Nr. 233. = Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljahrl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mir auftrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Pontbonnement: 1,10 Mart pre Monat, Eingetragen in der Poft Beitungs. Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. T Erscheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebüŋe beträgt für die fechsgespaltene Kolonets sette oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpcdition tst an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Bocialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Agrarier und die ,, wirtschaftlich Schwachen“. Sonnabend, den 5. Oftober 1901. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. der aber erhält für sein im Laden verpfundetes Fleisch nicht traggeber das Modell bekam, fand er den Entwurf für den Plas, der Großschlächter dem Ladenschlächter mehr abverlangen. Besiz befindlichen Wrangelbrunnens kommen sollte. Als der Aufmehr, weil schon jetzt die Fleischpreise bei infolge der Krise auf dem er ausgeführt werden sollte, zu umfangreich. Infolge dessen bevölkerung wird sinkenden Löhnen unerschwinglich hoch sind. Die Arbeiter- gelangte vom Hofmarschallamt ein Schreiben an die Stadt, in dem das frische Fleisch weniger faufen die Bereitwilligkeit des Kaisers ausgesprochen war, der Stadt das und hauptsächlich Wurst und Fleischabfall konsumieren. Modell zu schenken; Herr Lessing sollte dann mit der Aus= Für eine Menge Ladenschlächter bedeutet das den glatten führung des Brunnens von der Kommune betraut werden, und Ruin und ein weiteres Fortschreiten der Centralisation im es wurde angeregt, das Wert vor dem Rathaus hinzustellen. Schlächtergewerbe der Großstädte. Die Groß- Viehhändler und Seitens der Stadt beschäftigte man sich zweimal mit der Offerte. die Groß- Schlächter werden gemeinsam mit den Junkern ver- Beide Male wurde das Anerbieten dankend abgelehnt. Der Kaiser dienen, die Klein- oder Ladenschlächter aber werden gemein hat sich dann später mit dem Lessingschen Entwurf anscheinend doch sam mit den Arbeitern die Kosten bezahlen. befreundet wenigstens soll er nun im Auftrag Wilhelms II. auf dem Kemperplatz ausgeführt werden, während auf der andern Seite seine Bedenken gegen die Märchenbrunnen auftauchten. Die Agrarier erdreisten sich, ihre Wucherpläne gar als „ Schutz der wirtschaftlich Schwachen" auszugeben. Der Brotund Fleischwucher soll nicht etwa bloß den notleidenden Rittergutsbesigern nügen, sondern den Kleinbauern und fodann auch all' denjenigen erwerbenden Ständen" in der Stadt, die an dem, Gedeihen der Landwirtschaft ein Interesse haben". Das sind zunächst die Bäcker- und die Fleischermeister. Dieser Mittelstand" ist zu einem Teile denn auch wirklich für den Brot- und Fleischwucher einNicht besser steht es um die erdrückende Mehrheit der gefangen worden. Es giebt genug Zunftzöpfe, die sich damit großstädtischen Bäckermeister. Steigt der Mehlpreis, so hilft beruhigen, daß diese Lebensmittelverteuerung eben auch nur fich der Bäcker eine Weile, indem er wohl das Gewicht des Der Fall zeigt, daß auf künstlerischem Gebiete Kaiser und Stadt von den Arbeitermassen getragen werde und daß, wenn die Brotes bei gleichbleibendem Preise verringert oder geringeres ihre eigenen, getrennten Wege gehen müssen, da bisweilen der Tausende des Mehrprofits in den agrarischen Geldbeutel Mehl verbadt; wenn jedoch der agrarische Wucherzoll Gesetz letzteren nicht gefällt, was der erste in Auftrag gegeben hat, und fließen, sicher auch ein paar Groschen für den Geldsack wird, zwingt die Erhöhung des Mehlpreises den Bäcker zu umgekehrt der Kaiser nicht mit den kommunalen Kunstschöpfungen des Mittelstandes" übrig bleiben werden. Entsprechend dieser erhöhtem Brotpreis. In den Stadtvierteln der Bourgeoisie einverstanden ist. Die Strone muß es eben leiden, selbst wenn sie Auffassung wendet sich auch wieder das Organ der deutschen wird der Bäcker den erhöhten Brotpreis erhalten, in den Ar- der Meinung sein sollte, daß in der Aera Hoffmann noch die ganze Fleischer Innungen, noch die von dem bekannten Berliner beitervierteln aber zwingt die Brotverteuerung die Pro- Stadt verschimpfiert wird; die Verantwortung trägt allein die Stadt, Bäcker- Obermeister Bernard herausgegebene Bäcker- Zeitung" letarierfamilien, die sie nicht tragen tragen können, zur wie für die künstlerischen Kronproduktionen die Krone verantwort gegen die Brot- und Fleischwucherer. Ja, die Agrarier Kartoffel als Nahrung überzugehen, die zwar nicht lich ist. Notstandsarbeiten. haben sogar die Freude erlebt, daß der im vorigen Monat entfernt den Nährwert des Brotes hat dafür aber den in Gotha stattgefundene deutsche Innungstag unter der Führung hungrigen Magen füllt. Die Erhöhung des Brotpreises wird, des Obermeisters Bernard- Berlin alle von Einzel- Innungen wie ohne weiteres flar, eine Steigerung des Mietspreises für Unausgesezt ertönen die Klagen über die schlechte Beschäftigung eingebrachten Anträge betr. Stellungnahme zum Bolltarif ab- Bäckereiräumlichkeiten zur Folge haben, denn die Hausbesitzer in der Industrie, immer trüber gestalten sich die Aussichten auf dem lehnte und es somit vermied, sich gegen den Brot- und Fleisch werden so gut mehr verdienen wollen wie der ländliche Arbeitsmarkt, ohne daß auch nur der Hoffnungsschimmer einer wucher zu erklären, da er sich einmal nicht dafür erklären Grundeigentümer, der seinem Bauer die Pacht erhöht. Der befferen Zeit sich erkennen läßt. Man hat das bange Gefühl, daß in konnte. Für ihre die Brotwucherer unterstützende Haltung Bäcker aber kann sich der Mietssteigerung nur schwer dem Abwärts noch nicht Einhalt geboten ist, sondern daß wir noch haben die Zünftler bisher denn auch in den Junkern die entziehen, weil er einmal feine Kundschaft verliert weiter hinabgleiten. Bezeichnend für diese Stimmung auch in stärkste Stüße für ihre reaktionären Bestrebungen gehabt. und zum andern nicht jeder Ladenraum sich zur industriellen Kreisen ist ein Beschluß des Vereins deutscher Ginge es nach den Konservativen, so würde die Gesinde Anlage einer Bäckerei eignet. Gesteigerte Mieten, Eisen und Stahlindustrieller, der gegenwärtig in Ordnung mit all ihren Annehmlichkeiten auf das verringerte Einnahmen werden eine ganze Reihe groß- Berlin feine Hauptversammlung abhält. Der Verein richtet gewerbliche Verhältnis zwischen Meister und Geselle städtischer Bäckermeister zum Bankerott bringen. So bewirkt angesichts der vorhandenen und in bedenklicher Zunahme begriffenen übertragen; das bißchen deutscher Arbeiterschutz würde auch in der Bäckerei der agrarische Bucherzoll nur die Ver- Arbeitsnot an sämtliche zuständigen Reichsbehörden und Ministerien beseitigt, wie denn ja auch der Oberagrarier Dertel nichtung der Kleinen, die Centralisation und die Entwicklung das Ersuchen, eventuell unter Heranziehung nicht nur laufender, bei jeder Etatberatung des Reichsamts des Innern gegen zum Großbetrieb. " sondern außerordentlicher Mittel die Vergebung Vor die Bäckereiverordnung donnert und ihre Abschaffung verlangt, Wie es im Einzelnen gemacht wird, das lehrt ja gerade von staatlichen Aufträgen in wesentlich erhöhtem dafür aber die Wiedereinführung der Prügelstrafe in- im Augenblick das Vorgehen der agrarischen Centrale für Milch- Maßstabe vorzunehmen und weitere vorzu= brünstig empfiehlt. Desgleichen donnert sein würdiger verteuerung, die bereits mit der Eröffnung eigener Verkaufsstellen bereiten. Fraktionskollege Schneidermeister Jacobsfötter gegen die zur bessern Führung des Berliner Milchkrieges vorgegangen ist Der Minister v. Thielen hat bereits am 28. v. M. für das " schrankenlose Gewerbefreiheit" und verlangt die Einführung und mit der Errichtung von rund 300 Verkaufsstellen droht. Steigt Eisenbahnwesen eine Verordnung erlassen, die den Wünschen des des Befähigungsnachweises. Diese Art des„ Schutzes der durch die Wucherzölle die Macht der Agrarier ins Ungemessene Vereins der Eisen- und Stahlindustriellen entsprechen dürfte. Danach wirtschaftlich Schwachen" aber, wie ihn jetzt die Agrarier an- fort, so ist vielleicht die Zeit nicht mehr fern, wo sie daran sollen die Bauten gefördert, wo nötig die Arbeitskräfte vermehrt, geblich auch mit dem beabsichtigten Brot- und Fleischwucher denken, auch die Fleisch- und Mehlversorgung der Großstädte sowie die niederen Preise für Materialien ausgenügt werden. betreiben wollen, dürfte doch manche aus dem Mittelstand", zu monopolisieren und, durch die Wegräumung hunderter Gegen ein Forcieren der Staats- und Gemeinde- Arbeiten in die jetzt noch den Redensarten der Agrarblätter glauben, zum kleiner Existenzen, vorteilhafter für sich einer ganzen Bevölfe- Beiten des wirtschaftlichen Niederganges läßt sich nichts einwenden, Denten bringen. auch wir haben wiederholt die Vornahme solcher Arbeiten in Zeiten rung die Preise zu diktieren. Wie Fleischer und Bäcker für die Erhöhung der ViehDem Proletariat hat man nicht erst nötig auseinander- großer Arbeitslosigkeit befürwortet. Nur fordern wir, die Arbeiten und Getreidezölle etwas übrig haben sollen, bleibt völlig zusehen, daß der„ Schutz der Schwachen" im Munde der so viel wie irgend möglich in eigne Regie zu übernehmen, damit unverständlich angesichts der Thatsache, daß sogar agrarischen Bortführer ein plumper Schwindel ist. Aber es ist nicht ein großer Teil der aufgewendeten Mittel als Unternehmerein erheblicher Teil der Kleinbauern, trop der tollsten nicht zu verstehen, warum die Gewerbetreibenden des Fleischer- gewinn in die Taschen„ notleidender" Industrieller fließt. Beeinflussungen seitens des Bundes der Landwirte, richtig er- und Bäckergewerbes sich nicht auch energisch gegen die agrarischen allem sollte man in solchen Zeiten in der Heeresverwaltung kannt hat, daß dieser Beutezug auf die Taschen des arbeitenden Beutemacher rühren. Sie werden ihre Saumseligkeit schwer zu sparen, sowohl Flottenparaden wie große Manöverschauſpiele verVolkes eben nur den Junkern nüßt. So sind vorlängst aus büßen bekommen. Vielleicht aber hat die bittere Erfahrung, die meiden, wie überhaupt durch Beschränkung der unproduktiven Ausden Kreisen der rheinischen Gemüsebauern die Proteststimmen diese Gewerbetreibenden nach dem Zollfeldzug machen können, gaben für Flotte und Heer Mittel zur kulturell nützlichen Arbeit freilaut geworden, die einen Rückgang ihres Abfakes be- doch das eine Gute, die blinde Zünstlergarde der Kon- machen. Besonders verwerflich ist dabei die von dem Herrn Eisenfürchten, wenn die Getreide- und Fleischpreise steigen. fervativen zu zersprengen. Die ökonomischen Thatsachen werden bahnminister in einem früheren Erlaß an die Betriebsämter geUnd das Gleiche wird ganz allgemein der Fall eine eindringlichere Sprache reden als aller agrarischer Schwat botene Sparfamkeit durch Herabdrücken der Löhne und Beschränkung sein. Der fleine Bauer, der auf dem städtischen über„ Schuß der Schwachen". der Arbeiterzahl im Verkehrsgetriebe, um so die Ueberschüsse des Wochenmarkt und unter den Arbeitern der nahen Fabrikstadt Eisenbahnbetriebes sicher zu stellen. Den deutschen Eisen- und Stahl Absatz für seine Produkte findet, hat seine Existenz hauptindustriellen wäre zu empfehlen, sich vor allem der Syndikatstreiberi sächlich durch den Verkauf von Milch, Butter, Kartoffeln, zu enthalten, die mit ein Teil der Schuld trägt, daß auf dem EisenGemüse, Eiern, Geflügel, und erst dann durch den Verkauf markte die Geschäftslage eine so trostlose geworden ist. von Vieh, Schweinen und Getreide. Müssen die Arbeiter mehr für Fleisch und Brot bezahlen, so sinkt der Umsatz des Bauern in seinen kleinen Handelsartikeln. Aus seiner Tasche muß er ebenso wie der Industrie- Arbeiter die Millionen mit bezahlen, die der Rittergutsbesizer am Brot- und Fleisch wucher verdient. Politische Uebersicht. Berlin, den 4. Oktober. Brunnengeschichten. Völlig unzulässig ist, daß etwa in etatswidriger Weise nicht be= willigte Arbeiten etwa Schiffe den Privatinteressenten gegeben werden. Der Notstand darf nicht zum Vorwand werden, daß verfaffungswidrig militaristisch marinistische Zwecke ohne Genehmigung des Parlaments durchgesezt und dem Unternehmertum als ExtraProfit geschenkt werden. * * Deutsches Reich. Wir wissen nun, daß der Kaiser statt der Märchenbrunnen am Friedrichshain eine Reihe plastischer Märchendarstellungen wünscht, vermutlich eine Märchenallee, auf der die Gebilde der deutschen Boltsphantafie in angemessenen Abständen verkörpert werden. Wir Wenn dies schon die Kleinbauern einzusehen beginnen, so wiffen auch, daß Wilhelm II. das Verlangen hat, daß diese Gruppen Es giebt genug produktive Rulturaufgaben, die ist es völlig unverständlich, wie jene Zünftler des Fleischerei- von einem Künstler hergestellt werden, der es vermag, der lieblichen jetzt Reich, Staat und Gemeinde in Angriff nehmen könnten, um gewerbes, die jetzt aus alter reaktionärer Anhänglichkeit mit den Bartheit der Märchen gerecht zu werden, während die Schöpfer der die Krisis zu mildern. Wir erinnern nur an die Wohnungsfrage. Konservativen und den Junkern laufen, den Fleischermeistern von der Stadt in Arbeit gegebenen Brunnen einen monumentalen Es könnte viel Arbeitslosigkeit beseitigt und viel Wohnungselend geden angeblichen Vorteil von der Erhöhung der Viehzölle nach- Charakter anstrebten. Hat der Kaiser unzweifelhaft das Recht, lindert werden, wenn die Gemeinden jetzt ihre Pflichten als Bauweisen wollen. Seit einer Reihe von Jahren beobachtet man seinen ästhetischen Anschauungen durch Wort, Schrift und Druck unternehmer großen Stils erfüllen würden. Das wären fruchtim Fleischereigewerbe in den deutschen Großstädten eine kräftig Ansdrud zu verleihen, so ist er rechtlich nicht in der Lage, seine bare Notstandsarbeiten, die doppelte Not mildern würden. fortschreitende Centralisation. In Städten wie Berlin ist, bis individuellen Meinungen der Stadt zum obersten zwingenden Gesetz auf wenige Ausnahmen, der selbständige Fleischermeister aufzuerlegen. Er ist dazu ebenso wenig im stande und das ,, Ladenschlächter" geworden, d. h. er ist Schlächter nur noch wird das Oberverwaltungsgericht, wenn nicht alles trügt, aussprechen dem Namen nach, in Wirklichkeit ist er nur Fleischhändler. müssen, wie er etwa die Stadt zwingen könnte, daß sie auf seinen Selbst einen Teil der Wurstwaren bezieht er von der Befehl bestimmte Bauwerke errichte. Fabrik und verwurstet in seinem Betriebe nur aus Not- Daß der Kaiser eben in dieser Hinsicht nur das Recht des Stadtverordneten- Bersammlung ist in Berlin mur eine Stimme des wendigkeit die Fleischreste. Der Fleischer kauft nicht mehr selbst Wünschens und des Anregens hat, wie jeder Bürger Berlins auch, sein Vieh. Er ist vollständig abhängig vom Großschlächter, der nicht aber zwingendes Necht ausüben fam, das hat sich unlängst in auf dem Viehhof vom Viehhändler das Schlachtvieh kauft, einer andren Brunnengeschichte gezeigt, die zwar keinen auf dem Schlachthof tötet und zerlegt und die Hälften und denkbaren Zusammenhang mit der Affaire der Märchenbrunnen hat, Stücke in seiner Halle im Schlachthof oder am Alexanderplat aber doch bei der Gelegenheit einmal erzählt werden mag. auslegt. Hier findet sich der Ladenschlächter ein und kauft, was Wie bekannt, soll statt des Wrangelbrunnens auf dem Kemperihm paßt. So ist dieser aber auch in eine drückende Abhängigkeit play auf taiferlichen Wunsch ein Rolandbrunnen errichtet werden, vom Großschlächter geraten, er braucht nur einen Monat nicht und die städtische Kunstdeputation hat sich neulich dem faiserlichen zahlen zu können, und der Großschlächter macht ihm die Bude Verlangen ihrerseits angeschlossen. Auch dieser Rolandbrunnen hat zu. Die Lage der Ladenschlächter wird durch den seine Geschichte. grarischen Beutezug bedeutend verschlechtert werden und zwar Der Kaiser hatte übrigens ohne sich vorher mit der Stadt erade die Lage der Schlächter in den Arbeitervierteln. Geht ins Einvernehmen gesetzt zu haben bei dem Bildhauer Lessing der Viehhändler mit den Preisen in die Höhe, so wird auch einen Rolandbrunnen bestellt, der an die Stelle des im städtischen Die Friedfertigen. Ueber die erbärmliche Haltung der Freisinnigen in der legtert Unwillens. Und auch der freisinnige Herr Oberbürgermeister betommt wenig Schmeichelhaftes zu hören. Aber die Stadtverordneten- Wahlen stehen vor der Thür und so hat die Freisinnspresse die schwierige Aufgabe, den edlen Liberalismus herauszulügen. Man verivendet aber nicht übermäßig viel Witz, um den klaren Sachverhalt zu fälschen. Es ist immer dieselbe Finte: Man raisonniert über die Socialdemokraten, als die Friedensstörer, welche die großartige Wirkung der heldenhaften Resolution des vereinigten Freisimms neidvoll zu beeinträchtigen suchten. Besonders schelmisch wird in ihrer grenzenlosen Verlegenheit die Tante Boß, die die ganze Angelegenheit unter dem erhabenen fatalistischen Gesichtspunkt des-- Mäusefraẞ betrachtet, indem sie philosophiert: " Jedermann, der ein Unternehmen beginnt, ist der Gefahr ausgesetzt, daß dessen Vollendung durch ein unerwartetes Ereignis gehindert wird. Dem Landwirt droht hagelschlag und Mäusefraß, dem Industriellen droht Feuersbrunst und Striegsgefahr. Man faßt das zusammen unter dem Begriff der höheren Gewalt. Und durch eine höhere Gewalt ist auch der Ausbau des städtischen Straßenbahn- Systems gehindert worden." Das ist die überwältigende Lebensphilosophie des deutschen Liberalismus, er beugt sich in Demut vor dem zermalmenden Schicksal des Mäusefraßes, das sich ihm in jeder unangenehmen Erscheinung offenbart. Man wird ihm einst aufs Grabmal seßen: Er starb an der höheren Gewalt des Mäusefraßes." demokraten dafür verantwortlich macht: betont, daß höhere Getreidepreise das einzige Mittel seien, um der| Kitchener ist ein ziemlich unbarmherziger Mann, aber er hat er Landwirtschaft zu helfen. Weber( lib.) spricht sich sowohl für feine Lust, sich in der Geschichte als ein Alba zu verewigen. Da s einen Bollschutz für die Landwirtschaft wie für langfristige wirtliche Gift Südafrikas ist gegenwärtig nicht die Handelsverträge aus. Staatsminister Dr. Graf v. Crailsheim milde Kitcheners, sondern die Nachsucht der englischen legt dat, daß es die Pflicht der Regierung sei, die Interessen der 2oyalisten. Die Schuld der Regierung liegt nicht darin, daß sie Landwirte und der Industrie gemeinsam zu vertreten; die Land* wirtschaft solle einen höheren Bolschutz erhalten, zugleich aber den Gelüften Kitcheners Einhalt gebietet, sondern darin, daß sie sich müßten die Interessen der Konsumenten und der Exportindustrie den Machenschaften der Loyalisten demütig unterwirft, die durch ihre berücksichtigt werden. Das gesamte Staatsleben set mit dem Ge Ausschreitungen die Kriegsfläche ausdehnten." deihen der Industrie eng verknüpft. Zur Zeit industrieller Krisen sei das Staatsbudget schwer aufzustellen; zur Zeit landwirtschaft Je ungünstiger für England die Sache, desto wahnsinniger die licher Krisen feien die Staatskaffen dagegen voll gewesen, so daß Hoffnungen. Daily Chronicle" will aus bester Quelle erfahren der Landwirtschaft geholfen werden konnte. Die Bollerhöhung haben, man rechne auf einen plöglichen Zusammenbruch auf Getreide tomme gerade auch den fleinen Land des Widerstandes der Boeren und dementsprechend auf wirten zu Gute; feineswegs habe eine solche Bollerhöhung eine rasche Beendigung des Strieges! Man beabsichtige daher sowie eine Erhöhung der Getreidepreise ein analoges Steigen nicht, weitere Berstärkungen nach Südafrika zu der Brotpreise zur Folge. Unter der bisherigen Handelspolitit schicken. habe sich die Lebenshaltung der Arbeiter gehoben; dagegen würden Man hat eben feine Soldaten mehr! die Arbeiter am schwersten leiden, wenn die Landwirtschaft zu Die„ Daily News" erklärt in einem Leitartikel, die finanzielle Grunde gehe. Nißler( tons.) tritt lebhaft für den Doppeltarif Lage Großbritanniens sei so ernst, daß jeden Augenblick die Notauf alle landwirtschaftlichen Produkte ein. Hierauf wird die wendigkeit eintreten könnte, das Parlament zusammen zu rufen, Weiterberatung auf Sonnabend vertagt. damit dasselbe größere Geldmittel für den Krieg bewillige. Das tennen So weit der tnappe telegraphische Bericht erkennen läßt, will Blatt fagt weiter, die Einnahmen seien unter dem Etatsanschlag die bayrische Regierung auf der vielberufenen Mittellinie des geblieben, während die Ausgaben denselben weit überschritten hätten, und glaubt, daß weitere Anleihen werden aufgenommen werden müssen. 8011 witchers marschieren. Wa Schweiz. Polizeispitzel in der Schweiz. Es wird uns geschrieben: Der Bundesrat in Bern hat fürzlich Die Freisinnige Zeitung" hat zwar in schärfster Weise bisher die Angelegenheit behandelt, sie ist auch sicherlich ganz mit der socialdemokratischen Haltung einverstanden, aber aus wahltaktischen Gründen muß sie so thun, als ob sie sich für das fettige Pathos des Herrn Cassel begeistert, dessen zündendsten Gedankenbli fie sich sogar für ihre Bolemit gegen die Socialdemokraten leiht. Sie bedauert gar nicht, daß die Stimmen der Socialdemokraten sich von der Majorität trennten. Damit fei auch der letzte Schein zerstört, als ob, wie man in der gegnerischen Presse es darzustellen suche, Herr Singer und die Socialdemokraten maßgebend seien für die Haltung der Stadtverordneten- Versammlung und für das Ergebnis Die Konservativen und Agrarier dürften von der Stellungnahme der der Abstimmung. Ach, wie froh wäre die" Freisinnige Zeitung", bayrischen Regierung nicht gänzlich befriedigt sein; wenigstens wenn die Liberalen die Haltung der Socialdemokraten eingenommen werden sie es an lauten Befundungen nicht fehlen laffen, daß ihnen hätten! Allerdings das„ friedfertige" Auftreten Kirschners bedauert auch nicht genug des Brotwuchers zugestanden werde. Denn den Agrariern einen Josef Studna aus Böhmen, geboren 1872, welcher das Organ Eugen Richters. Aber es gönnt ihm einen mildernben gilt es bereits als schweres Verbrechen, die Berücksichtigung der sich in Bern aufhielt und der einer fremden Polizei Spigeldienste Umstand, indem es eine unglaubliche Albernheit! die Social- Konsumenteninteressen und der Exportindustrie zu betonen, wie Graf gegen Entschädigung leistete, aus der Schweiz ausgewiesen. Derselbe v. Crailsheim gethan. Auch hat der bayrische Minister, so weit trug nebst verschiedenen Beglaubigungsschreiben und kompromitWir bedauern nur, daß durch das Auftreten der Social der vorliegende Bericht erkennen läßt, keine unbedingte Anhänger- tierenden Schriftstücken der Prager Polizei auch vielfach Empfehlungsschreiben von socialdemokratischen Organisationen in Deutschdemokraten die Diskussion wesentlich verschoben wurde. schaft zum Minimaltarif für die Getreidearten geäußert. Statt des Gegensatzes zwischen dem Kaiser und den Berliner Diese Ablehnung der extremst agrarischen Forderungen bedeutet land, Destreich, Belgien und Frankreich sowie der Schweiz bei sich, Kommunalbehörden trat der Gegensatz zwischen den Socialdemo- aber natürlich nicht, daß etwa die Mittellinie" der bayrischen Re- die er sich auf unehrliche Weise zu verschaffen gewußt hatte. fraten und den bürgerlichen Parteien Berlins in den Vordergrund. gierung nicht im höchsten Maße agrarisch verlaufe. Die bayrische der gegenwärtig wegen Betrug in Untersuchungshaft In Sachen des in Zürich entlarvten Spizels Heilmann, Dem Oberbürgermeister Sirschner schien dies freilich Regierung ist mit einer folossalen Erhöhung der Kornzölle ein- figt. veröffentlicht die Mitgliedschaft der östreichisch ungrischer nicht unwillkommen zu sein. Mehr als nötig ging er auf die focial- verstanden; die Kornzölle sollen so weit als irgend möglich ge Socialdemokraten im„ Boltsrecht" eine ganze Anzahl von Schriftdemokratischen Reden ein. Desto schwächer war seine Betonung steigert werden, so lange nur noch der Abschluß von Handels- stücken, aus denen die Verbindung desselben mit dem öftreichischen des kommunalen Interesses gegenüber der Entscheidung des Kaisers." verträgen mit dem Auslande dadurch nicht gänzlich aus Konsulat zur Evidenz hervorgeht. Nach der Aussage seiner Frau In ihrer rettungslosen Verlegenheit greift die" Freisimmige verträgen mit dem Auslande dadurch nicht gänzlich geschlossen wird! erhielt Heilmann vom genannten Konsulat seit Jahren für seine Beitung" fogar zu nationalsocialer Logik, die auch alles, was von der Regierung versehen wird, mit dem„ Auftreten der Von erstaunlicher Dürftigkeit und Unrichtigkeit ist die Be- Spigelthätigkeit Monatslohn. Gegenüber dieser Aussage erklärt HeilSocialdemokratie" motiviert. Was hat denn Eugen Richter an dem gründung für den Brotwucher seitens des Ministers v. Crailsheim. mann, daß seine Frau zur falschen Aussage verleitet" worden sei. Auftreten der Socialdemokratie nicht gefallen? Es wäre interessant, Landwirten zu gute kommt, die vielmehr schwer geschädigt werden, wird man das weitere abwarten müssen. Es ist unrichtig, daß die Zollerhöhung auf Getreide auch den kleinen Das wäre eine merkwürdige Frau, die sich zu solch schwerer„ Verdächtigung" ihres Mannes verleiten ließe. Da er im Gefängnis fizzt, das zu erfahren. da nach dem Teurerwerden der Brotnahrung die Produkte ihres Auffallend ist, daß in Genf noch immer der berühmte" Baron Kleinbetriebes, Fleisch, Milch, Butter schwerer verkäuflich werden; v. Richthofen weilen darf, über deffen schurtische Spigelqualität Herr v. Crailsheim scheint gänzlich vergessen zu haben, was der doch in Genf alle Welt einig ist. Warum derselbe nicht ausgewiesen frühere Reichskanzler Fürst Hohenlohe vor einigen Jahren über wird, ist das Geheimnis der Bundesanwaltschaft und des Bundesdie lächerliche Vorspiegelung des Nußens des kleinen Landwirts rates. durch Getreidezölle ausgeführt und statistisch belegt hat. " Was der Freisimm draußen denkt, das fagt die Berliner Beitung" und die„ Bolts- Zeitung", die ihrer Partei derb den Text lesen. Die Berliner Zeitung" fonstatiert: " D fann Interessant ist nur, daß der Herausgeber dieses Blattes, Herr Ullstein, in der Situng schwieg und sich der Abstimmung entzog. Fürchtete er die Lynchjustiz seiner freifinnigen Kollegen? " Die Volts Zeitung" widmet dem Kommunalfreifinn die folgenden Betrachtungen: Die Folge wird sein, daß hinfort der Ausdruck Konkubinat ein Ehrentitet werden wird für alle Ehen, die auf den Segen der Kirche verzichtet haben.und „ Das Parkett der Stadtverordneten- Versammlung ist ein Boden, auf dem die Socialdemokratie Triumphe über Triumphe Zürich, 2. Oftober.( Eig. Ber.) Im Kanton Zürich fand am Nichtig und eine Selbstverständlichkeit ist dagegen, daß beim Sonntag eine Erfahwahl in den Regierungsrat statt, feiert. Wer sich gestern auf der Tribüne aufhielt, als unten über bie Linden Angelegenheit verhandelt wurde, der konnte bemerken, Untergang der Landwirtschaft die Arbeiter schwer leiden würden; die in mehrfacher Beziehung Interesse beansprucht. Einmal war fie wie das gesamte Bublitum, das seinem Aeußern nach durchaus dabei hat der Minister nur übersehen, daß der Großgrundbesitz, der notwendig infolge des Rücktritts des bisherigen zierungsratsnicht aus Anhängern der Marrschen Lehre bestand, durch die Worte angeblich ohne Wucher nicht existieren kann, nicht die Landwirt mitgliedes Grob, der früher Pfarrer und nun seit langen Jahren Singers elettrifiert und durch die der bürgerlichen Redner entfchaft" ist, daß dieser Großgrundbesitz vielmehr der landwirt- Minister war, sich aber wegen vorgerückten Alters zum Spitaltäuscht wurde." schaftlichen Entwicklung schwerste Hindernisse bereitet. verwalter in Winterthur wählen ließ. Der Ministerberuf war ihm Und sie schließt: Erfreulich ist endlich das Zugeständnis, daß die bisherige zu beschwerlich geworden und da die Schweiz die Einrichtung der natur, die Konflikte liebt er nicht. Das können wir ihm nicht ver- Getreidepreise durch Zollerhöhung zugleich Erhöhung der ermöglichen, so muß der alternde Regierungsrat darauf bedacht sein, " Der Herr Oberbürgermeister von Berlin ist keine Kampf- Sandelspolitik den Arbeitern uüßlich war und daß Erhöhung der Ministerpensionen nicht kennt, auch die Miniſtergehälter mit ihren 5000 beziv 7000 r. nicht so hoch sind, um erhebliche Ersparnisse zu 5000 bezi 7000 Fr. nicht so hoch find, um erhebliche Ersparnisse zu denken, aber wenn sie entstehen, dann muß man sie durchkämpfen, und nicht sein Augenmerk darauf richten, die Gegensäge zu Nach all diesen Zugeständnissen ist es eine tolle Regierungsweisheit, ideal. Brotpreise wenn auch etwa nicht analoge" bedeutet. eine anderweitige neue Existenz zu finden. Dieser Zustand ist nicht berkleistern. Gin modus vivendi mit der Der St Krone aber für verschwenderisch hohe Ministergehälter nur gefunden werden, wenn man ihr zeigt, daß man sich nicht die bisher für gut befundene Handelspolitik jest umstürzen und die Ministerpensionen, wie sie in andern Ländern üblich sind, würden mehr bieten läßt, als nach Lage der Gesetzgebung unbedingt er: Arbeiter in der Zeit der Krise höheren Preisen ihres Hauptnahrungs- wir uns freilich erst recht nicht begeistern. forderlich ist, und daß man mit seiner monarchischen Gesinnung mittels zu überantworten. Herr Grob trat also zurück und da die„ Demokraten" ihn zu feinen Staat zu machen sucht, sondern ihre Bethätigung auf dasden ihrigen zählen, so beanspruchten sie neuerdings den freigewordenen jenige bescheidene Maß zu reduzieren, daß den Bedürfnissen der Die Civilche als Konkubinat. Der Düsseldorfer Kaplan Ministerjip. Vollberechtigten Anspruch darauf hätten jedoch die Gegenwart entspricht." Schwippert, der einer sterbenden Frau verweigerte, ihren Mann zu Socialdemokraten gehabt, da sie ungefähr ein Drittel der kantonalen sehen, weil ihre nicht firchlich eingesegnete Che eine Stonkubinat Stimmen besigen, aber von den 7 Regierungsratssigen nur einen fei, war wegen dieser Aeußerung seiner Zeit in Anklage verjetzt haben. Aus verschiedenen Gründen fah man davon ab, einen Kanworden. Man scheint solche Beurteilung der Civilehe nicht als eine didaten aufzustellen und überließ ohne Kampf den Sig den Demo Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen anzusehen; denn das fraten. Es wurde Wahlenthaltung proflamiert und dadurch Verfahren ist eingestellt worden. erzielt, daß 20 617 leere Stimmzettel eingelegt und der demokras tische Kandidat Lutz, bisher Stadtrat in Zürich, trotz der Unterstützung " Herrn Kirschners gestern entrolltes Friedensprogramm ist ein durch die Liberalen nur mit 29 353 Stimmen gewählt wurde. Von den Zeichen der durch die Zerreißung des Zusammenhanges mit der 100 000 Stimmberechtigten sind nur 52 000 zur Urne gegangen, so öffentlichen Meinung besiegelten Schwäche der Stadtverwaltung. daß der neue Minister nicht einmal ein Drittel der Stimmen aller Die Reden, die von Herrn Kirschner selbst wie von den liberalen Aus Sachsen- Weimar. Bei den ausgeschriebenen Wahlen zu Stimmberechtigten erhielt. Fraktionsrednern gestern gehalten wurden, um den Friedensruf den Bezirksausschüssen find infolge der vorjährigen Erfolge Bemerkenswert war sodann die Stellung der Bauern. des Oberbürgermeisters als der tommunalen Weisheit legten Schluß bei den Landtags- Wahlen unsre Genossen in vier Verwaltungs- Ihr Organ, der„ Bauernbund", meinte, die Socialdemokraten hätten zu preisen, haben diesen Zustand um so greller beleuchtet, je bezirken beteiligt, indem die gewählten Wahlımänner in jedem einen eignen Standidaten aufstellen sollen. Wir hätten unter den mehr sich die Redner sträubten, den Zustand anzuerkennen. Herr Landtags- Wahlkreise zwei Mitglieder in den Bezirksausschuß zu heutigen Verhältnissen unsren zürcherischen Bauern gesagt, daß trot Kirschner, der Magiftrat, die liberalen Fraktionen bedauern, wählen haben. In zwei Wahlkreisen, Apolda und Ilmenau, haben der Wahl des socialdemokratischen Regierungsnichts thun zu können; so erwächst aus der Knospe der Entjagung wir je zwei Mitglieder sowie deren Stellvertreter zu wählen, rates Ernst unser zürcherisches Staatsfchiff noch die Blume des Friedens; eines Friedens, der Wunden schlägt, der während in den zwei von den Freisimmigen mit socialdemokratischer nicht untergegangen und daß in Herrn Ernst unsrer schmerzt und brennt, dem man aber gleichwohl in gesteigerter In- Hilfe eroberten Streifen uns je ein Mitglied nebst Stellvertreter zu fantonalen Verwaltung eine tüchtige Arbeitsbrunst mit vibrierender Stimme das Sehnsuchtslied weibt: Süßer erkannt worden ist. Nun wird es sich zeigen, wie der Freisimm traft und ein Finanzminister gegeben worden sei, der mit aller Friede, holde Eintracht, tomm', ach, tomm' in meine Brust Wort hält. Einsicht das ihm anvertraute Heiligtum, den den zürcherischen Und so ziehen die friedliebenden Dulder getröstet von dannen." Ein Opfer des Majestätsbeleidigungs- Paragraphen. Staatsschab, hütet und alle Positionen im Einnehmen und Ausgeben Von der konservativen Presse hat die Post" so viel Einsicht. Aus önigsberg wird uns berichtet: Eine Denunziation wegen zu dessen Jutakthaltung geschickt zu wahren sucht. Wir hätten ihnen um die Krone vor der Weiterführung der Brummen- Affaire zu Majestätsbeleidigung hat den Besitzer Knipel in Nattlischten, Streis ferner gesagt, daß auch Herr Friedensrichter Werner( der eventuell Tilsit, in den Tod getrieben. Bei dem Sommernachtsfest des als jocialdemokratischer Kandidat aufgestellt worden wäre) in Winter" Bei dieser rechtlichen Lage der Dinge muß angenommen Striegervereins, dem der Mann angehörte, machte Snipel im Streife thur seinen unbefangenen und objektiven Mann stellen werde und werden, daß, wenn der Polizeipräsident beabsichtigt, die Bau- seiner Kameraden, als das Gespräch auf den Kaiser tam, eine nichts hätten ihnen weiter gejagt, einmal gründlich darüber nachzudenken, erlaubnis zu dem Märchenbrunnen wegen fehlender föniglicher weniger wie ehrerbietige, sonst aber harmlose Bemerkung. Ihm wo für die Bauern die Gefahr liege, ob bei den energischen Genehmigung zu versagen, das rechtliche Fundament der In- wurde fofort gejagt, wenn er gut Getränke einkaufe, werde ihm nichts Männern links, die offen sagen, was sie wollen anspruchnahme der königlichen Genehmigung für dieses Bau- geschehen. Da er die Sache für bedeutungslos hielt, gab der Un- und selbst in der politischen Verirrung offen tämpfen ein völlig alveifelsfreies und unanfechtbares ist, vorsichtige nichts zum besten. Er wurde thatsächlich denunziert. Nach für Menschenrecht und Menschen glid, oder aber denn es wäre von den dafür verantwortlichen staatlichen Stellen der gerichtlichen Vernehmung hat er sich aus Furcht vor Gefängnis bei unverantwortlich, wenn sie den König in die Lage brächten, durch strafe erhängt. Spruch des Verivaltungsgerichts belehrt zu werden, daß in dem vorliegenden Fall die königliche Genehmigung rechtsirrtümlicherweise in Anspruch genommen wurde. Je sorgsamer über die Wahrung der Kronrechte gewacht wird, um so sorgfältiger muß auch darüber gewacht werden, daß das Rechtsfundament für deren Inanspruchnahme ein völlig einwandfreies und unanfechtbares ist." Es ist bezeichnend, daß selbst der" Post" die Zustände un behaglich zu werden anfangen, die unfre Freifinnigen dadurch ändern zu können wähnen, daß sie ihre geprüfte Friedfertigkeit bewarnen: werk teuern. " Ausland. Der Boeren- Krieg. London, 2. Oktober.( Eig. Ber.) Die eigenartigen offiziellen Berichte über die blutigen Gefechte bei den Forts Itala und Prospekt, sowie die trotz aller Dementis allgemein geglaubten Nachrichten über die Demission Kitcheners haben in der öffentlichen Meinung große Unzufriedenheit hervorgerufen. Die ministerielle wie die antiministerielle Bresse schlägt denselben Ton gegen die Regierung an. Die St. James Gazette" schreibt:" Die Unruhe in # den Trägern des Kapitals, die das Geld im Auslande anlegen oder in alle möglichen industriellen Unternehmungen stecken, aber tein Verständnis mehr, nur noch eine falte, harte Hand Haben für den alten soliden bäuerlichen Hypothefartitel. Wir hatten schon lange Auftrag, dieses einmal zu sagen. Man denke darüber nach!" Went nur diese erfreuliche Erkenntnis, daß rechts die Gefahr liegt und alle Unterdrückten sich verbinden sollten gegen das Kapital, in weiteren bäuerlichen Kreisen Eingang finden und stets gegenwärtig bleiben würde. Arbeiter und Bauern zusammen könnten dann manches gegen die Geldsacksparteien ausrichten. Frankreich. Paris, 4. Oktober. Das Unterrichtsministerium hatte bis Acnderung der Märchenbrunnen. Gewisse Organe gefallen der Nation wächst, und sie wird zum Sturme werden, wenn sich gestern abend 8 Uhr, also 4 Stunden vor Ablauf der den Kongre= gationen gestellten Frist für Einreichung der Genehmigungsfich darin, fortgesetzt zu behaupten, daß in der Kunst deputation die Regierung nicht zu einer entscheidenden That aufrafft." Der gesuche 596 Gesuche erhalten, davon 64 von Männerorden mit doch die Neigung hervorgetreten sei, den ästhetischen Wünschen des Kaisers Rechnung zu tragen. Das Berliner Kotaublatt der" Standard" frägt:" Hat die Regierung alles gethan, um den Forde 3001 Anstalten und 582 von Frauenorden mit 6777 Anstalten. Von Juferatenfirma Mosse beruft sich sogar auf den Stadtbaurat Hoff- rungen Kitcheners nach Verstärkungen voll und prompt zu ents diesen Kongregationen waren 458 bisher überhaupt nicht genehmigt. sprechen? Die Ungeduld über diese Art Kriegsführung ist im Ihre Gesuche werden, dem Vereinsgesetz gemäß, dem Parlament Nachdem am Donnerstag der Oberbürgermeister Kirschner ans- Bachsen begriffen. Man fühlt, der Feldzug hätte schon beendet sein vorgelegt werden. Zur Genehmigung der übrigen Kongregationen brücklich die entgegengesezten Angaben Singers bestätigt hat, müssen und es ist unerträglich zu denken, daß uns noch ein mehrere wird eine Verfügung des Staatsrats erlassen werden. sollte man doch mit diesen beleidigenden Ausstreuungen aufhören. Monate langer Guerillatrieg mit seinen enormen Kosten bevorSpanien. Allerdings hat Herr Hoffmann noch einige Aenderungen angeregt, stehe." aber diese haben gar nichts mit den Vorschlägen des Kaisers zu manır. thun, m Die Zolldebatte im bayrischen Landtag. Aus München telegraphiert W. T. B.": " Madrid, 4. Oftober. Der Ministerpräsident Sagasta bestätigt Die Times" lagen: Die neue Yeomanry, die von der im Heraldo", daß die Kammern am 16. d. M. wieder zusammen Regierung in aller Eile nach Südafrika gefandt wurde, war zum treten werden; gleichzeitig werden die Gerüchte von einer Ministers großen Teile untauglich. Daß die Beweglichkeit der Kolonnen das krisis für unbegründet erklärt. durch gelitten hat, ist ohne Zweifel richtig. Kitchener war enttäuscht Italien. darüber, daß man ihm mit solchen Rekruten diente." Kapitalistische Korruption. In dem Bureau der GasJu fortgesetter Besprechung der Interpellation über die In merkwürdiger Uebereinstimmung mit meiner am legen Sonn- gefellichaft in Neapel sind eine Anzahl chiffrierte Telegramme bes Stellung der Regierung zum Zolltarifentwurf erflärt Segis namens der Socialdemokraten, seine Partei werde alles tag gemachten Bemerkungen über die Differenzen zwischen Mutterland Schlagnahmt worden, welche zwischen der Direktion und dem daran setzen, den Entwurf zu Fall zu bringen. Söldner( E.) und Kolonialclique schreibt heute die Daily News": Lord Aufsichtsrat der Gesellschaft( Paris) gewechselt worden sind. Die Telegramme sind zwar noch nicht vollständig entziffert, jedoch ist II. diesem Industriezweig ist so groß, daß die Interessenten nicht mehr schon so viel sicher, daß die Gasgesellschaft große Summen an den Die andre Konferenz tagte in Birmingham und war von der zusammenzuhalten waren; einer nach dem andern hat sich abgelöst berüchtigten Casale, dessen Treiben bekanntlich durch das dortige Garden City Association( Vereinigung zur Errichtung von Garten- vom Syndikat und damit die Gründung auseinandergetrieben. jocialistische Parteiorgan ans Tageslicht gezogen wurde, gezahlt städten) einberufen und von municipalen Vertretern und Reformern Die Rekonstruktion der Reederei vereinigter Schiffer in hat. Ferner werden noch eine Reihe andrer Namen von hoch besucht. Der Oberbürgermeister von Birmingham begrüßte die Breslau soll durch Zusammenlegen von drei Aktien zu einer erzielt angesehenen, im öffentlichen Leben stehenden Personen genannt, die Konferenz, worauf der Hauptredner, Mr. Ralph Neville, das werden. Einigen größeren Gläubigern werden 50 Broz. in Uebervon der Gasgesellschaft Bestechungsgelder angenommen haben. Es Wort ergriff zu einer längeren Ansprache, die in folgendem nahme von Vorzugsaktien geboten, während die übrigen sich mit der ist wahrscheinlich, daß es bald zu einem zweiten Reinigungsprozeß" Sage gipfelte:" In einem civilisierten Lande ist die Verwaltung einigen sollen. Ueber die Annahme dieser Bedingungen kommen wird. Die Socialisten Neapels haben in einer Versammlung physische Degeneration der Bevölkerung größer als in Eng- werden die Gläubiger in einer Zusammenkunft entscheiden. zu dieser Angelegenheit Stellung genommen und beschlossen, direkt land, das noch nie eine so scharfe wirtschaftliche Konkurrenz Die Konkursverwaltung der Leipziger Bank glaubt zu er einzugreifen, die öffentliche Meinung aufzuklären, damit die Behörden abzuwehren hatte wie jegt." Die angenommenen Resolutionen möglichen, daß die erste Abschlagszahlung an die Gläubiger noch im zu weiterem Handeln gedrängt werden. zeigen den Zweck diefer Vereinigung. Sie lauten: England. London, 2. Oftober.( Eig. Ber.) Das neue Schulgesetz, deffen voraussichtliche reaktionäre Wirkungen bereits an dieser Stelle besprochen wurden, macht sich vorläufig in der Einstellung und Einschränkung der Abendschulen bemerkbar. So melden heute die Blätter, daß in East- Ham( London) fämtliche Abendkurse eingestellt wurden, während in West- Ham nur vier Abendschulen geöffnet sind gegen zwölf im vorigen Jahre. Dänemark. A. Die Konferenz fordert die lokalen Körperschaften auf, ihre Januar 1902 zur Verteilung gebracht wird. Bezüglich der Höhe der zu verteilenden Abschlagsdividende hofft die Konkursverwaltung ganze Aufmerksamkeit der Wohnungsfrage zuzuwenden." 30 Prog. der betreffenden Forderungen auszahlen zu fönnen. B. Die Wohnungsfrage kann nur gelöst werden durch eine planmäßige, systematische Ueberführung der Industrie aufs Land, wobei Einrichtungen zu treffen sind, daß die Gesamtsumme der dadurch hervorgerufenen Erhöhung der Bodenwerte der ganzen Bevölkerung zu gute kommt, d. h. zu municipalen Zweden ver wendet wird." Partei- Machrichten. Eine Vereinigung britischer Tabakfabrikanten unter dem Titel Imperial Tobacco Manufacturers Company of Great Britain and Ireland" mit einem Kapital von 12 bis 15 Millionen Pfund Sterling hat sich zu dem Zwede gebildet, um die britischen Fabritanten gegen die drohende amerikanische Konkurrenz zusammen zuschließen. Aus der Frauenbewegung. D " Die Eroberung des allgemeinen Wahlrechts. Unter diesem Im Frauen und Mädchen Bildungsverein Nixdorf wird Das Ergebnis der Ergänzungswahlen zum Laudething. Titel veröffentlicht der Ausschuß der socialdemokratischen Partei und Nachdem die Höchstbesteuerten ihre reaktionären Wahlmänner gewählt hatten, haben in der vorigen ruf, worin die Einzelorganisationen aufgefordert werden, fich baldigst schaft, Mutterschuß, Frauenleben und Leiden" halten. Dazu sind auch felbstverständlich durchweg das Landessekretariat der Gewerkschaften Schwebens einen Auf Herr Grundmann Dienstag, den 8. Oktober, bei Münzer, Senesebeckstraße 113, einen großen Lichtbilder Vortrag über SchwangerBoche die Wahlen der Abgeordneten stattgefunden. In Kopenhagen mit der Frage der! Spendung eines Tagelohnes jeden Mitgliedes schaft, Mutterschutz, Franenleben und Leiden halten. Dazu sind auch wurde der Bürgermeister Borup mit 493 Stimmen gewählt; Genosse zwede Bildung eines Generalstreit- Fonds zu befaffen. Die Haupt- Gäste willkommen. Der Eintritt koſtet 10 Bf. P. Knudsen erhielt 412 Stimmen. Die Wahlmänner, die für verwaltung dieses Fonds übernimmt das Landessekretariat. Polizeiliche Hindernisse haben die Verhandlungen des VerKnudsen stimmten, waren von 16 671 Urwählern gewählt, die Wahl- Der definitive Beschluß über den Beginn des Generalstreits, sowie bandes fortschrittlicher Frauenvereine auch am Freitag unmöglich männer Borups nur von 2277. Deutlicher konnte die ungerechtigkeit die näheren Bestimmungen sollen in einer im nächsten Jahr ein gemacht. In Konsequenz des Verlangens, die Verhandlungen überdes Wahlsystems, das für die Zuſammenſegung des Landsthings zuberufenden Konferenz gefaßt werden. Die Organisationen sollen wachen zu können, verlangte die Polizeibehörde auch, daß fie maßgebend ist, nicht zu Tage treten.- In Stive wurde ein Liber raler, in Randers, infolge Verrats der Moderaten, ein Konservativer sich inzwischen mit der Frage befassen, inwiefern unter gewissen 24 Stunden vorher angemeldet werden. Das ist für Freitag unterlassen Voraussetzungen zum Generalstreit gegriffen werden soll, und nach worden und die Verhandlungen können nun erst am Sonnabendgewählt. Früher verfügten die Reaktionäre im Landsthing über 34 Man- dem darüber diskutiert worden ist, soll in jeder Organisation eine vormittag 10 Uhr im Industriegebäude fortgesetzt werden. Abstimmung darüber vorgenommen werden. Das genaue Ergebnis Den bürgerlichen Frauen, die sich am Freitag früh zahlreich zu date, die übrigen mehr oder minder Liberalen hatten 32; nun haben dieser Abstimmungen soll bis spätestens den 1. Februar 1902 dem den Berhandlungen eingefunden hatten, aber polizeilich am Eintritt die Reaktionären 36, die übrigen 30 Mandate mit Einschluß des Partei- Ausschuß übermittelt werden. in das Lokal verhindert wurden, wird so ein bißchen polizeiliche einen Socialdemokraten. Die Ergänzungswahlen haben also eine Verschiebung der Parteistellung zu Gunsten der Reaktion Liebenswürdigkeit vielleicht nicht ganz umnüglich sein. ergeben. Die Hoffnung, daß das neue Ministerium durch diese Wahlen zu einer Landsthings- Majorität kommen würde, hat sich also nicht erfüllt. Soll das Landsthing nicht noch jahrelang ein Hindernis aller durchgreifenden Reformen bilden, so wird die Regierung von ihrem Auflösungsrecht Gebrauch machen müssen. Die feierliche Eröffnung des Reichstags findet am Freitag im Follethings- Saale statt. Rußland. Gemeindewahlfiege in Oestreich. In Cormons bei Gradiska wurde bei den Gemeindewahlen in der dritten Klasse die fortschrittlich- socialdemokratische Liste gewählt, wodurch fünf Social demokraten in den Gemeinderat tamen. Ebenso wurde in Ganz bei Mürzzuschlag die socialdemokratische Liste in der dritten Klasse nahezu einstimmig gewählt. Socialdemokratische Wahlerfolge in der Schweiz. In Chur wurden bei der jüngsten Wahl des Großen Stadtrats neben 12 Liberalen und 4 Konservativen 5 Arbeitervertreter gewählt, womit unsre Genossen einen schönen Erfolg erzielten. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Die allgemeine Feuerwehrpflicht der Frauen. Der Magistrat von Heils berg in Ostpreußen hat an alle selbständigen Franen und Mädchen, die steuerpflichtig sind, die Aufforderung erlassen, bei eintretender Feuersgefahr im Stadtgebiet und auch bei Feuerlösch Probediensten sich auf das Feuersignal sofort nach dem Alarmort zu begeben und die ihnen zugewiesenen Arbeiten beim Löschdienst zu verrichten. Unentschuldigtes oder ungerecht fertigtes Ausbleiben soll die im§ 360 Nr. 10 des Reichs- Strafgesetzbuches festgefegte Strafe nach sich ziehen, sofern die betreffenden Frauen und Mädchen sich nicht von dieser Verpflichtung durch Bahlung eines Jahresbetrages von 6 M. an die Stadtkaffe befreien. Nun werden sicher auch die Männer regelmäßiger und zahlreicher ihrer Feuerdienstpflicht genügen und es wird in Heilsberg tein Mangel mehr au Feuerlöschmannschaften sein. Sociales. Maffenprotest der Finnländer gegen das neue Wehrpflicht gefet. Anläßlich einer Eingabe des finländischen Senats hatte der Generalgouverneur Bobrikoff dem Zaren berichtet, daß in Finnland- Die Schantiperren im Ruhrrevier. Unser Parteigenoffe nicht eine Spur von Opposition gegen die Umgestaltung des Heer- Bredenbed in Dortmund ist erst vor kurzem zu harter Strafe verwesens vorhanden sei, daß im Gegenteil die Bevölkerung dieſen urteilt worden, weil er das System der Schantsperren, das nach Annenen Beweis von der Gnade des Monarchen dankend entgegen gabe der Polizei der Bekämpfung von Ordnungsstörungen dient, genommen hätte. Um diese völlig unwahre Behauptung nicht von dem aber merkwürdigeweise nur socialdemokratische Bersammunwidersprochen zu lassen, haben circa eine halbe Million finnländilungen und die Versammlungen der freien Gewerkschaften betroffen scher Männer und Frauen einen Protest an den Baren unterzeichnet, werden, scharf kritisiert hat. Er soll dadurch verschiedene Behörden beworin die neue Heerordnung als gesetzwidrig bezeichnet wird, weil leidigt haben. Bredenbeck büßt seine Strafe, das System blüht ruhig Ein Schuhverband aller Heilbeflissenen Deutschlands ist fie ohne Bustimmung und Mitwirken der Ständeversammlung zu weiter. In Buschhausen bei Duisburg wollten die Parteigenossen lant Beschluß des diesjährigen Kongreffes aller Laienheilkundigen stande gekommen ist. türzlich eine Lassalle- Feier abhalten: sofort erhielten sämtliche Wirte soeben ins Leben getreten. Derselbe hat ein Syndilat mit einer des Ortes die Schantiperre. Solche Verfügung wird im Weckruf" Auskunftsstelle begründet und bezweckt durch Agitation, Auskünfte abgedruckt und hat folgenden Worilant: und Rechtsschutz die Wahrung der Interessen aller nicht approbierten und diplomierten Heilfünstler, deren es in Deutschland etwa 15 000 giebt. Zwei Konferenzen über die Wohnungsfrage. I. London, 30. September. Bolizeiliche Verfügung. Na, einem Artikel des socialdemokratischen Organs Wedruf" soll am 22. d. M. in ihrem Lokale zu Buschhausen eine socialdemokratische Feier die sogenannte Lassalle- Feier- abgehalten werden, wodurch eine Störung der öffentlichen Ordnung zu befürchten ist. Die Geschäftsstelle des Verbandes befindet sich in Oranienburg. Genossenschaftskongres in Belgien. Der franco belgische Vorige Woche tagte in Glasgow tagte in Glasgow eine Konferenz von socialdemokratische Stongreß der Genossenschaften( Cooperative) ver160 municipalen Vertretern Englands, deren Thema die Wohnungsreform bildete. Mr. Samuel Chisholm, Oberbürgermeister( Lord Provost) von Glasgow, eröffnete die Versammlung mit folgender verwaltung vom 11. März 1850 und des§ 132 des Landes- Speciell für Belgien wurde beschlossen ein Centralmagazin der GeIn Gemäßheit der§§ 6 und 20 des Gefeßes über die Polizei- einigte sich Mittwoch im Brüsseler Volkshaus. Er beschloß Handelsbeziehungen zivifchen den nationalen Organisationen zu schaffen. Ansprache:" Es giebt ein Minimum der Behausung, auf das jeder verwaltungs- Gesetzes vom 30. Juli 1883 wird Ihnen daher im nossenschaften in Brüssel zu gründen. Weiter wurden die besten englische Bürger ein Recht hat. Die Armen sind diejenigen, Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit aufgegeben, am Mittel besprochen, um die Genossenschaftler zu bewußten Socialdie unter der Herrschaft des freien Wettbewerbes gezwungen werden, 22. d. Mets. von 2 Uhr nachmittags ab, den Wirtschaftsbetrieb in demokraten zu machen. In einer glänzenden Rede feierte Anseele weniger als das Minimum anzunehmen. Diesem Uebelstande kann Ihren Lokalitäten vollständig ruhen zu lassen. nur die Municipalität abhelfen. Denn das wirtschaftliche Gefeß Sollten Sie diesem Verbot zuwiderhandeln, dann wird, wie die Ehe des Socialismus und des cooperativen Gedankens. von Angebot und Nachfrage ist nur unter folchen Umständen hiermit angedroht, auf Grund obiger gefeglichen Bestimmungen gerecht, in denen Käufer und Verkäufer gleich start find. zur Erzwingung der Nachachtung des Verbotes für den Fall der In der Wohnungsfrage ist diese Gleichheit nicht vorhanden. Hebertretung eine Geldstrafe von 60 Mart, an deren Stelle im Hätte man dieses Gebiet dem Walten der freien Stonfurrenz Unvermögensfalle eine Haftstrafe von sieben Tagen tritt, gegen Sie überlassen, so wären die engen, dunklen Gäßchen, die überfüllten, festgesezt werden. Die Polizei- Verwaltung ungesunden Häuser und die standalösesten Wohnungsverhältnisse Der Bürgermeister v. Trosen. verewigt worden. Der Ruf der Obdachlosen und der ungenügend Den Nachweis, daß durch socialdemokratische Veranstaltungen die Behausten darf nicht mehr ignoriert werden." Die darauf folgenden, öffentliche Ordnung schon einmal gestört worden ist, haben die löb- ist, um unsre vor dem Einigungsamte festgelegten Forderungen hoch zweitägigen Debatten ergaben nur zwei einigermaßen bemerkens- lichen Polizeibehörden noch nicht erbracht. Aus Industrie und Handel. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. An, die organisierte Arbeiterschaft Berlins und der Vororte! Arbeiter, Parteigenossen! Da zur Zeit die grüne, von der Organisation eingeführte Kontrolltarte unsre einzige und beste Waffe zu halten, so ersuchen wir dringend, jetzt mehr denn je nach der werte Reden vom Stadtrat Gray- Glasgow, und Mr. Waterlow, Kontrollkarte zu fragen. Die Arbeitgeber ziehen ihre Arbeitsfräfte Vorsitzenden der Wohnungskommission des Londoner Grafschaftsrates. von andren Arbeitsnachweisen heran, da ihnen dieselben unter Gray sagte:„ Die Municipalitäten müssen von der Regierung dem festgefeßten Tarif zur Verfügung stehen und das sind diejenigen, weitgehende Rechte erhalten. Sie müssen im stande sein, Eigentümer welche uns bei unserm Streit in den Rücken gefallen sind. bon Slums( schmutzigen, ungefunden Häusern) zu zwinden, ihre Ge Der Geschäftsgang in der Textilindustrie. Arbeiter, Parteigenossen! Meidet alle diese Geschäfte, wo Ihr bäude niederzureißen. Kauft die Gemeinde den freigelegten Boden, Aus Krefeld wird uns geschrieben: Ueber 1½ Jahre dauert nicht die grüne Starte am Spiegel vorfindet, und zwar muß diese so soll der Kaufschilling nicht nach dem Mietsertrage, sondern nach der wirtschaftliche Niedergang in der Textilindustrie schon an, und Seite sichtbar sein, wo die abgestempelten Wochen( jetzt die 40. Woche) den dort herrschenden Bodenpreisen festgesetzt werden. Erwerben die scheint nun nach und nach seine Opfer zu fordern. Der Fall des deutlich zu erkennen sind. Gleichzeitig ist die Kontrollkarte der AusGemeinden größere Bodenflächen zum Zwecke von Parkanlagen 2c., so alten Bankhauses Suermondtu. Co. tam ganz überrascht und weis der Zugehörigkeit zur Organisation. ist darauf zu achten, daß keine Vertragsbedingungen gegen eventuelle Er übt erneut einen sehr ungünstigen Einfluß auf die Gesamtlage der In der Nummer 228 ist unter anderm Tobias, Faldenrichtung von Arbeiterwohnungen daran haften. Wir müssen ferner be- Industrie aus. Die Bank ist an einer sehr großen Zahl von in- steinstraße 45, als gesperrt veröffentlicht worden. Es hat sich rechtigt sein, Eigentümer von unbebauten, an der Peripherie der Stadt dustriellen Unternehmungen start beteiligt, allein sechs Etablissements herausgestellt, daß er sämtliche Forderungen anerkannt und auch liegenden Grundstücken zum Verkaufe derselben an die Gemeinde zu der Textilindustrie sind mit ihrem Schicksal und dem der Bank eng ver- bewilligt hat. zwingen. 8wang ist hier notwendig, da die Besteuerung solcher knüpft. Daneben friselt es an allen Ecken und Enden in der Textilindustrie. Die Lohukommission der Barbiere Berlins und der Vororte. Grundstüde eine ganz minimale ist, die Eigentümer derselben also wei Firmen haben sich in der lezten Seit mit ihren Gläubigern teine Ursache haben, sie zu veräußern und vielmehr auf die verständigt, so daß die Betriebe wenigstens nicht ganz eingestellt zu In Nixdorf find folgende Geschäfte gesperrt: Batledi, HerSteigerung der Bodenpreise spekulieren, was bei der Ausdehnung werden brauchen. Dabei munkelt man schon wieder von dem 8nmannplatz 4; Trenner, Herfurthstr. 34; Knöffler, Hobrechtstr. 8; der Industrie nicht ausbleiben kann. Schließlich muß die sammenbruch einer großen Firma der Textilindustrie und befürchtet, Ciefilsty, Jägerstr. 2; Hohenwald, Wißmannftr. 48. Bestimmung, wonach bei Zwangsanläufen der Kaufichilling um daß noch weitere folgen werden. Die größte Zahl der Textilarbeiter 10 Proz. zu erhöhen ist, ausgemerzt werden". wird in keiner Weise voll beschäftigt. Ein Teil arbeitet nur sechs Waterlow: Einer Wohnungsreform stehen in London große oder acht Stunden am Tage, andre Fabriten sezen jede Woche einige In Charlottenburg muß auf der Kontrollkarte das 12. Feld Schwierigkeiten entgegen. Der Grafschaftsrat darf kein ungesundes Tage aus und in einer großen Anzahl müssen die Arbeiter regelmäßig abgestempelt sein. Gesperrt find folgende Geschäfte: Redmann, Haus schließen, wenn er nicht nachweist, daß die Bewohner des auf Material warten, wenn ein Stück fertig ist. Außerdem ist Schillerstr. 92; Schmidt, Stautstr. 100; Rabe, Bismarckstr. 30, Ecke Hauses anderweitig Unterkunft finden tönnten. Der Ankauf und noch ein Teil der Arbeiter gänzlich arbeitslos. Dabei hat die Stadt- strummestraße Bieffe, Wilhelmsplay; Golz, Schloßstr. 36; Horstdas Niederreißen ungefunder Häuser verschlingen enorme verwaltung noch so gut wie feine Vorkehrungen getroffen, um der mann, Kaiser Friedrichstr. 54; Blazede, Stuttgarterplay la; Delze Summen ein Quadratfuß kommt uns auf etwa 15 bis 17 M., allgemeinen Notlage, welche für den kommenden Winter bevorsteht, Wilmersdorferstr. 134; Schmelz, Schillerstr. 43; Baczewski, Goethewährend man überall in London den Quadratfuß Boden für 5 bis zu begegnen. Wenn unter solchen Umständen 55 Weber der Firma straße 47. Lohnfommission der Barbiere Charlottenburgs. 10 M. haben fam. Ich fenne einen Fall, wo der Eigentümer eines Robert Waldthausen wegen einer 15 prozentigen Lohnreduzierung in Lohnkommission der Barbiere Nixdorfs. J. A.: Val. Frohnert. Achtung, Zimmerer! Laut Vertrag beträgt von nächster Woche ungefunden Hauses in Hackney( im Nordosten Londons) die Miete einen Streit getreten sind, so kann man das einen Verzweiflungsaft ab bis 15. November bie tägliche Arbeitszeit 8 Stunden, und zwar für je 2 miserable Zimmer von 5 auf 10 M. die Woche hinauf nennen. schrauben konnte, da die Mieter teine andre Wohnungen bekommen von 71/2 bis 5 Uhr mit 1 Stunde Frühstück und 1 Stunde Mittag. tommten. Sollte nun der Grafschaftsrat dieses ungefunde Eigentum Das Statut der Handelskammer zu Berlin haben die Wir geben dieses mit dem Bemerken bekannt, die angegebene Arertverben wollen, so müßte er vor allem andre Wohnungen für die Weltesten der Kaufmannschaft ausgearbeitet und wird einer General- beitszeit strikte inne zu halten. Ferner soll auf jedem Bau oder Leute suchen, und dem Eigentümer das Haus nach dem legt- versammlung der Kammer unterbreitet werden. Unzufrieden ist die Blaz der Vertrag aushängen. Ist dieses nicht der Fall, so muß es genannten Mietsertrage bezahlen. Ich glaube nicht, daß es den Börse, die von den 33 Bertretern nur 9 beanspruchen soll, und unverzüglich geschehen, und find Eremplare des Vertrags im Bureau, Engel- Ufer 15, sowie bei den Bezirkskassierern zu haben. Grundfäßen der Gerechtigkeit entspricht, folchen Individuen eine so das Kleingewerbe, dem nur 3 Vertreter zugedacht sind. Die Verbandsleitung. große Macht zu lassen. Die Tilgungsfrist der zu Bauzweden Kohlenversorgung Berlins im Auguft. Innerhalb des Achtung, Schuhmacher! In der mechanischen Schuhwarenaufgenommenen Gemeinde Anleihen darf nie unter sechzig Jahre Weichbildes von Berlin in den Eisenbahn- Stationen und Häfen be- Fabrit von Jeschte, Statharinenstraße, waren dadurch Lohndifferenzen fallen." trug im August 1901 die Zufuhr an Steinkohlen, Coaks und Briketts entstanden, daß die Zwicker eine Erhöhung der Lohnfäße von 3 f. Diese Auslassungen sind ihres naiven Reizes wegen ungemein 206 512 Tonnen, wovon 200 002 Tonnen( 186 643 im Vorjahre) in pro Baar verlangten, da Herr Jeschte weit unter den sonst üblichen intereffant. Sie zeigen, wie praktische, von Theorien nicht geplagte Eng Berlin blieben; an Brauntohlen und Briketts 86 262 Tonnen, wovon Zohnsägen bezahlt. Troydem jedoch die Zwider aus Anlaß besonderer länder den Juteressengegensatz zwischen Gemeinde und Individuum 85 767 Tonnen in Berlin blieben( 89 893 i. B.). Außerhalb des Verhältnisse von der Aufrechterhaltung der Lohnforderungen Abstand zu begreifen anfangen und ihm auf empirischem Wege abhelfen Weichbildes betrug die Zufuhr( abzüglich des Verfandes) in Stein- nahmen, wurden mehrere an der Bewegung beteiligte Arbeiter entlassen. wollen. So weit dieses Verständnis reicht, ist es gewiß wohlthätig, fohlen. Coats und Briketts 97 869 Tonnen( 83 810 i, V.), in BraunOrtsverwaltung des Verbandes deutscher Schuhmacher. nur reicht es nicht weit genug. Bleibt man dabei stehen, so tommit Achtung, Metallarbeiter! In Sondershausen sind bei man wohl zu jener hübschen Antithese von Sidney Webb:„ Die fohlen und Briketts 38 579 Tonnen( 22 990 i. V.). Die Zahlen bestätigen die Ueberfüllung des Marktes, die noch der Firma Flid u. Cie. Differenzen ausgebrochen. Da die Firma Liberalen denken in Individuen, die Progreffisten in Gemeinschaften," aber richtiger wäre es gesteigert wird, weil die Abfuhr bei der milden Jahreszeit gegen von Berlin Arbeitskräfte heranzuholen sucht, thun die Kollegen gut, bas Borjahr bedeutend zurückbleibt. zu sagen: Die Bourgeoisie denkt in Individuen, bei Arbeitsangeboten nach außerhalb sich immer erst an unser die Socialdemokratie in lassen." Die Denter Auflösung des Cementsyndikats. Das Nordwest- Mitteldeutsche Bureau, Engel- Ufer 15, zu wenden. in Gemeinschaften bilden den Uebergang zwischen zwei Welt- Cementſyndikat dürfte auf seiner demnächst stattfindenden Generalaufchauungen. versammlung die Auflösung beschließen. Die Ueberproduktion in Deutscher Metallarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Berlin. fönnen bier Monaten, das andre Mal mit 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis vor werde aber schlechter dabei fahren. Eine so in sich abgeschlossente Deutsches Reich. Zur Beendigung des Hamburger Kupferschmiede- Streiks bestraft ist. Nach Verbüßung der letzten Strafe ist er zum Militär Organisation, wie sie geplant sei, erschwere auch das Werben nener schreibt das Hamburger Echo": Die Arbeiter mußten den Streit, gekommen, hat fapituliert und ist sieben Jahre beim Militär geblieben. Anhänger, auf das es uns doch ankomme. Er bestreite auch die nachdem er rund fünf Monate gewährt hat, aufgeben, da eine Er hat sich dort außerordentlich gut geführt, und beim Militär Kompetenz des Wahlvereins, sich die vorgesehenen Rechte anweitere Fortsetzung desselben als aussichtslos erschien. Die Unter- scheint über seine Vorstrafen Gras gewachsen zu sein, denn sonst zueignen, darüber müsse eine öffentliche Versammlung beschließen. Genosse Robert Schmidt: Er lege der Reorganisations nehmer hatten alles darangesetzt, um die Arbeiter niederzuzwingen, wäre es wohl kaum möglich gewesen, daß er im Jahre 1895 bei und keine Kosten wurden gescheut, um dieses Ziel zu erreichen. der Berliner Schußmannschaft eintreten konnte. Vor zwei Jahren frage keine sehr hohe Bedeutung bei. Wenn er dennoch sachlich daSchiffe, Vor Eintritt in für eintrete, dann bestimme ihn dazu die schon gerügte Stellung die wegen des Streifs nicht hier fertiggestellt ist er sogar zum Wachtmeister befördert worden. werden konnten, wurden nach Rotterdam und andren aus- die eigentliche Verhandlung stellte Rechtsanwalt Dr. Halpert einen nahme der Vertrauenslente gegenüber den Reorganisationsplänen, ländischen Orten geschickt, um dort fertiggestellt zu werden, Bertagungsantrag, weil ihm der Angeklagte noch im letzten Augen in der er eine Art der Diktatur sehe, die er auf das entschiedenste Agenten bereisten das In- und Ausland, um Arbeitswillige an- blick ein sehr umfangreiches schriftliches Verteidigungsmaterial über- bekämpfen müsse. Zu was müßten wir unsre Organisationen in zuwerben, und faustdicke Lügen wurden über die Ursache des Streits geben habe. Bei der Schwere der Anklage, die nach der Behauptung ganz Berlin schablonisieren! Wenn er auch nicht viel von der verbreitet. Die Unternehmer haben sich die Niederwerfung der des Angeklagten auf unzutreffenden Voraussetzungen beruhe, halte Reorganisation erhoffe, so bedeute sie doch eine wesentliche VerKupferschmiede, die treu zusammenhielten, etwas fosten lassen. er es für seine Pflicht, um Gewährung einer Frist zur Durch einfachung der Partei- Organisation. Die dagegen geltend gemachten Der Gerichtshof ent- Gründe könne er nicht anerkennen. Im fünften Wahlkreis habe Diese Kosten stehen in gar feinem Verhältnis zu den bescheidenen arbeitung des neuen Materials zu bitten. man das Hauptgewicht der Parteithätigkeit so wie so schon in letzter Forderungen der Stupferschmiede; auf viele Jahre hinaus hätten sprach diesem Antrage und vertagte die Verhandlung. diese für die verausgabten Summen bewilligt werden können. Daß das Spiel den Charakter verdirbt, zeigte wieder ein- Zeit in die Organisation gelegt, so daß man jezt gar keine " Es ist erreicht!" die Unternehmer ausrufen, die mal eine Anflage wegen Körperverlegung, die den Artisten Martzan nicht da, innere Partei Angelegenheiten zu erledigen, sondern zum Volksversammlungen seien großen Aenderungen machen wolle. auch eine Revision des im vorigen Jahre vereinbarten gestern vor das Schöffengericht führte. Der Angeklagte eine Betreiben der Agitation. Damit sei auch ihre Kompetenz, erledigt. Lohntarifs vorgenommen haben. Die Abweichungen sind jedoch Herkulesgestalt gehörte zu den Stammgästen eines Schankgeschäfts, um die Parteigenoffen beim Wort zu halten in Bezug auf die Annur geringfügiger Natur. Der Stundenlohn beträgt für in dessen Räumen allerlei lustiges und fahrendes Volk zusammen um die Parteigenossen beim Wort zu halten in Bezug auf die AnArbeiter über 21 Jahre 45, für jüngere Arbeiter bis 40 Pfg. Die zu treffen pflegt. Bei folchen Gelegenheiten wird auch mitunter die erkennung der Gleichberechtigung der Geschlechter, und um den Arbeitszeit beträgt 10 Stunden. Für Ueberstunden werden 25 Broz, Parole Meine Tante Deine Tante" ausgegeben und die Franen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, empfehle er die Annahme für Nacht, Sonntags- und Feiertagsarbeit 50 Proz. und für die Gemüter erhigen sich dabei oft mehr als nötig ist. Ein besonders folgender Resolution: Arbeit an den ersten Feiertagen 100 Broz. Zuschlag bezahlt. Als erregbares Gemüt scheint der Angeklagte zu besigen. Eines Tages Mitarbeit zu geben, sowie auch entsprechend unserm Standpunkt „ Um den Frauen innerhalb der Partei Gelegenheit zu regerer Arbeitsnachweis gilt die Nachweisstelle des Verbandes der Eisen- spielte er mit einem Bekannten in jenem Schanklokal industrie Hamburgs, das ist das berüchtigte Maßregelungsbureau wiederum das erwähnte schöne Spiel. Er hatte dem andern der Gleichberechtigung der Frauen im politischen und öffentlichen am Kraienkamp. Bis Freitag sind erst zusammen fünfzehn Kupfer- anfänglich Geld zum Spielen geliehen, es aber zurüderhalten und eben, stellt der socialdemokratische Verein im 5. Berliner Wahlkreis schmiede eingestellt worden. Viele Kupferschmiede haben es vorge- als er dann selbst Ebbe in seinem Portemonnaie spürte, hatt er den an die Vertrauensleute von Berlin das Verlangen, daß sie zu ihren zogen, Hamburg den Rücken zu kehren. Bartner gebeten, munmehr ihm 5 W. zum Weiterspielen zu leihen. gemeinsamen Beratungen, soweit sich solche zur Erledigung interner Der Ausstand der Tabakarbeiter in Nordhausen dauert Dies war rundweg abgelehnt worden. Darob entbrannte in seiner Partei- Angelegenheiten als notwendig erweisen, zwei in öffent licher Versammlung der Frauen gewählte Ver Wenn die Fabrikanten hofften, daß sich zum Brust ein grimmig- giftiger 3orn: er erhob sich mit solchem treterinnen hinzuziehen. Zugleich beantragen wir, daß Mietzahlungstermin aus den Reihen der Ausgesperrten Arbeits- Elan, daß sein Nachbar sofort vom Stuhl zu Boden fiel und schlug die Frauen je zwei in öffentlicher Versammlung gewählte Vertretewillige in großer Zahl finden würden, so find sie, wie immer, arg feinem ungefälligen Spielgenossen mit der geballten Faust heftig rinnen in die Lokalkommission und Breßkommission als Mitglieder ententtäuscht worden. Am letzten Montag fand sich ein ganzer Spinner, ins Auge. Der Beuge behauptet, der Schlag sei so wuchtig gewesen, der die Arbeit bei der Firma C. A. Kneiff aufnahm. Die große daß er gleich drei Meter weit" geschleudert worden sei und mit senden. Um das Organisationsstatut der Partei nicht zu verletzen, erhalten die weiblichen Mitglieder in der Preßkommission Masse der Ausständigen steht geschlossen den Versuchen der einer eiergroßen Anschwellung über dem Auge am Boden gelegen vorläufig nur beratende Stimme. Die Agitation soll von den Fabrikanten, die es sich gegenwärtig angelegen sein laffen, sogar habe. Der Angeklagte soll dann sogar noch weiter auf ihn ein Frauen möglichst selbständig betrieben werden; sofern sie aber eine persönlich bei einzelnen vorzusprechen, gegenüber. Am ver- gedrungen sein und ihm mit dem Stiefelabjay mehrere Tritte nach flossenen Montag wurde eine Mietsentschädigung in Höhe von den Kopf gegeben haben. Staatsanwalt Bee ch beantragte zwei Unterstützung von der Agitationskommission der Provinz Branden3800 M. an verheiratete Ausständige ausgezahlt. Die Busage der Monate Gefängnis, während Rechtsanwalt Meyerstein als burg verlangen, soll diese ihnen fördernd zur Seite stehen." Fabrikanten, dem Komitee bis Dienstag die Antwort zugehen zu laffen, Milderungsgrund geltend machte, daß der Angeklagte, der über einen Einzelberatung der Bestimmungen des Statutenentwurfs auszusehen Wegen der vorgerückten Zeit beschloß die Versammlung, die ob sie geneigt seien, mit ihren Fabrikkommissionen zu verhandeln, ist Ueberschuß an Kraft gebiete, sich von seinent leicht erregbaren und vorläufig nur Entscheidung zu treffen darüber, ob in Zukunft bis jetzt noch nicht eingetroffen. Mag fie aber auch ausfallen wie sie Temperament habe hinreißen lassen. Der Gerichtshof erkannte die Vertrauensleute sowie die Mitglieder der Preßkommission, der wolle, die Ausständigen und mit ihnen die klassenbewußte Arbeiter auf einen Monat Gefängnis. Lokalkommission und der Agitationskommission für die Provinz schaft Deutschlands werden sie zu würdigen wissen und ihre Taktik Brandenburg im Wahlverein gewählt werden sollen. 76 Mit danach einrichten. glieder stimmten dafür, 44 dagegen. Somit ist die Reorganisation in der Hauptsache beschlossen. Die Resolution Robert Schmidts wurde fast einstimmig angenommen und einstimmig beschloß die Verfammlung: wie Ausland. Versammlungen. Die Reorganisation im fünften Wahlkreis. e= „ Die Generalversammlung des socialdemokratischen Vereins für den fünften Berliner Wahlkreis erhebt energischen Protest gegen die Absicht der früheren Vertrauensleute, den fünften und sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreis sowie den Kreis Teltow- Beeskow von der gemeinsamen Arbeit in Berlin und seiner Umgegend auszu schließen, weil diese Streise die Wahl der Parteibeamten in den Wahlvereinen vornehmen. Wir halten es für unser gutes Recht, alle Arbeiten im Kreise so einzurichten, wie es die organisierten Genossen für nützlich erachten, und denken nicht im entferntesten daran, deshalb die nötigen gemeinsamen Aktionen hintenan zu setzen, und wir verlangen nach wie vor die Teilnahme daran." er den Vorwurf, daß sie nicht in der Aus der Schweiz. Nach mehr als einjähriger Unterhandlung zwischen Vertretern der Buchdruckergehilfen und Buch- Der socialdemokratische Verein für den fünften Berliner WahlDruckereibefizer in Zürich ist eine Einigung dahin zu stande ge- freis beschäftigte sich am Donnerstag in einer Generalversammlung kommen, daß der wöchentliche Minimallohn von 34 auf 35 Fr. und mit dem von der Fünferkommission ausgearbeiteten Entwurf zu die Berechnungssätze um 10 Proz. erhöht werden. Bezüglich der einem neuen Statut. Nach dem§ 6 sollen in Zukunft vom WahlTarifverhältnisse der Maschinenmeister werden die Unterhandlungen verein gewählt werden und zu dessen Vorstand mit fortgesetzt. In Pruntrut streifen die Arbeiter der Uhren- gehören: Der Vertrauensmann( dem die äußeren Agitafa brit von Boivin, Mamin, Faket u. Cie. wegen Verlegung des lionsarbeiten zugewiesen werden), die zwei Mitglieder zur Breß Tarifs. In der Färberei und Druckerei von Lindemneher in kommission, das Mitglied zur Lokaltommission, sowie das Kleinhüningen bei Basel haben die Druder wegen Lohn- Mitglied zur Agitationstommission für die Provinz reduktion die Arbeit eingestellt. Der Verband der Post-, Brandenburg. Telegraphen- und 3ollangestellten beschloß in seiner Genosse Leopold Liepmann hatte das Referat überin Luzern abgehaltenen Delegierten- Versammlung, in Zukunft auch nommen. In einstündigem Vortrage empfahl er die vorgeschlagene die Interessen der Angestellten der eidgenössischen Alkoholverwaltung Reorganisation. Nachdem das Verbindungsverbot des§ 8 des zu vertreten, ferner gegen( die Beschimpfung von Angestellten im Vereinsgesetzes gefallen, nüze man damit nur einen gegebenen In der Generalversammlung der Ortskaffe der Barbiere, Dienste bei der zuständigen Stelle Klage zu erheben und endlich Vorteil aus. Freunde und Feinde der vorgeschlagenen Aenderungen die am 30. September stattfand, kam es zu außerordentlich lebhafter wurde in einer Resolution Protest erhoben gegen das prozige Auf- feien sich darin einig, daß eine straffe Partei- Organisation von Debatte zwischen den am selben Tage gewählten Arbeitgeber treten gewisser Vorgesetzter und hauptsächlich auch gegen die An- größtem Nutzen wäre. Aber man wende z. B. ein, das alte System Delegierten, die der Freien Vereinigung angehören, und den Defeindung der Organisationen, die einer Verletzung der Vereins- mit seiner Besetzung der Vertrauensämter durch öffentliche legierten der Arbeitnehmer, Mitglieder des Gehilfenverbandes. freiheit gleich fommt, sowie gegen die verletzende Antwort der Volksversammlungen habe sich bewährt. Das bestreite er entschieden. Bolldirektion betreffend Abgabe von Diensthosen, in welcher An- Erzieherisch wirken könne nur die Organisation, fie allein könne den Anlaß boten folgende Anträge des Vorstandes: 1. Die Erhöhung gelegenheit der Generalsekretär, unser Genosse Wullschleger, beim notwendigen Nachwuchs heranbilden. Wenn in den Berliner Wahl des durchschnittlichen Tagelohns von 2,70 auf 3 M., 2. Erhöhung Bundesrat vorstellig werden soll. freisen von 1893 bis 1898 eine prozentuale Minderung der der Beiträge und Vereinfachung der Verwaltung. Klarbaum als Der Bergarbeiter- Streik im Lütticher Kohlenbecken ist jetzt, socialdemokratischen Wählern mur 13 000 politisch organisiert waren, höhung des Tagelohus in Frage gestellt. Er will Anlaß nehmen, socialdemokratischen Stimmen eingetreten fei, wenn von 152 000 Sprecher der Arbeitgeber bekämpfte sämtliche Anträge in recht auffallender Weise. Er meinte, die Existenz der Gehilfen sei durch Erder Telegraph bereits gemeldet, allgemein. Sämtliche dann sei das die Schuld des alten Systems, welches die Agitation daß Dieses den Arbeitern bekannt wird. Für Erhöhung Gendarmen des ganzen Distrikts find Tag und Nacht auf den Beinen, nicht in die Hände der Organisation legte. Auch das Miß- der Beiträge tönne er sich nicht erwärmen. Der Ver zahlreiche Patrouillen durchziehen die Orte, wo sich Kohlenschächte verhältnis zwischen der Zahl der gewerkschaftlich organisierten befinden. Die Streikenden ihrerseits durchziehen nach belgischem Arbeiter und der der Mitglieder unsrer politischen Organisation waltung machte Brauch demonstrierend die Dörfer, und so ist es schon mehrfach zu müsse bedenklich stimmen. Ueberhaupt gehöre die Erörterung und Lage ist, diefe richtig zu führen, da dieselbe aus lauter Mitgliedern Zusammenstößen zwischen Gendarmen und Streifenden gekommen. Erledigung unsrer innern Partei- Angelegenheiten in die Organisation. des Verbandes bestehe. Dieser Vorwurf wurde von Lier und HinzDieser Tage ging ein Zug von Manifestanten in der Zahl von etwa Vor der Volksversammlung habe er nur einen bedingten Respekt. man energisch zurückgewiesen, da er jeder Begründung entbehre, 2000 von Seraing nach Saint Gilles. Sie durchschritten dabei auch Es werde uns auch entgegengehalten, wir schlössen die Frauen von Sämtliche Anträge des Vorstandes fanden Annahme, nachdem die Lütticher Gebiet und wurden dort von Gendarmen angegriffen, die der Parteithätigkeit aus. Num, dem halben hundert Frauen, das wir viel Arbeitgeber den Saal verlassen hatten. Am andren Morgen wurde eine förmliche Attacke auf sie machten. Zahlreiche Verhaftungen von leicht gewinnen, ständen in Berlin 88000 politisch noch nicht organisierte der Arbeitnehmer- Bertreter Hinzmann, Kolonieſtr. 127 in Arbeit geStreifenden werden aus dem ganzen Gebiet gemeldet. Die zwei Gewertschaftsmitglieder gegenüber, die wir gewinnen müßten. Uebrigens wesen, sofort entlassen. auf dem Bahnhofe von Jemeppe verwundeten Arbeiter befinden sich sei man im fünften Wahlkreis galant gewesen und habe im vorigen Treptow- Baumschulenweg. Am Montag, den 30. September, noch in Arrest, und es soll demnächst gegen fie prozessiert werden.. Jahre eine Frau zum Parteitag geschickt. Und schließlich hätten ja fand im Lokal" Drachenburg" vor dem Schlesischen Thor eine Die Angestellten der italienischen Sekundär- und Dampf. die Frauen ihre eigne Organisation und die Möglichkeit, selber Dele- Gemeindewähler- Bersammlung statt mit der Tagesordnung:„ Welche Straßenbahnen haben dieser Tage in Mailand eine nationale gierte zu wählen. Redner wandte sich dann heftig gegen einen Vorteile erwachsen der Gemeinde, wenn Socialdemokraten in die Vereinigung gegründet. Zunächst sind dem Verband die Angestellten Beschluß der Berliner Vertrauensmänner- Körperschaft, die Bertreter Gemeindevertretung gewählt werden?" Stadtv. Gen. Dr. Silber= der zahlreichen Sekundärbahnen der Lombardei und des Tessin bei der Wahlkreise, wo die Aemter vom Wahlverein besetzt werden, stein- Rigdorf legte in furzer aber wirkungsvoller Weise den Zweck getreten. Der Verband hat sich den Arbeitskammern angeschlossen aus der Vertrauensmann- Körperschaft auszuschließen und die und die Aufgaben eines Socialdemokraten innerhalb der Gemeindeund soll mit Hilfe derselben Ausbreitung über das ganze Königreich betreffenden Kommiffionsmitglieder nicht zu den Kommissions- vertretung dar. Daran schloß sich eine lebhafte Diskussion, die mit finden. fizungen heranzuziehen. Die Vertrauensleute des fünften Streises der Aufforderung an die Anwesenden endete, daß am Tage der hätten gewagt, diesen Beschluß zu faffen ohne sich vorher Stichwahl, Dienstag, den 8. Oktober, jeder seine Schuldigkeit thun Aus Havre( Frankreich) meldet Wolffs Bureau: Die Genossen mit den Genoffen, die die Träger der Organisation seien, in Ber- möge, damit unfre Kandidaten Gerisch und Karow den Sieg schaft der Arbeiter der Handelsmarine hat beschlossen, heute in den bindung zu setzen. Das wäre eine Diktatur, die man sich nie und erringen. nimmer gefallen lassen könne. Zum Schluß trat Redner noch einmal lebhaft für das vorgeschlagene Statut ein. Die Leute, die alle Arbeit machten und ihre Haut zu Markte trügen, müßten auch das BeUeber die gestern stattgefundenen Wahl männerwahlen stimmungsrecht haben über die wichtigen inneren Angelegenheiten Der Restaurateur Otto Klein aus Rirdorf, der früher als der Partei, über die Besetzung der Vertrauensämter, nicht aber eine in Baden erhalten wir folgende telegraphische Mitteilungen: socialdemokratisches Mitglied der dortigen Gemeindevertretung an- Bolksversammlung, deren Zusammensetzung vom Zufall abhänge. In Mannheim wurden 376 socialdemokratische gehörte, stand gestern vor der zweiten Straffammer am LandGenosse Friedländer als erster Diskussionsredner befürwortete gegen 142 nationalliberale Wahlmänner gewählt. 1897 war das gericht II. unter der Beschuldigung, im Jahre 1899 den minder die Beibehaltung des alten Zustands. Alles, was man von Resultat das folgende: Socialdemokratische Wahlmänner 335, jährigen Kindern der Frau Sandkorn, die zu den Schindelschen dem neuen System erwartet, wäre auch so möglich. Das schlimmste Nationalliberale( 38. Das Mannheimer Mandat bleibt uns also Erben gehörte, Preußische Konsols im Gesamtbetrage von an der Reorganisation sei der Ausschluß der Frauen. Alle Volks 5187 Mart unterschlagen zu haben. Klein ist bekanntlich versammlungen, die der nach dem empfohlenen Statut in Verein erhalten. In Karlsruhe verloren wir beide Size. damals als Geistestranter der Jrrenanstalt Herzberge zu gewählte Vertrauensmann einberiefe, würden von der Polizei als geführt worden, er bis zum 19. April 1900 blieb. Bersammlungen des Wahlvereins, an denen Frauen nicht teilnehmen wurden gewählt 240 Ordnungs- Wahlmänner gegen 180 focialIn der gestrigen Verhandlung gab Klein an, die Papiere seien ihm dürften, behandelt werden, denn das Statut lasse den Vertrauensmann demokratische. Die Urwählerstimmen ergaben eine socialiste Mehrheit auf unerklärliche Weise abbanden gekommen. Im übrigen wollte er lediglich als Funktionär des Vereins erscheinen. Selbst Auer habe Die beiden Karlsruher Size waren vor vier Jahren mit fich absolut an nichts mehr zu erinnern vermögen, was den Vor- bei Festlegung unfres Partei- Organisationsstatuts es für eine social 223 socialdemokratische gegen 195 nationalliberale Wahlmänner fizenden veranlaßte, sofort den psychiatrischen Sachverständigen politische Pflicht erklärt, auf die Genoffinnen Rücksicht zu nehmen. erobert worden. Um uns den Sieg streitig zu machen, Dr. Kortum zu vernehmen, der Oberarzt der Anstalt Herzberge Die Mehrheit habe damals nur unter der Voraussetzung dem hatten sich diesmal die Nationalliberalen ganz offen mit den Freiist. Dieser bekundete, daß der Angeklagte zur Zeit seines Aufenthalts Organisationsstatut zugestimmt, daß den Frauen alle Rechte der finnigen Richterscher Couleur verbündet. in Herzberge thatsächlich unzurechnungsfähig war. Ob er dies auch Männer in der Partei zugestanden würden. Von dem bisherigen Ausstand zu treten. Gerichts- Beitung. סטן zur Zeit der That war, lasse sich nur nach längerer Beobachtung be- Bustande dürfe schon deswegen nicht abgegangen werden, weil die stimmen. Der Gerichtshof beschloß daher- trotz des Widerspruchs Beteiligung der Frauen am öffentlichen Leben ein Princip der des Angeklagten diesen sechs Wochen lang in der Anstalt Herz- Socialdemokratie sei. Dabei fomme es gar nicht darauf an, ob es berge auf seinen Geisteszustand beobachten zu lassen. nur wenige Frauen seien, die in die öffentlichen Parteiversammlungen Daß ein wegen schweren Diebstahls vorbestrafter Mann in fämen. Berlin Polizeibeamter werden und sogar bis zum Polizei- Genosse Wels tritt für die Reorganisation ein, ohne alle von Wachtmeister aufrücken kann, sollte man kaum für möglich halten, Liepmann geltend gemachten Gründe anzuerkennen. Wie schädlich und doch ist diese Thatsache in einem gestern vor der 7. Straf- es sei, die Vertrauenspersonen außerhalb der Organisation zu wählen, kammer des Landgerichts I anstehenden Termin festgestellt worden. habe seinerzeit ein Konflikt zwischen den Vertrauensmännern und dem Der frühere Polizei- Wachtmeister Bernhard Schulte, der seit Mitte Wahlkomitee, sowie den dahinter stehenden Genossen bewiesen. Die Juni in Untersuchungshaft sigt, ist des Amtsverbrechens be- Volksversammlungen, deren Verschwinden die Gegner der geplanten schuldigt. Es wird ihm zur Last gelegt, Strafanzeigen, die von Neuerung befürchteten, würden auch zukünftig im Rahmen unsrer Schuyleuten gegen einen Schankwirt wegen Gewerbevergehen Parteiarbeit nicht fehlen. erstattet worden waren, nicht weitergegeben, sondern unterdrückt und Genosse Dr. Karl Liebknecht wünschte die Ablehnung darauf bezügliche Eintragungen in das Gewerbejournal verfälscht des Neorganisationsplanes, indem er hinsichtlich der Beteiligung der bezw. beseitigt zu haben. Aus der Feststellung der Personalien Frauen sich im wesentlichen dem anschloß, was Friedländer gejagt des Angeklagten durch den Vorsigenden ergab sich die überraschende hatte. Auch meinte er, es gäbe für manche Parteigenossen zwingende Thatsache, daß Angeklagter, der 6 Jahre lang ini Dienste der Gründe, sich vom Wahlverein fernzuhalten- abhängige Stellung 2c. Berliner Schutzmannschaft thätig war, außer wegen Körper während sie unter dem jezigen Vertrauensmänner- System mit seinen verlegung in den Jahren 1884 und 1886 auch schon wegen öffentlichen Versammlungen geru mitthäten. Der Wahlverein fäme, schwerer und einfacher Diebstähle, das eine Mal mit nach Einführung der Neuerung wohl etwas besser weg, die Partei Landtagswahlen in Baden. Pforzheim wählte ebenfalls nationalliberal. Pforzheim Land vom Socialisten Eichhorn mit großer Mehrheit gewonnen. Tehte Machrichten und Depelthen. Tilsit, 4. Oktober. Der Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Tilsit, v. Sanden, ist, wie die Tilsiter Zeitung" meldet, in der vers gangenen Nacht gestorben. Neapel, 4. Oktober.( W. T. B.) Der Zustand aller Kranken im Lazarett Nisida hat sich erheblich gebessert, die 133 Personen, die isoliert worden sind, befinden sich ganz wohl. Die Desinfizierung des Freihafens wird energisch fortgesetzt. Baumwollballen, in welchen man tote Ratten fand, wurden verbrannt. Auch in Rom wurden zwei verdächtige Fälle gemeldet, doch hat sich nach ärztlicher Unterjuchung herausgestellt, daß hier durchaus teine verdächtigen Ers krankungen vorliegen. London, 4. Oktober.( W. T. B.) Nach der letzten Berlustliste verlor die Abteilung des Obersten Rekewich bei dem letzten Angriff Delareys, von einer Anzahl leicht Verwundeter abgesehen, 45 Tote und 114 Verwundete. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin Hierzu 1 Beilage. . 233, 18. Jahrgang. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 5. Oktober 1901. Berliner Partei- Angelegenheiten. " ور Waidmannsluft. Sonntagnachmittag 4 Uhr hält der Wahl. Neue Verhandlungen. Infolge eines höheren Orts" ge berein im Lokale Schweizerhäuschen von Aug. Kuhn seine Mit äußerten Wunsches hat der Vorstand der Betriebs- Krantentasse der gliederversammlung ab, in welcher Genosse Schubert einen Stadtgemeinde Berlin" sowohl die„ Centralfommiffion der KrankenVortrag über Bolitische Zeitfragen halten wird. gtassen" wie den Vorstand der Apothekenbefizer" zu einer" awangVom Vorsitzenden des Wahlvereins für Schöneberg wird losen Besprechung" geladen, die wie ausdrücklich in der Einladung uns mitgeteilt, daß die Parteitagsliste Nr. 264 des Kreises Teltow bemerkt ist, als eine die, Parteien bindende Vergleichsverhandlung Beestow- Storkow- Charlottenburg berloren gegangen. Die Partei- nicht gedacht ist". Mit diesem Vorbehalt hat die Centralfommission genossen werden hierauf aufmertiam gemacht und gebeten, dieselbe die Einladung angenommen, und auch die Apotheker sollen eine Zuevent. an Karl Wellermann, Schöneberg, Gothenstr. 1, abzugeben, fage erteilt haben. Ob die neuen Verhandlungen erfolgreicher sein werden, als die früheren, erscheint insbesondere nach dem oben geschilderten neuerlichen Vorgehen der Apotheker allerdings zweifelhaft. Lokales. Der Milchkrieg bont Zum Organisationsstreit im sechsten Wahlkreise schreibt uns Genosse Borgmann: Genosse Ledebour bält es für an gebracht, feine Versöhnungsversuche" in den Spalten des„ Bor wärts" weiter fortzusehen; ihn daran zu hindern, habe ich nicht die Macht noch den Willen, obwohl ich diese Art, 8wiftigkeiten aus der Welt zu schaffen, nicht für die richtige halte. Immerhin fann ich auch diesmal nicht unterlassen, zu L.'s Ausführungen einige Bemerkungen zu machen. Das persönliche Moment hat 2. darin gefunden, daß unter den Gründen für die Notwendigkeit einer Statutenänderung auch der Wunsch nach Aenderung der Bestimmungen für Vorbereitungen von Reichstags Kandidaturen geltend gemacht worden waren. Dem Aus der Magiftratsfigung vom Freitag. Die Direktion. gegenüber ftelle ich fest, daß es solche Bestimmungen gar nicht wird von den streitenden Parteien jezt mit einer Erbitterung sucht um Ueberlassung des Festsaales im Rathause an je einem des Berliner Tontünstler Orchesters hat den Magistrat er giebt, weder im alten noch im neuen Statut. Weiter stelle ich fest, daß in der ganzen Zeit der Beratung der„ Organisations geführt, die faum noch zu überbieten ist. Die Milchhändler wie die Wochenabend zur Veranstaltung von großen vollstümlichen Konzerten. änderung keinerlei Aeußerungen gefallen sind, die auf die Person Milchbauern wenden sich in Flugblättern, Plataten und Klassische Konzerte" sollen diese musikalischen Darbietungen bedes Abgeordneten Ledebour Bezug gehabt hätten, oder daß Inseraten an die Bevölkerung und suchen, jeder in seinem nannt werden. Der Eintrittspreis sollte 20 f. für die Person so etwas zu befürchten gewesen wäre. Wohl ist man auf die Vor- Sinne, auf die Konsumenten einzuwirken. Die betragen. Dieser wurde Antrag abgelehnt. Zur Beglückgänge bei der letzten Reichstagswahl zu sprechen gefommen, aber Milchbauern sind dabei von vornherein im Nachteil. Die wünschung Virchows zu feinem 80. Geburtstage sind diese Dinge haben mit 2's Person auch nicht das geringste zu thun. Berliner Bevölkerung und zwar nicht bloß die Arbeiter Magistrat, der Oberbürgermeister Kirschner mit den Stadträten Die Parteigenossen, namentlich die Mitglieder des Wahlvereins, tlasse, sondern verständigerweise auch die bürgerlichen Schichten Marggraff Friedel, Dr. Weigert und Dr. Straßmann deputiert. hatten sich schon immer beschwert, daß sie von dem inneren Leben der hat sich zum weitaus größten Teile auf die Seite der Milch stattfinden. Der Hauptmann a. D. von Schmidt- SchwarzenDie Begrüßung soll im Kaiserhof abends um 81/2 Uhr am 12. d. M. Partei zu wenig oder meist gar nichts erfahren haben, oder sich schon händler gestellt und ist augenscheinlich fest entschlossen, sich torn ist vom Magistrat zum Standesamts- Hilfsstellvertreter gewählt vor eine vollendete Thatsache gestellt sahen. Dieser Zustand, welcher noch aus der Zeit des Ausnahmegesetzes herrührte, hatte durch die Lockungen, die von der, Centrale für worden. Die Gerichtsaffessoren Langerhans und Wedel sind in der schon immer böses Blut gemacht, dem Faß wurde der Boden aus Milch ververtung"( Milch centrale) ausgeben, Sigung als Magistratsassessoren verpflichtet und der Armendirektion geschlagen gelegentlich der letzten Reichstagswahl. Obwohl die nicht irre machen zu lassen. Auch solche Konsumenten, als juristische Hilfsarbeiter überwiesen worden. Standidatur entschieden war, die Spaßen den Namen des die sonst nicht gut auf den Zwischenhandel zu sprechen sind, halten Der Fall Malih in neuer Auflage. Die unsern Lesern Kandidaten von den Dächern pfiffen, mußten die Genossen beinahe in diesem Kampfe zu den Milchhändlern in der richtigen Er- bekannte Hilfsarbeiterfrage ist wieder in einem Rechtsstreit auf14 Tage warten, ehe sie etwas Bestimmtes erfahren konnten. fenntnis, daß dabei das Interesse der tonfumierenden gerollt worden, den der Magistratsbeamte Malit, derselbe, welcher Diese unter den heutigen Verhältnissen ganz unberechtigte Bevölkerung mindestens ebenso sehr in Frage kommt wie das- als erster seine Beamtenqualität der Stadt gegenüber durchsetzte, Geheimniskrämerei erboste die Genossen und zwar mit gegen den Magistrat angestrengt hat. In dem am Donnerstag vor vollem Recht, sie fühlten fühlten sich sich deklassiert deklassiert und forderten jenige der Händler. stürmisch die Beseitigung dieses Zustandes. Ledebour ist für Der Versuch, die Bevölkerung durch Veröffentlichung der der 27. Civilkammer des Landgerichts I abgehaltenen Termin wurde diese Dinge um so weniger verantwortlich, als er ja damals angeblichen Resultate der Milchuntersuchungen gegen die Malitz durch den Rechtsanwalt Walter Bahn, der Beklagte durch den Justizrat Lisco bertreten. Der Kläger fordert noch in Dresden war, seine Person scheidet also von selbst aus, er Händler einzunehmen, dürfte vollständig mißglückt sein. Die die Nachzahlung von erheblichen Gehaltsbeträgen seit dem konnte sich also deswegen ganz ruhig an den Beratungen beteiligen. agrarische, Deutsche Tageszeitung", die am eifrigsten für Jahre 1879, indem er zur Begründung ausführt, die Stadt Wer einen Disciplinbruch begangen hat, ist noch nicht entschieden. die Milchbauern ficht, krebst zwar noch Tag für Tag mit diesen Er habe ihn, wie das Reichsgericht darlege, als Beamten angestellt Wir behaupten, daß der Beschluß der Majorität gegen den gebnissen, aber die Betrachtungen, die sie daran knüpft, find so matt, und zwar mit einem Gehalt von 1200 Mart; hiervon seien ihm Beschluß des Mainzer Parteitages verstößt.( Antrag, 72.) Der Parteitag ist unsre höchste Bartei- Instanz, seine Beschlüsse Wirkung. Dabei ist es intereſſant, zu sehen, wie die„ Deutſche ſein Gehalt gemäß der Städteordnung in den Normaletat einstellen Parteitag ist unsre höchste Bartei Instanz, seine Beschlüsse daß man annehmen muß, das Blatt glaube selber nicht an ihre willkürlich 15 M. monatlich gekürzt worden; ferner hätte der Magistrat verlegen, ist zweifellos ein Disciplinbruch. Die Schönhauser Vorstadt will dieses Vergehen nicht mitmachen, und das soll Tageszeitung" jezt mit einem Male ihr warmes Herz für die müssen, wodurch er von Jahr zu Jahr aufgerückt wäre, der Magistrat num auch ein Disciplinbruch sein. Dazu kommt, daß die gesamte Berliner Arbeiterbevölkerung entdeckt hat dasselbe Blatt, das hätte dies aber unterlassen, ihm auch die Ablegung des Sekretär ramens verweigert und ihn dadurch außer Stand gefeßt, das Berliner Partei- Organisation auf dem Vertrauensmännersystem be- sich sonst nicht genug thun kann in bald albernen bald Gehalt eines Sekretärs zu erreichen. Die Gesamtforderung des ruht und erst zu Ende des verflossenen Jahres über ganz Berlin gemeinen Beschimpfungen der Arbeiter und Selägers beläuft sich auf ca. 40 000 M. Der Vertreter des Magistrats sucht beschlossen wurde, dasselbe aufrecht zu erhalten, und daß von den ihrer Familien. Die Milchhändler haben in ihrer legten in einem langen Schriftfaz nachzuweisen, daß die Forderung des Vertrauensleuten des 6. Wahlkreises die Erklärung abgegeben wurde, Versammlung scharfen Protest gegen die ihnen gemachten Bor- Klägers unberechtigt sei. Der Termin verfiel der Bertagung. Man alles zu thun, um dieses System aufrecht zu erhalten. Die Berlinerwürfe erhoben und nicht mit Unrecht darauf hingewiesen, daß ist in den beteiligten Kreisen sehr auf den Ausgang des Prozesses Vertrauensleute nennen das auch einen Disciplinbruch, Ledebour würfe erhoben und fagt freilich, sie sind parteiisch. das Ergebnis der regelmäßigen, durch die Polizei ausgespannt, da die Stadt im Falle des Unterliegens enorme Summen Wir au gleichgestellte Beamte zu zahlen haben würde. Außerdem würde Ledebour beruft sich in seinen weiteren Ausführungen auf Mitgeführten Untersuchungen ein ganz andres ist. teilungen, die ihm von Versammlungsbefuchern gemacht worden halten die Polizei zwar nicht für unfehlbar, aber immerhin erscheint die theoretisch interessante Frage zum Austrag gebracht werden, ob ein Beamter ein Recht darauf hat, im Gehalt aufzurüden, so find; ich halte es für ganz unzulässig, solche einseitige Darstellung es auch uns schwer glaublich, daß in jo kolossalem Umfange geübte ein Beamter ein Recht darauf hat, im Gehalt aufzurüden, als Unterlage für eine Breßfehde zu benußen, das mutet mich an Verschlechterungen und Fälschungen der Wilch ihr entgangen sein Berliner Nordfanals" zu antworten, daß er es ablehne, die Der Magistrat beschloß, dem Komitee zur Schaffung des sollten. Die Händler haben in dieser Angelegenheit eine Beschwerde Berliner Nordkanals" zu antworten, daß er es ablehne, die In meiner Entgegnung am 3. Oktober habe ich behauptet, daß andrer Seite, Staat, Provinz, Kreis Niederbarnim usw. der Bau nur ein Redner auf das Telegramm eingegangen ist, und das an die Polizei gerichtet und um eine amtliche Klarstellung gebeten. Ausführung des Kanals in die Hand zu nehmen. Sollte jedoch von Die Nachrichten über ben augenblicklichen Stand und des Kanals übernommen werden, so werde der Magistrat in Erhalte ich aufrecht. Daß Zwischenrufe gefallen sind, habe ich nicht beftritten. Wie ungeschickt die Absendung des Telegrammes die Aussichten des Kampfes lauten sehr verschieden, je nachdem sie wägung ziehen, ob und wie weit er sich an den Kosten des Unterwar, beweist ja gerade diese Aufnahme; seit wann rüdt aus dem Hauptquartier der Milchbauern oder dem der Händler nehmens beteiligen werde. man denn übrigens einer Volksversammlung mit einem solchen Tele- tommen. Von der Milchcentrale und der in ihrem Dienste stehenden gramm zu Leibe? Das war eine taktische Ungeschicklichkeit und konnte Presse wird eifrig verbreitet, daß das Geschäft in den Läden der städtischen Familien- Obdach zugenommen. Während am gar keine andre Wirkung haben, als es gehabt hat. Hätte fich Lede- Centrale flott gehe. Dagegen wurde in der Bersammlung der Donnerstag 744 Personen dort beherbergt wurden, stieg gestern der bour mit ein paar vernünftigen Leuten besprochen, ich bin über Händler mitgeteilt, daß die Centrale bis jezt den zeugt, das Telegramm wäre nicht zur Absendung gekommen. Wie Ledebour dazu kommt, von mir zu verlangen, daß ich auf Einigungs- größten Teil der von ihr zum Verkauf gestellten Bestand auf 775 Personen, die sich auf 156 Familien verteilten. Die Händler Anhängewagen in der Leipzigerstraße, Das Polizeis borschläge Bezug nehme, die erst in nächster Zeit zum Beschluß er- Milch auf dem Halse behalten habe. hoben werden können, begreife ich nicht. Ich hatte darzuthun, daß fißen nach den von der Centrale ausgehenden Darstellungen ziemlich präsidium hatte grundsäglich die Zulassung von Anhängewagen im die Genossen zu Verständigungen geneigt sind und das konnte ich auf dem Trockenen und leiden unter allgemeinem Mangel an Milch. Straßenbahnbetriebe in der Leipzigerstraße zwischen Charlottenstraße nicht besser thun, als dadurch, daß ich ihre Beschlüsse veröffentlichte. Diese Behauptung wird durch die Thatsachen widerlegt. Schwierig- und Potsdamer Platz verweigert und die Direktion der Großen Wenn zum Schluß Ledebour dem Gedanken Raum giebt, daß leiten, Berlin auch ohne die in der Centrale geeinigten Milch- Berliner Straßenbahn angewiesen, eine größere Bahl von Kraft Milch- wagen laufen zu lassen. Nun aber hat die Direktion der Großen während der Zeit, wo die Einigungsverhandlungen schweben, die bauern mit Milch zu versorgen, sind vorhanden, aber sie sind nicht Berliner Straßenbahn am Mittwochabend vom Bolizeipräsidium die nichtwagen laufen zu lassen, Nun aber hat die Direktion der Großen Diskussion über die ftrittige Frage in einer Volksversammlung fort- bedeutend und keineswegs allgemein. Benachrichtigung erhalten, daß zunächst für die Straßenbahnlinie gesetzt werden solle, so halte ich dies ungefähr für das verkehrteste, Vor den paar Läden der Centrale soll es vereinzelt zu Stube- Frankfurter Allee- Schöneberg widerruflich die Erlaubnis der was geschehen könnte. Finden diese Versammlungen in andern Vorstädten statt, so wird von uns wohl niemand erscheinen; sollen die Versammlungen störungen gekommen sein. Wir wissen nicht, was daran Wahres Benutzung von Anhängern erteilt werde. Seit gestern schon ist von in der Schönhauser Vorstadt stattfinden, dann werden wir uns ist; aber den Leitern der„ Centrale für Milchverwertung" könnte in diesem Bugeständnis Gebrauch gemacht worden. Da sich Undarüber zu unterhalten haben, gegebenenfalls unsern Mann in der der That kein größerer Gefallen geschehen, als wenn es auträglichteiten für den übrigen Berkehr nicht bemerkbar gemacht Versammlung stellen. ihnen durch solche Vorkommnisse erleichtert würde, die ihren haben, ist die Bestimmung auch auf die Linie KönigsbergerstraßeWilmersdorf ausgedehnt worden. Die Wagen dieser Linie wurden Zum Schluß erkläre ich, mag tommen was will, auf weitere Lockungen widerstehende Bevölkerung ins Unrecht zu setzen. schon gestern früh mit Anhängern versehen. Falls sich aus diesen Aeußerungen in der Presse lasse ich mich nicht ein. Wir empfehlen besonders der Arbeiterbevölkerung, ruhig Versuchen keine Schwierigkeiten ergeben follten, wird der AnhängeBerlin, 4. Oktober 1901. Blut zu bewahren. Es genügt vollständig, die Läden der verkehr auch für weitere zinten zunächst für diejenige AlexanderCentrale und aller Händler, die keine ringfreie plag- Schöneberg, augelassen werden. Milch führen, zu meiden. Wenn die Hausfrauen Verlins und der Vororte diese Mahnung streng befolgen, dann wird die Centrale für Milchverwertung" sehr bald von selber die Bude zu wie Klatsch. bemerken: H. Borgmann. It Ein neuer Kniff der Apotheker. Auch gestern hat die Zahl der obdachlosen Familien im Am nächsten Svuntag tritt zum erstenmale der 8 weiuhradenschluß für warbier und Friseur Geschäfte in Berlin, Schöneberg, Charlottenburg und Rigdorf in Kraft. Bu widerhandlungen gegen die Verordnung werden mit Geldstrafe bis zu 600 Mart oder im Unvermögensfalle mit entsprechender Haft bestraft. Bis zehn Uhr abends dürfen von heute ab im Monat Oktober jeden Sonnabend die offenen Verkaufsstellen geöffnet bleiben. Zu den vorstehenden Ausführungen habe ich nur folgendes zu Dem Genossen Borgmann wiederfährt das Unglück wiederholt, daß er in dem einen Sag bestätigt, was er vorher in einem andern machen. bestritten hat. So in seinen Betrachtungen über die Gründe, die maßgebend gewesen sind für meine Richtbeteiligung an der Statutenberatung. Daß irgend jemand mich persönlich an- In verschiedenen Apotheken-a. B. einer in der Gegend des gegriffen hätte, habe ich gar nicht behauptet; nur das, was Büschingplages und einer andern in der Nähe des Görlizer BahnBorgmann jetzt felbst zugiebt, drängte mir die Ueberzeugung auf, hofswerden gegen rtig den Staffentranten Petitionen zur Unterdaß ich als Abgeordneter mich von den Verhandlungen fern schrift vorgelegt, meist ohne daß diese über deren Inhalt genügend Eine Körperverlegung mit tödlichem Ausgange, die von halten müßte. Nur einer Verdrehung meiner Worte muß ich hier orientiert werden. Die Kaffenmitglieder können nicht Wegelagerern auf dem Tempelhofer Felde berübt wurde, beentgegentreten. Ich habe nicht gesagt, die Berliner Vertrauensleute dringend genug gewarnt werden, irgend etwas zu schäftigt die Kriminalpolizei. Der 20 Jahre alte Graveur Siegfried feien parteiisch, sondern: der Antrag, ihnen in dem Schieds- unterschreiben, was sie nicht ganz gründlich vor Rosenberg, der bei seiner Mutter, einer Schirmnäherin in der gericht Siz und Stimme zu geben, sei abgelehnt, weil sie in der Sache her durchgelesen und geprüft haben. Denn diese Barutherstr. 11 wohnte, ging gestern vor vierzehn Tagen Arbeit Partei seien. Ueber die Notwendigkeit zu meinem späteren Ein- Betitionen find nichts andres, als Beschwerden über die suchen, wurde unterwegs mit einem Matrosen bekannt und besuchte greifen noch irgend ein Wort zu verlieren, habe ich um so weniger gegenwärtige Regelung des Araneibezugs, d. b. mit diesem das Tempelhofer Feld. Dort rempelten givei Strolche, nötig, da Borgmann in seinen langatmigen Ausführungen völlig um über die Bulaffung nur einer beschränkten Bahl von Apotheken, die sich auf dem Felde herumtrieben, die Spaziergänger an. schimpfte einer der Wegedie Frage herumgeht, auf die er vor allem zu antworten verpflichtet und über die die Kreditentziehung, für welche Als Rosenberg sich das verbat, Nun wurden die wäre, nämlich: weshalb er in der Versammlung vom doch allein die Apotheker verantwortlich sind. lagerer ihn einen dummen Judenjungen. der Aufsichtsbehörde beiden handgemein. 27. September die diffentierenden Genossen der Durch solche Beschwerden soll dann erhielt Rosenberg von seinem Gegner Schönhauser Vorstadt nicht von der Gründung die Handhabe zum Eingreifen gegeben werden. An der Ein- mit einem alten Regenschirm einen Schlag über den Stopf, aber noch ohne fremde Hilfe nach Hause gehen einer Sonderorganisation abgemahnt hat, die sicht der Stassenmitglieder wird hoffentlich auch dies Manöver tonnte er selbst wenige Wochen vorher als eine Kinderei scheitern. Es wird Sache jedes aufgeklärten Arbeiters sein, die- und seiner Mutter den Vorfall, wie er hier dargestellt ist, erzählen. verurteilt hat. jenigen feiner Arbeitskollegen, welche sich um solche Angelegenheiten Drei Stunden später befiel ihn ein heftiges Fieber, so daß er nach G. Ledebour. und insbesondere werden das dem Krankenhaus am Urban gebracht werden mußte. Dort starb er sonst nicht zu fümmern pflegen, auch in diesem Falle die Unorganisierten sein darüber aufzuklären, nach einem sechstägigen Krankenlager an einer schweren SchädelTreptow- Baumschulenweg. Die Parteigenossen werden er- baß sie durch leichtfertige Abgabe ihrer Unter- verlegung, die auch das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen hatte. fucht, Sonntag früh 8 Uhr zur Flugblatt- Verbreitung schrift die Kassen und damit sich selbst aufs Die beiden Strolche konnten noch nicht ermittelt werden, da es noch zahlreich zu erscheinen. Die Ausgabe der Flugblätter erfolgt im i werste schädigen. Es ist schon heute erwiesen, daß der nicht gelungen ist, den Matrosen, der die Verdächtigen feststellen Restaurant Staffeld, Baumschulenstraße, und im Restaurant Zur Kampf der Kaffen gegen die Apotheker finanziell ein überaus erfolg- tönnte, ausfindig zu machen. Der Verstorbene wußte feinen Namen Bienerbrüde, Wienerstraße( Berlin). d. bedeutend geringere Aufwendungen machen als Montag, den 7. b. Mts., abends 81/2 Uhr, findet in Adermanns reicher ist, daß zur Zeit die Staffen für Arzneitosten nicht und hatte sich auch um seinen Truppenteil nicht gefümmert. Im vergangenen Jahre fanden 35 410 polizeiliche Revisionen Festsälen in Baumschulenweg eine öffentliche Gemeindewählerfrüher. Wir haben dies ja bereits zahlenmäßig nachgewiesen. Diese ErBersammlung statt. Tagesordnung: Warum müssen Social sparnisse aber fommen in Form einer Verbesserung der Kranken- bon Maßen und Gewichten in Berlin statt. Hierbei wurden demokraten in das Gemeindeparlament gewählt werden? fürsorge reichliche Berabfolgung von Milch, Nähr präpa- 77 Wagen, 5394 Gewichte, 102 Hohlmaße, 12 Längenmaße und 307 Maßwerkzeuge mit nicht mehr gültigem Stempel eingezogen. Bei Referent Stadtverordneter Emil Regerau. Es ist Pflicht eines raten, ausgedehntere Gewährung von Lands jeden Barteigenossen, in dieser Versammlung zu erscheineu und alles aufenthalt, Aufnahme in Erholungsstätten usw. 14 357 Gewerbetreibenden wurden die Schankgefäße auf die Bezeich baran zu setzen, damit unsre Standidaten Gerisch und Karow ben tranten Staffenmitgliedern wiederum zu gute, so daß dieselben nung des Raumgehalts geprüft, wobei 1036 Schantgefäße beschlagam Dienstag, den 8. Oftober, als Sieger aus der Stichwahl in ihrem ureigensten Intereffe die leinen un- nahmt wurden. hervorgehen. bequemlichkeiten des gegenwärtigen Kriegs- Die verschließbaren Post- Abholungsfächer sind heute bei Weißensee. Die Genossen werden ersucht, sich am Sonntag, zustandes willig ertragen sollten. Deshalb hüte sich dem Bostamt 19 in der Beuthstraße dem Verkehr übergeben den 6. Oftober, morgens 71/2 Uhr, im Lokale von Gark, Lehder jeder durch Unterschrift einer bon den Apothekern ihm vorgelegten worden und den Inhabern zugewiefen. Es ist dies das zweite Berliner Postamt, das, wie das Briefpostamt, die Schließfächer straße 5, zur Sammlung von Unterschriften in Alt- Weißensee einzu- Petition die Sache der Kassen zu schädigen! erhalten hat. finden. Der Vorstand. Sich selbst erbroffelt hat Donnerstagabend die 56 Jahre alte in absehbarer Zeit nicht zu entbehren.- Stadtverordneten- Vorsteher Die Todesstrafe in der Schweiz. Aus Schaffhausen unverheiratete Buchhalterin Marie Schulz, die mit der Kranken- Sander schlägt namens seiner Freunde vor, den Mietsvertrag wird uns geschrieben: Wegen Raubmordes wurde kürzlich in Schaffpflegerin Witwe Kränz in der Birkenstr. 75 zusammen wohnte. Bu- fogar auf 10 Jahre zu verlängern, womit der Magistrat einver- hausen ein junger Arbeiter zum Tode verurteilt. Da das lezte lezt auf einem Kohlenplatz in der Kirchstraße angestellt, gab sie Ende standen sein werde. Die Stadtverordneten Conrad( Soc.) Wort der Große Rat( Landtag) hat, so gelangte vor ihm die Sache vorigen Monats ihre Stellung auf, weil es ihr auf dem Plage zu und Silberstein( Soc.) übten scharfe Kritik an der zur Entscheidung. Der Verurteilte, sein Berteidiger, das Obergericht falt sei. Schon seit einem halben Jahre hatte sie ein sehr auf Schulpolitik der bürgerlichen Mehrheit, die einen fehler wie auch der Gefängnisgeistliche hatten Begnadigungsgesuche eingeregtes und niedergeschlagenes Wesen gezeigt, ohne sich über den haften Zustand zu verewigen gedächte. Der Not gehorchend, gereicht. Die Abstimmung wäre ohne vorausgegangene Debatte Grund auszusprechen. Auch Selbstmordgebanten hatte sie wieder- würden die Socialdemokraten für eine Verlängerung des Vertrages erfolgt, wenn nicht der fromme Pfarrer Gasser von Buchholt geäußert. Gestern nachmittag um i Uhr ging sie weg, um eine auf 6 Jahre stimmen, dies aber nur unter der Bedingung, daß der berg in seinem überwallenden Gefühl christlicher Nächstenliebe das neue Stellung zu suchen. Als Frau Kränz abends um 93/4 Uhr Bau eigner Schulhäuser energischer betrieben werde. Auf feinen Wort ergriffen und sich für die Hinrichtung begeistert nach Hause fam, fand sie ihre Wohnungsgenoffin angekleidet tot und Fall sei man für einen zehnjährigen Vertrag zu haben. Die Aus- hätte. Eine zartbesaitete Pfarrerseele! Verschiedene andre Redner bereits erstarrt in ihrem Bette liegen. Sie hatte sich eine Bucer- führungen unsrer Genossen riefen verschiedene der bürgerlichen Herren bekämpften jedoch diesen Standpunkt und so wurde denn auch die schnur um den Hals gefchlungen und sich selbst erdrosselt. auf den Plan, die sich eifrig bemühten nachzuweisen, was sie alles Begnadigung beschlossen, leider aber nur mit 40 gegen 37 Stimmen. für die Volksschule thäten, worauf Conrad und Dr. Silber- Die Todesstrafe im Stanton Schaffhausen ist seit dem Jahre Die Berliner Unfallstationen vom Roten Kreuz find imite in die gebührende Antwort erteilten. Gegen die socialdemo- 1893 wieder eingeführt und zwar gab dazu den Anlaß die grausame September dieses Jahres in 4188 Fällen für erste Hilfe in Anspruch tratischen Stimmen wurde der Vertrag auf 10 Jahre verlängert. Ermordung einer ganzen Familie im Dorfe Löbningen. Zu den genommen worden, und zwar 3603 mal bei Unglücksfällen und Die Versammlung genehmigte eine Aenderung des Ortsstatuts über unterzeichnern der bezüglichen Petition gehörte 585 mal bei plöglichen Erkrankungen. In den Stationen wurden das Gewerbegericht. Danach sollen von jetzt ab die Wahlen auch ein Großbauer im genannten Dorfe, der 3925, außerhalb 263 Personen behandelt. Mit den Krankenwagen ohne vorherige Aufstellung von Wählerlisten erfolgen. Jeder Wähler bald danach als der Mörder verhaftet, überder Unfallstationen wurden im verflossenen Monat 148 Transporte ausgeführt. Die Zahl der polizeilicherseits den Stationen über- hat nur dem Wahlvorstand die erforderliche Legitimation, die seine wiesen und zu lebenslänglicher 8uchthausstrafe gebenen, teils bewußtlosen Personen betrug 236, die unentgeltliche Wahlberechtigung ergiebt, vorzuzeigen. Inanspruchnahme von Eis geschah in 79 Fällen. Mit einer sehr gelinden Strafe sind die zwei Leib- Garde- ermordeten Familienvaters und er ermordete die ganze Familie, um Husaren davongekommen, welche während des Manövers in dem ihren Besitz zu erben. Die damalige Unterschrift des bestialischen den nicht verwesten Dorfe Kampehl bei Khriz in Gemeinschaft mit einem Infanteristen strafe bleibt ein geschichtlicher Beitrag zur moralischen Qualität Massenmörders unter die Petition zur Wiedereinführung der Todesversucht. Der junge Mann ist seit einem Vierteljahr ohne Be des Nachts hervorholten, demselben eine Pfeife und eine brennende derer, die für die Todesstrafe und verwandte Brügelstrafe sich beschäftigung. Statt sich nach einer neuen Stellung ernstlich umzu Laterne anhängten und vor dem Hause des Kantors aufstellten. geistern. sehen, besuchte er lieber Wirtschaften mit weiblicher Bedienung und machte seinen Eltern schwere Sorgen. Heute früh tam er wieder geschah dieser Unfug, bei dem auch einige Grabkreuze auf dem erst um 1 Uhr nach Hause. Als ihn nun sein Vater zur Nede stellte, ging er auf sein Bimmer und schoß sich eine Kugel in die linke Brust. Schwer verwundet wurde er von einem Schuhmann des 5. Reviers in ein Krankenhaus gebracht. Selbstmordverfuch. Der 20 Jahre alte Handlungsgehilfe Mar der berurteilt worden war. Er war ein Verwandter des Während einer Kaffenrevision bei der Agentur des Oest= Kirchhof umgerissen wurden, infolge einer mit einigen Bauern, reichischen Lloyd in Konstantinopel, wobei ein Defizit welche vor dem Spukritter heillosen Respekt haben, abgeschlossenen der Stasse sich herausstellte, ericho ß sich ein Beamter der Agentur. Wette. Bei den Truppen des Garde- Corps hat dieser Soldaten- Die Erhebungen über den Umfang der Veruntreuungen find im streich großes Aufsehen gemacht, so daß die Helden desselben sogar Gange; nach den bisherigen Nachrichten handelt es sich um 150 000 fremden Offizieren vorgestellt wurden. Als Strafe haben dieselben Franks. nunmehr je drei Tage Arrest und je 9 M. Geldstrafe erhalten. Theater. " Aus Baku vom 3. Oktober kommt die Nachricht von einem verheerenden Brande: Auf einer Naphta IndustrieAnlage in Saruntschi brach gestern Feuer aus, das sich bis auf die Anlagen der Kaspischen Schwarzmeer- Gesellschaft und die Batinische Naphta- Anlage ausbreitete. Es verbrannten 40 Bohrgruben, die Gerüste und zwei Reservoirs. Die Feuersbrunst vernichtete alle seit dem letzten Brande im Juni neu errichteten Bohrgruben und Gerüste. Die Ursache des Feuers ist unbekannt. Martipreise von Berlin am 3. Oktober 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Kartoffeln, nene, D- Ctr. welgen, gut do. Kalbfleisch Butter Eier 8,- 5 " mittel gering " Rindfleisch, Keule 1 kg 1,70 1,20 " Bauch 1,30 1" Roggen, gut " Schweinefleisch 1,60 1,30 " " " mittel gering 1,70 1,10 " Hammelfleisch 1,60 1,10 * Berfle, gut " mittel gering * Sofer, gut mittel gering 14,40 13,70 13,60 13, 12,90 12,30 16,10 15,30 15,20 14,40 14,30 13,60 2,80 2, 60 Stud 4,40 2,40 Karpfen Aale Bander Hechte 1 kg 2,20 1,20 2,50 1,20 2,60 1,20 " 2, 1, Barsche " Schleie 2,40 1,20 " Bleie Krebse per Shot 16, 1,40 0,80 2,50 Nichistroh Hen Erbsen Speisebohnen eiufen " 1,80 0,80 Die Firma Westphal und Reinhold beabsichtigt, auf dem Grundstück Torfstr. 7 einen Verzinnungsofen zu errichten. Etwaige Einwendungen gegen das Unternehmen sind binnen 14 Tagen beim Polizeipräsidium schriftlich in zwei Exemplaren oder zu Protokoll anzubringen. Die Einzelheiten des Projektes können aus den in der Registratur der Abteilung IIb des Polizeipräsidiums im Polizei- n. Berliner Theater. Nacht und Morgen". SchauDienstgebäude am Alexanderplatz, Eingang III, 2 Treppen, spiel von Paul Lindau. Lindau's neuestes Bühnenwert hat Bimmer 272, von 9-3 Uhr, zur Einsicht ausliegenden Be- einen starten äußeren Erfolg davongetragen, aber nur einen äußeren schreibungen und Beichnungen ersehen werden. Zur mündlichen Er- litterarisch war das Stück wertlos." Nacht und Morgen" ist ein örterung der Einwendungen wird ein Termin auf Mittwoch, den dramatisierter Kriminalroman, eines von jenen glatten Theater23. d. M., vormittags 10 Uhr, im Zimmer 214 des Polizeipräsidiums stücken, die durch ein Gemisch von Spannung und dialogisierter Geistangesetzt. reichelei das Publikum einen Theaterabend hindurch unterhalten. Lindau kennt sein Publikum; er ist ein alter Praktiker und weiß, Die Voruntersuchung gegen Wolf und Genoffen wegen daß es sich nur unterhalten will und, außer einer kleinen Dofis Einbruchsdiebstähle in Uhrengeschäften und Hehlerei wird Sentimentalität, teine allzu großen Anforderungen an Ge jezt schnell zu Ende geführt werden, da es als erwiesen gilt, daß fühl und Nerven liebt. So ließ er denn auch die die Mitschuldigen der Verhafteten schon vor deren Festnahme Deutsch- eigentliche Handlung fich den hinter Coulissen abspielen land verlassen haben. Der Agent J., welcher der Mitwisserschaft be- und nur die auftretenden Personen erzählen, daß jezt dies schuldigt und deswegen auch verhaftet gewesen war, wird nicht unter geschehen sei, oder daß dann jenes geschehen würde. Man war dem Anklage gestellt werden. verständnisvollen und zuvorkommenden Autor dafür dankbar und rief, Ein merkwürdiger Unglücksfall hat sich vorgestern auf der ihn fast nach jeder Scene. Berlin- Potsdam- Magdeburger Eisenbahn zugetragen. Ein Maschinist Der Inhalt des Stückes bietet, wie schon gesagt, nichts Aufund zwei Schlosser der Potsdamer Eisenbahnwerkstätten hatten mit regendes. Der Legationsrat v. Edhorst will eine Ferienreise aneiner reparierten Maschine eine Probefahrt nach Brandenburg unter- treten und am Abend noch einen kleinen Roman mit seiner nommen und waren auf der Heimfahrt begriffen, als auf der Havel- Schwägerin zum Abschluß bringen, die ihr Bild und ihre Briefe brücke beim Lustgarten plöglich die Heizungsthür aufsprang und von ihm zurückfordert. Bild und Briefe befinden sich in Eckhorsts durch einen Windstoß die Flammen herausgetrieben wurden, wodurch Bureau; er holt fie, um es möglichst unauffällig zu thun, erst in alle drei Personen erhebliche Brandwunden an den Armen und an später Abendstunde. An demselben Abend aber kommt ein wichtiges den Köpfen davontrugen. Am ärgsten wurde der Schlosser Kiete politisches Schriftstück aus Edhorsts Ressort abhanden und ein busch verbrannt, der in seinen Schmerzen von der Maschine herab- Sekretär der französischen Botschaft, der am selben Tage noch bei Sprang. Eckhorst gesehen wurde, reift plötzlich nach Paris ab. Die Lage wird für Die gerichtsärztliche Oeffnung der Leiche des Geldverleihers Eckhorst eine sehr schiefe. Er wird seine Reise hat er am Morgen nach der Zusammenkunft mit der Schwägerin angetreten Eduard Löffler hat gestern nachmittag stattgefunden, ein bestimmtes telegraphisch zurückberufen. Der Polizeidirektor beginnt eine große Ergebnis über die Todesursache aber nicht geliefert. Das ist in der Rolle zu spielen. Edhorst soll nachweisen, weshalb er am Abend Regel so, wenn es sich um eine mutmaßliche Vergiftung handelt. noch einmal im Bureau war und wo er die Nacht zugebracht hat. Um zu einem sicheren Ergebnis zu kommen, bedarf es in solchen Er will seine Schwägerin nicht kompromittieren, schon soll er verFällen durchweg noch einer genaueren Untersuchung einzelner Leichenhaftet werden, da entschließt sich die Schwägerin selbst, die Wahrteile durch einen Chemiker. Aus der Freigabe der Leiche zur Be: heit zu sagen und durch dieses Geständnis den Verdacht gegen erdigung den Schluß zu ziehen, daß Löffler nicht das Opfer eines Eckhorst zu entkräften. Der Dieb des Attenstückes ist ein alter Verbrechens geworden sei, wie es in einer voreiligen Beitungs- Stanzleidiener, der sich selbst stellt. meldung geschieht, ist nicht richtig. Nach der gerichtsärztlichen Gespielt wurde, wenigstens in den Hauptrollen, gut. Oeffnung und der Entnahme der näher zu untersuchenden Teile wird Bittschau gab den Legationsrat Eckhorst mit Briefkasten der Redaktion. die Leiche auch dann freigegeben, wenn man an einem Verbrecheneinheiten, die diese Rolle des unschuldig Verdächtigten er- Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners Igar nicht zweifelt. forderte. Eckhorsts Frau Sabine fand in der Frauentag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. dorfer eine prächtige Darstellerin, die den Beifall, der ihr auf Rostockerstr. 56. Tafeltrauben unterliegen einem Zoll von 4 M. für offener Scene zu teil wurde, reichlich verdiente. Gute Leistungen 100 Kilogramm; mit der Post eingehende Sendungen von Tafeltrauben boten ferner Auguste Prasch Grevenberg und Harry von 5 Kilogramm Bruttogewicht und weniger find zollfrei; andre frische Walden. Connard biß als Polizeidirektor zu sehr den Be- Weintrauben tragen für 100 Kilogramm 10 M. 3oll. A. 11. Die deutsche Sprache ist die Unterrichtssprache in diesen amten heraus, der mehr an einen Schußmaun erinnert, als an einen Gegenden. Mann, der durch raffiniertes Kreuzberhör einem Geheimnis auf die P. F. 46. Die Hygiene- Ausstellung ist im Mai 1882 abgebrannt und Spur fommen will. Haßtert schließlich, als ungetreuer Kanzlei- dann im folgenden Jahre neu eröffnet worden. diener, hatte so start aufgetragen, daß aus seiner Rolle fast eine Karifatur wurde. Bei der Arbeit schwer verunglückt ist gestern abend um 8 Uhr der 42 Jahre alte Valentin Neumann aus der Mittenwalder straße 9. Als er mit mehreren Arbeitern dabei war, an der Ecke der Invaliden- und Chausseestraße einen mit Kabeln schwer beLadenen Wagen auf den Bürgersteig zu fahren, flog die Deichfel, die er festhielt, auf die Seite und zerschmetterte ihm den rechten Unterschentel. Der Verunglückte wurde durch die Wucht des Schlages einige Schritte weit weggeschleudert und konnte sich nicht wieder erheben. Die Unfallstation IX legte ihm einen Verband an und ließ ihn nach der Charité bringen. # allen den 40,- 25, 50,- 25, 60,- 30, * frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 4. Oktober. Heute erfolgte am Getreide martte eine fräftige Reprise. Am Frühmartte allerdings war die Stimmung noch schwach und die Preise für Brotgetreide gingen weiter unt 0,50 bis 0,75 W. zurück. Mittags jedoch veranlaßten höhere Notierungen der östreichisch- ungrischen Märkte vielfache Deckungen, insbesondere war eine hiesige Großfirma als Käuferin am Markte. Bei etwas lebhafterer Entwickelung des Geschäfts wurden Weizen und Roggen durchschnittlich 0,50 M. eine abermalige leichte Abschwächung herbeiführten. Mehl wurde zu unbeffer als gestern bezahlt, bis schließlich Abgaben für russische Rechnung veränderten Preisen gehandelt. Der Hafermarkt zeigte Spuren beginnender Belebung, wenn auch die Preise unerholt blieben. Mais war matt, Rüböl nachgebend. Spiritus unverändert, 70 er loco 39 m. Oftober- Roggen sehr fest. Schluß für Getreide: M. H. Ein Buch mit dem von Ihnen genannten Titel giebt es unfres Wissens nicht. Die Fönsensche Methode" der Behandlung von fressender Flechte und Kahlköpfigkeit ist vielmehr in verschiedenen Einzelverständlich find. auffäßen in medizinischen Zeitschriften beschrieben, die für Laien selbst nicht Fenerbericht. Freitagvormittag kamen Ackerstr. 66 und Linden in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstraße 6: Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 6. Oktober, vormittags 83%, Uhr, straße 71 Wohnungsbrände zum Ausbruch, die indes schnell beseitigt Bersammlung: Freireligiöse Vorlesung. Um 103 Uhr vormittags eben= werden fonnten, bevor erheblicher Schaden geschah. In der Pückler- daselbst: Vortrag des Herrn Wilhelm Bölsche über:" Der Sternenhimmel Reframt eine Strohverpackung. Durch übergekochtes Fett als Erzieher."- Bor- und Nachspiel auf dem Bariser Muſte I: in einer Bäckerei war Reichenbergerstr. 111 die Balkenlage in Brand Harmonium. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. geraten. Möbel und Wäsche wurden Mohrenstr. 62 durch Feuer be der Werderschen Ober- Realschule, hält am Sonntag, den 6. Ottober, vor Rosten richten sich nach der Höhe des Objekts. Ein Beispiel für solchen schädigt, ebenso in der Potsdamerstr. 139 eine Ladeneinrichtung. Aus Mutwillen war auf einem freien Blaze in der Bödikerstraße ein Bretterzaun in Brand gesteckt, doch konnte der Thäter nicht ermittelt werden. In der humanistischen Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula mittags 10% Uhr, Herr Dr. Rudolf Benzig den britten Vortrag des Bortragscyklus:„ Das Baterunser". 3. Willenshingabe oder Eigenwille? Damen und Herren haben freien Zutritt. Socialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstage. Wahlkreis Stralsund Franzburg Rügen. Sonntag, den 6. Oftober, Arbeiter- Bildungsschule. Morgen, Sonntag, Besichtigung vormittags 10 Uhr, Generalversammlung bei H. Ramlow, Schönhauser des Elektricitätswertes Oberfpree". Abfahrt Alexanderplat 8,46, ee 135. Allee Jamiowißbrüde 8,49, Schlesischer Bahnhof 8,53 Uhr. Treffpunkt Bahnhof Nieder- Schöneweide. Nur die mit Billets Versehenen haben Gelegenheit zur Besichtigung. In fleiner Zahl find diefelben heute abend von 8 Uhr ab in der Bibliothet, Gewerkschaftshaus, Engelafer 15, noch zu haben. Dermischtes. Verunglückter Luftschiffer. Aus Wien, 4. Oftober, wird gemeldet: Nach Meldungen der Blätter machte gestern der Ingenieur Zeugen gesucht. Die Personen, welche gesehen haben, wie am ser eß in dem Reservoir der Wasserleitung in der Ortschaft Tullner Dienstag, 24. September, nachmittags zwischen 4 und 5 Uhr ein bach( bei Wien) den Versuch, mit seinem„ Drachenflieger" benannten Radfahrer in der Ritterstraße zwischen Alte Jakobstraße und Allegan- lentbaren Luftschiff aufzusteigen. Dabei versant das Luftschiff plögbrinenstraße von einer zweispännigen Kutsche überfahren wurde, lich im Wasser und Kroß fiel ins Wasser, konnte aber gerettet werden gebeten, ihre Adresse bei Schlossermeister Willsch. Pappel- werden. Allee 116, abzugeben. Unentgeltliche Kurse in Elektrotechnik beginnen am Mittwoch, den 9. Oktober, an der 7. städtischen Fortbildungsschule, Gräfestr. 85. Sie liegen abends von 71/ 2-91/ 4 hr. Die Teilnahme ist jedermann gestattet und bedingt keine Vorkenntnisse. Anmeldungen werden fchon jetzt abends im Amtszimmer, Gräfestraße 85, entgegen genommen. = " Auf der Treptow Sternwarte wird Direktor Archenhold Sonntagnachmittag um 5 Uhr über Physik und Astronomie auf der dies: jährigen Naturforscher- Versammlung zu Hamburg" sprechen; abends um 7 Uhr über„ Ein Ausflug in die Sternenwelt". Mit dem großen Fernrohr wird den Besuchern am Tage die Ventus, Jupiter und Saturn ge seigt und abends ein Nebel gestirn. Aus den Nachbarorten. 4 Ueber einen Aufsehen erregenden Mord wird aus Stendal bom 4. Oktober berichtet: Wie der Altmärker" meldet, wurde heute früh der Gutsbesitzer Wöll mer in Wendemark bei Werben( Elbe) ermordet vor seinem Hofe aufgefunden. Der Thäter hat den Gutsbefizer in der Nacht aus dem Hause gelockt, ihn erschlagen und in ein Rübenfeld geschleppt, dann durchsuchte er die Wohnung nach Wertgegenständen, wobei er die Wirtschafterin verwundete. Vom thäter fehlt jede Spur. Die Dörfer in der Wische" bei Werben find alle derartig angelegt, daß jedes Gehöft einzeln steht. Zu den reichsten dieser Dörfer gehört Wendemark. Johannes K. 1. Zu der Zahlung sind Sie verpflichtet. 2. Sie leben nicht in Gütergemeinschaft. Wollen Sie einen Vertrag schließen, der Ihr o en te auch noch während der hellen ombre Borteile ſchafft, so können Sie solchen Vertrag schließen. müßte in gerichtlicher oder notarieller Form abgeschlossen werden. Die Vertrag finden Sie Seite 222 des dem„ Arbeiterrecht" beigefügten Führers. Auseinandersegung vor der zweiten Heirat nicht erforderlich. Dadurch erP. N. 21. Da es sich nicht um minderjährige Kinder handelt, war eine E. Baron. Es ließe sich Beschwerde ledigen fich die Fragen 2 bis 7. gegen die betreffenden Beamten bei der zuständigen Polizeibehörde und ferner Strafantrag wegen Beleidigung und Hausfriedensbruch und Anstiftung dazu gegen den Polizeibeamten und seinen Auftraggeber bei der Staatsanwaltschaft einreichen. 80. Sie müssen den Verpflichtungen nachkommen. A. K. Eine Anzeige wegen Sachbeschädigung wäre in Ihrem Fall er: folglos, weil vorfäßliche Sachbeschädigung nicht vorliegt. Die Anzeige wäre wie jede Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft zu richten. Sie können Ihren Schaden auf dem Wege einer Civiltlage( beim Amtsgericht) einflagen. G. F., Landsbergerstr. Da ein Testament vorliegt, müßten Sie den Wortlaut a geben. Ferner müßten Sie, soweit es sich um die Beerbung eines eingesetzten Erben, der vor 1900 gestorben ist, angeben, wo deffen lester Wohnsiz war und ob dieser ein Testament hinterlassen hat. Ohne folche Angaben lassen sich Ihre erbrechtlichen Fragen nicht beantworten fchiedener Beit. Darlehen verjähren erst in 30 Jahren. 2. Nachdem das C. S. 10. 1. Forderungen verjähren je nach ihrem Grunde in ver Mädchen sich geeinigt hat, wäre leider eine Klage ohne Aussicht auf Erfolg. F. R. 1. Die Sterbeurkunde des Vaters muß vorgelegt werden. 2. Die Militärpapiere. 3. Ja. 4. In Berlin und in der Gemeinde, in der einer der Verlobten innerhalb der legten 6 Monate wohnte. 5. Nach dem 31./12. 1899 gewordene Eheleute leben nur, falls sie einen dahin gerichteten Bertrag schließen, in Gütergemeinschaft. Sonst leben sie in der sogenannten In den meisten Fällen ist es zweckmäßig, Berwaltungs- Gemeinschaft. modifizieren. Ein Beispiel hierfür finden Sie S. 225 Nr. 22 des dem diesen gesetzlichen Güterstand vertragsmäßig durch einen Vertrag zu Arbeiterrecht beigefügten Führers durch das Bürgerliche Gesezbuch. Witterungsübersicht vom 4. Oftober 1901, morgens 8 1hr. Stationen Barometerstand mm Windrichtung winemde 763 Still Windstärke Wetter Nebel Temp. n. G. 5° C. 4° R. Stationen Barometer= stand mm Winds richtung Windstärke Wetter 768 SSW 1Nebel 766NW Temp. n. C. 51501 10°.= 4° N. Das schwedische Südpol- Unternehmen wird, wie der Leiter, Docent Dr. Nordenskiöld, Donnerstag in der Sigung des Geographischen Vereins in Upfala mitteilte, bald nach dem 8. d. M. zur Abreise bereit sein. Außer den wissenschaftlichen Mitarbeitern Die Rigdorfer Stadtverordneten Versammlung hatte in werden ein amerikanischer Maler und möglicherweise ein argentinifhrer legten Sigung am Donnerstag zu einer Magistratsvorlage scher Seeoffizier an der Fahrt teilnehmen. Von den Falklandinseln, Stellung zu nehmen, wonach die Räume auf dem Grundstück Berg- wo eine Niederlassung errichtet werden soll, werde die Abreise füd- Hamburg straße 15, in denen mietsweise die 15. Gemeindeschule wärts gehen. Nachdem man möglichst weit südlich vorgedrungen intergebracht ist, auf weitere 6 Jahre gemietet werden sollen. Der fei, werde ein zur Ueberwinterung geeigneter Platz aufgesucht München Magistrat sagt in der Begründung der Vorlage, der Mangel an werden. Das Schiff gehe damn mit drei Geologen an Bord nach Wien einem eignen Schulhause, in der Bergstraße oder in der Nähe dieser den Falklandinseln zurück, von wo aus während des Winters in Straße bestehe fort und es sei auch teine Aussicht vorhanden, diesen nur wenig erforschten Gegenden wissenschaftliche Ausflüge Früh nebelig, am Tage ziemlich heiter und warm bei schwachen süd dort in nächster. Zeit abzuhelfen. Zur Beit gäbe unternommen werden sollen. Das Unternehmen werde voraussicht- westlichen Winden; teine wesentlichen Niederschläge. es in Nigdorf noch 54, fliegende Klassen". Die Mietsräume wären lich am Anfang 1903 nach Schweden zurückkehren. ihm Berlin 13 Haparanda 7645 3 Nebel 14 Petersburg 764 Still wolfent 15 Cort 2 wolfig 14 Aberdeen 763Still Nebel 12 Paris 763 Still wolfen! 12 3beiter 764 Still bedeckt Wetter Prognose für Sonnabend, den 5. Oktober 1901. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 5. Oftober. Opernhaus. Tristan und Isolde. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Der tommende Mann. Ansang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Beschlossen. Schiller. Seimat. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Faust. Anfang 712 Uhr. Berliner. Nacht und Morgen. AnLeffing. Die Fee Caprice. Anfang 71 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Vorher: Im Coupé. Anfang 71/2 Uhr. Neues.. Das Ewig- Weibliche. An: fang 7 Uhr. Westen. Zar und Zimmerman. Anfang 7 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Lilien: crons Buntes Brettl. Anfang 8 Uhr. Central. Giroflé- Giroflá. Anfang 8 Uhr. Thalia. Ein tolles Geschäft. Anfang 712 Uhr. Luifen. Der Goldbauer. Anfang 8 Uhr. Carl Weik. Berliner Rangen. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Landstreicher. Anf. 71/2 Uhr. Belle Alliance. Talolo. Anfang 8 Uhr. Cafino Theater. = Berlin WBerlin N. Specialitäten. An: fang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Schön war's doch. 8 Uhr. Anfang Urania. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Cirkus Busch. Sonnabend, den 5. Oftober, 71/2 Uhr: Gr. Prunk und Parade: Abend. ,, Hie guet Brandenburg allewege." Großes Ritter- und Schaustück zu Wasser und zu Lande. Besonders hervorzuheben: Der Ueber den Wolken Amerikaner Gifford als einbeiniger Um 4 Uhr: Mittelmeerfahrten. Kleine Preise. Invalidenstr. 57/62. Tagl. Sternwarte. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Horwarths wunderbare 6 Liliputaner mit ihren kleinsten Pferden der Welt und Pracht- Equipage! Hochspringer auf seinem Rad. Außer: dem: Gala- Programmnummern. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Wegen Privat- Festlichkeit feine Vorstellung. Sonntag: Die wilde Kate. Schall und Rauch, Unter den Linden 44. Wegen baulicher Schwierigkeiten ist die Socialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Am Mittwoch, den 2. d. Mts., berstarb unser Mitglied, der Restaurateur Wilhelm Hauptmann. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. d. Mts., nachmittags 1 Uhr, auf dem Friedhof Deftigen Streus" in Mariendorf" katt. Um rege Beteiligung ersucht 2386 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Süd- Ost. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Paul Werner Eröffnungs- Vorstellung im Stadtbezirt 108b, am 3. b. Mts. bis zum 9. Oktober verschoben. Anfang 812 Uhr. Preise der Plätze: Fauteuil 10 M. Loge 6 M. Parkett 6, 5, 3 M. Central- Theater. Deutsche Konzerthallen, Heute Anfang 8 Uhr: Giroflé- Giroflá. Kom. 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Guido Thielscher in 11 Verwandlungen Fritz Helmerding als Wolzogen. Junkermann, Bojé. Anfang 71/2 Uhr. Apollo- Theater. Neues Specialitäten Programm. Täglich abends von 5-10 ur: Miss Balfa Sternwarte. Ellen Sousa Schiller Theater Rob. Steid ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Heimat. Schauspiel in 4 Atten von Hermann Sudermann. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Heimat. Sonntagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Montagabend 8 Uhr: Jugend. Luci Ferdier Broth. Avolo Wallno u. Marietta Der Kosmograph. Ferner: FrauLuna Carl Weiss- Theater. Luftballett ,, Grigolatis". Große Frankfurterstr. 132. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr.. Nachmittags 4 Uhr: Kindervorstellung Casino- Theater Mag und Morik. Die beiden fleinen lust. Vagabunden. Lothringerstrasse 37. Preise der Pläge: 10, 20, 30 Pf. 2c. Neu! Mary Elly, Abends 8 Uhr! Abends 8 Uhr! Mary Elly, Neu! Fritzi Lizzi. Steidl. Berliner Rangen! Ring des Dr. Schrumm mit fro e fenfiol 7 ng poffe mit Gefame Dazu mit andauernd fenfat, Griota Musik von R. 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Wochentags Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Alle andern Tage bleiben die Säle zu Festlichkeiten und Ver fammlungen frei. An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. Specialität.- Doppel- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften. Special- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Vorzügliche Küche. Gut gepflegte Biere. Palast- Theater ( früher Feen- Balaft) Burgstr. 22. Direktion: Winklerfu. Fröbel. Das neue riesengroße Oktober: Programm. 15 15 Sensations- Nummern. Nur vom Besten das Beste. Direttor Wilhelm Fröbel in der aktuellen kom. Operette Weibliche Barbiere. Lebende Riesen- Photographien. Neueste Ereignisse! Die drei Silbersterne. Der Musik- Sport- Akt. Anfang Punkt 8 Uhr. Raffeneröffnung 7 Uhr. Billet Vor: verkauf von 11-1 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Herrliches Programm, 99 u. a. Bosco". Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Meissner DombauGeldverstorben ist Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Sonn: tag, nachmittags 41/2 Uhr, auf dem Emmaus- Kirchhof statt. Verband d. Maschinisten u. Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin). Sonntag, den 6. Oftober cr., nachm. 5 Uhr, in Cohns Festsälen. Beuthstraße 19-20: 138/18 Versammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn Heilmann über: Bevölkerung und Ueber: bevölkerung. Verwaltungsangelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Freireligiöse Gemeinde Berlin. # Sonnabend, 12. Oktober 1901, in den Andreas Festsälen, Andreasstraße 21: Herbstvergnügen bestehend in Konzert. Theater, Gesang und Tanz. Zur Aufführung Komiteemitgliedern zu haben: gelangen:„ Die Wönche"( Lebende Bilder).- Programms sind bei folgenden D. Jänice, Rirdorf, Reuterstr. 24, 4 Tr. G Bohne, Brunnenstr. 141, Hof 2 Tr. C. Christens, Mühlenstr. 49, v 3 Tr. B Schröder, Passauer: Braun Bartelstr. 13, v. 3 Tr. P. Kuhirte, straße 3( im Laden) Immanuelkirchstr 38, 4 Tr P Halbauer, Krautstr. 36, Quergeb. 3 Tr. Um zahlreiche Beteiligung erjucht. Kotlow, Hochmeisterfir. 5, Quergeb. 4 Tr Frau Kohlhardt, AlexandrinenDer Vorstand. straße 21, p. 4 Tr. Kowalczif, Bernauerstr 79, v. 3 Tr. M Mohs, Tilfiterstr 70, v. 4 Tr.- Außerdem in unsren Bertaufsstellen: W. Börner, Danksagung. Ritterstr. 15 H. Bobsien, Kommandantenstr. 62 Chr. Schuly. BlumenFür die liebevolle Teilnahme bei straße 14. Wolf, Pintschstr. 3. H. Vogel Demminerstr. 32 H. Ziehm, der Beerdigung meines Mannes Karl Bernauerstr 48 Beege, Rüdersdorferstr. 48, Quergeb. 2 Tr. M. Wendt, Riekeber sage ich allen denen, ins: Gollnowstr. 44, Quergeb 3 Tr. A Wohnhaupt, Müllerstr. 153 a. 23 Strause, besondere den Kollegen der Freien Bappet- Allee 15-17 Rieburg, Urbanstr 68. Th Megner, Stalizerstr. 59, Vereinigung der Bauarbeiter Berlins, und bei unsrem Kassenboten A. Räder, Rheinsbergerstr. 62, 2 Tr. den Genossen des 4. Berliner Reichs- Programms a 30 Pf. Anfang 8 Uhr. Herren, die am Tanz teilnehmen, tags: Wahlkreises und dem Gejang: zahlen 50 Pf nach. [ 9336] Das Komitec. verein Nordost den verbindlichsten Dant. 9386 BW Minna Rieteber nebſt Kindern. Messpalast", Festsäle. Ww. Freie Kranken- u. Begräbnistasse der Schuhmacher und V Berufsgenossen Berlins. ( E. H Nr. 27.) General Versammlung Montag, den 14. Oftober 1901, abends, 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte 9396 Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Innere Kassenangelegenheiten. Der Vorstand. Stiftungsfest findet Das 30. Sonnabend, den 23. Nov, in der Ressource, Kommandantenstr. 57, statt. Ich wohne jetzt Potsdamerstr. 20 ( gegenüber der Eichhornstrasse). 79/3] Dr. Blaschko. Meine Klinik verbl. Brückenstr. 13. 9106 Ich wohne jest: Charlottenstrasse 16 II. Dr. Böhm, Specialarzt für Wasserheilverfahren. Dr. Schünemann, Specialarzt für Haut, Haru: und Frauenleiden, Seydelstr. 9. Sprechstunden: 1/ 212-1/ 23, 16-18. Wer schnell und zu coulanten Bedingungen 22500* Geld! 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Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Genoffen E. Wurm über: Die Gewerbehygiene und die Gewerkschaften". 2. Diskussion. 3. Ver schiedenes. Die Kollegen von Rixdorf werden gebeten, pünktlich zu erscheinen. Achtung! 147/18 Der Vorstand. Achtung! Milchkuranstalt Milch Schweizerhof der Arteller in plombierten Flaschen. 1 Ltr. 20 Pf. Kindermilch.. 1 Ltr. 35 und 50 Pf. bed Specialität: Prof. Gaertners Säuglingsmilch trinkfertig und sterilisiert.. Inhaber: A. Zeitner Berlin NW., Emdenerstr. 40/41. Tel.: Amt II 2517. Eigene Stallungen für 120 Kühe. VAN HOUTEN'S CACAO enthält nach den Gutachten medizinischer Autoritäten ein Maximum- Gehalt an wertvollen nahrhaften Bestandteilen, welche vom Körper gern aufgenommen und leicht verdaut werden. Sonntag, 6. Oktober, mittags 1 Uhr, bei Herrn Biebart, In Berlin wird van Houtens Cacao tassenweise ausgeschänkt in van Houtens Cacao- Stube, Werderschestrasse 7, in Rummelsburg, Hauptstr. 83: der Nähe von Gerson. 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