Mr. 208. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mir luftrterter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Gingetragen in der Poft- ZeitungsPreisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die sechsgespaltene Sotonet. seile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: * Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beutly- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Noch ein Zuckerring. Es wird uns geschrieben: Freitag, den 6. September 1901. Winter beschäftigen, und wir wollen einmal sehen, ob die Unverschämtheit so weit geht, daß sich eine Mehrheit für den Zuckerzoll von 20 M. für den Centner findet. Die Taktik der Gegner des Bolltarifs wird kaum irgend eine andere Position des Tarifs mit so scharfen Waffen angreifen können, wie die des Zuckerzolls. Hier liegen die Folgen der wucherischen Verbindung vom Zoll und Kartell so offen am Tage, wie irgendwo sonst. Hier sind die Agrarier Exporteure und als solche verwundbar. Die ausländischen Regierungen werden sich das merken und in allen Zollkriegen die Es wäre ohnehin notwendig, auf diese Verhältnisse immer agrarischen Erportprodukte mit doppelter Elle messen: deutscher wieder zurückzukommen, weil kein andres Gebiet des Wirtschafts- Sprit und Zucker werden auf dem Weltmarkt einen harten Stand lebens so genau den Kurs des neuen Zolltarifs illustriert, der haben. Der Vorwärts" hat kürzlich den skandalösen Wucher des Zuckertrust behandelt und darauf hingewiesen, daß wir in Deutschland nahezu das Dreifache für Zucker bezahlen, im Vergleich zum englischen Konsumenten, ja daß den neuen englischen Zuckerzoll der deutsche Arbeiter, nicht der englische, bezahlt. bekanntlich darauf hinausläuft, dem Jnlandmarkte unverschämte Wir empfehlen diese Dinge der besonderen Aufmerksamkeit unsrer Preise abzunehmen, um dem Auslande billig zu liefern und die aus- Genossen und aller Volkswirte, die im Kampf gegen das Attentat des ländische Konkurrenz zu schlagen. Zolltarifs stehen. Hier ist die Stelle, wo er am sterblichsten ist, Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. und Verschärfungen der Empfangsförmlichkeiten wieder auf gegeben worden sind." Und die National 3eitung" schreibt: " " Der Baseler Zwischenfall hat sich nur auf das von dem Prinzen Tschun persönlich zu beobachtende Verhalten bezogen. Wenn, wie zuverlässig berichtet worden, in dieser Hinsicht eine Abänderung der seitens des Prinzen zu haltenden Rede von Berlin aus verlangt und bewirkt worden, so muß man Angesichts des jetzt vorliegenden Tertes derselben sagen, daß man dem Prinzen chinesischerseits seine Aufgabe in der That allzu sehr hatte erleichtern wollen: im Hinblick auf dem Wortlaut des von ihm übergebenen Schreibens des Kaisers von China mag es genügen, daß der Prinz persönlich wiederholt das aufrichtige Bedauern" seines Kaisers aussprach; aber wenniger konnte in der That kaum geschehen." " Der Rückzug der deutschen Regierung im Baseler Konflikt Es wurde vor 14 Tagen angekündigt, daß die Differenz noch verwundbarer, als im Paragraphen des Getreide- Minimaltarifs. läßt sich also beim besten Willen nicht in einen Erfolg umfälschen. zwischen Auslandpreis und Inlandpreis für deutschen Zucker den Noch verwundbarer deshalb, weil hier die wahnsinnige Stelzenwirt- ie schwer diese vollständige Niederlage empfunden wird, beweisen vollen Unterschied zwischen der Inlandsteuer und Boll( 20-10= 10 fchaft dieser Art Zollpolitik am aller deutlichsten zu Tage tritt und die fortgefeßten. Lamentationen waschechtester Shakiblätter. Die Pfennig aufs Pfund) erreichen werde. Inzwischen hat der Ring in der Preisbewegung des Zuckermarktes mit schon fühlbaren Lasten" Rheinisch- West f. 3tg." schreibt: seine Politik denn auch fortgesetzt und den Auslandzuder die Volkswirtschaft brandschaut. Politische Uebersicht. Berlin, den 5. September. Ein Geschäftchen. auf den bisher nie dagewesenen Preis von 8,10 M. für den Centner 88 Proz. Rohzucker geworfen. Dazu sind etwa 21/2 M. für Raffinerie 2c. zu rechnen; ferner 10 M. Inlandsteuer, so daß also der inländische Melis mit Steuer 20,60 m. kosten müßte. In Wahrheit aber nimmt der Ring dem deutschen Verbraucher 28,95 M. ab, also schröpft uns bei jedem Centner um 8,35 M.; während wir Das Centrum ist für den Zollwucher. Aber es entspricht seinem also vor 14 Tagen berechneten, daß wir bei jedem Pfund Zucker- Wesen, diesen Beweis seiner konservativ staatserhaltenden Beverbrauch 10 Bf. an den Fiskus, 71/2 an den Zuckerring bezahlen, ist fähigung zu einem Schacherhandel nebenbei zu nutzen. Es versucht, der letztere Satz jetzt auf über 8 Pf. gestiegen und wird noch weiter wie es scheint, die Frage der Diäten für die Mitglieder des steigen. Reichstags mit dem Wuchertarif zusammenzuspannen. Die„ Deutsche Tageszeitung" bringt eine recht amüsante Mitteilung über diesen fleinen Nebenhandel, der den großen Zollhandel begleiten soll: Die Politik des Zuckerringes ist aber auch für den Händler verderblich geworden. Früher verdiente der Großhandel am Centner Buder 1-1/ 4 M. Für den Kleinhändler war Zucker immer ein schlechter Artikel. Heute aber ist es dahin gekommen, daß KleinHändler am Zucker sogar zusetzen, um Kundschaft für andre Waren anzuloden. Der Verdienst der Großhändler ist auf 25 Pf. pro Centner, ja bis auf 10 Pf. gesunken. Es ist begreiflich, daß diefer Profit nicht reicht; die Berliner Zucker- Großhändler haben deshalb die Initiative ergriffen, um auch den Zucker- Großhandel zu einer Preiskonvention zu vereinigen und so den früheren normalen Gewinn von 3/ 4-1/ 4 Pf. auf ein Pfund wieder herzustellen. Wenn man den Grossisten dies Vorgehen nicht verargen kann, so wird doch für den Konsumenten eine neue Belastung dabei heraustommen, allerdings wird es dem Ring der Raffineure schwer werden, den vollen Unterschied zwischen Zoll und Inlandsteuer ( 10 Pf.) einzuheimsen, wenn auch die Großhändler einen Pfennig abhaben wollen. = " Daß man auf deutscher Seite schließlich davon Abstand genommen hat, den vielerörterten„ Kotau" zum Ausgang einer neuen Haupt- und Staatsaktion zu machen, wird wohl überall als richtig angesehen werden. Wohl aber ist es scharf zu tadeln, daß man erst offen vor der Welt viel mehr gefordert hat, als zu erreichen war. Es wäre noch richtiger und flüger gewesen, diese ganze Kotau"-Forderung überhaupt niemals zu erheben." " Schmerzlicher noch empfindet die Münchener Allg. 8eitung" die Kotau- Blamage: Zur Förderung unsres Ansehens im fernen Osten kann dieser Kotau- Zwischenfall, bei dem wir den Kürzeren ge= zogen und dem in Peking rechtzeitig gesprochenen Nein uns gefügt haben, gewiß nicht beitragen; er wird von den chinesischen Staatsmännern im Gegenteil dazu benützt werden, um die wohlerwogene Entschlossenheit Chinas gegenüber den unberechtigten Ansprüchen Deutschlands in das heüste Licht zu setzen." " Der Bundesrat nimmt in diesen Tagen seine Arbeiten wieder auf. Einer seiner Ausschüsse hatte bereits getagt. Es ist zu er warten, daß er sich binnen kurzem auch mit dent vom Reichstag angenommenen Antrage beschäftigen werde, der den Abgeordneten Die Times" lassen sich übrigens von ihrem Betinger KorTagegelder gewähren will. Wie uns versichert wird, ist keine Aussicht vorhanden, daß der Antrag in dieser Form die respondenten melden, die Chinesen frohlockten über die Zurücknahme Zustimmung des Bundesrats finden werde. Es soll aber, wie der vermeintlichen(?) Forderung der deutschen Regierung, daß Prinz man uns von gut unterrichteter Seite mitteilt, nicht unwahr Tschun vor dem Kaiser den Kotau vollziehen solle, und bemerken, dies scheinlich sein, daß der Bundesrat aus dem Antrag einen könne das Ansehen der Mächte in China nicht Gesezentwurf mache, der unter gewissen Beschränkungen fördern und werde nur das Prestige des Prinzen Tschun den Reichstagsabgeordneten die gewünschten Tagegelder zugesteht. in dem ganzen Streitfall erhöhen. Die russische Ge= In manchen Regierungsfreisen soll neuerdings ein gewisser sandtschaft stehe in täglichem Verkehr mit Li- HungUmschwung der Meinungen sich vollzogen haben, und Tschang, der von ihr den Rat erhalten habe, standhaft zwar unter dem Eindrucke der Bersicherung einiger Centrumsabgeordneten, daß es ihnen unmöglich sein zu bleiben, da der 3 ar sich bei dem Kaiser ins Mittel werde, ihre Partei- Angehörigen bei der Beratung der legen werde, um China eine Herabwürdigung zu Zolltarif- Gefete vollzählig beisammen zu halten, wenn ersparen. nicht Lagegelder gewährt würden. Die süd deutschen Regierungen scheinen keine durchschlagenden, mindestens feine grundsäglichen Bedenken gegen die Gewährung zu haben. In Sachsen ist man nach wie vor dagegen, und in Preußen dürften die Anschauungen noch geteilt sein." Die Entfühnungsceremonie Hiernach schrieben die Chinesen den erfolgreichen Ausgang des Protestes des Prinzen Tschun dem rechtzeitigen Beistand Nußlands zu. militärischen Ehren. Prinz Tschun muß den Eindruck empfangen haben, daß es Deutschland an eigenartigen Ceremonien mit dem Reich der Mitte fühnlich aufnehmen kann. So sehr sich indes auch deutsche Zopfträger dieses Vorzuges freuen mögen, die Kotau- Blamage verdüstert wiederum ihren Herzensjubel. So urteilt die allteutsche Deutsche 8tg." " Wie dem auch sei, jedenfalls lenkt der Händlerring die Aufmerksamkeit aufs neue auf die empörende Brandschatzung des deutschen Volkes durch den Zuckerring, eine Brandschatzung, Das wäre reizend, wenn wirklich Väterchen, das in wenigen die so thöricht ist, daß sie ihren Urhebern selbst verderb lich werden muß. Denn trotz aller Anstrengungen nimmt die Bisher ist die Diätenforderung nicht nur an dem Widerwillen Tagen mit dem deutschen Kaiser den Bruderkuß tauschen wird, Deutschland zu seiner Blantage verholfen hätte! Ausfuhr ab, und der inländische Verbrauch muß naturgemäß unter einiger Regierungen, sondern am Widerstand des Kaisers geUeber die originelle Entfühnungsceremonie wird noch folgende der schlechteren Wirtschaftslage und dem Wucher leiden. Deshalb hat scheitert. Da erscheint es sehr zweifelhaft, ob gerade die Durch- Pikanterie gemeldet: Vor dem Neuen Palais hatte die 2. Compagnie die agrarische Deutsche Tagesztg." schon vor Monaten vorgeschlagen, führung des Brotwuchers Gelegenheit bieten kann, den Staiser zu des Lehrbataillons unter Kommando Aufstellung genommen. Als den Inlandverbrauch zu begünstigen; aber natürlich darf das nach einer andren luffassung zu befehren. Vorläufig ist daher an der Prinz vorfuhr, erwies die Compagnie teinerlei Ansicht des Blattes, das gelegentlich gegen den Kohlenwucher eifert, den Erfolg des nicht übel berechneten Centrumsversuches nicht zu Honneur, sondern stand vielmehr unter„ Rührt Euch", ohne den aber den Zuckerwucher und den Wucher des neuen Zolltarifs für ein glauben. Die„ Deutsche Tageszeitung" spricht sich auch über das, Prinzen zu beachten, ebenso wenig grüßten die Offiziere. Evangelium hält, auf keinen Fall geschehen durch eine Herabsetzung was sie von den Absichten des Bundesrats erfahren haben will, Erst als die Entsühmung, zu der übrigens nur zwei Minuten erfor des Bolles, die sofort ein Nachlassen der Julandpreise herbeiführen sehr verklausuliert aus und die Ankündigung von Diäten mit ge- derlich gewesen sein sollen, vollendet war, empfing der von der würde, sondern durch eine Verringerung der Inland- wissen Beschränkungen" macht die Sache vollends unklar. steuer. Ohne eine entsprechende Zollverminderung würde aber jede Ver- Immerhin ist es für das Centrum charakteristisch, daß es seinen Blutschuld symbolisch Freigesprochene die gestern bereits erwähnten ringerung der Inlandsteuer dem Zuckerring nur einen neuen Spielraum schmachvollen Verrat in der das Volkswohl aufs tiefste berührenden schaffen, seine Brandschatzung des Inlandverbrauchs zu steigern. Was der Bollfrage durch das Einhandeln von Diäten zu verzieren gedenkt. Staat aufgäbe, würde die Erpressung des Zuckerrings sofort für sich in An- Für die 8ollopposition wird die Kampfführung im Reichstag spruch nehmen. Dabei sollen, wie die Tagesztg." dreist und gottes- natürlich dieselbe bleiben ob ohne, ob mit Diäten. fürchtig verlangte, die Ausfuhrprämien dieselben bleiben; wir würden also bald so weit sein, wie Oestreich in den siebziger Jahren; die Ausfuhrprämien würden durch Steuer und Zoll nicht ist, wie die heutigen Breßäußerungen zeigen, nirgends mit besonderer mehr gedeckt werden. Eben jetzt muß die rumänische Regierung mit Genugthuung aufgenommen worden. Man freut sich lediglich, daß ihren Zuckerfabrikanten verhandeln, weil die Finanzen des Staates die peinliche Affaire endlich hinter uns liegt. Irgend eine politische unter den auch dort eingeführten Ausfuhrprämien leiden. Sturdza, Bedeutung mißt selbst die Kreuz- Zeitung" dem mit so der neue rumänische Minister, scheint der Mann zu sein, die total absonderlichem Ceremoniell vollzogenen, aber darum nicht gerade zerfahrenen rumänischen Finanzen aus dem Dreck zu führen, das imponierenderen Entfühnungsakt nicht bei. Sie meint: die unmittel sieht man auch an diesem Fall. Er will lieber die künstlich ge- bare praktische Bedeutung solcher Kundgebungen ist, wie wir schon züchtete rumänische Zucker- Industrie fallen lassen, als die Staatskasse dargelegt haben, angesichts der eigenartigent chinesischen Verhältnisse dem Bankerott preisgeben. nicht zu überschäßen". Eine Mahnunig, die, gerade weil sie ganz überflüssig ist, die Katzenjammerstimmung um so deutlicher verrät. Auch die„ Staatsbürger- 8eitung" erklärt, dem Bußgange" als einer„ reinen Formalität" keine große Bedeutung" beimessen zu können. Diese allgemeine Erkenntnis, daß der Sühnegang eine so belanglose Formalität darstellt, tommt leider Es verdient in Erwägung gezogen zu werden, ob die zu spät, um den schweren Schaden, den die deutsche Reputation Arbeiter den Erpressungen des Zuckerringes nicht dadurch begegnen durch den tragikomischen Sühnegang wieder einmal im In- und sollten, daß sie vorübergehend den Zuckerverbrauch durch Verwendung Ausland erlitten hat, ungeschehen zu machen. von Saccharin einschränken. Allerdings bedeutet das eine Entbehrung, Ebenso einmütig, wie in diefer wegwerfenden Bewertung des denn Saccharin ist nur Genußmittel, während Zucker ein äußerst Sühnegangs überhaupt, ist die Presse in der Konstatierung der wichtiges Nahrungsmittel ist. Aber der Syndikatwucher zwingt Thattache, daß der Baseler Konflikt insofern mit einer eklatanten ohnehin den Verbrauch dieses Nahrungsmittels zum Rückgang; eine Niederlage der deutschen Diplomatie geendet hat, als ganz vorübergehende Verwendung von Saccharin, das bekanntlich viel abgesehen von dem urplöglich in der Versenkung verschwundenen billiger ist als Zucker, würde dem Arbeiter, dem Volke überhaupt Kotan die Ansprache des Prinzen Tschun die verlangte den Zucker zurüderobern und die gefünftelten Pflanzen der Ring- Bitte um Verzeihung vollständig vermissen ließ. So bemerkt politik zerstören. die„ Voss. Ztg.": In Deutschland sehen wir die Regierungen am Werk, die un verschämtesten Forderungen von Syndikaten, agrarischen und industriellen Fabrikanten, die Volks- und Staatswirtschaft preiszugeben, wie man in Feindesland eine erstürmte Stadt der Plünderung überläßt. Auf alle Fälle fordert der Zuckerwucher außerordentliche Maßnahmen von der Seite der Arbeiter und ihrer politischen Vertretung heraus. Sicher wird der Reichstag sich mit diesen Dingen im " " " So hat sich der Vorgang selbst schließlich in den der Sache entsprechenden Formen vollzogen. Aber es erscheint uns fraglich, ob dadurch wieder gut zu machen ist, was die vorausgegangenen Verhandlungen an unsrem Ansehen bei den Chinesen wie bei dem zu= schauenden Europa verdorben haben." Deutsches Reich. Gumbinnen. Aus Gumbinnen wird heute berichtet: Unter Bedeckung von sechs Mann ist gestern der zum Tode verurteilte Marten zur allgemeinen Ueberraschung in das Militärgerichtsgefängnis nach Danzig gebracht worden. Der Verurteilte hatte die Hände auf der Brust geschlossen und weinte bitterlich. Zur speciellen Bewachung wurden 1 Feldwebel und zwei Unteroffiziere kommandiert. Angesichts dieser Maßnahme herrscht hier das Gerücht, daß der Revisionsantrag in Sachen Marten vom Revisionsgericht in Berlin abgelchut worden sei, so daß die verhängte Todesstrafe zu Recht bestehen bleiben würde. Sergeant Hickel befindet sich noch immer auf freiem Fuße. Es verlautet indessen auf das bestimmteste, daß eine Wiederverhaftung des Hickel erfolgen wird, sobald das Revisionsgericht dem Revisionsantrage stattgegegeben und die Angelegenheit Hickel zur nochmaligen Verhandlung verwiesen haben wird." Das Gerücht von der bereits verworfenen Revision ist sicherlich unbegründet. Bis jetzt ist nach den bisherigen Meldungen noch nicht „ Die Ansprache des Prinzen bleibt an Demut hinter einmal das Urteil dem Verurteilten und seinem Anwalt zugestellt dem Briefe seines taiserlichen Bruders zurück. worden. Der Termin der Verhandlung vor dem Reichs- Militärgericht Es scheint mithin, als ob alle nachträglich geforderten Aenderungen dürfte also gleichfalls noch nicht angesetzt sein. Nicht verständlich ist allerdings die Ueberführung des Verurteilten p nach Danzig. Für den Fall einer neuen Verhandlung vor dem OberKriegsgericht und dies erscheint unausbleiblich müßte ein Rücktransport vorgenommen werden. Konute der Gerichtsherr nicht erst den Ausgang der Revision erwarten? Das Wolfffche Depeschen Bureau begleitet seine Meldung der Ueberführung von Marten mit dem Bemerken, er folle in Danzig zunächst ſeine einjährige Gefängnisstrafe wegen Fahnenflucht verbüßen". Dies ist wiederum eine höchst seltsame Meldung, wie ja alles in diesem Militärprozeß höchst seltsam ist. Marten hat seine einjährige Strafe bereits mit dem Tage zu verbüßen begonnen, als das Urteil erster Instanz wegen Fahnenflucht ergangen war; denn Berufung gegen dies Urteil war nicht eingelegt worden. Oder will die Militärbehörde annehmen, Marten habe sich bisher noch immer nur in Untersuchungshaft befunden? Eine solche Auffassung wäre völlig haltlos. China- Raub. All die kleinen hämischen Ausfälle unfrer guten auswärtigen hätten. Großer inländischer Bedarf unterstützt die Aussichten auf " Freunde" müssen jede Tragweite verlieren, sobald man in das Fortbeste en eines lebhaften Geschäfts im Winter. Paris, London und Petersburg volle Kenntnis von So sind denn die Syndikatskapitalisten wieder obenauf und wie den gestrigen Vorgängen in Potsdam erhalten haben wird. Die sehr sie, sobald die Nachfrage wieder mehr steigt, Herren des Marktes Demütigung, zu der sich der Stolz Chinas uns gegenüber sind, zeigt die Thatsache, daß von 94 Millionen Tonnen in Preußen verstand, ist so vollständig wie nur irgend bentbar. Was dabei in den Herzen der unergründlichen Ostasiaten vorgeförderter Kohle und von 54 Millionen Tonnen im Ruhrbeden gegegangen sein mag, welche immeren Vorbehalte die Kinder des förderter Kohle, 48 Millionen von den dem Syndikat angeschlossenen Unter solchen Umständen laufen wir Reichs der Mitte bei diesem Bußgange formuliert haben mögen, Bechen gefördert wurden. darüber steht uns ein Urteil nicht zu. Das haben die Vertreter Gefahr wenn nicht ein milder Winter uns schütt- in den des Kaisers von China mit sich selbst abzumachen. Für kommenden Monaten von den Kohlenbaronen genau so bewuchert zu uns Deutsche enthält die fast einzig in der Geschichte werden, wie im vorigen Jahre. dastehende Thatsache einer solchen Sühne= mission, die in den ernsten Worten Kaiser Wilhelms gewisser maßen ihre urkundliche Besiegelung fand, eine Genugthung, die man nicht unterschäßen darf, selbst wenn man der Ansicht ist, daß die chinesische Diplomatie beim Baseler Jutermezzo sich der unftigen im Steinfriege überlegen erwiesen hat." Bid Bad! " Ausland. Dänemark. Die Dank- Deputation und das Fest der Liberalen. An dem Zug, der sich am Sonntag durch die Straßen der Hauptstadt Noch immer ist von amtlicher Seite kein Aufschluß über nach Schloß Amalienborg bewegte, beteiligten sich ca. 6000 Bersonten. die in Bremerhaven lagernden wertvollen astronomischen Krieg im Frieden. Ueber standalöse Vorgänge, die In der Adresse, bei deren Verlesung 60 Delegierte im Schloß an Instrumente gegeben worden, die aus China mitgebracht sich gelegentlich der Kirmes in Wahn abgespielt haben, berichtet, wesend waren, wird dem König ein doppelter Dank ausgesprochen: worden sind. Ist denn diese Sache den Herren Offiziösen fo pein- wie wir der Frankfurter Zeitung" entnehmen, der Kölner Bolts erftens dafür, daß er es im entscheidenden Moment eingesehen" den Herren lich, daß sie kein Wort dazu finden können? Will man geduldig freund". Danach Danach verlangten Soldaten mehrerer Artillerie- habe, daß ein Systemtechfel notwendig war, und zweitens dafür, das Gerücht durch die deutsche Bevölkerung gehen laffen, Deutsch- tegimenter vom Wahner Schießplay in einem Tanzlokal nach 8 Uhr daß er Männer gewählt habe, auf die des Volkes Vertrauen und In der Antwort, die der König darauf verlas, land habe völkerrechtswidrig chinesisches Eigentum gestohlen? Will abends noch Bier, als Wein verabreicht werden follte. Der Wirt Hoffnung ruhe. man nicht endlich den Versuch eines Dementis unternehmen? Oder weigerte fich, Bier zu verabfolgen. Es fam zu Streitigkeiten, gab er das Versprechen, daß er das Ministerium ftügen wolle und worauf alles eiligst den Saal verließ. Die Soldaten sprach des weiteren die Hoffnung aus, daß das Volk die Männer, das fremde Gut schleunigst zurückgeben? sammelten sich auf der Straße an und eröffneten unter denen es sein Vertrauen geschenkt habe, auch fernerhin bei der In Amerika dagegen verfährt man vorbildlich mit unredlich Anführung eines Unteroffiziers einen Sturm schwierigen Aufgabe als verantwortliche Leiter der Regierung erworbenem China- Gut. Aus New York wird der Frankf. 3tg." auf die Wirtschaft, die in wenigen Minuten durch Ziegelstützen möge. gekabelt: und Pflastersteine von innen und außen demoliert Nachmittags 4 Uhr begann das große Fest im Königsgarten, " Der amerikanische Legationssekretär in Beting, Squiers, trat a r. Hierauf ergriff der Sohn des Wirtes eine Flinte und schoß und darauf folgte das Festessen, an dem 2000 Personen teilnahmen. die Heimreise mit einer Riesenmenge großer Kunst- in den Haufen, wobei ein Soldat getötet und zwei schwer Hierbei hielt der Ministerpräsident Deunger eine längere Nede, worin schäze an, die der Sammlung des früheren chinesischen verwundet wurden. Vier Civilisten wurden durch Steinwürfe er das Programm der Regierung entwickelte. Als das bedeutsamste Gesandten in Berlin, Yen, entstammt. Die Sammlung und Säbelhiebe verletzt. Unter Mitnahme des Toten und der Resultat der politischen Geschichte Dänemarks in den letzten Der Sohn 50 Jahren bezeichnete er den Umstand, daß der Beweis hatte der französische Bischof Javier geplündert und Squiers beiden Verwundeten zogen die Soldaten hierauf ab. dafür erbracht sei, daß das Volt reif sei für die sie billig erstanden, in der Absicht, sie teilweise dem hiesigen des Wirts stellte sich alsbald dem Gericht. Kunstmuseum zu schenken. Die Direktoren des Museums Revision des Börsengesetzes. Nach einer Mitteilung der Ministeriums müsse es sein, ein inniges und vertrauliches Verhältnis Selbstverwaltung durch die Männer seiner Wahl. Aufgabe des find jedoch entschieden gegen die Annahme dieser Geschenke, amtlichen Berliner Korrespondenz" empfindet der Handelsminister zum Volke und zu dessen Repräsentanten zu bewahren und die sociale weil sie geraubt find. das Bedürfnis, die von dem Börsenausschusse in der Sigung vom und politische Entwicklung in volkstümlicher und fortschrittsfreundJuni d. J. zur Frage einer Revision des Börsengeſetzes gefaßten licher Richtung zu fördern. Besonders stellte der Ministerpräsident Beschlüsse mit preußischen Sachverständigen persön eine volkstümliche Reform der Rechtspflege, mit voller Deffentlichkeit Die drohenden Repressalien des Auslandes gegen den deutschen lich zu besprechen, bevor er in der Sache Stellung nimmt. und nicht beschwert durch unnötigen Formeltram, in Aussicht. 301Iwucher fümmern, wie bekannt, unsre Konservativen ganz Er hat daher einige hervorragende Kenner des Börsenwesens und und gar nicht. Es iſt, fagen sie, mur Angstmacherei, wenn die Zoll- Börsenrechts auf den 18. d. M. zu einer Besprechung eingeladen, mit den Fragen der Ordnung des Heerwesens und der soll sich eine Kommission beschäftigen, auf deren erhöhungs- Gegner die zu erwartenden Folgen aufweisen. Al die die hoffentlich die ebenso schwierige als dringliche Angelegenheit Zusammensetzung der Reichstag einen wesentlichen Einfluß befürchteten lebel würden nicht eintreten, denn das Ausland sei weiter klären wird". Es handelt sich in erster Linie um Aenderung ausüben soll. Die wirtschaftliche Lage der Unteroffiziere und der ebenso auf die Ausfuhr nach Deutschland angewiesen und müsse der seitens der Kaufmannschaft lebhaft bekämpften Bestimmungen übrigen Staatsangestellten solle verbessert werden. Des weiteren sei daher die deutsche Sperrtrug- Politit ertragen. Also nur stets tüchtig über das Börsen register. Ob auch der Terminhandel in Frage eine große Reform des Steuerwesens notwendig und in Verbindung auftrumpfen! So werden wir dem bißchen Ausland imponieren! steht, ist nicht sicher bekannt. hiermit eine solche Ablösung der Zehnten", daß dadurch eine wirk Im trußigen Auftrumpfen sieht die Kreuz 8eitung" aber nicht nur für den Bollwucher, sondern für alle Fälle die höchste liche Erleichterung für die Landwirtschaft geschaffen werde.„ Und wie wir in diesen und in andren Punkten die in wirtschaftlichem politische Weisheit. Und so mußte diefe Regel auch für die Sühnemission aus China gelten. Noch gestern, wenige Stunden Am 24. Juli erhielt der Reichskanzler von einem ihm persönlich Sinne Kleinen in der Gesellschaft stützen wollen, so hoffen wir auch, vor der Erledigung der Sühnekomödie, sagte die Kreuz- Beitung": unbekannten Hamburger Herrn die Mitteilung, daß einer Londoner eine Erweiterung der politischen Rechte durch das allgemeine Wahlrecht Beitung eine( angebliche) Abschrift der Tarifvorlage zum Kauf durchführen zu können, Laßt uns nicht zurückschauen, sondern " Es iſt oft genug darüber geklagt worden, in China sei nicht angeboten worden sei. Noch che seinerseits zu dieser Eröffnung vorwärts." schloß der Minister.„ Bor uns liegt das große Arbeitsgenügend asiatisch" mit den Chinesen verfahren worden. Der ganze Verlauf der Aktion würde vielmehr sehr leicht den Glauben Stellung genommen werden konnte, traf am 25. Juli aus feld und nene Männer und neue Kräfte sind bereit, um die GeHamburg die Meldung ein, daß der Herausgeber der Finanz- danken, die das Volk bewegen zu verwirklichen. Ein Hoch auf eine an die Besiegung der Fremden im Volt erwecken lassen, was nur Chronik" die fragliche Abschrift der Tarifvorlage bereits erworben lichtere und glücklichere Zukunft des dänischen Volkes!" eine Wiederholung der geschehenen Unthaten, und zwar im ver- habe. Von dem Herrn Reichskanzler hat der betreffende Hamburger Politiens" Redaktion hat andern Tags den Minister darüber stärkten Maße zur Folge haben würde. Das bleibe vorläufig Herr in dieser Sache keine andere Mitteilung erhalten, als einen befragen laffen, was er unter der Erweiterung der politischen Rechte dahingestellt. Jedenfalls ist es aber gut, daß an den Ausdruck des Dankes für seine Anzeige der Veruntreuung von amt- verstanden wissen wolle, und dieser hat darauf geantwortet, er habe einmal gestellten und wohlerwogenen Empfangsbedingungen, lichem Material zum Bolltarif, mit dem Hinzufügen, daß die Ver- besonders an eine Erweiterung des kommunalen Wahlrechts und über deren Charakter eine offizielle Mitteilung überhaupt auch an die Beteiligung der Frauen an den Kommunalwahlen noch nicht vorgelegen hat, nichts Wesentliches geändert wird. öffentlichung jedenfalls unerwünscht sei." gedacht.Frankreich. " Sühnemisfion und Zollwucher. " T. N." erklärt jezt die„ Nordd. Allg. 8tg.": Nochmals die Verhökerung. Zu den Mitteilungen der = Kehrt die Kohlennot wieder? " D Haben sie in der That den Baseler Aufenthalt des Prinzen Tschun bewirkt, der erst durch den Pekinger Machtspruch sein Ende erreichte, so hat man es mit asiatischen WinkelAbbruch der diplomatischen Beziehungen mit der Türkei. Allerlei Andeutungen der Blätter aus dem westfälischen und Die französische Regierung hat nunmehr, wie die Pariser Blätter zügen zu thun, die desto schneller eine Nachahmung finden schlesischen Kohlenbezirk deuten darauf hin, daß die Sohlenbarone übereinstimmend melden, endgültig den Abbruch der diplomatischen würden, je leichter ihnen auch der kleinste Erfolg zu teil ge- beabsichtigen, einen Teil des durch den schlechten Geschäftsgang dieses Beziehungen zur Türkei vollzogen. Man sieht hier den Entschlüſſen worden wäre. Wenn jetzt schon ängstliche Gemüter auftauchen, die da meinen, die vielleicht doch zu hart gestellten Bedingungen Jahres erlittenen Verlust durch die Verteuerung des Hausbrand- des Sultans entgegen und hegt die Erwartung, daß der Sultan in fönnten nachteilig auf die späteren Handelsbeziehungen zu China materials in diesem Winter wieder einzubringen. Bereits hat den nächsten Tagen nachgeben werde. Im andren Fall sei eine wirken, so find das ganz überflüffige Redereien. China zieht das rheinisch westfälische Kohlensyndikat jetzt, da die Nach- Flottendemonstration an der türkischen Küste geplant. In mehreren aus dem europäischen Handel die gleichen Vorfrage nach Hausbrandkohle für den Winter beginnt, die Küstenstädten werden französische Marinetruppen ausgeschifft und teile wie umgekehrt. Das allein wird für die Zukunft maß- Preise für diese Stohle etwas angezogen. Vorläufig ist die Steige- so lange dort belassen, bis der Zwischenfall geregelt sein wird.. gebend sein.... rung nicht groß, so daß die Besitzenden, welche um die jeßige Zeit Attentat& furcht. Der Pariser Sicherheitsbehörde ist aus Beters Dies lehrt die konservative Politik: China zieht aus dem europäischen Handel die gleichen Vorteile ihren Bedarf an Winterkohle zu deden pflegen, fie faum zu spüren burg die Nachricht zugegangen, daß seit einigen Tagen eine Anzahl Rußland ist auf die Ausfuhr nach Deutschland bekommen. Bis zum Winter aber, da das großstädtische Proletariat Nihilisten und Anarchisten aus Rußland verschwunden seien. In dieser Angelegenheit findet augenblicklich ein reger Depeschenwechsel mindestens im gleichen Maße angewiesen wie umgekehrt. Also nur in kleineren Mengen seinen Bedarf einkauft und die Hauskohle stark zwischen Petersburg und Paris statt. Aus mehreren franzöſiſchen nicht ängstlich sein! Nur nicht den kleinsten Erfolg den Ausländern gefragt wird, steigt dann der Kohlenpreis wieder zu der unerschwing- Provinzstädten seien Polizeidirektoren nach Paris gekommen, um zu teil werden lassen! Die Sühnemission muß die harten Be- lichen Höhe. Durch das alte Mittel der Minderförderung scheinen Nachforschungen darüber anzustellen, ob etwa aus Marseille und dingungen erfüllen und Rußland muß sich dem deutschen Zollwucher die Kohlenkapitalisten auch in diesem Winter wieder Wucherprofite Toulon verschwundene, als Anarchisten bekannte Personen, sich nach fügen. machen zu wollen. Dünkirchen oder Compiègne begeben haben. wie umgekehrt. chinesischen Widerstandes. England. Doch noch nicht war den Helden der„ Kreuz- Zeitung" die Feder Es scheint aber nicht bloß auf das Hausdrandmaterial, sondern getrocknet, da hatte die deutsche Regierung ihre Sühneforderungen auch auf die Preistreiberei der Industriefohle abgesehen zu sein. tief ermäßigt, hatte den Kotau fallen laffen, hatte die Bitte um Ver: Die Industrie hofft ja jetzt, nachdem das Schlimmste vorüber zu verhaftete Dr. Krause ist derselbe, über den Lord Roberts am Der verhaftete Spion. Der unter dem Verdacht der Spionage zeihung in ein mildes Bedauern umwandeln müssen. Die Politik des herrischen Forderns war zersplittert an der Zähigkeit des sein scheint, auf eine Wiederkehr guten Geschäftsganges. Flugs find 31. Mai 1900 aus Johannesburg telegraphierte:„ Dank der vorzügdie rheinisch- westfälischen Oberpatrioten dabei, der deutschen Industrie lichen Anordnungen von Dr. Krause, dem hiesigen Kommandanten, Und wird es nicht genau so mit dem Zollwucher durch den Preiswucher am Rohmaterial die Erholung von den wurde die Besetzung von Johannesburg in zufriedenstellender Weise ommen müssen? Werden hier nicht gleichfalls Forderungen erhoben, Schlägen des Niederganges so schwer wie möglich zu machen. Für vollzogen. Ordnung herrscht in der ganzen Stadt. Dr. Krause kam die das Ausland nicht erfüllen fann und nicht erfüllen wird? sie heißt es verdienen, die verlorenen Profite durch gesteigerten mir beim Einzug in die Stadt entgegen, ritt an meiner Seite Wird die konservative Truppolitik hier nicht eines Tages ebenso Bucher wieder einzuholen, Nücksichten auf den heimischen Markt bis zum Regierungsgebäude, wo er mich den blamiert sein? Departementschefs vorstellte." Krause hat im Jahre 1893 in London Die durch den schlechten Geschäftsgang freigewordenen Kohlen- die Rechte studiert und ist jetzt 33 Jahre alt. Seine Schwester soll mengen, die in den Rhein- und Rubrhäfen sowie auf den Halden die Frau eines englischen Offiziers sein. der Zechen lagern, schienen anfangs für diesen Winter billige KohlenRußland. Doch die Sühneposse schüttet nur die Heiterkeit aller Welt über die deutsche Regierung. Das Trauerspiel des Zollwuchers aber schlägt dem deutschen Volfe tausend schwere Wunden, bis Umkehr und Einkehr erzwungen wird. bestehen für sie nicht. Juli 1901 576 937 Einfuhr in Tonnen Jan. bis Juli 1901 Wir preise zu garantieren. Aber die Syndikatswucherer haben dafür ge- Die gekränkte russische Unschuld. Beschuldigungen des„ Pester Der gerammte Kreuzer. Die deutschen Flottenmanöver, die sorgt, daß sie bei ihrer Ausplünderung der Industrie und des Lloyd", daß Rußland auf dem Baltan intriguiere, erfahren Zurfidgegenwärtig in der Ostsee stattfinden, haben das unbeabsichtigt ernst- Proletariats nicht durch große Kohlenvorräte behindert werden und in der" Petersburgstija Wjedomosti" eine energische hafte Schauspiel eines Seekrieges geboten, indem bei einem Durchbruchs: haben diese allmählich, wenn auch mit Verlusten, ins Ausland ge- weisung. Das Blatt sagt: Die russische Orientpolitit, überhaupt manöver am Mittwochvormittag der kleine Kreuzer Wacht" unweit bracht. Die Ein- und Ausfuhr von Kohlen zeigte seit Beginn des die ganze auswärtige Politik Rußlands hat ihre Gewissenhaftigkeit Arkona von dem Panzer Sachsen" derart mitschiffs gerammt Jahres bis Ende Juli im Vergleich zum Vorjahre die folgenden und ihre Kunst, Ruhe auf dem Balkan aufrecht zu erhalten, durch allzu beredte Thaten und Bestrebungen befundet, als daß eine wurde, daß er binnen einer halben Stunde fant und Biffern: fünstliche Agitation auch eines hervorragenden ungrischen Blattes nunmehr in einer Wassertiefe von 40 Metern liegt, aus der er irgendwelchen Schatten sowohl auf die russische Diplomatie wie auch schwerlich wieder gehoben werden wird. Als Ursache des auf die östreichisch- russischen Beziehungen werfen könnte. Zusammenstoßes wird das Versagen des Steners des gesunkenen zweifeln auch nicht daran, daß das Wiener Kabinett am allerwenigsten Fahrzeugs angegeben. Ein Glück war noch, daß der geranimte beargwöhnt werden kann, mit solchen seltsamen Agitationsartikeln Kreuzer sich noch 30 Minuten über Wasser zu halten vermochte, so gegen Rußland zu sympathisieren. daß es der aus 145 Stöpfen bestehenden Mannschaft möglich war, fich zu retten. Wäre der Zusammenstoß ein wenig heftiger erfolgt, so würden wir eine neue Marinekatastrophe zu beklagen haben. Aufzuklären wird noch sein, warum das Steuer im tritischen Moment, als es zwischen den Bauzern„ Sachsen“ und„ Württemberg" durchzubrechen galt, versagte. Oder sollte man die Abstände zu gering bemessen haben? and 3 427 759 4 690 162 240 634 58 657 Steinkohlen. Braunkohlen Coats Preßtohlen • 731 104 • • 31 279 5 901 Juli 1900 646 602 877 105 43 022 Steinkohlen. Braunkohlen Coats • • .1 329 360 2152 184 415 34 454 1 193 711 3 187 184 741 39 547 1 245 944 294 783 Breßfohlen 8 695. Ausfuhr in Tonnen 8.460 893 12 668 Die Einfuhr von Kohlen ist gegen den Juli des Vorjahres ganz Der kleine Kreuzer„ Wacht", ein Schiff von 1250 Tons Waffer- erheblich zurückgegangen, eben in Verfolg der Verschlechterung der verdrängung, wurde 1888 vollendet, und hatte 4000 Pferdekräfte. Lage der Industrie. Dagegen haben die Kohlenbarone die Ausfuhr Die marine- offiziöse Presse bezeichnet den Verlust des Schiffes, forciert, haben im Auslande mit Verlust verkauft um bei uns wieder das bereits das horrende Alter von 13 Jahren erreicht hatte, für fünftliche Kohlennot" zu erzeugen. Sie haben, wie das Kohlenfeinen allzu großen. Freilich werde man bald eine Erfaz- syndikat die Produktion lieber um ein Drittel einschränkte, so lieber forderung für das verlorene Schiff in den Etat einstellen die Kohle an das Ausland halb verschenkt, ehe sie im Inland Preismüssen. Der Verlust beziffert sich also nur auf so und so viele nachläffe bewilligten. Millionen! bid Der Boeren- Krieg. Erfolglosigkeit der Hunnenproklamation Kitcheners. Das Reutersche Bureau meldet aus Pretoria: sehr nennenswerten Erfolg. Inzwischen erlaubten die Behörden den Die Proklamation des Generals Kitchener hatte bisher keinen Frauen der noch im Felde stehenden Boeren, ihre Männer zu besuchen, um sie, wie sie es selbst verlangt hatten, auf die Aussichtslosigkeit eines weiteren Widerstandes aufmerksam zu machen. Die Opfer der Chamberlain- Politik. Das Kriegsamt veröffentlicht die Liste über die Gesamtverluste der englischen Truppen in Südafrika bis Ende August. Dieselben belaufen sich auf 3778 Offiziere und 69 932 Mann. Die Nachrichten über die Marktlage lauten ja vorläufig noch Davon blieben auf dem Schlachtfelde 332 Offiziere und sehr gedrückt. Auf den Fett- und Magerkohlen- Zechen im west- 4172 Mann; gestorben find: an unden 129 beziehungsKotau- Freifinn. Der Khati Uebergeschnapptheit ist abwechslungshalber wieder einmal das Berliner Tageblatt" fälischen Revier sind zahlreiche Feierschichten eingelegt, dagegen sind weiſe 1440, in der Gefangenschaft 4 beziv. 33, an tranf heiten 254 bezw. 10 154. Durch Unfälle tamen um 14 verfallen. Was es in seiner vorgestrigen Notiz über den ganzen Gas- und Gasflammkohlen- Zechen faft wider voll beschäftigt. Für bezw. 407. Bermißt werden 50 bezw. 560 und nach der Heimat chinesischen Rummel" antithafistisch gefündigt, macht es das vierte Quartal will das Syndikat die Förderungseinschränkung wurden als invalide oder frank zurückbefördert 237 Offiziere Heute in einem deliranten Anfall von Khatikoller wieder doppelt und etwas herabmindern. Aus dem oberschlesischen Revier verlautet, und 53 100 Mann. dreifach wett: daß die Gesamtverladungen im August sich bedeutend gehoben Das sind, die Vermißten eingerechnet, 17 552 Tote! Wieder ein Panzerzug zum Entgleifen gebracht. es sich dabei bloß um Leere Demonstration handelt. Stadtv. Bruns( Soc.): Die Angelegenheit ist von sehr großer Kapstadt, 4. September. Am 2. d. M. wurde ein Panzerzug Der Rebirer geht dann auf die Zeitungsmeldung ein, wonach die socialer Bedentung, wenn auch der Magistrat die stenertechnischen bei der Einfahrt in die Station Tauugs dadurch zum Entgleisen ge- militärischen Verhältniffe Kauffmanns die Ursache der Nicht- Nücksichten in den Vordergrund stellt. Wir stimmen natürlich der bracht, daß Eingeborne die Weichen falsch gestellt hatten. Man glaubt, bestätigung gewesen find. Stadtrat Kauffmann hat sich stets des Vorlage zu, möchten aber die Rückwirkung der Maßregel auf daß es sich um Verrat handelt, weil Boeren in der Nähe stehen. umgeteiltesten Ansehens auch bei den politischen Gegnern erfreut. das Wahlrecht Klargestellt haben. Die Versammlung hat sich Drei Mann wurden getötet und fünf, darunter und dieser Mann soll nicht für den Posten des Bürgermeisters ge- früher dahin ausgesprochen, daß sie nicht wünscht, daß gleichein Offizier, verlegt. eignet erscheinen? Auf allen Seiten sind denn auch diese militärischen zeitig mit der Äußerhebungsetzung das Wahlrecht in Wegfall Rücksichten nicht als ausreichender Grund für die Nichtbestätigung kommen soll; soll; Herr Caffel hat aber damals und zwar London, 5. September. Aus Middelburg wird gemeldet: Eine angefehen werden. Man weist jetzt auf die geringe Majorität als Referent ausgeführt, daß es der Stadtgemeinde unbeenglische Patrouille nahm zwei Boeren des Theronschen Kommandos des Gewählten hin. Das könnte doch nur dazu nommen sei, ein Statut zu erwirken, welches den Nichtstenerzahlern gefangen und verwundete zwei andre in einem Gefecht. Bei Fraser- führen, ihn jetzt möglichst einstimmig zu wählen. Bürger- das Wahlrecht entzieht. Daß das Schlagwort, an dem die Mehrheit burg hat am 31. August ein Gefecht zwischen dem Boerentommando meister Brinkmann hatte noch eine geringere Mehrheit auf- festhält, nicht zutrifft, ist von unsrer Seite wiederholt nachgewiesen unter dem Befehl des Kommandanten Schmitt und englischen Truppen zuweisen, und ist doch bestätigt worden. Anzunehmen, daß die worden, wir brauchen ja nur an die indirekten Steuern zu erinnern, stattgefunden. Hierbei wurden drei Boeren gefangen genommen; Minderheit seine Nichtbestätigung mit irgend welcher Freude begrüße, welche ganz besonders von den Armen und Aermisten aufgebracht eine Anzahl wurde verwundet, aber sie entkamen. wäre sehr irrig. Wird Kauffmann möglichst einstimmig wieder werden. Die Vertröftung auf die Reform des Kommunal- Wahlgewählt, so steht zu hoffen, daß eine nochmalige Prüfung rechts hat sich als nahezu wertlos erwiesen. Bei der früheren Bein der Bestätigungsinstanz zu seiner Bestätigung führen kann. ratung hat Herr Wallach vor dem Magistratsvorschlage auch deshalb Wir haben stets gegeben dem Kaiser, was des Kaisers ist; wir sind gewarnt, weil dann Steuererheber überflüssig und arbeitslos aber auch überzeugt, daß selbst bei der höchsten Spize unfres Staates werden und deshalb zur Socialdemokratie übergehen könnten. die Worte Schillers Männerftolz vor Königsthronen" nicht als ein Für die Mehrheit scheint dieser Grund damals durchSchall, sondern als ein von freien Bürgern kommender und zu be- fchlagend gewefen zu sein, wir fönnen ihn nicht recht ernst herzigender Mahnruf erscheinen werden.( Beifall.) Nach außen hin nehmen, jedenfalls wird er uns nicht hindern, die Vorlage an muß jedenfalls in diefer schwierigen Situation die Bürgerschaft zunehmen und zwar ohne Ausschußberatung, die wir für gänzlich Berlins so einheitlich wie möglich vorgehen. entbehrlich halten. Wir stimmen daher ohne weiteres für die Borlage, wenn uns die gewünschte Erklärung vom Magistratstische wird. Partei- Nachrichten. Zum Parteitag. Im dritten Hamburger Wahlkreis wurden Genoffe Stubbe, üttmann und Frau Steinbach zu Delegierten gewählt. Eine Konferenz im ersten Hannoverschen Wahlkreis delegierte Paul Hug Bant. Ein Antrag, der den Schiedsspruch in Sachen der Hamburger Accordmaurer verwirft, wurde mit Stimmengleichheit abgelehnt. ibid fall " Stadtv. Singer( Soc.): Ich empfinde nicht das Bedürfnis, wie der Vorredner die von uns vorgenommene Wahl zu verteidigen. Jm 17. sächsischen Wahlkreis wurde folgende Resolution Wir dürfen für uns dasjenige Maß von Achtung für eine Versamm- Stadtv. Wallach( A. L.): Daß der Magistrat den Antrag auf angenommen: Die Parteiversammlung erwartet vom Parteitage, lung in Anspruch nehmen, welche die höchsten Beamten ihres Gemein- schriftliche Nachricht über die Veranlagung an die 4 Mark- Cenfiten daß der gefällte Schiedsspruch in Sachen der Hamburger Maurer wesens zu wählen hat. Etwas eigentümlich hat es mich berührt, ablehnen würde, nachdem dieser Antrag kaum drei Monate vorher richtig gestellt wird, dadurch, daß der Parteitag ausspricht: Die daß der Vorredner die Verdienste Kauffmanns heute so lebhaft her- auch von der Versammlung abgelehnt war, begreife ich vollkommen, Hamburger Accordmaurer sind als Streifbrecher anzusehen. Im vorgehoben hat, während doch das Ergebnis der Wahl zeigt, daß aber für die Kur à la Dottor Eisenbart, die darin besteht, die ganze übrigen erwartet die Versammlung, daß solche Anträge der Ge- ein großer Teil seiner Fraktionsgenossen Herrn Kauffmann nicht ge- Einnahme von 300 000 m. fallen zn lassen, weil man 10 000 M. werkschaften in Zukunft von der Partei zurückgewiesen werden." wählt hat.( Murren.) Auch wir schließen uns dem Antrage auf für die Benachrichtigung nicht ausgeben will, tann ich mich nicht beIm weiteren beschloß die Versammlung, teinen Delegierten nach Bornahme der Wahl ohne Ausschußberatung in der nächsten geistern. Die eine Mart vierteljährlich wird doch jeder Bürger aufLübeck zu senden, sondern die Bertretung dem Abgeordneten des Sigung an. Es giebt auf die Richtbeſtätigung nur die eine bringen fönnen, der Rechte in unirer Stadt ausüben will. Auch Kreises, Auer, zu übertragen. Der Bericht über den Stand der Antwort: Wiederwahl. Optimistisch aber wie der Vorredner bin ich würden bei der Außerhebungfeßung 20 000. Beamte u. dergl. mit Presse in diesem Kreise ergab ein befriedigendes Bild. hinsichtlich der Wirkung dieser Wiederwahl nicht. Die Nichtbestätigung einem Schlage gänzlich steuerfrei. Im socialdemokratischen Verein in Hannover wurde gegen ist allerdings eine charakteristische Illustration zu dem Ver Die Einkommensverhältnisse haben sich gebessert; die hohe Zahl eine geringe Minorität zu Gunsten des Schiedsspruchs votiert. halten einer Versammlung, welche alt Loyalität, um nicht der 80 000 fruchtlosen Pfändungen giebt ein falsches Bild. Lehnen Barteigenossen des 12. und 13. Wahlkreises( Leipzig Stadt zu sagen an Byzantinismus, das Erdenklichste geleistet hat. Sie die Vorlage einfach ab, oder verweisen Sie sie an einen Ausschuß. und Land) nahmen vorgestern abend Stellung zum Lübecker( Unruhe). Daß die wiederholte Nichtbestätigung meiner Partei Stadtrat Tourbié: Der§ 77 des Einkommensteuer- Gesetzes Barteitag. Ein Antrag Grenz auf Aufhebung des Hamburger zu gute fommen werde, wie der Vorredner vermutet, das liegt eben gewährleistet das Wahlrecht. Charlottenburg erhebt die unterste Schiedsspruchs wurde nach längerer Diskussion abgelehnt. in dem sprichwörtlichen Glück der Socialdemokratie.( Große Heiter Stufe längst nicht mehr, ohne daß dort von einer WahlrechtsBeschlossen wurde, dem Parteitag vorzuschlagen, daß der nächste keit.) Unire Gegner find immer unsre besten Agitatoren. Für den entziehung die Rede wäre. Parteitag in Leipzig abgehalten werde. Oberbürgermeister Kirschner muß es ein erhebendes Gefühl gewesen An der weiteren Beratung beteiligen fich Stadtv. Dr. Preuß Die beschlagnahmten Petitionsliften. Wie feiner Zeit mit daß Herr Kauffmann fein, als man ihm im Ministerium des Innerit mitteilte,( N. L.), der auf den Vorgang zahlreicher andrer preußischer Komgeteilt, wurden im Wahlkreise Reichenbach- Neurode Petitionslisten nicht gut genug zum Bürgermeister von zwar als Stadtrat gut genug, aber munen Bezug nimmt und die Aufhebung der 4 M.- Stufe sofort begegen den Brotwucher von Polizeibeamten beschlagnahmit. Auf die werden gut thun, bei der demnächstigen Ausschreibung einer Bürger- Bruns für den Ausschuß plädiert und darauf verweist, daß auch Berlin sei. Wir schließen will, und Stadtv. Cassel, der unter Polemit gegen von unserm Genossen Kühn beim Landratsamt in Neurode ein- meiſterſtelle die Militärpapiere mit einzufordern und die Stelle mit der Stadtrat den Magistrat nicht für alle Ewigkeit binden könne. gelegte Beschwerde sind jetzt die beschlagnahmten Exemplare vom Militäranwärtern zu besetzen.( Große Heiterkeit.) Landratsamt ohne jede Bemerkung zurückgeschickt. Weniger wort- Offizierrod ist nach unsrer Meinung der vornehmste, sondern Ausschuß nichts ändern können. Auch im Ausschuß würde ja der Nicht der Stadtv. Bruns: An diesen Möglichkeiten würde auch der larg war hoffentlich der Landrat gegen seine Beamten, die einer der einfache Bürgerrock, dessen Träger erst das Material liefern Magistratsvertreter nicht erklären können, daß eine Aenderung des WahlRechtsbelehrung dringend bedürfen. müssen, aus dem Offiziersröcke geschnitten werden.( Sehr richtig!) rechts für immer ausgeschlossen ist; aber soviel geht aus seiner Die Accordmaurer- Angelegenheit bildete das Thema einer Dieſem militaristischen lebermut sollte man nicht so fanftmütig entgegen heutigen Aeußerung hervor, daß unter den gegenwärtigen VerArbeiterversammlung, die unter dem gemeinsamen Präsidium des treten, sondern ihm gegenüber deutlich aussprechen, daß die Bürger- hältnissen eine Aenderung nicht in Frage steht. Das Streben nach Parteivereinsvorsitzenden Genossen Liebmann und dem Kartell- schaft Berlins es müde ist, immer bloß den Willen des Hofes zu Ausschußberatung dieser Vorlage ist mir angesichts der bevorstehenden vorsitzenden Genossen Schäfer am Dienstagabend in Mainz im erfüllen, und dekorativ mitzuwirken, während z. B. über die Köpfe Wahlen sehr verdächtig.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Lokal Rothermund tagte. Nach einem einleitenden Referat empfahl Ge- der Bürgerschaft hinweg Konzessionen au Brivatgesellschaften gegeben Stadtv. Mommsen: Wir sind stets für die Aufhebung einnosse Dr. David folgende von den beiden Vorständen vereinbarte werden. Es wird schließlich jeder behandelt, wie er es verdient. Wie getreten und thun dies jegt wiederum. Sollte das Wahlrecht dadurch Sesolution: wir das vorige Mal für den Stadtrat Kauffmann als Bürgermeister jemals tangiert werden, fo wird gewiß die ganze Bersammlung für " Die heutige von den Vorständen der socialdemokratischen gestimmt haben, werden wir es das nächste Mal auch thun. Die schleunigste Wiederinhebungsegung sein. Der Ausschußberatung widerPartei Maing und des Gewerkschafts- Kartells gemeinsam Bürgerschaft wird es sicher gern sehen, wenn ihre Vertreter, um ein streben wir nicht. einberufenen Bersammlung ist der Ueberzeugung, daß die Wort zu gebrauchen, das gegenüber den Alexandrinern ausgesprochen Die Mehrheit beschließt Ausschußberatung. Angelegenheit der Hamburger Accordmaurer nicht zum Streit- wurde und das anzuhören auch unserm Herrn Oberbürgermeister Zur Erweiterung des Vieh- und Schlachthofs zwischen Partei und Gewerkschaft gemacht werden darf. Gelegenheit geboten worden war, frech und unbotmäßig genug sein Sie hält es für das beste im Interesse der politischen wie der werden, ihre eigne Meinung zu behalten und sie sich nicht nach gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung, wenn strittige Angelegenheiten der der Krone ummodeln zu lassen.( Beifall bei den Socialdemo: innerhalb des einen Verbandes nicht in den andren Verband hinein- traten.) getragen werden. Indem sich die Versammlung jeder Meinungs- Stadtv. Rosenow( N. L.): Dieser Angriff des Vorredners auf äußerung über die vom Schiedsgericht niedergelegte Auffassung die Freunde des Herrn Cassel ist im gegenwärtigen Augenblic enthält, spricht sie den Wunsch aus, daß der Parteitag doch recht deplaciert. Der König hat von seinem Rechte Gebrauch den Schiedsspruch aufhebt und die ganze Angelegenheit gemacht, er hat auch nicht nötig, uns seine Gründe bekannt zu den gewerkschaftlichen Justanzen zur alleinigen Regelung überläßt." geben. Der gefeßliche Boden ist also nirgends verlassen. Weber Die Debatte war eine äußerst lebhafte." Der scharfen Kritik, die die Gründe der Nichtbestätigung sind wir auf Vermutungen der Schiedsspruch seitens einzelner Redner fand, stand eine ebenso angewiesen; nach dem, was wir darüber vernommen haben, find Auf dem Grundstück des Kaiser und Kaiserin Friedrichenergische Verteidigung seitens andrer gegenüber. Die Resolution vir gezwungen, dagegen zu protestieren, daß man militärische Rück Kinderkrankenhauses in der Reinickendorferstraße, dessen gelangte schließlich mit circa 140 Stimmen gegen 16 zur Annahme: fichten in unsre Verivaltung hineinträgt. Uns ist Auch von den dagegen Stimmenden war ein Teil für die in der ReStauff Uebernahme in die städtische Verwaltung zum 1. Oftober 1901 der rechte Mann, der rechte Mann für alle Zeit. erfolgen soll, ist die Reparatur zweier Baracken, die zur solution vorgeschlagene Lösung der ganzen unliebsamen Angelegen- Ich bin sonst kein Optimist, aber in diesem Fall doch; wenn die Aufnahme von mit Masern und Keuchhusten behafteten Kindern beheit. Sie stimmten nur dagegen wegen der ihnen nicht zusagenden gefamte Bevölkerung fich für Kauffmann erklärt, wird man an den stimmt sind, erforderlich. Der Magistrat beantragt dafür die BeBegründung. entscheidenden Stellen doch Bedenken tragen, einen Konflikt mit der willigung von 2700 M. Berliner Bürgerschaft hervorzurufen. Kommt es doch dazu, dann Stadtv. Dr. Freudenberg( Soc.): Die in der Vorlage erwerden wir ja möglicherweise den königlichen Kommissar wähnten Baracken sind die eine für masernkranke und die andre erhalten, aber die Berliner Selbstverwaltung ist stark genug, auch für Kinder bestimmt, die nicht infektionskrant sind; insofern enthält diesen Kommissar zu ertragen. Die verantwortlichen Stellen sollen die Vorlage einen Irrtum. Aus der Vorlage, für die wir not25. Sigung vom Donnerstag, den 5. September. Selbstverwaltung Berlins wäre nichts wert, wenn sie einen solchen Nachricht darüber, daß der Magistrat unserm Beschluffe, die Uebersich wohl überlegen, ob sie einen solchen Kampf wollen. Die gedrungen werden stimmen müssen, erhalten wir auch die erste Mit der heutigen Sigung nimmt die Versammlung ihre durch Stadtv. Caffel: Jeden Angriff des Kollegen Singer fann ichon zum 1. Oftober 1901 eintreten zu lassen, zugestimmt hat. Kampf nicht ertragen könnte.( Beifall.) nahme des Krankenhauses nicht erst zum 1. April 1902, sondern givei Monate Sommerferien unterbrochen geweiene regelmäßige man sich denn doch nicht gefallen lassen. Ich habe nicht mit außer Wir haben damals auch noch gefordert, daß der Magistrat rechtzeitig Thätigkeit wieder auf. Die Tagesordnung umfaßt 69 Nummern, ordentlicher Sanftmut" gesprochen, sondern in meiner Weise eine Vorlage über die näheren Bedingungen der Uebernahme, machen darunter 15 Rechnungen und 18 Borlagen für die geheime Sigung. unser Recht, pflichtgemäß und nach unsrer Ueberzeugung zu handeln, sollte; ich bitte diese Vorlage uns recht bald zugehen zu Unter den letzteren befindet sich auch der Magistratsantrag auf Ver: leihung des Prädikats" Stadtältester" an den seit dem 1. Juli d. I. streite ihm das Recht, solche Behauptungen aufzustellen. Wir leben des Kinderfrankenhauswesens zu Tage getretenen Mängel find sogar Dann hat er uns Byzantinismus vorgeworfen. Ich be- lassen. Beit dazu ist es wohl. Die auf dem Gebiete aus dem Amte geschiedenen unbesoldeten Stadtrat Bail. Vor der Sigung sind 3 Ausschüsse gewählt worden und zwar verfassungsmäßigen Institutionen heraus; in einem Staate, in dem wir Pflichten haben aus unsren von der Krankenhausdeputation anerkannt worden, und das will schon zur Vorberatung der Vorlagen betr. die Festsetzung einer neuen zu den letzteren anders stehen als wir, so giebt ihnen das fonders vor Augen geführt worden durch die Mitteilungen aus dem wenn die Herren etwas heißen. Die Not ist gerade in letzter Zeit der Bevölkerung beFluchtlinie für die Südostseite der Alten Jakobstraße zwischen noch kein Recht zu Sebastian- und Dresdenerstraße und betr. den Ankauf des Spree uns kein Recht zu diesem Vorwurf. Herr Singer nennt Elisabeth- Kinderhospital über an Kindern erfolgter Tripper- Ansteckung. Optimisten. Wir Ufer- Grundstücks an der Wullemveberstraße, sowie zur Vorbereitung daß die fachliche Vertretung unfres Standpunktes die Regierung ver- parlamentarischen Ausdruck überhaupt nicht finden kann, und trotzdem find thatsächlich der Ueberzeugung, Dort müssen grauenhafte Zustände herrschen, für die man einen der Wahl eines befoldeten Stadtrats. Die Vorlage betr. die Frequenz in den Gemeinde- verantwortungsvollen Rat danach zu erteilen. Herr Singer bemußt ihre kranken anlassen kann, die Frage nochmals gründlichst zu prüfen und ihren ist die Stadt Berlin bisher genötigt, dieses Hospital auch für schulen am 1. Mai d. J. wird ohne Debatte zur Kenntnis ge- natürlich auch diese Gelegenheit, um durch das Salz der Nede nach nehmen. Kinder in größerer Anzahl in Anspruch zu 250 Kinder find im letzten Jahre in diesem Zur Vorlage betreffend die Grundsäge für die Berüderreichen, was wir anstreben: die Bestätigung der Wahl des Stadt- Also muß die Stadt Berlin baldigst Vorkehrungen treffen, um außen Wirkungen zu erzielen; wir wollen durch unire Haltung nur Krankenhause auf Kosten der Armendirektion verpflegt worden. sichtigung frember Dienstzeit bei der Pensionierung rats Kauffmann zum Bürgermeister. und Reliktenversorgung von besoldeten Magistrats= sich von solchen Krankenhäusern zweifelhafter Natur freizumachen, mitgliedern befürwortet Stadtv. Dinse( N. L.) einen Antrag, Wahl des zweiten Bürgermeisters auf Fast einstimmig wird darauf beschlossen, die und wir ersuchen deswegen dringend die Verwaltung, uns recht die fremde Dienstzeit auch bei den sonstigen städtischen Angestellten Tagesordnung der nächsten Sizung aufeßen. die bald eine Vorlage über das Kaiser Friedrich- Kinderkrankenhaus zu zu berücksichtigen. Auf Anregung des Stadtv. Michelet( Fraktion machen. Mommsen) wird dieser Antrag einem besonderen Ausschusse von Magistrats, die Entgegen dem im November 1899 erneuerten Vorschlage des unterfte Gemeinde- Einkommenstenerstufe nommen. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. = nachmittags 5 Uhr. 10 Personen überwiesen. Die Vorlage selbst gelangt zur Annahme. Durch Schreiben des Oberpräsidenten v. Bethmann- Hollweg vom Stadtrats mann betont. sowie für den Fleisch- Engrosmartt soll der Ankauf zweier an der Landsberger Allee gelegenener, der Mitteldeutschen Kredit. bank bezw. dem Fürsten Stolberg- Wernigerode gehöriger Terrains von 73 795 und 78 954 Quadratmeter zum Preise von 28,20 bezw. 32 Mark pro Quadratmeter erfolgen. Der Kaufpreis beträgt circa 4 605 000 art. Auf Antrag des Stadtv. Ha berland( A. 2.), der auf den hohen Preis des Objekts und die Bedeutsamkeit der Angelegenheit hinweist, wird die Vorlage in einen besonderen Ausschuß von 15 Mitgliedern verwiesen. Stadtrat Straßmann: Die Vorlage bezieht fich auf zwei Baracken, welche an Keuchhusten und Masern erkrankte Kinder beherbergen. Die verlangte Vorlage haben wir bis jetzt nicht waren. Die landesherrliche Genehmigung zur Uebernahme mußte machen können, weil weitschichtige Vorbereitungen erforderlich in 9. Juli ist dem Magistrat mitgeteilt worden, daß der König der( 4 M. bei Einkommen von 660-900 Mark jährlich) außer von der Stadtverordneten- Versammlung getroffenen Wahl des Hebung zu setzen, hatte die Mehrheit der Versammlung die eingeholt werden; der Verein des Kinder- Krankenhauses mußte sich Gustav Kauffmann zum zweiten Bürgermeister beschlusses betr. die Aufhebung der Gemeinde- Einkommensteuer- Alles Forterhebung dekretiert. Gelegentlich der Beratung des Gemeinde- auflösen und die Protektorin ihre Zustimmung erteilen. das tvar erft Ende Mai der Stadt Berlin die Bestätigung versagt hat. Zugleich ist Ordnung im Juni d. J. hatte sie wenigstens der Forderung nach ist ein Generalprogramm für die Einrichtung aufgestellt. erledigt. Gegenwärtig der Magistrat ersucht worden, wegen herbeiführung einer gegeben, daß jedem Cenfiten dieser Stufe eine schriftliche Nachricht über Es soll ein großes Gebäude zur Aufnahme für äußerlich und immerneuen ahl das Erforderliche zu veranlassen; er hat unterm seine Veranlagung zugestellt werden sollte, und den betreffenden Bassus lich Krante werden, nicht infektionöser Art hergestellt 17. Juli feinerseits die Versammlung ersucht, wegen der Neuwahl jenes Gemeindebeschlusses entsprechend umgestaltet. Der Magistrat welches dann die Säuglinge übergeführt werden, worauf die baldgefälligst" das Weitere zu veranlassen.. ist lindessen diesem Beschlusse nicht beigetreten, da er von der Aus- Masernkranken in die Säuglingsbaraden verlegt werden sollen. Stadtv. Caffel( A. L.): Meine Freunde haben einstimmig be- führung desselben lediglich eine Häufung der mit der Erhebung dieser In dem von Stadtv. Freudenberg zuletzt angeführten Falle hat es sich schlossen, von einer Ausschußberatung Abstand zu nehmen, die Wahl Stenerstufe verbundenen Uebelstände und Beschwerden besorgt, und übrigens nicht um eine Tripperinfektion gehandelt, sondern um den in nächster Sigung anheimzustellen und ferner einstimmig beschlossen, er bringt statt dessen abermals die Außerhebungsegung der bekannten fatarrhalischen Ausfluß strophulöser Kinder. Es betrifft das bei der abermaligen Wahl wiederum für den Stadtrat Kauffmann Stener dieser Stufe vom 1. April 1902 ab auf unbestimmte Zeit in einen Fall, wo von uns ein Kind, das von uns vollkommen gesund einzutreten.( Beifall.) Nachdem diese Wahl zur allge Borschlag. meinsten Ueberraschung die tönigliche Bestätigung nicht befunden war, am 3. April dorthin geschickt wurde und nachher mit er= Stadtv. Stadtrat a. D. Kämpf( A. 2.) glaubt nicht, daß diesem Ausfluß behaftet befunden worden ist. Nur die Zeitungen halten hat, wird jegt in einem Teile der Presse behauptet, daß eine die Gründe des Magistrats die Stellungnahme der Mehrheit er- haben von Tripper gesprochen; uns ist ein derartiger Zustand Wiederwahl bloß eine leere Demonstration sein würde, ja, man vers schüttern werden. Es ständen sich hier zwei socialpolitische An- niemals offiziell mitgeteilt worden. steigt sich sogar zu der Behauptung, das wäre eine un- fchauungen gegenüber; die Mehrheit habe sich immer zu der Aufgefes he Handlung, ein Verstoß gegen die Prärogative der fassung bekannt: Wer nicht mitthatet, soll auch nicht mitraten. Stadtv. Dr. Freudenberg: Die Mitteilung über das BauKroe. Für solche Auffassung findet sich in der Städte- Ordnung programın begrüßen wir mit Freuden; indessen war es doch Daneben tämen praktische Gefichtspunkte in Betracht, vor schon seit dem 7. März möglich, ein solches Programm zu geben, nicht der geringste Boden. Es ist nirgends gesagt, daß bei der allem die Frage, ob denn wirklich die Benachrichtigung da schon damals der Magistrat der Verwaltung des Hauses seinen Neuwahl fich die Wahl nicht wieder auf den zuerst der Verwaltung und den Steuererhebern eine so unverhältnis: Beitritt zu unsrem Beschlusse mitteilte. Gewählten lenken dürfe. Bezüglich des ElisabethWir würden aber von diesem Rechte mäßige Last aufladen werde. Diese Rücksichten ließen Ausschuß- Sofpitals verbleibe ich bei meinen Ausführungen. der Wiederwahl sicherlich Der erste keinen Gebrauch machen, wenn beratung als unumgänglich erscheinen. Bericht darüber stand im im Vorwärts" vom 9. Auguft und genommen. Einfluß der Krankenhauspflege auf das Wahlrecht wird auf die nächste Sigung vertagt. fetzten. 1/29 Uhr. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. 4 Erwerbsstand Kleinkaufleute = " Gründe verschwinden lassen wollen, weil Die er beruhte auf Nachrichten, die von der Krankenhaus. Ibande zur Anerkennung verhelfen wollen. Mit Bezug auf die Er- sowie die der Bezirke 512 und 517. Dagegen wurde der Absatz c verwaltung selbst eingezogen waren und zwar in vorsichtigster örterungen in einigen socialdemokratischen Zeitungen über die in der Form des Entwurfs der Kommission mit 383 gegen Weise. Von dem Redacteur war die betreffende Nachricht mir vor- Stellung der Konsumvereine als Ergänzung zur gewerkschaftlichen 296 Stimmen angenommen. Der§4 des Kommissionsentwurfs gelegt worden und ich hatte ihm bedeutet, er solle zuvor in der An- und politischen Bewegung bekämpft der Anwalt diese Auffassung, die gelangte nach kurzer Debatte gegen einige Stimmen zur Annahme. stalt selbst anfragen, das hat er gethan und die Bestätigung erhalten, geeignet sei, die Konsumvereine in Mißkredit zu bringen. Das Bu§ 5 des Kommissionsentwurfs wurde an Stelle des ziveiten Abdaß nicht in einem Fall( Stadtrat Straßmann: Ein Fall von Genossenschaftswesen drohe heute zum Kampfmittel zu werden; er sazes, der von der Befreiung franker und arbeitsloser Mitglieder vom unserm Waisenhause!) das mag sein, sondern in 40 Fällen hoffe, daß das Wort:„ Die Genossenschaft ist der Friede" wieder zu Beitrag handelt, eine von den Genossen des 640. Bezirks vorTripperübertragung in dem Elisabeth- Kinderhospital stattgefunden seinem Recht gelangen werde. geschlagene Fassung, weil kürzer und präciser, angenommen. Zurück hat. Das halte ich aufrecht. v. Elm- Hamburg und Lorenz Chemnitz traten in langen Aus- gezogen wurde der Vorschlag, die Extrasammlungen von der Ge Die Vorlage wird angenommen. führungen für die Ansicht ein, daß der vorjährige Beschluß des Genehmigung der Generalversammlung abhängig zu machen. Der Gelegentlich der Etatsberatung hat die Versammlung die nossenschaftstags, betr. die genossenschaftliche Organisation der Klein- gesamte Paragraph erhielt mit 222 gegen 196 Stimmen die ZuResolution beschlossen, daß in den städtischen Krantenhäusern faufleute, fein zweckentsprechender fei. Sie wollen auch nicht die ge- stimmung der Versammelten unter Hinzufügung von Bestimmungen, entsprechende Warteräume für die Krankenbesucher bereit famte Produktion organisieren, und halten dies für eine Utopie, nach welchen für unbrauchbare und verloren gegangene Mitgliedsgestellt werden möchten. Der Magistrat weist in seiner vielmehr sollen die Konsumvereine auf Grundlage des organisierten bücher 10 Pf. zu entrichten feien und weiter jedes Mitglied Antwort darauf hin, daß in den Krankenhäusern am Friedrichs- Konsums zu der dem Bedürfnis nach nötigen Produktion übergehen. verpflichtet ist, alt den Arbeiten des Vereins, wie Flughain und am Urban besondere Warteräume nicht erforderlich Großen Unwillen hat der vom Allgemeinen Verband von den blätter verbreiten usw. teilzunehmen." Der§ 6 und der seien, bei dem Krankenhause Moabit dagegen in dem neuen Ver- Konsumvereinen des sächsischen Verbandes Vorwärts" geforderte dazu von den Genossen der Schönhauser Vorstadt gestellte waltungsgebäude solche beschafft werden sollen. Revers vor ihrer nachgesuchten Aufnahme in den Allgemeinen Ver- Abänderungsantrag, der besagt, daß jeden dritten Dienstag Stadtv. Rosenow bemängelt die unbestimmte Fassung der band in jenen Kreisen hervorgerufen. Die Vereine sollten sich im Monat in jeder Vorstadt eine vom Abteilungsführer einMagistratsauskunft, und auch Stadtv. Freudenberg fann nicht erklären, an den bisherigen wirtschaftlichen Grundsäßen des All- zuberufende Mitgliederversammlung stattfinden soll, führten zu einer finden, daß die Frage eine ideale Lösung gefunden habe. gemeinen Verbandes nicht rütteln zu wollen und jede Benutzung der lebhaften Diskussion. Der Antrag der Schönhauser Vorstadt wurde Nachdem noch Stadtrat Straßmann als auch Stadtv. genossenschaftlichen Organisation zur Ergänzung politischer Be- schließlich mit 222 gegen 196 Stimmen abgelehnt und darauf die von Rosenow sich hierzu geäußert, wird die Vorlage zur Kenntnis wegungen, wozu in einem socialdemokratischen Aufruf aufgefordert der Kommission vorgeschlagene Fassung angenommen. war, auszuschließen. Die Tendenz dieses Aufrufs wurde von andrer Hierauf wurde die Generalversammlung der vorgerückten Zeit Die Vorlage betreffend den Seite bestritten. Redacteur Kaufmann von der Wochenschrift der wegen vertagt. Großeinkaufs- Gesellschaft" in Hamburg verteidigte sein Recht der Die Tabakarbeiter und Arbeiterinnen hielten am 4. SepKritik an den Beschlüssen der Genossenschaftstage, wohingegen tember bei Nümann in der Brunnenstraße eine gutbesuchte öffentliche Verbands Direktor Dr. Alberti- Wiesbaden auf die schrift der Städteordnung vom 15. bis 30. Juli öffentlich ausgelegen Genossenschaften direkt zuwiderliefen und die im Allgemeinen Berlins zu dem Vorgehen der streitenden Sortierer Die berichtigte Gemeinde- Wählerliste hat laut der Vor- dieser Kritik hinwies, die den Grundsägen der Schulze- Delitzsch'schen Versammlung ab. Als einziger Punkt stand auf der Tagesordnung:" Wie stellt sich die Zabalarbeiterschaft und ist von 6947 Personen eingesehen worden. 33 Einsprüche Verbande nicht geduldet werden könnten. Der Allgemeine Verband der Firma Juhl gegenüber ihren Mitarbeitern. sind erfolgt. Die Städte- Ordnung enthält die allgemeine Vorschrift, ist für alle Berufsstände da, ihnen auf dem Wege der genossen- Aus den Darlegungen von Mar Kiesel und Dechand ist daß die Stadtverordneten- Versammlungen über derartige SUP schaftlichen Organisation mit Rat und That beizustehen zu folgendes zu entnehmen. Mitte Juli entstand der Streik der Einsprüche gegen die Richtigkeit der Liste wirtschaftlicher Besserung ihrer Lage, aber zu keinen anderen Zwecken. Sortierer der Firma Juhl, weil die Lohnforderungen, die bis zum 15. August zu beschließen haben; indessen kann dieser Dem widerspricht die Absicht gewisser Konsumvereine, die einen die 5 Sortierer gestellt hatten, nicht bewilligt wurden. Termin durch Gemeindebeschluß verlegt werden, und von dieser Befugnis haben die im er ihnen nicht in ihren Kram paßt. Hier, so führte Dr. Alberti Sortierer hatten, wie besonders hervorgehoben wurde, sich wegent bergangenen der Lohnbewegung, als dieselbe im Juni unter ihnen er= Winter Gebrauch gemacht, indem sie den unbequemen Termin aus, sei die Grenze der genossenschaftlichen Organisation für den örtert wurde, nicht mit den übrigen 95 Arbeitern der Firma verdes 15. August, der eine unliebsame Unterbrechung der Sommer- Allgemeinen Verband, und es könne einem dem Allgemeinen Ver- ständigt. Auch als der Streit bereits im Gange war, habe der hiesige ferien bedeutete, beseitigten und den 30. September an seine Stelle Anschauungen grundsäßlicher Art, wie sie im Allgemeinen Verband Solidarität der übrigen Arbeiter nicht brauchen. Drei Tage nach bande nahestehenden Organe nicht die Berechtigung zuerkannt werden, Bevollmächtigte des Sortierervereins noch erklärt, daß sie die vertreten werden, in einseitigem Interesse zu widersprechen. In der Ausbruch des Streits seien die Plätze der Ausständigen schon bes Die Vorlage geht an den Wahlprüfungs- Ausschuß. Nach Erledigung Buchbinder- Zeitung" habe v. Elm eine allgemeine große Produktions- seßt, und der der übrigen Beratungsgegenstände weitere Kampf aussichtslos gewesen. Unter für die öffentliche Sizung erfolgt der Schluß derselben gegen Allgemeine Verband keinesfalls seine Zustimmung geben, und er Nordhausen sowie auf die ganze derzeitige Situation habe der AusOrganisation als Zukunftsideal hingestellt. Dazu könne der diesen Umständen, und mit Rücksicht auf die schweren Stämpfe int ziehe eine reinliche ernste Scheidung von denen vor, die der schuß des Tabakarbeiter- Verbandes den Sympathieſtreik zu Gunsten artigen Tendenzen huldigen und Utopien nachgehen. Klatschen der Sortierer nicht billigen können. und Zischen begleiteten die Ausführungen der Konsumvereins: Sortierer an sich berechtigt wären, das solle nicht bestritten werden, Daß die Forderungen der Vertreter, die schließlich nochmals unter anhaltender Unruhe und aber der Zeitpunkt zu einem Angriffsstreit sei so ungünstig, fortgesetten Schlußrufen den Versuch machten, ihre Interessen zu wie nur denkbar gewählt worden, und er mußte deshalb verloren vertreten. gehen. Für das Mißlingen des Streiks werde mun seitens der Sortierer Ein vom Vorsitzenden vorgelegter Antrag:" Der Allgemeine Ber Filialvorstand und der Ausschuß des Deutschen TabatarbeiterGenossenschaftstag spricht seine volle Zustimmung aus zu den Verbands verantwortlich gemacht. In Artikeln des Tabatarbeiter" Grundfäßen, die der Anwalt bisher vertrat und die derselbe in werden derartige Vorwürfe erhoben, und sogar das Anarchistenseinem Bericht zum Ausdruck brachte," fand gegen ungefähr blatt„ Neues Leben“ sei benutzt worden, um Kollegen, 10 Stimmen Annahme. die in der Arbeiterbewegung grau geworden ſeien, ชน beschimpfen. Diese Stampfesweise der Sortierer wurde vom Referenten Kiesel und andren Rednern ganz entschieden zurückgewiesen und Eine nette Firma. Die Geschäftsmarimen, die gewisse Geschäfts- auf Fälle hingewiesen, wo sich die Sortierer gegenüber andren Der Streit der Hamburger Kupferschmiede ist aufgehoben. leute ihren Reisenden gegenüber anwenden, deckte eine Verhandlung Tabalarbeitern nicht solidarisch verhalten hätten.- Die Sor In der am Dienstag tagenden Mitgliederversammlung der Kupfer- auf, die gestern vor der vierten Ferienstraffammer des Landgerichts Itierer Fröbel und Henschel suchten das Verhalten ihrer Kollegen zu schmiede wurde allgemein für Aufhebung des Streiks gestimmt und gegen den Kaufmann Heimann stattfand. Er war beschuldigt, sich rechtfertigen. Der letztere bezeichnete sich als Verfasser der Artikel im Nach weiterer Debatte wurde folgende Resolution folgende Resolution angenommen:„ Nachdem seitens der Kollegen in durch Aufgabe gefälschter Bestellscheine der Urkundenfälschung und dem Kampfe, welcher durch die zehntägige Aussperrung wegen Be- des Betruges schuldig gemacht zu haben. Am 1. Juni d. J. wurde( vor der Abstimmung verließen die Sortierer den Saal) einstimmig teiligung an der Maifeier von seiten der Arbeitgeber provoziert der Angeklagte von der Firma Schweizer, Stenger u. Co. als angenommen:" Die Versammlung verurteilt auf das entschiedenste wurde, die dagegen gestellten Forderungen bis auf eine( Regelung Provisionsreifender auf Trikotwaren angenommen. Da er mittel- das Vorgehen der streikenden Sortierer von Juhl und ihrer des Arbeitsnachweises) fallen gelassen und die Arbeitgeber sich auf Provisionsberechnung in Abzug gebracht werden sollte. Die Aufträge der Tabalarbeiter und dessen Leitung sowohl wie die hiesige einen Reisevorschuß, der später bei der Helfershelfer, wodurch dieselben für ihre Fehler den Verband keine Verhandlungen eingelassen haben; nachdem ferner die Kollegen, des Angeklagten liefen nur spärlich ein und als dieser nach drei ommiſſion verantwortlich gemacht und sogar in der böswilligſten haben, den Kampf durch ihr unkollegialisches Verhalten illusorisch Monaten von seiner unerfprießlichen Thätigkeit entbunden wurde, fation beschimpft haben. Die Versammlung bedauert es auf das welche während des Streits in Hamburg die Arbeit aufgenommen Art und Weise als Vorstand und Leiter einer Streitbrecher- Organimachten, hält es die heutige Versammlung für nuglos, den Kampf zeigte sich, daß er mehrere erdichtete Bestellungen aufgegeben hatte. fation beschimpft haben. Die Versammlung bedauert es auf das lebhafteste, daß selbst die Leitungen der in Frage kommenden weiter zu führen, und empfiehlt nach Beilegung des Streiks, die Der Angeklagte führte zu seiner Entschuldigung an, daß er sich in lebhafteste, daß selbst die Leitungen der in Frage kommenden Frage des Arbeitsnachweiſes in gütlicher Verhandlung zu erschrieben habe, sei ihm von seiner Firma die Antwort geworden, und Rechtsgefühl als auch für wirkliche Arbeiterinteressen gezeigt einer großen Notlage befunden habe. Wenn er um Geldmittel ge- Organisationen der Sortierer so wenig Verständnis für Solidarität ledigen." haben." Die Urabstimmung im Centralverein der deutschen Former ihm auf telegraphischem Wege Geld angewiesen werden. Er Berlin- Rixdorf bis vorvorige Woche boykottierten er möge erst Aufträge einschicken, dann würde wegen der Verschmelzung mit dem Deutschen Metallarbeiter- Berband hat am 11. August stattgefunden und folgendes Resultat ergeben: habe mehrfach seine Hotelrechnung nicht bezahlen können und wiederVon 6724 stimmberechtigten Mitgliedern haben nur 3944 ihre holt thatsächlich Hunger gelitten. Da habe er sich denn Stimme abgegeben; davon waren 3011 für die Vereinbarungen Angeklagten bekundete, daß dieser im ganzen 810 M. geschickt erverleiten lassen, erdichtete Bestellungen einzusenden. Der Chef des und 930 haben gegen dieselbe gestimmt. Es haben sich somit 2756 Mitglieder der Abstimmung enthalten. Die ſtatutarisch fest gesezte 4/ 5- Majorität ist nicht ganz herausgekommen, wohl aber haben über 3/4 der Abstimmenden für den Hebertritt gestimmt. Da ein großer Teil Mitglieder überhaupt nicht ab Da ein großer Teil Mitglieder überhaupt nicht abgestimmt hat und anzunehmen ist, daß diefer der Bewegung völlig intereffelos gegenübersteht, eine große Mehrzahl aber für den lleber tritt zum Metallarbeiter- Verband vorhanden ist, sah sich der Vorstand des Centralvereins der Former genötigt, nochmals Rücksprache mit dem Vorstande des Metallarbeiter- Verbandes zu nehmen. Dieser Wegen unbefugten Nachdrucks hatte sich gestern der Fabrikant erklärte, die in Dresden getroffenen Vereinbarungen trotzdem auf- Jenisch vor der 4. Ferienstraffammer des Landgerichts zu verrecht erhalten zu wollen, auf Grund einer Reihe von Einzel- antworten. Der Angeschuldigte stellt Apparate und Chemikalien zur bestimmungen für den Uebertritt der Former in den Metall- Galvanoplastik her und fügt den Lieferungen an seine Kunden eine Hauptvorstand und Ausschuß des Centralvereins Broschüre bei, welche die Anleitung zum Gebrauche seiner Erzeugder Former empfehlen mum, in Anbetracht dessen, daß die Hauptkasse nisse enthält. Diese Broschüre ist, wie der Angeklagte zugiebt, der völlig erschöpft ist, den Centralverein der Former am 30. September Broschüre nachgedruckt, welche die Firma Dr. Langbein u. Co. in Leipzig berichtet aus Altenburg: Dekonomierat Dr. Seifert, Direktor laufenden Jahres aufzulösen und vom 1. Oktober ab den Uebertritt ihren Abnehmern verabfolgt. Der Angefchuldigte behauptet, daß er ledig- der hiesigen landwirtschaftlichen Schule, ertränkte sich bei Torgau in den Metallarbeiter- Verband in die Wege zu leiten. Von den- lich aus Bequemlichkeit die von Dr. Langbein verfaßte Anleitung zum in der Elbe, vermutlich infolge großer Nervosität. Vorbild genommen habe. Er bestreitet, daß der Inhalt der Broschüre Offenbach, 5. September.( W. T. B.) In der vergangenen als ein Produkt eigener geistiger Arbeit angesehen werden könne, Nacht hat, der" Offenbacher Zeitung" zufolge, die in der Wasserhofdenn er bestehe aus allgemein bekannten Sachen, die längst Gemein- straße wohnende Wittwe des Eisenbahnbetriebssekretärs Ullrich ihre gut der Branche geworden seien. Er habe die Rezepte zu den 4 Kinder, zwei Knaben im Alter von 11 und 2/2 Jahren sowie vor galvanoplastischen Vernickelungen, Berlupferungen usw. fäuflich er- 8 Tagen geborene Zwillinge, erdrosselt und sich dann worben und da die hierzu verwendeten Chemikalien dieselben feien, selbst erhängt. müsse auch die Anleitung zu deren Gebrauch dieselbe sein. Uebrigens Lemberg, 5. September.( W. T. B.) Von den heute geDie Lohnbewegung der Bandagisten hat einen günstigen Verlauf genommen. Der Neunstundentag ist überall bewilligt worden, außerdem auch in allen Werkstätten eine Lohnerhöhung, so daß mit wenigen Ausnahmen auch der Minimallohn gezahlt wird. Allein bei der Firma Müller, Neue Königstraße, kam es zu feiner Einigung, und stehen dort die Arbeiter( 5 Mann) im Ausstand. Die Lohnbewegung ist nunmehr für beendet erklärt, und nur die Kollegen von Müller haben so lange im Ausstand zu verharren, bis auch diese Firma bewilligt. arbeiter- Verband. Deutsches Reich. jenigen Kollegen, welche gegen den Uebertritt gestimmt haben, wäre zu wünschen, daß sie sich der Majorität anschließen, damit der Uebertritt sich gemeinsam vollzieht und zu Gunsten der allgemeinen Formerschaft eine jede Zersplitterung vermieden wird. 300 Arbeiter der Schuhfabrik von Blasig in Weißenfels haben infolge von Lohnherabfegungen die Kündigung eingereicht. Ausland. Gerichts- Beitung. los war, erhielt er „ Neues Leben". Börner rügte dann noch, daß der Konsumverein Hanewackerschen se autabat verkauft habe. Erst auf die Vorstellung eines Mitgliedes hin sei der Tabak aus den Verkaufsstellen zurückgezogen worden. baß der Angeklagte mit 9 M. täglich Reise- und Hotelkosten sowie Tekte Nachrichten und halten habe. Der Verteidiger, Justizrat Bronker, wies darauf hin, alle übrigen zu seinem Lebensunterhalt nötigen Bedürfnisse habe bemöglich sei. Der Gerichtshof trug diesen Umständen bei der streiten müssen, welches selbst bei den bescheidensten Ansprüchen nicht Strafabmessung Rücksicht, es wurde auf drei Monate Gefängnis erfannt, wovon ein Monat durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurde. I Depelthen. Chinesische Sühnemiffion in Japan. Bureaus".) Die chinesische Sühnemission ist heute in Yokohama, den 5. September.( Meleung des Reuterschen Tokio eingetroffen; ein Empfang fand nicht statt; die Mission begab sich direkt ins Hotel. 8 Effen, 5. September.( W. T. B.) Heute nachmittag wurden wei Gasarbeiter, welche beim Abbruch eines Saales be schäftigt waren, von einstürzendem Mauerwerk verschüttet. Einer wurde getötet, der andre tödlich verlegt. Frankfurt a. M., 5. September.( B. H.) Die Frff. 8tg." Die trage die von Dr. Langbein verfaßte Broschüre weder den Vermert wählten 74 Landtags- Abgeordneten der Landgemeinden des Verlags noch die Bezeichnung„ Nachdruck verboten", und Galiziens erhielten die Konservativen( Kandidaten des polnischen Die Streitbewegung der italienischen Straßenbahn- An- auf Anfrage bei einem Rechtsanwalt sei ihm die Auskunft Central- Wahl- Komitees) 46 Mandate; sie gewannen acht. gestellten hat sich auf fast alle größeren Städte Italiens aus geworden, daß unter diesen Umständen der Nachdruck nicht strafbar Ruthenen behaupteten von 15 innegehabten Mandaten 13, die gedehnt. In einer Reihe von Städten wird noch gestreift; in den fei. Der Sachverständige Dr. Peters begutachtete, daß die Anleitung polnische Volkspartei von 7 Mandaten zwei; die gemäßigte Linke, meisten Fällen hat der Ausstand mit einer teilweisen Bewilligung doch als ein selbständiges geistiges Produkt anzusehen sei, wenn sie welche früher ein Mandat hatte, erhielt heute vier, die Stojalewskider Forderungen der Angestellten geendet. Viel wichtiger aber ist auch viele bekannte Vorschriften enthalte und im wesentlichen einen Gruppe, früher nur durch Pater Stojalewski vertreten, erhielt drei das aus den Streiks resultierende Bestreben der Straßenbahner, Auszug aus dem von Dr. Langbein verfaßten„ Handbuch der Gal- Mandate, der polnische Bauernbund behauptete von 4 innegehabten eine festgeschlossene Organisation zu begründen. Bis jetzt bestanden vanoplastik" enthalte. Der Staatsanwalt beantragte gegen den An- Mandaten drei, der Besizstand der polnischen Demokraten( zwei entweder keine oder doch nur lokale Organisationen; jest ist von geklagten eine Geldstrafe von 100 M. und der Vertreter der Firma Mandate) blieb unverändert, neugewählt wurde ein Antisemit. der Mailänder Organisation ein Komitee gewählt worden, das die Langbein u. Co., die als Nebenklägerin zugelassen war, beantragte Unter den Gewählten befinden sich der Obmann des Polenklubs Aufgabe hat, die lokalen Vereinigungen zu einem Bunde zu ver- außerdem als Schadensersatz für die letztere eine Geldbuße von V. Jaworski, der Statthalter Graf Pininski und der Landmarschall einigen. Zu diesem Zwecke soll demnächst ein Kongreß der Straßen- 100 M. Der Gerichtshof kam nicht zu einem Urteilsspruch, sondern Graf Badeni. bahn- Bediensteten einberufen werden. beschloß, ein Gutachten des litterarischen Sachverständigen Vereins darüber einzuholen, ob die Dr. Langbeinsche Broschüre schuß berechtigt sei. Sociales. Versammlungen. Paris, 5. August.( W. T. B.) Der Liberté" zufolge werden gegenwärtig zwischen Frankreich und Rußland Verhandlungen bes treffend Abänderung der beiderseitigen Zolltarife geführt. Rußland werde angeblich für gewisse Waren, insbesondere Wein, beträchtliche Bollermäßigungen gewähren, auch Frankreich werde Zugeständnisse machen und namentlich den Zoll für Petroleum herabsezen; der neue Handelsvertrag werde noch vor der Auf dem Genossenschaftstag des Verbandes der deutschen Erwerbs nud Wirtschaftsgenossenschaft, der gegenwärtig in Baden- Baden tagt, tam es zu lebhaften Auseinandersetzungen Im Wahlverein für den 6. Reichstags- Wahlkreis wurde zwischen der bisherigen Leitung, vertreten durch den Anwalt Crüger, am Mittwoch in einer Generalversammlung die Special- Abreise des Kaisers von Rußland aus Frankreich unterzeichnet und den Konsumgenossenschafts- Vertretern v. Elm, Lorenz und beratung des neuen Organisations statuts vor werden und bald in Kraft treten. Kaufmann. Nach der„ Vossischen Ztg." bemerkt Dr. Crüger in genommen. Die§§ 1 und 2 wurden in der von der Kommission Paris, 5. Septbr.( W. T.) Der Luftschiffer Rozé seiner Rede über den Bericht der Genossenschaft: Auf die Angriffe vorgeschlagenen Form einstimmig angenommen und ebenso die Ab- unternahm heute einen Versuch mit dem von ihm erfundenen gegen den Allgemeinen Verband, weil er in Hannover 1900 den fäge a und b des§ 3. Ueber den Absatz c dieses Paragraphen, der lenkbarem Doppel- Luftschiff. Der Versuch mißlang; die Maschinen Kleinkaufleuten die Bildung von Genossenschaften empfohlen habe, in der Fassung der Kommission den Wortlaut hat:( Der Zweck des und Schrauben erwiesen sich als zu schwer. weise er darauf hin, daß die Zukunft der Handwerker wie der Klein- Vereins soll erreicht werden durch:) c) Beratung und Leitung aller Bordeaux, 5. September.( B. H.) Der Blizzug MarseilleKaufleute in der genossenschaftlichen Organisation liege, man müsse nur Wahlen, an denen sich die socialdemokratische Partei beteiligt", fand Bordeaux entgleiste gestern, nachdem er einen Ochsen überfahren nicht glauben, daß mit Hilfe der Genossenschaft jeder Handwerker und eine eingehende Diskussion statt. Der hierzu von den Genoffen der hatte. Bier Personen sind schwer verlegt. Der Zug fam mit Kaufmann wohlhabend werden könne. Der Allgemeine Verband Schönhauser Vorstadt gestellte Abänderungsantrag, der die endgültige zweistündiger Verspätung in Bordeaux an. widersetzt sich entschieden jenen volkswirtschaftlichen Streisen, die den Aufstellung der Kandidaturen den öffentlichen Versammlungen überlassen Belgrad, 5. Septbr.( B. H.) Der Beamte des Kriegs. Zukunftsstaat auf dem Boden der genossenschaftlichen Organisation will, wurde mit 437 gegen 340 Stimmen abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt ministeriums Dimitrijewics erhängte sich aus bisher uns entstehen sehen, und die dieser Anschauung auch im Allgemeinen Ver- wurden die Abänderungsanträge der Genoffen des 640. Bezirks bekannter Ursache. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. r. 208. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 6. September 1901. Frage H Das Streben das Schiedsgericht anerkennt, aus allen möglichen Gesichtspunkten sei, wird sofort die Sache wieder beschönigt und zur Entschuldigung Zur gerechtfertigt ist, für die Abschaffung der Accordarbeit zu des Streitbruchs vorgeführt: streben, sich sich über den mit überwältigender Mehrheit ge- Das System der Accordarbeit ist im Baugewerbe stark vers der Hamburger Accordmanrer. faßten Beschluß einfach himvegfeyen dürfen, ohne sich einer breitet, besonders in Hamburg, wo bis vor wenigen Jahren die ( Schluß.) ehrlosen Handlung schuldig zu machen. Sege man an die Stelle Accordarbeit die fast allgemein angewendete Arbeitsmethode war". der Accordarbeit jede andre der üblichen für die Organisation in" Die Angeschuldigten haben bei dieser Arbeitsmethode seit Jahren Der§ 2 des auf dem Parteitag in Mainz 1900 angenommenen Betracht kommenden Forderungen: höheren Lohn, Verkürzung der ihr Auskommen gesucht und, recht und schlecht, auch gefunden. Sie Organisationsstatuts lautet: Arbeitszeit, Beseitigung gesundheitsgefährlicher Arbeitsmittel usw., sind überzeugt, daß das, was sie seit Jahren im Bunde mit ihren " Zur Partei kann nicht gehören, wer sich eines groben Ver- und es wird sich die Haltlosigkeit eines derartig entschuldigenden Kollegen und gewerkschaftlichen und politischen Stampfesgenossen stoßes gegen die Grundsätze des Parteiprogramme, oder wer Standpunktes ergeben. Es ist wahrlich kein Unterschied zu finden gemeinsam geübt haben, mun unmöglich mit einem Schlage eine fich einer ehrlosen Handlung schuldig gemacht hat. Ueber die darin, ob ein Berufsgenosse während des Kampfes hingeht und ehrlose Handlung geworden sein könne." Daß es den Accordfernere Zugehörigkeit zur Partei entscheidet ein Schiedsgericht, das sich zu einem geringeren Lohne als um den, um welchen gekämpft maurern nicht zum Bewußtsein gekommen ist, daß ihr Streikbruch der Parteivorstand beruft. Die Hälfte der Beisitzer wird von den wird, zur Arbeit stellt, oder ob es sich in dem Kampfe anstatt um eine uneheliche Handlung sei, ist doch wahrlich etwas zu naiv, wenn jenigen bezeichnet, welche den Ausschluß beantragen, die andre höheren Lohn um die Beseitigung der Accordarbeit handelt. Welche man sich vergegenwärtigt, daß unter andern der Accordmaurer Hälfte von den durch diesen Antrag Betroffenen. Den Vorsitzenden Konsequenzen würde es zeitigen, wenn derartige Handlungen nicht Stüben früher( siehe Seite 3) für die Beseitigung der Accordarbeit bezeichnet der Parteivorstand. Gegen die Entscheidung des Schieds- mehr als„ ehrlos betrachtet werden" sollten. Kurz: Das eingetreten ist. Dieser Passus des Schiedsspruchs ist geeignet, gerichts steht den Betroffenen die Berufung an die Kontrollkommission Schiedsgericht hatte einfach festzustellen, ob die mit dem alle bisherige Agitation wirtungslos zu machen. und den Parteitag zu." Ausschluß Bedrohten Streifbruch begangen haben, und nach Fortschritt ist das Wesentliche der modernen Arbeiterbewegung Am 15. Juli ist dann ein Schiedsgericht zusammengetreten, zwar dadurch, daß sie die von der zuständigen Organisation ge- und aller Agitation. Eine unmittelbare Folge dessen ist es, daß das beſtehend aus den Genossen L. Grünwald, P. Hoffmann, F. Evers sperrten Bauten besetzten, wodurch die in Frage kommenden Unter- bewußte Zurückkehren zu überwundenen Arbeitsbedingungen im als Vertreter der drei hamburgischen Vereine, und Rosbiyki für nehmer in die Lage versetzt wurden, trotz des Streifs oder der Bau- Gegensatze zur eignen Berufsorganisation, und zwar ohne zwingenden Wandsbek( in Wandsbek war seitens des socialdemokratischen Vereins sperre ihre Arbeiten unter Bedingungen fertig zu bekommen, welche Grund, als das schwerste Vergehen gegen die Organisation angesehen derselbe Antrag gestellt), sowie den Genossen H. Ostfeld, A. Lenthold, gegen den geltenden Tarif verstoßen. Wäre die Frage noch von und behandelt worden ist. Das mit einem Federstrich anders geW. Lück und F. Viet als Vertreter der Angeschuldigten, und dem diefem allein maßgebenden Gesichtspunkte aus behandelt, stalten zu wollen, für derartige Vergehen gegen Beruf und Organi Genossen Auer als Vorsitzenden. Als Vertreter der Antragsteller hätte das Schiedsgericht zu keinem andren Beschluß kommen fation Entschuldigungen zu finden, ist eine Anschauung, die nicht waren die Genossen Bäplow, Hüttmann und Kober, und für die fönnen, als einstimmig zu bejahen, daß Streitbruch vorliegt. energisch genug bekämpft werden kann. Accordmaurer Bargstedt, Saß und Stüven anwesend. Beweis für die wenig der Bedeutung der Sache entsprechende Die Zusammensetzung des Schiedsgerichts war nicht wie im Behandlung durch das Schiedsgericht ist der Fall Dahl, wodurch eine Organisationsstatut vorgesehen in der Weise vorgenommen, daß Anzahl Maurer in der schmählichsten Weise mit Hilfe der Accordmaurer die Beantrager des Ausschlusses und die Ausschließenden gleichmäßig um ihren sauer verdienten Lohn gebracht sind, trotzdem seitens der in dem Schiedsgericht vertreten sind. Es war eigentlich gar kein Verbandsvertreter dem Schiedsgericht die amtlichen Dokumente über Schiedsgericht im Sinne des Parteistatuts. Der Antragsteller war diesen Fall unterbreitet wurden. unzweifelhaft die socialdemokratische Partei Hamburgs, vertreten durch die kombinierte Mitgliederversammlung der drei Vereine; ist dieses richtig, so war auch diefelbe oder eine spätere Bersammlung derselben Art allein befugt, die Mandate für die ihr zustehenden Schiedsrichter zu vergeben oder andre Körperschaften damit zu beauftragen; dies ist aber nicht geschehen, trotzdem zwischen der ersten Versammlung, in welcher der Antrag der Verbandsmaurer angenommen wurde, und dem Tage, an welchem das Schiedsgericht zusammentrat, am 12. Juli, wiederum eine kombinierte Versammlung tagte! Durch diese Taftik ist die ordnungsmäßige Zusammensetzung des Schiedsgerichts von vornherein vereitelt worden. Eine ordnungsmäßige Wahl der Schiedsrichter wurde nur im ziveiten Hamburger Wahlkreis und in Wandsbek vorgenommen. Im ersten und dritten Wahlkreis dagegen ernannten die betreffenden Vorstände, über die Köpfe der Mitglieder hinweg, zwei der Schiedsrichter unter der etwas eigentümlichen Begründung: der unparteiische, vom Parteivorstande bestellte Richter J. Auer habe ihnen das Datum diktiert, an dem das Schiedsgericht zusammentreten müßte. Die von vornherein unrechtmäßige Bildung dieses Schiedsgerichts gewinnt eine erklärende Beleuchtung, wenn man weiß, daß die Vorstände der drei Hamburger Wahlkreise sich mit Händen und Füßen gegen den Antrag auf Ausschluß gewehrt haben. In der Verhandlung des Schiedsgerichts kam man zu nach stehendem Vergleichsvorschlag: Geradezu unbegreiflich ist der Standpunkt des Schiedsgerichts, daß die Angeschuldigten von ihrem Standpunkte aus sich in Not wehr befanden, wenn sie als Streif- refp. Sperrebrecher arbeiteten. Selbst bei der Verrichtung von Zimmererarbeit befanden sich die Streitbrecher nach dem Spruche des Schiedsgerichts in der Notivehr. Das Schiedsgericht läßt sich darüber aus wie folgt: " Haben einzelne Meurer Zimmererarbeit auf gesperrten Bauten verrichtet?" Beschluß des Schiedsgerichts: Einstimmig: Ja! Es ist aus den Verhandlungen flar ersichtlich, daß auf einem Bau die Accordmaurer Zimmererarbeiten verrichteten, soweit diese notwendig waren, um die Maurerarbeiten fortsetzen zu tönnen. In dem bezeichneten Falle haben die beschäftigten Zimmerer mit den Verbandsmaurern gemeinsame Sache gemacht und die Arbeitsstätte verlassen, weil sie mit, den beschäftigten Accord maurern nicht gemeinsam weiter arbeiten wollten. Das Schiedsgericht ist in seiner Mehrheit der Ansicht, daß auch hier die Accordmaurer in eine Zwangslage versetzt waren, die bei Aburteilung des Falles zu ihren Gunsten spricht. Aus den bisher angeführten Thatsachen müßte doch auch das Schiedsgericht zu der Ueberzeugung gekommen feur, daß lediglich Raffgier und Egoismus das freibende Motiv der Handlung dieser Leute ist. Das demagogische Treiben der Macher dieser Freien Ver einigung" erhellt sich für jeden Kenner der Bewegung außerdem aus der Thatsache, daß der Beitrag für die Organisation monatlich 30 Pf. beträgt, und ihre Parole lautet: ,, Keine bezahlte Vereinsbeamte". Damit sucht man dem ,, teneren" Verband die Mitglieder abzufangen. Daß auch das gegen diesen Schiedsspruch angerufene Urteil der Controleure der Partei gleichfalls einstimmig sich diesem alle bisher in der Partei maßgebenden Begriffe auf den Stopf stellenden Schiedsspruch anschließen fonnte, wird für alle Zeiten den im wirtschaftlichen Kampfe stehenden organisierten Arbeitern ein Rätsel bleiben. Um sich nicht den Vorwurf machen zu müssen, irgend etwas versäumt zu haben, was zur Aufklärung in dieser Sache, welche. nunmehr dem Parteitag in Lübed zur Entscheidung anheimgegeben ist, dienen könnte, hat sich das Hamburger Gewerkschaftskartell ver pflichtet gefühlt, in dieser Form das Thatsachenmaterial in gedrängter Kürze den Vertretern der organisierten Arbeiter Deutschlands, welche sich hoffentlich ihrer, Verantwortung bei dieser schwerwiegenden Organisationsfrage bewußt sein werden, zu unterbreiten. Die Resultate der oft betonten Hamburgerei auf politischem wie auf gewerkschaftlichem Gebiete, d. h. das Festhalten und die strikte Durchführung einmal gefaßter Beschlüsse, berechtigen die Wenn eine derartige Anschauung Plaß greifen organisierten Hamburger Genossen wohl zu dem Verlangen, daß sollte, dann würde es für die Zukunft überhaupt dem Ernst der Situation entsprechend mit größter Vorsicht verfahren feine Streitbrecher mehr geben, denn den Beweis wird seitens derjenigen Genossen, welche berufen sein sollen, auf dem 1. Bis zum 1. September d. J. steht der Ausführung von zu erbringen, daß man sich im Sinne des Schieds- Parteitag in Lübeck diefe Angelegenheit zu entscheiden, damit nicht Accordarbeit nichts im Wege und sind diesbezüglich eingerichts in einer 3wangslage befand, dazu wird durch die socialdemokratische Partei, entgegen dem§ 2 ihres eignen gegangene Verpflichtungen zu erfüllen, ohne daß Vorwürfe jeder, welcher sich über die Beschlüsse seiner Statuts, die Einheitlichkeit des proletarischen Klassenkampfes gestört daraus hergeleitet werden dürfen. Organisation hinwegsezt und zum Streitbrecher werde. wird, fähig sein. 2. Die Accordmaurer verpflichten sich, keine Accordaufträge zu übernehmen, deren Erledigung sich über den 1. Septbr. d. J. hinausziehen würde. 3. Die Vertreter des Centralverbandes treten vor Abschluß eines neuen Tarifvertrages gemeinsam mit den Vertretern der Accordmaurer( Freie Vereinigung) in eine erneute Prüfung der Frage der Accordarbeit ein. 4. Die Verhandlungen über den neuen Tarifvertrag sind gemeinsam von Vertretern beider Organisationen mit den Unternehmern zu führen. 5. Die Accordmaurer.( Freie Bereinigung) verpflichten sich, nach getroffener Verständigung über den neuen Tarifvertrag ihre Sonderorganisation aufzulösen und dem Centralverbande beizutreten. Die Vertreter des Centralverbandes konnten ihrerseits nicht in allen Punkten diesem Vorschlage zustimmen, namentlich bezeichneten fie es für unmöglich, die Freie Vereinigung", welche sich den Streit bruch zum Princip gemacht, als gleichberechtigte Arbeiterorganisation anzuerkennen, mit welcher über tarifliche Fragen zu verhandeln sei; erklärten jedoch principiell ihre Zustimmung zur Einigung. Die Accordmaurer lehnten die Einigung auch principiell ab. Nun kam das Schiedsgericht zu folgendem unerklärlichen Beschluß: Das am 15. Juli 1901 in dem Konferenzsaale des ,, Echo" tagende, vom Parteivorstand berufene und aus neun Personen bestehende Schiedsgericht hat nach ein gehender Prüfung aller in Betracht kommenden Thatbestände den Antrag der vier Parteivereine von Hamburg und Wandsbek Hoffentlich wird die gesamte Arbeiterschaft in dieser Sache andrer Meinung als unsre Schiedsrichter sein, sonst könnte aus diesem ,, salomonischen" Urteil eine heillose Verwirrung unter der organisierten Arbeiterschaft entstehen. Es wurde weiter beim Schiedsgericht die Frage aufgeworfen: Ist in der Freien Vereinigung der Accordarbeiter" ein Beschluß gefaßt worden, dahingehend: sich den Unternehmern in allen Fällen zur Verfügung zu stellen? Beschluß des Schiedsgerichts: Einstimmig: Nein! 11. " auf Ausschlußt sämtlicher vom Centralverband der Maurer als Streikbrecher bezeichneten Personen aus der Partei einstimmig abgelehnt." Aus dem Protokoll des Schiedsgerichts ist folgendes herbor Danach steht fest, daß die Accordmaurer mit vollem Bewußt zuheben: sein und klarer Abficht beschlossen haben, sich den Unternehmern in Die Frage: ob Streifbruch eine ehrlose Handlung sei, wurde den Fällen zur Verfügung zu stellen, wo es sich um gesperrte zunächst einstimmig bejaht. Ebenso einstimmig wurde anerkannt, Bauten oder um die übliche Anschauung seitens der organisierten daß der Partei und ihren Organen das Recht vorbehalten bleiben Maurer Handelt, mit Streitbrechern nicht zusammen arbeiten zu müsse, als selbständige Organisation in jedem einzelnen Falle die wollen. Frage zu prüfen, ob ein Verstoß gegen die Bestimmungen des§ 2 des Organisationsstatuts vorliege. Danach stellt sich dieser Teil des Schiedsspruches als absolut unrichtig dar, da das Wesentliche der aufgeworfenen Frage auf Grund des selbst vom Schiedsgericht angeführten Thatsachenmaterials ohne weiteres hätte bejaht werden müssen. Die Kommission des Hamburger Gewerkschaftskartells. 34. Jahreskongreß der englischen Gewerkschaften. London, 3. September. Der Kongreß trat gestern in Swansea zusammen. Es sind 409 Delegierte anwesend, darunter mehrere Frauen. Die Zahl der organisierten Arbeiter und Arbeiterinnen, die auf dem Kongreß vertreten sind, beläuft sich auf etwa 1 250 000. Nicht vertreten sind die Maschinenbauer( Engineers), die Vergleute von Northumberland und Durham, sowie eine ganze Reihe kleiner Organisationen. Die Maschinenbauer waren bekanntlich auf 2 Jahre vom Kongreffe ausgeschlossen; wohl durften sie heuer in ihre alten Rechte wieder eintreten, es ist indes immer leichter zu zerstören, als zu vereinigen. Die Bergleute von Northumberland und Durham nahmen bekanntlich in der Frage des Achtstundentages eine von den übrigen Bergleuten abweichende Haltung ein und mußten deswegen Jahr um Jahr unangenehme" Reden von ihren Gegnern hören; ste befchloffen also, den Kongreß nicht mehr zu beschicken. Nach dieser Art der Fragestellung wird das einstimmige Rein" des Schiedsgerichts allerdings bis zu einen gewiffen Grade verständlich. Aber nicht darin liegt der Schwerpunkt, daß die Accordmaurer beschlossen haben, sich in allen Fällen zur Verfügung zu stellen, sondern darin, daß sie überhaupt jemals, und wenn auch nur in einzelnen Fällen oder gar nur in einem einzelnen Fall, einen derartigen Beschluß gefaßt, und worauf es wesentlich ankommt, den Beschluß auch ausgeführt haben. Daß aber sogar der Beschluß vorliegt( daß er ausgeführt wurde, kann nach den vorliegenden That- Wie gestern berichtet wurde, übernahm Mr. Bowerman( vom sachen nicht mehr streitig sein), beweist das eigne Protokollbuch der Londoner Schriftsezer- Verband) den Vorsitz; zum zweiten VorFreien Vereinigung", wo es( siehe Schiedsspruch) unterm 30. Oktober fizenden wurde Mr. Steadman bestimmt. In seiner Einleitung 1900 t. a. heißt: dagegen, wo es sich um Einführung von ermahnte Bowerman die Anwesenden zur Einigkeit, die gegenwärtig Accord, sowie Weigerung andrer Maurer, mit Mitgliedern der mehr denn je notwendig sei." Unfre Feinde sind bestrebt, die Macht, Freien Vereinigung" zusammen zu arbeiten, handelt, jeder Zeit die die wir uns errungen, zu verkürzen. Wir benügen unsre Macht Arbeitsstellen zu besetzen;." Und weiter unterm 14. Mai weder zum Schaden der Nation, noch zum Schaden der 1901: Unternehmer- Interessen, sondern zum Wohle der „ Es wird mitgeteilt, daß die Verbandsgenossen und Zimmerer Arbeiter im allgemeinen. Ich zweifle, ob die Arbeiter die Arbeit beim Bau des Herrn Baumgarten eingestellt haben, um ihre Macht begreifen. Die Resultate der letzten Wahlen nicht mit den Mitgliedern der Freien Vereinigung“ zusammen zu berechtigen mich wohl zu diesem Zweifel."( Bustimmung). arbeiten. Dieses wurde einer scharfen Kritik unterzogen und die Hierauf sprachen die Bürgermeister von Swansea, drei bürgerMitglieder aufgefordert, weil es sich um unsre Vernichtung handelt, liche Abgeordnete und zwei Geistliche, die mit den gewerkdie Baustelle zu besetzen." schaftlichen Bestrebungen sympathisierten und sich darüber freuten, daß die Zeit des Klaffenstaats( class legislation) im Verschwinden begriffen sei. Nach diesen erbaulichen Reden meldete sich der Delegierte Cronie, Sekretär der organisierten Stahl- und Eisenarbeiter von North- Lanarkshire, zum Wort; aber seinem Verlangen wurde nicht entsprochen. Cronie gehört zu den fortgeschrittensten Arbeitern Schottlands. Im Namen des Gewerbe- und Arbeitsrats von Swansea begrüßte Mr. Jenkins die Delegierten und fuhr dann fort: Sch stimme mit dem Bürgermeister darin überein, daß Streits teine guten Waffen sind. Streits sind ebenso veraltete stumpfe und beschwerliche Kampfmittel, wie die Kanonen, die unfre Neben der Beschönigung des Streitbruchs hielt das Schieds- Regierung nach Südafrika fandte( Heiterkeit). Aber unter den ob gericht es allerdings auch für notwendig, den Streifbrechern einige waltenden Umständen müssen sie von den Trades- Unions als Ermahnungen zukommen zu lassen, welche darauf hindenten sollten, ultima ratio benutzt werden. Mr. Sam Woods, Sekretär daß, trotzdem die Zwangslage" der Accordmaurer anerkannt, ihr des parlamentarischen Komitees, dankte sodann den Gästen und Verhalten doch bedauerlich sei. Die Mehrheit des Schiedsgerichts den Einwohnern von Swansea für ihre freundlichen Gesinnungen stimmte darin überein, daß das Verhalten der Accordmaurer ihrer dem Kongreß gegenüber und verlas dann den Jahresbericht. Organisation gegenüber im Interesse der für die Kämpfe der Wir entnehmen dem Bericht folgende Stellen:" Indem wir den Arbeiter so absolut notwendigen Solidarität auf das tiefste zu be 34. Jahresbericht dem Kongreß überreichen, bemerken wir, daß im dauern sei Berichtsjahr viele Fragen vorgekommen sind, die für die Gewerks Zur Begründung wird angeführt: Dieses Verhalten erschien der Mehrheit des Schiedsgerichts schaften von tiefem Interesse sind. Obgleich nur wenige legis= ,, daß der Ausgang des ganzen Konfliktes sich aus der um so bedauerlicher, als dessen Mitglieder, mit Ausnahme eines lative Maßnahmen ergriffen wurden, giebt les doch einige Differenz über die Beurteilung der Accordarbeit in den einzigen, auf dem Standpunkte stehen, daß die Abschaffung oder Arbeiterrechte, die im Laufe des Jahres bedeutende Verbesserungen beteiligten Kreisen ergiebt. doch möglichste Einschränkung der Accordarbeit eine Aufgabe sei, erfahren haben. Das gilt besonders von den Gesetzen über UnfallsDer erste Ausschluß aus dem Verbande und die ihm folgenden deren Lösung von den gewerkschaftlich organisierten Arbeitern auf entschädigung. Die in diesen Fragen geführten Prozesse sind überall gleichen Beschlüsse sind erfolgt, weil die Ausgeschlossenen der Tarifs das entschiedenste anzustreben ist. Besonders im Baugewerbe sei zu unsren Gunsten ausgefallen... Irgend welche industrielle vereinbarung: nur in Tagelohn zu arbeiten, nicht folgen wollten." mit der durch die Accordarbeit fast immer verbundenen Treiberei Reformen zum Wohle der Arbeiter ist von diesem Parlamente nicht Es wird in dieser Begründung die Beurteilung der Accord- und Haz die Möglichkeit von Gefahren für Gesundheit und Leben zu erwarten. Die Regierung vereitelt derartige Versuche... In arbeit als Differenzpunkt aufgestellt. Das war eine verkehrte Dis- der beteiligten Arbeiter durch zahlreiche Unfälle so nahe gelegt, daß Bezug auf die Erziehungsfrage sind es klar, daß jeder Freund der pofition, denn nicht darum fonnte es sich handeln, durch dieses der Widerstand von Arbeitern gegen die Beseitigung dieser Arbeits- Boltserziehung die Handlungen der Regierung bewachen muß, Schiedsgericht entscheiden zu lassen, ob Accordarbeit an sich eine ehr- methode fast unbegreiflich erscheint. damit ihre Schulpolitik nicht zur Verletzung oder gar zur Vernichtung lose Handlung sei. Die überwiegende Mehrheit des Schiedsgerichts steht in der aller höheren Voltsinteressen führt.. Die Beschwerden der PostNiemand kann die Thatsache bestreiten, daß nicht davon die Beurteilung der Accordarbeit auf den Grundsäßen, wie sie von den beamten über die Beschränkung ihrer politischen Rechte haben zwar, Rede sein kam, für alle Berufe den Grundsatz aufzustellen, Vertretern des Centralverbandes der Maurer bei dem Abkommen mit Dank der energischen Agitation der Postbeamten, einige Berück daß die Accordarbeit principiell beseitigt werden müsse. Schon der der Innung Hochgehalten wurden. sichtigung erfahren, aber es bleibt nach dieser Richtung hin noch heutige Stand der Organisationen und die Arbeitsmethoden der" Das Schiedsgericht beschloß deshalb ausdrücklich, seine Sym- vieles zu wünschen übrig.... Die wichtigste aller Fragen ist die einzelnen Berufe verbieten eine derartige Verallgemeinerung. Anders pathie für das Bestreben des Verbandes, die Accordarbeit für das Entscheidung der Lords in Sachen der Taff Thal- Eisenbahn. aber liegt es ja hier, und darum die absolut falsche Auffassung des Baugewerbe abzuschaffen, auszusprechen." Sie überschattet alle andern Fragen. Wir haben in den Schiedsgerichts. Es handelt sich darum, zu entscheiden, ob einzelne Damit aber aus dieser Moralpredigt nicht irgend jemand troß- legten zwanzig Jahren bedeutende Geldsummen auf RechtsMitglieder, wenn eine Oraanisation, für deren Beruf es, wie auch dem herauslesen könne, daß seitens der Accordmaurer ehrlos gehandelt entscheidungen ausgegeben, umt unfre Kassen zu schützen Dagegen tam niemand etwas einwenden. Voraussetzung bei jedem Schiedsgericht muß sein, daß sich dasselbe an Thatsachen hält. Dies ist aber leider nicht geschehen, wie die von uns angeführten Fakten beweisen. Nur aus diesem Grunde konnte das Schiedsgericht zur Berneinung der zweiten Frage kommen: Liegt in dem Verhalten der Accordmaurer ein Streit oder Sperrebruch vor und haben sich die fünfzig namhaft gemachten Mitglieder der vier Parteivereine in Hamburg und Wandsbek desselben mit schuldig gemacht? Beschluß des Schiedsgerichts: Einstimmig: Nein! Wir hatten geglaubt, daß unser 8ived erreicht war. Eine ganze| vom schlecht unterrichteten Stönig an den beffer zu unterrichtenden König| Verpflegung weiter gewährt worden ist? In weffen Auftrag Reihe von bedeutenden Männern waren früher derselben Ansicht, so appelliert werden müsse, heißt es in Bezug auf das konservative ist denn das geschehen? Angesichts dieser uns überraschenden Friedrich Harrison, Mundella, Nichter Wright, Georg Howell und Stichwort von der im Wert befindlichen kommunalfreifinnigen Kraft Widersprüche bleibt nur die Annahme übrig, daß die Insassen des auch die Richter der zweiten Justanz, die über den in Frage probe:„ Das wäre eine Kraftprobe! Eine rücksichtslos ihre Obdachs thatsächlich nicht so behandelt werden, wie sie nach dem stehenden Prozeß zu entscheiden hatten. Die Entscheide der Lords Privatinteressen verfolgende Clique würde unter Umständen Sinne der Vorschrift behandelt werden sollen. Die Art der Beund ihre Begründungen greifen in die Lage der Gewert auch davor nicht zurückschrecken. Allein ein über den Parteien handlung, von der die Verwaltung spricht, scheint nur auf dem schaften so tief ein, daß wir uns sofort an unsren Rechts- stehender König fann schon seiner inneren Natur nach gar nicht Papier zu stehen. beistand um Rat wandten. Er fam zum Schlusse, daß es nunmehr zu einer solchen Auffassung seiner eignen Machistellung gegenüber unmöglich sein wird, einen Streit auch nur einigermaßen erfolgreich den Bürgern gelangen." bereits bekannt sind. * " 9 Die Zweihundertjahrseier des Gesundbrunnens hatte gestern zu führen, ohne illegale Handlungen zu begehen. Die Ver Die konservative Presse treibt natürlich mit sehr vielem Behagen nachmittags ein zahlreiches Publikum in die festlich mit belaubten antivortlichkeit iſt eine korporative; unsre Staffen sind nicht mehr ge- den Spaß, die doch wirklich zu all und jeder Loyalitätskundgebung Fahnenmasten geſchmückten Straßen im äußersten Norden der Stadt schützt. Jedoch meint unser Rechtsbeistand, daß es durch eine Aenderung fähigen Kommunalliberalen als die blutrünstigen Revolutionäre hin- gelockt. Die Straßen in der Nähe der hübschen, im Hochgiebelstil Der Gewerkschaftsstatuten vielleicht möglich sein dürfte, einen Teil unsres zustellen, die sich partout mit dem Monarchen überwerfen wollen. erbauten Volksschule in der Christianiastraße, die Bad-, Schul-, Bermögens außer Gefahr zu bringen... Sonst haben wir verschiedene Ein flobiger Segartikel der„ Konfervativen Korresp." Wiesen-, Bank- und Grenzstraße, waren dichtgefüllt mit Neugierigen. Erfolge nach mehreren Richtungen hin zu verzeichnen. Infolge wirft den Liberalen mit bisfigem Spott den Fehler vor, daß sie Besondere Aufmerksamkeit erregte der erste Teil des Festzuges, der unfrer Deputation bei den obersten Seebehörden wurde den Arbeitern nicht vorher angefragt haben, ob Herr Kauffmann auch dem die Geschichte des Stadtteiles illustrierte. So der Wagen der auf Regierungswerften eine Lohnerhöhung gewährt und weitere König genehm sei. Wie sie das hätten anfangen sollen, wird Berolina mit den Ratsherren in altdeutscher Tracht, der Wagen aus Reformen in Aussicht gestellt." Der Bericht zeigt ferner auf die allerdings nicht gesagt. Es hätte ja seine Schwierigkeiten gehabt, der Zeit, da die Quelle zur richtigen Würdigung gelangte mit Borzüge der neuen Fabrikatte hin, die den Lesern des Vorwärts" besonders angesichts des als unbestrittene Thatsache gemeldeten Um dem König Friedrich I., der Wagen mit der Deputation unsrer städtischen standes, daß die Regierung, b. H. das Ministerium, durchaus nichts Behörden, den Herren Stadtverordneten usw. Drei Musikkapellen waren Nach Berlesung des Berichts wurde der Kongreß auf morgen an Herrn Kauffmann auszusetzen hatte und von der Entschließung in dem reichhaltigen ersten Teil des Festzuges verteilt. Aber auch der bertagt, wo die eigentlichen Verhandlungen durch eine Inaugural- des Monarchen selber sehr überrascht gewesen ist. Es fehlt nur noch, zweite Teil des Festzuges, der die Industrie darstellte, war recht adresse des Präsidenten eröffnet worden." daß die„ Kons. Korr." die Zeit vor zweihundert Jahren zurücksehnt, interessant gruppiert. Die vielen Brauereien, die Eiswerke und die anderen Industrien des Nordens hatten ihren reichen Fuhrpark mit wo die Bürgermeisterfrage insoweit ziemlich einfach war, als von Die ersten Folgen der Rechtsentscheide Rechtsentscheide der Friedrich I. ein königlicher Kammerdiener zum Oberhaupt der Blumen und frischem Grün geschmückt. Auch der Humor brachte Lords machen sich bereits bemerkbar. Die Gewerkschaft der Eisen- Stadt ernannt wurde. sich in dieser Abteilung zur Geltung. Auf einem großen Wagen bahnarbeiter in der Person ihres Sekretärs Mr. Bell wurde vorige Ein Artikel des Reichsboten" hezt die Regierung eben- war eine ganze Gruppe alter Kaffeefchivestern aus der lieben BiederWoche von der Leitung der Taff- Thal- Bahn auf einen Schadensfalls gegen die liberale Clique" auf, die in den Barlamenten meierzeit um eine Riesen- Kaffeekanne versammelt, und ein primitiver erfas von nicht weniger als 20,000 Bfd. Sterl.( ca. 400 000 m.) teinerlei Macht mehr habe, sich in Berlin aber unter Anwendung Karrenwagen veranschaulichte drastisch die Müllabfuhr vor hundert gerichtlich belangt. von allerhand Beeinflussungen aufrecht zu erhalten wisse. Jahren. Gegen die streifenden Textilarbeiter der Firma Gebrüder Banister Mit einem Kampf gegen diese Clique, so heißt es, würde der großen Der Fluchtverfuch eines Gefangenen brachte gestern im und Moore in Blackburn wurde ein Einhaltsbefehl erlassen, Mehrzahl der Berliner Bürger aus dem Herzen gesprochen sein, ein Kriminalgerichtsgebäude Aufregung hervor. Es waren 5 Gefangene auf Grund dessen fie die aufgestellten Wachtposten fofort zuriid- Wort, welches dem konservativen Blatte lieber nicht hätte entgleiten dem Untersuchungsrichter zur Bernehmung vorgeführt worden, zuziehen und sich jeder Beeinflussung der Streifbrecher zu enthalten sollen. Denn um die Meinung der großen Mehrheit der Berliner darunter einer aus der Strafanstalt Plößensee, der deshalb nicht wie F- ben. Der Befehl wurde dem Sekretär Josef Croß, der sich als Bürger zu erproben, ist die Uebertragung des Reichstags die übrigen Gefangenen Bantoffeln, sondern Stiefel trug. Als der Delegierter beim Trades- Union- Kongreß befindet, gestern in Swansea Wahlrechts auf die Kommunalwahlen das einzig probate Mittel. Rücktransport der Gefangenen erfolgte, versezte der Gestiefelte dem eingehändigt. Es dürfte dem konservativen Einfluß gar nicht schwer fallen, dieses neben ihm gehenden Gerichtsdiener Tichoske plötzlich einen so heftigen an die Stelle des Klassen- Wahlrechts zu setzen. Unter dem Stoß gegen die Brust, daß dieser hintüber zu Boden stürzte. Dan Reichstags- Wahlrecht würde der Kommunalfreifinn in der That wie eilte der Gefangene mit Windeseile die Treppen hinunter, verfolgt die Spreu vor dem Winde zerstieben. Ob aber zur Freude der von mehreren Gerichtsdienern. Der Flüchtling hatte aber so viel Erster Berliner Reichstags: Wahlkreis. Am Dienstag, Konservativen, bleibe dahingestellt. Vorsprung, daß er den großen Kellergang, der sich unter dem Gebäude ben 10. September, abends 8 Uhr, findet in den Arminhallen, befindet und der die Heizungs- und Maschinenanlagen enthält, erKommandantenstr. 20, eine Voltsversammlung statt, in Herr Stadtrat Bail soll nach dem Antrage des Magistrats reichen konnte. In der Mitte des nördlichen Flügels bewelcher Rechtsanwalt Victor Fräntl über„ Die Gumbinner das Prädikat, Stadtältester" erhalten. Herr Bail gehört dem findet fich ein Ausgang, durch den der Flüchtling das Militärjusti 3" sprechen wird. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Berliner Magistrat seit dem Jahre 1884 an und will sein Amt aus Freie zu gewinnen trachtete, er mußte aber davon Abstand Die Vertrauenspersonen. Gesundheitsrücksichten und weil er seinen Wohnsitz nach nehmen, da ein Beamter vor der Thür stand. Weiter ging Vierter Wahlkreis, Süd- Ost. Am Sonntag, den 15. Sep- Charlottenburg verlegt, niederlegen. Daß er sich um die die wilde Jagd durch den Wandelgang, der am Haupteingang des tember, früh 9 Uhr, findet in der Urania, Taubenstraße, eine Gemeinde Berlin besonders verdient gemacht hat, wird von keiner Gebäudes vorüberführt. Der Gefangene hatte beinahe den Ausgang Sondervorstellung für den Wahlverein statt. Die Genossen werden Seite behauptet, auch nicht in der Magistratsvorlage. Zu einer recht erreicht, er wandte den alten Sniff an, gleich den Verfolgern, die gebeten, noch in ihren Händen befindliche Billets zu dieser Vor- sonderbaren Berühmtheit ist er erst gelangt durch die Ableugnung ihm auf den Fersen waren, zu rufen: Halt ihn! Halt ihn! Der stellung, welche nicht verkauft sind, dem Schriftführer Runge, der Krankenhausnot, worin er sich in Gemeinschaft mit seinem Gerichtsdiener Dubinski, der am Eingange stand, ließ sich aber nicht Manteuffelstr. 119, vorn 1 Tr., bis spätestens Mittwoch, den 11. d. M., Kollegen Straßmann und dem Allwisser Kalisch wiederholt versucht irre führen, er stellte den Fliehenden mit nerviger Faust und überabends einzuliefern, wenn sie nicht als verkauft gelten sollen. Auch hat. Allzu glänzend war seine Art der Beweisführung hierbei lieferte ihn den Verfolgern. Der Gerichtsdiener Tichoste, der von find von diesem Tage an noch Billets daselbst zu entnehmen. allerdings nicht. Wir wollen aber in der Beurteilung seiner dem Gefangenen zu Boden gestoßen worden war, erlitt bei dem Der Vorstand. Person gern Milde walten lassen. Herr Stadtrat Bail war Fall einen Armbruch, er mußte das Krankenhaus aufsuchen. siti ein vielbeschäftigter Herr, der vielleicht infolge seiner vielen Nebenämter nicht in der Lage war, sich um die städtischen Angelegen heiten so eingehend zu kümmern, als notwendig wäre, um gegen die, namentlich von den Socialdemokraten in der Krankenhausfrage vor gebrachten wuchtigen Anklagen gewappnet zu sein. Herr Stadtrat Bail war außer einer Magistratsperson noch Mitglied des Aufsichtsrats bei der Diskontogesellschaft Berlin, der Marienburg- Mlawfaer Eisenbahn, der Großen Berliner Straßenbahn, der Deutschen Grundkredit- Bank, der Gelsenkirchener Bergwerks- Aftien gesellschaft, der Union Aktiengesellschaft und der Zuckerfabrik Körbisdorf. Berliner Partei- Angelegenheiten. Birkenwerder( Bezirk Weißensee). Sonntag, den 8., veranstalten die organisierten Genossen von Birkenwerder und Umgegend in dem dicht an der Bahn belegenen Lokal von Ebel, Restaurant zum Boddensee", ein Volksfest. Die Genossen werden ersucht, die Veranstaltung dieser jungen Organisation zu unterstützen. Der Kreis Bertrauensmann: Adolf Gark, Weißensee, Lehderstr. 5. Lokales. " Wenn die Tantiemen dieser Gesellschaften nur einigermaßen mit der dafür geleisteten Arbeit im Verhältnis stehen, dann scheint es uns schon verständlich, daß Herr Bail das unbesoldete Amt eines Stadtrats los fein will. Aber noch auf einen andren Umstand möchten wir bei dieser Gelegenheit aufmerksam machen. in Berlin. Wie der Oberpräsident der Provinz Brandenburg dem Ausdehnung der Krankenversicherung auf die Heimarbeiter Generalsekretariat der freien firchlich socialen Konferenz mitteilt, wird die Ortsfaßung der Stadt Berlin über die Ausdehnung der Krankenversicherungspflicht auf die Hausgewerbetreibenden voraussichtlich bald in Kraft treten. Zeit würde es auch! Ein schrecklicher Unglücksfall beim Rangieren trug sich in der vergangenen Nacht auf dem Lehrter Güterbahnhof an der Heidestraße zu. Dort war der seit drei Jahren in Dienst stehende Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Rangierer Emil Feist aus der Kronprinzenstraße zu Friedrichsberg mit dem Zusammenstellen eines Güterzuges beschäftigt. Als er In der gestrigen Situng, der ersten nach den Sommerferien, um 11/2 Uhr einen Wagen an einen andern angekuppelt hatte und ging es sogleich recht lebhaft her. Die Bürgermeisterfrage, den Bug verließ, wandte er einem Wagen, der sich auf dem Nebendie auf der Tagesordnung stand, hatte den Saal faft bis auf den geleise bewegte, den Rücken zu. Der Wagen faßte ihn, warf legten Platz gefüllt. Auch die Tribünen waren gut besucht. Wer ihn um und quetschte ihm beide Beide ab, so daß sie mur aber erwartet hatte, daß der Freisinn die Gelegenheit be- Unser Parteigenosse Singer hat bei früheren Gelegenheiten noch lose an den oberen Teilen hingen. Der Verunglückte wurde nuten werde, vor aller Welt seinen Männer stolz vor wiederholt darauf hingewiesen, wie verderblich es ist, wenn Mit fofort in ein Krankenhaus gebracht, wo man noch in der Nacht beide Königsthronen" zu bekunden, der sab sich getäuscht. Die Herren glieder der städtischen Verwaltung zugleich Aufsichtsrats- Mitglieder Beine abnehmen mußte. Trotz des starten Blutverlustes lebte der namentlich solcher Gesellschaften sind, die mit der Stadt ge- Unglückliche, der verheiratet und Vater von drei Kindern iſt, gestern Cassel und Rosenow, die Sprecher der„ Alten Linken" und der schäftlich zu thun haben. Die Frage z. B., ob die Straßen- noch. Derartige schwere Unfälle, die durchweg mit dem Tode der „ Neuen Linken", suchten zwar sich und ihre Parteifreunde durch reich- bahn in städtische Regie übernommen werden soll, ist von einem Berunglückten enden, sind auf den Berliner Bahnhöfen auffallend lichen Gebrauch von allerlei recht forsch klingenden Worten vor der Aufsichtsrats- Mitgliede dieser Gesellschaft um so schwieriger zu häufig. Sollten sie etwa mit der Ueberanstrengung der Arbeiter Körperschaft in ein möglichst vorteilhaftes Licht zu setzen, im übrigen entscheiden, als fein eignes materielles Intereffe dabei in zusammenhängen, deren Ursachen wir gestern mitgeteilt haben? aber trugen sie die de- und wehmütige Bitte vor, die Krone möge ein Ein Mitleidenschaft gezogen wird. Herr Bail hat diese schwierige Der Brand in der Greifswalderstraße auf den Dieckichen sehen haben und den Bürgermeister- Kandidaten Herrn Stadtrat Aufgabe gelöst. Er war bereits in der Zeit, als es sich Lagerplägen beschäftigte unsre Löschmannschaften die ganze Nacht Kauffmann noch einmal prüfen. Besonders Herr Cassel erschöpfte für Berlin um die Verlängerung des Vertrages mit der hindurch bis zum heutigen Morgen gegen 9 Uhr, bis zu welcher Zeit fich in Loyalitätsversicherungen aller Art und mühte sich Straßenbahngesellschaft handelte, Aufsichtsratsmitglied dieser Gesell- ein Dampfiprizenzug an der Brandstätte zurückblieb. Aus den gefich in Loyalitätsversicherungen aller Art und mühte sich schaft und hat trotzdem als Stadtrat von Berlin die Inter- waltigen Holzstapeln schlagen auch jetzt noch von Zeit zu Zeit redlich ab, den Nachweis zu führen, daß Herr Kauffmann bei Lichte essen der Stadt wahrgenommen. Vielleicht traut Herr Flammen empor, die bei den Aufräumungsarbeiten mit einer vom besehen ein auch für die Krone ganz acceptabler Bail es sich für die Zukunft nicht mehr zu, die Interessen beider Kandidat sei. Unser Genosse Singer gab die Erklärung ab, Körperschaften wahrzunehmen, uns wenigstens scheint es erklärlich, daß die socialdemokratische Fraktion wiederum für Kauffmann wenn schließlich auch die Kräfte des Widerstandsfähigsten bei solcher stimmen wird, geißelte aber den Byzantinismus, den der Freifinn Beschäftigung erlahmen. Es freut uns deshalb aufrichtig, daß Herr in dieser Frage an den Tag lege, und wies mit rücksichtsloser Bail diesem Konflikt aus dem Wege geht und nunmehr seine ganze Schärfe nach, daß es sich hier trotz der Bemäntelungen um einen tostbare Zeit den schwierigen und arbeitsreichen AufsichtsratsKampf der Stadtvertretung gegen die Krone handelte. Die Versammlung beschloß, die Wahl bereits in der nächsten Sigung vorzunehmen. In der Angelegenheit der 4 Mart- Steuer tamen unsre Genossen, in deren Namen Bruns in interessanter Rede den Aemtern widmen kann. erworben hat. Ob gerade sie geeignet sind, ihm den Titel eines Das wären die Verdienste, die sich Herr Bail um die Stadt Stadtältesten" zu verleihen, wagen wir bei unsrer Unkenntnis in Rang- und Titulaturfragen nicht zu entscheiden. Entstehungsursache des Brandes ist noch nichts Sicheres bekannt. Hydranten gespeisten Schlauchleitung gelöscht werden. Bezüglich der Eine Petitionsliste gegen die Erhöhung der Getreidezölle ist gestern vormittag beim Einsammeln der Unterschriften in der Lehninerstraße verloren gegangen. Die Liste ist bis auf circa 40 Namen( ausgestellt vom Hause Lehninerstr. 7) bereits ausgefüllt. Lehninerstr. 6, abzugeben. Der Finder dieser Liste wird gebeten, selbige an F. Wischnewski, Von der Zugspige in den bayerischen Alpen ist der Ingenieur Brandes aus Berlin, der bei der hiesigen Allgemeinen ElektricitätsUubezahlbar ist die freifinnige Presse, wenn sie den Versuch Gesellschaft angestellt ist, abgestürgt. B. veranstaltete seit einiger Zeit Standpunkt der Fraktion darlegte, wieder einmal in die Lage, unternimmt, die Zweckmäßigkeit von Anträgen der socialdemokratischen im Auftrage seiner Firma bezw. der königlichen Generaldirektion in Schulter an Schulter mit dem Magistrat gegen den unsocial ge- Stadtverordneten- Fraktion hinwegzudisputieren. Zu dem gestern München in Gemeinschaft mit dem Meteorologen des Zugspitzhauses finnten Teil der Versammlung zu kämpfen. Auf freifinniger Seite von uns veröffentlichten Antrag betreffend das Recht auf Kranten Reger Versuche mit der drahtlosen Telegraphie zwischen Zugspige thaten sich die Herren Cassel und Wallach durch hartnäckigen ha uspflege meint die Berliner Zeitung": und Eibsee. Als nun beide Herren eine Traversierung von der ZugWiderstand gegen die vom Magistrat empfohlene Der Antrag bezweckt, den Verlust des Wahlrechts wegen rüd- pig- Spiße zur Riffelwand- Spize unternahmen, stürzte Brandes nach Aufhebung dieser Steuerstufe hervor. ständiger Kurkosten zu verhindern, ist aber natürlich unvollbrachter Arbeit plöglich über den Felsen in das Höllenthal ab. annehmbar. Es ist nicht einzusehen, warum jeder, auch der Eine Führer- Expedition, welche alsbald zur Aufsuchung des VerMillionär, Anspruch darauf haben soll, in den städtischen unglückten aufbrach, fand nach vielen Mühen die schrecklich zugerichtete Leiche. Nach der unter schwierigen Verhältnissen erfolgten Krankenhäusern unentgeltlich aufgenommen zu werden. die socialdemokratische Fraftion ihren Antrag zurüdziehen wird ,, Wir glauben dem freisinigen Blatt verkünden zu können, daß Bergung wurde sie nach der Leichenhalle in Garmisch gebracht. sobald es uns den ersten Millionär herbeischafft, der bereit wäre, es im Erkrankungsfalle auf eine Behandlung dritter Klasse im Krankenhause ankommen zu lassen. " Wortklauberei. 11 ur Itach Zu der Vorlage, betreffend eine Reparatur am Kaiser und Kaiserin Friedrich Kinder- Krankenhause, das im nächsten Jahre endlich in städtische Verwaltung übergehen soll, erwähnte unser Genosse Dr. Freudenberg die skandalösen Zustände im Elisabeth Das Studium des Berliner Nachtlebens ist einem Kinder Hospital, die vom Borwärts" aufgedeckt und holländischen Kaufmann 3. ziemlich teuer zu stehen gekommen, obvon dem größten Teil der bürgerlichen Bresse entweder beschönigt gleich er damit nicht weit gekommen war, vielmehr sich noch bei der oder ganz mit Stillschweigen übergangen worden sind. Die StadtEinleitung befand. Hierher gekommen, um Geschäftsverbindlichkeiten gemeinde, führte Freudenberg aus, fei vorläufig leider noch ge- Im städtischen Obdach sollen, wie die Verwaltung dieser An- zu lösen, hatte er feine Börse mit Wertpapieren und Papiergeld nötigt, auch diese Anstalt für ihre Stranten mitzubenutzen. Sie stalt durch den magistratsoffiziöfen Berichterstatter verbreiten läßt, wohlgefpidt. Trogdem trug er sie frei in Gestalt einer braunmüsse sich aber durch Vermehrung ihrer eignen Anstalten von teine Familien nach den für nächtlich Obdachlose ledernen Brieftasche im offenen Jackett. Als er nun mit einem .solchen Privatinstituten höchst zweifelhafter gültigen Grundsägen behandelt worden sein. Es Freunde, einem hiesigen Kaufmann, auf das Studium des NachtNatur" freizumachen suchen. Stadtrat Straßmann erwiderte, würden überhaupt alle Obdachlosen Die beiden Herren lebens ausging, wurde er bald fein Geld los. bei den im Elisabeth Kinderhospital vorgekommenen Ansteckungen einem Grundsaße behandelt. Hinter dem zweiten waren in der Friedrichstraße bis zur Mittelstraße gekommen und Beobachtungen anzustellen. handele es sich gar nicht um Tripper, sondern um gewöhnlichen Sah berbirgt sich anscheinend wieder irgend eine armselige blieben hier etwas stehen, Anscheinend im Ausfluß. Offiziell sei der städtischen Verwaltung überhaupt nichts Giebt es denn im städtischen Obdach nicht Da tam ein Automobil über den Damm gesaust. zivei gesonderte Abteilungen, eine für nächtlich Obdach höchsten Grade erschrocken, sprang eine fein gekleidete Dame dem darüber mitgeteilt. Herr Straßmann weiß eben nicht, daß sowohl lose und eine für Familien? Sind denn das feine verschiedenen fauchenden Ungetim aus dem Wege dicht an den Holländer heran, dem Vertreter unfres Blattes als auch den Eltern der an- Grundsäße, wenn man die Insassen der einen Abteilung nur in der schimpfte weidlich auf die ungezogenen Straftwagenführer und fragte gesteckten Kinder bon dem behandelnden Arzt selber Nacht beherbergt und ihnen nur einen Abend- und Morgenimbiz dann den Herrn, ob er nicht auch ihrer Meinung sei. Befriedigt, zugegeben worden ist, daß es sich um Tripper handelt. Es ist in der reicht, während die Infassen der anderen Abteilung, sofern sie nicht daß ihre Frage bejaht wurde, ging sie anscheinend wieder beruhigt That ein starkes Stück, daß der Dezernent des städtischen Gesundheits- Arbeit haben oder fich nicht auf der Suche nach Arbeit beziehungsweise von dannen. Das alles hatte nur einen Augenblick gedauert. Die wesens über diese auch für die Kommunalverwaltung durchaus nach einer Wohnung befinden, sich auch am Tage in der Anstalt auf Dame hatte aber dennoch Zeit gehabt, dem Holländer die wohlnicht gleichgültige Angelegenheit noch heute nicht unterrichtet ist und halten dürfen und volle Tagesverpflegung erhalten? Oder ist das gefüllte Brieftasche aus dem Jackett hernuszustibizen. Erst in einent sich darauf berufen zu dürfen glaubt, daß bis jetzt noch nichts icit gestern mit einem Male alles anders geworden? Wenn es Kaffeehaus nahm der Bestohlene seinen Verlust wahr und zeigte ihn nicht wahr sein soll, daß Familien nach den für nächtlich daß Familien nach den für nächtlich der Kriminalpolizei an. Obdachlose gültigen Grundfäßen behandelt worden sind, wenn Einen Selbstmordverfuch beging vorgestern abend der Regiealle Familien nach denselben Grundsätzen behandelt werden, dann rungs- Assessor a. D. Dr. jur. Richard Leist, Syndikus des wäre es also auch nicht wahr, daß Frauen gezwungen worden A. Schaaffhaufenschen Bankvereins, indem er sich in seinem Bureau Das unerschütterliche Vertrauen zum Monarchen, das die find, das Obdach morgens um 6 oder bald nach 6 mit ihren im Bankinstitut eine Kugel in den Kopf schoß. Schwer verletzt Liberalen vor allen andern Menschentindern auszeichnet, spiegelt sich Kindern zu verlassen? Kann das die Obdachverwaltung bestreiten? wurde er nach einem Krankenhause überführt, wo an seinem Aufvon neuem in einem Artikel des Berliner Tageblatt" Kann sie bestreiten, daß diese Frauen daran verhindert kommen gezweifelt wird. Der Grund zu dieser That ist in einer wieder. Nachdem in der Bürgermeisterfrage mit der zum eisernen worden sind, das Obdach am Tage zu betreten? Stann fie be- nervösen Heberreizung zu suchen, die durch ein älteres schweres Bestand des Liberalismus gehörenden Phrase operiert worden, daß streiten, daß ihnen außer dem Morgen- und Abendimbiß keine Ohrenleiden entstanden und durch Krankheit in seiner Familie ge in seinen Atten steht. Die Presse und die Bürgermeisterfrage. Witterungsübersicht vom 5. September 1901, morgens 8 Uhr. steigert worden ist. Mit den geschäftlichen Interessen des A. Schaaff-| tommen einer Wohnungsreform werde, dadurch wieder auf Central- Kranken: und Sterbe- Kaffe der Tischler( Hamburg III). haufenschen Bankvereins hat der Vorfall keinerlei Zusammenhang; die lange Bank geschoben 1115 das Ergebnis werde Sämtliche Ortsverwaltungen von Berlin und Umgegend versammeln sich Dr. Leist fungierte lediglich als juristischer Beirat und stand mit den höchstens eine Verschlechterung der Magistratsvorlage sein. Wenn heute abend 8½ Uhr im Gewerkschaftshaus( Saal 8). laufenden Geschäften in feiner Verbindung.- Selbstmord auch die Vorlage feineswegs allen berechtigten Anforderungen beging der Leiter der Deutschen Cognacgesellschaft" Besser, indem entspreche, so sei damit doch der erste Schritt zur Linderung der er sich erschoß. Die That wird mit angeblichen Zahlungsschwierig- Wohnungsnot gethan. keiten der Gesellschaft in Verbindung gebracht; nach einer andren Version hat B. in einem Augenblick geistiger Umnachtung Hand an sich gelegt. Genaues über den Sachverhalt war trop näherer Recherchen gegenwärtig nicht zu erfahren. Aus den Nachbarorten. 10 Stationen zu entnehmen. Stadtv. Ba afe der Verbandsversammlung hin. Berlin Wien Barometer stand mm Windrichtung Windstärke 7560 758N Wetter Temp. n. 6. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind: richtung Windstärke 759 N Wetter bedeckt Temp. n. 6. #co 5º 6.4° R. Eine längere Debatte rief der dringliche Antrag der Socialdemokraten hervor, auf Kosten der Stadt je einen Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- Beifizer des Gewerbegerichts zu der Verbands- Versammlung des Verbandes deutscher Gewerbegerichte nach Lübeck zu entsenden und die erforderlichen Mittel dem Dispositionsfonds Swinembe 7660 3 wolfent 12 Haparanda 769 Still 0 in seiner eingehenden Hamburg 10 Betersburg Begründung auf die Bedeutung der Verbandsversammlung hin. Berlin 763-4016.Deb. 10 Gort 756050 woltig 14 Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung Bürgermeister Matting bekämpfte den Antrag mit der seltsamen Grants./m. 757 ND 4 bedeckt 9 Aberdeen erledigte am Mittwoch, in der ersten Sizung nach den Ferien, nicht Motivierung, daß nur juristisch gebildete Personen den Verhand- München weniger als 26 Vorlagen. Die wichtigste davon ist der betreffende lungen in Lübeck zu folgen im stande seien, Laien jedoch nur zu Ankauf des der Luisenkirchen- Gemeinde gehörigen Grundstücks und leicht zu falschen Auffassungen kommen würden. Nachdem Stadtv. Bebauung eines Teiles desselben mit Arbeiterwohnungen. Fast neun Ba a te diefen Gintvand entkräftet hatte, gelangte der Antrag, für Monate hindurch hat die gemischte Deputation über die Frage der den sich die Führer aller Fraktionen aussprachen, zur Annahme. Beschaffung von Wohnungen für die minderbegüterten Klassen beraten; nach allen Seiten hin hat sie reiflich erwogen, welche Maß- Die häßliche Angewohnheit des Herabrutschens vom Treppen nahmen zur Linderung der Wohnungsnot zu ergreifen sind. Ihre geländer hat die elfjährige Tochter des Metalldrückers M. in der positiven Vorschläge, über die wir früher bereits eingehend berichtet Hohenfriedbergstraße in Schöneberg schwer zu Schaden gebracht. haben, gipfeln darin, daß die Stadt in erster Reihe für die mit anscheinend intueren Verlegungen mußte das Kind nach einem eigenen Arbeiter und Beamten, in zweiter Reihe für andre Krankenhause gebracht werden. Arbeiter Wohnungen bauen soll. Von dem Bau in eigener Regie ist Abstand genommen Für " adiemagils nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Kettle 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch 100 8,505, 1,70 1,20 1,30 1, 1,60 1,20 1,60 1,10 Berliner Baugenoffenschaft ein Vertrag gefchloffen worden, den Marktpreise von Berlin am 4. September 1901 Si bien Errichtung der Wohnungen hat die Deputation das der Luifen- Welzen, gut Dir. firchen Gemeinde gehörige Grundstück an der Sophie- Charlotten mittel straße in Aussicht genammen und einstimmig dessen Ankauf+ Noggen, guth 13,90 13,88 gering empfohlen. Man hätte erwarten können, daß die StadtverordnetenVersammlung die in den Beschlüssen der gemischten Deputation wurzelnde Vorlage des Magistrats ohne Ausschußberatung annehmen würde, um so mehr, da nach den statistischen Daten der Mangel an fleinen Wohnungen in Charlottenburg fortwährend im Zunehmen begriffen ist. Trok der von Monat zu Monat steigenden Wohnungsuot aber hat die Mehrheit der Stadtverordneten- Verfammlung es mit der Ergreifung positiver Maßnahmen durchaus nicht so eilig. Auf Antrag des Stadtv. Gleim wurde die Vorlage nochmals einem Ausschuß von 15 Mitgliedern zur Vorberatung über wiesen. Namens der Socialdemokraten erklärte Stadtv. Hirsch die Ueberweisung an einen Ausschuß nach den langwierigen Beratungen der gemischten Deputation für überflüssig. Das ZustandeFür den Inhalt der Inserate übernimmt bie Redaktion dem Gerfte, gut dan 14,80 14.20 " " mittel " " gering 13,86 13,84 13,82 13,80 mittel gering Hafer, gut mittel Nichtstroh 1,10 6 bedeckt 9 Baris 1wolfent 2 Regen 9 lichen Winden. Wetter Prognose für Freitag, den 6. September 1901. Kühl und vorwiegend trübe mit Regenfällen und ziemlich frischen nördBerliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Schweizer. Bebel ist zur Zeit in der Schweiz. Fiegel. Beide Städte annähernd gleich. W. also größer als Sie an: nehmen nach der letzten Eingemeindung von Vororten. Sie gingen also beide von falschen Voraussetzungen aus. J. Das große Eisenbahn Unglück im Steglitz war am 2. September 1883. Golftr. 13. Der Stadt steht das Erbrecht an dem Nachlaß dessent zu, der bis ant sein Lebensende unterstützt ist.. 1000. Das wäre guter Wille der Besellschaft, falls das Vertragsverhältnis zum 1. Oktober gelöst ist. B. K. 23. Ja, Sie können aber bei der Steuerdeputation Nachlaß beantragen. 21. 23. Solch einen Verein giebt es nicht. Bielleicht legen Sie dar, welche Frage Sie beantwortet haben wollen. Istrien. Das ist zulässig. Wenden Sie sich an Ihr Konsulat. D. M. 178. D. Dent Meister steht das Recht nicht zu, ein Nachlernen O. K., Posen. Ja. zu verlangen. R. 2. 100. Taren nach der Richtung giebt es nicht.- G. M. 1. Die neue Portotare gilt seit dem 1. April 1900. 1,20 2. Die Gehaltsskala aller Offiziere und die Vorschriften über die Rautionen 1,20 allgemein anzuführen, würde zu weit führen. N. H. Das ist möglich. 0,80 5. D., Luckenwalde. Nein. N. 5. B. Der Gemeindevorsteher ist 120 im Recht. Die Ginlegung der Berufung gegen eine Steuerveranlagung hält Hammelfleisch Butter 2,602, 14,10 13,50 13,40 12,80 16,30 15,40 15,30 14,50 14,40 13,60 Eier 60 Stüt 4.40 2,40 Starpfen Aale Bander Hechte 1 kg 2,40 1,20 do 2,60 1,20 " 7,16 6,66 Barsche " 8,60 5,80 Schleie 2,60 2,20 1,80 2,40 " 45,- 25, 65. 30, Bleie Serebse per Shot 16, strob gering Grbfen 210204800 Speisebohnen Linien " †) Ab Bahn.*) Frei Wagen und ab Bahn. Central- Theater. Urania Publikum gegenüber keinerlei Heute Anfang 8 Uhr zum 740. mal: Verantwortung. Theater. Freitag, 6. September. Opernhaus. Das goldene Kreuz. Anfang 7 Uhr. Die Geisha. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Morgen und folgende Tage, Anfang Aus dem Tagebuch der Erde. 8 Uhr: Die Geisha. Sonntag, 8. September, nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Die Geisha. Abends 8 Uhr: Die Geisha. Schauspielhaus. Der Revisor An- 750. Male: Die Geisha. fang 72 Uhr. Sonnabend, 14. September, sum Neues Overn Theater( roll). 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Vortrag des Genoffen Link über: Gewerkschaften und das unter: stützungswesen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 157/14 Filiale 2: Sonnabend, den 7. September, abends 8½ Uhr, bei Buske, Grenadierstraße 33. Dienstag, den 10. September, abends 812 Uhr, Filiale 3: im Gewerkschaftshaus, Engel- ufer 15, Saal VII Filiale 4: in Gewerkschaftshaus, Engel- 11fer 15, Saal 1. Sonnabend, den 7. September, abends 81/2 thr, im Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Emil Rosenow über: Der deutsche Bauernkrieg von 1525. 2, Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten, Zahlreichen Besuch erwarten Die Vorstände. " NB. Sonntag, den 15. September: Uraniavorstellung Aus dem Tage: buch der Erde". Besichtigung der Säle 4 Uhr, Anfang der Vorstellung 5 Uhr. Billets a 60 Pf. find in allen Versammlungen zu haben. Sonnabend, den 12. Oktober, im Gewerkschaftshause( Gesamträume): 13. Stiftungsfest. Zahlreichen Besuch erwartet Das Vergnügungskomitee. Verein der Bauauschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, den 8. September, vormittags 101 Uhr: Versammlung im Gewerkschaftshause, Saal I, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag über das Krankenkassen Gesetz. 2. Diskussion über unfren Streit. 3. Verschiedenes. 34/15 Mitgliedskarte legitimiert. Mitglieder werden aufgenommen. Die Rückzahlung der Unkosten bei der Dampferpartie findet bis 11 Uhr statt. Der Vorstand. Wahlkreis Guben- Lübben. Hiermit laden Unterzeichnete alle aus obigem Wahlkreis in Berlin arbeitenden Maurer, Zimmerlente und Bauarbeiter zu einer wichtigen Besprechung am Montag, den 9. September, abends 8 1hr, im Ge werkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal II, ein. 288/9 Mit Parteigruß Ernst Hähnchen, Guben. Franz Kotzke, Berlin. Tischler- Verein zu Berlin. Commagene, z. Ceptbr, abeubs 8½ 1thy, welchiorie. 15: Versammlung. Sonnabend, 7. Uhr, " Effect des Frack- Corsets auf die Figur Deutscher Holzarbeiter- Verband. Sitzung der Orts- Verwaltung. Heute Freitag, abends 8% Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Achtung, Einsetzer! Sonntag, den 8. September, finden die Bezirkssitzungen in den bekannten Lokalen vormittags von 10-12 Uhr statt. 108/10 Die Kommission. Achtung, Rabitzspanner! Sonntag, den 8. September, vormittags 10 Uhr, bei Batt, Mitglieder- Versammlung Dragonerstraße Nr. 15: der Tagesordnung: Vereinsangelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Oktober in Unser diesjähriges( 30.) Stiftungsfest findet Sonnabend, den Humoristischer Soiree der Hoffmannschen Norddeutschen Sänger und Ball. Billets a 30 Pf. sind in der Versammlung und bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben. Regem Besuch sieht entgegen Der Vorstand. Sanssouci", Kottbuſerſir. 4a, statt, beſtehend in Freien Vereinigung der Rabihspanner Berlins. Achtung! Bauarbeiter. Achtung! Mitglieder des Verbandes der Bau-, Erd- und gewerblicher Hilfsarbeiter Deutschlands( Zahlstelle Berlin III). Am Sonntag, den 8. September, vormittags 10% Uhr, im Lokal Zimmermann, Badstr. 58: Versammlung. T Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Wiesenthal über:" Die gegenwärtige Lage der Arbeiter". 2. Disfussion. 3. Berichterstattung von der BahlstellenKonferenz. 4. Diskussion, Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zur Vermeidung von Störungen in der Zustellung des Organs ist bet Wohnungswechsel die neue Wohnung fofort dem Kaffterer A. Stephan, Schulstraße 106, mitzuteilen. Zugleich werden die Kollegen, welche noch im Besitz von Billets vom letzten Vergnügen sind, hiermit aufgefordert, abzurechnen. 43/15 Die Ortsverwaltung. Verband der Bau-, Erd3dtung! Rabitzspanner u. Träger und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Sonntag, 8. September, vorm. 10 Uhr, bei Herrn Jannaschk, Juselftr. 10: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht von der letzten Zahlstellen- Konferenz. 2. Unser Arbeitsnachweis. 3. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 2956 Jedes Wort: 5 Die Ortsverwaltung. Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Zahlstelle Berlin I. Sonntag, den 8. September er., vormittags 10 Uhr: Mitglieder Versammlung in Graumanns Festfälen, Nauuyustraße 27. Tages Ordnung: 43/6 1. Vortrag. Referent: Genosse Schlegel. 2. Diskussion. 3. Ab= rechnung vom Stiftungsfest. 4. Verbandsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Tages- Ordnung: 1. Was lehrt uns die Lokalorganisation? Referent Genoffe Georg Mohricke. 2. Neuwahl einzelner Vorstandsmitglieder. 3. Gemertschaftliches und Verschiedenes. Etwaige Interessenten sind dazu eingeladen. Der Vorstand. J. V.: Franz Meyn. Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin". Sonnabend, den 7. September, Feier des 8. Stiftungsfestes in ,, Stecherts Festsälen", Andreasstraße 21 bestehend in Reigenfahren, lebenden Bildern, Vorträgen und Ball. Anfang präcise 129 Uhr. Anfang präcise 129 Uhr. Hierzu laden wir alle Freunde und Gönner des Vereins freundlichst ein. 3. 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