Nr. 244. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft bonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- BeitungsBreisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Streuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zetle ober deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Borialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Rechtspoffen. Der Rotau mit Rechtsverwahrung ist die zwar nicht neue aber niemals zuvor so brünstig zur Schau getragene Specialität des Berliner Gemeindefreisinns. Man reicht zwar auch, mit einer ethnographisch nicht recht begründeten Abwendung vom alten Testament, die linke Wange zum allergnädigsten Streich hin, nachdem der rechten Genüge gethan, aber man thut dies doch nur unter einer ebenso energischen wie mannhaften Rechtsverwahrung: das ist die Christendemut bedingungsloser Unterwürfigkeit unter Aufrechterhaltung der Rechtslage, daß man eigentlich befugt sei, sich jeden Backenstreich zu verbitten. Freitag, den 18. Oftober 1901. belamen fie es fertig, unter pomphafter Verteidigung des Rechts alles Recht zu verraten.... Expedition: SW. 19, Beutl- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. neten und des Magistrats; die Verwaltung Berlins würde zu einer Abteilung des Hausministeriums. Warum stelle man nicht lieber gleich dem Kaiser 100 000 m. jährlich für Kunstzwecke zur freien Die Sigung begann mit einer fernigen, pointierten Rede Singers. Er wünscht Mitteilungen fiber den Verlauf der Verfügung? Audienz von Hubertusstock. Hat Herr Kirschner die Gelegenheit Singers Protest fand die jubelnde Zustimmung unsrer Genossen, wahrgenommen, den Kaiser über die Rechtslage aufzuklären, ihm an der sich auch stellenweise das Tribünenpublikum beteiligte. Das verständlich zu machen, daß die Stadt einer Genehmigung nicht be- böse Gewissen der Mehrheit rumorte in lärmenden Unterbrechungen. darf? Dann richtet Singer scharfe Angriffe gegen den unverständ- Zum Schluß mußten wir dann noch das besonders trübselige lichent Beschluß des Magistrats, noch einmal die Kunstdeputation zu Schauspiel erleben, daß sich der talentvolle Stadtbaumeister befragen, ob sich Aenderungen in der Richtung der taiserlichen An- Hoffmann dazu hergab, für die Aenderung der Entwürfe eins regungen ermöglichen ließen; der kaiserliche Plan sei völlig unver- zutreten. Jahrelang hat man an den Märchenbrummen gearbeitet; einbar mit dem städtischen Projekt. Anstatt daß sich der Magistrat der Polizei wurden bereits die fertigen Entwürfe vorbehaltlich auf den unerschütterlichen Rechtsboden stelle, habe er die flare Lage einiger Vereinfachungen an dem einen Brunnen zur Gea Das ist das ebenso sinnreiche wie einfache Mittel, rechtswidrige verwirrt. Der Frieden, den der Oberbürgermeister wünsche, verde nehmigung unterbreitet; noch vor wenigen Wochen hat Herr HoffPrügel in redlich verdiente zu verwandeln, das formelle Unrecht ins nicht durch Nachgiebigkeit, sondern durch die Durchfämpfung des mann in der Kunstdeputation die Ausführung der Entwürfe moralische Recht zu verwandeln. Wenn du dich selber machst zum Rechts erzielt. handle fich hier nicht nur um ein verteidigt. Dann tam in Hubertusstock plötzlich die Erleuchtung Knecht, bedauert dich niemand, geht's dir schlecht." Dieses Mert- paar Märchenbrunnen. Es gelte jenes System, das auf über ihn. Jetzt erinnert er sich an abfällige Kritiken der Presse, sprüchlein Goethes tönnte getrost als Inschrift über dem Portal des die Vernichtung der Berliner Selbstverwaltung abziele. Unter- jetzt sind die Aenderungen unabweisbar. Welchen Kredit darf ein roten Stadthauses von Berlin prangen. Die freisinnigen Bäter liegt die Stadt in der Märchenbrunnen Frage, so ist das ein Künstler noch fürderhin beanspruchen, der sich durch eine Persönunfrer größten Stadt meinen eben mit Bismard, daß die Freiheit weiterer Schritt zur Kabinettsjustiz und zum Absolutismus. Eine lichkeit jäh umstimmen läßt, deren eigne künstlerische Veranstaltungen ein Lurus sei, den sich nicht jedermann gestatten könne, insonderheit intelligente Bürgerschaft läßt sich vielleicht knirschend den Absolutis- doch vielfach bei ernsten Sachverständigen schwere Bedenken hervornicht, wenn er die Ehre und das Vergnügen hat, der freigesinnte mus gefallen, wenn sie sich nicht wehren kann, aber es kann nicht gerufen haben?. Einwohner einer kaiserlich- königlichen Residenz zu sein. gedacht werden, daß sie sich freiwillig unterwirft. Die Verhandlungen der Berliner Stadtverordneten- Bersammlung über die Märchenbrunnen, die am Donnerstag wieder einen starken Zudrang zu der Tribüne veranlaßt hatten, übertrafen bei weitem die schlimmsten Befürchtungen, die die Kenner unsres Stommunalfreisinns seit der Audienz von Hubertusstod gehegt hatten. Diese Komödie würdeloser Heuchelei und bornierter Feigheit erregte Bee schämung und Etel. Man sollte wirklich daran denken, irgend einen fonservativen Junker zum zweiten Bürgermeister zu wählen, damit die Stadt Berlin endlich einmal des Genusses teilhaftig würde, wie Männer sich in der Opposition benehmen. Denn es giebt feine fläglichere Menschenforte, als diese liberale Bourgeoisie, die des Abends in der Schenke gern ein Freiheitslied singt, dieweil sie doch elende Knechte sind. werden. A Die freisinnige Rechtsposse fand in einer namentlichen AbNach Singer diskutierte Herr Preuß von der Neuen Linken ftimmung ihren würdigen Schluß. Gegen die 46 Stimmen der mit ziemlicher Schärfe die Rechtsfrage, die zunächst unter allen Socialdemokraten und der Neuen Linken wurde mit 67 Stimmen die Umständen zur Entscheidung gebracht werden müsse. Erst dann leere Resolution der Magistratsliberalen zum Beschluß erhoben. ließe sich darüber reden, ob Aenderungen an dem Entwurf ausgeführt Damit ist die Luft frei für eine neue Ohrfeige mit Rechtswerden könnten. Auch dieser Wortführer des radikalen Stadt- verwahrung. freisinns hütete sich, auch nur mit einer Silbe anzudeuten, ob man den kaiserlichen Anregungen folgen folle oder nicht. Politische Nebericht. Berlin, den 17. Oftober. Bollkampf. Danach begann die eigentliche Posse der Rechtsverwahrung. Mit der ganzen Würde des ehemaligen Direktors der Darmstädter Bank sprach Herr Kämpf für die halbe Resolution der großen Linken. Gewiß, die Stadt müsse ihr Recht wahren. Vor allem aber Die Konservativen bedrängen die Regierung, daß sie gelte es, auch den Pflichten gegen den König zu genügen. Wie, alsbald und vor Beginn der Verhandlungen über den Zolltarif im dem König solle versagt sein, wozu jeder Bürger berechtigt sei? Reichstag die bestehenden Handelsverträge tündige. Prüfe nicht der Magistrat alle Anregungen der Bevölkerung, und solle Sie wollen auf diese Art erzwingen, daß, für den Fall des Nichtallein die Krone nicht ihre Wünsche aussprechen dürfen? Mit einem scharf geprägten Worte erschöpfte Genosse Singer den Grundgehalt der jämmerlichen Debatten, als er der im Kampf ums Recht gnadeflehenden Mehrheit zurief: Bringen Sie doch lieber Es giebt in ganz Deutschland sicherlich keinen Reaktionär, der zustandekommens des neuen Tarifs, mit dem 1. Januar 1904 an statt Dornröschen und Schneewittchen das Märchen von der der Meinung ist, daß der deutsche Kaiser nicht genug Macht und Stelle der Handelsverträge der alte genügend agrarische Generaltarif in Kraft tritt. Es verlautet, die konservative Partei werde Selbstverwaltung" in den Friedrichshain! Vielleicht folgt Einfluß habe. Die Freifinnigen Verlins haben es fertig gebracht, sogleich nach Zusammentritt des Reichstags diese Forderung als man dieser Anregung und stellt in gemütvoller Darstellung in auf- für eine Mehrung der nach ihrer Meinung allzu kümmerlichen sogleich nach Zusammentritt des Reichstags diese Forderung als gelösten Gruppen die einzelnen Kapitel dieses Märchens dar- tein Seronmacht einzutreten. Ein Schuft, der min noch zweifelt, daß nicht antrag einbringen. Zweifel, daß solche Gruppen oben auf keinen Widerspruch stoßen die Agrarier und Jurker die besten Stüßen des Thrones find, sondern die Kündigung der Verträge vor Fertigstellung eines neuen Tarifs Die Regierung mag jedem agrarischen Wunsche geneigt sein, aber vielmehr die freigesinnten Bankdirektoren, Hausbefizer und Advokaten und vor jedem Versuch der Verständigung mit den wesentlich in Die freisinnigen Parteien hatten zwei Resolutionen eingebracht, Berlins! die dem Harmlosen ziemlich gleich scheinen konnten, die aber dem Bei Herrn Kämpfs Kronschußrede wagte fich der Beifall noch Frage kommenden Auslandsstaaten.über das, was an die Stelle der Sachverständigen freifinniger Naturanlagen sofort die wirklichen Ab- nicht recht heraus und wurde von dem Gelächter der Socialdemo- jebigen Verträge treten soll, die Begehung eines solchen gefährlichen Unsinns ist der Regierung denn doch vorläufig nicht zuzumuten. Die sichten der Mehrheit verrieten. Die Neue Linke erklärte in ihrer fraten übertönt. Resolution, daß es zur Errichtung der Brunnen feiner föniglichen Erst des Oberbürgermeisters Kirschner Kriegervereins- Feftrede Grfüllung dieser agrarischen Forderung würde die bewußte HerbeiGenehmigung bedürfe, daß man den Bolizeipräsidenten um Er- machte der Mehrheit Mut, sich zu ihrem Planen offen au bekennen, führung des 8olltrieges mit aller Welt bedeuten. s teilung des Baukonsenses angehen und im Falle der Verweigerung Herr Kirschner hat sicherlich Gefühl für den Jammer der Situation, Ultramontane Brotwucherer auf dem das Verwaltungs- Streitverfahren einleiten sollte. Dagegen begnügte in die er sich selbst hineingetrieben. Je schlimmer cs aber innerlich Arbeiterfang. sich der Antrag der freisinnigen Mehrheit mit der Feststellung de: in ihm nagt, um so trogige: tritt er gegen vie läftigen Mahner auf. Rechtslage und der Forderung der Genehmigung; die Drohung mit nur nichts merken: laffen ist seine Lofung. Und so, fiber sich dem Prozeß wurde hier unterlassen. selbst hinausgetrieben, tritt er fast wie ein feiner Stadt- Puttkamer In diesem scheinbar belanglosen Unterschied beider Resolutionen auf, der sich dem Absolutismus teugt, um desto fchroffer und auf offenbarte sich dem Eingeweihten und nach den erläuternden geregter gegen die Opposition loszugehen. Herr Kirschner hat keine Reden auch dem Naivsten die Absicht der Mehrheit. Unter dem festen Nersen, und in dem Bewußtsein seiner beschämenden Lage Vorwand, daß man auf seinem guten Recht beharre, will man unter wird er über die Maßen ungeschickt. Wir empfehlen ihm, einmal in der Firma schuldige Rücksicht auf die Krone" den faiserlichen den Landtag zu gehen, wenn Graf Limburg- Stirum Oppositions. Wünschen sich so weit wie irgend( möglich fügen. Selten ist der reden gegen die Regierung hält! heilige Name des Rechts zu einer so elenden Posse mißbraucht worden. V * Eine Verlegenheitsrede zur Verteidigung des Brotwuchers hielt dieser Tage in st öln, wie uns von dort geschrieben wird, in einer Bersammlung des katholischen Volksvereins der Kaplan Dr. Hohn aus M.- Gladbach. Wie es heißt, gehört der Herr zum Generalstabe des Volksvereins für das katholische Deutschland. Er gab in seinen Ausführungen schließlich zu: die Bauern würden sehr wenig von der Erhöhung der Schutzölle haben; aber der Zollschutz fei ein Organisationsschuß, ein Erziehungsschus. Ein erhöhter Getreide3oll würde die Bauern dazu bringen, fich genossenschaftlich zu organisieren und dadurch ihre Lage zu verbessern. Der erhöhte Zoll werde die Bauern erziehen zur Organisation. Nach Herrn Dr. Hohn müßte also die große Masse des Boltes, einschließlich der Wermsten der Armen, in dem durch den Zoll erhöhten Brotpreis die Gr aiehungskosten für die organisationsunlustigen Bauern tragen. hat man diesen überwältigenden neuen Gebanken in dem M.- Gladbacher Generalstab ausgeheckt, oder ist Herr Dr. Hohn allein der Vater? Wie die Leser des Vorwärts" wiffen, hat einer der Hauptwortführer der rheinischen Agrarier, Herr Diger, in Bonn in einer Versammlung zugegeben, daß auch nach der Zollerhöhung die Bauern die Löhne nicht aus freien Stücken erhöhen Daß die Krone teinen rechtlichen Anspruch hat, den Bau der Brunnen zu verbieten oder eine Aent erung zu befehlen, das ist auch Alle waren sie einig in der Rechtsauffassung. Von Singer bis für Herrn Kirschner nicht zweifelheft. Pathetisch enthüllte er, daß Kirschner sprachen alle ihre Ueberzeugung aus, daß der rechtliche wir in einem Rechtsstaat lebten, für dessen Hauptaufgabe er dann Anspruch des Kaisers, die Brunnenanlage nach dem städtischen Plan aber erklärte die Pflichten der Rücksichtnahme gegen den Kaiser. zu verweigern, nicht zu Recht bestünde. Aber der Magistrat und dic Von den Geheimnissen der Audienz in Hubertusstock lüftete freifinnige Mehrheit will es den Monarchen nicht entgelten lassen, daß der Oberbürgermeister einen kleinen gipfel. Er hat in der That er zufällig kein Recht hat, seine Stunftanschauung zu befehlen. Was dem Kaiser Vortrag auch über die Stechtslage gehalten. Der Kaiser kann der Kaiser dafür, so fühlen diese Edel Freisiunigen, daß hat zwar fich nicht geäußert, ob er die Rechtsbelehrung für richtig ihm das Recht versagt, was die Einsicht des Unterthans ihm freudig halte, aber Herr Kirschner hat doch den Eindruck" ge- würden. Herr Hohn aber verhieß dem landwirtschaftlichen Arbeiter zugesteht! Wo der Kaiser sein Recht verloren hat, muß die habt, daß der Kaiser die Rechtsfrage nicht in den Vorder- eine Steigerung des Lohnes, ja noch mehr: er verhieß die Be schuldige Ehrerbietung und die taftvolle Korrektheit der Bürger hilf grund schiebe- sonderit vielmehr diel schuldige Rücksicht auf feitigung der Gesinde Ordnung und die Ge reich einspringen. Der König hat das Recht, Bürgermeisterwahlen ihn. Ob es wohl außer Herrn Kirschner einen Menschen giebt, der währung des Koalitionsrechts an die Landarbeiter. Er nicht zu bestätigen; er hat das Recht, die Linden von Straßen das für einen Erfolg bes oberbürgermeisterlichen Vortrags hält? meinte: Die Organe der landwirtschaftlichen Juteressen müßten aufbahnen frei zu halten gut, sagt der freisinnige Magistrat und Auch Herr Kirschner verteidigte lebhaft das Recht der Kritik städtischer hören, von einer Arbeiterverhätschelungspolitik des Centrums und der Regierung zu reden; denn das mache es den Arbeitern die liberale Bürgerschaft gegen das Recht kann man nichts Entwürfe seitens des Königs! Habe nicht auch die Stadtverordneten schwer, der Erhöhung der landwirtschaftlichen Schutzölle zuzua machen, also bleibt uns nichts andres übrig, als zu Versammlung Kritik an der Ausholzung des Tiergartens geübt? ftimmen. Die rechtliche Lage der Landarbeiter sei unwürdig, da die parieren. Freilich dazu hat der Monarch kein Recht, die Herr Kirschner scheint den kleinen Unterschied nicht zu begreifen, daß veraltete Gesinde Ordnung ihnen, abgesehen von allem andren, Anlage eines Brunnens zu verbieten, folglich so gebietet es in diesem Falle die Ausholzung keineswegs aus schuldiger nicht das geringste Stoalitionsrecht gewähre. Von den länd die freisinnige Logit müssen wir diesen bedauerlichen Mangel Rücksicht gegen die Bürgerschaft unterblieben ist. Aber der lichen Interessenvertretungen feien deutliche ergänzen, indem wir„ cus schuldiger Rücksicht uns fügen, un Oberbürgermeister hat das Glüd, aber eine„ tompetente Stelle" Erklärungen dahin zu verlangen, daß fie einer Forts beschadet der Wahrung unfres Rechts. So trägt der Freifinn auf zu verfügen, die alle widersprüche zu lösen und das Unvereinbare führung der Socialreform zum mindesten in teiner Weise hinderlich dem Wege der Rechtsverwahrung und der freiwilligen Rücksicht auszugleichen vermag. Diese kompetente Stelle habe es auch für mög- sein wollen. Für das andre werden wir dann schon nahme der Krone noch die paar Rechte entgegen, die sie bisher lich erklärt, den kaiserlichen und den städtischen Entwurf zu vereinen, orgen, so rief ber Redner. Es ist nicht flar, wen er mit dem „ wir" meint; vielleicht hat er sich abfichtlich undeutlich ausa nicht auszuüben vermochte. Wenn das Recht gegen uns das heißt: die Märchengruppen zugleich in architektonischer Einheit gedrückt. Das Centrum ist nach seiner ganzen Vergangenheit und ist, müssen wir uns unterwerfen. Ist aber das Recht zu gestalten und sie in Gruppen aufzulösen. infolge seiner Abhängigkeit von den Agrariern nicht für die Bea Wenn der geistliche gar für uns, so haben wir um so mehr Anlaß, uns Kirschners Rede wurde mit dem aufgeregten Beifall der Mehrheit feitigung der Gesinde- Ordnung zu haben. zu fügen. ausgezeichnet, die sittliche und intellektuelle Auflehmung der wahr- Redner das Gegenteil vorspiegeln will, so thut er das nämliche, was das Centrum mit dem Versprechen der Witwen- und Waisenversorgung Das ist keine boshaft übertreibende Karifatur freifinnigen Verhaftigen und geraden Mitglieder äußerte sich in heftigem Zischen. haltens nein, das ist bitterster, wahrster Ernst. So hat der Mit wuchtigen Worten und Wendungen, die wie Pfeile beabsichtigt: er will die Arbeiter födern Aus den Reihen der Kölner christlichen Gewerkschaften war das Oberbürgermeister Kirschner am Donnerstag die Anschauung des schwirrten, geißelte dann nochmals Singer die Rechtspoffe, die Verlangen zum Ausbruck gebracht worden, eine große öffentliche Magistrats gezeichnet, so auch der Wortführer der liberalen Mehr von der Mehrheit aufgeführt wurde. Wenn man alle Rechte Berfammlung der christlichen Arbeiter zur Stellungnahme zum Zollheit, der ehemalige Stadtrat Kämpf. preisgiebt, weil Berlin die Pflichten einer Residenz habe, dann sei tarif zu veranstalten. Von Centrumsfeite aber hat man sich mit Indem die Freifinnigen die Finte benugten, bie Rechtsfrage von es wahrhaftig besser, wenn die Residenz verlegt würde. Die Armen und Beinen dagegen gewehrt. Auch von seiten der Windthorstder Frage der Aenderung der Märchenbrunnen völlig zu trennen, Grundsäge Kirschners führten zur Ueberflüffigkeit der Stadtberord- I bündler hat man eine Versammlung gewünscht. Aber das Centrum fürchtet sich vor einer öffentlichen Aussprache. Man ließ es p bei der oben geschilderten Vereinsversammlung bewenden und gestattete teine freie Diskussion. Die Versammlung wies einen schivachen Besuch auf. Die in den christlichen Gewerkschaften weit überwiegenden Zollgegner hatten die Versammlung gemieden. * etwas so müsse darauf erwidert werden, man wisse das nicht, sondern des 8olltarifes und eventuell den Abschluß eines Bol- und wolle es hoffet. Handelsbündnisses mit Ungarn, sowie neuer Handelsverträge Das Wunderbarfte an der ganzen Sache ist, daß man danach mit den auswärtigen Staaten. Finanzminister Böhm in den Centrumskreisen, die über die Berufung des Fünfundzwanzig von Bawert unterbreitet hierauf mit eingehendem Finanzjährigen zum Professor in so großen Jubel ausgebrochen waren, exposé den Staatsvoranschlag für 1902." Das Exposé des die Arbeiten des Herrn Spahn gar nicht gefannt haben muß! Finanzministers legt dar, daß der diesmalige Staatsvoranschlag noch Ein wortbrüchiger Wolfsvertreter. Uebrigens giebt auch der„ Elsasser" noch nicht alle Hoffnung mit einem allerdings nur geringen Ueberschuß abschließt, obwohl vie Aus Straßburg i. E. schreibt man uns: Der elsässisch- flerifale auf die Ein- und Umkehr des Opfers des Berliner Milieus" auf widrigen wirtschaftlichen Verhältnisse naturgemäß auch die Staatsbeeinflußen mußten. Der Ueberschuß Vertreter des 9. reichsländischen Reichstags- Wahlkreises, Straßburg- Vielleicht bewirkt dessen Milieu das Wunder der Belehrung und finanzen ungünstig Jahre 1900, welcher 49 Millionen Kronen beträgt, Land, Herr Charles auß, verantwortlicher Redacteur des hier er dann würde die Freude über den bekehrten Sünder größer sein, denn vom bon mit einem Betrage über zehn Gerechte, die niemals im Jugenddrange vom Pfade ultra- fönne mur unter dreißig scheinenden Elsässischen Volksboten" und Hauptagitator des fatholischen montaner Tugend abgewichen. Millionen als wirklicher Gebahrungsüberschuß in Betracht kommen. Bolksvereins in Reichslande befindet sich in der unangenehmen Troß des unlengbar vorhandenen wirtschaftlichen Niederganges zeige Lage, sich von unfrem hiesigen Partei- Organ bei jeder Gelegenheit Auch eine Chinatrophäe! Wie den Berliner Neuesten Nach das Wirtschaftsleben Oestreichs, das sich in bescheidenen Grenzen den schweren Vorwurf des schnödesten Wortbruches machen Lassen zu müssen, ohne auch nur im geringsten sich dagegen ver- richten" aus Wilhelmshaven berichtet wird, hat das vor einigen hält, auf solider Grundlage ein vollkommen erfreuliches Bild. Den teidigen zu fönnen. Bei der Reichstags- Wahl am 15. Juni 1898 Tagen mit dem Dampfer Tucuman" zurüdgekehrte Marine wichtigsten Gesichtspunkt bilde die durch das Zufammenwirken der war Hauz im Streise Straßburg- Land mit dem früheren national- I a 3 arett noch eine höchst eigenartige Chinatrophäe mitgebracht: Regierung und des Parlaments eingeleitete Investitionspolitit, liberalen Bürgermeister Bostetter in Stichwahl gekommen, bei der den Kopf des hingerichteten Unteroffiziers En Hai, der seiner: zinsung der Staatsschuld( un ca. 8 Millionen Kronen) und in dem seiner- bie in der namhaften Steigerung des Erfordernisses für die Verdie 2500 socialistischen Stimmen den Ausschlag zeit in Ausübung eines ihm von seinen Vorgesezten erteilten Befehls Erfordernis für die Vorbereitung der Wasserstraßen Ausdruck finde. Der von der Parteileitung ausgegebenen Wahlparole den deutschen Gesandten v. Ketteler erschossen hatte. Der Stopf sei folgend, erklärte sich das socialistische Wahlkomitee des Kreises in den von nach Berlin geschickt worden. Hauß mit ihm angeknüpften Verhandlungen bereit, in der Stichwahl für ihn einzutreten, falls er sich schriftlich zur Vertretung des bekannten, von der socialistischen Parteileitung aufgestellten Minimalprogramms verpflichten sollte. Herr Hauß ging bereitwillig auf diese Bedingung ein und feste ieine Unterschrift unter die Ab ein und legte einer Buuit die Ablehnung jeder deren hauptsächlichster Punkt 3ollerhöhung auf Getreide und andre notwendige Volksnahrungsmittel war. Daraufhin siegte er mit der socialistischen Wahlhilfe mit 7987 gegen 7303 Stimmen über seinen nationalliberalen Gegner. Wer aber seit Beginn der Getreidezoll- Campagne in seinem„ Boltsboten" Tag für Tag für den Brotwucherzoll in feiner häßlichsten Gestalt eintritt und zu Gunsten desselben von Versammlung zu Versammlung reist, das ist Her Hauß, Der kleritale Bolts"- und Ehren" mann. " " Im wiedereröffneten östreichischen Abgeordnetenhause ist ein Dringlichkeitsantrag eingebracht worden, der die Regierung auffordert, unverzüglich dem Hause mitzuteilen, welche Stellung fie gegenüber dem antonomen BolltarifEntwurf des Deutschen Reiches einnimmt, ob sie ihrer seits den Entwurf eines neuen autonomen Bolltarifs. bereits ausarbeitet und auf Grund dieses Entwurfes mit der ungrischen Regierung Berhandlungen eingeleitet habe bezw. wie weit dieselben gedichen sind, und endlich ob die Regierung befugt sei, den von ihr ausgearbeiteten Zolltarif- Entwurf zu veröffentlichen." Mit der Koniker Mordangelegenheit wird sich demnächst auch die wissenschaftliche Deputation für das Medizinalwesen in Berlin zu beschäftigen haben, da von ihr das mitgeteilte Gutachten des westpreußischen Provinzial- Medizinalkollegiums noch einer Nachprüfung unterzogen werden soll. ein 0 Erinnert schon die Unfitte des 8öpfe Mitbringens liche Gitte des Gla bedenklich an die indianische Eitte des falpierens, so entspricht das Mitschleppen eines Feindeskopfes vollends dem barbarischen Brauch tiefstehender Naturvölker, den präparierten Feindesschädel als Siege trophäe aufzubewahren. Bill man den Schädel etwa der Witwe Kettelers zum tröstenden Andenken stiften? Oder will man ihn Virchow als posthume Ehrung überreichen? Oder soll er den Aufbau der Befinger Instrumente als Schlußstück effektvoll abschließen? Heinrich XXII. Aus Greiz wird gemeldet: = Der regierende Fürst hat gestern sein altes Testament, das dem Erbprinzen von Reuß i. 2. die Regentschaft in Reuß ä. 2. an Stelle des geistestranten Thronfolgers übertrug, zurüd genommen und dafür ein neues hinterlegt, das, wie verlautet, eine anderweite Regelung der Erbfolgefrage vorsicht. Der Fürst sei nicht unbedenklich erkrankt. Die fürzlich bekanntgegebene Thatsache, daß Heinrich XXII. als befonderes Kronrecht für sich in Anspruch nimmt, nackende Kinder zu prügeln, ist bisher nicht dementiert worden, was im Falle ihrer Unrichtigkeit sicherlich sofort geschehen wäre. Es ist anzunehmen, daß die Umstoßung des Testamentes nicht außer Zusammenhang mit jenen Enthüllungen steht. Konservative Obstruktionsneigungen. Nicht nur das agrarische värmblatt, die Deutsche Tageszeitung", schwärmt für Obstruktion im Reichstage, wenn sie dem Stormwucher nüglich sein kann, sondern auch das politisch führende Hauptblatt der konservativen Partei, die Kreuz- Zeitung". Im Anschluß an den auch von uns citierten Eaz des Hamb. Korresp.", daß Obstruktion unter Umständen patriotische Pflicht" sei, sagt die Serenz- Beitung": „ Diejen letzten Saz wollen wir uns merken für den allerdings nicht gerade wahrscheinlichen Fall, daß einmal die konservative Partei sich veranlaßt sehen sollte, gegen Gesezentwürfe, die sie für „ verderblich" hält, Obstruktion zu machen." Schweden. Der Staatsminister und das Wahlrecht. Ein Journalist befragte den Staatsminister von Otter darüber, was der Reichstag in der Wahlrechtsfrage von der Regierung zu erwarten habe, darauf Entwurf zur Erweiterung des Wahlrechts vorlegen; sie hat hat dieser erwidert: Die Regierung wird natürlicherweise einen ihr Versprechen gegeben und wird es auch einlösen. umfassenden Erhebungen, die jetzt mit Hilfe einer ganzen Legion Mitarbeiter vom statistischen Bureau angestellt werden, jollen bis zum 1. Februar abgeschlossen sein und Die im Laufe des März kann die Regierungsvorlage erwartet werden." Auf die weitere Frage, wie weit die Regierung in ihrem Entwurf gehen werde in Bezug auf die Ausdehmung des Wahlrechts, erklärte der Staatsminister:" Diese Frage ist entschieden. Die Regierung hat ihren Standpunkt" schon eingenommen, aber welchen Standpunkt, darüber kann ich feinen Bescheid geben. Sicherlich wird aber die Regierung nicht den alten Entwurf wieder vorlegen." Dieser sonderbare Umstand, daß die Regierung bereits ihren Entschluß gefaßt hat, bevor die mit einem ungeheuren Aufwand von Arbeitskraft gepflogenen Erhebungen zum Abschluß gelangt sind, schien selbst einem hochkonservativen Organ so unglaublich, daß es den Staatsminister um Auskunft darüber ersuchte. Dieser bestätigte im wesentlichen die Richtigkeit der Wiedergabe seiner Aeußerungen. Es ist also anzunehmen, daß die Ergebnisse der Erhebungen, die selbsterständlich für eine durchgreifende Reform des Wahlrechts vollkommen entbehrlich wären, dem Reichstag gleichsam nur als Anschauungsmaterial dienen sollen, um zu zeigen, wie die neue Wahlrechtsgrenze sich in der Pragis bewähren wird. Belgien. Die in tisd Jnterpellation über Krisis und Arbeitslosigkeit. der Kammer von den Genossen Troclet und Anseele eingebrachte Interpellation wurde von ministerieller Seite mit einigen findischen Nedensarten beantwortet. Die kleritale Regierung gestand ihre OhnCiviles Hunuentum in Deutsch- China. Nach einer Nachricht macht und erklärte, daß. die Gegenwart eines socialdemokratischen der Köln. Volksztg." aus Tsingtan wurde dort nachts in der Keine Partei hat so oft und so hartnäckig Obstruktion, nicht nur Ministers in Frankreich beweise, daß der Kollektivismus nichts Nähe der Augusta- Victoria- Bucht von zwei Europäern ein Att gegen Regierungsvorlagen, sondern gegen Lieblingswünsche ihres Besseres als der Kapitalismus leisten werde! Mit dieser Antwort hatten die Socialdemokraten leichtes Spiel. bestialischer Grausamkeit an einem Chinesen verübt. Dort waren faiserlichen und königlichen Herrn, betrieben als die Konservativen. in jener Nacht bei Huitschin vier Schlosser und acht Stuli Es bedarf nur der Erinnerung an ihre zähe und erfolgreiche Kanal- Sie wiesen nach, daß die Arbeitslosigkeit eine Folge der anarchistischan der Wasserleitung beschäftigt. Gegen 1/2 Uhr tant verschleppung. Aber bisher haben die Herren Konservativen den fapitalistischen Produktion ist, und daß der Staat, der unrentablen betrunkener Civilist des Beges und verjagte die Jegt gesteht die„ Kreuz- Zeitung" ihre Neigung für die Obstruktion für die belgischen Unternehmer die Lieferung des vom Staate geund verjagte die wirklichen Charakter ihrer Obstruktion stets zu verleugnen versucht. Eisenbahn- Gesellschaften ein genügendes Einkommen garantiert, der Arbeiter, stieß die Laternen und einen Karren mit Werk- offen zu und sie wird sich daher fortan der Beschimpfungen enthalten brauchten Materials monopolisiert, der große Banken rettet, day zeug um, raste dann hinter den mißhandelte mehrere von ihnen. Hierauf griff er einen Mittels bedienten. her und müssen, die ihr geläufig waren, wenn andre sich dieses politischen dieser Staat auch gegen die Arbeitslosigkeit des Proletariats etwas thun müsse.. Die Herren Minister versprachen dann auch, die Gemeinden anzuspornen, Arbeitslosigkeits- Bersicherungen zu gründen der Schlosser beim Zopf und zerrte ihn in seine Wohnung bei dem Amtliche Erhebungen über Arbeitslosigkeit. Die badische und die nötigen Staatsarbeiten so schnell als möglich ausführen zu in der Nähe befindlichen Steinbruch. In der Wohnung feifelte stegierung hat, der„ Südd. Reichsforreip." zufolge, mit Rücksicht auf lassen. er den Chinesen mit naisen Stricken. Es war noch ein die stattgefundenen Betriebseinschränkungen Erhebungen über die zweiter Europäer anwesend; beide mishandelten den industrielle Lage Badens und eine etwa zu befürchtende Arbeit große Demonstration zu Gunsten des allgemeinen gleichen Wahl3- Wahlrechtsbewegung. In Charleroi fand am Sonntag eine Chinesen so lange, bis er besinnungslos liegen losigkeit angeordnet. rechts statt, an der gegen 50 000 Personen teilnahmen. Zugleich blieb. Gegen 4 Uhr wurde der Chinese freigelassen, der dann wurde in dem Vorort Machienne ein Maison du Peuple, ein Genossenbemerkte, daß ihm sein Lohn für zwei Wochen geraubt war. Leipzig, 16. Oftober( Eig. Ber.) Die bürgerlichen Parteien schafts- Magazin und eine socialistische Apotheke eingeweiht. 7159 Der national- plete in Leipzig weisen alle Merkmale des Zerfalles auf. Der nationalItalien. liberalen Bourgeoisie ist der Bankfrach, die industrielle Strise und das Ein Kongreß der Bauernvereine des Gebietes von Pavia Fiasko der Weltpolitik in die Glieder gefahren; die alldeutschen Fluntereien find außer Kurs und gegen Herrn Hasse besteht eine ist am letzten Sonntag in der Stadt Pavia abgehalten worden. Die ganze Schilderung läßt beinahe den Verdacht aufkommen, starke Mißstimmung. Der Ausfall der Landtagswahlen ist auch Vertreten waren 30 Sektionen, und es nahmen ca. 1000 Bauern als seien derartige Mißhandlungen von Chinesen nichts Außer nicht eben geeignet, die verdrießliche Stimmung der Nationalliberalen und Landarbeiter darau teil. Es wurde beschlossen, die lokalen Ver einigungen zu einem Bund zu vereinigen; ferner wurde beschlossen, den gewöhnliches und der Schutz der einheimischen Be- zu beseitigen: sie wissen es wohl, daß ihre Partei in dem Landtag völkerung ein recht ungenügender, da die zwölf Chinesen mit der fonservativen Zweidrittel- Majorität genau so viel zu sagen hat, Nationalfongreß der italienischen Bauernvereine, der am 24. November in Bologna zusammentritt, zu beschicken. nicht nur vor dem betrunkenen Angreifer ohne jeden Versuch der wie die jest glücklich herausmanöverierte Socialdemokratie, nämlich nichts, Gegenwehr die Flucht ergriffen, sondern anscheinend auch später nicht und daß die Konservativen ihre Stellung in der Kammer benutzen werden, einmal den Versuch machten, das Opfer den Wüterich zu entreißen. mobilen Kapital aufzuhalien. Die Verstimmung der Nationalliberalen meldet: Die Lokale der Arbeitervereine sind gefchloffen worden. um die unvermeidlich gewordene Mehrbelastung einzig und allein dem Die Unruhen in Sevilla sind beendigt. Ein Telegrammi Jedenfalls beweist der Vorfall, von welcher Sorte ein Teil der hat bereits dieser Tage einen öffentlichen Ausdruck gefunden: eine Die Anarchisten werden energisch verfolgt. Die Haupträdelsführer europäischen Kulturträger ist und wie Boxeransstände vorbereitet vom jungnationalliberalen Verein einberufene Ver- der letzten Unruhen wurden verhaftet. Die Mehrzahl der Arbeiter jammlung nahm ein temperamentvolles Referat des Rechtsanwalts hat die Arbeit wieder aufgenommen. Martin über die Reform des Landtags Wahlrechts entHoffentlich ist die Stölnische Volkszeitung" demnächst auch in der Lage, näheres über die exemplarische Strafe berichten zu können, die die beiden Bestien in Menschengestalt erhalten haben. werden. Sächsisch- nationalliberaler Katzenjammer. Spanien. England. London, 14. Oktober. Cecil Rhodes, die Liberalen und die Räumung Acgyptens. Wie im" Borivärts" vom 20. Auguſt „ Spectator" die berichtet wurde, beschuldigte die Wochenschrift liberale Partei, von Rhodes 5000 Pfund Sterling( über 100 000 M.) unter der Bedingung angenommen zu haben, daß sie auf ihre Forderung. Aegypten zu räumen, Verzicht leiste. Da der Führer der liberalen Partei, Sir Henry Campbell- Bannerman, dieje Nachricht als eine Lüge bezeichnete, erbot sich Rhodes, die betreffende Sorrespondenz mit Mr. Ehnadborst, dem verstorbenen Vertrauens Der„ Spectator" vom mann der Libel alen, zu veröffentlichen. sa i do Nochmals Profeffor Spahn. gegen. Der Referent eignete sich im Verlauf seines Vortrags alle In der Deputiertenkammer teilte Kriegsminister Wehler mit, Wie groß der Kazenjammer ist, der im Centrum dem Frenden: diejenigen Ausstellungen an, welche von der Socialdemokratie vor in Sevilla sei die Ruhe wieder hergestellt; dann verlas der Kriegsrausch über die Schaffung der katholischen Geschichtsprofessur für den 6 Jahren gegen das Klassemvahlrecht geltend gemacht worden waren minister eine Gesezesvorlage, nach welcher der Heereserjazz für 1902 jungen Spahn auf dem Fnße gefolgt ist, das verrieten deutlicher und die heute durch die Erfahrung bestätigt sind, und plädierte für auf 40 000 Mann herabgesetzt wird. noch als die gedämpften Schreie der Enttäuschung und Entrüstung, Wiedereinführung des allgemeinen direkten und geheimen Wahldie sich den großen leitenden Centrumsblättern entrangen, die Zorn- rechts und die Einführung einer Bertretung der öffentlich rechtausbrüche der kleinen Centrumsorgane. Einige der charakteristischten lichen Korporationen der Erwerbsstände zu 1/5 der Kammer. Dieser dieser Aeußerungen haben wir unlängst bereits citiert. Heute nun Gedanke fand in der Diskussion vielfache Zustimmung aus den giebt die„ Franff. 3tg." eine Zuſchrift wieder, die dem klerikalen Streifen der Nationalliberalen, während andre Redner sich bemühten, Elsasser"" aus Berlin zugegangen ist und die dem Fall Spahn eben den Wahlrechtsraub als einen Att der Notwehr zu rechtfertigen. falls eine ungleich pessimistischere Beurteilung zu teil werden läßt, als Doch wurde die Reformbedürftigkeit des bestehenden Klassenwahlrechts sie ihn in der„ Germania" widerfahren ist. Freilich stützt sich diese allgemein anerkannt. Die Versammlung ist nicht nur ein Beurteilung auch auf eine Reihe bisher unbekannter weiterer That Symptom für die herrschende Kazenjammerstimmung im national sachen, die den jungen Geschichtsprofessor als alles eher als den liberalen Lager, jondern, wie schon die Bezeichnung jungnationaltünftigen Centrumshistorifer erscheinen lassen. liberaler Verein" answeist, ein Anzeichen der Zerjegung. Bis jetzt Die Zuschrift gipfelt in der Behauptung, daß der aus einer fehlen der neuen Bewegung nur die führenden oder als Führer all echten katholischen Familie hervorgegangene Dr. Spahn ein Opfer gemein anerkannten Elemente; ist die Bewegung gut geführt, jo tann 12. d. M. bringt die ihm zur Verfügung gestellte Storrespondenz feines Berliner Milieus geworden sei. In sehr jugend- sie dem herrschenden nationalliberalen Prozentum vielleicht un- zwischen Rhodes und Schnadhorst. Sie besteht aus drei Briefen, lichem Alter habe Spahn die Redaktion der wissenschaftlichen Bei- angenehmt werden. aus denen hervorgeht: 1., daß der Vertrauensmann einer großen lage der Berliner Germania" erhalten, sei jedoch wegen Partei um finanzielle Hilfe bei einem Millionär gebeten hat, der * mancher seiner Aeußerungen mit vielen katholischen Lesern in Majestätsbeleidigungs- Prozeß. Ein Arbeiter Hommer hatte dadurch auf die Taktik und Ziele der Partei einen Einfluß Konflikt gekommen und habe nach furzer Zeit die Leitung der sich vor der zweiten Straffammer des Hamburger Landgerichts gewinnen wollte; 2., daß der Vertrauensmann von diesen Absichten Beilage der„ Germania" niederlegen müssen, weil er darin die zu verantworten. Gelegentlich eines Wirtshausgesprächs über die volle Kenntnis hatte; 3., daß die Politik der Liberalen nicht Ausführungen des Würzburger Professors Schell, der Katholis China- Expedition sollte er eine den Kaiser beleidigende Aeußerung von den schönen, schwungvollen Reden eines Gladstone und Morley, gismus als Princip des Fortschritts veröffentlichen wollte und gemacht haben. Er bestritt das und behauptete, er habe eine sondern von den stillen, ruhigen Kalkulationen der Interessenten ge= andre Aeußerung Im daraus eine Stabinettsfrage gemacht habe. Auch die im Jahre ganz gemacht. übrigen ici er leitet wird. In seinen Briefen vom 23. Februar 1891 und 25. April 1896 erschienene Doktor dissertation Spahns„ Verfassungs- starf betrunken gewesen. Die Denunzianten, Arbeiter 1892 beklagt sich Rhodes über die Reden von Gladstone und Morley, Lange, die ant dem Abend von und Wirtschafts- Geschichte Pommerns von 1478 bis 1625" Thiele und dem Wirt die sich im Hinblick auf die damals bevorstehenden Parlaments zeichne sich durch Stonzessionen an die protestantische auf die Straße gefegt sind, bestätigten die Straße gesezt sind, bestätigten unter Eid ihre wahlen für die Räumung Aegyptens aussprachen. Worauf Schnadhorst Der Schutzmanit, Auffassung aus. In dem 1898 erschienenen Hauptwerke früheren belastenden Angaben. dem die unterm 4. Juni 1892 antwortet:... John Morleys Rede war nur der Ich bin gezwungen zu sagen, Spahns, dem Lebensbilde des Johannes Cochläus, werde Anzeige zuerst erstattet ist, bekundete, Lange und Thiele seien an dem Ausdruck seiner persönlichen Ansicht. dieser Hauptvorkämpfer der katholischen Kirche im 16. Jahrhundert Abend 10 betrunken gewejen, daß er zu ihnen gesagt habe: daß seine( Gladstones) Auslassung( in Newcastle) bezüglich Aegyptens Sir William als Landsknecht der Theologie, als niederer Geist, dessen meiste wenn sie einen Menschen so schwer beschuldigen wollten, sollten sie nur der Ausdruck eines frommen Wunsches war. Schriften völlig wertlos feien, verurteilt, während Luther als erst einmal nüchtern werden, sie könnten ja nicht auf den Beinen Harcourt war durch jene Auslassung unangenehm berührt... und der größte Deutsche seiner Zeit gepriesen werde. stehen. Trotzdem hielt der Staatsanwalt die Angaben der beiden ich sah auch Lord Rosebery, der Minister des Auswärtigen wird, Bald nach der Herausgabe des Cochläus habe sich Dr. Epahn dem Beugen für völlig einwandsfrei und beantragte fünf Monate Ge- von dem ich sicher bin, daß er für die Räumungspolitik nicht zu Erjefuiten Grafen Hoensbro ech genährt. Am 6. und 7. Sep- fängnis. Das Gericht erkannte gemäß dem Antrage der Verteidigung haben ist. Ich glaube Mr. Gladstone wurde von einigen Individuen bearbeitet, möglicherweise nur von Morley allein." tember 1899 habe er ein schmach volles" Feuilleton in der jedoch auf Freisprechung. Obwohl die Abmachung zwischen Rhodes und Schnadhorst in " Frankfurter Zeitung" veröffentlicht, in welchem eine aust Bezug auf Aegypten nur eine mündliche war, so geht doch aus dem Lanze für die katholisch liberalen Geschichtssoeben angeführten Schreiben flar hervor, daß Schnadhorst wohl professoren gebrochen wurde. Auch mit dem Blatte des wußte, um was es sich handle. evangelifchen Bundes habe Spahn in Verbindung gestanden. Im Anfang des Jahres 1899 jei er zu Nom in engster Ver- Wien, 17. Oktober. Das Abgeordnetenhaus ist heute wieder In Rhodes Brief vom 23. Februar 1891 tommt auch eine Stelle bindung mit dem Erdominikaner Alphons Müller erschienen. Am zusammengetreten. Unter den Einläufen befindet sich u. a. vor, die für uns von besonderem Interesse ist. Der leitende angelSchlusse des Artikels wird bemerkt, wenn die Germania" fest ein Dringlichkeitsantrag Kaftan betreffend Milderung der Notlage fächsische Imperialist schreibt: Die Zukunft Englands muß überzeugt sei, daß Herr Spahn über die Methode, Mangelhaftes der Eisen- und Maschinenindustrie Oestreichs, ferner ein Dringlichkeits- vielleicht liberal sein, um den Socialismus be in der Stirche zu bessern, jezt ganz anders dente als vor 3 Jahren, antrag des Abg. Forscht und Genossen betreffend die Revision tämpfen zu können." " Ausland. Deftreich Ungarn. Rußland. Der Rhodes war in diesem Punkte seinem preußischen Gesinnungs- Stadtvv. Singer und Stadthagen deputiert; Borsigender ist gefördert, wenn man die beides hier in Betracht kommenden genossen Bismard weit überlegen. Nicht mit Druck, sondern mit Stadtv. Langerhans. Fragen scharf auseinanderhält, ob es fich empfiehlt, auf die von hoher einer fortschrittlichen Politit glaubt er dem Socialismus beikommen Für den ausgeschiedenen Stadtv. Mühlberger( N. 2.) wählt die Stelle gegebenen Anregungen einzugehen, und ob eine königliche Gezu können. Das war bekanntlich auch die Politik des großen, Versammlung in das Kuratorium der Kaiser Wilhelm- und Augusta- nehmigung für den Bau erforderlich ist. Die letztere Frage, die alten Mannes" Gladstone. stiftung den Stadtv. Brace. Rechtsfrage, ist für die ganze Angelegenheit entscheidend. Zur Debatte steht der vor 14 Tagen bereits vom Antragsteller Ministerialerlaß von 1897 kann auf diese Märchenbrunnen keine Anausführlich begründete Antrag Singer: wendung finden. Dieses merkwürdige Resfript ist rechtsunverbindlich Die Versammlung ersucht den Magistrat um Auskunft, ob es und trägt diesen Charakter deutlich aufgeprägt. Der§ 10 des wahr ist, daß wie Zeitungsnachrichten melden der Kaiser Bauflucht Gesetzes hat mit Denkmälern absolut nichts zu gegen die Vollendung und Aufstellung der von der städtischen thun, denn diese Schneewittchen- und Dornröschen- Brunnen Kunstdeputation zur Ausschmüdung des Friedrichshains find feine Denkmäler, und es handelt sich int dem bestimmten und in der Aufstellung begriffenen bejagten§ 10 nur int Baufluchtlinien. Allerdings hat die Erwiderung des Magistrats alt den Polizeipräsidenten von 1900 insofern einen fleinen Fehler begangen, als fie die Rechtslage nicht ganz mit der früheren Schärfe betont hat. Aus allen diesen Gründen empfehlen wir unsern Antrag. Es braucht ja durchaus nicht bis zum Oberverwaltungsgericht zu fommen. Hungerrevolten sind nach einer Meldung der„ Bresl. Ztg." aus Petersburg an verschiedenen Stellen im Innern Rußlands vorgekommen. Es sollen blutige Zusammenstöße zwischen hungernden Volksmassen und Militär stattgefunden haben. Besonders ernst sollen die Zusammenstöße im Gouvernement Saratow gewesen sein. Der Minister des Innern habe sich nach Spala begeben, um dem Zaren persönlich Bericht zu erstatten. Daß die Hungersnot in Rußland nicht schon längst zu gewaltigen Ausbrüchen der Verzweiflung geführt hat, liegt daran, daß die Bevölkerung der Hungerdistrikte nicht plößlich gleich der ärgsten Not preisgegeben wurde, sondern allmählich dem Elend verfiel und allmählich derart entnerbt wurde, daß sie stoisch alles über sich ergehen läßt. Asien. Ein neuer Mandschureivertrag? Den Limes" wird aus Beting vom 16. Oftober gemeldet: Ueber einen neuen Vertrag bezüglich der Mandschurei, der in seinen Grundlinien dem von Rußland am 5. April zurückgezogenen gleich, aber in einer die Chinesen mehr schonenden Weise abgefaßt ist, wurde schon vor einiger Zeit und wird auch jetzt wieder zwischen dem russischen Gesandten Lessar und Li- Hung- Tschang verhandelt. Infolge der früheren Enthüllungen wird jezt die strengste Diskretion gewahrt, doch ist bekannt, daß die Verhandlungen Li- Hung- Tichang über tragen worden sind. Es wird ferner gemeldet, daß der Vertrag bis jezt nur sfizziert, aber noch nicht endgültig festgestellt worden ist. Prinz Tsching erklärt, er fei nicht darüber unterrichtet worden und giebt deshalb seiner Entrüstung Ausdruck. Einspruch erhoben hat. betreiben. Märchenbrunnen = Der Magistrat hat inzwischen der Versammlung das bezügliche Aftenmaterial zugänglich gemacht; in unsrer Dienstagnummer ist dasselbe ausführlich wiedergegeben und kritisch beleuchtet worden. Stadtv. Kämpf( A. L.): Neben dem Rechtsstandpunkt muß doch Nach der Audienz des Oberbürgermeisters und des Stadtbaurats auch der andre Gesichtspunkt betont werden, der des Verhältnisses Hoffmann in Hubertusstock hat der Magistrat bekanntlich entgegen der städtischen Behörden zu dem Träger der Krone. Berlin ist nun Wie der Zar abrüstet. Man schreibt uns: Obwohl die Reise dem Antrage der Kunstdeputation beschlossen, diese vor der einmal die Residenzstadt des Königs. In Berlin wird von jedem des Kriegsministers Kuropatkin nach den centralasiatischen russischen Beschlußfassung darüber( nämlich den Polizeipräsidenten um einzelnen Bürger häufig sogar eine sehr herbe Kritik angelegt an Grenzgebieten nicht als unmittelbare Konsequenz des Todes Abdur eine Erklärung zu ersuchen, ob er seinerseits die Ausführung das Thun der städtischen Behörden, und man weiß, Rahmans zu betrachten ist, so beweist sie doch wieder, wie die Re: des Märchenbrunnens genehmigt oder versagt) 11nt eine daß die städtischen Behörden durchaus geneigt sind, auf gierung Bäterchens trop der nachgerade bereits langweilig wirkenden Aeußerung zu ersuchen, ob und in welcher Weise bei der alle diese Stimmen jorgsam zu hören. Im Magistrat Beteuerungen, den Frieden um jeden Preis und unter Ausführung der Märchenbrunnens unter Festhaltung der besteht die Einrichtung, daß alle Preßäußerungen über das Verallen Umständen aufrecht erhalten zu wollen, bestrebt ist, ihre Grundidee des ausgearbeiteten Projekts den Anregungen halten der städtischen Behörden ausgeschnitten und den einzelnen Truppen nicht nur in defensiver, sondern auch in agressiver Richtung Sr. Majestät des Kaisers entsprochen werden Verwaltungen zugestellt werden zur Prüfung und Abhilfe der Bes mobil zu halten. Weitaus die Hälfte aller russischen Truppen tann. schwerden, wenn sie berechtigt sind. Petitionen und Anträge von garnisoniert hart an den Grenzen des Reiches. In Russisch- Polen Von der Neuen Fraktion der Linken ist zur heutigen Einzelnen oder Vereinen werden sorgfältig in Rücksicht gezogen. Was allein stehen über 100 000 und sowohl an den asiatischen Grenzen Verhandlung folgender Antrag gestellt: Sie jedem Bürger gestatten, das Recht, seine Ansichten geprüft zu als im Süden an der Balkangrenze finden fortlaufend Truppen1. In Anbetracht, daß für die Errichtung der Brummen eine sehen, soll ganz allein dem Könige verweigert werden?( Buruf: Mag er Zusammenziehungen und ernste lebungen statt. Vor allem aber fönigliche Genehmigung rechtlich nicht erforderlich ist, da die petitionieren!( Heiterkeit.) Wenn der Kaiser Aeußerungen wie die geht man in letzter Zeit wieder stark an den Bau von Eisenbahnen, bezügliche Bestimmung des Ministerialerlasses von 1897 in in Rede stehenden thut, so vergiebt sich die Gemeinde nichts, wenn die nur rein strategische, ja nur agressive Bedeutung haben können.§ 10 des Baufluchtlinien- Gesezes bon 1875 teine Stüße findet, sie diese einer sorgsamen Brüfung unterzieht, und findet Während im Süden und Junern der Mangel an Eisenbahnverbindungen, also nicht rechtsverbindlich ist; daß vielmehr lediglich ein orts- sich hierbei, daß die Aeußerungen den Interessen der Verwie dies täglich von angesehenen russischen Tagesblättern dargelegt polizeilicher Bautonsens gemäß§ 27 der Berliner Baupolizei- waltung nicht zuwider sind, so vergiebt sich die Stadt durch das wird, eine der Hauptursachen des unsäglichen Elends der von Jahr Ordnung in Frage kommt; sogleich bei dem Herrn Polizei- Eingehen darauf nichts. Es liegt darin keine Bevormundung zu Jahr wiederkehrenden Hungersnöte bildet, indem zwischen den präsidenten die Erteilung dieser Genehmigung zu beantragen. der Stadt Berlin, ebenso wenig wie eine Bevormundung durch die Gegenden mit günstigem Ernteergebnis und von Mißernte betroffenen 2. Im Falle der Versagung das Verwaltungsstreitverfahren zu Bresse vorliegt, wenn ihren Anregungen Gehör geschenkt wird. Die Gouvernements tein entsprechender Ausgleich in der Getreideversorgung Rechtslage liegt vollkommen klar. Die allerhöchste Genehmigung kann nur stattfinden kann, hat die Regierung zu strategischen Eisenbahn- Stadtv. Singer: Die Vertagung der Beratung vor 14 Tagen begründet werden auf das Baufluchtlinien- Gesetz und der angezogene bauten anscheinend Geld in Fülle übrig. Bis jetzt bestehen zwei große erfolgte mit Rücksicht auf eine Erklärung des Oberbürgermeisters, 10 kommt hier nicht in Frage, ebensowenig der Vertrag wegen strategische Linien: die Bahnen Petersburg- Warschau und Mosiau- der zufolge wir denn auch das Aktenmaterial erhalten haben. Zwischen- der Uebernahme der fiskalischen Straßen und Plätze, weil er sich auf den Brest; nun soll noch eine ihnen ziemlich parallel laufende Route: durch ist aber doch noch etwas andres erfolgt, nämlich die ungesuchte Friedrichrichshain überhaupt nicht bezieht. Betreffs der baupolizeiBialogoje- Siedlze gebaut werden, um die großen Zwischenräume, Audienz des Oberbürgermeisters. Es wäre vielleicht angezeigt ge- lichen Genehmigung ist auch durch das Urteil des Ober- Berwaltungswelche die erstgenannten Streden von einander trennen, strategisch wesen, die heutige Erörterung mit einer Mitteilung über diese gerichts in der Märzfriedhofs- Portalfrage nichts geändert; es zu überwinden. Während diese Bahn strategische agressive Zwecke für Audienz, wenn eine solche Mitteilung für angemessen erachtet worden können nur verkehrs- und sicherheitspolizeiliche Gründe mitsprechen. den Fall eines Krieges mit Deutschland verfolgt, richtet sich wäre, zu eröffnen. Einstweilen müssen wir uns damit bescheiden, Danach ist es in der That zu bedauern, daß der Magistrat in dem der Bau einer andern, der Linie: Pultawa- Kowel gegen daß die Angelegenheit durch die Atten doch etwas geflärt ist. Da- Augenblick, wo er der Kunstdeputation die erwähnte Frage vorlegte, Destreich. In Petersburger Militärkreisen wird zur Zeit die Frage nach hat die Stellungnahme des Königs sich nicht auf Anregungen nicht gleichzeitig zum Ausdruck gebracht hat, daß er unbedingt an der Mobilmachung viel besprochen und es herrscht die Ansicht, daß und Wünsche beschränkt, sondern es geht daraus hervor, daß der dem Rechtsstandpunkt wie 1897 festhält; und wir sollten dies man einschließlich der neuen Bahn in kürzester Frist acht Armeccorps König glaubt, ein Genehmigungsrecht auch für die Anlagen im nachholen, indem wir unsrerseits öffentlich zum Ausdruck bringen, an die preußische Grenze werde werfen können. Die neue Bahn soll Friedrichshain in Anspruch nehmen zu können. Es würde mich sehr daß keine Gründe vorhanden sein können, die königliche oder eine hierbei den Transport von zwei Corps bewältigen. Jedenfalls freuen, wenn der Oberbürgermes.er auch über die Rechtslage in der andre als die baupolizeiliche Genehmigung einzuholen. Diese Gründe können die Naiven und es giebt deren immer noch welche cus Audienz Mitteilung gemacht hätte; es würde das ganz gewiß zur habe ich in meiner Resolution ausgesprochen, die in der Sache vorstehendem ersehen, daß man sich im Lande des Friedens- Baren Klärung an der betreffenden Stelle beigetragen haben. Der Meinung übereinstimmt mit der Resolution Preuß, aber in der Form milder gerade nicht mit Abrüstungsprojekten beschäftigt. des Königs gegenüber müssen wir mit aller Schärfe und Deutlichkeit ist. Dem Staiser, was des Kaisers, der Stadtgemeinde, was der feststellen, daß der König sich im Irrtum befindet und daß wir uns Stadtgemeinde ist!( Beifall.) nicht beeinflussen lassen, sondern das Recht, welches wir auf Oberbürgermeister Kirschner: Bereits 1897 hat der Magistrat diesem Gebiete haben, für uns auch geltend machen wollen. gegen das Ministerialrestript bestimmte Stellung genommen; die Knter den Konfliktsfällen, die jetzt zwischen Stadt und König vor- Frage, ob zu jedem Denkmal in Berlin die königliche Genehmigung liegen, ist in diesem Fall, wo die Rechtslage ganz unbedingt klar erforderlich ist, haben wir damals verneint, und nichts hat sich seitliegt, absolut keine Aengstlichieit am Blaze. Ce fann sch höchstens um dem in unsrer Auffassung geändert. Gegen das Restript spricht die sicherheits- und verkehrspolizeiliche Genehmigung handeln, die bei vor allem die Erwägung, daß wir in einem Rechtsstaate leben allen Bauanlagen erforderlich ist. Ich verstehe nicht recht, wie der Magistrat und daß die Polizeibehörde bei ihren Entscheidungen an fachliche gegenüber der neuen Situation zu seinem Beschlusse gekommen ist. Erwägungen gebunden, welche der Nachprüfung unterliegen. Hätte nochmals die Stunstdeputation zu befragen. Man brauch: ja nur das Restript recht, so wäre die Entscheidung der Polizei auseinen Blick auf unser Projekt zu werfen, um sofort zu wissen, daß geschaltet und an ihre Stelle die des Königs getreten, die feiner eine Vereinbarung der beiden Standpunkte einfach unmöglich ist. Nachprüfung unterliegt. Eine solche Verschiebung wäre um so beUnfre Brunienanlage ist als architektonischer Schmuck des Hains dauerlicher, als es sich um ein großes Gebiet der städtischen gedacht, wo die Märchengestalten mehr oder weniger dekoratives Verwaltung handelt. Der Magistrat ist ebenso wie die Beiwerk find. Der König hält eine architektonische Anlage Versammlung verpflichtet, an diesem Rechtsstandpunkt unter allen nicht für richtig, sondern will gemütvolle Darstellungen", Umständen festzuhalten; in diesem Punkte besteht eine Differenz welche leichter für die Kinder verständlich sind, in einzelne Gruppen nicht.( Beifall.) Wie die Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts aufgelöst, vielleicht so, wie die Marmorfchwadron in der Siegesallee ausfallen mag, wir sind verpflichtet, Nechte, welche wir besigen, ( Heiterkeit!) auch in einzelnen Gruppen aufgelöst ist. Ein Ausgleich ohne solche Entscheidung nicht aufzugeben. Diese Auffassung hat ist hier unmöglich, es sei denn, daß Wagistrat, Versammlung und Kunst- den Magistrat auch bei seinem legten Beschlusse geleitet, ein deputation gewillt sind, einfach zu thun, was vom König verlangt wird. ausdrücklicher Beschluß über die Rechtsfrage wurde für überflüssig Aber auch aus einem andren Grunde erscheint es, nachdem wir erachtet. Bezüglich des zweiten Punktes glaube ich, sind wir vereinmal mit der Frage wieder befaßt sind, mir ein unglücklicher Ge- pflichtet, uns immer dessen bewußt zu sein, daß wir als Hauptdanke, jetzt die Bersammlung auszuschalten und die Sache in die stadt des Deutschen Reiches und als Residensstadt des deutschen Kunstdeputation oder den Magistrat zurückzuverweisen. Allerdings Raisers Pflichten auf Rücksichtnahme gegen Seine Majestät haben, ist die Kunstdeputation selbständig im Rahmen der etats- und wir handelten, glaube ich, vollständig forreft, äßig für fie bewilligten Summen, und die Versammlung hat nur wir bei dem großen künstlerischen Interesse, welches se. Majestät in der Blakfrage mitzureden. Dennoch ist diese Art der Behandlung an der Entwickelung der Stadt, Opfer bringend, nimmt, diese nicht förderlich für die Sache selbst, sondern geeignet, auch in Rücksichtnahme eintreten lassen. Es drängt sich aber die Erunsre Kreise Verwirrung hineinzutragen in einer Sache, deren Lage nicht wägung hinein: fann man diese Rücksichtnahme gewähren in flarer sein könnte. Statt sich mit uns gemeinsam auf den unerschütterlichen dem Augenblicke, wo es den Anschein hat, als wollte man, Rechtsboden zu stellen, kommt der Magistrat mit einem solchen An- was wir gewähren wollen, als Recht beanspruchen?( Sehr sinnen an die Kunstdeputation! Man könnte einen Preis ausschreiben richtig!) Es ist nicht leicht, über die Audienz in der Oeffentlichkeit für die Verwirrung einer flaren Situation; der Magistrat würde in Auskunft zu geben, weil die Möglichkeit von Irrtümern und Mißdiesem Falle das beste Anrecht auf die goldene Medaille haben. verständnissen nicht ausgeschlossen ist. Ich erkläre aber, daß mir alle rechtlichen Bedenken, ( Große Heiterkeit.) Dieses Zwischenspiel beeinträchtigt die Situation Seine Majestät gestattet hat, auch außerordentlich. Der Magistrat konnte nur dadurch zu seinem nenen welche innerhalb der Verwaltung über den Erlaß bestehen, vors Entschluß kommen, daß er um jeden Preis in Frieden leben will, zutragen, und ich füge hinzu, daß ich den Eindruck gewonnen um jeden Preis einen Konflikt vermeiden will. Durch den Ver- habe und der Baurat Hoffmann auch, daß Se. Majestät die Nechts zicht auf ein absolut flares Recht wird aber das berechtigte Intereffe frage nicht in den Vordergrund stellte. Eine Erklärung im positiven der Stadt Berlin nicht gefördert; wir wollen zwar auch feinen Streit, Sinne habe ich natürlich nicht erhalten, aber Se. Majestät hat herdie Rücksichtnahme auf ihn als Regenten, aber auch keinen Frieden, der eine verzweifelte Aehnlichkeit mit Unter- vorgehoben, daß König in seiner Residenz, die Rücksichtnahme auf werfung hat.( Bustimmung.) Die Mehrheit der Versammlung, glaube ich, als Gebiete wird bei der Meinung beharren, daß das unsprüngliche Projekt und die seine Leistungen auf dem der Kunst und sein wohlerwogenen Beschlüsse der städtischen Behörden nicht durch das Urteil Jnteresse dafür ihm den Anspruch gewährt, daß man Anregungen Wenn dem eines wenn auch noch so künstlerisch veranlagten Laien aufgegeben von seiner Seite berücksichtigt und in Erwägung zieht. werden können. Geht der Magistrat von seiner Auffassung ab und würde so ist, sollten Sie sich nicht abhalten lassen, durch eine prozessuale die Kunstdeputation sich auf eine Aenderung einlassen, so müßten wir uns Situation dasjenige zu thun, was hier empfohlen wird. vom Magistrat trennen. Ich schrecke nicht davor zurück, auszusprechen, daß Kritik ist nicht geübt worden, auch in dieser Versammlung, zum ( Sehr richtig!) sich dann neben dem Konflikt zwischen Stadt und Krone ein Konflikt Beispiel an den Ausholzungen im Tiergarten. zwischen Versammlung und Magistrat entwickeln kann, der dann Daß eine Vereinigung der Auffassungen ganz unmöglich sei, dafür nach der Städteordnung zu schlichten wäre. Es wäre aber angesichts tann ich mich nicht auf die Autorität des Herrn Singer ſtützen, dieser Möglichkeit angebrachter gewesen, daß der Magistrat beantragt sondern diese Frage muß ich an kompetenter Stelle aufwerfen, hätte, mit der Versammlung in gemischter Deputation die Frage und ich kann hinzufügen, daß die Ansichten auch der allerhöchsten weiter zu ventilieren. Was die Sache in der Deputation soll, Stelle vielleicht andre sein werden, wenn dort erwogen wird, was vorher weiß ich nicht. Beharrt dieselbe auf ihrem Beschluß, so wird es viel- dort nicht bekannt war; daß es nämlich der Stadt auch auf einen leicht zum Verwaltungsstreitverfahren kommen; fällt fie um, dann ist architektonischen Abschluß ankommt. Nehmen Sie die Resolution der Magistrat vielleicht froh, wenn etwas herauskommt, was nicht Preuß an, so schließen Sie die Thür einfach zu. Sie können nicht warm und nicht talt ist, sich teilweise den oben geäußerten Wünschen erklären:„ Ich will zunächst mein volles Recht haben, nachher werde mir reden laffen. Ein Londoner Telegramm besagt: Im Kriegsamte herrscht nähert; es wird vielleicht die Genehmigung dann erteilt, aber die Ber- ich Diese Auffassung fann fein große Unruhe, verursacht durch angeblich nicht be fammlung wäre ausgeschaltet und das Verhältnis zum Magistrat müßte monarchisch empfindendes Herz tetlen. Der Antrag Kämpf dagegen friedigenbe Nachrichten über die Lage in der Kapkolonie. sich durchaus unerquidlich gestalten. Die Frage darf nicht aus dem wahrt die Möglichkeit, durch Verhandlungen eine Verständigung Ich bitte Sie, an Angesichts der Thatsache, daß das Kriegsamt jede Auskunft Gesichtspunkt der Märchenbrunnen allein betrachtet werden; es ist herbeizuführen.. Ihren Rechten festin einer Weise( Zwischenruf: verweigert, wird vermutet, daß die Lage sehr ernst ist ein Teil des Systems, welches darauf ausgeht, die städtische Ver- zuhalten, aber Mutig zurückund daß der Aufstand der Afrikander nun endlich doch aus waltung von Berlin einflußlos zu machen und alles, was hier ge- weichen!) auf mich machen Sie mit solchen Zwischenrufen keinen gebrochen ist. schieht, in die letzte Entscheidung des Königs zu legen. Der hier Eindruck; vorhin hörte ich einen, der nicht hätte fallen sollen versuchte Schritt ist, wenn erfolgreich, ein Schritt zur Stabinettsjustiz, daß die schuldige Ehrfurcht vor der Krone auch gewahrt wird die Wegräumung eines Steines, der auf dem Wege zum Absolutis( Beifall); nur dann kann schließlich unsre Auffassung zum Siege mus liegt. Eine intelligente Bürgerschaft wird sich nicht freiwillig führen. unter den Absolutismus beugen!( Beifall bei den Socialdemo fraten.) Welcher Art auch der Vertrag sein möchte, das darf als sicher angesehen werden, daß Rußland die Mandschurei nicht wieder heraus geben wird. Sollte Rußland es nach vollzogener Annektion der Mandschurei noch für nötig halten, durch Abschluß eines Vertrages diese für China so bittere Thatsache ein wenig zu verzuckern, so sicher nur, um seinen Einfluß auf die chinesische Regierung zu erhöhen und möglicherweise noch weitere Vorteile für sich herauszuschlagen.Amerika. Vom südamerikanischen Kriegsschauplak. Ein Telegramm aus Colon besagt: Hier eingegangenen Nachrichten zufolge haben die Regierungstruppen vor kurzem die Aufständischen bei Panoneme in der Provinz Coele(?) geschlagen und viele getötet. Die Regierungstruppen hatten 40 Tote und Verwundete, sie halten Banoneme besetzt. Der Boeren- Krieg. Zum Tode durch den Strang berurteilt wurde nach einer Meldung aus Cradock Lieutenant Brida aus Bethulie wegen Zerstörung eines Eisenbahnzuges und Ermordung eines Eingeborenen. Das Urteil wurde bestätigt. Daß die Boeren Eingeborene, die ihnen als englische Hilfssoldaten in die Hände fielen, erschießen ließen, war ein zwar trauriger aber notwendiger Att der Notwehr. Die Erschießung derer, die sie angeworben, wäre freilich besser gewesen. Wenn Lieutenant Brida wegen eines solchen Standrechtsaktes gehenkt wird, so hat Lord Kitchener selbst den Strang zehnfach verdient. Das Schändliche dieser neuen Blutthat wird auch in diesem Falle dadurch potenziert, daß Lieutenant Brida aus Bethulie, also aus dem Oranje Freistaat, stammt, mithin lein ,, Rebell" ist! Ein neuer Boerenvorstok. Aus Kapstadt wird vom 16. Oktober gemeldet: Mehrere Boerenkommandanten mit im ganzen etwa 500 Mann rüden plündernd und rekrutierend durch das Thal des Großen Bergfluffes nach Süden vor; einige Abteilungen sind bereits bis Hope field und der Saldanha Ba i vorgedrungen.m Die Boeren sind alſo, zum erstenmal, bis zum Atlantischen Ocean vorgedrungen. Die Saldanha Bai liegt nördlich von Kapstadt, und nicht weiter als 100 Kilometer entfernt! Besorgnisse im englischen Kriegsamt. Es soll wohl heißen, der allgemeine Aufstand, denn daß bereits viele Tausende von Kapholländern gegen England im Felde stehen, ist eine längst zugestandene Thatsache. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. 1 31. Sigung vom Donnerstag, den 17. Oktober, nachmittags 5 hr. Die Zuhörertribüne ist wiederum überfüllt. Ju den Ausschuß für die Erörterung der neuesten Phase der Bürgermeister Bestätigungsfrage sind u. a. die = vent Welche Stadtv. Singer: Ein etwas merkwürdiger Sieg, der dadurch erreicht werden soll, daß man nachgiebt und dann von dem Außer dem eben mitgeteilten Antrag ist noch ein Antrag Kämpf andren hört: so ist es recht, nun können wir uns verständigen! eingegangen: Es wäre wirklich eigentlich am besten, statt Dornröschen und Die Versammlung nimmt Kenntnis von der Borlage und Schneewittchen im Friedrichshain das Märchen von der Selbstersucht den Magistrat, an dem in dem Schriftwechsel mit dem verwaltung darzustellen.( Bewegung.) Die Rechtslage wird für föniglichen Bolizeipräsidium entwickelten Rechtsstandpunkt fest- von allen Seiten gehalten, aber Magistrat und zuhalten, nach welchem nur eine baupolizeiliche Genehmigung zur Mehrheit scheinen den Pelz zwar waschen, aber nicht ihn Errichtung des Märchenbrunnens erforderlich ist. naß machen zu wollen. Was mußt es mir, immer von meinem Recht zu reden, wenn ich nie davon Gebrauch mache! Herr Kirschner und Herr Kämpf führen aus, der Kaiser habe in seinem Stadtv. Dr. Preuß( N. L.): Die durchaus dringend wünschenswerte Einmütigkeit zwischen Versammlung und Magiftrat wird nur flar Derlammlungen. achter gehört werden, sondern auch die Arbeiter Gelegenheit be tommen, ihre Ansichten zu äußern. Hamburg). Filiale Rummelsburg. Sonnabend, den 19. Oktober, Allgemeine Kranken- und Sterbefaffe der Metallarbeiter( E. H. 29 abends 8 Uhr: Mitgliederversammlung im Saale des Herrn Schumann, Kiez- Rummelsburg, Neue Prinz Albertstr. 70/71. Tagesordnung: 1. Vors trag des Herrn Dr. Rattowsti über Magenkrankheiten und ihre Verhütung. ministeriums ab! Diese Ausführungen gehen doch notwendigerweiſe mal eine Berringerung der Weitgliederzahl eingetreten, immerhin Die Handelsverträge im öftreichischen zu ich Abgeordnetenhaus. Intereffe für die Nefidenz bei den Opfern, bie er fiir ihre Ausschmückung gebracht, ein Recht auf Berücksichtigung feiner Anregungen. Das kann ich nicht gelten laffen. Wenn folches Die Arbeiter- Bildungsschule hielt am 10. Oftober ihre Necht in Anspruch genommen wird, dann wäre es besser, wenn die ordentliche Generalversammlung für das laufende Geschäftsjahr im Residenz verlegt wird.( Große Bewegung und Lärm.) Die Grund- Gewerkschaftshause ab. Den Vorstandsbericht gab H. Lammé. fäße, die der Oberbürgermeister und Herr Kämpf verkündet Redner bemerkte, daß über das verflossene Quartal wenig zu behaben, machen in naher Zeit auch Magistrat und Stadt- richten sei, da auch in diesem Jahre in den Monaten Juli- September verordneten Versammlung überflüssig; dann geben wir doch die der Unterricht ausgesetzt sei und so die Thätigkeit der Schule ge= Verwaltung Berlins einfach an eine Abteilung des tgl. Haus- ruht habe. Im Zusammenhange damit sei wie alljährlich auch dieshinaus auf einen Verzicht der Selbstverwaltung, zu deren Vertretung zählte Ende September die Schule 263 Mitglieder, 41 Damen und wir gewählt find. Kann man sich etwas komischeres denten, 222 Herren, bedeutend mehr als sonst am Schlusse der Ferienzeit. als die Parallele, welche Herr Kämpf zwischen dem König und dem Soweit Angaben gemacht uwrden, waren davon organisiert nur Wien, 17. Oktober. In der Fortsetzung seiner Rede- siehe einzelnen Bürger gezogen hat?( 8wischenruf: Die war sehr richtig!) politisch 13, nur gewerkschaftlich 91, politisch und gewerkschaftlich 90. den Anfang unter„ Ausland"- erklärt der Finanzminister Ja, dann soll man dem Kaiser doch anheimstellen, fich Es wurden während der Ferien zwei Ausflüge veranstaltet; die erste weiter, den ungünstigen Symptomen der eignen wirtschaftan die Kunstdeputation zut wenden. Wie, weni eine der üblichen Sonntagsversammlungen fand am 22. September im lichen Depression ständen eine Reihe günstiger Symptome Petition aus der Bürgerschaft gekommen wäre, welche nach sechs- großen Saale des Gewerkschaftshauses statt. Herr Dr. Steiner gegenüber, darunter vor allen das Geldwesen. Die Rede jähriger Arbeit aller städtischen Stellen den städtischen Behörden er sprach in derselben über das Thema: Wie ist wissenschaftlicher des Finanzministers wurde wiederholt Beifall unter flärte: dem betreffenden einzelnen Bürger gefällt die Socialismus möglich?" Die Versammlung war recht gut besucht. brochen und auch am Schlusse von Beifall begleitet. Arbeit nicht und er erteilt seine Genehmigung zit der Dem Kaffenbericht zufolge betrug die Einnahme pro Juli- September Ministerpräsident v. Körber erklärt, die Regierung halte an der Arbeit nicht! Nein, hier handelt es sich um das perfonifizierte 280 M., die Ausgabe 475,75, von denen 204 M. auf Bücheranfäufe Ansicht fest, daß sie, so lange die nationalen Fragen nicht gelöst sind, sic volo, sic jubeo! Das taudinische Joch, unter welches Berlins für die Bibliothek entfallen, so daß von dem Bestande vom 1. Juli sich feiner einzelnen Partei anschließen dürfe, um sich nicht dem Verwaltung gezwungen werden soll!( Andauernde Unruhe und Er- in Höhe von 2851,10 M. für den 1. Oktober ein Staffenbestand von Verdacht einer einseitigen Auffassung auszusetzen. Ein östreichisches regung.) Es ist ganz gut, daß jezt endlich einmal der Katze die Schelle um- 2655,35 m. verbleibt. Den Bibliothekbericht gab Genosse Engel. Ministerium müsse sich zur Richtschnur nehmen, daß es in Oestreich gehängt wird, daß man endlich weiß, was mit diesen Rechtsverwahrungen Die Bibliothek umfaßt gegenwärtig 1141 Bände, von denen im wohl eine nationale Partei, aber feine nationale Regierung geben beabsichtigt wird. Die Herren wollen nur sagen können: Wir haben letzten Vierteljahr 250 ausgeliehen wurden. Bei der Neuwahl der tönne. Die Parteien müßten zu einer Zeit, in welcher die wirtdoch recht! Das tommt mir vor, wie wenn jemand, der hinaus- Revisoren werden die Genossen Moldenhauer und Geithner, zu schaftlichen Beziehungen zu Ungarn und die handelspolitischen zu geworfen wird, sich in der Thür noch einmal umdreht und zurück- Ordnern die Genossen Haumersen, Henning und Fräulein Wunsch fremden Staaten geregelt werden müssen, den nationalen wist ruft: Aber recht habe ich doch!( Heiterkeit und abermalige gewählt. Nachdem noch verschiedene Wünsche betreffs der Bibliothet zurücktreten lassen. Der übrigen Welt gegenüber und in jedem begroße Unruhe.) Die einzig richtige Rechtsverwahrung wäre die: geäußert, wurde beschlossen, im nächsten Quartal trop erfolgter Ab: deutsamen Augenblick würden auch unsre verschiedenen Voltsstämme einem nicht berechtigten Einspruch haben wir uns nicht zu fügen, wir fage des Herrn W. Bölsche den Unterricht in Naturertenntnis beizu zu einem nationalen Volk und ebenso von Patriotismus erfüllt, wie thun, was wir nach reiflicher Erwägung für richtig befunden haben. Der behalten. Ferner wurde bestimmt, auch weiterhin dem Verein der irgend ein andres.( Lebhafter Beifall.) Antrag Kampf war vor seiner Begründung viel besser als nachher. Freunde der Treptower Sternwarte mit einem Jahresbeitrage von Der Ministerpräsident geht sodann auf die Besprechung der wirt. ( Sehr gut! Heiterkeit), jetzt ist er nur dahin zu verstehen, daß 50 m. anzugehören. Mit der Bitte des Vorsitzenden, für guten schaftlichen Beziehungen zu Ungarn und der Handelspolitischen man fich in der Pragis ein Vergnügen macht, sein Besuch des neubeginnenden Unterrichts zu wirken, wird die Vergu ben fremden Staaten ein. Der Ministerpräsident theoretisch als unerschütterlich erkämpftes Recht preiszugeben. fammlung geschlossen. Woraus schöpft der Oberbürgermeister seine Hoffnung auf einen verweist die sodann auf Ausführungen hervorragender Ausgang zu Gunsten der Stadt? Ist der Audienzbericht in der stark besuchte Versammlung ab, um den Bericht des Gesellen- Aus- Weltströmungen für eine Bollgemeinschaft Oestreich. Der Central- Verband der Töpfer hielt am 14. Oftober eine ungrischer Politiker, welche angesichts der Herrschenden Presse aus dem Civilkabinett oder aus dem Magistratsbureau ergangen? Jedenfalls hat in dem Bericht nichts von schusses entgegen zu nehmen. Wie mitgeteilt wurde, haben die Arbeit- ungarns eintreten. Der Standpunkt der Regierung sei, daß der Erörterung der Rechtslage gestanden. Nach diesem Bericht, geber, trotzdem einige mit aller Macht gegen die Annahme des zwischen die unbedingte Loyalität nicht nur im Augenblick der Abmachungen, der auch das geflügelte Wort:" Ich kann warten!" enthielt, ergiebt Vorstand und Ausschuß ausgearbeiteten Tarifs auftraten, es doch vor- die unbedingte Loyalität nicht nur im Augenblick der Abmachungen, fich nicht, daß der Kaiser von seiner Auffassung in den ogen, dem Entwurf mit allen gegen 5 Stimmen zuzustimmen. Hierdurch sondern während der ganzen Vertragsdauer und unter unausgefegt von seiner Auffaffung in den ist den Töpfern vom 1. Januar 1902 ab eine 15prozentige Er- fchonungsvoller Rücksichtnahme auch auf den andren Teil dem Vertrage schwebenden drei Fragen irgendwie abgegangen ist; finde das an sich auch ganz in der Ordnung, wenn man höhung ihres Tarifs gesichert. Einige Diskussionsrebner waren der erst den eigentlichen Wert verleihe. Die Regierung fet für eine durch eine eine Unterredung nicht gleich Ansicht, daß der Tarif wie bisher vor dem Gewerbegericht festgelegt Politik der Handelsverträge, selbstverständlich solcher Verträge, gesezten Meinung kommt – aber daraus folgt nicht, daß wir nun werden müßte, dem haben sich die Arbeitgeber widerfeyt. Die in welchen auch die Interessen Oestreichs gewürdigt werden, aber daraus folgt nicht, daß wir nun mitglieder des Gesellenausschusses teilten sodann mit, daß der denn andernfalls müßte Oestreich sich auf seine Grenzen zurückunfre Auffassung ändern müssen. Geht der Antrag Kämpf durch, dann sind wir find wir in der allerschönsten Weise dabei, Junungsvorstand die Machtbefugnisse von den Mitgliedern erhalten ziehen. Zunächst sei jedenfalls der Abschluß von Handelsverträgen Aufhebeng babe, bei etwaigen Streitfällen einzugreifen und die echte der in Aussicht zu nehmen. Vom Bustandekommen neuer Verträge, Zu thun, worüber zuerst fo großes verlegten Rechtsstandpunkt gemacht worden ist. zu Glaubt Gefellen Hierauf erklärte die Versammlung der Oberbürgermeister, schwächliche Rechtsverwahrungen machten sich gegen wenige Stimmen bereit, den Tarif anzunehmen. Der namentlich von solchen mit dem Deutschen Reiche, der ja den oben Eindruck? Die Rechtslage ist zweifellos und deshalb sollen eine Resolution angenommen, die wie in den Vorjahren bestimmt, erhofft der Ministerpräsident die Erlösung aus einem Zustande, 2. Punkt der Tagesordnung betraf die Fensterfrage. Hierzu wurde Ausgangspunkt für alle weiteren Vereinbarungen zu bilden hätte, die städtischen Behörden ihre Entscheidung nicht nach dem baß Arbeiten nur auf solchen Bauten ausgeführt werden dürfen, wo dessen betrübende Wirkungen schon seit Jahren hervorträten; die Willen des Königs ummodeln lassen. was die künstlerische Seite der Frage anbetrifft, so habe ich noch nie beansprucht, für die Etagen, in denen Töpfer arbeiten, verglast find. Die deshalb Regierung werde bei den bevorstehenden Handelsvertragsden Oberbürgermeister tompetent zu fein; es beruht das auf gemaßregelten Mitglieder haben sich zu melden und werden Verhandlungen vor allem auf den wirksamen Schuß der Inder erfreulichsten Gegenseitigkeit.( Heiterkeit, Beifall und große unterſtügt. dustrie bedacht sein. Der Ministerpräsident fann mit aller Bes Unruhe.) Die kompetente Stelle, die Kunstdeputation, hat sich ja Die Album Arbeiter und-Arbeiterinnen hatten am Mitt stimmtheit erklären, die Regierung werde kein östreichisches Interesse, bereits dahin ausgesprochen, daß der Oberpräsident gefragt werden woch eine öffentliche Bersammlung im Gewerkschaftshause. Zunächst an wen immer, preisgeben.( Lebh. Beif.)„ Wird man uns einen erträgfoll, ob er die baupolizeiliche Genehmigung geben will oder nicht; hielt Reichstags- Abgeordneter 8ubeil einen Vortrag über:" Die lichen Frieden anbieten, so werben wir ihn bereitwillig annehmen, das war freilich vor der Audienz.( hört, hört! und Heiter wirtschaftlichen Krisen und ihre Bedeutung für die Arbeiter"," derlichen Frieden anbieten, so werden wir ihn bereitwillig annehmen, keit.) Vielleicht meint der Oberbürgermeister eine noch fom- mit großem Beifall aufgenommen wurde. Dann sprach Bytomski, fordert man nur Opfer von uns und will uns keine Vorteile gewähren, petentere Stelle. Dann machen Sie es sich doch leichter, stellen Sie der Branchen- Vertrauensmamı, über die Mißstände in den Album- werden wir die Rolle des geduldigen Lammes ablehnen. Der bem Kaiser jährlich die 100 000 M. zur Verfügung mit der er- fabriken und geißelte besonders das in vielen Werkstuben Friede des Weltteils, durch feste Bündnisse und wohl ausgebenen Bitte, dafür die Straßen und Plätze Berlins zu schmücken. herrschende Kolonnensystem, durch das den einzelnen Zwischen- gerüstete Heere gewährleistet, findet seine natürliche Begrenzung Das ist ungefähr derfelbe Weg, den der Reichstag bei der Bewilligung des meistern innerhalb der Fabriken ein verhältnismäßig gutes Ein- in dem wirtschaftlichen Gleichgewicht der Staaten. Auch dazu find Kaiser Wilhelm- Dentmals eingeschlagen hat, wie es ganz ähnlich auch in kommen verschafft wird, die Arbeiter und Arbeiterinnen aber noch die Parlamente da, um bei einer solchen Abwehr der Regierung zur Preußen bei dem Dombau geschehen ist. Wir werden gegen die mehr ausgebeutet werden, als wenn sie direkt vom Unternehmer ent- Seite zu stehen."( Beifall.) Resolution Stämpf, aber für den Antrag Preuß stimmen, der der lohnt würden. Diese Verhältnisse müßten durch den moralischen Lage einen deutlichen Ausdruck giebt. Ich könnte mir ja Druck der Organisation im Interesse der Gesamtheit geregelt werden. denken, daß das Oberverwaltungsgericht sich in eine unbequeme Der Vertrauensmann hat wiederum eine Anzahl Werkstubensizungen entwurf, betreffend einen Notstandskredit von 3 Millionen Stronen, Lage versezt fühlt, daß der Magistrat seinerseits nicht wünscht, den abgehalten, die teils gut, teils aber auch weniger gut besucht waren. Kaiser in die Lage zu bringen, einen seiner Wünsche durch einen Eine bessere Unterstügung seiner Thätigkeit ist sehr zu wünschen, zu Forscht seinen Dringlichkeitsantrag, betreffend den deutschen ZollNach dem Ministerpräsidenten v. Körber begründet Abgeordneter Gerichtsspruch abgelehnt zu sehen; aber Recht muß Recht bleiben, mal da die Verhältnisse in der Albumbranche sehr schlechte find tarif. Er erklärt, es wäre beffer gewesen, wenn die heutige und nicht bloß auf dem Papiere! Geht das nicht anders, als auf und diese zum Beispiel auch die einzige Branche innerhalb Nede des Ministerpräsidenten vor Beröffentlichung dieses Ent dem Prozeßwege, so muß dieser Weg beschritten werden. Mit dem des Buchbindergewerbes ist, wo noch die zehnstündige Arbeits- wurfes gehalten worden wäre. Sollte der deutsche Zoll" Forstwursteln" des Magistrats können wir nie und nimmer zeit üblich ist. Die sanitären Verhältnisse in den Werkstuben sind tarif in der jezigen Form in Kraft treten, dann könnte pattieren. in leyter Zeit häufig durch das Einschreiten der Polizei und der Gevon einem Abschluß eines Handelsvertrages nicht mehr Stadtbaurat Hoffmann: Die Arbeiten sind noch nicht in der werbe- Inspektion gebessert worden. In der Diskussion werden besonders die Zustände bei der Firma Ausführung begriffen; das vorliegende kleine Modell habe ich sofort, als ich es zum erstenmale fah, für zu pompös, zu festlich erklärt, Walter, Prinzessinnenstraße, fritisiert, wo auch das Stolonnensystem das ich einfacher gestaltet wissen wollte. Auch ein Teil der Preß- herrscht und außerdem die Klosett- und Garderoben- Einrichtungen tritifen unsrer Ausstellung und zwar sehr beachtenswerte sehr mangelhaft sein sollen. Genosse Zubeil weist darauf hin, daß Stimmen, äußerten sich in ähnlichem Sinne. Danach kam die in allen Stadtteilen die weiblichen Vertrauenspersonen, deren Adreffen Aussprache, welche Anregungen in derselben Richtung gab. Ich der Vorwärts" veröffentlicht hat, bereit sind, derartige Beschwerden als Künstler tann nur wünschen, daß die Frage in der entgegenzunehmen. Demgegenüber bemerkt Bytomski, daß auch er Deputation nochmals erivogen wird. Ein Künstler ohne als Vertrauensmann jederzeit hierzu bereit sei und dann für Abhilfe Selbstkritik ist kein Künstler; je großartiger das Wesen solcher Herren, sorgen werde. um so fleinartiger die Leistungen. Ich stehe in einem Doppeltörper Zunt Schluß wird noch auf die am 23. Oftober stattfindende städtischer Verwaltung von 178 Stöpfen, 144 Stadtverordneten und große Versammlung bei Keller aufmerksam gemacht. 34 Stadträten; die 177 Köpfe außer mir sind sich sehr ungleich in ihren künstlerischen Anschauungen. Gerade eine so viellöpfige Verwaltung faun einen eigensinnigen Stadtbaurat am allerivenigsten das bom brauchen. Stadtv. Kämpf: Durch die Angriffe und persönlichen Spigen gegen meine Ausführungen werde ich mich nicht aus meiner Rube bringen lassen. Wir leben nicht auf einer Jusel, sondern haben zu rechnen mit rechts und mit links. Damit schließt die Beratung. Persönlich protestiert Stabtb. Dr. Preuß gegen die Infinuation, daß sein Antrag und seine Begründung irgend etwas der strengsten monarchischen Observanz Widersprechendes enthalten habe. " wahren. Die Der Ministerpräsident erklärt, er werde noch heute einen Geset einbringen. die Rede sein. Die Stellung Oestreichs gegenüber Ungarn babe sich angesichts der geänderten zollpolitischen Verhältnisse zu Gunsten Destreichs verschoben. Die Verhandlungen wurden sodann abgebrochen. Nächste Sigung morgen. Jm Einlauf der heutigen Sigung befindet sich eine Interpella tion der Deutschliberalen Groß und Genoffen über die Einwande rung von Klerikern in Oestreich, in der sie erklären, die Kleriker, welche der Gewalt Einwanderung landesfremder ihres Vaterlandes weichen mußten mußten und eine Zuflucht für ihre ungefeßliche Thätigkeit suchen, sei höchst bedenklich, Ueber die Preiserhöhung in Barbiergeschäften verhandelten da deren Thätigkeit die Anhänglichkeit der Bevölkerung an das im Bezirk Südosten die Inhaber von Babiergeschäften. Die An- Baterland zu erschüttern geeignet sei. Die Interpellation fragt, ob die regung zu der Versammlung gab die vielfach aufgestellte Behauptung Regierung geneigt sei, die notwendigen Verhaltungsmaßregeln für in einigen Lokalblättern, daß die Preiserhöhung erfolglos verlaufen einen etwaigen vorübergehenden Aufenthalt der Kleriter zu treffen wäre. Dem gegenüber wurde in der Versammlung vom Referenten, und ob sie deren bleibende Niederlassung verhindern wolle. Die Herrn Varisch, tonstatiert, daß die Preise feststehen und in einer Abgeordneten Erler und Genossent, Deutschvoltlich, bringen einen Resolution wurden diejenigen, die bisher die Preiserhöhung nicht ähnlichen Dringlichkeits- Antrag ein. eintreten ließen, verpflichtet, sich der Preisbewegung anzuschließen. Der Profeffor des Kaifer8. Die Musikinstrumenten- Arbeiter nahmen in einer gut befuchten Versammlung, die am 15. b. M. ini Gewerkschaftshaus tagte, Tehte Nachrichten und Depelthen. Stellung zu dem Zolltarif. Der Referent Robert Schmidt er läuterte, wie gerade die Musikinstrumenten- Industrie ein großes Straßburg, 17. Oftober.( W. Z. B.) Von dem Kaiser ist dem Der Oberbürgermeister erklärt, mur die Wirkung des Interesse an der Gestaltung des Zolltarifes habe, da diese Fabrikation Antrags gemeint zu haben, daß damit die Thür zur Verständigung über die Hälfte ihrer Erzeugnisse dem Auslandsmarkt zuführe. taiserlichen Statthalter Fürsten zu Hohenlohe- Langenburg folgendes verschlossen würde. Jede Störung des Handels bedeute für diese Industrie schwere Ver- Telegramm zugegangen: Neues Palais. Patent für Dr. Spahn Der Antrag Singer wird zurückgezogen, der Antrag Preußluste, von denen auch die Arbeiter betroffen würden. Die hohen Zölle von Dir hente vollzogen. Er wird gewiß eine vortreffliche Lehrkraft Freue mich, einen der lange gehegten in namentlicher Abstimmung mit 67 gegen 46 Stimmen abgelehnt, für Landwirtschaftsprodukte treiben die Preise für die notwendigen für die Universität werden. ( Dr. Langerhans enthält sich der Abstimmung), der Antrag Kämpf Lebensbedürfnisse in die Höhe und bedrücken die Lebenshaltung der Wünsche meiner Elsaß- Lothringer haben erfüllen zu können, und ihnen angenommen. Gegen den Antrag Breuß stimmt auch der Arbeiter. Um so unverständlicher sei es, daß der Vorsitzende des sowohl als meinen katholischen Unterthanen überhaupt bewiesen zu haben, Stadtv. Nathan( N. L.). Bei der Verkündung des Abstimmungs- Fabrikantenvereins, Herr Kommerzienrat Schiebmeher, der als daß anerkannte wissenschaftliche Tüchtigkeit auf der Baris von Waterergebnisses über den Antrag Brenz ruft Stadtv. offmann Sachverständiger im Reichsamt des Innern gehört wurde, nichts landsliebe und Treue zum Reich immer zu Nutz und Frommen des ( Soc.): Am 6. November fommt die Quittung! welchen Ruf die gegen die höheren Zölle auf Lebensmittel einzuwenden habe, sondern Waterlandes von mir verwendet wird. Wilhelm I. R. Mehrheit mit Gelächter aufnimmt. fie als ein Kompromiß mit den Industrieforderungen bezeichnete. Diese Stellung ist um so unverständlicher, als der Lohn der Arbeiter in der Musikinstrumenten- Industrie nach den Ausweisen der Berufs- Bochum, 17. Oktober.( B. H.) Das hiesige Schwurgericht Ergänzungswahlen zur Stadtverordneten- Versammlung genossenschaften vom Jahre 1893 bis 1899 zurückgegangen ist, für verurteilte heute abend, dem„ Bochumer Anzeiger" zufolge, den zur Wahl kommenden Bezirke und der gebildeten Abstimmungs- die Arbeiter mithin die ganze Hochkonjunktur ohne jeden Nußen früheren Gerichtsvollzieher Naujods wegen Die Politit des bezirke ersucht der Magistrat um Ernennung von je zwei Bei- gewesen ist. Fabrikantenvereins führe ichlagung amtlicher, ihm anvertrauter Gelder in Höhe von etwa fißern und zwei Beisiger Stellvertretern für jedent Wahl bezw. fomit zu einer Verschärfung der Handelsbeziehungen und 25 000. und unrichtiger Führung der Dienstverzeichnisse zu drei Abstimmungsbezirt. Das Wesentliche aus dem Tableau haben wir Schädigung der Arbeiterintereffen. Redner besprach dann ein Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust. Die veruntreute bereits mitgeteilt. gehend den Außenhandel der Musikinstrumenten Industrie, die Summe hat Naujods verspielt. Prag, 17. Oftober.( W. T. B.) Bei der heutigen Wahl für nach seiner Meinung ohne Schutzölle auskommen fönne. Die Dis fussion, die dem Vortrag folgte, bewegte sich im zustimmenden den Landtag im Landgemeinde- Wahlbezirk Bischofteinitz wurde in der engeren Wahl der Alldeutsche Stahl mit 1808 Stimmen gewählt, Sinne und gelangte sodann folgende Resolution zur Annahme: gegen den czechischen Zähltandidaten Schwarz, der 719 Stimmen auf sich vereinigte. Unter Uebersendung der Nachweisung der am 6. November bei den Die Vorlage wird ohne Debatte dem Ausschusse für Unbesoldete überwiesen. Hierauf geht die Versammlung über zur Vornahme der auf 6 Uhr angesetzt gewesenen, aber mit Rücksicht auf die Fortsetzung der Verhandlung des Antrags Singer verschobenen Wahl von 7 unbefoldeten Stadträten an Stelle der Herren Fischbeck, Heller, Hübner, Marggraff, Münsterberg, Straßmann und Struwe, deren Wahlzeit Ende 1901 abläuft. Es werden wiedergewählt: Stadtrat Fischbed, Stadtrat Heller und Stadtrat Hübner. Die übrigen Wahlen und Beratungsgegenstände werden vertagt und die öffentliche Sigung um 3/49 Uhr geschlossen. der g Unters Die Versammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter hält eine Erhöhung der Eingangszölle für Musikinstrumente feineswegs für erforderlich; sie befürchtet vielmehr, daß nach der gleichen Richtung Rom, 17. Oftober.( B. H.) Der gestern gefangene Bandit das Ausland angeregt wird, den Absatz unsrer Fabritate durch höhere Musolino hat eingestanden, 20 Personen ermordet zu haben, 3ölle zu erschweren. Im besonderen wird durch die hohen Agrar- und zwar aus Rache. Er drückte darüber sein Bedauern aus, daß die zölle Lebenshaltung Arbeiter herabgedrückt, die er Kalabrien verlassen habe, denn sonst wäre er der Polizei wohl schon durch den wirtschaftlichen Niedergang start nicht in die Hände gefallen. Die Carabiniere, die ihn gefangen haben, heute bedroht wird. Aus dem Grunde protestieren wir gegen die im erhalten zusammen 50 000 Lire Belohnung und außerdem jeder eine Verein der Musikinstrumenten- Fabrikanten ausgesprochene Anficht des Medaille. Herrn Kommerzienrats Schiedmeyer, der sich zu der Erhöhung der Galaş, 17. Oftober.( B. H.) Der Lloyddampfer Agrarzölle zustimmend äußerte. Die Arbeiter richten deshalb an die Epidaure" ist in der Nähe von Cyclina im Schwarzen Meere Regierung das Verlangen, daß nicht nur die Fabrikanten als Gut- geftrandet. Ueber das weitere Schicksal desselben ist nichts belamut. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. r. 244. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partei- Nachrichten. Den Bericht über den Parteitag nahmen die Parteigenoffen Lüneburgs in öffentlicher Versammlung entgegen. Es wurde folgende Resolution angenommen: Die heute, den 14. Oktober, in der„ Centralhalle" in Lüneburg tagende socialdemokratische Parteiversammlung ist mit den Beschlüssen des Parteitages in Lübeck einverstanden. Mit der Thätigkeit des Delegierten erklärt sich die Bersammlung bis auf seine Zustimmung zu dem Antrag Legien in der Frage der Hamburger Accordmaurer einverstanden." Die Angelegenheit der Hamburger Accordmaurer wurde in einer öffentlichen Maurerversammlung in Breslau besprochen. Alle Redner sprachen sich gegen die Accordarbeit im allgemeinen aus und verurteilten das Verhalten der Hamburger Accordmaurer sehr scharf. Die Regelung, die die Sache auf dem Parteitage gefunden hat, fand die volle Zustimmung aller Redner. angenommen: Gegen eine starke Minorität wurde dann folgende Resolution " Die heute am 13. Oktober tagende öffentliche Parteiverfammlung ersieht in dem fraglichen Brief des Genossen Meis einen taktischen, jedoch keinen principiellen Fehler und spricht diesem, nachdem er den Inhalt des Briefes widerruft, die volle Sympathie aus. Die Versammlung erklärt, daß sie nach wie vor Meis für einen ehrlichen und aufrichtigen Genossen hält, dem sie das volle Vertrauen schenkt." Mit großer Mehrheit wurde aber auch noch eine Resolution angenommen, worin die Versammlung jede stimmenfängerische Wahlagitation in dem Sinne, wie der Brief des Genossen Meis das ertennen läßt, weit von sich weist und worin außerdem erklärt wird, daß Meis sich ganz zu unrecht auf die Meinung der Vertrauensleute beruft in der Rücksichtnahme auf die indifferenten Arbeiter. " . aus 2901 Freitag, 18. Oktober 1901. V ber= allein gelassen worden sind. Zum Beweis dafür eine recht Schulunterricht eingeführt werden, um einen Ausgleich zu schaffen. zeitgemäße Reminiscenz. Umtlungen vont dem frauenrecht- Diejenigen, die das weibliche Geschlecht als geistig minderwertig lerischen Gegeter darüber, daß bürgerlichen Damen einmal bezeichnen, befinden sich in einem starken Widerspruch, wenn sie recht sein sollte, was den proletarischen Frauen noch allezeit andrerseits für den Erzieherberuf die Frau als besonders geeignet billig gewesen ist- nämlich die strikte Anwendung des geltenden erachten. erzreaktionären Vereinsrechts entbehrt sie gerade gegenwärtig nicht Der Redner verweist darauf, daß die Frau heute im wirtschafteines pikanten Beigeschmacks. Als die lex Recke seiner Beit bis zu lichen Leben eine ganz andre Stellung als früher einnimmt, daß die den schwächlichen liberalen Mannesseelen zum Protest aufpeitschte: Zahl der Eheschließungen verhältnismäßig bedeutend abgenommen waren es die radikalen Frauenrechtlerinnen in Berlin, die aus taktischen hat, und daß die Frau der gleichen Ausbildung wie der Mann Gründen" auf eine Protestaktion, auf den Kampf gegen das preußische bedarf und daß sie sich mit dem Erzieherberuf und der soVereinsrecht und einen Vorstoß für die Gleichberechtigung des weib: genannten Vorbereitung der Mutterschaft, die man in den Schulen lichen Geschlechts verzichteten. 40 übrigens gar nicht berücksichtigt, nicht begnügen kann. Wenn bes Die behördliche Braris zweierlei Rechts in Sachen des Vereins- hauptet wird, daß die gemeinsame Schule eine Gefahr für die Sittund Versammlungsrechts gegenüber Bourgeoisdamen und Prole- lichkeit sei, so kann dies nur von solchen Leuten geschehen, die selbst tarierinnen, die in der Oeffentlichkeit und zum tiefen Schaden der nicht rein sind. Im Gegenteil ist von praktischen Schulmännern die Allgemeinheit geschieht, darf aber nicht im stillen Kämmerlein be- Erfahrung gemacht worden, daß durch die Trennung der Geschlechter jammert, fie muß auf dem Forum mit aller Schärfe kritisiert und die Sinnlichkeit auf beiden Seiten aufs höchste gereizt wird und daß bekämpft werden. Nur wer jeglichen Gerechtigkeitsfinnes bar ist, kann dabei viel mehr Unsittlichkeiten als in den gemeinsamten Schulen Socialdemokratinnen ansinnen, in gottergebener preußisch- reichs- vorgekommen sind. Der Reduer schilderte die verschiedenen Unter falscher Flagge. Mit der Angelegenheit des Genoffen deutscher Gesinnungstüchtigkeit dort zu schweigen, wo das Juteresse Nachteile, Peter Meis in Gelsenkirchen, die wir unter obiger Spigmarke in der proletarischen Frauen zu reden gebietet. Zu schweigen, und weist der Trennung ergeben und u. a. darauf, daß es viel weniger unglückliche Ehen unsrer Nr 215 und 229 behandelten, beschäftigte sich am warum? Auf daß den Organisationen von Bourgeoisdamen auch geben würde, wenn die Kinder gemeinsam erzogen werden, ein Sonntag eine Parteiversammlung in Bochum. Es entwickelte fürderhin die Gnade und Wohlthat einer Anwendung des Gesetzes gegenseitiger seelischer Einfluß ausgeübt wird und wenn Mann und fich eine lange und erregte Debatte. Meis gab Erkkärungen zu teil werde, die nicht im Zeichen der Gerechtigkeit steht, sondern Frau nicht erst in späten Jahren, vielleicht im Ballfaal zusammenab, aus denen zu entnehmen ist, daß er mit seinem von uns ab- in dem der Klassenjustiz, der Galanterie und der politischen Nicht- geführt werden, ohne die verschiedenen Charaktereigenschaften richtig gedruckten Briefe nur im Sinne der Bochumer Vertrauensleute zu achtung. zu kennen, sich dann verheiraten. In der gemeinsamen Schüle Handeln glaubte und daß er die abgelehnte Rede doch noch gehalten hätte, wenn man darauf bestanden hätte. Daß gerade Frl. Augspurg dieses Ansinnen erhebt, daß sie die herrscht eine beffere Disciplin, der Lerneifer wird angespornt, die vereinsgeseßlich verbotenen Bethätigungen" frauenrechtlerischer geistige Anregung wird durch das Zusammensein der Knaben Organisationen und die seitherige Toleranz der Behörden ihnen und Mädchen gefördert und andrerseits die einseitige Begegenüber als jungfräuliches Geheimnis" der Damen um Frau handlung des Lehrstoffes, wie es sonst vorkommt, vermieden. Cauer und der Beamten um Herrn v. Windheim behandelt wissen will, Die Einheitsschule, in der Arm und Reich ohne Unterschied an das keine unheilige socialistische Hand rühren darf, ist ebenso ver- des Geschlechts gemein erzogen werden, ist eine sociale und naturblüffend als komisch. Niemand anders nämlich als Frl. Augspurg in gemäße, begründete Forderung, und Aufgabe der kämpfenden selbsteigner Herrlichkeit hat dieses jungfräuliche Geheimnis profanen Arbeiterschaft wird es sein, für deren Durchführung zu wirken, die Blicken enthüllt. Allerdings nicht in einer fit socialdemokratischen damit ein wenn auch nur kleines Stück der socialen Frage lösen kann. Zeitung, wohl aber in der hochehrbaren konstituierenden Versamm- Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommea. In lung der Gesellschaft für sociale Reform". Dieselbe lehute es be- der Diskussion sprachen sich sämtliche Redner im Sinne des Referenten tanntlich unter Hinweis auf die vereinsgesetzlichen Bestimmungen in gegen die Trennung der Geschlechter und für die Einheitsschule aus. Preußen und andren deutschen Bundesstaaten ab, Frauen als Mit- Fri. Altmann verweist darauf, daß sie sehr häufig veranlaßt glieder aufzunehmen. In der Diskussion über die strittige Frage worden ist, in Arbeiter und Arbeiterinnen Vereinen über erklärte Frl. Augspurg,„ daß selbst für Preußen diese Erziehungsfragen zu sprechen und sprechen und der Vorwurf, daß die ängstliche Rücksicht auf das Vereinsgefeß über Arbeiterschaft nicht genügend Interesse für diese Frage hat, fliig erscheine angesichts der großen Toleranz nicht gerechtfertigt ist. Es müsse auch berücksichtigt werden, daß die der Polizei allen allen bürgerlichen politischen Arbeiterschaft fortgesetzt von wirtschaftlichen und politischen Fragen Fraucuvercinen gegenüber, die in ihren vom in Anspruch genommen wird und daß überhaupt erst, um eine gute Buchstaben des Gesezes durchweg verbotenen Ausbildung zu ermöglichen, eine wirtschaftliche und sociale BesserBethätigungen durch Petitionen 2c. völlig un- ftellung der Arbeiterklasse erkämpft werden muß. Fran Geisler behelligt bleiben." Co zu lesen im Artikel Mut?" in Nr. 2 berichtete aus ihren eigenen Erfahrungen, daß sie zu der UeberFlein Anita Augspurg zur Antwort. der Frauenbewegung" vom 15. Januar d. J. Der angeführte Satz ent- zengung gekommen ist, daß der gemeinsame Unterricht unbedingt Ohne i Begründung, mit einer Leichtfertigkeit, der nur durch hält auch nicht einen Schatten der Auffassung, daß das Thun frauenrecht- vorteilhafter ist. die bekun politische Denkunfähigkeit die Wage gehalten wird, hat lerischer Organisationen und das Verhalten der Behörden ihnen gegenüber Genoffe. Seidel bemerkt in seinem Schlußwort, daß er der Fräulein Aigspurg in der Frauen- Protestversammlung vom zu der Kategorie der„ heimlichen Liebe" gehöre,„ von der niemand Arbeiterschaft durchaus keinen Vorwurf machen wollte und daß er 7. Oft er die schwerste Anklage gegen mich geschleudert, die einen was weiß", nichts wissen dürfe. Im Gegenteil: er pocht und die Schaffung der Einheitsschule noch für wichtiger halte, als anständigen Menschen treffen kann: die Dame zich mich der prachert mit den vom Buchstaben des Gesetzes durchweg verbotenen die auch sehr notwendige Vereinigung der Geschlechter in der Denunziation. Sie behauptete, daß die Socialistin Clara Zettin Bethätigungen" der fraucurechtlerischen Streise"," der Toleranz der Schule. Nachdem auch die Vorsitzende Frau Mesch noch in der„ Gleichheit" den Frauenkongreß demunziert und so Herrn Polizei" ihnen gegenüber. Wenn die Notiz der„ Gleichheit" eine zur regen Thätigkeit für die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen von Windheim aus dem Gleichgewicht gebracht habe".(„ Vorwärts" Denunziation enthalten soll, so tritt mithin Frl. Angspurg in der aufgefordert und darauf hingewiesen, daß nur die socialdemo vom 9. Oktober.) wiedergegebenen Erklärung nicht minder als Denunziantin vor die kratischen Vertreter für eine wirkliche Verbesserung der Schule Was liegt dieser Anschuldigung zu Grunde? In Nr. 20 der Deffentlichkeit. Nicht bloß Lügner müssen ein gutes Gedächtnis verhältnisse eintreten, wurde die Versammlung mit einem beGleichheit" knüpfte ich an eine Notiz über die bevorstehende Ver- haben. geisternden Hoch auf die Socialdemokratie und den Genossen Seidel sammlung des Verbandes fortschrittlicher Frauenvereine" und ihre Von der persönlichen Seite der Sache abgesehen, entspricht übrigens geschlossen. Tagesordnung die folgenden Ausführungen: Frl. Augspurgs Vorgehen nur frauenrechtlerischer Art. Der unvermeid= In der Versammlung tam auch eine Erklärung der GeDas Programm der Versammlung des Verbandes, wie der Um- liche Protest gegen das preußische Vereins- und Versammlungs- noisin gettin zur Berlejung, in der diese die Behauptungen stand, daß die Sigungen im Reichstagsgebäude stattfinden, bestätigen utrecht und die Maßnahmen der Behörden wird gemildert durch den von Frl. Augspurg, daß sie die bürgerliche Frauenbewegung wieder einmal mit herzerfrischender Deutlichkeit, daß von seiten der ganz phantastischen, aber nach oben empfehlenden Angriff auf die denunziert und damit das Eingreifen der Polizeibehörde veranlaßt Behörden die bürgerliche Frauenrechtelei und die proletarische Frauen- Socialdemokratie. Die bittere Kritik au Polizeigeist und Polizei- hätte, zurückwics. bewegung mit giveierlei Maß gemessen wird. Jede proletarische wirtschaft wird versüßt durch das gefühlvolle Bedauern, daß der Frauenorganisation, welche sich mit Fragen beschäftigen würde wie: arme gute Herr v. Windheim durch die socialistische Denunziation Aus Industrie und Handel. Die politische Erziehung der Frau und Das Krankenversicherungs- aus dem Gleichgewicht gebracht worden." Der gepredigte Kreuzzug Gesez; welche sich erdreistete, eine öffentliche Kundgebung zum Zoll- für die vereinsgesetzliche Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts Lohnreduktionen auf den rheinischen Werken werden jest tarif- Entwurf einzuberufen, verfiele in Preußen und anderwärts wird eingeleitet durch ein de- und wehmütiges Gewimmer, die fortgesetzt bekannt. Die Verwaltung des Rheinischen Stahlwerkes" als politisch und geseze brecherisch unfehlbar der Auflösung. Ihre Polizei folle coulanter sein, wie sie ja schon häufig Kulanz gezeigt fündigt für den 1. November eine Lohnreduktion von 10 Proz. an. Verbandsmitglieder würden angeklagt und verurteilt von Rechts- habe." Und nicht die frauenrechtlerische Führerin, die im Auftrage Die Gewerkschaft Deutscher Kaiser" jetzt die Löhne um 7 Proz. wegen". Den Leiterinnen der bürgerlichen Frauenorganisation, die ihrer Ideengenofsimen spricht, erfaßt mit Klarheit und Schärfe die herab. Desgleichen sind von der Dortmunder Union" Lohnkürzungen sich mit politischen Angelegenheiten befaßt, geht keine Auf- gegebene Situation und ihre Bedeutung und formuliert mit vorgenommen und der Betrieb bedeutend eingeschränkt. Die Horster forderung zu, sich vor dem Kadi zu verantworten, dagegen die unzweideutiger Präcision die aus ihr hervorwachsenden nächsten Werte haben ihren Betrieb bis auf die Schraubenfabrikation eingestellt. höfliche Mitteilung, daß dem Verband ein Saal des Reichstags- Aufgaben der Frauenrechtelei: der politische Hans Dampf Auf den Schächten I und II der Zeche Shamrod", sowie auf der gebäudes für seine Zwecke zur Verfügung steht. Deutschland ist das in allen Gassen, Herr von Gerlach, jagt, was bom Zeche Präsident" wurden Feierschichten eingelegt; die Zeche„ Berneck" Land der vollendetsten Rechtsgarantien", und wer es dem Grafen frauenrechtlerischen Standpunkte aus gesagt werden mußte. Welche hat die Schichtlöhne reduziert. Auch aus dem Duisburger und dem Posadoweky nicht glaubt, der zahlt dem Reichsant des Innern Ironie! Zierlohner Bezirk kommen Nachrichten über anhaltend schlechten nach berühmten Mustern zwar nicht zwölftausend Mark, wohl aber Geschäftsgang. Aus dem Ruhrbezirk sollen Hunderte von einen Thaler." Familien ihre ostpreußische Heimat zurückvefördert und zur Arbeit in Der Landwirtschaft verwendet werden. Die glänzende Geschäftslage, die die Kohlenwerke und Eisenindustrie durchgemacht haben, lasse eine Lohureduktion nicht berechtigt er scheinen. Denn die Arbeiter haben in nur sehr bescheidenem Maße von der Hochkonjunktur Vorteile gezogen, während man jezt auf ihren Schultern am liebsten die ganze Last der wirtschaftlichen Depression abladen möchte. Die Dividenden find den Aktionären in den letzten Jahren mit vollen Händen in den Schoß geworfen; wäre Aus der Frauenbewegung. Wer denunziert? Ich erwarte nicht, daß Frl. Augspurg sich durch meine Ausführungen belehren läßt und ihre sich selbst richtende Beschuldigung zurücknimmt. Ein französisches Sprichwort sagt:" Die schönste Dame giebt nicht mehr als sie hat." Stuttgart, den 11. Oktober 1901. Clara gettin. " M " " Der Sinn dieser Säße ist flar: es ist die scharfe Brandmarkung des zweierlei Rechts, das trotz des Gesetzes,„ vor dem alle Preußen gleich sind", in der Praxis für Proletarierinnen und Bourgeoisdamen gilt. Klar ist auch der Zweck der Säße: Die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit auf das zweierlei Recht zu lenken, dieses der proletarischen Frauenwelt zum umgetrübten Bewußtjein zu bringen, ,, Die Geschlechtertrennung in der Schule- cine pädadie Unhaltbarkeit des geltenden schreienden Unrechts zu beleuchten gogische Sünde" lautete das Thema, das der Genosse Stobert und zum Kampfe für seine Beseitigung anzuspornen. Sinn und Seidel aus Zürich am Mittwoch in einer von der BertrauensZwed meiner Ausführungen konnten für niemand unergründliches person einberufenen Versammlung im„ Eisfeller"" behandelte. Der verständiger und iparjamer gewirtschaftet, dann könnten die Werke Geheimnis bleiben, der auch nur ein Abcschüße im politijchen Leben Redner äußerte eingangs feiner Ausführungen, daß die deutsche heute von den fetten Erträgen der Vorjahre zehren, so aber fielen ist und für den das Lesen denn doch noch etwas andres bedeutet, Socialdemokratie sich bisher wenig mit pädagogischen Fragen alle oft fünstlich gesteigerten Gewinne den Aktionären anheim, ohne als das mechanische Zusammenbuchstabieren von Lettern. Und zu beschäftigt habe, habe, das sei aber begreiflich, denn sie ist daß man für die schlechten Zeiten die Deckung suchte. Jezt müssen welch' verteufelt niedrigen Wertung ihres politischen Verständnisses eine tämpfende Partei und auch die Schweizer Genossen die Arbeiter herhalten, damit für die" armen" Affionäre, Aufsichtsräte mich auch Frl. Augspurg im Laufe der Zeit erzogen hat: so viel haben hierzu noch keine Zeit gefunden. Die Frage der Geschlechter- und Direktoren die Dividenden und Tantiemen herausgeschunden politische Grüße, so viel Fähigkeit, denkend zu lesen, traute ich ihr trennung sei hente noch eine strittige. In den Städten ist die Ge- werden können. immerhin noch zu, daß auch sie über Sinn und Zweck meiner Aeuße: schlechtertrennung, auf dem Lande aus finanziellen und praktischen Die Vereinbarungen in der Elektricitätsindustrie sollen, rung nicht im Zweifel sein konnte. Ich bekenne zerknirscht, daß ich Gründen zumeist der gemeinsame Echulunterricht durchgeführt. Im wie die„ Voii. 8tg." berichtet, zu einer Verständigung geführt haben. ihr politisches Wissen und Verstehen, ihre Elementarbildung und allgemeinen glaubt man besser zu thun, wenn eine Trennung der Beide Gesellschaften, die Augemeine Elektricitäts- Gesellschaft und last not least ihr persönliches Anstandsgefühl in bedauerlicher Geschlechter stattfindet und sie wird von den Anhängern des Systems Schuckert werden eine Bereinbarung schließen, die in einer Gewinnteilung Weise überschätzt habe. Mea culpa, mea maxima culpa! Die begründet mit dem angeblichen Unterschied der geistigen Be- gipfeln. Die Verwendung des Gewinns bleibt jeder Gesellschaft freigestellt. Handlungsweise der Dame hat mich mit erdrüdender Beweis- fähigung, mit der Motivirung, daß das Mädchen eine andre Die Interessengemeinschaft, wie das Ding getauft wird, ist nach den fraft belehrt, sie hat mir einen Tiefstand politischer Ausbildung bedarf, unn es für den natürlichen Beruf als bis jetzt vorliegenden Mitteilungen ziemlich untlar, was ſeine AusEinsicht und persönlicher Würde enthüllt, für den jeder Maßstab Mutter und Erzieherin vorzubereiten und schließlich wird die führung im einzelnen anbetrifft. Soviel leuchtet jedoch hervor, daß verjagt. Trennung der Geschlechter aus Gründen der Sittlichkeit sowie der es eine Preiskonvention ist, die den Wettbewerb ausschließt und Wenn die angezogene Notiz eine Denunziation enthalten soll, wirtschaftlichen und socialen Stellung der Frau befürwortet. Nach danach hinstreben wird, für bestimmte Artikel Breistarife festzulegen, so hat sich die Gleichheit" in Gemeinschaft mit der gesamten dem Urteil der alten Zeit, wie man es insbesondere in den Religions- Es liegt auch sehr nahe, daß bei dieser Interessenverbindung ein Barteipresse feit dem ersten Tage ihres Erscheinens des geziehenen büchern findet, wäre schon entschieden, daß das weibliche Geschlecht weiterer Schritt zur Fusion in der Elektricität eingeleitet ist, dem Verbrechens schuldig gemacht. Wieder und wieder hat sie bei jeder geistig minderwertig ist. Hierbei muß aber in Betracht gezogen gegenwärtig nur das Hindernis entgegensteht, daß die SchuckertGelegenheit mit Nachdruck darauf hingewiesen und durch Thatsachen werden, daß die Frau feit uralter Zeit in Knechtschaft gehalten und 28erke eine zu unsichere Basis für derartige Bläne abgeben. Der erhärtet, daß die Behörden bei Anwendung des Vereins- und ihr eine ganz andre Stellung wie dem Mann zugewiesen wurde. Konzentration des Kapitals werden die Wege geebnet., Versammlungsrechts in Preußen und andern deutschen Einzelstaaten Der Streit über den Unterschied der geistigen Befähigung wird heute für die Proletarierinnen der bürgerlichen Frauenrechtlerinnen noch fortgeführt. Professor Bischof in München hat seiner Zeit Gehirn- unterbietungen lahmgelegt werden. Das Syndikat hat den Preis Die Konkurrenz des Kalisyndikata soll durch Preis: zweierlei Maß und Gewicht in ihrem Sad führen. Und nicht die messungen vorgenommen und aus dem Ergebnis, wonach das Gehirn für Carnalit auf 50 Pf. per 100 Stilo herabgesezt, nachdem vor " Gleichheit" allein: vorkommenden Falles haben alle social- der Frau im allgemeinen kleiner ist, gefolgert und in jeder Weise vertreten, turzem erst der Preis von 90 auf 60 Pf. erniedrigt wurde. Demokratischen Organe das Gleiche gethan. Sie haben damit nur daß die Frau geistig minderwertig veranlagt ist. Als der Professor starb, einer Kampfespflicht genügt, deren Erfüllung zum Beispiel seiner Zeit wurde auch sein Gehirn untersucht und da hat sich herausgestellt, thüringischen Bahnen gleichfalls herabgesetzt. Die Maßnahme läßt Der Grundpreis für Kainit, Hartfalz und Sylniz wurde auf den der socialdemokratischen Partei im Ringen für die Beseitigung des daß dasselbe noch erheblich geringer war, wie das von ihm aus sich aus dem Umstand erklären, daß die Verhandlungen mit dem Berbots des Inverbindungtretens politischer Vereine auferlegt wurde. gerechnete Durchschnittsgewicht des Gehirns einer Frau. Derartige Werf Kaiserro da in Thüringen resultatlos verliefen, dem WiderIch erinnere nur an die systematischen Hinweise socialdemokratischer: Widersprüche haben auch andre Feststellungen ergeben. Die be Bert Kaiferro da in Thüringen resultatlos verliefen, dem Widerfeits auf die Lage Bragis der betreffenden Bestimmungen des deutendsten pädagogischen Klassiker wissen nichts von einem Unter spenstigen mithin der Krieg erklärt wurde. Vereinsgesetzes gegenüber dem Bund der Landwirte und andren schied der geistigen Befähigung und die wissenschaftlichen Pädagogen Die Reichsbank zeigt in ihrem letzten Wochenbericht abermals bürgerlichen Organisationen, ganz besonders aber an Bebels be- der Neuzeit slimmen, mit Ausnahme der katholischen Geist- eine Besserung ihres Status. Sie ist aus dem Ueberschreiten der tanntes Borgehen in dieser Richtung. lichkeit, dem allgemein zu. zurückgekehrt zu Das Frauenstudium gat ganz steuerpflichtigen Notenreferve Hätte ich mich in dem vorliegenden Falle des Rechts der Kritik bedeutend zugenommen und in der Schweiz zum Beispiel freien Umlauf von 73 089 000 m. Gegenüber der Vorwoche an Unrecht und Mißwirtschaft begeben, so würde ich mich einer werden die besten Examen zumeist von den weiblichen Studenten eine Besserung von 112 261 000 0. Der Metallvorrat hat sich unt groben Pflichtverlegung schuldig gemacht haben, die ich weder vor absolviert. Nach den Erfahrungen, die gemacht worden sind, besteht 29 403 000 m. erhöht und erreicht die Summe von 860 680 000 m. meinem Gewissen, noch vor meiner Partei verantworten könnte, am feine Geistesverschiedenheit; allerdings lernen und zwar infolge der Der Wechsel- und Lombardbestand tritt um 88 101 000 r. zurück allerwenigsten aber vor den proletarischen Frauen, die in ihrem bisherigen Erziehungsmethode, die Mädchen in einigen Fächern und beträgt 1,004 307 000. Stampfe für die politische Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechter, in andren aber wieder besser als die Knaben. Wenn aber Nene Herstellungsart für Cylinder und Rühren and schlechts von den bürgerlichen Frauenrechtlerinnen noch jederzeit ein solcher Unterschied bestände, so müßte erst recht der gemeinsame Stahlblöcken. Das Preß- und Walzwerk in Reisholz bei Düsseleinem steuer werden. M Cohn u. Ellenburg. 9 an, wonach die Genossenschaften verpflichtet werden, jedes Jahr einen Bruchteil ihres Gewinnes für Zwecke der Solidarität gegenüber der Arbeiterklasse aufzuwenden. Eine„ Arbeiter Lebensversicherungsanstalt" zu begründen, haben die Gesamtverbände der Gewerkschaften Dänemarks und der tragen und in Anteilen zu 200 Kronen von den Gewerkschaften und gemeinsame Ausschuß des Krankenkassen- Verbandes in Kopenhagen beschlossen. Das ante Garantiefapital joll 100 000 kronen beKrantentassen gezeichnet werden. Auch Einzelpersonen fönnen Anteile erwerben, jedoch haben diese, wie das in allen tooperativen dorf berauftaltete dieser Tage in Anwesenheit zahlreicher Vertreter Lehrmädchen erhalten die beim Eintritt deponierten 10. wie der großen Bantwelt und Großgewerbetreibenden interessante Vor- bisher zurüd, sobald sie unter Anrechnung der Lehrzeit ein Jahr führungen der Herstellung von nahtlos gepreßten und gewalgten bei uns gearbeitet haben. Dampftesselschüssen von hydraulischen Cylindern, sowie von dick- und dünnwandigen Röhren von massiven Stahlblöden. Die Herstellung eines Die Lohnkommission der Barbiere in Rigdorf erklärte im nahtlosen Steſſelſchuſſes, wie sie in verhältnismäßig turzer Zeit fich Vorwärts" mein Geschäft für gesperrt. Die Sperre ist zu Unrecht Technit. Die„ Köln. Boltsatg." berichtet darüber folgendes: Bon auf den heutigen Tag den geforderten Minimallohn zahle. abspielte, gewährte ein großartiges Bild der entwickelten modernen verhängt, da ich meinen Gehilfen seit der Erhöhung der Löhne bis der Hand eines einzigen Mannes bedient und geleitet, wurde ein B. Sowinsti, Friseur, Rigdorf, Bergstr. 4. weißglühender Stahlblock von 70 Centner Schwere in eine Matrizean dod pill eingeführt, von einem in dieser angebrachten Dorn zu einem Hohldas Deutsches Reich. törper umgewandelt, alsdann( nach wiederholter Erhigung) durch Der Streit der beiden Buchdrucker- Organisationen zeitigte Unternehmungen der Arbeiter der Fall ist, unabhängig von Ringe geschoben und schließlich in eine Walze gebracht, welche dem wieder einen Beleidigungsprozeß, der vor dem Leipziger Schöffen der Zahl ihrer Anteile nur eine Stimme in den GeneralStahlkoloß eine vollkommene Rundung, sowie die geforderte Dice gericht ausgefochten wurde. Gegen den Vorsitzenden des Verbandes versammlungen. Das Garantiekapital wird mit 4 Prozent der Wandung und die Größe der Abmessungen gab. Bis zu beutscher Buchdrucker, Herrn Döblin, waren in der„ Buchdrucker- Wacht", verzinst. Wenn das Vermögen der Gesellschaft eine be1600 Tonnen Druck, also ein Gewicht von 1600 000 Kilogramm, dem Organ der Gegenorganisation, eine Reihe Behauptungen auf- stimmte Höhe erreicht hat, wird den Einzelpersonen ihr eingelegtes bringt die gewaltige hydraulische Presse hervor, welche es ermöglicht, gestellt, die ihn als Leiter des Verbandes start tompromittieren Stapital samt den Zinsen zurückbezahlt, wogegen das der OrganiStahlblöcke bis zu 200 Centner in nahtlose Kesselschüsse umzuformen. fonnten. Er erhob deshalb die Beleidigungsklage gegen den fationen stehen bleibt. Hiermit soll diesen das Eigentumsrecht an Wie der Leiter des Werkes versicherte, ist eine gleiche Anlage bis Redacteur Kressin, der die der die Buchdrucker Wacht" redigiert. dem Unternehmen auf alle Fälle gesichert werden. Die Anmeldung jetzt nirgendwo vorhanden. Aus den langen Prozeßberichten, den beide Parteien geben, zur Versicherung sowie die Entgegennahme der Prämien erfolgt durch Geschäftsberichte der Aktiengesellschaften. Die Englische teit in dem Streit eine große Rolle spielen, die Einzelheiten der Streiks und Aussperrungen werden die Prämien auf längere Friſten geist nur der Eindrud zu gewinnen, daß persönliche Gehässigs die Vertrauensleute der Organisationen. Bei Arbeitslosigkeit sowie bei Wollwaren- Manufaktur in Grünberg i. Schl. fchließt mit einer Unterbilanz von 335 205 m. ab. Das Unternehmen soll durch Beleidigungsflage auch faum einen größeren Kreis der Arbeiter stundet. Die Versicherungssumme kaun ohne Gesundheitsattest 200 bis zu Erhöhung der Betriebsmittel und Herabfezung der Buchwerte faniert intereffieren. Das Gericht wies die von Keressin erhobene Widerklage 1500 Kr., mit Gesundheitsattest bis 5000 str. betragen. Die VerDie Sächsische Webstuhlfabrit in Chemniß vorsißenden Döblin zu 100 M. Geldstrafe. Den Streit auf diese stimmten Reihe von Jahren zur Auszahlung gelangen. Die Prämien zurück und verurteilte ihn wegen Beleidigung des Verbands- sicherungssumme tann, außer im Todesfall, auch nach einer beverteilt keine Dividende, da der Reingewinn von 17 570 M. für neue Art auszufechten, macht in der Arbeiterbewegung nicht den besten sollen niedriger gesetzt werden, als bei den privaten VersicherungsRechnung vorgetragen werden soll. Die Maschinen: Eindruck und das Wiederholen solcher Prozesse sollte auch von dem gesellschaften, was hauptsächlich dadurch ermöglicht wird, daß die fabrit appel schließt mit einem Reingewinn von 240 762 m. ab. Dividende 13 Prozent. Verband als muglos betrachtet werden. Arbeiter- Lebensversicherung" feine Agenten zu bezahlen braucht und Die Harpener Bergbau- Gesellschaft in Dortmund giebt ihren Reingewinn Der Vorfikende des Centralverbandes der Elektromonteure auch die Verwaltungskosten erheblich geringer sein werden als bei auf 6 811 927 m.( 5 792 559 M.) an. Dividende 12 Broz.( 11 Broz.) und Berufsgenossen Deutschlands, Paul Jerichow, Hochkamp bei ienen Gesellschaften. Der Köln Müsener Bergwerts Attien- Verein Blankenese, hat seinen Posten niedergelegt, an dessen Stelle ist verzeichnet einen Reingewinn von 295 090 M.( 147 194 M.) Dividende Georg Schaumann, Hamburg- Eimsbüttel, Eppendorferweg Nr. 33, Briefkasten der Redaktion. 6 Broz.( 4 Proz.) Die Staßfurter chemische Fabrit gewählt. hatte einen Reingewinn von 394 643 M.( 479 232 M.) Dividende 10 Proz.( 20 Broz.). Die Frankfurter Schubfabrit Otto Herz u. Co. erlangte einen Reingewinn von 292 063 M. ( 349 009 m.) Dividende 10 Broz.- Benz u. Co., Gasmotoren G. 5. 100. Lübeck ist Frete und Hanja- Stadt. Das Fürstentum fabrit in Mannheim, erzielte einen Reingewinn von 332 872. Lübeck ist ein 500 Quadratkilometer großes Landgebiet, das vom Regierungs( 644 552 M.) Dividende 8 Proz.( 10 Proz.) Ausland. Das Deutsche Kabelbezirk Schleswig und dem Gebiet der Freien und Hansa- Stadt Lübeck umwert Berlin- Rummelsburg schließt mit einem Reingewinn von 93 644 M. Der Generalftreik der franzöfifchen Berglente. Das Geschloffen wird und zu dem Großherzogtum Oldenburg gehört. ab( 242 636 M.) Dividende 4 Proz.( 8 Proz.) Swierchensti. Der Ausspruch findet sich in den Mitteilungen über Bereinigte famtresultat der Abstimmung betreffend den Generalstreik ist für die in Oberschlesien herrschende Typhus- Epidemie", welche zuerst in( Birchows) Gummiwaren Fabriten Harburg- Wien berichten über einen ganz Frankreich das folgende: Von 127 000 Bergarbeitern über„ Archiv für pathologische Anatomie", Band II( 1848) erschienen sind. Die Reingewinn von 1489 537 m.( 1 336 632 m.) Dividende 20 Broz, 18 Jahren, die zur Teilnahme an der Abstimmung berechtigt waren, Arbeit wurde dann wieder abgedruckt in B. Gesammelte Abhandlungen ( 171/2 Broz.) Der Aachener Hütten- Attienverein haben 50 000 gestimmt; davon haben fich 40 000 fir, 10 000 gegen aus dem Gebiete der öffentlichen Medizin und der Seuchenlehre", Berlin. Rote Erde" erzielte einen Reingewinn von 2480 000. den Streit ausgesprochen. Nach den Beschlüssen des Kongresjes von 1879. Aug. Hirschwald. Hier findet sich der Ausspruch im Band I, S. 222; ( 3 620 000 M.), Dividende 25 Proz.( 40 Proz.). Lens werden die Stimmenthaltungen der Majorität zugezählt, so aus dem Zusammenhange ergiebt sich, daß in erster Linie die katholische Die Berliner Jutespinnerei und Weberei in daß auf diese Weise 117 000 Stimmen für und 10 000 gegen den Kirche gemeint ist. Stralau schließt mit einem Verlust von 355 717 M. ab. Jm Streit herauskommen. 2. F. 100. Wir würden sehr leichtfertig handeln, wenn wir Ihnen Im Ministerium der öffentlichen Arbeiten vorigen Jahre betrug der Verlust 38 241 M. Nach dem Aufgehen ist dieser Tage die Kommission wieder zusammengetreten, welche die im Briefkasten irgend ein Mittel gegen Haarausfall nennen wollten. Da der Reserven bleiben 338 699 m. Deficit bei einem Aftienkapital von Aufgabe hat, die Frage der Arbeitszeit in den Bergwerken zu fann nur der Arzt Rat ſchaffen.4. 1. Der Tod des Berm i 3 Millionen Mark. Die Mechanische Weberei Bautzen, studieren. Die Kommission prüft jetzt die Gutachten der Arbeiter- oder Mieters hebt teineswegs ohne weiteres den deren Anteile der Gesellschaft gehören, verzeichnet einen Verlust von organisationen; in der letzten Sigung waren auch 15 Vertreter von Mietsvertrag auf. Stirbt der Vermieter, so geht der Vertrag 95 613 M. Die Verwaltung setzt ihre Hoffnung auf den Verband Bergwerfs- Gesellschaften anwesend. In einer der nächsten Sizungen auf deſſen Erben über. Stirbt der Mieter, so ist sowohl der Erbe als der Jutespinnereien, um aus der Klemme zu tommen. Die follen Arbeitervertreter vernommen werden. der Vermieter berechtigt, das Mietsverhältnis unter Einhaltung der gesetzRheinischen Anthracit Kohlenwerfe Supferdreh Der Generalsekretär des Bergarbeiter- Verbandes von Frankreich lichen Frist zu tündigen. Die Kündigung kann nur für den ersten Termin erlangten einen Reingewinn von 393 576 m.( 384 084 m.), Dividende richtete an den Ministerpräsidenten Waldeck- Rousseau ein Schreiben, 1. Juli bis 30. September erfolgt, so können sowohl der Vermieter wie die erfolgen, für den sie zulässig ist. Ist also der Todesfall in der Zeit vom Der Eschweiler Bergwertsverein beziffert in welchem er ihn auffordert, bis spätestens Sonntag dem Verbands: Erben des Mieters spätestens am 3. Oktober zum 31. Dezember tündigen. den Reingewinn auf 3 553 943.( 3 459 876 M.), Dividende 20 Broz. ausschuß bekannt zu geben, welche Absichten die Regierung hinsichtlich Erfolgte der Tod in der Zeit vom 1. April bis 30. Junt, so fann spätestens Achtstundentag, Mindestlohn und am 3. Juli zum 1. Oftober gekündigt werden, auch wenn der Vertrag noch Die Attiengesellschaft für Kartonnagen- Industrie in der Forderung der Bergarbeiter Dresden berichtet über einen Fehlbetrag von 250 168 m., der Ruhegehalt habe. Der Verbandsausschuß tritt am Sonntag in Jahre lang sonst laufen würde. Wird das Mietsverhältnis nicht zu der dem Reservefonds entnommen wird. St. Etienne zusammen. angegebenen Frist gekündigt, so läuft der Vertrag für die Erben weiter. geschloffenen Mietsvertrag mit ihren eignen Sachen nur dann, wenn sie 2. Die Witwe haftet aus einem für die Zeit nach dem 31. Dezember 1899 mitunterschrieben hat. Der Nachlaß des Mieters haftet für die Mietsschuld, auch steht dem Wirt an demselben das Zurückbehaltungsrecht zu. " 10 Proz. CMAIN Gewerkschaftliches. Die Glashütte in Flensburg hat nunmehr sämtliche drei Oefen wieder in Betrieb und die Ausständigen mit Ausnahme des 3. Genoffen Lippert wieder eingestellt. Derselbe wurde bereits vor dem Streit von der Hüttenverwaltung gemaßregelt. 1 Der Streik der Berglente im Lütticher Kohlengebiete ist so gut wie beendet; nur in Marchaye, wo der Streik zuerst aus brach, wird noch nicht gearbeitet. O. 5. 20. Ein eigennüßiger, selbstsüchtiger Mensch. Berolina 100. 1. Göttin" Berlins. 2. Göttin der Liebe. 66 Meter. 5. G. B. Centralverband der Handlungsgehilfen. M. H. 100 und Vermieters F. Z. 1 Berlin und Umgegend. Landarbeiterbewegung in Italien. In dem Distrikt von 123 W. Eine Verschreibung der Sachen an die Tochter, vorgenommen, Die Maßregelung der Arbeiter in der chemischen Fabrit von In einer Sitzung der Führer der Landarbeiter- und Bauern- Vereine Entbindungs- Sechswochen- und Beerdigungskosten verpflichtet. Die Mutter Ferrara ist ein neuer Landarbeiterstreit zum Ausbruch gekommen. um bevorstehenden Pfändungen zu entgehen, ist rechtsungültig und kann überdies bestraft werden. J. Sch. K. 1. Sie sind zur Zahlung der Schering wird in legter Beit mit erhöhtem Eifer fortgesetzt. Es des Gebiets von Ferrara wurde beschlossen, den Streit möglichst auf fann Ihre Forderung hiergegen aufrechnen. Sie thun daher gut, sich zu gewinnt den Anschein, als ob die Direktion bemüht ist, alle der sämtliche Befizungen des weiten ferrarischen Gebietes auszudehnen. verständigen. 2. Die Geschenke können Sie nicht zurückfordern. Organisation angehörige Arbeiter aus der Fabrik zu entfernen. Gelingt dies, so würde die Zahl der streikenden Bauern und Die Forderung ist berechtigt. Beamte erhalten nicht Zeugengebühren, aber Obwohl den Arbeitern auf ihre Vorstellungen seiner Zeit von der Landarbeiter bis 20 000 betragen. Die Ursachen dieser neuen Reisegelder und dergleichen, die leider in der Regel weit höher als Zeugen Direktion die Versicherung gegeben wurde, daß nach den Maß- Ausstandsbewegung sind folgende: Nach dem Streit im ver- gebühren sind. E. Albrecht. Nein, es sei denn, sie ist noch nicht regelungen der zwei Arbeiter, die im Frühjahr dieses Jahres erfolgte, gangenen Juni, bei welchem, wie bekannt, sich die Tragödie in die Bersicherung eintreten, also auf grauer Starte selbst fleben, wenn sie 40 Jahre alt. Ist die Frau noch nicht 40 Jahre alt, so tann fie freiwillig feine weiteren Entlassungen wegen der Zugehörigkeit zur Organisation von eintreten würden, find jezt abermals zwei Arbeiter plößlich ihren Bauern am 29. September nene Bachtkontrakte vorzulegen. versichern lassen und später selbst fleben. Die Weiterversicherung geht zur Berra abspielte, verpflichteten sich die Grundbesitzer, Hausgewerbetreibende ist. Sonst müßte sie in Arbeit treten, dann sich entlassen, von denen der eine 10 Jahre im Betrieb beschäftigt war. Der 29. September ist vergangen, ohne daß die neuen Pacht- Beit nicht an, weil die Verfallzeit vorüber ist. Dem einen der entlassenen Arbeiter wurde zu Last gelegt, daß er bedingungen erschienen wären. Zwar haben die einzelnen Grundunbefugterweise Einladungszettel zu einer Versammlung des Verbandes der Fabritarbeiter verteilt hatte, während der andere in befizer neue Kontrakte ausgearbeitet, die viel ungünstiger für ihre Bächter und Arbeiter sind; sie weigern sich aber auch, dieselben den dieser Versammlung ein Referat über Arbeitervertretung gehalten Organisationen der Landarbeiter, wie versprochen, zu unterbreiten, hatte. In der Versammlung selbst tamen die Arbeitsverhältnisse im und suchen vielmehr, sie ihren Arbeitern im einzelnen aufzuzwingen. Betrieb der Firma Schering gar nicht zur Sprache. Um so rüd Die neuen Kontrakte sollten zwar erst mit dem 15. November in sichtsloser erscheint deshalb das Vorgehen der Direktion gegen Straft treten, würden die Bauern aber diesen Termin abwarten, ehe das Koalitionsrecht der Arbeiter, denn auf eine Beschränkung dieses sie handeln, so würden sie nur das Spiel ihrer Unterdrücker spielen. Rechts kommt die ganze Maßregelung hinaus. Damit aber nicht zufrieden, sucht die Direktion mun die übrigen Arbeiter durch folgende Wegen Kontraktbruch hat der Direktor einer Glasfabrik in Manipulation von ihrer Organisation fernzuhalten: Die Arbeiter Charleroi( Belgien) eine Anzahl Arbeiter verklagt. Herr Lampert, erhalten nach längeren oder fürzeren Pausen Zulagen zu ihrem so heißt der Herr, verlangt von den Arbeitern die Gesamtsumme Lohn. Auf das Ersuchen einiger Arbeiter um Gewährung dieser von 40 000 Fr. als Entschädigung für die durch die ArbeitsniederVergünstigung erhielten sie zur Antwort, daß erst dann, wenn sie legung ihm angeblich entstandenen Verluste. ihren Austritt aus der Organisation vollziehen, die Lohnzulage gewährt würde. Man kann sich denken, daß dieses Mittel nicht ohne Wirkung blieb, bisher haben bereits fünf Arbeiter ihren Austritt aus der Sociales. Gind3 ajbligen Organisation erklärt. Bei den überaus geringen Löhnen in diesem Hygienische Vorträge nach dem Vorgange von Berlin und Betrieb, die mit 18 M. Wochenlohn beginnen, ist es begreiflich, wie Charlottenburg beabsichtigten auch die Vorstände der Krankenkassen sehnlichst von den Arbeitern die Lohnzulage begehrt wird. Die in Brandenburg zu arrangieren. Sie können dieses Vorhaben Triebfeder dieser Geschäftsmanipulation ist ein hochgestellter faufmännischer Beamter, der troß seiner zur Schau getragenen großen jedoch nicht ausführen, weil sich, wie ihnen vom Vorstande des Frömmigkeit sich nicht scheut, Familienbäter aus Arbeit zu bringen. Aerztevereins mitgeteilt wurde, kein Arzt bereit findet, solche VorMit welchem Wohlwollen den Arbeitern in diesem Betriebe sonst noch träge zu übernehmen. begegnet wird, dafür ein Beispiel: In der Pensionskasse wurden früher Speisung der Schulkinder. Die bayrische Regierung für die regelmäßig einige Meister als Revisoren und Schiedsrichter gewählt, Bezirke Schwaben und Neuenburg hat an die Bezirksämter eine Berdie Arbeiter hatten diese Vertretung vor kurzem aus ihren fügung erlaffen, sie sollen dafür sorgen, daß den Schulkindern, die Kreisen delegiert, damit aber in hohem Maße das Mißwegen zu weiter Entfernung des Mittags nicht nach Hause gehen fallen der Direttion erregt, die nun erklärte, daß fünftig fönnen, ein einfaches warmes Mittagessen gereicht wird. Es soll zudie bisher gezahlte Entschädigung für diese Aemter in gleich festgestellt werden, für wie viel Kinder dieses Essen aus öffentFortfall täme. Die Direktion mag mit all diesen Kleinlichen lichen Mitteln bestritten werden muß. Schikanen sich wohl der Hoffnung hingeben, eine gefügige Arbeiter- Das ist ja den armen Kindern sicher zu gönnen und ebenso ist schaft dauernd heranzuziehen, der Erfolg ist sehr zweifelhaft, der es den armen Eltern, die das nicht bezahlen können, zu gönnen, artige Unterdrückungsmaßregeln stellen der Leitung des Betriebes fein daß die Kosten aus öffentlichen Mitteln bestritten werden. Aber das gutes Zeugnis aus, noch werden sich die Arbeiter dauernd der ist eben die übelste Seite der Sache und stempelt sie von vornherein zu Dittatur fügen. einer Unzulänglichkeit, daß das Essen nur den Unbemittelten unentgelt lich gewährt wird; es ist nichts wie eine Armenunterstüßung und hat nichts zu thun mit der von uns aufgestellten socialpolitischen Forderung der unentgeltlichen Speisung der Schulkinder aus öffentlichen Mitteln. Lohndifferenzen der Plätterinnen. Wir erhalten folgende Buschrift: Von Lohndifferenzen mit den Blätterinnen tann feine Stede sein, da niemand gezwungen wird, für die Maschinen vorzuplätten, was, nebenbei gesagt, für die Plätterinnen insofern von Vorteil ist, als sie mehr dabei verdienen, was auf Grund der Lohnbücher nachgewiesen werden kann. digala STUND alipon Der Kongreß der französischen Arbeiter- Produktiv Genossenschaften, der zur Zeit in Lyon tagt, nahm einen Beschluß X. 9. 3. 1. und 2. Ja.. H. 4. Sie sind zur Zahlung der Steuern verpflichtet, fönnen aber unter Darlegung Ihrer Berhältnisje Außerhebungsetzung bei der Steuers Solche Taren sind nach der zutreffenden Ansicht der Gerichte ungültig, deputation beantragen. A. S. 91. Hebammentaren giebt es nicht. weil mit der Gewerbe- Ordnung unvereinbar. Es find an Hebammen die vereinbarten Gebühren zu zahlen. Liegt keine Vereinbarung vor, so find angemessene Gebühren zu zahlen. Als solche gelten: Für Beistand bei einer einfachen Entbindung bis 12 M., bei einer verzögerten ( Tag und Nacht) 6 bis 20 m., dasselbe bei einer Zwillingsentbindung, für eine Tagwache 1,50 bis 3 m., für einen Befuch 50 Pf. bis 1 M., für einen Nachtbesuch das Doppelte. K. A., Großbeerenstraße. Nein. A. C. 4. 1. Falls Sie nichts bestellt haben: nein. 2. Aerzteforderungen verjähren mit Ablauf des zweiten Kalenderjahres, das auf den Besuch folgte. Eine im Jahre 1900 entstandene Arztforderung verjährt also mit dent 31. Dezember 1902. E. 35. Ja. B. 2. Die Kreissynoden haben den früheren Beschluß der Freilassung der Vermögen bis 1800 Mart aufgehoben: steuerfrei von evangelischer Kirchensteuer ist hier nur das Einkommen bis 1200 Mart. H. M. 25. Das Gesuch um Dispens ist bet der Ghefcheidungskammer einzureichen. Als Anrede an den Justizminister Ihres Bornamens der selten erteilten Genehmigung des Polizeipräsidenten. ift Ew. Excellenz üblich. 001.$. G. Nein, Sie bedürfen zur Aenderung E. D. Wenn Sie die Gebühr nicht pünktlich zahlen, verfällt Ihr Patent. 2. S. Eine Rücksendung von Geschenken ist, von besonderen Ausnahmen 9. 900. Nein. D. M. 119. Ein städtischer Arbeitsnachweis besteht in Berlin nicht. Die von Ihnen gewünschten Adreffen finden Sie im zweiten Teil des Adreßkalenders S. 127 und im vierten Teil S. 122 und 205. P. Th. 100. 1. Darüber, ob die Erziehung eines unehelichen, vor dem 1. Januar 1900 geborenen Kindes vom Bater vom 4. Jahre verlangt werden kann, beſtes Streit. Jedenfalls ist aber das Vormundschaftsgericht Baters zu überlassen, wenn dies im Intereffe des Kindes liegt. Das ist berechtigt, auf Antrag der Mutter die weitere Erziehung auf Kosten des stets anzunehmen, wenn der Vater sich um das Kind nicht gefümmert hatte, nicht gezahlt hat, ungeeignet zur Erziehung ist u. dgl. 2. Vollstrecken Sie das Urteil für die volle, seit der Geburt verstrichene Zeit. Ein Einwand, man sei Militär oder Soldat gewesen, zieht nicht. W. W. E. K. Das Kind ist als Erbe mitanzusehen. Ein Beispiel für solches wechselseitiges Testament einer mit Kindern gesegneten Ghe finden Sie S. 238 Nr. 57 des dem Arbeiterrecht beigefügten Führers. Das Buch liegt in den öffentlichen Lesehallen aus. 2 Streitende 42. 1. und 3. Schlaf burschen fönnen bis am 15. zum 1. tündigen, nicht nmgekehrt. 2. und 5. Biehen Schlafburschen vor abgelaufenem Vertrag, so tönnen sie auf Bahlung des vollen Schlafgeldes verklagt werden. 4. Auch Schlafburschen gegen über besteht das Zurückhaltungsrecht. Dasselbe erstreckt sich nicht auf die abgesehen, feit dem 31. Dezember nicht mehr zulässig. Nein. Degen. unentbehrlichen und deshalb der Pfändung entzogenen Sachen. 1. Die Benutzung der juristischen Sprechstunde steht jedem Abonnenten frei. 2. Wollen Sie mit einem Rechtsanwalt Rücksprache nehmen, so begeben sie sich zu ihm in seiner aus dem Adreßkalender ersichtlichen Sprechstunde. Max Arnsdorff Beſonders billiges Angebot für die Herbst- u. 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Branchen- Versammlung der Bürstenund Pinselmacher Sonntagnachmittag 3 ühr zu fleinen Preisen: Kabale und Liebe. am Sonnabend, den 19. Oktober, abends 81 Uhr, im Gewerkschafts: Castans Panopticum. Cirkus Busch. Sifburgerebungen. 2. Disfuffion. 3. Berſchiedenes. Friedrichstr. 165. Horwarths wunderbare 6 Liliputaner mit ihren kleinsten Pferden der Welt und Pracht- Equipage! Apollo- Theater. Auf vielfaches Verlangen noch einige Tage: hause, Engel- Ufer 15. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Altmann über: Volts: Freitag, 18. Oftober, abends 71/2 Uhr: In Branchenangelegenheiten wird ersucht, sich an den Obmann Humoristisch. Gala- Abend F. Beiner, Engel- Ufer 4a, zu wenden. Der Brose seinen 109/18 statt.. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 266/10 Der Vorstand. Gentral- Kranken- u. Sterbetasse der Tischler u. Ortsverwaltung Berlin H. Todes- Anzeige. Am 16. Oftober verschied nach furzen Leiden das Mitglied unsrer Kaffe der Gastwirt Maximilian 5 Glefanten. Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler. Albert Lange Auftreten sämtl. Clowns. Zum Schluß Hie guet Brandenburg allewege. Gr. Ritter- u. Reiter- Schaustüd aus der turbrandenb. Zeit zu Wasser u. z. Lande. [ 184/14 Oertliche Verwaltung Berlin A. Sonntag, den 20. Oktober, mittags 12 Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbufer Straße 4a: im Alter von 45 Jahren. Sanssouci Groke Matineetag, den 20. Oftober, nacim. 2 Uhr Kottbuserstr. 4 a. Wiederauftreten von Adolf Hoffmann. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Belle: Aliance. Zatolo. Anfang Frau Luna Norddeutsche Sänger 8 Uhr. Casino Theater. Berlin WBerlin N. Specialitäten.Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Schön war's doch. Anfang 8 Uhr. FrauLuna mit dem Luftballett Grigolatis. Ferner: Apollo. Specialitäten- Borstellung die vorzüglich. Specialitäten. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten- Vorstellung. Weibliche Barbiere. 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. infang In Vorbereitung: König Aqua. Passage Theater. 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Die Beerdigung findet am Sonn der Halle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 184/17 Verein socialdemokratischer Verband der Sattler und verw. Gewerbe. Gatu. Gantwirte Berlins Mitglieder- Versammlungen. u. Umgegend. Am 16. d. M. verschied nach kurzen, Kollege 70/1 Entree 50 und 75 Bf. Wochentags Filiale 1: Montag, 21. Okt.( nicht Sonnabend), abds. 8½ Uhr, schweren Leiden unſer altes Mitglied, im Englischen Hof, Nene Rofstraße 3. Anfang 8 Uhr, Entree 30 u. 50 Pf. Wochentags Vereinsbillets gültig und Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Bericht der Agi159/1 ang fret. Alle andern Tage bleiben tationstommiſſion und Ergänzungswahl. 3. Verschiedenes. die Säle zu beſtlichkeiten und Ber- Filiale 2: Sonnabend, den 19. Oktober, abends 8½ Uhr, Filiale 3: Dienstag, den 22. Oktober, abends 8½ lihr, jammlungen frei. Reichshallen. Stettiner Sänger. Herrliches Programm, u. a. ,, Bosco". Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. 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Oftober, abends 8% Uhr, im großen Saal des Gewerkschaftshauses: Oeffentliche Versammlung sämtlicher Branchen. Tages Ordnung: Was lehrt uns die gescheiterte Konferenz in der Militäreffekten: Industrie? Referent Kollege Sassenbach. 157/20 Das große Interesse, welches das Vorgehen der Fabrikanten er fordert, verpflichtet die Kollegen aller Branchen, Mann für Mann in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Lohukommission der Filiale IV. Berlin. Tischler- Verein in Berlin. zu Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. J. A.: Emil Köpnick. Für die zahlreichen Gratulationen und Blumenspenden aus Anlaß unsrer goldenen Hochzeitsfeier sagen wir allen Freunden und Verwandten auf diesem Wege unfren herzlichsten Dant.( 11716 Emanuel Kretzschmar und Frau geb. Harnisch. Danksagung. 11696 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unfres guten Vaters, des Gürtlers Paul Nerlich, sagen wir allen Freunden und Bes fannten, insbesondere den Kollegen der Firma Rafenius und der Firma Schmidt u. Jädicke, den Lauben nachbarn vom Oranje- Freistaat sowie dem Gesangverein Männerchor St. Urban" für den ergreifenden Gesang Sonnabend, 19. Oktober, abends 8/2 Uhr, Melchiorstr. 15: unfren herzlichsten Dant. General- Derlammlung Tagesordnung: 1. Sassenbericht vom 3. Quartal 1901. 2. Bericht über die Bibliothek. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden auf die§§ 3 und 4 des Statuts aufmerksam gemacht. Ohne Mitgliedsbuch kein Einlaß. 199/19 Frau Amalie Nerlich nebst Kindern. Danksagung. Für die Beweise inniger Teilnahme NB. Sonntag, den 3. November, nachmittags 4 Uhr: Besuch und die reichen Kranzspenden allen der Urania, Taubenstraße. Zur Aufführung gelangt:" Ueber den Freunden und Bekannten, welche 23 olten." Billets a 50 und 60 Pf. sind bei allen Borstandsmitgliedern unsrem Sohne Ernst das letzte Geleit gegeben, sagen wir hiermit zu haben. unsern herzlichsten Dant. 11m rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Familie Oehlking. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Sranten- Unterfügungs- und Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Abbruchs [ 2590L* des Hauses Breite Strasse 20, gegenüber dem Köllnischen Fischmarkt, lose ich mein seit 43 Jahren bestehendes = Geschäft auf. Gänzlicher Ganz Ausverkauf der grossen Läger von up Teppichenst Gardinen Portieren டும். Steppdecken Schlafdecken Täuferffoffen etc. etc. Verkauf von morgens 8 Uhr bis abends 8 Uhr uns nur gegen Kasse. Der Ausverkaufspreis ist auf jedem Gegenstand neben dem alten Preise mit Blaustift vermerkt, A. 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Was hier getrieben wurde mit den Märzgefallenen, war fein Liberafismus mehr, sondern grober Unfug. Es stände beffer um die Stadt, wenn sich die Liberalen nicht zu Schleppträgern Singers machen ließen. Berlin wird nie aus Konflikten mit Krone und Regierung herauskommen, wenn Lauter Scharfe" ins Stadtregiment gewählt werden. Es folgt dann die Vernehmung des früheren Reichsbantbeamten Bericht der Berliner 8tg.", als die Rede darauf kam, daß StadtEugen Olbrich. Der Zeuge giebt zu, daß er frankheitshalber verordneter Eiso It seine Rückgratlosigkeit in der Angelegenheit des aus dem Dienste entlassen worden sei und seinen Schwager wie Märzgefallenen- Denkmals offenbart habe: Die schon einmal vertagte Anklagesache gegen den Redacteur seine Schwester wegen versuchten Giftmordes bezichtigt habe. Die der Staatsbürger Beitung" Otto Heinrich Bödler, wegen Be- diesbezüglichen Ermittelungen haben in keinem Falle zu einer An leidigung des Justizrats Cassel beschäftigte gestern wieder die lage geführt. Der Zeuge erzählt, daß Justizrat Cassel ihm im II. Straffammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichts- März 1899 eine größere Summe auszuzahlen hatte. Herr Caffel rats 8i ehm. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Sur, als habe ihn längere Beit hingehalten und erst ausgezahlt, nachNebenkläger war Justizrat Cassel zur Stelle, dem Justizrat Selein- dem der Anwalt des Zeugen, Rechtsanwalt Ulrich, Beschwerde holz zur Seite stand. Vor Eintritt in die Verhandlung be- erhoben hatte. Er fei der Ueberzeugung, daß Herr Caffel inzwischen antragte der Verteidiger, Rechtsanwalt Simons, die Vertagung, die ihm anvertrauten Papiere lombardiert hatte, wenn er dies auch Ein zweites Beispiel dafür, wie es um den Liberalismus frei weil er noch nicht in der Lage gewesen sei, die zur Sache gehörigen nur aus den mitgeteilten Umständen folgere und weitere Thatsachen finniger Kandidaten bestellt ist, tritt in einem Flugblatt hervor, das Handakten des Nebenklägers einzusehen und sich dadurch nicht dafür angeben könne. Auf die Frage des Vorfißenden, ob der in der Verteidigung beschränkt fühlen würde. Justizrat Caffel er- Beuge dem Angeklagten Böckler das Aftenmaterial zur Verfügung zu Gunsten eines Herrn Richard Baesler verbreitet wird, der klärte, daß die gesamten Handakten in der Beschwerdesache, die gestellt habe, erwidert der Zeuge, daß er in betreff Sieses gegen Rechtsanwalt Ulrich im 45. Bezirk aufgestellt ist. Rechtsanwalt ülrich gegen ihn anhängig gemacht hatte, monatelang Bunttes von seinem Recht der Zeugnisverweigerung Gebrauch Dieser Herr Baesler wird in dem Flugblatt empfohlen als dem Gerichte vorgelegen haben. Auf Antrag des Staatsanwalts mache. Justizrat Cassel entgegnet, daß es durchaus umwahr sei, ein von allen Ordnungsparteien aufgestellter Kandidat. Dr. Kur beschloß, der Gerichtshof, in die Verhandlung einzutreten. daß er dem Zeugen die Papiere nicht habe vorzeigen können. Es heißt weiter zu seiner Empfehlung, daß er sich auf Inkriminiert ist ein Artikel in Nr. 179 der Staatsbürger- Beitung" Wenn er ein solcher Schutte wäre, wie der Beuge vermute, tirchlichem Gebiet bewährt habe, daß er zu Gunsten vom 18. April unter der Spitmarke würde er den Geldschrank nicht erst geöffnet, sondern sofort der fleinen Steuerzahler für die Warenhaussteuer sei; den gefagt haben, daß die Papiere nicht zur Stelle wären. Justizrat Gaffel ist im Jahre 1895 als Pfleger für den in un Der Verteidiger beantragte wiederum die Bertagung, da er für das Straßenhandel will er nach dem Flugblatt womöglich ganz be foloffale Attenmaterial doch nicht genügend vorbereitet jei. seitigen und das Handwerk ganz besonders in Schutz nehmen", bekannter Abwesenheit lebenden Rentier Josef Olbrich und im Jahre 1896 zum Vormund für denselben ernannt worden. Der Staatsanwalt widersprach diesem Antrage, da er durch die kurz, der Herr entwickelt ein Programm, das jeder Antisemit Unter dem 19. März 1900 hat der Reichsbank Buchhalter a. D. der Reichsbank Buchhalter a. D. stattgehabte Beweisaufnahme für zweifellos erwiesen halte, daß auch unterschreiben kann und das offenbar auch- Liberalismus Eugen Olbrich, ein Sohn des Mündels, die Entlassung des Bor- dem Justizrat Cassel hängen geblieben sei. Der Vertreter des letzteren, Bezirk zahlreich vertretenen antisemitischen Wähler zugeschnitten ist. Eugen Olbrich, ein Sohn des Mündels, die Entlassung des Boricht der Schatten eines Verdachts einer pflichtwidrigen Handlung auf hin, Liberalismus her einzig auf den Fang der in diesem mundes und des erst im Jahre 1899 bestellten Gegenvormundes be antragt und dabei im wesentlichen geltend gemacht: Justizrat Cassel Justizrat Kleinholz, vertrat auch die Meinung, daß der Antrag auf Grund besonderer Namenslisten, in denen Socialdemokraten mit mir gestellt sei, um die Sache zit verschleppen. Der Gerichtshof habe gleich bei Beginn der Pflegschaft die Berwaltung eines nicht lehnte die Bertagung ab, erklärte aber, daß er außer stande sei, die einem S zu bezeichen sind, müssen die Hausverwalter im Auftrage unbedeutenden Vermögens überkommen. Er habe es pflichte Der tommende Sonnabend der Grundbefizer für Herrnt Baesler Hausagitation betreiben. widrig unterlassen, dem Gericht vom Umfange der Ver- heutige Verhandlung fortzusetzen. sei zur Fortsetzung in Aussicht genommen worden und Dieser Liberalismus, der die Ehrung der Märzgefallenen als mögensverwaltung Anzeige zu machen und habe dadurch sonte der jahrelang die Bestallung eines Justizrat Caffel ersucht werden, seine Hand- groben Unfug beschimpft und vor den Antisemiten mit einem Bestallung eines Gegenvormundes verhindert. aften dem Gerichtshofe bis dahin zu überantworten. Justiz- reaktionären Programm takbuckelt, dieser Liberalismus sollte sich Die erste Rechnung habe der Vormund erst Ende 1899 gelegt. Er rat Cassel erklärte, daß er hierzu außer stande sei, jedenfalls noch auf seine demokratische Vergangenheit besinnen können? Ein habe es ferner pflichtwidrig unterlassen, von dem Schwiegerjohn des müsse er vorher eine Abschrift von dem Inhalte der Alten nehmen Narr, der das glaubt. Die paar Leute im Bürgertum, die noch Rentiers Olbrich rechtzeitig Herausgabe des Vermögens des legteren, tönnen. Der Staatsanivalt bezeichnete dies Verlangen als etwas auf ihre demokratische Anschauung geben, müssen sich von welches dieser in Händen hatte, zu fordern. Er habe ferner gegen durchaus gerechtfertigt. diesen Schwiegersohn, Scheffner, nur auf Rechnungslegung, nicht auf Leistung des Offenbarungseides geklagt, überdies das rechts- Sonnabend bormittag 9 Uhr. Von einer Beschlagnahme der Berachtung abwenden. Der Gerichtshof beschloß die Fortsetzung der Verhandlung auf einem fo forrumpierten Parteienbrei wie den Kommunalfreifinn mit fräftige Urteil nicht vollstrect; er habe dem Ehepaar Scheffner Casselschen Handakten sei Abstand genommen worden. Zinsen erlassen und es auch sonst begünstigt, das Mündelvermögen nicht gehörig ermittelt, etiva 6000 M., die bereits aus Zahlungen des Jahres 1897 Herstammten und angeblich in Wertpapieren angelegt waren, trop Aufforderung des Eugen Olbrich noch nicht einmal im Jahre 1899 hinterlegt und dem Beschwerdeführer nicht borzeigen können. Die in dieser Beschwerde berührten Vorgänge bildeten den Inhalt des inkriminierten Artikels, der, wie hervor gehoben wurde, auf Grund vorliegenden aftenmäßigen Materials Berliner Partei- Angelegenheiten. ertvartet Gesetzwidrige Hebung der guten Sitte. Auf dem Kriegsmarsche gegen den Minister Thielen wandelte die Deutsche Tageszeitung" gestern plöglich die Lust an, auch ein Dritter Wahlkreis. Heute, Freitagabend 8 Uhr spricht der bißchen auf dem schmalen Pfade der Lugend zu balancieren. Sie Führer der schweizerischen Socialdemokratie, Genosse Robert Seidel entdeckte nämlich, daß die vielen Reklamen, die gegen loscheres ( Zürich), im großen Saale der Berliner Resource, Kommandanten Geld auf den Bahnhöfen, sowie in den Eisenbahnwagen angeheftet straße 57, über: Die Arbeiterbewegung und die Socialdemokratie in der Schweiz. Rege Beteiligung der Genoffen und Genoffinnen find, der Würde der Staatsverwaltung nicht entsprechen. Es sollten Der Vertrauensmann. nach der Mahnung des Blattes mir Anzeigen aufgehängt werden, geschrieben sein soll. Der Artikel enthält schwere Beschuldigungen die einen gemeinnügigen Juhalt haben, dem Interesse des gegen die Ehrenhaftigkeit des Justizrats Cassel, er macht diesem Vierter Wahlkreis. Am Montag, den 21. d. M.. abends völlig eigenmächtige und pflichtwidrige Handlungsweise zum Vor- 81/2 Uhr, findet in Kellers Festfälen toppenstr. 29, eine& offenen Ankommenden dienen und ihn auf fittliche Gefahren aufwurf, verweist auf die zahlreichen Pflegschaften, die Cassel verwalte, versammlung statt, in welcher Genosse Robert Seibel merkjam machen. und die Erörterungen gipfeln in dem Vorwurf, daß, Dieser Appell an die Moral des Herrn Thielen hätte manches wenn( Zürich) über: Die Socialdemokratie in der Republik referieren wird. Caffel eine solche Verwaltungsweise überall in Anwendung gebracht Üm zahlreichen Besuch der Genoffen und Genoffinnen ersucht für sich, wenn ihm die kgl. preußische Justiz nicht im Wege hätte, er 100 000 M. Mündelgelder hinter sich haben müßte. Der Der Vertrauensmann. wäre, und das sollte auch die„ Deutsche Tagesztg." wissen. Für Angeklagte erklärte auf Befragen, daß er dem Nebenkläger nicht den Achtung, 6. Wahlkreis. Den Parteigenoffen zur Kenntnis, den Fall aber, daß ihr dies nicht bekannt ist, rufen wir ihr den Vorwurf der Unterschlagung habe machen wollen, sondern nur den Vor- daß am Montag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, im Lokale des Hindernisgrund kurz ins Gedächtnis. wurf begangener Pflichtwidrigkeiten. Der Vorsigende Herrn Kranz, Badstraße, eine Kommunalwähler- Ver- Der tgl. preußischen Staatsanwaltschaft war es im Kampfe für wünschte eine Aufklärung darüber, wer ihm denn pflicht- fammlung stattfindet. Tagesordnung: Die Bedeutung der widrig das Attenmaterial zur Verfügung geKommunalwahl im 36. Bezirk. Referent: Dr. Hermann Wey L. stellt habe. Der Angeklagte erklärte, daß er eines Tages das Diskussion. Altenmaterial auf seinem Redaktionstische vorgefunden Eine zweite Bersammlung findet am Dienstag, den 22. Oktober, abends 8 thr, im Lokale des Herrn Rabe, Kolbergerstraße 28, statt. Tagesordnung: Die Bedeutung der Kommunalwahlen im 48. Bezirk. Referent: Reichstags- Abgeordneter 23. Pfannkuch. Diskussion. Das Wahltomitee. Tokales. Zu den Stadtverordnetenwahlen. Ordnung, Religion und Sitte beigefallen, einen Schankwirt in Steglitz wegen Vergehens gegen einen angeblich noch zu Recht bestehenden Paragraphen des preußischen Preßgejeges anzuflagen, weil er in seinem Lokal, also an einem„ öffentlichen Ort", ein Plakat geduldet hatte, dessen Inhalt die Aufforderung enthielt, dem Verbande der Handels- und Transportarbeiter beizutreten. Hierin liege ein Vergehen gegen das preußische Breßgefeß, denn darin heiße es: Er hebe besonders hervor, daß das Material nicht vom Rechtsanwalt Ulrich, der die Beschwerde gegen Justizrat Caffel im Auftrage des Bankbuchhalters Eugen Olbrich erhoben, herrühre; er habe mit diesem über die Angelegenheit überhaupt nicht gesprochen. Schöneberg. Die Parteigenoffen werden darauf aufmerksam„ Auschlagszettel und Plakate, welche einen andren Inhalt Er fei auch heute noch der Ueberzeugung, daß Justizrat Caffel gemacht, daß am Sonntag, den 20. Ottober, von morgens haben, als Sinkündigungen über gesetzlich nicht verbotene VerPflichtwidrigkeiten begangen habe und trete dafür den Beweis 81/2 Uhr ab eine Flugblattverbreitung stattfindet. Die sammlungen, über öffentliche Vergnügungen, über gestohlene, verder Wahrheit an. Er habe nach der ganzen Sachlage den Ausgabe der Flugblätter erfolgt nur in folgenden Lokalen: lorene oder gefundene Sachen, über Verkäufe oder andre NachEindruck haben müssen, daß es Pflicht des Nebenklägers Ständer, Hohenstaufenstr. 80; Schilling, Kyffhäuserrichten für den gewerblichen Verkehr, dürfen nicht angeschlagen, gewesen wäre, sofort die Bestellung eines Gegenvormundes zu bestraße 16; oppe, Merseburgerstr. 7; Obst, Meiningerstr. 8; angeheftet oder in sonstiger Weise öffentlich ausgestellt werden." antragen, da es sich um ein nicht unbeträchtliches Vermögen or lemann, Kaiser Friedrichstr. 8; Püschel, Guglowftr. 9, handelte. Dieser Auffassung schloß sich das Kammergericht an; es Er habe damals nicht gewußt, daß die Bestellung eines und Mo II, Sponholzstr. 84. Pflicht eines jeden Parteigenossen ist hob die freisprechenden Urteile der unteren Instanzen auf und verurteilte Gegenvormundes Sache des Gerichts sei. Staatsanw. Dr. Suy cs, sich in einem dieser Lotale zur Hilfe einzufinden. fragt den Angeklagten, wie so es denn komme, daß er, obgleich ihm Der Vorstand des Wahlvereins. Sen Angeklagten, wie aus dem heute vor acht Tagen von uns verangeblich die Aften vorgelegen, mit feinem Wort erwähnte, daß die Rummelsburg. Sonntag, nachmittags 2/2 Uhr, findet im öffentlichten Prozeßbericht ersichtlich ist, zu einer Geldstrafe. Beschwerde in drei Instanzen durch Gerichtsbeschlüsse als un Lokale des Herrn Mend( Café Bellevue") die General Vielleicht beugt sich die Deutsche Tageszeitung" jetzt vor dem begründet zurückgewiesen worden sei. Der Angeklagte erwidert, versammlung des hiesigen Socialdemokratischen Wahlvereins Urteil des höchsten preußischen Gerichtshofs und entschuldigt sich daß der Instanzenzug damals noch nicht erschöpft gewesen und statt. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung werden wegen ihres gesetzwidrigen Verlangens beim Minister Thielen. er den Inhalt der Beschlüsse nicht so aufgefaßt habe, als ob die Mitglieder ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Sollte sie aber ob dieser That der königlich preußischen Justiz den der Nebentläger forrett gehandelt habe. Jm vorigen Termin hatte( Alles Nähere siehe Inserat.) Stopf fchütteln und fich fragen, wie ein Gefeg, das folche Ents der Angeklagte auch noch einen andren Fall erwähnt, in welchem der Nebentläger nach seiner Ansicht in wenig uneigemügiger Weise scheidung ermöglicht, mit der Moral und dem öffentlichen Leben seinen Vormundschaftspflichten nachgekommen sei. Dieser Fall bevon heute zu vereinbaren ist, so laden wir sie freundlichst ein, so trifft die Pflegschaft der Kinder der geschiedenen Mertinsschen zu handeln, wie wir und die Staatsanwaltschaft, die diese Eheleute. Auch für diesen Fall hatte der Angeklagte Beweiserhebung beantragt. Es erfolgte zunächst bie Sehr lebhaft tritt die„ Berl. 8tg." für die Wahl von Entscheidung provoziert hat, gegen die Eisenbahn- BerwalBerlesung der Beschwerde des Eugen Olbrich und der Socialdemokraten ein. In einem Leitartikel tennzeichnete tung mobil zu machen. Mit dem Gesetz ist es zum Beispiel nicht darauf ergangenen abweisenden Beschlüsse des Amtsgerichts, des das fortschrittliche Blatt gestern der Kommunal- Liberalismus folgender zu vereinbaren, daß das bekannte plakat, welches zu Gaben für die Lungenheilstätten auffordert, sich auf den Bahnhöfen anLandgerichts und des Kammergerichts, die Herrn Gaffel völlig ent- maßen: laften. Auf Befragen erklärt der Angeklagte, daß er diese Be„ Es ist leider, leider kein ganz unberechtigter Vorwurf, daß geheftet findet, ebenfalls dürfte die Einladung, in Jünglingsvereinen schlüsse gefannt habe, aber nicht der Meining gewesen sei, der politija radikale Freifinn in der Berliner Kommunalpolitit, und Mägdeherbergen vor den sittlichen Gefahren der Großstadt daß sie die Vorwürfe gegen den Nebentläger entfräften tömmen. er das Seft in Händen gehabt hat, bebentlich ab Schuß zu suchen, ja am Ende sogar die Aufforderung, das AusIm Gegenteil jei in den Beschlüssen mehr als eine der behaupteten geblaßt ist. Die Rechnungsträgerei hat die rücksichtsloje spuden zu unterlassen, leicht zu einer gefezwidrigen Handlung Thatsachen bestätigt worden. Staatsanivalt Dr. Kur glaubt, daß Brincipientreue bielfach abgelöst; das mit dem Beiiße zurecht zu konstruieren sein. Also, vorwärts, Staatses doch Pflicht des Angeklagten gewesen wäre, den Lesern wenigstens der Macht wachfende Bedürfnis positiven" Schaffens anwalt und erhebe Anklage gegen die tgl.preußische von dem Vorhandensein der abweichenden Beschlüsse Stenntnis zu1 hat oft dazu geführt, fünfe gerade sein zu lassen und Ja zu sagen, Gisenbahn- Berwaltung! geben. Auch gegen den Beschluß des Landgerichts erhoben die Rechtsanwalte Ulrich und Simons Beschwerde, aber auch das Kammergericht tam zu dem Ergebnis: daß das Landgericht auf Grund sorgfältiger Würdigung des gesamten Materials das Borliegen von Pflichtwidrigkeiten mit Recht verneint habe. Justizrat Cassel fuchte auf Grund seiner Handakten und unter Angabe der Belege für den Ankauf und die Deponierung der von ihm für das an ihn gezahlte Geld angeschafften Papiere nachzuweisen, daß er bei der Anlegung des Vermögens mit der größten Promptheit vorgegangen sei. Rechtsanwalt Simons last in einer Zwischenbemerkung durchblicken, daß der Nebenkläger die von ihm angekauften Wertpapiere in einer gewissen Zwischenzeit, ehe er sie zum Depot brachte, zu eigenen Spekulationszwecken lombardiert wo ein entschiedenes„ Mein" am Plaze und der Vorwurf der Un- Wir werden natürlich bei jeder passenden Gelegenheit die fruchtbarkeit ein Stuhmestitel gewesen wäre das Bedürfnis Konsequenz aus dem Urteil des Kammergerichts ziehen und diese der Gewählten endlich, sich auf Lebenszeiten an der Macht zu erflicht halfen, hat eine Inzucht der Bürgerschaftsvertretung veranlaßt, Pflicht besonders eifrig üben, wenn der Staatsanwalt weiter die die notwendig zur Erfchlaffung und völligen Ber Wirte, welche ähnliche Blafate, wie die für gesezwidrig befundenen wafchenheit der politischen Charaktere führen mußte. Mit in ihren Räumen dulden, mit Anklagen behelligen sollte. Dieser bitterem Schmerze haben wir es in diesen Tagen erleben müssen, Art Stimulus für die Staatsantvaltschaft, diesem unausgesetzten daß, gewiß in bester Abficht, aber in unglaublicher Sturzsichtigkeit, Anbohren von feiten der socialdemokratischen Presse ist es bekanntfogar der alte, ehrenfeste Demokrat Langerhans in eine Wähler- lich zum wesentlichen zu danken, daß das reaktionäre Verbot des versammlung eilte, um einen Mann wie den vielberühmten Herrn Inverbindungtretens politischer Vereine zum alten Gifen geworfen Jacobi, der hart ins Gedränge geraten ist, zur Wiederwahl zu ist, und dies Anbohren wird auch die Trümmer des reaktionären empfehlen im Interesse der Einigkeit der Liberalen. 8 um Teufel mit dieser Ginigteit, wenn sie nur dazu gut preußischen Preßgesetzes zu Falle bringen. ift, uns Leute als Führer aufzuhalsen, die den Namen liberal" Leider hatte bisher die socialdemokratische Presse eine so notoder sonst vorübergehend benugt haben könnte. Justizrat Cassel anrüchig machen bei allen wirklich liberal denkenden Menschen. wendige und fegenbringende Arbeit fast ganz allein zu verrichten. tritt dieser Unterstellung mit Entrüstung entgegen und erklärt fie Dieser Einigkeitskultus ist der Fluch des Kommunal- Fühlt die Deutsche Tageszeitung" sich berufen, beileibe nicht für freisinns, an dem er, wenn nicht bald damit gebrochen wird, eine Erweiterung der Preßfreiheit zu sorgen, sondern nur die Moral für eine müßige Phantasie. Staatsanwalt Dr. Kur fragt den zu Grunde gehen muß." Angeklagten, ob er denn angesichts dieser Darlegungen noch immer im Reiche des Herrn Thielen zu heben, so möge fie es ebenso machen den Verdacht der Unterschlagung aufrecht erhalten wolle, worauf der Es verschlägt wenig, daß die Berliner Beitung" im selbeu wie wir Angeklagte erwidert, daß er niemals eine Unterschlagung behauptet, Artikel davon redete, daß im Bürgertum noch demokratischer Geist sondern nur Thatsachen mitgeteilt habe, aus denen möglicherweise hause und daß die Socialdemokratie tein Recht habe, sich allein Gemütvolle Darstellungen. Eine allegorische Darstellung der folche Schlüffe gezogen werden könnten. Bezüglich des Mertins als Vertreterin des Voltes zu bezeichnen. Da man auch diesmal neun preußischen Ministerien ist für das Giebelfeld im schen Falles sucht der Nebenkläger gleichfalls eingehend darzulegen, bei den liberalen Kandidaten den demokratischen Geist wird mit der mittleren Rifalit des neuen Herrenhauses in der Leipzigerdaß er auch in diesem Falle nach bestem Wissen und Ge- gaterne fuchen können, bleibt solchen Leuten im Bürgertum, denen wissen gehandelt habe. Der Nebentläger Caffel legte an der Hand feiner Akten dar, daß das demokratische Bewußtsein mehr ist als eine inhaltslose Bhraje, alle Angriffe des Zeugen Mertins unbegründet und unrichtig seien. gar nichts andres übrig, als für einen Socialdemokraten zu Amtsgerichtsrat Schlenther, welcher Vormundschaftsrichter in der stimmen. Olbrichschen Sache gewesen ist, erklärt nur, daß ihm nie zu Ohren ge= Von welcher Nummer der Kommunalliberalismus ist, das zeigte tommen sei, daß Justizrat Cassel sich als Pfleger der Olbrichschen fich gestern in einer Wählerversammlung des 11. Bezirks giveiter Kinder irgend eine Pflichtwidrigkeit habe zu Schulden kommen lassen. Abteilung. Dort sagte der Stadtverordnete Fähndrich nach einem doret sto straße beſtimmt. Das Modell, von Profeffor Otto Leifing in svei Fünfteln der natürlichen Größe entworfen, ist gestern in entsprechender Höhe zur Beurteilung feiner Wirkung aufgestellt worden. Am Ende ist dieser Klinstler der Herr, der sich bereits auf dem Gebiete gemütvoller Darstellungen bewährt hat. Gerade die preußischen Ministerien sind eine wahre Fundgrube für solche Leistungen. Wie idyllisch muß fich als Allegorie des Unterrichtsministeriums der mit 300 Bibelsprüchen vollgepfropfte Gemeinde Die Neue freie Volksbühne feiert ihr diesjähriges Herbstfest am Sonntag, den 20. Oktober, abends 7 Uhr, in Kellers Festfälen, KoppenAus den Nachbarorten. Wegen Hinterziehung von Beiträgen zur Orts- Krankenkasse des Maurergewerbes für die bei ihm beschäftigten Personen im Betrage von 54 M. ist der Bauunternehmer Karl Pollmächer vom tgl. Landgericht I 3 150 M. Geldstrafe, im Unvermögensfalle für je 10 m. mit einem Tage Gefängnis bestraft worden. Vermischtes. schüler ausnehmen, wie hübsch eine Darstellung des Gumbinner| Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde die Leiche fünfte Delegierte schiden fönnte, in denen öffentliche An Prozesses als Simmbild des Kriegsministeriums. Ferner wäre der der 19 Jahre alten Tochter Therese der Witwe tube aus der gelegenheiten beraten werden sollten, nicht aber in Tanzmit 2 Mart 30 Pfennigen Tagelohn zu Zufriedenheit und Patriotis Barutherstr. 11. Das in der Druckerei der Stadtmission als An- vergnügungen. Selbst wenn die Polizei wegen des Verdachts irgend mus erzogene Bahnarbeiter für das Ministerium der öffentlichen legerin beschäftigte Mädchen hatte seit einem halben Jahre ein Ver- einer strafbaren Handlung in ein solches Tanzvergnügen eindringen Arbeiten typisch, ebenso könnte der schreiende Agrarier für das Land- hältnis mit einem Maschinenbauer in der Holzmarktstraße. Bei dürfe, gründe sich ihre Befugnis nicht auf das Vereinsgefes, wirtschaftsministerium als Relief dienen. Man sieht, eine Fülle von diesem war es am Sonntagabend von 6 bis 10 Uhr in sondern auf allgemeine strafrechtliche Bestimmungen, und Gemüt würde hervorsprudeln, wenn Prof. Lessing seine Werke ein der Wohnung. Dann begleitete der junge Mann seine Braut jedenfalls sei dann die Versagung des Eintritts wenig umarbeiten wollte. nach der Barutherstraße, wo man um 11 Uhr antam, und ging dem Vereinsgesez strafbar, jondern nur unter der VorDer Rückgang der Schülerzahl der städtischen höheren hierauf, da sie sich unwohl fühlte, noch bis 1/2 Uhr mit ihr umber. aussetzung, daß der Thatbestand etwaiger andrer strafbarer HandLehranstalten, der bereits Ende der achtziger Jahre begann und In der Wohnung der Mutter angekommen, wurde das Mädchen von lungen, z. B. Widerstandes gegen die Staatsgewalt oder dergleichen feitdem mit ganz seltenen und kaum merklichen Unterbrechungen bis einem heftigen Erbrechen befallen. Am nächsten Tage mußte es zu vorliegen. Das Gericht trat dieser Ansicht bei und sprach den in das letzte Schuljahr angedauert hat, erscheint in einem eigentlim Hause bleiben, wehrte aber die Hinzuziehung eines Arztes ab, da es Angeklagten frei, legte auch die notwendigen Auslagen der lichen Lichte, wenn man die Schüler in„ Einheimische" und sich beffer fühle. Erst in der Nacht zum Dienstag, als das Befinden Verteidigung der Staatstasse auf. Auswärtige" sondert. Für das mit dem Schuljahr 1899/1900 sich verschlimmerte, wurde der Arzt gerufen. Die Kranke starb aber abichließende Jahrzehnt beträgt die Verminderung der Gesamtzahl der schon im 5 Uhr morgens. Die Todesursache konnte der Arzt Schüler genau 1500. Die durchschnittliche Schülerzahl der städtischen nicht feststellen. Gymnasien, Realgymnaften und Oberrealschulen war im Schul- Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, den 18. Ottober, Rede jahr 1889/90 13 799 gewesen, im Schuljahr 1899/1900 war sie nur le bung( Uebung in mündlicher Rede und im schriftlichen Auffah), noch 12 299. Jn demselben Zeitraum ist aber die Zahl der Vortragender: Schriftsteller Dr. Rudolf Steiner. EröffnungsAuswärtigen"( zumeist Borortbewohner) unter den Schülern abend für Rede- llebung im Saal I. der städtischen höheren Lehranstalten Berlins bedeutend gestiegen, von 1889/90 bis 1898/99 von 978 auf 1550. Grit 1899/1900 ist auch Der Brunnenbauer Thiele ist glücklich gerettet worden. hier ein Rückgang, anf 1497, eingetreten wohl infolge der fort- straße 29. Ein Telegramm aus Grimma meldet darüber: Donnerstagmittag gejezten Vermehrung der höheren Lehranstalten in den Vororten Im Verein für volkstümliche Kurſe von Berliner Hochschul: 12 Uhr ist es gelungen, den am legten Sonnabend verschütteten felber. Die„ Auswärtigen" waren 1889/90 mur 7 Proz., 1898/99 lehrern beginnt ant Freitag, den 18. Oktober, abends 812 Uhr, Herr Privat: Brunnenbauer Thiele lebend zu Tage zu bringen. Thiele befindet dozent Dr. Gilg seinen Vortragskursus über die Kulturpflanzen, ihre dagegen 12/2 Broz. und 1899/1900 noch über 12 Prog. aller Schüler. Geschichte und ihr Heilwert" im Hörsaal Nr. 7 der tgl. Landwirtschaftlichen sich verhältnismäßig wohl und war im stande, sich frei zu bewegen. Ohne die Auswärtigen" hätte sich die Schülerzahl 1889/90 auf Hochschule, N. Juvalidenstr. 42. Eintrittskarten zum Preise von 1 M. für Er wurde zur Pflege auf einer Tragbahre ins Krankenhaus ge12 821, 1898/99 auf 10 762 und 1899/1900 dann wieder auf 10 802 ben sechs Abende umfassenden Kursus sind zu haben bei: Georg Belling, bracht. Die Annahme, daß ein eiserner Reifen vor der Stollenbelaufen, so daß sich hier für das ganze Jahrzehnt ein Rückgang um Cigarrenhandlung, W. Leipzigerstr. 136; A. Schüß, Rendant, O. Holzmarkt mändung liege, hatte sich als Selbsttäuschung Thieles herausgestellt, mehr als 2000 ergäbe. ftraße 60; Chr. Tischendörfer, C. Sophienstr. 20; F. E. Lederer, Buch über die er sich klar wurde, als ihm Licht in den Schacht gereicht handlung, W. Surfürstenstr. 70; Bernhard Staat, Buchhandlung, SW wurde. Der Reifen lag günstig, aber der Rettungsstollen traf den Jn städtischer Waisenpflege befanden sich am 1. Juli d. J. Friedrichstr. 250; Centralstelle für Arbeiter Wohlfahrts- Einrichtungen, 5542 Kinder( 2965 Knaben und 2617 Mädchen). Dieselben waren W. Röthenerstr. 23( 8-3 Uhr). verschütteten Brunnen zu spigwinklig. Die Schalung des Brunnens wie folgt untergebracht: 1. im Waisenhause Berlin 76 Knaben, do hatte sich vierfach übereinander geschoben, und es war sehr schwer, 96 Mädchen; 2. in der Waisenanstalt zu Rummelsburg 336 Knaben, sie durch Abstich um einen Centimeter zu entfernen. Morgens um 69 Mädchen; 3. im Erziehungshause für verwahrloste Knaben in Lichten Die Rigdorfer Gewerbedeputation beschäftigte sich in ihrer 3 Uhr war eine Kopfgroße Deffnung hergestellt, durch die dem Verberg 63 Stnaben; 4. im Erziehungshause für verwahrlofte Mädchen in letzten Sigung abermals mit der Umlegung der Kosten für die unglückten ein Halstuch und eine wollene Decke gereicht wurden. Kleinbeeren 26 Mädchen; 5. in der hiesigen Kostpflege 774 sinaben undandwerkskammer. Gine Umlegung nach Maßgabe der Ge- Auch erhielt er von Zeit zu Zeit Nahrung. Da die Aussichten, ihn 790 Mädchen; 6. in der auswärtigen Kostpflege 1598 Knaben und werbesteuer will der Oberpräsident nur gestatten, wenn die nicht gevon dieser Stelle aus zu befreien, nicht sehr günstig waren, hatte 1488 Mädchen; 7. in Krankenhäusern 78 Knaben und 148 Mädchen. werbesteuerpflichtigen Betriebe zu fingierten Säßen veranlagt würden. Obersteiger Krügel einen zweiten Schacht in Angriff genommen, der Aufgenommen wurden im Vierteljahr April- Juni dieses Jahres hiervon soll wegen der damit verbundenen Schwierigkeiten abgesehen sich zum Glück als überflüssig erwies. 855 Haus- und 50 Kostkinder. Dagegen schieden aus und kamen in werden. Die Deputation entschied sich für eine Veranlagung Zwei Dörfer niedergebrannt. Aus Breslau wird berichtet: Lehre oder Dienst 422, zu den Angehörigen 351, in unentgeltliche nach Betrieben unter Berücksichtigung der Zahl der beschäftigten Wie erst jetzt bekannt wird, ist am vergangenen Donnerstag das Pflege 30, zu fremden Gemeinden 10, in Fürsorge- Erziehung 4, in Personen. Es wurde dann über verschiedene Angelegenheiten der russische Grenzdorf Schlensana bei Lelow durch Feuer vollständig die Frrenanstalt Dalldorf 4 Kinder, zum Waisenhause in Potsdam Fortbildungsschule verhandelt. Man beschloß, für den zerstört worden. 346 Befigungen find gänzlich niedergebrannt. und in die Heilstätte Blankenfelde je 1 Kind. Gestorben sind 1. April nächsten Jahres die Einrichtung einer andren Zeichentlasse Durch Flugfeuer geriet auch das drei Kilometer entfernte Dorf in Aussicht zu nehmen. Ein unerträglicher Zustand in der Fort- Staromyschy in Brand; 22 Besitzungen wurden ein Raub der Der Milchkrieg zieht sich mehr in die Länge, als von den bildungsschule, die in einer Volksschule( Prinz Handjerystraße) unter- Flammen. Das Elend ist unbeschreiblich; über 1500 Menschen find friegführenden Parteien erwartet worden war. Judes wird die gebracht auf nach Meinung der ganzen ganzen Deputation obdachlos geworden. Eine ältere Dienstmagd sowie drei Kinder darüber tamen in den Flammen um. Bei den Rettungsarbeiten erlitten zahlPosition des Milchrings von Tag zu Tag schlechter, die der Milch der, daß junge Männer bis zu 20 Jahren und händler von Tag zu Tag besser. Durch immer neue Abschlüsse mit Es wurde beschlossen, die Schuldeputation und beim Zeichnen die niedrigen Schulbänke benutzen müssen. reiche Personen Brandwunden. Wieder ein Sielbruch in Hamburg. Mittwochabend um Milchproduzenten, die keinem Ring angehören, werden die Bezugs- deputation zu ersuchen, in der neu zu errichtenden Schule am Herz- 9 Uhr stürzte ein Siel an der Landungsbrücke St. Pauli ein; wahrquellen der Milchhändler fortgesezt vermehrt, so daß in inner bergplatz Räume zur Aufnahme von Zeichentlassen herzurichten. scheinlich durchbrach die Flut das Rohr, und das Elbwasser drang größerem Umfange die Ansprüche der konsumierenden Bevölkerung Weiter wurde eine Unterkommission, bestehend aus den Stadträten in einen Arbeitsichacht ein, der sofort einstürzte, zehn Personen, die befriedigt werden können. Von den 300 Milchläden, die die Milch- Granier und Thiemann, sowie dem Stadtv. Wuzki, mit der Vor- sich dort befanden, konnten nur mit Mühe im letzten Augenblick centrale am 15. Oktober aufmachen wollte, ist noch immer nichts zu beratung eines Antrages Buzki betraut, welcher eine alsbaldige gerettet werden. Das ist der dritte derartige Einsturz in diesem fehen. Die Sache der„ Milchbauern" wird jezt selbst von der ihnen Abhilfe durch Verwertung einer Turnhalle bezweckt. freundlich gesinnten Presse nur noch lan und lässig vertreten. Sie Die Charlottenburger Stadtverordnetenwahlen werden jetzt gilt eben auch hier bereits als hoffnungslos. Die Deutsche vom Magistrat ausgeschrieben. Es sind 31 Stadtverordnete neu zu Beitung", ein Blättchen für„ nationale Politik", sucht den Milchkrieg wählen, und zivar 22 Ergänzungswahlen für 1902 bis 1907, 3ei gegen die Socialdemokratie auszubeuten. Sie weiß erschreckliche Ersatzwahlen bis 1903 und eine bis 1905. Außerdem finden sechs Dinge zu melden über die rücksichtslose Art, in der die socialdemo- neue Wahlen zur Erhöhung der Zahl der Stadtverordneten von 66 kratische Arbeiterbevölkerung Berlins den Kampf gegen den Milch auf 72 statt. Für die dritte wählerabteilung find jetzt acht Wahlbezirke gebildet, die zum Teil in zwei und drei Abstimmungsbezirke ring und seinen Anhang führt. zerfallen, so daß in 18 verschiedenen Stellen gewählt werden wird. Die zweite Abteilung wählt in vier verschiedenen Bezirken, die erste für die ganze Stadt gemeinsam. Die Wahlen finden am 6., 8. und 9. November in der dritten, zweiten und ersten Abteilung statt. Sie beginnen morgens 9 Uhr und hören in der dritten Abteilung um 8 Uhr, in der zweiten Abteilung um 6 Uhr und in der ersten um 2 Uhr auf. 203 Kinder. Bruno Bollmann, der bekannte Berliner Komiter, ist gestern einem Magenleiden erlegen. Bollmann war lange Zeit im CentralTheater engagiert, zuletzt trat er auf der Krollschen Bühne in Mamsell Augot" auf. Gerichts- Beitung. die Ban Monat. Roggen, gut Berfte, gut Ball 1111118 Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 5119 eigen, gut Marktpreise von Berlin am 16. Oftober 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Gir. Startoffeln, neue, D- Ctr. 85 " mittel gering " Fiindfleisch, Kente 1 kg 1,70 1.20 " do. Bauch 1,40 1. " 13, " Schweinefleisch 1,60 1,30 " " " mittel gering " " 1,80 1,10 1,60 1,10 " " 2,80 2, afer, gut " minel gering 15,10 14,30 Eier Starpfen Aale Bander 60 St 5.00 2.40 1 kg 2,20 1,20 2,50 1,20 " 2,60 1,20 " 14,20 13,40 Hechte 2,20 1,20 " Nichtstroh 7,66 7,16 Barsche 1,80 0,80 8,60 6,20 Grbsen Speiset ohnen Vin'en 40,- 25, 50,- 25, 60, 30, Schleie Bleie Strebje 2,80 1,20 0,80 Hent mittel gering 14,40 13,60 13,50 12,80 12,70 12, 16,10 15,20 † ab Bahn. * frei Wagen und ab Bahu. 1,40 per Sajot 16-3, Witterungsübersicht vom 17. Oftober 1901, morgens S hr. Feftgenommen wurden von der hiesigen Kriminalpolizei zwei Einbrecher, die in Hamburg einen großen Diebstahl verübt haben. Der eine ist ein Berliner, der bei seinen Eltern am Prenzlauer Thor wohnte. Dieser verband sich, da er sich hier nicht mehr recht sicher fühlte, mit einem erst vor furzem aus dem Zuchthaus entlassenen Ein Anarchistenprozeß. Die neunte Straffammer des Landgalizischen Einbrecher zu einem Raubzug nach der Hansastadt. Nach gerichts I verhandelte gestern gegen den verantwortlichen Redacteur dem sie sich in Hamburg eingemietet und Umschau gehalten hatten, der Wochenschrift, Neues Leben", Otto Panzer, wegen Aufbrachen sie bei einem Goldwarenhändler ein und erbeuteten Produktenmarkt vom 17. Oftober. Getreide. Die niedrigen reizung. Es handelt sich um die Nr. 37 des Blattes vom 21. Sep New Yorker und Chicagoer Schlußpreise bewirkten heute schwache Haltung, fir 40 000 m. Uhren, Ketten, Juwelen 2c. Beim Anssuchen der tember, die man gleich nach ihrem Erscheinen beschlagnahmt hatte, namentlich für Weizen, der 2 Wt. niedriger einsetzte, während Roggen sich Waren hatten sich die Spizbuben etwas zu lange aufgehalten und und zwar wegen des Leitartikels„ Das Attentat auf den Präsidenten ungefähr behaupten fonnte. Mittags zeigte die Tendenz ein gänzlich vermußten nun befürchten, beim Verlassen des Hauses Berdacht zu Me Kinley". Panzer ist 35 Jahre alt, von Fach Maurer, hat die ändertes Bild. Am Roggenmartte tam eine starke Hauffebewegung zum erregen. Daher nahmen sie einen Mülleimer, die man in Hamburg Volksschule besucht und ist wegen einer gewaltthätigen Handlung vor- Durchbruch und die Preiie zogen per Dezember 14, per Mai ¾ M. an. nicht auf den Hof, sondern auf die Straße hinauszustellen pflegt, bestraft. Auf Befragen erklärt er, daß er der Verfasser des in- Der Konjum war mit Kauforders am Martte, benen nur geringes Angebot packten alle Sachen hinein, deckten sie zu und gingen so unangefochten triminierten Artikels sei. Der Vorsitzende, Direktor Müller, er- gegenüberstand. Die Preisforderungen für südrussische Ware sind umt davon. Nun suchten sie die Beute in Verlin an den Mann zu hob hieran Zweifel und befragte den Angeklagten über 1. erhöht worden. Angeblich suchen russische Firmen nach hier verbringen. Während hier die Kriminalpolizei auf Grund der ein französisches und ein lateinisches Eitat in dem Artifel und über die schlossene Roggenposten zurück zu regulieren. Auch Weizen konnte sich gut erholen auf feste Roggentendenz und höheres Destreich Ungarn. Mehl Bersonenbeschreibung, die man von Hamburg erhalten hatte, Persönlichkeit des darin erwähnten Brutus. Der Angeklagte verjete, notierte 5 Pf. fester. Futterartikel blieben still, behauptet, nur Safer= auf sie fahndete, erschienen beide bei einem Geschäfts- er habe diese Kenntnisse aus einem Fremdwörterbuch geschöpft. Der lieferungen wurden 2 M. höher bezahlt. Am Maismarkte stellten sich die mann, um Uhren gu verkaufen. Dabei gaben fie fich Artikel wurde darauf vorgelejen. Der Staatsanwalt Sanzo w be- Breise für Mixed und runden gleich. Rüböl fast ohne Geschäft, laufende für Uhrenreisende aus. An den niedrigen Preisen, die stritt die Möglichkeit, daß Panzer der Verfasser sei, doch trage er Sichten leicht abgeschwächt. fie stellten, erkannte jedoch der Geschäftsmann, daß er es mit Fach als Redacteur die Verantwortlichkeit dafür. Der Artitel sei hochTenten nicht zu thun hatte. Er bestellte daher die Reijenden noch gradig aufreizend, daher beantrage er sechs Monate Gefängnis und einmal zu sich und benachrichtigte unterdessen die Kriminalpolizei. Einziehung der Nummer. Herr Rechtsanwalt Victor Fränkt verteidigte Diese nahm den Galizier, der allein zurückkehrte, sofort fest und den Angeklagten in sehr gründlicher Rede. Zu dem Artikel war ausdrück später auch den Berliner in der Wohnung seiner Eltern. Ein kleiner tich betont worden, daß der Anarchismus als Weltanschauung mit Teil der gestohlenen Sachen wurde bei dem Galizier gefunden und Attentaten ebenso viel und so wenig gemein hat, wie jede andre beschlagnahmit, ein andrer bei einem Kaufmann in der Lottumstraße. politische oder religiöse Anschauung, sowie daß die Anarchisten allen Der größte Teil aber ist noch nicht wieder ermittelt, da die Kriminal- und jeden Mord verwerfen. Vergleichsweise streifte der Verteidiger eminemde 759 30 polizei in der Wohnung des Berliners den Koffer, in dem die Ein- das Auftreten des Grafen Bückler und beantragte Freisprechung. Hamburg brecher die Beute hierher gebracht hatten. leer vorfand. Die Ver Nach den Repliken des Staatsanwalts und Verteidigers wurde noch Berlin 759 SO 1 heiter brecher werden nach Hamburg zurückgebracht. der Kommissar Crone als Zeuge darüber befragt, wie es möglich sei, Grants./M. 758 SD München 759 3 Nebel 2 bedeckt 11 Wien daß die Nummer trotz ihrer schleunigen Beschlagnahme doch noch 759 SSO 2 Regen stark verbreitet worden ist. Der Beamte erklärte, viele Eremplare Wetter Brognose für Freitag, den 18. Oftober 1901. Polizei noch das Pflichtwürden abgeholt, während die Polizei noch Zunächst meist trbe, am Tage, etwas fühler mit leichten Regenfällen exemplar prife. Der Gerichtshof erfamite auf vier Monate und ntäßigen südwestlichen Winden; später langsam aufklarend. Gefängnis, Einziehung der Nummer und Unbrauchbarmachung der Platten. Für aufreizend wurde der Artikel in seiner Die dem Baufier" Opik abgepfändete Wohnungseinrichtung Gesamtheit erklärt, besonders markant sei der letzte Absatz, der sich im früheren fürstlich Fürstenbergschen Balais tam gestern bei Lepke" aufs schärfste gegen die Kapitalisten richtet. Der Vorsitzende hob unter den Hammer. Es handelte sich im wesentlichen um das in hervor, daß der Angeklagte sicher nicht Verfasser des Artikels sei, und dunklem Eichenholz gehaltene Herrenzimmer, um die kostbare Speise- daß es an der Zeit sei, gegen Sigredacteure gründlich zimmer- Einrichtung mit reichster Schnißerei und um einen überaus einzuschreiten. geschmackvollen Salon in dunklem Mahagoni, außerdem um die Man sollte denken, daß das Einschreiten" mit vier Monat Ge„ Bücherei" und um eine große Anzahl von Kunstgegenständen aller fängnis gerade gründlich genug sei. Aber abgesehen hiervon haben General- Versammlung. Staatsanwalt und Richter bei einem Preßverbrechen gerade genug, Die Beerdigung des Gastwirts Theodor Müller erfolgte gestern auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in der Liesenstraße unter zahlreicher Beteiligung seiner aus allen Gegenden Deutsch lands herbeigeströmten Berufsgenossen. Wohl an 400 Kränge wurden auf dem Grabe niedergelegt. Art. Die erzielten Preise waren recht ansehnlich. Stationen 757SO Wetter Stationen 2.5lb.bed. 9 paparanda 770 2.Heiter 7 Betersburg 764 SD 1 bedeckt 10 Cort 6 Aberdeen 5 Barts 13 Wetter 2 bedeckt 2 bedeckt 744 WSW 4 heiter 754S Temp. n. T. El 15° C.= 4° R. Berliner Wetterbureau. Socialdemokratischer Wahlverein für den Bezirk Rummelsburg. Sonntag, 20. Oftober, nachmittags 22 Uhr, im Lokal des Herrn Menk( Café Bellevue, im kleinen Saal, vom Eingang links): Tages Ordnung: Der Leichenfund in Schöneberg beschäftigt noch immer die wenn sie sich an den Verantwortlichen halten und die Frage nach. Kriminalpolizei. Obwohl der Obduktionsbefund der Leiche des dem Urheber eines infriminierten Artikels auf sich beruhen lassen. 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht. 3. Bericht des Bibliothekars. Gabriel die Möglichkeit eines Unglücksfalles in Betracht gezogen hat, Unirem Preßgesetz und seiner Anwendung mögen alle möglichen 4. Neuwahl des Vorstandes, der Beisitzer, Hilfspersonen, Revisoren und des hält sowohl die Staatsanwaltschaft des Landgerichts II als auch Fehler anhaften, aber sicher ist ihm teine, strafrechtliche Unzulänglichdie Kriminalpolizei die Annahme eines an G. verübten Totichlages feit eigen. Bibliothekars. 5. Bericht des Vertrauensmannes sowie Neuwahl desselben. 6. Wahl von Delegierten zur nächsten Kreistonferenz. 7. Vereinsaugelegen: heiten. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, welches die Interessen des Vereins wahren will, in dieser Bersammlung pünktlich zu erscheinen. Ohne Mitgliedsbuch hat fein Mitglied Zutritt. Neue Mitglieder werden vor Beginn der Versammlung aufgenommen. Der Vorstand. Achtung, Bretterträger u. Bretterträger u. Brettschneider. fest. Es hat auf Grund des Obduktions- Ergebnisses eine nochmalige Die Polizei beim Tanzvergnügen. Der Ziegelei- Arbeiter Absuchung des Wiesen- und Laubengeländes an der Wilmersdorfer Friedrich Wislang ist Vorsitzender eines Vereins der Ziegelei Grenze stattgefunden, um diejenige Stelle zu ermitteln, an welcher Arbeiter zu Herzfelde. Als dieser Verein am 4. Mai 1901 die tödliche Verlegung, die G. erlitten, erfolgt ist; jedoch war ein geschlossenes Tanzbergnügen veranstaltete, verlangte der Amtsdies vergeblich. Da der Blutverlust aber sehr start ge- vorsteher Zutritt, wurde aber von Wislang nicht hereingelassen. wesen ist, so hätte trotz der wiederholten Regengisfe die Wislang wurde deshalb vom Schöffengericht in Staltberge- Rüdersfragliche Stelle gefunden werden müssen, wenn nicht die Spuren durch dorf zu einer Geldstrafe von 30 m. verurteilt mit der Begründung, Menschenhand beseitigt worden wären. Uebrigens rechnet die daß der Verein der Ziegelei- Arbeiter ein Verein sei, der die Kriminalpolizei mit der Möglichkeit, daß der Vorfall vielleicht ebenso Erörterung politischer Gegenstände in Versammlungen bewenig seine Aufklärung findet, wie der Tod des Stakers Michael, zweckte, und daß deshalb die Polizei das Recht habe, in jede Zuder im vorigen Jahre auf dem Laubenterrain beim Bahnhof Ge- fammenkunft eines solchen Vereins einen Vertreter zu schicken. sundbrunnen als Leiche aufgefunden wurde. Auch damals wurde der Wislang legte biergegen Berufung ein, und in der Verhandlung vor mutmaßliche Mörder sofort ermittelt und verhaftet, jedoch konnte die dem Landgericht II am 12. Oktober führte sein Verteidiger, Rechtsdaß selbst wenn der Anklage nicht aufrechterhalten werden, weil die Obduktion die Mög- anwalt Wolfgang Heine aus, 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Vereinsangelegenheiten und Ver84/18 lichkeit zuließ, daß der Tod des Staters auf natürliche Weise verur Verein der Ziegelei- Arbeiter ein politischer Verein wäre, die schiedenes. Zahlreichen Besuch zu dieser Versammlung eripartet Der Vorstand. facht worden war. Polizei doch nach§ 4 des Vereinsgefeßes nur in solche ZusammenBerantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin Sonntag, den 20. Oktober, vormittags 10%, Uhr: General- Versammlung Holzmarktstraße Nr. 72. Tagesordnung: