Nr. 210. Abmmtmtnls-KkMgungeni «bounemMlS»Preli pränumerando: VterleliährU SL0 Ml, monall. 1,10 OK., wöcheullich 28 Pfg. frei in» Hau«. Simelne Numm-r 5 Pfg. Tonnlag«, Nummer mir illulirieriec SonntagZ» Beilage„Die Neue Welt» 10 Pfg. Post, Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Singetragen in der Post> Zettung«- PretZliste für 1901 unter EU. 7671. Unter Kreuzband für Teutschland und Lesterretch- Ungarn 2 Mark, für da» übrtge Ausland g Marl pro Monat, 18. Jahrg. Die Dnstrlions-SeMy» delrägi für die sechsgespaltene Kolons?» zetle oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschastliche Vereins- und Versammlung«-Anzeigen 20 Psg. „Kleine Atiseigen" jede« Wort 5 Pfg. (nur da« erste Wort setti. Inserate für die nächste Nummer müssen bi« 4 Uhr nachmittag« in derürpeditlon abgegeben werden. Tie Expedition ist an Wochen- tagen dt« 7 Uhr abend», an Sonn- und gefitagsn bt» SNhr vormittags geöffnet. Erschein! täglich austrr MonUg«. Devltnev VolksblÄkt. Centraiorgan der soclaidemokratisdjen gartet Deutschlands. Telegramm-Adresset »Eprinldemokr»! Serlin» Redalitivil: L�V. 19, Beuth-Strahe 2, Fernsprecher: Zlmt 1, Nr. 1508. Sonntag, den 8. September 1001. Expedition: 19, Veuksz-Slrahe 3. Fernsprecher: Zlnit l, Nr. KlSl. Der Anschlag gegen Mc Kinley. Noch sind die Motive nicht aufgeklärt, aus denen die Frevelthat tu Buffalo entsprang. Private Depeschen aus Amerika bezeichnen den Mann, der den Sievolver gegen Mc Kinley erhob, als g e i st e s gestört. DaS Wolffsche Telegraphen-Bureau dagegen unterdriickt diese in Amerika anscheinend vorherrschende Ansicht völlig und be handelt den Thätcr als g e st ä n d igen Anarchisten. Wenn es richtig ist, daß der Thäter sich als Anarchist bekannte und erklärt hat, er habe nur seine Pflicht gethan, so stehen ivir vor einer Unthat, die nur iibertroffe» Ivird durch ihre Sinn l o s i g k e i t. Nur ein völlig Unzurechnungsfähiger kann dem Wahn verfallen, daß der Tod des Präsidenten Mc Kinley irgendivelche Wendungen in der politischen und sociale» Entwicklung des amerikanischen Staatswesens herbeiführen könnte. Der Wahnsinn, durch Hinwegräunmng einer Einzelperson sociale Verhältnisse umzugestalten, wird besonders erschreckend, wenn die Einzelperson durch Volksmehrheit mit der Leitung des Staates betraut ist, wenn sie, wie Mc Kinley, keines Wegs eine treibende und entscheidende Kraft für die Gestaltung der Politik ist, sondern nur der Ausdruck der im Staate zu einer bestimmten Zeit vorherrschenden Machtverhältnisse. Bisher ist nicht gewist. ob die Verwundung des Präsidenten tödlich verlaufen wird oder ob er völlig oder zum Teil. stvicder gesunden wird. Sollte aber, was das Ziel des Thäters war und was alle Zurechnungsfähigen tief bedauern würden, Mc Kinley seinen Wunden erliegen— was für ein politischer Erfolg könnte daraus erwachsen? Viccpräsident R o o f e v e l t würde an seiner Stelle die Präsidentschaft in den nächsten Jahren führen und Noosevelt würde in keiner Weise von den Bahnen der unter Mc Kinley geübten Politik abweichen, ja er würde eher eine Verschärfung derjenigen Politik betreiben, die den Interessen der arbeitenden Klassen in den Vereinigten Staaten, die dem allgemeinen Volkswohl widerstreitet. Für die nächste Präsidentschaftswahl aber würde der Frevel von Vusialo die Alissichtcn der Partei, welcher der Ermordete angehört, eher mehren als mindern. Nur verderbliche Folgen können aus dem Irrsinn der Gewaltpolitik entstehen und nur die internationale Reaktion erhält Anlast, die Gedankenlosen gegen die kulturellen Forderungen der Arbeiterklasse aufzuwiegeln. Niemand kann durch ein„an- archistisches Attentat» ein schliinmerer Dienst erwiesen werden als den unterdrückten Klassen, die durch Aufklärung und Organisation ihre Ziele verwirklichen. Die deutsche bürgerliche Presse freilich beweist in ihren bisherigen Aensterungen über das Geschehnis von Buffalo eine politische Unzurechnungsfähigkeit, die der geistigen Verwirrung jenes Thäters würdig ist. Liberale und konservative Zeitungen wissen wetteifernd nur die Lehre zu ziehen, dast endlich unerbittlich gegen den Anarchismus eingeschritten werden müsse.' So sagt die ..Voss. Ztg.»: „Mc Kinley ist das Oberhaupt eines republikanischen Staates, eines Reiches, das den Anarchisten bisher weit mehr Gast- freundschaft gewährt hat, als mit der öffentlichen Sicherheit andrer Länder vereinbar ist. Dast auch republikanische Staatsoberhäupter vor den Mordwaffen der Anarchisten nicht sicher sind, beweist das Schicksal Earnots. Dennoch hat man am allerwenigsten vennuten könne», dast sich die anarchistische Wut gegen den Präsidenten von Nordamerika wenden könnte, weil die Leute, die den Mord aus Grundsatz und Ueberzeugung be» treiben, irgendwo in der Welt einen Unterschlupf brauchen. Vor- auSsichtlich ivird die Geduld der Amerikaner nunmehr zu Ende gehen und man wird sich endlich entschlicsten, Verbrcchemestcr. wie z. B. das berüchtigte Patterson, mit allen Mitteln auSzu- räuchern. Das„Berliner Tageblatt", daS in gleicher Weise die Polizei anruft, will diese politische Weisheit noch bestärken durch das Märchen von der Entdeckung der Mitverschworcncn deS Atten- tatcs auf König Humbert in Patterson f während der New Dorker Korrespondent des Blattes selbst seine Erzählung mit dem Zweifel bcschliestt, ob es sich„um etwas mehr als einfache Reporter- Phantasten" handele, baut die Redaktion auf diesen Phantasien eifrige Anklagen gegen die Polizei der Vereinigten Staaten. Nun hat jedoch die Unthat in Buffalo weder ihren Ursprung in Patterson, noch ist es berechtigt, die amerikanische Polizei der Nachlässigkeit zu zeihen: und wäre dieser Vorwurf berechtigt, so sollte genügend bekannt sei», dast Staaten, die sich der ailerschärfstcn Polizei-Aufsicht rühmen, nicht vor den Unfällen des Wahnwitzes und der politischen Unzurechnungsfähigkeit geschützt sind. Ist dies liberale Weisheit, so ist von der Schleifstein- presse nichts Weiseres zu erwarten. Die„Verl. Neuesten Nachr."' die„Deutsche Tagesztg.", die„Post" erheben denselben Appell an die Polizeigcwalt, nur erregter tobend, und nicht ohne den Hinter- gcdanken, einigen reaktionären Gewinn herauszuschlagen. Die „Deutsche Tagesztg." fordert, dast der Staat jeden Anarchisten als Verbrecher ansehe und behandle. Die„Post" verlangt„strengste und rücksichtsloseste Mastrcgeln". Es ist erwiesen, daß P o l i z e i g e w a l t ohnmächtig ist gegen das Unwesen des anarchistischen Tollheit. Der Präsident der Vereinigten Staaten befand sich ständig unter sorgfältigstem Polizei- schütz und im Augenblick des Attentates waren 25 Geheimpolizisten in seiner Nähe postiert. In andern Ländern verhinderte auch die eifrigste Polizei nicht jene Mordthatcn, deren sich gerade im letzten Jahrzehnt eine an die andre reihte. Alle Unterdriickungsmahnahmen. alle internationalen Konferenzen blieben erfolglos. Auf jede Ver- schärfung der Polizei-Aufsicht antwortete, sei es in diesem oder jenem Lande, eine neue Gcwaltthat jener Unseligen, die in dumpfem Wahn oder in verbrecherischem Hcrostratentnm ihre Mordwaffe gegen den Repräsentanten eines Staates oder andre hochgestellte Persönlich leiten richteten. ES ist unmöglich, mit äusterlichen Mitteln eine Erscheinung zu beseitigen, die aus der Tiefe gesellschaftlicher Fäulnis wuchert. Einige Blätter sind befremdet, daß auch das republikanische Staatswesen jenseits des Oceans das Geschick teilt, daS man vornehmlich monarchischen Staatswesen bestimmt glaubte. Aber nicht die Staat? form ist enffcheidend. Aus den ungeheuerlichen Gegensätzen derKlassen, die tiefer sind alS die Gegensätze der Nationen, ans der k a p i t a l i st i s ch e n Ausbeutung der Massen, aus der Verzweiflung und Verwahrlosung erwächst der heillose Entschlust zum Attentat. Die Vereinigten Staaten galten einst als das gelobte Land der Arbeitskraft. Längst aber ist das große Gemeinwesen daS klassische Land der kapitalistischen Gelddemokratie geworden Gewaltig ist die NeichtmnSimtlvicklnng der Vereinigten Staaten Doch es ist der Reichtum der Millionäre und Milliardäre. Die arbeitenden Klassen sind ihres Anteils an der Reichtumscutwicklung enterbt und müssen von mächtigen und brntalen Unternehmer Organisationen in schwerem Ringen die geringste Hebung ihrer Lebenshaltung erzwingen. Und viele Millionen leben in furchtbarster Not, vergehen in Hunger und Elend. Gerade unter der Piäsidentschaft Mc KiuIehS ist in den Ver einigten Staaten die Politik der Bereicherung der Neichen auf jede Art vollends herrschend geworden. Durch tolle Hochschutzzöllnerei wurde der Konsum der Massen beschwert und wurden jene Unter nehmertnisis gezüchtet, die gleich Riesenpolypen sich über daS Land ansrecken und seine Bevölkerung aussaugen. Und zur wirtschaftlichen Gewaltpolitik wurde die Gewaltpolitik des Imperialismus gefügt, die ferne Inseln annektiert, um aus ihrer Bevölkerung Profite zu pressen. Gewaltpolitik nach innen und Gewalt- Politik nach auhenl Diese kapitalistische Raub- und Gewaltpolitik ist anzuklagen, wenn alle diejenigen gezeichnet werden sollen, die vcrantivortlich sind für eine Unthat, wie sie jetzt wieder geschah. Die Gewalt, die aus der Tiefe sich emporreckt und die Mächtigsten bedroht, sie ist die Antwort auf die Gewalt, welche die Massen dem Hunger und der geistigen Verkomnmis überliefert. Es ist ein eigner Zufall, dast gerade in den letzten Tagen ei» amerikanischer Freund uns schrieb: „Hier in Amerika sind wir augenblicklich von dem Ziele der Arbeiterbewegung weiter entfernt als irgend anderwärts, und eS erscheint nur als zu wahrscheinlich, dast der Fortschritt der Mensch heit vom Kapitalismus zum SocialismuS in keinem andren Lande sich in so heftigen und so blutig gewalt- s a m e n Zuckungen vollziehen dürfte, alS eben in diesem, von unsrem Beutebürgertum so hoch gelobten Lande, in der Kapitalistew Republik der Vereinigten Staaten von Amerika." Das Land der Plutokratie, des Trustwuchers und des Imperialismus kann nicht erstaunen, wenn die Saat der Gewalt, die dort gesät wurde, in verzweiflungsvollen Verbrechen aufgeht. Soll der unheilvolle Wahn anarchistischer Propaganda durch die That erfolgreich bekämpft werden, so soll begonnen werden, aus dem Lande des Dollars ein Land für Menschen zu machen I «« • Nachstehend geben wir die am Sonnabend eingegangenen Nach- richten über den Verlauf des Attentates, die Person des Thäter:c. wieder: Der Hergang der That. Präsident Mc Kinley hielt sich in Buffalo zum Besuch der dortigen panamerikanischen Ausstellung aus. Als er am Freitag- nachmitwg von einem Besuch der Niagarafälle zurückgekehrt war, brachte die Bevölkerung ihm Ovationen dar. Obgleich Mc Kinley 'orgsam von Beamten der Geheimpolizei bewacht wurde. war er doch gerade einem derartigen Angriffe vollständig ausgesetzt, da er am Rande eines erhöhten Platzes stand. Die Menge drängte 'ich in den verschiedenen Eingängen der Halle, jeden Augenblick wurde das Gedränge stärker. Mc Kinley war augenscheinlich über diesen Beweis von Anhänglichkeit erfreut. Der Präsident der Aus- tellung Milbnrn stand zu seiner Rechten, sein Privatsclretär Cortlhon zur Linken, als der Mörder in schwarzem Anzüge sich näherte; seine Hand verhüllte eine Binde oder Taschentuch; er bahnte sich einen Weg durch die Menge bis auf zwei Fuß zum Präsidenten, der sich lächelnd verbeugte und die Hand ausstreckte. Plötzlich wurde einRevolverschust gehört. Eine völlige Stille folgte. Der Präsident blieb noch mit unsicherem, verwirrten: Blick stehen, daun trat er einen Schritt zurück, Bläffe überzog sein Antlitz; er wandte sich, ging sicher zu seinem Sessel und nahm den Hut ab und barg sein Gesicht in den Händen. Seine Weste wurde schnell geöffnet. Mc Kinley bat inzwischen die Umstehenden, ruhig zu bleiben und nicht besorgt zu sein. „Aber, Sie sind ja verwundet I' sagte sein Sekretär, worauf Mc Kinley erwiderte:„Nein, ich glaube nicht, dast ich schwer getroffen bi»!» Und nach einer Weile fügte er hinzu:„Uebertrcibt nicht, wenn Ihr meiner Frau von dem Vorfall Mitteilung macht!" Der Stille in der Halle Ivar unterdessen die größte Aufregung gefolgt. Zwei Beamte der Geheimpolizei stürzten sich a u f d e n Mö rder, warfen ihn zu Boden, fesselten ihn und suchten ihm die Waffe zu entreisten. Der Mörder machte sich aber trotzdem den Arm rei und versuchte nochmals auf den Präsidenten zu feuern. Mc Kinley selbst entfernte eine der Kugeln, welche daS Brustbein getroffen hatte, abgeglitten und in der Haut sitzen geblieben war und sagte dabei zu einem Polizeibeamten:„Ich glaube, ich habe noch eine andre Kugel im Leibe!" Dann kam es in dem Ge- bände, wo sich eine ungeheure Menschenmenge zusammengefunden hatte, zu schrecklichen Auftritten. ES erhob sich ein fürchterliches Schreien und Toben. Männer rangen und suchten sich zu dem Mörder einen Weg zu bahnen, Weiber und Kinder schrieen und weinten. Erst nach und nach legte sich die Panik. Der Thäter. Der Thäter wurde alsbald nach Vollführmig der That, mit Blut bedeckt, in das Haupt-Polizeiamt geführt, wo seine Persönlichkeit festgestellt wurde. Er nannte sich Niermann(1); er ist 28 Jahre alt. Er erklärt, polnischer Anarchist zu sein und in Buffalo sich seit acht Tagen aufzuhalten. Auf alle Fragen des PolizeikommiffarS hatte er nur die Antwort:„Ich bin Anarchist und habe meine Pflicht gethan". Weitere Telegranime aus Buffalo melden: Buffalo, 7. September. Die Polizei brachte in Erfahrung, daß d e r N a in e des Thäters Leo CzolgoSz ist und dast er deutsch- polnischer Abkunft in Detroit geboren ist. Er ist von Cleveland nach Buffalo gekommen. In einem von ihm unter- zeichneten Geständnis erklärte er, keine Mitschuldige zu haben. Der Gefangene ist ruhig, bekundet leine Rene und sagt, durch Lesen anarchistischer Schriften sei er zu der Ueberzeugung gekomnien, dast die Regierung der Vereinigten Staaten durch und durch schlecht sei, und er habe gedacht, der beste Weg, dies zu ändern, sei, den Präsidenten zu toten. Czolgosz zeigt keinerlei Anzeichen von geistiger Gestörtheit. Frankfurt a. M., 7. September. Der„Franks. Ztg." wird aus New A o r k gemeldet. Der Attentäter Czolgosz wohnte in der von Deutschen und Polen bewohnten Gegend in Buffalo im Broadway. Er behauptet mehrfach, er sei in Spanien geboren und armenischer Abstanimung, während er zu andern Zeiten wieder erklärt, er sei in Detroit geboren. Dort kennt nian ihn nicht. Seine mannigfachen seltsamen Anlagen und sein Gebahrcn lassen darauf schließen, daß er irrsinnig ist. Er erklärt, erst am Vormittag die Absicht gefaßt zu haben, Mc Kinley zu ermorden. Sein Benehmen ist sehr sonderbar und er fällt von einem Extrem ins andre. Durch alle P r e st st i m in en klingt das Erstannen darüber, daß gerade zu diesem Zeitpunkt, da die politischen Leidenschaften nicht erregt sind, und allenthalben große Prosperität herrscht, solche That geschehen konnte und die Blätter sehen darin den Beweis, dast der Thäter irrsinnig sein müsse. Nur der„Herald" glaubt an eine anarchistische Verschwörung und verlangt, die Verfassung solle redigiert werden. Die„Tribüne" verlangt, daß der Irr« sinn des Thäters über allen Zweifel festgestellt werde. Die„Times" weisen darauf hm, daß der Attentäter polnischer Geburt ist und sagen, es sei zu verstehen, daß in der Atmosphäre der Heimat Attentate gezüchtet würden, aber in Amerika fehlten doch die Motive vollständig. Die„Staarszeitung" erklärt, keiner Rasse, keinem Volke könne der Attentäter zur Last ge- legt werden. Er sei vaterlandslos und stehe außerhalb der mensch- lichen Gesellschaft. Der Bericht der Skcrzte. Buffalo, 7. September. Die behandelnden Aerzte geben folgenden Bericht aus: Etwa um 4 Uhr wurde auf den Präsidenten geschoffen. Ein Geschoß traf ihn in den oberen Teil deS Brustbeins, prallte jedoch ab. DaS zweite Geschoß drang in den Unter- leib S Zoll unterhalb der linken Brustwarze. IVa Zoll links von der Mittellinie. Der Unterleib wurde durch das Geschoß durchbohrt. Der Wundkanal wurde gefunden. DaS Geschoß drang in den Magen, ihn von vorn durchschlagend. Die Magenwand wurde sorgsam mit Seide zugenäht, sodann wurde die hintere Wand des Magens untersucht und ebenso befunden; sie wurde auf dieselbe Weise geschlossen. Der weitere Lauf des Ge- schosseS konnte trotz sorgsamer Untersuchung nicht gefunden werden. Die Wunde im Unterleib wurde ohne Schaden geschloffen. Es wurde keine Verletzung der Eingeweide oder andrer Organe des Unterleibes festgestellt. Der Patient hat die Operation gut über- standen. Ueber das Ergebnis der Operation kann noch nichts Be- stimmte? gesagt werden. Sein angenblicklichcr Zustand berechtigt zur Hoffnung, daß der Präsident wieder genesen wird. Ein 10 Uhr 40 Minuten abends ausgegebenes Bulletin besagt: Der Patient erholt sich in befriedigender Weise. Mitthäter? In Chicago sind fünf Anarchisten unter dem Verdacht der Mitschuld verhaftet worden. In C l e v e l a n d sind zwei Leute verhaftet worden, weil sie zu den: Mordversuch in Beziehungen stehen sollen. Der eine derselben soll der Polizei versprochen haben, mehrere Mitschuldige des Uebclthätcrs ausfindig machen zu wollen. Die Polizei glaubt, daß das Komplott in Cleveland geschmiedet worden ei. Die Anarchisten in Chicago stellen in Abrede, daß es sich um ein Anarchisten-Komplott handle. Fortführung der Regierung. Washington, 7. September. Es sind Vorkehrungen getroffen, um die Fortführung der Exekutive zu sichern, da sich herausgestellt hat, daß Präsident McKinley längere Zeit unfähig sein wird, seine Amts- pflichten zu erfüllen. Man erwartet, dast die Mitglieder des Kabinetts sich schleunigst nach Buffalo begeben werden. Ein Kabincttsrat wird über die Ausübung der Exekutive für die nächste Zukunft ent- 'cheiden. Weitere Nachrichten. Buffalo, 7. September. Nach dem heute früh 6 ll h t über das Befinden des Präsidenten ausgegebenen Bericht verbrachte derselbe die Nacht gut. Bnffalo, 7. September. 10 Uhr vorn:. Frau Mc Kinley ist nunmehr auf Wunsch des Präsidenten in schonender Weise von dein Anschlag benachrichtigt worden. Es wurde ihr gesagt, der Präsident sei nicht schwer verletzt. Telegramme init Kundgebungen des Beileids und Mitgefühls laufen fortwährend ans allen Teilen der Welt ein; in allen kehrt der Wunsch auf baldige Wiederherstellung des Präsidenten wieder. Die Aerzte ziehen die Anwendung von R ö n t g e n« S trahlen in Erwägung, um den Sitz der Kugel festzustellen. Die Behörden sind irotz der Versicherung deS Anarchisten Czolgosz. daß er keine Helfershelfer gehabt habe, der Ansicht, dast ein Komplott bestanden hat und Mitschuldige den Czolgosz nach Buffalo begleitet haben. Die Polizeibehörden aller amerikanischen Städte suchen die Person, welche dem Präsidenten unmittelbar vor dem Anschlag die Hand geschüttelt hat. Vnffalo. 7. Gcptcmber. Der Mörder CzolgoZz hat nervöse Anfälle, wenn man ihn anredet. Er gicbt ans die an ihn ge- richteten Fragen anSwcichende Antworten. Die Polizei hat bis jetzt nur wenig über die LebcnSgcschichte des Mörders in Erfahrung bringe» können. Er ist unverheiratet rmd hat sieben Brüder imd zwei Schwestern, die sich in Clcveland aufhalten. Ein Mann, welcher vor Czolgosz an den Präsidenten Mc Kinley herantrat, hatte drei Finger der rechten Hand verbunden und hielt Mc Kinlehs Hand gerauine Zeit in der seinigen. Man glaubt, daß derselbe ein Mitschuldiger ist._ Palififdic Aebevficht. Berlin, den 7. September. Die wahre Ursache des Baseler Zwischenspiels will nun- mehr die„Post" von einem Mitglied der Sühnemission erfahren haben. Danach habe Tschnn in Basel keineswegs freilvillig Station gemacht, vielmehr sei dem Sühneprinzen die Weisung zu- gegangen, nicht eher den deutschen Boden zu betreten, als bis in die Snhnercde des Prinzen ein vom Kaiser gewünschter, bisher vcr- weigerter Passus aufgenommen iverde. der das Bedauern über die Ermordung Kettelers ausspreche. Erst als Tschnn diese von Berlin vorgeschlagene Eriveiterung seiner Rede zngcstandencn, sei ihm vom Kaiser die Erlaubnis zur Fortsetzung der Reise erteilt worden, wofür Tschnn. sich in seinem Telegramm an den Kaiser bedankt habe. Der„Post" ist mit diesem Märchen ein schöner Bär aufgebunden lvordc». Man braucht sich nur an die EiitrüstmigSseene zu erinnern, die der� Prinzcngcleiter, Generalmajor v. Höpfner, am Baseler Bahnhofe aufführte, als ihn» die Mitteilung gemacht wurde, daß der Sühneprinz krankheitshalber seine Reise»licht fortsetzen könne, um die Abgeschmacktheit dieser angeblich von chinesischer Seite gegebenen Darstellung einzusehei». lln» Verzeihung sollte der Sühneprinz bitte»», dessen hat er sich gelvcigert und für den E r I a si dieser Abbitte hat der Prinz sich bedankt. Da der Sühnekoinödie nochinals Erwähnung geschah, sei der Vollständigkeit»vegen doch auch noch die Darstellung crivähnt, die ein andres Blatt gleichfalls von chinesischer Seite über den an- geblich so ivirkungsvollen En t s ü h n u n g s a k t im Muschelsaal des Potsdamer Schlosses erhalten hat. Nach dieser Darstellung soll die anfängliche Znrückhaltung des Kaisers den Prinzen Tschun nicht im »nindeste» deprimiert haben. Derselbe habe den Wink mit der Hand nnd daS Sitzenbleiben durchaus nicht alsSühneverschärfiing empfunden, sondern in dieser Art des Einpfangs nur dieselbe Ccremonie erblickt, die sein kaiserlicher Bruder auch bei einer ihm gelvährten Audienz zi» beobachten pflege. Der Sühnccmpfang habe also nur freundliche heimatliche Renliniscenzei» erlveckt und den Prinzen dlirchaus wohlthuend berührt. Ein ilberaus heiteres Misiverständnis, das den lustigen Charakter der ganzen Siihnckomödie stimmungsvoll abschließt!— Bon„GotteS Gnaden". Wilhelm II. hat am Freitagabend in Königsberg eine Zicde gehalten, in der er unter andern» ans- führte: „Die Gefühle, zu deren Dolmetscher der Oberbürgermeister sich gemacht habe, berührten ihn und die Kaiserin auf das freudigste, sie seien hierher gekommen, um die Erinnerung a n d» e Z e i t zu begehen, da vor z w e i h u n d e r t Jahren der letzte Kurfürst die K ö n i g s>v K r d e annahn». Eine solche Feier nachträglich shmbolisch zu begehen, dazu diene der erste Kirchgang, zu dein er hierher gekoinmen sei und der gleich- zeitig an jene Zeit gemahne, da sein Hoher Großvater an der- selben Stelle sich die Krone oiifs Haupt setzte mit der B e t o- n u n g, daß er sie aus Gottes Gnade empfange." Es ist bekannt, daß Wilhelm I. bei seiner Krönungsseier in Königsberg am 13. Oktober 1861 die Ueberzengmig seines GotteS- gnadentiims besonders pointiert zum Ausdruck'brachte. Daß er 13 Jahre vorher, nachdcin er zur Niederwerfung der Volksbcivcgung mit den Waffen aufgefordert hatte, am 19. März 1848 als „Kalifmann Lchinann" vor dem Zorn des siegreichen Volkes»ach England hatte flüchten müsicii. hatte dieser Neberzengung keinen Ab- bruch thun können.—_ Amnestie für die Chinaverurtciltc»? Nach einer Meldlmg der„ D o n a u- Z t g." aus Straubing wird dort von heimgekehrten Chinakricgcrn ein Gerücht verbreitet. lvonach der Kaiser an die maßgebeudei» Stellen Telegramme gc- richtet haben soll. daß allen Soldaten der Chi na- Expedition die erhalte nci» Strafen zu erlassen und die eventuell bereits gesühnten als solche nicht anznsehcn seien. Der Kaiser Ivolle nicht, daß die Leute. die freilvillig die Interessen des deutschen Vaterlandes schützen halfen, ,»it Strafen in ihrer Heimat ankommen. Ebenso soll ein ausgesprochenes TodeSurteis vom Kaiser nicht bestätigt und in eine ganz milde Strafe u m g e Iv a n d e l t lv o r d e n sein. Die Chiiiabcstrafnngc» zerfallen in zivci Kategorien, in Be- straflingcn wegen Vergehen gegen die u» i I i t ä r i s ch e D i s c i p l i u und Bestrafungen, die ivegen Verbrechen an Eigentum und Leben von Chinesen verhängt worden sind. Solveit Nachrichten darüber an die Ocffentlichkeit gedrungen sind, handelt es sich in beiden Fällen um eine ganz respektable Strafliste. Begreiflich würde eSniin erscheinen, wem. denjenigen, die gegen die militärische Disciplin gesündigt haben, in Anbetracht der ungc- wöhnlichen Verhältnisse, in denen diese Verstöße sich ereigneten, ihre Strafe erlassen würde. Im Kriege, namentlich aber im Kolonial- kriege. Pflegt de»n Soldaten, dem ungewöhnliche Strapazen zngemiltct lverdcn, der sich in ein ganz fremdes, vcrivirrendcs Milieu versetzt ficht, leicht der Sinn für gewisse Aenßerlichkeitc» des militärischen Drills abhanden zu kommen. Obgleich es gerade für in» Kasernen- dienst verknöcherte Militärs, denen der Gamaschendrill als A und O der militärischen Herrlichkeit gilt, kein größeres Verbrechen geben kann, als derartige Verstöße gegci» die absolute Subordination, so lverdcn Nichtniilitärs es nur billige» köinicn, ivcnn man in diesem Falle einmal eine sonst nicht gewohnte Milde ivalten lassen wollte. Nicht ganz das Gleiche ließe sich von einer Amnestie solcher verurteilten sagen, die bnitaler Roheiten gegenüber der chinesischei, Bevölkerung überlviescn lvordcn sind. Handelt es sich um Delikte minder schwerer Art, etwa um eine allzu schwere Brandschatzung der Vevölkcrnng. so ließe sich allerdings noch eine»nildcrc Auffassung be- greifen. Das böse Beispiel der andren Nationen, die selbst Grab- mäler schändeten, mag korrumpierend gewirkt und das moralische Gefühl abgestumpft haben. So Iveit hingegen wirkliche Roheits- vergehen groben und gröbsten Kalibers in Frage kommen, würde ein vollständige Begnadigung leicht falsch gedeutet werden und zu einer noch schlimmeren Laxheit in ähnlichen Situationen verführen können. Allerdings wird man auch diesen Excedentcn als Mildemiigsgrund anrechnen müssen, daß die Einschiffung der Chinakrieger bekanntlich unter dci» eigenartigsten Umständen erfolgte.— Zunächst bleibt die offiziöse Bestätigung der Meldnng abzuwarte».—_ 60 Gyn»»asiaste»«vegen Geheimbündelei augcklagk. Vor der Ferienstrafkammer des Thorner kgl. Landgerichts beginnt am Montag ein Geheiinbnnd-Prozeß. 60 Schüler der Gymnasien zu Thon».' Culm nnd Strasburg Westpr., die allerdings znn» Teil die Schule bereits verlassei» haben nnd jetzt Kleriker, Studenten, HauS- kchrer oder KallfmannSIehrlinge sind,»verde» beschuldigt, an Ver- bindungei, tcilgenoinmei» zu haben, deren Dasein, Verfassung oder Zweck vor der SwatSregierung geheim gehalten werden sollte. Die Anklagebchördc ist der Ansicht, daß schon vor länger denn einem Menschenalter in den Provinzen Westpreiißen nnd Posen gehenne Verbindungen von polnische» Schülern der höheren Ghinnasialklassen bestanden haben, die nicht nur die Pflege polnischer Litteratnr und Geschichte im A»lgc hatten, sondern auch den Zivcck verfolgte», die polnische Gesinnung unter der heraiNvachsendcn Jugend wach zu halten und letztere„zur Befrciuug Polens voin nioSkowitischen, östreichischen nnd preußischen Joche zu erziehen". Diese Gymnasiasten- Verbinduiigen sollen sich bis anf den heutigen Tag erhalten haben. Eine Massenhanssuchnng. die bei einer großen Anzahl von Schülern der Gymnasien zur Thorn, Cnln» und Strasburg vorgenommen ivnrde, soll nicht nur das vorcrivähnte Er- gebnis geliefert, sondern auch dargcthan Habel», daß diese Schüler- Verbindungen sämtlich miteinander in reger Beziehung stehen, ja daß sie selbst init Schülerverbindungen in Galizicn und einer in Leu»- berg erscheinende» Zeitung, die geivisscrmaßen das Organ dieser Sch'ülerverbindnngen ivar,' in Beziehung gestanden haben. Die Schülerverbindungen in Preußen wurde» aufgelöst, gegen eine große Anzahl Schüler, die zumeist schon vor dem Abiturienten-Examen standen, die Relegation eingeleitet nnd gegen 60 die Anklage ivegen Geheimbündelei ans Grund des§ 128 des Strafgesetz-BnchcS er- hoben.�js. j Wenn man sich nur nicht, statt den bedrohten Staat zu retten, avz»isehr lächerlich macht!— Im Zeichen dcö Verkehrs. Bedeutendes Kopfschütteln erregen mehrere Fälle, in denen die Eisenbahnverivaltimg für die „Schreibarbeiten", die ihr durch die Rcklaination deS Betrags für nicht voll ausgenutzte Rückfahrkarten verursacht wurden. 1 M. in An- rechnuug brachte, ausschließlich des Betrags für Porto und Bestellgeld. Ein solcher Fall wurde von uns bereits in Nr. 196 unsres Blattes erörtert. In einem andren Falle, lvo ein Passagier ans dem gleichen Anlaß 1,70 M. von der Eisenbahnverwaltung zu fordern hatte, erhielt er ei» hektographicrtes Schreiben folgenden Inhalts: „Der Ihnen aus Billigkeitsrücksichten zu erstattende Betrag ist so gering, daß davon die bei Nellamationcu ivegen nicht ausgenutzten FährtaüSweisen für jeden Fahrtausweis zu' berechnende Schreib- nebst Postgebühr nicht gedeckt wird. Ihrem Auftrag auf Rückzahlung von Fahrgeld kann daher nicht entsprochen werden." Es ist eine seltsame Znmntung der Eisenbahnverlvaltnng an einen Privatmann, dem Fiskus deshalb einen derartigen Betrag zu schenken, iveil ihm durch die Reklamation einige geringfügige Schreibereien verursacht werden. Die Sache wäre Ivcrt, zum Gegen- stand einer Klage gemacht zu iverden. Vermutlich rechnet aber der FisknS damit, daß Privatpersonen selten so rechthaberisch sind,»vic der Fiskus, der schon wiederholt um den lächerlichsten Betrag, ja um einen einzigen Pfennig, die iveitlänfigsten Prozesse geführt hat. Es iväre übrigens Sache des Eijcnbahnministcrs, gegen diese eigen- artigen PluSmachereien vorzugehen.— Die Instrumente der Pekinger Sterntuarte sind, so lesen wir in unsrem Brcmerhavcncr Brndcrorgan. an» Montag von hier nach Potsdain gesandt worden. Bckämitlich hat sie die„Palatia" init nach hier gebracht, Ivo sie ans dem Barbarossaplatz ansgeladen und von Ivo aus sie dann nach einigen Tagen Lagenis anf der Kaje in den an der Ostseite des Kaiserhafens belegenen Schuppen der Finna Anton Günther gebracht worden sind. Dort haben sie mehrere Wochen gelagert, bis sie am Montag in Eisenbahn- Wagen verladen lvorden sind, um uach Potsdam überführt zu »verde». Hoffentlich hat man die widerrechtlich annektierten Gegenstände nur deshalb nach Potsdan» geschafft,»in» sie dem S ü h» e p r i n z e n lv i d e r»» i t nach China zu geben. Freilich wird man soivohl für die entstehenden Frachtkosten als auch für die Wiedera>lsstelln»g an dem früheren Platze aufznkonnne»» haben. Für diese Kosten wird natürlich der Offizier ersatzpflichtig gemacht»verde» müssen, auf dessen Veranlassung die Mitnahme der Gegenstände geschah.—_ Ein Lpfcr dcS MariniSmuS. Kiel, S. September. Wenige der auStvärtigcn Mfuchcr der Kieler Föhrde, welche diesen Sommer auf einer Rundfahrt durch den Hafen daS nnniittelbar an die geivaltigen überdachten Hellinge der Kruppschen Werft, a» die langgestreckten Werkstnttschnppcn, die Trockendocks und Nticsenkrabne der kaiserlichen Werft anstoßende lieb- liche Fischer- und Badedörfchen Ellerbek belvnndcrt haben, mit der langen, am Strande sich hinziehenden Reihe seiner sauberen Häuschen, vor denen Netze trocknen und sturmerprobte alte Fischerboote in der Sonne sich ausruhen,»venige dieser Globetrotter iverden.sich wohl bcivußt gewesen sein, daß sie zun» letztenmal in diesem schroff sich berührenden Gegensatz von allcrmodernstem Groß- indnstrie-Getriebe und iveltfremdem Fischer-Jdyll gcschivclgt habe», daß ihr Auge anf„totgeiveihter" Stätte geruht hat. Nächstes Jahr um diese Zeit ivird Ellerbek von» Erdboden»vegrasicrt sein und höchstens ii» den Truhen der Ansichtspostkartensammler ein antiquarisches Dasein führen. Das Terrain des Torfes soll in die Ncuanlagen der kaiserlichen Werft einbezogen werden. Der Marincfiskils vcr- ichlnckt das Dorf, gcnon so. lvie vor einigen Jahren im Süden unsrer Provinz der Militärfiskns das Dorf Lockstädt verschluckt hat, denn der Moloch Militarisinns nnd das Molochkälbchen Marinismus haben einen noch viel besseren Magen als die Kirche. Schlimm nur, daß diese Ungetüme die Ricsciibrocken, die sie sich einverleiben, nicht anständig bezahle»»vollen— die Riesen im Märchen sind weuiger schäbig. Die Ellcrbeker Fischer hatten sich begrcislichcrivcisc schwer mit dem Gedanken vertraut gemacht, die Scholle, mit der sie seit Gencrationcil verwachsen sind,' aufzugeben. Nun aber, da ihr Auszug unmittelbar bevorsteht,»nacht ihnen der engherzige Standpunkr der Behörde, die sie vertreibt, die Trennung doppelt schmerzhaft. Sie wollen nicht bloß für ihren Besitz eilt- schädigt»verde», sonden» der Fiskus soll ihnen auch die Möglichkeit. ihr Gewerbe fernerhin ausüben zu könne»», garantieren, diese Möglich- keit liegt in der Macht der Marincvcrivaltnng und bloß üiiter dieser Bedingung lverdcn sie im guten von ihrem Gnind und Boden weichen. Nil» hat ihnen der Marinefiskus ein Projekt voi'gclegt, dem- zufolge sie an der Mündung der Schwentine, eines FlüßchenS, das in der Nähe von Ellerbek in eineAnSblichtling desKielerHafens sich ergießt, angesiedelt»Verden sollen. Das ihnen angebotene Terrain ist aber ur Aiisübnng ihres Geiverbes viel ungesi'gnctcr, als ihr bisheriger Sohnsitz, dem» cS liegt nicht unmittelbar am Wasicr, vielmehr müßte die projektierte Ansiedelung erst durch eine längere Straße init den» Strand in Verbindung gesetzt iverden. Für ihre Boote»vill der FiSkns den Fischen» einen Schntzhafe» anlegen nnd ihnen einen 10 Meter(!) breiten Lagerplatz znn» Trocknen der Boote zur Ver- lügung stellen. Diese Strecke bezeichnen die Fischer mit Recht als viel zu klein für ihre Zivecke: IS Meter Breite»värc das Minimum. Der FiSkns ist Besitzer des in Betracht kommenden Strandes und könnte, allerdings mit emigen Unkosten, da das Terrain momentan anderiveirig vermietet ist, den Leuten ganz gut entgegenkoinme». Außerdem verlangen die Ellerbcker einen größeren Platz unmittelbar am Wasser zuin Aufhängen nnd Trocknen bezlv. Reinigen ihrer Netze. Die Leute können sich ,»»möglich Pferde nnd Wagen halten, n», ihre oft voller Seetang nnd Schmutz sitzenden Netze nnd Gerätschaften den ziemlich»Veiten Weg nach ihrer Wohnung zu schaffen, und sie dort in Stand zu'setzen. An, ivcnigsten aber sind die Fl»cher mit der Absicht dcS FiSkns, ihnen das projektierte Terrain einfach im Austausch für ihre bisherigen Wohnsitze anfznhängen. einverstanden. Abgesehen von seiner geringen Tauglichkeit für ihren Beruf liegt daS ihnen an- gebotene Gelände iveit abseits vom Verkehr nnd bildet zuin Teil minderwertiges Hinterland der benachbarten Ortschaft Wellingdorf. Die Ellerbcker verlangen deshalb in erster Linie eine präcise Abschätzung bezlv. Anfrechnnng ihrer jetzigen nnd der ihnen offerierten' Grundstücke. Der Fiskus aber scheint den gerechten 'fordernngen der von ihrem Grund nnd Boden Verjagten nicht nachkommen zu»vollen. Ueberdies hat daS Projekt deS Reichs-Marine-AintS bis jetzt bloß die innerhalb der Enteignnngslinie wohnenden g r u n d b c s i tz e'n d e» Fischer, 38 an der Zahl, berücksichtigt. Ueber die Entschädigung und die Anssichtc» der ebenso zahlreichen zur Miete ivohiiendci» Fischer nnd Räncherer schweigt sich die Regierung vollständig miS. Der Verdacht liegt nahe, baß diese Kategorie einfach ohne jede Ent- schädigung existenzlos gemacht iverden soll. Das»värc dann ein modernes Gegenstück zu dem berüchtigten Bauernlegen: ein Fischer- legen. und der Fiskus ist»vohl der Hoffnung, daß er in den Ver- tr'iebencn willige Arbeiter für die vergrößerte kaiserliche Werft erhalt »nid so zlvei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Die Fischer haben eine Konnnissiön gcivählt. die ihre Interesse»» vertreten soll, nnd die bereits— ohne jeden Erfolg— zahlreiche Sitzungen mit den Vertretern der Mariiievcrlvaltuiig abgehalten hat. Die letzte größere Sitzung fand vorigen Sonntag statt;»viedcr sind beide Parteien, ohne eine Einigung erzielt zu haben, auseinander- gegangen. Schließlich»verdei» die Ellerbekcr wohl zivaiigsiveise expropriiert werden. Man kann sich denke»», daß in dem dein Untergänge geiveihten Dörfchen große Erbitterung herrscht. Die Fischer find die Baiicri» des MecrcS, kollektivistischen Ideen so schiver zugänglich, wie ihre Klassenvcrivandten auf den» Lande, Den Ellerbeker Fischern aber »verde» durch die Sorte StaatssociakisinilS, den ihnen der Marine- fiskns zumutet, uiizweifelhaft die Lehren des wahren Socialismils plausibel gemacht werden.— Eine neue Schönheit deS Dreiklassen-Wahlshstelns hat der Oberbürgermeister von Köln, Herr Becker, entdeckt. Auf eine Anfrage aus den' Reihen der Stadtverordneten nnißte er am Donnerstag mit dem Bekenntnis herausrücken, daß»nan sich bei der Aufstellinig der Wählerliste zur dcmiiächstigen Stadtrats-Wahl nicht an den Wortlaut der obcrverivaltungsgerichtlichen Entscheidung gehalten, sondern daß»iiail bei der Auslegung des Begriffes der zur Wahl berechtigenden Selbständigkeit eine Klassifizierung der Stcnerzahler vorgenoimnen hat. Aber nicht ctlva in dem Sinne, daß»nan den Arbeitern, die sich eines selbständigen Haushalts iin Sinne der Städte-Ordnnng nicht erfreuen, entgegenkam-, sondern im Gegenteil! In Köln sind die Arbeiter noch nicht rechtlos genug; ihr Einfluß auf die dritte Wählerklasse scheint der städtischen-Verwaltung noch zu groß. Darum tvurde unter den„Uilselbständigen" wiederum eine Klassifizierung vorgenoimnen, und zlvar in der Art, daß man den nnselbständigc'n. zum Familieuhanshalt gehörigen Söhnen das Wahlrecht einräumte,»veiui sie zu einem Einkommen von mehr als 1200 M. veranlagt sind, daß aber die minderbemittelten Hanssöhne nicht als selbständig betrachtet nnd demgemäß in die Wählerliste nicht auf- gcnomnien»vurdcir. Das klingt zwar unglaublich, aber eS ist in der That so. Dem Kölner Oberbürgerineister blieb es vorbehalten, eine neue Chikane des elendesten aller Wahlsysteme herauszufinden, um die Einflußlosigkcit der arbeitenden Klasse auf die Geineindevertvaltung zu vergrößern. So»vagt nian es, das Dreiklasscii-Wahlrecht noch zu steigen'» und gewissermaßeu ein Vierklassen-Wahlshstem zu konstruieren: die vierte Klaffe sind die bessergestclllen, zum Familicnhaushalt gehörende»» Söhne. Bei ihnen ist ja keine Gefahr vorhanden, daß sie oppositionelle Stiinmen abgeben. Herr Becker ist Vicepräsidcnt des preußischen Herrenhauses, nnd er ist sogar schon einmal als preußischer Ministerlandidat bezeichnet »vordcn. Vielleicht»vill er durch seinen jetzigen Streich den Be- fähigungSnachiveiS erbringen.— EtivaS vom„gleichen" Wahlrecht. Ans Baden ivird uns geschrieben: In der Residenz Karls- ruhe,»im deren Vertretung in» Landtag jetzt zlvische» der freisinnig- »ationalliberalen Vereinigung nnd der demokratisch-socialistischcn Opposition der Entscheidungskampf anhebt, hat nian gouvcrncmentaler- seitS»pieder zu dem allen Trick einer raffinierte» WahldistrittS- Einteilung gegriffen, um die Chancen der Regierungsparteici» lünstlich zu verbessern. Unsre Nationallibcralcn verstehen sich a,t§_ der Zeit ihrer im- »nnschränktcn Parteiherrschaft im Lande gar trefflich anf diese Kunst- stiickchcn, denen sie anck, bei früheren Wahlen so manchen„glänzenden Sieg" über die Opposition verdankten. Warum sollten sie dieselben also nicht mich jetzt wieder in Anwendung bringen, lvo es doch gilt, den„Umsturz" in der Residenz mausetot zu machen und in der Gestalt dreier„gutgesinnter" Volksvertreter dem Landeshcrrii zu seinen, bevorsieheiidcn Regicrnngsjnbilänm eine sinnige Festgabe zu Füßen zu legen?! Und grobe GesctzeZverletzungen find es in der That, deren man sich bei Praktizierung der famose» nationalliberalen Wahl- krcis-Geometrie sckmldig macht. Die Landtagswahl-Ordnniig von» 25. August 1876 bestimmt ausdrücklich und unter Ausschluß jeder andren Dentung in ihrem§ 34: Die Bezirke jür dir Wahl der Abgeordneten zur Zweiten Kammer»verde»» zum Vollzug der Wahl der W a h l in ä n n e r in Wahldistrikte eingeteilt. I» j e d e in W ah l d i st r i k t »v i r d auf je SOO Einwohner ein Wahlmann e r n a»»>» t. Am 1. Dezember des vcrgaugenei» Jahres hat im Reiche eine amtliche Volkszählung siattgcfnnden, deren Ergebnisie, besonders in den Städten, bereits seit Monaten definitiv festgestellt sind. Es hätte also nichts näher gelegen als der Gedanken, die Einteilung der Wahldistrikte i» den städtische» Kreisen des Landes auf der Grund- läge dieser Zähluiigsergebnisse vorzunehmei».. Das paßte aber llnicrn nation alliberalcn Wahlrechtsverbessercri» nicht in den Kram. Sie wissen»vohl. daß die bei der jüngste» Volkszählung fest- gestellte erhebliche Bevölkerungszunahme der größeren Städte in erster Linie der starken Vcrinehrung der A rli e i t e r b e v ö lkerung zuzuschreiben ist, die ihrerseits durch den gerade in den vier Jahren »cit den lctztcit Karlsruher Wahlen besonders starken industriellen Anffchivnng verursacht wurde. Man legte der Distriktseinteilimg in der Residenz, in entschiedenem Widerspruch mit der angeführten GesctzeSbesttinmnng. kurzerhand die„günstigeren" VolkSzählltiigs- c»-gebnissc vom 2. Dezember 1895, also einer Zeit vor nahezu sechs Jähren, zu Grunde, beließ es ruhig bei der Zahl der Wahl männer von den Wahlen des Jahres 1897 und schaltete damit die im Laufe der letzten 6 Jahre erfolgte, in der Richtung einer starken Proletatisicrung sich bclvegcnde Veränderung der socialen Strnkiur der Residenzbcvölkernng aus der Reihe der be- stimmenden Wahlfaktore» aus. Bis zu»velchcin Grade von Korriimpicrnng de? Wahlergebnisses dieser Trick der nationalliberalcn Gesetzesbenger unter Umständen führen kam», das mögen die folgenden Zahlen zeigen. Nach dem Volkszählungsergcbnis vom 2. Dezember 1895 hatte die Stadt Karls- ruhe �4 030 Cünvohner, die bei den Wahlen von 1897 ans 55 Distrikte mit zusammen 4S0 Wahl niännern verteilt waren. Die letztere Zahl entspricht genau der gesetzlichen Vorschrift, die auf ie 200 Einwohner einen Wahlmann verlangt. Am 1. Dezember 1900 nun ergab die VolkSzählnng für Karlsruhe eine orts- amvesende Bcvöltening von 06 G76 Seelen, mithin gegen 1895 eine Zunahme von 12 846 oder etiva 15 Prozent. In Gcmäßheit des Gesetzes hätte die Residenzbevölterung also jetzt 484 Wahlmänner zu wählen. 64 mehr als 1897, von denci» natürlich, der Vennehnmg der industriellen Arbeiterschaft entsprechend. der 25 wen an teil der Socialdemokratie z u- e f a l l e n wäre. Statt dessen»vählt die Stadt Karlsruhe nach cm Ratschluffe der nationalliberalen Wahlkreis- Geoincter auch diesmal nur 420 W a h l m ä n n e r»vie vor vier Jahren, die Distrikte der Arbeiterviertel»verde» dadurch iveit über die gesetzliche Zahl hinaus mit Wählern übersetzt,»vährend die Stadt- bezirke, in denen das„honette Bürgertum"»vohnt, nicht »nr nicht»vesentlich zugenommen haben, sondern an Einlvohnerzahl sogar teilweise zurückgegangen sind. So brachte man es fertig, daß heute in Arbeitervierteln Wahl- distrikte anzutreffen sind, die 620, ja bis 714 Wahlberechtigte zählen und damit ibre Zahlen seit 1897 verdoppelt, ja verdreifacht haben, Ivährend es in den sogenannten besseren Lagen der Stadt Distrikte gicbt, die bei derselben Zahl von Wahl- n, ä n n e r n nur 180 und«venig mehr Wahlberechtigte anfweisen. Diese geradezu schreiend ungerechle DistriktScinteiliing hat dazu gc- führt, daß beispielsiveise im 36. Karlsruher Distrikt 21, im 12. dagegen ilicht weniger als 80 Wahlberechtigte auf einen Wahlmaim entfallen. D i e S t i n»»» e des Bourgeois i in honetten 36. Bezirk wiegt also»ich».- alSvier mal so schwer w i e der Zettel des Arbeiters im z>v v l f t e n. NiZch toller ticcicn die diesbezüglichen Verhältnisse in der ober- rheinischen Industrie- und Hnndelslnetropole Mannheim, der volksreichstcn Stadt des badischen Landes. Obwohl die Bedvlkernng des alten Stadtgebietes dort zwischen 1833 und ISKXI um nicht weniger als 31 000, also um volle 32 Proz., z n g c n o m m c n hat. mithin also»ach der Lorschrift des Gesetzes iZZ Wahl- männcr mehr wählen sollte als bei den letzten Wahlen, hat man auch dort die alte Distriktseinteilung und Wahlmännerzahl beibehalten. Bereits im Jahre 1837 wählte in Mannheim der öl. Distrikt mit blZÄ Wahlberechtigten 8 Wahlmänncr, den 4. Distrikt mit 72 Wahlberechtigten ebenso viele; dieses Jahr hat der proletarische öl. Distrikt noch einige Hundert Wahlberechtigte mehr, wählt aber immernoch nur 8 Wahlmänncr. Und das alles nennt man dann recht hübsch„gleiches" Wahl- recht, während es in Wirklichkeit nichts andres ist als eine skrupel- lose, allem Gesetz und Recht Hohn sprechende B c r g e iv a l t i g n n g der g r o(j e n wer k t h.ä t i g e n Volks- »lassen durch die im Staate am Ruder befindlichen nationalliberalen Wahlrechtsverbesserer. Unsre Parteigenossen werben nicht verfehlen, diese himmelschreiende» Ge- setzividrigkeite» im Wahlkampfe ins richtige Licht zu rücken und der Wählerschaft zu zeige», dag der bürgerliche Staat auch in solche» Fälle» seinen hätzlichen Klassencharakter nicht verleugnen kann, wo die Neckte des Volkes in Gesetz und Verfassung scheinbar sicher fest- gelegt sind.— Ausland. Oestrcich-Ungar». Tie gali zische» Landtagöwahlcn. Ans jWien wird uns vom 6. September geschrieben: Gestern wählten die galizischeu Land- gemeindcil ihre Vertreter zum Landtag, und das Ergebnis ist eine schwere Niederlage der Bauern; die Schlachta triumphiert auf alle» Linie». Die Landgemeinden haben 74.Abgeordnete zu wählen; von diesen gehörten in dem früheren Landtag 38 der konservativen Adelspartei au; 13 waren Nuthcncn und der Rest zersplitterte sich auf die kleinen oppositionellen Fraktionen. Der Polcnklub hat gegen 30 Mandate erobert, so datz ihm die Z w e i d r i t t e l- Ma j o r i t ä t im Landtage sicher i st. Das auch dann, wenn er in de» Städten gar kein Mandat erobern sollte; zu den Landgmcindc- Vertretern kommen jedoch die 44 Grotzgrnndbesitzcr und 3 Virilisten. Die gestrigen Verluste verteilen sich auf die verschiedenen Oppositionsparteien, von denen die Polnische Volkspartei. die den besten Kern der Bancrnschaft in sich vereinigte, fast ganz aufgerieben wurde; auf ihr Programm wurden nur zwei Abgeordnete geivählt und alle ihre Führer sind unterlegen. Schlimm ist es auch den Ruthencn ergangen; an ihnen Hai der Polciiklub wegen des Austritts aus dein Landtage Rache genommen. Von den Abgeordneten, die den Exodus mitgemacht haben, sind nur zwei zurückgekehrt; alle übrigen hat die Adelscliqne mit dem Durch- fall bestraft. Die Ruthencn sind iin Lande die an Zahl grvtzere Nationalitnt als die Polen; trotzdem fallen ihnen von den 154 Ab- geordneten, aus denen der Landtag besteht, nur dreizehn zu! Der Landtag der vstreichischcn Provinz Galizicn ist genau derselbe Adelslandtag, der das ehemalige Königreich zu Grunde gerichtet hat; die Johrzehnte östrcichischer Kulturarbeit haben an der schrankenlosen Herrschaft der Schlachta nicht das geringste geändert.— Schweiz. Zürich, 6. September.(Eig. Bcr.) Der Grotze Stadt- rat i» L n z e r n hat den mit der Interpellation nnsrcr Genossen verbundenen Antrag, dem Spitzel Schumann, der keine Papiere hat, die Aufcnthaltsbewilligung zu entziehen, mit 13 gegen 12 Stimmen bei 14 Stimmenthaltungen abgelehnt; von den 12 Stimmen waren 10 socialdcmokratische und nur 2 bürgerliche. Wenn es sich um. einen vcrhatzten Socialdcnwkraten oder Anarchisten gehandelt hätte,, würden die bürgerlichen Mitglieder des Lnzerner Grotzen Stadtrats vielleicht einstimmig einen solchen Bcjchlutz gefaßt haben. So aber erstand dem„Nicht- gentlcman" Schumann in dem Advokaten Dr. Fischer ein Verteidiger, der ihn von allen Vorwürfen rein zu waschen suchte, ihn als Ehrenmann hinstellte und seinen radikalen Parteigenossen in den Behörden mit dem Sprüchlein empfahl: Dies Kind, kein Engel ist so rein, Laßt eurer Huld empfohlen sein! Auf der andren Seite scheute sich derselbe skrupellose Advokat nicht, offenbar ans die Angaben seines Schützlings Schumann hin, mi, reu Genossen Bebel in die Debatte zu ziehen und ihn als den Urheber der Interpellation zu verdächtigen. Wenn er aber ferner die Sycialdemokrale» herabzuwürdigen versuchte, weil sie die Ausweisung des Spitzels Schumann verlangten, so fehlte hierzu dem Herr» Fischer wie sämtlichen bürgerlichen Politikern und ihrer Presse inklusive der„Franks. Ztg." jede Berechtigung, denn sie sehen seit Jahren mit gekreuzten Armen und stillvergnügtem Lächeln dem Wüten des Bnndcsanwalts und des Bundesrats gegen andre Ans- läiider zu und sie haben z. B. kein Wort der Mißbilligung gehabt, als im vorigen Jahre unsre italjenischen Genossen— es handelte sich um keine Anarchisten»nd Königsmörder— Speroni, Jotti und Ciacchi aus der Schweiz ausgeiviesen wurden, von denen der erstcre 23 Jahre tadellos hier gelebt hatte, und zwar ausgewiesen wurden insolge einer ans böser Absicht oder Unfähigkeit gemachten falschen lieber- Ktzrnig eines italiemschen Agitations-Flngblattcs. Die Verteidigung und Bcschiitznng Schumanns im Lnzerner Großen Stadtrat durch seine bürgerlichen Mitglieder ist ein äußerst bedenkliches Stückchen, das nichts mehr mit Moral zu thnn hat. Es iollle uns nicht wundern, wen» nächstens bürgerliche Richter eine» Raubmörder freisprechen würden, weil Socicildemokraten seine Thal lintcr scharfer Kritik verurteilten.— Dänemark. Tic LondsthingSwahlen. Bei den Wahlmärnierwahlen in Kopenhagen sfcgtc die Lifte der Dcniokratie in 13 Wahlkreisen, wo- gegen in einem Wahlkreise, dem 0„ der Sieg den Konservativen zufiel.- Gewählt wurden 416 liberale und socialdemokratischc Wahl« männcr. und nur 41 konservative. Insgesamt wurden ans die Listen der Demvkratie 16 671 Stimmen, ans die der Konservativen 8071 abgegeben. Würde das allgemeine Wahlrecht entscheidend sein für die Wahlen zum Landsthing, so würde der Genosse P. Knudsen mit überwältigender Majorität gewählt werden. Nun aber werden die Höchstbestenerteii ihre Wahlmänner wählen und dadurch isl. der Ausfall zweifelhaft. Es scheint übrigens, daß die Liberalen, trotzdem sie jetzt Regierungspartei geworden sind und dem König dafür ihren Dank dargebracht haben, doch nicht gewillt sind, das Bündnis mit der Soeialdcmokratie zu lösen. Dafür spricht auch eine Rede, die der liberale Folkethiiigsinann Philipsen am Vorabend der Wahl ipi Saale des„Stndentenbundcs"(Studentersamfundet) gehalten hat. worin er unter anderm sagte:„Wie ist das eigentlick zugegangen, daß wir ein so ausgeprägtes Linkcn-Ministerium gekriegt haben? Ich glaube, wenn die Demokratie hier zu Lande ihr Schwert so rein von konservativen Rostskecken er- halten hat— im Gegensatz zu den Fortschrittsparteien im Auslande, die zlvischen der Socinldemokratie und der Sieaktion zermalmt tvcrde»—, so ist das vor allem deni Bündnis mit der Sociakdemo- kralie zu verdanke». Durch dieses Zusammenarbeiten ist die Linke zii einem wirklichen Verständnis der socialen Fragen gelangt.— Sollen wir uns nun anders verhalten?.(Nein! Nein!) Wir Liberalen in Dänemark wollen den Ast, auf dem wir sitze», nicht absägen! Läßt diese Niänern aitf uns wie' eine Mahnung wirken! Der«Stndentcnbund"- sdie große Organisation der frei- gesinntsn Studenten, die sich bedeutende Verdienste um die Aufklärung des Volkes erlvorben hat) ist ja gerade der beste Ausdriick für das Bündnis der Haiid- und Kopfarbeiter".— Ein Diskussionsredner, ein liberaler Grrßhändler, erzählte:„Ein parteitreuer Konservativer sagte seiner Zeiten mir,' als, Knudsen noch im Landsthing saß: Ist das wirklich eiii Sociäldcniokrät?'So habe ich mir einen Social- deinokrateii nicht svorgcjtellti Er leistet eine so bedeutende Arbeit in den Kommissionen, denen er angehört, daß es uns ein fühlbarer Mangel wäre, wenn wir ihn verlieren würden. Wir keimen ihn als einen wirklich tüchtigen Mann, und darum stimmen wir für P. Knudsen." In den beiden Landsthings- Wahlkreisen in Jütland(Skive und Randers), Ivo ebenfalls Ergänzungswahlen stattfinden, hat. so weit uns die Resultate bis jetzt vorliegen, die Demokratie ebenfalls Fort- schritte gemacht.— Frankreich. Paris, 6. September.(Eig. Ber.) Es giebt seit einigen Wochen einen„Fall I a u r s s der so eigenartig- französischer Natur ist, daß er Ivohl den meisten nichtfranzösischen Socialiften niiverständlich erscheinen dürfte. Der„Fall" besteht darin, daß Jaurvs' Tochter die erste Komünunön vollzogen hat. Das ist alles�— und doch ist Jaurös deswegen in der anllministericllen socialistischen Presse und auch in verschiedenen svcialistischcn Versammlungen nahezu wie ein „Abtrünniger" behandelt worden!... Jaures ist Freidenker, seine Gattin aber ist kirchenfromm-katholisch. Der intime Konflikt zwischen Vater und Mutter in Bezug aus die Kindererziehung wurde durch einen Kompromiß geschlichtet: Die Mutter gewinnt die Oberhand in Bezug ans die Religion, der Vater in Bezug ans den Unterricht— Janrss Tochter besucht eine weit- liche Schule. Der Sachverhalt war bereits seit Jahren bekannt. Dennoch aber wurde die erste Kommunion dos Fräulein Jaures, zuerst von einem Frcidenkcr-Organ an die große Glocke gehängt, zu einer Haupt- und Staatsaktion aufgebauscht. „Religion ist Privatsache!" Die Bethätigung seiner etwaigen religiösen Gesinnung kann keinen deutschen Socialdemokraten ver- hindern, selbst einen hervorragenden Vertranensposten in der Partei einzunehmen. I» den Reihen der schweizerischen Sociakdemokratie sind sogar aktive Pfarrer thätig. Im„Fall Janrös" aber gingen die Angreifer gleichsam von dem Grundsatz aus:„Die Religion der Familieuglicder eines Sociakistcn ist Parteisache!" Es ivurde geltend gemacht.' daß die antiklerikale Aktion der Partei unter dem„Fall JanröS" leiden würde, wenn Janrss nicht so oder anders bestraft wäre. An diesem Argument ist nur so viel wahr, daß hierzulande der Antiklcrikalismus mit dem Kampf gegen die Religion verquickt wird, wie freilich andrerseits der Klerikalismus sich hinter der Religion zu verstecken liebt. Aber das wäre, glaube ich, ei» weiterer Grund dafür, daß die Socialisten den Kampf gegen' den Klerikalismus eben anders führen als die bürgerlichen Freimaurer. Uebrigens wird der Streit im socialistischen Lager gewiß auch an seinem Teil den um den„Fall" gemachten Lärm erklärt haben. Kurz und gut— das Generalkomitee der socialistischen Partei mußte sich schließlich mit der Kommunion der Frl. Janrss in mehreren Sitzungen beschäftigen, nachdem die Allemanisten beantragt hatten,„wegen des Abfalls(äökeotion) des Genosse» Jaures' hinsichtlich der ersten Kommunion seiner Tochter" von ihm Erklärungen zu verlangen und eventuell ihn— jedes V e r- t r a u e n s p o st e n s in der Partei zu entheben. Nach langen Debatten faßte das Komitee mit alle» gegen 4 Stimmen die vernünftige Ncsolutioii. über de» allemaiiistischen Antrag„zur Tagesordnung überzugehen und dem nächsten Parteitag vorzu- schlagen, die Stellung des Socialismus gegenüber den Religionen und Kirchen programmatisch festzusetzen". Die Resolution wird wie folgt begründet: 1. Das Kontrollrecht des Komitees erstreckt sich nur auf die Wahrung der socialistischen Grundsätze. 2. Die religiöse Frage ivnrde noch von keinem französischen oder internationalen Kongreß geregelt. 3. Die von der socialistischen Partei anerkannte Gleichheit der Geschlechter macht es in Bezug ans den gegebenen Fall unmöglich, daß das Generalkomitee. obwohl es den Genossen zur Pflicht macht, die Ihrigen nur im Geiste der wissenschaftlicken Wahrheit zu erziehen, zu diesem Zwecke die materielle oder gesetzliche Gewaltanwendung rate.... Wird nnii damit der Fall Janrss seine Erledigung gefunden haben? Die Zeitungen werden jedenfalls noch inanchc IVO Spalten mit den Koininentarcn des heute erst veröffentlichte» Beschlusses des Gciicralkomitccs ausfüllen. Der französisch-tiirkische Konflikt förderte die offiziell aus- geplaudcrte Thatsachc zu Tage, daß der„große Mörder" eine t ü r k i s ck c P o l i z e i- O r g a n i s a t i o N i n P a r i s unter- halten durfte! Die Polizcischergen des Sultans bcwacktcn die Jung- türkcn und setzten von Zeit zu Zeit bei der republikanischen Rc- gierung die Ausweisung der Sultansfcinde ans Franlrcich durch. Jetzt haben die türkischen Polizisten nebst dem türkischen Gesandten die Aufforderung erhalten, sich aus dem Staub zu machen. Auf diese Weise erst wurde die schier nnglanblichc Thatsache ans offiziellen! Wege bekannt!... Ja, schier unglaublich! Wird aber der hehre Konflikt geschlichtet, erhalten die zwei oder drei Kapitalisten von der Pforte finanzielle Genugthunng, dann kehrt gewiß die Polizei des blutigen Despoten in der Haupt- stadt der Republik wieder ein. Nebenbei: Wie mag erst die Pariser Polizci-Organisation der— Zarenregierung nnsschcn? Diese tvird schon nicht nur ein Staat im Staate sein, sondern ein Staat über dem Staate.— Zum Parteitag. Die Magdeburger Parteigenossen ver- warfen in einer fast einstimmig angenommenen Resolution den Schiedsspruch in Sachen der Hamburger Accordmaurer. Ferner soll beantragt ivcrdcn, den nächsten Parteitag in Magdeburg abziihalteii und den Zolltarif und die Krise als besonderen Punkt auf die Tages- ordnung zu setzen. In ihrer Stelliingnahme zum Parteitag empfehlen die Genossen in Altona die Wiederherstellung des 8 2 des Orgaiiisationsstatuts in alter Fassung, so daß jeder Ort selbst über die Zugehörigkeit zur Partei bestimmen kann. Auch hier ivnrde der Schiedsspruch in Sachen der Accordinaurer heftig angegriffen und stellte man das Erwarten an den Parteitag, daß er die Entscheidung aushebt. Die Partcigciiosscii in Mülhausen i. Elf bcantragci! beim Parteitag, die RcichstagS-Fraktion zu beauftragen, neben der Auf- Hebung des Diktaturparagrophen für die vvllständige Einfühniiig des Reichsgesetzcs über die Presse vom 7, Mai 1874 in Elsaß- Lothringen einzutreten. Das Gesetz über die Presse für Elsaß- Lothringen vom 8. August 1838 schließt nämlich von der Geltung in Elsäß-Löthringe» aus die ZZ 14, 23 bis 29 und 31 dcS Reichs-Preßgesctzcs. Dafür sind weitergehende RegieriiiigSbcfilgnisse und reaktionäre Bestimmungen im Sinne des früheren französische» Prcßgesetzcs in dieses Sondergesetz für Elsaß- Lothringen ans- geiiomineii, so unter andern, die Besttminnngen über die Ver- pflichtung der Zcitmigsverleger zur KautionSleistung. Ferner wird ans Beschluß des Arbeitcr-Wahlvercins Mülhausen beantragt, die Fraktion erneut zu ersuchen, für die allgemeine gleiche, geheime und direkte Wahl des elsaß-lothriiigischen LandeSauSschusscs durch das Volk und für die Schnffuiig eines Reichs-VcreinSgcsetzcs eiiizntretci!. Zum Delegierten ist Emme! gewählt. Ans Schwarzbnrg-Rndolstadt. Ohne Angabe von Gründen verbot die Ortsbehörde zu Gräfinau, ohne Zweifel auf Anweisung des Rudolstädter LandratSamts, die Abhaltung des diesjährigen Schwarzburg- Rudolstädter Parteitages. Schon früher ivnrcii'die Genossen dieses„Großstaatcs" öfter gezwungen, nach dem„Aus- lande" Preußen oder Meiningen zu gehen, um dort die Parteitage abzuhalten. Die Arbeiter sind hier eben auf Grund des§ 3 des Versammlungsgesetzes(Gefahr für die öffentliche Ordnuiig) völlig der Willkür der Polizei nberantlvortet. Ueber einen beuierkenöwcrte» socialdemokratischc» Erfolg bei den Stadtverordiicteiiwahleii in Friedberg(Hessen) berichtet die „Frkf. Volksstimme": Am Montag fand'hier die erste Stadt- verordnelcnwahl statt, wobei Genosse Busold mit 373 Stimmen geivählt ivnrde. Zum erstenmal hatten auch wir uns mit einem cigncn Kandidaten beteiligt. Das hatte unsre Gegner, besonders die nationalliberalcii, in die größte Wut versetzt. Erschwert ivnrde der Kämpf dadurch, daß sich um die 11 Sitze alte Gcincindcräte, dar- unter der bekaniite Landtags-Abgeordnete Jöckel, bewarben. Auf allen Seiten wurde fieberhaft gearbeitet. In dem Amtsblatt wurde Genosse Busold mit den schönsten Titeln beehrt, während man die übrigen Nenanfgestellten gar nicht beachtete. Auch daß er im Ver- sorgiingshaiise großgezogen und erst 30 Jahre alt sei, wurde als ein Grund angeführt, daß man ihn nicht wählen könne. Das stärkste, aber auch das niedrigste, kam imletzten Augenblick. Einige hieserHerren hatte» sich Einsicht in die Personalakten des Genossen Busold am Amtsgericht verschafft und daraus ersehen, daß er vor zehn Jahren sechs Monate wegen einer unbedachten Aeiißeruiig abgebrummt hat._ Dies wurde. ausgenutzt. Noch am Sonntag wurden Zettel mit dieser Mitteilung vertraulich hcrumgeschickt. Am Montagmorgen aber stand an allen Straßenecken zu lesen:„Busold 6 Monate Gefängnis". Dadurch kam die ganze Stadt in Aufregung, zumal da niemand iviißte, tvas die Worte bedeuten sollten. Manche Stimme mag uns dadurch ver- loren gegangen sein. Unsere Genossen wurden infolge dessen aber zu größerer Thätigkeit angespornt. Und als am Abend das Wahl- lokal geschlossen Ivnrde, war alles aufs höchste gespannt. Aber noch volle'24 Stunden tvurde die Geduld ans die Probe gestellt. Erst am Dienstagabend kam das Resultat. Zehn alte, nieist Freisinnige. sind wieder, Genosse Busold nengewählf 66 Stimmen hatte er in Fauerbach, das einen Bezirk für sich bildete, erhalten. Fünf alte Nationalliberale, darunter Landtags- Abgeordneter Jöckel. waren. durchgefallen. Damit waren die schmählichen Umtriebe dieser Herren gerichtet. Auf der Kreiskonferenz für den Wahlkreis Sagau- Sprotta» wurde berichtet, daß die Agitation große Schwierigkeiten zu überwinden hat. So waren gegen 12 Genossen wegen Flugblatt-- Verbreitung am Sonntag Strafanträge gestellt. Von diesen siiid durch richterliche Entscheidiiiig 6 aufgehoben, bei den übrigen erfolgte- eine Verurteilnng, die 54,10 M. Kosten verursachte. Der Kreis hatte in 11 Monaten eine Einnahme von 313,33 M. und eine Ausgabe von. 282,76 M. zu verzeichnen. Der östrcichische Gesamt- Parteitag> der für den 23. Sep- tember einberufen war, ist auf den 1. November verschoben worden. Die Gründe liegen in der mittlerweile erfolgten Ausschreibung der Landtagswahlen in Böhmen. Die Socialdcinokrcitie ist in einer Reihe von Bezirken mit Kandidaten beteiligt, sodnß die böhmischen' Genossen in der Zeit, Ivo die Wahlagitation am heftigsten sein tvird, unmöglich abkommen löiinten. Der Parteitag wird nun am 1. November in Wien ziisammentretcii. Der Mörder deS Genosse» Hcrma»» Jung ist ein Franzose. namens Faugeron, der vor migefähr zwei Monaten nach London gekommen uiid von Jung unterstützt worden ist. Der ermordete Gc- nosse hinterläßt eine Frau und zwei Kinder. GemevkprtZÄftlilszes. Zum Generalstreik der Flaschcnarbeiter. Die Situation im Streik hat sich noch nicht geändert. Mit� seltener Ausdauer tvird der Kampf trotz geringer Uiiterstütziing von' den Streikenden geführt. in der Hoffnung, daß der Sieg bald ein- treten werde. Die allernotwendigsten Neparaturcu, die an den Glnsvfen herzustellen ivaren, sind seitens der Unternehmer in den ersten Wochen des Streiks fertig gestellt, und mit aller Kraft bemüht man sich. Arbeitswillige zu erhalten. Durch die gegnerische Presse werden die gemeinsten Lügen verbreitet, um die Streikenden waiikel- miitig zu mache». Jedoch ohne Erfolg. Die Firma Hetze in Gerresheim ließ in den letzten Tagen einige Kollegen ciiizcln nach dem Comptoir riifcn, um sie zu überreden, datz sie die Arbeit aiifiichmcn möchten. Trotzdem die Firma versprach alles zn gewähren, hatte sie kein Glück. Nicht e i n Kollege wurde zum Ar- beitsivilligen. Die Glasarbeiter sind einfach nicht mehr gewillt, iir das Joch der Sklaverei zurückzukehren. Vom 3—6. Lebensjahre an schon in den Fabriken thätig, war eS ja möglich, sie zum willen- losen Werkzeug zu machen. Reich war daher die Ernte, die das Uiiternchinertuin einheimsen konnte. Denn eine Arbeiterschaft, die eine mangelnde Schulbildung besitzt, die vom zartesten-Kindesälter an in die Fabrik gesprcrt wurde, eine solche Arbeiterschaft ist schwer im stände, den Wert der Arbeit zu bemessen. So ivar es dem Unternehmer möglich, Millionen einzuhcimseii, während ans dct andren Seite die Arbeiter kaum das nackte Leben fristen konnten. Die Forderung der Arbeiterschaft„A n e r k c n n u n g des Koalitionsrechts, Schlichtung des Streites in N i e ii b n r g- S ch a u c n st e i n, sowie � E i n s ü h ru n g eines paritätischen Arbeitsnachweises" sind so gering, daß! man sich bei den vielen Uebelständeii, die in den Betrieben vorhanden sind, wundern muß, daß nicht andere Forderungen aufgestellt. wurden. Durch die im Berufe bestehende Accordarbcit, sowie Ein-: führnng besserer technischer Einrichtungen hat sich die Arbeitsleistung des Einzelnen wesentlich erhöht. Nicht mehr als Mensch arbeitet der Glasmacher, sondern ivie eine Maschine wird unmifhörlich vorwärts: gerast. So hat dieser Zustand dazu geführt, daß die allcrcrbärmlichstcn' Einrichtimgeii sich bis auf den heutigen Tag erhalten konnten.■ Stundenlang muß der Glasarbeiter unzählige Nebenarbeiten ver- richten, ohne daß ihm eine Bezahlung dafür gewährt wird. Regel- mäßig muß er ein auch zweimal nach Feierabend zur Fabrik gehen, um die geleistete Arbeit zu kontrollieren. Infolge eines verwickelte» Lohiibcrechnnngsmodus, der aber ohne Ausnahme in allen Betrieben besteht, iverdcii dem Arbeiter die gelieferten Waren oft gar nicht: berechnet. Däß alle diese Zustände zu einer Erbitterung führe» � mußten, ist klar, denn ivenn das Maß voll ist, so läuft es über.' Unterdrückung erzeugt Unzufriedenheit und. diese regt zur Fordernng von bcsjcren Lohn- und Arbeitsbedinguiigcii an. So schaffen die Unterdückcr sich selbst die.unzufriedene Rotte". Die gesamten Kollegen haben keine Ursache, den einmal be- tretcncn Weg zu verlassen, denn die Unterdnkkuiigsmcthodcii, die das Unternehmertum seit Jahren übte, waren zu große. Dir � Streikenden hoffen zuversichtlich, daß ihnen die Unterstützung im Kampfe nicht versagt tvird. Mit unerbittlicher Strenge und Härte würde sich das Uiitcrnchmerwm gegen die Arbeiter wenden, wen» dieselben gezwungen tvären, die Arbeit bediiigmigslos aiifzimehincn. ES sei noch erwähnt, wenn die Arbeit auch ohne Zugeständnisse aufgenommen ivcrdcn sollte, daß dann vom Tag der Meidimg noch circa 18—21 Tage verstreichen, che die Arbeit bcginncii kann. Dann vergehe» noch eine bis zwei Wochen, che es znnr Auszahlen des Lohnes kommt. Während dieser Zeit würde sich das Unternehmertum mit dem ganzen Groll gegen die Organisation richten. Da das Vorschußunwesen cingerichtcr ist. würde man diese» Vorschuß auch nur demjenigen geben, der seinen Austritt ans der Organisation erklärt hat. Eine Niederlage innrer» seits ist also gleichbedeutend mit der Vernichtnng der Organisation. Damit dieser Zustand aber nicht eintrete, bitten tvir die gesamte Arbeiterschaft, uns in unsenn Kampfe zu unterstützen. Alle Sendungen sind nach wie vor zu richten an: Gustan Hamann, Berlin. Lansitzerstr. 26. Der Vorstand des Verbandes der Glasarbeiter. Berlin«nd Umgegend. An alle Bau-Arbeitcr in Berlin und Umgegend. Euer bisheriges solidarisches Verhalten hat den Bmi-Anschlägcm wesentliche Dienste geleistet, wofür Euch die Lohn-komniission hiermit ihren Dank ausspricht. Doch müssen wir uns nm weitere wirksame Beihilfe an Euch wenden, und wir erwarten, daß dieselbe ebenso prompt erfolgt wie nach der ersten Bitte. Es handelt sich im« folgendes: Wie bekannt, haben über 110 Firnicn unsre Forderungen bewilligt und tvir haben dort die Arbeit aiifgenomnien. Da sich jedoch eine Anzahl„Arbeitswilliger" gefunden hat, so ist cS nns sehr schwer, die Kontrolle durchzuführen, obwohl wir für unsre Kollegen Berechtigungskarten ausgestellt haben. Dieselben sind für jede Firma specicll unter Namhaftmachnng des Baues ausgestellt. Wir möchten Euch bitten, die Lohnkomi'iiissioi! dadurch zu»iiterstützci!, daß jeder Anschläger nach dieser Karte gefragt wird und ans Datum und gezahlte Beiträge von Euch nach Möglichkeit geprüft tvird. Es wäre' uns angenehm, wenn etwaige Unregelmäßigkeiten uns bckniiiit gegeben würden. Die Lohiikommissioii der Bau- Anschläger. Andreasstr. 26, Restaurant F. Wille. TcuischcS Nclch. Nchtiing, Töpfer! Infolge Maßregelung des VereuiZ Vorstandes ist bei A. T h. S a n d b ä ck, K a k e l f a b r i k, Kalmar Schweden ein Streik ausgebrochen. Herr Saudbäck beabsichtigt. nach Deutschland zu reisen, um Arbeitskräfte anzuwerben. Zuzug ist fernzuhalten I Der Vorstand des schlvedischen Töpfcrverbaudes. Ein politischer Verein soll nach der Ansicht des Polizeidirektors in Hildcsheim die dortige Zahlstelle des Holzardeiter-Verbandcs sein, und sich demzufolge laut polizeilicher Verfügung die Beschränkungen auferlegen, die das preußische Vereiusgesetz für politische Vereine festsetzt. Die politische Thätigkeit der genannten Zahlstelle folgert die Polizeidirektion daraus, daß in Mitgliederversammlungen Vor träge gehalten wurden über: Das Zwangs- JnnuugSgesetz, DaS Koalitionsrecht der deutschen Arbeiter, Die Thätig keit des Gcwerbc-Jiispcktors und Die Gefangenenarbeit, auch der Beschluß, sich dem GcwerkschaftSkartell— einer unzweifelhaft social demokratischen Einrichtung, wie der Polizeidirektor sagt— anzu- schließe», sowie eine Beratung über die Maifeier sollen die Thätig keit der Zahlstelle zu einer politischen stempeln. Die Zahlstelle wird sich hoffentlich bei dieser Verfügung nicht beruhigen. Der Ncdartcur der„Deutschen Bergarbeitre-Zeitung", Genosse Laughorst, wurde am S. September vom Schöffengericht zu Recklinghausen wegen Beleidigung des Hausverwalters einer Arbeiter kolonie zu 100 M. Geldstrafe verurteilt. AuS Anlas» dcö MaurerstreikS in Halle ist dieser Tage ei» Maurer von der dortigen Strafkammer zu zivei Monaten Gefängnis verurteilt worden, ivcil er während des Streiks Arbeitswillige durch Drohungen zur Tcilnahine am Streik zu bestimmen versucht und bei dieser Gelegenheit auch einen Polizeibeamten beleidigt und ihm Widerstand geleistet haben soll. Ausland. Flaschenarbeiter- Aussperrung in Däucmark. Bereits seit April dieses Jahres wurden auf dem Glaswerk in Aalborg Flasche» für den Export nach Deutschland fabriziert. So lange der General- streik nicht erklärt war, haben die Glasmacher nichts dagegen unter- »amme». Nun aber— vor 10 Tagen— haben sie bei dem Direktor dagegen protestiert. Dieser hat sich darauf sofort mit den übrigen Fabrikanten in Verbindung gesetzt und den Arbeitern am Sonnabend mitgeteilt, daß die Fabrikanten beschlossen haben, eine General-Aussperrung über alle Flaschen macher Dänemarks, mit Ausnahme von Odense, zu verhängen. Als die Flaschenmacher in Aalborg am Montag wie gewöhnlich zur Fabrik gingen, mußte» sie wieder abziehen, da bereits alles auf eine Einstellung der Arbeit eingerichtet war. Die östrcichische Union keramischer Arbeiter hielt kürzlich ihren Vcrbandstag ab. Infolge der großen Arbeitslosigkeit sind die Kassen stark in Anspruch genommen worden, und ist deshalb, um das ent- standene Defizit zu decken, eine Erhöhung der Beiträge beschlossen worden. Ferner wurde die Errichtung einer Centralstelle für Arbeits- vermittelung, sowie Distrikts- und lokale Arbeitsnachweise am Sitz der Ortsgruppen beschlossen. Das bisher geltende Streikrcglement wurde durch den Antrag modifiziert, daß bei Lerhängung einer Sperre der Unionsvorstand ermächtigt ist, im Einvernehmen mit dem Exekutiv- komitee diese sofort aufzuheben, wenn sich ihre Univirksamkeit heraus- stellt. Ferner wurde beschlossen, eine Erhebung über die Verhältnisse der östrcichischen Glashütten-Arbeiter zu veranstalten, und die social demokratischen Abgeordneten zu ersuchen, daß sie im Parlament die Verkürzung der Arbeitszeit in der Porzellanindustrie beantragen. Tie schottischen Bergleute müssen eine Lohnherabsctzung von 12Vs Proz. über sich ergchen lassen. Sie waren wegen der beab sichtigten Lohnherabsetzun'g mit den Unternehmern in Konflikt ge caten. Um einen Ausstand möglichst zu vermeiden, unterbreiteien sie die Angelegenheit dem Richter Jameson; derselbe fällte als Schiedsrichter obigen Spruch. Von diesem werden 70 000 Bergleute betroffen; der Lohnausfall wird 6 6 pro Tag ausmachen. straße S/7. Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über Partei-Angelegenheiten. 2. Die Aufgaben deS diesjährigen Parte» tages. Referent: Reichstag?- Abgeordneter Richard F i s ch er 3. Diskussion. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Die Mitglieder deö WahlvercinS für den vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis(Osten) werden ersucht, zu der Versammlung am Dienstagabend 8Vs Uhr. Gr. Frankfurterstr. 117 zahlreich zu erscheinen. Tagesordnung: Vortrag des Reichstags� Abgeordneten Paul Singer. Diskussion. Der Vorstand. Zehlendorf. Dienstagabend 8'/s Uhr spricht Genosse G ö h r e über„Kindererziehung" in einer Versammlung für Frauen und Männer bei Giese, Teltowerstr. 23. Schmargendorf. Montagabend SV* Uhr hält der Wahlverein eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Lokale Sanssonci, Ruhlaerstr. 20—21, ab. Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde. Dienstagabend 8 Uhr findet bei Hollwitz, Tempelhos. Berlinerstr. 80, eine Volks Versammlung statt. Reichstags- Abgeordneter Fritz Zu b eil spricht über:„Die parlamentarische Thätigkeit des Reichstags." Earlöhorst. Mittwochabend 8>/s Uhr findet im Lokale zur Waldschäuke eine Volksversammlung statt. Tagesordnung: Der neue Zolltarif und die Lebensmittelverteuerung. Referent: Reichstags Abgeordneter E. R o s e n o w. VersicherungSamt erhob auf den Antrag des Vertreters der Kläger einen äußerst umfangreichen Beweis über die Frage, ob der Unfall aus dem Jahre 1894 das Lungenleide'n verschlimmert und einen frühzeitigeren Tod herbeigeführt hat. Während sich einige Gutachter, die den Krauken behandelt hatten, gegen diese Ausnahme aussprachen, erklärten sich die Herren Gc- heimer Ober-Mcdiziualrat Dr. Philipp in Gotha und Professor Fürbringer in Berlin in mehr oder niindcr umwundener Form für die Annahme der Kläger aus. In dem dritten Ver- handlungSterinin am 28. August sprach das Reichs-Versicherungsamt daraufhin den Hinterbliebenen des Jugel eine Jahresreute von 3Sö,S0 M. zu und bewilligte ihnen auch an Kosten für ihren Sach- Walter einen Betrag von 15 M. Gevidiks Sociales. Ucbcr den Geschäftsgang in Gera meldet unser dortiges Partei-Organ:„Die Krisis m der Textilindustrie droht wieder einen größeren Umfang anzunehmen. In verschiedenen Fabriken konnte der Geschäftsgang schon im Frühjahr kein flotter genannt werden, neuerdings aber beginnt wieder das fortwährende Warten auf Kette und in mehreren Betrieben sind die Frauen auf«unbestimmte Zeit beurlaubt. Bei Bruhms Söhne und Wcißflog stehen, nachdem seit über 14 Tagen die meisten Arbeiten fertig sind, die Hälfte der Stühle leer und wohin man hört: nichts als Klagen über den schlechten Geschäftsgang. Die Befürchtungen, die im Frühjahr geäußert wurden, daß einzelne Webereien die Aufträge für den Sommer gar nicht würden bewältigen können, find— leider— nicht eingetroffen, und wenn auch in den Monaten Juni und Juli zum Scheine ab und zu mal Weber und Weberinnen gesucht wurden, Thatsache ist, daß es immer an Arbeit gemangelt hat, und jetzt mehr als je mangelt. Daß bei den ohnehin geringen Löhnen unter dieser Krisis in erster Linie die Arbeiter zu leiden haben, braucht wohl nicht noch besonders betont zu werden. Die meisten Klagen hört man gegenwärtig von feiten der Musterzeichner. Die Dessinicrungen werden nur in kleinen Rapporten gewünscht, so daß es nicht Wunder nimmt, daß Zeichuereien und Kartenschlägercicn Mangel an Arbeit haben."_ Berliner Partei-Angelegenheiten. Die Provinzialkonfercnz für die Provinz Brandenburg tritt heute mittag 12 Uhr hier im Gewerkschaftshaus, am Engelufer, zusanimen. Seit Jahren hat die Provinzialkonfcrenz nicht allein die Aufmerksamkeit der Parteigenossen allerorten auf sich zu lenken gewußt, sondern darüber hinaus auch in bürgerlichen Kreisen weite Beachtung gefunden, weil vielfach wichtige öffentliche Angelegenheiten, die bald darauf den Gesamtparteitag beschäftigten, hier Würdigung und Förderung fanden. Der heutigen Konferenz wohnt insoweit noch besondere Bedeutung bei. als die Frage deS Brotwuchers, die als selbständiger Punkt sich auf der Tagesordnung des Parteitages nicht vorfindet, hier behandelt wird und den Dele- gierten Gelegenheit bietet, die Ansicht des arbeitende» Volkes über die Wucherpläne wiederzugeben. Jngleichen ist die Frage, wie die Beteiligung an den L a n d t a g s- W a h l e n vor sich gehen soll, von hoher Bedeutung; harren hier doch überaus schwierige Detail- fragen der Lösung. Ferner ist zu hoffen, daß in der L o k a l f r a g e. welche neuerdings die parteigeuössischen Kreise lebhaft beschäftigt hat, ein Ausgleich gesunden wird, der den Ansprüchen der Berliner und denen der Vorortbewohner gebührend entgegenkommt. Wir sind überzeugt, daß die Parteigenossen, die sich heute mittag zu umfangreicher Arbeit zusammenfinden, auch bei Erörterung der zu Differenzen Anlaß gebenden Angelegenheiten stets den Blick aufs Ganze gerichtet halten und in ersprießlicher Thätigkeit dem Socialismus, wo er nur immer Fuß fassen kann, mutvoll und ziel« bewußt die Wege ebnen. In dieser Erwartung heißen wir die Delegierten zur Proviuzialkonferenz herzlich willkommen! Erster Berliner ReichötagS-Wahlkreis. Am Dienstag, den 10. September, abends 8 Uhr, findet in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, eine Volksversammlung statt, in welcher Rechtsauwalt Victor Frä n kl über„Die Gumbinner Militärjustiz" sprechen wird. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Bertrauenspersonen. Socialdemokratischer Wahlvcrci» für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 11. d. M.. abends 8�/s Uhr, Mitgliederversammlung in Habels Brauerei, Bergmann RummclSburg. Die Mitglieder des Socialdemokratischen Wahl Vereins werden auf die am Mittwochabend 8 Uhr im Lokale deS Herrn Schumann statlfiudeude Versammlung aufmerksam gemacht. Ter Wahlvcrein von Johannisthal hält seine Mitglieder Versamniluug am Dienstagabend 8V2 Uhr im Lokale von Senftleben ab. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Genoffen Schubert über:„Die Schule wie sie ist, und wie sie sein soll. Bericht der Delegierten von der Generalversammlung und der Kreiskoufcrenz._ Nommunslvs. Die städtische Gewcrbe-Teputation wird in ihrer nächsten Sitzung am Mittwoch die Wahl eines neuen Direktors für die 'tädtische höhere Wcbeschule vollziehen. Der bisherige In- Haber dieser Stelle ist in den Staatsdienst übergetreten. Es haben 'ich 14 Bewerber um die vakante Stelle gemeldet, von denen 2 in Berlin, 12 außerhalb ihren jetzigen Wohnsitz haben. Die Gewcrbe-Deputation wird sich alsdann aufs neue mit den Miß st än den im Lehrlingswesen beschäftigen und Beschluß äffen, ob einem im Norden Berlins wohnenden Mechaniker die Be- ugnis zum Halten von Lehrlingen gemäß 8 123 der Gewerbe Ordnung entzogen oder beschränkt iverden soll. Alsdann soll Beschluß gefaßt werden über eventuelle Abänderung des vom Obcrpräsidenten unterm 23. August er. genehmigten Orts- tatuts betreffend die Äranken-Versicherungspslicht der elbständigen Hausgewerbetreibenden. Ferner wird die Deputation Stellung nehmen zu der.Umlegung der H a n d w e r k s k a m m e r- B e i t r ä g e auf die beteiligten Hand werker". Endlich werden die Gesuche um Unterstützungen aus der Heyse-Stiftung erledigt werden. Die Zinsen des Stistungs- kapitals werden bekamitlich als Stipendien an junge Handwerker verteilt, welche hiesige Fach- und kunstgewerbliche Schulen besuchen. Die Rixdorfcr Stadtverordneten-Vcrsammlung hatte tu ihrer Sitzung vom 5. September über einen Magistratsautrag zu be' raten, der die Aufstellung und die innere Herrichtung der der Stadt vom preußischen Landesverein vom Roten Kreuz leihweise über lasscnen D ö ck e r s ch e n Baracke bezweckt. Die Baracke soll zur Hälfte mit geschlechtskranken Prostituierten und zur Hälfte nnt andren geschlechtskranken Personen belegt werden. Die geschlechtskranken Prostituierten Nixdorfs waren bisher in der königlichen Charits untergebracht. Die Direktion dieses Instituts hat nun der Rixdorfer Polizeidirektion und dem Magistrat bekannt gegeben, daß sie mit Rücksicht auf die infolge eines Umbaues notwendig gewordene Herabsetzung der Zahl der Betten nicht mehr in der Lage sei. Rixdorfer Kranken Aufnahme zu gewähren, — Die Versammlung stimmte nach kurzer Debatte dem Vor- schlage zu. Die Mittel werden dem Dispositionsfonds der Stadtverordneten- Versammlung entnommen. Die Frage nach dem geeignetsten Platz auf dem KrankenhauSgrund� stück an der Cmmerstraße sollen die Baudeputation und die Armendeputation gemeinsam entscheiden.— DaS städtische Obdach, das heißt das ehemalige Waisenhaus und die alte Stratzenreinigungs-Anstalt, sollen unter die unmittelbare Aufsicht eines besonderen Beamten gestellt werden. Die Versamn» lung bewilligte einstimmig die Mittel, nachdem Herr Beiß ttiig'chindert die Gelegenheit benutzt hatte, den„Wirtschaftlich- Faulen", die unter keinen Uniständen die glücklichen Gefilde des Obdachs verlassen wollen, eine Strafpredigt zu halten. Seine Absicht, die socialdemokratischen Stadtverordneten, gegen die sich seine Aus' fllhrnngen ebenfalls richteten, zu reizen, gelang ihm nicht. Man findet den Herrn, anscheinend sogar m den Kreisen seiner eignen Parteifreunde, allgemach zu launig. So kam es denn, daß er in der grausamsten Weise angeulkt wurde und niemand den Versuch machte, auf seine Ausführungen auch nur mit einem enisten Worte einzugehen. Im Vorort Wilmersdorf haben gestern sechs Mitglieder der j Gemeindeverwaltung ihr Amt niedergelegt. Es sind dies der Schöffe Schramm, der schon seit 25 Jahren im Gemciudedienst steht, und die Gemeiudcverordneten Geh. RcchnungSrat Neuhaus, Rentner Fritz Herzsprung, Rentner Brandt, Rentner Falkenstcin und Dr. Grochl- mann. Der Regierung und dem Landrat v. Stubenrauch ist durch die Beteiligten von ihrer Mandatsniederlegung Mitteilung gemacht j worden. Dadurch ist die aus dem Gemeindevorsteher, drei Schöffen und zwölf Gemeiudcverordneten bestehende Verwaltungskörperschaft zur Zeit beschlußunfähig, denn zwei der noch verbliebenen neu» Gcmeindevcrtreter sind beurlaubt. Die ausgeschiedenen Mitglieder gehörten der für eine Vergrößerung der Gemeiudekörpcrschaft ein- tretenden Minderheitspartei an. Sociale Veifzkspflegv. Ihr Recht schwer erkämpfen mußten sich die Hinterbliebenen! des Arbeiters Jngel in einem Dorfe um Oranienburg. Jngel, welcher landwinschaftlicher Arbeiter war. wurde eines Tages im j Jahre 1894 zu den von einem Bauunternehmer geleiteten Abbruchs- arbeiten an einer Scheune herangezogen. Durch eine ein«! stürzende Wand wurde Jngel verschüttet, wobei er eine Verletzung des rechten Wadenbeins sowie seines Brust- kastens davontrug. Eigentümlicherweise wurde bei der Fest- setzung seiner Unfallrente einzig die Beinverletzung in Betracht gezogen, die Verletzung des Brustkastens aber nicht weiter beachtet, was von dem schlecht beratenen Verletzten unglücklicher Weise gar nicht gerügt wurde. Am 19. November 1899 starb nun Jngel; genau ist die Todesursache nicht festgestellt worden, da in der kritischen Zeit kein Arzt hinzugezogen worden war. Von allen I später zu Rate gezogenen ärztlichen Gutachten wurde ober über- einstimmend angenommen, daß nicht das Beinleiden, sondern ein! Lungenleiden, daS bereits vor dem Unfall bestanden hat. die Ursache zu dem Tode gewesen ist. Die Witwe und 4 Waisen beanspruchten nun von der Baugewerks-Vcrufsgenossenschast die Hinterbliebenenrente unter der Motivierung, daß das Lungenlciden, welches zum Tode des Jngel geführt hatte, durch die Beschädigung des Brustkastens bei dem in Rede stehenden Unfall hervorgerufen oder doch ungünstig beeinflußt ivorden sei; sie wurden jedoch mit ihren Ansprüchen so- wohl von der Berufsgenossenschaft wie von dem hieraus angerufenen Schiedsgericht abgewiesen. DaS nun angerufene Reichs-� Die Thatsache, daß Rohcitsvergche» bei bürgerlichen Richtern oft eine sehr milde Beurteilung finde», zeigte sich von neuem bei einem Vorfall, der seiner Zeit zur Eiiilcitnug' eines Verfahrens wegen versuchten Mordes Veranlassung gegeben. Die Sache saud gestern vor dem hiesigen Schöffengericht ihre Erledigung. Die Händlerin K n 0 b e I lebte mit ihrem Ehemann in unglücklicher Ehe und hat sich schließlich von ihm getrennt. Aus verschiedenen Vor- kommnissen ist bei dem Ehemann ein reichliches Maß von Groll und Erbitterung gegen die Ehefrau zurückgeblieben. Am 22. Juli nachmittags hielt Frau Knobel an der Ecke der Rosenthaler- und Augustsiraße mit einem Obstwagen, als plötzlich ihr Ehemann auf der Bildfläche erschien. Er hatte von einer nahen Destillation aus seine Frau bemerkt und hielt die Gelegenheit für günstig, seinen Rache« durst zu stillen. In schnellem Lauf' kam er über den Damm gerannt, Ivürgte die Frau am Halse, warf sie zu Boden, biß sie in den Arm und kratzte sie. Außer einem chutzmann stürzte ein Arbeiter der Frau zur Hilfe und letzterer nahm dem rabiaten Ehemann ein langes Küchenmesser, welches aus der hinteren Hosentasche hervorragte weg und verhütete dadurch vielleicht größeres Unheil. Gegen den Ehemann Knobel wurde anfangs ein Verfahren wegen versuchten Mordes eröffnet, weil festgestellt wurde, daß er au jenem Tage schon vor dem Ueberfall sich dahin geäußert hatte:„seine Frau müsse daran glauben" und weil die letztere behauptete, sie habe gesehen, daß der Ehemann schon nach dem Messer gegriffen gehabt habe. Auf Grund der Bekundung des hilfsbereiten Arbeiters wurde die schwere Anklage aber nicht erhoben, Knobel hatte sich vielniehr gestern nur wegen Körperverletzung zu verantworten. Mit Rücksicht auf die bewiesene Roheit wurde er zu drei Monaten G efängnis verurteilt, eine Strafe, die gering genannt werden muß, wenn man bedenkt, daß ehrenhafte Arbeiter, die einem Streik- brechcr ein paar Scheltworte zugeworfen haben, nicht selten auf längere Zeit ins Gefängnis geschickt wurden. „S' ist halt bei UNS so Sitte!" Frl. Lißi ist ihres Zeichens Serpentintänzerin, nebenbei bildet ihre Vorliebe für reiche Kavaliere und opulente Soupers ihre schwache Seite. Au einem Märzabcnd hatte sie nnt einem veritablcn Grafen bei Hiller soupiert. Beim Benutzen der Toilette traf sie ihre gute Freundin Aunie und teilte ihr schmcrzerfülllen Herzens mit, daß sich der Herr Graf noch nicht erkenntlich gezeigt habe, so daß sie. nun einen kleinen Coup ausführen werde, um sein Portemonnaie zu lockern: sie werde ihm vor- reden, daß sie soeben einen Brillautring im Werte von 500 M. verloren habe und damit gclviß sein gutes Herz rühren. Sie führte die kleine Komödie auch mit so viel Geschick und so natürlichen Ausbrüchen der Verzweiflung durch, daß der Graf ihr zur Stillung ihrer Thräncn 500 M. aushändigte. Leider wurde ihre gute Freundin Annie, die später mit ihr in Streit-geraten war, zur Verräterin an ihr, sie erstattete Strafanzeige und so hatte sich die erfindungsreiche Serpentintänzerin gestern wegen Betruges vor dem Strafrichter zu verantworten. Nachdem Graf v. B. als Zeuge vernommen worden war, beantragte der Staats- auwalt zwei Monate Gefängnis. Sehr interessant waren die RechtSanSführungen des Rechtsanwalts Dr. Paul Rosen- selb, die dahin gingen, daß äußerlich zwar sämtliche Thatbestands- Merkmale des Betruges vorhanden seien, rechtlich aber doch keine VerniögenSbeschädiguug vorliege. Zur Begründung berief sich der Verteidiger auf die Gepflogenheiten, die in der L e b e w e l t herrschen. Da sei es selbstverständlich, daß ei» Kavalier auch unaufgefordert die Dame, mit der er ein Plauder- stündcden verlebt, beslbcnke. Leute, die dies nickt thun, setzen sich der Gefahr auS, mit dem Namen eines Ländchen» benannt zu werden, das in der Nähe von Hessen liege. Jeder Kavalier suche in möglichst delikater Form diese Frage zu erledigen und die Damen bauten ihnen ja häufig goldene Brücken, indem sie von Gcburts- tagen, unbezahlten Miels- und Schneiderrcchiiungen zc. erzählen. So lasse sich auch Zehn gegen Eins wetten, daß hier in diesem Falle der Graf die allerdings erfundene Geschichte von dem Verlust des Ringes als willkommenen Anlaß benutzt habe, um sich auf kavaliermäßige Art erkenntlich zu zeigen, so daß auf seine Abficht der Schenkung die Vorspiegelung keinesfalls bestimmend gewirkt haben könne. An der Höhe der Summe dürfe das Gericht keinen Anstoß nehmen, da ja erfahrungsgemäß oft»och größere Summen schönen Damen geopfert werden und sich die Höhe des Opfers, wie bei jedem Liebhaberwerte, ganz nach der Dame selbst und dem Geldbeutel des Kavaliers richte. Wolle daS Gericht nicht ohne weiteres zur Freisprechung kommen, dann möge es den Grafen darüber vernehmen, ob er nicht auch ohne den von der Angeklagten provozierten Anlaß dieser eine Schenkung in der fraglichen Höhe gemacht hätte und die ihm gebotene Gelegenheit hierzu ganz willkommen gewesen sei. Da der Zeuge bei nochmaliger Vernehmung etwas zögernd zugab, daß ihm die Gelegenheit in der That nicht unwillkommen gewesen sei, so erfolgte die Freisprechung des Fräulein Lißi, die erleichtert aufatmend aus dem Saal hinaustänzclte. Eine interessante Gerichtsentscheidung für Radfahrer. Ein Radfahrer fuhr im Juni d. I. nahe Ratzeburg zwei auf einem Fuß« Wege, der unmittelbar neben der Chaussee hinläuft, stehende Passanten an, welche sich unterhielten. Von dem Schöffengericht in Mölln Ivnrde derselbe wegen Uebertretung der Polizeiverordnung vom 1. November 1900 zu 5 M. Geldstrafe verurteilt. Das Landgericht. bei welchem der Radfahrer Berufung einlegte, hob das Urteil erster Instanz auf Grund des K 8 der angezogenen Polizeiverordnung auf und erkannte auf Freisprechung.§ 8 besagt nämlich, daß Radfahrer nicht verflichtet sind, stehenden Personen auszuweichen, zumal dann nicht, wenn diese vermöge ihrer Stellung befähigt sind, den Radfahrer im Auge zu haben. Zfchke Z-tschvichkett und Depeschen. Beileidstelegramm deS deutsche« Kaisers. Washington, 7. September.(W. T. B.) Kaiser Wilhelm II. sandte an Frau Mc Kinleh aus Königsberg folgendes Telegramm: Entsetzt über den Anschlag gegen Ihren Gemahl, drücken Ihnen die Kaiserin und ick unsre tiefgefühlte Sympathie und die Hoffnung aus, daß Gott Mr. Mc Kinley die Gesundheit wiedergeben möge. Grostfcuer. Hamburg, 7. September.(W. T. B.) Der„Hamburgischc Correspondent" meldet: Heute nachmittag entstand in der Hain- burgischen Landgemeinde Moorwärder Grostfcuer. Fünf große Wohnhänscr und vier Schcuucu mit großen Erntevorräten sind vernichtet._ PariS, 7. September.vas wir sonst über die Anstalt wissen. In dem Blatt ivird weiter gesagt, die unteren Angestellten ver- ständen es, die Obdachlosen es gründlich fühlen zu lassen, iv a s es heißt, im Obdach Zu- flucht zu suchen. Auch u n s sind über die An- gestellten, und zivar nicht bloß über die niederen, merk- würdige Mitteilungen gemacht worden. Wir haben sie aber zunächst für uns behalten zu sollen geglaubt, weil wir in der ganzen An- gelegenhcit es möglichst liernieiden wollten, irgend jemand persönlich zu nahe zu treten— eine Absicht, deren Durch- führung uns allerdings durch die Art, in der die Obdachvcrwaltung sich gegen uns verteidigte, recht sauer gemacht worden ist. Erholungsstätte» vom Roten Krenz. Bis zum 1. September waren 1100 Anmeldungen eingegangen, davon konnten bis dahin 890 berücksichtigt werden, und zwar fanden 468 männliche und 422 weibliche Patienten Aufnahme.'Die Durchschnittsziffer war täglich in der Jungfernheide 150, in Pankow-Niederschönhausen 130. Nachdem vor kurzem auch die Anstalten Spandauerberg und Schönholz eröffnet sind, können alle vorliegenden Anmeldnngen berücksichtigt werden. Weitere Anmeldungen sind zu richten an das Bureau vom Roten Kreuz, Unter den Linden 16, ivochentags von 11—1 Uhr. Zu den häufigen Unglücksfällen im Eisenbahnbetriebe wird uns von kompetenter Seite mitgeteilt, daß die Vernichtung von Leben oder Gesundheit der Arbeiter wesentlich der Ucbcranstrengung zuzuschreiben ist, mit der jetzt gearbeitet wird. Auf dem Hamburger Bahnhof, wo sich das Unglück ereignete, ivorüber wir in Nr. 208 berichteten, sind in der letzten Woche von einigen dreißig Rangierern zehn Mann entlassen worden, sodaß der Bestand an Arbeits- kräftcn sick fast um ei» Drittel verringert hat. Trotz alle dem sollen nunmehr noch weitere sechs Mann anf die Straße gesetzt werden. Die Kolonne, in der der verunglückte Rangierer F e i st arbeitete, hat während der Arbeitszeit fast un- unterbrochen den aufreibendsten Dienst zu verrichten, kaum daß die wenigen Minuten zum Verschlingen des bißchen Essens zu erübrigen sind. Es wäre von Belang, so schreibt man uns, wenn nachgeforscht würde, ob der gegen Mittag überfahrene Feist an dem Unglücks- tage, wo er von 6 Uhr bis IlVe Uhr arbeitete, überhaupt schon etivas genossen hatte oder einen Augenblick pausieren konnte. Allerdings, im Amtsblatt der Eisenbahn-Dircktion Berlin ivird auch vielleicht hier wieder die Wendung wiederkehren, daß der Verunglückte„durch eignes Verschulden" zu Schaden gekomnun sei. Welche Stimmung die Angestellten unter den gekennzeichneten Umständen beherrscht, läßt sich denken. Hoffentlich ziehen sie, wo dies noch nicht geschehen, die Konsequenz aus der berühmten Sparsam- kcitspolitik und schließen sich, wie dies ihre Pflicht und Schuldigkeit ist, allen Einschüchterungen zum Trotz ihrer Gcwerkschaftsorgani- sation an. Eine Petition mit 2400 Unterschriften ans dem Centrnm von Berlin um Errichtung eines Schmuckplatzes auf dem Gelände des alten köllnischcn Rathauses liegt der Stadtverordneten-Vcr- sammlung vor. Die Bittsteller, die sich mit dem gleichen Gesuch bereits im Dezember 1899 an nnsre Stadtverwaltung erfolglos gc- wandt haben, weisen darauf hin, daß von den rund 90 Plätzen Berlins nur drei mit Schmnckanlagen auf das meist stiefmütterlich behandelte Centrnm mit seinen vielen engen Straßen entfallen und daß der jetzige Znstand des Platzes infolge Vermietung der Zäune zu Reklaniezwecken der Haupt- und Residenzstadt unwürdig sei. Ferner stellen sie Mittel in Aussicht, nni zur Vergrößerung des Platzes die beiden angrenzenden alten Hänser, die einen Wert von rund einer halben Million haben, zu erwerben und niederzulegen, sowie außerdem den allseitig begehrten Schimickplatz einzurichten. Die Unsicherheit im Hnniboldthain, über die schon seit Jahren von den Anwohnern geklagt wird, ohne daß von der Polizei für dauernde Abhilfe gesorgt ivorden wäre, hat schließlich, nachdem auch die städtischen Parkwächter überfallen worden waren, dazu geführt, daß hier Parkwächter nut Revolvern ausgerüstet wurden und jedem ein Hund beigegeben wurde. Qpfcr der Arbeitslosigkeit. Der 53 Jahre alte Kutscher Ferdinand Her back) aus der Wcberstr. 53 war zwölf Jahre lang in einer Prodnktcnhandluug in der Koppeustraße angestellt, bis vor zwei Jahren sein Dienstherr das Geschäft aufgab. Nun suchte er vergeblich nach einer neuen Kutscherstelle; auch Gelegenheitsarbeiten gab es immer weniger. Zivar verdiente seine Frau, eine gc- Nichte Köchin, genug, um das kinderlose Ehepaar vor jeder Not zu schützen, aber der Gedanke, daß ihn seine Frau ernähren nillsse, machte Hcrbach schwermütig und lcbensübcrdrüssig. Als Frau Hcrbach gestern abend von der Arbeit nach' Hause kani, fand sie ihren Mann als Leiche in der Stube liegend. Er ivar von der Thürklinke, an der er sich erhängt hatte, tot herab- gefallen, weil der Strick gerissen war, und bereits starr und kalt, Das Ehepaar war seit 25 Jahren verheiratet.— Der 43 Jahre alte Schreiber Engen D e n n e r t kam vor einigen Tagen von Münche- bcrg, Ivo er stellungslos geworden war, hierher/ um B e s ch ä f t i- g n n g zu suchen, was ihm nicht gelang. Nachdem er seine Bar- jchaft bis auf einen kleinen Nest aufgezehrt hatte, kaufte er sich für diesen eine Pistole, ging gestern abend nach dem Tiergarten und schoß sich anf einer Bank in der Siegesallee eine Kugel in den Kopf. Schwer verwundet wurde er aufgefunden und nach der Charito gebracht.— Der 20jährige Böttcher Leonhardt L i ß t aus München, der seit 14 Tagen in Berlin erfolglos Arbeit suchte, stürzte sich gestern abend von der Weidendaminer Brücke in die Spree. Die Mannschaft eines Schleppdampfers, der gerade stromabwärts gefahren kam, fischte � ihn auf und ein Schntzmann führte ihn ebenfalls der CharitS zu. Die Große. Geradezu unhaltbare Zustände herrschen, wie ein Vorortsblatt schreibt, bei der„Großen Berliner Straßenbahn" anf der Linie Spittelmarkt— Central- Friedhof— Friedrichsfeldcr Kirche. Der bedeutende Verkehr bis zum Central-Friedhof erfordert, daß alle Wagen mit Anhängewagen bis zur Ostbahnbrücke geführt werden. Auch haben die Schaffner Fahrgästen gegenüber geäußert, daß sie bei der Gesellschaft beantragt haben, die Anhänger nicht an der Hubertnsstraßc abzuhängen, sondern bis zur Ostbahnbrücke mit- zuführen, wo leicht und bequem in der Gudrunstraße eine Weiche hergestellt werden kann. Statt dessen änderte die Gesellschaft den für den Sommer festgesetzten Achtniimiten-Vcrkehr in einen Zehnminuten- Verkehr um und läßt nach wie vor die Anhänger an der Hnbertusstraße abhängen. Hierdurch sind fast alle Fahrgäste, die im Aiihängewagen Platz genommen haben, gezwungen, den Weg von der Hubertus- straße bis zur Ostbahnbrücke— Central-Friedhof— zu Fuß zurückzulegen und alle, welche hierüber hinaus fahren wollen, also 15 Pf. für die ganze Fahrt bezahlt haben, niüssen die Fahrkarten verfallen lassen und, nachdem sie von der Hnbertusstraße bis zur Ostbahn- brücke gegangen sind, für den übrigen Teil der Fahrt— wofür sie bereits 5 Pf. mehr als jeder andre Fahrgast bezahlen mußten— noch einmal 10 Pf. bezahlen, so daß die Fahrt Spittelmarkt— Friedrichsfelder Kirche 25 Pf. Fahrgeld kostet. Nun sollen zwar die Schaffner den Fahrgästen bei Lösung der Fahrkarte sagen, daß der Aiihängewagen nur bis zur Hnbertusstraße fährt, doch geschieht dies nur selten. Anfgeklärt ist jetzt das Verschwinden des 7 Jahre alten Kindes Frieda Bären sprung vom Kottbuser Ufer 57, über das wir berichteten. Die Vermutung, daß das Mädchen verschleppt worden sei, hat sich nicht bestätigt, es ist beim Auflesen von Kohlen und Holz- resten in den Landwchrkanal gefallen. Am Schleusenufer wurde die Vermißte als Leiche gelandet.' Der Diener Valentin Skovbjerg, 25 bis 26 Jahre alt, Däne, wird vom Kriminalgericht in Christiania zur Verhaftung gesucht, weil er verdächtig ist, dort in der Nacht zum 3. d. M. einem Deutschen 1800 Kronen gestohlen zu haben, und zivar eine Norwegische Banknote über 1000 Kronen, eine über 500 Kronen, eine norivegische und eine schwedische Note über je 100 Kronen und den Nest in kleinen Scheinen und in Bar. Skovbjerg ist flüchtig geworden. In Helsingborg hat er folgenden Namen und Adresse am 4. September 1901 angegeben: Buchhalter I. Flindt, Hotel TEurope Hamburg. Zweckdienliche Mitteilungen nimmt auch die Berliner Kriminalpolizei entgegen. I» der Gcncralvcrsammlnng der Lebensversicherungs- Gesellschaft„Atropos" zu Leipzig ist beschlossen worden, daß die Gesellschaft sich mit der Versichcruugs-Gesellschäft„Augusta" ver- schmelzen soll, lieber die Verhältnisse der„Atropos"; in der viele Arbeiter versichert sind, haben wir am Dienstag berichtet. Aus Heringsdorf wird ein erschütterndes B o o t s u n g l ü ck gemeldet. Bei einer Segelfahrt, die der Verleger Otto Brigl aus Berlin mit seiner Gattin und drei Schiffern gestern nachmittag unternahm, kenterte das Boot und alle fünf I n s a s s e n er- tranken. Otto Brigl war der Sohn des 1892 verstorbenen Ver- legers Bernhard Brigl, des Begründers der„Tribüne" und der „Täglichen Rmidschaii". Der jetzt in Hcringsdorf verunglückte Sohn war Verleger der„Deutschen VerkchrSztg." und der„Stettiner Neuesten Nachrichten".— Zn dem Bootonuglück wird noch aus Swinemünde gemeldet, daß außer der Leiche der Frau Brigl auch die Leichen von zwei Söhnen des JJischers Peters gefimden worden sind. Fischer Peters � habe, so heißt es, die Bootsfahrt wegen des hohen Seegangs nicht unternehmen wollen. Frau Brigl habe aber darauf bestanden und das Boot selber gesteuert/ Dadurch sei auch das Unglück herbeigeführt. Beim Fensterrcinige» schwer vcrunglürkt find gestern Sonn- abcndvormittag die Putzer Emil Gottlieb und Max Ernst auf dem Grund- stück Mittelstr.' 57/53. An einem Restaurant im ersten Stock hatten sie die großen Spiegelscheiben geputzt und standen noch anf dem Fensterbrett. Plötzlich glitt Gottlicb aus und versuchte sich im Stürz an scinciii Mitarbeiter zu halten. Statt dessen riß er diesen mit sich in die Tiefe. Gottlieb schlug auf den Bürgersteig auf, Ernst fiel auf ihn. Beide wurden schwer verletzt und mußten mit einer Droschke nach der Charito gebracht iverden. I» Brand gerate» ist gestern nachmittag der elektrische Straßenbahnwagen Nr. 1554 der Linie Britz— Nieder-Schönhause». Als der Wagen Pankoiv durchfuhr, entstand Kurzschluß und die Ver- sicherung geriet in Brand. Infolge der Hitze löste sich nicht nur die Blciversicherung, sondern auch die Eiscnmuttern schmolzen zusämmen und der Betriebskasten wurde erheblich durch Stichflammen be- schädigt. Da somit die ganze Betriebsvorrichtung zerstört ivar, mußte der Wagen durch einen uachfolgenden Straßenbahuzug nach dem Bahnhof in Nieder- Schönhausen geschoben werden. Passagiere wurden bei dem Vorfalle nicht verletzt. Ucberfahrc« und auf der Stolle getötet ivurde gestern iiach- mittag das sechsjährige Töchterchcn des Arbeiters Karl Becker aus der Rllgencrstraßc 31 in der Briliinenstraße. Das Mädchen hatte einen Gang' zu besorgen und mußte den Damm überschreiton, als ihm ein Rollwagen eiitgegenkam, dessen Pferde durchgingen; der Wagen fuhr dem Kinde über die Brust; es war sofort Hot. Ein Opfer der Elektrische». Ein uubekaimt gebliebener Mann, anscheinend dem Arbeiterstande angehörig, wurde in der Frankfurter Allee von einem Wagen der Straßenbahn so unglücklich überfahren, daß er von der Unfallstation in der Warsch-anerstraße, wohin man ihn zunächst gebracht hatte, mit schweren innere» und äußeren Verletzungen dem Krankenhans am Friedrichshain, zugeführt iverden mußte. Ei» Nndfahrer verunglückte in der Bruiiucnstraße dadurch, daß er zwischen zivei aus entgegengesetzten Richtungen kommende Droschken geriet und dann so unglücklich zn Fall kam, daß er besiimiingslos liegen blieb. Passanten brachten ihn nach der Unfallstation in der Badstratze, wo der Arzt eine schiuere Gehirn- erschnttcrung und äußere Verletzungen konstatierte. Der unglückliche Radfahrer ivurde als ein in der Schönholzerstraße bei den Eltern wohnhafter 19jährigcr Konditor Heinrich Thcil festgestellt. Von dem Transparent, das sich anf dem Dache der Rosen- Apotheke, Lausitzerstraß? und Lausitzerplatz-Ecke, befindet, stürzte» Freitagabend einige Teile mit großem Krach auf den' Vürgerstesg. Trotz des dort herrschende» ziemlich starken Verkehrs wurde glück- lichcrweise niemand verletzt. Ei» Straffcnbahu- Unfall, wie solcher seit Einführung des elektrischen Betriebes noch nicht vorgekommen, verursachte gestern Svunabciidvormittag am Molkcnmarkt eine ausgedehnte Verkehrs- störnng. Von dem auf der Straßenbahnlinie Rieder-Schöiihaiisen— Britz verkehrenden Aiihängewagen 2606 brach in der Spandauersträße am Molkenmarkt plötzlich der eiserne Puffer ab. Nur dem llmstandc, daß die Straße an dieser Stelle völlig eben ist, ist es zu' verdanken, daß der führerlos gewordene Wagen schnell zum Stehen- gebracht und ein ernsterer Unfall vermieden wurde. Da jedoch der Wage« umrangiert werden niußte, so enistnnd eine lang aiidau.erildx Verkehrsstörung, durch ivelche der Betrieb in der Spandauer-, Stralaner- ftraße und Mühlendamm für längere Zeit unterbrochen ivurde. Arbeiter- Bildnngsschnle. Wir machen nochmals auf den heute stattfindeiidcn F a m i l i e n- A u s f l u g nach Friedrichsfelde aiifrncrksnm und bitten um zahlreiche Beteiligung. Abfahrt nach Friedrichsfelde Alexanderplatz 1,23 Uhr, Schles. Bahnhof 1,32. Für Nachzügler Budes Festsäle, Prinzen- Allee 30 oder Schloßgarten Friedrichsfelde. Das Komitee. Der Bund der Kaninchenzüchter für die Provinz Brandenburg wird seine Erste BundeS-Kanincheii-ÄUsstellinig im Etablissement-Buggen- Hagen, Berlin, Moripplatz, am 14.— 16. September er. stattfinden lassen. Tie homöopathische Poliklinik von Dr. med, Schnper wird jetzt täglich abends 7—8 Uhr Oranienbiirgerstratze 55 abgehalten. Die internationale Hunde- AuSslellniig im Sportpark Fricdcnan, veranstaltet vom Verein„Hektor", Gesellschaft del Huiidefrcnnde Berlin, ist gestern vormittag 9 Uhr eröffnet worden. Die Beteiligung der Hundefreunde an der Ausstellung' und die Zahl der ansgeftelllen Hunde ist eine überaus große. Fast" 500 Nummern weist der Katalog ans. Ebenso stehen auch nicht weniger als 92 Preise den Preisrichtern zur Verfügung. Tic Rennen zur Entscheidung des Grosicii Preises von Deutschland aus der Radrennbahn Kurfürstendamm beginnen heute nachmittag 4 Uhr. A»ö den Rachbarorke»; Der Regierungspräsident hat den ortsüblichen Tagcloh» für die Ortschaften des Kreises N i e d er b a r n i in gemäß dem Ministcrial-Erlatz vom 3. Januar 1901 ivie folgt festgesetzt: für die Gemeinden Lichtenberg. Stralau, Nnnnnclsburg, Paiikow; Reinickendorf, Weißenscc(Gemeinde und Gut) nnd Hohen-Schöii- Hausen: für männliche Arbeiter über 16 Jahre 2,75 M.. uiitor 16 Jahren 1,25 M., für Arbeiterinnen über 16 Jahre 1,50 M., unter 16 Jahren 1 M. pro Tog. Für die Gemeinden Friedrichs- f e I d e, Biesdorf, Köpenick-Forst, Fricdrichshagcn, Französisch? Buchholz, Dalldorf, Tegel, Nicder-Schöiihausen., Gutsbezirk Oranienburg. Amt und Amtsbezirk Ober-Schöiicweide, Bernau nnd Oranienburg: Arbeiter Über 16 Jahre 2,50 M., unter 16 Jahren 1 M. pro Tag. Arbeiterinnen über 16 Jahre 1,25 M.; unter 16 Jahren 90 Pf. pro Tag. Für den übrigen Teil des Kreises beträgt der ortsübliche Taßc- lohn t,75 beziv. 80 Pf., für weibliche Arbeiter 1 M. beziv. 60 Pf. Diese neuen Feftfetzungen bilden vom 1. Januar 1902 den Maßstab, nach welchem die Beiträge bei der Geinciiidekrankenver- ichmnig gemäß§ 4 des Gesetzes vom 10. April 1892 zn be- messen) sind. Auf einem Neubau tödlich pcrnngliickt ist gestern ein Maurer, dessen Persönlichkeit nicht näher bekannt ist. Es soll ein Maurer P e tz o l d sein. Der Mann stürzte infolge Ansgleitcns ciiie Treppe hinunter«nd zog sich eine Gehirncrschüttcrung niid einen Bruch der Mrbelsänle zn'. Die Unfallstation 7 leistete ihm die erste Hilfe und ließ ihn dem Elisabeth- Krankenhause zuführen. Da man aber dort gleich bei der Ankunft feststellen mußte, paß der Tqd bereits eingetreten' war, so wurde die Leiche nach dem Schanhause gebracht. Der Unfall ereignete sich anf dem Neubau in der Ebersstraße 69 zu Schöneberg. Ständiges Repertoire: Neues Königr. LPeru- Theater(Stroit). (Trianou- Theater): Alle Wende: Lebende Lieder.— Neues Theater. Alle Abende: Das ewig Weibliche.- Nesideuz-Theater. Alle Abende: Leontinens Ehemänner. vorher: Der Kammersänger. Sonnabend: Leonttnens Ehemänner. Borher: Jephtas Tochter.— Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Sonntagabend bis inkl. Freitag: Der Bogelhändler. Sonnabend und Sonntag: Die Fledermaus.— Metropol- Theater. Alle Abende: Schau war's dach!— Thalia Theater. Alle Abende: Ein tolles Geschäft.— Central-Theater. Alle Abende: Die Geiiha.- Sezessiousbiihne. Alle Abende: Detlev von Liliencrons Buntes Brettl.— Belle-Alliauce-Theater. Alle Abende: Original Münchener Ueberbrettl.- Carl Weist-Theater. Alle Abende: Berliner Rangen.— ZlpoNo-Theater. Frau Lima. Specialitäten. Briefkasten der Redaktion. Tie juristische Sprechstunde findet am Tieustag, Donners- tag und Freitag vo» 7—9 Ilhr abends statt. Bei Anfragen juristischer Art ist es praktisch. Zeit sparend und darum sehr zu empfehlen, wenn man adressiert: Redaktion des„Vorwärts" uristischer Briefkasten, Beuthstr. 2. Hos II. M. 1000. 1. und 2. Nein.— L. T. Ob eine Verjährung vorliegt, >t sich ohne Angabe, worin die That bestand, nicht sagen. Es verjährt in : Regel die Verfolgung vo» Uebertretungen in drei Monaten, von Ver- !en in zwei bis fiinf Jahren, von Verbrechen in zehn Jahren.- arteus. Der vo» Ihnen angeführte Umstand begründet keineswegs ein misstonsrecht Ihres Vermieters.- 31. Schneider. Durch Zeitablauf eben die Sachen nicht Ihr Eigentum. Sie könnten nur wegen Ihrer rderung die Kunden verklagen und dann die Wäsche versteigern lasten. zergeld können Sie nicht beanspruchen. Für zufällige» Schaden haften - nicht.— ist. B. Der von dem redlichen Erwerber gekaufte, von einem itten gestohlene Hund ist Ihr Eigentum geworden.- O. Nein GewerkschastslMNS, Engkluskr 15. Hierdurch zur gefälligen Kenntnisnahme, dah die Nenovicrung im grostc» Saal beendet und derselbe den Vereinen zur Abhaltung von Versammlungen und Vergnügungen wieder zur Verfügung steht; auch sind Säle in v e rs ch i e d cn en Gröben einige Sonnabende und Sonntage in der bevorstehenden Saison noch frei. 2274� Desgleichen empfehle 3 der Neuzeit entsprechende iceg-elt»»l»n«>» mit elektrischem Licht und Dampsbeizung. sowie einen guten Frühstücks-, Mittags- und ülbendtisch zu»lästige» Preise». Ausschabt der rühmlichst bekannten Biere der Schultheist-Brauerei. Fernsprecher: Amt 7, Nr.«ISO. CsH Pohlit, Öekonom. Max Kliems Festsäle, Hasenlieide IS 18. Zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art angelegentlichst empfohlen. Der neue grobe Saal, circa 1200 Personen fastend, steht während der Winter- monate auch Souutags den geehrten Vereinen zur Verfügung. 2208L* Graomaiins Festsäle(frOher Renz] Nannynstrasse 27.[2196s* Empfehle meine Säle, S0c> Personen fastend(auch mit Bühne), zu allen Festlichkeiten und Versammlungen.— Sonnabende und Sonntage in der bevorstehenden Saison noch frei für Vereine.— Sonntag, LS. September, umständehalber auch noch zu vergeben.<>Inat»v Gramnaiin. Andreas-Fest-Säle, 21' Empfehle meine neu dekorierten Säle, 100, 200 bis 1500 Personen fassend, zu Versammlungen und Festlichkeiten aller Art. besonders meinen kleinen eleganten Saal zu Hochzeiten. Bei Polonaisen Beleuchtung durch Marine-Scheinwerfer in über 100 verschiedenen Farben s2lg4L' c?»rl Steohert, Telephon: Amt VII Nr. 5323. Schnegelsberg's Jahnftraste 8. Hasenheidr 81. Ter graste Saal ist für Sonnabend, den 19. Oktober frei geworden be»w. noch zu vergeben.[2260L*] Max Schindler. Elektra Neuer Abendkursus für Elektrotechnik und Montage 12. Sept. Keine Vorkenntniste. stlnmeldnngen schleunigst. 8. Neuuderstruge 4. Prospekt gratis. Roh-Tabak. GrSatta Auswahl,— Billigste Preise. z.WienettNachs.L.Lthnilluil S3. Noseuthalcrstr. 83.[* Luisenstädtischcs Klubhaus Annenstraße 16. Inhaber H. Grupe.(Altes Gewerkschaftshaus.) Oft Iii zu Festlichkeiten sc. SPV Warme Speisen, kleine Preise. avtliU Sämtl. Vrate»«0 PstT 7---—-------- 75 Pf. Wetbbier-Ausschank.[22351? A. Goldbach, 8. Ecke Löwestrasse. Bringe hierdurch mein Weist- und Bairtschbier- Lokal, verbunden mit Restauration zu soltden Preisen in empfehlende Erinnerung. Vereins- zimmer noch einige Tage frei.- Telephon Amt VII, Nr. 4550. 122248" 0., Rigaerstrasse 127, Restauration Otto Plöger. Empfehle Freunden und Göiinern meine freundlichen Lokalitäten. Warine und kalte Speisen zu jeder Tageszeit. Graftes Vereinszimuier mit Piano noch einige Tage in der Woche frei. Telephon: 7», 7844.* Franke's Speisehalle Neue Grün-Straße 39(4te�ÄÄe"te"' Jeden Tag 12 verschiedene Gerichte I Spcisezeit ununterbrochen von vor- zum Preise von 10-Z0 Pf.| mittags 8-10 Uhr abends. SW Bier Vi« 10 Pf.,»Ao 5 Pf. Kaffee 6 Pf. Milch 5 Pf.-&Q Roh-Tabak Gute Oualitäten, weist er Brand JB. Fräiikcl, S Neue Promenade 5. Sebastian Gröbel, 181 Brunnenstra�e 181. Roh-Tabuk, sämtliche tttenstlicn zur Cigarren-Iabrikation offeriert in der grüstte» Auswahl zu den billigste» Preisen tOnnMnnMiHIni'. 88, Alexanderstraste 88. Roh-Tabak 1930S*] Wax Jacoby, Strelilzerstr. 52. 1 Restauration, äÄJf Bereinszimmer mit Pianino zu vergeben.[2179C* Um freundlichen Zuspruch bittet LSrl Koblenzer. «II I WH..... 11 1 M/ Neues Klub-Haus St/ KlUmMitenstraße 72. Sonntags, Mittwochs, Donnerstags: Wrdeiaer Ball. NB. Säle an Sonnabenden und Sonntagen noch frei. B. Ebert, Sanssouci- Schmargendorf, Haltestelle: Schützenhauö— Roseneck. Sonntags: KOMt Ulld M. ff. Weib- u. Bayrisch-Bier— Kaffee- küche. Kegelbahnen, Spielplätze rc. jc. 22648* H. Bbert. Ernst KoratCarten Höflich Ball-Salon Friedrichsbcrg. Frankfurter Chanssee 126. Jeden Sonntag: Konzert.-- Kall.— Theater. KaiTeekUche. 8 Kegelbahnen. 22208* Jed. Mittwoch: Freikonzert, Familienkränzchen. Steppdecken billiffer wie im Wnren- lianM und billiger wie in Jedem Laden kauft man direkt in der Steppdecken-Special-Fabrik, GoIInowstr. 44. Steppdecken in allen Farben und Grössen in Wolle und Seide. Alte Decken werden neu bezogen. Wer Zuthaten bat, dem fertige ich Decken von 1,50 Mark an. Nahe Alcxanderplatx. _ Auch einzelne Decken stets am Lager._ 22561,* Baum& Zeusch, Esclmge. Boykottfrei! Kaatnbakfabrik. Boykottfrei! Alleiniger Vertrieb für Berlin und Vororte dustaT Bock.& Co., Prinzen-Allee 14, 1. Clgarrcn, Clgarctton and Kaatabako.[22858* Rohtabak. Gröbte Auswahl.- Billigst- Preise Guter Brand! Vorzügliche Qualität. Sämtliche[13328* znbrikatisiis-Nteilsilieli. Neue Formen, sehr grobe Auswahl zu Original-Fabrilpreisen. Leillried frsnck, 185. Brunnenstr. 183. Kautabak-Fabrik-Lager von Hugo Karl Hagenbruch MUhlhauaen in Thür., bei Aug. Kle inert, Berlin SW., Grost- bcerenstr. 39. Fernspr. Via 10 560. Vertreter für Berlin und Bororte.» Dangeld soll sofort, cvent. mit späterer fester typothek a 4 bis 4V, Prozent, in cilposten zum Bau von Wohnhäusern in Berlin u. Vororten unter günstigen Bedingungen ausgeliehen werden. Offerten unter F. 3 Expedition d. Bl. inheiUergf- ist eineB�* Max Guekel,pfat'Uxor2, Zahn-Atelier. Bcstrenoin. und wohlbekannt. Kllnstl. Zähne, tadellose Aussühr. v.3M. an.Plomb. v. 2 M.an. Keine Extraberechn. Schmerzt. Zahn- ziehen. Ratenz. gestattet, Woche l.M. die ihren Frauen ein Cigarrcnges chäst als Nebenerwerb einrichten, erhalten mit wenig Mitteln Kredit. Auch be stehende Cigarrcnhändler können durch erstklassiges Fabrikat ihr Absatzgebiet erweitern. Cigarren- General- agentur und Kommissionslager Band, Grosse Frankfurter straste 38. 227SD Wer Darlehnsgcschäfte irgend welcher Art zu machen wünscht, inseriere kostenlos im»Spccial- blatt für de» Gcldverkehr*. SMp H. Bittncr a. Co., Hannover X. 22518* Gegen II hilft nnfeblbar Chemiker Sllnder- haaf» Wanzen-Vernichtungs-Effenz „»'aredol**(geseyl. gesch.) Erfolg garantiert. Fl. 0,50, 1,00, 1,50, 3,00 u. 5,00 Mk. Zerstäuber 0,25-1,00 Ml., nur allein bei Baal Siinder- hanf A Co., Gr. Fraukfurter- straste 89. Ebenda die sichersten Mittel gegen Motten, Schwaben, Flöhe, Ameisen a 0,20-1,00 Mk. UM- Um unsre echten Mittel zu erhalten, hüte man sich vor markt- schreierischen Anpreisungen uud achte genau aus unsre Firma und Haus- nummer. MöR»«! -wa "9Q Bürgerliche Wolmnngs■ Einrich fangen. Grostes Lager.• Billige Preise. Langjährige Garantie. Wilh.LarabrechUfÄ. ElektfoteclmSkum S.W.. Alte Jakobstrasse Ko. 124, III. I. höherer Lehranstalt u. prakt. Fachschule beginnen jetzt neue Abendkurse* Elektrotechnik»»» Maschineu- bau-Ansbildung v. Elektro- u. Maschinen-Jngenicnrc». Techuilern, Wertmeistern und Monteuren. Vorkenntnis nicht erforderlich.— Unbegabtheit kein Hindenlis.— Lehrbrief, Diplom, Stellung.- Man beschleunige Anmeldung im Ingenieur- Bnrean, Alte Jakobstr. 184 III links. f2l91L* Prospekts kostenlos. Ackluntpl Frauen! Rixdorf! Gr. Frauen-Vortrag JjL, Dienstag, d.10. Sept., ab. S'/j, Hermannstr. 49 prakt.! Natnrbeilk. Krunäiiiallll erk. an qr. Lichtbildern W lvangerschaft. Zrnnenleben und-Leiden. wem + ES pra Schinn reiches Erscheinen Gäste 20 Pf. 1 Broschüre u. Proben Nahrungsmittel. bittet Gr. Berliner Naturheilv., Ortsv. Rixdorf.'. Vortrag und Naturheilanstalt Köpnickerstr. 72, Sprcchst. 11—2, 0—8. Zahlre. Aufn. neuer Mitgl. im vorzügl. sitzend, Garantie, Teilzahl.. Plomb., schmerzl. Zahnz., Ilmarb. schlcchts. Geb. Volästeln, Oranienstr. 12Z Wer Stoff hat! fertige unter Garantie tadellose» Sistes. gute Znth.. Anzug 18 M., Sommer Paletot IC M., Winter- Paletot 18 M. 22838* Alexander Schmidt Ilresdenerstr. 14 zwilchcn Oranienplatz u. Kottbuser Thor Mit Stoff Anzug v. 27 M, Winter- Paletot von 28 M. an.— Vom 1. Oktbr 1901: Wienerstr. 1/6, v. I. Gardinenhans Bernhard Schwärst. 36 Mark elegante Wlnter-Baletot». 30 Mark , hochfeine Berren-An�tlxe. 18 Mark 2206L* schwere Wintcr-BcInklclder. Anfertigung nur»ach Mast. Guter Stoff, tadelloser Sist. 14 Kransenstr. 14, 1 Tr. kein Laden 1 Tr. NMr Dombau- Geld- Lotterie in svei Ziebucgen. so denen jedes Loos Giltigkeit hat. L Ziehung ZI. 24. September er. H. Ziehung 9.- 12. November or. 18507 fleldgewiene bur ahne jeden Absug eahtbar eon Mb. 430000 Die Ueuptgewinne sind 100030 30000 20000 10000 etc. ete. nte. Genie Lonne 4 Mk., Halbe Loose 8 Mk. « Vnok-Gesebett Serll» W., Fricdrlehatr. 101 Finale: IV vV. Wltsnucker- Otraase 63. ttinderwagen 8—90 M., if Gummirädern 12 M., vernickelt 16 M., Kinderbettstellen 7 M, Puppen-, Sport-, Kasten- u. Leiterwagen aus Konkursm. spottbillig. Glich. Lager Bestes Fabrikat Schutzvorrichtung „Ideal" verhindert Herausfallen der Kinder, 3,50 M. Versand n. auberhalb ab Fabrik. Must. gr. Teilz. nur i. Berlin und Vororten gestattet Woche 1 M. f.Kei'gmM»8cbn�"''� Zelt. Geschätt Berlins. Amt Vlla, 7228. ** Anker-Briketts** /N sind zu haben bei»w Friedr. Daniel& Co., Berlin W. 8, Leipzigerstr. 29.* »touatlich 10 M. liefert elegante Herren-Garderobe nach Mab, auch bar Kaffe allerbilligstt Preise. Fcrl Garderobe stets vorrätig. lomporowskiSÄKi. Honig! Oldenb. Bienenhonig, beste Qualität, ver- sendet 9 Pfd. netto zu 6,75 M., 5 Pfd. netto zu 4,20 M. fr. Nachn. Gar. Zurüikn. EDoil Xurdloh. - BCII, Bahnhof Augustfehn, Oldenburg.[22128* Herren-Anzüge, Paletots n. Mab, clcg. Ausführung, auch fertige Garderobe am Lager, liefert Y filirifldl'il Landsbergerstr. 13 prt. j.tlUllijUlllt, Teilzahlung gestattet. Haben Sie Wanzen, Schwaben 1« Ungeziefer, so werfen Sie nicht Geld fort für nutzlose Pulver u. Tinkturen. Koa's unerreichte Speclalmlttel befreien Sie sicher und schnell von dieser Plage. Preis p. Port. 50, t, 1,75 U. 3,— Mk. Einzig und allein nur echt beim Erfinder und Fabrikanten Max Ed. Noa, Berlin Zs., 10 Reinickendorfrrstraste � Lrullj- u. TalullbriktttS /N sowie sämtliche andren Brenn- Materialien sind billig zu haben bei Carl 8 ehalt«, 285b*1 Urbonftr. 171. und zu coulanten 22b0L* Wer schnell Bedingungen Geld! � Darlehen oder Hvpothck sucht, verlange unser Adrcssen-Bcr- zcichnis privater Geldvcr- leihcr U.Makler. H. Bittncr & Co., Hannover-LI. Preise• beliebige Teil. zahlnng. vlgs Jacobson. Zatio-Kliml teppdecken kauft man am öesteu und billigsten nur direkt in der Fabrik B. istrohnmadel, Berlin 8., 72, Wall-Strasse 72, wo auch alle Decke» ausgearbeitet werden. 2127L!* s Carl Helkig, Heilgehilfe rniii Milfseur für sämtliche Krankenkaffen Berlins 1114L*j und Umgegend. Usedomstr. 9, Enig. Wattstr. 19, I. Nünflliihe�äszne ohne Wurzel- Gntferuung! Garantiert schmerzlos l lahn-u.Vunel- Operat, Plomben etc. Langjährige Garantie. Teilzahlung Woche 1 Mark. Bruno ZtklseilS.Neaillitcst. Li M kTYiT 0per!' Goldene u. sllbeme Medaille Paris 1900. GeorgPohls SnnltUts-Hcldol- beerweln ist erprobt bei Darmkrankheiten(Diarrhoe), Zuckerkrankheit, Blutarmut, Verdauungsstörung usw. a Fl. 1 Mark. 10 Fl. 9 Mk. Altbewährtes beliebtes Hausmittel. Aerztlich empfohlen, sicherer Erfolg. Viele Dankschreib. Droguerie Ci e o r g Pohl, Berlin, Brunnenstr. 157. Sonst nirgends. 17241.* _. KMim«, W> Handschwcib, Schweib uut. den Armen, Wundlaufen. Juckreiz rc. verhindert sicher Pohlemi»- Effenz, Flasche 1,39 M. per Nachnahme, ist sofort trocken u. geruchlos, garant. unschädlich, sicher wirlend, versendet Georg, Pohl, Berlin, Brunnenstr. 137. ji544D* m Mm Mniitpii»huc Gnade mitsamt der �LillijLit Brut sofort und gründlich beseitigt mein Wanzenfluid in Fl. 50 Pf. u. 1 Mk. Spritzapparat 50 Pf. �IltlillllMt nütsamt der Brut schnell �UjlvüvLll und für immer beseitigt mein Schwabentod. Dose50Pf. mid 1 Mk. Radikaler Erfolg. Motte». Flöhe, Fliegen, Ameisen. Blatt- länse vertilgt sicher mein Special- mittel. Garantiert nur direkt beim Erfinder Cieorg Pohl, Droguerie, Berlin, Brunnenstr. 157. 19202« Sil) werfen Colli fort! wenn Sie immer Ihre Cigarren zu teuer einkaufen. Rauchen Sie nur meine beliebten Havanillos(genau wie Abbildung) 8 cm lang, 500 Stück für nur 7 M. franko gegen Nachnahme. Sie werden viel Geld sparen! Ueber 2000 Anerkennungen aus allen Ständen. Bestellen Sie bitte sofort postfrei ins Haus 500 Stüek für 7 M. bei R. Tresp, Cigarrenfabrik, Heustadt, Westpr. H. 3. I* Gesundheit ist Reichtum! Dampf- und Helssluft-Bslder wirksamstes, erfolgreichstes und billigstes Mittel gegen LrklSHimgs, Gicht und Rheumatismus. Licferulig an sämtliche Kraiikcnlassc». tL27I> Bad Frankfurt 130 Gr.Frankfiirtcrstr.lSG Bitter- Bad 18. llittcr- Strasse 18. Specialitilt: _ ßnss. lezw. Dampfkasten-, Rom. IcoiT""')CZW- Ueisslnft-, Lolitannin-, Sool- � nud Scliwefelliüder täglich für Damen n»d Herren. Irimtc/aotin- aave». Zll?sge mr Probe! FABBIK-MAfflÄ ä 5 =r o 8 u B s 8 Ä a 0» o o ff? versendet die Stahlwaren�Fabrik u. Versandhaus I. Ranges von Gebräder Raub, Gräfrath bei Solingen, ein feines Tnscheiimcsscr Nr. 405, wie nebeustehendc Zeichnung(soch Nicker, schließt' sich nur durch Druck auf die kleine Klinge) mit 2 aus prima Stahl geschmiedeten Klingen und Korkzieher, echtes Hirschhornheft mit doppelten Neusilberbcschlägcn unter Olarautie zum Preise von,»ur d,35.Rk- franko. Für Eingravieriiiig eines jeden beliebigen NainenS, fein vergoldet und verziert, berechne» mit mir 10 Pfg. ebenso koste» 3 Buchstaben in das Schildchen ein- gestochen nur 15 Pfg. Von diesem Taschenmcsier Nr. 40ö wurden von uns in kurzer Zeit 10t>/20* 7» MO Stück verkauft, ei» Beweis für die Preiöwürdi gleit und Güte unirer Waren, sowie aufmerksame Bedienung. Sollte vorstehendes Muster nicht gefallen, so bitten wir nach unsrem Katalog zn wählen, derselbe enthält eine groß« Auswahl in Taschenmessern. Versand' gegen Nachnahme oder Vorhereinsendnng des Betrages. Gaeantlesekeln: Nichtgefallende Waren tausche» wir bereit- willigst um. oder zahlen das Geld zurück. Umsonst und portofrei versenden mir an jedermann nnfren neuesten illustrierten P r a tH t- K ä t a l o g mit Über 3000 Abbildungen von Solinger Stahlware», Lederwaren,'Gold- und Silbermaren.Hanshaltnngsgegenständcn. Uhren, llhrkettcn, Musjkchnrcn,. Pfeifen. en, Cigarrenspihen und sonstigen Cigarren vielen Neuheiten. Wir bitte» gena» ans«nsre' FlrMa'«lid' Fabrikmarke zn achten. Gen Efabliea'aaaiti.ats Gigarrsn- Händler ersparen Sie bis 15 Proa. durch Einkauf nnr abgelagerter cigarren Vsrmitteiuvg direkt von grosser renonunterter Cigarrenfabrik. Tadellose, in Hunderten von Special-Geschäften brillant eingeführte eigene Fabrilaie. Auswahl 120 Sorten. Hervorragend leistungsfähig. = Von 24-200 Mark nur rein überseeisch.= Es wird komplettes Lager unter sehr günstige» Bedingungen eingerichtet. Anfragen unter A. 3. Epped. d. Bl.___ 1626 Woveefaörik. nr .zt» Die besteu und billigsten Wolmuugs- Einriebt iiugcii kaufen Sie bei 2244L' Berlin SO., Skalitzerftrasze 6, nm Kottbuser Thor. kaufi Julius 8poli, WWW �» v/ollsiusizzeiiii'irtisiingeu u. elnielne Stiick ÜLpstkikN bei Kleiner �Nisiilllsig aaufJahre hinaus verteilten Raten. ;Kompl.EinrichfungenvonMk300bisMk-5000i s und mehr äUrTeilZdhlUllQ jßnFpal-MöbeHialle, \gS,KOmmandantenStr. 51 Ecke Alexandrinenstc* Tischlermeister, lijfe a�topusseiiftaaufensier rabeaefeiwt. J, Brünn, fBahnhof Börse) Hackescher Markt 4 Nach beendeter Engros- Saison gelangen jetzt im Einzel- verkauf große Lagerbcstände inciner f eppicbe l Oardinen! Portieren! Steppdecken! zu sehr billigen Preisen zum AnsverlmnfN Einzelne fehlerhafte Exemplare für die Hiilfkr Z»es IVevies. Alsgdeburgsr XsutadsK empflehlt die Tabakfabrik und Handlung von f. iSnit�mnnn, Berlin Luisen-Ufer No. 3, am Engelbecken. Gegründet 18SZ. IlblZh» Eebt Stonsdorier Bitter-Liqnenr a Literflasche M. 1,30, 5 Liter M. 5,50, 10 Liter M. 10,—• Clign rwein Original-Abzug von Franz A. JdUcs& Co. in Budapest. Med. Vi Ausbruch a Literfl. M. 3,10, lO Ltr. M. 17,60 exkl. Deutscher Cognac angenehm, mild im Geschmack •»♦••• s Lti-fl. M. 3,10, 3,50, 8,- Amt IV. 9876. Engen Nenmann& Co. Belle-AUianceplatz 6a. Neue Friedrichstr. 81. Genthinerstr. 29. Oranienstr. 190. Grüner Weg 60. Elsasserstr. 71. Putbusorstr. 35. Wüsnackerstr. 25. Schöneberg, Hauptstr. 129. Charlotteuburg, Kaiser Friedrichstr. 48. Steglitz, Albreohtstr. 18. fimetzners Korbwareu- Fabrik. Puppenwagen, Leiterwagen, �| Berlin, SludreaSstraste 33. II. Geichäst: Bruunenstr.il» III. Geschäft: Bensselftr. 07. IV. Gesch.: Leipzigers!. 51/55»partswagen. V. Geschäft: Strnlauerstr.lil Sinäerstühle. Kinderwagez», ßrösstes Lager Kinderbettstellen. Berlins. 1000 Mark Belohnung»l�h�'t?d5°�.Ä als das meinige»achweist. Dieie Belohnung biete ich schon seit 15 Jahren a»S und ist meine Konkurrenz garnicht in der Lage, dieie 1000 Mk. zu verdienen. Eugen Joachims Möbeliahrik Nene Stüuiflftrnsic 59, nahe Aleranderplay. Großer Möbelfpeicher. Speeialgeschäst für kleine und mittlere Woh- uungs-Einrichtungen. Teilzahlung unter den conlantesten Bedingungen gestattet, Beamte» mit ganz geringer'Anzahlung. Ganz besonders zu empfehlen ist der große Vorrat verliehen gewesener und gebrauchter Möbel, die wie neu sind und billig abgegeben werden. Brautleute, welche eine dauerhafte und billige Einrichtung kaufen wollen, bitte ich, ohne jeden Kaufzwang mein kolossales Lager vor Einkauf zu besichtigen. Verlangen Sie mein Musterbuch gratis und franco. Durch größere Maffcneinkäuse und Ersparung der teuren Ladcmtiiete bin ich im stände, hübsche und geschmackvolle Wohnungs-Einrichtnngen skr 150, 200, 300 bis 10 000 M. zu liefern. Kommode 17, Waschtoilette, Divan mit Sitz- auözng 35, Spiegel 6, Muschclkleiderfpiiid 35, Bettstelle mit Matratze 2l, Stühle 3, alle Arten Kttchenmöbel, Nußbaum- und Mahagoni fournierte Klciderspiude, Bettikows 36 M., Muschclbettstelle mit Sprungfeder- matratze 38, elegante Säulcntrumeaux 45, Bücherschränke, Salon- arniluren 105, BüiiettS aller Art, seidene Garnituren, sehr wenig ge- braucht, spottbillig. Ganze Speisezimmer und Schlafzimmer. Gelamte Möbel können beliebige Zeit bei mir kostenlos lagern.[2201S' 10 Jahre Garantie. Bolllomiiieii schmerzlos. Zahn- en 1 M. Plomben 1,50 M. Teilzahl, wöcheutl. ladnarrt Wolf, Lcipzigerstr. 130. Spr. 9—7. J. Baer, BERLIN N. H n [1923«* 2. 26, Badstraße 26, � Ecke I» i* 1 na! c n- A 1 1 o c. g» u. 37 Sclillemannstpasso 37 z empfichlt, wie bekaiiiit, in reellster Ans-« SgSstmsM�-«-- Herren- n. Knaben-« üarderobe.> MT* Arbcltssachen."VQ s " Grosses Stofflager SS � zur Anfertigung nach Mast. � Bettstellen, Matratzen und Betten. Special- Gesc/i(iß< für Kinder, Erwachsene«.Dienstboten. Fertige Ketten; No. I. Oberbett, Unterbett, 2 Kiesen, 100 200, roth-ros» gestreift, 12,00 M. No. 2. 100 200,„„„ 18.00„ No. 3. 100/200, gran-roth„ 32,00„ No. 4. 100/200, glatt roth 43.50„ 9,00, 14,— CO, 00 No 5. 100/200, roth-rosa„ 60,00„ /Tn�N Neu /Hl Schütten der Betten im Beisein der Käufer. Schlafmöbel-gazar„Baby". 6,50,9,00— 21.00 Invalidenstr. 160, an der Brunnenstr. Tnucnzlonstr. 7a, Ecke Nürnbergerstr Belli'Ali iaaceütr. 107, am Blüchcrplatz. CJ r. Fraukfurtcrstr. IIa, Ecke Andreasstr Oraoienstrasse S3.-ui der Adalbertstr. Filialen: 30,00-50,00. Beuaselstrasse 18, an der Thnrm«tra«s§. Keiuickendorferstr 2d/e, ani Wedding* Itninneiistrasse SS, Ecke Rügencrstr. Spandau, Havelstrasse 20. Theilzahlung gestattet, bei grösseren Rates Cassapreise, ?7,50, 35,00 bis 100,00. Lieferant des Post- Spar und Vorachuss- Vereins. 25,00, 36,00-75ch0 U..— aeM Solitie ♦ Praklisch ♦ Preiswert. Baas* oder Te i I z a h I u n g! Keine Lndenmiete, Geringe Unkosten, Grosser Umsatz, daher: Reelle Waare, Niedrige Preise, Coulante Bedingungen. Wilhelm Misch, Benin no, Grosse Frankfarterstrasse 43/46, 1. —+■ Kein Kaufzwang! j Möbel- ii. Pchmmeii-Wrik von A. Sclmlz, R eichen hergerstr. 5, empsiehlt Ginrichtniigen von 35« bis 1V DDV M. L207L' Anerkamit gediegene Arbeit, billige Preise, conlanteste Zahlniigsbediiiginigen. Meneste Vollständige Wohnnngs-Einrichtnng 250. . von Mai fnr Mark Sofas........... Bettstellen mit Federboden und Kissen Plüschgarnitureu........ Paneelsosas [2134C* ark 30 an 30. 100. 90. Eüerlianlls Höbelfabrllt, R/u tk»» H» vis-a-vis vom Bahnhofe, im Hanse her Badeanstalt, empfiehlt zur '??.??.„' Eillsegllllng mnltliifler lllee 197,....... a a reichhaltiges Lager zu sehr billigen Preisen in ILrntvatten,«laeS- Ilanilncliabv», lbsobo, Servlteurs, Ho84intrttgep, Tnsclientücher, 8tickerot .......... 19212* ValenclennedtfnterpUcIie etc. Ärkonabad Ls|l1!»i|1- 34,Anklamerstr.34zAÄÄi.'«7., Wanne» ii. medizinische Bäder sowie russisch-römische n. vorzügliche Kitstendiiiiipfbäder(Kohlensäure) mit Ein- Packung, Massage w. Annahme ärztlicher Berordnnugen für Bäder der Orts-, JnnimgS-, Fabrik- und freien HilfS- _ Kraliienlassen Berlins nud Umgegend.[17672* Zahnärztl. Institut 83 1. Wrangelstrasse 83 1. 21972* Für Kinder Zahn ziehen gratis. Zahnersa«,. Plomben Klinikprcise. Lpec,! Völlig»cdmerelose, Zabnrlsdsn. Ii t f Kaufhaus IHax Haimheim Frankfurter Allee 89. BERLIN. Frankfurter Allee 110. D e t all. Neue Damen-Kleiderstoffe. Herbst- und Winter-Saison 1901. Cheviots u. Loden, LalbwoIleDe u ganzwSer 45, 60, 75 Englische Nonveantds Meter 42, 55, 60. Hochfeine englische Nonveautds Metex 100, 125. Ausländische Fantasie-Stoffe.-- Meter 175, 275» Schvarae Aohairs u. Alpaccas � 100, 125, 175.. Schwarbe gemusterte Nohairs Meter 15g, 200, 300» Schwarze Krepps und Satins Meter gg, 125, 175. Weisse glatte Stoffe, c«"«?? Meter 50, 90, 175. Weisse gemusterte Stoffe. Meter 125, 150, 225. Coul. hellfarbige Stoffe, � Baiiweiaer Meter 5g, 175. Conl. u. schwarze Cheviots AtssSprSrÄ Meter ßO, 75 � 1,00, 1,25, 1,50, 1,75, 2,00-3,00 Mk. VillollTID wit feinen Mohair-Harchen in AilUuliUC wundervollen Melangen und f| Qc f) rn Q nn uri, ifen. Breite 100—120 cm. Meter l,ou, l,yo, öjöU— OfUU Alle. ======: 11 n g r o s. Abteilung Futterstoffe und Kurzwaren. Streifen, UnmaamiTl grösste Auswahl in Winterfarben, JQ, Ulli CO pUll, starkfiidige Stoffe. Köper- und 1 or 1 fif* O Kft Mb- Panama-Bindungen. Breite 110—120 cm. Meter*||*," v' Hauskleiderstoffe und Flanelle, elegante Streifen-, Karos- und Noppen-Gcw'ebe J qq J 50_ 2 00 Mk Velour russe, W»Neu neuen Parben.. Meter ßg� ßß� 125 Winter-Vamentuche..... Meter ßß, 45, ßg, 75 pfg Reinwollene Damen-Tnche für Costumes, schwarz, und ein «SEÄT..f. Sir, 1,50, 2.00, 2,60-3.00 Mk. Jaconet, Rockfutter weiss, grau, schwarz, Meter 25, 28 Bfg. Jaconet,• couleurt �. Meter ßg, Rauschfutfer, schwarz, grau, weiss.. Meter 23, 28, 30» RailSChfutter,»Ue Farbeu. �. Meter 28, 35. Rausch-Taifet, schwarz und alle Farben.;.. Meter 40, 45- Satin-Moire, schwarz und alle Farben.. i �, i. Meter ßg, Moirä-Kattun, schwarz und grau.,.;. Meter lß� 20, 25« Taillen-Köper, weiss' grau' crSme»•• Meter 25, 30, 40» Taillenfutter, zweiseitig(Reversible)..... Meter 23, 35• Taillenfutter, zweiseitig(Satin Reveisihle).,. Meter 50, 60» Wattier-Leinen,........... 30, 38, 45, 50. Wattier-Leinen, weiss una schwarz........ Meter 50• Imit. Eisengarn, schwarz, grau, weiss i. Meter ßß„ Futter-Gaze, schwarz, grau, weiss Meter 14, Iß» Schweisshlätter, rncot... � � � �. Paar g„ Schweisshlätter, �.�11� pa». 23» Gurthaud, 10 Meter lang... i:, Stück 22, 28, 70» Hohlband-Stäbe. Dutzend iß, iß.. ReSCnbOrte, schwarz und couleurt........... Meter ß„ Besenborte, prima Mohair Meter 7, 10. Ersatz für Fischhein; i..Dutzend 5. Echtes Polar-Fischbein.Duuendß„ Gloria-Stoff, runcI geweht Meter 28» 3638�78 1»»II«» Farben. Gold-Tressen, Mohair-Tressen Seiden- Sammet-Besätze. In allen Farben. In allen Abteilungen des Hauses sind die einzelnen Läger auf das Reichhaltigste ausgestattet und ist hinsichtlich der Preise besonders in Baumwolle und Leinen, in Folge grosser Abschlüsse, eine wesentliche Preisermässigung eingetreten. Trotz der heutigen billigen Preise bleibt mein Rabatt-System in Krafb äiernniiuotHid)« Dictactmi: Carl Leid m Berlw. Lbr den Jnieraleuteil verantwortlich! Tb. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Max Babing i» Berlin. s.. m i8 1.1,,.» 2. KUge öfö„Wmiirls" Kttlixer PMM- z,M.» U. Zahrtsklittgrek der englUtlt Cwel'ksisiastell. London. 5. September. Der Kongreß beschäftigte sich Dienstog und Mittwoch fast aus- schticssiich mit der Entscheidung der Lords gegen die Gewerkschaften. Die Inauguralrede des Präsidenten war im groben ganzen eine Umschreibung des Jahresberichts, nur hier und da wurden stärkere Ausdrücke gebraucht, wie z. B. in der Erziehnngsfrage und in der Verurteilung des südafrikanischen Krieges. In der darauffolgenden Debatte bemühten sich zwar die fort« geschrittenen Delegierten, die Notwendigkeit einer starken parla- uicntarischen Vertretung der Arbeiter zu beweisen und auf Annahme einer in diesem Sinne abgefabten Resolution zu dringen, aber die Mehrheit war der Meinung, daß es borläufig das beste sei, es bei den Vorschlägen des Parlamentarischen Komitees bewenden zu lassen. Mr. Ward, Delegierter der Londoner Erdarbeiter, beantragte eine scharf gefaszte Resolution gegen den südafrikanischen Krieg lind verlangte vom Kongreff,„den edlen Kampf der Boeren für Un« abhängigkeit durch die Annahme der Resolution zu unterstützen. Auf Antrag des Vorsitzenden wurde indes die Diskussion darüber verschoben. Ein Antrag von Ben Tillet auf Errichtung von obligatorischen Schiedsgerichten wurde abgelehnt. Genosse Pete Curran beantragte eine Sympathiekundgebung für die braven Steinbrecher von Bethesda, die sich seit ungefähr elf Monaten in einem Streik gegen Lord Penrhyn befinden. Die Resolution wurde einstimmig angenommen und auch finanzielle Unterstützung versprochen. Ebenso wurde den streikenden Fischern von GrimSby die Sympathie des Kongresses ausgedrückt. Die Exekutive der„Socialdemokratischen Föde« ration" organisiert eine Massenversammlung, die sich mit der „Zukunft des Tradcs-Unionismus" beschäftigen wird. Die Versammlung soll am 18. September stattfinden. Unter den eingeladenen Rednern befinden sich die Genossen: William Thorne. James Macdonald, Pete Curran, G. N. Barnes, sowie der Comtist Mr. Friedrich Harrison. Ebenso hat die Exekutive einen warm geschriebenen Aus- ruf an die Trabes- Unions erlassen, in dem die wirkliche Bedeutung der Entscheidungen der Lords erklärt wird und die organisierte» Arbeiter aufgefordert worden, eine klaffen- undzielbewnffte politische Thätigkeit zu entfalten, die darauf gerichtet sein soll, das anarchische gesellschaftliche System in ein korporatives Gemeinwesen zu verwandeln.— K Einsegnungs- G G W ausserordentlich reichhaltige Auswahl in � � Satin, Ripsgarn, Diagonal, Croisd, Kamm- garn, Cheviot, Tuch, Melton u. s. w., je Mi Ft Z il tf G n8G'1®rG88e un� Qüa''W' 33-, 27,-, 24.- 20,-. 18,-. 16,-. 14.-. 12-. Hüte, Wäsche, Handschuhe a. s. w. für die Einsegnung. Herbst-Kleidung. Zwirn-Buokskin-Anzöge�J�s�is,-, 9 m. Herbst-Anzüge für Hemm 22,50, i8,-,15 m. Herbst-Anzüge für Heir5fl,-, z«._. 30,-, 25 m. Schwarze Jacket-Anzüge 18 m. Schwarze Rock-Anzüge ß«,-' 30'-' 21 u. Schwarze Gehrock-Anzüge 21,-,' se,-ß M- Herbst-Paletots �s«.-72�,-. is.-, 8«• Loden-Havelocks, en«ri7® 6 M- 75 18 m. 90 pf- Gummi-Mäntel, 1,75, Haus-Joppen färHerre8n,_. 2.-. Loden-Joppen für H|�,«,75, 4,-, 3 m. Litewken für Hemm 11,-, 7,60, 3 M. 60 Herbst-Hosenfür Herren 12-, 8,-,«,-, 4 M. Kammgarn-Hosen..... i»-. 5 m. Radfahrer-Anzüge, vielsei�t|s�Ä 6 � Radfahrer-Pelerinen � 5 M- Knaben-Anzüge, enträckentn iC- m. ms 2 m. Schüler-Anzüge, enorme �K'.- m. bis 1 so Herren-Anzüge nach Maass. Moderner Schnitt. Elegante Verarbeitnng. 60,—, 50,—, 40,-, 36,—, 30,-, 24 M. Herren-Hosen nach Maass Moderner Schnitt. Elegante Terarbeltnng. 21,-, 18,-, 15,-, 12-, 10,-, 6 M, 50 In nnsern Häusern Cliaasscestr. 24a/25 n. Brückenstr. II gross te Auswahl in Hüten, Cravatten, Schirmen, Kragen, Manschetten usw. BMEH SOHl Fabrikation und Maass-Anfertigung guter Herren- und Knaben-Bekleidung. En gros En detail Lieferanten an Garderoben-Geschäfte. Lieferanten an Waaren-Häusor. Lieferanten an Vereine. Lieferanten an Inatitute. Gr. Frankfurterstr. 20 Export Import 1/ in dio ureussische Armee. Lieferanten an ausländische Gesellschaften. Chausseeslrasse 24 a u. 25 11 BrQckenstrasse 11 iwisch. Invalidenstr. u. Friedrich Wilhelmstädtisoh. Theater. zwisch. Jannowitzbrücke u. Köpnickerstr., Ecke Kungestr. Ecke Koppenstr., neben dem Bürger-Hospital, Die 171? reich illustrirte Jubiläums-Preisliste 1901 wird kostenlos und portofrei zugesandt. \ Dr. Lind» Linde'8 schmerzloses Zahnziehen ohne«arcose arum ist e» I>r. Und n. Undc's ISrfindnng eu Dr. Und» I�inde's„ eü]>r. Und u. liinde's„ au l>r. Und n. Unde's all Dr. Und n. Unde's all Dr. lilnd n. Unde's an Dr. Und n. Unde's » Dr. Und n Unde Institut für Zahnleidende. Inhaber »» warnen Zahn- klinstler so berühmt und beliebt geworden? durch seine phänomenale Wirkung bahnbrechend auf die operative Zahnbeilkunda wirkte! jede, auch die schwierigste Zahnoperation ohne die gefährlichen Narkosen ermöglicht! thatsäohlioh einzig in seiner Art selbst hei vereiterton Wurzeln schmerzlose Operation ermöglicht! Resultate von frappanter, verblüffender Wirkung ergab, welche als Wunder bezeichnet worden müssen! wegen seiner völligen Ungofährlichkeit seihst bei Herzloidendon mit bestem Erfolge angewendet werden kann! vieltausendfach erprobt und dio höchsten Anerkennungen der Patienten etc. errungen und behalten wird! nichts mit den vielen auftauchenden schwindelhaften Nachahmungen unserer Inserate gemein hat! ausdrücklich davor, unser schmersloses Zahnzieh, ohne Narkose m. Anpreisung, v. 1 Mk. u. lOjähr. Garantie zu verwechseln! Bitte Hausnummer beachten I linile's bS; Zahn-�lrzlDr. finö.ßnöß— Brüchenstr.<»2, 1. nbaber: 4«•»•»• U. Sprech«».: 9-6, Sonntag 9-18. mm Telephon 7a. 7898. ?,>z'rm Damen-Kleiderstoff e. Äussergewöhnlich billige Angebote iür die Herbstsaison: Ei» grober Posten reinwollener Kleiderstoffe in allen Farbentönen................................ ß Meter Robe 4 Mf. 20 Pfg. Ein groffer Posten geiiinstertcr Kleiderstoffe, weiche, vollgriffiqe Qualität.............................. 6 Meter Robe 3 Mt.— Ein grober Posten farbiger Damentiiche, schwere reelle Qualitäten................................ ß Meter Robe 3 Mt. 40 Pfg. Ein grosier Posten schwarzer Kn»tasie-2to?se in unerreichter Aiiswayl............................... ß Meter Robe 4®l(. 20 Pfg. Ei» groster Posten schwarz gemusterter Alpaceas, seidenglänzeiide Qualitäten............................ ß Meter Robe ß Mk.— Ein grosser Posten bellfarbiger Ballftoffe in den Herrlichsten Lichtfarben................................ ß Meter Robe 5 Mt. 75 Pfg. Ein grosier Posten PnWZllvaecas in effekivollen Muster»................................... ß Meter Rode ß Mf. ßO Pfg. Ein grosser Posten Velour-Morgcnrockstoffe in tarriert, gestreift und schönen Fantasicmustern....................... 6 Meter Robe 2 Mk. 70 Pfg. Ein grosser Posten schwarzer Seidenstoffe.......................................... 12 Meter Robe 12 Mk.— Ei» grosser Posten Seiden-Veiigaline für Balltoiletten..................................... 12 Meter Robe 7 Mk. 20 Pfg. Ein grosser Posten Moiree llnterröcke mit warmem Futter, gediegene Qualitäten........................... Stück 4 Mt. Ei» grosier Posten Zmch.Iliiterrücke mit elegantem Besatz.................................... Stück 2 Mk. 25 Pfg. Ein grosser Posten Seiden-Unierröcke in den schönsten Farben, extra weit.............................. Stück 5 Mt. 50 Pfg. S. Weissenberg, 126. kr. rrallkfurler-Strssse 120, x�Lllsge. »vi« de» Inhalt der Inserate übernimmt die Redattio» dem Publikum gegenüber keinerlei Bcrniitwortnng. ThvAkov. Sonntag, s. September. Freie Volksbühne. Berliner Theater. 3. Abteilung(blaue Karten) und 4. Abteilung(blau- graue Karten): Othello, der Mohr von Venedig. Anfang 3»/, Uhr. Lhernhans. Cavallsris rusticana. Aschenbrödel. Anfang?>/- Uhr. Montag: Tristan und Isolde. SchanspiclhanS. Aus Strafurlaub Ansang?>/, Uhr. Montag: Der Revisor. Sicnrs Opern- Theater(Kroll) Die Fledermaus. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. In, Trianon- Theater:„Lebende Lieder". Anfang 8 Uhr. Im Garten: Täglich grofeeA Konzert. Schiller. Der Herr Senator. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Die Kronprätendenten. Deutsches. Johannes. Ansang ?'/- Uhr. Nachm. 2>/z Uhr: Die Weber. Montag: Rosenmontag. Verliner. LiaboroinuZ. Anfang 7-/- Uhr. Montag: Ueber unsre Kraft. (2. Teil.) Lesstng. Flachsmann als Erzieher. Anfang 7»/, Uhr. Nachm. 3 Uhr: Johannisfener. Montag: Flachsmann als Er- ziehcr. Residenz. Leontinens Ehemänner. Vorher: Der Kammersänger. An- fang 7>/z Uhr. Nachm. 3 Uhr: DaZ blaue Kabinett Montag: Leontinens Ehemänner. Vorher: Der Kammersänger. Nrnes. Das Ewig-Weibliche. An- fang 7l/z Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Westen. Fatinitza. Anfang 7�/z Uhr. Nachm. 2 V- Uhr: Der Troubadour. Montag: Der Freischütz. Teressionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Ans. 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central. Die Geisha. Anfang nachmittags 3 Uhr und abends 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Ein tolles Geschäft. An- fang 7V, Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luisen. Die Leibrente. Ansang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Hiittenbcsttzer. Montag: Die Leibrente. Carl Weiss. Berliner Rangen. An- fang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. griedrich-Wilhelmstädtisches. Der Vogelhändler. Auf. 7Vz Uhr Nachm. 3 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Der Vogelhändler. Belle- Sllliance. Gastspiel des Original-Münchener Ueberbrettl. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. kvietropol. Specialitätenvorstellung. Schön war's doch. Ansang 7V- Uhr. Montag; Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäte»- VorslellilNg. Frau Lima. Ansang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palast. Specialitäte»-Vorstcllnng. Rosenmontag. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Passage- Theater. Pqmen- Ring- kämpfe. Specialitäten-Vorstcllung. Anfang nachmittags 3 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Passage- Panoptikum. Specials- tälen-Vorstellung. ReichShalle». Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Urania. Tanbenslr. 48/4U.(Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: „AnS dem Tagebuch der Erde." Montag: Dieselbe Vorstellung. Jnvalidenstrasse S7/K3. Täglich abends von b— 10 Uhr Stcniwarte. SWtt'-TlMttt (Wallner-Theater). Sonutagnach mittag 3 Uhr: üliu-ta Stuart. Trauerspiel in 5 Akten von Schiller. Sonntagabend 8 Uhr: vor Herr Senator. Lustspiel in 3 Aufzügen von Franz v. Schönthan und Gustav Kadelburg. Montagabend 8 Uhr: vto KronprtttcndentcR. Dienstagabend 8 Uhr: __ Pa» ftefttngnls._ Centtal-TlMter. Heute Sonntag:% Vorstellungen. Nachm. 3 Uhr: Auftreten des sieben- jährigen Geigenkünstlers Kim Arpat. Die Golaha. Operette in 3 Akten v. Sidney Jones. Im 2. Akt Violinvorträge von liun Arpas.— Abends Anfang 7Vz Uhr, Auftreten des siebenjährigen Geigen- iünstlers Kun Arpad, zum 744. Male: Die Geiaha. Im 2. Akt Vorträge des liun Arpad.— Montag und sol- gende Tage, Ansang 8 Uhr: Austreten des siebenjährigen Geigenkünstlers liun Arpad. Die Gelalia. CarIWeSss-Theater Graste Frauksurterstr. ISS. Heute nachmittag 3 Uhr(sehr kleine Preise, 3t) und 60 Pf.): Paa Schloaa am Kteer. Romant. Schauspiel in 5 Akten von Ose. Walther. Abends Tk Uhr, zum 8. Male: Berliner Nangen. Große Ausstattungsposse in 7 Bildern von G. Albert. Montagabend 8 Uhr: Berliner Rangen. Urania Tauben-Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr; Ans dem Tagebuch der Erde Montag: Dieselbe Vorstellung. InTalidcnstr. 57/03. Sternwarte. 7o o'® 9 � Garterv Heute Sonntag Entree 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte, Ab 4 Uhr nachmittags: Konzert Letztes Gastspiel der italienisch Panda dl Palermo. Berliner Sprin Unter den L-indcn 68a. Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis: W?" 50 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, _ Reptilien etc._ Hletropol-Theater. Schön war's doch! Gr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern, Emil Thomas a. G. Joseph Joseph! a. D. H. Bender. G. Kaiser. Eise de Verd a. D. Frid-Frid. F. Georgette. Gastspiel: jSahai'ct! Anfang V/z Uhr. Cast* Panopticn, Frledrlchstr. 16S. \'cn: Ken! Xen! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit: Der„Clou" der Pariser Welt- Ausstellung. Vorstellungen; 12 Uhr mitt., 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Apollo- Theater. Kolossaler Erfolg des neuen Programms! IMIg CraDdfit Die 4 ProYencales Robert Steidl Frau Lnna Luftbalett Grigolatls. Anfang T'/a Ohr. Palast-Theater fr. Feen-Palast. Burgstr. SS. Direktion: VVlnstler u. Fröbel. Große Durchweg neues hochinteressantes überraschendes Programm. Wiederaustreten des Direktors Wilhelm.Frübcl nach seiner Wiedergenesung als lllsnat- mann Meter in der Gesgngspossi yttf Rosenmontag"9� Anfang der Vorstellung präcise 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Vorverkauf 11—1 Uhr. W. Noacks Theater. Brniineiistrahe 16. Täglich Konzert. Theater- und Specialitäte» Borstelluug. Die Veilchenfee. Burleske mit Gesang in 2 Bildern von W. Gericke. Musik von Schmidt. Im Saale: Lansela-iinzchvn. Thalia- Theater. Heute abend U/z Uhr-ME mit vollständig neuer Ausstattung! Ein tolles Geschäft. Große Ausstattnngsposse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. 1. Bild: Die Gehelmnisse des Hauses D'OHcantara. 2.„ Ein modernes Detektivbureau. 3.„ Salon Lou Clalron. 4.„ Mitten In der Nacht. Paula Worm a. C., Guido Thielschor, Fritz Helmerdfng, Hans Junkermann, Herb. PaulmUller, Paul Hambrock. Damen: Bojä, Wannovlus, Sulzer, Junker-Schatz. ScliwGizer-Gartfifl Am Königsthor. Am Friedrichshain. = Heute:— Extra-Vorstellung. Vollständig neues Specialitäten- Programm. 20 erstklassige Mumern. vrosser LaU. Volksbelllstigttllgeil aller Art. Anfang 4-/2 Uhr. Entree 3G Pf. Fruter- Theater Kastanicn-AIlcc 7/0. Täglich: Ans fremder Erde. Ansstattnngsstück mit Gesang u. Tanz in 4 Bildern von Hugo Schulz. Auftreten der Epeciitric-Chansonnette Hedwig Döging, dcs Grotesque- Komikers Paul Goradlnl, der Freres Douseck, Gigerl- Akrobaten. The Karleys, Mnsskalifche Komödianten. Mr. Eartlings lebende Photographien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numeriertet Platz 50 Pf. Kalbo. Das neue elegante Caslue-I'lieater (sr. Gebr. Richter-Theater) Lothringerstr. 37(zwischen Rosen- . thaler- und Schönhauser Thor). !! t Eröffnaiug!!! Sonntag, 15. September. Sensationelles Programm allererste» Ranges. Entree 50 Pf. bis 2 M. Vorverkauf für die erste» Vor- stcllunge» von II— 1 Uhr an der Theaterkasse. vkrlinerlllk-lVk). Dentsclie Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Vornehmstes Vergnügungslokal! Sehenswürdigkeit Berlins!!! In den sieden grossen wunderbar dekorierten Stadthahnhögen täglich Internationale Konzerte. Specialitllten-Vorsitellnng von nur erstklassigen Kräften! Special-Ausschank der Berliner Bockbranerei. Vorzügliche Küche. Gut gepflegte Biere. Oekonem Gustav Prelllpper. Reichs hallen. Heute sowie täglich Huinoiist. Soiree der Stettiner Sänger Ansang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Felix Scheuer u Stralsiinäerstr. 1. Sanssonci Kottbnscrstr. 4 a. Täglich: Arten oder SM: — H o f r m a u n»— Hordd. Sänger Montag, 9. September: Benefiz. IKtear-Tlleater Dresdenerstr. 52/53, City- Passage. Dir. Paul S t a h n. Täglich: Konzert, Dbeater und. Spoeiaütiiten. Anfang: Wochentags v'/a Uhr. Sonntags 5V, Uhr.(21542* Sonnabend und Sonntag nach der Vorstellung: Familien-Kränzchen. .9_____ Cf.Frankfurter- �____ Strasse 85. Empfehle meinen Saal ijiiüchönen Nebcnränmen noch einige'Symiabeiide, Bußtag z. Festlichkeiten, einige Wocheji- tage zu Versammlungen. Gtto Theel. Dr. med, Schapev homöqp. Arzt u. Spez.-Arzt f. Haut- u. Haruleideitf Frauenkrankheiten, Königgrätzerstr, 37, Spr. O-l. 4-7. Alhambra Wallnertbeatcr-Strassc 15 Jeden Sonntag und Dienstag: Groster Extra-Ball bei doppelt be- setztem großen Orchester. Anfang 5 Uhr. A. Zamcitat. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Knossen Lall. Ans. 4 Uhr. Siehe Aiischlagsänlen. Empfehle mein Lokal zu Fest- lichkeiten und Versainmlnngen. 1937«*€. F. Wr alter. Gefellfchaftshatts Swinemünderstr. 42. Xägl. Theater u. Spccialiiäten- Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine, koulant zu vergeben._ j 19388* «Foliaimistlial. Raus Park-Restaurant. Jeden Sonntag: Grosser»all. KafkeekUcho.Kegeldahn. Ausspannung Saal für Vereine u. Versammlungen WJcacmt Brnnnenstrassc 16 sind noch Sonnabende im Monat September. Oktober, No vcuiber zu vergeben._ 22178 Engl. Garte«. Alexauderftraste 27 0. Säle im September, Oktober, No- vember, sowie der Totensonntag und 1., 2. Weihnachts-Feiertag zu Festlich- leiten noch zu vergeben. 220 3L* Achtung! Achtung; MI Vereine! � Umständehalber ist Sonnabeiid. den 12. Oktober, frei geworden. Auch sind einige Sonntage zu vergeben. 2286L Raabes Festsäle, Äolbcrgrrstr. 23. jZiehüBgl�W.jIS.jIS.OßtoIwr Alleih. genehmigt 183 150 Loose. Königsberg Geld-izotterie i I nnoo h Af. Porto U.Liste| LUUoy(L$ JW' 30 Pf. extra. | G3i0 Geldgewinne, ohne Abzug Mk.| mmm Hauptgewinn.: Mark 50000 20000 1.5000 5 000 l 3000 3000 2.2000 4000 4.1000=4000 10.500-5000 40.300= 12000 60.200- 12000 120.100-12000 200. SO- 10000 8oo.;:=i9ooo SOGO.1«=34 000 Leos-Versand durch Stneral-Otblt Lui Müller& Co. Berlin, Breitestr. 5. HTelegr.-Adr.: OlUckimUller. n 1,22258« Benins Speeialhans Teppiche Prachtstürke a 3,75, 5, 8, 10-300 M. Stets Gelcgenheitskänfe in Teppich.. Gardinen, Portieren, �Möbelstoffe». Tischdecken:c. mit ca. 450 Ab- , bildungen, � Extra- Liste für besondere Gelegenheits-Angebote gratis und franco. Lwil Iiklevre, öerlin 8.. Oranienstr. 158. II. H'ahlkreis. Berliner Bocklirauerel, Tempelhofer Berg. Sonntag, den L. September er.: Grosses Sommerfest arrangiert von den ParteigenoM m t Berlistt ReiihStiigs-Wllhlkttis. Vokal- und Instrumental- Konzert unter Leitung des Herrn E. Voigt und mehrerer Gesangvereine dcs Arbeiter-Sängerbundcs, Dirigent: Herr Tietz. Aultreten des beliebten„Ülk-Trio". Kinder- Fackelzug.— Groster Ball.— Bons zur Stocklatcrne erhalten Kinder am Eingang gratis. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. JmBorvrrkanf in den bekannten Stellen 20 Pf. Die Kasseeküche ist von 2 Uhr an gcössnct. 210/7» Um recht zahlreichen Besuch ersuchen PI« Vertrancnslcnte, I I | I I ß u Faelivereln der Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins nnd Umgegend. 5(m Sonnabend, de» 14. September 1901, in„SanSsonci", Kottvuscrstr. 4a: 19. StistttNgs-Fest bestehend in Borstellung von ttvskmanns IHanÄiloulSvheiH Längsnn. l'estrsde, geholten von l'ritz: Kater. Mitwirkung des„Sängerkrcises der Musikinstrumenten-Arbeiter." Dirigent: Niohard lange. Nach der Vorstellung: Grossen Ball. Anfang S'/s Uhr. Programm frei. Bittet 30 Pfg. Billets sind in den VerkehrSlokake» sotvie bei sämtlichen Vorstands- Mitgliedern zu haben.___ 142/5 Wo amüsiert man sicli grossartig? in Schnegeisbergs Feslsäien Hasenbcide 21 und Jahnstrasse 8. Jnh.: 3Inx Schindler. Hcntc: Grosser Ball and Thaler-Regen verbunden mit Cigarren-, Boubon-Rege»« und diversen Ueberraschuiigsil. 210SL» Täglich: Speeialitilten-Vorstellnng. Entree frei. IS'ä ÄTeue Welt. ts'Ä Täglich:-VE Konzert u. Specialitliten-Vorftellmtg. Jede» Sonntag und Donnerstag: lm Dal ohampstro: Grosser l'estball. Anfang 4 Uhr. Jede» Mittwoch:_ Grosses Kinderfest mit GratisTcrlosnng.-�kQ Jeden Donnerstag: Grosses FenerwerU. Kasfeeküche, KarusfeNs, MarionetteutHeaten:c. täglich geöffnet. Alles Nähere durch die Tagcöanschläge an den Säulen. s2209L- wj m vmuu/VMjm tmu mmü mvmmwasffto A. Friihlich. KtVHB I Radrennbahn Kurfurstendamm. €1 rosser Preis von Dentsehland Sonntag, den 8. September, nachm. 4 Uhr Entscheidung. ILeydecfeers Festsäle. Sonntag, den 8. September: IfSr ¥olks-BafiB."WU Anerkannt beste Ballmnsik. Anfang 4 Uhr. Empfehle mein Etablissement zu Versammlungen und Festlichkeiten bis«00 Personen. 302b MGiU. iiuuui uii, i Heute, Soantagr, den 8. September: Cirosses Konzert unter persönlicher Leitung dcs Musikdirektors Herrn Paul Weinhübel. Grosse Gala-Vorstellung der weltberühmten, bisher in ihren Lcistniigcn»»erreichte» Turmseil- Künstler The Liepelts auf dem 250 Fuß langen und 90 Fuß hohen über dem See-WW gespannten Drahtsell. Reichhaltiges Programm mit hier noch nie ge- sehcnen Produktionen.— Bei eintretender Dunkelheit! Grosses Gand- und Wasserfeuerwerk Modernste pyrotechnische Aufführungen. DG" Kaffeeküche von L Uhr ab geöffnet. Vergnilgnngspark; 4 gedeckte Kegelbahnen, Panoptikum, . Karoussell, Luftschaukel:c. Grosser Mall unter persönlicher Leitung des Tanzlehrers Herrn Heinrich. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf.. Kinder frei. Verbindungen: Spittelmarkt— Eldenaerstraße.— Atoritzplatz— Central-Viehhof.— Waßmannstraße— Röderstraße.— Biilowstraßc— Landsberger— Allee. Stadtringbahn— Landsberger Allee. Restaurant„Jägerheim", Treptow. Küpe nick er l.andstrasse 19. t. Lokal an der Verbindungsbahn. Saal 300, Garte» 1000 Personen fassend, steht den geehrten Bereinen ec. zur Bersügnng. Auch find noch einige Sonnabende frei. F. Richter, III. Wahlkreis. Mittwoch, den 11. September, abends 8V2 Uhr. in den„.Arnnii- hallen*', Aoniinandaiitenftr. SO: Versammlung des Wahlverews. Tngcs-Ordniiiili: 1. Vortrag des Schriftstellers Georg Bernliard:„Die Krisis und der Krach in Deutschlands 2� Diskufston._ 242/17 Gäste haben Zutritt."WW Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Iler Vorstand. Socialdemokrattscher ötoljtomlu für den 6. Berliner Reichstags-Wahlkreis. Dienstag, 10. September, abends Vey Uhr; GeneraR-VeeBsammlung im Köslincr Hof, Kösljnerstr. 8. Tagesordnung: Fortsetzung der Special-Dislussion des neuen Organi- sations-Statuts._ 218/€ Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Wedding und Gesundbrunnen. Montag, den 9. September, bei R a a b c, Kolbergerstr. 23: Bezirks�Versammliiiig. Tages-Ordnnng: 1. Vortrag des Genossen ScliIesfeL üher:„Gicbt cS eine Harmonie zwischen Kapital und Arbeit?" 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beitrag- fammlers. 4. Verband und WerlstaUaygelegenheiten. ö. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Surfen und Osten im„Märkischen Hof«, Admiralstr. 18 o. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. and. Stelner über:„Die sociale Bewegung in den vierziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelcgenheiten. NichtMitglieder und Frauen haben Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Ganz besonders eingeladen sind hiermit die Kollegen von Ferdinand Voigts Si E o m p., Alte Jakabstr. 1-6-49.'--• Osten tmd Kordosten bei Mann, Strausbrrgcrstrasje 3. Tagcs-Ordnung: 1. Vortrag des GUioffen. I»r..1Vollheiin über:„Die Bedeutung der Naturwissenschaften für das Volk." 2. Diskusston. 3. Wahl von Werk- statt Kontrollkommissious-Mitgliedern. 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind dieMollegen fvon K i e m ni e l, Frank- furtcr Allee 117 o, besonders der Kollege P. S t a r o s k i, eingeladen. F ried ä'l eli sls er�. Dienstag, de» 10. September, abends 8>. Uhr. im Lokale von L. Fanten, Frankfurter Allee 174: WU" Hezirks-Versammlnng. Tagcs-Ordnung: 1. Vortrag deS Kollegen F. Mattthes über:„Die wirtschaftliche Krise und ihre Wirkung ans das Arbeitsverhältnis." 2. Diskussion. 3. Verbands- und Werkstattangclcgcnheitcn. � Es ist Pflicht, daß alle Kollegen erscheinen. Achtung, Stock- und Cellnloidarbeiter! Mittwoch, de» 11. September, abends 8 Uhr: Branchen- und Kommissions-Sitzung bei Mörschel, Jiidenftr. 35. 108/11 Die Sitzung wird pünktlich eröffnet. Der Obmann. AM»»! Mürsclmer. Montag. 9. September, abends 8>/z tthr, bei Feind, Weinstr.11 Mitglieder- Versaiimi 1 nng. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. GräU. Thema 2, Diskusston. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht JttftktionS- Krankheiten. 93/8 Der Vorstand. Ackzinnq! Achtung! Ckiltrlll-Kmktiilidk der Waiirer (Grundstein zur Einigkeit). Sonntag, 15. Scptbr., vorm. 10 Uhr. im«evrerhschattshanW, Engelnfer 15: 149/6 Anrordeiitliclie Vlitglieder-Yersaiinloog. Tages-Ordnnng: 1. Vortrag über Naturheilversahren. 2. Wahl der Hilfskassiercr und deren Lokale. 3. Innere Kasscnangelegenheitcn. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Verwaltung. I. A.: P. Hoffmann. Kranken-llDterstiitzuiigsbDnd der Sclinelder. Dienstag, den 10. September 1901, abends 8V2 Uhr, im Gewerk schastshaus, Saal V, Engel-Ufcr 15: Vevssktttttlung. TageS-Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1901. 2. Stand der Apothekerfrage. 3. Kassenangelegenheitcii. Die Ortsverwaltnng. Achtung! Achtung! SiiinWe Lllternei-Mrter! Montag, de» 9. September, abends 8Vs Uhr: Grosse öffentliche Versammlung im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. Tagcs-Ordnung: 1. Wie stelleu sich die Laternen-Wärter zu der Ablehnung der vom Arbeiter-Ausschuh gestellten Anträge betreffs der Lvhnzahlungötage am 1. und 16. eines jeden Monats? 2. Die Arbeitsordnung in der letzten Sitzung des Arbeiter-AusschusseS. 3. Welche Ausgaben hat der Arveiter-Ausschuü in Zukunft? 4. Verschiedenes. 289/2 Kollegen! Erscheint zu dieser Versammlung Mann für Mann!_ Verband der an DMearbettnngs-Maschlnen beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umg. Montag, den 9. September, abends 8� Uhr, im„Gewerk- schaftshauö",(Saal I) Engcl-Ufcr 13: Mitglieder-Versammlnng. T a g e s- O r d n u n g: 1. Vortrag des Geitoffen Adolf Hoffmann:„Wo steuern wir hin?" 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 82/18 Zahlreiches Erscheinen notwendig. Der Vorstand. I. Reichstagswahlkreis, Dienstag, den 10, September» abends 8 Uhr, in den„Armin- hallen", Kommandantenstr. 30: Tagcs-Ordnung: 1. Vortrag. Rechtsanwalt Victor Frhnkl über:' Tie Gumbinner Militärjustiz. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen_ Die Vertrancnspersoncn. i Berliner ReWags-Wchlkreis Weuj. Dienstag, 10. Sept., abds. 8% Uhr, Gr. Frankfnrterstr. 117: ipr DerMiinnlung.-wt T.-O.: 1. Bortrag des Genossen?aul 8mger. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen der Genossen des Kreises ersucht 244/18 "'•■-_ I. St.: Ernst Bader, Gr. Frankfnrterstr. 34.>- l! und Umgegend. Wp Mittwoch, den 11. September 1901. abends 8Vz Uhr, in Dhqt's grohem Saal. Meiningerstr. 8: RegelmäKge Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: DcnrcnTfvsatiutts�VnvtVÄg: Ein Blick in das Innere des Menschen. Der Vortrag wird an einem lebensgroffen menschlichen Modell, welches mit herausnehnrbaren Organen versehen ist, von dem Naturarzt Herr» Grnndinann in gei» einverständlicher Weise erklärt werden. Bei der Wichtigkeit dieses Vortrages wird auf zahlreiches Erscheinen gerechnet und sind Gäste, sowohl Herren wie Damen, willkommen. 289/1 Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung des SatWtmkratWl Wahlvereiils für den Bezirk Rani me Isbnrg am Mittwoch, den 11. September, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Sehnmann, Neue Prinz Albertstr. 70/71. Tag es-Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Dr. Stelner über:„Der Ursprung des Menschen".. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Achtung! Riidiinner. Achtung! Sonntag, de» 8. September, vormittags 11 Uhr: Oeffentliche Bildhaner-Berfammlnng im Gewerkschaftshause. Engel-Ufer 15(Saal VII) Tagesordnung: Dürfen Personen, die' die Oeffentlichkeit wieder- holt in böser Absicht belügen, einen Vertrauensposten in einer modernen Gewerkschaft bekleiden?— Es liegt mdft nur im Interesse eines jeden organisierten Bildhauers, sondern eines jede» organisierten Arbeiters, zu erfahren, mit welchen Mitteln von seilen der leitenden Personen in unsrer Organisation gelämpst wird.__ Der Etiibernfer: Karl Bethke. Acht«»«! Kistenmacher. Achtung! Dienstag, den 10. September, im Lokal des Herr» Stochert, Andreasftr. SS: Tersammlangs. WG Tages-Ordnnng: 1. Vortrag deS Stadtverordneten Adolf Hoffmann über„Hölle, Himmel und deren Bewohner". 2. Diskuiston. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch dieser Versaminlung ersucht Der Vorstand. I. A.: luckal 94/13 X.B. Sonnabend, den 21. September, in den Gesainträumen der .Königsbank", Groffe Franksurterstr. 117: ICSSF" 19. Stiftungsfest. Billets für die Werkstatt-VertraiienSleute sind in die bei dem Kollegen BartkolomSu» zu haben. dieser Versammlung D.«. Uerbaub der Fabrik-, Zand-, Dilfsarbelter und-Arbeiterinnelt Deutschlands. (Zahlstelle RlxdorF.) Dienstag, den 10. September, abends 8»hr, im Lokal von bleheer,„IVllhelrnsgarten", KOpenleh, Rndowerstr. 1; Grobe öffentl. Versammlung der Fabrikarbeiter und Arbeiterinnen für Köpenick und Adlershof. Tages- Ordnung: 1. Vortrag:„Ueber die wirtschaftliche Krise und den Wert der Gewerk- schaftS-Organisation". Referent Genosse Bau! sabn, Berlin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 43/17 IOT- Pflicht der Arbeiter und Arbeiterinnen ist es. in dieser Bersamm- lung ZU erscheinen. Zur Deckung der Unkosten wird eilt Entree von 10 Pf. erhoben. Die Drtsvervaltnng. _ I. A.: Emil Bennewitz. Konsnmverein Berlin-Rixdorf. (E. G. m. b. H.) Montag, den 16. September 1901, abends 8v,ll�r, im Gcwerkschaftshanse, Engel Ufer 15(Gr. Saal): _ Ansterordentliche COrnci'til-lievl'nmmtmtn;. Tages-Orb nung: 1. Anträge: a) Abänderung der§§ 1—8, 26—40 und 42, Neu- Einfügung deS§ 9a; d) der Verwaltung, auf Stellung von Kaution seitens der Lagerhalter; c) deS Genossen Hoede-Berlin. 2. Verschiedenes. SÜT* Mitgliedsbuch legitimiert."WW 264/6 Die Verwaltung. Rixdorf. Zaclaldemokratischer Wahiverein. Mittwoch, 11. d. M., abds. 8>. Uhr, bei Münzer, jtnrsebedstr. 113: WW" Deflnttitttiunn."WS Tages-Ordnnng: 1. Vortrag des Genoffm r>r. Borobardt über:„Die Besteuernng des Hungers". 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegierten von der General- Versammlung. 4. Ausnahme neuer Mitglieder, ö. Vereinsangelegenheiten. 232/16 Der Vorstnnd. II Cohns! Festsäle, Reuth-Strasse£9. 2183L Einige Sonnabende und Sonntage für die bevorstehende Saison noch zu vergeben« IBorltz Cohn« D e K a n n t m a ch u» g. Am Donnerstag, den 10. Sep- tember 1901, abends 8� Uhr', findet in„Cohns Festsälen", Bcuth- strafte 19, eine iauftcrordentlichc General- Versammlung der Orts-Krankenkass« für Pen Gewerbebetrieb der Kauflcntc, Handelsleute und Apotheker statt. 313b T ag es-O rch nnn g:-> 1. Anderweitige Festsetzung des durch- schnittlichen Tagelohnes und die sich hieraus ergebende statutenändernng (Berfügiuig des Obcr-Präsidcntcn vom ä. August 1901). 2. Bericht der in der General- Versammlung vom 30. April 1901 gc- wählten Kommission zur Abänderung der Statuten. Der Vorstand. A. Werner, Vorsitzender. H. Philipsohn� Schriftführer. Der ist ohne Gnade sicher allen Wan- zen durch Rcichcls ,,Conccn- trirtes Wanzen> Fluid' in Fl. zu 50 Ps.. Ml. l.w.*,00,»,00| und Liierst. Mt.».00. Sprühapparat I so Pf«. Töle! jede Brut unsehl- bar. Keine Wiederlehr möglich. »reift Tapeten u. Slofsc nicht an. Hinlerlätzt nirgends Flecke.| Teufel holt auf der Stelle alle Schwaben| auf Nimmci wiedersehen durch Reichels..Pondrc Martini" in Cattons zu 50 Pfg.. Ml. 1.00. *.00 und das Pfund Ml. 4.00. Tötet selbst die Beul absolut sicher Reichels Speciaimittel sind die ciuziac Rettung. Wlänzcndc Zeugnisse au§ fernsten Ländern, j Radikaler Erfolg garantirt. Otts Nsivhel, welerant Ihr Armee uad llarlne.! neriin««.. Eisenbahnftr. 4. Niederlagen durch meine Plakate lcnnllich. Wo nicht erhältlich, frei Sau§ durch meine Geipanne. $mi'. ffi5ÄUnÄ0m.e auf meine Firma.| | Man achte genau» ffnüfitlffei' 10 Pfd-Kolli M. 6,25. IlUpUlHI, Blütcnhonig M. 4,50, H. Spitzer, Probuzna 3 Uber Breslau. UnictntGcitosfeti Ernst Thomas, Schliemannstr. 3, zu seinem morgenden Wicgensefle ein dreimal donnerndes Hocki, daß die Eisbeine im Bomben- Keller wackeln. Ernst, merkst Du was? Die Nörgler aus dem 7. Ilnserm Freund Richard Hagen zu seinem 4l.Wiegenseste ein donnerndes Hoch, daß dieMnslauer- undPückler- straßen-Ecke wackelt, s342b Sonst warst Du Töppcr und Pieker Und heut bist Du Budiker! Drum Mtuliern ivir herzlich Als Gegenteil von schmerzlich, Und boffen, daß die Schwabenstnnde, Die Dich geführt zum Ehebunde, Auch fernerhin hat Gold im Munde. Nu rate mal. Sociaidem. Wahiverein Charlottenburg. Den Genoffen zur Nachricht, daß irnftr Mitglied, der Gastwirt hpf Xairatis am Freitag verstorben ist. Die Be» erdigmig. findet am Montag, de» 9. d. M., nachm. 4 Uhr, vom Kranken- hause Charlottenburg, Kirchstr. 19/20, ans statt. 250/2 . Treffpunkt S1/» Uhr bei Eberhard, Wilmersdorferstr 38. . Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Hiermit zur besonderen Nachricht, daß unser Kollege, der Schleifer Oshar Kuhnbardt am Sonnabend früh an Nierenleiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet Dienstage nachmittag 5 Uhr auf dem Wcißenseer Kirchhof, Rölkestraße, statt. Die Kollege» der C. Miillcr'fchcii Guulmi- warenfabrik, Weiftensee. > Leulscher »elallarhcilcr-Verhand. Verwaltungsstelle Derlln. Todes-Anzeige. Nach längerer Krankheit verstarb unser langjähriges Mitglied, d. Former ?raiii Wintermeyer. Eh« seiinnn Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 8. d. M., iiachmittags 4V« Uhr, von der Leichenhalle der Heiligen. Kreuz-Gemeinde, Mariendorf, Feld- straße, aus statt. 118/10: Die Ortsverwaltulig. Danksagung. Für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben un- vergeßlichen Mannes Karl Hesse, sage ich allen Freunden n. Bekannten sowie dem Gesangverein Urban herz- lichsten Dank. s344b Qarollne Hesse nebst Kindern. Danksagung. Für die Beteiligung und Kranz- spende bei der Beerdigung nnsres lieben Vaters, Schwieger- und Grob- vaters sagen wir allen Freunden und Bekannten, sowie der Firma Max Hasse u. Comp., und besonders dem Gesangverein„Ziordwacht" unfren herzlichsten Dank. Geschwister Roggcnkopf, H. Kontier. Von der Reise zurückgekehrt. Dr. med. Böhm, Specialarzt f. Wasserhellverfahren und Massage, Schntzenftr. 63. 75/12* Arbeiter- Sängerbund. Den Vereinen hiermit zur Kenntnis, daß die Lnckenwalder Gesang- vereine am Sonntag, den 15. September, früh T'/a.lJhr, auf dem Anhalter'Bahnhos eintreffen und in Louis Kellers Festsälen, Koppen- straße 29, bei dem» 34bb MerbltVergniigen von den Vereinen„Freie Liedertafel",„Kornblume",„Alpenglocke" und „Karthaus-Kuuimerscher Männerchor" mitwirken werden, wozu die Vereine, die in Luckenwalde waren, ganz besonders eingeladen werden. Zum Früh- schoppen im Gewerkschastshans um 10 Uhr vormittags. Das Komitee. Achtung! Sogenannte„stln slkerhiirsen" schießen seit einiger Zeit wie Pilze aus der Erde. Etlickje solcher aus den eignen Vorteil spekulierenden Unter- nehmer sind erst unsrer Organisation beigetreten, ehe sie mit ihren Vereins- schädigenden Absichten an das Tageslicht lainen. Wir betonen, daß wir der- artigen, rein geschäftlichen Unternehmungen völlig fernstehen und sie in keiner Form saultioniereu; betrachten sie vielmehr nlS gegen unsre Vereins- bestrebungeu gerichtet und geeignet zur Vernichtung der bei unS bisher mit thunlichster Sorgfalt gepflegten Arbeitsvermittlung. Unser für Arbeitgeber und-nehmer völlig kostenloser Arbeits- nachweiS hält zur Zeit keine Filialen; er befindet sich nur C., Rosen thalerstraße 57. Alle sogenannten Musikerbörsen sind Privatnnter- neftmuiigen einzelner geschäftöspekulativer Personen, die Miisikanfträge nach Belieben, mit meist gar keiner Berücksichtigung der kvhntarislichen Fest- legungen, abschließen, den Bestrebungen der Organisation entgegenarbeiten, sich von den ihnen leider zulaufenden Musikern Prozente zahlen laffen und daraus neben dem Profit die Mittel für die aufgewandte Riesenreklame schöpfe». Unsre 300 Mitglieder starke Vereinigung hat sich in den zehn Jahren ihreö Bestehens für musikgeschäftlidie Agitation noch nicht den zehnten Teil von dem an finanziellen Opfern geleistet, was ein einziger Unternehmer solcher Privat-Musikerbörse an marktschreierischer Reklame in einem Jahre ausivendet. Und doch ist es logisch, daß unsre Mitglieder neben den Organisationspflichten von uns auch Gelegenheit zum Broterwerb ver- langen; denn von dem bloßen Plinetp, sich zu organisieren, haben wir noch niemand leben sehe». Wer ein Interesse hat, der für unsren Beruf geschaffenen Organisation L ebenskrast zu verleihen, wer Gerechtigkeitsliebe genug besitzt, zu verhindern, daß sich einzelne auf Kosten andrer besondere Vorteile verschassen, der wendet sid> mit Musikaufträgen nur au unsren, aus gesunder Grundlage beruhenden Arbeitsnachweis. 50/16 Freie Vereiiiignng der Civil-Bernfsmnsiker Berlins u. Umg. Der Vorstund. Arbeitsnachweis: Rosenthalerstr. 57. Geschäftszeit täglich IG/z— 4 Uhr vorm., 8—9 Uhr abends. Völlige Garantie. VoIIk. schmerzl. Zahnoperationen ohne Narkose u. m. Lachgas, Schmerzl. Plombieren. 7äliiip ® Modern. Zahnersatz. Siegmeyer, Berlin M., Oranienburger. ....------------■-„Zhlbd, lstr.55,pt., a,d.Friedrichstr.9-7 tägl.Soi.Preise. Coul . Jandorf& Co. Spittelmarkt 16-17 Ecke Leipzigerstrasse. Belle Alliancestrasse 12 Am Blücherpiatz. Gr. Fraakfurlerstrasse 113 Ecke Andreassfrasse. Glas Öessertteiler gepresst......... Stock 6 Pf. Wassergläser gepresst........ stück 5 Pf. Compotschalen gepresst....... stück 9 Pf. Zitronenpressen........... stock 12 Pf. 'Käseglocken gepresst mit Teller.. Stück 25 Pf. 38 Pf. Käseglocken geschliffen........ stück 50 Pf. Butterdosen gepresst......... Stück 22 Pf. £inmachef laschen stock 10 Pf. Zristallbecher............ stock 10 Pf. t- Kaffeeservice, decorirt 9 Teile für 6 Personen 2, 35 M. kaffeesiebe.. stock 22 Pf. Eimer.....J i*. stock 45Pf.72Pf. Eimer bunt decorirt mit Deckel.», �. Stück 1,73 M. Waschgarnituren decorirt. 3 theiiig... stock 1,50 m. Kaffeemühlen stock 68 Pf. 90 Pf. 1,05 m. Kaffeemühlen«» Holzkasfen Stück 1,13, 1,40, 1,60 M. Fensterleder, gross Stück 90 pf. Porzellan Kaffestassen weiss stock 10 Pf,*« Kaffeekannen weiss........ Zuckerdosen weiss......... Compotschalen weiss Vorratstonnen mit Goldrand.... Essig- und Oelfiaschen mit Goldrand Salz- und Mehlmesten mit Goldrand Gewürztonnen mit Goldrand..... Speiseteiler flach oder tief, bunt decorirt bunt Stück 22 Pf. Stück 43 Pf. Stück 22 Pf. Stück 4 Pf. Stück 52 Pf. Stück 52 Pf. Stück 98 Pf. Stück 18 Pf. Stück 23 Pf. Tafelservico, Rococoform, QR 76 Teile für 12 Personen M. Emaille Wasserkessel...... stock 45 Pf- 65 Pf. 95 Pf. Wassertrichter..... stock 5Pf. 8 Pf. 12 Pf. Ein grosser Posten Kochgeschirre gute Qualität, sehr preisweix WIrtschaftss Artikel Esslöffel»,............ stück 10 Pf. Theelöffel.............. stück 5 Pf. Brotkasten....... stock 98 Pf. 1,40, 1,75, 1,95 m, Schirmständer......... stock 1,75 1,95 m. I Steingut Schneidebretter weise oder decorirt... stück 10 Pf. Speiseteller decorirt......... Stück 7 pf. Vorratstonnen blau Zwiebelmuster.... Stück 25 Pf. Vorratstonnen mit Streublumen.. i.. Stück 33 Pf. Salz- und Mehlmesten mit streubiumeu. Stück 42 Pf. Satztöpfe blau Zwiebelmuster.... Satz 6 Stück 1,20 M. Waschgarnituren.. 5 Teile l,io, 1,60, 1,90, 2,33 m, Satznäpfe gerippt........ Satz 4 Stück 33 Pf. Einmachetöpfe, braun, in verschiedenen Grössen. Milchtöpfe...;;:; Stück 24 Pf. 33 Pf. 42 Pf. Kaffeetrichter...... stock 16 Pf. 24 Pf. 23 Pf. Durchschläge stück 15 Pf. 23 Pf. 28 Pf. Kinderhecher mit Diid......... stück 15 Pf. Plättbretter bezogen Küchenstühle roh. . �...... Stück 2,65 äC) .. Stück 1,50 M., lackiert 1,80 M.! Messingkessel« Einmachegläser j Unsere JPhotOffTaphiSChen Ateliers sind tägl. von Morgens 8 bis Abends 9 Uhr ununterbrochen für Aufnahmen geöffnet. I Dutzend Visit I Person 1,80 Mk,, 1 Dutzend Cabinet 1 Person 4, SO Jük., 1 Dutzend Postkarten 1 Person 1,2 O JUk. Conrad Tack& 0 te. Deutschlands grösste und leistungsfähigsteScIiuliwaaren-Fabriken, Ccntral-Bureaus: BERLIK S., ttfene Jacobstr. 5. Damen-Schuhe. Scgreltnch-Sclinli mit Ledersoble und Absatz 1,30 Mu. Lasting Promonadenschnli m, Gummizug auf d. Spann, bequem. leichter Schuh für w»»X Strasse und Haus Leichter Gemslcder-Schuh mit Lederfutter, f. Strasse u. Hans 3,60 MR. Unsere sämmtllchon Erzeugnisse stwd aneritannt von hcrTorragendster WaltbarKelt nnd PassTorm. Farbiges Schuhwerk für Damen, Herren und Kinder in den modsrnsten Farben und in reichhaltigster Auswahl. 69 Filialen im Deutscheu Reiche unter eigener Firma. Davon 14 in Berlin. Andreasetrasse 30 Beosselstrasse'29 Danzigerstr. 1, Ecke Schönhauser Allee Friedrichstrasse 240-41 Gr. Frankfurters trasse 139 Xiillerstrasse 3 Orauieustrasse 65 Potsdamerstrasse 50 ßosenthalerstrasse 14 EIXDORF: Bergstr. 30-31. Spittelmarkt 14 Thurmstrasse 87 Wllsnackerstrasse 22 CHARLOTTEXBURGs Wilmersdorfer Strasse 122. Echt Good year Welt-Schuhe und Stiefel, nnr eigenes Fabrikat. Das anerkannt beste Schnhzeng der Gegenwart. t-�gflGlelche Preise in allen unseren Geschäften. Preise streng fest. Auf jeder Sohle gestempelt, f".'L, jju'..' r'is■.■■■» hhm.»ul wc. J Kinder-Schuhzeug. Dauerhafter Mädchen.Knopf. Stiefel 3,5« Mh. Mädchen- u. Knaben. Segel« tuch-Schnli mit Gnmmisoble für Sport und Strand 1,65 Mk. Orflnse e/o. Einder-Jahres-Schnli (Bronceleder) 35 pr. Derb. Knabcn-AgralTen-Stlefel 3,90 Slk- Grosse Z7/2S. l,e Mark. Berkauf SouNl abend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21 II. Garderobe» flir Herren und Kna ben sowie Arbeitsanzüge für jeden Beruf kauft man gut und billig zu streng festen Preisen bei Fritz Hanl- bürg, Steglitz, Schlobstrabe 7«, Ecke Fleusburgerstrabe. Fahrgeld wird zurückerstattet._ flOS einvierteldutzend Herrenhemden 8, Zwei Mark Damenhemden, Ausstattungen sowie elegante Reise musler spottbillig. Wäschefabrik Adolf Salomonsky, Stadtbahn 21, Nähe Polizeipräsidium. 1I2/1S Einsegniings- Stiefel, sowie Herren-, Damen- und Kinderstiefel kauft man billig und gut beim Schuhmachenneister Jakob Ege, Rob strabe 23. Jede Schuhmacherarbeit wird schnell ausgeführt. i-vllK» Miibeleinrichtung, Nubbaum, spottbillig verkäuflich, Gartenstrabe 148, Worderhalls 1 Treppe links. 1-13b« Brautleute kaufen horrend billig bei koloffaler Auswahl. Einrichtungen, sowie einzelne Stücke, Mufchelschränke 28,—, echt fournierte Säulenspinde 50,—, Trumeaus mit Stufe, Neuheit, 4b,—, Plüschtaschensosa, elegant, 65,—, Küchenmöbel. Eigne Werkstätten. Hirschowitz, Mariannenstrabe 7 a.* Möbel-Gelegenheit. Beim Auktionator Otto Lideke, Möckernstrabe 25 (Bahnfpeicher), stehen zum spottbilligen Berkauf neue gediegene Einrichtungen, ei» Posten Säulentrumeaux 30,00, Prachtteppiche 20,00, Zimmerteppiche 8,00, Muschelschränke 25,00, Salon- garniture», Paneelsofas, Ruhebetten, Büffetts, Schreibtische, Bücherschränke, Salonbilder, gestickte Uebergardinen, Divandecken, Stores, Steppdecken, Pianinos, Salonnhren, Plüschdecken 5,00. Verschiedene Gelegenheitskäufe. Gekauftes lagert unentgeltlich. s812K» Ntöbelverkauf. Gartenstrabe 148, I links. Psüschsofas, gröbte Aus- Wahl, elegant, 60 bis 85,00, Schlaf- fofas 35,00 an, Muschelspiegel von 4,00 an, Trumeaux 30,00 bis 60,00, Piuschelsvinde 28,00, elegantere 43 bis 02,00, Bettstellen, Garnituren, Teppiche, Uhren, Oelgemälde, verschiedene Ge- legenheiiskäufe, schöne gediegene Nub- bniim-Einrichtuiigen, durch Ersparnis der teueren Ladenmiete spottbillig. viekauftes kann lagern.(Hauptlager Bahnspeicher.)_ tl35* Teppiche mit Farbeusehlern, Fabrikniederlage Grobe Franlfurter. snabe 0, parierre._ s37» Nühuiaschiuen und Feuer-Ver- sicherung vermittelt Gustav Schmidt, Solmsstrabe 43, Hof Keller. 857b Strickliiaschine», Schlauchschlob, allerbester Qualität, guter Erwerb, leichtes Erlernen, Arbeitsnachweis, günstige Bedingungen. Homburger, M-ndelssohnstrabe 1._ 806g* Soiumer-Pnletot, Mittelfigur, verlaust billig Hundrieser, Seydelslrabe30. Rechtsbureau. Teltowerstrabe füufundvierzig. Eingabengesuche, Rat- erteilung._ 817fl* Kuuststopferei von Frau Kokosky, Steinmetzstrabe 43, Quergebäude hoch parterre. Von 25 Mark an liefere Anzug und Paletot nach Mab. Wer Stoff hat, liefere ich für 15. B. Lewkowitz, Schueidermeister, Alcxanderstrabe 22C. Zlugustabad, Köpnickerstrabe 60 Bäder jeder Art für sämtliche Kranken- kassen. 736K* Zlchtuug! Wernaus Festsäle, Schwedterftrabc 23,24. Sonnabende an Bereine zu vergeben. Säle zu Hochzeiten und Festlichkeiten jeder Art. Coulantc Bedingungen. j787K* Elsaffer Coulante 211b* Bereine k Festsäle strabe 26, Sonnabende frei. Bedingungen._ Kösliner Hof, Köslinerstrabe 8. Sonntags zur Versamuilung und Tanz frei. Kein öffentlicher Tanz, s* Saal mit Theatcrbühne, auch Bcr- cinszimmer Lichtenbergerstrabe 21. s* Vercinsziminer mit Piano zu vergebe», paffend für Zahlstelle. Rudolf Jurran, Naunynstrabe 86.* Bercinszininicr Manteuffelstrabe 49. mit Piauino Zwei Vereinszimmer, Kegelbahn, auch zum Arbeitsnachweis, empüehlt Pinzer, Schützenstrabe 18. 27Slz Bereinsziinmer empfiehlt Grobe, Brückenstrabe 2. 305b Stenographie. Stoltze- Schrey lehrt gründlich für 3 Mark, privat 4 Mark. Schmidt, Jnvalidcnstrabc 32. Bereiusziniiner, 40 Personen, paffende Zahlstelle, Kurzcstrabe 17, Alexandcrplatz, Centralpunkt Berlins. Bereinszimmer mit Piano zu vergeben, auch paffend für Zahlstelle. Fritz Werner, Schliemannstrabe 48, Saugeslustige Damen sucht Damen chor„Harmonie". Montags- obends 9 Uhr, Ruppinerstrabe 42, Restaurant._[3376 Ächtung: Vereine, Fabriken! „Märkischer Hof", Admiralstrabe 18 o, sind noch Säle für Sonnabends und SonntagS. Der grobe Saal ist noch einige Sonnabende im November frei. Vereinszimmer jeder Gröbe. Jeden Sonntag: Grober Ball. W. Möhring. Achtung! Zur Morgensprache der Kupferschmiede und Heizungsmonteure ladet ergebenft ein Hermann Mever, Muskaucrstrabe 28._ 3346 Zur Maffage, Einreibungen, Ab- reibungen, Einpackungen uud Nacht- wachen empfiehlt sich Paul Strunk, staatlich geprüfter Heilgehilse, Maffeur, Wrangelstrabe 80._ tl12 Säle sowie BereinSzimmer Sonn- abende und Sonntage im Oktober und November noch frei. Neue Känig- strahe 7._ 112/15 Plaiina. altes Gold, Bruchgold, Silber, Gebisse, künstliche Zähue, alte Uhren sowie sämtliche Metalle kaust Blumenstrabe 67 parterre._ 75/19 Platina. altes Gold. Bruchgold, Silber, Gebisse, alte Uhren kauft Broh, Wrangelstrabe 4. 75/18 Vermietungen. Wohnungen. 2 Stuben, hell, Küche, eignes Klosett, fiofribot separat, billig zun, Oktober. Rostockerstrabe 31, sauberes, ncueö Haus, nahe Stadtbahn Benffel- strabe. 265b* ZHminei*. Teilnehmer für mein gut möb- licrtcs Balkonzimmer gesucht. Frau Jacobey, Colbergerstrabe 26, vorn III. Möbliertes Zimmer für zwei Herren, a 10 Mark, sofort zu ver- mieten. Rofenthal, Forsterstraße 54, Hof III._ Borderztinnicr, gut möbliert, ver- mietet preiswert Bollmann, Dresdener- straffe 135, III. 3I5b Möbliertes Zimmer für 1 oder 2 Herren zu vcrnneten Gitschiner- strabe 64, parterre rechts. 328d Leere Stube vermietet Lindtner, Langestrabe 20. 1-37 Möbliertes Flurzimmer. 2 an- ständige Herreu. Reichenbergerstrabe 48, vorn IV. 3516 Schlafstellen. Schlafstelle, möblierte, für Herren Holl mannstrabe 6, Quergebäude 2 Treppen. Mever._ 3106 Schlafstelle Dresdenerstraße 38. Bicrente. 814b Frenndltchc Schlafstelle, Oranien- strabe 186, vorn III. Petigk.[18 Möblierte Schlafstelle, billig, Palliiadenftrabe 57, Grünkramgeschäsr. Freuudlichc Schlafstelle an Ge- nosicn sofort. Sikorsli, Neue Roß- straße 9. 350b I�letsgesuche. Junger Mann sucht kleines Zimmer oder alleinige Schlafstelle. Preis- offertcn Linie, Postamt 61. 21Sb .Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Blinder Stuhlflechter bittet um Arbeit. Stühle werden zu den billigsten Preisen geflochten, werden abgeholt und unentgeltlich zurück- geliefert. Adresse: Mulackstrabc 27, A. Gläser._____ Suche Unterstützung mit Hand- arbeit, da ich bei der Arbeit ver- unglückt bin. Strümpfe und Socken aller Art werden neu, auch angestrickt, auch seidene, auch gestopft, Häkel- arbeit, Wäsche ausbessern, Mono- gramme sticken, Buntslickerei, Perl- stickerei, NO., Christburgerstrabe 32, Hos parterre rechts, Frau Witwe Matschuck. Wasch- oder Reincmachestclle, eventuell Auswartung im Restaurant sucht Frau Walcska, Perleberger- strabe 14, vorn IV. 1-76* Stellenangebote. Tüchtige Agenten und Vermittler erhalten lohnende Beschäftigung eventuell feste Anstellung in der Ver- Ilchcrungsbranche. Offerten unter h. 4 an die Erpedition dieses Blatts. Tüchtige Glas-, Porzellan- und Möbelpacker finden Stellung. Adresse» unter B. 3 Erpedition dieser Zeitung mit Angabe bisheriger Thätigkeit ab- zugeben. 1S3b Korbmacher, in VambuS, Kongo- und Gestellarbeit geübt, sofort gesucht. Berger u. Eo, Äöpnickcrstrnbe 112. Bildhauerlehrliug gesucht. Gentz, Koppcnstraße 60.__ 137 Barbierlehrling verlangt Lausitzerstrabe 32._ 18 Tüchtig« Bau- und Möbeltischler verlangt Ernst Goffow, Teltower- strabe 53.__[3296 Gravcurlehrltug verlangt Schulz, Oranienstrabe 66._[3356 Lehrlinge für Brouzewarenfabrit verlangt. H. Gojert u. Co. schreibcrstrabe 55. Statt [75/15 Orgelbauer, welche mit der Pneu- matik vollkonimen vertraut, bei hohem Lohn gesucht. K. Hcilbrunn Söhne, ?s.O.. Keibelstrabc 39. 112/19 Mamsells auf Röcke in und auberm Hause. Salomonskn, Weberstratze 60. Mamsells auf Paletots. Wolter, strabe 132. Regenmäntel- Alte Jakob- _[3326 Handnnherin, auch Lernen, verlangt. Rixdorf, Rcuterstraße 64, vorn IV, rechts.___(3336 Lehrmädchen oder geübte Glas- vcrgoldcrin. Naumann, Britzer- straße 33._(3256 Kartonarbeitcrinnen, nur geübte, sucht Anders Nachfolger, lldalberlstraße 7. 346b Jm Slrbcitöniartt durch besonderen Trnck hervorgehobene Zlnzeigen koste» 40 Pf. pro Zeile Atttll! Voriniillder! welche sich entschloffen haben, ihre Söhne oder Mündel»ach beendeter Schulzeit das Bergoldcrgcwerbe erlernen zu lassen, werden dringend ersucht, sich vorher eingehend über den Beruf resp. die Lehrstellen zu erkundigen. Auskunft erteilt gern wochentags: abends 6—8, Sonntags: vormittags 9—11 Uhr, der Verbandsvorsitzcnde Emil Oehlert, Berlin 0. 17, KoPPenstr.SI V.II. am Schlesischen Bahnhof.* Pel�-Färber finden sofort gute Beschästignng Moldi»& äommorrcld, 2906* Holzmarktstrabe 21._ Färber u. Wäscher gesucht. Gebr. Attenbergs Färberei, tleu Wel»asn»««, Langhausstr. 4. Absolut tüchtiger, selbständiger Kastenmacher (specicll auf Landauer) findet sofort gutbezahlte Jahresstelle. Zeugnisse zur Einsicht erwünscht.[107/2* �Villi. Baclimann, mach. Wageubaueret Gais, Et. Appenzell(Schweiz). V eri�äaL'eR'ii». Wir suchen zum 1. Oktober eine tüchtige Verkäuferin. Kousnmvercin„Wciftensee". Schriftliche Offerten erbetm.[311b Achtung! Vergotder! Die Differenzen bei der Firma Baer u. Eo. sind beigelegt. Die Ortsvcrwaltung. Acbtm, Korbmacber! In der Korbwaren- Fabrik von hiclmiidt& Co., Dresdener- straffe 81, befinden sich sämtliche Korbmacher wegen Preisdifferenzen aus Lugelkürbe im Streik. Zuzug ist streng fernzuhalten.• Die Ortsverwaltung« Ter Gesamt- Auflage der heutigen Nummer liegt ein Pro- spekt der Tuchfabrik Leliniunn & Assiuy in Spremberg iu der Lausiff bei. Veraulwortlichcr Redacleur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin.