Nr. 220. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter freusband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwürts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebügel beträgt für die fechsgespaltene Rolonets zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 1hr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Gekaufte Meinung. " Freitag, den 20. September 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ferusprecher: Amt I, Nr. 5121. Es giebt Handelsredacteure, die wie die elendesten Proletarier Daß der Barenbefuch allerdings mehr als eine Art militärischer bezahlt werden, und kein Verleger ist so naiv, zu glauben, Inspektionsreise darstellt, weiß jedermann. In den russischen daß ein so befoldeter Mann nicht erliegen wird, wenn die Ver- Finanzen ist wieder einmal Ebbe eingetreten, fodaß das Der Dresdener Preßskandal wird von dem weitaus größten fuchung an ihn herantritt. Nein, es ist stillschweigendes Ueber- Staatsschiff nur durch ein französisches Hundertmillionen- Darlehen Teil der bürgerlichen Blätter entweder völlig verschwiegen oder bei einkommen, daß der Handelsredacteur deshalb vom Verleger einen wieder flott gemacht werden kann. Die französischen Kapitalisten haben läufig an versteckter Stelle erwähnt. Etwa wegen seiner Unwichtig Hungerlohn erhält, weil er durch Prostitution sich erkleckliche Neben aber schon soviel gepumpt, daß es schon wieder einmal feit? Ist es gleichgültig, ist es nicht der Betrachtung wert, wenn verdienste schaffen kann. So heroisch sind nur die wenigsten, daß einer außerordentlichen Aktion bedurfte, um die Finanzkreise einem die Handelsredacteure fast der gesamten Bresse einer großen Stadt fie in dem schmutzigen Getriebe der fapitalistischen Erwerbswirtschaft neuen Riesenpump willig zu machen, oder wenigstens den Versuch als Leute erwiesen werden, die von schwindelhaften Spekulanten lieber hungern, als zu nehmen, was sich ihnen so leicht und reichlich zu machen. Die Nowoje Wremja" animiert denn auch ganz undafür bezahlt werden, daß sie das gläubige Publikum bewußt irre anbietet! verblimt in einem Artikel, Die franco- russischen Unterführen? Nein, der Fall ist von größter Bedeutsamkeit, aber er ent- Vor 38 Jahren rief Ferdinand Lassalle seine zornvollen Klagen nehmungen" das französische Kapital zu neuen Darlehen. Das hüllt die unsauberen Winkel des bürgerlichen Preßgeschäfts und über die Entartung der bürgerlichen Presse ins Land, über diese französische Kapital sei bereits so sehr in Rußland engagiert, daß es darum können und wollen die halb oder ganz Mitschuldigen nicht Beitungspest, die entstanden, seitdem die Presse zum bloßen Wert in seinem eigensten Jutereffe liege. Rußland durch einen reden. Die guten Abonnenten dürfen halt nicht alarmiert werden, zeug des Geldverdienens ward:„ Einst war sie wirklich der Vor- recht ausgiebigen" Kredit zu unterstützen. Und:„ Geld in sie sollen nicht erfahren, daß, tvenn es den Finanz- kämpfer für die geistigen Interessen in Politik, Kunst und Wissen- Frankreich zu finden ist gegenwärtig eine Kleinigkeit." Es fragt schwindlern gelungen ist, in den Jahren des wirtschaftlichen schaft, der Bildner, Lehrer und geistige Crzieher des großen Publikums. fich nur, ob die französischen Finanzkreise bereit sind, zur Aufschwungs die fabelhaftesten Truggebäude aufzuführen, unter Sie stritt für Ideen und suchte zu diesen die große Maffe empor zu heben." Sicherung der nach Rußland gewanderten Milliarden weitere beren Trümmern jetzt die Betrogenen bergraben liegen, daß es Dann aber wurde sie zum kapitalistischen Gewerbe- Lassalle schob Milliarden herzugeben, deren Sicherung dann in etlichen Jahren nicht zum mindesten das Verhalten der Presse war, das die die Schuld auf das Inseratenivesen die Zeitungen würden nicht abermals einer Riesenanleihe bedürfte. Nach einer Petersburger Gaunereien erst möglich machte. mir zu einem ganz gemeinen, ordinären Geldgeschäfte, wie jedes Korrespondenz der Schlesischen Zeitung" foll Rußland, unt Die Berliner Morgenpost" nennt einstweilen drei der Ent- andre auch, sondern zu einem viel schlimmeren, zu einem durch den Staatshaushalt nur bis zum nächsten Etatsjahr Tarvten. Die„ Dresdener Nachrichten", das vornehmste" und" best- und durch heuchlerischen Geschäfte, welches unter dem Schein weiterzuführen, eines Darlehus von 500 Millionen Rubel bedürfen, gesinnte" Klatschblatt der Residenz, entließen ihren Börsen- des Kampfes für große Ideen und für das Wohl des Volkes be- und die„ Berliner Neuesten Nachrichten" behaupten, die neue russischredacteur Preische, das königliche„ Dresdener Journal" deffen trieben wird." französische Anleihe belaufe sich auf eine Milliarde Frants! Redacteure Beamtencharakter haben, weswegen der Vorwärts" Seitdem hat sich die kapitalistische Verwahrlosung der bürger- Diesen bescheidenen Ansprüchen gegenüber soll selbst das Entgegens einst wegen Beleidigung verurteilt wurde warf seinen Redacteur lichen Presse in erschreckender Weise vollendet und den edlen Beruf kommen der Pariser Börse zu versagen drohen! Wolsborn hinaus, die nationalliberale Dresdener Beitung" fündigte der Publizisten immer mehr entwürdigt. Heute wird nicht einmal Die furchtbare Finanzklemme, in der Nußland sich, und gegen ihrem Berliner Börsenvertreter. Bei zwei andren Dresdener Blättern mehr der Schein vorgegaukelt, daß man für große Ideen wärtig mehr denn je, befindet, bietet auch die Erklärung für die sollen Entlassungen bevorstehen. Sie alle waren von der zusammen fämpfe Geschäft ist alles. Die armen Schächer, die in Dresden Friedenspolitik. die Rußland feinem afiatischen Rivalen England gebrochenen Dresdener Kreditanstalt für Industrie und Handel dafür gestrauchelt sind, weil sie sich für die Frreführung des Publikums gegenüber beobachtet in einem Augenblick, wie er so günstig für bezahlt worden, daß sie die heillosen Verhältnisse des Justituts ver- von Spekulanten bezahlen ließen, haben freilich ihr Handwerk plump Rußland so leicht nicht wieder kommen wird. Während Englands tuschten und beschönigten. Als das erwähnte Berliner Organ die und grob betrieben. Aber in äußerlich ehrbarer Art tritt die Landarmee sich in Südafrika verblutet, muß Rußland gleichwohl den Auflage zuerst erhoben, erließen die bürgerlichen Journalisten Korruption allenthalben auf. Wenn die Hersteller der parteilosen günstigen Moment zum Angriff auf Indien verstreichen lassen, weil Organisationen Dresdens die übliche Entrüstungserklärung gegen Presse um der Geschäftsinteressen des Berlegers willen seine Finanzen vollständig zerrüttet sind. Berleumder. Die sonst wenig vorhandene Solidarität der durch ein tückisches, nichtswürdiges Schweigesystem Hundert An Rußlands Finanzkalamität trägt in erster Linie die Ver Journalisten pflegt sich bei solchen Gelegenheiten in wunderbarer tausende bon Lesern verdammen und Bunt wehrlosen el endung der Bauern Schuld, von denen ein großer Teil Weise zu äußern. Leider war die korruption in diesem fatalen Staub politischer Ausbeuter hinwerfen, wenn im Solde mächtiger chronischer Hungersnot ausgesetzt ist. Am 1. Januar 1899 betrugen Fall beweisbar, und somit werden die Ritter vom bürgerlichen Stapitalistenverbände armselige Wichte Tag für Tag die große Frei- die Rt fi d stände aus Staatssteuern, die die Bauern schuldeten, Geiste jetzt wohl ihre schöne Sympathiekundgebung beschämt widerheitsbewegung des Proletariats verleumden, wenn man für Brot- allein 116 Millionen Rubel. Die Notlage der Bauernschaft wucher und Gewaltpolitik agitiert, wenn Marinelieferanten bewirkt es auch, daß eine der Haupteinnahmequellen des russischen Wir wissen nicht, in welcher Form die Handelsredacteure beein- in Welt- und Flottenpolitik haufierende Journalisten anstellen, Staatshaushalts, die Getränkesteuern nebst der Seichsflußzt worden find; von der Form hängt es ab, ob die Verführer wenn Inseratenagenturen den Inhalt der Zeitung diktieren- was einnahme des Spiritus monopols, trog aller Erhöhungen und die Verführten auch strafrechtlich faßbar find. Das Börsengesez ist das alles andres als jämmerlich gekaufte Meinung. Fürwahr, des Stenerfages nicht die Erträge abwirft, deren man benötigt. fieht für Bestechungen Strafen vor. Der§ 76 bestimmt: Wer für die bürgerliche Presse hat wenig Anlaß, auf die Dresdener Sünder In dem Maße, wie der Steuersatz erhöht wurde, verminderte sich der Mitteilungen in der Presse, durch welche auf den Börsenpreis Steine zu werfen. Konsum der Bevölkerung, von 5,85 Liter pro Kopf im Jahre 1863 eingewirkt werden soll, Vorteile gewährt oder verspricht oder auf 2,85 in den Jahren 1892-1895. Und die Verstaatlichung fich gewähren oder versprechen läßt, welche in auffälligem Mißder Eisenbahnen hat infolge des hohen Ankaufspreises, der verhältnis zu der Leistung stehen, wird mit Gefängnis bis hohen Reparaturkosten und der geringen Rentabilität dem Staate zu einem Jahre und zugleich mit Geldstrafe bis zu fünftausend Mark mur ein Deficit statt der erhofften Ueberschüsse gebracht. So ist bestraft. Die gleiche Strafe trifft denjenigen, der sich für die Unteres denn kein Wunder, daß bei den gewaltigen Aufwendungen, die Taffung von Mitteilungen der bezeichneten Art Vorteile gewähren Die ersten feierlichen Verbrüderungsreden sind bereits gehalten Rußland für Marine und Heer macht, das Loch im russischen oder versprechen läßt. Der Versuch ist strafbar. Sind mildernde worden. Die Ansprache des Präsidenten der französischen Republit Staatssäckel immer größer wird und Frankreich trotz aller VerUmstände vorhanden, so kann ausschließlich auf die Geldstrafe er brüderungsdemonstrationen inumer weniger Lust befundet, Rußlands kannt werden." Bon socialdemokratischer Seite war im Jahre 1896 Bankier zu spielen.... in der Börsenkommission ein noch schärfere Bestimmungen enthaltender Antrag eingebracht worden. Ganz besonders schlimm würde die Sache für den Redacteur des königlichen, Dresdener Journals" liegen, weil er ja nach der gegen socialdemokratische Redacteure seiner Zeit ergangenen Entscheidung des höchsten sächsischen Gerichts Beamten qualität hat; mithin tämen gegen ihn auch die Beamtenbestechungsparagraphen des Strafgesetzbuchs in Frage. den rufen. Indessen es erscheint zweifelhaft, ob die geriebenen Macher der Kreditanstalt den Hungerkandidaten ihre Gnade in einer Form haben zu teil werden lassen, die juristisch kriminelle Folgen hat. Das ist aber auch nebensächlich. Nicht die Ahndung der Korruption hat Interesse, sondern lediglich die kapitalistische Fäulniserscheinung selbst. Nichts wäre irriger als sich mit der billigen Ausrede hinweg zuhelfen, daß mit der Austreibung der räubigen Schafe nunmehr die moralische Reinheit wieder hergestellt und der Frebel gefühnt wäre. Weder handelt es sich um traurige Ausnahme- Erscheinungen, noch find die ertappten Journalisten besonders schlimme Vertreter ihrer Zunft und die wahren Schuldigen. Politische Nebersicht. Berlin, den 19. September. Barenbesuch und Milliardenpump. * * Deutsches Reich. entsprach ganz den Erwartungen, und auch die Entgegnung des 3aren ließ vollständig Ueberraschungen vermissen, wie sie improvisierte Reden andrer gefrönter Häupter bisweilen aufweisen. Die Ent gegnung war allerdings nichts weniger als der improvisierte Ausdruck einer spontanen Gemütsbewegung, da dem Zaren die ihm zugedachten Reden schon mehrere Brotwucher und Börsengesetz- Revision. Der preußische Tage zuvor im Konzept befannt gegeben waren, damit er sie einer Censur derjenigen Bestimmungen des Börsengefeßes, die sich als unzwed Handelsminister hat dieser Tage Besprechungen über die Revision unterziehen und seine eigenen Reden in aller Muße stilisieren könne. mäßig erwiesen haben, mit den Mitgliedern des Börsenausschusses Daß solche Reden mur den Eindruck pomphaster Trockenheit machen und Bertretern der Börseninteressenten gehalten. Es soll in den müssen, liegt auf der Hand. wesentlichsten Punkten eine Einigung erzielt worden sein und es wird vermutet, daß dem Reichstage bereits bald eine entsprechende Vorlage zugehen wird. Diese Aussicht erregt den agrarischen Zorn der Deutschen Tageszeitung"; fte schreibt: B Wir möchten besonders darauf hinweisen, daß unsres Erachtens der Handelsminister mit der Beschleunigung der Abänderung einen schweren taktischen Fehler machen würde. Durch die Börsengeset Reform wird ein 8 ant. apfel in die Parteien hineingeworfen, die, wenn der 8olltarif zu stande kommen soll, zu gemeins famer Arbeit sich zusammenfinden müssen. Wer die Erledigung der sogenannten Börsengesetz- Reform jezt betreibt, der gefährdet das Zustandekommen des Bolltarifes. Dieser Ansicht wird sich der Reichstanzler nicht verschließen können. Vielleicht denkt man daran, gewisse laue Freunde der Bolltarif- Reform oder auch einige ihrer Gegner durch die Abänderung des Börsengeseges freundlicher zu stimmen. Diese Hoffnung wird aber davon find wir überzeugt- trügerisch sein, und selbst wenn sie sich einigermaßen erfüllen sollte, so würde doch durch die unzweifelhafte Spaltung innerhalb der zollreformfreundlichen Parteien viel mehr geschadet." Loubet erinnerte daran, daß bereits vor 5 Jahren einmal Frankreich die Ehre des Barenbefuchs gehabt habe, daß diesmal jedoch dem Besuche durch die Gegenwart der Zarin ein besonderer Reiz verlichen werde. Das ganze Land" empfinde die Ehre des abermaligen Besuches umso mehr, als dieser Besuch vornehmlich seiner Armee und feiner Marine gelte, welche den Gegenstand seiner( des Zaren 1) unaufhörlicher Fürsorge bildeten". Nachdem der Präsident mit einem Toaft auf das Barenpaar geschlossen, antwortete der Bar, indem er seine Freude beteuerte, nach Frankreich zu der befreundeten und Das Uebel wurzelt tief im Rapitalismus selbst, der, wie er alles verbündeten Nation zu kommen". Mit der lebhaftesten Bezur käuflichen Ware erniedrigt, natürlich auch das Instrument der friedigung habe er das glänzende Nordgeschwader be öffentlichen Meinung kauft und nach seinen Interessen verwendet. wundert und er spreche seinen besondren Dank für das ihm gebotene Börsentrinkgelder find allgemeiner Brauch, wenn sie auch zumeist in Marineschauspiel aus. Die Rede schloß mit einem To a st auf die liebenswürdiger Verschleierung verteilt werden. Als gelegentlich französische flotte, die erst fürzlich im fernen Osten brüderder Verhandlungen der Börsenenquete- Kommission anfangs der lich mit der russischen zusammengestanden habe. d neunziger Jahre der Handelsredacteur der„ Kreuz- Beitung" das Die bürgerlichen Friedensschwärmer dürften finden, daß diese System der Beteiligungen als fast ausnahmslos üblich behauptete, Reden wenig zu der Friedens proklamation paßten, die der hat niemand der also schwer verdächtigten Redacteure eine gerichtliche Bar vor wenigen Jahren in die waffenstarrende Welt hinausgesandt. Entscheidung über diese Aussage gewagt, obwohl die Gerichte bis- Daß das Friedensmanifest inzwischen derartige Früchte getragen, daß weilen über eine derartige Versippung von Börse und Presse nicht die Friedensmission des Herrschers aller Reußen bereits erfüllt sei, einmal allzu rigoros urteilen. Es ist noch in frischer Erimerung, wird sich beim besten Willen nicht behaupten lassen, waren doch wie der Chefredacteur des auf seine makellose Ehrenhaftigkeit gerade die Jahre seit dem Erlaß des Zarenmanifestes blutige Das Statistische Amt des Reiches ist im Lauf der Jahrzehnte stolzesten Berliner Blattes vom Gericht das schönste Ehrenzeugnis Kriegsjahre. Eine kleine Friedensrede hätte deshalb durchaus im Storrefp." aus, in den ersten Jahren nach seiner Gründung( 1872) „ Während es, so führt die„ Berl. ausgestellt erhielt, obwohl nachgewiesen war, daß er von einer Aktien Stile der bisherigen Friedenspropaganda Väterchens gelegen. Er mit mir elf Beamten arbeitete und sein Ausgabe- Etat noch nicht gesellschaft herrührende Reklame- Artikel im redaktionellen Teile auf- fonnte nach bekannter Schablone ja das para bellum"( rüfte zum 100 000 m. erreichte, beziffert dieser sich jetzt auf über 1 Million genommen hatte und dafür bei der Emission von Aftien der Gesell- Striege) als den sichersten Bürgen dauernden Friedens feiern. Oder Mark, und das Personal besteht aus mehr als 300 Mann. Das schaft besonders bevorzugt worden war. sollte er sich noch daran erinnert haben, daß er in seinent Arbeitsgebiet des Statistischen Amts hat sich eben im Laufe der Wenn gelegentlich wie jest in Dresden die Verleger Friedensmanifest dies heuchlerische Argument ganz besonders vergangenen Jahrzehnte ganz erheblich erweitert und ist weiterhin entlarvte Söldner kapitalistischer Gründer aus dem Dienste jagen, zerzauft hatte? War das der Fall, war er sich des Provozieren noch in Ausdehmmg begriffen. Viele von den wichtigeren Zweigen so ist das lediglich ein Kotau vor der offiziellen bürgerlichen Moral- den der kriegerischen Rüstung bewußt, so hätte er freilich umso Handels-, Verkehrs-, Koufum, Steuer-, Kriminal- und Wahlstatiſtit, der Statistit, wie Bevölkerungs-, Landwirtschafts, Gewerbe, In Wahrheit sind zumeist die tapitalistischen Zeitungs- weniger einen Toast auf die französische Marine ansbringen und find bereits in den Nahmen der Reichsstatistik einbezogen, an ihrer unternehmer weit schuldiger als ihre Angestellten. Sie sind es, die sich von Loubet als den besonders eifrigen Förderer des Militaris- weitereren Vervollkommnung wird fortgefegt gearbeitet. Andre Zweige, durch ihre geschäftlichen Rücksichten, durch ihre ausschließlich von mus Frankreichs feiern laffen dürfen. Der Friedens- Bar spielte also deren Bearbeitung zunächst Sache der Bundesstaaten ist, werden von Erwerbsinteressen dittierte Beeinflussung die Journalisten verderben. auf jeden Fall eine mehr als zweifelhafte Rolle. der Reichscentrale wenigstens insoweit gepflegt, als es notwendig Heuchelei. preußische Kanalvorlage geopfert hat, wird ihnen gewiß auch diesen Der Reichstanzler, der den agrarischen Freunden bereits die Stein des Anstoßes aus dem Wege räumen. erheblich erweitert worden. Bundesstaaten in die Wege geleitet. nd die Sparkassen der in Lothringen das Folgende: Ein übel beleumdeter hiesiger Ein- kolumbischen Truppen haben den von Echeverria geführten kolumbischen Socialdemokratische Gesinnung in der Armee. Zwei Boerensiege ist, um vergleichbare Daten aus der Statistik der Bundes- Von einent Gendarmen erschossen. Ueber ein blutiges Vom südamerikanischen Kriegsschauplatz. Dem Reuters Staaten zu gewinnen; so wird in dieser Beziehung eben eine Drama berichtet die Straßb. Bürgerzeitung" aus Nodemachern schen Bureau" wird aus Curaçao von 19. September gemeldet: Die Bundesstaaten in die Wege geleitet. Anfäße zu der vielfach ge- wohner, Peter Back, ging am Dienstagabend, begleitet von seiner Aufständischen und venezolanischen Kontingenten bei Rio Hascha eine wünschten Arbeiterstatistik finden sich in den Arbeiten, die das Frau und einem Bruder, in der Dunkelheit auf den Gendarmen schwere Niederlage beigebracht. Echeverria ist gefangen genommen Statistische Amt für die Kommission für Arbeiterstatistik seither Müller mit gezücktem Messer los, nachdem er dem Gendarmen und wird vielleicht erschossen werden. lieferte. Einen wertvollen Beirat befißt das Reichsamt in der seit zugerufen hatte:„ Du Hund haft mich auf die Schnapsliste gebracht, 1880 bestehenden Kommission zur Ermittelung der Handelswerte; das sollst Du bezahlen." Der Angegriffene machte hierauf von die Kommission, welcher zur Zeit 91 hervorragende Sachverständige seiner Schußwaffe Gebrauch und streckte den Bad nieder. des Handels, der Industrie und der Landwirtschaft als sogenannte Back ist noch im Laufe des heutigen Tages seinen Verlegungen er= Schäßer angehören, hat zur Aufgabe, die in der Statistit zunächst legen. Der zweite Angreifer wurde andern Vormittags durch den meldet der Londoner Telegraph. Lord kitchener berichtet aus nur dem Gewicht nach angegebene Wareneinfuhr und Warenausfuhr Gendarmen Müller nach Diedenhofen in das Amtsgefängnis ab- Pretoria vom 19. September: Drei Compagnien berittener nach ihrem Werte alljährlich abzuschätzen. Im ganzen hat das geführt. Infanterie mit drei Geschützen unter Major Gough, welche Statistische Amt bisher rund 200 Bände über Ergebnisse seiner Arbeiten südlich von Utrecht refognoscierten, gewahrten vom De Jagers veröffentlicht; dazu kommen noch Mitteilungen in den VierteljahrsDrift aus etiva 300 Boeren, welche absattelten. Sie eilten sofort heften zur Statistik des Deutschen Reichs, in den Monatlichen Nach- Der Erlaß betreffend Kundgebung socialdemokratischer Gesinnung einem Höhenzuge zu, der die feindliche Stellung überhöhte. Die weisen über den auswärtigen Handel und im Statistischen Jahrbuch." in der Armee spielte in zwei Fällen, die am Mittwoch vor dem Boerenbewegung erwies sich als eine Falle. Major Gough wurde plö Die Fortschritte des Statistischen Amts find gewiß anzuerkennen, te i chs. Militärgericht verhandelt wurden, eine große Rolle. doch ist ebenso gewiß, daß noch überaus bedeutende Mängel bestehen. Angeklagt waren zwei Militärgefangene aus Köln. Der eine, lich in der Front und in der rechten Flanke von einer beträchtlichen Insbesondere ist bedauerlich, daß die statistischen Bearbeitungen viel- Musketier Starle, hatte am 4. Januar d. J. anstatt seine Schul- Boerenabteilung, die gedeckt stand, angegriffen. Die britischen fach überaus verspätet in die Oeffentlichkeit gelangen, wie beispiels- arbeiten zu machen, auf seiner Schiefertafel wiederholt den Satz: Truppen wurden nach heftigem Gefecht überwältigt. Sie verweise die Bearbeitung der Kriminalstatistik für 1897 erst kürzlich„ Es lebe die Anai, vive la Frasse, Mo. p. Prusse", der loren die Geschütze, 2 Offiziere und 14 Mann waren tot, erſchienen ist. In Anbetracht der überaus bedeutsamen Aufgabe des zweite Militärgefangene Namens Schamberg am 24. Januar 5 Offiziere und 25 Mann verwundet, weitere 5 Offiziere und Statistischen Amts erscheint eine viel höhere Geldaufwendung als diefes Jahres sechzehnmal die bie Worte:„ Es leben die 150 Mann gefangen genommen. Major Gough und ein andrer der jezigen durchaus angemessen. Socialisten" aufgeschrieben. Beide hatten in der Bernehmung an Offizier entfamen unter dem Schutze der Nacht nach De Jagers Ordensverleihung. Die Liste der Ordensverleihungen, die gegeben, daß ihnen die Bedeutung der Worte als" Es lebe die Drift. Es heißt, die Boeren waren 1000 Mann ſtart unter aus Anlaß der diesjährigen Herbstübungen stattfanden, wird im Anarchie, vive la France, mort par la Prusse," beziehungsweise Botha.- Ich bin im Begriff, General Littleton Verstärkungen zu Reichs- Anz." veröffentlicht. Sie füllt zwei Drudjeiten. U. a. haben leben die Socialdemokraten" befannt gewesen sei. Schamberg die kommandierenden Generale des 1. und 17. Armeecorps, Graf hatte auch seine Zugehörigkeit zur socialdemokratischen Partei ein schicken. gestanden. Das Gouvernement Köln sah in dem Vergehen nach Ferner telegraphiert Kitchener: Wie General French Find v. Findenstein und v. Lenge, den Schwarzen Feststellung des Thatbestandes keine Gehorsamsverweigerung gegen berichtet, hat der Boerenführer Smuts, um den ihn einAdlerorden erhalten. Beide Kommandeure find gelegentlich des einen Befehl in Dienstsachen und erhob demgemäß feine Antiage, schließenden Ring englischer Truppenabteilungen zu durchbrechen, bei Gumbinner Prozesses viel genannt worden. wogegen der Gerichtsherr, der kommandierende General des Elandsriverpoort westlich von Tarkastad eine Schwadron " " " " Partei- Nachrichten. Von Miquel. Zu den Miquel- Erinnerungen und Miquel- VIII. Armeecorps die Aburteilung der beiden Militär- Gefangenen Lancers überfallen. Drei englische Offiziere und zwanzig Enthüllungen trägt die Londoner Finanzchronit" folgendes Stück bei: durch ein Striegsgericht verfügte. Dieses verurteilte nun beide wegen Mann sind gefallen, ein Offizier nud 30 Mann verwundet. Eur Journalist erhielt gelegentlich unter seiner genauen ausdrücklicher Gehorsamsverweigerung zu drei Monaten Gefängnis. Adresse von einem unbekannten Absender ein Aftenstück, den Ent- Daraufhin legte der Gerichtsherr Berufung ein, da es zweifelhaft Die Boeren, die in Khakistoffe gekleidet waren, hatten schwere Verwurf des bis dahin noch verschwiegen gehaltenen Börsensei, ob ein Befehl ir Dienstsachen vorliege, liege aber ein solcher lufte.(?) Ob Smuts thatsächlich durchgebrochen ist, verschweigt Kitchener gefeßes. Der Empfänger hielt sich in seiner Gewissenhaftigkeit vor, so sei die Strafe zu gering. Vor dem Ober- Kriegsgericht beverpflichtet, mit dem Aktenstück zu dem Finanzminister zu fundete der Vorsteher des Militärgefängnisses, Herr Hauptmann wieder einmal! gehen und ihn zu fragen, ob die öffentliche Wiedergabe gestattet von Hornhard, daß er bei der Erklärung der vorgelesenen Kriegs- In diesen beiden Gefechten verloren also die Engländer jei. Dr. v. Miquel errötete förmlich; er suchte sichtlich nach artikel wohl Kenntnis von dem Erlaß betreffend Kundgebung social- 100 Mann an Toten und Verwundeten, 185 Gefangene und einem geeigneten Ausdruck, und sagte nach einigem Stampf mit demokratischer Gesinnung gegeben, aber nicht ausdrücklich einen 3 Geschütze. Welch ein Erfolg der kitchenerschen Hunnenfich: Ich habe. Ihnen ja das Aftenstüd selbst Befehl hinzugefügt habe, da er die Verfügung an sich schon proklamation! geschickt." i als ein Verbot angesehen hätte. Der Angeklagte Karle war bei Ob die Erzählung Wahres mitteilt, ist nicht erwiesen, doch Berlesung der Kriegsartikel erwiesenermaßen gar nicht anwesend. unglaubwürdig ist sie nicht. Das Jufanterie- Regiment Nr. 158, bei dem Schamberg früher gedient, hatte auch lediglich die Verlesung des Erlasses und eine Ein Centrumsprofeffor. Der Universität Straßburg ist jüngst Siesbezügliche Erläuterung veranlaßt. So kam das Ober- Kriegs- Eine aussichtsvolle Reichstags- Ersatzwahl steht uns bevor. wider ihren Willen ein 26 Jahre alter Herr, der Sohn des gericht, da ein bloßes Verlesen des Erlasses sicherlich kein Befehl in Wie der Rheinische Kurier" meldet, ist der Abg. 2. WinterCentrumsabgeordneten Dr. Spahn ist, als ordentlicher Professor der Dienstsachen sein könne, zur Freisprechung der beiden An- me her, Vertreter des Reichstags- Wahltreises Wiesbaden- RheingauGeschichte aufgedrängt worden. Er ist gläubiger Katholik und soll geklagten. Der kommandierende General stellte mum in seiner Untertaunus, gestorben. Wintermeyer ist als Vertreter der frei Geschichte vom Standpunkte seiner Konfession trattieren. Wie sehr| Revisionsbegründung die Behauptung auf, daß eine der sinnigen Volkspartei im Jahre 1898 in der Stichwahl gegen unsren es der Regierung auf den rechtgläubigen Katholicismus antam, das artige friegsministerielle Verfügung an und für sich schon Genossen Quarck gewählt worden. In der Hauptwahl stand die erhellt daraus, daß unter den von der Fakultät vorgeschlagenen ein Befehl in Dienstsachen fei. Dieser Auffassung wider Socialdemokratie obenan mit 8050 Stimmen, während Wintermeyer und nicht genehmigten Herren sich auch ein Katholik befand, der aber sprach vor dem Reichsmilitärgericht der Militäranwalt, indem 7740 erhielt, der Centrumskandidat 5368 und die deutsche Reichsden Mangel hatte, daß er im wesentlichen bloß Geschichtsforscher er sich sowohl auf den betreffenden Erlaß selbst, der den ausdrück- partei 3131. In der Stichwahl erhielt dann Wintermeyer fast fämtsein, wollte. lichen Befehl des höchsten Vorgesetzten fordert, als auch auf die Ver- liche konservative und Centrumsstimmen, nämlich 15 205, Quard Der Fall stellt eine besondere Liebenswürdigkeit der Ne- fügung des preußischen General- Auditoriats vom 20. Janar 1887 aber 10 499. gierung gegenüber der regierenden Partei dar, bietet aber sonst stügte, wonach selbst die Kriegsartikel keinen Befehl, sondern nur Zur Agitation. Eine Parteiversammlung des 21. fächsischen nicht die mindeste Ueberraschung. Und wenn die protestantische und eine Pflichtenlehre, eine Mahnung zur Zucht und Ordnung enthalten. Reichstags- Wahlkreises( Johanngeorgenstadt) beschäftigte sich auch mit liberale Presie jetzt von Freiheit der Wissenschaft redet und sich über Erst wenn den Angeklagten ausdrücklich befohlen worden der Art der Herstellung der Flugblätter, wobei der Meinung Ausfonfessionellen Geschichtsunterricht empört, so ist das wieder einmal wäre, bei Verlesung der Kriegsartikel auf den Grlaß drud gegeben wurde, daß Flugblätter am wirksamsten sind, wenn sie die übliche Komödie der Heuchelei. In dieser Weise verfährt man betreffend Kundgebung socialdemokratischer Gesinnung in der auf die Bevölkerung des Kreises Rüdsicht nehmen. Es wurde dann feit Jahren, und es ist nicht der mindeste Unterschied, ob man einem Armee zu achten und dieselben dann noch die aufreizenden diese Resolution angenommen: Stumm zu Liebe scharfmacherische Männer der Praxis" in die Worte an die Tafel geschrieben hätten, so wäre eine BeUniversitäten tommandiert, ob man einen Wenckstern wegen seiner strafung am Blaze gewesen. Der II. Senat schloß sich diesen AusZuchthaus- und Flottenschwärmerei zum Professor befördert, ob man führungen an und verwarf die Revision des Gerichts jeden Vortrag socialdemokratischer Theorien von den Universitäten herrn in beiden Fällen. Bei der Urteilsverkündung ließ Senatsverbannt, oder ob man den Sohn eines klerikalen Parteiführers präsident, Prof. Dr. Weichenbach, die Frage offen, ob nicht durch die Geschichte vom Standpunkt der allein selig machenden Kirche treiben Nichtbefolgung des Befehls, die Schulaufgaben zu machen, eine Beläßt. Die Freiheit der Wissenschaft hat der bürgerliche Liberalismus strafung der Angeklagten wegen Ungehorsams angezeigt gewesen längst von der Liste seiner Ideale gestrichen, auch er will immer mir wäre. die Wissenschaft, die den Interessen des Sapitalismus dientes ist also feine eigene Schuld, wenn die Regierung getreu dieser Methode der Gesinnungsförderung nun auch einmal das Centrum bedenkt. Schließlich wird und kann auch Herr Dr. Spahn die Geschichte nicht schlimmer mißhandeln als die akademischen Leibtrommler der Hohenzollern Familie, die auf den meisten preußischen Universitäten graffieren. Ausland. Frankreich. " " 1 Die Parteileitung wird beauftragt, die Verbreitung von CentralFlugblättern so viel wie möglich einzuschränken und dafür Sorge zu tragen, daß jeder einzelne Kreis in der Lage ist, die Flugblätter felbst zu schreiben, um den Inhalt mehr nach den Verhältnissen des reises einzurichten." Der Meinung, daß Flugblätter dann am wirksamsten sind, wenn sie auf die Verhältnisse des Kreises Rücksicht nehmen, kann man in der Hauptsache zustimmen, wiewohl nicht zu verkennen ist, daß das zum Beweise herangezogene Blatt Was kosten uns die Junker", ein Thema behandelt, das wie kein andres geeignet ist, in einem allgemeinen Blatte für das ganze Reich behandelt zu werden. Zur Angelegenheit Veber( f. Vorw." Nr. 212) möchten wir Dagegen ist schwerlich einzusehen, wie es der Parteivorstand aninfolge eines Hinweises unsres Pariser Korrespondenten bemerken, tellen soll, jeden Kreis in die Lage zu versetzen, seine Flugblätter selbst zu schreiben. daß in der Uebersetzung der uns von der Redaktion des Petit Sou" zugegangenen Mitteilung( i.„ Vorw." Nr. 217) cine n- Dem Nationalkongreß der französischen Arbeiterpartei Milde Richter. Wegen Mißhandlung Untergebener und vor- genauigkeit unterlaufen ist. Weber schreibt für den Petit Son" ist ein vom Genossen Auer unterzeichnetes Begrüßungstelegramm schriftswidriger Behandlung im Dienst hatte sich der Unteroffizier nicht nur lokale Nachrichten über Parijer Angelegenheiten", unsres Parteivorstandes zugegangen. Das Telegramm, das mit Neumann von der 3. Kompagnie des 1. Erf.- Seebataillons vor sondern kleine Artikel über fommunale Fragen unter dem fort- großen Beifall aufgenommen wurde, soll durch eine Adresse an die dem Kriegsgericht der Marine- Inspektion in Stiel zu verantworten. Taufenden Titel„ Notes municipales". Unser Korrespondent durfte deutsche Socialdemokratie erwidert werden, in welcher dieser ange= Neumanni ließ am 14. August sechs Seefoldaten, die seit mehreren ihn daher mit Recht als Mitarbeiter" bezeichnen. fündigt werden soll, daß die Einigung der revolutionären Socialisten Wochen keinen Ererzierdienst gethan hatten, nachmittags bei 27 Grad Ferner bemerkt unser Korrespondent, daß die„ Petite République" Frankreichs ein fait accompli"( eine vollzogene Thatsache) sei. Hitze zwei Stunden im glühendsten Sonnenbrande ererzieren. Er nicht das Organ des Generalfomitees der socialistischen Partei ist. Jules Guesde und Brache ergänzten den schon in der Eröffnungsfizung felbft stand im Schatten, während die Leute ohne Unterbrechung der Sie ist es so wenig, daß das Komitee gemäß dem Beschluß des gegebenen Rechenschaftsbericht. Danach hat die Partei im Jahre 1899: Sonne ausgesetzt waren. Sie mußten eine viertel Stunde Lyoner Kongresses an der Schaffung eines Partei- 19 000 Frfs., im Jahre 1900; 28 750 Frts., im legten RechnungsLaufschritt machen, zehn Minuten mit präsentiertem Gewehr Organs arbeitet und, bis diese Arbeit zu gutem Ende geführt ist, jahre( 1901): 38 500 rts. eingenommen. An eingeschriebenen stehen, wobei Kopfstrecken kommandiert wurde, so daß sie beschlossen hat, nächstens ein monatliches Bulletin herauszugeben, Mitgliedern zählt die Partei 18 633. Während im Vorjahre 33 317 direkt in die Sonne fahen. Wer beim Präsentieren nicht die das sein offizielles Organ" sein wird, wie dies ausdrücklich Brochüren umgesetzt wurden, hat die Buchhandlung der Partei im Knie genug durchdrückte, erhielt einen Stoß in die Kniekehle. Dann im ersten Manifest des neuen Generalfomitees zu lesen ist. mußten fie gar auf spitzsteinigem, rauhem Pflaster niederknien. Die Interkleider der Soldaten waren nach diesen Nebungen völlig durch- Die Kongregationen und das Gesetz. Bei der französischen näßt; einer von ihnen litt danach stundenlang an Herzklopfen. Der Regierung sind bis jetzt nach amtlichen Berichten 156 Anträge auf Vertreter der Anklage bezeichnete die Handlungsweise des Unter- Autorisation von Religionsgemeinschaften eingegangen; 10 davon offiziers als„ empörend". Das Gericht war jedoch der Ansicht, daß rühren von männlichen, 146 von weiblichen Religionsgemeinschaften er nur die Anstrengungen habe machen lassen, um bis an die her. Diese 156 Gesellschaften befizen insgesamt 680 Niederäußerste Grenze der Kraft zu gehen. Es wurde eine Mißhandlung lassungen. nicht für vorliegend erachtet und nur wegen vorschriftswidriger Be- Paris, 19. September. In der Redaktion des anarchistischen handlung auf fünf Tage Arrest gegen Neumann erkannt. Blattes Libertaire" wurde gestern wegen eines gegen den Kaiser Majestätsbeleidigungs- Prozeß. Aus Nürnberg wird ge- von Rußland gerichteten Hezartikels von der Polizei eine Durch Zahlreiche Schriftstücke wurden beschlagmeldet: Begen Gotteslästerung und Majestätsbeleidigung in einem suchung vorgenommen. erregten Gespräch über die Chinawirren ist hier ein Maler nahmt, der verantwortliche Redakteur des Blattes wurde verhaftet. G. Diez zu acht Monaten Gefängnis verurteilt worden. Auch der Verfasser des inkriminierten Artikels Laurent Teilhade soll verhaftet sein. München, 18. September.( Eig. Ber.) Franz Wieland der Führer des bayrischen Bauernbundes, ist am 17. September einem unheilbaren Leiden erlegen. Er gehörte von 1897 bis 1899 Unter Anklage gestellt ist seitens der Staatsanwaltschaft zu dem bayrischen Landtage an und war einer der interessantesten Brügge der katholische demokratische Journalist Planquart. Er hatte Persönlichkeiten der Abgeordnetenkammer. Sein Steckenpferd war in einem Artikel feiner Zeitung geltend gemacht, daß die gewöhn: die völlige Ablösung der Bodenginse und da er diese Forderung lichen Mittel, ivie Generalftreit und Straßenmanifestation, nicht namentlich in der Agitation sehr geschicht zu vertverten genügten, um das allgemeine gleiche Wahlrecht zu erzwingen. Beffere wußte, fo war auch das Centrum genötigt, ihm auf dieses Gebiet Mittel feien z. B., die Verkehrswege, Telegraph, Eisenbahnlinien zu zu folgen. Die Ultramontanen haßten ihn aufs innigfte und wenn unterbrechen 2c. Die Staatsanwaltschaft hat hierin eine Aufforderung er in der Kammer das Wort nahmi, konnte man sicher sein, daß sich zur Revolution gefunden. Belgien. legtvergangenen Jahre deren 54 450 verkauft. Eine Resolution, welche sich in energischer Weise gegen den Barenbesuch und gegen das französische Ministerium, insonderheit gegen Millerand ausspricht, und in welcher die Socialisten Rußlands ob ihres heroischen Kampfes begrüßt und beglückwünscht werden, fand unter dem Rufe„ Nieder mit dem Zarismus!" begeisterte Zustimmung. Hierauf folgte die Debatte über das Einigungsprojekt. Nachdem Guesde, Lafargue und viele andre Redner sich hierzu geäußert, erfolgte die Abstimmung. Das von dem Centralkomitee ausgearbeitete Projekt wurde mit geringen Abänderungen angenommen. Aus Induftrie und Handel. Keine Ermäßigung der Kohlenpreise. Wie schon vorher angekündigt war, hat das Rohlensyndikat in seiner legten Sigung am 18. September die bisherige Einschränkung der Förderung auch für das letzte Quartal 1901 beibehalten, jogar den Prozentjag von. 15 auf 20 erhöht, dagegen eine Preis herabjegung gar nicht in Erwägung gezogen. Die Erhöhung der Einschränkung kommt in den absoluten Zahlen der Fördermenge nicht zum Ausdruck, denn sie gleicht nur die Differenz aus, die durch die Beteiligung von zwei neuen Schächten eingetreten, die nim ihre Produktion in Ansatz bringen. Wie bekannt, hat sich das Syndikat bemüht, bei der Lage des Julandsmarktes die Ausfuhr zu erhöhen. Das ist fchleunigst einige Centrumsagrarier in die Rednerliste einzeichen ließen. Arbeitslosenversicherung durch die Kommune erstrebt die in der Zeit von Januar bis Ende Juli in uur mäßigem Maße geNamentlich Dr. Pichler, dessen Zirkel in Niederbayern Wieland ernstlich belgische Arbeiterschaft. In Brüssel werden zur Zeit seitens der Geschehen, denn die Biffer stieg von 3 355 302 Tonnen im Jahre 1900 auf zu gefährden drohte, hatte es auf ihn abgesehen. Und da Wieland in werkschaften Petitionen in Umlauf gesezt, in welchen von der Stadt 3 367 870 Tonnen im Jahre 1901; jetzt soll diese Taktik mit erder Polemik völlig hilflos war, so hatte der gewandte Passauer Brüssel verlangt wird, eine genügende Summe für die Zwecke der höhtem Druck fortgesetzt werden. Vicebischof leichtes Spiel mit ihm. Es war interessant, ihn in Arbeitslosenunterstützung in das Budget aufzunehmen.Nach dem Bericht über die Verhandlungen des Syndikats einem solchen Momente dastehen zu sehen, wie er in finsterem, ist für das letzte Quartal 1901 die Beitragsumlage von 3 auf verbissenem Troß die Proz. erhöht. Wie es heißt, geschieht die Erhöhung aus dem Grunde, Hiebe seiner Gegner über sich ergehen ließ, ohne mit der Wimper zu zuden. Aus dem Die Verhandlung gegen Czolgosz vertagt. Den„ Central um den Vorstand auch weiter in die Lage zu versehen, die AusEifer, mit dem ihn die gewandtesten Centrumsrednet be- News" wird aus Buffalo gemeldet, daß Czolgosz, als er gestern fuhr Vermehrung von Koblen auch fernerhin in fämpften, tonnte man am deutlichsten sehen, wie gefährlich ihnen wieder dem Gerichte vorgeführt wurde, gefesselt war; er wollte erster Linie anstreben zu können und auch deshalb, um feine Agitation sein mußte. Ein wirksamerer Bundesgenosse aber den Hut nicht abnehmen, und ein Polizist mußte das be- auf alle Fälle ohne großes Minus in das neue Jahr hinüberzugehen. als alle ihre Reden war ihnen der unbändige Eigensinn des Mannes, sorgen. Auf die Frage, ob er sich schuldig bekenne, gab Ezolgosz Der Refervefonds im Betrage von 1 250 000 m. soll auch fernerhin den er auch seinen Barteifreunden gegenüber zeigte. Er entzweite teine Antwort. Der Richter Lewis, der ihn verteidigt, unangegriffen bleiben. Das ist also die Wirtschaftspolitik des Kohlensyndikats. Anstatt fich deshalb mit Dr. Sigl, der ihn anfänglich sehr unter- plaidierte für nichtschuldig, eventuell für rrfinu. Lewis fagte, stügt hatte, seine taktischen Fehler aber entschieden mißbilligte. Die Aufgabe, Czolgosz zu verteidigen, widerstrebe ihm sehr. Der durch Ermäßigung der Preise im Inland den Absatz zu heben, benutzt Auch mit Dr. Kleitner, der ihn bei der Ausarbeitung seiner Kammer- zweite Berteidiger, Titus, beantragte Vertaguig, damit der man die Ausbeutung des Julandmarktes, um nach dem Auslande reden wirksam unterstützte, fam er dieserhalb in Differenzen, und Geisteszustand des Angeklagten untersucht werden könne. Die Ver- die Kohlen billiger zu liefern. Ja es ist sogar anzunehmen, daß nur Dr. Guch hat es als treuer Freund bis zuletzt bei ihm aus- handlung wurde darauf bis Montag berta gt. Czolgosz wurde die letzte Erhöhung der Preise für Hausbrandtohle erfolgte, um die gehalten. Das Centrum wird aufgeatmet haben, als die Todes- auf dem Wege vom Gerichtssaal zur Zelle von Männern und Frauen höheren Kosten des Exports dadurch einzubringen. Die Wucherausgezischt. nachricht tam.politik des Syndikats hat sich für ihre Pläne mithin gerade die ärmeren Amerika. mäßigen Kontrolle zu unterziehen bezüglich des Personals, der Be schaffenheit der Räume und der Produkte. Schichten der Bevölkerung als Ausbeutungsobjekt ausersehen. Bei Ruhe und Frieden mit den Arbeitswilligen halten will.- Unfren Die Verkaufsstellen von Molkereiprodukten find einer regel der gegenwärtigen Lage der Industrie mag den Herren Parteigenoffen Henkel will man also talt stellen. Wie weit dies gelingen die Erhöhung der Preise für Industriekohle bedenklich erschienen wird, ist jedoch eine andre Frage. fein; wie wenig Rüdsicht aber selbst auf die Wünsche der Industrie In Stralan wurde die Kommission in bester Weise Die Herstellung einer absolut keimfreien Milch wäre vont von dieser Seite genommen wird, erhellt daraus, daß über die empfangen. Die Unterhandlungen wurden wie üblich gepflogen. Hygienischen Standpunkt aus zu befürivorten, wenn nicht durch eine, Eingabe der Puddelwerke, die Preis- und Liefernachlässe forderten, Von einer Maßregelung sieht diese Firma voll eine vollständige Keimfreiheit verbürgende Sterilisierung die Bes in dem sonst sehr ausführlichen Bericht nichts zu entdecken ist. Das ständig ab und erklärte, gegen das Koalitionsrecht absolut nichts schaffenheit der Milch verändert würde. Konsortium stützt sich auf seine Macht, es weiß die Monopolstellung einzuwenden. 5. Für die Konsumenten empfiehlt es sich, um sich gegen jede mit äußerster Anstrengung aufrecht zu erhalten. Obwohl die Stein- Die Zahl der Gemaßregelten ist noch nicht festzustellen, da die Infektionsgefahr zu schützen, und um eine schädliche Zersetzung der; kohlenförderung in Preußen im ersten Semester 1901 von Kollegen noch nicht alle angefragt haben. Doch ist zu hoffen, daß Milch im Haushalte zu verhüten, die Milch unmittelbar nach dem 49619159 Tonnen des Vorjahres auf 49 828 383 Tonnen die Zahl keine allzu hohe ist. Jedenfalls werden dieselben dann Ankauf abzukochen oder doch wenigstens eine halbe Stunde auf stieg, hat das Syndikat den Markt durch eine Ein- bald in ringfreien Hütten untergebracht werden tönnen. 80 Grad Celsins zu erhigen, sie dann in demselben Gefäße abzukühlen schränkung zu beherrschen gesucht, die in demselben Zeitraum Nur mit einem bedauerlichen Umstand haben die bisher und kühl bis zum Gebrauche aufzubewahren. eine Minderförderung von 133 696 Tonnen ergab. Trotzdem auf Ausständigen noch zu rechnen: An allen Orten kann wegen technischer Zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Theater und das Syndikat in Breußen nur 50,32 Broz. der Gesamtförderung ent- Einrichtungen die Arbeit erst in 14 Tagen beginnen. fallen, hat man durch die künstliche Einschränkung den Markt beherrscht Jetzt erst wird mehr wie bisher das bittere Elend empfunden werden. Variété- Agenten fand dieser Tage im preußischen Ministerium für Die Fabrikanten werden jedenfalls mit unerbittlicher Strenge vor- Handel und Gewerbe eine Konferenz statt. Als Sachverständige für das Specialitäten- Theaterwesen waren u. a. Direktor Anton Herrnfeld Die Konsumenten sind einer Kapitalistenklique ausgeliefert, gegen gehen und richten wir aus diesem Grunde die Bitte an die ge- und Herr Schäffer vom Direktorium der Internationalen Artistendie bisher erfolglos angekämpft ist. Der einzige Weg, diesem uner- famte Arbeiterschaft, die Glasarbeiter vorläufig noch zu Genossenschaft, sowie der Vorsitzende des Vereins Berliner Variétébefizer, hörten Treiben einigermaßen Einhalt zu gebieten, ist die Begünstigung unterstützen. Kalbhenn, geladen, die Verhandlungen leitete Geh. Ober- Regierungsder Einfuhr ausländischer Kohle. Welche Feinfühligkeit die Interessenten rat Hoffmann im Beisein des Regierungspräsidenten Kruse- Königsdafür an den Tag legen, bezeugt der Umstand, daß in Anbetracht der Der Holzbildhauerstreik in Bremen ist beendet. berg. Im Ministerium war ein Gesezentwurf über die Pflichten und Ronfurrenz mit der englischen Kohle aus dem westfälischen Gebiet Forderungen der Streikenden sind anerkannt worden. Rechte der Stellenvermittler für Bühnenangehörige ausgearbeitet nach Hamburg in den ersten 7 Monaten d. J. die Einfuhr um Firma, welche noch nicht bewilligt hat, bleibt gesperrt. worden, welcher verlesen wurde und die Grundlage der Beratungen 48 876 Tonnen zugenommen hat und Preisermäßigungen eintraten. Wegen Beleidigung eines Streitbrecher Agenten, d. h. bildete. Trotz einer mehr als sechsstündigen Dauer der VerBerücksichtigt man die schlechte Geschäftslage, den verminderten Vereines Mannes, der beim Steinfegerstreit in Wandsbed planmäßig handlungen wurde kein endgültiges Resultat erzielt, weil die Sach dienst der Arbeiter und den Umfang der Arbeitslosigkeit, dann erkennt Streitbrecher angeworben hat, ist der Vorsitzende der Wandsbecker verständigen vor Abgabe bindender Erklärungen erst die Meinung man in diesem Syſtem rücksichtsloser Ausbeutung eine Erscheinung, Filiale des Steinsetzer- Verbandes zu einer Geldstrafe von 50 M. ihrer Vereine hören wollten. Es soll deshalb, voraussichtlich im die fich nur aus der kapitalistischen Wirtschaftsordnung erklärt. verurteilt worden. Der Verurteilte hatte nämlich den Agenten, weil Monat November, eine neue Konferenz einberufen werden. dieser unter Verschweigung des Umstandes, daß in Wandsbeck ge= streift wird, Steinsetzer nach dort gelockt, einen Schwindelagenten Lohnfklaven in der freien Schweiz. genannt. und konnte die Preise diktieren. Größe der ungünstigen Konjunktur. Für die in Köln von der Gemeinde errichtete Versicherungskaffe gegen Arbeitslosigkeit sind in diesem Jahre die Beitrittserklärungen so zahlreich, daß die Kasse weitere Aufnahmen ablehnen mußte, weil versicherungstechnisch die Höchstzahl der Versicherten erreicht ist. Bemerkenswert ist, daß die Arbeitsstätte des Gefängnisvereins in diesem Sommer so start von Arbeitslosen in Anspruch genommen wurde, daß mehr als 200 Gesuche wegen mangelnder Beschäftigung abgewiesen werden mußten. = = Die Nur eine Ein Gewerkschaftshaus in Hamburg soll, wie einem hiesigen Blatte telegraphiert wird, einem Beschluß des Hamburger Gewert fchafts- Kartells zufolge, errichtet werden. Krefeld, 19. September. Wolffs Telegraphen- Bureau meldet: Der nunmehr acht Wochen dauernde Ausstand der Sammetscherer ist heute beendet. Die Sammetscherer erklärten sich bereit, die Arbeit bedingungslos wieder aufzunehmen. Anmerk. d. Ned.: Eine Bestätigung von gewerkschaftlicher Seite Für den Geschäftsgang in der Industrie ist bezeichnend, daß die sächsischen Eisenbahnen im Monat August gegen das Vorjahr eine Mindereinnahme von 730 770 M. in Güterverkehr auf- ist uns noch nicht zugegangen. weisen. Für die Zeit von Januar bis Ende August erhöht sich die Mindereinnahme auf 2781 109 M., den Personenverkehr mit eingeschlossen betrug die Summe 3 650 677 M., d. h. die Einnahmen janten von 87 250 602 m. auf 83 599 925 M. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Ausland. In dem jüngst erschienenen Bericht des schweizerischen Arbeiters sekretariats für das Jahr 1900 wird berichtet über die Ergebnisse einer Untersuchung der hansindustriellen Seidenweber in einer Anzahl Gemeinden des Berner nra, so in Courroug, Viques, Corban, Courchapoig und Mervelier. Neimann fand da junge Mädchen mit un entivickelter und eingefallener Brust, bleich und hohlwangige Burschen, von Alter und Elend gebeugte alte Leute, welche auf Stühlen primitivster Konstruktion die Seide zu fuisternden Stoffent weben und zwar von morgens 4 Uhr bis abends 9 Uhr im Sommer, von 6 Uhr morgens bis 10 und 11 Uhr abends im Winter, stetig, unaufhaltsam, bis zum Niedersinken. Der Verdienst variiert, je nach der Güte der Seide, von 75 Cts. bis 1 Fr. pro Tag, den Tag zu 15 bis 16 Stunden gerechnet. Mit der Ablieferung der fertigen Stücke müssen sie außerdem einen halben Tag versäumen und dabei froh sein, wenn nicht noch mit allerlei Spitfindigkeiten Abzüge gemacht werden. Die Nahrung dieser armen Weber und Weberinnen entspricht dem Lohn, den sie erhalten. In einem Dorfe famen wir gerade zur Mittagszeit an. Auf dem Tisch die Mahlzeit, meistens eine Tasse schalen Kaffees und einige Kartoffeln; Brot giebt's nicht, das ist zu teuer. Die an sie gerichteten Fragen beantworteten diese Leute zuerst nur widerstrebend, nach und nach thauten sie auf und erzählten in einförmigem, schleppendem Tone die ganze Geschichte ihres Lebens. Eine ununterbrochene Kette von Leid und Entbehrung." Also schlesische Weber in der Schweiz! Die Seidenbarone, die diese schamlose Ausbeutung betreiben, sigen in Basel und in Thalweil. Aber fie praktizieren noch eine weitere Schamlosigkeit, indem sie zur Bevormundung fügen. Als am 20. Mai 1900 über die Krankenund Unfallversicherung abgestimmt wurde, welche in den Seidenbaronen ihre wütendsten Gegner hatte, wurden die ausgehungerten, unwissenden und mutlosen hausindustriellen Seidenweber von den Werkzeugen der Seidenbarone mit der Drohung eingeschüchtert, daß ihre Löhne sofort sinken würden, wenn die Vorlage Annahme fände. Wie diese perfide Drohung wirkte, zeigen folgende Zahlen. Es wurden abgegeben; in Conrrong 9 Ja und 96 Nein, in Viques 3 Ja und 95 Nein, in Corban 3 Ja und 73 Nein, in Courchapoir 3 Ja und 61 Nein, in Mervelier 4 Ja und 99 Nein! Diese nachträgliche Beleuchtung der Abstimmung vom 20. Mai 1900 kann die Verwerfung der Vorlage nicht mehr verwunderlich erscheinen laffen, denn zweifellos ist an zahlreichen andren Orten in der gleichen Weise die Arbeiterschaft eingeschüchtert worden. Die streikenden Fischer in Grimsby( England) haben, wie der Frankf. 3tg." telegraphiert wird, am Mittwoch das Bureau des Fischerei- Unternehmer- Verbandes völlig demoliert und die kostbare Einrichtung auf die Straße geworfen. Einige Mitglieder des Verbandes hielten eine Stonferenz ab; als der Tumult begann, entkamen sie durch ein hinteres Fenster. Ein Inspektor der Dockpolizei wurde arg mißhandelt. Die Tumultuanten waren Die Militäreffekten- Gürtler, die zumeist im Deutschen Metall- meist junge Leute von 20 Jahren. Das geringe Polizeiarbeiter- Verbande organisiert sind, haben im Laufe der vorigen Woche Aufgebot war ihnen gegenüber ganz machtlos. Die Volksmenge, die an ihre Unternehmer die Forderung gestellt, an Stelle der bisherigen sich ansammelte, belief sich auf 10 000 Personen, meist Fischer. Alle zehuſtündigen Arbeitszeit die ne un stündige bei gleichen Löhnen Dokumente im Gebäude wurden in Stücke geriffen. Der ganze einzuführen. Ferner wurden für Ueberstunden, soweit solche Tumult war das Werk weniger Minuten und überraschte die Stadt überhaupt erforderlich find, 25 Proz. Aufschlag gefordert. völlig. Die Polizisten wurden einzeln zur Stelle geschickt und dann Die Lohnbewegung hat einen günstigen Verlauf genommen. tam Feuerwehr an, es wurden aber noch keine Verhaftungen vor Von den in Betracht kommenden 12 Firmen, welche insgesamt genommen. Die White Star"-Fischerei- Gesellschaft hatte Streit204 Gürtler beschäftigen, bewilligten 10 Firmen mit 166 Arbeitern brecher engagiert, um einen Dampfer hinauszubringen. Dies erwirtschaftlichen Ausbeuting und Aushungerung die politische sofort, und nur bei zwei Firmen kam es zu ernstlichen Differenzen. bitterte die Streikenden zum Tumult. Dieselben sind jedoch nach mehrmaligem Verhandeln zwischen den Unternehmern und der Lohntommission zu Gunsten der Arbeiter beigelegt, sodaß zum 1. Oktober in fast allen Betrieben die neunstündige Arbeitszeit eingeführt wird. Nur in zwei Betrieben dürfte dies nicht der Fall sein. Hier liegt es aber nicht an den Unternehmern, sondern an den Arbeitern, welche, obwohl die Unternehmer bewilligten, erklärt haben, lieber zehn Stunden arbeiten zu wollen. Hoffentlich kommen diese sonderbaren Schwärmer für lange Arbeitszeit doch noch zu der Einsicht, daß die Junehaltung des Neunstundentages im Interesse aller Berufsangehörigen liegt und daß nur mangelnde Einsicht sich gegen einen derartigen Fortschritt, wie die Verkürzung der Arbeitszeit, sträuben kann. Kleine Mitteilungen. Der Verein der Mineralwaiierarbeiter hat sich der Berliner Gewerkschaftskommission angeschlossen und das Mitglied Albold zum Delegierten für diese Körperschaft gewählt. Die im Holzarbeiter- Verband organisierten Bürsten- und Pinselmacher ersuchen ihre Kollegen, falls ihnen nicht desinfiziertes Borstenmaterial zur Verarbeitung übergeben wird, dies dem Vorsitzenden der Milzbrand- Kommission, Kollegen Bauer, Swinemünderstr. 49, mitzuteilen. Deutsches Reich. Das Ende des Glasarbeiterftreiks. Sociales. Reichsgericht und Umsatzsteuer. Der Konsumverein Löbtau ( Dresden), der in Cotta eine Filiale hat, war von dieser Gemeinde zu einer Umsatzsteuer von 2 Proz. herangezogen worden. Er hatte dagegen Klage geführt, war aber sowohl vom Landgericht wie vom Oberlandesgericht Dresden mit der Klage abgewiesen worden. Auch das Reichsgericht erkannte auf Abweisung und zwar wegen luzu ständigkeit. In der Begründung wurde ausgeführt, daß nach dem Urteil der Vorinstanzen die Rechtsfrage vollständig auf jächsischem Rechtsgebiete liege; dem habe sich das Reichsgericht angeschlossen und deshalb sei das Urteil des Oberlandesgerichts endgültig. Was den§ 9 der Gewerbe- Ordnung anbetreffe, to sei zu fragen gewesen, ob die Steuer zu Recht bestehe. Die Kläger haben aber selbst behauptet, daß ihr Verein kein Gewerbebetrieb sei. Deshalb eigne fich diese Frage auch nicht zur richterlichen Entscheidung und gehöre nicht hierher. So fälscht der Kapitalismus den Volkswillen, so fälscht er die Demokratie und so hat er aus den freien Söhnen der Berge" völlig versumpfte Lohnfklaven und Heloten gemacht. Sie Die englische Bevölkerungsfrage. Die britische Vereinigung der Vertreter der Wissenschaft( British Association), die vorige Auf einen ähnlichen Standpunkt hatte sich das Oberlandes Woche zu ihrer Jahreskonferenz in Glasgow. zusammentrat, be gericht gleichfalls gestellt. Danach ist nun der Konsumverein, weil schäftigte sich am Montag mit der Bevölkerungsfrage Englands.. Die er ein Gewerbe betreibt, zu der Umsatzsteuer veranlagt, Abnahme der Geburten, wie sie die letzte Volkszählung er alle Gerichte erklären aber, der Verein betreibe fein Gewerbe, deswegen aber können ihm die Gerichte nicht helfen. Das Reichsgericht( Nineteenth Century", gab, war bereits Gegenstand mehrerer Artikel in der Presse Times" 2c.) und wurde deshalb auf nach seiner Meinung deshalb nicht, weil fein Reichsgejek die Tagesordnung der ökonomisch- statistischen Sektion der Um die Erhaltung des Koalitionsrechts, un die ungehinderte verletzt fei und das Oberlandesgericht nach seiner Meinung des genannten Bereinigung gesetzt. Der Vorsitzende dieser Sektion ist Freiheit, ihrer Organisation anzugehören, drehte fich der gewaltige halb nicht, wazu noch bemerkt, daß die Bereine in ihrer Eigenschaft hatte Dr. Edwin Caman übernommen, der sich als ginanz: weil die Sache die Gerichte überhaupt nichts angehe. der weltbekannte Statistiter Sir Robert Giffen. Das Referat Kampf, den die Glasarbeiter Deutschlands geführt haben. Leider Es sei sahen sich die Streitenden genötigt, den Kampf aufzugeben, ohne als juristische Person schon außer der Umsatzsteuer ihre Stener historiker und Statistiker eines bedeutenden Rufes erfreut. Er sagte: daß sie auch nur einen Schritt näher zu ihrem Ziele: Anerkennung zahlen. Die Umsatzsteuer wird ihnen nur aus dem Grunde auf- Die Abnahme der Geburten ist eine unbestrittene Thatsache. der Stoalitionsfreiheit, gekommen wären. Es ist das ein Ausgang, erlegt, weil sie einen Handelsumsatz haben, also ein Gewerbe be- steht in keinem ursächlichen Zusammenhang mit der Zahl der Cheder jeden klassenbewußten Arbeiter auf das schmerzlichste berühren treiben. muß. Nicht nur, daß die streikenden Glasarbeiter nichts erreicht schließungen, denn diese zeigt keine Abnahme. Aber die Familien Das ist politische Juristenlogik! sind kleiner geworden. In den Jahren 1881 bis 1884 haben, sie sind vielleicht weiter von ihrem Ziele entfernt, als es vor dem Kampfe der Fall war, und haben manche Position, die sie vorher Der deutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflege hält euifielen 4,36 inder auf die Familie; 1899: 3,74; 1900: inne hatten, verloren, denn die Unternehmer fühlen sich jetzt als gegenwärtig in Rostock seine 26. Versammlung ab. Zuerst wurde ca. 3,63. Gine stationäre Bevölkerung wäre zwar für England kein die Sieger und sie nutzen die Situation aus, um die Niederlage der über die Bedeutung der örtlichen Gesundheitskommissionen ver- Unglück. Wenn man indes betrachtet, daß die englischen Kolonien Streifenden zu einer vollständigen zu machen. Die Besiegten sollen handelt, deren Wichtigkeit allgemein anerkannt wurde; von einer( Australien, Kanada, Südafrika) auf dem Ueberfluß unsrer Begedemütigt, der Verband soll vernichtet werden. Das scheint die Beschlußfassung wurde abgesehen. völkerung beruhen; ferner, daß diese Kolonien ein niedriges und Parole des größten Teils der Glasfabrikanten zu sein. Immerhin Ueber die Hygiene der Molkereiprodukte sprach stets abnehmendes Geburtsverhältnis zeigen, fo gewinnt die giebt es unter diesen noch einzelne Ausnahmen, die im anerkennens- Geh. Medizinalrat Dr. Löffler aus Greifswald, deffen Ausführungen englische Bevölkerungsfrage einen ernsten Charakter. Sie betrifft das werten Gegensatz zu Hehe und Genossen die Kapitulation der Arbeiter in folgenden Leitfäßen zusammengefaßt find: englische Empire. nicht zur tiefsten Demütigung der letzteren ausingen. Bom hygienischen Standpunkte aus ist zu verlangen, daß die Ein Bild der Situation, wie sie sich unmittelbar nach Aufhebung Molkereiprodukte, wenn sie in die Hand des Konsumenten gelangen, des Streits gestaltet hat, giebt folgende Darstellung, die uns die von normaler Beschaffenheit sind, keine konservierenden Zusätze entVerbandsleitung der Glasarbeiter sendet: halten und vor allen frei sind von gesundheitsschädlichen( giftigen und ansteckenden) Stoffen. Die hierauf folgende Diskussion ergab nichts Bemerkenswertes. Der Vorsitzende, Sir Robert Giffen, erklärte, das Problem sei ungemein schwierig; in den Jahren 1850-1880 war die Zahl der Geburten eine stetig wachsende; welche hemmende Ursachen in den Tetzten zwanzig Jahren wirksam waren, fönne er nicht sagen. Gerichts- Beitung. Als am 13. Juli der Firma Heye in Gerresheim seitens der Kommission die Kündigung überreicht wurde, erklärte jener Herr Eine leberwachung der gesamten Produktion und des Verzur Kommission:" Das Koalitionsrecht ist eine durch Gesetz fest taufes der Molkereiprodukte ist zur Zeit unmöglich, weil die gelegte Institution, daran kann ich nichts ändern, denn was durch Produktion in einer außerordentlich großen Zahl von Kleinbetrieben Gesetz festgesetzt ist, dem habe ich mich zu fügen." Das war Herr erfolgt, welche vielfach direkt an die Konsumenten liefern, ohne die Hehe am 13. Juli. Wie liegen aber nun die Dinge am Produkte auf den Markt zu bringen oder in Verkaufsstellen feil zu der Spigmarke„ Herzog und Kammerfrau" bekannte Streitfache des 18. September? Als die Vertreter der Arbeiter an diesem Tage halten. Da gerade in den Kleinbetrieben häufig die notwendige sich nach dem Comptoir begaben, um zu erklären, daß sie Sorgfalt und Reinlichkeit bei der Gewinnung und Zubereitung vergesonnen sind, die Arbeit aufzunehmen, da wurde zur Bedingung gemacht: Austritt aus dem Verband. Erst werden Erklärungen über Erklärungen abgegeben, daß gegen die Organisation nichts eingewendet werden darf, weil dieselbe durch Gesetz festgelegt ist, und kaum ist der Streit beendet, da verlangt man Austritt aus der Organisation. In Bergedorf, Flensburg, Döhlen und Dresden wurden die Kommissionen ebenfalls nicht empfangen. Es wird verlangt, jeder Kollege muß selbst nach dem Comptoir kommen. Jedenfalls werden hier erst die nötigen Reden über den Wert der Gewerkschaftsorganisation gehalten. mißt wird, und da bei den überaus häufig anzutreffenden mangelhaften hygienischen Zuständen auf dem Lande( schlechte Brunnen) die Gefahr einer Jufizierung der Molkereiprodukte mit menschlichen Infektionsstoffen eine nicht geringe ist, so wäre eine Ueberwachung sämtlicher Produktionsstellen, welche Molkereiprodukte in den Verkehr bringen, anzustreben. Die besten Garantien für eine normale Beschaffenheit der Molkereiprodukte bieten die Genossenschaftsmolkereien. In ihrem eignen Jntereffe liegt es, daß folgende Anforderungen erfüllt werden: 1. daß ein gesundes Personal vorhanden ist; 2. daß ein gutes, vor jeder Infektion geschüttes Wasser für den Betrieb zur Verfügung steht; Herzog Ernst Günther von Schleswig- Holstein. Die unter Frl. Anna Milewski wider den Herzog Ernst Günther von SchleswigHolstein beschäftigte hente wider die 13. Civiltammer des Landgerichts I. Die Klage geht dahin, den Herzog Ernſt Günther zu verurteilen, der Klägerin 16 000 m. nebst Zinsen vom 9. Februar dieses Jahres an zu zahlen. Die Klägerin verlangt Schadensersatz auf Grund des§ 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches und erhebt Befisklage auf Grund des§ 861 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Die Vorgeschichte dieses Prozesses dürfte noch allgemein bekannt sein. In einem früheren Termin im Juni d. J. war beschlossen worden, Herrn v. Blumenthal durch das zuständige Dresdener Gericht als Zeugen vernehmen zu lassen. Diese Vernehmung hat stattgefunden. Der Zenge hat ausgefagt: In der zweiten Hälfte des Jamar habe er auf Wunsch des Herzogs Ernst Günther eine Reise nach Kairo gemacht, um die Brinzessin Amalie von der Klägerin zu trennen. Herzog Ernst Günther habe ihm auch die Gründe zu diesem Vorgehen mitgeteilt. Danach sei Fräulein Milewsti eine Kammerjungfer im Dienste der Prinzessin Amalie und habe bei dieser eine Vertrauensstellung sich zu erringen gewußt, sie treibe großen Aufwand, lege sich einen ihr nicht zukommenden Titel bei und habe einen nicht zu billigenden Einfluß auf die Prinzessin. Er als Chef der Familie halte es für feine Aufgabe, die Prinzessin von diesem Einflusse zu befreien, und dazu gehöre, daß Fräulein Milewski aus Kairo entfernt werde. tierärztlicher Kontrolle stehender Anstalten zur Herstellung von Der Zeuge hat weiter ausgesagt, daß er nach dem ihm gewordenen Kindermilch wird naturgemäß eine weitgehende Garantie geboten Auftrage ein besonderes Augenmerk auf die Schmucksachen für eine unschädliche und gute Beschaffenheit der Milch. der Prinzessin richten solle, einen Auftrag, der Klägerin 3. daß die Milch von gesunden Tieren reinlich gewonnen und reinlich verarbeitet wird; 4. daß die Milch von dem in ihr enthaltenen Schmutz befreit wird; Das Telegramim aus Kreuznach besagt: Kommission stritte abgelehnt, jeder muß einzeln kommen, 6 Monate sich zur Arbeit verpflichten, Vorstand nicht wieder eingestellt. Im Königreich Heye in Nienburg begab sich die Kommission ebenfalls nach dem Comptoir. Es wurde hier die Erklärung abgegeben: Interhandlung giebt es überhaupt nicht. Wer die Arbeit aufnehmen will, hat selbst zu kommen. Am Nachmittag begab sich dann die Mehrzahl nach dem Comptoir, die übrigen am nächsten Tage. Es wurden hier folgende Bedingungen gestellt: Durch die Einrichtung besonderer, unter dauernder ärztlicher und Das Verbandsbuch wird nicht verlangt, jedoch mußte sich jeder unterschreiben, daß er dem Verband nicht mehr an gehört, die Gastwirtschaft von Henkel nicht mehr besuchen und Durch eine Kontrollierung einer Durchschnittsprobe aus einer Molkerei wird das Melkprodukt zahlreicher Produzenten kontrolliert, die Kontrolle daher sehr vereinfacht. Schulkommission Die Gelder wegzunehmen, habe er nicht gehabt. Erst als er auf der steuerung der Milch von 11%, auf 132 f. pro Liter, die bei einem schloffen sind, auch respektieren müsse. Arendsee vertrat die Bolizei in Begleitung des deutschen Konsuls Anton in Kairo die täglichen Durchschnittsverbrauch von 600 000 Liter eine jährliche Mehr- Meinung, daß dieser Protest als von einer ganz zu Unrecht einKlägerin besuchte, habe er davon erfahren, daß diese eine größere belastung von ca. 5 Millionen Mark für die Berliner Bevölkerung berufenen Versammlung gefaßt, längst erledigt sei, was Borgs Summe Geldes in ihrem Koffer bewahre. Von der beschlag- bedeutet, nach feiner Richtung hin gerechtfertigt ist. Der Redner mann bestritt. a hrow verlas deshalb diesen neuen Protest, nahmten Summe feien 8000 M. für den Lebensunterhalt und die führte dann aus, daß die kleinen und mittleren Bauern, die den woraufhin Uebergang zur Tagesordnung beantragt, bon Bedürfnisse der Prinzessin draufgegangen, der Rest von 8000 M. fei Großagrarieru jezt willig Gefolgschaft leisten, selbst feinen Vorteil Borgmann aber bekämpft wurde. Dieser Antrag gebei Herrn v. Mohl hinterlegt. Der Klägerin sei bei ihrer Entfernung von der Milchverteuerung haben und zu spät einsehen werden, daß langte nach zweimaliger Abstimmung mit etwa 800 gegen aus Kairo, die auf einen Ausweisungsbefehl der ägyptischen Regierung sie wieder einmal von ihren Freunden" tüchtig übers Ohr gehauen 300 Stimmen zur Annahme. Ein Teil der Minderheit verließ erfolgte, gesagt worden, daß, wenn sie in Berlin den Nachweis ihrer worden sind. Der Brotwucher und der Milchwucher ist von dem infolgedessen unter großer Unruhe den Saal. Numehr begann die Eigentumsrechte an dem Gelde erbringen fönne, ihr dieses nicht selben Geist geboren und von denselben Leuten insceniert. Vor- Beratung des von der Kommission entworfenen Organisationsvorenthalten werden würde. Der Herzog Ernst Günther fei nicht bildlich für den Milchring ist unter anderm der Zuckerring, Statuts, welches insgesamt 9 Baragraphen umfaßt, wozu eine in den Besitz, des Geldes gekommen. Auf die Frage, wie durch den der Zuder um etwa 150 Broz. verteuert wurde. Anzahl Abänderungs- und Ergänzungs- Anträge gestellt waren. Bei der Ausweisungsbefehl der ägyptischen Regierung zu stande ge- Der Milchring beabsichtigt, wie in einem vertraulichen der Beratung der einzelnen Paragraphen wurden der Kommissionskommen und ob dabei eine Intervention des deutschen Konsuls mit- Cirkular jezt schon mitgeteilt wird, auch eine fünstliche Entwurf von Hinge und Eugen Ernst, die Anträge hierzu gewirkt habe, hat Herr v. Blumenthal eine Bengenaussage ver Preissteigerung aller ländlichen Produkte herbei zumeist von Kröhn und Borgmann begründet. weigert. Der Vertreter der Klägerin beantragte die Bereidigung zuführen, wenn der Kampf einen für ihn günstigen Verlauf nimmt. Nach etwa dreistündiger Beratung gelangte indes der ganze des Zeugen und hielt ihn nicht für berechtigt, die zulegt Daß dies nicht eintritt, dafür müssen die Kon Entwurf der Kommission, mit einer fleinen Abänderung im§ 4, erwähnte Frage nicht zu beantworten. Gerade diese Frage sumenten forgen und gemeinsam mit den Milch im einzelnen gegen oft erhebliche Minderheiten, im ganzen gegen fei sehr wichtig. Die Klägerin begründe ihren Anspruch auf händlern gegen die Verteuerung eines der 42 Stimmen zur Annahme. Borgmann protestierte dagegen, § 823 BGB., fie behaupte, daß der Verklagte derjenige gewesen wichtigsten Nahrungsmittel vorgehen. Es ist nicht daß die Funktion des Vertrauensmannes nicht genügend flar be sei, auf deffen Veranlassung die Ausweisung erfolgt und daß richtig, daß die Milchhändler die Preiserhöhung tragen können, denn stimmt sei, worauf Arendsee und Hinge entgegneten, daß diese nicht auf diplomatischem Wege zu stande gekommen sei, sondern deren Verdienst ist in der That kein so bedeutender, zumal nach den darauf besonders Rücksicht genommen wurde, um in Zukunft zu vers eine gefezwidrige Handlung darstelle, die die französische Polizei auf abgeschlossenen Verträgen das ganze Risiko dem Händler aufgebürdet hindern, daß der Vertrauensmann allein in autokratischer Weise Wunsch des Herzogs Ernst Günther vorgenommen habe. Danach ist. Die neuen Vertäge sind noch viel schlimmer als die bisherigen, persönlich die ganze Bewegung beherrsche.( Lebhafter Beifall.) Ein würde der Verklagte der Anstifter zu einer unerlaubten Handlung fie sichern den Milchverpächtern alle Rechte, bringen die Händler Antrag Adler, auch über die mit 78 und 79 bezeichneten Anfein. Die Erörterungen der Vertreter beider Parteien beschränkten in völlige Abhängigkeit, legen ihnen alle möglichen Verpflichtungen träge abzustimmen, welche die Genossen der Schönhauser Vorstadt fich auf die Frage der Vereidigung des Herrn v. Blumenthal. Die auf, für deren Erfüllung sie mit ihrem ganzen Vermögen haften werwerfen bezw. über sie eine Urabstimmung verlangen, wurde mit Bereidigung wird demnächst vorgenommen werden. Ob dies in müssen. Hingegen ist der Gewinn der Milchproduzenten schon bis übergroßer Mehrheit abgelehnt. Die von der Versammlung abDresden oder an hiesiger Gerichtsstelle geschehen wird, ist noch nicht her ein sehr hoher gewesen und wenn fie die Preissteigerung mit gelehnte Resolution erklärte den Entwurf der Kommission für entschieden. der angeblichen Futternot begründen wollen, so ist dies insofern hin unannehmbar, weil derfelbe gegen die Beschlüsse des Mainzer Ein seines Wertinhaltes beraubter Geldbrief bildete die fällig, als ja bereits vor einem Jahre, als die Futternot noch nicht Parteitages und gegen unser Programm verstoße. Sollte Grundlage zu der Betrugsantlage, welche gestern vor der zweiten vorhanden war, die Milchverteuerung in Aussicht genommen, die Generalversammlung den Entwurf der Kommission annehmen, so Straffammer des Landgerichts I gegen den Kaufmann Alwin beziehungsweise festgesetzt worden ist. Die Berteuerung, die in jedem behalten sich die Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt weitere und die in Blocher verhandelt wurde. Der Angeklagte, der eine Luruspapier- Falle eine Einschränkung des Milchgenusses und eine Herabsetzung des Maßnahmen vor. Der Vorsitzende Fahrow ermahnte am Schluffe der Beratungen Handlung engros betreibt, befaßt sich außerdem mit dem Vertrieb Konsums verursacht, wird insbesondere bei der gegenwärtigen wirtvon Bildern. U. a. stand er auch mit dem in Italien weilenden schaftlichen Not zur Folge haben, daß die Kinder der armen die Mitglieder, nicht nur für das mun endgültig angenommene neue Maler Fuchs in Geschäftsverbindung. Dieser sandte ihm eine An- Bevölkerung und die Kranten noch viel weniger und allgemeine Statut, sondern stets in reger Arbeit für das Gedeihen zahl Bilder, bestimmte den Preis und überließ dem Angeklagten den schlechtere Milch bekommen und die allgemeine Sterblichkeit und die Ausbreitung des Wahlvereins zu agitieren. dafür erzielten Ueberschuß. Am 28. Dezember 1900 fandte der An- erheblich zunimmt. getlagte an Fuchs, der sich damals in Salo in Italien aufhielt, Neben den Milchhändlern, die, wenn sie die erhöhten Preise Die Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker verhandelte einen mit fechs Siegeln verschlossenen Geldbrief, der 380 m. bezahlen und die Erhöhung auf die Konsumenten abwälzen wollen, gestern in einer Versammlung bei Buste über die Centralisation der enthalten sollte. Das Gewicht wurde auf dem hiesigen Bostamt auf infolge des geringeren Konjums zum großen Teil in ihrer Eristenz Arbeitsvermittelung. Von dem Antragsteller A. Koch wurden die unter welchen die Vereinigung 41/2 Gramm festgestellt. Vor der Ausgabe am Bestimmungs. gefährdet werden, würden insbesondere auch die Bäder in Mitleiden verschiedenartigen Mißstände, und die orte wurde der Brief wieder gewogen, das Gewicht betrug wiederum fchaft gezogen, denen eine Mehrausgabe von ca. 180 000 M. erwächst. bezw. deren Mitglieder leiden, eingehend erörtert 41½ Gramm. Als der Adressat den Brief öffnete, fand er kein Geld Nachdem der Redner noch die geradezu unverschämte Kampfesweise der Centralisierung des Arbeitsnachweises, wodurch auch eine gedarin, sondern nur zwei beschriebene Briefbogen und eine an den Milchwucherer treffend gekennzeichnet hatte, forderte er auf, dem rechtere Verteilung der Arbeitsgelegenheit unter den MitAngeklagten gerichtete Postkarte, welche auf eines der ihm gesandten Milchring einen Ring der Konsumenten gegenüber zu stellen, und gliedern ermöglicht werden soll, empfohlen. Durch regelmäßige Bilder Bezug hatte. Es zeigte sich, daß der Brief mittels eines den Boykott der märkischen Milchbauern" mit einem Boytott Proben und sonstige durch das Reglement festgesetzte Einrichtungen Schnitts mit einem scharfen Messer an der unteren Breitſeite ge- der„ Milchcentrale" 311 beantworten. Es ist zu erwarten, soll eine bessere musikalische Ausbildung der Mitglieder stattfinden öffnet und vorsichtig wieder zugeklebt worden war. Hatte der Brief daß ohne die Milchcentrale" genügend Milch auf den Markt kommt. und versucht werden, die Leistungsfähigkeit der Vereinigung zu wirklich Papiergeld enthalten, so mußte es wieder herausgenommen Aufgabe der Bevölkerung wird es sein, genau so wie gegen den heben. Nach einer langen Diskussion, in der die meisten Redner darauf hinwiesen, daß die Vereinigung für diesen Plan zu mangelworden sein, bevor der Brief zur Post gegeben wurde, da sich sonst Brotwucher, auch gegen den Milchwucher Front zu machen. ein Gewichtsunterschied hätte herausstellen müssen. Eine ganze Reihe Die Ausführungen des Referenten wurden mit stürmischem haft und noch nicht fräftig genug sei, und daß in erster Linie dabin von Umständen sprachen dafür, daß der Angeklagte den Betrug Beifall aufgenommen und hierauf einstimmig folgende Resolution gestrebt werden müsse, die Vereinigung leistungsfähiger zu machen, damit die vielfachen Klagen der organisierten Arbeiter aufhören, begangen hatte, obgleich er es energisch bestritt. Er behauptete, daß beschlossen: er dem Brief drei Scheine zu je 100 m., einen Fünfzig, einen Die am 18. September in der Brauerei Friedrichshain tagende wurde die Centralisation der Arbeitsvermittelung in geheimer Ab Bivanzigmarkschein und zwei Fünfmartscheine einverleibt habe, im Voltsversammlung erklärt einmütig, die wucherischen und ſtimmung mit 42 gegen 29 Stimmen abgelehnt. ganzen also 380 M. Das Papiergeld würde ein Gewicht von neun gemeingefährlichen Pläne zur Milch verteuerung Lichtenberg. Eine Bersammlung des Socialdemo Gramm ausmachen. Der Angeklagte erklärte, daß er seinen mit allen zulässigen Mitteln bekämpfen, namentlich tratischen Wahlvereins für den Bezirk Lichten Geld, upate beer bolt hinzugezogen habe, als er das auch dafür Sorge tragen zu wollen, daß die Frauen des trati besprach, a cutechenbergere tu Beairt sigten. Dann sei er gleich arbeitenden Voltes die Milchhändler in dem Stampfe gegen berg besprach in eingehender Weise das Thema„ BebauungsGesundheitskommission". darauf mit dem Burschen nach der Post gegangen, wo er fofort die Verteuerung des für Kranke und Kinder unentbehrlichsten ordnung abgefertigt worden sei. Er habe überhaupt keine Minute Nahrungsmittels mit ganzer Kraft unterstüßen und die Geschäfte Gemeindeverordneten Welt und Grauer berichteten über ihre Beit gehabt, noch etwas mit dem Briefe vorzunehmen. Er sei außer meiden, in denen Ringmilch zum Verkauf gestellt und der Parteifreunde Stellungnahme dazu, ohne Widerspruch zu finden. Eine Resolution wurde einstimmig angenommen, in welcher stande, eine Erklärung zu geben, wie und von wem die Beraubung wird." des Briefes vorgenommen worden sei. Als Belastungsgrund gegen den In der Diskussion wurde zunächst von dem Vorsitzenden des der Wahlverein erklärt, daß die Aufhebung der Vororts- Bauordnung Angeklagten wird angeführt, daß er sich in schlechter Vermögenslage Verbandes der Milchhändler Deutschlands, Herrn 2ulay, erklärt, nicht im Interesse der Einwohner, sondern ausschließlich im Interesse der Bodenspekulanten liege. Ferner wurde befand, von Gläubigern gedrängt wurde und vor Jahresfrist den Offen- daß die Milchhändler den Kampf gegen die Milchverteuerung schloffen, die Arbeiten der Gesundheitskommission dadurch zu unterbarungseid geleistet hat. Blochers Angaben wurden von seinem Lehrling energisch führen werden. Er gab der Hoffnung Ausdruck, wie dies stüßen, daß geeignete Fälle den Bezirksführern des Wahlvereins zur unterstüßt. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von neun daß sie in diesem Stampfe ebenso siegen werden, Monaten. Der Gerichtshof beschloß, noch den Postinspektor bereits in einigen Städten geschehen ist, zumal Weitergabe an die Kommissionsmitglieder mitgeteilt werden Wernice zu laden. Der Zeuge, der bald erschien, befundete, daß ihnen die Unterstützung der Presse und der gesamten Be- follen. Bei der Besprechung über das Ortsstatut für die Schulder Geldbrief unter 45 Gramm gewogen haben müsse, da sonst der völkerung gesichert ist. Der Vorsitzende des Berliner Molkerei- kommission wurde die Berfügung der Regierung, in der be sich selbst als Unstimmt wird, was das Ortsstatut in Bezug auf die Zusammens Bortosatz ein höherer gewesen sein müsse. Der Postinspektor stellte befizer- Vereins, Herr Dragel, auf einer zur Stelle beschafften Waage fest, daß der fragliche Brief parteiischer bezeichnete, versuchte das Vorgehen der Milchproduzenten fegung der Kommission zu enthalten habe( Ministerialverfügung vom jetzt noch 40 Gramm wog und daß die 880 M. in den erwähnten zu rechtfertigen. Die Ausführungen dieses Redners wurden wiederholt 26. Juni 1811! umd Regierungsinstruktion vom 23. Oftober 1817!), Scheinen ein Gewicht von 9/2 Gramm ausmachten. Wären die durch lebhaften Protest der zahlreich anwesenden Milchhändler unter als ein Beitrag zur Selbstverwaltung der Gemeinden" und das Verhalten der Bürgerlichen bei der Wahl der Kommissionsmitglieder der Der Vorsitzende Milchhändler Berlins Scheine demnach bei der Aufgabe in dem Briefe gewesen, so hätte brochen. und die Wahl eines der 8 Socialdemokraten in die Kommission wurde der Versammlung, Herr Wiesener, verwies dieser 50 Gramm wiegen müssen. Der Staatsanwalt blieb bei seinem Einberufer aus„ praktischen" Gründen vereitelt, durch Grauer beleuchtet. Antrage. auf die vorgenommenen Statistiken, die ergeben haben, Ueber die Kreiskonferenz und den Provinzialtag berichtete Ge die Milchwirtschaft für die Produzenten sehr rentabel ist noffe Liesegang. sehr Besonders besprach der Berichterstatter die Beund daß namentlich die„ märkischen Milchbauern" einen noch höheren Gewinn als die Milchproduzenten in andren Landesteilen erzielen. teiligung an den Landtags- Wahlen, die Genoffen auffordernd, schon Im weiteren Verlauf der Debatte wurde das geschäftliche Verhalten iezt mit den Vorbereitungen zu beginnen. von Berliner Molkereibefizern seitens der Milchhändler fritisiert, was zu erregten Auseinandersetzungen zwischen den ersteren und den letzteren Schuh vor Schuhleuten. Der Polizeisergeant Moslehner in führte. In der Versammlung entstand infolgedeffen lebhafte Unruhe; Rastenburg( Ostpreußen) wurde von der Straftammer in schließlich wurde noch folgende Resolution gegen wenige Stimmen Bartenstein zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, ist die englische Marine betroffen worden. angenommen: außerdem wurde ihm auf drei Jahre das Recht zur Bekleidung" Die Versammlung tadelt mit aller Entschiedenheit das Ver- Grimsby vom Donnerstag gemeldet: Es ist Grund zu der öffentlicher Aemter abgesprochen. Am 6. Juli d. J. hatte Moslehner halten der Berliner Kuhstallbefizer, die den traurigen Mut haben, Annahme vorhanden, daß der Torpedoboots- Zerstörer auf Anordnung des Bürgermeisters Pieper den 63 jährigen Arbeiter dem Milchring als Schleppenträger zu dienen und so dazu helfen mit in gesamten Besaßung die Luft geflogen in er einer Kesselprobe der Nordsee bei Galandi wegen Bettelns verhaften. zu Der alte Mann wollen, daß dem Volke, den franken Kindern, die notwendigste ist, während Ein Fischdampfer, welcher heute dem Polizisten in brutaler Weise ohne jeden Nahrung verteuert wird. Sie bedauert, daß es Berliner Geschäfts- Yarmouth unterzogen wurde. Grund gemißhandelt. So gab Moslehner dem im Wachtlokal leute giebt, die sich zu einer solchen Rolle hergeben." früh hier eintraf, brachte sechs Leichen mit, die er auf dem Wasser dienstthuenden Beamten das Zeichen zum Ceffnen dadurch, daß er treibend in der Nähe der Stelle angetroffen hatte, wo" Cobra" den Arrestanten mehrmals hart mit dem Kopf gegen die zuletzt gestern früh um 7 Uhr durch das Feuerschiff bei Dowsingam In einer gut besuchten Volksversammlung, die Gestern abend um Thür stieß. Im Wachtlokal hieb er dem Galandi mit einem Mittwochabend in der Frankfurterstraße 117 stattfand, referierte Ge- Sands in Rauch gehüllt gesehen worden war. Stock über den Kopf. In der Zelle stieß er dem Arrestanten noffe Franz Feldmann- Langenbielau über:" Die preußischen Uhr bemerkte das Feuerschiff die auf dem Wasser treibenden dann seinen Säbel in den Unterleib. Der Verletzte Junker in den Jahren 1806 und 1807." Redner verwies auf die Ab- Leichen und signalisierte dies dem Fischerboot, durch welches die= blieb liegen, bis er von dem dienstthuenden Kommissar aufgefunden ht, wieder einmal den Junkern auf Kosten des Volkes durch Zölle selben geborgen wurden. Die„ Cobra" ist ein neues Turbinenwurde. Der schon mehrfach vorbestrafte Moslehner wurde tros seines hartnäckigen Leugnens mit Rücksicht auf die große Borteile zu verschaffen und meinte, es wäre ganz müglich, sich einige schiff, ein Schwesterschiff der„ Viper", und noch nicht von der Heldenthaten der Vorfahren jener„ geborenen Stüzen des Bater- Admiralität abgenommen. An Bord befanden sich 60 Mann, Roheit, die er an den Tag gelegt hat, zu der genannten Strafe landes" näher anzusehen. Er schilderte dann an der Hand authentischen deren Schicksal, mit Ausnahme der 6 als Leichen aufgefundenen, noch Materials, wie nach den schmachvollen Niederlagen von Jena Der Wächter des Feuerschiffes erklärt, gestern früh um 7 Uhr der preußischen Truppen stehenden Junker sich in der schamlosesten sei offenbar ein Schiff mit vier Schornsteinen in zwei Teile geWeise gegen ihr Vaterland vergangen haben. Gut ausgerüstete und brochen, er habe niemand das Schiff verlassen sehen, Rettungsringe burschen H. entlassen, weil dieser, mit dem Wochenlohn vereinbart übergeben, ohne daß seitens der Feinde ein Angriff erfolgt ist. Der Drechslermeister Rost hatte den Lauf mit Proviant reichlich versehene Festungen haben sie den Franzosen mit dem Namen" Cobra" feien später aufgefifcht worden. worden war, auf die im Laufe des Arbeitsverhältnisses ihm zu- Kommandeure einiger Festungen haben sogar vor lauter Angst dem gemutete ta geweise Beschäftigung nicht eingehen wollte. 5. flagte Feinde, der noch nicht einmal in Sicht war, Offiziere entgegen ge- Lehte Nachrichten und Depeschen. auf Lohnentschädigung und der Beklagte Roft schickt, um die Kapitulation anzubieten. Und angesichts solchen wandte dagegen ein, daß er dem Kläger schon beim Engagement landesverräterischen Borgehens brüste sich heute das Juntertum mit Mechernich, 19. September.( B. H.) Auf dem hiesigen Bleis gesagt habe, in schlechter Zeit müsse er zuweilen ausfezen. seiner unwandelbaren Vaterlandsliebe und nenne die internationale bergwerke sind mehrere Arbeiter verunglückt. 8 wei derselben Auf Anraten der Kammer IV zahlte der Beklagte im Vergleichs Verbindung suchende Arbeiterschaft vaterlandslos. Das Volk müsse blieben tot, zwei andre konnten erst nach längerer Zeit verletzt wege 12 M., worauf Gewerberichter Dr. Meier ausführte: dafür sorgen, daß der nimmersatten Sippschaft nicht etwa durch die unter den Schuttmassen hervorgeholt werden. Man habe es hier wieder mit dem leidigen Aussehen zu Gesetzgebung neues Blut zugeführt, sondern der Lebensfaden verkürzt Trieft, 19. September.( B. H.) Infolge einer Polemik in der thu. Ein Recht auf das Aussetzen der Arbeit durch die Arbeitnehmer habe der Arbeitgeber nicht, es sei ein gegen werde.( Lebhafter Beifall.) An der Diskussion beteiligten sich die Independente" gegen die Schriftseter trat das Personal von die Arbeitnehmer habe der Arbeitgeber nicht, es sei ein gegen Genossen Wiesenthal, gubeil und Ad. Hoffmann unter brei hiesigen Drudereien in den Ausstand." L'Independ." seitiges Einverständnis erforderlich. Wenn der Beklagte gefagt dem Beifall der Versammlung. Wiesenthal tennzeichnete die modernen und mehrere andre Blätter sind gezwungen, in reduciertem Format habe, in schlechten Zeiten müsse der Kläger mal aussehen, dann Laibach, 19. September.( W. Z. B.) Bei den Landtags sei das rechtlich unerheblich. Nach dieser Nichtung hin Junker an Beispielen aus der neuesten Zeit, während A. Hoffmann zu erscheinen. könne der Arbeitgeber nur durch den Ausschluß der Kündigungsfrist auf die Naturgeschichte des Junkertums einging und launige Ver fich vor Nachteilen bewahren. Wo hier der Beklagte die Arbeits- und ihren Storn und mit Vieh handelnden Nachfolgern unfrer Tage.acht Slovenisch Fortschrittliche, ein Slovenisch- Selerikaler und ein sich vor Nachteilen bewahren. Wo hier der Beklagte die Arbeits- gleiche anstellte zwischen den adeligen Wegelagerern der Feudalzeit wahlen der Städte, Märkte und der Handelskammer wurden bedingungen die wochenweise Beschäftigung und den Wochen Nach einem zu lampfesfreudiger Bethätigung anfeuernden Schlußwort Deutsch- Fortschrittlicher gewählt. Die Slovenisch Fortschrittlichen einseitig habe ändern wollen, da hätte der Kläger ganz recht Feldmanns ging die Versammlung mit einem Hoch auf die inter- verlieren ein Mandat an die Klerikalen. gehabt, wenn er sich im Einverständnis mit seinem Vater darauf nationale völkerbefreiende Socialdemokratie auseinander. Lausanne, 19. September.( W. T. B.) Das Bundesgericht nicht einließ. hat die Auslieferung der vom Untersuchungsrichter in Dresden wegen betrügerischen Bankrotts verfolgten und in Luzern verhafteten Marie Beleh an die deutschen Behörden bewilligt. Der Gerichtshof tam zu der Ueberzeugung von der Schuld des Angeklagten. Derfelbe müsse um so härter bestraft werden, da durch sein Verhalten Postbeamte in Verdacht gekommen wären. Es sei auf ein Jahr Gefängnis und ein Jahr Ehrverlust erkannt, auch die sofortige Verhaftung des Verurteilten verfügt worden. wurde von berurteilt. John Sociale Rechtspflege. Vom Aussehen. Derlammlungen. andren daß und Auerstädt in den Jahren 1806 und 1807 die an der Spitze Die Von einem schweren Unglück seiner unbekannt ist. = be= Es wird darüber aus " Cobra" Haag, 19. September.( W. T. B.) Der Minister der Kolonien hat den Kammern einen Gesezentwurf unterbreitet, nach welchem die Ausfuhraölle auf Judigo und Kaffee aus Niederländisch- Indien aufgehoben werden. Der Wahlverein für den 6. Wahlkreis hielt am Mittwoch in der Badstraße eine äußerst start besuchte Generalversamm lung ab, um das Organisationsstatut zu beraten. Vor Zu der geplanten Milchverteuerung Beginn der Tagesordnung bemerkte der Vorsitzende Fahrow, daß hat am Mittwoch eine Boltsversammlung in der Brauerei Friedrichs- ein bereits in voriger Versammlung erledigter Protest der Genossen hain, in welcher der Reichstags- Abgeordnete E. Wurm der Schönhauser Vorstadt aufs neue eingereicht sei, über den wohl referierte, Stellung genommen. Der Referent, der das Vorgehen nicht mehr verhandelt werden könne. Borgmann widersprach der in dem Ringe vereinigten Milchproduzenten einer herben Kritit dieser Auffaffung ganz entschieden, da der neue Protest auch neue unterzog, wies in treffender Weise nach, daß die beschlossene Ver- Einwürfe enthalte, die man, da sie von etwa 500 Personen beVerantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Konstantinopel, 19. September.( B. S.) Nach Pariser Be richten beabsichtigt die französische Regierung, alle in Frankreich sich aufhaltenden türkischen Studenten auszuweisen. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt. Jr. 220. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 20. September 1901. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. = 27. Sigung vom Donnerstag, den 19. September, nachmittags 5 Uhr. Die Sigung wird vom Vorsteher Dr. Langerhans gegen 51/2 Uhr eröffnet. Der Ausschuß für die Vorlage des Magistrats und den Antrag Augustin betr. den Einfluß der Krankenhauspflege auf das Wahlrecht ist gewählt und hat sich konstituiert. Von der ſocialdemokratischen Fraktion gehören demselben die Stadtverordneten Stadthagen und Freudenberg an. In den Ausschuß für die Vorberatung des mit den StraßenbahnGesellschaften bezüglich der Einstellung des Accumulatorenbetriebes getroffenen Abkommens find u. a. auch die Stadtvv. Singer und Zubeil deputiert. Vorsitzender des Ausschusses ist Stadtv. Singer. Das Plenum vollzieht zunächst eine Reihe von Wahlen in Verwaltungsdeputationen und Kuratorien, bei welchen keiner unsrer Parteigenossen gewählt wird. Den Anlauf des an die Spree grenzenden, westlich der Wullenweberstraße gelegenen Teils der ehemaligen Judenwiese Berliner Partei- Angelegenheiten. Die Stadtverordneten- Versammlung hatte in ihrer gestrigen, nur kurzen Sigung Stellung zu nehmen zu Zur Lokallifte. Den Mitgliedern der Lokalkommission Berlins dem von der socialdemokratischen Fraktion einsowie besonders der Lokalkommissionen der Umgegend zur Kenntnis, gebrachten Antrage, der die Hergabe des der Stadt gehörigen daß am Sonntag, den 29. September, die nächste 2okalliste ers Geländes ber ehemaligen Stralauer Wasserwerte scheint. Wir ersuchen die Parteigenossen, Aenderungen resp. Neu- zur Errichtung von Häusern mit kleinen Wohnungen Aufnahmen bis spätestens Dienstagabend, den 24. September, an fordert. Den Antrag begründete Genosse Singer in fnapper . Preßler, Biethenstr. 69, Nigdorf; für Nieder- Barnim: Paul principielle Erörterung erübrigte sich angesichts des bereits im Frühfolgende Genossen einsenden zu wollen: Für Teltow Beeskow: Darlegung, gegen die kein Widerspruch laut wurde. Eine nochmalige Kette, Friedrichsfelde, Lichtenberger Prinzen- Allee 20a; für Potsam Osthavelland: Albert Neue, Spandau, Jagowstr. 9; jahr von der Versammlung zur Wohnungsfrage gefaßten generellen diverse Orte: Gustav Stein, Former, Briezen a. D.; fir Berlin an den Beschlusses. Es handelt sich lediglich darum, nun endlich den Anfang Obmann Karl Scholz, Wrangelstr. 110. Spätere Einsendungen mit der Ausführung jenes Beschlusses zu machen, nachdem sich der fönnen nicht berücksichtigt werden, da Nachveröffentlichungen nicht Magistrat bisher nicht dazu bequemt hat, dem Ersuchen der Vermehr stattfinden. Wir ersuchen die Genoffen, hiervon Notiz zu nehmen. sammlung um eine entsprechende Vorlage nachzukommen. Der Antrag unsrer Genossen wurde zur Vorberatung dem bestehenden Wohnungsausschuß überwiesen. = Die Lokalkommission. ,, Die Kaffe bezahlt ja!" J. A.: Karl Scholz, Wrangelstr. 110, part. Der Wahlverein des ersten Wahlkreises hält heute, Freitag, feine September Versammlung bei Dräset, Neue FriedrichStraße 35, ab. Das Referat hält Herr Stadtverordneter Genosse Hugo Die Geschäftspraxis der Apotheker gegenüber den Krankenkassen Heimann. Näheres bringt die Anzeige in der heutigen Nummer. erfährt wieder einmal eine eigenartige Beleuchtung durch das Der Vorstand. folgende Vorkommnis. Einem Mitgliede der Orts- Krankenkasse der Im vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis Süd- Ost Bildhauer wurde von einem bekannten Hautarzte ein Pflaster, ( nenes Hansaviertel) hat der niedergesetzte Ausschuß abgelehnt liegen Petitionslisten gegen den Brotwucher an folgenden Stellen Salicilseifentricoplast genannt, verschrieben. Gegen Vorzeigung und dafür einstimmig vorgeschlagen, der Magistrat möge mit dem der Verordnung die für ärztliche Verhältnisse außergewöhnlich Befiger Beer wegen unentgeltlicher Kosten- und Lastenfreier Ab- zur Einzeichnung aus:" Gastwirte: Beyer, Manteuffelstr. 111, Bierbaum, Manteuffel- deutlich geschrieben war und gegen Bezahlung von 2,50 M. ertretung eines Teils des Terrains gegen die Verpflichtung seitens straße 5; Barbier Fabian, Manteuffelstr. 9; Gastwirte: Gläser, hielt der Kranke in Wittes Apotheke, Potsdamerstr. 84 a der Stadt, die Bebaubarkeit wieder herzustellen, in Manteuffelstr. 102, Stachfahl, Manteuffelstr. 96, Schid, Manteuffel( Inhaber Paul Steinis), auch ohne weiteres ein Pflaster, das Verhandlung treten. straße 74, Schulz, Manteuffelstr. 72, Schneider, Manteuffelstr. 88, aber gar nicht kleben wollte und das daher von dem Kranken Thiele, Manteuffelstr. 119, Gumlich, Reichenbergerstr. 149, Strüger, dem Erzte zur Begutachtung vorgelegt wurde. Der Arzt Reichenbergerstr. 160, Lange, Reichenbergerstr. 83, Schüße, Reichen- erklärte sofort, daß der Apotheker ein ganz faliches bergerstr. 96a, Burg, Wrangelstr. 129; Cigarrenhandlung von Gesche, Pflaster berabfolgt habe. Darüber zur Rede gestellt, gab Wrangelstr. 58; Gastwirte: Lukas, Wrangelstr. 27, Schmidt, Wrangel- der Apotheker das auch nach einigem Sträuben selbst zu. Dabei Straße 4, Eichendorf, Staligerstr. 17, Megner, Staligerstr. 59, entwickelte sich folgendes Gespräch Nordquist, Staligerstr. 69, Beder, Köpniderstr. 191, Pauts, Schlesischestraße 38, Hedmann, Laufizer Blaz 18; Lokal Süd- Ost von Brüder, Waldemarstr. 75; Gastwirte: Schulze, Waldemar straße 2, Hagen, Mustauerstraße 20, Kinzel, Bücklerstraße 10, Rogowsti, Büdlerstraße 28; Lagerhalter des Konsum Vereins E. Voigt, Büdlerstr. 81; Gastwirte: Wulff, Bücklerstr. 3, Bachmann, Eisenbahnstr. 36a, Röhr, Eisenbahnstr. 6, Erbe, Cuvry straße 25, Gonell, Faldensteinstr. 5, Polad, Faldenſteinſtr. 21, Siebert, Görligerstr. 50, Tolksdorf, Görligerstr. 58, Pietsch, Lübbenerstr. 1; Cigarrenhandlung: Kopka, Wienerstr. 29; Gaft virte: Wolff, Wienerstr. 43, Kneschke, Ratiborstr. 16, Kubisch, Forsterstr. 17, Golz, Grünauerstr. 3, Wolter, Grünauerstr. 30; Cigarrenhandlung: Dahmann, Laufigerstr. 7; Gastwirte: Tiedes mann, Reichenbergerstr. 54( Ecke Laufigerstraße), Ende, Kottbuserstr. 6; Cigarrenhandlung: Gottfried Schulz, Admiralftr. 40a; Gastwirte: Wählisch, Adalbertstr. 4. Grundmann, Naunynstr. 78, Mohn, Der betr. Play follte bekanntlich nach der 1889/90 beschlossenen Abänderung des Bebauungsplanes unbebaut bleiben und später als Ladeplatz event. als Hafenanlage Verwendung finden. Das Gelände umfaßt 2284 Quadratruten, die der Besizer jetzt zum Preise von 500 M. pro Nute= 35,25 M. pro Quadratmeter der Stadt zum Kaufe angeboten hat. Der geforderte Preis ist vom Ausschuß als viel zu hoch, das Terrain auch zur Verwendung als Ladeplatz usw. als gänzlich ungeeignet und unzureichend befunden worden. Referent ist Stadtv. Wallach. Die Versammlung beschließt ohne Debatte nach dem Ausschußantrage. Von der socialdemokratischen Fraktion ist folgender Antrag Singer eingebracht worden: " Die Versammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, das Gelände der ehemaligen Stralauer Wasser werte für Errichtung einer Wohnungen bereit zu halten und die Bebauung dieses Terrains unter den im Beschluß der Versammlung vom 22. März d. J. festgesetzten Be dingungen schnellmöglichst in die Wege zu leiten." V W Kranter: Was thun wir nun mit dem falschen Pflaster? Apotheker: Das werfen Sie fort! Kranker: Das kann ich doch nicht, das kostet ja 2,50 m. Apotheker: Was macht das? Sie haben ja feinen Schaden, die Kasse bezahlt jal Erst nach längeren Verhandlungen, nachdem vor allem der Kranke gesagt hatte, daß er der Bequemlichkeit halber gern auch seinen späteren Bedarf an diesem Pflaster in W.'s Apotheke entnehmen würde, erklärte sich der Apotheker bereit, das Pflaster, das er bis dahin gar nicht geführt und anscheinend auch nicht einmal getaunt hatte, anzuschaffen, und dann das falsche gegen richtiges umzutauschen. Demfelben Kranten wurden in W.'s Apotheke bei dreimaliger Anberechnet fertigung eines Salbenrezepts 3 verschiedene Preise Der in dem Antrage angezogene Beschluß lautet wie folgt: ( 1,45 W., 1,25 M., 1,15 M.; letzteres ist nach sachverständigem Urteil Die Versammlung ersucht den Magistrat, mit gemein der taggemäße Preis). Auch soll, wie uns mitgeteilt wird, selbst Bau Genossenschaften und gemein- Oranienstr. 197, Radtke, Adalbertstr. 15, Richter, Mariannenstr. 41. wenn das richtige Pflaster verabfolgt worden wäre, der berechnete nüßigen Aktien Gesellschaften für die Her Welche Reformen erstrebt die Socialdemokratie in der Preis( 2,50 W.) nach der Tage 40 Pf. zu hoch sein. stellung fleiner Wohnungen in Verbindung zu treten Der Juhaber von Wittes Apotheke, Herr Steiniz, gehört zu tapitalistischen Gesellschaft? Ueber diese Frage spricht Genosse und die Modalitäten festzusetzen, wie durch Unterstützung seitens Robert Schmidt in der zu heute abend vom Wahlverein des den Apothekern, welche sich vor Beginn des Kampfes- Herr St. der Stadt( Hergabe von Grund und Boden zu Eigen- fünften Kreises im Rosenthaler Hof, Rosenthalerstr. 11/12, berjogar fchriftlich verpflichteten, den Kredit nicht tum oder im rbbaurecht, Hypothekenübernahme, Zins- anstalteten Versammlung. Gäste sind willkommen. zu entziehen. Auch Herr Steiniz hat dies Versprechen nicht garantie 2c.) fleine, gute, gefunde und möglichst billige gehalten! Wohnungen seitens jener Genossenschaften und Gesellschaften in Friedrichshagen. Die nächste Versammlung des Arbeiter Bei dieser Gelegenheit sei mitgeteilt, daß, wie wir neuerdings erheblicher Anzahl hergestellt werden können. Die Höhe der Bildungsvereins findet am Sonnabend, den 21. September, erfahren, die Verfügung des Teltower Landrats nicht formell aufMieten für die Wohnungen ist so zu bemessen, daß nur abends 9 ühr, im Vereinslokale bei C. Conrad. Friedrichstr. 137, gehoben, sondern nur vorläufig außer Kraft gesetzt ist. Die enddie Verzinsung und Amortisation des für die Herstellung auf- statt. Auf der Tagesordnung steht u. a. ein Vortrag des Genoffen gültige Entscheidung des Regierungspräsidenten, der zur Zeit auf gewendeten Kapitals, die aus der Instandhaltung 2c. entstehenden Dr. med. 23 e hI über das Thema: Wie stellen wir uns Urlaub ist, steht noch aus. Da dem Kassenvorstande ausdrücklich Aufwendungen sowie die Verwaltungskosten in Anrechnung gebracht zur Alkoholfrage?" Die Broschüre" Die Bivisektion und die gestattet ist, den Arzneibezug aus Potsdam fortzusetzen, ist dieser werden. Die erforderlichen Kapitalien sind aus einer Anleihe Arbeiter" wird gratis verteilt. Um recht zahlreiches Erscheinen er unterschied praktisch bedeutungslos. aufzubringen. Die Versammlung sieht einer dementsprechenden sucht der Vorstand. Vorlage seitens des Magistrats entgegen. Stadtv. Kalisch( wild) beantragt, den Antrag Singer dem noch bestehenden Ausschusse für das Wohnungswesen als Material zu überweisen. Gegenteil der Meinung, daß, je länger man mit der Abhilfe wartet, Lokales. Ultramontane Wahrhaftigkeit. Es ist interessant, die Metamorphosen zu beobachten, welche Zu dem Streit zwischen den feindlichen Brüdern, den angeblich entschieden Freisinnigen" und den sogenannten ,, a uch Freisinuigen" in der Stadtverordneten Versammlung, liefert jezt eine von der„ Neuen Fraktion der Linken", den entschieden Freifinnigen", veröffentlichte Erklärung die Bestätigung, daß es sich wirklich wieder nur um eine jener Kagbalgereien handelt, wie wir sie allemal vor den Stadtverordneten Wahlen auf jener Seite erleben. Der Streit dreht sich, bei Lichte besehen, lediglich darum, Stadtv. Singer: Am 22. März hat die Versammlung einen Beschluß gefaßt aus Anlaß eines im Dezember v. J. von uns ein- manchmal Mitteilungen durazumachen haben, wenn sie aus der gebrachten Antrages, den Magistrat aufzufordern, mit der Versamm reichshauptstädtischen Presse allmählich in die Provinzblätter durch Yung gemeinsam zu beraten, wie die Wohnungsnot wenigstens au fidern. Jeder Redacteur flickt da zur Höheren Ehre der Partei, lindern sei. Dieser Antrag ist an einen Ausschuß verwiesen welcher er dient, sein Teil hinzu und läßt Dinge, die ihm nicht paffen, wie die frei werdenden Wahlbezirke unter die feindlichen Brüder verteilt worden, die Versammlung hat den erwähnten Teilbeschluß gefaßt, seitdem haben wir von der Sache aber nichts mehr gehört. Nun heraus, so daß der ursprüngliche Inhalt einer Meldung oft gar nicht werden sollen. Wenn erst die Kandidatenfrage gelöst sein bezweifele ich nicht, daß der Magistrat inzwischen sehr fleißig an der wieder zu erkennen ist. Am lebendigsten bricht sich natürlich die wird, dann wird wieder alles ein Herz und eine Seele sein. Die Angelegenheit gearbeitet hat( Heiterkeit), aber es wird doch Zeit, Lust zum Fabulieren Bahn, wenn es sich um Angelegenheiten handelt," Kommunaldemokraten", wie sich die Herren von der„ Neuen Linken" daß endlich etwas über die Stellung des Magistrats zu jenem ein- welche die von allen bürgerlichen Barteien gehaßte Socialdemo- gern nennen, wollen tein offenes, für alle Wahlbezirke gültiges stimmig gefaßten Beschluß verlautete. Ich beabsichtige nicht, die tratie angehen; und vornehmlich sind es da die tonservativen Kartell mit den Flaumweichen" von der„ Alten Linken", aber sie ganze Wohnungsfrage wieder aufzurollen. Aber aus diesem und die ultramontanen Blätter, welche im Wettlauf um die wünschen, daß eine Gemeinsamkeit des Vorgehens stets dort Berzicht Palme der Verlogenheit gegenwärtigen Augenblick für weniger wichtig halte. Ich bin imo haarsträubend die ordningsrettenden Schauergeschichten aber stattfindet, wo die Uneinigkeit einem principiellen Gegner der Frei der Notstand um so größer anwachsen muß. Bei unsrem heutigen Vor: auch find, welche namentlich die Kreisblätter ihrem Publikum finnigen und Liberalen zum Siege verhelfen könnte." Na aljo! Das Lob des städtischen Obdache wird fortgesezt von der schlage leitet uns zunächst der Gedanke, daß der städtische Grundbesig im höheren Auftrage auftischen, fo muß der objektive Beobachter, möglichst in städtischen Händen bleiben muß. Die wenn er gerecht sein will, doch bekennen, daß die ultramontane bürgerlichen Preise in allen Tonarten gesungen. Nach all' Grundrente darf nicht über alle Gebühr hinaus heraufgeschraubt Presse genialer, sozusagen mit höherem Schwunge, im geweihten Eifer, der magistratsoffiziösen Korrespondenz den Zeitungen zugehen läßt, werden; je mehr Grundbesitz die Stadt hat, um so eher läßt sich ligt. Ein klassisches Beispiel ultramontaner Verwandlungskunst muß das Obdach geradezu als eine Musteranſtalt erscheinen, und das Bedürfnis nach kleinen Wohnungen befriedigen. Das von uns bietet da ein füddeutsches Centrumsblättchen, das uns zufällig in die die Angestellten wären danach die harmlosesten Menschen von in Vorschlag gebrachte Terrain der ehemaligen Stralauer Wasser Sände gerät. Der Schwarzwälder Boltsfreund" braut aus der der Welt, die sich für alle ihre Gutmütigkeit noch von den werke wird gegenwärtig nicht benutzt, es soll bebauungsfähig hergestellt werden. Da liegt nun die Gefahr nahe, daß, wenn nicht von vornberein Affaire, die unser Parteigenoffe Hoffmann im städtischen Obdach Obdachlosen mißhandeln lassen müssen. zum Zwecke der Befriedigung des Bedürfnisses nach kleinen und billigen zu bestehen hatte, die folgende Geschichte zurecht: Wohnungen die Hand darauf gelegt wird, das Terrain zur Barzellierung der Privatspekulation überlassen wird. Das Terrain liegt ferner in einer Gegend, wo der Grund und Boden noch nicht zu teuer ist und erfreut sich guter Kommunikationen. Für die Arbeiter flaffe, für die kleinen Handwekrer und Beamten können natürlich billige Wohnungen nur in Gegenden gebaut werden, welche ihnen ohne großen Zeitverlust die Erreichung ihrer Arbeitsstätte ermöglichen. Das Terrain besteht aus sieben Bauwürfeln mit 59 000 Quadratmeter Bauland. Nach den Schäzungen des Wohnungsausschusses ist anzunehmen, daß dieses Terrain etwa für 2000 folche Wohnungen und für 8000 Menschen Raum bietet, ein immerhin sehr bescheidener Anfang, aber doch eine Reform. Ich bitte Sie dringend, unserm Antrage zuzustimmen. Gegen den Antrag Kalisch an sich hätte ich nichts, da es schon eine Pflicht der Höflichkeit ist, dem Wunsche einer Fraktion auf Ausschußberatung zu entsprechen und da ja unser Antrag ohnehin Geldausgaben erfordert; aber es ist mir nicht recht erfindlich, was der Wohnungsausschuß mit diesem Antrage machen soll. Unser Antrag ist ja gerade eine Folge der Arbeiten jenes Ausschusses, der diese Frage principiell doch bereits erledigt hat und noch mit einer Reihe andrer Fragen befaßt ist. Es wäre also die Ueberweisung an einen besonderen Ausschuß am Plaze. Ich bitte aber nochmals dringend, durch Beratung und Annahme unfres Antrages dem Magistrat wiederum zu demonstrieren, daß die Vers fammlung ein eifriges Vorgehen auf diesem Gebiete will und nicht nochmals ein halbes Jahr auf ein Lebenszeichen vom Magistrat warten möchte. Aus der neuesten dieser Notizen hat uns besonders der folgende Satz interessiert: Nicht die armen, an Reinlichkeit gewöhnten Obdachlosen sind es, die den Beamten die Aufsicht erschweren, sondern die jenigen, die bezecht, rauf- und standallustig mit den Beamten und den übrigen Jusassen Streit suchen." Das ist ganz unsre Meinung. Aber gerade die Anständigen unter den Obdachlosen haben uns geklagt, daß auch sie wie Strolche behandelt worden seien. Der Versuch übrigens, die Sache so darzustellen, als ständen der Vorwärts" und der Stadtverordnete Hoffmann hinter den rauf- und standallustigen Elementen, die sich im Obdach mit einfinden, ist eine unverschämtheit. " Abenteuer eines socialdemokratischen Stadtvaters. Die Stadt Berlin erfreut sich der Ehre, zu ihren socialdemokratischen Stadtvertretern auch einen gewissen Adolf Hoffmann zu zählen. Man nennt ihn den Behn- Gebote- Hoffmann". Ob das davon her tommt, daß er im Kriege mit allen zehn Geboten lebt, ist nicht genau bekannt. Dieser würdige Stadtvater ist ein Gast des Asyls für Obdachlose; und so verlangte er auch in diesen Tagen wieder Quartier dort, zusammen mit fünf zehn andren Genossen. Seine Kleidung sah nichts weniger als nett aus, und so wurde er, wie das vorgeschrieben ist in der Von den Unwahrheiten, die über die Angelegenheit unfres Gegenannten wohlthätigen Anstalt, vor seinem Eintritt in diefelbe Soll zum Gebrauch des Bades aufgefordert. das Ob nossen Stadtverordneten Hoffmann immer von nenent die dach reinlich und frei von Ungeziefer bleiben, so muß an verbreitet werden, wollen wir hier nur eine festnageln diesem Brauch durchaus festgehalten werden. Der Herr alberite Lüge, daß Hoffmann mit einer größeren Anzahl von BeStadtverordnete Hoffmann fühlte sich min aber durch diese gleitern im Obdach erschienen sei. Man dürfte im Obdach ganz die Beamten zu genau wissen, daß Hoffmann lediglich von einer einzigen Person, Aufgabe getränkt und begann gegen lärmen, wozu er auch die übrigen Obdachsucher an sta che Ite. dem Genossen Schulz, begleitet war; aber es muß an der Fiktion Schließlich gab es große seilerei, wobei auch der Herr einer großen Schaar von Begleitern festgehalten werden, weil sonst die Stadtverordnete feinen Anteil bekam, hauptsächlich aber von den Behauptung von einem angeblichen Komplott von selber zufammenfiele. jenigen Insassen des Obdaches, die bereits Aufnahme Die Nachricht, daß der von Hoffmann namhaft gemachte Obdach darin gefunden hatten und wütend waren über die höchst un- beamte Liebenow sein Alibi nachweisen könne und nachgewiesen willkommene Ruheftörung. Schließlich mußte Herr Hoffmann habe, ist bereits in der Donnerstag- Nummer von uns als unwahr nebst einigen„ Genossen", die wohl nur des Ülles wegen mit zurückgewiesen worden. Da sie immer noch geglaubt wird, so stellen gekommen waren, auf die Wache spazieren, wo den Herren Ge- wir fest, daß Liebenow noch an demselben Abend dem Inspektor noffen nun ein weniger angenehmes Nachtquartier gegenüber zugegeben hat, an der Affaire insofern mitbeteiligt gewejen Natürlich ist eine genaue Untersuchung des Falles zu sein, als auch er unfern Genossen Hoffmann gestoßen und, Hoffmann" eingeleitet ein recht hübsches Butunftsstaatsbild!" nachdem dieser sich als Stadtverordneter zu erkennen gegeben hatte, Stadtv. Kalisch steht mit seinen Freunden ganz auf dem Boden Unfre Berliner Leser werden natürlich über die Umwandlung ihn noch aufs gröblichste beschimpft habe. Die Stadt Berlin und das Elisabeth- Kinderkrankenhaus. der principiellen Ausführungen des Antragstellers, hält aber die Hoffmanns in einen stabilen Bennbruder lachen. Aber die Sache. Verweisung des Antrags an den bestehenden Wohnungsausschuß regt auch zu ernsten Betrachtungen an. Sie zeigt, wie schwer der Ein verständiger Beschluß, dem sich die Waisenverwaltung angeschlossen gerade dann für durchaus geboten, wenn man praktisch und schnell Stampf ist, den unsre Parteigenossen draußen zu führen haben, welche hat, ist von der städtischen Armenverwaltung gefaßt worden. Beide Körperschaften haben nämlich verfügt, daß fortan franke Kinder von Ohne weitere Debatte wird darauf nach dem Antrag Kalisch ueberwinbung, welch ein Opfermut dazu gehört, im Au- feiten der Stadt nicht mehr dem Elisabeth- Kinderkrankenhause gesicht einer oft in Unwissenheit erhaltenen und autoritätsgläubigen überwiesen werden sollen. Herr Stadtrat Straßmann scheint Die sonstigen Gegenstände der Tagesordnung sind ohne all- Bevölkerung jene religionsheuchelnde Lügnerbrut zu bekämpfen, der das also ungenügend unterrichtet gewefen zu sein, als er die schlimmen gemeines Jnteresse. Christentum gerade gut genug ist, um unter seinem Deckmantel Bustände in dem genannten Serantenhause dem Stadtv. Dr. Freuden Schluß 1/27 Uhr. die ersten Gebote der guten Sitte au schänden. berg gegenüber in Schuh nahm. in der Sache vorwärtskommen wolle. beschlossen. winkte. = # regnen = statt. Meldungen zum Unterricht werden in den Schulen an den Unterrichtsabenden setbst, oder vorher beim Dirigenten der Fachschule, L. Schu mann, Wörtherstr. 45, entgegengenommen.; In der Urania wird am Montag ein neuer Ausstattungsvortrag leber den Wolken" gehalten werden. Aus den Nachbarorten. Grundbesitzer und Stenerzahler. Eine Magistratsvorlage| gesellschaften zu empfehlen. Was ist seitdem geschehen? Ragen nachmittags wurde die N. in der Küche erhängt aufgefunden. Mit will auf Grund des§ 9 des Kommunal- Abgabengesetzes Beiträge etwa schon genossenschaftliche Mietspaläste aus der Erde empor? Hilfe von Hausbewohnern wurde die Lebensmüde befreit und die zur Deckung der Kosten für Herstellung und Unterhaltung von Ver- Nichts von alleden. Wohl aber wird gemeldet, daß der Magistrat sofort angestellten Wiederbelebungsversuche waren auch von Erfolg anstaltungen, die durch das öffentliche Interesse erfordert werden, gestern beschlossen habe, mit einer der Genossenschaften zu unterbegleitet. Es war dies übrigens bereits der dritte Selbstmordversuch, von denjenigen Grundeigentümern und Gewerbetreibenden er handeln. Wenn es in diesem Tempo weiter geht, dann können den Frau N. unternahm. heben, denen dadurch besondere wirtschaftliche Vorteile erwachsen; unfre Kindestinder vielleicht den Tag erleben, wo der erste von der Die Premiere im Cirkus Schumann findet morgen, Somi diefe Vorlage liegt der Allgemeinen Haus- und Grundbesiger Stadt unterstügte Genossenschaftsbau gerichtet wird. Die kommunale abendabend statt. Zeitung" shiver in Magen. Sie geht in einem Artikel von dem Socialpolitit ist bekanntlich heute schon gerichtet. Schuhmacher- Fachschule. Das Winter Semester 1901/1902 beginnt Gedanken aus, daß Brückenbauten, Straßendurchbrüche zc. im Inter Die Friedrich Wilhelms- Anstalt für Arbeitsame, ein unter am Sonntag, den 6. Oftober, vormittags 9 Uhr, im Schulhause Albrech esse des Verkehrs und zum Allgemeinwohl vorgenommen werden. Das ist allerdings möglich, wenn es auch nicht immer zutrifft; aber städtischer Verwaltung stehendes Institut, bezweckt, hiesigen Ein- ftraße 20 in der Aula. Dortselbst wird gelehrt: Wodellkonstruktion, Minſier: einen finanziellen Vorteil wird immer nur der anliegende Grund- wohnern, welche durch Unglücksfälle, Krankheitsfälle oder verbüßte schneiden, Abgipfen der Füße, Leder- und Warenkunde. Montag, den 7. Otstücksbesitzer haben, da der Grund und Boden besser ausgenügt Bergehen arbeitslos geworden sind, nach Maßgabe ihrer Kräfte und tober, im Schulhause Niederwallstraße 6/7, abends 7 bis 9 Uhr. Dort werden kann und daher durch die Veranstaltung der Fähigkeiten Beschäftigung zu verschaffen oder sie durch angemessene selbst wird gelehrt: Lesen, Schreiben, Rechnen, Beichnen und Buchführung. Gemeinde sofort an Wert gewinnt. Der Vater des Kommunal- Beihilfen in den Stand zu setzen, sich selbst damit zu versehen. Außerdem findet hier Montags und Donnerstags abends von 7 bis 10 Uhr technischer Unterricht in der Schäftefabrikation und Mittwochs abends von abgaben- Gesetzes, der verstorbene Miquel, kannte nur zu gut Diese Beihilfen bestehen jetzt ausschließlich in Gewährung zinsfreier 8 bis 10 Uhr ber technische Unterricht im Herrichten der Leisten nach Maß den verderblichen Einfluß, den die Hausbesitzer in den Stadt- Darlehen, welche in Naten zurückzuzahlen sind. verwaltungen zum Schaden der Allgemeinheit ausüben. Deshalb 7700 m. vermehrt und betrug am 31. März d. J. 390 200 M. Das Gesamtvermögen der Anstalt hat sich im letzten Jahre um bestimmt auch der§ 9 dieses Gesetzes: Beiträge müssen in der Regel erhoben werden, wenn andernfalls die Kosten... durch Steueru An Darlehen wurden im letzten Verwaltungsjahr( 1. April 1900 bis 31. März 1901) an 461 Personen 44 785 M. bewilligt; das heißt: aufzubringen sein würden." Der Berliner Magistrat hat ziemlich lange gewartet, bis er sich im Durchschnitt für die Person 97 M. Im Vorjahre sind an Der Berliner Magistrat hat ziemlich lange gewartet, bis er sich davon überzeugte, daß auch in Berlin dieser Paragraph des Gefeßes 487 Personen 49510 M., im Durchschnitt für die Person 102 M. gilt. Vielleicht haben ihn die entsetzlich hohen Grundstückspreise, die die Ge- bewilligt worden. meinde bei notwendigen Grundstückserwerbungen zahlen mußte, zu torrespondenz meldet: Gegen die Feste in den Rauben bestehen in Charlottenburg zur Zeit folgende Anstalten: Was mögen das für Gastwirte sein? Eine Lokal- Zur Unterbringung von Kindern während des Tages feiner Vorlage veranlaßt. Das Organ der Grundbesitzer sieht aber in dem Nachrechnen tolonien machen die Gastwirte mobil. Sie beabsichtigen an die 1. Für Kinder unter drei Jahren die seit dem 29. September 1898 des Verdienstes, den ein Besizer durch Veranstaltungen der Gemeinde Aufsichtsbehörde eine Beschwerde dagegen zu richten, daß bei den in Betrieb befindliche Krippe des Kleinkinder- Pflegevereins Strippe" hat, auch eine moralische Gefährdung, weil die Verwaltung dem zahlreichen Ernte-, Kinder- und Volksfesten in den Laubenkolonien und die am 3. Januar 1899 eröffnete Krippe des Vaterländischen Verdacht des Protektionismus" ausgesetzt sein würde. Das wagt der Ausschank von geistigen Getränken ohne jede Konzession und Frauenvereins. Erstere, in der Knobelsdorfstraße 8 belegen, gewährt ein Blatt zu schreiben, das die Interessen der Hausbesiger vertritt, Besteuerung stattfindet, daß Brauereien förmliche fliegende Gaft- Kindern ohne Unterschied der Religion oder Konfession, auch unehe jener Leute, die ihre Uebermacht in der städtischen Verwaltung dazu wirtschaften" ungehindert errichten. Desgleichen soll die Polizei lichen, Aufnahme, deren Eltern oder Mütter in Charlottenburg benutzen, um die Lasten, die sie tragen sollten, andren Schultern darauf aufmerksam gemacht werden, daß der Festtrubel in den wohnen, bedürftig und durch Arbeit oder Krankheit verhindert sind, aufzuladen. Laubenkolonien wie seitens der Gastwirte behauptet wird die Kinder zu beaufsichtigen. Die Kinder müssen vollkommen gesund ,, oft an Bacchanalien streift, Unsittlichkeit und Völlerei sein, insbesondere dürfen sie an feiner ansteckenden Krankheit leiden. Der Umfturz. Der Magistrat hat der Stadtverordneten- fördert" und im Widerspruch mit dem Gesetz auch jugendliche Sie werden wochentags in der Anstalt durch zwei Pflegefchweſtern Bersammlung bekanntlich in Gestalt einer Vorlage Kenntnis von Personen unter 16 Jahren dem Tanzen beiwohnen. Die Herren den Tag über gewartet, gepflegt und ernährt. Für die kleinen dem Abkommen gegeben, das er mit der Großen Berliner" aus Gastwirte werden sich mit dieser vom fleinlichem Brotneid ein Kinder find 12 Kinderwagen vorhanden, für die größeren Betten, in Anlaß der Einstellung des Accumulatorenbetriebes getroffen hat. gegebenen Denunziation wenig Sympathien in der Bevölkerung denen sie nach dem Mittagessen schlafen. An warmen Tagen halten Zum Vorsitzenden des Ausschusses nun, der sich mit der Prüfung erwerben. Es gehört eine wenig beneidenswerte Phantasie dazu, sich die Kinder im Garten auf; am Abend müssen sie von den jenes Abkommens zu befaffen haben wird, ist von der Stadt- von den harmlosen Grutefesten als von Bacchanalien zu reden, und Müttern wieder abgeholt werden. Das Uebernachten eines Kindes verordneten Versammlung unser Parteigenosse Singer gewählt ebenso bedarf es schon einer gerade den Gastwirten reizend an in der Anstalt ist nur ausnahmsweise zulässig. Das Pflegeworden. Die Streuz- Beitung" bekam schon Magenfrämpfe, als stehenden Roerenschen Keuschheit, um Anstoß daran zu nehmen, geld beträgt pro Tag 20 Pfennig, wird aber in ArmutsSinger bei der sich am vorigen Donnerstag bietenden Gelegenheit daß ein fünfzehnjähriges Mädchen sich unter Aussicht der Eltern im fällen auf 10 Pf. ermäßigt oder erlassen. Gewöhnlich befinden sich einmal flipp und klar die Stellung der Krone zu den städtischen Be- Tanze dreht. 20 Kinder in der Anstalt. In der Krippe des Waterländischen hörden präcisierte. Wie wird dem in dynastischen Angelegenheiten zuweilen sehr zartfühlenden Blatte werden, wenn es die neue Kunde Der Complice des Mörders Jänicke. In der Rühlickeschen Frauenvereins, Rosinenstr. 12b, befinden sich etwa 28 Kinder im Alter von 10 Tagen bis zu 3 Jahren. Das Pflegegeld beträgt vernimmt? Mordsache ist eine Wendung eingetreten. Der Untersuchungsrichter 10 Pf. täglich und wird denen, die zur Aufbringung nicht fähig sind, beim Landgericht II Berlin, Landrichter Albrecht, hatte zu gestern Ueber die neue Berliner Schulbank" schreibt man uns: vormittag 10 Uhr einen Termin in der Leichenhalle Magstraße zur erlassen. Hier werden zur Zeit 4 Kinder vollständig verpflegt, zivei Vom tgl. Provinzial- Schulkollegium find vor kurzer Zeit an alle Deffnung der Leiche der ermordeten Frau Nühlicke angesetzt. An davon auf Stosten der Stadt. 2. Für ältere Kinder bestehen sechs Schulleiter Fragebogen geschickt worden, in welchen Auskunft über die Polizeidirektion zu Schöneberg war das Ersuchen gerichtet worden, Trinitatis- Gemeinde, Weimarerstr. 31, nimmt 50 Kinder auf, die Der Kinderhort der die Reinigung der Zimmer der ihnen unterstellten Schulen gefordert Jänicke aus dem Untersuchungsgefängnis abholen und zur Obduktion wurde. Danach scheint man an übergeordneter Stelle endlich ent- nach der genannten Leichenhalle bringen zu lassen. Die Kosten betragen 50 Pf. pro Jänicke wurde nur nachmittags Staffee erhalten. schlossen zu sein, gegen die in der Mehrzahl der Berliner Schulen gestern früh vom Untersuchungsgefängnis Moabit nach der Leichenhalle Friedrich Andenken" in der Sophie Charlottenstr. 110 und am Lützow Monat. 12 Freistellen. Die beiden Kinderbewahranstalten Kaiser herrschende Unſauberkeit energisch vorzugehen, die ja freilich gebracht. Vor der Leiche brach Jänicke auf einem Stuhl zusammen. Friedrich Andenken" in der Sophie Charlottenstr. 110 und am Lützow den beiden Provinzial- Schulräten, welche neuerdings eine Nachdem er zu sich gekommen, erklärte er dem Kriminalkommiffar 19 nehmen Knaben und Mädchen von 3-6 Jahren sowie schulpflichtige Anzahl dieser Schulen revidierten, start start genug Der Beitrag beträgt genug aufgefallen Ruds, daß er sein Gewissen vollkommen erleichtern müsse. Er hätte Mädchen bis zum Alter von 18 Jahren auf. fein muß. Die Folge wird mun sein, daß es wieder nicht allein die That ausgeführt, sondern ihm sei Bei- auch hier monatlich 50 Pf.; in der Regel hat der vierte Teil der bon jeiten der Berliner Schulverwaltung Verordnungen hilfe geleistet worden, ein gewisser Arthur Steinte. Sohn des in Pfleglinge freien Zutritt, in der letzten Zeit haben aber in der über eine bessere Schulzimmer Reinigung wird. Schöneberg, Grunewaldstraße 122, wohnhaften Tischlermeisters, hätte Anstalt Sophie Charlottenstraße infolge des starken Zulaufs aus der Es scheint aber auch, daß man endlich eingesehen habe, daß nicht ihm Dietriche angefertigt, und sie hätten dann beide den Plan ge- Bahl der obdachlosen Familien in den Familienhäusern bedeutend nur durch Verordnungen dem Uebel abzuhelfen ist. Wäre dem so, faßt, in die Rühlicesche Wohnung einzubrechen, um dort das Geld mehr Freistellen gewährt werden müssen. Kinder, deren Eltern den nun, dann müßte ja die größte Sauberkeit, die staubfreieste Luft in zu stehlen. Dem Steinte hätte aber die Sache zu lange gedauert, ganzen Tag auf Arbeit sind, erhalten Mittagbrot in der Anstalt, den Klassenzimmern herrschen, denn an pflichttreuer Ausführung in er hätte ihm ein geschärftes Küchenmesser gegeben und ihm ein großer Teil umsonst, die andern gegen Bahlung von 5-10 Bf. den ihm gesteckten Grenzen läßt es das Reinigungspersonal wohl den Nat erteilt, da er mit Rüblides bekannt war, er mit Rühlides bekannt war, die für die Mahlzeit. Ferner hat der Verein Jugendheim in der nicht fehlen. Nein, man hat nun begonnen, das eigentliche Hindernis, Frau vormittags zu besuchen, um sie einfach niederzustechen. Bestalozzistraße 40 ein Jugendheim und in der Bismarckstraße 43 die vielfizige Bank zu beseitigen und ist wirklich mit einer neuen Steinke hätte dann unten auf der Straße gewartet, er hätte den ein Knabenheim errichtet. Berliner Schulbank" auf dem Felde erschienen. Eine ganze Anzahl Mord in der bereits geschilderten Weise ausgeführt und wäre dann garten für Knaben und Mädchen in noch nicht ſchulpflichtigem von Klassenzimmern ist mit derselben ausgestattet. Diese Bank zeigt auf der Straße mit Steinke wieder zusammengetroffen. Alter und die Mädchenabteilungen. Beide zusammen beherbergten Kriminalallerdings die Zweisizigkeit. Welche Vorteile dieselbe aber für die kommissar Rucks orduete sofort unter Aufgebot des gesamten Per- im letzten Jahre 184 Kinder, die mit Näh-, Strid, Holzarbeiten, Reinigung bieten soll, das wird dem„ Erfinder", der fonals der Schöneberger Kriminalpolizei die Festnahme von Steinke Buchbinderei, Korbflechterei und hauswirtschaftlichen Arbeiten be= auch gar nicht nach den Lorbeeren öffentlicher Anerkennung an, und bereits mittags wurde Steinte auf offener Straße in Steglitz schäftigt werden. Im Knabenheim befinden sich 75 Knaben, die vorzu geizen scheint, wohl selbst nicht recht klar jein. auf einem Möbelwagen fizend vom Kriminalkommissar Rucks ver- werden. Endlich kommt noch in Betracht der Knabenhort des Vereins wiegend mit Tischlerei, Buchbinderei und Gartenarbeiten beschäftigt Diese Bank erfüllt alle Forderungen, welche man an ein Möbelstück haftet und heute in einer Droschke nach der Polizeidirektion gebracht, der westlichen Berliner Vororte zum Schutz der Kinder gegen Ausstellen fönnte, das für die Unmöglichkeit gründlicher Säuberung wo er fofort ein umfassendes, sich mit den Angaben Jänickes vollkommen beutung und Mißhandlung, Am Spandauer Berg 1, der in den forgen soll. Die Bänke sind vor allen Dingen am Fußboden fest dedendes Geständnis ablegte. Die Obduktion der Ermordeten Nachmittagsstunden etwa 40 schulpflichtigen Knaben unter 14 Jahren beutung und Mißhändlung, Am Spandauer Berg 1, der in den verankert. Die Befestigung wird bewirkt durch Längspfosten. findet erst heute vormittag statt. Die Abstände zwischen den einzelnen Bänken sind zu gering, so Unterkunft gewährt. Die Bezahlung( 50 Pf. monatlich, für drei daß die Besenführung beim Fegen nur mittels vieler Jongleur- Einen tödlichen Ausgang hat ein Unfall genommen, der am Brüder 1 M.) wird in der Mehrzahl der Fälle erlassen. kunststückchen, natürlich unter größerem Zeitaufwande, aus- Montag dem Arbeiter August Klingbeil aus der Wilhelmstraße zu Die Armendirektion macht auf diese privaten Anstalten auf geführt werden kann. Eine die genügende Reinigung ber- Schöne weide dort auf einem Neubau in der Wattstraße merksam und ersucht, gegebenenfalls darauf hinweisen zu wollen. des Fußbodens ermöglichende Bank darf aber nicht zustieß. Als beim Kalftragen eine Sprosse der Leiter brach, stürzte Eine neue Geschäftsordnung für die Waisenpflege der dauernd fest am Fußboden verankert sein, sie darf keiner der Mann mit seiner Last rücklings herab und zog sich einen Bruch Stadt Charlottenburg tritt mit dem 1. Oktober in straft. Hiernach den Boden uneben machender Vorrichtungen, Haten, Pfosten, der Wirbelsäule zu. An den Folgen dieser Berlegung starb er Leisten zc. benötigen, und sie darf auch dem Reinigungspersonal bei der gestern im tatholischen Hedwigs- Krankenhause. Stlingbeil, der aus wird die Waisenpflege unter der Aufsicht des Magistrats durch den Säuberungsarbeit teine Hindernisse entgegenstellen. Da die Heinrichswalde im Kreise Schlochan stammt, war 35 Jahre alt und Vorsitzenden der Armendirektion geleitet; er übt zugleich das Amt nene Berliner Schulbant" gegen alle diese Forderungen verstößt, verheiratet. Der Unfall wird vielleicht noch ein gerichtliches Nachspiel des Gemeinde- Waisenrats aus, so weit es sich um Abgabe von Erklärungen oder um Entscheidungen allgemeiner Art Handelt. Für so wäre es vielleicht ganz angebracht, sie als Kuriosum nicht den haben. jeden Stadtbezirk wird ein Waisenrat bestellt, dem zu seiner UnterSchulen, wohl aber den Märkischen Provinzial- Museum zu über- Gestohlene Ausweispapiere. Der Verband der Zimmerer stigung eine Waisenpflegerin zur Seite steht. Die Waisenweisen." A ersucht uns, folgendes bekannt zu geben: Dem Zimmerer Michael pflegerin hat vorwiegend da einzutreten, wo es sich um die Pflege Erfreulicherweise ist Aussicht vorhanden, daß diese neue Berliner wardzinski, geboren am 25. September 1855 zu Klammer, und Erziehung im Kindesalter stehender Mündel, um die Ueberwachung Schulbank" doch nicht das engültige Bankmodell für die Berliner Streis Kulm, wurden in der Nacht vom 17. zum 18. September, weiblicher Mündel und um solche Zweige der Pflege und Erziehung Gemeindeschulen sein wird. In einigen der neuen Gemeinde- Schul- nachdem er auf einer Bank If in Tiergarten an Branden Baubert, ble ihrer Natur nach unterhalb des weiblichen Birkungshäusern find bereits seit dem vorigen Jahre ein paar Klassen probe- burger Thor vor Müdigkeit eingeschlafen war, die folgenden kreises liegen. In diesem Rahmen ist sie von dem Waisenrat im weise mit der Rettigschen Schulbank ausgestattet, die hinsichtlich der Gegenstände gestohlen: 1. Zwei Verbandsbücher vom Central- weitesten Maße zur Mitwirkung heranzuziehen und zu hören. Von Erleichterung der Reinigungsarbeit vorläufig von keiner andren Bank verband deutscher Zimmerleute; das alte war voll, das den in dem Bezirk wohnenden Mündeln ist ihr Kenntnis zu geben. übertroffen wird. So lange die Versuche noch nicht abgeschlossen neue hat die Nr. 3749, 2. ein Krankenkassenbuch, ausgestellt von Bei der Neberwachung der Kostpflegefinder und der Haltekinder find find, wird man sich allerdings noch mit einer in diesem Punkte der Ortskasse der Zimmerer in Nauen, 3. eine Invalidenkarte Nr. 6, ihr einzelne besondere Aufgaben übertragen. Zur selbständigen Entminder guten Bant begnügen müssen. ausgestellt in Hildesheim, und 5 Bescheinigungen der früheren Karten. scheidung ist im übrigen die Waisenpflegerin nur berufen, wo aus Die Schulden der Stadt Berlin betrugen Ende 1900 ein- Außerdem wurde W. um 6 M. Geld bestohlen. Sollten die ge- nahmsweise ein sofortiges Eingreifen geboten ist. Ihre Anträge und schließlich 321 000 M. Kaufgeldresten 272 912 350 M. Auf den nannten Papiere gefunden oder von einem andren benutzt werden, Vorschläge haben regelmäßig durch die Hand des Waisenrats des Stadthaushalt im engeren Sinne entfallen 66 387 733. oder so wolle man sie anhalten und ini Verbandsbureau der Zimmerer, Bezirks zu gehen; u. a. hat sie über jedes einzelne Pflegekind halb1 591 286. weniger als im vorigen Jahre. Hierzu kommen noch Engel- llfer 15, 3 Treppen, Zimmer 32, abgeben. jährlich durch Ausfüllung eines Fragebogens Bericht zu erstatten. Hypothekenschulden in Höhe von 2 014 506 M. und Ausgabereste der Von einem Rollwagen ist gestern abend 61/2 Uhr in der Als Pflegegeld werden, sofern der volle Sazz bewilligt und nicht aus Stadt- Hauptkaffe mit 16 666 494 M., zuſammen ergiebt sich als Neuenburgerstraße die zwölfjährige Tochter des Arbeiters Hahn besondren Gründen nur eine Beihilfe gewährt wird, bei Pflegestellen Paffiva des engeren städtischen Haushalts die Summe von 85 068 728 überfahren worden. Das verunglückte Kind wurde zu der in der- in Charlottenburg, Berlin und den unmittelbar angrenzenden Orten Mart. Diefen stehen an Attiva 37 571 724 M. gegenüber, darunter felben Straße belegenen Wohnung seiner Eltern gebracht. für Kinder im ersten Lebensjahre 18 M., für Kinder vom zweiten bare Kassenbestände 20 457 700 0. bis 6. Jahre 15 M. und für Kinder vom 7. bis 14. Jahre 12 m. Die Schutzvorrichtung der Elektrischen. Von der elektrischen bewilligt; daneben erhält jedes Kind die notwendige Kleidung. Die Professor Karl Ludwig, der bekannte Landschaftsmaler, ist im Straßenbahn überfahren wurde gestern abends 6 Uhr in der Bülow- für die Pflegekinder von unterhaltspflichtigen Angehörigen oder aus hiefigen Elisabeth- Krantenhaus an einer Herzerweiterung gestorben. straße, Ecke Potsdamerstraße, der 30jährige Bauarbeiter Robert andren Rechtsgründen eingezogenen Beiträge zu den Pflegekoſten Ludwig ist 1839 zu Römhild in Thüringen geboren. Stahn aus der Ackerstr. 38. Der Verunglückte war an der Hochbahn werden, so weit die Kinder in Charlottenburg ortsangehörig find Christentum und Geschäft. Uns wird geschrieben: Seit mit Betonarbeiten beschäftigt und überschritt die Straßenbahngeleise, oder die erjaypflichtigen Armenverbände sich damit einverstanden ereiniger Zeit wird die Provinz von Colporteuren und Agenten un- um Material herbeizuholen. Bei dem Versuche, einem elektrischen flärt haben, bis zuni Betrage von 300 M. für jedes Kind zinsbar ficher gemacht, die in chriftlichen Schriften, Haussegen 2c. arbeiten". Wagen auszuweichen, wurde er von einem andren aus entgegen- angelegt und regelmäßig nach dem Ausscheiden der Kinder aus der So verlaufte ein Reisender der Firma Drucker u. Co., Berlin N., gefeßter Richtung tommenden Straßenbahnwagen umgefahren, unter Waijenpflege zu deren besserem Fortkommen verwendet. Besondere Moubijouplay 10, in Wolgast i. P. fast wertlose katholische Haus- die Schug vorrichtung gequetscht und eine Strecke mit Aufmerksamkeit ist der Ueberwachung der Haltekinder zu widmen. fegen" zum Preise von sieben Mark. Die Fabrikate haben vielleicht fortgeschleift. Dem Verunglückten war das eine Bein bis Sie sind möglichst oft zu besuchen; von Unzuträglichkeiten irgend einen Wert von 80-150 Pf. Laut Garantieschein geschieht der Verkauf zum Oberschenkel förmlich aufgeriffen und auch ein Arm gebrochen, welcher Art, schlechter Behandlung, mangelhafter Pflege, Ernährung, angeblich zum Besten zur Erbauung der durch Einsturz drohenden weshalb er fofort nach der Unfallstation in der Stegligerstraße ge- Lagerstätte usw.. ungünstigen Veränderungen der persönlichen oder armen fatholischen Kirche in Wittringen( Lothringen)". Ferner wird schafft wurde. Der Verlegte ist verheiratet und Bater mehrerer häuslichen Verhältnisse der Pflegeeltern ist, sofern auf andre Weise in großer Schrift darauf aufmerksam gemacht, daß für alle ge- Kinder. Gleichfalls auf der Straßenbahn verunglückt ist gestern Abhilfe nicht erreicht werden kann, der Armendirektion Anzeige zu schätzten Abnehmer des bestellten Gegenstandes an allen Sonn- und eine Russin, deren Persönlichkeit noch nicht festgestellt werden machen. Besteht irgend welcher Krankheitsverdacht, so sind HalteFeiertagen öffentlich gebetet und am ersten Sonntag jeden konnte. Man weiß nur, daß fie auf der Durchreise nach Rußland in finder unverzüglich durch den Waisenrat dem Stadtarzt zu überMonats für dieselben ein feierliches Amt zu Ehren des gött- Berlin Verwandte besucht hatte. In der Karlstraße tam sie beim weisen, der seinerseits mit möglichster Beschleunigung das etiva Ers lichen Herzens Jesu abgehalten wird". Verlassen eines elektrischen Wagens zu Fall, geriet unter den An- forderliche zu veranlassen, oder je nach der Lage des Falles bei der Hängewagen, zog sich außer andren Verlegungen einen Bruch des Armendirektion zu beantragen hat. rechten Armes zu und wurde von einem Schutzmann des 5. Neviers bewußtlos in ein Krankenhaus gebracht. Der Agent der modernen Ablaßfirma hat denn auch Frauen zur Unterschrift des Bestellscheines veranlaßt. Da die Ehemänner sich weigern, die Haussegen" abzunehmen, werden sie jetzt vom Prozeßbevollmächtigten" der Firma zur Zahlung aufge= fordert. Anscheinend ist die Geschäftspraxis des Herrn Bevoll mächtigten" in dieser Specialität ziemlich groß, denn für seine Aufforderungen hat er besondere Formulare gedruckt. 1 32 Stadtverordnetenwahlen finden für Charlottenburg im Herbst dieses Jahres statt, und zwar find 30 neue Stadtverordnete Ein Nachspiel zum Fall Neumann Zeidler. Wie wir zu wählen, 22 Ergänzungs-, 2 Ersatz- und 6 Neuwahlen der Vermehrung gestern mitteilten, hatte sich der Kriminal- Schußmann Zeidler infolge der Stadtverordneten. Zahl der vor dem Gericht wegen einer Revolveraffaire zu verantworten. 3. Davon entfallen auf die dritte Abteilung 10, in jedem Bezirk einer, wurde jedoch freigesprochen, nachdem sein Schwiegervater Neumann in dem neu gebildeten vierten Bezirk drei. Von den von der dritten Nur keine Uebereilung. Ueber ein Jahr schon stehen wir im sich mit dem Angeklagten versöhnt hatte. Der Ausgang des Klasse zu wählenden Vertretern müssen nicht weniger als fechs Zeichen der Wohnungsnot. Gerade ein halbes Jahr ist es her, daß Prozesses scheint jedoch zu Zwiftigkeiten zwischen den Neumannschen Hausbesiger sein; diese sind durch das Los dem 1., 2., 3., die Stadtverordneten- Versammlung sich zu dem bescheidenen Beschluß Eheleuten geführt zu haben und es tam gestern nachmittag zwischen 4., 6. und 7. Bezirk zugeteilt. Die erste Wählerklasse besteht aus aufschwang, dem Magistrat die Unterstügung gemeinnügiger Bau- Neumann und dessen Frau zu heftigen Streitigkeiten. Gegen 6 1hr 520, die zweite aus 3834, die dritte aus 27 564 Wahlberechtigten Die erste schließt ab mit einem Steuerbetrage von 2149,40 m., die zweite beginnt mit einem Betrage von 2145,80 M. und schließt ab mit 247,98 M., während die dritte Abteilung mit 247,94 M. anfängt. Es wird also großer Anstrengungen bedürfen, um neue Vertreter des Proletariats ins Stadtparlament zu entsenden. = い Marktpreise von Berlin am 18. September 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Butter Eier " mittel gering " " " 13,90 13,87 mittel " " gering " * Gerste, gut 13,84 13,81 13,78 13,75 14,80 14,10 Kartoffeln, nene, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg dv. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch 8.- 5, 1,70 1,20 1,30 1" 1,60 1,30 " 1,70 1,10 " 1,60 1,20 " 2,80 2, " " mittel 14,- 13,30 60 Stit 4,40 2,40 " " gering 13,20 12,50 " Karpfen 1kg 2,20 1,20 pafer, gut 16,10 15,30 Aale " mittel gering 15,20 14,40 Zander " 14,30 13,60 7,16 6,50 8, Hechte Barsche 5,60 Schleie 1,80 0,80 2,40 1,20 40, " 50,- 25, 60,- 30, 25,- Bleie Strebse 1,40 0,80 per Shot 16,- 2,50 6 m " Nichtstroh Hen 2,60 1,20 2,60 2,20 1, 1,20 nicht rentabel waren. An unsrer Börse drückten auf die Stimmung noch Realisationen von Play- Engagements. Sonst blieb das Geschäft sehr klein. Die Lieferungspreise für Weizen stellten sich 1/ 4-1/ 2 M. niedriger, diejenigen für Roggen 3-1 M. unter gestern. Mehl lag matt, ebenso Hafer, in dem das Geschäft sehr klein war. Von Mais war amerikanischer Mired nicht am Warfte, Laplata wenig verändert. Rüböl nur schwach und 20 Pfennige billiger. Witterungsübersicht vom 19. September 1901, morgens 8 Uhr. beschäftigten Maurern und dem Unternehmer Stutterheim fielen Gegenstände zur Erde und Schornsteine stürzten auf die gekommen und zwar aus folgenden Gründen: Die Maurer weigerten Straße nieder. Ji Centrum der Stadt war der Alarm anr fich, bei dem ihnen vom Unternehmer aufoctroyierten Santinen größten. Soweit bekannt, hat das Erdbeben sehr wenig Schaden wirt ihre Speisen und Getränke zu entnehmen, angerichtet. Ein viel leichterer Erdstoß fand um 4 Uhr morgens statt. weil dieser ihnen aus bestimmten Gründen nicht genehm Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung iſt. Daraufhin wurden sämtliche 34 Maurer entlassen. nahm am Mittwoch zunächst Kenntnis von dem Jahresabschluß der John tadelte dies in scharfer Weise und fragte an, ob es sich bewahrStadthauptkasse für das Rechnungsjahr 1900, dessen thatsächlicher Aufschub um 6 Monate für die Bauabnahme bewilligt heitete, daß dem Unternehmer seitens des Gemeindevorstehers ein Belzen, gut D.-tr. Verwaltungsüberschuß 450 176,55 m. beträgt. Die hierauf beratenen fei. Dies wurde verneint. Der Gemeindevertreter BootsPetitionen, die ein allgemeines Interesse nicht beanspruchen, fanden baumeister Steller meinte naiv, der Unternehmer könne auf seinem Roggen, gut ihre Erledigung entsprechend den Anträgen des Petitionsausschusses. Eine längere Debatte knüpfte sich an die Vorlage betreffend die Bau doch thun und lassen, was er wolle. Alle andern MitAusführung der Kabellegung zu unterirdischen Feuermeldeleitungen. glieder der Gemeindevertretung schwiegen. Ihre Interessen kamen Obwohl der Ausschuß die Genehmigung der Vorlage beantragte, ia bei der Bergewaltigung nicht in Frage. wurde doch von verschiedenen Seiten eine Abänderung des Projekts Aus Aus Rummelsburg wird uns berichtet: Wie gestern schon gewünscht, und zwar wurden der Kostenersparnis wegen statt der in mitgeteilt worden, hat die Gemeindevertretung einstimmig beschlossen, Aussicht genommenen Guttaperchakabeln Faserkabeln vorgeschlagen. am Orte ein Gewerbegericht zu errichten. Ursprünglich schwebte Von andren Rednern, insbesondere von den Magistratsvertretern, der Gedanke vor, gemeinsam mit Lichtenberg- Friedrichsfelde und wurde dem gegenüber auf die größere Sicherheit der Guttapercha Stralau sich zu einem Zweckverbande zusammenzuthun, doch kam tabeln hingewiesen. Das Resultat der Debatte war die Zurück- man zu der Einsicht, daß ein für diese vier Orte bestehendes Gericht Grbsen verweisung der Vorlage an den Ansschuß und die Annahme eines sowohl Arbeitgebern wie Arbeitnehmern unnüze Ausgaben an Zeit Speisebohnen Antrags, der den Magistrat ersucht, erst weitere Sachverständigen- und Geld verursachen würde. Um dem Gesetze zu genügen, sollen Einsen Gutachten einzuholen. Eine Interpellation betr. die Bebauung Arbeitgeber wie Arbeitnehmer öffentlich zu einer Besprechung ein- † ab Bahn, frei Haus. und Kanalisation des Stadtteils jenseits der Spree geladen werden. Die Gemeindevertretung beschloß sodann, zur* fret Wagen und ab Bahn. beantwortete der Magistrat dahin, daß die Bedenken der staatlichen Generalversammlung des Vereins für öffentliche GesundheitsProduktenmarkt vom 19. September. Aum heutigen Getreidemarkt Behörden gegenüber dem Entwurf des Bebauungsplans mumehr pflege in Rostock einen Vertreter zu senden. Für die Erweiterung war die Tendenz recht matt. Sowohl von den nordamerikanischen Börsen beseitigt seien, daß aber die offizielle Antwort der Landespolizei- der Kanalisation und Wasserleitung wurden 1500 M. ausgesetzt: wie aus Destreich- Ungarn und Paris lagen niedrigere Preise vor. In Roggen Behörde noch ausstehe. Die Ausführung der Kanalisation werde in Die Eröffnung der höheren Mädchen- und Knabenschule waren nordrussische Offerten gar nicht vorhanden, während füdrussische noch den Jahren 1902 und 1903, und zwar nach dem Hirschsystem er- soll am 1. Oktober erfolgen. Die Gemeinde richtet die Schule ein folgen. und zahlt eine jährliche Subvention von 1500 M. Das Schulgeld ist pro Jahr auf 100 m. festgesetzt. Bezüglich der Beleuchtung Die kommunalen Zustände in Wilmersdorf bleiben nach Rummelsburgs wurde beschlossen, die Straßenlaternen von der Unterwie vor in geheimnisvolles Dunkel gehüllt. Auch nachdem eine führung bis zur Station Stralau- Rummelsburg bis zum letzten Hausbesizer- Versammlung am Montag vor acht Tagen den streikenden Zuge, also nicht wie jetzt bis 12 Uhr, sondern bis 1 hr nachts sechs Gemeindevertretern den Rücken gesteift hat, verlautet nichts brennen zu lassen. Sonnabends und Sonn- und Feiertags soll der über die tieferen Ursachen, durch welche die erwähnten Herren zur ganze Ort bis 1 Uhr beleuchtet bleiben. Niederlegung ihres Amtes veranlaßt worden sind. Eigentümlich ist es ferner, daß die Gemeindevertretung am Orte recht oft an der Ansicht des hochfeligen Brausewetter, daß es keine Deffent lichkeit giebt, Wohlgefallen gefunden hat. Wenigstens wird uns berichtet, daß die Sizungen dieser Körperschaft in manchen Fällen nur wenige Minuten öffentlich getagt haben; kaum daß ein paar Zuschauer sich eingefunden hatten, wurde ihnen verkündet, daß mit Ausnahme des ersten Gegenstandes alle übrigen Angelegenheiten der Tagesordnung in geheimer Sigung erörtert werden müßten. Am Mittwoch befaßte fich im Lofal von Witte eine Volksversammlung mit den Vorgängen in der Gemeinde. Nachdem Genosse Tugauer über die Gewerbegerichts- Novelle einen Vortrag gehalten hatte und beschlossen worden war, der Gemeindebehörde nachdrücklich die bei Errichtung des Gewerbegerichts für die Arbeiterschaft in Betracht kommenden Wünsche zu erkennen zu geben, beleuchteten mehrere Redner die bisherige, durchweg sich auf das Jasagen Eisenbahnunglück. Auf der Station Avon( Massachussetts) beschränkende Thätigkeit der bürgerlichen Gemeindevertreter. All stieß ein Güterzug an einen Wagen eines von Boston kommenden gemein gab sich die Ansicht kund, daß die Arbeiterschaft bei Personenzuges an und schleuderte ihn vom Damm hinab. Drei den bevorstehenden Ersazwahlen alles daran segen müsse, Männer und drei Frauen wurden getötet und acht Personen verum endlich einige Socialdemokraten ins Ratwundet. haus zu bringen. Es soll zu diesem Zwed eine lebhafte Die Spielerei mit der Volapük- Weltsprache scheint noch toren seganzen iſt, bei bem Gericht eine neue Ausfertigung beantragen. Agitation entfaltet werden. Jngleichen betonte ein Redner unter nicht völlig aufgehört zu haben. Wie uns mitgeteilt wird, hat sich dem Beifall der Versammlung, daß die beabsichtigte Ein in Paris unter dem Vorsitze des Professors Conburat eine„ Akademie" N. H. Leider steht Ihnen ein Anspruch nicht zu. A. F. 100. Sie verleibung der Gemeinde in Charlottenburg, gegen die die gebildet, die, wie schon zum soundsovieltennale geschehen, die Ein- fönnen mit Erfolg nur dann reklamieren, wenn die Einschätzung falſch F. Nein. Sausbefizer sich so lebhaft sträuben, für die große Masse der Einführung einer internationalen Verkehrssprache austrebt. Die Akademie it. Bestimmte Schonzeiten fennt der Steuerfistus nicht. wohner des Ortes durchaus nichts Schreckhaftes in fich trage. Be- hat viele Zufchriften erhalten, in denen für die allgemeine Einführung Buständig ist, weil an Ihrem Arbeitsort kein Gewerbegericht existiert, das Geiseler. Sie haben Anspruch auf Zahlung bis zum 15. September. merkt sei noch, daß die ausständigen" Gemeindevertreter zu dieser des Volapük eingetreten wird. Es ist ganz seltsam, daß die guten Amtsgericht. M. K. P. 9. Die Kündigung ist ungültig. Bersammlung eingeladen waren. Natürlich war niemand er- Leute, die sich derart mit der Verbreitung der künstlichen Her-.. 100. Sie müssen zahlen, falls Sie über 21 Jahre alt waren, als fchienen; ein einziger hatte sich schriftlich mit der Begründung ent- ftellung einer Universalsprache abquälen, gar nicht daran zu denken Sie den Kauf abschlossen. E. M. 40. 1. Als Miterbe können Sie das schuldigt, daß er nicht öffentlich über die Mandatsniederlegung scheinen, daß in der englischen Sprache bereits eine Weltsprache Darlehen fündigen und Zahlung desselben zur Nachlaßmasse verlangen. sprechen könne, da er parteiisch in der Sache dastehe.m vorhanden ist, deren verhältnismäßig leichte Erlernung tausendmal 2. Den Aufenthalt könnten Sie durch Nachfrage auf den Bolizei: Anton Theimer. Wenden Sie sich an ( Ober- Schöneweide. In der letzten Sigung der Gemeindebertretung tamen unter anderm die mißlichen Rechtsverhältnisse zusammengenommen. zwischen der Gemeinde und der Grundrentengesellschaft zur Sprache. Erdbeben in Schottland. Gestern morgen wurde, wie der Es zeigte sich hier wiederum, wie schon so oft, daß sich die Franki. Zeitung" gemeldet wird, in Inverneß ein heftiger Erdstoß önnen Sie so lange als Zeuge ablehnen, bis Ihnen der Richter oder AnGemeinde bei ihrem Entstehen zu Gunsten einer Privatgesellschaft verspürt. Die Leute, die hierdurch aus dem Schlafe geweckt waren, walt mitgeteilt hat, was er unter Socialdemokrat verstanden wissen will. sehr wichtiger Rechte begeben hat, so daß man jezt nicht ein liefen auf die Straßen und fürchteten sich, in die Häuser zurück- Das Reichsgericht hat angenommen, daß die nach der Strafprozeß- Ordnung noch aus weiß. Jedoch hofft man, ev. auf dem Klageweg, die Vor- zukehren. Der Erdstoß dauerte drei Gefunden und war heftiger als wohl unzulässige Frage, ob jemand Socialdemokrat ſei, zulässig sei. teile der Gemeinde zu sichern. B. K. 13. Krankenversicherungspflichtig sind Dienstmädchen nicht. Die Zum Schluß der Berhandlungen derjenige, der im November 1890 Inverneß beunruhigte. Das Herrschaft hat für den Fall einer Krankheit bis zur Dauer von brachte Genosse John folgendes zur Sprache: Auf dem Ge- Personal der Eisenbahn, der Post und der Polizei begriff anfangs sechs Wochen zu sorgen. 37. Pa. 1. und 2.: Ja. Zunächst hätten meindeschulbau ist es zu Differenzen zwischen den dort nicht, daß ein Erdbeben stattgefunden hatte. In vielen Wohnhäusern die Betreffenden sich an die Gemeinde ihres Wohnortes zu wenden Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 20. September. Opernhaus. Der Ring des Nibe: lungen. Die Walküre. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Weh' dem, der lügt. Anfang 71/2 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Mamsell Angot. Anfang 71/2 Uhr. Jm Trianon Theater:" Lebende Lieder". Anfang 8 Uhr. Schiller. Heimat. Anfang 8 Uhr. Dentiches. Rosenmontag. Anfang 712 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. ( 2. Teil.) Anfang 72 Uhr. Lessing. Flachsmann als Erzieher. Anfang 72 Uhr. Residenz. Tragödien der Seele. Anfang 7 Uhr. Neues. Das Ewig- Weibliche. Anfang 712 Uhr. Westen. Die Debütantin. Anfang 72 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: leberbretti. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 712 Uhr. Thalia. Ein tolles Geschäft. An: fang 72 Uhr. Luisen. Der Hüttenbesizer. Anfang 8. Uhr. Carl Weiß. Berliner Rangen. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Landstreicher. Anf. 72 Uhr. Belle Alliance. Talolo. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Schön war's doch. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Damen: Ring fämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. täten- Vorstellung. = " Stationen Barometer: stand mm richtung WindWindstärte Frauen und Mädchen.( Gegr. 1892.) Berliner Kranten Unterstützungs- und Begräbnis Verein für Heute abend 9 Uhr in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Geschäftliche Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Allgemeine Kranken und Sterbekaffe der Metallarbeiter ( E. S. 29) Hamburg. Filiale Rummelsburg, Sonnabendabend 82 Uhr bei Rud. Müller, Türrschmidtstr. 37, am Marktplatz, Mitglieder Hamburg Bertin Bersammlung. abend 9 Uhr im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Mitglieder- Ber: Winchen Verein zielbewußter Händler und Geschäftsinhaber. Heute Franti./m. 7670 fammlung. Tagesordnung: Unser Recht. Referent: Kollege Trunsch. Wien Freunde und Gönner des Vereins sind freundlichst willkommen. • Dermischtes. Wetter Temp. n. C. 5° 4° R. Stationen Barometers stand mm richtung Wind Windstärke 14 paparanda 756 Still Petersburg 11 Cort winembe 762 NW 3 bedeckt 765 WSW 764 3 bedeckt 4 bedeckt 2 heiter 7 Aberdeen 2 wolfen 11 Baris 2wolfent 14 753 SW Wetter bebedt Temp. n. C. 15° C.-4° R. 12 6 Regen 16 9 767 SO 765 SSD 1wolfent 766 2 Wetter Prognose für Freitag, den 20. September 1901. Auftlarend, am Tage viel wärmer bei mäßigen südlichen Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners J. 50. Glaubhaftmachung, Urteil vers 23. B. 100. 1. Dies hängt von der Art des Vertrages ab. 2. Nein. mehr Frende und Nngen bringt als die aller künstlichen Sprachen" Aemtern feststellen. die Sparkassen Verwaltung. Eventuell müßten Sie ein Aufgebot Weiss- Theater Schiller Theater Urania. Carl Weiss Theater 12 Wallner Theater). Freitagabend 8 Uhr: Heimat. Schauspiel in 4 Aften v. Sudermann. Sonnabendabend 8 Uhr: Die Kronprätendenten. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Letzte Woche: Mittelmeerfahrten. ( Kleine Preise.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Gefängnis. Sonntagabend 8 Uhr: Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Heimat. Central- Theater. Heute zum 757. und letzten Male: Die Geisha. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Morgen Sonnabend, 21. September: Eröffnung der Winter- Saison. Zum erstenmal mit ganz neuer Aus ftattung an Kostümen, Dekorationen und Requisiten: Giroflé- Giroflá. Operette in 3 Aften von Ch. Lecoqu. Sonntagnachmittag 3 Uhr volkstüml. Vorstell. zu halben Breisen: Der Bettelstudent. Operette in 3 Akten von Millöcker. Abds. 7 1hr: Giroflé- Giroflá. Metropol- Theater. Schön war's a doch! Gr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. Emil Thomas a. G. Specialt Joseph Josephi a. D. Neichshallen. Stettiner Sänger. H. Bender. G. Kaiser. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten Vorstellung. Else de Veré a. D. Urania. Taubenstr. 48/49. 3m Frid- Frid. F. Georgette. Rosenmontag. Anfang 8 Uhr. Theatersaal) Abends 8 Uhr: Zu fleinen Preisen: Mittelmeer: Fahrten. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Gastspiel: Saharet! Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Castans Panopticum. us Friedrichstr. 165. Neu! New! Nen! Der künstliche Mensch Die sensationellste Erfindung der Neuzeit: Der„ Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12 Uhr mitt., 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Zoologischer Garten Entree Heute u. folgende Tage 1 Mark. ab 4 Uhr nachmittags Grosses Ab6 Uhr abends 50 Pf. Kinder Doppel- Konzert. die Bei ungünstigem Wetter Hälfte. im Saal. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72. Heute u. folg. Tage: Große 132. Anfang 8 Uhr: Berliner Rangen! Große Ausstattungsposse mit Gesang in 7 Bildern von G. Albert. Musik von R. Leonard. Morgen Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Kinder- Vorstellung( ganz kleine Preise) Max und Moritz. Sonntagnachmittag 3 Uhr bei fleinen Preisen( 60 Pf., 30 Pf.): Liane, die zweite Fran. Cirkus Alb. Schumann. Renz- Gebäude. Karlstrasse. Sonnabend, den 21. September, abends 71/2 Uhr: Eröffnungs= Vorstellung. Auftreten: Künstler und Künstlerinnen nur allerersten Ranges. Neu für Berlin: Direktor Alb. Schumann mit feinen für Berlin neuen Original Drefsuren. Cirkustasse ist ab 10 Uhr geöffnet. Alles Nähere Tages- plafate. Sanssouci Kottbuserstr. 4 a. Wiederauftreten von Ein tolles Geschäft. Adolf Hoffmann. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Paula Worm in 8 Berwandlungen. Guido Thielscher in 11 Berwandlungen Norddeutsche Sänger Fritz Helmerding als Wolzogen. Junkermann, Bojé. Anfang 72 Uhr. Große Betten 12 M.) ( Dberbett, Unterbett, zwei Riffen) mit gereinigten neuen Federn bet Guftab Luftig. Berlin S., Bringen ftraße 46. Breislifte toftenfrei. Viele Anerkennungsschreiben. Anfang Sonntags 7 Uhr, Nach jeder Soiree: Tanz. von 5-7 Uhr Konzert. Entree 50 und 75 Pf. Wochentags Anfang 8 Uhr, Entree 30 u. 50 Pf. Wochentags Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Alle andern Tage bleiben die Säle zu Festlichkeiten und Ver sammlungen fret. veranlassen. Es wird dasselbe etwa 10 bis 15 Wart ausmachen. E. 50. Die Antwort auf die Frage, ob Sie Socialdemokrat sind, Palast- Theater Apollo- Theater. fr. Feen- Palast. Burgstr. 22. Direttion: Winkler u. Fröbel. Unbeschreiblichen Erfolg hat das 10 Specialitäten. Grandet. Steidl. neue Sensations Programm Frau Luna Hochinteressantes Künstler Personal. Karl Braun mit seiner Blitz- Berwandlung Endlich allein! Der Komponisten Wettstreit. Direttor Wilhelm Fröbel als Dienstmann Meler in der Gesangspoffe Rosenmontag Lebende Photographien usw. Luftballett Grigolatis Anfang 8 Uhr. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Gefchloffen. Anfang: Wochentags präc. 8 Uhr, Gröffnung der Winter- Saison Sonntags präcise 7 Uhr. Billet- Vorverkauf 11-1 Uhr. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Vornehmstes Vergnügungslokal! Sehenswürdigkeit Berlins!!! In den sieben grossen wunderbar dekorierten Stadtbahnbögen täglich Internationale Konzerte. Specialitäten- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften! Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. 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Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Achtung! I. Wahlkreis! Adtung! Heute, Freitag, den 20. Sept., abends 8% Uhr, Versammlung des Wahlvereins in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstr. 35. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Stadtverordneten Genossen Hugo Heimann über: Einiges von dem, was die Stadtgemeinde für die Gesundheit ihrer Mitbürger an Körper und Geist thun könnte. 2. Diskussion. 3. VereinsAngelegenheiten. 236/8 Der Vorstand. Volks- Versammlung Freitag, den 20. September, abends 8 Uhr, im Saale der Kronenbrauerei, Alt- Moabit Nr. 48/49. Tages Ordnung: V Der Milchring. Referent: Herr Reichstags- Abgeordneter Wolfgang Seine. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Einberufer: Th. Schumann, Beuffelstr. 68. [ 565b Verband der Sattler und verw. Gewerbe. Mitglieder- Versammlungen. Filiale 1: Sonnabend, den 21. September, abends 8½ Uhr, Tischler- Verein zu Berlin. Statt jeder besonderen Meldung. Die glückliche Geburt zweier Mädchen Sonnabend, 21. September, abends 8½½ Uhr, Melchiorftr. 15 beehren sich anzuzeigen Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Herrn M. Schütte. Thema: Präsidenten- Morde in Amerika." 2. Ein Unterstützungsgesuch. 3. Vereinsangelegenheiten, Aufnahme neuer Mitglieder. [ 199/16 Sonnabend, den 5. Oktober: 30. Stiftungsfest im Konzerthaus„ Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Billets a 30 Pf. find in der Versammlung erhältlich. Der Vorstand. Derlammlung der Bretterträger und Brettschneider Charlottenburg amt 18. Sept. 1901. Rechtsanwalt Schmilinsky und Frau Helene geb. Röstel. Voran II. Produktiv- u. Einkaufsgenossenschaft für Fahrräder n. andre Bedarfsartikel. Sonntag, den 22. Septbr: Aus: flug der Radfahrergruppe nach Werder a. H., Restaurant Martin am Kugelweg. Start: 61/2 Uhr: Brandenburger Thor. Gäste will: tommen. Mittwoch, d. 25. September, abends 81% Uhr, im Gewerkschaftshaus, EngelVersammlung. am Sonntag, den 22. d. Mts., vormittags 10% thr, Ufer 15: im Königstadt- Kasino, Holzmarkt- Strasse No. 72. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Vergnügungskomitees vom letzten Vergnügen. 2. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 84/15 Der Vorstand. Central- Verband der Zimmerer Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 22. September, bormittags 10 Uhr, in den Armin Hallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der wirtschaftliche Niedergang und die Aufgaben der Gewerkschaften. Referentin: Genoffin Fräulein Imle. 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Verbandsangelegenheiten. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung erwarten wir, daß die Mitglieder recht zahlreich und pünktlich erscheinen Der Vorstand. Achtung! Maurer. Achtung! im Euglischen Hof, Neue Roßstraße 3. Sonntag, den 22. September, vormittags 10 Uhr, Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Eberhardt: Aus im Lokale des Herrn Sikenstock, Gueisenaustraße 67: der französischen Geschichte." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Filiale 2: Sonnabend, den 21. September, abends 8½ Uhr, bei Patt, Grenadierstraße 33. Dienstag, den 24. September, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Filiale 3: Filiale 4: Sonnabend, den 21. September, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. TO.: 1. Statutenberatung der Lokalkaffe. 2. Verbandsangelegenheiten. Bahlreichen Besuch erwarten Die Vorstände. 2. Außerordentliche Mitglieder- Versammlung für den Südwesten. ( 144/7 Neuwahl der Leitung vom Viertel. 3. Besprechung von Anträgen. Tagesordnung: 1. Beschlüsse der letzten Vertreter Sizungen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Um vollzähliges Erscheinen ersucht Die Verbandsleitung. Adtung! Kistenmacher. Achtung! Sonnabend, den 21. September 1901, Sonnabend, den 12. Oftober, in den Gesamträumen des Gewerkschaftshauses, Engel Ufer 15: 13. Stiftungsfest, bestehend in Konzert, Gesangsvorträgen des Gesangvereins der Sattler, sowie Mitwirtung der im Lokale Königsbank, Große Frankfurter Straße Nr. 117: Berliner Volkssänger- Gesellschaft Lewandowsky. Festrede, gehalten vom Kollegen Bruno Pörsch. Gröffnung 8 Uhr, Anfang präcise 81/2 Uhr. Entree: Pf., sowie bei sämtlichen Vertrauensmännern zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet 19. Stiftungsfeff Damien 40 Pt. Herren 60 Pf. Billets find in allen Berfaninilungen foi des Interessenvereins der Kiftenmacher Berlins u. Umgegend Das Vergnügungskomitee. 13/2 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonnabend, den 21. September, abends 81 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer Nr. 15, Saal 3: Versammlung der Drahtarbeiter ( Schlosser, Geflechtspinner, Hilfsarbeiter usw.) Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Paul Jahn über: Das Recht auf Arbeit. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 118/16 Sonnabend, d. 21. Sept., abends 812 Uhr. in Moabit bei Fischer, Waldstr. 8: Konferenz der Vertrauensleute. Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute Freitag, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: unter gütiger Mitwirkung des Gefangvereins„ Arion II", Rummelsburg( M. d. A.-S.-B.) sowie des Humoristen Herrn Zimmermann. Verschiedene Ueberraschungen. Zu diesem Stiftungsfeste ladet Freunde und Bekannte ergebenst ein 94/14 Der Vorstand. Allen Vereinen und Gewerkschaften zur Nachricht, Achtung! as ich das früher Wilkesche Lokal Andreas- Garten, Andreasstr. 26. übernommen habe und als Gastwirtschaft und Logierhaus weiters führen werde. Sämtliche Räume sind vollständig renoviert und stehen die Säle, Vereinszimmer sowie Kegelbahn noch für einige Tage, auch Sonnabends, frei. 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