Nr. 47. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Bettungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle ober deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Seen sprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die Sozialdemokraten- Klausel im Arbeitsvertrage. Donnerstag, den 25. Februar 1892. " Ich erkläre hierdurch, daß ich keinem Fachverein angehöre( daß ich sofort meinen Austritt aus dem Fachvereine anzeigen werde), und daß ich, so lange ich im Geschäft des Herrn X. thätig bin, keinem Fachvereine oder keinem ähnlichen Vereine beitreten werde. Als Kaution für die Erfüllung dieser Verpflichtung genehmige ich, daß mir... M. vom Lohne einbehalten werden.... Sollte ich diese Verpflichtung nicht erfüllen, so kann ich von Herrn X. sofort ohne Kündigung entlassen werden und verfällt meine Raution als Ronventionalstrafe dem Herrn X. u. s. w." So oder ähnlich lautet seit einiger Zeit eine Klausel in vielen Arbeitsverträgen, die von Betriebsunternehmern mit Arbeitern abgeschlossen werden, d. h. in den Verträgen, welche die Betriebsunternehmer, von der Nothlage der Arbeiter Gebranch machend, diesen aufzwingen. Ist eine solche Klausel giltig oder nicht? Expedition: Beuth- Straße 3. Siernach würde also die Sozialdemokratenklaufel im Sozialistenklaufel entlassen darf, so steht ihm doch das geArbeitsvertrage für nicht rechtsverbindlich zu erachten sein. wöhnliche Kündigungsrecht zu, von dem er unter allen UmEs kann also vom 1. April ab, selbst wenn eine solche Ständen mit oder ohne Angabe eines Grundes Gebrauch Klausel im Arbeitsvertrage steht, dieserhalb ein Arbeiter, machen kann. der in einer Fabrik arbeitet, welche regelmäßig mehr als 20 Arbeiter beschäftigt, nicht aus der Arbeit ohue Kündigung entlassen worden und die Einbehaltung einer Konventional strafe dieserhalb ist nicht zulässig. Herr von Stumm hat ja ganz offen erklärt, daß er dieses Kündigungsrecht in allen den Fällen anwenden wird, in welchen Arbeiter auch außerhalb des Betriebes etwas thun, was ihm nicht paßt. Dagegen giebt es keine gesetzliche Behinderung für den Unternehmer. Der Begriff Fabrit", wird, wie schon beim Gesetze betreffend die Unfallversicherung der Arbeiter, einer sehr Ein Gesetz, welches, wie das vor einiger Zeit von der verschiedenen Auslegung unterliegen. Weshalb man nicht französischen Kammer angenommene, vom Senate aber ver jeden größern Betrieb ohne Ausnahme diesen Bestimmungen worfene Gesetz, bei Strafe dem Unternehmer verbietet, einen unterstellt hat, ist nicht gut ersichtlich. Es erscheint aber Arbeiter wegen Zugehörigkeit zu einem Fachverein zu entdurchaus zulässig, jeden Gewerbebetrieb, der in größerem lassen, wäre auch nur ein Schlag ins Wasser und das Maßstabe betrieben wird, als eine Fabrik" zu bezeichnen. Papier nicht werth, auf dem es geschrieben würde. Die Sache wird in der Regel in der Hand der Gewerbe- Der Unternehmer ist bei der Kündigung zur Angabe gerichte liegen und von ihnen, soweit die Konventional- eines Grundes nicht verpflichtet, tann beziehungsweise jeden strafe oder der einzuklagende Lohnbetrag 100 Mart nicht ihm beliebigen Grund dafür anführen. Er löst eben durch übersteigt, entschieden werden, ohne daß Berufung zu die Kündigung das Arbeitsverhältniß in gesetzlicher Art, lässig ist. übt ein ihm zustehendes Recht aus. Er kann fündigen, Heute ist sie ohne Zweifel überall giltig. Es besteht Da die Frage, ob ein Betrieb eine Fabrik ist oder nicht, weil ihm die Nase des Arbeiters nicht gefällt, oder weil er eben die Rechtsannahme, daß der Arbeitsvertrag zwischen eine Thatfrage ist, so kann bei gehörig abgefaßtem Er einen Buchstaben in dessen Namen nicht leiden mag. Niezwei gleich freien Parteien geschlossen sei. Der unmorali- fenntniß auch die Nichtigkeitsbeschwerde gegen die Ent- mand kann ihn darum zur Rede stellen, wenn er nicht antsche Druck, den die Betriebsunternehmer auf die Arbeiter scheidung des Gewerbe gerichts umgangen werden. worten will. Wie will man also beweisen, daß die Entausüben, ist für die Richter nicht vorhanden. Für Arbeiter, die in Gewerbebetrieben arbeiten, die laffung wegen Zugehörigkeit zu einem Vereine er Anders stellt sich aber die Sache nach dem Inkraft nicht in der Regel mindestens 20 Arbeiter beschäftigen, folgte? Was man verbieten kann, ist doch nur treten der neuen Reichs- Gewerbeordnung, d. h. vom 1. April gelten die vorher erklärten Beschränkungen des Arbeits- bie Androhung der Entlassung für solche, die einem d. J. ab. Vom 1. April d. J. ab ist eine solche Klausel vertrages nicht. Hier kann also die Sozialistenklausel mit bestimmten Vereine angehören. Solche Androhung überall da ungiltig, wo in einem fabrikmäßigen Betriebe der Rechtsverbindlichkeit verabredet werden, daß der Ar- gebraucht der Unternehmer aber garnicht. Wenn in der Regel mindestens 20 Arbeiter beschäftigt werden. beiter, der ihr zuwiderhandelt, ohne Kündigung entlassen so ein halbes Duhend Personen, die einem Verein angehören, Für solche Fabriken muß eine Arbeitsordnung er werden kann. bie Kündigung erhalten, ohne daß ein anderer Grund er laffen werden, auf die wir in einem folgenden Auffaze sichtlich ist, dann merken die übrigen schon, was gesagt sein noch besonders zurückommen wollen. soll, ohne daß es ausgesprochen wird. Ein Nußen tritt für die Arbeiter aus dem neuen ZuNach§ 119 a hat der Betriebsunternehmer zwar das stande nur da ein, wo in einer größeren Fabrik ein Vertrag Recht, Lohneinbehaltungen zu machen bis zur Höhe eines auf längere Zeit geschlossen wird. Dieser kann durch die durchschnittlichen Wochenlohnes, aber der§ 119 a beſtimmt in ihm vielleicht enthaltene Sozialistenklausel nicht aufausdrücklich, daß das nur zur Deckung von verabredeten gehoben werden Strafen und des Schadenersatzes bei widerrechtlicher Auflösung Bor solchen Verträgen auf längere Zeit muß aber gesehene Strafen dürfen über die Arbeiter nicht verhängt bes Arbeitsverhältnisses stattfinden darf. Da eine Entlassung wieder deshalb gewarnt werden, weil sie nach§ 124a aus Die in§ 123, auf den es hier ankommt, vorgesehenen seitens des Betriebsunternehmers aber keine widerrechtliche ganz unbestimmten wichtigen Gründen" vor Ablauf der Gründe, aus welchen ein Arbeiter vor Ablauf der vertrags- Auflösung des Arbeitsvertrages seitens des Arbeiters ist, Vertragszeit ohne Innehaltung einer Kündigung aufgehoben mäßigen Beit und ohne Aufkündigung entlassen werden so kann dieserhalb eine Konventionalstrafe nicht abgezogen werden können. könne, sind die bisher üblichen. Es ist keine Bestimmung werden oder müßte der als Sicherstellung für die Deckung darunter, die sich irgendwie dahin auslegen ließe, daß die einer Konventionalstrafe abgezogene Lohnbetrag im KlageBugehörigkeit zu einem sozialdemokratischen oder gewerk- falle dem Arbeiter vom Gewerbegerichte zugesprochen lichen Verein damit gemeint sein könnte. Nun bestimmt§ 134c im zweiten Abschnitt für solche größere Fabriken: Andere als die in der Arbeitsordnung oder in den §§ 123 und 124 vorgesehenen Gründe der Entlassung und des Austrittes aus der Arbeit dürfen im Arbeitsvertrage nicht vereinbart werden. Andere als in der Arbeitsordnung vor werden." Was aber die Konventionalstrafe anbetrifft, so wäre Betriebe als unzulässig zu erachten. diese auch für die Kleinbetriebe und die nicht fabritmäßigen werden. Politische Uebersicht. Berlin, den 24. Februar. Die Arbeitsordnung darf aber nach§ 134b Abschnitt 3 So wäre also auch in diesem Falle mindestens die nur solche Bestimmungen enthalten, welche die Ordnung des Konventionalstrafe, wenn auch nicht die Entlassung ohne Betriebes und das Verhalten der Arbeiter im Betriebe be- Kündigung auf Grund der Sozialistenklausel vermieden. Der 24. Februar. Heute vor 25 Jahren trat treffen. Nur für minderjährige Arbeiter dürfen mit Zu- Viel ist im Ganzen nicht erreicht, auch für die in woran wir schon anläßlich des parlamentarischen Jubiläums stimmung eines ständigen Arbeiterausschusses" Bestim größeren Fabrikbetrieben beschäftigten Arbeiter nicht. Wenn unseres Freundes Bebel erinnert haben der Norda mungen in die Arbeitsordnung aufgenommen werden, die der Unternehmer ihnen auch ihren sauer verdienten Lohn deutsche Reichstag zusammen, der erste, wenn auch sich auf das Verhalten der Arbeiter außerhalb des Be- unter solchen nichtigen Gründen ferner nicht unterschlagen nur unvollständige Ansatz zu einer deutschen Volksvertretung triebes beziehen. darf, wenn er sie auch nicht ohne Kündigung auf Grund der seit dem traurigen Fiasko des" Frankfurter Parlaments" Feuilleton. Nadbrud verboten.) Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. [ 47 Er war indeffen noch keine dreißig Schritte weg, als väterlichen Sorgfalt an, während Sie selbst mit erleicheine bekannte Stimme ihm nachrief: tertem Gepäck einen beschleunigten Marsch antreten. " Holla, Herr Draht, Menschenbesohler, wechselentsprun- Noch eins: den Landmann fressen Sie mir ja gener Familienausführer, wollen Sie uns etwa auch aus- nicht aus, sondern Sie bringen ihn mit Güte kneifen, wie Sie den Armen der wohllöblichen Justiz ent- oder mit sanfter Gewalt mit nach Hasselbach. Es muß ein schlüpft sind, und auf Seitenwegen herumschleichen? Hier wackerer Mann sein und ganz geeignet, in unsere brüdergeblieben auf dem Wege nach Hasselbach, sage ich, oder ich liche Genossenschaft aufgenommen zu werden. Wir brauchen lege zwischen Sie und Bleichungen eine Barrikade, welche derartige Verbindungen auf dem Lande. In Hasselbach Sie mit Ihrer ganzen Familie nicht erstürmen sollen." find Sie sowohl, Herr Draht, als Ihr Gaft und Ihre Der Zuruf kam aus einem kleinen einspännigen Fuhr- ganze Familie unsere Gäste; Sie auch, Herr Levy; wir Eine eigenthümliche Fügung wollte, daß die fünf ältesten wert, welches am Anfang des Fußweges angehalten hatte, stellen ein eigenes Büffet auf, und als Legitimation haben Kinder in einer einzigen Woche an den Blattern erkrankt und und als Insassen des Wagens erkannte Draht die Herren wir blaue Schleifen. Da haben Sie eine für sich, eine für dahingestorben waren, und die Spätergeborenen erhielten die Frank und Streit. Höchlichst erfreut über dieses unerwartete Ihren Gast, aber, weil der Mann vielleicht zu bescheiden Namen der Verstorbenen. Der alte Meister, welcher der Buſammentreffen, eilte er zurück, in einiger Entfernung ge- sein dürfte, so besorgen Sie ihn mit. Hier, Herr Levy, ist Lehre von der Seelenwanderung mächtig zugethan war, erfolgt von Levy, während die Familie selbst stillstand und Ihre Schleife." blickte in den Nachgeborenen seine früher verstorbenen das Ergebniß des Zwiegespräches abwartete. Kinder in verjüngter Gestalt, so daß er sich ordentlich In aller Kürze theilte Draht den Fragenden mit, daß alteriren konnte, wenn seine" Alte" vom Grabe der Kinder er den Abstecher" nach Bleichungen unternommen, nm dem Knopfloche. mit rothgeweinten Augen zurückkehrte. braven Joseph Reinisch, der seiner Frau so ganz unbekannter Weise beigeftanden, als er die Aeußerungen ihrer Verzweiflung in der Schreiberstube des Dr. Raffmaus vernommen hatte, seinen Dank persönlich darzubringen. Troz aller Armuth boten alle Glieder der Familie einen netten, sauberen Anblick dar, so daß sich weder der Offizier, noch der im höchsten Glanze strahlende Mime von ihnen unterschieden, und nur Herr Jakob Moses Levy überstrahlte die anderen durch eine pfundschwere goldene Familienfette, die er zur Feier des Tages angelegt. Sie waren bis zu dem Theile des Weges nach Hasselbach gekommen, wo ein Wegweiser seinen Arm nach einem Fußwege ausstreckt mit der deutlich zu lesenden Inschrift: Fußweg nach Bleichungen. Hier verabschiedete sich der Schuhmacher vom Offizier, sowie vom Mimen, und schlug, begleitet vom Israeliten und gefolgt von den Seinigen, den Fußweg ein. " Das ist ganz schön und gut, Herr Draht, löblich und empfehlenswerth; aber nicht richtig eingerichtet. Wenn Sie zu dem Manne kommen, wird er sich gedrungen fühlen, Ihnen und den Ihrigen etwas vorzusetzen, und da ist es nicht angebracht, daß Sie mit sechs Mäulern angerückt kommen. Außerdem gehen die Kleinen mit ihren kurzen Beinen zu langsam, und nimmt infolge dessen der Seitenmarsch zu lange Zeit weg. Demgemäß schlage ich Ihnen vor, stecken Sie die drei jüngsten Glieder Ihrer Familie hier in den Wagen und vertrauen Sie dieselben unserer " Ich werde mir's zur Ehre schäßen," versetzte der Jfraelit mit einem Bückling und befestigte die Schleife in seinem " Wir feiern nämlich in Hasselbach ein brüderliches Fest, eine Generalprobe auf unsere Genossenschaft, und da soll Niemand darben, während Andere sich bene thun. Die Buchdrucker haben 40 Thaler aufgebracht, Advokat Streit und ich zusammen 20, Dr. Lange wird das Seinige thun." Eine Wenigkeit," meinte der Schuhmachermeister verlegen, kann ich auch dazu geben". " " Ein andermal, Herr Draht; für diesmal haben wir nicht auf Sie gerechnet." " " Ich werde geben zwei Thaler," meinte der Jfraelit. Das thut uns leid, Herr Levy, aber Sie haben sich der Genossenschaft noch nicht angeschlossen und können deshalb nur als Gaft theilnehmen." " Nun, wenn Sie sollten in Verlegenheit... Freilich am Wollen fehlt es den Vertretern des Rapitalismus, welche vorläufig noch die ungeheuere Mehrheit der sogenannten Voltsvertretung bilden, und eine Vergewaltigung von oben lange nicht so verabscheuen, als fie die Emanzipation des Proletariats fürchten. " " den von 1848 und 1849. Aus dem Norddeutschen Reichstag| wort von Karl Mary: Proletarier aller Länder ver-[ auf der Bildfläche erschienen, über das wir uns bereits in ist der Deutsche Reichstag geworden, und so machtlos einigt Euch! hat sich verwirklicht und heute 25 Jahre der Politischen Uebersicht Nr. 44. vom 21. Februar kurz dieser auch ist und so wenig er sich auch noch zur Er- nach dem Zusammentritt des ersten Deutschen Reichstages, geäußert haben. Sobald der Plan in amtlicher Fassung. kenntniß der Pflichten einer Boltsvertretung aufzuschwingen 46 Jahre nach der französischen Februarrevolution vorliegt, werden wir ihn eingehend besprechen. In der vermocht hat er ist doch nicht mehr das bloße Feigen ist die internationale Sozialdemokratie eine Weltmacht, heutigen Morgenausgabe der Kreuz- Zeitung" wird die blatt des Despotismus", das er nach Bismard's Plan gegen die alle Klassenregierungen der Welt sich verbündet Nothwendigkeit einer Statistik der sozialen Frage" energisch sein sollte, bank dem allgemeinen Stimmrecht, aus haben, weil jede einzeln sich dieser Weltmacht gegenüber betont und die Bildung der Reichskommission freudig be welchem das deutsche Volt fich eine gewaltige zu schwach fühlt. grüßt. Der Verfasser des Artikels ist die sozialpolitische Egeria Waffe zu schmieden gewußt hat, ist der Deutsche Der Rückblick auf den 24. Februer 1867 und auf den bes nationalliberalen Millionärs und Reichstags- AbReichstag doch ein politischer Faktor geworden, mit dem 24. Februar 1848 zeigt uns, welch' riesige Fortschritte geordneten Siegle, Dr. Hermann Losch, ein geistreicher die Reichsregierung rechnen muß und der nur zu wollen innerhalb des letzten halben Jahrhunderts gemacht worden Querkopf, wie deren in jeder Uebergangsperiode in die braucht, um ausschlaggebende Macht zu sein. find, und er zeigt uns, wie das Proletariat sich dem öffentliche Debatte eingreifen. Ihm erscheint die Wirksam Siege nähert- tros aller Anstrengungen feit der neuen Einrichtung auch umi deswillen so nutder Feinde. bringend, weil ihre Ermittelungen sofort ein helles Licht auf die voltswirthschaftlich nothwendige Aus dem Reichstage. Der Reichstag feierte heute Erfolglosigkeit so manches Streits werfen würden." Mit fein 25 jähriges Jubiläum in einer ungemein nüchternew feiner Witterung werden das Junkerblatt und die um Heißer als vor 25 Jahren ging es vor 44 Jahren zu und doch auch wieder recht charakteristischen Weise. Der Hammerstein, von den Großindustriellen zu schweigen, Das in am 24. Februar des Jahres 1848. Die Pariser Präsident von Levehow eröffnete die von noch nicht einem diese Fährte aufnehmen. Berufs standen seit drei Tagen im Kampf gegen den Bürger- Viertel der Mitglieder des Reichstags besuchte Sigung mit genossenschaften organisirte und darin vorherrs tönig" Louis Philippe, der 1830 nach der Juli- einer kurzen Ansprache( siehe Reichstag), worin er der That- fchende großgewerbliche Unternehmerthum Unternehmerthum soll nach revolution als die personifizirt beste der Republiken" sache des 25 jährigen Bestehens Erwähnung that und zu dem Wunsche des Herrn Losch und Siegle von der liberalen Bourgeoisie auf den Thron gehoben worden gleich die paar Abgeordneten mit Namen aufführte, welche hat in der Begründung seines bekannten Antrages war und 18 Jahre lang, unter der berühmten Devise des vom Anbeginn dem konstituirenden Norddeutschen Reichstag bas gleiche Moment hervorgehoben- an diesen statistischen Enrichissez vous!- bereichert Euch!- Frankreich aus- angehört haben und heute noch im Hause fizen. Soweit trug Erhebungen, Bernehmungen und Untersuchungen betheiligt geraubt und von der Bourgeoisie hatte ausrauben lassen. Die Sache ein höchst nüchternes Gepräge, und die Schwärmer werden. Und das bei der anerkannten sozialpolischen Ohn Das Jdeal der Bourgeoisie und wohlgemerkt der für das deutsche Parlament in den vierziger und fünfziger macht und bureaukratischen Schwerfälligkeit der Berufsliberalen Bourgeoisie, erfüllte der Bürgerkönig" Jahren würden, erfüllte der Bürgerkönig" Jahren würden, wenn sie heute von den Tribünen genossenschaften, die zwar die Gelegenheit und den Anstoß die moralisch gefunden Arbeiterklassen mit Etel und Haß des Reichstags aus die allgemeine Theilnahmlosigkeit hätten zu Industriekartellen gegeben haben und geben, nie und und am 22. Februar 1848 brach endlich der Sturm los. beobachten können, über die Erfüllung ihres Jugendtraumes nimmer aber in ihrer heutigen Gestalt für Reformzwecke zu Und heute vor 44 Jahren gelang es dem Bolt von Paris, arg enttäuscht gewesen sein. Die Bourgeoisie hat eben brauchen find. Der Kreuz Beitung" bangt darum nicht nach blutigem Kampf das Bürgertönigthum zu stürzen. Die feine Ideale mehr. Und wo sollen diese auch her kommen, vor der Kommission, schon deshalb nicht, weil die Lage der Republik wurde proklamirt und der Thron des Bürger- wenn die blasse Furcht um das Höchste, was ein Bourgeois Landarbeiter nicht in den Bereich der Kommissionsthätigkeit tönigs", der in die Verbannung ziehen mußte, auf dem Gehirn zu faffen vermag, nämlich den Profit, alles flare fallen wird. Die Kommission wird den Geist der SozialBastilleplatz verbrannt. Fühlen und Denken erstickt! Die Angst vor der reform von Oben" athmen: fapitalistische Zahlenkunststücke Der Februarrevolution folgte in Deutschland das„ to Ile Sozialdemokratie verdirbt den herrschenden Klaffen in offizieller Ausgabe. Jahr die Märzrevolution". Die starken Regie- alle Freude, und so ift es begreiflich, daß sie rungen" in Desterreich und Preußen wurden vom Orfan einen für fie immerhin denkwürdigen Tag so ganz Blind oder einverstanden? Die Presse verhält sich der Revolution zusammengeblasen wie morsche Marktbuden; sang- und klanglos vorüber gehen lassen, und der Herr dem Spiongesetz der Regierung gegenüber merkwürdig der geniale Staatsmann" Metternich, der anderthalb Präsident des Deutschen Reichstags zum 25. Jubiläum des schweigsam. Die Vossische Zeitung" hat kein Wort ber Menschenalter hindurch für die Verkörperung aller poli- Deutschen Barlaments nichts weiter zu sagen weiß, als daß Kritik; desgleichen die" Freisinnige Zeitung" des„ Bolts tischen Weisheit gegolten hatte, war am Ende seines Lateins noch ein Stenograph, ein Botenmeister und ein Kanzlei- tribune" Eugen Richter," ber dafür dem Volksschul- Gesez und lief bei Nacht und Nebel davon. Und das deutsche biener aus jener Zeit leben. heute ein Duhend Artikel und Notizen widmet. Und ebenso Bolt brauchte blos zu wissen, was es wollte, und es Ja, diese Sozialdemokraten! Standen doch auf der wortkarg ist mit wenigen Ausnahmen die gesammte übrige hatte, was es wollte. Tagesordnung der heutigen Sigung, und das möchten wir Oppositionspresse denn von anderen Blättern reden wir Wie die Märzrevolution" im Sande verlief, das als das Charakteristische des 25jährigen Parlamentsjubiläums nicht. Das liberale Bürgerthum fürchtet sich offenbar, dem haben wir hier nicht zu erzählen. Genug, die bezeichnen, nicht weniger als drei sozialdemokra heiligen Militarismus, mit dem nicht gut Kirschen essen ist, Männer, welche damals durch ihre Halbheit und tische Anträge. Dieselbe Partei, welche, als sie vor aufs Leder zu rücken. Nun für diese Feigheit hat ihnen Schwäche das Scheitern der Volksbewegung verschuldeten, 25 Jahren ihren ersten Abgeordneten in den Nord- die Weserzeitung" neulich den Standpuntt flar gemachtwaren von demselben Stoffe, und die Vertreter derselben deutschen Reichstag faudte, nur mit Hohn und Spott wie" fönnen solche Feiglinge verlangen, daß das deutsche Klaffenintereffen wie heute die Veranstalter des Entrüftungs- empfangen wurde und deren Vertretern fieben Jahre später, Volt in ihnen seine Vorkämpfer erblicke und sie mit seinem rummels gegen das Volksschul- Gesetz. als sie auf neun Mann angewachsen waren, einer der libe- Vertrauen beehre? Eine matte Kritit übten Börsen ralen Führer, glaubte in Erinnerung bringen zu müssen, Beitung" und National- Zeitung". Wesentlich in demselben daß sie nur Gäste seien und sich als solche zu betrachten Sinne wie wir urtheilt die Frankfurter Beitung" über den hätten, diese Partei beherrscht heute das ganze öffentliche Gesetzentwurf; sie schreibt: Leben und ihre Anträge und ihre Redner sind es, welche am Jubiläumstag die Verhandlungen des Reichstags be fchäftigen. In Frankreich vollzog sich nach dem Februarsiege des Bolkes die Scheidung zwischen Proletariat und Bourgeoisie. Um die Früchte des Sieges durch die Bourgeoisie geprellt, forderte das Proletariat von der Bourgeoisrepublitsein Recht, das Recht der Arbeit. Es wurde mit leeren Berfprechungen abgespeist, bis die Regierung stark genug war, zum legten Grunde" zu greifen. Man trieb die Ar- Was diese Verhandlungen selber betrifft, so verliefen beiter auf die Straße, peitschte sie in den Auf dieselben denkbar ledern. Es waren alte Anträge unserer stand. Die fechstägige Junisch! acht endete Partei, welche schon im vorigen Jahre geftellt worden sind, mit der Niederlage des Proletariats. Die Bourgeoisie aber in der ersten Hälfte der ungewöhnlich langen Session feierte damals Blutorgien, wie sie 1871, nach dem Fall nicht zur Verhandlung gelangten. Den Antrag auf Aufder Kommune, wiederholt wurden, und sie warf sich dem hebung der Lebensmittelzölle begründete der Abgeordnete meineidigen Schurken Napoleon in die Arme. Freiheit, Bock in sehr eingehender Weise, während es Bebel überGerechtigkeit? Was galten sie der Bourgeoisie! Sie wollte nahm, die Einwürfe der konservativen Gegner zurückzuweisen. rauben und ihre Ruhe haben. Und unter Napoleon sorgte Der zweite Antrag, welcher sich mit den Nachwehen des der Säbel für Ruhe und ward das Raubgeschäft noch Sozialistengesezes beschäftigt, wurde von Stadthagen in sehr schwunghafter und schamloser betrieben, als unter Louis eingehender Weise begründet und äußerten sich die VerPhilippe. Anch Napoleon ist inzwischen vom Schicksal ereilt worden. Die Republik ist wieder aufgerichtet. Ihre erste That war die Niederwerfung der Kommune und die Wlassenschlächterei der Pariser Arbeiter. Die neue französische Republik ist noch immer eine Bourgeoisrepublik, allein sie wird mehr und mehr nach links gedrängt. Weiter und weiter dringt der Sozialismus vor. Nicht bloß in Frankreich, auch in Deutschland, in England, in Italien, in allen Ländern der zivilisirten Erde. Das Mahntreter der freifinnigen und der Zentrumspartei nicht ab lehnend. Der Antrag auf Verstaatlichung der Apotheken wurde von der Tagesordnung abgesetzt und soll am nächsten Schwerinstag zur Berhandlung gelangen. Deutsche Arbeits Statistik. Nachdem seit Jahren die Arbeitervertreter in Wort und Schrift eine gründliche Organisation der sozialen Statistik als unumgänglich nöthig im Interesse der sozialen Politik bezeichnet und die Er richtung eines arbeitsstatistischen Amts gefordert haben, ist endlich das Projekt der Reichskommission für Arbeitsstatistik = " „ Geht man den Entwurf sammt der Begründung durch, fo gewinnt man den Eindruck, daß jene Veröffentlichung( Erlaß des Herzogs Georg) nicht ohne Einfluß auf die Form geblieben ist, in der er aus dem Bundesrath jezt an den Reichstag ge tommen ist. Wir bemerken vorerst nur, daß der Begriff der militärischen Geheinmisse, deren vorfäßlicher oder fahrlässiger Berrath unter schwere Strafe gestellt werden soll, hier eine Ausdehnung erhalten hat, die es der Militärbehörde gestattet, jede Veröffentlichung von Attenstücken und Nachrichten, die für die äußere Sicherheit des Reiches ohne jeden Belang find, als Berrath zu bezeichnen und auf Grund dieses drafonischen Ge feges verfolgen und bestrafen zu lassen. Der Reichstag wird der Begründung( der Paragraphen 1 bis 4) gegen über mißtrauisch darüber zu wachen haben, daß nicht unter der Flagge der verstärkten äußeren Sicherung des Reiches das gesammte Militärwesen in allen seinen Be ziehungen der Behandlung in der Deffentlichkeit entzogen wird, und die Rechtsprechung der letzten Jahre, für die wir beispielsweise auf die Auslegung der Paragraphen vom Groben Unfug und der Artikel 20 und 11 des Preßgefeges verweisen möchten, ist wahrlich dazu angethan, das Mißtrauen, daß der Gefeßentwurf an sich schon hervorruft, noch au steigern und zur Pflicht zu machen. Wir möchten den Staatsanwalt sehen, der nicht an der Hand eines solchen Gesetzes die Publitation des Erlaffes des Herzogs Georg unter die Anklage des Ber raths" stellen würde und an den Richtern, die auf eine bers artige Anklage mit Verurtheilung zu Zuchthaus von Rechts Wegen" antworten würden, könnte es auch nicht fehlen." Werden wir machen Gebrauch von Ihrer Güte, Herr ganzen Landes, denn die schädlichen Wirkungen allzugroßer Wiesenplage werden Tische, Stühle und Bänke gruppirt; Levy," rief Frank lachend.„ Und nun herbei, Herr Draht, Feuchtigkeit sind durch die intelligenten Bewohner mittelst das Personal der Wirthschaft sieht sich kräftigst unterstützt mit den jüngsten Sprößlingen, die Zeit ist kostbar." unzähliger kleiner Rinnen beseitigt; die überflüssige Fenchtig von einigen Druckerburschen, denen die Bewegung wohlthut Die Kleinen jauchzten, als sie hörten, daß ihnen der feit fließt nach dem Bache, und nur selten wird dieser ver- nach langem Schlucken von Staub an den Gegerkästen, ungewöhnliche Genuß des Gefahrenwerdens zugedacht sei; anlat, etwas von seinem Reichthum seinerseits abzugeben denn ihre bleichen Wangen röthen sich und die gequälten Frau Draht legte den Herren noch Ermahnungen zur Vorsicht Die Bewohner von Hasselbach, welche häufig Besuch aus Augen werden verjüngt von der Rühle der Morgens ans Herz, dann trieb Frank das Pferd an, zur weiteren Fahrt nach der Hauptstadt empfangen, find bemüht gewesen, sich immer luft und dem frischen Grün der Wiese. Barth und Hanke Hasselbach, während der übrige Theil der Draht'schen Familie im Sonntagskleide zu erhalten und ihrem Orte ein immer walten hier als, ordnende Geister, und wenn sie einigermit beschleunigteren Schritten auf Bleichungen lossteuerte. freundlicheres Ansehen zu verleihen. Die Wege, welche den maßen in Verlegenheit gerathen, wenden sie sich an Elise, Berg hinauf zur Kapelle und zur Ruine führen, sind aufs welche an der Seite der hocherfreuten Wirthin in ihrer Ein reizenderes Ziel für Landpartien, als Hasselbach Bequemste eingerichtet; die einen gehen steil und gerade zum ruhigen, milden Weise schafft und wirkt. ist, läßt sich nicht leicht erdenfen, geschweige denn in Wirk- Ziele, die anderen, für weniger rüftige Besucher angelegt, Die Hauptforge macht das Büffet, welches vor dem Lichkeit auffinden. Schon eine halbe Stunde vor dem Orte führen in mancherlei Schlangenwindungen hinan. Erft Hause aufgestellt worden ist und alles in Borrath haben beginnt die reizendste Eichen- und Buchenwaldung den Ein- jenseits der Berge liegen die wenigen Felder der Hassel- muß, was die hungrigen Ankömmlinge verlangen dürften: gang in das offene Thal zu bezeichnen, welches ehemals, bacher, die fast ausnahmslos von dem eine halbe Stunde Milch und Bier und einen kräftigen Imbiß, oder einen vor undenklichen Zeiten, durch die machtigen Wogen des entfernten Althaffelbach herstammen und da unten eine Schluck Branntwein zur Niederschlagung der innerlichen Size. Fluffes gegraben worden ist, desselben Flusses, der jetzt Kolonie gegründet haben. Von Zeit zu Zeit wenden sich die Augen Elisen's dem Ausals bescheidener Bach ganz unscheinbar zwischen den Fast jedes Haus in diesem Orte ist für die Exquickung gange des Thales zu, sie vermißt den Freund, der doch zeitig Höhen dahinrauscht und sich seiner früheren Heldenthaten von Gästen eingerichtet, sei es auch nur Erquickung mit Milch genug am Blaze sein konnte und sich überholen läßt nicht im Geringsten beroußt zu sein scheint. Er schaut faum und Kaffee, mit einem Butterbrot, Gier und Schinken. Der von einzelnen Schaaren der Buchdrucker, die heiteren Sinnes einmal zu den Bergen hinauf, und diese nur hochmüthig einzige konzessionirte Birth sieht es gern, daß seine Nachbarn auf die Feſtwieſe rücken, begleitet von ihren Familien- Anauf ihn herunter; aber die lichten Blumen, die sinnigen auch etwas durch den Besuch der Fremden verdienen, sie gehörigen, und sich einen passenden Plaz aussuchen. Nut Bergißmeinnichte und die schwermüthigen Farrenkräuter an machen dafür auch das Thal angenehm durch ihre ein Tisch wird von Allen refpeftirt, weil umgelegte Stühle feinem Ufer grüßt er mit unveränderter Laune und sprigt Freundlichkeit gegen die Besucher; sie fühlen ein gleiches anzeigen, daß er für Diejenigen bestimmt ist, welche bie ihnen zuweilen neckend einen nicht unwillkommenen feinen Interesse an der Aufrechterhaltung des Schmuckes und der Arbeit des Dronens und Berwaltens übernommen haben. Hegen aufs Haupt. Bequemlichkeit der Wege, und statt eines Heeres von miß- Freilich, die Zahl der Tische und Size entspricht der Zahl Der Besucher des Thales wird oft an den Bach er günstigen Nachbarn hat er ausnahmslos Freunde zur Seite. Der Ankommenden nicht; aber dafür giebt's noch Aus innert, denn von Zeit zu Zeit muß er ihn auf einer mehr es ist so schön, großherzig gegen Andere zu sein, und bringt funftsmittel in Hülle und Fülle. Zwei Holzböcke und oder weniger künstlichen Brücke überschreiten, bis er endlich viel mehr Früchte, als es im ersten Augenblicke scheint; die ein langes Brett reichen zu einer langen Tafel aus, Giße in die Weiterung des Thales kommt, in welcher der Ort Dürftigkeit der bloßen Pflichterfüllung ist eine ärmliche giebt das Grün der Wiese in überschwänglicher Fülle, und Haffelbach liegt. Haide gegenüber dem reichen Äehrenfeld der Liebe, die keine wo die Böcke fehlen, da müssen leere Tonnen die unmöglichkeiten femut. Dienste von Tischbeinen versehen. Jetzt kommen Frant Sier in diesem Thale giebt es fast nur Sommer, Herbst und Winter, denn der Schnee geht nur schwer und langsam im Frühling fort, da die Strahlen der Sonne vor den hohen Bergen, die es einschließen, nur spärlich herunter geLangen. Aber sie tönnen dafür im Herbst auch nicht so schnell den Stiel der Blätter verborren machen, so es grün bleibt, bis die daß Wenn erst einmal der letzte böse Wahn, den man und Streit an, die ihr Fuhrwerk im Wegehause oben Egoismus nennt, besiegt sein wird, was für große zurückgelaffen haben und die jüngsten Sprößlinge ber Bahnen werden dann der geeinigten Menschheit sich aufthun! Draht schen Familie tragend oder führend mit sich bringen. Doch wir sind in Hasselbach und sehen bereits in der Der Offizier und der Mime sind vorher eingetroffen, und großen Wirthschaft des Ortes die Vorbereitungen zu einem ber Beytere hat sein Standquartier bereits mit den Worten Rälte unerbittlich ländlichen Feste. Auf dem Dache des Hauses weht munter eingeweiht: alles Leben ersterben läßt. In diesem Thale giebt es nur im Morgenwinde die alte Reichsfahne der Deutschen mit Hier ist es schön, hier laßt uns Hütten bauen!" Wohnungen und Wiesen, aber die schönsten Wiesen des den mächtigen Farben Schwarz- Roth- Gold; auf dem ( Fortsetzung folgt.) Theater. Donnerstag, den 25. Februar. Opernhaus. Cavalleria rusticana ( Bauern- Ehre). Die Verlobung bei der Laterne. Das schlecht bewachte Mädchen. Schauspielhaus. Der zerbrochene Krug. Der eingebildete Kranke. Deutsches Theater. Der Richter von Zalamea. Leffing- Theater. Heute und gestern. Berliner Theater. Schlimme Saat. Residenz- Theater. Modebazar Violet. Musotte. Circus Renz. Karlstraße. Donnerstag, den 25. Febr. 1892, Abends 71/4 Uhr: Zum 159. Male: Auf Helgoland" ober: Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National Tänzen( 60 Damen), Aufzügen. Neue Einlage: Die Garde- Husaren. Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfällen, Riefen fontänen mit allerlei Lichteffekten u. f. w., zum Schluss: Neu! Feenhaftes Kunstund Prachtfeuerwerk, arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. M Todes- Anzeige. 1584b Am Dienstag, den 28. Februar, ent schlief nach langen Leiden mein ge liebter Mann, unser Vater und Bruder August Schubert. Die Beerdigung findet am Freitag, den 26. Februar, Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Mariannenstr. 40 statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Am 28. Februar, Abends 81/4 Uhr, entschlief nach kurzem Krankenlager an der Proletarierkrankheit mein lieber Bruder, der Bildhauer Fritz Böttcher. 1583b Die trauernden Hinterbliebenen. Todes- Anzeige. Allen lieben Freunden u. Bekannten Danksagung. Aus Anlaß meines Geburtstages und der damit verknüpften Feier meiner 25jährigen parlamentarischen Thätigkeit sind mir aus allen Theilen Deutschlands und auch aus dem Ausland so überaus zahlreiche Glückwünsche und sonstige Zeichen freundlicher Anerkennung zugegangen, daß ich den Einzelnen unmöglich danken kann, sondern genöthigt bin, auf diesem Wege allen Betheiligten meinen wärmsten und herzlichsten Dank auszusprechen. Berlin, den 24. Februar 1892. A. Bebel. Große öffentliche Versammlung der Metall- Arbeiter Außerdem 4 hohe Schulen, geritten die traurige Nachricht, daß mein guter in Gas-, Wasser- und Dampf- Armaturen mit Damen Wallner- Theater. Yvette. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Reif- Reiflingen. Bellealliance- Theater. Der Noth- von den Damen Frls. Clot. Hager, lieber Mann und Vater, der Klavierhelfer. Oceana Renz, Vidal und Helga Hager. arbeiter Fritz Welsch, nach langen Ostend- Theater. Liane, die zweite Horaz und Mercur, zusammen vorgef. schweren Leiden an der Proletarier Frau. von Herrn Ernst Renz( Entel). Die frankheit heute Vormittag verschieden ist. Adolph Ernst Theater. Der grossartigen Tremplinsprünge über 4, Um stille Theilnahme bittet Tanzteufel. 6, 8 und 10 Pferden mit DoppelDie tiefbetrübte Wittwe Alevanderplak- Theater. Berliner saltomortales von den best. Springern. Elisabeth Welsch geb. Schellhorn, nebst Sohn. B Pflaster. Feeupalast. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor4 Gebrüder Briatore, Afrobaten. Auftreten der Equilibriftinnen Geschw. Cottrelly, sowie d. vorzüglichsten Reitfünftlerinnen u. Reittünstler. Komische Entree's und Intermezzo's von sämmtlichen Clowns etc. 4 Täglich Auf Helgoland. 1582b am Sonnabend, den 27. Februar, Abds. 8½ Uhr, in ,, Gratweil's Bierhallen", Kommandantenstraße 77-79. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Canik über:" Die persönliche Gesundheitspflege als Gesundheitswacht am häuslichen Herd."" 2. Diskussion. Nach der Ver fammlung gemüthliches Beisammensein und Tanz. 227/6 Die Beerdigung findet am Sonntag Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10-11. Nachm. 2 Uhr von d. Leichenhalle des alten St. Thomas- Kirchhofes, Hermannftraße, aus ftatt. Zentral- Kranken- und Sonnabend, den 27. Februar 1892: Stiftungs- Fest des Baufmani's Variété. Spezialitäten& Uhr( Kind fired, auf vielseitiges Begräbnißkasse für Frauen und Sozialdemokratischen Wahlvereins f. den Verlangen: Die lustigen Heidelberger. Konkordin- Palast- Theater. Spe- Abends 71/2 Uhr: Auf Helgoland. E. Renz, Direktor. zialitäten Vorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Circus G. Schumann. Gratweil'sche Bierhallen riebrid- Karl- Ufer, Ecke Karl Donnerstag, den 25. Febr. 1992, Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Gr. Freikonzert. Gala Abends 71/2 Uhr: Grosse Mädchen Deutschlands. G. H. 26. Sih: Offenbach a. M. Die Raffe nimmt als Mitglieder Frauen und Mädchen vom 14. bis 45. Lebensjahre auf. Das Eintrittsgeld beträgt Mart. Der wöchentliche Beitrag 25 1 Pf. Unter V. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mitwirtung des Gesangvereins ,, Vorwärts II", unter Zeitung des Herrn Gutau, Dirigent des Arbeiter- Sängerbundes. Bestehend in Gesang, Tanz und Vorträgen. Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten J. Auer. Als Krankenunterstügung wird 7,20 M. Anfang 9 Uhr. Entree: Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. Sport- Vorstellung wöchentlich oder Verpflegung im Kranken- Mitglieder, die nachweislich arbeitslos sind, fönnen Freibillets in Empfang nehmen beim Kassirer W. Schulz, Mulachstr. 17. mit vorzüglich gewähltem, aus den hause gewährt. Das Begräbnißgeld beM. 152/9 385/13 Der Vorstand. besten Repertoir- Nummern bestehenden trägt 60 m. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Beitrittserklärungen werden entgegen Programm. Billets find zu haben bei Wagner, Neue Königftr. 89; Gumpel, Barnim: Sonntags 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. Auftr. des anerkannt besten genommen: SO. Verwaltungsstelle I: straße 42; Krüger, Sirten- u. Amalienstr.- Ecke; Drescher, Linienftr. 50; Wittchow, Auftr. des anerkannt besten Wilh. Papke, Reichenbergerstr. 155, Glfaffer- u. Kl. Hamburgerstr.- Ecke; F. Berndt, Neue Schönhauserstr. 18; Empfehle meinen berühmten Mittags- Schulreiters der Gegenwart Mr. tisch à la Duval. Diner à 1 Mark. James Fillis mit seinem Schulpferd Duergeb. IV; Emil Brödel, Manteuffel Brückner, Lothringerstr. 67. 3 Regelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. 1169L Zum Schluß der Vorstellung: Neu Bertha Suh, Buttfamera: Sowie täglich: Gr. Bock- Ausschank aus der Berliner Bock- Brauerei. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ece Behrenstr. Interessanteste Völkerschaft NG Germinal. E straße 49. SW. Verwaltungsstelle II: Puttkamerstr. 7, Laden. einstudirt: Eine Nacht in Venedig. N. Verwaltungsstelle III: F. Dolz, BergDrtlepp, Stegliger Straße 90, III. Große tomische Original- Wafferstraße 80, Quergeb.; Wilhelmine Grünepantomime in 2 Abtheilungen mit neuen wald, Prinzen- Allee 27, III. O. Verfenfationellen Licht- u. Waffereffekten. waltungsstelle IV: Emil Müller, Morgen große Vorstellung mit neuem Brogramm. Auftreten des Mr. James Memelerſtr. 81, 8. IV; Serm. Gehr Fillis mit seinen Schulpferd Gerhardt, Lichtenbergerstr. 7, Quergeb. IV. minal". Eine Nacht in Venedig. " Sonntag, den 28. Febr., 2 große Borstellungen. Nachm. 81/2 Uhr( ein Kind frei) und Abends 72 Uhr. In beiden Vorstellungen Auftreten des Mr. Fillis. In beiden Vorstellungen Birkus unter Waffer. Eine Nacht in Venedig. Achtung! Töpfer! Lieferanten für fämmtliche Ofenfeßer Bedarfsartikel. Spezialität Sandsteine. Mit tollegialischem Gruß E. Lahrsein. Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler u. s. w. Gr. Wiener Maskenball am Sonnabend, den 27. Februar 1892, in Bus' Salon, veranstaltet von Mitgliedern obiger Kasse für hilfs= Anfang 8% Uhr. bedürftige Kranke. Anfang 8½ Uhr. Große Frankfurterstraße 85. Gintritt à Person 40 Pfa. Billets find zu haben bei E. Röhn, Lichtenbergerstr. 15, Hof 1 Tr.; R. Burchardt, A. Columbus, Ostbahnhof 7, vorn 2 Tr.; H. Manz, Langestr. 66, v. 1 Tr.; 306/10 alias Amtmann Lehmann. 1587b. Bodemann, Gr. Frankfurterstr. 91, Hof 2 Tr. Große Frankfurter- Straße Nr. 118. Bairisch- Lagerbier Brauerei Schuli Oswald Berliner b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Berlin N., Brunnen- Strasse No. 111-114. Frauen, Kinder. Vorstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vormittags, achmittags. 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab PassagePanopticum. Lebensgrohe Wadjsfiguren und Gruppen, Dioramen. Sündfluth Panorama mit Gewitter. = Jm Theater- Saal( ohne Extra- Entree): Täglich v. 6 Uhr ab Vorstellung von Spezial. I. Rang. Entree 50 Pf. Hierdurch beehre ich mich ergebenst anzuzeigen, dass ich mit dem Ausstoss meines auch in diesem Jahre wieder vorzüglich gerathenen Bock- Bieres am Sonnabend, den 27. Februar beginne und liefere dasselbe in 1/1, 1/2, 1/4, 1/8 To.- Gebinden per Tonne mit 27 Mk., in Flaschen 20 Fl. für 3 Mk. 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Betten, guter Stand, neu, sof. f. 22 M. zu verk. Brizerstr. 10, v. part. 1586b Hierzu zwei Beilagen von Carnot ben Zur Kritif bes Reichstags. Wahlrechts. Diel Zur agragrischen Prügeltaktik. In einer dieser| Freycinet, Conftans und die Herren Conftans, Freycinet fich Angst vor dem Proletariat läßt es nicht zu, daß der ver- Tage hier abgehaltenen Sigung des Deutschen Bauern befinden. Ueber dieses Gebiet hinaus Sowohl nach fassungswidrige Bustand aufgehoben wird, welcher heute be bundes", in welchem die Feudalen die erste Geige spielen, Rechts wie nach Lints- ist ta budas heißt lan fteht. Nach§5 des Wahlgefezes ist bekanntlich auf je erzählte ein Herr von Liliencron, er habe in einer nabbarkeit. Nach den letzten Nachrichten hat Rouvier 100 000 Röpfe ein Abgeordneter zu wählen. Obwohl seit Bersammlung in Schlesien die Wiedereinführung der Prügel- früher auch schon Ministerpräsident und Freund der zwei Jahrzehnten die Bolkszahl Deutschlands um fast strafe beantragt; aber das werde wohl noch einige Beit genannten zwei Unvermeidlichen 10 Millionen gewachsen ist, find teine neuen Wahlkreise ge- dauern, bis dahin empfehle er den Bauern, sich die Auftrag zur Bildung eines neuen Rabinets erhalten schaffen worden. Man fürchtet den Einzug einer zu großen Sozialdemokraten mit Prügeln vom Leibe und auch angenommen. Das neue Ministerium mag Bahl sozialdemokratischer Boltsvertreter. Unter Zugrunde au halten!- ein Vorschlag, der allgemeine Zustimmung beißen wie es will, es wird in Wirklichkeit das alte legung der letzten Bolkszählung vom 1. Dezember 1890 fand. Junker Liliencron sollte daran denken, daß die fein. würden, wie die Kölnische Volkszeitung" ausführt, folgende Arbeiter am Ende doch die kräftigften Fäuste haben, und Bundesstaaten einen Zuwachs von Mandaten aufzuweisen ihm einmal auf der Kehrseite seiner uradligen Ber haben.( Ein Ueberschuß von 50 000 Seelen der Gesammt fönlichkeit da wo seine raubritterlichen Vorfahren das bevölkerung eines Bundesstaates wird vollen 100 000 Seelen Wappen trugen die Nuzanwendung seiner Ruüppel aus gleich gerechnet.) dem Sack- Theorie eingebläut werden könnte. Das wäre der Revers der Medaille. Preußen. Bayern jetzige alfo Abgeordnete Abgeordnete mehr: 29 959 000 300 236 64 5 589.000 56 48 8 Sachsen 3 500 000 35 23 12. Württemberg 2 035 000 20 17 3 Baden Seffen 1 656 000 17 14 3 994 000 10 9 1 Oldenburg. 355 000 4 1 Braunschweig 403 000 4 3 1 Sachsen- Altenburg 170 000 1 1 Anhalt 271 000 2 1 Bremen. 180 000 2 1 1 Hamburg B 622 000 6 3 8 15 Elsaß- Lothringen. 1608 000 16 Der Zuwachs der übrigen Bundesstaaten erfordert keine neuen Mandate. LBBBLEIB 22 22 497 22 397 100 niß. geht sie kommen möge, zurückweisen. schneidig Polizeilich festgestellter Nothstand. Der Danziger Polizeidirettor hat dem Danziger Magiftrat mit getheilt, daß 3000 Arbeiter und 1000 Arbeiterinnen ohne Konservative Wünsche. Im Kongres beut: Erwerb und in großer Noth seien. Der Polizeidirektor er scher Landwirthe, dem Stelldichein der Agrarier, ist suchte den Wlagistrat um schleunige Erwägung über die cine N " " # Schweizerischer Welfenfonds. Die Glarner Mach richten", ein bürgerliches Blatt, schreiben: Die Berhandlungen über die politische Geheimpolizei im Büricher Ravitons rath haben unzweifelhaft dargethan, daß eine schweizer ische Geheimpolizei besteht, indem von Bern aus, immer noch geftüßt auf das traurig berühmte bundesräthliche Nur aufgelöft! Eine am 23. d. M. in Braun- Kreisschreiben, die kantonalen Polizeiorgane im Dienste des schweig abgehaltene Versammlung Arbeitsloser wurde Bundesanwalts stehen und vom Bunde im Stillen für ihre von der Polizei aufgelöst wegen aufreizender Reden". Die Bemühungen je nach dem Erfolg honorirt werden. stes einfache Feststellung des Thatbestandes liefert den unwider nicht, als ob wir unter Bismarck und Putt leglichen Beweis, daß der schwarze Hunger die Maffen tamer wären, die aus einem Welfenfonds heimsucht. Und so reizt nicht die Rede auf, sondern die schöpfen fonnten? Wer will es ableugnen, daß diese Lage der Dinge. Aber nicht der Redner schafft die herr Art Polizeibelohnung zur niedrigsten Spionage führen muß? schenden Zustände. Will man vorgehen wider die, welche Fort mit dieser Spigelzüchterei und her mit einer geseglichen das Boll erbittern, so treffe man so treffe man die, welche die und offenen Polizei." Schuld an den heutigen Verhältnissen auf sich geladen Spigel Anarchismus in Frankreich. Ein Steinhaben, gegen die, deren Lebensinteresse den Bestand der herrschenden Zustände fordert. Den brotlosen Arbeiter wird bruch- Besizer in Soisy- sous- Etiolles zeigt an, daß ihm vor dann der Eingriff der öffentlichen Gewalt nicht treffen. wenigen Tagen 360 Dynamitpatronen entwendet worden Aber wessen Exekutive ist die öffentliche Gewalt? Die feien. Sofort nimmt die Pariser Polizei bei den AnAntwort ist gegeben durch das oben mitgetheilte Vorkomm- archisten von Paris und Umgebung" Haussuchungen vor. Es versteht sich von selbst, daß die flaffenbewußten Sie beschlagnahmt, wie verlautet", über 100 Patronen und Hundert Mann mehr im Reichstage! Daß man gar Arbeiter so energisch wie taftvoll vorgehen, mit Thatkraft verhaftet zwei Mann. Man vermuthet", telegraphirt bas nicht daran denkt, die nothwendige Reform durchzuführen, die Forderungen aufstellen, jede Provotation, von welcher Wolff'sche Bureau, die Dynamitpatronen, welche ein Ges fammtgewicht von 35 Kilogramm haben, sollten den Anschon daraus hervor, daß auch der Sigungsfaal des Seite neuen Reichstagsgebäudes, das in wenigen Jahren seiner archisten als Munition für verbrecherische Anschläge dienen." Bestimmung übergeben wird, nur für 397 Personen einJa, man vermuthet schon nicht mehr, die findige Polizei gerichtet ist. hat bereits Beweise, daß ein Theil des in Soisy sous Etiolles gestohlenen Dynamits bestimmt gewesen sei, das hiesige spanische Botschaftshotel in die Luft zu sprengen, um die Hinrichtung der Anarchisten von Keres zu rächen. Resolution des von Jagow angenommen worden, welche eine Schaffung von Arbeitsgelegenheit. Ein anderer Theil wäre für anarchistische Zwecke im AusBeschränkung der Freizügigkeit fordert. Die Stadtgemeinden land bestimmt gewesen." Und aus Havre kommt die und diejenigen ländlichen Gemeinden, welche Fabrikzentren Ein Denunziationchen. Wie anderswo haben auch Meldung, daß dort gelbe Maueranschläge, die aus einer find, sollen verpflichtet werden, von Neuanziehenden Ein- die Sozialdemokraten in München die Stellung geheimen anarchistischen Druckerei" stammen, die Arbeiter zugsgelder zu erheben. Es sollen ferner die Gemeinden be- der Kirche in der Schule in öffentlicher Versammlung er zum allgemeinen Ausstand, zu Raub und Plünderung aufrechtigt fein, Neuanziehende abzuweisen, wenn der Nachweis örtert. Der Germania" schreibt nun ein würdiger An- fordern. Eine dümmere und unverschämtere Mache ist taum nicht erbracht ist, daß der Neuanziehende in der Lage ist, geber: An dem Beifall( der dem Referenten gezollt wurde) denkbar. Eben sind die englischen Dynamitarden als Lockfür sich und seine Familie die nöthigen Subsistenzmittel, betheiligten sich nach den Berichten liberaler Blätter auch Spigel enthüllt, und schon beeifert sich die benachbarte vor allem aber eine den ortsüblichen sanitätspolizeilichen Lehrer hiesiger Volksschulen und Studenten. Wenn aktive Bourgeoisrepublik, in die Fußstapfen der britischen Polizei Borschriften entsprechende Wohnung zu beschaffen. Außer Lehrer in öffentlicher sozialdemokratischer Versammlung sich zu treten. Man darf nicht vergessen, daß die Maifeier in dem sollen die Gemeinden befugt sein, wegen des Anzugs nicht mehr scheuen, umstürzlerischen und firchenfeindlichen wenigen Monaten vor sich gehen wird, daß die Philister eine Abgabe zu erheben. Die Beweislaft der§§ 4 und 5 Bestrebungen zuzuklatschen, so ist es wahrlich weit ge- zittern, und die Gewalthaber nach irgend einem Scheindes Freizügigkeitsgesetzes soll dem Neuanziehenden auferlegt kommen... Bon Seite des Kultusministers und der Ab- grunde, und sei er noch so jammervoll, suchen, um gegen werden. Endlich sollen die Rechte und Pflichten zum Er- geordneten wird täglich größere Pflege des religiösen Sinnes bie Arbeiterbewegung einen Schlag zu führen. Wenn das werb eines selbständigen Wohnsitzes schon mit dem voll- betont und Lehrer schließen sich den Sozialdemokraten an! Spigelthum auch so schlau wäre wie es gemein ist- die endeten 18. Lebensjahre beginnen. So will die Junkerschaft Das kann schöne" Früchte zeitigen." Die Geberdenspäher Bornirtheit ist aber sein besonderes Kennzeichen, seine der Sachsengängerei Thür und Thor verschließen und die und Geschichtenträger sind überall an der Arbeit, überall Pläne würden trotzdem fehlschlagen. Nun es aber nach Landarbeiter an die Scholle fesseln. Höhere Löhne, beffere aber find sie gleich verächtlich. einer internationalen Schablone wirthschaftet, erscheint es Arbeitsbedingungen, menschenwürdige Behandlung, Fortfall Sehr unangenehm nennt der Dresdener Korres nicht nur gemein vom Scheitel bis zur Behe, sondern auch der erniedrigenden Gesindeordnung, das Alles ist ein Rühr der Kreuz- Zeitung" die Anfechtung des Lieb michnichtan für die junkerlichen Gegner der Freizügigkeit! tnecht' schen Landtags- Mandats. Das glauben wir allerdings, und Herr Mehnert, der die Sache eingefädelt Der Kaifer hat beim Festmahl des brandenburgischen hat und zugleich Berichterstatter seiner Thaten für die neue Expedition zur Erforschung" Mittelastens wird von der russischen geographischen Gesellschaft für dieses Frühjahr Provinzial- Landtags eine Stede gehalten, worin er nach dem Kreuz- Zeitung" ist, weiß das selber am besten, denn er vorbereitet. Es ist die Eigenthümlichkeit dieser wissens Reichsanzeiger" u. A. sagte: hat durch diese und ähnliche Streiche die Aufmerksamkeit " Es ist ja leider jetzt Gitte geworden, an allem, was auf seine Person und gewisse sehr dunkle Punkte in seinem schaftlichen" Unternehmungen, daß die Kosaken sie begleiten, und daß der Expedition die Besetzung des erforschten" zumäfeln. Unter den nichtigsten Gründen wird den Leuten Sächsische Arbeiter- Zeitung" fein Ausscheiden aus dem Gebiets und die Besazung nachfolgt. So verringert fich seitens der Regierung geschieht, herumzunörgeln und herum und feines Vaters Leben gelenkt, deren Aufhellung durch die Gebiets und die Besagung nachfolgt. So verringert sich und Gedeihen unseres gesammten großen deutschen Vaterlandes politischen Leben zur Folge haben dürfte- wenn anders der Zwischenraum zwischen Britisch- Indien und dem ihre Ruhe gestört und ihre Freude am Dasein und am Leben vergällt. Aus diesem Nörgeln und dieser Berhehung entsteht die fonservative Partet, als deren heißsporniger Borkämpfer Barenreich beständig, und das Barbarenreich im Osten schließlich der Gedanke bei manchen Leuten, als sei unser Land er sich gerirt, nicht in dem Ehrenpunkt sehr dickhäutig ebnet sich die Pfade zum Vormarsch gegen Hindustan. bas unglücklichste und schlechtest regierte in der Welt, und sei geworden ist. Bom belgischen Sozialistenkongreß. Die Rees eine Qual, in demselben ชิน leben. Daß dem See- Amt folution in Sachen des eventuell zu Gunsten des allgemeinen nicht 10 ist, wiffen wir alle felbstverständlich Endlich! Das Hamburger See. Amt hat am Stimmrechts zu veranstaltenden allgemeinen Ausstandes hat, misvergnügten Nörgler lieber den deutschen Staub von Sommerfeld", auf welchem während der Fahrt nach wie wir dem Brüffeler Parteiblatt Le Peuple"( Das beffer. Doch wäre es bann nicht besser, daß die 23. Februar in daß die 23. Februar in der Angelegenheit des Postdampfers wie wir dem Brüsseler Parteiblatt Le Peuple"( Das ihren Pantoffeln schüttelten und sich unseren elenden und Australien die Heizer so schlecht behandelt wurden, daß deren Volk) entnehmen, folgenden Wortlaut: jammervollen Zustände auf das schleunigste entzögen? Ihnen brei in die See sprangen, während 26 Mann von der Be ja dann geholfen, und uns thäten sie einen großen Ge- fazung desertirten, seinen Spruch gefällt. Das See Amt fallen damit. Wir leben in einem Uebergangszustande! Deutschland wächst allmälig aus den Kinderschuhen heraus, um ertheilte dem für die Vorfälle verantwortlich gemachten in das Jünglingsalter einzutreten; da wäre es wohl an der Kapitän Petersen und dem ersten Maschinisten Fend den Beit, daß wir uns von unseren Kinderkrankheiten freimachten. schärfsten Tabel und überwies die Angelegenheit der StaatsWir gehen durch bewegte und anregende Tage hindurch, in anwaltschaft zu weiterem Vorgehen, welche Beide bereits denen das Urtheil der großen Menge der Menschen der verhaftet hat. Die von den Arbeitervertretern im ReichsObjektivität leider zu sehr entbehrt. Ihnen werden ruhigere tage erhobenen Beschwerden find offenbar nicht ganz Zage folgen, insofern unser Bolt sich ernstlich zufammen wirkungslos geblieben. nimmt, in sich geht und unbeirrt von fremden Stimmen auf Gott baut und die ehrliche fürsorgende Arbeit seines ange stammten Herrschers." wäre . spondent M im höchsten Maße lächerlich. Rußland auf dem Wege nach Judien. Cine Der Kongreß beschließt, daß der allgemeine Ausstand, das letzte und äußerste Hilfsmittel der Arbeiterklasse, ausbrechen soll, wenn das gegenwärtige Parlament die Revision ver weigert oder an dem Tage, an welchem die konstituirende Versammlung durch die Verwerfung des allgemeinen Stimmrechts oder durch eine entscheidende Bekundung ihrer Feindschajt gegen diese unumgängliche Reform ihre endgiltige Abficht offenbart hat, dem Wolfe nicht Gerechtigkeit zu er weifen." Genoffe Anseele- Gent hat die Erklärung abgegeben, daß die Genter stets für das allgemeine Stimmrecht nicht nur im Christlich- deutsche Kultur und chriftlich- deutsche vlämischen Land, sondern auch in den wallonischen Bezirken Sklaverei. Trotz des verschämten Leugnens der amtlichen agitirt haben, daß sie aber, wie bei dem vorigen Mais und halbamtlichen Organe ist es erwiesen, daß in den west- ausstand, so auch diesmal die Ansicht der Genoffen einholen afrikanischen Kolonien der Sklavenhandel mit dem Wissen müßten. Sie hätten kein Mandat betreffs dieser Angelegen und der Erlaubniß der deutschen Kolonialbehörden fort- heit, aber sie würden ihre Auftraggeber befragen und es sei Arbeit zu beharren und auf dem Wege vorwärts zu schreiten, bestanden hat. Nicht blos die sogenannte" mildere" Form möglich, daß die Mehrheit sich für den Ausstand entscheide. ber mir vom Himmel gewiefen ist. Dazu kommt das Gefühl der Haussflaverei, sondern der Handel mit schwarzem Weiter sagte der Kaiser nach demselben Blatt: Das feste Bewußtsein Ihrer, meine Arbeit treu be gleitenden Sympathie flößt mir fiets neue Kraft ein, bei der der Versammlungen. Zwei Gasauftalts- Arbeiter- Versammlungen, zu welchen von alle im Beleuchtungswesen beschäftigten Arbeiter eingeladen Verantwortung unserm obersten Herrn- dort oben gegen Menschenfleisch hat in Westafrika geblüht. Im deutschen Alliirter von Roßbach und Dennewiß mich dabei nicht im Stiche Togogebiet ist bis heute noch kein unmittelbares Verbot laffen wird. Er hat sich solche unendliche Mühe mit unserer dieses schmachvollen Schachers erlassen worden, der Zufluß alten Mart und unferem Hause gegeben, daß wir nicht annehmen der Stlaven aus dem Innern hat bis jetzt nicht aufgehört. tönnen, daß er dies für nichts gethan hat. Nein, im Gegentheil, Endlich hat der stellvertretende kaiserliche Kommissar sich Brandenburger, zu Großem sind wir noch bestimmt und herrlichen dazu aufgerafft, eine Verordnung über die Anwerbung Tagen führe ich Euch noch entgegen. Lassen Sie sich nur durch Eingeborenen zu Diensten außerhalb des Schutzgebietes zu waren, fanden am 18. und 19. Februar in Charlottenburg feine Nörgeleien und durch mißvergnügliches Parteigerede Ihren erlassen. Danach ist die Anwerbung nur mit Genehmigung und Schöneberg statt. In beiden referirte unter großem Bei Blick in die Zukunft verdunkeln oder Ihre Freude an der des Kommissars gestattet und für jeden Angeworbenen eine fall Herr Wilhelm Schwarze über die Nothwendigkeit der Mitarbeit verfürzen. Mit Schlagwörtern allein ist es nicht Gebühr von 5 Mark im ersten Jahr und von 22 Mart Organisation. Die Diskussion verlief im Sinne des Vortrags. ben neuen Kurs und seine Männer erwidere ich ruhig und für jedes weitere Jahr zu entrichten; man glaubt damit In einer Resolution erklärten sich die Versammelten mit den gethan, und den ewigen mißvergnüglichen Anspielungen über bestimmt:" Mein Rurs ist der richtige und er wird weiter einem versteckten Sklavenhandel vorbeugen zu können. Nun- Ausführungen des Referenten in allen Bunften einverstanden, verurtheilten auf das entschiedenste die Ausnußung der Gasanstaltsgesteuert." mehr soll der Kommisssar angewiesen worden sein, ein gegen Arbeiter und Berufsgenossen und verpflichteten sich, Mann für den Sklavenhandel gerichtetes Verbot zu erlassen. Aber so Mann dem Fachverein der Gasanstalts- Arbeiter und BerufsWir bleiben demgegenüber der Meinung, daß der jetzige lange die Haussklaverei besteht, ist der Sklavenhandel noth- genossen Berlins Umgegend" beizutreten, Kurs nicht der richtige ist. Die tiefgehende soziale Bewegung wendig, da jene aus sich heraus die entstehenden Lücken eine stramme Organisation Stande fet, die Ver unserer Zeit ist fein Produkt einzelner Heger" und nicht ausfüllt. Und wird das Verbot auch durchgeführt, hältnisse der Gasanstalten Berlins und Umgegend zu bessern. Nörgler", und übrigens haben immerdar in der Geschichte wird es beachtet werden? Die ehrlichen Kolonialpolitiker, Weiter verurtheilten die Versammelten die Soldatenmißhandbiejenigen als die Wackersten gegolten, welche ihre Meinung wie Graf Pfeil, geben offen zu, daß ohne eine offenere oder L..ngen und zollten in dieser Sache der sozialdemokratischen über falsche Maximen der Regierungen frei heraussagten verstecktere Form der Sklaverei die Kolonialwirthschaft sich raition für ihr energisches Auftreten im Reichstage vollen Beiund dafür arbeiteten, daß diese falschen Magimen durch nicht halten läßt. Man nennt das: die Neger zur Arbeit undlich sprach man dem Genossen Peus ſeine Theilnahme Die Aufforderung auszuwandern, fall. richtige ersetzt wurden. Die Aufforderung auszuwandern, erziehen". Zur Arbeit aus mißbilligte das Verhalten des betr. Staatsanwalts. Zur Arbeit für die deutschen Kapitalisten. Biele Kollegen ließen sich als Mitglieder einzeichnen. In der wenn Einem die heimathlichen Verhältnisse nicht gefallen, welche erlösende Wirksamkeit des praktischen Christen Schöneberger Bersammlung versuchten einige Mitglieder von lehnen wir fühl ab. Man nimmt das Vaterland nicht an den Schuhsohlen mit. Weiter wäre Deutschland längst eine thums! Kriegervereinen für dieselben Propaganda zu machen und vom Wüstenei, wenn seit dem Bestehen dieses Reiches Alle die Eintritt in den Fachverein abzurathen; sie wurden vom Re Dieselbe Kouleur in Grün. Das Gebiet der ferenten gebührend nach Hause gefchickt. Die Versammlungen, jenigen ausgewandert wären, denen die politischen Verhält Ministersuche in Frankreich beschränkt sich auf einen welche beide einen imposanten Berlauf hatten, schlossen mit einem niffe desselben nicht gefallen haben. ganz kleinen Raum: auf die Gegend, wo die Herren dreifachen Hoch auf die Arbeiterbewegung. und im da nur 1. Beilage zum„Vorwärts" Berliner VoMlatt. Ur. 47. Donnerstag, den 33. Februar 1893. 9. Jahrg. Ans Italien.*) 19. Februar 1892, Fortsetzung des Berichtes über den Maiprozeß in Rom. Die Angeklagten Conti und Mascardi sind nach dem 1. Mai in ihren Wohnungen verhaftet worden. Sie beklagen sich über die Brutalität, mit der nicht nur sie selbst bei der Berhaslung behandelt wurden, die unter Leitung von Geheimpolizisten teschah, sondern die Rohheit erstreckte sich auch auf die Art, wie dachen, die gar nichts mit der Anklage zu thun haben, in ihrer Wohnung mit Beschlag belegt wurden. So wurde Mascardi eine Uhr abgenommen. die sich bis heute noch nicht wiedergefunden. Der Vertheidiger Martini verlangt, daß die in Beschlag genommenen Gegenstände hier vorgezeigt werden. Der Präsident läßt das Bündel öffnen und es findet sich darunter, außer einer alten verrosteten Pistole ein rother Fez mit Troddel, ferner zwei kleine Säbel aus Blech. Der Angeklagte Mascardi ruft: Das sind Kindersäbel l sie gehören meinen kleinen Knaben, die noch heute weinen, daß man sie ihnen genommen.(Bewegung und Heiterkeit.) Ter Verlheidiger Martini sagt: Dies Alles sind Dinge, un würdig eines Kulturvolkes! Als Zeugen erscheinen der Hauptagent der Polizei Millen und ein ihm Untergebener Brigadier Pietro Varoni. Sie hatten die Anarchisten in Rom zu überwachen und über ihre Versammlungen zu berichten. Etwas Bestimmtes über Unterscheidungsmerkmale der Anarchisten- von anderen Arbciterversammlungen und über Beschlüsse solcher Versammlungen können beide nicht angeben. Auf die An zeige des Varoni ist unter Andern der Angeklagte Melinelli nach- träglich verhastet worden, als Einer, der am Tumult vom 1. Mai Theil genommen. Auf Andringen der Vertheidigung giebt der Zeuge zu, daß diese Angabe ihm von einem untergebenen Agenten zugekommen sei. Auch der Verhaftete Agricola ist auf seine An- zeige verhastet worden und zwar als Anarchist wegen Betheiligung an einem Verein der Maurer. Die Vertheidigung weist nach, daß diese Vereinigung rein fachmännisch sei und nicht das Ge- ringste mit dem 1. Mai oder dem Anarchismus zu thun habe. Von dem vielgenannten Mezzetti giebt der Zeuge zu. daß er ihn als Mitglied von Anarchisten� Versammlungen kenne; von der Eigenschaft des Mezzetti als Ge> hcimagent der Quästur weiß er nichts.— Die Vertheidiger von Agricola und SMinelli, welche letztere durch diesen Zeugen seit 10 Monaten im Gefängniß sind, erheben sich und verlangen noch mals einen Beschluß des Gerichtshofes, daß alle auch die untersten und letzten Polizei-Agenten, auf deren Angaben allein sich die hier erschienenen Zeugen stützen, in öffentlicher Audienz vor geladen werden. Der öffentliche Ankläger widersetzt sich erregt diesem Verlangen und der Gerichtshof weist nach kurzer Berathung den Antrag der Vertheidigung zurück. In der folgenden Sitzung erscheint als Zeuge der Polizei Agent Giovanni Rossini. Von dem Vorhandensein eines bestimmten anarchistischen Bundes kann er nichts angeben. Er war beaustragt, am 1. Mai insbesondere Cipriani und das Komitee zu überwachen. Er erklärt, gesehen zu haben, wie der Angeklagte Binaco Steine warf.— Brnaco ruft auS dem Käfig: Das ist eine Lüge, Du Kanaille! Der Präsident läutet heftig und droht, de» Angeklagten abführen zu lassen.— Der Zeuge giebt zu, daß er außer Binaco durch seine Angaben die An- geklagten Belloni, Cesari, Trabalza, Latini, Savaia und Meli nelli habe verhaften lassen, er selbst aber hat an diesen Ver Haftungen nicht Theil genommen.(Bewegung.) Die Vertheidigung bezweifelt, ob der Zeuge alle die durch seine Angabe Verhafteten auch nur persönlich gekannt habe. Im Verlaus des Verhörs erklärt Zeuge, auch den Angeklagten Troca, den er sehr gut kenne, überwacht zu haben. Es erhebt sich ein Angeklagter aus dem Käfig und ruft dem Zeugen zu: Da Ihr so gute Personenkenntniß habt, so kennt Ihr vielleicht auch mich? Der Zeuge antwortet: Ja ge- wiß, Ihr seid Mancini!— Bravo! ruft der Angeklagte. Herr Präsident, ich bin eben der Troca, den dieser Polizei-Agent über- wacht hat und den er so genau kennt!(Heiterkcit und Bewegung. — Es macht sich eine erregte Stimmung im ganzen Saale bemerkbar.) Als nächster Zeuge tritt der Polizei-Aaent Camilla Jriani vor. Durch ihn wurde am I. Mai aus dem Platze der Angeklagte Angiuli verhaftet und mit diesem zugleich der berüchtigte Mezzetti. Daß letzterer Geheimagent der Quästur war und später frei- gelassen wurde, weiß Zeuge Nicht. Er erklärt, gesehen zu haben, wie Angiuli aus dem Platze mit einem Messer bewaffnet, einen Stoß gegen eine Wache mit Namen Vincenzo Onorato geführt und ihm die Uniform zerschnitten habe.— Auf die Anfrage des Präsidenten erklärt Angeklagter Angiuli diese Aussage des Polizei- agenten als eine grobe Lüge; aber das Schönste sei. diese Aus- inge sei ganz neu und ganz verschieden von der Aussage desselben Igenten in der Voruntersuchung. Derselbe Jiriani hatte auf dem Platz den Angeklagten Scutilli verhaften lassen. Er erklärt heute, die Verhaftung sei geschehen, weil Scutilli revolutionäre Rufe ausgestoßen habe. Auf die Anfrage des Vertheidigers Martini, ob Scutilli vielleicht Steine geworfen, erwidert der beeidete Zeuge: Nein! Die Verhaftung erfolgte nur wegen der Rufe. Darauf dringt die Vertheidigung auf Verlesung des Protokolls der Vor- Untersuchung. Der Präsident läßt die früheren Aussagen von Jriani aus dem beglaubigten und vom Zeugen unterschriebenen Protokoll verlesen, und es geht daraus hervor, daß Jriani er« Üärt hat, Angiuli und Scutelli feie» von«hm verhastet worden, »veil sie Steine geworfen haben. Eine große Alisregung be- inächtigt sich hieraus des Publikums im Saal. Die Vertheidi- gung verlangt mit erregten Worten vom öffentlichen Ankläger die sofortige Verhaftung des Agenten wegen falschen Zeugnisses. Der östenttiche Ankläger Vico be- streitet s-lne gesetzliche Verpslichtung zu solchem Vor- gehen— Die Vertheidigung verlangt nun einen Beschluß des Gerichtshofes. Bevor dieser sich zurückzieht, ruft der Zeuge: Ich erkläre, daß ich mich nicht mehr genau der Sache ermnere! Der Gerichtshof verkündet nach einer Berathung von 20 Minuten den Beschluß, daß die Widersprüche in den Aussagen des Zeugen »war beklagenswerth seien; mit Rücksicht auf die letzte Erklärung des Zeugen, daß er sich nicht mehr genau erinnern könne. fei von einem Vorgehen gegen ihn Abstand zu nehmen und die Ver- Handlung fortzusetzen.— Laute Rufe der Entrüstung erfolgen hierauf von Seiten der Angeklagten. Bardi und Crprian« rufen: Wir lassen uns nicht mehr vertheidigen. Wir ver- theidigen uns nicht mehr! Dies ist kein Gerichtshof! Dies«st keine Gerechtigkeit! Es ist ein Possenspiel! Die Vertheidiger suchen zu beruhigen. Der Präsident läutet heftig, und der offent- liche Ankläger, Staatsanivalt Vico, fordert mit gellender Stimme den Präsidenten auf, die protestirenden Angeklagten abführen und den Saal räumen zu lassen. Der Präsident erklärt die Sitzung für aufgehoben und bis morgen vertagt. S. Nr. 33. 38 und 39. Vttrlsnrsnkslrevichke. Deutscher Reichstag. 179. Sitzung vom 24. Februar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, vcn M a l tz a h n.> Präsident von Levetzow: Heute vor 25 Jahren, am 24. Februar 1367, wurde der erste norddeutsche konstituirende Reichstag eröffnet. Ich beschränke mich darauf, hieran zu er- innern und bin überzeugt, daß meine Bemerkung patriotische Ge- fühle und Erinnerungen wachrufen wird.(Zustimmung.) Hinzu- fügen ,vill ich noch, daß von den gegenwärtigen Mitgliedern des Hauses fünf, nämlich die Herren Abgg. Dr. Bennigsen, Graf von Honipefch, Richter, Freiherr von Stumm und Freiherr von Unruhe-Bomst an der Eröffnungssitzung vor 25 Jahren theilgenommen haben. Unmittelbar darauf sind noch in das taus eingetreten die Abgg. Bebel(dessen Platz mit einem lumenstrauß geschmückt ist) am 2. März, von Forckenbeck am 12. März und Dr. Reichensperaer am 5. April 1867, sodaß aus jener ersten Zeit gegenwärtig 8 Abgeordnete noch Mitglieder dieses Hauses sind. Von dem Beamtenpersonal des Hauses, also Beamten und Unterbeamten aus jener Zeit, sind heute nochimHausebeschäftigt: Zunächst der Vorsteher des stenographischen Bureaus, Herr Kanzleirath Schallopp, der damals Stenograph war, der Bote» meister Riftow und ein Hilfs-Kanzleidiener Koch. So sehr hat sich die Sache seit 25 Jahren verändert! Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung des von den sozialdemokratischen Abgeordneten Auer und Genossen vor- gelegten Gesetzentwurfes, betreffend die Abänderung des Zoll tarif-Gesetzes vom 15. Juli 1879(Aufhebung der Zölle für Getreide, Fleisch und Vieh). Abg. Bock(Soz.): Wir haben für die Handelsverträge gestimmt, weil sie eine Ermäßigung der Kornzolle und andere Verkehrserleichterungen brachten. Trotzdem können wir den unausgesetzten Kamps auf Beseitigung aller Zölle auf Nahrungs mittel nicht aufgeben und müssen daher auch bei der gegen- wältigen Situation unseren Antrag aufrecht erhalten. Noch vor einem Jahre schien es aussichtslos, an den Zöllen rütteln zu wollen; der Reichskanzler rühmte sich, er werde gegen den Strom schwimmen, er hat es aber leider mit geringen, Erfolg gethan, wie es jedem geht, der gegen einen Strom schwimmt: er schwimmt, aber er kommt nicht vorwärts. Wir sind darauf gefaßt, von der rechten Seite des Hauses dieselben Gründe gegen die Aufhebung der Zölle zu hören, die schon gegen ihre Ermäßigung vor- gebracht wurden. Sogar der Reichskanzler leugnete damals einen Nothstand, und Ober- Bürgermeister von Forckenbeck sekundirte ihm. Herr von Huene aber sagte: nur nicht ängst lich, noch haben wir die Macht, und wir werden von ihr Gebrauch zu machen wissen. Das ist offen und ehrlich, und ich wünschte, daß seine Freunde im Lande diesen Machtstandpunkt vertreten möchten; wir erkennen ihn an, aber haben für unferen Antrag Wahrheit und Recht auf unserer Seite. Ein wirklicher. grausamer Nothstand ist in vielen Gegenden vorhanden und im Zunehmen begriffen, wie zahlreiche unverdächtige Zeitungsberichte beweisen. Deshalb sind wir vollberechtigt, unseren Antrag aus recht zu erhalten, auch trotz des Einwandes, daß wir die Wirkung der Zollermäßigungen erst hätten abwarten sollen. Wenn wir von Nothstand sprechen, nennt man das sozialdemokratische Hetze. Aber auch Gegner, auch Landräthe, die, wie z. B. der für den Kreis Johannisburg, Aufrufe erlassen, geben ihn und grauen Haftes Elend zu. Die Gctreidezölle haben der Landwirlhschaft und ihren Arbeitern nicht geholfen, und in gewerblichen Kreisen ist es nicht besser. Im Gothaischen Wahlkreise sind Löhne von 5—7 Mark pro Woche bei vierzehn- bis fünfzehnstündiger Arbeitszeit konstatirt worden, und zwar von nationalliberaler Seite. Mit de» Getreidepreisen steigen auch die der anderen Nahrungsmittel, besonders der Kartoffeln. In den letzten Debatten haben die Agrarier schon nicht mehr die alten Redensarten vor- gebracht, wie: das Ausland trägt den Zoll, oder: die Bäcker sind an der Vertheuerung schuld. Der Zoll vertheuert vielmehr die Lebensmittel genau um den Betrag, der an der Grenze erhoben wird. Das beweisen die Klagen und Petitionen der Bäcker und Fleischer von der böhmischen Grenze: der Staat solle dagegen einschreiten, daß die arnien Leute in unseren Grenzdistrikten sich das billige Brot und Fleisch von jenseits der Grenze holen. Der Unterschied beträgt nach einem nicht sozialdemokratischen Blatte, für sechs Pfund Mehl 30 Pf., für sechs Pfund Brot 20 Pf., für zwei Kilo Speck oder Fleisch 40 Pf. Dabei blüht der Schmuggel, der stete treue Begleiter der Schutzzöllner, alsAusdruck der Empörung des arme» Volkes gegen die Gesetze, welche unwissende Regierungen ihm auserlegen. Eine weitere Folge der Schutzzölle ist die Zunahme des Pserdefleischkonsums. Zwar haben fich die Herren vor vier Monaten das Vergnügen gemacht, in Berlin ein großes Roßfleisch- essen zu veranstalten.(Gelächter rechts.) Ich meine nicht das „Roßleber-Diner", an welches Sie wohl im Augenblick denken, sondern das Roßfleischessen im Zentralhotel, an welchem sich Millionäre betheiligt haben, um dem armen Volke zu beweisen, daß selbst reiche Leute, auch Agrarier, einmal Roßfleisch essen können. Allerdings die Speisekarte war auch danach. Der Champagner hat auch seine Wirkung gethan, und wenn das arme Volk das alle Tage zu Mittag hätte, so könnten wir heute zum Theil auf unseren Antrag verzichten. Eine Reihe städtischer Behörden läßt sich von den Kommunen hohe Kredite bewilligen, um die Roth zu lindern. I» Dresden mußten zwei neue Gerichts- Vollzieher angestellt werde», iveil die Zahl der Pfändungen sich um 7000 vermehrt hat. Verschiedene Lehrer haben in ihren Schulen konstatirt— die Nachricht stammt nicht aus unserer Presse—. daß von 60 Schülern 15 hungrig in die Schule geschickt werden. Die Zunahme'der Eigenthumsverbrechen, der Verrohung, steht mit den hohen Lebensmittelpreisen im engsten Zusammen- hange. Roth ,st immer die Mutter der Verbrechen, und es ist lehrreich für die Herren Agrarier, daß gerade in ihrer Domäne, ,n Ost- und Westpreußen. Pommern und Schlesien, in den letzten Jahren der größte Prozentsatz an Diebstählen vorgekommen ist, d,s zu 50 pCt.. während er im Westen bis auf 10 pCt. in West- salen fällt. Die Gefängnisse können die Gefangenen gar nicht mehr fassen. Bei der Landwirthschaft ist am ivenigsten von einer Nothlage die Rede. Sie erinnern sich wohl Alle der Bauern- Hochzeit im Brandenburgischen, von der letzthin die Zeitungen berichteten. Ueber die beiden moralisch verunglückten Pastoren in Schleswig-Holstein schrieb der Stöcker'sche.Reichsbote": Beide Pastoren wurden durch das üppige Leben der reichen Bauern ihrer Gemeinden in Versuchung geführt.(Heiterkeit bei den Sozial- demokraten.) Das zeugt auch nicht von grausamer Roth der Bauern. Vor kurzer Zeit ging durch die Presse die Schilderung einer Bauernhochzeit, auf welcher 170 Theilnehmer ein Rind, mehrere Schweine und viele Zentner Karpfen ver- zehrten. Der Pachtertrag der preußischen Domänen hat sich in den letzten 30 Jahren um das Dreifache erhöht; beweist das alles einen landwirthschaftlichen Nothstand? Die Lage der Arbeiter aber ist durch die landwirthschaftlichen Zölle in keiner Weise verbessert worden, wie man in Aussicht stellte. Der Reichs- kanzler von Caprivi hat besonders betont, daß der Staat an der Familie des landwirthschaftlichen Arbeiters einen festen Unter. grund habe; aber wenn man mit eigenen Augen zusieht» wird man finden, daß diese Familien nicht geeignet sind, die Zukunft des Staates zu garantiren. Im Gothaischen und dem angrenzen« den Bezirk der Provinz Sachsen beträgt der Tagelohn für ver- heirathete Leute 40 Pf. und die Kost, in einem Dorfe nur 30 Pf. und Kost. In der Ziegenhalser Gegend wird den Knechten der horrende Lohn von 66 M.pro Jahr gezahlt, außerdem noch einige Mark zu Fleisch und Butter. Mit der Ermäßigung der Kornzölle von 5 M. auf 3,50 M. haben sich die Agrarier nicht sehr weh gethan. Ich möchte den Herren vom Zentrum dringend ins Gewissen reden, daß sie sich mit dem Stifter der christlichen Religion aus« einandersetzen, welcher der Zöllnerei sehr feindlich gesinnt war. Man hat uns früher in Aussicht gestellt, daß, wenn wir Sozial- demokraten auf das Land gingen, die Bauern uns schon heim- leuchten würden. Aber sie begreifen sehr gut, daß ihre Lage durch Ihre Mittel nicht nennensiverth verbessert würde. Gerade die kleinen Bauern haben mir ohne Unterschied erklärt, daß sie von den Getreidezöllen keinm Nutzen hätten, weil sie kein Getreide verkaufen könnten. Ein Bauer, der 23 Acker Land bewirthschaftet, theilte mir mit, daß er nur bei günstiger Ernte einige Zentner Getreide zu verkaufen hätte. Die Zahl der Bauern in Deutschland, die 28 Acker Land besitzen, ist aber verschwindend klein. Die Einfuhr von ausländischem Getreide hat trotz der Zölle nicht ab-, sondern zugenommen, die Korn- produktton in Deutschland tritt immer mehr in den Hintergrund. Für die Zölle auf amerikanischen Speck, auf Fett, Käse, Butter, Oel haben Sie dieselben Gründe ins Feld geführt wie für die Getreidezölle, Fürst Bismarck wollte die deutschen Arbeiter vor dem amerikanischen Speck bewahren, weil der deutsche Speck schmackhafter sei. Er brachte es dahin, daß der deutsche Arbeiter überhaupt keinen Speck mehr essen konnte. Das Verbot der Ein- fuhr amerikanischen Specks ist in neuester Zeit aufgehoben, aber nicht der Zoll auf Leinöl und Rüböl, welches im Erzgebirge, in Thüringen und Oberbayern ganz besonders als Zusatz zur Km- tostel dient. Dort können die armen Leute sich überhaupt nur noch Kartoffeln anschaffen und vielleicht für 5 Pfg. Rüböl zu der Mahlzeit für e,ne ganze Familie. Wenn die Agrarier diese Mahlzeiten ansehen würden und in ihnen noch ei», Gewissen steckt, dann würden sie auf ihre Einnahmen aus den Zöllen ver- zichten. In Berlin sind in letzter Zeit mehrfach Leute plötz- lich Hungers gestorben, und eine grobe Zahl von Leuten stirbt langsam Hungers, weil sie infolge der theuren Nahrungs- mittel thatsächlich jeden Tag Hunger leiden müssen. Viele der terren im Reichstage kennen die Roth des Landes nicht. Auch ollege Richter, der schon in seinen Zukunftsbildern seuie Unkennt- niß der thatsächlichen Verhältnisse bewiesen hat, hat gezeigt, daß er die Roth des Volkes nicht kennt. Er führte aus, daß die Miß- ernte in Kartoffeln so groß sei, daß vielfach Kartoffeln zum Konsum kommen würden, welche sonst nur als Schweinesutter Verwendung fänden. Dieser vom Abg. Richter erst befürchtete Zustand besteht seit einer Reihe von Jahre,«; in zahlreichen Familien, die trotz des Nothstandes noch ein Schwein zu halten demüht sind, werden aus dem Topf Kartoffeln, der die Mittags- mahlzeit der Familie bildet, die kleinen für das Schwein heraus- gesucht. Herr Richter kennt das eben aus eigener Anschauung nicht. Die Herren hier sind im Allgemeinen von frühester Jugend an nicht in der Lage gewesen, einmal hungern zu müssen, daher sind sie auch nicht in der Lage, hier im Reichstag die Roth und das Elend des Volkes so zu kennzeichnen, wie sie thatsächlich bestehen. Industrielle Unternehmungen freilich, die bis zu 40 pCt. Divi- dende gebe», lassen die Bethelligten keine Roth leiden. Schutz- zöllnerische Blätter selbst schreiben, die Handelsverträge könnten keinen Schaden bringen, 1879 habe man sein Schäfchen ins Trockene gebracht. Das arme Volk leidet aber sehr unter den Zöllen, z. B. die Nothleidenden, die von der Gemeinde Magde- bürg täglich 1,40 M. beziehen. Die Regierung erklärt immer. für die Bessernng des Familienlebens eintreten zu wollen; sie kann es am besten durch Abschaffung der Lebensmittel-Zölle. Alle. die ein Herz für das Wohl des Volkes haben, bitte ich, unserem Antrage zuzustimmen.(Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. von Manteuffel(dk.): Ich bitte den Antrag ab- zulehnen, weil wir uns bei Berathung der Handelsverträge ein- gehend über die ganze Frage unterhalten haben. Ich will aber doch auf einige Ungeheuerlichkeiten und Unglaublichkeiten ein- geben, welche der Vorredner vorgebracht hat. Die Handels- vertrage bringen keine Beseitigung der Schutzzöllneeei, sondern wir hoffen, daß der Schutz für die Landwirlhschaft bestehen bleiben wird, denn ohne die Landwirthschaft würde der Staat bald Schaden leiden.(Zuslinimung rechts.) Die einzelnen Mittheilungen des Vorredners über den Nothstand lassen sich nicht kontrolliren. Der Nothstand ist«ine Folge der schlechten Ernte, aber nicht eine Folge der Gctreidezölle. Der Vorredner hat nicht einmal den Beweis geliefert, daß durch die Beseitigung der Gelreidezölle das Brot billiger wird. Das Roßfleischessen ist doch kein Beweis für den Nothstand. Daß die Löhne der ländlichen Arbeiter nicht gestiegen sind, ist unwahr; ich behaupte, sie sind mit allen Zuwendungen in Naturalien ,c. um 50 pCt. gesttegen.(Widerspruch links.) Nicht nur wenige Personen haben Vortheile von den Getreidezöllen, sondern große Kreise der Bevölkerung; denn wenn die Landwirlhschaft kein Geld hat, leidet Handwerk, Handel und Industrie. Von der Aufhebung der Getreidezölle haben aber nur sehr wenige Per- sonen Vortheil und das sind sozialdemokratische Agitatoren. (Zustimmung rechts; ironisches Bravo bei den Sozialdemokraten.), Abg. Buhl(natl.) bestreitet, daß die kleineren Grundbesitzer f gar keinen Vortheil von den Getreidezöllen haben; er habe sich namentlich in Süddeutschland darüber unterrichtet und ermittelt daß die kleineren Besitzer«inen großen Vortheil von den Getreidezöllen haben. Die hohen Kartoffelpreise sind nicht mit den Getreidezöllen in Zusammenhang zu bringen, ebenso wenig kann man den Nothstand in den Weberbezirken des Eulen- gebirgeS und so werter mit Getreidezöllen zusammenbringen. Ich werde gegen den Antrag Auer stimmen und meine Freunde mrt mw. Ich habe für die Handelsverträge gestiinmt, aber in der Hoffnung, daß man zum Gedeihen der Landwirthschaft den noch verbleibenden Schutz ausrecht erhalten wird. Abg. Graf Behr: Was wollen die Sozialdemokraten mit ihrem Antrage eigentlich erreichen? Einen Erfolg können sie doch garnicht erzielen. Ich will auf die Einzelheiten nicht ein- gehen. Was soll man denn dazu sagen, daß Sie behaupten, die Löhne sind nicht gestiegen? Das ist eine Verneinung offenkundiger Thatsachen. Daß die Getreidepreise nicht von den Zöllen ab- hängen, ist oft genug nachgewiesen; wer sich nicht überzeugen lassen will, mit dem kann man nicht mehr verhandeln. Die Sozialdemokraten wollen nur die landwirthschaftlichen Zölle auf- heben, nach Ihren Anschauungen müssen Sie doch auch die in- dustriellen Schutzzölle aufheben!(Zustimmung bei den Sozial- demokraten.) Warum bringen Sie nicht einen dahingehenden Antrag ein? Abg. Bamberger(dfr.): Im Auftrage meiner Freunde er- kläre ich, daß wir für den Antrag stimmen werden. Wir stehen wie bei Einbringung des Antrages auf dem Boden desselben Daß er heute erst zur Berathung und Abstimmung kommt, ist eine Eigenthümlichkeit unserer Geschäftsordnung, sonst würden die Sozialdemokraten wohl kaum den Antrag für so dringend gehalten haben, ihn jetzt einzubringen. Sollte der Antrag zur dritten Lesung kommen, so würden wir auf die Modalitäten zurückkommen, die wir in unserem Antrag, der zugleich mit 4 der ersten Lesung dieseZ Antrages berathen wurde, aufgestellt haben. Abg. Bebel(Goz.): Wir haben in dieser Frage von Anfang an eine koniequ ente Haltung angenommen. Das Verwundern d«S Grafen Vehr versteye ich daher nicht. Auch Abg. Bamberger hat Unrecht, wenn er glaubt, wir würden diesen Antrag nicht von Neuem gestellt habe», wenn er nicht schon durch die ganze Tauer der Session hingeschleppt worden wäre. Wir würden ihn in jedem Falle gestellt haben. Wir halten die Getreidezölle für ein Unglück; von ihnen hat die große Mehrheit des Volkes Nach- theil, und nur eine lleine Minderheit Vortheil, muß ihn aber mit den Jndustriezöllen wieder bezahlen. Die schlechte Ernte der Kartoffeln hat freilich zu ihrem hohen Preise beigetragen, dieser hängt aber noch von anderen Faktoren ab. Die Löhne im Osten sind heute noch vielfach Hungerlöhne, daher die starke Sachsen- gänaerei und überseeische Auswanderung. Seit geraumer Zeit haben wir in Deutschland einen Rückgang der Ernährung, wodurch unser Volt mehr und mehr einer allgemeinen Degeneration verfallen wird. Der Dnrchschnittsverbrauch von Brotgetreide pro Kopf ist von 213 auf ISk» Kilo zurückgegangen. Wenigstens hätten das Brennen und die Ausfuhr der Kartoffeln von Staatswegen untersagt werden sollen. Die Verschlechterung der letzten Jahre zeigt sich in den Notizen über den Fleischverbranch der großen Städte, z. B. für Berlin, Breslau, Görlitz. Der Konsum von Pferdefleisch steigt dagegen, weil es billiger ist. Wenn ich nicht irr«, hat die Stadt Berlin bereits 1 Million Mark ausgegeben, um dem Nothstand in der letzten Zeit etwas zu steuern. Jeder, der mit den Massen in Berührung komnit, weiß, wie sehr gerade in diesem Winter der Nothstand gestiegen ist. Daß die hohen Lebensmittelpreise doppelt und dreifach gefühlt werden, kann Niemandem zweifelhaft sein. Daß die Zollermäßigung eine Er- Mäßigung der Getreidepreise herbeiführt, beweisen die jüngsten Erfahrungen mit den Handelsverträgen schlagend.(Widerspruch des Abg. v. Schalscka.) Di» Getreidepreise sind jetzt sogar noch bedeutend mehr gefallen, als die Zollermäßigung durch die Handelsverträge velrägt, weil naturgemäß die Spekulanten die Getreidezusuhren bis zum 1. Februar zurückhielten und danach größere Quantitäten als unter normale» Vcrhältniffen ins Land strömten und den Preisdruck ausübten. Aber im Frühjahr, namentlich wenn unsere Ernteaussichten so ungünstig bleiben wie jetzt, werden die Preise wieder ganz erheblich in die Höhe gehen. Und wenn unsere Ernte auch noch so günstig ausfällt, so werden wir doch, wenn nicht auch die russische Ernte sehr günstig wird und das wird sie nicht, sie wird im Gcgentheil noch schlechter werden— keine Preisverbesserung zu erwarten haben, weil die russischen Zufuhren ausbleiben werden. In dem Maß«, wie die Getreidezölle sinken, müssen selbstverständlich auch die Industrie- zölle fallen. Wir bedauern daS Kartell zwischen der Industrie und den» Agrarierthum, und würden unS freuen, wenn die weitere Entwickelung der Dinge dieses Verhältniß stören würde und die Agrarier einsähen, daß sie sich aus ihre alten Freunde der Industrie nicht mehr verlaffen könnten. Ter Reichskanzler sagte bei der Be- rathung der Handelsverträge: solange die Verhältnisse so bleiben wie jetzt, werde die Regierung sich an die gegenwärtigen Getreidezölle für gebunden erachten, aber eine bestimmtc Erklärung für die Zukunft könne er nicht abgeben. Das ist richtig, denn wenn die Nothlage noch schlimmer wird, alS jetzt, wird d»e Regierung doch ein« weitere Zollern, Sßigung herbeiführen müssen. Allerdings kommen bei einem Einnahme- Ausfall an Getreidezöllen für den Reichssäckel noch andere Jntereffen in Frage, namentlich die Frag«, woher die Regierung die Mittel zur Anfrechterhaltung der Wehrkraft hernehmen soll. Aber darüber zerbrechen wir uns nicht den Kopf. Gefetzt, wir kämen an die Regierung, so würden wir eben die ganzen Verhältnisse, die diese großen Ausgaben nothwendig machen, ändern. Jetzt handelt es sich nnr um Ab- hilse für den Nothstand und Beseitigung der Einrichtungen, welche diesen Nothstand bestärken, also der ungerechten Steuern, die am härtesten die Klaffen treffen, die am wenigsten leisten können. Ein Staat, der Gerechtigkeit will, kann solche Steuern nicht be- stehen lasten.(Beifall bei den Sozialdeniokraten.) Abg. Graf Holstein(dk.): Ich muß wieder zurückkommen, aus das, was ich schon so oft ausgesührt Hab». Von den Getreide- zöllen haben nicht blas die Großgrundbesitzer, sondern auch die kleineren Landwtrthe und das Handwerk, ja die ländlichen Ar» deiter selbst Vortheil: fragen Sie nur die Drescher bei uns, ob sie sich nicht lieber hohe als niedrige Getreidepreis« wünschen. Eine Folge der höheren Preist war auch die bessere Fürsorg« für die Arbeiter, die Unterbnngnng derselben in besseren Woh- nungen u. s. w., Nach einer kurzen Erwiderung des Abg. Bock auf die Aus- sührungen des Herrn von Mantcuffel und des Grafen Holstein wird der von den Sozialdeniokraten vorgeschlagene Gesetz- «ntwurs gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Frei- sinnigen abgelehnt. Es folgt die erste Berathung deS von dem Abg. Auer und Genosten eingebrachten Gesetzentwurfes betrestend die Auf- Hebung von Wirkungen deS Sozialistengesetzes, § 1. Znwiderhandlungen gegen Bestimmungen deS Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestre- düngen der Sozialdemokratie, sowie Zuwider- Handlungen gegen die auf Grund deffelben Gesetzes er- lastenen Anordnungen von Behörden stnd nicht mehr straf- bar. Die wegen derartiger Zuwiderhandlungen schwebenden Strafverfahren sind«inzusteuen. s 2. Die auf Grund des ß 7 oder deS§ 14 deS Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozial- demokratie beschlagnahmten Gegenstände(VereinStossen, für Zwecke deS Vereins bestimmte Gegenstände, Druckschriften, Platten und Formen) sind, soweit dies« Gegenstände nicht vernichtet stnd, den Personen, auS deren Besitz oder Ge- wahrsam diese Gegenstände entnommen sind, oder deren Rechtsnachfolgern auf deren Verlangen zurückzugeben. g 3. Die auf Grund der§§ 23 und 24 deS Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozial- demokratie ausgesprochenen Beschränkungen der Gewerbe- sreiheit werden aufgcstoden. Abg. Stadthage»(Soz.): Unser Antrag kann nicht alles Elend wieder gut machen, welches durch das Sozialistengesetz herbeigeführt ist; die Summe von Haß und Erbitterung, die da- durch herausbeschworen ist, können wir unmöglich beseitigen. Wir wollen nur die großen Ungerechtigkeiten abschwächen, welch« durch das Gesetz veranlaßt stnd. Für unseren Gesetzentwurs muffen meines ErachienS alle Diejenigen stimmen, die wünschen und wollen, daß das Sozialistengesetz, nachdem es begraben ist, nun auch todt bleiben soll. Durch daS Sozialistengesetz hat sich eine eigenthümliche JnierpretaticknSlust der Justizbehörden heraus- gebildet, das Reichsgericht hat selbst ausgesprochen, daß die Ver- breitung von Flugblättern im Sinne des Sozialistengesetzes anders aukufujfen sei als sonst. Wir wollen darüber nicht rechten, aber wir verlangen wenigstens, daß nach dem Tod« des Sozialistengesetzes nicht Personen in Bersolgung gesetzt werden, welche nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen nicht verfolgt werden dürften.§ l unseres Gesetzentwurses verlang«, daß Zuwiderhandlungen gegen die Be- stimnmngen des Sozialistengesetzes nicht mehr strafbar sein sollen. Das erscheint aus den ersten Blick als etwas Selbstverständliches, aber gegenüber der Interpretation, welche jetzt bei den Gerichten üblich ist. muß dieser Paragraph geschaffen werden. Wir sprechen hierbei durchaus nicht pro ckwno. sondern auch zu Gunsten der anderen Parteien, sowohl der freisinnigen wie der konservativen. und zu Gunsten mancher Beamten, welche vielleicht noch heule bestrast werden müßten. weil sie die Bestimmungen des Sozialistengesetzes nicht richtig ausführten. In den Ge- bieten des Neinen Belagerungszustandes wurden. entgegen den Bestimmungen deS Sozialistengesetzes, Flugblätter ver- theilt von allen Parteien, aber nur der Sozialdemokrat wurde angeklagt. WaS von Sozialdemokraten zu saflen war, haben die Behörden dank ihrer Verfolgungssucht zur Verant- wortung gezogen. Viele von diesen Sozialdemokraten stnd noch nicht abgeurtheilt.(Präsident v. Levetzow: Die Behörden haben niemats Verfolgungssucht. Lachen bei den Sozialdemokraten, Beifall rechts.) Es schlägt dem Rcchtsbewußtsein ins Gesicht, eine Handlung zu bestrafea in demselben Augenblick, wo man dieselbe Handlung straflos begehen kann. Auch der§ 2 unseres Gesetzentwurfes kommt nicht allein der Sozialdemokratie zu Gute; er geht dahin, die Heiligkeit des Eigenthums, die Sie immer proklainiren, als etwas Wirkliches hinzustellen, und ver- langt, daß beschlagnahmte Gegenstände den Personen, aus deren Besitz oder Gewahrsam diese Gegenstände entnommen sind, oder deren Rechtsnachfolgern auf ibr Verlangen zurückgegeben werden. Es sind Druckschriften, Kassen von Vereinen u. f. w. beschlagnahmt worden, ohne daß ein Vergehen vorlag. Eine große Anzahl von Behörden, namentlich in Sachsen, hat erklärt, daß sie diese Gegenstände nicht herausgeben. Man kann doch nicht einen beschlagnahmten Gegenstand plötzlich aus dem Eigen- thtim des Einzelnen in das Eigenthum des Staates übertragen. Wer auf dcm Standpunkt steht, daß das Eigenthum unverletzlich ist, daß Niemand sein Eigenthum verlieren kann als aus Grund des Gesetzes, der muß hier den Eigenthümern wieder zu ihrem Eigenthum verhelfen. Auf Grund des Gesetzes hat man auch Beschränkungen der Gewerbefreiheit eintreten lassen, man hat Bibliotheksinhatern u. f. w. die Genehmigung für ihren Betrieb entzogen. Die Ausrechterhaltung dieser Maßregeln nach Ablauf des Sozialistengesetzes, dieses Schandgesetzes, ist ein Unrecht. Es widerspricht dem Rechtsbewußtsein des Volkes, Jemanden zu be- strafen, der keinerlei Unrecht begangen hat. Präsident von Levetzow: Der Vorredner hat ein vom Kaiser, Bundesrath und Reichstag genehmigtes Gesetz ein Schand- gesetz genannt. Ich rufe ihn deswegen zur Ordnung. Abg. Klemm(dk.): Es ist ein Unterschied zu machen zwischen der Dauer eines Gesetzes und der Dauer der auf Grund dieses Gesetzes verhängten Strafen. Diese Strafen fallen nicht fort mit dem Aufhören des Gesetzes, sondern bleiben bestehen. Das Gesetz ist niemals aufgehoben, fondern nach gewisser Dauer abgelaufen. Die Strafen können nur durch einen besonderen Akt der Gesetzgebung ausgehoben werden und dazu fehlt uns jede Veranlassung, denn wir würden damit anerkennen, daß wir das Sozialistengesetz für ein schlechtes halten oder gehalten haben. Das ist aber nicht der Fall, wir sind un Gegentheck der Meinung, daß das Sozialistengesetz ein gutes war. Die Konsequenz fordert also von uns die Ablehnung des Antrages. Abg. Spahn: Die Konsequenz fordert das nicht, vielmehr liegt die Sache so, daß Dinge, die unter dem Sozialistengesetz strafbar waren, es jetzt nicht mehr sind, daß also auch dafür die Strafe aufgehoben werden muß. Redner erklärt sich aber nur dafür, daß die ausgesprochenen Beschränkungen der Gewerbe- Sreiheit wieder aufgehoben werden. Die anderen Bestimmungen ind nicht annehmbar. Abg. v. Bar(dfr.): DaS Sozialistengesetz ist nicht aufgehoben, sondern erloschen, weil das Rechtkbewußtsein ein anderes wurde. Deshalb ist es auch nothwendig. der Anwendung dieses Gesetzes ein Ende zu machen. Wenn das Reichsgericht trotzdem noch Folgen des Gesetzes anerkennt, so muß ein Gesetz erlassen wer- den. um das Sozialistengesetz endlich der Vergessenheit anHeim zu geben. Nach einem kurzen Schlußwort des Antragstellers Stadt- Hagen wird die Debatte geschloffen. Die zweite Lesung wird ohne kommissarische Berathung im Plenum erfolgen. Ein Autrag der Sozialdemokraten betreffend die Uebernahme der Verwaltung und des Eigenthums des Apothekenwesens durch das Reich wird auf Antrag der Antragsteller von der Tages- ordnung abgesetzt. Es folgt die Berathung einiger Petitionen. Die Petition des Zentralausschusses der vereinigten JnnungZ- verbände Deutschlands betreffend die Verleihung der Rechte der juristischen Personen an die Jnnungsausschüsse soll nach dem Antrag der Kommission durch Uebergang zur Tagesordnung er- ledigt werden. Die Abgg. Hultzsch und Genoffen beantragen die Uebcr- Weisung der Petttton an den Reichskanzler zur Erwägung. Die Abgg. Hart manu(dk.) und Hitze(Zentr.) empfehlen diesen Antrag. Der Antrag ward gegen die Stimmen der Deutschkonser- vativen, der Reichspartei und des Zentrums(deren Bänke schwach besetzt sind) abgelehnt. Ter Antrag der Kommission wird an- genommen. Die Petitionen des Maurermeisters I. Lorenz und des Aus- schusses des Verbandes der deutschen Berufsgenossenschaften be- treffend Abänderung des Unfallversichernngs-Gesetzes werden eben- falls durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Schluß 4'/« Uhr. Nächste Sitzung Donuttstag 1 Uhr(Tele- graphengesetz, Wahlprüfungrn). Uotmles. Tie Korruption in der Knust treibt immer herrlichere Blüthen, seit der Großmeister der Verderbniß von Moral und Anstand in der Literatur, Herr Paul Lindau, den Kritikersternen zweiter Größe mit so herrlichen, Beispiel vorangegangen ist. Der Mann bat Schule gemacht, wie man aus Folgendem ersehen wird. Und der Zufall will es gerade, daß, der ihn über- trumpfte, auf dem NachbarredaklionS-Seffel des Paul Lindau- Sessels thront. tatte Herr Lcndau den Boykott gegen eine Schauspielerin !chriftstellerin erklärt, weil diese Dame sich nicht zu der Höhe der Lindau'schen Auffassung über Ehre aufschwingen wollte, so erklärt Herr Heinrich Ehrlich sogar den Boykott gegen einen Künstler, weil er seinen(d. h. Ehrlich's) Freund, den Musik- gewaltigen Hanslick in Wien, nicht— gegrüßt Hab«. Moritz Rosenthal, der Keffliche Pianist, der nach dem Urtheil der amerikanischen und gesammten deutschen Fachpresse einer der ersten Künstler seines Faches sein soll und im letzten Winter beispiellose Erfolge erzielte, sollt« das Opfer des Zornes des Musikdonnerers Heinrich Ehrlich vom„Berliner Tageblatt" sein. Wer weiß, ob der Bubenstreich nicht gelungen wäre, wenn, wie das jetzt so üblich ist, der Boykollbrief des Ehrlich nicht durch„Verrath"(oder„Bertruuensmißbrauch" T) an das Licht der Oeffentlichkeit gezogen wäre. Da dies aber durch«inen ehrlichen Kritiker der bürgerlichen reff« geschehen ist, so ersahren wir zusällig, daß der grimmige «nslick in Wien, der Musikpascha der blauen Tonaustadt, über .losenthal den Boykott verhängte, weil dieser ihn nicht gegrüßt Hab«,»ind daß er die Boykottordre an H. Ehrlich weitergab. Herr Rud. Masse aber soll Unrath gewittert haben und ent- zog Herrn Ehrlich rechtzeitig das Referat für die Rosenthal- Konzerte, so daß Ehrlich für Berlin wenigstens seinen Unfug nicht treiben konnte. Wie«ine Rachesurie aber heftet dieser Mensch sich an die Sohle des Künstlers mit dem festsitzenden Hute, und bis nach Leipzig verfolgt er ihn mit seinem Zorn. In seinem Bannbries an das dortige„Musikalische Wochen- blatl" hat Ehrlich, der bei jeder Gelegenheit mit seiner Un- abhängigleit und Unbestechlichkett prahlt, den traurigen Muth, zu schreiben: „Geben Sie den Ihnen nahestehenden Redaktionen Kenntniß, daß ich die lobenden Berichte über R. im„Verl. Tageblatt" nicht geschrieben Hab«,„da ich mir von Mass« absolut nichts vor- schreiben lasse", und geben Sie ihnen ferner Kenntniß davon. daß dem unmusikalischen Hexenmeister künstlerischer Anstand und weltmännisch« Klugheit ganz fehlen, denn er hat meinen Freund Eduard Hanslick nicht gegrüßt. Im Uebrigen hat R. kein« Kenntniß von Bach." U. f. w. Nur dem Umstand«, daß der Leipziger Kritikus mcht Ordre p.irirt« und den Banubries veröffentlicht«, verdanken wir, wie demerkt, die Kenntniß dieses literarischen Bubenstreichs. Was aber sagt Herr Eugen Richter dazu, der seinen öden Witz daran ausläßt, daß»m sozialistischen Zukunftsstaat die Kunst nicht die Garantien des Gedeihens haben werde? Nein, Herr Richter, solche Grundsätze, das können Sie uns aufs Wort glauben, werden in die ästhetische Kritik nicht eingeführt werden, wie sie die Lindau, Hanslick, Ehrlich u. f. w. belieben, und wie wir sie gelegentlich der Kunstkritiken während der letzten Kunst- ausstellung festnagelten, in denen das Unmöglichste an Gehässig- keit gegen die„freien Geister" geleistet wurde. Auch ein Lindau-Ring wird in unserem Kunst- Staate nicht möglich sein, ein Ring, in dem die Lindau und Konsorten die aufgeblasene Unfähigkeil zur Herrscherin in der Kunst stempeln und das talentirte Koryphantenthum zu Tode Hetzen, wenn es nicht den Speichel der Splitterrichter zu lecken versteht. Herr Ehrlich(wo mag er nur seinen Namen herhaben?) scheint ja auch zum Lindau- Ring zu gehören. da die Presse dieses Korruptionsbundes den Fall Rosenthal systematisch ver- schweigt. Wahrlich, die Muse kann sich in Sack und Asche hüllen, denn das Zuhälterthum feiert seine Orgien schon iui Tempel der Künste. Lächerlich« Anrempeleien. Der„Evang.-Kirchl. Anzeiger" leistet sich in seiner Nr. 3 folgende Tendenzlügen: Der„Vorwärts" kann nicht unterlassen. auch gegen die Wärmehallen mißgünstige Artikel zu bringen, und zwar gegen die am Alexanderplatze. Das Blatt gesteht zwar, daß die Halle stärker frequentirt sei, als man geahnt hatte, und daß den be- dauernswerlhen Menschen die bitterste Roth an den Ge- sichtern abzulesen sei. Diese Roth aber wird von dem sozial- demokratischen Zentralorgan zu Parteizwecken und zur Aufreizung f legen alle Nichts ozialdemokraten ausaebeutet. Ein Korre- pondent des„Vorwärts" geht am 7. Februar mit mehreren Genossen in die Wärmehalle und vertheilt Geld, damit sich eine Anzahl„der auf den Bänken dicht aneinander- sitzenden Männer jeder Altersstufe" Marken für eine Schüssel Linsensuppe hole. Anstatt daß nun der Korrespondent des„Bor- wärts" sein Geld ohne Störung der Hausordnung vertheilte, ver- anlaßte er ein Gedränge, machte sich dabei als Wohlthäter der Menschheit wichtig und widersetzte sich den Angestellten, welche baten, die Gänge frei zu halten. Einer der.Genoffen' beschimpft« die Angestelltcn als Bourgeoisprotzen, die sich von den Groschen der Armen mästen. Der Zweck der Sozialdemokraten, die?ln- gestellten zu reizen, war erreicht. Es folgte eine heftige Aus- einanbersetzung, die mit der Exmission der„Genossen" durch die Schutzmannschaft ihr Ende fand. Und der Urheber einer solchen Skandalszene sucht seine Frledensstörung noch im„Vorwärts" zu verherrlichen l In derselben Weise treiben es die Sozialdemokraten auch in den Christlichen Herbergen zur Heimath. Unter den verschiedensten Vorwänden und Masken reizen und chikaniren sie die Angestellten fast täglich in einer Weise, daß es Niemandem Wunder nehmen kann, wenn dadurch häufiger gef waltsanie Ausweisungen herbeigeführt werden, wie sie früher bei den Christlichen Herbergen zur Seltenheit gehörten. Die Sozial- demokratte bekämpft nicht blos die religiöse Wohlthätiakeit, son- der» auch jede rein humane. Sie gebraucht kür ihre Zwecke un- zufriedene Leute, und daher wirft sie auch»n die Wärmehallen und Herbergen zur Heimalh unaufhörlich die Brandfackel der Aufleynung und der Zwietracht." Die fronimen Herren des kirchlichen Blattes erweisen sich als ebenso— geistig arm. wie alle Gegner der Eozialdemolratie, denn sie arbeiten nach bekannter Manier mit halttosen Verleum- düngen und Verdrehung von Thatsachen, und suchen die Berant- worllichkeit für ihre eigenen Sünden von sich abzuwälzen und der Sozialdemokratie auszuhalsen, diese lediglich als„Stören- sried" hinzustellen. Freilich, die herrschende» Klaffen könnten ganz ungenirt und ungestört nach ihrem Gefallen wirthschasten, wenn die Sozialdemokratie nicht die Schäden und Mängel und den Widersinn der heutigen Gesellschaftsordnung ausdcckte und klarstellte! Dt« Lösung der sozialen Frage ist«in gut Stück gefördert worden, und zwar ist es das liebliche Spandau, auS welchem uns Erleuchtung kommt,— es ist wirklich und wahrhaftig so und wir selbst hätten es nicht geglaubt, wenn wir es nicht schwarz auf weiß in dem„Anzeiger für das Havelland" gelesen hätten. Diese- Weltblatt verkündet nämlich seinen Lesern Folgendes: In der vergangenen Nacht wurden von einem Sicher- heitsbeamten in einer Strohmiete drei Individuen angetroffen, die sich daselbst zur Ruhe niedergelassen hatten. Dieselben wurden nach dem Polizeigewahrsam transportirt. aus welchem heute ihre Entlaffung erfolgte, nachdem ihnen die Beschaffung eines ordnung s- mäßigen Unterkommens aufgegeben war. Möge also die übrige Welt dem Beispiele Spandaus folgen. Hier sind die guten Rathschläge billiger wie Brom- beeren. Wer obdachlos ist, dem wird die„Beschaffung eines ordnungsmäßigen Unterkommens aufgegeben", wer nichts»u essen hat, dem giebt man die„Beschaffung eines ordnungsmäßige" Mittagessens aus" und wer nicht m christlicher Demuth Alles erträgt, was ihm ganz wider seinen Willen zustößt, dem wird die Anschaffung einer ordnungsmäßigen Portion Demuth von der Behörde verordnet. Wem das noch nicht Hilst, der verdient wahrhastig nicht, auf dieser schönen Erde auch nur zu �r- hungern. Wer hätte denken sollen, daß sich in Spandau«ine solch« Menge Klugheit vorfindet,— wie weit stnd wir Berliner in der Kulturentwickelung zurück gegen diese„smarten" Sozialpolitittt der Weltstadt Spandau? Ihr Geheimniß verrathen unS natürlich die braven Juliusthürmler nicht. Sie geben einfach den Leuten aus, sich das und das zu beschaffen und da»iit Hollah! Eine bescheiden« Anfrage nur: wovon soll sich denn der Obdachslose ttn ordnungsmäßiges Unterkommen, wovon sich der absolut Mittet- lose ein ebenso ordnungsmäßiges Mittagsessen beschaffen? Kann er denn aus Schwarz Weiß, aus einem leeren Beutel«in gew- strotzendes Portemonnaie inachen? und ivenn man in Spandau den Obdachslosen zehn Mal aufgiebt, schleunigst in die Luft z» fahren, ohne einen Geruch von Pech und Schwefel zu hinter- lassen, so wird das erst dann etwas helfen, wenn nian ihn«" erklärt, w i e sie das anzufangen haben. Die Spandauer sind zwar hervorragend bedeutende Menschen, so bedeutend aber si"d N« doch noch nicht, daß sie einfach dekretiren können und daß Dekret sofort in Bollzug tritt. Besser wäre es. wenn man>" Spandau mit seiner Weisheit nicht mehr länger hinter dem Berg« hielte, sondern erklärte, wie eigentlich die obdachslosen„3nD'' viduen" dem ihnen„aufgegebenen" Befehl nachkommen sollen. Ueber de»..„ Gerichtsrubrik bereits daß der Angeklagt« zu» ijayr �esangmp uno auw. strafe verurtheilt worden ist. Wir kommen an dieser Stelle»> den Prozeß nochmals zurück, um unseren Lesern zu»"S«"', welch' ungeheuren Summen sich die Spekulationen an der-Övii bewegen. Schwieger hatte sich mit einem Buchhalter „Deutschen Bank" in Verbindung gesetzt und durch die Schw deleien der beiden Gauner ist ous Bankinstitut um 3 Million 200 668 M. geschädigt worden. Hiervon mußten die Akaona 1 100 000 M. tragen. In welcher Weis« die beiden Speluianie es fertig gebracht haben, die Direktion der �Deutschen«an hinter's Licht zu führen, war in unserem BerhandlungSbertchi«" falls detaillirt angegeben, der VerurtheUte Schwieger hatte Schi"? scheine gefälscht und sein.Kompagnon" die Buchung der g fälschten Scheine in den Büchern der„Deutschen Bank" bewii- Während Schwieger festgenommen wurde, macht« sich sein>nu, Theilnehmer aus dem Staube und ist bis heut« noch nicht« wischt worden. Welche Summen die beiden Gauner aus ihrem„Geich«! aezoaen haben. geht daraus hervor, daß Schwieger bis z September 1890 fich 146 882 M. Gewinn" von der Deutschen so daß sie nach der Charitee gebracht werden mußte. Die Thäterin| II. Straffammer an. Wie wir hören, foll der Rammerherr Bant" hat auszahlen laffen. Als Spekulationsobjekt dienten wurde verhaftet. Mittags gerieth ein achtjähriger Knabe vor Graf Gersdorff abermals fein Nichterscheinen angezeigt ausschließlich ruffische Rubelnoten. Das Geschäft war auf jeden dem Hause Blücherstr. 14 unter die Räder eines Milchwagens haben, fo baß sich der Gerichtshof abermals mit der Frage zu Fall ein einträgliches: Den Gewinn heimsten die beiden Gauner und erlitt anscheinend schwere innere Berlegungen, welche feine beschäftigen haben wird, ob noch einmal eine Vertagung ber ein, den Verlust mußte das Bankinstitut tragen. Gewiß ein ganz Ueberführung nach dem Krankenhause am Urban erforderlich Verhandlung eintreten, oder die Sache ohne den Grafen Gers sauberes Geschäft! Der Herr Schwieger hat übrigens schon machten.- Bor dem Hause Stegligerstr. 65 fand Nachmittags ein dorff zu Ende geführt werden soll. Der Vertheidiger: des An früher eine ganz besondere Vorliebe für Ruffen" gehabt. Als Zusammenstoß zwischen zwei Geschäftswagen statt, wobei der Führer geklagten, Rechtsanwalt Dr. Friedmann, wird nachdrücklichst für er Direktor der Berliner Handelsgesellschaft war, machte" des einen Wagens durch die Deichsel des andern am Arm schwer bie zweite Alternative eintreten, da er noch immer auf dem er auch schon Spekulationsgeschäfte in russischen Noten. verlegt wurde, so daß er nach dem Elifabeth- Krankenhause ge- Standpunkt steht, daß Graf Gersdorff schwerlich überhaupt vor Innerhalb sechs Monaten hatte er die Gesellschaft mit bracht werden mußte. Zu derfelben Zeit wurde ein vier- Gericht erscheinen wird. Zengen gesucht. In der Nacht vom 19. zum 20. d. M. gegen 1 ühr verunglückte nach der Ausfahrt des Zuges 9 L aus Der Station Spandau ein Reifender IV. Klaffe vermuthlich da durch, daß er auf die Plattform des Wagens hinaustrat, herunter fiel und getödtet wurde. Bei Ankunft des Zuges auf dem hiesigen Lehrter Bahnhof machten zwei Mitreisende des Berunglückten unter Abgabe eines hellen Handkoffers dem diensthabenden Stationsbeamten Meldung von dem Borfall. Leider ist die Feststellung der Persönlichkeiten unterblieben. Da es jedoch im allgemeinen Intereffe und befonders im Intereffe der Berwaltung liegt, daß die Namen und der Aufenthalt der beiden Reifenden bekannt würden, werden diese und anderweite Beugen des Vorfalles gebeten, sich im Betriebsamts- Gebäude, Invaliden Straße 52, behuss eventueller Aufklärung des Borfalls einfinden zu wollen, vermuthet. Gerichts- Beitung. wir ans 2 Millionen Mark hineingelegt. Das war den Aktionären doch jähriges Mädchen vor der Markthalle VI, Aderir. 28 bis 26, zu toll und sie fetzten dem Russennoten liebenden Direktor schleu- von einer Droschte überfahren und erlitt einen Schädelbruch. Es Die gesetzmäßige Regelung der Alterszulagen ges nigst den Stuhl vor die Thür. Während der geheimen Geschäfts- wurde nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht. Als Nachspruch auf das Einrüden in die höhere Gehaltsden Beamten keinen einflagbaren Anverbindung" mit der Deutschen Bant war Schwieger für 11 Mil- mittags ein sechsjähriger Knabe sich auf einem Thorflügel an itu fe. Eine dahingehende Entscheidung fällte der achte Zivillionen Rubel Engagements für Rechnung der Bant eingegangen. Der Einfahrt zu dem unbebauten Grundstück Müllerstr. 51 hin- fenat des Rammergerichts in der Prozeßfache des LokomotivDie Millionen find also diefen beiden Leuten nur immer so und herschaukelte, löste fich derfelbe aus den Angeln und ftel führers S. gegen den preußischen Gifenbahnfistus. Der Kläger, fenat des Rammergerichts in der Prozeßfache des Lokomotive durch die Finger geflossen, ohne daß auch Jemand nur den dem Knaben auf das Bein, wobei er einen Bruch des Ober- führers S. gegen den preußischen Eisenbahnfistus. Der Kläger, Leifeften Berdacht schöpfte. Wenn der eine der beiden Rom- fchenfels erfitt, so daß seine Ueberführung nach dem Kranten- welcher seit dem Jahre 1885 das höchste Gehalt der Lokomotivpagnons" nicht ausgerückt wäre, wäre der Schwindel schließlich hause des Paul Gerhardtstifts erforderlich wurde. Im Laufe führer mit 1800 M. pro Jahr bezog, wurde am 1. Januar 1891 noch eine Reihe von Wochen fo fortgegangen. Man sieht aus des Tages und am darauffolgenden Morgen fanden drei kleine führer bei den im Jahre 1890 fstattgehabten allgemeinen Gehaltspenfionirt. Nun wurde bekanntlich das Gehalt der Lokomotivder Geschichte aber, mit welch' ungeheuren Summen an der Brände statt. Börse operirt wird. Bedenkt man dagegen, wie der Arbeiter erhöhungen der Beamten auf 3000 m. erhöht und dieser Satz jeden Pfennig zehnmal umdrehen muß, ehe er ihn ausgeben darf, auch den in der ersten Gehaltsstufe befindlichen Beamten ge= so ist es erklärlich, daß wir vor dem Treiben der Börsianer keinen währt. Troh der bekannten Erlaffe des Staatsministeriums vom 24. Oftober 1890 und Des allzu großen Respekt haben. Kultusministers vom 2. Januar 1891, nach benen fogar den pensionirten Beamten die Vortheile der Gehaltserhöhungen zu Gute kommen follen, wurde dem Lokomotivführer H., weil infolge eines erIn einer öffentlichen Versammlung, die am 27. Sep- littenen Unfalls seine Benfionirung in Aussicht genommen war, tember vor. J. auf dem Bock stattfand, hielt der Privatlehrer die Gehaltserhöhung nicht gewährt, in weiterer Konsequenz auch Ludwig Henning einen Vortrag über die Weltanschauung des die Pension nur von 1800 m. bemessen. S. ist also ohne er Mittelalters. Hierbei verlas er den Theil eines Kapitels aus sichtlichen Grund und ohne jedes Verschulden hinter jüngere Johannes Scherr's" Deutsche Kultur- und Sittengeschichte", in Kollegen im Gehalt zurückverfest worden. Er hat nun gegen den welchem der Verfasser den unlauteren Verkehr zwischen einem Mönch Fiskus vorläufig auf die Gehaltsdifferenz für die Beit vom und einer Sonne schildert. Dies hatte zur Folge, daß gegen Henning 1. April 1890 bis 1. Januar 1891 in Höhe von 150 M. geklagt, eine Antlage wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit erhoben wurde, ist aber mit seiner Klage vom Landgericht und nun auch vom welche am Dienstag vor der ersten Straftammer des Land- Rammergeicht zurückgewiesen worden. Aus der für die Beamten gerichts I. zur Verhandlung gelangte. Der Gerichtshof wollte fehr ben Einwand des Angeklagten, daß eine Wiedergabe aus einem nehmen wichtigen Begründung Dieses Erkenntnisses ent gedruckten Werte, welches unbeanstandet verbreitet worden fei folgt für preußische nichtrichterliche Beamte ein flagbarer Anspruch folgende Hauptstellen: Aus dem Gesetz und noch werde, etwas Strafbares nicht in sich schließen tönne, auf Ginrücken in höhere Gehaltsstufen weder an sich, noch bei nicht gelten laffen, sondern verurtheilte ihn zu einer Geldstrafe Eintritt einer Etatsveränderung, durch welche höhere Bezüge von 80 M. Ueber das spurlose Verschwinden eines Küraffiers vom ( Dienst- Alterszulage) für die betreffende Beamtenkategorie bereit 6. Küraffier- Regiment in Brandenburg gehen uns nachstehende Ein internationaler Taschendieb wurde gestern der zweiten gestellt werden. Bielmehr erwirbt ein preußischer nichtrichterlich er Mittheilungen zu. Paul Kleinschmidt- fo heißt der Vermißte- Straffammer bes Landgeric, ts I. in der Person des Fisch Beamte den rechtlichen Anspruch auf ein höheres Gehalt in jedem tam am legten Sonnabend um Urlaub ein, um Angehörige, welche händlers" Samuel Dirnfeld aus Ungarn vorgeführt. Der Falle erst durch die Verleihung dieses Gehalts seitens der hierfür in der Hafenhaide in Berlin wohnen, zu besuchen. Thatsache ist Angeklagte wurde dabei ertappt, als er bei der Ein zuständigen Stelle. Das Etatsgesetz giebt nur die Norm ab, nach es nun, daß Rleinschmidt nach Berlin abgereift, an feinem weihung des Schloßbrunnens einer Dame bas Portemonnaie welcher diese Verleihung der zuständigen Behörde gestattet ist. Reiseziel jedoch nicht angelangt ist. Eine Fahnenflucht wird nicht aus der Tasche zu stehlen verfuchte. Die Grmittelungen Die Verleihung selbst aber erfolgt lediglich nach ben ist im Wege nach feiner Bergangenheit ergaben, daß man einen äußerst angenommenen Verwaltungsgrundfäßen und ist im gefährlichen Taschendieb erwischt hatte, ber schon in verschiedenen Rechtens nicht erzwingbar. Auch ist es trotz der Annahme bes Einen Selbstmord, welcher in Bezug auf die Beweggründe großen Städten des Auslandes, in Benedig, München, Wien, Systems der Alterszulagen ein feststehender Verwaltungsund die Nebenumstände höchft interessant ist, beging Montag mit erheblichen Strafen, zulegt mit fünf Jahren schweren Rerters, grundsatz geblieben, daß Beamten, deren Pensionirung Mittag um 11 Uhr der 39 Jahre alte Tischler Theodor Scholz belegt worden war. Der Angeklagte taucht ftets dort auf, wo feststeht, Gehaltserhöhungen nicht mehr bewilligt werden." in seiner Rottbuferstr. 17 im Keller hofwärts belegenen Wert große Menschenansammlungen stattfinden. Im Juli v. J. befand Das Rammergericht führt weiter aus, das die statt. Vor fünf Jahren, und zwar am aweiten Weihnachts- er fich in Frankfurt a. M., wo es ihm gelang, die Behörde zu gezogenen Grlasse für Eisenbahn- Beamte nicht maßgebend feiertage, wurde der Vater des Scholz, der in einer Fabrik in täuschen. Er suchte dort feine Opfer unter den Besuchern der sind, zieht vielmehr eine amtliche Auskunft des Ministers für Langenbielau angestellt war, ermordet. Seit dieser Zeit war der elettro- technischen Ausstellung. Dem Lehrer T. aus Magdeburg öffentliche Arbeiten heran, nach welcher ein Erlaß von ihm in hier lebende Sohn, welcher ungemein an seinem Vater hing, von wurde bas Portemonnaie gestohlen. Mit Bestimmtheit gleichem Sinne, wie der des Staats- und des Kultusministeriums, epileptischen Krampfen befallen. Bor und nach Eintritt dieses behauptete derfelbe, daß der neben ihm stehende Angeklagte weder ergangen, noch den Provinzialbehörden mitgetheilt worden Bustandes, welcher etwa alle vier Wochen wiederkehrte, irrte er der Thäter gewesen sei, Dirnfeld wurde auf der Stelle unter- fei. Wenn auch nach dieser Auskunft die Behörden der Staatswie geistesabwesend tagelang umber. Wiederholt ließ er zu feiner fucht, da man aber das Portemonnaie nicht bei ihm fand und Gisenbahnverwaltung im Allgemeinen angewiefen sind, den Be Frau die Neußerung fallen: ich fann nicht mehr leben, ich habe seine Bergangenheit nicht tannte, wurde er wieder frei gelaffen. amiten die Gehaltszulagen, auf welche sie nach ihrem Dienſtalter mir den Tod meines Vaters au Kopfe gesogen, aber erft fommit Nach seiner Festnahme in Berlin wurde er auch wegen des zu eine Anwartschaft haben, zu bewilligen, soweit nicht gewisse, beDu heran und dann auch die Kinder." Die Familie hielt Frankfurt begangenen Taschendiebstahls zur Verantwortung ge- fonders hervorgehobene Bedenken entgegenstehen( hier sind von Diese Worte für teine leere Drohung, sondern war bezogen und auch auf Grund der Aussage des Beugen T. für über dem Beklagten keine dergleichen geltend gemacht), so sei doch zum ständig auf ihrer Hut. Am legten Freitage, dem Ge- führt erachtet. Der Gerichtshof ging von der Ansicht aus, daß Ausdrucke gebracht worden, daß die Verwaltung sich im Einzelburtstage feiner Frau und zugleich demjenigen feines ver- ber Angeflagte für längere Beit unschädlich gemacht werden falle die Entscheidung über zubilligung von Gehaltserhöhungen storbenen Baters, schien er besonders gut gelaunt au fein, müffe, bas Urtheil lautete auf fünf Jahre Zuchthaus vorbehält, ein flagbares Recht der Beamten auf die etatsmäßigen welches bis Sonntag andauerte. In dieser Zeit scheint und die üblichen Nebenstrafen. Bulagen aber weder geschaffen werden sollte, noch geschaffen ist. er den Gedanken gefaßt zu haben, feine Drohung in Bezug auf sich und seine Familie auszuführen. Am Montag ordnete er Wegen eines argen Vertrauensbruches stand gestern ber an, baß feine 18jährige Tochter, welche außerhalb der Wohnung Raufmann Karl Rändler vor der I. Straftammer hiesigen zu arbeiten pflegt, an dem Tage nicht fortgehen sollte, und daß Landgerichts I. Der Angeklagte war früher selbständiger Kaufauch die übrigen Familienmitglieder zu Hause bleiben sollten. mann, fam aber vor 20 Jahren in die Nothlage, zu bankrottiren Die Ehefrau schöpfte jedoch Berdacht und ging mit dem sechs- und hat aus jener glänzenderen Beit feines Daseins nur noch die jährigen Sohne fort, nachdem sie die achtjährige Tochter in die Erinnerung an den Verlust eines Vermögens von 80 000 M. und Von den Schiffshölleu. Das Hamburger See Arnt vers Saule und die achtzehnjährige in das Geschäft geschickt hatte. eine aus Anlaß seines Bankrotts erlittene Betrugsstrafe gerettet. handelte dieser Tage über schausälige Behandlung von KohlenSchola, ber die Seinen nun vergeblich gesucht hatte, schloß sich nach den Schilderungen, die er gestern dem Gerichte hofe gab, ift tehern auf dem Poft dampfer Sommerfeld", infolge darauf in seiner Werkstatt ein und erhängte sich an der Thür es ihm seitdem mehrfach so schlecht gegangen, daß er sich aus beren 3 derfelben sich ins Meer stürzten und 26 bei erstbester angel, nachdem er an einem Spiegelhafen vorher daffelbe versucht Berzweiflung und Angesichts der Unmöglichkeit, sich aus der ihm Gelegenheit defertirten. Der Reichskommissar führte die Ursachen, hatte, dieser aber ausgerissen war. Der Vorsicht der Frau ist aufgehalften großen Schulbenlast herauszuarbeiten, eines Tages in wie bie Hamburger Börsenhalle" berichtet, auf die große Size es lediglich zu danken, daß eine Familienkatastrophe verhütet selbstmörderischer Absicht auf die Schienen geworfen hatte, aber von zurück, auch sei festgestellt, daß die Leute noch vor ihrem Tode worden ist. einem Unberufenen gerettet worden war. Die Sehnsucht nach mißhandelt wurden. Ferner fei nachgewiesen, daß der Proviant dem Tode scheint ihn aber später gänglich abhanden gekommen nicht von genügender Beschaffenheit gewesen und daß das Eine ,, fürstliche" Belohnung ist dem Schaffner Sch. der zu sein, wie die großen Unterschleife beweifen, beretivegen er jetzt Maschinenpersonal in unwürdiger Weise behandelt worden sei, Linie Lützow- Play- Schlesischer Bahnhof zu Theil geworden, der angeklagt war und welche theilweise wohl auf die Lust am worauf wahrscheinlich die Selbstmorde und Desertionen jurid vor einigen Wochen in dem von ihm geleiteten Waggon 21,000 Leben zurückzuführen fein dürften. Es gelang ihm im vorigen suführen feien. Nach seiner Ansicht hätten sich der Kapitän Rubel fand. Die Verliererin war eine Gräfin, welche dem Jahre in dem Fabrifgeschäft von Bosnansti u. Strelit eine An- Beterſen fowohl wie Maschinist Fendt strafbar gemacht und Berdebahnschaffner die Belohnung von ganzen 9 M. auszahlen ftellung zu erlangen und er erwarb sich bald das Vertrauen seines beantrage er daher, die sämmtlichen Aften der Staatsanwaltschaft, ließ, und, damit bie Freude des Mannes nicht allzu groß fet, Chefs in dem Maße, daß dieser mit der Absicht umging, ihm eine zu überliefern. Kapitän Petersen habe aber auch durch feirs fich über denselben bei der Direktion beschwerte. Die Gräfin leitende Stelle in einem auswärtigen Zweiggeschäft zu übertragen. rohes Wesen und sein Benehmen bewiesen, daß er nicht daza batte den Verlust des Geldes nämlich feiner Beit fofort bemerkt, Der Brinzipal hatte aber durch einen Zufall Gelegenheit, zu entdecken, geeignet fei, als Schiffsführer Untergebene zu befehligen. Ex, war dem Pferdebahnwagen mittelst Droschte sojort nachgefahren, daß der Angetlagte des in ihn gesetzten Vertrauens durchaus der Reichstommiffar, beantrage daher, dem Kapitän Petersen die der Schaffner aber hatte die von der Dame geforderte sofortige nicht würdig sei. Die Firma fabrizirt die Leroy'sche Wärme- Befugniß zur ferneren Ausübung feines Gewerbes zu entziehen. Herausgabe des gefundenen Geldes auf Grund seiner Inſtruk schutzmasse und steht mit vielen großen Fabrikgeschäften, wie Das See- Amt verkündete darauf folgenden Spruch: fionen verweigert und die Dame nach dem Fundbureau ver- Siemens und Halste, Ludwig Löwe, der Gesellschaft der wiesen. Dies forrette Verfahren des Schaffners gab der Dame Glektrizitätswerke zc. in Verbindung. Herr Strelitz, welcher eines welcher am 21. Juni 1891 vom Dampfer Sommerfeld" über Der Kohlentrimmer Jack Tyning alias John Jennings, eine Beranlassung zur Beschwerde, die natürlich unberücksichtigt Tages bei Ludwig Löwe eine Rechnung von 5000 M. einkaffiren Borb sprang, hat freiwillig den Tod gesucht; über die Ursachen wollte, erhielt von dort den überraschenden Bescheid, daß die jenes Selbstmordes hat sich Genaues nicht feststellen lassen. Die Rechnung bereits einkaffirt war und zum Beweise wurde ihm Bentilationsanlagen im Rejjelraum des Sommerfeld" find als Ein Fall von Lohnbrückerei hat sich in Charlottenburg eine Quittung seines Geschäfts vorgelegt, auf welcher der An- durchaus genügend zu bezeichnen. Es lagen weder Ueberbürdung zugetragen. Gin auf dein Neubau Schillerstr. 106 als affer: getlagte in Bollmacht" quittirte. Es wurde bald festgestellt, daß im Dienste vor, noch führten Streitigkeiten und Mißhandlungen träger beschäftigter Arbeiter hatte die Verpflichtung übernommen, Der Angeklagte baffelbe Kunststück auch noch bei gegen eine Vergütigung von 2 M. wöchentlich die auf dem Bau deren Firmen mit Erfolg ausgeführt und durch die falsche für dieselbe, möglich ist, daß der von seinen Mitarbeitern beanau jener That. Tyning's eigene Rollegen haben keine Erklärung befindlichen Bauzaun- Enternen anzuzünden. Diese Summe schien Vorspiegelung, er befize Bollmacht zum quittiren, in der furzen zeichnete törperliche Zustand des Zyning zu jenem Schritt beieinem bort beschäftigten Maurer zu hoch, benn er erbot fich, gegen Beit von 1 Jahr ca. 8000 M. eingeheimit hat. Ueber den Ver- getragen hat; in ärztliche Behandlung hat Tyning sich nicht 1 M. Entschädigung( also die Hälfte des vom Wasserträger Be bleib dieses Geldes konnte Positives nicht ermittelt werden, es begeben. Daß den Feuerleuten nicht genug Waffer zum Reinigen anspruchten) obige Arbeit zu verrichten. Selbstverständlich wurde scheint aber doch, als ob die Frage ou est la femme?" auch verabreicht worden ist, ist zu mißbilligen. Trinkwasser ist der ihm, ben„ Billigmacher", die Besorgung der Laternen über- hier am Blaze sei, denn nach den stattgehabten Ermittelungen ſelben genügend zu Theil geworden. Nach ärztlichem Ausspruch tragen. Den Kommentar tann sich wohl am besten jeder Leser hatte sich ber Angeklagte eine Braut angeschafft und der Bor- find die auf der im August 1891 angetretenen Reise des Sommerfelbft machen. figende ließ durchblicken, daß die Pretiofen dieser Dame am Ende feld" nach Australien vorgekommenen Todesfälle, 1. des Trimmers in naher Berbindung mit den unterschlagenen Geldern stehen Johann Henning Beter, alias Johann Henning, am 10. September Wir erhalten folgende Berichtigung: Auf den Artikel dürften.- Der Staatsanwalt beantragte 3 Jahre Gefängniß. 1891, 2. des Meßraum- Stewards John Herm. Friedr. Hoffheiser am in Nr. 48 vom 20. und der Richtigstellung in Nr. 44 vom 21. b. R.-. Wronter glaubte dagegen, daß die Strafe viel zu hoch 11. September 1891, 3. des Heizers Heinr. Stubbler am 12. SepMonats ist zu erwidern, daß Herr Krüger weder je einem Schön fei, wenn man bedenke, daß in der Sache Schwieger, in welcher tember 1891 auf Sigfchlag zurückzuführen. Das See- Amt hat feldt'schen Arbeiter einen solchen Bettel hat vorlegen laffen, noch es sich um Millionen handelte, nur auf 4 Jahre Ge- jedoch die Ueberzeugung gewonnen, daß sowohl Peter wie auch Daß sonst irgend Jemand durch einen solchen Bettel bebelligt fängniß erkannt worden fet. Der Staatsanwalt machte den Stubbler in frankhaften Zuständen von dem ersten Maschiniften worden ist. Herr Krüger hat seit Jahren den Borwärts" in überraschenden Einwurf, daß er die Sache Schwieger gar nicht Fendt in roher Weise angehalten und geschlagen worden sind. feinem Lokale ausliegen und ist wie wir erfahren bisher tenne, was den Vertheidiger zu dem Ausdruck des Erstaunens Auch das Verhalten des Schiffers Petersen dem erkrantten nichts vorgekommen, was unfere Leser von dem Besuche des darüber veranlaßte, daß eine Sache, die so viel Aufsehen ge Trimmer Beter gegenüber war ein durchaus ungebührliches. Der Lotals von Krüger, Adolfstr. 12, abhalten könnte. macht und gewiß gerichtsnotorisch sei, der Kenntnißnahme des Trimmer Franz Bruder suchte am 15. September 1891 freiwillig Staatsanwalts entgangeu sein sollte. Auf den Antrag Der Gerichtshof hielt feinen Tod. Daß ihn hierzu das gleichfalls au mißbilligende in Berlin verhafteten Anarchisten die Untersuchung wegen Hoch- verurtheilte denselben au 2 Jahren Gefängniß unter An nicht als erwiesen anzusehen, da Bruder nach den übereinhat das Reichsgericht unterm 22. d. Mts. beschlossen, gegen die den Vertrauensbruch des Angeklagten für einen sehr groben und Berhalten der Maschinisten Fendt und Siebke veranlaßt hat, ist stimmenden Aussagen seiner Kollegen durch andere Mißgeschicke verraths zu eröffnen. In Saft befinden sich noch Kaufmann rechnung von 4 Monaten auf die Untersuchungshaft. Arnot, Schuhmacher Artelt, Steindruckter Bickel, Handlungsgehilfe Aus Anlah des bekannten Straffalles des Reichstags: feiner Handlung zu suchen sein Das See- Amt hat sich gleichfalls arbeitsunluftig geworden war. Hierin dürfte das Hauptmotiv Herzberg, Klavierarbeiter Kamien, Drechsler Müller, Gemüse- Abgeordneten Schmidt wird sich heute das Reichsgericht aber Ueberzeugung nicht verschließen können, daß die vielen Klagen handler Rabau, Obft- und Gemüsehändler Rennthaler, Schuh- Leipzig mit der bekannten Streitfrage zu beschäftigen haben, der Baffagiere, so wie der Besatzung des Schiffes auf jenen zu macher Ruff und Schneidermeister Tebs. ob der den Reichstags- Abgeordneten gewährleistete Schuh Bolizeibericht. Am 23. b. Mts. Bormittags wurde eine gegen strafrechtliche Verfolgung auch für die Zeit einer Ber: beiden Reifen über die zeitweilige Verabreichung mangelhaften Die Proviantausrüstung ist von der Arbeiterfrau an der Ecke der Basewalker- und Gerichtsstraße von Reichsgerichts ist durch die vom Abg. Schmidt gegen das Gr: Rhederei laut amtlichen Ausweises in genügender Menge und tagung des Reichstages Plaz greift. Die Entscheidung des Effens berechtigt war. einem Arbeitswagen überfahren und erlitt einen Bruch des tenntniß der Chemnizer Strastammer eingelegte Revision an- guter Qualität geliefert worden. Die Klagen über den Proviant Oberschenkels. Vor dem Hause Oranienstraße 70 entstand au find lediglich auf die schlechte Verwaltung zurückzuführen. Dieser berfelben Beit eine Schlägerei zwifchen zwei unter fittenpolizei gerufen worden. Umstand, sowie das brutale Auftreten des Schiffers Petersen sind nach Ansicht des See- Amtes nicht ohne Einfluß auf die vielen Derfertionen unter der Mannschaft aewesen. Für jene Vorblieb. licher Aufsicht stehenden Frauenspersonen, wobei eine derselben In der Abrahamsohn'schen Straffache steht am mehrere Schläge auf den Kopf erhielt und bewußtlos liegen blieb, 25. b. M. abermals Termin zur Hauptverhandlung vor der Soziale Lebersicht. Reise den ersten Maschinisten Fendt die Verantwortung und ist deren Verhalten auf das Allerschärffte zu tadeln. Die Befugniß zur Ausübung des Gewerbes ist dem Schiffer Petersen zu belaffen. Der Staatsanwaltschaft wird dem Antrage des Reichstommiffars entsprechend Mittheilung von jenen Vorfällen gemacht." Wien, 24. Februar. Die Arbeiterinnen der Venetianer Tabatfabrik sind ausständig; sie verlangen Stücklohn. Die Fabrik ist militärisch besetzt. " Vergnügungstommniffe trifft in erster Linie den Schiffer Petersen und sodann| ftraße 44. Sonntag: Gefelliger Abend.- Must- Bergnügungsverein, Deutfde als richtig von der Rommiffion felbft anerkannt und sind für Treue" Abends 9 Uhr bei Kürschner, Dalldorferstraße 40. bezüglich der Vorgänge im Maschinendepartement auf der zweiten und Privat- Theaterverein Glud auf Abends 8 Uhr bet Bachmann, entsprechende Leistungen um 25 pŒt. höher, als hierorts üblich. Schönleinstr. 15. Herren und Damen, als Gäfte, willtommen. Sozialbem. Als Sozialdemokraten zu gelten, darin haben wir einen Stolz Berein Weißenfee( Gesangsabtheilung). Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, gesehen; wenn Andere dies geschäftlich ausnügen, so erblicken wir im 2otale bei Pfeifenmüller, Königschauffee.. ftraße 48.Rauchflub Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bet Rattle, Krauts- darin eine verwerfliche Handlungsweise, welche von feinem Ge-Rauchflub ernipige", Abends 8 Uhr bet A. Böhl, Rüders schäftsmann und keinem Arbeiter, überhaupt Niemand sonst ge Dorferstr. 8.- Rauchtlub Collegia". Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destilla- billigt werden wird. tion, Staligerfir. 41. Rauchflub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel Baer Sohn, Breslauerstr. 27. Ra uchflub Arcona", Abends 9 Uhr ReichenbergerBerlin, Chauffeeftr. 24 a, Gr. Frankfurterstr. 16, Abends 9 Uhr, im Restaurant von Gendte, Gesundbrunnen, Wriezenerftr. 6. ftraße 71. Arbeiter Rauchklub Nordpol". Sigung jeden Donnerstag Brückenstraße 8. Mitglieder- Aufnahme. Gäste willkommen. Rauchtlub Ohnesorge". Donnerstag, Abends 9 Uhr, Roblenufer 2, Rogge's Bierhaus.- Rauchtlub ,, Waldesgrün" Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, Reichenbergerstraße 113 a bet Stablert. Gäfte willkommen. Urfidele Setls: Armee. Sigung jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, bei Kowald, Oranienstr. 126. Gäste, Damen und Herren willkommen. 5. März Einweihungsfeft. Neue Heilsbrüder werden aufgenommen. Tambourverein Vor Mey", Uebungsftunde Montag und Donnerstag Waßmannstr. 9. Sonntag Stzung. Junger Mann als Dirigent willkommen. 13. Februar Kränzchen. Thea terveretn bergerstr. 31. Gäste, Damen und Herren, freundlich willkommen. Leffing", jeden Donnerstag Abend 9 Uhr Sigung bet Musehold, Lands: ftunde im Restaurant Müller, Mariannenstr. 46. Wacht am Rhein". Jeden Donnerstag von 8% Uhr Uebungs: Seven Donnerstag Abends 9 Uhr Sigung beim Genoffen Flid," Simeonftr. 23. Rauchtlub ,, Süd- We fi". Gäfte find willkommen. Rauchtlub Anita". Jeden Donnerstag Abend zwischen 9 und 11 Uhr Stzung bei Regte. Weberstr. 15. Gäste willkommen. ulrich, Wrangelstr. 84. Stattlub ,, Tournee". Donnerstag Spielabend beim Genossen Karl Versammlungen. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. In Betreff der Billets zu ermäßigten Preiſen theilen wir mit, daß solche nach vorheriger Bestellung zu folgenden Preisen und Etablissements bei unserem Vorstandsmitgliede Alfred Forsberg, Kommandantenstr. 48, zu haben sind. 1. Gesellschaft Urania" in Form von Stammfarten mit zehn Gutscheinen zu: 1,50 m. pro Karte. 2. Caftan's Panoptitum mit Schreckenkammer und Irrgarten. Billets 50 Pf.( sonst 1 M.) 3. Paffage Panoptitum mit großem Sintfluth- Panorama. Billets 45 Pf.( fonft 80 Pf.) 4. Präuscher's anatomisches Museum, bis 30. März geöffnet, gratis. Arbeitslosenversammlung am Freitag, den 26. Februar, Nachmittags 8 Uhr, bei Hoffmann, Rigdorf, Bergstraße Nr. 133. Referent wird bekannt gemacht.. Vergnügungs- Verein Veilchen. Donnerstag, den 25. Februar, Abends 9 Uhr, bet Brauns, Orantenstr. 183 part., Sigung mit Damen. Vorträge, Zanz u. f. w. Damen und Herren als Mitglieder und Gäste willkommen. Am 27. Februar, Abends 9 Uhr, bei Miegel, Stralauerstraße 57: Wiener Mastenball. Billets zu 50 f. bet A. Thomaschte, Urbanstraße 29, v. 3 Zr. r., 6. Semmerlein, Drantenstr. 170, 3 Tr. und in der Garderobe. gese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Wahrheit", Markusstr. 31. Heine" in Rirdorf, Ecke Knesebeck- u. Hermannstraße, Restaurant Beyler. Gäste willfommer Süd- Ost", 8% Uhr bei Tollsdorf, Görligerstr. 58. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Lese- und Distutirklub Fester Wille", " Neue Zeit", 8 Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. willkommen. Abend bet Schröder, Wiesenstr. 39, Sigung. Gäste willkommen. " Kirchbachstr. 7 bei Schnicke. Gäfte willkommen. " " Leseklub macher), Pappel- Allee 3-4, bei Krause. Gefangverein 8utunft 1" Dorfftr. 10, bei Gerth. ftraße 38, bei Lülow. ftraße 21a. straße, bet Hann. Seeger'scher Gesangverein", Blumen" Müllerstr. 7 bei Reichhardt. Gefangverein, " verein " Sprechfaal: Tambour Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt deffelben identifizirt zu werden. Zur Aufklärung Vermischtes: Der spitbübiſche Professor Koppay, welcher brei Engels ftatuetten entwendet hatte, war vom Schöffengericht in Ueberwegen rechtslingen zu 8 Tagen Gefängniß verurtheilt worden Urtheil auf und verurtheilte den Herrn zu vier Wochen Gewidriger Aneignung". Die Konstanzer Straftammer hob das fängniß. Großes Unglück. Drei Knaben des Arbeiters Bürkner in Merseburg brachen durch die Eisdecke des großen Gotthardsteiches und ertranten. Depeschen: ( Depeschen des Bureau Herold.) " Wien, 24. Februar. Der Wiener Bürgermeister votirte füt die Arbeitslosen der westlichen Vororte 6000 Gulden. Zur an die Arbeiterschaft Berlins und Umgegend! Linderung der drückendsten Noth sind öffentliche Sammlungen In dem in der 2. Beilage der Nr. 46 des Vorwärts" ver- eingeleitet worden. Stockholm, 24, Februar. Der drohende Konflikt zwischen Abends 8½ Uhr, bet Schulz, Gartenstr. 70. Säfte durch Mitglieder eingeführt öffentlichten Bericht über eine öffentliche Schneider- und dem Könige und dem norwegischen Storthing beschäftigt auch haben Zutritt. Lese- und Distutirtluba i much s", Charlottenburg. Schneiderinnen- Versammlung sind mehrere von den UnwahrGeben Donnerstag von 8 Uhr abends ab bet Aug. Ülrich, Leibnizftr. 78. heiten, die in jener Versammlung geäußert wurden, wieder die hiesige Breffe lebhaft. Aftoubladed" will noch nicht glauben, Damen und Herren fönnen als Gäfte eingeführt werden. Lese- und Disfutirflub ,, Gerechtigkeit". Jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, im Lotale gegeben. Das Projekt der Einrichtung von Betriebswerkstätten daß die schwedische Regierung in der Konfulatfrage einen Beweis von Ferd. Hoffmann, Baldemarfir. 61. Gäfte, burch Mitglieder eingeführt, unter Berücksichtigung sanitärer und entsprechender Lohn- trampfhafter Festigkeit" geben will. Sollte die schwedische ReLefe und Distutirklub Diessen Jeben Donnerstag verhältnisse hat uns stets und schon früher beschäftigt, bevor die gierung indessen wirklich," so sagt das Blatt, durch ihre Schuld Sozialdemokrat". Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, im Cotale Kommiffion der Schneider sich dafür intereffirte. Zur Auf- einen gefährlichen Konflikt in dieser Frage hervorgerufen haben, Serieg h", Abends bringung der dazu erforderlichen Kapitalien sind wir aber außer dann wäre das ein neuer und beunruhigender Beweis ihrer Un8% Uhr, Reichenbergerstr. 54, Ecke Lausigerstr. Gäste willkommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs- Stande, da wir einerseits den Betrieb dreier Geschäfte und tüchtigkeit. Christiania, 24. Februar. Rönig Oskar hat mehrfach mit ftunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor St. andererseits die Einrichtung einer vollkommenen, großen Fabrik Urban", Annenstraße 9, bei Prog. Gesangverein unverzagt", zu unterhalten hätten. Um ein ungefähres Bild von dem Um- dem Minister des Aeußern, Graf Lewenhaupt, dem schwedischen Röpenickerstraße 127a, bet ftüfter.- Gefangverein fornblume", Blumen- fang der Kosten zu geben, sei erwähnt, daß zur Einrichtung dieser Justizminister Deftergren und dem Staatsrathe Wikblad konferirt. ftraße 54, bet Wuttke. Gefangverein Frühlingsluft", firaße 5, bei Bartel. Gesangverein Arbeiter- Gesangverein" ,, Weiße Rose", Reinickendorf, Waaren ein sofort flüssiges Kapital von 2-300 000 m. nöthig hält es für unmöglich, daß sich ein Norweger zur Bildung eines Bregelschluß", Annenstr. 16, projektirten Betriebswerkstätten und zur Versorgung derselben mit Die Sprache der liberalen Blätter wird immer drohender. Dag bei Reßner. bladat", das zu dem Ministerum Steen in Beziehungen steht, Residenzftr. 101, bei Carus. Gefangverein Morgenroth 1", Rummels wäre. Wenn die Kommission nun andere Berechnungen auf burg, Berlinerstr. 9, bet Friesecke. Gefangverein ,, Dorfglödlein", Wilmersdorf, Verliner- u. Auguftstr.- Ecke bei Schulz.- Gefangverein ,, Eco 2" ftellt, so müssen wir ihr das praktische Verständniß dafür gründ- Ministeriums finden würde, wenn das Ministerium Steen wegen Alte Schönhauserfir. 42, bei Reimann. Gefangverein Einigte it"( Sutlich absprechen. Dem Summen- Umfange sind wir nicht gewachsen der Kabinetsfrage zurücktreten würde. Warschau, 24. Februar. Hier wurden in den letzten Tagen Stegliz, Kurhaus Friedenau. Gefangverein armonie", Tempelhof und es ist unnobel, wenn die Herren Pfeiffer und Timm Gefangverein Beilchen blau", Rottbuser durch fortgesetzte Agitation uns zu einem Unternehmen 300 Personen wegen sozialistischer Umtriebe in Feftungshaft gebracht. Damm 39, bei Jakob. Sängerchor der Töpfer Berlins, Gipsstr. 3, bei drängen wollten, bei dem wir, da teine genügenden Mittel vorLondon, 24. Februar. Heute wurde den Arbeitern in verByrteck. Gefangverein ,, 8utunft 2", Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. Jüdenstr. 55, bei handen, uns ruiniren und wodurch nur das Ansehen der ganzen Ostpreußischer Männer Gesangverein", Frischmann. Landsleute sind willkommen. Gefangverein Edelweiß" Sache untergraben und jeder andere Unternehmer davon zurück schiedenen Nottinghamshire Kohlenbergwerken vierzehntägige Melchiorstraße 15, bet Stehmann. Gesangverein Borar", Admiral geschreckt würde. Die Hutbranche, die Wirkwaaren- Branche Kündigung in Uebereinstimmung mit den Beschlüssen der Manchester ftraße 46, bei Weid.- Gefangverein ,, Maiglödchen 2", G.-D., Manteuffel- haben sich nicht sofort an die Hutgeschäfte und Wollgeschäfte Konferenz eingehändigt. Zwanzigtaufend Arbeiter werden davon betroffen. straße 67, bei Springftubbe. Gefangverein Felsenburg", Blumen gewandt, um das System der Kontrollwaaren einzuführen, son( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Gefangverein Eintracht" Glienicke bei Adlershof, dern zunächst an die Produzenten. Große Fabrikanten und bei Keller. Gefangverein Ginigteit 3", Groß- Lichterfelde, Amalien Kapitalisten nahmen die Sache mit Erfolg in die Hand. Es ist Paris, 24. Februar. Rouvier erklärte sich bereit, die Bil Gesangverein Hoffnung 8", Brandenburg, Neuft. Markt 2, bei Wendmers. Gesangverein Freie Gänger ihnen auch nie eingefallen, gegen einzelne Geschäfte vorzugehen dung eines Ministeriums zu übernehmen. Es wird mit ziemlicher Langeftr. 108, bet Neblin. Gesangverein Butun ft 3", Belten, bei und zu verlangen, daß diese fich Fabriken nach ihren Vorschriften Gewißheit angenommen, daß die meisten Mitglieder des bis. W. Grunow. Gefangverein Frete Sänger" jeden Donnerstag, Abends 9-11 Uhr. Gäste willkommen. Gefangverein Kreuzberger Sar: anlegen sollten. Als die Wirkwaaren- Branche Wollwaaren mit herigen Kabinets auch in die neue Regierung eintreten. Die Zumonie", Lindenstr. 106 bei Poppe. Gesangverein, Nordstern", Kontrollstempel ankündigte, waren wir mit die Erften, die diese sammensetzung derselben dürfte folgende sein: Rouvier Vorsitz Morgengrauen"( Bäcker), Artikel aufnahmen. Wir erklären auch gern, daß, wenn die und Finanzen, Freycinet Krieg, Ribot Auswärtiges, Constans In 3 bis 5 Uhr Nachmittags Landsbergerstr. 31 bet Musehold. Männer Gefang: Rommission der Schneider uns eine Firma bezeichnen kann, die neres und Kultus, Develle Ackerbau, Burdeau Unterricht, Raynal verein Biebes- Echo", Reichenberger- und Forsterstraßen- Ecke bet Konfektionswaaren mit Kontrollmarken fabrizirt, wir die Ersten Marine, Felix Faure Arbeiten, Roche Handel und Loubet Justiz, Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. fein wollen, welche diese Waaren führen. Daß wir uns für das Etienne würde Unterstaatssekretär der Kolonien verbleiben. bet Sommer, Stallschreiberstr. 58. Geselliger Verein, Grüne Giche von der Schneiderkommission angestrebte Projekt der Kontroll- Dem Vernehmen nach wird das neue Ministerium die Erklärung ( vor dem Halle'schen Thor), bei Razorfe, Solmsstr. 1." Bergnügungsverein marken gemüht und intereffirt haben, beweisen die nächtelangen in der Deputirtenkammer abgeben, daß die Unterhandlungen der Hilaritas", bei Tempel, Breslauerstr. 27. Bergnügungsverein Verhandlungen mit der Kommission, die Zahlung von 30 M. an französischen Regierung mit der päpstlichen Kurie teineswegs Einigkeit", bei Linke, Forsterstr. 45. Rauchtlub„ Graue Wolfe" Herrn Timm für eine Reise, das Heranschaffen eines Kapitalisten, jenen Charakter getragen hätten, welcher denselben von gewissen Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat. Die Anstellung des Herrn Pfeiffer mit einem erhaltenen Lohn von Journalen beigelegt worden ist. Das Ministerium werde an der tlub Rüdwärts", Abends 8% Uhr, im Restaurant Boderte, Ballifaben- 75 M. für eine Thätigkeit von 14 Tagen, die wiederholten Aus- Hand von urkundlichen Schriften beweisen, daß das bisherige Straße 47. Stattlub" Null ouvert, Moabit. Jeden Donnerstag, gaben für Droschken, welche die Kommission in Gemeinschaft mit uns Kabinet die Rechte des Staates zu wahren niemals außer Acht Abends 8 Uhr, bet Sinneten( Flötenwirth"), Beuffelstr. 57. Mitglieder werzum Auffinden von passenden Lokalen für die Werkstätten benutzte 2c. 2c. gelassen habe. In parlamentarischen Kreifen wird das neue den aufgenommen. 2ü be c'ſcher Turnverein, Männer- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Da wir nun selbst finanziell diesem großem Unternehmen nicht Rabinet seitens der Radikalen mit offenbarem Mißmuth aufs Elifabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnaftum.-Turnverein D ste nehr gewachsen waren, fuchten wir wie gesagt einen Kapitalisten für genommen, während es die Mitglieder der Rechten günstig lings Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenftr. 68a. Turngenossenschaft, i. Lehrlings- Abtheilung. Abends 8-10% uhr, die Sache zu gewinnen. Dieser entschloß sich dazu, nachdem wir beurtheilen. im Leffing- Gymnasium, Pantstr. 9-10. Männer- Enrnverein Jahn uns zur alleinigen Abnahme der Waaren und zwar für einen Rigdorf.( Eigene Turnhalle, Biethenftr. 72 a.) Heute Abend von 8-10 Uhr bedeutend höheren Preis verpflichtet hatten. Die Kommission Männer- Gefangverein Grescendo", Abends 9 Uhr, bei Rörting, erzielte jedoch keine Einigung mit diesem Kapitalisten und die Gneifenauftr. 88.- Verein 8id 8a d", Sigung mit Damen 9 Uhr in Krösches Verhandlung zerschlug sich. Gesellschaftshaus, Fichteftr. 29.- Geselliger Verein Regina", jeden Donnerstag Bei den häufigen Besuchen in unserem Geschäft in der ChausseeSigung mit Damen, Abends 9 Uhr, im Reichsgarten, Alexandrinenstraße Nr. 110, bei Mohllebe. Gäste willkommen. Gefangverein, Blaue ftraße erklärte die Kommission aufs allerbestimmteste, daß unsere Schleife", Panfow, Schönholzerstraße Nr. 11 bei Kuhnert. Gefang: Ronfektionswaaren wie sie vorhanden waren, sich in solch gutem verein, Mandoline", Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig. Pfropfen Zustande befänden, daß sie sofort mit Kontrollmarken versehen verein Wedding", Abends 8 Uhr bet R. Helterhoff, Antonftr. 6. gnügungsverein, Blau- Veilchen", Abends 9 Uhr, Fennstr. 5 bei Krüger. werden könnten, d. h. also so gut hergestellt seien, daß sie in Aufnahme neuer Mitglieder, Gäste willkommen. Bergnügungsverein Allem den Anforderungen der Kommission entsprächen. Eine Caprice", Ab. 9 Uhr, Sigung mit Damen im„ Marienbad", Badftr. 35-36, Ausnahme hiervon sollten Zeughosen bilden, weil sie in Stettin Saal 1 Zr. Bergnügungsverein Beilchen", 9% Uhr, Sigung mit Damen bei Braun, Oranienftr. 183. Nach der Sigung Tanz und Fidelitas. Gäste will angefertigt waren und diese sich auch vorläufig nicht mit Kontrolltominen. Brivattheater- Gesellschaft offnung", Abends 8% Uhr, im marken herstellen ließen. Nun das Merkwürdigste, was jemals Klubhaus, Dhmgaffe 2. Gäste willkommen.- Verein ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeschule. Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, im in der Entstellung und Verdrehung von Wahrheiten geleistet Die Kommission kennzeichnet sich auch besonders H. H., Naunynstraße. Das Dienstmädchen brauchte fich Meftaurant G. Haberecht, D., Gr. Frantfurterstr. 30. Gäste, insbesondere ehemal. worden ist. Schul- Kollegen, herzlich willkommen. Berein ehemaliger Schüler ber dadurch, daß sie im Zwischenraum von nur wenigen Tagen eine derartige Behandlung nicht gefallen zu lassen. 23. Gemeindeschule. Sigung, Abends 9 Uhr, bet Gaeger, Grüner Beg 29. unsere von ihr erst gut und nach allen Vorschriften für M. K. 100. Der Mann braucht seine Frau, die sich Gäste willkommen. Verein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindegefertigten Waaren jetzt für schlechte eigenmächtig von ihm entfernt hat, nicht zu alimentiren, wohl schule bei Schröder, Stegliterftr. 18. Gäste willtommen.- Berein ehemaliger Rontrollmarken Sie dokumentirt dadurch eine uns un aber die Kinder, die sie mitgenommen hat. Die Mutter des Schüler ber 85. Gemeindeschule. Heute Sigung im Restaurant Noll, Bur Kornblume", Andreasstraße 3, Beginn 9 Uhr. Ehemalige Schüler der begreifliche Leichtfertigkeit in der Entstellung von Thatsachen. Ehemannes kann durch Klage die Rückgabe der ihr gehörigen, 85. Gemeindeschule und Gäfte sind willkommen. Tambourverein Die Behauptungen des Herrn Ludwig erklären wir für be- von der Ehefrau mitgenommenen Sachen verlangen, auch gegen Jungferntrans", Weibenweg 12. Bergnügungsverein Bruder bund. Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, Andreasftr. 8 bet Noll: Sigung wußte Unwahrheiten. Wir haben den Arbeitern nie verwehrt, Lettere Strafanzeige wegen Diebstahls erstatten, falls die Ehe mit Damen. Nachdem Fidelitas. Geselliger Klub Blau Beilchen", in eine Versammlung zu gehen, und beschäftigen unsere Leute frau gewußt hat, daß die Sachen nicht ihrem Manne, sondern Donnerstag 9 Uhr, Dranienftr. 153, 1 Tr. Gäfte( Serren) willkommen. Geselliger Berein, Freiheit". Donnerstag Abend bei Thierbach, Schwedter nicht bis 11 oder 12 Uhr Nachts. Unsere gezahlten Löhne find dessen Mutter gehören. Spindler. Donnerstag: Abends o Uhr: Humoristischer Beretn, Pautenschwengel", " " bei Jörte, Krautftr. 6. Damen- Abtheilung. " 1 Berliner Ber Konfektion erflärt. Pflicht einer jeden guten Hausfran ist es, sich durch eine Probetasse von Kathreiner's Kneipp- Malz- Raffee, welcher den Geschmack und das Aroma des Bohnentaffees befißt, und im Equitable- Palast, Leipzigerstr. Nr. 101/102, von Morgens 10 Uhr bis Abends 8 Uhr verabreicht wird, zu überzeugen, daß durch den Gebrauch dieses ausgezeichneten Raffees neben anderen erheblichen Vortheilen große Ersparnisse im Haushalt zu erzielen sind. Kinder- Garderobe für Knaben und Mädchen vom zartesten Alter bis zum 18. Jahre vom Einfachsten bis zum Elegantesten empfiehlt zu sehr bill. aber festen Preisen 1995L Moritz Meyerstein, 45. Rosenthalerstr. 45, neben der rothen Apotheke. Stempel u. Gra Vereinsabzeichen, virung, empf. d. Genossen G. Kleist, Waldemarstr. 48. Nußb.- Sopha, Bettstelle m. Federbett wegen Todesfall billig zu vert. 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Wir bitten, die Berichte mit Zinte zu schreiben. R. W. 68. Sie sind nicht verpflichtet, die Scheibe, welche Ihr Sohn beim Triefeln zertrümmert hat, zu bezahlen. A. S. Schuster, Bernauerstraße. Wir haben Ihnen bereits im Briefkasten geantwortet, daß ein Theil Ihrer Ausführungen bei Gelegenheit benutzt werden soll. Hört! Soeben erschien: Das neue Lied vom Unteroffizier als Stellvertreter Gottes. 2038 L Preis 10 Pf. Für 1 M. in Briefmarken 20 St. Wiederverkäufer sucht In meiner 2029L zahnärztlichen Poliklinik, Oranienftr. 55, geöffnet Vormittags v. 8-9, Nachm. 1-3 u. 5-6, werden Zähne unentgeltl. gezogen. Für Plom birungen werden i M. und fünftliche Bähne 2 M. gezahlt. Privat- Sprech stunden 9-1 und 3-5. Praft. Zahnarzt J. Semmel. Jede Uhr 2 zu repariren ( außer Bruch) unter Garantie toftet bei mir 1,50 Mk. Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren C. Wunsch, ungar. 38, n. b. Dranienplay. Damen- Masken- Garderobe Roussel, Skaliberstr. 43, pt. Wohnungen, 2 St., R., 3. 75 1 St., R. 3.50 Thi Arnold Schröder Bratvolle b in Oldenburg. b. Berwalter, Henningsdorferstr. 24. Haal ist noch einige Sonntage zu ver geben. Wienecke, Alte Jakobjtr. 83. 1 möbl. Zimmer an 10.2 Hrn. bei einer Wittwe Müllerstr.163b, 4 Tr. I. 1589b Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 47. Parteinachrichten. Donnerstag, den 25. Februar 1892. Boziale Lteberlicht. tamp 44." Solange auf jener Seite, ohne Jemand dabei zu schädigen, das Geld, und wenn dies literweise geschieht, zum Fenster hinaus ,, Münchener Post" zum Militarismus: Was geworfen wird, kümmert uns die Sache nicht. Sobald aber, nüßen alle Versicherungen der Regierungen, sie wollen wie dies durch obige Annonce geschehen fann und muß, Arbeiter, den Frieden erhalten, wenn jedes und jedes Jahr sowohl beschäftigte als arbeitslose, veranlaßt werden, sich mit neue Forderungen für Heer oder Marine den Ver- verhältnißmäßig bohen Unkosten nach anderer Gegend zu begeben, tretern des Volfes vorgelegt und von Diesen an- wo ihnen schließlich mehr oder minder starke Enttäuschungen genommen werden? Es muß doch schließlich einmal zum bevorstehen, sind wir verpflichtet, auf derartige Manipulationen Unglück führen; und die Größe dieses Unglücks auszumalen, aufmerksam zu machen. Wir rufen den Kollegen allerorts des dazu ist eines Menschen Feder zu schwach. Der nächste euro- halb zu: päische Krieg wird mit Kultur und Menschheit gründlicher aufräumen, als es die Völkerwanderung und der dreißigjährige Krieg gethan haben; er wird die Entwickelung der Völker zweifellos um Jahrhunderte aufhalten." 9. Jahrg. grundsäglichen Widerspruche ständen, bekannte auch, er sei zu gleich Sozialdemokrat und Mitglied des Bodenbesih Reforms Aus der sozialdemokratischen Preffe. Achtung, Schmiede! In Hamburg laufen viele tüchtige interessanter Meinungsaustausch zwischen Bodenbefiz- Reformer vereins. Dem Vortrage schloß sich ein ausgedehnter und sehr Schmiede aller Branchen bereits wochenlang, ja monatelang verVolksblatt für Anhalt" zu den Verhandlungen und Sozialdemokraten an. Herr Borchardt hielt des Reichstags über die Soldatenmißhand- geblich nach Arbeit herum. Stellenweise haben erft kürzlich zahl- es u. A. für unvereinbar, daß ein überzeugter Sozialdemokrat Iungen; So schwächlich auch im Ganzen die Beschlüsse des reiche Entlassungen stattgefunden. Trotzdem erläßt das Arbeits- Bodenbesitz- Reformer sein könne. Dem trat Herr Dr. Arons Reichstags ausgefallen find, so bedeuten fie doch eine Niederlage nachweis- Bureau der Eiſenindustriellen Hamburgs folgende durch sein persönliches Beispiel entgegen. Er habe sich krampfhaft der Regierung. Die Schläge, welche die sozialdemokratische Presse Annonce in auswärtigen Blättern: dagegen gewehrt, Sozialdemokrat zu werden, aus seiner Interessenund unsere Genossen im Parlament dem Militarismus versetzten, Schiffbau- Schirrmeister für Eisen- Schiffbau, selbst- sphäre herauszutreten und seine Klasse zu bekämpfen. Durch die ständige, tüchtige Resselschmiede, Stemmer und Nieter Bodenbesitz- Reformbestrebungen wäre er Sozialdemokrat geworden waren so wuchtig und wohlgezielt, daß selbst der BourgeoisReichstag in seiner Mehrheit sich gegen die Heimlichkeit des werden gesucht, auch Werkzeugmacher. Abschriften der und hoffe, daß es noch Bielen wie ihm ergehen werde. Er militärischen Gerichtsverjahrens erklärte. Daß damit für uns Zeugnisse sind einzusenden an den Verband der Eisen- folgerte daraus, daß es einem Sozialdemokraten nicht zum Bor der Kampf gegen den Militarismus nicht erledigt ist, versteht sich industrie Hamburgs. Hamburg, Kraien wure gemacht werden könne, wenn er Bodenbesitzreformer sei, von selbst. The mit dem ganzen Systein gebrochen wird, werden hielt es im Gegentheil für sehr wünschenswerth, daß die Sozial Demokratie sich mit den Theorien der Bodenreformer eingehend Regierung und Reichstag feine Ruhe vor uns haben." beschäftige, besonders aber verschiedenen praktischen Forderungen derselben sich anschließe. Den Umstand, daß Sozialdemokraten Bodenreformer sind, bezw. unter den Bodenbesizreformern sich auch Sozialdemokraten befinden, erklärte Genoffe Megner daraus, daß in dem sozialdemokratischen Progranım die Bestrebungen der Bodenbesigreformer ganz und gar enthalten seien. Die Unterschiede zwischen den einseitigen Bestrebungen der Bodenbesitzreformer und der Sozialdemokratie und deren Bielen wurden von den Gen. Täterow und Mehner in anschaulicher Weise zum Vortrage gebracht. Letzterer war der Meinung, daß die Sozialdemo kraten den Bodenbesizreformern nicht feindlich gegenüber stehen würden, wenn die Lehteren nicht nur theilweise, sondern voll und ganz das sozialdemokratische Programm verwirklichen helfen wollten. ,, Volksblatt für Teltow- Beeskow" über den deutschen Auch Genosse Türk veranschaulichte die Unzulänglichkeit der Handwerker- und Innungstag: Lieber Leser und Bodenbesitz- Reformbestrebungen. Gegenüber dem Hinweise Genoffe! hast Du einmal einen sogenannten Bücherstorpion getischen Macht gar nicht im Stande sein würden, ihre Probleme Täterow's darauf, daß die Bodenreformer ohne Besitz der poli feben? Er ist ein kleiner Krebs, nicht größer als ein Floh, aber zu verwirklichen, betonte der Referent in feinem Schlußworte, plattgedrückt. In den Büchern sucht er die Milben als Nahrung. Den Kopf dieses Thierchens zieren zwei zierliche Scheeren daß es vor Erringung der politischen Macht zunächst der ökoDas Wahrscheinlichste ist, daß mit den hergelockten Schmieden nomischen Befreiung bedürfe und daß der Grund und Boden der seiner Größe angemessen. Wenn Du ihn unter Deinen Papieren findest und ihn veranlaßt, seinen Platz zu verlassen, dann wird er gegen die in Hamburg- Altona befindlichen ein Trumpf ausgespielt erste und geeignetste Angriffspunkt sei. Im Uebrigen ging feine sehr böse. Der fleine Sterl bäumt sich auf und streckt Dir seine Arbeitslosigkeit aus dem Handwerk drängen oder sie veranlassen, behalteu sein würde, die Pläne der Bodenbefitreformer zu ver werden soll. Man will diese mürbe machen und sie durch Meinung dahin, daß es allerdings der Sozialdemokratie vorzwei winzigen Scheeren drohend entgegen. Er kommit sich selbst andere Gegenden aufzusuchen, weil man ihre auf anständige Be wirklichen, da mit der verfaulten Bourgeoisie doch nichts andabei sicherlich ganz fürchterlich vor. An diese pofsirliche kleine Krazbürste mußten wir denken, als die Innungsmeister rabiat zahlung und Behandlung gerichteten Tendenzen unbequem findet; zufangen fei". Dieser Kampf mit wirklich geistigen Waffen Krazbürste mußten wir denken, als die Innungsmeister rabiat in den auswärtigen Schmieden glaubt man willigere Werkzeuge wirkte ungemein anregend und belehrend und zeitigte den Wunsch, wurden, weil die Regierung ihnen fagte, ihre Hauptforderungen zu finden, als die in Hamburg- Altona wohnhaften nun einmal daß die Debatte in einem größeren Rahmen und Kreise, als dies wären unerfüllbar. Lachen mußte man, als sie mit drohender Geberde der Regierung die Innungen vor die Füße zu werfen sind. Deshalb: wir appelliren an das Solidaritätsgefühl unferer mal möglich war, fortgesetzt werden möge. drohten. Als ob es der Regierung nicht gleichgiltig sein kann, auswärtigen Kollegen; unsere Bestrebungen kommen auch Euch was aus den Innungen wird, als ob an denselben irgend Jemand su gut, meidet Hamburg! " Stommt nicht nach Hamburg- Altona!" Hier sind übergenug brauchbare Arbeiter der Art, wie sie durch obige Annonce gesucht werden; hätte man nur Beschäftigung oder Lust, diefelben einzustellen, so tönnten ohne jegliche Annonce auch die stärksten Ansprüche mit den vorhandenen Kräften befriedigt Annoncen los?" werden manche unserer Kollegen, die schon Aber warum läßt man denn von jener Seite aus derartige Willens waren, sich das Reisegeld zusammenzuborgen und nach Hamburg abzudampfen, ärgerlich ausrufen. werden. Im sozialdemokratischen Wahlverein für den 2. Wahl. freis referirte am 28. Februar Reichstags Abgeordneter Birt ein Intereffe hat, außer den Jnnungsmeistern selbst, welchen sie In Brandenburg müssen 124 Kinder ohne Frühstück über die Thätigkeit der Sozialdemokratie im Reichstage. Gr ein Spielzeug sind, womit sie sich amüsiren und nebenbei die zur Schule gehen. Dieselben erhalten seit dem 1. Februar führte aus, die Richtung, in welcher die sozialdemokratische Arbeiter zu schädigen suchen. Sie beriefen nun ihren Innungstag auf städtische Kosten jeden Morgen 1/4 Liter warme Milch und Fraktion in der gefeßgebenden Rörperschaft thätig zu sein habe, und in hellen Haujen tamen sie nach Berlin. Drei Tage haben sie ein Brödchen. gebe ihr das sozialdemokratische Programm an. Danach sei es geredet. An zwei Tagen redeten sie sich in Wuth, zogen sich selbst auf, tobten und fluchten, am dritten Tage wiegelten sie ab, baten ihre Aufgabe, die Interessen der arbeitenden Bevölkerung in jeder Genossen, Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands! Sämmtliche Arbeiter der Fabrit Marin Astruc verständlich, daß sie fast immer in Opposition zu den Fraktionen Beziehung zu vertreten. Unter diesen Umständen sei selbstab, gestanden zu, daß sie sich ungebührlich betragen hätten, und fielen den Junkern und Pfaffen wieder in die weit geöffneten legten wegen einer Lohnreduktion von 10 pCt. und darüber am anderer Parteien stehe; zusammen stimmen sie nur dann mit einArme. Sie werden ihnen auch ferner treue Heerfolge leisten, fie 16. Februar die Arbeit nieder. Beschäftigt waren in dieser Fabrik zelnen derselben, wenn es sich um die Wahl des kleineren unter werden ferner hoffen und harren, sich ferner mit großen Ber- über 750 Arbeiter. Den heutigen wirthschaftlichen Verhält vielen Uebeln handle. Der Redner ging dann kurz auf das Ver sprechungen von der Wiederherstellung des 18. Jahrhunderts und nissen angemessen ist es unmöglich, daß der Arbeiter derartige halten der sozialdemokratischen Fraktion ein. Er bezeichnete als tleinen, ganz fleinen, wertblofen, ganz werthlosen Bewilligungen Bohnreduktionen noch vertragen fann, da man den Lohn bereits eine der wesentlichsten Aufgaben der sozialdemokratischen Abaufrieden geben. Der Bund ist wieder gefchloffen. Auch die bis aufs tiefste Niveau herabgedrückt hat und fo haben denn geordneten das Hinwirken auf Verminderung oder Beseitigung von den Innungsmeistern angebelten Minister werden nicht sämmtliche Arbeiter gegen die Reduktion Front gemacht. Rol des ungeheuren militärischen Apparats. Auch die Vertretung lange mehr böse sein. Ein solches Schauspiel von Verblendung, legen und Arbeitsbrüder! Das Gespenst der Arbeitslosigkeit der Interessen der unteren Beamten, der Kleinhand ohnmächtigem Born, findlichem Toben und schwächlichem Bus nimmt in unserer Branche immer greifbarere Formen an. Auf der Kleinbauern sei neben der Vertretung freuzetriechen, wie dieser allgemeine deutsche Handwerker und der einen Seite sehen wir demzufolge eine große Zahl Kollegen der Arbeiterinteressen Arbeiterinteressen geboten. Der Hauptvortheil der Jnnungstag es gezeigt hat, ist kaum jemals dagewefen. Es war aus Mangel an Beschäftigung am Hungertuche nagen; auf der parlamentarischen Thätigkeit bestehe zur Zeit darin, daß durch eine große Blamage. Alles ist geblieben, wie es war." anderen Seite müssen diejenigen, welche noch so glücklich sind, bie getreue Schilderung der heutigen sozialen Zustände und durch Arbeit zu haben, für einen färglichen Lohn ihre Arbeitskraft die immer wiederkehrende Lieferung des Nachweises, daß die übermäßig anstrengen, um nur das zum Leben unbedingt Nöthige Bertreter aller anderen Parteien Vertreter der Interessen der fich zu verschaffen. Auch von ihnen weiß keiner, welchen Besigenden und Herrschenden sind, im Volte fortschreitend mehr Augenblick die Reihe an ibn tommt, als Arbeitsloser verzweifelt Klarheit über die Ursachen des sozialen Elends verbreitet wird, den Hunger ins Antlitz zu schauen. so daß der im Kopfe des Einzelnen erweckte Wunsch nach AbGegen den Entwurf des Volksschul- Gesetzes faßte in Halle a. S. eine Boltsversammlung einstimmig folgende Resolution: „ Die Versammlung protestirt gegen den durch den neuen Schulgesetz- Entwurf gemachten Versuch, die Schule gänzlich dem Dieser Zustand, Kameraden, ist widerfinnig. Was wir zu änderung der verwerflichen wirthschaftlichen Zustände unserer Einflusse und der Willkür der herrschenden Konfeffionen auszu seiner Beseitigung thun können, das müssen wir thun. Das Be Beit sich schließlich zum Voltswillen ausgestalten muß. liefern. Die Versammlung ist überzeugt, daß die Elementarschule, streben, unsere Lage zu bessern, sind wir nicht blos uns schuldig, dieses Ziel erreicht, dann ist das Ende der bestehenden Auswelche Volksschule heißt und Armen- und Proletarier- Schule fondern auch unseren Eltern, Frauen und Kindern, unferen beutung herangenaht.( Lebhafter Beifall.) An der Diskussion be ist, durch Annahme des neuen Schulgesetz- Entwurfs auf ein noch Schwestern und Brüdern, die von uns materiell abhängen. Wir theiligten sich im Sinne des Referenten die Herren D. Klein, niedrigeres Niveau herabgedrückt wird, so daß sie kulturfördernden sind somit in einen Lohnkampf eingetreten, der uns aufgezwungen Behrend, Nachtigal I. Unter Berschiedenem" wurde ein Aufgaben auch nicht entfernt gewachsen sein würde. wurde von Seiten der Direktion der Bühler Baumwoll- Fabrit, Antrag angenommen, dahingehend, daß der Vorstand beauftragt Die Versammlung protestirt ferner gegen den Erlaß des nachdem man jede Verhandlung mit der Lohnkommission ver Kultusministers, betreffend den Religionsunterricht diffidentischer mieden hatte. Die Eigenartigkeit und die günstige Lage der erhobene Vorwürfe, welche dieser als Verleumdungen bezeichnete, wird, zu untersuchen, in wie weit gegen den Genoffen Luhm Kinder, als ein verfaffungswidriges, volts und freiheits- Fabrik Marin Astruc infolge der Wintersaison, sowie der gute berechtigt oder nichtberechtigt find. Dann schloß die Vers schädigendes Vorgehen. Sie hebt hervor, daß die Geist, die Einigkeit der betheiligten Arbeiter werden uns den fammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. gänzliche Entfernung des Religionsunterrichts aus unseren Sieg bringen. anschauung. Ju der Volksversammlung für den 3. Berliner Reichs tags- Wahlkreis hielt am 28. Februar Reichstags- Abgeordneter Forster Hamburg einen Vortrag über die moderne Arbeiterbewegung. wei Weltanschauungen, führte der Redner ungefähr aus, stehen sich heute diametral gegenüber. Die eine, die alte Weltanschauung besagt, daß der liebe Gott die Welt gemacht und darin Herren und Knechte, Reiche und Arme eingesetzt habe, was für alle Zeit so bleiben werde. Wir aber stehen auf einem anderen Boden der Weltanschauung. Dieser Boden ist feineswegs ein solcher, den irgendwie ein wahnwißiger Kopf auss gesonnen hätte. Nein, er ist vollständige Wirklichkeit. Was besteht, ist Produkt nicht einer Schöpfung, sondern einer organischen, allmäligen Entwickelung, und die Menschheit ist eine große Familie, deren einzelne Glieder sich einander nicht zu bes herrschen, sondern als Gleiche unter Gleichen zu achten und zu Schulen anzustreben ist, aber sie ist auch tief durch- Wir richten nun an alle Kollegen und Gesinnungsgenossen drungen von der Ueberzeugung, daß die frei organisirte, die herzlichste Bitte, uns in unserer nur gerechten Sache nach wahrhaft allgemeine Boltsschule nur Leben und Wirklichkeit Kräften zu unterstützen. Thue Jeder seine Pflicht, dann wird, werden wird unter der Voraussetzung des Sturzes der dann muß es endlich besser kommen. tapitalistischen und des Sieges der sozialdemokratischen Welt- Alle Sendungen sind zu richten an den Vertrauensmann Eug. Geiges, Gangolf: Straße Nr. 22 in Bühl bei Geb Die Versammlung erblickt in dem neuen Volksschulgesetz- weiler( Elsaß). Entwurf nur die Konsequenz der fortschritts und kulturfeindlichen Bestrebungen, die feit geraumer Zeit die herrschenden Klassen und Regierungen in Deutschland verfolgen. Der Kampf der Liberalen aller Schattirungen gegen den Entwurf fann fie darüber nicht täuschen. Die Auffassung, daß ein Schulgesetz nach dem Entwurf mit seiner streng religiösen und konfessionellen Grundlage als wirksames Mittel zur Bekämpfung der verwenden sei, Die erachtet Sozialdemokratie zu Der sozialdemokratische Wahlverein für den ersten sammlung als naiv und abfurd und als einen Beweis dafür, Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 23. d. M. unter undaß man gegnerischerfeits teine Ahnung hat von den Grund gewöhnlich zahlreicher Betheiligung eine öffentliche Versammlung helfen haben. Je mehr wir dies erkennen, in um so höherent ursachen, welche die Sozialdemokratie hervorriefen und deren ab. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Herrn Dr. Maße erleichtern wir naturgemäß uns und Anderen das Dasein. es Das Christenthum nicht allein, alle Bewegungen der Rassen und schließlichen Sieg bedingen. Die Verfammlung kann das Heil der Bruno Borchart über Bodenbefiz- Reform, Ver Versammlungen. Boltserziehung nur von gefeßlichen Einrichtungen erwarten, durch hatten sich deshalb neben unseren Parteigenossen die Anhänger Völker von Anfang der Weltgeschichte an bis heute sind in ihrem welche die Religion als Privatfache erklärt, die Abschaffung aller der Bodenbesitz- Reformbewegung in hellen Schaaren eingefunden. tiefften Grunde materielle Interessenbewegungen gewesen. Redner Aufwendungen aus öffentlichen Mitteln zu kirchlichen und religiösen Der Vortragende anerkannte im Eingange feines Vortrages, daß führte diesen Gedanken weiter und erklärte und würdigte von Broecken ausgesprochen und die Weltlichkeit der Schule durch- in absehbarer Zeit der Sozialismus den Sieg über die heutige diefer Grundanschauung aus das Wesen der modernen ArbeiterDen sogenannten" Bukunftsstaat" berührend, geführt wird. Die Bersammlung ist ferner überzeugt, daß weder bürgerliche Weltordnung erringen werde und daß die bürgerliche bewegung. die Menschheit gehe ihren Ents Die Regierung noch die herrschenden Klassen, die im preußischen Gesellschaft zu ihrer Rettung heute Probleme empfehle, welche bemerkte der Referent, selbst und man habe weder die Mög Landtage ausschließlich vertreten sind, den Willen besigen und noch vor Jahrzehnten als unstürzlerisch verfeßzert und verfolgt wickelungsgang das Recht, den nachkommenden Geschlechtern ihn aus Klasseninteresse nicht besigen können, diesen Grundsätzen wurden. Zu diesen gehöre auch das Problem der Bodenbesitz- lichkeit noch fie leben sollen. gerecht zu werden. Daher steht die Versammlung sowohl dem Reform, welche Bestrebungen täglich mehr Anhänger gewännen. irgendwie vorschreiben zu wollen, wie Entwurf wie allen von jener Seite ausgehenden Reform In seinem umfangreichen, zur Verlesung gebrachten Vortrage Albern und thöricht sei darum das Fragen nach dem„ Zukunftsveranschaulichte der Referent das Wesen und Wirken des falschen staat". Die Lösung sei theoretisch gegeben. Unsere Bewegung vorschlägen feindlich und ablehnend gegenüber." Diefelbe Versammlung verurtheilte noch das brutale Vor- Kapitals"( Papiere, Aktien, Hausbesik, Hypothefen, Monopole, habe die Aufgabe, die Menschheit darauf vorzubereiten. Wenn gehen der italienischen Regierung gegenüber den seit dem Zölle 2c.) nach den Ideen Flürscheim's, nach welchem das„ falsche man von gegnerischer Seite aus die ehrliche Probe auf die Richtig1. Mai 1891 in Nom inhastirten Sozialisten, insbesondere gegen Kapital" 60 Prozent des gesammten Weltkapitals ausmacht und feit unserer Lehre heute machen würde, so käme die jetzige Weltjährlich noch eine Steigerung erfährt. Flürscheim folgere, ordnung ganz gewiß nicht wieder an die Reihe. Ein Zustand, über dem franken deutschen Studenten Körner. daß dem bestehenden Bankerotte der Staaten und Privaten, wo wie die Gegner prophezeien- jeder faullenst, lasse sich Wegen„ grundfählicher Bedenken hat das badische welchem wir jährlich in beschleunigtem Tempo entgegengehen, nicht denken. Wohl aber einer, wo Jeder arbeitet.( Stürmischer Ministerium des Junern dem Beschlusse des Mannheimer nur vorgebeugt werden könne durch die sozialdemokratische Beifall.) Die Versammlung erklärte sich mit den Ausführungen Bürgerausschusses, wonach die Wahlen zum Gewerbegericht wege durch die Bodenbesitz- Reform, durch Zuführung des Bodens au Gebote stehenden Mitteln für die Ideen der Sozialdemokratie Sonntags von 11-3 Uhr stattfinden sollten, die Genehmigung zu Sonntags von 11-3 Uhr stattfinden sollten, die Genehmigung und der Naturkräfte in den Besitz der Allgemeinheit unter Be- Propaganda zu machen, damit dieselben so schnell als möglich nicht ertheilt Radikalfur. feitigung des falschen Kapitals" auf der Basis der heutigen ihrer Verwirklichung entgegen geführt werden. Zur Frage des Gesellschaftsordnung. Die dahin zielenden Jdeen Flürschheim's 1. Mai ward eine neungliedrige Kommission mit dem Auflegte der Vortragende in eingehender Weise tlar und meinte, trage gewählt, für eine möglichst einheitliche Feier zu wirken und daß die Ideen Flürscheim's bezüglich der Grundlage der zu dafür einzutreten, daß dieselbe von der politischen Or fünftigen Entwickelung mit denen der Sozialdemokratie in keinem ganiſation in die Hand genommen wird. Briefkasten der Redaktion. In Rigdorf tagte am Montag eine Voltsversamm den Handschuhmacher wirken, fand gleichfalls Annahme. Dann beachten, daß ein jeder Arbeiter für seine Familie Sorge tragen Lung, in welcher Genosse Regerau namens der in letzter wurde die harmonisch verlaufene Bersammlung geschlossen. Versammlung gewählten Fünfer Kommission Bericht erstattete. muß. Die Bersammlung sprach sich dahin aus, daß man gegen Die Kommission hat sich mit Majorität für die Betheiligung an Im Verein der Militärschneider sprach kürzlich Kollege und der Vorstand wurde beauftragt, in nächster Zeit ein Schreiben das Verfahren der Zuschneider energisch Front machen müsse, der Kommunalwahl entschieden und ist auch schon mit passenden Rogge unter reichem Beifall über die Diskussion in unseren an die Herren Zahlmeister zu richten, durch welches diefelben Kandidaten in Verbindung getreten. Sämmtliche Genossen, welche Parlamenten, wobei er auch der Soldatenmißhandlungen er von den Zuständen informirt werden. Von der Firma Blum( Kronenin der Debatte als Redner auftraten, stimmten dem Beschluß der wähnte. In der Diskussiou stimmte Kollege Schulze den Aus- straße) theilte der Vorsitzende mit, dieselbe zahle für einen Rock 9,50 M., Kommiffion zu, unter Anführung spezieller fommunaler Berhält führungen des Referenten zu, worauf folgende vom Kollegen während andere Geschäfte 17 bis 18 m. dafür gäben. Die niffe, hinsichtlich welcher der Nutzen so recht einleuchtend war, Rogge vorgeschlagene Resolution einstimmig angenommen wurde: Vertreter der Firma waren schriftlich eingeladen, aber nicht erden es für die arbeitende Bevölkerung mit sich bringt, wenn daß die in jüngster Zeit die öffentliche Meinung erregenden Fälle Die Berfaminelten fönnen aus eigener Erfahrung bestätigen, schienen. ste eigene Vertreter im Gemeinderathe hat. Gegen acht Stimmen beschloß man auf Antrag Regerau die von Soldatenmißhandlungen nicht zu den Seltenheiten gehören. Betheiligung an der Wahl und stellte die Genossen Die Versammlung drückt ihren Abscheu aus über die betr. brutale Schenk und Schröder als Kandidaten auf. Als Behandlung der waffenfähigen Staatsbürger und erklärt es für Dann werden die Genossen Schöt, W. Krüger, Köppen, ein Gebot der Pflicht, nach Kräften dahin zu streben, daß der Wurbs, Nümmrich, Rohm, Becher, Boß und heutige Militarismus durch das Volksheer ersetzt wird. Arngen in die Wahlkommission gewählt und beauftragt, aufs allem ist dafür zu forgen, daß alle Mißhandlungen auf thätigste zu wirken, damit der Sieg erlangt wird. Weiter beschloß geeignetem Wege der Deffentlichkeit unterbreitet werden. man die Vornahme einer Tellersammlung zur Beschaffung eines Kranzes für die Gedenkfeier am 18. März. Drei Genossen haben den Kranz zu überbringen. Dieselben wurden vom Vertrauensmann ersucht, sich dabei jeder Provokation zc. zu enthalten und ihren Auftrag überhaupt mit der Besommenheit auszuführen, wie es sich für überzeugte Sozialdemokraten geziemt. Am Schluß richtete der Vorsitzende noch einen warmen Appell an sämmtliche Anwesende, fich auch jetzt der Majorität zu fügen und Mann für Mann in die Wahl einzutreten, damit der Sieg errungen wird. Mit einem braufenden Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die Versammlung. Eine Versammlung der Interessenten der Genossenschafts- Bäckerei nahm am 16. Februar die Konstituirung der selben vor. Genosse Lazarus erstattete Bericht über die Thätigkeit der Agitationskommission und theilte mit, daß bereits 400 Interessenten vorhanden seien. Alsdann wurden die erforderlichen Wahlen vorgenommen; dieselben hatten folgendes Resultat: Geschäftsführer: Gasper, Kassirer: Lazarus, Aufsichtsraths- Mitglieder: Pfeiffer, Gumpel, Schlüter, Gadike, Mahlib, Runtel, Klein. Die hiesige Zahlstelle des Verbandes der deut schen Gold- und Silberarbeiter und verw. Berufs genossen wählte in ihrer außerordentlichen Generalversammlung Kollege Freimuth zum 2. Vorsitzenden, die Kollegen Schäffer und Zeit zur Bibliothek- Kommission und Kollegen Rottonau zur Agitationskommission. Sodann entstand eine eingehende Debatte über die Organisationsfrage; es betheiligten sich darau die Kollegen Brückner, Faber, Holttamp, 3euge, Jäger, Schröder und der für diesen Abend in Aussicht genommene, aber am rechtzeitigen Erscheinen behindert geweſene Referent Genosse 3ubeil. Die Anwesenden erklärten sich, einem vom Kollegen Jäger gestellten Antrag zufolge mit allen gegen 5 Stimmen für den Anschluß an eine Union. Sodann wurde zur Wahl der Delegirten zum Gewerkschafts- Kongreß geschritten. Von den vier aufgestellten Kandidaten erhielten Stimmen: Faberer- Berlin 39, Fißmann Stuttgart 31, Dohm Nürnberg 2, Holler Hamburg 16. Zum Schluß wurden Werkstellenangelegenheiten besprochen. M Im Fachverein der Tischler für ten Westen und Südwesten sprach neulich Herr Wiedemann über das Thema Unsere Organisation". Der Redner schilderte zunächst in aus führlicher Weise, wie der Fachverein nach Kräften versuchte, die Mitglieder über ihre materielle sowie auch die politische Lage aufzuklären, und daß er denselben im Kampfe mit dem Unter nehmerthum thatkräftig zur Seite gestanden habe. Es sei nun aber von der deutschen Kollegenschaft der Ruf an uns ergangen, uns dem Verbande der deutschen Tischler anzuschließen; darauf habe der Vorstand des Vereins beschlossen, den Versuch zu machen, wie weit wir mit der Bentralorganisation den Behörden gegenüber fommen werden. Nach lebhafter Diskussion erklärte fich die Versammlung zum Uebertritt in den Verband bereit und beauftragte den Vorstand, so bald wie möglich eine Generalversammlung einzuberufen, welche zu dieser Frage Stellung zu nehmen hat, damit der Beitritt der gesammten Mitglieder so bald wie möglich vor sich gehen kann. " In einer Mitglieder- Versammlung der Kürschner gab die Neuner- Kommisjon Bericht in Sachen Wedemayer und Schwarz kontra Feldmann. Kollege Riebm setzte die Versammlung in Kenntniß von den gepflogenen Verhandlungen und erwähnte, daß die Kommission jeden Punkt aufs strengste geprüft, auch mehrere Beugen geladen und das Resultat ihrer Untersuchung folgendermaßen formulirt habe: Da der Kollege Feldmann sich bei feinen Antingen gegen Wedemayer in der Hauptsache an die Wahrheit hielt, und in Erwägung, daß Wedemayer zu einem Theil der Ausgaben nicht berechtigt war, spricht die heutige Versammlung des Verbandes deutscher Kürschner den Kollegen Feldmann von der Anflage der Verleumdung und Verhegung frei. Die Versammlung billigt jedoch den Weg nicht, den Feldmann zur Veröffentlichung einschlug, sie verlangt aber von den ReDisoren, daß fie alle Beschwerden und Unregelmäßigkeiten den Mitgliedern vorlegen, und beauftragt jerner den Vorsitzenden, zu allen außerordentlichen Ansgaben die Einwilligung der Mitglieder einzuholen. In weiterer Erwägung, daß die Kollegen beide nicht torrekt handelten, sieht die Versammlung vom Ausschluß ab. Im Fall Schwarz haben sich belastende Momente gegen Feldmann nicht ergeben. Die Versammlung geht daher über diesen Punkt zur Tagesordnung über, ersucht aber die Kollegen, in Zukunft für dergleichen Antlagen vollgiltige Beweise zu sammeln, ehe sie die betreffenden Sachen der Mitgliedschaft unterbreiten. Kollege Glanz war nicht mit dem Urtheil der Kommission einverstanden und beantragte Ausschluß Feldmann's; dieses lehnte die Bersammlung ab. Kollege Wedemayer beklagt sich, daß die Rommission sich die Sache sehr leicht gemacht habe und sehr einseitig verfahren sei, sonst wäre ihr Spruch anders ausgefallen. Riehm verwahrte die Kommission gegen den Vorwurf der Boreingenommenheit, worauf der Antrag angenommen wurde, daß die Kommiffion ihre Schuldigkeit in vollem Maße gethan habe. Es folgte die Wahl der Delegirten zur Generalversamm Tung; dieselbe fiel auf die Kollegen Riehm, Regge und Dittmann. Außerdem wurden zur Berathung über die zu stellenden Anträge Günther, Beuthner, Hopsch und Wiehr gewählt. Hierauf brachte Feldmann noch einige Anträge vor, welche die Delegirten bei der Generalversammlung stellen könnten und die bei den heutigen Zeitverhältnissen wohl am Plage wären, nämlich: Aufnahme der Mamsells in den Ber band, Unterstüßung der reisenden Verbandskollegen, Unterstüßung der arbeitslosen Kollegen, Regelung des Herbergswesen. Am 29. Februar findet eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Die Bürsten und Pinselmacher Berlins u. Umgegend erklärten sich in ihrer legten Versammlung mit den Beschlüssen des allgemeinen deutschen Bürsten- und Pinselmacher- Kongresses, welcher vom 7. bis 9. Februar in Magdeburg tagte, voll und ganz einverstanden. Die Delegirten, Kollegen Liebscher und Beiner, erstatteten den Bericht und führten aus, daß die Lage der Gewerkschaft im Großen und Ganzen eine recht traurige sei. Die Bersammlung nahm den Beschluß, nach welchem endlich die beiden jetzt bestehenden Organisationen in eine verschmolzen werden sollen, mit Freuden auf und beschloß auf Antrag des Kollegen Jaede einstimmig, daß die Verschmelzung in einer öffentlichen Versammlung vollzogen und der Tag derselben hier befannt gemacht wird." Diese Versammlung findet am 6. März statt und ist vorher im Vorwärts" bekannt zu geben. Ein Antrag des Kollegen Schan öger: Die Filial- Vorstände möchten in den Vereinsversammlungen für die Unterstützung der streifen" Vor Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht ertheilt. Sodann schilderte der Vorsitzende die Arbeitsverhältnisse der Firma Neubecker( Moabit), welche ihren Arbeitern pro Stück 1,50 M. abziehen soll. Kollege Jerm in führte aus, daß im deutschen Offizierverein noch dieselben unbefriedigenden Zustände wie früher herrschten; die Arbeit werde von den Zuschneidern nach Gunst vertheilt. Rollege Idler tadelte scharf das Verfahren der Zuschneider, u. A. bedauernd, daß sie nicht selber so viel Einsehen hätten, um zit A. B. 1. Der Vollmachtsstempel ist von Ihnen mit Recht erfordert; durch dessen Bezahlung und weitere Vertretung des Beklagten übernehmen Sie feine Haft ng für sonstige Roften. 2. Ihre zweite Frage ist nicht verständlich. $. St., Grüneberg. Sie dürfen, ohne Schanktonzession zu haben, in einer Vereinsversammlung in einer Privatwohnung nicht Bier gegen Bezahlung ausschänken, sondern würden sich dadurch strafbar machen. 2. Zichung der 2. Klasse 186. Königl. Preuß. Lotterie. 104[ 150] 92051 175 231 527 634 67 911 93045-132 46 221 301 48 Siehung vom 24. Februar 1892, Formittags. Nur die Gewinne über 105 Mart find den betreffenden Nummern in Barentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 72 94 130 34 71 230 47 312 43 45 415 703 930 949 71 1192 631 $ 2 56 700 33( 1501 47 872 90 955 2123 250 327 515 51 13 38 39 52 76 811( 200) 983 3 29 145 291 530 42 94 668 762 85 92 963 4082 90 107 71 380 460 71 50s 635 713 829 936 5019 34 78 197 210 34 38 31 523 628 954 697 12 241 490 533 87 60 7156 85 281 353 469 523 638 879 920 11501 190 215 337 47 493 565 743 65 852 81 89 9283 459 593 638 77 79 773 811 926 10049 72 76 105 239 388 455 78 643 740 11045 134 60 32) 411 599 682 970 12015 136 212 19 1501 29 320 558 60 621 780 955 74 9 120 13049 62 71 90 99 127 291 376( 150) 515 677 913 17 21 14058 133 281 352 453 649 7 5 48 59 818 15005 155 459 653 734 78 904 92 16009 172 218 32 304 684( 50001 7:30 928 17017 49 213 91 92 94 316 89 99 409 95 11500] 504 852 985 1-120 325 444( 150) 97 764 807 972 79 19050 57.713 35 847 909 11 15 37 20048 85 187 307 487 583 665 717 78 821 21002 322 4 6 618 22017( 2001 77 256 452 656 765 80 97 23 28 91 95[ 150] 242 416 670 787 817 39 2400) 96 353 86 452 611 957 79( 150) 25014 31 72 219 423 63 585 742 62 823 66 973 26055 73 405 9 690 808 35 963 27009 82 157 224 28( 2001 518 29 769 909 2-022 99 138 59 410 88 538 652 779 865 973 29005 33 446 79 518 73 95 606 9 87 7-8 814 911 661 815 38 88 90 91068 182 289 349 99 479 553 796 962 81 95064 179 223 65 355 471 73 76 616 777 802 14 912 80 96 19 23 47 79 112 257 90 440 94 736 819 97048 134 37 49 287 343 60 87 47491 608 645 47 751 946 98048 117 37 207 68 83 334 58 425 63 509 66 97 610 39 778 871 982 992.1 462 503 771 833 80 93 94 958 936 95 102042 310 34 82 454 67 767 103 47 79 313 413 679 640 100074 86 114 248 310 404 680 741 101311 34 501 12 65 723 54 7.6 90 10417 231 92 337 11301 652 82 867 85 103071 135 44 54 71 96 373 617 106049 123 200 56 388 527 49 618 760 828 30 38 953 56 300] 10-163 87 206 50 395 619 714 814[ 150] 46 944 46 109.75 371 07030 101 37 88 96 328 76 99 401 68 622 40 57 93 748 873 909 91 609 43 48 822 110124 67 82 89 273 86 312 14 586 771 806 910 111189[ 150 98 57 86 602 93 756 63 845 915 114003 306 7 64 556 728 844 51 74 80.979 432 59 668 793 9 8 112297 356 11501 442[ 20] 543 11306 102 517 115027 129 49 232 92 437 553 636 74 762 66 893 116059 103 19 365 495 755 859 948 98 117020( 15) 111 229 57 422 527 612 763 118302 24 478 521 636 725 119080 119 28 67 444 625 701 817 32 98 122053 54 191 277 322 482 579 602 61 793 875 123215 418 56 65 120011 69 122 345 467 556 70 94 635 706 70 121124 46 234 858 582 124014 63 253 322 46 70 452 89 585 659 719 75 975 83 1: 5145 75 281 85 87 337 413 87 692 852 84 913 126030 114 23 95 2.7 359 +16 508 9( 15) 652 63 72 909 35 56 64 127063 105 280 409 85 94 71 12401 63 213 33 34 420 30 68 502 23 680 976 89 129023 127 316 501 658 64 80 82 82 99 1: 1 79 298( 200) 328 523 813 98 142 31 49 154 240 338 147 49 140062 72 104 42[ 200] 46 61 246 61 79 43 523 35 89 737 141066 577 633 46 52 816 57 73 93 143084 109 35 64 318 401 50 53 868 144029 31 72 195 231 56 333 80 530 723 62 69 818 8 930 145048 112 15 54 212 585 91 93 610 15 752 53 99 879 146150 208 335 9) 406 92 706 35 8 8 68 940 56 147.37 26 393 478 976 358 492 517[ 300] 24 28 619 748 87 848 968 14.205 6 84 8.8 487 500 148031 179 265 S0107 353 525 684 87 824 28 978 31022 164 82 375 4 6 54 90 621 909 87 32036 121 4 3 3 4 41 511 24 47 637 49 781[ 1501 853 64 32 131089 131 311 40 402 1150] 72 59 721 132121 43 221 375 435 130158 75 247 339 86 414( 1501 514 95 615 23 89 718 96 889 910 33017 61 189 297 11501 516 639 74 977 34205 17 18 302 4-8 588 7689 752 12001 84 929 48 133160 77 667 753 855 959 131197 260 399 990 35102 243 74 75 92 301 47 7.7 920[ 300] 36042 91 218 44 70 411 51 553 78 618 47 55 64 714 807 135056 279 306 13 25 441 47 699 380 497 560 632 41 82 703 57 200] 76 805 46 992 37 37 46 70 133 45 724 64 828 926 73 136090 172 87 404 13001 53 545 687 763 74 827 54 372 505 87 766 96 928 6:90 34146 60 264 99 333 58 424 67 74 137025 269 318 25 446 629 729 810 62 932 83 13-220 37[ 150] 68 511 693 992 39128 35 226 413 525 53 64 65 88 92 680 761 74 828 59 532 714 834 84 918 13 097 131 58 434 76 533 684 747 54 77 815 967[ 201 40101 379 93 727 810 51 50 947 SO 41042 67 203 42 452 87 551 98 11501 627 77 872 956 42 36 142 79 201 303 76 815( 1501 83 927 76 43267 399 558 621 765 120 901 17 44017 82 128 204 304 67 426 81 745 63 8859 916 74 45125 238 89 316[ 150] 403 11 39 98 505 66 71 3 736 37 809 40010 21 197 349 456 565 1150 75 672 84 95 826 85 95 47027 33 84 100 15 18 74 257 15] 89 459 569 844 913 48 01 54 260 360 532 59 679 753 80 833 77 894 49066 213 312 418 774 873 912 64 5309 2 461 542 1501 723 115 51 62[ 150 819 51059 86 139 49 58 88 93 294 12001 467 655 74 711 85 8 899 917 50 56 215 88 210 336 401 798 22 57 909 53170 72 216 66 317 46 5 3 720 54 37 281 84 415 97 550 81 823 32 931 86 55086 102 19 257 66 89 358 6 86 5.4 91 736 56002 16 23 1150 218 37 61 63 40 607 937 78 57068 100 277 322 67 682 581-6 220 364 11501 581 766 885 59043 96 127 45 58 216 321 90 421 94 621 762 74 804 55 965 81 90-966 60038 88 223 62 80 30[ 2001 81 429 60 521 72[ 30000] 605[ 150] 37 57 72 739 53 84 88 909 33 61050 80 151 236 405 595 751 81 62131 466.751 61 97 63002 111 237 67 421 525 644 834 46 64132 76 226 36 99[ 150] 834 57 88 671 05023 113 74 247 59 82 92 373 414 76 11 01 93 594 639 7 8 21 856 917 6G 96 123 86 2 8 17 411 69 74 80 560 888 937 67182 480 684 803 68 954 68 33 136 75 223 28 90 321 95 502[ 500] 691 700 82 875 69009 118 72 370 406 60 63 788 843 0035 121 51 243 335 402 95 670 12001 932 71153 67 76 232 91 355 431 507 74 806 78 98 981 120 92 72238 467 618 31 70% 16 43 99 73135 47 355 69 531 63 601 14( 1501 99 942 74113 29 31 229 393 432 608 23 75127 320 73 91 619 24 31 44 61 705 873 919 76000 3) 274 [ 150] 389 409 24 571 661 11501 72 77085 96 291[ 200] 353 667 708 78008 36 81 92 11501 127 96 376 429 523 831 978 79055[ 150] 349 478 562 607 17 19 757 808 38 80262 321 4:77 416 511 682 744[ 150] 90 81147 207 308 17 535 45 64 80 8 3 2 703 897 83171 229 324 482 616 80 98 723 43 61 838 69 81 12 97[ 150] 230( 300) 70 391 62 52 85055 105 42 243 85 385 49.58 82 8647 72 89[ 15) 171 225[ 150] 405 16 88 507 663 892 927 87080 184 339 44 50 464 74[ 200] 529 45 699 916[ 150] 88092 95 141 236 371 40 55 77 604 6 12 15 32 3837 97 913 17 41 89.92 142 71 95 350 415 26 31 46 581 710 42 835 44 53 963 80 90111 35 63 91 249 377 87 429 532 827 97 934 91000 69 336 808 9 31 698 948 681 715 1150] 815 963 68 83 1 2036 115 218 93 473 588 153072 306 15: 007 65 76 159 527 52 671 730 869 935 151013 55 310 426 38 88 463 850 926 70 154203 65 95 421 933 75 155128 50 84 204 36 93 61 157000 104 206 56 355 418 501 47 636 63 824 86 99 991 158182 560 75 741 823( 3000) 156043 67 124 51 79 266 303 636 80 943 11501 248 1150] 507 33 74 878 923 159184 288 318 416 529 41 48 60 81 89 728 88 978 23 597 768 84 813[ 1501 33 954 16209 134 389 431 593 682 711 88 160031 61 64 338 406 82 502 50 644 55 99 750 87 842 926 161206 163001 204 7 34 388 548 608 794 923 61 1040 8 144 211 573 63 18 476 930 41 63 165011 19 50 129 78 215 315 461 562 667 813 28 98 951 166 24 27 140 251 412 545 91 614 754 959 167098 175 330 427 77 96 527 669 92 707 818 43 909 108017 38 127 414 66 620 24 717 169 09 10 54 180 411 515 608 23 30 58 911 170020 42 57 158 223 54 82 86 309 37 516 90 613 27 37 730 67 905 22 17 012 19 40 133 567 635 755 922 88 172003 35 74 167 220 1300] 336 444 541 609 46 703 00 173004 50 73 74 78 249 58 68 302 1 564 93 735 12001 53 80 909 64 174022 31 82 336( 200) 470 542 634 812 81 983 175126 252 69 313 54 56 90 615 23 1725 875 963 170033 38 169 99 202 318 86 515 688 760 63 94 802 7 45 954 177185 99 241 78 327 1501 56 619 58 710 33 820 934 178085 171 299 339 98 540 57 607 89 712 88 853 919 30 17v162 251 397 664 736 86 810 15 25( 300) 35 73 77 945 62 1-0056 80 103 77 94 411 718 77 812 30 15001 181000 411 13[ 150] 50 687 702 182043 54 354 72 74 688 770 933 18313)[ 200] 233( 15)] 409 544 613 30 58 52 65 905 69 18101 102 261 804 56 85[ 2001 963 185056 58 117 232 47 63 72 400 52 589 642 726 61 815 32 65( 150) 138 56 127 553 816 74 903 25 187026 117 302 430 34 41 53 528 726 817 922 50 188022 40 114 64 313 585 189082 232 424 26 917 2. Ziehung der 2 Klasse 186 Königl. Preuß. Lotterie. 501 72 615 31 46 703 46 903 95103 269 348[ 150] 674 837 51 903 Biebung vom 24. Februar 1892, Nachmittage. Rur die Bewinne uber 105 Mart find den betreffenden Nummer: in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 98051 242 53 65 315 431 614 17 55 87 768[ 201 806 72 939 55 97246 410 63) 831 98210 511 75 831 99047 305 417 27 538 64 83 808 61 928[ 150] 47 10013 213 305 440 522 642 65 765[ 1501 90 923 101195 254 307 53 562 645 83 853 922 102166 212 81 99 33 59[ 150] 40 731 812 16 103160 268 307[ 10] 18 437 564 677 742 52 870 900 5 21 5 101031 413 570 79 85 803 105 26 163 75 214 47 7 306 27 49 58 461 610 14 67 0 7 28 786 869 106001 38 61 336 425 555 622 62 704( 150) 41 872 107293 305 78 414 72 610 630 713 18 12 01 874 942 108024 72 385 47 5J 59 109036 113 308 20 1150] 83 417 74 616 733 36 92 864 92 983 110 44 103 303[ 210] 67 511 13 55 63 840[ 150] 902 60 111106 230 417 77 672 745 49 892 925 93 112020 57 99 116 56 98 270 310 18 540 54 623 72 722 92 93 812 41 113036 155 77 82 91 285 348 679 89 750 61 81 98 878 949 11 4019 212 341 422 536 652 726 81 850 79 561 726 36 85 904 116 26 162 332 503 854 112022 212 31 435 85 13 928 49 1150 115 07 09 16 51 60 231 75 340 65 427 63 77 547 79 7 4 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Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.