Nr. 241. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., po wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Belt" 10 Pfg. Postbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Gingetragen in der Poft BettungsPreisliste für 1901 unter nr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint fäglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: » Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuff- Straße 2. D = Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Gemütvolle Darstellungen! Der Berliner Magistrat hat munmehr die Akten der Märchenbrunnen Angelegenheit der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht Dokumente von geradezu kulturhistorischem Wert, die zeigen, daß der Träger der Krone in der That den Anspruch erhebt, die Reichshauptstadt nach seinen persönlichen Kunstanschauungen zur schönsten Stadt der Welt zu entwickeln. Der Absolutismus soll sein Machtbereich auch auf die Kunst ausdehnen, die Subordination des Militärs unter die Befehle des allerhöchsten Kriegsherrn soll auch für städtische Brunnen und phantastische Märchengestalten gelten. Des Königs Wille ist das höchste Gesez. Den Attenstücken ist kein Bericht über die Audienz von Hubertusstod beigegeben, dagegen ein Schriftwechsel, der beweist, daß die Rechtslage schon vor Jahren völlig geklärt worden ist. Die Aktenstücke beginnen mit der folgenden Mitteilung des Magistrats an den Polizeipräsidenten; sie lautet: Dienstag, den 15. Oftober 1901. Anschauung bringen, und mit den Entwürfen einen Bildhauer zu betrauen, der sich auf dem Gebiete gemütvoller Darstellungen bereits bewährt habe. Ich ersuche, mich über den weiteren Verlauf der Angelegenheit mit Nachricht zu versehen. gez. von Windheim. Aus diesem Schreiben geht klar hervor, daß der Kaiser sich nicht nur auf Wünsche und Anregungen beschränkt hat, sondern den vorgelegten Entwurf direkt verboten und einen neuen ebenso direkt befohlen hat. Wer die Beschreibung der Brunnen, wie sie der Magistrat giebt, mit den kaiserlichen Ideen vergleicht, erkennt sofort, daß es sich um genau entgegengesette Pläne handelt. Die Stadt will ein großes, machtvoll wirkendes architektonisches Werk, der Kaiser will einzelne niedliche Märchengruppen, gemütvolle Darstellungen. Und er befiehlt nicht nur eine grundsätzliche Umgestaltung des Entwurfs, sondern auch die Heranziehung andrer Künstler als die, welchen die Stadt ihr Vertrauen geschenkt hat. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Berlin, den 17. Juni 1897. Zur Aufstellung von Denkmälern für Mitglieder des königlichen Hauses bedarf es der Allerhöchsten Genehmigung insbesondere dann, wenn es sich um Denkmäler handelt, die an einem der Oeffentlichkeit zugänglichen Orte oder aus öffent lichen Mitteln errichtet werden sollen. Zur Aufstellung jedes öffentlichen Denkmals in der Haupt- und Residenzstadt Berlin und in den Residenzstädten Potsdam und Charlotten burg ist die Genehmigung Seiner Majestät des Kaisers und Königs im Hinblick auf§ 10 des Gesetzes vom 2. Juli 1875, be treffend die Anlegung und Veränderung von Straßen und Pläzen in Städten und ländlichen Ortschaften, einzuholen. Insoweit besondere Vorschriften für die anderen königlichen Haupt- und Residenzstädte bestehen, behält es dabei sein Bewenden. Die Anträge sind rechtzeitig im Instanzenwege vorzulegen, etwa nach Herstellung des Modells und sobald der Umfang der zur Verfügung stehenden Mittel und die Art der Ausführung mit Sicherheit übersehen werden kann, jedenfalls vor Eingehung von Verpflichtungen in Bezug auf die Ausführung des Unternehmens. Den Berichten ist eine das Denkmal veranschaulichende Zeichnung oder Photographie beizufügen und neben den souftigen, zur Beurteilung des Unternehmens dienlichen Thatsachen anzugeben, ob die Aufbringung der Kosten des Denkmals gesichert erscheint. Bericht, wenn sonst bei der Errichtung eines Denkmals ein hervorAbgesehen von den obenbezeichneten Fällen erwarte ich einen ragendes öffentliches Intereffe obwaltet. Wir beabsichtigen, an dem dem Königsthor zunächst gelegenen Man tann seit jeher zwei Richtungen oder auch Rangordnungen Teil des Friedrichshains eine Brummenanlage zu errichten und über- in der Kunstauffassung Wilhelms II. unterscheiden. Auf der einen senden anbei den Entwurf hierzu in vier Blatt Zeichnungen. Seite intereffiert er sich für das Pompöse, Großstilige, mit Mit Rücksicht darauf, daß hier täglich Hunderte von Kindern mythologischem Beiwerk voll Beladene, das in schwerer Rüstung spielen, wurden für diese Stelle Märchenbrunnen entworfen. Die imponierend Wandelnde. Diese Gattung reserviert er für das Im allgemeinen bemerke ich aus Anlaß einiger Specialfälle, daß vorderen beiden Brunnen befinden sich vor dichtem Baumbestand, sie Hohenzollerische: hierher gehören die unerschöpflichen Denk- bei der Herstellung von Denkmälern auf die Verwendung guten, bilden deshalb in sich geschlossene Anlagen. Der mittlere Brunnen mäler, die Herr Begas Wilhelm I. und Bismarck widmete, die wetterbeständigen Materials zu achten ist. tommt dagegen vor eine große offene Fläche zu stehen, er wurde Marmorschwadron der Siegesallee, die Lauffschen Theaterstücke, der daher für den Durchblick offen gestaltet. a) Der Schneewittchenbrunnen. Die Brunnenschale wird von den sieben Zwergen getragen, an der Säule sind die bösen Feen, die Jägerscene und die Falschheit zur Erscheinung gebracht worden. An der Bantlehne kommen zwischen Pfeilern mit den sieben Stühlchen usw. die einzelnen Scenen des Märchens zur Anschauung. Die seitlichen Banklehnen sollen ornamental das Flüssige des Märchenerzählens zeigen. b) Dornröschenbrunnen. Er schließt sich in Disposition und Maßstab dem Schneewittchen brunnen enge an. An Stelle der Zwerge treten hier die eingeschlafenen Küchenjungen. c) Der mittlere Brunnen. Die Gruppen von links deuten die Rübezahlsagen an, an entsprechender Stelle rechts wird an die Here der Märchen usw. erinnert. Die Brunnenanlage inmitten bringt Einzelheiten aus den im und am Wasser sich abspielenden Märchen zur Darstellung, während oberhalb der Säulenstellung sich die Landtiere aus den verschiedenen Märchen zu gemeinsamen Musikspielen vereinigt haben. Die Brunnen sollen aus hartem Sandstein hergestellt werden. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Modelle der drei Brunnen in 1/5 der natürlichen Größe, sowie einzelne Teile des Schneewittchen- Brunnens in natürlicher Größe in der ArchitekturAusstellung der Stadt Berlin( Invalidenstraße 57/58) zur Ausstellung gekommen sind und bemerken hierzu, daß, während die Modelle der beiden vorderen Brunnen fich den Entwurfszeichnungen enge anschließen, das Modell des mittleren Brunnens bei der Ausführung in Stein an verschiedenen Teilen einfacher und bescheidener, der beifolgenden Entwurfszeichnung entsprechend, gestaltet werden soll. Wir bitten, die Angelegenheit möglichst beschleunigen zu wollen, damit noch in diesem Sommer mit der Ausführung der Brummen begonnen werden kann. Berlin, den 31. Mai 1901. Magistrat hiesiger königl. Haupt- und Residenzstadt. Kirschner. Sang an Aegir und Phili Eulenburgs nordische Gesänge. Auf der andern Seite fordert er für das Volt das denkbar Einfachste, das Harmlose, das Leichte, kurz die gemütvollen Darstellungen. Daher seine Vorliebe für„ Charleys Tante" und die fürzlich gelegentlich des Staffeler Weltgefangfestes, daß die modernen Lustspiele des königlichen Schauspielhauses. Darum tadelte er auch Männerchöre viel zu schwierig feien. Darum verweigerte er faſt Jahr für Jahr die Zustimmung zu der von den Preisrichtern beschlossenen Berleihung des Schillerpreises. Darum fündigte er dem Deutschen Theater in Berlin die Hofloge, weil die Weber" Gerhard Hauptmanns es durchaus an der schlichten Einfalt gemütvoller Darstellung fehlen ließen. Auch die scharfe Nüge, die er dem Direktor der Nationalgalerie zu teil werden ließ, weil er einige moderne französische Bilder angekauft, lassen sich unschwer aus dieser Neigung für die volkstümlich gemütvollen Darstellungen erklären. п In Vertretung: gez. Braunbehrens. An den Herrn Polizei- Präsidenten, hier. Der Polizei- Präsident. Berlin, den 30. Juni 1897. Abschrift übersende dem Magistrat ich zur Kenntnißnahme. den Magistrat hiesiger tgl. Haupt- und Residenzstadt, gez. Friedheim. An Rathaus. * * * Der Magistrat antwortete dem Polizeipräsidenten: widern wir auf das geehrte Schreiben vom 30. Juni cr. Berlin, den 8. Oftober 1897. Dem tgl. Polizeipräsidium ers I. C. 1897. ergebenst, daß wir von dem uns mitgeteilten Erlasse des Herrn Ministers des Junern vom 17. Juni cr., nach welchem fünftig zur Aufstellung eines jeden öffentlichen Denkmals in Berlin die Allerhöchste Genehmigung einzuholen ist, Kenntnis genommen haben. So ist psychologisch die Abneigung Wilhelms II. gegen die Märchenbrummen durchaus begreiflich: Für den Hohenzollernfultus des§ 10, Absatz 2 des Gesetzes vom 2. Juli 1875, welcher wörtlich Da der Herr Minister seine Anordnung auf die Bestimmung vor dem Schloß und auf der Siegesallee die schwere architektonische Tautet: Bur Festsetzung neuer oder Abänderung schon bestehender Anlage" für das Volk des Friedrichshains die leichte gemütvolle Bebauungspläne in den Städten Berlin 2c. bedarf es fönigs Darstellung! licher Genehmigung," stützt, tönnte angenommen werden, daß seitens des Herrn Ministers die Festsetzung neuer Fluchtlinien im Falle der Errichtung von Denkmälern auf öffentlichen Straßen und Dem gegenüber gestatten Plätzen für erforderlich erachtet wird. * Indessen mag die subjektive Auffassung des Kaisers noch so begründet sein, rechtlich hat er nicht die mindeste Möglichkeit, der Stadt Berlin die kaiserliche Aeſthetik aufzuzwingen. Die Kunst- wir uns darauf hinzuweisen, daß eine Fluchtlinien Festdeputation traf mithin das Richtige, als sie über die Aenderungs- ie ung für Denkmäler bisher niemals erfordert vorschläge zur Tagesordnung überging. Darüber berichtet die Ber- werden, so müssen für Anlagen andrer Art, welche auf öffentworden ist. Sollte indessen eine solche fünftighin verlangt öffentlichung des Magistrats wie folgt: 3. Sigung der Deputation für Kunstzwecke am 2. Oktober 1901. Zu§ 4 der Tagesordnung: Vorlage des Modells zum Märchenbrunnen. Die Deputation beschließt:" Dem Magistrat soll empfohlen werden, den Polizeipräsidenten um eine Erklärung zu ersuchen, ob die Ausführung des Märchenbrunnens seinerseits genehmigt oder versagt wird. Masdorff, Stadt Bauinspektor. gez. Kirschner. Der lichen Straßen und Pläßen errichtet werden sollen, wie Springbrunnen, Bedürfnisanstalten usw., ebenfalls Fluchtlinien zur Gefifeßung gebracht werden. Demnach glauben wir, daß der fr. Erlaß nicht die Festsetzung von Fluchtlinien für Denkmalsbauten im engeren Sinne im Auge hat. Alsdann er übrigt sich aber unsres Erachtens auch die Einholung der Allerhöchsten Genehmigung zur Errichtung der Dent mäler, denn die Bestimmung im§ 10, I c. spricht nur von der Genehmigung von Fluchtlinien Festsetzungen. Städtische Baus deputation, Abteilung II. gea. Belle. Krause. An das fönigliche Polizeipräsidium, Abteilung I, hier. 0 Die Beweisführung ist zwingend. Wäre der damalige Anspruch des Ministers berechtigt gewesen, so müßte in der That für jede Errichtung einer Bedürfnisanstalt die königliche Genehmigung eingeholt werden. Dieses Schreiben stellt kein eigentliches Genehmigungsgesuch dar, das auch nicht nötig wäre, sondern eine einfache Mitteilung zur Kenntnisnahme, auf die als Antwort lediglich die formale Einwilligung zu erfolgen hatte. Trotz der Bitte, daß diese an sich Dann fam die plötzliche Audienz in Hubertusstock. belangloje formelle Beglaubigung recht bald erfolgen möge, ließ sich Magistrat fühlte sich veranlaßt, die abgeurteilte Sache" in einem der Polizeipräsident außerordentlich lange Zeit. Erst nach vier unnötigen Wiederaufnahme- Verfahren nochmals zu diskutieren. Das Monaten geruhte der Herr vom Alexanderplatz zu antworten. Es Aftenstück darüber besagt: ist auffällig, daß der Magistrat nicht inzwischen dem fäumigen Brief- 11. Oftober) beschlossen, vor der Beschlußfassung über Der Magistrat hat in seiner heutigen Sigung( vom schreiber die Botschaft zugehen ließ, daß die Brunnen in der Fertig- den Antrag der Kunstdeputation vom 28. September stellung begriffen seien und daß der Magistrat sich gestatte, den diese Deputation um eine Aeußerung darüber zu ersuchen, ob und in Es scheint auch nicht, daß der Polizeipräsident oder der Minister Herrn Polizeipräsidenten zu der demnächst stattfindenden Enthüllung, welcher Weise bei der Ausführung des Märchenbrunnens unter Fest- irgendwie die Auffassung des Magistrats angefochten hätten; wenigstens einzuladen. haltung der Grundidee des ausgearbeiteten Bro- erfahren wir nichts von solchem Einspruch. Dagegen setzte der jekts den Anregungen Sr. Majestät des Kaisers entsprochen werden Magistrat eine Kommission zur Klärung über die Rechtslage ein; fie fann; der Stadtverordneten- Versammlung das gesamte auf die An- faßte am 6. Dezember 1897 folgenden Beschluß: gelegenheit bezügliche Aftenmaterial einschließlich der auf den Ministerialerlaß vom 17. Juni 1897 bezüglichen Schriftstücke zur Kenntnisnahme vorzulegen. je Indessen, Herr Kirschner hält das geduldige Warten für eine Naturnotwendigkeit, und so wartete er mit Fassung und Ergebung bis endlich das nachstehende Schriftstück eintraf: Der Polizeipräsident, Abteilung I. Berlin, den 24. September 1901. gez. Kirschner. gez. Hoffmann. Zum Schreiben vom 21. Mai dieses Jahres. Es ist überflüssig zu wiederholen, daß eine Nachgiebigkeit gegen Bei Rücksendung der eingereichten Entwurfsstüde, betreffend die die Wünsche des Kaisers mit der Festhaltung der Grundidee" Herstellung von Brunnenanlagen im Friedrichshain hierselbst, teile schlechterdings unvereinbar ist. Wenn also der neue Beschluß des ich im Auftrage des Herrn Ministers der öffentlichen Arbeiten mit, Magistrats mehr sein soll als eine zu nichts verpflichtende daß Seine Majestät der Kaiser und König Allerhöchst sich Höflichkeit gegenüber der Krone, so tönnte er nur die nicht zu entschließen vermocht haben, die Errichtung der Aufforderung bedeuten, sich dem kaiserlichen Willen auch in dieser Brunnen nach den vorgelegten Projektzeichnungen zu ge- Hinsicht zu unterwerfen und unter Opferung der Grundidee und nehmigen. Seine Majestät geruhten zu bemerken, daß, wenn der beauftragten Künstler statt der Märchenbrunnen gemütvolle Darim Hinblick auf die große Zahl der in dem Hain spielenden stellungen zu beschaffen. 營 Es wurde als Ergebnis der Verhandlung festgestellt, daß zur Aufstellung von Denkmälern, kunstwerten und andren Gegenständen, soweit nicht etwa eine baut polizeiliche Genehmigung erforderlich ist, eine polizeiliche Genehmigung nur dann nachzusuchen ist, wenn dafür eine dem öffentlichen Verkehr gewidmete Fläche in Anspruch genommen werde. Dabei war endlich noch Einverständnis darüber, daß die Bestiminung im§ 6a des Vertrages vom 30. Dezember 1875 die in Rede stehende Frage nicht betreffe und daß ebenso die Bestimmung in§ 3ib, wonach ohne königliche Genehmigung Teile des abgetretenen Grund und Bodens den gegenwärtigen gweden des öffentlichen Verkehrs nicht entzogen werden dürfen, die Frage der polizeilichen Genehmigung nicht berühre und mir das früher fistalische Straßenland betreffe. Am 10. Februar 1898 wurde dann den städtischen Deputationen die folgende Anweisung zu teil: Kinder deutsche Märchen als Motive für die Brunnenanlagen So mißtrauisch wir sind, einen solchen Ausgang der Angewählt werden sollen, an die Entwürfe vor allem zwei An- gelegenheit möchten wir immer noch für unmöglich halten. Zu Berlin, den 10. Februar 1898. In der Anlage übersenden forderungen gestellt werden müßten, einmal, daß die Dar- welchem Zwecke hätte denn auch der Magistrat durch die Veröffent- wir der Deputation Abschrift der Verhandlung einer von uns stellungen in einer für das kindliche Gemüt verständlichen und lichung zwingenden Beweismaterials nachgewiesen, daß von einem eingefeßten Kommission über die Fragen, wann zur Errichtung ansprechenden Weise ausgeführt werden, sodann, daß auch der Bestätigungsrecht der Krone nicht die Rede sei. von Kunstwerken staatliche Genehmung und wann ein Gemeindes poetische Hauch, welcher die deutsche Märchenwelt und ihre Ber- Bereits im Jahre 1897 forderte der Minister des Innern beschluß erforderlich ist. Den in der Verhandlung niedergelegten jonen umgiebt, in den Bildwerken zum Ausdruck kommt. Nach plöglich, wohl im Auftrage des Königs, eine solche Erweiterung des der Verwaltung zu beachten. Wenn es hiernach bei Aufstellungen, Grundsägen sind wir beigetreten, dieselben find daher fortan von beiden Richtungen genügten aber die vorgelegten Entwürfe nicht, Genehmigungsrechts. Es mag sein, daß die Märzgefallenen welche nicht auf dem Verkehr gewidmeten Flächen erfolgen sollen, Seine Majestät geben daher anheim, von den geplanten schweren Angelegenheit diesen Gedanken eingegeben hatte. Wir werden fiber einer Genehmigung der Staatsbehörde insbesondre der Polizeis architektonischen Anlagen abzusehen, dieselben in mehrere Kleine den mißglückten Versuch durch den folgenden Mtas aus dem behörde nicht bedarf, so ist doch auch bei Aufstellungen an Stellen, Gruppen aufzulösen, welche einzelne Episoden aus den Märchen zur Ministerium des Innern unterrichtet: Iwelche wie Gartenanlagen und dergleichen öffentlich zugänglich * find, zu beachten, daß das D.-V.-G., wie aus den Gründen worden ist, daß in dem Maße, als der Ackerbau, die Fabrikation, die wieder zurüdgegeben werden müsse. Daß China mit Rückder Entsch. vom 11. September 1896( Preuß. Verwv.- B31. 3 S. 23) Schiffahrt und der Straßenverkehr durch die Vervollkommnung der sicht auf die Umständlichkeit des Transportes und Wiederaufstellung zu entnehmen, den Grundsatz als passend erachtet, daß auch Gerätschaften eine nie geahnte Ausdehnung erlangt haben, die Menschen- der Instrumente auf ihrem früheren Platz auf die Zurückgabe ver int Fällen, wonach nicht feststeht, daß eine geplante fraft alle Antonomie( Selbständigkeit) verloren hat und als ein zichte, sei absolut kein Grund, die Beute zu behalten, vielmehr sei es Anlage der Polizeibehörde Beranlassung zu einem Verbot Glied, als ein zivar lebendiges, aber totem Wirt äquivalentes derselben geben werde, oder daß es sich um eine Anlage handele, zu( gleichwertiges) in den Maschinenbetrieb eingetreten ist. Die Menschen ganz selbstverständlich, daß Deutschland sämtliche sosten welcher polizeiliche Genehmigung erforderlich sei, von der Polizei- gelten mir noch als Hände! Soll aber das der Sinn der Maschinen für Transport, Reparatur und Wiederaufstellung behörde gefordert werden könne, daß ihr, um eine Beeinträchtigung in der Kulturgeschichte der Völker sein? Sollen die Triumphe zu tragen habe. ihrer polizeilichen Hinderungsbefuguisse zu verhüten, vor der Ans- des menschlichen Genies zu weiter nichts dienen, als das Menschen- Die Vergebung der Montirungsarbeiten an eine Firma ist die führung Kenntnis von der geplanten Anlage gegeben werde. Es geschlecht elend zu machen? Gewiß nicht. Antwort auf diese einhellige Stellungnahme der Oeffentlichkeit zu wird sich deswegen empfehlen, auch in Fällen dieser Art dem der ehrenrührigen Angelegenheit! Bolizeipräsidium von der geplanten Anlage eine Mitteilung zu Ja, wir lengnen nicht, daß in der That die naturwissenschaftlichen Das Vorkommnis wird ja im Reichstag noch der gebührenden machen, die jedoch nicht mit einem Antrag auf Genehmigung zu ver- Erfahrungen Schlußfolgerungen zulassen, welche nichts weniger als Kritik unterzogen werden, vorläufig sei nur nochmals auf die für wechseln ist und daher auch nicht diese Form erhalten darf. Nicht beruhigend für den gegenwärtigen Zustand der Dinge lauten und den Fall in Frage kommenden Bestimmungen des deutschen ausgeschloffen ist es, dieser Mitteilung Höhen- und Lagepläne, Durch welche oft genug benutzt worden find, den Umsturz des Bestehenden militär Strafgesetzbuches und des Abkommens der schnittszeichnungen, Ansichten, photographische Darstellungen, über- offen zu predigen. haupt Materialien aller Art, die die geplante Aulage darzustellen Haager Friedenskonferenz hingewiesen. Der§ 129 des geeignet sind, beizufügen. In jedem Einzelfall wird es sodann Wenn der Staat, wie er ist, die Kirche, wie sie sich im Lauf der Militär- Strafgesetzbuches lautet: Sache besonderer Ueberlegung sein müssen, ob mit der Ausführung Jahrhunderte gestaltet hat, nicht im ftande wären, die Wahrheit zu der Anlage vor einer Aeußerung des Polizeipräsidii zu beginnen ertragen, würde das nicht ein sicheres Zeugnis sein, daß sie selbst oder der Eingang einer solchen abzuwarten jei. unwahr geworden sind? Magistrat hiesiger königlichen Haupts und Residenzstadt. * Zollwucherkampf. gezz. Belle. Kivicner. Neubrint Boigt. Weise. Das führende Blatt der Bündler hat bisher hartnädig gegen die Auszug aus der Kommissions Verhandlung vom 6. Dezember 1897. * Die Rechtslage ist demnach seitens der Stadt schlüssig entschieden und es erscheint trotz allem Zweifel an der Justiz ausgeschlossen, daß das Oberverwaltungsgericht anders zu urteilen vermöchte. Die Strone kann zu ihrem Ziele nur gelangen, wenn die Stadt auf ihr Recht und ihre Ueberzeugung verzichtet und sich blindlings unterwirft. ing Das führende Platt der Bindler hat bisher hartnädig gegen die Ohne = „ Der Plünderung macht sich schuldig, wer im Felde unter Bennzung des Kriegsschredens oder unter Mißbrauch feiner militärischen Ueberlegenheit 1. in der. Absicht rechtswidriger Zueignung eine Sache der Landeseinwohner offen we gnimmt oder denselben abnötigt.... Streichung der Mindestzölle für die Getreide- Arten gelärmt. Und§ 131 bedroht dies Delikt der Plünderung mit Ge= diese Mindestsätze hielt es das Tarifgesetz als unannehmbar und fängnis bis zu 5 Jahren und Bersetzung in die fündigte seine Ablehnung durch die bündlerischen Abgeordneten an. Die weite Klasse des Soldatenstandes. Sammelpolitik schien gewissen schlechten Musikanten in die In dem Haager, Abkommen, betreffend die Ges Brüche gegangen und ein stets hoffnungsfreudiger Liberalismusbräuche des Landkriegs", das auch von Deutschlands Verschöpft aus dem Zwist unter den extremen Agrariern und den Zöllnern tretern unterzeichnet ist, lautet der Artikel 56: der Großindustrie wunderliche Illusionen. Wir haben niemals an den Ernst dieses Streites geglaubt, Der Magistrat ist sicherlich nicht frei von solcher gemüt- fondern waren überzeugt, die gemeinsame Beutegier werde die vollen Darstellung der Lage. Die Stadt hat aber allen Anlaß, Streitenden wieder einen und der agrarische Lärmi sei nichts als auch in der Gestaltung der politischen Situation den schweren Manöver zur Verhinderung eines Entgegenkommens der Regierung strengen architektonischen Aufbau der gemütvollen Darstellung vorzu- an die Zolloppofition. ziehen. Oder wird sich auch hier wieder die Auflösung in Gruppen" vollziehen: Hier die Freisinnsbyzantiner dort die Socialdemokratie? " Politische Lebersicht. Berlin, den 14. Oktober. Aussprüche des jungen Virchow. Ein Beitrag zum Niedergang des Liberalismus. Die Aerzte sind die natürlichen Anwalte der Armen und die fociale Frage fällt zu einem erheblichen Teil in ihre Jurisdiktion. Es genügt nicht, daß der Staat jedem Staatsbürger die Mittel zur Eristenz überhaupt gewährt, daß er daher jedem, dessen Arbeitstraft nicht ausreicht, sich diese Mittel zu erwerben, beisteht; der Staat muß mehr thun, er muß jedem so weit beistehen, daß er eine gesundheitsgemäße Eristenz habe. " „ Das Eigentum der Gemeinden und der dem Gottesdienste, der Wohlthätigkeit, dem Unterrichte, der Kunst und Wissenschaft gewidmeten Anstalten, auch wenn diese( dem Staate gehören, ist als Privateigentum zu behandeln. Jede absichtliche Entfernung, Zerstörung oder Beschädigung von derartigen Gebäuden, von geschichtlichen Denkmälern oder von Werken der Kunst und Wissenschaft ist verboten und muß geahndet werden." Muß geahndet werden!" Aber doch nicht etwa durch Ordensverleihungen? Doppeltarif und Zollkrieg. " " Jetzt bereits erachtet die„ Deutsche Tageszeitung" das Manöver geglückt und bietet dem Centralverband, dem andren Partner der wucherischen Sammelpolitik, die Hand. In ihrem heutigen Leitartikel erklärt sie zwar noch immer ausreichende Mindestzölle" als ihr eigentliches Ziel, ohne deffen Erreichung der Zolltarif nur Die, Post" antwortet auf den Artikel, Mindest wucher" problematischen Wert habe, aber sie denkt nicht mehr daran, von der in unsrer Sonnabendnummer mit dem offenen Zugeständnis, daß es Beibehaltung des Mindestzolles ihre Zustimmung zum Tarifgesetz allerdings nur rein taktische Bedenken" seien, die sie zu abhängig zu machen. Das ist eine vollständige Schwenkung! Der ihrer neulichen Stellungnahme gegen den Doppeltarif veranlaßt Schrei um den Mindestzoll hat seine Wirkung erreicht: Die hätten nämlich die Rücksicht auf das angeblich in der Opposition Regierung und die Großindustrie und die Mehrheit der politischen hervorgetretene Bestreben, eine Verichlepping der Zolltarifs Parteien ist für hohe Wucherzölle festgelegt also können die beratung herbeizuführen. herbeizuführen. Das Zugeständnis bestätigt unfre Ansicht, daß den pathetischen Erklärungen gewisser hoch Agrarier, um nicht gänzlich isoliert zu werden, in eine neue Position schutzölnerischer Kreise gegen das Doppeltarissystem im Grunde einrücken. Die D. T." jagt: „ Sollten die Mindeſtzölle fallen, so würden wir an dem Zu- genommen recht wenig Gewicht beizumessen ist. Unire Bezeichnung ihrer Behauptung, Amerika und Frankreich standekommen eines neuen Tarifs verhältnismäßig wenig inter- hätten mit ihren Doppeltarifen sogar sehr günstige Ver essiert sein. Der neue Tarif würde ja nur dann thatsächlich Platz träge" abgeschlossen, als einer Entstellung offens greifen, wenn es nicht zu neuen Handelsverträgen fäme und die kundiger Thatsachen steckt das ehrenwerte Blatt ruhig ein. alten gekündigt würden. Er würde sonst lediglich auf dem Papiere Von Frankreich schweigt es gänzlich. Vielleicht hat es sich doch in stehen. Wir werden zwar auch rechnerisch und leidenschaftlos zwischen überzeugt, daß Franfreichs sehr günstige Berträge" prüfen, ob der neue Tarif im ganzen besser oder erst nach längeren Zollfriegen zu stande gekommen sind, schlechter sei als der bisherige Generaltarif, und danach in denen dieses überall den kürzeren gezogen hat. Nur in Bezug unsre vorläufige Entscheidung einrichten. Der auf Emerita versucht die" Post" so etwas, wie eine Art Begründung Hauptkampf wird aber, wenn die Mindestzölle des Tarifs fallen, ihrer Behauptung. Sie schreibt: um die Handelsverträge selbst geführt werden." Und nun wendet sich das Agrarierblatt„ diesem Kampfe" zu. Wie es jüngst noch erklärte, für einen Tarif ohne Mindestzölle sei es Epidemien gleichen großen Warnungstafeln, an denen der Staats- unter keinen Umständen zu haben, so will es jetzt unter keinen mann von großem Stil lesen kann, daß in dem Entwicklungsgange Umständen für langfristige Handelsverträge, in denen die Forde seines Boltes eine Störung eingetreten ist, welche selbst eine jorg- rungen der Landwirtschaft nicht gebührende Beachtung und volle lose Politik nicht länger übersehen kann. Sicherung finden", stimmen. Wie es fürzlich Obstruktion androhte, wenn die Mindestzölle beseitigt würden, so wiederholt es jetzt die Obstruktionsdrohung in neuer Variante: Wenn der Staat es zuläßt, daß durch irgend welche Vorgänge, sei es des Himmels, sei es des täglichen Lebens, Bürger in die Lage gebracht werden, verhungern zu müssen, so hört er rechtlich auf Staat zu sein, er legalisiert den Diebstahl( die Selbsthilfe) und beraubt sich jedes sittlichen Grundes, die Sicherheit der Personen oder des Eigentums zu wahren. Dasselbe ist der Fall, wenn er zuläßt, daß ein Bürger gezwungen wird, in einer Lage zu beharren, bei der seine Gesundheit nicht bestehen kann. 黃 * Ist es so unklar, daß unsre Bewegung eine sociale ist, und daß man nicht Anleitungen zu schreiben hat, um die Juhaber von Melonen und Lachsen, von Pasteten und Eistorten, kurz, den wohlhäbigen Bourgeois zu beruhigen, sondern daß man Anstalten treffen muß, imm den Armen, der kein weiches Brot, kein gutes Fleisch, feine warme Kleidung, fein Bett hat, der bei seiner Arbeit nicht mit Reissuppen und Kamillenthee bestehen kann, den Armen, der am meisten von der Seuche getroffen wird, durch eine Verbesserung seiner Lage vor derselben zu schützen?... Ach, es ist sehr traurig, daß immer Tausende in Elend sterben müssen, damit es einigen Hunderten wohl geht, und daß diese Hunderte, wenn wieder ein neues Tausend an die Neihe kommt, nur eine Anleitung schreiben! * " " Industrie und Handel versichern mit der denkbar größten Entschiedenheit, daß fie langfristiger Handelsverträge bedürften, daß selbst die besten Verträge ohne Langfristigkeit ihnen wenig üzen fönnten. Rum gut, daraus mögen sie ihre Konsequenzen ziehen! Die Landwirtschaft hat kein Interesse an langfristigen Verträgen. Wenn sie dem Handel und der Jndustrie die Langfristigkeit zugesteht, dann möge man ihr das gewähren, worauf sie berech tigten Anspruch hat! Sonst müssen ihre Vertreter mit allen verfassungsmäßigen Mitteln sich dem Zustande Tommen langfristiger Handelsverträge wider sehen, und wir sind überzeugt, daß sie's thun werden." " „ Wenn mun weiterhin behauptet wird, Amerika sei auf Grund seines Doppeltarifs nicht zu günstigen Verträgen gekommen, so kann jedenfalls das mit Frankreich abgeschlossene, aber nicht ratifizierte und auch jetzt nach Ablauf der Frist nicht mehr durchführbare Abkommen nicht als Beweis dafür gelten, denn hierbei hatte Amerika eigentlich nicht besonders viel zu gewinnen, also gar kein Jnteresse an der Natifikation; cher mußte es Schaden fürchten. Die Ratifitation hatte nämlich eine Differenzierung Deutschlands in einzelnen schr wichtigen Artikeln bedeutet, und nach dem ernenten ReciprocitätsAbkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland vom 10. Juli 1900 eine dreimonatliche Kündigung der Verträge unter Umständen involviert. Bekanntlich bietet das vorjährige Abkommen weniger materielle, als ideelle Vorteile, indem es uns durch Regelung und Berschärfung des Kündigungsrechts eine Abwehr etwaiger Differenzierungsabsichten ermöglicht. Amerika hat mit seinem Doppeltarif insofern gute Geschäfte gemacht, als es die Meistbegünstigung für einen relativ hohen Mindestsaz einerntete, ohne bis zur Meu fersigrenze der zulässigen Zoll- Ermäßigungen gehen zu müssen. Das dürfte wohl in Zukunft anders werden. So, wie früher, werden wir uns nicht abspeisen lassen. Wenn Amerika nicht gleichwertige Zollzugeständnisse macht, dürfte wohl der autonome Tarif Nichts mehr von Mindestzöllen, nichts mehr von der Forderung gegen es in Bollzug gesetzt werden. Und diese Politik hat ja die Und wenn einer unter den Zelien aufträte und zu dem Volfe vorzeitiger Kündigung der Handelsverträge- dieser taktischen Schliche Billigung von Socialdemokraten, die aus der Praxis und Prüfung spräche: In Berlin macht die Schwindsucht mehr als den neunten bedarf man schon nicht mehr, die erstrebten hohen Zölle scheinen der Verkehrsergebnisse die Neberzeugung von deren Richtigkeit Teil aller Todesfälle und von den an der Schwindsucht Gestorbenen einigermaßen gesichert und es genügt, mit Obstruktion zu drohen, wenn erlangt haben. Weiß davon das Centralorgan nichts?" gehören fast 80 Proz. den arbeitenden Klassen an", nicht wahr, das etwa diese gesichert erscheinende Beute nochmals bestritten werden sollte. bleibt freilich unerfindlich. Die" Post" hatte zum Beweis für die Was mit diesem Hin und Hergerede bewiesen werden soll, wäre eine verabscheuenswerte Wühlerei? Das muß alles fein verschwiegen werden, damit das Volk nicht zu störrisch werde und auch erfreulicherweise ist die agrarische Taktik, die ihre Forderungen aufs 3wedmäßigkeit des Doppeltarif- Systems augeführt, daß die Veretwas von dem Wohlsein und dem langen Leben der Wohlhabenden Abhandeln einstellt, doch nur zur Hälfte erfolgreich geblieben, einigten Staaten auf Grund ihres Doppeltarifs fogar sehr verlange. Sie follen täglich beten: Und gieb uns unser täglich nämlich gegenüber den bürgerlichen Parteien, die, zur Unterstützung günstige Verträge" abgeschlossen hätten. Darauf stellten wir Brot und ein langes Leben auf Erden", aber sie sollen nicht des Bollwuchers geneigt, durch die Preffungspolitik des Bündlertums feft, fie feien nur zum Abschluß eines einzigen einigermaßen wichtigen wiffen, daß das lange Leben ein Monopol der Fürsten und Großen immer tiefer in die agrarische Verstridung verfielen. Aber die Vertrages gelangt, nämlich des Vertrages mit Argentinien, und diefer und der Fanatiker der Ruhe ist. Aber das Volk hat nun lange genng Gegner des Kornwuchers, insbesondere die Socialdemokratie fei, wie die Statistik des beiderseitigen Handelsverkehrs beweise, geharrt, geduldet, gefastet und gebetet; sein Vertrauen auf die Fürsten hat von vornherein ihre Kraft nicht an den Zollübertreibungen der bisher keineswegs besonders günstig für die Union ausgefallen. Mit und Grafen hat sich in Mißtrauen und zum Teil in Grimum ver-" Deutschen Tagesztg." verschwendet, sondern die Gefahr dort gesehen, diesen hervorgegangenen Vereinbarungen nicht ratifiziert worden. wandelt, sein Glaube an den Himmel ist erschüttert, und es denft Deutschen Tagesztą." verschwendet, sondern die Gefahr dort gesehen, Frankreich feien zwar Vertragsverhandlungen gepflogen, aber die aus wandelt, sein Glaube an den Himmel ist erschüttert, und es denkt wo sie ist, bei der Regierung der„ Mittellinie", bei den Parteien was erwidert darauf die" Post"? Um den Beweis, wo denn die energisch an das alte Sprichwort, daß jeder seines Glückes eigner des„ gemäßigten" Bollwuchers. Judem die Agrarier Korn- 3ollsäge jogar sehr günstigen" Vertragsschlüsse der Vereinigten Staaten find, Schmied sein muß. von 71/2 bis 10 m. verlangten, indem sie den Mindesttarif in den von denen sie ihren Lesern vorfabuliert hat, drückt sie sich Mittelpunkt des Kampfes zu schieben versuchten, indem sie sich in schweigend herum, einfach weil diese Verträge unfinnigen Phantasieforderungen überſtürzten, gedachten sie das Volks- nitr in ihrer Einbildung existieren; lediglich bewußtsein zu erschlaffen, bis der„ maßvolle" Bucher als kleineres das hat sie herausgefunden, daß der Vertrag der Nebel" entsagungsvoll ertragen würde. einigten Staaten mit Frankreich deshalb nicht zu stande und schreien, mag es manövrieren und lavieren, mag es jetzt Ob- hätten. Ein schuurriger Einwand! Wenn irgendwo Staats- oder Dies Spiel haben wir durchkreuzt. Mag das Junkertum droben gekommen fei, eil erstere bei dem Abkommen eigentlich nicht besonders viel zu gewinnen" gehabt struktion bei den Verhandlungen über die Handelsverträge androhen Brivat Vertragsverhandlungen scheitern, dürfte wohl so ziemlich oder mag es auch etwa wieder zur Mindestzollforderung zurückkehren immer der Grund darin liegen, daß der eine Teil oder auch beide man lasse sich nicht irreführen! Man überschätze nicht den krähenden zu der Ansicht kommen, bei den Vertrag sei doch, wie die" Post" Hahn und den tobenden Dertel. Die Stillen des Kornwuchers fich ausdrückt, eigentlich nicht besonders viel zu gewinnen". Man setzt Menschen dahin, wo Einrichtungen notwendig find! sind die Bekämpfenswertesten. Die Regierung, das Centrum, Um jedoch wenigstens etwas halbwegs Plausibles vorzubringen, Aber das ist ja das Princip des Polizeistaats. die Nationalliberalen sie schreien und lärmen nicht, aber spielt die" Post" die dem deutschen Export ungünstige Wendung des deutsch- amerikanischen Handelsverkehrs aus und meint, Amerika habe Freiheit ohne Bildung bringt Anarchie, Bildung ohne Freiheit in alter Heimlichkeit flechten sie den Strick, der dem Volke den Hals wenigftens mit seinem Doppeltarif insofern gute Geschäfte gemacht, zuschnüren soll, während der agrarische Storybantenlärm die Auf- als es die Meistbegünstigung für einen relativ hohen Mindeſtfaz einmertjamteit abzieht. erute, ohne bis zur Aeußerstgrenze der zuläffigen Zollermäßigungen gehen zu müssen. Zum Unglüd für Argumentation der" Post" datiert jedoch das Zurückbleiben der deutschen Ausfuhr nach der Union gegenüber dem Import von dort schon seit 1891, hat sich also schon sechs Jahre vor der Inkrafttretung des Doppeltarifs eingestellt, und die Grundlage, auf welcher sich diese Wendung vollzogen hat, ist der Meist begünstigungsvertrag vom Jahre 1828. Die Bestimmungen der Dingley- Bill, welche die Minimalgrenze feststellen, bis zu welcher daß durch eine unsinnige Anhäufung von Kapital und Grundbesitze Zellermäßigungen gewährt werden dürfen, sind daran völlig unin den Händen einzelner die Produktion in Kanäle abgeleitet wird, Nachdem man einige Zeit über das den Instrumenten der Befinger fchuldig; fehlten diese Bestimmungen, wäre also der Dingley- Tarif welche den Gewinn immer wieder in dieselben Hände zurückfließen Sternwarte zugedachte Schichjal nichts mehr vernommen, meldet jegt eine ein rein autonomer Tarif, dessen Bollsätze im Wege der VertragsTassen. Lokalnotiz der„ Boss. 3tg.", daß nunmehr ernstlich mit der Aufstellung verhandlung beliebig, d. h. ohne an eine untere Grenze gebunden Stonstitutionalisms ist selbst eine Rige, entweder eine Konzeffion der Beuteſtücke im Park von Sanssouci begonnen werden solle und zu sein, ermäßigt werden könnten, so würde dadurch bezüglich seiner Lüge, au das Vorurteil, oder eine Transaktion mit dem historischen daß einer Firma der Auftrag zur Reparatur und Aufstellung ge- Wirkung auf die deutsch- amerikanischen Handelsbeziehungen recht Daß bei dem heutigen Stand der Dinge der vor 73 Jahren Die gesamte Presse Khatiblätter wie die Stölu. 3tg." nicht unter ganz andren wirtschaftlichen Verhältnissen abgeschlossene Alle Welt weiß, daß das Proletariat unirer Zeit hauptsächlich ausgeschlossen war bekanntlich der Meinung, daß die rechts- preußisch- amerikanische Meistbegünstigungs- Vertrag, den das Reich übernommen hat, gewisse Nachteile für durch die Einführung und Verbesserung der Maschinen bedingt widrig annektierte Chinabeute China unter allen Umständen Deutsche die Die bisherigen Gemeindeordnungen( Städteordnung usw.) kannten teine aus dem Vertrauen aller hervorgegangenen Vertreter; namentlich in den Städten waren ja die Stadtverordneten und Magistratspersonen nur der Ausdruck des Minoritätswillens der Privilegierten. burg- gabenberge neue, von dem Miniſterium Brandenburg Ladenberg entworfene Gemeindeordnung erkennt das Brincip der gleichen Berechtigung aller Gemeindeglieder nicht an, sondern bindet das Gemeinderecht an einen gewissen Besitz. Weder ein solcher Gemeinderat, noch ein solcher Gemeindevorstand ist eine Betrauensbehörde aller. Revolution. 35 # ** Es liegt in dem Intereffe der Mutter Kirche, die Völker bigott, bumim und unfrei zu erhalten. Wir werden auch weiter dies fchlane Spiel vereiteln und dafür sorgen, daß das arbeitende Volt nicht den Harlekinaden der Lärm macher anheimfällt, sondern diejenigen trifft, die ihm den Wucherstrick Vor der Umwälzung ist das Volk immer unreif erschienen; tereiten. unmittelbar nach derselben war es immer reif. 诗 Die Erde bringt viel mehr Nahrung hervor, als die Menschen verbrauchen; das Interesse der Menschheit erfordert es keineswegs. Unrecht. geben sei. Deutsches Reich. Die Chinabeute. wenig geändert. Verdie Deutschlands Handelsverkehr mit den Bereinigten Staaten! Schußleute, welche seit dem Jahre 1897 dem Schmidtschen Revier Selbst wenn Rotter ein Rebell gewesen wäre, hätte dieselbe Kings aufweist, fann nicht bestritten werden; und wenn zugeteilt waren, ferner zivei Juhaber von Restaurants, welche be- heit, welche in den amerikanischen Bürgerkrieg die Offiziere der es deshalb der deutschen Regierung gelingen sollte, auf dem Wege sonders von Polizeikommissaren frequentiert werden und mehrere Nordstaaten abhielt, Exekutionen an den Gefangenen der Südstaaten sachlicher Verhandlungen irgendwelche Bollzugeständnisse zu erreichen, andere Zeugen. Dem Sachverständigen Dr. Büchler wurde auf- vorzunehmen, die Engländer in Südafrika leiten sollen, zu solch die den deutschen Export günstiger stellen, hat sicherlich gegeben, ein schriftliches Gutachten über den Geisteszustand Naporras barbarischen Mitteln zu greifen. die deutsche Arbeiterschaft nichts dagegen. Den Zollfriegs- zu erstatten. Auch beschloß das Gericht auf Antrag des Verteidigers, Die englischen Liberalen werden freilich trotzdem in ihrer MehrProjekten der" Post" und ihrer industriellen wie agrarischen welcher betonte: Berger sei nicht aus Furcht vor der Strafe, sondern heit auch für solche Kriegskredite stimmen, die Kitchener ermöglichen, Hintermänner Unterstützung zu leihen, lehnt sie aber entschieden ab. wegen seiner zerrütteten Nerven ins Ausland gegangen, unter Zu- feine Hentersarbeit fortzusetzen! Die Socialdemokraten" oder, wie sie neulich sagte, focialdemo- stimmung des Staatsanwalts die sofortige aftentlassung fratischen Streife", auf welche die" Post" sich für ihre zollfriegs- Bergers. lustige Politik beruft, dürften ausschließlich in der Person Calwers bestehen, dessen Privat- Ansichten über die amerikanische Zolpolitik der Partei als solcher völlig gleichgültig sind. Ausland, Frankreich. " " Eine andre englische Bestialität berichtet die Deutsche Wochenzeitung in den Niederlanden" auf Grund von Mitteilungen, welche die 76 jährige Frau Cremer, eine Schwägerin des niederländischen Kolonialministers Cremer, einer Gefangenen im Lager Die alte zu Kronstadt gemacht hat. Ueberall Denkmalsjorgen. In der Freis. 3tg." Tieſt Dame selbst ist drei Tage nach ihrer Ankunft im Lager gestorben. Fünfundachtzig Millionen Defizit. Blättermeldungen zufolge vorher hatte sie über ihre legten Erlebnisse folgendes erzählt und man: Aehnlich wie den Berlinern mit ihrem Märchenbrunnen ergeht es den Kölnern mit ihrem Kaiser Friedrich- erklärte der Finanzminister einem Berichterstatter, daß die MinderDenkmal. Mehr als 130 000 m. find dazu durch freiwillige erträgnisse der indirekten Steuern und Monopole in den ab- andre beteiligte Frauen haben es beſtätigt: Am 6. Juli fielen die Boeren bei Graspan, in der Nähe Gaben aus Bürgerkreisen gespendet. Aus den Entwürfen wählte gelaufenen neun Monaten dieses Jahres 85 Millionen betragen. von Reig, den englischen Transport an, bei welchem sich der Denkmalsausschuß den Entwurf des Kölner Küftlers Alber- Das Defizit ſei teilweise durch die Zuckerprämien hervormann zur Ausführung. Die Wahl wurde jedoch vom Kaiſer gerufen, welche entera Beni bei grogus, inter- befanden. Als die Engländer einige Verwundete bekamen und die Teil der Zuckersteuer verschlingen. Frau Cremer und die andren Frauen mit ihren Kindern nationales Einvernehmen gelöst werden und zu diesem Behuse werde Boeren immer näher rückten, wurde den Frauen und Kindern im nächsten Monat eine Konferenz in Brüssel zusammentreten. befohlen, aus den Wagen zu kriechen und sich vor die Eine weitere Ursache des Defizits sei die gute Jahresernte vom Soldaten hinzustellen; diese schossen unter ihren vorigen Jahre, welche einen Minderertrag der Getreidezölle zur Armen durch auf die nahenden Boeren. Auch hinter Frau Folge hatte; die Hauptursache jedoch sei die Herabseßung der Cremer hatte sich ein Soldat postiert, der unter ihrem Arm durch schoß. Getränkesteuer auf Wein, Zider und Bier. Schließlich müsse auch Durch das Feuer der Boeren fielen acht Frauen und zwei die in Europa herrschende wirtschaftliche Strife, in Betracht kommen. Rinder. Als die Boeren dies saben, stellten sie das Feuer ein; nicht gutgeheißen; Kaiser Friedrich sollte fondern als Reiter dargestellt werden. Die drei dazu aufgeforderten Künstler reichten nunmehr Modelle zu Reiter standbildern des Kaisers Friedrich ein. Wiederum wählte der größere Denkmalsausschuß das Reitermodell des Kölners Albermann. Wiederum wurde die Genehmigung zu dessen Ausführung nicht erteilt, weil dem Kaiſer das Modell zweier Berliner Künstler besser erscheine und er dessen Ausführung wünsche. Seit Jahresfrist hört die Kölner Bürgerschaft von der Sache nichts mehr. Det beleidigte Tote. " Handelsverkehr mit dem Ausland. Nach der amtlichen Statistik betrug in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres fie schrien wie wilde Tiere" und drangen mit den Kolben in den der Wert der Einfuhr 3 542 865 000 Frant, gegen 3499 101 000 Streis der Soldaten ein; sie schlugen die Tommys tot wie tolle Frank im gleichen Zeitraum des Vorjahres; der Wert der Ausfuhr Hunde. Zuvor wurden aber wohl noch gegen 20 Boeren in kurzer betrug 3 081 324 000 Frant, gegen 2 999 034 000 Frant im Vor- Entfernung von den englischen Soldaten erschossen." jahre. Spanien. An Danzig. 13. Oftober. Naporra ist am 7. September in der Frrenanstalt gestorben. Aber die beleidigte Ehre des Mannes, den der preußische Polizeiftaat dank seiner staatserhaltenden Thätigkeit unter dem Socialistengesetz Zum spanisch- marokkanischen Konflikt. vom Tischlergesellen zum politischen Polizeikommissar avancieren spanisch- marokkanischen Abkommen wird die an beide gefangenen In dem nenen ließ, verlangt noch gerichtliche Sühne. Der Prozeß, der gegen den Genossen Max Berger wegen 8000 Besetas festgesetzt. Spanier zu zahlende Entschädigungssumine zusammen auf Beleidigung Naporras eingeleitet ist, und der am 12. Oktober cr. zumnicht 150 000 pesetas zu zahlen. Für die Freilassung der Gefangenen ist die spanische Regierung sind weniger als sechstenmal auf der hiesigen Straffammer verhandelt wurde, eine Frist von 50 Tagen gefegt; erfolgt die Freilassung dann nicht, nimmt immer dramatischere Formen an und zieht immer weitere so hat Marotto eine neue Entschädigung zu zahlen. Kreise. Berger soll bekanntlich den Naporra in einer Rede, in welcher er in einer Parteiversammlung am 12. September 1897 die ausnahmegesetzliche Thätigkeit dieses Beamten erwähnte, dadurch beleidigt haben, daß er ihn als agent provocateur bezeichnete. Die legte Gerichtsverhandlung am 29. Auguſt cr. verfiel der Bertagung, um den damals nicht geladenen Zeugen Naporra reip. den ihn behandelnden Frrenarzt, außerdem noch zwei polnische Zeugen, welche an dem Bosener Socialistenprozeß von 1888 betciligt waren, zu laden. hervorruft. Rußland. Bothas Kommando hat bei dem Heranrücken der vielfach überlegenen Truppenkörper fleine Truppen zu zerstreuen, deren Verfolgung dem schwerfälligen der Engländer wiederum die oftbewährte Tattit beobachtet, sich in Feind unmöglich ist. Vorher haben die Truppe natürlich die Parole Buntte zu fonzentrieren. erhalten, sich zu einer bestimmten Zeit wieder an einem bestimmten Kommandant Scheeper, Ein vom 12. datiertes Telegramm aus Dundee meldet noch: Botha hat den Baviaanfluß überschritten und marschiert gegen Norden. Es wird vermutet, daß er eine Abteilung entfandt habe, um einen für ihn bestimmten Transport Eine neue Waffe gegen die Polizeibrutalität. zu eskortieren. schlummernde Koloß, dem in der Arbeiterbewegung in Polen und wird aus Lissabon gemeldet: In der Nacht des dritten Oktober Lodz das russische Manchester, der vorläufig noch leber Kämpfe an der portugiesischen Grenze Rußland eine gewaltige Zukunft bevorsteht, hat in diesen Tagen unjre verbrannten die Boeren sechs Güterzüge wenige Arbeiterbewegung durch eine neue Kampfmethode be- Meilen von der portugiesischen Grenze und versuchten an folgenden reichert, die in ganz Rußland durch ihre Originalität Bewunderung Tage in portugiesisches Gebiet einzubringen. Die britischen Genosse Berger hatte am 9. Oktober cr. die früher gegen ihn wegen Beleidigung eines andern Polizeikommissars erfannte StrafBekanntlich sind in diesem Sommer mehrfach fürchterliche Gewalt- Truppen wurden zwischen Bezano Garcia und Komatipoort überrascht. Es fand ein schwerer Stampf statt; die Verluste find haft verbüßt und erschien daher im jezigen Termin als„ freier" thätigkeiten seitens der Polizei in Lodz verübt worden. Den ganzen unbekannt; es heißt, die der Engländer feien schwer gewesen. Mann auf der Anklagebant, war daher nicht wenig erstaunt, als der Sommer hindurch wütete die Polizei. Arbeiter wurden auf offener Mehrere britische Soldaten entflohen während des Kampfes über die Straße angehalten, arretiert und mit Fäusten geschlagen; in den Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Braun, die Vorführung des Ges Revieren und Gefängnissen wurden sie fürchterlich behandelt( vor portugiesische Grenze; zwei wurden von den portugiesischen Begebracht; weise zu unrecht aus dem Gefängnis entlassen sei, da bereits wegen von den Gendarmen Zähne ausgeschlagen und die die Portugiesen verstärkten alle ihre Grenzposten. dieses Prozesses ein neuer Haftbefehl erlassen sei. Der Polizeikommissar Schmidt, welcher in der Uniform eines Schnurrbärte mit dem Fleisch zusammen ausInfanterie Hauptmanns erschien, der Wachtmeister Berkmann, geriffen wurden), man gab ihnen tagelang kein Essen, man ist, wie dem„ Standard" aus Kapstadt berichtet wird, nach Matjesfontein geschafft und dort im Hospital untergebracht worden, wo der Oberarzt der Frrenanstalt Conradstein Dr. Büchler, ferner der Töpfer hielt fie in feuchten und finsteren Zellen usw. Claaßen, die polnischen Genossen Merkowski, Morawski, Wittkowski Nicht alles fanm in Rußland in die Oeffentlichkeit dringen. Nicht er an schwerer Darmentzündung daniederliege. und Porankiewicz sowie der Tischler Grczadkiewicz waren als Zengen einmal am großen und heiligen Tage der Befreiung vom Zarenjoch erschienen. Der Zeuge Sczymanski hatte mangels nötigen Reise- verkündet werden können. Vorläufig wissen wir nur, daß ein werden der Welt alle Grenelthaten des zarischen Schandregimes Aus Industrie und Handel. geldes abtelegraphiert. Genosse Berger bestritt auch jetzt wieder entschieden, die Be- Arbeiter( Jakob Leifer Balkin- Batula) im Lodzerersten Polizeirevier Eine Verständigung der Elektricitäts Gesellschaften wird leidigungen, welche ihm die Auflage vorwirft, gethan zu haben; er am 14. Mai d. J. zu Tode geprügelt wurde. von beteiligter Seite in die Wege geleitet. Es handelt sich nicht um gab den Inhalt Es kann aber leicht möglich sein, daß er nicht das einzige feiner Bersammlungsrede zu Protokoll und erklärt, er habe den Naporra durchaus nicht beleidigen wollen, Opfer war.... Zu alle dieſem hat die Lodzer Polizei eine eine Fusion der Unternehmungen, sondern um Verständigung über Bande verkommener Subjefte organisiert, um die ihrem Aeußeren Projekte und Ausarbeitung von Entwürfen, sowie Herabminderung fouden nur die Genossen vor ihm gewarnt, um sie vor nach„ verdächtigen" Arbeiter zu überfallen und zu mißhandeln. Die der Spesen, die durch die Skonkurrenz entſtehen. Wahrscheinlich will brave Lodzer Arbeiterschaft hat eine bittere Zeit durchgemacht; ein man der Preisinterbietung begegnen. Vorläufig find nach dem Bolizeikommissar Schmidt hat die Versammlung am 12. Sep- Teil war ganz mutlos geworden, andre wollten gegen die Polizei-„ Berl. Tabl." die Schuckert- Werke und die Allgemeine Elektricitätsirmber 1897 überwacht; er deponiert: Die Notizen, welche er während der D.'schen Rede machte, befize er jetzt nicht mehr, wisse henker und die von denselben gemieteten Messerhelden Gewaltmittel Gesellschaft daran beteiligt. auch den Wortlaut derselben nicht mehr, habe jedoch die beleidigenden anwenden. Die Berliner Handelskammer hatte am Sonnabend die StatutenTeile derselben wörtlich niedergeschrieben und im Bericht an Arbeiterbundes" trat jedoch entschieden gegen letztere Taftit fegung fonstituieren zu können. Die Tagesordnung konnte nicht erAllgemeinen Jüdischen beratung geplant, um dann die Korporation in der neuen Zusammen= das Polizeipräsidium auch genau so wiedergegeben; er fömme zwar nicht stenographieren, vermöge jedoch so schnell auf und empfahl den Arbeitern eine neue, bis jetzt in Polen und ledigt werden, da nicht die vorschriftsmäßige Zahl der Mitglieder zu schreiben, daß er wörtlich Niederschriften machen könne. Rußland noch niemals angewandte Kampfesart: einen poli- anwesend war. Die nächste Versammlung beschließt ohne Rücksicht Der Verteidiger Rechtsanwalt Schwarz aus Königsberg i. Pr. tischen Streit. erinnert den Zeugen, daß er Tausend Weber auf mehreren großen Fabriken und mehrere einer früheren gelegentlich Befferung in der Textilindustrie? Die„ Neue Freie Presse" Bernehmung gefagt habe, er habe nur Stichworte notiert und hundert Arbeiter andrer Professionen legten an ein und demselben danach den Präsidiumsbericht gefertigt, worauf der Kommissar ent- age ihre Arbeit nieder und meldeten ihren Arbeitgebern, daß glaubt eine fleine Besserung in der Lage der östreichischen Textilſte ihre Arbeit nicht früher aufnehnien würden, als industrie fonstatieren zu können. Es wäre gewiß sehr erfreulich, gegnet, die Ausarbeitung nach Stichworten habe er nur bei der wenn diese Industrie, die auch bei uns eine von dem Gang des Wiedergabe nebensächlicher Teile der Nede angewandt, die Be- die Gewaltthätigkeiten der Polizei aufhören würden. Die Herren Fabrikanten, in der Angst, daß ein großer Streit übrigen Großgewerbes ziemlich unabhängige Entwicklung gezeigt leidigungen jedoch wörtlich nachgeschrieben. Der Berteidiger fragt ausbrechen werde, telephonierten dem Chef der Polizei und forderten und an dem Aufschwung der fünf fetten Jahre nicht teilgenommen darauf, ob der Zeuge das Notizbuch mit den Originalnotizen energisch die Beseitigung der Schlägerbande und der andern Gewalt hat, jezt auch von der Strije nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. noch befize; derselbe vermeint. Der Anwalt fragt weiter: thätigkeiten der Polizei. Bereits am andern Tag ließ der Polizei- Es ist ökonomisch sehr intereſſant, daß der voigtländische TextilDer Zeuge habe doch die große Wichtigkeit dieſer chef die Fabrikanten und mehrere Arbeiter holen und versprach ihnen, bezirk während der fünf Jahre der Hochkonjunktur eine starke Bermerte gekannt, er möchte baher wissen, ob das Notiz für Ruhe zu sorgen. Man streifte nur einen Tag. Das Komitee Abivanderung int die Kohlen und Eisenbezirke aufivies, buch vernichtet oder wie sonst abhanden ge- des Bundes" hielt die Sache für vorläufig gewonnen und ließ die welche letteren bekanntlich eine zum Teil beispiellose Voltsvermeh rung in dem Jahrfünft 95/99 aufwiesen. Auch aus dem rheinischen Bezirk tommen günstige Nachrichten. So wird der„ Köln. Bolksztg." aus Rheidt geschrieben: tommen sei. Das Ortskomitee des " Arbeit wieder aufnehmen. " hierauf. Der Beamte vermag die Art des Verlustes nicht zu erklären, verbleibt jedoch dabei, daß er sich bestimmt erinnere, die Rede wortgetreu geschrieben zu haben. Einige Tage schien wirklich ein Sieg erfochten zu sein. Wir leben Darauf ersucht der Verteidiger den Vorfizenden, an den Zeugen nun aber doch in Rußland und schon erfahren wir, daß in einem „ Es scheint, als wenn die Flaue in den hiesigen Fabrikbetrieben die Frage zu richten: ob derfelbe in io hohem Grade Polizeirevier wiederum ein Arbeiter fürchterlich mißhandelt wurde. alkoholsüchtig sei, daß er schon öffentlichen Standal er berüchtigte Lodzer Polizeiveien zu reformieren; es wird noch schwer Betrieb erheblich eingeschränkt hatte, neuerdings wieder eine Anzahl Es wäre auch naiy, zu hoffen, durch einen einzigen Streit das etwas nachlasse. So hat eine Weberei, welche feit Monaten ihren regt und von seinen Stollegen habe fortgeführt werden müſſen. und bitter gekämpft werden müffen. Aber die neue Kampfesart Arbeiter eingestellt. Auch mehrere Spinnereien, welche die ArbeitsDer Staatsanwalt, ebenso wie der Richter, glaubt die der politische Streif den bei dieser Gelegenheit das Lodger Komitee zeit eingeschränkt, lassen wieder volle sechs Tage arbeiten. Die Stellung dieser Frage als unerheblich ablehnen zu müssen. des„ Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbundes" im Barenreich eingeführt Buckskinwebereien sowie die Seleiderfabriken hatten auch in der flauen 3wvei wichtige Gründe: Einmal hat, wird unzweifelhaft für unsre Arbeiterbewegung von großer Be- Beit gute Beschäftigung. In der großen Färberei der Gebr. Verweyen wird wieder vollauf gearbeitet. Dieselbe Firma hat weil, was der Staatsanwaltschaft recht sei, der Verteidigung billig deutung sein. sein müsse. Die Staatsanwaltschaft habe nicht nur die Strafakten ihren Betrieb um ein bedeutendes vergrößert, indem sie sämtliche gravierten Kupferwalzen sowie eine große Trockenmaschine der Odenkirchener Druckerei, Färberei und Appreturanstalt, welche, wie schon mitgeteilt, aufgelöst worden ist, übernommen. Zur näheren Begründung derselben führt der Anwalt nun aus: ihn leiteten Afien. der Entlastungszeugen scharf geprüft, sondern auch noch über das China. Die Gesandten beiprachen in einer Zusammenkunft Vorleben eines jeden derselben besondere Erkundigungen eingezogen. die Oftroi Fragen sowie das Recht Chinas, entsprechende Weiter stelle er dann fest, daß Schmidt in sehr hohem Grade an der Transitzölle von 2/2 Prozent auf Waren, die keinen Oktroi zahlen, Alkoholsucht leibe und es sei allbekannt, daß dieses Leiden nicht nur zu erheben. Die Gesandten erkannten das Recht Chinas an, folche Die Vereinigung der Cakes: und Biskuitfabrikanten hat den Körper, sondern auch den Geist ungünstig beeinflusse, das könne Bölle einzuziehen. Der neue Zolltarif tritt anstatt am 7. November beschlossen, für das Jahr 1902 die bisherigen Preise beizubehalten, der anwesende Sachverständige aus seiner Frrenpraxis eventuell fo- erst am 11. November in Kraft; mit dem Teztgenannten Datum obwohl, wie die Herren behaupten, der Gewinn nur gering ist und fort bestätigen; er müsse daher auf seinem Antrag auf beginnt der chinesische Monat und darum ist dies Datum empfehlens- die erhöhten Preise für Rohmaterial eine Preissteigerung rechtStellung dieser Frage beharren. Der Staatsanwalt tverter. fertigten. So viel Rücksicht sind wir gar nicht gewöhnt. hält das Vorliegen der Alkoholsucht bei Schmidt für völlig Die chinesischen Bevollmächtigten haben heute dem spanischen Ein Nachspiel zum Leipziger Banktrach und dem Schwindet ausgeschlossen, da derselbe königlicher Polizeikommissar und noch Gesandten de Cologan, dem Doyen des diplomatischen Corps, einen der Kasseler Trebertrocken- Gesellschaft bedeutet der Konkurs der Eiim Dienste sei. Der Verteidiger entgegnet: auch Naporra sei Bon über 450 Millionen Taels für die Entschädigungs- weiß- und Fleischertratt Compagnie Toril in Hante Stommissar und im Dienst gewesen, habe ebenfalls als genge hier ansprüche übergeben. burg. An der Gründung waren die Trebertrocken- Gesellschaft refp. vor Gericht gestanden und weder Richter noch Staatsanwalt hätten Afrika. Leipziger Bank stark beteiligt. Das Kapital der verkrachten Gesel schaft beträgt 890 000 m. Der Boeren- Krieg. Kitcheners Henkerarbeit in englischer Beleuchtung. Konkurs anmelden müssen, da die Gläubiger, vor allem die GroßDie Reederei vereinigter Schiffer in Breslau hat den banken, den vorgeschlagenen Vergleich, 25 Proz. ihrer Fordes rungen als Vorzugsaktien zu übernehmen, abgelehnt haben. Mit dem Schicksal des Unternehmens ist auch das der Vereinigtent Ziegeleien" verknüpft, die ihren Konkurs angemeldet haben. Ju dieser G. m. b. H. waren Direktor Schostag, der die Schwindeleien ihm die Geiftestrankheit angesehen. Hierauf beantragte der Staats- Tunis, 14. Oftober. Infolge Meinungsverschiedenheiten über anwalt die Herbeiführung eines Gerichtsbeschlusses auf Ausschluß eine Grundverteilung fam es zwischen zwei feindlichen Araberder Oeffentlichkeit, damit er während derselben einen stämmen zu einem blutigen Zusammenstoß, wobei 5 Araber getötet Antrag auf Ausschluß der Oeffentlichkeit während der Verhandlung und 10 schwer verwundet wurden. über die verlangte Fragestellung begründen könne. Nach längerer Beratung beschließt das Gericht den Ausschluß der Oeffentlichkeit. Bei Wiedereröffnung der öffentlichen Verhandlung verkündet der Vorsitzende: Die Frage des Verteidigers sei abgelehnt, da sie zu allgemein begründet sei. Sofort erklärt der Anwalt, bestimmte Anträge präsentieren zu wollen. Worauf der Staatsanwalt erneut Die Erschießung des Kommandanten Lotter durch die Engländer bei der Reederei vereinigter Schiffer betrieb, und Bankier Kuznizky, den Ausschluß der Oeffentlichkeit beantragt, weil durch die öffentliche wird von der englischen liberalen Preise scharf verurteilt. Daily defsen Unternehmen infolge dieser Manipulationen gleichfalls fallierte, Verhandlung dieser Dinge die öffentliche Ordming und Sicherheit New 3" sagen, die Erekution jei um so verwerflicher, als der Verurteilte beteiligt. gefährdet sei. Trotz des Protestes des Verteidigers beschloß das sich ausdrücklich als ein Bürger des Oranje- Freistaats erGericht ohne Berathung wieder den Ausschluß der klärte. Die Nachricht sei eine schreckliche, nicht bloß für die Oeffentlichkeit. Nach Wiedereröffnung der öffent Boeren, sondern auch für die Mütter und Väter britischer Offiziere, lichen Sigung erklärt der Borsigende: Das Gericht die sich in Gefangenschaft der Boeren befinden, beziehentlich in solche habe erneut die Bertagung dee Prozesses beschlossen, geraten, denn die Eretution Lotters würde nicht ohne. Achtung, Korbmacher! Die Firma Schlesinger hierfelbst um die Führung des Beweises nicht abzuschneiden. Zu dem Zwecke e preffalien bleiben. Die Regierung habe noch nichts( Korbwarenfabrik für Militärbedarf) hat am Sonnabend ihre sämt follen zum nächsten Termin außer den jezigen Zeugen noch geladen davon verlauten lassen, aber es sei sehr wahrscheinlich, daß solche lichen 34 Arbeiter, die ohne Ausnahme dem Holzarbeiter- Berbande werden: Der Danziger Polizeipräsident, drei Polizeikommissare, allef Repreffalien seitens der Boeren bereits vollzogen worden seien. Jangehören, angeblich wegen Arbeitsmangels entlassen. Vermutlich Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. aber beabsichtigt Herr Schlesinger auf indirektem Wege eine Lohn-| feiner Weise in den Streit eingreifen. Die Leitung der kasse besprochen und zur regen Beteiligung an den Stadtverordnetens reduktion vorzunehmen, da er erst in legter Zeit einen größeren socialistischen Partei Belgieus hat eine Sammlung für die Streifenden Wahlen aufgefordert, wurden den Glasarbeitern und den BauAuftrag seitens der Militärverhaltung erhalten hat, seine Heim- eröffnet. to anschlägern je 50 M. Unterstügung bewilligt. arbeiter auch weiter beschäftigt. Nach unsrer Meinung würde In Epinac( Frankreich) streifen die Glasarbeiter, weil es den Lieferbedingungen widersprechen, wenn die Arbeiten einer ihrer Führer gemaßregelt worden war. Troydem es zu nicht in eignen Betrieben angefertigt werden sollen. Da wir keinerlei Ruhestörungen gekommen ist, sind eine Menge Gendarmen Versammlung ab, in der zunächst der Vertrauensmann berichtete. Danach Die Marmorarbeiter hielten am Sonntag eine öffentliche betrugen die Einnahmen inkl. des alten Bestandes von 169,71 M. im vernur in Erfahrung gebracht haben, daß Herr Schlesinger beabsichtigt, und Soldaten nach dort berufen worden. flossenen Quartal 958,91 M., die Ausgaben 729,49 M., der verbliebene Bedie Arbeit auswärts aufertigen zu lassen, sein Werkführer sich allem Der Streif der Bäckergesellen von Florenz war hervorstand 229,42 M. Die Abrechnung wurde von den Revisoren als Anschein nach auch bereits nach der Richtung bemüht, so ersuchen gerufen worden durch den Wortbruch eines Teils der Unternehmer. richtig bestätigt. Hierauf wurde über die Centralisierung wir die Korbmacher allerorts, auch da, wo Arbeiterorganisationen Behn bis zwölf Fabrikanten von Zurusbrot, die ebenfalls den Ver- der Marmorarbeiter Deutschlands verhandelt. Von den Rebestehen, die betreffenden Arbeiter auf die Differenzen hinzuweisen frag, nach welchem die Nachtarbeit in den Bäckereien aufhören sollte, ferenten und den Befürwortern einer besonderen Centralisation und uns fofort zu benachrichtigen, wenn sich Agenten des Herrn unterzeichnet hatten, führten nach etwas geringere Brot baden, ver- Beiträge zu hoch und für die Marmorarbeiter, die auch in ihrer nach etlichen Tagen dieselbe wieder ein. wurde angeführt, daß in der Steinarbeiter- Organisation die Schlesinger einstellen. Ein Teil der Bäckereien, die mur Die Werkstatt Kontrollkommission der Korbmacher Berlins. suchten ebenfalls die Nachtarbeit wieder einzuführen, was die Ge- Bewegungsfreiheit beschränkt seien, nicht genügend geleistet J. A.: H. Richter, Berlin S., Dresdenerstr. 84, bei Mulad. sellen mit dem Streit beantworteten. werde. Es werde auch zu wenig Agitation betrieben und demzufolge hätte die Organisation feine wesentlichen Fortschritte gemacht, so daß auch keine Erfolge in Bezug auf die Verbesserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse erzielt werden konnten. Mehrzahl der Redner bezeichneten diese Behauptungen als u! 11zutreffend und sprachen sich lebhaft gegen eine Sonderorganisation aus, weil eine solche unter den obivaltenden Verhältnissen leistungsunfähig wäre. Irgendwelche Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Deutsches Reich. Zum Ausstand der Tabakarbeiter in Nordhausen. Leider ist unser Vertrauen zu der Firma H. und N. Wittig, vont der wir berichten fonnten, daß sie ihren Arbeitern bestimmte Zugeständnisse gemacht hat, die die Aufnahme der Arbeit ermöglichten, bitter getäuscht worden, die Firma hat ihr Versprechen unter nichtigen Vorwänden zurückgezogen. der logo Sociales. Das Austragen von Waren durch schulpflichtige Kinder ist an vielen Orten polizeilich verboten worden. In einer sächsischen Stadt, in der ein solches Verbot besteht, war ein Bäckermeister bestraft worden, weil er seine dreizehnjährige Tochter zum Austragen von Backwaren verwendet hatte. Er wandte sich an die Gerichte, indem er die Rechtsverbindlichkeit der Polizeiverfügung unter Berufung auf die Gewerbe- Ordnung und das Bürgerliche Gesetzbuch bestritt. Das fächsische Oberlandesgericht hat jedoch jetzt entschieden, daß die Polizeiverordnung gültig sei. Ada Gerichts- Beitung. Die Interessant für die organisierten Frauen und Mädchen iſt Der Frauen und Mädchen Bildungsverein sollte den Verein Der Thatbestand ist kurz folgender: Die Vertreter der Organisation der Arbeiter hatten auf Wunsch der Herren Wittig Verhandlungen mit der Firma angeknüpft, die zu folgendem Resultat führten: 1. Einstellung aller Spinner nebst Deckenmachern und Vorlegern, und zwar am Sonnabend, den 12. Ottober. 2. Die weitere Das Bordell als versicherungspflichtiger Betrieb. Der ein Urteil zweiter Instanz der Strafkammer des Landgerichts II. Einstellung von Arbeitern und Arbeiterinnen sollte nur aus den Reihen der Ausständigen erfolgen. 3. Die Anerkennung der Organi Hausmann eines Bordellwirtes in Leipzig hatte infolge eingetretener$ 2 des Vereinsgesetzes übertreten und sich mit politischen Angelegenfation. 4. Wurde in den Verhandlungen das Lehrlingswesen zur Erwerbsunfähigkeit die Zuerkennung einer Invalidenrente beantragt. Zufriedenheit der betreffenden Arbeiter geregelt und die statt Die Landesversicherungs- Anstalt erkannte ihm eine Rente von 147 W. heiten beschäftigt haben, weshalb die frühere Vorsitzende des gefundene Aufbesserung der Röllchenmacher- Löhne betont. jährlich zu. Damit war der Antragsteller nicht zufrieden; er wandte Vereins in Rixdorf, Frau Jäger, vor Gericht erscheinen mußte. Die Dedenmacher( weibliche Hilfsarbeiterinnen) nahmen mun fich an das Schiedsgericht und verlangte eine höhere Nente. Das Entgegen dem Urteil der ersten Instanz, des Schöffengerichts, das wegen Vorarbeit von Material bereits am Freitag, den Schiedsgericht suchte jedoch die Moral im Rechte und entschied, daß auf Freisprechung erkannte, kam die Straftammer zu einer Berurteilung. 11. Oktober, morgens, die Arbeit auf. Kurz nach der die Beschäftigung in einem Bordell eine unehrliche Arbeit sei. Eine Die Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten wurde, getreu Bordellwirtschaft könne nie als versicherungspflichtiger Betrieb an der Auffassung des Staatsanwalts, darin erblickt, daß nach den AufArbeit wurde den Hilfsarbeiterinnen von der Firma erklärt, daß es nicht anginge, alle Spinner zugleich ein- gesehen werden. Dem Kläger wurde deshalb jeder Rentenanspruch zeichnungen und Aussagen eines Polizeilieutenants, zweier uniforzustellen und versuchte man dies durch Ausflüchte darzulegen. Die entzogen. Frauen und Mädchen setten hiervon das Komitee der Ausgesperrten Die Steuerbehörden werden vermutlich nicht so moralisch mierter und zweier Schußleute in Civil, sowie von zwei Gendarmen in Kenntnis, worauf man nochmals vorstellig wurde. Im Beisein denken; sie werden von dem Bordellhausmann die Steuern ebenso Gelder für socialdemokratische Zwecke( 20 M. für ausgesperrte Tabakdes Herrn Gewerbe- Inspektors wurde mum die Erklärung abgegeben, daß pünktlich erhoben haben, wie sie sie von dem Bordellwirt und den arbeiter, 25 M. für einen Kranz für Liebknecht) ausgeworfen die Hälfte der Arbeiter Sonnabend und der andre Teil die nächsten Bordellbewohnern erheben werden. Auch das auf das Einkommen seien. Außerdem aber habe eine ganze Reihe von Vorträgen im mit öffentlichen Angelegenheiten sich beschäftigt, so Tage, spätestens aber bis Mittwoch anfangen sollten. Der Gewerbe zugeschnittene Dreillassenwahlrecht ist nicht so moralisch. Der Bordellmit Verkürzung der Arbeitszeit, Schutz der Wöchnerinnen, AufInspektor fonnte nicht umhin, Herrn Wittig sein Befremden über wirt ist zweifellos mindestens wähler zweiter, wenn nicht gar erster forderung zum Beitritt in die Konsumvereine, fogar mit der Prodas eigenartige Verhalten auszudrücken. Aber selbst an dieser Form- Stlasse, und seine Stimme wiegt im Nate der Nation das Vielfache forderung zum Beitritt in die Konsumvereine, fogar mit der Propaganda für freie Liebe und für socialdemokratische Wahlen. sache hätten sich die Arbeiter im Interesse des Friedens nicht der Stimme eines ehrlichen Arbeiters. gestoßen und trotzdem die Arbeitsaufnahme in der Form vollzogen. Jedoch es sollte noch anders kommen. Die Herren Wittig glaubten, das Spiel mit den Ausgesperrten noch weiter treiben zu können. Nachdem die Kommission der Arbeiter nochmals vorstellig geworden, erklärten die Der Verein Schöneberger Frauen und Mädchen hielt am Herren Wittig rund heraus, überhaupt keine Zugeständnisse gemacht 9. Oktober seine regelmäßige Vereinsversammlung ab, in welcher zu haben, und über die Einstellung der Arbeiter wolle man nach Frl. Guttmann einen Vortrag über„ Heinrich Heine" hielt. Ermessen der übrigen Fabrikanten bestimmen. Darauf legten die Referentin schilderte flar und lehrreich das Leben Heines. Neicher Hilfsarbeiterinnen, welche bereits thätig waren, einmütig die Arbeit Beifall lohnte die Reduerin. Unter Vereinsangelegenheiten machte wieder nieder und traten in die Reihen der Kämpfenden zurück. Die die Vorsitzende bekannt, daß die Mitglieder ihre Kinder Mittwoch, den Solidarität der Arbeiterinnen, die im schweren Stampfe fid) fo treffe 23. Oftober, nachmittags 3 Uhr, nach Obst's Festsälen bringen sollten, lich bewährt, hat hier ein glänzendes Beispiel des Opfermutes ge- um sie dort dem Verein zur Aufführung eines Kinder- Theaterstückes geben. zur Verfügung zu stellen. In der nächsten Versammlung wied Herr Die Firma H. und R. Wittig ist ein kleiner Betrieb, um so Dr. Liebknecht einen Vortrag halten. leichter wird es für die Arbeiterschaft Deutschlands sein, in den In einer Frauenversammlung in Hamburg berichtete Frau Absatzgebieten dieser Firma zu beweisen, daß aus diesem Treiben Sie über den Stand der Frauenbewegung am Orte seit auch die Konsumenten die nötigen Schlußfolgerungen ziehen. Oftober 1900. Das Bild, das sie von der Thätigkeit der organiArbeiter! Diese Manöver find die letzten Mittel, welche die fierten Frauen und von den Fortschritten der Bewegung entwarf, ist acht Fabrikanten anwenden, um die Kämpfenden irrezuführen. Man ein recht erfreuliches. Es fanden eine ganze Neihe Frauenverfammwill die Ausständigen wankend machen, um die Organisation vollends lungen statt, die der politischen Organisation eine erhebliche Anzahl zu vernichten. Gegen dieses Gebahren der acht Fabrikanten aber weiblicher Mitglieder zuführten. Die Teilnahme der Frauen an den werden die Tabalarbeiter kämpfen, bis die Frivolität der Unternehmer politischen Versammlungen und der politischen Agitationsarbeit ist in gebrochen ist. steter Zunahme begriffen. Auch den gewerkschaftlichen Organisationen wurden viele neue weibliche Mitglieder zugeführt. Auch für die Gleichheit" wurden 150 neue Abonnenten gewonnen. Die Einnahme der Vertrauensperson betrug 367 M. Arbeiter! Unterstützt mit allen Kräften unsern schweren Kampf. Die Firma aber, welche sich diese Handlungsweise gegen ihre Arbeiter erdreistet, präge sich jeder Konsument für alle Zeit deutlich ein, sie heißt H. u. R. Wittig. Die Absatzgebiete der Firma werden in den nächsten Tagen in allen Parteizeitungen bekannt gegeben. Das Komitee der ausgesperrten Tabatarbeiter. V rung Aus der Frauenbewegung. Versammlungen. Die Das Gericht erkannte trotz glänzender Verteidigung durch Rechtsanwalt Fränft auf 20 M. Geldstrafe event. 8 Tage Gefängnis. Begründet wurde dies Urteil damit, daß durch die Zeugenaussagen der Beamten unzweifelhaft festgestellt sei, daß der Verein sich mit öffentlichen Angelegenheiten beschäftige, also auch zur An- und Abmeldung seiner Mitglieder verpflichtet sei. Den Genossen erwächst hiernach die Pflicht, alles daran zu setzen, daß den Frauen in andrer Weise die Wahrnehmung ihrer Rechte garantiert wird. Das ist in Ansehung ihrer so berechtigten, doch von der heutigen Klassengesetzgebung systematisch unterdrückten Bestrebungen durchaus notwendig. in diesem Frühjahre wegen Urkundenfälschung und Betruges erfolgte Die Berfehlungen des Stakermeisters Ernst Mais, dessen cr bis Berurteilung um so größeres Aufschen erregte, als dahin in dem besten Ansehen stand und sieben öffentliche Ehrenämter bekleidete, erfuhren einen Zuwachs durch eine Verhandlung, die gestern vor dem Schöffengericht stattfand. Mais war jetzt des Betruges angeklagt. Als Geschädigter trat der 83 jährige Onkel des Angeklagten, der frühere Ginnehmer Mais, auf. Der Zeuge erzählte, daß er seinem Neffen im Jahre 1896, als er denselben noch für wohlhabend hielt, auf dessen Bitten sein ganzes Vermögen, 6700 M., wohlhabend hielt, auf dessen Bitten sein ganzes Vermögen, 6700 M., anvertraut habe. Mais habe angegeben, daß er das Geld zu Kautionen für höhere Postbeamte gebrauchen wolle. Es sei vereinbart worden, daß der Angeklagte nach dem Ableben des Zengen das Geld an dessen in Amerika lebenden Sohn abführen solle. Als der Zeuge Ende 1900 erfuhr, daß es mit den Vermögensverhältnissen des Angeklagten schlecht stehe, habe er auf Zurückzahlung des Darlehns gedrungen. Der Angeklagte habe erklärt, daß er dazu außer stande sei, aber ihm einen Anteil einer angeblich sicheren Hypothek über 4000 m. verpfändet. Als dann das Geschäft des Angeklagten zusammengebrochen sei, habe der Zeuge erfahren, daß der Angeklagte die Hypothet bereits früher verpfändet hatte. Nun habe der Zeuge nur noch so viele Mittel, um vielleicht zwei Monate leben zu können, dann müsse er der öffentlichen Armenpflege verfallen. Der Angeklagte entschuldigte sich damit, daß er das Opfer der schlechten Verhältnisse im Baugewerbe geworden sei, er habe aber immer die Hoffnung gehabt, daß er sich würde herausarbeiten können. Während der Staatsanwalt das Verhalten des Angeklagten als ein höchst gewissenloses hinstellte und gegen ihn eine Zusatzstrafe von anderthalb Jahren Gefängnis und zwei Jahren Ehrverlust beantragte, suchte der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Davidsohn, den Nachweis zu führen, daß der Angeklagte nicht bei Aufnahme des Darlehns eine rechtswidrige Absicht gehabt habe und erst später durch unverschuldete widrige Verhältnisse außer stand gesetzt worden sei, seinem Ontel sowie den übrigen Gläubigeru gerecht zu werden. Der Gerechtshof erkannte nach dem Antrage des Staatsanwalts. Der Herzog von Siano", alias Bademeister Anton flüger hat gegen das ihn zu 1'Jahr Gefängnis verurteilende Erkenntnis durch den Rechtsanwalt Dr. Rosenfeld die Revision anmelden lassen. Der Stadtverordnete Jakobi vor seinen Wählern. Der Verband der Handschuhmacher hat vom 13. Oktober ab Der Stadtverordnete Jakobi, dessen Mandat Ende dieses den Mitgliedsbeitrag von 45 Pf. auf 60 Pf. pro Woche erhöht. Jahres abläuft, sprach am Montagabend vor seinen Wählern Diese Maßnahme wurde notwendig, da die gegenwärtige Krise hohe im ersten Bezirk der zweiten Abteilung. Die Absicht, Herrn Anforderungen an die Arbeitslosemunterstügung gewährende Organi- Jakobi wieder als Kandidaten aufzustellen, stieß sation stellt. Viele Mitglieder sind bereits bis zu sechs Monaten auf einigen Widerspruch. Von einer Seite wurde ihm seine und darüber ohne Arbeit und somit ohne Verdienst. Neben der socialpolitische Rückständigkeit( die auch in seinem Vortrage unbestreitbaren Notlage der von der Arbeitslosigkeit Betroffenen wieder in unzweideutigſter Weise zum Ausdruck gekommen war) zum so führt der Verbandsvorstand aus sei es ein Akt der Selbst- Vorwurf gemacht; von andrer Seite wurde auf die kürzlich in der verteidigung, den Arbeitslosen so hilfreich wie möglich zur Seite zu Presse gegen ihn erhobenen Beschuldigungen hinstehen, damit sie nicht durch Hunger gezwungen würden, ihre gewiesen. Herr Jakobi erklärte in einer kurzen Erivide Arbeitskraft um jeden Preis anzubieten und so dazu beizutragen, die diese Beschuldigungen für gemeine Verleumdungen", ohnehin allgemein schlechte Lage der Arbeitenden noch mehr zu ver- gegen die er den gerichtlichen Weg beschritten habe. Eine fleine schlechtern. Gruppe von Wählern wünschte, daß bis zur Klarstellung der AnBeeinträchtigungen des Koalitionsrechts durch mehr oder gelegenheit von der Wiederaufstellung Jakobis abgesehen werde. In iveniger gefünftelte Auslegung vereinsgefeglicher und andrer Belanger, zeitweise sehr lebhafter Debatte sprachen verschiedene Redner, stimmungen und deren Anwendung auf Gewerkschaften werden bald darunter mit besonderem Eifer der Stadtverordneten Vorsteher hier, bald dort, teils mit, teils ohne Erfolg versucht. Man tönnte Langerhans, für Jakobi. Die Versammlung beschloß darauf mit angesichts des Vorgehens mancher Behörden gegen gewerkschaftliche sehr großer Mehrheit die Wieder aufstellung Jakobis als Organisationen zu der Annahme kommen, daß das Koalitionsrecht des Kandidaten der Liberalen im ersten Bezirk der zweiten Abder Arbeiter nur auf dem Papier bestehen, aber nicht ausgeübt teilung. werden darf. Eine öffentliche Versammlung der Steinarbeiter tagte Wie kürzlich der deutsche Schuhmacher- Verband in Magdeburg, so soll auch der deutsche Tabatarbeiter- Verband im Herzogtum am Sonntag im Englischen Garten. Nach dem Bericht, den der Lehte Nachrichten und Depelthen. Braunschweig als eine Versicherungsanstalt gelten, die der Genehmi- Bertrauensmann erstattete, betrugen die Einnahmen im dritten alten Bestandes bon 1800,99 M. ins Gelsenkirchen, 14. Oktober.( W. T. B.) Der Aufsichtsrat der gung durch das Ministerium bedarf. Nachdem der Braunschweiger Quartal inkl. des Borsigende des Tabatarbeiter Verbandes troz polizeilicher Auf- Aejamt 4351,74 M., die Ausgaben 2177,22., so daß ein Wasserwerke für das nördliche westfälische Stohlenrevier beschloß, der forderung die Genehmigung nicht nachsuchte, hat die Polizei den Kassenbestand von 2174,52 m. verbleibt. Die Jahresabrechimning er Gelsenkirchener Zeitung" zufolge, den vom Typhus betroffenen GeGeschäftsbetrieb" geschlossen und Bücher und Kasse mit Beschlag gab mit dem Bestand von 1235,38 M. am 1. Oktober v. J. eine Gesamt- meinden 250 000 m. zu überweisen. Braunschweig, 14. Oftober.( B. H.) Der 19 jährige belegt. Natürlich wird gegen dies Vorgehen Klage geführt werden. einnahme von 9290,18 M. Die Ausgaben betrugen,( darunter 5040,25 M. die Geschäftsleitung, 760 02. für Strankemmterstützung und Arbeiter Wilhelm Rühmann, der am 13. Auguff d. J. in Ein andrer Fall von Beschränkung des Koalitionsrechts betrifft an den Verband der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter, der seinen Sitz 442,50 für die wegen der Maifeier Ausgesperrten, insgesamt Reu- Delsburg die Gaffnersfrau Nebelung ermordet und ihrer Barin Hannover hat. Die Staatsanwaltschaft in Sagan in Schlesien 7115,66 M. Reife- Unterstützung haben 340 Mitglieder erhalten. schaft von 70 M. beraubt hatte, um damit seine Zechschulden zu bes AIS Vertrauensmann wurde Walter und als Kassierer zahlen, wurde heute, wie die Braunschw. N. N." melden, vom will diesen Verband als einen politischen Verein angesehen wissen. Sie hat deshalb Anklage erhoben gegen die drei Bevollmächtigten Marschall einstimmig wiedergewählt. Bu Nevisoren wurden herzoglichen Schwurgericht zum Tode verurteilt. Kicke und als Ersaßmann Gerloff Grimma, 14. Oftbr.( W. T. B.) Der Brunnenbauer Richard der Zahlstelle Freiwaldau, weil diese weibliche Mitglieder auf- ehmann und genommen haben. Außerdem wurde den Bevollmächtigten, ebenso bestimmt. Hierauf berichtete Breiding über das Resultat der für Thiele wurde am Sonnabendmittag durch Zusammenstürzen eines wie den mitangeklagten Hauptvorstandsmitgliedern in Hannover, zur die Zeit vom 1. Juli 1900 bis 1. Juli 1901 aufgenommenen etwa 20 Meter tiefen Brunnens verschüttet. Bis jetzt ist seine Last gelegt, daß sie die Freiwaldauer Mitglieder der Polizei nicht Statistit. Nach dieser Statistit, an der sich leider mur 223, das Rettung unmöglich gewesen, obwohl Brunnenbauer und Bioniere angemeldet haben. Diese staatsanwaltliche Aktion hatte allerdings find nicht ganz zwei Drittel der Kollegen, und zwar 106 Ledige und aus Dresden bei den Nettungsarbeiten thätig sind. Heute mittag nicht den gewünschten Erfolg, denn das Landgericht in Sagan er- 117 Berheiratete mit 211 Kindern beteiligt haben, beläuft sich der lebte der Verschüttete noch. Vom Nebenschacht aus ist es möglid), tannte die Zahlstelle nicht als politischen Verein an, verurteilte aber Durchschnittsverdienst für dieses Jahr auf 1315,51 M. Das Durchsich mit ihm zu verständigen. Paris, 14. Ottober.( W. T. B.) Das Referendum der die Freiwaldauer Bevollmächtigten wegen der unterlassenen An- schnittsalter betrug 30 Jahre 2 Monate und waren die an der Statistit meldung der Mitglieder(§ 2 des preußischen Vereinsgesetzes) zu je Beteiligten durchschnittlich 15 Jahre, und 4 Monate im Berufe thätig. Bergarbeiter Frankreichs ist nunmehr abgeschlossen. Von 15 M. Geldstrafe. Die Hauptvorstandsmitglieder wurden nicht als Arbeitslos waren in der Berichtszeit bis zu 5 Wochen 44, bis zu 127 000 Stimmberechtigten haben 40 000 für und 10 000 gegen den all10 Wochen 46 und über 10 Wochen 105 Stollegen. Strant gemeinen Ausstand gestimmt, die übrigen enthielten sich der Abzur Anmeldung verpflichtet angesehen und deshalb freigesprochen. Derartige behördliche Aktionen wären unmöglich, wenn das waren bis zu 10 Wochen 55, von 13 bis 26 Wochen 6 und von stimmung. 26 bis Rheumatismus, 52 Wochen Paris, 14. Oktober. Wie eine Note der Agence Havas" meldet, gleichfalls 6 Kollegen. Koalitionsrecht überall die Achtung fände, die ihm gebührt. pass modals- und Lungenkrankheiten, sowie Verlegungen im Berufe bildeten dankte der Finanzminister dem Budgetausschusse, daß er 20 Millionen Ausland. den weitaus höchsten Prozentsatz der Krankheitsurfachen. Nur 28 Kollegen Frank Ersparnisse erzielt habe, und erklärte, die Regierung werde Zum Bergarbeiterstreit im Lütticher Kohlengebiet. Auf haben das ganze Jahr über ohne Unterbrechung arbeiten können. Ber feinerlei neue Ausgaben machen und alle dahin gehenden Anträge einen Beschluß der Lütticher Föderation ist am Freitag in einer An- storben find in der Berichtszeit 10 Stoflegen im Durchschnittsalter von seitens des Parlaments auf das entschiedenste bekämpfen. Ein neuer Skandal ist hier zahl Schächte die Arbeit wieder aufgenommen. In der Kammer 38 Jahren 4 Monaten, die 18 Kinder hinterlassen haben. Die Statistik Neapel, 14. Oktober.( B. H.) fam am Donnerstag die Interpellation des socialistischen Abgeord- hat u. a. auch die interessante Thatsache ergeben, daß die Zeitlohn ausgebrochen. Der Untersuchungsrichter, welcher mit dem Prozesse neten Smeets betreffend den Streit zur Verhandlung. Außer Smeets arbeiter einen höheren Lohn als die Accordarbeiter erzielten und gegen den Abgeordneten Casale wegen Bestechung beauftragt war, nahmen die socialistischen Abgeordneten Bandervelde und Hector daß das eifrige Bestreben der Steinarbeiter, die Accordarbeit in ist nunmehr selbst wegen Unterschlagung und Uebertretung feiner Denis das Wort. Sie beantragten, die Regierung möge die dem schon an und für sich außerordentlich gesundheitsschädlichen Amtsgewalt verhaftet worden. Die Angelegenheit ruft hier große Nach einer längeren Sensation hervor. Sektionen des Bergbaues der Arbeitskammern von Lüttich zusammen Beruf zu beseitigen, nicht ganz erfolglos war, New York, 14. Oktober.( W. T. B.) Johann Most ist berufen; diefelben sollten sich über die Wahl eines Einigungskomitees Diskussion, in der auch die Platzvertrauensmänner aufgefordert wurden, verständigen und die Frage erörtern, ob in den Bergwerken darauf zu achten, daß die Fragebogen recht gewissenhaft und von allen wegen des aufrührerischen Artikels, den er am Tage nach der des Lütticher Gebietes die gleitende Lohnskala eingeführt werden Steinarbeitern ausgefüllt werden, wurde Breiding als Statistifer Ermordung Mc. Kinleys in seinem Blatt„ Die Freiheit" veröffentfolle. Die Regierung lehnte diese Tagesordnung ab; fie wird in wiedergewählt. Nachdem die Delegiertenwahlen zur Orts Stranfen- licht hatte, zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. N " " Berantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Nr. 241. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 15. Oktober 1901. Partei- Nachrichten. Zur Resolution 102. " = Nach dem Protokoll hat aber Bernstein mur gesagt: Betitionsbogen gegen den Zolltarif im Umlauf. In Elmshorn, Ich will über die kleinen gewerkschaftlichen Organisationen Husum, Izehoe und Wandsbeck hat sich die Partei mit einem durchaus nicht den Stab brechen, wir wollen sie auch nicht in die Achtungserfolg an Stadtverordneten Wahlen beteiligt, während Die vom Parteitage mit nur 3 Stimmen beschlossene Negroßen Organisationen mit Gewalt hineintreiben, wir wollen aber man in Altona, Neumünster, Kiel, Flensburg, Rendsburg wegen folution 102 hat nicht nur in Berliner Parteiversammlungen, sondern dahin wirken, daß sie hineinkommen, und ich hoffe, die Zeit wird des zu hohen Census Abstand davon genommen hat. auch in andren Kreisen der Partei die Befürchtung erregt, daß fie nicht fern sein, wo die kleinen Organisationen eingefehen haben, Bei den Gemeinderatswahlen wurden im Hamburger Landgeeignet ist, neue unliebfame Streitigkeiten in der Partei heraufzu daß es ihre Pflicht ist, in die großen Verbände einzutreten." gebiet 21, im 5. Holsteinischen Wahlkreise 4, im 6. Kreise 5 und im beschwören. Diese Befürchtungen find in verschiedenen Breßurteilen In dem Zusammenhang, in dem das steht, braucht man es Fürstentum Lübeck 6 Genossen zu Gemeindevertretern gewählt. über den Parteitag und in einer Reihe von Parteiversammlungen durchaus nicht als eine Erläuterung des Wortlautes der Resolution Insgesamt sind über Parteigenossen der auf dem Parteitage verzum Ausdruck gekommen. Auch ich stehe auf diesem Standpunkt. anzusehen, kann vielmehr auch annehmen, daß das eine allgemeine tretenen Gebiete, mit Ausnahme der Redacteure der SchleswigWährend die Resolution 114 einen bestimmten Fall in flarer Darlegung von Bernsteins Ansichten über das Verhältnis der ver- Holsteinischen Volkszeitung", im letzten Jahre 9 Monate Gefängnis beſtimmter Weise zur Zufriedenheit des gungen Bauteiichiebenen gewertſchaftlichen Organiſationsformen, zu einander sei. und 139,84 M. Geldstrafen ertannt. Die staſſenverhältnisse sind als tags und der übergroßen Mehrheit der gesamten Partei Die ausdrückliche Beziehung der Aeußerung zu dem Wortlaut der günstige zu bezeichnen. Die Agitationskommission vereinmahnte inserledigte unter bewußter Vermeidung aller verwirrenden Ver- Resolution, die ihr Bernstein jetzt in seinem Artikel giebt, fehlt gesamt 11 447,07 M., denen eine Ausgabe von 11 235,68 m. gegenallgemeinerungen, ist die Resolution 102 von der ausgesuchtesten im Protokoll. Aber selbst wenn man seine Worte als eine Erklärung über steht. Unter den Einnahmen befinden sich 3000 M. Beiträge Unbestimmtheit in dem entscheidenden Saße:„ Wer der Partei oder gelten lassen will, so ist sie erstens keineswegs erschöpfend, der drei Hamburger Kreise. Für Agitationsmaterial find 5407,50 m. seiner Berufsorganisation in einem von ihnen geführten Kampfe läßt vielmehr trotzdem noch eine Reihe verschiedener Auslegungen verausgabt. durch Thaten entgegenwirkt oder Sonderbündelei zur Führung solcher der Resolution zu, und man kann außerdem auch grade Bernſteins Besonders gute Früchte hat die Agitation in den nordGegenaktion betreibt." Was ist Berufsorganisation, was ist Kampf, Worte im Sinne der Befürchtungen auslegen, die von Vertretern schleswigschen Streifen gezeitigt, in Apenrade und Hadersleben. Das was find Thateen, was ist Gegenaktion? Alles Begriffe, die eine gewerkschaftlicher nichtverbändlerischer Organisationen ausgesprochen tolle Treiben des Köller- Kurses habe in diefer Gegend, führt der ganze Reihe von Deutungen zulassen. Wenn daher die Befürchtung worden sind. Referent aus, die Leute ganz außerordentlich zugänglich gemacht. ausgesprochen vorden ist, daß die Resolution dazu benützt werden Also: auf dem Parteitage ist leider außerordentlich wenig über Darum könne man gewissermaßen den Fortgang Köllers nach dem fönnte, den Streit um die gewerkschaftliche Organisationsform die Tragweite der Resolution gesprochen worden und das Wenige Elsaß nur bedauern. Man habe an ihm einen guten und billigen in die Partei zu tragen, so kann man dem nichts weiter läßt selbst noch allerlei Deutungen zu. Die nachträgliche, nichts Agitator verloren, und deshalb gezieme es sich wohl, hier auf dem entgegenhalten, als wie die Hoffnung in die parteigenössische weniger als erschöpfende Erläuterung Bernsteins hat nicht mehr Be- Parteitage feiner zu gedenken.( Bravo.) Jn der Debatte werden Einsicht der Beteiligten, daß sie es unterlassen werden, einen solchen deutung wie die jedes andren; es liegt eben nicht mehr ein Antrag von diversen Rednern Wünsche und Beschwerden vorgetragen, die Gebrauch von ihr zu machen. Ich verweise auf den Ausspruch Bernsteins, sondern ein Beschluß des Parteitags vor, der so gut wie von dem regen Interesse zeugen, das die Genossen allerorts an der Legiens im Korrespondenzblatt" der Generalkommission, daß die ohne Erläuterungen gefaßt ist. Wissen wir denn, wie die Mehrheit Entwicklung der Parteiverhältnisse nehmen. stungsla Resolution 102 den Gewerkschaften mehr gebe, als im vorliegenden des Parteitages, die dem Antrage zugestimmt hat, ihn aufgefaßt Falle nötig war, daß aber voraussichtlich von dem darin gewährten hat? Es ist sehr zweifelhaft, ob die 110 Delegierten, die die Mehr- Parteipreffe. Die Leipziger Volkszeitung" teilt Rechte nicht allzuviel Gebrauch gemacht werden werde. heit bildeten, alle mit Bernsteins Erläuterung einverstanden sind. mit, daß Genosse Franz Mehring als Berliner Redacteur für Die Befürchtungen, die über die Bedeutung und Ausmuzungs- fie thätig sein wird. möglichkeit der Resolution 102 ausgesprochen worden sind, sind deshalb durch Bernsteins nachträgliche Erläuterung feineswegs zerstreut und Totenliste der Partei. In Hamburg ist am Sonntags können überhaupt durch keine nachträgliche Erläuterung eines Ein- morgen nach langem und sehr schwerem Leiden der Genosse Wilhelm zelnen beseitigt werden. Gramm gestorben. Gramm ist am 3. Oftober 1887 zu Cleve als Sohn des dortigen Gerichtskaftellans geboren. Er wurde Tischler und lernte schon sehr früh den Wert der Organisation erkennen. Im Hirsch- Dunckerschen Gewerfverein hat er mehrfach Vertrauensstellungen bekleidet. Bald sah er jedoch ein, daß in den Harmonies bestrebungen dieser Organisation nicht das Jdeal des nach wirtschaftlicher und politischer Freiheit ringenden Proletariats liegen könne. Der Parteitag für die Provinz Schleswig Holstein, das Deshalb trat er der Gewerkschaft seines Berufs und auch der socialdemo Herzogtum Lauenburg, Fürstentum Lübeck und die Freie und Hansa- kratischen Partei bei. In den 70er Jahren hatte er in Hannover einen stadt Hamburg wurde am Sonntagnachmittag in dem Etablissement schweren Unfall erlitten, der im Verlauf der Jahre den völligen Verlust des „ Blumenfäle" in Altona eröffnet. Als Tagesordnung wird festgesezt: linken Beines zur Folge hatte, so daß er durch zwei Jahrzehnte ein 1. Bericht der Agitationskommission. 2. Bericht fiber die Preffe; Strippel war. Im Jahre 1881 wurde er zum Haupttaffierer der Referenten: J. Krause und Ed. Adler. 3. Bericht der Kom- Central- Kranken- und Sterbekasse nach Hamburg berufen. Außer in mission über den Entwurf eines Kommunalwahl- Brogrammis, diesem Amte war er in seiner Berufsorganisation und für die Partei Referent Reichstags- Abgeordneter Frohm c. 4. Beratung und Be- rege thätig. Er war Mitbegründer des" Tischler Zeitung" und geschlußfaffung über außerdem eingegangene Anträge und Resolutionen. hörte auch unter der schwersten Zeit des Socialistengesetzes als MitIch bin der Ausicht, daß der Wortlaut der Nesolution solchen Vor Eintritt in die Tagesordnung geht ein Antrag Soenen- glied des Aufsichtsrats der Genossenschaftsdruckerei an, in der das Gebrauch ausschließt und habe zudem in meiner Begründungs- Hamburg ein: die inneren geschäftlichen Angelegenheiten der Presse Hamburger Partei- Organ hergestellt wurde. Als das Socialistengesetz rede ausdrücklich erklärt, daß es sich bei ihr nicht darum in geschlossener Sigung zu erledigen. Der Antrag wird mit großer fiel und das Hamburger Geschäft eine Umgestaltung erfuhr, wurde handelt, die kleinen Organisationen also die lokalorganisierten Mehrheit abgelehnt. Gramm zum Kassierer und Prokuristen der Hamburger Druckerei Gewerkschaften, Fachorganisationen mit Gewalt in die Sodann nimmt Licuau, Vorsitzender der Agitations- und Verlagsanstalt Auer u. Co. berufen. Als solcher war er von großen Verbände. hineinzutreiben. So wünschenswert auch die kommission für die Provinz, das Wort zum ersten Punkt der Tages- 1. Oktober 1900 bis in diesem Frühjahr thätig. Vor etwa fünf organisatorische Einheit der Gewerkschaftsbewegung ist, so muß die ordnung. Dem Bericht ist folgendes zu entnehmen: Die Agitation Monaten stellte sich neben seinen mannigfachen andern Leiden ein Erzielung dieser doch den Gewerkschaften selbst überlassen bleiben. Die hat im letzten Jahre gute Erfolge gehabt. Es haben insgesamt Speiseröhren- Krebs bei ihm ein, der jetzt den Tod zur Folge hatte. Resolution 102 spricht nur von Gegen attion im aktuellen 1200 Mitglieder, Partei- und Volksversammlungen, davon in den Was er den Hamburger Genossen gewefen ist, zeigt, daß sie ihn an Kampf oder Sonderbündelei zur Betreibung einer solchen drei Hamburger Wahlkreisen 425 stattgefunden. Insgesamt sind einen der verantwortungsvollsten Posten stellten, den sie zu verGegenaktion, die sich auf einen gegebenen Stampf bezieht." 1259 000 Flugblätter verbreitet und zur Zeit befinden sich 31 762 geben hatten. Indes ist es ganz zwecklos, jezt über die Auslegung der Refolution zu streiten, wir müssen abwarten, ob sie Anwendung finden wird. Dann wird sich zeigen, wie sie von den Interessenten ausgelegt wird und dann wird bermutlich einem neuen Parteitage Gelegenheit gegeben werden, dazu Stellung zu nehmen. Ich möchte nur der Meinung entgegentreten, als ob die Erläuterung, die Bernstein nachträglich zu geben versucht(„ Borwärts" Nr. 240), irgend welche bindende Kraft hätte und geeignet wäre, die entstandenen Befürchtungen zu zerstreuen. Hätte die Resolution vor der Abstimmung auf dem Parteitage die nötigen cin schränkenden Erläuterungen gefunden und wäre dann auf Grund dieser Erläuterungen angenommen worden, dann hätte das einen Wert für die Auslegung in der praktischen Anwendung. Das ist aber nicht geschehen! Nach dem Protokoll haben außer Bernstein nur die Genoffen Auer und Schrader- Bramsche die Rejo lution erwähnt, indem sie vor ihrer Annahme warnten. Zu ihrer Berteidigung hat allein Bernstein etivas gesagt. Er hat sich dagegen verwahrt, daß sein Antrag ein Einerseits-, Andrerseits Antrag sei. Eine Erläuterung des Wortlautes hat auch er nicht gegeben. Er schreibt zwar in seinem Artikel: Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. 028.117 Semen a Theater. Dienstag, 15. Oktober. Opernhaus. Margarete. Anfang 712 Uhr. Schauspielhaus. Die Nibelungen. Kriemhilds Nache. Anf. Neues Overn( Kroll). Das beste wäre, die Resolution geriete in Bergessenheit; sollte aber doch einmal von ihr Gebrauch gemacht werden, dann nimmt hoffentlich ein Parteitag Gelegenheit, an Stelle der alldeutigen Verschwommenheit Klarheit und Bestimmtheit treten zu lassen. Schiller Theater Urania. ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Figaros Hochzeit oder: Ein toller Tag. Schauspiel in 5 Aufzügen von Beau marchais. Für die deutsche Bühne überfest und bearbeitet von Franz Dingelstedt. Mittwoch abend 8 Uhr: Figaros Hochzeit oder: Ein toller Tag. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Ueber den Wolken Im Hörsaal: Dr. Donath: Die chemischen Wirkungen des elektr. Stromes. Invalidenstr. 57/62. Donnerstagabend 8: Tägl. Sternwarte. Jugend. X.A. h. w. Louis Kellers Festsäle Koppenstr. 29. Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger ( Fuhrmann, Horst, Walde). Entree 50 Pfennig. Anfang 8 Uhr. 25199*] Nach jeder Soiree: Familien- Kränzchen. Bons haben Giltigkeit. Jeden Mittwoch: Berliner Prater, Kastanien Allee. Scort Curia Epeater( ron) Carl Weiss- Theater Passage- Theater. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Geschlossen. Schiller. Figaros Hochzeit oder: Ein toller Tag. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Ein Volksfeind. Anfang 712 Uhr. Berliner. Nacht und Morgen. Anfang 7 Uhr. Lessing. Die Fee Caprice. Anfang 72 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Vorher: Jm Coupé. Anfang 71 Uhr. Neues. Das Ewig- Weibliche. An fang 71 Uhr. Westen. Der Zigeunerbaron. Anfang 7½ Uhr. Secessionsbühne. 8 11hr. Große Frankfurterstr. 132. Abends 8 Uhr! Abends 8 Uhr! Berliner Nangen! Große Ausstattungspoffe mit Gesang in 5 Aften und 7 Bildern v. G. Albert. Musik von R. Leonard. Morgen: Berliner Rangen. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Aschenbrödel. Central- Theater. Heute Anfang 71/2 Uhr, zum 765. Male: Detlev LilienDie Geisha. crons Buntes Brettl. Anfang Operette in 3 Aften von S. Jones. Hauptdarsteller: Mia Werber, Therese Central. Die Geisha. Anfang Delma, Henny Wildner, Luise Albes. 72 Uhr. Rudolf Ander, Karl Schulz, Sigm. KunThalia. Ein tolles Geschäft. An- stad, Emil Sondermann, Emil Albes. fang 72 Uhr. Luisen. Bei kleinen Leuten. Anfang Mittwoch, 16. Oftbr., Anfang 7/2 Uhr: Giroflé- Giroflá. 8.11hr. Operette in 3 Aften von Ch. Lecocqu. Donnerstag: Die Geisha. Freitag: Der Vogelhändler. Carl Weiß. Berliner Rangen. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Landstreicher. Anf. 72 Uhr. Belle Alliance. Talolo. Anfang 8 Uhr. Casino Theater. Berlin W Berlin N. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Sonnabend: Die Geisha. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu halben Breisen: Der Vogelhändler. Abends 72 Uhr: Die Geisha. Thalia- Theater. Ein tolles Geschäft. Anfang wochent. 5, Sonntags 2, Ende 11 Uhr. Beginn des Abendprogramms 8 Uhr. Adelina Sozo Prima ballerina assoluta. Traudchen Hundgeburth, die Kuhmagd aus dem Rheinlande. Hiast und Franzl, die bayrischen Juxbrüder und 17 erstkl. Nummern. Schuhplattler. Deutsche Konzerthallen, An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. Specialität.- Doppel- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften. Special- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Vorzügliche Küche. Gut gepflegte Biere. Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Mitt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzalilung. Cirkus Albert Schumann. Renz- Gebäude. Karlstrasse. Dienstag, den 15. Oktober, abends 71/2 Uhr: Grosse ausserordentliche A Gala- Vorstellung. Zum 4. Male: Travers Paris ( Quer durch Baris) mit dem Schlußaft: Nordseebad Scheveningen. Große Ausstattungspantomime aus der Gegenwart mit hervorragenden Licht: Louis, Paris. Mufit von Emile Doloire, u. Waffereffekten in 8 Aften von René Paris. Einstudiert vom Ballettmeister G. Pratesi. Jn Scene gesezt vom Direktor Albert Schumann. Borher ganz erquisites Programm und Dir. Alb. Schumanns anerkannt unerreicht dastehende Orig. Dreſsuren. Auftr. jämtl. neu engag. Specialitäten. Morgen Mittwoch: Novitäten: Abend. 1. Auftr. des weltberühmten bis jetzt unübertroffenen Dompteur Mr. dressierten Wunder- Elefanten. S Terwandlungen. Sanssouci Ephraim Thompson mit feinen Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Paula Worm in Guido Thielscher in 11 Verwandlungen Fritz Helmerding als Wolzogen. Junkermann, Bojé. Anfang 72 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Dresdenerstr. 72. Hente u. folg. Tage: Schön war's doch. Anfang 8 11hr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Palaft. Specialitäten- Borstellung. Weibliche Barbiere. Anfang 7 Uhr. Passage Theater. Specialitäten: Vorstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 1hr.. Urania. Taubenstr. 48/49.( I'm Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Ueber den Wolken. Jm Hörsaal: Dr. Donath: Die chemischen Wirkungen des elektrischen Stromes". Anfang 8 Uhr. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Horwarths wunderbare 6 Liliputaner mit ihren kleinsten Pferden der Welt und Pracht- Equipage! Kottbuserstr. 4 a. Wiederauftreten von Adolf Hoffmann. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Soiree: Tanz. Anfang Sonntags 7 Uhr, von 5-7 Uhr Konzert. Entree 50 und 75 Pf. Wochentags Anfang 8 Uhr, Entree 30 u. 50 Pf. Wochentags Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Alle andern Tage bleiben die Säle zu Festlichkeiten und Ver fammlungen frei. Reichshallen. Stettiner Sänger. Herrliches Programm, u. a. ,, Bosco". Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Metropol- Theater. Schön war's doch! Gr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. Emil Thomas a. G. Joseph Josephi a. D. H. Bender. G. Kaiser. Else de Veré a. D. Frid- Frid. F. Georgette. Gastspiel: Saharet! Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. Heute zum 400. Male unter persönlicher Leitung des Komponisten Paul Lineke FrauLuna mit dem sensationellen Luftballett Grigolatis. Ferner: 10 allererste Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Cirkus Busch. Dienstag, 15. Oftober, abends 71/2 Uhr: Gala Novitäten- Abend. Zum erstenmal in Berlin: Herr Maximilian Brose mit seinen 5 Elefanten. Außerdem das gewählte Gala- Progr. His guet Brandenburg alle wege. Gr. Ritter- u. Reiter- Schaustück aus der furbrandenb. Zeit zu Waffer u. z. Lande. Palast- Theater ( früher Feen- Palast) Burgstr. 22. Direktion: Winkler 11. Fröbel. Ganz Berlin amüsiert sich über das neue folossale Oktober- Programm 15 Genfations- Nummern. Ganz Berlin lacht um 812 Uhr Direktor Wilhelm Fröbel in der erfolgreichen Operette Weibliche Barbiere. Neueste Tagesereignisse! Lebende Riesen- Photographien 2c. Anf. 8 Uhr. Kaffeneröffn. 7 Uhr. Billetvorverkauf von 11-1 Uhr. Casino- Theater W. Noacks Theater. Lothringerstrasse 39. Bon morgen den 16. Oftober an: 5 nene Debuts Brunnenstraße 16. Die Else vom Erlenhof. u. a. Mr. Resieps, zum erstenmal Boltsstück in 5 Aufz. v. Conr. taact. in Berlin. Die drei reizenden Silvias- Steidl. Berlin N. Berlin W. Anf. wochent. 8, Sonntage 7 Uhr. Zum Leydecker Sophien Strasse 34. Jeden Sonntag, Dienstag, Donnerstag Ball. Entree frei nur Garderobe. Anf.. Nach der Lanzkränzchen. Vorstellung: Mittwoch: Maria Stuart. Herren- Anzüge, Paletots 1. Maß, eleg. Ausführung, auch fertige Garderobe am Lager, liefert Sonntags 4 Uhr, Wochentags 9 ur. J.Kurzberg, Landsbergerstr. 13 prt. Eigene Fabrikation. Fertige Kleider Enorm billig praktische reinwoll. Jackettkleider neue Modelle elegante Façons in Covercoat u. Homespun 15 M., 20 Mt., in feinster Ausführung 30 Mt. Reich garnierte Strassenkleider 20 Mt., 25 Mt., 30 Mt. 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Jede Werkstatt muß vertreten sein. Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! 60000 Konsum- Verein Berlin- Nord. Musikinstrumenten- Arbeiter 40000 20000 10000 eto. eto. eto, Originalioose à 3 Mk. Fie Porto and Liste 30 Pf. extra. Oscar Briner& Co. Nach Rank- Geschafs Berlin Wriedrichstr.18 Filialen: NW.: Wilsnackerstr. 63, 0.: Andreasstr. 46 a. Gänsefedern 60 Pf. pr. Pfb.( gröbere zum Reißen). Schlachtfehern, wie sie v. d. Gans fallen, mit allen Daunen M. 1.50, füllfertiger Ganserupf m. 2.00, beffere daunige waare m. 2.50, 3.00, beste schneeweiße m. 3.50, russische Daunen m. 3.50, weiße böhm. Daunen m. 5.00, ge riffene Federn m. 1.50, 2.00, 3.50. Prima geriffene m. 3.00, 2.50. Derfand gegen Nachnahme. Berlin S., Gustav Lustig, prinzentraße 46a. Erste Bettfedernfabrik m. electr. Betriebe. Diele Anerkennungsschreib. 交 Presskohlen Bruch aus Hendels * Werken, pro Centner 80 Pf. ab Plazz. A. Herrmanns Rohlenlager, Mühlenstraße 12 und Pfuelstraße 5. Ga F. Kunstmann, Wallstr. 1. Neuheiten. 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Es gilt Protest einzulegen gegen die unausbleibliche Schädi gung unserer Industrie durch die Zollpläne der Regierung; darum ist es bringend notwendig, in der Versammlung zu erscheinen. Die Branchen- Kommission. Achtung! Rixdorf. Achtung! Konsum- Genossenschaft Friedrichshagen u. Umgeg. Deutscher Holzarbeiter- Verband. 1. Verkaufsstelle: Friedrichstraße 98. Konsum- Genossenschaft Adlershof 1. Verkaufsstelle: Hackenbergstraße 29. Geöffnet von 8-8 Uhr. Sonnabends bis 9 Uhr. Sonntags geschlossen. ( Zahlstelle Rixdorf.) Mittwoch, den 16. Oftober, abends 81/2 Uhr, bei Thomas ( Apollo- Säle), Hermannstraße Nr. 48: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Bericht der Kontrollkommission. Der Verkauf findet nur an Mitglieder statt. Die Mitgliedschaft kann 3. Beschlußfaffung über das Regulativ des Streiffonds. 4. Verbands: in jeder Verkaufsstelle gegen Einzahlung von 50 Pf. erworben werden. angelegenheiten und Verschiedenes. 109/13 Frauen, Arbeiter! Die Organisation der Konsumenten Am 2. November findet unser Stiftungsfest ebendaselbst wird zur dringenden Pflicht. Hier wird Euch Gelegenheit statt, worauf wir besonders aufmerksam machen. Billets sind bei den geboten, Gure Lebenshaltung zu verbessern, Eure wirtschaft- Roniiteemitgliedern zu haben. Alles Nähere in späterer Annonce. lichen Interessen zu wahren. Schließt Euch obigen KoufumGenossenschaften an. Frauen! Verschenkt Eure Kundschaft nicht! NB. Auskunft geben die betreffenden Vorstände der Vereine..[ 265/4 Musker- Börse Arbeitsnachweis der unterzeichneten Vereinigung empfiehlt zu allen Gelegenheiten, Hochzeiten, Konzerten, Bällen, Ständchen, Trauerfeierlichkeiten 50/18 Mulik in Streich, Blas: oder Klavierbefeßung vom Kleinen bis größten Orchester. Einzelne Pianisten stets anwesend. Täglich vormittags von 10% bis 1 Uhr, Börsenzeit: abends von 7 bis 9 Uhr, und werden Musikbestellungen von unfrem Vertreter zu dieser Zeit mündlich entgegengenommen. Schriftlich zu jeder Zeit. 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Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Burean: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Mittwoch, den 16. Oktober, abends 82 Uhr: Konferenz der Vertrauensleute des Südens im Gewerkschaftshaus, Engel- Ilfer 15, Saal 1. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. 119/17 Achtung! Rabitzputzer! Achtung! Mittwoch, den 16, Oftober, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung des Zweigvereins Berlin III vom Gentralverband der Manrer in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Kaffenbericht. 4. Verschiedenes. 252/20 Der Vorstand. auch Wirbelwinde, Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Cyclone, Tornados) und deren Begleiterscheinungen. Die Versicherung erstreckt sich auf Gebäude aller Art, sowie deren Inhalt als: Mobiliar, Maschinen, Einrichtungen, Waren und Vorräte. Nähere Auskunft erteilt gerne Die Direktion sowie alle Vertreter. 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Tages Ordnung: Aufstellung der Kandidatenliste zur Delegiertenwahl der Generals versammlung der Orts- Krankenkasse der Schloffer. Es ist durchaus notwendig, dass die Kollegen zahlreich und pünktlich erscheinen. 119/16 Lubatsch. 10 Jahre Garantie. Bollkommen schmerzlos. BahnBähne 2 M. 1 2. Blomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentl 1 m. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7. KommunalwählerBersammlungen Dienstag, den 15. Oktober, abends 8 Uhr: 4., 9., 10. Bezirk( 2. Wahlkreis) bei Habel, Bergmannstr. 5/8. Referenten: Genossen Zubeil und Dr. Bernstein. 11., 12. Bezirk( 4. Wahlkreis SO.) Central Festfäle, Oranienſtr. 180. Referenten: Genossen Th. Metzner und G. Schulz. 22., 23. Bezirk( 4. Wahlkreis 0.) Hermann Meyer& Co. BERLIN O. Fruchtstrasse 74. Billigste Bezugsquelle reeller Spirituosen. 9820ousillA- elle Fernsprecher Amt 7, 3781.enige Königsbank, Frankfurterstr. 117. Referenten: Genossen H. Heimann und Dupont. 29., 41. Bezirk( 5. Wahlkreis) H. Heimann und Dupont. O im Rosenthaler Hof, Rosenthalerstraße 11/12. Referent: Genosse Paul Singer.- 09 32. Bezirk( 6. Wahlkreis) to tim bei Dafe, Brunnenstr. 154. Referenten: Genoffen F. Wilke und Dr. Karl Liebknecht. 34., 35. Bezirk bei Puhlmann, Schönhauser Allee 148. J.H Referenten: Genossen Wurm und Ramlow.119H tqon 36. Bezirk bei Hübner, Swinemünderstr. 42. Referent: Genosse Dr. Weyli BirkorlɔbM 44., 45. Bezirk in Ahrens Brauerei, Turmstr. 25/26. Referenten: Genoffen Th. Glocke und Dr. Karl Liebknecht. 48. Bezirk bei Wwe. Schirm, Badftr. 19. Referent: Genosse Wilh. Pfannkuch. Tages- Ordnung: 1. Die bevorstehenden Kommunalwahlen.. 2. Aufstellung der Kandidaten. Um zahlreichen Besuch der Versammlungen ersuchen ca tlegsneg 200/ 17* Die Vertrauensleute. Franen Achtung! Männer! Am Mittwoch, den 16. Oktober, abends 8 Uhr, im„ Eiskeller", Ghausseestraße 88: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Robert Seidel( 3ürich) über: Die Geschlechtertrennung in der Schule eine pädagogische Sünde". 2. Diskussion. Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht. Die Vertrauensperson. 1/ 8* Vorläufige Anzeige! idd Am Donnerstag, den 18. Oktober findet ebenfalls in Habels Brauerei, Bergmannftraße 5/8 eine Volks- Versammlung statt, in der Genosse Robert Seidel( 8ürich) referieren wird über:„ Der Schweizerische Volksstaat". Doranzeige. Freireligiöse Gemeinde ( Zum Besten des Baufonds) Sonntag, den 17. November 1901 Kunter- Buntes- Theater! in Kellers Festsälen, Koppenstr 29. Weber Ueberbrettf unter persönlicher Leitung des Direktors E. von Ungezogen. Sämtliche Nummern des Programms find von Dichter- Fürsten der Gegenwart und Vergangenheit! und werden dargestellt von den ersten Künstlern und Künstlerinnen der Zukunft. Diamplied ( Ausgeführt ausschließlich von Kindern der Gemeinde.) Дази 999 Grosses Konzert.<<<< Anfang präcife 5 Uhr. Näheres folgt. 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Magenwein, Meyers feiner Magenbitter . 0,90 0,50 Feine Tafel- bu iqon- memsa Liqueure B. in Originalflaschen. Anisette, 1701 Tafel, Liqueure B. gehören zu den feinsten in Deutschland hergestellten Qualitäten. Bitter- und Grün- Pome- Diese Liqueure sind nur in unsren Originalranzen, Curaçao, Vanille, Rosen, Ingwer, Ingwer- p Magenwein, Maraschino, Pfeffermünz 1,40 flaschen käuflich. Hochfeine pagos12- potleM- ramsⱭ Tafel- Liqueure C. Cherry- Brandy Allasch. Cordial. Goldwasser Eccau 00 Cacao à la vanille Crême de Mocca Pomeranzen 00. Choriner Cistanjenser grün, u. gelb Peppermint grün Kurfürstl. Magenbitter . . Abricotine. Abtey- Liqueur I Abtey- Liqueur II La Mirabelle. La Prunelle Boonecamp • Nervus rerum, Gesundheits Bitter( gesetzlich geschützt). 1,65 1,75 1,75 0,95 1,90 1,00 2,25 2,40 1,25 2,40 1,25 2,40 Wir stehen in der Fabrikation feinster Liqueure nicht im mindesten hinter Erankreich und Holland zurück; leider herrscht aber das Vorurteil noch vielfach, dass alles dasjenige besser sei, was aus dem Auslande kommt, Bei keiner Ware ist dieses Vorurteil so wenig berechtigt, wie bei Liqueuren, Unsre aus dem feinsten Weinsprit, bester Raffinade und den ausgesuchtesten Zusätzen hergestellten Liqueure 2,40 1,25 sind in Qualität den renommiertesten aus2,40 1,25 ländischen gleich und übertreffen viele der2,40 1,25 selben. Unser Preis ist kaum halb so hoch. 2,90 1,50 da Zoll. Fabrikations- und Handelsgewinn bei 2,90 1,65 andren deutschen Fabrikaten wesentlich geringer 1,80 1,00 sind. 2,90 1,50 lenols8- nomsⱭ 2,90 1,50 1,50 0,80 GHOS 1,65 Kujawiak, arom. Bitter. 1,90 1,00 Angostura- Bitter 2,25 1,20 • Ei- Cognac, das Beste zur Stärkung, stets frisch. 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Die Vorlage des Charlottenburger Magistrats wegen( Errichtung und Vermietung von Häusern mit kleinen Wohnungen unter vorzugsweiser Berücksichtigung von städtischen Arbeitern und Beamten droht zu scheitern; sie wurde in der legten Ausschußsigung mit allen gegen vier Stimmen abgelehnt; statt dessen hat der Ausschuß Anträge zum Beschluß erhoben, die durchaus nichtssagend sind, das weiteste Entgegenkommen gegen die Hausagrarier bedeuten und die Wohnungsnot in Charlottenburg verewigen sollen. Wir haben seiner Zeit das Projekt des Magistrats, obwohl es uns lange nicht weit genug geht, doch als einen ersten ernstgemeinten Schritt auf dem Gebiete kommunaler Wohnungsfürsorge begrüßt und die socialpolitische Einsicht des Chartlottenburger Magistrats im Vergleich zu der der Berliner Verwaltung umumwunden anerkannt. Der Magistrat wird sich bei der Bourgeoisie, die ihre Herrschaft auf dem Dreitlaffen- Wahlsystem begründet und bei den mit ihr vereinigten Hausagrariern bedanken können, wenn er seine wohlwollende Vorlage gipfelt bekanntlich darin, daß die Stadt ein der Luisen Kirchengemeinde gehöriges Gelände ankauft und auf einem Teil des selben durch die Berliner Baugenossenschaft preiswerte Wohnungen für kleine Leute errichten läßt. Der Grund und Boden wird der Gesellschaft verkauft, der Kaufpreis wird ihr auf 30 Jahre gestundet und ist von ihr mit 3 Proz. zu verzinsen. Außerdem erhält sie ein weiteres Darlehen zu höchstens 4 Proz. in Gestalt von Baugeldern. Die Stadt behält sich ein Rückaufsrecht nach Ablauf von dreißig Jahren und von da ab immer nach weiteren zehn dick und dünn gingen und die von einer Wohnungsfürsorge nichts wissen bezirke, in die die Wahlbezirke der dritten Abteilung mit wollen, nicht vor den Kopf stoßen. Rücksicht auf die Höhe der Wählerzahl zerlegt worden sind. Dabei ist die Wohnungsnot in Charlottenburg nicht in der Ab- Nach der im Juli dieses Jahres aufgestellten Wählerliste gemur 1450 Wähler, nahme, sondern in der Zunahme begriffen; die Zahl der leer- hören zur ersten Abteilung zur zweiten stehenden fleinen Wehmungen geht ständig zurück, die Mieten steigen 27 484, zur dritten 307 351. Die Wählerzahl schwankt in noch immer gewaltig. Nach den Mitteilungen des statistischen Amtes den 16 Bezirken der ersten Abteilung zwischen 54 und 166, sind vom Mai 1898 bis Mai 1900 die Mieten für einzimmerige Vorder- in den 16 Bezirken der zweiten zwischen 1102 und 3299, in den wohnungen von 189 auf 225 M., für einzimmerige Hinterwohnungen von 48 Bezirken der dritten zwischen 4417 und 11 251. Die 11 251 Wähler 175 auf 282 M., für zweizimmerige Borderwohnungen von 314 auf 428 dieses lettgenannten( 26.) Bezirks der dritten Abteilung haben ebenjo und für zweizimmerige Hinterwohnungen von 296 auf 347 M. gestiegen. nur ein Mandat zu vergeben, wie die 54 Wähler des erstgenannten Also eine Steigerung bis um 60 Prozent! Die Zahl der Obdach- Bezirks der ersten Abteilung. Eine besonders liebliche Blüte des losen betrug am 30. Juni d. J. 49 Männer, 78 Frauen, 317 Kinder, Dreiklassen Wahlsy Freisinu bisher noch geam 10. Juli 58 Männer, 80 Frauen, 318 Kinder, und am 1. Oktober Princip turet alib stems, das in dem Geldjadfonnten sogar 100 Familien mit 579 Stöpfen keine Wohnung finden, stattet hat, feine Herrschaft in der Berliner Stadtverordneten Ver darunter nicht ein einziger, der nicht seit mindestens 2 Jahren in fammlung zu behaupten! Die Wahlbezirke der ersten und der Charlottenburg ansässig ist. zweiten Abteilung sind, wie immer, sämtlich an der Wahl beteiligt, Unter solchen Umständen die Magistratsvorlage ablehnen, wäre von der dritten Abteilung nur der dritte Teil, also 16. In diesen 16 ein himmelschreiendes Verbrechen an der Chardiesmal beteiligten Bezirken der dritten Abteilung schwankt die Wählerlottenburger Bevölkerung. Zwar ist die Hoffnung, daß zahl zwischen 4417( 4. Bezirk) und 8469( 34. Bezirk). Sämtliche Bedas Plenum zu einem andern Resultat gelangt als der Ausschuß, zirke der dritten Abteilung sind in mehrere Abstimmungsbezirke zernur sehr gering. Jedenfalls wird es Sa che der Socialdemo- legt worden, in je 2 die 32, 35, 48, in je 4 bie Wahlbezirke 10, 34, Gebahren des Stadtparlaments aufzutlären und eine gewaltige 36, 44, 45. Jn den Abstimmungsbezirken bleibt die Wählerzahl Protestbewegung gegen die verkappten und offenen Haus- überall unter 3000, vielfach sogar unter 2000. agrarier zu entfesseln. Die Quittung wird das Proletariat jenen Herren am 6. November, dem Tage der Stadtverordneten- Wahlen, erteilen. Absicht nicht in die That umzusetzen in der Lage sein wird. Die kratie fein, alles zu thun, um die Massen über das volksfeindliche Wahlbezirke 9, 12 te Wahlbezirke 4, 11, 22, 23, 41, in je 3 die Jahren vor. = tändern der Erde Delegationen eingefunden, die den Jubilar bei Zur Virchowfeier hatten sich selbstverständlich aus allen Kulturbem restmahl im Abgeordnetenhause durch A Ansprachen und Ueberreichung von Adressen begrüßten. Prof. Waldeyer teilte Seinen eigentlichen Geburtstag beging Professor Virchow Somme tag in Familienkreise. Nur in den Stunden von 11-3 Uhr er schienen Hunderte von Besuchern im Hause des Jubilars, Schellings Straße 10, um ihm persönlich ihre Wünsche auszusprechen. Unüberfehbar war die Fülle der Blumenspenden; die Drahtgrüße zählten nach Berliner Partei- Angelegenheiten. mit, daß die Universität 50 000 M. zur Virchow- Stiftung gespendet hat, Die Kommunalwähler Versammlung für den 29. und außerdem sprachen Ministerialdirektor Dr. Althoff, Prof. Lessing Gegen dieses Projekt haben' num die Haus- und Grund- thaler Hof, Rosenthalerstr. 11-12 statt. Referent ist Genosse Paul vollen lateinischen Ansprache, dann kamen Abgesandte verschiedener 41. Bezirk findet heute nicht in den Johannissalen, sondern im Rosen- und Dr. v. Leuthold. Der Vertreter der italienischen Regierung, ist Miniſter Prof. Dr. Bacelli feierte den Jubilar in einer schwungbefizer in der Presse und in Versammlungen eine lebhafte Singer. deutscher Universitäten zum Wort, ebenfalls begrüßten Herr OberAgitation entfaltet. In einer Flugschrift stellen sie an die Ge- Wilmersdorf. Mittwochabend 81/2 11hr findet eine außer bürgermeister Kirschner und Stadtverordneten- Vorsteher Dr. meindevertretung das unerhörte Anfinnen, jedem Privatunternehmer, ordentliche Versammlung des Wahlvereins in Langerhans den Achtzigjährigen durch Ansprachen. welcher sich dazu verpflichtet, ein Haus mit kleinen Wohnungen zu Wittes Volksgarten, Berlinerstr. 40 statt. Vortrag des Genossen bauen, unter gewiffen Bedingungen dieselben Vorteile einzuräumen, Adolf offmann über: Wohin steuern wir? Wahl von drei wie den Baugenossenschaften,„ denn diese Genossenschaften find eine Unternehmerform, welche mur auf Grundlage Delegierten zur Generalversammlung. Gemeinde- Angelegenheit. vollständiger Gleichberechtigung mit der Privatbauthätigkeit Schöneberg. Die Mitglieder des Wahlvereins werden auf die in Konkurrenz treten darf". Mit dieser grenzenlosen Un- heute abend bei Obst, Meiningerstr. 8, stattfindende Generalfeiminis vom Wesen des genossenschaftlichen Gedankens und mit versammlung aufmerksam gemacht. Der äußerst wichtigen Tages- vielen Hunderten. Morgens tamen gleich 100 mit einemmale und alten abgedroschenen Phrasen wagt diese Interessengruppe gegen eine ordnung wegen ist das Erscheinen eines jeden Mitgliedes notwendig. noch am späten Abend brachte der Depeschenbote ein Telegramm aus Petersburg. Als Virchow dann in der zehnten Abendstunde mit vom socialen Geist diftierte Maßregel, die der Allgemeinheit zu gute Weißensee. Heute, Dienstag, findet im Lokale des Herrn feinen Angehörigen und Freunden von einem Festmahl heimkehrte, tommen soll, mobil zu machen. Und dabei haben sie den traurigen Mut, so zu thun, als ob sie nur gleiches Recht für alle verlangen. Tscheutschler, Langhansstr. 106, die Generalversammlung hatte die Nachbarschaft eine sinnige Huldigung vorbereitet. Die ganze socialdemokratischen Wahlvereins mit wichtiger Tages- Schellingstraße hatte zu Ehren ihres gefeierten Bewohners illuminiert, Ihren höchsten Gipfel erreichte die hausagrarische Unverschämtheit in einer Bersammlung des Haus- und Grundbesitzervereins, die ordnung statt. alle Fenster strahlten im hellsten Lichterglanz. In der sonst so in der vorigen Woche in Anwesenheit einer großen Anzahl bürger- Treptow- Baumschulenweg. Morgen abend 81/2 Uhr hält der stillen Straße ging es lebhaft her, und am Eingang des Hauses standen Groß und Klein, um den Meister bei seiner Rückkehr mit licher Stadtverordneten eine Resolution annahm, die wir, um zu socialdemokratische Wahlverein seine Mitglieder Versammzeigen, wohin das Streben jener Klique geht, im Wortlaut mitteilen: I ung bei Michler ab. Auf der Tagesordnung steht u. a.: Unser Hochrufen zu begrüßen. Der Jubilar wird es uns nicht übelnehmen, wenn wir die schier Die heute auf Veranlassung des Haus- und Grundbesizer- Parteitag. Auch werden in dieser Versammlung die Wahlen Vereins von 1895 einberufene, zahlreich besuchte Versammlung zur Generalversammlung des Central- Wahlvereins vorgenommen. endlosen Huldigungen, die ihm zu teil wurden, nicht im einzelnen kann sich mit den vom Magistrat in seiner Vorlage an die Stadt Diejenigen Parteigenossen, welche noch Petitionslisten in aufzählen, und auch unsre Leser werden uns nicht böse darum sein. Erwähnen müssen wir aber, daß die Herrn Virchow politisch naheverordneten- Bersammlung vom 28. Juli 1901 zur Beseitigung der Händen haben, werden gebeten, dieselben daselbst abzuliefern. stehende Presse sich gelegentlich der Feier zum Teil in GeschmackWohnungsnot gemachten Vorschlägen nicht einverstanden Adlershof. Donnerstag findet in Scheers Wilhelms- losigkeiten ergangen hat, die nicht mehr schön sind. Das„ Berl. erflären. Insbesondere erklärt die Versammlung garten" in Söpenick die außerordentliche Generalversammlung des Tagebl." beklagt, daß Herr Virchow" nur" die große goldene spricht über:" Politik, Gewerkschaften und Genossenschaftswesen"; Schwarzen Adlerorden und damit den Adel erhalten habe. Wahlvereins für Adlershof" statt. Genosse Küter- Schöneberg Medaille für Wissenschaft und nicht, wie Adolf Menzel, den ebenfalls finden die Delegiertenwahlen zur Generalversammlung des Seltsam nimmt es sich auch aus, daß die Boss. 8tg." sich darüber Central- Wahlvereins statt. aufhält, daß Kultusminister Studt Herrn Virchow am Sonnabend 1. Die vom Magistrat beantragten, weitgehenden Unterſtützungen gemeinnütziger Baugenossenschaften werden für die Gemeinde selbst eine unberechenbare Gefahr heraufbeschwören; 2. diese Unterstützungen der Baugenossenschaften werden auch den Privat- Hausbefizer bezw. den Privat- Bauunternehmer in einer Weise schädigen, daß er gegenüber den subventionierten Genossenschaften vollständig ma chtlos dastehen würde; 3. die ausgleichende Gerechtigkeit würde daher verlangen müssen, daß die Gemeinde entweder von allen Unterſtügungen der Baugenossenschaften Abstand nimmt, oder die gleichen Vorteile, welche sie den Genossenschaften einräumen sollte, allen Privatpersonen zu teil werden läßt, welche schon jetzt Wohnungen für die minderbegüterten Volksklassen erbaut oder zu erbauen die Absicht haben; des " Potsdam. Mittwoch findet eine Voltsversammlung mit dem graufig kalten Titel" Hochgeehrter Herr Geheimer im Victoriagarten statt, in der der Reichstags- Abgeordnete 2e bebour Medizinalrat" anredete und daß dasselbe Blatt gleichzeitig über den neuen Zolltarif sprechen wird. Gleichzeitig soll das Ver- lange Zeilen hindurch beklagt, wie der Fürst im Reiche der Wissenhalten der hiesigen Stadtverordneten Versammlung schaft doch vom preußischen Staat gar keine andre Auszeichnung ergegenüber der Schlachtsteuer einer Kritif unterzogen werden. Die halten habe, als eben die Medaille von Gold. Parteigenossen werden ersucht, für regen Besuch Sorge zu tragen. Tokales. ,, Mitraten und Mitthaten." Zu welcher Ausbildung würden die Freisinnigen das preußische Mandarinentum bringen, wenn ihr Traum, das Staatsruder in die Hände zu bekommen, in Erfüllung ginge! Zum Milchkrieg. 20 000 Liter ring freie Milch mehr als bisher kommen von jezt ab täglich nach Berlin, nachdem es dem 4. falls die Gemeinde für ihre eignen Arbeiter Häuser mit fleinen Wohnungen erbauen sollte, würde es nicht angebracht Der Bericht des Ausschusses, der ant 5. September von Borstande des Milchhändlervereins gelungen ist, Milchproduzenten, sein, solche in der Sophie Charlottenstraße zu konzentrieren, der Stadtverordneten- Versammlung zur Vorberatung der Mawelche noch nicht nach Berlin lieferten, durch das Zugestehen günstiger Ma- Bedingungen zu regelmäßiger Milchlieferung zu veranlassen. Der sondern derartige Häuser in verschiedenen Teilen der Stadt oder gistrats vorlage, betreffend die Nicht erhebung der Milchcentrale droht übrigens eine neue gefährliche Konkurrenz durch namentlich in der Nähe der städtischen Betriebswerkstätten auf- Gemeinde Einkommensteuer von vier Mart, ein zuführen; 5. zur radikalen Beseitigung des Herrschenden Mangels angesetzt worden war, liegt jetzt gedruckt vor. Die Lektüre fleinen Wohnungen ist die schleunigste Aufschließung weiterer dieses Schriftstückes ist wieder sehr lehrreich. Stadtgebiete dringend erforderlich. " " das bereits früher einmal aufgetauchte Projekt einer große tapitalistischen Gesellschaft zur Versorgung Berlins mit Eismilch nach dem sog. Casseschen Verfahren, welches die Beförderung von Milch selbst aus entfernten Gegenden ohne Schaden für die Ware er möglicht. Wie verlautet, sind Verhandlungen im Gange, um den Plan einer solchen Gesellschaft, trog mancherlei Schwierigkeiten, zur Verwirklichung zu bringen. Der Ausschuß ist, wie bereits fura mitgeteilt wurde, zu dem Von den einzelnen Punkten der Resolution ist der letzte an Ergebnis gelangt, der Versammlung die Annahme der Magistratsscheinend durchaus aneigennützig. Um ihn aber richtig würdigen vorlage zu empfehlen, doch wurde dieser Beschluß nur mit 7 gegen zu können, muß man wissen, daß sich jene Forderung auf dem Nord- 7 Stimmen gefaßt, wobei die Stimme des Vorsitzenden den Im Inseratenteil(!) der„ Deutschen Tageszeitung" erklärt jezt westen Charlottenburgs bezieht. Gewiß ist es dringend notwendig, Ausschlag zu Gunsten der Vorlage gab. Von freisinniger Herr Ring, daß die Milchcentrale ihre gesamte fällige Milchschuld an diesen Stadtteil zu erschließen, aber mit der Beseitigung der augen- Seite wurden noch einmal all' die Scheingründe, die wir seit 1894 die Genossen für die Zeit bis zum 9. Oftober durch ihren Bankier blicklichen Wohnungsnot hat das nichts zu thun. Das Projekt zur Diese Mitteilung- deren Kanalisation des Nordwestens ist in den letzten Tagen genehmigt, und bis zum Ueberdruß oft gehört haben, dagegen geltend gemacht. mit rund 40 000 m. bezahlt habe. selbst wenn unverzüglich mit den Arbeiten vorgegangen wird, wird er Rechte genieße, der solle auch Pflichten haben, wer wählen Richtigkeit vorerst nicht bezweifelt werden soll gewährt jedem es noch mindestens 2-3 Jahre dauern, bevor in jenem Stadtteil wolle, der könne auch diese 4 M. zahlen, wer mitraten wolle, Rechenkundigen die Möglichkeit, da der Preis für jeden Liter Milch gebaut werden darf. Uebrigens, wer garantiert denn dafür, daß der müsse auch mitthaten. Einer der freisimmigen Gegner mit 13 Pfennig ftatutenmäßig festgelegt ist, selbst auszurechnen, nach Erschließung des Nordwestens auch wirklich die private Bau- der Vorlage meinte, an diesem Standpunkt müsse principiell wieviel Liter Milch die Milchcentrale in der ersten Woche von ihren Genossen nach Berlin zugfchickt erhielt. Diese Bahl deckt sich aber in thätigkeit dort einsetzt? Wir haben Grund anzunehmen, daß es den festgehalten werden; daher dürfe die Steuer( deren Ertrag bekanntlich zum erstaunlicher Weise mit den Kontrollziffern der Berliner Händlerschaft, „ menschenfreundlichen" Mitgliedern des Haus- und Grundbesitzer großen Teil durch die Einziehungskosten aufgezehrt wird) selbst dann die unabhängig davon bereits das Tages quantum der Milchcentrale vereins nur darum zu thun ist, die Preise für den im Nordwesten nicht aufgehoben werden, wenn ihre Erträge von den Ver auf nicht mehr als 40 000-43 000 Liter ermittelt hatte. Schon am belegenen Boden gewaltig in die Höhe zu treiben. Es wird sich dort eine Spekulation in Grund und Boden herausbilden, die waltungskosten vollständig verschlungen würden und sie keinen dritten Tage des Milchkriegs hatte die ständige Kontrolle in Berlin Daß aber unter den 180 784 Steuer- festgestellt, daß von den 100 000 Litern Milch, die Herr Ring faum ihresgleichen hat. Interessant wäre es natürlich, zu erfahren, Pfennig einbrächte. der Berliner Bevölkerung täglich zustellen der 2. Steuerstufe allein 42 079 weibliche sind, vorläufig" wie viele Mitglieder der Charlottenburger Gemeindevertretung in pflichtigen absolut nicht die Nede sein fonnte, noch viel Mitraten" ausgeschlossen sind, obwohl sie durch erklärte, dem neu zu erschließenden Stadtteil Gelände besigen, also selbst an die vom dem Auffchluß interessiert sind. Zahlung ihrer Steuern die freisinnigen Wünsche in Bezug auf das weniger davon, daß den Worten der Siegesbulletins der Deutschen Tageszeitung" gemäß, die Milchcentrale bereits weitere Unter Führung des Stadtverordneten- Borstehers Ströbler Mitthaten" durchaus erfüllen, das stört den principientreuen Frei- 60 000 Liter täglich nach Berlin beordert habe. Nun drängt sich eine haben nun die Mitglieder des Ausschusses vor den Hausagrariern finn nicht im geringsten. Von socialdemokratischer Seite weitere Frage auf. Sind die bescheidenen 40 000 bis 43 000 Liter, den Kotau gemacht, sie haben unter Ablehnung der Vorlage den wurde unter anderm hervorgehoben, daß der Arbeiter schon die täglich nach Berlin kommen, wirklich ein volles Drittel der geMagistrat ersucht, alles zu thun, um der Privatindustrie durch Auf- insofern„ mitthatet", als er durch seine Arbeit den Wohlstand famten Ringmilch wie sie es sowohl nach den bestimmten Gre schließung von noch nicht aufgeschlossenem Gelände Gelegenheit zu geben, den Bau von kleinen Wohnungen von 1 bis mehrt allerdings nicht den eignen, sondern denjenigen seiner klärungen des Herrn Ring- Düppel, als auch nach dem General3 Zimmern, mehr als bisher geschehen, in die Hand zu Arbeitgeber, die er dadurch erst in die Lage versetzt, Hohe Steuern versammlungs- Beschlusse der Milchgenossen im Friedrichshain fein müßten? Ein Drittel der gesamten Milchproduktion nehmen; ferner durch öffentliche Bekanntmachung Baumter- zahlen zu können.. nehmer, Handwerker und andre Genossenschaften zur Abgabe von Wir sind gespannt darauf, ob das Plenum der Stadt, sollte doch nach Berlin gehen, zwei Drittel aber zurückund inzwischen mit Verlust auf dem Lande Offerten für die Erbauung von kleinen Wohnungen auf Grund der verordneten Versammlung, das am nächsten verarbeitet werden! Beträgt dieses Drittel aber nur 43 000 Liter von Magistrat im Einverständnis mit der Stadtverordneten Donnerstag mit der Sache zu befassen hat, die Vorschläge des Aus- im Höchstmaß, dann müßte man schließlich auf den Gedanken kommen, Versammlung festgestellten Bedingungen aufzufordern, und endlich schusses zum Beschluß erheben wird. Im Januar vorigen Jahres der feierliche und großartige Hinweis auf die Milchproduktion von die Grundsätze festzustellen, unter denen die Stadt Beihilfen zum wurde eine gleiche Vorlage des Magistrats mit 57 gegen 425 000 Liter täglich, die 5000 märkische Milchbauern in der MilchBau von fleinen Wohnungen gewährt. Ein geradezu klägliches Resultat, nachdem sich fast ein Jahr hin- 58 Stimmen abgelehnt. Angesichts der jetzt erneut eingebrachten centrale zusammengeschloffen hätten", habe auf die eigentliche Sachdurch die gemischte Deputation aufs eingehendste mit den Maßnahmen Vorlage hat ein freifinniges Blatt vor einiger Zeit die Erwartung lage so gepaßt, wie der Titel eines bedürftigen Milchbauern auf zur Beseitigung der Wohnungsnot befaßt hat und endlich zu positiven ausgesprochen, daß diesmal unmittelbar vor den neuen den Grafen Gulenburg, den kaiserlichen Gesandten Grafen v. Redern, Borschlägen gelangt ist! Und welche Ironie liegt darin, daß Stadtverordneten Wahlen die Abstimmung doch wohl oder den bisherigen Charlottenburger Stadtverordneten- Vorsteher Dr. Jaffé paßt. die Beschlüsse des Ausschusses zurüidzuführen sind auf Anträge anders ausfallen werde. Das hoffen auch wir. Aber selbst wenn des Herrn Ströhler, des Führers derjenigen Fraktion, die die diese Hoffnung nicht trigen sollte, so wird die Erinnerung an die absolute Mehrheit in der Stadtverordneten Versammlung hat, des- Haltung, die die freifinnige Stadtverordneten- Mehrheit dieser Frage vor Jahresfrist den Stein ins Rollen gebracht hat? Bor einem gegenüber bisher eingenommen hat, durch die plötzlich aus bloßer Jahre konnte Herr Ströhler nicht eindringlich genug den Magistrat Besorgnis um den Wahlausfall entstandene Gesinnungsan seine Pflicht erinnern, etwas zur Linderung der Wohnungsnot änderung dennoch nicht so bald ausgelöscht werden. u thun, und heute lehnt er alle Vorschläge ab. Ja, 53 V sich er will fogar der Privatindustrie auf Kosten ter Gesamtheit Vorteile Zu den Stadtverordneten- Wahlen. Der Magistrat überzuwenden, im übrigen aber alles beim alten lassen. reicht der Stadtverordneten- Versammlung eine Uebersicht über die Freilich, die Wahlen stehen vor der Thür, und Herr Ströbler an den Stadtverordneten- Wahlen vom November dieses Jahres bedarf die Wähler erster und zweiter Klaffe, die bisher mit ihm durch teiligten Wahlbezirke sowie über die Abstimmungs welche erst seit dem 21. mai 1900 besteht, hatte bis zum Die Betriebs- Krankenkasse der Stadtgemeinde Berlin, welche erst seit dem 21. Mai 1900 besteht, hatte bis zum 31, Dezember 1900 eine Gesamteinnahme von 243 183,56 M. zu verzeichnen, worunter sich ein inzwischen wieder zurückgezahlter Borschuß der Stadt- Hauptkasse von 10 000 M. befindet. Die Gesamtausgaben inkl. Rückzahlung des Vorschusses betrugen 226 249,58 W. Krankengelder wurden gezahlt: a) an Mitglieder 60 053,44 W., b) an Angehörige der Mitglieder 3064,36 m.; Unterstützungen an Wöchnerinnen 526,20 M. und Sterbegelder 5741 M. Die Kosten für ärztliche Behandlung stellen sich auf 22 173,21 M.; für Arzenei und sonstige Heilmittel auf 19 373,19 W. An Krankenhäuser wurden für mit feinem Kur- und Verpflegungskosten 14 444,79 m. gezahlt. Die Zahl der die eigentlichen Cirkuskünfte in dem neuen Stück zurücktreten gerufenen Oberwachtmeister der Gendarmerie Mitglieder der Kaffe betrug am 31. Dezember 9835( 8072 männ- und der Erfolg ausschließlich dem Ballett und dem Genie des Seitengewehr über den Kopf. Es gelang mun, den Herzberg zu liche, 1763 weibliche). Maschinenmeisters zuzuschreiben ist. Der Inhalt ist an sich natürlich bändigen. Um den Wütenden, der offenbar nicht nüchtern war, ausElektrische Schnellfahrten. Auf der Militär- Eisenbahn fand einfach und beinahe aus dem Titel zu erraten; eine Familie aus toben zu lassen, sperrte man ihn in ein Zimmer, aus dem er jedoch der Provinz, sowie ein Liebespaar werden durch die üppigen Genüsse durch das Fenster entwich. Nun ging Herzberg nochmals in das gestern vormittag die Prüfung der elektrischen Ausrüstung der der Hauptstadt der Welt hindurch geschleift und erleben im Café Lokal und rief dem Wirt zu, daß er ihn erschießen werde. Darauf Strecke für die Schnellbahnversuche statt. Vormittags 9 Uhr hatten de la Paix, auf einem Blumenforio in dem wilden Ballhaus Moulin begab er sich nach der Militärwache, wo er sich, ohne daß es jemand Vertreter der beteiligten Behörden und Gesellschaften eingefunden. rouge, sowie endlich im Seebad Scheveningen allerhand tolle bemerkte, eine Patrone aneignete; es tam ihm dabei der Umstand Die Schnelligkeit der Wagen wurde bis zu 100 kilometer in der Abenteuer. Dem Ballett sind die mannigfachsten Aufgaben zugedacht zu statten, daß der wachthabende Unteroffizier gerade nicht anwesend worden, Gruppierungen voll sinniger Grazie wechseln ab mit Tänzen von so war. In der Kaserne legte er den Helm ab und begab sich Stunde gesteigert, ohne daß sich irgend welche Mißstände ergeben toller Ausgelassenheit, daß sie selbst den fundigsten Parisern ein dann mit einem Karabiner nach dem Lokale zurück. Vor dem hätten. Die eigentlichen Versuche mit den Wagen mit Hilfe des Das legte Bild stellt den Betreten desselben muß er wohl den Lauf der Waffe mit Wasser elektrischen Stroms beginnen am Dienstag. Es soll zunächst mit Zeichen der Achtung abnötigen würden. geringeren Geschwindigkeiten begonnen werden, um sämtliche Ein- Badestrand und das Kurhaus zu Scheveningen in einem originellen gefüllt haben. Als er das Lokal betrat und auf den Wirt anlegen Aufbau dar, und wenn am Schluß plöglich sich der Cirkus verdunkelt wollte, wurde er von den Anwesenden zurückgedrängt und fast über richtungen der Wagen sowohl wie der Strecke einzeln einer genauen und zahllose Fontänen im seltsamen Farbenspiel aufleuchten, so glaubt den Haufen geworfen. Als Herzberg fah, daß er nichts weiter ausPrüfung zu unterziehen. Erst wenn deren Tauglichkeit und vollständige Betriebssicherheit nach allen Richtungen festgestellt ist, will man dergleichen überhaupt nirgendwo in der Gegenwart zu finden, richten konnte, eilte er in den Garten, gefolgt von vielen Ansondern den Wiederschein eines Märchens aus Tausend und Einer wesenden. Plöglich frachte ein Schuß, und als man hinzufam, lag man allmählich zu höheren Geschwindigkeiten übergehen. Die Herzberg mit zerschmettertem Schädel tot da. Er hatte sich durch Verfuchsfahrten finden täglich vormittags während der Ruhepause Nacht zu sehen. im Betriebe der Militärbahn von 8 Uhr 50 Minuten bis 11 Uhr Mittwoch, den 16. Oftober, abends 8 Uhr, beginnt im Bürgersaale einen Wasserschuß in den Mund getötet. Herzberg diente bereits im vormittags statt. des hiesigen Rathauses der Cyklus von öffentlichen Vorträgen, welche die sechsten Jahre. Die Leiche wurde nach dem Schauhause geschafft. hiefige Ortsgruppe des Deutschen Vereins für Volkshygiene" für Ein furchtbarer Erdrutsch fand gestern in der Steingrube diesen Winter veranstaltet hat, und zwar wird Herr Prof. Dr. Karl Fräufel, von Belle de Bas in der Nähe des Militärlagers von Avon statt. Direttor des hygienischen Instituts Halle a. S., über:„ Der Mehrere Artilleristen waren beschäftigt, Steine aus der Grube zu Altoholismus" sprechen. Der Zutritt zu dem Vortrag ist jedermann holen, als plöglich auf einer Ausdehnung von 15 Meter ein Erdund unentgeltlich gestattet. rutsch stattfand, der Wagen, Pferde und einen Artilleristen begrub. Glücklicherweise konnte derselbe schwerverletzt von seinen Kameraden herausgeholt werden. Theodor Mommsen feierte am Sonntag den 50 jährigen Jahrestag feiner Berufung zum ordentlichen Professor. Die Berliner Universität sandte eine vom Rektor Prof. Harnack geführte Abordnung mit den vier Dekanen, denen sich eine Reihe von Professoren auschlossen. Die Untersuchung betreffend die Todesursache des Agenten Löffler ist insofern um einen Schritt weiter gediehen, als Gerichtschemiter Dr. Bischoff festgestellt hat, daß zweifellos Strychnin die Todeursache gewesen. Die Annahme eines Selbstmordes gewinnt dadurch an Wahrscheinlichkeit. " zu Orgelkonzert. Frau Herrmann- Prätorius, die Operfängerin Fräulein Rosa Bernier, die Altisiin Frl. Marianne Geyer, der Violinist Hr. Hermann Gerlach, Mitglied der kgl. Kapelle, und Herr Ad. Bolte unterſtüzen den Orgelvortrag des Musikdirektors Otto Dienel in der Marienkirche am Mittwoch, den 16. Oktober, mittags 12 Uhr. Der Eintritt ist fret. inets Aus den Nachbarorten. Ein Eisenbahn: Unfall wird aus Paris vom 13. Oftober gemeldet: Ein aus Köln heute vormittag auf dem hiesigen Nordbahnhof eintreffender Zug stieß so heftig auf den Preßbock auf, daß dadurch sieben Bersonen leicht verlegt wurden. Die Verletzten sind sämtlich Franzosen. Marktpreise von Berlin am 12. Oftober 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Gir. Kartoffeln, nene, D- Ctr. Nindfleisch, Keule 1 kg do. Vauch welgen, gut Automobilunfall. Auf seltsame Weise erlitt vorgestern der Kauf- Aus Steglitz schreibt man uns: Die Bewerbungen für die er Von der Peft in Neapel wird vom 13. Oftober gemeldet: mann Paul Treumann einen schweren Unfall. Er hatte sich von ledigte Stelle des hiesigen Amts- und Gemeindevorstehers sind be= einem Fahrradhändler ein Automobil geliehen, mit dem er einen reits soweit gesichtet, daß nur noch vier Bewerber zu der heute statt- weder in der Stadt noch in der Umgegend ist ein neuer Best= fall vorgekommen. Das Befinden der Kranken auf Nlisida und Ausflug unternehmen wollte. Er trug auf der Fahrt einen Bellerinen- findenden engeren Wahl zugelassen sind. Unter den Männern, die mantel. Auf der Köpenicker Landstraße wehte ihm ein Windstoß von vor den Augen unsres Kommunalfreisinns Gnade gefunden haben, der Isolierten, von denen ein Teil bereits entlassen wurde, ist andauernd gut. hinten die Bellerine über den Kopf, so daß ihm jeder Ausblick un- befindet sich auch ein Reservelieutenant Buhrow, zur Zeit möglich war. The er noch das in voller Fahrt befindliche Automobil zweiter Bürgermeister in Aschersleben, allwo es ihm, Aus St. Louis( Senegal) wird vom 12. Ottober berichtet: zum Stehen bringen konnte, fuhr er mit voller Wucht gegen einen wie wir unsrem dortigen Partei Organ entnehmen, an: Der Gesundheitszustand in Kayes und in St. Louis ist gut. Es ist Baum, daß der ganze Vorderwagen des Fahrzeuges in Trümmer scheinend zu unangenehm geworden ist, da er es während der tein neuer Todesfall an gelbem Fieber vorgekommen. ging. Treumann wurde herausgeschleudert und erlitt außer erheb- Ferien des Oberbürgermeisters als als stellvertretender Polizei-lichen Kontufionen einen doppelten Schenkelbruch. chef verstanden hat, sich bei der gesamten Einwohnerschaft ohne Unterschied der Partei unbeliebt zu machen. Daß er den zu einem Arbeiterfängerfest von seinem Vorgänger bereits genehmigten öffentlichen Umzug nachträglich wegen der demselben Tage dem Landestrauer untersagte und Schützenverein einen solchen mit Musik gestattete, war allerdings nur unlogisch, denn die patriotischen Schüßen hatten doch mehr Ursache, um die Landesmutter zu trauern, als die vaterlandslosen Gesellen. Das hätte aber die Gutgesinnten noch nicht weiter aufgeregt. Daß er aber das Verbot der öffentlichen u stbarkeiten auf volle sechs Wochen ausdehnte afer, gut und so o Freveldas Zustandekommen des Sedanfestes gefährdete, brachte die sonst so polizeifromme Bürgerfchaft rein aus dem Häuschen. Magistrat und Stadtverordnete jezten durch eine Beschwerde beim Minister die Aufhebung der verlängerten Landestrauer durch. Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 2. September d. Js., mittags, ist ein etwa 5 Jahre altes Mädchen, welches Emmy Sorgenfrei heißen will, an der Central- Marthalle weinend fügend betroffen und sodann dem Waisenhause, Alte Jakobstr. 38, zugeführt worden. Die Angaben, der Vater sei Pantoffelmacher und wohne in Neuendorf bei Potsdam, sind unzutreffend. Das Mädchen hat blondes, in zwei Zöpfchen geflochtenes Haar, ist gut entwickelt und von etwa 1 Meter Größe. Das Kind hatte ein Bafet enthaltend Kleidungsstücke und ein E. S. gezeichnetes Taschentuch bei sich; dieser Umstand deutet darauf hin, daß Passanten und insbesondere Durchreisende fich dieses Kindes entledigt haben. Die Personen, welche über die Herkunft der Sorgenfrei Mitteilungen machen fönnen, wollen fich auf dem Bolizeipräsidium, Zimmer 329, in den Vormittags- Dienststunden melden. Jm Tiergarten erschossen hat sich ein dreißigjähriger junger Manu, der erst vor einigen Tagen aus der Provinz hierher gekommen war. Er mietete sich in der Friedrichstraße bei einer Wine ein möbliertes Zimmer, wollte aber nicht, daß man ihn anmelde. Nach dem zweiten Tag seiner Anwesenheit blieb er die Nacht weg. Am folgenden Tage schrieb er seiner Wirtin, daß er nicht mehr am Leben sein werde, wenn sie den Brief erhalte. Avends kam er jedoch zur größten Verwunderung der Frau wieder, erklärte ihr, daß er seine Selbstmordgedanken aufgegeben habe und versprach ihr, nicht mehr darauf zurückkommen zu wollen. Den Brief verbrannte er. Zwei Tage später ging er nach dem Tiergarten und tötete sich durch zwei Schüsse in die Brust. Vermist wird seit acht Tagen die noch nicht ganz 17 Jahre alte Bertha Heinkow, die Tochter einer Witwe aus der Stromstr. 28. Das junge Mädchen besorgte ihrer Mutter, die sich durch Klavierunterricht den Lebensunterhalt erwirbt, die Wirtschaft. Seit dem vergangenen Sommer verfehrte es mit einem Mädchen aus Reinickendorf, obwohl die Mutter ihr diesen Umgang wiederholt verbot. Als mn Frau Heintow am Montag vor acht Tagen furz nach mittag ausgegangen war, um Unterricht zu geben, verließ ihre Tochter in Begleitung eines jungen Mannes, der ihr den Kleiderforb trug, die Wohnung und kehrte nicht wieder zurück. Die Vermißte wird wahr scheinlich in Reinickendorf verborgen gehalten. Da ihre eignen Nachforschungen nach dem Verbleib ihrer Tochter feinen Erfolg hatten, so hat Fran Heintow jezt die Hilfe der Behörden in Anspruch ge1omment. Ein harmloser Dieb. Der Schneidermeister N. Donner, der in der Fehrbellinerstr. 77 ein offenes Geschäft betreibt, wurde in den Yetzten Tagen furz hintereinander zweimal von Dieben heimgesucht. Das erstemal brangen die Spigbuben nachmittags vom Hofe aus in den Lagerraum ein, rafften mehrere Anzüge zusammen und enttamen unangefochten mit der Beute. Das zweitemal machten sich, wieder am hellen Tage, zwei halbwüchsige Burschen an den Eingang zum offenen Laden heran, haften, wie die gegenüberwohnenden Blaufschen Eheleute fahen, einen Anzug vom Aushang ab und suchten damit das Weite. Einer der Burschen wurde mit der Bente am Weinbergs weg gestellt, während der andre entkam. Der Festgenommene, ein wohmmgsloser Arbeitsbursche Müller, hatte eine harmlose Erklärung für seinen Besitz des Anzuges bei der Hand: der Wind habe ihn herabgeweht, und da habe er ihn nur aufgehoben, um ihn dem Befizer wieder zuzustellen. Für den Umweg, den er dazu eingeschlagen hatte, ließ er es allerdings an einer Erklärung fehlen, und daher mußte er wohl oder übel dem Schutzmann nach der Wache folgen. Auch in der Wohnungsfrage hat der Herr sich im Sinne der Majorität bethätigt. In der Stadtverordnetenjigung in Aschersleben machte er den Vorschlag, von den im städtischen Obdach untergebrachten wohnungslosen Familien teine Miete 311 nehmen, damit man sie zu Stadtarmen erklären und ihnen das Wahlrecht nehmen könne. Warum soll die hiesige Majorität, die von einer Wohnungsnot nichts wissen will, dieser wahr haft christlichen Idee nicht zujauchzen, sie, die mit Hilfe des Vorſizenden des Mietervereins im Frühjahr die Wahlentrechtung der Stegliger Arbeiter durchgesetzt hat? 86111111 n " mittel gering " " " mittel gering " " 14,40 13,70 Roggen, gut * Geiße, gut " " " mittel gering mittel gering Michistroh Hen Grüsen Speijebohnen Linfen 13,60 12,90 12,80 12,20 Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier 8-15. 1,70 1,20 1,40 1 " 1,60 " 1,30 1,80 1,10 " 1,60 $ 1,10 " 2.80 2, 60 Stit 500 2,40 Karpfen 1 kg 2,20 1,20 16,10 15,20 Pale 2,50 1,20 " 15,10 14,30 Bander 14,20 13,40 2,60 1,20 Hechte 2,- 1,20 " 7,66 7- Barsche 1,80 0,80 " 8,40 6,10 " 40, 25, Schleie Bleie 2,60 1.20 50, 25, Krebse 60.- 30, per Sajot 161,40 0,80 3, * frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 14. Ottober. Getreide. Der Getreidemarkt bekundete lustlose Haltung. Höhere Preismeldungen von den maßgebenden Auslandsbörsen und die neueste ungünstig lautende Beerbomiche Statistik der Roggenernte der Welt kam lediglich in einer nominell festen Preis: gestaltung zum Ausdrud. Am Frühmarkt hatte die Tendenz einen schwächeren Charakter, mittags waren Weizen und Roggen/ M. höher ge halten, als vorgestern. Rußland meldete feſte Roggenpreiſe; Offerten fehlten. Mehl war gut behauptet. Am Futtermarkt war es ebenfalls sehr still, Hafer unverändert, Mais behauptet. Rüböl lag schwächer. Aus Spandaus Kommunalverwaltung. In der Angelegen Spiritus. Der Spirituspreis ging infolge der statistisch nach Arbeiten für die Stadtgemeinde an Stadtverordnete und Magistrats- 37,50 M. heit betreffend das Verbot der Vergebung von Lieferungen und gewiesenen hohen Bestände 70 Pf. weiter zurüd; 70er loco stellte sich auf mitglieder wird der socialdemokratische Antrag am Donnerstag in Centralverein der Bildhauer Deutschlands( Verwaltungsstelle der Stadtverordneten- Sigung verhandelt werden. Eine gemischte Berlin). Dienstag, den 15. d. M., abends 8½½ Uhr, im Gewerkschaftshaus", Kommission, welche in der vorlegten Stadtverordneten- Sigung Engelufer 15; Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bortrag sonderbarerweise unter ganz harmloser Bezeichnung gewählt worden des Herrn stud. phil. P. Eberhardt über:„ Platos Staat". 3. Verschiedenes ist, hat in dieser Sache vor einigen Tagen bereits mit sechs gegen drei Stimmen beschlossen, daß städtische Arbeiten und Lieferungen Wetter Prognose für Dienstag, den 15. Oftober 1901. an Stadtverordnete, Magistratsmitglieder und Bürgerdeputierte Zunächst ziemlich; trübe, später aufflarend, am Tage etwas wärmet fortan nicht mehr vergeben werden sollen. Dieser Beschluß läßt bei schwachen westlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. nicht erkennen, ob er sich lediglich auf die Miiglieder von VerBerliner Wetterbureau. waltungs- Deputationen oder auf sämtliche Stadtverordnete und Magistratsmitglieder beziehen soll. In der Angelegenheit betr. die Zuvielzahlung von 10 000 M. an den Unternehmer Schüler haben die Stadtverordneten Jenne und Genossen bei der StadtverordnetenVersammlung eine Interpellation eingebracht, welche ebenfalls in der Donnerstag- Sitzung zur Besprechung kommen dürfte. Briefkasten der Redaktion. Die juriftliche Sprechstunde findet am Dienstag, Donners. tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. 2. R. N. M. Die B. O. 26. Der Klageanspruch ist nicht verjährt, aber außerordentlich sweifelhaft. Wenn überhaupt eine Haftung zum Schadensersatz besteht, so Die Stadtverordnetenwahlen in Spandau finden nach einer haftet die Person, welche die irrtümliche Ladung verschuldete, nicht aber der Bekanntmachung des dortigen Magistrats für die 3. Abteilung am Sistus. Zu Entscheidung über Ihren Anspruch ist das Landgericht zu Dienstag, den 12. November, in der Zeit von 10 bis 1 Uhr und ständig, das auch über Ihr Armenrechtsgesuch zu befinden hätte. Vohle, 5 bis 8 Uhr und zwar in sechs verschiedenen Lokalen statt. Das Rigdorf 29. Ein Anspruch besteht leider nicht. zuständige Wahllokal richtet sich nach dem Anfangsbuchstaben Umschreibung im Grundbuch ist erforderlich, damit Sie über das Grundstück des Namens der Wähler, ein Wahlmodus, der geeignet ist, den als Eigentümer verfügen können. Zweds Umschreibung brauchen Sie nicht Wählern die Beteiligung an der Wahl möglichst zu erschweren. nach dem Ort des Amtsgerichts zu reisen, sondern können einen notariell oder gerichtlich beglaubigten Antrag( Beispiel S. 238, Nr. 54 des dem Arbeiter: Manche spekulativ veranlagten Stämpen mögen hierauf für sich recht beigefügten Führers) an das Gericht unter Beifügung des Testaments auch ihre ganze Hoffnung setzen. Die Arbeiter werden aber gewiß rrichten. Ant. Linhart. Sie erhalten nichts zurück. M. M. Nein. alle Kräfte daran setzen, um durch eine solche Berechnung einen derben Strich zu machen. Am Dienstag findet bei Wehe, Bichelsdorferstr. 39, eine Generalversammlung des socialdemokratischen Arbeitervereins statt, in welcher die Aufstellung der Arbeiterkandidaten erfolgen soll. unser geliebter Sohn Allen Freunden und Bekannten die 1 Jhr lieben Freunde laßt Euch sagen, traurige Nachricht, daß am Sonn abend, den 12. Oftober, frith 8,55 Uhr, Vor netto 25 Jahren, Sat Hermann Koch es füýn riskiert, Und ist ins Ehejoch spaziert; Um nun zu feiern diese Stunde, Erton' es froh aus unsrem Munde: [ 11236 Wegen der Maffendiebstähle in der tal. Bulver fabrit zu Ernst Oehlking Herbstfest der Freien Volksbühne. Mit der gewohnten über- Spandau ist die Anklage nunmehr gegen dreizehn bisherige quellenden Fülle fünstlerischer Gaben erfrente am Sonnabend in der Angestellte erhoben worden, nämlich gegen 6 Maschinisten, 5 Poitiers Brauerei Friedrichshain die Freie Volksbühne ihre äußerst zahlreich und Wächter und 2 Arbeiter; allesamt haben sie ihre Beschäftigung erschienenen Mitglieder. Mufit und Recitation, Modernes und Altes, in der Fabrik verloren, in der fast alle schon seit einer Reihe von Klaifisches und Bergängliches, Scherz, Satire, Ironie und tiefere Jahren angestellt waren. Bedeutung" zogen in anregendem Wechsel vorüber; auch das Bunte Brettl gastierte wieder, diesmal mit der erprobten Kanzleitragödie von der etatsmäßigen Hajenpfote und einigen Vorträgen Marcel Sulzers, der heute in der Reihe der Recitatoren einen ersten Plag er rungen hat. Knauer. Eingegangene Druckschriften. vom Vermischtes. plöslich an Blutvergiftung im Kranten: haus Friedrichshain gestorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, Es lebe hoch dns Jubelpaar Noch weit're 25 Jahr." G.-V. Reibeisen. Danksagung.[ 11336 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Blumenspenden bei der Beerdigung unsrer lieben Tochter Achtung! Anna Kamjunke den 15. d., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Schillerstr. 13 aus nach dem Rummelsburger Kirchhof statt. Um stilles Beileid bitten Achtung! Die Eltern A. Oehlking nebst Frau. Bauarbeiter des Verbandes der Ban, Erdund gewerblichen Hilfsarbeiter der Zahlstelle Berlin III. Am 13. d. M., vormittags 9 Uhr, verstarb unser Kollege 44/2 Hermann Hayn im 49. Lebensjahre plötzlich am Die Beerdigung findet Mittwoch, fage ich hiermit allen, insbesondere den Kolleginnen der Firma Felix Lande, meinen herzlichsten Dank. Familie Kamjunke. Richard Seldel. Berichtigung. Die Milchhändler Lillge, Shche nerftr. 23 und Herms, Ader: straße 133, erklären, daß sie ent: gegen der Bekanntmachung des Ver2. Heft des 20. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dietz' Verlag) ist soeben das Schloß und Rathaus. Die gegenwärtige Lage des Trades- Unionismus. Beseelten Wohlklang gab uns Fräulein Laura Detschy vom Bon Mr. Beer. Der Nationalismus in Frankreich. II. Von Hubert Theater des Westens in Liedern von Rubinstein und Moszkowski und Lagardelle.( Schluß.) Von Mißgünstiges über die Meistbegünstigung. Das Ende eines Kommunaldramas. Arien von Wagner und Thomas; namentlich in weicher Lyrik zeigte S. Kautsky. Von Robert Albert Feuilleton: Dem neuen Jahr: fie starte Empfindung. Notizen: In eigner Sache. Als ganz vorzüglicher Geiger erties fich widau. Herr Wittenberg( Berliner Tonkünstler- Orchester), der sowohl in tausend entgegen. Eine naturwissenschaftliche Umschau von Dr. Friedrich Beethovens Violinkonzert wie in einem einschmeichelnden Virtuosen stück durch reiche Technik und vornehme Auffassung den verdienten Beifall der Hörer fand. Herr Birtholz vom Theater des Westens zeigte in feinen Gesangsvorträgen Ueber den Selbstmord eines Unteroffiziers in Jüterbogt Herzschlag. eine wohlgepflegte Stimme. Herr Wehrlin vom Berliner Theater trng u. a. Goethes Prometheus und die Einleitung von Lenaus meldet ein hiesiges Blatt: Der zur Schießschule in Jüterbogt nachmittags 4 Uhr, von der Leichen eins der Milchhändler in der Sonn kommandierte Unteroffizier von der Der„ Allerhöchsten Logit" des immer noch merkwürdig unsterblichen compagnie der Fußartillerie hat sich in dem Garten eines dortigen alten Glasbrenner und Henckels fast auch ein wenig unsterblichem Bergnügungsetablissements durch einen Revolverichuß in den Kopf getötet. Der Selbstmord war durch folgendes Vorkommnis veranlaßt Corpsbursch. Bienenhonig versendet Danach wurde getanzt, dem Vernehmen nach ohne Endziel. Thielemannschen Lokal auf, in dem der gewohnte Tanz abgehalten 9 Bfd. netto zu 6,50 M., 5 Pfd. netto Jm Cirkus Schumann ist Sonnabend zum erstenmale das wurde. Im Lauf des Abends forderte er den Wirt auf, ein junges 4 M. Garat. fr. Rückn neue Ausstattungsstück„ Quer durch Paris" aufgeführt worden. Mädchen aus dem Lokal zu entfernen. Da der Wirt, der das Daß ein derartiges Schangepränge die vollendetste Pracht enthält, ist Mädchen nicht kannte, dieser Aufforderung nicht nachtam, so legte 24649j Oldenburg. selbstverständlich; der Kostenpunkt spielt in einem modernen Riesen Herzberg selbst Hand an und entfernte das Mädchen gewaltsam. cirtus ja schon längst teine Rolle mehr. Es kommt nur darauf an, Darüber zur Rede gestellt, geriet der Unteroffizier so in But, daß Großer schöner Geschäftskeller nur Mariannen- Straße 2. mit erheblichem Aufwand Bilder von wirkungsvoller Neuheit zu ge- er den Wirt mit Schlägen trattierte. Als die übrigen im Lokal an- für Milchhandel oder Bierverlag Bereins- Kränze, Palmen- u. Blumenstalten, und das ist Herrn Schumann diesmal ausgezeichnet gelungen. wesenden Unteroffiziere herbeieilten, um Herzberg von weiteren passend, sofort zu vermieten Fehr Arrangements, Bouquets, Guirlanden Dieser Erfolg muß um so. mehr anerkannt werden, als Thätlichkeiten zurückzuhalten, zog dieser blank und schlug den zu Hilfe bellinerstraße 45. 10876* usw. werden fein u. preiswert geliefert. Schönhausen, statt. Um rege Beteiliging bittet Die Ortsverwaltung. Es war beinahe 1 Uhr, als das Programm erledigt war. patrouille kommandiert und hielt sich zur Ausübung dieses Dienstes im onia! Garant. unverfälscht. nicht in Verbindung ständen. E. Reil, Bahnhof Augustfehn, Nordloh, Ringmilch führen. Herr Lillge bes zieht seine Milch von H. u. O. Schulze aus Höhenbruch, welche mit dem Ring Herr Herms evtlärt, daß er seit geraumer Beit überhaupt keine Milch verkaufe. Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, Verantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.