Mr. 234. Abonnements- Bedingungen: V Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Gingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1901 unter r. 7871. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montage. Vorwürts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebuye beträgt für die fechsgespaltene Rolonef geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. ..leine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer muffen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochenlagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Besttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I. Nr. 1508. Parteigenossen! Auf Grund des Organisationsstatuts wurde der unterzeichnete Parteivorstand mit der Führung der Parteigeschäfte betraut. Die Ronftituierung erfolgte unmittelbar im Anschluß an die Verhande lungen des Parteitags. Es wurden unter anderm folgende Beschlüsse gefaßt: Die Adresse des Parteibureaus ist wie bisher! J. Auer, Berlin SW ,, Kreuzbergstr. 30. Sämliche für den Parteivorstand bestimmten Briefe und sonstigen Zusendungen sind an die vorstehende Adresse zu richten; alle Geldsendungen sind dagegen an den Parteikassierer Albin Gerisch, Berlin SW., Kreuzbergstr. 30, zu adreffieren. Bur Kontrollierung des Parteivorstandes, sowie als Berufungsinstanz über Beschwerden gegen den Parteivorstand wählte der Parteitag die in§ 17 vorgesehene Kontrollkommission, bestehend aus neun Mitgliedern. Die Kommission hat sich ebenfalls in Lübed Konstituiert und zu ihrem Vorsitzenden H. Meister, Hannover. Langestr. 1, gewählt, an dessen Adresse die gegen den Parteivorstand gerichteten Beschwerden zu adressieren sind. Die Geschäfte unsrer Partei werden in den einzelnen Orten bezw. Reichstags- Wahlkreisen von Vertrauenspersonen besorgt. Zur besseren Orientierung laffen wir die hierauf bezüglichen Paragraphen des Organisationsstatuts folgen. § 8. Zur Wahrnehmung der Partei- Interessen wählen die Parteigenossen in den einzelnen Orten oder Reichstags- Wahlkreisen in zu diesem Zweck berufenen Vereins- oder Partei- Versammlungen eine oder mehrere Bertrauenspersonen. Die Art der Wahl dieser Vertrauenspersonen ist Sache der in den einzelnen Orten oder Kreisen wohnenden Genossen. § 4. Die Wahl der Bertrauenspersonen erfolgt alljährlich und zwar im Anschluß an den voraufgegangenen Parteitag. Die Vertrauenspersonen haben ihre Wahl mit Angabe ihrer genauen Adresse sofort dem Parteivorstand mitzuteilen. § 5. Tritt eine Vertrauensperson zurüd oder tritt sonstwie eine Vakanz ein, so haben die Parteigenossen sofort eine Neuwahl vor: zunehmen und ist das Resultat derselben entsprechend§ 4 Absatz 2 dem Parteivorstand mitzuteilen. § 6. Da, wo aus gesetzlichen Gründen die in den vorstehenden Baragraphen gegebenen Vorschriften unausführbar sind, haben die Barteigenoffen den örtlichen Verhältnissen entsprechende Einrichtungen zu treffen. Zum Beispiel: Wo es den Parteigenossen nicht möglich ist, fei Zum Beispiel: Wo es den Parteigenossen nicht möglich ist, fei es aus Lofalmangel oder andren Gründen, auf Grund der vor stehenden Paragraphen eine Bertrauensperson zu wählen, genügt es wenn die Genossen sich privatim verständigen und einen aus ihrer Mitte als Vertrauensperson in Vorschlag bringen. Sonntag, den 6. Oftober 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Personenkreis umfaßt nur die Ausstände der Bergarbeiter Während alltäglich Ballen von Papier verschrieben werden, wären da zu nennen, sicher gab es teine Bewegung, die in im Interesse des Schutzes der nationalen Arbeit", treibt man höherem Maße die Aufmerksamkeit der weitesten Streife weit den frivolsten Raubbau mit vielen Hunderttausenden unsrer über die Arbeiterbewegung hinaus auf sich zu lenfen ver nationalen Arbeiter. stand, feine Betvegung, die eine größere Sympathie erivedt Es ist wahrlich cin Zeichen für die Disciplin unsrer hat. Selbst die frivolsten Arbeiterfeinde mußten sich der Arbeiterklasse, daß in den Centren der Hausindustrie Vermoralischen Macht dieser Bewegung beugen, selbst ein Stumm zweiflungsthaten nicht vorkommen. Das memento mori, das mußte im Reichstage erklären, daß dieser Streit berechtigt Gerhart Hauptmann in seinen Webern den herrschenden Klassen demselben Bundesratstische, von dem wenige Zeit nachher beutung! Auch im Reichstage wurde häufig vor allem von der war. Und die gleiche Erklärung erging zaghaft freilich von zugerufen hat, es hat nichts geändert an der Schärfe der Ausdie Zuchthausvorlage mit Wärme und Eifer vertreten socialdemokratischen Fraktion auf die Notwendigkeit eines gesetzwurde. Alle Parteien des Reichstags- die freisinnige geberischen Einschreitens hingewiesen. Alle Kongresse und Boltspartei nur ausgenommen gestanden die Verpflichtung Generalversammlungen der Organisation der Schneider haben zu, auf dem Wege der Gesetzgebung Grundlagen zu schaffen seit 1888 auf die Notwendigkeit eines gesetzgeberischen Einfür eine Besserung der Verhältnisse der Konfektionsarbeiter schreitens hingewiesen. Geändert wurde aber nichts. und Näherinnen. Damals fiel das Wort, daß die Gesetz- Art der Ausbeutung und ihre Größe blieben unberührt gebung sofort einzuschreiten habe, daß die Thatsachen so durch die Bundesratsverordnung vom 30. Juni 1897, tvie bekannt seien, so offenkundig ein gefeßliches Einschreiten durch die letzte Gewerbenovelle. Stein Zweifel, daß es hier fordern, daß fein Zögern, fein Aufschub durch neue nur mit ganz energischen Mitteln möglich ist, zu amtliche Erhebungen begriffen werden könnte. Und was das bessern, mit Mitteln, vor denen die Demokratien Nordmerkwürdigste war, diese Erklärung fam von den Bänken der amerikas und Australiens nicht zurückschreckten, an die Nationalliberalen, von dort, wo die großen Unternehmer aus die schneidige preußische Bureaufratie im Traume nicht zu Westelbien die Interessen der Schlotbaronie zu vertreten ge- denfen wagt. An Energie feht es nicht bei der Konzipierung wohnt waren. Die Herren vom Hausvogteiplag, von der von Zuchthausvorlagen und Umsturzgesetzen, aber die größte Surstraße, von der Alten Leipzigerstraße, das war eben nicht und zarteste Rücksicht wird auf die Verhältnisse der beteiligten Fleisch vom Fleisch des deutschen Großunternehmertums, das Unternehmerfreise genommen, wo man der schamlofesten Auswaren nicht die Leute, die durch das Band der Solidarität beutung mit fräftiger Hand steuern müßte. verbunden waren mit dem Verband mit dem langen Namen, dessen Trok all der bösen Erfahrungen will die Organisation Geschäfte Herr Bueck ebenso eifrig wie würdig zu führen ver- der Schneider und Schneiderinnen noch einmal den steht. Damals wurde darauf hingewiesen, daß wir seit dem energischen Versuch machen, durch die Aufrüttelung der öffentJahre 1887 amtliche Feststellungen über die Verhältnisse der lichen Meinung, Bundesrat und Reichstag zu veranlassen, im Näherinnen in der Konfektionsindustrie besigen, daß schon um Interesse der Konfettionsarbeiter energisch vorzugehen. In deswillen man sofort mit der gesetzgeberischen Arbeit im ganz Deutschland sollen in den nächsten Wochen Versammlungen Interesse dieser so schwer ausgebeuteten Arbeiterinnen be- stattfinden, in denen eine Resolution vorgeschlagen werden ginnen fönne. soll, die die Forderungen im Interesse der Konfektionsarbeiter das Mindestmaß dessen, was zu verlangen ist, zusammenfessen soll. Diese Forderungen lauten: 1887 wurde das Elend in der Konfektionsindustrie amtlich festgestellt, niemanden rührte es in den Kreisen der Regierungen oder in denen der bürgerlichen Streise, kein liche Botschaft vom 4. Februar 1890, unberücksichtigt ließ Wort über das Elend der Hausindustrie enthielt die faiserderen Verhältnisse der Arbeiterschutz- Gesezentwurf des Freiherrn v. Berlepsch, abgelehnt wurden die Anträge der Socialdemokraten, welche bei der Beratung dieses Gesetzes wenigstens das allgemeine Verbot der Kinderarbeit durchsetzen wollten. Da ließen plöglich in Berlin 30 000 Näherinnen und andere Zehntausende in Breslau, Stettin und in weiteren Orten ihre Nähmaschine auf Wochen in Ruhe, da wurde die ganze Presse aller Parteien gezwungen, den Schleier etwas wegzuziehen von dem tiefen, Millionen nicht einmal dem Namen nach bekannten Elende in der Konfeftions industrie. 1. Verbot der Mitgabe von Arbeit nach Hause nach der Wert stattbeschäftigung. 2. Direkte Ausgabe von Arbeit an die Heimarbeiter und Arbeite rimmen seitens der Unternehmer unter Vermeidung der Zwischenmeister. 3. Trennung der Arbeitsräume von den Wohnräumen; in den Werkstätten sowohl wie in den Arbeitsräumen der Heimarbeiter müssen auf den Kopf der beschäftigten Personen je 15 cbm Luftraum kommen. 4. Ausdehnung der Bestimmungen der Getverbe Ordnung über die Sonntagsruhe(§ 105 b), des Verbots der Kinderarbeit (§ 185), der Beschränkung der Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter(§ 136), der Frauen(§§ 137 und 139a, Absay 1), der Gewerbe- Aufsicht(§ 139b), insbesondere durch weibliche Aufsichtspersonen, des Erlasses von Arbeitsordnungen(§§ 184a bis 134g) und die Anzeige des Gewerbebetriebes(§ 14) auf die Hausindustrie und die Heimarbeit. 5. Ausdehnung der Arbeiterversicherungs- Gesetzgebung auf die Heimarbeiter und Arbeiterinnen. 6. Reich, Staat und Gemeindebehörden sollen Schneiderarbeiten nur unter der Bedinguag vergeben, daß die Kleidungsstücke in der der Gewerbe- Ordnung und Gewerbe- Inspektion unterstehenden Werkstätten hergestellt und daß die von Unternehmern und Arbeiterorganisationen festgesezten Lohntarife als Mindestmaß der Entlohnung anerkannt werden. Es würde leicht sein, diese Forderungen zu kritisieren, von dem Gesichtspunkte dessen, was im Auslande schon durchgeführt ist, und von dem Standpunkte der Wissenschaft und Die ganze öffentliche Meinung äußerte ihre Sympathie für diese großartige und einmütige Bewegung dieser Gequälten. Da erinnerte man sich erst wieder der Parteigenossen! Die Verhandlungen des Parteitages in Lübed Enquete vom Jahre 1887. Niemand wagte die Notwendigkeit haben unsre Gegner bitter enttäuscht. Sie hatten gehofft, die bis eines gesetzlichen Eingreifens zu bestreiten. Aber die eifrigen zum Parteitag aufgetauchten und in der Schwebe gehaltenen Streit- Heinzelmännchen hinter den Coulissen wußten den Ausweg. Zeit fragen würden genügenden Zündstoff abgeben, die Geschlossenheit gewonnen, alles gewonnen! so hieß es. Die Reichskommission der Partei zu erschüttern. Das Gegenteil ist eingetreten. Die vor leider- und Wäschekonfektion zu untersuchen. für Arbeiterstatistik wurde beauftragt, die Verhältnisse in der Bis diese handen gewesenen Streitfragen haben durch den Parteitag eine die Untersuchung fertig war, fonnte natürlich von einem gesetz Genossen befriedigende Lösung gefunden und einig und geschlossen geberischen Einschreiten nicht gesprochen werden. Bis aber geht die Partei an die gewohnte Arbeit, die unermüdliche Agitation diese Untersuchung abgeschlossen war, war längst das Stroh und den Ausbau der politischen Organisation der Arbeiterklasse. feuer verglommen, das den Reichstag fast zu Thaten der Praxis, die längst viel weitergehende Forderungen Die Parteileitung wird alles daran setzen die Agitation zu gezwungen, das den Widerstand jedes socialpolitischen formuliert haben. An solchen Kritiken hat es auch nicht geunterstützen und die Organisation in den noch rückständigen Landes- Fortschrittes gebrochen hätte. Diese Politit des Zögerns hatte fehlt sowohl seitens des„ Korrespondenzblattes der Generalteilen zu fördern. Der Parteivorstand erwartet von den Partei- vollen Erfolg. fommission" wie aus den Kreisen der Schneiderorgani selbst. Wir haben nun schon längst die Enquete. Es ist uns amt- fation Wir wollen heute diesen kritischen genossen auch fernerhin die thatkräftigste Unterſtügung, deren freilich bescheinigt, daß die Verhältnisse im Jahre 1896 bedeutend Stimmen nicht unsre zugefellen, wir wollen im willige Gewährung unfre seitherigen Erfolge gezeitigt hat und weitere trauriger waren, als im Jahre 1887. Wir wissen dies, und Gegenteil für diese Forderungen energisch eintreten. Erfolge verbürgt. die herrschenden Klassen hindert diese Erkenntnis nicht, diese Zu Wir sehen es als eine taktisch kluge Maßregel an, dieses stände fich noch weiter verschlechtern zu lassen. Geht Minimumprogramm dem Reichstag und Bundesrat vorunsre Socialpolitik noch einige Jahre weiter in zulegen, wir wünschen nur, daß möglichst zahlreiche Verden gleichen Schneckenschritten vor, dann müssen wir fammlungen und alle stark besucht, diese Forderungen zu den gewärtigen, daß nach Jahr und Tag wieder ein weiser ihrigen machen. Wir wünschen, daß überall eindrucksvolle Mann vom Bundesratstisch unter dem Beifall der Mehrheit Kundgebungen stattfinden, damit Bundesrat und Reichstag des Reichstages erflärt: Die Notwendigkeit eines gesetz laut und vernehmlich an ihre Pflicht gemahnt werden, damit geberischen Einschreitens zu Gunsten der Heimarbeiter fei wir endlich die Ehrenpflicht eingelöst sehen, die durch die Verunbestreitbar, doch es sei zuvor notwendig, die Verhältnisse sprechung vom Jahre 1896 den Konfektionsarbeitern gegen. dieser Arbeiterschichten noch einmal amtlich festzustellen. über von den gesetzgeberischen Körperschaften des deutschen Unterdessen frißt das Uebel immer weiter und weiter, nimmt Reiches übernommen wurde. die Heimarbeit in unheimlicher Weise zu. Darum vorwärts unter dem alten Kampfesruf: Hoch die Socialdemokratie! Berlin, den 5. Oftober 1901. Der Parteivorstand. A. Bebel, P. Singer, Borfigende. J. Auer, W. Pfannkuch, Schriftführer. A. Gerisch. Kassierer. W. Eberhardt, R. Wengels, Beisitzende. Schutz den Konfektionsarbeitern! Ueber eine Drittel- Million Kinder, die das schulpflichtige Alter noch nicht überschritten, zum Teil zum Teil noch nicht Mehr als ein Jahrfünft ist verflossen, seitdem in Berlin erreicht haben, sind bei uns hausindustriell thätig. Die un mehr als 30000 Arbeiterinnen und Arbeiter, die sonst bedeutenden Bestimmungen zum Schuße der Arbeiter und der dem Emancipationskampfe Des Proletariats fern ge- Arbeiterinnen in Zwischenmeister Werkstäten der Konfektionsstanden, in eine große Bewegung getreten waren. Sie industrie hat zur Verdrängung derselben aus den Werkstätten wollten die Ketten abschütteln, die ihnen das raffinierteste in die reine Heimarbeit, in die Hölle unkontrollierter und System der Ausbeutung, das Zwischenmeistersystem und die schwerster Ausbeutung geführt. War noch 1895 die Lage der Heimarbeit geschmiedet hatten. Es war nicht ein Stamps, Stonfeftionsindustrie maßgebend für eine Gesetzgebung zu einfach um höhere Löhne und um fürzere Arbeitszeiten, wie Gunsten der Ausgebeutetsten, so hat sich seitdem das Uebel sonst ein Streit, im Mittelpunft der Bewegung stand die rasend rasch weiter entwickelt, und auch alle übrigen Forderung nach Betriebswerkstätten. Es war ein Kampf Branchen des Schneidergewerbes ergriffen. Aehnliche Ereigenartig um der Personen willen, die ihn führten, eigen scheinungen kennen wir aber auch bei der Fabrikation fünftartig der Forderungen wegen, die aufgestellt wurden. Wenige licher Blumen, aus der Sattlerei, der Kleineisen- Industrie, der Jociale Bewegungen im Deutschen Reiche haben einen größeren Spielwaren- Industrie usw. usw. Politische Nebericht. Berlin, den 5. Oftober. Der Staatskommissar. Nachdem die„ Kreuz- Zeitung" dieser Tage in einer Briefkasten notis Herrn Meubrint als Staatskommissar an Stelle des zweiten Bürgermeisters von Berlin angeregt hat, erklärt sie jetzt, daß die Bürgermeisters von Berlin angeregt hat, erflärt sie jetzt, daß die Wiederwahl Kauffmanns überhaupt ungefeßlich sei. Sie beruft sich nämlich auf den§ 33 der Städte- Ordnung, in dem es heißt: Die gewählter: Bürgermeister, Beigeordneten, Schöffen und befoldeten Magistratsmitglieder bedürfen der Bestätigung. Die Bestätigung steht zu: 1. dem Könige hinsichtlich der Bürgermeister und Beigeordneten in Städten von mehr als 10 000 Einwohnern, 2. der Regierung hinsichtlich der Bürgermeister und Bei- wandte fi alsbald an den derartig Verdächtigten, leider aber nur geordneten in Städten, welche nicht über 10 000 Einwohner haben, mit dem Erfolg, daß ihr der 26jährige Herr Professor die Beichte sowie hinsichtlich der Schöffen und der besoldeten Magistrats- ablegen mußte, daß das ihm Nachgesagte leider wahr sei. Ja, er mitglieder in allen Städten, ohne Unterschied ihrer Größe. habe sogar dem Grafen Hoensbroech feine Mitarbeiterschaft für die Wird die Bestätigung versagt, so schreitet die Stadtverordnetens unter feiner Mitherausgeberschaft erscheinende Tägliche Rundschau" Versammlung zu einer neuen Wahl. Wird auch diese Wahl nicht in Aussicht gestellt, doch sei es glücklicherweise bei der Absicht gebestätigt, so ist die Regierung berechtigt. die Stelle einstweilen auf blieben. Kosten der Stadt kommissarisch verwalten zu lassen. Dasselbe findet statt, wenn die Stadtverordneten die Wahl verweigern, oder den nach der ersten Wahl nicht Bestätigten wieder erwählen sollten. legte dar, daß die katholischen Arbeiter den Notstand der Landwirts schaft anerkennen und deshalb für Zollschutz eintreten, während es der Socialdemokratie in der ganzen Frage nur auf Agitation ankomme. Weiterberatung Montag. Reichsländische Rechtssicherheit. Eine Versammlung der Filiale Mülhausen i. Els. des Deutschen Textilarbeiter- Verbandes ist Die Germania" bekennt demgegenüber flagend, daß diese Ents am letzten Donnerstagabend durch ein Aufgebot von 12-14 Schutzhüllungen in den weitesten Kreisen des katholischen Volkes das leuten mit dem Polizeikommissar an der Spize polizeilich gepeinlichste Aufieben hervorrufen und das Aniehen des jungen Wirt des Versammlungslotals unter Auflage gestellt wegen Bus iprengt worden. Zugleich sind der Leiter der Filiale und der fatholischen ist otiters auf das empfindlichste schädigen gehörigkeit zu einem nicht genehmigten Verein" bezw. Ueberlassung Die kommissarische Verwaltung dauert so lange, bis die Wahl werden". Schließlich aber tröstet sich das Blatt damit, daß es Be- des Lofals an einen solchen. Die Änklageschrift stützt sich auf die der Stadtverordneten- Bersammlung, deren wiederholte Vornahme weise dafür in den Händen habe, daß der junge Spahn heute Artikel 1, 2 und 3 des Gesetzes vom 10. April 1834 und Artikel 291 ihr jeder Zeit zusteht, die Bestätigung des Königs bez. der Regie- wesentlich anders dente, als wie vor Jahren. Und schließbes Code pénal( französisches Strafgesetzbuch). rung gefunden hat. lich fei ja wenigstens die Absicht einer Mitarbeiterschaft an der Ein ähnliches Vorgehen, wenn es auch noch nicht bis zur Ers Es gehört schon die ganze Kreuz- Zeitungs" Logif dazu, eine im" Tägl. Rundschau" eine Gedanfensünde geblieben. Gesez ausdrücklich vorgesehene Eventualität als ungefeßlich zu Leider irrt nur auch die„ Germania" hierin. Denn Grafhebung der öffentlichen Klage gediehen ist, wird von den Behörden in Gebweiler und Sennheim beliebt, wo der Deutsche behaupten. Die Städteordnung erkennt selbst das Recht der Wiederoensbreech erklärt entgegen der Versicherung des Herrn Tertilarbeiter- Verband gleichfalls Filialen besigt oder zu bilden int wahl an, indem sie aus diesem Recht wieder Rechte der Regierung Spahn, daß derselbe thatsächlich einen Artikel in der Tägl. Rundschau" Begriffe war. Es zielt, wie durch die Verfügung des Bezirksund des Königs ableitet. Wir unfrerseits haben nicht das mindeste dagegen, wenn man unverzüglich zu dieser Maßnahme schreitet und eine Person, deren Militärpapiere und künstlerische Befähigung in Ordnung sind, zum Staatskommissar ernennt. Die Stadt hat dann jederzeit die gesetzliche Möglichkeit, eine Neuwahl vorzunehmen und etwa einen Socialdemokraten als zweiten Bürgermeister zu präsentieren. Daß eine solche Wahl durchaus gesetzlich wäre und die betreffenden Instanzen zu einer neuen Entscheidung nötigen würde, wird auch die Streuz- Zeitung" nicht leugnen. Die badischen Landtagswahlen. publiziert habe! # präsidenten des Oberelia vom 28. August d. J. verraten worden ist, darauf ab, die jugendlichen und weiblichen Arbeiter der Textilbranche von der Organisation fernzuhalten. Hoffentlich macht das Landgericht Mülhausen, vor welchem der Fall demnächst zur Verhandlung fommen muß. dem Volksvertreter, der im Obereliaß als Bezirkspräsident amtiert, ebenso gründlich wie vor zwei Jahren das Landgericht Meg dem Freiherrn v. Hammerstein klar, daß das Koalitionsrecht der Arbeiter selbst im klassischen Lande der Diktatur respektiert zu werden verdient. Ausland. Dänemark. Was wird die Germania" jegt vollends sagen! Die Stadt hat das gesetzliche Recht zur Wiederwahl. Ucbt sie Nun, die Affaire spielte vor 3 Jahren. Heute, im Alter von es aus, so haben die Aufsichtsbehörde oder die Krone ihrerseits die 26 Jahren, ist Herr Spahn schon viel besonnener und abgeklärter, Berechtigung nicht die Verpflichtung-, ohne weiteres einen so daß er sich mit 30 Jahren bereits zum überzeugten Verfechter Staatskommissar zu ernennen. Diese Justanzen können allerdings ultramontaner Wissenschaft" durchgemausert haben kann. das ist der„ Kreuz- 3tg." zuzugeben von jenem Recht Gebrauch Agrarische Königstreue. Die württembergische Abteilung machen, sie müssen es aber nicht. Es steht ihnen frei, auf eine des Bundes der Landwirte richtet in einem Flugblatt ein offenes Wiederwahl mit einer Bestätigung zu antworten. Aber man darf Wort" an die Staatsregierung. Nachdem der Stegierung vorgeworfen, freilich auch sofort einen Staatsfommissar in die Stadtverwaltung daß sie die„ königstrene, vaterländische, feßhafte und geordnete Beschicken. völkerung" mit ihren Wünschen nicht berücksichtigt habe, heißt es: Es war von jeher der Stolz unsres württembergischen Fürstenhauses, zu seinen Bauern zu halten, und der württembergische Bauernstand hat diese treue Fürsorge mit trener Anhänglichkeit Thronrede. Der Reichstag ist am Sonnabendmittag durch an das angestammte Fürstenhaus vergolten. Heute handelt den König feierlich eröffnet worden. Der König verlas folgende es sich allen Ernstes darum, ob dieses alte Verhältnis Thronrede: Nach vielen Jahren haben wir wieder gewünscht, gestört werden soll oder nicht. Industrie und Arbeiterschaft persönlich dem Reichstage unsren föniglichen Gruß bei Begenießen durch bedeutenden Zollschutz, dessen beträchtliche Er- ginn der Session zu entbieten. Bei der Ernennung unfres höhung in Aussicht genommen ist, eine weitgehende Staatshilfe. neuen Ministeriums haben wir dem Wunsche der MehrDie Gerechtigkeit gebietet, daß auch der Landwirtschaft in gleicher zahl des Volkes entsprochen, indem wir die Leitung der Weise die Fürsorge des Staates zu teil werde und deshalb wenden Regierung Männern übertrugen, welche auch das Vertrauen des wir uns mit diesem offenen Wort an unfre Regierung." Volfes besigen und wir hegen das feste Vertrauen, daß es uns verDie Agrarier drohen also allen Ernstes" mit einer Revision gönnt sein wird, ein fruchtbares Zusanimenarbeiten zwischen ihres monarchischen Gefühls, wenn der König nicht für genügend dieser unsrer Regierung Regierung und dem Reichstage gu sehen. Der Verlust der beiden Karlsruher Mandate, die die Social- starken Brotwucher sorgt. E3 ist unsre sichere Hoffnung, daß es dadurch gelingen demokratie vor vier Jahren mit 223 gegen 195 nationalliberale Wenn die Krenz- Beitung" fürzlich eine Majestätsbeleidigung wird, dem großen Ziel näher zu treten, nämlich: Nach Außen Wahlmänner erobert hatte, tam, das kann nicht geleugnet werden, einem Königs mord gleich erachtete, was muß sie erst von dem Wahrung der Selbständigkeit unsres Landes und freundschaftliches einigermaßen überraschend, wenn auch nicht verkannt werden konnte, bündlerischen Monarchismus fagen, für den das monarchische Gefühl Berhältnis zu den fremden Mächten; nach innen Entwicklung einigermaßen überraschend, wenn auch nicht verkannt werden konnte, lediglich eine Zollfrage ist! Bei dem 7,50 Mark- 3oll ist man be- der bürgerlichen und politischen Freiheit und Hebung des daß es für unsre Karlsruher Genossen des Aufgebots aller Kräfe begeisterter Monarchist, mit 5 Mart nur noch Vernunftmonarchist, bei geistigen und ökonomischen Lebens des Bolles. Sobald es möglich dürfen würde, auch diesmal dem Ansturm der Gegner fiegreich Stand zu 4,50 wird man indifferent, und bei 3,50 Mark wird man republikanisch ist, werden unsre Minister nach und nach Gesetzesvorlagen einhalten. Hatten sich heuer doch die Freifinnigen" Richterscher Observanz und geht unter die Socialdemokraten! bringen, welche die Erfüllung des Versprechens des Verfassungsgesetzes bezüglich einer Verbesserung des Justizwesens, einer besseren, unsren Verhältnissen angepaßten Ordnung des Verteidigungswesens und Die Freifinnige Zeitung" verteidigt noch immer mit Löwen- einer zivedmäßigen Verteilung der Steuerlasten bezweden, sowie mut die fämmerliche Berliner Kommunal- Resolution in Sachen der weitere Vorlagen, welche zur Hebung des gewerblichen, des firchLindenfrage, obwohl sie gerade ihrer eignen Haltung völlig widerlichen Lebens und zur Entwicklung der kommunalen Verhältnisse spricht. Heute hat sie eine neue Finte gefunden, um den Widerspruch dienen. Möge es auf dieser, sowie auf allen andren Gebieten gelingen, ein volles Einverständnis zu erreichen. zu verhüllen. Sie meint nämlich: " Die„ rettungslose Verlegenheit" der Socialdemokratie in der Norwegen. slang Stadtverordneten- Bersammlung wurde dadurch gekennzeichnet, daß sie zwar die von den bürgerlichen Parteien beantragte Resolution Das Ausgabenbudget des Departements des Innern ist bekämpfte und in jeder Weise herabzuziehen bemüht war, aber für den kommenden Budgettermin auf 2 151 363 Stronen veranschlagt. felbst sich völlig außer stande sah, ihren eignen Hiervon sind für statistische Zwecke 174 358 Kronen angefegt, für die 155 600 Stronen, die Seefischerei Standpunkt in einer Resolution zu formulieren." Seichsversicherungs- Anstalt Glaubt das biedere Organ wirklich, daß die socialdemokratifche 446 383 Stronen, für ausländische Angelegenheiten 773 210 Stronen. Für die Fabritaufsicht, deren Budget gegenwärtig Fraktion unfähig wäre, binnen fünf Minuten zehn verschiedene Re- Für die Fabritaufsicht, folutionen abzufassen, die sämtlich in würdiger Form die Sache kenn- auf 50 681 Kronen festgesetzt ist, sollen jezt 63 619 Stronen aufgewendet werden. Es wird eine wesentliche Umgestaltung zeichnen? Verbesserung der Für Fabrikaufsicht geplant. Wir könnten uns auch freisinnige Resolutionen denken, die und angemessen wären. Was hält die Freifinnige Zeitung" etwa von Dampfkessel- Inspektion soll ein bel nogen ficher folgender freisinnigen Resolution: amter angestellt werden. Gegenwärtig werden die eigentlichen Dampffessel- und Dampfbehälter- Proben von 6 über das ganze Land verteilten Aufsichts- Assistenten ausgeführt. Die Durchsicht der Berichte und Berechnungen dieser Assistenten nimmt den größten Teil der Zeit der Fabrikinspektoren in Anspruch. Sie sollen in Zukunft dem Sesselinspektor unterstellt werden und als esseltontrolleure fungieren. Den älteren Fabrifinspektoren sollen neue Assistenten zur Seite gestellt werden. Die Ausgaben für diese Neuerungen sind auf 11 000 Str. veranschlagt. mit den Nationalliberalen zum schmachvollen Bunde zusammen- Beneidenswerte Fürsten, die auf solche tarifmäßig abgetönte gefunden, während auch das Centrum aus seiner früher entschieden Treue zählen dürfen! regierungsfeindlichen Stellung heraus eine merkliche Schwenkung nach der gouvernementalen Seite gemacht hatte und seine Wähler sich entweder der Stimme enthalten oder großenteils sogar für die nationalliberal- freifinnigen Standidaten eingetreten sein mögen. So erklärt sich denn aus der veränderten Konstellation das Zurückgehen der socialdemokratisch- volksparteilichen Wahlmänner. Hoffentlich ist die Niederlage ein Anfporn für unsre Karlsruher Parteigenossen, rastlos die Agitation aufzunehmen, damit sie bei der nächsten Wahl trotz der Koalition der Gegner den Sieg wieder an ihre Fahne heften. Schmerzlich werden die badischen Genossen auch den Verlust von Pforzheim Stadt empfinden. Vor zwei Jahren hatte unser Genosse Opificius das eine Mandat mit der ansehnlichen Mehrheit von 96 gegen 69 nationalliberale Wahlmännerstimmen erobert, während sich jetzt das Verhältnis, umgekehrt hat, nämlich die Liberalen es auf 98, die Socialdemokraten nur auf 68 Wahlmänner brachten. Man hätte annehmen sollen, daß durch das vor wenigen Tagen gegen Opificius gefällte Gerichtserkenntnis, das ihn seines Mandates für verlustig erklärte und das den Stempel eines wenn auch unbewußten politischen Tendenzurteils an der Stiru trug, die Wahlaussichten des an Opificius Stelle aufgestellten socialistischen Kandidaten Blum nur verbessert worden wären. Man wird zur Erklärung dieser Niederlage die Darlegung unsrer badischen Genossen abwarten müssen. Diesen drei Niederlagen steht mir die Neueroberung eines Wahlkreises gegenüber: der Sieg in Pforzheim Land. Während die Socialdemokratie es bei den letzten Wahlen dort erst auf 56 von 159 Wahlmännerstimmen brachte, hat sie diesmal die Mehrheit errungen. Ueber das Gesamtergebnis der Wahl meldet noch ein Wolfffches Telegramm das Folgende: " * * Die Freisinnige 8tg." jubelt über den glänzenden Sieg", den ihre Mannen im Verein mit den Nationalliberalen über Socialdemokraten und Volksparteiler davongetragen hatten. „ Die Entscheidung des Trägers der Krone in Sachen der Ueberführung der Straßenbahn über die Linden steht im Widerspruch mit dem Intereffe der Stadt, wie es von den Kommunalbehörden vertreten wird, und ist geeignet, den Monarchen, weil es sich in diesem Fall um eine persönliche Kabinettsregierung handelt, auch in einen persönlichen Gegensatz zu bringen zu der Bevölkerung, der am wenigsten zuträglich erscheint für eine Haupt- und Residenzstadt, zumal wenn man erwägt, daß nach dem Ausweis der Wahlstatistik drei Fünftel der Einwohner derselben socialdemokratischen und damit republitanischen Ansichten huldigen." Wir ersuchen die" Freifinnige Zeitung" zu erklären, ob sie solche Resolution gutheißen würde? die Spanien. Karlistennnruhen. Aus Madrid wird gemeldet: Das Gerücht bezüglich einer bevorstehenden Erhebung der Karliſten bestätigt sich. Eine Proflamation des Bräsidenten ist in Barcelona in zahlreicheit Exemplaren verbreitet worden. Amerika. Der Boeren- Krieg. Ein prügelnder Unteroffizier stand in der Person des Unteroffiziers Winzig vom Feld- Artillerie- Regiment v. Beuker vor dem Kriegsgericht in Breslau. Er hatte einem Soldaten, der mit einem andern Streit hatte, befohlen, eine Ohrfeige auszuteilen Vom füdamerikanischen Kriegeschauplan. Eine Depesche Das Ergebnis der gestrigen badischen Landtagswahlen ist nach und da der Aufgeforderte nach des Unteroffiziers Meimmg zu aus Willemstad( Curaçao) meldet: Präsident Castro befahl am der Neuen badischen Landeszeitung" folgendes: Die National Schwach seinen Gegner ohrfeigte, versetzte der Interoffizier dem vorigen Montag die sofortige Verhaftung aller Anhänger der Jufolge dieses Befehls ist es liberalen gewinnen 2 Mandate in Karlsruhe und ein Mandat in Mann, der gegen seinen Kameraden nicht so grob sein wollte, einen Nationalistenpartei in Venezuela. Lörrach- Land, verlieren aber Pforzheim Land. Das Centrum Backenstreich, daß der Mann im Lazarett behandelt bereits an mehreren Orten zu Aufständen der Nationalisten ge= gewinnt nichts und verliert nichts. Die Socialdemokraten gewinnen werden mußte. Der Angeklagte erhielt die schwere Strafe kommen, und es dürften noch mehr solche an andren Orten vor tommien. Am 26. September hat der Präsident Castro seinem Bruder Pforzheim- Land, verlieren aber zwei Mandate in Karlsruhe. Die von sieben Tagen Mittelarrest.und dem General Uribe- Uribe, welche den Oberbefehl über die an Freifimigen gewinnen ein Mandat in Karlsruhe, verlieren aber Aus Schleswig- Holstein schreibt man uns: Den Köller find der Grenze beim Tachira Flusse stehenden venezolanischen Truppen Lörrach- Land. Die Antisemiten gewinnen nichts und verlieren nichts. wir los, die Stöllerei ist geblieben. Seit dem Weggang des großen führen, Befehl erteilt, die Columbier und Rangel Gardiras an Die Konservativen verlieren wahrscheinlich Durlach- Land. Demnach werden gewählt werden: 13 Nationalliberale, 12 Mitglieder des Germanisators sind schon wieder in mehreren Fällen Ausweisungen zugreifen; fpäter wurde jedoch befohlen, den allgemeinen Angrif Derartige Befehle, die ebens Centrums, 2 Socialdemokraten, 2 Demokraten, 2 Freifinnige und von Bauernknechten und" Meiereideerns", die den Bestand des um vier Tage hinauszuschieben. 1 Antisemit. Die Zweite Kammer wird also bestehen aus preußischen Staats gefährdeten, erfolgt. Doch vielleicht sind das schnell widerrufen wurden, find in letzter Zeit häufig nach der Grenz 25 Nationalliberalen, 22 Mitgliedern des Centrums, 6 Social Die Totenopfer, die dem dahingegangenen Dänen- Schlagedoder von ergangen. demokraten, 5 Demokraten, 2 Freisinnigen, 2 Konservativen, 1 Anti- dem Trauerchor seiner Amtsvorsteher und Landräte dargebracht werden. Aber auch die Versammlingsprayis funktioniert noch im Stile femiten, 1 Bauernbündler. des vorigen Oberpräsidenten weiter. So wurde am vergangenen Landtags- Abgeordnete Hanssen einen Bortrag über den alten wieder den Stamp, mit aller Energie aufgenommen haben, zengten Sonntag in Satrup eine Versammlung aufgelöst, in der der Dafür, daß mit der eintretenden warmen Jahreszeit die Boeren Grenzwall im Danewert hielt. Als Grund der Auflösung gab der nicht nur die heftigen Kämpfe der verflossenen 14 Tage, sondern überwachende Amtsvorsteher Kier die Anwesenheit fremder UnterDamit habe die Großsprecherei und die Heze insbesondere der thanen" an. Wie hejmdal" erfährt, war die Tochter eines auch die zahlreichen Scharmüßel, über welche heute Nachrichten vor= Franff. 8tg." gegenüber der Freifinnigen Vollspartei den verdienten Optanten aus Düppel im Saale anwesend. Die Abbaltung einer liegen. Eine Reihe derselben erzählt von dem Zurüdwerfen der Boeren, von der Gefangennahme einer Anzahl derselbent, furz stellt Abschluß gefunden. Wie zu erwarten gewesen, suchte sich das Blatt andren Versammlung, die von Herrn Hanssen für denselben die Gefechte so dar, als ob die Engländer gut bei denselben abs über diesen Ausgang zu retten durch einen wisten Schimpfartikel. Abend angemeldet war, wurde von vornherein untersagt, die Der„ wiste Schimpfartikel" der" Frankfurter Beitung" fällte unteren Verwaltungsbehörden schienen sich dermaßen in Stöllers geschnitten hätten. Diese Darstellung ist aber sicher eine ebenso folgendes, unfres Erachtens noch sehr gemäßtigte Urteil über den Methode eingelebt zu haben, daß sie schon auf eigne Fauft unwahrhaftige, wie die der letzten größeren Gefechte, bei denen Hinderte von Boeren gefallen und andre Hunderte gefangen sein schmählichen Freisinnsschacher: zu germanifieren sich herausnehmen. Es muß toll bergegangen sollen, die aber höchst wahrscheinlich in Wirklichkeit ich were Die Zeche werden in erster Linie die Freisimmigen zu zahlen sein, denn in der letzten Nummer ſeines Kreisblattes sieht sich Schlappen der Engländer darstellten. Daß sie bei diesen haben. Diese werden an dem Gewinn des einen Starlsruher Mandats der Landrat Becherer von Hadersleben genötigt, eine Verfügung zu Gefechten schwere, in die Hunderte gehende Verluste an Toten und Ver große Freude faum erleben; haben sie es doch erkauft mit der erlassen, in der es heißt: " Da es in der legten Zeit wiederholt vorgekommen ist, daß die wundeten hatten, ist von den Engländern ja selbst zugegeben worden. waren diese Verluste Int ebensoviel Preisgabe ihrer politischen Grundsätze, und sie Amtsvorsteher und Polizeibehörden des Kreises beträchtlicher, als die Boerenverluste geringer waren. Denn wenn werden das mit einer erheblichen Einbuße an politischem Kredit die Boeren, bezahlen haben. Der Sache des Fortschrittes und der selbständig Ausweisungen vorgenommen haben, erinnere wie das englische Kriegsamt das behauptet, stets und immer politischen Freiheit haben sie jedenfalls Wunden ge- ich aufs neue an die Regierungsverfügung vom 16. Juli 1899, woblutige Mißerfolge erlitten, so wäre wieder von neuen schlagen, die leicht die eigne Partei zum Verbluten führen nach Ausweiningsorders erst ausgestellt werden dürfen nach eingeholter Entscheidung des Landrats. es ganz unbegreiflich, wie sie immer Der Landrat verpflichtet die aber wie sie vor allen Dingen genannten Polizeibehörden, diese Regierungsverfügung forgfältig zu unter den Kapholländern zum Angriff übergehen, wie fie immer neuc und immer zahlreichere Parteigänger finden könnten. Da fich unzweifelhaft Wird nun der Landrat resp. die Regierung die Gründe, welche Tausende und aber Tausende von Kapholländern den Boeren, und Eine bittere Enttäuschung ist der„ Germania" bereitet die zurechtgewiesenen Behörden zu ihren Maßregeln veranlaßt haben, war auch in der allerlegten Zeit noch, angeschloffen haben, ist es gar nicht anders möglich, als daß die Engländer die Situations= worden. Ihre Freude darüber, daß der junge Spahn, Sohn des nachprüfen und unzureichend begründete Ausweisungen rückgängig war auch in der allerlegten Zeit noch, angeschlossen haben, ist es und Gefechtsberichte systematisch gefälscht und ein alten Centrums- Spahn, als Professor der Geschichte an die Straßder Kriegslage gegeben haben. burger Universität berufen worden war, war begreiflicherweise eine Die Zolldebatte in der bayrischen Kammer. Die Be- vollständig falsches Bild diesem Gesichtspunkt sind denn auch die heutigen ticht geringe. Aber bösartige Gesellen gönnten ihr diese reine sprechung der Interpellation über den Zolltarif- Gejegentwurf wurde Unter nene Scharmügel zu beurteilen, Freude nicht und lancierten alsbald die Notiz in die Presse, auch am Sonnabend noch nicht zu Ende geführt. Friedel( konser Nachrichten über zahlreiche das eine beweisen, daß die Boeren fich Saß der junge Professor für katholische Geschichte innerlich vativ) und Gerstenberger( Centrum) traten warm für die Landwirt- die jedenfalls * nti- ultramontan sei, ja daß er sich als Privatdocent fchaft ein, welcher nur ein ergiebiger Zollschutz helfen könne. v. Haller an allen Ecken und Enden regen und sowohl ins Zululand als auch n Berlin wiederholt zustimmtend zu dem Vorgehen des Er-( Socialist) faßt alle Gründe zusammen, welche die Socialdemokraten in das Kapgebiet immer neue Abteilungen zu werfen versuchen. Die Jejuiten Grafen Hoensbroech geäußert habe. Die Germania" gegen den Bolltarifentwurf geltend machen. Schirmer( Centrum) betreffenden Telegramme lauten: fönnen. * Deutsches Reich. 21 zu beachten." machen? aber Kapstadt, 4. Oktober. Das Kommando Kruizingers, welches J wenige Straßenzüge auf 200 Mann geschätzt wird, versuchte dreimal, den Oranjefluß zu und Plätze Handeln könne, an denen aus Verkehrsrücksichten eine überschreiten, um in die Kapkolonie einzufallen, doch wurde es immer Beschränkung des Straßenhandels am Blaze fein möchte und daß zurückgeschlagen. namentlich nicht daran gedacht wird, Straßenhandel mit Blumen, Beitungen 2c. nur ausnahmsweise auf Bewilligung der Polizeibehörde stattfinden zu lassen. Bloemfontein, 3. Oktober. Oberst Cole geriet gestern mit Marais Kommando in ein Gefecht. Zwei Boeren wurden getötet, 22 gefangen genommen. Matjesfontein, 4. Oftober. Scheepers Kommando, welches 200 Mann start ist, stieß gestern mit den Truppen des Oberst Sterton bei Calitzdorp zusammen. Auf britischer Seite fiel ein Mann. Middelburg, 2. Oktober. 200 Boeren griffen die Missionsstation Bottabella, sechs Meilen von Middelburg, an. Die zur Station gehörenden Eingeborenen verteidigten dieselbe, bis Truppen aus Middelburg eintrafen, worauf die Boeren sich zurüczogen. Vier Eingeborne wurden getötet. Bei der Abstimmung wurde der Antrag auf Kommissionswobei die Stimme des Vorberatung bei Stimmengleichheit fizenden den Ausschlag gab angenommen. Der Berlin- Charlottenburger und der Großen Berliner Straßenbahn waren von der Verkehrsdeputation Geleisanschlüsse in der Altonaerstraße bezw. am Großen Stern unter der Bedingung gestattet worden, daß die Gesellschaften den Fahrpreis von 10 Pf. für die ganze Linie des Gemeinschaftsbetriebes einführen. Die Gesellschaften wollen auf diese Bedingungen nicht eingehen, wovon die Deputation unter Ablehnung der nachgesuchten Genehmigung Kenntnis nimmt. Die Gemeindebehörden hatten an Brücke bei der Museumsinsel den Neubau einer vir 2. Als das beste Mittel, diese zu erlangen, sehen wir die gemeinsame Erziehung der Geschlechter au, nicht weil wir eine absolute Gleichheit erzielen wollen, wollen, sondern weil glauben, daß die künstliche Trennung und Entfremdung der Geschlechter nur auf diesem Wege beseitigt werden fann. 3. Wir erhoffen von der gemeinsamen Erziehung die sittliche Hebung des Mannes, die Festigung der Ehe und des Familienlebens. 4. Durch die gründliche Bildung der Frau hoffen wir auch dieselbe zu ihrem mütterlichen Berufe tüchtiger zu machen. eine Nach Annahme dieser Resolution fing das Publikum an, unruhig zu werden und sich zu verlaufen. Daher faßte die folgende Rednerin Frl. Dr. jur. Raschke, welche über die Einrichtung von Rechtsschutzstellen referierte, sich sehr kurz. Sie teilte mit, daß die von München ausgegangene Bewegung für Rechtsschutz der Frauen durch Frauen von deren Begründerin Fräulein v. Alten auch nach Dresden gebracht worden sei, wo am 1. Januar 1894 die erste Rechtsschutzstelle ins Leben trat. Sie hätte dort rege Thätigkeit entfaltet, int entfaltet, daß sie letzten die Bedingung geknüpft, daß die vor dem Finanzministerium und Jahre allein in 792 Fällen in Anspruch genommen wurde. Jezt bestehen bereits in 22 Städten 25 derartige Rechtsschutzstellen, und hinter dem Gießhause liegenden Straßenbahngeleise, deren Legung die Rednerin fordert die Delegierten von Frauenvereinen auf, in vorläufig nur auf Widerruf gestattet ist, dauernd genehmigt werden. ihren Wohnorten für solche Einrichtungen zu wirken, welche den Auf einen an den Polizeipräsidenten in dieser Angelegenheit gerichteten Antrag antwortete derselbe, daß er die Genehmigung erst armen, den schüchternen, den prozeßscheuen Frauen sehr viel helfen in Erwägung ziehen wolle, wenn der Neubau der Brücke zur Ge- könnten und schon geholfen hätten. nehmigung vorgelegt wird. Nach einer Meldung aus Durban verlautet dort gerüchtweise, Angelegenheit der Baudeputation zur weiteren Berücksichtigung zu Die Deputation beschloß, dem Magistrat zu empfehlen, die überweisen. Bietermaritzburg, 4. Oktober. Der„ Natal Times" zufolge wurden in einem Gefecht mit etwa 150 Boeren in der Nähe von Helpmakaar mehrere Natal- Freiwillige verwundet. Maseru, 3. Oktober. Bei Jammersbergdrift griffen 300 Boeren eine aus Yeomanry und berittener Infanterie bestehende, 200 Mann starke Abteilung an, zogen sich jedoch, nachdem sie mehrere Salven abgegeben hatten, zurück, Die Engländer verfolgten sie und nahmen den Kommandanten Dreyer, den Feldcornet van Buuren und 10 Boerenkämpfer, meistens Knaben(!) gefangen. Dreyer und van Buuren sagen, daß die noch im Feld stehenden Boeren mit Lebensmitteln reichlich versehen sind. Ein nence größeres Gefecht? die Truppen des Generals Botha hätten im Norden von Natal ein großes Gefecht mit der Brigade Bethune, dem dritten und siebenten Dragoner- Regiment und mehreren Batterien Artillerie gehabt. Das Resultat dieses Gefechtes ist noch nicht befannt. 論 London, 5. Oftober.( B. H) Winton Churchill hielt Freitagabend in Shralworth eine Rede über den Krieg, worin er die Lage in Südafrika als nicht besser, wenn nicht schlimmer als vor einem Jahre hinstellte. Der Redner trat für eine baldige Einstellung der Feindseligkeiten ein. Die städtische Verkehrsdeputation Der Vorstand der Ruhegehaltskasse der Großen Berliner teilt mit, daß von 5746 Angestellten dieser Gesellschaft 207 Personen noch nicht der Kasse beigetreten sind und Beitritt zu veranlassen. Die Deputation hat keine Möglichkeit, diesen wünscht die Einwirkung des Magistrats, um alle Angestellten zum Wunsch zu erfüllen, da diese Angelegenheit nach der Errichtung der Kasse ein Internum der Gesellschaft und ihrer Angestellten ist. Aus der Frauenbewegung. Der Kongres fortschrittlicher Frauenvereine Ohne Widerspruch zu finden wurde allseitig betont, daß das vorgelegte Projekt aus finanziellen, technischen und Verkehrsrücksichten nicht dem kaiserlichen Diftum Wird unterirdisch gemacht" entsprechend abgeändert werden kann. Nach längerer Diskussion beschloß die Deputation, durch eine dem Stadtbaurat übertragene Prüfung festzustellen, welchen Abänderungen das in Aussicht Fräulein Pa prig weist darauf hin, daß die dem Kongreß 3 genommene städtische Straßenbahnnet unter teil gewordene Behandlung auf das rückständige preußische VereinsVerzicht auf die leberquerung der Linden etwa unterzogen werden müsse. Im weiteren Verlauf der Sigung wurde die Zulassung von Straßenlokomotiven gesetz zurückzuführen sei, und ersucht die Anwesenden mit ihr in den Ruf einzustimmen:„ Nieder mit dem preußischen Vereinsgesetz!" Der Ruf wurde zwar nicht wiederholt, aber lebhaftes Beifallsflatschen bewies die Zustimmung der Anwesenden. Darauf erhielt Fräulein Helene Stöcker das Wort zu dem Darauf erhielt Fräulein Helene Stöcker das Wort zu dem Vortrage über die gemeinschaftliche Erziehung der Ge schlechter": auf öffentlichen Straßen zum Transport von Lasten für das Weichbild von Berlin aus Verkehrs- und Sicherheitsbedenken abgelehnt. Der Antrag der Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen( Siemens u. Halske) um Genehmigung zur Vermietung zu beschäftigen; doch läßt sich diese nicht vom gesamten Kulturleben Als Frauen haben wir uns in erster Reihe mit der Erziehung ciner in einem Pfeiler der Hochbahn in der Nähe des Wasserthor- des Volkes abgesondert behandeln, deshalb müßten Knabenerziehung beckens einzurichtenden Verkaufsstelle, wurde abgelehnt, um den und Volkserziehung überhaupt gleichzeitig mit betrachtet werden, Durchblick und die Benutzung der Promenade nicht zu beeinträchtigen. weil fein einzelner Teil vernachlässigt werden kann, ohne daß das Ror längerer Zeit hatte die Verkehrsdeputation den Polizei- Ganze darunter leide. Die Erziehung der Mädchen entspricht durch präsidenten um die grundsätzliche Genehmigung einer aus nicht den Anforderungen, die unsre Zeit an sie stellt und Unterpflasterlinie Nord- Süd stellen muß. Durch einen Zusammenschluß sämtlicher Rechtsschutzstellen zu Sebung der Stellung der Frau, wesentlich befördert werden. einem Vereine würde auch das Endziel der Frauenbewegung, die Ueber diese Frage wurde nicht diskutiert; alle, welche dieser Anregung gemäß wirfen wollen, beschließen eine diesbezügliche private Zusammenkunft mit Fräulein Raschke. Es folgt nun der Vortrag von Fräulein Dr. Anita Augspurg über die politische Erziehung der Frau". Die Referentin beginnt mit dem Hinweis auf die Art und Weise, wie die für eine äußerst praktische Agitation, welche die Frauen cher als Bolizei dem Kongreß mitgespielt habe, und erklärt dieses Verfahren alle theoretischen Auseinandersetzungen für die Politik gewinnen kann. Ueberall ertönt die Forderung nach dem politischen Recht der Frau, das heißt sie wird nachgesprochen, die Tragiveite ermessen die meisten nicht. Wir dürfen uns nicht verhehlen, daß es ein ver hängnisvolles Geschenk wäre, würden die Frauen schon heute politische Macht erlangen. Nicht alle Frauenvereine stehen auf dem hat sich unter Vorsiz des Oberbürgermeisters am Sonnabend in nahm endlich am Freitag nach den durch die Polizei herbeigeführten Boden der politischen Forderungen, ungefähr 30 000 der Bundes vierstündiger Sizung u. a. auch mit der vom Kaiser nicht ge- Unterbrechungen im Saale des Industriegebäudes seine Verhand- angehörigen erhalten sie aufrecht, natürlich find fich nur ganz wenige Verhandlar über dieselben. Wir müssen schon darunter verstchen, daß wir nehmigten Straßenbahnlinie( leberquerung der Linden lungen wieder auf. in absehbarer Zeit das Recht bekommen, zur Wahlurne zu im Straßenniveau) beschäftigt. Mit den Worten„ Wir sind unter Dach und Fach" begann Frau schreiten. In ernstem strengen Dienst fürs Vaterland müssen wir Cauer ihre Ansprache an die Versammelten, die sie bat, nicht der an allen Dingen der Verwaltung mitarbeiten. Wieviele Frauen Leitung irgend welche Nachlässigkeit oder Versäumnis zur Last zu verstehen diese Fragen, wie viele lesen auch nur etwas über die Vorlegen, durch welche die Polizei ein Recht erlangt hätte, einzugreifen; gänge des öffentlichen Lebens! Schuld der Vergangenheit und die Leitung hätte genau so verfahren wie bei früheren Anlässen, nur Gegenwart ist es, daß die Frau auf einem so tiefen politischen die Polizei habe ihr Verhalten geändert. Niveau steht. Die Männer find an ihren politischen Rechten emporgewachsen, die Frauen Englands find schon lange politisch reif geworden, es ist Schuld der führenden Frauen, daß bei ins in Deutschland nicht schon längst die politische Agitation praktisch betrieben wird. Alle Frauen müssen am politischen Leben Teil nehmen, mit der Bescheidenheit muß gebrochen werden, sie müssen sich selbständige politische Neberzeugungen aneignen, für die sie opfermutig eintreten. Unfren heutigen Zuständen mangelt das politische Ehrgefühl, das muß durch die Frauen anders werden. Die Frau wohl aber es ohne leberzeugung zu verfechten. Die Frauen müssen muß den Intereffenstandpunkt, den die meisten Parteien haben, verwerfen; es ist nicht schändlich, ein politisches Glaubensbekenntnis zu wechseln, in eigenen Frauenversammlungen zu allen politischen Fragen Stellung nehmen und versuchen, auf die Wahlen Einfluß zu bekommen, wie es die socialdemokratischen Frauen schon lange gethan haben. Auch für die Gewerbegerichts- und Kommunalwahlen müßten die Frauen lebhafte Agitation entfalten. In der Diskussion tritt Herr v. Gerlach lebhaft für die Die Erziehung der Mädchen sei lange Zeit überhaupt gänzlich unberücksichtigt geblieben, erst von den Pietisten sei einiges Gewicht politischen Rechte der Frauen ein; er ist überzeugt, daß bei den auf dieselbe gelegt worden. Rousseau und die Philanthropen hätten Frauen gerade wie bei den Männern mit dem Amte auch der Verals Ziel der Mädchenerziehung hingestellt, daß das Weib dem Manne stand kommt. Die Frauen müssen sich den politischen Parteien anwohlgefällig werde. Auch unfre Staatsleitung halte die Erziehung schließen, erst dann können sie praktisch mitarbeiten. Gegen diesen Nach eingehender Erörterung beschloß die Deputation, dem des weiblichen Geschlechts für weit weniger wichtig, als die des Punkt wandte sich Fräulein Bappriz, welche ausführte, daß die Prolizeipräsidenten mitzuteilen, daß es in Rüdiicht auf die männlichen, da für höhere Knabenerziehung 971,2 Proz. und für Frauen es verschmähen müßten, Interessenpolitik zu treiben. Herr Dr. Silbermann erläutert in seinem Referate über nicht unbedeutenden Kosten der Vorarbeiten höhere Mädchenerziehung nur 21/2 Proz. aufgewendet werden. Erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts seien einige Fort die alten Klagen über die Lücken desselben. Dann ging der Referent Krankenversicherung eingehend das Gesetz. Wir hörten wieder wünschenswert sei, zu wissen, ob dem städtischen Plane grundfätzliche Bedenken entgegenstehen. Das entgegentommende schritte in der höheren Mädchenschulbildung zu verzeichnen; jedoch auf den vom Regierungsrat Dr. Hoffmann veröffentlichten GesetzSchreiben veranlasse die Deputation zu der An- hätte nicht der Staat, sondern die Gemeinde das, was geschah, ins nahme, daß, vorbehaltlich der Prüfung des Pro- Werf gefeßt; es sind städtische Schulen, in welchen die Mädchen eine entwurf ein und wandte sich hauptsächlich gegen die Unterdrückung der freien Hilfstassen, während die Betriebskassen bestehen jetts im einzelnen, der Polizeipräsident gewillt etwas bessere Bildung erhalten als zuvor. bleiben sollen. Ferner sprach er sich gegen die Centralisation sei, die Errichtung einer städtischen Interpflaster= Um dem Bildungsbedürfnis des weiblichen Geschlechts in etwas der Krankenfaffen aus, und zwar begründete er feine Stellung bahn vom Norden nach dem Süden der Stadt Genüge zu verschaffen, habe man in Ermangelung anderer Wege mit dem größeren Bureaukratismus, der in der Verwaltung polizeilich zu genehmigen. Sollte diese Annahme jedoch zur Gründung von Gymnasialkursen für Erwachsene gegriffen, und herrschen würde. Herr Dr. Silbermann ist der Meinung, daß der nicht zutreffen, dann wird um Nachricht gebeten, damit die Verkehrs- wer das Streben des Weibes nach Ausbildung seiner Persön Vorschlag der Centralisation auf politische Gründe zurückzuführen deputation nicht zwecklos städtische Mittel für die Vorarbeiten verlichkeit fördern wolle, der müſſe dazu mithelfen, Gymnasien sei. Er gab seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß die socialerschließen. Bei diesem Bildungsstreben demokratische Partei in den Orts- Krankenkassen parteipolitische Agivor, anfänglich wohl daß Versuche gemacht werden, männliches Wesen und männliche Art nachzuahmen, und vontation betreibe. Leider versäumte der Herr dafür Belege zu er manchen Seiten wird die Befürchtung geäußert, daß dieses die all- bringen und doch sollte man meinen, daß Herr Dr. Silbermann, welcher selbst Berater einer freien Hilfskaffe ist, wissen müßte, daß ein würde. Je mehr aber die Bildung fortschreitet und vertieft die bestverwalteten sind. Er müßte ferner wissen, daß die Leiter gemeine Folge einer gemeinschaftlichen Erziehung beider Geschlechter die Orts- Kranfenfaffen, an deren Spize organisierte Arbeiter stehen, wird, desto mehr erkennt man, daß die von Natur vorhandenen der Krankenkassen gar keine Gelegenheit haben, Politik zu Unterschiede nicht beseitigt werden können, und daß die gemeinſame treiben. Im Gegensatz zu den Ortskrankenkassen pries er die neutrale Erziehung in dem Sie keinerlei Nachteile zur Folge haben könne. Verwaltung der Hilfskaffen und doch sollte er wissen, daß die VerUcberall, wo diese eingeführt ist, vorwiegend in protestantischen Händen der organisierten Arbeiter liegt. Ferner sprach sich der Ländern, in Amerika in 32 Staaten der Union, in Holland, Schweden, valtung der freien Hilfskassen auch in den meisten Fällen in den bei uns in der Volksschule würden ja zum großen Teile beide Referent noch für Heranziehung weiblicher Aerzte zur Kaffenpraxis aus. Folgende vom Referenten eingebrachte Resolution wurde eins in einer Rede feststellte, 31/2 Millionen Volksschüler von den Geschlechter gemeinsam erzogen, und zwar, wie Helene Lange 1893 stimmig angenommen: damals vorhandenen ca. 5 Millionen. Wenn man das gleiche System in der höheren Bildungsschule bisher noch nicht zur Anwendung gebracht habe, so sei das feineswegs ein Grund, es auch in Zukunft nicht zu thun. erfucht. Der Polizeipräsident teilt mit, daß er, obschon dem Plane sehr wohlwollend gegenüberstehend, die grundsägliche Genehmigung nicht erteilen könne, sondern die Genehmigung von der Prüfung der Specialprojekte abhängig machen miiffe. wendet. 4M für Die der Aktiengesellschaft Siemens u. Hatste genehmigte komme Straßenbahnlinie Warschaner Brücke- Vichhof ist fertiggestellt und hat die Deputation davon Kenntnis genommen, daß der Betrieb dieser Linie durch Siemens u. Halske geführt wird. Mit der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft schweben Verhandlungen über den Zeitpunkt, von dem zu die Gewinn beteiligung der Stadt- nachdem die Hälfte des Bahnnezes für elektrischen Betrieb eingerichtet war cintritt. Die Mitteilungen der Gesellschaft sollen durch Vorlegung des betreffenden Aftenmaterials nachgeprüft werden, wozu sich die Gesellschaft bereit erklärt hat. Der Deputation ist ein Entwurf zu einer Polizeiverordnung betreffend die Beschränkung des Straßenhandels vom Magistrat zur Vorberatung überwiesen. Der vom Bolizeipräsidium verfaßte Entwurf will in einer großen Anzahl von Straßen jeden Straßenhandel, sowie das Verteilen von Reflamezetteln, Geschäftsempfehlungen aller Art, Bekanntmachungen und Aufrufen gänzlich untersagen. Auf einer andren ebenfalls großen Anzahl von Straßenzügen und Bläzen soll der Straßenhandel unter Zuhilfenahme von Fuhrwerf aller Art( einschließlich Handwagen, Hundewagen und Schubkarren) untersagt werden. Körbe, Kasten und andre Behältnisse sollen nur so groß sein, daß sie von einer Person bequem gehandhabt werden können. Einmütigkeit Mädchen es Auch Als positive Gründe für die gemeinsame Schulerziehung führt Frt. Stöder an: 1. sie ist billiger, 2. die Schulzucht ist leichter zu handhaben, 3. die Schule sett fort, was die Familie begonnen, 4. die Unterrichtserfolge sind günstigere, 5. durch den rein geistigen Wettbewerb wird die geschlechtliche Spannung im Verkehr der beiden Geschlechter gerade im Entwickelungsalter vermindert. Eine solche Bildungsstätte, wie sie die Rednerin anstrebt, wird in der Hamburger Reformschule geschaffen, welche von Die heutige Versammlung erklärt hinsichtlich der bevorstehenden Revision des Krankenversicherungs- Gesezes für notwendig: 1. den Kreis der versicherungspflichtigen Personen derart zu erweitern, daß er sich mit dem Kreise der der Invalidenversicherung unterliegenden Personen deckt, 2. die Mindestleistungen der Krankenkassen allgemein zu erhöhen, 3. die freien Hilfskaffen mindestens ebenso lange als gleichberechtigte Träger der Krankenversicherung bestehen zu lassen, als Betriebskrankenkassen das Recht eingeräumt wird, 4. eine Regelung des Verhältnisses zwischen Kassen einerseits und Aerzten und Apothekern andrerseits. Von einer Diskussion wurde wegen der vorgeschrittenen Zeit Abstand genommen. Alsdann erhielt Frau Marquardt vom Verein für Diensts Die Rednerin kritisierte die elende Lage der Angestellten und erörterte die Thätigkeit des Vereins und drückte ihr Bedauern über das langfame Fortschreiten desselben aus. Da, wo der Straßenhandel ganz untersagt werden soll, ist der Polizei vorbehalten, für den Handel mit Blumen sowie mit Zei tungen, Extrablättern usw. dem bestehenden Bedürfnis entsprechend und auf geeigneten Straßenstrecken in beschränktem Umfange die Dr. Ludwig Bornemann geleitet werden wird. Jn Oldenburg herrschaften und Dienstangestellten das Wort zum Referat über die Genehmigung zu erteilen. gebe es auch bereits eine Realschule für Mädchen, welche gute Er- Dienstbotenfrage. In der Deputation herrschte volle folge zeitige. Bum Beweise für den sittlichen Gewinn der gemeinsamen Erziehung der Geschlechter wird eine Mitteilung aus Holland darüber, daß der vorgelegte Entwurf nicht die Billigung gebracht, wonach überall, wo dieses System eingeführt sei, die under städtischen Körperschaften finden dürfe. Von ehelichen Geburten sich vermindert hätten. Nach allem müsse man mehreren Seiten wurde energisch betont, daß es sich um eine Unter- zu der Erkenntnis kommen, daß dieses Erziehungssystem die Doppeldrückung des Straßenhandels handle und daß man den Straßenstellung der Frau als Hausfrau und Mutter und als Berufsverkauf von Zeitungen usw. nicht unter die Botmäßigkeit der wesen segensreich beeinflussen werde. Polizei stellen könne. Man solle sich an den Gedanken, in einer In der Diskussion sprachen verschiedene Damen und Herren Großstadt zu leben, gewöhnen und sich nicht durch nervöses Klagen wesentlich in Sinne der Referentin, deren Ausführungen ergänzend. über Geräusch und angebliche Verkehrsstörungen zu Bolizeimaßregeln Besonders wertvoll unter diesen Ausführungen waren die des berleiten laffen, die eine Unterbindung des Handels zur Folge Herrn Rektor Buchholz, der aus seinen langjährigen Erfahrungen als haben müßten. Leiter einer gemischten Schule den großen sittlichenden Einfluß dieses Systems durch Thatsachen belegen konnte. Ein Teil der Deputation beantragte, dem Magistrat AbIchnung der Verordnung vorzuschlagen. Andre Mitglieder der Depu tation wünschten durch eine Kommission in eine Prüfung darüber einzutreten, in welchem Umfange eine solche Verordnung bei vollem Schuße des berechtigten Straßenhandels möglich sei. Auch von den Befürwortern einer weiteren Beratung der Berordnung wurde ausdrücklich betont, daß es sich nur um ganz Auf ein Schlußwort verzichtete Frl. Stöcker und unterbreitete der Bersammlung folgende Resolution: 1. Die heutige höhere Mädchenschule entspricht den Anforderungen nicht mehr, die wir an eine Schule stellen müssen, welche die Grundlage für eine zureichende Berufsbildung der Frau bilden muß. Ihre Forderungen für die nächste Zukunft, welche sich ja mit den Forderungen des Vereins decken und von der Versammlung auch zu den ihrigen gemacht wurden, stellte sie in folgenden Thesen zusammen: 1. Paritätische Stellenvermittlung. 2. Abschaffung der Gesinde- Ordnungen und Unterstellung der Dienstangestellten unter die Gewerbe- Ordnung. 3. Gemeinsame Reformbestrebungen im gemeinsamen Verein. 4. Die Frauenbewegung hat die Pflicht, die berechtigten Forderungen der Dienstangestellten zu unterstügen. Dem mit Beifall aufgenommenen Vortrage folgte eine rege Diskussion, in welcher sich Frau Sußmann Hamburg, Fräulein Dr. Raschke, Frl. Dr. Hader, Frau Schaaf und Fräulein Heymann- Hamburg im Sinne der Referentin aussprachen. Folgende Resolution, von der Referentin eingebracht, fand einstimmige Annahme: 1. Abschaffung der Gefinde- Ordnungen, da diese in rechtlicher Hinsicht mit dem modernen Arbeitsverhältnis, wie es der ReichsGewerbe- Ordnung zu Grunde liegt, nicht vereinbar sind und die Hausangestellten unter ein Ausnahmegesetz stellen. " Die Versammelten ersuchen den hohen Reichstag, auf Grund( Magistrat) der Eriverbung des Bürgerrechts alle erdenklichen Schwierig zunächst entgegenzutreten, da die englische Arbeitszeit den Arbeitern nachstehender Resolution baldigst folgende Forderungen geseggeberisch feiten in den Weg legt. Als einfachstes Mittel diente dem Stadtrat feinen Vorteil bringe, und es deshalb nicht ratsam sei, die in Angriff zu nehmen: dazu immer die Erklärung, daß der Nachsuchende nicht ,, selbständig" sei. bestehende, einheitlich geregelte Arbeitszeit zu durchbrechen, Als nicht selbständig wurden fast regelmäßig sämtliche das Bürger- Collten einzelne Arbeitgeber eine andre Festsetzung der Arbeitszeit recht nachsuchenden Arbeiter erklärt, ohne daß man sich die Mühe wünschen, so dürfe dies nur durch Vermittelung des Holzarbeiters nahm, zu erklären, wie man den Begriff selbständig" auslege. Verbandes geschehen. Es wurde auch der Wunsch ausgesprochen, Das Verfahren des Stadtrats des Stadtrats ist umso merkwürdiger, ist umso merkwürdiger, als daß, wenn einzelne Arbeitgeber die englische Arbeitszeit einführen man 8. B. Beamte unterster Kategorien ohne weiteres wollen, dies seitens der Arbeiter benutzt werden müsse, die neunals selbständig anerkannte. Anrufungen der obersten Berivaltungs- stündige Arbeitszeit in eine 81/2 oder achtstündige umzuwandeln. behörden haben, trotzdem generelle Verfügungen in Aussicht gestellt Die städtischen Arbeiter Württembergs beschlossen auf der worden waren, noch keinen Erfolg gehabt. Auf einen neuen Einfall ist man jetzt einem Barteigenoffen fürzlich abgehaltenen Landeskonferenz ihrer Organisation, den Behörden folgende Forderungen zu unterbreiten: 1. Acht Tage gegenüber verfallen, der eine Zeitlang die Sächsische Arbeiter- 8tg." Sommerurlaub, wie ihn die Beamten haben. 2. Invaliden und verantwortlich zeichnete und in dieser Eigenschaft Gefängnisstrafen Relittenversorgung. 3. Anstatt der Tagelöhne sind Wochenlöhne zu in der Dauer von zwei Monaten wegen einfacher Preßvergehen erlitten hat. Sein Gesuch um Erteilung des Bürgerrechts wurde zahlen. 2. Die Unterstellung der aus dem Dienstverhältnis sich ergebenden Rechtsstreitigkeiten unter die Gewerbegerichte. 3. Die Ausdehnung der Reichs- Kranken- und Unfallversicherung auch auf die im Hausdienst Angestellten. 4. Die Ausdehnung der obligatorischen Fortbildungsschulen auf die Dienenden. Die Tagesordnung war nunmehr erschöpft. Am Sonntag werden die Delegierten in interner Sigung die Verbandsangelegenheiten erledigen. 營 ** Im ersten Bericht waren zwei sinnentstellende Fehler: im 2. Abfag Beile 12 muß es statt Presse Phrase heißen und in dem Referat der Frau Schaaf 3. Absatz Zeile 2 muß es statt Besten Beten heißen. Gegen den Zolltarif Ausland. zurüdgewiesen mit der Begründung, daß er infolge der erlittenen Ob der amerikanische Stahlarbeiterstreik mit einer Nieders Strafen, deren letzte übrigens bereits vor zwei Jahren verbüßt wurde, nicht mehr als unbescholten" im Sinne der Städte- Ordnung gelten lage oder mit einem teilweisen Erfolge der Arbeiter geendet hat, das läßt sich bis jetzt noch nicht beurteilen, denn, wie uns eine cm könne. 25. September abgesandte Korrespondenz aus New York mitteilt, waren bis dahin die zwischen den Leitern des Trustes und denen der Ausständigen abgeschlossenen Bedingungen noch nicht öffentlich bekannt gegeben. Die Presse will jedoch in Erfahrung gebracht haben, daß in dem Abkommen die Abschaffung der jähr lichen Konferenzen zweds Festsetzung der Lohnstala vereinbart ist, und daß die Association bis zum 1. Juli nächsten Jahres in den Nicht- Unioniverken feine Mitglieder werben darf, daß sie also bezügl. ihrer weiteren Ausbreitung an Händen und Füßen gebunden ist. Aus der strengen Geheimhaltung des Abkommens werden verschiedenste Schlüsse gezogen. Ein Urteil über den Erfolg oder Mißerfolg des Streits läßt sich natürlich erst abgeben, wenn sicheres über die Vereinbarungen bekannt ist. Es wäre an fich schon ein starkes Stüd, wenn jemand, der wegen einfachen Preßvergehens einmal eine Strafe erlitten hat, dafür als bescholten" angesehen und dauernd von der Aus übung seiner Bürgerrechte ausgeschlossen werden könnte. Bum Ueberfluß giebt aber die sächsische Städte- Ordnung genau an, wen fie als bescholten ansieht. Nämlich diejenigen: während der Dauer des Konkursverfahrens; zu deren Vermögen gerichtlicher Konkurs eröffnet worden welche von öffentlichen Aemtern, von der Advokatur oder von dem Notariate suspendiert worden sind, auf die Dauer der Suspension, sowie der Removierten auf fünf Jahre von Zeit der Remotion an; ist, denen durch richterliches Erkenntnis die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen worden sind, auf die Dauer dieser Entziehung; welche sich wegen eines Verbrechens oder Vergehens, das nach dem Strafgesetzbuche die Entziehung der Ehrenrechte zur Folge haben fann oder muß, in Untersuchung befinden; welche Freiheitsstrafen verbüßen oder zwangsweise in einer öffentlichen Besserungs- oder Arbeitsanstalt untergebracht sind; welche unter polizeilicher Aufsicht stehen. 30 000 Baumwollspinnerei- Arbeiter in Fall River haben wie„ Wolffs Bureau" meldet beschlossen, am Montag die Arbeit einzustellen. Sie fordern eine Lohnerhöhung von 5 Proz. Quittung! nahm am Freitag in der Berliner Ressource eine zahlreich besuchte öffentliche Versammlung Stellung. die von der bekannten Frauenrechtlerin Minna Cauer einberufen worden war und zum größten Teile aus Anhängerinnen der bürgerlichen Frauenbewegung bestand. Herr v. Gerlach und Fräulein Dr. jur. Anita Augspurg referierten. Sie bekämpften die geplante Bollerhöhung, weil sie für die große Masse des Volkes ein Unglück bedeute und nur einer fleinen Schar von Großgrundbesigern Vorteile und zwar immense Vorteile bringen würde. Herr v. Gerlach befürchtet von einem Siege der Agrarier eine Zeit des Rückschritts, unter der die Frauenbewegung wie jede Reformbewegung unendlich Teiden müßte. Auf der einen Seite würde die Macht des Bundes der Landwirte, auf der andren die der Socialdemokratie zunehmen, während zerrieben würde, was zwischen beiden irgendwie fortschrittlich sei. Gewiß sei die Socialdemokratie für alle Forderungen der Frauen zu haben, aber sie werden auf lange Zeit ausgeschlossen sein von der Macht im Reichstag. Unter andrem hob Redner hervor, daß die Mehrzahl der landwirtschaftlich thätigen Leute von einer Boll- Stadtrat und der Kreishauptmannschaft entdeckte Bescholtenheit geEs kann danach gar keinem Zweifel unterliegen, daß die vom erhöhung nichts zu erhoffen hätten. Diese werde die überaus traurige Lage der Landarbeiter nicht im geringsten bessernd berühren. fezlich in keiner Beziehung eine Stüße findet. Im übrigen wäre es 100,-. Töpfer durch Hoffmann auf Liste 3359 2,45. Waler durch Weise Freiwillig erhöhe niemand ihre Löhne, und darum zu kämpfen, wie um die Verwaltung der Stadt Dresden sicher besser bestellt, wenn Liste 15,-. Kürschner d. Schreitmüller auf Listen 3453, 3455, 3456, 3506, die Industrie- Arbeiter, sei ihnen gefeßlich unmöglich gemacht. fie unter ihren Bürgern lauter so unbescholtene Leute hätte, wie aufiften 2591, 2592, 2593, 2595, 3492, 3497 42,-. Maler durch Weise auf 3509, 3511, 3512, 3513, 4091, 4092 51,60. Tischler d. Jähne auf Liste 3484 Fräulein Augspurg, die die Existenz wirklich notleidender Agrarier diefen socialdemokratischen Preßsünder. 1,20. Tischler b. Hülsenbeck, Kroll u. Co. durch Jähne auf Liste 4060 8,85. bezweifelt, verwies darauf, daß gerade die schwerarbeitenden Klassen Bei der Gemeinderatswahl in Braunlage( Herzogtum ueberschuß einer Tellersammlung der Holzarbeiter Verfammlung am durch die Brotverteuerung besonders betroffen werden, und erbrachte Braunschweig) wurde der socialdemokratische Kandidat mit 52 gegen 11. September durch Jähne 11,63. Töpfer durch Hoffmann 75,- Bauhierfür den zahlenmäßigen Beweis. Beide Referenten betonten, daß es 20 Stimmen zum Gemeindevertreter gewählt. arbeiter durch Böttcher auf Listen 2501, 2521 6,40. Tischler durch Wegner Pflicht der Frauen sei, ebenfalls gegen den Zolltarif zu agitieren Totenlifte der Partei. In Schmölln( Altenburg) starb der auf Liste 3482 8,45. Tischler durch Heyden auf Liste 3469 11,85. Tischler und zu protestieren. Ihre Ausführungen fanden großen Beifall. bei Klinke auf Lifte 4061 11,-. Binkgießer und Stürzer durch Klaar auf Es entspann sich eine recht lebhafte Debatte. Geh. Sanitätsrat Metallarbeiter Genosse Ferdinand Mohrkamm an der Schwind- Listen 3550, 3552, 3553 17,30. folierer und Rohrumhüller durch Behm auf Sister behauptete, es bestände thatsächlich eine Not der Land- sucht. Der Verstorbene war ein eifrig thätiger Parteigenosse, der Listen 3536, 3538, 3540, 3541, 3543, 3544 21,80. Lederarbeiter durch Müller, auch als Gewerkschaftsbeamter mit größter Pflichttreue Kilian und Hed auf Listen 2504, 2505, 2506, 2507, 2508, 2509, 2510 60,65. wirte, und machte hauptsächlich die Spekulation dafür verwirkte. Bon der großen Beliebheit des noch jungen Lederarbeiter durch Müller, 2. Rate 15,-. Ristenmacher durch Wolter( eine antwortlich. Dieser müßte ein Ende gemacht werden. Eine vorüberMannes zeugt die Thatsache, daß in den letzten Nächten vor Vorauszahlung auf Listen) 170,-. Franz Schulze auf Lifte 3558 14,10. gehende Bollerhöhung wäre notwendig. Fräulein Freitag, ihm übernahmen. Beim Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgegend gingen gende Beiträge ein: vom 11. bis 30. September für die streikenden Glasarbeiter folMusikinstrumenten Arbeiter durch Haffner( Vorauszahlung auf Listen) eine ältere Dame, empfahl dagegen unter stürmischem Beifall feinem Tode drei seiner Kollegen abwechselnd die Krankenwache bei ber Fabrik O. Hausschild, Greifswalderstr. 140, infl. Buditer durch H. Martin Polizeiliches, Gerichtliches usw. 8,50. Fraiser von Briester u. Brieger, Fruchtstraße 35, durch R. Dreher Möbel: 4,-. Tischler bet Straßberg auf Liste 4063 durch Jähne 7,20. polterer bei Hülsenbed, Kroll u. Co., Saal II, auf Liste 4715 5,40. Tischler durch Winkler auf Lifte 4155 3,40. Tischler durch Hürtler auf Liste 4711 Kleber durch Ueßem auf Listen 3460, 3461 14,75. Buchdrucker durch Schulz 10,00. E. Paul( Töpfer) auf Lifte 3505 5,85. Bäcker durch Klammed mit allen Mitteľn gegen die Erhöhung der Kornzölle zu kämpfen. Pfarrer Röschte sprach im selben Sinne und rief Herrn Geheimrat Küster zu, daß die Not bei den Arbeitern im Deutschen Reich hunderttausendmal schlimmer sei, als bei den Landwirten. Milchhändler Hennig trat für die Boykottierung der Ringmilch ein.( Lebhafte Zustimmung.) Professor Hottinger meinte, die Bauern litten wirklich Not und der Staat müßte ihnen helfen, weil sie der Kern des Volkes wären. Fräulein Dr. med. ader: Sie als Arzt müsse sich gleichfalls gegen den Zolltarif Bredenbeck hatte sich zum Strafantritt selbst gestellt und es lag nicht wenden. Aus ihrer poliklinischen Praxis wisse sie, daß eine der geringste Grund für die Annahme vor, daß er entweichen werde. große Zahl von Angehörigen der arbeitenden Klaffen in den wir wissen nicht, wen die Schuld an dieser durch nichts gerechtMitteln ihrer Ernährung schon jetzt so niedrig gestellt ſeien, daß ein Herabgehen von diesem Niveau, wie es von einer Boll fertigten feelischen Mißhandlung eines anständigen Mannes trifft, erhöhung zu erwarten fei, gleichbedeutend wäre mit einer Förderung ob mur ungehöriger Uebereifer eines Unterbeamten vorliegt oder der Sterblichkeit.- Nachdem noch Herr Kinjo, Fräulein B. Neueine Anweisung der verantwortlichen Behörde; jedenfalls ist der mann und Herr Lehrer Bachmann gegen den Zolltarif ge- entschiedenste Protest gegen solches barbarisches Verfahren zu ersprochen hatten und die Referenten noch einmal zu Wort gekommen heben. waren, wurde gegen 3 Stimmen eine Resolution angenommen, die sich entschieden gegen den veröffentlichten Zolltarif- Entwurf aus spricht, jedoch kein Wort gegen die bereits bestehenden 8ölle enthält. Wie ein gemeiner Verbrecher, mit freuzweis übereinander geschlossenen Händen wurde Genosse Bredenbeck, der wegen Preß- 3, vergehens eine Freiheitsstrafe verbüßt und wegen gleichen Vergehens vor der Straffammer in Dortmund erscheinen mußte, in das Gefängnis in Herford zurück befördert. M auf Liste 2583 4,60. Für die Tabakarbeiter: Lederarbeiter durch Müller 10,-. Arthur Piester. Sociales. Schwerer Banunfall. Ein Seemannsheim in Kopenhagen zu errichten, haben die beiden Organisationen der dänischen Seeleute und Dampfschiffs Es sollen damit die berüchtigten Spelunten, in Seizer befchloffen. denen die Seeleute jetzt genötigt sind, zu logieren, überflüssig ge macht werden. Das Gebäude soll außer den Logier- und Comptoirräumen einen großen Speisesaal, Badelokale, Wäscherei, der Ober- Staatsanwalt öffentliche Klage erhoben gegen den Genossen Spielzimmer enthalten. -Auf Antrag des sächsischen Krieg8minifteriums hatte Lesezimmer, zwei Bibliothetsräume, ein Billardzimmer und Die nötigen Geldmittel sollen zum Lebius in Dresden wegen Beleidigung des Offiziercorps Teil durch Aktienzeichnung von den Mitgliedern der beiden Gewerkdes 2. sächsischen Jäger Bataillons Nr. 13. In der Sächsischen schaften herbeigeschafft werden. Des weiteren will man sich an die Arbeiter Zeitung" vom 4. April d. Js. war in einem Artikel, Gemeindeverwaltung und an das Ministerium des Jnnern um UnterUeber Heinrich Heine wird Frl. E. Guttmann nächsten Mitt- der sich mit der Ehebruchsgeschichte des Hauptmanns v. Beuſt ſtüßung wenden. woch im Verein der Frauen und Mädchen Schöne mit der Frau des Herrn Dr. Schaumann beschäftigte, gesagt worden, Die Einrichtung von Aabeiterausschüssen in allen dazu bergs einen Vortrag halten. Gäste haben Zutritt. Die Mitglieder Dr. Schaumann habe alle Vertuschungsversuche des Offiziercorps geeigneten städtischen Betrieben hatten die socialdemokratischen werden ersucht, in dieser Versammlung dem Vorstand Zahl und Gee energisch zurückgewiesen. Da das Militär- Strafgesetzbuch Ver- Stadtverordneten in Leipzig beantragt. Der Antrag wurde abgelehnt, schlecht ihrer Kinder schriftlich anzugeben. tuschungen unter Umständen mit Gefängnis bis zu sechs Monaten doch wurde beschlossen, wenigstens in den Gasanstalten und für die Gegen die Lehrerinnen hat die Versammlung des Hannover- bestraft und von dieser Strafe in erster Linie der Commandeur bedroht dem Tiefbau- Amit unterstellten Beamten solche von den Arbeitern schen Provinziallehrer- Vereins Stellung genommen. Nach dem Vor- ist, so sah man darin eine Beleidigung des Corps. trage eines Lehrers Grabbe aus Münden wurde die folgende Verfasser des Artikels, noch überhaupt Redacteur der„ Sächsischen Das bemerkenswerteste an der Klage ist, daß Lebins weder gewählten Ausschüsse einzurichten. Resolution angenommen: Unter den jetzigen Verhältnissen würde eine unverhältnismäßige Arbeiter- 8tg." ist. Das Schöffengericht, das am Sonnabend gegen Lebius ver- Lehte Nachrichten und Depelirent. Bermehrung der Lehrerinnen abgesehen von der dadurch bewirkten fafferschaft nicht nachweisen konnte. erhöhten Belastung und sonstigen Beeinträchtigung handelte, mußte ihn denn auch freisprechen, weil man ihm die Verder Lehrer einen Rüdschritt der Schul- und Volksbildung zur Breslan, 5. Oktober.( B. H.) Einschwerer Bauunfall Folge haben." Vom Landgericht in Naumburg wurde der Arbeiter ereignete sich, wie der„ Breslauer General- Anzeiger" meldet, heute Der Vortragende, der sich übrigens dagegen verwahrte, daß ihn J. Utuhl zu 15 M. Geldstrafe verurteilt, weil er in einer Versamme morgen gegen 73/4 Uhr auf dem Neubau des Grundstücks AlsenBrotneid leite, vertrat den Standpunkt, daß die Frauen förperlich nicht lung des socialdemokratischen Vereins in gischendorf bei Beiß den straße 62. Der Bauunternehmer Leib ließ auf dem Grundstück eine zum Lehrberufe geeignet seien. Sie feien allen möglichen Krankheiten Gemeindevorsteher des Ortes beleidigt haben soll. Das Schöffen nach dem Hofe zu gelegene Baugrube ausführen, ohne dieselbe ausgefeßt und würden in sehr zahlreichen Fällen geisteskrant im gericht in Zeit hatte den Verurteilten freigesprochen. zu versteifen. Er sah, daß sich an der Sohle ein starker Quell ent Lehrberufe. Auch im Punkte der Verstandesschärfe seien die Wegen Beleidigung eines Warenhausbesitzers, be- wickelt hatte und daß die Seitenwände nur aus Schlamm und SchliefFrauen minderwertig. Trotzdem will er sie als Kindergärtnerinnen and für die Mittelklassen der Mädchenschulen zulassen; im übrigen gangen durch die Presse, wurde der Genosse Stelling in seiner fand bestanden. Trotzdem schickte er heute wieder drei Arbeiter in feien sie jedoch ungeeignet. Am besten werden die etwas ver- Eigenschaft als verantwortlicher Redacteur des„ Lübecker Bolts- die Grube, um das während der Nacht eingedrungene Wasser auszuschöpfen. Nach einiger Zeit wurden die drei Arbeiter von den blattes" zur 100 M. Geldstrafe verurteilt. worrenen Ansichten des Herrn gekennzeichnet durch die Schlußfäße einstürzenden Seitenwänden verschüttet. Zwei von ihnen feiner Rede, worin er ausführte, daß auch die Forderung, die zweiten wurden später als Leichen hervorgeholt. Beide sind Väter viel. Stellen auf dem Lande mit weiblichen Lehrkräften zu besetzen, zu töpfiger Familien. Ter dritte Arbeiter wurde noch lebend heransberwerfen sei, da dadurch eine Verweiblichung und Verweichgebracht. Dem Eigentümer, Bauunternehmer Leib, trifft allein die lichung in der Erziehung Platz greifen werde, die nicht im Schuld an dem entsetzlichen Unglück. Interesse des Voltes liege. Der weibliche Einfluß im Elternhause dürfe nicht auch noch in der Schule fortgesetzt werden. An die Gewerkschaften und Parteigenoffen! Wie in der Familie der Vater es sein sollte, so müsse im Staat der Bezugnehmend auf die an anderer Stelle dieses Blattes beMann die Erziehung leiten. Die Welt bestände nun einmal noch aus einer Welt der Männer. Und schließlich liege es auch im handelten Verhältnisse der Konfektionsarbeiter und Arbeiterinnen eignen Interesse der Lehrerinnen, wenn sie sich, anstatt in den und deren Forderungen, für die jest in ganz Deutschland agitiert wird, Funktionen einer Amtsperson, in der Lage der glücklichen Hausfrau geben wir bekannt, daß in Berlin am Montag, 14., und Dienstag, den 15. Oktober, fünf größere Versammlungen der befänden. Konfektionsarbeiter und-Arbeiterinnen stattfinden, in welchen die Abgeordneten Moltenbuhr, Wurm, Hoch, Reißhaus und Zu diesen Ausführungen steht ja die Resolution in ziemlich starkem Widerspruch, wenn sie sagt, unter den jezigen Verhältniffen"; benn alle die Mängel, die der Redner an den Lehrerinnen ficht, find doch solche, die, wenn sie vorhanden wären, faum jemals beseitigt werden könnten, vor allem nicht dadurch, daß man die Frauen auch weiterhin von der Bethätigung in dem Berufe ausfchließt. Es trat ihm zwar ein Redner entgegen, der darauf hinwies, daß in Amerila mehr Lehrerinnen als Lehrer thätig seien und das amerikanische Schulwesen dennoch gut sei, die Versammlung stimmte jedoch seinen Ausführungen durch lebhaften Beifall zu und nahm feine Resolution an. Partei- Machrichten. 11 Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Albrecht über das Thema: " Die Forderungen der deutschen Schneider und Schneiderinnen an die Gesezgebung bezüglich der Heimarbeit" referieren werden. Riel, 5. Oktober.( B. H.) Die Rhein- Westf. 8tg." meldet: Die kaiserliche Werft in Riel erhielt Befehl, die Neparaturen an dem Kreuzer Gazelle" so zu beschleunigen, daß derselbe schon im November nach der südamerikanischen Station zum Schutze der im columbisch- venezolanischen Kriege schwer bedrohten deutschen Interessen abgehen kann. Budapest, 5. Oktober.( W. T. B.) In der Ortschaft Radic ( Komitat Abauj) brach gestern Feuer aus, durch welches zwei Drittel des Ortes eingeäschert wurden. In Adoryanhaza( Komitat Beszprim) brannten 18 Häuser samt Nebengebäuden nieder. " " London, 5. Oftober.( W. T. B.) Als gestern die beiden Torpedobootszerstörer„ Salmon" und" Angler" auf der Höhe von Da Tausende von Frauen und Töchtern gewerkschaftlich organi- Margate Fahrtübungen machten, rannte, wie die Abendblätter melden, hierter Arbeiter in der Konfektion beschäftigt find und die Miseren ber Angler", als er in voller Fahrt um das Feuerschiff herumder Heimarbeit am eignen Leibe spüren, bitten wir die Mitglieder fuhr, gegen das Hed des Salmon" und riß mit aller Gewerkschaften, fich in ihren Verwandten- und Bekanntenfreifen der Schraube dem" Salmon" die Stahlplatten ab. für einen guten Befuch diefer Bersammlungen zu verwenden, eventuell Salmon" signalisierte, daß er finte. Ein dritter Torpedobootszerstörer auch die Arbeiterinnen auf die Notwendigkeit der gewerkschaftlichen" Lee" leistete aber sofort Beistand. Beide schwer beschädigten Schiffe Organisation aufmerksam zu machen. Es liegt dies nicht nur in wurden später nach Sheernes geschleppt. Menschen sind nicht ums Interesse unires Berufes, sondern in dem der gesamten Arbeiterschaft! Leben gekommen. Die kriegsgerichtliche Untersuchung ist eingeleitet. Die Ortsverwaltung des Verbandes deutscher Schneider Lüttich, 5. Oktober.( W. T. B.) Von den 22 883 Berglenten, und Schneiderinnen( Fil. Berlin). die in den 48 Kohlengruben des Lütticher Beckens beschäftigt sind, J. A.: Ad. Ritter. waren heute 15 064 ausständig. Deutsches Reich. Die ,, Bescholtenheit" des socialdemokratischen Pressünders. Die Parteigenossen in Dresden befinden sich seit Jahren in einem zähen Kampf um die Erwerbung des Bürgerrechtes. Trotz aller Bemühungen ist es ihnen noch nicht gelungen, eine nennenswerte Die Tischler Hamburgs( Sektion des Holzarbeiter- Verbandes) Stimmenzahl bei den Gemeinderatswahlen zu erlangen. Es wird ihnen nahmen Stellung gegen die Absicht einzelner Arbeitgeber, die eng das besonders dadurch außerordentlich erschwert, daß der Stadtrat lische Arbeitszeit einzuführen. Man beschloß, dieser Absicht Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Moskau, 5. Oftober.( M. T. B.) Gestern entgleiste bei Tscheljabinst ein Güterzug und stürzte den Bahndamm hinab, wobei 14 Wagen zertrümmert wurden. Eine Person wurde getötet, drei Eisenbahnangestellte wurden verletzt. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Br. 234. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. = Sonntag, 6. Oktober 1901. Zum Milchkrieg. Durch die größte Berliner Molkerei, die be Von der Kommanditgesellschaft für Kantinenbetrieb geht uns fanntlich Seite an Seite mit den Berliner Milchhändlern den Kampf eine Zuschrift zu, die sich gegen die in Nr. 230 unires Blattes entgegen das agrarische Milchmonopol durchficht, wird täglich eine dent haltenen Mitteilungen wendet. Die Zuschrift lautet: Es ist unZur Lokalliste. Am 12. Oftober veranstaltet der Lotteries bar sorgfältige Kontrolle über den Umsatz der Milchcentrale sowohl richtig, daß die Entlassung der fünf bei der Gesellschaft angestellt verein Hoffnung" ein Kränzchen, und zwar in der Old Fellow- Loge, auf den Bahnhöfen, als auch in den sämtlichen Verkaufsstellen der gewesenen Kantinenverwalter aus nichtigen Gründen erfolgt ist. Wir waren vielmehr gezivungen auf begründete Beschwerden hin die Alte Jakobstr. 128. Die Kollegen der Bechsteinschen Fabrit werden Ringschen Milchcentrale ausgeübt. hierauf besonders aufmerksam gemacht, da in den Kreisen besonders Die Ergebnisse dieser Kontrolle, bei der ein recht erhebliches und be- Entlassung zu verfügen. Die Entlassungen sind auch nicht plötzlich Billets umzusehen versucht wird. Ebenso hält der Taubstummen: sonders erfahrenes Personal mitwirkt, werden jeden Abend zuſammen- im April erfolgt; die Entlassungsdaten find vielmehr 1. Oktober 1900, Radfahrer- Verein am 19. Oktober fein Stiftungsfest ab, und zwar gestellt. Danach steht fest, daß am 4. Oktober, dem dritten Tage 5. Januar 1901, 1. April 1901, 27. April 1901 und 23. August 1901. in den Residenzjälen, Landsbergerstr. 31. Auch hier wird versucht, des Milchkrieges, der Umsatz der Centrale sowohl an Molkerei Die Zurückbehaltung der Kaution erfolgte den Verträgen gemäß zur in ren Arbeiterfreisen Billets abzusetzen. Die Genossen wollen befizer, als auch an Milchhändler und an das Publikum selbst nicht Deckung von Fehlbeträgen an barem Geld und an Waren, welche hiervon Notiz nehmen. Die Lokalkommission. mehr als 3800 Liter betragen hat. Alles übrige wurde mit dem sich bei der Abrechnung mit dem Verwalter ergaben. Hervorzuheben bekannten schweren Verlust von Herrn Ring zu Melassefutter ver ist hierbei, daß sämtliche übrigen Verwalter bisher dauernd ohne Steglitz Friedenau. Die nächste Verſanimilung des Wahl- arbeitet. jedes Defizit gearbeitet haben. Natürlich ist es den Verwaltern bereins findet am Dienstagabend 8/2 Uhr bei Schelhase statt. Auf Am 5. Oktober, an welchem das inzwischen eingetretene fühle wie jedem Handlungsgehilfen untersagt, Konkurrenzgeschäfte zu be der Tagesordnung steht:„ Die Wohnungsfrage im Stegliger Ge- Wetter zu Gunsten der Milchhändler start in Betracht kam und den treiben; daher dürfen sie auch nur Waren der Geſellſchaft verkaufen. meindeparlament", Referent Gemeindevertreter Genosse Rapp. Bedarf des Publikums von selbst erheblich herabsetzte, konnten die Endlich wird bemerkt, daß das Geschäftslokal der Gesellschaft nicht Lichtenberg. Der focialdemokratische Wahlverein für den Vertreter des Milchringes auf den Bahnhöfen überhaupt keine Milch in einer Chambregarnie- Wohnung besteht, sondern daß die umfang reichen Comptoir und Lagerräume fich Bernburgerstr. 20, VorderBezirk Lichtenberg hält seine Generalversammlung nicht am verkaufen. Keiner der Dienstag, sondern am Donnerstag bei Höflich, Frankfurter Was inzwischen mit den andern 350 000 Litern Ringmilch haus I. Etage und Hofgebäude parterre, befinden. Chauffee 120, ab. Abgeordneter A. Stadthagen wird über den geworden ist, die noch immer darauf warten, auf den Gesellschafter oder der Angestellten hat in demselben Hause seine Parteitag und den Brotwucher sprechen. Die Berichte der Zeitungs- Befehl des Herrn Ring als Reserve nach Berlin zu strömen, Privatwohnung. Im übrigen erwarten wir, daß die wegen der Kaution schwebenden kommission und des Vertrauensmannes stehen neben der Neuwahl kann man sich selbst ausmalen. Nach glaubwürdigen Berichten giebt des letzteren und der Neuwahl von Vorstandsmitgliedern auf der es zur Zeit Dörfer in der Mart, die wenigstens in einer Beziehung Civilprozesse in der Angelegenheit volle Aufklärung bringen werden. Tagesordnung. Am Montag, den 7. d. M., finden die Zahlabende die Milch fließt". Die Bauern haben nämlich, da ihnen sowohl Freitagabend gegen 1/410 Uhr der zwölfjährige Sohn Adolf des in dem Lande der Verheißung" gleichen, insofern daselbst thatsächlich statt. Die Petitionsbogen sind an die Bezirksführer abzuliefern. Bezirksführer abzutiefern. Der Vorstand. Kannen fehlen, als auch die Molkereien des Milchringes längst an der Karlshorst. Sämtliche Genossen werden gebeten, am Dienstag für Rechnung des Milchringes die nicht unterzubringende Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit angelangt find, zu dem Mittel gegriffen, abend 82 Uhr bei Stupsch( Waldschenke) zum Zablabend des focial- Milch einfach wegzugießen, um nur Raum für die täglich frisch demokratischen Wahlvereins zu erscheinen. gemolkene Ware zu schaffen. An andren Stellen wird das Quantum, daß die Centrale von Berlin künstlich fernhalten wollte, zu jedem Breise auf Umivegen nach Berlin gebracht, so daß sich Herr Ring hier selbst Konkurrenz macht. Weißenfee. Montagabend 81/2 Uhr findet im„ Prälaten", Lehderſtr. 122, eine Versammlung fiatt, in welcher Reichstags Abgeordneter Stadthagen Bericht über den Parteitag geben wird. Socialdemokratischer Wahlverein( Bezirk Pankow). Im städtischen Obdach hat sich die Frequenz gestern von Dienstag, den 8. Oktober, abends 81/2 Uhr, Generalversamm 775 Personen auf 795 Personen, die sich auf 161 Familien verteilten, Iung bei Großfurt, Berlinerstr. 27. Tagesordnung: Bericht und vermehrt. Neuwahl des Vertrauensmannes und Vorstandes. Beratung der gestellten Anträge. Vereinsmitteilungen. Lokales. Die öffentliche Petroleumbeleuchtung einzelner Straßen, die von Jahr zu Jahr in Berlin zurückgeht, hat im Etatsjahr 1900 eine Ausgabe von rund 45.000 m. gegen 63 000 m. in 1899 verursacht. Die Zahl der Petroleumlampen ist um rund 100 vermindert worden, dementsprechend konnten an Löhnen, an Petroleum, Reparaturen und zwischen ist die Zahl der öffentlichen Petroleumlampen von 1020 Anschaffung neuer Laternen fast 20 000 m. gespart worden. In auf 608 vermindert worden. Von der elektrischen Straßenbahn überfahren wurde am der Münzstraße 11 wohnenden Portiers Kühne. Der Knabe geriet, Straßenbahnwagen, wurde von einem nicht mit Schutzvorrichtung vor dem genannten Hause den Damm überschreitend, zwischen zwei versehenen Wagen der Linie Demminerſtraße- Kreuzberg umgestoßen, trotz scharfen Bremsens ein paar Meter mit fortgefchleift und unter dem Vorderperron festgeklemmt. Mit Hilfe des Publikums, das auf Wunsch der Straßenbahn- Angestellten bereitwillig und thatkräftig eingriff, glüdte es nach einiger Mühe, den Jungen aus seiner gefährlichen Lage zu befreien. Auf der Unfallstation in der Seibelstraße wurden bedenkliche Verlegungen am Kopfe und an der Wirbelsäule festgestellt. Den Fahrer des Wagens trifft, wie Augenzeugen aussagten, feine Schuld an dem Unfall. Ein Falschmünzer ist hier in der Person des ehemaligen Kaufmanns Karl Polster festgenommen worden. Polster gehörte früher bereits einer Falschmünzerbande an und ist mit fünf Jahren Zuchthaus vorbestraft worden. Er wurde dieser Tage wieder von Kriminalbeamten auf frischer That ertappt. Aus den Nachbarorten. Die städtischen Volksbibliotheken und Lesehallen haben sich im letzten Verwaltungsjahr 1900/01 in gedeihlicher Weise weiter entwidelt. In den Bibliotheken wurden wieder um 102 000 Bände mehr als im vorhergehenden Jahre ausgeliehen, im Zum Spielhagen Krach. Das auf dem Grundstücke Nostiz Mit der Uebernahme der örtlichen Straßenbaupolizei in ganzen 795 000 Bände, während 10 Jahre vorher nur 339 000 Bände straße 30 belegene Fabrikgebäude der Spielhagenschen städtische Verwaltung wird sich die Charlottenburger Seifenfabrik soll nebst Wohnhaus, Ställen, Schuppen 2c. am ausgeliehen worden waren. An erster Stelle ſteht die 20. Bibliothek in 29. November d. J. ,, vormittags 10 Uhr, vor dem hiesigen Amts- Stadtverordneten Versammlung in ihrer nächsten der Ravenéstraße, aus der allein 123 000 Bände entlichen wurden, gericht I, Abth. 85, im Wege der Zwangsvollstreckung öffentlich ver- Sizung zu beschäftigen haben. Der Magistrat beantragt bei den an zweiter Stelle die 1. Bibliothek in der Mohrenstraße mit teigert werden. Das Grundstück ist nach Bekanntmachung des Stadtverordneten, sich mit der Uebernahme der örtlichen Straßen96 275 Entleihungen. Zugenommen hat im letzten Jahre besonders Gerichts 28 Ar 73 Quadratmeter groß und zur Gebäudesteuer bei baupolizei in städtische Verwaltung unter den vom Oberpräsidenten die Benutzung der populärwissenschaftlichen Litteratur. einem jährlichen Nutzungswerte von 29 130 M. mit 574,20 m. der Provinz Brandenburg gestellten Bedingungen einverstanden zu Unter anderm wurden 35 200 geographische, 20 000 geschichtliche, jährlich veranlagt. erklären. Hiernach würde künftig die Frage, ob eine Straße anbau21 500 naturwissenschaftliche Bücher gelesen. Die städtischen LeseEine Eifersuchtstragödie spielte sich Sonnabendmorgen um fähig ist, in allen zweifelhaften Fällen der gemeinschaftlichen hallen sind im letzten Verwaltungsjahr von mehr als 60 000 Per 71/2 Uhr in dem Hause Fürstenwalderstr. 20, im Nordosten der Stadt Entscheidung der Polizeidirektion und der städtischen Bausonen besucht worden. Namentlich diejenigen in der Mohrenstraße, ab. Hier hatte die 30 Jahre alte Hebamme Hermine Zimmermann, polizei- Verwaltung unterliegen. Bei Meinungsverschiedenheiten der Ravené und der Wilmsstraße waren oft so stark besucht, daß eine geschiedene Frau, eine Wohnung von 4 Zimmern im Erdgeschoß entscheidet die Landespolizeibehörde, also der Berliner Polizeitein Platz mehr frei war. des Vorderhauses. Frau Zimmermann, eine hübsche, stattliche Die Ursachen des erfreulichen Aufschwunges, den die Erscheinung, machte sich aus ihrem Berufe nicht allzu viel, liebte präsident, ſofern nicht vorgezogen wird, die Bau- Erlaubnis zu versagen und es dem Bauherrit zu überlassen, об dagegen um so mehr einen geselligen Verkehr in ihrer Wohnung, städtischen Volksbibliotheken nach einer längeren Zeit des Nieder- die sie Ostern dieses Jahres bezog. In näheren Beziehungen zu ihr er hiergegen von den gesetzlichen Rechtsmitteln Gebrauch machen ganges in neuerer Zeit wieder genommen haben, liegen Klar steht ein Herr F., der ein Sack- und Getreidegeschäft befizt und auch in der will. Diese Maßnahme wurde bereits 1892 angeregt, ist aber damals zu Tage. Die städtischen Behörden haben endlich ein Fürstenwalderstraße wohnt. F. hat sein Comptoir in der Wohnung der von der Stadtgemeinde abgelehnt, weil sie über die Anbaufähigkeit gesehen, daß auf diesem Gebiete mit dem jahrzehntelang Frau Zimmermann, und sein 21 Jahre alter Buchhalter Arthur von Straßen allein, nicht aber in Gemeinschaft mit der Polizei geübten System des Sparens und Knauserus gebrochen Beyer hatte von dieser ein Zimmer abgemietet. Beyer hatte sich entscheiden wollte. Im Laufe der Jahre haben sich nun, werden müßte. Die Bewilligung größerer, wenn auch noch lange bald ebenfalls in die lebenslustige Frau verliebt, sie wurde aber wie die Begründung der Vorlage ausführt, eine Reihe nicht ausreichender Mittel hat eine Ausdehnung der Benutzungszeit nach und nach seiner überdrüssig. F. kündigte daher seinem Buch von Mißständen herausgestellt, die den Magistrat zu dem auf die Abendstunden und eine reichere Ausstattung der Bibliothekten balter und Frau Zimmermann versuchte, ihn aus der Wohnung zu Wunsche veranlaßt haben, die Straßenbau- Polizei auch unter mit Büchern ermöglicht. entfernen. Gestern morgen aber fam es zu einer Katastrophe. Freitag unterhielt sich Beyer mit dem Verwalter des Hauses Nr. 18 und ver- jener Bedingung zu übernehmen. Insbesondere fehlen der Stadt Mit der Forderung, die städtischen Volksbibliotheken ließ ihn mit dem Bemerken, daß sie sich den nächsten Tag nicht wieder die Machtbefugnisse, fremde Verwaltungen zum ordnungsmäßigen zeitgemäß zu reformieren, haben die Arbeiter- fehen würden. Dann kaufte er sich einen Revolver und ging wieder Wiederherstellen von aufgerissenem Straßenpflaster zu veranlassen. vertreter in der Stadtverordneten- Versammlung lange genug nach Hause. Als sich Frau Zimmermann gestern morgen nur dürftig Der Minister des Innern hat sich bereits mit der Uebernahme einziemlich allein dagestanden. Der Freisinn, der sich so gern bekleidet in der Küche befand, um das Frühstück zurecht zu machen, verstanden erklärt. Nach Auskunft des Berliner Magistrats, wo dieseiner angeblichen Förderung aller Volksbestrebungen rühmit, hatte stand Beyer, der schon früh seine Papiere geholt hatte, plöglich vor selben Grundsätze gelten, haben diese zu Unzuträglichkeiten nicht ge= hier eine klägliche Engherzigkeit bewiesen, deren Folgen sich ihr und verlangte eine Erklärung, weshalb sie nichts mehr von ihm führt. Die der Stadtgemeinde Charlottenburg erwachsenden Mehrwissen wolle und warum er die Wohnung räumen solle. Bevor in einem rapiden Rückgang der Benutzung der Volksbibliotheken die Frau noch eine bestimmte Antwort geben konnte, ergriff er ein fosten lassen sich noch nicht genau berechnen, doch werden sie vorzeigten. Zu einer zeitgemäßen Reform gehörte vor allem auch eine Messer, das auf dem Küchentische lag und versuchte, ihr den Hals aussichtlich durch den Nachlaß an Polizeikosten wieder ausgeglichen größere Unparteilichkeit bei der Auswahl des Büchermaterials. abzuschneiden. Frau Zimmermann entwand sich ihm, erhielt werden. Wenn in dieser Beziehung in den letzten Jahren manches anders ge- dabei aber einen Stich in den rechten Unteram, der Lichtenberg. Die Gemeindeverwaltung hat nunmehr, gemäß worden ist, so ist das lediglich den fortgesetzten Mahnungen unsrer ihr die Bulsader öffnete. Nun Holte Beyer den Revolver, dem Beschluß der Gemeindevertretung, drei Aerzte der hiesigen GeGenossen im Roten Hause zuzuschreiben. Der Aufschwung der Volts: den er mitgebracht hatte, aus der Tasche und schoß meinde mit den Geschäften der Schulärzte betraut. Es bibliotheken ist sicherlich ebenso sehr der Besserung, die hier erzielt der Frau eine Kugel in den Unterleib. Die Getroffene, sind ernannt: für die beiden Schulen in der Dorfstraße sowie worden ist, wie der äußeren Um- und Neugestaltung der Bibliotheken geäußerten Drohungen ernst machte, hatte noch die Kraft, aus der prinzenstraße und die Strausesche Privatschule Dr. Eichstädt; für die erst jetzt fah, daß Beher mit seinen schon mehrfach für Wilhelmsberg Dr. Brodmann; für die Schule in der Kronzu danken. Es ist nötig, auf diese Thatsachen immer wieder hinzu- üche in das Vorderzimmer zu laufen und zum Fenster hinaus auf die Schule in der Siegfriedstraße und die in der Appodien= weisen und sie unfren Freifimigen vorzuhalten, damit sie bei der die Straße zu springen. Hier brach sie zusammen, raffte sich aber straße Dr. Seeger. wünschenswerten weiteren Förderung des städtischen bald wieder auf und lief in die in dem Hause gegenüber, Fürsten- mit den 1. Oftober seinem Zwecke übergeben werden sollte, ist Das neu erbaute Armenhaus, das Bibliothekweseus, beachtet werden und als Richtschnur walderstr. 6, gelegene Schantwirtschaft von Huber, wo sie von Blut- bei dem Umzug von Wohnungslosen noch nicht in Anspruch geverlust erschöpft im Gastzimmer wieder hinfiel. Ein Arzt ließ sie mit nommen worden. Unsre Philister folgern daraus, daß die einen Lückichen Rettungswagen nach dem Krankenhaus am Friedrichs- Wohnungsnot nicht mehr so schroff hervortritt. Daran aber, Wissen ist Macht! Die Wahrheit dieses schönen Wortes hain bringen. Inzwischen waren vom 23. Revier in der Fürsten- daß zahlreiche und Kinderreiche Mietsparteien in Löchern hausen, die kommt heute wohl niemandem deutlicher zum Bewußtsein als unsren walderstraße mehrere Beamte gekommen. Da Beyer fich in einem als Schweineställe teine Verwendung finden könnten, erinnert nieBarteigenossen, wem fie, sei es in der Bekämpfung der Gegner, sei Hinterzimmer eingeschloffen und mehrere Schüsse abgefeuert hatte, mand. Sache der Gesundheitskommission, der das es in der Gewinnung neuer Anhänger propagandistisch für unsre o ließen sie sofort durch einen Schlosser öffnen und fanden nun Beugnis, daß sie mit gründlicher Vorbereitung" an ihre Aufgabe Ideen thätig sind. Bei wem aber, und sei er auch noch drei den jungen Mann schwer verwundet daliegen. Er hatte sich herantritt, nicht versagt werden kann, wird es sein, hier Wandel zu so geschult, hätte sich nicht schon eine Lüde im Wissen er ei Rugeln in die Brust, und den Stopf geschossen und außerdem schaffen und das Wohnungselend in seiner ganzen Nacktheit zu die Pulsadern aufgeschnitten. Nachdem er auf der Unfallstation geben, wenn es galt, nicht über die Ziele der Partei im einen Verband erhalten hatte, brachten ihn Schußmänner mit einem ganzen, wohl aber auf Anfragen, welche die Behandlung Wagen als Polizeigefangenen nach der Charité. Der Vorfall hatte Von einem schweren Unfall wird aus Schöneberg gepolitischer und wirtschaftlicher Angelegenheiten im einzelnen betrafen, eine große Menschenansammlung zur Folge. meldet. Der dortige Molkereibefizer Arnold Zimmermann führ eine Antwort zu geben? Ist doch das öffentliche Leben der Gegengestern mittag in seinem Breat von Osdorf nach Berlin. Auf dem wart so vielgestaltig, daß es, um aus zahlreichen Beispielen nur dem ehemaligen Konzerthaus in der Leipzigerstraße bei den Ber- 11 Jahren. Auf der Chauffee scheuten die Pferde plöglich, der Wagen Gegen den Kapellmeister Karl Meyder, deffen Konzerte in Wagen saßen außer ihm seine beiden Töchter im Alter von 8 und wenige zu wählen, fast unmöglich erscheint, über Agrarfrage und linern noch in Erinnerung stehen, ist von dem Ersten Staatsanwalt bekam einen heftigen Ruck und Herr 3. mußte befürchten, daß seine Vereinsgesetzgebung, über Arbeiterversicherungswesen und Börsen des fönigl. Landgerichts I Berlin ein Steckbrief wegen Betruges Kinder von ihrem hohen Siz herabgeschleudert werden würden. geseze, über Budgetfrage und Gewerkschaftsbewegung zugleich ent- erlassen worden. Nach dem Abbruch des alten Konzerthauses in der Bei dem Versuche, die Mädchen vor dem Absturz zu bewahren, fiel sprechend unterrichtet zu sein. Und doch tritt, wir möchten sagen, Leipzigerstraße, wo Meyder als angestellter Stapellmeister lange Jahre Zimmermann aus dem Wagen und die Räder gingen über ihn hin= an jeden denkenden Socialdemokraten die Forderung heran, sich mit hindurch die bekannten Konzerte geleitet hatte, siedelte er mit einem weg. Auch das achtjährige Mädchen, das ebenso wie seine Schwester allen diefen Fragen zu beschäftigen, im Streit seiner Anschauung eignen Orchester nach den Industriesälen in der Kommandanten herabgeschleudert wurde, geriet unter die Räder. Vater und Tochter durch den Hinweis auf das geschichtlich Gewordene zum Siege zu hofften Erfolg, und er gab straße über. Dort hatte Mender indessen nicht den ge- wurden, ersterer mit lebensgefährlichen inneren Verlegungen, legtere berhelfen. er gab das Unternehmen wieder auf, anscheinend leichter verwundet, schleunigst in das Kreis- Krankenhaus ohne indessen feine Verbindlichkeiten voll erfüllt zu haben. Vom Groß- Lichterfelde geschafft. Das elfjährische Mädchen war unversehrt Um hier den Parteigenossen das nötige Material an die Hand zu Musiker wurde Meyder Restaurateur; nachdem er bereits ein geblieben. geben, ist vom Reichstags- Abgeordneten Mag Schippel das Restaurant am Dönhoffplatz besessen hatte, gründete er in der SchönBlumenausstellung. Vom Sonntag, den 6., bis Sonntag, den hauser Allee die sogenannten Carl Meyderschen Konzertfäle. Aber ,, Socialdemokratische Reichstags- Handbuch" auch hier schien das Geschäft nicht zu gehen; das steckbriefliche Ver- 13. d. M., findet im Feldrestaurant Döringsluft, Lichtenberg, Krugberfasst worden, dessen Inhalt in einem der heutigen Nummer fahren hängt mit der Errichtung dieses Etablissements zusammen. steg, eine Kürbis- und Blumen, sowie perennierende Freilandbeigefügten gewächse- Ausstellung statt. Meyder ist aus Berlin verschwunden. In Spandau befaßte sich die Stadtverordneten- Versammlung Der Berliner Herbstmarkt findet vom Mittwoch, 9. Oftober, mit dent Magistratsentwurf über die Grundwertsteuers bis Sonnabend, 12. Oktober, im Norden Berlins, in der Stralsunder, Bernauer, Ruppiner, Swinemünderstraße und auf dem Artona- Hausbesiger, suchte sich seine Aufgabe sehr leicht zu machen, indem Ordnung. Der Referent Stadtv. Miller, ein mehrfacher plag statt. er Ablehnung der Magistratsvorlage beantragte, mit der bezeichnenden Wörtherstraße haben einen Verein zur Wahrnehmung ihrer Interessen wesen sei". Dem Herrn wurden von dem Stadtv. Mathias und Die selbständigen Standinhaber der Markthalle XII in der Begründung, weil er von jeher Gegner der Grundwertsteuer ge= gegründet und wollen sich später mit sämtlichen andren Markthallen- uniren Genossen Scholz und Nieger sehr deutlich die Leviten vereinen verbinden. gelesen, Stadtv. Jenne sprach sich in längerer Rede für die dienen. Prospekt übersichtlich dargestellt ist. Wir bitten unsre Leser, diesen Prospekt zu beachten und sich von der Buchhandlung Vorwärts ein Probeheft kommen zu lassen. Wer den Inhalt eines Geftes geprüft hat, wird zu der Ueberzeugung kommen, daß der deutschen Arbeiterschaft selten ein nützlicheres Werk beschert wurde, daß der Besiz des Handbuches für jeden Parteigenossen eine Notwendigkeit ist. zeigen. Vermischtes. Magiftratsvorlage aus und ebenso einige andre Redner, I gebürstet." Diese Aeußerung nahm Bobe übels at firgem Bildungsverein der Barbiere Macht ist Wissen und Wiffen darunter wiederholt der Ober- Bürgermeister, welcher unter Bortwechsel wurden die beiden handgemein. Die Ningenden ist Macht". Montag, den 7. d. M., abends 10 Uhr, bei Bauer, Rosenthaler andrem ein Beispiel anführte, wonach ein Grundbefizer, deffen stürzten gegen die zur Veranda führende Thür, die offen stand; ſtraße 57: Sigung. Gäſte willkommen. Besitz einen Wert von 180 000 m. repräsentiert, zur Zeit nur auf dem Fußboden der Veranda liegend balgten die Kämpfenben sich Sonntagnachmittag 1 Uhr, im Apollo Theater, Hermannstraße 48/50: Verein der Buchdrucker und Schriftgießer für Nigdorf: Brih. 4,85 M. Grundsteuer zahlt; der ganze gewaltige Befiz an un- herum. Sodemann kam jest seinem Freunde Bode zur Hilfe, welcher Vereins Versammlung. bebauten Grundstücken, der heute fast unbesteuert bleibe, solle durch zu unterst lag. Kaum hatten sich die Ninger erhoben, als Bode den mitteilungen. Verschiedenes. Ausgabe der Stiftungsfestbillets. Tagesordnung: Geschäftliche Vereinss die Besteuerung nach dem gemeinen Wert jezt herangezogen werden. Gegner von neuem pacte und ihn gegen das Geländer der Veranda Verband deutscher Mühlenarbeiter. Zahlstelle Berlin. Sonntag, Stadtb. Rieger giebt namens unsrer Genossen die Erklärung ab, daß drückte. Er padte ihn an die Gurgel und bog seinen Oberkörper den 6. Oktober, nachmittags 3 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: diese fich principiell für die Einführung der Grundwert- Steuer aus hintenüber. Nun soll Sobemann dem Krause die Beine Hoch- Bersammlung. Tagesordnung: Bortrag des Hauptvorfizenden Kollegen Sprechen. gehoben haben, so daß dieser widerstandsunfähig wurde. Käppler- Altenburg. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz, BahlAuf Antrag des Stadtv. Magers war die Abstimmung eine im nächsten Augenblid stürzte Strauses Körper über die reichen Besuch der Kollegen nebst Damen erwartet Die Lokalverwaltung. namentliche und ergab 27 Stimmen für und 5 Stimmen gegen Brüstung. Er fiel auf den Kopf und blieb regungslos den Magistratsantrag. Der Magistratsentwurf einer Grundsteuer- liegen. Es stellte sich heraus, daß er infolge eines doppelten Ordnung, welche am 1. April. J. in Kraft treten soll, wurde Schädelbruchs und einer Genickverlegung auf der Stelle verhierauf unverändert angenommen. Unfre Genossen hatten hierzu storben war. Der Lärm hatte verschiedene Anwohner an die Fenster eine Reihe Abänderungsanträge gestellt, die unter anderm gelockt, welche ihrer Empörung über die rohe That Ausdruck gaben. eignete fich ein schredlicher Borfall: Eine Abteilung des InfanterieSchreckensscene in einer Kaserne. In Stuhlweißenburg erauf eine Minderung des den Grundbefizern eingeräumten Dem Angeklagten Bode war bei dem Stampfe der Hut herunterEinflusses auf den Steuerausschuß( diesem aus 9 Mitgliedern be- gefallen. Er begab sich in den Vorgarten, wo sein Hut neben Regiments Jellacie kam aus dem benachbarten Wahlbezirk, wo sie stehenden Ausschuß sollen z. B. mindestens sieben Grundbefizer Strause lag. Ohne sich um diesen zu kümmern, nahm Bode seinen Polizeidienste bei den Wahlen geleistet hatte, zurüd. Beim Eintreffen angehören) abzielten, welche jedoch sämtlich abgelehnt wurden. Hut und entfernte sich. Wollen Sie sich denn garnicht um den in die Kaserne schoß der Infanterist Josef Tiger, der plöglich Wie uns nachträglich berichtet wird, hat der Stadtverordneten Mann fümmern?" rief ihm einer der Anwohner zu. Soll ich wahnsinnig geworden war, aus seinem Dienstgewehr auf den Vorsteher Sturm, der kürzlich erst gelegentlich der bekannten Stohlen- ihn Ihnen vielleicht noch ins Fenster werfen?" lautete die Antwort. Oberlieutenant Wilhelm Giffing und traf ihn in die Brust. Der Offi lieferungs Angelegenheit wiederholt genannt wurde, ganz plöglich Im Termin wurden die Angeklagten von den Rechtsanwälten zier wurbe in schwerverlegtem Zustande in das Garnisonlazarett gebracht. am Donnerstag, nachdem er zuvor noch der Sizung der Stadt- Dr. Werthauer und Bollert verteidigt. Bode war geständig, während Niemand wagte es, sich dem wie rasend geberdenden Infanteristen verordneten präsidiert hatte, ſein Amt als Vorsteher, wie verlautet, Sodemann bestritt, mit Hand an den Verstorbenen gelegt zu haben. zu nahen. Ein Gefreiter Namens Mayer eilte schließlich in ein aus„ Gesundheitsrücksichten" niedergelegt. In dieser Sigung Er wurde aber selbst durch den Mitangeklagten belastet. Die Ge- gegenüberliegendes Haus und schoß, da der Irrfinnige auf keine hatten unsre Genossen den Antrag betreffend die Uebernahme schworenen sprachen beide Angeklagte schuldig der schweren Körper Stationstommandanten aus dem offenen Fenster in den Stafernenhof andre Weise unschädlich gemacht werden konnte, auf Befehl des städtischer Arbeiten und Lieferungen durch Stadtverordnete und verlegung mit tödlichem Ausgange unter mildernden Umständen. auf den Infanteristen Tiger und traf ihn in den Hals. Tiger wurde Magistratsmitglieder eingebracht, welcher gemäß der Geschäfts- Der Staatsanwalt beantragte gegen Bode se ch 3, gegen Sodemann auf den Infanteristen Tiger und traf ihn in den Hals. Tiger wurde ordnung auf die Tagesordnung der nächsten Sizung gefegt vier Jahre Buchthaus, das Urteil lautete auf vier bezw. gleichfalls in schwerverlegtem Zustande ins Lazarett gebracht. drei Jahre Zuchthaus und je fünf Jahre Ehrverlust. 0 werden wird. Gerichts- Beitung. " Der Redacteur des Steinarbeiter" Genoffe Othmar Schmidt ist gestern vom Schöffengericht zu Rigdorf wegen Be: leidigung durch die Presse zu 200 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Die Strafthat wurde in einem Artikel gefunden, der einem Wertführer in Striegau Tariffälschung vorwarf. Troß glänzender Verteidigung durch Rechtsanwalt eine erfolgte die Verurteilung, da der Angeklagte als rückfälliger Sünder zu betrachten sei. Ein Schreibfehler hat sich gestern in unsrem Bericht über die Gerichtsverhandlung gegen Otto Lein eingeschlichen. Klein gehörte früher nicht der Gemeindevertretung zu Rirdorf, sondern der Berliner Stadtverordneten- Versammlung als socialdemokratisches Mitglied an. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. entnommen, so werden sie dennoch mit der Uebergabe Eigentum des A. P. 21. Die Kenntnis der lateinischen Sprache ist zur Erlernung Das Automobil ist nunmehr in die Reihe der Vehikel ein- der italienischen Sprache gewiß wertvoll, aber nicht notwendig. Unterrichtsbriefe für diese Sprache sind im Verlage von Haberland( Morgenstern) getreten, mit denen sich die Strafkammern tagtäglich unter dem Leipzig erschienen, auch will der Verlag Toussaint Langenscheidt demnächst gefährdung an beschäftigen zu haben. Gesichtspunkte der fahrlässigen Körperverlegung oder der Transport- derartige Unterrichtsbriefe herausgeben. Daß auf einer Fortbildungsschule Die erste derartige Anklage in der italienischen Sprache unterrichtet wird, ist uns nicht bekannt. Wegen führte gestern den Automobilfahrer, früheren Preis- Radfahrer der zweiten Frage wollen Sie sich an einen Buchhändler wenden. Eine Erinnerung an die Kunstpatrouille. Der Kaufmann Arthur Heymann vor die vierte Straffammer des Land- L. Paris. Adolf Schustermann, Zeitungsnachrichten- Bureau, Berlin O., Wendler, der in der Wilhelmstraße ein Magazin für Künstler gerichts. I. hat, erhielt vom Berliner Polizeipräsidium am 15. September 1900 und fährt zur Reflame Der Angeklagte ist Vertreter einer Automobil- Fabrik Blumenstraße 80/81. für seine Firma mit dem Töff- jemand, dem eine Sache als Pfand für ein Darlehn gegeben ist, hat zwei Friedrichsberg. 1. Der Pfandinhaber, also z. B. der Hauswirt oder folgende Verfügung:" In den Schaufenstern ihres Geschäftslotals Töff täglich durch die Straßen Berlins. find Aktstudien des Blochschen Kunstverlages in Wien und Kunst- 23. Juni, wollte er ohne diesen Nebenzwed eine VergnügungsAm Sonntag, Wege, um zur Befriedigung zu gelangen, die aber beide kostspielig sind. Entweder flagt er seine Forderung ein und läßt dann durch einen Gerichts: blätter mit der Unterschrift Freilicht von Mar Koch" zur Ansicht aus fahrt mit einem Bekannten unternehmen, diese wurde aber gleich vollzieher auf Grund des Urteils die Pfändung und den Verkauf des Pfandes gestellt. Auf Grund des§ 10 II 17 des Allgemeinen Landrechts wird im Anfang durch einen fleinen Unfall gestört. Als der Angeklagte vornehmen. Oder er wählt den Weg, der ihm wenigstens die Gerichtstosten Ihnen im Interesse der öffentlichen Sittlichkeit und von der Dessauerstraße in die Bernburgerstraße einbog, hatte er das erspart, nämlich den der Versteigerung ohne vorhergehende Klage. Die BerOrdnung das fernere Ausstellen der Blätter untersagt." Auf die Unglück, mit dem linken Vorderrad ein über den Damm gehendes steigerung findet auch in diesem Fall durch einen Gerichtsvollzieher statt. Klage des Herrn Wendler hob der Bezirksausschuß die Verfügung 16 jähriges Mädchen zu streifen, so daß dieses zu Boden fiel und Dein Eigentümer muß der Verkauf angedroht werden. In der Androhung des Polizeipräsidenten auf. Jezt hat sich nun das Ober- Verwaltungs- sich eine Quetschung am Fuß zuzog. Ernstere Folgen hat der Unfall Der Verkauf darf nicht vor Ablauf eines Monats nach der Androhung erist der Geldbetrag zu bezeichnen, wegen dessen der Verkauf stattfinden soll. gericht als Berufungsinstanz mit der Angelegenheit befaßt. Es wies für das Mädchen nicht gehabt. Der Angeklagte behauptete, folgen. Auch dieser zweite Weg führt insbesondere bei fleinen Forde Die Berufung des Bolizeipräsidenten ab und führte aus: Ein prädaß er ganz vorschriftsmäßig gefahren sei und das Mädchen selbst rungen zu verhältnismäßig erheblichen Kosten. Das ratsamste für bentives( vorbeugendes) polizeiliches Einschreiten gegen die Hauptschuld an dem Unfall trage, da es bei dem Warnungs- Gläubiger und Schuldner bleibt deshalb eine Vereinbarung, daß freiüber den Erzeugnissen, die§ 2 des Reichs- Preß- fignal nicht stehen geblieben, sondern unruhig hin und her gelaufen händiger Verkauf stattfinden darf. 2. Sind Sachen auf Teilzahlung gefeges aufführe, sei unzulässig.§ 2 erwähne außer allen fet. Mehrere Droschkentutscher bekundeten dagegen als Augenzeugen, Schuldners, falls nicht ein Eigentumsvorbehalt gemacht oder ein sogenannter Erzeugnissen der Buchdruckerpresse auch alle andern, durch mechanische daß der Angeklagte entschieden zu schnell um die Ede ge- Möbelleihvertrag geschlossen ist. Auf Intervention des Eigentümers ift es oder chemische Mittel bewirkten, zur Verbreitung bestimmten Verfahren sei und auch eine solche Richtung genommen habe, in dem letteren Falle ratsam freizugeben. Schneider. Die Bestellung vielfältigungen von Schriften und bildlichen Darstellungen daß das Mädchen sich nicht habe retten können. Staats- fann auch zu Händen eines Dritten erfolgen. Bescheid. 1. und 2. Erb: mit oder ohne Schrift. Zu diesen bildlichen Darstellungen ge- anwalt Beyer hielt eine Philippika gegen die Automobilfahrer, anfälle, die an Geschwister fallen, sind mit 2 Broz. Erbschaftssteuer belegt. hörten die fraglichen Aktstudien und Kunstblätter mit ihrer Wieder die so ungestüm durch die schon so schwer belasteten Straßen jagen, 3. Ja. 4. Ja, aber nur mit dem voraussichtlichen Wert. 2. H. 51. gabe nackter Menschen. Soweit habe es fich für das Gericht daß der Straßenpassant seines Lebens nicht mehr sicher ist.. Er Wenden Sie sich an die Vorstandsmitglieder Ihrer Organisation. erübrigt, darüber zu entscheiden, ob ihre Ausstellung im Schaufenster beantragte 300 Mart Geldstrafe event. 60 Tage Gefängnis. Richard. 1. Es ist zum Besuch der städtischen Fortbildungsschule zu raten. geeignet gewesen sei, die Sittlichkeit und öffentliche Ordnung zu Rechtsanwalt Morris bestritt, daß in diesem Falle die Vorwürfe 2. Ist im Vertrag als Schluß der Arbeitszeit 7 Uhr vereinbart, so ist Ihr gefährden. des Staatsanwalts zutreffen und hielt schon aus rechtlichen Teilen Sie das der Firma mit und lassen Sie ihren Sohn um 7 Uhr das Sohn nicht verpflichtet, über diese Zeit hinaus und gar bis 9 zu arbeiten. Unter der Anklage einen Menschen vorsätzlich vom Balkon Gründen eine Freisprechung für geboten. Wie festgestellt worden, Geschäft verlassen. N. D., Reinickendorferstraße. 1. Ja. 2. Nein. herabgestürzt zu haben, so, daß derselbe den Tod erlitt, waren habe der Angeklagte an jenem Tage eine Vergnügungsfahrt machen 35 Moabit. Ist die Schneiderrechnung weder durch Ratenzahlungen die Arbeiter Mar Bode und Bernhard Sodemann be- wollen, die etwa begangene Fahrlässigkeit sei also nicht während noch sonst wie nach dem 31. Dezember 1898 anerkannt, so ist sie verjährt. Abonnent Kottbus. Die Frage, ob in einem Ehescheidungsprozeß schuldigt, welche geſtern vor dem Schwurgericht des Landgerichts 11 einer beruflichen Thätigkeit begangen worden, und wenn dies standen. Am Nonnendamm in Charlottenburg befindet sich in dem erschwerende Moment wegfalle, würde ein Strafantrag notwendig trotz des Geständnisses der Beklagten Zeugen zu vernehmen sind, hat das ersten Stockwerk eines Hauses die Restauration des Schankwirts Schulz. fein, der hier aber fehle. Der Gerichtshof schloß sich diesen Gericht nach seinem Ermessen unter Würdigung aller in Betracht kommenden Umstände zu entscheiden. Ebenso wird die Frage, ob einem beeideten oder Hier spielte der Angeklagte Bode in der Nacht zum 11. Juli mit juristischen Bedenken nicht an. Er stützte sich dabei auf die Recht nicht beeideten Zeugen Glauben zu schenten ist, ohne Rücksicht auf Anträge dem Arbeiter Krause Billard. Später tam noch der Angeklagte sprechung des Reichsgerichts, wonach es zur Anwendung des§ 230 der Parteien entschieden. P. W. 1. und 2. Ja. 2. Y. 3. Nein. Sodemann hinzu, der sich auch an dem Spiel beteiligte. Es wurde Absatz 2 genügt, wenn dem Angeklagten vermöge seines Berufes N. 2. 100. Gebrauchen Sie den Wert der Wertpapiere nicht, so liegt um Weißbier gespielt, Bode war stets der Verlierer, Schließ eine Sachkenntnis inne wohnt, die er fahrlässigerweise außer ein Anlaß zum Verkauf wohl nicht vor. D. 17. Die 50 Bf. brauchen lich forderte dieser den Krause auf, um 50 Pfennig Augen läßt. Die Automobilfahrer, welche so rücksichtslos durch die Sie nicht zu zahlen, müssen aber die vertraglich übernommene Verpflichtung zu spielen. Strauſe ging darauf ein und gewann zweimal. Nun Straßen jagen, feien eine gemeine Gefahr für das der Reinigung ausführen, auch wenn dies von den andern Miethern nicht A. S. Eine Klage gegen Eltern, deren Kind Ihnen eine erhöhte Bode den Einsatz auf 1 M. Er verlor wieder zwei Partien. Bublifum; letzteres tönne von Leuten, die mit derartigen doch Scheibe eingeworfen hat, auf Schadensersatz hätte Aussicht auf Erfolg. geschieht. Der durch den Genuß der Getränke und durch den Verlust in große noch mangelhaften und erst zu erprobenden Vehikeln durch die Straßen Georg K. Da Sie erst nach Herstellung von Ihrer Krankheit entlassen Erregung geratene Bode wollte jezt um einen Thaler spielen. Krause fahren, verlangen, daß sie ganz besonders sorgfältig und vorsichtig wurden, so war diese ungerechtfertigt. Sie könnten auf Zahlung des rückversuchte, ihm dies auszureden und setzte hinzu:„ Wenn Du wieder find. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu 150 Mart ständigen Lohnes, abzüglich des Krankengeldes und auf Zahlung des verlierst, sagst Du morgen in der Fabrit, ich hätte Dich ab- Geldstrafe event. 30 Tagen Gefängnis. Lohns bis zum 1 Januar 1902 bei dem Gewerbegericht Klagen Dr. Kurt. Rosenfeld Alice Kristeller Verlobte. Deutscher 1975b Holzarbeiter Verband. = Den Mitgliedern zur Mitteilung, daß der Kollege, Tischler Paul Werner, verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Sonntagnachmittag 41/2 Uhr, von der Leichen: Freunden und Bekannten bie trau: rige Nachricht, daß meine liebe un: vergebliche Frau Minna Geike geb. Bardouche 9876 nach Tangen Leiben am 5. Oftober 7 Uhr früh fanft entschlafen ist. Hermann Geike, Schankwirt, 9856] Alt- Moabit 50. Berliner Konsumverein. am 8 Abteilung II, Often. Abteilungs- Versammlung Montag, 7. Oftober, abends Uhr, im Freischütz", Frucht ftraße 36 a. Tages Ordnung: 1. Vortrag b. Herrn Dr. R. Steiner über Entstehung der Religionen". Die Beerdigung findet Dienstag, 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. den 8. d. Mts., nachm. 3 Uhr, vom Aufnahme neuer Mitglieder. Moabiter Krankenhaus nach dem Gäste find willkommen. Central- Friedhof Friedrichsfelde statt. 264/20 Brauerei Germania Aktien- Gesellschaft Berlin O. 34 bone des Guiraus, dichrois ans fatt. Verein socialdemokratischer Bekanntmachung. Frankfurter Allee 53 109/19] Die Ortsverwaltung. Verband der Vergolder und Berufsgenossen. ( Filiale Berlin.) Am 1. Oftober starb unser Mitglied Hermann Wolff am Herzschlag. 226/2 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Friedens: Gemeinde in Nieder Schönhausen aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. Für die zahlreiche Beteiligung sowie für die vielen Kranzspenden beim Gaft- und Schankwirte Berlins und Umgegend. Am 5. d. m. verstarb die Grau unfres Kollegen Hermann Geite Minna Geike. Die VII. Abänderung zum Statut ber Orts- Krankenkasse der abs. 2,§ 18, Abf. 1,§ 19, Satz 2 Dachdeker Berlins§ 12, und§ 52, Abs. 1, Saz II, find vom Bezirksausschuß am 5. August 1901 genehmigt und treten somit in Kraft. Die Beerdigung findet Dienstag ben 8. d. M., nachmittags 3 Uhr von der Halle des städtischen Kranten: hauses Moabit aus nach Friedrichsfelde 9605 statt. 69/19 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Ich wohne jetzt: 9106 Charlottenstrasse 16 II. Heinrich Apel, Schriftführer. Georg Krebs, 1. Vorsitzender. Teleph. Amt VII 2645 empfiehlt für 1,50 frei Saus 18 Fl. 4/10 Lagerbier[ 23162* 15 Fl. 1/2 Lagerbier 15 Fl. 4/10 Pilsener Art 15 Fl. 4/10 Münchener Art 15 Fl. 00 Weissbier Engl. Garten. 20 Fl. Doppel- Weissbier. Alexanderstraße 27 c. Säle im November, sowie der Totensonntag und 1., 2. 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Borzügl. Winterlegelbahn, Vereinszimmer, sowie Saal zu Festlichkeiten zu veraeben. straße 117( Königsbank). Tages Ordnung: 1. Entlastung des Vorstandes auf Bericht des Ausschusses. 2. Erledigung von Beschwerden über den Borstand. 3. Wahl des Vorstandes und bes Ausschusses. 4. Statuten- enderung. Otto Theel. Elektrotechnik. H. Kursus eröffnet 7. Oftober, abends 8 Uhr. 6 Mark monatlich. Anmeldungen vorher schleunigst SW. Alte Jakobftr. 124. Prospett tostenlos. WICHTIG für jedermann, auf leichtem und reellem Wege lohnenden Nebenverdienst. Genaue Adressenangabe unter„ J. O. 8092 Verlässlich" an Rud. Mosse, Berlin SW. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Vereinszimmer, große, find Neue Friedrichstr. 20 zu vergeben. Preise 7296* Zahn- Klinik. beliebige Zeil. zahlung. InvalidenOlga Jacobson, Strasse 145 Heinzelmann& Co., Berlin, Brandenburgstr. 44, Claren CigarrenFabrik. 5. Geschäftliches und Fragekasten. 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An den Socialistischen Monatsheften arbeiten die ersten Kräfte des internationalen Socialismus mit, namhafte Vertreter der Wissen. schaft und der Kunst, wie Dr. Leo Arons, Ignaz Auer, Eduard Bernstein, Wilhelm Bölsche, Richard Calwer, Dr. Eduard David, Richard Dehmel, Kurt Eisner, Adolph von Elm, Paul Göhre, Wolfgang Beine, Sugo von Bofmannsthal, Jean Jaurès, Paul Kampffmeyer, Ellen Key, Prof. Antonio Labriola, Carl Legien, Dr. Max Quarck, Prof. Elisée Reclus, max Schippel, Dr. Conrad Schmidt, Robert Schmidt, Bermann Stehr, Prof. Emile Dandervelde, Georg von Dollmar u. a. m. Besondern Wert legen die Socialistischen Monatshefte auf eine sorgfältige Behandlung der Rundschau, die eine Uebersicht geben soll über unser öffentliches Leben im speciellen über den Socialisierungsprocess innerhalb der gegenwärtigen Gesellschaft, über die Fortschrifte der Wissenschaft und der Kunst. Die einzelnen Rubriken werden von Fachleuten bearbeitet. 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Bt. 234. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 6. Oktober 1901. Aus Industrie und Handel. fäuflichen, wurden. In diesem Jahr hat sich jedoch trotz der günstigen Wie vorauszusehen war, find die Preise für Hausbrandkohle Witterung die Geschäftsflaue wieder eingestellt, und zwar nicht erniedrigt, die Ausraubung der kleinen Konsumenten soll forts besonders und früh Der intensiv. Rückgang des Seefracht- Verkehrs. Passagier gesetzt werden. Seit einigen Monaten vollzieht sich im deutschen Außenhandel verkehr nach den Vereinigten Staaten, das heißt von Deutsch Die märkischen Schiffer flagen über schlechte Zeiten, wie sie ein seltsamer Umschwung: die Einfuhr geht im Vergleich zum Vor- land nach drüben, läßt auch in diesem Herbst wenig zu seit vielen Jahren nicht dagewesen sind. Es giebt viele unter den jahr mehr und mehr zurück, während andrerseits in verschiedenen wünschen übrig, da im Frühjahr und Sommer eine große Menge Schiffern, die sich die größten Entbehrungen auferlegen müssen. Die von der jezigen Krisis betroffenen Industriezweigen ein vermehrtes, amerikanischer Bergnügungsreisender herüber gekommen ist, und diese Ursache ihres geringen Verdienstes liegt einesteils in den überall frampfhaftes Abstoßen der auf dem Inlandsmarkt unver- Majse jetzt zurückflutet. Anders aber steht es mit dem Baffagier erhöhten Schiffahrtsabgaben und andernteils in dem trockenen Borräte erfolgt. angehäuften Speziell find es verkehr von drüben nach den deutschen und belgischen Häfen, und Sommer mit dem niedrigen Wasserstand, der es nicht zuließ, daß die Eisen- und Kohlenbranche, die sich bemühen, ihre an- noch bedenklicher um den Frachtentransport von den amerikanischen die Fahrzeuge voll beladen werden durften. Und auf ein gutes gefammelten Ueberschüsse auf ausländischen Märkten abzufezen, Häfen nach Deutschland, zumal trotz der vorzüglichen Weizenernte Herbstgeschäft, das sonst für den Binnenschiffer die Ernte bedeutet, auch die Zinkwaren, Steinwvaren, Del, die Weizenverschiffung noch immer nicht in Fluß tommen will, Droguerie und Farbwarenbranche. Für September fehlen über da die Exporteure, um eine Breissenkung zu erzwingen, mit ist wegen Daniederliegens von Handel und Industrie in diesem Jahre diefen vermehrten Export noch statistische Nachweise; aber schon im ihren Staufgeboten zurüdhalten. Auch der Frachtverkehr von England nicht zu rechnen. Viele Schiffer sehen deshalb einem traurigen winter entgegen. Juni/ August hat die Eisenbranche für 1,95 Millonen Doppelcentner nach den größeren deutschen Häfen, speciell nach Hamburg, ist im Waren mehr ausgeführt, als in denselben Monaten des Vorjahres, Rüdgang begriffen. und die Mehrausfuhr an Kohlen, Coats 2c. stellt sich auf 2,31 Millionen Doppelcentner. des weiteren Borerst steht diese Rückbewegung noch im Anfang; bereits aber macht sich in den Nordseehäfen ein Mangel an Arbeitsgelegenheit In noch weit stärferent Maße aber, als die Ausfuhr für die Kategorie der Hafen- und Quaiarbeiter fühlbar, und es ist steigt, geht schon seit Mai die Einfuhr zurück: ein Zeichen leider zu befürchten, daß ihnen ein trauriger, arbeitsloser Winter des verringerten Verbrauchs der deutschen Bevölkerung. Dadurch bevorsteht. sieht sich die Seeschifffahrt in Mitleidenschaft gezogen. Mit dem September beginnt sich gewöhnlich als Vorbote des Winters eine gewisse Geschäftsflauheit auf dem Seefrachtenmarkt einzustellen. Nur der vorjährige Herbst machte davon eine Ausnahme, da durch die Truppen- und Provianttransporte nach Südafrika und China eine große Anzahl Schiffe dem gewöhnlichen Frachtdienst entzogen Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 6. Oftober. Freie Boltsbühne. Berliner Theater. 11. Abteilung( grüne Karten) und 12. Abteilung( weiße Karten): Othello, der Mohr von Venedig. Anfang 23%, Uhr. Lessing Theater. 4. Abteilung ( grau- blaue Karten) und 5. AbPreisermäßigung für Kohlen und Coats. Das Kohlenund Coatssyndikat hat sich dahin geeinigt, vom 1. April 1902 ab die Preise für Gießerei und Hochofencoats um 75 Pf. bis 1 m. pro Tonne zu ermäßigen. Die Eisenindustrie ist mit dieser Er mäßigung nicht zufrieden, sie verlangt Herabfegungen von 4-5 M. Das Coakssyndikat hat nach den jetzt veröffentlichten Zahlen für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September d. J. einen Minderabsag von 500 000 Tonnen gegen die entsprechende Zeit des Vorjahres zu verzeichnen. Die Differenz steigerte sich von Monat au Monat und würde wahrscheinlich noch größer sein, wenn nicht die bekannten Zwangmittel zur Abnahme der vereinbarten Lieferunger angewendet wären. Bisher stieg seit Bestehen des Coatssyndikaté die Coatserzeugung von Jahr zu Jahr. Im laufenden Jahr wirt nicht einmal die Höhe der Coatserzeugung des Jahres 1899( runt 7 046 000 Tonnen) erreicht werden. Im Jahre 1900 bezifferte sic die gesamte Coatsherstellung des Coakssyndikats auf 7 782 826 Tonnen. Schiller Theater Urania. Apollo- Theater. Casino- Theater W. Noacks Theater. ( Wallner Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Heimat. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Lothringerstrasse 37. Mary Elly: Brunnenstraße 16. Miss Balfa Ellen Sousa Neu! Eli. Neu! Die wilde Katze. Robert Steidl Schauspiel in 4 Atten von Hermann Ueber den Wolken Lucie Verdier Broth. Avolo Sudermann. Sonntagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Lustspiel in 3 Aufzügen von Franz v. Schönthan und Gustav Kabelburg. Montagabend 8 Uhr: Jugend. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. teilung( graue Karten): Ge: Nachmittags 3 Uhr: Kleine Preise spenster. Anfang 23 Uhr. Opernhaus. Mignon. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Lohengrin. Maria Stuart. Maria Stuart: Elfa Giesecke a. G. Abends 7 Uhr! Abends 72 Uhr! Schauspielhaus. Beh' dem, der Berliner Rangen! lügt. Anfang 7 1hr Montag: Der fommende Mann. Neues Opern Theater( Kroll). Wintermärchen. Anfang 71/2 llhr. Schiller. Der Herr Senator. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Heimat. Montag: Jugend. Deutsches. Die Hoffming. Anfang 71 hr. Nachm. 2%, Uhr: Die Weber. Montag: Nora. Berliner. Nacht und Morgen. Anfang 71 Uhr. Montag: leber unfre Kraft. ( 2. Teil.) Lessing. Die Fee Caprice. Anfang 7 Uhr. Montag: Die Zwillingsschwester. Residens. Sein Doppelgänger. Bor: her: Jm Coupé. Anfang 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Das blaue Kabinett. Montag: Sein Doppelgänger. Vor: her: Jm Coupé. Neues. Das Ewig- Weibliche. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Leibalte. Montag: Das Ewig- Weibliche. Weften. Das Mädchen von Elizondo. Hierauf: Der Ueberfall. Anfang 71/2 11hr. Nachmittags: Martha. Montag: Der Bettelstudent. Secessionsbühne. Detlev Lilien: crons Buntes Brettl. Anfang 8 Uhr. Montag: Diefelbe Borstellung. Central. Giroflé- Giroflá. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Ein tolles Geschäft. Au: fang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luisen. Der Goldbauer. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Kabale und Liebe. Montag: Der Goldbauer. Große Ausstattungsposse mit Gesang in 5 Aften und 7 Bildern v. G. Albert. Musik von R. Leonard. Montag: Berliner Rangen. 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Horwarths wunderbare 6 Liliputaner mit ihren kleinsten Pferden der Welt und Pracht- Equipage! Central- Theater. 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Sonntag, d. 6. Oftober 1901: Gr. Extra- Borstellung. Albert Schumann. 15 Sensations- Nummern. Renz- Gebäude. Karlstrasse. Sonntag, den 6. Oktober, Gr. Berliner Ausstattungsposse nachmittags 3/2 Uhr u. abends 72 Uhr: Carl Weiss. Berliner Rangen. An mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. 2 große außerordentliche 2 fang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Berliner Rangen. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Landstreicher. Auf. 72 Uhr. Rachni. 3 Uhr: Der Bigeuner baron. Montag: Die Landstreicher. Belle Aliance. Talolo. Anfang Montag: Diefelbe Vorstellung. Casino Theater. Berlin W. Berlin N. Specialitäten. An fang 7 Uhr. Nacht. 3 Uhr: ¡ Die Waise von Lowood. Montag: Berlin W- Berlin N. Metropol. Specialitätenvorstellung. Schön war's doch. 712 Uhr. Anfang Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Vorstellung. V Frau Luna. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Pataft. Specialitäten- Borstellung. Weibliche Barbiere. 7 Uhr. 3 12 Uhr. Anfang Montag: Dieselbe Vorstellung. Passage Theater. SpecialitätenBorstellung. Anfang mittags Montag: Dieselbe Borstellung. Passage: Panoptikum. Speciali. täten Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 1hr. Urania. Taubenstr. 48/19.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Ueber den Wolfen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 1hr: Sternwarte. Emil Thomas a. G. Joseph Josephi a. D. Gala: Borstellungen. In beiden Vorstellungen, nachmittags und abends, abwechselndes gleich reichhaltiges, Auftreten fämtl. für Berlin boll: ständig neuen Specialitäten. U. a.: Die phänomenalen 5 Amerikaner Johns fons. Klub- Jugglers. Original- Clown H. Bender. G. Kaiser.Riesen- Programm. Else de Veré a. D. Frid- Frid. F. Georgette. Gastspiel: Saharet! Anfang 28 Uhr. Rauchen überall gestattet. Deutscher Hof Luckauer Strasse 15 ( am Moritzplatz). Hente: Baut Bojanowsti, der urtom, Berliner. 8 Troupe Balaguers, Equilibriften. Ganz besonderes Programm. Nur vom Besten das Beste. Um 812 Uhr Direttor W. 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November laut Vertrag acht Stunden beträgt und zwar von früh 72 bis abends 5 Uhr mit 2 Stunde Frühstücks- und 1 Stunde Mittagspause. Wir ersuchen die Kollegen im Interesse der Allgemeinheit, für die strikte Innehaltung dieser Arbeitszeit Sorge zu tragen. Sollten sich hieraus Differenzen entwickeln, so ersuchen wir die Kollegen, uns umgehend zuteilen, damit letterer vom Arbeitgeberbund zur Innehaltung Ver: trages aufgefordert werden kann. 120 gelangt von Damen 120. Eröffnungs- Vorstellung ben Bau und Straße, den Arbeitgeber und befien Wohlepa tills des BerNachmittags 32 Uhr auf allen Anfang 812 Uhr. Bläzen ohne Ausnahme ein Kind frei. bis zum 9. Oktober verschoben. Jedes weitere Kind halbe Preise ( außer Galerie), abends jedoch bolle Preise der Plätze: Fauteuil 10 M. Preise. Loge 6 M. Parkett 6, 5, 3 M. 1. Gesellschafts- Concert Sanssouci des Berliner TonkünstlerOrchesters( 60 Künstler). Dirigent: Franz v. Blon. Progr. u. a.: Ouv. Sommernachtstraum, Holländer, Mignnn. Soli für Violine, Cello, Harfe. Anf. 6 Uhr. Kassenöff. 5 Uhr. Eintritt: Saal 75 Pf.( Vorverkauf 60 Pf.) Balkon 1 M. Familien- Abonn. 10 St. 4,50 M. gegen 10 Nachzahlg. an der Kasse gültig. Der nächste Sinfonie- Abend findet ausnahmsweise schon Mittwoch d. 9. statt. Kottbuserstr. 4 a. Wiederauftreten von Adolf Hoffmann. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Soiree: Tanz. Anfang Sonntags 7 Uhr, von 5-7 Uhr Konzert. Entree 50 und 75 Pf. Wochentags Anfang 8 Uhr, Entree 30 u. 50 Pf. Wochentags Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Alle andern Tage bleiben die Säle zu Festlichkeiten und Ver sammlungen frei. Schweizer- Garten Am Königsthor. Am Friedrichshain. Hente: Letzte grosse SpecialitätenVorstellung in dieser Saison. Im Saal Gr. Ball. von 4 Uhr an Anfang 4 Uhr. Entree 30 93f. Des weiteren geben wir nochmals bekannt, daß laut Versammlungsbeschluß vom 12. September dieses Jahres der Streiffonds- Beitrag uur noch 30 Pf. pro Woche beträgt. Zum erstenmale wird dieser Beitrag für bie Woche vom 7. bis 12. Oftober gezahlt. Das Bureau des Verbandes Engel- fer 15, Bimmer 29, ist wochentäglich von vormittags 8-1 Uhr und nachmittags von 3-7 Uhr geöffnet. Hier sind alle auf den Bauten vorkommenden Differenzen mit den Arbeit: 144/ 9* gebern, sowie alle Mißstände zu melden. Die Verbandsleitung der Maurer Berlins und Umgegend. J. A.: Karl Pauser. Adtung! Charlottenburg. Achtung! Windscheidstrasse 29, Ecke Stuttgarter Platz ( am Stadtbahnhof Charlottenburg). Neu eröffnet! Erftes Abstinentenheim. Ausschank von nur alkoholfreien Getränken. Rein Trintzwang! Vereinszimmer. Um geneigten Zuspruch bittet Adolf Gillmeister. 25150* 6 Partei- Versammlungen Schöneberg. finden für Berlin am Dienstag, den 8. Oktober, abends 8½ Uhr in folgenden Lokalen statt: 2 I. reis: Arminhallen, Kommandantenstraße 20. II. IV. V. III. " " " 1 VI. " Dienstag, den 8. Oftober 1901, abends 8 lthr: Groke Berliner Bock- Branorei, Tempelhofer Berg. Bolksversammlung. Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Stechert, Andreasstraße 21. Schweizer Garten, am Königsthor. Kösliner Hof, Köslinerstraße 18. Tages Ordnung: in Obsts Festfälen, Meiningerstr. 8. Tagesordnung: Bericht der Delegierten des Reichstags- Wahlkreises Teltow Beeskow- Charlottenburg vom Lübecker Parteitag. Der Einberufer. 203/11 Bericht der Vertrauensleute, der Breßkommiſſion, der Lokalkommission Achtung! Stuccateure. Achtung! und Agitationskommission der Provinz Brandenburg und Neuwahl der= selben. Berichterstattung von der Brandenburger Parteikonferenz und vom Parteitag. Um zahlreiches Erscheinen der Parteigenossen ersuchen 209/6 Die Vertrauenstente. Rabatt- Spar- Verein„ Süd- Ost" 289/15 Vereinsbureau: Kottbuser- Ufer 44a. Wegen den am Dienstag stattfindenden Parteiversammlungen findet die öffentliche Versammlung erst Mittwoch, den 9. d. M., abends 8 Uhr, bei Buske, Grenadierstraße 33, statt. 180/1 Tagesordnung: 1. Der wirtschaftliche Niedergang und die Aufgaben der gewerkschaftlichen Orges nisationen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Pünktliches und vollzähliges Erscheinen der Kollegen ist Pflicht. Montag, den 7. Oktober, abends 8 Uhr, im Märkischen Sof, Admiralftr. 18c: Achtung! Vereine, Fabriken! General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kaffenbericht. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Der große Saal ist noch Sonnabend, den 9., und Sonnabend, den 30. November, zu vergeben. Jeden Sonntag: Großer Ball. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Arbeiter- Bildungsschule. Montag, den 7. Oktober, abends 8 Uhr: Bezirks= Versammlungen. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: bei Wernau, Schwedterstr. 23/24. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über:„ Der Kampf ums Daiein". 2. Disfussion. 3. Wahl eines Schriftführers. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Hierzu sind die Kollegen nebst ihren Frauen freundlichst eingeladen. Often und Nordoften: bei Mann, Strausbergerfir. 3. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Krach und Krise." 2. Diskussion. 3. Wahl des Bezirksleiters. 4. Verschiedenes. 109/8 Achtung! Parkettbodenleger. Achtung! Mittwoch, 9. Oktober, abends 8 thr. im ,, Gewerkschaftshanse, Engel- Ufer 15( Saal II): Kommissionssihung mit Vertrauenslenten. Alle Werfstellen müssen vertreten sein. Die Kommission. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und -Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Charlottenburg. Dienstag, den 8. Oktober, abends 8 1hr, bei Herrn Bauer, Berlinerstr. 86a: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht von der Gantonferenz. 2. Bericht der Ortsverwaltung über bas verflossene Geschäftsjahr vom 1. Oftober 1900 bis 1. Ottober 1901. 3. Abrechnung vom 3. Quartal 1901. 4. Neuwahl der gesamten Ortsver: waltung. 5. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 67/13 Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe keinen Zutritt. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Versammlung zu er fcheinen. Die Ortsverwaltung. J. A.: Pohl. Orts- Krankenkasse für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. Ausserordentliche General- Versammlung am Sonntag, den 13. Oktober 1901, vormittags 10% Uhr, im Luisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Tages Ordnung: 1. Abänderung der Statuten. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. 95255 Joh. Blenz, Vorsitzender. Gustav Lehmann, Schriftführer. Achtung! Schuhmacher. Achtung! Montag, den 7. Oftober 1901, abends 8 1hr, in Cohns großem Saal, Beuthstraße Nr. 20/21; Große öffentliche Schuhmacher- Versammlung. 170/10 Tages: Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Lint über: Die Rechtsverhältnisse zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern." 2. Diskussion. 3. Der vereinbarte Minimallohn- Tarif und die nächsten Aufgaben der Organisation. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. Rixdorf. Socialdemokratischer Wahl- Verein. Mittwoch, 9. Oktober, abends S/ 2 Uhr, bei Herrn Lauckner, Bergstraße 151-152: 5/2 Sonntag, den 27. Oktober 1901, im grossen Saal des Gewerkschaftshauses, Lilienkron- und Falke- Abend. Fest- Vortrag. Kammermusik. Recitation und Gesang. Eröffnung 6 Uhr. Anfang präc. 7 Uhr. Eintritt inkl. Programm und Garderobe 50 Pf. Nachher Tanz. Der Einberufer. Damen- Vortrag. Montag, den 7. Oftober, abends 8 Uhr, in Gerdts Restaurant", Blücherstraße 66, über: ,, Moderne Frauenleiden". Nur Damen! Eintritt frei! Herren- Vortrag. Donnerstag, 10. Oftober, abends 81/2 Uhr, im ,, Märkischen Hof", Admiralstr. 18c und Freitag, den 11. Oftober, abends 81/2 ihr, in Retzolks Festsälen", Wasserthorstr. 68: 9706 Sogenannte unheilbare Männerleiden. Eintritt frei! Nur für Herren! Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10. Verein Berliner Buchdruck- Maschinenmeister. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 7., und Dienstag, den 8. d. M., abends von Montag, den 7. Oftober, abends 82 Uhr, in den Arminhallen, 6-8 thr: Kommandantenstraße 20: Besichtigung des automatischen Bogen- Anlege- Apparats Vortrag bei der Firma Fischer& Krecke, Handelsstätte Belle- Alliance, Lindenstraße 101/102, Aufgang 12a. Regen Besuch erwartet [ 35/13] Der Vorstand. Frau E. Ihrer bon über: Wesen und Schäden der Hausindustrie". 55/16 Gäste willkommen. Der Vorstand. Musikinstrumenten- Arbeiter Samariter- Surjus ( Fachverein.) Montag, 7. Oktober 1901, abends 8½ Uhr, bei Graumann, Naunynstraße 27: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht von Kongreß der durch Vertrauensmänner centralisierten Gewerkschaften. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Sommerfest. 4. Das Berhalten der Kollegen der Pianofabrit von Manthey, Reichenbergerstr. 125. 5. Bereinsangelegenheiten. 142/7 Die Kollegen der Firma Manthey find brieflich eingeladen. NB. Die noch ausstehenden Billets vom Stiftungsfest find fofort abzurechnen. Der Vorstand. Sonnabend, den 19. Oftober 1901, in Nabes Festfälen, Fichtestraße 29: V. STIFTUNGSFEST des ,, Sängerkreises der Musikinstrumenten- Arbeiter". Dirigent: Herr Richard Lange. Anfang 82 Uhr. Programm 30 Pf. Zahlreichen Besuch erwartet Das Komitee. für und Arbeiterinnen. Morgen Montag, abends 9 Uhr: Beginn des Winterkursus in der Centrale im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45. Vortrag über: 3wed und Ziele des Kursus und Anatomie"( Bau des menschlichen Körpers). Einschreibegeld 25 Pf., monatlicher Beitrag 25 Pf. Die erste Lehrstunde ist 261/ S frei. Alle Arbeiter und Arbeiterinnen sind hierzu eingeladen. Der Vorstand. Föderation revolutionärer Arbeiter. ontag, 7. Oktober, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel fer 15, Saal 1: Oeffentl. Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Zweck und Ziele der Föderation. 2. Diskussion. 9565 Der Einberufer. Achtung! Kistenmacher. Achtung! Montag, den 7. Oktober, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Stechert, Andreasstr. 21: EF Verlammlung. Tages Ordnung: い 1. Bericht der Delegierten vom 5. Kongreß. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht[ 94/15] Der Vorstand. Verband der Tapezierer. Achtung! Portefeuiller. Achtung! Verband der Portefeuiller und aller in der Leder- und Galanteriewaren Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin.) Dienstag, 8. Oktober 1901. abends 8 Uhr, bei Graumann, Dienstag, den 8. Oftober, abends 82 Uhr, bei Nümann, Brunnenstr. 183. Nannyustraße 27: Ordentliche General- Versammlung. Mittwoch, den 9, Oktober, abends 8 Uhr, bei Wilfe, Andreasstraße 26. Tages- Ordnung: 1. Ist die Abschaffung der Heimarbeit möglich?" Referent Kollege P. Schmidt. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes und des Kassierers. 4. Bericht der Agitations: und Arbeitsnachweis Kommission. 5. Verbands: angelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Versammlung wird pünktlich um 812 Uhr eröffnet. Die Ortsverwaltung. 103/12 Vorläufige Anzeige. Varteigenossen Gewerkschaften! 11. Am 14. und 15. Oktober finden fünf große Versammlungen für Konfektionsarbeiter und Arbeiterinnen statt und zwar für den Süden, Südosten und Nixdorf in Sanssouci, Rott: buferstr. 4; für den Often in Stecherts Salon, Andreasstr. 21; für den Norden im Berliner Prater, Kastanien- Allee 7; für den Wedding und Moabit in Rabes Salon, Kolbergerstr. 23; für den Westen und Nordwesten in den Johannis- Sälen, Johannis: straße 20. Tages Ordnung: Die Forderungen der deutschen Schneider und Schneiderinnen bezüglich der Heimarbeit an die Gesetzgebung. Referenten: Reichstags Abgeordnete Molkenbuhr, Wurm, Hoch, Reisshaus und Albrecht. Mit Rücksicht darauf, daß Tausende von Frauen und Töchtern der Parteigenoffen und organisierten Arbeiter in der Konfektion beschäftigt, wird Besuch dieser Versammlungen zu agitieren. Bezirks- Versammlungen: Norden: Osten: Süden: Donnerstag, den 10. Oftober, abends 81%, Uhr, bei Lorenz, Margrafenur. 83. Branchen- Bersammlungen: Kleber: Mittwoch, den 9. Oftober, abends 19 Uhr, bei Simonis, Beuthstraße 21. Näherinnen: Mittwoch, den 10. Oft., abds. 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. 178/18 Die Verbandsleitung. Achtung! Schmiede. Achtung! Montag, den 7. Oftober, abends 8 1hr, bei Ballschmieder, Badstr. 16, und Mittwoch, den 9. Oktober, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Zwei grosse öffentliche Versammlungen der Schmiede Berlins und der Umgegend. Tages Ordnung: 176/10 1. Vortrag des Genossen Kotte über:" Die Arbeitslosigkeit und ihre Ursachen." 2. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen der Kollegen erwartet Der Einberufer. Tabakarbeiter- Genossenschaft HAMBURG. General- Derlammlung. ersucht, allerorts in Berwandten- und Bekanntenkreiſen für einen guten Vertreter: Udo Stangenberg. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht des Vorstandes, Zeitungs163/13 Verband deutscher Schneider und Schneiderinnen( Filiale Berlin). 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzlos. Zahnspediteurs und Bibliothekars. 3. Neuwahl des Vorstandes, Bibliotheters Bühne 2 M. ziehen 1 v. Blomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentl. und der Revisoren. 4. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. 232/17 Der Vorstand. 1 m. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7. Fabriklager und Verkaufsstelle: Manteuffelstr. 110. Verkaufsstelle Nixdorf: R. Krüger, Pannierstr. 10.[ 24972* Röpenid: F. Weber, Grünauerstraße 1. Süd- Osten: E. Kunze, Grünauerstraße 4. Often: P. Arnoldi, Strausbergerstraße 34. Kaufhaus Max Mannheim nemas natoni Frankfurter Allee 89. Detail. Berlin. Frankfurter Allee 110. Woll- Kleiderstoffe. Damen- Juche, Komespun Reinwoll Cheviot..... Meter Winterfarben... Meter Zibeline Satin- Tuch B Engros. Hauskleiderstoffe. 45, 60, 75, 100 P. Velour Parchend.... Meter 1,25, 1,50, 1,95 Mk. Blousen- Flanell. 60, 75, 100-150 Pf. Soden- Stoffe... Meter 1,40-2,25 M. Englische Noppen Velour russe, grösster Auswahl. Seidenstoffle. 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Die Motive, aus denen Calwer einem repressiven Vorgehen er sagt einfach Petroleum, Nukholz, Maschinen, Obst, Roheisen, Häute und Felle brauchen wir nicht von den Ver: gegen die Bereinigten Staaten das Wort redet, sind, wie jeder sich Richard Calwer, Die Meistbegünstigung der Vereinigten Staaten zu beziehen, die erhalten wir auch von andren aus seiner Schrift überzeugen kann, andre als jene des Bundes der einigten Staaten von Nordamerita. Berlin und Ländern; Baumwolle, Mais, Kupfer 2c. müssen wir allerdings von Landwirte, dem es nur auf eine Beschränkung der LebensmittelBern, Akademischer Verlag für sociale Wissenschaften( Dr. John Amerika haben, aber die branchen wir ja auch nicht mit Kampfzöllen Einfuhr ankommt; dennoch läuft indirekt seine Argumentation auf Edelheim). 154 S. 80. zu belegen; die erstgenannten Waren genügen zu dem eine Unterstützung der Zollfriegspläne der Agrarpolitiker hinaus. Die Schrift Calwers schließt sich inhaltlich seifter fürzlich er- wed. Nun fönnen zwar die Vereinigten Staaten in schienenen Broschüre Arbeitsmarkt und Handelsverträge" an, verrät der Hauptfache alle Industrie- Artikel, die wir ihnen liefern, aber eine weit eingehendere Beschäftigung mit dem behandelten von England, Belgien, Frankreich beziehen, doch wenn diese Gegenstande. Der Grundfehler allerdings bleibt, nämlich der, daß ihre Ausfuhr nach Amerika verstärken, sind sie gezwungen, ihre der Verfasser nicht von bestimmten wirtschaftlichen Gesichtspunkten andren Abjazgebiete zu vernachlässigen, und dann setzen wir uns in aus nüchtern an die Untersuchung wirtschaftlicher Fragen herantritt, diesen fest, folglich haben wir das kleinere Risiko. sondern allerlei subjektive Gefühlsmomente, Sympathien und Antipathien, in der Betrachtung zur Geltung tommen läßt. Ist schon an und für sich jede Gefühlspolitik etwas Verkehrtes und Schwäch liches, so noch mehr eine Gefühls- Handelsvertragspolitik. Hier fommit es einfach auf nüchterne Abwägung der verschiedenen Interessen, der gegenseitigen Wirtschaftslage und wirtschaftlichen Machtverhältnisse an. In seinen Ausführungen nimmt Calwer zunächst auf den 1828 zivischen Preußen und den Vereinigten Staaten abgeschlossenen Meistbegünstigungsvertrag Bezug, dessen wichtigste Bestimmungen und verschiedenartige Interpretationen während der letzten Jahrzehnte er mitteilt, und erörtert dann die Rückwirkungen der neueren amerikanischen zollpolitischen Gesetzgebung auf Deutschlands Handel, Industrie und Arbeitsmarkt: eine Erörterung, die ihn zum Schluß führt, daß Deutschland bezw. Preußen das bestehende, für die deutschen Handelsbeziehungen ungünstige Meistbegünstigungsver hältnis mit der nordamerikanischen Union lösen und sich angelegen lassen sein soll mit ihr zu einem Tarifvertrag zu gelangen. Soweit läßt sich im ganzen gegen die Darlegung wenig einwenden, wenn auch im einzelnen die Betrachtung vielfach recht einfeitig und voreingenommen erscheint. 3. B. sind bei der Beurteilung der deutsch- amerikanischen Handelsbilanz keineswegs nur die be treffenden Ein- und Ausfuhrziffern in Rechnung zu stellen, es fomnit auch der Gewinn ans dem Schiffsverkehr und aus den in amerikanischen Anlagen stedenden Kapitalien in Betracht, und ferner ist es feineswegs so sicher, daß, wie Genoffe Calwer leichthin behauptet, auch bei starter Erhöhung der landwirtschaftlichen und gewerblichen Zölle, sowie bei„ Einführung des Doppeltarifs in unser 3ollsystem" sehr wohl noch Tarifverträge zu Stande kommen können. " Das ist eine sonderbare Kalkulation, die leider nur allzu sehr Stationen dazu geeignet ist, den agrarischen Zollkriegspredigern Wasser auf ihre Mühle zu liefern, wie denn auch die bündlerische" Deutsche Tageszeitung" sofort die Calwerschen Ausführungen in einem Leitartikel ausgeschlachtet hat, in dem es heißt: 12 Haparanda 751S 13 Petersburg 760 SO 12 Cort 763 23 Swinembe 757 ONO 3 bedeckt 757Still Hamburg -Nebel Berlin 755 NO 2 bedeckt Frantf./M. 756 SSW 4 Regen 13 Aberdeen 6 wolfig 12 Bar: 3 Winchen 2hlb.bed. 17 Wien 761 759,2 Temp. n. 6. RISE 5ºC.= 4° R. 4 bedeckt 11 1 bedeckt 10 3 Dunst 13 763 SSW 2 bedeckt 12 " Soviel ist aber flar, und darin stimmen wir wiederum Herrn Calwer bei, daß der Zollkrieg mit Amerika für uns als Käufer feinen besonderen Schrecken haben würde. Unfre jezige Position als Verkäufer den Vereinigten Staaten gegenüber ist aber nach des Verfassers und noch unsrer Meinung schon so schlecht, daß sie durch einen weiteren Rückgang faum noch ungünstiger sich gestalten Wetter Prognose für Sonntag, den 6. Oktober 1901. fonnte. Die Zollpolitik der Vereinigten Staaten hat bisher schon Ziemlich fühl, zeitweise aufflarend, vorwiegend trübe und regncrisch bei so hindernd gewirkt, daß ein Kriegszustand auf die Dauer keine mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Das sagt ein socialnachteiligeren Folgen zeitigen fönnte. Wochen: Spielplan. Opernhaus Königl. Schauspielh. Schiller: Theater Sonntag 6. Montag 7. Dienstag 8. Mittwoch 9. Marie, d. Tochter Die Entführung des Regiments aus dem Serail Aschenbrödel Ph. i. Brem. Stf. Donnerstag 10. Freitag 11. Der EvangeliRosenmontag Sonnabend 12. Sonntag 13. Samson und Dalila Margarete Die Tochter des Erasmus Die Journalisten Jugend Ein toller Tag nachm.: Heimat Johannes Mignon Lohengrin Tannhäuser mann Weh dem, der lügt Der fommende Mann Der wilde Reutlingen König Lear Emilia Galotti Die Pupnenfee Der kommende Mann Der Herr Senator Jugend Jugend Ein toller Tag Ein toller Tag Die Kron prätendenten Deutsches Theater Die Hoffnung Nora Die Hoffnung Einsame Menschen Die Hoffnung Berliner Theater. Nacht und Morgen Ueber unsre Straft II Scacht und Morgen Nacht und Morgen Die Fee Caprice Die Zwillings schwester Die Fee Caprice Fee Caprice Haus Rosenhagen Der Ueberfall Die lustigen Weiber Die Fee Caprice Der Ueberfall Fee Caprice von Windsor Leffing Theater Westens Luisen: Theater von Elizondo Nacht und Morgen Die Anders aber liegt die Sache, wenn weiterhin Calwer, um die Vereinigten Staaten zu Zollreduktionen zu zwingen, es auf einen Zollkrieg ankommen lassen will und die Gewinnchancen auf deutscher Seite liegen sieht. Seine Gründe für das größere Risiko, das der amerikanische Handel angeblich trägt, sind in keiner Weise zwingend und verraten nur, daß ihm ganze Partien der Frage entgangen find, wie er denn auch beispielsweise die Wirkung, welche Theater des Vorh.: Mädchen Der Bettelstudent eine Anwendung der amerikanischen Zollzuschlagsgeseze auf die deutsche Schiffahrt nach nordamerikanischen Häfen, und feineswegs Der Goldbauer Der Goldbauer nur auf diesen Verkehr allein, haben würde, völlig unbeachtet läßt. Schon der erste Grund, daß, weil Deutschland mehr Waren von der Union, als diese von Deutschland erhält, die Vereinigten Staaten Ständiges Repertoire: Neues Königl. Opern Theater( Kroll). ein größeres Risito übernähmen, ist absolut unzutreffend. Gewiß Residenz Theater. Alle Abende: Sein. Doppelgänger. Vorher: Im Coupé. spielt die Höhe des Absages auch eine Rolle; aber nicht weniger Neues Theater. Alle Abende: Das ewig Weibliche. Schall und Rauch. 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Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glade in Berlin. Drud unb Berlaa von Mar Babina in Berlin. . 234. 18. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Sonntag, 6. Oktober 1901. X16M Von der Frequenz des städtischen Obdachs. 920 Maximalfrequenz unvorteilhaft ausgezeichneten Jahr 1893/94 den erwarten gewesen wäre, wenn es im Obdach nicht an dem erforder= Zufaß macht: wo die Arbeitslosen- Krawalle stattfanden." 06 fie lichen Naum gefehlt hätte. Zu berücksichtigen ist auch die im dabei den Ton mehr auf das Wort„ Arbeitslose" oder mehr auf Dezember 1890 erfolgte Verlegung der Männerabteilung des die„ Serawalle" legt, das ist übrigens nicht ganz llar. Nach der Vereinsasyls von der Büschlugstraße nach der Wiesenstraße. Sie war Art, in der sich die Obdachverwaltung in den letzten Wochen über die mit einer Vergrößerung um und 400 Pläße verbunden, so daß die mit einer größereitbent Obdachlosen geäußert hat, muß vielleicht eher das letztere an das Vereinsajul seitdem im Winter monatlich bis gegen genommen werden. Dann läge dem Busaz natürlich nicht der 12 000 Männer mehr aufninunt, also das städtische Obdach bedeutend Wunsch, den ursächlichen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit entlastet. Auf alle diese Umstände hat und nicht hingewiesen. Es muß Grunde. Nebenbei sei bemerkt, daß die Arbeitslojen Krawalle" nicht unentschieden bleiben, ob auch das ihr nicht in den Kram paßt, oder einmal im Jahre 1893/94, sondern am 25. und 26. Februar 1892, ob sie überhaupt in der Lage ist, die Bewegung der Obdachfrequenz also im Jahre 1891/92 stattfanden. von solchen Gesichtspunkten aus zu betrachten Kebersicht der Frequenzbewegung der 27 Jahre von Obdachfrequenz anzudeuten, sondern eine ganz andre Absicht zu ihrem den Zeitungen übersandten Opus le Obdachverwaltung in Ueber den Besuch der beim städtischen Obdach bestehenden Abteilung für nächtlich Obdachlose hat die Verwaltung der Austalt den Zeitungen eine Mitteilung zugehen laffen, die eine furze Befuch Abteilung ( das Jahr" stets vom 1. April bis 31. März gerechnet) im Jahre 1874/75 nur 63 212 Personen, stieg dann allmählich bis auf 133 702 Bersonen im Jahre 1880/81, samt darauf rasch bis 02 942 im Jahre 1883/84, sticg von neuent bis auf 444 766 im Jahre 1893/94, fant wiederum bis 306 369 im 444 766 99( nachdem inzwischen das der Gewerbe Ausstellung 1874 bis 1901 noch 1803/94, fant wiede einen außergewöhr Rückgang auf 281 gelegenheit brachte, die Jahre 1898/99 vorangehende Jahr das. reichlich N " Der Einfluß der jeweiligen Wirtschaftslage Die Obdachverwaltung schließt ihre Darstellung mit der Beauf die Frequenz des Obdachs würde in den 27 Jahren merkung, das laufende Jahr hat bis jest geringeren noch deutlicher hervorgetreten sein, wenn Besuch gezeigt". Das ist nicht wahr; gerade das Gegenteil Frequenz nicht daneben noch... durch einige andre ist der Fall. Diese den Thatsachen widersprechende Darstellung wird 216 Perfonen gehabt Umstände beeinflußt worden wäre. Beispielsweise hatte aber von der bürgerlichen Preise mit derselben gläubigen Kritifhatte) und betring in ben letzten beiden Jahren 1899/1900 und die im Oftober 1887 erfolgte Verlegung des städtischen Obdachs von lofigkeit weiter verbreitet, die wir in den letzten Wochen wiederholt 1900/1901 371 650 bezio. 416 957 Personen, so daß nun erneut der Pallisaden- und Friedenstraße nach den viel größeren Räumen festzustellen genötigt waren. Nach den amilichen, im„ Gemeindeblatt" cine beträchtliche Steigerung eingetreten ist. in der Fröbelstraße, namentlich in der Abteilung für nächtlich Obdach veröffentlichten Monatsberichten über die Obdachfrequenz, die jetzt bis Dieser Wech fer zwischen Aufwärts- und Ab lose sofort eine enorme Steigerung des Befuches zur Folge, die einschließlich August 1901 vorliegen, beherbergte das nächtliche Obdach tväri 8 bewegung, auf den wir in früheren Betrachtungen durch die damaligen Wirtschaftsverhältnisse feineswegs begründet er im laufenden Jahre von April bis August 43 410, 29 756, 20 416, über die Frequenz des städtischen Obdachs oft genug hin- fchien, die sich aber sehr einfach daraus erklärte, daß die Frequenz 16 364, 19 494, zusammen 129 440 Personen, dagegen im vorigen gewiefen haben, steht in amverkennbarem Zusammenhange des Obdachs seit einer Meihe von Jahren wegen Raummangels Jahre in denselben Monaten nur 30 678, 18 428, 13 945, 12 819, mit der mehr oder wenigerungünstigen Ge- immer weiter hinter dem wirklichen Bedürfnis zurückgeblieben war. 12 223, zusammen 87 593 Personen. Hier ist auch nicht ein einziger staltung der wirtschaftlichen Lage der In Rücksicht auf den Noistand des Winters 1891/1892 Monat, der im laufenden Jahre nicht eine höhere Frequenz gehabt bemittelten Bevölkerung. Die Obdachverwaltung bütet wurde wiederum eine Erweiterung der Anstalt, um zwanzig hätte als im vorigen Jahre. Jm gangen beliefen fich die Mehr Im aber der sich natürlich, auf diesen Busammenhang hinzutveisen, weil ihr das Baracken, Bau wurde erst im aufnahmen in den fünf Monaten auf 41847 Personen, namentlich in dem gegenwärtigen. Augenblid, wo Wohnungs- Dezember 1893 fertig; bis dahin hatte man sich mit einigen Not- das find rund 48 Proz. der Frequenz derselben fünf Monate des not und Arbeitslosigleit den Ansturm auf das Obdach baracken behelfen müssen. Infolgedessen trat die höchste Frequenz Vorjahres. Wenn trotzdem jezt verbreitet wird, das laufende Jahr wieder steigern, nicht in den Stram passen kann. Sie begnügte sich erst im Winter 1893/94 ein, während sie bei der Schärfe, mit der habe bis jetzt geringeren Besuch gezeigt", so werden unsre Leser sich mit einer gang furgen Andeutung, indem sie bei dem durch die der Notstand schon im Herbst 1891 eingesezt hatte, schon früher zu einen Bers darauf zu machen wissen. Wer ein Cigarren- Geschäft eröffnen will, wende sich zuvor an Adolf Adler, Belforterstrasse 25. Verkauf nur an Cigarren- Händler und Grossisten.[ 2381L* An die Arbeitershaft Deutschlands! Am 13. Juni d. J. hat die Berliner Gewerkschafts- Kommission den Boykott über die Nordhäuser Kantabakfabrikate verhängt. Den Knebelrevers( Versagung des Rechts auf Koalitionsfreiheit) verlangen folgende Nordhäuser Kantabaffirmen: C. A. Kneiff, G. Reddersen, H. A. Hanewacker, Berlin& Bona, H.& R. Wittig, Rothhard& Comp., F. C. Lerche, Salfeld& Stein. Wir ersuchen, Sen Tabak obiger Firmen so lange zu meiden, bis die Inhaber das Koalitionsrecht ihrer Arbeiter anerkannt haben. 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