Nr. 235. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntages Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 1,10 Mart pr Monat, Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1901 unter Ar. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erschrink täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die ſechsgespaltene Kolonete getle oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der& rpedition abgegeben berden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Quikkung. Dienstag, den 8. Oftober 1901. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. einflussen im stande wären. So fpizte sich das Feldgeschrei Nationalliberalen unterstützten Freifinn, dem 26 Wahlmänner zu im Karlsruher Wahlkampf mehr oder weniger präcis auf fielen, ins Hintertreffen geraten. Sehr gut hat unsre Partei im das für oder wider den Großherzog!" zu, und Bezirke Durlach- Land abgeschnitten, wo Redacteur Kolb wenn am 4. Oktober trotz alledem fast die Hälfte aller 45 Wahlmänner für sich gewan. Ein Sieg der Socialdemokratie 23ähler der Residenz für den socialistischen ist dort bei der Abgeordnetenivahl nicht ausgeschlossen. Umsturz" votiert haben, so möge sich die Krone für die un- Wie bestimmt verlautet, werden unsre Karlsruher Parteigenossen angenehme Lage, in die sie durch diese Kundgebung ihrer nächsten die dortige Wahl durch eine Protestschrift an den Landtag aufechten. Unterthanen" geriet, bei denjenigen bedanken, die unvorsichtig und Der Protest stügt sich auf die wildtürliche Neueinteilung einiger unflug genug waren, das Votum der Wählerschaft zu einer Probe Wahldistrikte, die den Stempel der nationalliberalen Wahlmache gar auf die patriotisch- dynastische Gesinnung der Residenzbevölkerung zu zu deutlich an der Stirn trage, als daß die unlautere Absicht der gestalten. zwangsweisen RKorrektur des Wahlglückes nicht zu bemerken gewesen wäre. Der Protest hat Aussicht, im Plenum der zweiten Kammer von dem gewünschten Erfolg der Kassierung der Karlsruher Wahl begleitet zu sein. " Berlin, den 7. Oftober. Die Quittung. Jm Monat September gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: Altona, vom Centralverein der Former bei dem llebertritt in den Deutschen Metallarbeiter- Verband 30,-. Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Streis 500,-( darunter von Süd" 3,-). 6. Kreis Moabit 192,69( darunter H. Barges 3,-). 6. Kreis Rosenthaler Vorstadt 11. Gesundbrunnen 800,-. 6. Kreis Wedding u. Oranienb. Vorstadt 700, Berlin, diverse Beiträge: Junggesellen des T. V. W. 10,-. 2. H. 50,- Dr. L. A. für Aug.- Septbr. 100,-. Gesammelt durch 13,60. M. W. 2,-. Buchhalter Berger 20,-. Contobucharbeiter vom Wedding 5,-. Cigarrenfabrik R. Schulze, Friedrichsfelder- Aber was sie erreichen wollten, das gelang den patriotischen straße 21, 5, E. und S. 9.-. Von den Arbeitern der Neuen Umsturzbekämpfern in der That: der letzte Philister und Spießer, der Berliner Genossenschaftsbäckerei außer Beher 20,-. St. 50,-. Ar sonst auch in Wahlzeiten seine Ruh haben" will, kroch diesmal beiter und Arbeiterinnen der Buchbinderei von M. Bading 10, hinter dem Ofen hervor, um, für den Großherzog, den guten alten, ehrJule, Ritterstraße 85, 3. Quartal 20,60. Buchdruckerei- Hilfs- würdigen Herrn" zu stimmen. Die politische Ueberzeugung wurde arbeiter von M. Bading( Abteilung Vorwärts") 10,-. Stiefel 3, Uebersch. einer Kranzspende durch Grunert 4.50. π. Qu., Boech- von dieſen ſentimentalen Erwägungen rein persönlicher Art in den Politische Uebersicht. straße, 5,-. Mitglieder der U.-Dr. 5,35... 50,-.. 23. 50,- Hintergrund gedrängt, und das Ergebnis der also beeinflußten AbVon Verwaltungsmitgl. des Konsumvereins Berlin Nord 37,50. Stimmung liegt in der Karlsruher Jubiläums Wahl" bor Bern 50,-. Bremen, von Genossen, 300,-. Breslau, socialdem. uns. Das Hauptorgan der badischen Klerikalen, der in Karlsruhe Verein, 50, Buxtehude, von den Alten durch Weber 3,-. Bam- erscheinende Beobachter", gesteht es offen zu, daß ein Unmittelbar, nachdem der Oberbürgermeister Kirschner und der berg, Solitarius 5,- Erfurt, Wahlkr. Erf. Schl. Ziegenr. 50,- großer Teil der Hauptstädtischen Centrumsleute Berliner Kommunalfreifinn in allerunterthänigster Form seine SehnFalkenberg( Oberschl.) 2,-. Gotha, durch den Vertrauensm. 50, für die nationalliberal- freisinnige Liste gesucht nach dem Frieden mit der Krone beteuert, folgt die bündige Greiz, Wahltr. Reuß ä. L. 300.-. Harburg, 19. hannöv. Wahltr. 200,- it im mt und dadurch gegen die vor vier Jahren noch streng be- Antwort auf die erneuten, unerschütterlichen Liebeswerbungen des Hastedt bei Bremen, von Genossen 10,- Hamburg, im Monat September in der Expedition des Echo" eingegangen 155,80. obachtete Parteiparole gehandelt habe. Auch die nationalliberale aufrechten" Bürgertums. Hagen i. W., zwei Auchgenossen 4,-. Haßfurt a. M. 2. N. 3,- Bresse selbst bestreitet keineswegs, daß ihm diesmal in erheblichem Jena, 3. weimarischer Wahlkreis, 3. Quartal 30,- Jena, von Umfange klerikale Wahlhilfe geleistet worden sei. Apoldaer und Jenaer Genossen, Ueberschuß des Telegramms an Neben der Ungunit dieser rein zufälligen Stonstellation machten den Parteitag 4,70. Zimmer, 9. Hannoverscher Wahlkreis durch M. sich für die Socialdemokratie bei der Wahlarbeit wie bei der Ab50,-. Lahr i. B., Altvater 5, Mittweida, Namenlos 4, stimmung selbst die Folgen der wirtschaftlichen Depression München, socialdemokratischer Verein Nordwest 10, Mannheim, in der unangenehmsten Weise fühlbar. Eine Reihe größerer FabrikAktiendruckerei 500,-. Mülheim( Rhein), Habakuk 3,-. etablissements der Landeshauptstadt weisen heute gegenüber dem München, Waldläufer für August September 10,-. NürnbergAltdorf, socialdemokratischer Verein 20,-. Offenburg i. B., von einer Anti- Revisionistin, anläßlich der Bernsteindebatte, 20, Plauen i. V., Diskutierklub Wahrheit 3,-. Reichenbach i. B., Lefe- und Distutierklub Gleichheit 5,-. Regensburg, socialdemokr. Verein, 3. Quartal, 10,-. Rheydt, durch den Vertrauensmann 4, Stuttgart, G. u. 10. Sulzbach, D. 8,-. Württemberg 100, Berlin, den 7. Ottober 1901. = Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kreuzbergstr. 30. letzten Wahljahr 1897 einen stark verminderten Bestand von Arbeitern auf, und auch die noch in Arbeit stehenden Leute waren unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Zuständen, wo sie jeden Augenblick die Brotlosmachung zu gewärtigen haben, schwerer zur thatkräftigen Mitarbeit bei der Wahlpropaganda zu bewegen, als dies in guten Jahren der Fall ist. Die Folge hiervon war in erster Linie eine laue Wahlbeteiligung der proletarischen Wählermassen, die gegenüber der mit allen erdenklichen Mitteln künstlich gesteigerten Wahlteilnahme der bürgerlichen Elemente um so schwerer ine Gewicht fiel. " der Provinz Brandenburg. Am Montagvormittag wurde der Berliner Magistrat zu einer Sigung zusammenberufen, um folgende Botschaft des Oberpräsidenten entgegenzunehmen: Der Ober- Präsident Potsdam, den 6. Oftober 1901. In dem gefälligen Berichte vom 23. b. M. Nr. 1221 G.-B. hat der Magistrat beantragt, das Erforderliche) zu veranlassen, damit die Allerhöchste Bestätigung der wiederholten Wahl des Stadtrate Kauffmanns zum zweiten Bürgermeister( Beigeordneten) herbeigeführt werde. Diefem Antrage zu entsprechen, befinde ich mich nicht in der Lage, da das Gesetz§ 33 der Städte- Ordnung die wiederholte Erivählung des nach der ersten Wahl nicht Bestätigten dem Falle der Verweigerung der Wahl gleichstellt. Nach derselben Gesezesbestimmung kommt in Frage, ob numehr die tommissarische Verwaltung der Stelle anzuordnen ist. Den Magistrat ersuche ich ergebenst, mir zu berichten, ob die kommissarische Verwaltung durch die GeschäftsWir würden uns jedoch einer schweren Selbsttäuschung hin lage geboten erscheint, und sehe gegebenenfalls Vorschlägen geben, wollten wir uns der Erkenntnis verschließen, daß die zur wegen eines mit dem Kommiffarium zu beauftragenden geZeit in der socialdemokratischen Partei Badens eigneten städtischen Beamten ergebenst entgegen. Die Personal: Als das bedeutungsvollste Moment der Wahlmännerivahlen des selbst herrschenden Zustände ihr Teil mit dazu beigetragen aften des Stadtrats Kauffmann sind wieder beigefügt. 4. Oktober wird allgemein der Heimfall der Landeshaupt- haben, uns den Sieg in der Residenz streitig zu machen. Wir v. Bethmann- Hollweg. stadt Karlsruhe an den regierungsfreundlichen schließen uns in dieser Hinsicht den Ausführungen unsres Karlsruher Damit ist nun wieder einmal ein liberaler Wonnetraum jäh ins Nationalliberalismus angesehen. Aber selbst in der Presse Partei- Organs an, wenn es in einer Betrachtung über den dortigen wache Leben der grausamen Wirklichkeit aufgescheucht. Wie schön der siegreichen Partei wird es bei der Besprechung dieses Wahl- Wahlausfall schreibt: las es sich doch in der Tante Voß: Daß man mit der einmütigen ergebnisses vermieden, von einer Niederlage der Socialdemokratie zu Die persönlichen Zwistigkeiten, die seit Jahren auf den Landes- Wiederwahl Kauffmanns an den besser unterrichteten König appellieren sprechen. Unfre Gegner fühlen eben, trotz aller Frende über den Versammlungen der badischen Socialdemokratie den breitesten wolle. Und nun teilt der Oberpräsident mit, daß ein König überschwer erkämpften Sieg, doch deutlich heraus, wie schwach es um Raum einnahmen, haben viel zu viel die praktische Arbeit ge- haupt nicht besser unterrichtet werden könne und daß er somit gar ihre neu erkämpfte Position bestellt ist. Und in der That: abhemmt, und nicht nur das, sie haben auch in weiten Streisen nicht die Krone vor eine erneute Entscheidung zu stellen branche. unsrer Partei Mißstimmung erregt, die sich in der Teilnahmsgesehen von der politischen Bedeutung eines doppelten Mandatsverlustes, hat die Socialdemokratie Karlsruhes keinen Anlaß, mit dem Ergebnis der dortigen Wahlmännerwahlen besonders unzufrieden zu sein. Die Landtagswahlen in Baden. Aus Baden wird uns geschrieben: T Vor vier Jahren, als die Residenz zum letztenmal zur Wahl stand, erfreute sich der demokratisch- socialistische Wahlvorschlag nicht nur der kräftigen Unterstützung des Centrums, auch die Karlsruher Freisinnigen traten damals für ihn ein. Der national tonservativen Vereinigung stand also die gesamte Opposition, vom Centrum bis zur Socialdemokratie, gegenüber, so daß der Sieg der letzteren keineswegs überraschend kam. Wie viel anders hatte sich dagegen diesmal der Aufmarsch der Parteien vollzogen! Der Freisinn" war von vornherein ein offenes Bündnis mit den Nationalliberalen eingegangen, dem sich auch die Konservativen, Antisemiten 2c. anschlossen, und die Stellung des Centrums war in Karlsruhe während der ganzen Wahlbewegung dermaßen zweifelhaft, daß eine thatkräftige Unterstützung der Opposition am Wahltage nicht von ihm zu erwarten war. Wenn es unsrer Partei dennoch gelang, ihre Stimmenzahl diesmal von rund 4900 auf etwa 5400 zu steigern, so ist dies doch gewiß ein Erfolg, mit dem sie sich wohl zufrieden geben kann, und demgegenüber der Zuwachs der gegnerischen Liste von rund 1000 Stimmen faum ins Gewicht fällt. Das Mehr an Urwählerstimmen beträgt bei unsren Gegnern nur etwa 250. Bei den mannigfachen Zufälligkeiten, die das indirekte Wahlsystem mit seiner willkürlichen Distriftseinteilung mit sich bringt, hätten einige fünfzig Stimmen mehr genügt, um den Sieg der Socialdemokratie zu sichern. losigkeit vieler unsrer Genossen an der Parteithätigkeit äußerte. Armer besser unterrichtender Freifinn! Schon der Oberpräsident Es ist hohe Zeit, daß diesem Zustand ein gründliches stellt sich schützend vor den Thron und weist Deine Aufdringlichkeit Ende gemacht wird." Wor allem muß es unsre zuück! Sorge sein, in die Massen der Arbeiter= Wenn auch thatsächlich der Oberpräsident die Erklärung, schaft die Begeisterung für unsre Biele wieder daß er die Mitteilung der Wiederwahl nicht der Krone unterbreiten zu beleben, mehr Aufklärung zu schaffen über werde, nicht ohne Genehmigung des Königs gegeben hat, sondern bas, was wir wollen. Da liegt so vieles im Argen, da ist gerade dieses Auskunftsmittel in gemeinsamer Berständigung gewählt Gelegenheit für die Beteiligung unfrer Genossen in Hülle und Fülle. Und wer sich dieser Arbeit mit Eifer und Hingabe widmet, worden ist, um die Abweisung recht scharf zu gestalten, so ist das dem wird wenig Zeit und jedenfalls auch keine Neigung mehr Berfahren doch formell recht eigenartig. Hatte man sich sonst bleiben, sich mit persönlichen Dingen, mit Gehässigkeiten und über eine Kabinettsregierung zu beschweren, in der die Krone alles Quertreibereien gegen andre Parteigenossen zu beschäftigen. und die Regierung nichts zu sagen hat, so liegt hier formell der Jegt gilt es für uns erst recht, an die Arbeit zu geben, umgekehrte Fall vor: Ein gewöhnlicher Oberpräsident nimmt es und wenn die Gegner glauben, wir würden wegen dieses sich heraus, zu entscheiden, ob er dem König die Möglichkeit geben Mißerfolges den Kopf hängen lassen, so täuschen sie sich gründlich. oder versagen will, eine von ihm früher verfügte, allgemein Es giebt in der badischen Socialdemokratie noch Leute genug, als unbegründet beurteilte Maßregel aufzuheben oder nicht. welche im stande sind, Hindernisse zu beseitigen und welche be- Der Oberpräsident hat aus eigner Machtvollkommenheit fähigt find, von neuem an die Arbeit zu gehen. Der Mißerfolg foll uns nicht entmutigen, er ist uns ein Ansporn zu eifrigem formell der Krone vorgegriffen, indem er ihr die nochmalige Schaffen, zur intensiven und zielbewußten Agitations- und Entscheidung über die Frage entzog. Das ist eine Art formeller Organisationsarbeit. Es ist cine bittere Lehre, sie ist aber nicht Vormundschaft eines untergeordneten Beamten über den Monarchen, zu theuer bezahlt, wenn mir die Parteigenossen Einkehr halten und die in heiterer Weise den logischen Wirrwarr unfres scheinkonstitutionellen in höherem Grade als bisher sich ihrer Pflicht gegen die Partei Staatswesens illustriert. bewußt werden. Ein ähnliches Verfahren beliebte seiner Zeit der Graf Bülow, als er öffentlich bekannt gab, daß er nicht in der Lage wäre, den Besonders erfreulich und ehrenvoll ist neben der brillanten Be- Brief des Kaisers von China an den deutschen Kaiser dem hauptung des Mandates von Mannheim für die Socialdemokratie Adressaten zu übermitteln. Freilich erreichte es die überlegene der glänzende Sieg, den unser Barteigenosse Redacteur Eichhorn chinesische Diplomatie, daß diese Abweisung schließlich mit einer Mannheim im Bezirk Pforzheim Land über den national- taiserlichen Ordensauszeichnung des Bruders des Es war klar, daß es der Socialdemokratie nicht gelingen werde, liberalen Landwirtsbündler Frank davongetragen hat. 116 socia- vom Grafen Bülow eben noch so brüskierten chinesischen Monarchen sich des Ansturms der vereinigten bürgerlichen Gegner zu erwehren, liftische stehen dort 40 nationalliberalen Wahlmännern gegenüber. endigte. Freilich, es ist nicht zu befürchten, daß der Berliner wenn es diesen gelang, das Gros ihrer Anhänger an die Urne zu Mit Eichhorn zieht der erste socialistische Vertreter Kommunal freisinn chinesische Klugheit entfalten und chinesische Erfolge bringen. Und daß dies lettere geschah, dafür sorgte die patriotisch eines ländlichen Wahlbezirkes in den badischen Landtag erringen wird. dynastische Feststimmung, in die man das hauptstädtische Spießer- und ein. Sein Sieg ist gleichzeitig ein wuchtiger Protest des stark mit Wie wir schon am Sonntag ausführten, hat die Regierung, verKleinbürgertum im Hinblick auf das demnächst stattfindende industrieller Arbeiterschaft durchsetzten Bezirkes gegen den treten durch den Oberpräsidenten, zweifellos das Recht, der Stadt fünfzigjährige Regierungsjubiläum des Groß- agrarischen Brotwucher, als dessen Verteidiger sich der dem Berlin sofort einen Kommissar auf den Hals zu schicken. Es ist sehr herzogs Friedrich versetzt hatte. Man redete den Leuten ein, Bunde der Landwirte angehörige Großgrundbesitzer Frank auf- liebenswürdig von dem Oberpräsidenten, daß er bei der Stadt an ein socialistisches Votum der Residenz käme in dem Augenblick, wo geworfen hatte. Er entschädigt uns für die Enttäuschung, die uns gefragt hat, wen sie als Staatstommiffar wünsche. Der Magistrat sie sich zur Feier eines hohen Festes der angestammten Dynastie durch die Wiederwahl des nationalliberalen Kandideten Wittum in seinerseits hat geantwortet, er habe keinen Bedarf nach diesem Artikel. anschiden sollte, einer Verletzung der dem Landesherrn schuldigen der Stadt Pforzheim( unsre Annahme in der Sonntags- Denn magistratsoffiziös wird mitgeteilt, der Magistrat habe den Achtung und Ehrerbietung gleich; und es hieße das hurraduselige, nummer, daß es sich um ein verloren gegangenes socialdemokratisches Erlaß des Oberpräsidenten der Stadtverordneten- Versammlung sofort nach den moralischen und materiellen Stipendien des fürstlichen Mandat handelte, beruhte auf einem Irrtum). zu teil geworden ist. zugestellt mit dem Bemerken, eine kommissarische Ver Hofes lüsterne Spießbürgertum einer deutschen Residenzstadt zu hoch Von den 166 Wahlmännern vermochte die Socialdemokratie dort nur waltung der Stelle des 2. Bürgermeisters würde vom Magistrat einschäßen, wollte man annehmen, daß derartige Erwägungen bei 67 für sich zu gewinnen. Ebenso ist im Bezirke Lörrach Stadt nicht für geboten erachtet. In demselben Sinne habe der ihm nicht in weitem Umfang die politische Stellungnahme zu be- unser Kandidat Haug mit 18 Wahlmännern gegen den von den Magistrat beschlossen, dem Oberpräsidenten zu antworten. Man sieht, daß der Magistrat auf die eigentümliche formeller Um so lächerlicher, wenn die konservativen Wahlrechtsräuber erst Zur Schanksperre im Ruhrrevier wird uns geschrieben: Behandlung der Angelegenheit seitens der Regierung nicht ein- noch Erfahrungen mit dem Dreiklassen- Wahlsystem machen wollen, Die in Nr. 233 des Vorwärts" vom 5. Oftober mitgeteilte gegangen und das freundliche Anerbieten des Oberpräsidenten dem ehe an eine Aenderung gegangen werden soll. Die Erfahrungen polizeiliche Verfügung, durch die sämtlichen Wirten zu Buschhausen gemäß nicht gebührend ausgenutzt hat. Hätte er sich der formellen sind da! bei Duisburg aufgegeben worden ist. am Tage einer geplantent Behandlung durch die Regierung angepaßt, so würde er zu folgender Seit sechs Jahren sind in drei Wahlgängen nicht nur die Lassallefeier von 2 Uhr nachmittags ab den Wirtschaftsbetrieb gänzlich ruhen zu lassen, beweist, daß die Belehrungen, Schlußfolgerung gelangt sein: Mit dem Beschluß des Oberpräsidenten, Socialdemokraten mundtot gemacht, auch die Intelligenzen, die Ge- welche die untergeordneten Polizeiorgane des Ruhrreviers in dem die Mitteilung der Wiederwahl nicht weiter zu geben, hat sich die lehrten, die Künstler, die Lehrer, die regsamen Bürgerkreise großen Beleidigungsprozeß gegen Bredenbeck im April d. J. haben Angelegenheit völlig aus dem Bereich der Krone entfernt. Die sind unter das Geldprozentum gebeugt. Laffen anhören müssen, an ihnen völlig wirkungslos abgeglitten find oder Regierung fann jetzt selbständig einen Kommissar ernennen, ohne daß diese sich das gefallen, dann unt so beschämender daß in zwei benachbarten Regierungsbezirken sehr verschiedene Verdie königliche Genehmigung notwendig ist. Nun ist es unwider- für fie, aber eine Schande für den Staat, der solches waltungsgrundsätze herrschen dürften. In dem erwähnten Dortmunder Schanksperren- Brozesse hat der sprochen geblieben, daß die Regierung bei der ersten Wahl Kauff- vollführt, bleibt es doch. Oder will man erst Erfahrungen Regierungspräfident Winzer aus Arnsberg als Zeuge befundet, manns seine Ernennung befürwortet hat. Die Regierung hat insofern machen, was der Dreiflaffen- Landtag leisten wird? O, das also gegen die Person des Erwählten der Stadt nichts legte gewählte Drittel nimmt ihm den Stempel der Geistlosigkeit welche eine Gefahr für die öffentliche Ordnung befürchten ließen, er halte das Schankverbot nur unter besonderen Umständen; einzuwenden. Daraus folgt, daß jetzt, Wo allein ihre und politischen Verödung nicht ab. Nein Erfahrungen, die zu für zulässig, und habe den ihm untergeordneten Behörden aus Entschließung in Betracht kommt und der Wille des Königs ganz einer Beseitigung, nicht Abänderung des Dreillaffen- Wahlrechts drücklich untersagt, das Schantverbot auch auf ausgeschaltet ist, sie gewiß mit Freuden Herrn Kauffmann als führen müssen, können den Wahlrechtsräubern nur durch immer nicht geistige Getränke auszudehnen. Und als im Staatstommissar berufen würde, der als zweiter Bürger- schärferes Vorgehen der entrechteten unteren weiteren Berlaufe der Beweisaufnahme Fälle vorgeführt wurden, in denen meister nicht den Beifall des Königs fand. Der Magistrat hat laffen eingebläut werden. Das einmütige Vorgehen der trotzdem der Ausschank von Kaffee verboten, ja sogar die Darreichung vermutlich durch seine Ablehnung der liebenswürdigen Offerte die Socialdemokratie bei den diesjährigen Wahlen hat die ganze eines Glases Selterwasser an den Referenten während der Rede bestraft gute Abficht des Oberpräsidenten durchkreuzt, der sicherlich die Herrlichkeit des Dreiflaffen Wahlrechts aufgedeckt, den Un worden war, sprang Herr Präsident Winzer auf, um in ärgerlichem Antwort hatte: Der Magistrat schlägt Herrn Kauffmann als staat- willen des Volkes sozusagen organisiert und durch die Willens- Tone zu erklären, daß das ein völliges Mißverständnis der von ihm erteilten Instruktionen wäre. " Die vor lichen Stommiffar vor. fundgebung der Entrechteten den Wahlrechtsvernichtern einen Kampf An Herrn Wingers Stelle in Arnsberg ist inzwischen ein andrer Die possenhaft sinnlosen Eigentümlichkeiten, die das erzreaktionäre anfagen lassen, der ihnen nicht mehr als ihre Herrschaft tosten wird. Regierungspräsident getreten, und wir wissen nicht, ob die von nicht, fost ale preußische Staatsrecht und insbesondere auch die Städte- Ordnung Das hat unser gemeinsames Vorgehen bei den diesmaligen Winzer vor Gericht entwidelten Grundsätze, die er selbst als die auszeichnen, erkennt man recht scharf, wenn man derart die einfachen Wahlen erzielt, daß die verbissensten Gegner aus Furcht vor unserm der Gerechtigkeit" bezeichnete, nun endlich im Regierungsbezirk Konsequenzen aus einem gegebenen formalen Zustand zieht. weiteren gemeinsamen Kampfe jetzt das von ihnen verübte unerhörte Arnsberg angewendet werden. Unrecht zu entschuldigen suchen müssen und heuchlerisch auf eine Abänderung des unhaltbaren Zustandes vertrösten. Bei uns fruchtet das nichts. Wir werden uns das geraubte Recht in unermüdlicher Aftion wieder erkämpfen. Bezeichnend für die gegenwärtige Lage ist es, daß sowohl die " Kreuz- Beitung" sowie die Berliner Neuesten Nachrichten" über den schließlichen Ausgang der Affaire Kauffmann unterrichtet waren. Die allerdings. recht ungeschickten und tonfusen staatsrechtlichen Betrachtungen der Kreuz- Zeitung" am Sonnabend verrieten bereits diese Kenntnis. Und am Montag schlugen, angeblich aus eigner Erleuchtung, die B. N. N." den folgenden Ausweg aus der„ Sadgasse" vor: Der Oberpräsident solle einen Erlaß an die Stadt richten, ,, worin dieser mitteilt, daß Herr Kauffmann feine Aussicht auf Bestätigung habe, der Oberpräsident es daher ablehnen müfie, die Anzeige von der erfolgten Wahl an den Minister behufs Einholung der königlichen Entschließung weiter zu geben, er vielmehr die Stadtverordneten- Versammlung auffordere, demnächst zu einem neuen Wahlaft zu schreiten, der Aussicht auf Bestätigung biete. Wir glauben, daß dies der geeignetste Weg ist, einen Konflikt zu vermeiden, an welchem doch schließlich niemand gelegen ist, als den Wortführern der äußersten Linken." Das ist denn auch wörtlich eingetreten. Die vortrefflichen Beziehungen der beiden Blätter zu den Bronnen der Regierungsweisheit zeigen, wer immer noch bei uns regiert: die Kreuz- Zeitungs"-Junker und der Centralverband! Das wird den Freifinn nicht hindern, auch an diesem frischen Grabe eine neue Hoffnung aufzupflanzen. Das verlangt nun einmal die freisinnige Unentwegtheit. Morituri te salutant, indem fie tot geprügelt werden, bekennen sie noch ihren Monarchismus! Deutsches Reich. : Beleidigung des deutschen Kaifers durch die Wiener Arbeiter Zeitung". Die Fülle der Prozesse, die Tag um Tag gegen Majestätsbeleidiger vor deutschen Tribunalen abgehandelt werden, genügt dem Eifer der Staatsanwaltschaften nicht mehr. Bis in das Ausland muß der Frevel der Respettlosigkeit gegenüber den deutschen Monarchen verfolgt und geiühnt werden. Leider ist es unmöglich, den ausländischen Uebelthäter in Person zu erfassen und den Freuden deutschen Gefängnislebens zu überliefern. Man muß sich genügen laffen, das sündige Preßprodukt, sobald es die Grenzen des Reichs überschreitet, als ungeeignet für deutsche Leser der Oeffentlichkeit zu entziehen. In Oestreich ist das objektive Verfahren" der Konfistation ein beliebtes Mittel, die Oppositionspresse zu chikanieren. Das Hauptorgan unsrer östreichischen Bruderpartei hat eine überaus reichliche Vergangenheit in dieser Gattung staatsanwaltlicher Socialistenverfolgung. Jetzt erlebt die Wiener Arbeiter- Zeitung" das freudige Geichid, das objektive Berfahren" in seiner Internationalität zu er proben. " Jm Regierungsbezirk Düsseldorf ist man, wie das Vorgehen der Behörden für Buschhausen zeigt, auch jezt noch der Ansicht, daß sogar durch Genuß von Kaffee, Milch, Limonade und Wasser die Buschhausener in solche Erregung geraten könnten, daß fie die öffentliche Ordnung verlegen würden. Dabei waren in dem Prozesse gegen Bredenbeck die Polizeibeamten nicht im Stande, aus einer langen Reihe von Jahren rückwärts auch nur einen einzigen Fall einer im Ruhrrebier Ruhestörung namhaft machen, die eine Folge der Erregung in einer politischen oder gewerkschaftlichen Versammlung oder Feier gewesen wäre, obgleich Was sie fehr viele Berjammlungen ohne Schaufsperre stattfinden. zur Rechtfertigung ihres Vorgehens anführen wollten, waren bloße Befürchtungen oder soweit zurückliegende angebliche Fälle, daß sie selbst nicht mehr im stande waren, genaues anzugeben, und daß jedeufalls jede Kontrolle, ob die Ruhestörung überhaupt mit einer Versammlung zusammenbing, ausgeschlossen war. Es ist den Genossen zu raten, in möglichst vielen Fällen die Beschwerde und in letter Reihe die Klage beim Ober- Verwaltungsgericht zu erheben, und sich eine so unbegründete und unhaltbare Braris der Behörden, die in keinem Teile Preußens ihr gleiches findet, nicht stillschweigend gefallen zu lassen. Erst im vorigen Jahre hat die Regierung zu Arnsberg eine Belehrung des Oberverwaltungsgerichts darüber erhalten, was ein„ politischer" Verein im Sinne von § 8 des Vereinsgesetzes ist, eine Belehrung, die man schon früher hätte erwirken können, wenn man in früheren Fällen rechtzeitig die gefeßlichen Rechtsmittel ergriffen hätte. Wenn man auch nicht übergroße Hoffnungen an die Rechtsprechung zu knüpfen braucht, so liegt doch kein Grund vor, sich einer als ungerecht empfundenen Verwaltungspraxis stumm zu beugen, so lange noch gefeßliche Rechtsbehelfe vorhanden sind. M Ju ihrer Nummer 244 vom 6. September d. J. hatte die Wiener Arbeiter Beitung" im Abschnitt Tagesneuigkeiten" den Sühnebefuch des Prinzen Tschun vor dem deutschen Kaiser erzählt und der VerWirkungen der Dreiklaffen- Wahl. faffer versuchte auch die Gedanken, die das preußische Ceremoniell Nachttopfschuüffelet betreibt ein hiesiges Sensationsblatt dem Aus Sachsen schreibt uns ein Barteigenoffe, der lange Jahre Diese Darstellung soll des im chinesischen Prinzen erweckt haben mag, haben mag, zu ergründen. Prinzen Tschun gegenüber. Ein Baseler Mitarbeiter des Blattes im sächsischen Landtag gekämpft hat und fachkundigster Beurteiler der deutichen Darstellung foll des gebotenen Respektes vor dem hat sich den Kehricht, den Brinz Tschum in dem Baseler Hotel zurückdeutschen Kaiser so sehr entbehrt haben, daß bereits gelassen hat, zu verschaffen gewußt, den er nun mit dem Eifer eines politischen Angelegenheiten Sachsens ist: sächsische Justizbehörden die Beschlagnahme etwaiger in ihrem Goldfuchers nach etwaigen achtlos fortgeworfenen Notizen durchEs ist sehr bedeutsam, wie die bürgerliche Bresse den Bereiche befindlicher befindlicher Exemplare jener fündhaften Nummer stöbert. Und da der Sühneprinz sich in Basel die Langeweile mit Ausfall der sächsischen Landtagswahlen bespricht. Mag immerhin ein der Arbeiter- Zeitung" anordneten, und jetzt erfahren wir, daß auch allerhand Krigeleien, mit Abschriften von Briefen und eignen Stück politischer Heuchelei hinter der Besorgnis liberaler Blätter stecken, der Erste Staatsanwalt beim Landgericht 1 Berlin das objektive Tagebuch Ergüssen vertrieben zu haben scheint, ist ist der die eine Versumpfung des Dreillaffen- Landtages Strafverfahren eingeleitet hat. Am 12. Oktober steht vor der Straf- eble Tichun- Philologe so glücklich gewesen, allerhand Aufzeichnungen fürchten und der konservativen 3 weidrittel- Mehrheit fammer Termin an. Da man der Platten und Formen, mit denen des Prinzen zu finden, die meistens vollständig interesselos sind und Maßhalten anraten, ganz ohne Grund find ihre Be- werden kann, so wird man fich genügen lassen müssen, auf Ein- Grab der Intelligenz des Prinzen irgend welche Schlüsse zulaffen, unter die Schilderung des Sühne- Empfangs gedruckt wurde, nicht habhaft in ihrer Abgeriffenheit nicht einmal auf den Charakter oder den sorgnisse über die Wirkung des Dreiklaffen- Wahlsystems nicht. Aber ziehung, Vernichtung und Unbrauchbarmachung" der Nummer 244 zu denen sich aber als einzige Perle die vom Prinzen angefertigte auch die Regierung verhehlt sich nicht die Bedenklichkeit einer erkennen. Kopie eines faiserlichen Briefes befindet. Dieser angebliche Kaiserausschließlichen konservativen Vorherrschaft in einem hochindustriellen brief soll folgenden Wortlaut haben: Staate. Hat die Regierung die Begehrlichkeit ihrer fonservativen Freunde nicht oftmals mit dem Hinweis auf die zu erwartende socialdemokratische Opposition gegen zu anmaßliche Forderungen gebändigt? Run fehlt diese Opposition. Das Fehlen einer gesunden und fräftigen Oppofition erzeugt aber vollständige Stagnation, und die Landtags- Phäaken werden bald erfahren, was es heißt, die Opposition aus dem Gesichtskreise ihres feisten Daseins zu bannen und sie zurückzudrängen in die breiten Massen, wo sie jetzt, nach dem Wahlrechtsraub und mit dem Wachsen des Bewußtseins der Entrechtung, einen besseren Resonanzboden findet als je. " Es ist bedauerlich, daß nicht viele Exemplare der Wiener Arbeiter- Zeitung" der Verurteilung des Gerichtshofs zum Opfer fallen können, da diese Zeitung bisher nicht in größerer Auflage die deutsche Reichsgrenze überschritt. Jedoch hoffen wir, daß durch die jezige behördliche Aufmerksamkeit auch das Interesse weiterer deutscher Streife fich dem vortrefflichen Organe der öftreichischen Socialdemo tratie zuwenden wird. " Als Filiale der Landwirtsbündler erklärten sich soeben offen die Antisemiten Zimmermann- Hirschelscher Richtung. Ganz im Sinne des Bundes der Landwirte erklärten sie auf ihrem Barteitag" in Leipzig den Wuchertarif der Regierung noch nicht für ausreichend, der vielmehr agrarisch lückenlos" ausgestaltet werden müsse in Bezug auf alle Produktionszweige der Landwirtschaft" unter Berüdsichtigung auch der Gärtnerei. „ Der Minister soll nicht vergessen, was ich ihm über den außerordentlichen Unterricht und die Uebungen der Soldaten gesagt habe. Unser Militär in der Mongolei muß sehr tüchtig werden. Dann können sie uns gegen die Fremden und vor den Bogern schützen. Das Gymnasium ist bereits gebaut, und es muß der Unterricht wie auf einem Gymnasium des Auslandes gehandhabt werden. Was die Leute Ihnen sagen, dürfen Sie nicht glauben. Nein! China darf nicht mehr zurückbleiben. Es muß vorwärts und muß deshalb seine Soldaten gut üben. Das ist sehr wichtig, sehr wichtig! An dieser Stelle möchte ich nicht mehr sagen, aber Sie dürften schon verstehen, was ich meine. Der Minister soll nicht vergessen, mir vom Schiffe aus zu schreiben, was Sie auf dem ganzen Wege gemacht haben." Man ersähe aus diesem Briefe also, daß selbst der energielose, als fremdenfreundlich gerühmteKaiser Kwangfü nach demWaldersee- Krieg begriffen hat, daß es für China nur ein Mittel geben kann, sich die selbstlosen Freundschaftswerbungen der Mächte vom Hals zu halten: ein tüchtiges Heer. Freilich wird sich die Litteratennation nicht fo leicht in einen Militärstaat verwandeln lassen. " Weiter oben als in Regierungsfreisen mag es jetzt auch nicht angenehm empfunden werden, seinerzeit von den voraussichtWer die Beziehungen mancher Antisemiten zum Bund der Landlichen Wirkungen des Dreiklassen- Wahlrechts nicht genau unterrichtet wirte fennt, wird sich freilich über diesen Wucherfanatismus nicht worden zu sein. Denn, wie uns glaubwürdig versichert wurde, wundern. Ob sich aber nicht etliche Mittelstandsleute wundern werden, bestanden doch oben Bedenken, die Wahlentrechtung so weit zu die auf die Weise gerettet" werden sollen, daß sie erhöhten Fleisch treiben, Bedenken, die aber von der Hofratsclique und ihrem Er- und Brotzoll an das Junkertum zahlen? korenen, dem Minister v. Metsch, mit allerlei Beschwichtigungs- Durch ihre Resolution entpuppen sich die Antisemiten, auch die mittelchen behoben wurden. Jetzt mag man wohl einsehen, Anti- Liebermänner, deutlich in ihrer wirklichen Natur: Sie sind nichts Eine Walderfeefeier, veranstaltet vom Bezirksverein Hannoverdaß der monarchische Gedanke" und die Popu- als eine mastierte Hilfstruppe des Bundes der Landwirte, die den Iarität seines Hauptträgers keinen stärkeren Stok er ved hat, die Handwerker, Kleingewerbetreibende. Beamte, Klein- Linden des deutschen Kriegerbundes, fand am Sonntagabend bauern für die Zwecke der Landmagnaten einzufangen. Daß fie ge- in Hannover statt. Des Weltmarschalls angebliche Berdienste um halten konnte, als durch die Entrechtungs- Gesetzgebung des legentlich auf den Bund der Landwirte schimpfen, ift eine Schein- den ehrenvollen" Friedensschluß in China wurden von dem Zestredner Ministeriums Metzsch. Kein Zweifel, man ist verblüfft, nachdem die gegnerschaft, die den intimen Zusammenhang verdecken soll! ebenso enthusiastisch gepriesen, wie diejenigen aufs tiefste bedauert Eliminierung der socialdemokratischen Abgeordneten" vollzogen ist, wurden, die sich nicht entblödet hatten, des erhabenen Mannes Verdienste Bedrohung vermittelst Socialreform. Im Uebereifer gegen nörgelnd zu verkleinern. Zum Schluß wurde dann ein Huldigungsdie zu wollen der Minister v. Metzsch bei den Verhandlungen im die Großindustrie des Centralverbandes hatte die Kreuz telegramm an den Grafen abgesandt, der ja infolge seines Blutgeschwürs Landtage 1896 bestritt. Den gleichen Gedanken hat er natürlich auch Beitung" jüngst die schwere Drohung erhoben, die konservative ſein Versprechen, sich persönlich anhuldigen zu lassen, nicht hatte beschwichtigend nach oben fruttifiziert. Bartei werde, falls nicht der ganze Zollincher zugestanden werde einlösen können. Ob diese Huldigungsdepesche das unangenehme Daher schlägt die Presse der„ Ordnungsparteien" jetzt heuch- Socialreform betreiben und fein Buchthausgesez bewilligen. Gefühl zu lindern vermag, in dein sich Waldersee als Oberstlerisch einen gemäßigteren Ton an und giebt sogar dem Gedanken Die Kommentare, welche andre Blätter diesem köstlichen Geständnis kommandierender und Höchstverantwortlicher des Chinacorps befinden einer später wieder vorzunehmenden enderung fonservativen Reformdranges widmeten, haben das Blatt genötigt, muß, nachdem offizie. Das Eingeständnis gemacht worden ist, daß des Dreitlassen Wahlrechts Raum. Charakteristisch ist sich gegen das ihm widerfahrene„ Mißverständnis" au wehren. Was sie die astronomischen Instrumente der Betinger Sternwarte nicht auf in dieser Beziehung folgende Aeußerung des partei offiziellen denn so Blamables ausgeplaudert habe, fragt die„ Kreuz- Zeitung"; legitimem Wege für Deutschland erworben sind? tonservativen Vaterland": es sei doch bekannt, daß ein Teil der Konservativen eine vorsichtige Fortführung reformfreundlicher Socialpolitif" be= fürworte; diese Barteimitglieder hätten sich aus Rücksicht auf die Sammelpolitit" allerdings eine gewisse Zurückhaltung" auferlegt, sie würden aber, wenn jegt die Centralverbändler die Sammelpolitit zu Grunde richteten, diese Zurückhaltung aufgeben. Die Kreuz- Zeitung" fügt hinzu: Daß wir im übrigen in dieser Angelegenheit nicht im Namen der tonservativen Partei uns geäußert haben, braucht für jeden, der die Partei und die Kreuz- Beitung" tennt, nicht erst versichert zu werden." Der Früchte der ostasiatischen Missionsthätigkeit. Ende Mai dieses Jahres kam es bekanntlich auf der südlich von Korea belegenen InfelQuel post zu Unruhen, in deren Verlauf sich Ausschreitungen gegenüber den Christen und den Missionaren ereigneten. franzöfifche Gesandte schickte natürlich schleunigst eine Note an die toreanische Regierung, in der er Genugthuung für die gegen die französischen Geistlichen und ihre Böglinge begangenen Miffethaten verlangte. Diese Note des Gesandten hat inzwischen die koreanische Regierung ihrerseits, wie die in Berlin erscheinende, von einem Japaner redigierte Zeitschrift„ Ostafien" mitteilt, mit einer Note bes antwortet, in der die Ursachen der Unruhen dargelegt werden. Das nach machten sich die Christen vor dem Ausbruch der gegen sie gerichteten Unruhen folgender Verbrechen schuldig: Die koreanischen Christen haben „ Wir verhehlen uns keinen Augenblid, daß wir diesen Erfolg in der Hauptsache nur dem jezt geltenden Wahlgesetz zu verdanken haben, das die Entscheidung über den Wahlausfall in die Hände der begüterten Boltstlassen gelegt hat Das Wahlsystem lediglich auf die Steuerleistung aufzubauen, hat gewiß sein Bedentliches. Andrer= feits wird man aber auch nicht bestreiten können, daß es nichts Ungerechteres giebt, als das von den Socialdemokraten verlangte allgemeine und gleiche Wahlrecht, in dem die Stimme des Fabrit. besitzers oder großen Gutsherrn, von dessen Tüchtigkeit das Wohl Die tonservativen Führer haben also der Redaktion der„ Kreuzvon hundert Arbeiterfamilien abhängt, nicht mehr gilt, als das Beitung" bedeutet, daß sie für die tölpelhafte Ausplauderung der seines Laufburschen oder seiner Köchin. Wenn erst Erfahrungen wirklichen fonservativen Gesinnung nicht verantwortlich gemacht mit dem Dreiklassen- Wahlsystem vorliegen, wird sich eine werden wollen, sie wünschen es Herrn Dr. Kropatscheck zu überAbänderung desselben von selbst ergeben." laffen, sich so gut oder so übel als möglich aus der unangenehmen Wir sehen in dieser Aeußerung nichts andres als einen not- Sache herauszuziehen. Aber die Aufklärung des Mißverständnisses" gedrungenen Beschwichtigungsversuch nach unten und nach oben. bekräftigt nur durch neue und vermehrte Tölpelei die alte. Das Die Konservativen, mun im Besige unumschränkter Macht, steden eine intereffante Bekenntnis bleibt bestehen und ist wohl aufzubewahren, Maste auf, in der sie minder bösartig erscheinen wollen. Zu den daß die Konservativen in Rücksicht auf den industriellen GroßFaseleien über den Wert des allgemeinen gleichen Wahlrechts ver- tapitalismus sich der Socialreform enthalten haben. Wenn jetzt die und deren Wert jezt bedeutend höher ist als damals, jezt unter lieren wir kein Wort; das Reichstags- Wahlrecht, das den Konser- Kreuz- Zeitung" erklärt, ihre Partei werde bei Ablehnung ihrer Ridgabe des erhaltenen Betrags einfach wieder angeeignet gegen vativen ein Dorn im Auge ist und ihnen bei den nächsten Reichstags- glaubt das zwar noch niemand, aber immerhin mag es erprobt Bollwünsche nun endlich doch fich zur Socialreform wenden, so den Willen der jetzigen Befizer; 4. unschuldige Richtchriften mishandelt; wahlen den Willen der sächsischen Bevölkerung noch deutlicher bezeugen werden! Es ist ein neuer Grund gegeben, diesen Zollwucher zu be- 5. bei nächtlicher Dunkelheit gemeinschaftliche Raubzüge wird, hat nach seinem mehr als dreißigjährigen Bestehen Erfahrungen feitigen, denn seine Beseitigung eröffnet die Aussicht auf eine unternommen; gezeitigt, die feinen Wert selbst manchen sonst widerhaarigen Reaktio- wenigstens vorsichtige Socialreform" auch ihrer bisherigen 6. mit von Christen ausgestellten Schriftstücken Geld vom Volke nären eingepauft haben. Feinde! 200 Joordelerpreßt; 1. nach Winfür Mordthaten berübt, ohne daß der Regierungsbeamte die Thäter hätte verhaften können; 2. Frauen entführt und vergewaltigt, wozu die Mitwisser stillschweigen mußten; 3. sich die Häuser und Güter, welche fie früher verkauft haben 7. Kirchhöfe, die vom Bolte sehr heilig gehalten wurden| noch ein Reingewinn von 2,6 Millionen zu verzeichnen, wogegen er] Rontingente zu stellen. Die neuen berittenen Truppen würden die und welche nicht von Fremden betreten werden durften, ent- jezt nur 1/4 million beträgt, 1/10 Proz. des 250 Millionen betragenden müde Infanterie ablösen. weiht, indem sie hineingedrungen sind und dortselbst viele christ- Anlagefapitals. Die Einnahmen aus den Zöllen find von liche Tote beerdigten; 8. Bäume gefällt, wo es ihnen gerade beliebte; 9. die von der Regierung verbannten Christen befreit und in Sicherheit gebracht; 10. bei Streitigkeiten zwischen Christen und Nichtchriften, den französischen Missionaren dies gemeldet, welche die Nichtchristen, einerlei ob sie schuldig oder unschuldig waren, für schuldig erklärten und bestraften; 11. eine Anstalt mit Straf- und Marterwerkzeugen eingerichtet. Man sieht, daß die asiatischen Staaten alle Ursache hätten, sich durch ein gemeinsames Anarchisten gesez gegen die unheilvollen Einflüsse der christlichen Missionsarbeit zu schützen. -* Kroonstad, 6. Oktober. Eine Truppenabteilung unter Major Holmes hat am 1. d. Wits. das nördlich vom Zand- River gelegene ager des Kommandanten Marais genommen. Die Verluste der Boeren betrugen 2 Tote, 2 Verwundete, 20 Gefangene. Erbeutet wurden 17 Wagen, 10 Karren und 800 Stück Vieh. London, 7. Oftober. Aus Matjesfontein wird gemeldet: 3wischen den Truppen des englischen Kommandos Cavanagh und dem Kommando Scheeper fand gestern ein Gefecht statt. Kommandant Scheeper leitete dasselbe, obgleich er leidend ist, von seinem Wagen aus. 42,1 Millionen auf 41,3 Millionen zurückgegangen. Die Einnahmen des Post- und Telegraphenwesens, die im Vorjahre einen Ueberschuß von 93 000 Stronen ergaben, weisen in diesem Jahre ein Minus von 56 000 Sr. auf.- Die westindischen Inseln tragen auch nicht wenig zu der schlechten Finanzlage bei. Die Bucker tochereien auf St. Croix haben die Zinsen für das ihnen von Staat gewährte Darlehn nicht bezahlt; ihre Schuld beträgt 360 000 Kr. Auch die Kommune St. Croix hat die Zinsen ihrer Schuld nicht bezahlt und die staatlichen Plantagen in Westindien haben ein Minus von 11 000 Str. Statt des erwarteten Ueberschusses von 18 000 Str. ergeben. Der Kriegsminister hat sein Budget um 448 000 Str. überschritten. Der Bestand der Staatstaffe beläuft sich auf 13 Millionen Kr. Englische Werber sollen in Dresden, der Nachricht eines Dresdener Blattes zufolge, ihr Unwesen treiben. Wie das Blatt Westindiens Schuld beträgt 9 Millionen. Man kann sich ja", schreibt mitteilt, ist es ihnen gelungen, 15 Mann aus der Siemensichen" Politiken"," das platonische Vergnügen machen, diese 9 Millionen Glasfabrik zu gewinnen, die inzwischen nach Hamburg abgedampft als Attiva aufzuführen, obgleich fie in Wirklichkeit längst verloren eine äußerst gedrückte. In London wird Rohzuder im Großhandel find. Den Leuten ist vorgemacht worden, daß fie in einer Glasfabrit find. Will man sie wieder haben, dann wird man genötigt sein, die mit 8,18 Pf. pro Pfund gehandelt, für Raffinade würde das einem angestellt werden sollen. Der Oberagent der Berber soll gegenwärtig Inseln zu verkaufen. Damit vermindert man die jährlichen Aus: Preise von ungefähr 10 Bf. gleichkommen. Wir zahlen in Deutschgaben bedeutend und gewinnt noch eine schöne runde Summe. Es sieht beständig schlimm aus um Westindien." noch in Dresden seiner Thätigkeit obliegen. Pflicht der Behörde wäre es, die wahre Mission des Mannes festzustellen, und ihm im Falle seiner Entlarvung den Prozeß zu machen. Ausland. Belgien. die Regierung 43 000 Mann, um die Ordnung zu sichern". Aus Industrie und Handel. Die Lage des Zuckermarktes. Die Preislage für Zucker ist gegenwärtig auf dem Weltmarkte erhöhen. land nach den vom Zudersyndikat bestimmten Preise für Krystallzucker 28,20 3f., für Würfelzucker 31,20 f. und für gemahlene Raffinade 29,70 Pf. pro fund im Großhandel. Diese gewaltige Dad Treiben der belgischen Reaktion. Man schreibt uns Differenz im Breise ist sowohl durch das Buckershudikat, wie durch München, 7. Oftober. Abgeordnetenhaus. Die Debatte aus Belgien: Die belgische Regierung und die belgische Social- die Gesetzgebung in Deutschland hervorgerufen. Der Konsument in Deutschland muß zu dem Weltmarktpreis von über den Zolltarif: Gesezentwurf wurde heute fortgesetzt. Cassel- demokratie bereiten eine Schlacht vor, welche wichtige Folgen haben mann( liberal) rechtfertigt die Politit der Liberalen. Diese er tann. Die Socialdemokraten haben beschlossen, das allgemeine reine 10 Pf. für das Pfund allein an Verbrauchssteuern 10 Pf. entrichten, tennten den landwirtschaftlichen Notstand an, müßten aber eine Wahlrecht zu erringen und das Pluralsystem, das allein noch die die er zur Füllung unsres Steuersädels opfern muß, und die Schlußeinseitige agrarische Interessenpolitik ablehnen, weil es außer flerifale Herrschaft hält, mit allen möglichen Mitteln zu beseitigen. differenz von rund 8-11 Pf. fordert ihm das Syndikat ab. Wir der Landwirtschaft noch andre Erwerbsstände in Deutsch Ihrerseits sucht die Regierung auch ihre Position mit allen zahlen in Deutschland nahezu dreimal höhere Breise als in London. land gebe. A ich bichler( Centrum) vertritt energisch die Inter- möglichen Mitteln zu verteidigen. Sie verkündigte nach außen ihre wir ihn noch nie erlebt haben, rief das deutsche Syndikat in den letzten ihreährend auf dem Weltmarkt ein Preistiefstand eingetreten ist, wie essen der Hopfenbauern. Minister Freiherr von Feiligschmäßigung", während sie intensiv gegen das Volk rüstet. So wurde erklärt, er werde im Interesse der wirklich schwer notleidenden vor wenigen Tagen ein Generalvitar Mgr. Rutten zum Bischof von Jahren überhaupt ſeit seinem Bestehen fortgefekt eine Preissteigerung Hopfenbauern und Tabatbauern im Bundesrat eine Erhöhung der Lüttich ernannt, der bekannte Verfolger der christlichsocialen Pfarrer hervor, die geradezu unerhört ist. Diese Aktion konnte das Syndikat Bolltariffäte für Hopfen und Tabak beantragen. Der ganze dieser Diözese. So fündigte diese Woche Herr De Sadeleer, ungestört ausführen, weil der hohe Eingangszoll von 40 Mark pro Bolltarif verfolge den Zwed, die Lage der einheimischen Land- Präsident der Kammer, offiziell für November seinen Rücktritt Doppelcentner die Konkurrenz ausländischen Zuckers unmöglich wirtschaft besser zu gestalten und zu erreichen, daß die Höhe der Er- an, weil seine Klerifalen Freunde ihm seine korrekte und un- machte. Ja es ist nicht ausgeschlossen, daß wir in nächster Zeit noch träge die Höhe der Produktionskosten entspreche. Im großen und parteiische Haltung gegenüber den socialdemokratischen Abgeordneten Buderraffinerien nicht stehen bleibt, vielmehr auch die Großhändler weitere Preissteigerungen erleben, da die Syndikatsbildung bei den ganzen sei die Höhe der industriellen Zölle verschwindend gegen nicht verzeihen. über der Höhe der landwirtschaftlichen Zölle. Eine Grenze der Endlich beabsichtigte die Regierung eine Vorlage durchzubringen dem gegebenen Beispiel folgen wollen, um ihren Gewinn zu Erhöhung letterer bilde das Interesse der übrigen Stände. Die die Besprechung beginnt Dienstag, den 8. Oftober, welche zum Dabei ist die Geschäftslage die denkbar ungünstigste und bei Regierung müsse das allgemeine Interesse des Landes verfolgen und Zweck hat, eine Armee von Soldlingen gegen den inneren werde deshalb bemüht sein, einen Interessen ausgleich Feind zu schaffen. Nach dieser Vorlage würde das Heer auf gut- dieser Tattit des Synditats nicht zu ersehen, wie die Kalamität auf Interessenausgleich bem Markte gehoben werden fönnte. Die jetzt beginnende Zuckerherbeizuführen. Pichler( Centr.) betont, daß seine Partei stets bezahlte Freiwillige gegründet werden und jährlich mindestens für die Interessen der Landwirtschaft eingetreten sei, und bedauert; 20 Millionen Frant mehr tosten( 100 m. ftatt 80). Das jährliche kampagne verspricht eine sehr ertragsreiche zu werden, die Rübendaß die bayrische Regierung im Bundesrat nicht die Wünsche der Kontingent wird von 13 500 auf 15 100 Mann und das Kriegsheer eine Erklärung dafür, daß die Preise auf dem Weltmarkt so gedrückt ernte ist in allen Zucker producierenden Ländern gut ausgefallen bayrischen Landtagsmehrheit bezüglich des Gerstenzolles zur Geltung von 145 000 auf 180 000 Mann gebracht. In der Friedenszeit behält sind. Ausgeschlossen erscheint es aber bei den hohen Inlandspreisen, bringe. Weiterberatung Dienstag. Sofern sich aber die Freiwilligen nicht zahlreich genug melden, den Verbrauch zu heben, denn die Kleine Ermäßigung, zu der fich das Syndikat vor furzem bequemte, fällt nicht wird der Kriegsminister das jährliche Kontingent vermehren. ins Gewicht. Ebenso aussichtslos ist aber die Steigerung Dieſe Borlage läuft nur auf eine Vermehrung der Lasten an Die europäische Politik um den Persischen Meerbusen. Geld und Blut für die Proletarier hinaus find trop unfrer hohen Export- weil die Reichen einen des Exports, denn wir London, 5. Oktober. prämie fortgesezt in der Ausfuhr zurückgedrängt. Die Ausfuhr Erfagmann gegen 1600 Fr. taufen" können. Seit dem Vertrage von Turkmantschai im Jahre 1828, wonach Um das neue parlamentarische Jahr gut einzuleiten, hat die des deutschen Zuckers sant von 1 141 097 Tonnen um Jahre 1897 auf Persisch- Armenien an Rußland überging, hat die lettere Macht nicht Brüffeler Föderation der Arbeiterpartei am Sonntagnachmittag, 1006 466 Tommen im Jahre 1900. Auf dem amerikanischen Markt aufgehört, ihren Einfluß in Persien zu befestigen. In ihrem Ver- 6. Oktober, eine große Demonstration gegen den Militarismus im find wir in sehr ungünstige Position gekommen, weil die höheren langen nach einem eisfreien Seehafen richtete fie, in Uebereinstimmung allgemeinen und diese Borlage im besonderen organisiert und viele amerikanischen Bollsäge für deutschen Zucker uns vom Markt vermit ihrer ganzen orientalischen Politit, ihre Aufmerksamkeit auf den tausende Flugblätter verbreitet, welche die Notwendigkeit der social- drängen. Diese Aufmerksamkeit haben wir unsren Prämiensäßen zu Persischen Meerbusen. Nachdem der englische Widerstand gegen diese demokratischen Bestrebungen auseinandersetzen. verdanken, die für die Vereinigten Staaten von Nordamerika der Bläne fich als zu start erwiesen hatte, wandte sich Rußland dem Anlaß waren, uns, und auf unsre Denunziation auch den Russen, fernen Osten zu, wo seine Bemühungen vom gewünschten Erfolge höhere Einfuhrzölle aufzuerlegen. So rächt fich die Liebesgabengekrönt wurden. Nicht nur ein eisfreier Seehafen ersten Ranges London, 5. Oktober. Als Nachtlang des Lübecker politik an ihren eiguen Befürwortern und schlägt sie mit denselben wie Port Arthur, sondern die ganze Mandschurei tam in seinen Parteitags verdient folgende Bemerkung des heutigen Speaker" Witteln nieder, die der künstlichen Entwicklung dieser Industrie gedient Besiz. Englands Macht reichte nicht mehr aus, diesen Zug nach einige Beachtung:" Der Jahreskongreß der deutschen Social haben. Denn thatsächlich kann von einer normalen Entwicklung dem Often zu durchfreuzen, was für Rußland das Signal war, feine demokratie dürfte wohl die Wirkung haben, die Reformbestrebungen dieser Industrie unter der staatlichen Steuerprotektion gar nicht geredet alten persischen Pläne wieder aufzunehmen. Während sich wie in Deutschland zu stärken. Am Sonnabend nahm der Stongreß werden. Die Gewinne in der Zuckerindustrie waren seiner Zeit so Lord Salisbury sagt die britischen Zähne" an Südafrika ver- eine wichtige Resolution über die Wohnungsfrage an, die in Deutsch exorbitant, daß für das Kapital ein riesiger Anreiz gegeben wurde, biffen, gewährte Rußland an Persien eine Anleihe von 22 500 000 land als eines der bedeutendsten Probleme von Oekonomen und hier Anlage zu suchen. Die Erfindungen sicherten eine immer erRubel, wofür es sehr bedeutende Bahnbau Konzessionen er- Bublizisten betrachtet wird. Aber das bedeutendste Erhöhtere Ausbeute der Rüben und schließlich warf der Staat Millionen hielt, sowie auch die Zustimmung, die transkaspische Eisen- eignis des Kongreffes war Bebels großartige den Produzenten in den Schoß, um die Gier nach neuen Gründungen bahn nach dem Persischen Meerbusen fortsetzen zu dürfen. Anklage gegen ben 3olltarif." Der„ Speaker" giebt abermals anzufachen. So ist die Produktion weit über den Bedarf Seit furzem wurde auch eine zwischen Odessa und dem sodann die Grundzüge der Rede und betont besonders den Scharf- gestiegen, das Ausland kann die überschüssige Menge nicht aufnehmen, Persischen Meerbusen verkehrende Dampferlinie geschaffen, die blick Bebels in Bezug auf die voraussichtlichen Wirkungen des Tarifs ein bedeutendes Absatzgebiet, Nordamerika, dessen Rohrzuckerfabrikation von der russischen Regierung fubventioniert wird. Die projektierten auf den Dreibund und Frankreich. der billige ausländische Rübenzucker erdrückte, geht selbst zur Fabrikation des und wirklichen Schöpfungen all dieser Verkehrsmittel haben gewiß Rübenzuckers über und hat für die Rübenkultur weit ertragsreicheren Boden, als wir auf unserm ausgemergelten Ader, Heute ist der Karren mehr verfahren als je, aber es giebt kein andres Mittel, als mit der Liebesgabenpolitik zu brechen und durch billige Julandpreife den Konsum zu heben. Dem schädlichen Zustand, daß wir durch hohe Besteuerung des Buders es ermöglichen, in England Zucker auf den Markt zu bringen, der um ein Drittel billiger ist, als ihn der deutsche Konsument erhält, muß ein Ende bereitet werden. " D • England. Türkei.anti " stehenden bulgarischen Bande und türkischen Truppen Zusammenstöße vorgekommen sein. Sechs Bulgaren sollen getötet, einer verivundet fein. Die übrigen entflohen. Auch sollen in der Ortschaft zwei Bomben aufgefunden sein. Amerika. Der Centralverein für Arbeitsnachweis zu Berlin be richtet über den Geschäftsbetrieb im Monat September 1901: ungelernte Klemp. Tape weibl. ins Maler Schloffer Arbeiter ner zierer Pers. gesamt mehr ein politisches als ein kommerzielles Jutereffe, was übrigens dut eines der Kennzeichen des imperialistischen Nurses ist. Durch lange Blutiges Rencontre. Nach Meldungen aus Uestüb sollen in Geduld und rasche Ausnutzung der politischen Situation ist es der Nähe der Ortschaft Grandsko zwischen einer aus 9 Mann beRußland gelungen, sich in einer Intereffensphäre festzusetzen, die England als die ihrige, weil zum Schuße Indiens notwendige, betrachtet hat. Allerdings liegt der Schuh Indiens nicht in außer indischen Interessensphären, sondern in durchgreifenden, ernsten wirtschaftlichen und sanitären Reformen in Indien selbst, aber das ist bekanntlich nicht der Zweck der Kolonialpolitik. Die indische Regierung denkt noch immer mit den alten diplomatischen Mitteln aus- Samb. Korresp." von dem venezolanischen Generalkonsulat in Vom venezolanisch- columbischen Krieg. Nach einer dem tommen zu können und hat deshalb kürzlich beschlossen, eine Eisen- Hamburg zugegangenen Mitteilung soll es überhaupt noch bahn von Quetta via Nuschki nach dem Persischen Meerbusen zu nicht zuzusammenstößen, sei es in Benezuela felbst, sei es Gingeschriebene, arbauen. Da aber Rußland bedeutende Bahnkonzessionen in Persien mit Kolumbien, gefommen sein. Die New Yorker Depeschen ver- beitsuchende Bers. 1789 1125 274 besitzt, so dürfte ein russischer Einspruch nicht lange auf sich warten breiteten allerhand erfundene Stäubergeschichten von einer Revolution Bon Arbeitgebern 99 390 332 4009 Lassen. in Venezuela und unt einem Krieg mit Kolumbien, die verl. Arbeitskräfte 1852 In den letzten Wochen sind noch weitere Interessenkonflikte hinzu europäischen Interessen, die den amerikanischen Bestrebungen In Arbeitgebrachte 1625 216 127 629 318 4767 gekommen, die auch Deutschland, d. h. die deutsche Kapitalistentlasse in Südamerika im Wege stehen, beiseite schieben zu können. In der Personen 1706 1158 168 112 356 258 8753 berühren. Der Streitpunkt ist Kueit( Koweit), das an der nordwestlichen Küste des Meerbusens gelegen ist und einen ausgezeichneten nirgends gestört worden. Wie im politischen Interesse telegraphisch That ſei noch kein Schuß im Lande gefallen, sei der Friede noch Geschäftsberichte deutscher Konsumvereine. Der„ Wochen Hafen hat. Seine politische Bedeutung liegt auch noch darin, daß es die Endstation den projektierten den projektierten deutschen gelogen zu werden vermag, haben ja erst wieder die Shanghaier bericht der Großeinfaufs- Gesellschaft deutscher Stousumvereine" giebt Euphrat Thal- Bahn( Bagdad Bahn) werden und Kapstädter Lügenfabriken bewiesen, dennoch ist die natürlich in seiner legten Rummer die Geschäftsberichte einer Anzahl Konsumund so das Mittelmeer mit dem Persischen Meerbusen verbinden sollte. ebenfalls tendenziöse Darstellung des Hamburger Generalfonfulate vereine bekannt, die ohne Ausnahme ein finanziell recht günstiges dem Persischen Meerbusen verbinden sollte. mit nicht minderer Vorsicht aufzunehmen, wie das, was über New York Ergebnis aufweisen und einen Fortschritt dieser Bewegung anDer Scheit von Kueit, Namens Mubarat, führte in letter Zeit einen Krieg gegen seinen Nachbar, den Emir von Neschd. Der aus Südamerika gemeldet wird. Scheit war anfangs erfolgreich, erlitt aber in der Folge eine ent Uebrigens liegt heute wieder folgendes Telegrammt aus scheidende Niederlage und befürchtete einen Einfall des Emirs. New York vor: Mubarat rief die Engländer zu Hilfe, die sofort einige Kanonenboote der kolumbischen Grenze nach Caracas zurückgekehrt ist, hat folgenden Eine Drahtung des venezolanischen Abgesandten, der foeben von nach Kueit entsandten. Nun erschienen auch türkische Truppen, da der Sultan behauptet, die streitenden Barteien ständen unter Wortlaut:„ Venezuela wartet, bevor es einen Angriff unternimmt, auf eine Beantwortung seiner an die kolumbische feiner Suzerenität, daß er also das Recht habe, vermittelnd Regierung gerichteten Note. 30 000 Benezolaner find auf militärisch einzugreifen und zu diesem 8wede Kueit zu besetzen. Diese Maßregel stieß auf den heftigsten Widerstand der Goajire zufammengezogen." Engländer, die mit Gewalt drohten. Zu einem Zusammenstoß zwischen England und der Türkei ist es nicht gekommen, da die türkischen Truppen weit vom Schusse blieben. Der Zwischenfall wird wohl vorläufig auf diplomatischem Wege erledigt werden. In wessen Interesse der Sultan handelte, ist nicht ganz klar. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, daß er Truppen mobilisierte, um zwischen 4 zwei streitenden Stämmen zu vermitteln. Er kann nur entweder durch das Drängen Deutschlands oder Rußlands zum Einschreiten veranlagt worden sein. Den Zweck hat übrigens sein Eingreifen erfüllt: es hat England verhindert, das Protektorat Der Boeren- Krieg. Reffeltreiben gegen Botha. tünden. Wir geben in Kürze einen Auszug. An Der Konsumverein„ Vorwärts" in Luckenwalde hatte im ersten Halbjuhr 1901 einen Umsatz von 383 075 M. und einen NeinDer Konsumverein Weida berichtet in dem ersten Geschäftsjahr, der 101/2 Monat umfaßt, über einen Umgewinn von 37 728 M. fat von 18 415 M. und einen Reingewinn von 1023 m. Stüdvergütung wurden 4 Brozent, gezahlt. – Der Konsumverein in Göttingen giebt seinen Umjaz im Geschäftsjahr 1900/01 auf 480 113 art an, der Reingewinn betrug 39 842 M. Der Konsumverein in Königstein hat im letzten Geschäftsjahre seinen Umsatz von 49 163 auf 60 452 M. gesteigert. Der erzielte Reingewinn beläuft sich auf 5841 W., an Rückvergütung wurden 61/2 Broz. gezahlt. Der Banter Konsumverein hatte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 428 788 m. Der durch die eigne Bäderei erzielte Gewinn betrug 21 765 m., der Reingewinn des gesamten Unternehmens 54 446 M. in Ealbe giebt seinen Umjaz im letzten Geschäftsjahr auf 138 514 An Rückvergütung wurden 8 Broz. gewährt. Der Konsumverein Mart an und erzielte einen Reingewinn von 14 396 M. Zur Verteilung gelangten 10 Broz. Rückvergütung. Der Konsumverein Belten erzielte bei einem Umsatz von 113 543 M. im ersten Halbjahr einen eingewinn von 13 838 M. und verteilte 9 Proz. Rückvergütung. Der Konsumverein„ Borwärts" in Brandenburg hatte im ersten Geschäftsjahr 401 232 M. Umfaß und 80 824 M. Reingewinn. Neben 4 Proz. für Geschäftsanteile wurden 8 Proz. Rückvergütung gezahlt. Jm Arnstädter Konsumverein betrug im ersten Geschäftsjahr der Umsatz 97 081 Mt. und der Reingewinn 11 178 m. An Rückvergütung wurden 10 Broz. gezahlt. Der Allgemeine Konsumverein Braunschweig hatte im ersten Halbjahr ben stattlichen Umsatz von 769 072,62 M. zu verzeichnen, gegenüber dem Dänemark. Wie der militärische Mitarbeiter der„ Sunday Times" erfährt, Borjahr ein Mehr von 141 833,96 M. Der Steingewinn beziffert Der Staatshaushalt für das Finanzjahr 1900-1901 wird 2 ord Kitchener bald freie Hand in der Kriegs- fich auf 73 024,07 m. Der Leipzig- Plagwiser Konsumgiebt ein ziemlich trostloses Bild von der finanziellen Lage des Leitung haben. Seinem Verlangen nach mehr berittenen verein giebt den Umsatz in seinen 49 Verkaufsstellen im legten dänischen Staats; die Einnahmen sind zurückgegangen, die Ausgaben Truppen werde bereits Folge geleistet, vorerst werde eine ansehn- Geschäftsjahr auf 9 729 642,59 M. an. Die Dividende beträgt gestiegen; die Staatsschuld ist auf 217 Millionen angewachsen, seit liche Anzahl berittener Infanterie abgesendet werden, der 9 Proz. Dem Verein gehören 29 358 Mitglieder an. Der Konsum 1899-1900 eine Zunahme von rund 10 Millionen Kronen. nötigenfalls drei britische Reiterregimenter folgen würden, die für verein Berlin- Nord hatte im Geschäftsjahr 1900/01 einen Die Einnahmen betragen insgesamt 66,8 Millionen gegen Einschiffung bereit gehalten werden. Monatlich würden 8000 Pferde Umsatz von 185 845,41 m. gegen 50 490,67 M. im Vorjahre. Der 69,5 Millionen im Vorjahre. Der Rückgang der Einnahmen tritt eingeschifft werden. Wahrscheinlich würden auch Kanada und die Reingetvinn belief sich auf 11 869,91 m. An Dividende wurden 6 Proz. besonders stark bei den Staatsbahnen hervor. Hier war im Vorjahre australischen Kolonien angegangen werden, weitere berittene verteilt. über Kueit zu erklären. Ein Berichterstatter der„ Times" in Südafrika berichtet in einer Drahtung aus Dundee vom 5. Oktober über eine große Truppens bewegung, die sich im Südosten von Transvaal unter Leitung des Generals Lyttleton behufs Einschließung der Boeren vollziehe, man fürchte jedoch, daß der Feind, beunruhigt durch seine Erfahrungen bei Fort Jtala, eine weitere Konzentrierung vermeiden werde, Der Zwischenfall ist also noch lange nicht erledigt. Er ist nur Das Hauptcorps unter Botha befinde sich jedoch innerhalb verschoben. In der Nebenbuhlerschaft um den Persischen Meebusen des britischen Kordons, der sich nördlich von Zululand bis nach der nimmt Stueit mit seinen großen Vorteilen einen bedeutenden Platz Grenze erſtede. ein. Konnte der Scheit ein Spielzeug in den Händen Englands Die englischen Generäle Littleton, Walter, Kitchener, fein, so fann er es auch in den Händen Deutschlands und Rußlands Hamilton und Dartnell mit 20 000 Mann versuchen augen werden. Und das Auftreten des Sultans spricht entschieden zu blicklich Botha mit seinen Truppen im Norden Natals und an der Grenze des Zululandes zu umzingeln und zu vernichten. Englische Rüftungen. Gunsten der beiden lettgenannten Mächte. Gewerkschaftliches. 1 Die Bernstein Industrie Danzigs. Ueber die Bernstein-[ sation gestrichen. Siebel ist diejenige Berfon, mit deren Hilfe die und besonders beschtverten sich die Seeleute darüber, daß die Ver Industrie Danzigs im Geschäftsjahre 1900/1901 werden interessante bürgerliche Preise fürzlich gegen die Herrschsucht" des Parteivor- heuerung nicht der Reihe nach erfolgte, so daß häufig schon alle Mitteilungen veröffentlicht, aus denen zu entnehmen ist, daß der standes polemisierte. Angeblich sollte Siebel bei seinen Anklagen Stellen besetzt waren, wenn die Arbeitslosen zur festgefegten Zeit Uebergang der Stantien u. Beckerschen Werke an den Staat für die eine große Anhängerschaft auf seiner Seite haben; wie es mit dieser in Bureau erschienen. Die Vorsigenden des Seemanns- und des Industrie den Vorteil hatte, daß sie endlich rohen Bernstein zur Schar aussieht, beteist der Beschluß. In der betreffenden Ver- Heizerverbandes wandten sich wiederholt beschwerdeführend an den Fabrikation direkt vom Produzenten erhielt. Für die Arbeiterinnen sammlung wurde auch noch beschlossen, den Ausschluß Siebels aus Agenten, ohne aber Abhilfe zu erzielen. Der Vertreter der bedeutet die Lieferung des sortierten Rohmaterials eine erhebliche der Gesamtpartei zu beantragen. Seeleute ging dann zu dem Vorgesezten des Agenten. Dieser aber Erleicherung und eine Besserung ihres Verdienstes um ungefähr erklärte, daß er als föniglicher Beamter nicht mit dem Leiter einer 20 Proz. Die Nachfrage nach rohem Ambroid, das hauptsächlich in socialistischen Organisation verhandeln könne. Nun beschlossen die Wien, Paris und New York zu Pfeifen verarbeitet wird, ist anSeeleute in einer großen Versammlung, den staatlichen Nachweis dauernd rege; es dürfte deshalb eine Erhöhung der Preise bevorvollständig zu meiden und sich nur noch in den Bureaus der Organis stehen. Das Bernsteinperlen- Geschäft blieb über das erste Halbjahr 1900 hinaus auffallend still; China fiel wegen der dortigen Wirren mit Aufträgen ganz aus, und die Unsicherheit der Verhältnisse im Sudangebiet wirkt nachteilig auf den Abfaz. Von September an aber belebte sich das Geschäft ungemein, und es ist zu hoffen, daß der nahende Winter reichliche Aufträge bringt. Die Preise sind aber gedrückt, weil die russische Konkurrenz mit billigsten Angeboten tros der Erhöhung der Preise für das Rohmaterial am Markt bleibt. Die Nachfrage nach Bernsteinschmuck, wie Broschen, Armbänder usw., wird immer geringer, und die kleinen Fabrikanten, die sich mit deren Herstellung befaffen, flagen allgemein. Nach ungefährer Schäßung find im Jahre 1900/1901 mehr als 13 000 Kilogramm Rohstein im Wert von taum 200 000 m. in Danzig eingeführt und zu verschiedenen Bernsteinwaren berarbeit worden. Außerdem gelangte, wie in früheren Jahren, noch eine größere Menge geschmolzenen Bernsteins zur Lackfabrikation an den Markt. Der amerikanische Stahltrust giebt seine Einnahme in dem am 30. September abgeschlossenen Semester auf 54 995 000 Dollar Zur Dividendenauszahlung wurden 27 968 000 Dollar ver wandt. 12 327 000 Dollar sollen zu Neu- Anschaffungen und Bauten zurückgestellt werden. an. Partei- Nachrichten. Arbeitersekretariate. Nachstehend veröffentlichen wir die Adressen der zur Zeit in Deutschland errichteten Arbeiterfekretariate. Die Veröffentlichung soll periodisch erfolgen; jedesmal bei Beginn eines neuen Quartals. Wir ersuchen die Interessenten, uns in der Vervollständigung des Verzeichnisses zu unterstüßen und von einer Adressenänderung uns rechtzeitig Kenntnis geben zu wollen. Arbeitersekretariate bestehen in: Altenburg( S.-.), Unterm Schlosse 1. Altona, Große Bergstr. 204, I. Berlin SO., Engel- Ufer 15. Beuthen( O- S.), Schießhausstr. 6. Bremen, Osterthorstr. 26 I. Breslau, Messergasse 18/19 I. Darmstadt, Elisabethstr. 31. Frankfurt a. M., Am Schwimmbad 8/10. Freiburg i. B., Engelbergerstr. 9 I. Gera, Hospitalstr. 21 I. Halle a. S., Geiftstr. 21. Hamburg, Pferdemarkt 23 II. Hannover, Leinestr. 17. Hildesheim, Judenstr. 5. Hohenlimburg, Schulstr. 10. Jena, Saalbahnstr. 3. Kiel, Gasstr. 24 part. Köln a. Rh., Poststr. 50. Landeshuti. Schl.,„ Gasthof zur Sonne", I. Lübeck, Johannisstr. 46, part. Mannheim, S. 3, 10. 1 Mühlheim a. Main, Wiesenstr. 3. München, Jarthorplaz 6. Nürnberg, Egydienplatz 22. Posen, Bernhardinerplaz 4. Striegau, Biganstraße. Stuttgart, Eglingerstr. 17/19. Tuttlingen, Schaffhäuserstr. 24. Waldenburg, Schl. Töpferstr. 1. Berlin, den 7. Oftober, 1901. Der Parteivorstand. Kreuzbergstr. 30. Keine Tarifgemeinschaft in der Militäreffekten Branche. Von seiten des Verbandsvorstandes der Sattler ist bekanntlich fation in Aarhus und Esbjerg zu melden, wo übrigens die vor einiger Zeit eine Bewegung eingeleitet worden, die darauf ab- Stellenvermittelung gratis ist, während bei der staatlichen zielte, zwischen den Militäreffekten- Fabrikanten und den bei ihnen noch eine Abgabe von den Arbeitslosen verlangt wird. Es beschäftigten Arbeitern eine für ganz Deutschland gültige erschien nicht ein einziger Seemann oder Heizer bei dem tarifliche Vereinbarung über die Lohn- und Arbeits- Verheuerungsagenten und dieser sah sich genötigt, wenn er sich nicht bedingungen herbeizuführen. Diese Bewegung erschien um so aus- selbst überflüssig machen wollte, bei den Vertretern der Organi fichtsvoller, als sich in Berlin einige Fabrikanten fanden, die fationen um Verhandlung nachzusuchen. Der autorisierte Staatsdiese Bewegung unterstützten. Die Vorbereitungen waren nun beamte mußte sich beugen vor der Macht der organisierten Seeso weit gediehen, daß am Montag in Berlin. eine Konferenz Ieute. der Fabrikanten und Arbeiter stattfinden sollte, zu welcher die letzteren In gemeinsamer Sigung wurde dann ein Regulativ aufgestellt, Vertreter aus Berlin, Dresden, Eisleben, Elberfeld- Barmen, Görlig, wodurch den Seeleuten eine gerechte Handhabung der ArbeitsMünchen, Kaiserslautern und Straßburg entfendet hatten. Außerdem vermittelung garantiert, und in Streitfällen den Organisationen die waren der Vorstand und Ausschuß des Sattlerverbandes vertreten. Entscheidung übertragen wird. Es kam aber nicht zu den erwarteten Verhandlungen. Vielmehr hatten die Fabrikanten, die sich in einer Anzahl von 27 hier ein leute im Streit. Zusammenstöße zwischen Streifenden und Gen Im Kohlenbecken von Lüttich stehen jetzt fast sämtliche Berggefunden hatten, vorgezogen, nur eine Deputation von sechs Herren darmen werden von vielen Orten gemeldet; die Gendarmerie geht/ nach dem Konferenzlokal zu entsenden, die daselbst nachstehende gegen die friedlich Demonstrierenden mit großer großer Brutalität Erklärung abgaben: vor. An verschiedenen Orten haben die Gendarmen mit Nachdeni die unterzeichneten Fabrikanten sich bereit erklärt blanker Waffe und mit Flintenkolben angegriffen, der hatten, an der gemeinsamen Beratung in Lohnangelegenheiten am Bürgermeister von Aus hat das Zusammengehen von mehr als fünf 7. d. M. in Berlin teilzunehmen, sehen sich dieselben nach Erhalt der Personen verboten. Die drei Arbeiter, welche wegen der Ausvon seiten der Arbeitnehmer eingereichten Anschreitungen auf dem Bahnhof zu Jemappe verhaftet worden waren, träge zu ihrem Bedauern veranlaßt, in Anbetracht der gänzlichen sind in Freiheit gesetzt worden; etwa 30 Streifende sind wegen anAussichtslosigkeit, bei den geforderten Lohnsätzen zu einer Ver- geblicher Belästigung von Arbeitswilligen angeklagt worden. ständigung zu gelangen, von weiteren Verhandlungen abzusehen." in Berlin, Barmen, Breslau, Brieg, Eisleben, Elberfeld, FriesenUnterzeichnet ist diese Erklärung von 27 Firmen, die ihren Sitz heim, Freiberg. Görlitz, Kaiserslautern, Offenbach, Roisdorf und Straßburg haben. Der Fischerstreik in Grimsby( England) soll einer Mitteilung noch fortdauern. des Pariser" Temps" zufolge, entgegen den früheren Meldungen Es hätten nur die Maschinisten, nicht aber die Fischer selbst den Schiedsspruch angenommen; da die letzteren in der Mehrzahl find, so dauere der Streit fort. um . wirkjam Versammlungen. W Der Vorsitzende des Sattler- Verbandes, Sassenbach, gab seinem Bedauern über diese voreilige Stellungnahme Ausdruck, da man in der bestimmten Aussicht auf die bevorstehenden Verhandlungen auf beiden Seiten einen umfangreichen Apparat aufgeboten habe. Die von den Arbeitnehmern vorgeschlagenen Preise seien doch. Der Arbeitervertreter Verein hielt am Donnerstag, den eben zunächst nur als Vorschläge aufzufassen und sei es ja den 3. Oktober, seine regelmäßige Vereinsversammlung ab, in welcher Arbeitgebern unbenommen, auch ihrerseits mit Gegenvorschlägen zu Dr. Freudenberg einen Vortrag über Arbeiterschuß und die tommen. Schließlich machte Saffenbach der Fabrikanten- Deputation Frauenarbeit" hielt. Er sagte unter anderm: Wenn auch den Vorschlag, bei ihren Wählern zu veranlassen, daß dieselben Schutzbestimmungen vorhanden sind, so reichen sie bei weitem nicht drei Vertreter der Arbeiter zu einer engeren Besprechung zulassen ans das Leben und die Gesundheit der Versicherten sollten. zu schützen. ein wirksamer Insbesondere fehle Saffenbach erhielt jedoch den Bescheid, daß die Fabrikanten auf Schutz für die Frauen. In erster Reihe der Forderungen ihrem Beschluß bestehen bleiben. stehe die Verminderung der Arbeitszeit von 11 auf 8 Stunden. die Schonzeit für Wöchnerinnen Auch müsse verlängert werden. In dem Schweizer Fabritgesez ist die Bestimmung aufgenommen, daß die Frau mindestens 4-8 Wochen vor und 4-8 Wochen nach der Entbindung nicht arbeiten darf. Dieser Schutz sei für die Frau unbedingt nötig und für die gedeihliche Entwicklung des Kindes erforder lich. Gesetzlich müsse auch das Arbeiten der Frauen in gesundheitsschäd lichen Betrieben verboten werden; z. B. in der Bleiindustrie, in der Quecksilber- und Phosphorfabrikation usw. Es sei nachgewiesen, daß die Einwirkung des Bleies und Quecksilbers ungemein ungünstig auf die schwangere Frau wirkt, und daß auch das Kind in seiner Entwicklung beeinträchtigt wird. Der Sprecher der Fabrikanten, ein Herr Mühlenfeld aus Barmen, erklärte, die Fabrikanten hätten es jetzt, bei der ungünstigen Konjunktur, ja überhaupt nicht nötig, sich auf Unterhandlungen einzulassen, da sie jetzt zahlen könnten, was sie wollten Die von den Arbeitern eingereichten Anträge, auf welche sich die vorstehende Erklärung der Fabrikanten beruft, fordern in der Hauptsache: Neunstündige Arbeitszeit, 50 Pf. Minimal- Stundenlohn für leistungsfähige Arbeiter, Festsetzung eines Accordtarifs, möglichste Beschränkung der Ueberstunden, eventuell Aufschlag für dieselben, Einschränkung der Heimarbeit, Beseitigung der Zwischenmeister innerhalb der Werkstatt, Einsetzung eines Zarifamtes, welches die Accordpreise für neu auftauchende Arbeiten festzusetzen und bei Streitigteiten als oberste Justanz zu fungieren hat. Man sieht hieraus, daß die Anträge durchaus nicht undiskutabel sind, und daß es ein eigentümliches Licht auf die Fabrikanten wirft, wenn sie auch nach der entgegenkommenden Erklärung Sassenbachs sich weigerten, in die Verhandlungen einzutreten. Diese Weigerung erscheint um so schroffer, wenn man erfährt, daß in der größten Fabrik der Militäreffekten- Branche schon jetzt zum Teil höhere als die im Entwurf der Arbeiter geforderten Löhne gezahlt werden. Deutsches Reich. und Die Schutzgesetz- Bestimmung müsse auch auf die Hausindustrie ausgedehnt werden. Erstrebenswert sei auch die Verlängerung der Mittagspause. Eine Enquete, die von der Reichsregierung veranstaltet ist, soll den Zweck haben, den Frauen die Arbeit in den Fabriken zu ver bieten. Einem allgemeinen Verbot tönne er nicht zustimmen, weil dann die Frauen in die Hausindustrie gedrängt würden, und die unansbleibliche Folge wäre eine weitere Lohndrückerei in derselben. Die Diskussion bewegte sich im Sinne des Referats Polizeilich verboten wurde eine bon Seiten der Föderation revolutionärer Arbeiter" zum Montag abend im Gewerkschaftshause einberufene öffentliche Bersammlung. Tehte Nachrichten und Depelthen. Breslau, 7. Oftober.( W. T. B.) Wie die Schlesische 8tg." aus Brückenberg im Riefengebirge meldet, geht seit Sonnabend fast ununterbrochen dort Regen nieder. Die Gebirgsflüsse sind bedeutend geschwollen. Auf dem Kamm des Riesengebirges herrscht bei minus 1 Grad Celsius Schneetreiben. Zwei Versehen spielten eine merkwürdige Rolle in den Der Centralverband der Fleischer und Berufsgenossen Prozessen gegen den Genossen Bredenbeck in Dortmund, Deutschlands, die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung die in den lezten Tagen geführt wurden und ihm schwere Strafen stehende Organisation der Fleischergesellen, blickt jezt auf das erste eintrugen. Er war angeklagt der Beleidigung der Dortmunder Polizei Jahr seines Bestehens zurück und veröffentlicht deshalb seinen durch einen Leitartikel, der sich mit Mißhandlungen auf der Polizei- ersten Rechenschaftsbericht. Aus den kleinsten Anfängen heraus hat wache beschäftigte. Er hatte den Artikel nicht geschrieben. Der Ver- sich der Verband zu einem verhältnismäßig günstigen Stande fasser war sein Kollege Hänisch. Bredenbeck, der sonst das Dort- entwickelt. Die Gründung wurde Ende Juni 1900 in Berlin voll munder Parteiblatt verantwortlich zeichnete, hatte die Verantwortlichkeit zogen, nachdem im März desselben Jahres schon ein eignes für diesen Artikel abgelehnt, und Hänisch hatte sich bereit erklärt, die Organ:" Der Fleischer" herausgegeben und somit das geistige BindeDen Grund betreffende Nummer zu zeichnen. Hänisch erteilte darauf dem Metteur glied für die Kollegen Deutschlands geschaffen war. Köln, 7. Oftober.( W. T. B.) Die Kölnische Volkszeitung" die bestimmte Weisung, daß nicht Bredenbeck, sondern er diese Nummer stock der Organisation bildete der Berliner Lokalverein, von dem verantwortlich zeichne. Auch Bredenbed gab dem Metteur 63 Mitglieder in den Centralverband übertraten. Später schloß sich meldet: Die Stadtverordneten der Stadt Eupen beschlossen, in der Im Laufe Nähe der Stadt im Verein mit Belgien eine Thalsperre zu die Anweisung, seinen Namen nicht unter diese dann der Lokalverein Eisenberg mit 35 Mitgliedern an. Nummer zu setzen. Infolge eines durch den Metteur des Berichtsjahres sind dem Verbande insgesamt 1544 Mitglieder bauen. Die Kosten belaufen sich auf 2 400 000. 145 find wieder ausgeschieden, jodaß am verschuldeten Versehens wurde trotzdem Bredenbed als Verantwort- beigetreten, Gelsenkirchen, 7. Oktober.( 2. T. B.) Der Gelsenkirchener licher benannt. Dieser Sachverhalt wurde in der Verhandlung durch Jahresschluß 1399 Mitglieder in 18 Verwaltungsstellen Es wurden Zeitung" zufolge stieg die Gesamtzahl der amtlich gemeldeten Hänisch und durch den Metteur eidlich bezeugt. Trogdem wurde Einzelmitglieder an 15 Orten zu verzeichnen waren. Typhusfälle in der Zeit vom 3. bis zum 7. da. Mts. von 781 auf 42 Agitations- Versammlungen abgehalten und δας Bredenbed als Verantwortlicher zu drei Monaten FachGefängnis berurteilt, obwohl das Gericht als organ in Auflagen von 2000 bis 6000 zum Verschleiß gebracht. Es 947. 20 Personen konnten als genesen entlassen werden, 18 sind erwiesen ansah, daß Bredenbed die Verantwortlich- fehlte dem Centralverbande der Fleischer und Berufsgenossen gestorben. Frankfurt a. M., 7. Oftober.( W. T. B.) Ueber die VerDeutschlands natürlich auch nicht an Verfolgungen seitens der Maßregelungen von Mitgliedern waren ziemlicherungen, die der gestrige Sturm verursacht hat, berichten Meister. Außerdem fam es aber auch an fünf Orten die Abendblätter weiter: Insgesamt sind 21 Verlegungen vorzahlreich. zu ernsthafteren Konflikten mit den Meistern, die jedoch infolge der gekommen. Hunderte von Bäumen wurden entwurzelt, Buden umgeweht. damaligen allzu großen Schwäche der Organisation nicht immer den an der Eisenbahnbrücke stürzten Masten der elektrischen Leitung um; im Güterbahnhof wurde das Dach des Maschinenhauses abgedeckt, erhofften Erfolg brachten. Der Kaffenbericht balanciert in Einnahme und Ausgabe mit in der Hufnagelstraße das Dach eines Hauses heruntergeriffen. Die Kassenbestände beziffern sich am Schluß des Aus der ganzen Main- Ebene laufen Meldungen über schwere Sturm5244,77 m. schäden ein. Jahres auf 921,36 M. Oftober. Bemerkt sei hierzu noch, daß im letzten Quartal der Verband ( B. 5.) Bei den Wahl= um einige Verwaltungsstellen und mehrere hundert Mitglieder ge- demonstrationer wurden der Finanzdirektor Weinwachsen ist. Man darf wohl auch von der Zukunft eine Stärkung hardt durch Messerstiche und der Sektionsrat autowsky des Centralverbandes der Fleischer und Berufsgenossen Deutschlands durch Steinwürfe schwer, sowie viele Personen leicht ver erwarten, und es sind ja auch mit der christlichen Organisation der legt. Fleischergesellen, dem Bunde, Verhandlungen betreffs Verschmelzung beider Storporationen im Gange, die aller Voraussicht nach zu einem günstigen Abschlusse führen. teit für diese Nummer abgelehnt hatte! Worauf das Gericht sein Urteil bei dieser Sachlage stüßte, ist leider aus den Mitteilungen unsres Dortmunder Parteiorgans, dem wir diese Thatsachen entnehmen, nicht zu ersehen. Jedenfalls dürfte es von großem Interesse sei, diese Stelle des Urteils in der schrift: lichen Ausfertigung im Wortlaute tennen zu lernen. Nun das zweite Versehen! Das Ober- Bergamt hatte Strafantrag gestellt gegen den Genossen Hänisch. Die hier in Frage kommende Nummer war aber von Bredenbeck verantwortlich gezeichnet worden und Bredenbeck wurde auch prozessiert und verurteilt, obwohl gegen ihn gar kein formeller Strafantrag vorlag. Das Versehen des Metteurs soll der an der Strafthat gänzlich Unbeteiligte büßen, es dient zur Grundlage der Verurteilung, denn das ist klar, hätte der Metteur die ihm erteilte Weifung befolgt, dann konnte Bredenbeck, der weder Verfasser des Artikels, noch ver: antwortlicher Redacteur war, unter keinen Umständen in das Verfahren verwickelt werden. Er ist nur hineingekommen durch ein Versehen, an dem ihn persönlich keinerlei Schuld trifft. der 7. Fiume, Brüffel, 7. Oftober.( B. H.) In einer Vorstadt Brüssels find infolge des gestrigen Sturmes drei häuser eingestürzt, glücklicherweise ohne Personen zu verlegen. Ein Baum, der Genugthnung für Streitbrecher. Aus Anlaß des Porzellan- durch den Sturm unstürzte, fiel auf einen Leichenzug, Ju Bressang stürzte ein Teil des arbeiterstreits in Gräfenroda ist kürzlich ein Arbeiter zu 3 Wochen und verletzte zwei Personen. Auf der Grube Arsim ont fiel eine Mauer Das Versehen des Beleidigten im andern Falle aber, der gar Gefängnis verurteilt worden. Der Verurteilte ging in Begleitung Stirchturms ein. nicht den Schuldigen, sondern einen andren anklagt, wird dem von zwei Kollegen die Straße entlang. Aus der entgegengefeßten zusammen und begrub mehrere Bergarbeiter unter sich. Schuldigen nicht zu gute gerechnet; er wird verurteilt, ohne angeklagt Richtung fam ein Streitbrecher, der im Vorübergehen von Einer derselben ist tot, viele sind schwer verletzt. wie dieser be= zu sein. Nach Analogie des ersten Falles müßte doch auch hier die einem Entgegenkommenden einen Monastir, 7. Oktober.( B. H.) Der türkische StabsSeite den Schaden tragen, auf der das Versehen liegt. Eine für- hauptet infolge Ausweichens nach verkehrter Richtung un- offizier Halil Nezzes Bey, welcher wegen einer in einem forgliche Rechtspflege ermöglicht es aber, daß der socialdemokratische beabsichtigten Stoß erhielt. Das Gericht legte, wie das in solchen hiesigen Kaffeehause gegen den Sultan ausgestoßenen schweren BeRedacteur allemal den Schaden trägt. Fällen zu geschehen pflegt, den Aussagen des staatsstüßenden Arbeits- leidigung verhaftet werden sollte, erschos drei Offiziere fowie Einen wuchtigen Protest gegen den Brotwucher erhoben willigen mehr Glauben bei, als den Angaben der beiden Begleiter mehrere andre Personen und wurde schließlich von der wütenden die Einwohner des Dorfes Waltersdorf in der sächsischen Ober- des Angeklagten. In der Urteilsbegründung kommt der eigentümliche Voltsmenge getötet. Peking, 6. Oftober.( W. T. B.) 8un chinesischen Tausig. Die von uns vorbereitete Petition fand 900 Unter- Sab vor: Wenn auch der Stoß seitens des Angeklagten nicht ab schriften. Das bedeutet, daß fast die Hälfte der Einwohner unter- ichtlich erfolgt sei, so müsse doch angenommen werden, daß kommissar für die Verhandlungen wegen neuer Handelswenn er verträge und einer Revision des Bolltarifes ist durch kaiserliches ganz vereinzelte der Angeklagte wissen konnte, daß, zeichnet, daß sich also wahrscheinlich Das ist um so geradeaus ging, er den Betreffenden törperlich Ebift ber Telegraphen Direktor Sheng ernannt worden. erwachsene Einwohner ausgeschlossen haben. Graaffreinet, 7. Oktober.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) bemerkenswerter, als der Ort auch eine Anzahl Bauern zu seinen verlegen werde! Da haben wir also die Anwendung des dolus eventualis zum Ein junger Aufständischer, Namens Roug, welcher des HochEinwohnern zählt. Die armen Bewohner der sächsischen Oberverrats und des Mordes überführt war, ist heute erschossen worden. laufig, für die jeder Groschen schon eine nennenswerte Geldsumme Schuße von Streitbrechern. bedeutet, würden allerdings auch aufs schwerste belastet werden Ausland. New York, 7. Oktober.( W. T. B.) Nach einem Telegramm durch jede wie immer geartete Erhöhung des Brotpreises. Die dänischen Seeleute und Heizer haben den staatlichen aus Callao hat an Bord des Hamburger Dampfers„ Totmes" Ausgeschloffen. Durch einmütigen Beschluß wurde am Mitt- Verheuerungsagenten in Kopenhagen zur Anerkennung ihrer Organi- von der Kosmos- Gesellschaft im Magazin eine Explosion unter woch in einer Generalversammlung des socialdemokratischen Vereins fation gezwungen. Die Zustände auf dem staatlichen Verheuerungs- dem 24. Grad südlicher Breite stattgefunden. Der dritte Offiin Dortmund ein Herr Siebel aus der Liste der Partei- Organi- bureau hatten seit längerer Zeit zu vielfachen Klagen Anlaß gegeben laier und der Obersteward famen dabei ums Leben. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. nur Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 235. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zur Kritik des socialdemokratischen Programm- Entwurfs 1891, In der„ Neuen Zeit" wird jezt eine Arbeit von Friedrich Engels veröffentlicht, die in dem Nachlasse Liebknechts aufgefunden wurde. Der Entwurf eines Parteiprogramms, mit dessen Abfassung der Parteivorstand von dem Halleschen Parteitage 1890 beauftragt worden war, war auch an Engels zur Begutachtung geschickt worden. Engels hat den Entwurf einer eingehenden Kritik unterzogen. Die Arbeit war von einem an Kautsky gerichteten Briefe begleitet, in dem es über Engels Absichten bei seiner Kritik heißt: 8 tönnen." " 邱 ② Form für die Dittatur des Proletariats, wie schon die große Dienstag, 8. Oktober 1901. französische Revolution gezeigt hat. Es ist doch undenkbar, daß der Magistrats Kommissar gegen die unsre besten Leute unter einem Kaiser Minister werden sollten, wie Miquel. Mum scheint es gefeßlich nicht anzugehen, daß man die Forderung Selbstverwaltung der Krankenkassen. " M der Republit direkt ins Progranum sezt, obwohl das sogar unter uns wird mitgeteilt: Die Neue MaschinenbauerLouis Philippe in Frankreich ebenso zulässig war wie jest in Italien. Ser antentasse liegt bekanntlich mit der Allgemeinen Aber das Faktum, daß man nicht einmal ein offen republikanisches Elettricitats Gesellschaft in Streit. Die Allgemeinte Parteiprogramm in Deutschland aufstellen darf, beweist, wie folosial Elektricitäts- Gesellschaft ist aus dem Verbande der Betriebe, welche die Jufion ist, als tönne man dort auf gemütlich friedlichem Wege die Neue Maschinenbauer- Krankenkasse bilden, mit Genehmigung des die Republik einrichten und nicht nur die Republik, sondern die Oberpräsidenten ausgetreten, hat eine eigne Betriebskaffe gegründet, kommunistische Gesellschaft. die bei höheren Beiträgen den Arbeitern geringere Vorteile gewährt, Indes kann man an der Republit sich allenfalls vorbeibrücken. und hat Bahlung von über eine Viertelmillion verlangt. Das Ich wollte erst versuchen, die Einleitungserwägungen etwas Was aber nach meiner Ansicht hinein sollte und hinein kann, das Reichsgericht hat entschieden, daß die Neue Maschinenbauer- Krankenstraffer zu faffen, tam aber aus Beitmangel nicht dazu, auch schien ist die Forderung der Konzentration aller politischen taffe ihrerseits auf Zahlung der feit dem genehmigten Austritt es mir wichtiger, die teils vermeidlichen, teils unvermeidlichen Mängel Macht in den Händen der Voltsvertretung. Und das der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft von dieser nach dem Statut des politischen Teiles auseinanderzusetzen, da ich dabei Gelegenheit würde einstweilen genügen, wenn man nicht weiter gehen kann. zu zahlenden Beiträge nicht flagen könne, aber die Frage offen gefand, auf den friedfertigen Opportunismus... und das frisch- fromm- 8 weitens. Die Retonstitution Deutschlands. Einerseits laffen, ob die in der Stasse verbliebenen Betriebe gegen die Allfröhlich- freie Sineinwachsen" der alten Sauerei in die socialistische muß die Kleinftaaterei beseitigt werden man revolutioniere doch gemeine Elektricitäts- Gesellschaft wegen Vertragsbruchs flagen fönnen Gesellschaft" loszubauen." die Gesellschaft, solange es bayrisch- württembergische Reservatrechte und, ob die Allgemeine Glettricitäts- Gesellschaft ein Anrecht auf Das Gutachten, aus dem wir das wichtigste hier wiedergeben giebt und die Karte von Thüringen zum Beispiel das gegenwärtige Bahlung einer Viertelmillion gegen die Kaffe habe, deren Mitgliedern wollen, beginnt: Jammerbild bietet. Andrerseits muß Breußen aufhören zu existieren, gegenüber sie vertragsbrüchig geworden ist. Der MagiftratsDer jezige Entwurf unterscheidet sich sehr vorteilhaft vom muß in selbstverwaltende Provinzen aufgelöst werden, damit kommissar hat im April die Vorstandsmitglieder der Neuen bisherigen Programm. Die starken Ueberreste von überlebter das specifische Preußentum aufhört, auf Deutschland zu lasten. Maschinenbauer- Strankenkasse aufgefordert, bei Vermeidung Tradition- specifisch laffallischer wie vulgär socialistischer find Kleinstaaterei, specifisches Preußentum sind die beiden Seiten des von 100 Mart Ordnungsstrafe oder im Unin wesentlichen beseitigt, der Entwurf steht nach seiner theoretischen Gegensatzes, worin Deutschland jezt gefangen liegt und wo immer vermögensfalle zehn Tagen haft darin zu willigen, Seite im ganzen auf dem Boden der heutigen Wissenschaft und läßt die eine Seite der andren als Entschuldigung and Existenzgrund daß über eine Viertelmillion an die nach pflichtmäßigem Ermessen sich von diesem Boden aus diskutieren. dienen muß. Was soll an die Stelle treten? Nach meiner Ansicht der Vorstandsmitglieder in nicht günstiger Finanzlage beEr zerfällt in drei Abschnitte: 1. Erwägungsgründe, 2. politische fann das Proletariat nur die Form der einen unteilbaren Republit findliche Allgemeine Elektricitäts Gesellschaft beziehentlich an Forderungen, 3. Arbeiterschutz- Forderungen. gebrauchen. Die Föderativrepublik ist auf dem Riesengebiet der die bont dieser errichtete Betriebskasse aus dem VerVereinigten Staaten jetzt noch im ganzen eine Notwendigkeit, obgleich mögen der Neuen Maschinenbauer- Krankenkasse gezahlt werde. I. Erwägungsgründe in zehn Abfägen. fie im Osten bereits ein Hindernis wird. Sie wäre ein Fortschritt Die Vorstandsmitglieder Arbeitgeber und Arbeitnehmer Im allgemeinen leiden diese an dem Versuch, zwei unvereinbare in England, wo vier Nationen auf den beiden Inseln wohnen und haben es abgelehnt, dieser Aufforderung nachzukommen und gegen Dinge zu vereinigen: sowohl Programm wie Kommentar zum trotz eines Parlamentes schon jetzt dreierlei Gesetzsysteme neben dieselbe Beschwerde geführt. Die Beschwerde liegt dem HandelsProgramm zu sein. Man fürchtet, nicht deutlich genug zu sein, wenn einander bestehen. Sie ist in der fleinen Schweiz schon längst ein minister vor. Trotzdem hat der Magistratskommissar, wie wir seiner man turz und schlagend ist, sest deshalb Erläuterungen hinein, die Hindernis geworden, erträglich nur, weil die Schweiz sich damit Beit mitteilten, am 9. Mai durch von ihm ernannte Vertreter die Sache breit und schleppend machen. Nach meiner Ansicht hat begnügt, ein rein passives Glied des europäischen Staatensystems zu das Geld abholen lassen und hat die Ordnungsstrafe zwangsdas Programm so turz und präcis als möglich zu sein. sein. Für Deutschland wäre die föderalistische Verschweizerung ein weise beizutreiben gesucht. Von dem Vorsigenden der Kasse sind Selbst wenn auch einmal ein Fremdwort oder ein nicht auf den enormer Rüdschritt. Zwei Punkte unterscheiden den Bundesstaat vom 100 m. beigetrieben, bei andren Borstandsmitgliedern, darunter bei ersten Blick in seiner ganzen Tragweite zu erfassender Satz vor Einheitsstaat, daß jeder verbündete Einzelstaat, jeder Kanton seine eigene dem Dreher Hermann Gries, ist die Pfändung fruchtlos ausgefallen. tommit, schadet das nichts. Der mündliche Vortrag in den Ver- Civil- und Kriminalgesetzgebung und Gerichtsverfassung hat, und unmehr hat der Magistratskommiffar das Polizeipräsidium sammlungen, die schriftliche Erklärung in der Presse thut da alles dann, daß neben dem Boltshaus ein Staatenhaus besteht, worin um Vollstreckung der zehntägigen Haftstrafe ersucht. Das nötige und der kurze prägnante Sab befestigt sich dann, einmal jeder Kanton, groß oder flein, als solcher stimmt. Das erste haben Polizeipräsidium hat Gries aufgefordert, bei Vermeidung verstanden, im Gedächtnis, wird Schlagwort, und das passiert wir glücklich überwunden und werden nicht so tindisch sein, es wieder der Verhaftung die zehntägige Saft anzutreten. Dieser Aufder breiteren Auseinandersetzung nte. Man opfere der einzuführen, und das zweite haben wir in Bundesrat und können forderung ist Gries, um der Verhaftung zu entgehen, am Sonnabend, Rücksicht auf Popularität nicht zu viel, man unterschäße es sehr gut entbehren, wie denn überhaupt unser Bundesstaat" schon den 5. d. M., abends, nachgekommen und verbüßt augenblidnicht die geistige Begabung und Bildungsstufe unsrer den llebergang zum Einheitsstaat bildet. Und wir haben nicht die 1866 lich die zehntägige Haftstrafe. Diese Haftstrafe Arbeiter. Sie haben weit schwerere Dinge verstanden, als und 1870 gemachte Revolution von Oben wieder rückgängig zu und das Ersuchen um Vollstreckung der Haft ist das fürzeste, knappfte Programm ihnen bieten kann; und wenn die machen, sondern ihr die nötige Ergänzung und Verbesserung zu geben aus folgenden Gründen ein rechtwidriges. socialistengesegliche Beit auch die volle Durchbildung der neu hinzu- durch eine Bewegung von Unten. Denn 1. Nach§ 53 des Gefehes über die allgemeine Landesgefominenen Massen erschwert und stellenweise verhindert hat- Also einheitliche Republit. Aber nicht im Sinne der heutigen verwaltung hat die Anbringung der Beschwerde mit Ausnahme unter Leitung der alten wird das bald nachgeholt, jezt, wo unsre franzöfifchen, die weiter nichts ist, als das 1798 begründete Kaifer- eines Falls aufschiebende Wirkung. Diese Ausnahme betrifft Propagandaschriften wieder ungestört aufbewahrt und gelesen werden reich ohne den Kaiser. Von 1792 bis 1798 besaß jedes franzöfifche den Fall, wo nach dem Ermessen der Behörde die Durchführung der Departement, jede Gemeinde vollständige Selbstverivaltung nach mittels Beschwerde angefochtenen Verfügung ohne Nachteil für: Die Einzelheiten der Kritik an den Erwägungsgründen über- amerikanischem Muster, und das müssen wir auch haben. Wie die das Gemeinwesen nicht ausgefegt werden kann." Giebt gehen wir der Länge wegen, indem wir dafür die Leser auf die Selbstverwaltung einzurichten ist und wie man ohne Bureautratie es einen Menschen, der glauben kann, daß das GemeinNeue Zeit" verweisen. Das übrige lassen wir vollständig folgen: fertig werden kann, das bewies uns Amerita und die erste fran wesen Nachteil leidet, wenn die Vorstandsmitglieder der Neuen II. Politische Forderungen. zösische Republit, und heute noch Australien, Kanada und die Maschinenbauer Krankenkasse ihre Zustimmung zur Auszahling Die politischen Forderungen des Entwurfs haben einen großen andern englischen Stolonien. Und eine solche provinzielle und einer Summe an die Allgemeine Elektricitäts- Gesellschaft nicht erFehler. Das, was eigentlich gesagt werden sollte, steht nicht drin. gemeindliche Selbstverwaltung ist weit freier als zum Beispiel der teilen? defin 2.§ 132 des Geseges über die allgemeine Landesverwaltung Wenn alle diese zehn Forderungen bewilligt wären, so hätten wir schweizer Föderalismus, wo der Stanton zwar sehr unabhängig ist zwar diverse Mittel mehr, um die politische Hauptsache durchzusetzen, gegenüber dem Bund, aber auch gegenüber dem Bezirk und der Ger läßt eine Ordnungsstrafe nur dann zu, wenn die zu erzwingende aber keineswegs die Hauptsache selbst. Die Reichsverfassung ist in meinde. Die Stantonalregierungen ernennen Bezirksstatthalter und Handlung nicht durch einen dritten geleistet werden kann. Die under Abmessung der dem Volke und seiner Vertretung überwiesenen Präfekten, wovon man in den Ländern englischer Zunge nichts weiß mittelbare Fortnahme des Geldes ist wie erwähnt durch MagistratsRechte ein purer Abflatsch der preußischen Verfassung von 1850, einer und die wir uns ebenso höflichst in Zukunft verbeten haben wollen, vertreter am 9. Mai erfolgt. Die Ordnungsstrafe sollte den Zweck: haben, den Vorstand zur Herausgabe des Geldes oder zur EinVerfaffung, worin die äußerste Reaktion in Paragraphen gefaßt ist, wie die preußischen Landräte und Regierungsräte. Von allen diesen Sachen wird nicht viel ins Programm tommen willigung in die Fortnahme des Geldes zu zwingen. Die Durch worin die Regierung alle wirkliche Macht besitzt und die Kammern dürfen. Ich erwähne sie auch hauptsächlich, um die Zustände in führung der Ordmmngsstrafe war also feit dem 9. Mai nach§ 132 nicht einmal das Steuerverweigerungsrecht haben; leiner Verfassung, Deutschland zu kennzeichnen, wo so etwas zu sagen nicht angeht, ungefeßlich. Das Ober- Verwaltungsgericht hat dementsprechend die in der Konfliktszeit bewies, daß die Regierung mit ihr machen und damit gleichzeitig die Selbsttäuschung, die solche Zustände auf es stets für fitr unzulässig erflärt, eine Geld oder gar fonnte, was sie wollte. Die Rechte des Reichstags find genau die gesegli chem Bege in die fommunistische Gesellschaft überführen will. eine Haftstrafe festzusetzen, venn die Handlung, die er felben, wie die der preußischen Kammer, und daher nannte und ferner, um dem Parteivorstand in Erinnerung zu bringen, daß zwungen werden soll, bereits durch andre( hier durch die Liebknecht diesen Reichstag das Feigenblatt des Absolutismus. es noch andre politische Fragen von Wichtigkeit giebt, als die direkte Magistratsvertreter) vorgenommen ist: so Entscheidungen Band 2, Auf Grundlage dieser Verfassung und der bon ihr santtionierten Seleinftaaterei, auf Grundlage eines Bundes Gesetzgebung durch das Bolt und die unentgeltliche Rechtspflege, S. 382 u. 414, d. 7 G. 847. 3. Die für den Magistratskommissar bindende ministerielle Auszwischen Preußen, Reuß- Greiz- Schleiz- Lobenstein, wovon das eine ohne die wir am Ende auch vorankommen. Bei der allgemeinen Unjo biel Quadratmeilen hat als das andre Quadratzoll, auf solcher sicherheit können diese Fragen von heute auf morgen brennend werden führungsanweisung vom 27. Juli 1892 weist in Nr. 27 das Aufsichtsso viel Quadratmeilen hat als das andre Quadratzoll, auf solcher und was dann, wenn wir sie nicht diskutiert, uns nicht darüber ver- organ an,„ von der Ermächtigung, die Befugnisse und Obliegenheiten Grundlage die„ Umwandlung aller Arbeitsmittel in Gemeineigen ständigt haben? der Kaffenorgane durch Vertreter wahrzunehmen, regelmäßig Ge tum" durchführen zu wollen, ist augenscheinlich sinnlos. Was aber ins Programm kommen kann und was wenigstens brauch zu machen". Danach hat die Aufsichtsbehörde in einem solchen Daran zu taften ist aber gefährlich. Und dennoch muß so oder indirekt als Andeutung des nicht Sagbaren dienen tann, ist die Falle wie dem vorliegenden überhaupt kein Recht, eine Ordnungsso die Sache angegriffen werden. Wie nötig das ist, beweist gerade strafe festzusetzen, selbst wenn nach Ansicht des Magistratskommissars jezt der in einem großen Teile der socialdemokratischen Breffe ein- Forderung: reißenbe Opportunismus. Aus Furcht vor einer Erneuerung des burch nach allgemeinem Stimmrecht gewählte Beanite. Abichaffung Vollständige Selbstverwaltung in Provinz, Kreis und Gemeinde die Vorstandsmitglieder ihre Pflicht nicht erfilllen. 4.§ 45 des Krankenversicherungs- Gefeßes läßt die Androhung, Socialistengefezes, aus der Erinnerung an allerlei unter der Herr aller von Staats wegen ernannten Lofal- und Provinzialbehörden. Festsetzung und Vollstreckung von Ordnungsstrafen gegen Mitglieder schaft jenes Gejeges gefallenen boreiligen Aeußerungen soll jetzt auf Ob es sonst noch möglich ist, in Bezug auf die soeben der Kassenvorstände nur zu, um die Befolgung der gesetzlichen und einmal der gegenwärtige gesetzliche Zustand in Deutschland der diskutierten Punkte Programmforderungen zu formulieren, kann ich statutarischen Vorschriften zu erzwingen". Hier handelt es sich aber Bartei genügen fönnen, alle ihre Forderungen auf friedlichem Wege hier nicht so gut beurteilen als Ihr dort. Aber wünschenswert um Strafen, die festgesetzt sind, um Vorstandsmitglieder zu einer durchzuführen. Man redet sich und der Partei vor, die heutige wäre es, daß diese Fragen innerhalb der Partei debattiert würden, Verletzung der gefeßlichen und statutarischen Vorschriften, zu deren Gesellschaft wachse in den Socialismus hinein", ohne sich zu fragen, es zu spät ist. ob sie nicht damit ebenso notwendig aus ihrer alten Geſellſchafts- ehe er interſchied zwischen„ Wahlrecht und Stimmrecht, wäre es, wenn fte der Ansicht ist, die Algemeine Elektricitäts- Geſell verfassung hinauswachse, dieſe alte Hülle ebenso gewaltsam sprenger respektive Wahlen und Abstimmungen" ist mir nicht ersichtlich. Soll schaft nicht mehr Mitglied der Neuen Maschinenbauer- Krantendie Alenderung der das Gegenteil aussprechenden dem die Fesseln der noch halb absolutistischen und obendrein namenlos Statuten im geordneten Verfahren( Bezirksausschuß und verworrenen politischen Ordmmg zu sprengen habe. Man kann sich oder in einem den Entwurf begleitenden Kommentar zu erklären. 2. Vorschlags- und Verwerfungsrecht des Volkes" für was? Ober Verwaltungsgericht die für Statutenänderungen vorstellen, die alte Gesellschaft fönne friedlich in die neue hinein für alle Geseze oder Beschlüsse der Volksvertretung wäre hinzu allein tompetenten Behörden) hinzuwirken, nicht aber wachsen in Ländern, wo die Volksvertretung alle Macht in sich die bon einem mit dem Direktorium der Allgemeinen zufetzen. Tonzentriert, wo man verfassungsmäßig thun kann, was man will, 5. Vollständige Trennung von Kirche und Staat. Alle religiösen Elektricitäts Gesellschaft bekannten Magistratsassessor angeratene sobald man die Majorität des Volkes hinter sich hat; in demo- Gemeinschaften ohne Ausnahme, werden vom Staate als Privat- gesetzwidrige Festsetzung und Vollstreckung einer Ordnungsstrafe vorfratischen Republiken wie Frankreich und Amerika, in Monarchien genossenschaften behandelt. Sie verlieren jede Unterſtügung aus zunehmen. wie England, wo die bevorstehende Abkaufung der Dynastie tag- offentlichen Mitteln und jeden Einfluß auf die öffentlichen Schulen. nirgends zu dem Zweck zugelassen, um einen Gewiffens. täglich in ber Breſſe beſprogestehende der zwed wo diese Dynastie gegen den Volkswillen ohnmächtig ist. Aber in Deutschland, wo die Re-( Man kann ihnen doch nicht verbieten, eigne Schulen aus eignen zwang herbeizuführen oder Chikanen zu Gunsten eines vertragsbrüchigen Betriebes Raum zu geben. gierig fast allmächtig und der Reichstag und alle andern Ver- Mitteln zu gründen und dort ihren Blödsinn zu lehren!) Die Angelegenheit ist geeignet, flar zu zeigen, wie schwer schon fretingsförper ohne wirkliche Macht, in Deutschland so etwas heute durch bureaukratische Maßregeln die Selbstverwaltung der 8. und 9. Hier möchte ich zu bedenken geben: Diese Punkte Staffen eingeengt ist. Boraussichtlich wird sie bereits am DonnersAbfolutismus abnehmen und sich selbst vor die Blöße binden. Eine solche Politik tann nur die eigene Partei auf die Dauer fordern Berstaatlichung 1. der Advokaten, 2. der Aerzte, tag die Stadtverordneten Versammlung beschäftigen. irreführen. Man schickt allgemeine, abstrakte politische Fragen in den 3. der Apotheken, 3ahnärzte, ebammen, Kranken- Der Staatsanwaltschaft ist die Prüfung der strafrechtlichen Seite Bordergrund und verdeckt dadurch die nächsten tonkreten Fragen, die Pfleger 2c. Ferner wird später die totale Verstaatlichung der der Sache unterbreitet. Auch dieser Vorfall stellt die Achtung ber Arbeiterversicherung gefordert. Ob das alles dem Herrn v. Caprivi Berliner städtischen Verwaltung vor einer Selbstverwaltung in helles bei den ersten großen Ereignissen, bei der ersten politischen Krise sich anvertraut werden darf und ob das im Einklang steht mit der voran- Licht. felbst auf die Tagesordnung setzen. Was kann dabei herauskommen, als daß die Partei plöglich im entscheidenden Moment ratlos ist, gegangenen Losjagung von allem Staatsfocialismus? daß über die entscheidensten Punkte Unklarheit und Uneinigkeit herrscht, weil diese Punkte nie diskutiert worden find. Soll es wieder gehen, wie seiner Zeit mit den Schutzöllen, die man damals für cine nur die Bourgeoisie angehende, die Arbeiter nicht in entferntesten berührende Frage erklärte, wo also jeder stimmen konnte, wie er wollte, während jetzt mehr als einer ins entgegengesetzte Extrem verfällt und aus Gegensatz gegen die schutzöllnerisch gewordenen Bourgeois die ökonomischen Verdrehungen von Cobden und Bright neu auflegt und als reinsten Socialismus predigt das reinste Manchestertum? edil 1. " 6. Weltlichkeit der proklamieren und noch dazu ohne Not, heißt das Feigenblatt dem vorigen Paragraphen, Schule" fällt dann weg, es gehört in den 10. Hier würde ich sagen:" Progressive.... Steuern für Bestreitung aller Ausgaben im Staate, Bezirk und Gemeinde, soweit Steuern dazu erforderlich. Abschaffung aller indirekten Staats- und Lokalsteuern, Zölle ac." Der Rest ist überflüssig und abschwächender Kommentar respektive Motivierung. III. Oetonomische Forderungen. V Aus der Frauenbewegung. All Der Kongres der fortschrittlichen Frauenvereine ist nun vorüber. Betrachten wir als Socialdemokratinnen denselben nun von unsrem Standpunkte aus und versuchen wir folgende Fragen zu beantworten: Bedeutet dieser Kongreß etwas von Belang in ad 2. Nirgends mehr als in Deutschland bedarf das Koalitions- der Vorwärtsbewegung der Frauenfrage? Ist er Zeugnis von recht auch einer Sicherstellung gegenüber dem Staat. Der Schlußfap Fortschritten, welche die fortschrittlichen" Frauenvereine schon gemacht zur Regelung" wäre als Artikel 4 zuzusehen und in entsprechende haben? Hat er diesen neue Anregungen gegeben? und können wir Form zu bringen. Zu diesen wäre zu bemerken, daß wir mit uns mit ihnen einverstanden erklären und gemeinschaftlich arbeiten? Ein kleiner Fortschritt ist zweifellos von den bürgerlichen Damen Dies Vergessen der großen Hauptgesichtspunkte über den augen- Arbeitskammern von halb Arbeitern und halb Unternehmern ge= blicklichen Interessen des Tages, dies Mingen und Trachten nach dem leimt wären. Auf Jahre hinaus werden da die Majoritäten stets gemacht worden, indem allmählich doch die wirtschaftliche und sociale Augenblicserfolg ohne Rücksicht auf die späteren Folgen, dies Preis- auf seiten der Unternehmer sein, wozu ein schwarzes Schaf unter Entwicklung ihnen die Erkenntnis beizubringen beginnt, daß die geben der Zukunft der Bewegung, um der Gegenwart der Bewegung den Arbeitern genügt. Wird nicht ausgemacht, daß in Streitfällen Frauenfrage nicht behandelt werden kann von dem Gesichtspunkt aus: ivillen mag ehrlich" gemeint sein, aber Opportunismus ist und beide Hälften feparat Meinung abgeben, wäre es viel besser, hie Frau, hie Mann! welche einander zu bekämpfen haben, sondern bleibt es, und der ehrliche" Opportunismus ist vielleicht der gefähr eine Unternehmerkammer und daneben eine unabhängige daß eben die von uns stets betonten Fragen des wirtschaftlichen Lebens, die Produktionsweise usw. doch auch etwas mitwirken. Allerdings lichste von allen. Welches sind nun die figlichen, aber sehr wesent- Arbeiterfammer zu haben. ligen Punkte? Ich möchte bitten, vor Thorschluß nochmals das französische finden wir, vielleicht bis auf eine Ausnahme, nur embryonale AnErstens. Wenn etwas feststeht, so ist es dies, daß unsre Partei Programm zu vergleichen, wo gerade für Nr. III manches besser fänge dieser materialistischen Auffassung und den meisten auch selbst und die Arbeiterklasse nur zur Herrschaft kommen kann unter der scheint. Das spanische kann ich bei der Kürze der Zeit leider nicht unbewußt. Keinen Fortschritt haben diese Damen trok zahlreicher Juristinnen und Doktorinnen andrer Fakultäten gemacht in der Form der demokratischen Republik. Diese ist sogar die specififche heraussuchen, es ist auch in vieler Beziehung sehr gut. praktischen Führung der Dinge. Das bewies die Einberufung öffent- hier in dem landläufig bürgerlichen Sinne einzig und allein Belehrung auf diesem Gebiet Remedur schaffen könne, dazu sei eine licher Versammlungen nach dem Reichstagsgebäude, einer der in Bezug auf das Geschlechtsleben angewandt wurde; daß umgestaltung der wirtschaftlichen Verhältnisse nötig, in denen die feltenen Stätten in unfrem Vaterlande, wo ein freies Wort aber bei der Grörterung des furchtbaren Krebsschadens der Prostitution wurzele. Gebe es doch Juduſtrien, welche nur beſtehen gesprochen werden darf, und zu der die überwachende Polizei keinen Prostitution deren unfittliche Ursache, Ueberlastung der Arbeiterin tönnen, so lange die Arbeiterinnen sich einen Teil ihres Brotes durch Zutritt hat; ferner das Erstaunen der Damen über die Rücksichts- und die jämmerliche Entlohnung ihrer Arbeit, nicht in dem außer- Prostitution verdienen. Aber die Achtung vor dem weiblichen Gelosigkeit der Polizei, die für sie keine Ausnahme in der Handhabung ordentlich eingehenden Vortrage berührt, sondern erst durch Distuifions- fchlecht könne wohl durch Schule und Haus den Knaben anerzogen der vereins- und versammlungsgeseglichen Bestimmungen machte, redner gestreift wurde. Und es waren socialdemokratische Redner, werden. sondern auch von ihnen wie von den Männern eine Anmeldung welche auf das einzige Mittel zur gänzlichen Beseitigung der Beschlüsse wurden nicht gefaßt. 24 Stunden vor der festgesezten Versammlung forderte. grauenvollen gesundheitlichen und fittlichen Schäden hinwiesen, Manchen der Kongreßbesucherinnen dürfte im Gegenfage au ihren anfänglichen Ansichten die Ueberzeugung beigebracht worden sein, daß keine Seite des menschlichen Lebens für die Frau ein Rührmichnichtan", daß ihr nichts allgemein Menschliches fremd Als Endergebnis unsrer Betrachtung können wir die Erklärung bleiben dürfe. Das ging am deutlichsten hervor aus der Behandlung abgeben, uns haben die fortschrittlichen Frauen teine neuen Gesichtsder Arbeiterinnenfrage und des Punktes Hygiene und Sittlichkeit. puutte, teine Belehrungen gebracht, wir sehen sie aber allmählich Zugleich aber ergab es sich aufs deutlichste, daß eine gründliche einem besseren Verständnis der Verhältnisse entgegenreifen, und wo Lösung dieser Probleme der bürgerlichen Frau wie der bürgerlichen sie bereit sind, auf unsrem Boden oder dem neutralen Boden ge- Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dies' Verlag) ist soeben das Gesellschaft überhaupt unmöglich ist. In der Arbeiterinnenfrage trat es werkschaftlicher Kleinarbeit, sowie demjenigen allgemein menschheitlicher 1. Heft des 20. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: flar zu Tage, daß nur ein Eingehen auf die von der Arbeiterschaft Verbesserungen zu arbeiten, nicht als Wohlthäterinnen", sondern Ginige Kegeret. Zur Kritik des socialdemokratischen Programmentwurfes selbst geschaffenen Wege, Organisation auf rein beruflicher Grund- als zur nüglichen Arbeit sich verpflichtet fühlende Gesellschaftsglieder, 1891. Von Friedrich Engels.- Der Parteitag in Lübed. Von R. Kautsky. Lage, wie sie in den freien Gewerkschaften gegeben, zu gedeihlichen da können wir zusammenarbeiten zur Besserstellung der Frau, zur Harlefin. Von D. Bach. Der Nationalismus in Frankreich. I. Von Hubert Lagardelle. König Bielen führen kann. Wie wenig die sonstigen Vereinigungen, Hirsch- Hebung der gesamten gesellschaftlichen Zustände. Wirtschaftliche Umschau. Von H. Cunow. Dunderſche Gewerkvereine und christliche Arbeitervereine beider Notiz: Was heißt ein Proletarier? Konfessionen, geeignet find, allgemeinen Nutzen für die Von der„ Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen Ueber Hygiene und Sittlichkeit sprach am Sonnabend, den( Stuttgart, Dies' Verlag) ist uns soeben die Nr. 21 des 11. Jahrgangs zuArbeiterschaft zu bringen, ergab sich mit unwiderleglicher 5. d. M., Professor Dr. med. Flesch- Frankfurt a. M. in einer von gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Der ParteiKlarheit. Herr Hirsch, dessen Gewerkvereine behaupten, uns Frau Caner nach dem Architektenhaus berufenen öffentlichen Ver- tag zu Lübeck. Frauenpflicht in den wirtschaftlichen und politischen politisch zu sein, dabei aber die Angehörigen einer poli- jammlung. Kämpfen. Von W. Kähler- Dresden. Arbeitsverhältnisse in der bayerischen tischen Partei, der Socialdemokratie, durch den bekannten Revers Aus der Bewegung. Feuilleton: Das ausschließen, versuchte die der Generalfommission angeschlossenen in den Kulturländern sich mehr und mehr ausbreiten; Hauptträger Notizenteil: Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen.- Frauenstimmrecht. Redner schildert eingehend, wie die Geschlechtskrankheiten gerade Hausindustrie. Von D. Z.Lied vom Zorn. Bon Auguſt Geib. Not.. Bon Alara Müller.( Gedichte.) Gewerkschaften wiederholt als politische und zwar socialdemokratische und Verbreiter der Krankheit sei die Prostitution, die noch immer Frauenbewegung. hinzustellen, trotzdem diese Organisationen grundsäßlich die Frage in allen Staaten als notwendiges Uebel betrachtet werde. Da nun Wir sind so gemein.( Gedicht.) nach dem politischen und religiösen Bekenntnis unbeachtet lassen, nur feststehe, daß 80 Proz. aller Männer einmal geschlechtstrant waren, allein das Einigende, den Beruf, in Betracht ziehen. Wenn die Gewerk- ist verständlich, wie die Krankheit, getragen von Prostituierter zu vereine somit in aller Form ein politisches Bekenntnis ausschließen, Prostituierter, von Familie zu Familie, fortgeerbt wird von Geso geschieht dasselbe indirekt in den von andren Rednern und schlecht zu Geschlecht. Rednerinnen befürworteten Vereinigungen, wie die auf religiöser Grundlage errichteten. Solche trennenden Bezeichnungen müssen zur Zersplitterung und demnach zur Ohnmacht führen. während die wirtschaftliche und sociale Umgestaltung der Dinge von findenden öffentlichen Bersammlung in Obst's Festfälen werden die Frauen Schönebergs. In der am Dienstagabend stattbürgerlicher Seite noch manche durch gute Lehren und Religions- findenden öffentlichen Versammlung in Obst's Festfälen werden die übungen, Hygiene und Sittlichkeit zu fördern hofften. örtlichen sowie die Kreis- Vertrauenspersonen neugewählt. Siehe auch das Inserat in der heutigen Nummer. Die Vertrauensperson. Eingegangene Druckschriften. X. 1 Marktpreise von Berlin am 5. Oktober 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Welzen, gut Roggen, gut Kalbfleisch Schweinefleisch Hammelfleisch Butter Eier 8,-51,70 1,20 erscheinen laffen. Das farbige Titelbild, einen Schweinestall darstellend, Der„ Wahre Jacob" hat soeben die 21. Nummer feines 18. Jahrganges verspottet das Dienstbarkeitsverhältnis, in welches sich die Regierung durch den Zolltarif zu dem Junkertum gebracht hat. Das farbige Rückbild„ Der Bauchtanz" ist eine Satire auf die letzten Vorgänge in der auswärtigen Bisher sei weder vom hygienischen noch sittlichen Standpunkt Politit der europäischen Mächte. Das Bild„ Gaunerglück" nimmt Bezug etwas geschehen, das geeignet wäre, diesen Krebsschaden verschwinden auf die verschiedenen Bankkrachs der letzten Zeit. Das politische Leitgedicht ,, Kitchener an König Eduard den Dicken" ist der wenig rosigen Lage der zu machen. Das einzige, was Bei Erörterung der Waisenpflege und Fürsorgeerziehung ergab es sei die leberwachung der Prostituierten durch von Staats wegen geschehe, Engländer in Südafrika, die Satire„ Der Wurstdieb" neuerlichen Vordie Sitten kommnissen in der Justiz gewidmet. Der Preis der Nummer ist 10 Pf. fich wieder zur Evidenz, daß mit der Kenntnis des Uebels und dem polizei und die ärztliche Untersuchung der int die guten Herzen allein das Uebel durchaus nicht beseitigt werden kann. Polizeilisten Eingetragenen. Dieses Mittel sei schon völlig Die scharfe Betonung der Notwendigkeit der strengsten Handwertlos und unwirksam, weil hiermit nicht die Ursachen des Uebels habung der Fürsorgeerziehung und der Ausfall gegen ausgerottet werden, ja nicht einmal die weitere Verschleppung der Die Pflegeeltern, welche die Pflegebefohlenen nicht zum Beten an- verheerenden Krankheit verhindert werden kann, so lange nur die halten, ließ den Gedanken aufkommen, daß nach dem Willen der Prostituierte dieser Untersuchung unterzogen werde. Dänemark sei Vertreterinnen dieser Richtung der politische Bescholtene", der Preß das einzige Land, das dem Arzt auch Anzeigepflicht für den kranken fünder, der Ungläubige als Vater oder Mutter gar leicht ihres Mann auferlegt. Erziehungsrechtes verlustig erklärt werden könnten. Auch wurde Eine Bekämpfung der Prostitution und deren so traurigen Folgen durchaus nicht genügend darauf hingewiesen, daß der gerügte sei nur denkbar, wenn alle Boltskreise daran gehen, diesen sittlichen Mißstand, daß die Pflegefinder gerade in den, ärmsten Bevölkerungs- und hygienischen Schäden entgegen zu treten. Vor allen fei hierzu schichten" untergebracht seien, eigentlich die Schuld der besseren die Frau berufen, weil sie giveifellos der am meisten leidende bürgerlichen Familien ist, die jene Kinder für die gering- Teil dabei sei. Die polizeiliche Reglementierung sei eine Entwürdung fügige Bezahlung nicht bei sich aufnehmen wollen, daß diese des Weibes, darum vom sittlichen Standpunkt verwerflich; vom bürgerlichen Kreise also wohl christlich beten, aber durch ihr Beispiel hygienischen Standpunkt aber wertlos, weil die Verschleppung der histroh nicht christlich handeln lehren. Die Frage der gemeinschaftlichen Er- Krankheit doch nicht verhindert werde. ziehung beider Geschlechter wurde im großen ganzen auch mehr von dem Gesichtspunkte aus behandelt, den Töchtern besserer Stände alle Bildungspforten zu erschließen, als vielmehr von allgemein socialen und volkspädagogischen Gesichtspunkten. Die Forderung der unent geltlichen Erziehungs- und Bildungsmittel wurde nicht einmal gestreift, ebenso wenig wie die der allgemeinen Volksschule als Basis für alle Weiterbildung beider Geschlechter. Somit wird die Klassen sonderung nach dem Geldbeutel für die erziehungsbedürftige Jugend durchaus nicht beeinflußt durch die Forderung der Gemeinsamkeit der Geschlechter in der Erziehung. Hervorgegangen sei die Prostitution aus den Uebelständen unsrer socialen und ökonomischen Verhältnisse; falsche Erziehungsgrundsäge, die den Geschlechtstrieb bei jungen Männern fördern, begünstigen sie. Völlige Umgestaltung der Erziehung, vor allem gemeinsame Erziehung von Knaben und Mädchen, werden einerseits zur Ab schwächung des Sinnlichkeitsreizes führen und andrerseits den Knaben Achtung vor dem weiblichen Geschlecht einzuprägen geeignet sein. Die Mütter müssen ihr Teil dazu beitragen, die Söhne frühzeitig zu belehren, welche Gefahren der geschlechtliche Verkehr mit sich bringen fann. Die Jugend müsse auch darüber belehrt werden, daß jeder Mensch die Konsequenzen seines Thuns zu tragen habe. Dem Vortrage folgte eine äußerst rege Diskussion, an der nicht nur eine Reihe Frauen, sondern auch verschiedene Herren sich beteiligten. Wir erwähnen daraus uur, daß Dr. Blaschko, dessen fachkundige Selbst in der gründlichen und recht einsichtsvollen Behandlung Broschüre von fast allen Rednern citiert wurde, erklärte, er teile nicht des Themas„ Hygiene und Sittlichkeit" sehen wir, daß Sittlichkeit" I den Optimismus des Referenten, daß man durch Erziehung und Aehnlich verhielten sich die Kongreßmitglieder auch in den übrigen Fragen, die sie behandelten, sie betonten die bekannten Forderungen der bürgerlichen Frauenrechtlerinnen nochmals, ohne dabei grundlegende Reformen anzubahnen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 8. Oktober. Opernhaus. Marie, die Tochter Schiller Theater Urania. Thalia- Theater. ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Jugend. Ein Liebesdrama in 3 Aufzügen von Mar Halbe. Mittwoch abend 8 Uhr: Bum erstenmal: Ein toller Tag oder: Figaros Hochzeit. Donnerstagabend 8 Uhr: des Regiments.- Aschenbröbel. Ein toller Tag ober: Figaros Hochzeit Anfang 712 Uhr. Schauspielhaus. Der wilde Reutlingen. Anfang 71/2 Uhr. Nenes Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Jugend. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Hoffnung. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. Nacht und Morgen. Ans fang 7 Uhr. Lessing. Die Fee Caprice. Anfang 712 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Vorher: Im Coupé. Anfang 712 Uhr. Neues. Das Ewig- Weibliche. Anfang 7 Uhr. Westen. Die lustigen Weiber von von Windsor. Anfang 72 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Bilien: crons Buntes Brettl. 8 Uhr. Central. Lose Blätter. Anfang 7½ Uhr. Central- Theater. Seute Anf. 28 Uhr. Zum 1. Male: Lose Blätter. Ein Kunterbunt in 3 Abteilungen. 1. Abteilung: Vorspiel auf dem 3. Abteilung: Diogenes. Operette in Theater. 2. Abteil.: Lose Blätter. einem Att von Julius Freund. Musik von Dr. Bogumil Bepler. Morgen und folgende Tage: Lose Blätter. Metropol- Theater. Anfang Schön war's doch! Thalia. Ein tolles Geschäft. An: fang 7 Uhr. Luifen. Der Verschwender. Anfang 8 Uhr. Carl Weik. Berliner Rangen. An fang 7 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Landstretcher. Anf. 71/2 Uhr. Belle- Alliance. Talolo. Anfang 8 Uhr. Cafino Theater. Berlin WGr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. Emil Thomas a. G. Joseph Josephi a. D. Berlin N. Specialitäten. An H. Bender. G. Kaiser. An H. Bender. G. Kaiser. fang 712 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Schön war's doch. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Frau Luna. Anfang 7 Uhr. Palaft. Else de Veré a. D. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Ueber den Wolken Im Hörsaal: Dr. Donath „ Der elektrische Strom". Invalidenstr. 57/62. Tagl. Sternwarte. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Horwarths wunderbare Dresdenerstr. 72. Seute u. folg. Eage: Ein tolles Geschäft. Große Ausstattungspoffe. mit Gefang und Tanz in 4 Bildern. Paula Worm in 8 Verwandlungen. Guido Thielscher in 11 Berwandlungen Fritz Helmerding als Wolzogen. Junkermann, Bojé. Anfang 71/2 Uhr. Carl Weiss- Theater. Weiss- Theater. Startoffeln, neue, D- Ctr. " " mittel gering n " Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch 1,30 1, " 1,60 1,30 " " Gerste, gut mittel gering 1,70 1,10 " " 1,60 1,10 " " 14,40 13,70 2,802, " mittel gering afer, gut 13,60 12,90 60 Stat 4,40 2,40 " " 12,80 12,20 16,10 15,30 " 15,20 14,40 14,30 13,50 Karpfen Aale Bander 1 kg 2,20 1,20 2,50 1,20 2,60 1,20 2,-1,20 " 7,16 6,82 Barsche 1,80 0,80 " 8,- 6,10 Schleie 2,60 1,20 19 40, 25,- Bleie 1,40 0,80 50, 25, Krebse per Sajot 16, 2,50 60 30, Hen " Eibsen mittel gering Speisebohnen Linfen Hechte * frei Wagen und ab Bahn. einen Wechsel der Tendenz zu verzeichnen. Das plöglich mit aller Schärfe Produktenmarkt vom 7. Oftober. Der Getreideverkehr hatte heute hereingebrochene herbstliche Wetter wirfte in hohem Grade anregend anf die Sauflust für effettive Ware und Lieferungen. Namentlich die Proving trat mit gesteigerter Konsumfrage hervor und das Angebot vom In- und Auslande war knapp gehalten. Abgeber bewahrten größte Reserviertheit. Dazu tamen höhere Preismeldungen aus New York und Chicago, Liverpool und ganz besonders aus Pest. Weizen und Roggen setzten bereits am Frühmarkte höher ein und zogen mittags bei vielfachen Deckungen und NeuRoggen 1/2 bis 3/4 M. höher als gestern. Mehl war unverändert. Bon fäufen noch weiter an. Die Preise stellten sich für Weizen über 1 M., für Futterartikeln blieb Hafer matt, Mais unverändert. Rüböl konnte sich nach den Preis abschlägen der letzten und der vorletzten Woche etwas erholen. Spiritus unverändert, 70 er loco 39 m. Cirkus Albert Schumann. Renz- Gebäude. Karlstrasse. Dienstag, den 8. Oktober 1901, abends präc. 7½ Uhr: Außerordentl. Gala- Vorstellung. Jede Nummer des für Berlin vollständig neuen Programms ein Schlager. U. a.: Die phänomenalen 5 Amerit. Johnsons. Klub- Jugglers. Monf. u. Mad. Daffie. Clown Adolph, 2onf. der Unverwüstliche. Mad. Mathilde Große Frankfurterstr. 132. Renz. Herr Ernst Renz. Mlle. Blanche und Mule. Rita Alarty mit ihren dress. Anfang 8 Uhr! Anfang 8 Uhr! Meharas. Ein Stündchen in der Berliner Rangen! Arche Noahs. Dir. Albert Schumann. Große Ausstattungspoffe mit Gesang 120 Gr. Ballettivertiſſement, 120 in 5 Aften und 7 Bildern v. G. Albert. Musik von R. Leonard. Morgen: Dieselbe Vorstellung. 6 Liliputaner Apollo- Theater. mit ihren kleinsten Pferden der Welt und Pracht- Equipage! Nur noch bis zum 15. Oktober: FrauLuna und der Solotänzerin Binquegrani. getanzt von Damen Original- Clown Paul Bojanowski, der urkom. Berliner. Cottrell. Carry u. Morla, die lustigen Chinesen 2c. 2c. Das Schulpferd in Fener ut. Flammen. Neueste Erfindung des Direktors Les 8 Bugens. Les roi du tapis. Die fliegenden Hunde des Mr. Wiltes. Miß Mlle. Aida. Luftballett ,, Grigolatis". •• Wallno u. Mariette Passage- Theater. Anf. wochent. 5, Sonntags 3, Ende 11 Uhr. Beginn des Abendprogramms 8 Uhr. Adelina Sozo Prima ballerina assoluta. Traudchen Hundgeburth, die Kuhmagd aus dem Rheinlande. Hasl und Franzl, is label O'Brien. Mlle. Eugenie. Mlle. Antoinette 2c. Rob. Steidl Lucie Verdier Reichshallen. und die vorzüglichen Specialitäten. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch, Unter den Linden 44. Wegen baulicher Schwierigkeiten ist die Eröffnungs- Vorstellung bis zum 9. Oktober verschoben. Anfang 82 Uhr. Preise der Plätze: Fauteuil 10 M. Loge 6 M. Parkett 6, 5, 3 M. Frid- Frid. F. Georgette. die bayrischen Juxbrüder und Sanssouci Gastspiel: Specialitäten- Bortellung. Saharet! Weibliche Barbiere. Anfang 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten: Rauchen überall gestattet. Vorstellung. Anfang mittags 12 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali. W. Noacks Theater. täten- Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Jm Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Ueber den Wolken. Juvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Brunnenstraße 16. Die wilde Kayze. Boffe mit Gesang in vier Aften von Mannstädt und Weller. Musit von G. Steffens. Vorstellung: Nach der Lanzkränzchen. Mittwoch: Die Else vom Erlenhof. 18 erstkl. Nummern. Deutsche Konzerthallen, An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. Specialität.- Doppel- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften. Special- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Vorzügliche Küche. Gut gepflegte Biere. Kottbuserstr. 4 a. Wiederauftreten von Adolf Hoffmann. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Soiree: Tanz. Anfang Sonntags 7 Uhr, von 5-7 Uhr Konzert Entree 50 und 75 Pf. Wochentags Anfang 8 Uhr, Entree 30 u. 50 Pf. Wochentags Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Alle andern Tage bleiben die Säle zu Festlichkeiten und Ber: sammlungen frei. 9976] Stettine Sänger 1. a. Herrliches Programm, ,, Bosco". Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Cirkus Busch. Dienstag, den 8. Oftober, 712 Uhr: Grosser Sports- Abend. ,, Hie guet Brandenburg allewege." Großes Ritter- und Schaustüd zu Wasser und zu Lande. Amerikaner Gifford als einbeiniger Besonders hervorzuheben: Der Hochspringer auf seinem Rad. Außer dem: Gala- Programmnummern. Palast- Theater ( früher Feen- Palast) Burgite. 22. Direktion: Winkler u. Fröbel. Einen durchschlagenden Erfolg hat das neue Oktober- Programm. 15 Sensations- Nummern. Nur vom Besten das Beste. Um 82 Uhr Direktor W. Fröbel als Schlächtermstr. in der Operette Weibliche Barbiere. Neueste Tagesereignisse. Die drei Silbersterne. Der Musik- Sport- Akt. Lebende Riesen- Photographien. Anf. 7 Uhr. Kaffeneröffn. 6 Uhr. Billetvorverkauf von 11-1 Uhr. Casino- Theater Lothringerstrasse 37. Mary Ellys Fritz Steidl und das übrige sensationelle Specialitätenprogramm. Dazu der Schlager der Saison Berlin N. Berlin W. Anf. wochent. 8, Sonntags 712 Uhr. Vereinszimmer, große, find Neue Friedrichstr. 20 7296* zu vergeben. In der Markthalle am Vinetaplatz 3 sind jetzt sämtliche Stände von nur selbständigen Gewerbetreibenden bestens besetzt, welche die verehrten Hausfrauen um ihren werten Besuch bitten. Wer ein Cigarren- Geschäft eröffnen will, wende sich zuvor an Adolf Adler, Belforterstrasse 25. Verkauf nur an Cigarren- Händler und Grossisten.[ 2331L 6 Partei- Versammlungen Hermann Meyer& Co. finden für Berlin am Dienstag, den 8. Oktober, abends 8% Uhr in folgenden Lokalen statt: I. Kreis: Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Stechert, Andreasstraße 21. II. " III. " 1 IV. V. VI. " " Schweizer Garten, am Königsthor. Kösliner Hof, Röslinerstraße 8. Tages Ordnung: Bericht der Vertrauensleute, der Preßkommission, der Lokalkommission und Neuwahl derselben. Neuwahl der Agitationskommission der Provinz Brandenburg. Berichterstattung von der Brandenburger Parteikonferenz und vom Parteitag. Um zahlreiches Erscheinen der Parteigenossen ersuchen Moabit. Die Vertrauensleuke. 209/6 Am Sonnabend, den 5. d. M., morgens 312 Uhr, entschlief nach langem, schweren Leiden unser lieber Sohn, Bruder und Bräutigam, der 10056 Am Mittwoch, den 9. Oktober 1901, abends 82 Uhr, im Bildhauer Lokal des Herrn Peters, Alt- Moabit 80/81: Volks- Versammlung 9955 Tages Ordnung: Milch- und Fleischverteuerung. Referentin: Frau Tietz. Die Einberuferin: Frau Rauschke, Roſtoderſtr. 46. Schöneberg. Bernhard Mittag Nostizstr. 15 im vollendeten 27. Lebensjahre. Die Beerdigung findet Dienstag, den 8. d. M., nachm. 41/2 Uhr, auf dem Friedhofe zum Heiligen Kreuz in Mariendorf statt. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Gentralverein der Bildhauer Deutschlands. Am Sonnabend, den 5. Oftober cr., 21/9 In der am Dienstag, den 8. Oktober in Obsts Festsälen statt- perstarb unser langjähriges Mitglied, findenden öffentlichen Volksversammlung wird zu gleicher Beit der jährliche Bericht sowie die Neuwahl der örtlichen und Kreis- Vertrauenspersonen stattfinden. Sämtliche Genoffinnen von Schöneberg sowie des Kreises TeltowBeeskow- Stortow werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Vertrauensperson: Frau Meiling. 203/12 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Mittwoch, den 9. Oktober, abends 812 Uhr, im Gewerkschaftshause, großer Saal, Engel- Ufer 15: Versammlung der Holzbildhauer Bernhard Mittag. Gin ehrendes Anbenten bewahrt ihm die Verwaltungsstelle Berlin. Die Beerdigung findet am Diens tag, den 8. Oftober, nachmittags 25 Uhr, von der Leichenhalle des heiligen Kreuz Kirchhofes in Mariendorf aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Am 5. Oftober 1901 starb unser Mitgtied, der Mechaniker 119/11 der Gürtler, Drücker, Dreher, Schnittarbeiter, Robert Gleichmann Knopfarbeiter und-Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow:" Der deutsche Bauerntrieg 1525". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes.- Zahlreichen Besuch erwartet 119/12 Die Ortsverwaltung. Deutscher Textilarbeiter- Verband. Filiale Berlin I. Sonnabend, ben 12. Oftober 1901, abends 8 1hr, bei Franz Merkowsky( früher Wilte), Andreasftr. 26: Versammlung. Tages Ordnung: 197/13 Die Antwort der Fabrikanten auf die Lohnforderungen der Strickerinnen und wie stellt sich die Organisation dazu? Es ist Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. im Alter von 26 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet statt am Dienstag, den 8. Oktober, nachmittags 42 Uhr, auf dem Gnadenkirchhof, Barfußstraße. Rege Beteiligung er wartet Die Ortsverwaltung. 9106 Ich wohne jetzt: Charlottenstrasse 16 II. Dr. Böhm, Specialarzt für Wasserheilverfahren. Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, ur Mariannen- Straße 2. Vereins- Kränze, Balmen- u. Blumen Arrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert. Für Maurer, Morgen, Mittwoch, den 9. Oktober 1901, abends 8½ Uhr, im welche sich im Zeichnen, KoſtenGewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: anschlagen 2c. zum Polier ausbilden wollen, bietet sich günstige Gelegen Mitglieder- Versammlung. belt, an dem Sturfus( Abendſtunden) Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn G. Davidsohn. 2. Abrechnung vom Sommerfest. 3. Abrechnung von der Urania Vorstellung. 4. Verbandsangelegen heiten und Berschiedenes. Bahlreiches Erscheinen erwartet 26/15 Die Ortsverwaltung. Wir machen alle Kartonarbeiter und Arbeiterinnen auf die vom 20. Oftober an jeden Sonntagvormittag stattfindende Morgensprache im Restaurant Wahlsdorf, Barnimstr. 13, aufmerksam. D. D. Achtung! Maurer! Achtung! Bur allgemeinen Kenntnis, daß die tägliche Arbeitszeit in der Zeit vom 7. Oftober bis 16. November laut Bertrag acht Stunden beträgt und zwar von früh 72 bis abends 5 Uhr mit 2 Stunde Frühstücks- und 1 Stunde Mittagspause. Wir ersuchen die Kollegen im Interesse der Allgemeinheit, für die strikte Innehaltung dieser Arbeitszeit Sorge zu tragen. Sollten sich hieraus Differenzen entwickeln, so ersuchen wir die Kollegen, uns umgehend den Bau und Straße, den Arbeitgeber und dessen Wohnung per Starte it: zuteilen, damit letterer vom Arbeitgeberbund zur Innehaltung des Ver: trages aufgefordert werden kann. teilzunehmen. 1004b Carl Karras, Maurermeister Beuffelstraße 71. Stempel Fabrik von[ 23842* Robert Hecht, HECHT BERLI Berlin S., Oranienstr. 142, liefert schnell und billig alle Arten Stempel int bester Ausführung. 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Tafel Liqueure B. gehören zu den feinsten in Deutschland hergestellten Qualitäten. Diese Liqueure sind nur in unsren Originalflaschen käuflich. Wir stehen in der Fabrikation feinster Liqueure nicht im mindesten hinter Erankreich und Holland zurück; leider herrscht aber das Vorurteil noch vielfach, dass alles dasjenige besser sei, was aus dem Auslande kommt, Bei keiner Ware ist dieses Vorurteil so wenig berechtigt, wie bei Liqueuren. Unsre aus dem feinsten Weinsprit, bester Raffinade und den ausgesuchtesten Zusätzen hergestellten Liqueure 2,40 1,25 sind in Qualität den renommiertesten aus2,40 1,25 ländischen gleich und übertreffen viele der2,40 1,25 selben. Unser Preis ist kaum halb so hoch, 2,90 1,50 da Zoll, Fabrikations- und Handelsgewinn bei 2,90 1,65 andren deutschen Fabrikaten wesentlich geringer 1,80 1,00 sind. 2,90 1,50 2,90 1,50 1,50 0,80 1,65 1,90 1,00 2,25 1,20 0,50 0,60 Nordhäuser, sehr alt. 0,90 Schl. Weizenkorn, fein alt Schl. Weizenkorn, sehr alt Tafel- Aquavit 0,65 0,90 0,80 Steinhäger 1,40 0,75 alt fein 1,75 0,95 2,25 1,20 Slibowitz u. Kirschwasser. Cognac. Bitter- Liqueure. Unser Nervus rerum ist ein aus magenstärkenden, medizinischen Kräutern hergestellter, sehr kräftiger Süss- Bitter mit ausgezeichneter Wirkung bei Verdauungsstörung. Wird von uns nur in frischer bester Qualität hergestellt. Besonders für schwache genesende Personen zu empfehlen, und auch in Krankenhäusern als Stärkungsmittel gebraucht. An Stelle der teueren Cognacs ist ein alter Nordhäuser und Weizenkorn zu empfehlen, nicht minder Slibowitz und Kirschwasser. Das oben von den Liqueuren C. Gesagte gilt in noch höherem Masse von Cognac. Wenn die Deutsch. Verschnitt- Cognac 0,90 0,50 Flaschen nur ein französisches Etikett und noch OriginalCognac flaschen • von Hermann) Meyer & Co. • Franz. Verschnitt. Franz, Cognac Franz. Cognac, fein. Franz. Cognac, hochfein Rum und Arac. Verschnitt. Original. Glühwein B 1,40 0,75 2,40 1,25 3,40 1,75 2,-1,05 irgend eine mehr oder weniger bekannte französische Firma tragen, wird ein ganz aussergewöhnlicher Preis bezahlt. Unsre CognacFabrikation ist aber in Deutschland auf solcher Höhe, dass die an Frankreich gezahlten Millionen für diesen Artikel einen Nationalverlust darstellen. Unsre deutschen Original Cognacs halten jede Konkurrenz mit dem viel teureren französischen aus. Auch die von uns geführten 2,75 1,50 franz. Cognacs sind bei gleicher Qualität wesent8,90 2,15 lich billiger als die andrer französischer Firmen, welche sich lediglich ihren durch Reklame bekannt gewordenen Namen bezahlen lassen. 5,40 2,90 0,90 0,50 fein hochfein • 2,50 bis • 4,40 1,25 0,70 1,75 0,95 ( 1,30 2,20 Punsch- Extrakte. Arac- Punsch. Grogk- Punsch Rum- Punsch. Rotwein- Punsch Schlummer- Punsch Feinere Qualitäten Ananas- Punsch. Burgunder- Punsch 1,- 0,55 1,25 0,70 Wir beziehen nur feine, ausgesuchte Sorten in Rum und Arac und stellen die Qualität nach dem Preise, welcher jedoch sehr billig kalkuliert ist. 1,25 0,70 1,25 0,70 Sind rein und zweckentsprechend fabriziert. Die teureren Sorten sind erste, unerreichte Fabrikate. 1,25 0,70 1,25 0,70 1,75 0,95 2,25 1,15 . 2,25 1,15 1,15 Alles excl. Flasche, welche mit 10 Pf. berechnet und zurückgenommen wird. Zu gleichen Preisen auch in unsren 250 Niederlagen erhältlich. Nach auswärts gegen Nachnahme. Nicht Zufriedenstellendes wird zurückgenommen. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Achtung! IV. Wahlkreis( Osten). Achtung! ( Stoppenstraße 29) Louis Kellers Festsale( Stoppenstraße 29) Stiftungs- Fest des Socialdemokratischen Wahlvereins beſtehend in Vokal- und Instrumental- Konzert Auftreten der unter Mitwirkung der Gesangvereine Liedesfreiheit I. und der Maurer( Wilmersdorf). Mitwirfung Gesellschaft Strzelewicz. Turnertsche Aufführungen von Mitgliedern des Turnvereins Fichte. unter Leitung des Musikdirigenten Herrn G. Grass. GROSSER BALL. Eröffnung 4 Uhr. Anfang 5 Uhr. Billet 25 Pfennig, an der Kasse 30 Pfennig. Musit Programm gratis! Freireligiöse Gemeinde Dr. med. Schaper Jus Berlin. Sonnabend, 12. Oftober 1901, in den Andreas Festsälen, Audreasstraße 21: Herbstvergnügen bestehend in Stonzert, Theater, Gefang und Tans. Bur Aufführung gelangen: Die Mönche"( Lebende Bilder). Somiteemitgliedern zu haben: 1 Programms sind bei folgenden D. Janice, Rirdorf, Reuterstr. 24, H. 4 Tr. G. Bohne, Brunnenstr. 141, Sof 2 Tr. C. Chriftens, Mühlenstr. 49, v. 3 Tr. B. Schröder, Passauer firaße 3( im Laden). F. Braun, Bartelstr. 13, v. 3 Tr. P. Kuhirte, Immanuelkirchstr. 38, 5. 4 Tr. P. Halbauer, Krautstr. 36, Quergeb. 3 Tr. H. Kotlow, Hochmeisterstr. 5, Qutergeb. 4 Tr. Frau Kohlhardt, Alexandrinenstraße 21, v. 4 Tr. Kowalczif, Bernauerstr. 79, v. 3 Tr. W. Mohs, Silfiterstr. 70, v. 4 Tr. 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Die angesehene Stellung, welche sich die Neue Zeit" bei Anhängern und Gegnern der Socialdemokratie erworben hat, ver dankt die Zeitschrift ihrer Eigenschaft als Organ des wissen: schaftlichen Socialismus, nicht minder aber auch der einer politischen Nevue ersten Ranges. Die Ereignisse des Tages, die von weiter reichender Bedeutung sind, werden, namentlich soweit sie auf die Arbeiterbewegung und den Socialismus Bezug haben, eingehender besprochen, als es in der Tagespresse möglich ist, während gleichzeitig die wichtigsten Erscheinungen auf dem Gebiete der Litteratur und Kunst, der Naturwissenschaften und der Technik angemessene Berücksichtigung finden. Die Nene Zeit" darf als unentbehrliche Zeitschrift für alle diejenigen bezeichnet werden, welche ein mehr als flüchtiges Interesse für die große Tagesfrage der focialen Entwicklung haben. Die„ Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchhandlungen und Kolporteure zum Preise von M. 3,25 pro Quartal zu beziehen. 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Möbel auf Teilzahlung Prinzen straße 62. Wegen Maßregelung des Ver trauensmannes ist die Brauerel Julius Bötzow für organisierte Arbeiter gesperrt. 41/13 Die Agitationstommiffion. Nr. 235. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Treptow- Baumschulenweg. Heute soll es sich entscheiden, ob unfre Parteigenossen Karow und Gerisch in die Gemeindebertretung eindringen und somit dort den Arbeiterinteressen Geltung verschaffen. Arbeiter, Handwerker, Parteigenossen! Thut Eure Pflicht und tretet Mann für Mann für die Wahl unsrer Kandidaten Karow und Gerisch ein! Adlershof. Für diejenigen, welche die Petitionslisten gegen den Brotwucher noch nicht unterschrieben haben, liegen an folgenden Stellen noch Listen zur Unterschrift aus: Restaurant Schubert, Adlergestell- und Oppenstraßen Ecke, Restaurant Heimann, Bismarckstr. 53, Stemmwedel, Cigarrengeschäft, Megerstr. 4, Restaurant Rohde, Helbigstraße, Verkaufsstelle der Konsum Genossenschaft, Hadenbergstr. 29, Gustav Tempel, Kronprinzenstr. 6, Restaurant Lehmann, Bismardstraße 28. Wir ersuchen die Genossen, dieser Mitteilung die weiteste Verbreitung zu geben. Der Vorstand des Wahlvereins von Adlershof. Jn Schöneberg findet heute bei Obst, Meiningerstr. 8, eine Boltsversammlung statt, in der die Delegierten des Wahlfreises Teltow 2c. vom Parteitag Bericht erstatten. Schmargendorf. Am Dienstagabend 81/2 Uhr findet eine Ver sanimlung des Wahlvereins im Wirtshaus Schmargendorf" statt. Tagesordnung: Diskussion über die Verhandlungen des Parteitages. Mariendorf- Tempelhof. Heute, Dienstagabend 81/2 Uhr findet im Restaurant Adel, Tempelhof, Germaniastraße, die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Auf der Tagesordnung steht außer Bericht des Vorstandes und der Lokalkommission, Neuwahl beider. Die Wichtigkeit der Tagesordnung bedingt regen Besuch der Versammlung. Groß- Lichterfelde- Lankwik. Morgen abend 3 Uhr bei Richter, Chausseestr. 104, Versammlung des socialdemokratischen Wahlvereins. Tagesordnung: Berichterstattung vom Lübecker Parteitage. Lokales. Berlin im Zeichen der Stadtratswahlen. Die Zeichen mehren sich, daß es mit dem Liberalismus reißend bergab geht. Aus den politischen Körperschaften ist er ja schon fast ganz ausgemerat; jetzt fehlt es ihm in Berlin auch an Männern, die sich bereit finden, Mitglieder des Magistrats zu werden. Das hat sich nie in dem Maße gezeigt, wie bei den bevorstehenden Stadtratswahlen. Vor etwa vierzehn Tagen wurde zum unbefoldeten Mitgliede des Magistrats der Stadtverordnete und Handelsrichter Emil Gehride gewählt, ein Mann, von dem eine große Anzahl seiner Kollegen nichts weiter wußten, als daß er sich nie bemerkbar gemacht hatte. Es genügte, daß er bereit war, das Amt anzunehmen; was bedurfte es mehr? Eine Null mehr im Magistrat will in der That nicht viel sagen. Dienstag, 8. Oktober 1901. Ueber einen hiesigen Stadtverordneten bringt die Welt Eine verfehlte Berichtigung. Die Gewerbebeputation am Montag" einige sehr befremdliche Mitteilungen. Das Blatt hat bekamitlich auch die Aufgabe, auf die Lehrlingsmeldet: züchtereien zu achten, in welchen junge Leute massenhaft ausEs befindet sich noch heute unter den Stadtverordneten ein genutzt werden, ohne daß die in Betracht kommenden Unternehmer Mann, der übrigens augenblicklich auch zur Wiederwahl steht, über sich im ftande zeigen, die Opfer für ihren Beruf vorzubilden. Ein den die eigentümlichsten Gerüchte in Berlin umher schwirren. derartiges Institut bedenklicher Art wird auch von einem Mechaniker Vor Jahren gingen Notizen durch die Blätter, worin, allerdings P. J. Steinke in der Wiesenstr. 15, unterhalten, und die städtische ohne Namensnennung, aber unter deutlichster Kenntlichmachung Gewerbebeputation hielt es im öffentlichen Interesse für geboten, der Person, die schwersten Vorwürfe gegen ihn erhoben wurden. diesem Herrn hinfort nur das Halten von drei Lehrlingen zu gestatten, Es hieß damals, daß er einen Betrug durch Geld wieder un- statt der 13, die er jetzt beschäftigt. Am 13. September gaben wir geschehen gemacht habe, und daß als Vermittler bei diesem Sünden- den Beschluß dieser amtlichen Körperschaft bekannt. Nunmehr läßt begräbnis zwei Rechtsanwalte, die Namen von gutem Klang uns Herr Steinte durch den Rechtsanwalt Herrn Walter Bahn tragen, thätig gewesen seien. Es ging ferner das Gerücht über eine preßgefeßliche" Berichtigung zugehen, in welcher behauptet den Mann, daß er notorisch mit Bucherern in Verbindung ge- wird, daß die in unsrem Blatt gebrachte Mitteilung folgende„ thatstanden habe. Man sprach namentlich von einem Fall, wo einem sächlichen Unrichtigkeiten" enthält: fleinen Schneidermeister Wechselabschnitte über mehrere Tausend 1. Herr Steinte beschäftigt nicht 13, sondern keinen Lehrling, Mart diskontiert worden seien gegen Hereingabe minder wertiger die jungen Leute, welche er beschäftigt, sind Praktikanten und lernen Ware. Diese Gerüchte veranlaßten angesehene Mitglieder der Stadt- nicht in der Werkstatt, sondern in der von dieser gesonderten Lehrverordneten- Versammlung, diesen Herrn in auffälliger Weise zu anstalt. 2. Herr Steinke macht teine eifrige Reklame. 3. Herr meiden. Aber er that nichts dagegen. Es fiel ihm nicht ein, Steinte hat bisher bei seiner Lehranstalt zugesezt und lebt von den feine angegriffene Ehre vor dem Richter wieder herzustellen. Und Einnahmen, die ihm seine Thätigkeit in der Werkstatt einbringt. 4. Es dieser Mann ist nicht etwa ein kleiner unter den Göttern des Roten besteht kein Sachverständigen Gutachten, wonach Herr Steinke, LehrlingsArt" treibt. 5. Ein Beschluß der GewerbeVerwandtschaft übt er namentlich hinter den Coulissen einen ganz deputation, wonach er bedeutenden Einfluß aus. Gerade dieser Mann ist es auch, der dem kapitalistischen Einfluß im Stadtparlament Geltung verschafft. So die Berichtigung". Herr Steinke muß uns schon gestatten, Er war es, der am schärfsten die Verstadtlichung der Berliner daß wir den kunstvoll paragraphierten Aufbau seiner Einwendungen Elektricitätswerke bekämpft hat. Er war es auch, der stets die Stange der ein wenig modifizieren und zwar ebenfalls paragraphenweise. Wir Berliner Straßenbahn hielt. Er war es aber andrerseits auch, der infolge haben da zu antworten: ganz eigentümlicher verwandtschaftlicher Berhältnisse sich veranlaßt Ob Herr Steinke Lehrlinge oder Praktikanten" bes fah, plöglich für die Verstadtlichung der Siemens u. Halske- Bahn schäftigt, dürfte doch von der Aufsichtsbehörde zu entscheiden sein. aufs wärmste einzutreten. Ein sehr einflußreicher Stadtverordneter Diese hält ein Lehrverhältnis für vorliegend, da sie sich sonst hat neulich über diesen Mann das treffende Wort geäußert: Man überhaupt nicht zum Einschreiten gegen Herrn St. veranlaßt gefann ihm ja nicht nachweisen, daß er Aktien besigt. Aber schlicß- sehen hätte; lich kann sie ja auch die Frau oder der Schwager besitzen. Der Herr, auf den es ankommt, ist hier mit solcher Deutlichkeit bezeichnet, daß man meinen sollte, es dürfe ihn der Umstand, daß das Blatt feinen Namen zu nennen unterlassen hat, nicht von einer Rechtfertigung abhalten. Hauſes, ſondern einer der großen. Durch sein Geld und seine züchterei schlimmster 1. Januar 1902 nur drei Lehrlinge der halten darf, ist Herrn Steinte nicht zugegangen. " zu 2. ob die Reklame, welche Herr St. durch Drucksachen treibt, als eine„ eifrige" zu betrachten ist, dürfte ganz Sache des subjektiven Empfindens sein; zu 3. ob Herr St. bisher" bei seiner„ Lehranstalt", welche von der Gewerbedepution als" Lehrwertanstalt anerkannt wird, zugesezt hat oder nicht, können wir nicht entscheiden, jedenfalls sind die Lehrgelder" eine recht gute Einnahme für ihn gewesen, um die ihn mancher beneiden dürfte; zu 4. daß Herrn St. von einem„ Sachverständigen- Gutachten" nichts bekannt ist, wollen wir ihm glauben; die Gewerbe- Deputation, der selbst Sachverständige angehören, dürfte andrer Meinung sein; zu 5. went Herrn St. der Beschluß der Gewerbe- Deputation, wonach ihm aufgegeben werden soll, die Zahl der von ihm begeben worden ist, so dürfte dies demnächst geschehen. In diesem schäftigten Lehrlinge auf drei herabzusetzen, noch nicht bekannt ge alle wären wir also besser unterrichtet, als Herr Steinte. Das Hunnentum daheim. Es war nicht genug damit gethan, daß die Khalifrieger, angefeuert durch die ihnen mit auf den Weg gegebenen Ermunterungen, dem deutschen Heldenruhm in China die bekannten Denkmäler setzten. Auch heute, nach ihrer Heimkehr scheinen etliche der Tapferen sich noch in dem Glauben zu wiegen, daß es in der zu Dreivierteln socialdemokratisch denkenden deutschen Reichshauptstadt angebracht ist, die Trophäen des Hunnenruhms dadurch auffällig, daß er mit einem Spazierstod, um den ein öffentlich spazieren zu führen. So macht sich zur Beit ein solcher Strieger hin efenzopf gewickelt ist, in den Straßen paradiert. Mehrere Buschriften, die uns aus unserm Leserkreise zugingen, geben dem Den Kern, worauf es ankommt, nämlich die Gründe, welche für ergernis Ausdruck, das dies Kriegsandenken crregt hat. Mir die Gewerbe- Deputation Anlaß waren, den Praktikanten- Praktiken halten nun zwar die Berliner Einwohnerschaft im allgemeinen für des Herrn Steinte einen Riegel vorzuschieben, hat dieser Herr sich viel zu gesittet, als daß anzunehmen wäre, folches wohl gehütet zu berühren. Within dürften Eltern und Vormünder Häßliches Schaustück könnte verrohend auf sie einivirfen. junger Leute gut thun, sich vor der Anstalt des Herrn Steinke weiter Ja wir möchten annehmen, daß Verkehr mit der vorzusehen. Jetzt wird nun von dem mit der Vorberatung dieser Angelegen- bald zu der Ueberzeugung bringen wird, daß es ihn am meisten ledigung von Invaliditäts- und Altersversicherungsreichshauptstädtischen Bevölkerung auch den Inhaber der Trophäe Die Einführung des mündlichen Verfahrens bei der Erheit eingesetzten Ausschuß auch der Stadtv. Kalisch zum un ehrt, wenn er das Ding, das er jetzt in seinem Wahn prunkend zur fachen hat sich nach dem Berichte des Magistrats- Kommissars für besoldeten Magistratsmitgliede vorgeschlagen. Herr Kalisch hat sich Schau trägt, ganz still in einem Winkel verbirgt, von wo es nie Invalidenversicherung trefflich bewährt. Es wird darüber berichtet: zweifellos um die Verwaltung eingehend gekümmert, nur schade, daß mehr ans Tageslicht kommen kann. Müßte man doch am Kultur- Wenn der Kommissar sich gegen eine Rentenbewilligung oder für er feine Kenntnis noch nie dazu benutzt hat, auf Verbesserungen zu fortschritt der Menschheit verzweifeln, wenn er nicht so widerwärtige Entziehung einer Rente aussprechen will, muß gemäß§ 59 des Ge bringen. Seinen Kollegen war er schon längst als freiwilliger Erscheinungen, wie die Auswüchse des Khakiwahns bald überwinden seges eine mündliche Verhandlung unter Zuziehung je eines VerMagistratskommiffar bekannt, als ein Mann, der alles verteidigte, follte. treters der Arbeitgeber und der Versicherten stattfinden. Im letzten Berichtsjahre haben an 52 Tagen mündliche Verhandlungen statt gefunden, wobei 556 Sachen erledigt worden find. Die Einrichtung erachtet werden. Denn nicht allein, daß in einer ganzen Reihe von der mündlichen Verhandlungen muß für eine äußerst nützliche Neuerung Fällen gerade die mündliche Verhandlung die erforderliche Aufklärung und zwar sehr häufig zu Gunsten des Rentenbewerbers gebracht hat, es tann auch als eine Folge der Neueinrichtung angesehen werden, daß seit Geltung des Invalidenversicherungs- Gesezes die Rentenanträge von vornherein eine viel sorgfältigere Vorbereitung erfahren, als dies früher der Fall war, und daß eine ganze Reihe von Feststellungen, die früher in der Regel der zweiten Instanz vorsehr zum Nutzen des Stentenbewerbers, dem hierdurch oft die Bebehalten blieben, jezt bereits beim Kommissar vorgenommen werden, rufung erspart wird. Ein besondrer Vorteil der mündlichen Verhandlungen besteht darin, daß durch das persönliche Erscheinen des wonnen wird. Die Beisiger aus dem Kreise der Arbeitgeber und der Versicherten haben den gehegten Erwartungen entsprochen und sind erfolgreich bemüht gewesen, ihr Amt unparteiisch und gewissenhaft zu vers was der Magistrat von je gethan hat oder er je zu thun gedachte. Vom Milchkrieg. Die Centrale für Milchverwertung und die Ein schwankendes Rohr im Winde, jeder eignen Meinung bar, wird in ihrem Dienste stehende Presse bramarbasieren über die Erfolge, er eine wertvolle Bereicherung des Magistrats abgeben. Der Ausschuß schlägt ferner die Wiederwahl der mit dem Schluß des Jahres ausscheidenden Stadträte Fischbed, Heller, Hübner, Marggraff, Münsterberg, Straßmann, Struve vor. Aus dieser Lifte fällt uns vor allem der Name des Herrn Hübner auf, von dem man glaubt, daß er sich ein Anrecht auf seine Wiederwahl ersessen habe. So wird denn Herr Oberbürgermeister Kirschner alle die ehr würdigen Häupter feiner Lieben wiederfinden. Im Magistrat bleibt alles hübsch beim alten und kein frischer Windhauch wird die alten erprobten Kämpen in ihrer gedeihlichen Ruhe aufscheuchen. walten. Berlin und seine Umgebung hinwegbrauste, hat mancherlei luheil Der schwere Nordweststurm, der in der Nacht zu gestern über m Ziergarten und in den andren Parkanlagen fowie in einzelnen angerichiet. Namentlich haben die Bäume großen Schaden erlitten. Im Straßenzügen, z. B. in der Großbeerenstraße, ist eine Anzahl von Bäumen umgeworfen worden, während andre einen großen Teil ihrer este und Zweige eingebüßt haben. Von den Dächern fausten Ziegel herab und zwangen die späten Wandrer, die sich bei dem heulenden und die die märkischen Milchbauern in Berlin bisher errungen haben sollen, das Blaue vom Himmel herunter. Die Deutsche Tagesztg." verkündet, nach den Erwartungen der Centrale werde der Milchkrieg in 14 Tagen insofern beendet sein, als die Centrale dann für ihre Milch in Berlin genügenden Absatz haben werde. Wenn man diesen Renommiſtereien Glauben schenken dürfte, dann stände ganz Berlin auf seiten der Milchbauern, und die Berliner Milchhändler wären bereits verloren. Thatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die Berliner Bevölkerung hält nach wie vor zu den von der Centrale unabhängigen Händlern und unterstützt sie in ihrem Kampfe gegen die Berteuerungsgelüfte der Milchbauern. Sehr zu statten tonimt Der Schluß der Gastwirtschaften von 4-6 Uhr morgens. den Händlern das nasse kalte Wetter, das wir seit einigen Rentenbewerbers ein besseres Bild über seine Arbeitsfähigkeit geGegen diese neueste Polizeiverordnung, durch welche Moral und Tagen haben. Es hat der Milchnot durch Verringerung des Konjums Sittlichkeit in der Hauptstadt gehoben werden sollen, hatten die Gast ziemlich ein Ende gemacht und ermöglicht nun auch denjenigen wirte, wie wir seiner Zeit mitteilten, an den Minister des Innern Händlern, die sich bisher nur wenig Milch beschaffen konnten, die petioniert. Jetzt ist den Petenten die Antwort zugegangen; sie lautet ablehnend. Der Zweck der Verordnung sei, dem Treiben Befriedigung ihrer Kundschaft. Wenn die Händler so gottgläubig berjenigen bedenklichen Elemente entgegenzutreten, welche bisher wären, wie Herr Ning und seine Milchbauern, dann würden sie jetzt nach Schluß bestimmter Lokale ihr Treiben in andren dem Herrgott danken, daß er es auch einmal mit ihnen gut um 4 Uhr morgens wiedereröffneten Lokalen fortfegten, und gemeint" und ihnen dieses Hundewetter geschickt hat. Sie sind aber dieser Zweck verdiene durchaus Billigung. Die von den praktischer und denken mehr an ihre Bundesgenossen auf Erden. In Betenten aufgestellte Behauptung, daß entgegen diesem Zweck die ihrem Organ, der„ Berliner Milchzeitung", wird darauf hingewiesen, Durchführung der Polizeiverordnung mit aller Härte und in der daß die bisherigen Bundesgenossen die rechtsstehenden Parteien, rigorosesten Weise auch völlig einwandsfreien Lokalen gegenüber er die sich stets als die Vertreter des Mittelstandes aufspielten" in folge, bezeichnet der Minister als unzutreffend. Auf diejenigen Lokale, in denen Arbeiter, Straßenreiniger, Droschkentutscher, dem gegenwärtigen Milchkriege sich den Milchhändlern feindlich ſaufenden Sturme faum vorwärts bewegen fonnten, den StraßenLieferanten usw. verkehren oder des Morgens ihre Waren entgegenübergestellt haben; der Milchhändlerstand solle daraus eine damm aufzusuchen. Vielen wurden die Hüte von Kopf gerissen und so schnell davon getrieben, daß an ein Einholen nicht zu denken war nehmen, sei die weitgehendste Rücksicht genommen. Thatsächlich Lehre für die Zukunft ziehen." und manche barhäuptig noch Hause wandern mußten. In der fei bis zum 1. August die Zulassung von Ausnahmen für die Zeit von 4-6 Uhr früh in 1233 Fällen erfolgt und nur in 198 Fällen Der Sport des Gesundbetens, der bisher wesentlich in den Bücklerstraße wurde ein vom Dienst spät nach Hause kommender Eisenbahnbeamter durch ein herabfallendes Blumenbrett recht er abgelehnt worden. Augen der nach oben schielenden Geburts- und Finanzaristokratie Hören wir, was dem gegenüber durch die Brivatenquete der getrieben wurde, soll jegt auch solchen Streifen zugänglich gemacht heblich am Kopf und Rücken beschädigt. Auf den Wasserläufen und gastwirtschaftlichen Vereine Berlins festgestellt worden ist. Es hat werden, die nicht oder selten auf den Gedanken kommen, daß sie aus in den Hafenanlagen hatten die Mannschaften der dort vor Anker Ben Anschein, so heißt es in dem Bericht, als wenn häufig das der Uebung dieses Unfugs persönliche Vorteile und Ehren ergattern liegenden Schiffe viel zu thun, um ein Wegtreiben ihrer Fahrzeuge größere oder geringere Ansehen, dessen sich der betreffende Gewerbe- tönnten. Ein Herr Franz R. aus der Magdeburgerstraße versendet au verhüten, da die Wellen der Spree sehr hoch gingen. freibende bei seinem Reviervorstand zu erfreuen hat, maßgebend für Prospekte, worin er mitteilt, daß er am 17. Juni dieses Jahres im Einen tödlichen Ausgang haben zwei Unfälle genommen, die Versagung oder Genehmigung ist. Vielfach erfolgte die Ab- Glauben an Gott und den Heiland" eine christliche und wissen- von denen der Militärinvalide Wilhelm Dietrich aus der Melchiorweisung mit der fategorischen Erklärung: Es liegt kein Bedürfnis schaftliche Vereinigung Streuz" zu Berlin gegründet habe, deren straße 23 und der Kutscher Johann Krüsel aus der Gartenstr. 172 Dies deutet darauf hin, daß sich die Polizeibehörden Vorsitzender er sei. Der Prospekt ist durch und durch mit Citaten betroffen wurden. Dietrich, ein Mann von 53 Jahren, wurde vor an ben einzelnen Stellen über den Zweck der Ver- aus der Bibel gespickt; an seiner wesentlichsten Stelle heißt es: 14 Tagen in der Waldemarstraße von einem Geschäftswagen überordnung gar nicht im Klaren sind. Dieser soll aber ja angeblich nur" Der Herr fagt ferner Matth. 10, 8: Machet die Kranken ge- fahren und erlitt einen Oberschenkelbruch. Krüsel, der 46 Jahre dahin gehen, Prostitution und Verbrechen zu bekämpfen. Einer An- fund, reiniget die Aussäßigen, wecket die Toten auf, treibet die alt und bei dem Fuhrherrn Riethoff in der Joachimstraße beschäftigt zahl von Gastwirten hat man die Erlaubnis versuchsweise" Teufel aus; umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch. war, follte am vergangenen Donnerstagnachmittag vom Schlesischen fechs Wochen auf Probe gegeben; einer der Befragten schreibt er Also thun wir auch dieses im Glauben an Ihn und sein Wort. Bahnhof eine Ladung Gier abholen. Beim Anziehen der Pferde bittert, daß ihm die Genehmigung versagt sei, während sein Denn er sagt wiederum: Matth. 21, 22. Und alles was ihr bittet traf ihn die Deichsel gegen den Unterleib, so daß er sich eine DarmNachbar, welcher Schußmannsverkehr" hat, sie ohne Schwierigkeiten im Gebet, so ihr glaubet, werdet ihr's empfangen. Wir verzerreißung mit nachfolgender Bauchfellentzündung zuzog. Die Vererwirkte. Selbst Hotels sind von der Versagung betroffen worden; abreichen also teinerlei Medikamente, auch unglückten wurden beide nach dem Krankenhaus Bethanien gebracht ein Kaffeehaus- Juhaber berichtet, daß er seit Bestehen der Ver- wenden wir tein Naturheilverfahren an, und erlagen dort ihren Verlegungen. ordnung 1505 Gäste aus dem Lokal habe weisen müssen. sondern der Glaube an Christus macht uns start und so wir Glauben haben, ist uns alles möglich. Marc. 9, 23. Alle Dinge find möglich dem, der da glaubet. Und so sich die Kranten mit reinem auf: richtigen Herzen Gott anvertrauen, werden Sie Heilung finden. Luc. 7, 50. Dein Glaube hat dir geholfen, gehe hin mit Frieden." bor." Das Material der Privat- Enquete ist notwendigerweise lückenhaft, aber eines ist ohne Zweifel daraus festzustellen, nämlich, daß die Verordnung, weit entfernt, Prostitution und Verbrechen auch nur im geringsten einzuschränken, in ihrer praktischen Handhabung eine Menge Ungerechtigkeiten gegen einzelne Gewerbetreibende im Gefolge hat; fie giebt den unteren Polizeiorganen, deren Auskunfterteilung in der Regel maßgebend ist, ein Maß von Macht über die be= treffenden Geschäftsleute, wie es feiner Behörde gegeben werden follte. Eine Preisliste für die Heilung von Krankheiten ist in dem Prospett nicht enthalten. Sehr drollig ist, daß die Reklame für den gesundbetenden Verein„ Kreuz" auch den Tagesblätter beiliegt; Es giebt nur zwei Wege: Will man aus Berlin durchaus ein bas uns zugesandte Exemplar war einer in einem nördlichen Vorort Strähwinkel machen, so schließe man sämtliche Gastwirtschaften zu erscheinenden Zeitung beigegeben. Eigentlich hätten die evangelischen einer frühen Stunde, behandle aber alle absolut gleich. Da Paftoren die Pflicht, den tollen Unfug zu brandmarken; uns foll dies aber ein Ding der Unmöglichkeit, so tann es nur einen Ruf verlangen, ob sie sich selbständig genug fühlen, im Jutereffe der geben: Fort mit der Polizeiverordnung, fort mit der Polizei- Kirche, der fie dienen, dem organisierten Gesundbeten zu Leibe zu stunde überhaupt. rüden. Zu gewaltigen Verkehrsstörungen im Straßenbahnbetriebe gab gestern mittag gegen 1 Uhr der Brand eines Motorwagens der Infolge Straßenbahnlinie Süstrinerplaz- Moabit Veranlassung. Kurzschluß war die Einrichtung der Accumulatoren des die Nummer 1522 führenden Waggons am Alexanderplatz in Brand geraten, in= folgebeffen die„ Elektrische" kraftlos wurde. Um die Straßen für den Verkehr freizumachen, mußte der Wagen durch die AlexanderMarkt nach der alten Strede geleitet und dort ins Schlepptau geund Neue Schönhauserstraße geschoben werden, um am Hackeschen nommen zu werden. Durch das hierdurch notwendige Rangieren in der Münzstraße und am Hackeschen Markt enstanden auch hier größere der Münzstraße und am Hackeschen Markt enstanden auch hier größere Berkehrsstockungen. Die Festnahme des Falschmünzers Karl Polster hat jetzt eine zweite Berhaftung nach fich gezogen. Da Bolster neben seinen Arbeiten für die Fälschung von Banknoten und Briefmarken einem boten hatten. Ferner habe das Landgericht den§ 43 der GewerbeOrdnung verlegt, wonach nur zu einen gewerbsmäßigen Berteilen die polizeiliche Erlaubnis erforderlich sei. Und schließlich sei§ 10 des preußischen Breßgesetzes durch§ 30 des Reichs- Preßgesezes insofern abgeändert worden, als er danach mir noch das Verteilen 2c. von Bekanntmachungen, Plakaten und Aufrufen treffen fönne. Hier fehle aber jeder Anhalt dafür, daß die verteilte Bro te. Sier feble aber jeder Anhalt dafür, daß die verteilte Broz schüre einen Aufruf oder eine Bekanntmachung enthalte oder als Blatat anzusehen wäre. Erwerb nicht nachgehen konnte, so lag es auf der Hand, daß ihm| schneckenhafter Langsamkeit vorwärts gehe. Wenn man in Betracht die Mittel zum Lebensunterhalt und zu den erforderlichen Anzieht, daß eine thatsächliche vierjährige Bauperiode vorgesehen ist und schaffungen von andrer Seite zugestellt werden mußten. Als der eine noch viel länger währende Agitation für eine der wichtigsten Auf Spender dieser Mittel ist nun ein bisher unbestrafter Geschäftsmann gaben der Kommunalpolitik vorangehen mußte, so dürfte der Vorwurf festgestellt und verhaftet worden. Der Verhaftete bestreitet, von den der schneckenhaften Langfamkeit, für die wir freilich die je gige verbrecherischen Absichten Bolsters Kenntnis gehabt zu haben. Bolster Bauleitung nicht verantwortlich machen wollen, wohl begründet er habe ihm lediglich gesagt, daß er Geld zu einem geschäftlichen Unter- scheinen. Ist man bei der Errichtung von höheren Schulen, Gymnehmen brauche, nähere Auslassungen über die Art des Unternehmens naften usw., über deren augenblickliches Bedürfnis im Verhältnis zu jedoch abgelehnt. Das wäre ja an und für sich nicht gerade un- der Wichtigkeit eines Krankenhauses für einen so großen Ort sich möglich, die Dinge liegen aber doch für den Geschäftsmann so streiten läßt, nicht bedeutend schneller zu Werke gegangen? Oder Zwangs- Etatifierung. Die Stadtgemeinde Charlotten ungünstig, daß er in Haft behalten und dem Untersuchungsrichter will man einen Grund zur Langsamkeit in den jahrelangen Vor- burg hatte sich geweigert, der königlichen Polizeiverwaltung Kosten bereitungen beim Bau andrer Krankenhäuser erblicken, deren Bau zu erstatten, die dieser durch die Beförderung geschlechtstranker zugeführt wurde. Prostituierter nach der Charité in Berlin entstanden waren. Den Wirkungen des Giftes erlegen ist der 40 Jahre alte fich jedenfalls nicht so lange hingezogen haben dürfte? in Potsdam verfügte darauf die Schuhmacher August Haselpusch aus der Belforterstr. 6. Der Mann Neue Ringbahnstation in Schöneberg. Am 1. Dezember Regierungspräsident Einstellung dieser Kosten in den verunglückte vor acht Wochen durch einen Sturz von der Treppe seiner dieses Jahres wird die bisher für den Personenverkehr auf der zwangsweise städtischen Kellerwohnung. Nach vier Wochen aus dem Krankenhaus entlassen, Berliner Ringbahn in Schöneberg eingerichtete Station Bapestraße" Etat, wogegen die städtischen Behörden den Rechtsweg beschritten. tiagte er beständig über Schmerzen, die ihm Rippenquetschungen immer für den Personen- und Gepäckverkehr der Vorortstrecke Berlin- Groß- Sie waren der Meinung, daß diese Kosten nach dem Polizeitostennoch veerursachten. Schließlich trank er Alaun, dessen Wirkungen er im Lichterfelde- Ost und Berlin- 8offen eröffnet und mit dem gleichen gefeß dem Staat zur Last fielen. Das Ober- VerwaltungsKrankenhaus erlag. Hafelpusch hinterläßt seine Frau mit fünf Kindern Beitpunkte die Umleitung des Borortverkehrs Berlin- Groß- Lichter- gericht fegte die Zwangsetatifierung insoweit außer Straft, im Alter von 3-13 Jahren. felde- Ost und Zossen von dem Anhalter nach dem Potsdamer als der Stadt auch die Kosten für den Transporteur auferlegt Bahnhof durchgeführt werden. Es werden sämtliche Vorortzüge worden waren. Im übrigen hielt es die Verfügung des RegierungsBerlin- Groß- Lichterfelde Oft und Berlin- Boffen auf der Station präsidenten für gerechtfertigt. " Papeſtraße" anhalten. Vom Grund- und Bodenwucher. Die bekannte Velvetfabrit in Niederschöneweide hat dort ein zwölf Morgen großes Gelände für 664 000 m. gekauft, der Morgen kostet demnach 55 000 M.; im Jahre 1870 wurde der Morgen an der Spree noch nicht mit 3000 m. bewertet. Der Berliner Magistrat hat fürzlich bei Niederschöneweide vom Fistus und von einer Gesellschaft Ländereien, die etwa 155 Morgen umfassen, für zusammen 5 400 000 m., b. h. also den Morgen für rund 35 000 m. getauft. Gerichts Beitung. Vermischkes. Der Durchgebrannt ist der 40 Jahre alte Gastwirt Friz Meißner, der am 1. d. M. die eingegangenen Akademischen Bierhallen an andrer Stelle, an der Ecke der Friedrich- und Oranienburgerstraße, neuerstehen lassen wollte. Meißner hatte im ersten Stock an fehnliche Räume gemietet und hübsch ausgestattet. Als er am Sturm überall. Lotsenberichten zufolge herrschte in der Nacht 1. d. M. eröffnen sollte, war er verschwunden. Nun stellte sich heraus, daß er alle Welt, mit der er in Geschäftsverbindung gezu Sonntag auf der Nordsee ein sehr heftiger Sturm. In der treten war, geprellt hatte. Der Hauswirt betam teine Miete, die Elbmündung ist ein mit vier Mann besegtes Boot des LotsenversezTischler, welche die Einrichtung lieferten, hatte er um 2000 m. andampfers Kapitän Karpfanger" gekentert. Ein Mann ist dabei ergepumpt, eine Brauerei um 1000 m., den Maler und Decorateur um trunken. Ein heftiger Sturm, verbunden mit Gewitter, Regengüssen und Hagel, wütete Sonntag in ganz Belgien. Nament 200 M. Ebenso mußte das Personal, das er angenommen hatte, lich in Lüttich ist der durch das Unwetter angerichtete herhalten. Buffetiers hatte er nicht weniger als sechs angeworben, Sachschaden bedeutend; auf dem Marktplage wurde eine alle nach einander und so, daß einer den andern nicht zn sprechen Anzahl Meßbuden zerstört; viele Bäume wurden entivurzelt und bekam. Jeder mußte Bürgschaft stellen, zwei je 1500 m., einer 800, Laternenpfähle umgeriffen. Fantfurt am Main erreichte derdrei je 400 m. Ein fiebenter rettete nur durch einen Zufall feine Ersparnisse. Er wollte 2000 m. geben, verspätete sich aber und Um eine gemeine Flegelei im Nachtomnibus handelte es felbe Sturm Sonntagabend; auch dort war er von Blitz und Donner fam zu seinem Glüde erst mit dem Gelde, als Meißner bereits sich bei einer Anklage wegen thätlicher und wörtlicher Beleidigung, begleitet und hat vielfachen Schaden angerichtet. Es wurden Bäume verschwunden war. Sieben Kellner, die der Schwindler bei die den Direktor des preußischen Landgemeinde- Verbandes Paul umgeworfen, Siegel von Dächern geriffen und viele Fensterscheiben, einem Vermittler annahm, prellte er um je 3-5 M. Meißner Struje aus Königs- Wusterhausen und den Kalkulator a. D. Franz darunter große Ladenfenster, zertrümmert. Auf der Kaiserstraße wurde gestern abend verhaftet. Er wollte gestern nachmittag v. Milferstädt gestern vor die fünfte Straffammer des Land- wurde eine Droschte mit vier Personen umgeworfen, die Fahrgäste ein neues Opfer fangen. Einen Buffetier, der 1500 m. Bürgschaft gerichts I führte. Frau Köppen, die in einem Restaurant die Stelle tamen jedoch mit dem Schrecken davon. Im Café des Hotel Bristol stellen wollte, hatte er nach dem Kaiser- Keller bestellt, wo einer Büffettdame inne hat, hatte nach Beendigung ihres Dienstes wurden zwei große Erkerscheiben durch den Winddruck aus dem das Geld gezahlt werden sollte. Als der junge Mann ausblieb, in der Nacht des 6. Januar einen vom Stettiner Bahnhof nach dem Rahmen gehoben, die beim Zerschellen die Anwesenden mit Glasging Meißner nach längerem Warten weg und hinterließ, daß er in Botanischen Garten gehenden Nachtomnibus bestiegen. Bis zum splittern übersäten; die Marmortische wurden umgestoßen und das einer Wirtschaft am Oranienburger Thor zu treffen sei. Unterdessen Bahnhof Friedrichstraße war sie allein im Omnibus, dort stiegen ganze Geschirr am Schänktisch ging in Trümmer. Glücklicherweise begab sich seine Frau nach der früheren Wohnung in der Oranien: die beiden Angeklagten und ein Bahlmeister- Aspirant in Uniform ein. gelang es, die Läden herabzuziehen und dadurch zu verhindern, daß burgerstraße 53, um Kleidungsstücke für ihn zu holen. Hier ließ sie Wie Frau Köppen und der Omnibusschaffner bekundeten, ließ sich die schweren, bereits ins Schwanken geratenen Kronleuchter herabdie Aeußerung fallen, daß sie mit ihrem Manne nach Breslau reifen Herr Kruse mit beabsichtigter Bebemenz auf die Bank nieder und stürzten. In vergangener Nacht herrschte auch in Magdeburg wolle. Die Wirtin gab jezt nichts heraus, sondern ließ der Polizei drängte so dicht an die Frau Köppen heran, daß diese sich solche Un- beftiger Sturm mit Regenböen. Vom Harz wird ebenfalls stürmisches sagen, daß sich Meißner in dem Lokale am Oranienburger Thor, gezogenheit verbat. aber berhöhnt und Herr Wetter gemeldet, das in den Wäldern vielfachen Schaden anbas ihr die Frau ebenfalls genannt hatte, aufhalte. Als mehrere Struse hielt ihr entgegen:„ Eine anständige Dame richtete. Im Oberharz und im Brodengebiet trat starter Schneeder Nacht allein in einem fall ein. Beamte dort hinkamen, war der Gesuchte gerade wieder weg- fahre nicht in gegangen, fie fanden ihn aber in der Nähe auf der Straße und Omnibus." Herr Kruse ließ auch mit seinen Belästigungen Von der Pest. Die Besserung im Zustande aller im Lazarett nahmen ihn fest. Von dem erschwindelten Gelde fand man bei ihm nicht nach und berührte wiederholt ihre Knie, während von Nisida zu Neapel befindlichen Kranten, mit Ausnahme eines nichts vor. der zweite Angeflagte, der der Frau Köppen gegenüber faß. mit einzigen, hält an. Weder in Neapel noch in der Umgegend ist ein feinen Füßen ihre Füße umschlang. Frau Köppen sah sich genötigt, weiterer verdächtiger Krankheitsfall vorgekommen. Von dem zweiten Durch einen Mefferstich lebensgefährlich verwundet wurde den Schaffner um Schutz zu bitten, aber auch dessen Intervention Bestherd, von Samsun, wird ein neuer Pestfall gemeldet. Der gestern nachmittag um 5 Uhr in dem Hause Schwedterstr. 48 der hatte zunächst teinen Erfolg, vielmehr wurde er durch die Worte oberste Gesundheitsrat von Konstantinopel verhängte eine zehntägige 20jährige Maler Alexander Boneslawski. Der im vierten Stock beleidigt: Du Lump hast wohl von der Triene Gesundheitssperre über alle Herkünfte von Samsun und ordnete an, wohnende Arbeiter Christian Bilgers ließ sich von seinem Flur einen Sechser bekommen?" Dem Schaffner blieb daß sich der Bakteriologe, Major Nury Bey, sofort an Ort und Stelle nachbar, dem 36 Jahre alteu Maler Hermann Duriaux, gestern die schließlich nichts andres übrig, als den den Wagen halten begebe, um eine neue Üntersuchung vorzunehmen. Stuben ausbessern. Mit Duriaug tam Boneslawski, der bei ihm und die Persönlichkeiten der Ruhestörer durch Schußleute wohnte. Im Laufe des Tages wurde reichlich getrunken, nur feststellen zu lassen. Das Schöffengericht hatte seiner Beit den AnDuriang blieb nüchtern. Die beiden andern gerieten schließlich in geflagten St rufe zu 200 Mart Geldstrafe, den Angeklagten der Trunkenheit in Streit und als Boneslawsti seiner Aufforderung, v. Milferstädt zu 50 m. Geldstrafe verurteilt. In der gestrigen feine Wohnung zu verlassen, nicht nachtam, zog Bilgers sein Taschen Verhandlung in der Berufungsinstanz versuchte Herr Kruse die messer und stieß es ihm in der Magengegend in den Leib. Der Glaubwürdigkeit der Frau Köppen zu bemängeln, deren Angaben Berletzte wurde, nachdem ein Arzt ihm einen Verband angelegt hatte, wurden aber durch den Schaffner bestätigt. Der Staatsanwalt im hoffnungslosen Zustand nach dem Lazaruskrankenhaus gebracht; hielt das Verfahren der beiden Angeklagten für um so strafBilgers wurde festgenommen. würdiger, als es sich hier um eine schußlose weibliche Person handelte, die durch ihren Beruf gezwungen war, einen Nachtomnibus zu benußen, wie dies ja so manche auf Erwerb angewiesene Frau thun müsse. Der Gerichtshof hielt die Zeugin für völlig glaubwürdig und erkannte auf Verwerfung der Berufung. In der 7. Städtischen Fortbildungsschule für Jünglinge und Erwachsene, Gräfeftr. 85/88, werden mit dem am 9. Oftober d. J. beginnenden Winterhalbjahr wieder neue Kurse im Französischen und Englischen für Anfänger und Fortgeschrittene eröffnet. Die Anstalt bietet ferner Gelegenheit zur unentgeltlichen Fortbildung in: Deutsch, Schönſchreiben, Rechnen, Algebra, Geometrie, Physik( Elektrotechnik), Chemie, Freihandzeichnen, Birtelzeichnen. Der Unterricht in Stenographie und Maschinenschreiben( System Remington und System Bar- Lock) tostet halbjährlich 2 M., Modellieren 1 M., Fachzeichnen für Graveure, Lithographen, Schloffer, Maschinenbauer usw., Französisch und Englisch 4 M. Anmeldungen werden noch täglich von Herrn Rettor Falz im Amtszimmer während der Unterrichtszeit von 1/28 bis / 410 Uhr abends und Sonntags von 8-10 Uhr vormittags entgegen " Sie wurde Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners ag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. W., Plößensee. Wir haben über die Angelegenheit bereits vor einigen Wochen berichtet. M. A. Beide Motore des Straßenbahnwagens bekommen Strom. Es hat jedoch für den Laien den Anschein, als wenn nur der erste Motor ( der erste Motor ist immer der, welcher dem Controller zunächst liegt, der vom Führer in Thätigkeit gefegt wird) Strom bekommt, was jedoch darauf zurückzuführen ist, daß der Strom, nachdem er den ersten Motor passiert und zum Teil verbraucht ist, jetzt erst in den zweiten Motor tommt und folglich nicht mehr die Kraft besitzt, auch diesen in die gleiche Bewegung Die Gefahren der Oberleitung auf der Berliner Straßenbahn traten wieder einmal hervor bei einem Unfall, der sich Montag abend in der Göbenstraße ereignete. Hier war ein über die Straße Laufender Telephondraht gerissen und hatte sich über die Start Stromleitung der Straßenbahn gelegt, wobei er die ganze Wegen eines schweren Excesses in der Friedrichstraße hatte zu setzen.. 10. 1. Dienstmädchen unterliegen in Breußen weder der UnfallStromstärke auf sich vereinigte. In demselben Augenblicke sich gestern ein rabiater Russe, der aus Wilna stammende Schuhfuhr ein Bierwagen der Schultheiß Brauerei vorüber, machermeister Ephraim Lach, vor der 3. Straftammer des Land- noch der Krantenversicherungspflicht. Die Herrschaft ist für die Dauer von und ber herabgefallene Draht traf die beiden Pferde. gerichts I zu verantworten. Als am 25. August nachmittags der Buch- sechs Wochen zur Fürsorge in Krankheitsfällen verpflichtet. Leider steht also Diese stürzten zur Erde und stöhnten. Man alarmierte schließlich halter toch in der Friedrichstraße an einer Anschlagfäule die Plakate zu. 2. Die Höhe der Invalidenrente richtet sich nach der Zahl der geklebten dem durch Blutvergiftung zum Krüppel gewordenen Mädchen kein Anspruch die Feuerwehr. Diese schnitt den herabgefallenen Draht ab. Das las, erhielt er plöglich von hinten ein Paar Faustschläge in den marten und nach deren Höhe. 3. Das Mädchen soll sich an die Belohnungseine der Pferde war von dem elektrischen Schlage so sehr getroffen, Naden und als er sich umdrehte, fah er den Angeklagten mit einem und Unterstüßungsanstalt für das Gesinde, Berlin C., Rathaus, mit einem daß es sofort nach der Abdeckerei geschafft werden mußte. Das Meffer in der Hand stehen und ehe er sich dessen versah, stach der Antrage auf Unterstüßung wenden. N. C., Memel. Nach Ansicht des zweite Pferd, sowie der Kutscher kamen mit leichteren Verlegungen Angeklagte mit dem Messer auf ihn los. Er erhielt zwei Meffer- Ober- Berwaltungsgerichts ist die Steuerbehörde zu der Anfrage befügt und davon. stiche in die Schulter und gegen die Stirn. Ein auf einem Omnibus insbesondere, falls die Anfrage nicht beantwortet wird, berechtigt, den Chef sigender Mann machte den Polizeilieutenant Denkler auf das und feine Gehilfen als Zeugen zu vernehmen und deren eibliche Ver nehmung zu veranlassen.- W. M., Reichenbergerstraße. Leider nicht. Rencontre aufmerksam und dieser versuchte ihm das Messer zu ents G.. 1000. Nein. Ist nichts über die Kündigungsfrist vereinbart, reißen; doch gelang ihm dies nicht, da der Angeklagte mit dem fo gilt für das städtische Gesinde als Kündigungsfrist die Frist von sechs Messer herumfuchtelte. Der Polizeilieutenant mußte ihn an der Wochen zum Ersten des Quartals. C. W. Die Herrschaft ist im Recht. Gurgel packen und es entstand ein lebhaftes Ringen, welches erst Siehe die Antwort unter C. S. 1000. G. A. 57. 1. und 2. Wenden dadurch beendet wurde, daß ein vorbei kommender Gardejäger das Sie sich an die Polizeidirektion und an das Bezirkskommando. 3. Keinen. Seitengewehr zog und nach dem Angeklagten schlug und mehrere 4. Segen Sie bei der Umrechnung den Wert eines Franken mit 80 Pf. an. Alter Abonnent. Der Wirt ist im Unrecht: die Birnen des von Passanten mit Stöden und Schirmen nach der Hand des Ihnen gepachteten Birnbaumes gehören Ihnen, und die schriftlich bis zum Er legteren schlugen, so daß das Messer zu Boden fiel. 1. Oftober 1902 vereinbarte Vertragsdauer bezüglich des Stalles und hat während des Ringens auch nach dem Bolizeilieutenant Landes gilt trotz des Unwillens des Eigentümers. 2. A. Ja. gestochen und dessen Uniform durchlöchert. Der Angeklagte war im E. F. 81. Ihre Schwägerin müßte zunächst bei dem Amtsgericht AnStadium der größten Wut, ihm stand der Schaum vor dem Munde beraumung eines Sühnetermins beantragen und zu diesem ihren Mann Welche laden. Ein Beispiel und ein Formular hierzu finden Sie S. 226 Nr. 26 und er mußte nach der Polizeiwache geschleift werden. Motive den Angeklagten, der sich nur mit Hilfe des Dolmetschers, des dem„ Arbeiterrecht" angehängten Führers. Das Buch liegt in den Regierungsrat Brandt, verständigen konnte, geleitet haben, ist öffentlichen Lesehallen aus. Nach fruchtlojem Ablauf des Sühnetermins ziemlich unklar. Er behauptet, er sei an jenem Tage nach Berlin fann fie nur auf Herstellung des ehelichen Bebens tlagen, falls Chefcheidungsgründe andrer Art als das von Ihnen Borgelegte ihr nicht zur Seite stehen, gekommen, um über Hamburg nach Glasgow weiter zu fahren. und erst nach Ablauf eines Jahres nach Berurteilung des Ehemanns tönnté leber die Verbindung nach Hamburg habe man ihn falsch fie auf Ehescheidung flagen. 8weds der Anstellung der Klage auf Herunterrichtet, so daß er den Anschluß verpaßte. Er fei daraufstellung des ehelichen Lebens und der auf Ehescheidung thut sie gut, bas mit mehreren Personen zusammen gewesen und diese hätten ihm in Armenrecht zu erwirken. Ein schleuniges Vorgehen liegt im Intereſſe Ihrer einem Schanklofale nicht nur sein Geld und seine Sachen abgenommen, Schwägerin. Grfährt sie während der Klage auf Herstellung des ehelichen sondern ihn auch auf der Straße verfolgt. Da habe er den Zeugen Lebens triftige Gescheidungsgründe, so fann fie die Klage auf Herstellung Koch auf der Straße stehen sehen und da er meinte, dieser müsse die des ehelichen Lebens in eine Ehefcheidungsflage umwandeln. Warten ist zwedlos. Verfolger bemerken, habe er auf ihn eingeschlagen, weil er zu Witterungsübersicht vom 7. Oftober 1901, morgens 8 1hr. wütend darüber gewesen, daß ihm von keiner Seite Hülfe tomme. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu 1 Jahr 2 Mo naten Gefängnis. genommen. Orgelfonzert. Mittwoch, den 9. Oftober, mittage 12 Uhr, hält Herr Musikdirektor Otto Dienel in der Marienkirche einen Orgel vortrag unter Mitwirkung des Gesangsquartetts Fräulein Gertrud Mautsch, Fräulein Lotte Dienel, Herrn Alex. Curth und Herrn Carl Raché, des Violinisten Herrn Hans Bussenius, dessen Tochter Eva und des Organisten Herrn Baul Heuer. Der Eintritt ist frei. Die Norddeutschen Sänger, Führmann, Horst, Walde er öffnen heute in Louis Kellers Festfälen, Koppenstr. 29, ihre zweite Winter Vorstellung. Stationen Barometer stanb mm Windrichtung Windstärke Wetter Eminemde 731 NW 7 Regen Hamburg 738 WSW 6 Regen Berlin 737 Frankf./M. 747 SW München 750 745 Temp. n. T. 5° C. 4° R. Suome Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke 8 aparanda 7395 762 NM Better Temp. n. G. 16° 6.4° R. 4 Regen 10 6 wolfig 6 bedeckt 7 wolfig 8 Petersburg 8 Cort 8 Aberdeen 6 Baris 35lb.beb. 9 755 WSW 2wolfent 8 4 bedeckt 10 Aus den Nachbarorten. Johannisthal. Mit der geplanten Verlegung des Hafens am Teltower Kanal auf Rudower Gebiet beschäftigte fich die Gemeinde vertretung in der letzten Sigung in eingehender Weise. Die Kanal Bauverwaltung hatte seiner Zeit aus technischen Gründen die HafenDer Begriff des Verteilens von Druckschriften hatte das anlage auf der Johannisthaler Seite, auf Rudower Gebiet beschlossen. Kammergericht anläßlich eines Strafverfahrens auszulegen, das Die Großgrundbesizer in Rudow unter Führung des Amtsvorstehers und Kreistags- Abgeordneten Maffante haben nun durch unentgeltliche gegen die Parteigenoffen Tiber und Robinsohn wegen Ber Hergabe von Land diese technischen Gründe beseitigt, und die Kanal- gebens gegen die§§ 10 und 41 des preußischen Breßgesetzes auBauverwaltung verlangt von der Gemeinde Johannisthal die Summe hängig gemacht worden war. Die Angeklagten hatten auf dem Marktplatz von 30 000 m., wenn diese technischen Gründe zur Anlage des zu Neuteich fünf Knaben eine Anzahl Exemplare der Schrift:" Wie Hafens auf der Johannisthaler Seite führen solle. Hierzu ist nun ein Pfarrer Socialdemokrat wurde", zum Verteilen in den Häusern die Gemeinde außer Stande und die Grundbesizer sind auch nicht übergeben und ihnen ausdrücklich untersagt, auf der Straße welche Wien Wetter Prognose für Dienstag, den 8. Oktober 1901. Willens, größere Beihilfe zu leisten. In einer Protestresolution fordert abzugeben. Das Landgericht als Berufungsinstanz verurteilte die AnKühl, zeitweise heiter, jedoch sehr unbeständig mit Regenschauern und die Gemeindevertretung die Kanal- Bauverwaltung auf, unbehindert geklagten zu Geldstrafen, weil sie ohne vorherige polizeiliche Erlaubnis öffentlich Druckschriften verteilt hätten. Ein solches starken nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. um die Interessenspekulation der Rudower Grundbefizer, die Hafen Berteilen erblickte das Gericht schon in der Abgabe der Broschüre anlagen derart anzulegen, wie sie durch die erwähnten technischen Gründe erforderlich waren. Diese Resolution soll auch dem Landrat an die fünf Knaben auf dem Marktplaß. Außerdem machte es die übermittelt werden, da dieser seiner Zeit erklärt hatte, die Intereffen Angeklagten dafür verantwortlich, daß die Stnaben trotz des Verbots Verein der Gemeinde Johannisthal zu wahren. Ein Antrag des Bertreters Schriften auch außerhalb der Häuser, also öffentlich verteilt hatten. Auf die Revision der Angeklagten hob das Kammergericht die Mann, den Landrat hierauf aufmerksam zu machen, fand keine Borentscheidung auf und sprach sie mit folgender Begründung frei: Am Sonnabend, den 5. Oftober, Annahme, weil die Mehrheit der Meinung war, daß derartige Herren Der§ 10 des preußischen Preßgefezes sei zu Unrecht angewandt starb unser treues Mitglied nicht an Versprechungen erinnert sein wollen. Ein allerdings wenig worden. Das Landgericht habe den Begriff des Verteilens schmeichelhaftes Kompliment für den Herrn. berkannt. Dieses setze eine Verteilung an das Publikum Aus Schöneberg schreibt man uns: Der kürzlich im Vorwärts" voraus. Die Abgabe der Schriften an die Knaben sei fein Verteilen veröffentlichte Artikel über den Krankenhausbau am Orte scheint in im Sinne des Gesezes; das Verteilen hätten die Knaben erst bemaßgebenden Kreisen verschnupft zu haben, denn ein hiesiges Blatt forgen sollen. Dafür, daß die Knaben Schriften auf der Straße wendet sich in offenbar inspirierten Ausführungen gegen den von verteilt hätten, könnten die Angeklagten nicht verantwortlich uns erhobenen Vorwurf, daß es in der Bauangelegenheit nur mit i gemacht werden, und zwar deshalb nicht, weil sie ihnen das verVerantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. d. Frauen n. Mädchen der Arbeiterklasse. Frau Geike. Die Beerdigung findet am Diens: tag, nachmittags 3 Uhr, von Moabiter Krankenhause nach dem städtischen Friedhofe in Friedrichsfelde statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Arbeiten. Verein Stolze- Schrey haler leggen. Neue Unterrichtsкurse Degimen Dienstag, den 8. Oktober, im Bezirk Norden, bei Gleinert, Schulstr. 29. Beginn 8 Uhr abends. Die erste Stunde ist kostenfrei. Unterrichtsgeld 4 Mk. Das Lehrbuch wird gratis geliefert