sie wird selbstredend von Salisbury geteilt. Die Gerüchte über seinen Rücktritt sind nichts mehr als Wünsche der Anhänger Chamberlains. 11 Das Diese Erwägungen müssen von den Vertretern der Landwirt- Epidemien im Heere. Aus Elsaß- Lothringen berichtet schaft unter allen Umständen festgehalten werden. Ihr erstes man uns: Nachdem erst vor wenigen Tagen gemeldet worden war, Ziel wird sein müssen, einen Bolltarif mit genügend hohen daß bei dem in St. Avold( Lothringen) liegenden Infanterieeine größere Anzahl von TyphusMindest Bollsägen für alle landwirtschaftlichen Regiment Nr. 173 Amerika. Erzeugnisse im Reichstage zur Annahme zu bringen. Ge- ertrankungen vorgekommen seien, so daß das Regiment zu den Die Union und die südamerikanischen Wirren. Staats lingt das nicht, so dürfen die Vertreter der Landwirtschaft für diesjährigen Herbstübungen nicht ausrücken könne, berichtet die langfristige Handelsverträge unter keinen Umständen zu haben Wezer Zeitung" jetzt aus Mezz: An 50 Soldaten des sekretär Hay sandte am 24. August Telegramme an die Gesandten sein... Das ist teine leere Drohung, das ist keine Spiegel- Infanterie- Regiments Nr. 174 sind erkrankt. Bis jetzt ist noch der Vereinigten Staaten in Caracas und Bogota, in welchen fie beauftragte, der venezolanischen und der kolumbifechterei, das ist kein findischer Troy, der auf den Sperling verzichtet, nicht genau festgestellt, ob es Ruhr oder eine andre Krankheit er mitzuteilen, daß die Vereinigten Staaten weil er die Taube nicht haben kann, sondern das ist die not ist. Wie und wo die Soldaten sich diese Krankheit geholt haben, schen Regierung wendige Folge der unerschütterlichen Ueberzeugung, daß gegen es beklagten, wenn, wie es wahrscheinlich sei, die freundlichen Beweiß man ebenfalls noch nicht. über dem Abschlusse neuer langfristiger Handelsverträge, die der ziehungen zwischen den beiden Staaten gestört würden. Landwirtschaft nicht genügen, alle andern Möglichkeiten die kleineren wurden ferner beauftragt, hinzuzufügen, daß Präsident Mckinley Uebel sind." willens sei, seine guten Dienste anzubieten, vorausgesezt, daß beide zu geben, daß die Vereinigten Staaten, falls der Verkehr im Isthmus Staaten zustimmten und gleichzeitig dem Bedauern darüber Ausdruck bedroht würde, sich gezwungen sehen würden, für den freien Verlehr im Isthmus einzutreten. Es verlautet, daß die Antwort der venezo lanischen Regierung dahin lautete, daß Kolumbia die Verantwort lichkeit für die gegenwärtige Lage trage und daß die Beilegung der Streitigkeiten zu erhoffen sei. Die Antwort der kolumbischen Negierung ist noch nicht eingetroffen. Wir sehen der bündlerischen Obstruktion mit nicht geringem Interesse entgegen. Der Ausschuß des deutschen Handelstages hielt am Montag eine Beratung über das Zolltarif- Gesez ab. Als Vertreter des preußischen Handelsministers war Geheimer Ober- Regierungsrat Lusensky, als Vertreter des Staatssekretärs des Innern Professor von der Borght erschienen; beide Regierungsvertreter erklärten, ihre Borgesetzten feien zwar schon über alles Wesentliche gut informiert, feien aber bereit, noch etwaige Wünsche zu hören, doch möge man nach Möglichkeit von allgemeinen Erörterungen" absehen. Die Garnison Meg war, wie erinnerlich sein dürfte, erst vor wenigen Monaten von einer schweren Typhusepidemie heimgesucht, der etwa 35 Mann zum Opfer fielen, während die zehnfache Zahl als erkrankt erkrankungen in der Armee erregt begreiflicherweise allenthalben in den Lazaretten lag. Das wiederholte Auftreten solcher Massenstarke Veunruhigung. Der Boeren- Krieg. Boerenkrieg und internationale Socialdemokratie. Sie Geängstigte Gottesstreiter. In Ludwigshafen in der Pfalz, so wird uns von dort geschrieben, fand in den letzten Tagen ber XI. Verbandstag der katholischen Arbeitervereine Süddeutschlands statt. 87 Delegierte waren anwesend und davon waren ihrer minbestens 50 Arbeiter im Weinberge des Herrn. Auffällig groß war bie Bahl der Kapläne. Neben dem üblichen Familienfesttrubel unterhielt mant sich auch über die katholischen Arbeitervereine und die Genossenschafts- Bewegung". Der Diese Gefälligkeit erwies nun der Ausschuß des Handelstages Hauptredner, natürlich wiederum ein Geistlicher, empfahl Anschluß der Regierung doch nicht. Abgesehen von sonstigen Aussetzungen am an die Konsumvereine und hofft, daß diese, was sie jezt unter der Tarif- Gesezentwurf verurteilte er vielmehr durchaus die Aufstellung focialdemokratischen Leitung nicht feien, unter dem Einfluß der Wir veröffentlichten fürzlich die Antworten von Hyndman und eines Doppeltarifs und nahm in Bezug auf die Lebensfatholischen Arbeitervereinsbrüder Musteranstalten werden. Neues Ferri auf die Umfrage des internationalen socialistischen Bureaus bemittelzölle einstimmig einen der am 30. September tagenden bot das Referat nicht. Was der Herr Referent zum besten gab, züglich der Stellungnahme der Socialdemokratie zum Boerenkrieg. Vollversammlung vorzulegenden Entwurf einer Erklärung an, in der haben sich socialdemokratische Arbeiter schon längst an den Schuh- Jetzt teilt das Sekretariat einige weitere Antworten mit: Die gegenüber der außerordentlichen Erhöhung dieser Zölle im Tarif- fohlen abgelaufen. deutschen Komitee- Mitglieder Singer, Auer und Kautsky geben entwurf die dagegen sprechenden Bedenken( Gefährdung der HandelsEigentümliche Begriffe aber von der Oeffentlichkeit und ihrer übereinstimmenden Meinung dahin Ausdruck, daß sie den erverträge, Bertenerung des Lebensunterhalts, Schwächung der Kauf- dem Ga strecht scheinen in diesen ultramontanen Köpfen hofften Erfolg weder von einem Kongreß noch von einem Generalkraft für industrielle Erzeugnisse, Erschwverung des Wettbewerbs der Sie befürchten, daß nicht genügend Beteiligung deutschen mit der ausländischen Gewerbethätigkeit) nachdrücklich hervor- 3 puken. Drei Tage vor dem Delegiertentag schrieb das in Speier streit erhoffen. ericheinende Organ des ultramontanen Reichs- und Landtags- an einem Kongreß vorhanden sein würde, um die Manigehoben werden. Baillant( Frant Abgeordneten Dr. Eugen, die agrarische Leuchte des hiesigen festation zu einer imposanten zu gestalten. Die Socialdemokratie Centrums, die Pfälzer 3tg." mit tönenden Worten, jedermann, reich) antwortete in ähnlichem Sinne. der sich für das Genossenschaftswesen interessiere, möge kommen. aller Länder habe zu wiederholten Malen energischen Jeder der komme, sei herzlich willkommen. Protest gegen den Krieg erhoben. Wolle man aber der Aufhetzung der bürgerlichen Parteien folgen und weitergehen, so würde das gefährlich sein; die Chauvinisten würden dies als england- feindlich denunzieren und ausbeuten. Der Pole Jedrzejewski spricht sich ebenfalls sowohl gegen den Generalstreik als auch gegen den Kongreß aus, weil beides resultatlos fein würde. Er weist aber außerdem noch darauf hin, daß es wohl etwas befremdend wäre, in England unter dem Schuße des englischen Gesetzes, das die Versammlungsfreiheit garantiert, ein Meeting zu veranstalten gegen die Interessen, wirkliche oder eingebildete desselben Staates, währenddem ein solches Meeting wahrscheinlich in den meisten, wenn nicht in allen Ländern, unmöglich sein würde. " " Auch die evangelischen Arbeitervereine" beginnen sich tvider den Zollivucher zu regen. Der Vorsigende des sächsischen Landesverbandes der evangelischen Arbeitervereine und dieser Verband ist sonst allenthalben Schleppträger der konservativen Dieser freundlichen Aufforderung leistete auch ein Redacteur der Reaktion gewesen!- erläßt einen Aufruf an die Mitglieder, in dem Ludwigshafener socialdemokratischen Pfälzischen Post" Folge. es heißt: Anderthalb Stunden hatte er den Ausführungen der geistlichen Unfre evangelischen Arbeitervereine, wenn sie die Inter- Referenten gelauscht, als man sich plötzlich der Gefahr, in der man essen des kleinen Mannes und des arbeitenden Volkes ver- ichwebte, bewußt wurde. Statt die Gelegenheit wahrzunehmen, einen treten wollen, dürfen der Frage nicht aus dem Sünder zu befehren, ließ ihn der den Vorsitz führende Kaplan Wege gehen! Jetzt am allerwenigsten! Vor Monaten Eckard aus Stuttgart ersuchen, unverzüglich das Lokal erklärten fich viele in der Sache noch für unentschieden, au verlassen. Bergeblichy war die Berufung unsres Genossen auf weil noch unbekannt war, wie hoch die Säße gesteigert die Einladung der Pfälzer 8tg." Es half nichts. Die geistlichen werden sollten. Jegt läßt sich das Exempel klar berechnen, wie Herren gingen soweit zu erklären, das ginge sie nichts an, was dort hoch die Mehrausgabe für Brot und andre wichstehe, sie hätten diese Einladung nicht veranlaßt und es bleibe bei figste Lebensmittel für den Haushalt des fleinen, mit der Ausweisung. Ein einziger Socialdemokrat genügt also, auch Kindern reich gesegneten Mannes fich belaufen würde. Jegt ist es wenn er sich ruhig und still verhält, den Herren, wenn sie sogar auch nach den Stimmen des Auslandes schon ziemlich flar ge- ihrer Hundert beisammen haben, Furcht und Schrecken einzuflößen. worden, wie an dem Bolltarif die Frage der neuen und das will den Kampf mit der Socialdemokratie aufnehmen! Handelsverträge hängt. Darum giebt es jetzt für unfre evangelischen Arbeitervereine feine wichtigere Sache als die des Zolltarifs, die in Vorträgen beleuchtet und an DiskussionsAbenden diskutiert werden muß. Vielleicht ist es gut, wenn die Vereine sich f. 8. mit Eingaben an den Reichstag wenden. Kottendemenstration gegen die Türkei? Die Liberté" Es kann nur zur Klärung dienen und muß allerseits dankbar be- will wissen, daß sofort nach der Abreise des Kaisers von Rußland grüßt werden, wenn wir uns zu der Sache äußern, die wir nicht ein französisches Geschwader nach der Levante gehen wird, falls die erst den Beweis zu erbringen haben, daß wir es mit Volk und Pforte bis dahin die französischen Forderungen nicht erfüllt haben Waterland herzlich gut meinen und daß wir kein schöneres Ziel sollte. tennen, als den Frieden zwischen Klassen und Ständen, die Zufriedenheit in Häusern und Herzen, die Wohlfahrt des Volkes." Wie fagen, Sreuzzeitung" und Deutsche Tageszeitung zur Rebellion ihrer Schüßlinge?" " Ausland. Frankreich. Belgien. Vom Kongo fommen Nachrichten von Negerrevolten sehr ernſter Art. Die regierungsfreundliche Breffe sucht die Sache als sehr harmlos darzustellen; es handele sich nur um einen Streitfall zwischen aus sicherster Quelle folgendes feft: einem Aufseher und einem Arbeiter. Demgegenüber stellt der„ Peuple" Bollkonferenz bet Herrn Möller. Es wird berichtet: " Wegen Hinzuziehung von Handwerkervertretern zu einer im Handelsministerium stattfindenden Konferenz zur Be Die Insurgenten, etiva 2000 an der Bahl, sind mit europäischen ratung über den neuen Zolltarif- Entwurf hatte der Central- Repetier- Gewehren( Mattini Henry) bewaffnet; fie halten das Ge = * Gegenproklamation der Boeren? " Daily Mail" meldet aus Kapstadt: Kommandant Myrburg hat eine Proklamation erlassen, worin er erklärt, daß alle Bewohner der Kapkolonie, welche nach dem 15. September in Waffen angetroffen werden, standrechtlich erschossen werden sollen. De Wet soll ebenfalls eine Broklamation erlassen haben, wonach alle englischen Gefangenen, die nach dem 15. September im Oranjestaat gemacht werden, erschossen werden sollen. Eine englische Patrouille abgefangen. Aus Kapstadt wird berichtet: Eine englische Patrouille, welche sich von Oudtshoorne nach Villemore begab und aus 25 Mann unter dem Befehl eines Kapitäns bestand, wurde in dem Augenblick von den Boeren überrascht, als sie eine Furth iu der Nähe von Neirinespoort überschreiten wollte. Nur der Kapitän und zwei Mann enttamen. Drei Mann der Patrouille tötet, vier verwundet, die übrigen ergaben sich und leisteten den und ein Offizier wurden in Freiheit gesetzt, drei andere wurden ge= tötet, vier verwundet, die übrigen ergaben sich und leisteten den Neutralitätseid. Das Kolonialamt hat am 1. September ein Telegramm von dem verband deutscher Schuhmacher- Innungen eine Besprechung mit dem biet um den See Kisfala besezt. Die Gewehre haben sie sich durch Gouverneur der Kapkolonie erhalten, wonach der Richter der Ortschaft Geh. Regierungsrat zur Nidden. Nach dem Resultat dieser Konferenz die Sklavenhändler verschafft, bie für je 20 Stlaven ein Gewehr und Brista am 28. Auguſt meldete, daß die Boeren in der Nähe von darf als sicher angenommen werden, daß Handwerkervertreter 200 Patronen geben. Sie haben einen ausgezeichneten Rundschafter- Haare- floof zwei englische unbewaffnete Seundschafter Seitens der verschiedenen Fach- und Handwerker- Verbände find wurde den Insurgenten eine Expedition von 400 Wann entgegen. Der Richter von Riebsdale meldete am 31. Auguſt: Die Boeren sofort die nötigen Schritte zwecks Entsendung von Delegierten geschickt; fie mußte sich zurückziehen, ohne einen Angriff gewagt zu haben zwei Farmen in der Nähe von Minskraal in Brand gesteckt. haben. Die von den revoltierenden Negern besepte Gegend ist noch Nach einer Meldung aus Pietermaritzburg wurde das ParlaZu den Handwerkern läßt sich Excellenz Möller noch gnädig wenig bekannt, und außerdem find die Aufständischen durch großement von Natal durch einen Erlaß vom 31. August aufherab. Aber was kümmert sich die Regierung um die Ar- Gümpfe gededt. Die Kongofapitalisten werden, so schließt der„ Peuple", gelöst. unternommen worden. beiter? England. Partei- Nachrichten. Bum Parteitag. Die Hamburger Parteigenossen haben im ersten und zweiten Wahlkreis die Wahlen der Delegierten zum Parteitag start unter Stimmung für oder gegen den Schiedsspruch in Sachen der Accordmaurer vollzogen. Das Resultat der Wahi war folgendes: unsre Darstellung nach wie vor abzuleugnen suchen; in der That Gumbinnen. Es wird heute berichtet: Im Hinblick auf die sind sie aber selbst sehr beängstigt, denn die Gegend um den Kisfala widersprechenden Nachrichten von der Wiederverhaftung des Sergeanten gilt als eine der reichsten des Kongo; außerdem befürchtet man eine Sidel ist zu konstatieren, daß eine solche bisher noch nicht erfolgt Ausdehnung des Aufstandes. ist. Hickel ist deshalb vom Manöver zurückgeblieben, weil er infolge der langen Untersuchungshaft und der ausgestandenen Seelenqualen um fein Schicksal, fein Weib und sein Kind frank geworden ist. Wacht- London, 2. September.( Eig. Ber.) Die Gerüchte über meister Marten ist deshalb nicht ins Manöver ausgerückt, den Rücktritt Lord Salisburys, die von Zeit zu Zeit in weil er der älteste Unteroffizier des Regiments ist. Der Unteroffizier Umlauf gesetzt werden, erwiesen sich stets als falsch und es giebt Im ersten Wahlkreise wurden 878 Stimmzettel abgegeben. Marten befindet sich nach wie vor im Gumbinner Arrestgebäude, Gründe genug für die Annahme, daß fie sich auch fernerhin als Stimmen erhielten: Bömelburg 261, Stolten 209, Frau Bieß 142, das inmitten der Stadt liegt, und durch Posten des 33. Jufanterie- falsch erweisen werden. Und es wäre kaum der Mühe wert, auf sie Schaumburg 54, Stohn 37. Gewählt find Bömelburg und Stolten. Regiments bewacht wird; er wird nicht nach Danzig gebracht näher einzugehen, wenn ihnen nicht eine symptomatische Bedeutung Im zweiten Wahlkreis war das Stimmergebnis folgendes: werden. Alle Mittwochnachmittag darf er seine Eltern auf eine Stunde beigelegt werden müßte. Diese Gerüchte sind im Grunde genommen Legien 265, Paul Wüller 180, v. Glm 118, Blume 100, Rober 100, zum Besuch empfangen, aber stets nur in Gegenwart eines Offiziers, Symptome der tiefen Unzufriedenheit, die innerhalb der konservativen Hoffmann 98, Scharnberg 47, Mehlhaff 40 imd Baffte 82. Gewählt der das Gespräch zu überwachen und aufzupassen hat, daß dem Partei herrscht. Die Tories sind der Verbindung mit Chamberlain und find Legien, Müller und v. Elm. m. nichts zugesteckt wird. Die zuschriften aus dem Bolte, feinen Unionisten herzlich müde, während die Unionisten sehr wohl Der zweite Wahlkreis beantragte u. a. die alte Fassung in§ 2 welche sämtlich von großen Sympathien zeugen, hat er nur teilweise wissen, daß Lord Salisbury dem Ehrgeize des Kolonialsekretärs, des Organisationsstatuts wieder herzustellen und verlangte, daß die ausgehändigt erhalten. Von seiten der Verteidigung ist Beschwerde Premierminister zu werden, im Wege steht. Und in der That, wenn Zoll- und Handelspolitik als besonderer Punkt auf die Tagesordnung geführt worden über das gesetzwidrige Oeffnen von Briefen, welche Salisbury ginge, so wäre Chamberlain der aussichtsvollste Kandidat des Parteitages gesetzt wird. Im Wahlkreis Offenburg- Rehl sprach man einstimmig den Wunsch aus, daß in der Frage des Opportunismus an den Grundsatz festzuhalten ist, der in der Erfurter Resolution der Thüringischen Genossen zum Ausdruck kommt. maurer. Die Genossen des Dortmunder Kreises erklärten sich auf einer Kreiskonferenz gegen den Schiedsspruch in Sachen der AccordDer Kreis hatte im verflossenen Geschäftsjahr eine Einnahme von 1796,24 M. und eine Ausgabe von 1365,06 m. zu verInsgesamt sind 105 000 Flugblätter verbreitet worden. Die Entwicklung der Presse wurde als befriedigend angesehen. zeichnen. In Straßburg i. E. beschloß, wie man uns von dort berichtet, eine am Montagabend stattgehabte Parteiversammlung, sich an den am 26. d. Mts. stattfindenden Ersakwahlen zum Gemeinderat in allen sechs in Frage kommenden Bezirken durch Aufstellung eigner Kandidaten zu beteiligen. Von den bisherigen drei socialistischen Mandaten steht nur eines zur Neuwahl, das bisher der vor einigen Wochen zurückgetretene Schriftfeger Tray inne hatte. Unsre Partei steht bei diesen Wahlen einer geschlossenen bürgerlichen Phalanx gegenüber, nachdem auch die sogenannten Demokraten sich dem klerikal- gouvernementalen Wahlbündnis angeschlossen haben. In derselben Versammlung wurde als Delegierter zum 3übeder Parteitag Böhle gewählt und ihm u. a. die folgende Resolution zur Vertretung auf dem Parteitag überwiesen: Die Parteiversammlung erklärt das Vorgehen der Hamburger Accordmaurer als Streitbruch und erwartet, daß dieselben aus der Partei ausgeschlossen werden. Gewerkschaftliches. Teil der Summe Berlin und Umgegend. = 4 Vereinigte Staaten von Amerika Görlitz. Die Differenzen in der Kammgarn- Weberei von] Groß Grafe& Co. in Moys find beseitigt. Die Arbeitszeit wurde nur britannien Deutschland Frankreich Belgien um eine Stunde Montags gekürzt und eine Lohnerhöhung von Wert für 1 Tonne 5 Prozent beivilligt. Sämtliche Weber sind organisiert. Zuzug ist sh d sh d sh d sh d sh d nicht erwünscht, da Maßregelungen stattfinden könnten. 7.7 7 914 9 1134 9 114 4 81/2. Gegen das Gewerkschaftskartell in Gera soll augenscheinlich Die Durchschnittspreise waren 1899 bei den vorstehenden eine ganz neue Art jener Maßnahmen versucht werden, die in ihrer Ländern höher als 1898, am meisten hat sich die Preissteigerung Wirkung auf eine Beschränkung der Thätigkeit des Kartells hinaus- jedoch bei der englischen Kohle bemerkbar gemacht, welche in früheren laufen. Diesmal ist es nicht die Polizei, die gegen die von den Jahren durchschnittlich um 1 sh niedriger im Preise stand als Arbeitern geschaffene Institution vorgeht, sondern der Steuer- deutsche Kohle und 1899 fast denselben Preis wie das deutsche fistus. Dem Kartell ist nämlich die Aufforderung zugegangen, sein Produkt erreicht hatte. Im Jahre 1900 stiegen die Kohlenpreise Einkommen aus dem Gewerbe anzugeben. noch wesentlich weiter und die englische Kohle wurde um fast 2 sh teurer als die deutsche Kohle. Für das letzte Jahr liegen nur die Durchschnittspreise von Großbritannien, Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika vor, welche auf 10 sh 93/4 d, 8 sh 10 d und 5 sh 51/2 d festgestellt sind. Ob wohl die fürstlich reußische Steuerbehörde weiß, was für ein Gewerbe das Gewerkschaftskartell eigentlich betreibt? Die Beteiligten wissen es nicht. Ausland. werden. Versammlungen. und Zum englischen Gewerkschaftskongreß wird uns aus London geschrieben: bereits seit voriger Woche in Swansea und beschäftigte sich vor- Garten" eine öffentliche Versammlung ab, in welcher der Orts Das parlamentarische Komitee der Gewerkschaften befindet sich Die Marmorarbeiter hielten am Dienstag im„ Englischen nehmlich mit der neuen rechtlichen, oder besser gesagt, rechtlosen Lage statistiker Bericht erstattete. Das Ergebnis der Statistit, die sich auf Das Resultat ihrer Beratungen kommt in den folgenden Vorschlägen die Zeit vom 1. Juli 1900 bis 30. Juni 1901 erstreckt und an der der Gewerkschaften, wie sie durch die Lords kürzlich geschaffen wurde. an den Kongreß zum Ausdruck: 1. Von den Lords eine unzweideutige der Hauptsache folgendes: Der Durchschnittsverdienst betrug 1318,63 M. fich 65 Marmorarbeiter( Steinmetzen und Schleifer) beteiligten, ist in Definition des Posten stellens zu verlangen. 2. Einen gemein- für Steinmegen, 990,17 m. für Schleifer. Bei den Schleifern ist noch samen Rechtsschusfonds zu schaffen. 3. Das nächste parlamentarische Komitee wird beauftragt, auf eine Aenderung der Ver- eine Durchschnittsausgabe von 31,20 M. für Schleif- und Poliermaterial, schwörungsgeseze im Parlament zu dringen. welche von dem angegebenen Verdienst in Abzug zu bringen sind, Unter den Anträgen, die dem Kongreß zugegangen sind, befindet zu verzeichnen. Das Durchschnittsalter betrug bei den Steinmetzen sich eine Resolution, die das Frauenstimmrecht verlangt. Die 30 Jahre 4 Monate, bei den Schleifern 35 Jahre 5 Monate. Die Antragsteller sind die Weber von Wigan und Umgebung. Steinmetzen waren ca. 13, die Schleifer ca. 11 Jahre durchschnittlich Die Arbeiter der Bürsten- und Pinselbranche Verline gresses. Bis jetzt war es das Vorrecht der lokalen Gewerkschaften, bis 5 Wochen, 10 bis 8 Wochen; außerden waren je ein Neuerungen in der Tagesordnung des Kon- im Beruf thätig. Arbeitslos waren im Berichtsjahre wegen Mangel an Arbeit oder infolge der Witterungsverhältnisse: 19 Arbeiter haben wegen der Unzulänglichkeit und der unzureichenden Durch in deren Mitte der Kongreß stattfinden sollte, den Präsidenten zu Arbeiter 13, 15, 21 führung der Bundesrats- Verordnung vom 28. Januar 1899, die wählen. Diese Gewohnheit hatte manches Gute. Die Eröffnungs25 Wochen arbeitslos. Infolge Verhütung von Milzbrand- Vergiftung betreffend, ebenso wie die reden, die die verschiedenen Kongreßpräsidenten in den letzten Jahren von Krankheit waren 11 von den an der Statistik Beteiligten Kollegen in Nürnberg, München und Kissingen, eine Kommission gehalten haben, waren von hohem socialpolitischen Wert und zeigten los. Als Krankheitsursache wurde namentlich Rheumatismus, Hals4 Wochen, 5 von 6-10 Wochen und 5 von 13-26 Wochen arbeitsgewählt, die sich mit dieser Frage beschäftigen soll. Alle dies- uns das langsam steigende geistige Niveau der Provinz. Im bezüglichen Anfragen und Zuschriften find an Franz Bauer, vorigen Jahr hatte Präsident Pickles in einer langen Rede Berlin N., Swinemünderstr. 49 part. zu richten. in einer langen Nede und Lungenleiden konstatiert. an der Hand Darwins und Engels die Notwendigkeit des In der Diskussion über den Bericht wurde kritisiert, daß ein Der Kaffenbericht der Berliner Gewerkschaftskommission Socialismus nachgewiesen. Es scheint, daß dies den alten Teil der Kollegen die Fragebogen zu spät eingesandt oder sich gar Einem ers für die Zeit vom 1. Januar bis 1. Juli 1901 ist soeben veröffentlicht den jeweiligen Präsidenten des Parlamentarischen Komitees zugleich bewilligt. Zum Schluß wurde nach längerer Debatte mit knapper Trades- Unionisten start mißfiel, und es wurde deshalb beschlossen, nicht an der so wichtigen Statistik beteiligt hat. frankten Kollegen wurde eine besondre Unterstügung von 20 M. worden. Er weist eine Einnahme auf von 27 571,96 M. Davon entfallen 2632,91 M. auf diverse Einnahmen, 4829,35 M. auf Bei- zum Vorsitzenden des Kongresses zu ernennen. So übernahm Mr. träge der Gewerkschaften an die Kommission, während sich der größte Bowerman vom Londoner Schriftfeherverbande heuer den Vorsitz Majorität beschlossen, Mitte Oktober eine Versammlung abzuhalten 20 109,70 M. aus Sammlungen für die des Kongresses in Swansea. Die andre Neuerung ist eine vor mit der Tagesordnung: Stellungnahme zu einer selbständigen Streits verschiedener Gewerkschaften zusammensett. Ausgegeben teilhafte und war auf dem Kontinente schon lange Praxis. Sie be- Centralisation der Marmorarbeiter Deutschlands. Verschiedene Redner, wurden für Streikunterstüßungen an die Buchbinder 205,26 m., stimmt, daß die eingelaufenen Anträge in Gruppen geteilt, in be- die diesen Antrag befürworteten, behaupteten, daß die MarmorGunewalder Weber 100 M., Glasarbeiter 4700 M., Schuh- sonderen Kommissionen zur Begutachtung und Berichterstattung über- arbeiter im Steinarbeiter- Verband nicht genügend berücksichtigt macher 6077,85 M., Spizenmacher in Calais 1630 M., Steinsetzer in geben werden. Halle 30 M., Perlenmacher in Warmensteinach 1000 M., Tabak- Der liberale Arbeiter- Abgeordnete Mr. Broadhurst sprach arbeiter in Nordhausen 2000 M. Die gesamten Ausgaben be- am letzten Sonnabend in Trowbridge über die Zukunft des Letzte Nachrichten und Depeschen. trugen 23 307,58 M., die Gesamteinnahmen( einschließlich eines BeGetverkschaftswesens". Er meinte, die zwei letzten Entscheidungen Großfener in Berlin standes am 1. Januar 1901 von 12 407,06 m.) 39 979,02 m., so daß der Lords haben die Grundlagen der Trades- Unions erschüttert und am Schluß des Halbjahres ein Kassenbestand von 16 671,44 m. wenn nichts dagegen unternommen würde, so sei ihre Vernichtung tam Mittwochnachmittag auf den Holz- und Kohlenplätzen hinter ficher. dem Bahnhofe Weißensee aus und verursachte einen Schaden von Der Abgeordnete Richard Bell sprach im selben Sinne in mehreren Hunderttausend Mark. Selbst im Feuerlöschdienst ergraute Neath, wo folgende Resolution angenommen wurde: Alarmiert Wehrmänner entfinnen sich eines Kohlenbrandes von solchem Umüber die Entscheidungen der Vords, die uns alle in den letzten fange nicht. Die vollständige Ablöschung des Feuers dürfte noch dreißig Jahren erworbenen Rechte nehmen, erklären wir unsren den heutigen Donnerstag voll in Anspruch nehmen. Entschluß, jedes Mittel zu unterstüßen, das von dem Trades- Unions- Die Grundstücke Greifswalderstr. 92 und 93 find durch einen Kongreß zur Wiedereroberung unsrer Macht vorgeschlagen werden Feldweg von einander getrennt. Auf Nr. 93 hatte der Zimmermeister Emil Died einen 40 Meter langen und 10 Meter tiefen zweistöckigen Schuppen erbaut, der in seiner ganzen Höhe mit Internationale Streifstatistik. Die Zahl der Streits in Brettern und Bauhölzern angefüllt war. Außerdem lagerten in unDeutschland, England und Frankreich ist nach der Zusammenstellung mittelbarer Nähe des Schuppens noch wertvolle Hölzer. Kurz vor 4 Uhr der Berliner Halbmonatsschrift„ Der Arbeitsmarkt", von 131 im Juni sah nun der Plazaufseher von seiner Wohnung aus, daß in dem Schuppen auf 86 im Juli zurückgegangen. Die Zahl der Streifenden in Eng- tleine Flammen emporloderten, die rapide um sich griffen, weshalb er land und Frankreich fiel von 18 006 auf 13 637, während sie in schleunigst die Feuerwehr telephonisch herbeirief. Als die ersten Züge Deutschland infolge des Ausstandes der 3000 Flaschenarbeiter in der anlangten, stand bereits der Schuppen sowie ein etivas entfernt stärksten Einfluß auf das wirtschaftliche Leben übte im letzten Monat sprigen und mehrere Hydrantenrohre in Thätigkeit traten, konnte Vierteljahrs Zählung jedenfalls ein Steigen ergeben wird. Den liegender Fachwerkbau in hellen Flammen. Da bald drei Dampfder große Ausstand der Stahlarbeiter in den Vereinigten Staaten, angenommen werden, daß es gelingen würde, den Brand auf den der in eine für einen Lohukampf ungünstige Zeit fällt. Die Höchst- Dieckschen Holzplatz zu beschränken. Allein der lebhafte Nordwind zahl der Streitenden betrug ca. 74 000. Die Vereinigten Staaten frieb die Flammen über den Grenzweg nach dem Kohlenplatz von verzeichneten im Juli noch einen zweiten Riesenausstand. In New Schück auf Nr. 92. Hier befanden sich am Wege entlang in einer York streikten die Schneider; die Angaben über die Zahl der Streikenden Länge von über 200 Metern überdachte Kohlenschuppen, in denen schwanken zwischen 21 und 50 000. Den Streiks der Landarbeiter in Hunderttausende Centner Preßkohlen und Steinkohlen lagerten. Die alien sind eine Reihe von Ausſtänden induſtrieller Arbeiter gefolgt: Flammen schlugen in Mailand die Tabatarbeiter der Staatsmanufaktur. in die Luftschächte der Kohlenstapel und in Rom die Bauarbeiter, in Monza die Maurer und Feldarbeiter, zündeten. Später äscherten sie noch einen großen Arbeitsschuppen ein und sprangen auch auf den Holzplatz der Baus materialienhandlung von Baul Köhler über. Stundenlang kämpfte die Feuerwehr mit dem Elemente und abends 9 Uhr mußten die erschöpften Mannschaften die Arbeit einstellen, um andren Löschzügen, die zur Ablösung erschienen waren, Platz zu machen. Die ganze Nacht durch wurde noch aus drei Rohren Wasser gegeben. Hauseinsturz. berblieb. Der Centralverein für Arbeitsnachweis zu Berlin berichtet über den Geschäftsbetrieb im Monat August 1901: ungelernte Klemp weibl. insArbeiter Maler Schlosser ner Pers. gesamt Eingeschriebene, arbeitsuchende Personen Von Arbeitgebern verlangte Arbeitskräfte 1499 835 In Arbeit gebrachte Perfonen 3665 wird." 1929 991 333 91 321 • • 244 1397 748 221 45 Deutsches Reich. 53 300 2931 227 Der Generalstreit der Flaschenmacher. 2638 In der Nr. 35 vom 1. September 1901 der" Holzarbeiter- 3tg." befindet sich ein Leitartikel" Ein Mahnwort zum Generalstreik der deutschen Glasarbeiter", der in heftigen Angriffen gegen unsren Streit Front macht. Wenn man den Artikel liest, so muß man sich unwillkürlich fragen, ob dieser Bericht nicht eher in ein Kapitalisten als in ein Arbeiterblatt gehört. Wir greifen uns an die Stirn, ob es denn möglich sein kann, daß ein Mann, der in den vordersten Reihen der Arbeiterbewegung steht, dazu greift, den deutschen Glasarbeitern in ihrem sehr schweren Stampf einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen? Die Sache ist so weit gediehen, daß wir der festen Meinung sind, der Stampf wird bald zu Gunsten der Arbeiter beendet sein! Wir könnten nur der„ Holzarbeiter- Zeitung" raten, sich nicht in Dinge zu mischen, die sie nichts angehen. die " V Sociales. = in Zum Zolltarif. London, 4. September.( W. T. B.) Die Herbstversammlungen der Vereinigung der Handelskammern sind gestern in Nottingham eröffnet worden. Es wurde ein Antrag angenommen, welcher besagt: die Vereinigung sieht mit Beunruhigung die beantragte Erhöhung des deutschen Zolltarifs und erhebt energischen Einspruch gegen dieselbe, da ste der Ansicht ist, daß dadurch der Handel beider Länder geschädigt werden würde. Der Boerenkrieg. Wir können nicht umhin, etwas näher auf den Artikel einzugehen. Eingangs erwähnt der Artikelschreiber, daß die Familie nur 6 Mark Zur Regelung des Bauarbeiterschutzes soll, wie berichtet Unterstützung erhält. Dies ist unrichtig. Es bekommen die Familien wird, im preußischen Justizministerium ein Entwurf ausgearbeitet auch 12-15 Mart, ja in Ausnahmefällen auch noch mehr. Daß dieser sein, der in nächster Zeit veröffentlicht werden wird. Kampf nur mit dem größten Opfermut durchgefochten werden kann, wissen die deutschen Glasarbeiter, daher machen sie auch gar keinen Hausen im Thal( Baden), 4. September. Heute abend stürzte Nifiko der Arbeit. Aus Elsaß Lothringen berichtet Wenn die Nedaktion der Holz- man uns: In den Kohlenbergwerken von Spittel( Lothringen) 5 Personen wurden getötet, 5 schwer verletzt und eine wird Anspruch auf höhere Unterstützung. der dreistöckige Neubau der mechanischen Buntweberei Brermot ein. arbeiter Beitung" den Internationalen Kongreß der" Glas- wurde in der Sonnabendnacht bei einer Reparaturarbeit auf Schacht II arbeiter verfolgt hat, so wird sie gefunden haben, wie aus bisher unbekannter Ursache der Förderkorb, auf dem sich ein noch vermißt. englischen Kollegen über unseren Kampf denken; von Steiger und zwei Mann befanden, unter die Seilscheibe einem Weißbluten der deutschen Gewerkschaften kann im Ernst geschleudert. Die auf der Förderschale stehenden beiden Bergnicht die Rede sein. Sollten denn bei einigermaßen gutem Willen Leute, Steiger öffer aus Epittel und Bergmann 8immer aus die deutschen Gewerkschaften nicht in der Lage sein, die paar Porcelette, wurden durch die Wucht des Anpralls schrecklich zer streifenden Glasarbeiter über Wasser zu halten? Besonders wenn ma Imt und waren sofort to t. Der dritte Bergmann, Winter wir berücksichtigen, was bei dem großen englischen Maschinenbauer- aus Spittel, erlitt derart schwere Verlegungen, daß er kaum mit dem Streit und dem allgemeinen Ausstand in Dänemark vor 2 Jahren Leben davonkommen dürfte. geleistet worden ist. Doch genug hiervon, wir können nur die Erflärung abgeben, daß zur Zeit noch nicht die Situation Arbeitern der sächsischen Staatsbahn sind die Bahn- und Kassenärzte Zur Bekämpfung der Tuberkulose unter den Beamten und so steht, daß der Kampf aufgegeben werden muß. angewiesen worden, darauf bedacht zu sein: 1. daß von der Mög Soviel Einsicht und Tattgefühl wird man wohl den deutschen lichkeit, tuberkulöse Personen in den Volksheilstätten Albertsberg und Glasarbeitern zutrauen, daß sie selbst die Einsicht gewinnen werden, Carolagrün unterzubringen, umfassender und möglichst frühzeitiger wenn der rechte Zeitpunkt gekommen ist, um den Kampf aufzuheben. Gebrauch gemacht wird; und 2. daß Tuberkulöse, die nach Art der graphiert aus Pretoria unter dem heutigen Tage: General French Welchen Dienst die„ Holzarbeiter- Zeitung" den Glasfabrikanten ge- Erkrankung eine hohe Ansteckungsgefahr für die gefunde Umgebung berichtet, der Feind sei in nordöstlicher Richtung in den leistet hat, sieht man daraus, daß die Herren an alle Fabrifthore bilden, von der Beschäftigung in gemeinsamen Diensträumen, insTranskei- Distrikt hinübergezogen. Oberst Monro bewache die einen Anschlag des betreffenden Artikels gemacht haben. Wir möchten besondere vom gemeinschaftlichen Bureaudienst ferngehalten werden. die Verfolgung aufgenommen hätten. Lotter stehe westlich Gebirgspässe, während die Obersten Scobell und Doran daher allen empfehlen, die uns in ähnlicher Weise unter- stützen wollen, davon abzusehen, denn wir müssen dagegen den allerschärfsten Die Kohlenproduktion und der Kohlenverbrauch der Welt. von Cradock und ziehe nach Westen, im Süden stehe Theron nahe Protest erheben. bei Oudtshoorn, ebenfalls auf dem Marsch nach Westen, verDas englische Handelsamt hat kürzlich einen Bericht über die folgt von Oberst Kavanagh. Scheepers rückte am 2. d. Mts. Kohlenproduktion und den Kohlenverbrauch der Welt herausgegeben, auf Montagu, stellte sich den englischen Truppen aber nicht, worin als Gesamtmenge der Weltproduktion 650 Millionen Tons sondern wandte sich nach Norden. General Wyndham jagt genannt sind. Von dieser Menge wird weit mehr als 1/3 in den den Kommandanten Smit südlich von Fraserburg vor sich Für den Streik in der Harburger Gummifabrik sind bis in Großbritannien gewonnen. Vereinigten Staaten von Amerika und ebenfalls noch mehr als 1/3 her. Die übrigen Boerenabteilungen liegen in den Schluchten der Deutschlands Anteil an der Welt- Gebirge zerstreut. zum 23. August 85 360,98 M. ausgegeben. Die Einnahme betrug produktion ist auf ungefähr 1/6 der obengenannten Gesamtmenge Bethulie den Oranje, von Norden kommend, überschritten und sich Etwa 60 Boeren haben am 29. August bei 88 516,05 M. Von der Hauptfaffe wurden 72 500 M. gesandt, die bemessen. Nachstehend ist die Kohlenausbeute in den fünf Haupt- einem kleinen südlich von Ladygrey stehenden Boerenkommando ans Lokaltasse brachte 7250 M. auf. Von den Gewerkschaften und durch sächlichsten Produktionsländern während der letzten drei Jahr ersicht geschlossen. An allen übrigen Stellen ist der Fluß vom Feinde auf sonstige Zuwendungen gingen 8766,05 M. ein. Etwa 80 Personen lich gemacht: find noch ausgesperrt und bedürfen weiterer Unterstügung. Der Kaffenbeiden Ufern gesäubert und wird eifrig bewacht. bestand beträgt zur Zeit 3155,07 M. Der Verband der Glasarbeiter. Der Vorstand. J. A.: Ernst Kaufholt, stellvertretender Vorsitzender. In Nordhausen soll es am Sonnabend, wie die„ Nordhäuser Großbritannien") Beitung" berichtet, zu einer blutigen Schlägerei gekommen sein, an Deutschland*). der auf der einen Seite Tabatarbeiter der gesperrten Firma Hane: Frankreich †) wacker und Reddersen, auf der andren Seite Arbeiter des boykott- Belgien+) 1900 225 181 109 225 32 587 23 352 245 422 1899 1000 Tons. 220 095 101 640 32 256 22 072 226 554 1898 London, 4. September.( W. T. B.) Lord Kitschener teleBrüssel, 4. September.( Meldung der Agence Havas 202 055 Reuter".) Die Verhandlungen bezüglich einer internationalen 96 310 Buckerkonferenz danern mit Aussicht auf Erfolg fort. Die 31 826 Hauptmächte haben dem Gedanken einer neuen Konferenz zugestimmt. 22 088 Man glaubt, dieselbe werde noch in diesem Jahre zusammentreten, 196 406 aber nicht im Oktober, wie verschiedene Zeitungen meldeten. freien Geschäfts von Grimm u. Triepel beteiligt waren. Bei der Vereinigte Staaten von Amerika*) nächtlichen Rauferei sollen auch Messer und Revolver in Thätigkeit*) Tons zu 2240 engl. Pfund. Brüssel, 4. September.( W. T. B.) Nach Meldungen vom getreten und ein bei Grimm u. Triepel beschäftigter Tabalarbeiter †) Metrische Tommen zu 2204 engl. Pfund. Kongo ist eine aus 25 Mann bestehende Abteilung Truppen des durch einen Revolverschuß schwer verletzt worden sein. Ein Tabak Hiernach ist die Kohlenförderung im Jahre 1900 bei allen fünf Kongostaates, die die Empörer von Luluaburg verfolgen sollte, arbeiter soll aus Anlaß dieser Affaire verhaftet sein. Bei einem Ländern eine größere gewesen als im vorhergehenden Jahre. Die nördlich von Katanga auf eine Schar von etiva 200 Sklavenstreifenden Arbeiter, heißt es, sei ein Revolver beschlagnahmt worden. Vereinigten Staaten von Amerika stehen seit 2 Jahren an erster händlern gestoßen, die meist gut bewaffnet war und viel Gepäck Die amtlichen Ermittelungen sind noch im Gange. Wie weit die Stelle, die bis zu dieser Zeit stets Großbritannien einnahm. Der und Waren mit sich führte. Die Truppen brachten den Sklavena vorstehen den Angaben der Nordh. 8tg." zutreffen, läßt sich nicht durchschnittliche Wert der Sohle an der Grube stellte sich im händlern eine völlige Niederlage bei und nahmen ihnen 150 Gewehre feststellen. Jahre 1899 bei den fünf Hauptländern, wie folgt: sowie alle Waren ab. Verantwortlicher Nedacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. " Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Br. 207. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 5. September 1901. Frage Zur der Hamburger Accordmaurer. Die Kommission des Hamburger Gewerkschaftsfartells veröffentlicht über die Ursachen des Konflikts im Hamburger Maurergewerbe eine Darstellung, die zugleich gegen den betannten Parteischiedsgerichtsspruch Protest erhebt. Wir geben die Darstellung vollinhaltlich wieder. system. * Sind die Hamburger Accordmaurer Streikbrecher oder nicht? Auf Beschluß des Hamburger Gewerkschaftskartells wird folgendes zur Aufklärung über den eigenartigen Konflikt, der sich augenblicklich im Hamburger Maurergewerbe abspielt, veröffentlicht: Im Hamburger Maurergewerbe herrscht seit ca. 60 Jahren das Accordsystem und zwar in der allerschlimmsten Form: dem KolonnenDieses System bietet den Unternehmern außer manch' andrem hauptsächlich den Vorteil, daß sie Boliere, Aufseher und ihre eigne Zeit sparen, indem bei dem Kolonnensystem die Arbeiter gegenseitig ihre eignen Antreiber sind. Wird durch äußerste Kraftanstrengung wirklich ein höherer Verdienst erzielt, so setzen die Unternehmer den Accordpreis bei nächster Gelegenheit herab. Um auch dann noch den einmal erzielten Verdienst herauswirtschaften zu können, wird die Kolonne etwa bou zwölf Mann auf neun berkleinert, die Leistung des Einzelnen wird einer scharfen Musterung unterzogen, die zu leicht Befundenen werden ausrangiert. werden in Stundenlohn, nicht in Accordarbeit ausgeführt", fast ein- oder bereits bor der Listenanlegung nachstimmig genehmigt. Denjenigen Kollegen, welche noch Accordarbeit gekommen sind. Die Stadtverordneten- Versammlung wünschte übernommen, wurde noch eine Frist bis zum 1. Juli gegeben; von dieser Wahlentrechtung entgegenzutreten. Aus ihrer Mitte Maurergewerbe aufhören. schuß- oder Darlehnskassen für solche, die vorübergehend Einige der bei der Abstimmung in der Minorität gebliebenen zahlungsunfähig sind, einzurichten. In dem zur Vorberatung dieses Accordanhänger schienen jedoch zu glauben, daß der Beschluß seitens Antrags eingesezten Ausschuß gelangte man bald zu der Ueberder Verwaltung nicht konsequent durchgeführt werden würde, und zeugung, daß solche Kassen gegenüber dem Klaren Wortlaut der Entmachten den Versuch, heimlich mit den Bauunternehmern Accord- scheidungen des Ober- Verwaltungsgerichts muglos sein würden, da verträge abzuschließen, was der Zahlstellen- Verwaltung Veranlassung nach dieser Auffassung die Aufnahme in das Krankenhaus, gab, mit 14 Kollegen, welche bei dem Unternehmer Wilkens u. Wöhlert die Verpflegung daselbst, die Beobachtung im Krankenhause, keines14 Mann hatten anfänglich den traurigen Mut, dieses abzuleugnen; Armenunterstützung darstelle. Von socialdemokratischer Seite wurde beschäftigt waren, über diese Angelegenheit zu verhandeln. Die wegs aber die Kreditierung der Krankenkosten die als ihnen das nicht gelingen wollte, wurden diefelben grob und in dem Ausschuß angeregt, freie Krankenhauspflege für brutal und weigerten sich, den Tarif anzuerkennen. jeden krankenhausbedürftigen, in Berlin Unterstützungswohnsizdie Eigenbrödler nach einer nochmaligen Verwahrnung aus der städtischen Pflicht, für Heilung und Gesundung ihrer Bürger zu Nunmehr blieb der Gewerkschaft nichts weiter übrig, als Berechtigten einzuführen. Denn allein die völlige Loslösung zuschließen. Statt nun ihren Fehler einzuschen und zur sorgen, von der Verpflichtung der Stadt, als Armenverband HilfsOrganisation zurückzukehren, wurde von ihnen eine Sonder- bedürftige zu unterstützen, könne Wandel schaffen und der Ansicht organisation gegründet. der Stadtverordneten- Versammlung Geltung verschaffen: Wer krank Sie schlossen mit kontraktbrüchigen Unternehmern Verträge ist und frankenhauspflegebedürftig, soll in den Krankenhäusern aufab, um auf diese Weise Hand in Hand mit denselben ihre genommen werden, weil er trant, nicht weil er arm ist. Diese eignen Kollegen zu verraten. Anregung wurde im Ausschuß von allen Parteien sehr symWie diese Leute wirtschaften, dafür möge folgendes Bei- pathisch begrüßt, verdichtete sich aber leider deshalb nicht spiel dienen: weil Beschluß, der Magistratsvertreter die Hoffnung Der Unternehmer Baumgarten, Mitglied der Inmung, hatte ein aussprach, durch verwaltungstechnische Schritte die Wahlberechtigung größeres Terrain für Bauspekulationszwecke erworben. Hier ar- im Sinne der Stadtverordneten- Versammlung festzulegen. Diese dem Accordverein an, die übrigen waren Mitglieder des Verbandes. verordneten- Versammlung. Wie in unsrer Sonntagsnummer erwähnt, beiteten ca. 40 bis 42 Maurer in Tagelohn, 13 derselben gehörten Hoffnung zeitigte den eingangs wiedergegebenen Beschluß der StadtDie Accordmaurer bearbeiteten den Unternehmer so lange, bis sie hat der Magistrat nunmehr der Versammlung erklärt, er könne ihn glücklich zum Tarifbruch gebracht. ihrem Ersuchen nicht beistimmen, weil ein Weg sich nicht habe ermitteln lassen, durch den verhindert werden kann, daß denjenigen, die mit der Zahlung von Krankenhaus- Verpflegekosten im Rückstande find, das Wahlrecht entzogen werde. Es haben nunmehr die socialdemokratischen Stadta verordneten beantragt: Die Versammlung wolle beschließen, einen Ausschuß aus 15 Mitgliedern zwecks Vorberatung folgenden Antrags einzusetzen: Die Stadtverordneten- Versammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, folgendem Antrag zuzustimmen: diesem Termin ab sollte dann jede Accordarbeit im Hamburger war von Stadtverordneten Streitling der Antrag gestellt, VorDie Folge für das gesamte Gewerbe ist: Durch das vermehrte Angebot der arbeitslos Gewordenen wird eine stetige Verschlechterung der Arbeitsbedingungen bewirkt. Bei dem immer mehr und mehr um sich greifenden Accordsystem entstand unter den Kolonnen die schärfste Konkurrenz, die Kolonnen reisten von Bau zu Jetzt aber wurde von den Accordmaurern den BerbandsmitBau und unterboten sich gegenseitig. Die dadurch erzeugte Korruption gliedern erklärt, daß ihrerseits ein Accordvertrag mit dem Unterin den Arbeiterkreisen bedeutete selbstverständlich zugleich Unternehmer abgeschlossen sei, wer damit einverstanden, könnte weitergrabung der Solidarität und Gefährdung der Organisation. Die arbeiten; wenn der Verband es nicht erlaubte, könnten sie ja der wirtschaftliche Schädigung zeigte sich an fühlbarsten dann, wenn die Accordvereinigung beitreten.(!!) günstige Banperiode vorüber war und die Unternehmer die Accordarbeit nicht mehr brauchten. Da sie jedoch die Leistungsfähigkeit der Gesellen beim Accordsystem genau fennen gelernt hatten, wurde auch dasselbe Quantum Arbeit im Stundenlohn verlangt. Wie schr durch die Accordarbeit in Hamburg die Löhne gedrückt sind, beweist folgende Thatsache. Im Jahre 1878 wurde von der Baugewerks- Innung„ Banhütte zu Hamburg" folgender Tarif bestimmt und als Nichtschnur für die Meister festgelegt: Nacht Da= Es wurde hiermit der Versuch gemacht, die Verbands= mitglieder zum Verrat au der Organisation zu verleiten. Ein andrer Unternehmer, S. H. M. Eggers, ebenfalls Mitglied der Innung, hatte seine Arbeiten in Accord vergeben. Durch das Dazwischentreten der Centralorganisationen der Maurer und Zimmerer fam ein Vergleich zu stande, nach welchem sich der Unternehmer schriftlich und auf Ehrenwort verpflichtete, an dem fraglichen Bau nicht mehr in Accord arbeiten zu lassen; gleichzeitig war in der Abmachung festgelegt, jeder am Bau beschäftigte Maurer müßte obige Verpflichtung unterschreiben, welches auch geschah. Jedoch bald nach dem wurden die Verbandsmitglieder herausgeschoben und Unternehmer und Accordmaurer schlossen, trotz geleisteter Unterschrift und gegebenem Ehrenwort, von neuem an derselben Baustelle einen frischen Accord ab. Für alle diejenigen, welche trotz bis dahin gegebener Aufklärung sich in dem Glauben befinden, daß durch die Accordmaurer keine mehrenhafte Handlungen begangen wurden, möge noch folgendes zu weiterer Aufklärung dienen: zum Denjenigen Personen, welche den Unterstützungswohnsitz in Berlin besitzen, das Recht einzuräumen, im Fall einer Anstaltspflege- Bedürftigkeit für sich, ihre Ehefrau und diejenigen minderjährigen unverheirateten Kinder, welche ihren Unterstügungswohnsitz teilen, unentgeltlich Aufnahme in einent städtischen Krankenhause zu verlangen. Von der Einräumung diefes Rechts wären die Mitglieder einer Krankenkasse für die Dauer der von der Krankenkasse zu leistenden statutarischen Hilfe sowie anstaltspflegebedürftige Geisteskranke zuschließen." Lokales. Der Gesundbrunnen auss Berechtigung dazu leiten die Bewohner dieses Stadtteils von dem Bei zehnstündiger Arbeitszeit und 50 Pf. Stundenlohn an gewöhnlichen Wohnhäusern, Pußbau pro 1000 Steine 6,60 M. nach müßte heute bei 65 Pf. Stundenlohn und 91/ astündiger Arbeitszeit der Preis für 1000 Steine auf 8,14 gestiegen sein. Es werden jedoch, obgleich bedeutend größere Steine verarbeitet werden, nur 5,70 M. bis 6,50 M. bezahlt. Das bedeutet einen Rückgang im Lohn von 20 bis 25 Broz., und dabei verlegt man dem Arbeitgeber die Treppenstufen und das gesamte Eisenzeug noch gratis, was bei wohnsiz in Berlin haben, rechtfertigt sich, um dem Einwand zu Die Beschränkung auf solche, die den Unterstützungs= obigem Sage aus dem Jahre 1878 nicht der Fall war. Noch ein Beispiel: Bei der Aktiengesellschaft für Beton- und Der Unternehmer W. Dahl baute in der Mansteinstraße und begegnen, daß auswärtige Armenverbände ihre gesetzliche Pflicht auf Monierbauten erhielten die Maurer im Jahre 1899 für massive blieb hier einer Anzahl Leuten den verdienten Lohn schuldig. Der Berlin abschieben und daß Kranke nach Berlin ziehen würden, um Decken zu puzen pro Quadratmeter 50 Pf.; im nächstfolgenden Jahre Unternehmer war vollständig vermögenslos, infolge dessen die Leute hier unentgeltlich aufgenommen zu werden. Dieser selbe Grund machten die Maurer dieselbe Arbeit für 25 Pf. Also innerhalb eines vorläufig auf ihr fauer verdientes Geld verzichten mußten. Im trifft für die Beschränkung der Unentgeltlichkeit auf Nicht- Geistestrante Jahres hat man sich 50 Proz. abzwacken laffen. Um nun den Aus- Jahre 1900 fing derselbe Unternehmer von neuen an zu bauen, zu. Krankenkassen- Mitglieder sind mit Rücksicht darauf, daß für sie fall wieder wett zu machen, wurde von 4 Uhr morgens bis in die und nun wurde am 29. März 1900 in einer Mitgliederversammlung gesorgt ist und zur Begegnung des Einwandes, Berlin würde sich hinein gearbeitet, und selbst der Sonntag zu Hilfe beschlossen, über die neu angefangene Arbeit des Bauunternehmers eine zu große Kostenlast aufbürden, ausgenommen. Gegenüber der genommen. Hier ist der Beweis erbracht: durch die Accord: Dahl die Sperre zu verhängen, um auf solche Weise den Kollegen socialen und hygienischen Bedeutung einer solchen Bestimmung arbeit wird das Bestreben für die Erringung des Achtstunden zu ihrem rückständigen Arbeitsverdienst zu verhelfen. Der Unter- tommen die Kosten, die sich im höchsten Fall auf 300 000 Mart tages und einen auskömmlichen Stunden- oder Tagelohn arg segt, versuchte mit der Verwaltung der Organisation zu verhandeln, nehmer, durch die verhängte Sperre in eine unangenehme Lage ver- stellen werden, nicht in Betracht. gehemmt. Aus allen diesen Gründen versuchte die Gewerkschaft der und mit Zustimmung der Gläubiger wurde die Sperre aufgehoben, Maurer das Kolonnen- Accordsystem abzuschaffen und dafür die Zeit- bis der Bau im Rohbau fertiggestellt; dann sei ein größerer Geldoder Tagelohnarbeit einzuführen. Nicht plötzlich und durch leber- posten zu erwarten, wovon die Forderung der Maurer befriedigt rumpelung der Berufsgenossen, wie fälschlicherweise behauptet wird, werden solle, anderenfalls an dem Bau die Arbeit wieder einzu- feiert heute und morgen sein 200 jähriges Jubiläum. Die ist man zu dem Beschluß gelangt, endgültig die Accordarbeit zu beſtellen ſei. ſeitigen, sondern es hat jahrelanger Arbeit bedurft, um die Mitglieder der Unternehmer Dahl zunächst durch allerlei Winkelzüge sich seinen Umstande her, daß im Jahre 1701 König Friedrich I. die Quelle, Als nun der abgemachte Termin herangekommen war, versuchte über die verderblichen Folgen des Accordsystems aufzuklären, und nur langsam brach sich die Erkenntnis Bahn, daß wenn im Maurer- Verpflichtungen zu entziehen. Es kam hierbei zu der angekündigten von der der Stadtteil nachmals seinen Namen erhalten hat, bei gewerbe die unmenschliche Schufterei, die gemeingefährliche und weite neuen Arbeitseinstellung. Jetzt setzten die Accordmaurer sich mit Gelegenheit einer Hofjagd entdeckte". Die Quelle war zwar ge= Kreise bedrohende Pfuscherei aufhören soll, um einer anständigen und dem betreffenden Bauunternehmer in Verbindung und über- wöhnlichen Sterblichen schon lange vorher bekannt, auch bestand schon soliden Arbeitsweise Platz zu machen zunächst die Accordarbeit nahmen ihrerseits, den gesperrten Bau in Accord fertig zu längst eine kleine Ansiedelung eine Mühle an der Panke in beseitigt werden müsse. machen! ihrer nächsten Nähe. Aber die Gesundbrunner datieren den GeburtsSchon in den achtziger Jahren ist die Frage auf Abschaffung Durch diese Handlungsweise hatten diese Herren die eignen tag ihres Stadtteiles von dem Tage, wo besagter König den ersten der Accordarbeit lebhaft ventiliert worden und auf dem sechsten Kollegen um den sauer verdienten Lohn gebracht. War dieses keine Trunk aus dem simplen, von dem Müller für seine plebejische WirtKongreß der Maurer Deutschlands, der im Jahre 1889 in Halle a. S. chrlose Handlung? tagte, geißelte der Maurer Stüven- Altona, der jetzige geistige Als an dem oben erwähnten Bau Baumgarten die Zimmerer schaft benutzten Wässerlein that. Der Trunk mundete dem hohen Gaste so vortrefflich, daß er Leiter der von den Accordmanrern gegründeten Sonder- aus Solidarität für die Verbandsmaurer die Arbeit ebenfalls einorganisation Freie Vereinigung der Maurer Hamburgs", stellten, schreckten die Accordmaurer, Mitglieder der social- das Wasser auf seine Zusammensetzung untersuchen und auf Grund die Accordarbeit und hob die Vorteile eines festen Tage- demokratischen Partei, sogar davor nicht zurück, die Arbeiten des Ergebnisses die als eisenhaltig erkannte Quelle einfassen der streikenden Zimmerer zu verrichten. ließ. Damit war Berlin Badeort geworden. Nachdem Dann kam das unglückliche Jahr 1890, in welchem die Maurer Dieses unsolidarische Verhalten veranlaßte die Verbandsmanrer, um die Quelle herum die erforderlichen Baulichkeiten aufgeführt nach heldenmütigem Kampfe für die Erringung des neunstündigen von denen ca. 75 Prozent der socialdemokratischen Partei angehören, worden waren, konnte das Badeleben beginnen. Die Quelle son Arbeitstages unterlagen und die darauf folgenden schlechten Jahre in einer am 29. März tagenden gemeinschaftlichen Versammlung der vielen Stranken thatsächlich Heilung gebracht haben, besonders bei wirtschaftlichen Niederganges bis zum Jahre 1895, in welcher Zeit drei Hamburger Wahlkreise, den Ausschluß der der Partei an- Nervenleiden, rheumatischen Leiden und Hautkrankheiten. Sie rinnt die Organisation bis auf ein Minimum zusammengeschrumpft war, gehörenden ca. 50 Accordmaurer aus der Partei zu beantragen. die aber von da ab wieder erstarkte, bis man 1897 das er um denselben jedoch noch einmal die Hand zur Umkehr zu bieten, var wenn auch erheblich dünner als einst auf dem Hof des freuliche Resultat zu verzeichnen hatte, daß der weitaus größte wurde im Laufe der Debatte diefer Antrag zurückgezogen, dagegen Grundstücks Badstr. 38 noch heute, aber an die Heilkraft des Wassers, Teil der Hamburger Maurer wieder der Organisation angehörte folgende Resolution fast einstimmig angenommen: das gegenwärtig von einem spekulativen Unternehmer zur Fabrikation und somit lettere als die rechtmäßige Vertretung der Maurer aneines Tafelwassers verwendet wird, glaubt längst kein Mensch mehr. zusehen war. Auch Quellen können eben unmodern werden. Johnes hervor. Nunmehr wurde die Frage der Accordarbeit wieder lebhafter diskutiert und man beschloß, auf sämtlichen in Hamburg vorhandenen Bauten eine Umfrage zu halten, um eine principielle Entscheidung herbeizuführen. " " Der Stadtteil, der mit der Zeit um den Brunnen und die Bade" Die am 29. März bei Springborn tagende gemeinschaftliche Mitglieder- Versammlung der drei Hamburger Wahlvereine erklärt: Es ist Pflicht eines jeden Parteigenossen, insbesondre der Mit- Die Blütezeit des Bades Gesundbrunnen" fiel in die glieder der socialdemokratischen Vereine, sich den Beschlüssen ihrer zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, wo es im Besitze des HofGewerkschaft zu fügen, soweit diese Beschlüsse nicht gegen das Parteiprogramm und gegen die anerkannte Taktik der Partei ver- apothekers Dr. Beme war. Der„ Gesundbrunnen" wurde jetzt nach Diese vorgenommene Abstimmung ergab folgendes Resultat: stoßen. Es ist weder mit dem Princip, noch mit der Taktik der König Friedrich II. benannt und in Friedrichsbrunnen" umgetauft. An 148 Bauten sind 1935 Maurer befragt worden, ob dieselben Socialdemokratie zn vereinbaren, daß sich von den im Kampf um Eine neue Namensänderung mußte er sich 1809 gefallen lassen, wo fich für Abschaffung der Accordarbeit erklären oder gegen. Von bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen bewährten Gewerkschaften er nach der Königin Luise Luisenbad" genannt wurde. Das obigen 1935 waren dann 1525 für die Abschaffung der AccordSonderorganisationen abzweigen, da jede derartige Bersplitterung Luifenbad" hat bis in unserer Zeit bestanden und ist mit den Resten arbeit und nur 129 wollten die Accordarbeit beibehalten, 251 haben der Arbeiter nur dem Unternehmertum, wie überhaupt den Gegnern der parkartigen Anlagen, von denen es ehemals umgeben war, den sich der Stimme enthalten. Nach dieser Abstimmung war es nunder Arbeiterbewegung zu gute fonimit." älteren Gesundbrunnern noch wohl bekannt. mehr Pflicht der Organisationsleitung, mit Energie dahin zu drängen, demokratische Gewissen dieser Organisationsbrecher die erhoffte haus- Anlagen entstanden war, wurde 1861 nach Berlin ein Wer nun glaubte, daß durch diesen letzten Appell an das socialdaß die Accordarbeit beseitigt werde. Hierzu bot sich die passendste Wandlung herbeigeführt worden wäre, sah sich getäuscht; das Ver- verleibt. Er ist jetzt längst so mit Berlin verwachsen, daß man die wurde im Verlauf derselben am 15. März 1900 in einer stark be- werfliche Spiel wurde ruhig fortgesetzt. fuchten Mitgliederversammlung folgende Resolution angenommen: Zu welch' unleidlichem Verhältnis dies nun aber in der Partei frühere Grenze nur noch schwer erkennt. Der Gesundbrunnen ist heute Die heute in Zütges Etablissement tagende, von cirka 2000 führte, ergiebt sich dadurch, daß von den circa 50 Accordmaurern nicht mehr, wie ehedem, eine Stätte der Erholung und des Vergnügens. Personen besuchte Mitgliederversammlung des Centralverbandes einige fogar Vertrauensposten bekleideten, wodurch verschiedene Ver- Auch seine Eigenschaft als„ Ausflugsort" hat er naturgemäß eina der Maurer Deutschlands, Zahlstelle Hamburg, erklärt sich damit, bandsmaurer in ihrer Parteithätigkeit den Anordnungen eines gebüßt. bandsmaurer in ihrer Parteithätigkeit den Anordnungen eines gebüßt. Die Bevölkerung des Gesundbrunnens gehört fast auseinverstanden, daß die Lohntommission bei der eventuell noch statt Streitbrechers und Bekämpfers ihrer Organisation unterstanden. schließlich der erwerbthätigen und größtenteils der Arbeiterfindenden Unterhandlung mit der„ Bauhütte" zu Hamburg mit Deshalb wurde jetzt der Antrag auf Ausschluß aus der Partei er- tlasse an. Möge sie sich das Behagen an der Jubelfeier nicht daallen Mitteln versucht, eine Einigung darüber herbeizuführen, daß ( Schluß folgt.) durch schmälern lassen, das königstreu gesinnte Leute die Sache fast die Accordarbeit unter allen Umständen abgeschafft wird. Ferner wird die Lohntonmission beauftragt, dafür einzutreten, daß auch so darstellen, als verdanke der Stadtteil Gesundbrunnen sein Dasein das bei verschiedenen Meistern eingeführte und beliebte System und seine Größe dem Herrscherhause. Die Entwicklung Berlins der Gratifikation, welches nur eine andre Form der Accordarbeit Em 22. Februar 1900 beschloß die Stadtverordneten- Versamm- würde ja wohl auch ohne den Durst Friedrichs I hinter dem Rosenist, abgeschafft wird." lung, den Magistrat zu ersuchen, geeignete Vorkehrungen zu treffen, thaler Thor nicht Halt gemacht haben. Gegen die Annahme dieser Resolution hat keiner der Accord- um zu verhindern, daß denjenigen, die mit der Zahlung von Krankenmaurer das Wort ergriffen. haus, Kur- und Verpflegungskosten im Rückstande sind, das Wahl- Die fliegenden Klaffen der Gemeindeschulen sollen nach Hierauf kam dann eine Einigung mit der Arbeitgeber- Organi- recht entzogen werde. Veranlassung zu diesem Beschlusse hatte die einer durch die Presse gehenden Notiz besonders in Stadtsation zu stande, was um so leichter gelang, als auch die befferen Spruchpraris des Ober Verwaltungsgerichts gegeben. Dies höchste teilen mit, oft wechselnder Bevölkerung" zu finden und solideren Firmen unter dem unheilvollen Einfluß der Accord: preußische Verwaltungsgericht hatte ant 17. März 1897 und arbeit und der Konkurrenz des Baulöwentums- das seine Erfolge am 18. Mai 1900 infolge einiger Klagen, die der Magistrat zwar eine schon recht alte. Sie stammt aus dem Klapperigen Rüst sein. Diese Bemerkung ist eine Verlegenheitsausrede und zu leiden hatten. und ein Polizeisekretär gegen einstimmig von der StadtverordAm 26. April 1900 wurde dann von einer in der Lessinghalle" neten Versammlung gefaßte Beschlüsse aufgehoben, zeug, mit dem der alte Bertram im Auftrage der freisimmigen tagenden Mitgliederversammlung, die von der Baugewerks- Jumung wonach diejenigen wahlberechtigt sind, die lediglich infolge Stadtverordneten- Mehrheit die Forderung einer schnelleren Vereinerseits und den Vertretern der Maurer und Zimmerer andrerseits der Krankheit vorübergehend zahlungsunfähig sind, ihrer mehrung der Schulgebäude zu bekämpfen pflegte. Wenn vereinbarte Arbeitsordnung, welche im§ 1 lautet: Alle Arbeiten 3 ahlungsverpflichtung aber nachkommen wollen diese leere Redensart jetzt der Accordarbeit verdankt " neuert. Krankenhauspflege und Wahlrecht. D felbft von einem linksliberaler Blatt feelenruhig nachgesprochen wird, fo weiß man Rosten sollen aus der Anleihe vom Jahre 1898 zur Verfügung ge-[ Eisschuppen der Norddeutschen Eiswerke. Als die nicht, ob bas nur Gedankenlosigkeit ist oder ob dieses stellt werden. Das auf dem Gelände befindliche Restaurant Bum Arbeiter nach einer Ruhepause um 7 Uhr wieder ans Werk gingen, Organ über die Berliner Schulmisere weitherziger denkt, als nach Spreeschlößchen", das verpachtet ist, geht in den Besitz der Stadt- fahen sie, daß im ersten Schuppen durch Kurzschluß eine elettrische seinen sonstigen Aeußerungen angenommen werden muß. Nicht daß gemeinde, der auch das Alte Eierhäuschen gehört, über. Ein Trenn- Lampe gesprungen war und im selben Augenblick die einen halben die Bevölkerung eines Stadtteils„ oft wechselt", sondern daß stück des Geländes, das dem Fischer Julius Tübbecke in Stralau Meter starke Hendecke, die zur Abhaltung der Luft auf dem Eise feine Bevölkerungszahl fortgefeßt wächst, erklärt den Mangel an Eigentümers nicht angetauft. Durch die Nähe der Gasanstalt wird löschen, aber bevor sie gehört, hat die Stadtgemeinde wegen zu hoher Forderungen des liegt, in Brand setzte. Sie versuchten zwar das Feuer zu Schulen und den Notbehelf der fliegenden Klassen. Die fliegenden es nun entwertet. einen Erfolg wahrnehmen konnten, hatte dasselbe schon die starke Holzkonstruktion des mit Pappe Klassen treten, wie wir oft genug gezeigt haben, allemal da auf, to trotz des fortgesetzten, selbst für den Laien längst erkennbar belegten Daches erfaßt. An eine Rettung der Anlage war mun kaum Selbstmord eines Chinakriegers. Selbstmord hat der noch zu denken. Die Wände der 300 Fuß langen und 64 Fuß breiten gewordenen Wachstums der Bevölkerung des betreffenden Stadtteils 27 Jahre alte Unteroffizier Otto Sommer vom oftastatischen Schuppen bestanden aus einer Doppelstellung von schweren Brettern, nicht rechtzeitig genug an die Errichtung neuer Magdeburg und ist der Sohn eines Bademeisters. Er diente im Alle Holzteile waren ebenso wie die Dachpappe start geteert und Trainbataillon begangen. Sommer stammt aus einem Orte bei deren 12 zölligen Zwischenraum zur Dichtung Sägespähne ausfüllten. Schulgebäude gedacht worden ist. Sie verschwinden, sobald siebenten Jahr beim Magdeburgischen Trainbataillon Nr. 4 in infolge der langen Dürre des Sommers sehr ausgetrocknet. Daher in dem Stadtteil ein neues Schulgebäude bezogen werden kann, und Magdeburg, ging im Juni v. J. freiwillig nach China, mußte aber brannte bald alles lichterloh, und die Arbeiter hatten schließlich noch zeigen sich dafür an einer andren Stelle, wo man inzwischen den im Februar d. 3. nervenkrant zurückkehren. Seitdem befand er sich ihre Not, das Freie zu gewinnen. Von Spindler erschien bald eine Bevölkerungszuwachs gleichfalls unbeachtet gelassen hat. Seit in der Kaferne des Garde- Trainbataillons zu Tempelhof in ärztlicher Dampfsprize, aus Köpenick und den Nachbarorten eilten die Fenereinigen Jahren hat man ja hierfür einen bequemen Sündenbock, den Behandlung, bis er auf Staatstoften auf ſechs Wochen nach Bad wehren herbei, in der nahe gelegenen Bolleschen Meierei feuerte man langsam bauenden Baurat. Er muß ausbaden, was die Elm ging. Von dort kehrte er am Sonntag zurück. die Dampfkessel der Berieselung an, um Wasser heranzuschaffen, aber noch langsamer bewilligende Stadtverordneten- Nun hatte ihn im Bad eine giftige Fliege in den rechten jede Mühe war umsonst. Die Hige war so groß, daß das Gras in Mehrheit verschuldet hat. Früher bedienten sich diese schulfreund- unbedenklich erschienen, so sollte Sommer gleich am Montag in das Alle Schuppen brannten bis fast auf den Erdboden nieder. Unten Daumen gestochen und da die Folgen diefes Stiches nicht weitem Umkreise versengte und auch der Umfassungszaun Fener fing. lichen" Herren noch eines andren Sündenbodes. Da erzählten sie, daß die Garnisonlazarett II zu Tempelhof fommen. socialdemokratischen Wähler jedesmal dann, wenn Wahlen fürchtete, daß man ihm die ganze Hand abnehmen werde. Da er weiter, und die Hize, die sich daraus entwickelt, bewirkt, daß die Der Unteroffizier brennen auch heute noch die Sägespäne mit den Einfassungswänden vor der Thür stehen, in den betreffenden Stadtteil übersiedeln, um aber kein Krüppel werden wollte, so beschloß er in seinem Zustande 13 Meter hohen Eisberge immer mehr zusammenschmelzen und eindort die Zahl der socialdemokratischen Stimmen zu erhöhen. Auch nervöser Aufregung, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Bevor stürzen. Nachmittags ließ die Gesellschaft Stähne fommen, um von ein Führer der Linksliberalen in der Stadtverordneten- Versammlung er ins Lazarett gehen sollte, erbat er sich am Montag einen kurzen dem Vorrat zu retten, was noch möglich ist. Nach Ablöschung des suchte vor mehreren Jahren die Sache so darzustellen, als sei der Urlaub, um seinen Oheim, den Eisenbahn- Betriebssekretär Müller in Feuers soll der Rest des Eises schleunigst wieder bedeckt werden. von den Arbeitervertretern beklagte Weißstand der fliegenden Klaffen der Berlinerstraße 7, zu besuchen. Seitdem wurde der Unglückliche Der durch Vernichtung der Gebäude entstandene Schaden, der etwa im Osten der Stadt auf ein derartiges Umzugsmanöver zurück hatte sich am Lattenzaun des Mariendorfer Friedhofs erhängt. find dagegen nicht versichert. Solche Eisbrände sind übrigens nicht vermißt und überall gesucht, bis man ihn als Leiche wiederfand. Er 200 000 m. beträgt, ist durch Versicherung gedeckt; die Eisvorräte zuführen. Möglicherweise liegt dem jezigen Wiederauftauchen des Arbeiter, die von Marienhöhe tamen, fanden seine Leiche und Garde- allzu selten. So brannten im vorigen Herbst im freien Felde auf Ausdruds oft wechselnde Bevölkerung" etwas Aehnliches zu Grunde. Trainsoldaten brachten sie nach dem Garnisonlazarett. Wir stehen ja auch gegenwärtig wieder vor neuen Stadt: dem Wedding zwei solcher Eisschuppen total nieder, und dasselbe berordneten Wahlen, da fühlt natürlich der Liberalismus, war kurz vorher der Fall mit einem großen Eisschuppen bei der Seeterrasse in Lichtenberg, ebenso entstand voriges Jahr in den Eisder in der Stadtverordneten- Versammlung dominiert, wieder das werken am Teltower See ein großer Brand. Bedürfnis, sich weiß zu waschen. Bei der Arbeit vom Tode überrascht wurde der 69 Jahre alte Konditor Joseph Heidrich aus der Chausseestraße 41, der in einer Bäckerei in der Kirchstraße aushalf. Er brach plötzlich zusammen und starb nach wenigen Minuten in der Werkstatt. Ein Arzt fonnte nur noch feststellen, daß er einem Herzschlage bereits erlegen war. Johannisthal. Die Leiche des Tischlers Wurzel, der vor Der Eisenbahnfiskus und die wirtschaftliche Krisis. Dem einiger Zeit seinem Leben durch Erhängen im Walde bei JohannisVernehmen nach geht jetzt auch die Eisenbahn- Verwaltung mit dem thal ein Ende machte, ist gestern vormittag, nach dem sie 11 Tage Gedanken um, die heute schon überaus schlimme Arbeitslosigkeit für an der Fundstelle gelegen hatte, von den Anverwandten abgeholt ihr Teil entsprechend zu vermehren. Es besteht nämlich der zum Von einem Straßenbahnwagen überfahren und schwer ver- worden. Die Leiche war bereits in Berivesung übergegangen und Teil schon durchgeführte Plan, eine größere Anzahl Arbeiter zu ent- letzt wurde der zehnjährige Sohn Gustav des Klempnermeisters bot einen entfetzlichen Anblick. Das schon so oft gerügte Verhalten Lassen. Diese Maßregel hat nicht so sehr in geringerer Arbeits- Rüttner aus der Bellealliancestraße. An der Ecke der Tel- einzelner Behörden, die Leichen von Selbstmördern längere Zeit im gelegenheit ihre Ursache, sondern beruht durchweg auf dem Streben, tower- und Bellealliancestraße wollte der Knabe über den Freien liegen zu lassen, ist in diesem Fall um so unverständlicher, auf allen Berliner Bahnhöfen nach Möglichkeit die Accordarbeit Damm laufen, als ihm ein elektrischer Straßenbahnwagen entgegen- als die Leiche eines andern Selbstmörders von demselben Tage bereits einzuführen. Die Arbeiter bekommen fortan die Bearbeitung der tam. Das Kind konnte nicht mehr zurück und wurde von dem nach einigen Stunden untergebracht wurde. von ihnen auf dem Rollkarren transportierten Güter nach dem Wagen zu Boden geschleudert. Dabei erlitt der kleine Rüttner Gewicht bezahlt und werden so zu größerer Anstrengung angereizt, fchwere Verlegungen am Kopf und an den Weichteilen. Der linke durch welche Arbeitskraft und Gefundheit entsprechend schneller ab- Oberschenkel war vollkommen gebrochen, und auch ein Schädelbruch genutzt werden muß. Diese Gefahr, die wahrscheinlich auch mit scheint die Folge des schweren Unfalles zu sein. In der beeiner Vermehrung der Unfälle Hand in Hand gehen wird, besteht nachbarten Unfallstation der Bellealliancestraße erhielt das Kind um so eher, als der heutige, zwischen 2,30 M. und 3,20 m. variierende einen Notverband und wurde dann in das Krankenhaus am Urban Arbeitsverdienst selbstverständlich zum Leben nicht ausreicht und der überführt, wo es zur Zeit schwerkrank daniederliegt. Arbeiter bei der neuen Methode die vermeintliche Gelegenheit, sich und seine Familie beffer vor dem Hunger zu schützen, über die Der Arbeitervertreter Verein giebt bekannt, daß in der Maßen ausnuten wird. Die Betriebsleitung leistet solchem Raubbau heutigen Sigung des Vereins, die im Gewerkschaftshaus stattfindet, an der Arbeitskraft noch insoweit Borschub, als sie anstatt eine Gewerbe- Inspektor Dr. Rasch einen Vortrag halten wird, ferner zweiteilige Arbeitsschicht einzuführen, bei der schweren Accordarbeit hat Gewerberat Hartmann sein Erscheinen zugefagt. die Arbeitszeit ausdehnen will. Es geht die Rede unter den in Betracht kommenden Arbeitern, daß die jüngeren Leute, welche noch nicht 3 Jahre im Eisenbahnbetrieb beschäftigt sind, wohl sämtlich entlaffen werden; die älteren Arbeiter, welche ihre Kräfte im Dienst bereits verbraucht haben, sollen Stellungen erhalten, in denen sie weniger verdienen als bisher. nicht entfernt gewachsen ist. Somit haben unter der neuesten Maßregel nicht allein die Arbeiter, sondern auch die Geschäftsleute zu leiden, für die eine glatte Abfertigung des Speditionsgeschäfts außerordentlich in Betracht kommt. Es herrschen jetzt schon in den Kreisen dieser Unternehmer schwere Bedenken; in der nächsten Zeit werden die Beschwerden und Reklamationen wahrscheinlich bis ins unendliche anwachsen. Gerichts- Beifung. Eine Dienstherrin, die ihr Dienstmädchen bestiehlt, stand gestern in der Person der Handelsfran Anna Böttcher vor der 129. Abteilung des Schöffengerichts. Die Angeschuldigte hatte am 1. April d. J. ein Mädchen angenommen. Dasselbe hatte sich eine goldene Uhr für 32 M. angeschafft, hielt die ihm angewiesenen Be hältnisse zur Aufbewahrung dieses Wertstückes nicht für sicher genug und bat ihre Herrin, es in deren Wäscheschrank unterbringen zu dürfen. Theater. Die im Thalia Theater am Sonnabend zum ersten Die Erlaubnis wurde ihr erteilt. Die Angeklagte geriet bald darauf male zur Aufführung gelangende neue Ausstattungspoffe Ein tolles in Geldverlegenheit. Sie entnahm dem Wäscheschrank die Uhr des Geschäft" enthält vier Bilder: 1. Die Geheimnisse des Hauses Mädchens und brachte sie zum Pfandleiher. Die Angeklagte vertrat D'Olicantarn". 2.„ Ein modernes Detektivbureau". 3." Im Salon ou im Termin die sonderbare Ansicht, daß sie als Herrschaft werben jezt neben den festen, b. h. an den Tag gebundenen Abonnements das Recht habe, so zu handeln wie sie gethan und Jm Schiller- Theater für das I. Quartal auch die freien, nicht an den Tag gebundenen der Verteidiger machte geltend, daß kein Diebstahl, sondern nur eine Abonnements ausgegeben. Alles Nähere über diese beiden Abonnements Unterschlagung vorliege. Der Gerichtshof verurteilte die Angeklagte giebt der tägliche Anschlag an den Straßensäulen. wegen Diebstahls, beließ es aber mit Rücksicht darauf, daß das Mädchen wieder in den Besitz ihrer Uhr gelangt ist, bei einer Gefängnisstrafe von 5 Tagen. Clairon" und 4. Mitten in der Nacht". Aus den Nachbarorten. Besonders energisch geht man auf dem Stettiner Bahn hof mit Entlassungen vor. So wurden am vorigen Sonnabend 36 Arbeiter, die zum Teil bereits Jahre lang dort beschäftigt waren, auf die Straße gesetzt. Bezeichnend ist, daß die noch verbliebenen Leute vielfach auch die Arbeit der Lademeister mit verrichten müssen, eine Aenderung, die natürlich auch in der Thielenschen Sparsamkeitspolitit ihren Grund hat! Die Entlassungen sind um so bedenklicher, Der ,, trene" Friedrich. Ein arger Heuchler ist der Schachts meister Friedrich kumm, welcher gestern wegen Betruges vor als in ziemlich kurzer Zeit das Weihnachtsgeschäft beginnt und Neu- Weißensee. Eine Verfügung, die der Landrat des Kreifes der dritten Ferienstraffammer des Landgerichts I stand. Durch Vererfahrungsgemäß Anforderungen an die Kräfte der Bahnarbeiter Niederbarnim an die Gemeinden gerichtet hat, betont die Notwendig mittelung einer Frau Römer, welche hier ein Heiratsbureau stellt, denen der jetzige Bestand auch bei übermenschlicher Anstrengung feit und die Pflicht der Gemeinden, rechtzeitig mit der Erwerunterhält, hatte der Angeklagte das Fräulein Sp. kennen bung von Grundstücken für event. spätere Bebauung gelernt, welches gleich ihm gesonnen war, in den Stand vorzugehen, da der Grund und Boden fortwährend im Preise der heiligen Ehe zu treten. Das Paar wurde bald einig, steige und später, veranlaßt durch die zunehmende Bebauung, es es wollte hier ein Delikatessengeschäft gründen, im Oktober sollte die schwer und nur zu bedeutend erhöhten Preisen möglich sei, noch Grund- Hochzeit sein. Auf Erfuchen des Angeklagten vertraute die Braut stücke zu erwerben. Es empfehle sich, zu gedachtem Zwecke schleunigst ihm ihre Ersparnisse in Höhe von 2100 M. an. Kaum hatte er das mit der Bildung eines Grunderwerbs- Fonds vorzugehen und nicht Geld in Händen, als er damit verduftete. Seine Braut erhielt von wie bisher vornehmlich Anleihen zu derartigen Anfäufen auf ihm einen Brief aus Hamburg, worin er ihr mitteilte, daß er im Begriff zunehmen. Die von den Gemeinden zu erhebende Umsatzstener von stehe, sich nach Amerika einzufchiffen; er habe eine Depesche erhalten, verkauften Grundstücken müsse vor allem zur Bildung eines solchen daß sein dort lebender Bruder, ein reicher Fabrikbefizer, von schwerer Fonds Verwendung finden und könne nicht wie bisher nur zu etats Strankheit befallen fei. Himmelhoch bat er seine Braut, ihm doch bis zum mäßigen Ausgaben benutzt werden. Bis zum 1. Oktober d. J. sei 1. Mai des nächsten Jahres treu zu bleiben, dann würde er, mit von den Gemeindeverwaltungen über den Stand der Dinge in der Schäßen beladen, zurückkehren und ihr ihr Kapital, das er einstweilen Gemeinde hinsichtlich dieser Frage Bericht zu erstatten." ficher angelegt" habe, mit Zinsen zurückerstatten. Unterschrieben Durch diese wohlgemeinte Verfügung veranlaßt, beschäftigte war der Brief:" Dein treuer Friedrich." Die Adressatin sich die letzte Gemeindevertreter- Sizung, nach früheren schüchternen glaubte dem ,, treuen Friedrich" nicht, sondern wandte sich Versuchen, wiederum mit dem Ankauf von Grundstücken zu Gemeinde- an die Polizei. Diese stellte fest, daß der Angeklagte zwecken, umſomehr, als namentlich in nächster Zukunft der Rathaus- gar nicht nach Amerika gereist war. Er wurde später in Eberswalde bau, ein Schulhausbau und die Beseitigung des Hausmülls umfang ermittelt, wo er sich unter fremdem Namen aufhielt und durch seine reichere Erwerbungen von Grundbesitz notwendig machen. Die lodere Lebensweise aufgefallen war. In seinem Besize wurden noch vorliegenden Offerten wurden einer Stommiffion zur näheren Prüfung gegen 1000 M. gefunden. Der Angeklagte tischte dem Gerichtshof und zur Anbahnung weiterer Verhandlungen überwiesen. Die Sparfamkeitspolitik der Eisenbahnverwaltung erstreckt sich aber auch auf die Bureauarbeiten. An Stelle der noch vorhandenen Schreiber sollen junge Mädchen angestellt werden, denen nach der Kalkulation der Verwaltung nur etwa die Hälfte des den Männern bisher zugestandenen Gehalts zu zahlen wäre. Aus diesen Maßnahmen sollten die Eisenbahner begreifen lernen, daß es heute mehr wie je ihre Pflicht ist, sich der für sie bestehenden Gewerkschaftsorganisation anzuschließen. Nur mit Hilfe dieser sind sie im stande, sich vor einer weiteren Verschlechterung ihrer Lage zu schützen. ein ganzes Lügengewebe auf; er behauptete, daß er unmittelbar von Hamburg eine Depesche erhalten Bu Unrecht fiftiert wurde Montagabend im Hause Bergstr. 81 bor feiner Abfahrt habe, wonach sein Bruder bereits verstorben sei. Das Vermischkes. Zur Bürgermeisterwahl bringen bürgerliche Blätter eine anscheinend offizielle Nachricht, nach welcher die Wiederwahl Kauffmann's sicher gestellt wäre. Namentlich soll die" große Frattion" einstimmig zu Rigdorf ein Parteigenosse, als er im Begriff war, Unterschriften Geld, welches bei ihm gefunden worden sei, gehöre ihm beschlossen haben, Kauffmann zu wählen und zwar ohne vorherige zu der Petition gegen den Brotwucher zu sammeln. Ein im Hause und er könne deshalb nicht zugeben, daß es seiner früheren Braut Ausschußberatung. Nicht ganz so einstimmig dürfte die Neue wohnender Schußmann meinte, den Unterschriftensammler nach der Linke" dieser Frage gegenüberstehen, ein Beispiel, das die Polizeiwache in derselben Straße bringen zu müssen, wo die Beamten ausgehändigt werde. Sie müsse noch 6 Monate warten, dann werde organisierte uneinigkeit" schon so häufig dargeboten hat, daß man ein weitläufiges Verhör mit ihm anstellten, um ihn dann auf fie Stapital nebst Zinsen zurüderhalten. Der Vorsitzende erteilte der Anhalten des einfichtigeren Revierlieutenants endlich zu entlassen. Betrogenen den Rat, schleunigst die beschlagnahmten 1000 Mark mit fich wundern mußte, wenn es diesmal anders käme. Zwar hat Herr Hoffentlich gehören solche Behinderungen in der notwendigen und Arrest belegen zu lassen. Der Staatsanwalt beantragte eine Ge Rosenow, der dieser Fraktion bekanntlich angehört, nach einer bem Gemeinwohl nützlichen Arbeit unsrer Parteigenoffen zu den fängnisstrafe von einem Jahre, der Gerichtshof erkannte auf ein gestern bon uns gebrachten Versammlungsrede behauptet, feltenen Ausnahmen. Jahr drei Monate Gefängnis und dreijährigen Ehr daß die Stadtverordneten, die bei der ersten Wahl gegen verlust. Kauffmann gestimmt haben, diesmal lieber der Wahl fernbleiben Die Wohnungsnot in der Gemeinde Lichtenberg, die so werden. Indes hat die Vergangenheit gelehrt, daß man der„ Neuen häufig von den Erveingesessenen bestritten wurde, besteht nun doch. Linken" nicht über den Weg trauen darf. Unfre Auffassung scheint Herr Bankdirektor Ion 3 erklärte bei dem Antrag auf Beseitigung umsomehr gerechtfertigt zu sein, als die National- Beitung", der die mit der vollen Wucht seiner freifinnigen Ueberzeugungstreue, daß es der Vorortsbauordnung in der legten Sigung der Gemeindevertretung Der Musikhistoriker Friedrich Chrysander ist 75 Jahre alt Stadtverordneten Dr. Nathan und Preuß, zwei nationalliberale Mit- das gute Recht der Grundbesizer fei, für möglichst in Bergedorf bei Hamburg gestorben. Er wurde besonders durch die glieder der radikalen Neuen Linfen", zugethan find, in bewegten günstige Ausnutzung des Grund und Bodens einzutreten. Was Herausgabe der Werke Händels bekannt. Worten auf das staatsgefährliche Vorhaben der Stadtverordneten die Beseitigung der Wohnungsnot für das arbeitende Volk Marineunfall. Auf dem Artillerieschulschiff, Mars" Hinweist und diese beschwört, von der beabsichtigten Demonstration anbetreffe, so feien dazu in erster Linie die social- ist am Dienstag bei der Kohleneinnahme der Hebebaum herumgegen die Krone abzulassen. demokratischen Vertreter berufen, denen man Wir werden also abwarten müssen, wie weit diesmal die den Wind aus den Segeln nehmen würde, wollte man auf bürger- geschlagen, wodurch sich ein Maat mit den Füßen im Drahtsein verTapferkeit unsrer liberalen Stadtväter reichen wird. Die social licher Seite das Hauptgewicht auf die Beseitigung dieser Not widelte; beide Füße wurden im Gelent abgeschnürt. demokratische Fraktion wird selbstverständlich Kauffmann wieder sein und sie würden scheel auf die blicken, welche die Lösung ber Netve" aus New York berichten zwei Touristen aus Jllinois, welche legen. Das würde den betreffenden Parteiführern gar nicht recht Eine Spur von Andrée? Nach einer Meldung der„ Central wählen. Frage anstreben. Die Genossen Welt und Grauer blieben die aus dem Hudson Bay- Territorium zurückgekehrt sind, Indianer hätten Antwort nicht schuldig; letterer wies auf die Macht der Grundbefizer- ihnen mitgeteilt, sie hätten die Leichen von zwei weißen Männern Der Stadtverordneten Versammlung ist eine Magistrats- Majorität unter dem Dreiklassen Wahlgefes hin, um dann sein und den Korb eines Ballons im Frühling letzten Jahres 900 englische Vorlage über den Ankauf von Terrains an der rechten Seite der Bedauern darüber auszusprechen, daß auf Grund dieser Gesetzes- Meilen nördlich von Moose Flaug gefunden. Eine der Leichen wird Oberspree gegenüber dem Plänterwalde und dem Alten Gier bestimmung der Gemeindevorstand in die Rolle eines Commis der als die Leiche Andrées beschrieben. häuschen zugegangen. Die Spree bildet dort eine Halbinsel, Grundbefizermajorität hineingedrängt werde. Eine Rüge vom die dem dortigen städtischen Gelände der Wuhlheide, die kürzlich vom Vorstandstische und die Bemerkung, daß das Wohnungvermieten von Indianer oder Eskimos an der amerikanischen Küste gemacht haben Schon zweimal ist das Gerücht von einem ähnlichen Funde, den Forstfiskus für 4 Millionen Mark angefauft wurde und für die feiten der Gemeinde erst Aufgabe des Zukunftsstaates" sein werde, wollen, nach Europa gelangt. Es wird sich ja hoffentlich bald herausAnlage eines Gaswertes mit einer Tages leistung von schloß die Sizung, deren Verlauf unsre Parteigenossen gegebenen- stellen, ob es sich wiederum um eine freie Erfindung oder um Auf750 000 Stubikmetern Gas dienen soll, vorgelagert ist. Die Halb- falls ausnuten werden. insel ermöglicht der Vorlage zufolge gute Lade- Einrichtungen für den wärmung eines früheren Gerüchts von der Auffindung Andrées Wasserverkehr. Um nun eine ausreichende Wafferfront zu haben, hat Großfener in Köpenick alarmierte Dienstagabend sämtliche handelte, was wohl der Fall sein wird. der Magistrat in Uebereinstimmung mit der Gasdeputation beschlossen, Feuerwehren der umliegenden Ortschaften. Da der gewaltige Feuer- Auf der Grube ,, Volldampf" bei Drebkau wurden gestern diese Halbinsel von der Firma J. M. Grob u. Co., G. m. b. H. in schein meilenweit beobachtet werden konnte, war anfangs das Ge- nachmittag wie die Frautfurter Oderzeitung" meldet, vier Berg, Leipzig, im Gemeindebezirk Stralau auf der Halbinsel am Wilhelms- rücht, die Stadt Köpenick stehe in Flammen, weit verbreitet. Es leute verschüttet. Einer ist tot, einer ist schwer und zwei strande der Oberspree belegen, für den Preis von 370 050 m., handelte sich jedoch bei dem Brande nicht um Wohnhäuser, sondern leicht verlegt. b. h. 15 M. für den Quadratmeter, anzukaufen. Die Mittel und lum die auf dem rechten Ufer der Dahme befindlichen vier großen l Verband deutscher Barbiere, Friseure 2c. Donnerstag, den 5. d. M., abends 10 Uhr, bei Bauer, Rosenthalerstr. 57, Versammlung. Gäste willkommen. ,, Es werde Licht!" Verein zur Unterhaltung und Belehrung. Heute, Donnerstagabend 9 Uhr, bei Fischer, Waldstr. 8: Versammlung. Tages: ordnung: 1. Uebung. 2. Vortrag:„ Wir Idealisten".- Diskussion. 3. Ver: schiedenes. Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen. Heute abend 8 Uhr bei Landau, An der Stadtbahn 5: Versammlung. Tagesordnung: 1." Der Guttempler- Orden im Spiegel der Deffentlichkeit". Referent Genosse Jacobsen. 2. Verschiedenes.- Gäste willkommen.. Eingegangene Druckschriften. Marktpreise von Berlin am 3. September 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Welzen, gut D. Cir. mittel " Moggen, gut 1,20 1,10 240 2,40 1,20 Hammel 65-68, b) ältere Masthammet 60-64, c) mäßig genährte Sammel und Schafe( Merzschafe) 53-58, d) Solsteiner Niederungsschafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) voйfleischige, der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 220-280 Pfund schwer, 62; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Käfer) 63-64; c) fleischige 60-61; d) gering entwickelte 57-59; e) Sauen 58-59. Für 100 Pfund mit 20 Proz. Tara. Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben nur wenige Stüd unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig. Bei den Schafen fanden etwa 800 Stück Absatz. Der Schweinemarkt verlief ziemlich glatt und wurde geräumt. Witterungsübersicht vom 4. September 1901, morgens 8 1hr. Kartoffeln, nene, D- Ctr. " Rindfleisch, Kenile 1 kg 8,505, 1,70 120 gering " do. Bauch 1,30 1." " Schweinefleisch " mittel " " Kalbfleisch 1,60 1,60 " " * Gerste, gut gering " Hammelfietsch " 14,80 14.20 Butter " 1,60 1,10 2,60 2, mittel 14,10 13,50 Gier " " 60 Sint 4,40 gering 13,40 12,80 " Karpfen 1 kg * pafer, gut 16,30 15,40 2,60 1,20 " # 3 mittel 15,30 14,50 " " 2,60 1,20 gering " " " 14,40 13,60 Hechte 7,32 6,66 Barsche 7,80 5,60 Schleie 40, 25,- Bleie 45,- 25, 65 30, 2,20 1,20 " " 1,80 0,80 2,40 1.20 Stationen " 1,40 0,80 Krebse per Sajot 16, 2,50 gelt infen *) Frei Wagen und ab Bahn. Aale Bander Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° 6. 4° R. Stationen Barometerstand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. 1. E. RIO 5° C.= 4° R. 6 bedeckt 10 Aberdeen 10 Baris 12 Haparanda 7679 2 wollent 11 Betersburg 762N 3 heiter 10 Cort 763OSO 5wolkig 4 heiter 757 NNO 3 Regen 2 woltig 1wolfig 13 12 Swinembe 767ONO 1 volfig 7670 Hamburg Berlin 766 Franff./M. 761 NO München 759 Wien 2 bedeckt 10 763 Wetter: Prognose für Donnerstag, den 5. September 1901. Trocken und vorwiegend heiter, nachts sehr fühl, um Mittag ziemlich warm bei frischen östlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Centralstelle für Arbeitsmarkt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow), Berlin, Verlag von Georgichtstroh Reimer. Die als Organ des„ Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" er: scheinende Zeitschrift enthält in Nr. 23 des 4. Jahrganges unter andrem: Grbsen Die Arbeitslosen- Zählung als Aufgabe der Gewerkschaftskartelle. Allge: Speisebohnen meines: Arbeiter als Arbeitgeber. Der Achtstundentag in der Praxis. Arbeitslohn und Produktionsertrag. Situationsberichte aus einzelnen Gewerben: Steine und Erden( Produktionseinstellung in der Tafelglas: Getreide. Die gestrige Produktenmarkt vom 4. September. Judustrie. Rheinisch- westfälisches Biegelei- Syndifat); Wagenbau( Rückgang Nachbörse schloß befestigt, der heutige Frühverkehr war nach flauem Be des Bedarfs. Arbeiterentlassungen); Tertilgewerbe( Beschäftigungsgrad in ginne ebenfalls erholt und der Mittagsverkehr wieder schwach; Weizen M.- Gladbach. Entwicklung zum Großbetrieb in Sachsen); Holz- und Schnitz- I M., Roggen 3/4 M. niedriger als gestern. In effettiver Ware dauert das stoffe( Rückgang der Arbeitsgelegenheit im Erzgebirge und Vogtland). reichliche Angebot von amerikanischem Weizen an, außerdem offerieren die Situationsberichte aus dem Auslande: Nordamerika. Statistisches Donauländer in bedeutenden Posten Weizen sowie Roggen, beides allerdings Monatsmaterial: Internationale Streifstatistik. Börsenkurse. Haus in geringer Qualität, aber sehr billig. Russische Roggenofferten waren haltungskosten. Konjum: Gestaltung der Kohlenpreise. Preisrückgang für heute mehr zurückhaltend und das Inlandsgebot fehlte fast ganz, da die Zucker. Lebensmittelpreise im August. Verwaltung der Arbeitsnachweise. Bandleute bereits wieder von Feldarbeiten in Anspruch genommen sind. Arbeitslosen- Fürsorge. Litterarische Neu- Erscheinungen. " Das Gewerbegericht", Monatsschrift des Verbandes Deutscher Ge- Preise unverändert, Safer still aber schwächer. Mais behauptet. Rüböl Die Septemberfündigungen werden als erledigt angesehen. Mehl war im werbegerichte. Herausgeber: Dr. Jastrow, Dr. Flesch( Verlag von Georg wurde so gut wie gar nicht gehandelt. Reimer in Berlin). Die Zeitschrift enthält in Nr. 12 des 6. Jahrganges außer der Rechtsprechung in deutschen Gewerbegerichten und Berufungs- Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 4. September 1901. Amtgerichten( Leipzig, Ludwigshafen, Beuthen- Land), andren deutschen Gerichten licher Bericht der Direktion. Bum Verkauf standen: 466 Rinder, ( Amtsgericht Neuß, Amtsgericht Gemünden a. M.) u. a.: Ungenehmigte 1904 Kälber, 7475 Schafe, 9097 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund Lehrverträge. I. Von Gewerberichter Dr. Luppe. II. Von Regierungs- oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund Assessor G. Spies. Vom neuen Recht( B. G. B.): Verhältnismäßig in Pf.): Ochsen: a) vonfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtnicht erhebliche Beit(§ 616 B. G.-B.)". Allgemeines über Gewerbegerichte wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus: und Arbeitsvertrag: Landestrauer und Arbeitsvertrag; der deutsche Handels: gemäßtete und ältere ausgemäftete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut tag über die Gewerbegerichte; Gewerbegerichts- Gesetz für Spanien. genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00.- Bullen: Litteratur: Wolff, Der Gewerbetreibende und sein Recht. a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 00 00; b) mäßig genährte jüngere. E. W. Die Einlegung eines Rechtsmittels wäre nach Ihrer Darund gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 48-52. Färsen und Rühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 00-00; c) altere ausgemäßtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färfen 46-50; e) gering genährte Kühe und Färsen 40-44. Kälber: a) feinste Mast: tälber( Bollmilchmast) und beste Saugtälber 68-72, b) mittlere Mastund gute Saugfälber 64-66, c) geringe Saugfälber 58-62, d) ältere, gering genährte( Freffer) 40-45. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast" Der Süddeutsche Postillon bringt in Nr. 18, die soeben erschienen ist, eine herbe Varianie zwischen Arbeiter und Junker: Lerue leiden ohne zu klagen lerne flagen ohne zu leiden". Das Schlußbild zeigt uns eine Fronisierung der Schwarzen" in ihrem Verhalten zum Münchener Arbeiter: fest. Außerdem finden wir Zeichnungen von Vanselow, Fiebiger, M. G. 2c. Aus dem Text sei das Leitgedicht:„ Weß' Brot ich eß', deß Lied ich fing'", hervorgehoben, sowie die Erzählung:" In der Heimat", die eine einfache Schilderung der ländlichen Arbeiterfrage enthält. Die Nummer kostet im Einzelverkauf 10 Pf. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. | M. 60. Beantragen Sie bei der Polizei Untersuchung der Wohnung und verlangen Sie, falls Gesundheitsgefährlichkeit vorliegt, Aufhebung des Mietsvertrags und Schadensersatz.- Fr. J. Nummelsburg. 1. und 2.: Ja. K. 2 Streitende. Personen, deren Beschäftigung durch die Natur ihres Gegenstandes oder im voraus durch den Arbeitsvertrag auf einen Beitraum von weniger als einer Woche beschränkt ist, sind nicht krankenversicherungspflichtig. G. 2000. Sie können bis am 1., früh, warten. stellung aussichtslos. S. 100. Nein. 6. N. 10. Das können Sie 2. Die Mutter soll bei der Staatsanwaltschaft Bestrafung beantragen. nur persönlich auf der Reichsbank selbst vereinbaren.- Rathenow. 1. Nein. W. 5. 70. 1. Nein. 2. Der Civilbehörde gegenüber feine. 3. Ja, falls nicht aus ihrem Baß Gegenteiliges erhellt. Sie müssen sich an den Bezirksfeldwebel wenden. Briefkaßen der Expedition. Roman- Machlieferungen sind vergriffen. Urania Central- Theater. Deutsche Konzerthallen. ünktliche Bähne Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: ,, Malerische Wanderungen durch Donnerstag, 5. September. die Mark Brandenburg". Teil I. Opernhaus. Lohengrin. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Die Schulreiterin. Der Hochzeitstag. Anfang 72 Uhr. Kleine Preise. Invalidenstr. 57/62. Neues Opern Theater( rol). Tägl. Sternwarte. Mamsell Angot. Anfang 8 Uhr. Jm Trianon Theater:" Lebende = Lieder". Anfang 8 Uhr. Im gid grobes Garten: Täglich Konzert. Schiller. Das Gefängnis. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Johannes. Anfang 71 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. ( 1. Teil.) 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Um pünktliches Erscheinen ersucht dringend 230/17] Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Atung! Metallarbeiter. Atung! Bauanschläger Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 5. September, abends 81/2 Uhr: Deffentliche Metallarbeiter- Bersammlung bei Keller, Koppenstraße Nr. 29. Tages- Ordnung: Die Lehrlings- Ausbeutung bei der Firma Weber& Comp. Referent: Karl Wiesenthal. 118/8 Zahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. Achtung, Vergolder Berlins! Heute, Donnerstag, abends 8 1hr: Außerordentliche Mitgliederversammlung der Filiale Berlin in der Alhambra, Wallnertheaterstr. 15. Tages Ordnung: 1. Die Differenzen bei der Firma Baer& Co. und Stellungnahme dazu. 2. Verschiedenes. 225/15 In Anbetracht der Hochwichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Achtung, Kupferschmiede! Sonnabend, den 7. September, abends 9 Uhr, im Gewerkschafthaus, Saal Vil, Engel- Ufer 15: Oeffentl. Versammlung der Kupferschmiede Berlins. Tages Ordnung: 1. Der Hamburger Streit. 2. Bericht des Vertrauensmanns und Gewerkschaftsdelegierten. 3. Verwaltungsangelegenheiten des Dispositions: fonds. 4. Wahl von drei Revisoren. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Vortrag üb. Lungen- u. Herzleiden. Morgen, Freitag, abcuds 812 Uhr, Andreas: straße 21, Gäste 20 Pf., erklärt vom prakt. Naturheilk. Grundmann = 100/7 an Präparaten. Mitglieder Aufnahme im Vortrag und Heilanstalt Köpnicknickerstr. 72. Naturärztl. Sprechstunden 11-2, 6-8. Möbel Bartsch. Heute, Donnerstag, den 5. September cr., abends 71/2 Uhr, in 2. Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: 34/14 Prüfen Sie bitte: Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Unser Streit. 2. Verschiedenes. Es ist Ehrenpflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Der Einberufer. Anker Anker Brikets die besten der Gegenwart! Turn- Verein ,, Fichte". Den Mitgliedern hiermit die traurige Nachricht, daß das langjährige, treue Mitglied der 2. Männer- Abteilung Turngenosse Adolf Lindemann am Sonntag, den 1. d. Mts., nach langem Leiden sanft ent schlafen ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 5. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofs zu Rirdorf- Brit, Hermann: straße aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet 288/20 Der Vorstand. Verein zur Wahrung der Jnteressen der Maurer Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Hermann Zimmermann, Am 2. Sept., nachm. 1½ Uhr, vers starb unser Freund, Alterspräsident Vater Carl Roggenkopf. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 5. d. M., nachm. 41/2 Uhr, von der Leichenhalle des Dantes- Kirchhofes, Tegeler Chaussee, aus statt. Der Stammtisch von Albert Rieder. J. A.: Onkel Jost. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, dem Central- Verband der Maurer Deutschlands, Bahlstelle Rig dorf, sowie den Kolonisten von Friedrichsthal für die herzliche Teilnahme und vielen Kranzspenden bei der Beerdigung meines geliebten Mannes und guten Vaters unsren aufrichtigen Dant. 2846 Ww. Emma Schulze und Tochter. Danksagung. Für die vielen Beweise der Freundschaft anläßlich meines Geburtstages sage ich allen Beteiligten meinen 2706 herzlichsten Dant. Es war mir eine angenehme Ueberraschung. Pitschen bei Udrow, 2. Sept. 1901. Emil Böhl. Griebenowſtr. 17, am 2. September Kranken- und Begräbniskasse gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zionskirchhofs aus in NiederSchönhausen statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 130/5 Der Vorstand. Central- Verband des Vereins der deutschen Kutscher und verwandten Berufsgenossen. Eingeschriebene Hilfstaffe Nr. 83. Dienstag, den 5. November 1901, abends 9 Uhr, Große Frankfurter: straße 117, 2876 Ausserordentliche d. Maurer Deutschlands General- Versammlung. Zahlstelle Berlin II. Am 3. d. Mts. verstarb nach langen Leiden unser Mitglied Friedrich Hanz im Alter von 52 Jahren an der Proletarierkrankheit. [ 144/5 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Hussitenstraße 18, aus nach dem Elisabeth- Kirchhof, Prinzen- Allee, statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. 99 Der Vorstand. Heute den 5. September, abends 8 Uhr, beginnt ein Neuer Abendkursus für Elektrotechnik und Montage. Anmeldungen schleunigst. , Elektra", Neanderstr. 4 Prospekt gratis. * Anker- Briketts* zu Für die rege Beteiligung bei der Friedr. Daniel& Co., Berlin W. 8, Leipzigerstr. 29. Richard Hagen. Beerdigung meines mir unvergeßlichen Mannes, sowie für die mir erwiesenen Sympathiebezeugungen sage allen beteiligten Kollegen und Freunden Muskauerstr. 20 Ecke Pücklerstr. meines Mannes meinen herzlichsten Vereinszimmer, auch mit Piano, Dank. 2816 noch einige Tage in der Woche zu Witwe Marie Lehmann nebst Kinder.| vergeben. 2885 Rudolf Bartsch, Oranienstrasse 73, Wem wäre die Möbelfabrik für bürgerliche Wohnungseinrichtungen zwischen Alexandrinenstrasse u. MoritzPlatz, nicht bekannt? Grösste Auswahl in meinem extra dazu erbauten, 4 Etagen hohen Fabrikgebäude. Empfehlenswerte Einkaufsquelle für Brautleute. Solide, und gediegene Einrichtungen für 200-300-400-500 bis 10 000 Mark stets zur Ansicht vorrätig, Verlangen Sie meinen Prachtkatalog gratis und franco. Coulante Zahlungsbedingungen. Kein Ladengeschäft. Verkauf direkt im Fabrikgebäude. Lagerbesichtigung erbeten ohne Kaufzwang. Lieferung frei Haus durch eigene Gespanne. Gegr. 1889. An die Arbeiterschaft Deutschlands! Am 13. Juni d. 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