Nr. 46. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg fret In's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Selt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband. Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer ntüffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: 3mt 1, tr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Bum 24. Februar. Mittwoch, den 24. Februar 1892. " " : A " Expedition: Beuth- Straße 3. rungen aus, sondern eine Thatsache. In dem Kasseler Des Näheren darauf einzugehen, würde zu weit führen. Der als Tageblatt" vom 19. d. Mts. finden wir folgenden Bericht Sachverständige geladene Prof. Dr. Roser aus Bonn bemerkte Heute ist ein Bierteljahrhundert verflossen, seitdem der kon- einer Prozeßverhandlung: demgegenüber, daß die erwähnten Verträge zwar geschlossen seien, ftituirende Reichstag zusammengetreten ist. Auch für die Sozialnicht aber aus Feindschaft gegen Kaiser und Reich, wie der Angeklagt ist der Redakteur der in Melsungen erscheinenden Artikel behaupte. Frankreich habe derartige Verträge wegen der demokratie ist der heutige Tag ein Gedenktag, denn in den Hessischen Blätter", des Organes der Rech is partei", Herr spanischen Erbfolge, des römischen Raiserthums 2c. zuerst mit dem Reichstag von 1867 war August Bebel gewählt, und mit beleidigung(§ 95) und verächtlichung von Staats- später, nach anfänglicher Weigerung, habe Preußen dasselbe geWilh. Hopf, die Beschuldigung lautet auf Majestäts- Kaiser, mit Bayern, Hessen, Hannover 2c. geschlossen und erst dieser Wahl begann die parlamentarische Thätigkeit der Sozial- einrichtungen(§ 131 des Reichs Straf Gefeßbuches). than. Aus diesen Verträgen allein laffe sich ein abschließendes demokratie. Der Staatsanwalt stellt zweimal den Antrag auf Ausschluß Bild nicht gewinnen, Was Bebel in diesen fünfundzwanzig Jahren im Reichstage der Deffentlichkeit, der Gerichtshof lehnte ihn jedes Mal ab. Es denselben andere Verträge zur Seite ständen. Die zitirten Ge man dürfe nicht vergessen, daß geleistet hat, aufopfernd, unermüdlich, selbstlos, wachsend mit den Artikel der Bessischen Blätter", welcher der Anklage zu Grunde es ftand ihnen, selbst Menzel und Rotted, nicht das volle wird darauf in öffentlicher Sigung verhandelt. Der intriminirte schichtsschreiber seien tendenziös befangen gewefen oder aber höheren Zielen und Aufgaben, bis er Der ward, als den wir Alle liegt, umfaßt sieben fieben Spalten, er führt die ihn kennen, das brauchen wir unsern Lesern nicht erst zu sagen. schrift Deutsch und Preußisch" und ist in den Nummern vom forschern zugänglich ist. Ueber Material au Gebote, wie es den jezigen objektiven GeschichtsMit unvergänglichen Lettern ist es in die Geschichte der Partei 14. und 17. Januar 1891 abgedruckt. Daß der Fall erst jest Archive geöffnet und so Einblick in die politischen Schriftstücke Die preußische Regierung habe ihre eingetragen, sein wirken für die Arbeiterklasse wird unvergeß- Eröffnung der Anklage zuerst abgelehnt hatte, auf Berfügung urtheilen, so müsse man das ganze Material übersehen, nicht zur Verhandlung kommt, liegt daran, daß die Straffammer die geboten, nicht aber so die anderen Regierungen. Wolle man lich sein. des Ober- Landesgerichts jedoch das Verfahren eröffnet wurde. aber die Hälfte benutzen und tendenziös gegen die preußische Wie vor fünfundzwanzig Jahren, so steht Bebel auch heute In dem Artifel wird eine Betrachtung über die Monarchie auszubeuten suchen, wie es die sogenannte großdeutsche noch in der vordersten Reihe der Streiter für die Sache des 1648-1863 gegeben und darin die Behauptung aufgestellt, einzelne Abmachungen als geheime bezeichnet feien, so wolle brandenburgisch preußische Geschichte von Historiographie gethan. Wenn in den angezogenen Verträgen Proletariats. Und so haben wir an seinem Ehrentage feinen dieselbe zeige immer den gleichen Stempel: Feindselig das nichts bedeuten, das geschehe auch 1648-1863 besseren Wunsch für ihn, als den, daß er nach dem heißen teit gegen echtes und wahres Deutscht hum. Staatsverträgen, ohne daß man das Durchsteckerei nennt. geschehe auch heute noch bei Rampfe auch den fröhlichen Sieg erlebe. Man habe das bestehende Deutsche Reich und Dann sei aber später den Deutschen Bund möglichst verwirren, trägen, welche Stellung Frankreich nach dem westfälischen auch wohl zu beachten bei jenen Ver ja nicht sich fräftigen lassen wollen." Man Frieden zu dem Reiche einnahm. Schritt für Schritt weist nun wollte recht große deutsche Länder an Branden- ferner Herr Professor Koser Behauptungen des Artikels bezüglich herausschneiden, einen besonderen großpreußischen der Beschuldigungen Friedrich des Großen und seiner Nach Staat bilden, und sich um das übrige Deutsch- folger 2c. auf Grund des vorhandenen geschichtlichen Atten land nicht mehr kümmern."„ Also wohi materials als unrichtig und tendenziös entstellt zurück. Herr Als das römische Zäsarenthum zugleich mit der öffent wollte durchaus nicht etwa Deutschland zum Durch den Artikel, der von Anfang bis zum Schluffe eine verstanden"- so heißt es darin weiter wörtlich man Staatsanwalt Wagner hält die Anklage in allen Punkten aufrecht. lichen Achtung die Grundlagen seiner Macht schwinden fah Besseren umgestalten, man wollte es in selbst Menge entstellter und erdichteter Thatsachen enthalte, habe sich und den Glauben an sich selbst zu verlieren begann, erfand sichtigem Streben schwächen, zerreißen und der Angeklagte einer Majestätsbeleidigung und auch der Ver es die Majestätsbeleidigung, und je tiefer das Bäsarenthum zu eigenem Nußen theilen." Den Herrschern Preußens ächtlichmachung sant, desto weiter wurde der Begriff der Majestätsbeleidigung werden dann der Reihe nach Vorwürfe über die innere Der Artikel geht bis auf die neuere Zeit und beleidige von Staatseinrichtungen schuldig gemacht. ausgedehnt, desto härtere Strafen über die Majestäts- und äußere Politit gemacht, die nach der Anklage sich die preußischen Monarchen, die Vorfahren des jetzigen beleidiger verhängt. auf erdichtete und entstellte Thatsachen beziehen und die Absicht Kaisers. Auch fei der Inhalt Des Artikels ge= Der Fall des Zäsarenthums wurde durch die Majestäts- des Verfassers erkennen laffen, damit Einrichtungen des Staates eignet, die Einrichtungen des preußischen Staates verächtlich beleidigungs- Gefeße und die Majestätsbeleidigungs- Prozesse Geschichtsforschung darzustellen. Nach einer Reihe weiterer Bor- theologisches Gramen so gut bestanden, müsse man mit vollem verächtlich zu machen, sowie in tendenziöser Weise die zu machen. Bei dem Bildungsgrade des Angeklagten, der sein nicht aufgehalten, sondern im Gegentheil, nur beschleunigt. würfe gegen die innere und äußere Politit Preußens gipfelt der Recht annehmen, daß er sich der Strafbarkeit seiner Handlung Die Geschichte der Majestätsbeleidigungs- Prozesse ist der Artikel in der Behauptung Deutsch aber und preußisch waren voll bewußt gewesen, sowie daß er gewußt habe, die von ihm schlagendste Beweis dafür, daß sie nur auf durch und durch gewaltige Unterschiede!" Zum Schlusse heißt es: Preußen hatte vorgebrachten Behauptungen feien theilweise erdichtet und ent faulem Boden, in einer durch und durch ungesunden seit 1848 fort und fort Unkraut unter den deutschen Weizen ge- stellt. In dem Artikel seien die historischen Ereignisse der Zeit Atmosphäre gedeihen, und daß fie ihren Zweck: die streut. Gleichwohl hat es schließlich da geerntet, wo es nicht nur lückenhaft wiedergegeben, und zwar sei nur alles Böse Alleinherrschaft und das persönliche Regiment zu stützen, in gefät hatte." Der Angeklagte giebt bei seiner Bernehmung zusammengestellt, das Gute aber habe man weggelassen. Mit feiner Weise erfüllen. an, daß sein Organ die Auffassung derjenigen Geschichtsschreiber derartigen Zeitungsartikeln und einer derartigen tendenziöfen Wie es scheint, find wir jetzt wieder im Anfange einer her einen Rechtstitel für die Annexion vom Jahre 1866 fonftruiren nur der Sozialdemokratie in die Arme. Indem Redner das Be bekämpfe, welche aus den früheren inneren deutschen Zuständen und falschen geschichtlichen Darstellung arbeite der Angeklagte Aera der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Seit Jahresfrist wollen. Aus dieser Tendenz sei auch der fragliche Artikel ver- lastungsmaterial noch einmal in übersichtlicher Weise gruppirte etwa häufen sich die Prozesse dieser Art in bedenklichem faßt, den er zwar nicht selbst geschrieben, der aber feine An- und sich auf das flare und objektive Gutachten des Sachver Maße, und Verurtheilungen, wie die unseres Genossen schauungen im Wesentlichen vertrete. Es solle damit bewiesen ständigen bezog, begründete er des Näheren, daß das strafbare Peus, zeigen nur zu deutlich, daß der Schrecken ein werden, daß kein historischer Rechtstitel für die 66 er Annexion Verschulden des Angeklagten völlig genügend erwiesen sei, und Regierungsfaktor geworden ist. bestand, wohl aber, daß andere Fürsten mehr für Deutsch beantragte eine Gesammtstrafe von vier Monaten auf mehrere Geschichtsschreiber, Zitirung von ihm günstig er Rechtsanwalt Martin, trat in längerer Rede zu Gunsten seines land gethan, als Preußens Fürsten. als Preußens Fürsten. Unter Bezugnahme Gefängniß. Der Vertheidiger des Angeklagten, Herr scheinenden Stellen aus politischen Verträgen des großen Kur- Klienten ein. Er suchte nachzuweisen, daß die in dem Artikel fürsten, Friedrich II. und seiner Nachfolger mit Frankreich und enthaltenen Behauptungen und Thatsachen feineswegs erdichtete anderen Staaten suchte der Angeklagte nun seine Behauptungen und entstellte seien, noch weniger, daß sie geeignet, die Ginzu belegen und die Anklage, die er in Abrede stellte, zu entkräften. richtungen des preußischen Staates verächtlich zu machen. Historische Kritik und burg bringen, fie aus dem Körper Deutschlands der Erlangung des preußischen Königstitels, der schlesischen Kriege, Majestätsbeleidigung. Man geht in neuester Zeit selbst soweit, die historische Kritik in das Prokrustes bett der Majestätsbeleidigung zu gwängen, und die Tages- und Weltgeschichte auf die Auflage bank zu schleppen. Wir sprechen nicht Vermuthungen, nicht Schlußfolge Feuilleton. Nachdruck verboten.) Am Webstuhl der Zeit. [ 46 Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. " " " Das stimmt, und diese Quittung ist hier, Herr Assessor." Wie?" rief der Gerichtsbeamte, erstaunt das dar gereichte Papier prüfend,„ Sie haben die Quittung bei sich und haben dieselbe so lange bei sich behalten? Die Quittung ist schon vor vierzehn Tagen ausgestellt." " 1 Das stimmt auch, denn ich gehe nie ohne eine solche Quittung in Wechselarrest." " Das sagen Sie zwar, aber es ist ganz unglaubhaft, denn Sie würden sich sonst gar nicht hier heraufbringen laffen. Ich muß daher annehmen, daß diese Quittung gefälscht ist." H Wir werden die entwichenen Herren auf jeden Fall wieder erlangen; und wenn dieselben dann sagen, daß Sie von der Flucht gewußt haben und trotzdem jetzt den Un- Gefälscht, Herr Assessor? Vedenken Sie wohl, was Sie wissenden vor dem Richter spielen, so kann Ihnen Ihre hier sagen; der Herr Wachtmeister ist Zeuge dieser EhrenWeigerung, Auskunft zu geben, viele Nachtheile bereiten." Fränkung." Das ist Alles ganz gut möglich, Herr Assessor; indessen gebe ich mich mit solchen Möglichkeiten nicht viel ab; ich kann Ihnen nur sagen, daß ich mich hier nicht mehr wohlbefinde und meine Entlassung beantrage, da ich für heute eine Landpartie nach Hasselbach beabsichtige." " Ihre Entlassung?" rief der Assessor verwundert;„ ich hoffe, Sie werden diese Gelegenheit nicht dazu benüßen wollen, unzeitige Wiße zu versuchen." " Ich habe nichts gehört," rief der Wachtmeister, " Herr Assessor, wollen Sie es noch einmal in Gegenwart des Herrn Wachtmeisters widerholen?" " 0 " J, das ist doch eine wahre Verhöhnung des Gerichts und der Gesetze!" " Schon wieder ein Verbrechen? Herr Assessor! Sie wissen doch, daß diese Einrichtung einmal besteht und rücksichtslos gehandhabt wird; der Staat erhält sie, und Jeder, der es in seinem Interesse findet, kann daran theilnehmen. Ob Jemand, der Hunderttausende besitzt, einen armen Teufel für dreißig Thaler Schulden festsetzen läßt, fragt das Gericht danach? Ob Jemand aus Rachsucht so einen Wechsel von einem Anderen billig kauft, um Jemanden zu chikaniren, fragt das Gericht, ob es sich nicht zum Werkzeuge eines solchen miserablen Wichtes herabwürdigt? Die Einrichtung besteht und läuft nach der Schablone ab; warum sollte ich sie nicht ebenso gut nach meinem besten Dafürhalten benußen dürfen?" Aber, sich selber sehen zu lassen, das ist doch gar zu stark!" " Ich bin nicht dazu da," erwiderte dieser; jedenfalls widerte der Philosoph gelassen. Sie wissen doch, daß der „ Nicht so ganz, wie Sie denken, Herr Assessor," erist die ganze Sache äußerst verdächtig." Warum, Herr Assessor? Die Sache ist sehr einfach und steht; das eine nennt er sein besseres, das andere sein böses Mensch aus zwei miteinander innig verbundenen Wesen beunverdächtig. Mein Wechsel beträgt 60 Thaler; ich habe Jch oder Selbst, und beide leben zeitweilig, ja fast immer die Quittung über Betrag und Kosten; ich habe hier zwei im Krieg miteinander, und so geht es auch mir. Mein Banknoten über 100 Thaler und bin außerdem Besizer eines befferes Selbst treibt mich, die furzgemessenen Erdenstunden Grundstücks von wenigstens 30 000 Thalern Werth. Glauben mit Weisheit zu benutzen; mein böses oder materielles Jch Sie, daß ich da so dumm sein werde, eine Quittung von drängt mich nach sinnlicher Luft; und da nun mein besseres 60 Thalern zu fälschen, um in die Tretmühle der heiligen Selbst die Oberherrschaft auszuüben berechtigt ist, legt es Justiz zu gerathen? Fällt mir gar nicht ein, wäre Blöd- dem anderen Gesetze auf. Ganz natürlich hapert es mit der finn. Die ganze unerklärliche Sache besteht nur darin, daß Ausführung dieser Gefeße unter so innig verbundenen Wesen So haben Sie Ihren Gläubiger zu bezahlen und ich mich selbst habe seizen laffen, auf eigene Rechnung und immer, deshalb habe ich zum Pfand mein schlechteres Selbst von diesem eine Quittung beizubringen." Gefahr." einen Wechsel unterschreiben lassen und ihm gesagt, daß ich Unzeitige Wize, Herr Affeffor? Was berechtigt Sie zu dieser unerhörten, mich beinahe verlegenden Annahme?" „ Sie wissen doch ganz bestimmt, daß Ihre Entlassung nur mit Einwilligung Ihres Gläubigers bewirkt werden tann." Wenn ich nun aber bezahle?" Eine Majestätsbeleidigung im Sinne des§ 95 des Reichs-| Berrath militärischer Geheimnisse der§ 92 Nr. 1 des deutschen in der Politischen Uebersicht abgedruckten§§ 1-7 und 9, Strafgesetzbuches liege nicht vor, fönne aus dem Juhalte des Reichs- Strafgesetzbuches angewendet, welcher lautet: 10 und verbinde damit die charakterische Wendung in den Motiven: Wissen die vorgebrachten Behauptungen aufgestellt und veröffentWer vorfäßlich Staatsgeheininisse oder Festungspläne, oder solche Urkunden, Attenstücke oder Nachrichten, von denen er weiß, daß ihre Geheimhaltung einer anderen Regierung gegenüber für das Wohl des Deutschen Reiches oder eines Bundesstaats erforderlich ist, dieser Regierung mittheilt oder öffentlich bekannt macht,... wird mit Zuchthaus nicht unter zwei Jahren bestraft. Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt Festungshaft nicht unter sechs Monaten ein." infriminirten Artikels auch gar nicht hergeleitet werden, denn von dem jezigen Kaiser oder einem anderen lebenden Bundesfürsten sei ja gar nicht darin die Rede, nur von den früheren Herrschern der preußischen Monarchie. Gegen diese, welche verstorben, tönne eine Majestätsbeleidigung gar nicht begangen werden, denn nach der Meinung aller neueren bedeutenden Rechtslehrer höre die Majestätsbeleidigung mit dem Tode auf. Eine Reihe anderer Geschichtsforscher hätten sich in ähnlicher Weise abfällige Kritiken über politische Maßnahmen anderer verstorbener Könige und Fürsten erlaubt, ohne deshalb wegen Majestätsbeleidigung angeklagt zu werden. Durch die Ver- Diefer Paragraph richtet sich gegen den sogenannten nehmung des Sachverständigen sei nichts erbracht worden, was diplomatischen Landesverrath, und die zahlreichen Prozesse die Anklage unterstüßen tönne. Auf diese Weise könne man die dieser Art, welche in Deutschland sich abgespielt haben, historische Wahrheit nicht feststellen, das müsse der freien Ge- legen Zeugniß dafür ab, daß man verstanden hat, ihn mit schichtsforschung überlassen bleiben. Im Weiteren führt Redner aller Schärfe anzuwenden. Es versteht sich am Rande, daß dann aus, daß aber vor Allem der Angeklagte nicht wider besseres die Spionage mit den schneidigsten Waffen bekämpft werden licht habe, er wiffe nicht, daß diefelben erdichtet oder entstellt muß der moderne Staat befindet sich gegenüber den feilen feien, vielmehr sei es feine politische Ueberzeugung, daß die Gesellen, welche als Späher im Dienste fremder Staaten Behauptungen nach seiner Ansicht wahr feien, wie er ja auch stehen, im Zustande der Nothwehr. unter Bezugnahme auf Berträge, Urtheile von Zeitgenossen und mehrere Geschichtsschreiber dieses nachzuweisen versucht habe. Späherwesen zu einem nothwendigen Bestandtheil seines Aber man vergeffe nicht, daß der Militarismus das Zum Schluffe bittet daher der Herr Bertheidiger um völlige Wesens tostenlose Freisprechung in beiden Anklagepunkten. Herr Redak Geheimnisse des anderen zu erkunden sucht, daß die gemacht hat, daß ein Generalstab die teur Hopf ergreift auch noch einmal des Wort, versichert, daß er sogenannten Informationsbureaug eine Eigenthümlichkeit fich keiner strafbaren Handlung im Sinne der Anklage bewußt es jetzigen Heerwesens sind. Wie die Gemeinwesen, sei, und bittet um Freisprechung. Nach längerer Berathung verkündet darauf der Gerichtshof gegen halb 7 Uhr Abends, daß gewappnet vom Wirbel bis zur Zehe, beständig auf der das Urtheil nächsten Freitag, den 26. Februar, um 9 Uhr Morgens, Lauer liegen, wie die Kriegsgefahr ein Faktor ist, mit welchem verkündet werden solle." jede Stunde gerechnet werden muß, wie die Fortschritte der Technik die Rüstungen in allen Ländern immer umfassender und kostspieliger machen, so umspannt die Spionage, ein dichtmaschiges Net, die Militärstaaten. Dies der Bericht des„ Kasseler Tageblatt", eines nationalliberalen Blattes, wenn wir uns nicht irren. " Der Diese Vorschrift( die bisherige Strafbestimmung§ 92 des St.-G.-B.) zeigt zunächst den augenfälligen Mangel, daß außer der Veröffentlichung von geheim zu haltenden Dingen nur die Mittheilung derselben an eine fremde Regierung unter Strafe gestellt wird. Hierdurch werden sonstige sehr wohl denkbare Fälle des Verraths gar nicht getroffen gegenwärtige Entwurf bezweckt, die bezeichneten Lücken des Straf- Gefeßbuchs dem dringendsten Bedürfniß entsprechend wenigstens insoweit auszufüllen, als es sich um militärische Geheimnisse, d. h. solche Geheimnisse handelt, bei denen das Interesse der Landesvertheidigung in Frage steht." welchen es heißt: Ferner die spezielle Begründung zu den§§ 1-4, in ,, Die§§ 1 bis 4 bedrohen den vorsätzlichen Verrath und das rechtswidrige Sichverschaffen von Schriften, Zeichnungen oder anderen Gegenständen, deren Geheimhaltung im Interesse der Landesvertheidigung erforderlich ist, oder von Nachrichten solcher Art. Bei dieser Bezeichnung des Objekts der strafbaren Handlung wird jede Art militärischer Geheimnisse mit umfaßt sein. Unter Berrath foll jede rechtswidrige Mittheilung an einen Anderen fallen. Ein solches Weitergeben der Geheimnisse enthält in der Regel eine Verlegung der Geheimhaltungspflicht und ist der Natur der Sache nach, immer geeignet, eine Gefährdung der Sicherheit des Deutschen Reiches herbeizuführen. Die Art und Höhe der Strafe ist danach bemessen, ob der Thäter mit dem Bewußtsein beziehungsweise in der Absicht dieser Gefährdung handelte oder nicht. Letzteres wird selbstverständlich dann regelmäßig zutreffen, wenn eine Veröffentlichung der Geheimnisse in Frage steht. Die Strafdrohungen sind in so weitem Rahmen gehalten, daß sowohl leichtere Fälle, wie andererseits die schwersten Treubruchsfälle von Beamten und Angehörigen der Armee angemessen geahndet werden können." Der Sprenkel ist so geschickt gestellt, daß sich alles Federvieh darin fangen kann. Und die Herren am Vogelheerd werden darauf passen, daß in ihr Garn sich alle die verstricken, welche man fassen will. Was ist militärisches Geheimniß? Alles das, was im Interesse der Landesvertheidigung geheim gehalten werden muß. Die hessische Rechtspartei" ist die" Partei" der Männer, die von dem strengen Standpunkt des Rechts und Wer da wähnt, durch noch so scharfe Strafvorschriften der Legitimität aus die Annexionen von 1866 verurtheilen, und mit dem Kundschafterwesen fertig zu werden, der befindet in dem gewaltsamen Umsturz" des Deutschen Bundes und sich demnach in einem verhängnißvollen Frrthum. So lange der Gründung des Norddeutschen Bundes( der Vorfrucht" wir am Militarismus franken, werden wir dieses anderen des deutschen Kaiserreichs) ein revolutionäres widerlichen Leidens nicht ledig werden. Eine nothwendige Handeln erblicken. Einrichtung wird durch die schneidigsten Paragraphen nicht Die Aeußerungen, um derentwillen der Redakteur der beseitigt. Wie das Verbrecherthum überhaupt trotz der " Hessischen Volksblätter" als Majestätsbeleidiger und Ver- härtesten Strafgesetze, trotz des rücksichtslosesten Eingriffes ächtlichmacher von Staatseinrichtungen in Anklage- der Sicherheitspolizei weiterwuchert und dem verstärkten stand versetzt ward, enthalten eine historische Druck einen energischeren Gegendruck entgegensett, indem es Kritik, bie Sie der preußischen Dynastie nicht an schlauer, raffinirter, gewaltthätiger wird, so wird diese eine genehm fein mögen, aber von dem Gesichtspunkt des Spielart der Gaunerei, das Spionenthum, auf eine Ver- gehalten werden? Hier ist der springende Punkt, hier kann Was muß im Interesse der Landesvertheidigung geheim Redakteurs der Hessischen Boltsblätter" aus durchaus schärfung der Strafbestimmungen durch größere Borsicht, er- ber grübelnde Scharfsinn des öffentlichen Anklägers Triumphe tonsequent find, und auf Grund der geschichtlichen höhte Geschicklichkeit, Verbesserung der Technik reagiren. feiern, hier können die Entscheidungen des rechts Thatsachen nicht widerlegt werden können. In Alle Versuche, der eben gekennzeichneten Erscheinungen durch gelehrten Richterthums, das durch eine stetig sich erweiternde diesen Aeußerungen und dieser Kritik eine Majestäts- mechanische, durch Gewaltmittel Herr zu werden, fallen platt Kluft von dem Empfinden und der Vorstellungsweise des beleidigung" und eine Verächtlichmachung von Staats- zu Boden, weil sie das Uebel mit Palliativen heilen wollen. Boltes geschieden ist, zu den folgenschwersten Deduktionen einrichtungen" erblicken, heißt jede Geschichtsforschung So lange die kapitalistische Gesellschaft besteht, wird die gelangen. und jedes unabhängige historische Urtheil für strafbar Kriminalität eine gesellschaftliche Einrichtung sein, und lungen enthüllt, wird vor keinem strafrechtlichen Problem Wer das Geheimniß der konkludenten Handerklären. Wird der Redakteur der Hessischen Volksblätter" so lange der Militarismus auf den Böllern laftet, wird zurückschrecken. schuldig befunden, so ist fünftighin in Deutschland nur noch die Kundschafterei unlösbar mit ihm verknüpft sein. Für eine of Geschichtsschreibung im Geiste der einen auf frischer That ertappten Lumpenkerl stehen ein haltung aller mit dem Militarismus verbundenen Er Im Interesse der Landesvertheidigung liegt die Geheim Sybel und Treitschke möglich. Niemand darf mehr die dynastische Dugend neuer Verräther schon bereit. und undeutsche Politik der deutschen Regentenhäuser beleuchten, scheinungen, Vorgänge, Ereignisse. Im Interesse der LandesSo ergiebt sich, daß der§ 92 Nr. 1 des Straf- Gesetz- vertheidigung liegt die Erhaltung der Disziplin, welche Niemand darf mehr der Wahrheit die Ehre geben und buchs nur ein durchaus unzureichendes Mittelchen ist, und es angeblich so schwer kompromittirt wird durch Veröffentlichung aussprechen, daß eine national- deutsche Politit unseren deut- wird fich zeigen, daß ein Verlegenheitsgeset schen Fürstenhäusern bis in die neueste Zeit unbekannt derartige Spezialgeses ist ein Geschöpf der Hilflosigkeit und jedes herzoglicher Erlasse. Im Interesse der Landesvertheidigung war. Kurz, Niemand darf mehr eine andere Geschichte dem Messer ohne Klinge gleicht, welchem das Heft fehlt. Systems, das die Soldatenmißhandlungen zum liegt die Erhaltung des Militarismus, des starren, drückenden schreiben, als eine deutsche ofgeschichte die Indeß, wenn der deutschen Reichsregierung darum zu thun Begleiter hat, wie ein Sternensystem seine Monde. Sybel- Treitschte'sche Geschichtsfälschung ist zur ist betrachten wir jegt von ihrem Standpunkte aus die Unterthanenpflicht erhoben und, wer nicht fälscht Angelegenheit, die Spione derber zu fassen, durch die Höhe einen Andern fallen", sagen die Motive. Der übt Berrath, Unter Berrath soll jede rechtswidrige Mittheilung an und wer ehrlich historische Kritik übt, ist der Majestäts- der Strafen von dem Verrath abzuschrecken, so genügte es, der Material zum Kapitel der Soldatenschindereien liefert, beleidigung und Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen" daß der§ 92 Nr. 1 in diesem Betracht umgeändert würde. der übt Verrath, welcher es weitergiebt, der ist Haupt schuldig, und marschirt in den Kerker. Mit der nöthigen Bucht hätte alsdann die umgestaltete und Erzverräther, Erzverräther, welcher die erschütternde Historie Bestimmung den erwischten und überführten Spion treffen der qualvollen Leiden deutscher Bürger im Waffenrod aller können. Wobei nur daran zu erinnern ist, daß das fran- Welt preisgiebt und durch die beredte Sprache der bleiernen zöfifche Spionengeseß seiner Zeit von unsern Offiziösen mit Lettern öffentlich Anklage gegen die herrschenden Mißstände Hohn und Spott als etwas Thörichtes überschüttet wurde. erhebt. Das ist unter russisch! Der Gesehentwurf gegen den Verrath militärischer Geheimnisse. " Aber die Regierung steift sich auf ein Spezialgesetz, Mit dieser Kettenkugel am Fuß soll die unabhängige und wenn der Kurs, in welchem wir uns befinden, schon Presse lahmgelegt, soll die Kritik des Militarismus mundvon vornherein zu spürendem Mißtrauen unweigerlich zwingt, todt gemacht werden. Denn was ist dehnbarer als der fo offenbaren Fassung und Begründung des gestern dem Begriff: Intereffe der Landesvertheidigung"? Und was Reichstag zugegangenen Entwurfes, daß er nicht blos und liefert trefflichere Handhaben für die kühne Dialettik Den Aufsehen erregenden Veröffentlichungen der amt- Wie Harmodios und Ariftogeiton, die athenischen Tyrannen- des Berraths"? Nicht blos der Bube, der um Gold gar nicht in erster Reihe gegen die Spionage fich richtet. eines öffentlichen Anklägers, als die Begriffsbestimmung lichen Urkunden zur Geschichte des deutschen Militarismus mörder, in Rosen verhüllt, ihr Schwert trugen, mit dem sie sein Land verräth, foll ins Buchthaus wandern, der auch, ist mit überraschender Gile ein Entwurf gefolgt, der als den Unterbrücker fällten, jo trägt Graf Caprivi die Waffe, welchem der Ingrimm über das Martyrium der uniformirten ein Sondergeseh zur Bekämpfung des Spionenwesens fich welche der Preßfreiheit den Garaus machen soll, versteckt Landsleute einen Entrüstungsschrei entlockt, derjenige, der die einführt. Bisher wurde auf die Ausrundschaftung und den unter dem Rankenwerk eines Spionengesetzes. Man lese die tödtlichen Uebel aufdeckt, der durch ihre Bekanntgabe für Zwanzigstes Rapitel. Nach Hasselbach. es in Wechselarrest bringen würde, wenn es nicht folgt. Neulich verleitet mich mein schlechteres Jch, einen ganz un verantwortlichen Leichtsinn zu begehen Was blieb mir übrig? ich mußte es in Wechselarrest bringen, und heute will nach dem lieblichen Hasselbach wandernd wissen, dürfen wir Da wir an diesem Sonntage so viele unserer Bekannten ich es in Gnaden entlassen, da es für die nächste Beit wohl wohl auch nicht daheim bleiben. Wer sagt uns, ob der durch den Schrecken gebessert sein dürfte." Der Affeffor und der Wachtmeister sahen den Philosophen, der das Alles so ruhig auseinandersetzte, als wenn er sich vor den versammelten Studenten als Dozent hören zu laffen hätte, kopfschüttelnd an; endlich aber meinte der Assessor: Nun, jedenfalls muß die Sache erst näher erörtert werden, und Sie werden deshalb den morgigen ordentlichen Gerichtstag abwarten." Tage wird herausrollen lassen, wie diesen Sonntag? Im Herbst nur noch eine solche Perle aus der Reihe seiner Frühling, wie in der Jugend, mag man schon einmal verschwenden, da ist die Möglichkeit des Ausgleichs vor Augen liegend. Im Herbst, wie im Alter, wird man es taum ohne Reue versuchen können. Tugend; man sieht nicht die vielen verkümmerten, ver wahrlosten oder verschrobenen Gesichter, nicht den blöddie derselbe Ziegelstein zusammenschlägt, der den Bettler sinnigen Dünkel der vom Glücke Begünstigten auf Erden, erschlagen würde; man sieht nicht eingebildete Gecken eine angeputzte Modedame in den neuesten Ausgeburten der sich ebenso lächerlich in der Modetracht blähen, wie Schneiderkunst. Man sieht den ganzen Apparat nicht, mit dent die Weisheit Einzelner der großen Menge sich aufzus bringen pflegt. Auf dem Lande geht der reiche Bauer noch hinter seinem Gespanne her, so gut wie der arme Tages fragt Euch, ob Ihr diesen Lockungen widerstehen könnt? Schritte freuzen, so rufen sie sich einen Gruß zu: zum Und blickt nur hinaus einen Augenblick ins Freie und löhner! Das hält die Leute zusammen, und wenn sich ihre Herr Affeffor," rief aber der Philosoph, ich zeige Ihnen aus dem feuchten Erdreiche, sowie aus seinen Kindern, den des Besitzes und vielleicht der Bildung, Ihresgleichen ers Mächtige Dunstwolfen zieht die rothglühende Sonne an sich Beichen, daß sie in dem Anderen, trotz aller Verschiedenheit in Gegenwart des Wachtmeisters die Quittung meines Pflanzen, die dennoch funkeln im Lichte der Strahlen, als kennen und anerkennen. Es giebt der Uebelstände auf dem Gläubigers, ich erkläre mich bereit, für alle sonstigen Kosten hätte sie eine Zauberin aus„ Tausend und eine Nacht" über- Lande auch in Hülle und Fülle, aber sie verlegen mehr den einzustehen, ich will auch hier 200 Thaler auf jeden Fall streut mit einem kostbaren Regen von Diamanten, Smarag: Berstand, als das Herz, sind darum auch viel leichter zu in Sicherheit zurücklaffen. Wollen Sie, Herr Affeffor, nun- den, Rubinen und köstlichen Perlen. Aber größer noch ist ertragen. mehr noch die Verantwortlichkeit auf sich nehmen, mich fest der Segen, den die Natur hier am Wege ausgebreitet; zu halten?" " Ich werde Sie einfach gehen lassen," bemerkte der als wollten sie den Vorübergehenden sagen:„ Nehmt mir Freie gelockt hat, bemerken wir zunächst eine, soweit sie aus, Unter den vielen Gruppen von Spaziergängern, die der denn überall neigen fich die Zweige der Bäume hernieder, erste Sonnenstrahl zum Aufstehen gebracht und alsbald ins Assessor lachend, und nur den Herrn Wachtmeister bitten, ab die füße Last, Ihr erleichtert mich, wenn Ihr Euch er- erwachsenen Personen besteht, recht wohlbekannte Geſellſchaft, von den zweihundert Thalern einstweilen die Hälfte in Ver- quickt." wahrung zu behalten auf jeden Fall. Jezt aber, Herr denn es sind die Bewohner des verlassenen FamilienWachtmeister, schicken Sie alle Ihre Leute aus, damit wir hügel nach dem anderen emporsteigend, förmlich stolz über sammen zu halten versprochen. Zwei von ihnen, der Mine Und rechts, am sanftansteigenden Höhenzuge, ein Neben- zimmers" im Wechselarrest, die auch im Freien treulich zu so schnell wie möglich einige von den Flüchtlingen wieder die Fülle von weißen, rothen und blauen Trauben, die jetzt und der Offizier, hatten in der vergangenen Nacht sogar iz zuſammen bekommen. Der Skandal ist doch wirklich gar muthwillig sich hervordrängen aus dem ſtillen, bescheidenen Ermangelung eines anderweitigen Obdachs das des Meisters Blättern, und herausfordernd nach dem Pfirsichbaume Versteck hinter den großen, nun schon zusammenschrumpfenden Draht in Anspruch genommen. hervorblicken, der sie schon im Frühling mit seinem patriarchalischen Würde im hohen weißen Felbelhute einhers Neben dem würdigen Schuhmachermeister, der in aller Blüthenmeere überstrahlte und jetzt mit den schönfarbigen schreitet, geht die Gattin, mächtig bewegt von der ganz Früchten von Neuem verdunkeln zu können dachte. unverhofften Freude, und hinter ihnen schreiten fünf Spröß bewundern; und eine wohlthuende Empfindung besonderer die Orgelpfeifen, von der blondköpfigen, schon wacker Schuhe Ja, hinaus in's Freie, den Erntesegen der Natur zu linge der Ehe, in der Größe einander fich anreihend, wie Art erzeugt der Besuch des Landes immer, woran freilich einfaffenden 15jährigen Christel bis zum 6 jährigen, in die Wenigsten, ja selbst Idyllen- Dichter nur selten gedacht. Troddelstiefeln hinstampfenden„ Nesthäkel" Alexander. Es drängt sich auf dem Lande nicht, wie in der Stadt, der Neichthum und die Armuth so eng zusammen, nicht der Müßiggang und der Fleiß, das Verbrechen nicht und diel zu groß." Damit war diese improvisirte Gerichtsszene zu Ende; der Philosoph schritt stolz und selbstzufrieden durch das Borzimmer nach dem Ausgang, den er sich zum Erstaunen der Magd selbst öffnete. Der Assessor konnte nichts Besseres thun, als seinem Beispiele zu folgen. Und nun waren fie leer die Räume, die feit undenklichen Zeiten nicht auf gehört hatten, Opfer unserer sozialen Zustände zu beberbergen. ( Fortsetzung folgt.) Der Aus § 10. Das Wahlrecht wird in Person durch Stimmzettel ohne Unters eine Reform zu wirken unternimmt, ist ein Verräther". I Aus dem Reiche des Diktatur- Paragraphen. Der] Jn's Zuchthaus mit ihm! Dort mag er Wolle spinnen, Bezirkspräsident des Oberelsaß hat den schweizerischen weil er sein Vaterland, sein Volk geliebt und für deren Staatsangehörigen Dolfuß, den Sohn des bekannten Mül- schrift ausgeübt. höchste Intereffen geftritten hat. häuser Textilindustriellen, ausgewiesen. Die Stimmzettel müssen von weißem Papier und dürfen mit Jede Art militärischer Geheimnisse" soll gewahrt wer- gewiesene war furz vor Eintritt in das militärpflichtige Stimmzettel find gleichmäßig für alle Wahlkreise vom Bundesfeinem Kennzeichen versehen sein. Gewicht und Größe der den, mag es sich um den Mobilmachungsplan handeln, den Alter ausgewandert. So verkehrt die Anwendung von rath festzustellen. ein Schuft an einen fremden Staat verkauft, oder um die Zwangsmaßregeln ist, so haben wir trotzdem keine Ursache, Veröffentlichung eines Erlasses, wie derjenige des die thränenreichen Klagen der protestlerischen Blätter zu § 11. Herzogs Georg zu Sachsen war. Die Stimmzettel sind außerhalb des Wahllokals mit dem beachten. Sie gelten dem Millionärssöhnchen, das auf den Namen des Kandidaten, welchem der Wähler seine Stimme geben Geldfack des Vaters pochend sich der Wehrpflicht entzogen will, handschriftlich oder im Wege der Vervielfältigung zu hat, während die vom Papa ausgesogenen Textilarbeiter zur versehen. uniform schlüpfen müssen. gegebenen Zeit aus der Fabrikuniform in die Soldaten Indeß es ist dafür gesorgt, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Will man die Presse knebeln, noch bleibt uns die Tribüne des Reichstages. Es wird sich bald entscheiden, ob die Regierung mit ihrem Spionengesetz blos die Spione oder auch die Presse treffen will. Die Motive" zeigen unter dem Sammet handschuh die Krallen. Ein Spionengeset, das nicht gegen Die Interpretationskunft der Gerichte geschützt ist, will nichts mehr und nichts weniger als zur gelegenen Zeit sich ungelegener Kritiker entledigen. ભૂત alth Videant Consules. Politische Ueberlicht. adoix dub Berlin, den 23. Februar. Gesetzentwurf gegen den Berrath militärischer Geheimniffe. Wir theilen im Folgenden die wichtigsten Paragraphen mit und verweisen im Uebrigen auf den heutigen Leitartikel. Die betr. Paragraphen lauten: Tannt werden. § 11 a. Die Wahl ist eine geheime. Sie geschieht durch Abgabe des Stimmzettels in einem amtlich abgestempelten, mit feinem Renn Die preußische Justiz auf dem Kriegspfade. Wie zeichen versehenen Umschlag. die Bossische Zeitung" mittheilt, hat das Justizministerium und von gleicher Größe, Form und Farbe sein. Die näheren BeDie Umschläge sollen aus undurchsichtigem Papier gefertigt beschlossen, gegen die Herabsetzung der preußischen Rechts- ftimmungen über die Beschaffenheit der Umschläge sind gleichpflege in den Blättern vorzugehen. Schritte in dieser mäßig für alle Wahlkreise vom Bundesrath festzustellen. Richtung würden sich nicht auf die Xantener Lokalpresse beschränken, und bei der dritten Lesung des Staatshaus halts- Etats wäre eine erneute scharfe Erklärung seitens der so aufzustellen, daß derselbe von allen Seiten zugänglich ist. Der Tisch, an welchem der Wahlvorstand Plah nimmt, ist Regierung gegen das in der That unerhörte Gebahren der Auf diesem Tisch wird ein verdecktes Gefäß( Wahlurne) zum antisemitischen Presse zu erwarten." Die Empfindlichkeit Hineinlegen der Stimmzettel gestellt. Ferner ist auf diesem Tisch der Behörden gegen die Zeitungskritik ist ein Symptom die erforderliche Zahl der amtlich abgestempelten Umschläge bereit unserer Zustände. Der beste Schutz der Rechtspflege bleibt zu halten. natürlich stets die unbefangene, sachliche Rechtspflege selbst. gegen den vom Parlament in der Ausführung der Wiener Berkehrsanlagen beliebten Aufschub. Als nach Schluß einer in Hernals abgehaltenen Versammlung die Menge vor dem Rathhause demonstriren wollte, trieb die Polizei die Arbeiter auseinander und rettete das bedrohte Groß Wien durch etliche Verhaftungen. Eine nach dem Rathhause entfendete Deputation fand die Gitter geschlossen. Die Mitglieder der Deputation wurden gleichfalls in Haft genommen und erst heute wieder freigelassen. § 11 b. Berathungen stattfinden, noch Ansprachen gehalten, noch Beschlüsse gefaßt, noch Stimmzettel aufgelegt oder vertheilt werden. AusWährend der Wahlhandlung dürfen in dem Wahllokale weder genommen hiervon find die Berathungen und Beschlüsse des Wahlvorstandes, welche durch die Leitung des Wahlgeschäfts bedingt sind. § 11d. Der Wähler, welcher seine Stimme abgeben will, tritt an den Tisch, an welchem der Wahlvorstand fißt und nimmt hier an den Nebentisch, an welchem er gegen Beobachtung geschützt einen abgestempelten Umschlag an sich; er begiebt sich sodann feinen Stimingettel in den Umschlag steckt; den so verdeckten Stimmzettel legt er, sobald der Protokollführer seinen Namen in der Wählerliste aufgefunden hat, in die Wahlurne. Der Protokollführer vermerkt die erfolgte Stimmabgabe jedes Wählers neben dem Namen desselben in der Wählerliste. An einem Nebentisch sind derartige Vorrichtungen anzubringen, daß der Wähler, ohne daß er von irgend einer anderen Person Beräuchert Euch! so ließ der Druckfehlerteufel uns gesehen werden kann, hier seinen Stimmzettel in den Umschlag zu sollte es heißen: Bereichert Guch- Enrichissez vous, das in unserer gestrigen Notiz Bur Fronde" sagen. Natürlich legen vermag. Programmwort der Aera Bismarck- Baare. Aber auch das wird um 7 Uhr Nachmittags geschlossen. § 11 c. Beräuchern gehört zum Geschäft der nationalliberalen Die Wahlhandlung beginnt um 10 Uhr Vormittags und Mannesseelen. Ohne Reklamie kein Geschäft mehr, ein steher den Protokollführer und die Beisitzer mittelst Handschlags Die Wahlhandlung wird damit eröffnet, daß der Wahlvors § 1. Wer vorfäßlich Schriften, Zeichnungen oder andere politisches so wenig wie ein anderes. Und fein Barnum an Gidesstatt verpflichtet. Gegenstände, deren Geheimhaltung im Interesse der Landesvertheidigung erforderlich ist, oder Nachrichten solcher Art in den hat die Beräucherung und Reklame besser verstanden, als Bor Beginn der Abstimmung hat sich der Wahlvorstand davon Besitz oder zur Kenntniß eines anderen gelangen läßt, wird, diese Besten der Nation", wie sie in ihrer Bescheidenheit zu überzeugen, daß die Wahlurne leer ist. wenn er weiß oder den Umständen nach annehmen muß, daß das sich zu nennen pflegen. Durch fleißige und schamlose Selbst mitglieder des Wahlvorstandes gegenwärtig sein. Der Wahl= Bu feiner Zeit der Wahlhandlung dürfen weniger als brei durch die Sicherheit des Deutschen Reichs gefährdet wird, mit beräucherung und gegenseitige Beräucherung haben sie sich vorsteher und der Protokollführer dürfen sich während der WahlZuchthaus nicht unter zwei Jahren bestraft, neben welchem auf emporgebracht die notorischsten Nullen, wie ein Bennigsen, handlung nicht gleichzeitig entfernen; verläßt einer von ihnen Geldstrafe bis zu fünfzehntausend Mart erkannt werden fann. wurden zu großen Staatsmännern" aufgepufft, und die vorübergehend das Wahllokal, so ist mit seiner zeitweiligen Ber § 2. Wer außer dem Falle des§ 1 es unternimmt, rechtswidrig Beräucherung" hat ihnen den Weg zwar nicht zur Macht tretung ein anderes Mitglied des Wahlvorstandes zu bes Gegenstände oder Nachrichten der daselbst bezeichneten Art in gebahnt, aber doch zur Bereicherung. den Besitz oder zur Renntniß eines Anderen gelangen zu lassen, auftragen. wird mit Gefängniß nicht unter drei Monaten oder mit Festungs- Ein Fortschritts ,, fieg". Unter dem elendesten aller haft von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Neben der Wahlsysteme haben die Berliner Deutschfreisinnigen die Freiheitsstrafe fann auf Geldstrafe bis zu fünftausend Mark er luftige Person jeder Vertretung, der er angehört, Herrn § 3. Wer vorfäßlich den Besitz oder die Kenntniß von Gegenständen oder Nachrichten der im§ 1 be- Alexander Meyer, zum preußischen Landtagszeichneten Art in der Absicht sich verschafft, davon zu einer die Abgeordneten erkürt. Sicherheit des Deutschen Reiches gefährdenden Mittheilung an Andere Gebrauch zu machen, wird mit Zuchthaus bis zu Desterreichisches. In Wien protestiren die be zehn Jahren bestraft, neben welchem auf Geldstrafe bis zu zehn schäftigungslosen Arbeiter, deren Elend unerträglich ist, tausend Mark erkannt werden kann.§ 4. Wer ohne die vor vor- gegen bezeichnete Absicht es unternimmt, rechtswidrig sich den Besiz oder die Kenntniß von Gegenständen oder Nachrichten der im§ 1 be zeichneten Art zu verschaffen, wird mit Gefängniß von einem Monat bis zu drei Jahren oder mit Festungshaft von gleicher Dauer bestraft. Neben der Freiheitsstrafe tann auf Geldstrafe bis zu fünftausend Mark erkannt werden,-85. Haben Mehrere ein Verbrechen der in den§§ 1, 3 bezeichneten Art verabredet, ohne daß es zur Ausführung oder zu einem strafbaren Versuch desselben gekommen ist, so tritt Gefängniß nicht unter brei Monaten ein. Neben der Freiheitsstrafe kann auf Geldstrafe bis zu fünftausend Mark erkannt werden. § 6. In den Fällen der§§ 1 bis 5 fann neben Gefängniß und persönlichen Frage hat sich jetzt die französische Feftungshaft auf Verlust der bekleideten öffentlichen Aemter und Ministerkrise zugespitzt. Prinzipielle Fragen kommen der aus öffentlichen Wahlen hervorgegangenen Rechte, neben jeder überhaupt nicht in Betracht an eine Alenderung der Freiheitsstrafe auf Zulässigkeit von Polizei- Aussicht erkannt wer- Kompromiß- und Schaukelpolitik gegenüber dem Vatikan ist den.-§7. Wer aus Fahrlässigkeit Gegenstände oder Nachrichten in der augenblicklichen Parteilage nicht zu denken, und so stimmung für geschlossen. Nachdem dies geschehen ist, dürfen Um 7 Uhr Nachmittags erklärt der Wahlvorsteher die Abs der im§ 1 bezeichneten Art, die ihm fraft seines Amtes, Berufes, Gewerbes oder eines besonderen Auftrages anvertraut oder zu gilt es denn in Frankreich als selbstverständlich, daß das keine Stimmzettel mehr angenommen werden. gänglich sind, in einer die Sicherheit des Deutschen Reiches ge- bisherige Rabinet im Wesentlichen unverändert wieder ins Die Umschläge werden aus der Wahlurne genommen und fährdenden Weise in den Besitz oder zur Kenntniß eines Anderen Amt tritt. Nur an der Person des Herrn Constans, der uneröffnet gezählt. Zugleich wird die Zahl der Abstimmungsgelangen läßt, wird mit Gefängniß oder Festungshaft bis zahlreiche Feinde hat, stoßen sich Viele, und darunter auch vermerke in der Wählerliste festgestellt. zu drei Jahren bestraft. Neben der Freiheitsstrafe tann verschiedene der ehemaligen Kollegen des Herrn Constans. zettel. Einer der Beisiger öffnet jeden Umschlag, entnimmt dems Sodann erfolgt die Prüfung der Umschläge und Stimm auf Geldstrafe bis zu dreitausend Mark erkannt werden. Für uns ist es ganz gleichgiltig, ob Herr Conftans dem selben den Stimmzettel und übergiebt dieselben dem Wahl$ 9. Wer von dem Vorhaben eines der in den§§ 1 und 3 vor: neuen Kabinet angehören wird das wissen wir, es wird vorsteher, welcher den Inhalt des Stimmzettets laut vorliest und gesehenen Verbrechen zu einer Zeit, in welcher die Verhütung des genau dieselbe Politik verfolgen, welche das verflossene nach getroffener Entscheidung Stimmzettel und Umschlag einem Verbrechens möglich ist, glaubhafte Kenntniß erhält und es kabinet verfolgt hat, und zwar sowohl den Arbeitern anderen Beisitzer weiterreicht, der dieselben bis zum Ende der Verbrechens möglich ist, glaubhafte Kenntniß erhält und es unterläßt, hiervon der Behörde zur rechten 18eit Anzeige zu machen, ist, wenn das Verbrechen oder ein strafbarer Versuch als dem Klerus gegenüber. Die Zeit eines prinzipiellen Wahlhandlung aufbewahrt. Deffelben begangen worden ist, mit Gefängniß zu bestrafen. Bruchs mit dem Kapitalismus und der Kirche- die beide § 10. Die Bestimmungen im§ 4 Absah 2 Nr. 1 und im§ 93 durch Interessengemeinschaft eng mit einander verbunden des Straf- Gesetzbuchs für das Deutsche Reich finden auch auf die sind, ist in Frankreich noch nicht gekommen. in den§§ 1 bis 5 dieses Gesetzes vorgesehenen Verbrechen und Bergehen Anwendung. Sozialreform in Spanien. Aus Spanien tommt Reichstägliches. Der Entwurf eines Gesetzes über ist beendet, der Belagerungszustand aufgehoben; es bleiben folgende lakonische Meldung: Der Ausstand in Bilbao den Belagerungszustand in Elsaß Loth: ringen ist dem Reichstage zugegangen. Es handelt sich zwei Bataillone als Besatzung zurück." Das genügt. um die Verhängung des Belagerungszustandes im Kriegsfall Griechisches. Die gegen das frühere Ministerium oder wenn der Ausbruch eines Krieges droht. Die Trikupis mit vielem Lärm in Szene gesetzte Anklage ist von Wahlprüfungs- Kommission beantragt, die Wahl der Kammer mit großem Mehr verworfen worden. Eine des Abg. v. Jagow( Rühstädt) im 1. Wahlkreise des Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Regierungsbezirks Potsdam für giltig zu erklären. S Mit oder ohne nämlich Conftans, zu dieser rein Nordamerikanische Präsidentschafts- Kandidaten. Liberaler Humbug in konservativer Beleuchtung. Die demokratische Partei des Staates New- York hat den Mit wohlverdientem Hohne fertigt die„ Kreuz- Zeitung" den früheren Gouverneur Hill als Kandidaten auf den Schild liberalen Volksschul- Entrüstungsrummel ab. Sie schreibt: erhoben. Ein Theil der Partei will Cleveland aufstellen. Der Regen regnete jeglichen Tag. Der Resolutionsschauer" bauert fort; allein weiland' des heiligen römischen Reiches deutscher Nation Streusandbüchse besigt einen Boden, Wähler, welche durch törperliche Gebrechen behindert sind, ihren Stimmzettel eigenhändig in den Umschlag und diesen in die Wahlurne zu legen, dürfen sich der Beihilfe einer Vertrauens person bedienen. Stimmzettel, welche die Wähler nicht in dem amtlich absehenen Umschlag abgeben wollen, hat der Wahlvorsteher zurückgestempelten Umschlag oder in einem mit einem Rennzeichen vers zuweisen. Ungiltig sind: § 11e. § 11 f. 1. Stimmzettel, welche nicht in einem amtlich abgestempelten Umschlag oder welche in einem mit einem Rennzeichen versehenen Umschlag übergeben worden sind; 2. Stimmzettel, welche mit einem Kennzeichen versehen sind; 3. Stimmzettel, welche keinen oder keinen lesbaren Namen enthalten; 4. Stimmzettel, aus welchen die Person des Gewählten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist; 5. Stimmzettel, welche auf eine nicht wählbare Person lauten; 6. Stimmzettel, welche eine Verwahrung oder einen Vorbehalt gegenüber dem Gewählten enthalten. Mehrere in einem Umschlag enthaltene gleichlautende Stimmzettel gelten als Eine Stimme; in Einem Umschlag enthaltene verschieden lautende Stimmzettel sind ungiltig. § 11 g. Ueber die Giltigkeit oder Ungiltigkeit der Stimmzettel ents scheidet mit Vorbehalt der Prüfung des Reichstags allein der Wahlvorstand des Wahlbezirks nach Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder. Die Stimmzettel, über deren Giltigkeit oder Ungiltigkeit es der besonders viel, Wasser" vertragen kann. Und Wasser bleibt Die Kommiffion für Berathung des Autrages Barth einer Beschlußfassung des Wahlvorstandes bedurft hat, sind zum es, auch nachdem der entrüftete Professor vom ad hoc 3orn- Rickert, Abänderung des Wahlgesetes betreffend, 3weck der Prüfung durch den Reichstag dem Wahlprotokoll beibebenden" Stadtrath und namentlich ergrimmten Bürgermeister hat am 17. Februar ihre Berathungen beendet. Es wurde der zufügen. Soweit die Ungiltigkeit des Stimmzettels aus der Beabgelöst worden ist. Da sich aber nachgerade recht viel von in erster Lesung bereits angenommene Entwurf des Abgeordneten schaffenheit des Umschlags abgeleitet wurde, ist auch der Umschlag diesem Waffer gesammelt hat, so möchten wir Herrn E. Richter, Gröber, von dem wir die wesentlichsten Paragraphen bereits zur anzuschließen. der sich auf derartiges versteht, es nahe legen, eine Sammlung Kenntniß unserer Leser gebracht haben, mit unerheblichen Aende- Die giltig befundenen Stimmzettel nebst den nichtdes bisher Geleisteten als" Vademecum" herauszugeben, in rungen in zweiter Lefung bestätigt. Als Referent für das Plenum beanstandeten Umschlägen, bewahrt der Wahlvorsteher so lange welchem, falls es auf halbwegs brauchbarem Papier gedruckt wurde der Abgeordnete Gröber bestimmt. Der von der Kom- versiegelt, bis der Reichstag die Wahl definitiv für giltig oder würde, Kinder und Kindestinder" noch leſen tönnten, was mission beschlossene Entwurf hat nunmehr folgenden Wortlaut: ungiltig erklärt hat. Der Wahlvorsteher darf die Besichtigung die Bäter" anno 1892 im Februar gewagt". Wird das der in seiner Verwahrung verbliebenen Stimmzettel und Umschläge 00§ 6. unterlassen, so, fürchten wir, vergessen die Herren selber, wie Jeder Abgeordnete wird in einem besonderen Wahlkreise folgter endgiltiger Entscheidung des Reichstags zu vernichten. nur dem Wahlkommissar gestatten und hat dieselben nach erBes gewesen ist." gewählt. Mögen die Deutschfreisinnigen und Nationalliberalen Jeder Wahlkreis wird zum Zwecke der Stimmabgabe in Der vorstehende Entwurf wurde in der Kommission von den sich auch kopfüber in ein Meer von Protestresolutionen Wahlbezirke getheilt, welche möglichst mit den Ortsgemeinden Mitgliedern aller Parteien, mit Ausnahme der Konservativen stürzen, sie bleiben doch was sie sind, die Vertreter der zusammenfallen sollen. Kein Wahlbezirk darf mehr als 3500 und dem Zentrumsmitglied Frizen( Koblenz), angenommen. b feigen Halbheit, die aus Angst vor dem Zedlib'schen Ent Einwohner, feiner weniger als 125 Einwohner, gerechnet nach steht auf einem anderen Blatte geschrieben. Aber selbst wenn wird, wurf sich für die vermuckerte Volksschule, wie sie heute der letzten allgemeinen Volkszählung, enthalten. besteht, begeistern. Getretener Quart wird breit, nicht start. wohnern oder eine genügende Anzahl zur Bildung des Wahl nicht thun. Die Wahlmogeleien, welche der Entwurf wesentlich Ortschaften, in welchen die erforderliche Zahl von Ein- der Reichstag zustimmte, so würde der Bundesrath dies sicher vorstands geeigneter Personen sich nicht vorfindet, müssen mit erschweren würde, werden alfo bis auf Weiteres noch nicht aus einer der nächstgelegenen Ortschaften zu einem Wahlbezirk ver- der Welt geschafft werden. Auf alle Fälle aber behält der Enteinigt werden. Große Ortschaften können in mehrere Wahlbezirke wurf den Werth, daß er bis zu einem gewissen Grade zeigt, wie getheilt werden. ein Wahlgeset ungefähr aussehen müßte, wenn das Wahlgeheimniß für den Wähler etwas mehr als wie eine schöne Bhrafe bedeuten soll. Steuerschmerzen. Nach Mittheilungen der Frank furter Beitung" ergaben die Steuererklärungen in der Stadt Frankfurt 4 500 000 m. gegen 2500 000 m. der früheren Beranlagung; das Plus beträgt daher 80 pct. Aus diesen Angaben erfieht man zur Genüge, in welch schmählicher Man kann bereits jetzt sagen, daß für das gesammte König Weise die Besigenden den Staat um Steuern geprellt haben. reich ein Steuerertrags- Mehr von über 33½s pet. erzielt werden wird. Mit Ausschluß der Entlaven müssen die Wahlkreise, sowie die Wahlbezirke örtlich abgegrenzt und zu einem räumlich zu fammenhängenden Ganzen abgerundet sein. stimmen; bis dahin sind die gegenwärtigen Wahltreise beigu Ein Reichsgesetz wird die Abgrenzung der Wahlkreise be behalten. Die Abgrenzung der Wahlbezirke geschieht durch die zuständigen Behörden. Theater. Mittwoch, den 24. Februar. Opernhaus. Reine Vorstellung. Schauspielhaus. Das heilige Lachen. Deutsches Theater. Kollege Grampton, Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Berliner Theater. Der Hüttenbefizer. Residenz- Theater. Modebazar Violet. Musotte. Wallner- Theater. Yvette. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Reif- Reiflingen. Belleallinnce- Theater. Der Nothhelfer. Ostend- Theater. Liane, die zweite Frau. Der Adolph Ernst Theater. Tanzteufel. Alexanderplat- Theater. Berliner Pflaster. Feenpalat. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten Borstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Circus Renz. Karlstraße. Mittwoch, den 24. Februar 1892, Abends 714 Uhr: Gala Vorstellung. Zum 158. Male: ,, Auf Helgoland" oder: Ebbe und Fluth. Pantomime in 2 Abtheilungen mit Große hydrologische AusstattungsNational Tänzen( 60 Damen), Auf zügen. Neue Einlage: Garde- Husaren. Dampfschiff- und fontänen mit allerlei Lichteffekten u. f. w., Bootfahrten, Wasserfällen, Riesenzum Schluss: Neu! Feenhaftes Kunstinfgenirt vom Direktor E. Renz. und Prachtfeuerwerk, arrangirt und Die Außerdem sind besonders hervor zuheben: Vorführen 4 arab. SchimmelSanguskow durch Direktor E. Renz. hengste aus dem Geitüt des Fürsten Schulreiterin Frl. Clotilde Hager. Cyd, Galgenstrick, geritten von d. beliebten geritten von dem Schulreiter Herrn Gaberel. noblesse, geritten von 16 Damen. Quadrille Fleurs de la Auftreten der 3 Amerikaner Gebr. Rixfords. Auftreten der Reitkünstlerin Serren Franks, Mlle. Theresina, sowie d. Reitkünstler Alexander und Giovanní etc. Komische Entree's und Intermezzo's von sämmtl. Clowns. Täglich Auf Helgoland. Sonntag 2 Börstellungen. Nachm. 4 Uhr( 1 Kind frei). Auf vielseitiges Verlangen: Die lustigen Heidelberger. E. Renz, Direktor. Gratweil'sche Bierhallen bends/ br: Auf Helgoland. Kommandantenstrasse 77-79. Heute, fowie täglich: Gr. Freifonzert. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Circus G. Schumann. Ein strammes Mädel ist angekommen. Berlin, Februar 1892. Hugo Lichtenheim und Frau. Unserem Propfenbruder Louis Niemann 1572b zu seinem heutigen Geburtstage ein dreimal donnerndes Hoch vom Pfropfen- Verein Wedding. Kinder, blos nich flachsen! Todes- Anzeige. Arbeitslose Bauarbeiter, Maurer, Zimmerer, Töpfer, Maler, Stuckateure, Tapeziere u. s. w. Donnerkag, den 25. d. M., Vormittags 9½ Uhr, in der Brauerei Friedrichshain( früher Lips), am Königsthor: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Deputation bei dem Ober- Bürgermeister Berlins. 2. Gr richtung einer Arbeitsbörse. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. Pflicht eines jeden Arbeitslosen ist es, zu erscheinen. Der Ausführungs- Ausschuß des Bauarbeiter- artells. J. A.: Gerde, Straßburgerstr. 38. noffen die traurige Nachricht, daß unser Allen Freunden, Bekannten und Gegeliebter Sohn und Bruder, der Maurer nach sehr langem Leiden im Alter von Wilhelm Wirth, 22 Jahren aus unserer Mitte geschieden tag, den 25. Februar, Nachm. 3 Uhr, ift. Die Beerdigung findet am Donners Tellersammlung findet nicht statt. Don der Leichenhalle des Neuen Jerufalemer Rirchhofes in Brig aus statt. lich zum Diennag, den 23., angesagt. Diese Versammlung war in der Sonntagsnummer irrthümDie trauernden Hinterbliebenen. Wilhelm Wirth nebst Frau u. Kindern. Möckernstr. 103. Orts- Krankenkasse der Steindruckeru. Lithographen 219/4 NB. Wegen dieser Versammlung fällt die Versammlung der arbeitslofen. Maler aus, und sind dieselben verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. 1574b Fachverein der Tischler ( Weißensee). A Am 22. Februar cr. verstarb unser Heute, Mittwoch, den 24. Februar, Abds. 8% Uhr, b. Klobs, Mitglied, der Kupferdrucker Herr Wilhelm Kausch. Völker und Charlottenstrassen- Ecke: Versammlung. Tages- Ordnung: Der Vorstand. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 25. d. Mts., Nachm. 4 Uhr vom Luisen- Kirchhof, Briger Chaussee, statt. Krankenhaus Bethanien nach den Neuen 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 1. Zur Organisationsfrage. Referent Th. Glocke. 2. Diskussion. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. 1579b Für die vielen Beweise der Liebe u. 1575b Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben mir unvergeßlichen Mannes Friedrich- Karl- Ufer, Edie Karlstr. Paul Mattschaß sage ich hiermit Mittwoch, den 24. Febr. 1892, Abends 71/2 Uhr: Empfehle meinen berühmten MittagsGrosse Extra- Vorstellung tisch à la Duval. Diner à 1 Mark. mit vorzüglich gewähltem, aus den 3 Kegelbahnen, 6 Billards, besten Repertoir- Nummern bestehendem 2 Säle, 1169L Sonnabend, den 20. Februar: Gr. Bock- Anstich. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Papenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Programm. Auftr. des anerkannt besten Schulreiters der Gegenwart Mr. James Fillis mit seinem Schulpferd Markir. V Achtung Metallarbeiter! Allen, die ihm das leßte Geleit ge aller geben, insbesondere seinen Kollegen, Kollegium und Berufsgenossen für die schönen Kränze meinen innigsten, tiefgefühltesten Dank. Diese warme Theilnahme hat meinem blutenden Herzen sehr wohl gethan. Die tiefbetrübte Wittwe Frau Flora Mattschak. im Große öffentliche Versammlung in der Metall- Industrie beschäftigten Personen am Sonntag, den 28. Februar, Vormittage 10 Uhr, Saale des Feen- Palastes", Burg- und Wolfgangir. Ede. Tages- Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vertrauensmannes und Bericht der Revie foren. 2. Unsere Stellung zum Gewerkschafts- Kongres event. Wahl von Delegirten. Referent A. Gerisch. 8. Bericht der Frankfurter Rongreß Kommission. Zur Deckung der Unkoften findet Tellersammlung statt. In Anbetracht der hochwichtigen Tagesordnung ersucht um zahlreiches und pünkt liches Erscheinen Der Vertrauensmann. um Schluß der Vorstellung: Neu Genossenschafts- Buchdruckerei 389/20 einstudirt: Eine Nacht in Venedig. Eingetragene Genossenschaft mit Große komische Original Wasser pantomime in 2 Abtheilungen mit neuen Am Sonntag, den 20. März, Nachm. fenfationellen Licht- u. Waſſereffekten. 5 Uhr, im Lokale des Herrn C. Ern Morgen große Borstellung mit neuem Programm. Auftreten des Mr. James Fillis mit seinem Schulpferd„ Germinal". Eine Nacht in Venedig. Sonntag 2 Borstellungen. Nachm. beschränkter Haftpflicht. in Solingen: E Generalversammlung. 425.6 Der Vorstand. NB. Anträge niüffen innerhalb von Filiale der Steindruder Berlins. Versammlung am Donnerstag, den 25. Februar 1892, Abends 8½ Uhr, bei Feuerstein( im Tunnel), Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bortrag. 8. Diskussion. 4. Ber Der Bevollmächtigte. 8/2 Uhr und Abends 7/2 Uhr.( Nach 14 Tagen an den Vorstand schriftlich schiedenes und Fragekasten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen mittag 1 Kind frei.) In beiden Bor Castan's Panopticum beiden Borstellungen Birkus stellungen Auftreten des Mr. Fillis. in unter Waffer. Friedrichstr. 165a, Ecfe Behrenstr. Interessantente Völkerschaft Inner- Afrikas: Schu b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Frauen, Kinder. Vorstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vormittags, 4, 5, 6, 7, 8 and 9 Uhr Nachmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab PassagePanopticum. N Lebensgrohe Wachsfiguren und Gruppen, Dioramen. Sündfluth Panorama mit Gewitter. Jm Theater- Saal( ohne Extra- Entree): Täglich v. 6 Uhr ab Vorstellung Don Spezial. I. Rang. Entree 50 Pf. Präuscher's anat. Museum. Schluss widerruflich am 30. März. und vieles andere Influenza neu! Täglich fürwachsene Damen- Tag je. Dienstag Herren. und Freitag. Den Genossen halte ich meine Masken- Garderobe bei Bedarf best.empfohlen Grösste Auswahl. Bill.Pr. Vereinen Preisermässig. Fr. Panknin, Oranienstraße 178, Adalbertstr. 91, Edie Oranienstr. Wo speisen Sie? In der alt. pommer schen Küche, Dranienftr 181, Hof pt. bei klein! Frühst. 30 Bf., Mittagstisch mit vier 50 Pf., Abendtisch von 30 bis 18962 50 Pf, nach Auswahl. ereinszimmer mit Piano, bis 30 Personen fassend, zu vergeben. W. Weiss, Gr. Frankfurterstraße 80/81. In meiner 2029L zahnärztlichen Poliklinik, Oranienstr. 55, geöffnet Bormittags v. 8-9, Nachm. 1-3 u. 5-6, werden Bähne unentgeltl. gezogen. Für Blombirungen werden 1 M. und fünstliche Zähne 2 M. gezahlt. Privat- Sprech stunden 9-1 und 3-5. Bratt. Bahnarzt J. Semmel. wird 8 Tage vor der Versammlung eingereicht werden. Die Tagesordnung ersucht bekannt gemacht. Deffentl Versammlung Der Schmiede Berlins am Mittwoch, den 24. Februar 1892, Abends 81/2 Uhr, 279/16 bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tages- Ordnung: Bortrag des Hrn. Stadtv. Tempel über: Gewerbe- Schiedsgerichte." 2. Unsere Organisationsfrage. 1. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Soeben wurde komplett: Ferd. Lassalle's Reden und Schriften Neue Gesammt- Ausgabe. Mit einer biographischen Einleitung. Herausgegeben von Ed. Bernstein, London. Erster Band. Mit einem Portrait Lassalle's in Stahlstich, nach einer in PrivatBesiz befindlichen Büste von Reinhold Begas. -550 Seiten. Ju Leinen gebunden 3,00 Mk. Ju Halbfranz gebunden( Liebhaber- Einband) 4,00 k. ( Broschirt in 12 Heften à 20 Pfg.) Für die Abonnenten der Lieferungs Ausgabe haben wir geschmackvolle Einband- Decken anfertigen lassen zum Preise von: 9 In Leinen In Halbfranz( Liebhaber- Einband)... 1,20 k. . 0,50 k. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Bei Bestellungen von auswärts bitten wir um vorherige Einsendung des Betrages( Porto extra). Achtung! Achtung! Plätterinnen u. s. w. Berlins! Allen Theilnehmern der öffentlichen Versammlung am 19. Februar cr. in Nieft's Salon, Weberstr. 17, zur Kenntniß, daß der Kaufmann und als Einrichter der Gasplätterei und Konfettionär bei der Firma Philippfohn Fabrikant waschechter Stempelfarbe, Herr H. Schmidt, Weberstr. 19, zur Zeit u. Leschziner, Raiseritr. 41, beschäftigt, sein in der Versammlung gegebenes Versprechen nicht gehalten hat und mir nicht die Räume, in denen mit Gas fohn u. Leschainer es nicht gestatteten. Im Anschluß hieran bleibe ich bei geplättet wird, zur Besichtigung gestellt, angeblich weil die Herren Philipp meiner Behauptung stehen, wenn die Herren nicht selbst von der Schädlichkeit des Gasplättens überzeugt wären und dieselben von dem Gegentheil überzeugt wären, so hätten Sie mich ruhig die Räume besichtigen lassen. 245/19 Jedes Stück, welches nicht gefällt, nehmen fofort retour. Catalog Mit Achtung der Borsigende obiger Versammlung Fernrohr, mit naturgetreuen Abbildungen ver fenden gratis und franko per Stück Emil Möhring, Rottbuser Damm 92. 3,20 Mart. Mit 4 fein. 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Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung eines Gefetes über das Telegraphenwesen des Deutschen Reiches. $ 1 lautet nach den Beschlüssen der Kommission: Das Recht, Telegraphenanlagen für die Vermittelung von Nachrichten zu errichten und zu betreiben, steht ausschließlich dem Reich zu. Unter den Telegraphenanlagen sind die Fernsprech- Anlagen mit begriffen." Hierzu liegen folgende Anträge vor: 1. Vom Abg. BiehI: Dem§ 1 folgende Fassung zu geben: Das Recht, Telegraphenanlagen für den allgemeinen Vermittelungsverkehr zu errichten und zu betreiben, steht ausschließlich dem Reich zu. Unter Telegraphenanlagen sind die Fernsprech- Anlagen nicht mit begriffen. Die Befugniß zur Benutzung fremden Grund und Bodens, namentlich der Straßen und Pläge der Gemeinden ist damit nicht gegeben. 2. Vom Abg. v. Bar: Dem§ 1 folgende Fassung zu geben: Das Recht, elektrische Leitungen zur Ueber mittelung von Erklärungen und Gesprächen gegen Bezahlung im Betrieb zu haben, steht vorbehaltlich der Bestimmung des§ 2a ausschließlich dem Reich zu.( Nach§ 2a sollen Gemeinden für ihren Bezirk Telegraphen anlegen fönnen.) 3. Vom Abg. Hammacher, dem§ 1 folgenden Zusatz zu geben: Das Reich erlangt durch dieses Recht keinen rechtlichen Anspruch auf die Verfügung über fremden Grund und Boden, insbesondere über die öffentlichen Wege und Straßen. Mittwoch, den 24. Februar 1892. 9. Jahrg. Produktionsmittel im Privat- oder im Staatsbetriebe befinden. selben Ausführungen bezüglich Württembergs, welche der bayrische Allerdings bin ich nun der Ansicht, daß bei der großen Be- Vertreter vorher bezüglich Bayerns gemacht hat. = " deutung des Telegraphenwesens nur der Staat im allgemeinen Abg v. Bar beantragt im§ 1 vor Vermittlung einzuschieben: Interesse die Leitung desselben übernehmen soll; aber wir wollen entgeltliche". Die Errichtung von Telegraphenlinien gehört dem heutigen Staat gegenüber mit der Gewährung von Mono- gar nicht in dieses Gesetz; das englische Gesetz spricht polen nicht voreilig sein. Dafür haben wir zunächst den Grund, auch nur vom Betriebe der Telegraphenlinien gegen Entgelt. daß die berechtigten Interessen der Arbeiter bekanntlich durch Es ist auch gar keine Gefahr vorhanden, daß die Errichtung von den heutigen Staat als Unternehmer noch weit mehr verfümmert Telegraphenlinien von Privaten im größeren Umfange vorwerden, als durch die Privatunternehmer, wenn er auch von genommen wird. Denn dazu würde doch die Benutzung von seinen Angestellten nicht verlangt, wie es ein bedeutender Straßen und deren Ueberschreitungen nothwendig sein, wozu die rheinischer Industrieller thut, daß sie erst um Erlaubniß fragen Genehmigung nicht ertheilt werden würde. Die Hauptfache ist müssen, wenn sie heirathen wollen. Zum Beweise erinnere ich an doch, daß kein Konkurrent auftritt, der gegen Entgelt den die fürzlichen Verhandlungen über den Eisenbahnetat, und auch Telegraphenverkehr vermittelt. der Postverwaltung ist die Sache nicht ganz fremd. Staat und Staatssekretär v. Stephan: Der neue Antrag des VorBrivatunternehmer gleichen sich auch darin, daß sie beide aus redners ist sehr bedenklich. Es könnten danach zwei Bankhäuser ihren Betrieben Gewinn ziehen wollen zu allerlei Lurusausgaben. in Berlin und Köln, in Breslau und Leipzig u. f. w. einen Dieser hält sich schöne Weiber, schöne Pferde u. f. w., jener Telegraphendraht sich legen lassen und unentgeltlich telegraphiren. schafft sich schöne Waffen, Kanonen, Kriegsschiffe und andere Wo bleibe dann die Gebührenfreiheit bei den Telegraphen? unnüße, gemeingefährliche und völkermordende Dinge an. Wir Abg. Schrader: Jm Postgesetz ist auch von der unentgelt verlangen aber, daß der Gewinn aus derartigen Staatsbetrieben lichen Beförderung von Postsendungen die Rede und troßdem den darin Beschäftigten wieder zufließe. Zu diesem Zwecke haben auch von der Portofreiheit. Redner wendet sich dann wir in der Kommission beantragt, daß die Telegraphenverwaltung gegen die Redner, welche seine Ausführungen als unrichtig diejenigen Leitungen auszuführen verpflichtet sein soll, die der bezeichnet haben und hebt hervor, daß in Württemberg Reichstag zu errichten beschließt. Wir sind dabei von der An- und Bayern überhaupt fein Telegraphenmonopol besteht. nahme ausgegangen, daß mit der Gewährung des Regals auch Es können dafür keine gefeßlichen Bestimmungen geltend gemacht dem Reichstage größere Rechte eingeräumt werden müßten. werden. Es wird von der Vortrefflichkeit der TelephoneinViele Städte flagen, daß man bei Einrichtung von richtungen gesprochen. Es ist aber noch eine große Anzahl von Fernsprech- Anlagen Garantiesummen fordere; diese For Städten ohne Telephoneinrichtung und manche davon werden derungen werden sogar nachträglich, wenn die erstbenannten überhaupt niemals eine solche erhalten. Warum soll da nicht Summen zusammengebracht sind, von der Telegraphenverwaltung die Privatindustrie eintreten tönnen? Wir sind nicht im Stande erhöht. Deshalb wollen wir die Entscheidung über solche An- gewesen, über das Verhältniß der Telegraphen zu anderen lagen dem Reichstag vorbehalten. Von den Regierungsvertretern elektrischen Anlagen Klarheit zu schaffen. Herr von Stephan hat Abg. Schrader( dfr.): Die Vorlage geht von dem Gedanken wurde eingewendet, daß der Bundesrath niemals in eine solche einmal erklärt, daß er sich für berechtigt halte, andere Stromaus, daß ein Reichs- Telegraphenmonopol besteht und zwar hin- Bestimmung willigen würde, weil sie in seine verfassungsmäßigen anlagen, welche die Telegraphenanlagen beeinflussen, zu versichtlich der Telegraphen- und der Telephonanlagen. Das ist Rechte eingriffe. Aber man ist ja bei anderen Gelegenheiten, hindern. Aber als es dazu tam, diese Erklärung festzustellen, aber durchaus nicht so unzweifelhaft, denn bei Erlaß der Ver- 3. B. bei der Verlängerung der Legislaturperioden, nicht ängst da sagte er allgemein: er wolle nur seine bisherigen Rechte auffaffung bestand das Fernsprechwesen überhaupt noch nicht und lich gewesen! In wirthschaftlichen Dingen muß aber den Ver- recht erhalten. Diese Unklarheit hat die Beunruhigung der Inauch bezüglich des Telegraphenmonopols muß darauf verwiesen tretern des Volfes eine größere Berechtigung zum Mitbestimmen duſtrie herbeigeführt. werden, daß dasselbe nicht besteht, weil ja sonst die Eisenbahn eingeräumt werden. Wie die Dinge jetzt liegen, kann der Reichs- Abg. Hammacher bleibt dabei, daß kein Grund vorhanden sofort ihren Telegraphenverfehr hätte aufgeben müssen. Die tag immer nur einen Wunsch aussprechen; wenn dieser der ist zu dem tiefgehenden Mißtrauen, welches bei den Freisinnigen nochmalige Kommissionsberathung hat keinen befriedigenden Er Weisheit der Reichs- Telegraphenverwaltung nicht zusagt, so zu herrschen scheint; er spricht die Hoffnung aus, daß die Befolg gehabt, die Vorlage ist nicht so gestaltet, daß alle sich dar- wird er niemals erfüllt. Noch ein weiterer Grund bestimmt rathung dazu beitragen werde, die Sachlage zu klären. auf einigen fonnten. Besonders war es die wenig entgegen- uns, vorläufig für die Gewährung des Regals nicht zu stimmen; Abg. Dr. Siemens: Private Telegraphenanlagen werden tommende Haltung der Regierungsvertreter, welche eine be- das ist das Fehlen eines Gesetzes über das Fehlen eines Gesetzes über elektrotechnische nicht in erheblichem Maße eingerichtet werden, denn Private friedigende Lösung verhinderte. Wir sind deshalb mit unsern Anlagen. Mir erscheint auch die darüber in§ 7a aufgenommene tönnen nicht von Berlin nach Hamburg einen Draht legen. Anträgen wieder an das Haus gefommen. Es fehlt leider ein Verwahrung nicht weitgehend genug. Die Bedeutung der Für das Gesetz besteht durchaus keine dringende Nothwendigkeit; Gefeß, welches eigentlich die Vorbedingung wäre, ein Gesetz über Elektrotechnik wird vielleicht von manchen Seiten zu sehr über- man hätte damit warten sollen, bis das andere Gesez über die die eletrischen Anlagen im allgemeinen. Leshalb müssen in dieses schäßt; die Arbeiter werden durch die weitere Ausbreitung der elektrischen Anlagen ebenfalls vorlag. Die Beunruhigung über Gesetz Bestimmungen aufgenommen werden, welche bei Streitig elektrischen Kraftvertheilung zunächst nur neuen Leiden ausgesetzt das Gesetz besteht darin, daß die Telegraphenverwaltung sich feiten zwischen solchen Anlagen und der Telegraphenverwaltung werden. Der Großbetrieb, das Großkapital wird den ganzen das Recht nimmt, andere störende Anlagen zu verhindern. die Entscheidung treffen. Mit den elektrischen An- Vortheil einheimsen. Erst die zukünftige Gesellschaft wird den Deshalb müssen in das Gesetz Vorschriften aufgenommen iverden, Tagen zur Kraftübertragung, zum Betrieb Don Bahnen, vollen Nugen daraus ziehen. Für die heutige Wirthschafts- daß die Verwaltung nicht störend in Privatanlagen eingreift. zur Beleuchtung u. s. w. find fast ebenso große all ordnung bedeutet der Aufschwung der Elektrotechnik keinen neuen Staatssekretär von Stephan: Der Telegraphenverwaltung gemeine Interessen verbunden wie mit der Telegraphie. Sonnenaufgang, sondern die Götterdämmerung der kapita- liegt nur daran, den gegenwärtigen Zustand aufrecht zu erhalten. Wenn wir für die Rechte privater elektrischer Anlagen gegenüber listischen Welt! Wenn das Gesetz über elektrotechnische Anlagen Daran denkt die Telegraphenverwaltung nicht, etwa die Herden Telegraphen eintreten, so vertreten wir dabei feine Privat: erst nach diesem Gesez fertiggestellt werden wird, so wird stellung aller Einrichtungen für Telegraphen, der Telegraphen interessen. Privatinteressen sind ja vielfach vertreten worden bei es von einem engherzigen Bureaukratismus und einem stangen, des Telegraphendrahts, der Porzellanisolatoren u. f. w. den Handelsverträgen u. s. w.; aber hier handelt es sich gar Polizeigeist diktirt werden, mit dem wir uns nicht befreunden selbst in die Hand zu nehmen. nicht um Privatinteressen, sondern lediglich um die Wahrung der fönnen. Ebenso nothwendig ist ein Gesez, das die Sicherheit Unter Ablehnung aller Anträge wird§ 1 darauf nach dem Interessen großer Städte. Der§ 1 übergiebt dem Reiche jede des Publikums gewährleistet. Die Behauptung, daß man erst Vorschlage der Kommission angenommen. Art der Vermittelung von Nachrichten. Zu den Telegraphen- noch neue Gefahrungen sammeln müsse, scheint mir nicht stich-§ 2 lautet: Die Ausübung des im§ 1 bezeichneten Rechts anlagen nach dieser Richtung gehören auch die optischen Tele- haltig; denn wenn man so lange warten wollte, bis einmal die kann für einzelne Strecken oder Bezirke an Privatunternehmer graphen der Eisenbahn, die also einer Reichskonzession unter: Entwickelung in dieser Richtung aufhört, so wird man nie zu und muß an Gemeinden für den Verkehr innerhalb des Gemeindeworfen werden müssen. Eine Verbindung des Herrenhauses mit einem solchen Gesetz kommen, das, wie wir vernommen haben, bezirks verliehen werden, wenn die nachsuchende Gemeinde die dem Reichstage durch ein Sprachrohr oder auf andere Weise in anderen Staaten schon besteht. Bereits sind verschiedene Un- genügende Sicherheit für einen ordnungsmäßigen Betrieb bietet würde eine Telegraphenanlage und ohne Genehmigung des glücksfälle gemeldet. Wenn wir Sozialdemokraten gegen die Ge- und das Reich eine solche Anlage weder errichtet hat, noch sich Reiches verboten sein. Warum sollen wir denn dem Reiche das währung des Monopols an sich auch keine Bedenken haben, weil zur Errichtung und zum Betriebe einer solchen bereit erklärt. Monopol auf jede Art der Nachrichtenvermittelung geben, die die Verkehrsmittel, sobald sie auf einer gewiffen Stufe angelangt Die Verleihung erfolgt durch den Reichskanzler oder die von ihm wir noch gar nicht kennen. Warten wir doch, bis sich die Noth find, am besten durch den Staat verwaltet werden, so werde ich hierzu ermächtigten Behörden. Die Bedingungen der Verleihung wendigkeit ergiebt und monopolisiren wir nicht Sachen, die noch für meine Person doch dieses Gesetz aus den angeführten Gründen sind in der Verleihungsurkunde festzustellen. gar nicht da sind. Die Vorlage wollte dem Reiche auch allein vorläufig ablehnen. die Herstellung der Telegraphenanlagen übergeben, nicht blos Abg. Hammacher( ntl.): Die Zurückverweisung der Vorlage den Betrieb derselben. Die Gemeinden verlangen aber an die Kommission hat nicht den erwarteten Erfolg gehabt. Die vielfach, daß der lokale Verkehr ihnen überlaffen Kommission hat dieselben Beschlüsse gefaßt wie früher. Ich bewerden möge. Es liegt im Interesse des allgemeinen greife, daß Herrn Schrader das nicht gefällt. Aber ich halte Verkehrs, daß er nicht belastet wird durch den lokalen Verkehr. es für ein Verdienst der Postverwaltung, daß sie das TelephonDie Mißstände, welche sich z. B. im Berliner Telephonverkehr wesen monopolifirt hat. Anderwärts hat man das Telephonherausgestellt haben, sind allgemein bekannt. Deshalb bitte ich wesen der Privatindustrie überlassen; die Entwickelung führte zu unferen Antrag anzunehmen. schlechtem Dienst und theuren Gebühren und schließlich mußte der Staatssekretär von Stephan: Bon einer Beunruhigung des Staat die Anlagen theuer ankaufen. Redner wandte sich dann Publikums in weiten Kreifen habe ich nichts wahrgenommen, gegen die Anträge der Freisinnigen, namentlich auch dagegen, daß obgleich das Publikum garnicht blöde ist, wenn es gilt For- den Gemeinden die Einrichtung und der Betrieb von Telegraphenderungen an die Post- und Telegraphenverwaltung zu stellen. und Fernsprech- Anlagen gestattet sein solle. Ein telegraphischer Daß ein Monopol des Reiches auf die Telegraphie, auf das und telephonischer Lokalverkehr läßt sich ja gar nicht denken, ohne Schnellnachrichtenwesen besteht, ist ganz unzweifelhaft nach der einen Anschluß an den großen Fernverkehr. Solche Einrichtungen, Verfassung. Preußen würde doch sein seit Jahrhunderten be- welche lediglich dem Privatverkehr dienen sollen, werden nicht stehendes Postregal nicht aufgegeben haben an den Norddeutschen behindert; wenn man aber so weit geht, wie die freisinnigen lage vertagt. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr.( Anträge aus Bund und das Reich, wenn ein solches Monopol nicht festgestellt Anträge, dann wird dem Mißbrauch Thür und Thor geöffnet. dem Hause.) wäre. Ich muß es Namens der verbundeten Regierungen ab- Es handelt sich nur um die Feststellung der thatsächlich bestehenden lehnen, als ob irgendwie die Privatindustrie geschädigt werden Rechte; es ist nur ein Mißverständniß, wenn man glaubt, daß soll. Es bestehen ja unter den jezigen Vorschriften 3900 elektrische die Rechte der Telegraphenverwaltung irgendwie erweitert Anlagen, von denen keine seitens der Telegraphenverwaltung be- werden; nur aus diesem Mißverständniß heraus ist die Behindert worden ist. Die Herren von Bar und Genossen wollen unruhigung entstanden. das Monopol beschränken auf die elektrischen Telegraphen. Abg. Graf Arnim( R.-P.): Die Petitionen, welche von Das wäre annehmbar, wenn nicht die weiteren Anträge zu den vielen Städten eingelaufen sind, gehen von falschen Voraus- In Gollnow fand am 17. Februar zum ersten Male eine späteren Bestimmungen der Vorlage die Sache immer mehr ein- segungen aus und kommen deshalb auch zu falschen Schlüssen. öffentliche Arbeiterversammlung, und zwar eine Zimmererschränkten, so daß das Monopol auf die elektrischen Telegraphen Thatsächlich sind durch die Privatunternehmungen die Rechte der Versammlung, ftatt, in welcher Genosse A. Rathmann verschwindet. Daß wir die optischen Telegraphen der Eisenbahn Telegraphenverwaltung beschränkt worden, und es ist verdienstvoll, aus Hamburg unter lebhaftem Beifall über Zweck und Ziele der verbieten könnten, ist nicht richtig; der§ 3 enthält ja darüber die daß die verbündeten Regierungen diese Frage ordnen wollen. In Gewerkschaftsbewegung referirte. Die Versammlung, die zur nöthigen Vorschriften. England, dem Musterlande der Liberalen, habe man die Telephon- Hälfte von Zimmerern, zur Hälfte von Kleinhandwerkern und Bayrischer Ober- Regierungsrath Landmann: Das Reich einrichtungen aus den Händen der Privaten angetauft. In Arbeitern anderer Gewerbe besucht war, beschloß die Gründung hat ausschließlich das Recht der Gesetzgebung bezüglich der Vor- Amerika werde anerkannt, daß das Telephonwesen zur scham- eines Lese- und Diskutirklubs und verlief in jeder Hinsicht rechte der Telegraphie und der rechtlichen Verhältnisse der losesten Ausplünderung diene. Ich hätte auch gern das Gesetz auf's beste. Telegraphie zum Publifum. Aber daraus folgt noch nicht, daß über die elektrischen Anlagen zugleich mit diesem Gesetz berathen; dieses Gesetz für Bayern und Württemberg in derselben Form eingeführt werden müßte, wie in den anderen deutschen Staaten. Die Ausführungsbestimmungen bleiben in ihren Einzelheiten dem Landesrecht vorbehalten. aber das Gesez ist noch nicht fertig. Besonders bedenklich ist Abg. Klemm empfiehlt die Annahme des Rommissionsbeschlusses. Geheimrath Dambach glaubt, daß von der Vorschrift des§ 2 wohl wenig Gebrauch gemacht wird. Abg. Schrader glaubt dies ebenfalls, bittet aber doch um Annahme der Vorschrift und spricht die Hoffnung aus, daß die selbe dahin ausgelegt werden wird, daß einer Gemeinde das Recht zu solchen Einrichtungen auch gegeben werde, wo die vorhandene fistalische Einrichtung nicht ausreiche. Abg. Hammacher: Es können Zeiten kommen, wo die Telegraphenverwaltung nicht in der Lage ist, das Telegraphenneh auszudehnen; für diesen Fall solle man das Eintreten der Privaten gestatten. Nachdem sich Graf Arnim den Ausführungen Hammacher's angeschlossen, wird der§ 2 genehmigt. Gegen 5 Uhr wird darauf die weitere Berathung der VorParteinachrichten. Ein Verein polnischer Arbeiter ist in Hamburg ge. Seit mehr als 20 Jahren hatte, wie der Chemnizer Beobachter" schreibt, in Drebach keine Boltsversammlung stattgefunden. Nach vieler Mühe gelang es unseren Parteigenossen, dieser Tage eine solche abzuhalten. Karl Demmler aus Geyer referirte über die gegenwärtige wirthschaftliche und politische Lage und die Arbeiterpartei. Der Verlauf der Versammlung war der beste, die Versammlung erklärte sich einmüthig mit dem Gehörten einverstanden. der Antrag, den Gemeinden Fernsprechanlagen zu überlassen. gründet worden. Das wird ganz unausführbar sein oder zu allerlei Mißbräuchen führen. Die Gemeinden könnten, wenn sie die Freiheit hätten, In Bremerhaven feierte am 20. Februar der Vertrauens Abg. Schmidt- Frankfurt( Soz.): Als der Bundesrath dieses Anlagen einzurichten, das Fett abschöpfen und der Regierung manu F. A. Hilfer seinen 66. Geburtstag bei vollster körperlicher Gesez prüfte, wird er sich ja wohl auch gefragt haben: wie nur die theueren Anlagen überlassen. Im Interesse der Steuer- und geistiger Frische. wirken diese Bestimmungen auf die Sozialdemokratie, werden sie zahler müssen wir dagegen arbeiten, daß Privateinrichtungen geden Bestrebungen derselben nicht Nahrung verleihen? Denn es troffen werden, die nachher vom Reiche angetauft werden müßten. handelt sich hier um Verstaatlichung. Wir gelten ja allgemein Abg. v. Gagern( 3.): Das Zentrum steht auf dem Boden als eingefleischte Berstaatlicher. Die Ansichten über unsere Be der Kommissionsbeschlüsse; dem Reich muß sein Recht werden, strebungen lassen sich in zwei große Kategorien bringen: Einmal wie es im Art. 48 der Verfassung festgestellt ist. Inhaltlich decken Sagt man abgesehen von Kleinigkeiten, wie Ghe und allgemeine sich die Reservatrechte Bayerns und Württembergs mit dem Rechte Theilerei, wir wollten Alles verrungeniren; diese Ansicht des Deutschen Reichs. Der Antrag der Freifinnigen mache das herrscht besonders auf der rechten Seite. Die andere Meinung, Recht des Reiches illusorisch, das wollen wir nicht. daß wir Alles verstaatlichen wollen, wird von unseren Abg. Giefe( dk.): Wenn man dem Reich ein Regal geben näheren Nachbarn hier vertreten. Aber diese Ansichten will, dann muß es auch voll und ganz gegeben werden; man find durchaus falsch. Unser Ziel ist allerdings, daß wir darf es nicht blos auf den Betrieb beschränken, sondern muß es Ueber die katholischen Arbeitervereine sagt ein Führer die Leitung der gesammten Produktion in die Hände auch auf die Einrichtung erstrecken. Die Furcht, daß die Post- der Katholiken, Dr. Sigl im„ Bayerischen Vaterland": des Staates, der Gesellschaft legen wollen, aber nicht in verwaltung zur unbeschränkten Herrin des Grund und Bodens, Die Arbeiter gehen wohl in die katholischen Vereine, lassen da die des heutigen Staates. Abg. Schrader meint, daß dies, wenn der Straßen und der Pläge gemacht wird, ist durchaus un- die geist- vollen Vorträge über Arbeiter und soziale Fragen Der große Kladderadatsch kommt, für uns um so leichter fei, je begründet. Wir werden für die Beschlüsse der Kommission über sich ergehen, von denen die betreffenden Herren mehr schon jetzt verjiaatlicht würde. Sobald der große stimmen. Redner meist so viel verstehen, wie ein Nil. Kladderadatsch eintritt, ist es für uns ganz einerlei, ob sich die Württembergischer Bevollmächtigter v. Moser macht die lpferd vom Bautenschlagen, und schweigen dazu; denn verurtheilt. " Gendarmen- Beleidigung traf. " Lokales. " M 11 " an die Ver Mit au beiden Armen durchschnittenen Bulsadern wurde gestern früh um 6 Uhr der 27 Jahre alte Arbeiter Otto H Alte Jatobstr. 120 wohnhaft, von seiner Mutter im Bette liegend aufgefunden. Die Genannte holte sofort eine Droschke herbei und beförderte den noch Lebenden nach der Charitee, wo er schwer darniederliegt. Die Beweggründe zu dem unseligen Selbstmord versuch sind völlig unbekannt. mehe, wenn sich wer erkühnen würde, anderer Meinung zu sein p Herr Goldschmidt hätte seinen Zweck viel einfacher erreichen| London beilegte, in einem Magdeburger Hotel auf und wußte als die Herren Redner! Der würde als„ Sozi" sofort in Acht können. Er hätte garnicht erst aus einer Bazenhofer Attie auch hier den Wirth zu bestimmen, einen gefälschten Check über und Bann gethan. Wenn es aber zur Wahl geht, so wählen mehrere folcher umdrucken brauchen. Worin die größere Ein- 300 M., welcher auf die London und County Bonding Company diese tat holischen Vereinsmitglieder aus dem Arbeiterstande fachheit des Verfahrens besteht? Der Direktion der Sudenburger von Gray Smith u. Gie. gezogen war, anzunehmen. Gift meist- sozialdemokratisch. Das ist das Loos des Schönen." Maschinenfabrik gebührt das Verdienst dieser Entdeckung. Sie nicht unwahrscheinlich, daß derselbe Schwindel hier am Orte beruft soeben eine Generalversammlung ein, welcher die freudige versucht werden wird, wenn dies nicht bereits geschehen ist. Polizeifiches, Gerichtliches 2c. Ueberraschung gemacht werden soll, daß die Gewinne des UnterIn Chemnitz wurde der frühere Redakteur des dortigen nehmens derart anschwellen, daß es unmöglich sei, die Dividenden Unter dem dringenden Verdacht der Brandstiftung Parteiblattes, Karl Binneberg, wegen Beleidigung der fortan unter 24 pCt. zu normiren. Und, um diesem Uebel- find gestern der Kaufmann D. und seine Ehefrau in Haft geBeamten der Stollberger Bezirksanstalt zu 6 Wochen Gefängniß stand abzuhelfen, wolle man den Herren Aktionären 140 000 m. nommen und in das Untersuchungsgefängniß zu Moabit eingeliefert neu anzuschaffender Aktien einfach schenken. Auf den vor- worden. Am Abend des 24. Januar entstand im Laden des D. Redakteur Groth von der Bielefelder liegenden Fall und die Verhältnisse überfest, heißt das:„ Jeder in der Wilsnackerstraße ein Brand, welcher außerordentlich schnell Volkswacht" hat am Sonnabend eine einmonatliche Ge- Inhaber von 5000 M. Gudenburger Maschinen- Aktien" erhält um sich griff, so daß die ganze Ladeneinrichtung nebst sämmtlichen fängnißhaft verbüßt. Lange bleibt er nicht auf freiem Fuße, 1000 m. neuer Attien gratis". Während wir das lasen, er- Weiß- und Posamentierwaaren ausbrannte. Als muthmaßlicheUrsache da bereits eine andere Gefängnißstraße( 6 Wochen, die aber mit innerten wir uns auch, daß dieses Verfahren von der Gesellschaft des Feuers, das erst nach zwei Stunden von der Feuerwehr ge= der eben verbüßten Strafe zusammengerechnet, bez. auf 2 Monate vor vielen Jahren schon einmal ausgeübt worden ist. Wenn löscht werden konnte, gab D. an, daß ein Dekorateur bis etwa reduzirt wurden) rechtskräftig geworden ist. Am Montag hat der die Dividende gar zu sehr anschwillt, dann schenkt die Direktion eine halbe Stunde vor dem Ausbruch des Brandes im Laden Geschäftsführer Schmidt von der Druckerei der Volkswacht" den Herren Aktionären einen Posten neuer Aftien( was beschäftigt gewesen sei und möglicherweise durch Wegwerfen eines eine einwöchige Gefängnißstrafe angetreten, die ihn wegen nur wenige Mart Druckergebühren kostet), und damit Bigarrenstummels die Affäre verschuldet habe. Er berechnete erreicht sie allerdings das Ziel, das Herrn Goldschmidt so viel zunächst der Feuer- Versicherungsgesellschaft, bei welcher er seine - In Heddernheim hielt der Sozialdemokratische Kopfzerbrechen gemacht hat, viel leichter, weshalb wir nicht ver- gesammte Habe versichert hatte, den erlittenen Brandschaden mit Wahlverein früher an jedem Sonntag eine Sigung ab; der fehlen wollen, die Gesellschaften, welche sich in ähnlicher" Noth- 7600 W., und sollte diese Entschädigung auch ausgezahlt erhalten, Polizei war dies ein- für allemal angezeigt worden. Nun stellte lage" befinden, auf dies abgekürzte Verfahren der findigen als die Polizeibehörde dagegen Einspruch erhob. Es war nämlich es sich aber heraus, daß die Bersammlungen nicht immer gut Sudenburger aufmerksam zu machen. die Angabe des D. über die Entstehung des Feuers weiter ge resucht wurden, und an einem Sonntag äußerte der Vorsitzende des Vereins deshalb zu dem überwachenden Gendarmen, es lohne sieht sich dieses Unternehmen in der Nothlage( trotz der Jereftifter fei, lediglich um sich die Versicherungsgelder zu verschaffen. 3. B., die Alenberger Bergwerks- Gesellschaft. Schon wieder prüft und dabei der Verdacht angeregt worden, daß D., dessen Geschäft, namentlich in letzter Zeit, schlecht ging, selbst der Brandsich nicht, alle Sonntage Sigung abzuhalten, man wolle fünftig miaden unserer Kohlenproduzenten) 80 pet. Dividende für das nur alle vier Wochen zusammen kommen. Trotz dieses Verzichts letzte Jahr( 1891) geben zu können. In drei Jahren hat diese Diese Annahme hat allmälig soweit an Boden gewonnen, daß versammelte man sich auch einmal außer der Reihe, ohne der Gesellschaft nunmehr 190 pCt. Ausbeute vertheilt, d. h. auf wie erwähnt, zur Festnahme des Ehepaares geschritten werden Polizei davon Mittheilung zu machen. Das hat der Borsigende 8 Millionen Mark Anlagefapital 57/10 Millionen Mart mußte. mit 15 M. Geldstrafe zu büßen. Das Schöffengericht war der Unternehmerprofit in drei Jahren. Meinung, die generelle Meldung sei durch den nachträglichen ,, Vitriol". Am Sonntag Abend in der neunten Stunde Verzicht aufgehoben. Das kann der Sudenburger Kollegin nicht passiren, denn fam" der in der Liebigstraße wohnende Gärtnergehilfe Hagedorn -In Ichtershausen darf nun doch über die zehn wenn deren Dividende die Höhe von 30 pet. erreicht, oder zu mit seiner Braut die Borhagener Straße entlang, um nach Gebote gesprochen werden. Dem Gemeinde Vorstand, erreichen droht", dann verfchentt sie neue Attien an die Genossen. Rummelsburg zum Tanz zu gehen. Als das Paar den Bahn welcher das nicht für nöthig hielt, ist vom gothaischen Landraths: Bielleicht versucht es die Arenbergerin mit dem Prinzip der viadukt passirt hatte und eben im Begriff war, um die Schweineamt eröffnet worden, daß die bekannte Versammlungsauflösung findigen Kollegin. bucht zu biegen, sprang plößlich aus einem Seitengebüsch ein unberechtigt war. junger, ca. 25 jähriger Mann hervor, vertrat dem Paare den - Sozialdemokraten wissen sich zu helfen. höchst angesehenen" Firma weiß die Beitschrift für Instrumenten gehaltenen Flasche mit den Worten Hier haft Du Dein Theil!" Von einem niederträchtigen Konkurrenzmanöver einer Weg und goß dem nichtsahnenden Mädchen aus einer bereit Der Arbeiter Bildungsverein in Glm3born wird bau" zu berichten und dasselbe schließlich, zur Hälfte wenigstens, eine ähende Flüssigkeit ins Gesicht und über den Oberkörper, von der Behörde als politischer Berein betrachtet und ist ihm ber Sozialdemokratie in die Schuhe zu schieben. Im Reichs worauf die Getroffene mit lautem Aufschrei zu Boden daher verboten, Frauen zu seinen Sigungen, Versammlungen und anzeiger"( in dem wohl schwerlich schon einmal ein Sozial- fant. Der Attentäter ergriff schleunigst die Flucht und ver Bergnügungen zuzulassen. Es schien also, als ob dem Verein demokrat inserirt hat) erschien eine Annonce, laut welcher für die suchte in der Dunkelheit über die Felder nach Stralau zu es vollständig unmöglich gemacht wäre, ein Vergnügen abzuhalten, Firma E. Bechstein( Pianofortefabrik, Fabrit von Pianoforte entkommen. denn kein Bergnügen ohne Damen. Doch es sollte der Re- Grundbestandtheilen, Exporthaus für Mufit- Instrumente, Dresden, noch einiger hinzugekommener Passanten Der Bräutigam hatte sich aber mit Hilfe gierung zu Schleswig und ihren Organen gezeigt werden, daß Berlinerstr. 43) eine Schuhmarke gerichtlich eingetragen war, unter folgung des Thaters gemacht und es gelang, denselben dingfest Der Verein auch„ ohne" Damen ein Bergnügen arrangiren und fertigt: Kgl. Amtsgericht, Abtheilung I b., Dr. Neubert. Wer zu machen. Wie sich ergab, lag ein Racheakt gegen das Mädchen Durchzuführen vermag. Er meldete ein Männerkränzchen" an war nun G. Bechstein? Die Zeitschrift für Instrumentenbau" vor, welches sich von dem jungen Menschen losgesagt hat. Das und siehe da, eines Abends tummelten sich gegen 400 Herren bei berichtet: An Ort und Stelle eingezogene Erfundigungen er Mädchen hatte erhebliche Verlegungen im Gesicht und an den Spiel und Tanz vergnügt bis zur Ausgelassenheit. Genossen mit gaben ein verblüffendes Resultat: In der Berlinerstr. 48 befand Händen davongetragen und wurde nach der elterlichen Wohnung grauen Bärten drehten sich mit dem jungen Nachwuchs im Kreise. ich weder eine Pianoforte- Fabrit, noch eine Fabrik von Piano- und von dort nach dem Krankenhause geschafft. Im vorsichtig abgeschiedenen und bewachten Nebensaal aber faßen forte- Grundbestandtheilen oder ein Musikinstrumenten- Exportdie Frauen der tanzenden Männer, sangen Freiheitslieder und haus. Ein im Hochparterre, nach dem Hofe gelegenes ein vergnügten sich aufs Beste. fenstriges Stübchen stellte das Geschäftslokal der viel versprechen den Gründung dar. Der sehr primitive Brieftaften und das Porzellanfchild mit der Ausschrift:" E. Bechstein" bildeten das ganze Inventar! Das Personal wurde dargestellt durch einen jungen Mann, der in den frühen Morgenstunden die im Briefkasten befindlichen Korrespondenzen abholte und dann in geheimniß voller Weise verschwand. Der Chef der Firma, May Eberhard Das fünfundzwanzigjährige Parlaments Jubiläum Bechstein, hatte sich in noch tieferes Dunkel gehüllt, denn er war Herr Robert Buchholz, Schneidermeister' August Bebel's hatte vorgestern Abend eine froh bewegte Feft nicht einmal dem Hausmeister des betreffenden Grundstücks be- Pücklerstraße 10, theilt uns zur Vermeidung von Mißgesellschaft nach dem Lokal von Beau in der Kommandantenstraße kannt. Eine polizeiliche Meldung lag auch nicht vor..." Das verständnissen mit, daß er mit dem in der letzten Sonntags zufammengerufen. Fast die gesammte Fraktion hatte sich ein- würde nun zwar zur Charakteristik der Firma schon ausreichen, nummer genannten R. Buchholz, der auf gefälschte Liſten für bie gefunden, um dem Jubilar ihre aufrichtigsten und herzlichsten aber die Frage ist noch: Wer ist der Urheber des niederträchtigen Berunglückten in Palermo resp. Neapel gesammelt hat, nicht Glückwünsche zu übermitteln. Außerdem waren eine Anzahl per- Konkurrensstreiches gegen die Firma E. Bechstein in Berlin? identisch ist. sönlicher Freunde, das Personal unseres Verlages, der Redaktion, Und was hat die Sozialdemokratie mit der Sache zu thun? Expedition und der Buchhandlung unseres Blattes, Vertrauens Man höre die Antwort! Der Sohn eines töniglich sächsischen Polizeibericht. In der Nacht zum 22. d. M. sprang eine leute der Berliner Genossen, sowie Vertreterinnen der Frauen Kommerzienraths und Hof- Pianofabrikanten hat dieses Ron unter fittenpolizeilicher Aufsicht stehende Frauensperson gegenüber bewegung erschienen, die Alle von dem Wunsche beseelt waren, furrenzmanöver, das offenbar auf eine Zäuschung der dem Hause Schiffbauerdamm 15 in die Spree, wurde jedoch noch unferen Genoffen Bebel zu seinem Ehrentage zu beglückwünschen. gesammten Geschäftswelt des Geschäftswelt des In- und Auslandes hin- lebend aus dem Wasser gezogen und nach ihrer Wohnung ges Eine Reihe stimmungsvoller Reden verschönte das Fest, welches zielte", in Szene gesetzt. So ſtellt das genannte Blait bracht. Am 22. d. M., Mittags, wurde eine Frau in ihrer die Theilnehmer bis zur frühen Morgenstunde zusammenhielt." fest und fügt hinzu: Wir fonnten im Anfang Wohnung in der Büschingstraße, und ein Tischler in seiner Wert nicht an die Möglichkeit glauben, daß ein Mann von solcher statt in der Rottbuserstraße erhängt vorgefunden. Proletarierelend. Nach einem Hause der 2. Straße in fozialen Stellung, und als Fabrikant auch nicht ohne einiges Drogengeschäft in der Elsasserstraße vergiftete sich zu derselben Weißensee war Ende vorigen Jahres ein Ehepaar mit einem Verdienst, sich zu einem so gewagten Spiele herbeilassen würde. Beit ein Handlungsgehilfe mittels Kokain. Er wurde schwer ers Säugling von auswärts gezogen. Der Mann wurde plötzlich aber wir stehen trotzdem vor dieser Thatsache. Als nämlich von frankt nach dem St. Hedwigs- Krankenhause gebracht, wo er bald arbeitslos und war natürlich in demselben Augenblick auch mittel Seiten der Dresdener Polizei der unangemeldete E. Bechstein aufs darauf verſtarb. los. Die Leute hungerten sich eine Zeit lang so durch und Anmeldebureau zitirt war, erschien Herr Eugen Kaps... Gs Wohnung seiner Mutter, in der Alten Jakobstraße, die Bulsader hofften auf bessere Zeiten. Die Hoffnung war eine trügerische, ist tief bebauerlich, daß eine Firma von dem Rufe Kaps glaubt, an der linken Hand mittels Taschenmessers und mußte nach Der Mann lief sich die Hacken von den Stiefeln ab, Arbeit aber zu solchen Mitteln greisen zu müssen, um dem Wettbewerb auf Anlegung eines Verbandes nach der Charitee gebracht bekam er doch nicht. Für Januar und Februar konnte die dem Weltmarkt zu begegnen. Wir haben es, wenn diesem Treiben werden. In der Spree, hinter dem Zelt Nr. 1, wurde etwa Familie die Miethe nicht bezahlen. Der Hunger nahm aber von nicht rechtzeitig ein energisches Halt geboten wird, mit einer au derselben Zeit die Leiche einer unbekannten, Lag zu Tag zu und endlich entschloß man sich, eine Bettstelle zu ernsten Gefahr für Die gesammte deutsche Industrie 40jährigen Frauensperson angeschwemmt. Vor dem Hause verkaufen. Der Hauswirth, der schon ob des Ausbleibens der und den guten Namen deutscher Geschäftsfirmen zu thun..." Bärwaldstr. 74 fiel Abends ein Arbeiter von einem von ihm ges Miethe fehr mißtrauisch geworden war, hörte von dem be- Solche Manöver seht feht eine Firma von hochangesehenem führten Geschäftswagen, wurde überfahren und erlitt einen Bruch absichtigten Verlauf, er bestellte die Leute zu sich und ließ Namen", eine„ Firma von dem Rufe Raps in Szene", ruft die des Unterschenkels, so daß seine Ueberführung nach dem Kranke ihnen die Wohnung verschließen! Während der Nacht mußten Zeitschr. f. Instr.- Bau" aus. Nun, es ist nicht nöthig, über hause am Urban erforderlich wurde. Als zu derselben Zeit die Aermſten auf dem Korridor kampiren, denn es sollte fein bie Moral der Großfabrikanten, welche in solchen Praktiken zu im Hauſe Hallesches Ufer 26 ein Arbeiter einen Korb mit Wäsche Stück aus der Wohnung heraus, so lange die Wiiethe nicht be- Tage tritt, noch ein Wort zu sagen. Aber was in aller Welt nach dem Trockenboden bringen wollte, stürzte er infolge eines sahlt sei." Auf vieles und flehentliches Bitten wurde ihnen am hat denn die Sozialdemokratie mit dieser Sache zu thun Nun, Fehltritts von der Treppe und erlitt einen Schädelbruch. nächsten Morgen die Küche geöffnet, die Stube blieb verschlossen, wenn das genannte Blatt genau berichtet, so hat ein durch Streit wurde nach der Charitee gebracht. Ein obdachloser Bäcker sprang sie durften aus derselben weber Wäsche für ihr Kind brotlos gewordener Arbeiter sich dazu hergegeben, die Briefe für Abends von der Jannowißbrücke in die Spree, rettete fich jedoch holen, noch war ihnen der Gebrauch der Wirthschafts- Herrn Bechstein- Kaps aus dem Briefkasten abzuholen. Das reicht durch Schwimmen, mußte aber nach dem Krankenhauſe an gegenstände in der Stube erlaubt. Diefer glückselige dem Blatte aus, über die sozialistische Partei herzuziehen, deren Friedrichshain gebracht werden. In der Nacht zum 22. b. W. Zustand dauerte etwa drei Wochen. Durch Drohungen und Ein- Angehöriger sich in den Gold derjenigen begiebt, die feinen An- wurde ein Schneider vor dem Hause Leipzigerfir. 98 mit einer schüchterungen gelang es schließlich, die Leute dazu zu bringen, schauungen in der schroffsten Weise gegenüberstehen". Auch über schweren Verlegung am Unterschenkel, die er sich durch einen ihr gefammtes Mobiliar u. f. w. zu verlaufen. Der Gesammt diese Naivetät ist es nicht nöthig, noch etwas zu sagen. Fall zugezogen, aufgefunden und nach der Charitee gebracht. erlös betrug etwa 40 Mark. Und dabei waren die Sachen noch so gut wie neu, Betten, Kleiderspind, Tisch, Spiegel, Wäsche 2c. Ueber die Sonderbestimmungen, welche aus Aulas der Das Beschaffen der Gegenstände hat sicher mehr als das zehn Hundesperre dem Deutschen Thierschutzvereine, als Organ des fache gekostet. Der Hauswirth steckte die 40 Mark ein, indem er Hundefanges in Berlin, seitens der Behörde zugegangen sind, die Mliethe bis Ende März berechnete, schloß die Wohnung wie- werden die folgenden Mittheilungen gemacht: Jeder eingefangene der ab und die Familie konnte sehen, wo sie blieb. Das waren Hund wird, falls er nicht bis zur Ankunft des Thierarztes durch leider durchaus unerfahrene Leute, sonst hätte sich die Sache den Eigenthümer reklamirt ist, sofort getödtet. Die Herausgabe Ueber die Thätigkeit eines Privatdetektivs brachte eine natürlich auch nicht so machen lassen, fie ließen sich aber Alles der Hunde geschieht erst am 20. Mai, am Tage der Aufhebung Berhandlung, welche gestern vor der III. Straftammer des Lands gefallen, da fle von dem plöglich über sie bereingebrochenen Unglück der Hundesperre. Die Hunde werden für den Besitzer nur auf gerichts I stattfand, interessante Enthüllungen. Aus der Unter wie betäubt waren. Die unter Entbehrungen aller Art an- bewahrt, wenn er im Boraus die Futterkosten bis zum 20. Mai fuchungshaft wurde der frühere Buchhalter Alfred Pohl geschafften Eachen, welche sie Beit ihres Lebens glaubten entrichtet, welche bei fleinen Thieren auf 30 Pig. pro Zag mann vorgeführt, der mehrfacher vollendeter und versuchter Bes benutzen zu können, wurden binnen wenig Stunden um einen normirt find. Für große Thiere wird ein höheres Futtergeld in trügereien beschuldigt war. Als der Angeklagte im Oktober 1890 Schundpreis verschleudert keinen Biffen Brot, das Anrechnung gebracht, und zwar voraussichtlich 50 bis 60 Pig. Die letzte feiner vielfachen Vorstrafen verbüßt hatte, hielt er es schreiende Kind, teine Aussicht auf Befferung, das pro Tag. Zu diesen Futterkosten kommen bei jedem Thiere die für angezeigt, ein Privatdetektiv- Institut zu gründen. hatte die Leute derart abgeftumpft, daß sie willenlos Alles über üblichen 8 D. Auslösungsgebühr. Es würde also beispielsweise sich den Titel„ Direktor" bei und miethete eine Wohnung in fich ergehen ließen was auch immer kommen mochte. Die Frau ein heute eingefangener kleiner Hund 30 M. Auslösegeld be- Hause Louisen- Ufer 21. Sodann ließ mit Kind sand schließlich Unterkommen im Asyl, der Mann war tragen. Zu beachten ist noch, daß dieses Recht der Auslösung Beitungen veröffentlichen, daß er plötzlich verschwunden. Schon glaubte man, er habe zum Strid nur für die Hunde gilt, die zur Zeit noch unverdächtig erscheinen. tautionsfähige Herren als Detektivs fuchte. gegriffen oder sei in die Spree gegangen, da hörte man eines Die etwa zur Befervirung ausgelösten Hunde werden für die vom Militär entlassene Sergeant E. Be als Er trat hier eine Stellung zu verschaffen. Sache und fand den halbverhungerten Menschen halb erstarrt in noch nach 3 Monaten ausbrechen kann. einer dunkelen Ecke fauern. Der Hauswirth tam auch hinzu, er werber bei dem Angeklagten auf. Da er erklärte, sofort die per ließ den Erschöpften heruntertragen, auf ein Fuhrwert laden und Vor einem Checkschwindler zu warnen, der sich Deutsch- langten 1000 m. Raution leisten zu können, so hatte der Herr ebenfalls nach dem Asyl fahren. Raus mit diesem„ Ge- land als Feld feiner Thätigkeit ausersehen hat und vielleicht Direktor" ihn im Handumdrehen engagirt. Das Gehalt follte findel". Als Kuriosum sei noch erwähnt, daß der Haus- jetzt schon in Berlin weilt, erscheint nothwendig. Es ist ein anfänglich 120 m. monatlich betragen und bald auf 150 m. wirth das anstrengende Gewerbe eines Restaurateurs betreibt und wann in den vierziger Jahren, der mittelgroß und schmächtig steigen. Der Angeklagte rühmte sich dabei eines umfangreichen daß sich sein Lokal benamfet:" Bum gemüthlichen Herrmann...." ist, einen füdländischen Typus und ein abgelebtes Aussehen hat, Geschäftes, auf dem Boden habe er Waschkörbe voll Rech Bewundernswerth ist die Findigkeit der Unternehmer, pflegt. Gr trägt einen schwarzen Schnurrbart, beherrscht die gezogen werden sollten, er beschäftige sieben bis acht Herren, habe und seine spärlichen, schwarzen Haare über eine Glaße zu fämmen nungen und Bessionen liegen, die für seine Auftraggeber eine wenn es sich darum handelt, die hohen Erträgniffe ihrer französische und englische Sprache, spricht jedoch die lettere mit ein Bureau in einem anderen Stadttheile u. f. w. Dem Bewerber Etablissements vor den profanen Augen der Welt zu verstecken. frembartiger Betonung. Wie der hiesigen Kriminalpolizei ge- wurde vorgehalten, daß seine Raution sofort verfallen sein folle Damit die Begehrlichkeit der Arbeiter nicht zu ſehr gereizt meldet wird, traf der Betrüger an 8. D. M. in Karlsruhe ein wenn er sich eine Nachlässigkeit oder Pflichtverletzunger werde," mit diesem Klassischen Ausspruch motivirte vor Jahres und hielt sich im dortigen Hotel Germania unter dem Namen Dienste zu Schulden kommen lasse. frist ber Reichstags- Abgeordnete, Brauereidirektor Goldschmidt W. Stevenson bis zum nächsten Tage auf. Er veranlaßte den Berhältnissen nicht vertraute Provinziale nahm die Stellung an Den Antrag, das Aftienfapital der bekanntlich sehr rentablen Gastwirth, einen Chec de dato Londen 30. 1. 1892, ausgestellt und gab bie 1000 m. her. Nun begann für den Angeklagter schehen ist, sodaß thatsächlich fortan Dividenden von 45 und London n. County Bonding Company für den Betrag von und seine Ehefrau neu ein, machte Ausfahrten und verkehrte in 50 pCt. nicht mehr die Begehrlichkeit der Arbeiter reizen werden, 25 Pfund bei einer Karlsruher Bank zu verwerthen. Es hat sich den besseren Restaurants. Inzwischen war dem Angeklagten auch obschon an sich der Unternehmergewinn trotz der geringeren herausgestellt, daß das Papier gefälscht ist. Vor wenigen Tagen ein Auftrag geworden. Eine Frau D. wollte sich von ihrem Dividenden nicht um ein Jota niedriger ist frat nun derselbe Hochstapler, der sich den Namen Jameson aus Ehemanne scheiden lassen und Beweise seiner Untreue haben " der In einem Gerichts- Beifung. M. Er legte er durch die mehrere gewandte, Der foeben aus einer war Lages auf dem Hausboden ein Wimmern. Man untersuchte die fernere Zeit bis zum 20. Mai noch beobachtet, da die Tollwuth fleinen Garnisonstadt nach Berlin gekommen, um fich -Der mit " Der Angeklagte machte sich anheischig, solche zu schaffen. Seine| frankungen infolge der Influenza zu rechnen ist. Trotz dieser| 11 Stunden 2,50-3,50 fl. und 4-5 fl. pro Woche; für Uebers Auftraggeberin versprach ihm während seiner Thätigkeit in ihrer großen Summe ist die Kasse in der Lage gewesen, ihren Reserve- stunden, die häufig vorkommen, giebt es nur ein Weniges mehr. Sache täglich 25 M. Spesen und im Falle des Gelingens 3000 m. fonds um ca. 1600 M. zu erhöhen und noch einen beträchtlichen Sonntagsarbeit ist nicht selten. Nicht besser ergeht es den Mit dieser heiflen Sache betraute der Angeklagte den neu- Ueberschuß als Betriebsjonds zu überschreiben. An Sterbe- Kunstblumen- Arbeiterinnen. Ihre Arbeitszeit beträgt in der gebackenen Detektiv. Der letztere erhielt den Auftrag, zunächst geldern zahlte die Kaffe im Jahre 1891 rund 500 m. aus. Regel 12-13 Stunden. In den meisten Werkstätten erhalten sie eine hübsche Kellnerin ausfindig zu machen, mit der Eine ausgedehnte Besprechung rief die in Aussicht die Mittagstoft, welche äußerst schlecht ist, denn der Profit soll selben ein Verhältniß anzuknüpfen und sie in den Plan ein- stehende neue Krankenkaffen Novelle hervor, durch welche so groß sein, daß der Mittagstisch der Herrenleute" entweder zuweihen. Sodann sollte der Ehemann O. observirt werden, G. nach den bisher vorliegenden Bestimmungen namentlich die ganz oder theilweise durch den gemachten Profit hergestellt werden follte deffen Bekanntschaft machen und dann denselben mit der freien Hilfskassen und speziell die obengenannte Kaffe, welche fann. Ist endlich Feierabendstunde, dann erhalten die Mädchen hübschen Kellnerin zusammenführen. Des ersten Theils dieses ihren Mitgliedern freie Aerzte- Wahl gestattet und die Kosten für die Arbeit mit nach Hause und müssen sich verpflichten, dieselbe Auftrages entledigte sich der neue Detektiv mit großem Geschick. Arzt und Medizin in baarem Gelde gewährt, betroffen werden. des andern Tages Morgens fertig mitzubringen. Sie müssen Bevor es indeffen zum zweiten Theile kam, wurden der An- Aus dem Referate des Vorstandes gewann die Generalversamm dann, ohnehin bereits abgerackert, für einen Verdienst von geklagte und sein Gehilfe von einem andern Geschäft in Anspruch lung jedoch die Ueberzeugung, daß die nach den Beschlüssen der 20-25 kr. noch bis 2 oder 3 Uhr früh zu Hause arbeiten. Die genommen. Ein hiesiger Rentner hatte in Frankfurt a. M. zweiten Lesung im Plenum des Reichstages vorliegende Novelle Lehrmädchen, überall in der Ueberzahl, werden gezwungen, von eine höchst zweifelhafte Forderung in Höhe von 15 000. noch in vielen wichtigen Punkten Aenderungen erfahren dürfte, 6 Uhr früh bis 9 und 10, oft 11 Uhr Nachts zu arbeiten. Die Er übertrug dem Angeklagten, diese Forderung einzuziehen, zudem bereits 64 Abänderungs- Anträge der XII. Rommission, Behandlung, welche den Arbeiterinnen und Lehrmädchen zu Theil und vereinbarte mit ihm, daß sein Lohn in demjenigen welche mit der Bearbeitung des vorliegenden Materials feitens wird, ist häufig roh und nicht selten kommt es vor, daß ein bestehen solle, was er über 5000 M. erhalte. Der des Reichstages betraut ist, eingereicht feien, so daß eine Be- Mädchen den Gelüften des Unternehmers dienen soll. Daß es Direktor" stellte seinem Gehilfen vor, daß mit leichter Mühe schlußfassung der Generalversammlung nach dieser oder jener auch hie und da bessere Häuser giebt, ist selbstverständlich. In 10 000 m. zu verdienen feien, fie müßten aber beide sofort ab- Richtung verfrüht erscheinen dürfte. Die Generalversammlung der Mehrzahl find solche bessere Häufer" aber gewiß nicht. Die reifen. Hierzu bedürfe er aber noch einer Summe von 1000 M., beschränkte sich vielmehr vorläufig darauf, den Vorstand zu beauf- ordinären Blumengattungen werden zumeist in den Strafanstalten Die E. ihm schaffen müffe. Der letztere besorgte das Geld auch tragen, bezüglich einiger Punkte in der Novelle der XII. Kommission hergestellt, und in hervorragender Weise soll Deutschland daran von Verwandten und händigte es seinem Chef ein. Dieser schlug Vorschläge zu unterbreiten, welche eine genauere Klarstellung der partizipiren, wo in Moabit ziemlich viel davon erzeugt würde. nun vor, daß sie zwei Damen" mit auf Reisen nehmen wollten betreffenden Bestimmungen bezwecken, wozu gerade die Ver- Die in der Fabrikation verwendeten Farben sind nicht giftig, da und G. ließ sich auch dazu bereden. Zwei Kellnerinnen nahmen waltungskörper der Krankenkassen auf Grund ihrer Erfahrungen Schweinfurtergrün, Nachtblau oder Grünspan seit zirka 20 Jahren an der Reife Theil. Der eigentliche Zweck der Reise war ein bei Handhabung der Geschäfte berufen erscheinen dürften. Das außer Gebrauch gesetzt wurden. Neuestens wird aber ein auf völlig verfehlter, jedoch wurde von der Gesellschaft so üppig ge: Raffenlokal der eingeschriebenen Silfstaffe für Architekten, Wiener Boden erzeugtes Wickelpapier verwendet, welches Lippen lebt, daß die tausend Mark draufgingen. Schon unterwegs Ingenieure und Techniker Deutschlands befindet sich Berlin C. 22 und Finger grün färbt. Dasselbe soll gifthaltig sein und werden waren dem G. die Augen darüber aufgegangen, weß Geistes und versendet auf Wunsch Statuten und Aufnahme- Formulare die Blumenarbeiterinnen gegen die Verwendung desselben Stellung Kind der Herr Direktor" war. Er machte vorläufig gute Miene fostenfrei. zum bösen Spiel, in der Hoffnung, sein Geld zurück#nehmen. zu erhalten, wenn die Forderung eingehe. Als dies aber nicht In Kasan ist die Bewohnerschaft von 66 Straßen von der Seuche Reiche über deutsche Häfen, Antwerpen, Rotterdam und AmsterIm Innern Rußlands wüthet der Hungertyphus. Die überseeische Auswanderung aus dem Deutschen geschah, zeigte E. feinen Chef nach der Rückkehr bei der Polizei ergriffen. Es mangelt an Aerzten. an. Es wurden mehrere Kriminalbeamte zum Angeklagten hindam betrug nach einer im Raiserl. Statistischen Amt gemachten geschickt, die sich zum Schein als Privat Detektiv annehmen Zusammenstellung im Dezember 1891: 3682; i. J. 1890: 2622; lassen sollten und der Angeklagte ging auch in die Falle. Er welcher, wie schon früher erwähnt, zu Ostern in Budapest ab: ganzen Jahre entsprechend: 115 392, bez. 91 925, bez. 90 259, bez. Der erste nugarische Schuh- und Csizmenmachertag, 1889: 2875; i.. 1888: 2696; i.. 1887: 2465; im machte besonders dem Kriminalbeamten Hilprecht gegenüber eine gehalten wird, hat folgende Tagesordnung zu berathen: Bericht 98 515, bez. 99 712. Von den im Jahre 1891 ausgewanderten Menge folcher Vorspiegelungen, um eine Raution von 1000 Mt. Der Delegirten über die Lage der Schuh- und Esizmenmacher 115 392 Personen tamen aus der Proving Posen 18 278, West zu erlangen. Dem Beugen G. hat seine kurze Thätigkeit als arbeiter und Kleingewerbetreibenden, sowie über den Stand der preußen 15 783, Pommern 9751, aus Bayern rechts des Rheins Berliner Privat Detektiv den größten Theil seines Ver- fachlichen Bewegung; Zweck und Nugen der gewerkschaftlichen 8721, der Provinz Hannover 6727, dem Königreich Württem mögens gefoftet. Charakteristisch für den Angeklagten Landesorganisation; Gewerbeforporations- und Schiedsgerichts- berg 6182, aus der Provinz Brandenburg mit Berlin 5773, ist noch der Umstand, daß er nach seiner Rück- Angelegenheiten; Forderung der gesetzlichen Vereinigung der Rheinland 5081, Schleswig- Holstein 4207, aus dem Großherzog tehr aus Frankfurt noch weitere Geldmittel von seinem Schuh- und Esizmenmacherbranche; Streitangelegenheiten; Be- thum Baden 4162, bem Königreich Sachsen 4162, der Provinz Untergebenen forderte und zwar unter der Androhung, feitigung des Sigwefens; Produttiv- Genossenschaften und gefell- Seffen- Nassau 8025, Ostpreußen 2681, Schlesien 2677, Westfalen daß er sonst dessen Ehefrau von dem Lebenslaufe ihres Mannes schaftliche Werkstätten; Arbeiterschutzgeseße:( Sonntagsruhe; 2279, aus der bayrischen Rheinpfalz 2035, dem Großherzogthum Kenntniß geben würde. Staatsanwalt Riegel ging mit dem Angeklagten bös ins Schaffung des achtstündigen Normal- Arbeitstages; Ausdehnung 1539, aus Oldenburg 1142. Der Rest von 7419 Personen ver Kranken- und Unfallversicherung; Gewerbe- Inspektion; gesetzliche Hessen 1992, der Provinz Sachsen 1915, aus Mecklenburg- Schwerin Gericht; er beantragte gegen denselben fünf Jahre Gefängniß der Arbeiterschutz- Gesezgebung auf die im Kleingewerbe be theilt sich auf die übrigen Gebiete des Reichs. und fünfjährigen Ehrverlust. Der Gerichtshof erkannte auf schäftigten Personen); Fachpresse; Regelung des Lehrlingswesens; drei Jahre Gefängniß und Ehrverluft auf gleiche Dauer, Anträge und offene Fragen. Vermuthlich werden auch die Drei Monate wurden durch die erlittene Untersuchungshaft für froatischen, slawonischen und dalmatinischen Arbeiter jenes Geverbüßt erachtet. werbes auf dem Rongreß vertreten sein. = 1 9 Ju Budapest findet am 14-16. Auguft der britte österreich ungarische Tischlertag statt. Der Londoner Trabe Unionist veröffentlicht folgende Tabelle über im Jahre 1890 in England vorgekom: mene Streifs: Ursachen, Streikobjekte. • • für Lohnerhöhung und Verkürzung der Arbeitszeit Für Lohnerhöhung verbunden mit Gewerkschaftsforderungen Für Lohnerhöhung und andere Forde rungen Gegen Lohnkürzung. Für Einführung und Aushängung von Preis- und Lohntabellen Nur für Verkürzung der Arbeitszeit. Gegen Aenderung v. Arbeitsordnungen, Feiertage, Effenszeit u. f. w. betr. Für Aenderung beziehentl. Werbefferung der Arbeitsordnungen Gegen Einführung od. für Abschaffung von Strafen.. Weigerung mit In organisirten ( Non- Unionist) zu arbeiten. Vertheidigung von Rechten und Gebräuchen der Drganisation. Gegen Einführung oder für Beschrän Insgesammt Davon waren erfolgreich Zum Theil erfolgreich Für die Arbeiter verlor. Resultat unbekannt 436 182 119 96 92 43 15 52 28 11 11 6 8 5 21 42 83 15 17 9 34 14 30 5 10 42 23 4 10 23 5 58 15 10 24 4 101 87 22 34 10 5 4 1 59 14 B 84 8 80 13 15 11 3 5 8 Versammlungen: # 1 " Ueber das Recht der Vertheidiger, ihren Klienten unter Umständen den Rath zu ertheilen, sich auf die Anklage nicht auszulassen hat sich der Ehren- Gerichtshof der Rechtsanwälte zu Leipzig bei Gelegenheit der Verhandlung gegen die Bertheidiger Eine öffentliche Tapezirerversammlung beschäftigte am des Ehepaares Heinze ausführlich geäußert. In dem jetzt vor: 15. d. M. die Frage: Wie stellen sich die Tapezirer liegenden Erkenntnisse heißt es unter Anderem: Angesichts der Berlins und Umgegend zu dem Gewerkschafts§§ 136, 242 Abs. 3 der Straf- Prozeßordnung fann darüber kein Rongreß in Halberstadt?" Den einleitenden Vortrag Zweifel bestehen, daß nach der heutigen Lage der Gesetzgebung hielt Genosse Reßler, welcher die Gewerkschafts- Bewegung der Angeklagte im Strafprozesse die Befugniß hat, seine Ausals Ergänzung der politischen Bewegung für nothwendig hielt, Laffung zur Sache ganz oder theilweise zu verweigern. Daraus wenn derselben auch unter den gegenwärtigen Verhältnissen, folgt allerdings noch nicht ohne Weiteres das Recht der Vertrotzdem die gewerkschaftlichen Organisationen Kampfes- Organi theidigung, dem Klienten den Rath zur Verweigerung einer fachfationen feien, nach dieser Richtung hin kein großes Feld der lichen Auslaffung zu ertheilen. Eine derartige Schlußfolgerung Bethätigung zugewiesen werden könne. Redner vertrat den würde nur zulässig sein, wenn der Vertheidiger hinsichtlich der Standpunkt, daß die Arbeiter- Orgonisationen sich den inneren Bertheidigungsbefugnisse fich völlig mit dem Angeklagten iden Für Lohnerhöhung und äußeren Verhältnissen anzupassen hätten. Die Hauptfrage tifiziren dürfte. Das tann aber als statthaft nicht anerkannt für dieselben sei die:" Wie ist es möglich, eine denkbar größte werden; beispielsweise ist dem Angeschuldigten unbenommen, Bahl Arbeiter in den Gewerkschafts- Organisationen zu vers aum Zwecke seiner Vertheidigung wiffentlich die Un einigen?" In diesen Organisationen seien die Arbeiter zur wahrheit zu sagen, während ein Rechtsanwalt, der seinerSolidarität zu erziehen und wirthschaftlich aufzuflären. Die feits zu diesem Mittel greifen würde, zweifellos der VerForm der Organisation hielt Redner für sehr nebenfächlich. Nach legung feiner Berufspflicht würde geziehen werden dürfen. den herrschenden Anschauungen gelte diese wirthschaftliche AufDie Rechte und Pflichten des Vertheidigers in der hier fraglichen flärung als Bolitik treiben" und feien berartige Richtung sind nicht aus den angeführten Spezialvorschriften zu Organisationen den bekannten vereinsgesehlichen Beschränkungen bestimmen, sondern ergeben sich aus der allgemeinen Stellung des unterworfen. Das Aushilfemittel nach dieser Richtung hin Bertheidigers als Rechtsbeistandes seines Klienten. Diese Stellung sei das Vertrauensmännersystem, wie es sich in der politischen wird dadurch bezeichnet, daß die Vertheidigung eine im öffent Organisation im höchsten Grade ausgebildet und bewährt habe. lichen Rechte begründete Einrichtung ist, die den Vertheidiger Es sei dies eine Form der Zentralisation, die eine sehr starte verpflichtet, auch seinerseits zur objektiven Wahrheits ermittelung sein müsse, da sie, wie behauptet werde, zur Diktatur geführt beizutragen, wenn auch nur in der besonderen Richtung auf habe. Diese Zentralisationsform hielt Redner auch für die gedie Nichtschuld oder die geringere Strafbarkeit des Angeklagten." wertschaftliche Bewegung im Allgemeinen für die beste, diese Andererseits aber ist es die Pflicht des Vertheidigers, Anschauung in bekannter Weise begründend. Der Vortragende unter Wahrung jenes Gesichtspunktes dem Angeklagten mit seinem war weiter fein Freund einer Enthaltsamkeits- Politik" und trat Rath nach bestem Wissen und Gewissen zur Seite zu stehen. für die Beschickung des Kongresses ein. Der vorgelegte OrganiDeshalb bleibt das pflichtgemäße subjektive Ermessen des Versationsentwurf der Generalfommission gab dem Redner ferner theidigers dafür maßgebend, ob sein Klient mit der Befugniß, Veranlassung zu einer fachlichen, feinem Standpunkte entdie Auslaffung zur Sache zu verweigern, bekannt zu machen, sprechenden Polemit. Er versprach sich von dem Gewerkschaftsoder ob ihm weiter gehend sogar ein darauf abzielender Rath fongreffe, wenn nichts weiter, so doch eine Klärung der zu ertheilen sei. Pflichtmäßig wird aber ein solcher Rath immer Meinungen, die nach dem Kongreffe eine bestimmte Stellungnur gegeben werden können auf Grund von Erwägungen, die nahme ermöglichen würde. Und dies würde schon einen aus der tonkreten Lage der Untersuchung sich herleiten großen Fortschritt bedeuten. Als Vertreter des Delegirten der laffen. Würde ein Rechtsanwalt als Vertheidiger prinzipiell Zapezirer zur Streif- Kontrollkommission trat in der folgenden auf den Standpunkt sich stellen, daß er jeden seiner zur Unterstüßung anderer Streits Diskussion Herr Koopmann gemäß dem Beschluffe der Streit Klienten den Rath gäbe, von der ihm gefeßlich zustehenden Be Aus unbekannter Ursache. Kontrollkommission für Beschickung des Kongresses ein. In weiterer fugniß zur Verweigerung einer sachlichen Auslaffung Gebrauch Folge wurde die alte Streitfrage, ob Bentral- oder Lokalzu machen, so würde ein solches Verhalten auch vom subjektiven organisation, eingehend ventilirt. Man brach die Debatte darStandpunkte des Vertheidigers für ein pflichtmäßiges nicht zu über schließlich ab, da am 2. März gelegentlich der Anwesenheit Schuhvorschriften für englische Seeleute. Bon der der Delegirten Deutschlands zur Generalversammlung abermals erachten sein. Leiten aber den Vertheidiger bei Ertheilung des fraglichen Rathes fachliche Gründe, d. h. solche, die nach seiner englischen Arbeitskommission für Schifffahrt wurde unlängst der eine öffentliche Versammlung stattfindet, in welcher dasselbe gewissenhaften Ueberzeugung dem Angeklagten zum Besten dienen, Präsident des Seemanns und Heizervereins, der bekannte Thema nochmals zur Besprechung kommt. Eingelaufen waren ohne daß dadurch der Pflicht des Bertheidigers, innerhalb der Matrosenfreund Samuel Plimsoll verhört. Der Verlust an drei Resolutionen. Die von gegen 300 Personen besuchte Verbezeichneten Grenzen auch seinerseits zur objektiven Wahrheits- Menschenleben sei auf der britischen Kauffahrteiflotte viermal so sammlung nahm gegen 24 Stimmen nachfolgende Resolution an: ermittelung beizutragen, entgegen gehandelt wird, so kann sein groß, als auf der anderer Länder. In Deutschland, den Nieder- Die heute, ai 15. Februar, in Feuerstein'schen Saale Verhalten auch dann nicht als ein pflichtwidriges bezeichnet wer: anden, Norwegen und Italien verlöre ein Seemann von 271 tagende öffentliche Versammlung beschließt, nach wie vor die den, wenn objektiv die Ertheilung des Raths als angemessen oder jährlich sein Leben, in Großbritannien einer von 66. Die meiſten lokale Organisation mit dem Vertrauensmänner- System hochUnglüdsfälle ließen sich vermeiden, ohne daß die Rheder sich zuhalten resp. dafür einzutreten und verpflichtet den heute gerichtig sich nicht darstellt. deshalb graue Haare wachsen zu lassen brauchten. Alle bisherigen wählten Delegirten, für derartige Organisationen auf dem Schifffahrts Gesetze hätten zur Verminderung des Verlustes von Gewerkschaftskongresse in Halberstadt einzutreten und dafür zu Menschenleben beigetragen. Deckladungen müßten verboten sein. wirken." Eiferne Schiffe follten gesetzlich wasserdichte Abtheilungswände haben. Der Proviant, welchen ein Schiff an Bord nähme, che es in See steche, müsse besichtigt werden. Auf vielen britischen Schiffen seien die Schlafräume der Seeleute geradezu menschen unwürdig. Den Sanitätsbehörden müßten zur Abstellung dieses Uebelstandes größere Vollmachten eingeräumt werden. Boziale Ueberlicht. Wegen Mangels au Aufträgen stellten zwei bei Lalou vière( Belgien) gelegene 3ementfabriken den Betrieb ein. 400 Arbeiter sind dadurch brollos. fung der Frauen- u. Kinderarbeit Wegen Streitigkeiten mit Neben arbeitern, meist gegen Nichtgewerk schafter wegen der Lohnforderungen, oder mit Beamten a 1 7 420 73 17 12 40 19 4 1 12 10 1 1 1 427 2 1028 384 280 822 92 Zum Delegirten wurde Herr Feder gewählt. Im Anschlusse hieran erstattete Herr Koopmann als Vertreter für ben Delegirten Friedmeier Bericht über Verhandlungen und Beschlüsse der Streit- Kontrollkommiffion, insbesondere die Kontrollmarken betreffend und deren Unterstützung befürwortend. Bur Aufbringung der Kosten für den Delegirten zum Gewerkschaftsfongresse wählte die Bersammlung eine Kominission von sieben Mitgliedern. Silfoverein akademisch gebildeter Herren. Mittwoch, 24. Februar, Kranken- und Sterbe- Unterstügungskaffe der Berliner Hausdiener. Kassentotal Neue Friedrichstraße 44 bet Röllig. Sigung jeden Mitt woch, Abends 8 Uhr: Auflage, Aufnahme neuer Mitglieder. stoppenstr. 42. Gewerbe- Inspektion in Holland. Das ArbeiterschutzJu Braunschweig ersuchte eine von zirka 1500 Personen Gesetz vom 5. Mai 1889 hat die Institution der Gewerbe- Jubesuchte Arbeitslosen Bersammlung den Magistrat, spektion für Holland eingeführt. Der erste Jahresbericht der Buchbinder, Album-, Karton-, Luvuspapier- und Lederwaarenin Anbetracht des Nothstandes Gelder zum Ankauf von Kohlen Arbeits- Inspektoren ist nun er- Arbeiter und Arbeiterinnen. Deffentliche Versammlung am Mitwoch, den so heißen diese Beamten und Lebensmitteln zu bewilligen und diese Produkte dann an schienen. Aus demselben geht hervor, daß die Durchführung des Ordnung: 1. Vortrag über: Gottes- und Königsidee. Referentin Frl. Mabniß. 24. Februar, Abends 8 Uhr, in Müller's Salon, Jahannisstraße 20. TagesNothleidende zum Selbstkostenpreis oder auf Kredit abzugeben. Arbeiterschutz- Gesetzes noch manches zu wünschen übrig läßt. Im 2. Distuffton. Ferner hat eine Deputation beim Ministerium um schleunige Jahr 1890 betrug die Zahl der Verurtheilungen wegen Ueber: Abends 9 Uhr, Sigung, Mohrenstr. 47. Gäste willkommen. Inangriffnahme öffentlicher Arbeiter vorstellig zu werden. tretung der gesetzlichen Bestimmungen im ersten Inspektionsbezirk 90, im zweiten 115 und im dritten 126. Es ist dies ein Beweis, daß die Zahl der Aufsichtsbeamten zu gering ist. Der Wirkungskreis des Inspektors für den ersten Bezirk erstreckte sich auf 4709 Betriebe mit 14 180 dem Gesetz unterliegenden Perfonen, die anderen beiden Beamten hatten je 5040 Betriebe mit Die vom ,, Deutschen Techniker Verbande" gegründete 17 944 geschüßten Personen und 8804 Betriebe mit 21 025 geund über ganz Deutschland verbreitete Eingeschriebene schüßten Personen zu beaufsichtigen. Silfstaffe für Architetten, Ingenieure und Techniter Deutschland 3"( Krankenkasse Nr. 58) hielt In der Wiener ,, Arbeiterinnen- Zeitung" wird die Lage am 31. Januar d. J. in Berlin bei Dräfel ihre achte Jahres- der Arbeiterinnen der Glas und Sch mir gel- Distutivtlub Mehr 2icht", Abends 8 Uhr, im Sofale Spreestr. 3b. Bersammlung ab. Aus dem Berichte des Vorstandes ergab papier und der Kunstblumen Fabriken geschildert. fich, daß die Kaffe im Jahre 1891 an Krankengeldern 10 393 M. Danach erhalten die Arbeiterinnen der Glas. verausgabt hat, wovon ein nicht unerheblicher Theil auf die Erschmirgelpapier Fabriken für eine Arbeitszeit von Die Metzger Junung in Frankfurt a. M. ist aus dem dortigen Innungsausschuß ausgeschieden, weil sie sich nicht an den politischen Bestrebungen der Innungen betheiligen, sondern nur Berufszwecke verfolgen will. = " und " Vergnügungsverein„ Rathe Recht" jeden Mittwoch Abends 9 Uhr, Privat- Theatergesellschaft Felfen. Sigung mit Damen jeden Mittwoch 9% uhr, Annenitr. 9, bet Bros. Mitglieder werden gewünscht. Gefundbrunnen", Sigung jeden Mittwoch Abend 8% Uhr bet saferland, Sozialdemokratische ese- und Diskutirklubs am Mittwody. Bellermannftr. 87.- Vereinte Kraft", Schönleinstraße 6. Abends 9 Uhr Sigung bei Klein. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Lese- und Diskutirklub" Emangipation", Abends 8 Uhr bet Wagner, Neue Königstr. 89. Gäfte willkommen. Charlottenburg. Lese- und Männer und Frauen, durch Mitglieder eingeführt, find fiets willkommen. Gleichheit", Sigung Abends 8% Uhr, Staligerstr. 7 bet Schönemann. " Johann Jacoby", Abends 8% Uhr bei Otto Thierbach, Schwedtere " straße 44. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. " F " Arbeiter Sänger- Bund Berlins und umgegend. Mittwody. Uebungsfiunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Gefangverein, tedesfreiheit", Blumenstraße 38, bei Sente. Gefangverein Freya", ( Gem. Chor), Alte Schönhauserstr. 22-23, Bözor's Braueret. Gesangverein Hilaritas", Hochstraße 32 a, bei Milfe. Gefangverein" Deutsche Eich e", Blumenfiraße 46, bet Went. Gesangverein Vorwärts 2", Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmen. Gesangverein„ Echo 1", Pantor, Schulzestr. 27.- Gefangverein erche", Bernauerstr. 72, bei Casper, Restaur. BumBeitgeist".- Gesangverein der Steinm egen", Johannisstr. 20, bei Müller. Gesangverein Freiheit", Bülowftr. 27, bet Gundlach.- MännerGesangverein der Kürschner", D. V. D. Br. Berlin, Neue Friedrichstr. 44, bet Röllig. Gefangverein Südost 2", Guornstraße 16, bet 8iemer. Gefangverein Gangesluft", Bülowstr. 69, bei Gründer.- Gesangverein Morgenroth 3", Admiralstraße 38, bei Lülow. Gesangverein„ Steinnelte", Röslinerstr. 17, bet Wendt. Gesangverein, yra 1", Raupach ftraße 6, bei Stachel. Gesangverein ,, Euphonia", Annenstraße 16, bet Reßner. Gesangverein hand in hand 1", Mariannenstr. 31-32, bei Doberstein.- Gefangverein Schneeglöckchen 1", Rottbufer Damm 39, bei Jacob. Gefangverein Schneeglöckchen 2", Potsdam, Branden burger Kommuntation 16, bei Glafer. Besangverein Unverdrossen", Fennstr. 5, bei Krüger. Flöter'scher Gesangverein", Landsbergerstr. 31, bei Musehold. Gesangverein Rütli", Friedenau im Kurhaus. Gesangverein, Borwärts 6", Friedrichshagen, Rundtheil, bet Berche. Gefangverein Freundestreue"( Gemischter Chor), Jüdenstr. 65, bet Erieschmann. Gesangverein Corbeerfranz", Landsberger Play 6, bei Müller. Männerchor Südost 1", Röpnickerstr. 191, Restaurant. Arbeiter- Gesangverein Soffnung 1", Friedrichsberg, Friedrich Karlftraße$ 4, bet Schnlze. Gesangverein Rothe Melte", Schöneberg, Grunewaldstr. 110, bet Jakob. Gesangverein Freiheit 1", Rulmſtr. 36 bei Raumann. Gesangverein ,, Fretheit Moabit", Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47-49. Steinfeger Gängerchor", Kastanien Allee 28 bei Maiwald. Offenbacher Sängerfranz", Dranien str. 153 bei Göße.- Gesangverein der Kupferschmiede, Weinstr. 11 bei Feind. Gesangverein Bergißmeinnicht", Schulstr. 29 im Wedding Rasino. Gefangverein Freies Lied 1", Gr Frankfurterstr. 81 bei Weiß. Gefangverein Echo 3" in Behlendorf, Stunde in Friedenau( Kurhaus). Brandenburger"-Männer- Gesangverein in Brandenburg, Mengert's Volfsgarten. " " " " " " " Männer Ueber das Zentrum spottet Dr. Sigl im„ Bayrischen Imann noch einmal im Tode zu sehen. Der Sarg wurde deshalb Vaterland": noch einmal geöffnet."-Angenommen, die Frau wird freigesprochen wer entschädigt sie für den erlittenen Seelenschmerz? Die Helden vom Zentrum." Es zog das Zentrum mit mächtigem Truz, Zum Kampfe für Jesuitenschuh. Der Streiter mächtiger Heerzug schwoll, Gar mancher blinkende Name erscholl. Doch als der Morgen der Schlacht erschien Da sah man den Feldherrn" von dannen flieh'n Aus„ taktischen Gründen" man schmählich wich, Und machte sich„ taktisch" I ä cherlich. Die Huenen vom Zentrum, die Ballestrem, Die andern secundum ordinem, Sie steckten felbander den Degen ein, Um ja, nach Oben genehm" zu sein! Denn oben, ja oben hat man's nicht gern, Daß gar zu muthig die muthigen Herrn; Gehorsam ist des Christen Schmuck, D'rum weicht das Zentrum muthig- zaruck! " dermaßen am= total er= Alterthums Wissenschaft. Wegen unerlaubten' Beisichtragens eines Revolvers und Schießens aus demselben verurtheilte das Großenhainer Schöffengericht einen Buchhalter zu 60 Mark Geldstrafe und zwar auf Grund des Mandats vom Jahre 1659 in Verbindung mit einer Verordnung von 1885. Chicago kann auf den Titel Weltstadt" mehr Anspruch er heben, als die übrigen Weltstädte", denn es wohnen daselbst Angehörige fast aller Nationen. Nach einer statistischen Auf nahme, die zwar auf absolute Genauigkeit keinen Anspruch macht, aber doch in der Hauptsache richtig ist, wurden gezählt: Amerikaner 292 403, Deutsche 394 958, Jrländer 215 534, Böhmen 54 209, Polen 52 756, Schweden 45 867, Norweger 44 615, Engländer 33 785, Franzosen 12 962, Schotten 11 927, Ruffen 9977, Italiener 9921, Dänen 9891, Canadier 6989, Holländer 4912, Ungarn 4827, Rumänen 4350, Walliser 3966, Schweizer 2735, Chinesen 810, Griechen 698, Belgier 682, Japanesen 407, Spanier 297, Armenier 140, Portugiesen 34, Be wohner der Sandwich- Inseln 31, Indier 65, Türken 18, Estimos 4, Siour- Indianer 2, zusammen 1208 883. Die eingeborenen" Amerikaner sind also durch die Deutschen und nahezu auch durch die Jrländer überflügelt. Gewiß, sagt ein amerikanisches Blatt, Chicago ist teine amerikanische", sondern eine fosmopolitische Stadt. Nur in einem Ding ist sie einseitig: ihre Polizei ist irisch und irisch von der gemeinsten Sorte. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Beim Zentrum ist alles herrlich bestellt; Par ordre du Mufti ist Jeder ein Held, Par ordre du Mufti fällt Jeder um; Sie nennen das, klug", doch Andere dumm. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend: Die Geestemünder Volksstimme" berichtet über Mittwoch: Berein ,, Fridolin" bet Wolff, Brunnenstr. 35a. menschenunwürdige Behandlung eines DienstTheater und Bergnügungsverein Bultanta" bet Meißner, Gartenftr. 162.- Rauch boten:„ Der Dienstknecht Johann Friedrich Barkhorn, 36 Jahre tlub, ellblau" bei Grand, Blücherstr. 59.bei Schipke, Schul- und Reinickendorferstraßen- Gde.- Berein 3td3ad", Landwirth in Bremen und erkrankte Mitte Dezember vorigen Bergnüngsverein Nord alt, aus Weddewarden, diente seit dem 25. März 1889 bei einem Sigung bei Heinrichs, Blücherstr. 61.- Verein ,, Kreuzfidel, bet Gumlich, Steichenbergerstr. 149. Berein, Waldesgrün" bet Nebelin, Langeftr. 108. Zahres an der Influenza; außerdem hatte er wunde Füße. Nun Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Bause ist es im Lande Wursten leider Sitte, daß die Knechte auf der beutel", Abends 9 Uhr bet Poppe, Lindenstraße 106. sesangverein angestreue", abends 9-11 Uhr bei Luther, Brüder sogenannten Hille über dem Vieh schlafen. Alz B. frank Straße 26. Gesangverein Alpenglühen", 8 1hr, bei Schröder, wurde, behielt er mit Wissen seines Herrn diese Schlaf- wurde die Leiche eines erschossenen Artilleriften aufgefunden, der Augsburg, 23. Februar. In einem benachbarten Walde Reichenbergerstraße Nr. 24. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, will stelle Tambourverein ,,& cho"( Bergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr den eigenen Angaben Barkhorn's noch drei Wochen hindurch. fommen. Dieselbe soll nach bet Hüttrich, Gollnorstr. 9. feit zwei Wochen vermißt wird; Grund des Selbstmordes war Tambourverein Borwärts", Uebungsbeschaffen ge flunde 9 Uhr Langestr. 65. Gäste willkommen. Tambourverein, Ginig wesen sein, daß ihm der Wind um die Ohren gepfiffen hat, Furcht vor Strafe. teit", Ritterstr. 21. bei Juhdisch, Mittwoch und Sonnabend, Abends 8 Uhr, indem das Dach der Scheune bei dem letzten Sturm sehr stark ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Uebungsstunde. Männergesangverein Edelweiß", Abends 8% Uhr, bei Schneider, Belforterstr. 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gesang beschädigt und noch nicht wieder ausgebessert worden sei. A13 Braunschweig, 23. Februar. Eine Versammlung von etwa verein Mannesmuth" Abends 9 Uhr bei Ramm, Mauerstraße 3. Auf nun der Zustand B.'s immer schlimmer wurde, ließ sich der tausend beschäftigungslosen Arbeitern wurde heute polizeilich aufnahme von Mitgliedern. Sonntag, den 14. Februar, Abends 6 Uhr, daselbst Dienstherr herbei, nach Dorum zum Arzt zu schicken; letterer gelöst. Sieben Personen tamen in Haft. Familienabend nebst Tanz. Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis ordnete sofort die Ueberführung des B. nach einem Krankenhause 10 Uhr im Zurnsaale des Königstädt. Gymnaf.", Elisabethstr. 67-58. an. Dies geschah auch am selbigen Tage und befindet sich B. Berliner Turngen offenfchaft, 5. Männerabth. Abds. Don 8-10 Uhr; feit dem 4. Januar im städtischen Krankenhause zu Bremerhaven, Turnlokal Mariannen- Ufer 1a. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis wo dem Bedauernswerthen am 5. Januar durch Herrn Dr. med. X11 Uhr. Zurnlofal: Mühlenstr. 49-50. Turnverein ,, Osten", MännerAbtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. beide Beine Kraft- Turn- Berein Soldan bis unterm Knie Briefkaffen der Redaktion. Berolina" Mittwoch Abends 8% Uhr Reichenbergerstr. 73a bet Faustmann, putirt wurden, und weil sie zwar Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Männer- Turnverein Für die Arbeiter- Bildungsschule von Herrn Otto Meyer, Jahn", Rirdorf( eigene Turnhalle, Ziethenstr. 72a), von 6-8 Uhr Schülerfroren waren und feine Rettung mehr möglich war. Bildhauer, 13,50 M. erhalten. Abtheilung, von 8-10% Uhr Männer- Abtheilung. Wir werden es nicht nöthig haben, dieser Schilde H. Gumpel, Barnimstr. 42. Theaterverein Blumenlese" Sigung 9 Uhr Abends mit Damen, Stalk rung noch viele Worte hinzufügen zu müssen. Wer die schreiberstr. 60. B. St. Wenden Sie sich an die Redaktion der Thüringer Theater- u. Bergnügungsverein„ Bultania" Abends 9 Uhr, Verhältnisse auf dem Lande fennt, weiß, in welchem Zustande Tribüne", Erfurt, Gartenstr. 7. in Meißners Restaurant, Gartenstraße 162. Damen und Herren, welche den dort oftmals die arbeitenden Klaffen leben und wie das berühmte neigt sind, dem Berein beizutreten, tönnen sich daselbst melden E. Umbreit. Richten Sie Ihre Vorwürfe an den Betreffenoder beim Vorsitzenden M. Lieste, Ackerstraße 13, of 1 Treppe. patriarchalische Verhältniß zwischen Herrschaft und Dienstboten den selbst oder beschweren Sie sich beim Parteivorstand. Privattheater- Berein Durch Nacht zum Licht." Jeden Mittwoch Abends 9 Uhr bet gubeil, Naunynftr. 84, Sigung mit Damen. Gäste haben zu verstehen ist. Auch unsere Brüder auf dem Lande müssen aus W. K., Köpenick. Im Vorwärts" davon Notiz zu nehmen, Zutritt. Herren und Damen, welcher sich der Bühne widmen wollen, findet ihrem entwürdigenden Joche erlöst und einem besseren Leben ist überflüssig. Besten Dank!" dort Die beste Gelegenheit. Anmeldungen und Auskunft ertheilt zugeführt werden. Dazu mit beizutragen, muß unser Aller Aufder Borsigende Otto Glefer, Uhimacher, Naunnnstraße Nr. 15.- Pollad H. H., Swinemünderstraße. 1. Der mündlich von Ihrer Klub ustige Brüder", Abends 8%-10% Uhr im Restaurant gabe sein." Frau abgeschlossene Miethsvertrag gilt auf die mündlich verab Liewald, Dresdenerstr. 38.- Berein Fidele Brüder", Schönleinstr. 5 Ein böswilliger Denunziaut wurde in Straubing in redete Miethsdauer, event. auf ein Jahr. 2. Wenn Sie jetzt die bei G. Rien. Gäste willkommen. Bergnügungs- Verein Proletariat", Sigung Abends 9 Uhr, bet Steemann, Melchiorftr. 15, Hof" part. Gäste will eine empfindliche Strafe genommen. Der 81 Jahre alte ver- Gütergemeinschaft mit Ihrer Frau ausschließen, so hat das nur Gefelliger Klub Proletariat" bet Lorenz, Koppenstr. 40 e. wittwete Austrägler Joh. Wager hatte im Mai 1891 seine den Erfolg, daß die Sachen, die Ihre Frau von jezt ab erwirbt, Bergnügungsverein Bonum", Abends 8½ Uhr bei Schröder, Stegliger Tochter, die Gütlersfrau Brückt, bei der Staatsanwaltschaft deren Eigenthum werden. Die von ihr in die Ehe gebrachten ftraße 18. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willtommen. Verein Kreuzftbel", Sigung mit Damen bet Doberstein, Mariannen- denunzirt, daß sie Gift in seinen Kaffee gethan. Obwohl die Sachen gehören ihr auch so, während die von ihr während der traße 31. Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", Untersuchung nicht die mindesten Anhaltspunkte ergab, erneuerte Ghe angeschafften Ihr, des Mannes, Eigenthum jedenfalls find Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Rauchtlub Nord Wagner im November 1891 seine Denunziation, die er aber und bleiben. stern in Friedrichsberg. Rauchtlub Bultan", Abends 9 Uhr bei ebenfalls wieder nicht im Entferntesten begründen konnte. Das Ahmer, Gräfeftraße 82. Rauchklub" Frisch gewagt", Abends Don 9 bis 11 Uhr, Pofenerstraße 5 bei Nockendorf. Rauchtlub Ohne Urtheil lautete auf ein Jahr Gefängniß. 3wang", Abends 8 Uhr, bei Spät, Weinstr. 28. Rauchtlub, Grüne In Weißenfels giebt es seit Erlaß des neuen Einkommenu a ſte", Abends o ühr, bet Schluter, Kleine Markusstraße 10. nafte i steuer- Gesezes 18 Millionäre; vorher gab es nur einen. tommen. Rauchklub Sumatra" Südoit, Reichenbergerstr. 83, Restaurant Trucks. Jeden Mittwoch Don 8½ Uhr ab Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Rauch Flub Victoria" Singerichtet wurde in Gnesen der Kutscher Thomas jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Schüßenstraße 40-41, bet Stallbaum( Restaur.) Stamniat, welcher seine Braut ermordet hatte. Säfte willtommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchtlub Gutge finnte Freunde." Jeden Mittwoch Höchstestraße 28 bet Neumann. Gäste Einem Bergmann in Dudweiler wurden Vierlinge Dillkommen. Mitglieder werden aufgenommen. Rauchflub, assalle" weiblichen Geschlechts geboren. Eines derselben starb bald nach Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Friedrichsbergerstr. 11 bet Lock. Gäste, der Geburt. burd) Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Humoristischer Rauch flu b. Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Sigung bei Niemann, Görlitzer- Ein Postwagen mit 12 Passagieren ist, wie aus Luxemburg straße 42. Gäste durch Mitglieder eingeführt willtommen.- Stattlub reif". gemeldet wird, zwischen den Stationen Paliseul und Bouillon in Abends 8% Uhr, Frankfurter Allee Nr. 90 bei Otto Babel. Gäste willkommen. Pfeifentluba ftanta". Tagt jezt jeden MAtwoch von 9 Uhr ab Brizereinen Abgrund gestürzt. 7 Personen blieben auf straße 22. Gäfie willkommen. Stegeltlub or wärts". Jeden Mittwoch der Stelle todt. Beughofstraße 8, Restaurant Biester. Stattlub, Revolution". Jeden Eisenbahn Unglück. Wie ein Telegramm aus Paris Mittwoch und Sonnabend bet Infinger, Krautstr. 48.- Rauchflub elgo= tommen. 1 " " " Schüler der 99. Gemeindeschule", Mittwoch, Abends 9 Uhr, " " " " Der Abonnent. Das Zusammenwohnen mit Ihrer Braut fann Ihnen die Polizei nicht verwehren. O. R., Berlin. Sie vergessen, uns mitzutheilen, um welchen Verein es sich handelt. Ob ein Ehrenmitglied stimmberechtigt ist, hängt von den Statuten ab; im Allgemeinen wird man die Frage bejahen müssen. P. R. 5. Ihre Kündigung war rechtzeitig. Allerdings hätte dieselbe nach Ihrem Kontraft wohl schriftlich durch Ein schreibebrief erfolgen müssen. Da indessen nicht binnen 8 Tagen der Kündigung widersprochen worden ist, so ist die Kündigung rechtsgiltig. Fordern Sie den Hauseigenthümer auf, Ihnen binnen 3 Lagen zu bestätigen, daß Sie am 1. April ziehen können, widrigenfalls Sie beim Amtsgericht( Neue Friedrichstr. 18) Fest stellungsklage erheben werden. Lauge. 1. Nicht jede gerichtliche Verurtheilung rechtfertigt I and." Jeden Mittwoch, Abends 10 Uhr, Vereinssitzung Neue Hochfir. 19 meldet, stieß Montag Abend der von dort nach Douai fahrende die Verweigerung der Schanffonzession. Es kommt darauf an, bet Liefe. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Berein, ehem. Bug bei St. Denis mit einem Rangirzuge zusammen. Der ob ein Eigenthums- oder Sittlichkeitsvergehen vorlag. 3. B. Schröder's Gaal, Stegliger firaße 18. Geschäftliches; Gesangsprobe. Gäfte will Maschinenführer wurde getödtet, dreizehn Personen sind verletzt, wegen Beleidigung oder Körperverlegung fann die Konzeffion tommen. Sumoristischer Berein Pipifar", Mittwoch Abend 9 Uhr darunter drei schwer. nicht verweigert werden. 2. Die geistreiche Frage, ob zwischen Sigung beim Restaurateur Möhring, Admiralstr. 1sc, 3. Hof rechts, 1 Tr. 1. lebenslänglich oder zeitlebens ein Unterschied ist, tönnen wir nur Sanssouci", Abends 8 Uhr, Kochstr. 51. Gäste willkommen. Verein ehemaliger Schüler der 99. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, in sum hundertsten Male verneinen. Schröder's Saal, Stegligerstr. 18. Geschäftliches, Gesangprobe. Gäste roilltommen. Stafflub Bushelgrün, Abends s uhr bei Fürstenau, Retchen 8 Uhr, Jüdenstraße 55: Uebungsflunde. Gäfte willkommen. Geselliger Klub berger und Manteuffelstraßen- Ede. Zithertiub„ Alpen petichen" Abends humor" Abends 9 Uhr im Restaurant Königstädtische Bierhallen, Große Frankfurterstaße 30. Junge Männer als Gäste und Mitglieder willkommen. Rauchtlub, Rothe Melte". Mittwoch, Abends s uhr, bei Steuer, Weinftraße 22. Gäste tönnen durch Mitglieder eingeführt werden. Die Clara" war am 22. Juli v. J. Nachher Fidelitas. Herren und Damien als Gäste willkommen. Rauchklub Auf See verbrannt ist das nach Bremen gehörige Schiff San Francisco gelandet. Clara." Der Kapitän und 12 Mann der Besagung sind in mit 2800 Tons Kohlen von Birkenhead nach San Francisco pfosten Rio de Janeiro angelaufen und nach der Reparatur am abgefegelt, hatte am 14. Oftober v. 3. mit gebrochenen Ruder4. November v. J. ihre Reise fortgesetzt.. Vermischkes. Sudermann's Sodoms Ende" darf in Solingen aufgeführt werden; das bezügliche Verbot ist aufgehoben. In Alteneffen entgleifte ein Güterzug. 18 Wagen sind zertrümmert, mehrere andere beschädigt. Das Personal blieb unverlegt. Kardinal Mermillod ist am Dienstag in Rom gestorben. E. St. Wenn ein Kündigungsbrief bei Abwesenheit des bressaten in den an dessen Wohnung befindlichen Briefkasten weisen, daß der Brief schon vor dem 1. Januar in Ihren Brief gesteckt wird, fo gilt von diesem Zeitpunkte an die Kündigung als erfolgt. Natürlich müßte in ihrem Falle der Wirth nach fasten gesteckt worden ist. Aus der Gerichtspraxis. Thüringer Blätter bringen A. 2. M. 1. Die Krankenkasse muß die Transportkosten folgende erschütternde Mittheilung, die uns lebhaft an den Fall erfeßen und zwar in der Höhe, wie sie für einen zum Kranten Beus erinnert: Eine Frau aus Helbra befindet sich im Amts- transport geeigneten Wagen angemessen sind. 2. Der Wirth ist gerichts- Gefängniß zu Eisleben in Untersuchungshaft. bezüglich eines bei ihm tagenden Vereins nicht an die Polizei Während dieser Zeit verunglückte ihr Mann im Schachte und stunde gebunden, wenn nicht etwa Jedermann zu der Vereins wurde im hiesigen gewertschaftlichen Krankenhause untergebracht. figung oder Uebung ungehindert Zutritt hatte. 8. Schriftliche Bei dem bedentlichen Zustande des Mannes versuchte ein Bruder Beantwortung fann verlangt werden; das Porto zahlt der desselben die Erlaubniß zu erwirken, daß die Frau ihren Mann Empfänger. 4. Ja. besuchen und für diese Zeit das Gefängniß verlaffen kann. Das Gesuch wurde aber abschlägig befchieden. Inzwischen war der Kranke gestorben, und erst als der Geistliche die Leichenrede gehalten hatte, erschien unter Bedeckung die Gefangene. Es war ihr wenigstens auf dringendes Bitten gestattet worden, den Ehe Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstr. 2. Wir empfehlen den Parteigenossen als zeitgemäße Agitationsschrift: Die Soldatenmißhandlungen vor dem Deutschen Reichstag. Rede Bebel's in der Sitzung vom 13. März 1891. ( Stenographischer Bericht.) 26 Seiten. Preis 15 Pfennige Bei Abnahme einer größeren Anzahl Exemplare und für Wiederverkäufer Rabatt. Bei Bestellungen von Auswärts bitten wir um vorherige Einsendung des Betrages( Porto extra). 337. 1. Schmucksachen, welche der Mann seiner Frau nur leihweise überläßt, dürfen wegen vorehelicher Schulden der Leyteren nicht gepfändet werden. 2. Segztere braucht auch diese Schmuckfachen, bei Leistung des Offenbarungseides nicht mit anzugeben. 3. Der Trauring ist pfändbar. C. Königsfeld, Thren. u. Goldwaaren- Geschäft. Eine goldene Damen- Uhr ist am Februar im Feen- Palast" ge 2017L funden worden. Abzuhol. b. H. Klähr, Laufiberstraße 34, Hof Quergebäude Reinickendorfer- Str. 69. Größte Auswahl. Reparaturen gut und billig. Geschäftsverlegung. 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Lüdersdorff, Rleine Reichenbergerstr. 134, v. 4 Tr. 1568b Hamburgerstraße 9. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1571b 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 46. Parteinachrichten. " Aus der sozialdemokratischen Preise. Leipziger Wähler": Wir stehen vor einer Weltwende. Befizverhältnisse, Wirthschaftszustände und Produktionswesen haben sich in einer Weise umgestaltet, daß gefengeberisch neue Normen, neue gangbare Wege gesunden werden müssen, wenn nicht Unheil entstehen soll. Die altüblichen Lebensnormen reichen nicht mehr aus; will die neue Produktion, schier auf dem Gipfelpunkt des individualistischen Egoismus angelangt, fortbestehen, so züchtet sie wenige Millionäre und Millionen Paupers, Verbrechen, Verbrecher, Elend, Noth, Verzweiflung furz die Sintfluth steht vor der Thür. Das sind die geschichtlichen Momente, wo Gesetzgeber von- Beruf, Leute, wie Solon, Lyfurg, wie die Gracchen und wie sie alle heißen, mit voller Macht einfegen und das auf hohen Wogen vom Sturm dahingetriebene Staatsschiff vorm Scheitern bewahren, wenn das Glück gut ist, oder doch zu bewahren suchen, weil fie es für ihre Pflicht halten. Was haben angesichts unserer wirthschaftlichen Anarchie unsere Gesetzgeber gethan? Bureaukratische Weitschweifigkeit, Vielregiererei, Umständlichkeit und mangelhaftes Funktioniren, Bevormundungsseligkeit, das sind die Haupteigenschaften, welche man von zuständiger Seite nämlich von den bewohlthäterten" Arbeitern! unferer gewaltigen Sozialreform nachrühmen hört. Das Einrücken der Arbeiter in die volle bürgerliche Rechtsgleichheit mit den übrigen Klassen wird mit einer erstaunlichen Pietät und Verehrung vor Der guten alten Zeit hintangehalten. Das Koalitions- und Versammlungsrecht der Arbeiter hat auch unter dem vielgepriesenen neuen Kurs" fast tagtäglich um seine Existenz zu ringen. Man wahre nur einmal den Arbeitern entschieden und in vollem Umfange alles das, was ihnen nach Wortlaut und Geist der Gesetze schon lange zukommt, man mache aus der papierenen Berfaffung ein Lebewesen von Fleisch und Blut, und baue da weiter; das wäre eine That für Gesetzgeber von Beruf!" Hic Rhodus, hic salta! Hier ist Gelegenheit, tanze los, be rufener Gesetzgeber!" " zur " Mittwoch, den 24. Februar 1892. " Im fächsischen Landtage brachte die sozialdemokratische Fraktion die Mißhandlung von Schulkindern durch die Lehrer zur Sprache. Der Kultusminister sagte Untersuchung der von unsern Genossen angeführten Fälle und die eventuelle Entlassung der betreffenden Lehrer zu. Die Redner der Ordnungsparteien erwiesen sich sämmtlich als Anhänger der Prügeltaktik, während unsere Genossen dieselbe aus der Schule verbannt wissen wollen, eine Ansicht, die von den berufensten Pädagogen gleichfalls seit langem vertreten wird. 9. Jahrg. Ferner wurde beschlossen, daß die Genossen des 16. und 15. Wahl- Kinder durcheinander liegen. Die oralischen Verhältnisse sind freises( Chemnitz und Burgstädt) in Berathung darüber eintreten auch danach. Es ist nicht selten, daß Bruder und Schwester geschlechtsollen, ob es nicht praktischer sei, den Chemnißer Beobachter" lichen Verkehr pflegen. Die Manipulation der Bruderladen läßt und die Burgstädter Boltsstimme" au vereinigen und zur Her- Alles zu wünschen übrig. Die Arbeiter werden geprügelt. Die stellung des neuzuschaffenden Blattes eine Druckerei nach Zwickau Löhne betragen im Winter, wo das Angebot der Hände ein sehr übersiedeln zu lassen. Die Genossen dieser Kreise werden sich großes ist, 60-70 Kr., in der Erntezeit auch 80 Kr. bei zwölf jetzt mit dieser Frage beschäftigen und dann auf der Landes- stündiger Schichtdauer. Früher pflegte man die Arbeiter nach versammlung Bericht erstatten.- Im Auftrage des Zentral- sechsstündiger Arbeitsdauer zum Mittagmahl aus den Schächten Wahlkomitees wurden seitens eines Chemnitzer Genossen die Wahl- heraufzuziehen", um sie nach dem Essen wieder hinunterzulassen, komitees der einzelnen Kreise ermahnt, ungesäumt die Abrechnung jezt arbeiten fie 12 Stunden ununterbrochen und das Essen" einzureichen, damit das Zentral- Wahlkomitee auf der Landes- wird ihnen hinuntergeschickt. Um die Wittwen und Waisen der versammlung eine Generalabrechnung zu geben im Stande ist. Verstorbenen oder Verunglückten kümmert sich Niemand, sie sind ihrem Schicksal preisgegeben. Der Kongreß faßte Beschlüsse zu Gunsten der Gewerkschaftsorganisation, gab der vorhandenen politischen Organisation eine feste Form( u. A. ist für die Ruthenen Oftgaliziens ein besonderes Agitationskomitee eingesetzt) und sprach sich für die Heranziehung der Frauen zur Organisation aus. Ferner erklärte der Kongreß die Zeitungen Praca" und Robotnik" in Lemberg und Naprzod" in Krakau zu Parteis Organen und beschloß die Herausgabe eines im jüdischen Jargon mit hebräischen Lettern gedruckten Parteiblattes, das die sozia listische Idee in das jüdische Proletariat, welches ungeheuer viel Analphabeten in Bezug auf die polnische Sprache und Schrift Eine Landeskonferenz der Sozialdemokraten des Groß- enthält, hineintragen soll. Alle Arbeiterblätter sollen den Titel herzogthums Sachsen- Weimar- Eisenach ist zu Ostern tragen: Organ der sozialdemokratischen Partei"( anstatt der in Jena geplant. Zweck derselben ist die Herbeiführung eines österreichischen Arbeiterpartei"). Hinsichtlich der Maifeier hielt befferen Landtags und Kommunal Wahlgesetzes. Nach dem man daran fest, daß dieselbe auch künftig am 1. Mai abgehalten jetzigen Gesetz giebt der Wähler auf je 500 M. feines Gin wird. Hinsichtlich der Taktik wurde folgendes festgesetzt: Die tommens 1 Stimme ab, ein Wahlsystem, dessen Berkehrtheit Sozialdemokratie Galiziens tritt in keine festen Verhältnisse zu von selbst erhellt. Weiter ist die Verbreitung eines Flugblattes den übrigen galizifchen Parteien ein. Die Parteigenossen und in allen Orten geplant, denn mit Versammlungen ist in den deren Organisationen haben sich die Agitation unter dem KleinBergdörfern bis jeht nicht viel zu erreichen gewesen, weil die bürgerthum und den Landbewohnern zur Aufgabe zu machen; Leute aus Furcht vor Maßregelung ihnen fern blieben der Begriff des Privateigenthums an Grund und Boden darf vorausgeseht noch, daß diese Versammlungen nicht auf Grund daber feinesfalls unterstüßt werden. Das sogenannte intelligente des bekannten Ministerialrestripts verboten werden, welches in Proletariat( die Angehörigen des Gelehrtenstandes, der Bureaus Weimar den Mangel eines Gesetzes über das Vereins- und Ver- tratie 2c.) hat innerhalb der Sozialdemokratie feine besondere fammlungsremt hinreichend im Sinne der Reaktion ersetzt. Bei Stellung einzunehmen. Den Schluß des Kongresses, der aufs beste der Abhaltung von Versammlungen ist auch noch mit der sehr verlief, bildete der Gesang des galizischen Arbeiterliedes beliebten Saalabtreiberei zu rechnen. „ Czerwony Sztandart". Ihm folgte ein Feftbankett, zu welchem auch zahlreiche Genossinnen erschienen waren. = Ju Deizisau( Württemberg) wurde ein sozialdemo ratischer Arbeiterverein gegründet, welchem in der betreffenden Versammlung fofort 20 Personen beitraten, trotzdem die Ortshonoratioren sich alle Mühe gaben, den Versammelten vor der Sozialdemokratie graulich zu machen. " = New- York, 5. Februar. Ueber den Tod Padlewski's find weitere Mittheilungen gemacht worden, welche den Anschein ere wecken, daß P. nicht von eigener Hand gefallen, sondern das Opfer russischer Agenten geworden ist, welche sich feiner Papiere bemächtigen wollten. Ein Polizist hat nämlich erzählt, daß der neben der Leiche gefundene Revolver ein solcher größten Kalibers war, während die einzige Wunde von einem Revolver kleinen Kalibers herrührte. Ein Bekannter P.'s in San Antonio meldet, daß derselbe stets ein Bündel Papiere bei sich geführt habe, was auch von Dr. Schröter in Elberfelder Freie Presse":" Die Hauptvorzüge des Proportional Wahlsystems, das, wäre es Gesetz, uns heute schon 72 Abgeordnete sicherte, also wesentlich das Stärkeverhältniß der Parteien verschieben würde, besteht darin, daß erstens fein Wähler unfreiwillig seines Wahlrechtes verluftig gehen würde, was heute für diejenigen der Fall ist, die am Wahltag nicht an threm Wohnort sich aufhalten. Zweitens würde den Wahlkämpfen die gehässige, persönliche Spige ge nommen; eine Methode, die von den Antisemiten in der schamBei der Schulvorsteher Erfahwahl in Badenstedt losesten Weise kultivirt wird, und den Etel aller anständigen( Hannover) wurde der von den Arbeitern aufgestellte Schlosser Leute erregt. Drittens würde der Stand der Gesetzgebung genau Kollmeyer gewählt. Der zweite Kandidat unterlag mit nur dem Stärkeverhältniß der Parteien entsprechen, die Gefeßgebung wenigen Stimmen. genau den Willen des Volkes wiederspiegeln, und so der Grund jeder Unzufriedenheit vorweg genommen fein. Jede Ansicht Der Kongreß der Sozialdemokratie Galtglens, welcher East- New- York( bei Brooklyn), durch den P. Empfehlungen fönnte sich nach der im Volfe vorhandenen Verbreitung Geltung am 31. Januar in Lemberg zufammentrat, war von 11 Orten nach San Antonio erhalten habe, angegeben worden ist. verschaffen, jede Meinung in legaler Weise ihren Ausdruck finden. durch 58 Delegirte besucht. Aus den Berichten, die über den Dr. Schröter theilte indessen auch mit, daß P. schon Wir halten, um es kurz zufammenzufaffen, das Proportional- Stand der Bewegung erstattet wurden, ist das folgende von einige Beit nach seiner Ueberstedelung nach Texas SelbstWahlsystem für das Mittel, Recht und Gerechtigkeit, die An Intereffe. Zunächst gab Genosse Chudec einen geschichtlichen mordgedanken geäußert habe. Da es wohl nicht zu erkennung der Gleichberechtigung aller Menschen mächtig und in Rückblick. Danach datirt die galizische Arbeiterbewegung feit dem bezweifeln ist, daß der That P.'s keine Verschwörung" zu Grunde friedlicher Entwickelung zu fördern." Jahre 1867. Sie machte sich damals durch Streils bald biefer, liegt au welcher Ansicht wohl auch die franzöfifche Polizei ge bald jener Arbeiterbranche bemerkbar. Mehrere Männer von kommen fein dürfte so ist nicht einzusehen, daß P. tom. ,, Niederrheinische Volks Tribüne" Auf akademischer Bildung bemühten sich, durch Vorträge und Vor promittirende) Papiere im Besitz gehabt haben sollte, erweckung des Teufels durch das neue Bolts lesungen das arbeitende Volt aufzuklären. Die Lage der Arbeiter obwohl auch Dr. Schröter von solchen spricht. Auch ist es nicht schulgeset":" Die liberalen Profefforen haben höchst bescheiden war zu jener Zeit gerade so wie heute eine jammervolle. Im plausibel, daß ein Mann vom Schlage P.'s die speziell darauf hinzuweifen gewagt, daß die Grundlage der Bildung im Jahre 1878 erschien die erste Nummer der Braca", heraus anarchistische Manie gehabt, folche Papiere mit sich Allgemeinen heutzutage doch eine andere geworden sei, eine gegeben vom Genossen Daniluk. Das Blatt erschien nur un- herumzuschleppen. Jm Uebrigen ist auf die Aussage des Pomodernere; daß sie nicht mehr auf dem athanasianischen Glaubens- regelmäßig, weil die Mittel fehlten, die nothwendig waren. Die lizisten nichts zu geben; es muß also die Veröffentlichung des bekenntniß beruhe, auf Luther's Teufelsglauben, Calvin's Gnaden Verfolgungen dieser so jungen und schwachen Bewegung über- Protokolls der Leichenschau- Jury abgewartet werden. auswahl und Vorherbestimmung, daß sie eigentlich auch nicht stiegen alles, was man sich denken kann, und erreichten ihren Die Exekutivbehörde der Am. Federation of Labor" hat in ihrer mehr auf dem tridentischen Konzil, dem Syllabus und den beiden Höhepunkt in der Einkerkerung aller Genossen, die sich in letzten Sigung beschlossen, Borbereitungen für einen 1893 nach jüngsten Dogmen fuße, sondern daß ihr Fundament Männer der Bewegung bemerkbar machten, welche aber von den Chicago einzuberufenden internationalen Trades gelegt hätten, wie Lessing, Kant, Schiller, Goethe und Krakauer Geschworenen, die über diese Verbrecher in dem bes Unions- Rongreß zu treffen. Die Geschichte kann also heiter Darwin. Man höre die tonfervativ- ultramontane Antwort rühmten Sozialistenprozeß zu urtheilen hatten, nachher frei werden, da, wie schon mitgetheilt, die hiesige" Central Labor darauf. Sie fragen dagegen, ob die liberalen Gelehrten etwa gesprochen wurden. Im Jahre 1881 wurde von 100 Genoffen in Federation" ebenfalls beschloffen hat, einen allgemeinen auf dem Monde lebten; die Schule Leffing's, Kant's, Darwin's einem Wald bei Lemberg befchloffen, eine Organisation zu schaffen. amerikanischen Arbeiterfongreß 1898 in Chicago abzuhalten, brauche garnicht erst einer Schule Play zu machen, wo das alte Die Ausführung dieses Beschlusses stieß aber immer wieder auf zu dem ausländische Delegaten Butritt haben. Die hiesige Sektion Testament, Luther's Teufelsglaube und die päpstliche Unfehlbar fast unüberwindliche Schwierigkeiten, von denen die schreckliche der sozialistischen Arbeiterpartei hat sich dem angeschlossen. Ueber teit gelehrt werden. Diese Schule existire ja, unsere Volksschüler Unwissenheit der Masse die größte war. Nichtsdestoweniger gab den in der G. 2. F. gestellten Antrag, die Einberufung den wüßten ja nichts von Lessing, Kant und Darwin. Die allermeisten man die Hoffnung nicht auf, und so gut es ging, arbeitete man amerikanischen Delegaten zum Brüsseler Kongreß zu übertragen, fennten nicht einmal ihre Namen; lächerlich wäre es doch, daß weiter. Man nüßte jedes Ereigniß nach Kräften aus. Von uns ist bisher nichts weiter vermeldet worden. Jeht fehlt nur die liberalen Professoren nicht einmal wüßten, daß Luther's geheuerer Bedeutung für die Bewegung in Galizien war der noch, daß man auch im Orden der„ Knights of Labor" auf Teufelsglaube noch heute ein ökumenisches Bekenntniß aller christ- internationale Sozialistentongreß im Jahre 1889 in Paris, welcher die Idee kommt, einen derartigen Kongreß einzuberufen! lichen Religionen ist, und daß der Teufel nach der Lehre aller bekanntlich den Beschluß faßte, am 1. Mai eine Demonstration- Daß sich bis nächstes Jahr die Dinge so ent chriftlichen Konfeffionen, nach dem was in der Volksschule der für den Achtstundentag in allen Ländern zu veranstalten. Bald wickeln, um eine Berständigung zwischen den verschiedenen Jugend des Volkes eingetrichtert werde, thatsächlich Existenz habe, nach dem Kongresse erschien das zweite polnische Arbeiterblatt Gruppen zu erhoffen, ist nicht gut anzunehmen. Es heißt also die ihm durch Professoren nicht abdefretirt werden könne. Daß Robotnik". Im März 1890 wurde eine Volksversammlung ein- abwarten. der Zedlig'sche Boltsschul- Gesetzentwurf das Heer der Finsterlinge berufen, welche entscheiden sollte, ob der 1. Mai gefeiert werden Aus dem Minen- Distrikt Tennessee's, wo sich nun aller Schattirungen zu solch offenem Hervorkehren ihrer tief- foll. Diese Versammlung war eine der großartigsten, die je in schon mehrere Wochen die Sträflinge wieder an der Arbeit beinnersten Gedanken begeistert hat, das wollen wir ihm danken. Galizien getagt. Ueber 4000 Arbeiter und Arbeiterinnen waren finden, hat man von irgendwelchen Schritten der Bergarbeiter Das ist aber auch der einzige Dant, den er verdient. Sie haben zugegen und die Begeisterung für die Feier des 1. Mai kannte nichts mehr gehört. Wohl brachte die kapitalistische Presse einen Farbe bekannt und haben sich als die würdigen Nachfolger der keine Grenzen. Seit diesem Tage hat sich die Situation in Bericht über angebliche geheime Vorbereitungen der Arbeiter zu Stegerrichter längst überwunden geglaubter Beiten zu erkennen Galizien geändert. Die Idee der modernen Arbeiterbewegung erneutem gewaltthätigen Borgehen, aber augenscheinlich stammte gegeben. Wir, die Vertreter des Morgenroths einer befferen Zu- bringt in immer weitere Kreife, an Stelle des bis- derfelbe von den Grubenbefizern selbst, um Stimmung" au funft, haben nun mit den Teufelsgläubigen und allem, was an herigen Indifferentismus trat das Nachdenken der Masse und machen. Ob die Minenarbeiter aus der Affäre etwas gelernt, solchem Wahne darum und daran hängt, zwar die erbittertften immer mehr und mehr fühlte man die Nothwendigkeit einer Drist indessen fraglich. Die anarchistische Bresse der Anarchist Gegner, aber auch leichtes Spiel!" ganisation. Der Fortschritt der Bewegung kommt am besten ist ein Mensch, der sich kannibalisch freut, wenn Andere rebelliren", dadurch zum Ausdruck, daß in der letzten Zeit Arbeiter- Bildungs- lautet die neueste Definition fonnte zwar bie ,, Rebellen" nicht Nemiuiszenzen aus der guten alten Zeit." Gine vereine gegründet wurden in Krakau, Podgocz, Stanislau, Kolomea, hoch genug rühmen und knüpfte an deren Vorgehen die größten Statistit der Versammlungsverbote während der Dauer des und demnächst sollen solche gegründet werden in Neusandez, Biala, Hoffnungen; wer die Sache aber mit nüchternen Augen beSozialistengefeges theilt die Brandenburger Zeitung" aus Tarnów u. f. w. Der Lemberger Verein zählt über 1000 Mits trachtete, für den war es tlar, daß das Vorgehen der Tennesseer Brandenburg mit. Danach wurden im Jahre 1885 auf glieder. Die Feier des 1. Mai 1890 so gut wie 1891 ist imposant Bergarbeiter in gleicher Linie stand mit den gewaltsamen Grund des§ 9 jenes Gesches Versammlungen verboten am ausgefallen. Um zu resumiren: Die Arbeiterbewegung macht Handlungen einzelner Arbeitergruppen bei anderen Gelegenheiten, 27. Februar, 9., 20., 29. März, 20. Oftober; 1886: 1., 7., 15., erfreuliche Fortschritte in Galizien. Kurowski( Strafau) theilte wie Eisen- und Straßenbahnstreits u. f. w. Und wenn man also 20. März, 5. und 12. Juli, 2. August, 4. Oktober. In demselben mit, daß in Krakau erst seit einem Jahre von einer wirklichen auch Sympathie für die auf solche Weise für ihre Existenz Maße wurden die Versammlungen in den Jahren 1887-1889 Arbeiterbewegung die Rede sein kann. Im Juni fand die erste tämpfenden Arbeiter begt, so tann man doch nur die einzige verboten. Ferner verfielen fast sämmtliche nicht verbotene Veröffentliche Boltsversammlung statt. Der sozialdemokratische Nuzanwendung aus ihrem Vorgehen ziehen, daß dasselbe nicht sammlungen der Auflösung, sobald sich ein bekannter Sozial Verein" Sila" zählt 900 Mitglieder. Seit zwei Monaten er das richtige ist. Welche Nuhanwendung indessen seitens des demokrat zum Wort meldete. Am Meisten hat diese Verbieterei fcheint das Parteiorgan Naprzod". In Lemberg bilden noch Anarchisten niemals gemacht wird. und Auflöserei bekanntlich unserer Partei genugt, die man durch die Kleinmeister das ausschlaggebende Element. Das Lehrlings- Mit den Löhnen in einzelnen Industriezweigen, jene Maßnahmen vernichten" wollte. wesen ist dort noch so wie im Mittelalter. Das Gewerbe- Gesetz die bisher noch nicht so sehr unter bem eberangebot existirt für diese Leute nicht. Die wirthschaftliche Lage der Ar- von Händen" zu leiden hatten, scheint es jetzt rapide herabAus Sachsen. Am 20. und 21. Februar fand im Belvedere" beiter ist äußerst elend. Neulich meldeten sich 300 Arbeiter in zugehen. So wird aus Philadelphia gemeldet, daß dort eine der in 8 widau die Bortonferenz zur Landesversammlung den in Krakau bestehenden drei Fabriken mit der Er bedeutendsten lithographischen Anstalten des Landes in ihrer der fächsischen Parteigenossen statt. Es handelte sich hauptsächlich klärung, daß sie nur für die Verpflegung arbeiten wollten! artistischen Abtheilung" enorme Kürzungen vorgenommen hat, um Regelung der Breßverhältnisse. Anwesend waren( einschließ. Die Lage der Arbeiter in Bieliz Biala, Stanislau, Tarnow, und zwar von 40 Dollars Wochengehalt auf 30, von 35 auf 23, lich 6 Vertretern der Landtagsfraktion) 44 Genossen aus 24 Orten; Podgora, Meusandez, Borislaw und Stryz ist nach von 30 und 27 auf 20 Dollars. Bei den betreffenden Arbeitern ferner wohnten den Berathungen eine Anzahl Zwickauer Partei den Berichten Berichten der Delegirten gleichfalls eine äußerst scheint die Ueberzeugung zu herrschen, daß sie nichts dagegen genossen bei. Wiewohl die Presse das wichtigste Agitations- traurige, was die Propaganda sehr erschwert. In Borislaw find machen können, denn von einem Widerstand hört man nichts. mittel ist, sind doch stets eine Reihe von Schwierigkeiten zu über: 12 000 Arbeiter. Die Leute kommen und gehen und Niemand winden, wenn man die Presse kampfkräftig erhalten will. Seit tennt sie oder weiß, wie sie heißen. Ge kommen Fälle vor, daß Polizeiliches, Gerichtliches 2c. geraumer Zeit wird vom 18. Reichstags Wahlkreise( 3wickau Arbeiter todt auf der Straße aufgefunden werden, ohne daß sie-In Preez ist dem Arbeiter- Bildungsverein als„ polis Werdau- Krimmitschau) Einheitlichkeit des Beitungswesens erstrebt. irgend Jemand reklamirt oder agnoszirt. Ginmal war ein tischem" Verein untersagt worden, bei seinen Bällen und Dies ließ sich aber nicht so leicht bewerkstelligen, sofern man Arbeiter drei Tage ausgestellt, ohne daß er agnoszirt wurde. sonstigen Vergnügungen Damen zuzulassen. Das hat schwerlich nicht einige Parteiblätter in ihrer Existenz gefährden wollte. Die sanitären Verhältnisse übersteigen Alles, was man sich selbst in der Absicht derjenigen Reaktionäre gelegen, welche das Nach sehr umfangreicher Berathung wurde man sich dahin schlüssig, Schlechtes vorstellen kann. Die Arbeiter haben nicht eigene preußische Vereinsgefeß schufen. der zu Ostern stattfindenden Landesversammlung den Vorschlag Wohnungen, sondern wohnen bei den Aufsehern und bekommen . 0 zu unterbreiten, für den 18., 22. und 23. Reichstags Wahlkreis auch bei ihnen die Kost, welche größtentheils aus Erdäpfeln beEs könnte sich höchstens um die Rompromittirung" von ein einheitliches Partei- Organ zu gründen, mit dem das jetzt be- steht. Die Wohnungen spotten jeder Beschreibung, es sind Personen handeln, die Padlewski bei seiner Flucht geholfen. stehende Vogtländische Volksblatt" verschmolzen werden soll. schmutzige, finstere Schuppen, in denen Männer, Frauen und Neb. d. B. Der Magdeburger SP E " In der Arbeiter Bildungsschule hielt fürzlich Here Voltsstimme" wurde den vorhergehenden Unwahrheiten unterlaufen. Er werde von Nr. 19 wegen eines Artikels tonfiszirt, welcher die Ueber- jest ab bei Baruch weniger kaufen und die Verbindung mit diesem Bölsche seinen dritten Vortrag über die Entwickelung der schrift trug:„ Der deutsche Kaifer". Geschäft möglichst ganz aufgeben, und bemerkte dann:„ Bringen Erde" vor sehr zahlreich erschienenen Zuhörern. Mit Hilfe von Redateur Adolf Hoffmann vom Zeitzer ,, Volks- Sie uns Jemand der Kapital hat, und wir führen gleich das Illustrationen und Zeichnungen auf der Tafel 2c. verstand es boten" hat im dortigen Gefängniß eine einmonatliche Gefängniß- Projekt der Betriebswerkitätten aus. Nachdem Herr Täterow der Redner, feine aufmerksamen Zuhörer über die Bewohner ftrafe angetreten, die ihm wegen Ministerbeleidigung auferlegt ist. noch eine Behauptung Bär's, die Kommission habe ihre Auftrag des Meeres anschaulich zu unterrichten, wobei er auch einige In Halle a. S. wurden die Genossen August Groß geber in gewisser Beziehung hintergangen, als unrichtig nach Abschnitte aus einem reich illustrirten Reisewerk von Profeffor und Franz Lehmann vom Schöffengericht von der Anklage gewiesen hatte und nachdem noch Herr Kulicke zur Sache ge- Häckel in Jena zur Verlesung brachte. Heute, Mittwoch Abend, foftenlos freigesprochen, wonach fie am zweiten Weihnachtssprochen, wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: wird Herr Bölsche im Norbert'schen Lokal über die Darwin'sche feiertage vor einem Restaurant durch Vertheilen eines den BierDie Versammlung erklärt das Gebahren der verschiedenen Entwickelungslehre sowie über die Sünd-" oder„ Sintfluth" Boykott betr. Flugblatts groben Unfug erregt und die Straßen- Konfektionsfirmen, namentlich der Firma Bär Sohn, welche ihre sprechen. Es werden daselbst auch neue Mitglieder aufgenommen. Polizei- Ordnung übertreten haben sollten. Der Staatsanwalt Waaren unter dem Deckmantel der Arbeiterfreundlichkeit an die hatte je 10 M. Geld- bew. 2 Tage Haftstrafe beantragt. Arbeiterschaft absezen, um so verwerflicher, da diese Waaren als in eigenen Wertstätten hergestellt angepriesen werden, in Wirklichkeit aber von der Kommanditgesellschaft Hugo Baruch u. Cie., Neue Friedrichstr. 70, bezogen und unter den denkbar schlechtesten Arbeitsbedingungen von Zwischenmeistern H. W. Eine Frau kann dafür, daß sie in einer Enthergestellt werden. Die Agitationstommission wird daher beauf- bindungsanstalt den Studirenden als intereffanter flinischer Fall tragt, in nächster Zeit ein Flugblatt herauszugeben, welches dem vorgestellt wird, keine Bezahlung verlangen oder von den zu Publikum und der Arbeiterschaft die Verhältnisse in der Kon- zahlenden Verpflegungsgeldern einen Abzug machen. Sie hätte fettion flar legt und die Firmen bekannt giebt, die in feiner es ja nicht nöthig gehabt, sich der Vorstellung zu unterziehen, Weise geneigt sind, die Forderung nach Einführung von wenn wir auch die Weigerung für ein Unrecht gehalten haben zeitgemäßen Betriebswerkstätten 2c. zu erfüllen." -Genosse Daszynski, welcher verhaftet wurde, ist der Störung der öffentlichen Ruhe" angeklagt. Er soll sich dieses Bergehens durch seine Theilnahme am Lemberger Parteitag schuldig gemacht haben. in " Versammlungen. Eine öffentliche Schneider und Schneiderinnen- Verfammlung befchäftigte sich neulich mit verschiedenen Berliner Konfektionsfirmen. Schriftlich eingeladen waren zu dieser Verfammlung die Vertreter der Firma Bär Sohn; dieselben waren auch erschienen. Der Referent, Herr L. Pfeiffer, führte aus, die in den letzten Jahren von deutschen Konfektionsschneidern um Lohnerhöhung durchgefochtenen Streits und deren Folgen hätten die Berliner Schneider zu der Erkenntniß gebracht, es sei speziell der Konfektion eine errungene Lohnerhöhung auf die Dauer nicht zu halten und darum wäre die zur Erreichung einer solchen aufgewandte Mühe cine mehr oder minder unnüße; wirkliche Besserung für die Arbeiter und Arbeiterinnen dieser Branche sei nur dadurch herbeizuführen, daß die großen Konfektionsgeschäfte eigene Betriebswerkitätten einrichten. Eine in dieser Richtung stattgehabte Konferenz der Agitationskommission mit Berliner Garderobehändlern sei so ziemlich resultatlos verlaufen und habe man dann angerathen, mit Hilfe des Kontrollmarken- Systems die Errichtung von Betriebswerkstätten zu bewirken, so zwar, daß die Marke nur an solche Geschäfte vergeben wird, welche in Betriebswerkstätten unter den von den Schneiderarbeitern gestellten Bedingungen verfertigt werden. Eine Firma in der Leipzigerstraße habe sich gegen Abgabe der Marke bereit erklärt gehabt, Diefe Bedingungen zu erfüllen, habe jedoch ihre diesbezügliche Erklärung wieder zurückgenommen. Dann habe sich die kom miffion an die Firma Bär- Sohn gewandt, mit deren, arbeiter freundlichen" Annoncen die Schneider sich schon beschäftigen mußten. Diese ging Anfangs mit einer gewissen Begeisterung auf das Projekt ein und es tam so weit, daß er, Pfeiffer, nach Hamburg gereist sei, um Marken zu bestellen. Bon einem Kollegen habe er erfahren, daß, entgegengesett der Angabe der Firma Bär, fie beschäftige 100 Arbeiter, thatsächlich nur einige Maßarbeiter von derselben beschäftigt würden. Die anderen Sachen würden von Hugo Baruch u. Kom p. unter den für den Arbeiter ungünstigsten Bedingungen hergestellt. Alle drei Geschäfte von Bär Sohn stellten gewissermaßen Niederlagen der erftgenannten Firma dar. Nachdem die Herren Bär erklärt, sie hätten zur Durchführung der großen Werkstätten nicht die Mittel, habe sich die Agitationstommission an Baruch u. Komp. gewandt. Die Verhandlungen mit dieser Firma gediehen soweit, daß schon der Termin für die Eröffnung der Betriebswerkstätten festgesetzt, ja der Leiter derselben schon bestimmt war und sofort nach Hamburg um 10 000 Marten geschrieben wurde. Da verlangte man plöglich von der Kommission, sie solle eine juristisch haftbare Person stellen, welche dafür bürge, daß auch Die von derselben überitommenen Verpflichtungen erfüllt würden. Darauf habe dieselbe nicht eingehen können und so sei die ganze Sache ins Wasser gefallen. Der Redner fritisirte dann noch die auf Arbeiterfang hinauslaufenden Reklamepraktiken anderer Garderoben- Verkaufsfirmen, als welche er nennt die ameritanischen Verkaufshallen, Say, Köpnickerstr. 127, und Adolf Stier. Herr Sax sei sogar auf den Gedanken verfallen, Reflameschriftchen unter dem Namen„ Volts- Liederbuch" in der Nähe seines Geschäfts vertheilen zu lassen. Dieses Volts- Liederbuch" enthalte den wörtlichen Abdruck bekannter Arbeiterlieder, wie der„ Marseillaise", Ein Sohn des Volkes" zc. Auf der letzten Seite des Büchelchens werde noch extra betont, daß die Firma ihren Schneidermeistern den Tarif richtig bezahle, obgleich es für die Konfektion gar feinen Tarif giebt, der von Arbeitern gemeinschaftlich mit Unternehmern aufgestellt ist. Zum Schluß seiner Ausführungen wies Herr Pfeiffer besonders darauf hin, daß es nun für die Schnei der, Arbeiter und Arbeiterinnen zur Nothwendigkeit geworden sei, Die Solidarität aller anderen Arbeiter in Anspruch zu nehmen, um dennoch die Einführung von Betriebswerkstätten herbeizuführen. Die Arbeiterschaft müsse ihre Macht zu Gunsten der Schneider in die Wagschaale werfen.( Beifall.) Herr Bär ( Chausseestraße) erklärte hierauf: Wir haben dem Unternehmen die größte Sympathie entgegengebracht, bei der Konferenz aber erklärt, unsere Mittel seien nicht so groß, daß wir wirklich etwas Gutes schaffen könnten. Als wir einsahen, daß unsere Mittel nicht zur Ausführung des Planes reichten, haben wir der Kommission einen Rapitalisten besorgt, Herrn Baruch, der nicht blos unser Lieferant ist, sondern von dem wir, wie alle anderen Garderobenhändler, einen fleinen Theil unserer Waare beziehen. Daß wir Werk stätten nur für einige Maßsachen haben, ist in unserer Annonce angedeutet. Für diese Sachen zahlen wir einen normalen Lohn. Wir haben alles im Geschäft vermieden, was den Anschein haben fönnte, als wollten wir uns an die Rockschöße der Sozialdemo tratie hängen; wir haben immer betont, daß an eine sozialpolitische Partei ein Geschäftsmann feinen Appell richten dürfe. Den Besuch einer sozialdemokratischen Versammlung haben wir nie, mie behauptet wurde, unseren Arbeitern verübelt oder verwehrt. Herr Timm erklärte: Beim Bankerott der Firma HartwigSöhne und Bär hat Baruch u. Comp. die Konkursmasse aufgetauft, welche dann von den unter der Firma Bär- Sohn bestehenden Geschäften zum Verkauf übernommen wurde. Als Bär Sohn einsahen, daß die in Betracht kommenden Geschäfte bei der Verwirklichung unseres Projektes ziemliche Roften ju tragen hätten, deren Tragung durch fie für uns selbstverständlich ist, da wurde auf ihre Veranlassung die Sache rückgängig gemacht. Herr Täterow bestätigt die Richtigkeit Der Ausführungen Pfeiffers gegenüber einigen Behauptungen des Herrn Bär und weist darauf hin, daß es doch eine Täuschung des Publikums sei, wenn man, wie Bär Sohn, nur wenige Leute beschäftige und dann in alle An preisungen segen laffe:" Eigene Werkstätten". Herr Ludwig, welcher bei der Firma Bär gearbeitet hat, führt aus, daß, wenn der Laden voller dem Arbeiterstande angehörender Leute sei, Herr Bär( Chausseestraße) sich als Sozialdemokrat gerire. Sonst sei er dies nicht, habe sogar' mal gefagt, wer sich der fozialdemo fratischen Partei anschließe, der werde entlassen. Seine Handlungsgehilfen hätten sich, weil sie mit der langen Arbeitszeit, manchmal bis 11 und 12 Uhr Abends nicht zufrieden waren, einmal versammelt, worauf sie entlassen worden seien. Was Herr Bär nicht von Baruch habe, habe er aus Stettin, und das sei unter denselben ungünstigen Bedingungen hergestellte Waare, wie die von Ersterem. Herr Bär zahle auch nicht für einen Sommer Paletot, wie angeführt, 10 Mart, sondern nur 8,50 Marf. Die Behandlung seiner Leute sei auch nicht die beste, wie er, Redner, an fich erfahren habe. Herr Bär erklärt hierauf, er habe noch Niemanden verboten, fich einer sozialpolitischen Partei anzuschließen. Die unter Bär Sohn bestehenden Geschäfte gehörten Bär und nicht Baruch. Es seien auch bei den letzten Ausführungen, den Ludwig's, wie bei 1 er Briefkaffen der Redaktion. würden. 1. Ziehung der 2 Klasse 186. Königl. Preuß. Lotterie. 1827 02171 82 252 56 77 405 41 49 585 95 611 54 64 811 925 93029 Biehung vom 23 Februar 1892. Vormittags. Nur die Gewinne über 105 Mart sind den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 148 443[ 150] 534 68 736 1013 19[ 150] 119 30 232 62 467 72 82 535 48 681 728 811 68 990 2147 61 46) 628 3 78) 3074 130 418 541 4 71 864 77 961 4115 6; 467 503 85 693 776 810 514 201 43 55 502 607 17 816 47 905 37 G135 99 236 538 693 821 74 75[ 150] 81 87 98 907 7152 23) 41 46 92 422 55 690 752 56 72 8034 134 233 424 626 723 48 75[ 200] 894 957 8) 9024 104 18 265 616 729 74 90 [ 150] 854 10014[ 2001 93 203 301 53 402[ 150] 540 97 876 99 11202 66 331 520 613 743 11501 836 941 51 65 12.004 78 357 75 91 412 38( 200) 55 521 x7 673 963 13067 184 404[ 150] 573 891 14016 52 122 65 297 327 80 99 405 34 92 501 696[ 1501 882 905 15015 16 25 85 87 122 26 1201 37 841 43 425 40 44 99[ 5001 758 76 813 35 10031 83 442 45 88 781 834 953 56 17318 451 68 78 507 14 21 36 854 18024 33 272 342 43 51 91 412 31[ 150] 745 19011 25 203 50 77 355 415 33 97 574 680 82.906 20248[ 130] 317 419 504 95[ 150] 617 826 54 67 21010 90 211 29 41 303 28[ 2001 63 535 121 931 22025 56 321 426 556 89 813 23 78 917 23073 96 118 38 94 237 398 492 603 37 81 97 781 985 24177 347 70 497 710 56 996 25039 85 159 205 333 573 933 26000 7 36 85 92 146 95 220 419 54 778 93 959 27090 235 342 46 758 28381 427 91 629 60 67 772 887 952 29019 174 341 85 463 501 41 792 946 48 74.77 30557 614 737 803 18 55 31024[ 1501 54 60 99 233[ 150] 88 320 41 428 52 89 579 709 21 870 90 903 32091 146 78 252 355 494 568 95 687 1150 723 834 33119 305 403 695 947 69 34091 105 66 224 6 30) 30 52 70 425 55) 664 778 81 95) 35 120 93 152 228 46 327 404 93 502 84 652 758 36015( 150) 30 249 303 23 431 572 628 95 702[ 150 43 813 37215 72[ 150] 15 20 76 631 743 67 38294 316 46 450 82 534 88 861 905 51 95 39119 299 421 724[ 150] 992 98 40192 266 390 593 696 795 823 89 41039 51 10 247 329 56 420 31 630 773 842 914 42010 44 86 88 117 323 752 61 69 86 95 915 71 43092 130 35 207 315 407 636 702 19 809 17 923 44173 262 413 504 761 893 99 52 45164 266 324 441 509 90 92 680 713 52 77 842 79 959 68 46052 67 262 406 74 680 741 924 44 47062 181 365 411 757 853 70 953 61 88 4-014 49 376 429[ 150] 503 719 844 917 55 57 49117 53 80 219 66 328 58 410 65 702 32 81 932 88 50084 92 102 47 63 72 76 304 19 487 93 526 892 994 51022 90 540 52 64 173 252 84 470 528 45 72 764 66 1150] 883 58384 85 407 656 848 926[ 300] 72 54217 21 41 80 304 39 46S 502 54 790 849 90 970 55200 19 339 434 43( 200) 519 605 7 836 54 87 56004 27 148 204 69 392 454 678 88 702 62 57021 56 116 27 200 318 417 76 545 670 803 51 58079 125( 200) 238 379 551 630 33 44 49 724 808 944 59021 209 331 43 633 768 809 20 86 913 37 99 60048 86 216 36 349 11501 402 543 84 95 777 83 13001 860 61503 47 630 756 87 95 891 62092 213 435 53 511 93 614 966 63062 240 425 46 49 507 735 83 64145 336 501 22 30 75 600 795 802 9.7 65100 290 336 464 79 544 624 84 88 751 894 990 68027 261 724 819 37 992 99 67036 169 271 329150] 453 93 611 908 61 92 68122 69 72 212 346 91 450 747 917 69030 119 27 98 275 398 447 51 12001 682 800 Sv 980 70038 214 59[ 1501 442 64 520 46 86 629 737 840 64 68 71028 216 36 55 304 34 468 75 528 698[ 1501 848 72048 201 321 24 497 674 753 931 33 73096 145 278 326 65 633 96 770 805[ 300] 6 12 990 74000 78 186 249 65 384 428 536 894[ 150] 922 77 75025 125 59 202 369 574 [ 1501 790 816 23 76 900 78323 69 458 558 66 694 928 77060 276 366 445 737 971 78085 152 97 235 375 41: 63 89 544( 2001 52 705 76[ 2001 927 49 79101 73[ 200] 332 2 46 544 46 649 704 65 99 948[ 150] 97 964 80053 89 124 64 355 562 693 741 860 65 942 51 81085 220 23 69 306 78 471 501 81 669 788 831 82283 321 563 70 610 786 91( 500) 923 98 83005 43 147 76 217 398 424 55 509 37 41 98 626 762 816 81026 [ 150] 80 87 119 410 63 535 840 923 82 85058 78 108 38 87 226 38 394 444 77 15000] 612 725 43 833 43 62 70 88 940 86063 103 70 72 450 90 559 695 914 87219 522 659 747 811 940 94 8-019[ 150] 28 103 12001 86 238 55 345 457 537 671 731 9 89074 131 285 90 430 51 65 79 512 604 759 820 69 996 90169 90 403 63 579 633 735 846 79 91118 56 407 636 80 87 789 1. Ziehung der 2 Klaffe 186. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 23. Februar 1892, Nachmittags. Nur die Gewinne über 105 Mart find den betreffenden Nummer: in Barentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 273 342[ 150] 584 614 37 46 705 39 52 899 948 1059 142 377 479 98 507 8 839 2080 124 88 222 64 304 78 420 618 792 955 126 319 48 692 717 93 816 927 48 4052 251 81 497 502 14 64 77 641 54 849 919 5035 386 4 2.542 653 899[ 1501 052 313 14 767 7056 91 236 313 45 94 451 8 599 643 760 62 83 822 930 8041 82 597 607 79 820 34 948 9061 101 380 556 96 642 63 98 714 851 10168 238 44 536 81 674 826 36 11003 166 290 301 12 73 438 525 62 645 730 66 79 11501 984 1-0-8 380 697 937 13063 354 464 612 91 909 47 87 14022 208 317 463 571 630 34 821 23 916 11501 49 52 55 76 1004 39 72 92 320 419 55; 82 744 26 1150) 829 1-113 68 97 441 [ 150] 599 704 50 58 78 17009 10 80 172[ 150] 203 36 87 311 40 498 558[ 150] 842 18129 236 76 502 903 81 19004 44 45 122 697 904 5996 20038 194 246 423 568 65 62[ 3001 91 989 21010 61 96 123 330 46 429 631 826 913 8622020 36 262 300) 305 498 547 52 67 729 35 23277 553 88 757 865 59 904 24024 132 93 31) 415 30 38 545 759 85 845 25116 35 301 5 10 50 470 591 67 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.