Nr. 237. Abonnements- Bedingungen: H Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 t., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebüye beträgt für die fechsgespaltene Kolone geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. „ Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erfte Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Parteigenossen! Am 26. November d. J. findet die erste Sigung des Reichstages der Session 1901/02 statt. Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Entwurf des Zolltarif Gesetzes dem Reichstage nach deffen Zufammentritt sofort zugehen wird. Damit wird der Kampf gegen die Verteuerung der notwendigsten Lebensmittel und im Verfolg davon der Kampf um die Beseitigung der Lebensmittelzölle in ein neues Stadium treten. Denn die beute hungrigen Agrarier werden Himmel und Hölle in Bewegung setzen, die Reichsregierung ihren Plänen dienstbar zu machen. Die Führung des Bolles im Kampfe gegen die Agrarier hat die Socialdemokratie übernommen. Ernsthaft streitig wird ihr dieselbe auch von niemand gemacht. Donnerstag, den 10. Oftober 1901. " Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. rücksichtigen. So finden wir dort Vorschriften bezüglich des der äußersten Linten als einen zürnenden Mann hingestellt hätte, Gerüstbaues und anderer Schutzmaßnahmen bei Hochbauten, von einem unauslöschlichen Groll gegen die Haupt- und Residenzder Beschäftigung von Frauen und jugendlichen Ar- stadt Berlin erfüllt sei." beitern bei den Bauten, der Schuhmaßnahmen für Einmal in seiner Phantasiethätigkeit beflügelt, entlich sich das die Pflasterer( Steinfeger) und sonstigen beim Straßenbau Blatt vont Kleinen Journal" Herrn Wippchen, der nun über Bernau, beschäftigten Arbeiter, des sittlichen und sanitären Schußes bei das ja allerdings auf dem Wege zur Schorfheide liegt, als FriedensHochbauten, der Abortanlagen, des Trinkwassers, der Schutz- Berichterstatter haartlein erzählte, was in Hubertusstock vorgegangen. maßnahmen bei den Arbeiten der Herbst-, Winter- und Obwohl Wippchen seine Finger bereits fast ganz aufgelutscht hatte, Frühjahrsbauten, für Tiefbau- Arbeiten, für die, bei den Ramm- fonnte er ihnen doch mit einer letzten Kraftanstrengung noch die beund Bollwerksarbeiten Beschäftigten, der Sicherheits- deutsame Mitteilung entnehmen, es sei auch über den Fall Kauffmann maßregeln für die Arbeiten in komprimierter Luft( Breß gesprochen worden. luft) und des sittlichen und sanitären Schutes bei Die Vossische Zeitung" greift ihrerseits diese FingerTiefbauten. Damit hat die Centralfommission eine Arbeit übung Wippchens auf und gestaltet sie zu einem ebenso gemüt geleistet, für welche die deutsche Reichsregierung sich bisher vollen wie grandiosen Königsdrama, in dem sie ihre alte Lieblingsnicht fähig gehalten hat. Denn der Staatssekretär des idee von dem besser unterrichteten Monarchen dichterisch verklärt. Der Erfolg des Kampfes hängt wesentlich von der Unterstügung Innern hat im Reichstage zwar die Notwendigkeit eines Man muß diese Dichtung des höheren Freisinns wörtlich genießen. ab, die das Volk der socialdemokratischen Fraktion des Reichstages besseren Bauarbeiterschutes wiederholt ausdrücklich zugegeben, also phantasiert die gute Boffin: angedeihen läßt. Einen großen Erfolg hat der Kampf gegen die zugleich aber auch stets betont, daß eine Abhilfe der vorLebensmittelverteuerung bereits aufzuweisen. Große Massen tatho- handenen Mißstände unmöglich vom Reich erfolgen könne, lischer Arbeiter haben sich der Volksbewegung angeschlossen und gegen da die diesbezüglichen Verhältnisse in den einzelnen Gegenden die zweidentige Haltung des Centrums Stellung genommen. Diese Deutschlands für eine einheitliche Regelung viel zu verVorgänge bereiten dem Centrum große Sorge. Denn ohne die Unterschieden seien. Von den Arbeitern können die Herren stützung der katholischen Arbeiter kann das Centrum seine Stellung Geheimräte im Reichsamt des Innern wieder einmal als ausschlaggebende Partei nicht behaupten. Der betretene Weg lernen, daß eine für das ganze Reich einheitliche muß eingehalten und weiter verfolgt werden. Regelung des Bauarbeiterschutzes in der That möglich ist. Deshalb ist es notwendig, daß die Parteigenossen mit der Samm- Freilich sieht die Centralkommission in ihrem Vorschlage lung der Unterschriften für die in Umlauf gesetzten Petitionen gegen nur den ersten Schritt zu ihrem Ziele und hält es daher für den Brotwucher in allen Boltstreifen fortfahren, dabei insbesondere unerläßlich, daß das neue Gesetz nach einem genau zu die katholischen Arbeiter auf die volksfeindliche Haltung des Centrums bestimmenden Zeitraum geprüft und eventuell abgeändert" aufmerksam machen. Nur dann, wenn der Unwille und der Zorn werde. Ferner verlangt die Centralkommission, daß die des Volkes über die Lebensmittelverteuerung millionenfach und ohne Regierung ein Handbuch herausgebe, in dem die wichtigsten Unterlaß den offenen und verkappten Ausbeutern in den Ohren gellt, Schutzmaßnahmen erläutert werden, wenn nötig, mit Hilfe werden die wankelmütigen Boltsvertreter der Stimme des Volkes von beigefügten Zeichnungen. Außerdem sollten in den Gehör schenken. einzelnen Provinzial- Hauptstädten öffentliche Sammlungen für Unfallverhütungs- Einrichtungen" geschaffen werden. Nach den getroffenen Dispositionen ist es die Absicht des Vorstandes der socialdemokratischen Fraktion, dem Reichstage sofort nach seiner Eröffnung den Protest des deutschen Volkes gegen den Brotwucher durch Ueberreichung der in Umlauf befindlichen Petitionen zu notificieren. " 1 " Die Möglichkeit ist nicht zu bestreiten, daß Herr Kirschner so warm und beredt für die Bestätigung Kauffmanns eingetreten wäre, wie es der Minister des Innern ressortmäßig hätte thun dürfen, und es ist ebenso wenig die Möglichkeit ausgeschlossen, daß die Fürsprache des Oberbürgermeisters, sein Hinweis auf die Tüchtigkeit Kauffmanns, auf das Vertrauen, das er in der Bürgerschaft genießt, Eindruck auf den Träger der Krone machte, der mehr Achtung für den Freimut als für die Unterwürfigkeit hat. Es könnte sein, daß der Kaiser dann auf die militärische Ber gangenheit Kauffmanns hinwies. Er habe sich die Prozeßakten kommen lassen und daraus ersehen, daß das Ehrengericht schlichten Abschied beantragt habe. Er glaube sich der Sache selbst dunkel zu erinnern, da er dazumal, wenn er nicht irre, Kommandeur des ersten Garde- Regiments gewesen sei, zu dessen Reserve- Offizieren Kauffmann gehörte. Es sei ausgesagt worden, daß Kauffman sehr radikale Reben gehalten habe, daß unter seinem Borfig auch eine Flugschrift„ Schwarz- Rot- Gold", die ihm ganz und gar nicht gefalle, verkauft worden sei; sie befinde sich bei den MilitärAften. Das jeien doch bedenkliche Antecedentien eines Bürgermeisters der Reichshauptstadt. Vielleicht bat der Oberbürgermeister in aller Ehr erbietung um die Erlaubnis, bemerken zu dürfen, daß Kauffmann dazumal zwanzig Jahre jünger war, eben erst Rechtsanwalt geworden, daß er eben erst ins politische Leben eintrat, daß sich seine Angriffe hauptsächlich gegen Stöcker, den politischen Pastor", richteten, daß die Berichte über seine Reden auf unzuverlässigen Aufzeichnungen untergeordneter Polizeibeamten beruhten, daß Kauffmann die Flugschriften des Vereins, dessen Vorsitzender er wurde, ohne längere Zeit sein Mitglied gewefen zu sein, schwerlich gelesen hatte, und daß überdies Kaiser Wilhelm I. das Urteil des Ehrengerichts als unbillig tassiert hat." Die wichtigste Frage bleibt jedoch, wie die Centralfommission ganz besonders hervorhebt, die, ob durch eine scharfe ueberwachung der Bauten die Beachtung der Schutzvorschriften erzwungen wird. Daß in dieser Beziehung bisher Der unterzeichnete Fraktions- und Parteivorstand richtet deshalb die schwersten Unterlassungsfünden begangen worden sind, an die Genossen das dringende Ersuchen, jeder möge an feinem ist bekannt. Daher war es in der That angebracht, daß auch Blaz dazu beitragen, daß die Vertrauensleute, Agitationsfomitees, bei dieser Gelegenheit wieder die Centralkommission an die Provinzial oder Landesvorstände in die Lage versetzt werden, schon so oft von den Arbeitern erhobene Forderung erinnerte: sämtliche in Umlauf befindliche Petitionslisten im Laufe dieses genügende Kontrolle der Bauten unter Zuziehung pratMonats an die Adresse: tisch erfahrener Bauarbeiter als Baucontroleure. Zu bedauern ist nur, daß auf diesen, auch nach unsrer UeberWir können uns auch die Möglichkeit denken, daß Herr zeugung für die Arbeiter wichtigsten Punkt die Central Kirschner ob dieser ehrerbietigen Ansprache, die ihm die Tante Voß kommission viel zu wenig eingegangen ist. Da es sich darum Kirschner ob dieser ehrerbietigen Ansprache, die ihm die Tante Boß handelt, in das neue Gesetz auch die notwendigen Kontrollin den Mund legt, gegen das Blatt eine Beleidigungsklage an vorschriften hineinzubringen, hätte die Centralkommission strengen würde. Denn giebt es eine schimpflichere Insinuation, als die diesbezüglichen, bisher bereits erlassenen Vorschriften dar- daß der Oberbürgermeister des Stadtrats Kauffmanns Freifinn als stellen und nachweisen sollen, in welcher Beziehung sie zu freilich: Das ist ja wirklich eine glänzende Charakteristik des heutigen eine bloße Jugendsünde zu entschuldigen wagen könnte? Aber einzusenden. Buchdruckerei May Bading, Berlin SW. 19, Beuthstraße 2, Die Sichtung, das Ordnen, Zählen und registrieren der Listen bedingt, daß die Einsendung der Betitionslisten an die vorbezeichnete Adresse bis zum 31. Oktober ausgeführt sein muß. Berlin, 9. Oktober 1901. Bebel, Singer, Meister, Auer, Pfannkuch, Gerisch verbessern wären. Diese Lücke sollte so bald wie irgend Eberhardt, Wengels. Zum Kampf um den Bauarbeiterschutz. möglich ausgefüllt werden. Von den Vertrauenspersonen der Freisinns, der, wenn er einmal Widerstandskraft und Bekennermut baugewerblichen Arbeiter und Arbeitervertreter bei den Bau- gezeigt hat, für solchen Frevel als verjährte Jugendeselei um Vergewerts- Berufsgenossenschaften aber kann man wohl erwarten, Beitung zu den freifinnigen Auslaffungen bemerkt: zeihung fleht. Es ist ein verdienter Hohn, wenn die Kreuz„ Wir daß sie das ihnen von der Centralkommission zugänglich gedamit vielmehr über diese den Herren und machte Material gründlich studieren. Dann wird ihre Mit freuen uns wirkung in dem Kampfe um einen besseren Bauarbeiterschutz der Gnade, und wollen nur wünschen, daß die Stadtzugleich der Stadt Berlin zu teil gewordenen 8eiche it um so wertvoller sein. Politische Nebersicht. gh. Wie schwer die Arbeiter jede, felbft die als dringend notwendig überall anerkannte Verbesserung des Arbeiterschutzes der herrschenden Klasse abringen müssen, beweist vielleicht am besten der Kampf der Bauarbeiter um einen besseren gesetzBerlin, den 9. Oftober. lichen Schutz bei ihrer gefährlichen Arbeit. Nach jahrelanger, Vom freifinnigen Kretinismus. unermüdlicher Agitation der Bauarbeiter- Organisationen durch Fachblätter für Schwachsinnige giebt es bisher nicht. Die frei Versammlungen, Schriften und Eingaben haben sich erst einige finnige Bresse scheint dem Ehrgeiz verfallen zu sein, diese schmerzliche wenige deutsche Bundesstaaten zu einem, durchweg noch völlig Lücke auszufüllen. Anders lassen sich die unheilbar blöden Ausungenügendem Versuche im Interesse eines besseren Schutzes der lassungen über die„ Audienz in Hubertusstock" schlechterdings nicht Bauarbeiter herbeigelassen. Der größte und für die Haltung mehr erklären. der Reichsregierung ausschlaggebende Bundesstaat, Preußen, Daß der Kaiser das Bedürfnis fühlte, wenigstens in einer hat bisher für die Wünsche der Bauarbeiter noch gar kein Ent Frage eine Verständigung mit der Stadt herbeizuführen, war sehr gegenkommen übrig gehabt, zumal das preußische Dreiklassen natürlich. Es ist ja angesichts der preußischen Verfassung und der haus, in dem bekanntlich dank der elendesten aller Wahl- Städte- Ordnung wahrlich nicht leicht, eine Maßnahme zu erdenken, systeme fein einziger socialdemokratischer Abgeordneter sigt, welche selbst die Grenzen der Kronmacht überschreitet. In der Annicht das geringste thut um der Regierung etwas mehr Eifer gelegenheit der Märchenbrunnen war es gelungen, einen solchen Fall für diese Angelegenheit beizubringen, zu verwirklichen. Hier war es in der That selbst für die Jezt endlich soll aber auch in Preußen etwas für einen tonservative Preise zweifellos, daß der Einspruch des Kaisers besseren Bauarbeiterschutz geschehen. Wie die offiziöse Presse teinerlei Rechtsgültigkeit hätte, daß in dem zu erwartenden Prozeß angekündigt hat, wird in der allernächsten Zeit" der Ent- der Stadt Berlin gegen den Polizeipräsidenten die Krone unterliegen wurf zu einem neuen Bauarbeiterschutz Gesetz fertig- müßte. Hier war also die Krone um ihres eignen Ansehens willen gestellt und dann den Baugewerks- Berufsgenossenschaften zur gezwungen, statt des Prozesses einen Vergleich herbeizuführen und Begutachtung vorgelegt werden. Zu der Begutachtung haben zu versuchen, ob es nicht möglich wäre, durch gütliches Zureden die Genossenschaftsvorstände nach§ 113 des Gewerbe- Unfall- feinen Willen durchzusetzen. versicherungsgesetzes Vertreter der Arbeiter mit vollem Stimm- Diese Sachlage war sonnentlar. Es war ausschließlich das recht und in gleicher Zahl wie die beteiligten Vorstands Interesse der Krone, einem unmöglichen Zustand ein Ende zu be= mitglieder zuzuziehen. Mit Rücksicht hierauf hat nun die reiten, in den ihre Entschlüsse sie hineingeführt hatten. Insofern war Centralfommission für Bauarbeiterschutz in Hamburg einen nicht der mindeste Anlaß, über die plöglich vom Staiser veranlaßte ausführlichen Entwurf der für ganz Deutschland in Vorschlag Audienz als über einen Erfolg der Stadt zu jubilieren. Dennoch zu bringenden Schutzvorrichtungen an Bauten ausgearbeitet haben freifinnige Blätter auch dieses Meisterstück der Würdeund sie den Vertrauenspersonen der baugewerblichen Arbeiter losigkeit und der Dummheit fertig gebracht. Mosses Berliner und Arbeitervertreter bei den Bauge.verts- Berufsgenossen- Stotaublatt" durch die Nachricht von der Audienz schaften als Material für ihre Mitarbeit an den Entwürfen zu einem Sang auf den glorreich errungenen Friedensschluß bezu neuen Bauarbeiterschutz- Gesetzen zugestellt. geistert. Die Thatsache dieses Empfanges werde den Scharfmachern Der Entwurf der Centralfommission enthält Vorschriften, in Lager der Kreuz- Zeitung" und den Hezern im Lager des welche sich auf alle Zweige der Bauthätigkeit beziehen und Vorwärts" gleich wenig behaglich sein. Sie spreche nicht dadie verschiedenen dabei in Betracht kommenden Momente be- für, daß der Monarch, den man auf der äußersten Rechten wie auf " " verordneten, die bisher alles Mögliche gethan haben, um dem Monarchen solche Gnadenbeweise zu erschweren, sich fünftig derselben würdig zeigen mögen." Ueber den Inhalt der Audienz verbreitet ein Magistratsoffiziofus allerlei Einzelheiten. Die betreffende Quelle ist allerdings sehr zuverlässig. Aus ihr stammen beispielsweise die falschen Mitteilungen über die Asylaffairen, sie hat auch jüngst über die VerHandlungen der städtischen Kunstdeputation das Gegenteil der Wahrheit in die bürgerliche Presse lanciert. Da aber die heutigen Mitteilungen nicht ohne innere Glaubwürdigkeit sind, so seien sie auszugsweise wiedergegeben. Danach hätte sich die einstündige Unterhaltung des Kaisers mit dem Oberbürgermeister und dem Stadtbaurat Hoffmann nur um drei Punkte gedreht: Um die Führung der Siemensschen Straßenbahnen über die Linden, um die Märchenbrunnen und um die Ausgestaltung der Straße Unter den Linden. Wilhelm II. äußerte sich zur Führung der Straßenbahnen im Zuge der Neustädtischen Kirchstraße, daß er eine sogen. Niveaubahn wegen der damit verbundenen Gefahren nicht genehmigen tönne. Der Verkehr, besonders an Sonntagnachmittagen, sei so groß, daß Unfälle nicht vermieden werden könnten. Er habe ganz selbstverständlich auch nicht den Vorschlag gutgeheißen, durch die Anlage von Rampen die Unterführung zu bewerkstelligen, aber es sei angebracht, die Anbringung von Lifts zu prüfen, wie er solche schon an andern Orten gesehen habe. Ein solcher Lift sei sehr wohl zum Herablaffen und Wiederheraufbefördern eines oder mehrerer Straßenbahnwagen zu benutzen und sei mit einer einer solchen Anlage nur eine geringe Störung des Verkehrs verbunden, jedenfalls eine viel geringere als bei einer Niveaubahn. Er habe sich diese Sache sehr eingehend überlegt und könne auf die Bemerkungen, daß die Ueberführung ganz seinen Wünschen entsprechend geplant worden sei, nur erwidern, daß diese Anschauungen nicht zutreffend seien und seinen Wünschen keineswegs entsprächen. Bei der Erörterung der Ausschmüdung des Friedrichshains mit Märchent brunnen äußerte sich der Kaiser dahin, daß er mit dieser Idee an sich, als einer sehr schönen, sehr einverstanden sei und daß, wenn sie richtig durchgeführt würde, Berlin einen Kunstschmud erhalten werde, wie wohl keine andre Stadt ihn gabe in andrer Weise würde lösen lassen und setzte dann eingehend seine dahingehenden Pläne auseinander. Hinsichtlich der anderweitigen Gestaltung der Linden erklärte der Kaiser, daß das ihm vorgelegte Projeft II des Stadtbaurats Krause das einzige richtige sei. Er werde keinen andern Plan genehmigen und könne warten. befize. Er glaube aber, daß man diese Bildwerke den Kindern, I( Zwischenrufe und lebhafte Unruhe.) Ich meine, wir follten das bewährt hat, will man sie für alle größeren Gefängnisse schaffen und hat für die fie berechnet seien, auf andre Weise näher bringe. Vertrauen zu unsrer Regierung haben, daß sie die Mittel finden dazu, wie verlautet, in erster Linie die Anstalten der UniversitätsKinder achteten nicht auf große architektonische Bauten wird, um solchem politischen Anarchismus beizeiten zu steuern, Städte ausersehen. Hier ist es nämlich möglich, die Stellung des und deren Künstlerische Ausschmückung. Die einzelnen daß sie sich mit Händen und Füßen gegen die von der Linken ver- Gefängnisarztes, dem die neue Frrenabteilung uniersteht, mit einer Kunstwerke müssen von den Kindern gesehen werden, suchte Vergewaltigung sträuben und lieber ohne Verfassung da sich sonst der Ausführung dieser notwendigen Einrichtung Professur für gerichtliche Medizin, Psychiatrie 2c. zu verbinden, während sie im Bart tummelten und dort spielten. Ihm kommt es vor allem darauf an, daß die Kinder auch wirklich von den neuen arbeiten wird, als diesen Leuten ihre Wünsche zu erfüllen. finanzielle Schwierigkeiten in den Weg stellen würden. Die inter( Unruhe.) schönen Anlagen Nugen hätten. Auf die Bemerkung des Stadtessierten Kommunalverbände dürften die Neuerung mit baurats Hoffmann, daß ihm die Aufgabe gestellt worden sei, Diesen Ausbruch der Staatsstreichlust suchte dann der Partei Freude begrüßen; der Berliner Stadtverwaltung z. B. erwuchsen für den Friedrichshain einen architektonischen Abschluß zu schaffen vorsitzende 8 immermann durch die Erklärung zu mildern, daß durch die Unterbringung geisteskranker Verbrecher in den städtischen und daß die städtischen Gemeindebehörden, nachdem sie sich viele er, wenn er zur Zeit der Beratungen der lex Heinze im Reichstag Irrenanstalten bei Ausschreitungen oder Ausbrüchen dieser gefähr Jahre im Verein mit einer Reihe von Künstlern mit dieser Auf- gesessen hätte, mit der Obstruktion durch dick und dünn gegangen lichen Patienten fortgesetzt Unannehmlichkeiten, Scherereien und Geldgabe beschäftigt hätten, sich schwerlich entschließen würden, diese wäre. Diese Erklärung macht aber weder die Thatsache, daß ausgaben; in absehbarer Zeit dürften alle städtischen Frrenanstalten Grundideen aufzugeben, erwiderte der Kaiser, daß sich diese Auf die„ Reformer", außer Herrn„ Hans Pinsel", mit den Heinze- den Berbrechern verschlossen bleiben. Männern durch dick und dünn gegangen sind, ungeschehen, Die Typhus- Epidemie im Bochumer Kreise. Aus Bo chut m noch die Thatsache, daß die auch freiheitlich sich geberdende Partei wird uns berichtet: Es stellt sich bereits heraus, daß thatsächlich wie einen Dr. Giese in ihren Reihen duldet, der Verfassungsbruch und im vorigen Jahre in Duisburg das Leitungswasser der Träger des Krankheitsteimes war, bezw. wohl noch ist. In Duisburg hatte man Staatsstreich fordert, sobald eine Partei im Reichstage von ihren die Verbreitung der Seuche verschuldet durch Abgabe unfiltrierten Nechten pflichtgemäßen Gebrauch macht. Ruhrwassers zum Hausgebrauch und es meldet sich bereits eine Stimme, die schließen läßt, daß es in Bochum sich ähnlich so verhält. Der zur Entlastung der Verantwortlichen ins Feld geführte Rohrbruch bei Steele spielt jetzt nur noch eine untergeordnete Rolle stellung beweisen, daß Wilhelm II. in allen Buntten auf der größte Dichter sei, daß er aber trotzdem in Kunstfachen der und die Gutachter, welche dem Leitungswasser das Prädikat: batterienfrei ausstellen, werden jetzt wohl arg in Verlegenheit sein, feinen Anschauungen beharrt; über Kauffmann wurde größte Barbar sei". überhaupt nicht gesprochen. Derselbe Herr Bindewald that sodann folgenden bemerkens- denn nunmehr ist festgestellt, daß das Erdbassin der Wafferleitung bei Leitte zahlreiche Keime enthielt. Am Sonnabend ist das Bassin Unter diesen Umständen kann es nur Freisinnskretinismus fertig werten Ausspruch:" Erst wenn die Socialdemokratie einmal ab- desinfiziert worden. Noch hält man die Behauptung aufrecht, durch bringen, von Erfolgen der Stadt zu sprechen. Im übrigen gewirtschaftet haben werde, könne man vielleicht mit der socialen den angeführten Rohrbruch seien die Keime in das Bajjin gelangt. wird ja wohl der Oberbürgermeister Anlaß nehmen, das nötige in der Seite des antisemitischen Parteiprogramms mehr hervortreten." Die Nun veröffentlicht die„ Rh.- Westf. 3tg." aber eine Buschrift, welche Stadtverordneten- Versammlung mitzuteilen, um die nötige Antwort Herren Antisemiten werden also in der glücklichen Lage sein, niemals geeignet sein dürfte, die Aufmerksamkeit und auch wohl die Nachzu erhalten.das sociale Dekorationsstück ihres Programms aus dem Winkel forschungen auf eine andre Bahn zu drängen. Die Auslassung hervorholen zu müssen, fie dürfen sich alle Zeit ihrer ruhmvollen lautet: Existenz mit Judenhazz erfüllen. Sind diese Mitteilungen richtig, so würde sich der Kaiser durch Abg. Bindewald benutzte wieder die Obstruktionsdebatte, um sich fein Eingehen auf die Straßenbahnfrage mit der früheren Botschaft heftig gegen den Abg. Liebermann v. Sonnenberg zu wenden, von in Gegenſas, geſtellt haben, on habe, ebenfalls würde dieſe Dar bem er ſagte,„ daß er wohl- nach feiner meinen g gelegenheit nichts mehr zu * Deutsches Reich. Centrumsverlegenheiten. 0 Endlich gab das antisemitische Konventikel auch einen neuen, Aus dem katholischen Rheinland ist wieder über bemerkenswerte nicht uninteressanten Beitrag zum Wesen des Monarchismus Kundgebungen gegen den Lebensmittelwucher zu berichten. Es der bürgerlichen, ordnungserhaltenden, bis auf die Knochen königshandelt sich um zwei Versammlungen in durchaus katholischen treuen Parteien. Redacteur Reuter Offenbach erklärte: Landorten. Die erste fand kürzlich in dem Dorf Merzenich bei Düren statt. Sie war von gewerkschaftlicher Seite veranstaltet und von 150 Personen, darunter vielen Angehörigen der Landwirtschaft, besucht. Die Versammlung sprach sich in einer mit allen gegen eine Stimme angenommenen Resolution gegen die LebensmittelZollerhöhungen aus und beschloß, dem Vertreter des Wahlkreises im Reichstag, dem Centrumsabgeordneten Grafen Hompesch, hiervon Kenntnis zu geben. Gegen die Resolution stimmte mur der OrtsSchullehrer. Die zweite Versammlung fand in dem Dorf West hoven im Kreise Mülheim a. Rh. statt. Sie war einberufen von dem christlichen Metallarbeiter- Verband und besucht von 120 Personen. Trozz der Einwände der Einberufer, die auf den rein gewerkschaftlichen Zweck der Versammlung hinwiesen, erklärte man sich nach Erledigung der gewerkschaftlichen Angelegenheiten in einer Resolution gegen die Bollerhöhungen. „ Wenn hier immer so sehr der monarchische Geist betont wird, der uns beseelt, so muß ich doch sagen, daß derselbe bei uns in Heffen nicht vorhanden ist.( Hört! hört!) Die Liebe zum Vaterland wird und muß in uns heffen ertötet werden, wenn wir sehen müssen, wie den socialdemokratischen Volksvertretern Andienzen bewilligt werden, wie unser Landesfürst die Socialdemokraten aufsucht und wie sie karressiert werden, während wir Bauern Not leiden. Darum müssen wir in erster Linie verlangen, daß der nationale Geist auch an der Stelle, wo gegenwärtig ein andrer Geist ob jüdischer oder englischer ist gleichgültig- herrscht, wieder zum Durchbruch gelange, ehe wir wieder zu einem Verständnis für die monarchische Entwicklung gelangen." Die Lage des Centrums im Rheinland wird täglich schwieriger. Die katholischen Arbeiter äußern sich immer entschiedener und zahlreicher gegen den Lebensmittelwucher; und die katholischen Reuter aus Offenbach verkündete. „ Vor ca. 8 Wochen war es, da konnte man auf einer dem Gelsenkirchener Wasserwerk gehörigen Wiese in Ueberruhr beobachten. wie eine Reihe von Cementrohren, die mit Schligen versehen waren, in die Tiefe versenkt wurden; nach einigen Tagen war alles sorgsam applaniert. Es war zur Zeit des großen Wassermangels. Kurz darauf konnte man dann sehen, wie die ganze Wiese überschwemmt war, offenbar doch mit Ruhrwasser. Wir richten die ergebene Anfrage an die Direktion des Wasserwerks, ob in der That auf diesem Wege durch die Cementröhren vermittelst einier durchaus zur ungenügenden Filtration Ruhrwasser Zeit der Wassernot für den allgemeinen Verbrauch in größerem Maßstabe entnommen ist. Wenn dies der Fall ist, so dürfte wohl die Entstehung der gewaltigen Typhusepidemie auf diesem Wege mit besserem Recht erklärt werden können, als durch den ominösen Rohrbruch in Königssteele. Daß jetzt kein Wasser mehr auf diese Weise gewonnen wird, glauben wir gern; der springende Punkt ist der: ist es damals, zur Zeit des Wassermangels geschehen?" Jedenfalls kann man schon nicht mehr leugnen, zum Teil verantwortlich zu fein für die Ausbreitung der Seuche. Festgestellt ist, daß ein Erdbassin verseucht war, troßdem ließ man amtlich erflären: das Wasser ist batterienfrei! Wie war das möglich? die aus Nache oder andren, ebenso edlen Motiven erfolgen, und oft Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Ein paar Denunziationen, genug jeder thatsächlichen Grundlage entbehren, hatte den Schneider Kaufmann vor die Schranken der Essener Straffammer gebracht. Die Aussagen der Denimzianten waren aber derart unwahrscheinlich und einander widersprechend, daß der Staatsanwalt selbst die Freisprechung von der Anklage der Majestätsbeleidigung beantragte. Was geschicht mit den Denunzianten? Diese Ausführungen fanden nach dem uns vorliegenden Bericht von feiner Seite Widerspruch. Der antisemitische Parteitag hat sich damit zu demselben Monarchismus bekannt, den der Delegierte Agrarier schreien nach dem 7,50 Mart- 3oll, wie sie das noch Der Großherzog von Hessen hat eine einzige Unterredung mit am vorigen Sonntag in einer in Düren von dem Bund der Land- dem socialdemokratischen Landtags- Abgeordneten Ullrich gehabt, virte abgehaltenen Bersammlung in einer Resolution thaten. Zur um so eine unmittelbare Kenntnis socialdemokratischen Wesens selben Stunde tagte in der benachbarten Kleinstadt Euskirchen und focialdemokratischer Anschauungen zu gewinnen. Die winzige eine von dem Bolksverein für das kotholische Deutschland an beraumte Volksversammlung. Der Generalsekretär des Vereins, Ausübung dieser selbstverständlichen Pflicht eines Landesfürsten hat Dr. Pieper aus M.- Gladbach, bat die katholischen Bauern in be- den Monarchismus der hessischen Antisemiten ertötet. Die deutschwegten Worten, am rheinischen Bauernverein festzuhalten und sich sociale Reformpartei liefert die eifrigsten Schreier der monarchischen nicht durch die maßlosen Forderungen des Bundes der Landwirte irre Loyalität; keine Versammlung dieser Leute ohne lauten Tamtam machen zu lassen. Auch der Reichstags- Abgeordnete Trimborn- Köln monarchischer Beteuerungen und schwulstige Telegramme an Landesmahute die Landwirte, die Augen aufzuhalten gegenüber den ver- fürsten. Jetzt ist zugestanden, daß dieser Monarchismus fich sofort in lockenden Verheißungen des Bundes, und dem Bauernverein treu erbitterte Monarchenschmähung verkehrt, sobald der Monarch der zu bleiben. Aus diesen beiden Reden spricht die bleiche Angst, die allerdings angesichts der Dinge, die sich entwickeln, vollauf be- die Freiheit nimmt, Politiker zu hören, die den Antisemiten nicht ge- wandern. allerdings angesichts der Dinge, die sich entwickeln, vollauf be- antisemitischen Gesellschaft nicht völlig zu Willen ist und sich nur so beschloß das Gericht, auf fünf Wonate ins Gefängnis rechtigt ist. Auch ein Kronrecht. Die Erweiterung der Kronrechte macht rapide Fortschritte. Von der Beanspruchung eines besonders mert würdigen Kronrechts wissen seit einiger Zeit ausländische Blätter aus dem deutschen Bundesstaat Reuß ä. 2. zu berichten. Nachdem die Angelegenheit auch in der reichsdeutschen bürgerlichen Presse erörtert wird, kann man an ihr nicht mehr vorüber gehen. Es handelt sich um folgendes: fallen! So ist der Monarchismus der Monarchisten allüberall. Nur find nicht alle so dumm wie der Antisemit aus Offenbach, ihre Gesinnung so offenherzig zu bekennen. Darum aber verdient dieses Bekenntnis wohl aufbewahrt zu werden. Die Straffammer in Dortmund verhandelte am Dienstag ebenfalls wegen Majestätsbeleidigung. Sier war es ein Bäckermeister, der sich schuldig gemacht haben sollte. In der Wirtschaft hatte man die bekannte Bremerhavener Nede Wilhelm II. kritisiert; bei dieser Gelegenheit soll die Beleidigung ausgestoßen worden sein. Auch nock bei einer andren Gelegenheit soll sich der Sünder in einer nich achtbaren Weise über Wilhelm II. geäußert haben. Er muß dafür, Ausland. Der Nicaragua- Kanal und seine Handelsbedeutung. " die Neutralität des Kanals An genauen Mitteilungen über die Bestimmungen des Vertrages, der nach gestriger Meldung zwischen England und den Vereinigten Mit einem ,, entlarvten Hunnenbrief" wird wieder einmal Staaten bezüglich der Erbauung und Verwaltung des Nicaraguain der Ordnungspreffe Unfug verübt. Man liest darüber:„ Ein Kanals vereinbart ist, fehlt es noch, doch scheint aus den kurzen Amtsblatt,„ Die fräntischen Nachrichten", veröffentlichte im letzten Andeutungen des Daily Chronicle", die in der Hauptsache vom März den Brief eines bayerischen Unteroffiziers, der in der Nacht Daily Telegraph" " Telegraph" bestätigt werden, hervorzugehen, daß jene vom amerikanischen Senat veränderte Fassung Im Fürstentum Reuß ä. 2. war seit einiger Zeit das Gerücht vom 23. zum 24. November 1900 vier Stunden vor Peking mit ihm Hay- Bauncefote- Vertrages zu Grunde liegt, den Mc berbreitet, der Fürst Heinrich XXII. habe Kindern, die irgend 32 Mann seiner Kompagnie sehr den Angriff der Chinesen auszu- des halten hatte. Es hieß in demselben:„ Wir hatten 13 Boyer tot und Kinley Weihnachten vorigen Jahres der englischen Regierung zur eine Strafe abzubüßen hatten, die Strafe unter der Bedingung er- 32 leicht und schwer verwundet, diese wurden alle in den Beiho ge- Ratifizierung überfandte, der aber damals von England zurüdLassen, daß sich die betr. Schulkinder in seinem Zimmer, im worfen. Wie das preußische Kriegsministerium in den gewiesen wurde. Trifft dies zu, so erhält die Regierung der VerBeisein des Fürsten, von ihm selbst oder vom Vater des" Kirchlich- socialen Blättern" nunmehr mitteilt, ist der Schreiber dieses einigten Staaten nicht nur völlig freie Hand in Bezug auf die Kindes prügeln ließen! Bei einigen Kindern, darunter einem Briefes ermittelt und hat eingestanden, den Inhalt des Ordnung und Verwaltung" des Kanals, sondern auch das Recht, Mädchen, befahl der Fürst Heinrich XXII. sogar, daß dieselben Briefes zum großen Teil erlogen bez. start übertrieben zu haben. im Kriegsfall zu seiner Verteidigung und zum Schuß seiner Juterüber Bestimmungen sich nackend auszuziehen hätten! Er hat ausgesagt:„ Es ist durchaus unwahr, wenn ich damals essen die Vor kurzem tam die Sache durch einen Photographen in geschrieben habe, daß tote, leicht und schwer verwundete Chinesen aufzuheben, also seine Eingänge durch eine Blockade zu schließen, Mohlsdorf ans Licht. Die Einwohner des Fürstenlandes erhielten und noch dazu in so hoher Anzahl, in den Beiho geworfen worden Kriegsschiffe im Kanal zu stationieren, dort Kriegsmaterial oder Flugblätter in verschlossenem Couvert, worin die Sache in aller Aus- feien. Außer den beiden Toten, die sofort infolge des erhaltenen Truppen zu lagern und einzufchiffen 2c. Deutlich heißt es in dieser Schlages bei dem nächtlichen Kampf über Bord gingen, ist überhaupt Beziehung in der vom Senat festgesetzten Formulierung des Hayführlichkeit geschildert wurde. Ein amtliches Dementi blieb aus. niemand in den Peiho geworfen worden." Pauncefote- Bertrages unter II, 5:" Neuerdings lassen sich nun die Leipziger Neuesten Wir sind der Ansicht, daß es ein unglaublich naives Verfahren„ Keiner der Punkte 1, 2, 3, 4 und 5( d. h. der Bestimmungen Nachrichten", ein alldeutsch konservatives Blatt, aus Greiz ist, wenn man die Richtigkeit oder Unrichtigkeit des Juhalts eines über die Neutralität des Kanals und feiner nächsten Umgebung) schreiben: " Hunnenbriefes" lediglich dadurch festzustellen sucht, daß man sich findet aber auf Maßregeln Anwendung, welche die Vereinigten Die von hier aus verbreitete Thatsache, daß der Fürst von an den ermittelten Verfasser um Auskunft wendet. Wer garantiert Staaten zur Sicherung ihrer Verteidigung und zur Aufrechterhaltung Reuß ä. L. eine Züchtigung der Kinder, die mit geringen denn, daß der Mann, indem er seine brieflichen Mitteilungen wider der öffentlichen Ordnung mit ihren eignen Machtmitteln für notGefängnisstrafen belegt waren, angeordnet und ausführen ruft, munmehr die Wahrheit spricht? Im Gegenteil, find die wendig erachten sollten." Und eine weitere Bestimmung( Punkt 7) besagt: Lassen hat in Gegenwart der Eltern, bestätigt sich. quirierte alle Ursache haben, dieselben einfach abzuleugnen, erzählten Schandthaten wirklich passiert, so wird der Ju„ Es soll keine den Kanal oder die nächstgelegenen Gewässer beFür die Züchtigung wurde den Kindern die Strafe erlassen. Es um jeder Verantwortlichkeit und Unbequemlichkeit zu entgehen. Herrschende Befestigung angelegt werden; nur die Bereinigten wurden sowohl Knaben wie Mädchen gezüchtigt." Und er wird das um so mehr thun, als er dabei das Staaten sollen das echt haben, die Militärpolizei längs des Kanals Es ist nicht unfre Aufgabe, die privaten Eigentümlichkeiten der wohlthuende Bewußtsein hat, im„ Juteresse des Ansehens des in dem Maße auszulben, soweit das zu dessen Schuße gegen un deutschen Bundesfürsten zu erörtern das thun die Hofdamen und deutschen Heeres" zu handeln. Will man wirklich erfahren, ob die berechtigte Angriffe und Störungen der Ruhe notwendig erscheint." hat thatsächlich, wie fast sicher scheint, England diese amerikaKammerherren in ergiebigem Maß. Hier aber handelt es sich Briefe ermittelter Shafifämpfer Wahrheit oder Lüge enthielten, so offenbar um einen franken Mann, dessen Thun geeignet ist, muß man schon ein weniger bequemes, dafür aber gründlicheres nischen Formulierungen angenommen, so erhalten die Vereinigten schlimmste Wirkungen zu zeitigen. Eine Ausnutzung des Begnadigungs- und umfassenderes Ermittelungsverfahren anstellen, z. B. sämtliche Staaten die unbestrittene Herrschaft über den zu bauenden Kanal rechts zur Befriedigung franthafter Neigungen fann unter feinen Teilnehmer an der geschilderten Episode eidlich vernehmen lassen. und damit ein Mittel zur Förderung ihrer Macht und HandelsDen Erklärungen der direkt oder indirekt Be- interessen ausgeliefert, daß ihnen in der Zukunft nicht nur im Umständen geduldet werden. Gerade die Monarchisten sollten ein schuldigten hat bis jetzt noch kein Gerichtshof der Welt eine faraibischen Meer, sondern auch im nördlichen Teil des Stillen Interesse daran haben, daß Heinrich XXII. sich schleunigst in ärztliche besonders überzeugende Beweiskraft zuerkannt. Oceans die dominierende Stellung sichert. Seit Jahren, Behandlung begiebt. besonders aber seit der Annerion der Havaii Inseln und sowohl solcher, welche bei der nach Begehung der Strafthat un- nischen imperialistischen Die Frage der Unterbringung geifteskranker Verbrecher, der Philippinen, ist es das eifrigste Streben der amerikaGeschäftspolitiker, ihren politischen zurechnungsfähig waren bezw. geworden sind, als auch solcher, die Einfluß wie ihren Handel in Ostasien und der oceanischen Inselwährend der Verbüßung ihrer Strafe in Geiftestrautheit verfallen, welt auszudehnen, und wie die Thatsachen beweisen, mit starkem Erbeschäftigt, wie eine Korrespondenz mitteilt, feit längerer Zeit die folg. Ist doch in vier Jahren, von dem Fiskaljahr 1895/96 bis zuständigen Ministerien des Junern und der Medizinal- Angelegen 1899/1900 der Warenabsaz der Union nach Asien von 25,6 auf heiten. Den Anstoß zu diesen Ertvägungen hat dem Vernehmen nach 64,9 Dollar( ca. 273 Millionen Mark) ge= fich gleichzeitig die Warenausfuhr nach Das Vorstands Mitglied Dr. Giese kam auf die eine größere Zahl von Jrrenanstalten gegeben, denen die geistesfranken stiegen, während Vorstands- Mitglied Verbrecher bisher überwiesen zu werden pflegten. Diese Anstalten Oceanien bon 17,2 auf 43,4 Millionen Dollar hob. Das Reichstags, obstruktion" zu sprechen; er wendete sich gegen wollen die Aufnahme dieser gefährlichen Patienten fünftig ablehnen, weil östliche Asien sowie die Infelgruppen der Südsee gelten die, wie er sagt, bei Gelegenheit der Beratungen über den Zolltarif sie die Verantwortlichkeit für dieselben nicht länger über den imperialistischen Beutepolitikern als die nächsten Gebiete, beabsichtigte Obstruktion und führte aus: nehmen und ferner auch ihren unbescholtenen, den bürgerlichen wo die mächtig aufstrebende amerikanische Industrie und der zuDie Regierung darf sich diese Manipulationen der Brotwuchertreisen angehörenden Pfleglingen nicht zumuten möchten, mit nehmende Kapitalreichtum ihre Absatz- und Anlagemärkte zu fuchen schreier auf keinen Fall gefallen lassen. Dieselbe Geschichte erbrechern in den gemeinsamen Anstaltsräumen haben. Als ein Mittel, zu diesem Ziel zu gelangen, erschien ihnen der haben wir schon bei Gelegenheit der lex Heinze erlebt sammen zu sein. Im Königreich Sachsen besteht be- Besitz der Philippinen, wo die Bai von Manila einen vorzüglichen Stapelfamtlich eine besondere Frrenanstalt für geisteskranke Ver- platz für den Handel nach China, Indien und dem Indischen Archipel und wenn die Herren von der Linken jetzt ebenso vorgehen brecher; bei uns beabsichtigt die Regierung bei den größeren bietet, und ein weiteres noch geeigneteres Mittel liefert der langprojektierte sollten, so, meine ich, bleibt der Regierung gar keine andre Wahl, Gefängnissen besondere Jrrenabteilungen ein- Nicaragua- Kanal, dessen Ban nun, nachdem die ihm entgegen als einmal ernst zu machen, denn durch ein solches Ver- richten zu laffen, wie eine solche bereits im Moabiter Zuchthause be- stehenden Hindernisse gefallen sind, sicherlich mit echt amerikanischer Schafft doch der Kanal dem halten der Herren wird der Staatsstreich zur Notwendigkeit steht. Versuchsweise ist die Einrichtung auch schon in andren Städten, Energie betrieben werden wird. und ich habe das Vertrauen zu unsrer Regierung, daß sie vie Halle, Breslau und Köln, eingeführt worden. Da sich diese Neuerung industriellen Osten der Union einen leichten und bequemen Zugang Traurig ist es nur, daß es Eltern giebt, die sich zum Werkzeug dieser fürstlichen Neigungen gebrauchen ließen. Episoden vom Antisemitentage. Die Zusammenkunft der deutsch- socialen Reformpartei" in Leipzig hat am Montag noch einige Scenen gebracht, die die politische Konfusion und Reaktion dieser Leutchen bestätigt haben. Millionen zum Großen Ocean und sichert ihm gegenüber seinen europäischen industriellen Konkurrenten, die einen ungleich weiteren Seeweg haben, die größten Vorteile. : Oestreich Ungarn. und 1 = Partei- Nachrichten. Die Berichterstattung über den Parteitag geht jetzt in den größeren Parteiorten vor sich. Soweit bis jezt Berichte darüber vorliegen, bewegt sie sich zumeist in ruhigen Bahnen. Geschäftsberichte der Aktiengesellschaften. Die Nieuburger Eisengießerei und Maschinenfabrit Niens, bürg a. S. erzielte im verflossenen Geschäftsjahre einen Reingewinn von 14 485 Mark gegen 29 683 Mark im Vorjahre. Dividende 2 Broz. Die Werkzeugmaschinen Fabrik vormals SonderIn Dresden Neustadt wurde der Bericht der Delegierten mann u. Stier in Chemnih verzeichnet einen Reingewinn Die böhmischen Landtagswahlen. Am Dienstag sind in den ohne Debatte entgegengenommen, während sich in Dresden- von 47 684 Mart gegen 166 648 Mart im Vorjahre. Dividende böhmischen Landgemeinden die Wahlen vollzogen worden. Eine Altstadt eine unwesentliche Debatte entwickelte, aus der nur 2 Prozent.- Die Brauerei Binding Frankfurt am Main wesentliche Aenderung der Stärkeverhältnisse zwischen Czechen und hervorzuheben ist, daß ein Redner die allzu persönlichen Auseinander hatte einen Reingewinn von 814 394 M., int Vorjahre 814 175 M. Deutschen scheint nach den bis jetzt vorliegenden Wahlergebnissen fegungen tadelte. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Dividende 13 Prozent. Die Harzer Werke zu Rübenicht eintreten zu sollen. Es wurden gewählt: 21 Jungczechen, In der gemeinschaftlichen Versammlung der beiden Leipziger land und Zorge berichtet über einen Gewinn von 182 953 Mart, 15 czechische Agrarier, 11 Alldeutsche, 3 deutsche Fortschrittler, Kreise entstand eine etwas lebhaftere Debatte, in der die Preßfrage 421 888 m. im Vorjahre. Dividende 3 Proz., gegen 12 und 15 Proz. 3 Angehörige der deutschen Volkspartei, 2 deutsche Agrarier, und die Angelegenheit der Accordmaurer kritisch behandelt wurden. in den Vorjahren. Die Oderwerke, Maschinenfabrik und 1 Deutsch Christlichsocialer Czechisch- Radikaler. Ein Parteigenosse erklärte, weder mit dem Beschluß in der„ Bernstein- Schiffsbauwerft in Stettin, schließen ihre Bilanz mit einem Verlust 22 Stichwahlen sind erforderlich. Die Jungczechen besaßen Die Bismarckshütte in Schwientochlowig bisher 44 Mandate, die deutschen Fortschrittler 21, die deutsche Volts- frieden zu sein. Jur übrigen wurden jedoch gegen die Beschlüsse( Oberschlesien) schließt mit einem Reingewinn von 812 129 M. ab, frage" noch mit dem in der Angelegenheit der Accordmaurer zu- von 565 000 W. partei 4, die czechischen Agrarier 4, die Alldeutschen 4, die Alt- des Parteitags keine Einwendungen erhoben und von einer Beschluß- gegen 2018 020 M. im Vorjahre. Dem entsprechend sanken die czechen 1 und die Deutsch- Christlichsocialen 1 Mandat. Unter den faffung abgesehen. Dividenden von 24 auf 12 Broz. in diesem Jahre. gewählten Abgeordneten befinden sich die Jimgczechen Herold und Jm Wahlkreis Wiesbaden herrschte trotz längerer Debatte Kramer sowie der Alldeutsche Wolf. Einverständnis mit den Verhandlungen und Beschlüssen des ParteiDie Arbeitslosigkeit in Schweden. Lindquist, der Vorsitzende, tags, während im Wahlkreis Hanau sowohl der Referent Hoch als der Landesorganisation der schwedischen Gewerkschaften, hat einen auch mehrere Redner in der Debatte lebhafte Beschwerden erhoben Bericht über die zur Zeit herrschende Arbeitslosigkeit herausüber die langen und heftigen persönlichen Auseinandersetzungen. An gegeben. Danach macht sich die Arbeitslosigkeit in der Eisenden Beschlüssen des Parteitags wurde teine Kritik geübt. industrie zur Zeit weniger fühlbar, wenn auch an manchen Blägen eine größere Anzahl Arbeiter feiern muß. Dasselbe gilt von der Holzindustrie. Am größten ist die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe. Von den 4000 Mitgliedern des Maurerverbandes sind zur Zeit, obgleich die Saison noch nicht vorüber ist, schon 700 arbeitslos. Auch in Steinhauergewerbe herrscht eine außerordentlich große Arbeitslofigkeit. Man kann mit Bestimmtheit annehmen, daß die schwediſche Industrie im kommenden Winter eine weit geringere Zahl von Arbeitern beschäftigen wird, als im vorigen. Da diesmal zum erstenmal eine direkte Wahl gegenüber der früheren indirekten Wahl durch Wahlmänner vollzogen wurde, spielte diesmal auch die Socialdemokratie eine große Rolle. Bei den Stichwahlen wird sie in mehreren Bezirken die Entscheidung zwischen den deutschen Parteien in der Hand haben. England. London, 7. Oktober.( Eig. Ber.) Eine socialistische Kandidatur. Jufolge des Rücktritts des liberalen Abgeordneten Mr. Oldroyd wird im Kreise Dewsbury( Yorkshire) eine parlamentarische Nachwahl nötig werden. Auf Einladung der dortigen Socialdemokraten begab sich Gen. G. Quel ch. Redacteur der, Justice", gestern nach Dewsbury und wurde als socialistischer Kandidat aufgestellt. Die Wahlversammlung war von 1500 Personen besucht. Die Resolution, den Genossen Quelch als Kandidaten anzuerkennen, wurde vom Gasarbeiter und Gewerberat Genossen Broome eingebracht, vom Maschinenbauer Genossen Ramsden unterstützt und von der Versammlung einstimmig angenommen. Der auswärtige Handel ein Zeichen der Krise. Nach dem heute veröffentlichten Berichte des Handelsministeriums In Stuttgart ergriff nur ein Redner das Wort, um sich mit den Ausführungen des Referenten Genossen Hildenbrand einverstanden zu erflären. Auch hier wurden keine Beschlüsse gefaßt. In Breslau wurde die Debatte, die sich hauptsächlich mit Preßangelegenheiten, so mit der„ Neuen Welt“ und der„ Neuen Beit" beschäftigte, vertagt, um in der nächsten Versammlung fortgesetzt zu werden. In Brandenburg ergriff nach dem Referat des Genossen Sidow der Genosse Peus das Wort, um seine im Dessauer Partei- Rückgang der englischen Ausfuhr. Nach dem amtlichen. blatte erschienenen„ Ton"-Artikel zu rechtfertigen. Ihm traten mehrere Handelsausweis hat im September d. J. die Einfuhr um etwas Redner entgegen, die seine Artikel unter Anerkennung seiner guten mehr als 3 Millionen Pfund Sterling und die Ausfuhr um Absicht mißbilligten. Es wurde zum Schlusse eine Resolution an- 2/2 Millionen Pfund Sterling gegen den gleichen Monat des Vorgenommen, die sich mit den Beschlüssen des Parteitags einverstanden jahres abgenommen. erklärt. für den Monat September belief fich die Einfuhr auf 38 208 791 Pfd. Lippe hatte im letzten Geſchäftsjahre, wie auf dem Brovingparteitage Wieviel Kinder erreichen das Lehrziel der Volksschule? Sterling, die Ausfuhr auf 21 971 302 Pfd. Sterling. Verglichen mit September 1900 ist die Einfuhr um 3024 061 Pfd. Sterl., die Ausfuhr um 2588 609 Pfd. Sterl. zurückgegangen. Ein Vergleich der legten neun Monate mit der gleichen Periode des vorigen Jahres zeigt, daß die Einfuhr um 5 250 000 Pfd. Sterl. zugenommen, die Ausfuhr hingegen um 9 112 000 Pfd. Sterl. abgenommen hat. Italien. Steuerreform. Der Ministerrat, der am 15. Oktober zusammentritt, wird über eine Reihe Finanzprojekte zu entscheiden haben, welche der Finanzminister Carcano 3. 3. ausarbeitet. Diese Projekte find weit entfernt von einer gründlichen Steuerreform, wie fie vom chemaligen Finanzminister Wollemborg beabsichtigt war; in einigen Punkten jedoch will die Regierung den Wünschen des Volkes entgegenkommen. Die Steuernachlässe sollen durch Streichungen am Budget ermöglicht werden. Unter anderm ist beabsichtigt, die in Italien zur Zeit sehr hohe Salzsteuer auf die Hälfte zu reduzieren. Das Parlament wird zum 20.- 25. November zusammenberufen werden. Afien. Das Agitationskomitee für das östliche Westfalen und in Bielefeld berichtet wurde, eine Gesamteinnahme von 1576 M., wovon 500 M. aus der Hauptkasse flossen. Ausgegeben wurden 1551 M. Davon entfielen 500 M. für Zeitungsporto für Landversendung des Parteiblattes, 260 M. für Agitation, 623 M. für die lippischen Landtagswahlen 2c. Es wurde beschlossen, daß die einzelnen Kreise wieder regelmäßige bestimmte Beiträge an das Agitationsfomitee zu leistet haben. soeben veröffentlichten Beiträgen zur Charlottenburger Schulstatistit. Ju einem eigenartigen Lichte erscheint die Volksschule in den Es handelt sich um Mitteilungen zur Abgangsstatistik der Volksschulfinder, soweit die Erreichung des Lehrziels in Frage kommt: So wichtig dies bei Erörterung nicht nur der Volksschulfrage, sondern auch der Fortbildungs- und Fachschulfragen ist, so wenig Material ist in statistischer Beziehung beigebracht. Die preußische amtliche Statistit Nach einem Vortrage des Genossen Hoffmann- Bielefeld über den verfolgt diesen Gegenstand nicht, und es sind nur wenige Städte, Bolltarif- Entwurf wurde folgende Resolution angenommen: welche die Frage der Erreichung des Lehrziels statistisch er, „ Der Parteitag empfiehlt den Parteigenoffen allerorts, beörtern; in systematischer Weise geschah dies eigentlich nur sonders aber den Genossen in den Wahlkreisen des Centrums, in Upit den statistischen Aemtern in Breslau und Charlottender nächsten Zeit auf alle die Regungen unter den Wählern gegen burg, während andre Städte sich mit der Mitteilung die geplante Lebensmittelverteuerung durch den Zolltarif- Entwurf ihr einzelner Daten in ihren Verwaltungsberichten oder mit gelegentbesonderes Augenmerk zu haben, um den sich jetzt vollziehenden lichen Sonderpublikationen begnügen. Und doch sind die Resultate Prozeß der Zersetzung der politischen Parteien und befonders des dieser Statistit außerordentlich lehrreich; sie zeigen, daß überall Centrums durch die Macht der wirtschaftlichen Verhältnisse nach das Lehrziel nur höchst unvollkommen erreicht Kräften für die Socialdemokratie auszunuzen." wird, indem es im ganzen vielleicht nur die Hälfte er welche dasjenige Maß von Wissen beim Verlassen der Schule aufgenommen haben, welches ihnen von vornherein zugedacht war. Eine andre Frage ist hierbei noch, ob sie dieses Wissen wirklich so aufund daß es fie genonimen, daß sie es behalten haben, auf den Lebensweg begleitet. Die andre Hälfte hat aber nicht etwa mur einen fleinen Teil des lehrplanmäßig ihr zugedachten Stoffes zu entbehren, sondern besitzt nur ein mehr oder minder unvollkommenes Bruchstück der vorgesehenen Schulbildung, je nachdem der Abgang von einer höheren oder niederen Klasse nach Erreichung des schulpflichtigen Alters erfolgen mußte. Der Provinzial- Parteitag für das westliche Westfalen wird für Sonnabend, den 26. Oktober, nach Dortmund einberufen. Auf der Tagesordnung stehen außer den geschäftlichen Angelegenheiten die Landtagswahlen, der Entwurf eines Kommunal programms und die Polenbewegung im Ruhrrevier. Die afghanische Thronfolge scheint sich zur Erleichterung Englands zu feiner Staatsfrage gestalten zu wollen, wenigstens meldet ein Telegramm aus Simla, daß der älteste Sohn Bei der bevorstehenden Stadtverordnetenwahl in Offenbach des verstorbenen Emirs, Habil Ullah Chan, unter allseitiger Bustimmung des Adels zum Emir ausgerufen worden sei. Mr. Guthrie, der europäische Vertreter des Emir, versichert, daß sich gegen Habil Ullah keinerlei Opposition erheben werde, da Abdur Rahman bei den Häuptlingen und dem Volke für die Thronfolgeschaft seines ältesten Sohnes Stimmung gemacht habe. Ein Thronprätendent werde keinen Anhang finden, auch werde Rußland wahrscheinlich seine Hand aus dem Spiele lassen. Sollte wirklich alles so glatt ablaufen, so kann sich England beglückwünschen. Der Boeren- Krieg. werden sich unsre Genossen mit einer eignen Liste von zehn Kan didaten beteiligen, und fünf Kandidaten den Gegnern überlassen. Sobald diese zehn Kandidaten Sieger werden, verfügen dann unsre Genossen über die Zweidrittel- Mehrheit, die auch dem bei der Reichstagswahl zu Tage getretenen Stinumenverhältnis entspräche. Man ist dabei von dem Grundsatz ausgegangen, auch den Gegnern die Möglichkeit der Mitarbeit an den Gemeindearbeiten zu geben. Ju Berlin z. B. gingen in den Jahren 1896-1899 bei einer sechsstufigen Volksschule noch nicht zwei Drittel der Kinder bei den Mädchen etwas mehr als bei den Knaben nach Vollendung des schulpflichtigen Alters von der obersten Klasse ab. Damit ist aber nicht gesagt, daß Totenliste der Partet. In Langenbiela u starb nach sie wirklich das Schulziel erreichten, weil nicht feststeht, wie lange fie langem, schwerem Leiden an der Proletarierkrankheit der Tabat in der ersten Klasse gesessen haben, aber sie hatten doch wenigstens arbeiter Heinrich Junge im Alter von 32 Jahren. Junge war die oberste Stufe erreicht. Ein Viertel der abgehenden Kinder vermehrere Jahre Kaffierer des Socialdemokratischen Wahlvereins für ließ die zweite Selasse, ein Behutel die dritte Klasse. Ja sogar von Langenbielau und Umgebung und Mitglied der Preßkommission für der IV. Klasse verließen in diesen vier Jahren noch 956 Knaben und " Proletarier aus dent Eulengebirge". Auch als Redner war 900 Mädchen die Schule nach erfüllter Schulpflicht, ganz zu schweigen Junge für die Sache des arbeitenden Volkes thätig. Die Partei- von den 114 Kindern, welche nicht über die V., und den 14, welche genoffen des Eulengebirges werden das Andenken des Verstorbenen nicht über die VI. Klaffe hinaustamen. stets in Ehren halten. In dem benachbarten Charlottenburg, wo die Volksschule den K. M. Ziesnig, einer der eifrigsten und tüchtigsten Vor- ficbenstufig ist, ist naturgemäß die Abgangsziffer in der obersten fämpfer der Socialdemokratie und der Gewerkschaftsbewegung in Stufe geringer als in der sechsstufigen Berliner Schule. Immerhin Schweden, ist in der Nacht vom Sonnabend auf den Sonntag bleibt auch in Charlottenburg, die Hälfte der Schulkinder infolge eines Schlaganfalles im 42. Lebensjahr gestorben. Ziesnig, ohne Abschluß der Bildung, eine Zahl, die noch größer wird, wenn der ursprünglich Buchdrucker war, war seit 1892 in Socialdemo- man in Betracht zieht, daß auch hier ein nicht unbeträchtlicher Teil der von der ersten Klasse abgehenden Kinder die Klasse vor Abmachung des ganzen Lehrstoffes verlassen hat. Die Einschließung Bothas fcheint, wie ja mit ziemlicher Bestimmtheit vorauszusehen war, wieder einmal mißlungen zu sein. Nach einer Depesche Kitcheners aus Pretoria von gestern berichtet General Lyttleton, ein Teil von den Truppen des Generals Kitchener sei auf dem Marsche nach Nordwesten nach der Brücke über den Bevaan am 6. Oktober auf die von dem General Botha befehligte Hauptmacht der Boeren gestoßen, welche auf dem Marsche nach Norden war, und es sei 20 Meilen östlich von Vryheid zu tratens" Expedition thätig. einem Stampfe gekommen, in dem auf Seiten der Engländer Lieutenant Pilkington und zwei Sergeanten von den 18. Husaren fielen und 10 Mann verwundet wurden. General Kitchener stehe noch mit dem Feinde in Fühlung. Die Boeren hätten ihre Wagen in der Nähe des Ntabankulu zurückgelassen und die englischen Truppen näherten sich dieser Stelle von Süden her. Die„ Fühlung" mit einem der flinken Gegner kann jeden Augen blick verloren gehen. Und nach dem letzten Satz der Meldung scheint man schon zufrieden zu sein, wenn man sich statt Bothas und seiner Kolonne eines Teils feines Trains bemächtigt. " Aus Industrie und Handel. Empfehlungen zum Direktorposten. Wir berichteten bereits in voriger Nummer, in welchen Beziehungen der Direktor der Reederei Vereinigter Schiffer in Breslau zur Halbwelt gestanden hat. Aber auch im Geschäftsleben hat der Herr eine interessante Vergangenheit; der Konkursverwalter plaudert darüber folgendes aus: M In Breslau betrug im Jahre 1895/96 der Abgang nach vollendeter Schulpflicht aus den sechs- und fiebenstufigen Volks schulen bei der ersten Klasse 70,2 bei den Knaben und 73,5 bei den Mädchen, bei der zweiten Klasse 20,4 bezwv. 19,4, bei der dritten und vierten 9,2 bezw. 7,1, bei der fünften und sechsten 0,2 bezw. 0,0 Proz. Dabei entfielen aber auf solche Kinder, welche die erste Stlasse bereits nach einem halben bis einem Jahre verließen, 23-24 Proz. Ju Königsberg gingen 1890-94 von der ersten Selasse Bevor Schostag im Jahre 1888 den Direktorposten bei der 55,9 Proz.( davon 27,4 Proz. nach einjährigem Aufenthalt), von Reederei Vereinigter Schiffer übernahm, war er Leiter der Oder der zweiten 27,5, von der dritten 12,6, von den tieferen Dampfschiffahrts Aktiengesellschaft, die 1888 in Konfurs geriet. Selaffen 4 Proz. der Schüller nach erfüllter Schulpflicht ab. In Dieser Konkurs führte auch zu einer Strafverfolgung gegen ihn, und Frankfurt a. M. wurden Osterit 1899 von 1929 Kindern 59 Proz. Aus Liverpool wird gemeldet: nach einer Untersuchung von fünfjähriger Dauer wurde er 1893 infolge zweijährigen Besuchs der Oberstufe der siebenstufigen Schulen Gelegentlich der Verteilung von Kriegsmedaillen an die Soldaten wegen konkursvergebens zu drei Monaten Ge- entlaffen, 24 Proz. aus der Unterabteilung der Klaffe I, 12 Broz. hielt Lord Roberts hier heute eine Ansprache, in welcher er seinem fängnis verurteilt, welche Strafe dann im Gnaden aus der Klasse II und 5 Proz. aus niedrigeren Klassen. In Ham Wunsche(!) Ausdruck gab, den Krieg in Südafrika bald beendigt wege in eine Geldstrafe von 1000 M. umgewandelt wurde. Im burg gingen von 8365 im Jahre 1897 wegen erfüllter Schulpflicht zu sehen. Die Behauptung, daß nicht alles gethan werde, um den Jahre 1896 verheiratete er sich und seine Frau brachte ihm entlassenen Kindern 61 Broz. aus der ersten Klasse, 24 aus der zweiten, Strieg schleunigst zu einem befriedigenden Abschluß zu bringen, sei ein Vermögen von etwa 75 000 m. in die Ehe. Schostag bezog 11 aus der dritten, 4 aus der vierten und 1 Proz. aus einer noch unbegründet. Sowohl von den Befehlshabern in Südafrika, wie in seiner Direktorstelle ein Jahresgehalt von 7500 M. und sehr niedrigeren Klassen ab. In Mannheim verließen in den zehn auch von den verantwortlichen Behörden werde alles gethan, um reichliche Tantiemen. Er spekulierte in höchst waghalfiger Weise nicht Jahren 1887-97 29 Proz. der Knaben und 22 Proz. der Mädchen den Krieg zu beenden. Lord Kitchener, zu dem alle unbedingtes bloß in Wertpapieren aller Art, sondern auch in überseeischen Pro- die oberste Stufe der achtstufigen Volksschule und etwa ein Drittel Vertrauen hätten(?), habe auch nicht ein einziges Mal eine Forderung dukten, und auf die Mißerfolge diefer Spekulationen ist der Verlust die zweite Stufe. Lord Roberts als Redner. betreffend die Entfendung von Mannschaften, Pferden oder Vorräten der Millionen zurückzuführen, welche er der Aktiengesellschaft Reederei Mit Recht betont die Charlottenburger Statistit auf Grund dieser gestellt, die nicht sofort erfüllt worden sei(?) und das werde auch Vereinigter Schiffer veruntreut hat. Nähere Auskunft über den Beispiele die Notwendigkeit, die Frage der Erreichung des Lehrziels fernerhin, so lange der Krieg dauere, geschehen. Lord Roberts kam Verbleib des unterschlagenen Geldes kann zur Zeit nicht gegeben in den Vordergrund der Schulstatistik zu stellen. Ebenso unbestreitbar dann auf die Schwierigkeiten der Kriegführung zu sprechen, wies werden, da ordnungsmäßig geführte Privatbücher nicht vorhanden ist es, daß eine weitere Vertiefung der Statistik auch Fingerzeige für dabei auf die Geländekenntnis des Feindes hin und betonte, daß und alle Aufzeichnungen und Briefschaften des Verstorbenen von Reformbestrebungen geben kann. Es wird nicht nur die Häufigkeit noch erst kürzlich die englischen Heerführer einen Erfolg(?) zu ver- der Staatsanwaltschaft mit Beschlag belegt und noch nicht freis des Schulwechsels mit besonderer Berücksichtigung auswärtiger Schulen, zeichnen gehabt hätten. Roberts schloß mit der Aufforderung, die gegeben find. der Schulversäumnisse und der sanitären Berhältnisse in Betracht Nation möge auch ferner jene bewundernswerte Geduld zeigen, Schostag verstand es ferner, Terrains, welche die Gesellschaft kommen, sondern auch auf die Ueberfüllung der Schulklassen, die Bewie während der trüben Tage des Monats Dezember 1899. gebrauchte, an fich zu bringen, um sie dann mit hohem Gewinn zu soldung der Lehrer, die häuslichen Verhältnisse der Volksschüler und Lord Roberts mahnt also zur Geduld. Die wird das verkaufen. Seine Gläubiger haben die niedliche Summe von 11/2 vor allem auf die noch immer nicht gänzlich beseitigte Nebenenglische Bolt allerdings noch in heroischem Maße zu üben Gelegen Millionen Mark Forderungen angemeldet. beschäftigung schulpflichtiger Kinder wird ein besonderes Augenmerk heit haben. zu richten sein. 0 Gewerkschaftliches. Nach dem Mitgeteilten erscheint es ganz ausgeschlossen, daß der Gesellschaft die Vergangenheit ihres Direktors unbekannt war, ebenso Herbert Gladstone hielt Dienstagabend in Leeds eine wenig wie ihnen die sonstigen unsauberen Passionen des Mannes Rede, worin er die Haltung der Regierung gegenüber den Vorverborgen bleiben konnten. Man kann nur aus folchen Vorgängen in Südafrika einer scharfen Stritit unterzog. Die tommnissen den Schluß ziehen, daß es Leute giebt, die die größten Lage in Südafrika scheine sich zu verschlimmern, die Regierung Lumpereien als eine Empfehlung für den Leiter eines Aktienunter- Die neuen Tarifvereinbarungen für das Töpfergewerbe scheine es aber nicht zu wissen. Die britischen Streitkräfte in nehmens halten. Südafrika seien augenscheinlich nicht hinreichend, Kitcheners Prokla * Berlin und Umgegend. scheinen gesichert. Die Verhandlungen zwischen dem Zunungs mation habe ihren Zweck nicht erreicht, die unbehagliche Stimmung Die Breslauer Zeitung" berichtet: Von einem hiesigen Rechtsvorstand und dem Gesellenausschuß sind abgeschlossen. Der neue Tarif weist im Berhältnis zu den bisher bezahlten Accordpreisen am Kap nehme zu. Die Regierung schulde es dem Lande, den anwalt ist im Auftrage einer auswärtigen Bank über die Firma eine durchschnittliche Lohnerhöhung von circa 15 Proz. auf. Krieg durch wirksame Maßregeln rasch in der Ernst Kuznizky, Kommissions-, Lombard- und Wechselgeschäft, welche Die Töpfer haben gestern in einer sehr start besuchten, vom einen oder andern Weise zu endigen. Niemand durch Beleihung gefälschter Reederei Conoffemente zahlungsunfähig Centralverband einberufenen Versammlung nochmals sämtliche wünsche, daß die Regierung die wesentlichen Früchte des Krieges geworden ist, Antrag auf Konkurseröffnung gestellt worden. Pofitionen des Tarifs durchberaten und sodann den Gesellenausschuß wegiverfe oder einen schwachen Frieden schließe, aber das Land Arbeiterentlassungen. Mit Rücksicht auf die großen Lager- ermächtigt, in der heute stattfindenden Junungsversammlung dent wünsche ein wirkungsvolles Ende des Krieges und die Hervorräte hat sich das Portland Cementwerk Heidelberg, vormals Tarif zuzustimmen und außerdem einige Ergänzungen zu beantragen. stellung eines gesunden, hoch herzigen Friedens zu sehen. Schiefferdecker u. Söhne genötigt gesehen, an die 400 Arbeiter zu Voraussichtlich werden sich auch die Meister mit den Vereinbarungen entlassen und den Nachtbetrieb einzustellen. einverstanden erklären, zumal die Arbeiter, um eine Einigung au erzielen, ihre ursprünglichen Forderungen reduciert haben. Am Dienstag oder Mittwoch findet wieder eine Versammlung statt, in der über die Beschlüsse der Inmungsversammlung berichtet wird. man erklärt, daß sie die vom Dänischen Schmiede- und MaschinenarbeiterVerband gestellten Anträge als einen Abbruch der Verhandlungen ansehen und ihre eignen Vorschläge bei gelegener Zeit auf ,, administrativem Wege" durchführen wollen. Offenbar trachten die Herren danach, die Arbeiter bei der jetzigen schlechten Konjunktur in einen aussichtslosen Streit zu treiben. Sociale Rechtspflege. Eine mit dem unbefangenen Denken und Empfinden vers einbare Begründung dieses Urteils ist schlechterdings unmöglich. Der Großhandel und der§ 139e der Gewerbe- Ordnung. Die Antelegraphierung Posadowskys durch das Buch feinem Stande in der Central- Markthalle aus an eine Händlerin Fische der Fischgroßhändler Lichtenberg hatte vor 5 Uhr früh von brucker- Tarifamt wird in der neuesten Nummer des Kor respondenz blattes der Generalfommission" mit verkauft. Er wurde deshalb in zweiter Instanz vom Landgericht I wegen der gleichen Schärfe kritisiert, wie dies bereits durch uns und andre mit der Wiederaufnahme der Arbeit ist aber die Not der Fischer urteilt. Der genannte Paragraph schreibt bekanntlich vor, daß von Der Fischerstreik in Grimsby soll nunmehr beendet sein. Uebertretung des§ 139e der Gewerbe- Ordnung zu einer Geldstrafe verParteiblätter gescheheit ist. Das Korrespondenzblatt" bezeichnet die Absendung des Telegramms als ein„ Borkommnis, das in der noch nicht zu Ende. Einmal wird eine erhebliche Zahl doch noch 9 Uhr abends bis 5 Uhr früh offene Verkaufsstellen für den geschäfteine Weile feiern müssen, da nicht alle Fischerfahrzeuge in See lichen Verkehr geschlossen sein müssen. Das Landgericht nahm an, deutschen Gewerkschaftsbewegung großes Befremden hervorrufen muß. Wollte die obersten Reichsbehörden gehen können, und jene, welche sofort autreten, müssen bis zur daß§ 139 e auch auf den Großhandel Anwendung finde, da das Beendigung der Reise warten, ehe sie Geld bekommen, denn die Gesetz einen Unterschied zwischen Großhandel und Kleinhandel nur als Druckauftraggeber auf die Fortdauer des Tarifs aufmerksam machen oder ihnen Material für die Arbeits- Gesetz- Fiſcher werden nicht mit festem Lohn, sondern mit Anteil am Fang nicht mache. Auch wäre der Markthallenstand des Angeklagten als eine gebung unterbreiten schreibt das„ Korrespondenzblatt" so hätte angeſtellt. offene Verkaufsstelle anzusehen. Auf die Revision des Angeklagten das durch ein Anschreiben, durch wohlbegründete Eingaben geschehen hob indessen das Kammergericht die Vorentscheidung auf und fönnen. Der Telegrammstil habe stets als Form von Vertrauenssprach ihn frei. Zur Begründung führte Präsident Groschuff erklärungen und Ergebenheitsadressen gegolten. Weiter schreibt das aus: Unter offenen Verkaufsstellen im Sinne der§§ 139e bis c Die Näherin Witwe G. hatte für ihre Arbeit an 13 Knaben- feien nach der Entstehungsgeschichte der fraglichen Bestimmungen " Korrespondenzblatt": hosen 2,70 M. von den Herren Goldberg u. Sommerfeld zu be die Verkaufsstellen der Engroshändler nicht zu verstehen. Offene kommen, die ihr die Zahlung verweigerten, weil eine der Hosen von Verkaufsstellen im Sinne des§ 139 feien solche, welche dem a IIG. flagte beim Gewerbegericht gegen die Firma auf Bahlung des( Strafbestimmung) seien aber auch deshalb hier nicht anwendbar, weil Frau eingeschnitten und nicht verwertbar sei. Frau gemeinen Publikum zugänglich seien. Die§§ 139e und 146a Lohnes. Nach vergeblichen Vergleichsversuchen des Vorsitzenden der Markthallen- Verkehr ein Marktverkehr sei, für den die§§ 65 Dr. Leo verurteilte die Kammer I die Beklagten zur Zahlung von bis 69 der Gewerbe- Ordnung maßgebend wären. Nach§ 69 tönne 2.48 M. für die 12 gutgearbeiteten Hosen. Der Vorsigende verwies nun die Orts- Polizeibehörde im Einverständnis mit der Gemeindedarauf, daß eine Kompensation gegen den Lohn nicht zulässig sei. behörde die Marktordnung nach den örtlichen Bedürfnissen feststellen. Die Wenn die Herren Goldberg u. Sommerfeld einen Schaden hätten, auf diese Weise zu stande gekommene Berliner Markthallenordnung, fönnten sie Ersatz dafür nur im Wege der Widerklage fordern. Die eine Marktordnung im Sinne des§ 69 sei, gebe die Markthalle Natürlich könne die Klägerin für die schlecht gearbeitete oder ver- von 3 Uhr früh ab für den Verkehr frei. Sie werde durch die dorbene Hose teinen Lohn beansprnchen. Novelle zur Gewerbe- Ordnung, die über den Ladenschluß 2c. Beſtimmung traf, nicht berührt. „ Auch der Inhalt des Telegrammis geht weit über die Empfehlung der Tarifvereinbarung in Kreisen der Druckauftraggeber hinaus; er stellt eine private Abmachung zwischen Unternehmern und Arbeitern Direkt unter die Autorität der Regierung und hat eine programmatische Bedeutung. Diese Kundgebung muß insbesondere befremden, weil sie an einen Mann gerichtet ist, der der deutschen Arbeiterklasse durch ein Bucht haus- Gesetz ihr Koalitionsrecht verkümmern wollte und zur Erreichung dieses Zwedes selbst die finanzielle Unterstützung arbeiterfeindlichster Unternehmerorganisationen erbettelte. Einen solchen Regierungsvertreter um seinen hochmögenden Schutz" zu ersuchen und ihm dadurch ein glänzendes Vertrauensvotum auszustellen, das ist denn doch ein Vorgehen, das die gesamte Gewerkschaftsbewegung weit von sich weist." Deutsches Reich. der Gerichts- Beitung. Von dem Schuh, den die Vertreter der bürgerlichen Justiz den für den Staat befonders nüßlichen Elementen" angedeihen lassen, meldet folgender Gerichtsbericht: Unzuständigkeit des Gewerbegerichts. Die Variété Sängerin G. verlangte von dem„ Theaterdirektor" Blank eine Einer der bekannten Sklavenhalter stand gestern in der Entschädigung wegen unberechtigter Entlassung. Sie war entlassen Berson des Handelsmannes Paul Schulz vor der 7. Straftanimer ,, Deutscher Kürschnerv.rband" ist der Name des auf dem worden, als sie vorübergehend bei Blank als Kellnerin fungierte, während hiesigen Landgerichts. Der wesentlich noch nicht vorbestrafte junge Kürschnerkongreß in Leipzig gegründeten Centralverbandes. Bu- fie vorher in seinem Variété als Soubrette aufgetreten war. Da die Mann war der Typus des arbeitsscheuen Tagediebes, der sich von gelaffen sind alle in der Kürschner-, Zurichter- und Müzenmacher- lägerin auf Befragen des Vorsitzenden der Kammer VI, Dr. Leo, einer Dirne ernähren läßt, das Mädchen arg mißhandelt und es Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Das erklärte, fie verlange die Entschädigung als Sängerin, so trat der mit den schwersten Verbrechen bedroht, wenn es ihm nicht Eintrittsgeld beträgt für männliche Mitglieder 50 Pf., für weibliche Gerichtshof der Frage der Zuständigkeit des Gewerbegerichts näher genügend Geld zum Vertrinken überläßt. Der Angeklagte ist darin 25 Pf. Als Beitrag wird erhoben von den Kürschnern, Zurichtern und verneinte dieſe. Die Klägerin wurde mit der Begründung so weit gegangen, daß er das Mädchen, welches ihn fütterte, direkt und Mützenmachern pro Woche 30 Pf., von den männlichen Hilfs- abgewiesen, daß das Gericht für die Ansprüche von Sängerinnen mit dem Revolver bedrohte. Wie in den meisten derartigen Fällen arbeitern 25 Pf. und von den weiblichen Hilfsarbeitern 15 Pf. Das fowie von Musikern selbst dann nicht zuständig sei, wenn deren Dar- fuchte auch hier die Belastungszeugin vor Gericht die Thatsachen zu Fachorgan wird den Mitgliedern unentgeltlich geliefert. Generalver- bietungen einen vom künstlerischen Standpunkt aus niederen Genre Gunsten des Angeklagten zu färben und es bedurfte erst des nachfammlungen finden alle 2 Jahre statt. Bei Streits zahlt der Verband eine angehörten. drücklichen Hinweises des Vorsitzenden, daß er sie bei fortgeseztem Lügen Unterstützung an Kürschner 2c. von 9,60 M., an Hilfsarbeiter 8 M. und sofort in Haft nehmen lassen werde, um sie zur Wahrheit zurückzuführen. an Arbeiterinnen 4,80 M., außerdem für Kinder unter 14 Jahren Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu neun Monaten 1 M. pro Woche. Gefängnis bei sofortiger Verhaftung und drei Jahren Ehrberlust. Außerdem wurde die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht über ihn verfügt und die Ueberweisung des Angeklagten an die Laudespolizeibehörde angeordnet. Er wird daher nach verbüßter Strafe ins Arbeitshaus wandern. Der Gerichtshof war der Meinung, daß das Arbeitshaus für Kuppler jeder Art die beste Strafe sei und in jedem Falle in Anwendung gebracht werden müßte. fammer am Landgericht II. Wegen Bigamie hatte sich die ArbeiterEine Frau mit zwei Männern stand gestern vor der I. Straffrau Pauline Schattin zu verantworten. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt; aus dem öffentlich verkündeten Urteil ging aber hervor, daß die Angeklagte Mitte 95 in Hamburg den Hafenarbeiter Schättin geheiratet hat. Am 11. Mai dieses Jahres heiratete sie in Nixdorf den Schlosser Bruckhoff. ohne daß die erste Ehe rechtsgültig getrennt worden war. Die Angeklagte gab an, daß der erste Ehemann fie verlassen In einer früheren Verhandlung ergab die Beweisaufnahme, befunden. Da habe sich Bruckhoff ihrer angenommen und ihr habe. Sie habe sich mit ihrem Kinde in bitterster Not bag Midat dem Trunte in hohem Maße ergeben war. Die Verteidigung stellte weitere Beweisanträge in dieser Richtung; die chließlich einen Heiratsantrag gemacht, den sie annahm. Sie habe Anträge wurden vom Gericht mit der Motivierung abgelehnt, daß die sich aber geniert, zu sagen, daß sie schon einmal verheiratet war. Der Gerichtshof nahm auf alle diese Umstände Rücksicht und ertam das Gericht zur Verurteilung, indem es in den Urteilsgründen Monat auf die erlittene Untersuchungshaft angerechnet wurde. Botatorenqualität" Mickats als wahr unterstellt werde. Dennoch fannte nur auf sieben Monat Gefängnis, wovon ein die Potatorenqualität dahin definierte:„ daß Mickat gern und oft trinkt, vielleicht auch zuweilen mehr, als Arbeiter gewöhnlich zu trinken pflegen." Die Strafe wurde auf 3 Monate Gefängnis bemessen. Zur Motivierung dieser harten Strafe bringt das Urteil den charakteristischen Say:" Das Vorgehen des Angeklagten war überaus gemein und verächtlich; es bezweckte, an die Stelle des Rechtes das Faustrecht zu setzen und er scheute sich deshalb nicht, den Mickat, der ihm nie etwas zuleide gethan hatte, grob zu beschimpfen." „ So'n ver Die Unterstützung bei Maßregelungen, die vom ersten Tage ab gezahlt wird, beträgt für die einzelnen Kategorien 15 M., 12,50 und 7,50 M. pro Woche, desgleichen für jedes Kind 1 M. Der Siz des Verbandes wird nach Hamburg verlegt. Schubert ist als Vorfizender, Wagnit als Kassierer gewählt. Der Siz des Ausschusses Wie es schier unmöglich ist, die Glaubwürdigkeit eines Arbeitsbleibt in Leipzig. Der neue Centralverband tritt mit dem willigen in den Augen deutscher Gerichte zu erschüttern, zeigt eine 1. Januar 1902 in Kraft und schließt sich der Generalfommission Verhandlung, die am 4. d. M. vor der 2. Straffammer des hiesigen Der Uebertritt der Mitglieder Landgerichts II unter dem Vorsitz des Direktors Dr. Meine de der Gewerkschaften Deutschlands an. der jetzigen Vereine hat bis zum 15. Februar 1902 zu erfolgen. stattfand. Der Angeklagte Maurer Kranskopf soll nach Beendigung eines Streits auf dem Schwarzkopfffchen Neubau zu KönigsDie Aussperrung der Tabakarbeiter in Nordhausen dauert Wusterhausen am Abend des 23. Mai 1900 auf dem Heimweg von fort. Wenn die Fabrikanten glaubten, daß der Mietzins am der Arbeit dem Maurer Midat, der die Arbeit etwas früher als die 1. Oktober, die Eintreibung der Schadensersahsummen usw. die andren wieder aufgenommen hatte, zugerufen haben: Kämpfenden wantend machen würde, so haben sie sich mit samt der fluchter Pollack, arbeitet da! Warte mal. Du Hund, Dir werden wir bürgerlichen Bresse wiederum getäuscht. Die letztere erklärte schon schon kriegen!" Er soll sich hierdurch der versuchten Nötigung und vorige Woche, daß die Tabaklarbeiter sich als die Besiegten erklären der Beleidigung schuldig gemacht haben. müßten. Wiederum natürlich eine unwahrheit im Unternehmerintereffe. Die bürgerliche Presse ist doch zu kindisch. Als ob es nicht bekannt wäre, in welcher Verlegenheit sich die 8 Fabrikanten befinden. Die Produktion in den Gefängnissen unter den denkbar traurigsten Verhältnissen kann eben nicht von längerer Dauer sein. Die Arbeitswilligen in den Fabriken find gleichfalls minderwertige Elemente. Die Händler, welche aus den acht Fabriken Tabak beziehen, werden die Bare nur schlecht los, denn die Fabrikate sind derart unregelmäßig gearbeitet, daß man denselben die traurigen Produktionsbedingungen ansieht. So steht es denn fest, daß die Stämpfenden nicht daran denten, sich bedingungslos zu ergeben. Wenn die fernere finanzielle und moralische Unterstützung unsrer Brüder und Schwestern in Deutschland so wie bisher sich bewährt, werden die Tabatarbeiter weiter fämpfen, bis die Organisation zur Anerkennung gelangt. Nachdem das Reichsgericht dieses Urteil wegen Beschränkung der Berteidigung aufgehoben hatte, tagte nunmehr die erneute Verhandlung, aus der folgendes hervorgehoben sei: habe nur selten und Versammlungen. " D die gestern abend in der Lüßowstraße tagte, tam auch die in der In einer freifinnigen Kommunalwähler Versammlung, Welt am Montag" behandelte Angelegenheit, einen befannten, einflußreichen Stadtverordneten betreffend, zur Sprache. Angeregt Das Komitee der ausgesperrten Tabalarbeiter in Nordhausen. wurde die Sache durch unsern Parteigenossen Kohn. Er stellte fest, daß nach Umfrage in der socialdemokratischen Fraktion Eine Lohnbewegung der Etuiarbeiter in Hanau ist in Fluß niemand sei, der mit diesem Artikel gemeint sein könne, und frug gekommen und hat bei der Firma Zeh u. Schien ihren Anfang gean, ob in der Fraktion der Neuen Linken" die Angelegenheit zur nommen. Da die bisher mit dieser Firma gepflogenen Verhand- Der Angeklagte bestreitet noch immer die That. Midat Sprache gekommen fei. Der Stadtverordnete Hammerstein erklärte lungen zu feinem Resultate führten, so sind die Arbeiter in den behauptet:" Der Maurer Hadeball stand mit dem Angeklagten zu für die Fraktion der Alteu Linken", niemand zu kennen, auf den Ausstand getreten. Die gestellten Forderungen sehen eine Zulage fammen, als ich vorbeiging und die Worte gerufen wurden. die erhobenen Vorwürfe zuträfen. In gleicher Weise äußerte sich von 5 Pfg. pro Stunde vor und eine Ueberstunden Entschädigung Ich habe nie getrunken. Auf Vorhalt des Vorsitzenden: Herr Dr. Nathan. von 35 Proz. Zuschlag für die Stunden bis 10 Uhr, nach 10 Uhr Ich wenig getrunken." Beuge Stadtv. Nunge von der Neuen Linken" als auch Dr. Barth und für Sonntagsarbeit wird ein Zuschlag von 50 Broz. verlangt. Ha de ball:„ Ich war etwa fünfzig Meter bon Krauß- von der„ Alten Linfen" erklären, unter ihren Fraktionskollegen teinen Für Ausgelernte wird ein Lohn von 15 m. verlangt, der sich im topf entfernt, als Midat vorbeiging; der Maurer Schulze stand bei zu kennen, auf den die von der Welt am Montag" gebrachten Laufe des ersten Jahres auf 20 M. erhöhen soll. Für die in den Kranskopf. Ich habe die Schimpfworte nicht gehört." Beuge Mitteilungen zuträfen. Im Uebrigen sei es aber wünschenswert, wenn Accordwerkstätten beschäftigten Arbeiter wird ein einheitlicher Tarif Wilhelm Schulze:" Ich stand mit Kraustopf zusammen, Hadeball der in weiteren Kreisen nter der betreffenden Chiffre in der„ Welt und eine zehnprozentige Lohnaufbefferung gefordert. Es wird um war schon weg; ich habe nichts gehört." Mid at bleibt dabei, daß am Montag" schreibende bekannte Artikelschreiber aus seiner Anonystrengste Fernhaltung des Zuzugs gebeten. nicht Schulz, sondern Hadeball bei Kraustopf gestanden habe. mität heraustrete. Der Vorsitzende der Wähler- Versammlung, Herr Zeuge Maurer Teuber: Midat hat der Regel nach zum Frühstück Ullmann, führt zum Schluß aus: Die Stimmung der An Die Lohnbewegung der Weber im Greiz- Geraer- Textil- und zu Mittag je eine Selterflasche Schnaps getrunken und wesenden geht dahin, daß zunächst die Angriffe der Welt am arbeiter Bezirk scheint nicht ohne Schwierigkeiten zu verlaufen. das Trinken bis zum Abend fortgesezt." Es ist den Webern und Weberinnen der Firma Schulenburg Mid at Montag" auf den hier in Frage stehenden Stadtverordneten erregt:„ Das ist unwahr! Höchstens u. Beßler in Gera bekannt gegeben worden, daß der vom Verband 15 Pf. Schnaps mitgenommen und dann manchmal noch für 10 Bf. daß entsprechend den Ausführungen der hier anwesenden Stadtver habe ich mir für Blüschte keinen Bezug haben und die Versammlung ist überzeugt, der Textilarbeiter und Arbeiterinnen und vom Agitationskomitee getauft. Ich war nie betrunken!" geforderte Mindestlohutarif nicht acceptiert wird. Die Firma ver- ist auf der Arbeit oft betrunken gewesen; er ist, wie ich bestimmt der Stadtverordneten Versammlung gebührende Würdigung und Zeuge Teuber:" Mickat ordneten der zwei liberalen Fraktionen die Angelegenheit im Schoß langt bis 7. Oftober die unterschriftliche Erklärung von ihren Ar- weiß, wenigstens zweimal wegen Sauferei entlaffen, einmal vom Untersuchung erfahren wird. beitern, daß sie zu den jetzigen Accordlöhnen weiter arbeiten wollen. Bolier Müller am Eisteller- Bau, einmal auf Wildau." Midat: " Ich habe nie in Seltersflaschen Schnaps gehabt, war auf Arbeit Ausland. Lehte Nachrichten und Depelthen. nie betrunken und bin nie wegen Trunkenheit entlassen. Das ist Am Streit der Pariser Konfektions- Kürschner eine große Lüge." Gastwirt Hönce:" Mickat trant zur fraglichen sind 360 Arbeiter und Arbeiterinnen in 58 Geschäften beteiligt. Es Beit fast ausnahmslos bei uns morgens vor der Arbeit 1/8 Korn und Effen a. d. R., 9. Oktober.( W. T. B.) Auf einem Anbau handelt sich, wie wir schon gestern mitteilten, um Erringung des nahm 1 meist 2 Seltersflaschen a 3/10 Liter Schnaps, auch Spiritus, des hiesigen Krankenhauses stürzten heute infolge Leiterbruches Achtstundentages. Die Arbeiter der Firma Revillon frères, des mit auf Arbeit. Abends kam er oft schon betrunken an 6 Arbeiter ab. Sie wurden sämtlich verlegt, drei von größten Geschäfts der Branche, haben sich dem Vorgehen ihrer und trant noch einen oder zwei große Korn." Micat: ihnen schwer. eine für mich, die andre Kollegen nicht angeschlossen, obgleich diese in ihren Geschäften in Von den Seltersflaschen war Artern, 9. Oktober.( W. T. B.) Nach amtlicher Meldung fuhr in für einen Kollegen. betrunken." New York und London den Achtstundentag bereits eingeführt hat. Mickat ist einmal infolge Trunkenheit mit einem Stallfaß auf der Schnellzug Erfurt- Magdeburg auf einen durch den Ich war nie Hönde: Haltestelle Neinsdorf heute mittag zwischen 1 und 2 Uhr der Die Organisation der Pariser Kürschner, welche uns vorstehende Mitickat Straße umgefallen." Mid at sucht dies unschuldig darzustellen. Sturm auf das Hauptgeleise getriebenen Güterwagen. Letterer teilungen macht, bemerkt ferner, daß die Arbeiter ihrer Branche in Bolier Koch: Mickat hat längere Zeit unter mir gearbeitet. Er wurde zertrümmert, die Lokomotive des Schnellzuges stark beschädigt. Paris meistens deutschsprechende Ausländer sind, und frank sehr viel, jeden Tag wohl das höchste Maß. Oft habe ich ihm Personen find nicht verlegt worden, auch ist die Betriebsstörung daß es deshalb angebracht sei, in den deutschen Arbeiterblättern vor Rügen erteilen müssen, wenigstens zweimal mußte ich ihn auch wegen bereits beseitigt. 8uzug von Kürschnern nach Paris zu warnen. Trunkenheit vom Bau schicken und zwar schon nachmittags 3, Papenburg, 9. Oktober.( W. T. B.) Wie die„ Ems- Zeitung" 31/2 Uhr. Das war gerade um Pfingsten 1900( d. h. zur hier berichtet, entstand heute nachmittag in der elektrometallurgischen In der dänischen Eisen- Industrie und auf den Schiffs fraglichen Zeit.) Entlassen wurde er nicht, nicht, weil Arbeiter Fabrit in einem Trodenraum durch die Unvorsichtigkeit eines Arwerften sind die Verhältnisse zwischen den Unternehmern und den fehlten."" Mickat:„ Das ist alles nicht wahr". Zeuge August beiters Feuer, das sich sofort über den gesamten Raum ausArbeitern seit längerer Zeit sehr unsichere. Die Arbeitgeber der in Schulze:" Ich kenne den Mickat seit 8 Jahren. Er wurde dehnte. Von 14 in dem Trockenraum beschäftigten Arbeitern wurde Betracht kommenden Branchen haben sich zusammengeschlossen und damals gleich am ersten Arbeitstage wegen Schnapssaufens ent- einer als Leiche und völlig verkohlt aufgefunden; ein zweiter ist einen gemeinsamen Ausschuß eingesetzt, der es offenbar als seine laffen. Bei Schwarzkopff war's nicht besser; vormittags ging's, feinen Verlegungen bereits erlegen. Die andren zwölf Arbeiter Aufgabe ansieht, alle Forderungen, die seitens der Arbeiter gestellt nachmittags war's meist nicht mehr auszuhalten. Er bedrohte uns find schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Der Brand ist werden, abzulehnen. Es ist in diesem Frühjahr nach Ablauf der mit dem Hammer und dergleichen." Mickat bestreitet auch dies mit gelöscht. alten Verträge nicht zu einer Einigung über die fünftigen Lohn- derselben Entschiedenheit, wie die Angaben aller andren Zeugen. Kapstadt, 9. Oktober.( W. T. B.) Heute nachmittag ist das und Arbeitsbedingungen gekommen. Der vertragslose Zustand behagte Der Staatsanwalt beantragt wieder drei Monate Gefängnis. Von Kriegsrecht in Stadt und Bezirk Kapstadt, auf der Kap- Halbinsel, den Fabrikanten aber auch nicht. Sie strebten nun danach, die Be- der Verteidigung wurde nachdrücklich darauf hingewiesen, daß auf in Port Elizabeth und East London erklärt worden. Für die Kapstimmungen des alten Vertrages, soweit fie ihnen günstig scheinen, Midat, gleichgültig, wie man über den Einfluß des Suffs kolonie ist ein Beschwerdegericht von drei Personen eingesetzt, zu dem und ohne Festsetzung eines Minimallohnes, wieder einzuführen; auf seine Wahrnehmungs- und Reproduktionsfähigkeit denken der Gouverneur, der Premierminister und der General je ein Mitlehnten aber alle Verbesserungen, die die Arbeiter beantragten, ab möge, deswillen eine Verurteilung keinesfalls geglied ernennen. mit der Begründung, daß die Lohn- und Arbeitsbedingungen in gründet weil sich dürfe, sich der Zeuge durch die New York, 9. Oktober. Ein Telegramm aus Colon meldet: Deutschland, besonders in Berlin, sowie in Schweden viel schlechter zahlreichen schroffen Widersprüche mit allen übrigen Beugen als Als der englische Dampfer" Quito" am 27. September feinen Ankerfeien und die dänische Industrie, zumal bei der herrschenden völlig unglaubhaft erwiesen habe. Es hieße der Logit und der plaz bei der Morroinsel verließ, um sich nach Tumaco( Columbien) Geschäftsflaue, teine weitere Belastung tragen könne. Die Psychologie Gewalt anthun, dem Zeugen, der sich überall sonst un- zu begeben, feuerten Insurgenten mehrere Schüsse nach dem Bertreter der Arbeiter strebten auch besonders danach, die wöchentlich zuverlässig gezeigt, gerade nur in dem einen Punft, in dem er den Bug des Schiffes. Eine Kugel traf das Schiff oberhalb der zulässige Ueberzeitarbeit auf ein Maximum von acht Stunden zu Angeklagten belastet, vollen Glauben zu schenken. Wasserlinie; sonst wurde das Schiff wenig beschädigt. Kurz beschränken, um dadurch der großen Arbeitslosigkeit entgegen au Dennoch kam der Gerichtshof von neuem zur Berurteilung und darauf verließ das englische Kriegsschiff Icarus" Panama. Der wirken. Nun haben die Arbeitgeber am Freitag in ihrer Sigung beließ es bei der Strafe von 3 Monaten Gefängnis. Bestimmungsort ist unbekannt, vermutlich ist es Tumaco. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. um werden Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Pr. 237. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 10. Oktober 1901. sind, so weit wie möglich für die Interessen der Bevölkerung einzutreten, ohne Rücksicht darauf, was die Negierung machen will. Die Berliner Parteiversammlungen. Damit war die Distuffion beendet, irgend welche Beſchlüſſe wurden nicht gefaßt, doch erklärten sich alle Redner mit dem Verlauf des Parteitages zufrieden. Nachdem wir gestern kurze Mitteilungen über den Verlauf der am Dienstag abgehaltenen Parteiversammlungen gebracht haben, Lassen wir heute die nachstehenden ausführlichen Berichte folgen. * 黃 營 Zweiter Wahlkreis. Als Stadtverordneter nügt er uns mehr, als er uns in den letzten Jahren genügt hat. Hensel wünscht gleichfalls, daß die nächsten Parteitage sich etwas fürzer mit der Bernstein- Debatte befassen, weil für die praktischen Arbeiten zu wenig Zeit bleibe, z. B. für die wichtigen Finanzfragen. Richard Fischer hält es für einen Fehler, daß die Besprechung des Parteitages immer an die letzte Stelle der TagesDie Parteigenossen des ersten Wahlkreises Die Versammlung nahm zunächst den Bericht des Vertrauens- ordnung dieser Versammlungen gestellt werde. Wenn die eigentlichen tagten in den„ Arminhallen". Nach dem Bericht des Ver- mannes Scholz entgegen. Im Berichtsjahre ist die Agitation Anträge der Parteigenossen so schlecht fortgekommen seien, wie trauensmannes Chr. Bohn betrugen die Einnahmen inklusive lebhaft gefördert worden. Der Kampf gegen den drohenden Brot- Hensel meine, so liege die Schuld wohl an den Anträgen und ihrer des alten Bestandes von 753,61 M. insgesamt 3817,02 m. Die wucher wurde energisch aufgenommen. Die beiden Flugblätter gegen Ueberflüssigkeit. Ausgaben betrugen: an die Parteikasse 1600,- M., Von der Theorie sollte man doch nicht mit Geringschägung Agitationstommission für die Provinz Brandenburg 200,-.. 101 000 Gremplaren im Kreise verbreitet und die Petitionslisten in reden. Unter den theoretischen Debatten hat auch die gründliche Erfür Agitation im Kreise 1080,75 M., für Drucksachen Umlauf gesezt. Die Stadtviertel- Versammlungen, die der örterung der praktischen Fragen nicht gelitten. Konnte die Accord668,50 M., insgesamt 3549,25 M., so daß ein Bestand von 267,77 Wahlverein ins Leben gerufen hat, haben sich bewährt und die maurerfrage gründlicher behandelt werden? Nur das Ueberflüssige Mart verbleibt. Die Abrechnung wurde von der Revisions- Einigkeit in der Partei gefördert. Die Streitigkeiten um die mußte zurücktreten und solche Anträge, die nicht ernsthaft behandelt fommission als richtig bestätigt und auf deren Antrag den Vertrauens- Organisationsform sind beseitigt, so daß Raum für die Erörterung werden konnten. An solchen Anträgen fehlte es auch in der Bernsteinmännern einstimmig die Entlastung erteilt. wichtigerer Parteifragen gewonnen wurde. Die Vorbereitungen zu Frage nicht, so der Thüringer Antrag. Der Antrag Berlin VI wandte an die die Lebensmittelverteuerer wurden in einer Anzahl von 102 000 ind Dem Bericht des Genossen Lucht über die Thätigkeit der Lokalkommission war zu entnehmen, daß in letzter Zeit auch im ersten Streise drei neue Lokale für die Parteigenossen freigegeben werden konnten. Hierauf wurden die Neuwahlen vorgenommen, deren Resultat wir bereits gestern mitteilten. Sämtliche Wahlen wurden einstimmig und ohne Debatte vollzogen, nachdem 11. a. die Genossen Bohn und Täterow eine Wiederwahl abgelehnt hatten. leber die Verhandlungen der Brandenburger Partei fonferenz berichteten die Genossen Strehl und Manasse. erstattete. Eine Diskussion wurde nicht beliebt. worden, Den Bericht über die Thätigkeit der Preßkommission den am 6. November stattfindenden Stadtverordneten- Wahlen, an sich ganz allgemein gegen die Art der Agitation, die Bernstein erstatteten die bisherigen Mitglieder O. Schensch und A. Täterow. denen der Kreis in drei Bezirken beteiligt ist, sind kräftig in die betreibt. Ja, welche Agitation denn? Etwa seine Agitation Sie verwiesen darauf, daß der Vorwärts" einen erheblichen Ueber- Hand genommen worden. Die Gesamteinnahmen des Kreises gegen die Kornzölle, seine Reden hier bei uns, in Magdefchuß erzielt, daß die Abonnentenzahl im verflossenen Geschäftsjahr belaufen sich auf 9030,98 m., die Gesamtausgaben auf 8750,19 M., burg? Der Keilsche Vorschlag, die großen Referate borivegum mehr als tausend gestiegen ist und daß wiederum verschiedene so daß am 15. September ein Bestand von 280,79 m. in der Kasse zunehmen, ist ganz unpraktisch. Die Hauptsache sind nicht die großen Verbesserungen vorgenommen werden konnten. Allerdings konnten der Vertrauensmänner vorhanden war. Unter den Ausgaben befinden Referate, sondern daß alle Differenzen über Taktik und Programim, bisher nicht alle Wünsche der Parteigenossen berücksichtigt werden. fich 3675 M. an den Parteivorstand, 1000 M. an die Agitations- über die Thätigkeit unsrer Vertreter im Reichstag, Landtag und Insbesondere ist das täglich zweimalige Erscheinen des Vorwärts" tommission für die Provinz Brandenburg, 250 M. Beitrag zur Kommune auf den Parteitagen geklärt und entschieden werden. recht wünschenswert, aber erst dann möglich, wenn die hierzu not- Agitation im Kalau- Luckauer Kreise und 55 M. für Wahlagitation Redner nimmt Bernstein gegen Meyers Urteil in Schutz. In wendige materielle Grundlage geschaffen ist. im Kreise Westhavelland. seiner Debatte mit Belfort- Bag stand die ganze deutsche Partei auf Eine Diskussion über den Bericht fand nicht statt und wurde Ohne Debatte wurde dem Vertrauensmann hierauf die vom dem Standpunkt Bernsteins. Eine andre Frage ist: War es auf nur über nachstehenden, von F. Wegener eingebrachten Antrag Revisor Luz beantragte Decharge erteilt. diesem Parteitage überhaupt notwendig, die Bernsteinfrage zum Gegen verhandelt:„ Die Versammlung des 1. Berliner Reichstags- Wahl- Den Bericht der Breßtommission erstattete Fülle. Die stand langwieriger Debatten zu machen. Ich meine: Nein.( Rufe: freises beauftragt die nengewählte Preßkommission dahin zu Entwicklung des Vorwärts" ist erfreulich. Die Leistungen der Doch.) Der einzige Differenzpunkt seit seiner Rückkehr war der Die Frage ist aber so verwirken, daß die Berichterstatter des Partei- Organs Vorwärts" Redaktion verdienen durchaus Anerkennung. Beschwerden über die Vortrag im Studentenverein. nur aus den Reihen der sich hierzu eignenden thätigen principielle Haltung des Blattes gelangten überhaupt nicht an die schoben als hätte Bernstein überhaupt nichts Genossen entnommen werden und daß Personen, welche in ihrer Breßkommission. Die übrigen Beschwerden waren unerheblicher Art und weiter gethan. Er ist aber mitten drin in der praktischen ParteiGewerkschaft befoldete Aemter bekleiden, nicht mehr beschäftigt wurden zur Zufriedenheit für alle Teile erledigt. Der Vorwärts" Agitation. Auch sollte ihm doch eine gewiffe Starenzzeit bewilligt werden." Nachdem die Genossen A. Körsten, Täterow, ist inhaltlich auch nach der Seite der Aktuellität hin jetzt unstreitig werden. War man zwanzig Jahre außerhalb Deutschlands, dann Manasse und Kalisti gegen den Antrag gesprochen und darauf das beste deutsche Parteiblatt. Ueber die taktische Haltung des Vor- muß man den Boden erst wieder kennen lernen, dann kann man Daß die Litteraten hingewiesen worden war, daß derselbe nicht durchführbar, weil der wärts" in der Millerand- und Bernsteinfrage haben wiederholt Er- nicht sofort zu allen Fragen Stellung nehmen. Redaktion dann zu wenig für die Berichterstattung geeignete Genossen örterungen in der Preßkommission stattgefunden. Das muß betont sich die Köpfe gewaschen haben, ist kein Unglückt trotz des Geschreis zur Verfügung ständen, wurde der Antrag mit allen gegen zwei werden, weil Bebels Auftreten in Lübeck den Eindruck hervorrufen weichherziger Gemüter. Wir Socialdemokraten reden mit einander Stimmen abgelehnt, aber sodann beschlossen, denselben der Preß- tömte, als hätte es erst dieses Alarmrufes bedurft, um die Preß- Fraktur. Wenn auch einer sich mal vergaloppiert und dann getommission als Material zu überweisen. tommission zu wecken. Wenn ein früheres Preßkommissions- Mitglied zwungen ist, seine Worte zurückzunehmen, so braucht man darüber geäußert hat, es scheine ihm, als ob gewisse Stellen die Absicht hätten, nicht in weinerliche Lamentationen auszubrechen. Darüber geht die der Preßkommission den Boden unter den Füßen wegzuziehen, Partei nicht zu Grunde. so fehlt jeder Grund für diese Vermutung. Im Gegenteil: die Scholz erwidert Fischer, daß sein Vorwurf, die Debatte über Kompetenzen der Preßkommission sind vollkommen ausreichend, so- den Parteitag käme immer zu furz, gerade diesmal nicht berechtigt fern sie es mir versteht, sie wahrzunehmen. Dazu gehört freilich, daß sei. Frisch sieht in der Annahme der Bernsteinschen Resolution 102 Genossen in diese Körperschaft gewählt werden, die zu diesem Amt im Gegensatz zu Fülle durchaus nichts Bedenkliches. Der Pessimismus, qualifiziert sind. als suchten einzelne Personen es zur Spaltung zwischen Partei und Auch an diesen Bericht schloß sich keine Debatte, ebenso wenig Gewerkschaften zu treiben, sei ganz unberechtigt. Die Befürchtung, an den Bericht der Lokalkommission, den Lehmann daß die Centralisten die Resolution Bernstein gegen die Lokalisten benutzen würden, habe keinen realen Boden. Gegen Bernstein sollte Es folgten die Wahlen, deren Ergebnis schon mitgeteilt ist. man nicht so lächerlich polemisieren, wie es hier geschehen Den Bericht über den Parteitag in 2übed erstattete Hierbei erklärte der Vertrauensmann Scholz: Wenn ich wieder das ist. Wenn Bernstein, dem auf dem Parteitage hart mitgespielt Genosse Bohn. Er verwies darauf, daß dem Benossen Bernstein Amt annehme, so thue ich es in der Ueberzeugung, daß ich mich worden sei, Mannes genug war, seine Erklärung abzugeben, insbesondere deshalb berechtigte Vorwürfe gemacht worden sind, in meiner Thätigkeit nur auf die Parteigenossen stüßen kann. Die so müsse man das freudig anerkennen. Stadthagen: Der Resolution 102 fann leicht eine andre weil derselbe in nichtsocialdemokratische Versammlungen gegangen Vertrauensleute dürfen nicht angesehen werden als diejenigen, die und dort Kritik an dem Socialismus geübt hat. Eine Partei die Arbeit allein zu machen haben. Ist es doch schon so weit ge- Deutung gegeben werden, als Bernstein sie will. Darum ist sie betvie die socialdemokratische, die täglich im Stampfe mit kommen, daß in einem Berliner Kreise von der Diktatur der Ver- denklich. Wir fürchten, daß sie den Kampf zwischen Verbändlern und den Gegnern steht, muß ein festes Fundament befizen. trauensleute gesprochen werden konnte. Davon kann gar nicht ge- Lokalorganisierten verschärfen kann. Hoffentlich täuschen wir uns darin. Bernstein hat sich feinerlei Schranken auferlegt, er hat sprochen werden. Unsere ganze Thätigkeit beruht auf der Unter- Die glückliche Beilegung der Streitigkeiten in der Accordmaurerfrage ist fortgesezt nur kritisiert und damit auch die Agitation, da ſtügung, die uns die Parteigenossen zu teil werden lassen.( Lebhafte das erfreulichste Ergebnis des Parteitages. Die Bernstein- Debatte Man mag über Bernsteins ist nicht zu Unrecht aufgerollt worden. feine Aeußerungen von den Gegnern in jeder Weise ausgenügt Buftiminung.) wurden, bedeutend erschwert. Er hat sich auch die Lobhudeleien der Ueber die Thätigkeit der Agitationstommission für Ansichten denken, was man will, jedenfalls ist er persönlich ein Mann Gegner ruhig gefallen lassen, anstatt sich energisch dagegen zu wenden, die Provinz Brandenburg berichtete 8 inte. Neben der allgemeinen von feltener Ueberzeugungstreue und Aufrichtigkeit. Um so wertivie dies von andern Genossen geschehen ist. Hoffentlich wird Genosse schilderte er die besondere Thätigkeit, die in den beiden Berlin II voller ist seine Erklärung und es war etwas Erhebendes, als er sie Bernstein sein gegebenes Versprechen halten und sich die notwendige zugewiesenen Kreisen Jüterbog- Luckenwalde und Kalau- Lucau ent- nach der Annahme der Bebelschen Resolution abgab. Reserve auferlegen und so wie früher eine ersprießliche Thätigkeit faltet worden ist. Während Jüterbog- Luckenwalde die Agitations- Aner: Der Lübecker Parteitag hat praktische Arbeit geleistet. im Interesse der Partei entfalten. Der Redner schilderte sodann kosten selber trägt, bedarf Kalau- Luckau fortgesetzt der Unterstützung. Auch die Bernsteinfrage hat dort ihre Erledigung viel weniger in die Einzelheiten, die auf dem Parteitag über die Accordmaurer- Gine riesige Arbeit ist zu leisten. Sind doch in Senftenberg von theoretischer, als in praktischer Hinsicht gefunden. Theoretische Angelegenheit mitgeteilt wurden, und gab der Meinung Ausdruck, daß 10 000 Bergarbeitern erst 200 organisiert. Aber der Streis ist Erörterung hatten wir in Hannover. In Lübeck aber handelte es sich darum, einen praktischen Weg zu finden, bei dem alle Interder Beschluß des Parteitages auch in dieser Sache ein sehr be- aussichtsvoll und muß erobert werden. friedigender ist und daß die Partei jedenfalls nicht die Aufgabe Als Mitglied der Agitationskommission wurde 8 inte hierauf effenten zu ihrem Rechte kommen. Der allgemeine Jubel, der nach haben kann, dem Willen der Gewerkschaften blindlings zu folgen. einstimmig wiedergewählt. der Erklärung meines Freundes Bernstein ausbrach, ist ein Beweis Lebhaft kritisierte Genosse Bohn das Verhalten der Genossen im Nach einem furzen Bericht, den Uthes über die Brandenburger dafür, daß wir alle glauben, das Richtige gefunden zu haben. Ich badischen Landtage, die durch ihre Zustimmung zu dem Gesamtbudget Provinzialfonferenz gab, besprach i lle tnapp und wirkungsvoll die bin überzeugt, daß wir diesmal die letzte Bernstein- Debatte gehabt Wir verlieren nichts, venn wir in Zukunft nicht einer Regierung, und noch dazu einer solchen wie der badischen, die markantesten Erscheinungen des Lübecker Parteitages, die haben. Es ist der Vorwurf erhoben, sich gegen die Einführung des allgemeinen Wahlrechts und für die Litteraten- Debatte, die Bernstein- Debatte und den„ clou des Partei- mehr damit behelligt werden. über den Bericht des Parteivorstandes Buchthausvorlage ausgesprochen hat, ein Vertrauensvotum ausgestellt tages"( Heiterkeit), die Accordmaurer- Frage. Die Nervosität mancher Ge- die Verhandlungen über den seien zu breit gewesen. Ich habe diese Empfindung nicht. haben. Es ist zu erwarten, daß die Aussprache auf dem nossen über die Wiedereinführung geschlossener Sigungen ist nicht recht zu Parteitage wenigstens soviel genügt hat, daß derartige Seitensprünge begreifen. Es liegt kein Anlaß vor, in Zukunft von den geschlossenen Dieser Bericht umfaßt die Jahresthätigkeit der Partei. Wenn über von Socialdemokraten in Zukunft unterlassen werden. Nachdem Sigungen abzugehen. Schon diesmal hätten manche Teile der einzelne Fragen Differenzen entstehen, dann ist der Parteitag da, der Redner noch über die Erledigung der weiteren Tagesordnung Litteraturdebatte besser in der geschlossenen Sigung erörtert werden um eine Verständigung herbeizuführen. Dieser Ausgleich ist auch in ausführlich berichtet hatte, verwies er darauf, daß die Verhand- sollen, während manches, was in geschlossener Sigung besprochen der Accordmaurerfrage erzielt worden. Es ist uns auch da gelungen, lungen im allgemeinen einen recht günstigen Abschluß gefunden worden ist, durchaus in die Oeffentlichkeit gehört. Es macht doch für absehbare Zeit ein solches Verhältnis zwischen Partei und haben. einen peinlichen Eindruck, wenn hervorragende Politiker in der Gewerkschaften zu schaffen, daß beide Bewegungen, deren Gedeihen In der Diskussion verwies Rörst en darauf, daß die Accord- Oeffentlichkeit Abbitte für unvorsichtige Aeußerungen ablegen müssen. von höchster Wichtigkeit für die Arbeiterklasse ist, nun wieder in maurer- Angelegenheit nicht durch die Hamburger Maurer Organist man unter sich, so regelt sich das viel leichter. Mit dem Ver- Ruhe und Frieden neben und mit einander wirken können. sation, sondern erst durch das Eingreifen des Genossen Moltenbuhr laufe der Bernstein- Debatte tam man ja zufrieden sein. Wir alle Der Lübecker Parteitag hat gute Arbeit gemacht. Diesen Eindruck an das Parteischiedsgericht und dann an den Barteitag zur Ent- hatten den Wunsch, den Mann uns zu erhalten, aber so, wie wir nahm ich aus Hannover nicht mit fort; da lag noch ein scheidung gekommen ist. Der Termin für das Schiedsgericht hätte ihn brauchen können, nicht so, wie er den Gegnern lieb Nachgewitter in der Luft. Redner hält es für eine unglückliche Gewohnheit, die Tagesmüssen zu einer Zeit anberaumt werden, in der es den Genossen ist. Das ist deutlich zum Ausdruck gekommen und Bernstein will es Legien und v. Elm möglich gewesen wäre, an den Verhandlungen die Konsequenzen ziehen. Die Hamburger Angelegenheit ist zu unsrer ordnung des nächsten Barteitags schon auf dem vorhergehenden zu teilzunehmen. Der Schiedsspruch hätte dann vielleicht anders ge- aller Befriedigung ausgeglichen worden, trop des Schürens und belasten. Die geschlossenen Sigungen müßten beibehalten werden, lautet, zumal im Fall Dahl der Streifbruch der Accordmaurer nach- Hegens gewisser Leute, die die Spammung, die leider zwischen Partei obwohl die erste Probe nicht sehr verlockend ausgefallen sei. Der gewiesen und diese Thatsache auch von Auer nicht wiederlegt worden und Gewerkschaften besteht, ausnutzen wollten zur endgültigen Vorschlag sei von vornherein auf so viel Widerstand gestoßen, daß ist. Die Bernsteindebatte habe viel Geschrei und wenig Wolle ergeben Sprengung. Wir haben uns überzeugt, daß die Befürchtungen über der Vorstand mit der Möglichkeit der Ablehnung habe rechnen müssen und sie sei teilweiſe, nachdem sich der Parteitag in Hannover mit einzelne Gewerkschaftsmänner nicht zutreffen, daß sie doch und die geschlossene Sigung nicht so gründlich vorbereitet habe, wie in sie auch der Sache beschäftigt hat, überflüssig gewesen. Wenn mit allen gute Parteigenossen sind, wenn der Wahl es erforderlich gewesen wäre. Dieser Umstand habe mit andren Parteigenossen ebenso verfahren würde, so würden derartige der Mittel nicht immer glücklich waren. Bedauerlich ist dazu beigetragen, daß die Erwartungen, die an die geschlossene diesmal nicht erfüllt worden Annahme der Debatten überhaupt kein Ende nehmen. Der Redner, der das Ver- die Sigung geknüpft wurden, Resolution Bernstein( 102), zu halten der Genossen im badischen Landtage ebenfalls verurteilt, den übrigen Beschlüssen in der Accordmaurerfrage wie die Faust find. Eine weitere Folge der Abneigung gegen geschlossene Sigungen führt dann an, daß auf dem Parteitage verschiedene Fälle mitgeteilt aufs Auge paßt. Aus ihr heraus, die ohne gründliche Erörterung war die fachlich falsche Einschränkung der Verhandlungen in ihr auf worden find, in denen die Budgetbewilligung sehr nachteilig wirken von einer fleinen Zufallsmehrheit angenommen wurde, können der einen ganz engen Kreis von Gegenständen. Jeder müßte dort vorwürde und daß vielleicht diese Frage in nächster Zeit anders als wie Partei leicht Schwierigkeiten erwachsen. Sie müßte dann auf dem bringen können, was er auf dem Herzen hat. Der Parteitag sollte diesmal behandelt werde. Genosse Körsten teilt sodann berich- nächsten Parteitag wieder beseitigt werden. Das Referat über die nicht so sehr über große allgemeine Fragen lange diskutieren, als tigend mit, daß er in der vorigen Parteiversammlung nicht gesagt Wohnungsfrage fam leider zu kurz. Der Vorschlag Keils in der vielmehr das praktische Verhalten der Partei kontrollieren. Sobald habe, daß, wenn der Schiedsspruch nicht aufgehoben wird, es noch Schwäb. Tagwacht" ist deshalb sehr beachtenswert, die Haupt- große Angelegenheiten auf das Niveau der Zehnminuten Debatte dahin kommen werde, daß die Gewerkschaften eigne Kandidaten zum referate an den Eingang der Tagesordnung zu stellen. Leider ist gebracht werden, verlieren sie. Bittere Klagen über die Haltung „ Neuen Zeit“ sind laut geworden, die, wenn sie auch Reichstage aufstellen, sondern er habe nur auf die Konferenz im der Antrag, die Alkoholfrage auf dem nächsten Parteitage zu erörtern, einzelnen zu weit gingen, im' allgemeinen durchaus Kreise Offenburg- Dieburg verwiesen, auf der ein solcher Gedanke wieder in der Minderheit geblieben, die freilich gegen früher sehr im ausgesprochen worden ist. gewachsen ist. Vielleicht stellt sie aber der Parteivorstand doch noch begründet waren. Wir sind nach und nach dazu gekommen, daß eine große Reihe tüchtiger jüngerer und auch älterer Parteischriftsteller Genosse Oppel erinnert daran, daß die angenommene Re- einmal auf die Tagesordnung. folution bezüglich der Budgetbewilligung die Ausnahmefälle ge= Redner faßt sein Urteil über den Parteitag so zusammen: Die sich schmollend von der„ Neuen Zeit" abgewandt haben und sich nügend berücksichtigt. Bernstein habe jeine Kenntnisse nicht so wie Verhandlungen haben uns vollauf befriedigt. einer andern Zeitschrift zuwenden, die, wenn sie auch der Partei Einiger und ge= andre Genossen im Interesse der Partei verwendet, sondern nur schlossener denn je steht die Partei da. Alle, die in hißigen Debatten durchaus freundlich gegenübersteht, doch nicht als Parteiorgan gelten Und wenn hierin immer Angriffspunkte für seine Kritik gesucht. Genosse sealisti, miteinander gerungen, haben sich zusammengefunden in der bekannten kann. Das ist eine sehr unerfreuliche Thatsache. nach Lübeck ein Wandel eintreten würde, so wäre das nur zu der die Vorkommnisse in Baden einer scharfen Kritik unterzog und Parole: Vorwärts!( Bravo!) sich insbesondere gegen die Auslassungen des Genossen Fendrich In der Debatte drückt Meyer seine Unzufriedenheit darüber begrüßen. Nachdem noch Roman furz gegen Fischer polemisiert und sich wandte, führte an, daß es bisher überhaupt keinen Bundesstaat aus, daß alle Jahre diese theoretischen Debatten wiederkämen, die giebt, der das Vertrauen der Arbeiterklasse verdient, und daß die nicht Debatten von Theoretikern, sondern Bänkereien seien. Bernstein Fülle mit einer persönlichen Bemerkung gegen Frisch gewandt hatte, Socialdemokratie nicht die geringste Veranlassung hat, für das kommt sich so groß als Theoretiker vor. Ist er es denn in Wirklich schließt der Vorsigende die Versammlung mit der Mitteilung, daß Budget zu stimmen. Der Redner bemängelt dann in längeren teit? Die Tiefe seines Gedankenganges lasse doch viel zu wünschen am Sonntagmorgen eine Flugblattverbreitung für die Kommunal Ausführungen das bisherige Verhalten des Genossen Bernstein und übrig. Entgleisungen seien ihm schon vor Jahren in t Debatte wahlen stattfindet. gab der Meinung Ausdruck, daß die sogenannte Bernsteinfrage auf über Kolonialpolitit mit Belfort Bag paffiert. Er sollte in sich gehen Den vorigen Parteitagen nicht genügend erledigt worden ist und des- und statt Theoretiker zu sein, lieber thätiger Parteigenosse werden. halb auf diesem Parteitag, der nun auch eine glückliche Lösung ge- Man jolle ihn in Berlin als Stadtverordneten aufstellen, oder funden hat, verhandelt werden mußte. In seinem Schlußwort wandte ihm ein Reichstagsmandat verschaffen oder ihm einen Bezirk unsrem gestrigen Bericht steht Palinske sondern Polenste. fich Genosse Bohn noch gegen die Budgetbewilligung mit dem übergeben.( Ruf: Er soll wohl Flugblätter austragen!( Heiterkeit.) Hinweis, daß unsre Vertreter in den Parlamenten nur verpflichtet Er wohnt jezt auf dem Dorfe, lassen Sie ihn nach Berlin kommen. W " die der Das nengewählte Lokalfommissionsmitglied heißt nicht, wie in In der Versammlung des britten Wahlkreises : ant es als unmöglich bezeichnete, zur Zeit, wo die Ueberschüsse des mission, den Genosse P. Hoffmann erstattete, schloß sich ihre Vertrauensämter gänzlich unfähige Personen In dem von Dimmid gegebenen Bericht der Agitationstommission für die Provinz Brandenburg find befonders interessant die Mitteilungen des Referenten über die Schwesterkreise in der Provinz. Der Kreis Sorau- Forst ist so gut or ganisiert, wie wir es uns selbst nur wünschen können, er brauche feine Unterstützung durch Berlin. Kottbus- Spremberg habe sich in Tetzter Zeit in agitatorischer und organisatorischer Hinsicht sehr gebessert. Der Kreis Guben- Lübben werde wohl noch lange das Schmerzenskind bleiben, immerhin sei aber hier das politische Leben reger geworden; in Orten, wo bisher Versammlungen unmöglich waren, stehen uns jetzt Lokale zur Verfügung. Frankfurt- Lebus endlich sei gut organisiert, ausgenommen, einige Orte, die Berlin zunächst liegen. Die Genossen dieses Kreises tragen sich mit dem Gedanken, lediglich für die ländlichen Bezirke einen Wahlverein ins Leben zu rufen. Eine Diskussion schloß sich an den Bericht nicht an. zu 1811,81 m. betrug im Süd often die Jahreseinnahme 17 083,16 M., Resolution hätten auch die Delegierten des Kreises gestimmt. die Jahresausgabe dagegen 15 735,87 Mark. An den Partei Ihrem Auftrage, Auftrage, auf dem dem Parteitag dahin zu wirken, erstattete zunächst Genosse Hoch als Vertrauensmann Bericht. die für das Liebknechtdenkmal eingingen, find in jene Summen nicht die Delegierten ebenfalls nachgekommen. In der Person des vorstand find 10 000 Mart abgeliefert worden. 197,65 Mart, daß auch die Alkoholfrage auf die Tagesordnung gesetzt werde, seien Wir entnehmen daraus, daß sich die Einnahmen, abgesehen von den mit eingerechnet. Im Osten waren im Oktober 1900 fals Bestand Referenten Markivald hätten aber die Abstinenzler keinen glücklichen Beiträgen für das Liebknecht- Denkmal, auf 7153 M., die Ausgaben 196,36 M. vorhanden. Dazu tamen im laufenden Geschäftsjahr Griff gethan; derselbe habe den Antrag in der denkbar unglücklichsten auf 6908 M. beliefen. Ohne Debatte wurde dem Vertrauensmann 19 090,81 M., so daß die Gesamteinnahme 19 287,17 W. betrug. Weise vertreten. Bezüglich des Falles Lange haben die Delegierten Decharge erteilt. Der Bericht der Preßkommission gab Anlaß zu einer Er- Ausgegeben wurden 18 680,39 M., wovon 10 500 M. dem Partei- des Kreises einen unangenehmen Stand gehabt, da Genannter sich örterung über die Gehälter der Vorwärts" Redacteure. Während faffierer zufloffen. Auf Antrag der Revisoren wurde den Vertrauens als ein Mensch hingestellt habe, der von der Parteibewegung leuten Decharge erteilt. die Mitglieder der Préßkommission Ladewig und Mahle die und Parteigeschäften gar nichts verstehe, wodurch die Ge= An den Bericht über die Thätigkeit der Preßtom nossen des fünften Kreises in den Verdacht geraten seien, jezigen Gehälter für ausreichend erklärten und namentlich Mahle eine Debatte über die vom " Vorwärts" so geringe seien( Buruf: 55 000.!), an eine GehaltsGenossen Heinrich auf vergeben. Redner habe das Haltlose der Ausführungen Langes nachdie geworfene Frage, weshalb Annonce des erhöhung zu denken, trat Fröhlich für die Forderungen der Re- im„ Vorwärts" aufgenommen worden sei. Paul Schneider, zufrieden sein. Milchrings gewiesen. Im ganzen könne man mit dem Verlauf des Parteitags dacteure ein und ersuchte die neuen Vertreter in der Preßkommission, bisher Mitglied der Preßkommission, antwortete dem Fragesteller, mit aller Energie darauf zu dringen, daß die bescheidenen Forde- es handle fich hier lediglich um eine Geschäftsanzeige, die zurück über Ausdruck, daß der Parteitag den Antrag des 5. Kreises: zum In der Diskussion gab Genosse Wels seiner Befriedigung darrungen derselben bewilligt werden. Im Anschluß an den Bericht der Lokalkommission er zuweisen man keinen Grund habe. Die Parteigenossen würden nicht Stoalitionsrecht Stellung zu nehmen, abgelehnt habe. Der Antrag sei fuchte Scheffler, Mitglied des Verbandes der Gastwirtsgehilfen, aufgefordert, dort zu kaufen, und ihr gesunder Sinn werde sie auch geeignet gewesen, den Eindrud zu erwecken, als habe sich die Partei davor bewahren. Adolf Hoffmann: die Genoffen um eine regere Unterstützung seiner Kollegen im Kampf Aufnahme Er halte die noch niemals mit dieser Frage beschäftigt. Bezüglich der geschlossenen der Annonce für sehr bedauerlich. In In den Sigungen ist der Redner der Meinung, daß dieser Beschluß gegen das Unternehmertum. „ Borwärts" dürften Inserate nicht aufgenommen werden der Partei nicht zum Vorteil gereichen wird. Man könne es doch die im redaktionellen Teil bekämpft würden. zur gleichen Zeit energisch nicht verhindern, daß diese geschlossenen Sigungen behördlich überEine ganze Reihe Frauen hätten sich irre- wacht werden und dann würde es wieder so fommen, wie früher, führen lassen. Im selben Sinne äußerte sich Neuendorf, und daß die Berichte über dieselben in bürgerliche Blätter lanciert werden. Paul Hoffmann gab als Mitglied der Preßkommission der Und wenn dieselben dann entſtellt wiedergegeben würden, dann Ueberzeugung Ausdruck, daß die Mehrheit der Kommission, wenn zur seien die Parteigenossen nicht einmal in der Lage, dem entgegenfraglichen Zeit eine Sigung gewesen wäre, gegen den Abdruck der treten zu können. Annonce Stellung genommen hätte. Der Beschluß in der Angelegenheit der Accordmaurer sei auch im Interesse der Partei zu begrüßen, da durch denDen Bericht über die Arbeiten der Lokalkommission selben dem Disciplinbruch doch etwas vorgebeugt jei. Die Aeuße erstattete Genosse Karl Scholz und über die Provinzial- rung Heines gegen Parvus hätte viele Genossen die Bornesröte ins tonferenz berichtete Genosse Bader. Eine Diskussion darüber Geficht getrieben. Die höhere Bildung dürfe nicht dazu führen, den Parteiwurde nicht beliebt. genossen gegenüber den Schulmeister zu spielen. Heine habe den Antimitgeteilte Resultat. Die Neubesetzung der Parteiämter ergab das bereits gestern semitismus noch nicht völlig abgestreift, das beweise der Ton, in den er gegen einige Parteigenossen verfallen ist.( Beifall.) Es folgte nun die Berichterstattung über den Genosse Fränkt ist mit verschiedenen Beschlüssen nicht ein Parteitag. Die Delegierten Gesche, Basner und Adolf verstanden. In der Accordmaurerfrage war ein andrer Beschluß Der Bericht von Bohr über die Provinzialfonferenz Umrissen ein Bild von den Verhandlungen zu geben. Basner be- zur Annahme gelangen müssen. Zu der Debatte über die AlkoholHoffmann beschränkten sich im wesentlichen darauf, in großen nicht zu erwarten. In der Budgetfrage hätte der Antrag Singer veranlaßte den Genossen Cohen zu einer scharfen Kritik der von tonte, daß in Sachen des Hamburger Accordmaurerstreits die Ent- frage erklärt es Redner für einen der Partei unwürdigen Zustand, der Agitationskommission versandten Fragebogen über die Verhältnisse scheidung zur Zufriedenheit der Partei wie der Gewerkschaften aus- daß furz vor Schluß alle bis dahin nicht erledigten Fragen direkt der Landarbeiter. Harndt und Dimmick traten dem Redner ent- gefallen sei. gegen und betonten, daß das Vorgehen der Agitationskommission und Nur die dazu noch von Bernstein beantragte durchgepeitscht werden. Aber die Anträge würden wiederkehren, bis vom Parteitag auch angenommene Resolution bereits gute Erfolge gezeitigt habe. wäre sie angenommen sind. denn In die Berichterstattung über den übeder Parteitag allerlei Streitigkeiten Thor besser unterblieben, dieser Beschluß wäre geeignet, Genosse Mud wendet sich gegen die Ausführungen Neuls in und Thür teilten sich Büttner, Ladewig und Dimmid. Büttner, wünsche, daß sie toter Buchstabe bleiben zu öffnen. Er der Accordmaurer- Frage. Adolf der über den Geschäftsbericht, den Kassenbericht und die Presse Hoffmann möge. Genosse Rob. Schmidt: Die Beschlüsse des Parteitages können bezeichnete jene Resolution auch als einen uns befriedigen, dagegen habe die Debatte vielfach einen üblen referierte, erklärte, das Resultat der Bernstein- Debatte mit Freuden zwar nicht gewollten, aber doch argen Mißgriff. Das Streitgebiet Eindruck gemach Man soll aber nun nicht in öffentliche Versamm begrüßen zu können. Ladewig verweilte besonders bei der könnte auf Grund derselben leicht nach Berlin verlegt werden. Man lungen weiter die persönlich verletzende Kampfesweise tragen. Auch Angelegenheit der Hamburger Accordmaurer. Wenn auch auf dem möge sich nur den Ausdrud„ Sonderorganisation" vor Augen halten. andre bewährte Genossen haben in der Erregung schon grobe Schnitzer Parteitage die Gemüter heftig aufeinanderplatten, so habe sich was die geschlossene Sigung des Parteitags angehe, so werde deren gemacht. Die Erregung gegen Heine wäre auch wohl nicht in so doch auf allen Seiten der Wille gezeigt, die Sache beizulegen. Berlauf uns wohl vor der Wiederholung eines solchen bewahren. heftiger Weise erfolgt, wenn derselbe eine andre politische Haltung Dimmid sprach sein Bedauern darüber aus, daß die so wichtige Daß einige Provinzblätter finanziell recht schlecht ständen, einnähme. Heine stehe für ihn, den Redner, als Mensch und ParteiWohnungsfrage nicht so behandelt werden konnte, wie sie es ver- hätte jedermann auch aus dem Bericht des Parteivorstandes genosse zu hoch, als daß die Erklärung Heines, es habe seiner Beentnehmen können. Mit dem Ausgang der Bernſteindebatte merkung gegen Parvus nicht die Absicht innegewohnt, wie sie von Als erster Diskussionsredner erklärte sich Albold mit dem fönne die Partei durchaus zufrieden sein. Der Antrag den Zuhörern gedeutet wurde, im Ziveifel gezogen werden könne. Ergebnis des Parteitags nicht einverstanden. Gerisch hätte auf des vierten Wahlkreises, festzustellen, wie weit die Central Es ist falsch, aus jeder kritischen Bemerkung über das Judentum gefordert werden müssen, die Kreise namhaft zu machen, die keinen verbände berechtigt wären, die Beschlüsse der Partei bezüglich auf Antisemitismus zu schließen. Wenn einmal der Tou kritisiert Pfennig abgeführt hätten. Die Berliner müßten mal bis auf der Maifeier zu hintertreiben, sei zwar gut gemeint, aber nicht an- werden soll, dann möge man die Censur nach allen Seiten gleich: weiteres fein Geld mehr abliefern. Aus diesem Grunde beantragte nehmbar gewesen. Das Gesamtresultat des Barteitages fei ein mäßig ausstellen. Besser ist es, wir wenden unsre Kräfte der Redner seine bereits mitgeteilte Resolution. Zu bedauern sei es, gutes. Frau Gubela sprach sich als erste Diskussionsrednerin praktischen Arbeit zu und verzetteln sie nicht in fleinlicher Nörgelei. daß das Gezäut der Litteraten uns so lange aufgehalten habe. Dagegen aus, daß sich die Frauen in Berlin jetzt selber ihre Dele- Genosse Kote wendet sich gegen einzelne Ausführungen Wels' ( Sehr richtig!) Der Inhalt der Resolution Heine, die die Delegierten gierten wählen müßten. Die Frauen wünschten eine engere Fühlung und Fränkis. Auch Schmidt wäre andrer Ansicht, wenn derselbe die des dritten Kreises wahrscheinlich um der schönen Augen Heines mit den Genossen. Genosse Gröppler( Maurer): Er sei mit Ausführungen Heines angehört hätte. Er könne nur sagen, daß die willen unterschrieben hätten, entsprechen nicht den Auschauungen der den Beschlüssen des Parteitages, auch mit dem bezüglich der Ham- Parteigenossen mit dem Auftreten Heines nicht einverstanden seien. Genossen des dritten Kreises.( Bustimmung und Widerspruch) Die burger Accordmaurer, einverstanden, indessen müsse er dabei Man müsse von einem Manne, der für den besseren Ton in unsren Resolution Bernstein in der Accordmaurer- Frage werde viel bleiben, daß es sich thatsächlich um Streitbruch ge- Diskussionen eintritt, verlangen, daß er selbst mit gutem Beispiele Unheil stiften und den Streit um die Organisationsform von handelt habe. Er Hoffe, daß auf dem nächsten Partei- vorangeht. Wäre einem Arbeiter die Entgleisung passiert, er wäre neuem anfachen. Er beantrage:„ Die Genossen des dritten tage der Ton ein besserer sein möge als diesmal, wo sich ge- gewig weniger glimpflich aus der Affaire gekommen.( Buſtimmung.) Kreises legen Protest ein gegen die Annahme der Resolution 102. die nur Hader und Zwietracht in die Partei und die Gewerkschaften trägt. Die Genossen sind davon überzeugt, daß durch die einstimmige Annahme des Antrages Bebel die Resolution Bernstein als erledigt zu betrachten ist. Unzweifelhaft hebt der Antrag Bernstein den Antrag Bebel wieder auf." diente. Eine Resolution, in der sich die Versammlung mit der Thätigkeit der Delegierten einverstanden erklärt, gelangt hierauf zur einstimmigen Annahme. rade die gebildeten Genossen am meisten gegen den guten Ton ver gangen hätten. Genossen Leonhard, der ebenfalls zum Accordmaurerstreik sprach, haben die Verhandlungen in dieser Sache wenig befriedigt. Er polemisierte besonders gegen Auers Ausführungen, Sodanu gab Frau Dr. Weyl namens der socialdemokratischen wonach die Accordmaurer Hamburgs berechtigt gewesen sein sollen, Frauen eine Erklärung über die stattgehabte Reorganisation im sich eine besondere Organisation zu gründen. Adolf Hoffmann, Wahlkreise ab. Rednerin bemerkte, die Frage der Reorganisation sei Harndt ist gleichfalls der Meinung, daß die Delegierten den sich an Frau Gubela wendend: Wenn heute die Wahl einer Delegirtin ja eigentlich von den männlichen Genossen erledigt, trotzdem die Intentionen des dritten Kreises besser entsprochen hätten, wenn sie vorzunehmen wäre, dann käme man wegen der geringen Zahl der Generalversammlung des Wahlvereins nicht das Recht habe, die nicht für die Resolution Heine, sondern für die Resolution Bebel ein- anwesenden Frauen in Verlegenheit. Die Frauen müßten sich eben Beschlüsse der Volksversammlung aufzuheben. Man hätte zum getreten wären. Gewundert habe er sich, daß Heine sich so für mehr an allen Veranstaltungen beteiligen und auch in den öffent mindesten die Frauen hören müssen. Eventuell hätte die VoltsHerrn v. Gerlach ins Zeug gelegt habe.( Buruf: Ist ja sein lichen Parteiversammlungen zahlreicher erscheinen. Eine größere versammlung das Recht gehabt, zu erklären, daß sie ihre bisherigen Freund Büttner ersucht um Ablehnung der Resolutionen Alboldt Berücksichtigung derselben bei der Wahl von Delegierten würde sich Rechte an den Wahlverein abtrete. Nun hat man ja im fünften und verteidigt die Abstimmung der Delegierten. Ritter ist mit dann von selbst ergeben. Zu den Klagen über den Ton auf dem Kreise für die Frauen eine Vertretung in der Preßkommission vordem Ausgang des Parteitags zufrieden. Die Resolution Bernstein Parteitage müsse er sagen, daß allerdings der ungebildetste gesehen. Das sei aber nur eine Scheintonzession, da hierüber nicht treffe das Richtige; er bedaure nur, daß die Majorität dafür so ge- Arbeiter aus unsern Reihen sich nicht so ungeschickt und un- der fünfte Kreis allein zu bestimmen habe. ring gewesen.( Hört! hört!) Berustein habe sich gegen jede höflich ausgedrückt haben würde, wie es ein Parteigenosse Wenn die Parteigenossen nicht die Frauenbewegung unterstützen, Sonderbündelei erklärt, und das müffe man als Politiker und Ge- that, der sonst vom Scheitel bis zur Sohle als Weltmann dann leide unter dem Mangel an aufgeklärten Frauen auch die Erwertschaftler thun. erscheine. Genosse Dong betonte seine Zugehörigkeit zur Lokal- ziehung der Kinder in unsrem Sinne. Und da auch der Genosse Abg. Heine: Zunächst ein Wort darüber, weshalb ich auf- organisation der Maurer und erklärte, es trotz dieser nicht gut- Fränkt einer derjenigen sei, die diese Entrechtung der Frauen herbeigetreten bin gegen die Schimpfworte, die Stadthagen gegen Gerlach heißen zu können, daß Auer den Hamburger Accordmaurern das Recht geführt haben, so gebe sie diesem zu bedenken, daß gerade in der richtete. Ob ich den Ausdruck Schnupfint" für angemessen halten einer besonderen Vereinigung zugestanden habe. Diese Organisation Alkoholfrage die Frauen die tüchtigsten Stützen dieser Bewegung will oder nicht, ist meine rein persönliche Sache. Ich hatte mich vor- fei eben mur gegründet worden, um die vom Centralverband auf- find. Es sei geradezu Feigheit der leitenden Genossen gewesen, den her sachlich so scharf gegen Gerlach ausgesprochen, wie man es gestellten Bedingungen zu hintertreiben. Mit der Erledigung der Frauen ihr bisheriges Recht zu nehmen. Aber die Frauen würden nur irgend thun kann, aber ich founte es trotzdem nicht Angelegenheit ist Redner einverstanden. sich ihren Weg auch ohne die Anteilnahme der Männer bahnen, für angemessen erachten, wenn Stadthagen sich erlaubte, Fast einstimmig wurde eine Resolution angenommen, worin sich jedenfalls hätten die letzteren einen Verrat am Princip begangen; mir vorzuhalten, wie ich mit solchem Schmutzfinken" verkehren die Bersammelten mit den Beschlüssen des Parteitags einverstanden sie stellten sich auf denselben Standpunkt wie die Bürgerlichen: Was fönnte. Nun zur Bernstein- Frage. Die Genossen, die den Delegierten erklärten und sich verpflichteten, mit allen Sträften für ihre Durch mußen uns die paar Frauen. Gerade die größten Principienreiter vorwerfen, daß fie um meiner schönen Augen willen die Resolution führung einzutreten. hätten es fertig gebracht, den schlimmsten Berrat am Princip zu 108 unterzeichnet haben, kennen nicht die Thatsachen und scheinen auch begehen. die Resolution 108 nicht zu fennen. Als ich meine Resolution in Umlauf setzte, legte ich sie auch Bebel vor. Dieser sagte, Die Versammlung im fünften Wahlkreise Genosse Liepmann lehnt es ab, als Vater des Neorganifations- Entwurfs angesehen zu werden. Trotzdem aber erwarte auch er habe an sich gegen meine Resolution nicht das geringste einzu er von der Durchführung der Reorganisation eine Hebung der Partei.. wenden, er wünscht aber, daß die Haltung Bernsteins den Gegnern war nur mäßig besucht. Diefelbe tagte im Schweizer Garten". Bisher haben es die Genossen des Kreises den Frauen gegenüber an gegenüber schärfer betont würde. Wäre es vorher gelungen, eine Genosse Ren i als Vertrauensmann berichtete, daß er 4251,83 M. Entgegenkommen nicht fehlen lassen. Ihre bisherigen Mandate hatten die Berständigung herbeizuführen, so würden wir wahrscheinlich eine Einnahmen, 3956,99 M. Ausgaben, mithin einen Bestand von 294,84 Frauen mir diesem Entgegenkommen zu danken. Es sollen aber den Frauen gemeinsame Resolution verfaßt haben. Stände in meiner Resolution Markt zu verzeichnen gehabt habe. Die Decharge- Erteilung erfogte durchaus teine Rechte genommen, sondern ihnen im Gegenteil mehr irgend etwas, von dem ich fürchten müßte, daß es der Stimmung einstimmig. Für die Prepkommission berichtet Friedländer. Rechte als bisher eingeräumt werden. Die Reorganisation sei auch des Kreiſes nicht entspricht, so wäre ich der letzte gewesen, Für die Lokalkommission Späth und für die Agitationskommission nicht hinterrüds, son sern in Dutzenden von öffentlichen Versammder die Delegierten um ihre Unterschrift gebeten hätte. So te. Eine Debatte folgte den Berichten nicht. lungen vorbereitet und besprochen worden. Wir werden auch nach Was besagt denn meine Resolution? Doch ausdrücklich, daß der Nach einem Referat des Genossen Babiel über die Brandenburger der Reorganisation mit den Frauen Hand in Hand arbeiten und die Parteitag auf dem Boden des Hannoverschen Beschlusses stehe und Provinzialkonferenz folgte der Bericht über den Lübecker Parteitag. Der Bewegung derselben nach besten Kräften zu fördern suchen. Auch feine Veranlassung hat, davon abzuweichen. Durch meine Berichterstatter Kotte weist darauf hin, daß man diesen Parteitag das Fräull und Schmidt wenden sich gegen die Ausführungen der Resolution habe ich zum Ausdruck bringen wollen: Weg von Prognostikon gestellt habe, daß er ein lebhafter und stürmischer würde. Genoffin Weyl. dem theoretischen Gezänk, weg von dem Druckpapier, heran Darin hat man sich ja auch nicht gerade getäuscht; getäuscht aber Frau Ihrer tritifierte gleichfalls die durch die Neorganisation an die praktische Arbeit! In der Angelegenheit der Accordmaurer haben sich diejenigen, die da glaubten, daß es diesmal ganz gewiß gefchaffenen Zustände für die Frauen. Die Frau beanspruche teine habe ich die Resolution Bernstein nicht für praktisch befunden und zu der schon so lange herbeigefehnten Sprengung der Partei kommen besonderen Rechte, sondern nur die als Parteigenoffin. Wenn die dagegen gestimmt, weil ich glaubte, daß durch Annahme der Resolution würde. Redner billigt den Beschluß des Parteivorstandes in Sachen Frauenbewegung bisher nicht stärker sei, so trügen die Parteigenoffen Fischer die Sache genügend geklärt wäre und daß weitere theoretische der polnischen Bewegung. Die polnischen Genossen haben es sich selber darau die größte Schuld, die ihre Frauen nicht mitarbeiten lassen. Aber Aeußerungen darüber nur vom Uebel sind. So gefährlich, wie es zuzuschreiben, daß ihnen die Subvention des Parteivorstandes entzogen auch die meisten Genossen des Kreises seien mit der Reorganisation nach ihrem Wortlaut scheinen tönnte, ist die Resolution Bernstein nicht. worden sei. In der Debatte über die Presse haben sich die Delegierten auf nicht einverstanden. Er hat sich sicher nichts Böses dabei gedacht, und die eentral- organi den von Bebel präcisierten Standpunkt gestellt. Redner verweilt des Nachdem der Vorsitzende zu letterer Aeußerung eine Nichtigfierten Gewertschaften hier in Berlin werden nicht so leichtfertig und längeren bei dem sich an den Namen des Genossen Heine knüpfenden stellung gegeben hatte, wurde die schon start gelichtete Versammlung nicht so streitsüchtig sein, dieje Resolution zu einer Anfwärmung des Zwischenfall auf dem Parteitage; derselbe wäre besser unterblieben, mit einem Hoch auf die Socialdemokratie geschlossen. alten Streits zu benutzen.( Ruf: Abwarten!) Das Berhalten der es sei das die peinlichste und unangenehmste Episode auf dem Genossen auf dem Parteitag berechtigt mich zu dieser Hoffnung. Das Parteitage gewesen. Was in der Frage der Budgetbewilligung von Nebeneinanderbestehen der alten historischen Organisation in Berlin kann einzelnen Genossen gesagt worden sei, das übersteige so ziemlich nicht als Sonderbündelei aufgefaßt werden. Ich hoffe, daß uns die alles, was man von parlamentarisch thätigen Genossen erwarten könne. sechsten Wahlkreis Resolution Bernstein nicht hindern wird, einmütig praktisch weiter Diejenigen Delegierten, welche die„ Budgetbewilligung" in der Berliner war von etwa 400 Personen besucht; die Berichte und Wahlen der zu arbeiten.( Beifall.) Stadtverordneten- Versammlung den Berlinern vorgehalten haben, hätten Bertrauensleute und Kommissionen wurden von der Tagesordnung fich gerade nicht mit Ruhm bedeckt, denn sie hätten aus vollkommener abgefest, bis die Drganisationsstreitigkeiten im Kreise ihren Abschluß Unkenntnis der Sachlage gesprochen. gefunden haben. Nachdem Ladewig einige gegen die Delegierten gerichteten Vorwürfe entträftet hatte, wurde die Debatte geschlossen. Die beiden Resolutionen Alboldt wurden abgelehnt. Die Parteigenoffen des vierten Wahlkreises hatten sich in Stecherts Festsälen zahlreich versammelt. Aus den Berichten der Vertrauensleute E. Vogt, Böhm und Franke ist hervorzuheben, daß ein Fortschritt zu verzeichnen ist, seitdem man die Organisation im Kreise in zwei Teile( Ost und Südost) zerlegt hat. Einschließlich eines früheren Bestandes von Die Versammlung im Ueber die Debatte der Hamburger Accordmaurerangelegenheit Den Bericht von der Brandenburger Provinzial. berichtet Genosse Reul. Die Frage sei jezt so wenig geflärt, wie Konferenz erstattete Genosse Weber. Im Anschluß an den vor dem Parteitage. Beide Parteien hätten recht. Wenn der Ver- Beschluß der Konferenz zu dem Punkt der Tagesordnung:" Wie beband der Maurer zur rechten Zeit nachgegeben hätte, dann hätte die teiligen wir uns an den preußischen Landtagswahlen, mahute Debatte nicht den heutigen Umfang angenommen. Er müsse dem Genosse Knoll, zeitig gemig in die Agitation für die LandtagsGenossen Auer darin beistimmen, daß thatsächlich in Hamburg eine wahlen einzutreten. Clique bestehe, die es sich zur Aufgabe gesezt habe, Gegenfäße zur Den Bericht vom Parteitag in Lübeck erstattete Genosse Partei zu schaffen. Für die in dieser Angelegenheit angenommene Riesel. In Bezug auf die Polenfrage verteidigte er den Stand in punkt des Parteivorstandes und des Parteitages, daß eine gesonderte und in einigen Jahren werde er wohl der allgemeine in ganz Die Parteigenoffen von Schöneberg und Umgegend polnische socialdemokratische Partei nicht anzuerkennen fei. Er be- Deutschland sein. Dann stellte sich der Redner als Nicht- Akademiter über übed berichteten. Schubert führte aus, daß die Bernsteindauerte, daß in der geschlossenen Sigung weder über den Verein vor; da er aber auch nicht Handarbeiter sei, sondern Parteigenosse hielten ebenfalls am Dienstag eine Versammlung ab, in der die Delegierten des Kreises Teltow- Beestow über ben arteitag in „ Arbeiterpresse" noch gründlich diskutiert worden sei;" hoffentlich werde das im warnen, aus einzelnen Vorkommnissen sich zu Mißtrauen gegen Frage dem Parteitag eine Spanne toftbarer Zeit geraubt, jedoch das die" Socialistischen Monatshefte" von undefinierbarer Klasse, so sei er unparteiisch und möchte davor Delegierten des Kreises Teltow- Beestow über den Parteitag in nächsten Jahre geschehen. Zur Bernsteindebatte übergehend, eine ganze Gruppe verleiten zu lassen. Die Partei braucht jeden, eine Gute gezeitigt habe, daß Bernstein nach Annahme der Bebelschen betonte er, daß sie durch Bebel angeregt und aus der Preß- ob Akademiker oder Arbeiter, und sieht nicht den Beruf an, Resolution die bekannte Erklärung abgab. Die unsachlichen und debatte herausgewachsen sei. Hierbei tamen Scenen vor, wie sondern den Mann. Auf die Bernsteinfrage übergehend führte persönlichen Auseinandersetzungen in der Preßdebatte hielt man sie wohl noch niemals auf einem Parteitage erlebt hat. Ledebour aus, daß dies lediglich eine Personenfrage sei. Hätte Redner für bedauerlich und für nicht geeignet, erzieherisch in den Kreisen Am schlimmsten habe die Entgleisung des Genossen Heine berührt, Nossia, Novicow oder sonst ein Litterat des Edelheimischen Verlages der Arbeiterschaft zu wirken. Der Standpunkt des Parteitages in die um so schlimmer fei, als sie einem gewandten Juristen passiert das Buch Bernsteins geschrieben, so hätte sich niemand darum Bezug auf die Budget bewilligung sei nach seiner Meinung sei. Uebrigens stehe David mit dem Vorbringen privaten Klatsches gefümmert. Bernstein aber ist in den falschen Ruf eines großen der allein maßgebende. Genosse Schnelle Charlottenburg gab über Parvus würdig neben Heine. In der Accordmaurerfrage haben Gelehrten gekommen, deshalb schenkt man ihm eine Beachtung, die der allein maßgebende. Genosse Schnelle Charlottenburg gab die Delegierten des 6. Kreises die Resolution 114 in ihrer ursprüng- ihm nicht zukommt, wie Liebknecht schon vor zwei Jahren ausgeführt Angelegenheit, welche trotz der Kampfesstimmung eine zuturzen Zügen ein Bild über die Accordmaurer lichen Fassung unterzeichnet, der abgeänderten Resolution 114 hat. Leider kommt Bernstein aus seinen tonfusen Theorien zufriedenstellende Lösung gefunden habe. Nach seiner Anschauung hätten sie ebenfalls zugestimmt; durch diese sei eine Einmütigkeit der Schlußfolgerungen, die uns direkt ins Gesicht schlagen. So habe fonnte der Parteitag zu feinem andren Beschluß fommen, als wie ganzen Partei erzielt worden. Der Redner bedauerte, daß aus Zeit- er die Kolonialpolitik empfohlen, worauf sich schon Graf er in der Resolution 114 festgelegt wurde. Frau Thiel- Tempel mangel eine eingehende Debatte über die Zollpolitit und namentlich Bülow berufen habe. Wir fönnen darauf nur erwidern: über die Wohnungsfrage nicht stattgefunden habe. Bernstein ist in seinem Empfinden längst von der socialdemokratischenhof ergänzte die Ausführungen und erläuterte den Antrag Ottilie Ergänzend führte Genosse Hinge aus, daß der bisher in der Anschauung entgleist. Durch die ihm zu teil gewordene Beweih- Baader und Genofsinnen( Flugblatt- Herausgabe) In der mun folgenden Diskussion erklärte sich Genosse Fischer Partei nicht übliche Ton, den die Akademiker hineingebracht haben räucherung hat er jedes Urteil und jede Selbstkritik verloren. Er mit dem in der Accordmaurer- Angelegenheit gefaßten Beschluß eins - ihr Abgeordneter Ledebour hätte sich übrigens an diesem Zon sagte, die Partei wird es mir in späterer Zeit noch Dank wissen, verstanden; Grollmig und Busse tönnen sich nicht so ohne nicht beteiligt, die Annahme des Antrages 68 von Berlin IV ver- daß ich mein Buch geschrieben habe. So erscheint er sich selbst. weiteres mit dem Veschluß einverstanden erklären; letzterer ist der anlaßt habe, wonach den Wahlkreisen empfohlen wird, bei der Auf- Auf dem Parteitage herrschte darüber allerdings nur Heiterkeit. Ansicht, daß Auer den Streitbrechern Konzessionen gemacht habe, stellung von Kandidaturen mehr auf Arbeiter anstatt auf Akademiker Wie gering der Parteitag von Bernstein dachte, zeigt, so parador jedoch besige er so viel solidarisches Gefühl, um sich zu fügen. zu sehen. Zur Accordmaurerfrage bedauerte er, daß er nicht das klingen mag, das Schicksal seiner Resolution 102. Kein Redner offmann verteidigte den Standpunkt des Parteitages. Görke mehr zum Wort gekommen sei; er hätte sich scharf gegen die habe es der Mühe für wert gehalten, auf sie einzugehen. versteht es nicht, wie man jezt, nachdem eine für beide Teile be Resolution 102 des Genoffen Bernstein gewendet. Leider sei auch Auer, der persönliche Freund Bernsteins, hat diese Unvorsichtig friedigende Lösung der Frage gefunden, hier noch herkommen und niemand auf dieselbe eingegangen und so fei sie mit 110 gegen teit begangen, so undenkbar sei ihm die Annahme dieser unsinnigen berartiges äußern fann. Man solle nicht von einem moralischen 107 Stimmen angenomnien worden. Ihre Durchführung würde die Resolution erschienen. Darin liegt die stärkste Verurteilung Bernwürden die Partei zur Entscheidung gegen die lokal organisierten angenommen; doch haben mehrere der dafür Stimmenden nachher Nach einer längeren Geschäftsordnungs- Debatte, ob die Delegierten Partei in endlose Schwierigkeiten stürzen, denn die Centralverbändler steins. Die Resolution 102 ist dann mit 110 gegen 107 Stimmen Sieg der Maurer reden, sondern den Personen Dank wissen, die sich um die Lösung der schwierigen Frage so große Mühe gegeben haben. Genossen aufrufen. Hierauf fönne fich die Partei nicht einlassen. erklärt, sie hätten nur in der Verwirrung dafür gestimmt. Ich hoffe, In der Diskussion rügten mehrere Redner den von den Akade- daß man nirgend in der Partei versuchen wird, diese Resolution in das Schlußwort erhalten sollen, wurde die Diskussion geschlossen. mikern beliebten Zon, besonders das Auftreten von Heine und die Praxis umzufezen. Dann müßten wir alle gewerkschaftlichen vertrauensperson des Kreises Teltow Beeskow, Genossin Es folgt die Berichterstattung der weiblichen KreisDavid. Außerdem wurde die Annahme der Resolution 102 be- Kämpfe in der Partei noch einmal durchkämpfen. Das würde in Thiel Tempelhof. Ihre Thätigkeit begann mit dem Januar dieses dauert. In Bezug auf die Accordmaurerfrage trat mehrfach jede politische Organisation unendliche Kämpfe hineinbringen, und Jahres, in welchem Zeitraum vier öffentliche Versammlungen stattdie Meinung zu Tage, daß zwischen der Partei und den wir haben dort wahrlich bereits Kämpfe genug. gefunden haben. Die Einnahmen betrugen 286,50 M., die Ausgaben Gewerkschaften eine Rivalität bestehe, an der besonders die Neu- Und noch ein furzes Wort. Die socialdemokratische Politik ist 156,89 m. Frau Meiling als weibliche Vertrauensperson für tralitätsbestrebungen der letzteren schuld seien. Genosse Jacobson nicht nur eine Frage des Wissens, sondern eine Frage des Charakters, Schöneberg gab gleichfalls ihren Thätigkeitsbericht und fonstatierte rühmte von der Thätigkeit des Genossen Bernstein die praktische des ganzen Menschen. Bei uns bildet der politische Kampf den eine Einnahme von 83,59 M., eine Ausgabe von 75,15 M. Im Ans Seite; er habe uns auf die Konsumgenossenschaften und die Eigen Lebensinhalt des Menschen. Deshalb erleben wir es so häufig, daß schluß daran entwickelte sie die Notwendigkeit der besseren und thatproduktion derselben hingewiesen, und insofern habe die Bernstein- die Charaktere nicht bestehen, wenn sie auf die Probe gestellt werden. fräftigen Unterstützung seitens der Männer. Beiden Genoffinnen Diskussion uns etwas Gutes gebracht. Das ist eine notwendige Begleiterscheinung einer Partei, die nicht wurde Decharge erteilt. Frau Meiling wurde als VertrauensInzwischen war folgende Resolution eingelaufen: Die Bartei bloß Augenblidserfolge erringen, sondern die ganze Staats- und person für Schöneberg wiedergewählt. Von der Wahl der Kreisversammlung erklärt sich mit dem Bericht der Delegierten des Gesellschaftsordnung umgestalten wird. Deffen muß sich jeder Genosse vertrauensperson wurde Abstand genommen, da diese Versammlung, 6. Kreises einverstanden. Die Versammelten verpflichten sich, mit immer bewußt sein. Wenn ein Parteigenosse mit einem andern von deren Einberufung die Frauen keine Ahnung hatten, von aller Kraft für die Beschlüsse des Parteitages einzutreten und die auch die schlimmsten Auseinandersetzungen gehabt hat, und vielen Genossinnen des Kreises, örtlicher Versammlungen wegen, felben zur Durchführung zu bringen. Sie begrüßen es insbesondere, er hat die Möglichkeit, diesen von Land zu Land gehegten Genossen nicht besucht werden konnte. Es entspräche nur der Gerechtigkeit, daß es dem Parteitag gelungen ist, sowohl in der Frage des Schieds- einer Regierung aus den Zähnen zu reißen, so muß er sich glücklich wenn man den Frauen bei einer solchen wichtigen Frage das Mitspruches der Hamburger Accordmaurer, wie auch in der Bernstein- schäßen, seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit zu thun. Wenn bestimmungsrecht gewährleiste. Ueber die Form der Einberufung Frage einen für die Partei befriedigenden Ausgleich herbeizuführen. ein Genoffe dies Verhältnis verkennt und das unter dem Gesichts der Versammlung entspann sich eine sehr lebhafte Debatte, und Genoffe inte beantragte hierzu, hinter Beschlüsse des Partei vinkel der Dankbarkeit betrachtet, so berkennt er vollständig die während Genosse Görke die Zweckmäßigkeit derselben verteidigte, tages einzuschalten: mit Ausnahme der Resolution elementarsten Empfindungen eines Socialdemokraten. Bernstein Nr. 102. Nachdem Ledebour unter allgemeinem Beifall geendet, wurde protestierte Genosse Woltermann über Einberufung von Verein Antrag auf Schluß der Diskussion und dann die Resolution mit sammlungen ohne vorherige Verständigung der Genossen des betreffenden Ortes. dem Amendement Hinge angenommen. Darauf erfolgte um 3/412 Uhr der Schluß der Versammlung. Genoffe Ledebour legte kurz seinen Standpunkt in der Polenfrage dar, der von dem der meisten Parteigenossen abweichend sei; der verstorbene Genosse Liebknecht habe seinen Standpunkt geteilt Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 10. Oktober. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Emilia Galotti. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. = Schiller. Figaros Hochzeit oder: Ein toller Tag. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Hoffnung. Anfang 712 Uhr. Berliner. Nacht und Morgen. An fang 72 Uhr. Leffing. Haus Rosenhagen. Anfang 72 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Vor: her: Jm Coupé. Anfang 712 Uhr. Neues. Das Ewig- Weibliche. An: fang 7 Uhr. Westen. Die Debutantin. Anfang 712 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Lilien: crons Buntes Brettl. Anfang 8 Uhr. Central. Lose Blätter. Anfang 8 Uhr. Thalia. Ein tolles Geschäft. Anfang 72 Uhr. Luisen. Kabale und Liebe. 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Pietsch, Charlottenburg, Cauerstr. 23. Egert, Kleine Frankfurterstr. 15. Schult, Charlottenburg, Bismard straße 75. Challe, Charlottenburg, Wallstr. 68. Völzke, Charlottenburg, Wilmers: dorferstr. 33. Ulbrich, Charlottenburg, Wilmers: dorferstr. 124. Koch, Große Frankfurterstr. 106. Lepinat, Mühlenstr. 37. Kautsch, Rigdorf, Ziethenstr. 72. Zemcke, Friedrichsfelde, Berlinerstr.S9. Jeffert, Straßburgerstr. 43a. K. Pötsch, Straßmannstr. 22. W. Lindefe, Neue Königstr. 91. Berner, Straußbergerstr. 12. Küchler, Brunnenstr. 176. Knapsti, Grunewaldstr. 113. Lichtenberg. Dragonerstr. 26. Schwerdtfeger, Schlegelstr. 31. Bock, Lüneburgerstraße, Stadtbahnbogen. Zeit, Landsbergerstr. 14. Leistikow, Swinemünderstr. 39. Zech, Schulstr. 112. 2. Nex, Rheinsbergerstr. 3. Menger, Stralauer Allee 20b. W. Rohr, Neue Königstr. 61. Dietrich, Prenzlauer Allee 14. Steinifer, Langestr. 105. Loy, Thaerstr. 16. A. Fritsche, Georgenkirchstr. 41. Kupsch. Neue Schönhauserstr. 19. Seidekranz, Frankfurter Allee 34. 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Oktober 1901. Raubmord. " Lokales. machen: Beschlusses der Stadtverordneten- Versammlung vom 22. März 1901 Die Versammlung ersucht den Magistrat, bei Ausführung des auch das im städtischen Besitz befindliche Gelände der ehemaligen Stralauer Wasserwerke mit in Rücksicht zu ziehen." Zum Berichterstatter für das Plenum wurde der Stadtverordnete Dr. Nathan gewählt. weitern. eingenommen. Die Junung„ Germania" hat es abgelehnt, Partei Eine unklare Stellung zum Milchkrieg hat ein Teil der Bäcker zu ergreifen, und hat es ihren Mitgliedern überlassen, ob sie ihren Milchbedarf bei der Centrale decken wollen oder nicht. Infolgedessen hat, wie mitgeteilt wird, eine Versammlung von Bäckergesellen beschlossen, bei denjenigen Meistern, die ihre Milch von der Centrale Zu unsrer gestrigen, uns aus Milchhändlerkreisen zugegangenen Mitteilung über das rote plakat„ Ringfreie Milch" daß dieses Plakat auch solchen Händlern ausgehändigt wird, die erfahren wir vom Vorstand des Vereins Berliner Milchpächter", ringfreie Milch erst aus zweiter Hand beziehen. " Straßenbahnwagen einander in größeren Abständen zu folgen haben. Darauf ist vom Polizeipräsidium erwidert worden, durch die bestehenden Vorschriften sei diesem Wunsche bereits Rechnung getragen. für das Fahrpersonal hätten die Wagen während der Fahrt einander Nach der von der Straßenbahndirektion erlassenen Dienstvorschrift in Abständen von mindestens 35 Metern zu folgen, und die Annäherung an einen haltenden Wagen dürfe nicht unter 7 Meter betragen. Die Droschkenkutscher behaupten aber, daß diese Vorschriften nicht immer beachtet werden. Sie wollen in der nächsten Zeit eine öffentliche Versammlung veranstalten, in der über Schritte zur Abhilfe beraten und alles hierzu von ihnen gesammelte Material vorgebracht werden soll. solchen überhaupt noch sprechen dürfe, könne nicht anders und beffer beseitigt werden, als wenn die Stadt möglichst schnell ihre Terrains Auf einem freien Felde am Schnittpunkt der Barbarossa- und Semesteranfang in den Berliner Gemeindeschulen. verkaufe, damit die Privatbauthätigkeit dort dann Häuser zu errichten Bambergerstraße, in der Nähe der Wilmersdorfer Grenze, wurde Am Dienstag haben. die Berliner Schulen das Wintersemester in der Lage sei. Vergebens wiesen unfre Vertreter darauf hin, daß Mittwochmorgen um 61/2 Uhr der 39 Jahre alte Arbeiter Eduard eröffnet. Die bürgerlichen Blätter pflegen in den Betrachtungen, Wohnungsnot nicht nur in dem Mangel an Wohnungen überdie Privatbauthätigkeit versagt habe und versage, daß die Gabriel aus der Frankenstraße 2 in Schöneberg ermordet und beraubt die sie, einem alten Brauche gemäß, alle halbe Jahre dem ersten Haupt, sondern auch in den enorm hohen Mietspreisen beaufgefunden. Ueber dieses neue Verbrechen werden folgende Einzel- Schultag widmen, nur die lichten, heiteren Momente hervorzuheben. stehe, heiten mitgeteilt: vergebens wurden all die andern bekannten Gründe Auf der Grenze von Wilmersdorf und Schöneberg befinden sich Sie haben es auch diesmal wieder so gemacht. An die Ge- ins Feld geführt, die gegen solchen Standpunkt sprechen. Unire Gemehrere neue Straßenzüge, die noch nicht fertig angelegt sind. Ein meindeschulen scheinen die Verfasser dieser unterhaltenden nossen predigten tauben Ohren. Mit 6 gegen 7 Stimmen wurde Teil des Geländes gehört dem Maurermeister Sore, der viele Plaudereien nicht zu denken; denn von dem Verdruß und der der socialdemokratische Antrag abgelehnt und es gelangte mit 10 Barzellen an fleine Leute verpachtet hat, die sich Gärtchen mit einer Sorge, die hier die ersten Tage und Wochen nach Semester- gegen 3 Stimmen der nachstehende Antrag zur Annahme, der nach Laube angelegt haben. Zu den Bächtern gehörte auch Gabriel, der anfang den Eltern und auch den Lehrern bringen, sagen sie fein bekanntem Muster wieder den Pelz wäscht, ohne ihn naß zu mit seiner Frau in finderloser Ehe lebt, in der Frankenstr. 2 im Wort. ersten Stock des Hofgebäudes wohnte und bei Sore beschäftigt war. Gerade zu Beginn eines neuen Halbjahres treten einzelne Da ihm sein Bachtland zu groß war, so gab er einen Teil an einen Gärtner Nicolaus ab, der nun ebenso wie er selbst eine Laube baute. Mängel der Berliner Gemeindeschulen mit besonderer Schärfe hervor. Gabriel, der auf seinem Lande Gemüse baute und Gänse hielt, war Der augenfälligste und bekannteste dieser Mängel ist die noch immer im Sommer auch des Nachts meistens dort. Daher hatte er dort viel zu starke Besetzung der Klassen. Sie ist so oft auch jetzt noch einen Teil seines Hausrats und seiner Kleidungsstücke. Als besprochen worden, daß es der Mehrzahl derjenigen Eltern, die für er Dienstagmorgen zur Arbeit ging, teilte er seiner Frau mit, daß er ihre Kinder auf die Gemeindeschulen angewiesen sind, fast überflüssig Der Milchkrieg wird von den streitenden Parteien mit großer abends nach der Laube gehen wolle, um eine wollene Unterjace heraus erscheinen wird, noch ein Wort darüber zu verlieren. Mit der Zeit gähigkeit durchgeführt. Die Siegesberichte der Centrale für zuholen. Bis Feierabend arbeitete er auf dem Neubau Schiffbauer- gewöhnt man sich an alles selbst an das Schulelend Milch verwertung fangen an, weniger zuversichtlich zu klingen. damm 29, nach Hause aber kehrte er nicht wieder zurück. Vergeblich der nach freisinnigen Grundsäßen verwalteten Die Centrale wirbt noch immer um die Gunst der Berliner Hauserwartete ihn seine Frau. Als er auch gestern morgen noch nicht wieder da war, trieb sie die Angst um sein Schicksal nach der Laube Must er stadt" Berlin. Indes zu Beginn eines frauen, während die Händler ihre Bezugsquellen fortgesetzt erhinaus. Um 6½ Uhr tam sie dort an. Nach längerem Suchen fand neuen Halbjahres wird doch mancher, der den aus der Klaffensie zu ihrem Entsetzen ihren Mann als Leiche auf dem Felde liegen. überfüllung sich ergebenden Gefahren für Gesundheit und Erziehung Die Bambergerstraße wird von der Barbarossastraße aus nach der schon kein Gewicht mehr beigelegt hatte, sehr unsanft aus seiner Grunewaldstraße zu noch aufgeschüttet, da sie hier einen Wiesengrund Gleichgültigkeit aufgerüttelt, wenn sein Kind aus der Schule nach durchschneidet. Etwas hinter dem Punkte, wo die Aufschüttung auf Sause tommt und ihm die unerwartete Mitteilung macht, daß es hört, lag zwischen zwei Weiden die Leiche mit dem Bauche auf wegen Plazmangels umgeschult worden ist. Dieses Los der Erde. Der Tote hatte beide Hände über den Kopf emporgestreďt und hielt sie oben zusammen. ist auch diesmal wieder nicht wenigen Gemeindeschulkindern zu teil beziehen, die Arbeit niederzulegen. Die Kehle war ihm mit einem scharfen Messer bis geworden. Zu den allgemeinen erziehlichen Nachteilen, die auf die Wirbelsäule durchgeschnitten. Ein Schlag unsren Kindern aus der Ueberfüllung der Gemeindeschulen erwachsen, mit einem stumpfen Gegenstand hatte das linke Auge so wuchtig ge- tritt mit diesen Umschulungen für die davon betroffenen Kinder noch troffen, daß es aus der Höhle start hervorgequollen war. Bei seinem eine specielle Schädigung. Ein Wechsel der Schule bedeutet zwar Weggange hatte Gabriel gestern morgen um 6 Uhr 1 M. mit- manchmal keinen Verlust, sondern viel eher einen Gewinn für ein genommen. Davon fand sich bei der Leiche nichts mehr vor. Auch Kind. Aber die zwangsweisen Umschulungen, wie sie an unsren futschern der Vorwurf erhoben, daß die Wagen nicht genügend Gegen die Straßenbahn wird von den Droschkendas Portemonnaie ist geraubt worden, ebenso die silberne Schlüssel- Gemeindeschulen üblich sind und alle halbe Jahre als eine Begleit- utschern der Vorwurf erhoben, daß die Wagen nicht genügend uhr mit der Nickelkette und die Wohnungsschlüssel, die der Ermordete erscheinung der Ueberfüllung wiederkehren, bleiben in der Mehr- Straßenbahnwagen und andern Fuhrwerken feien allein auf diesen Abstand von einander halten. Viele Zusammenstöße zwischen in der Tasche zu tragen pflegte. Die Nachforschungen ergaben bisher nur, daß Gabriel gestern zahl der Fälle nicht ohne nachteilige Folgen. Die Um- Umstand zurückzuführen. Der Vorstand der Personen- LohnfuhrwertsDie Nachforschungen ergaben bisher nur, daß Gabriel gestern schulung entzieht dem Klinde den Lehrer, an den es sich gewöhnt Innung hatte mit Bezug hierauf eine Eingabe an das Polizeiabend in der That auf dem Laubengelände gewesen ist. 82 Uhr ging er von dem früheren Restaurateur Emil Jung weg, hat, den es vielleicht sogar liebgewonnen hat, sie tremt es meist präsidium gerichtet, in der gebeten wurde, anzuordnen, daß die der jetzt in der Spichernstraße einen Flaschenbierhandel betreibt und auch von den Kameraden, an die es sich angeschlossen hat. Es ist ebenfalls eine Laube besitzt. nicht anders, als wenn man eine Pflanze, die eben erst Wurzel geUeber den Aufenthalt Gabriels kann folgendes mitgeteilt schlagen hat, wieder herausreißt und in einen fremden Boden verwerden: Mit Jung zusammen befand er sich abends in dessen Laube. pflanzt. Wer diese Wirkungen der Umschulung richtig erkannt hat, Dort waren außerdem der Wächter Gustav Neigel, der Gärtner der sieht jedem neuen Halbjahr mit Bangen entgegen; denn er kann Nicolaus und ein Bekannter von diesem Namens Anton Scholten, nie wissen, wo in dem allgemeinen Wirrwarr, der in den ersten genannt der„ lange Anton". Man trant bei Jung viel Schnaps, so daß der Wächter Neizel gestern vormittag noch unter der Nachwirkung Tagen nach Schulanfang in den Berliner Gemeindeschulen zu des Alkohols stand. Gabriel soll nun um 812 Uhr die Jungsche Bude herrschen pflegt, sein Kind hingeschoben werden wird. Solch ein verlassen haben, um seine Winterjace zu holen und nach Hause Gemeindeschulkind gilt eben nur als eine Nummer, die man einreiht, zu gehen. Scholten begleitete ihn ein Stück Weges, fehrte dann wo gerade noch Platz ist. zurück und übernachtete mit Nicolaus in dessen Laube, während Noch von einer andren Sorge werden viele Eltern bei Neigel bei Jung in der Bude schlief. Alle diese Männer wollen nun Semesteranfang bedrückt. Die Versetzung in eine höhere Klasse, die Um dem Unwesen der ,, Animierkneipen" mehr zu steuern, Gabriel nach den Blutspuren in der Nähe der Jungschen Bude er feine ganz ungetrübte Freude und wird von den Eltern mit recht vornehmlich in Frage kommen die unbedingte Einführung des während der Nacht nichts Verdächtiges wahrgenommen haben, obwohl der Semesterschluß gebracht hat, ist für die Kinder ärmerer Leute wird eine allgemeine Aenderung der über das Schantwesen erlaffenen Bestimmungen beabsichtigt. Es wird darüber gemeldet: Dabei soll mordet worden sein muß. Bei den weiteren Nachforschungen fand man eine Blutspur, die gemischten Gefühlen begrüßt. Wovon sollen nun nach den Ferien Bedürfnisnachweises und die Zulässigkeit des Verbots, weibliche Anvon der Leiche nach einem Graben führt, der an der Laubenkolonie die neuen Bücher beschafft werden?! Die„ UnentUnent gestellte in Schanträumen zu beschäftigen. Vor allen Dingen aber vorbeigeht und die Grenze von Schöneberg und Wilmersdorf bildet. geltlichkeit des Volksschulunterrichts" schließt bei vernünftiger follen die Animiertneipen" gänzlich eingeschränkt werden, zumal Um 4 Uhr nachmittags erschien am Fundort unter Führung des Definition dieses Begriffes auch die allgemein unent- der Nachweis, daß es sich um eine Animiertneipe" handele, Amtsgerichtsrats Richter eine Gerichtskommission und nahm unter geltliche Lieferung der Lehrmittel in sich, wie im Einzelfalle schwer zu prüfen ist und eine wachsame und Mitwirkung des Kriminalkommissars Rucks an Ort und Stelle den sie von den Socialdemokraten in der Stadtverordneten- umsichtige Kontrolle voraussetzt, die nicht von allen PolizeiThatbestand auf. Nachdem die Leiche sodann mit ihrer Umgebung Bersammlung seit Jahren gefordert wird. Aber in Berlin ist man uniformierte Erekutivbeamten eine Ueberführung nur in feltenen behörden in erwünschtem Maße ausgeübt wird. Zudem kann durch photographiert worden war, wurde sie mit einem Rünzelfchen Gespann nach der Halle in der Marstraße gebracht, um dort ent- noch nicht so weit dank dem Widerstande des Frei Fällen gelingen. Es wird daher beabsichtigt, nur Beamte in Civilfleidet und auf etwaige weitere Verlegungen, Druckflecke 2c. unter- finns, dem das gegen sein Princip ginge. Wer hier für seine fleidung und nicht beamtete Hilfskräfte die Kontrolle ausführen zu sucht zu werden. Man fand indessen an dem ganzen Körper nichts, Kinder unentgeltliche Lehrmittel verlangt, der muß erst eine pein- laffen, wobei die Stontrolle lediglich durch scharfe Vorschriften über die was mit dem Morde in Zusammenhang gebracht werden könnte, liche Prüfung über sich ergehen lassen, ob er auch wirklich und Beschaffenheit der Lokale, das Verhalten der Kellnerinnen in den außer den Halsschnitten und der Verletzung am Auge. Die Vernehmungen wahrhaftig so arm ist, daß er die Lehrmittel nicht aus Eigenem be- Wirtsräumen, die Meldepflicht usw. erleichtert werden soll und Zuwiderwurden gestern abend noch fortgesetzt. Zwei Männer Namens Schmidt schaffen kann. Das ist natürlich nicht nach jedermanns Geschmack handlungen unnachsichtlich zur Bestrafung gebracht werden sollen. und Fengler, die in Zeitungsberichten genannt werden, kommen bei dem und schreckt selbst manchen recht Bedürftigen ab, unentgeltliche baß die Kellnerinnen keinen festen Lohn bezichen oder doch in der Große Bedeutung sollen die Polizeiorgane dem Nachweise beilegen, Mord nicht in Betracht; fie waren wohl nachmittags in Jungs Bude, Lieferung zu nicht aber noch am Abend. Widersprüche in den Aussagen verbeanspruchen. Daß Schule Hauptsache auf Gewinnbeteiligung und Trinkgelder angewiesen find, schiedener Personen sind noch nicht aufgeklärt. So behaupten Jung mit darunter leidet, ist bekannt. Es vergehen manchmal was in den„ Animirkneipen" fast durchweg der Fall ist. Dieser und Neizel, sie seien erst nach 7 Uhr aus der Bude gekommen. viele Wochen, ehe die Kinder sämtlich im Besitz der richtigen Nachweis kann alsdann als ein bedeutsamer Hinweis auf die Demgegenüber erklärt ein einwandfreier Zeuge Namens H., er habe und vollständigen Lehrmittel find, und auch da, wo die Bücher usw. unerlaubten Zwecke des Wirtschaftsbetriebes erachtet werden. Auch die beiden schon um 5 Minuten nach 6 Uhr, als er an ihnen vorbei- unentgeltlich bewilligt werden, dauert es infolge der Umständlichkeit die Konzessionsbehörden sollen überall mit größter Zurückhaltung bei gekommen sei, in dem Garten arbeiten sehen, den einen vor, den des Verfahrens lange genug, ehe sie in die Hände der Kinder ge- Erteilung der Konzessionen zum Wirtschaftsbetriebe vorgehen und andern hinter der Laube. Scholten soll schon kurz nach langen. Inzwischen kann der Lehrer die Freuden des Semester namentlich die Bedürfnisfrage überall verneinen, wo nach den gesetz6 Uhr in einer Schankwirtschaft über den Word gesprochen anfangs durchkosten, indem er sich mit den Kindern Wochen hindurch und der Nachweis des Bedürfnisses nicht voll erbracht sei. Sodann lichen Bestimmungen in ihre Erörterung eingetreten werden dürfte haben. Auffallend wäre es dann, daß er teine Anzeige erfolglos abmüht. gemacht hätte. Er selbst behauptet freilich, daß das Gespräch erst Nach der Ansicht gewisser Führer des Berliner Freisinns mittelungen für Kellnerinnen und sonstige in Schankräumen thätige sollen die Polizeibehörden mit aller Energie auf die Stellenverspäter stattgefunden habe. Diese und andre Widersprüche nach der einen oder der andren Richtung zweifelfrei klarzustellen, wird wohl müßte ihnen die Bevölkerung Berlins an jedem Semesteranfang aufs weibliche Angestellte achten, hierzu strenge Ausführungsbestimmungen noch längere Zeit in Anspruch nehmen. neue kniefällig dafür danken, daß Berlin ein so großerlassen und die Stellenvermittler für Kellnerinnen usw. dauernd artiges" Volksschulwesen hat. Die Lobeshymnen auf unter sorgfältiger Aufsicht halten. dieses Volksschulwesen werden übrigens in den nächsten Wochen noch Das sind gutgemeinte Absichten, die aber wahrscheinlich die lauter als sonst aus dem Munde der Freisinnigen erklingen. Die Folge haben werden, daß die Sellnerinnen in den Animierkneipen Wolfsschule hat ihnen ja von jeher als ein wichtiges Mittel zur Agitation für die Stadtverordneten Wahlen gedient. Allerdings haben sie heute auch damit kein rechtes Glück mehr. Der Märchenwahn von der Volksschul Freundlich te it" des freisinns ist in Berlin fast überall längst zerstört. Nicht nur bei der Arbeiterbevölkerung, sondern auch in den Kreisen des Bürgertums hat man mehr und mehr erkannt, daß nicht einmal das Wenige an Besserungen erreicht worden wäre, was in neuerer Beit erreicht worden ist, wenn nicht die Socialdemokratie als treibendes Element in die Stadtverordneten- Versammlung hineingelangt wäre. -1971901 Eine Korrespondenz will erfahren haben, daß Jung, dessen Hausdiener Krüger, sowie ein Arbeiter Nicolaus, ein Bruder des gleichnamigen Laubenbesizers, in Haft genommen worden sind. Die Polizeibehörde setzt auf die Ergreifung des Thäters eine Belohnung von 300 M. aus. Berliner Partei- Angelegenheiten. Die Mitglieder der Preskommission werden ersucht, Freitag abend 81/2 Uhr zu einer Besprechung in der Redaktion des Vorwärts" anwesend zu sein. die auch " fortan noch ärger als bisher das Joch ihrer Sklavenhalter zu fühlen Schanträumen zu beschäftigen, nur auf die Animiertneipen, von bekommen. Hoffentlich soll das Verbot, weibliche Angestellte in denen man im allgemeinen annehmen sollte, daß sie nicht so schwer von anständigen Lokalen zu unterscheiden find, Anwendung finden. Anders würden die Bestimmungen bedeuten, daß Angehörige eines Berufes, der an sich durchaus nichts Unziemliches an sich hat und in Mittel- und Süddeutschland sich aller Achtung erfreut, geradenwegs Fünfter Wahlkreis. Da die Wahl des Vorstandes, der Verder Prostitution in die Arme getrieben würden. Ein Mangel an Arbeitskräften soll bei der Schutz= trauensleute und aller Beamteten des Kreises erst in der gegen Ende des Monats stattfindenden Generalversammlung des Wahlmannschaft fühlbar hervortreten, während in fast allen bürgervereins vorgenommen werden kann, so teilen wir, im Einverständnis lichen Lebensberufen die Not der Arbeitslosigkeit wütet. Eine Korrespondenz meldet: Bei der Berliner Bolizei ist gegenwärtig ein großer mit den bisherigen Vertrauensleuten, hierdurch mit, daß in der Zwischenzeit der Vorsitzende des Wahlvereins, Genosse Leo Zucht, Der städtische Wohnungs- Ausschuß trat in seiner gestrigen Mangel an Schuyleuten zu verzeichnen. Bekanntlich hat mit dem Berlin, Kleine Frankfurterstraße 3/4, zur Wahrnehmung aller Sigung in die Beratung des ihm kürzlich überwiesenen Antrages 1. Oktober ds. Js. die Vergünstigung aufgehört, daß Unteroffiziere Funktionen der Vertrauensleute des Streifes beauftragt ist. unfrer Genossen ein, der bezweckt, das Gelände der ehemaligen schon mit sechsjähriger Dienstzeit eingestellt werden konnten. wie früher werden nunmehr wieder nur Unteroffiziere mit Der Vorstand des Wahlvereins. Stralauer Wasserwerke für Errichtung Kleiner Wohnungen durch geZur Flugblattverbreitung wollen sich die Parteigenofien meinnüßige Baugenossenschaften unter den von der Stadtbehörde mindestens neunjähriger Dienstzeit zur Schußmannschaft überDie Folge davon war, daß am 1. Oktober nur des fünften Wahltreises Sonntagmorgen 7 Uhr in bereits festgesetzten Bedingungen bereit au stellen. Die wichtigste nommen. folgenden Lokalen einfinden: Snötsch, Hirtenstr. 10, Mindner, dieser Bedingungen bestimmt, daß die Höhe der Mieten für diese zwölf Probisten eingestellt wurden, während es sonst 60 bis 100 Linienstr. 19, Opiz, Elsasserstr. 58, aßmann, Linienstr. 29. Wohnungen so zu bemessen ist, daß nur die Berzinsung und Amor- Mann waren. Diese Erscheinung wurde noch dadurch verschärft, daß Am Dienstag, den 15. Oftober, findet im Rosenthaler Hof, tisation des für die Herstellung aufgewendeten Kapitals, die aus der der größte Teil der Unteroffiziere der Armee am 1. Oktober ein beendet. Wer also am 1. Oktober seine neun Jahre Rosenthalerstr. 11/12, eine öffentliche stommunalwähler- Versammlung Instandhaltung usw. entſtehenden Aufwendungen sowie die Ver: absolviert hatte, konnte sich erst an diesem Tage zur Schuhmannstatt, in der Genosse Singer referiert. waltungskosten in Anrechnung gebracht werden dürfen. Das fragliche Terrain würde für 2000 Wohnungen, in denen schaft melden und kann erst für den 1. November auf Einberufung Wie betreiben wir die Agitation zu den bevorstehenden etwa 8000 Personen menschenwürdig wohnen können, Staum bieten; als Brobist rechnen. Infolge der Knappheit au Schußleuten find Stadtverordnetenwahlen? Ueber diese Frage hält der Stadt es ist gut gelegen mit bequemen Verbindungen nach allen Teilen zahlreiche Reviere sehr schwach besetzt, so daß Austauschungen vorverordnete Paul Hirsch heute abend in der Gambrinus- Brauerei, der Stadt und vor allem würde die Verwendung in der von unsren genommen werden mußten, um den erforderlichen Sicherheits- und Wallstr. 94, zu Charlottenburg einen Vortrag. In derselben Genossen beantragten Weise ausschließen, daß das Terrain parzelliert Patrouillendienst aufrecht erhalten zu können. Versammlung erfolgt die Aufstellung der Kandidaten. Lichtenberg. Heute abend 8 Uhr hält der Wahlverein bei Höflich, Frankfurter Chaussee 121, seine Generalversamm Tung ab, in der Genosse Stadthagen über den Parteitag Bericht erstattet. Außerdem stehen Vorstandsbericht und Neuwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung. Der Wahlverein Britz hält am Freitagabend 82 Uhr bei Bartenthin, Bürgerstr. 4, seine Generalversammlung ab. und so der Privatspekulation neue Nahrung zugeführt wird. Gegen Zu Virchows 80. Geburtstag. An dem Festmahl, diefe Ausschließung des Privatkapitals, gegen diese Schrunde, die welches die städtischen Behörden am 18. d. M. zu Ehren des greisen verhindern sollte, daß bei der Aufteilung so großen und wert- Gelehrten in den Festräumen des Rathauses veranstalten, werden vollen Terrains die Spekulation in gewohnter Weise wieder die Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordneten- Versammlung Riesengewinne mühelos in die Tasche steckt, richtete sich aber teilnehmen; außerdem sollen die Ehrenbürger und die Stadtältesten der ganze Zorn der im Ausschuß fizenden Hausagrarier. Rein Berlins, sowie Vertreter einzelner Staatsbehörden geladen werden. und unverhüllt trat in der Debatte der Standpunkt dieser Herren Die Berliner Studentenschaft veranstaltet am 15. November eine von neuem zu Tage. Die Wohnungsnot, soweit man von einer Virchow- Feier. Reinickendorf. Der focialdemokratische Wahlverein nahm in feiner am 5. d. Mts. abgehaltenen Versammlung einen Vortrag des Genossen Lankow entgegen. Die Genossen Berg und Schuhmacher legten die Bestrebungen des Vereins abstinenter Arbeiter dar und forderten zum Eintritt in denselben auf. Bund deutscher Barbier, Friseur- und Perrückenmacher Gehilfen. Zweigverein Charlottenburg. Donnerstagabend 10 Uhr bei Wernice, Bismarckstr. 34: Sigung. Centralverband der Konditoren und verwandten Berufs: Die Gemeindeschule in der Wartenburgstraße hat am in Frankfurt a. M. erschienen, Die Buchausgabe kostet 1,50 M., die geftrigen Dienstag bei Beginn des Winterhalbjahrs die dritte Vor- Wandtafel- Ausgabe 60 Pf. Die Vorzüge dieses weitverbreiteten Schulklasse des Friedrichs Realgymnasiums, das be- Werkes sind zu bekannt, als daß es noch besonderer Empfehlung befanntlich klassenweise aus der Albrechtstraße nach und nach in die dürfte. Tempelhofer Vorstadt übersiedeln soll, in ihren Räumen auf- Aus Schöneberg berichtet man uns: Wie erinnerlich sein genommen. Da in dem Gemeindeschulhause fein Klassenzimmer dürfte, stand bereits im Mai dieses Jahres das Gesuch um Verunbesetzt war, so ist eine der Gemeindeschulklassen auf- leihung des Bürgerrechts an den damals eben erst neugewählten gelöst worden und die Kinder dieser Klasse sind anderweitig unter- Stadtbaumeister Berger auf der Tagesordnung der Stadtverordneten gebracht worden. Aschenbrödel hat also richtig Platz machen müssen. Sigung. Trotzdem nun der Magistrat die Verleihung warm Aushelfer zu Weihnachten sucht bereits die Post- empfohlen hatte, erfolgte doch die Ablehnung des Gesuchs. genossen. Heute, Donnerstag, abends 8 Uhr, große öffentliche Berberwaltung. Wie die Ober- Postdirektion mitteilen läßt, werden warum? Der Herr war, wie begründet wurde, zu Unrecht vom fammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal V, 1 Treppe. im hiesigen Bezirke auch während der diesjährigen Weihnachtszeit, Ersten Bürgermeister in die Kanaldeputation delegiert worden, da das ist etwa für die Tage vom 19. bis 25. Dezember, zur Be- er noch nicht ein Jahr am Ort wohnte, also noch nicht Bürgerwältigung des Bäckereidienstes voraussichtlich eine größere Anzahl deputierter hätte werden können. Nachdem nun diese Angelegenheit Der Rhein ist einer Kölner Depesche zufolge in anhaltendem von Aushilfskräften gegen ein Tagegeld von 3 Mark eingestellt verschiedene Sigungen der Körperschaften beschäftigt hat, ist jetzt Steigen begriffen, gestern zeigte der Pegel bereits 4,09 Meter. Die werden. Unbescholtene Personen, denen an einer Beschäftigung während der bezeichneten Zeit gelegen ist, wird empfohlen, sich als- legung des Bürgerdeputierter- Mandats erledigt worden. Nunmehr Mosel ist seit vorgestern um 1,45 Meter gestiegen. Das Dorf Fejerpatak( Liptauer Comitat) wurde, wie man bald bei dem faiserlichen Badetpoftamt, Oranienburgerstr. 70 Hier wurde auch dem Gesuche um Bürgerrechtsverleihung zugestimmt, ein Schauspiel für Götter! Herr Berger wiederum als aus Budapest meldet, durch eine Feuersbrunst fast ganz zerselbst, unter Vorlegung ihrer Führungszeugnisse 2c. zu melden. Nur stört. 207 Gebäude nebst Nebengebäuden sind niedergebrannt; biele Personen von gesundem und kräftigem Körperbau können zur Ein- Bürgerdeputierter gewählt. Wer lacht da? Haustiere sind in den Flammen umgekommen. stellung gelangen. nach beinahe sechs Monaten endlich die Sache durch und Versammlungen. NiederVermischtes. Gersten- und Hopfenausstellung. In Gegenwart offizieller Schiffsunglück. In der vergangenen Nacht ist der dänische Schooner Anna" südlich der Greifswalder Die gesunken. Die MainBersonen ist gestern mittag die 7. Deutsche Gersten- und Hopfen= ausstellung und die Brauerei- Maschinenausstellung in dem neu Der Generalftreik der Flaschenmacher, sein Ende und die schaft ist gerettet. errichteten Gebäude der Versuchsanstalt für landwirtschaftliche der öffentlichen Gewerkschaftsversammlung, welche am Sonntag, den Nähe von Hatszeg ein Postwagen auf der zur Eisenbahn führenden Bedeutung für die deutsche Arbeiterbewegung. lautete das Thema Poftraub. Wie aus Budapest telegraphiert wird, wurde in der Maschinentechnik nach einer Ansprache des Generaldirektors Friedrich 6. Oktober, in Rummelsburg im Ziebarthschen Saale tagte. Der Landstraße ausgeraubt. Geraubt winden 15 000 kronen Bargeld Goldschmidt eröffnet worden. Die Ausstellung ist mit 253 Gersten- Referent Girbig legte nochmals die Gründe des Streits dar und und 30 eingeschriebene Briefe. Der Kutscher des Postwagens würde proben, 8 Brauweizen- Proben, 185 Hopfenmustern und in der Maschinenabteilung von 115 Firmen mit Maschinen und Apparaten verwahrte sich dagegen, daß der Centralvorstand und die Lohn- als mitverdächtig verhaftet. aller Art beschickt. vermieden werden können. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donner3. tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. tommissionen taktische Fehler begangen hätten, wie ihnen seitens andrer Gewerkschaften vorgeworfen worden sei. Der Redner wandte Wetter: Prognose für Donnerstag, den 10. Oktober 1901. Im Tiergarten erschossen hat sich der 21 Jahre alte, aus sich scharf gegen den Artikel in der Holzarbeiter- Zeitung" und gab Zunächst wärmer, später wieder fühler, zeitweise heiter, jedoch sehr Stralsund gebürtige Hausdiener Karl Wegner, der zuletzt fünf der Meinung Ausdruck, daß von einem Weißbluten der Gewerkschaften unbeständig mit Regenschauern und starten westlichen Winden. Berliner Wetterbureau Monate lang in einem Hotel in der Luisenstraße beschäftigt war. feine Rede sein kann. Habe doch der Holzarbeiter- Verband bisher die Summe von für Der junge Mann gab am Montagabend ohne Angabe eines Grundes mur 783,65 Mart diesen Kampf Die Schuld an der plöglich seine Stellung auf und ging weg. Gegen 101/2 Uhr abends gegeben. schmählichen Niederlage die Gewerkschaften, erschoß er sich in der Nähe des Wasserturmes im Tiergarten. Leute, hätten nicht welche ihr möglichstes um die Streifenden über Wasser zu halten. die zwei Schüsse fallen hörten, suchten das Gelände ab, in der gethan haben, Dunkelheit blieben jedoch ihre Bemühungen erfolglos. Erst am In der Diskussion, welche eine lebhafte war, nahm zuerst der Vernächsten Morgen fand man Wegner als Leiche im Gebüsch liegen. treter der Berliner Gewerkschaftskommission, Genosse Lint, das Wort. Körte. 1. Bei den am 6. November stattfindenden Ergänzungswahlen Was ihn in den Tod getrieben hat, steht noch nicht fest. Nach Er rechtfertigte die Berliner Gewerkschaftskommission, er kritisierte find 50 Stadtverordnete zu wählen. Es kommen in Betracht 48 Ergänzungseiner Darstellung soll es Liebeskummer, nach einer andren Geld- die Leitung des Streiks und ist der Meinung, daß der Kampf hätte wahlen und zwei Erjazzwahlen. Nach der Städte- Ordnung muß alle zwei verlust sein. Dörwald( Glasarbeiter), Juckel( Kisten Jahre 1/3 der Stadtverordneten in jeder Abteilung ausscheiden; da in macher) rechtfertigten den Streit und wiesen auf die ungenügende Berlin jede Abteilung ans 48 Stadtverordneten besteht, müssen 16 ausUnterſtüßung hauptsächlich der großen Verbände hin. Der Ver- ſcheiben. Diese Anzahl aus jeder der drei Abteilungen ergiebt obige Zahl. treter der Metallarbeiter, Genosse Cohen, verteidigte in 2. Das Mandat des Stadtv. Singer läuft 1903 ab. E. 2. 33. Wenden Sie sich an das deutsche Konsulat in St. Louis. längeren Ausführungen das Verhalten der größeren Ver- G. in P. 1. Ja. 2. Will jemand eine Erbschaft annehmen, so braucht bände, hauptsächlich das des Metallarbeiter Verbandes. Er er nichts zu erklären. Will er sie ausschlagen, so muß er innerhalb hält es nicht für richtig, daß die Glasarbeiter den Kampf in sechs Wochen eine etwa dahin gehende Erklärung Die Erbschaft in eines solcher schlechten Geschäftszeit aufnahmen, noch dazu, wo sie keinen verstorbenen Bruders schlage ich aus. Name und Wohnung" Pfennig in der Kasse hatten. Nachdem noch Kaufhold den Central- durch ein Gericht oder durch einen Notar beglaubigen lassen und diese Ervorstand und die Streifleitung verteidigt und Hänisa die Ur- flärung innerhalb 6 Wochen dem Nachlaßgericht einreichen. Die Ausschlageabstimmung bemängelt hatte, wurde wegen vorgerückter Beit die frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in welchein der Grbe von dem Erbanfall und dem Grunde der Berufung Kenntnis erlangt hat. Liegt ein Testament Diskussion geschlossen. Girbig forderte im Schlußwort zum festen vor, so beginnt die Frist nicht vor der Verkündung der Verfügung. Eine Anschluß an die Organisation auf, damit die Scharte wieder aus- verspätete oder nicht notariell oder gerichtlich beglaubigte Entsagung ist wirkungsgeweit würde. Io8. 3. Etwa 10 Mart. 4. Keine. Zilbermann. 1. Ja. 2. bis 4. Nein. Hierdurch die traurige Nachricht, daß unsre liebe Tochter, Schwester und Schwägerin 10376 Zeugen gesucht. Die Personen, welche am Abend des ersten Pfingstfeiertags gesehen haben, wie an der Straßenbahn- Haltestelle in Treptow ein Mann, der ein Kind auf dem Arm trug, gegen einen andern Fahrgast handgreiflich wurde, werden gebeten, sich beim Schankwirt Richter, Mariannenstr. 41, zu melden. Arbeiter- Bildungsschule, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Die heute abend stattfindende Generalversammlung beginnt un 8½ Uhr. Hiermit ſei der Irrtum im Inserat richtig Otto Hübners geographisch- statistische Tabellen sind jetzt über das Jahr 1901 in 50. Auflage im Verlag von Heinrich Keller gestellt. Socialdemokratischer Verein = für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Achtung! IV. Wahlkreis( Osten). zu Achtung! " Emma Franzke am Montag, den 7. Oftober, sanft Freitag, den 11. Oktober 1901, abends S½ 1hr, im Lokale von( Koppenstraße 29) Louis Kellers Festsäle( oppenstraße 29) entfchlafen ist. Die Beerdigung findet Buske( Seefeld), Grenadierstraße 33: Außerordentliche Sonntag, den 13. Oftober: General- Versammlung. Stiftungs- Fest des Socialdemokratischen Wahlvereins 1. Beratung über die Einzel- Paragraphen des neuen Statuts. 2. Diskussion und Beschlußfassung. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 245/14 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Achtung! Charlottenburg. Achtung! Freitag, den 11. Oftober 1901, abends 82 Uhr, in der Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 98: Volks- Versammlung Tages Ordnung: [ 289/18 Der Milchkrieg. Referent: Reichstags- Abgeordneter Wolfgang Heine. Die Frauen sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. J. A.: Louis Pierow. Arbeiter- Bildungs- Schule Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links II. Lehrplan für das IV. Quartal 1901. Unterrichtsfach Geschichte Behandelter Lehrstoff Litteratur bei den Urvölkern und im Altertum UnterLehrer richtsAbend Schriftsteller Dr.Rudolf Montag Dienstag bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung der Gesangvereine Liedesfreiheit I. und der Maurer( Wilmersdorf). Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz." Turnerische Aufführungen von Mitgliedern des Turnvereins Fichte. Musik unter Leitung des Musikdirigenten Herrn G. Grass. GROSSER BALL. Eröffnung 4 Uhr. Anfang 5 Uhr. Billet 25 Pfennig, an der Kasse 30 Pfennig. Brogramm gratis! Freie Volksbühne. III. Serie im Carl Weiss- Theater: Das Friedensfest. Eine Familien- Katastrophe von Gerhardt Hauptmann. In Scene gesetzt vom Oberregisseur Alfred Halm. Die Vorstellungen finden statt am Sonntag, den 20., 27. Oktober, 3., 10., 17. November, 1. und 8. Dezember. Sonntag, den 13. Oktober, im Lessing- Theater, 6. und 7. Abteilung( graubraun und braune Karten): Gespenster. Herbstfest in den glänzend neu renovierten Festsälen der Brauerei Friedrichshain am Sonnabend, den 12. Oktober, 8 Uhr abends unter Mitwirkung der Herren Wehrlin vom Berliner Theater, Marcell Salzer vom Künstler- Cabaret, Ernst Jaffé vom KünstlerCabaret, Textor vom Künstler- Cabaret, Kapellmeister Siegfried Moritz vom Theater des Westens, Gustav Birkholz vom Theater des Westens, Frl. Laura Detschy vom Theater des Westens, Herrn A. Wittenberg vom Berliner Tonkünstler- Orchester. Voranzeige! Donnerstag, den 24. Oktober, abends 8 Uhr, General- Versammlung. Steiner Natur- Erkenntnis Die Lehre von der Energie Dr.Robert Hasse. Zoll-, Handel- und Verkehrs- Politik Uebungen in mündlicher Rede und im schriftlichen Aufsatz Schriftst. DonnersGeorg tag Bernhardt Schriftsteller Dr.Rudolf Steiner 291/2] Freitag Nationalökonomie RedeUebung Der Unterricht beginnt in Geschichte Montag, den 14. Oktober; Naturerkenntnis Dienstag, den 15. Oktober; Nationalökonomie Donnerstag, den 17. Oktober; Rede- Uebung Freitag, den 18. Oktober. Vortrag des Herrn Dr. Martin Zickel, Regisseur am Residenz- Theater über: Regiekunst. Geschäfts-, Kassen-, Revisionsbericht, Diskussion etc. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 13. Oktober, abends 7 Uhr, Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 211 Uhr. Die im„ Königstadt- Casino"( Raddatz), Holzmarktstrasse 72: reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das UnterrichtsVortrag des Genossen Dr. Friedeberg über: geld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist spätestens Die Schwindsucht und ihre Bekämpfung. am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei. Nach dem Vortrage: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am Eintritt 20 Pfennig. besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links II, und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstrasse 40a; Reul, Barnimstr. 42; Bauer, Rosenthalerstr. 57; Krause, Müllerstr. 7a. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Berlin S. 42, Brandenburgstr. 9, IV., Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Hasenheide 50, zu senden. Der Vorstand. 4/20 Achtung! Bauauschläger. Achtung! 5/3 Garderobe frei. Jede Dame spart beim Einkauf Geld Damen- Mänteln. Nach beendeter Engros- Saison verkaufe einzeln zu am Freitag, den 11. Oktober, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause der Bartolomäus Gemeinde, Weißensee, Faltenberger Chaussee, aus statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Genossen des fünften Wahlvereins und den Kollegen des Centralverbandes der Handels: hilfs- Arbeiter zur Nachricht, daß am 8. d. M. meine geliebte Frau, unfre 10386 gute Mutter Emilie geb. Arndt bei der Entbindung plötzlich verstorben ist. Um stilles Beileid bittet Der trauernde Gatte Herm. Clemens nebst Kindern. Die Beerdigung findet Freitags nachmittag 312 Uhr von der Halle des St. Bartholomäus- Kirchhofes in Weißensee, Falkenberger Straße aus ſtatt. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Befannten die traurige Nachricht, daß meine einzige Schwester 10426 Emilie Clemens geb. Arndt im Alter von 35 Jahren am 8. d. M. storben Engros- Preisen an den Folgen der Entbindung verWinter- Jacketts mit und ohne Seidenfutter von 4 M. bis 20 M. Golf- Capes mit und ohne Bolants von 5 M. bis 25 M. Kinder- Jacketts und Paletots von 3 M. bis 10 M. Sacca- Valetots mit und ohne Seidenfutter von 7,50 bis 30 M. Der trauernde Bruder Emil Arndt. Beerdigung Freitag, den 11. d. M., nachm. 32 Uhr, von der Halle des St. Bartholomäus- Kirchhofes, Weißenfee, Faltenberger Straße aus. Bau- u. Sparverein der in Gemeindebetrieben be: fchäftigten Arbeiter und Angestellten.( E. G. m. b. H. Donnerstag, den 24. Oktober, abends 8 Uhr: General- Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung des Vorstandes. 2. Grjazwahl für ein ausgelooftes Ein großer Posten ſtandsmitglied. 3. Erfazwahl für langer Modelle" bocheleganter Capes und Paletots mit echten Belzbesätzen Persianer, Nerz, Tibet, unter Herstellungspreis. Engros- Lager! Enorme Auswahl! Kein Laden. Max Mosczytz, drei 10205 Aufsichtsrats- Mitglieder. Bruno Poersch. E. Damm. Arbeiter: Kenograpben Verein Stolze Schrey Stoke- Schrey haler liggen. Neue Unterrichtskurse beginnen Donnerstag, den 10. Oktober, im Bezirk Nord- West, b. Fischer, Waldstrasse 8 und im Bezirk Süden, bei Jahn, Gräfestr. 82. Freitag, den 11. Oktober, im BeGewerkschaft der Maler, Auftreicher Landsbergerstr. 59, 1 r. zirk Centrum, bei Grupe, und verwandten Berufsgenossen Berlins u. Umgegend. Donnerstag, den 10. Oktober, abends 82 Uhr, in den Armin: haken( oberer Saal), Kommandantenstr. 20: General- Versammlung. Tages Ordnung: ( am Alexander- Platz). monatlich Teilzahlung 10 M. liefert elegante " Herren- Garderobe 1. Kaffenbericht. 2. Bericht der Delegierten vom Kongreß. 3. Bericht nach Maß, auch bar Kasse allerbilligste 155/9 Preise. Fert. Garderobe stets vorrätig. Das Bureau der Lohnkommission befindet sich jetzt Grenadierstr. 33 der Delegierten von der Konferenz. 4. Gewerkschaftliches. Schneidermeister, in Restaurant Buske. Telephon: Anit 3 Nr. 6060. 40/1 Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist pünktliches Erscheinen not- Tomporowski, Neanderstr. 16. II. wendig. Mitgliedsbuch legitimiert. 527b Beginn 82 Uhr abends. Die erste Stunde ist kostenfrei. Unterrichtsgeld 4 Mk. Das Lehrbuch wird gratis geliefert. Berliner Felix Scheuer Die Lohnkommission. Der Vorstand. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin. Ulk- Trio. Stralsunderstr. 1.