Nr. 223. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Gonntags Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. 16cd grund 6 Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. te Insertions- Gebinge beträgt für bte sechsgespaltene Koloners zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amit I, Nr. 1508. Unten durch drüber weg! Dienstag, den 24. September 1901. frönte Persönlichkeit Berlin sofort bewilligte die Stadt Unsummen für den flüchtigen Flitterpomp einiger Stunden. Die Anwesenheit des Königs von Italien kostete der Stadtkasse faft 180 000 Mark, der Oberbürgermeister Kirschner hatte, wie er neu- östreichische Kaiser erhielt für 100 000 Mart bunte Fahnen, verlich in der Stadtverordneten- Sigung mitteilte, bei dem goldete Bretter und Nadelreisig. Bei der Centennarfeier 1897 Kaiser eine Audienz nachgesucht, um den Versuch 3 wurden für die Ausstaffierung der Feststraße 160 000 Mark geopfert. machen, die Bedenken des Kaisers gegen eine zweite Dabei hielten dann die Freifinns leuchten große staatsmännische Durchquerung der Straße Unter den Linden durch die Neden für die Bewilligung. Jeder kommunale Wunsch der Krone Straßenbahn zu zerstreuen. Die Audienz, die im Früh wurde erfüllt, so noch zuletzt gelegentlich der Schenkung des Gejahr erbeten war, wurde im Hinblick auf die Reise- ländes an den„ Gutsbezirk" des Schlosses. Alle Augenblicke hörte dispositionen des Kaisers abgelehnt. Nun hat der Oberbürgermeister sein Gesuch erneuert und hat eine man einen Oberbürgermeister beim Brandenburger Thor eine höftsche Und es hätte Ansprache halten, namentlich bei strömendem Regen. Absage erhalten; es sei ihm bedeutet worden, sicherlich auch nur eines Winkes bedurft, um den Magistrat von der Kaiser habe nicht die Absicht, irgend Berlin zu veranlaffen, am Brandenburger Thor vor dem kaiserlichen welche Vorstellungen in der erwähnten Prinzen Tichun den Kotau zu vollziehen. Angelegenheit entgegenzunehmen. ( Blättermeldung.) Nach dieser Unermüdlichkeit des Stadt- Freisinns in der Erzielung von Zurückweisungen haben wir wenig oder gar keine Hoffnung, daß er jemals auf seine hartnäckigen Aufdringlichkeiten Verzicht leisten wird. Auch das neueste Erlebnis wird daran nichts ändern. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ferusprecher: Amt I, Nr. 5121. als der größte Arbeitgeber, namentlich bei denjenigen seiner Betriebe, welche wie die Eisenbahnen den Charakter eines Erwerbsunternehmens haben, sich als Glied des gesamten heimischen Erwerbslebens fühlen und demgemäß handeln muß. Er darf deshalb nicht die Arbeitslöhne in seinen Betrieben auf einer Höhe halten, welche nur zu Zeiten industrieller und kommerzieller Hochkonjunktur berechtigt war, aber ihre innere Berechtigung verloren hat, nachdem an Stelle der Hochflut jetzt wieder Ebbe eingetreten ist. Der Staat würde durch ein solches Verhalten zum Schaden des ganzen Erwerbslebens fünftlich auf den Arbeitsmarkt einwirken und so diejenige Gestaltung des Arbeitsverdienstes verhindern, welche eine der Vorbedingungen der Wiedergesundung des heimischen Erwerbslebens bildet. Ein solches Verhalten würde demzufolge auch vom einseitigen Standpunkte der Arbeiterinteressen so turzsichtig wie möglich sein; denn die Aufrechterhaltung durch die gesamte wirtschaftliche Lage nicht mehr berechtigter hoher Arbeitslöhne für eine geringe Bahl von Arbeitern auf Kosten der Allgemeinheit würde für die große Mehrzahl der Arbeiter die Verlängerung eines wirtschaftlichen Zustandes bedeuten, bei dem Arbeitsgelegenheit und Arbeitsverdienst sich stetig mindern müssen, während umgekehrt die gesamte Arbeiter schaft ein dringendes Interesse daran hat, daß an Stelle der gegenwärtigen Stodung im Erwerbsleben wieder eine aufsteigende Be wegung tritt. Auch hier zeigt sich daher, daß die Socialdemokratie, während sie vorgiebt, die Interessen der Arbeiter zu vertreten, in Wirtlichkeit diese Interessen auf das schwerste schädigt." Seit dem Regierungsantritt des gegenwärtigen Kaisers hat der Träger der Krone teine Gelegenheit vorübergehen lassen, um mit besonderem Nachdruck seine Abneigung gegen Berlin, die Berliner Als die städtische Verwaltung die Siemens u. Halskeschen und insonderheit die Berliner Verwaltung zu bekunden. Außer dem Straßenbahnlinien erwarb, glaubte sie die berechtigte Erwartung Freiherrn v. Mirbach ist wohl niemand so tief durchdrungen von der hegen zu können, daß durch die Ueberführung der Bahn Sündhaftigkeit Berlins als der König von Preußen. Der Berliner über die recht berkehrsarme Straße Unter den Linden Stadtfreifinn hat sich zwar ebenso standhaft wie aufdringlich die Linien rentabel gemacht werden könnten. Der Kaiser um die Liebe seines Monarchen bemüht, diese Liebe war soll auf den Plan eine jener unter Friedrich Wilhelm I. und dem aber durchaus einseitig und unglücklich. Alle die Treue alten Frizz besonders üblichen Randbemerkungen gefeyt haben; sie beweise und Liebespfänder, die die Berliner Bourgeoisie feit lauten: unten durch, nicht drüber weg." Oberbürgermeister Da diese offiziös inspirierte Polemit verspätet erscheint, haben dem Jahre 1888 dargeboten, haben nicht vermocht, den König von Kirschner suchte anfangs des Sommers eine Audienz in dieser An- wir in ihr wohl den Jubegriff ſocialpolitischen Tiefsinnes zu er feiner starken Antipathie abzubringen. Wenn er gelegentlich die be- gelegenheit nach. Sie wurde ihm mit Rücksicht auf die kaiserlichen blicken, den die Finanzabteilung des betreffenden Ministeriums auf stimmte Erwartung ausgesprochen hat, daß Berlin die schönste Stadt Reisedispositionen verweigert. Eine Wiederholung des Gesuches zutreiben vermochte. Es ist deshalb um so erstaunlicher, daß das der Welt werden würde, so bewies dies Kompliment sicherlich keine führte zu dem klärenden Ergebnis der endgültigen Ablehnung. Die ganze Raisonnement der offiziösen storrespondenz in ein paar faulen Gesinnungsänderung, sondern sollte wohl nur die Ansicht bekunden, Motivierung erinnert auffällig an die Zurückweifung Benedettis, wie daß mit dem königlichen Geschenk der Marmorbilder auf der Sieges- fie Bismard in der Emser Depesche redigiert hat. Verschönerung Berlins gemacht sei. amt verkehr der die Stadt Freilich der Rebensarten besteht, die jeder Tintenkuli der Unternehmerpreffe fich " leicht hätte aus dem Handgelenk schütteln können. Des langen Geallee ein zu den besten Hoffnungen berechtigender Anfang in der Der Kaiser hat sich, wie man anerkennen muß, seit Anbeginn redes turzer Sinn ist der, daß, nachdem die kurze Herrlichkeit Die nicht nur ideell sondern auch rein finanziell recht wertvollen bemüht, eine reinliche Scheidung zwischen sich und der Stadt Berlin der Prosperitätsperiode täglich in sich zusammengebrochen ist, nun Die nicht nur ideell sondern auch rein finanziell recht wertvollen herbeizuführen. Wir sehen keinen Grund, warum die Stadt ihrer die einzige Rettung in einer möglichsten Serabdrückung Huldigungen der Stadt Berlin und die entschiedenen Abweisungen feits nicht endlich so viel Tattgefühl beweisen sollte, den kaiserlichen der Arbeitslöhne besteht, damit das Unternehmertum durch durch Wilhelm II. begannen bald nach dem Regierungsantritt. Intentionen zu folgen. Die Kraft der Stadt Berlin liegt in der eine Schleudertonkurrenz wieder eine Ausdehnung des AbNachdem der Kaiser im Sommer und Herbst 1888 ſeine An- Arbeit und Bildung, in dem unabhängigen Charakter und der weit- fagmarktes erobern kann. Pflicht der staatlichen Socialpolitik iſt es, trittsbesuche bei den europäischen Höfen abgeschlossen hatte, tehrte schauenden Intelligenz seiner Bürger, insonderheit des Proletariats. Die den ohnehin eingetretenen Lohnsturz dadurch zu beschleunigen, daß er nach Berlin heim. Alsbald erschien eine Deputation des reichs- Stadt Berlin kann nur einen Ehrgeiz haben, durch eine kluge und social- man die Löhne der in staatlichen Betrieben beschäftigten Arbeiter so hauptstädtischen Magistrats und der Stadtverordneten- Versammlung politisch vorgeschrittene Kommunalpolitit ihre in nere Macht zu zeigen weit als möglich herabdrückt. Daß die Arbeiter als Konsu und bat den Kaiser um die Gnade, der Stadt Berlin zu und zu mehren. Das persönliche Verhältnis zur Krone ist für die Stadt menten doch auch eine nicht untergeordnete Rolle spielen, daß erlauben, vor seinem Schlosse einen Brunnen zu stiften. Es war von keinem politischen Interesse, und wir nehmen an, daß auch die also durch eine systematische Lohnherabsetzung die nationale der Begasbrunnen auch Fordenbecken genannt für den die strone kein politisches Interesse an den Sympathien der Stadt hat. Rauftraft enorm gedrückt wird, dies Moment existiert Stadt mehr als 300 000 M. aufwenden mußte, während sie beispiels- Die logisch wie politisch notwendige Konsequenz ist mithin, daß für die ministeriellen Socialpolitiker nicht, beren Gehirn nur für weise zur Linderung der Wohnungsnot bisher nur eine Million aufgebracht hat. Der König nahm nun damals zwischen den beiden Faktoren auch jener einseitige Huldigungs- die einseitigsten, borniertesten Unternehmerinteressen eingestellt ist. aufgegeben wird, Das gesamte heimische Erwerbsleben" betrachtet mur Bu unangenehmen 27. Oftober 1888 das angebotene Geschenk zwar an, aber er ließ Friktionen geführt hat. Kein Zweifel das Ministerium für öffentliche Arbeiten eben nur unter dem Geden Spendern, an deren Spitze dem fortschrittlichen Oberbürger- Berlin ist, um berlinisch zu reden, hinsichtlich der Hofgunst ſichtswinkel des Unternehmerprofits. Daß es socialpolitisch rationeller meister Fordenbeck, der mit dem Vater Wilhelms II. befreundet gründlich unten durch; wenn sie aber ihrer kommunalpolitischen wäre, lieber die Profitrate des Unternehmertums zu beschneiden, als war, eine energische Verwarnung zu teil werden, die folgenden Pflichten eingedenk und sich der unüberwindlichen und unabhängigen die Konsumkraft der breiten Masse durch Lohnreduktionen und ArWortlaut hatte:„ Während ich meine Gesundheit und Macht bewußt wird, die eine von modernem Geiste erfüllte Wer beiterentlassungen zu untergraben, dieser so naheliegende Gedanke alle Kräfte eingesetzt habe, um durch Anknüpfen von Freund- waltung einer Weltstadt mit sich bringt, dann wird sie leicht ist für unsre Regierung zu hoch, sintemalen Deutschland ja an der schaftsbanden den Frieden und die Wohlfahrt des Vaterlandes brüber weg kommen, daß die Hofballsehnsucht der begüterten Spize der Socialreform zu marschieren prätendiert. und damit auch der eignen Hauptstadt zu sichern, haben die Tages- höheren Stadttöchter keine Erfüllung finden wird. Daß es von der militaristischen und weltpolitischen Milliarden blätter meiner Haupt- und Residenzstadt die Angelegenheiten Softieferanten- Freifinn! vergeudung gar nicht zu sprechen bei einem nun einmal unum meiner Familie in einer Art und Weise an die Oeffentlichkeit gänglichen Sparsystem doch in erster Linie angebracht wäre, mit gezogen und besprochen, wie sich ein Privatmann das nie würde dem Abknapsen bei den Gehältern der höheren Eine Korrespondenz schreibt: haben gefallen lassen. Ich bin dadurch nicht nur schmerzlich berührt, Das Projekt des Magistrats, die beiden von der Beamten anzufangen, ist unsrer socialpolitischen Regierung eben sondern auch mein Unwville ist dadurch erregt worden. Vor Attien- Gesellschaft Siemens u. Halste angetauften Straßen- falls ein umfaßlicher Gedanke. Lieber stößt man Tausende von allem bitte ich mir aus, daß das fortdauernde bahnlinien Behrenstraße- Treptow und Mittelstraße- Pankow Arbeitern zu den Hunderttausenden bereits feiernder Arbeiter aufs Citieren meines Herrn Waters gegen meine zu einer die Stadt durchquerenden Linie zu vereinigen, dürfte nach Straßenpflaster, lieber reduziert man die Hungerlöhne der noch Person endlich unterbleibt. Es verlegt mich als Sohn der Ablehnung des Kaisers, betreffend den Niveau- beschäftigten Arbeiter, lieber macht man gemeinsame Sache mit dem aufs tiefste und ist unpassend im höchsten Grade." Uebergang über die„ Linden", in absehbarer Zeit in absehbarer Zeit nicht er- tapitalistischen Lohndrücker- Synditat. Die Socialpolitik durch folgen können. Da die genannte Linie gewissermaßen die Basis Diese scharfe zurechtweisung war der charakteristische Anfang für das fünftige Straßenbahnnetz der Stadtgemeinde bilden sollte, ohndruck, das ist die neueste Phase unsrer angepriesenen SocialDie Folgezeit hat nicht vermocht, Wilhelm II von seiner tiefen Ab- io tann man wohl sagen, daß dieser Plan in seinem Hauptziele reform. Die taiserliche Botschaft wird durch Schweinburgs Botschaft neigung gegen Berlin abzubringen. Die mangelnde Kirchenbaulust durch das Verbot der Linden- Ueberschreitung durchkreuzt worden würdig eingelöst.verstimmte fortdauernd bei Hofe. Im„ Architektenscherz" der ist. Wenn man auch eine Untertunnelung der Linden" wegen der Kamel- Inschrift in der Kaiser Wilhelm- Gedächtniskirche suchten höfisch im mensen Bautosten nicht scheuen würde der Grundstrebsame Künstler die Verstimmung der Krone zu übertrumpfen. erwerb allein würde Millionen über Millionen kosten- so Paris, 21. September. Niemand hat vergessen, wie es Berlin unmöglich gemacht scheitert die Ausführung dieses Planes doch an unüber- Während die Minister und die fapitalistische Welt im allgemeinen technischen Schwierigteiten: Die wurde, die großen Vorfämpfer und Märtyrer der bürger- steigbaren, lichen Freiheit und deutschen Einheit, die Märzgefallenen von 1848 engen Zufahrtstraßen zu den Linden, in welchen sich die zur Tunnel- bor dem Zaren kazbickeln, fahren die Socialisten mit ihren Protesten fort. In Paris fanden bereits zwei Protestzu ehren. Niemand hat vergessen, wie der Oberbürgermeister bahn hinabführenden Rampen befinden, müßten vollständig taffet bersammlungen gegen den Barenbesuch statt, beide werden. Danach wird die Stadtgemeinde es vorläufig aufgeben Stirschner länger als ein Jahr seiner Bestätigung harren mußte. müssen, die geplante zweifellos wichtige Verbindung der beiden übrigens von den um das Generalfomitee gruppierten Genoffen Niemand hat auch die Worte vergessen, die Wilhelm II am 28. März städtischen Straßenbahnen herzustellen. dieses Jahres in Gegenwart des Oberbürgermeisters seinen Alexandrinern zugerufen: Wenn die Stadt Berlin noch einmal wie im Jahre 1848 sich mit Frechheit und Unbotmäßigkeit gegen den König erheben wird, dann seid Jhr, meine Grenadiere, dazu berufen, mit der Spike Eurer Bajonette die Frechen nud Unbotmäßigen zu Paaren zu treiben." Die Der Ministerialerlaß des Leiters der Finanzabteilung des für die Beit des Barenbesuches gebeten. Die Bitte richtete sich an Nichtbestätigung Kauffmanns und die Uebergehung der Stadt Berlin Ministeriums der öffentlichen Arbeiten, der zur Verminderung der die Socialiſten. Diese aber haben gerade ihre Protestaktion verin der Straßenbahnfrage waren weitere unzweideutige Beweise der Betriebsausgaben der preußischen Eisenbahnen die Verminderung Brotestrefolutionen von socialistischen Gruppen aus allen Eden schärft. Jeden Tag veröffentlichen die socialistischen Blätter neue des Personals, die Herabsehung der Löhne des Auch ein Monarch hat das unveräußerliche Menschenrecht, seine Berfonals, sei es durch Lohnreduktion, sei es durch Einführung Frankreichs und jeden Tag bringen sie große oder kleine Artikel Herzensmeinungen und Gefühle auszusprechen und zu bethätigen. des Stücklohnes, und Ersetzung der männlichen Arbeits- gegen den Zarismus, gegen die Alliance, gegen die byzantinischen Aber er sollte auch damit das Recht verdient haben, daß die Elemente, träfte burch billigere weibliche Arbeitskräfte anordnete, Ausschreitungen der bürgerlichen Berichterstattung über die er immer aufs neue in mehr oder minder schroffer Weise von hat jetzt- acht Tage nach unsrer Kritik in der Nummer 216 des Schaustellungen u. 1. f. Die„ Aurore" hat in finniger fich abgewehrt hat, sich endlich ihrer servilen Belästigungen ent- Vorwärts" eine lendenlahme Verteidigung in der ministeriellen über die kostspieligen Liebschaften Katharinas II., ein anders Weise den garen begrüßt einmal mit einem Artikel Der Bürgerfreifinn von Berlin war über diese Taktfrage Schweinburg- Korrespondenz gefunden. Das Blatt schreibt: andrer Meinung. Er überschlug sich förmlich in byzantinischen Huldigungen. Der Stil kommunaler Glückwunschadressen war seit den Tagen des oströmischen Reiches in der Litteratur des Wedelus nicht wieder vorgekommen. Besuchte irgend eine geallerhöchsten Ungnade. halten. Politische tebericht. tassiert Berlin, den 23. September. Socialpolitik durch Lohndruck. Socialistische Demonstrationen. veranstaltet. Das erfreulichste an diesen Versammlungen ist ihr ruhiger Verlauf, d. h. der Umstand, daß teine chauvinistischen Elemente sich finden, die es wagen bezw. wünschen würden, auf diesen„ vaterlandslosen" Versammlungen zu Ehren der Zaren alliance Radau zu machen. Um einen 3arenfrieden" hatten die Bourgeoisblätter " = die Wir haben schon bei andrer Gelegenheit darauf hingewiesen, mal mit dem Abdruck der finnländischen Nationalhynine, daß gerade eine Verwaltung, deren Ueberschüsse wie die der Außerdem hat sie eine kleine franko russische" Zeitung herausEisenbahnen zum Besten der Gesamtheit Verwendung finden und gegeben einen Wiederabdruck der heftigsten antizaristischen Artikel Verwendung finden müssen, die Pflicht hat, sich besonderer Wirt von Rochefort und Alphonse Humbert, geschrieben von schaftlichkeit zu befleißigen. Es kommt aber hinzu, daß der Staat diefen gegenwärtigen Nationalisten und Zarenanbetern bor 20 Jahren. Man findet da u. a. eine Verherrlichung desp 13. März 1881, der Tötung Alexander& II. auf Befehl des Exekutivkomitees der Narodnoja Wolja". Das Broschürchen wird für 7 Frank pro Tausend zum Massenabsatz verkauft. " Der Gesamtverlust des Expeditionscorps stellt sich demnach auf 381 Mann und der Verlust für Marine und Expeditionscorps zu sammen auf 678 Mann. Soweit die Korrespondenz. " " " Der interessante Artikel, den Sidney Webb in September der Nummer der" Ninetheent Century" veröffentlichte, ist in diesem Sinne geschrieben. Sein Zweck ist, die politische Krise, in der sich England jetzt befindet, einer Lösung zuzuführen. Ehe Webb zu seinem Entwurfe eines zukünftigen Regierungsprogramms übergeht, Diese Verherrlichung eines Verbrechens" muß die frankoDie Zahlen find nach verschiedenen Seiten hin recht interessant. jetzt er sich sowohl mit den Anhängern Gladstones wie mit den russische Polizei wohl oder übel unbehelligt lassen. Sie hielt sich, Zunächst beweisen die Verlustziffern, wie unblutig im Socialdemokraten gründlich auseinander. Der Gladstonesche Liberalisdafür an Laurent Tailhade, der im anarchistischen„ Libertoire" Großen und Ganzen der Krieg für die Mächte war. mus, der in einen administrativen Nihilismus auslaufe, jei tot und beden Wunsch äußerte, es möchte sich ein entschlossener Mann finden, Den mehr als 20 000 Mann deutscher Truppen, die am Krieg graben. Die politischen Denteinheiten der Gladstoneschen Liberalen und der den Zaren, den Präsidenten der Republik und die Minister teilnahmen, kostete derselbe nur 65 Tote und 237 Verwundete. Und Nadikalen seine, Individuen"; die politischen Denkeinheiten der Neuwährend der Festlichkeiten ermorden würde. Ich berichte hierüber, von diesen Verlusten entfiel ein großer Prozentsaz bereits auf die liberalen feien Gemeinschaften"( communities); Webb hätte eigentweil das offiziöse Depeschenbureau über einen vagen Hez- Erſtürmung von Taku und den mißglückten Entsazungsversuch lich noch Empires" hinzufügen müssen. Was die Socialdemokratie artitel" gegen den Zaren drahten ließ. Nun, Nun, so russisch Pekings durch das Seymoursche Expeditionscorps, welch betrifft, so habe sie sich große Verdienste um England erworben. Der demokratische Socialismus, als eine wirtschaftliche und ist die hiesige Polizei noch nicht, int wegen eines legterer den an der Expedition beteiligten deutschen Mann politische Theorie der staatlichen Organisation, hat zwei Vorzüge: erstens „ Hezartikels" einen Schriftsteller zu verfolgen. Sie müßte schaften allein 10 Tote und 57 Verwundete kostete. Bei den Borer- ist er auf den Resultaten der neuesten politischen Wissenschaft begründet... dann in diesen„ Zarentagen" gar viele Journalisten unter Anklage jagden, die später Waldersee im großen Stile organisierte, flossen Dann hat er in seiner praktischen Propaganda das geistige Leben stellen lassen. Uebrigens wurde Tailhode nicht verhaftet, und der zwar Ströme Blutes, allein fast ausschließlich chinesischen Blutes: Englands in den letzten 20 Jahren start beeinflußt; er hat zur Zerverantwortliche Redacteur wird auch nicht gerichtlich verfolgt werden. auf einen Rubikmeter Chinesenblutes tam faum ein Stubifcentimeter störung der alten politischen Glaubensdogmen machtvoll beigetragen." Aber die Schwäche des demokratischen Socialismus bestehe darin, In ihren letzten Sizungen hatten das Generalfomitee der deutschen Blutes. socialistischen Partei und der Centralrat der revolutionär- socialistischen Auffallend groß ist ferner die Zahl der Verunglückten. daß er feine auswärtige Politik habe. In dieser Beziehung gehe er Union neue Willkommensgrüße" an den eingetroffenen garen be- Während in den Gefechten nur 65 Mann fielen resp. später ihren Hand in Hand mit dem gladstonischen Radikalismus. Daraus erkläre sich der Mißerfolg des Socialismus in England. Als der südafrikanische schlossen in Gestalt von scharfen Protesten. Das Generalfomitee Wunden erlagen, verunglückten nicht weniger als 70 Mann! Krieg ausbrach, da zeigte es sich, daß die Mehrheit der ſocialiſtiſchen protestiert zugleich gegen die„ willkürlichen Verhaftungen und die Die Zahl der an Krankheiten Verstorbenen vollends ist Führer ultraliberal, ultragladstonisch und ultranationalistisch in Bezug gouvernementalen Verfolgungen jeder Art aus Anlaß des Zaren- mehr als viermal so groß als die Zahl der im Kampfe Gefallenen auf das britische Empire ist." Unter" ultranationalistisch" versteht besuches". 273 gegen 65. Webb, daß die Socialdemokratie auf das Unabhängigkeitsrecht fremder Nationen ein zu starkes Gewicht lege. " " " .. In Kämpfen verloren die deutschen Truppen also insgesamt 65 Tote und 237 Verwundete, also ungefähr soviel, wie die Eng länder in einem einzigen Gefecht mittleren Grades in Südafrika verloren haben. Und von einem solchen Kriege" machte man ein so ungeheuerliches Geschrei! Deshalb hielt Waldersee seine zahllosen Reden, wurden Kriegsdenkmünzen gestiftet usw. Einen ruhmloseren und unblutigeren Krieg hat Deutschland schwerlich jemals gekämpft- und schwerlich auch einen, bei dem chauvinistische Renommisterei in einem so grotesten Mißverhältnis zu dem Geleisteten stand. Und Millerand? Er beugt den Nacken vor dem Vertreter des Despotismus, des gemeinsamen Feindes der Demokratie und des Socialismus"( Ausdruck der antizaristischen Resolution des Pariser Internationalen Kongresses 1900), wie alle seine andren Ministerkollegen. Und auch die verdiente Belohnung ist nicht ausgeblieben: wie die andren Minister hat auch Millerand den weißen Adlerorden vom Zaren erhalten. Das ist übrigens der zweite russiche Orden, der Millerands Mannesbrust schmücken" wird: den Sankt- Annenorden bejißt er von der Weltausstellung her. Nach allem bisherigen Verhalten Millerands ist seine Beteiligung an den Barenfestlichkeiten nichts weniger als überraschend. Es muß aber doch gesagt sein, daß er wohl noch niemals sich in so schroffen Soldatenschinderei en gros. Vom Kriegsgericht der 27. Division Gegensatz zuin Denken und Fühlen des klassenbewußten Proletariats( Ulm) wurde der Feldwebel Straub von der 6. Compagnie des gesezt hat, wie jetzt. Denn jetzt handelt er gegen den ein- Infanterie- Regiments 120( Standort Weingarten, Württemberg) stimmigen Willen alles bessen, was in Frankreich sich socialistisch wegen Mihhandlung untergebener in 46 Fällen zu bier Monaten Gefängnis, der Vicefeldwebel derselben Compagnie, Zeller, zu 21/2 Monaten verurteilt. Legterer hatte sich sechs Bergehen schuldig gemacht. nennen darf. In dem Tamtam der Presse um den garen verhallen fast symptomatisch ungleich bedeutsamere Thatsachen als alle Bündnisse zusammengenommen. Während der letzten Manöver haben die Reservisten in zwei Fällen zum Protest gegen schlechte BehandTung socialistisch revolutionäre Lieder angestimmt. Die " Freifinniger Brotwucher- Protest. Man schreibt uns aus München: wenigstens für Bayern" Dagegen sind seine Bemerkungen über die Notwendigkeit socialMillionen Personen- ein Fünftel unsrer Gesamtbevölkerung politischer Reformen vielfach zutreffend. ,, Nicht weniger als acht leben unter Verhältnissen, wie sie ein Wochen- Einkommen von weniger als 20 M. für die Familie erzeugen kann. Diese Verhält niffe find nicht nur eine Schande, sondern eine positive Gefahr für unsre Civilisation". Webb schlägt vor: Eine neue drastische FabrikGesetzgebung; Sanierung aller Quartiere, deren Todesrate die durchschnittliche Sterblichkeit des Königreichs übersteigt; Zimmer und Speisekammer" als Mindestforderung einer Wohnungsreform; Verbesserung der Armemunterstützung: Entwicklung der Anstaltspflege und möglichste Abschaffung der Gaben außerhalb der Anstalten; staatliche Fürsorge für arme Kinder; ein tüchtiges UnterAusbildung der Armee; Reform des Finanzgesetzes durch schärfere Heran= ziehung des städtischen Grund und Bodens und der industriellen Monopole. Gedanke logisch und ausführbar? V Webbs Losungswort ist: Nationale Tüchtigkeit und Heranziehung einer wirklich imperialen Rasse. Die Verwirklichung dieser Wünsche erwartet er von Lord Rosebery, lauter liberale Mr. Asquith, Mr. Haldane und Earl Grey " Imperialisten". Sind Fortschritt und Imperialismus vereinbar? Ist Webbs Ju Gemeinschaft mit der hiesigen Sektion des Handels49. Brigade( 38. und 16. Regiment) fang die Internationale" vertrags- Bereins hielt am Sonnabendabend die freifinnige Partei als Marschlied, d. h. auf dem Marsch, in Neih' und Glied, eine Protest versammlung gegen die geplanten Anstatt langer Argumente teilen wir folgendes charakteristisches unter Waffen. Das Reservistenbataillon des 111. Regiments wurde 8ollerhöhungen ab. Leider hatte das aus Vertretern Ereignis von dieser Woche mit: Mr. Haldane, der, wie mir Mr. bei Chartres von einem Regenschauer überrascht. Als nun die der beiden Korporationen zusammengesezte Komitee insofern Pease, der Sekretär der Fabian Society sagte, den Fabiern sehr Offiziere für sich ein trockenes Plätzchen aufgesucht hatten, ohne einen groben Mißgriff begangen, als es das erste Referat einem nahe stehe, befindet sich gegenwärtig in Lamartshire, um Mr. Cecil fich um die Soldaten, zu fümmern, da ſtimmten diese Herrn Creuzbauer anvertraute, der sich feiner Aufgabe auch harms worth gegenüber dem Arbeiter Kandidaten Robert Smillie zu unterstützen. Warian? die Carmagnole an. Die bourgeois: patriotische Bresse nicht im entferntesten gewachsen zeigte. Diefer Herr langweilte das weil Harmsworth Imperialist und Smillie Antiimperialist ist. Und besonders zahlreich erschienene Publikum mit einer ruft natürlich nach exemplarischer Bestrafung. Bisher ist mir das nicht anderthalbstündigen Nede über die Wirkungen des Gersten- doch hat die progressive Socialpolitik von Harmsworth nichts und 38. Regiment nach einem andren Orte versetzt worden. Andrerseits zolles auf das Brauereigewerbe und den Preis des Bieres, von Smillie alles zu erwarten! hat dessen Oberst, natürlich ein edler Marquis, wegen der welch letzteres er als ein wichtiges Volksnahrungsmittel So sieht der progressive Imperialismus in der Pragis aus. schlechten Behandlung der Soldaten Strafurlaub bezeichnete. Interessanter waren die Eine vernichtendere Kritik des Gedankens von Webb hätte auch sein erhalten... Ja, es kracht ganz vornehmlich in der militärischen Ausführungen des freisinnigen Professors Dr. Günther, der jo schlimmster Gegner nicht schreiben können. Festung des Kapitalismus! Es sei zugleich erinnert, daß die regulären ehrlich war, einzugestehen, es sei wahrlich die höchste Zeit gewesen, Soldaten, die gegen die Streifenden von Creusot geschickt waren, daß auch von bürgerlicher Seite etwas geschah. Daß man Zusammenstöße zwischen Civilbevölkerung und Militär, diese durch Zettel verständigten, daß sie nichts zu befürchten haben", in Deutschland überhaupt so weit auf dem Gebiete der Schutzzolldenn es werde nicht geschossen werden. Darauf wurde das be- Politik gekommen sei, daran trage die Energielosigkeit des deutschen welche zu argen Straßenerceffen führten, erfolgten am Soimtag in Bürgertums die Hauptschuld. In der Diskussion- bezeichnenderweise Budapest. Eine Person wurde getötet, drei lebensgefährlich, fünf treffende Regiment sofort durch ein andres ersetzt. hatte man die Redezeit schon von vornherein auf 10 Minuten beschränkt schwer und zwanzig leichter verwundet. Die Polizei vermochte erst nahm auch Genosse Timm das Wort, um darauf hinzuweisen, nach Anfunft militärischer Hilfe Ordnung zu schaffen. Vierzig Verdaß der Schwerpunkt des Kampfes im Reichstage liege. Dort misse haftungen wurden vorgenommen. jede Position des Tarifs mit eingehender Gründlichkeit durchberaten Schweiz. werden und er fordere deshalb die Freisinnigen auf, ihren Zolltarifbesprechungen. Im Ministerium des Innern haben liberalen Freunden das Rückgrat zu steifen, wenn die Agrarier Der Parteitag der schweizerischen Socialdemokratic, der mehrtägige eingehende Besprechungen über den Entwurf des Zoll- ein Attentat auf die Geschäftsordnung begehen wollen. Auf diese von 275 Delegierten besucht war, beschloß eine Reorganisation der tarifgesetzes und den Bolltarif selbst stattgefunden, bei denen be- sehr deutliche Anzapfung antwortete Herr Grenzbauer mit einigen Partei und nahm einstimmig die vorgelegten Statuten an, nachdem schlossen worden ist, über einzelne, hauptsächlich durch die Interessenten inhaltlosen Phrasen, wie: man frage nicht nach rechts und der Grütli- Verein seinen Anschluß an die neugebildete Partei erklärt neu hervorgehobene Punkte geeignete Sachverständige zu vernehmen. nicht nach links. Jeder sei als Stampfgenosse willkommen 2c. hatte. Die seit Jahrzehnten angestrebte Centralisation der socialMit der Vernehmung derselben ist bereits begonnen worden. Heute Er lieferte damit den besten Beweis, wie sehr Professor demokratischen Arbeiterschaft in der Schweiz ist dadurch vollzogen. waren die Vertreter der Papierbranche erschienen; am Dienstag Günther im Recht war als er die Energielosigkeit des deutschen An den deutschen Parteitag in Lübeck wurde ein Begrüßungstelegramm werden die Vertreter der Holzbranche folgen. Die Konferenzen Bürgertums beklagte. sollen bis zum Anfang Oktober währen. * Deutsches Reich. Wilhelm II. als Vertreter des Zaren. Das Wolffiche Depeschenbureau meldet: Seine Majestät der Kaiser und König begaben sich heute nach mittag zu Pferde und in der Uniform seines russischen Grenadier Regiments nach dem Grenzstädtchen Whichthten, welches am 26. August d. J. zum größten Teile durch Feuer zerstört worden war. An die auf dem Marktplage zusammengeströmte Bevölkerung hielten Seine Majestät folgende Ansprache: Bor Eintritt in die Tagesordnung legte übrigens der Vorfigende abgesandt. Verwahrung gegen die mehrfach aufgestellte Behauptung ein, es gebe bis in die Reihen der Freisinnigen hinein Freunde des Zolltarifs. Sowohl auf dem Parteitage in Görlig, als auch in der Versamm lung des bayrischen Landesausschusses in Nürnberg sei entschieden betont worden, daß die freisinnige Partei Gegnerin der Zölle auf Lebensmittel sein. Nun, man wird ja die Probe aufs Exempel machen! Ausland. Sidney Webbs Lockruf an die liberalen Imperialisten. London, 21. September. " Seine Majestät Kaiser Nikolaus, Euer erhabener Landesherr, mein geliebter Freund, hat von Eurem schweren Unglück gehört. Er läßt Euch durch meinen Mund mitteilen, wie sehr ihn die Nachricht betrübt hat, und läßt Euch sein herzliches Mitgefühl aussprechen. Aber noch mehr, er sendet Euch durch mich als Zeichen feiner landesväterlichen Fürsorge eine Spende von 5000 Rubel, welche ich meinem bevollmächtigten Forstmeister von Saint- Paul übergebe zur Verteilung in Gemeinschaft mit Landrat v. Luck und dem Komitee. Ihr erseht hieraus, wie das Auge Eures erhabenen Landesvaters überall bis an die Grenzstädte feines großen Reiches reicht, und wie sein gütiges, warmes Herz für seine, wenn auch noch so entfernten Unterthanen schlägt. Eurer und Chadwick; Systeme, wie der philosophische Radikalismus, haben Dankbarkeit und Liebe für Euren Kaiser und Vater werdet Ihr jetzt Ausdruck geben, indem Ihr mit mir ruft: Na sdorowje jewo welitschestwo gossudarja imperatora Nikolai! Hurra!" Die deutschen Chinaverlufte. Das Bestreben der Fabier ging stets dahin, bei der socialpolitischen Umgestaltung Englands einen ähnlichen Platz einzunehmen, wie ihn die Benthamiten, die philosophischen Radikalen, in den ersten dreißig Jahren des neunzehnten Jahrhunderts bei der liberalen Umgestaltung Englands ausgefüllt haben. Nämlich, eine Schule zu bilden, die öffentliche Meinung durch die Presse zu beeinflussen, in politischen Streifen mit fest bestimmten Vorschlägen hervorzutreten, untergeordnete aber wichtige Regierungsstellen anzunehmen, wo sie zur Verwirklichung ihrer Lehren beitragen könnten. Männer, wie Bentham, die Mills die Fabier zwar nicht hervorgebracht, aber das war auch nicht nötig. Denn fie gingen von Karl Marg und seinem wissenschaftlichen Socialismus aus. Oestreich- Ungarn. Italien. Der Mailänder Parteiftreit wurde in der Sigung der Barteileitung und der interessierten Gruppen der italienischen Socialdemokratie vom 18. September verhandelt. Die socialistische Föderation ist durch Walter Mocchi, die" Socialistische Union" durch Bertini vertreten; der Genosse Turati, der hauptsächlich die Secession und die Gründung der„ Union Socialiste" veranlaßte, ist als Mitglied der Parteileitung anwesend. Nach Verlesung der eingereichten Denkschriften und nach Anhörung beider Parteien sowie nach eingehender Diskussion tam folgende Erklärung zu stande: Nach dem Wortlaut und dem Geist der Statuten sowie nach den wiederholten Erklärungen der Parteileitung ist es unzulässig, daß in einem Orte mehrere Sektionen der Partei bestehen. In Anbetracht der außergewöhnlichen Umstände, aus denen der Streitfall in Mailand hervorgegangen ist und sich entwickelt hat; in Erwägung, daß die Genossen, welche jetzt die„ Union" bilden, eine Reinigung" der Mailänder Parteigruppe für nötig erachten, einer Maßnahme, der sich die Genossen der Föderation nicht widersetzen; in der Absicht, die moralische und materielle Einigung der socialistischen Partei gemäß den Beschlüssen des letzten Kongresses, zu befestigen, erklärt die Parteileitung: I. Die Union vereinigt sich wieder mit der allgemeinen Föderation und bewerkstelligt mit ihr die beabsichtigte Herausgabe einer Zeitung. II. Eine Specialkommission von 10 Mitgliedern( von denen 5 von der Föderation aus den Reihen der Union und 5 von der Union von den Mitgliedern der Föderation zu wählen find) nimmt nach einem von der Parteileitung vorzuschlagenden Reglement eine Revision der Mitgliederlisten vor. Die 10 Mitglieder wählen zum Präsidenten einen außerhalb der Kommission stehenden Parteigenossen. Die Entscheidungen der Kommission sind endgültig. Die Annahme der vorstehenden Erklärung erfolgte einfiimmig. Beide, die Benthamiten und Fabier, haben in gewisser BeWyschthten ist ein polnisches Grenzstädtchen jenseits der ziehung dasselbe Schidjal erlitten: die Arbeitermassen blieben ihnen russischen Grenze. Der in russische Uniform gekleidete deutsche fern. Während aber die Benthamiten auf die Arbeiter gar nicht angewiesen Kaiser hat sich also auf russisches Gebiet begeben, um den waren, denn der philosophische Radikalismus war doch nur der Zaren dort zu vertreten. Deutsche Beamte werden geistige Ausdruck der politischen Bedürfnisse der Groß- und Kleinau stelle der russischen Behörden die Verteilung der Zarenspende bourgeoisie, erwies fich das Fernbleiben der Arbeiter für die Fabier übernehmen. So erfreulich die intime persönliche Freundschaft als eine Katastrophe. Ihre Politik konnte, ohne einen soliden, der Regenten zweier benachbarten Länder die bis zur Vertretung historisch begründeten Anhang hinter sich zu haben, zu keinem Redes einen durch den andern in seinem Lande geht immerhin ist, fultate führen. Dieser Mißerfolg hat den Fabiern das Rückgrat geso wollen wir doch hoffen, daß diese Vertretung in Regierungs- brochen. Sie versuchten es sodann mit dem radikalen Flügel, Sie wurden gefchäften teine größere Ausdehnung gewinnt und zum mindesten der liberalen Bartei; auch hier erfolglos. isoliert. Es giebt aber nichts Schlimmeres für eine socialeine einseitige bleibt. Die Agrarierbewegung in Sicilien. Die Agrarverhält revolutionäre Bewegung als die Loslösung vom großen politischen Leben, oder der Mangel an einem geeigneten Medium, auf das nisse auf der Insel Sicilien ähneln vielfach denen Irlands. Die politische Leben zu wirken. Die Folge ist in der Regel: entweder großen Latifundienbefizer geben ihre Güter an Zwischenunternehmer, enge Settiererei mit inneren aufreibenden Fehden oder eine gründliche welche dieselben in fleine Landfeßen parzellieren und verpachten. Revision ihrer socialrevolutionären Ansichten und Rückkehr zum Diefe Mittelspersonen treiben den Preis so sehr in die Höhe, daß gesunden Menschenverstande". Das letztere war bei den Fabiern fie oft das Doppelte und Dreifache dessen herauswirtschaften, was fie selbst bezahlen. Die Grundherren leben meist in den Städten des der Fall. Mitten in ihren Revisionsarbeiten wurden sie von der imperia Festlandes und kümmern sich, sofern sie nur ihr Geld erhalten, weiter listischen Welle überrascht. Sie schreckten vor ihr nicht mehr zurück. Und nicht um das Schicksal ihrer Pächter. Außerdem werden die Pächter warm hätten sie auch zurückschrecken sollen? Der Imperialismus bedrüdt von einer hohen Stenerlast, und in den letzten Jahren sind die würde doch vom gesunden Menschenverstande", d. h. von der Mehr Preise der Produkte sehr niedergegangen, so daß sie kaum im stande waren, heit des Britischen Reiches angenommen. Die Fabier find indes die Pacht herauszuwirtschaften. In diesem Jahre sind die Besitzungen nicht einfache Imperialisten. Nachdem sie ihre Ansichten revidiert der Pächter nun auch noch von der Reblans heimgesucht worden, hatten, blieb ihnen trotz alledem die Bewegung", d. h. die progressive so daß viele derselben der Hungersnot preisgegeben sind. Es hat Socialpolitif. Sie sind jezt allen Ernstes progressive Imperialisten. min unter den Pächtern eine Bewegung begonnen, die auf eine ( Einige ihrer Mitglieder, wie Walter Crane und James Beseitigung der bezeichneten Zustände hinzielt. Die Bauern fordern Ramsey Macdonald, die diese neue Entwicklung nicht mit eine Herabsehung der Pachtsummen und namentlich die Beseitigung machen konnten, find deshalb aus der Fabian Society ausgetreten.) I der Zivischenunternehmer. Eine Korrespondenz schreibt: Nachdem nun die amtliche Verlustliste erschienen ist und kaum noch irgend welche Aenderungen, wenigstens was die Hauptsache, die Zahl der Gefallenen und Verwundeten betrifft, eintreten können, wird es möglich, ein einigermaßen abschließendes Bild der deutschen Verluste in China zu erhalten. Von den Marinemannschaften find gefallen oder Verwundet wurden ihren Wunden erlegen 49 Mann. 138 Mann. Verunglückt find 21 Mann. An Krankheiten sind gestorben 89 Mann. Demnach stellt sich der Gesamtabzug für die Marine auf 297 Mann. Vom Expeditions corps find gefallen oder ihren Wunden erlegen 16 Mann. Verwundet find 132 Mann. Verunglückt find 49 Mann. An Krankheiten sind gestorben 184 Mann. Ministerium des Innern Generaldirektion für Breßangelegenheiten 8./21. August 1901. Nr. 6184. Auf Befehl des Ministers des Innern und im Anschluß an die Instruktionen vom März d. J., betr. das absolute Verbot, Depeschen und Berichte über Sympathiekundgebungen für den Grafen Tolstoj zu veröffentlichen, ersucht die Generaldirektion für Preßangelegen heiten auf Grund des Art. 140 des Reglements die Herausgeber von Revuen und Journalen, die der Censur nicht unterstehen, abjolut nichts zu veröffentlichen, was sich auf die Reise des Grafen Tolstoj bezieht, feien es Sympathie Kundgebungen oder Empfangs feierlichkeiten, die seine Verehrer organisieren. Unterzeichnet: Das " er " Den in Berlin Rußland. Westfalen engagieren, die Behörde hat uns einen Strich durch diese für die Socialdemokratie Propaganda gemacht worden. Ein Dokument ruffischer Autokratie. Die Petite République" Rechnung gemacht, sie will die Luremburg bei uns nicht reden Herren Nationalsocialen habe ich gesagt, die Hoffnung, daß sich die veröffentlicht folgendes ihr aus Rußland zugehendes Dokument, laffen. Die Stoften des Flugblatts, die beträchtlich sein werden, wird Bartei spalten würde, sei durchaus trügerisch. Wir lieben Bebel die Partei uns wohl tragen helfen. dessen Spize sich gegen Graf Tolstoj richtet: seines goldigen Temperaments wegen, aber hier ist Ruhe am Blaze Braun- Königsberg: und der Vorwärts" hatte ganz recht, die Nuhe gegenüber der Welt Genoffe Groth hat die Notwendigkeit betont, in dem von Erl. am Montag" zu bewahren. Der neue Versteinfall ist harmlos. Es Baader beantragten Flugblatt der Behauptung des Bundes der handelt sich dabei nicht einmal um Theorie, sondern um die Theorie Landwirte entgegenzutreten, daß die Landarbeiter als Produzenten der Theorle. Die Hauptsache ist die praktische Arbeit. In Bezug auf an höheren Getreidezöllen interessiert seien. Ich habe bei meiner diese sind wir einig.( Beifall.) Landagitation Landarbeiter, die sich in diesen Fragen als diese sind wir einig.( Beifall.) Gradnauer: Bernstein hat, seitdem FrauenProduzenten fühlen, nicht kennen gelernt. Flugblatt wäre ganz überflüssig, das vom Parteivorstand ist, in Reih und Glied mit den Parteigenossen gearbeitet. fürzlich herausgegebene illustrierte Flugblatt eignet sich vorzüglich Den Vortrag im Studentenverein halte ich für eine Thorfür Stadt und Land, ein besonderes Flugblatt für die Landarbeiter heit. Die Kritik Bersteins hat die Partei nicht vesentist ebensowenig nötig. Wie gut das lezte Flugblatt gewirkt hat, lich gefördert. Man darf aber nicht verallgemeinern. In beweist die Thatsache, daß die Landarbeiter bei uns nach Tausenden der Diskussion hat eine Form Platz gegriffen, die die Partei viel die Petition gegen die Getreidezölle unterschrieben. Noch ein Wort Wir können nicht zu der Notiz der„ Gazeta Robotnicza". Wie kann man in Memel ärger geschädigt hat als die Kritik Bernsteins. Heydekrug von einer Niederlage reden; ich wünschte, wir erlitten mehr ruhig diskutieren. Das hat auch Bebel wieder bewiesen mit noch eine solche Niederlage, denn dann würde der Kreis uns seinen leidenschaftlichen Angriffen auf den Vorwärts". Jedenfalls gehören. Eine besondere litauische Socialdemokratie zu gründen, bemühten wir uns auch in der Bernstein- Frage objektiv zu berichten. Also Schutzmaßregeln gegen die Anarchisten. Eine Depesche der wäre eine ganz falsche Tattit, wir agitieren als Socialdemokraten feine so allgemeine Anschuldigungen. Wenn auch diesem oder " Times" aus New York meldet: Jufolge der Entdeckung, daß und haben dadurch bei den Litauern und Masuren gute Erfolge jenem einmal die Stellungnahme des„ Vorwärts" nicht] gefällt, so Anarchisten und andre unliebsame Einwanderer auf gefälschte Bässe nach erzielt. Es kommt nur darauf an, daß wir uns den Leuten ver- hat der„ Vorwärts" die Gesamtpartei zu vertreten. Da giebt es den Vereinigten Staaten gekommen sind, sollen die Einwanderungs- ständlich machen. Das ist das ganze Geheimnis unsrer Agitation gejeze weit schärfer als bisher durchgeführt werden. Die aus dem Aus- in Ostpreußen. Auf das Nationalitätsgefühl brauchen wir feine Meinungsverschiedenheiten und diese müssen in Ruhe und Sachlichkeit lande zurückkehrenden Amerikaner müssen im stande sein, sich über Rücksicht zu nehmen. Mögen das auch die polnischen Genoffen thun, geführt werden. ihre Persönlichkeit auszuweisen. Bei Zwischendecks- Bafiagieren foll dann werden auch sie Erfolge erzielen. d der Nichtbesitz eines Passes oder des Ausweises, daß der Inhaber Frau Zich- Hamburg: amerikanischer Bürger ist, als genügender Grund zur Zurücksendung angesehen werden. Der Chef der Direktion für Breßangelegenheiten Graf Schakhofstoi. Amerika. Der Boeren- Krieg. Einbruch Bothas ins Zululand. General Botha mit 1500 Mann und begleitet von allen hervor ragenden Transvaal- Boerenführern befindet sich auf dem Marsch von Ermelo oftwärts nach dem Zululand. Littleton befindet sich mit einer starken Streitmacht in der Nähe des Buffaloflusses. Thätigkeit der Boeren in der Kapkolonie. Im Gegensatz zu Braun ersuche ich Sie dringend um Annahme des Antrags. Gerade in den rückständigsten Gegenden ist es not Gut soon wendig, den Frauen die ungeheuren Schäden zu demonstrieren, die die Zollerhöhung ihnen bringt. Bei der Sammlung der Unterschriften für die Petition haben wir die Erfahrung machen müssen, daß noch bei außerordentlich vielen Männern es schwer ist, um wie viel mehr erst bei den Frauen. Vereinsgesetze hindern uns zu einem großen Teil, die Aufklärung in Versammlungen zu bringen; um so notwendiger ist ein solches Flugblatt. Dem Genossen Groth fann ich erklären, daß, wenn der Parteitag die Herausgabe des Flugblattes beschließt, daß dann, soweit es im Rahmen eines Flugblattes möglich ist, im allgemeinen also, die Verhältnisse der Landarbeiter mit in Rücksicht gezogen werden sollen. Jezt gerade ist der geeignete Augenblick für ein solches Flugblatt für die Frauen vom Standpunkt der Hausfrau als Konsumentin und vom Stand: punkt der Arbeiterin in ihrer Eigenschaft als Produzentin. An solche Fragen, die tief in das Wirtschaftsleben einschneiden, müssen wir anknüpfen, nicht nur, um die Frauen zu einem Protest gegen den 3olltarif zu entflammen, sondern um das weibliche Proletariat überhaupt für unsre Partei zu gewinnen.( Beifall.) Aus Middelburg( Kapkolonie) wird vom 17. September gemeldet: In der Kapkolonie werden die kriegerischen Operationen lebhaft fortgesetzt. Dem neuesten Einfall einer erheblichen Anzahl von Boeren, welche östlich von Aliwal den Oranjefluß überschritten haben, wurde durch eine entsprechende Vermehrung der britischen Truppen in jener Gegend begegnet. General French hat energische Maßregeln getroffen, um einem weiteren Einfall vorzubeugen. An der Eisenbahnlinie sind von Vryburg nach Aliwal Blockhäuser errichtet. Die Boeren erhalten Unterstützung von den Farmern, während die britischen Truppen Schwierigkeiten haben, Mitteilungen zu erlangen. Die Meinung ist allgemein, daß die Broklamation Lord Kitcheners keine Wirkung gehabt habe. * * Es zu die * * * Schluß der Nachmittags- Sitzung. ( Privat Telegramm.) = Die weitere Debatte wird vertagt. Morgen vormittag zunächst geschlossene Sigung über Preßfinanzen. * Resolution Bebel zum Zolltarifentwurf. Der Parteitag der deutschen Socialdemokratie zu Lübeck erklärt: Der vorliegende golltarifentwurf übertrifft nach jeder Richtung die schlimmsten Befürchtungen, die nach seiner Vorgeschichte und den Antezedentien seiner Bäter gehegt werden konnten. Durch diesen Tarifentwurf werden, wenn derselbe Gesez wird, die Lebensinteressen der ungeheuren Voltsmehrheit aufs tödlichste verletzt, wohingegen durch denselben die Selasseninteressen des Agrariertums und der mit diesem verbündeten Großbourgeoisie in der maßlosesten und schamlosesten Weise begünstigt werden. Der Entwurf, wenn verwirklicht, bedeutet den unerhörtesten: Brot- und Lebensmittelwucher, die zunehmende Berarmung und AusHungerung der arbeitenden Klasse und ihre Unterjochung unter den Agrar- und Industriefeudalismus; er bedingt ferner mit Notwendigkeit die Verfeindung Deutschlands mit allen Kulturnationen und seine wirtschaftliche und politische Isolierung. Der Entwurf ist mit einem Wort das volks- und kulturfeindlichste Machwerk, das man einer civilifierten Nation zumuten kann; er beweist, daß seine Urheber nicht nur die größten Feinde der Arbeiter Klasse, sondern auch die schlimmsten Schädiger der politischen und wirtschaftlichen Interessen Deutschland sind. gelaufen: * Der Parteitag der deutschen Socialdemokratie protestiert mit dem Aus Pretoria wird gemeldet: General Littleton größten Nachdruck gegen diesen vom brutalsten Agrar- und Großteilt mit, daß die Boeren die Mannschaften des Majors Gough Die Polendebatte endet mit einer Rede Ledebours, der unternehmer- Interesse dittierten Tarifentwurf; er richtet an die gewieder in Freiheit gesetzt und nach Vryheit gebracht haben. Der feinen Standpunkt erneut vertritt. Nach einem Schlußwort Pfann- famte deutsche Arbeiterklasse ohne Unterschied der Partei und des Fluß Buffalo ist bedeutend gestiegen. Die Lage ist unverändert. fuchs, der den Fall Kasprzat farlegt, wird über die Resolution Geschlechts die Aufforderung, sich immer wieder durch Resolutionen in General Junker teilt mit, daß die Verjaninilungen und Petitionen an den Reichstag in der undie annähernden Ledebour zur Tagesordnung übergegangen. Verluste bei Blakfontein folgende find: Berittene In Dem Vorstand wird einstimmig Decharge erteilt. Das Frauen- zweideutigsten und schärfsten Weise gegen diesen Entwurf ausfauterie: drei Offiziere und 50 Mann fehlen, ein Offizier ver- Flugblatt wird beschlossen; die übrigen Anträge abgelehnt. zusprechen. wundet; Berittene Artillerie: ein Offizier und ein Sergeant getötet, Jusbesondere sollten auch die der Arbeiterklasse angehörigen Es folgt die Presse. Ein Antrag, den„ Ostpreußischen Bolts- Wähler den von ihnen in den Reichstag Gewählten feinen Zweifel 6 Mann verwundet, 10 Mann fehlen; Berittene Infanterie von boten" in litauischer Sprache herauszugeben, wird dem Vorstande zur darüber lassen, daß ein Abgeordneter, der diesem oder einem ähn= Bedford: 4 Mann tot, 4 verwundet, 2 Offiziere und 24 Mann fehlen; Südafrikanische Polizei: 6 Mann verwundet, 15 fehlen, Berücksichtigung überwiesen, ebenso der Antrag, das parlamentarische lichen Zolltarif- Entwurf seine Zustimmung giebt, ein Verräter am 4 Offiziere und 28 Mann sind wieder in Freiheit gesetzt Handbuch den Bertrauensleuten zu den Selbstkosten zu überlassen. arbeitenden Volke und unwürdig ist, sein Vertreter zu sein. und nach Basutoland gesandt worden. Die Verwundeten wurden Der Antrag, den neuen Weltkalender für 30 Pfg. abzugeben, wird nach Waterwork zurückgebracht. Es gelang der Kolomne, welche mit abgelehnt. Es sind ferner noch folgende Anträge und Resolutionen ein der Verfolgung der Boeren betraut ist, diese einzuholen. Sie be Hieran schließen sich allgemeine Erörterungen über die Presse, findet sich augenblicklich im Kampfe mit ihnen bei Dewetsdorp. 97. I. Die Budgetabstimmung ist der Prüfstein für die grunddie zu einer noch nicht abgeschlossenen Debatte über das fäßliche Stellung der Parteien zu dem herrschenden Staats- und Lord Kitchener berichtet aus Pretoria vom 21. d. M.: neuere Auftreten Bernsteins führen. Oberst William hat beinahe das ganze Kommando Kock, legt Verwahrung ein gegen Gradnauer Gesellschaftssystem. Da die Socialdemokratie als revolutionäre Partei die gestrigen Angriffe Bebels die kapitalistische Gesellschaft und den bürgerlichen Staat grundwelches westlich von Adenburg operierte, gefangen genommen. auf den„ Vorwärts" und die Parteipresse! Der Vorstand hätte fäßlich bekämpft, so beschließt der Parteitag: Weiter berichtet Lord Kitchener vom 22. September: gelang den Boeren, Die socialdemokratischen Frattionen der Parlamente deutscher während eines Angriffes bei Marres die Ankündigung der geschlossenen Sitzungen von vornherein flarer in die Wege leiten sollen! Der„ Vorwärts" hat zu dem Staaten sind verpflichtet, das Budget zu verweigern. Eine andere Stellung kann zulässig sein in Ausnahmefällen, Bernsteinschen Vortrage in genügendem Maße Stellung genommen, in denen die Ablehnung eines bestimmten Budgets die Annahme eines noch ungünstigeren herbeiführen würde. Sie Vortrag auszunuzen, ihm ein übermäßiges Gewicht beizulegen! II. Die Mitglieder der socialdemokratischen Fraktionen haben Aus Bloemfontein wird berichtet: Seit vier Tagen sind nicht nervös verhalten. Man möge sich zu den Spaltungsversuchen der Gegner weniger fich der Teilnahme an höfifchen Deputationen und Veranstaltungen weniger(!) als 40 Boeren im Oranjefreistaat gefangen genommen zu enthalten. worden. Der Weg nach Kimberley steht offen. Bebel: Es bleibt richtig, daß der Vorwärts" erst nach der Socialdemokratischer Verein Mannheim. Die Sonntagabend veröffentlichte iste über die engli- Frankfurter Beitung" Stellung zu den geschlossenen Sigungen nahm. 101. Der§ 2 des Organisationsstatus ist wie folgt abschen Verluste in Südafrika umfaßt an Toten 2 Offiziere und Ich habe wiederholt bei der Vorwärts"-Redaktion Beschwerden vorzuändern: 7 Mann, an Verwundeten 2 Offiziere und 26 Mann. 6 Offiziere gebracht, so in der Millerandfrage. Bernsteins Vortrag hat in der Zur Partei fann nicht gehören, wer sich eines groben Verstoßes und 23 Mann sind in Gefangenschaft geraten, 1 Offizier und neun gegnerischen Presse lauten Jubel erregt, da er in Zweifel zog, ob gegen die Grundsätze des Parteiprogramms oder wer sich einer ehrMann an Krautheiten gestorben. die Partei auf wissenschaftlichem Boden stehe. Da mußte die losen Handlung schuldig gemacht hat. Parteipresse, und besonders der Vorwärts", sich klipp und klar leber die fernere Zugehörigkeit zur Partei entscheidet ein Schiedsaussprechen. Ich habe mich gegenüber der Redaktion für Aufnahme gericht von 7 Personen, das der Parteivorstand beruft. Drei der einer von Bernstein geforderten Inhaltsangabe seines Vor- Beisitzer werden von denjenigen bezeichnet, welche den Ausschluß trages ausgesprochen und Stellungnahme dazu gefordert, es beantragen, drei andre von dem durch diesen Antrag Betroffenen. Den Vorsitzenden bezeichnet der Parteivorstand. ist aber nicht geschehen. Es ist ein trauriger Zustand, daß den Gegnern nicht mehr scharf auf ihre Angriffe gedient wird. Je unklarer Bernsteins Vortrag war, um so nötiger war es, zu erklären: Damit haben wir nichts zu thun. Erst Singer und Wolkenbuhr mußten 314 Uhr. Den Vorsitz führt Singer. aufrütteln, aber der Vorwärts" hat auch die Resolution Die Diskussion zu Agitation, Wahlen und Kassen- Moltenbuhr nicht gebracht.( hört! hört!) Da ist mir die Laus bericht wird fortgesetzt. tamp, ein Geschütz bei Eintritt der Dunkelheit entführen. Nach einer heftigen Verfolgung konnten Engländer den Boeren das Geschütz wieder abnehmen. Diese aber es war fein Anlaß, wegen der gegnerischen Bemühungen, jenen Boeren scheinen dem Kommando Kruizingers anzugehören. hatten einen Toten und 22 Gefangenen. Parteitag der deutschen Socialdemokratie. 2übeck, den 22. September. ( Schluß aus der 1. Beilage.) Nachmittags Sitzung. Biniszkiewicz- Berlin: über die Leber gelaufen.( Sehr richtig!) Auch ohne Liebknecht muß die Redaktion auskommen und zu allen Fragen Stellung nehmen. ( Beifall.) Verweigert oder unterläßt der Betroffene innerhalb eines Zeitraumes von vier Wochen nach erfolgter Benachrichtigung durch den Parteivorstand die Bezeichnung der ihm zustehenden Mitglieder des Schiedsgerichts, dann wird sein Ausschluß vom Parteivorstande vollzogen. ( Reft wie früher.) B. Jungnidel, Dresden- Neust. Fanghänel, Dresdens Neust. Zeißig. Riegel. Südekum. Fulf. Schwedt. Messing. 102. Der Parteitag erklärt: Der Kampf der Arbeiterklasse auf politischem und wirtschaftlichem Gebiete erfordert einheitliche Zusammenfassung aller Kräfte in den betreffenden Organisationen. Er hat zur Grundbedingung die Ausübung strenger Disciplin in der Aktion, die Respektierung der Beschlüsse der Wehrheit durch die Minderheit gemäß den Grundsäßen der Demokratic. Auf das Couplet der Genoffin Luxemburg will ich nicht eingehen; ich würde mich selbst beleidigen, wollte ich auf ein solch' Auf Vorschlag Singers werden alle Anträge mit zur Diskussion menschenfresseriches Gerede antworten. Hengsbach hat sich mit gestellt, die sich gegen Bernstein richten. Morawski beschäftigt, obgleich dieser nicht anwesend ist und sich Quard bestreitet, daß Bebel auch nur chronologisch recht habe. nicht verteidigen kann. In dem Hengsbachschen Wahlkreise sind Sein Blatt habe mit mehreren Parteiblättern vor der Frff. 8tg." die Polen für ihn eingetreten, weil es ein deutscher Wahlkreis ist; Stellung genommen. Bebels Nervosität wird in weiten Barteitreisen nicht aber die Polen verlangen auch, daß die deutschen Genossen in einem volnischen Kreise für den polnischen Socialdemokraten stimmen. Im geteilt. Die ganze Sache ist des litterarischen Spektakels nicht wert. Wer der Partei oder seiner Berufsorganisation in einem voit Lande mit polnischer Sprache fann nur so agitiert werden. Ich Hoffmann Berlin tritt ganz auf Bebels Seite. Die Preß ihnen geführten Kampf durch Thaten entgegenwirkt oder Sonderkann Ihnen sagen, daß jezt, wo Sie die Unterstügung für die kommission hat wiederholt getadelt, daß nicht über Bernsteins Vor- bündelei zur Führung solcher Gegenaktion betreibt, verstößt wider " Gazeta Robotnicza" zurückgezogen haben. wir mehr Ertrag berichtet worden. Ich möchte Bernstein zurufen: Lieber Ede, das vorentwickelte Lebensprincip der Arbeiterbewegung. Es sind folge haben als früher( zurufe: Na also 1), einfach deshalb, arbeite einmal mit, laß die Quengeleien, die nur die Agitation er- daher die örtlichen Organisationen der Partei berechtigt, solche Mitweil das polnische Proletariat jetzt eingesehen hat, daß es selbst schiveren.( Bravo!) glieder so lange aus ihrer Mitte auszuschließen, als sie in diesem Opfer bringen muß.( Buruf: Na also!) Wir wollen nebeneinander Bernstein verteidigt in einstündiger Rede sein Verhalten. Verhalten beharren. Ed. Bernstein und 17 Genossen. arbeiten; wir verlangen von Euch keine materielle Hilfe; aber eine Wie kann man von Revisionsbestrebungen sprechen, seit ich in Der nicht genügend unterstützte Antrag 98, vom Wahlverein moralische zu verlangen haben wir das Recht, damit die internatio- Deutschland bin? Von meinen zahlreichen Vorträgen ist nur der M.- Gladbach gestellt, wünschte die Anstellung besoldeter Agitatoren an nale Solidarität zur Wahrheit wird. im Studentenverein beanstandet worden. Redner giebt eine Darstellung Orten, wo es nötig erscheint. Die Anträge 99 und 100 beschäftigen des Inhalts seines Vortrages und bestreitet, daß dieser irgendwie sich mit der Accordmaurer- Frage. Die Polenfrage mag manchem Genoffen langweilig sein; für uns die Agitation schädigen könne. Wie aber behandle man mit der starken polnischen Bevölkerung hat sie aber großes Interesse. ihn? Zehn Jahre war ich Redacteur Des Central Wäre die Frage schon im vorigen Jahre gründlicher behandelt worden, so wäre es für uns besser gewesen. Die Thätigkeit der Partei- organs, neun Jahre Mitredacteur der„ Nenen Zeit", und nun wird kräfte, von der der Bericht spricht, mag auf Oberschlesien Bezug haben, berbreitet, ich sei ein umviffender, ganz konfufer Mensch. Zur Aufwir in westfälischen Industriebezirk haben wenig davon gemerkt. ftellung eines neuen Programms, zu der man mich herausfordert, Als Haase zu ums tam, hätte man erwarten sollen, daß er die ist die Zeit nicht gekommen. Doch habe ich nichts von meinen Anpolnische Induſtriebevölkerung für uns mobil machte. Wo er deutsch schauungen zurückzunehmen. Aber aus der Partei muß und will ich gesprochen hat und wir ihn kontrollieren konnten, hat er ja teine nicht austreten. Auch andre habenwie ich Kritik geübt, aber bleiben in der Echniger gemacht; aber in den polnischen Versammlungen soll er Partei. Die Berichte der gegnerischen Blätter haben manche Genossen die polnische Propaganda besonders betrieben haben. Was not verblüfft. Aber halten Sie fest an dem Grundsatz freier Kritik.( Bravo.) thut, ist eine polnische Presse, darüber werden wir uns beim Bunft Preffe" näher unterhalten. Heine: Ich halte in Bernsteins Vortrag auch heute noch vieles Bei dem Streit handelt es sich um eine verErregung im Kohlengebiet, die sich bei den Polen besonders auch gegen Der Kritit das Centrum bemerkbar macht, ausnutzen, am besten durch ein gutes fchiedene Auffassung des Begriffes Wissenschaft. Flugblatt. Wir haben uns diesetwegen mit der Genoffin Luxemburg darf keine Grenze gezogen werden. Der Eindruck der Studenten- Was ein Versammlungsleiter in Sachfen wissen muß. in Berbindung gesegt. Wir wollten sie auch für einige Vorträge in versammlung war der, daß ich mir sagte, hier ist-Nach dem sächsischen Versammlungsgesetz bedürfen öffentliche Auf" König- Bochum: TE Wir sollten die jeßige für falsch. Partei- Nachrichten. Dem Parteitage widmet das Hauptorgan unjrer östreichischen Bruderpartei, die Wiener Arbeiterzeitung", eine sympathische Begrüßung, in der es heißt: Mit spannungsvollem Jnteresse wird die gesamte socialdemo kratische Arbeiterschaft Oestreichs, die in der deutschen Bruderpartei das Vorbild einer festgeschlossenen, unvergleichlich schlagfertigen politischen Organisation des Proletariats bewundert, die Verhandlungen des Parteitages verfolgen. Wir rufen dem Lübecker Parteitag unfren. Gruß und Glückwunsch zu. Hoch die internationale Socialdemokratie!" 12 Polizeiliches, Gerichtliches usw. Aus Induftrie und Handel. Der Diskont der Reichsbank ist gestern auf 4 Proz. und der Lombardzinsfuß auf 5 Broz. erhöht worden. Die Maßregel tommt nicht unerwartet, der Privatdiskont war bereits im Steigen begriffen, und folgte die Reichsbank mit der Erhöhung des Distouts um/ Broz. Eine Verständigung and Umzüge der vorherigen polizeilichen Genehmigung. Ohne diese deutsche Brauerei anfertigen wollten, auch auf die Glaswerke von fund gleichweite Weg freigestanden habe. Genehmigung sind sie ungefeßliche Handlungen. Bu ungefet Aarhus, Fredriksborg, Hellerup und Kastrup auszudehnen. Die zwischen Direktionsbureau und Fabrik bei Ankunft des Inspektors lichen Handlungen darf in Versammlungen nicht aufgefordert Aussperrung tann aber erst nach 14tägiger Kündigung in Kraft jei gänzlich ausgeschlossen, da das Bureau der Fabrikleitung abseits verden. Wird das in einer Versammlung gethan, jo treten. bom Wege liegt und mit der Fabrit in feiner telephonischen Vers muß der Vorsitzende dem Redner ohne weiteres das Wort entziehen, Da mit der Beendigung des deutschen Glasmacherstreits auch bindung stehe, so daß von einer Vereitelung oder Verzögerung einer und, wenn ihm nicht Folge geleistet wird, die Versammlung auf die Ursache der Aussperrung in Aalborg beseitigt ist, die Unternehmer unvermuten Revision nicht die Rede sein könne. lösen. Thut er das nicht, macht er sich ebenso strafbar wie der aber trotzdem die Aussperrung noch ausdehnen, so scheint es sich Man kann diese Auslegung des§ 139b auch umkehren und Thäter. lediglich um eine Gewaltmaßregel der dänischen Fabrikanten gegen sagen, der Unternehmer hatte feinen Grund dazu, dem Inspektor In einer Arbeitslosen- Versammlung in Leipzig, die im Februar die dortigen Arbeiter zu handeln, wozu das Verhalten der Aalborger den Eintritt durch das Fabrifthor zu verwehren und deshalb ist er stattfand, sagte ein Redner:" Wie wäre es, wenn wir zusammen Glasarbeiter nur die willkommene Gelegenheit bot. schuldig. Zwar hat der Unternehmer in der Verhandlung erklärt, eine gemeinschaftliche Promenade durch die Stadt machten?" Der Der öftreichische Buchdrucker- Verband hielt vorige Woche in daß er zu seinem Verhalten triftige Gründe" gehabt hätte; aber Borfizende der Versammlung, Genosse Diedmann, hätte nun augen Wien seinen Verbandstag ab. Den hauptsächlichsten Gegenstand der wenn das Gericht überhaupt erst die Frage nach dem Grunde blicklich die genannte respektable Reihe von Erwägungen anstellen Beratung bildete das neue Unterstützungs- Reglement. Beschlossen stellt und die Vorschrift des§ 139b nicht ohne weiteres als und dem Redner das Wort entziehen müssen, um sich nicht strafbar wurde eine Verlängerung der Zeit, in welcher Arbeits- bindend anerkennt, dann muß es auch in eine Prüfung der zu machen. Er that es nicht und wer wollte ihm das zum Vorwurf lofen- Unterstützung gezahlt wird von 91 auf 100 Tage, Gründe eintreten und feststellen, ob die Gründe wirklich„ triftig" Damit täme es dann auf einen Weg, der dem machen, wenn selbst die Behörde bis jetzt, also 7 Monate, Zeit die Karenzzeit wurde auf 6 Wochen herabgesezt. Dem find. bindet. Für diesen genügt brauchte, um ihm einen Strafbefehl über 30 M. zuzudiktieren? Wozu Verbande gehören 9240 Mitglieder an, die sich auf 15 Vereine in Fabrikinspektor die Sände feines Antes, die Behörde 7 Monate braucht, das soll der Versammlungsleiter in 64 wenn gewissenhafter Ausübung Druckorten verteilen. Die Gesamteinnahmen betrugen es zu weniger als 7 Sekunden durchdenken und danach handeln! feinerlei Thatsachen oder 23 468 Stronen 42 Heller. Dagegen wurden ausgegeben: Für er aus bloßen, zunächst durch Verwaltung 12 250 Stronen 83 Heller, für Agitation und Organisation Vermutungen begründeten Mißtrauen alle ihm dienlich ereine unvermutete Revision 2213 Kronen 7 Heller, für Fachpreffe 3009 Stronen 40 Seller, für scheinenden Wege einschlägt, Rechtsschutz 286 Kronen 98 Heller, für Diverſe 65 Kronen 20 Seller, auszuüben. Mißtrauisch zu sein, liegt im Wesen seines Amtes; zusammen also 17 825 Kronen 48 Heller. Mit dem Bestand vom je mißtrauischer er ist, um so sicherer ist er, daß er nicht doch hintergangen wird. Ein solches allgemeines Mißtrauen tönnte aber Jahre 1899 blieb ein Kassenbestand von 13 960 Kronen 68 Heller. dem Gericht als" Grund" gewiß nicht genügen. Die einfache Erflärung, er habe triftige Gründe", wie sie der Unternehmer gegeben und das Gericht sie ohne Prüfung hingenommen, ist doch sehr der Bewegung auf dem Geldmarkt. Der letzte Ausweis der Bani Aus der Frauenbewegung. ties zudem eine große Anhäufung des Wechselbestandes auf, in der Der Verband fortschrittlicher Frauenvereine hält hier in billig und bedeutet für eine gerichtliche Feststellung gar nichts. Das Gericht mußte sich deshalb auf den Standpunkt stellen, sich die Ueberspannung des Kredits und die ungünstige Lage der der Zeit vom 3. bis 5. Oftober Sigungen ab, in denen daß" Gründe", von denen ja auch nichts im Geseze steht, Industrie widerspiegelt. Wesentlich der Einengung dieser fünstlichen folgende Gegenstände von den nachgenannten Referenten behandelt überhaupt keine Rolle spielen fönnen und daß die Vorschrift im Kreditentwicklung gilt die Maßregel. Der Stand der Notenreserve werden sollen: Die Arbeiterinnenfrage, Elso Lüders; Waisen-§ 139 b dem Fabrikinspektor das Recht giebt, ganz nach eignem Erdürfte kein Grund für diese Maßnahme gewesen sein. pflege mit Beziehung auf das Fürsorgegesetz, Frau Schaaf, die gemessen und ohne jeden weiteren Grund die Fabrik durch jeden beBei der großen Unsicherheit des Geldmarktes ist überhaupt eine meinschaftliche Erziehung der Geschlechter. Dr. Helene Stöder; liebigen Eingang zu betreten. Das allein kann auch nur eine erliebigen Eingang zu betreten. Das allein kann auch nur eine er Erschwerung des Wechselverkehrs eingetreten, der sich heute in der Rechtsschutzstellen, Dr. Marie Raschke; die politische Erziehung sprießliche Ausübung seines Amtes ermöglichen. Hoffentlich hebt Burückhaltung der Banken gegenüber allen nicht ganz unzweifelhaft der Frau, Dr. Anita Augspurg; das Krankenversicherungs- das Oberlandesgericht das Urteil abermals auf und giebt dem Landficheren Wechseln geltend macht. Die Stimmung auf dem Geldmarkt gesetz, Dr. Silbermann; die Dienstbotenfrage; Hygiene deutet an, daß die Befürchtung begründet erscheint, wonach der Ab- und Sittlichkeit, Professor Dr. Flesch. Die Sitzungen finden im gericht entsprechende Direktiven. wärtsbewegung in unsrer Geschäftskonjunktur noch kein Einhalt ge- Reichstags- Gebäude statt und find öffentlich. Außerdem ist für den Gegen die Wohnungsnot will auch der Hamburgische Senat boten ist. Sind die Aufträge für den etwas lebhafteren Geschäfts- 4. Ottober abends eine öffentliche Kundgebung zum Zolltarif" verkehr zum Weihnachtsfeste erledigt, dann können wir uns auf geplant, wobei Herr v. Gerlach und Frau Dr. Anita Augspurg einschreiten. Er hat eine Vorlage eingebracht, worin er es als weitere Zusammenbrüche in der Industrie gefaßt machen. reden sollen. Diese wird in der Berliner Ressource in der Kom- notwendig erklärt, daß der Staat bei der Beseitigung des anerkannten Mangels an kleinen Wohnungen mitwirke. mandantenstraße stattfinden. schlägt deshalb folgende Maßregeln vor: 1. Ueberlassung von staat- y Die Frage der Frauen Organisation in Standinavien. lichem Grund und Boden zum Bau fleiner Wohnungen für einen Wie in dem Bericht kurz mitgeteilt wurde, fand auf dem standinavischen billigen Preis und unter günstigen Zahlungsbedingungen. Arbeiterkongreß eine lebhafte Debatte über dieses Thema statt, Gin abschließendes Urteil darüber, ob die Ueberlaffung zu Eigentum hervorgerufen durch die von der Arbeiterkommune Malmö gestellte oder zu Erbbaurecht das geeignete Mittel ist, sei zur Zeit noch nicht Frage: welche andren Mittel, als das Radikalmittel der gewerk möglich. 2. Darlehusweise Hergabe von Baugeldern aus Staatsfchaftlichen Organisation, der Kongreß zur Verbesserung der mitteln unter günstigen Verzinsungs- und Rückzahlungsbedingungen. Verhältnisse Industrie Arbeiterinnen ausfindig machen Es soll in der angegebenen Weise für den Bau von etwa 1000 bis 1500 tönnte? Worauf dann gegen 4 Stimmen und gegen den ausdrücklichen kleinen Wohnungen gesorgt werden. 3. Erleichterungen in Beziehung Protest Frau Danielsons eine Resolution angenommen wurde, welche auf die Grundsteuer. 4. Erleichterung der baupolizeilichen Vordie gewerkschaftliche und politische Organisation als das einzige schriften. 5. Abänderung der Vorschriften über Herstellung von Wohnwirksame Mittel für die Frauen zur Erringung ihrer Menschenrechte höfen. bezeichnet wurde. Näheres über diese merkwürdige Art von Wohmungsreform Diese Distussion ist nun in den letzten Wochen in der Malmöer social- liegt zur Zeit noch nicht vor, es scheint aber nach alledem die Au demokratischen Zeitung„ Arbetet" und dem Stockholmer Socialdemo- nahme gerechtfertigt, daß dabei für die Wohnungsbedürftigen Die Konkursstatistik für das erste Halbjahr 1901 zeigt ein fich aus mancherlei Gründen nicht so leicht organisieren fönne, als der Erleichterung der baupolizeilichen Vorschriften wird wohl VerDie Konkursstatistik für das erste Halbjahr 1901 zeigt ein traten" fortgesetzt worden. Frau Danielson ist der Meinung, daß die Frau gar nichts herauskommen wird, eher etwas für die Bauunternehmer. erhebliches Anwachsen der Ziffern. Die Zahl der angemeldeten Konkurse stieg von 5217 im Jahre 1900 auf 6175 im Jahre 1901. Mann. In vielen Fällen seien auch die Männer gegen die Frauen- fchlechterung der Beschaffenheit der Wohnungen bedeuten. organisation eingenommen. Es sei gegen die herrschsüchtige Natur Einschränkung des Betriebs in Puddel- nnd Walzwerken. des Mannes, wenn die Frauen zu viel Macht gewännen. Die Köln. Boltsztg." schreibt: Die Hauptschuld liege aber bei der Frau selbst. Sie sei nicht im Mit dem Einstellen von Buddelbetrieben ist bereits seit längerer stande, eine Aufgabe mit starkem Willen durchzuführen. Sie gäbe Zeit begonnen worden. Eine der älteren Firmen in Weidenau jeden Beschluß allzu schnell wieder auf. Das schlimmste sei aber, viel an hat vor kurzem den gesamten Puddelbetrieb eingestellt. Eine daß sie viel zu ihre sogenannte natürliche Be größere Anzahl Blechwalzwerke treffen unter möglichster Bestimmung denke. Sie gehe beständig mit dem Gedanken ans schleunigung Vorkehrungen, ihren Betrieb von den Buddelöfen un- Heiraten herum und hätte darum keine Zeit, an die Organisation abhängig zu machen. Schon werden zur Zeit nur noch wenige zu denten. Dieser natürlichen und ſocialen Hindernisse wegen, Buddelöfen betrieben, und auch diese tommen zur Einstellung, wenn meint Fran Danielson, follten wir Socialdemokraten bezüglich der nicht bald eine Aenderung in der Geschäftslage eintritt. Das Puddel- Frauenfrage weniger formalistisch und doktrinär" sein. und Walzwerk Ar, Schleifenbaum und Mattner, Siegen, macht, wie erwähnt, durch Fabritanschlag bekannt, daß infolge der mißlichen Lage des Eiſengewerbes der Betrieb mit dem 1. Oktober eingestellt Bei diesem Werke sollen weit über 100 Doppelwaggon Rohschienen auf Lager liegen. Achnliche Vorräte findet man auch gegen Deutscher Außenhandel im August. Die Einfuhr im August belief sich auf 4 234 333 gegen 4 552 444 To. im Vorjahr, sie ging aljo um 818 111 To. zurüd. Die Mindereinfuhr entfällt in erster Linie auf den Rückgang der Steinkohleneinfuhr. Die Ausfuhr im August umfaßte 2 922 389 2838 136 0. im Vorjahre, betrug fonach 84 253 To. mehr. Eisen zeigt eine Mehrausfuhr von 74 263 To., dagegen ließ die Ausfuhr von Steinkohlen um 27 788 To. nach. In den 8 Monaten Januar- August 1901 belief sich die Einfuhr auf 29 354 879 gegen 29 215 675 und 29 080 946 To. in den beiden Vorjahren, daher mehr 139 204 und 273 933 o., die Edelmetall- Einfuhr auf 885 gegen 809 und 693 To. in den Jahren 1900 und 1899. Die Ausfuhr ergab 20 785 476 gegen 21 386 857 und 19 947 084 To. in den Vorjahren, danach gegen 1900 weniger 601 381, gegen 1899 mehr 838 392 To., die Edelmetall- Ausfuhr 250 gegen 233 und 251 To. in den Vorjahren. auf andren Werken." Zur Verschlimmerung der Lage hat das Roheisensyndikat wesentlich beigetragen, die Preistreiberei von jener Seite hat die ungesunde Geschäftslage geradezu gefördert. So wird berichtet, daß drei luxemburgisch- lothringische Werke monatlich 2000 Tonnen Eisen auf Stoften jäumiger Abnehmer versteigern laffen. Das Betrübende ist, daß die Arbeiter unter diesem Treiben am schwersten zu leiden haben. Allerorts werden Lohnkürzungen gemeldet, ebenso nimmt die Arbeitslosigkeit fortgesetzt zu. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. der " Gerichts- Beitung. Polizeizustände in Spandan. Er Polizeibeamte in Spandau beleidigt und diese durch eine bei der Staatsanwaltschaft eingereichte Anzeige wissentlich falsch der Körperverlegung, des Mißbrauchs der Amtsgewalt, der Sachbeschädigung und Freiheitsberaubung beschuldigt zu haben, wurde dem Maurer Gryga und dem früheren Redacteur des in Spandau erscheinenden Wochenblattes„ Die Laterne", Cigarrenarbeiter ieper aus Spandau, zur Last gelegt. Nach den Angaben des Angeklagten Gryga ist diesem bei seiner im Juni vorigen Jahres Angeklagten Gryga iſt dieſem bei seiner im Juni vorigen Jahres aus nichtigen Ursachen erfolgten Arretierung auf der Polizeiwache übel mitgespielt worden, so daß er mit geschwollenem Geficht, zerstoßenen Schienbeinen und zerrissener Kleidung am andern Tage aus dem Gewahrsam entlassen worden sei. Das Fehlen eines Beutels mit 15 m. Juhalt könne er sich ebenfalls nicht erklären. Des Nachts über sei er in eine Kellerzelle eingesperrt worden, wohin er von Polizisten geschleppt worden sei. Diese Sachlage hatte der zweite Angeklagte nach vorhergegangener Erkundigung in seiner Zeitung veröffentlicht, worauf gegen ihn ebenfalls Anklage erhoben wurde. Zwei Aerzte hatten übrigens den Zustand des Angeklagten nach seiner Entlassung aus der Haft begutachtet. Gine andre bekannte Vorfämpferin der proletarischen Frauenbewegung in Schweden, Frau Anna Sterky( Stockholm), führt dem gegenüber aus, daß diese Hindernisse feineswegs unüberwindlich feien und die Frauen wohl im stande seien, sich zu organisieren und durch die Organisation etwas zu erkämpfen, und be gründet das mit dem Hinweis auf die Erfolge der Arbeiterinnenorganisation in Dänemark. Nach dem Bericht über die dänische Gewerkschaftsbewegung, der dem skandinavischen Stongreß vor gelegt wurde, beträgt die Zahl der in Dänemark 7243, davon in Kopenhagen allein 5244. Von allen in der Industrie thätigen Frauen im Lande ist circa der vierte Teil organisiert. Die Zahl der organisierten Arbeiterinnen verteilt sich auf 14 Gewerbe. Im Buchbin' ergewerbe sowie in der Textil- und Tabaksindustrie sind die Frauen sehr gut organisiert. Ein bes Unter den Aussagen der Zeugen sind namentlich die der Polizeisonderer Arbeiterinnenverband" hat allein 1400 Mitglieder in sergeanten Böhm und Fabich bemerkenswert. Diese bestreiten, 2007 Abteilungen. Dieser Verband hat eine Erhöhung der Löhne G. mißhandelt zu haben, die Belle, in die er gebracht wurde, sei eine in fast allen seinen Abteilungen durchgesezt, teils durch solche zu ebner Erde gewesen. Unterhandlung mit den Arbeitgebern, oft aber auch durch Der Verteidiger, Rechtsanivalt Dr. Liebknecht, betonte, daß Streit. Eine seiner Abteilungen, die der Maschinenstriderinnen, war die Beamten in einer früheren Verhandlung gegen G. das Voreiner acht Wochen währenden Aussperrung ausgesezt, die mit einem Handensein von Bellen im Kellergeschoß überhaupt bestritten Siege der Arbeiterinnen endete. Ein weiteres Beispiel geben uns hätten. Die beiden Zeugen behaupten dagegen, gar nicht darnach die ,, weiblichen Herrenschneider" die eine Abteilung des gefragt worden zu sein. Daraufhin stellte der Verteidiger den dänischen Schneiderverbandes bilden. Im Jahre 1899 zählte Antrag, sämtliche Richter, die in den früheren Prozessen gegen G. diese Abteilung bereits 1200 Mitglieder. Es wurde durch amitiert hatten, zu ihrer Vernehmung über diesen strittigen Punkt zu einen 14 tägigen Streit, an dem alle Mitglieder teilnahmen, laden. Außerdem beantragte der Verteidiger einen Gerichtsbeschluß sämtlichen Arbeitgebern ein Tarif aufgezwungen, der eine Lohn- darüber herbeizuführen, ob an die Beamten Fragen gestellt erhöhung von 12 Broz. enthielt. Das jolidarische Verhalten dieser werden dürfen über erlittene Disciplinarstrafen ,. Arbeiterinnen ist um so höher anzuschlagen, als es sich hier um bargethan werden sollte, welche Glaubwürdigkeit den Zeugen Heimarbeiterinnen handelte und nicht eine von ihnen zur beizumessen sei und ferner konstatiert werden sollte, ob solche Streifbrecherin wurde. Strafen erfolgt seien wegen Neigung zu Gewaltthätigkeiten. Solche Fragen können nach Ansicht des Gerichts von den Beamten nur mit Bustimmung der vorgesezten Behörde, des Oberbürgermeisters öle, beantwortet werden. Der fofort als Zeuge vernommene st. äußerte feine Bedenken hiergegen, sobald die Oeffentlichkeit ausgeschlossen werde. Einem entsprechenden Antrage des Staatsanwalts trat das Gericht trotz lebhaftesten Widerspruches des Verteidigers bei. Achtung! Modellenre und Anträger. Bei der Firma Thiele u. Tschinkel, Bendlerstr. 19, haben am Neubau Wilhelma, Taubenstraße, die Kollegen die Arbeit niedergelegt wegen Nichtbewilligung der 8stündigen Arbeitszeit und des Minimallohues. Die Firma erklärte durch Inserat in der Bolts- Zeitung", daß Obiges nicht wahr sei. Den mit der Firma verhandelnden Kollegen wurde gejagt, daß die 8stündige Arbeitszeit bewilligt ist, der Minimallohn aber nur demjenigen gezahlt werden könne, welcher denselben verdient. Nun ist aber den Kollegen überhaupt kein Wochenlohn gezahlt, noch angeboten worden, sondern nur Stundenlohn, und zwar in einer Höhe, daß der Minimallohn nicht erreicht werden kann. Richtig in der Behauptung der Firma ist nur, daß nicht alle Kollegen die Arbeit niedergelegt haben. Zuzug ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung der Bildhauer. Centralverein der Bildhauer Deutschlands( Verwaltungsstelle Berlin). Dienstag, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshaus", Engelufer 15: Bersammlung. Tagesordnung: Ersatzwahl zur Agitationsfommission der Holzbranche. Deutsches Reich. in momit tommen haben. Der Termin wurde aus diesen Gründen nach vierstündiger Berhandlung vertagt. Lehte Nachrichten und Depelthen. In Schweden, sagt Frau Sterky weiter, stände es zwar bezüglich der Frauenorganisation bedeutend schlechter, aber auch hier müſſe es möglich sein, wenn nur genügend agitiert würde, die Hindernisse zu überwinden. In vielen Fächern, wie z. B. bei den Buchbindern, den Tabatarbeitern und Buchdruckern seien die Arbeiterinnen schon verhältnismäßig gut organisiert und die Buchbinderei- Arbeiterinnen hätten Stockholms auch ein besonders anerkennenswertes solidarisches Verhalten bewiesen. Bei vielen andren Konflikten Nach Herstellung der Oeffentlichkeit wurde dem erwähnten AnDie Lohnbewegung des Verbandes der elfaßt- lothringischen mit den Unternehmern hätten auch die Arbeiterinnen trage des Verteidigers, die Richter voriger Instanz zu laden, vom Buchdruckergehilfen hat bereits zu einem günstigen Erfolge Schweden bewiesen, daß fie in Bezug auf Ausdauer und Auf- Gericht beigetreten; ebenso sollen diejenigen Mitglieder der Gerichtsgeführt. Nach eingehenden Verhandlungen zwischen Gehilfen und opferungsfähigkeit feineswegs hinter den Männern zurückſtehen. tommiffion zu einem späteren Termin vorgeladen werden, welche Brinzipalen einigte man sich in Straßburg und Meß schließlich auf Es verdient hierbei erwähnt zu werden, daß auch bei uns in Deutsch seiner Zeit an Ort und Stelle eine Lokalbesichtigung vorgenommen die folgenden land die 7 Broz.( die Gehilfen hatten 10 Broz. verlangt) von 25,60 M. erwähnten Tugenden nicht fehlen. Namentlich haben sich auch die und mit Mühe derartige gellen im Kellergeschoß zu Gesicht beauf 27,50 M., die auch den über Minimum entlohnten Gehilfen zu organisierten Buchbinderei- Arbeiterinnen Berlins bei der vorjährigen gute kommt; 2. Erhöhung der Grundpofitionen ebenfalls um 71/2 Proz. Aussperrung durch solidarisches Verhalten ausgezeichnet und die 3. Verbesserung der Lohnstala. Bezeichnend für die Arbeiterfreund Arbeitgeber haben es schon oft erfahren, wie schwer es ist, bei ihnen lichkeit mancher" freifinniger" Zeitungsverleger ist die Thatsache, daß eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen durchzusetzen. die einzige Straßburger Firma, die die Anerkennung der neuen Abmachungen verweigert, die Gebrüder Riedel sind, die Herausgeber der demokratischen" Straßb. Bürgerm zeitung", in der sie, um Abonnenten in Arbeiterkreisen zu ge winnen, jahraus jahrein mit tönenden Phrasen für die Rechte und Fabrikinspektor und Unternehmer. Forderungen der Arbeiterschaft eintreten. Der Vertreter der Firma Wir berichteten seiner Zeit, daß ein Landgericht in München Fabritinhaber, Fabritinspektor den Ein nahm wohl an den Verhandlungen der Vereinbarungskommission einen teil, beanspruchte für sich sogar ausdrücklich einen Siz in derselben; gang durch das Fabritthor verwehrte, von der über ihn verhängten als aber das Ergebnis der Verhandlungen nicht seinen Wünschen Geldstrafe freigesprochen hatte. Das Oberlandesgericht hatte auf entsprach, lehnte er im Namen der Firma den Beitritt zu den neuen die Revistonn des Staatsanwalts das Urteil aufgehoben und die Bremen, 23. September.( W. T. B.) Der Buchhalter Abmachungen ab. Das Riebelsche Geschäft wird infolgedessen durch Sache zu nochmaliger Verhandlung an das Landgericht zurück. Dit ber hiesigen„ Neuen Sparlaffe", welcher, wie„ Bösmanns Döring den Verband gesperrt werden, falls es die" demokratischen" Herren verwiesen. nicht noch in legter Stunde vorziehen sollten, sich dem Ueberein Dieses sprach den Angeklagten jegt abermals frei mit der Bureau" meldet, im Verdacht steht, derselben ca. 75 000 Mark vertommen zu fügen. Begründung, daß dem Fabrikinspektor nach dem§ 189 b Abfat 4 untreut zu haben, wurde berhaftet. Die Veruntreuungen allerdings grundfäßlich das Recht zustehe, alle Eingänge zu dem sollen lange Jahre zurüdreichen. Kopenhagen, 23. September.( W. T. B.) Die große Feners: Allgemeine Aussperrung der Flaschenarbeiter Dänemarks. Betriebe zu benutzen, sofern er hierfür geügend Grund Der Verband der dänischen Flaschenfabrikanten hat am Freitag be- habe. Dr. Bergmann hatte aber nach eigner Angabe keinen Grund brunft in Kallundborg dauerte um 61/2 Uhr abends in unveränderter fchloffen, die Flaschenarbeiter- Aussperrung in Aalborg, die bekanntlich hierfür und habe auch zugeben müffen, daß ihm ohne Beeinträchti Stärke fort. Ueber 20 Gebäude find niedergebrannt. Die ganze erfolgt ist, weil die betreffenden Arbeiter keine Flaschen für eine gung der Revision auch der andre zu demselben Ziele führende Stadt ist bedroht. " Ausland. " d dad Sociales. der dem Typhusepidemie. Bochum, 28. September.( B. S.). Die Typhusepidemie in Gelsenkirchen hat einen enormen umfang angenommen. In den Krankenhäusern liegen etwa 250 Strante, es tamen bereits mehrere Die Epidemie griff auf die Nachbargemeinden Todesfälle vor. leckendorf und Bismarck über. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 223. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 24. September 1901. mur Parteitag der deutschen Socialdemokratie. Lübeck, den 22. September. Sindermann- Dresden, Fräulein Baader- Berlin. Feldmann Langenbielau und die in den lezten Jahren herausgewachsen sind, zu beseitigen. Der Antrag ist im Vorstand bereits im vorigen Jahre gestellt worden; damals In die Mandatsprüfungs- Kommission werden gewählt; Leutert- hat man aus Gründen, die ich jetzt nicht erörtern will, davon Apolda, Düwell- Essen, Neukirch- Breslau, Landgraf- Chemnitz, Pfeiffle- abgesehen. Jetzt sind noch neue Uebelstände hinzugekommen und ich Mannheim, Böhle- Straßburg, Knieriem- München, Frau Steinbach- bitte dringend, nehmen Sie unfren Antrag an. Die Haltung der Hamburg und Schubert- Schöneberg. Parteipresse oder einzelner Parteigenossen in Bezug auf Tattit und Princip hat mit dem, was in der geschlossenen Sigung erörtert werden soll, nichts zu thun. Hier handelt es sich nur um geschäftliche Dinge und ich sage noch einmal, Sie sind souverän und können jeden Augenblick einen Beschluß, den Sie jetzt fassen, wieder aufheben.( Beifall.) Die Zeit der Tagung wird festgesezt auf vormittags von 9-1 und nachmittags von 3-7 Uhr. Die Geschäftsordnung bleibt dieselbe wie auf den letzten Parteitagen. Es folgt die Festsehung der Tagesordnung. Vorversammlung. Im Vereinshaus, dem Eigentum der Lübecker GenossenschaftsBäckerei und damit der Arbeiter Lübecks, traten heute abend um 7 Uhr die Delegierten zur Vorversammlung zusammen. Der herrliche weitgeräumige Saal machte in seinem schlichten Weiß, das durch diskrete Goldlinien belebt wird, den festlichsten Eindruck, zumal wenn ihn die Massen wie heute füllen. Singer: Der Parteivorstand schlägt Ihnen vor, in Anbetracht Auf den breiten Galerien und im Hintergrunde des Saales drängten der Wichtigkeit der Zolltarifvorlage und mit Rücksicht auf den volksfich die Lübecker Arbeiter, um der Eröffnung des Kongreffes bei- feindlichen Inhalt dieses Entwurfs auf die Tagesordnung unseres zuwohnen. An vier langen gedeckten Tafeln haben die Delegierten Parteitags auch die Frage Zolltarif und Handelsverträge zu Plaz gefunden. Die Bühne zeigt geschmackvollen Schmuct. Eine sehen und den Genossen Bebel als Referenten dafür zu bestellen. Koloffalbüste Lassalles hebt sich aus einem grünen Lorbeerhain gegen( Zustimmung.) eine rote Draperie wirkungsvoll ab. Links und rechts stehen im Der Parteitag ist damit einverstanden. Die Anträge Halbkreis die bunten mit Seidenschleifen geschmückten Banner der 5, 7, 8, 9, 10 und 11 Lübecker Gewerkschaften. Die Parteifahne hängt der Bühne gegenüber von der Galerie herab; sie ist im Jahre 1877 den Socialisten Lübecks von den Arbeiterfrauen und Mädchen" der alten Hansastadt gewidmet. An den Galerien erinnern kleine Wappenschilder an alle Barteitage feit Fortfall des Socialistengesezes. Die Rednertribüne, rot und weiß drapiert, steht unmittelbar vor dem Podium mit den rotbehangenen Tischen, die für das Präsidium bestimmt sind. Um 7 Uhr 10 Minuten betritt Schwartz- Lübeck das Rednerpult und übermittelt den Delegierten die herzlichsten Grüße der Lübecker Parteigenossen. Sie stehen hier gerade nicht auf einem parteihiftorischen Boden, aber seit 1866 gehören die Lübecker Genossen doch schon zur Partei und haben in Glück und Unglück zu ihr gehalten. Wir sind uns der Ehre bewußt, den Parteitag in unfren Mauern tagen zu sehen. Wir geben Ihnen das Versprechen, die Principien der Partei stets hoch zu halten.( Beifall.) Wir haben mit Jubel damals den Einigungsbeschluß in Gotha begrüßt, wir hielten eine einige Partei für eine Notwendigkeit. Wir Lübecker werden uns bestreben, Ihnen die Lübecker Tage so leicht und angenehm wie möglich zu machen.( Lebhafter Beifall.) Das Wort ergreift darauf Bebel: sind dadurch hinfällig geworden. Singer: Ich habe weiter folgende Erklärung abzugeben: Die Thatsache, daß der Parteivorstand dem Parteitag vorschlägt, zur Besprechung der Presse, Litteratur und des Kolportagewesens eine geschlossene Sihung R Frau Dr. Luxemburg: Ueber den Vorschlag des Parteivorstandes war ich sehr überrascht; ich bin sonst gewöhnt, daß unser Vorstand seinen großen Einfluß und seine Kraft darauf verwendet, unsre altbewährten Principien und Gepflogenheiten in jeder Beziehung aufrecht zu erhalten und in diesem ehrenden Sinne konjerbativ zu wirken. Nun sehe ich ihn mit jugendlichem Uebermut uns eine wichtige Neuerung vorschlagen. Bis jetzt habe ich aber weder aus den schriftlichen Erklärungen des Vorstandes, noch aus der mündlichen Erklärung von Bebel ausreichende Gründe dafür heraushören können. Man sagt, wir wollen bestimmte wichtige finanzielle und technische Fragen unter einander besprechen, und wir halten es nicht für nötig, daß die bürgerliche Presse diese Debatten in alle Welt hinausträgt und ihre Glossen dazu.macht. Nun, ich glaube, wir waren bis jetzt allen diefen Unannehmlichkeiten abzuhalten, hat in der Partei sowohl in der Presse wie in Versamm gegangen. Bebel beruft sich auf gefchichtliche Vorgänge aus den im reichsten Maße ausgesezt, und wir sind daran nicht zu Grunde lungen manchen Widerspruch erfahren. Ich bin beauftragt, namens 60er und 70er Jahren, aber erstens waren wir damals nicht eine so in geschlossener Sigung nur insoweit verhandeln will, als es sich um ba? Wenn wir einmal den Schritt von den geschlossenen Sizungen des Vorstandes hier zu erklären, daß der Vorstand diese Angelegenheit große Partei wie heute, und zweitens, wozu wäre der Fortschritt rein finanzielle geschäftliche Angelegenheiten über die Art und Organisa- zur vollen Oeffentlichkeit gemacht haben, wozu sollen wir diesen ion des Vertriebs der Presse und Litteratur handelt. Der Vorstand ist Fortschritt rückgängig machen? Wir waren bis jetzt von allen der Haltung der Presse, kurzum, alles was nicht Bezug hat auf die rein offenem Marktplatz verhandeln konnte, der Meinung, daß jede Kritik des sachlichen Inhalts und jede Kritik politischen Parteien die einzige, welche alle ihre Angelegenheiten auf ohne sich der Thatfinanzielle und geschäftliche Verbreitung der Breffe, nach wie vor in fachen, auch auf finanziellem Gebiete, schämen zu brauchen. öffentlichen Sizungen zu verhandeln ist, denn von allem, was die Das war für uns sehr wichtig und ließ sich sehr gut agitatorisch Partei als solche in ihrer politischen und wirtschaftlichen Agitation ausnutzen, und ich glaube nicht, daß wir aus den bisher angeht, hat sie niemals etwas zu verheimlichen, das kann sie immer angeführten Gründen auch auf diesen agitatorischen Vorzug verzichten öffentlich verhandeln.( Beifall.) dürfen. Ich glaube, Sie sind mit mir der Meinung, daß wohl Von den gegen die Abhaltung geschlossener Sigungen gerichteten der schönste Augenblick auf allen Parteitagen derjenige ist, wo Anträgen erhält nur der Antrag 14( Breslau) die geschäftsordnungs- Singer das Wort zur Schlußrede ergreift( Heiterkeit) und mit bemäßig ausreichende Unterstützung. rechtigtem Stolz sagt: Man zeige mir diejenige Partei, die im stande wäre, einen solchen heftigen Meinungskampf im vollen Licht der Oeffentlichkeit auszufämpfen. Wir müßten sehr wichtige Gründe haben, um unsren unvergleichlichen Vorsitzenden um die schönste Stelle seiner Schlußrede und uns um den genußreichsten Moment des Parteitages zu bringen.( Große Heiterkeit.) Wir wollen lieber auch in dieser Beziehung die Alten bleiben. Ein Antrag Grunwald Erfurt, über die Frage der Abhaltung geschloffener Sigungen in einer geschlossenen Sizung zu beraten, wird außer von dem Antragsteller nur noch von Kautsky und Kiesel Berlin VI unterstützt. Parteigenossen! Ich glaube, im Namen aller Delegierten und Dr. Quarck- Frankfurt a. M. Es ist ja eigentümlich, daß sich kein unsrer Gäste sprechen zu dürfen, wenn ich unsrem Genossen Schwarz Breslauer zur Verteidigung des Antrags erhebt.( Nuf: Sind noch für die freundlichen Begrüßungsworte, die er soeben an uns richtete, nicht da.) Sie konnten sich aber sagen, daß ihr Antrag den herzlichsten Dank ausspreche.( Beifall.) Als wir im vorigen in der Vorversammlung zur Erörterung kommen würde. Der BresJahre in Mainz den Beschuß faßten, dieses Jahr in Lübeck zu tagen, lauer Beschluß ist offenbar zu einer Zeit gefaßt worden, wo die Erwaren wir der festen Ueberzeugung, daß unsre Lübecker Genossen flärung Singers noch nicht vorlag. Diese Erklärung hätte wohl die alles aufbieten würden, um uns den Aufenthalt hier nach jeder Breslauer Genossen veranlaßt, manches aus der Begründung ihres Richtung hin so angenehm wie möglich zu machen. Und wenn wir Antrages zurückzustellen, was sie sonst gesagt haben. Ich bin jedenauch heute, wo wir erst wenige Stunden und zum erstenmal hier falls in dieser Lage. vereinigt sind, noch nicht viel davon gesehen und gehört Immerhin vermiffe ich auch jetzt noch die Begründung dafür, haben, so glaube ich doch, daß allein schon dies freund- weshalb auch bloß für die finanziellen Dinge in Litteratur, Presse Thiele- Halle: Den Worten Bebels, daß wenn auch die liche und prächtige Lokal ein außerordentlicher Beweis und Kolportage der Ausschluß der Oeffentlichkeit notwendig Geister heftig aufeinanderplazen, wir doch alle im Interesse der dessen ist, was wir von seiten unsrer Lübecker Genossen ist. Jedenfalls wird der Wunsch rege, diese Gründe hier Partei arbeiten, stimmen wir wohl alle bei. Wir glauben auch, zu erwarten haben. Ein schöneres Lokal haben wir faum jemals zu hören. Sie fönnen in öffentlicher, oder in für daß der Vorschlag des Vorstandes im Interesse der Partei gehabt, und daß es aus der eigenen Kraft der Klassenbewußten Ar- für kurze Zeit geschlossener Sigung vorgetragen werden. Der Vor- erfolgt und deshalb haben wir ihn reiflich zu prüfen. Was beiter geschaffen wurde, das ist das großartigste.( Lebhafter Beifall.) stand tann doch nicht verlangen, daß wir ihm blindlings, ohne Gründe soll denn in geschlossener Sigung beschlossen werden? Daß Schwartz hat gemeint, wir ständen hier auf keinem parteihistorischen zu hören, folgen. Zweitens aber habe ich das Bedenken, selbst wenn es notleidende Blätter giebt, wissen wir, daß vieles besser werden Boden; aber wir stehen auf historischem und zwar auf althistorischem jetzt Gründe dafür angeführt werden könnten und für diesen Special- muß, wissen wir auch, aber soll das durch einen Beschluß erreicht Boden. Jeder, der hier die Stadt zum erstenmal betreten hat, hat gegenstand diesmal die Oeffentlichkeit ausgeschlossen wird, daß durch werden? Das ist unmöglich. Die Gründe Bebels sind für mich den Eindruck gewonnen, daß wir uns hier in einer alten deutschen diese geschlossene Sigung ein Präjudiz geschaffen wird für fünftige nicht durchschlaggebend, das Wort Principiis obsta gilt auch hier. Stadt befinden, und zwar in einer alten deutschen Stadt, in Fälle.( Sehr richtig!) Wir wissen alle, daß in unsrer Partei Allerdings stehe ich nicht auf dem Boden der Vorrednerin, daß wir der das Bürgertum mit als erstes seine Unabhängigkeit gegen Unter- schwere Kämpfe zwischen Socialdemokraten unter sich vorgekommen sind. die altbewährten Principien auch hier hochhalten müssen; mich drückung der Fürsten eroberte. Von Fürsten gegründet, dauerte es Ich will nicht untersuchen, mit welchen zum Teil sehr üblen Mitteln dabei fümmert auch nicht das Geschrei der bürgerlichen Presse. Für mich nicht lange, daß es das fürstliche Joch abschüttelte und ein gekämpft worden ist. Es ist nicht ausgeschlossen, daß solche Dinge ist nur maßgebend das innere Bewußtsein. Der Vorwurf, den Bebel neues Gemeinwesen auf bürgerlicher Grundlage bildete. Aber auch wieder vorkommen. Wir sind alle teine Engel und je größer der gegen die Parteipresse erhoben hat, ist nicht berechtigt; unsre Partei da nicht auf allgemeiner gleicher Grundlage; die Klassenherrschaft Rahmen unsrer Partei wird, desto größer wird die Möglichkeit dazu. ist nicht erst durch den Artikel der Frankfurter Zeitung" aufmerksam hat das alte Lübeck in reichlichem Maße bon feiten Wir müssen deshalb erwägen, ob die in bester Absicht beantragte gemacht worden. feiner Patrizier zu genießen bekommen. Vergeblich waren geschlossene Sigung nicht die Handhabe giebt, bei gefährlicheren Frohme: Am meisten hat mich die Bemerkung überrascht, daß seine Versuche, das Patrizierjoch abzuschütteln, das erste Mal Gelegenheiten auf diesen Vorgang zurückzugreifen. Dies Präjudiz wir einem Princip etwas vergeben, wenn wir dem Vorschlage des im vierzehnten, das zweite Mal im jechzehnten Jahrhundert tann zum Mißbrauch führen. Sie werden mir erwidern: Dagegen Vorstandes folgen. Diese Art und Weise, willkürlich Principien zu Zur Zeit der Reformation. Auch hierbei zeigt es sich, daß auch schützt uns das demokratische Bewußtsein der Delegierten. Aber es tonftruieren, fann mir nicht imponieren. Es handelt sich um kein religiösen Bewegungen politische und sociale Interessen zu Grunde hat uns in der Vergangenheit nicht geschützt. Ich erinnere an die Princip, und daß die Partei bisher alles öffentlich verhandelt liegen. Als Buggenhagen die Reformation predigte, fand er nur Zeiten des Herrn von Schweizer. Da wandten die beiden Rich hat, so folgt daraus weder principiell noch taktisch, daß wir verbei den Unterdrückten und Abhängigen Anhang; die Patrizier blieben tungen nicht gerade die schönsten Mittel gegen einander an. pflichtet sind, dies auch in allen andren Fällen zu thun. Für mich katholisch, das gemeine Volt wurde protestantisch. Vergeblich alle Wir haben heute nicht zwei Richtungen, aber doch Gruppierungen liegt die Sache ganz einfach. Der Parteivorstand spricht den Versuche die gauzen Jahrhunderte bis auf den heutigen Tag hat in der Pdrtei. Von gewiffer Seite ist, wie ich meine mit Unrecht, Wunsch aus; welche Thatsachen ihn dazu bestimmt haben, das Patriziat seine Herrschaft zu behaupten gewußt. Wie sehr, dafür von Ausschluß gesprochen worden. Deshalb ist natürlich nicht eine bin ich nicht in der Lage zu ermessen, aber das muß spricht, daß trotzdem unsre Genossen wie auch in den andren beiden Spaltung zu erivarten. Auf so lächerliche Finten sollten unsre Gegner ich sagen: wenn ein Barteivorstand wie der unfrige freien Städten Deutschlands ihre Vertreter in den Neichstag verzichten. mit einem, wie man gefagt hat, so abnormen Ansinnen geschickt haben, es noch im vorigen Jahre trotz ihrer ausgezeichneten Es ist mit einer gewissen Geringschägung davon gesprochen an unsherantritt, uns herantritt, so muß ich als ehrlicher und wohlOrganisation und ihres großen Opferfinnes ihnen nicht möglich war, worden, daß man nicht mit den alten Gründen in der Bekämpfung meinender Genosse zugestehen, daß die Mitglieder des Vorstandes einen Genossen in die Bürgerschaft hineinzubekommen. Und wenn der geschlossenen Sigung tommen solle, wir seien eine Partei der wohl ihre guten Gründe dazu gehabt haben.( Sehr wahr!) Glauben es noch eines weiteren Beweises bedürfte, dann brauche ich nur das Oeffentlichkeit 2c. Ich möchte mir meinen Jdealismus doch nicht Sie wohl, der Parteivorstand würde sich so ohne weiteres der Gefahr Wort„ Streitverordnung" auszusprechen( Stürmische Kundgebungen), ganz nehmen lassen. Ueber gewisse Grundforderungen auch in Ge- einer Blamage aussehen, die entstehen könnte, wenn sich erweisen mit der der Lübecker Senat ja glücklicherweise beim Reichsgericht ab- schäftssachen darf so nicht hinweggegangen werden." Man darf nicht sollte, daß sein Vorschlag überflüssig war und daß er keine Gründe gefahren ist.( Heiterkeit.) die Praxis allein ausspielen und hinweggehen über den begeisternden dafür hatte? Nein, in dem Augenblick, wo der Vorstand sich dafür Aber die Klassenherrschaft hat unsre Genossen hier in Lübeck nicht Kern. Schäßen Sie es nicht gering ein, wenn die Massen mit Stolz äußert, daß nach seiner Meinung eine geschlossene Sigung notwendig abhalten können, zu arbeiten und zu agitieren und es dahin zu sagen können: Nie ist es bei uns vorgekommen, daß etwas hinter sei, steht es eigentlich schicklicherweise keinem an, dem zu widersprechen. bringen, daß die alte freie Reichsstadt Lübeck eine Hochburg der den Coulissen bei geschlossenen Thüren erledigt worden ist. Erweist sich, daß der Vorstand geirrt hat, so fallen die Folgen auf Socialdemokratie geworden ist. Wohl datiert diese Arbeit erst seit Bebel: Quard scheint nach seiner Rede doch geneigt zu sein, diejenigen zurück, die jetzt den Vorstand bilden. Man hat gesagt, 1866, aber eine so junge Partei wie die deutsche Socialdemokratie fein Gewissen zu beruhigen, wenn er vom Vorstand eine deutlichere die geltend gemachten Gründe reichen nicht aus, um die Notwendigfann Sie schon zu ihren Alten zählen. Ihr Parteigenossen von Auskunft erhält. Freilich hat er auch davon gesprochen, wir sollten feit zu erweisen. Für mich ist die Thatsache, daß der Vorstand es Lübeck habt die Schicksale der Gesamtpartei miterlebt. Ihr habt, uns unsren Jdealismus bewahren, sonst liefe der Partei Gefahr. als notwendig erachtet, so zu verfahren, an sich Grund genug, denn als ihr zum erstenmale 1871 in den Wahlkampf tratet, das gesamte Wenn das aber wirklich der Fall wäre, dann hätte die Social- wenn wir auf die Gründe des weiteren eingehen wollten, so erBürgertum zum Zusammengehen gegen Euch gebracht, Ihr seit in die demokratie in den ersten 15 Jahren ihres Bestandes überhaupt keinen öffnen wir doch lieber die Debatte über das, was wir in ge Höhe gegangen, bis unter dem Attentatsschreien 1878 der Niedergang dealismus befeffen.( Sehr gut!) Bon 1863-1878 haben wir all- schlossener Sigung zu beraten für nötig halten.( Sehr wahr!) Haben kam; Ihr habt dann den Aufschwung von 1884 mitgemacht und 1890 zum jährlich beim Allgemeinen deutschen Arbeiterverein sowohl wie bei wir als Vertreter der socialdemokratischen Partei denn hier eine erstenmal Schwarz in den Reichstag geschickt. Der Wahlkreis ging den Eisenachern geschlossene Verhandlungen gehabt, und sie haben andre Stellung einzunehmen, als sie grundsäßlich und tattisch jeder ja 1893 wieder verloren, aber 1898 habt Ihr ihn wieder erobert uns nicht gefchadet; das zeigt der gewaltige Aufschwung unsrer Wahlverein einnimmt? Hält einmal ein Wahlverein zur Besprechung und wir sind fest überzeugt, verlieren werden wir Lübec nie mehr. Partei. Quard spricht von gefährlicher Präjudiz. Aber der Parteitag interner Angelegenheiten eine geschloffene Sigung für nötig, dann ( Lebhafter Beifall.) ist souverän. Er tann auch während der geschlossenen Sigung befällt es feinem vernünftigen Menschen ein, zu sagen: Das Barteigenossen, wir sind hier zu ernsten Beratungen zusammen- schließen, die Oeffentlichkeit wieder herzustellen. Quard fann es darf er nicht. Nein, aber hier kommt man her und begründet mit gekommen. Schwere Tage stehen uns bevor. Wir haben Stellung zu jeden Augenblick beantragen, wenner Gefahren kommen sieht.( Heiterkeit.) Worten Vernunft und Princip das, was weder vor Veriunft noch nehmen zu einer Reihe allgemeiner wichtiger Fragen, die augenblicklich was der deutsche Reichstag bei der lex Heinze auf unfren Antrag vor Princip beſtehen kann. das allgemeinste Interesse weit über die deutsche Bevölkerung beschlossen hat ohne Gefahr für sein Renommee, das kann wohl der Hoch- Hanau: Daß der Vorstand triftige Gründe gehabt hat, ist hinaus in Anspruch nehmen. Wir werden auf der andren Seite wie socialdemokratische Parteitag auch einmal riskieren. Um was selbstverständlich, es fragt sich nur, ob auch wir diese Gründe für stets auf unfren Parteitagen auch interne Angelegenheiten zu bes handelt es sich denn? Um reine Geschäftsangelegenheiten. Eine triftig halten. Daß der Vorstand durchaus nicht über alles richtig inhandeln haben. Es sind Fragen wir wollen es nicht ver- Erklärung wird gefordert; nun, hören Sie doch das Referat und formiert ist, hat ja Bebel in seiner Erwiderung bewiesen; es stimmt schweigen wo die Geister scharf auf einander plagen werden; aber find Sie mit ihm nicht einverstanden, dann können Sie ja die nicht, daß die Genossen erst durch den Artikel der Frankfurterich setze es als selbstverständlich voraus, daß, wer hier seine Meinung Deffenlichkeit beschließen. Beitung" aufmerksam gemacht sind. Wir haben unsren Partei äußert, es in vollster objektivster Ueberzeugung thut und in der Ich glaube noch auf etwas aufmerksam machen zu müssen. In genossen, die uns hierher delegiert haben, Rede und Antwort zu festen Absicht, der Allgemeinheit zu nüßen. Wenn das geschieht, diesem Frühjahr sind gegen unire Partei auf Grund gewiffer Vor- stehen und zwar in voller Oeffentlichkeit. dann können wir getrosten Mutes diesen Meinungsfämpfen gänge alle möglichen Angriffe, Verspottungen und Verhöhnungen der Ein Schlußantrag, den Bartels- Lübeck begründet, wird angeentgegensehen, dann können wir überzeugt sein, daß auch dieser blutigsten Art gemacht worden, und die Parteipreffe, das Central- nommen. Parteitag der Gesamtpartei als solche und dem gesamten tlaffen- organ eingeschlossen, hat dazu geschwiegen, als wenn sie keine Augen Der Antrag des Parteivorstandes wird mit der von bewußten Proletariat von Nutzen sein wird.( Stürmischer Beifall). und Ohren hätte. Auch als der Vorschlag von unsrer Seite fam, Singer zu Beginn der Diskussion gegebenen Einschränkung mit So erkläre ich hiermit namens des Vorstandes der Partei den schwieg sie. Da kam der Leitartikel der Frankfurter Zeitung", die großer Mehrheit angenommen. zwölften Parteitag feit Untergang des Socialistengefeges für eröffnet. Socialdemokratie gerate auf böse Abwege, ein Wendepunkt trete ein und Singer: Der erste Punkt der Tagesordnung ist damit festEs wird zur Bureauwahl geschritten. da auf einmal entstand in unsrem eignen Lager ein gewaltiges Gegader gelegt. Es ist ein Antrag eingegangen von Müller- Hamburg Als Präsidenten mit gleichen Rechten werden Singer und und Geschrei. Ohne den Artikel der Frankfurter Beitung" wäre die und Genossen, die Angelegenheit der Schwartz durch Zuruf gewählt. ganze Preßhehe nicht gekommen, darüber wollen wir uns nicht Hamburger Accordmanrer Singer dantt dem Parteitag herzlich für das erwiesene Ver- täuschen. Es muß ausgesprochen werden, daß auf die Haltung trauen. Auch auf diesem Parteitag werden wir unsre Ehre darin unfrer Parteipresse die bürgerliche Presse einen viel größeren Einfluß als Bunkt drei der Tagesordnung nach dem Bericht der Controleure sehen, im Dienst des Parteitages zu stehen. Wir können unsre hat, als es sein sollte. Es handelt sich um rein geschäftliche Dinge, gesondert zu behandeln und hierfür Auer als Referenten, Arbeiten nicht besser beginnen, als mit dem Rufe: Hoch die deutsche mit denen die finanziellen Angelegenheiten eng zusammen- Bömelburg Hamburg als storreferenten zu bestellen. Ich mache Socialdemokratie!( Die Versammelten erheben sich von den Pläzen hängen. Dabei wird über Periönlichkeiten und lokale Vor- Ihnen den Vorschlag, die Hamburger Streitbrecher Angelegenheit und stimmen dreimal begeistert in das Hoch ein.) tommnisse gesprochen werden müssen, die nach unsrer Meinung im Rahmen des Vorstandsberichts aber gesondert für sich zu Zu Schriftführern werden durch Zuruf gewählt: Braun- in den letzten Jahren die Partei schwer geschädigt haben. Diese behandeln. Königsberg, Duard- Frankfurt a. M., se önig: Bochum, Bohn e Dinge in Parteipresse und Parteilitteratur wollen wir einmal in ge- Müller Hamburg: Unser Antrag spricht für sich selbst. Es Berlin, Hildenbrand Stuttgart, Rudolph Nürnberg, schlossener Sigung ohne Hehl und Scheel erörtern, um diese Uebel, handelt sich um eine Frage, die die gesamte Arbeiterschaft sowohl d in politischer wie in gewerkschaftlicher Nichtung in hohem Grade] damit beginnen müssen, Ihren Standpunkt zu vertreten. Begien nossen ein Hoch ausbringen auf die internationale Socialdemokratie interessiert, über die in der Gesamtbewegung das hat die Dis- stellt nun die Sache so dar, als habe der Vorstand die Sache infceniert. Sie lebe boch!"( Die Delegierten haben sich von den Plägen ertuffion in der Bresse gezeigt noch nicht genügende Klärung Das heißt doch die Dinge auf den Kopf stellen. Es handelt sich hoben und stimmen dreimal begeistert in den Ruf ein). geschaffen ist. Eine solche Klärung ist aber absolut not- nicht um eine Aktion des Vorstandes, sondern um eine von Braque- Paris( Bertreter der französischen Arbeiterpartei) wendig, und das ist nur in einer fachlichen, aber sehr eingehenden den Hamburger Maurern beantragte Ausschließung. Hätte Ich bin erst 24 Stunden in Deutschland und meine Kenntnis Diskussion möglich. Bei dem Vorschlag Singers fürchten wir, daß Legien recht, so handelte es sich um eine der Duzende von die Frage mit andren Fragen, die auch im Vorstandsbericht behandelt Parteivorstands- Handlungen, worüber Pfannkuch referieren wird der deutschen Sprache ist noch so gering, daß Sie mir gestatten werden, leicht verquickt werden könnte.( Auer: Nein, das soll sie und es wäre überflüssig, sie gesondert zu behandeln. Eine Revision müssen, in französischer Sprache zu Ihnen zu reden. Ich habe Ihnen ja nicht.) Deshalb fordern wir auch, daß Auer als Vorsitzender des muß von dem begründet werden, der sie beim höchsten Parteigericht die brüderlichen Grüße des revolutionären Frankreich zu überSchiedsgerichts und Bömelburg als der mit der Sache vertrauter einlegt. Wenn also Legien fragt: Warum weigern Sie sich, das mitteln und die Versicherung treuer Solidarität. Eben haben wir Vorfizender der Centralorganisation referieren, damit Klarheit in Referat zu übernehmen, so ist die Gegenfrage sehr berechtigt: Ja, in Roubair unsren Stongreß gehabt, auf dem die 138 Delegierten der Gesamtbewegung hierüber geschaffen wird. warum weigern Sie sich eigentlich, das Referat zu übernehmen. noch nicht die Gesamtsumme unser Kraft darstellten. War es doch ein rein politischer Kongreß, an dem die mit uns in innigster Singer: Ich stelle das Mißverständnis richtig: ich habe aus-( Buftimmung.) drücklich vorgeschlagen, den Punkt zwar im Rahmen des Vorstandsberichtes, aber gesondert für sich zu behandeln. In den Nahmen des Vorstandsberichts gehört er, weil ja der Vorstand selbst über diesen Punkt bereits Mitteilungen gemacht hat. Ueber die Referentenfrage werde ich natürlich einen Beschluß des Parteitages herbeiführen. Stadthagen: Gerade weil ich eine wirkliche objektive Klärung wünsche, lehne ich den Antrag betreffend die Referenten ab. Eine objektive Klärung, die von Personen gegeben wird, die Partei find, ist mir nichts. Bömelburg ist Partei, und wenn Sie ihn zum Referenten machen, dann müssen Sie zum mindesten einen Vertreter der Accordmaurer, denen, wie es heißt, das Hamburger Parteiorgan vollkommen verfchloffen gewesen ist, als Korreferenten zulaffen. Fischer: Berlin: Ich bin gegenteiliger Meinung. Daß die Accordmaurer im Hamburger Echo" nicht zum Wort gekommen sind, ist eine Begleiterscheinung des ganzen Streits, das tann im Laufe der Diskussion geklärt, gerügt bezw. verteidigt werden. Die Sache liegt ganz anders, als daß hier ein paar Hauptkampfhähne Referent und Storreferent sein sollen. Es ist ein Punkt, zu dem 22 Anträge gestellt sind; da ist es ganz selbstverständlich, daß die streitenden Parteien den Sachverhalt kundig darstellen durch Referenten und Storreferenten. Aber hier liegt eine Beschwerde an den Parteitag vor; der Schiedsspruch hat Rechtskraft erlangt bis zur Beschwerde an den Parteitag. Da ist es logisch, daß die Beschwerdeführer als Referent auftreten und uns die Gründe angeben, warum fie mit dem Schiedsspruch nicht einverstanden sind.( Sehr richtig! Also ich beantrage das Amendement zu dem Antrag Müller, daß Bömelburg Referent und Auer Korreferent wird. Frau Steinbach- Hamburg: Auer war so freundlich, meinen Fühlung stehenden Gewerkschaften und Genossenschaften sich nicht beMienen feine Aufmerksamkeit zu schenken und den Parteitag von teiligen fonnten. Ein tiefes unauslöschliches Gefühl verbindet uns mit vornherein darauf hinzulenken, daß ich mit seinem Schieds- der deutschen Socialdemokratie und wir legen Wert darauf, diese spruch natürlich nicht einverstanden bin.( Heiterkeit.) ( Heiterkeit.) Jch Gefühle auch diesmal persönlich zum Ausdruck kommen zu lassen. wende mich speciell gegen den Thieleschen Unterantrag, Ist doch die deutsche Socialdemokratie die erste socialistische Partei statt Streitbrecher Accordmaurer zu setzen. Darum wird sich ja ge- der ganze Welt, die dem Proletariat den wahren Weg zu seiner Bes rade der ganze Streit drehen. Wir haben keinen Ausschluß der Accord- freiung gezeigt hat, so daß es nicht der Geprellte der bürgerlichen maurer beantragt weder beim Schiedsgericht noch bei den Con- Phraseologie und Ideologie und der Vulgärdemokratie wird.( Beis troleuren, noch beim Parteitag. Sondern wir haben dem Antrag fall.) Jhr versteht reinlich zu scheiden, was reinlich geschieden was unauflöslich zusammender Hamburger Verbandsmaurer zugestimmt, die den Ausschluß der werden muß und zu einigen, von ihnen als Streitbrecher charakterisierten Personen gefordert haben. gehört, dessen sind auch wir uns bewußt. Für immer sind uns die Der Schiedsspruch hat derartige Verwunderung erregt und die vom Beiten vorüber, wo man im französischen Socialismus nur den AusSchiedsgericht geltend gemachten Gründe können so wenig als wirkliche läufer der bürgerlichen Demokratie sah. Und auch in Eurer auss Gründe gelten, ja, in der Gesamtpartei ist solche Verwirrung über wärtigen Politik seid Ihr ein leuchtendes Beispiel. Ihr seid die diese Gründe entstanden, daß wir es für wünschenswert halten, wenn stärkste tonne in der Armee des internationalen Socialismus in Das hat Auer vor der höchsten Parteiinstanz seine Gründe entwickelt, damit seinem Fampfe gegen die internationale Ausbeutung. wir erfahren, welche eigentlichen Gründe ihn beim Schiedsspruch geleitet Euer unvergeßlicher Liebknecht auf unserm legten Kongreß, haben. Noch einmal: Die Hamburger Parteiversammlung hat nicht den an dem er teilnehmen konnte, in seiner eindrucksvollen Art betont. Ausschluß der Accordmaurer, sondern den Ausschluß der von den be- unsre Partei war die erste in Frankreich, die Eurem Beispiel in rechtigten Organen als Streitbrecher bezeichneten Personen beschlossen. Praxis und Taktik folgend, die proletarische Klaffe zu organisieren ( Singer ersucht die Rednerin, nicht in die Materie einzugehen. Nur über trachtet und national und international den Klassenkampf führt. die Form, in der über die Materie verhandelt werden soll, dürfe jetzt aber nicht nur für das revolutionäre Endziel fechten wir, wir sind, gesprochen werden.) Durch den Schiedsspruch sind ganz neue Principien wie Ihr, von der Notwendigkeit durchdrungen, der Bourgeofie die für die Organisationen in der Arbeiterbewegung aufgestellt worden. erforderlichen Reformen für die Arbeiterklasse zu entreißen, erbetteln, um auf diesem Wege die Wir wollen nun versuchen, ob wir gegen einen so starten und nicht aber sie zu großen Debatter, wie Auer es ist, ankommen können, ob der Bömel- proletarischen Truppen für den Kampf zu stählen und durch burg, der auf so altmodischem Standpunkt steht, gegen ihn auf die Propaganda der Thatsachen zu wirfen, gleichzeitig aber tommen kann. Wenn Auer so ängstlich ist( Oho!), seinen Schieds- auch den Nachweis zu führen, daß es der bürgerlichen Gesellschaft unmöglich ist, Not und Elend aus der Welt zu schaffen. Diese Aufspruch hier zu begründen, dann steht's doch wohl schwach damit. Ein Schlußantrag, den Hinge- Berlin begründet und Thiele- fassung bedingt, daß wir uns an allen Wahlen, auch an den Kommunalwahlen beteiligen. Gerade durch die Kommunalwahlen Halle bekämpft, wird angenommen. werden gleichsam Garnisonen des Proletariats in die großen Städte und Industriecentren des Landes gelegt. Schon gehören uns zahlreiche solcher Waffenpläge: Noubaix, Rouen, Montluçon und vor allem Lille. In Roubair haben wir uns auf unserm letzten Kongeß in entschiedenster Weise von denen getrennt, die das Proletariat wollen, seine wahren Aufgaben zu vergessen. verführen es uns gelungen, alle Auf der andern Seite aber ist socialistischen und revolutionären Streitkräfte Frankreichs nicht nur in Einigkeit sondern in Einheit zusammen zu führen.( Beifall.) Wir haben uns zusammen geschlossen mit der socialistisch revolutionären Partei unter Führung Vaillants, ein Zusammenschluß der einstimmig von uns beschlossen worden ist. Auf Grund dieser Thatsache kann die Einigkeit der französischen Genossen als vollzogen gelten. Würde Euer Kongreß erst im November stattfinden, so würde ich auch äußer lich als Vertreter aller revolutionären socialistischen Arbeiterparteien Frankreichs auftreten tönnen. Ich schließe mit dem Rufe: Hoch die Hoch die Arbeiter Internationale! deutsche Socialdemokratie! ( Bravo!) Die Uebersetzung der Nede giebt Frau 8ettin. Branting- Stockholm von Elm: Referenten und Korreferenten müssen wir bestellen, denn eine Klarlegung der Sache durch die Hauptbeteiligten ist bei furzbeschränkter Redezeit nicht möglich. Das Hamburger Echo" hat nicht etwa einseitig den Accordmaurern seine Spalten geschlossen, sondern, abgesehen von der Mitteilung der Beschlüsse, überhaupt bis Der erste Teil des Antrages Müller und Genossen wird mit zu dem Parteitags- Artikel feine Stellung genommen, auch nicht Rücksicht auf die Erklärung Singers zurückgezogen, daß der durch Eingesandts und Preßstimmen. Ich bin durchaus nicht ab- Punkt im Rahmen des Vorstandsberichts, aber als gesonderter geneigt, auch einem Accordmaurer, falls einer anwesend sein sollte, Diskussionsgegenstand behandelt werden solle. bas Wort zu verstatten. Aber ich bin im Gegensatz zu Fischer der Damit ist das Amendement Thiele gegenstandslos geworden. Meinung, daß Auer, der den Schiedsspruch gefällt hat, Der zweite Teil des Antrages Müller( Auer Referent, Bömelzunächst die Sachlage schildern muß, wie sie sich dem Schiedsgericht burg Korreferent) wird abgelelehnt und der Antrag Fischer unterbreitet hat. Nehmen Sie den Antrag in der vorliegenden mit großer Mehrheit angenommen, wonach Bömelburg als Form an. Vertreter der Beschwerdeführer als Referent, Auer als Vertreter des Beyer- Leipzig: Der Standpunkt Stadthagens, der eigentümlichste angegriffenen Schiedsspruches als Korreferent sprechen soll. aller Parteigenossen, wundert mich nicht; mich wundert nur der Es folgt die Beratung der genügend unterstützten Anträge 1, 2, Standpunkt von einem Juristen, der die Parteien zu ihrer Vertretung 3, 4 und 6, welche ein Referat über vor Gericht nicht zulassen will. Nein, die Parteien sollen uns ihren Die wirtschaftliche Krise Streit vortragen und da muß uns Auer zunächst die Sache darlegen. auf die Tagesordnung setzen wollen. ( Burufe: Nein, umgekehrt!) Dr. Südekum: In verschiedenen Städten und großen Industries Auer: Die Streitfrage, wer Referent und wer Korreferent, ist bereits entschieden, ich erkläre wenigstens, daß ich nur als Korreferent centren Deutschlands sind in der letzten Zeit die Arbeitsverhältnisse reden kann. Die Forderung, daß ich den Thatbestand mitteile, soweit durch große Zuſammenbrüche außerordentlich verschlechtert worden. ich es tann, ist ja bereits erfüllt, die Auffassung des Schiedsgerichts Nach meiner Meinung ist es Pflicht des Parteitages, dazu Stellung liegt Ihnen ja in dem bekannten Dokument vor. Diesem Objekt zu nehmen und ein Wort der Aufklärung in die Massen zu werfen. gegenüber, das die Grundlage der Anklage bildet, haben Sie als Privatim ist mir gesagt, das könne erreicht werden, wenn der Autläger jegt die Gründe anzuführen, die Sie in Ihre oppofitionelle Referent über die Bollfrage in feinen Ausführungen auch auf die überbringt wie vor 11 Jahren in Halle den brüderlichen Gruß der Stellung zum Schiedsspruch gebracht haben.( Sehr richtig!) Dann Krise und Krachs Rücksicht nehmen würde. Ich bin andrer Meinung, schwedischen Genossen. Die alte Hansastadt Lübed war im Mittel werde ich Ihnen schon Rede stehen. Aber ich möchte mich gleich denn in ihrem ganzen Wesen ist die Krach- Erscheinung vollkommen alter ein Centrum des aufblühenden Kapitalismus und beherrschte von vornherein gegen eine Verdrehung verwahren, die ja gewiß un verschieden von dem, was über die Bollpolitit zu sagen ist. Ich dank seiner höheren Kultur auch die schwedischen Verhältniffe. Wir haben hier Erinnerungen auch an Gustav Wafa. Wiederum beabsichtigt ist, aber den ganzen Charakter der Diskussion in nuce wider glaube, wir können an dieser Erscheinung des wirtschaftlichen Lebens ist in diesen Tagen diese alte Hansestadt ein Centrum, aber ein giebt: die Kampfhähne heißt es- der eine der Vertreter der Streitbrecher nicht ohne weiteres vorbeigehen. Auch wir in und der andere natürlich der Ankläger, der fittenstrenge, gute Partei Bebel: Ich bitte, die Anträge abzulehnen. Darin stimme ich Centrum einer neuen Bewegung und Systems. genoffe! Seit wann bin ich denn der Vertreter der Streitbrecher? mit Südekum überein, daß es für den Referenten über die Boll Schweden folgen Euren Bahnen. 50 000 Arbeiter von Schonen bis ( Burufe.) Sie interpretieren das hinein.( Buruf von Frau und Handelspolitik nicht angeht, gleichzeitig auch über die Krisis zu Lappland stehen zur socialistischen Partei. Noch größer ist die Zahl Steinbach) Gewiß, Frau Steinbach, Sie thun das aus Ihrer sprechen, er kann darüber nicht anders wie im Vorbeigehen reden. der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter. Drei tägliche und sechs innersten Ueberzeugung, und besonders Sie!( Große Heiterkeit), Das Thema muß besonders behandelt werden durch ein Referat, zu andre Beitungen führen den Kampf um das allgemeine politische Aber ich habe eben eine andre Auffassung. Ich habe nach bestem dem wir im übrigen gar keine Stellung zu nehmen brauchen; höchstens Stimmrecht, das wir, wenn es nicht anders geht, selbst mit allWissen und Gewissen, nach meiner Fähigkeit mein Urteil abgegeben fann einer oder der andre, der mit dem Referenten nicht einverstanden gemeinen Massenstreits zu erobern suchen werden. Boltshäuser sind ist, seinen abweichenden Standpunkt darlegen. Ein Wort im Aufblühen; die kooperative Bewegung nimmt einen erfreulichen und es im Schiedsspruch niedergelegt. Ich als Vertreter der Streit der Aufklärung über das Wesen, die Ursachen und die Fortschritt. Wir stehen fest in der Bewegung, aber wir wollen brecher dazu habe ich weder die Eignung, habe aber auch gar nicht die Luft, Ihnen die Möglichkeit zu geben, von vornherein die Diskussion Natur der Kriſen kann in viel besserem und ausgiebigerem von Ihnen lernen, wie wir am schnellsten fortschreiten tönnen zu auf eine falsche Bafis zu bringen.( Sehr gut!) Verfahren Sie, wie ich es Maße in unfrem wissenschaftlichen Organ, der Neuen Beit, dem Ziel der internationalen Socialdemokratie. Wir als germanisch und in der Presse überhaupt, als auf dem Parteitage gegeben Stammverwandte sind mit Ihrem methodisch sicheren organisatorischen ſage: Sie kommen dann nicht zu kurz, und ich hoffe, ich auch nicht. werden. Dort ist die richtige Stelle, wo diese Erscheinung unter Vorgehen völlig einverstanden. Wir sind in Schweden überzeugt, ( Heiterkeit und Beifall.) Legien- Hamburg: Wenn es sich um zwei Parteien handeln die kritische Lupe genommen werden kann. Ein andrer Grund, aus daß wir Sie immer an der Spitze der Arbeiterbewegung der ganzen würde, die mit einander ringen, dann hätte Auer recht: der Be- dem ich Sie um Ablehnung der Anträge bitte, ist der, daß unsre Welt finden werden. Ein Hoch auf Ihre Partei als die starke bahnschwerdeführer hat zuerst zu sprechen. Wir fassen in Tagesordnung schon zu sehr belastet ist. Nach meiner Meinung brechende Kolonne der völterbefreienden internationalen Arbeiter Hamburg die Frage feineswegs als derartige auf, sondern als eine haben wir, namentlich auch in Hinsicht auf die zahlreichen Initiativ demokratie, hoch die deutsche Socialdemokratie!( Der Parteitag reine Parteifrage. Der Parteitag soll Klärung schaffen über die anträge, Mühe und Not, in der festgesezten Beit fertig zu werden. stimmt begeistert in das Hoch ein). De Noode- Amsterdam: Der Borstand der socialdemokratischen Meinung, die in dem Schiedsspruch zum Ausdruck gekommen ist. Das bitte ich Sie zu beachten. Was wir über die Krisis zu hören Auer meint, das Thatsachenmaterial liegt in diesem Schiedsspruch haben, kommt auch noch das nächste Jahr zurecht, so schnell vergeht Arbeiterpartei Hollands hat mich hierher geschickt, um Ihnen den vor. Wir wollen aber die Gründe wissen, die zu dem Schiedsspruch sie nicht, und dann können wir vielleicht in besserer und vollkommenerer Brudergruß der Kameraden zu bringen. Die abgelaufenen Wahlen haben gezeigt, daß in der Arbeiterpartei Hollands der Anarchisms geführt haben. Auer ist vom Parteivorstand als Vorsigender des Weise als heute darüber reden. Die Abstimmung ergiebt die Ablehnung der Anträge; als politische Bewegung jetzt erloschen und daß die Social Schiedsgerichts bestellt worden, der Parteivorstand hat die Frage der Rest der provisorischen Tagesordnung wird genehmigt. Der An- demokratie die einzige Vertreterin des arbeitenden Volkes ist; in seinem Bericht erwähnt; wir haben es also, wenn nur in einem Teil der Gewerkschaftsbewegung behauptet sich der auch nicht direkt, mit einer Stellungnahme des Parteis trag 12 findet nicht die genügende Unterstügung. Anarchismus noch neben andren Utopistereien: Aber wir borstandes zu thun. Ich will nicht sagen, daß der ganze Parteis haben begründete Hoffnung, daß auch dort innerhalb weniger vorstand für die Stellungnahme Auers verantwortlich ist, aber es ist lautet also wie folgt: 1. Geschäftsbericht des Vorstands. a) Agitation, Jahre der Gedanke der internationalen Socialdemokratie sich durcheine vom Parteivorstand inscenierte Handlung, und Auer hat als Wahlen, Kassenbericht. Berichterstatter Pfannkuch und Gerisch. gerungen haben wird. Wir haben bei den letzten Wahlen gute Mitglied des Parteivorstandes Recht gesprochen. Deshalb tönnen b) Bresse, Litteratur, Kolportagewesen.( Gefchloffene Sigung.) Bericht Resultate erzielt, seit 4 Jahren ist unire Stimmenzahl von 13 000 wir mit gutem Recht verlangen, daß er die Principien, die in dem erstatter A. Gerisch. Außerdem soll als besonderer Punkt des Vorstands- auf fast 40 000, die Zahl unsrer Vertreter in der zweiten Stammer von Schiedsspruch und seiner Begründung liegen und die nach berichts. die Reihenfolge ist noch nicht bestimmt die Hamburger 3 auf 6 gestiegen. Auch bei den Gemeinderatswahlen haben wir meiner Meinung ganz neue Principien sind( Sehr richtig 1) Angelegenheit behandelt werden. 2. Bericht der Kontrollkommission. verschiedene Siege errungen, in 40 Gemeinderäten Hollands wird uns begründet, Denn begründet find fie in Berichterstatter H. Meister. 3. Bericht über die parlamentarische jetzt die Stimme des Proletariats vernommen. Unfrer Agitation Schiedsspruch nicht. Was fich in den einzelnen Abfäßen Thätigkeit. Berichterstatter E. Wurm. 4. Zolltarif und Handels- tam nicht zum geringsten die Gründung eines Tageblattes zu Hilfe, des Schiedsspruchs findet, ist eine Begründung für das Nein der verträge. Berichterstatter A. Bebel. 5. Maifeier. Berichterstatter und wir erkennen es mit Dant an, daß 11118 dies durch Schiedsrichter; wir wollen aber gern von Auer wissen, welche Th. Megner. 6. Die Wohnungsfrage. Berichterstatter A. Südekum. Ihre Hilfe ermöglicht wurde. Die holländische katholische Presse Gründe ihn zu diesen neuen Brincipien in seinem Schieds- 7. Anträge zum Programm. 8. Sonstige Anträge. 9. Wahl des war wütend darüber, daß die Unruhe mit fremdem Gelde spruch denn allein hat er die hat ihn verfaßt, erzeugt wird. Nun, die Unruhe, die Sie uns erzeugen helfen, ist haben ihn nur unterschrieben Andrer geführt haben. die Unruhe des menschlichen Gewissens über die physische und seits möchte ich aber von Auer wissen, weshalb er auf die Frage: moralische Entartung des größten Teils der Menschheit durch die Referent oder Rorreferent? solches Gewicht legt. Ich bitte Sie tapitalistische Herrschaft. Hoffentlich werden wir diese Unruhe noch dringend, den Antrag so anzunehmen, wie wir ihn gestellt haben. der lange erzeugen können. Ich danke Ihnen im Namen ( Beifall.) holländischen Partei für Ihre Hilfe und schließe mit einem Hoch auf die deutsche Socialdemokratie.( Die Delegierten stimmen dreimal in das Hoch ein.) dem andern Thiele- Halle beantragt folgendes Amendement: Für den Fall der Annahme des Antrages Müller- Hamburg in diesem das Wort " Streikbrecher" durch das Wort„ Accordmaurer" zu ersetzen. Silberschmidt- Berlin: Das letzte Amendement bitte ich Sie deshalb abzulehnen, weil es sich hier nicht um die Accordarbeit oder um die Accordmaurer handelt, sondern darum, daß Genossen Streit bruch begangen haben.( Ledebour: Das muß doch erst bewiesen werden). Das wird bewiesen werden.( Singer ersucht den Redner, nicht in die Materie einzugehen). Das ist nicht meine Absicht. Ich erachte es aber im Interesse unsrer Zeit und im Interesse der Sache für geboten, wenn Auer das Referat übernimmt und endlich einmal die Momente farlegt, weshalb das Schiedsgericht zu seinem Urteil gelangt ist. Bisher ist das noch nicht geschehen. Die definitive Tagesordnung Vorstandes und der Kontrollkommission. Schluß 9/4 Uhr. 2übed, den 28. September 1901. Erfter Verhandlungstag. Vormittags Sigung. 93/4 Uhr. Den Vorfiß führt Singer. Singer: 0 Pernerstorffer- Wien: Wir Vor Eintritt in die Tagesordnung erfülle ich die freudige Pflicht, Wenn irgend eine Partei irgend eines Landes fagen kann, daß die Delegierten auswärtiger Bruderparteien aufs herzlichste in unfren sie die Tochter der deutschen socialdemokratischen Parteibetvegung ist, Reihen begrüßen zu können. Wir haben die Freude, unter uns zu so kann es die östreichische Socialdemokratie sagen. Von Anfang an sehen den Genoffen Astem aus London als Vertreter der S. D. F., bis auf den heutigen Tag fühlen wir uns als Eure, der deutschen den Genossen Braque aus Paris von der parti ouvrier, den Genoffen Socialdemokratie, Kinder, und wir haben versucht, unfren Eltern zu machen. Das ist uns auch gelungen. Branting aus Stockholm, den Genossen de Roode aus Amsterdam und Ehre weit davon entfernt, ชน glauben, daß wir schon die Genoffen Adler und Bernerstorffer aus Oestreich, Adler als Ver- find die deutsche Partei auszeichnen, treter der Gesamtpartei, Bernerstorffer vom Verband der social jene Vorzüge hätten, die demokratischen Reichsrats- Abgeordneten entsandt. Ich hoffe, daß die aber wir sind auf der andren Seite stolz darauf, daß es uns bisher Richard Fischer- Berlin: Die Gründe, die Legien und Silber- Genoffen, die zum Teil schon früheren Kongreffen von uns bei gelungen ist, ein Problem durchzuführen im Sinne des Programms schmidt angeführt haben, müssen logischerweise dahin führen, daß gewohnt haben, aus unsern Verhandlungen den Eindruck mit hinaus der internationalen Socialdemokratie, ein wichtiges Problem, das mein Antrag angenommen wird. Silberschmidt sagte, es handle sich nehmen, daß die deutsche Socialdemokratie nach wie vor entschloffen ist, bei Ihnen ja mur theoretisch erörtert wird, das Nationalitätenhier im Streitbrecher. Auer aber hat erklärt, daß es ihm gar nicht ihre Solidarität dem internationalen Proletariat zu bethätigen.( Bravo!) Problem. Wir in Oestreich sind in der That eine internationale einfalle, für Streitbrecher zu plädieren. Was haben Sie da für Oft nennen uns unsre auswärtigen Freunde die Lehrer und Meister. Partei, wir sind der einzige Verband im Parlament, dessen Mitein Mittel, Auer zur Uebernahme des Referats zu zwingen. Nun dreht Aber mit berechtigtem Stolze können wir sagen, daß nunmehr auch glieder verschiedenen Nationen angehören, und ich spreche hier als man die Sache so: hier liegt ein Schiedsspruch vor und Auer soll ihn be- aus den Schülern Meister geworden sind. Die Socialdemokratie des Wertreter diefer international geeinigten socialdemokratischen Partei gründen. Aber dieser Schiedsspruch ist bereits begründet.( Sehr richtig.) Auslands ist ringend gewachsen und erstarkt im Klaffenkampf des Oestreichs. Wir haben sechs nationale socialdemokratische Parteien in Für den Vorsitzenden und die Mitglieder des Schiedsgerichts hat Proletariats. So können wir, die wir die Einigkeit des flaffen- Oestreich, aber wir bilden im politischen Leben eine geschlossene diese Begründung ausgereicht. Sie aber erklären: Nein, diese Gründe bewußten Proletariats aller Länder immer hochgehalten haben, Einheit, und wenn auch im parlamentarischen Verband bisher genügen uns nicht. Dann ist es offenbar doch Ihre Sache, daß Sie unsre Gefühle am besten dadurch ausdrücken, daß wir deutschen Ges nur drei Nationen, Deutsche, Polen und Czechen, vertreten 1 dann find Den Kaffenbericht Gerisch: Leider hat dieser Tadel find, so hoffen wir doch, daß wir diese Einigkeit auch kommen, die Lust zum Wiederkommen werde ihnen vergehen, Wohle und zur gedeihlichen Entwicklung der Partei dienen.( Lebhafter dann festhalten werden, wenn die Zeit kommt, die andren Nationen Vertreter ins Parlament entienden können. bei der Nachwahl in Memel- Heydekrug erzielt dank der unwo auch hat sich nicht bewahrheitet. Ein glänzendes Resultat haben wir Beifall.) Auch im Auftrage der polnisch- nationalen Partei Oestreichs über- ermüdlichen Thätigkeit unsrer Vorhut für Ostpreußen in Königsberg. bringe ich Ihnen Grüße. Im vorigen Jahre in Mainz bat ich Sie, mit fester Zuversicht können wir in die Zukunft blicken, mit der erstattet uns in dem bevorstehenden Wahlkampfe zu unterstützen. Ich glaube, Gewißheit, daß wir das Erbe des bürgerlichen Liberalismus wie ich habe damals feine übertriebenen Versprechungen in bezug auf das anderwärts so auch in Ostpreußen erfüllen werden, dem Volte seine Wahlrefultat gemacht, es ist so ziemlich das eingetroffen, was ich voraus politischen Freiheiten zu erobern, das Bolt aufzurütteln. Auch bei gleich ist, der Sie aber alle lebhaftes Intereffe entgegenbringen Zunächst eine Mitteilung, die freudiger und trauriger Natur zugesagt habe. Bir befinden uns im allgemeinen in Oestreich auf dem Marsch den Wahlen zu den Einzellandtagen haben wir wesentliche Fort- werden. Unser alter Parteigenosse Schmitz in Aachen, der seit genach vorwärts, es ist eigenartig, daß wir allein diejenige Partei schritte gemacht, und es ist begründete Aussicht, nicht allein den raumen Jahren sehr zurückgezogen gelebt hat und immer regelmäßig find, die noch das, was in dem östreichischen Staatsgedanken gesund eroberten Boden zu behaupten, sondern weitere Fortschritte zu seine Parteibeiträge entrichtete, den aber niemand in der Parteifein mag, im Parlament vertritt; wir allein sind es, die noch die machen. Gesamtheit der in Oesterreich wohnenden Nationen zusammenhalten wollen. Es hat zu einem Teil bei den Parteigenoffen Befremden erregt, leitung persönlich fannte, ist vor furzer Zeit gestorben. Die Gröff Ich danke Ihnen besonders für Ihre Unterstüßung daß der Parteivorstand die Gemeinschaft mit der polnischen Social nung seines Testaments, die in den jüngsten Tagen stattgefunden hat, in dem Wahlkampfe. Aber nicht allein dafür. Wir Deſt demokratie innerhalb der deutschen Reichsgrenzen abgelehnt hat. hat ergeben, daß Auer, Bebel und Singer von ihm zu Universalreicher sind Ihnen auch dankbar, daß Sie in Ihrer Thätig Man hat die Auffassung vertreten, die polnische grage liege für uns erben eingefegt find. Die Hinterlassenschaft beſteht in der Hauptsache feit uns ein immer aufeuerndes Vorbild für unsre Thätigkeit sind. ähnlich wie in Oestreich. Dem muß ich entgegentreten. Wir im in einem größeren Posten von Wertpapieren im nominellen Wert Wir sehen die imposante geschlossene deutsche Partei, wir haben Parteivorstand, in dessen ausdrücklichem Auftrage ich das hier sage, von 40 000 m. und in einigen kleineren Wertposten, deren Höhe noch Freude an Ihren Erfolgen, Ihre Erfolge find auch unsre Erfolge sind der Auffaffung, daß eine polnisch socialdemokratische Partei und Singer haben das Erbteil in dem Sinne übernommen, nicht feststeht, aber einige Tausend Mark beträgt. Auer, Bebel und stärken uns im Kampf. Wir freuen uns über die reiche geistige außerhalb des Rahmens der deutschen Socialdemokratie und ihrer in dem es ihnen von dem Erblasser vermacht wurde, d. h. Bewegung, die sich in der deutschen Partei fundgiebt, und wir Organisation in Deutschland eine Berechtigung nicht hat. Glauben versprechen, daß wir immer der deutschen Partei nacheifern werden die Polen in einer besonderen Agitationsform ihre Agitation be- sie haben den ihnen zugefallenen Teil der socialdemokratischen in der unermüdlichen Arbeit. Nicht große Erfolge für die treiben zu müssen, was ich auch noch bestreite, dann ist ihnen die Parteikaffe überwiesen. Die Partei als solche hat damit also in aller allernächste Zeit will ich hier etwa prophezeien, obwohl wir jetzt, wo Möglichkeit innerhalb des Nahmens der deutschen Socialdemokratie Form das ihr von Schmitz zugedachte Erbteil angetreten. Ich wir endlich Bresche gelegt und Victor Adler in den östreichischen vollkommen gegeben. Wenn die Polen als Organisation innerhalb glaube, Ihrer aller Zustimmung sicher zu sein, wenn ich ausspreche, Landtag entfandt haben, einen guten Schritt vorwärts gemacht der deutschen Socialdemokratie diese elementarsten Anforderungen an- daß die socialdemokratische Partei unfrem alten Genoffen für die haben. Wenn wir aber auf dem Wege nach vorwärts find, jo ver- erkennen wollen und sie werden es einsehen( Buruf: Niemals fiber das Grab hinaus bekundet hat, alle Zeit ein treues und dankSympathien, die er dem Klassenbewußten fämpfenden Proletariat bis danken wir das Ihrer materiellen und geistigen Hilfe. Ich bringe Ihnen den Dank aller Nationen aus Oestreich und grüße den Partei- Organisation willkommen; so lange das nicht geschieht, müssen Der Ueberschuß, mit dem der Kassenbericht abschließt, ist in der sie selbstverständlich jederzeit in unsrer bares Angedenken bewahrt.( Zustimmung.) Parteitag in deren Namen.( Stürmischer Beifall.) wir die Gemeinschaft und Verantwortung für ihre Handlungen ab furgen Beit seit seiner Veröffentlichung bereits bis auf den letzten Adler- Wien lehnen. Unfre Parteigenoffen in Oberschlesien und Posen haben fo ( Beifall): Ich bin von der Vertretung der Gesamtpartei hierher winters war wahrhaftig feine angenehme; tommen da noch so viele wohlhabende Kreise durch die völlige Abwesenheit von schwierigen die Thätigkeit geschickt, um Sie zu begrüßen. Pernerstorffer hat ja schon gesagt, die Mißhelligkeiten, das Nichtverstehenwollen der Parteigenossen in Beiträgen in der Tabelle glänzten. was zu sagen ist. Ich war in St. Gallen auf Ihrem Parteitag zur dem Bezirk unter einander dazu, dann ist das ein auf die Dauer einen Erfolg gehabt, die Sache ist so schlimm wie je zuvor. Beit des Socialistengesezes. Wenn ich mich erinnere, wie es damals so schlimm wie je zuvor. in der deutschen und insbesondere in der östreichischen Socialdemokratie unerträglicher Zustand. Selbstverständlich dürfen die Pflichten aus haben es doch 13 im Reichstage vertretene Wahlkreise nicht der Mühe für wert erachtet, zu den Kosten der Gesamtpartei auch nur aussah, dann meine ich, Sie können mit uns wohl zufrieden sein. Eine der der internationalen Solidarität nicht außer acht gelassen werden, ühe für wert erachtet, zu den Kosten der Gesamtpartei auch nur wichtigsten Bedingungen unfres inneren und auch unsers äußeren und die Parteileitung ist gewiß über den Verdacht erhaben, diese einen Pfennig beizusteuern!( Hört! hört! Ruf: Namen nennen!) Erfolges ist unser intimer Zusammenhang mit der deutschen Partei. Pflichten nicht zu erfüllen, aber der konkrete Fall muß geprüft und nicht einmal die Diäten, die ihre Abgeordneten aus der Central kaffe Alles was Sie thun, fühlen wir auch in unsrer eignen Bewegung, danach gehandelt werden. bezogen, sind der Kasse ersetzt worden. Glauben Sie nicht etwa, daß und ich bitte Sie, die Empfindung zu haben, daß Sie in allem, fofort die Notwendigkeit betonen zu müssen, das eben erst in Mainz neu Rein, unter diesen Drückebergern befinden sich die allerwohlhabendsten Aus Anlaß des Hamburger Schiedsspruchs glaubten Parteigenossen von einer wirtschaftlich sehr schlecht gelohnten Bevölkerung bewohnt sind! diese 18 Wahltreise die allerärmsten und bedürftigsten wären, die was Sie thun, bis zu einem hohen Grade auch für uns berantwortlich sind. Wir sind zwei hierher gekommen, am liebsten wären festgestellte Organisationsstatut wieder abzuändern. Vor solcher Streife. Namen will ich auch diesmal noch nicht nennen. wir alle hier( Heiterkeit); ich bitte Sie, das nicht in irredentistischem Gelegenheitsgefegmacherei möchte ich doch warnen. Man hat gefragt: tabellarischen Uebersicht fönnen Sie sie selber leicht ermitteln. Neben Sinne aufzufassen, aber aushalten würden wir es.( Heiterkeit.) Wir wie, wenn der eine Teil das Schiedsgericht ablehnt? Die Sache ist den 13 Kreisen, die sich völlig ferngehalten haben, stehen 20 mit wissen, Sie haben andre Verhältnisse als wir; Sie müssen höchst einfach, ruft ein Parteigenosse das Schiedsgericht an und wird manches anders entschließen und vielleicht manchmal anders es vom Parteivorstand ernannt, dann besteht es und spricht Recht, bie Barteitaffe abgeliefert, während ihre Abgeordneten 12 957 M. an geringen Beiträgen. Die 20 Kreise haben im ganzen 4258 M. an handeln. Aber ich bitte Sie, daran auch wenn die andre Partei es ablehnte, vertreten zu sein. Niemand Diäten bezogen haben.( hört! Hört!) so daß 8699 m. von der zu denken, daß manches, was bei Ihnen harmlos wird darin etwas loyales oder Inkorrektes sehen. Wir können und weniger wichtig ist, bei uns sehr ernst sein kann.( Sehr wahr!) Ich die Sache noch ruhig ansehen, erst weitere Erfahrungen sammeln, Parteikasse zugelegt werden mußten. Unter diesen 20 hätten 9/10 nicht mache Sie nochmals nur die gesamten Diäten, sondern auch noch sonstige Zuschüsse an darauf aufmerksam, daß ehe wir das Organisationsstatut wieder ändern. Sie sich der Daß der Vor die Parteilasse leisten können und das letzte Behntel hätte wenigstens Verantwortung Ihres Thuns auch für stand in der Frage der geschlossenen Sigung recht hat, zeigen auch die Diäten zu decken vermocht. Die tabellarische Uebersicht schrumpft 11113 nicht entziehen können; ich habe ja tein Recht, mich in Ihre Ver- dorfer Antrag will ein neues Element in unsre Organisation bringen verschwunden. Geht das so weiter, so brauchen wir die Uebersicht die Anträge 36 und 38 von Düsseldorf und Memel. Der Düssel- immer mehr zusammen. Diesmal find wieder 17 Orte aus der Lifte handlungen zu mischen, aber als alter Freund bitte ich Sie ganz im allgemeinen, die Rücksicht auf uns nicht zu vergessen. Ich begrüße durch Anstellung fachmännisch gebildeter Preßrevisoren aus den Reihen nicht mehr, sondern können einfach sagen: Die bekannten zwölf Sie namens unsrer Gesamtpartei.( Stürmischer Beifall.) der Parteicontroleure, die das Jahr hindurch den Genossen im Wahlkreise haben folgende Beiträge aufgebracht. Nun muß Begrüßungstelegramme find eingegangen bom deutschen Lese- Reiche geschäftlich mit Rat zur Seite gehen sollen. Das beweist, flub in Paris, vom Parteiveteranen Leßner in London, vom Verein daß man in den Parteitreisen selbst sehr wohl fühlt, daß noch " Vorwärts" in Kopenhagen und von der Socialdemokratie Däne- manches reformbedürftig ist und man an den einzelnen Orten selbst werden.( Bravo!) marks, von den Socialdemokraten Kroatiens und der Parteileitung die Kräfte nicht befigt, im Semedur zu schaffen; deshalb will man in Agram, vom Generalfomitee der socialistischen Partei Frank ein neues Justitut schaffen. Auch das ist einer der Gesichtspunkte, reichs und vom socialdemokratischen Kongreß in Solothurn. Dies die in der geschlossenen Sigung weiter erörtert werden und wohl Telegramm hat folgenden Wortlaut:" Der in Solothurn ber eine befriedigende Lösung finden werden. fammelte schweizerische socialdemokratische Kongreß entbietet den in der an das Wort anknüpft: wer die Jugend hat, dem gehört Eine Anregung, wenn auch teine neue, giebt ein Antrag, Lübeck versammelten deutschen Genossen herzlichen Gruß. Gestern die Zukunft. Nun, die Parteileitung hat sich nicht einen Augen haben die Delegierten des schweizerischen Grütlivereins mit 142 gegen 6 Stimmen den Anschluß an die socialdemo blick Notwendigkeit einer Jugend- Litteratur entzogen. fratische Partei beschlossen.( Bravo!) Wir hoffen, damit den Wenn unsre Dresdener Parteigenoffen die Grundlagen für den Anfang einer träftigen Parteiorganisation gemacht zu haben, worin weiteren Ausbau der Zeitschrift fchaffen zu können, wenn sie das uns die deutschen Genossen das Vorbild find. Im Auftrage: nötige Material und die geeigneten Personen zu haben glauben, so Albiffer, Fürholz." würde das niemand mit größerer Freude begrüßen als der Vorstand, und ich kann wohl sagen: Wie auch die Parteileitung zusammen das Unternehmen der Dresdener Genoffen zu fördern, falls sie dies gesezt sein mag, sie wird sich der Aufgaben nicht entziehen können, nicht aus eigenen Kräften vermögen. Singer: Ich darf im Namen der deutschen Partei unsre schweizerischen Genossen beglückwünschen zu ihrem Entschluß und knüpfe daran die Hoffnung, daß diese Vereinigung recht bald ihre Früchte dahin tragen wird, daß die politische und wirtschaftliche Macht der schweizerischen Socialdemokratie, nun vereint, um so stärker sich bewähren wird. ( Beifall.) Ich schlage dem Parteitag bor, den Unterzeichnern dieses Telegramms seinen Dank und die Glückwünsche der deutschen Partei zu ihrer Vereinigung durch Telegramm auszusprechen und das Bureau damit zu beauftragen.( Beifall.) Mit diesem Vorschlag ist der Parteitag einverstanden. Es wird in die Tagesordnung eingetreten. Geschäftsbericht bes Vorstandes zu den Punkten: Agitation und Wahlen. tvir weiter unten im Wortlaut mitteilen. Den Bericht erstattet Pfannkuch: ich aber doch bitten, Aus der machen: In dieser Weise kann nicht mehr weiter gewirtschaftet Namens der Kontrollkommission berichtet daß sich alle Parteigenossen flar Neden Meister: An der Geschäftsführung des Vorstandes hatten wir in feiner genommen. Zunächst handelte es sich um Meinungsverschiedenheiten Weise Monita zu ziehen. Dagegen wurden wir sonst start in Anspruch zwischen der Berliner Prepkommission und dem Vorstande über einen Antrag der„ Vorwärts" Redacteure auf Gehaltserhöhung. Es hat eine gemeinschaftliche Sigung der Breßkommission, des Vorstandes und der Controleure stattgefunden. In separater Sigung haben die Controleure dann ihren Entscheid gefällt und sich auf die Seite der Preßkommission gestellt, weil auch sie glaubten, daß die bisher gezahlten Gehälter den Umständen nach angemessen seien. den Königsberger Genossen und dem Vorstand war eine Heine Ein weiterer Fall betraf das Königsberger Parteiorgan. Zwischen Differenz entstanden, insofern als der Vorstand geglaubt hatte, den Auf die Agitation und deren Betreibung beziehen sich eine Reihe Antrag der Königsberger ablehnen zu sollen. Die Controleure von Anträgen. Gegen den von unsrer Genoffin Baader gestellten hielten es aber am Blaze, den Königsberger Genoffen die gewünschte Antrag 49 will ich aus Höflichkeit im Augenblic nichts erinnern. Unterstützung zu gewähren. Die Grünbe lagen in den örtlichen Ich glaube taum, hier noch die Versicherung abgeben zu brauchen, Verhältnissen. Dann tam der Antrag der drei Hamburger daß Fräulein Baader, wenn sie in ihrer Eigenschaft als Vertrauens Wahlkreise an die Controleure, in dem bekannten Streitfall zu person der Genossinnen Deutschlands mit Anträgen zur Förderung entscheiden. Die Controleure haben den Antrag eingehend und der Agitation unter den Genoffinnen an die Barteileitung heran- gewissenhaft geprüft. Um allen Berdächtigungen von vornherein die getreten ist, jederzeit ein offenes Ohr und volles Verständnis bei Spige abzubrechen, hat die Sizung nicht in den Räumen des ParteiDas au Fürsprech Fürholz in Solothurn gerichtete Antwort uns gefunden hat. Die Anträge 52, 58, 54 bedürfen faum eines vorstandes, sondern im Privatcomptoir Badings stattgefunden, um telegramm hat folgenden Wortlaut:" Der in Lübeck versammelte näheren Eingehens. Der Antrag 58 will für einen bestimmten die Verdächtigung abzuweisen, daß dieser oder jener Einfluß eine Barteitag der deutschen Socialdemokratie sendet bei Empfang der Bezirk Deutschlands eine besondere Unterstützung, aber was dem Rolle bei der Entscheidung der Controleure gespielt habe. Wir kennen Kunde vom Anschluß des Grütlivereins an die socialdemokratische rheinisch- westfälischen Bezirk billig ist, ist jedem andren Bezirk ja unire Pappenheimer.( Seiterkeit.) Und daß Vorsicht am Blaze Partei der Schweiz herzliche und brüderliche Glückwünsche. Der Deutschlands recht.( Sehr richtig!) Gewig, es giebt Distrikte, die war, haben wir ja später gesehen. Daß die schließliche Entscheidung Barteitag ist überzeugt, daß das klassenbewußte Proletariat der auf sich selbst gestellt, aus eigner Kraft allen Anforderungen gerecht der Controleure Sie Meinungsverschiedenheiten nicht beseitigen würde, Schweiz durch diesen überaus bedeutsamen Einigungsatt neue werden können, aber darüber hinaus sind selbst die Genossen in war vorauszusehen, daß aber unser Botum von den Antragstelleri große Zuversichten für seine weiteren Kämpfe gegen die Herrschaft großen Städten oft nicht in der Lage, den ihnen überwiesenen eine derartige Behandlung erfahren würde, wie es erfahren hat, war des Kapitalismus schöpfen darf. Im Auftrage: Singer." Agitationsbezirk so zu bearbeiten, wie es wünschenswert ist. Daß mehr, als vir erwarteten. Wurde doch von den Controleuren bedie Parteileitung alle Anträge prüft und unter Umständen eine hauptet, wir hätten unser Urteil nicht erwogen, sondern Unterstügung leistet, ist selbstverständlich, aber wenn bestimmte mur Order pariert.( Nuf: Unerhört!) Ich kann mir manche Bezirke noch mit besonderen Anträgen hierher kommen, so wären doch Hamburger To erflären: es war damals Dazu gehört der Antrag Nr. 49( Baader u. Genoffinnen), den unire vorgeschobenen Poften in Schlesien und Ostpreußen erst recht eine recht heiße Beit!( Seiterkeit.) Am weitesten sind einzelne zur Stellung solcher Anträge berechtigt. Das ist auch ge- Personen gegangen, die die Sache der Maurer zu der ihrigen gemacht schehen. Unfre Genossen in Bosen und Oberschlesien sind haben. Wir verstehen andrerseits nicht, woher diese Personen die von der Notwendigkeit durchbrungen, in polnischer Sprache Berechtigung nehmen, die Controleure, die ihre Entscheidung nach zum polnischen Proletariat zu reden und damit zu beweisen, bestem Wissen und Gewissen gefällt haben, mit Beleidigungen und Fast jeder Parteitag stand ja unter einem bestimmten Stigma; vie ernst es ihnen mit der Bethätigung ihrer internationalen Verdächtigungen zu regalieren.( Hört, hört!) Es ist noch nicht dagewesen, diesmal giebt ihm die Hamburger Accordmaurer- Angelegenheit die Solidarität ist. Dort ist ebenfalls der Wunsch laut geworden, daß Parteigenossen, die seit langen Jahren in der Partei stehen, von pikante Würze. Da dieser Punkt vorläufig aus der Diskussion aus- polnisches Material unter deutscher Redaktion herauszugeben, und sich sagen lassen müssen, sie hätten jedes Verständnis und jede Fühlung scheidet, kann ich mich in Ergänzung des gedruckten Berichtes turz wenn der Vorstand bisher noch nicht sozusagen mit beiden Beinen mit der Bewegung verloren. Unfre langjährige Thätigkeit in der faffen. Die wenigen Anträge laffen wohl den berechtigten Schluß hineinspringt und diesem Anfinnen entgegenkommt, jo deshalb, weil Partei und in der Gewerkschaft sollte uns gegen derartige Berdächtigungen zu, daß die Parteileitung im Berichtsjahr zur Frage der Agitation er sich der damit verbundenen Schwierigkeiten bewußt war und weil schützen.( Beifall.) Necht komisch war besonders die Aeußerung einer und Wahlen im großen ganzen das richtige gethan hat. Im Vorder- die bisher von polnischen Genossen geleitete Gazetta Robotnicza" Hamburger Genoffin:" Ich weiß ja gar nicht einmal, ob irgend einer grunde steht die Agitation für Bekämpfung des Brotwuchers. Mit nicht das erwartete Resultat gezeitigt hat. Jedenfalls wird der Vor- der Controleure in der Gewerkschaftsbewegung thätig ist."( Seitergrößter Rührigkeit haben sich die Parteigenossen im ganzen Lande stand berechtigten Anträgen seine Unterstützung nicht verjagen. teit.) Für uns war das ein Zeichen, daß es auch in Hamburg dieser Agitation hingegeben; unsre Partei hat die Führung in dieser Eine große Reihe von Anträgen beauftragt die Fraktion, bestimmte dunkle Zeiten und dunkle Punkte giebt. Ich habe im Namen der Agitation. Man hat in einzelnen Parteifreifen es bemängelt, daß Initiativanträge im Interesse der Agitation im Reichstag zu stellen. Controleure diese Angriffe entschieden zurückzuweisen.( Bravo!) die Parteileitung nicht mit voller Energie und Schärfe gerade in Solche Wünsche sind auf allen unfren Parteitagen ausgesprochen und Weiter beschäftigte uns ein Antrag der Düsseldorfer, die der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krise den Kampf um den Acht- sie werden auch in Zukunft immer wiederkehren. Selbstverständlich materielle Hilfe für ihr Blatt verlangten. Der Vorstand hatte den stundentag führt. wird die socialdemokratische Fraktion jede sich ihr bietende Antrag angesichts der gauzen Situation abgelehnt. Und Ich meine, man muß mit dem praktischen Leben doch etwas Gelegenheit mit Freuden ergreifen, um die Forderungen der auch die Controleure haben geglaubt, für den Augenvertraut sein, wenn man solche Forderungen aufstellt, man muß die klassenbewußten Arbeiter zu propagieren. Wir haben ja heute blick gleichfalls den Antrag ablehnen zu sollen, In den Agitation praktisch getrieben haben, dann wird man begreifen, daß, in den Begrüßungsreden unsrer fremdländischen Gäste soviel Liebens- legten Tagen ist uns noch ein Antrag des Genossen Bezig wo der Resonanzboden im Augenblick in der Bevölkerung, bei den würdigkeiten entgegennehmen müssen, daß uns eigentlich, um ein aus Wurzen zugegangen, der seiner Beit Privatpersonen als solchen Arbeitern nicht vorhanden ist. man eine Agitation nicht fünstlich altes Wort zu gebrauchen, der Großmachtstigel in den Kopf steigen materielle Beihilfe geleistet hat und nun den Betrag von 17 500 M. propagieren fann. Heute, 100 Hunderttausende unter der könnte. Wir sind aber glücklicherweise eine proletarische Partei und vom Vorstand zurückverlangt. Wir haben beim Vorstand Ji Strije schwer leiden, wo Hunderttausende noch hineingetrieben wissen, was wir für Mittel zur fiegreichen Führung des Klaffen- formationen eingezogen und festgestellt: der Vorstand hat werden, wo Hunderttausende ein Unterkommen suchen, um fampfes anwenden müssen, und da täuschen wir uns nicht über die seiner Zeit vor derartigen Manipulationen gewarnt und jede Vernicht der Unterſtügung seitens ihrer Genossen anheimfallen zu müssen. Machtmittel, die uns zu Gebote stehen. Gewiß, auch wir sind der bindlichkeit abgelehnt. Die Kontrollkommission hat sich davon über wird es dem Parteivorstand nicht verargt werden, wenn er den Augen Meinung, daß die socialdemokratische Partei in Deutschland sich eine zeugt, daß für die Partei leine moralische und teine gesetzliche Verblick nicht für geeignet hält zu einer besonderen Agitation für den dominierende Stellung erobert hat, aber noch viel mehr, als anlaffung vorliegt, für diejen Betrag aufzutommen. Der Antrag Achtſtundentag. Verzeihen Sie, wenn ich wieder einmal den alten bisher geschehen ist, muß erst gethan werden; wir würden thöricht Wezig ist deshalb von uns abgelehnt worden. Weiter lag uns ein Lassalleaner hervorkehre: Lassalle hat gesagt, daß, wenn man Erfolge handeln, wollten wir uus in Sicherheit wiegen und sagen, wir find Antrag des Korrektors am Vorwärts" Vieth vor. Vieth verlangte, erzielen will, man die gesamte Kraft der Partei auf einen eine starte Partei, die alles machen fann. Nein, mit dem Gedanken gestigt auf zwei ärztliche Atteste, nach dem üblichen Urlaub von Bunft zu koncentrieren hat, und im Augenblick liegt uns das Hemd tragen wir uns nicht; wir kämpfen in der bisherigen Weise rührig drei Wochen drei weiteren Wochen Urlaub. Die Preßkommission näher als der Rock. Jezt kommt es darauf an, dem Proletariat und geschlossen weiter, wir werden nicht einen Augenblick im Stampfe und der Vorstand lehnten das Gesuch ab und die Kontrollfommission feine Existenzmöglichkeit zu erhalten, daß es satt essen kann. Ich erlahmen. Die Parteileitung wird jedem Genossen für jede Anregung hat beschlossen, die Angelegenheiten der neuen Kontrollkommission hoffe, es wird uns gelingen, den Ansturm der Reaktion, die zur Förderung der Agitation dankbar sein, aber dann müssen wir die zur endgültigen Entscheidung zu überweisen, die sich in Berlin über wucherischen Gelüfte der Agrarier abzuschlagen. Kommt dann die thatkräftige Unterstügung der Genossen finden. Mögen die Verhandlungen die Sachlage informieren kann. Die Sache eilt auch nicht. Bieth ist Beit für die Konzentration der Agitation für den Achtstundentag, dieses Parteitags trotz der vielen Meinungsverschiedenheiten, die über drei Wochen länger fortgeblieben und hat während dieser Zeit Verdann wird die Partei ebenso wenig fich pflichtvergessen zeigen, wie diese oder jene Frage vorhanden sind, sie zu leugnen, bieße tretung gestellt. Jetzt verlangt er die Kosten ersetzt. fie es bisher gewesen ist. Ueber Agitation und Wahlen habe Vogelstraußpolitit treiben dahin führen, daß nicht die trennenden Der letzte Fall betrifft Vorkommnisse in Bant. Ein Schiedsgericht ich dem Bericht wenig hinzuzufügen. Das Wort des Grafen Punkte verschärft werden! Wird der Boden des Klassenkampfes unter Borfiz von Gerisch hat getagt. Es handelte sich unt Selinkowström, die Socialdemokraten sollten nur nach Ostpreußen eingehalten, dann werden auch die diesjährigen Verhandlungen zum den Ausschluß einer Anzahl kleiner Scharwerker( Unter" und Arbeiter aus war: wird es schwer sein, Halt zu finden.( Sehr richtig.) Im übrigen beziehe ich mich auf die vortrefflichen Ausführungen unsrer östreichischen Freunde, daß, was wir hier thun, auch von Bedeutung für die östreichische Partei ist. Ich beantrage folgende Resolution: Binkiewicz- Posen: als Lohndrücker auftreten; aber die Absicht von uns war nehmer) der Partei aus Anlaß eines| Parteigenossen, das kommt sogar in der so hoch entwickelt en demokratie auch gegenüber den Polen dem Princip der internationalen Streits. Das Schiedsgericht hat den Ausschluß der deutschen Socialdemokratie vor. Dazu kommt, daß die Polen Solidarität und der Gleichheit der Nationen und Geschlechter treu Arbeiter bestätigt, weil diese es nicht einmal für notwendig erachtet in den verschiedenen Ländern eine ideelle, sprachliche, bleiben müsse und auch treu geblieben ist. Wenn es zu Unzuträglichhatten, bei dem Schiedsgericht vertreten zu sein. Wenn die Leute kulturelle Einheit bilden; das muß für uns ausschlaggebend sein. teiten, zu unangenehmen Konflikten innerhalb der polnisch- socia eine solche Anklage auf die leichte Schulter nehmen, dann dürfen liftischen Organisation Deutschlands gekommen ist, so handelt es sich auch wir annehmen, daß die Beschuldigung richtig ist. Eine Revision nicht um einen Konflikt zwischen Deutschland und Polen, sondern dieses Urteis, soweit es die Arbeiter betrifft, ist auch bei uns von um einen zwischen polnischen Socialdemokraten, die auf interfeiner Seite beantragt worden. nationalem Boden stehen und solchen, die auf nationalem Boden stehen. Anders liegt es bei den Unternehmern. Die Banter hatten den " Der Parteitag spricht die Erwartung aus, daß ein gedeihliches Diese polnischen Socialdemokraten haben auf ihrem letzten Parteitag Ausschluß beschlossen, das Schiedsgericht hatte den Ausschluß auf- Busammenwirken der Partei mit der Organisation der polnischen ausdrücklich erklärt, sie schneiden das Tiſchtuch durch. ( Sehr gehoben, weil die Gründe dafür nicht stichhaltig seien, und Socialdemokraten in Deutschland bald wieder hergestellt wird." richtig!) Auch wir schützen natürlich die unterdrückten Polen; 11111 haben die Banter bei der Kontrollkommission die Das ist das mindeste, was wir thun können und müssen; es ich fahre am Donnerstag von hier direkt nach Posen, um Aufhebung dieses Schiedsspruchs beantragt. In der betreffenden enthält keinen Vorwurf für den Parteivorstand. mich wegen Beleidigung des preußischen Kultusministers Studt Parteiversammlung sind merkwürdige Grundsäge laut geworden, so zu verantworten, die ich verübt haben soll in einer Broschüre der: selbständige Personen, Personen die ein eignes Geschäft bemit dem Titel" Zum Schutz der polnischen Nationalität". Also Ich bin beauftragt, Sie namens der polnisch- socialistischen Partei Sie sehen, wir wollen die polnische Nation schützen, so wie wir das treiben, haben überhaupt nichts in der Partei zu thun. ( Heiterkeit.) Ein weiterer Gesichtspunkt Bei jedem zu begrüßen und den Wunsch auszusprechen, daß Ihre Berhand Streit haben die socialdemokratischen Kleinmeister und Scharwerfer lungen zu einer Stärkung der internationalen Solidarität führen überhaupt können, durch mündliche und schriftliche Agitation. Wer war es denn, der auf dem Mainzer Parteitag beantragt hat, die die materiellen Forderungen der Arbeiter unter allen Umständen zu werden. Ich muß aber, so schwer mir die Rede in deutscher Sprache Reichstags- Fraktion möge sich der unterdrückten Polen annehmen? erfüllen. Das zeigt im fleinen, was in der Folge alles an uns wird, nich gegen einzelne Behauptungen des Parteiberichts wenden. Das waren wir, die man heute als Unterdrücker der polnischen herantreten wird. Begeben wir uns auf diese schiefe Ebene, dann Gewiß, man muß die polnischen Arbeiter aufklären, daß sie nicht Socialdemokraten hinstellt. Jene Leute aber haben in der„ Gazetta Die Kontrollkommission hat sich gestern dem Beschluß des doch wohl, aus den polnischen' Arbeitern Socialdemokraten zu tobotnicza" diesen Antrag völlig verschwiegen; das genügt, um Ihnen Schiedsgerichts in der Banter Angelegenheit angeschlossen. Eben machen. Gewiß, es ist richtig, daß die Erfolge bei uns gering find, zeigen, wie sorgfältig fie es vermeiden, den polnischen Genossen, erhalte ich eine Boftfarte, worin mich der Vertrauensmann von das kommt aber auch in stockdeutschen Gegenden vor. Es ist richtig, hüllen. Und diese Leute kommen hierher und sagen:„ Warum die sie verdammt und verhetzt haben, die Wahrheit zu entBant ersucht, die Angelegenheit zur endgültigen Entscheidung dem wir greifen Winter und Gogowski an, aber nur in der Verteidigung; wir wollen friedlich mit Euch zusammenarbeiten." Wollt beschäftigen müssen, hängt er doch mit anderen Erscheinungen ähn- Fremde geboren und kann kein Wort polnisch. Kasprzak haben Ihr noch einen Beweis dafür, was für schöne Brüder diese Beute Barteitag zu unterbreiten. Die Sache wird den Parteitag an sich auch der Wurm krümmt sich. Gogowski ist fein Pole; er ist in der stößt Ihr uns zurück, warum wahrt Ihr nicht unfre Rechte, wir vor acht Jahren nicht angeklagt und auch nicht die Beweise sind, so erinnere ich nur an die vorlegte Nummer der„ Gazetta Ein Nebeneinanderwirken ist möglich, ein Miteinanderwirken nicht. Ihr Hausen und für die Niederlage unsrer Partei in Memel- Heydekrug zu liefern; wir haben uns nach unsern Genossen zu richten. Robotnicza", wo als Ursache für den Verlust des Wahlkreiſes Mühlhabt die Pflicht, unsre Organiſation anzuerkennen, weil wir eine andre Nation sind, eine andre Zunge sprechen, die Ihr nicht kennt. angegeben wird, daß die deutsche Socialdemokratie ebenso wie den Ihr müßt Euch auf die Berichte und das ehrliche Gesicht andrer Bolen auch den französischen und litauischen Genossen gegenüber die Pflicht der internationalen Socialdemokratie bricht.( Hört! Das ist genau hört!) Das sind die Mittel, womit diese Leute gegen uns agitieren, so wie mit den Missionaren in China, fie nehmen sich verkommener und wollt Ihr noch einen Beweis, um einzusehen, daß es Zug und Individuen an. Genau so ist es mit Seasprzat; weil seine Trug ist, wenn diese Leute sagen, sie wollen mit uns zusammens riſtenz unmöglich war, hat er sich zu den deutschen Genoffen gearbeiten, so erinnere ich an die Worte von Haase: Wir pfeifen auf flüchtet und spielt sich als ehrlicher Mann auf. Namens der polnisch die Beschlüsse der deutschen Parteitage. Sie jehen, was für Falschheit socialistischen Partei habe ich Ihnen zu erklären, daß wir in allen in der Agitation gegen uns liegt. Es wird soviel Sums darum gemacht, wir verlangen unsre Rechte als Bolen; mit Leuten wie Kasprzat es handelte sich um eine zahlreiche Gruppe, die mit uns nicht Hand politischen Fragen mit Ihnen stets zufammengehen werden, aber daß derjenige, der die Verhältnisse nicht fennt, glauben fönnte, arbeiten wir nicht zusammen. Fassen Sie teine Beschlüsse, die uns in Hand gehen kann. Beruhigen Sie sich, es ist nur eine handvoll nur die Arbeit erschweren. Kratehler, um eine sogenannte Bartei, die bequem auf einem ( Ruf: Frech gelogen!) Mit bei den Landtagswahlen wünschte ich ein zusammenfassendes Bild stehen, sind wir immer bereit, zufammen zu arbeiten, wie wir es in Zum Parteibericht habe ich nur einige Wünsche. Aehnlich wie Sofa Plaz nehmen könnte. Leuten, die auf dem Boden der internationalen Solidarität und daß die Kommunalthätigkeit in den künftigen Berichten etwas durchaus ihr Extraedchen auf dem Sofa haben, so möge sie es bez Posen und Oberschlesien thun. Will aber jenes Häuschen Leute auch über die Stärke unsrer Genossen in den Kommunalvertretungen, stehen, sind wir immer bereit, zufammen zu arbeiten, wie wir es in Daß ausgiebiger behandelt wird. an die Centralkasse die halten. Ich bitte Sie nochmals, über den Antrag Ledebour mög Mittel zum Teil spärlich fließen, gebe ich zu; aber bedenken Sie die außerordentlich gesteigerten Anforderungen lichst einstimmig zur Tagesordnung überzugehen.( Beifall.) ( Schluß im Hauptblatt.) Tausende sind notwendig für die Versammlungen. licher Art eng zusammen. Damit schließe ich meinen Bericht. Ich gebe die Versicherung ab, daß die Kontrollkommiſſion redlich bemüht war, ihre Schuldigkeit zu thun, auch wenn es ihr diesmal nicht gelungen ist, die BuIch beantrage namens der Controleure die Emulastung des Vorstandes für seine gesamte Geschäftsführung.( Bravo!) stimmung aller Parteigenossen zu finden. nicht genügende Unterstügung. Singer stellt die Unterstügungsfrage für die zum Vorstandsbericht eingegangenen Anträge. Es gehören hierzu die Anträge 49 und 53, die genügend unterſtützt werden. Der Antrag 98 findet 49. Genoſſin O. Ba ader und Genossinnen: Ein Flugblatt herauszugeben, das von den Beauftragten der Genoffinnen zur Beröffentlichung vorgeschlagen wird und das in leicht faßlicher Darstellung die Frauen über den Zollwucher und seine Folgen belehrt und sie zu energischer Proteſtkundgebung auffordert. Das Flugblatt soll, was die Höhe der Auflage und die Art der Verbreitung anlangt, nicht als Sonderflugblatt der Genoffinnen behandelt werden, sondern als Borstand, die Agitation im rheinisch- westfälischen Industriegebiet für 53. Parteigenossen in Essen: Der Parteitag beauftragt ben die Folge wirksamer zu unterstützen. Den Antrag 49 begründet Ottilie Baader- Berlin: aber verlassen, kontrollieren könnt Ihr sie nicht. fationen. Orb- Offenbach: Windhoff- Düsseldorf Groth- Rostoc: % Unser Antrag ist veranlaßt durch die Erfahrung bei der Samman die Lokalorganisationen. lung von Unterschriften unter die Petition gegen den Zollwucher, wie Agitation in den einzelnen Kreisen, für die Lokal- und Provinzialerschrecklich wenig die große Masse der Frauen über die Ein- organisationen. Wir in der Hessischen Landeskonferenz haben den wirtung der Zölle auf ihre Verhältnisse unterrichtet ist. Beschluß gefaßt, 33/3 Proz. an die Parteikasse abzuführen. Mögen Die Steinfeger hielten am Sonntagvormittag im Lokale von die andern folgen. Sie wissen nichts von der Belastung des Haushalts, von der AusNümann eine vom Gesellenausschuß einberufene Versammlung ab Hengesach- Köln: powerung und Aushungerung der Familien, der Not und dem behufs Stellungnahme zur Lohnfrage für das kommende Jahr. Der Elend, die die Zollerhöhung in den proletarischen Haus noffen Morawski hin, der mir schreibt, da ich als Kandidat im Kreise fleinere Anzahl Firmen schon am 31. März nächsten Jahres ab. Es Ich nehme nochmals das Wort auf eine Anregung des Ge- am 1. April d. J. in Kraft getretene Tarif läuft nämlich für eine halt trägt, von dem Massensterben der Die Männer haben tüchtig agitiert, rometer Duisburg die polnische Bevölkerung kennen gelernt hätte, würde ich soll diesen nun der Antrag unterbreitet werden, den jezt gültigen Flugblatt, das mehr auf die" hauswirtschaftlichen Beziehungen dem nicht anschließen. Ich gebe durchaus zu, wer der polnischen stündige Arbeitszeit, für Ueberstunden- und Nachtarbeit 25 bezw. wohl für die polnische Sonderorganisation eintreten. Ich kann mich Tarif in der Hauptsache 75 Bf. Minimal- Stundenlohn, neun Rücksicht nimmt; es soll den Arbeiterinnen gesagt werden, wie das Nähgarn, wie das Material in der Hausindustrie teurer wird usw. Sprache mächtig ist, die polnische Bevölkerung genau tennt, fann 50 Prozent Aufschlag- noch auf weitere zwei Jahre, also bis zum Wenn das in leicht faßlicher Form in dem Flugblatt behandelt wird, beffer bei den Polen agitieren; aber die Extrawurst der Souder- 31. März 1904. zu verlängern. Denjenigen Firmen, welche den muß das eine Wirkung ausüben. Wir sind persönlich an den organisation brate ich ihnen nicht. Die polnischen Agitatoren gehen darauf Tarif bis 31. März 1900 anerkannt haben, es sind das die meisten Parteivorstand herangetreten, um die Demonstration größer zu machen aus, die Polen mehr zu Polen als zu Socialdemokraten zu erziehen. und größten Firmen, soll der Vorschlag gemacht werden, ebenfalls Parteivorstand herangetreten, um die Demonstration größer zu machen Das wird sich rächen, wie es sich ähnlich in Elsaß- Lothringen bitter der Verlängerung des Vertrages bis 1904 zuzustimmen. Alle weiter und um auch die Genossen zu verpflichten, den Frauen in der Verbreitung des Flugblatts zu helfen, denn das Häuflein Frauen, gerächt hat. Ich habe im rheinisch- westfälischen Industriegebiet, wo gehenden Anträge, welche eine weitere Berkürzung der Arbeitszeit die in der Agitation thätig sind, reicht nicht aus. Aus ganz Deutsch- ich über 80 000 Polen befinden, mich gewiß um die dortigen Ver- und Lohnerhöhung 2c. forderten, wurden nach sehr lebhafter Debatte land, besonders aus den Industrie- Orten, find wir um die Heraus- bältuiffe gekümmert; aber gerade diese beweisen, daß eine Sonder als vorläufig undurchführbar nahezu einstimmig abgelehnt. organisation nicht notwendig ist. Arbeiten wir lieber auf eine Centralgabe eines solchen Flugblattes von den Frauen ersucht worden. organisation hin anstatt dieser Kräftezersplitterung in Sonderorgani verschiedene Junungsgrößen nach dem Streit förmliche LehrlingsAuch die Lehrlingsfrage entfesselte eine eingehende Debatte, da Hengsbach- Köln begründet den Antrag 54 an Stelle des in der Mandatprüfungszüchtereien etabliert haben. So wurde berichtet, daß der SteinsetzerKommission thätigen Antragstellers Düwel: Bei den Wahlen in Duis spricht für den Antrag der Essener Genossen und beantragt hinzu- 2 Gefellen 19 Lehrlinge, auf einem Bau in der Turmstraße mehrere meister Dellos, früherer Obermeister, auf einem Bau in Tempelhof bei burg haben wir abgeschnitten, wie wir es nicht vorausgesehen hatten. Kolonnen mit je einem Gesellen und 4-5 Lehrlingen beschäftige. Der Die Organisation ließ alles zu wünschen übrig; die dortigen Verhältnisse, aufügen: und finanzielle Unterstützung angedeihen zu laffen." Das Centrum hat in den niederrheinischen Kreisen in den letzten Steinfegermeister Hübner hat einer Kolonne von vier Lehrlinge einen die Fuchtel der Großindustrie, dazu die Krise ließen keine Hoffmingen aufkommen. Indessen die Parole: nieder mit den Getreide- Jahren eine starke Organisation geschaffen; wird diese weiter aus- älteren Lehrling als„ Polier" zugeteilt. Es wurden hierzu folgende zöllen! hat ihre Wirkung nicht verfehlt, wir hatten Erfolg. Aber gebaut, dann ist unser Stand ein noch schwierigerer als bisher. In Beschlüsse gefaßt: 1. Hat der Gesellenausschuß in allen den Fällen, wir haben im dem Landkreis Düsseldorf mit seinen 50 Orten haben wir nur in wo die Zahl der Lehrlinge in einem offenbaren Mißverhältnis zur Bezirk Duisburg- Mülheim und in Essen drei Orten ein Lotal zur Verfügung. Wenn wir trotzdem Fortschritte Bahl der Gesellen steht, sofort Beschwerde an die Aufsichtsbehörde zu die Ueberzeugung gewonnen, daß in die Agitation mehr von oben eingegriffen werden muß. Die Mittel fließen gemacht haben, so ist das ein Beweis, daß wir unsre Pflicht gethan richten und dieselbe zu veranlassen, die Steinfegermeister auf Grund haben. Aber die Agitation bedarf Kapitalien, wenn fie Binien des§ 128 der Gewerbe Ordnung zu zwingen, eine ent nicht ein. Wir wollten Weyers, der äußerst tüchtig ist, selbstAnzahl ihrer Lehrlinge sofort zu entlassen. ständig machen für die Agitation, was in dem Kreise mit 83 000 bringen soll. Wir können nicht zu gleicher Zeit überall sein. Im sprechende Lehrlings- Prüfungseingeschriebenen Wählern notwendig ist, und der Parteivorstand hat Bertreter von Barmen- Elberfeld, wohnt nicht im Wahlkreise. Die Kommission bei den Prüfungen streng darauf sehen, daß die eingeschriebenen Wählern notwendig ist, und der Parteivorstand hat Rheinland haben wir selbst keine Abgeordneten. Molkenbuhr, der 2. Gollen die Gesellenmitglieder der es abgelehnt. Er sollte doch den Genossen im Kreise, die die Ber- Abgeordneten, die hingekommen sind, werden aber bestätigen, daß Prüflinge ihr Examen bestehen und in mangelhaften Fällen hältnisse kennen, niehr folgen. Auch im Effener Kreise tömien wir nicht genügend propagieren, weil der„ Wedruf" ein Kopfblatt unfre Versammlungen durchgängig sehr gut besucht gewesen find. die Bestätigung zu verweigern, damit auch auf diese Art die Aufder„ Rheinisch Westfälischen Arbeiterzeitung" ist. Das ist ja auch merksamkeit der Aufsichtsbehörden auf die Lehrlingswirtschaft in der sonst ein Hindernis für eine thatkräftige Organisation.( Gerisch: Ich habe keine tadelnden Bemerkungen zu dem Vorstandsbericht Innung gelenkt wird. 3. Soll der Jumung der Antrag unterbreitet Wir haben bewilligt!) Nein, Sie haben nur 30 Mart monatlich zu machen, wir in Mecklenburg sind stets in der freigiebigsten Weise werden, daß in Zukunft höchstens auf je fünf Gesellen ein Lehrling bewilligt; das ist nur ein Palliativmittelchen. Es muß in diesen bedacht worden, und wir haben auch gute Erfolge erzielt. Unter gehalten werden darf. Als Grundlage für die Berechnung der Zahl Streisen mehr geschehen. Die Verhältnisse liegen da anders als unfren mecklenburgischen Delegierten befindet sich ein Landarbeiter, der Gefellen hat die Durchschnittszahl der in den letzten drei Jahren anderswo, hier sind noch gewaltige Arbeitermassen für uns zu ges deffen Delegationskosten die Landarbeiter selbst aufgebracht haben. beschäftigten Gesellen zu dienen. Es wurden sodann 15 Delegierte Der Gesellenausschuß wurde winnen, und es ist da etwas zu machen, wenn nur genügende Mittel( Bravo!) Auch der fünfte mecklenburgische Wahlkreis gehört zu denen, für die Ortskrankenkasse gewählt. vorhanden sind. Ein Kreis, der 1869 bereits durch Hafenclever die im Reichstage vertreten sind und keine Beiträge an die Central- beauftragt, gemeinsam mit den Organisationsvorständen in nächster im Parlament vertreten war, muß uns wieder gewonnen werden; faffe abgeführt haben. Wir haben das selbst schon unangenehm empfunden Zeit eine Vorlage auszuarbeiten, wie und auf welche Weise diejenigen. versagen Sie uns dazu nicht die Mittel. und hoffen, daß der hier ausgesprochene Tadel zu einer Besserung beiträgt. Sollegen wirksam geschüßt werden können, welche wegen etwaigen Die Diskussion wird eröffnet. Dem Antrag der Genoffin Baader stehe ich sympathisch gegenüber, Protestes gegen allzu hohe Anforderungen an die Arbeitsleistungen Redebour: doch muß das Flugblatt auch auf die Verhältnisse der Frauen auf entlassen werden. Der Parteivorstand hat es für notwendig gehalten, das frühere dem Lande, der vielen Millionen Landarbeiterinnen, eingehen, die Verhältnis zu den polnischen Socialisten Deutschlands zu ändern. sich heute vielfach als Produzentinnen fühlen und von höheren Der Gazeta Robotnicza" ist die Unterstügung entzogen worden; Böllen Vorteile zu haben glauben. Diese falschen Vorstellungen darüber kann ich nicht urteilen, da ich, wie wohl auch der Partei- muß das Flugblatt widerlegen, es muß bewiesen werden, daß die vorstand, der auch auf die Berichte andrer angewiesen ist, der Socialdemokratie auch für die Landarbeiter eintritt, wir müssen die polnischen Sprache nicht mächtig bin; ich kenne den Inhalt des Behauptungen des Bundes der Landwirte als Truggebilde enthüllen, Wie uns scheint, soll mm der Spieß umgekehrt, uns aus unserm Blattes nicht. Pfannkuch hat ja auch angedeutet, daß unter Umständen damit die Landarbeiterinnen sich zu uns hingezogen fühlen. Vorgehen ein Strick gedreht werden, umſomehr, als wir uns nicht die Unterstügung wieder gewährt werden wird. Etwas andres bewußt sind, die Allgemeinheit durch unser Vorgehen geschädigt zu aber ist es, daß der Parteivorstand, und zwar im Bericht noch Ich muß mich ganz entschieden gegen die Resolution Ledebour haben. Liegt doch die Sache gerade umgekehrt. Hat doch selbst schärfer als Pfannkuch mündlich, die Gemeinschaft mit der Organi- wenden, denn die polnischen Socialisten haben nicht für den Inter- Genoffe Schulzfi in Nr. 209 des Vorwärts" selbst zugeben müssen, sation der polnischen Socialisten abgelehnt hat. Die Fassung der nationalismus, sondern für den Nationalismus agitiert, und diese„ daß durch Versehen einiger Angestellten eine oder die andre Rolle Stelle im Bericht kann sogar Leute, die darauf ausgehen, die deutschen Art der Agitation dürfen wir nicht unterstützen. Das Geld für die in den Verkehr gefommen sei"; hat doch Genosse Voigt zugestanden und polnischen Genossen einander zu entfremden, zu dem Schluß Gazetta Robotnicza" ist einfach zum Fenster hinausgeworfen. Die( Nr. 210 des Vorwärts"), daß seine Verkäuferinnen zu zwei ber führen, daß der Parteivorstand den polnischen Socialisten in Deutsch gewerkschaftlichen Organisationen in Bofen sind nicht von polnischen, schiedenen Malen boykottierten Tabak an die Frau des Genossen land die Eigenschaft als Socialdemokraten aberkennt. Jedenfalls will sondern von deutschen Arbeitern gegründet worden, es Stunge berabfolgt haben. Unwidersprochen geblieben ist bis jetzt die der Bericht und Pfannkuch anders kann ich es nicht verstehen verstanden haben, die polnischen Arbeiter gewinnen. Erklärung des Genossen Kunze( 211 des" Vorwärts"),„ daß er sich den polnischen Genossen in Deutschland überhaupt das Recht zu einer Bei legten Wahl in einem Flugblatte der beschwerdeführend die Geschäftsleitung des Konfumvereins eigenen Organisation absprechen. Das geht zu weit. Wenn es in socialdemokratische Kandidat in ganz schmutziger Weise von der Berlin- Nigdorf" gewandt habe, nachdem er festgestellt, daß circa dem Bericht heißt an ein gedeiliches Neben- und Miteinander- polnischen Partei verdächtigt. Für solche Agitation danken wir. Da 8 Wochen nach der Boykottierung der Firma Hanewacker und als er wirken war nicht zu denken", so mag das vielleicht sein, infolge von hat der Vorstand durchaus recht, wenn er von der Sonderorganisation noch boyfottierter Tabak dort verkauft wurde, Tattlosigkeit von polnischen Genossen; aber diese Erfahrungen mit nichts wissen will. Die Genossen in Bosen wollen auch gar keine fich mit dem Versprechen begnügte, daß Abhilfe geschaffen einzelnen Personen dürfen wir nicht derartig verallgemeinern. In Sonderorganisation. Unterstüßen wir deshalb nicht die national werden sollte, habe er circa 8 Tage später vom Genoffen Bezug auf das Verhältnis zu den Polen können wir von Oestreich polnische Bewegung, die mit und nimmer zum Socialismus führt. Voigt hören müssen, daß noch alles beim alten sei. Sollten wir Ternen. Wir haben aus dem Munde unsrer Gäste außerordentliche Jch bitte Sie, die Resolution Ledebour möglichst einstimmig ab- uns mun vielleicht noch petitionierend an die Geschäftsleitung wenden, Lobeserhebungen gehört; aber wir sind in Deutschland sehr rück- zulehnen. um Abhilfe zu bitten usw. usw.? Nein! werte Genossen! Das ständig in Bezug auf das Verständnis für die Bedürfnisse fremder wäre der Sache der Nordhäuser Tabatarbeiter wohl nicht würdig wenn dieses Nationalitäten innerhalb unsres Reichsgebiets. Es ist richtig, bei grünen Holze der über: umis find 50 Millionen Deutsche und nur 3/2 Millionen nicht schuld daran, wenn wir wieder mit diesen unerquicklichen Dingen zeugungstreuen Genossen geschicht, was soll man dann vont Polen. Aber mehr Polen sind auch nicht in Oestreichs trattiert werden. Die Debatte ist angefangen durch Ledebour, der dürren Holze, den vollständig indifferenten Arbeitern, verlangen? und doch haben diese es verstanden, aus sich heraus fich gewiß durch das Gefühl für Gerechtigkeit und des Mitleids Hier wäre die Frage wohl noch am Blaze: Wie ist es möglich, eine Organisation zu schaffen und eine Thätigkeit Thätigkeit zu mit allen Unterdrückten leiten ließ, ein Gefühl, das leider in diesem daß nach den oben bereits furz skizzierten Erklärungen der Genossen entfalten, die die Achtung der gesamten internationalen Social- Fall durch die Kenntnis der einschlägigen Verhältnisse nicht getrübt wird. Schulzki, Voigt und der bis jetzt unwidersprochen gebliebenen ErDemokratie genießt. Ich meine, das ist auch unseren Polen möglich; Ich kann Sie beruhigen, wenn jemand von Ihnen so wie Ledebour klärung des Genossen Kunze eine derartige Erklärung, wie fie sie sind nur unentwickelt, furchtbar unreif gewiß! fie stecken in Konflikt mit seinem Gewissen geraten sollte, eine polnische Frage Genosse Schulzki in der Gewerkschaftskommission vom 20. September Wir unsrerseits weisen den in dieser eben noch in den Kinderschuhen, die die Socialdemokratie aller als solche eriſtiert für uns glücklicherweise nicht mehr, wir sind im abgegeben, erfolgen konnte? Nationalitäten erst abtreten muß. Einzelne polnische Genossen Reinen und können über die Resolution Ledebour zur Tagesordnung Erklärung liegenden Vorwurf voll und ganz zurück. Sommission der Tabakarbeiter Berlins. mögen sogar ganz unsocialdemokratische Ideen aussprechen; ja, übergehen. Es versteht sich von selbst, daß die deutsche SocialVerantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. 4 " der Gogowski- Posen: wurde zu die Die Kommiffion der Tabakarbeiter ersucht uns um Vers öffentlichung des Folgenden: Unterzeichnete Kommission sieht sich veranlaßt, auf die vom Genoffen Schulzki in der Sitzung der Gewerkschaftskommission vom 20. September abgegebenen Erklärung folgendes zu erwidern: Dr. Rosa Luxemburg: Nun haben wir wieder die schönste Polendebatte, aber wir sind gewesen; denn alt am Br. 228. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 24. September 1901. wurde. Der fünfte Kongreß der durch Vertrauensmänner centralisierten Gewerkschaften Deutschlands sationen beantwortet. Das Gesamtvermögen dieser Organisationen handen sind, so ist eine Kommission zu wählen, die die Aufgabe hat, betrug nach den Angaben 102 209,92 m. bas Umlageverfahren zu prüfen, event. eine neue Aufstellung zu 38 Organisationen in 20 Berufen, die sich auf 116 Orte erstrecken, machen. Die neue Aufstellung soll nach einem weiteren Beschluß zählen zusammen 19 757 Mitglieder, während in denselben Orten auf Grundlage der Präsenzliste vorgenommen werden. In die und Berufen insgesamt 102 015 Arbeiter beschäftigt sind. Kommission wurden Buttlig, Kleinlein und Hürtler gewählt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Dritter Wahlkreis. Heute abend 81/2 Uhr: Versammlung des Wahlvereins im Dresdener Casino, Dresdenerstr. 96. Vortrag des Rechtsanwalts Victor Fränfl: Der Katholikentag in Osnabrück. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verloren gegangen ist beim Unterschriftensammeln ein Bogen straße 23. begann hier am Montag früh in den Arminhallen seine VerHandlungen. Am Sonntag fand ein Kommers und eine kurze Sizung Den Bericht über die Presse erstattet C. Thieme. Danach statt, in der vom Vorsitzenden der Geschäftskommission Fr. Kater hatte die„ Einigkeit" im 2. Quartal vorigen Jahres 10252 Abonnenten der Kongreß eröffnet und die Mandats- Prüfungskommission gewählt und infolge des Beschlusses des vierten Kongresses, daß das Organ wenn irgend möglich, obligatorisch einzuführen ist und infolge der Anwesend find 49 Delegierte mit 74 Mandaten aus 24 Berufen regen Agitation ist die Abonnentenzahl auf 11 158 im 4. Quartal und 23 Orten. Außerdem ist die Geschäftsleitung der Maurer, der vorigen Jahres gestiegen. Seit dieser Zeit ist ein Rückgang zu verZimmerer und der Hauptvorstand der Metallarbeiter- Gewerkschaft, zeichnen und beträgt die Abonnentenzahl für das 3. Quartal nur noch ferner die Geschäftskommission und die Revisoren der letzteren ver- 9625. Der Rückgang ist im wesentlichen darauf zurückzuführen, treten. Zur Leitung des Kongresses werden Fr. Kater Berlin, daß einige Gewerkschaften, wie die Metallarbeiter und die Maler J. Hinrichsen- Schöneberg als Vorsigende und Pommerente- eigene Organe gegründet haben und auf den Austritt der früher Bons und ein Notizbuch. Abzugeben bei Steßner, HagelsbergerKönigsberg als Schriftführer gewählt. Auf Vorschlag der angeschlossenen Organisationen. Die Einnahmen für die Einigkeit" Mandatsprüfungskommission wird die Verhandlungszeit von betrugen in der Zeit vom 1. Januar 1900 bis intl. 30. Juni 1901 9 bis 1 und 3 bis 7 Uhr festgesetzt. Die Redezeit ist unbeschränkt. insgesamt 45 402,47 W., die Ausgaben 44 372,37 M., so daß ein Die Tagesordnung lautet: 1. Geschäfts- und Rechenschaftsbericht. Bestand von 1030,10 m. verblieb. Hinzu kommt noch das aus Referenten: Sater und Thieme. 2. Die Bestrebungen der stehende Darlehn an den Streit- Unterstügungsfonds von 6763,80 m., Centralorganisationen gegenüber den neutralen Gewerkschaften. so daß ein Gesamtgewinn von 7793,90 M. zu verzeichnen ist. Referent: e Bler. 3. Streifs, deren Regelung und Unterstügung. Nachdem die Berichte gegeben, wird zunächst beschlossen, dem Referent: Th. Fischer. 4. Die deutsche Handelspolitik und die socialdemokratischen Parteitag in Lübed ein Lage der Arbeiter. Referent: A. Kleinlein. 5. Erledigung der Begrüßungstelegramm zu übersenden und dann in die eingegangenen Anträge. 6. Wahl der Geschäftskommission. Diskussion eingetreten. 0 Schöneberg. Die Mitglieder des Wahlvereins werden zu der heute( Dienstag) abend stattfindenden Flugblattverbreitung eingeladen. Ausgabe nur bei Ständer, Hohenstaufenstr. 80, und Moll, Sponholzstr. 34, von 7 Uhr abends ab. Besonders werden die Mitglieder eingeladen, die am letzten Sonntag ihre Schuldigkeit nicht gethan haben. Der Vorstand des Wahlvereins. Tokales. = Der Geschäfts- und Rechenschaftsbericht liegt Moride Berlin( Metallarbeiter- Gewerkschaft) wünscht, daß die gedruckt vor. Diesem und dem Referat von Fr. Kater ist u. a. Geschäftskommission eine noch regere Thätigkeit entfaltet, hierbei aber Die Hansagrarier und die Stadtverordneten- Wahlen.em folgendes zu entnehmen: Die Geschäftskommission hielt seit dem auch den Verhältnissen und Wünschen der Organisation mehr NechJm Grundeigentum", dem Organ des Bundes der legten Kongreß 23 Sigungen unter sich selbst, sowie 8 Sigungen mit mung trägt. Der Redner teilt mit, daß sich die Gründung eines Berliner Grundbesitzer- Vereine", erörtert der Stadtverordnete den Berliner Organisationsvorständen und dem Ausschusse des eignen Fachorgans bei seiner Gewerkschaft gut bewährt habe, und wall a ch die Frage, wie sich die Grundbesizer Vereine Getvertschaftskartells für Berlin und Umgegend ab. Versammlungen wendet sich sodann dagegen, daß eine Organisation, die aus der Wahlen verhalten außerhalb Berlins wurden im Auftrage der Geschäftskommission Centralisation ausgetreten, wieder aufgenommen werden soll, wenn zu den Stadtverordneten respektive auf Wunsch der Gewerkschaften 84 abgehalten und durch dieselbe von der Generalfommission nicht anerkannt wird und deshalb sollen. Er beschränkt sich dabei im wesentlichen auf die Wahlen Referenten beschickt. Außerdem wurden die Kongresse der Maurer, die Aufnahme wieder nachsucht. der dritten Abteilung, aber diese Abteilung ist ja auch der Zimmerer und die Generalversammlung der Möbel- Th. Fischer Berlin( Zimmerer) behauptet, daß die die einzige, bei der man von einem eigentlichen Wahlkampf polierer und Weber beschickt und zwei Protestversammlungen Statistik der Generalkommission über die Stärke und Leistungssprechen kann. gegen die Neutralitätsbestrebungen der deutschen Centralverbände fähigkeit der Gewerkschaften den Thatsachen nicht entspricht. Es wird Herr Wallach ist der rührigste Führer des Hausagrariertums in veranstaltet. In einigen Orten: Weißenhöhe, Hennickendorf, Küstrin darin so dargestellt, als ob die Vertrauensmänner- Centralisation in der Stadtverordneten- Versammlung. Dennoch oder vielmehr gerade und teilweise auch Herzfelde ist die mühevolle und anstrengende der Auflösung begriffen sei. Es sei deshalb notwendig, daß die Mit deshalb warnt er die Hausbesitzer, sich auf eigne Hand, wie es Agitation der Geschäftskommission nicht von Erfolg gekrönt worden. gliederzahl aller bei der Geschäftskommission angeschlossenen Organi- deshalb warnt er die Hausbesitzer, sich auf eigne Hand, wie es Es kommen hier hauptsächlich ungelernte Arbeiter in Betracht, die fationen, auch wenn sie auf diesem Stongreß nicht vertreten sind, festgestellt manche Hausagrarische Heißsporne wünschen, als sogenannte inbei der geringsten oppositionellen Regung von den Unter- werde und eine Richtigstellung erfolgt. Der Geschäftskommission haben politische" Partei an dem Wahlkampfe zu beteiligen. Herr. nehmern gemaßregelt und leicht durch andre ersetzt werden. teilweise die agitatorischen Sträfte und auch die finanziellen Wittel Wallach weiß nämlich, daß in der dritten Abteilung ein SonderAber nicht nur die Unternehmer, sondern auch die Behörden gefehlt, um eine umfangreichere Agitation betreiben zu fömen. tandidat des Hausagrariertums noch weniger als irgend ein laffen nichts unversucht, um die Organisationen zu zerstören. 3. B. Slammed Berlin( Bäcker) teilt mit, daß die Bäcker ihren andrer bürgerlicher Manbatbewerber Mandatbewerber Aussicht auf Erfolg ist es in Weißenhöhe infolge der von der dortigen Polizeiverwaltung Berpflichtungen nicht nachkommen konnten, weil der Kassierer der haben kann, darum empfiehlt er den Hansbefizern, sich angewandten Mittel unmöglich gewesen, eine Vereinigung ader auch Organisation die ganzen Gelder unterschlagen hat. Die Mitglieder- Tieber a it Die freifinnige Partei antzu= nur eine Versammlung zu stande zu bringen. Auch sonst hat die zahl ist beträchtlich zurückgegangen. lebrigens wären auch andre fließen und Geschäftskommission einen schweren Stand gehabt. Außer der Be- Gewerkschaften, die es konnten, ihren Verpflichtungen nicht nach Wahlkomitees zu entfenden, die Hausbefizer- Delegierte in die einzelnen treibung der Agitation, find in mehreren Fällen von ihr oder mit gekommen. Der Redner beschwert sich ferner darüber, daß die zu entfenden, die dort fleißig mitarbeiten". ihrer Hilfe die Streits geleitet und ferner ist ihr die Aufgabe zu- Wohnbewegung der Bäcker nicht einmal moralisch unterstügt worden Dann könne es nicht fehlen, daß nur solche Kandidaten die Majorität gefallen, oftmals die Angriffe der„ Verbändler" abzuwehren, und ist es ist, und folgedessen ein fauler Frieden geschlossen werden mußte. erringen, welche auch gewillt sind, den Grundbesizern ihr gutes Necht hierbei verschiedentlich zu scharfen Auseinandersetzungen gekommen. Uessem Berlin( Tapezierer) ist der Meinung, daß die Süd- nicht zu schmälern." Der Referent berichtete über mehrereEinzelfälle und führte dann an, daß die deutsche Förderation", die vordem die Unterstützung der Geschäfts- So weit es sich darum handelt, ob die Hausbesitzer in den freiBehauptung, die auch fast durch die ganze Parteipresse gegangen ist, fommission erhalten hat, wenn sie sich der Centralisation anschließen finnigen Wahlkomitees auf das gewünschte Entgegenkommen rechnen daß der Verband der Weber und verwandter Berufsgenossen( Sig will, aufgenommen werden müsse, auch dann, wenn in dieser Orga- dürfen, wird sich Herr Wallach in seiner Hoffnung nicht täuschen. Krefeld), der an die Geschäftskommission angeschlossen ist, an Mit- nisation der anarchistische Geist vorherrscht. gliedern bedeutend verloren habe, ganz unzutreffend ist, daß der Deya Hannover( Metallarbeiter Gewerkschaft) wünscht, daß die Bisher find die Freisinnigen der Berliner Stadtverordneten Verband vielmehr sehr gut steht und gegenwärtig 6300 Mitglieder Geschäftskommission die angeschlossenen Organisationen genügend Bersammlung in ihrer Mehrzahl noch stets bereit gewesen, unterstützt und dahin wirkt, daß von diesen selbst eine fräftige die Interessen des Hausagrariertums möglich st Der Centralisation haben sich seit dem letzten Kongreß der Agitation entfaltet wird. Außerdem müsse darauf geachtet werden, au fördern. Die Hausbesitzer haben wirklich wirklich keinen Verband der Weber und verwandter Berufsgenossen, die Gewerkschaft daß die angeschlossenen Organisationen die Principien der Centrali- Grund, Sonderkandidaten aufzustellen und sich die Unkosten der Maler Deutschlands, der Verband der Rabizspanner, der Fach- sation in jeder Weise wahren und daß es nicht wieder vorkommt, eines eignen Wahlkampfes zählt. = A " au machen. Dagegen wird verein der Kistenmacher, der Verein der Hausdiener, Backer 2c. und daß mit einer chriftlichen Gewerkschaft Bündnisse gegen eine Herr Wallach seiner Versicherung, daß den Hausagrarisch- freider Bleiglaser angeschlossen. Ihren Austritt aus der Organisation Verbandsorganisation geschlossen werden. Anderseits müsse aber finnigen Kandidaten der Sieg nicht fehlen könne, wenn Freifinn und haben erklärt: Die Stockarbeiter Berlins, der Verband der Möbel- eine scharfe Stellung gegen diejenigen genommen werden, auch wenn Hausagriertum wie bisher, so auch diesmal wieder Hand in Hand polierer, der Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend, es Parteigenoffen sind, welche die Vertrauensmänner- Gentralifationen gehen, wahrscheinlich selber recht starte 8weifel entgegenbringen. der Verein der Bretterträger und Brettschneider, der Verein der bekämpfen. Bilderrahmenmacher, die Sektion der Federmesserreider des Kreises J. Gehl Berlin( Maurer) polemistert namentlich gegen den Hinterher sagt er ja auch, daß der größere Teil der Wahlbezirke Solingen und der Verein der Stroh- und Filzhut- Arbeiter in Geschäftsbericht und spricht sich für eine lebhaftere Agitation seitens dritter Abteilung den Socialdemokraten ziemlich sicher sei. Breslau. Die Organisation der Böttcher ist eingeschlafen. der Geschäftskommission aus. Der Redner, der sich sonst mit der Wenn die arbeitende Bevölkerung Berlins in dem bevorstehenden Die Solinger Vereinigungen, die hohe Anforderungen an die Haltung der„ Einigkeit" zufrieden erklärt, fritifiert, daß ein Aufruf Wahlkampf ihre Pflicht thut, ist es wohl möglich, daß der„ ahmungsGeschäftskommission stellten, und ihr viel Mühe verursachten, haben für die Beschichung des Pariser Kongresses im Organ erschienen ist, volle Engel" recht behält. der Centralisation nicht nur nichts genügt, sondern sie materiell sehr trotzdem die Vertrauensmänner- Centralisation auf dem letzten geschädigt. Die Solinger Gewerkschaften haben große Unterstügungen Stongreß die Nichtbeschichung beschlossen hat. Von diesem Redner Zwischen zwei Stühlen. Die Stellungnahme zum Bolltariferhalten, die den Beschlüssen entsprechenden Beiträge aber nicht ge- wird dann darauf hingewiesen, daß laut den Beschlüssen und Bro- entwurf endgültig abgelehnt hat der Vorstand der Berliner Bäckerleistet und sie schulden der Centralisation jetzt noch mehrere tausend gramm nur solche Organisationen zur Vertrauensmänner- Centralisation Innung Germania". Es wurde einstimmig erklärt, daß es im Mark. Die Maurer in Halle a. S. sind aus der Vertrauensmänner- zugelassen werden dürfen, die auf dem Boden der Socialdemokratie Interesse der Innung liege, von jeder Stellungnahme zum Bolltarif Centralisation der Maurer ausgetreten, nachdem sie von der Geschäfts- stehen. abzusehen und sich keinesfalls der Agitation der linksstehenden Parteien tommission 30 808,95 m. als Unterstützung bei dem letzten Streik H. Baer Krefeld( Weberverband) führt an, daß nicht die gegen die Getreidezollerhöhung anzuschließen. Im Gegensaze dazu erhalteit haben. von ihm vertretene Organisation den bekannten unleiblichen spricht sich das amtliche Organt des Vorstandes Germania- JinungsDie Aufbringung der Gelder nach Maßgabe der auf Kampf veranlaßt, sondern daß derselbe durch das Kartell und verbandes, dessen Vorsit gleichfalls Obermeister Bernard dem 4. Kongreß gefaßten Beschlüsse( Umlageverfahren) hat sich nicht durch den Textilarbeiter- Verband heraufbeschworen worden ist. Troy- führt, entschieden gegen den Bolltarif aus. In der so bewährt, wie erwartet wurde und ist dies wesentlich die Ursache dem vorher Vereinbarungen getroffen worden find, angesichts der Zuschrift eines Inmungs- Obermeisters wird u. a. bemerkt:„ Ulus der Einberufung dieses Kongresses. Einesteils fehlen in mehreren schlechten Konjunktur alle Reibereien unter den Arbeitern zu ver- begreiflich ist es, wie es Bäder geben kann, die sich für hohe GeGewerkschaften noch die Einrichtungen, die es gestatten, schnell meiden, sind gelegentlich der Gewerbegerichtswahlen neue Swiftig treibezölle begeistern und damit die Geschäfte der Großgrundbesizer Mittel zur Streifunterſtügung zusammen zu bringen, andernteils feiten entstanden, weil das Kartell dem Weberverband keine Gewerbe- besorgen. Jeder Stand hat doch in erster Linie für seine eigne haben auch einige Gewerkschaften in ihrem eignen Berufe fort- gerichts- Sanditatur zuerkannte und nur Kanditaten vom Textilarbeiter Griftenz zu sorgen, und die Abnehmer der Bäckerwaren sind doch während Kämpfe mit dem Unternehmertum, und deshalb konnten sie Verband aufstellte. Unter diesen Umständen sei das Bündnis mit den christ- nicht etwa die Bauern, sondern die Gewerbetreibenden und Arbeiter. ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, zumal der Rivalität der lichen Gewerkschaften völlig gerechtfertigt und eine rein tattische Auch verschiedene Bäcker- Bezirksvereine haben, obwohl zum Germanias Verbände wegen sehr häufig Unterstützungen gezahlt werden mußten, Handlung gewesen, bei der das Princip, wenn man nicht Principien- Innungsverbande gehörend, sich mit Entschiedenheit gegen die gedie mit den von der Centralisation aufgestellten Grundsägen im retterei treiben will, in feiner Weise verlegt worden sei. Obwohl plante Erhöhung der Getreidezölle ausgesprochen. strikten Widerspruch stehen. Die andren Gewerkschaften waren alle Mittel angewandt wurden, den Weberverband zu vernichten, so Für die hat derselbe trotzdem sehr gute Fortschritte zu verzeichnen. Wenn die. H. für Berlin, Charlottenburg, Wilmersdorf, Friedenau, Schmargens notgedrungen gezwungen, den Ausfall gut decken. Eine Grundstücks- und Wohnstatistik für Groß- Berlin, Geschäftskommission haben sich dadurch mancherlei Schwierigkeiten Einnahmen nicht so günstig sind, so sei das darauf zurückzuführen, dorf, Grunewald, Schöneberg, Tempelhof, Rigdorf, Treptow, Stralau, d. ergeben. daß die Arbeitsverhältnisse außerordentlich schlecht seien und demzufolge Die Einnahmen des Agitationsfonds beliefen sich in der ein großer Teil der Mitglieder beim besten Willen nicht im stande Bankow, Rummelsburg, Lichtenberg, Friedrichsberg, Hohen- SchönZeit vom 1. April 1900 bis 1. Juli 1901 auf 4602,19 M. Die Aus- ist, den festgesezten Beitrag an die Organisation zu bezahlen. hausen, Weißensee mit Nen- Weißensee, Heinersdorf, Nieder- Schöngaben betrugen, darunter 1000 M. an den Streitunterstügungs- Behrendt Berlin( Maler) berichtet, daß die Maler- hansen mit Schönholz, Reinickendorf und Plößensee, ist durch Ver Fonds, 4554,63 m., so daß ein Kassenbestand von 47,56 m. gewerkschaft durch die Einführung eines eigenen Organs einbarung mit den betreffenden Gemeinden geschaffen worden. Die verblieb. Von der Geschäftskommission find find als Streit gute Erfolge erzielt, und man tein Recht habe, den Organisationen, Grundstücks- und Wohnungstarten der Vororte bearbeiten die beiden unterstützung 92 075,50 M. ausbezahlt worden. Außerdem die den Mut und die Kraft haben, eigne Fachorgane zu gründen, statistischen Aemter der Städte Berlin und Charlottenburg, während find durch das Gewerkschaftskartell in Berlin zu verschiedenen Streiks einen Vorwurf daraus zu machen. Der Redner wendet sich gegen Statistische Bureau, Lindenstraße, übernommen hat. die Auszählung der Individualfarten der Vororte das königliche 7057,44 m. gegeben worden. Eingegangen sind zu den Streits von eine eventuelle Wiederaufnahme der Möbelpolierer, die aus der der Aufnahme vom 1. Dezember ist noch nicht bekannt und soll noch Das Ergebnis den Gewerkschaften 86 541,30 M. Davon von der Centralisation der Centralisation ausgetreten sind. Maurer 36 940, M., der Zimmerer 11 550,- M., vom Verband Reuter Berlin( Möbelpolierer) bedauert, daß gegen feine veröffentlicht werden. der Möbelpolierer 13 400,- w., Verein der Musikinstrumenten Gewerkschaft verschiedene Vorwürfe erhoben worden find. Allerdings Für neun unbesoldete Stadträte, deren Wahlzeit am Arbeiter Berlins 2850,- m., Bauarbeiter Berlins 3190,- M. und sei sie von der Modekrankheit" angesteckt worden und aus 1. Januar tünftigen Jahres abläuft, sind in nächster Zeit Neuvom Centralkomitee in Solingen 3200,- M. der Vertrauensmänner- Centralisation ausgetreten. Doch werde sie wahlen vorzunehmen. Bereits ausgeschieden sind die Stadträte Laut Beschluß des 4. Kongresses versandte die Geschäftskommission ihren Berpflichtungen vollständig nachkommen, wie es auch bereits Sochhann und Bail, deren Wahlzeit übrigens ebenfalls mit dem Ende Ende vorigen Jahres an alle der Centralisation angeschlossenen beschlossen ist. Ge sei auch gar nicht ausgeschlossen, daß eine dieses Jahres ablaufen wird; diese beiden Stellen dürften danach Gewerkschaften Fragebogen, die 25 Hauptfragen und die dazu gelenderung der Ansicht in der Organisation eintritt, zumal ein Teil bis zum 1. Januar fünftigen Jahres unbefeyt bleiben. Sodant hörigen Unterfragen enthielten. Leider wurden die Fragebogen, die der Mitglieder mit den gefaßten Beschlüssen nicht einverstanden ist. kommen noch die folgenden sieben Stadträte in Frage: Fischbeck, Auskunft über die Thätigkeit, Entwicklung und geschäftlichen Ein- An der Diskussion fiber den Geschäfts- und Rechenschaftsbericht Heller, Hübner, Marggraff, Dr. Münsterberg, Dr. Straßmann und richtungen der Organisation, sowie über die Lohnverhältnisse, der Geschäftskommission, die bis zum Schluß der gestrigen Tagung Struve, welche wohl sämtlich wiedergewählt werden dürften. Die Arbeitszeit, wirtschaftlichen Kämpfe und Leistungsfähigkeit geben dauerte, beteiligten sich außerdem: Witte, E. Böttcher, Stadtverordneten- Versammlung hat den bereits eingesetzten Ausschuß sollten, teilweise recht mangelhaft und von einzelnen Organisationen Buttlig, O. Böttcher, W. Wernant, ürtler, beauftragt, auch für die Wahlen dieser sieben Magistratsmitglieder gar nicht beantwortet. Aus den Fragebogen, die von 64 Organi- olter, Pfister, Steinlein, sämtlich aus Berlin, und Vorschläge zu machen. fationen in 20 Berufen und 41 Orten beantwortet wurden, ist unter G. Herder- Solingen, Gera Aachen, Paetro w= Stralsund, anderm folgendes zu entnehmen: Küstenbrück- Halle a. S., Obermeyer Braunschweig. Fast Eine Erhöhung des Arzthonorare wird der Verein Abwehrstreits fanden 10 statt, beteiligt waren daran 1565 Stollegen alle Redner äußerten sich über die finanziellen Verhältnisse und über freigewählter Staffenärzte von den Krankenkassen in mit durchschnittlich 27 Tagen pro Mann. Angriffsstreits fanden 20 statt, die Agitation und betonten, daß nach beiden Richtungen eine zweck Berlin und den Vororten bei dem nächsten Vertragsabschluß verbeteiligt waren daran 2066 Sollegen mit durchschnittlich 24/2 Tagen entsprechende Regelung vorgenommen werden müffe. Bon mehreren langen. Bestimmt formuliert sollen die Forderungen erst in der pro Mann. Aussperrungen fanden 9 statt, woran 1174 Stollegen Delegierten wurden außer der Kampfesweise der Verbände, ins- nächsten Vereinssigung werden. Der Vorstand schlägt vor, die Vermit durchschnittlich 123 Tagen pro Mann beteiligt waren. besondere auch das Verhalten eines Teils der Parteipreffe lebhaft träge auf die Dauer von vier Jahren abzuschließen. Bisher waren Mai Aussperrungen wurden an achtzig Berufsgenossen mit je tritifiert. 0 4 Tagen vollzogen. Bausperren wurden in 5 Fällen von 55 Berufs- Nach Schluß der Diskussion wurde beschloffen, die aus dem fast allgemein nur jährliche Abschliffe fiblich. An Honorar wird genoffen mit 244 Tagen Arbeitsverlust, durchschnittlich 4/3 Tage pro Breßfonds der„ Einigkeit" für Streitunterstügung entnommenen für das Jahr 1902 der Satz von 3,60 M. pro Stopf des Ver Mann, vollzogen. Durch Vergleich wurde ein Streit beigelegt( Bäcker). 8150,15 m. niederzuschlagen und in der Zukunft aus dem Preßfonds sicherten aufgestellt, dem im Jahre 1903 und 1904 eine Erhöhung auf Diese Streits haben im ganzen an Unterſtügung die Summe für Streitunterstützung keine Gelder mehr zu geben. Außerdem ge- 3,80 m. und für 1905 auf 4 M. folgen soll. Ferner will der von 197 587,48. gekostet. Die Frage über das Bermögen des langte folgender Antrag zur Annahme: Da verschiedene Frrtümer bei Vorstand die Bestimmung gestrichen wissen, nach der der Verein der Vereins und Streit resp. Unterstügungsfonds haben nur 54 Organi- den von der Geschäftskommission aufgestellten Umlageverfahren vor- freigewählten Staffenärzte verpflichtet ist, die Honorierung derjenigen Liquidationen bis 5 Proz. des vierteljährlich an ihn gezahlten| Küche, die sie unmittelbar vom Wirt gemietet hatte. Ihre Schuld trifft, ist bis jetzt nicht erwiesen, doch ist eine Untersuchung Honorars zu übernehmen, die durch die Zuziehung von außerhalb Flurnachbaren waren die Gastwirt Möllerschen Eheleute. angeordnet worden. tassen für die nächsten Jahre in Aussicht stellen. wahr, aus Küche hineinsehen und bemerkte nun, daß und die Vor des Vereins stehenden Aerzten in dringenden Fällen entstehen. Bei Diese sahen die Alte am Sonnabendnachmittag zum letzten- Ueber eine Friedhofs- und Leichenschändung durch Soldaten den Berliner Krankenkassen ist gegenwärtig eine Honorarleistung mal und nahmen heute vormittag einen auffallenden Geruch berichtet der„ Tägliche Anzeiger für Wusterhausen" aus Kamvon 3 M. pro Kopf des Versicherten üblich. Da die meisten Verträger, der er sich auf im Stuhle ſtehen vehl bei Neuſtadt a. D.: Eine Leichenſchändung iſt hierſelbſt in der mit dem Verein am Ende des Jahres ablaufen, würde die erhöhte Frau Birgow angekleidet mit gekrümmtem Körper und dem Gesicht Nacht vom Sonntag zum Montag an dem Ritter Cahlbiz begangen Honorarleistung eine nicht unbedeutende Mehrbelastung der Kranken- nach unten tot auf dem Fußboden lag. Die Revierpolizei ließ die worden. Derselbe wird in einem Anbau der Kirche aufbewahrt von innen verschlossene Wohnung öffnen und fand unter dem Kopf etwa 200 Jahren hat diesem Ritter das Gut Kampehl geder Leiche eine Blutlache. Da die Besichtigung der Leiche durch einen Arzt zu einem bestimmten Ergebnis über die Todesursache nicht hört. Sein Leib ist bis heute noch nicht verwest, vielmehr ist führte, erschienen alsbald Kriminalbeamte an Ort und Stelle, um ganze Oberhaut lederartig geworden, und so bleibt der Sehr zahlreich den Befund aufzunehmen. Die Leiche wurde beschlagnahmt. Wahr- strömten die hier und in der Umgegend einquartierten Soldaten ganze Körper in all seinen Formen gut erhalten. scheinlich rührt die Blutlache von einem Erguß aus Mund und Nase herbei, um das Wunder zu besichtigen. In der genannten Nacht her, der bei einem plöglichen natürlichen Tode eingetreten ist. haben sich nun zwei Garde- Infanteristen und ein Garde- Husar den Schwer verunglückt ist gestern der Bäckergeselle Karl F. in üblen Scherz erlaubt und haben, jedenfalls in angeheiterter Stimmung, der Bülowstraße dadurch, daß er mit seinem Rad zwischen einen die verschlossene Thür erbrochen und die Mumie in den Rollwagen und einen elektrischen Straßenbahnwagen der Thorweg des Gutes geschleppt. Dabei sind auch einige Linie Nollendorfplatz- Landsberger Allee geriet und so unglüd: Denkmäler auf dem Kirchhofe beschädigt worden. Die lich unter das Schußbrett der Elektrischen zu liegen fam, daß er Thäter sollen bereits entdeckt sein. schiver verlegt nach der Rettungswache und von da nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht werden mußte. Der Polizeikampf gegen die Anarchisten scheint mun loszugehen. Bereits am Freitagmittag wurde der verantwortliche Redacteur des Anarchistenblattes Neues Leben", der Polierer Otto Banzer, von seiner Arbeitsstätte aus verhaftet. Am selben Tage verfiel die letzte Nummer des Blattes der Konfistation; wie es heißt, soll ein Artikel über die Ermordung des amerikanischen Präsidenten den Anlaß zu dieser Maßregel gegeben haben. Man haussuchte in Abwesenheit des Redacteurs und des Expedienten in den Redaktionsräumen und beschlagnahmte die vorgefundenen Nummern der Zeitschrift. Um die Thüre zu öffnen, wurde ein Schloffer herbeigeholt. Im Gegensatz zur Socialdemokratie, die durch Verfolgungen groß geworden ist, wird den Anarchisten der Polizeikampf wenig nügen. Fehlt ihnen doch jeder Boden in der Bevölkerung. Vermischkes. Von einem schweren Brandunglück wird aus Bergen ( Norivegen) vom 22. September berichtet: In den Lagergebäuden der Manufaktur- und Kolonialwaren- Firma Alvers brach in der sich griff und mehrere Gebäude in Asche legte. Verschiedene vergangenen Nacht gegen Mitternacht Feuer aus, das rasch um Leichterschiffe gerieten gleichfalls in Brand und mußten aus dem Hafen bugsiert werden. Bei der Feuersbrunst kam ein Feuerwehrs mann um, während einer schwer verletzt wurde. Der Schaden ist bedeutend. Die Expedition des Malers Borisow ist nach Durchführung ihrer künstlerischen Aufgaben aus Novoje- Semlja nach Archangel zurückgekehrt. Während einer 106tägigen Schlittenexpedition wurden mehr als 100 Zeichnungen und Stizzen aufgenommen. Außerdem hat die Expedition in Bezug auf Boologie, Botanik und Meteorologie bemerkenswerte Ergebnisse erzielt. Das Karische Meer war Ende April eisfrei. Eisenbahn- Unglück. Bei der Station Schilowo der Eisenbahnlinie Mostau- Kasan stieß ein Militärzug mit einem Güterzug zusammen. Sechs Wagen wurden zertrümmert, vier Soldaten verlegt. Aus Wien wird berichtet: Blättermeldungen zufolge sind im Gerichtsbezirk Feistritz 7 Fälle von Cholera nostras bor gekommen, wovon 4 tödlich verliefen. An der Ruhr, die epidemisch auftritt, find 88 Personen ertranft und 10 gestorben. Eine Reihe wissenschaftlicher Vorträge veranstaltet der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller auch in diesem Winter im Kaiserhof. Die klagende Militärjuftiz. Gegen den Landtags- Abgeordneten Den ersten Bortrag hält am 16. Oftober Prof. Franz v. Liszt über Bölfer frieden und nationale Arbeit. und Stadtverordneten, Großdestillateur Mar Schulz, ist die Voruntersuchung wegen Beleidigung des Ober- Kriegs- 13. Ottober ber Dauerfahrer Jim Weichael produzieren, der auf der Fahrt Radsport. Im Sportpart Friedenau wird sich am 6. und gerichts des ersten Armee corps eingeleitet worden. In von New York unterwegs ist. einer Versammlung des Vereins„ Waldeck", die am 27. August in Orgelkonzert. Den Orgelvortrag des Musikdirektors Otto Dienel in Cohns Festsälen in der Beuthstraße stattfand, hatte Herr Schulz der Marienkirche am Mittwoch, den 25. September, mittags 12 Uhr unter: einen Vortrag über den Gumbinner Mordprozeß gehalten. füßen Frau Adele Otto- Morano, Frau Gertrud Labauve, Herr A. N. Harzen Er hatte u. a. geäußert, daß es bedauerlich sei, daß das militärische Müller, Herr Hans Genzel und das Streichquartett der Herren Hermann Bollbewußtsein mit seinem Bestreben, die Disciplin unter Bestreben, die Disciplin unter Gerlach, Hans Strey, Paul Lampe und Friz Groffe. Der Eintritt ist frei. allen Umständen aufrecht zu halten, über dem Rechts,, Ueber den Wolfen" heißt der neue Ausstattungsvortrag der gefühl des Volkes stehe. Redner sprach dann den Wunsch Urania. Er schildert, wie der Menschengeist im letzten Viertel des aus, daß es Marten gelingen möge, den nach des Redners Meinung achtzehnten Jahrhunderts in zwiefacher Hinsicht die Schranken durch aus, daß es Marten gelingen möge, den nach des Redners Meinung brach, welche ihm den Eintritt ins Reich der Lüfte verwehrten. Denn vorliegenden Justiziertum durch die Revision zu beseitigen und nicht allein, daß am 21. November 1783 die Gebrüder Montgolfier dadurch die Möglichkeit eines Justizmordes aus der Welt zu schaffen, zum erstenmal mit dem von ihnen angefertigten Luftballon glücklich damit nicht in weite Kreise der Glaube dringe, daß wir in feinem den Aufstieg in die Wolfen vollendeten; auch die Besteigung des Rechsstaate leben. Sodann citierte der Redner drastische Aussprüche höchsten Berggipfels in Europa, des Montblanc, gelang dem Frandes Kriminalschriftstellers Temme. In diesen Ausführungen wird zosen Jaques Balmat nach unzähligen vergeblichen Versuchen am die Beleidigung gefunden. 7. August 1786 zum erstenmal. An diese beiden Ereignisse anknüpfend führte Herr Dr. F. Polit am Montag in Wort und Bild Zusammenstoß zweier Automobilwagen. Bodenloser Leicht die Besteigung des Montblanc und eine wissenschaftliche Luft sinn hat am Sonntagnachmittag wieder einmal ein junges Menschen- ballonfahrt vor. Mit der Bergwanderung hat die Urania leben vernichtet. Zwischen 3 und 4 Uhr kamen von Berlin her zwei gestern sich selbst übertroffen. In plastisch wirkenden Automobilwagen der Berliner Motorenwerke die Tegeler Chaussee Wandelbildern führten die Dekorationsmaler H. Harder und In Rorschach unternahmen am Sonnabend fünf Mann vom heruntergefahren. Die beiden Führer der Wagen, welche die Fahr- W. Kranz das Publikum durch das Thal von Chamonix am Segelflub„ Lindau" eine Fahrt auf dem Bodensee; es erhob sich hald zeuge probeweise einfuhren, versuchten nun ihre Forsche darin, um sich Wasserfall des Dard vorüber und bestiegen dann mit ihm das ein rasender Föhn und die Insassen des Bootes ertranken. Von gegenseitig vorzukommen und setzten alle Hebel in Bewegung, um sich den schauerlich einsame Gletschermeer, un endlich durch Nebel, Alpen- Boot und Mannschaft fehlte bis Sonntagmittag jede Spur. Ein Stang streitig zu machen. Trotz aller Warnungen des Chauffeeaufsfehers glühen und Alpennacht hindurch auf dem Gipfel in einer Höhe von östreichischer Dampfer versuchte vergeblich, Hilfe zu bringen. Hocke, die Chaussee zu verlassen und zurückzufahren, radelten die Auto- 4810 Meter Halt zu machen. mobilfahrer ruhig weiter, bis sie endlich kurz vor dem Chauffeehause, wo Nicht ganz so glücklich wie die Montblanc- Wanderung schien uns Eingegangene Druckschriften. die Chaussee etwas eng zusammentritt, und da sie fast nicht aus die Fahrt ins Reich der Lüfte veranschaulicht. Es hat ja seine Von der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das weichen konnten, derartig aneinander gerieten, daß sich beide Fahr- großen Schwierigkeiten, dem Zuschauer die Jülusion einer Luftballon- 51. Seft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: zeuge, wie man so zu sagen pflegt, vollständig in einander fahrt beizubringen und die Dekorationen so zu gestalten, daß er Brotwucher und Verwandtes. Zum Parteitag in Lübeck. Von A. Bebel. verhedderten. Hierbei wurde der Führer des Vorderwagens, der seinen Platz etliche Tausend Unmaßgebliche Betrachtungen. Von Victor Adler. achtzehnjährige Mechaniker Albert Gutschmidt aus Berlin, vom Bock dunst wähnt. Aber nachdem die Gletscherwelt an unfern Augen Christentum bekämpft werden? Von Dr. Eugen Losinsky. Ein Nachwort zu seinem 70. Geburtstag. Von D. Bach. geschleudert, wobei er unter die Räder des Motorwagens geriet und vorübergewandert, schien uns das Bild, das Berlin, sowie die tunismus in der Praxis. Von Parvus. 6. Die Leistungen des Opportu so schwere Verlegungen erlitt, daß er nach der Unfallstation des Ostsee zu unsren Füßen bot, etwas einförmig und nicht ganz mit nismus. Bürgermeister und Minister. Von K. Kautsky. Tegeler Centralgefängnisses geschafft werden mußte, wo er bald den preisenden Worten des Herrn Vortragenden übereinzustimmen. Rundschau: May Winter, Von der Iser zur Neiffe. darauf verstarb. Die Leiche wurde nach den Schauhause geschafft. Doch immerhin war auch der zweite Teil des Vortrages interessant Das deutsche Reich und der Weltmarkt. Feuilleton Schlafwandlernächte Verbrannt. Gestern nachmittag wurde der erste Löschzug nach genug, um das Ganze unsren Lesern empfehlen zu können. Be- am hellen Tage. Von August Strindberg. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen der Greifswalderstr. 228 gerufen. Dort war durch Umwerfen eines sonders wirksam war die Darstellung eines Wetterleuchtens, sowie brennenden Spirituskochers Feuer ausgekommen. Der Spiritus er das Panorama, welches die Annäherung des Luftschiffes an die( Stuttgart, Diez' Verlag) ist uns soeben die Nr. 20 des 11. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Zum goß sich über die Kleider der Wohnungsinhaberin, des Fräulein schwedische Küste zur Abendzeit darstellte. Parteitag der Socialdemokratie in Lübeck. Fabritinspektions- Assistentinnen Beit, das im Augenblicke am ganzen Körper brannte. Auf ihr HilfeZur Frage der Wirtschaftsgeschrei liefen Hausbewohner herbei, denen es gelang, die Flammen Kindern zur Freude. Denn, was man auch sagen mag, die naivste Die Näherin. Von Théodore de Banville. Deutsch von Wilhelm Thal. Cirkus Schumann ist wieder da. Allen großen und fleinen in Württemberg und Preußen. Von a. br. Aus der Bewegung. genossenschaften. Von Frieda Wulff. Feuilleton: zu erstiden. Samariter der Feuerwehr legten der lebensgefährlich Unterhaltung wird im Cirkus geboten, wo Pferd und Hund und Notizenteil: Notizenteil: Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Gesetzlicher Verbrannten Notverbände an. Mit einem Krankenwagen wurde Elefant zeigen, was sie an ernsthaften und possierlichen Künsten Arbeiterinnenschutz. Frauenbewegung. Frauenstimmrecht. Ver: Fräulein Veit nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht, leisten können, wo die Kunstreiterin so sicher, als wenn die Kinder schiedenes. Dienstbotenfrage. wo sie von ihren Qualen durch den Tod erlöst wurde. Reifen spielen, ihre schwierigen Sprünge macht und wo, was doch Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer Der ,, Raubanfall" in der Friedenstraße hat sich, wie von die Hauptsache, Clown und August ſich und ihre Gäste mit Späßen 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspoft- Zeitungsliste vornherein zu erwarten war, als eine richtige Räubergeschichte ergößen, wie fie gleich urwüchsig nur noch im lieben Kasperle- für 1901 unter Nr. 2978) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne herausgestellt. Die Frau des Bureauvorstehers Schönwetter räumt Theater wahrzunehmen sind. das müßte kein echtes Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. nunmehr ein, den ganzen Raubanfall erfunden und sich die Fesseln Kindergemüt sein, das den Bolichinellkasten nicht als die Witterungsübersicht vom 23. September 1901, morgens 8 1hr. selbst angelegt zu haben. Man hat es hier wiederum mit einem ursprüngliche Idealstätte künstlerischen Ergögens betrachtete, der sich der nicht seltenen Fälle zu thun, in denen die Frauen die schauer- der Cirkus trotz höchster Vollendung doch eigentlich nur auf erlichsten Geschichten erfinden, um ihre Männer über ihre Geldausgaben weiterter Grundlage angliedert. zu täuschen. Die Darstellungen sind sich stets so schablonenhaft Herr Schumann brachte in der Eröffnungsvorstellung neben ähnlich und leiden so sehr an Unmöglichkeiten, daß es nicht allzu allerhand bekannten Sachen mancherlei Neues. Sein Cirkus rastet schwer ist, den Schwindel sofort zu erkennen. In der Regel aber und rostet nicht; ja es will uns scheinen, daß, dem Drange der Zeit laffen die Frauen nur bares Geld geraubt sein. Um jedoch den folgend, das Sinnen des Herrn Schumann sogar auf so etwas wie Raub wahrscheinlicher zu machen, dehnte ihn Frau Schönwetter auch einen Uebercirkus gerichtet ist. Wie anders wäre die originelle Idee auf Papiere und Wertsachen aus. Wenn mun diese erdichteten Ueber zu erklären, daß der Direktor selber, nachdem er die Manege fälle auch leicht zu erkennen find, so verursachen sie doch, wenn die hat verdunkeln lassen, in gespenstisch- weißer altspanischer Tracht angeblich Ueberfallenen längere Zeit ihre Behauptungen aufrecht das edle Roß besteigt, sich dam einen langen Mantel überwirft halten, der Kriminalpolizei eine Menge unnüße Arbeit. Sie sind und derart ausgerüstet, unter Einwirkung märchenhafter Lichteffekte daher in mehr als einer Beziehung ein grober Unfug, und so wird die Kunst des Serpentintanzes übt? Daß das Ballett vorzüglich ist auch für Frau Schönwetter ein unliebsames Nachspiel wohl nicht und Ochsen, Maulesel, Schafe und Schweine sich als nicht zu verausbleiben. achtende Artisten produzieren, versteht sich in einem modernen Zirkus von selbst. Besonderer Beachtung zwei Mitglieder Denn Meter über dem ErdenStationen winembe Hamburg Berlin " Barometer= stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Wilhelm Raabe. Wie soll das Der Oppor Litterarische Dr. Julius Wolf, Barometer= ſtand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. 1. G. 15° 6.= 4° N.J 7620SO 4 wolfent 16 Haparanda 76723 2 bedeckt 10 7570 5 bedeckt 16 Petersburg 7740SO 1hlb.bed. 6 760 DSO 4 woltent 16 Sort 748SO 3ivoltig 15 1 wolfen! 15 Aberdeen 14 Baris 753S Grantf./. 756 München 758 SO 2 heiter 2hlb.bed. 14 in 762 SSO 2 wolkent 15 Wetter Prognose für Dienstag, den 24. September 1901. Warm und trocken bei frischen südöstlichen Winden und etwas zu Berliner Wetterbureau. nehmender Bewölkung. Tödlicher Bannnfall. Der 44 Jahre alte Zimmermeister bes tammbaujes zenfüger Leiſtungen, Herr Ernſt Nenz and Centralverband der Zimmerer Geschäft an Herrn Wax Völker zu Wilhelm Seeger aus der Brummenstr. 119 ging am Sonnabenduach- Madame Nenz bei Herrn Schumann auftreten. Am Beifall des zahl mittag um 4 Uhr nach dem Neubau Hochstädterstr. 28, um die reich versammelten Publikums, sowie an den üblichen Blumenspenden Zimmerarbeiten seiner Leute nachzusehen. Das Haus ist vor einigen schweren Stalibers fehlte es auch bei den diesjährigen Premieren Lagen gerichtet worden. Als er auf der sogenannten Drampelwand nicht. unter dem Dache stand, gab das frische Mauerwerk, dessen Mörtel ( 3ahlstelle Friedrichsberg). Todes- Anzeige. Wilhelm Laser Am 21. September cr. starb unser langjähriges Mitglied Die Sammellifte Nr. 002 321 der streikenden Glasarbeiter ist noch nicht abgebunden hatte, nach, und Seeger stürzte mit einem verloren gegangen. Auf der Liste waren annähernd 5,50 Mark verTeil der Mauer auf den Hof hinab, wo er mit dem Kopf auf einen zeichnet. Es wird gebeten, dieselbe beim Vertrauensmann der GewerkBretterstapel aufschlug. Man brachte den Verunglückten mit einer Droschte nach der Unfallstation in der Lindowerstraße, er starb aber schaften E. Schumann, Neu- Weißensee, Lehderstr. 118, abzugeben. auf dem Wege dorthin an einem Schädelbruch. Seeger hinterläßt seine Frau mit vier Kindern im Alter von 4 bis 13 Jahren. Aus den Nachbarorten. Messerstecherei mit tödlichem Ausgang. In einem Lokale Der Termin für die Schöneberger Stadtverordneten in der Schillingstraße mit weiblicher Bedienung wurden gestern abendahlen ist vom Magistrat auf den 11., 12. und 13. November festgesetzt worden. Die dritte Abteilung wählt am Montag, gegen 8 Uhr drei junge Leute, welche mit dem Wirt in Streit ben 11., vormittags von 11 bis nachmittags 7 Uhr. gefommen waren, mit Messerstichen bearbeitet. Einer der jungen Auf die am Mittwoch in Obst's Festsälen stattfindende öffentliche Leute starb auf dem Transport zur Unfallstation. Der Wirt wurde Versammlung, die sich mit der Aufstellung unserer Kandidaten beschäftigen wird, machen wir hierbei nochmals aufmerksam. verhaftet. Verzweiflung über ein langjähriges Magen- und Nerbeuleiden hat den 40 Jahre alten Korbmacher Theodor Schmidt aus der Weinstraße in den Tod getrieben. Als seine Frau vorgestern Abend auf eine Stunde die Wohnung verlassen mußte, erhängte er sich im Arbeitsraum. In einen Kanalisationsschacht gestürzt ist gestern in der Cherusterstraße in Schöneberg der 51 Jahre alte Arbeiter Vollmach. Derselbe brach sich dabei das Genick und verstarb auf der Stelle. Auf dem Bau des Charlottenburger Krankenhauses in Westend ist gestern nachmittag ein Arbeiter dadurch schwer zu Schaden gekommen, daß das morsche Tau einer Winde riß, mit der ein behauener Sandstein hochgehoben werden sollte. Der Stein fiel dem Arbeiter auf den Kopf und verlegte ihn lebensgefährlich. Der Verunglückte mußte eine Stunde auf dem Bau liegen bleiben, bis endlich ein Krankenvagen ihn abholte. Vermißt. Der 32 Jahre alte Kaufmann Stanislaus Günther wurde vor einem halben Jahre der Jrrenanstalt Herzberge überwiesen. Diese gab ihn vor fünf Wochen der Witwe Drews in der Barnimstraße 4/5 in Pflege. Als der Kranke am Sonnabend vor acht Tagen betrunken nach Hause tam, wie es schon wiederholt vorher geschehen war, verweigerte ihm Frau Drews die Aufnahme. Ueber einen Unfall im Manöver wird uns berichtet: Wenige Run ging er wieder nach Herzberge, wurde aber auch dort abgewiesen. Tage vor Schluß des Manövers hat ein Grenadier der 3. Comp. Seitdem ist Günther verschwunden. Mit behördlicher Hilfe hat man ihn des dritten Garde- Regiments 3. F. am 16. d. M. bei einer Manöver überall gesucht, aber nicht gefunden. Er ist mittelgroß und schwächlich übung unweit Wusterhausen a. d. Doffe einen frühzeitigen jähen Tod hat ein blaffes Gesicht, eine lange, spige Nase, dunkles Haar und Schnurrbart und trägt einen dunklen Anzug und einen schwarzen im scharfen Galopp die Garde- Artillerie an der Infanterie vorbeigefunden. Die dritte Compagnie befand sich auf dem Marsche, ale steifen Hut. raffelte. Ein kurzer Aufschrei unterbrach das eben gelungene Marich Zu Gerüchten von einem Morde gab heute vormittag wieder lied; von den Rädern eines Geschützes wurde ein Grenadier erfaßt ein Leichenfund in der Boyenstraße Veranlassung. Dort wohnte in und ihm die Brust zermalmt. Schwer verletzt wurde er nach Wusterdem Hause Nr. 26 seit 27 Jahren eine achtzigjährige Handelsfrau hausen gebracht, wo er nach 3/4 Stunden verstarb, fern von den Wilhelmine Zirgow, die noch immer mit Räucherwaren und Obst Seinen, zu denen er am selben Tage gleich den andern Kameraden umherzog, daneben aber auch Almosen erhielt, in einer fleinen heimkehren wollte. Daß den Führer des Geschüßes irgend welche im Alter von 38 Jahren. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 25. September, nachmittags 3 Uhr, auf dem Kirchhofe am Strengsteg zu Lichtenberg statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. für Central- Krankenkasse Deutschland zu Berlin. [ 6936 G. 5. 134. Die zum 25. Septbr. cr. einberufene Generalversammlung findet nicht statt. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Dr. Schünemann, Specialarzt für Haut, Harn- und Frauenleiden, Seydelstr. 9. Sprechstunden: 12-13, 16-28. Charlottenburg. F. Kunstmann, Wallstr. 1.| Uhren und Goldwaren! Grossartige Auswahl! Billigste Preise! Reelle Garantie! veranlaßten mein übergeben, um einige Zeit von Berlin wegzumachen. Sage allen Genossen, Freunden und Bekannten ein herz6876 liches Lebewohl. Jakob Moll, Klosterstr. 101. 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Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 24. September. Opernhaus. Figaros Hochzeit. Anfang 7 Uhr. Urania. Tauben- Strasse 48/49. Im Heute abend III. Wahlkreis, im Dresdener Kafino: 242/20 Versammlung des Wahlvereins. Der Vorstand. Ueber den Wolken Deutscher Holzarbeiter- Verband. Invalidenstr. 57/62. Schauspielhaus. Web dent, der Tägl. Sternwarte. lügt. Anfang 7½ Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). = Die Fledermaus. Anfang 72 Uhr. Ju Trianon Theater: Lebende Lieder". Anfang 8 Uhr.. Schiller. Heimat. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 72 Uhr. Berliner. Die Goldgrube. Anfang 712 Uhr. Lessing. Die Zwillingsschwester. Anfang 72 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Vorher: Ju Coupé. Anfang 712 Uhr. Neues. Gespenster. Anf. 71/2 Uhr. Weiten. Die Debütantin. Anfang 712 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. S uhr. Anfang Central. Giroflé- Giroflá. Anfang 8 Uhr. Thalia. Ein tolles Geschäft. Anfang 7 Uhr. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu! Neu! Nen! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit: Der, Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12 Uhr mitt., 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Zoologischer Garten Täglich nachm. 4 Uhr: ( Zahlstelle Berlin.) Dienstag, den 24. September, abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung der Küchenmöbel- Tischler int ,, Gewerkschaftshaus"( Saal VIII), Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 24. September, abends 81/2 Uhr: Geoge Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel Ufer 15( großer Saal). Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Fehr über:„ Das Entfernen von Splittern aus dem Auge auf magnetischem Wege." 2. Fragen. Dienstag, den 24. September, abends 8 Uhr: 1. Die Lage der Küchenmöbel- Tiſchler unter jebiger Kriſe. 2. Verschiedenes. Versammlung der Gold- und Silber- Arbeiter Es ist Pflicht jedes Kollegen, für den Besuch der Versammlung zu agitieren. 109/2 Parkettbodenleger! Dienstag, den 24. Sept., abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal V.: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Schlegel. 2. Neuwahl von 4 KommissionsMitgliedern. 3. Branchenangelegenheit. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden organisierten Parkettbodenlegers, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Kollegen werden ersucht, ihre Mitgliedsbücher mitzubringen. Brauchen- Versammlung Puisen. Maria Stuart. Anfang Grosses Konzert. der Näh- und Damenschreibtischmacher 8 Uhr. Carl Weiß. Berliner Rangen. An- Bei ungünstiger Witterung im Saal. fang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Uhr. Entree 1 Mk.; von 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder die Hälfte. Die Landfireicher. Auf. 7½ r. Thalia- Theater. Belle Alliance. Talolo. Anfang 8 Uhr. Dresdenerstr. 72. Heute u. folg. Tage: am Mittwoch, den 25. September, abends 8 Uhr, bei Mann, Straußbergerstraße 3. Tages Ordnung: 1. Die gegenwärtige Lage in unsrer Branche. 2. Werkstatt- Angelegenheit. Es ist Pflicht, daß sämtliche Tischler dieser Branche in der Versammlung ht, daß sämtliche Tischler biefer Branche erscheinen. Metropol. Specialitätenvordeling. Ein tolles Geschäft. Modell- und Fabriktischler sowie Modelldrechsler. Schön war's 8 Úhr. = Apollo. Specialitäten Borstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Damen Ring fämpfe. Specialitäten- Borstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis täten- Vorstellung. % Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten- Borstellung. Rosenmontag. Anfang 8 Uhr. Cafino Theater. Berlin N. Berlin WGroße Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Paula Worm in 8 Verwandlungen. Mittwoch, den 25. September: Guido Thielscher in 11 Berwandlungen Branchen- Derlammlung Fritz Helmerding als Wolzogen. Junkermann, Bojé. Anfang 7½ Uhr. Apollo- Theater. 10 Specialitäten. M im Wedding- Park, Müllerstraße 178. Tages Ordnung: iT 1. Vortrag des Genossen Wollheim über: Staatshilfe und Selbsthilfe. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Branchen- Versammlung Grandet. Steidl. der Büffett- u. Herrenschreibtisch- Tischler Urania. Lanbenſtr. 48/49. 3m Frau Luna Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Ueber den Wolfen: Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Heimat. Schauspiel in 4 Aften von Hermann Sudermann. Mittwoch abend 8 Uhr: Heimat. Donnerstagabend 8 Uhr: Die Kronprätendenten. Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr mit ganz neuer Ausstattung an Kostümen, Dekorationen und Requisiten: Luftballett Grigolatis Anfang 8 Uhr. Carl Weiss- Theater Große Frankfurterstr. 132. Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Berliner Rangen! Große Ausstattungspoffe mit Gefang in 5 Aften und 7 Bildern v. G. Albert. Musik von R. Leonard. Morgen, Mittwoch: Inbiläums: Vorstellung unter persönlicher Leiam Donnerstag, den 26. September, abends 8 Uhr, bei Louis Keller, Koppenstraße 29. Tages Ordnung: 1. Die Wirkung der geschäftlichen Strise auf unsre Branche. Referent: Kollege Stusche. 2. Diskussion. Es ist Pflicht, daß sämtliche Kollegen aus dieser Branche in der Verfammlung erscheinen. Branchen- Versammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter am Donnerstag, den 26. September, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus( Saal VII), Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:„ Naturerkenntnis und Weltfortschritt"; Referent: tung des Komponisten Rob. Leonard. Dr. Wollheim. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheit. Zum 25. Male: Zahlreichen Besuch erwartet Berliner Rangen! Die Kommission. Jeder Besucher der Jubi- Dienstag, den 24. September, abends 84 Uhr, im Lokale läums- Vorstellung erhält als Souvenir des Herrn Gold, Gr. Frankfurterstr. 133: eine Kollektiv- Miniatur: Sammlung Branchenversammlung der Kammmacher der Darsteller und Hauptscenen aus ,, Berliner Rangen". Giroflé- Giroflá. W. Noacks Theater. Operette in 3 Aften von Lecocq. Hauptdarsteller: Damen: Mia Werber, Henny Wildner, Therese Delma, Louise Albes. Herren: Sigmund Kunstadt, Carl Schulz, Emil Sondermann. Morgen und folgende Tage: Giroflé- Giroflá. Metropol- Theater. Brunnenstraße 16. Die wilde Kaze. Boffe mit Gesang in vierten von Mannstädt und Weller. Musik von G. Steffens. Nach der au: Tanzkränzchen. Mittwoch: Schuldig. Metropol Theater Sanssouci Schön war's .8. doch! Gr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. Emil Thomas a. G. Joseph Josephi a. D. H. Bender. G. Kaiser. Else de Veré a. D. Kottbuserstr. 4 a. Wiederauftreten von Adolf Hoffnrann. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Soiree: Tanz. Anfang Sonntags 7 Uhr, von 5-7 Uhr Konzert. Entree 50 und 75 Pf. Wochentags Anfang 8 Uhr Entree 30 u. 50 Bf. Wochentags Vereinsbillets gültig und ang fret. Alle andern Tage bleiben die Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen frei. Frid- Frid. F. Georgette. Deutsche Konzerthallen, Gastspiel: Saharet! Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Palast- Theater fr. Feen- Palast, Burgstr. 22. Direftion: Winkler 11. Fröbel. Täglich: Unbeschreiblicher Erfolg des Sensations- Programms. Hochinteressantes Künstler Personal. William Neuberti. Karl Braun. Endlich allein. Der Komponisten- Wettstreit. Direttor Wilhelm Fröbel in der allabendlich bejubelten Gesangsposse Rosenmontag Lebende Riesen- Photographien. Anfang 8 Uhr. Kaffenöffnung 7 Uhr. Billet- Vorverkauf von 11-1 Uhr. Chordamen fönnen sich melden im Bureau von 11 bis 1 Uhr. An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. Specialität.- Doppel- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften. Special- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Vorzügliche Küche. Gut gepflegte Biere. Reichshallen. Stettiner Sänger. Herrliches Programm, u. a. ,, Bosco". Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. und aller in dieser Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Unfre augerfblidliche Rage. 2. Verbandsangelegenheit. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Kommission. Cirkus Casino-Theater Albert Schumann. Renz- Gebäude. Karlstrasse. Dienstag, den 24. September, abends präc. 72 Uhr: Lothringerstrasse 37. ! Glänzender Erfolg der Saison!! Steidl. Berlin N. Berlin W. 1 Große außerordentliche Gala- Auf. wochent. 8, Sonntags 7 Uhr. Borstellung. Riesen Erfolg fämtlicher für Berlin vollständig neu engagierten Rünster u. Künstlerinnen. Neu! Der Serpentin- Tanz mit einem Schulpferd. Direktor Alb. Schumann. Neu! Die phänomenalen Amerikan. 5 Johnsons- Club- Jugglers. Neu! Mad. E. Renz. Neu! Herr E. Renz. Neu! Die Französin Mlle. Blanche Alarty mit ihren 3 dressierten Meharas. Neu! Die Chinesen Carry und Morla. Neu! Cottrell. Neu! Ein Stündchen in der Arche Noahs. Dir. Albert Schumann. Neu! Adolph und Coco. Neu! 8 Eugens. Neu! Wei- ha- wei, Marsch; getanzt von 100 Damen. Neu! Miß Flora. Neu! Frl. Feodora. 05 05 02002.023178* im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Rechtsanwalts Genossen Dr. Heinemann über: „ Der Arbeitsvertrag im Bürgerlichen Gesetzbuch". 2. Diskussion. 3. VerbandsAngelegenheiten. Chirurgische Branche. Dienstag, den 24. September, abends 82 Uhr: Dersammlung bei Nümann, Brunnenstraße Nr. 188. Tages Ordnung: 3. Verbandss 1. Vortrag des Genossen Schütte. 2. Diskussion. Angelegenheiten. Die Kollegen der Werkstätten C. Müller, Weißensee, und Windler sind besonders eingeladen. Die Kollegen werden darauf aufmerksam gemacht, daß in Rixdorf, Reuterstr. 54a bei 3ibell, eine neue Zahlstelle errichtet ist.[ 118/20 Die Ortsverwaltung. Konsum- Verein Berlin- Süd Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Montag, den 30. September 1901, abends 8 Uhr: General- Dersammlung in Habels Brauerei, Bergmannstr. 5/7. Tages Ordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes über das Jahr 1900/1901. 2. Bericht des Aufsichtsrats und Bericht über die amtliche Revision. 3. Genehmigung der Bilanz und Entlastung des Vorstandes. 4. Verteilung des Reingewinns. on und dret Erfagleute 5. Wahl voft drei Aufsichtsratsmittgliedern und drei Ersatzleuten. 6. Eröffnung von drei Verkaufsstellen. 7. Anträge der Mitglieder nach§ 13 des Statuts. W Die Auszahlung einer Dividende von 6 Proz. beginnt am 30. Oftober 1901 im Comptoir, Gräfestraße 40. Legitimations- Karte berechtigt zum Eintritt. Der Vorstand. Paul Müller. Hugo Schmidt. Emil Well. W Für den Aufsichtsrat: Rarl Mücke, Vorsitzender. 264/13 Achtung! Glasschleifer! Mittwoch, den 25. September 1901, abends 7 Uhr: Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Einführung eines Arbeitsnachweises. 3. Bericht vom Internationalen Glasarbeiter- Kongreß. 4. Verschiedenes. 6956 Kollegen! Die Versammlung wird pünktlich eröffnet; es darf keiner fehlen! Der Einberufer. Achtung! Achtung! Konfektionsarbeiter und-Arbeiterinnen. Am Dienstag, den 24. September, abends 812 Uhr, im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 42: Oeffentliche Versammlung Tagesordnung: 1. Die christliche und die moderne Heimarbeiterinnen- Bewegung. Refer. Rollege Täterow. 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. Üm zahlreiches Erscheinen der Kollegen und Kolleginnen ersucht ECHL R.MECHT BERLIN Stempel Fabrik von[ 18449 Robert Hecht, Berlin S., Oranienstr. 142, liefert schnell und billig alle Arten Stempel in bester Ausführung. Kautschut Typen Perfekt". zum Zusammensetzen einzelner Wörter 19fowie ganzer Säge von 1,50 M. an Gardinen Neuheiten Secessions und Jugendstil, circa 250 Muster. Katalog( 450 Illustrat.) franco. Reste von 2-6 Fenster unter Preis. Berlin S., 158. Moni. Marquise New! 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Jahreskongreß der Französischen Arbeiterpartei ist besonders dadurch von Interesse, daß er Aufschluß giebt über die Folgen des letzten stürmischen Jahres für die Guesdistische Organisation. bekanntlich den französischen Arbeitern die Gewohnheit regelmäßiger Ferner wurde ein Protest gegen die Verhaftungen von Beitragsleistungen( in politischen wie auch sogar in gewerkschaftlichen angeblichen Anarchisten aus Anlaß der Barenreise angenommen. Organisationen) leider noch fehlt. Die Centralkasse der Arbeiter- In Bezug auf die Kammerwahlen 1902 wurde für partei wies nun im letzten Jahre eine Bilanz von 38 500 Frant den ersten Wahlgang unbedingt selbständiges Vorgehen zur auf gegenüber 28 750 Fr. im Jahre 1900 und 19 000 Fr. im Pflicht gemacht, bezüglich der Stichwahlen lautet der, wie stets, einJahre 1899. Hingegen rechnete 1897 die Centraltasse bloß mit 5- bis stimmig angenommene Beschluß:" In der Stichwahl werden die 6000 Frank. Föderationen fortfahren, zum Besten der Partei zu handeln im Die Zahl der verteilten Mitgliedskarten, also auch der Partei- Rahmen der auf dem Kongreß von Jory( 1900) votierten Resolution, Vor einem Jahre, auf dem zweiten allgemeinen socialistischen mitglieder betrug 18,633, die in mehr als 900 Gruppen organisiert die Alliancen verbietet und Koalitionen gestattet" d. h. nach Kongreß, war es die Arbeiterpartei, die den verantwortungsvollen sind. In lezten Jahre wurden 160 neue Gruppen in 31 Departe- wie vor mit den bürgerlichen Parteien zusammen zu gehen. Sodann Schritt gethan hat, sich von der eben im Entstehen begriffenen socialistischen ments und 6 neue Föderationen gebildet. wurde beschlossen, in sämtlichen 589 Wahltreisen. Gesamtorganisation zu trennen. Verantwortungsvoll war dieser Schritt Die Partei Buchhandlung verkaufte 54 450 Broschüren, Bücher Kandidaten aufzustellen', und zu diesem Behufe eine be nach zwei Richtungen hin: nicht nur unter dem Gesichtspunkt der oder Lieder gegenüber 33 317 im Vorjahre. sondere Kommisfion mit dem Sig in Paris gewählt. Dieser Beschluß Einigung des französischen Socialismus, sondern auch vom Stand- Der permanente Ausschuß des Nationalrates( die eigentliche bedeutet wohl, daß wenigstens für die Wahlen 1902 die quesdiſtiſchpunkt der Interessen der guesdistischen Sonderorganisation selbst. Barteileitung) hielt 274 Versammlungen oder Vorträge ab. blanquistische Union keine Kandidaten Einheit kennen wird. Waren auch die sozusagen minder zuverlässigen Elemente aus der Die letzten Departementswahlen haben der Partei einen Stimmen- Uebrigens, buchstäblich ausgeführt, müßte der Beschluß zu schweren stets nach absoluter Homogeneität strebenden Organisation bereits zuwachs von 15 Proz. gebracht unter gleichzeitigen Mandatsverlusten. Neibungen zwischen Guesdisten und Blanquisten führen. Die ersteren ausgeschieden, so daß diese wieder eine fester denn je disciplinierte Bei dieser Gelegenheit ist zu erwähnen, daß dem Kongreß von müßten ja auch in den Wahlkreisen Kandidaten aufstellen, die bereits Phalang bildete, so schien doch andrerseits die Isolierung dieser Roubaix bloß drei Kammerdeputierte beiwohnten, während nach den in blanquistischem. Besiz sind. Bhalang eine Ursache ihrer fortschreitenden Schwächung sein zu sollen. Kammerivahlen von 1898 13 quesdistische Deputierte gezählt wurden. Daß hingegen die Kandidaten und Abgeordneten des andren Es kam aber anders. Wie ich bereits vor dem Lyoner Kongreß Die übrigen zehn sind aus der Organisation ausgetreten. In den socialistischen Lagers werden befämpft werden, versteht sich von selbst.. schrieb, ist die entstehende Gesamtpartei nicht zum Anziehungs- kommenden Neuwahlen wird es sich dann zeigen, wer in den be- In dieser Beziehung ist ein kleiner Zwischenfall für die Stimmung punkt der socialistischen Kräfte geworden. Die mit der Fortdauer treffenden Wahlkreisen einflußreicher ist: der ausgeschiedene Ab- der Guesdisten bezeichnend. Im Sigungssaale, der Festhalle der der Ministerschaft Millerands ihre verfehlte Taktik immer mehr aus- geordnete bezw. die um das Generalfomitee gruppierte Organisation Genossenschaft Bair"( Friede), befanden sich unter den an den prägende ministerialistische Richtung hat vielmehr die centrifugalen oder die guesdiftische Organisation. Wänden gemalten Namen von socialistischen Borkämpfern noch die Tendenzen innerhalb der geeinigten Neubildung gestärkt. Von den kongreßbeschlüssen ist vor allem die Annahme Namen von Jaurès und Turati. Ueber Nacht wurden diese Die Gesamtpartei wurde für den Ministerialismus der des seiner Zeit mitgeteilten Einigungsentwurfes von Be Namen weggekrigelt und durch die Namen Lafargue und Minderheit desto unumgänglicher haftbar gemacht, als die deutung. Mit der Regelung der Detailfragen ist die Parteileitung Santal( von den amerikanischen de Leoniten) ersetzt. ministerialistische Minderheit der Partei die Mehrheit innerhalb beauftragt. Zur Frage der Altersversicherung wurde der Reder Kammerfraktion war und als ferner die antiministerialistische Der Barenbesuch wurde mit folgendem per Acclamation an- gierungsentwurf als eine Richtigkeit, eine Gefahr und eine Gaunerei" Mehrheit des Generalfomitees, wie bis zur Stunde, kein Zeitungs- genommenen Protest beantwortet:" Im Augenblick, da die erklärt und die Abgeordneten beauftragt, gegen jedes Gesetz zu organ hatte. Auf dem Lyoner Kongreß waren es nun nicht die Bourgeoisrepublik und eine Regierung der sogenannten republifa- stimmen, das die Versicherung von einem Beitrag der Lohnarbeiter Guesdisten, die zur Gesamtpartei zurückkehrten, sondern vielmehr nischen Verteidigung im Gefolge des Déroulède und Drumont abhängig machen würde. waren es die Blanquisten und die ihnen verwandten Gruppen, nach Dünkirchen gehen, um dort vor dem Kaiser auf dem Eine Resolution wurde zu Gunsten des Eisenbahner- Schußgesez die ihrerseits aus der Gesamtpartei ausschieden, um gleichsam die Bauch zu rutschen, der die Knute und Sibirien verkörpert, begrüßt entwurfes von Berteaux( Zehnstundentag) angenommen; auch wird der Guesdisten aufzusuchen und mit ihnen einen neuen Parteieinheits- der 19. Jahreskongreß der F. A. das russische Proletariat und die Nationalrat eine besondere Broschüre für die Eisenbahner herausgeben. versuch zu machen. russische Socialdemokratie. Er erklärt sich solidarisch mit ihren Ferner sprach sich der Kongreß gegen jeden Versuch, eine BerufsDer Kongreß von Roubaix spiegelt nun in jeder Beziehung heroischen Kämpfen und ruft mit ihnen im Angesicht Nikolai II. armee wieder herzustellen und in Erwartung der Ersetzung der die angedeutete Entwicklung wieder. Er war vor allem eine feier- und Letzten: Nieder mit dem Zarismus! Die F. A. lenkt die Auf- stehenden Armeen durch die Volksbewaffnung für eine möglichst liche, triumphierende Kundgebung des Selbstgefühls der Arbeiter- merksamkeit der Arbeiter und Socialisten der ganzen Welt auf die weitgehende Dienstzeitverkürzung sowie für Abschaffung der Militärpartei und ihres inneren Zusammenhaltes. Er war aber auch der Republikaner von der Art Waldeck- Rousseaus, auf die Radikalen gerichte in Friedenszeiten und Beteiligung von gemeinen Soldaten Ausdruck dessen, daß nur diese Organisation die Seele der andren von der Art Bandins und Laneffanes, auf die Socialisten an diesen Gerichten zu Kriegszeiten aus. Schließlich wurde eine Einheit sein kann. von der Art Millerands, die nicht 1111r die Zukunft, Resolution beschloffen gegen jede Unterscheidung zwischen Katholiken, Die ziffernmäßigen Angaben der Jahresberichte zeigen sondern auch die Gegenwart der Menschheit bloßstellen und ver- Protestanten, Semiten, Antisemiten, Freimaurern, Freidenkern 2c. 2c. organisatorische Fortschritte, wie sie die Arbeiter raten. indem sie durch ihren Beifall und unser Geld den Sie müßten alle gleich bekämpft werden, da die Partei sich streng partei früher nicht zu verzeichnen hatte. Für französische moskowitischen Despotismus unterstüßen, diese Schmach des auf dem Boden des Klassenkampfes zu halten. habe. Verhältnisse ist dabei vor allem der Finanzbericht maßgebend, da ja XX. Jahrhunderts, das wahre Rückgrat der europäischen Reaktion." . Wer ein Cigarren- Geschäft eröffnen will, wende sich zuvor an Adolf Adler, Belforterstrasse 25. Verkauf nur an Cigarren- Händler und Grossisten.[ 2381L* An die olaens Berliner Milch- Verbraucher! 1875 erhielt der Landwirt für 1 Liter Milch franco Berlin 15-16 Pfennig, 1900 war der Preis franco Berlin bis auf 11-112 Pfennig heruntergetrieben. Trok dieses Preisfalles nahm der Handel von der Hausfrau wir in diesen 25 Jahren 20 Pf. pro Liter Milch ab Laden. vor Bei 3600 Proben, die die Milchcentrale in den letzten Wochen kaufen und untersuchen ließ, tostete 1 Liter Milch ab Laden: in 4 Fällen 30 Pfennig, 11 18 " " " 2 16 ( Aften zur Einsicht). " " " 3643 20 " 19 " Während der Milchhandel also 4-5 Pfennig den Liter billiger kaufte als vor 25 Jahren, bezahlte die Hausfrau denselben Preis von 20 Pf. Jahr aus Jahr ein. Von Jahr zu Jahr erhoffte der Milchbauer ein Steigen der MilchEngrospreise, da seine Bedarfsartikel( Eisen, Kohle, Kleiber 2c.) und die Löhne in diesen 25 Jahren 40% fliegen Preis seiner Erzeugnisse dauernd gefallen ist. und der Der Versuch einer großkapitalistischen Gesellschaft, im Winter 1900/1901 auf Grund eines Patentes ein Milchmonopol für Berlin auszubringen, brachte den Stein zum Rollen. Die Landwirte forderten im Frühjahr 1900 vom Milchhandel 13½ Pf. pro Liter Vollmilch frei Berlin im Großhandel. die Milchhändler lehnten ab, rieten aber, nur einen Pfennig mehr zu nehmen. Die Landwirte gaben nach und so kam der Milchpreis auf 12-12, Pf. frei Berlin Bahnhof für 1901. Jm Winter 1900/1901 erfror der größte Teil der Saat und der Klee; der trockene Sommer 1901 ließ eine Futternot entstehen, wie sie schlimmer feit 34 Jahren nicht gewesen ist. Troß alledem lehnten die Milchpächter jede Verhandlung mit den, in der Mildcentrale geeinigten 5000 märkischen Bauern brüsk ab! Kein Wort des Angriffs ist bis heute seitens der Milchbauern gefallen, in allen Veröffentlichungen ist gesagt worden:„ Nur mit dem reellen Berliner Milchhandel wollen wir das Geschäft zusammen machen." Unfre Molkerei ist nur erbaut, um den oft um 100 000 Liter in einer Woche schwankenden Bedarf zu befriedigen oder den Markt zu entlasten. Wir wollen den Berlinern das Beste bieten, was an Milch und Sahne zu beschaffen und erklären heute: 77/ 12* Hat der Berliner Milchhandel, dem wir 100 000 Liter Milch ab Bahnhöfen, ab Molkerei und ab 3 in verschiedenen Teilen der Stadt gelegenen Verkaufsstellen am 1. Oktober zur Verfügung stellen, am 10. 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