Nr. 30. Grscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u. Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bts 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bts 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredjer: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Benth- Straße 2. Herr Adolf Lehr, der Moralstatistiker. Stelle: " I. Donnerstag, den 5. Februar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. D an Empfehlungen und Beziehungen sicher Stachel reichsamtlicher Erhebungen zu löcken und die That- dem es fachen, die das Reichsamt des Innern mit Hilfe der einzel- nicht gebrach, warum hat er nicht mit Hilfe des staatlichen Regierungen hat ermitteln lassen, von oben Polizeiamts und anderer Behörden die wirthschaftherab zu behandeln und Herrn von Bötticher mir nichts liche Herkunft der Leipziger Prostituirten untersucht? dir nichts ein Schnippchen zu schlagen. Unsere Leser wissen, Das wäre, ganz gleich, was für ein Resultat zu Tage geDieser Tage ist ein neues Heft des vom Verein für daß die einzige halbwegs brauchbare Reichsenquête, fördert worden wäre, eine verdienstliche Arbeit gewesen, Sozialpolitik veranstalteten Sammelwerks: Die deutsche die sich auf Arbeiterzustände bezog, die auf einen Reichs- und wenn er nun einmal diese Materie angeschnitten hat, Hausindustrie, erschienen: Die Hausindustrie in der Stadt tags- Beschluß vom 14. Mai 1885 hier veranstaltete konnte er auf diesem Wege positive Thatsachen sicherlich Leipzig und ihrer Umgebung von Dr. Adolf Lehr. offizielle Untersuchung über die Lage der in der Wäsche- finden. Indeß ganz lassen uns die Moralstatistiker denn Wir behalten uns vor, auf die Schilderung der Leipziger fabrikation und Konfektionsbranche Deutschlands beschäf- doch nicht im Stich, und was sie bieten, spricht gegen Heimarbeiterzustände näher einzugehen, eine Schilderung, tigten Arbeiterinnen gewesen ist. Daß Herr Lehr diesen die Ansicht des Herrn Lehr. Es wäre wohl angebracht die dem beschränkten Standpunkt der Unternehmerfreund- Enquêtebericht mit keiner Silbe erwähnt und sich damit gewesen, daß der strebsame Nationalökonom auf die ihm lichkeit gar gewichtige Zugeständnisse" macht. Heute aber begnügt, direkt nur gegen die Gewerbekammer zu Leipzig wahrscheinlich nicht unbekannten Daten verwiesen, die wir soll uns ein Abschnitt des allgemeinen Theiles beschäftigen, und Dr. Kuno Frankenstein, der bekanntlich aus diesem dem berühmten französischen Forscher Parent- Duchatelet in welchem Herr Dr. Lehr die uneheliche Geburten- Ziffer Enquêtebericht geschöpft hat, zu polemisiren, ist recht verdanken. Derselbe führt in seiner Schrift über die Leipzigs einer eigenartigen Kritik unterzieht, die den charakteristisch für die Sachlichkeit des neuesten Hausindustrie- Pariser Prostitution an, daß von 3084 Dirnen, deren foziale Berufsstellung er genau untersuchte, 1559 NähteStempel der Bourgeoismoral an der kühnen Stirne Schriftstellers. trägt. Die offiziellen Darlegungen, die das Reichsamt des rinnen und Puhmacherinnen, 285 Posamentierarbeiterinnen Im Berichte der Gewerbekammer zu Leipzig, Jahr- Innern dem 1887er Reichstage zugehen ließ, bestätigen und Haararbeiterinnen, 284 Wäscherinnen und Flickerinnen gang 1888, S. 29, findet sich, wie Lehr anführt, folgende bekanntlich die Thatsache, daß die Prostitution für sich befanden, so daß rund 69 pCt. dieser Prostituirten viele Heimarbeiterinnen ein nothwendig aus der Unter- nachweislich der Hausindustrie angehört hatten. Und Die Lohnfäße mancher weiblicher Arbeiter, z. B. bezahlung sich ergebendes komplementäres Ge- spätere Untersuchungen, von Trébuchet und Poirat- Duval Strickerinnen und Näherinnen, sind in der That so niedrig, werbe ist, d. h. ein zur Ergänzung des Lebensunter- angestellt, gelangten zu dem gleichen Resultat. Da hat daß selbst bei angestrengtester Thätigkeit der Verdienst nicht halts erforderliches Gewerbe. Und Herr Lehr wird Herr Dr. Adolf Lehr Zahlen, freilich Zahlen, die ihm in ausreicht, den dürftigsten Lebensunterhalt davon zu be- vielleicht zugeben, daß die aus amtlichen Quellen von seinen Kram nicht passen. Dafür holt er sich zu seiner Unterstützung Zahlen, ftreiten; namentlich trifft es diejenigen Arbeiterinnen hart, Fachmännern, guten Beobachtern und geschulten Sachdie allein stehen und lediglich auf diesen Verdienst ange- fundigen geschöpften Daten nicht blos auf Meinungen die sozialstatistisch zwar von Interesse sind, aber für seine wiesen find. Diese sind geradezu gezwungen, entweder an und Annahmen" beruhen. Er wird vielleicht ferner zu- Absichten auch gar nichts beweisen. Weil, so schließt er, die Wohlthätigkeit zu appelliren oder andere bedenkliche gestehen, daß bei den Mittheilungen aus den verschiedenen die Betheiligung der Hausindustriellen Arbeiterinnen an der Wege einzuschlagen." Theilen des Reichs nicht von versprengten vereinzelten unehelichen Geburten- Ziffer in Leipzig eine geringere iſt, als Lehr erklärt nun: In diesen Aeußerungen wird Beobachtungen" die Rede sein kann. Aus Berlin und bei Hand- und Fabrikarbeiterinnen und gar bei den Dienstargumentirt: Weil ein Theil der Arbeiterinnen einen zu ge- aus Erfurt, aus Württemberg, aus Posen, aus Breslau mädchen, deshalb sprechen die thatsächlichen Verhältnisse ringen Lohn verdient, darum sind sie genöthigt, sich der liegen erschütternde Berichte vor über das Loos der gegen die vielverbreitete Annahme, daß die Noth, resp. die niedrigen Lohnsätze die industriellen Arbeiterinnen der ProProstitution zu ergeben; ein Beweis aber für diese Folge- in der Hausindustrie beschäftigten Weiber. Ja, diese Noth, diese rung, etwa durch Angabe der Zahl derjenigen Prostituirten, Der Kritiker Lehr verlangt als Beweis für die stitution in die Arme treibe." welche Strickerinnen, Näherinnen und dergleichen zu sein so gut bekundeten Vorgänge zahlenmäßige Angaben über niedrigen Lohnsäge sollen eben an Allem Schuld sein. vorgeben, wird nicht erbracht." Er selbst sei nun in der die Prostituirten, die aus der Hausindustrie hervorgegangen Aber wie Herr von Forckenbeck, der Nothstands- Läugner Lage, auf methodischer statistischer Bearbeitung beruhende sind. Er selber jedoch hat sich dieser Beweisführung ent- und Wadelstrumpf en chef, die Thatsachen mit hofexakte Angaben" über die Leipziger Verhältnisse zu machen, schlagen, obgleich er gerade dazu verpflichtet war, den männischer Eleganz ignorirt, so beweist sie uns Herr Lehr welche dieselben in einem etwas anderen Lichte" erscheinen Nachweis für seine Behauptung auf diesem Wege zu radikal, rattenkahl" fort; denn er hat, man vergesse dies ließen. Er stelle fest, daß auch in Leipzig ein Theil der erbringen. Denn wenn Jemand erklärt:" Ich erkenne nicht, auf methodischer, statistischer Bearbeitung beruhende Hausarbeiterinnen allerdings einen durchaus unzureichenden diese Ansicht nur an, wenn der und der ziffermäßige erafte Angaben." Wie lieblich wird dem argbedrängten Lohn verdient", aber sein Material, die angeblich so Beleg dafür erbracht ist", so hat er, wenn er diese selbe Unternehmerthum, das durch die beschreibende Wirthschaftseratten Angaben", spreche gegen die oben gekennzeichnete Ansicht thatsächlich widerlegen will, den negativen forschung der Thun, Say, Schnapper- Arndt u.s.w. bis aufs Blut Auffassung, daß der Nothstand der hausindustriellen Ar- Beweis auf dieselbe Weise zu führen, das heißt durch geärgert ist, die schneidige Logit des Leipziger Wirthschaftsbeiterinnen dieselben zur Prostitution treibe. Herbeischaffung von Zahlenmaterial, das, um mit Herrn Historikers" eingehen. Wie sagt doch Onkel Bräsig in Lehr spricht kurzweg davon, daß solche vielfach ge- Lehr zu reden, auf methodischer, statistischer Bearbeitung" feinem geliebten messingschen Deutsch:" Nachtigall, ich hör' hörte Aeußerungen meist wohl nur auf Meinungen, An- beruht, klipp und klar zu zeigen, daß er Recht hat, nicht dir laufen!" Hören wir also: während der Jahre 1877-86 nahmen oder vereinzelten Beobachtungen beruhen". Es seine Gegner, daß die Zahlen für ihn, nicht für sie sprechen. ist nicht hübsch von solch loyalem Herrn, wider den Warum hat Herr Lehr keine Recherchen angestellt, er, famen in Leipzig auf 100 uneheliche Mütter: Feuilleton. Nachdruck verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. ( 30 " " nein. daß er Leibschneiden hatte. Er lächelte und wand sich, Pulver; und dennoch schrie er. Sie bettete die Wiege neu, wand sich und lächelte; hie und da fuhr er mit lautem rüttelte die Kissen weich wie ein Dunennest; Schrei auf, als ob er bös geträumt. Da nußte es nichts, Bereitete eine ganz frische Milch; aber nein. Er schrie. sich niederzulegen; die Wiege mußte die ganze Zeit über in Sie hob ihn auf und trug ihn herum; trug ihn viertelGang gehalten werden. Um Mitternacht vermochte Fanny stundenlang auf dem Arm, wiegte, summite, sang, weinte; nicht mehr weiter; sie fiel ins Bett hinein und versant in endlich verfiel er in Dusel; sie versuchte ihn niederzulegen; Schlaf; da fing der Knabe aber sogleich an:" Dah! oah!" doch das weckte ihn wieder auf. Sie vermochte ihn nicht Uf! Sie riß sich aus der Tiefe ihres Schlafes; es schwindelte mehr zu tragen, setzte sich auf einen Stuhl und wiegte ihn Das war ein ewiges Gefrette mit Saugflaschen, mit ihr; sie vermochte kaum sich zu befinnen; endlich kriegte sie im Schooß. Wieder schlummerte er ein; sogleich schlief auch Milch, die gewärmt und gemischt werden sollte, mit Milch, ihm wieder das Saugrohr zwischen die Lippen, legte sich sie und hätte nahezu den kleinen zu Boden fallen lassen. die sauer geworden, mit Mundstücken, die nicht zogen. dann hin und begann zu wiegen. Biss, bsss, bsss, biss..." Ach!... Sie hatte den Auftrag, Lea zu wecken, wenn Manchmal mochte der Kleine die Flasche nicht, wie gut der Die Arme schliefen ihr ein; die Wiege blieb stehen; der etwas geschah; ein paar Mal that sie es. Der Knabe war Inhalt auch bereitet war; da wußte sich Fanny feinen Kleine fing an Da- h! oah!" Sie gab ihm die Flasche; so sonderbar geworden, bläulichblaß und entsetzlich; die Rath. Sie wiegte ihn so, daß er Gehirnerschütterung hätte er wand sich und verlor dieselbe wieder. Da- h! oa- h!!" Augen schielten; sie meinte, es könnten Krämpfe sein. Jedoch friegen können, trug ihn und schautelte ihn, bis sie ihre wieder gab sie sie ihm; nein, nun wollte er sie nicht. Er es war nichts; es war blos Leibschneiden. Wegen dieser Arme spürte. Gott Vater mochte wissen, was dem Jungen schrie nur. Er krümmte fich in seinem Kissen wie ein Wurm Kleinigkeit hätte sie nicht gebraucht, die Leute in ihrer fehlte. Nach und nach lernte sie, daß es wohl helfen konnte, und schrie. Da half nichts; taumelnd vor Schlaf mußte sie Nachtruhe zu stören. Seither ließ Fanny ihre Schwester Endlich. schlafen, selbst wenn es manchesmal sehr arg schien. Wurde ihm Pulver zu geben, ihm den Bauch mit grünem Del ein aufstehen und ihm eine neue Flasche mischen.-zuschmieren, ihm die Windeln, die er naß gemacht, gegen Ach Gottlob. Sie wälzte sich über den Bettrand und fiel der Senabe allzu unmöglich, so that sie ihn in die Wiege und ließ ihn schreien. Sie war dann so müde, daß sie Es war ein böser Schlaf, erfüllt von trockene umzutauschen; aber all das war so beschwerlich, in todähnlichen Schlaf. „ Da- h! oa-- h! oa---5!" Ah! schlief, trotz alledem. daß sie es so lang als möglich unterließ. Als Lea gesund wurde, kam sie oft ins Kinderzimmer. War der Knabe Gott schüße uns! Was gabs denn wieder! Uf, das war Gewissensbissen und schweißtreibenden Träumen; jedoch sie Gegen Morgen schwieg der Junge ein paar Stun brav, so spielte sie mit ihm und liebkoste ihn, war er fein Schreien; das war Stöhnen, häßliches, langes, heiseres schlief. schlimm, so schalt sie Fanny aus. Sie lernte gleichfalls ihn Stöhnen, tief aus dem Bauch herauf gepreßt; es durchsägte den, so daß Fanny sich doch ein bischen erholte; allein um Wenn sie Abends nicht zu müde war, kleidete sie ihr Mark und Bein, arbeitete sich wie mit stumpfen Messern fünf Uhr war es vorbei; da mußte sie aufstehen, ob sie nun ihn selbst um; er schrie, aber sie hielt es aus, oft mehr als durch ihre Nerven; sie jammerte, knirschte mit den Zähnen, pfiff oder sang; ach sie haßte den Buben, daß sie ihn hätte eine halbe Stunde lang. Es erschien ihr unfaßbar, daß weinte; Gott, was das nur schon wieder war. Es war crdrosseln mögen. Am Vormittag, da schlief der Junge; da war es, Mütter ihre Kleinen der Hand unfundiger Kindermädchen rein zum Verzweifeln mit ihm. Er schrie, bis er blau überlassen mochten; sie wäre nie im Stande gewesen, ruhig wurde, und schwißte, daß es ihm von der Stirn perlte. Sie als sei alles gut. Allein da mußte Fanny' die Zeit aus nahm ihn empor und wickelte ihn auf. Kleidete ihn aus, nützen und dem Knaben die Wäsche waschen. Lea saß zu sein, wenn sie ihre Mutterpflichten nicht erfüllt hatte. warten. Am schlimmsten war der Knabe des Nachts. Es begann wusch ihm die wunden Stellen, streute mit Wurnmehl, einstweilen in der Kinderkammer und war Mutter. Wenn gewöhnlich, indem er im Schlafe lächelte; da wußte Fanny, rieb mit Del ein; dann wechselte sie die Wäsche und gab ihm er aufwachte, war er heiter und vergnügt." Tututu, kleiner 17,79 von hausindustriellen Arbeiterinnen, 22,53 " Fabritarbeiterinnen, 42,47 Dienstmädchen. " unparteiisch sichtet und wägt, kann nicht im Zweifel darüber zwischen den zwei Heubündeln, zwischen altem und neuem sein, daß die Menschheit das Opfer einer argen Kurs steht. PP Mit der Bemerkung: Die Sozialdemokratie im Leben eine sehr lehrreiche, erbauliche Geschichte, die wahr ist", wird. uns Folgendes mitgetheilt: Ein Sonntagabend ist es im Winter. Der Schauplah nachfolgender Begebenheit befindet sich in einem Dorfe des XV. Reichstags Wahlkreises, in einer vorwiegend von Arbeitern frequentirten Bierwirthschaft. Es sind, soweit man es übersehen kann, lauter Einheimische vorhanden, wenigstens unterhält man sich bei seinem Glase Schnaps oder Einfach ganz so wie es gute Nachbarn machen. Da tritt ein Mann herein mit röthlichem Vollbart, rother Papageienfeber am Hute und knallrothem Schlipse unter der Weste, der also schon von vornherein als Anhänger Bebel's und Liebknecht's angesehen sein will. Da es ein Fremder ist, läßt man sich vorerst nicht mit demselben ein. Schließlich ergreift in edler Dreiftigkeit der fremde„ Genosse" fast vorwiegend das Wort und liest endlich aus der Volksstimme", dem sozialdemokratischen Leibblatte des Bezirks, vor, von Zeit zu Zeit die Kehle mit etlichen Schnäpsen befeuchtend, denn das mit Stentorstimme Vorgetragene macht die Kehle trocken. Täuschung war, als sie im vorigen Herbst durch die Buridan's Esel- zum Glück für dieses philosophische Gut, zugegeben, daß diese Zählungen richtig sind, ist frohe Botschaft, für die mörderischste der Krankheiten sei Musterthier nur ein figürlicher Esel- verhungerte bekanntLehr auch berechtigt, aus ihnen solche Schlüsse, wie oben sichere Heilung gefunden, in jubelnde Begeisterung versetzt lich in dieser Qual der Wahl"- die Völker, die in gezeigt, zu ziehen? Wir wollen nun im Vorbeigehen wurde. gleiche Lage versetzt sind, hungern zwar, doch verSarauf hinweisen, daß die peinlichste Durchprüfung der Je tiefer wir es beklagen, daß jene Hoffnungen sich hungern werden sie nicht. Leipziger Geburtenstatistik schon deshalb am Plaze ist, nicht erfüllt haben, desto dringender liegt uns aber auch die Eines schönen Tages werden sie luftig im neuen Kurs" weil Leipzig Sit einer öffentlichen Gebäranstalt ist, welche Pflicht ob, zu fragen: wer ist schuld daran, daß schwimmen und fahren. einen nicht unerheblichen Zuzug auswärtiger Schwangerer diese gigantische Täuschung" verübt ward? Wie war es möglich, daß das Koch'sche Mittel, ehe dasselbe zu verzeichnen haben dürfte, eine Erscheinung, welche auf geprüft war, mit dem Stempel höchfter Autorität auch die Ober- Bürgermeister von Leipzig und Dresden Herr von Forckenbeck macht Schule. Jezt haben die Zahlenbewegung und Zahlengruppirung nicht ohne versehen, und als etwas Außerordentliches, Epochemachendes erklärt, es besteht zwar individueller, aber kein allgemeiner Einfluß ist. angepriesen und empfohlen werden konnte? Nothstand. Nun, wenn viel individueller Nothstand vorDoch davon abgesehen, trifft Lehr den Kernpunkt Nehmen wir an, Aehnliches wäre in Frankreich handen ist, dann ist's allgemeiner Nothstand; und wenn die der Sache nicht. Ist Prostitution und uneheliche Geburten- vorgekommen; die französische Regierung hätte die Herren Ober- Bürgermeister gut gespeist haben, dann giebt's ziffer etwas dentisches? Findet eine regelmäßige, gefeß- Entdeckung irgend eines französischen Gelehrten mit ihrer auch keinen individuellen Nothstand-für die Herren Obermäßige Wechselwirkung zwischen der Prostitution und der Staatsautorität gedeckt und so enthusiastisch verherrlicht, Bürgermeister. Bewegung der Geburtenziffer statt in der Art, daß die wie es in Deutschland mit der Koch'schen Ent- Zum Kampf mit geistigen Waffen." Das„ Leipgewerbsmäßige Unzucht", wie der Polizeistil sich aus- deckung geschehen ist und hintennach hätte es fich drückt, das Wachsthum der Zahl der unehelichen Kinder herausgestellt, daß die Entdeckung für die Zwecke, auf welche Biger Tageblatt" schreibt unter dem Titel:" Sozialdemofratisches": begünstigt, befördert, verursacht? Ist es richtig, daß die herzig würde die französische Regierung kritisirt, wie es ankommt, ganz oder nahezu werthlos ist, wie unbarmjenigen Berufsgruppen, aus welchen sich die Prostituirten höhnisch die französische Windbeutelei und Renommiſterei vornehmlich rekrutiren, die meisten unehelichen Kinder in verspottet werden! die Welt setzen, so daß also die Höhe der Wir sind, nach dem was uns versichert wird, fest überunehelichen Geburten- Ziffer der Gradmesser ist für den An- zeugt, daß Professor Koch unschuldig ist an dem Reklamentheil der betreffenden Arbeiterinnenfategorie an der„ Lohn- Lärm, der monatelang, bis der Rückschlag kam, mit seiner hurerei", um diesen Ausdruck des Prostitutionsapostels Hügel Entdeckung getrieben wurde, allein Schuld liegt vor, und zu gebrauchen? Jeder Unbefangene muß diese Fragen Schuldige sind vorhanden; und um des guten Rufes rundweg verneinen. Und Herr Lehr selber macht das unseres Vaterlandes und der deutschen Wissenschaft willen Zugeständniß:„ Es ist ja richtig, daß aus der erscheint es uns nothwendig, daß festgestellt werde, wer die Verantwortlichkeit trägt für diese Zahl der unehelichen Geburten innerhalb gigantische Täuschung", in deren Bann die ganze zivilisirte einer Bevölkerungsklasse noch nicht ohne Welt sich Monate lang befunden hat. weiteres ein Schluß auf die allgemeinen Sittlichkeitsverhältnisse der letteren Die Unsicherheit der Zustände, welche das Merkmal gezogen werden kann, zumal befannt unserer Beit ist, tritt immer auffälliger in die Erscheinung. Hand in Hand mit überraschenden Veränderungen der lich gerade die gewerbsmäßigen Pro- Staaten geht eine ebenso überraschende Abnutzung der Perstituirten nur sehr wenige Geburten auffonen. Welchen Wechsel der Menschen und Dinge haben weisen." Weshalb in aller Welt sucht dann eigentlich uns die letzten zwölf Monate nicht auf der politischen Herr Lehr eine Theorie aufrecht zu erhalten, die nach Bühne gebracht. In Deutschland Sturz Bismarck's, in feinen eigenen Worten auf so schwacher Füßen steht, die Frankreich Sturz Boulanger's, in Großbritannien Sturz mit den wirklichen Verhältnissen, wie wir gezeigt haben, Parnell's, in Italien Sturz Crispi's all diese Leute, sich nicht in Einklang bringen läßt! welche für die Inkarnation irgend eines Systems oder einer bedeutenden Sache galten, sind vom Hauch der geschichtlichen Entwickelung weggeweht worden und noch fortwährend herrscht eine fast unheimliche politische Sterblichkeit Krankheit ganz besonders heftig zu wüthen, was zwar unzweifelhaft ein Symptom ungesunder Verhältnisse, aber doch Der Reichstag füllte seine heutige Sigung mit einer auch zu gleicher Zeit ein Symptom und Mittel der Gelängeren Koloni aldebatte aus. Es sprachen a m- fundung ist. Es ist sehr gut, daß die Völker sich der macher, Windthorst, Bollmar, Richter, großen Männer entwöhnen und durch eigenen Augenschein Bamberger, der Reichskanzler von Caprivi und sich überzeugen, wie zerbrechlich die politischen Gößen sind der Staatssekretär von Marschall. Die Gtatspositionen und wie gleichgiltig für die Welt es ist, wenn sie von für Ost- und Westafrika und die Vermehrung der Schutz- ihrem Sockel heruntergeworfen werden. truppe wurden berathen. Die Redner der Linken griffen, Nicht minder als in dieser Abnutzung der Personen theilweise mit werthvollem Material, die Kolonialpolitik an offenbart die Unsicherheit der Zustände sich in den Verände und führten aus, daß die Fortführung derselben allerlei Un- rungen der Staaten. Niemals ist Alles so in Fluß" gezuträglichkeiten mit sich bringen müsse. Der Abg. Ha mwesen. Von äußerlichen Veränderungen reden wir da macher zeigte sich als unverbesserlichen Kolonialschwärmer weniger, als von den inneren. Die Staatsformen sind in den und mußte sich von Richter, Vollmar und Bamberger meisten Ländern noch die nämlichen wie vor Jahresfrist; zurechtweisen lassen. Vollmar schlug vor, dem früheren allein wo ist der Staat, in welchem heute noch die RegieReichskanzler die Kolonien zum Geschenk zu machen. Ob er rungs- Grundsätze Geltung oder Festigkeit hätten, welche vor fie wohl annehmen würde? Politische Uebersicht. unter den großen Männern; und in Deutſchland ſcheint die Berlin, den 4. Februar. Jahresfrist von granitener Dauer erschienen? Segeln wir in Deutschland zum Beispiel noch in dem alten Kurs?" Gewiß nicht, wenn auch viele Praktiken des alten Kurses beibehalten sind, der alte Kurs ist's aber gewiß nicht. Freilich auch kein neuer und das ist gerade die Signatur dieser veränderlichen, unsicheren, alles in Frage stellenden Zeit. Die preußische Regierung hat allem Anscheine nach auf den Plan der Verstaatlichung des Koch'schen Heil mittels verzichtet. Dies wäre nur zu loben, denn es hieße sich selbst oder andere täuschen wollen, wenn man noch länger mit dem Bekenntniß zurückhielte, daß die an das " Kochin" geknüpften Hoffnungen sich nach keiner Stichtung hin erfüllt haben, und daß das Mittel gegen Lungenschwindsucht, welches die Welt entdeckt glaubte, noch zur entdecken ist. In den ungünstigen Urtheilen, die in dieser Sache abgegeben worden sind, mag manches auf persönliche Willen. Eifersüchtelei, die unter den Männern der Wissenschaft, Und zum nothwendigen neuen Kurs kann sich die namentlich den deutschen, Leider sehr stark grassirt, zurückzu- zünftige Staatsweisheit nicht entschließen, welche im letzten führen sein, allein wer die Sumine der abgegebenen Urtheile Jahrzehnt das 19. Jahrhundert, wie Buridan's Esel Kein alter Kurs mehr, und noch kein neuer. Der alte Kurs geht nicht mehr beim besten Wie aber Alles sein Ende findet, so auch diese gemüth liche Kneiperei unter Genossen. Als es zum Zahlen kommt, sucht der fremde Genosse in allen Taschen herum und erklärt schließlich, daß er sein Geld verloren habe. Darob allgemeines Kopfschütteln in der Runde bei den Genossen. Mit besonderem Geschick vorgebrachte Ermahnungen, einmal praktische Sozialdemokrateu sein zu sollen, daß sie die Zeche dem fremden Genossen mit bezahlen, helfen nichts. Böse Worte, wie Schwindler, Geschäftssozialist 2c., fliegen hin und her, schließlich, als der Streit am tollsten ist, greift der Wirth mit etlichen Gästen zu und expediren den Jünger der Kommune und des " Theelens" schleunigst an die Luft. Wer die Schnäpse à 10 Bf., zusammen 1/2 M., bezahlt, weiß Niemand, vielleicht thut dies die Parteileitung." Wie muß die Hirnmaterie des Gosenbruders( Sparig's?) beschaffen sein, der diese„ geistige Waffe" schmiedete? Und welchen Begriff muß das„ Leipziger Tageblatt" von den geistigen Fähigkeiten seiner Leser haben? Wir lesen in sächsischen Blättern: " Ueber die Frage: ist die Behauptung: Der ist Sozial demokrat", eine Beleidigung? hat sich das königliche Ober Landesgericht Dresden( 9. Oftober 1890) im verneinenden Sinne unter folgender, gutachtender gründung ausgesprochen: Die Behauptung, Jemand fei Sozial Demokrat, ist nicht unter allen Umständen beleidigend, da sich die Sozialdemokratie zu einer politischen Partei herausgebildet hat, welche durch zahlreiche Vertreter in dem deutschen Reichstage und anderen politischen Körperschaften auf die Berathung und Gestaltung öffentlicher Angelegenheiten Einfluß nimmt. Bei der heutigen Zerklüftung des öffentlichen Lebens durch Nebeneinanderbestehen zahlreicher politischer Parteien, von denen jede das Richtige erkannt zu haben und zu erstreben glaubt, fann es nicht schlechterdings als Beleidigung angesehen werden, wenn Jemand als Angehöriger dieser oder jener politischen Partei, sollte diefelbe auch nicht der herrschenden Richtung angehören, bezeichnet wird. Der Ausspruch, daß Jemand einer politischen Partei angehöre, deren Strebziele der Behauptende nicht billigt, kann daher wenigstens so lange nicht als Beleidi gung empfunden werden, als diese Partei sich durch ihr Verhalten nicht selbst um die öffentliche Achtung gebracht und nicht den Gebrauch ungefeßlicher Mittel zur Verwirklichung ihrer Parteizwede auf ihr Programm gefeht hat, was bislang von Seiten Sozialdemokratie und ihrer Parteileitung, wenigstens in offentunbiger Weise, Der - Die Lutschebub', Du", sagte Lea;„ ist's möglich, daß er, dieser er den Einfluß gesunder, guter Ansichten erfuhr, und Dinge. Eines Abends nannte er sie Hausthiere"; da lachte hübsche, herzige Sterl, bei Nacht so fürchterlich schlimm ist? diesem Einfluß sollte er hier unterworfen werden. Er war Fanny laut auf, Nein, aber Uchermann!" bat Lea.-" Ja, Wenn nur nicht Du gegen ihn schlimm bist und nicht ein kleiner schnurriger Gefelle, mager, blond, nicht ganz ist das denn vielleicht ein Menschenleben", fuhr er eifrig ordentlich auf ihn schaust?... vielleicht vergißt, ihm die jung, fürchterlich eingebildet; er trug die Nase hoch und fort, so all' seine Tage in der Küche herum zu gehen und Flasche zu geben? Was?- Ja, ja; verlasse Dich nur sagte gewiß akkurat das, was zu sagen er Luft hatte, und Grüße zu kochen und dann hie und da seinem Herrn und nicht zu sehr; manchesmal komme ich und sehe nach... vielleicht hieß ein Venstremand sein" gerade nicht so höflich Gemahl ein Kind zur Welt zu bringen.... ist das etwa Ich habe Euch beide noch niemals anders als ruhig schlafend und artig sein wie die anderen Leute; das war übrigens ein Menschenleben? Ihr müsset ja verdummen!" gefunden!" noch nichts so Arges. Jedoch daß er schäbig gekleidet ging, Damen erschraken darüber so sehr, daß sie kein Wort mehr Halb schlummernd und stumpf ging Fanny in den war arg; besonders seine halbreinen Kragen konnte Fanny erwiderten. Speisedünsten der Küche und in der süßlichdumpfen, ein- nicht ansstehen und es war schrecklich von ihm, daß er keine gesperrten Luft der Kinderstube herum; hinaus kam sie Manschetten trug. Aber vielleicht gehörte auch das zum jast gar nicht, außer wenn sie in der Stadt etwas zu besorgen Venstremand. Eines schien ihr gewiß: es konnte nichts an hatte. Sie erhielt nicht einen Schilling, nicht einmal so ihm sein, wenn er sich von dem Geschwätz, das er hier zu viel, um sich einen Knopf für ihr Kleid oder Schnürriemen hören bekam, beeinflussen ließ. Eines Tages richtete Fanny es so ein, daß sie ihn in einer Ecke allein für sich kriegte." Nicht ergeben Sie sich, Uchermann!" sprach sie. Er gerieth in ungeheures Erstaunen; mich ergeben? Wie meinen Sie das?"- Sie erröthete, sie wußte nicht, was sie meinte. Ja, ich glaubte für ihre Schuhe zu kaufen; Lea vermochte nicht zu begreifen, Es war wohl besonders der Zolleinnehmer, welcher sind Sie nicht Venstremand?"" Ja, unleugbar!" was Fanny mit Geld anfangen wollte. Armer Thorseng", auf ihn wirken sollte; jedenfalls konnte der Zolleinnehmer„ Nun, ist das nicht viel lustiger als. diese jammerte sie, als Fanny ein einziges Mal ihrer schlechten ihn nicht sehen, ohne gleich auf die Venstremand" zu Anderen sind so langweilig, wie mir scheint Beschuhung erwähnte, er hat so viele Ausgaben, daß ich sticheln. Allein der kleine Student war durchaus nicht so Ergeben Sie sich nicht!" Sie lief weg und bis sich nicht begreife, wie er dafür aufkommen soll; und da ist leicht zu fassen; er biß zurück, und zwar ganz ordentlich. Die Lippen vor Verlegenheit. Uf! Wie dumm sie war! Was er nun in eine Familie gerathen, welche Es genügt Mit feiner dünnen, schwachen Stimme antwortete er, so daß ging sie das an? Er mußte ja glauben, sie sei nicht ganz natürlich nicht, daß er für Dich und Mama die Haus- die Hiebe klatschten. Einmal war er besonders boshaft gegen just im Oberstübchen. miethe bezahlt; er soll Dich wohl auch mit Kleidern ver- den Tod von Lübeck. Dieser rückte mit allerlei Redensarten Aber den ganzen Abend nachher war er entsetzlich unsehen?" heraus von kleinen Leuten, die emporkommen wollten" und verschämt. Er behauptete, die Damen taugten nicht einmal Fanny wurde blutroth. Sie redete nie mehr vrn ihrer von etwas, was er" Barvenüs" nannte; er sagte es so, daß dazu, Kinder zu erziehen. Wo sollten sie es auch gelernt Beschuhung. Uchermann es auf sich bezog." Nein, nein," antwortete haben?- Seit Erschaffung der Welt hat man ihren Geist Als Schwester der Hausfrau mußte sie zugegen sein, Uchermann;„ mein Vater war weder Olafsritter noch sonst brach liegen lassen, weil den Männern das Kindische an wenn man Gesellschaft empfing; es war dies nicht gerade etwas Großes; aber seinen Sohn beim Bollwesen unterzu ihnen so gut gefiel; glaubt vielleicht irgend Jemand, lustig, däuchte ihr. Der Zolleinnehmer kam immer noch; bringen, das hat ex, Gott sei Dank, dennoch nicht nöthig Kinder verständen sich auf Kindererziehung?" Das war anfangs hatte er sich zurückgehalten, jedoch nun war er gehabt!" riefig unterhaltend. Die Damen wurden so zornig, daß es ganz wie früher. Er trug sein Unglück" sehr leicht- Der Rolleinnehmer wurde ganz still. Lea schaute mit von ihnen förmlich sprühte. herzig. Neue Gesichter erschienen selten; jedoch manch- großen Augen den Studenten an; Thorseng begann von Von da an lam Uchermann öfter zu Thorseng. Und mal lud man den Studenten Uchermann ein, welcher etwas Anderem zu reden. zu Weihnachten erhielt Fanny ein Geschenk von ihm. Es der Sohn eines Freundes von Thorsengs Vater war. Au Gesellschaftsabenden, wenn die Damen und die war ein Buch; Die Komödie der Liebe von Henrik Ibsen" Uchermann sollte ein wenig auf Abwege gerathen sein, Serren getrennt saßen, nahm Uchermann bei den Damen hieß es. Vorn ins Buch war mit kleinen, zarten, dünnen hieß es; er war in schlechte Gesellschaft gekommen und Platz, denn er spielte nicht Karten. Da wurde er nahezu Buchstaben geschrieben: Meiner Valkyrie."*)„ Oho, was schwebte in Gefahr, ein" Venstremand") zu werden. unterhaltend. Man disputirte. Die Dames wagten nicht ist das?" sagte Fanny lachend. Doch konnte er noch gerettet werden, glaubte man, wenn mit Uchermann über irgend einen Gegenstand einig zu sein, denn sie wußten, daß man ihm Ansichten" zumuthete; sie *) Venstremand( spr. Wenstremann) Anhänger der Linken, der widersprachen ihm, wenn er auch noch so vernünftig war. freifinnigen Opposition. Das machte ihn böse, und er sagte ihnen dann prächtige| ( Fortsetzung folgt.) *) Valkyrie ist die nordische Form für Walküre. noch nicht geschehen ist. Die an sich lediglich ein zu führen, hat die türkische Regierung, unter dem Einfluß| beten, sie mit den meuterischen Soldaten zu verschonen, zuthatsächliches Verhältniß bezeichnende Behauptung, daß Jemand ber russischen Gesandtschaft in Konstantinopel folgendes Tele- mal das betreffende Regiment schon früher in Halifax gelegen Sozialdemokrat fei, wird demnach, soll ihr ein beleidigender gramm verbreitet: Charakter beigelegt werden, aus den begleitenden Umständen als eine solche nachzuweisen sein, welche äußerlich geeignet und im Bewußtsein des Thäters darauf berechnet sei, die persönliche Ehre des davon Betroffenen zu verlegen." Das ist recht verständig. Wenn Herr von Nostiz- Wallmig, ehe er sich seine neulich von uns mitgetheilte Grabschrift schrieb, diesen Entscheid gelesen hätte, würde er sie vielleicht unterlassen haben. So viel wir wissen, ist übrigens die sozialdemo fratische Partei die einzige Partei, welche statutenmäßig und prinzipiell jeden unehrenhaften Menschen von sich ausschließt. Und Jedermann kann sich also geehrt fühlen, wenn er Sozialdemokrat genannt wird, während von anderen Parteien das Gleiche nicht gilt. Im freifinnigen Verein zu Bremen trat ein Antifemit auf, als dort vom Alimenten Böcke I gesprochen wurde, und rechtfertigte seinen Häuptling in folgender drolligen Weise: " Konstantinopel, den 9. Januar. Offizielle Mittheilung. hat und sich dort sehr unbeliebt gemacht haben soll. Das Gesindel, das sich vielfach unter den angeworbenen britischen Kolonialtruppen befindet, if naturgemäß den Arbeitern Der in Konstantinopel verhaftete Luhty ist ein feindlich gesinnt. Terrorist und in mehrere verbrecherische( criminelles) Der Höchste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat Unternehmungen und Handlungen in Rußland verwickelt, von wo er nach Bulgarien flüchtete. Da die sich in der Streitfrage, betreffend das Behringsmeer, die von russische Polizei mit überwältigenden Beweisen aus der englischen Regierung vor ihn gebracht worden ist, gerüstet auf ihn als einen gemeinen Verbrecher für kompetent und damit das Verfahren Englands zur fahndete, hatte die türkische Regierung und Justiz sich Herbeiführung eines richterlichen Ausgleichs für korrekt erklärt. Es ist dies einmal ein Vorkommniß, das man, nicht in die Sache zu mischen; die russischen Konsularbehörden schritten zu seiner Verhaftung, indem sie der ohne schamroth zu werden, einen Sieg des Rechts Und eine schallende Ohrfeige für den türkischen Polizei, den Kapitulationen( Verträgen) nennen kann. gemäß Nachricht davon gaben. Die ausländischen amerikanischen Radaupolitiker Blaine. Konsulate haben das Recht, ihre betreffenden Staats angehörigen zu verhaften. Die türkische Regierung hatte keinen Grund, Luyky als politischen Verbrecher zu betrachten." * * Neueste Nachrichten. Wieder ein Minister gefallen der österreichische Finanzminister, von Dunajewski. Grund: Kränklichkeit des Mannes und der von ihm verDieses Telegramm enthält kein wahres Wort. Unser walteten Finanzen. Natürlich fehlt es nicht an den beWarum wird immer gefagt" Alimenten- Böckel." Als ob Freund und Erils- Genosse, Wladimir Luzky, war in sonderen Auszeichnungen", welche bei solchen politischen das etwas Fürchterliches wäre. Böckel ist 30-31 Jahre alt, ußland ausschließlich seiner politischen Menschenopfern Usus sind. Aus Hamburg wirb teleist früher einmal Student gewesen und hat so'n Unglück geWährend der graphirt: habt, mal mit' nem Frauenzimmer zusammenzukommen.( Große Ideen wegen verfolgt worden. Heiterkeit.) Ist das so humoristisch, wenn man mal reinfäut? zehn Jahre seines Flüchtlingslebens wohnte er öffentlich ( Die Wirkung dieser Worte war äußerst drastisch.) Das in verschiedenen Ländern und die russische Regierung hat Frauenzimmer hat ihn verklagt, er hat die ihm auferlegte niemals seine Auslieferung verlangt. Summe bezahlt, ist das etwas Verbrecherisches? Kann das nicht Jedem von Ihnen passiren?"( Heiterkeit.) Diese Bertheidigung mag dem Dr. Böckel nichts weniger als angenehm sein. Die Hamburger Packetfahrt- Attiengesellschaft fandte ein Rundschreiben an ihre sämmtlichen Agenten, in welchem mitgetheilt wird, daß die Gesellschaft Passagiere deutscher Nationalität nach Brasilien nicht befördert. Die Agenten werden Nach Konstantinopel durch eine gefälschte Depesche angewiesen, jedes derartige Gesuch unbedingt abzulehnen." berufen, die mit dem Namen eines seiner Freunde unter Nun, damit ist der Seelenverkauferei e in Kanal ver zeichnet war, fiel er in einen schändlichen Hinterstopft wenigstens auf dem Papier; aber es giebt noch halt. Von der türkischen Polizei verhaftet, wurde er viele andere Kanäle. Also nach pie vor auf der Hut vor - Das englische Zur Warnung für Auswanderer veröffentlicht die dieser durch eine Bande von 18 russischen Agenten ent- den Händlern mit Menschenfleisch! in S. Paolo( Brasilien) erscheinende deutsch- brasilianische rissen. Die türkische Polizei gab sich willig zu diesem Unterhaus, das vor einigen Tagen einen Antrag auf Beseitigung der Ueberstunden Arbeit im Beitung Germania" nachstehende Mittheilungen über schlechte Menschenraub her. Behandlung von Einwanderern an gewissen Orten des In Anbetracht dieser Thatsachen protestiren wir, die Eisenbahndienst mit geringer Majorität ablehnte, hat Staates St. Catharina, welcher häufig als für europäische Unterzeichneten, die wir unserer politischen Auschauungen wegen heute Morgen einen Antrag auf Niedersehung einer RomEinwanderung geeignet geschildert wird. Seit den letzten verfolgt sind und gegenwärtig die Gastfreundschaft Frank- mission zur Untersuchung der Frage der Ueberstundenarbeit zwei Monaten waren etwa 1000 Einwanderer, Deutsch- reichs genießen, mit aller Energie gegen die Verläumdungen, im Eisenbahndienst angenommen. Es unterliegt keinem Errungenschaft des Russen und Polen, in St. Catharina angelangt und bei der deren Ziel unser Freund Luzky in der obigen Depesche ist; Bweifel, daß dies eine Beförderung von Desterro nach dem Innern wurde ihnen und wir hoffen, daß die ehrenhaften Menschen schottischen Eisenbahnstreiks ist, und das von den Beamten mitgetheilt, daß sie freie Reise bis zu aller Länder, ohne Unterschied des Partei Weitere ist mit Bestimmtheit zu erwarten, daß das Parlaihrem Niederlaffungsort erhalten und noch acht Tage nach st and punktes, unsere Entrüftung über die von der ment in dieser Sache gesetzgeberisch vorgehen wird, und zwar ihrer Ansiedelung verköstigt werden würden. Nach Ablauf russischen Regierung gegen ihre politischen Widersacher an- im Sinn der Aus ständischen. dieser Zeit sollten die Kolonisten 15 Tage im Monat Arbeit gewandten Mittel theilen werden. " Der Herzog von Lauenburg veröffentlicht in an Wegen und provisorischen Häusern bekommen. Diese Lavrov. Achkinazi, Beck. Blumenfeld. Belsky. Efron. feinem Hamburger Blatt zwei Erklärungen; in der einen Versprechungen wurden jedoch nicht oder nur zum Theil Frenkel. Feodorowa Natalie. Gnatowsky. Grigorieff. leugnet er, daß er Bauerngüter habe parzelliren wollen; in gehalten und nicht einmal das Land war für so viele Ein- Gurewitsch. Lazarewitch. Lubowitsch Anna. Orloff. Ostroga. der anderen, daß er in der famosen Stempelerlaß- Affäre den wanderer vermessen worden. Von einem der Feldmesser Banutina Sophie. Polonska Marina. Pochitonowa Anastasie. preußischen Fiskus geschädigt habe. Lauenburg sei, als hatten die Immigranten verlangt, daß er ihnen Arbeit und G. Rubanowitsch. Rubleff. Serebriafoff. Serebriatowa er das Fideikommiß gegründet- 1872- noch nicht preußisch Lebensmittel verschaffe. Statt diese berechtigten Wünsche Katerina. Kohan. Semenowsky. Semenowska Dora. gewesen. Scheinziß- Sophie. Jkatchewa Alexandra. Polnische Flüchtlinge: H. Daum. Dembsky. Polak. Woynarowska Cesarina. Wir schließen uns von ganzem Herzen dem Protest der Aber hat er den Stempel bez a hIt? zu erfüllen, ging dieser Herr nach Desterro und requirirte 25 Soldaten, welche die Einwanderer auf Schritt und Tritt chifanirten und mißhandelten. So hatten Kolonisten, die sich weigerten, nach dem ihnen von der Kommission bestimmten Orte zu gehen, Säbelhiebe bekommen und wochenlang frank gelegen. 15 Mann, die wegen mangelnder Arbeit und russischen Revolutionäre gegen die ungesetzliche Verhaftung Wladimir Luzky's an, den wir während mehrerer Jahre ungenügender Versorgung mit Lebensmitteln mißmuthig geals politischen Flüchtling gekannt haben. Wir betrachten worden waren und die Kolonie hatten verlassen wollen, waren daran mit Gewalt verhindert und in den Block diese von der russischen Regierung auf türkischem Gebiet begelegt worden, in dem sie volle zwei Tage hatten ſizen werkstelligte Verhaftung als eine flagrante und schmachvolle tratie und den etwaigen Aussichten auf dabei zu erringende LorBüffen. Eine der ersten Arbeiten der mit der Behandlung Berlegung des Völkerrechts, . Für die polnisch- nationale sozialistische Partei Korrespondenzen und Parteinachrichten. bie politischen Flüchtlinge: Dr. Boleslas Limonowsky. Dr. A. Zlotnihky. Baransky, Redakteur des sozialistischen polnischen Organs Durchschnitt neunzehn bis zwanzig Jahre, find verdächtig, sich „ Boludka". Paris, den 25. Januar 1891. " Köthen. Zum Kampf der Schule gegen die Sozialdemobeeren wirft folgendes Vorkommniß ein bezeichnendes Licht: " Im anhaltischen Lehrerseminar zu Köthen hat eine Dissiplinar- Untersuchung gegen Schüler der zweiten Seminarklaffe wegen sozialdemokratischer Umtriebe begonnen. Die Schüler, im durch Antheilnahme an sozialdemokratischen Versammlungen, durch Bezug sozialdemokratischer Schriften sowie durch Agitation innerhalb und außerhalb des Seminars an der sozialdemokratischen Propaganda praktisch bethätigt zu haben. Einer der Schüler, Otto Friedrich. entzog sich der drohenden Relegation durch schleunigen Austritt aus dem Seminar. Bei dem ganzen Vorkommniß muß noch besonders hervorgehoben werden, daß das Köthener Seminar als Alumat eingerichtet ist, in dem die Zöglinge einer fast militärischen Kontrolle unterworfen find." Also selbst die militärisch organisirte Absperrung hat die Seminargöglinge nicht vor dem sozialistischen Gift" bewahren tönnen! Schrecklich! Ja, ja, der Kampf gegen den Geist der Zeit, der durch alle Rizen und Poren dringt, ist etwas schwerer, als die Gegner fich gemeiniglich einbilden. Der Direktor des Seminars hat infolge dieses Vorkomm 1. Haben Sie sozialdemokratische Schriften vorgelesen, resp. in Ihrem Zimmer verbreitet? der Immigranten betrauten Beamten war nämlich gewesen, ein festes Gefängniß zu bauen und Blöcke darin anzubringen. An mehreren Stellen in Criffiuma befindet sich sogar ein Anschlag, welcher besagt, daß kein Kolonist ohne A. Erlaubniß sich wegbegeben darf. Hat einer ein besonders dringendes Geschäft, was er glaubwürdig nachweisen kann, so erhält er einen Bettel auf einige Tage Das Schriftstück bedarf keiner Erläuterung. Unsere Urlaub lautend, bleibt er über die bestimmte Zeit aus, so Lefer sind über die brutale Verlegung des Völkerrechts, von ist Gefängniß ihm sicher. Gepäck 2c. darf natürlich Nie- der es handelt, unterrichtet. Inzwischen ist die Angelegenmand mitnehmen, sonst könnte er ja durchbrennen. Der heit noch in fein neues Stadium getreten. Die englische Beamte, welcher diese Mißhandlungen angeordnet hatte, soll Regierung hat in der Sache Anfragen" in Petersburg und mit dem bloßen Verweis davon gekommen sein. So weit Konstantinopel gestellt. Lutzky ist aber noch immer in den das genannte brasilianische Blatt. Ueber schlechte Behand Klauen seiner barbarischen Verfolger. lung der Einwanderer wird auch in anderen Staaten Brasiliens geklagt. Die französischen Pfaffen sind schlau und ducken sich Die neue republikanische Regierung wird gut thun, unter der Republik. Laviguerie, der bekannte Kardinal, hat diesen Gemeinheiten ein Ende zu machen; wenn sie einen langen Hirtenbrief erlassen, in dem er eine große dies nicht will, so hat die Begründung der Republik fatholische Union empfiehlt, die die Republik anerkennen niffes, das zuerst von der„ Frt. 3tg." veröffentlicht wurde, die wenig Zweck. soll. Auch der Papst soll Laviguerie beistimmen und gesagt Nase voll bekommen und veröffentlicht in der Röthen'schen haben, an den jungen Männern sei es, eine Stepublik mit Beitung" eine weinselige„ Richtigstellung". Die Richtigstellung Die belgische Philifterpreffe weiß allerhand Schauer einfachen guten Gesezen zu gründen. Die gute Republit bestätigt in aller Form, obwohl der Direttor die ganze Sache auf das literarische Gebiet hinauszuspielen versucht, das Thatsächliche geschichten über eine fürchterliche Militärverschwörung, die lieben, heißt die schlechte bekämpfen. Wenn man etwas des Vorkommnisses. Noch deutlicher aber wird es llar, daß es sich bie Sozialisten angestiftet haben sollen, zu erzählen, und die Besseres schaffen könne als eine Republik, so sei es gut, bei der Disziplinaruntersuchung um Furcht vor dem Eindringen deutsche Philisterpresse druckt ihr Alles nach. Die In wenn nicht, so müsse man die annehmen. Die Monarchisten der sozialdemokratischen Lehren in das Seminar handelt, wenn dependance" sagt, die Regierung verfolge die Spur eines sind in Verlegenheit und wissen nicht mehr, was sie gegen man die Art und den Gang der Untersuchung berücksichtigt: förmlichen, von Sozialisten angezettelten Militäraufstandes" die mit dem Weihwedel eingeſeguete Republit fernetihend Seminaristen den Speisesaal verlassen hatte, mußte jeder der noch Am Sonntag, den 26. b. M., nachdem die größere Zahl der schrecklich, was so eine Regierung verfolgt! und unternehmen sollen. Den französischen republikanischen" andere Blätter berichten: Bourgeois find die Pfaffen als Bundesgenossen gegen den Schüler der 2. Klasse seine Schlüssel abliefern. Dann begab sich jeder auf Befehl des Direktors in das Klassenzimmer, wo denfelben ein Bogen zugestellt wurde, auf dem sie folgende 7 Fragen " Der Aufruhr unter den Reservisten ist nachweislich aus: Sozialismus natürlich willkommen. gegangen vom Charleroier Jäger- Bataillon. Das Militär follte in Massenzügen, die Marseillaise singend, die Stadt durch- Das große Geheimniß des Herrn Parnell ist nun beantworten sollten: ziehen, das allgemeine Stimmrecht und die allgemeine Dienstpflicht geoffenbart. Es ist ein Ausgleich unter den Jren getroffen fordern. Der Plan wurde im letzten Augenblick verrathen. Die worden, demzufolge Mac Carthy Führer der gesammten wiederholten Verhöre der Soldaten blieben bis jest ohne Er- Frenpartei wird, Parnell und O'Brien aber nach Amerika gebniß, trotzdem den Geständigen Begnadigung versprochen ist. gehen, um Gelder aufzubringen. Dem" Standard" zufolge Abmachungen zwischen den Mannschaften verschiedener Waffen hätten die liberalen Führer dem fünftigen irischen Barlaund Kasernen haben nachweislich bestanden." ment die Kontrolle der Polizei und die Lösung der BodenWir weisen dem gegenüber darauf hin, daß laut Bericht frage zugestanden, falls dieselbe nicht vorher vom englischen ber Köln. 8tg." die Sozialisten ausdrücklich die Soldaten Gesammtparlament gelöst sei. Diese vorherige Lösung weraufgefordert haben, sich in ihre Kasernen zu begeben. Die den sich die englischen Lords im Interesse ihrer Grundrente " Magdeburgische Zeitung" meldet aus Brüssel: wohl sehr angelegen sein lassen und den Jren wird wahr " In sämmtlichen Kasernen fanden heute Durchscheinlich wieder das Nachsehen bleiben. suchungen statt. Es wurden viele sozialistische Schriften beschlagnahmt. Die Reforme" giebt die Zahl der Britische Soldaten haben auf den Bermudas- Inseln Soldaten, welche an der Meuterei theilnahmen, auf 700 an." Ausschreitungen begangen. Seitdem das Leicester- Regiment Hinterher will man die Affäre natürlich benutzen, um in Bermuda am 22. Januar davon Kunde erhalten hat, Fragen, besonders durch Genoffen Friedrich, nicht sehr erbaut geden Sozialisten etwas anzuhängen. Wenn die Soldaten daß es nach Halifax übersiedeln solle, soll sich dasselbe fast wesen sein. Vor Schreck aber würde er umfallen, wenn er jetzt in Belgien sozialistische Schriften lesen mun, darüber hat in offenem Aufruhr befinden. Schon vorher hatten einige erfährt, daß Genosse Friedrich heimlich, aber regelmäßig die man in anderen Ländern eben andere Begriffe, als im lieben Soldaten des genannten Regiments mehrere beurlaubte Bersammlungen der Köthener Genossen besucht hat, und daß derDeutschland. Matrosen von den Kriegsschiffen Ready" und" Forward" felbe unter derfelben eine angesehene Vertrauensstellung eingeangegriffen, und nur weil einige Einwohner von Hamilton nommen hatte. Zur Affäre Lutzky. Der gestern von uns erwähnte den Matrosen zu Hilfe kamen, konnten die Soldaten in ihre Staßfurt. Glücklich hat auch unser Städtchen seinen Verein Protest russischer und polnischer Sozialisten in Kasernen zurückgetrieben werden. Am Abend des folgenden zur Bekämpfung der Sozialdemokratie; wenngleich dieser Zweck Tages legten sich 100 mit Stöcken und Eisenstangen be- nicht offiziell zugegeben wird, so wird doch in seinem Statut geDer russische politische Flüchtling Wladimir Lutzky, waffnete Soldaten und Unteroffiziere in den Hinterhalt, um fagt, daß es Zweck der vaterländischen Bereinigung sei, Mits welcher in neuerer Beit das Amt eines Ober- Ingenieurs der die Do darbeiter anzugreifen. Der Plan wurde jedoch glieder der verschiedensten Berufsklassen einander näher zu Gee- Abtheilung in Bulgarien bekleidete, ist am 12/24. Dezem- entdeckt und die Ausführung desselben durch eine Abtheilung bringen, und sich die Pflege vaterländischer Gesinnung sowie ber vorigen Jahres von Agenten der russischen Polizei in Grenadiere( welche bekanntlich zur Strafe in Bermuda ſind) zu laſſen. Man will zu diesem Zwecke Vorträge halten auf allen sefunder Anschauung über zeitbewegende Fragen angelegen fein Rug den Straßen von Konstantinopel ergriffen und sofort nach verhindert. Die Grenadiere begleiteten mit aufgepflanzten Gebieten des vaterländischen, religiös- sittlichen, volkswirthschaft Bajonnet die Arbeiter nach Hause, wobei die Soldaten des lichen und sozialen Wissens. Nur rein politische oder konfessioUm diesen unerhörten Aft vor der zivilisirten Welt zu Beicester- Regiments zurückgetrieben werden mußten. Die nelle Streitfragen follen unberührt bleiben. An Mitgliederrechtfertigen und um die öffentliche Meinung Europas irre Einwohner von Halifax haben die englischen Behörden ge- beiträgen ist für jeden Verein, der dieser Vereinigung beitritt, Baris lautet: 2. Hat man in Ihrem Zimmer viel über Sozialdemokratie gesprochen? 3. Wer hat sich besonders darin hervorgethan? 4. Haben Sie sich viel mit den Werken neuerer Dichter be schäftigt? 5. Haben Sie in Ihrer Heimath selbst Versammlungen geleitet resp. einberufen, und was haben Sie in denselben behandelt? 6. Haben Sie mit Sozialdemokraten in Verbindung gestanden und durch wen sind Sie zur Sozialdemokratie gefommen? 7. Haben Sie hier und anderwärts sozialdemokratische Versammlungen besucht? Der Herr Direktor Heine wird über die Beantwortung der pro Mitglied und Halbjahr 5 Pfennig vorgesehen. Unter den Danzig, 81. Januar. Der sozialdemokratische Bildungs-[ richtigen Wirth zu legitimiren. Das geschah. Der Vorsitzende wollte Gründern finden sich hauptsächlich Berginspektoren, Pastoren, verein hatte zum Sonnabend, den 81. Januar, eine öffentliche sich aber auch hiermit nicht zufrieden geben, indem er ausführte: Stadtbaumeister und dergl. Versammlung nach dem Lokale Hundegaffe 121( Widbold'scher der Beamte tönne fich ja möglicher Weise auch irren. Der Beamte Da er RevierMan sieht, mit allen Gesellschaftstlaffen sieht es wenigstens Brauereiausschant Rönigsberg) einberufen. Auf der Tagesord- bezeichnete das jedoch als ausgeschlossen. vorläufig noch etwas windig aus. Auch die kolossalen Summen, nung stand ein Vortrag des Genossen Riesop über: Die Lage tommiffarius wäre, sei ihm die Person als Eigenthümer bekannt. die durch die Vereinsbeiträge aufgebracht werden, können uns der ländlichen Arbeiter, sowie Stellung der Danziger Parteige- Es blieb somit nichts anderes übrig(?), als die gut besuchte Vernur ein Lächeln abnöthigen. Aber wie steht es mit dem noffen zum 1. Mai. Ein großes Aufgebot von Schußleuten auf fammlung zu schließen. Zu bemerken ist noch, daß die Direktion §8 des preußischen Vereinsgesetzes? Diese Vereinigung, die ihren der Straße und in den Gängen zum Botal ließ auf etwas un- der Wickbold'schen Brauerei in Königsberg an den sehr menschenStatuten nach ein Verein ist, der bezweckt öffentliche und politische erwartetes schließen. Als der Vorsitzende Herr Riesop die Ver- freundlichen Defonom eine Depesche sandte mit dem Inhalt:„ An Angelegenheiten zu erörtern, wendet sich an alle vaterländisch sammlung eröffnete, trat eine Person an den Vorstandstisch und Kurowsti. Wir verbieten die Abhaltung von sozialdemokratischen gesinnten Vereine der Stadt zum Beitritt, und soviel aus einem verlangte das Wort. Der Vorsitzende wies dies Ansuchen jedoch Versammlungen in unserem Lokale." Jedenfalls werden sich die Berichte der„ Staßfurter Zeitung" vom 22. Januar ersichtlich, zurück, da er vorläufig noch spreche; er werde ihm dasselbe nach Königsberger Genossen diese Brauerei für die Zukunft merken. gehören der Vereinigung bereits 12 Vereine an; unter Anderen ihm geben. Damit gab sich der fremde Herr nicht zufrieden und Die Königsberger Brauerei befand sich in so peinlicher Lage, daß ein Gewerkverein der Tischler sowie mehrere Bergmannsvereine. rief dem Vorsitzenden zu: Ich bin der Wirth von diesem Lokale sie ihren Direktor per Schnellzug nach Danzig sandte, daß nur Nun bestimmt aber das preußische Vereinsgesetz, daß derartige und verbiete das Weitertagen der Versammlung. Der Genosse ja nicht ihr Lokal von bösen Sozialdemokraten entweiht werde. Vereine zu politischen Zwecken nicht in Verbindung treten dürfen. Riesop erwiderte, daß er ihn nicht kenne; er habe das Lokal von Der Geist ist hier ein guter und mit Recht haben wir Hoffnung, Vielleicht lehrt der Staatsanwalt die Herren Gründer der Ver- dem Defonom in der bereitwilligsten Weise zu allen Versamm einst auch hier als Sieger aus der Urne hervorzugehen. einigung, unter denen sich auch ein Amtsrichter befindet, lungen erhalten und ersuche ihn, das Lokal zu verlassen. Hierauf daß dies strafbar sei. Oder nicht?! ersuchte der Herr den überwachenden Polizeilieutenant, ihn als den Theater. Frieda Simon- Bebel Donnerstag, den 8. Februar Circus Saumann. Dr. med. Ferd. Simon Opernhaus. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Die Journalisten. Leffing- Theater. Die Rosa- Dominos. Ritterdienste. Berliner Theater. Rean. Deutsches Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Meißner Porzellan. Hierauf: Pariser Leben. Wallner Theater. Geschlossen. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Viktoria Theater. Raben. Die sieben Bellealliance- Theater. Die Nachbarinnen. Oftend- Theater. Die Jungfrau von Orleans. Adolph Ernst- Theater. Unsere Don Juans. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Friedrich- Karl- Ufer. Donnerstag, den 5. Februar, Abends 72 Uhr: Große Vorstellung. Vermählte. Frete Volksbühne. St. Gallen, den 2. Februar 1891. Oeffentliche Versammlung für Frauen und Männer Unserm Genossen Pfister- Carl Brauhause, Landsberger Allee Nr. 11-13. Tages- Ordnung: zu seinem heutigen Geburtstage ein am Freitag, den 6. Februar rr., Abends 81/2 Uhr, im Böhmischew donnerndes Hoch!!! Die eingeladenen Genossen des 1. Wahlkreises. 361 J Karl, merkst Du nischt und kein Mörtel liegt auf dem Hof. Besonders hervorzuheben: Die drei fache Springfahrschule, geritten von Herrn Ernst Schumann. Mr. Loyal, anerkannt bester Jockey- Reiter. Das Schulpferd Troubadour, geritten von Frl. Wilma. Mr. Melas als Affenmensch. Halifax, arab. Schimmelhengst Danksagung.[ 363 b und Dogge Fritz, dressirt u. vorgeführt Hiermit sage ich allen Freunden, Vervon Herrn Ernst. Der Matrose im wandten und Kollegen für die zahlreiche Schiffbruch, mimische Szene zu Pferde, Theilnahme bei dem Begräbniß meines dargestellt von Miß Taylor. Komische Mannes meinen tiefgefühlteften Dank. Entrees der Clowns Tanti, Little Wittwe Elise Lan geb. Michael. Wood, sowie der musikalischen Clowns Gebr. Permané. Zum Schluß der Vorstellung: Gircus unter Wasser. Kaufmann's Variété. Große Spe- Eine ländl. Hochzeit. zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordin. Große Spezialitäten Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Achtung! Steindruder, Lithographen und Hilfsarbeiter! 281 Der Vorstand. Sensationelle Waferpantomime. Spezialität: 4 Wassernymphen. Wegen Differenz bei Oestreich Morgen: Gr. Vorstellung mit neuem& Hartmann Zuzug fernhalten! Brogramm. Eine ländliche Hochzeit. Sonntag: 2 Vorstellungen, um 3/2 und 72 Uhr. In beiden Vorftellungen: Circus unter Wasser. ,, Aegintha" Achtung! 1. Vortrag des Herrn Erich Hartleben über: Die Ehre". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Für die Mitglieder der ersten Abtheilung( rothe Karten) findet am Sonntag, den 8. Februar cr., Mittags 12 Uhr, im effing- Theater( Friedrich- Carl- Ufer), die 5. Vorstellung hatt. Aufgeführt wird Die Ehre, Schauspiel in 4 Akten von Herm. Sudermann. うう Die Ausloofung der Pläke beginnt Punkt 11 Uhr und sei hier mitgetheilt, daß 10 Minuten nach 12 Uhr das Theater geSchloffen wird. Auch muß von jedem Mitgliede der Beitrag für Februar bereits entrichtet sein, da im Theater eine Entgegennahme von Beiträgen nicht stattfinden kann. Der Vorstand. 366 b Freie Vereinigung d. Kaufleute. Versammlung Donnerstag, den 5. Februar, Abds. 81/2 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Zages Ordnung: " 1. Vortrag des Herrn Reichstagsabgeordneten Wurm über: BoltsKlavierarbeiter und verwandte ernährung und Volkseinkommen." 2. Diskussion. 3. Die kaufmännische Rundschau, Organ der Handlungsgehilfen. 4. Verschiedenes.- Jedermann als Gast willkommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Berufsgenossen! Ə In der Pianoforte Fabrit von Mat& Co. haben die Arbeiter wegen Lohnreduzirung die Arbeit niedergelegt. Margarethe Steinow, ieber- Gr. Vogel- Ausstellung Busug if fern zu halten. fängerin. Paul Jülich, Gesangshumorist. Mr. Goswin, Musik. Neger- Clown. Frl. Bonné, Kostüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Tanz- Duettisten. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Bf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Grand- Hotel Alexanderplatz. 185 Die Kommission. NB.: Sammellisten können jeden Von Donnerstag, 12., b. Dienkag, 17. d. M., Morg. 9 6. Abds. 9 Uhr geöffn. 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Das Rechts- Bureau( 223 eines königl. preuß. Amtsrichters a. D., Alte Jakobstraße 102, II, erth. gewiſſenh. Rath u. Hilfe in allen Angelegenheiten. F.Unbemitt. unentgeltlich. Tägl. 4-5 M. verdienen junge Leute, die eine unſerer— einen Bedarfsartikel führenden Verkaufsstellen übernehmen; 188 Verein d. Parquetbodenleger Berlins Sonnabend, den 7. Februar, Abends 9 Uhr, in den ,, Bürger- Sälen", Dresdener- Strasse No. 96: Wiener Maskenball. 250 Billets à 75 Pf. sind nur vorher zu haben bei den Vorstandsmitgliedern und beim Vergnügungskomitee, sowie bei den Genossen Fris Bubeil, Mauno straße 86; Ernst Wilschke, Junkerstraße 1; Schöning, Tischler, Grimmstraße 7 Schrepfer, Reinickendorferstraße 2, Hof Quergeb. 2 Tr. Um zahlreichen Der Vorstand. Besuch ersucht Verband der deutschen Gold- und Silberarbeiter und verw. Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin). Sonntag, den 8. Februar, Nachmittags 4 Uhr, findet im großen Saale der Berliner Bock- Brauerei( Tempelhofer Berg), ein großes statt. Vokal- und Instrumental- Konzert, mit darauf folgendem grossem Ball Freunde des Verbandes sind hierzu freundlichst eingeladen. Einlaßkarten à 30 Pf. find im Arbeitsnachweis Prinzessinnenstr. 31 bei Robert Reiche( Bigarrengeschäft) und bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben. Berlag des Vorwärts" Berliner Volfsblatt, Berlin SW., Beuthstraße 3, In unserem Verlage erschien soeben: Zwei Reden zum Reichshaushalts- Etat, gehalten von August Bebel im Deutschen Reichstag am 9. und 11. Dezember 1890. 32 Seiten 8°. Preis 10 Pf., 100 Exemplare 8 Mk. Wir empfehlen obige Reden den Parteigenossen als ausge zeichnete Agitationsschrift. Sie ist von aktueller Bedeutung infofern, als die Zoll- und Steuerpolitik der Regierung, die jeder am eigenen Leibe verspürt, darin eingehend beleuchtet wird. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Wilsnackerstr. aderir. 39. Selag, Rechtsbüreau Ges. Bertr., Rath 2c, bill. Platina- Abfälle, jett höchste Preiſe, Bergwitz, Dragonerstr.27, n.Münzstr. fauft Juwelier Platina- Abfälle iebt Gr. 1,20. Neue Hochstraße 160 Wohnungen v. 50 bis 70 Thaler 36 M Forsterstraße 51/52. Arbeitsmarkt. Tüchtige, aber nur vollständig eingearb. Schneidergesellen auf Taillen 2ohn verl. Oppenheimer& Co., und Paletots werden bei höchstem 365 b Jägerstraße 47/48. Tüch.Silber- Presser verl.Sebastianstr.20. Arbeiter Gesangverein( im Ein ordentl. Junge, der Goldschmied Südosten), Mitglied d. Arbeiter- Sänger- werden will, kann sich melden bei Wittbundes, sucht tüchtigen Dirigenten. mann, Brandenburgstr. 35, 1 Tr.[ 367b Parteigenosse bevorzugt. Meldungen bis zum Betriebe sind 300-400 m. baares 333 J Linke, Nr. 25, Berlin. Geld nöthig. Selbstbewerber erfahren das Nähere bei persönlicher Vorstellung. im Komtoir von Lange& Co., Stromstraße 33b, 1 r. 108 L Das Lager Berlins Freitag spät. Sonnabend. G. Hoff- Kettenscheeverin verl. Joachim, Kinderwagen. Andreasfr. 23, D.p. mann, Röpnicerſtr. 130, v. 3 Tr. r. Neue Friedrichstraße 3. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. 58 G Hierzu eine Beilage. C 3. f t Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 30. An die Wähler des 21. Kommunal- Wahlbezirkes. Am 16. Februar findet in unserem Wahlbezirk eine Ersatzwahl für die Stadtvertretung statt. Eine Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins für den 3. Wahlkreis hat mit großer Einmüthigkeit beschlossen, mit aller Kraft in die Wahlagitation einzutreten und hat die Leitung der Wahlbewegung dem Vorstand des Vereins übertragen. Genoffen, die Zeit ist so günstig wie nie, um auch in diesem Das Bezirk Bresche in die freisinnige Majorität zu legen. frivole Gebahren der Bourgeoisvertreter im rothen Hause allen Anforderungen der Arbeiter gegenüber, ihre reaktionäre Furcht vor den bescheidensten Reformen, ihre unvergessene Haltung in der Nothstands- Debatte, haben auch dem Blödesten die Augen Das Proletariat ist herausgefordert worden es wird auf dem Plage sein. Eine turze Zeit trennt uns nur noch von dem Wahltage. Sie muß energisch ausgenutzt werden, verdoppelte Agitation muß bie mangelnde Zeit ersehen. geöffnet. Wir erwarten von jedem Genoffen, daß er seine Schuldigkeit in vollem Umfange thun wird.*) Das Wahlkomitee. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 57. Sigung vom 4. Februar. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Caprivi, von Marschall, von Boetticher, von Malzahn. Der Abg. Müller- Marienwerder hat sein Reichstagsmandat niedergelegt. Die zweite Berathung des Reichshaushaltsetats für 1891-92 wird fortgesetzt und zwar im Etat des Auswärtigen Amtes. Es werden unter den einmaligen Ausgaben verlangt 392 300 M. Zuschuß zur Bestreitung der Verwaltungsausgaben im füdafrikanischen Schutzgebiete, das heißt 23 500, W. mehr als bisher. Die Abgg. Richter und Bamberger beantragen die Mehr forderung zu streichen, während die Budgetkommission die Bewilligung beantragt. Donnerstag, den 5. Februar 1891. 8. Jahrg. Reichskanzler v. Caprivi: Der südwestafrikanischen Kolonie würden Sie das Deutsche Reich durch das Auswerfen dieser stehe ich fühl gegenüber und bekenne, daß sie mir manche Sorge Summe für die Zukunft engagiren. Auch Abg. Windthorst will gemacht hat. Bei der Entstehung der Kolonien, welche ja immer erst den Zeitpunkt abwarten, wann die Regierung ein ZurückKinder der Phantasie und des Gefühls sind, ist es begreiflich, daß gehen für geeignet hält. Er geht aber mit Bewilligung der Umschläge vorkommen in der öffentlichen Meinung. Südwest- 23 500 m. weiter. Wir sollten so schnell wie möglich jenes losschlagen und die SchutzAfrika wurde zuerst als ein Paradies geschildert, in welches ausgezeichnete Besitzthum Hunderttausende auswandern können. Jezt herrscht die pes- truppe aus ihrer unerquicklichen Lage zurückziehen. Herr finistische Stimmung vor. Die Regierung hält an den Traditionen Hammacher sagte, das sei nicht so leicht, daß ein großes In den Motiven des Gesetzes von 1889, Volk einen derartigen vorwärts gethanen Schritt wieder ihres Vorgängers fest. In den Motiven des Gesetzes von 1889, Bolt einen durch welches der Reichskommissar eingesetzt wurde, ist ausgeführt, zurückthue. Diese Art nationaler Auffassung verstehe ich daß derselbe sich in die Streitigkeiten der Eingeborenen nicht ein- nicht, daß man, wenn man einmal eine Dummheit gemacht hat, mischen, sondern nur die Weißen schützen soll. Daß ich Südwest- Afrika fie noch vergrößern muß. Gerade ein großes Gemeinwesen tann als Tauschobjekt betrachte, ist eine Nachricht, die zu den massen- eher einen falschen Schritt zurückthun, was dem kleinen leicht als haften Fabeln gehört, die jetzt verbreitet werden. Bei meiner Feigheit und Schwäche ausgelegt werden könnte. Für Größere Enthaltsamkeit der Presse gegenüber hätte man doch gar nicht gilt das Wort des Fürsten Bismarck:„ Der Starke weicht muthig danach fragen sollen, ob an dieser Meldung etwas ist.( Heiter zurück!"( Heiterkeit; Zwischenrufe: Das ist von Manteuffel!) feit.) Der Reichskommissar mit seinen fünfzig früher berittenen, England hat nie auf dem Standpunkt gestanden, daß da, wo jetzt allmälig unberitten gewordenen Polizisten, hat seine einmal ein englischer Fuß hingetreten fei, ein Zurückgehen nicht Funktionen vorzüglich ausgeübt. Er ist ein preußischer Offizier, mehr möglich sei. Man bestreitet uns auf dieser Seite ein so und aus seinen Berichten ersehe ich, daß es ihm schwerer ge- feines Nationalgefühl, aber ich habe von dem deutschen Volke worden ist, nicht zu schießen als zu schießen. Was soll denn auch und dessen Aufgabe eine höhere Vorstellung, als daß ich ihm die entstehen, wenn er sich einmischen wollte in die Streitigkeiten Aufgabe zuwiese, vor einem werthlosen Sandhaufen Schildwache zweier Völkerschaften von 60 000 beziehungsweise 12 000 Seelen. zu stehen, und dafür ihm ganz gehörige Lasten auferlegte. Whitboy, der dort aufgetreten ist als Krieger und Prophet, hat Abg. Hammacher( natl.): In Südwest- Afrika befinden sich sich in einem Felsennest festgesetzt; er hat eine große Truppe zu- 17 Missionsstationen, welche des Schutzes bedürfen. Bei dem jammengebracht, welche gut bewaffnet und dank der Freundschaft Verkauf von Minen handelt es sich nicht um alle Minen, unserer Nachbarn auch gut mit Munition versehen ist. Wenn sondern um einen Theil derselben. Dieser Verkauf würde die ihre übrigen Bestrebungen der Hunger ihn treibt, geht er auf Raub aus. So hat er im Gesellschaft in Stand setzen, Herbst vorigen Jahres die Hereros ihrer Heerden beraubt. mehr zu fördern, namentlich auch durch die Einrichtung Die Schuttruppe hat mit Gewehr bei Fuß dabeigestanden. einer Dampferlinie zur direkten Verbindung mit Europa. Was hätte auch wenn herauskommen sollen, fie das Uebrigens besteht bereits ein lebhafter Verkehr zwischen dem südSchießen gekriegt hätte. Was sollen 50 Hinterlader gegen 450 lichen Theil der Kolonie und dem Kaplande, namentlich mit bis 500 machen, selbst wenn die Schießausbildung der Deutschen Kimberley. Daß sich Goldminen in Südwest- Afrika befinden, die bessere ist. Hauptmann v. François würde gerne eine ent- behaupten die Geologen in Folge der Konfiguration des Landes, scheidende Schlacht geliefert haben; aber was sollte geschehen, welche derjenigen von Transvaal vollständig gleicht. Die wenn er siegt? Wie viel Mann würde er von seiner Truppe| Schwierigkeiten, welche in Südwest- Afrika zu überwinden sind, übrig behalten? Und wie soll er sich im Lande halten, bis wir sind noch sehr groß, aber man kann nicht daran zweifeln, daß ihm neue Verstärkung gesandt haben? Man wird sagen, kann wir zu besseren Ergebnissen kommen werden, wir dürfen nur man die Hereros nicht zu unseren Freunden und Bundesgenoffen jeht nicht die Flinte ins Korn werfen.( Beifall rechts.) Nach einer mehr persönlichen Bemerkung des Abg. machen? Der Hauptmann v. François bedankt sich dafür, denn die Hereros haben sich durch einen hohen Grad von Vorsicht aus- Windthorst weist Abg. Richter darauf hin, das allerdings in Südwestgezeichnet. Keinem Weißen ist ein Haar gekrümmt worden, einen folchen Respekt hat selbst Whitboy vor der Schutztruppe gehabt. Afrika evangelische Missionen bestehen; aber nachdem die Die Hereros haben sich in die Häuser der Weißen geflüchtet, Stapregierung erklärt hatte, daß sie diese Missionen nicht troydem sie 60 000 sind gegen die angreifenden 12 000. Für diese schützen könne, wurde die Flagge gehißt, aber die deutsche Leute deutsches Blut zu vergießen, ist nicht angebracht, Regierung konnte die Missionen auch nicht schützen, was der zerstreuten Lage von 17 Stationen auf 15 000 nachdem die Hereros sich uns gegenüber so unschön benommen bei Wenn sich haben. Nichtsdestoweniger würde eine Vermehrung der Schutz- Quadratmeilen überhaupt nicht möglich ist. frappe seitens der Regierung auch gebilligt werden, wenn etwas zu Leute gefunden haben, welche die Sache in die Hand nehmen schüßen vorhanden wäre. Ich bleibe auf dem Grundsatz meines wollen, dann müßte die Regierung nur schnell zugreifen, denn Vorgängers stehen: Erst muß etwas zu schützen da sein, dann schon morgen könnte es die Herren gereuen. tomint eine Schuhtruppe dahin. Wenn es anders wäre, dann Abg. v. Bollmar: Wenn die Kolonie in Südwest- Afrika könnten wir bald ein paar Kolonial- Armeekorps aufstellen. Wir eine Erwerbung der diplomatischen Kunst des Fürsten Bismarck sehen das nächste Jahr nur als ein Versuchsjahr an und warten, ist, dann sollte man sie ihm als Nationalgeschenk übergeben. was die Zukunft uns lehren wird. Der gegenwärtige Zustand( Heiterfeit.) ist nicht haltbar; wir werden im nächsten Jahr sehen, wie sich die Kolonie entwickelt.( Beifall rechts.) be Abg. Bamberger( dfr.): Wir beantragen zunächst die Streichung der Mehrforderung, behalten uns aber vor, gegen die ganze For derung überhaupt zu stimmen. Die Mehrforderung ist gar nicht ausreichend begründet. Es soll der Ansiedlung deutscher Landwirthe Der Antrag Bamberger wird darauf gegen die Stimmen der in Südwest- Afrika der Boden geebnet werden durch Errichtung einer Sozialdemokraten, der Freisinnigen und einiger Zentrumsleute Versuchsstation. Gerade hier in Südwest- Afrika soll der erste Versuch Abg. Richter( dfr.): Der Abg. Windthorst will die Sache abgelehnt; die Mehrforderung wird bewilligt. Für Maßregeln zur Unterdrückung des Sklavenhandels und gemacht werden; das ist wirklich, um mit dem Reichsgericht zu als eine Vertrauensfrage für den jetzigen Reichskanzler auffaffen. fprechen, ein vergeblicher Versuch mit ungeeigneten Mitteln an Von einem solchen bloßen Vertrauen fönnen wir uns nicht leiten zum Schuße der deutschen Interessen in Ostafrika werden einem ungeeigneten Objekt. Die für die dortige Gegend gegrün- laffen, denn wir wissen nicht, wer später Reichskanzler wird. 3 500 000 m. gefordert. Die Budgetkommission, über deren Verhandlungen der dete Gesellschaft hat keine Ergebnisse aufzuweisen; sie hat einen Man will landwirthschaftliche Arbeiter nach Südwest- Afrika großen Theil ihres Kapitals verzehrt, den Rest in Konsols ange- bringen, trotzdem man in Deutschland an landwirthschaftlichen Referent Prinz Arendberg eingehend berichtet, legt. Man hatte zuerst die Absicht, von Südwest- Afrika Fisch- Arbeitern Mangel leidet und deshalb die Sachsengängerei antragt die Streichung von 1 000 000 Mart. Mit der Debatte guano nach Europa einzuführen. Dann kam die Hoffnung auf unterdrücken möchte. Es soll für die Auskunft über die dortigen über diesen Titel wird die erste Berathung der Vorlage beMetallgewinnung, aber wie soll diese begonnen werden, bei dem Verhältnisse nicht eine Regierungsanstalt eingerichtet werden, für treffend die kaiserliche Schußtruppe für Ostafrita wegelosen Land, bei dem Mangel an Holz und Kohlen. Die welche die Regierung die Verantwortlichkeit übernehmen würde, verbunden. Interessen der Gesellschaft sollte ich geschädigt haben, wie mir sondern ein Privatmann soll unterstützt werden, damit er den Abg. Bamberger( dfr.): Als der neue Reichskanzler sein der frühere Reichstanzler vorwarf, als ich über die Minenkon- Einwanderern Auskunft giebt. Welche Aussicht hat die Land- Amt antrat, wurde von unserer Seite der Vorschlag gemacht, zefsionen sprach, welche an eine englische Gesellschaft verkauft wirthschaft dort? Wenn auch da Allerlei wächst, so ist doch kein unsere Beziehungen in Afrika aufzugeben und die ganze Rolonialwerden sollten. Wenn die Regierung jest gestatten wollte, die Abfaz da, kein Ausfuhrhafen, keine Verbindung mit Europa, und politik zu liquidiren. Bei dieser Stellung war es begreiflich, daß Konzessionen zu verkaufen, dann werden sich daraus die Kosten wie der Rechtsschutz beschaffen ist, hat der Reichskanzler durch seine wir uns über das deutsch englische Abkommen nicht ereifern der Schutztruppe bestreiten lassen. Wenn das nicht geschieht, so Bemerkungen über die Schuhtruppe dargethan. Man sagt, es be- fonnten. Wir sind zufrieden, wenn recht viel Land von Ostafrika läßt sich gar nicht absehen, wie die Dinge sich entwickeln sollen schäme das Ansehen einer großen Nation, eine Kolonie preis zu weggegeben wird. Die kaiserliche Regierung hat die Souve und wann das Reich jemals sein Geld von der Gesell- geben. Ja, wenn dies aus Schwäche geschieht, aber nicht, wenn ränität des deutschen Kaisers in Afrika verkündigt und damit die schaft bekommen wird. Deshalb werden wir gegen die Ausgabe wir es in eigenem Interesse thun. Die Karolineninseln, Witu zc. Solidarität zwischen dem Deutschen Reiche und den dortigen haben wir aufgegeben, ohne daß es uns etwas geschadet hätte. Kolonien. Damit ist der alte Boden der Kolonialpolitik verlassen, Abg. Hammacher( nationall.): Nicht bloß die füdwest. Die Gesellschaft behauptet, Wache zu stehen bei dieser Kolonie. wonach es nur Schutzgebiete geben follte. Die Tragweite dieser afrikanische Gesellschaft besitzt Minentongeffionen in Südwest- Sie steht hier in Berlin Wache, in Südwest- Afrika verwendet Aenderung in den staatsrechtlichen Beziehungen unserer überAfrika. Wenn sie die Minen, über welche die Verhandlungen sie auch nicht eine Mark. Man kann eher ihr den Vor- seeischen Erwerbungen zum Deutschen Reiche läßt sich gar nicht mit einer englischen Gesellschaft schweben, verkauft, bann bleibt wurf der Unthätigkeit machen, als der Regierung, welcher übersehen. Die Streitigkeiten zwischen Wißmann, Emin, Peters fie doch noch im Besitz erheblichen Eigenthums. Durch die Ver- ich es hoch anrechne, daß sie so vorsichtig bezüglich der Schuß- und Stokes zeigen an, daß die dortigen Verhältnisse ganz in der mittelung des Kolonialvereins wurde ein Konsortium gebildet, truppe gewesen ist. Man sagt, die Landwirthschaft würde sehr Hand dieser Männer liegen, denen man die Bezeichnung Peters welches das Eigenthum des Herrn Lüderitz, der in Verlegenheit leicht sein, wenn nur das Wasser nicht fehlte. Ja, wenn man von Abenteurern in gutem Sinne beilegen muß. ostafrikanischen gekommen war, antaufte; der jezige Finanzminister Miquel und Wasser hätte, könnte auch aus der Wüste Sahara etwas gemacht ist eigentlich der Stifter unserer ganzen er ging auf eigene Faust nach Ostafrika ich, wir Beide haben uns bemüht, das nothwendige Kapital zu werden.( Heiterfeit.) Die Unhaltbarkeit der Verhältniffe liegt Rolonie, sammenzubringen. Die Gesellschaft hat dann Gelder aufgewendet auf der Hand. Warum die Entscheidung noch um ein Jahr hin- und hat die Verträge mit den Negerkreuzen abgeschlossen. Ich habe vor diesem Mann den Respekt, den man vor jedem Manne zur Erforschung des Landes nach wissenschaftlicher und wirth- ausschieben?( Beifall links.) ftiminen. P schaftlicher Seite hin. Alle diese Unternehmungen haben gelitten Abg. v. Vollmar( Soz.): Südwest- Afrika ist der schwächsie hat, der seinen Zweck erreicht hat. Ob Peters dem Reichsunter dem Mißgeschick, an welchem das Auswärtige Amt nicht Punkt, die eigentliche partie honteuse unferer Rolonialpolitik. fommissar als Gehilfe zur Seite gestellt wird, interessirt mich ganz unschuldig ist. Es gelang dem Kamaherero, die Minen- Herr Hammacher giebt selbst zu, daß in diesem Lande, das uns nicht; ebenso wenig will ich mich mit dem Streit zwischen Wißkongessionen dem Abenteurer Lewis noch einmal zu verkaufen, als Goldland, als neues Paradies geschildert wurde, eigentlich mann und Emin und zwischen Emin und Stokes beschäftigen. woraus alljährlich Streitigkeiten entstanden, welche die Durch nichts zu holen ist. Die Regierung selbst erkennt die Verhältnisse Soweit ich die Verhandlungen richtig aufgefaßt habe, soll der forschung und Nutzbarmachung in wirthschaftlicher Beziehung als unhaltbar und transitorisch an. Die füdwest- afrikanische Ge- Küstenstreifen eigentliches Strongebiet sein; dahinter folgt das verhindert haben. Die klimatischen Verhältnisse sind ungefähr sellschaft hätte doch das lebhafteste Interesse, die Verhältnisse als Schußgebiet, welches unter der Herrschaft der verschiedenen dieselben wie in Transvaal; wenn die Bergwerke ausgebeutet gut hier schildern zu lassen; aber man kann annehmen, daß die Häuptlinge steht, dahinter folgt dann das sogenannte Interessenwerden und die Landwirthschaft sich entwickelt, so ist die Hoff- Ausführungen des Abgeordneten Hammacher eher noch rosig gefärbt gebiet, eine völkerrechtliche Schöpfung neueſter Art. Wird es nung auf eine gedeihliche Entwickelung der Kolonie vorhanden. waren, als daß er durch die schwarze Brille gesehen hätte. Da verstehe möglich sein, diese Dreitheilung mit irgend einem praktischen Herr Bamberger, der hervorragendste Vertreter der Goldwährung, ich nicht, wie man zu den bisherigen noch weitere Gelder bewilligen Erfolge durchzuführen? Im Schutzgebiet werden wohl befestigte müßte doch erfreut sein, wenn eine neue Quelle der Goldproduktion will. Gine traurigere Lage, als unsere Schutztruppe in Südwest- Stationen angelegt werden müssen und das Intereffengebiet gefunden würde. Ich hoffe, daß der Reichskanzler sich darüber Afrika einnimmt, kann man sich kaum denken, und die meisten wird nicht anders behandelt werden können; dadurch wird erklärt, ob die Nachricht richtig ist, daß er Südwest- Afrika nur werden der Instruktion der Regierung zustimmen, welche der aber ein ganz ungeheures Gebiet unter die deutsche Herrschaft als Taufchobjekt betrachtet. Die Gesellschaft, welcher jetzt die Schutztruppe vorschreibt, sich in nichts einzumengen, sondern auf gestellt, was direkt in Widerspruch steht mit dem, was man Unterstüßung gewährt werden soll, kann nur auf diese Weise zu ihre eigene Sicherheit Bedacht zu nehmen. Wozu ist dann die früher von der Kolonialpolitik erwarten konnte. Bom Standden für ihren Betrieb nöthigen Mitteln gelangen und nur auf Schußtruppe eigentlich da? Wir schließen mit den Eingeborenen punkte der alten Kolonialpolitik aus können wir diese Neuorgani diese Weise die Kulturaufgabe lösen, die sie im nationalen Inter- Berträge und halten sie nicht. Wenn überhaupt etwas, so tann fation nicht gutheißen. Das Reich hat die in Schwierigkeiten effe zu lösen bereit ist.( Beifall.) dies unser Prestige vernichten. Besonders ist die weitere Forde gerathene oftafrikanische Gesellschaft wieder frei gemacht; man Produkten eine Konkurrenz Abg. Windthorst( 3.): Wir haben uns einmal in Südwest- rung von 23 500 M. zu bekämpfen, welche der Ansiedelung von hätte nun denken sollen, daß die Sache der Gesellschaft auf eigene Afrika eingerichtet, also fönnen wir nicht ohne weiteres zurück. deutschen Landwirthen den Boden ebnen soll. Nach den bis- Berantwortlichkeit überlassen werden würde. Von der ZentrumsHerr Bamberger will dort Alles aufgeben; wenn die Regierung herigen Erfahrungen des Reichstags mit den Behauptungen fo- fraktion würde dabei die ausdrückliche Erklärung abgegeben, daß uns das vorschlägt, werden wir ja sagen. Die Mehrforderung genannter Sachverständiger kann wenig Vertrauen im Hause man erwarte, die Gesellschaft werde nun baldigst die Verwaltung ist nothwendig, und wir werden sie bewilligen. Wenn wir herrschen darauf, daß Vortheile für die Landwirthschaft oder für übernehmen. Das ist nicht geschehen; wir haben uns immer einen Reichskanzler hätten, der ein Kolonialschwärmer wäre, dann die Viehzucht dort zu erhoffen seien. Die Herren von der weiter drängen lassen. Es wurden 400, dann 600 Mann würde ich auch bedenklich sein. Aber der jetzige Reichstanzler Rechten und vom Zentrum fuchen unsere Grenzen im Soldaten angeworben, die immer noch als Polizisten bezeichnet bat bewiesen, daß er die Sache sehr nüchtern betrachtet. Ich Interesse der bedrängten Landwirthschaft den Produkten wurden. Und schließlich kam gerade bei dieser Kolonie wollen jetzt selbst das heraus, was zu verschließen und nehme an, daß die Bewilligung nicht für die Dauer, anderer Länder man hatte vermeiden wollen, daß der im Auslande, sondern höchstens für eine Reihe von Jahren erfolgen soll, um unseren in Gewinn einer Privatgesellschaft zufällt, während das Schutzgebieten, entstehen lassen. Herr Hammacher meint, Reich die Kosten der Verwaltung trägt. Die Ergebnisse anderer fiebeln können. Ich betrachte die Sache nur als eine provi- das Land eigne sich zur Schafzucht, wie wird es denn aber mit Kolonialgebiete verlocken nicht besonders. Algier ist vor 60 Jahren forische, die bewilligt wird im Vertrauen zur Führung des Reichs- dem Wollzoll? Wenn die dortigen Schafzüchter ihre Produkte von Frankreich erobert worden, und jetzt nach 60 Jahren zeigt es fanglers. nach Deutschland einführen, werden Sie es den Leuten gerade sich, daß diese Kolonie dem Mutterlande vier Milliarden gekostet von Ihrem nationalen Standpunkt nicht verargen können, daß hat, daß sie jetzt noch einen erheblichen Zuschuß erfordert, trotzdem Deutschland ihnen durch die Abnahme ihrer Produkte behilflich dort 400 000 Europäer, nicht Franzosen, sondern Deutsche, Engund Sie würden die Produkte nicht über unsere Grenze lassen. Gesundheitsverhältnisse in Ostafrika ist angefochten worden. Ich in Ermangelung von besseren angegeben worden. Sicherlich der Kolonien ist, Hans Meyer, der in letzter Zeit zuerst den " Die nähere Angabe, bei welchen Vertrauensleuten sich wollen, zu melden haben, findet sich in dem Bericht über die Die Gründe des Zentrums für die Bewilligung sind wohl nur berufe mich auf einen Kenner der Verhältnisse, der kein Gegner Bersammlung des 3. Wahlvereins. höchsten Gipfel des Kilimandscharo bestiegen hat, welcher| Abg. Mehner( 3entr.) beantragt, in die vom Abg. Schmidt| fügung, daß Broschüren und populäre Flugblätter in großer Anden größten Theil von Ostafrita als unfruchtbar und ungesund vorgeschlagene Sachverständigentommission auch Handwerker auf zahl vertheilt worden sind. Die sozialdemokratische Presse hat bezeichnet; der europäische Bauer könne dort nicht leben, wo selbst zunehmen. zunächst von diesen Vorgängen noch nichts berichtet, auch der Vorwärts" nicht." Besser zusehen! die Neger vielfach am Fieber leiden. Kirchhofsluft wehe auf Nach einem furzen Schlußwort des Abg. Schmidt wird der den meisten Stationen, alle zeigen ein hippokratisches Gesicht. Mit Antrag auf Ueberweisung des Antrags Schmidt an die Unterdener Schilderung schließe ich, weil sie meine staatsrechtlichen Berichtskommission abgelehnt und darauf der Antrag selbst durch denken unterstützt.( Beifall links.) die Stimmen der Konservativen und Freikonservativen und einiger Staatssekretär v. Marschall: Der Vorredner faßt die Neu- Nationalliberalen abgelehnt. Organisation dahin auf, daß eine Unterscheidung zwischen den drei Theilen: der Küste, dem Schuhgebiet und der Interessensphäre bestehen solle. Das ist nicht richtig. Der neuerworbene Küstenstreifen und das alte Schuhgebiet der oftafrikanischen Gesellschaft werden ganz gleichmäßig behandelt. Wann die Interessensphäre eingezogen werden wird, hängt ganz davon ab, wie dieselbe thatsächlich okkupirt wird. Gegen 5 Uhr wird die weitere Debatte bis Donnerstag 1 Uhr vertagt. Abgeordnetenhaus. 25. Sigung vom 3. Februar, 12 Uhr. Am Ministertische: von Goßler, Herrfurth, von Berlepsch und Kommissarien. Schluß 3 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 12 Uhr.( Wildschadenantrag.) Tokales. Auch eine geistige Waffe" gegen die Sozialdemokratie. In einer hiesigen Spielschule oder Kleinkinder- Bewahranstalt im Norden der Stadt werden die kleinen Bälger auf die Sozialdemokraten dressirt, und da die Gegend sehr zahlreich von Parteis genossen bewohnt ist, so kann man sich denken, was diese allabendlich für einen Genuß haben, wenn ihnen die drei- bis sechsjährigen Puppen, die am Tage in der Anstalt waren, die dort gelernten Lieder und Gedichte zum Besten geben. Soweit aus folchem Kindermunde etwas Zuverlässiges zu ermitteln ist, hat sich ein Freund unseres Blattes die Mühe genommen, dies zu Papier zu bringen. Nach der schönen Melodie von dem„ Hauptmann mit dem Schnurrbart" singen die Kleinen Folgendes: Wir wollen alle tüchtige Soldaten sein! Mit dem Kaiser dann wir reiten muthig in den Krieg hinein. Denn es giebt jetzt böse Menschen auf der Erde immer mehr, Die da sprechen voller Habsucht, voller Rachsucht und Begehr. Wenn nicht der Kaiser wäre, gäb' es feine Nuh im Land, Es würd' geraubt und geplündert und Alles weggebranni So lang der Kaiser lebet, werden Alle gleich bestraft. Die hier folgende Strophe war aus den Kleinen in verständlicher Form nicht heraus zu bringen. Dann heißt es weiter: Wir tönn' im Frieden leben gar froh und wohlgemuth Und brauchen nicht zu zittern für unser Hab und Gut. Wir woll'n dem Kaiser danken und immer illuminiren, Weil er als Landesvater uns thut gut und start regieren. Mein Reitpferd will ich schenken ihm, damit er reiten kann, Ich geb' ihm meine Soldaten, es sind an hundert Mann. Auch meine Sparbüchs' schent' ich ihm, dadrin ist lauter Gold, Ein Sträußchen will ich winden ihm von schönen Blumen hold. Wenn die holden Frühlingslüfte und der goldene Sonnenschein, welche gegenwärtig die reinlichen Straßen Berlins durchsäufeln und durchzittern, auch nicht geeignet sind, die knurrenden Mägen der Arbeitslosen, deren Zahl nun doch hoffentlich bald polizeilich festgestellt sein wird, zu befriedigen, so erfüllen sie doch das Herz mit Hoffnung und der gesunkene Muth beginnt sich wieder ein wenig zu heben. Dies kommt den Herrn Liberalen ungemein zu passe und sie benutzen das plöglich Zur Berathung steht zunächst der Antrag des Abgeordneten eingetretene Lenzesahnen", um, nachdem durch die lauen FrühReichensperger, daß die Regierung den Grundsatz zur lingslüfte die Schneemassen fostenlos aus den Straßen Berlins Geltung bringen werde, daß im linksrheinischen Bezirke des Ober- entfernt worden sind, und damit die zunächst liegende Möglichkeit, Landesgerichts zu Köln bei staatlich anerkanntem Bedürfnisse die Arbeitslosen Berlins auf Kosten der Stadt zu beschäftigen, fatholische Pfarreien fraft rechtlicher Verpflichtung neu zu errichten beseitigt ist, die Arbeitslosen und Nothleidenden durch Vormalen und die Pfarrstellen überhaupt mit einem standesmäßigem Gehalte einer glüdlichen, d. h. verdienst- und arbeitsreichen Zukunft auszu tatten sind. über ihren gegenwärtigen Mothstand liberal hinwegzuhelfen, Abg. Reichensperger( 3.): Die vorliegende Angelegenheit zum wenigsten die Arbeitslosen des Baugewerbes, die sei bereits vor einigen Jahrzehnten durch einen Beschluß des Ab- ja zumeist im Vordergrunde des öffentliches Interesses stehen, geordnetenhauses und des Herrenhauses im Sinne des Antragstellers wenngleich auch andere Gewerbe ebenso unter der allin Fluß gerathen; leider habe aber die Regierung bis jest noch gemeinen wirthschaftlichen Lage und infolge dessen unter teine Anstalt gemacht, die lirchlichen Verhältnisse in linksrheinischen der dadurch bedingten Arbeitslosigkeit zu leiden haben. Gebiete zu verbessern, für die evangelische Kirche dagegen sei dort Durch die liberalen Zeitungen gehen jezt des Defteren in den letzten Jahren sehr viel geschehen. Notizen, die Konjunktur des tommenden Baujahres betreffend, welches in rosigster Beleuchtung dargestellt wird. Da weiß man zu erzählen von der großen Bauthätigkeit, welche mit dem Einfritte des Frühjahrs sich in Berlin entfalten und den nothleidenden Arbeitern Arbeit und Verdienst in Hülle und Fülle geben wird. Da weiß man zu berichten von großen Kommunalbauten, welche ausgeführt werden sollen, von einer großen privaten Bauthätigkeit, die besonders auf verschiedenen Punkten der Stadt in Aussicht stehe. Andrerseits will man bei der Bau- Polizeibehörde darauf hinwirken, daß ein beschleunigteres Verfahren bei der Er- die theilung der Baukonsense Platz greife, um eine regere Bauthätig. Wirkung es feit zu ermöglichen. Alle solche Mittheilungen find wohl geeignet, unterrichteten Rindes zu Hause in feiner Familie Beit erzählt, 100 die öffentliche Meinung dahin zu beeinflussen, daß mit dem jener er, als Ausgewiesener und war, Familie vertrieben oder fommenden Frühjahre für die Bauhandwerker ein sehr günstiger Arbeit Beitabschnitt beginnen werde, eine Beit, in welcher für sie Milch von dem Onkel Müller oder Schulze erzählt, wie der im und Honig fließen wird. Es ist nicht zu leugnen, daß von jener Elend in der Welt herumgejagt worden ist und endlich elend Seite recht geschickt manövrirt wird, denn erstens wird durch starb, weil man ihn nirgends dulden wollte? Ob's dann wohleine derartige Zukunftsmusik die öffentliche Aufmerksamkeit mehr gethan ist, daß der Begriff des Regenten schon so früh in dem In dem Schlußwort betont Abg. Reichensperger die Noth- und mehr von dem" Nothstande" abgelenkt und der schlechte Gin- Gemüth der Kinder mit der Vorstellung von aller öffentlichen den die Nothstandsdebatte wendigkeit der rechtlichen Anerkennung des Staates für die Er- druck, im Rotyen Hause" Macht und Gewalt verbunden wird? Wir bezweifeln es. Zu mehr und mehr verwischt und richtung von Pfarreien zu sorgen und beantragt die Ueberweisung hervorgerufen, ab- verantworten haben das diejenigen, die in so geschmackvoller geschwächt kommenden feines Antrages an eine Kommission von 14 Mitgliedern. in Aussicht auf die " guten Weise den Kindern Politit lehren, noch ehe diese Kinder schuldie Arbeiter Auf Antrag des Abg. Grafen Limburg- Stirum beschließt Tage" fönnen getrost weiter hungern pflichtig werden. das Haus mit Rücksicht auf die Erklärung des Ministers den und zweitens wird der öffentlichen Meinung gegenüber von Antrag Reichensperger der Regierung zur Erwägung zu überweisen. vornherein allen etwaigen Klagen und Forderungen der BauEs folgt die Berathung des Antrages Schmidt Elberfeld: Arbeiter die Berechtigung entzogen. Und dies ist wohl der Die Regierung zu ersuchen, eine Sachverständigen- Kommission, be- hauptsächlichste Zweck, der mit dieser Manipulation befolgt wird. stehend aus Schulmännern, Industriellen und Ingenieuren, zu Denn daß die Klagen der Bau- Arbeiter und event. auch For berufen zur Begutachtung der Organisation des gewerblichen derungen auch in der kommen sollenden„ guten Zeit" nicht ausFachschulwesens in Preußen, zur Aufstellung von Grund- bleiben werden, liegt klar zu Tage und zwar aus einem sehr sägen über Zweck, Ziel und Lehrplan der betreffenden Schulen, einfachen Grunde. Alle jene Notizen, welche die Konjunktur des über die Aufnahmebedingungen und über die aus einem Schlußexamen der Anstalten entstehenden Berechtigungen, sowie über die Höhe der für die Fachschulen nothwendigen Staatsunterstützungen. Minister von Goßler: In einem Beschluß des Staatsministeriums von 1864 wurden gewisse Unbilligkeiten der rheini schen Kirchenzustände anerkannt, nicht aber eine rechtliche Verpflichtung des Staates; diefer sollte nur mit seinen Mitteln eintreten, um Härten auszugleichen, und es ist auch in einer Reihe von Fällen so verfahren worden, bis die bekannten tirchen politischen Wirren einen Stillstand verursachten. Es wird jetzt die Angelegenheit wieder aufgenommen werden. Ein Beschluß des Staatsministeriums vom November 1890 feht bereits für eine Reihe von Suffursalpfarren eine erhöhte Besoldung feft. Ich bitte Sie also, den Antrag, der eine rechtliche Verpflichtung des Staates über den früheren Ministerialbeschluß hinaus annimmt, abzulehnen und sich mit der Erklärung zu begnügen, daß alle diejenigen Pfarreien, für welche bisher die sogenannten 500 Frants- Gehalte nicht festgesetzt sind, demnächst im Staatshaushalt namentlich aufgeführt werden sollen. Damit schließt die Diskussion. Ich schenk' ihm meine Puppe mit dem rothen seidenen Kleid, Mit der rothen seidenen Schärpe, sechs Centimeter breit. In dieser Weise geht's weiter. Es ist ja über diese moderne Wenn patriotische Dichtung fein Wort weiter zu verlieren. guten Leute fich nun aber vorstellen, welche wenn haben muß, der Vater eines so aus von wenn er Ueber eine Arbeiter- Entlassung in der Werkstatt der städtischen Wasserwerke wird uns folgendes von dem Betheiligten geschrieben: Ich war als Kontrolleur- Anwärter eingestellt mit der Versicherung, bei eintretender Vakanz fest angestellt zu werden. Ginstweilen bezog ich einen Lohn von 35 Pf. pro Stunde. Am 22. Januar wurde ich plötzlich und ohne Angabe des Grundes entlassen. Auf meine Frage nach der Ursache der Entlassung wurde mir nur angedeutet, daß die Sache von einem Ingenieur ausgehe und ein anderer Grund gegen mich nicht vorliege. N andern Tage erfuhr ich, daß meine Stelle durch den Sohn vines Bureau- Vorstehers beim Magistrat, eines guten Bekannten des Ober- Ingenieurs, besetzt sei. Eine Verkehrsstörung von längerer Dauer trat vorgestern fommenden Baujahres in rofenfarbigem Lichte erscheinen zu lassen berechnet sind, werden nicht allein in Berlin gelesen. Sie finden ihren Weg aus den Berliner Zeitungen in die Provinzialblätter und stofsarme Korrespondenten werden nicht ermangeln, die geAbg. Schmidt- Elberfeld: Allerdings scheint bereits eine Sach- gebene Anregung begierig aufzugreifen und Berlin in baulicher Wir möchten doch glauben, daß der Briefschreiber falsch verständigen- Kommission für die Regelung des Fachschulwesens Hinsicht für die kommende Zeit als ein Eldorado für die Bauzu bestehen, aber von ihrer Wirksamkeit hat man noch nicht das Arbeiter zu schildern. Die natürliche Folge davon wird sein, unterrichtet ist und wir veröffentlichen diese Mittheilung, welche im Geringste gehört. Die Aufschlüsse, die uns der Etat über diese daß die in ihren Winterquartieren ein beschauliches Dasein Uebrigen für die in städtischen Diensten beschäftigten Arbeiter von Schulen giebt, sind auch durchaus mangelhaft. Jedenfalls wären führenden Bau- Arbeiter der Provinzen und vom Lande früher höchster Wichtigkeit ist, nur um der Verwaltung der städtischen bei den ausgewendeten Mitteln die Resultate größer ge- und in noch vermehrter Zahl als sonst ihr Ränzel schnüren und Wasserwerke Gelegenheit zu geben, die Sache flarzustellen. Solche wesen, wenn nicht vom grünen Tische aus, sondern durch nach Berlin pilgern, um nur ja die ersten am Plazze zu sein, Ursachen waren es, die den großen Bergarbeiter- Streik in der fachverständige Kollegien das Fachschulwesen geregelt worden wenn es losgeht! Ein ungezählter Strom von Arbeitskräften wird Rheinproving und in Westfalen verschuldeten. Es darf unter wäre. Die in Desterreich bestehende bestehende Kommission Kommission für Berlin überfluthen, und das ist es ja, was gewünscht wird. teinen Umständen geduldet werden, daß solche Wirthschaft in den oder indifferenten städtischen Betrieben einreißt; eine solche Behandlung empfindet das Fachschulwesen hat die weitgehendsten Befugnisse und Denn hier sind jene unaufgeklärten fann den Bedürfnissen des Gewerbestandes vollkommen Massen, denen es nur darum zu thun ist, Geld zu verdienen der betroffene Arbeiter ungleich schwerer als eine Lohneinbuße. Rechnung tragen. Man hat dort auch ein Zentralblatt für das ohne Rücksicht auf die hiesigen örtlichen Verhältnisse, ohne Rück- Wir werden diese Angelegenheit im Auge behalten und hoffen, gewerbliche Bildungswesen gegründet, welches die ganzen Versicht auf Arbeitszeit und Arbeitslohn und Arbeitsart, nur zu daß uns die Verwaltung der Wasserwerke durch eine Aufklärung handlungen in der Kommission der Deffentlichkeit übergiebt. Bei willkommene Gäste, wie die Erfahrung genugsam gelehrt hat. des Sachverhalts der Mühe überheben wird, nochmals auf die uns ist namentlich die mittlere Fachschule schlecht behandelt Die Arbeiter von außerhalb" werden bereitwilligst in Arbeit Angelegenheit zurückzukommen. worden, und erst in jüngster Zeit scheint man anzufangen, den gestellt, weil sie ,, williger" sind als die ortsansässigen Bauarbeiter, trefflichen Vorschlägen des Vereins deutscher Ingenieure Folge zu welche sowohl durch die örtlichen Verhältnisse gezwungen, als geben. Aber durch eine rein bureaukratische Verwaltung muß auf auch durch ihre größere Intelligenz bewogen höhere Anforde- Abend auf dem rechtsfeitigen Geleise der Berliner Stadt- und die Dauer Industrie und Gewerbe verkümmern, denn den zahl rungen stellen. Während jene arbeiten, müssen diese durch den Ringbahn ein. Die Maschine des um 5 Uhr 30 Minuten auf reichen Mißständen, die in letzter Zeit hervorgetreten sind, muß Bauzaun gucken. Und das ist nicht nur bei den Privatbauten dem Lehrter Bahnhof von Westend aus einfahrenden Buges der Stadtbahn( Nordring) versagte in dem Augenblicke, als der Zug so, das ist auch bei den Kommunalbauten der Fall, da diese noch Abhülfe geschaffen werden. Geh. Rath Lüder: Die bei uns eingesetzte Kommiffion immer auf dem Submissionswege an Privatunternehmer vergeben die Bahnhofshalle wieder verlassen sollte, infolge eines Defeltes, besteht wie in Desterreich aus 20 Mitgliedern, die zum großen werden, ohne bei Abschluß der Verträge eine Regelung der der sich am Wafferrohr ergeben hatte, ihre Funktionen. Der Zug Theil auch Industrielle sind, und Berichte über ihre Sigungen Arbeitsverhältnisse vorzusehen. So lange also die Arbeiter der mußte so lange in der Station verbleiben, bis die vom Schle sischen Bahnhof schleunigst requirirte Ersatzmaschine eintraf und find bereits in früheren Jahren im„ Staatsanzeiger" veröffentlicht Willkür des Unternehmerthums schutzlos preisgegeben bleiben, die schadhaft gewordene Maschine ausrangirte. Mit einer Ver= worden. Es ist jetzt in Erwägung genommen, die Kommission haben auch die projektirten großen Kommunalbauten, welche doch wieder zusamentreten zu lassen und sie durch Industrielle mit zur Hebung des Nothstandes der Berliner Bauhandwerker spätung von 50 Minuten, während welcher Zeit der Verkehr uuf dem belegten Geleise eingestellt worden war, konnte der Zug wieder zu verstärken. Eine in kurzer Zeit erscheinende umfang- beizutragen bestimmt sind, für lettere nur einen sehr zweifel schließlich seine Fahrt fortseßen. Einem Gerüchte zufolge, das reiche Denkschrift wird den Wünschen des Borredners im Ein- haften Werth, denn naturgemäß werden diejenigen Arbeitszelnen nähertreten. fräfte den Vorzug erhalten, die bereit sind, zu den Unter- ich gestern in der Stadt verbreitet hatte, follten bei diesem UnAbg. v. Schenckendorff erklärt, der Tendenz des Antrages nehmern günstigen Bedingungen zu arbeiten, und daß diese falle mehrere Personen verunglückt sein; dasselbe entbehrt, wie Schmidt- Elberfeld zustimmen zu fönnen. Auch er wünsche, daß Bedingungen möglichst günstige werden, dafür soll das ein Abendblatt mittheilt, jeder Begründung. die Entwickelung des Fachschulwesens bei uns einen schnelleren Massenangebot von Arbeitskräften sorgen, und daß dieses Gegen einen hiesigen Arzt, den Dr. W., hatte das PolizeiGang gehe. Es sei aber in den letzten Jahren unendlich viel für erforderliche Massenangebot vorhanden ist, dafür sollen wiederum präsidium bei dem Bezirksausschuß Klage mit dem Antrage auf unser Fach- und Fortbildungsschulwesen geschehen. Der Lehrer jene Notizen forgen, welche in unauffälliger Weise schon jest Aufhebung der dem Dr. M. für Errichtung einer Privat- Heilan solchen Schulen würde man sich durch eine feste Anstellung durch die liberale Presse ins Land geschickt werden und das anstalt vor vier Jahren ertheilten Konzession erhoben, weil der derselben annehmen müssen. Redner wünscht die Ueberweisung kommende Baujahr im rosigen Lichte schildern. Wie„ rosig" das selbe, letterer und den polizeilichen Bestimmungen entgegen, zahlfelbe für die Berliner Bauhandwerker sich gestalten wird, dürfte reiche mit ansteckender Krankheit, nämlich mit Tuberkulose be des Antrages an die Unterrichtskommmission. Ich kann zu dem Antrage bereits aus den kurzen voraufgeschickten Darlegungen zur Genüge haftete Kranke aufgenommen und durch Dr. William Levy mit Minister v. Berlepsch: nur erklären, daß ich mit den Gedanken derselben insofern ersichtlich sein. Möge sich die öffentliche Meinung durchaus nicht Koch'scher Lymphe habe behandeln laffen. Nach längerer Beeinverstanden bin, daß das Handelsministerium sich mit den sach- irre führen lassen. Um den Nothstand der Berliner Bauhand- rathung erkannte der Bezirksausschuß auf Abweisung des Anverständigen Kreisen stets in Fühlung halten muß. Die Kom- werfer zu beseitigen, dazu find Kommunalbauten allein nicht aus mission, die diese Aufgabe zu erfüllen haben wird, wird nicht reichend, dazu gehört etwas mehr. Daß aber die liberale Stadt trags des Polizeipräsidiums. nur zur Berathung der Denkschrift zusammentreten, sondern ich verwaltung für dieses mehr" nicht zu haben ist, das hat das werde sie auch in wichtigen Fragen hören. Auch jetzt sind schon Schicksal der bekannten Maurer- Petition bewiesen. Diese Beilen waren gerade geschrieben, als uns der Leit mehrere Handwerker in dieser Kommission. Ich hoffe, daß die Wirksamkeit derselben in Zukunft eine größere sein wird als bis- artikel der Königsberger Hart. Stg." vor Augen fam. Es her, aber mehr als begutachtende Funktionen würde ich ihr nicht beißt ba: Was an diesen Rundgebungen( nämlich der hiesigen Arbeitsbeilegen wollen, denn die Verwaltung muß schließlich doch die Verantwortung übernehmen. Das preußische gewerbliche Unter- lofen, Red.) einen so unangenehmen Eindruck macht, ist, daß die richtswesen ist durchaus nicht als ein mangelhaftes anzusehen: Sozialdemokraten sich nicht entblöden, die Noth einer großen an seinem Kopf und gleich darauf einen stechenden Schmerz hinter wenn es noch nicht die Stuje erreicht hat, die auch ich zu er- Menge hungernder und frierender Menschen agitatorisch zu ver- dem linken Ohre. Als er mit der Hand dahin faßte, war diese reichen wünsche, so liegt das allein an den bisher bewilligten ge- werthen, statt mit Ernst und Eifer den Bemühungen der städti- blutig. Er sab sich um; da er aber Niemand bemerkte und auch schen Behörden beizutreten, die diese Noth wirklich lindern wollen nichts gehört hatte, vermeinte er nur von dem Steinwurf eines ringen Mitteln. Abg. Graf Limburg- Stirum: Ich habe große Bedenken und das Geeignete zu ihrer Abstellung schon unternommen hatten, böswilligen oder fahrlässigen Knaben getroffen worden zu sein gegen die Wirksamkeit emer Kommission, wie sie vom Abg. bevor die sozialdemokratischen Schreier auf dem Plane erschienen und ging, ohne der Sache weitere Beachtung zu schenken, seines Weges weiter. Im Laufe des Sonnabends traten jedoch bereits Schmidt gewünscht wird; überhaupt scheint man auf die Be- waren." G3 genügt wohl, wenn wir diese Leistung von Dreiftigkeit anhaltende Schmerzen ein und in der Nacht zum Sonntag machte rufung großer Kommissionen jetzt zu viel Werth zu legen. Wenn dem Antrage Schmidt Folge gegeben würde, würde der Staat und Unwahrhaftigkeit einfach niedriger hängen. Das Königsberger sich eine zusehends wachsende Geschwulst bemerkbar, so daß Sch. wieder erhebliche Geldmittel bereit stellen müssen, aber für die Blatt verdient, Herrn Eugen Richter zum Korrespondenten zu dienstunfähig wurde und sich zu einem Arzt begab. Derselbe hatte faum einen Blick auf die Geschwulit geworfen, als er auch die Bewilligung solcher sind die Freunde des Abg. Schmidt sonst haben. Derfelbe Leitartikel schließt mit folgendem Passus: Ansätze zu der ländlichen Propaganda sind schon gemacht Verlegung als eine Schußwunde erklärte. Dem höchst verwunoerten nicht bezit. abg. Bleft( Bentr.) spricht sich für den Antrag aus, obgleich worden, so vor kurzem in Mecklenburg, wo Berliner Agitatoren Schaffner war jedoch die Sache nicht eher plausibel, als bis er er der Wirksamkeit der Kommission nicht die Rolle beimessen acht Tage lang von Ort zu Ort zogen und einen überraschend die von der Sonde des Arztes zu Tage gezogene Kugel vor sich tönne, wie der Antragsteller. Es würde immer auf den Minister großen Zulauf von Bauern und Tagelöhnern gehabt haben sollen. liegen fah. Nunmehr wurde von der Angelegenheit Anzeige ge ankommen und von diesem hätte das gewerbliche Fachschulwesen Es sind uns darüber Mittheilungen zugegangen, von denen wir macht und die Recherchen nach dem Schützen begonnen. Zunächst nur das Vorstehende hier geben möchten, etwa noch mit der Hinzu- mußte Sch. nochmals ganz genau erklären, wo und unter welchen in Zukunft viel zu erwarten. Von einer Teschingkugel in den Kopf getroffen wurde der„ Berl. Ztg." zufolge, am Freitag Abend der in Wilmersdorf wohnende Pferdebahn- Schaffner Sch. Derselbe war von dem Depot gekommen und wollte sich gegen die fünfte Stunde, als es noch heller Tag war, nach seiner Wohnung begeben. Zu diesem 3med mußte er die Kaiser- Allee durchschreiten und als er bei der Villa Lück vorbeifam, spürte er plöglich einen schmerzhaften Schlag Gerichts- Beitung. den Umständen er den Schuß erhalten hatte. Nachdem dies festgestellt Die Aufführung war recht und lebendig. In der Mitte stand| selbst diese billigsten Nahrungsmittel dem Volke sowohl in den Arbeitsräumen als wie auch in und ungefähr danach die Schußrichtung ermittelt worden, wurde Thomas als Registrator. Er besitzt feine vielseitige, aber eine ungenügend ventilirten Arbeitsräumen als der Gärtner der Lück'schen Villa ins Gebet genommen. Es stellte sich sehr wirksame, drastische Komit, die ihrer Wirkung immer sicher den Miethskasernen der Proletarier viel zu wünschen übrig lie žen. nach seiner Angabe Folgendes heraus: Anfangs voriger Woche ist. Von den übrigen Schauspielern ist Herr Walden zu nennen, Die von Stöder und Genossen in Berlin soviel vertheidigten Kaffee und Volfsküchen seien weder im Stande, das Massen elend hatten Knaben, welche in der Villa waren, mit dem Tesching der den Zeitungs- Reporter Zander beweglich und lustig gab. zu mildern, noch die dort Verkehrenden genügend zu ernä hren, nach einer Scheibe geschossen. Das Gewehr war sodann bei Seite oder wie man oft mit Pathos behauptet, den Branntweing jenuß gestellt worden, und da es noch geladen war, wollte der Gärtner aus der Welt zu schaffen. Zum Schluß kritisirte Redner die ines vorsichtshalber abschießen, ehe er es wieder in Verwahrung nahm. In dem großen Garten zielte er auf einen Baumstamm direkten Steuern und wies nach, daß diese als Kopfsteuer wirkenund da er 120 Schritte von der Straße abseits sich befand, den Abgaben am meisten geeignet sind, dem Arbeiter den letzten fonnte er mit gutem Gewissen auch annehmen, daß ein Fehlschuß Unter der Anklage der schweren Urkundenfälschung Biffen zu verthenern. Er forderte alle Anwesenden auf, thatnicht eine gefährliche Wirkung für Passanten haben dürfte. Er zu betrügerischen Zwecken stand gestern der Inhaber eines Wiener kräftig für die Partei, welche das Volk aus den Fesseln der drückte also los und kümmerte sich auch weiter nicht, wo die Café's, Otto Wadzet, vor der IV. Straffammer des Land- Knechtschaft und des Hungers befreien will, für die Sozialdemo Rugel eingeschlagen. Merkwürdigerweise nun traf troß der weiten gerichts I. Der Angeklagte soll seinen Oberkellner Monate lang tratie einzutreten. Dieser Vortrag wurde mit großem Beifall Entfernung das Projektil den Sch. Erst am Montag wurde der in der verwerflichsten Art ausgebeutet haben. Der Geschäftsgang aufgenommen. Eine Diskussion fand nicht statt. Hierauf wurde Gärtner sehr unangenehm durch die Recherchen an seinen Fehl- und die Kontrolle war bei dem Angeklagten, wie in den meisten die Frage aufgeworfen, ob in die Wahlagitation für die Ersatzschuß erinnert und gab unumwunden den Thatbestand zu. Cafe's, eine Raffirerin füllt eine vor ihr liegende in Rubriken wahl im 21. Kommunal- Wahlbezirk, welche am 16. d.. stattWinter riethen, Dreihundert Mark Belohnung sind von einer hiesigen getheilte Liſte mit zahlen aus, welche dem Werthe der von den findet, eingetreten werden solle. Die nachfolgenden Iledner: Kellnern geholten Waaren entsprechen. Beim Schluß des Ge- Dolinsky, Rosenberg, Barth, Wolter, Firma für die Ergreifung ihres Buchhalters Aug. Viglahn aus schäfts hat der Zahlfellner für die Gesammtsumme aufzukommen. energisch sich an der Wahl zu betheiligen und betonten, gesetzt worden, der am 2. d. M. flüchtig geworden ist, nachdem Entgegen dem allgemeinen Gebrauche hat der Angeklagte die daß es gerade jetzt durch die Vorkommnisse in er das betreffende Haus um 12 000 Mark betrogen hat. Die Zahlen selbst addirt, anstatt diese Arbeit der Kassirerin zu über- letzten Sizungen der Stadtverordneten- Versammlung geboten Unterschlagung en erstrecken sich auf einen längeren Zeitraum und lassen. Wie die Anklage behauptet, hat Wadzet bet diesem erscheint, den Herren da oben die Antwort nicht schuldig zu wurden von Biglahn verübt, indem er Geld für bestellte Waaren zusammenzählen Fälschungen der Liste vorgenommen, indem er bleiben. Deshalb hielten sie es für geboten, in die Wahl einzueinkassirte, veruntreute und die Bücher fälschte. Viglahn ist in vielen Fällen aus einer 1 eine 4 oder 7 machte. Es sind eine treten, um den Herren Stadtvätern Hermes und Matterne, welche 1,78 Meter groß, ſteht in der Mitte der dreißiger Jahre, ganze Anzahl solcher geänderter Listen bei ihm beschlagnahnt sich nicht entblöden, Arm in Arm mit dem Ober- Bürgermeister ist schlank, hellblond, trägt einen Schnurrbart sowie einen worden. Der Oberfellner schätzt seinen Schaden auf über 700 M. zu behaupten, es existirt in Berlin kein Nothstand, die Meinung sehr dünnen Kinnbart und fällt durch eine sehr bleiche Gesichts- Der Beschuldigte gab zu, Aenderungen vorgenommen zu haben, unverblümt zu sagen. Ferner wurde zur Sprache gebracht, daß farbe auf. jedoch sei dies nur aus Bequemlichkeit und nicht in be- selbst in dem so lammfrommen freisinnigen Arbeiterverein die Der junge Mann, welcher am Montag Abend im Chantant trügerischer Absicht geschehen. Es sei häufig vorgekommen, sonst so anerkannte Autorität des Herrn Hermes nicht mehr im " Tannhäuser" an der Spandauerbrücke sich mittelst eines Salon- daß noch Nachbestellungen auf Bier gemacht wurden, wenn er Stande war, den Mitgliedern Schweigen aufzuerlegen, sondern revolvers zu erschießen versuchte, befindet sich in der Charitee auf bereits mit dem zusammenzählen der Tageseinnahme beschäftigt daß dort wider den Willen dieses Herrn die Handlungen seiner dem Wege der Besserung. Derselbe ist ein in der Annenstr. 50 war und einen Strich unter die Zahlen gemacht hatte, dann habe freisinnigen Herren Kollegen einer deutlichen und scharfen Kritik Obwohl einige Redner aus taktischen wohnender Kaufmann Albrecht Seifert und will den Selbstmord- er einfach einen Zugang von 30 oder 60 Pfg. in der angedeuteten unterzogen wurden. versuch in der Trunkenheit begangen haben. Die Kugel, welche Weise vermerkt. Schwer belastet wurde der Angeklagte durch das Gründen gegen die Betheiligung gesprochen hatten, wurde ein in die rechte Stirnfeite gedrungen war, hatte edlere Theile nicht Beugniß feiner früheren Rafsirerin, welche ihre Stellung auf- vom Genossen Barth gestellter Antrag, welcher lautete:„ Die verlegt und konnte leicht entjernt werden. gegeben hat, um nicht selbst in den Verdacht der Untreue zu heutige Bersammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins" des kommen. Die Vertheidigung hatte dagegen einen umfangreichen 8. Berl. Reichstags- Wahlkreises beschließt, bei der bevorstehenden Entlastungsbeweis aufgeboten, um die Glaubwürdigkeit der Zeugin Ersatzwahl im 21. Kommunal- Wahlbezirk thatkräftig einzutreten und zu erschüttern. Der Staatsanwalt hielt diesen Beweis für voll- es verpflichten sich die Anwesenden bei der Agitation mitzuwirken", ständig verfehlt, er beantragte gegen den Angeklagten eine se ch 3 mit großer Begeisterung angenommen. Als Wahlkomitee wurde monatige Gefängnisstrafe und 1 Jahr Ehrverlust. Außerdem der Borstand des Vereins gewählt. Beschlossen wurde ferner vier Bahlstellen für den dritten hatte der Angeklagte sich eines Verstoßes gegen die GewerbeOrdnung schuldig gemacht, weil er das von seinem Vorgänger Wahlverein einzurichten und zwar Quarg übernommene Geschäft auf dessen Namen weiter betrieben, 1. Bei Genossen Gründel, Dresdenerstr. 116, Restauration. Gimecke, Röpnickerstr. 130, ohne die Konzession hierzu zu besitzen. Hierfür beantragte der 2. Schoenecke( früher Kräder) Wafferthorstr. 20, Staatsanwalt eine Geldstrafe von 108 M. Der Gerichtshof er 3. Bigarrengeschäft. tannte in allen Punkten nach den Anträgen des Staatsanwalts. 4. A. Schweizer, City- Passage, Dresdenerstr. 52/53, Zigarrengeschäft. Hamburg, den 3. Februar. Heute kam eine Berufungssache, Hinzuzufügen ist noch, daß die Wahl bereits am 16. Februar veranlaßt durch die Staatsanwaltschaft, wider den MaurerDie Kunde von einem neuen Raubanfalle war vor Arbeitsmann Jakob Christian Biebelwig und den Kutscher Johann stattfindet und daß sich alle Diejenigen, welche mithelfen wollen, gestern im Onen der Stadt verbreitet. Danach sollte in der Nacht Heinrich Kahlstorf, die wegen Verstoß gegen§§ 152 und 153 der bei Schweizer und Gründel melden mögen. zum 2. d. M. ein Mann an der Oberbaumbrücke überfallen, Gewerbe- Ordnung vor dem Schöffengericht unter Anklage standen, Zum Schluß erwähnte der Vorsitzende, Gen. Schweizer, daß seiner Baarschaft und Uhr beraubt und dann von den Räubern aber freigesprochen wurden, zur Verhandlung. Die beiden Ange- es bedauerlich sei, daß so viele unserer Genossen, welche wir aus in den Fluß geworfen worden sein, aus dem ihn ein Trainsoldat klagten werden beschuldigt, am 25. Juni, während des Maurer- der Zeit des Sozialistengefehes kennen, herausgezogen habe. Polizeiliche Ermittelungen haben ergeben, daß in der erwähnten Nacht ein Wächter auf dem Rummels Streits, einige Maurer- Arbeitsleute, welche die Arbeit nicht ein wir wissen, daß sie mit Bintanfeßung ihrer persönlichen burgerplatz einen stark betrunkenen Mann gefunden hat, der sich gestellt hatten, mit Worten wie„ blaue Hunde" und dergl. mehr Interessen stets für unsere Sache gekämpft haben, im Wahlverein nach dem Wege nach Köpenick erkundigte. Der Wächter ertheilte beschimpft zu haben, um sie zu veranlassen, gleichfalls die Arbeit nicht zu sehen seien. Wir standen doch bei Gründung dieses den gewünschten Bescheid, traf jedoch nach einiger Zeit denselben einzustellen. Die Angeklagten bestreiten, derartige harte Ausdrücke Vereins vollständig auf dem Boden unserer Partei und sind uns Mann in der Mühlenstraße, vollkommen durchnäßt an einem überführt und beantragt unter Aufhebung des schöffengerichtlichen doch nicht im Stande sein, uns als Parteigenoffen zu trennen. Mann in der Mühlenstraße, vollkommen durchnäßt an einem gebraucht zu haben. Der Staatsanwalt erachtet sie jedoch für feines Unrechtes bewußt. Streitfragen persönlicher Natur sollten Brunnen lehnend und unverständliche Worte vor sich hinlallend. Erkenntnisses gegen B. eine dreitägige und gegen R. eine Er ersucht daher im Interesse unserer guten Sache alle DieDer Wächter führte den Mann nach einer benachbarten Backstube, eintägige Gefängnißstraße. Der Gerichtshof erkennt, daß jenigen, welche Bekannte haben, sie diesem Verein zuzuführen und dort schlief dieser bald ein. Um 5 Uhr Morgens kehrte der Kahlstorf freizusprechen, Biebelwig dagegen schuldig zu erachten und wünscht, daß wir uns nun die Bruderhand reichen mögen Wächter wieder zurück, weckte den Schläfer und begleitete ihn und auf Grund der angezogenen Paragraphen der Gewerbeordnung um vereint die Prinzipien unserer Partei zu vertreten, um endlich nach dem Bahnhof. Auf dem Wege dorthin erzählte der Mann, daß er im Laufe der Nacht überfallen, beraubt und in die Spree au 14 Tagen Gefängniß zu verurtheilen sei. geworfen worden sei; diese Angabe scheint jedoch falsch zu sein, denn der Mann hatte sein Portemonnaie bei sich und entnahm demfelben das Geld, wofür er das Fahrbillet gelöst hat. Einen Selbstmordverfuch hat gestern Vormittag 6 Uhr ein geachteter Kaufmann H. aus der Schlegelstraße in einem Hotel Der Königgrägerstraße unternommen. Derselbe tehrte gestern Abend spät in das Hotel ein und begab sich unter dem Vorgeben, stark ermüdet zu sein, bald zur Ruhe. Heute früh alarmirten zwei turz hinter einander fallende Schüsse das Haus; man stürmte in das Zimmer des Gastes und fand denselben leicht verwundet auf den Fußboden liegen. Er ließ sich den Revolver wider standslos entwinden, dann bestieg er auf zureden des Hotel personals eine Droschke und fuhr nach einem hiesigen Krankenhause. Ueber die Motive zur That verweigerte der Unglückliche jede Auskunft. P Soziale Uebersicht. Aufruf! " # SP und von denen das Bollwerk der Reaktion zu durchbrechen. Mit einem träftigen Hoch auf den Verein schloß der Vorsitzende um 11/2 Uhr die fehr zahlreich besuchte Versammlung. " Der deutschfreifinnige Arbeiterverein" Der deutschin Berlin hat zwar keine Personen aus der eigentlichen Arbeiter Der des Ranbmord. Verfuchs in der Oranienstraße verdächtige Wiensch scheint ähnliche Attentate auch in anderen Orten An die Arbeiter ber töniglichen Klasse zu Mitgliedern, aber doch einige Haudwerker, sogenannte geplant zu haben. Am 26. oder 27. v. M. betrat ein junger Eisenbahn- Werkstätten Deutschlands! Kollegen! leine Leute", die immerhin wissen, wo dem armen Mann der Mann, dessen Beschreibung genau auf den erwähnten Räuber Wie Euch allgemein bekannt ist, tagte Pfingsten 1890 zu Magde- Schuh drückt; und er ist zwar nicht freisinnig, aber doch noch zu paßt, ein Delikateßwaaren Geschäft in der Landsbergerstraße, burg ein Kongres sämmtlicher in Eisenbahn Werkstätten beschäf- freisinnig für einen Politiker des Klasseninteresses wie Eugen nachdem er sich längere Zeit in auffälliger Weise an der Laden- tigten Arbeiter, der jedoch durch den Druck der jetzt herrschenden Richter. Und richtig hat er sich den Unwillen dieses Generalthür zu schaffen gemacht hatte. In dem Laden befand sich die Verhältnisse zu keinem befriedigenden Resultate gekommen ist. gewaltigen des Deutschfreisinns" zugezogen, erst einen Teifen und Die gegenseitige Ver14jährige Tochter des Besitzers, welcher der Mann durch sein Um, wie auf dem Kongreß beschlossen wurde, eine Denkschrift jegt einen laut donnernden Unwillen. Scheues Wesen und dadurch auffiel, daß er sich fortgesetzt über den auszuarbeiten, wurden die Berliner Delegirten beauftragt, in ſtimmung datirt schon aus jener von dem Verein einberufenen Ladentisch beugte und dabei die Hände in den Taschen seines Berlin eine öffeniliche Versammlung einzuberufen und zu diesem Versammlung bei Lips, in welcher Richter sprach und es infolge Ueberziehers hielt. Er machte allerhand Bestellungen für seinen Zwecke einen Ausschuß von drei Mann zu wählen, was auch des Widerspruchs des Abg. Dr. Hermes gegen eine freie Disangeblich beim Militär stehenden Bruder, und als andere Kunden seiner Zeit geschehen ist. Um diesen Beschluß nun ausführen zu fussion beinahe zur Auflösung gefommen wäre. kamen, suchte er die Verkäuferin zu veranlassen, diese zuerst zu können, ersucht unterzeichneter Ausschuß die Kollegen allerorts, freisinnige Arbeiterverein" hat in seinem Programm die gesetzbedienen, da er keine Eile habe und warten tönne. Schließlich speziell die auf dem Kongreß vertretenen Kollegen, uns Material liche Fixirung der Arbeitszeit stehen und Richter sprach gegen Damals gab es eine Auseinandersehung im ist er unter dem Vorwande fortgegangen, eine Kiste für die von hierfür zukommen zu lassen, damit wir ein richtiges Bild unserer diese Forderung. thm gewählten Sachen holen zu wollen, und nicht mehr zurück- Lage schaffen können. Darum, Eisenbahnarbeiter Deutschlands, Stillen, jetzt aber tommt der bisher etwas verhaltene Groll Der freifinnige Arbeiterverein" gekehrt. Die Tochter des Ladenbesizers hat auf der linken Backe sendet uns über die Verhältnisse Gurer Werkstätten wahrheits zum offenen Ausdruck. laffen, in einer Versammlung des Mannes auch den schwarzen oder blauen Fleck bemerkt, der gemäßes Material. Es braucht Niemand um seine Eristenz zu bat es sich beikommen ein besonderes Kennzeichen des Attentäters in der Oranienstraße fürchten, da kein Name genannt werden wird; wir sind der folgende Resolution anzunehmen: Es wird den freisinnigen bildet, und auch die Angaben, die sie über den Anzug des Mannes festen Ueberzeugung, daß in jeder Werkstatt Kollegen find, die Wählern empfohlen( speziell im 21. Kommunalbezirk), nur einen macht, stimmen mit der Beschreibung, welche Frau Caßburg von uns in unserem Vorhaben unterstützen können. Folgende Fragen Mann aufzustellen, der sich für den Antrag Stadthagen ausder Kleidung des Strolches giebt, überein. möchten wir hauptsächlich beantwortet haben: 1. Wie viel Ar- spreche. Nun höre man, wie die Richter und Hermes, jener in beiter beschäftigt die betreffende Werkstatt? 2. Welches ist der der Freis. 3tg.", diefer in der„ Volts- 3tg." den deutschfresinnigen Ein Sittlichkeitsverbrechen ist am Sonnabend Abend im höchste, resp. niedrigste Lohn, a) für den Handwerker, b) für den Verein wegen dieses Beschlusses abkanzeln. Der freisinnige ArNorden der Stadt verübt worden. Die elfjährige Tochter des Biffsarbeiter? 8. Wird in Kolonnen gearbeitet und wie start beiterverein, deffen Mitglieder über ganz Berlin zerstreut wohnen, Kornmessers R. wurde am genannten Tage Abends von ihrem find dieselben? 4. Wird Sonntags gearbeitet? 5. Werden Ueber- bat gar kein Recht, sich in solcher Weise in die Wahlen einzuBater nach Abendbrot geschickt. Als das Kind nach Verlauf stunden gemacht? 6. Wird der Lohn monatlich oder halbmonatlich mischen," donnert die„ Bolts- Beitung". einer Stunde noch nicht zurückgekehrt war, ging der Vater selbst, ausgezahlt? 7. Wie steht der Lohn zu der Lebensweise in den durchaus keine Kandidaten vorgeschlagen, sondern nur einen alles zu suchen. Unterwegs schon kam die Kleine ihm heftig weinend Orten, in denen die Arbeiter wohnen? Kollegen, nur auf gemeinen Standpunkt zum Ausdruck gebracht. Wir können es wir im Stande, eine nur entschieden mißbilligen, daß der freisinnige Arbeiterverein entgegen und erzählte, daß sie von einem fremden Manne in die diese und Weise sind Art vierte Etage eines benachbarten Hauses gelockt sei und daß ihr richtige Denkschrift zu bringen. Dente Niemand, es wird doch sich als solcher in die Auswahl der Kandidaten für eine Stadtder Mann dort ein Leids angethan habe. Sie habe dabei heftig nicht beffer, sondern helset an dem Werk, das uns zwar bis jetzt verordnetenwahl in einem einzelnen Bezirk einmischt", wettert die gefchrien und der Fremde sei deshalb davongelaufen, sie selbst sei durch den Indifferentismus illuforisch gemacht worden ist, damit Freis. 3tg." Man sieht hieraus, wo die Demokratie der Volksihm nachgefolgt, habe ihn aber bald aus den Augen verloren. wir zu den Pflichten, die wir dem Staat als Staatsbürger schulden, Btg." geblieben ist und wie fern die Freis. 3tg." der Demokratie Die Untersuchung ergab, daß das Kind vergewaltigt worden war. auch Rechte haben, die der Staat uns gewähren muß. Bis jetzt nach wie vor steht. Ob das nun auch bald die Herren vom Der Unhold, auf den die Kriminalpolizei eifrig fahndet, ist noch liegt noch vieles in den Werkstätten im Argen. Kollegen, helft Deutschfreisinnigen Arbeiterverein" einsehen werden? nicht ermittelt. uns, damit auch wir sagen können: Sehet, Arbeiter aller ziviliArbeiter- Risiko. Auf einem Neubau in der Nähe der firten Länder, das sind Musterwerkstätten, die nur durch die Kant- und Fasanenstraßen- Ecke in Charlottenburg verunglückte Ginigkeit der Arbeiter zu solchen geschaffen sind. Mit kollegialigestern früh der Maurer Lubisch, indem er von der Giebel- chem Gruß der Ausschuß. J. A.: Jacob Levit, Lackirer, Joachimwand aus der Höhe der dritten Gtage herunterfiel. Nach Angabe traße 11c, part. Alle Ginfendungen find an Unterzeichneten zu feiner Kollegen ist der Unglücksfall baburch passirt, daß 2. beim richten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck Herausziehen eines Rüstbrettes das Gleichgewicht verlor. Schwer Halle, 3. Februar. Der Streit der Former bei Heylandt verlegt wurde 2. nach einem Berliner Krankenhause gefahren. und Ungnade dauert unverändert fort. Zuzug ist fernzuhalten, Polizeibericht. Am 8. b. M. Morgens wurde im Friedrichs hain, nahe der Elbingerstraße, ein unbekannter, etwa 36 Jahre alter Mann und im Thiergarten in der Nähe des Goethe- Denkmals ein etwa 16jähriger junger Mann erhängt aufgefunden. Abends und in der darauffolgenden Nacht fanden drei kleinere Brände statt. gebeten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ersucht. Versammlungen. Dabei hat der Verein Freifinn und Sozialdemokratie. " In der letzten Versammlung des deutschfreisinnigen Wahls vereins für den vierten Wahlkreis kam es zu einer lebhaften, ausnahmsweise aber nicht besonders schroffen Debatte zwischen den etwa 800 Anwesenden ungefähr gleich stark vertreten, oder Freisinnigen und Sozialdemokraten. Beide Parteien waren unter richtiger, es zeigte sich in der Schlußabstimmung etwa die Hälfte der Versammlung gewillt, aus dem Referat und der Diskussion die unabweislichen Konsequenzen im sozialdemokratischen Sinne zu ziehen. Das Referat über die Abrüstungsfrage hielt der ReichstagsAbgeordnete Dr. Harmening.( Ursprünglich war als Tagesordnung ein Vortrag des Abg. Samhammer über die politische Lage angekündigt. Wir würden einen eigenen Berichterstatter in die Versammlung entsandt haben, wenn wir die endgiltige Tagesordnung gekannt hätten. Jest müssen wir uns leider mit den Ju der Versammlung des sozialdemokratischen Wahl aus dem Gedächtniß ausgezeichneten Mittheilungen eines Theilvereins des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises sprach Ge- nehmers begnügen. Die freisinnigen Blätter gehen übrigens mit nosse Gründel über das Thema:" Volfsernährung und einigen Zeilen über die ganze Versammlung weg, was sich aus Sozialismus". Er führte etwa folgendes aus: Es würde dem Verlauf der letzteren auch einigermaßen erklärt.) Herr Dr. Thomas Theater. Die alte Posse von L'Arronge und von unseren Gegnern vielfach behauptet, baß der ganze Sozialis- Harmening ging ausführlich auf die Geschichte der AbrüstungsMofer,„ Der Registrator auf Reisen", fand am Dienstag ein sehr mus in der Magenfrage gipfelt. Redner suchte zunächst zu be- bewegung ein und glaubte, daß wir in Bezug auf die sittliche beifalllustiges Publifum. Sie gehört auch zu den besseren ihrer weisen, daß dem nicht so sei, sondern daß der Sozialismus nach Beurtheilung des Krieges große Fortschritte gemacht hätten. Art: dieſe Poſſe des preußischen Subalternbeamtenthums besitzt ganz anderen Gütern ringt. Alsdann beleuchtete der Redner Die heutige Moral der europäischen Völker erkenne nur noch bis von innerer Würde erfüllten, nach oben demüthigen, nach und wies in der Hand statistischer Zahlen nach, daß selbst dort, allerdings streite man sich dann nachher jedesmal um die Frage: unten groben unteren Beamten, der im Altenstaub vertrocknet ist wo der Staat eine Verpflichtung habe, das Volk zu ernähren, wer war in der Abwehr, oder wer hat angefangen? Redner ging ma vom wirklichen Leben nichts weiß, ist freilich nicht über- wie beispielsweise beim Militär und in den Strafanstalten, die dann auch auf die Laften des Militäretats ein. Die praktische mäßig schelmisch und grazios, fann fich aber neben den blöd- Ernährung lange nicht die vom fanitären Standpunkte aus ver- Folgerung, zu welcher der Redner aus seinen Darlegungen gefinnigen Fabrikaten neuester Poffendichterei mit Anstand sehen langte Güte habe. Ferner wurde Luft und Wasser in Arbeits- langt, war: Entſcheidung über Krieg und Frieden durch das Laffen. und Schlafräumen näher besprochen und darauf hingewiesen, daß Bolk bezw. die Bollsrepräsentation. Schon im gegenwärtigen ReichsTheater. erlaubt an, Depeschen. ( Wolffs Telegraphen- Bureau.) verwundet wurden. Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. gelegenheit näher einlassen, wird es doch nöthig sein, daß wir den Verlauf des Rechtsstreites abwarten. Wir stellen Ihnen anheim, die Sache wieder in Anregung zu bringen, sobald der schwebende Prozeß endgiltig entschieden ist. H. Schr., Neanderstraße. Bevor wir uns mit Ihrer AnFrag efteller, Stegliger Lokale. Sie müssen die von uns regelmäßig veröffentlichten Listen der betreffenden Lokalkommissionen verfolgen. Sie ersehen daraus, welche Lokale zu besuchen sind und welche nicht. 14. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie.| 406 11 505 29[ 15001 698 771 848 95002 112 244 416 856 933 98010 Biehung vom 4. Februar 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Wart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 34 197 208 23[ 1500] 43 72 327 55 425 45 571 93 958 97134 335 581 88 621 99 717 862 923 40 9% 058 104 33( 5001 98 223 474 573 80 82 [ 300] 718 88 907 30[ 300] 99102 208 91 344 47 435 844 901 11 103138 72 426 39 67 tage würden einige Dugend Mann in einem solchen Falle der Vers imunft folgen und im Sinne der Kultur stimmen.( Lebhafter Beifall.) Jeingegangenen Nachrichten hat am 12. Januar auf Java ein In der Debatte macht zunächst Herr Hamm( Sozialdemokrat) die Erdbeben stattgefunden, durch welches in der Stadt Joana das 11 eisinnige Partei auf die Inkonsequenz aufmerksam, daß sie mit von Chinesen bewohnte Viertel fast gänzlich zerstört wurde, wähMorten den Militarismus bekämpften und in der That für den Brüssel, 4. Februar, Abends. Wie die Abendblätter melden, rend der von Europäern bewohnte Stadttheil derartig beschädigt wurde, daß er unbewohnbar ist. 12 Personen wurden getödtet, Militäretat stimmten. Er ließ es auch an einem Seitenhieb auf wurden von den Mannschaften des Grenadierregiments, welche 17 verwundet; der ganze westliche, sowie der mittlere Theil von die Arbeiterfreundlichkeit" des Herrn v. Forckenbeck und die gestern Nachmittag wegen der am Sonntag begangenen Aus" li berale" Mehrheit im rothen Hause nicht fehlen. Herr Sar- schreitungen ins Berhör genommen wurden, gegen 40 in Arrest Java hat ebenfalls gelitten. in ening sprach in seiner Erwiderung von der Kampfesweise geschickt. Im Arreſtlokale begannen dieselben alsbald zu lärmen der Gegner, welche andere Dinge vorbrächten, ohne sich strikt an und zu toben, darauf versuchten sie, die Thüre des Arreſtlokals den Vortrag zu halten. Herr Harmening wählte hier einen zu zertrümmern, schließlich steckten sie die Matraßen und Bettetwas indirekten Ausdruck; direkt hätte er sagen:" Ich habe decken in Brand. Durch herbeigeeilte Unteroffiziere und Mannnich mit Herrn v. Fordenbeck zu thun?" Gegen den Vorwurf schaften wurde das Feuer gelöscht, die Meuterer wurden Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich der Inkonsequenz bemerkte der Redner: Die Sozialdemokraten anderweit in Sicherheit gebracht. Vom Oberst des Grenadierfeier: auch nicht immer dieselben geblieben, sie hätten früher ein- öffnet worden; fünf der Meuterer wurden unter GendarmerieRegiments ist heute die militärisch- gerichtliche Untersuchung ermal theilen wollen; nachher legte er diese Bemerkung als scherzhaft aus. Hierauf erhielt Dr. Lütgenau Das bedeckung im Bellenwagen nach dem Gefängniß gebracht. Wort, der etwa ausführte: Mit den von Harmening entCharleroi, 4. Februar. Nach einer Meldung aus Gosselies wickelten Ideen sind wir mehr einverstanden, als ein Theil brangen etwa 50 Arbeiter der Aubry'ſchen Fabrit, welche entder Freisinnigen. Die paar Dutzend Reichstags- Abgeordneten, lassen worden, in das Fabrikgebäude ein und überfielen die dort die der Vernunft" und der„ Kultur" zum Sieg verhelfen wollen, beschäftigten Arbeiter, wobei mehrere Arbeiter zum Theil schwer find bald gefunden; die 35 Sozialdemokraten und dazu Herr Dr. Harmening, das sind volle drei Duhend. Wenn Herr HarNew- York, 4. Februar. Nach hier über San Franzisko mening in seiner Partei keinen mehr findet, dann ist es meine Sache nicht, die freisinnige Fraktion hiergegen zu vertheidigen. Die Forderung:„ Entscheidung über Krieg und Frieden durch das Volt" ist vom Referenten sehr gut begründet worden; zur Vervollständigung braucht bloß hinzugefügt zu werden, daß diese Forderung nur im sozialdemokratischen, nicht im freisinnigen Brogramm enthalten ist. Sie haben sich hier heute nicht für Thre, sondern für unsere Forderung begeistert! Herr Harmening hatte bei unseren Staatsschulden noch den Trost, daß sie immerhin kleiner als die anderer Staaten seien. Aber unser Reich ist auch noch jung, es kann es noch weit bringen, wenn es so fortfährt. Der Referent hat im Ganzen recht, er ist nur etwas zu ideologisch. Mit Schwärmerei erreicht man nicht viel, doch waren uns die franzosenfreundlichen Aeußerungen des Referenten sym pathisch. Die Befreiung der Arbeiterklasse von den beiden Brüdern Mammon und Moloch muß das Werk der arbeitenden Klasse selbst sein.( Lebhafter Beifall.) In seiner Erwiderung meinte Herr Harmening, daß auch er Mammon und Moloch als gegenseitige Helfershelfer ansehe und daher auch ersteren bekämpfe; er versuchte sich dann gegen den Vorwurf der Ideologie zu vertheidigen; sein Weg sei durchaus praktisch. Seine Schlußsähe lauteten:" Ich glaube nicht, daß ich Sozialdemokrat werde( Großer Beifall der Freifinnigen); wenn ich es aber werde, so bringe ich auch Anhänger mit."( Große Heiterkeit und Beifall der Sozialdemo fraten.) Nachdem noch Klempner Engler im sozialdemofratifchen Sinne gesprochen hatte, wurde über eine sozialdemofratische Resolution abgestimmt, welche aussprach, daß der Militarismus erst durch das Ende der kapitalistischen Produktionsweise überwunden werden könne. Der Vorsitzende, Herr Max Schulz, sprach seine Ansicht dahin aus, daß das Resultat der Abstimmung zweifelhaft" sei. Infolge der Heiterkeit, welche Jemand mit der Frage: Wo hat der Borsitzende sein Bureau gelassen?" hervorgerufen hatte, hatte anscheinend mancher nicht deutlich gehört, um was es sich handle; dadurch kam es, daß manche Sozialdemokraten nicht mitabstimmten. Der Vorsitzende schloß die Versammlung, die so friedlich" gewesen sei, und nun ertönte aus vielen hundert Kehlen die Arbeitermarseillaise. Berichtigung. Der Bericht in der gestrigen Nummer über die Volksversammlung auf Tivoli( Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wurm über: Die Luft als Nahrungsmittel") enthält einige finnentstellende Fehler. Es heißt: Neben dem Sauerstoff und Stickstoff ist die Lust aus einem dritten Bestandtheil, dem Kohlen st off zusammenge setzt," und soll heißen:" Der Rohlensäure zusammengesetzt." Ferner heißt es:" Der Proletarier zahlt für seine verpestete Luft 80 pt. mehr als der Kapitalist für die reine Luft" und foll heißen: Der Proletarier zahlt für die verpestete Luft feiner Schlafstätten 80 pet. dessen, was der Kapitalist für reinere Luft zahlt." " Sumoristische Pfeifenbrüder. Röllig's Salon, Neue Friedrichstr. 44. Donnerstag feine Sigung, dafür Freitag Abend 9 Uhr Sigung. Männer- Gesangverein des Verbandes deutscher Kürschner( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Sonnabend, den 7. Februar, großer Wiener Maskenball in der Brauerei Julius Bözow, Prenzlauer Thor. Große öffentliche Versammlung der arbeitslosen Arbeiter und Arbeiterinnen von Risdorf und Umgegend am Donnerstag, den 5. Februar, Nachmittags 2 Uhr, im Lotal des Herrn Maue( Bariete- Theater), Rixdorf, Herrmannstr. 18. Große öffentliche Versammlung aller gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend am Donnerstag, den 5. Februar, Abends 8½ Uhr, im Lotale Wedding- Part", Müllerstr. 178. Arbeiterbildungs- Verein für Friedrichsfelde und Umgegend. Verfammlung am Donnerstag, den 5. Februar, bei Momber, Wilhelmftr. 10. Gäfte haben Zutritt. Verein Volksbildung.( Männer und Frauen.) Abends 9 Uhr im Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Außerordentliche Generalver= sammlung. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes zu erscheinen. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Verein der Mobellenre und Gipsbildhauer. Donnerstag, den 5. Februar 1891, Abends 8% Uhr, bei Norbert( früher May), Beuthstraße 22. 1. Bortrag des Kollegen Barduhn, über das Alters- und Invalidenversiche= rungs- Gesetz. 2. Geschäftliches. 3. Verschiedenes. " 1 " Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Freiheit", Abends 8 Uhr, Naunynftr. 86 bei Zubeil. Gäste haben Zutritt. Verein Volts= bildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, im Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Lese- und Diskutirklub der Bäcker ,, a ch Auf" Nachmittags 5 Uhr, in der Gr. Frankfurterstr. 99, Frankfurter Bier hallen". Wahrheit, Markusstr. 31. Natur Abends 8% Uhr, Kaiserstr. 4, bet Hoffmann.- Auftlärung", Abends 8 Uhr, in Heindorfs Restaurant, Langeftr. 70. Gäste willkommen." Heine" in Rigdorf, Ecke Knesebeck und Hermannstraße, Restaurant Beyler. Gäfte willkommen. ,, Neue Beit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. Süd- Ost", 8% Uhr bei Zoltsdorf, Görlizerstr. 58. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Prog. Gesangverein " " Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Donnerstag Abends 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Seeger'fcher Gefangverein", Blumenstraße 46 bei Wendt. Uebungsstunde von 9 bis 11 Uhr. ,,& inigtett"( Hutmacher), Linienstraße 73 bet Roth. Gesangverein Edelweiß Melchiorstraße 15 bei Stehmann. Gefangverein Echo 2", Alte Schönhauserstraße Nr. 42 bei Reimann. Gefangverein Frühlings Iuft", Flottwell straße 5 bet Bartels. Männerchor St. Urban", Annenstraße 9 bet Männergesangverein Borar", Admiralstr. 38 bei Bülow. Gefangverein ,, ornblume", Blumenstr. 54 bet Wuttke. Gesangverein Hand in Hand", Staligerstr. 142 bei Greifer. Gesangverein ,, Dorfglödlein" Deutsch- Willmersdorf, Berlinerstr. 40 bei Pietsch. verein des ,, Tischlerverbandes" in Steglig, Restaurant Hildebrand. GesangGesangvereinarmonie", Tempelhof, Restaurant Wesenberg. verein ,, Weiße Rose", Reinickendorf, Residenz- und SolländerstraßenGesangEcke bei Caro. Arbeiter- Gesangverein, or genroth, Rummelsburg, Göthestraße 9 bei Konrath. Gesangverein Freundschaft" Abends 9 Uhr, bei Oswald Berliner, Brunnen fir. 114. Gesangverein Brezel schluß" in Sahm's Klubhaus, Annenftrauße Nr. 16. Musit- und Gefangvereinfirmitas", Adalbertstr. 8 bei Schneider. Gesangverein Kreuzberger Harmonie", Lindenstr. 106, bei Poppe. Gefangverein Amicitia", Adlershof Bismarckstraße bet Albrecht." " Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. State tlub„ Nüdwärts", Abends 8% Uhr, im Restaurant Boderke, Pallisadenstraße 47. 11 Lübeck'scher Turnverein, Männer Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Elifabethftr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. Geselliger Verein Regina", Sigung mit Damen, Abends sy Uhr, in den Luisenstädt. Bierhallen, Alte Jakobstr. 89. Geselliger Club Blauveilchen", Abends 9 Uhr bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60 Pfropfenverein Wedding", Abends sy Uhr bei A. Engel, Müller- und Antonftraßen- Ecc. Bergnügungsverein Caprice", Abends 9 Uhr, Sigung mit Damen im ,, Marienbad", Babstr. 35-36, Gaal 1 Tr. Vergnügungsverein Beil: chen", 9% Uhr, Sigung mit Damen bet Lülow, Admiralstraße 38. Gäste willtommen. Humoristischer Klub Adonis", bei Heid, Koppen: straße Nr. 75. Nach der Sigung Tanz. Gaste willkommen. Verein ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, im Gesellschaftshause Oftend", Rüdersdorferstr. 45. PrivattheaterGesellschaft offnung", Abends 8% Uhr, im Klubhaus, Ohmgasse 2. Gäste willkommen. Berein ehemaliger Schüler der 23. Gemeindeschule. Sigung, Abends 9% Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. Gäste will tommen. Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bet Schröder, Stegligerstr. 18, Gäfte wiйtommen.- Tambourverein, Jungfernfranz", Weidenweg 12. Rauchtlub„ Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, Krautsftraße 48. Rauchflub ernfpige", Abends 8 Uhr bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchflub Collegia", Abends 9 Uhr, bei Behmann, Eisenbahnstr. 7. Sumoristische Pfeifenbrüder", Abends 9 Uhr, in Röllig's Salon, Neue Friedrichstr. 43-44. Rauchflub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, Breslauerfir. 27. www 11 62 122 206 83 98 450 544 66[ 1500] 85 810 88 902 1473 591 712 80 860 996 2207 71 494 130001 544[ 300] 73 710 95 903 94 3054 129 50 51 92 271 318 483 532 649 66 722 900 4016 24 340 59 444 13001 49 651 97 752 63 992 5049 221 54 433 584 834 52 15001 905 6107 247 408 12 523 56 699 814 950 7027 31 101 25 28 54( 300) 64 70 76 297 355 464 519 924 8012 44 57 70 171 74 216[ 300] 84 646 805 13 17 70 82 963 98[ 300] 9036 230[ 1500] 314 453 635[ 1500] 726 10006 27 190 92 221 78 650 51 11066 15000] 224 99 669 94 724 92 818 55[ 500] 59 66 12120 62 200 669 88[ 500] 825 45 954 [ 300] 305 454 500 5 84 648 49 721[ 300] 72 14015 115[ 1500] 71 246 424 70 522 24 705 75 836 15015 163 77 264 336 47 401 576 622 820 63 84 996 16098 147 73 213[ 1500] 352 543 637 76 92 931 32 17301 595 653 754 908 18310 44 526 75 94 677 760 836 19066 97 184 225[ 300] 66 309 72 409 13[ 500] 76 693 748 80 13193 20068 187 96 267 94 339 437 64 538 617[ 1500] 781 842 43 983 21182 98 444 60 70 696 767 812 27 45 22043 211 393 407 81 542 759 28137 434 71 503 9 16 704[ 3000] 844 952 24012 15 246 65 302 549 [ 1500] 59 657 762 68[ 300] 945 59 25005 183 357 480 936 54 26003 334 130001 44[ 10000) 685 98 774 993 27051 319 30 422 500[ 5000] 65 67 618 37 772 28064 223 24 465 516 40 1500] 67 610 12 38 729 806 32 953 29039 109 460 612 716 97 842 80039 180 265 98 334 539 46 68 662 829 31022 190 201 3 5 314 443 529 67 643 818 977 32142 390 467 77[ 1500] 502 22 82 33006 277 307 547 92 684 793 34031 65 94 123 271 436 55 95 688 843 972 35017 204[ 3000] 25 46 355 447[ 1500] 510 600 4 70 73 758 61 806 59 70 87 30121 347 660[ 300] 63 712 849 86 37156 211[ 3000] 49 483 556 79 612 48 782 804 69 38022 50[ 1500] 66 127 392 444 500 55[ 300] 81 732 96 904 15001 39093 1500] 264 458 517 654 743[ 300 40082 211 66 68 327[ 1500] 452 604 88 859 71 910 28 41056[ 500] 123 47 89 367 483 507 628 772 830 15001 42049[ 300] 153 80 231[ 300] 41 78 372 620 48 740 94 43233 81 301 405 31 514 641 935 44023 37 47 1.6 204[ 1500] 84 362 79 552 86 888 952 43046[ 1500] 100 6 59 96 207 84 669 98 725 99 860 46005 154 348 421 42 58 74[ 300] 527 746 867 47036 255 13000] 408 500 20 658 779 949 48131 225 94 475 607 61 73 979 93 99 49065[ 300] 161 212 353 422 36[ 300] 85 516 696 721 [ 500] 64 83 805 75 30020 140 233 86 357 458 579 51015 65 133[ 300] 52 71 96 435 567 74 94 886 984[ 300] 52010 32 567 783 90 895 96 953 53077 117 26 214 88 433[ 30001 506 641 751 990 54066 104 10 361 460 589 758 829 48[ 300] 904 11 55123 90 284 350 412 97 551 58 73 729 59 61 [ 1500] 93 862 56084 249 317 58 70 620 77[ 300] 851 958 57040 57 145 73 205 14 80 307 686 719 1500] 821 56 925 58021[ 300] 35 128 96 215 20 86 334 440 99 680 731 844 67 974 81 59054 124[ 300] 462 89 601 17 83 60035 82 145 320 68 80 402 95 96 517 689 848 965 61036 86[ 300] 156 82 264 303 71 76 400 35 511 37 45 730 815 64 88[ 3000] 924 62047 78 167 231 13000) 306 406 18 82 622[ 1500] 78 795 830 916 93 63074 109 78 205 348 620 86 733 66 920 64026 53 62 350 65 73 452 611 20 721 819 86 65051 124 311 412 63 79 555 97 15000) 619[ 3000] 844 951 66029 43 110 255 529 57 90 608 778[ 300] 95 919 67022 1500] 168 1500] 69 223 586 662 752 823 80 927 92 68113 81 13001 231 320 418 22 63 72 532 635 708 953 9070 143 84 249 93 550 607[ 15001 801 901 70027 37 130 206[ 300] 20 363 401 501 689 763 874 911 26 98 71001 66 296 676 729 51 808 71 72193 221 304 40 44 517 884 73186 283 476[ 1500] 768 837 912 32 96 74447[ 300] 567 70 705 877 964 75158 200 687 822 43 817 904 76008 194 466 508 635 743 979 77105 28 404 519 26 695 865 78 78197 202 307 617 18 26 74 78 705[ 3001 861 79183 [ 300] 279 381 450 538 691 758 78 840 955 se029 94 144 218 393 558 76 610 19 744 92 842 965 81163 204 11 36 40( 3000) 59 311 465 525 26 715 836 82063 131 321 23 63 433 13000 761 72 817 23 92 974 83256 454 548 625 30 798 812 13 945 86 4228 85 319 79 99 601 57 59 83 89 788 968 78 85045 95 118 206 16 67 309 51 400 630[ 5000] 83 716 49 85 86017 79 104 257 528 63 696 713 32 39 87179 212 42 427 510 56 710 43 50 894 96 963 88173 [ 1500] 76 201 35 130001 360 529 704 95 837 9002 8 242 76 360 401 63 73 612 28 44 78 709 819 966 96 90199 287 344[ 300] 468 501 36 44 48 76 78 85 715 34 91023 28 253 59 99 400 533 658 92058 168 73[ 1500] 83 266 99 312 34 400 72 554 92 727 916 60 93112 50 92 242 44 90 97[ 500] 608 20 820 94383 14. Ziehung der 4. Klaffe 183. Königl. Preuß. Lotterie. Siehung bem 4. Februar 1891, Vormittags. Nur die Geivinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 141 91[ 1500] 218 349 414 25 708 809 30 35 43 87[ 5001 90 958 83 [ 30001 1111 210 31 40 320 81 450 502 78 97 115001 704 836 2092 130001 100 55 253 312 15 130001 422 553 661 68 769 3123 79 91 579 80 644 726 13001 78 819 915 60 84 4025 38 136 242 498 582 615 5164 82 255 333 434 36 95 666 859 928 G204 27[ 300] 41 326 468 507 7010 401 20 59 593[ 300] 606 43 709[ 3000] 41 53 870 960 8010[ 5001 33 67 106 33 201( 300) 66 361 94 428 534 65 69 758 956 9022 173 250 604 750 813 10002 40 173 203 60 505 604 861 958 83 11033 142 310 496 561 85 642 927 36 56 12000 24 95 206 9 300 428 567 94 96 626 779 993 13049 120 458 70 753 67 832 140-7 105 63 296 318 74 411 57 58 822 61 62 15030[ 30001 106 62 98 231 410 565 805 74 86 930 16018 118 56[ 1500] 228 392 414 16 509 93[ 5001 643 711 910 43 17015 1500] 18 73[ 3000] 199 258 484 558 13001 72 74 776 942 87 18001 193[ 300] 665 779 866 959 19019 233 304 85 439 500 733 62 889 947 54 20009 55 242 57[ 500] 323 26 99 487 506 22 43 624 44[ 3000] 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1500] 99 923 Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. fo in b e 12 i