Mr. 221. Abonnements- Bedingungen: H Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mir illuftrierter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poftbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft Beitungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebüge beträgt für die fechsgespaltene Kolonels geile ober deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Ein Landwirtschafts- Professor gegen die Brotwucherer. Sonnabend, den 21. September 1901. Erfahrung schlägt also das ganze agrarische Gerede von der durch hohe Zölle bewirkten Steigerung der Produktion zusammen. Die heutige Landwirtschaft kann dem gesteigerten Bedarf mit ihrer Produktion nicht folgen, sie muß in andrer Richtung, namentlich in der Erweiterung des für die technischen Nebengewerbe betriebenen Pflanzenbaues momentane Erfolge zu realisieren suchen." Expedition: SW. 19, Bent- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Politische Neberlicht. Berlin, den 20. September. Vom Kotau zur Ordenschrung. Es wird gemeldet: Der Kaiser verlieh dem Prinzen Tschun nach dem gestrigen Paradediner an Bord der Hohenzollern" das Großkreuz des Roten Adler- Ordens. Der Erfolg der chinesischen Entfühnung ist somit ein voll ständiger. d In Conrads Jahrbüchern für Nationalökonomie und Statistit hat Professor Leisewig- München, Professor der Landwirtschaft, eine lehrreiche Abhandlung über die landAus den zahlenmäßigen Darlegungen geht klar die wirtschaftliche Produktion im Deutschen Reiche und ihr Ver- Richtigkeit der von uns gegenüber dem beutesuchenden Junkerhältnis zum inländischen Bedarf veröffentlicht. tum geltend gemachten Gründe hervor. Ein Mangel an Diese Abhandlung ist jetzt besonders lefsenswert, da die Agrarier, Nahrungsmitteln würde durch die Absperrung der aus um ihren schamlosen Brot- und Fleischwucher zu rechtfertigen, ländischen Zufuhr dauernd hervorgerufen werden, folglich auch immer wieder die Behauptung aufstellen, sie seien sehr wohl bauernde Hungersnotpreise, die die Taschen Die Angst vor der Arbeiterbewegung. im stande, den Brot und Fleischbedarf der deutschen Be- bankrotter Junker mit Millionen füllten, dem Volte aber die Die ministerielle Berliner Korrespondenz", deren bölferung selbst zu decken, wenn das Reich nur durch die furchtbarsten Basten auferlegten. Dabei sind bei diesen Be- Redaktion zumeist Ferien hat und, wenn sie einmal etwas der Welt mittels höherer Zölle herbeigeführte Fernhaltung der aus- rechnungen noch immer normale ländischen Konkurrenz die landwirtschaftliche Produktion worden. Jahre angenommen zu verkündigen hat, sich im wesentlichen auf die Mitteilung von Was aber soll werden, wenn nach der Er- Personalien und der Errichtung neuer Reichsbank- Filialen beschränkt, lohnender gestalten wolle. höhung der Getreidezölle Fehlernten eintreten? Professor sofern sie sich nicht etwa den Hunnenbrief Schwindel des Luzerner Prof. Leisewitz hat es nicht mit der Frage zu thun, ob Reisewitz weist nach, wie dann aus einer heute viel Commis B. alias Normann Schumann aufbinden läßt dieses bei einer gründlichen Umgestaltung der Agrarverfassung, bei leicht wenig fühlbaren landwirtschaftlichen Kalamität ein amtliche Organ eröffnet heute in feierlicher Weise die politische socialistischer Agrarpolitik der deutsche Boden weit höhere und allgemeiner Notstand für den ganzen Volkshaushalt Saison, indem es eine Meinungsäußerung der Regierung über den für den deutschen Konsum ausreichende Erträge geben kann. entstehen würde und dem Staate die Alternative gestellt wäre, Brotwucher die Spaltung in Er betrachtet sie durchaus von der Voraussetzung, von der die entweder nach allen Seiten bis zur Erschöpfung aus seinen den Evangelischen Arbeitervereinen verbreitet. Agrarier selbst ausgehen. disponiblen Fonds Subventionierungen zu spenden, oder die Daß die evangelischen Arbeitervereine, dieses erhabene BollProf. Leisewitz stellt zunächst fest, wie groß im Zeitraum Bollschranken niederzulegen. Wie viel schreckliches Arbeiter- werk gegen die Socialdemokratie, geborsten sind, bereitet der der letzten 7 Jahre die zur Ernährung der Bevölkerung, der elend aber würde unsre Posadowsky- Regierung erst ansehen, Regierung höchste Sorgen. Möglicherweise hat sich auch der CentralViehbestände und zu gewerblichen Zwecken zur Verfügung ge- ehe sie zu solcher Maßregel schritte! verband irgend einen Minister kommen lassen, um ihn über die standenen Getreidevorräte gewesen sind. Der Berechnung zu neue Gefahr aufzuklären. Jedenfalls verrät die amtliche Auslassung Grunde gelegt sind die Ernteerträge, die Aussaatmengen, die Einganz und gar den Bueckschen Geiſt. Es heißt da: und Ausfuhrbeträge. Wir greifen nur einige Jahre heraus, bei welchen sich folgendes Bild ergiebt. Es standen zur Verfügung und famen zur Verwendung: Getreidearten Weizen und Spelz. Roggen. Gerste Hafer in 1000 Kilogramm in 1000 Tonnen 1893/94 95/96 97/98 98/1900 4244 4712 4354 4980 8060 7550 7746 8027 3260 3502 3531 3856 3945 5797 5584 6490 Einer der Hauptgründe, die unsre Kanize für die ber langte Erhöhung der Getreidezölle geltend machen, lautet: der Fortbestand der gegenwärtigen Getreidepreise werde den Niedergang der Landwirtschaft" unvermeidlich", unaufhaltsam" machen, die Bodenrente auf ein Minimum reduzieren und dergleichen mehr. Wie lächerlich diese„ Gründe" find, zeigt Leisewig in zahlreichen Beispielen. Einzelne zahlenmäßige Nachweisungen sind ja schon früher zum Aerger der„ Notleidenden" in die Oeffentlichkeit gelangt. Die Erfolge des landwirtschaftlichen Betriebes z. B. auf dem Gute Lupig in der Altmart, auf der preußischen Domäne Schlanstedt im Reg.Mit diesen Mengen waren auf den Kopf der Bevölkerung Bezirk Magdeburg, auf den Gütern des Fürsten Lichnowsky berfügbar gewesen resp. zur Verwendung gekommen 88,3 Stilo in Oberschlesien und den benachbarten Bauerngütern, ferner gramm Weizen, 150,6 Kilogramm Roggen, 68,7 Kilogramm auf verschiedenen litauischen Gütern und bei der großen der bäuerlichen Gerste, 108,2 kilogramm Hafer. Zu den verfügbaren Ge- Mehrzahl wie Wirtschaften zeigen, die der Notstandspauterei treidemengen mußte das Ausland liefern: an Weizen übertrieben Getreidegrafen 23-34 Proz., im Durchschnitt 27,3 Proz., an Roggen 4 bis zumeist iſt. Troß allen agrarischen Jammerns nimmt 10 Proz., im Durchschnitt 6,6 Proz., an Gerste 27-33 Proz., das schon seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts im Durchschnitt 30 Proz., an Hafer 3-9 Proz., im hervorgetretene Steigen des Wertes des Grund und Bodens Durchschnitt 6,5 Proz, In der siebenjährigen Periode seinen ungehemmten Fortgang. Der im Kaufpreise zum Ausbestand aber eine erhebliche ganz Unzulänglichkeit bruck gelangte Tauschwert fonnte zu ungeahnter Höhe steigen. der Produktion bon Weizen und Gerste, ein Bis gegen Mitte vorigen Jahrzehnts hatte der Kaufpreis pro geringeres Minus in der Produktion von Roggen und Hektar im Durchschnitt bei den Rittergütern den Stand von Hafer. Zum Ersatz der notwendigen ausländischen Getreide- 2945 M., bei den Landgütern die Höhe von 3486 Mt. erreicht zufuhr würde eine inländische Mehrproduktion bei Weizen um und war damit bei den ersteren auf den 22 fachen, bei den 33 Proz., bei Roggen um 6,2 Proz., bei Gerste um 38 Broz., letzteren auf den 3 fachen Betrag der Preise aus der Periode bei Hafer um ebenfalls 6,2 Proz. durch die Landwirtschaft von 1840 bis 1860 gestiegen. Wenn nun auch ein gewisser nötig gewesen sein. Konnte die deutsche Landwirtschaft diesen Anlaß zum Steigen durch weitere Ausstattung der Güter mit Ersatz schaffen? Die Frage wird von Prof. Leisewitz Immobiliarkapitalien( Baulichkeiten und Kulturanlagen) gegeben berneint. Ohne eingreifende Umgestaltungen im land- worden sein mag, so kann dies nicht zu stetigem Ansteigen des wirtschaftlichen Betriebe würde die Mehrung der Produktion Kaufpreises bis zu so exorbitanter Höhe der Grund sein. nicht möglich gewesen sein. Mag es auch gelingen, Hierin zeigt sich vielmehr der volkswirtschaftliche Aufschwung, den Roggenbau bei gleichzeitig einzuschränkendem Futter- die gestiegene Landeskultur, die sich für die Agrarier in Gold tonfum dem anderweitigen Bedarfe anzupassen, so verwandelt hat. in 109 = ach nein, über Naumann und seine Freunde betreiben bekanntlich die enge Angliederung der Evangelischen Arbeitervereine an die vermeintlich neutralen" Gewerkschaften, deren bisherige Entwickelung und Bethätigung über ihre Zugehörigkeit zur Socialdemokratie füglich feinen Zweifel laffen kann, während die Bochumer Gruppe eine derartige Verbrüderung zurückweist. Man wird den Versicherungen der Anhänger Naumanns, daß sie in principiellem Gegensatz zur Socialdemokratie ständen, Glauben beimessen dürfen, ihr Auftreten und Berhalten aber kommt thatsächlich den Socialdemokraten zu gute Das socialrevolutionäre Princip, welches auf den Trümmern und der bestehenden staatlichen ein utopisches gesellschaftlichen Ordnungen focialistisches Gemeinschaftsgebilde verwirk= lichen möchte, steckt zu tief im ganzen Wesen der freien ,, neutralen" Gewerkschaften in ihrer gegenwärtigen Gestalt, unt den Grundanschauungen der evangelischen Arbeitervereine Raum zu ungehinderter Entfaltung zu gewähren. Eine außergewöhnliche politische Kurzsichtigkeit und ein gefährlicher Optimismus liegen der Erwartung zu Grunde, daß gemeinsam mit den socialdemokratischen Arbeiterorganisationen die von Naumant seiner Zeit befürwortete Herstellung allumfassender unpolitischer und unfonfessioneller Berufsverbände" sich werde bewirken lassen. Die Gewerkschaften stehen auf dem Boden des ke I assentampfes, der Anschürung des Gegensatzes zwischen Arbeitern und Arbeitgebern, die evangelischen Arbeitervereine hingegen haben bisher, bei aller Entschiedenheit in der Vertretung der Interessen des Arbeiterstandes, unter Anerkennung der geltenden Wirtschaftsordnung einem Ausgleich zwischen Arbeit und Kapital auf christlichUeber den hieraus nationalem Fundament das Wort geredet. " " sich ergebenden Zwiespalt werden auch die Naumannschen Ideen von der Aufrichtung eines nationalen Kaisertums unter demotratischer Flagge" nicht hinweghelfen. Es muß befürchtet werden, daß im Laufe der Zeit die Arbeitermassen, welche von Naumann in unseliger Verblendung nach links hin in ein radikaleres Fahrwasser gesteuert werden, nicht nur Schulter an Schulter mit den zielbewußten Genossen" ins Feld ziehen, sondern auch zu deren Parteifahne zu schwören geneigt sein werden. Das wäre in hohem Maße bedauerlich, und man fann nur wünschen, daß die Verbände, ehe es zu spät ist, die Gefahren der schiefen Ebene, auf die sie geraten sind, sich vergegenwärtigen und den Weg zur Umkehr zu gewinnen suchen. Daß diese Gefahr von der starken Minderheit des rheinisch- westfälischen Verbandes Evangelischer Arbeitervereine erkannt wird, tann nur mit Befriedigung verzeichnet und der Hoffnung Ausdruck gegeben werden, daß diese Erkenntnis innerhalb der Evangelischen Arbeitervereine sich immer mehr ausbreite. dürfte dies beim Weizenbau gänzlich unmög- Wie wenig diese ganze Erhöhung der Agrarzölle im lich sein, denn es wird im Deutschen Reiche wohl nirgendswo Interesse der ganzen Landwirtschaft, zumal der Kleinnoch Weizenboden auf Kultivierung harren und die klimatisch bauern liegt und wie mit ihr nur einseitig den Interessen gezogenen Schranken lassen sich weder aus dem Wege beſtimmter Großgrundbesigerkreise gedient ist, beweist Professor räumen noch die Hebung der Erträge durch Düngung effekt- Leiferit ferner noch an den Viehzöllen. Aus den Anboller gestalten. deutungen der agrarischen Fachpresse geht nämlich hervor, daß Aber die Frage liegt noch viel schwieriger, denn die land. die großen Landwirte, welche Nußviehzucht betreiben, schon jetzt wirtschaftliche Produktion hätte notwendigerweise einen Auf- mit der Erhöhung der Schutzölle rechnen und erst nach schwung nehmen müssen, der nicht bloß dem gegenwärtigen sichergestellter Erhöhung des Bolles auf Jungvieh und ZuchtBevölkerungsstande angemessen war, sondern auch dem durch tiere, sowie auf Fleisch- und andre Schlachtwaren sich mit der die starke Bevölferungszunahme bedingten An Erweiterung des Betriebes der Nußviehzucht zu befassen ge- Herr Naumann ist Gegner der Socialdemokratie, die mit allen wachsen des Bedarfs angepaßt war. Durch Zahlen denken. Die Erschwerung des Imports durch Zollerhöhung Mitteln zu unterwählen er sich zur nicht beneidenswerten LebensEr steht auf dem Boden der gegenwärtigen aus den letten Dezennien beweist Prof. Leisewiß, wie wenig ist für sie das Signal, die Preise für Nuzvieh in aufgabe gesetzt hat. wenigbie die landwirtschaftliche Produktion der Bevölkerungszunahme die Höhe zu treiben. Allen Landwirten, die Nuz- Gesellschaftsordnung, er ist bis zum Jingotum national und von zu folgen vermag. Zwar ist seit dem vorlegten Dezennium bieh beschaffen und halten, würde dies also erschwert und der marinistischen und weltpolitischen Phantasien geradezu besessen. Aber das Bestreben, den Getreidebau auszudehnen, unverkennbar, teuert werden, während nur die großen Züchter den Vorteil er ist ein Freund der nationalen Gewerkschaftsbewegung, zumal die doch ist seit 1898 teils eine Schwankung, teils Stagnation haben, ganz abgesehen von der Verteuerung des Lebens- Förderung ihm auch ein Mittel scheint, die Socialdemokratie zu übereingetreten und die Erträge sind weit hinter den mit der Be- unterhalts, welchen die Arbeiterklasse zu tragen haben würde winden. Und dieser eine Frevel genügt, um über ihn und seine Anvölkerungszunahme wachsenden Bedarfsmengen zurück bei Erhöhung der Zollschranken für Schlachtvieh, Fleisch und hänger den amtlichen Bann auszusprechen. andre Schlachtwaren. Die Preise für Schlachtvieh, vielleicht geblieben. Die Durchschnittsmengen aus den beiden zehn mit einziger Ausnahme der Schweine, die Preise für frisches jährigen Perioden betrugen pro Hektar Fleisch und Butter haben im Verlaufe eines Jahrzehnts Fruchtarten Periode 78/87 Periode 88/97 Mehrertrag Winterweizent 13,4 Doppel- Ctr. 14,5 Doppel- Ctr.+8,2 Bro3. einen so hohen Stand erklommen und ebenso haben sich die 13,4 Doppel- Ctr. 14,5 Doppel- Ctr.+8,2 Proz. Preise für Zucht- und Arbeitsvieh einen so hohen Stand Sommerweizen 11,6 Winterroggen 10,1 gewahrt, daß ihre weitere Erhöhung schwere Gefahren für die Volkswirtschaft in sich birgt. • 13,0 11,0 " Sommerroggen. Gerste. 7,9 8,1 " " 13,0 9 " 13,5 " +12,0" +9,0 +2,5 +3,8 " " " Hafer. 11,5 " 12,0 " bewegung, auch wenn er Gegner der Socialdemokratie ist, vor allem die unselige Zersplitterung bekämpfen muß. Die Arbeiter müssen einheitlich gewertschaftlich organisiert sein, sonst sind sie dem koalierten Unternehmertum nicht gewachsen. Nun ist es klar, daß jeder ehrliche Anhänger einer GewerkschaftsGerade vor dieser Einheitlichkeit der Gewerkschaftsbewegung aber fürchtet sich das Unternehmertum, in dessen Geist und Dienst jetzt die Regierung die evangelischen ArEs ist außerordentlich bezeichnend, daß die agrarischen beitervereine verwarnt. Wenn sie zu diesem Zweck wieder einmal +4,3 Zollwucherer für ihren Raubzug auf die Taschen des Volkes die rote Vogelscheuche blödester Art in ihren Garten stellt, so weiß Die Bevölkerungszunahme betrug von 1882-95 14 Proz., als Begründung nichts haben anführen können als die alten man Herr Bued hat das neulich ausgesprochen, daß das nur bon 1895 bis 1900 7,8 Prozent, im ganzen seit 1882 unwahrheiten der Agitatoren des Bundes der Landwirte, Vorwand ist. Die kapitalistische Gesellschaft, die sich nicht darum 24,5 Proz., während die Ertragsmehrung bei Winterweizen während sich, je länger der Kampf dauert, auf unsrer Seite grämt, ob nach ihr die Sündflut hereinbricht, hat keine Zukunftsfür die beiden 10 jährigen Perioden 8,2 Proz. und für die desto zahlreicher die Männer der Wissenschaft einfinden, die sorgen, sondern lediglich Gegenwartsart. Sie glaubt nicht an den folgende 3 jährige Beriode 2,1 Proz., bei Sommerweizen 12 das Verderbliche der agrarischen Bestrebungen einsehen. Die Zukunftsstaat, aber daß die Arbeiter stark werden könnten, um in und 2,5 Proz., bei Winterroggen 9 Proz. und 00, bei Sommer- agrarische Regierung will sich jedoch ebenso den Ergebnissen dem Arbeitsverhältnis wirksam mitzubestimmen davor graut den roggen 2,5 Proz. und 00, bei Gerste 3,8 und 4 Proz., bei der wissenschaftlichen Forschung wie der Stimme des be- Herren im Hause, die über Sklaven frei zu schalten wünschen. Hafer 4,3 und 1,8 Proz. betrug. Eine 20 jährige praktische drohten Volkes verschließen. Darum suchen Sie jede Einigung der Gewerkschaftsbewegung au " " Hintertreiben, und die Regierung Handelt in ihrem Interesse, indem gefunde", der„ arische" Kapitalismus gedeiht. Und mun eriveist sich Wilhelm II. Kommandeur eines russischen Dragonersie mit dem roten Kinderschreck wirtschaftet. dort gleich fast die gesamte Presse als bestechlich! Regiments. Der Kommandeur des 39.( Narwaschen) DragonerDarin freilich hat die ministerielle Auslaffung recht, daß die Inzwischen ist noch ein Preßföldner auf der Strecke geblieben. Regiments erhielt aut 13. September nachstehende Depesche des evangelischen Arbeitervereine schließlich doch notwendig zu den freien Auch das Amtsblatt des Nates von Dresden, der„ Dresdener An- Kaisers Nikolaus: Ich habe gestern Se. Majestät den Deutschen Gewerkschaften der Socialdemokratie kommen müssen. Aber die geiger", ber Eigentum der städtischen Günz Stiftung ist, hat seinen vertrauten Regiments ernannt. Ich bin überzeugt, daß die Narwarr Kaiser, König von Preußen, Wilhelm II. zum Chef des Ihnen anSpaltung der Evangelischen spielt in diesem Entwicklungsprozeß gar Handelsredacteur entlassen. Dagegen leugnet die" Dresdener in Befolgung ihrer alten Traditionen dieses neue Beichen meines keine oder nur eine sehr geringe Rolle. Auch die von den Unter Beitung", daß fie mit dem bestochenen Berliner Bertreter etwas Bertrauens rechtfertigen werden. Nikolai. nehmern gehätschelten Leibverbände, auch die gutgesinnte Bochumer zu thun gehabt habe; der Fall scheint aber keineswegs aufgeklärt. Wilhelm II. fandte ein Telegramm an den Kommandeur, das Richtung wird mit der wachsenden Aufklärung des Proletariats Bemerkt sei noch, daß ein Teil der Herren auch die Berliner folgende Stelle enthielt: Ich beglückwünsche mich und das in den gewaltigen Strom der modernen Arbeiterbewegung Presse informiert hat. Der Mann vom Anzeiger" soll sogar der Regiment zu diesem gnädigen Urteil seines obersten Führers. getrieben, die sich sowohl darüber tlar ist, daß für Korrespondent des" Wolfffchen Telegraphenbureaus" sein, was das Ich bin überzeugt, daß dieses neue Band, das mich mit der ruhmdie gewerkschaftlichen Kämpfe einheitliche Organisation not Berl. Tagebl." allerdings bestreitet. getrönten russischen Armee verknüpft, zur Aufrechterhaltung wendig, wie sie auch das wohl erkannt hat, daß auf dem Boden der und Festigung der alten Traditionen der WaffenUnser Dresdener Parteiorgan schreibt über den Fall: Lohukämpfe allein die sociale Frage in keiner Weise gelöst werden" Was hier in Dresden aufgedeckt worden ist, übersteigt alles Mein kameradschaftlicher Gruß den Herren Offizieren und Mannbrüderschaft zwischen unsren beiderseitigen Armeen dienen wird. kann, sondern daß sie immer nur dazu helfen können, das Prole- bisher Dagewesene. Noch nie und nirgends hat man einen solchen schaften. tariat wehrhaft im Kampf um die politische Macht zu machen, die Rattenkönig von beeinflußten Journalisten zusammen gesehen, noch Da die russische Armee durch den Mund des Zaren aufs dann die radikale Umgestaltung der kapitalistischen Anarchie ermög- nie zuvor ist eine solche Korruption im großen aufgedeckt neue Waffenbrüderschaft mit der französischen Armee geschlossen worden. In andern Städten wurde dieser oder jener der licht. Gegen diese Entwicklung des Proletariats ist kein Kraut ge- Bestechlichkeit überführt, bestand wohl ein oder das andre bat, und andrerseits durch diese Ernennung die Waffenbrüberſchaft wachsen, sie kommt, und jener Spaltungsprozeß mag als kleines Blatt, dem man nicht recht trauen durfte: in Dresden aber worden ist, wäre dadurch auch eine Waffenbrüderschaft zwischen der zwischen der russischen und der deutschen Armee erneuert Zeichen dieser Entwicklung immerhin gewürdigt werden.-finden wir ein förmliches Sartell der Unrebliteit, beutschen und der französischen Armee herbeigeführt! Wir wären das sich auf auf alle einflußreichen bürgerlichen Blätter er dadurch ja wohl dem Ideal des Völkerfriedens um ein gehöriges streckte. Jene gehässige Bekämpfung der aufstrebenden Arbeiter Stück näher gerüdt! schaft, die den ganzen Ordnungs" flüngel zufammengeführt hat, machte die Journalisten auch sonst solidarisch. Gewohnt, mit den chofelsten Mitteln den Kampf um die politische Macht zu Gunsten der Privilegierten zu fämpfen, ging bei vielen von ihnen das Gefühl für das Anständige, bei den Börsenredacteuren dann auch noch das für das Erlaubte zum Teufel. Feierte auf politischem Gebiete der Grundfaz„ Der Bwved heiligt die Mittel" bei der Wahlentrechtung unter der Mithilfe der bürgerlichen Journalisten feine rasenden Triumphe, so wurde auf andrem Gebiete der alte Vespasianische Satz zum leitenden Princip:" Geld riecht nicht." Der Friedens- Bar. Wie für das Seemanöver, so hat sich der Friedens- 8ar auch für das Manöver der französischen Landtruppen bei Vitry- les- Reims äußerst lebhaft interefftert. Namentlich das neue Geschütz Modell 75 nahm seine Aufmerksamkeit derart in Anspruch, daß er sich von einem französischen Lieutenant ganz genau den Mechanismus desselben erklären ließ. Auch die Rede, die der Bar aus Auch die Rebe, die be Anlaß eines Trinkspruchs des Präsidenten Loubet hielt, erinnerte in nichts an den Friedens- Baren, der am 28. August 1898 fein berühmtes Friedensmanifeft; allen Petersburger Bertretern der auswärtigen Mächte überreichen ließ. Strafdiäten. Herr Liebermann v. Sonnenberg, der seit jeher ein großes Intereffe an Diäten hat, giebt sich die Mühe, ein selbstgemachtes Diätengesetz der Welt zu unterbreiten. Danach sollent die Reichstags- Abgeordneten zwar 20 Mark Diäten erhalten, aber gleichzeitig mittels der Diäten gezüchtigt werden. Die erste Ausführungsbestimmung lautet nämlich: " Wer ohne beurlaubt, tranfgemeldet oder entschuldigt zu sein beim Namensaufruf oder bei namentlichen Abstimmungen fehlt, verliert für die ganze laufende Woche seine Tagegelder.( Es ist dabei gleichgültig, ob er eine oder mehrere Abstimmungen versäumt hat.) Eines mußte das audre gebären: die sittliche Fäulnis der Loubet hatte in seinem Toast die etwas gewagte Behauptung beißen, die politische Verlotterung des Bürgertums, die in der oberen Klassen, deren stinkende Düfte efelerregend in die Nase Wenn es des Verfassers und seiner engeren Kollegen Ehrgeiz aufgestellt, daß Frankreich und die Vertretung Frankreichs" alle ganzen Welt berufene Haltung der sächsischen Verwaltungs- und ist, sich wie dumme Jungen behandeln zu laffen, so ist das schließlich eines Herzens" bemüht seien, die Armee mit allem zu versehen, Justizbeamten, die vollendete Unfähigkeit, den großen Problemen feine Sache. Der Reichstag selber dürfte für solche Strafdiäten was ihre Stärke auf den höchsten Punkt" bringen könne. Worauf einer neuen Zeit gerecht zu werden, der wir in Sachsen überall nicht zu haben sein. der Zar u. a. antwortete: begegnen, dazu und deswegen der unerhörte Niedergang des Der Zweck dieser Hanswurstiade soll vermutlich sein, durch die " Die Manöver, welchen wir foeben beigewohnt haben, haben bürgerlichen Breßwesens das alles hängt auf das innigste Verhängung von Geldstrafen jede Obstruktion unmöglich zu machen. mir gestattet, persönlich den Grad der Vollkommenheit der zusammen und kann nicht von einander getrennt werden. Außerhalb der Partei des Herrn Liebermann dürfte aber wohl nieglänzenden franzöfifchen Arme e zu würdigen, welche schweren Gefahren hinzuweisen, die dem sächsischen, insbesondre von der pflichtgemäßen Anwendung geschäftsordnungsmäßiger Mittel Seit langer Zeit haben wir uns eindringlich bemüht, auf die mand durch die Aussicht, für acht Tage seine Diäten einzubüßen, mir das Herz erfreut als ein Gegenstand gerechten dem Dresdener Wirtschaftsleben drohten; mit Schrecken saben wir im Stampfe gegen Ueberrumpelung und Vergewaltigung abgeschreckt Stolzes für das befreundete Frankreich.... die gesamte tapitalistische Presse in der denkbar frivolften Weise werden. Ich betrachte sie gern als eine mächtige Stütze der Grund- solchem aufrichtigen Bemühen entgegenarbeiten. Die Ereignisse Der Vorschlag ist kennzeichnend für die moralische Würde seines säge der Billigkeit, auf denen die allgemeine Ordnung, gaben uns recht: ein Krach von unseliger Heftigkeit brach herein. Urhebers. der Friede und das Wohlergehen der Nationen beruhen." Aber immer noch war die bürgerliche Presse eifrig beschäftigt, Ein Wahlidyll and Lothringen. Man schreibt uns aus Man merkt der Stilisierung dieser Rede wieder das forgfam Couliffen zu schieben und Schleier aufzuhängen, oder, um ohne Bild Ausgetüftelte und Abgewogene an. Ein Friedens- Zar kann sich natür- zu sprechen: die Kleinen in den Traum einer gefährlichen Sicher- Straßburg: Bei der dieser Tage vor dem Lothringischen Bezirksrat heit einzulullen lich füber die zum äußersten Raffinement gediehene Organisation mit rechten Dingen zugehen. Wer Augen hatte, zu ſehen, mußte Gemeinderatswahlen in or bach wurde durch mehrfache zum Nußen der Großen. Das fonnte nicht stattgehabten Verhandlung eines Protestes gegen die legten zum Maffenmord nicht freuen, allein es ist ihm als dem Freund und auf den Verdacht geraten, daß dort mit unredlichen Mitteln Beugenaussagen festgestellt, daß die Forbacher" BürgermeisterVerbündeten Frankreichs doch wohl gestattet, sein Herz daran zu er- gearbeitet wurde. Es ist ein blamables Beichen von wirtschafts- Partei", deren Haupt der ſteinreiche Großfabrikant Adt iſt, in der freuen, daß die glänzende französische Armee einen Gegenstand ge- politischem Unverständnis, daß die Redaktionschefs der jetzt so arg ungeniertesten Weise mit äußerlich kenntligen Stimmrechten Stolzes für das befreundete Frankreich bildet. Das ist zwar bloßgestellten Zeitungen die deutlichen Spuren nicht bemerkten. Die etteln operierte, um die Abstimmung der Arbeiterschaft kontrollieren zu können. Das Interesse des Herrn Adt für die Geschon mehr Sophistik, die der ehrlichen Logik ins Gesicht schlägt; Herren sollten unter sich einen„ Klub der Harmlosen" gründen aber es ist doch immerhin ein Versuch, unvereinbare Gegensäge mög- im nicht friminellen, wenn auch peinlichen Sinne des Wortes. Die fimmung seiner Arbeiter ging jedoch noch weiter. Er veranstaltete natürlich nur um seinen Leuten Zeit und Mühe zu lichst zu mildern. Noch krampfhafter ist der Versuch, die Geschäftsleute und kleinen Kapitalisten aber, die im furzsichtigen auch noch Vertrauen auf die gefärbten Handels- und Börsennotizen ihrer ersparen Wahlversammlungen in den Räumen nach den Versicherungen Loubets„ auf den höchsten Punkt" socialiſtenfresserischen Leibblätter ihre Geschäfte betrieben, gebrachte Kriegsrüstung Frankreichs als etwas darzustellen, was sich sich bei den Redaktionen jener Blätter für ihren- Reinfall bestens Sinne ihres" Brotherrn" bearbeiten zu lassen. socialiſtenfresserischen Leibblätter ihre Geschäfte betrieben, mögen einer Fabrit, zu denen seine Arbeiter selbstverständlich - durchaus freiwillig- vollzählig zu erscheinen hatten, um fim sich mit dem Friedensmanifest des Jahres 1898 durchaus in Einklang bedanken!" Charakteristisch für bringen lasse. Andre Monarchen haben es, wie wir gestern bereits die in Lothringen herrschende Auffassung von der Freiheit" der erwähnten, ungeheuer leicht, die Kriegsrüstungen aus dem angeblich Wahl und den Rechten des Arbeitgebers ist die Thatsache, daß für heißesten Bestreben heraus zu erklären, möglichst solide Friedensden Bezirksrat wohl die Kenntlichmachung der Stimmzettel, nicht Im preußischen Handelsministerium wurden am aber auch die Beeinflussung der Wähler in den famosen Adtschen garantien zu schaffen. Der Zar jedoch kann sich dieses Trugschlusses Freitag die Konferenzen über den Zolltarif- Entwurf eröffnet. Diese Fabrikverfammlungen einen Anlaß zur Kassierung der Wahl boten. oder je nachdem auch dieses Taschenspielerkniffes nicht bedienen. Konferenzen haben nicht den Zweck, grundfäßliche Fragen des Tarifs Hat er in seinem Friedensmanifest doch gerade auf das irrige zu erörtern, sondern sollen lediglich Einzelheiten in der Anordnung und in der Höhe der Positionen behandeln. der Annahme hingewiesen. Hieß es doch in dem Manifeft: Zum Zolltarif. --Ein russischer Gewaltakt im Grenzgebiet. „ Es ist deshalb klar, daß, wenn diese Lage( des unausgesetzten Aus Königsberg wird uns geschrieben: Einen unerhörten Nüstens) sich noch weiter so hinzieht, sie in verhängnisvoller Weise Deutschen Tageszeitung" jezt auch mit schwererem Geschütz Behörden zu Schulden kommen laffen. Gegen den Handelsminister Möller wendet sich nach der Gewaltatt gegenüber einer deutschen Unterthanin haben sich russische Die Frau Kugel aus 31 eben der Katastrophe führen würde, die man( 3) zu die Sorrespondenz des Bundes der Landwirte." Sie nennt Nimmersatt, Kreis Memel der Mann ist eifriger Parteigenoffe vermeiden wünschte." den Minister einen aus den Streifen der Quebracholeder und ist am Sonntag, den 1. September d. J., nach dem nahen russischen Der Bar sagte denn auch nicht schlechthin, daß die rastlose Eisen Großindustrie hervorgegangenen Herrn" und tadelt das von Grenzstädtchen Pol angen zur Kirche gegangen. Bei der Durch Kriegsrüstung Frankreichs eine Friedensgarantie bilde, sondern er ihm bewiesene schädliche Uebermaß von Loyalität" den aussuchung am Grenzübergangspunkt haben die russischen Beamten nichts erklärte mit weitschweifiger Unbestimmtheit, daß er die französischen ländischen Vertragskontrahenten gegenüber". Die Korrespondenz ver- bei ihr gefunden, das auf den Schmuggel Bezug hätte. Auch ihre Rüstungen als eine mächtige Stüße der Grundsätze der Billigkeit" nichtet Herrn Möller vollends, indem sie seine Handelspolitit als auf 28 Tage ausgestellte Grenzfarte ist in bester Ordnung befunden betrachte, auf denen der Friede der Nationen beruhe. Nachfolge der Caprivischen einschägt. Für die Bündlerdemagogie, die einen Minimalwucher von 7,50 M. fordert, ist Herr Möller gewiß ein wenig anrüchig. Aber Herr Möller hat es nicht verdient, als Schüler Caprivis verdächtigt zu werden. Caprivi setzte den Kornzoll von 5 M. auf 3,50 M. herab, Herr Möller will ihn von 3,50 m. auf mindestens 5 M. und 5,50 M. In Frankreich hat man diese Phrase als eine versteckte Drohung gegen den unbilligen" Eroberungstrieg Englands in Südafrika ausgelegt. Wir zweifeln aus verschiedenen Gründen an der Richtigkeit dieser Interpretation. Denn der Zar, der kürzlich noch selbst in höchst frivoler Weise eine chinesische Provinz hinaufsetzen! annettierte, ist zweifellos der letzte, der sich zum Sittenrichter über Englands Raubpolitik aufwerfen dürfte. Auch ist les äußerst unwahrscheinlich, daß der Bar daran denken könnte, vermittelst des Prestiges des Zweibundes zu Gunsten der Boerenrepubliken zu intervenieren. England würde eventuelle Drohungen verlachen, da es nur zu gut weiß, daß es Rußland am Nötigsten, dem Geld, fehlt, derartigen Drohungen durch eine kriegerische Aktion Nachdruck verleihen zu können. Die gewundenen Phrafen der Zarentoaste sind eben nichts als der Beweis dafür, daß auch die blendenden Friedensbeteuerungen und Friedensmahnungen des 98er Manifestes eitel Phrasen waren " Der Pump. Die Frankfurter Beitung" bestätigt, daß thatsächlich die Barenreise mit der Aufnahme einer großen Anleihe zusammenhänge. Frankreich zeigte sich den russischen Wünschen sehr entgegenkommend(?), indessen soll die Anleihe aus verschiedenen Gründen erst nach drei Monaten realisiert werden, hauptsächlich auch deshalb, weil die im Mai abgeschlossenen Eisenbahnanleihen noch nicht placiert sind. Vom Diesmaligen Betrage, angeblich einer Milliarde Frank, wird wiederum ein großer Teil zu Eisenbahnbauten verwandt. * Ordenssegen. Der Kaiser von Rußland hat dem Minister präsidenten Waldeck- Rousseau, dem Kammerpräsidenten Deschanel und dem Senatspräsidenten Fallières den Alexander Newsti- Orden und den übrigen Ministern den Weißen Adler- Orden verliehen. Deutsches Reich. * 著 Die Dresdener Preskatastrophe. Der größte Teil der bürgerlichen Bresse fährt fort, für den Dresdener Zeitungsstandal nicht das geringste Jutereffe zu bezeigen. Ueber jeden geriffenen Leitungsdraht wird mehr geschrieben, als über diesen Fall von Massentorruption, wie er in Deutschland bisher in diesem Umfang noch nicht festgestellt worden ist. Das Schweigen läßt sich nicht anders erklären, als daß die bürgerliche Presse gar nichts Merkwürdiges in dem Vorkommnis erblickt. Fehlt mur noch, daß die journalistischen Berufsorganisationen die entlassenen Märtyrer zu Ehrenmitgliedern ernennen. P * Bettel beim Centralverband bemerkt jetzt verspätet die 8um jüngst bekannt gegebenen neueren Bosadowsky Deutsche Tageszeitung": " worden. Ungehindert ließ man die Frau nach Rußland herein. An der Kirche in Bolangen wurde die Frau angehalten und festgenommen. Als Grund wurde angegeben, sie sei über die Grenze in hellem Kleibe gekommen, während sie jetzt, d. h. im Moment der Festnahme, ein dunkles trage, woraus zu schließen wäre, sie hätte das herübergebrachte helle Kleid an andre abgegeben, sich des Schmuggels schuldig gemacht und unterliege deshalb der Bestrafung nach ruffischen Gesetzen. Die über 60 Jahre alte Frau wurde verhaftet und geben und als politische Verbrecherin ins Libauer Gefängnis geſtedt, und nach Libau geschleppt. Dort ist fie sofort den Gendarmen überin dem sie sich noch am 17. d. M. befand. Am 4. September wurde Der Vorwärts" behandelt diese Mitteilung als eine sie von dem Gendarmerie Hauptmann Wonsjazki und dem sensationelle Enthüllung". Wir wissen absolut nicht, was an Staatsantvalts- Gehilfen Grigorje w verhört. Bei diesem Verhör dieser Meldung sensationell sei, höchstens das eine, daß das Reichsamt wurde von dem angeblichen Kleiderschmuggel mit feinem Wort ges des Junern immer noch dem Centralverbande großes Vertrauen sprochen. Die Frau hat thatsächlich nicht geschmuggelt, sondern die zu schenken scheint. Nun scheint es aber so, als habe das saubere Bolanger Polizei hat die Geschichte frei erfunden, um einen Grund Reichsamt des Innern, um seiner Stellung in der Gesamt- für die Verhaftung zu haben. Die Frau wurde jetzt vielmehr regierung eine größere Festigkeit zu geben, dem Centralverbande darüber verhört, ob sie einen gewissen Rolow, Klawa und andre den Wunsch nahegelegt, daß er sich für den Doppeltarif aus- tenne, von welchen die zwei ersteren bei ihr und ihrem Manne logiert sprechen möge. Wenn das geschehen ist, so bedauern wir auf hätten und dann mit verbotenen Schriften nach Rußland gegangen richtig, daß das Reichsamt des Junern wiederum so un- seien, wo sie beide, jedoch ohne Bücher, verhaftet worden wären, vorsichtig gewesen ist. Derartige Dinge macht man Weiter sollte die Frau mitteilen, ob in ihrem Hause russische Schriften nur, wenn man sicher ist, daß eine gewiffe Diskretion geübt aufbewahrt werden. Sofortige Freilassung wurde der Frau in Aus wird. Ist man dessen nicht sicher, jo läßt man die Finger sicht gestellt, wenn sie dies aussage und weiter mitteile, wie die davon, weil solche Einwirkungen leicht mißverstanden werden Männer heißen, welche am 4. Juli in Rußland aufgefangene ver können. Aus früheren Erfahrungen hätte das Reichsamt des botene Schriften über die Grenze gebracht haben. Da die Junern aber erkennen müssen, daß diese Voraussetzungen bei dem alte Frau erklärte, von alledem nichts zu wissen, wurde Centralverbande nicht durchaus zutreffen." fie ins Gefängnis zurüdgeführt. Die Frau wollte an den Es ist gut und recht, daß ein Reichsamt durch Herausforderung deutschen Konjul in Liban die Mitteilung von ihrer Ver bon Interessentenkundgebungen gegen andre Reichsämter Ränte haftung gelangen lassen, doch erlaubte erlaubte der Gefängnischef spinnt. Ein Verbrechen wird daraus, wenn das Unternehmen miß- Signalow das nicht. In dem Haftbefehl der Frau Kugel steht lingt und der Partier das füße Geheimnis ausplaudert. Ein nur, daß sie deutsche Unterthanin und auf Verfügung des hübsches Stückchen Bündlerverrat! Gendarmerie Hauptmanns von Libau namens Wonsjazky verhaftet sei. Vom Bentemachen in China. Von einem Ankaufe" Die vorstehenden Dinge sind erst auf Umwegen bekannt geder astronomischen Instrumente von der Stadtmauer in worden. Reichstags- Abgeordneter Rechtsanwalt a af e- Königsberg Beting ist, wie aus Hannover gemeldet wird, in der Umgebung hat dem Reichstanzler als Vertreter der von den russischen Beamten des Grafen Waldersee nicht das geringste bewiderrechtlich festgehaltenen Frau von dem Sachverhalt Kenntnis tannt. Man sei übrigens der Meinung, daß auch der gegeben und darum ersucht, die Befreiung der Frau Kugel sofort zu nach Frankreich überführte Teil der Instruerwirken. In einem Schreiben, in welchem uns die Inhaftierung der mente nicht zurücgeliefert ist. Es seien mehrere hundert Kisten aus China nach Frankreich abgegangen, von denen nur ein Frau Kugel mitgeteilt wurde, find weitere intereffante Angaben verhältnismäßig fleiner Teil zurückgesandt sei. In diesen enthalten. Es heißt darin: Stiften dürften sich aber kaum die sehr umfangreichen Instrumente befunden haben. Die Franzosen hätten übrigens bei dem Zuge nach Beting unter dem späteren General Grafen v. Balikao feiner Zeit auch reiche Beute mit nach Hause gebracht, die zum großen Teil von den Pariser Rothschilds angekauft wurde, und im Rothschildschen Schlosse Ferrière" aufgestellt ist, das 1870/71 längere Zeit Hauptquartier Kaiser Wilhelmus war. Selbst die antisemitisch agrarische Presse, die doch sonst nicht auch nicht ganz uninteressanten Vorwurf des Plünderns gegen Statt daß die Umgebung des Grafen Waldersee" den freilich genug über die Börsenkorruption räjonnieren kann, ist merkwürdig Frankreich erhebt, hätte sie lieber eine Rechtfertigung der deutschen zurückhaltend. Es ist allerdings für sie auch ein Pech, daß die Erwerbung der astronomischen Instrumente geben sollen. Oder sieht fatale Sache gerade in dem Musterlande christlich germanischer Ehr- man darin eine Rechtfertigung, daß Frankreich ebenfalls Beute lichkeit passiert ist, in dem guten Lande Sachsen, wo bekanntlich der gemacht hat? Hier gärt es unaufhörlich, alle Gefängnisse der Ostseeprovinzen sind voll mit Socialisten," unter welchem Namen das Volk alle von der Regierung Gehezten und Verfolgten versteht. Jm Libauer Gefängnis figen jetzt neun solcher Socialisten, meistens teils zielbewußte Socialdemokraten. Das sind: Der Schriftsteller Karl Peterson, die Studenten Trolle, Klawa, Roland, der ehe malige Gymnaftast Warkalis, Hauslehrer Muskat, ein Schiffs maschinist Waldmann und zwei Kleinere Landbefizer Gebrüder Friz und Christof Ppruhde. Sie find fast alle wegen Verbreitung verbotener Schriften angeklagt. Zu einer öffent lichen Gerichtsverhandlung gelangen jetzt feine politischen Sachen ( ausgenommen politischer Mord, wie der Fall Staspowitsch. Bogoljepow). Alles wird geheim gemacht. Die sogenannte Ver Ausland. Zum italienischen Parteiftreit. Man schreibt uns aus Italien: bannungskommiffion, bestehend aus atvei Mitgliedern des[ meldet, Lord Kitchener werde voraussichtlich die in seiner Pro-| Grundstücken Haftenden Hypotheken zufallen und sodann vom jährlichen Ministeriums der Justiz und der inneren Angelegenheiten unter flamation enthaltene Drohung ausführen und das Eigentum der Reingewinn der Bank vorweg 10 Proz. und der Rest nach VerVorsiz eines Gehülfen des Ministers des Innern, ist die höchste Boeren öffentlich versteigern und den Erlös daraus zur teilung von 5 Broz. Dividende auf die neu zu schaffenden Vorzugs Instanz in allen diesen Sachen. Kein Nichter wirkt bei dem Ver- Bestreitung der Kosten der Zufluchtslager verwenden. Erst attien zufließen sollen. Vor Beginn der Verhandlungen wird fahren mit. Die Untersuchung führen der Gendarmerie- Hauptmann in den nächsten zwei Monaten werde fich das Ergebnis bekannt gemacht, daß die Versammlung in der Hauptsache beschlußund ein Staatsanwalts- Gehilfe. der Broklamation zeigen, wenn die im Felde stehenden fähig fei. Da die 4prozentigen Pfandbriefe in genügender Höhe Boeren eingesehen hätten, daß man mit dem Verkauf vertreten sind, die 31/2 prozentigen dagegen nicht, wird, um den ihrer Farmen Ernst mache. Lord Kitcheners Bestimmung Konkurs zu verhüten, ein Ausweg gefunden werden müssen. Es über die Berbannung der Führer treffe folgende Boerenführer: Louis find 150 Personen erschienen, teils der Bantwelt angehörend, teils Botha, Christian Botha, Viljoen, Delarey, Beyers, Lutas Meyer, fleine Leute. Nicht anwesend von Aufsichtsrats- Mitgliedern sind De Wet, Kemp, Wessels, Krizinger, Fouche, Malan, Scheepers, Justizrat Aug. Munckel, Geh. Hofrat a. D. Linde, Geh. Hofrat Die Polemik, die sich in der socialistischen Partei über die Bro- Smuts, Steijn, Reiz, Schall Burger. Allerdings, meint die Meyer und Kammerherr v. Fabrice. schüre Filippo Turatis, u. a. über die Frage: Soll die parlamentarische Zeitung, würden die Boeren auf die grausamste Weise Vergeltung Im Lauf der Verhandlung, die sehr ruhig verlief, zog die VerFraktion das fortschrittliche Ministerium unterstügen, entspann, neigt üben, und schließlich, wenn man auch mit aller Strenge vor waltung den Antrag auf dauernde Stundung zurück. Sodann fich ihrem Ende zu. Das diesbezüglich in den Sektionen der Partei gehen müsse, werde der Krieg nicht durch Strenge wurde beschlossen, zwei Drittel der Zinsen auf die 4 proz. Pfandeingeholte Referendum ergab eine enorme Majorität( bis heute allein, sondern durch energische Durchführung briefe bis zum 15. November zu stunden unter der Bedingung, daß 88 Sektionen gegen 16) zu Gunsten der Unterstüßung, sei es, daß der Kriegsoperationen zu Ende geführt werden. die Befiger der 3/2 proz. Pfandbriefe später zustimmen. Der Kondie Taktik der Entscheidung von Fall zu Fall im Sinne Ferris be= Die beiden englischen Niederlagen werden die schlimmsten Be- furs ist also zunächst abgewendet. schlossen, sei es, daß die Unterstügung des Ministeriums generell gefürchtungen der Engländer noch übertroffen haben. Sie beweisen billigt werde, wenn im Momente der Abstimmung die allgemeine die noch ungebrochene Attionskraft der Boeren. Botha Richtung der Regierung eine liberale Tendenz aufweise. soll seinen Sieg ausgenügt und bereits in Natal eingebrochen Selbst ein vereinzelter Zwischenfall( Blutbad von Berra) dürfe diese sein, wo sich bald die holländische Bevölkerung ebenso zahlreich den Tattit nicht beeinflussen, da ein solcher mehr den Reaktionären in die Schuhe zu schieben, als durch das System der Regierung ver ursacht sei. Ueberdies neigt die Partei dazu, der parlamentarischen Fraktion völlige Aktionsfreiheit zu lassen, die, wie sie es bisher gethan, als einzige Nichtschnur das Interesse des organisierten Proletariates zu nehmen hat. Die Parteileitung wird ihre Beschlüsse nach den Rejultaten des Referendums fassen, aber sie wird in ihren Entschließungen über die Frage der Unterstützung immer mehr durch die Greig nisse bestimmt als durch Tagesordnungen beeinflußt werden. Inzwischen hat die Regierung in diesen Ferienwochen, wenn fie auch im großen und ganzen die Freiheit und Neutralität in Streits refpettiert hat, dennoch in verschiedenen Fällen ihre ungleichartige Bufammensetzung bewiesen. Partei- Nachrichten. Bei der Unterschriftensammlung für die Petition gegen den Boeren anschließen dürfte, wie in den übrigen Teilen der Kapkolonie. Brotwucher haben sich die Genossen Braunschweigs ganz beEngland hat denn auch bereits den Belagerungszustand nunmehr sonders rührig gezeigt. Wie das dortige Parteiblatt berichtet, find über die ganze Napkolonie, vom äußersten Norden bis zur Meeres- am Sonntag 600 Barteigenossen thätig gewesen, um Unterschriften füste, proflamiert. zu sammeln, und sie baben dabei mit solchem Erfolge gearbeitet, daß sie rund 27 000 Unterschriften erlangt haben, das ist etwa beinahe ein Viertel der gesamten Einwohnerschaft der Stadt. Neben dem rühmlichen Eifer der Sammler beweist dies aber auch die tiefe Erbitterung, die sich aller Bevölkerungskreise ob des schmählichen Wucherplanes bemächtigt hat. Waffennis aldri Das englische Standrecht arbeitet ebenfalls munter weiter. Aus Graaf Reinet wird gemeldet: Siebzehn mit dem Kommando Lotters gefangen genommene Auf ständische standen heute unter der Anklage des Hochverrats und Mordes vor Gericht. Bierzehn bekannten sich schuldig und baten um Gnade, der Rest wurde für schuldig befunden. Das Urteil ist noch nicht verkündet. Von der Parteipresse. Die„ Norddeutsche Volksstimme" in Bremerhaven, die bisher in dem unhandlichen großen Format erschien, wie es noch bei einer Anzahl älterer Beitungen üblich ist, wird von jetzt an im Format des Vorwärts", dafür aber stärker als bisher erscheinen. Damit soll eine Verbesserung des Inhalts verbunden sein, der auch gewinnen wird durch mit der Veränderung des Formats möglich gewordene bequemere und übersichtlichere An ordnung des Stoffes." Wir wünschen zu der begrüßenswerten Neuerung viel Glück. um so die eigenen Brutalitäten zu beschönigen, wiederholt man beständig die Beschuldigungen gegen die Boeren. Das Kriegsamt veröffentlicht die Beugenaussagen, welche von So hat die Regierung den jungen Finanzminister britischen Soldaten unter ihrem Eid abgegeben wurden über die von spazieren gefchidt, einen Mann, welcher einen Steuerreform- ben Boeren verübte Niedermezzelung von den bei Doorn River am Gefeßentwurf ausgearbeitet und vorgelegt hatte, der beabsichtigte, 27. Juli verwundeten Soldaten, von den Soldaten, die sich am 6. Juni die unteren Klassen von den verhaßten indirekten Steuern und teil bei Graspan ergeben hatten, und von den bei Vlakfontein am weise von der Salzsteuer zu entlasten und mit den direkten Steuern 29. Mai verwundeten Soldaten. General Kitchener hat am 20. August und speciell mit der Globelsteuer( einer progressiven Einkommen- dem General Prinsloo einen Brief geschrieben, in welchem er ihm Zur Angelegenheit der Accordmanrer nahm der socialstener) die befizenden Klaffen desto sicherer zu treffen, welche heute für dessen Behandlung der verwundeten Gefangenen feine Ansversammlung nach längerer Diskussion den Antrag an, daß der demokratische Verein Erfurt in außerordentlicher Mitgliedernoch teilweise ihre Einkünfte der Besteuerung zu entziehen wissen. erkennung zollte und hinzufügte, daß diese Behandlung völlig ab Stirn zu bieten gewagt und begnügt sich damit, den Wollenborgschen der durch den langen Krieg demoralisierten Boeren zu teil wurde. ausgeschlossen werden sollen. Das Ministerium hat einer fo gewaltigen Schlacht nicht die weiche von derjenigen, die den britischen Soldaten lezthin seitens Schiedsspruch aufgehoben und die Accordmaurer aus der Partei Gefeßentwurf gewaltig beschnitten und durchlöchert durch den Wackel- General Kitchener hat diesen Brief den oben erwähnten Zeugenaus- Sonntag fand in 8erpenschleuse, im schwärzesten Winkel des Agitationsfreuden in der Nähe der Weltstadt. Am minister Carcano vorlegen zu lassen. Gleicherweise verhält sich die Regierung schwankend und u= Nieder- Barnimer Kreises, zum erstenmale eine socialdemokratische eriftiert, welches schon vor langem dieje Kongregationen auflöfte. jagen beigefügt. Die neue englische Barbarei, von Frankreich her Italien zu überfluten, trotzdem ein Gefert lebendigen Sicherheitsmechanismus für die thätig gegenüber den religiösen Kongregationen, welche sich anfchicken, o erengefangene, ja selbst Privatpersonen als eine Bersammlung unter freiem Himmel statt. Der Referent, Genosse Durch dies ihr Verhalten hat die Regierung einen Entrüstungsschrei Eisenbahnzüge zu verwenden, kommt scheinbar immer mehr in der Freimaurer geweckt und um diese zu beschwichtigen, hat sie eine lebung. Der" Standard" meldet aus Durban vom 19. 8. M.: Untersuchung über den Ruf:" Nom unter dem Papst, oder den Tod" Bum Schuze der Eisenbahnzüge, die durch die von den Boeren angeordnet, den ein Bischof auf dem Katholikentongreß von Tarent durchzogenen Bezirke von Transvaal fahren, werden jetzt die in den Händen der Engländer befindlichen Hauptförderer der Boerenfache ausgestoßen hatte. auf den Zügen mitgeführt. sie die englischen Gefangenen in Gefechten als Die Boeren würden nur Gleiches mit Gleichem vergelten, wenn lebendige Schwälle verwendeten. Ein solches Verfahren Schlüge allem Kriegsbrauch nicht mehr ins Geficht, als das der Engländer. Alle diese Angelegenheiten nun interessieren und erhigen die Freimaurer, die Radikalen, die jedweder, wie auch immer gearteten Regierung principiell feindlichen Republikaner, interessieren aber zur Stunde herzlich wenig die Socialisten, so lange sie aus der agitatorischen und organisatorischen Freiheit den Nugen ziehen können, das Proletariat zu erwecken, zu erziehen, zu organisieren, so daß es sich von unten jene Reformen erobern kann, die ihm von o ben nie präsentiert werden, als Lohnerhöhung, Schiedsgerichte, denten Roosevelt ersuchen, die Initiative zur Friedensvermittelung Aus dem Haag verlautet, wird Präsident Krüger den PräfiAbschaffung der Nachtarbeit für die Bäcker, Reformen, die in einigen Städten schon durchgedrückt worden sind, und um ihm proletarisches ergreifen. Roosevelt soll der Boerensache viel günstiger als Mc Kinley gesinnt sein. Bewußtsein einzuflößen. Oestreich Ungarn. Norwegen. zu Aus Induftrie und Handel. 0 koste, hatte kaum ein paar einleitende Worte über das Thema " Getreidezölle, Wucherzölle" gesprochen, als auf dem Nachbargehöft eine Musikkapelle die schönsten patriotischen Weisen ertönen ließ.„ Deutschland, Deutschland über alles!"," Heil Dir im Siegerkranz!" wechselten ab mit" Ich bin ein Preuße!" usw. Als der Referent sich dadurch nicht rufe, welche sich zu förmlichen Gegenreden verdichteten, veranlaßten stören ließ, fing man an zu lärmen und zu fingen, die Zwischenden Vorsitzenden, Genossen Freiwaldt Bantow,.als Bächter des Grundstücks zu erklären, daß nach dem Vortrage eine freie AusSprache stattfindet, daß aber, wenn der Unfug nicht nachließe, er von seinem Hausrechte Gebrauch machen würde. Nach dem Referate wurden die Schreier aufgefordert, den Referenten zu widerlegen und sich zum Worte zu melden; bererklärt, wer die socialdemokratische Versammlung besucht, wird aus geblich! Am Tage vor der Versammlung wurde den Kriegervereinlern erklärt, wer die socialdemokratische Versammlung besucht, wird aus dem Verein ausgeschlossen. Zur Ehre der Zerpenschleuser Arbeiter wollen wir erklären, daß dieselben sich dem rüden Loben der„ staatserhaltenden Nadaubrüder" fernhielten und mit grimmen Mienen, durch ihre Abhängigkeit gezwungen, dem Toben zusahen. Mit dem Versprechen, bald wieder zu kommen und die staatserhaltenden Herren statt wie heut bei egenwetter im Freien, in einem Saale begrüßen zu können, wurde die von 150 Personen besuchte Bersammlung geschloffen. Er war Der Wert der Einfuhr in das östreichisch- ungrische Zoll- Aus der Textilbranche. Zu den Schwierigkeiten der Uelzengebiet im August 1901 betrug 130 Millionen Stronen( weniger fchen Wollenweberei in Gera berichtet der Konf.". daß sich, 1,7 Millionen Stronen als im August 1900), der der Ausfuhr aus nach der Ansicht der Berliner Grossisten der Konkurs nicht werde Oestreich- Ungarn betrug 150,1 Millionen Stronen( weniger 15,1 Mill. vermeiden lassen. In Gera selbst set man durch die Schwierigkeiten Stronen als in demselben Zeitraum 1900). Das Attivum der Handels- nicht überrascht, und dortige Fabrikantenkreise glauben, die Ursachen Totenliste der Partei. In Bielefeld starb der Genosse bilanz beläuft sich somit auf 20,1 Millionen Stronen gegen 33,5 Mill. darin fuchen zu müssen, daß die Firma seiner Zeit Specialgeschäfte unte nach dreiwöchigem Krankenlager. Der Tod Buntes beKronen im Vorjahre. Bom Januar bis einschließlich August 1901( Detailgeschäfte) in den großen Städten Deutschlands gegründet hat. deutet für die dortigen Parteigenossen sowie für den Metallarbeiterbezifferte sich die Einfuhr auf 1107,3 Millionen( weniger 15 Millionen Damals schon äußerten sich erfahrene Fabrikanten, daß eine derartige Verband einen schweren Verlust. Der Verstorbene war ein ebenso Kronen als in demselben Zeitraum des Vorjahres), die Ausfuhr auf Geschäftspraxis nicht von dauerndem Bestand sein werde. Für die guter Parteigenosse wie tüchtiger Gewerkschaftsmann. 1194,6 Millionen Feronen( weniger 59,3 Millionen Kronen als in Gläubiger ist in Aussicht gestellt, daß sie beim Konkurs mur Bertrauensmann des Metallarbeiter Verbandes für Rheinlanddemselben Zeitraum 1900). Das Aktivum der Handelsbilanz für 221/4 Broz. aus der Masse erhalten. Bekanntlich proponiert der In- Westfalen, Stadtverordneter in Bielefeld und kandidierte 1898 für diesen Zeitraum beläuft sich demnach auf 87,3 Millionen Kronen haber seinen Gläubigern die Umwandlung des Geschäfts in eine die Partei im Reichstags- Wahlkreise Lippe. Er war ein Vorbild gegen 131,6 Millionen Kronen im Vorjahre. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Neuerdings wird zunächst ein rastlosen Fleißes und freuer Pflichterfüllung und wird den ParteiMoratorium bis 1. April nächsten Jahres verlangt. Von den genossen stets in gutem Andenken bleiben. Gläubigern sollen sämtliche mit Forderungen über 1000 m. sich mit Eine Berichtigung zu dem Bericht über den Parteitag Zur Konsulatsfrage. Sigurd Jbsen hat bekanntlich vor einiger zwei Dritteln bei der zu gründenden Gesellschaft beteiligen, wobei für Westpreußen sendet uns Genoffe Staning in Hamburg. Beit auf Bestellung der Regierung ein Gutachten über das Konfulats- aber die größeren Gläubiger, welche Gesellschaftsanteile nehmen, Er erklärt darin, daß er nicht lediglich wegen der Accordmaurer und Gesandtschaftswesen ausgearbeitet, worin er die Forderung vermutlich noch einen nicht unbedeutenden Zuschuß für Betriebs- ein Mandat zum Parteitage erstrebt hätte; wenn Genoffe Schwarz eigner Ronfulate für Norwegen als gerechtfertigt anerkannt, weil mittel würden leisten müssen. Nach dem von der Fabrit erlassenen dies in Elbing gesagt habe, so hate er dazu keinen Auftrag von die Konsulate vor allem die Jnteressen von Handel und Cirkular erzielte das Unternehmen im Durchschnitt der beiden letzten ihm gehabt und dessen Absichten deckten sich in diesem Fall nicht Industrie zu wahren hätten und es deshalb nicht angebracht sei, Jahre fiber 100 000 m. Reingewinn. mit den seinigen. Im übrigen sei es sein Wunsch und er wolle daß sie für die beiden in dieser Beziehung rivalisierenden Länder Ein andrer größerer Zusammenbruch in der Textilbranche betrifft dafür wirken, daß bei der Erledigung der Angelegenheit der AccordNorwegen und Schweden gemeinsam sein sollten, wogegen er die Firma Bruns u. an der Heiden in Rheydt, mechanische Weiß- maurer beide Teile, Gewerkschaft und Partei, keinen Schaden leiden. bezüglich des Gesandtschaftswesens für die Gemeinsamkeit mit und Buntweberei. Wie die Zeitschrift Deutsche Konfektion" mitteilt, Schweden eintrat. Der Nationalkongreß der franzöfifchen Arbeiterpartei. Nun ist S. Ibsen beauftragt worden, einen betragen die Paffiva 360 000 M., die Attiva ca. 70 000 M. Es liegen gu Beginn der dritten Sigung gelangt zunächst eine Resolution zur Entwurf zur Organisation eines eignen Konsulatswesens für Nor 18-20 Broz. in der Masse. Beteiligt sind hauptsächlich Baumwoll- Annahme, in welcher gegen die zahlreichen Verhaftungen, die unter wegen auszuarbeiten. Offenbar will also die Regierung die Konsulats- spinnereien des M.- Gladbacher Bezirks sowie Jutespinnereien in Werdau dem Vorwand, es handle sich um Anarchisten, in Frankreich vorfrage in der gegenwärtigen Legislaturperiode im Storting zur Ent- und Crimmitschau. genommen worden sind, protestiert wurde. Frankreich sei, so heißt fcheidung bringen. Statistik der Schmaschinen. In Ergänzung der vor etwa es in der Resolution, durch die Schuld der gegenwärtigen ReGerüchtweise verlautet, daß der Staatsrat Sparre aus dem Ministerium auszutreten beabsichtigt. Hieran anknüpfend wird von Jahresfrist aufgestellten Statistik über den Segmaschinenbetrieb im gierung ein Anhängsel des Zarenregiments geworden und stehe der Willkürherrschaft der dritten Sektion zu Petersmehreren Seiten wiederum das Verlangen geäußert, S. Ibsen, der deutschen Buchgewerbe, die in mehrfacher Hinsicht sich als lückenhaft unter Sodann wird über die nächste Wahlkampagne beraten; bekanntlich gegenwärtig Expeditionschef im Auswärtigen Amit ist, erwiesen hatte, sind vor kurzem vom Tarifamte der deutschen Buchburg. einen Sitz in der Regierung einzuräumen. Besonders eifrig tritt drucker neue Erhebungen angestellt worden, die ein wesentlich voll- es wird beschlossen, im ersten Wahlgang mur für die von Im zweiten das Hauptorgau der Linken Verdens Gang" hierfür ein und fommeneres Ergebnis gehabt haben. Hiernach find in 275 Firmen der Partei aufgestellten Kandidaten einzutreten. Socialdemokraten" schreibt zu der Frage:" Es ist zweifelhaft, ob an 147 Orten im ganzen 560 Segmaschinen, die bekanntlich in der Wahlgang sollen die Föderationen innerhalb der Grenzen der verbie Linke überhaupt beffere Sträfte finden fonnte, um ihre Sache zu Hauptsache für den Zeitungssag verwendet werden, in Betrieb. An botenen Alliancen und der erlaubten Koalitionen( nach den Be Stützen, als dadurch, daß sie Dr. Jbsen einen Platz im Ministerium diesen 560 Sehmaschinen sind 816 Gehilfen beschäftigt, von denen schlüssen des Kongresses von Jori) im besten Interesse der Partei giebt. Er ist im Besitz von Tüchtigkeit, Willenskraft und Mut und 722 im gewissen Gelde( Beitlohn) und 83 im Berechnen( Accord- handeln. Die Partei will in sämtlichen 589 Wahlkreisen eigene Um den Wahlkampf zu leiten, wird in wird gewiß etwas ausrichten in der Unionssache, wenn darin über- lohn) stehen, während bei 11 die Art der Entlohnung nicht an- Kandidaten aufstellen. haupt etwas auszurichten ist. Das alte, hinfällige Ministerium kann geben ist. Die ermittelten Wochenlöhne der im gewissen Gelde Paris ein Central- Wahlkomitee gebildet. Zur Frage der AltersAm pension für Arbeiter nimmt der Kongreß folgende Refrisches Blut gebrauchen. Es kommt nun darauf an, ob man den arbeitenden Maschinenseger schwanken zwischen 18 und 60 m. häufigsten ist der Lohnfaz zwischen 26 und 40 W. In einigen Be- solution an: Judem der Kongreß an dem Programmi Standpunkt der Mittelmäßigkeit verlassen will." trieben verdienten Mädchen zwischen 6,50-15 m. Die Zahl der punkt festhält, nach welchem der Gesellschaft die Versorgung Sa infolge der Einführung der Segmaschinen entlassenen Handjeger be- der alten und invaliden Arbeiter obliegt, macht er die Erklärung trägt 641. des Nationalrats, welche das Projekt von Waldeck- RousseauHongkong, 20. September. Der Vicefönig von RwangAuch hier spielt sich, wie in andren Berufen, dieselbe Ent- Millerand als nichtig, gefährlich und als Betrügerei an der Arbeiter tung und Kwangsi Taomu und der Vicekönig von Kiangsn und Seiangft Liukunyi, die bestrebt find, Reformen in Angriff zu nehmen, wicklung ab, daß nach einer kurzen Beit des Probierens die Maschine flafse hinstellt, zu der feinigen. Der Kongreß beschließt, daß die haben ein Schreiben an den Hof in Hfianfu gerichtet, in welchem siegreich ihren Einzug hält und zu dem Heer der Arbeitslosen neue Deputierten der Partei fein Projekt zu unterstützen haben, das zur Aufbringung der Mittel Abzüge von den Löhnen der Arbeiter festfie dagegen Einspruch erheben, daß die fremdenfeindliche Massen hinzufügt. tonservative Partei die Herrschaft an fich ge- Die deutsche Levante- Linie hat für die Summe von 105 000 segt. Ferner beschließt der Kongreß, für die Forderungen der Eisenriffen habe. Um diesem Einspruch größeren Nachdrud zu ver- Pfund die gesamte Flotte der in Saloniti ansässigen Contji- Reederei bahn- Angestellten in Bezug auf Lohnhöhe, Berkürzung der Arbeitsleihen, haben die beiden Bicekönige zugleich ihre Entlaffung ein angekauft. Das deutsche Stapital hat sich damit der sehr auszeit usw. einzutreten. gereicht. gedehnten Küstenschiffahrt bemächtigt, die von 20 Schiffen der Gesellschaft im östlichen Mittelmeer, in dem Adriatischen und dem ganzen - Wegen Beleidigung des Kultusministers wird die schon Schwarzen Meer einschließlich der unteren Donau betrieben wurde. einmal vertagte Verhandlung gegen die Genossen Rosa Luxemburg Das Cementfyndikat ist nach längeren Verhandlungen zu und Kasprzak am 26. September in Posen stattfinden. Noch vor dem Bekanntwerden der legten bedeutenden Boeren- stande gekommen. Wie verlautet, ist über die Absatzgebiete der ein-- Wie ein Verbrecher wurde in Crottendorf im erfolge war die Stimmung der englischen Presse auf einem sehr tiefen zelnen Syndikate eine Verständigung erzielt. Wir berichteten schon, sächsischen Erzgebirge, nahe der böhmischen Grenze, ein Parteigenoffe Barometerstand angelangt. daß die Interessenten in diesem Syndikat insofern die gegenseitige behandelt, der dort Flugblätter gegen den Hungerzoll verbreitete. Standard" stellt in einem Leitartikel trübfinnige Betrachtungen Konturrenz aufheben, als die Absatzgebiete für jede Gruppe besonders Lediglich der Thatsache der Verbreitung wegen wurde er von einem Bolizisten angehalten, arretiert und ins Arrestlokal gesperrt; dann darüber an, daß den britischen Truppen bevorstehe, ein weiteres bestimmt werden. Weihnachtsfest in Südafrika zu feiern, und fordert Die Mecklenburg- Strelitzer Hypothekenbank hatte eine Ver- wurden ihm Uhr, Geld und die Hosenträger abge= das Land auf, alles zu thun, um den Soldaten an der Front sammlung der Pfandbriefbefizer anberaunit, in der nach dem Bericht nommen. Hoffentlich läßt der so Mißhandelte die Sache nicht ihre wenig beneidenswerte Lage zu verbessern. Daily Mail" des Berl. Tagebl." die Verwaltung beantragte, zwei Drittel der auf sich beruhen, damit den Dorfpolizisten einmal klar gemacht fordert, daß mm auch die Drohungen der Proflamation Koupons vom 1. Oktober ab zu stunden, einen Pfandbriefbefizer- wird, daß Flugblattverbreiten kein Verbrechen, sondern eine ganz wahrgemacht würden. Ihr Berichterstatter in Johannesburg fonds zu schaffen, dem die Zinsenrückstände von den auf verkauften legale Handlung ist. 11 16 Asien. Der Boeren- Krieg. Polizeiliches, Gerichtliches uȚiv. Gewerkschaftliches. " Religion und Militärstaat. Ein interessanter Fall von - Die konfiszierten Muttergottesbilder. Ein Parteigenoffe des Bundes wurde beauftragt, sich mit andren Provinzialaus Oberhausen in Westfalen, der dort Flugblätter gegen den leitungen in Verbindung zu setzen und noch vor Ende des Gehorsamsveriveigerung wurde gestern vor dem Reichsmilitärgericht Hungerzoll verbreitete, wurde dabei sistiert und ihm auch noch eine Jahres einen Kongreß einzuberufen, um eine allgemeine National- verhandelt. Der Wehrmann Johann Babinski aus Weißensee, der Anzahl polnischer Flugblätter, die er außerdem bei sich führte, weg- föderation der Bauern- und Landarbeiter- Vereine Italiens zu be- während seiner Militärzeit noch der katholischen Religion angehört genommen. Darauf forderte man ihm seinen Kofferschlüssel ab, weil gründen. Von dem Geist, der in jenen Bauern und Landarbeiter hatte, war vor zwei Jahren zur Sekte der Adventisten vom siebenten iman in seiner Wohnung eine Haussuchung vornehmen wollte. Der Vereinen herrscht, giebt eine Resolution Zeugnis, in der es heißt, Tage übergetreten. In diesem Frühjahr hatte er eine 14tägige Verhaftete wurde unterdes, obwohl er verlangte, bei der Haus- daß der Kongreß die unvollkommene Beschaffenheit der Verbände Uebung beim Infanterie- Regiment v. Alvensleben zu Kottbus absuchung antvesend zu sein, festgehalten. Als Resultat der Haus- anerkenne, daß die Unvolllommenheiten und die begangenen Jrr- zule.sten und bat seinen Hauptmann, am Sonnabend keinen Dienst fuchung brachte dann die Polizei außer der Broschüre Wie ein tümer vor allem dem Mangel der Arbeiter an Klassenbewußtsein thun zu dürfen. 3. motivierte diese Bitte dahin, daß ihm seine Pfarrer Socialdemokrat wurde" noch einige Schriften mit Mutter- und dem Mangel socialistischer Aufklärungsarbeit zuzuschreiben sei. Religion und die Vorschriften der Bibel verbieten, vom Freitag bis Es wird deswegen beschlossen, den Kreis in 4 Zonen einzuteilen, Sonnabendabend zu arbeiten. Als dem Wehrmann dieses Gesuch gottesbildern mit. denen je je ein Sekretär und ein Komitee vorsteht, um so abgeschlagen wurde, weigerte er sich trotz mehrfacher Ermahnungen die Agitation intensiver betreiben zu können. Der Kongreß nahm und Aufforderungen seiner Vorgesezten das Gewehr zu nehmen und auch Stellung zur Frage der Parteitaktik. Das Verhalten der damit zu ererzieren. Vor ein Kriegsgericht gestellt, wurde 8. zu socialistischen Kammerfrattion gegenüber dem jezigen Ministerium 23 Tagen strengem Arrest wegen Gehorsamsverweigerung bestraft und wurde gut geheißen, da die jetzige liberale Richtung der Agitation seine Berufung vor dem Oberkriegsgericht war ohne Erfolg. Gestern fand unter den Landarbeitern und der Bildung von Organisationen Verhandlung vor dem Reichs- Militärgericht statt und im Zuhörergünstige Bedingungen biete. Da die Versammlungs- und Koalitions- raum saß fast die ganze Sette der Berliner Adventisten vom siebenten freiheit die Vorbedingung der Entwickelung und des Aufstiegs der Tage, um dem gefährdeten Bruder in seiner Not durch Gebet beiArbeiterklasse sei, so sei eine Regierung, die diese Bedingungen zustehen. Aber auch das Reichs- Militärgericht verwarf die Revision, weil nach§ 48 des Str.-G.-B. die Strafbarkeit einer Handlung in schaffe und erhalte, zu unterſtügen. Uebereinstimmung mit dem Artikel 12 der Verfassung für die Eisenbahnerstreik in Italien. Das Bureau Herold" meldet preußische Staatsverwaltung vom 31. Januar 1850 dadurch nicht aus Mailand: Ueber 1500 Angestellte der Mailänder Nordbahn ausgeschlossen wird, daß der Thäter nach den Vorschriften seiner find infolge von Lohndifferenzen gestern abend in den Ausstand ge- Religion sein Verhalten für geboten erachtet hat. treten. Der Betrieb ruht auf einem großen Teil des Netzes. Zwischen Como und Mailand ist derselbe vollständig eingestellt. An die Gewerkschaften! Der Glasarbeiterstreik mußte der begleitenden Umstände halber aufgehoben werden, nachdem alle Vermittelungen fehlgeschlagen sind. Auch dieser Streit zeigt wiederum, daß nicht nur Opfermut, sondern große Kapitalien von nöten sind, um sich mit dem toalierten Unternehmertum im Generalstreit messen zu können. Wohl haben die Berliner Gewerkschaften und die Arbeiter bei dem geschäftlichen Niedergang ihre vollste Schuldigkeit gethan, aber alle die Summen reichten nicht aus, um die Taufende der Streifenden länger als acht Wochen über Wasser halten zu können. Es gilt aber auch noch fernerhin die Glasarbeiter zu unterstüßen und zwar während der Beit, wo es ihnen aus technischen Gründen unmöglich ist, die Arbeit sofort aufnehmen zu können. Ferner wird sich das Unternehmertum einige Geiseln herausgreifen, welche längere Zeit feine Arbeit bekommen werden. Diese zu unterstützen, muß unsre Aufgabe sein. Darum bitten wir die Gewerkschaften, alle Gelder an unser Bureau einzusenden. Ebenso sind daselbst Listen entgegenzunehmen. Geldsendungen richte man nur an die Adresse: A. Kör sten, Engel- Ufer 15, parterre. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts Kommission. Berlin und Umgegend. Die Puter haben immer noch zu kämpfen gegen die seitens der Unternehmer beabsichtigte Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Bis zum 1. Oktober wollen die Unternehmer diese ihre Absicht durchführen. Die Puzer haben dagegen beschlossen, unter keinen Um ständen von den bisherigen Bedingungen( achtstündige Arbeitszeit und 8 M. Abschlagszahlung pro Tag) abzugehen, und wo dieselben nicht anerkannt werden, die Arbeit ruhen zu lassen. Infolge des Stahlarbeiterstreiks in Amerika sollen wie der Franks. 3tg." telegraphiert wird 5000 Stahlarbeiter aus der Amalgamated Association", der Arbeiterorganisation, die den Streit führte, ausgetreten sein. Sociales. Versammlungen. macht. Zum Fischerstreik in Grimsby teilt Wolffs Telegraphen Die willkürliche Milch- und Fleisch- Vertenerung, Bureau mit: Die aus Sheffield herbeigerufene Polizei wurde bei ihrer Ankunft von der aufrührerischen Fischerei- Bevölkerung mit der neue Raubzug gegen die Besiglosen, bildete den Gegenstand der Steinwürfen empfangen; sie hieb mit ihren Knütteln in die Schar Verhandlungen einer sehr stark besuchten, von den proletarischen ein und verwundete viele schwer. Die Aufruhrakte wurde verlesen und Militär requiriert. In den Docks brach Feuer aus, das ber Stolberger Salon tagte. Die Referentin, Genoffin Martha Tiez, In den Docks brach Feuer aus, das ver- Frauen einberufenen Volksversammlung, die am Donnerstag im mutlich angelegt war; nach den mit der Löschung des Brandes verwies darauf, daß die Bevölkerung, die noch von der Erregung beschäftigten Feuerwehrleuten wurde mit Steinen geworfen. über den geplanten Brotwucher beherrscht wird und sich gegen wärtig noch im Kampfe gegen die Herabsetzung ihrer Lebenshaltung befindet, sich nun schon von neuem wieder rüsten muß, un einer weiteren Verteuerung eines der wichtigsten Nahrungsmittel, um dent Milchwucher entgegenzutreten. Sie erläuterte eingehend das Verhältnis zwischen den Milchproduzenten, den Grundbesitzern und den Milchhändlern, sowie die von den Produzenten bereits getrroffenen Maßnahmen, und schilderte, was die Bevölkerung von dem agrarischen Ringe der Milchwucherer zu erwarten hat, wenn sie sich nicht mit allen Kräften gegen den neuen Raubzug wehrt und illusorisch die Ausbeutungsgelüfte dieser Gesellschaft Mit Berlin soll der Anfang gemacht werden und wenn es den Nimmerfatten hier gelungen ist, so werden andre Städte folgen, es wird auch nicht bei der Verteuerung von 2 Pf. pro Liter bleiben, die den Agrariern das hübsche Sümmchen von ca. 5 Millionen Mark jährlich mehr einbringt, es wird bei dem bekannten Appetit, den diese Leute stets entwickeln, sehr bald eine weitere Preissteigerung der Milch und Die Lohnkommission der Barbiere ersucht die Arbeiter in Im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse dann auch, wie schon geplant ist, eine Verteuerung aller andern Berlin und den Vororten, bei Bennzung von Barbiergeschäften darauf( Berlin) hielt am 16. September Herr Dr. Oppenheimer einen Bor- Landesprodukte eintreten. Gerade die Mütter aus der arbeitenden Bezu achten, daß die daselbst beschäftigten Gehilfen im Besitz einer trag über Darwinismus. Das Referat erfüllte seine Aufgabe, den völkerung, die ihren Kindern ja nicht die teure, besonders präparierte Kontrollkarte find. Frauen ein schweres wissenschaftliches Gebiet zugänglich zu machen, Kindermilch taufen können, denen es schwer genug fällt, bei den In Charlottenburg sind folgende Geschäfte gesperrt: in besonders wertvoller und klarer Weise, und folgte die sehr start bisherigen ziemlich hohen Preisen die notwendige Nahrung für die Ju Kinder zu beschaffen, sie müssen alles daran segen, um für billiges Redmann, Schillerstr. 96. Bartelt, Kaiser Friedrichstr. 60. Horst- besuchte Versammlung dem Redner mit lebhaftestem Interesse. Geld gute Milch zu bekommen. Es müsse dafür gesorgt werden, mann, Kaiser Friedrichstr. 54. Schmidt, Kantstr. 99. Blazeti, Diskussion, in welcher auch ein Theologe sprach, war sehr anregend. baß vom 1. Oktober ab nur solche Geschäfte aufgesucht werden, wo Stuttgarterplatz 1. Pieffe, Wilhelmplatz. Golz, Schloßstr. 36. Der nächste Vereinsabend findet am 7. Oktober ſtatt; es wird Frau ringfreie Milch verkauft wird. Wenn notwendig, wenn nicht geBlaczewski, Goethestr. 47. Babe, Wilmersdorferstr. 137. Delze, E. Jhrer über„ Wesen und Schäden der Hausindustrie" sprechen. nügend ringfreie Milch beschafft werden kann, so müsse der MilchWilmersdorferstr. 134. Schulz, Rosinenstr. 6. Nachträglich be= tonfum auf einige Zeit eingeschränkt und dafür andre Nahrungswilligt hat Schröder, Krummestr. 79. mittel verivandt werden. Die Charlottenburger Schlächtergesellen wollen, gleich ihren Berliner Kollegen, in eine Lohnbewegung eintreten. In einer am Donnerstag abgehaltenen Versammlung haben sie die in Berlin aufgestellten Forderungen zu den ihrigen gemacht und beschlossen, dieselben durch die Lohnkommission der Charlottenburger Innung unterbreiten zu lassen. In Rigdorf sind folgende Geschäfte gesperrt: Pawleci, Hermannplaz 4. Knöffler, Hobrechtstr. 8. Trenner, Herfordstr. 37. Schneider, Friedelstr. 2. Deutsches Reich. Der Umfang der Arbeitslosigkeit in Dresden geht aus der Thatsache hervor, daß seit 1. Januar 1901 in der Gemeinde Dresden über 2 Millionen Mark Armenunterstützung gezahlt worden sind. In der Zahl der Armen marschiert zur Zeit Dresden prozentual in Staat und Stadt rechnen in diesem Jahre Sachsen an der Spize. für das städtische Gebiet mit einem Steuerausfall von nicht weniger als je 300 000 m. Aus der Frauenbewegung. Gerichts- Beitung. Das ehrfame Bauhandwerk. Die Die Rednerin bespricht sodann die Erhöhung der Fleischpreise, die in der letzten Zeit ganz im Stillen vorgenommen worden ist. Auch hier Ungewöhnlich großes Interesse in Bautreisen erregte eine Straf- find es wieder die Frauen der arbeitenden Bevölkerung, die unter sache, die gestern die 7. Straffammer des Landgerichts I unter Vorsitz dieser Teuerung am schwersten zu leiden haben, die mit ihren paar Auf der Heyeschen Glashütte in Nienburg haben sich des Landgerichts- Direttors Voigt einen ganzen Sigungstag hin- Pfennigen Wirtschaftsgeld den Hausstand bestreiten sollen und sich wie das Bureau Herold berichtet nach der Aufhebung des Streiks durch beschäftigte. Auf der Anklagebant saßen der Bureauvorsteher so oft selbst die größten Entbehrungen auferlegen, um nur die not170 Arbeiter zur Aufnahme der Arbeit gemeldet, davon sind aber Ernst Schilte und der Maurermeister Bernhardt Dechandt, wendigsten Lebensmittel für die Familie beschaffen zu können. Der Vortrag wurde von den Versammelten, darunter viele nur 110 eingestellt worden. Auf der Wilhelmshütte in Nienburg beide unter der Anklage des gemeinschaftlich verübten Betruges, sind nach derselben Quelle von 150 Streifenden, die zur Arbeit Schülfe außerdem wegen Urkundenfälschung und Urkundenvernichtung. Frauen, mit sehr lebhaftem Beifall aufgenommen. In der hierauf erschienen, mur 50 angenommen worden. Die Verteidigung der Angeklagten führten die Rechtsanwalte folgenden Diskussion, an der sich u. a. der Vorsitzende des MilchDiese so zahlreiche Zurückweisung von Arbeitskräften soll ihren Morris und Lublinsti. Der Zuhörerraum war dicht gefüllt händler- Verbandes und die Genoffin Ihrer beteiligten, äußerten Grund darin haben, daß ein Teil der Pläge durch die aus Rußland von geschäftskundigen Herren aus dem Gebiete des Baumarktes. Die fich sämtliche Redner im Sinne des Referats und von allen wurde herangezogenen Arbeitswilligen besetzt sind, und daß die Fabrik- Versammlung entrollte wieder einmal ein erbauliches Bild von den zum energischen Widerstand gegen den Lebensmittelwucher aufleitung während des Streits Maschinen zur Herstellung von Flaschen Machenschaftett, die manche Bauherren in Scene sezen, um sich über gefordert. Schmeicheleien wurden hierbei den Agrariern nicht nacheingeführt hat, so daß hierdurch etwa 200 Glasmacher überflüssig Wasser zu halten. Dem Rentier Rickehör zu Potsdam gehörten die gesagt, sondern im Gegenteil wurde ihr rücksichtsloses Gebahren geworden seien. in Berlin belegenen Häuser Bredowstr. 5, Schleswiger Ufer 2, 3 gegenüber den übrigen Boltsschichten recht drastisch gekennzeichnet. Der Streik der Krefelder Sammetscherer ist wie wir und 4, Neue Königstr. 17 und Große Frankfurterstr. 45/46. Er be- Hierauf wurde einstimmig folgende Resolution beschlossen: Die am 19. September im Kolberger Salon Versammelten gestern bereits mitteilten am Donnerstag seitens der Streifenden fand sich seit Jahren in Zahlungsschwierigkeiten und hatte, wie der als beendet erklärt worden. Der Ausstand, der 71/2 Wochen währte, Verteidiger gestern unter Vorlegung einer polizeilichen Auskunft be- erklären, daß sie die Argumente, welche die Mitglieder des Milchendete mit einer Niederlage der Arbeiter. Die Stellen der Aus- hauptete, in einem Hause eine sogenannte„ Gerichtsvollzieher ringes für die am 1. Oktober geplante Milchverteuerung anführen, Sie sehen vielmehr in der ständigen sind zum größten Teil durch Streifbrecher besetzt worden. Stube" inne, das heißt er hatte eine leere Stube übernommen und als stichhaltig nicht anerkennen. Von den Streifenden sind aber nur sieben abtrümig geworden, und sich dort angemeldet. Ende 1899 wandte er sich in seiner Bedrängnis Erhöhung des Milchpreises eine ungerechtfertigte Maßregel, Vorteil, der Masse des Volkes aber auch erst in den legten Tagen, wo die Aussichtslosigkeit des weiteren an den Angeklagten Dechandt, der ihm schon vor Jahren einmal die wenigen Reichen Kampfes offenkundig war. Sowohl die scharfen Maßnahmen dadurch geholfen hatte, daß er bezüglich der genannten Häuser anti- erheblichen Nachteil bringt. Die überwiegende Mehrheit der Beder Polizei gegen die Streikenden, als auch die Heße und die lügen- chretische Pfandverträge abschloß und dadurch verhinderte, daß die völkerung würde infolge ihres geringen Einkommens bei so haften Berichte der ultramontanen Presse haben ihr Teil zur Nieder- persönlichen Gläubiger an die Mietserträge herankonnten. Rickehör erheblicher Steigerung des Preises den Milchkonsum auf das äußerste lage der Arbeiter beigetragen. Andrerseits hat die schlechte Konjunktur wünschte auch jetzt wieder einen gleichen Liebesdienst und der An- einschränten müssen, was eine weitere Verschlechterung der Boltsin der gesamten Industrie dazu beigetragen, daß den Fabrikanten geklagte De chandt nahm mit dem Angeklagten Schilte, der ernährung bedeuten würde. bei verschiedenen Rechtsanwälten zulegt Daher protestieren die Versammelten energisch gegen die ge eine Anzahl von Streitbrechern zur Verfügung standen, die Bureauvorsteher gewesen plante Verteuerung der Milch. Sie verpflichten sich, um diese Auszwar nicht geübte Sammetscherer waren, mit denen man aber zur bis zu seiner Verhaftung bei dem Justizrat Dr. Stanb Not den Betrieb aufrechterhalten konnte. Der Streit hat war und mit Bausachen sehr gut Bescheid weiß, die Sache in die beutung des Volkes zu verhindern, von der Milch- Centrale vorläufig ungewöhnlich viele Opfer gefordert. Wegen Uebertretung polizei- Hand. In aller Form erteilte Herr Rickehör dem Angeklagten teine Milch zu beziehen und somit jene Händler im Kampfe gegen licher Verordnungen find 40 Streifende mit je 3 Tagen Gefängnis Schülke Vollmacht, die genannten 6 Grundstücke dem Maurermeister die Vertenerung zu unterstützen, welche den bisherigen Preis aufrecht Ver- erhalten wollen." bestraft worden und weitere Strafen stehen noch in Aussicht. Ferner Dechandt in den mußbaren Pfandbesitz zu übergeben, Am Montag findet eine Volksversammlung im Gewerkschaftshause find 36 Personen angeklagt worden wegen Vergehens gegen träge aller Art abzuschließen, Auflassungen zu erklären 2c. 2c. § 153 der Gewerbe Ordnung. Unter den Angeklagten be- Herr Rickebör, der in Grundstücssachen außerordentlich verstatt, die sich mit demselben Thema beschäftigen wird. fo fierte Mann, behauptet, daß er Gewerkschaftstartells, viel Arbeit bekommen. V daß nicht gemerkt habe, Eisenbahnunglück. findet sich der Vorsitzende des vie der Vorsitzende der Streiffommission. Eine Anklage diese Vollmacht weit über den angeblich von ihm verfolgten wegen Aufreizung schwebt, wie schon früher mitgeteilt, gegen den Zweck der Verschaffung der Antichrefe hinausging und will durch den Tehte Nachrichten und Depelthen. noch immer in Untersuchungshaft ſizenden Geschäftsführer der Filiale Mißbrauch der Generalvollmacht seitens der Angeklagten vollständig des Textilarbeiter Verbandes. Selbst ein Hausbesizer ist angeklagt. ruiniert worden sein, so daß er gezwungen war, den OffenbarungsBukarest, 20. September.( 28. T. B.) In der vergangenen Er soll sich gegen einen Streifbrecher dadurch vergangen haben, daß eid zu leisten. Die Anklage behauptet, daß die Angeklagten in ganz er ihm die Wohnung fündigte, weil sonst alle übrigen Mieter das bestimmter Absicht die Generalvollmacht so weit begrenzt hatten. Nacht ist ein von Verciorova kommender Schnellzug bei Palota Haus geräumt haben würden, um nicht mit dem Streitbrecher unter Rickehör schuldete nämlich dem Dechandt aus verschiedenen Rechts- entgleist. Ein nachfolgender Petroleumzug fuhr in denselben gründen den Betrag von etwa 20 000 M. und nach der Annahme hinein, wodurch eine Explosion entstand. Mehrere Wagen gerieten einem Dache zu wohnen. Polizei und Gericht haben, wie man sieht, durch diesen Streit der Auflage sollen die Angeklagten nun die Generalvollmacht dazu in Brand, acht Personen, meist Angehörige des Zugpersonals, benutzt haben, um zunächst Dechandt vor Verlusten zu sichern. Ricehör wurden getötet, mehrere verletzt. behauptet sogar, daß die Angeklagten ohne fein Wissen und ohne Straßburg t. Elsaft, 20. September.( W. T. B.) Gestern er Streiksünder vor Gericht. Eine exemplarische Strafe ihm ein Wort davon zu sagen, eins seiner Häuser verkauft haben, müsse denen zu teil werden, welche Arbeitswillige beleidigen. Unter was ihn veranlaßt habe, die Generalvollmacht zurückzuziehen. Die eignete sich in Habudingen( Kreis Chateau- Salins) ein schweres dieser Begründung wurde fürzlich ein Bandwirker in Krefeld, der Angeklagten bestritten, daß Rickehör die Tragweite der General- Unglück. Bei dem Brande eines Wohnhauses stürzte eine der Beleidigung eines Streitbrechers schuldig befunden wurde, zu vollmacht nicht gekannt habe. Er habe ganz genan gewußt, was er 18 Meter hohe Mauer ein und begrub 15 Feuerwehrleute Die Verunglückten sind zum einer Woche Gefängnis verurteilt. that. Er fei fig und fertig gewesen und habe seine Grundstücke unter ihren Trümmern. Die Erbauung eines Gewerkschaftshauses in Hamburg nicht mehr halten können. Er habe das Bestreben gehabt, das größten Teil erheblich verlegt. Ein Feuerwehrmann ist seinen ist noch nicht wie es nach der Mitteilung, die wir gestern einem beste seiner Grundstücke, nämlich Linien- und Gormannstraßen: Bunden bereits erlegen. bürgerlichen Blatt entnahmen, schien endgültig beschlossen. Aus Ecke an seine Frau zu verschieben und nach seinem Wunsche sollte dem„ Hamb. Echo" sehen wir heut, daß das Projekt in einer Ver- Dechandt zusehen, wie er aus allen andren Grundstücken am besten Selten haben sich in einem Prozesse sammlung des Gewerkschaftskartells am Mittwoch eingehend erörtert au seinem Gelde komme. wurde. Man erkannte die Notwendigkeit der Errichtung eines die Behauptungen des Belastungszeugen und die Angaben der AnGewerkschaftshauses an und beschloß, die einzelnen Gewerkschaften geflagten so schroff gegenübergestanden wie hier. Die Rechtsanwalte zu ersuchen, bis zum 31. Dezember d. J. die Angelegenheit auf Morris und Lublinski zogen gegen die Glaubwürdigkeit des Zeugen Grund der Vorschläge der eingesetzten Kommission zu beraten und Stickehör sehr nachdrücklich zu Felde und hatten ein großes Material zu beschließen, ob sie sich mit diesen Vorschlägen einverstanden an Zeugen aufgeboten, welche die Darstellung der Angeklagten in wesent- den Verlust der„ Cobra" ist gestern abend in der Admiralität einerklären und inwieweit sie eventuell bereit sind, das Unternehmen lichen Punkten unterstüßten. Dazu kam, daß Justizrat Dr. Staub getroffen. Derselbe stellt fest, daß von der 80 Mann starken Bes dem Angeklagten Schülfe ein außerordentlich gutes Zeugnis aus- fagung 58 Personen umgekommen sind. finanziell zu unterstützen. stente. Sämtliche Punkte der Anklage waren nach den Ergebnissen London, 20. September.( W. T. B.) Lord Kitchener meldet der Beweisaufnahme so wenig zu halten, daß der Staatsanwalt aus Pretoria von gestern: Zwei Geschütze der königlichen Eskorte einer Compagnie Ein Kongres italienischer Landarbeiter. selbst die Freisprechung beantragte. Diese erfolgte denn auch bezig: reitenden Artillerie, welche unter Dem weitergehenden Antrage des berittener Infanterie von den hydraulischen Werken abgegangen In Mantua tagte am vergangenen Sonntag ein Kongreß der lich der beiden Angeklagten. Bandarbeiter- Vereinigung des Kreises Mantua. Im Februar d. J. Rechtsanwalts Morris, auch die Kosten der Verteidigung der waren, wurden bei Blakfontain, 15 Meilen südlich der hydraulischen hatte der Bund mit Verona zusammen 121 Vereine mit 15 000 Mit- Staatstaffe zur Last zu legen, entsprach der Gerichtshof nicht. Werke, von einer überlegenen feindlichen Macht umzingelt und gliedern. Heute zählt der Bund ohne die veronesischen Vereine, die Schülle sigt seit 5 Monaten in Untersuchungshaft; seine Haft- fielen in die Hände des Feindes. wurde getötet. Englische Kolonnen sind zur Verfolgung des sich jetzt in einer besonderen Föderation vereinigt haben, entlassung in dieser Sache wurde verfügt. Feindes abgesandt. 244 Bereinigungen Hierzu 1 Beilage. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Ausland. mit Die 31 380 Mitgliedern. Leitung Budapest, 20. September.( B. H.) Der mit der Hilfsaktion für die ruthenische Bevölkerung betraute Regierungs- Kom missar Egen erschoß sich aus bisher unbekannter Ursache. Prag, 20. September.( B. H.) Ju Polizz stürzte der im Bau begriffene Schornstein eines Ringziegelofens ein, wodurch zwei Maurer getötet und sechs meist schwer verlegt wurden. London, 20. September.( B. H.) Der amtliche Bericht über 1 Lieutenant Hr. 221. 18. mm. Keilllgt kl es„DllMllüs" Kerlim Wlllsblllü. S-ml.bt»d.2lSe»,mbtti9«� Berliner Partei-Angelegenheite». Mit der Milch- und Fleischdertenerung wird sich eine am Montag im� Gewerkschnftshause stattfindende Volksversammlung beschäftigen. Frau Tietz hält das Referat. Namentlich an die Frauen ergeht die Aufforderung zum Besuch der Versammlung Charlottenburg. Am Sonntag findet eine F I u g b l a t t � Verbreitung für die bevorstehende Stadtverordneten- Wahl von folgenden Lokalen aus statt: Pasche, Potsdamer- stratze 44. Leder, Bismarckstr. 74. Kant, Charlottenburger Ufer 2. Dörre, Wallstr. 90. Pctrik, Sesenheimerstr. 1. Fischer, Pestalozzistraße 84. Röttger, Leibnitzstr. 3. Bredlolv, Ansbacherstr. 31.— Wir ersuchen die Parteigenossen sowie auch diejenigen, welche sich daran beteiligen wollen, zählreich zu erscheinen. Trcptow-Baumschulenweg. Die Stichwahl zur Gemeinde- Vertretung ist auf den 8. Oktober angesetzt worden. Unsre Partei- genossen werden gewiß alles daran setzen, damit unsre beiden Kandi- baten G e r i s ch und Karow als Sieger aus der Wahl hervor- gehen. Die Gegner bieten alle Mittel auf, die Wahl unsrer Genossen zu verhindern, und daß diese Gesellschaft mit großer Skrupellosigkeit arbeitet, ist bekannt. Agitiere daher ein jeder im Kreise der Nach- barn und Bekannten, damit unser Ziel erreicht und die gerade an unserm Orte so notwendige socialdemokratische Vertretung zur That fache werde. Schönrberg. Die Parteigenossen werden darauf aufmerksam gemacht, daß zur Einleitung der Stadtverordnetenwahlen am Sonntag, d e n 22. d. M t s., von morgens TVe Uhr ab, eine Flugbla'ttverb reitung stattfindet. ES ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, sich an diesen Arbeiten zu beteiligen, damit wir in diesem Jahre größere Erfolge erzielen. Die Ausgabe der Flugblätter erfolgt in folgenden Lokalen: Ständer, Hohenstaufenstr. 80, Schilling, Kyffhäuserstr. 18, Hoppe, Mcrseburgcrstr. 7, Obst, Meininger- straße 8, Horlemann, Kaiser Friednchstr. 8, P ü s ch e l, Gutzkow- straße 9 und Moll, Sponholzstr. 34. Der Vorstand deS Wahlvereins. Schöneberg. Am Sonntagvormittag 11 Uhr findet eine öffent- liche Versammlung der Mitglieder aller Krankenkassen in Obsts Fest- sälen, Meiningerstr. 3, statt. Tagesordnung: Die Schöneberger Orts-Krankenkaffe und der Landrat deS Kreises Teltow. Referent: Dr. Cnrt Freudenberg. Pankow-Rieder-Schöiihansen. lieber den Wert der Konsumgenossenschaften für die Arbeiterbevölkerung spricht am Dienstagabend Genosse Dr. Leo A r o n s bei Blaurock, Wöllank- straße 113. Sonntag früh 7�2 Uhr findet zu dieser Versamm- lung eine Flugblatt-Verteiluug statt, zu der sich die Parteigenossen zahlreich bei Hoffmann, Mühlenstr. 25, Pankow, und bei Settekorn, Lindenstr. 1, Nieder-Schön Hausen, ein- finden wollen._ Lokales. Die Arbeiterfrauen gegen den Milchwucher. Nun haben auch die Arbeiterfrauen Berlins zu dem Mi Ich krieg, deffen offener Ausbruch zum 1. Oktober bevorsteht, Stellung genommen. In einer sehr gut besuchten Versamm- lung zunächst für Berlin-Nord süber die wir an andrer Stelle be- richten) haben sie am fDonnerstagabend ihr Urteil über die Milch- Verteuerungspläne der märkischen Landwirte abgegeben und sich freudig auf die Seite der Berliner Milchhändler gestellt. Weitere Versamminngen in andren Stadtteilen werden folgen. Wir zweifeln nicht, daß der in der Versammlung vom Donnerstag gefaßte Beschluß, keine Milch zu kaufen, die durch Vermittelung der sogenannten Milch centrale in den Verkehr gelangt ist, bei der gesamten Arbeiterschaft Berlins Beifall finden und überall streng durchgeführt werden ivird, bis der Ring der Milch verteuerer gesprengt ist. Die Arbeiterfamilien find zwar im einzelnen keine großen Milchkonsumenten— für viele Familien ist die Milch schon bei dem bisherigen Preise ein schwer erschwinglicher Luxusartikel— aber in ihrer Gesamtheit bilden sie eine Macht, mit der die„Milchbauern" rechnen müssen. Die auf feiten der Milch verteuerer stehende Preflel giebt sich denn auch alle erdenkliche Mühe. um noch in letzter Stunde die Berliner Hausfrauen zu gewinnen und eine förmliche Boykottierung der Milche e n t r a l e abzuwenden. Die„Deutsche Tageszeitung", die in dieser Richtung mit besonderem Eifer thätig ist, appelliert an die Klugheit der Frauen und versichert dabei, daß die Hausfrauen durch die Milch- centrale am besten bedient werden würden. Dieser Appell an die „Klugheit" ist thatsächlich ein App ell an die Dummheit— an jene Dummheit, auf die man bei der Mehrzahl unsrer Haus- frauen immer noch zählen zu dürfen glaubt. Wer die in der Milch- centrale vereinigten milchverteueningslustigen Agrarier unterstützt, indem er ihnen ihre Milch abnimmt, der stärkt ihre Macht und hilft mit, ihnen die Möglichkeit verschaffen, den Händlern und den Konsumenten hinterher Preise zu machen, die noch weit über die jetzt geforderten hinausgehen. Die Milchverteucrer renommieren fort und fort mit der Bundes- genossenschast ihres Herrgott im Himmel, der nach der Ver- sichernng eines ihrer Führer den märkischen„Milchbauern" näher steht, als den gottlosen Berlinern. Wenn nxan diesen gottesfürchtigen Mundhclden ins Herz hineinschauen könnte— ach, wie kläglich mag manchem von ihnen zu Mute sein! Sie wären auf der Stelle bereit, den Herrgott samt dem Himmel daran- zugeben, wenn sie dafür die Sympathien der Berliner Be- völkenmg erkaufen könnten._ Das Elisabeth- Kindcrhospital» jenes verseuchte Krankenhaus, mit dem wir uns in den letzten Wochen leider sehr oft haben beschäftigen müssen, ist also nun(wie bereits gestern mitgeteilt) von der städtischen Armenverwaltung und von der städtischen Waisenverwaltung aus der Reihe derjenigen An st alten gestrichen worden, denen seitens der Stadt kranke Kinder zur Behandlung über- wiesen werden. Die direkte Veranlassung zu diesem Beschluß bilden die unsren Lesern bekannten Vorkommnisse, die Uebertragung einer in die Anstalt eingeschleppten G e- schlechtsk rankheit auf eine große Zahl andrer in der Anstalt verpflegter Kinder. Indem die Stadtverwaltung die bisherige, langjährige Verbindung mit dem Elisabeth-Kinderhospital jetzt Plötz- lich abbricht, giebt sie den von uns fe st gestellten und der Oeffentlichkeit unterbreiteten Sach- verhalt endlich offiziell zu. Noch vor 14 Tagen hatte in der Stadtverordneten-Versammlung der Stadtrat Straßmann gegen- über unserem Genossen Stadtverordneten Freudenberg den Versuch gemacht, alles abzustreiten. Der Beschluß, die Verbindung mit der Anstalt zu lösen, lvar schon dadurch geboten, daß die Gefahr weiterer Ansteckungen auch jetzt noch keines Ivegs beseitigt erscheint— abgesehen von den sonstigen Bedenken, die �ncni nad) jß!!0** f nvf /■«.*»»fiofk/iiTHf das Elisabeth geschlechtslronkeit gegangen. Es liegen gegenwärtig auf der betreffenden Station immer noch neun Kinder. Ein Kind, das au' elterlichen Wunsch bereits entlassen war, ist kürzlich neu ein- geliefert worden. weil sich zu Hause herausstellte, daß bei weitem noch nicht volle Heilung erzielt war. Auch bei einem andren Kinde, das schon vor längerer Zeit ungeheilt aus der Anstalt herausgenommen, zu Hause weiter behandelt worden war und ziemlich geheilt schien, haben sich die Symptome der Krankheit neuerdings wieder stärker bemerkbar gemacht.— Sehr bezeichnend ist übrigens die Haltung der bürgerlichen Presse gegenüber dem oben erwähnten Beschluß. Zunächst hat sie, ohne Ausnahme, noch keinerlei Notiz davon genommen. Soll etwa die bisher geübte Taktik, die ganze Sache womöglich totzuschweigen, auch jetzt noch fortgesetzt werden? Zum Milchkrieg. Abgelehnt hat der Vorstand der Berliner Bäckerinnung„Germania" das Angebot der Milchcentrale, ihren Mitgliedern Milch für 15 Pf. pro Liter frei ins Haus zu liefern Die Jnnnngsleitung, an deren Spitze Obermeister Bemard, früher kfo n s e r v a t i v e r Reichstagskandidat im ersten Berliner Wahlkreise steht, erklärte sich einstimmig für eine energische Bekämpfung der Milchverteuerungs- Bestrebungen. Es wurde betont, daß das Vorgehen des Milchringes tausende kleiner Milche Händler dem Ruin preisgebe. Eine fünfgliedrige Abwehr kommission wurde damit betraut, sofort die geeigneten Maßnahmen zu treffen und mit den Milchhändler-Vereinen wie mit den Milch lieferanten der Bäcker-Wirtschaftsgenossenschaft in Verbindung zu treten. Die Bäcker-Vezirksvereine in den einzelnen Stadtvierteln haben nur auf die Entscheidung des Jnnungsvorstandes gewartet, um gleichfalls den Kampf gegen die Milchverteuerung aufzunehmen Man rechnet in Bäckerlreisen darauf, daß infolge des durch die Vereine garantierten Masienbezuges sich genügend vom Ringe un- abhängige Milchlieferanten finden werden. Wegen der Errichtung einer städtischen Volks-Badeanstalt im Norden der Stadt hatte die Stadtverordneten-Versammlung beschlossen, dem Magistrat anheimzugeben, die Anstalt statt in der Wiesenstraße, wie vorgeschlagen, in der Gerichtsstraße zu errichten. Der Magistrat ist damit einverstanden. Die Badeanstalt soll auch ein Schwimmbassin für Frauen erhalten. Neue Schwierigkeiten beim Bau der Untergrundbahn sind in letzter Zeit zu Tage getreten. Infolge des Tunnelbaues machten sich in der Tauenzienstraße Senkungen bemerkbar, die Geleise der Straßenbahn verloren ihre gerade Richtung und wurden unbrauchbar. Es stellte sich die Notwendigkeit heraus, die ganze Straße neu zu asphaltieren, wobei selbst die untere Cementschicht aufgerissen und erneuert werden mußte. Aushilfsweise sind in dem Teil der Tauenzienstraße, wo die Tunnelarbeiten fertig sind, die Geleise in die Mitte der Promenade gelegt worden. In der Hardenbcrgstraße mußte ein Teil des Tunnels wieder zugebaut werden. Die Gemeinde Wilmersdorf besteht nämlich darauf, daß hier ein Notausgang nahe dem Zoologischen Garten unter der Untergrundbahn angelegt werde. Da auch die Polizeibehörde sich für die Anlegung eines Notausgangs ausgesprochen hat, wird bald mit dessen Anlage begonnen werden. Die umfangreichen Verlegungen von Kanalisationsrohren, zu welchen sich die Stadt Berlin durch den Tunnelbau gezwungen sah und welche 300 000 Mark Kosten verursachen, gehen ihrer Vollendung entgegen. Dast die Sensationspresse ihr gut Teil dazu thnt, um herostratische Naturen zu Unthaten anzustacheln, zeigt sich von neuem gelegentlich der Ermordung des amerikanischen Präsidenten. Die „Berliner Morgenpost" bringt in ihrer Nummer vom Freitag nicht allein das Konterfei des Mörders C z o l g o s z im Holzschnitt, sondern auch noch eine Abbildung des Hauses, worin der Attentäter in Cleveland wohnte. Das ist eine Umschmeichelung der rohesten Instinkte im Menschen, wie sie verwerflicher kaum gedacht werden kann. Als Hödel 1878 das Attentat auf Wilhelm I. begangen hatte, schmeichelte es seiner Eitelkeit nicht wenig, daß miu mehr seine Photographie überall angestaunt werde, und ein Eingesandt in der„Vossischen Zeitung" ließ sich über den Unfug, der damals mit dem Bilde des Verbrechers getrieben wurde, in folgenden zutreffenden Worten aus:„Da prangt er nun wie ein Wohlthäter seines Volkes oder ein Heros seiner Partei in einem Dutzend verschiedener Stellungen an den Schaufenstern und es fehlt zu seiner Befriedigung nur noch, daß er die Haufen sehen könnte, die sein Bild bewundern. Alle illustrierten Zeitungen bringe» sein Porträt im Brust bilde, wie auch in dem Moment, wo er sich verewigt und beschäftigen sich aufs eingehendste mit seiner.iuter effanten" Person. Ein übelberatenes Familienblatt widmet ihm eine zum Straßenverkauf bestimmte Extranummer mit Bildern in Farben druck, auf deren erster Seite sein Porträt in einem Prachtholzschnitt dargestellt wird, wie man ihn den Porträts gewöhnlicher Unsierb- lichen nie zu teil werden läßt. Nun, ich kann mir nicht helfen, das heißt eine Prämie auf diese Kategorie von Ver- blechern setzen und zur N a ch e i f e r u n g förmlich herausfordern." Kurze Zeit, nachdem dies gedruckt lvar, verübte Nobiling sein Attentat. Die Sensationspresse richtet sich trotz aller Vorhaltungen auch heute noch nach dem Grundsatz: Erst das Geschäft und dann die Moral. Wege» Teilnahme an der Ermordung der Frau Rühlicke hatte der als Helfershelfer Jänickes verhaftete Arthur Steinke gestern noch ein längeres Verhör zu bestehen, nachdem der Hauptthäter Ivieder nach Moabit gebracht worden war. Obwohl ihm Kriminal- komniiffar Rucks das' Gegenteil bereits nachgewiesen hat, leugnet Steinke nach wie vor, das Mordmcsser besessen und dem Jänicke in die Hand gedrückt zu haben für den Fall, daß er auf Widerstand stoßen sollte. Seiner Darstellung nach war nur ein Einbruch geplant. Als Jänicke aus dem Gefängnis gekommen sei, habe er ihn auf- gesucht und mit ihm beratschlagt. Ivie er wohl zu Geld kommen könne. Es handelte sich hierbei um den Einbruchsplan, den wir in den, Bericht über den Mord bereits erwähnten. Jänicke habe angeregt, bei Rühlickes einzubrechen, da die Leute Geld hätten. Er selbst könne den Einbruch nicht ausführen, da er mit den Leuten zu bekannt sei und zu leicht entdeckt werden könnte. Deshalb solle Steinke hin- gehen. Dieser hatte aber, wie er sagt, keinem Mut, und überredete Jänicke, es doch selbst zu versuchen.' Daß er nun, während Jänicke die That ausführte, unten auf der Straße wartete, giebt Steinke zu, von dem Morde will er jedoch nichts gewußt haben. Er sei nach wie vor der Meinung gewesen, daß Jänicke nur den Einbruch ver- übt habe. Daß dessen Kleider mit Blut besudelt waren, will er wohl gesehen haben; er habe jedoch geglaubt, das rühre vom Nasenbluten her. Diese Ausrede ist jedoch ebenso wenig stichhaltig, wie alle andren. Nach der That begaben sich Jänicke und Steinke zusammen nach Steglitz und kauften den neuen Anzug in einem dunklen Kleiderladen. Die beiden In- Haber dieses Geschäftes waren zu dem gestrigen Verhör geladen und erkannten Steinke als den Begleiter Jänickes wieder. Der chmutzigen Kleider, die der eine Geschäftsmann in ein Paket zusammengebunden hatte, entledigten sich die Verbrecher auf dem Grundstück Elsasserstraße 61. Das Geld, das er von Jänicke erhielt, will Steinke am Hafenplatz ins Wasser geworfen haben. Dabei bleibt er trotz der Unwahr- 'cheiulichkeit dieser Angabe. Steinke war zunächst ziemlich reumütig, dann versuchte er es mit dem wilden Mann, und nun ihm das nicht geholfen hat, ist er frech und verstockt geworden. Die gerichtsärztliche Oeffnung der Leiche der Ermordeten hat heute vor- mittag im Leichenhaus' an der Maxstraße um 10 Uhr begonnen. Unter der Leitung des Landrichters Albrecht führte Kreisarzt Dr. Kettler und Dr. Friedemann sie im Beisein des Kriminalkommissars Rucks aus. Das Polizeipräsidium teilt mit: Auf Grund des§ 41 d der Reichs-Gewerbc-Ordnung ordnet der Polizeipräsident an, daß inner- halb der Stadtgemeinden Berlin, Charlottenburg, Schöneberg und Rixdorf in dem Gewerbebetriebe der Barbiere, Friseure und P e r r n ck e n m a ch e r vom 1. Oktober ab an Sonn- und Festtagen der Schluß der Geschäfte um 2 Uhr nachmittags zu erfolgen hat. Verstöße gegen, diese Anordnung werden nach§ 146a der Reichs» Gewerbe-Ordnung mit Geldstrafe bis zu 600 M. oder im Un- Vermögensfalle mit Haft bestraft. Der Rückgang der Banthätigkeit ist in den einzelnen Stadt- teilen Berlins m den letzten Jahren recht verschieden groß gewesen. In dem Jahrfünft von 1895/96 bis 1899/1900 kamen in ganz Berlin 404, 364, 285, 280, 228 bisher unbebaut gewesene Grundstücke infolge Bebauung bei der städtischen Fenersocietät in Zugang. 1895/96 fielen allein 129 dieser Grundstücke, fast ein Drittel aller, auf Standesamtsbezirk X(Rosenthaler Vorstadt) und 87 Grund- stücke, reichlich ein Fünftel aller, auf Bezirk XII(Moabit). Bis zum Jahre 1899/1900 sank die Zahl der infolge Bebannng in Zugang ge- kommenen Grundstücke in Bezirk X auf 20, in Bezirk XII auf 35. Aus den Bezirken VII und VIII(Stralauer Viertel und Königsviertel) kamen 1895/96 69 und 31 Grundstücke hinzu. Ihre Zahl stieg noch in den nächsten Jahren bis 1898/99 auf 79 und 83, sank aber 1899/1900 auf 51 und 55. Im Bezirk IV(Tempelhofer Vorstadt) und dem benachbarten Bezirk V(Luisenstadt jenseits des Kanals) betrug 1895/96 der Zugang nur 31 und 17 Grundstücke. Er stieg 1896/97 noch auf 41 und 49, sank aber dann bis 1899/1900 auf 21 und 19. In allen übrigen Stadtteilen war der Zugang das ganze Jahrfünft hindurch unerheblich. Die Herbstfcrien der Schulen. Der Schluß des Sommers Semesters 1901 erfolgt am Sonnabend, den 23. d. Mts. Die Ferien dauern bis zum Dienstag, den 8. Oktober, an welchem Tage das Winter-Semester 1901/1902 beginnt. Der Lichthof im Kunstgewerbe-Musenm soll der Mitteilung einer Korrespondenz zufolge fortan abends von 7—9 Uhr elektrisch beleuchtet und dem Publikum zugänglich gemacht werden. Wegen versuchten Mordes ist Donnerstagabend der 49 Jghre alte Bauarbeiter Otto Druschke aus der Hübnerstr. 2 verhaftet worden. Druschke, der seit 26 Jahren verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern ist, geriet vorgestern nachmittag mit seiner Frau wegen Familienangelegenheiten in Streit. Dann verließ er die im ersten Stock des Seitenflügels gelegene Wohnung, um bald darauf mit einem geladenen Revolver' zurückzukehren. Aus Furcht, daß er sie umbringen könnte, weigerte sich seine Frau, ihm zu öffnen. Druschke schoß nun durch die Thür hindurch auf sie, ohne jedoch zu treffen. Durch den Knall und den Lärm aufmerksam gemacht, holten Hausbewohner Schutzmänner und Kriminalbeamte, die Druschke auf dem Treppenflur festnahmen und in Fesseln nach der Wache des 102. Reviers am Weidenweg brachten. Von dort wurde er später der Kriminalpolizei am Alexanderplatz zugeführt. Hier bestritt er, die Absicht, seine Frau zu töten oder zu verwunden, gehabt zu haben, und behauptete, er habe nur einmal versuchen wollen, ob der Revolver geladen sei. Auf die Bekundung der Frau hin wurde er jedoch nach Moabit in Untersuchungshaft gebracht. Zur Angelegenheit Gehlsen schreibt ein Berichterstatter, daß dessen Sache noch' immer nicht erledigt ist, obwohl Gehlsen bereits am Sonntagabend nach Vcrbüßung seiner Strafe aus dem Straf- gefängnis in Tegel entlassen worden ist. Am 19. Dezember 1899 wurde Gehlsen in der Anklagesache wegen Beleidigung des Char- lottenburger Magistrats, dem er Korruption zum Vorwurf ge- macht hatte, von der zweiten Strafkammer am Land- gericht II freigesprochen, weil die Beweisaufnahme ergeben hatte, daß der Beweis der Wahrheit geführt war. Am 1. Mai 1900 hob das Reichsgericht das freisprechende Urteil auf und verwies die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht I. Dieses setzte für den 27. Juli 1900 einen Termin an, in welchem die Beweis- aufnähme in größerem Umfange noch einmal wiederholt loerden sollte. Auf Anirag des Charlottenburger Magistrats wurde dieser Termin„vorläufig" vertagt und nun„ruht" die Sache heute noch. Vierzehn Monate sind seitdem ins Land gegangen, doch von einem nenen Termin ist noch immer keine Rede. In- zwischen ist zwar der betteffende Beamte, dem die Korruption zum Vorwurf gemacht wurde, im Disciplinar- Verfahren verurteilt worden, indessen schwebt über dem frei- gesprochenen Gehisen noch immer das Damoklesschwert der Ver- ürteilnng. In dem am 21. Dezember 1899 verhandelten Erpressungs- Prozeß, der mit der Verurteilung Gehisens zu iVe Jahren Gefängnis endete, hat Gehisen bekanntlich das Wiederanfnahme-Verfahren' be- antragt und die drei Hauptbelastungszeugen des Meineids bezichtigt. In diesem Falle hat der Staatsanwalt dem Verurteilten nach elf Monaten den Bescheid zugehen lassen, daß er keine Veranlassung habe, gegen die Beschuldigten einzuschreiten. Jetzt liegt die Sache bei der Oberstnatsanwaltschaft. Eine Räubergeschichte. Die Frau des Bureauvorstehers Schönwetter, Friedenstr. 60, behauptet, gestern vormittag von einem Manne mit falschem Barte in ihrer Wohnung überfallen zu sein. Der Eindringling habe sie durch Bedrohen mit dem Revolver am Hilferufen gehindert und alles, was an Geld und Wertsachen in der Wohnung war, geraubt. Zum Schluß habe er sie an eine Thürklinke festgebunden; später sei es ihr allerdings gelungen, sich wieder los- zumachen, jedoch zu spät, um die Verfolgung aufnehmen zu können. Die Angaben der Frau Schönwetter begegnen starkem Mißtrauen. Ein dreister Dieb machte gestern mittag kurz vor 12 Uhr dem Gasthos zur Stadt Ruppin in der Koppenstr. 3 einen kurzen Besuch. Während die Besitzerin, Frau Noll, in einem Gastzimmer des ersten Stocks fünf Minuten lang die Arbeit der Zimmermädchen nachsah, tahl ein Bursche, der unbemerkt von der Straße heraufgekommen war, aus dem Nebenzimmer ein großes Federbett und entkam damit am helllichten Tage. Nur einem Dienstmädchen aus der Nachbar- schaft, das ihn aber auch nicht näher beschreiben kann, war er auf- gefallen. Als man sich jedoch an seine Verfolgung machte, war er mit der Beute längst verschwunden. Das Bett ist 30 M. ivert und hat ein rotes Inlett und einen weißen Bezug mit dem Zeichen F. N Zeugen gesucht. Die Personen, welche am Sonntag, den 18. August, abends 10 Uhr, in Treptolv auf dem Nordring-Bahnsteig gesehen haben, wie der Stationsvorsteher einen Passagier anhielt, der aus dem in der Fahrt begriffenen Zug ausgestiegen war, werden gebeten, sich bei Achilles, Rcinickendorferstr. 2 g, Hof pari, zu melden. Auslagen werden vergütet. Die BertranenSperson des zweiten Wahlkreises ersucht uns, olgendes bekannt zu geben: Bei dem Sommerfest des zlveiten berliner Wahlkreises am S.September in der Berliner Bockbrauerei am Tempelhofer Berg ist ein schwarzer Damen-Spitzen- kragen verloren worden. Es wird gebeten, denselben an den Ver- tra'uensmanu Paul Scholz. SW. Fi'dicinstr. 35 vorn IV. abgeben zu wollen. Ebendaselbst ist ein Damen-Sonnenschirm und ein Paar Mädchen-Handschuhe als gefunden abgegeben worden und von den Eigentümerinnen mittags' von 12-2 Uhr in Empfang zu nehmen. Straßensperrung. Der nördliche Teil der Fischerstraße vor den Häusern Nr. 1 und 2 beziv. Nr. 38 wird behufs Asphaltierung vom 23. d. M. ab bis auf Iveitercs für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Feuerbericht. Ein größeres Schadenfeuer kam Donnerstag- abend gegen 10 Uhr in der Nosenstraße 16 im Lagcrkeller der Exportfirma für Galanterie- und Bijouteriewaren von M. Reich aus, das sich sehr rasch ausbreitete und den ganzen Lagerraum erfaßte. Eine starke Verqualmung erschwerte die Löscharbeiten. Drei Rohre hatten fast eine Stunde Wasser zu geben, bevor die Flammen erstickt Lagerhalter Verband.( Bezirk Berlin und Umgegend.) Am Sonn wurden. Der verursachte Schaden ist erheblich. Ueber die Entschaften durchgeführt wird, ist auf Johannisthaler Gebiet eine stehungsursache ist nichts ermittelt. In der Schönhauser Allee 125 Ausladestelle geplant. Die auf der gegenüberliegenden Seite ge- tag, den 22. d. M., nachmittags 2 Uhr, in Gewerkschaftshaus, Saal X: brannten Küchenmöbel und Klosterstraße 42 Gardinen und Mobilien. legene Pfarrwiese, zum Kirchengut Rudow gehörig, hat nun der Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Unire Arbeitgeber wie sie sind und Durch übergefochten Teer war Baugenerstraße 2 Feuer entstanden, Kirchenrat der Kanalbauverwaltung unentgeltlich angeboten, um schaft Friedrichshagen. 3. Bericht unsres Delegierten zur Berliner Gewerkwie sie sein sollen. 2. Die Entlassung des Kollegen in der Konsum- Genossen das jedoch noch im Keime erstickt wurde. Kleinere Brände wurden dadurch die Ausladestelle auf Rudower Gebiet zu bekommen. Nachdem schaftskommission. Gäste haben Zutritt. außerdem von Rheinsbergerstraße 6 und von Bülowstraße, Ecke die reichen Rudower Bauern durch unentgeltliche Hergabe von Land Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter Botsdamerstraße, gemeldet. erreicht haben, daß der Kanal, entgegen der früheren Festsetzung,( E. S. 29 Hamburg.) Mitglieder- Versammlungen finden am Sonnabend nunmehr dicht bei Rudow vorbeigeführt wird, würde durch die An- in folgenden Filialen statt: Berlin III, abends 9 Uhr, bei Bergener, Berlin IV, abends 9 Uhr, bei Wilke, Andreas: lage des Ausladeplages auf Rudowver Gebiet die Gemeinde Johannis- Reichenbergerstr. 157. Straße 26. Berlin V, abends 9 Uhr, bei Sidow, Lothringerstr. 68. thal auch den letzten Vorteil an der Kanalanlage verlieren, obgleich Berlin VI, abends 81%, Uhr, bei Dieke, Aderstr. 123. Charlotten sie zu den Kosten ebenfalls mit beitragen muß. Die Gemeinde- burg, abends 81 Uhr, bei Leder, Bismarckstr. 74. Nixdorf, abends vertretung dürfte gut thun, sich sobald wie möglich mit dieser An- 82 Uhr, bei Filice, Kirchhofstr. 41. Am Sonntag: Filiale Berlin IX, gelegenheit zu beschäftigen und die Interessen der so wie so schon vormittags 10 Uhr, bei Fischer, Waldstr. 8. armen Gemeinde zu wahren. Aus den Nachbarorten. Marktpreise von Berlin am 19. September 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Nindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Die Stadtverordneten- Versammlung zu Rixdorf beschloß in ihrer Sigung am Donnerstag, die Berufung in Sachen der Wahl des Steinfegmeisters Wickel aufrecht zu erhalten, damit die aufgeworfenen Rechtsfragen in letter Instanz entschieden werden. Von den im Juni gewählten Bezirksvorstehern, Bezirksvorsteher Stellvertretern, Waisenräten 2c. habe eine ganze Anzahl die Uebers Aus Steglit berichtet man uns: Der Verkauf eines nahme des Amtes abgelehnt. Es wurden dafür andre vorgeschlagen. Gemeindegrundstückes, an der Kieler- und DüppelstraßenStadtv. Conrad( Soc.) beantragt ueberweisung an den Wahl- Ede gelegen, wird von der Mehrheit der hiesigen Gemeindevertretung, Welzen, gut ausschuß und rügte nochmals, wie schon in früheren Sitzungen, in der die sogenannte Bauspekulanten- Partei dominiert, geplant. die jedem parlamentarischen Anstand hohnsprechende Art und Weise, Die Offerte eines tauflustigen Unternehmers wurde von der zu wie man die Wahl vorbereitet habe, um ja alle Personen von den ständigen Kommission nur deswegen abgelehnt, weil das Angebot Roggen, gut Aemtern fernzuhalten, die der Arbeiterpartei nahe ständen. zu niedrig erschien. Dagegen wurde der Vorschlag gemacht, das Die Mehrheit wählte jedoch ohne weiteres die vorgeschlagenen Per- Grundstück meistbietend zu versteigern. Die freisinnigen Haus* Gerste, gut fonen. Auch bei der Wahl bon drei Mitgliedern zur agrarier wollen offenbar dem Antrag des socialdemokratischen Armen Deputation holte Conrad zur Kritik aus. Gemeindevertreters Rapp, auf dem Gemeindeterrain Häuser Seinem Vorschlag, die Aerzte Dr. Silberstein( Soc.) mit kleinen Wohnungen zu bauen, dadurch die Grund-* Häfer, gut und Dr. Deuber zu wählen, da jezt auch die Pflege- Anstalten lage abgraben, daß fie eine schleunige Beseitigung des dürftigen der Armendeputation unterständen und sich die Herren in gleichen Gemeindegrundbesizes anstreben, obwohl die Regierung den GeAemtern bewährt hätten, folgte die Mehrheit nicht. Man will sich meinden eine Vermehrung ihres Grundbesitzes Nichifroh eben die sa chverständigen Krititer möglichst vom Halfe halten. Das Projekt zum Bau des neuen Armen= hauses wurde genehmigt. Ein Wunsch des Stadtv. Dr. Silberstein, die Bade- Einrichtungen betreffend, soll berücksichtigt werden. Am 15. Auguft stellte Herr Plonz( freis.) den Antrag:„ Mit glieder des Wasserwerk- Kuratoriums dürfen sich an den Lieferungen und Arbeiten bei der Erweiterung des Werkes nicht beteiligen. Der Kostenanschlag fieht 400 000 m. vor. Dieser Antrag wurde troß seiner persönlichen Spitze durch die Unterstützung der Social demokraten zum Beschluß erhoben und nun kam, um ganze Arbeit zu machen, unser wiederholter Antrag. empfiehlt. Versammlungen. mittel Butter 13,30 Gier 8-5mittel 1,70 1,20 07 gering 1,30 1, " " 13,85 13,83 1,60 1,30 " " mittel " " " gering " 13,81 13,79 13,77 13,75 14,80 14,10 " 1,70 1,10 1,60 1,20 " 2,802, 14, 60 Sint 4,40 2,40 gering 13,20 12,50 Karpfen 1 kg 2,20 1,20 16,10 15,30 Aale 2,60 1,20 " mittel 15,20 14,40 Bander 2,60 1,20 gering 14,30 13,60 Hechte 2,20 1, " Barsche 1,80 0,80 " Schleie 2,40 1,20 " " " 40, 25, Bleie 50, 25, Krebse 60, 30, * frei Wagen und ab Bahn. 1,40 0,80 per Shot 16,-2,50 Heu Grbsen Speisebohnen Linsen Produktenmarkt vom 20. September. Die matte Tendenz auf dem Wetter Prognose für Sonnabend, den 21. September 1901. Ziemlich warm, zunächst meist heiter bei frischen südlichen Winden; Berliner Wetterbureau. O Briefkasten der Redaktion. † ab Bahn. Die Puter hielten am Donnerstag eine sehr zahlreich besuchte Aus Lichtenberg berichtet man uns: Die Gemeindevertretung Versammlung im Gewerkschaftshause ab, die sich mit den letzten Benahm in ihrer legten Sigung zunächst die Wahl eines Schöffen vor. schlüffen des Arbeitgeber- Bundes und der Stellungnahme dazu Die bürgerlichen Parteien vereinigten ihre 20 Stimmen auf den befaßte. Die Arbeitgeber sollen, wie der Referent Dähne aus- Getreidemartt dauerte auch heute an, obwohl sich diese gegen Ende bes bisherigen Inhaber des Amtes, Fabrikbesizer Kronhausen, und auswärts fehlte es heute an jeder Anregung. In Amerika waren die retteten dadurch die Gemeinde vor dem Einzuge eines Social- führte, beschlossen haben, ihren Arbeitsvertrag, der bekanntlich eine gestrigen Verkehrs und an der Nachbörse wesentlich befestigt hatte. Bon demokraten auf den 8 Stimmen entfielen in den Gemeinde- Verschlechterung der geltenden Arbeitsbedingungen enthält, bis Börsen gestern wegen des Begräbnisses des Präsidenten Mc Kinley ge zum 1. Oftober einzuführen. Bisher haben sie mit der Einschloffen. Baris meldete niedrigere Preise und Destreich- Ungarn tam ebenVorstand. Das Angebot war flein, Eine Hilfskraft für das Bureau der nunmehr in Gemeinde- führung wenig Erfolg gehabt. Die Hoffnungen, die sie auf falls mit bedeutend herabgesezten Notterungen. die Gründung des neuen Vereins der Buzzer gesett nordrussisches fehlte und südrussisches ist immer noch nicht rentabel. Die betrieb übergegangenen Wasserwerke wurde bewilligt, trotzdem hätten, haben fich nicht erfüllt. Dieser Verein fristet Lieferungspreise für Weizen gaben 3/4 bis 1 M. nach, ebenso diejenigen für Herr Göhlsdorf( freis.) seine Verwunderung über die Höhe der nur noch ein Scheindasein. Die Baukontrolle hat ergeben, Roggen und zwar namentlich auf Verkäufe einer hiesigen Importfirma. Besoldung( 1800 M.) zum Ausdruck brachte. Von Futterartikeln war Hafer bei geringem Ge Mehl lag unverändert. Eine längere Debatte entspann sich über den von den Social- daß zur Zeit 1420 Buzer auf 136 Bauten arbeiten und nur auf schäfte schwach; von Mais La Plata unverändert; amerikanischer Mired demokraten zum zweitenmal eingebrachten Antrag:" Gemeinde- sechs Bauten find die Meisterverträge ganz oder teilweise eingeführt. fehlte. Rüböl namentlich für hintere Sichten schwach. Die Konjunktur, führte der Referent aus, sei eine ziemlich günstige. verordnete und Gemeinde- Vorstandsmitglieder( Schöffen) dürfen sich Die herrschende Serise habe sich im Baugewerbe bis jetzt nur wenig an Arbeiten und Lieferungen für die Gemeinde nicht be- Die herrschende Krise habe sich im Baugewerbe bis jetzt nur wenig bemerkbar gemacht. Auf 138 Bauten würden in nächster Zeit die teiligen." Buzzerarbeiten beginnen und auf den jetzt in Arbeit befindlichen Bauten sei teilweise noch drei bis sechs Wochen später zunehmende Bewölkung und etwas Regen. zu thun. Es liegt also gar kein Grund vor, auf die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen einzugehen. Nach kurzer Diskussion wurde eine Resolution einstimmig angenommen, durch welche sich die Versammelten verpflichten, dem Vorgehen des Arbeitgeber- Bundes entgegenzutreten, die geplante Verschlechterung der LohnDer Gemeindevorstand, wie auch die bürgerlichen Führer wandten und Arbeitsbedingungen abzuwehren, nur zu den bisher gültigen Arbeitsfich gegen den Antrag; die bekannten kleinlichen Einwände und arbeiten auszuführen und während des Winters die mit den Maurern verSchlagworte, wie Butunftsstaat und Ungerechtigkeit, Mangel an Auseinbarte Arbeitszeit einzuhalten. Ferner heißt es in der Resolution: wahl von Lieferanten, Mangel an Gemeindeverordneten usw. wurden Die einzelnen Stollegen verpflichten sich, das Unterschreiben der Herausgetramt. Ja Herr Plonz, als Aureger des Teilantrages, Meisterverträge unter allen Umständen zurückzuweisen und dort, wo operierte mit folgendem Bravourstück: Würde der Antrag Beschluß, ohne ihre Kenntnis derartige Verträge geschlossen find, der Kommission dann müßten, um seinen Zweck zu erreichen, die Familienangehörigen, Mitteilung zu machen und die Arbeit dort ruhen zu lassen, bis unsre die Wähler der Gemeindeverordneten Sonstige Verwandten und Die Versammlung protestiert gegen Bedingungen anerkannt sind. auch von den Arbeiten ausgeschlossen werden. Obwohl Genosse die von der Presse des Arbeitgeber- Bundes in die Welt gesetzte Grauer die Uebertreibungen geißelte und im besonderen auf die In Lüge, daß unsre Arbeitsleistungen zurückgegangen sind und wir auf Konsequenz des Herrn Plonz hinwies, wurde der Antrag mit Kosten unsrer Arbeitgeber faul, interesse- und gewissenlos unsre allen gegen die Stimmen der acht SocialdemoArbeit verrichten. Der Beweis hierfür, daß diese Organe böswillig trafen abgelehnt. verleumden, liegt darin, daß schon in den achtziger Jahren höhere In Lichtenberg ist der Gemeindeschul- Unterricht Accordpreise bezahlt wurden, wie heute. Die Versammelten verwegen eines unheimlichen Krankheitsfalles teilweise unterbrochen pflichten sich ferner, dem Centralverband der Maurer beizutreten, worden. Ein Schulknabe ist nämlich, wie vermutet wird, an der soweit sie noch nicht Mitglieder desselben sind, und jede SonderGenicstarre plöglich verstorben. Die zwölf Klassen der Schule intereffen beiseite zu setzen, da nur durch geschlossenes Handeln die in der Dorfstraße, welche mit der Klasse, die der Verstorbene be- Angriffe zurückgewiesen werden können." fuchte, in Verbindung standen, sind geschlossen worden; die Räume wurden durch die Berliner städtische Desinfektionsanstalt desinfiziert, ebenso die Wohnung der Eltern des Verstorbenen. Johannisthal, die Kirche und der Teltow- Kanal. Daß die Kirche sich nicht allein mit geistlichen Angelegenheiten beschäftigt, beweist das Vorgehen des Kirchenrats in dem benachbarten Rudow. An dem neuen Teltow Kanal, der zwischen den beiden Ort0 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 21. September. Opernhaus. Das goldene Kreuz. Aschenbrödel. Anf. 72 Uhr. Schauspielhaus. Torquato Tasso. Anfang 71/2 Uhr. Menes Opern Theater( Kroll). Mamfell Angot. Anfang 71/2 Uhr. Jin Trianon Theater:" Lebende Lieder". Anfang 8 Uhr. Schiller. Die Kronprätendenten. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Johannes. Anfang 71/2 Uhr. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. iſt C. W. 84. Wir kennen die Krankenkasse, Berolina" nicht. Aber die statutarische Bestimmung der Kaffe, daß die Aufnahme ohne ärztliche Untersuchung erfolgt, giebt zu Bedenken Anlaß. Bisher sind so ziemlich alle Strankenkassen, die diese verlockende Bestimmung hatten, jämmerlich verkracht. 2. 100. Zahlen Sie nichts. Durch Zahlung würden Sie Ihr Nach Ansicht des Ober- Verwaltungsgerichts Wahlrecht nicht erlangen. Krantenhaus, die Aufnahme nicht die Kreditierung bie 1000. Ja. F. R. 29. Inserieren Sie. Armenunterstützung. J. 567. 1. Widerklage kann auch nach Ablauf der drei Monate er: hoben werden. 2. Ja. Bestimmte Personen empfehlen können wir nicht. S. 2. 33. Sie sind im Irrtum. Es ist wiederholt und ausführlich an dieser Stelle hervorgehoben: Männer können ſeit dem 1. 1. 1900 vog erreichter Volljährigkeit nicht heiraten; die Volljährigkeit muß zur Zeit des Aufgebots vorhanden sein. Mädchen können vor dem 21. Lebensjahre( vom 16. Lebensjahre ab) mit Bewilligung ihres Vaters oder Vormundes heiraten. Sie können also auch mit Genehmigung Ihres Vaters nicht vor vollendetent W. M. Bürgerrecht wird in Berlin nicht 21. Lebensjahre heiraten. ausdrücklich verliehen. Wer wahlberechtigt und wer unterstützungsberechtigt ist, ist Ihnen wohl bekannt. F. R. 31. 1. Unter Geschäftsguthaben ist Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 22. September, vormittags 83, Uhr, das gesamte Guthaben, also Darlehen und eventueller Geschäftsgewinn zu Es ist dringend erforderlich, daß Genossenschafter in der Aula der 69. Gemeindeschule, kleine Frankfurter str. 6: verstehen. 2. Nein. Versammlung. Freireligiöse Vorlesung." Um 10 Uhr vormittags vor Eingehung solch' weitgehender Verpflichtung an der Hand des Statuts B. 3. Zu spät. O. A. 59. 1. und 2. Ja; am besten ist in solchem Fall, die Ehefrau, ebendaselbst Vortrag des Herrn Professor Dr. Albert Gehrke: Fortschritt sich genau über ihre Pflichten informieren. 3. Nein. und Aufklärung. III." Vor nnd Nachspiel auf dem Pariser mustel: Harmonium. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. falls sie über 18 Jahre alt ist, läßt sich vom Amtsgericht für volljährig er: 2. P. 700. Nur Rücksprache beim Bezirkskommando Montag, den 23. d. M., abends 81 Uhr, pünktlich, im unteren Saale des flären. 3. Nein. fann zu Ihrem Ziele führen; Sie können Auslandsurlaub erhalten. Englischen Gartens, Alexanderstr. 27 c:" Beschließende Versammlung. Schiller Theater Urania. Central- Theater. Apollo- Theater. Castans Panopticum. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Die Kronprätendenten. Historisches Schauspiel in 5 Atten von Henrik Ibsen, übersetzt v. Adolf Strodt: mann.( Tert der Gesamtausgabe.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Gefängnis. Sonntagabend 8 Uhr: Heimat. Montagabend 8 Uhr: Heimat. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Letzte Woche! Mittelmeerfahrten. ( Kleine Preise.) Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Metropol- Theater. Zoologischer Berliner. Die Golbgrube. Anfang Schön 72 Uhr. Lessing. Haus Rosenhagen. Anfang 712 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Vorher: Jm Coupé. Anfang 7% Uhr. Nenes. Das Ewig- Weibliche. An fang 7 Uhr. Westen. Undine. Anfang 7 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Auf. 8 Uhr. Central. Giroflé- Giroflà. anfans 8 Uhr. Thalia. Ein tolles Geschäft. An fang 7 Uhr. Luisen. Der Mann im Monde. Anfang 8 Uhr. war's doch! Gr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. Emil Thomas a. G. Joseph Josephi a. D. H. Bender. G. Kaiser. Else de Veré a. D. Carl Weiß. Berliner Rangen. n- Frid- Frid. F. Georgette. fang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Gastspiel: Die Landfreicher. Auf. 7½ Uhr. Saharet! Belle Alliance. Talolo. Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Rauchen überall gestattet. Schön war's doch. 8 Uhr. Anfang Apollo. Specialitäten Borstellung. W. Noacks Theater. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Damen: Ringfämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang nach urittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten- Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Abends 8 Uhr: Theatersaal.) Bu fleinen Preisen: MittelmeerFahrten. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Brunnenstraße 16. Gefchloffen. Gröffnung der Winter- Saison am Sonntag, den 22. September. Die wilde Kayze. Posse mit Gesang in vier Atten von Mannstädt und Weller. Musit von Steffens. Garten Entree, Heute u. folgende Tage 1. Mark. ab 4 Uhr nachmittags Ab6 Uhr abends 50 Pf. Kinder die Hälfte. Grosses Doppel- Konzert. Bei ungünstigem Wetter, im Saal. Cirkus Alb. Schumann. Renz- Gebäude. Karlstrasse. Sonnabend, den 21. September, abends 72 Uhr: Eröffnungs= Vorstellung. Auftreten: Künstler und Künstlerinnen nur allerersten Ranges. Neu für Berlin: Direktor Alb. Schumann mit feinen für Berlin neuen Original: Dreſſuren. Cirkuskaffe ist ab 10 Uhr geöffnet. Alles Nähere Tages- Platate. Heute, Sonnabend, Anfang 8 1hr: Eröffnung der Winter- Saison 1901/02. Mit vollständig neuer Ausstattung: 10 Specialitäten. Grandet. Steidl. * Giroflé- Giroflá. FrauLuna Luftballett Grigolatis Komische Oper in 3 Atten v. Charles Lecocq. Hauptdarsteller: Mia Werber, Henny Wildner, Therese Delma, Luise Albes; die Herren Siegmund Kunstadt, Carl Schulz, Emil Sondermann. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachmittag 3 Uhr zu halben Preisen volkstümliche Vorstellung: Der Bettelstudent. Abends 7 1hr: Zum zweitenmale: Giroflé- Giroflá mit Mia Werber, Henny Wildner, Therese Delma, Luise Albes; den Herren Siegmund Kunstadt, Carl Schulz, Emil Sondermann. Montag und folgende Tage Anfang 8 thr: Giroflé- Giroflà. Carl Weiss- Theater Große Frankfurterstr. 132. Anfang 4 Uhr. Ginlaß 3 Uhr. Bei sehr fleinen Preisen: 10, 20, 40 f. usw. Grosse Kindervorstellung Max und Moritz, die beiden kleinen lustigen Bagabunden. Eine lustige Laubengeschichte mit tollen Streichen und Schwänken, Gesang und Tanz in 5 Aften von R. Helsing. Abends 8 Uhr: Abends 8 Uhr: Berliner Rangen! Große Ausstattungspoffe mit Gesang in 5 Aften und 7 Bildern v. G. Albert. Musik von R. Leonard. Sonntagnachmittag 3 Uhr bei kleinen Preisen( 60 Pf., 30 Pf.): Liane, die zweite Frau. Schauspiel nach dem Roman in der ,, Gartenlaube" von E. Marlitt. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72. Heute u. folg. Tage: Anfang 8 Uhr. Palast- Theater fr. Feen- Palast, Burgstr. 22. Direktion: Winkler it. Fröbel. Unbeschreiblichen Erfolg hat das neue Sensations Programm. Hochinteressantes Künstler Persona I. Karl Braun mit seiner Bliz- Verwandlung Endlich allein! Der Komponisten- Wettstreit. Direktor Wilhelm Fröbel als Dienstmann Meier in der Gesangspoffe Rosenmontag Lebende Photographien usw. Anfang: Wochentags präc. 8 Uhr, Sonntags präcise 7 Uhr. Billet- Vorverkauf 11-1 Uhr. Sanssouci Kottbuserstr. 4a. Wiederauftreten von Adolf Hoffmann. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Soiree: Tanz. Anfang Sonntags 7 Uhr, von 5-7 Uhr Konzert. Entree 50 und 75 Pf. Wochentags Anfang 8 Uhr, Entree 30 u. 50 Pf. Wochentags Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Alle andern Tage bleiben Die Säle zu Festlichkeiten und VerEin tolles Geschäft. ſammlungen fret. 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Bahlreiche Beteiligung erwartet 248/9 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle, Berlin. Todes- Anzeige. aller in Metall- Schraubenfabriken beschäftigten Arbeiter am 18. September starb unser und Arbeiterinnen im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal V. Tages Ordnung: 1. Bericht der Agitations: Kommission. 2. Ergänzungswahlen zu der Kommission. 3. Verbandsangelegenheiten. 118/18 Die Kollegen der Firmen Rühle, Roll, Sudikatis, Stelzner, Manthey& Schulze und Delerke& Schmohl find be sonders eingeladen. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Mitglied der Dreher Paul Bölter int Alter vo 21 Jahren. [ 118/17 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, bet 22. September, nacht. 3 Uhr, on der Halle des Heilandskirchhofs in Piößensee aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiteren Freunden und Bekannten die und Arbeiterinnen Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, den 22. September, nachmittags 22 Uhr, bei Raabe, Kolbergerstraße 23: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Hans Wendt über Unser Verkehrswesen". 2. Diskussion. 5906 Nach der Versammlung: Gemütl. Beisammensein. Um zahlreichen Besuch bittet Die Ortsverwaltung. Tapezierer. Montag, den 23. September, abends 129 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- fer 15: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Zustände in unsrem Berufe in der letzten Saison vor Ablauf des Vergleichs- Vertrages. 2. Diskussion. 178/16 J. A.: Leo Schmidt. Nachricht, daß meine liebe Frau Henriette Günther, geb. Hille, am 19. September, abends 9 Uhr, sanft entschlafen ist. Beerdigung am 22. d. M., nachm. 2 Uhr, von der Halle des Emmauskirchhofs.[ 586b Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f Haut- u. Harnleiden, Central Fernsprecher- Amt III No. 8804. 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Schulz, Memelerstr. 60 a, einzusenden. Um weitere Anfragen usw. zu vermeiden, diene zur Kenntnis, daß alle Kollegen, welche einen Posten bekleiden, nur die Versäumnisse und baren Auslagen zurückerstattet bekommen. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungs- Schule Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links II. Lehrplan für das IV. Quartal 1901. Unterrichtsfach Behandelter Lehrstoff Lehrer UnterrichtsAbend Geschichte Litteratur bei den Urvölkern und im Altertum Schriftsteller Dr.Rudolf Steiner Montag Natur- Erkenntnis Die Lehre von der Energie Dr.Robert Hasse. Dienstag Zoll-, Handel- und Verkehrs- Politik Uebungen in mündlicher Rede und im schriftlichen Aufsatz Schriftst. Georg Bernhardt Schriftsteller Donnerstag Nationalökonomie RedeUebung Müggelsee zwisch. Müggelschloß u. Aussichtsturm. Empfehle Fabriken, Vereinen und Korporationen für Sommervergnügen Lofal. Saal für ca. 3000 Personen, u. Ausflüge mein großartig gelegenes Hallen, genügende Nebenräume. Be luftigungen aller Art. 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