Nr. 246. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poftbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft- Beitungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebüye beträgt für die sechsgespaltene Kolonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für Die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Ein Freisinns- Typus. Motto: " Ja, so teilte er all seine Kräft', Die bisher dem Lieben Ungeschwächt geblieben, Zwischen Stadtfreifinn und dem Geschäft." Zwischen Stadtfreisinn und dem Geschäft." ( Aus: Leopold Jacobis" Virchow- Kommerslied".) Mit dem liberalen" Stadtverordneten Leopold Jacobi haben sich in letzter Zeit die Zeitungen aller Schattierungen wiederholt beschäftigt. Erst nach gerichtlicher Prüfung der von der Welt am Montag" erhobenen Vorwürfe wird man über die Person des Herrn ein Urteil fällen können. Aber Herr Jacobi stellt auch einen Typus dar, und deswegen verlohnt es sich, schon heute einige allgemeine Betrachtungen an den Fall Jacobi" zu knüpfen. In dem Briefe, in welchem der Redacteur der Welt am Montag", Georg Bernhard, dem Stadtverordneten- Vorsteher Dr. Langerhans auf dessen Anfrage Herrn Leopold Jacobi als denjenigen nennt, gegen welchen sich der Aufsatz der Welt am Montag" richtet, heißt es wörtlich: " V " Sonntag, den 20. Oftober 1901. M Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Politische Meberlicht. Berlin, den 19. Oktober. Berlin fann warten! er ist andrerseits der entschiedene und folgerichtige Vertreter jener manchesterlich bourgeoisen Anschauung, welche es als höchste Aufgabe des Staates wie der Gemeinde betrachtet, die Thätigkeit des Privattapitals nicht zu beschränken. Eine Konsequenz dieser Der von der Stadtverordneten- Versammlung eingesetzte Ausschuß Anschauung ist, daß die eignen wirtschaftlichen Unternehmungen zur Vorberatung des vom Oberpräsidenten an den Magistrat über der Gemeinde auf das geringste Maß beschränkt werden, und die Wiederwahl des Stadtrats Kauffmann zum zweiten Bürgerdaß andrerseits beim Betriebe dieser Gemeinde Unter- meister hat Sonnabendabend unter Vorsitz des Stadtverordnetennehmungen alles vermieden wird, was dem Privatkapital Borstehers Dr. Langerhans eine dreistündige Sigung abgehalten. unbequem werden könnte. Diese Rücksicht auf das Privatkapital In der sehr lebhaften Diskussion standen sich zuerst zwei Anwird bei allen Beratungen über die Lage der städtischen Arbeiter in fichten gegenüber. Von einer Seite wurde vorgeschlagen, über die den Vordergrund gestellt, und sie verhindert es, daß die Gemeinde- Entscheidung des Oberpräsidenten, welcher die Wiederwahl Kauffbetriebe das werden, was sie von Rechts wegen sein sollten: manus dem Könige nicht zur Bestätigung vorgelegt hat, Beschwerde Musteranstalten socialer Fürsorge. Die manchesterlich- bourgeoise bei dem Minister zu führen, weil diese Entscheidung nach den BeAuffaffung zeigt sich aber nicht weniger deutlich auch gegenüber den stimmungen der Städte- Ordnung, die in Städten über 10 000 Einandern socialen Aufgaben der Gemeinde. Alles das, was sich in wohnern das Bestätigungsrecht der Bürgermeister ausdrücklich dem dieser Beziehung als notwendig herausstellt, betrachtet man als König vorbehält, ungefeßlich ist. verhaßtes Muß", dem man sich eben nur so weit fügt, als unum gänglich notwendig ist. Dabei ist dann immer noch die stillschweigende oder von offenen Naturen, wie Herrn Jacobi, auch ausgesprochene Voraussetzung, daß die Empfänger der„ Wohlthaten" der Gemeinde auch danke" sagen, auch durch Worte und Thaten ihren Dank für die ungeheuren Leistungen der Stadt Berlin bekunden. Dabei wird ferner eifersüchtig darüber gewacht, daß nicht etwa die sociale Fürsorge z. B. auf dem Gebiete des Wohnungswesens das Privatkapital schädige! " Im Besize Ihres geehrten Gestrigen nehme ich an, daß Sie von mir nur die Erfüllung einer rechtlich notwendigen Formalität verlangen, da ich es für unzweifelhaft halte, daß eine größere Zahl von Mitgliedern der Stadt verordneten Versammlung genau weiß, gegen wen einzig und allein sich die Angriffe in der Welt am Montag" richten tönnen..." Das Manchestertum, die Vorliebe für das freie Spiel der Das trifft durchaus zu. Wen man auch von den liberalen Kräfte", welches ja auch für das Großkapital so förderlich ist, ist Stadtverordneten nach dem Erscheinen des Aufsatzes sprach, der aber das einzige, was der„ Kommunalfreifinn" Jacobischer Farbe wußte, auf wen die dort gemachten Andeutungen Hinzielen. Und von den Ueberlieferungen des bürgerlichen Liberalismus sich erhalten es gehört daher schon eine gehörige Portion Heuchelei dazu, wenn hat. Wirklich freiheitliche Gesinnung wird man ja natürlich bei den trotzdem in einer liberalen Kommunalwähler- Versammlung mehrere freisinnigen Mannesseelen, die das Selaffenwahlunrecht ins Note Stadtverordnete darunter auch solche der„ Neuen Linken" Haus schickt, vergeblich suchen. Sie verdanken selbst ihre Macht nur sich stellten, als wüßten Sie nicht, wer gemeint sei. Seit einem an dem Volt begangenen Unrecht, fie können daher nicht für Jahren sind solche Gerüchte über Herrn Jacobi im Umlauf, Voltsrechte und Volksfreiheit eintreten. Sie sind sogar schon zum Gegenstand der Besprechung in liberalen Aber das Bewußtsein, daß seine Stellung nur auf so schwankem Parteitreisen gemacht worden, sie sollen, wenn wir richtig unter Grunde ruht. treibt den„ Kommunalfreisinn" noch weiter; es erzeugt richtet sind, Veranlassung dazu gegeben haben, daß Herr Jacobi auf in ihm das Gefühl der Schutzbedürftigkeit, und veranlaßt ihn deshalb feinen ursprünglichen Wunsch, als Erwählter der III. Abteilung zum weitgehendsten Entgegenkommen, gegenüber der Stelle, von in das rote Haus einzuziehen, verzichten und sich damit begnügen der ein solcher Schuh erwartet wird: gegenüber dem Träger der mußte, daß ihn die Privilegierten der II. Abteilung zum Stadtver- Krone. Deswegen jenes demütige Sich- duden, jenes ordneten ernannten. feige Nachgeben selbst dort, wo offenbare Rechte der Bürgerschaft preisgegeben werden. " Von andrer Seite wurde der Vorschlag einer Beschwerde betämpft, da man annehmen könne, daß der Oberpräsident im Einvernehmen mit den bei der Entscheidung in Frage kommenden Instanzen gehandelt habe. Wenn man hiernach überzeugt sei, daß eine Beschwerde bei den oberen Justanzen erfolglos fein würde, so müsse andrerseits doch in einem Beschluß der Stadtverordneten- Versammlung ausgesprochen werden, daß durch die Entscheidung des Oberpräsidenten die gesetzlichen Vorschriften des§ 33 der Städte- Ordnung nicht erschöpft feien, und daß erst die durch die Städte- Ordnung vor geschriebene Entscheidung des Königs an die Versammlung gelangen müsse, ehe dieselbe sich mit der weiteren Verfolgung der Angelegenheit befassen könne. D Nach sehr eingehenden Erörterungen, in denen betont wurde, daß man dem Oberpräsidenten falls er an seiner Rechtsansicht festhielte Gelegenheit geben müsse, den von der Versammlung zu fassenden Beschluß зи im Aufsichtswege zu beanstanden, wobei dann die Frage im Verwaltungs Streitverfahren zur richterlichen Entscheidung gebracht werden kann, beschloß der Ausschuß, bei Anwesenheit aller 15 Mitglieder einstimmig, der Versammlung folgende Beschlußfassung, deren entscheidender Schlußsay von socialdemokratischer Seite beantragt worden ist, zu empfehlen. Von der Bestimmung im§ 33 der Städte- Ordnung, welche das Recht der Bestätigung der Bürgermeister und Beigeordneten in Städten von mehr als 10 000 Einwohnern ausschließlich dem Könige vorbehält, ist weder in der Städte Ordnung noch in einem andren Gefeße eine Ausnahme für den Fall der Wiederwahl eines Nichtbestätigten vorgesehen. Aus dem Schreiben des Herrn Oberpräsidenten vom 6. Oktober erhellt, daß eine fönigl. Entscheidung über die wiederholte Wahl des Herrn Stadtrat Kauffmann zum Bürgermeister noch nicht erfolgt ist. Daher ist die Stadtverordneten- Versammlung an diese Wahl gebunden und lehnt die Vornahme einer Neuwahl bis zum Eingang einer Entscheidung des Königs über die Bestätigung ab." Troz dieser Gerüchte war Herr Jacobi, wenn auch nicht dem Namen nach, so doch thatsächlich das geistige Haupt der Darin zeigt sich dann aber zugleich die politische Verständnisgrößten liberalen" Fraktion der Stadtverordneten Versammlung, losigkeit der„ liberalen" Bourgeoisie. Die Vorrechte der preußischen der sogenannten„ Alten Linken", welche für sich allein schon fast die Junker beruhen wahrlich nicht auf besserer Grundlage, als die der Mehrheit der Stadtverordneten Versammlung ausmacht. Es war Bourgeoisie. Trotzdem verschmäht das Junkertum diese Politik der nur der Ausdruck der realen Machtverhältnisse, wenn beim Einzug Feigheit, verharrt in seiner Frechheit und Unbotmäßigkeit", und erzielt des östreichischen Kaisers im Mai 1900 neben der Tochter damit Erfolg über Erfolg. Statt daraus zu lernen, setzt das Bürgertum des Oberbürgermeisters und der Enkelin des Stadtverordneten- trotz aller Nackenschläge seine Politik des hündischen Anwinselns, voll Vorstehers nur noch die Tochter des einfachen Stadtverord- und ganz" und unentwegt" weiter fort, natürlich unter Wahrung neten Jacobi als Ehrenjungfrau ausersehen wurde. Wenn des Rechtsbodens. Ferner empfiehlt der Ausschuß mit 11 gegen 4 Stimmen der nach außen dies nicht mit voller Deutlichkeit hervortrat, sondern nur Den Umstande, daß er einer der ersten war, der dem Gefühl Versammlung, den Magistrat zu ersuchen, über den Bescheid des den Eingeweihten erkennbar war, so war das gerade ein Zeichen der der Schußbedürftigkeit Ausdruck gab, indem er den Frieden mit der Oberpräsidenten vom 6. d. Mts. Beschwerde beim Minister des Geschäftsklugheit des Herrn Jacobi. Willig überließ er den Krone" predigte, verdankt Herr Jacobi einen wesentlichen Teil seines Innern zu führen. Der Ausschuß wird bereits am nächsten Donners" Intellektuellen" unter seinen politischen Freunden, den Cassel und Einflusses. Ueber die unangenehmen Gerüchte sah man dabei in tag durch den Stadtv. Dr. Preuß Bericht erstatten. Sachs, oder womöglich den Langerhans und Virchow, die Ver- den liberalen Streifen um so eher hinweg, als Herr Jacobi nicht Hoffentlich kommt die Stadtverordneten- Versammlung nicht in tretung der Fraktion in den Fragen politischer Natur, die am meisten allein selbst ein sehr reicher und daher heutzutage mächtiger Mann die Lage, durch eine Audienz in Hubertusstock veranlaßt zu werden, die Oeffentlichkeit bewegen, denen aber doch von dem Gesichtspunkte ist, sondern auch zu verschiedenen kapitalistischen Größen in engsten den einstimmigen Beschluß ihres Ausschusses wieder fallen zu lassen. aus, von dem Herr Jacobi die Gemeindevertreterthätigkeit betrachtet, verwandtschaftlichen Beziehungen steht. So 3. B. zu dem Leiter Das Schicksal des gleichfalls einstimmigen Beschlusses der Kunstverhältnismäßig weniger Bedeutung zukommt; in diesen Dingen be- der Union"-Elektricitäts- Gesellschaft, welche die elektrischen Ein- deputation in der Märchenbrunnenfrage tann sich freilich wiederschränkte sich Herr Jacobi auf die Arbeit hinter den Coulissen, auf richtungen der Großen Berliner Straßenbahn" liefert, was Herrn Jakobi holen. Die Kraft des ersten Beschlusses des Ausschusses wird durch den Zwischenrufe oder gelegentlich auf Instruktionen, die er dem jeweiligen nicht davon abhielt, daß er wie erwähnt gerade dieser letzteren Fraktionsredner ins Ohr flüsterte. Anders bei den Fragen wirt- Gesellschaft stets sein besonderes Jnteresse widmete. Herr J. ist viel unter Widerspruch gefaßten zweiten Beschluß in bedauerlicher Weise schaftlicher Natur: Wenn die Beziehungen der Stadt zu privat- leicht gerade wegen dieser Beziehungen aber auch derjenige, welchem abgeschwächt. tapitalistischen Unternehmungen, oder wenn gar der Neu- Abschluß die Verwaltung und vor allem die Füllung der Kriegskasse des solcher Beziehungen zur Erörterung stand, dann ließ es sich Herr Stommunalfreisinns oblag, und auch diesem Umstande verdankt er Jacobi nicht nehmen, persönlich in den Kampf einzugreifen und einen Teil feines Einflusses. Jedesmal vor den Stadtverordnetens 3 war stets zu Gunsten des Privatkapitals. Wahlen erließ er an die freisinnigen" Rapitalmagnaten ein Rund- Zum Zollkampf. Müßiges Gerede über die Vorgänge im Herr Jacobi war es, der in erster Linie für den Abschluß des schreiben, in welchem er um milde Gaben für den Wahlfonds bat, Bundesrat bei seiner Beratung des Zolltarifs erfüllt die Blätter. Bertragsverhältnisses mit der Großen Berliner Straßenbahn" und und die Erträgnisse dieser Sammlung verwaltete er dann selbst- Da follen einige süddeutsche Staaten die Beseitigung des Mindestden Berliner Elektricitätswerken" tämpfte. Herr Jacobi verteidigt herrlich so, daß nur die ihm genehmen Kandidaten vorzugsweise zolles für Getreide gefordert haben und der Reichskanzler sei der Andre Blätter kommentieren dieses Ges auch heute noch mitunter als einziger bei jeder möglichen und die der Alten Linken unterstügt wurden. So wird z. B. be- Forderung nachgekommen. unmöglichen Gelegenheit diese Gesellschaften mit foldjem Eifer, daß hauptet, daß das Zustandekommen des„ kommunalen Drei- chwäß ernsthaft, als ob irgend jemand, der die Bolltarifsituation nüchtern betrachtet, vielleicht glauben könnte, daß nach der Ministerbei er dem unbefangenen Hörer nicht als Vertreter der Gemeinde, mit bunds" der letzten Wahl Bündnisses zwischen tonferenz im Frühjahr ein irgendwie erheblicher Gegensatz zwischen ,, Alten Linken", welcher diese Gesellschaften in Vertrag stehen, sondern als Sachwalter der " Freien Fraktion" der beiden Breußen und den nächst ihm einflußreichsten Bundesstaats- Regierungen der Gesellschaften erscheinen muß. Als z. B. über die zahlreichen verfeindeten Neuen Linken" zu einem sehr wesentlichen Teil der übrig geblieben sei. Straßenbahn Unfälle debattiert wurde, welche durch die Sparpolitik Rücksicht auf den Jacobischen Wahlfonds zu danken war. der„ Großen Berliner" verursacht werden, leitete der Stadtbaurat Das sind die Umstände, denen Herr Jacobi seine Stellung berdie Verlesung eines ihm von der Straßenbahnverwaltung zugestellten dankt, eine Stellung, die ihn sogar befähigte, den städtischen VirchowBerteidigungsschreibens mit den Worten ein, daß dieses Schreiben Kommers dichterisch zu verunstalten, aus welcher Leistung wir an im wesentlichen das enthalte, was soeben der Vorredner, Herr der Spitze dieses Artikels mit einer kleinen finngemäßen Aenderung Jacobi, ausgeführt habe usw. Auch der Neu- Abschluß von Verträgen eine Probe geben. " 1 " und # Deutsches Reich. Es ist gar nicht zu bezweifeln, daß der Bundesrat den Zolltarif, abgesehen etwa von Nebensächlichkeiten, in der preußisch- agrarischen Und es wäre lächerlich, wollte Zubereitung verschlucken wird. jemand vom Bundesrat irgend welche Milderung des Kornwuchers erwarten. Christliche Arbeiter gegen den Brotwucher. zwischen der Stadtgemeinde und privatkapitalistischen Unternehmern Die Elemente des Bürgertums, denen das Geschäft alles, die Eine Versammlung der Ortsgruppe Köln- Ehrenfeld des christ= findet in Herrn Jacobi stets einen energischen Vertreter. Als z. B. Politit nichts oder höchstens ein Werkzeug im Dienste des Ge- lichen Metallarbeiter Verbandes erklärte sich in einer die Verlängerung des Vertrages mit der Firma Naud u. Hartmann schäfts ist, bilden den Grundstock der Freifinnigen Partei", und Resolution mit den Ausführungen des Verbandsvorsigenden Wieber Herr zur Debatte stand und bon socialdemokratischer Seite auf 31var nicht bloß im Roten Hause, während die Langerhans und bezüglich der Getreidezollfrage vollständig einverstanden. die unerhörte Preßcensur der Firma hingewiesen wurde, Birchow, selbst die Cassel und Sachs gewissermaßen nur den Wieber hat bekanntlich scharf gegen den Brotwucher Stellung ge= ging Herr Jacobi auf diese mehr politische Seite der Frage ideologischen Ueberban, das dekorative Beiwerk darstellen. Weil er nommen. Ju Köln- Deutz nahm eine Voltsversammlung, die auch von gar nicht weiter ein, sondern beschränkte sich darauf, gegen die feiner diesbezüglichen Gesinnung offen Ausdruck giebt, sich nicht Socialdemokratie zu polemisieren, weil ihre Reichstags- Vertreter scheut, im geeigneten Moment auszusprechen das, was ist", ist Herr Katholischen Arbeitern ſtart besucht war, einstimmig eine Resolution Gewerkschaftler für die Beseitigung der Paketfahrt Gesellschaft gestimmt und damit Jacobi der Dolmetsch der wahren Gesinnungen des an, die sich gegen die Zollerhöhungen ausspricht. Der christMüller führte führte in das Briefporto in Berlin von 3 auf 5 Pf. verteuert hätten! Kommunalfreisinns und, unterstützt durch seine fussion aus: mit den Ausführungen des Hauptredners, Sticht hervorragenden geistigen Leistungen, nicht einer über: wirtschaftliche Stellung und seine Beziehungen, des nationalsocialen Pfarrers a. D. Köyschke, tönne sich jeder wältigenden Persönlichkeit verdankt Herr Jacobi seine Stellung, denn wurde er deshalb der wirkliche Führer der Ber- christliche Arbeiter einverstanden erklären. Die Zollerhöhung sei eine große Gefahr für die gesamte Arbeiterschaft; hier dürfe es teine er ist im Grunde nicht mehr als ein kluger Geschäftsmann. Aberliner Stadtverordneten Versammlung. 3 liche der Dis verschiedenen Richtungen geben, sondern der ganze Arbeiterstand y müsse geschlossen dastehen. Wenn das Centrum sich als Voltsund Arbeiterpartei bewähren wolle, so müsse es sich unbedingt gegen den Zolltarif erklären; er erkenne die Notwendigkeit der Einwirtung der katholischen Arbeiter auf das Centrum im Sinne des Referenten Wir stellen diese Kundgebungen aus den Kreisen christlicher Arbeiter zu den zahlreichen übrigen. durchaus an. Vielleicht wird Herr Virchow nun zu seinem 90. Geburtstag| Prozeß auch nicht eine Notiz gebracht, da ihr dies von vornherein doch noch Excellenz und Herr Kirschner ins Civilkabinett berufen. streng untersagt wurde. Settierer Niedermezelung? gestern erst das Verhältnis des Kaisers zum Stadtfreiſinn mit Vergleichsphantastik. Nachdem das„ B. T."( Kotau- Blatt) Zwei russische reaktionäre Zeitungen bringen sonderbare Berichte Bernstein und der Socialdemokratie verglichen, hat es heute bereits über einen Zusammenstoß, der angeblich zwischen der orthodoxen cinen neuen Vergleich auf diesem Gebiete erfunden, das übrigens Bevölkerung und den Sektierern in der von der Mißernte" heimzuerst der Kommunal- Nathan der Weise in der Stadtverordneten gesuchten Broving Chartow stattgefunden habe." Peterburgskija Versammlung erschlossen hat. Heute führt das„ B. T." das Ver- Wiedomosti" behaupten, die Settierer seien Stumdisten; die: Die Brunnenflucht. Der„ Hannoversche Courier" will wissen, hältnis der Hamburger Accordmaurer und Verbandsmaurer zum Mostowkija Wiedomosti" wissen über diese Vorgänge folgendes zu daß ursprünglich die Mehrheit der Berliner Stadtverordneten für Beweise dafür an, daß auch die Socialdemokratie Kompromisse dem berichten: den Antrag Preuß habe stimmen wollen, dann aber nach der Kampf ums Recht vorzieht. Wir wissen mm nicht, ob das„ B. T." Rede des Oberbürgermeisters umgefallen seien. Das Blatt schreibt: die Stadtfreifinnigen oder die andere Partei mit den Accordmaurern " Ungefähr 30 Stadtverordnete fehlten bei dieser Abstimmung. vergleichen will, möchten das unvergleichlich ulthafte Blatt aber auf Das sind zweifellos in der Mehrheit Herren, die ursprünglich den Umstand aufmerksam machen, daß es sich gerade in diesem Fall um ein schroffes Entweder- Oder handelt: um Solidarität oder für den Antrag Preuß stimmen wollten und nach Ausschluß! der Kirschnerschen Rede davor zurückschreckten, aber- angesichts Um die bedauernswerten Leser des B. T." vor dem Schicksal der bevorstehenden Neuwahlen zur Stadtverordneten- Bersammlung zu bewahren, nacheinander die Milliarde blödsinniger Vergleiche zu aus Furcht vor der Socialdemokratie nicht den Mut hatten, erfahren, welche die schreckliche Phantasie der Redaktion noch ausoffen für den gemäßigteren Antrag einzutreten." Wir kennen die Gemütsgeheimnisse der Mehrheitsliberalen nicht. Buthecken im stande ist, empfehlen wir ihr als endgültige Löfung Uns will es scheinen, als ob die Sache bereits vorher abgekartet einen sehr naheliegenden und treffenden Vergleich, der das Ver hältnis der Stadt zur Krone charakterisiert. Wir denken an die Bes gewesen, und es nicht erst der Kirschnerschen Audienz- Enthüllungen bedurft hat, um den Hoflieferanten- Freifinn zum Kotau zu bewegen. ziehungen der Redaktion des" B. T." zur Inferatenfirma Rudolf Sicher ist es nicht richtig, daß sich 30 Stadtverordnete der Ab- Wosse. Wir glauben schon gern, daß auch in diesem Verhältnis die Redaktion die Magimen des Stadtfreisinns besigt, eine friedfertige stimmung durch die Flucht entzogen haben. Die Zahl der Helden, Tugendhaftigkeit, die allerdings nach unfrem Geschmacke nicht die hinausgegangen sind, um nicht Farbe bekennen zu müssen, betrug nur zwei oder drei. wäre. Die Verpreußung der Eisenbahnen. Wie dem B. T." das gegenüber dem an den Kaiser gerichteten Protest der Straß mit den thüringischen Staaten behufs Uebernahme der fämtlichen Der Professor des Kaisers. Zu dem Telegramm des Kaisers, zufolge verlautet, schweben Unterhandlungen der preußischen Regierung burger Professoren den jungen Profeffor Spahn aufs feierlichste thüringischen Privatbahnen in die preußische Ber begrüßt, bemerkt das konservative Bastoreuorgan, der Reichs= bote": " Wer die Geschichte der Beziehungen des deutschen Staates zu der katholischen Hierarchie kennt, der weiß, daß der Staat dabei ftets den Kürzeren gezogen und mit solchen Rücksichten nur immer größere Ansprüche erivedt hat, die dann doch nicht alle erfüllt werden konnten und infolgedessen gerade zur Berschlimmerung der Beziehungen beitrugen, wobei aber der Staat dem katholischen Wolfe gegenüber als in Unrecht stehend hingestellt wurde. waltung. Heinrich XXII. Zu der Meldung, daß der Fürst Reuß ä. 2. eine Aenderung der Throufolge- Ordnung vorgenommen habe, geht ber Münchner Zeitung" von maßgebender Seite" folgende aus Greiz datierte Mitteilung zu: " „ Ich ersuche Sie, die tendenziöse Mitteilung über die ErbfolgeAenderung seitens des Fürsten Heinrich XXII. ä. 2. zu dementieren. Die Testamentsänderung betrifft lediglich eine private Acnderung. Durchlaucht ist feineswegs erkrankt." Hoffentlich befinden sich auch die von Durchlaucht zur Prügelstrafe begnadigten Kinder wohlauf. Herr Spahn hat bisher niemand gefallen; er hatte es durch feine schwankende Haltung mit allen Seiten verdorben. Die Ultramontanen mißtrauten ihm, weil er mit dem Erjesuiten Grafen Hoensbroech in Beziehungen stand, die Liberalen hielten ihn für einen Katholiken, die Professoren lehnten den wissenschaftlich unbe- Fraktion reichte eine Juterpellation ein: Welche Stellung nimmt Ans Meiningen wird uns gemeldet: Die socialdemokratische tannten Mann ab, weil er ihnen aufgezwungen werden sollte. Nunmehr werden hoffentlich alle guten Monarchisten in der die meiningische Staatsregierung gegenüber dem veröffentlichten 3011Tobenden Anerkennung Spahns einig sein. tarif Entwurf ein?" Die agrarische Fraktion stellte den Antrag auf Aufhebung der Grundsteuer. Diese Anträge werden am Dienstag zur Verhandlung kommen. und Ausland. Militarismus in der Schweiz. Bern, 17. Oftober. 1 " In der Nähe des Dorfes Patlowki befindet sich eine von dem bekannten Anhänger des Grafen B. Tolstoj Fürst D. A. Chilfow*) im Jahre 1886 gegründete tolstojistische Kolonie. Die Bauern Tolstojiften haben keine Beziehung zu irgend einer Religion. Das Evangelium ehren sie nicht; sie haben keinen Gottesdienst, feine religiösen Lieder; man kann sie weder als Stundisten, noch überhaupt als religiöse Seftierer bezeichnen. Sie bekennen sich nur zu Tolstojs Lehre von der Leugung der persönlichen Existenz Gottes bis einschließlich dem Vegetarianismus, Dem Leben nach sind sie reine Anarchisten; sogar jetzt, nach der Niedermezzelung, benehmen sie sich wie richtige Anarchisten. Aufstehen!" jagte ihnen der angekommene Gouverneur; es ist aber niemand von den Tolstojisten aufgestanden.„ Aufstehen, vor Ihnen steht der Gouverneur," wiederholte derselbe. Die Tolstojisten blieben sitzen. Berart unehrerbietig mit den Behörden umzugehen, lehrt keine Religion in der Welt." I " Der Zusammenstoß erfolgte ant 29./16. September morgens. Alle Settierer fünfundzwanzig an der Zahl die dabei beteiligt im Sterben; alle übrigen haben schwere Verletzungen davongetragen waren, wurden in ein paar Minuten von Orthodoxen so berichten die B. W."- niedergeschlagen; einer war fofort tot, zwei liegen und sind jetzt eingesperrt. Der Grund sowohl wie der Hergang des Zusammenstoßes bleiben dunkel. Ist hier der Anfang einer neuen grausamen Settiererverfolgung vorliegend, wie sie die Regierung schon wiederholt unternommen hat, zuletzt noch gegen die den Tolstojisten geistesverwandten Duchoborzen im Kaukasus vor wenigen Jahren? Oestreich- Ungarn. Wahl des Vicepräsidenten des Reichsrats. Der neue erste, Vicepräsident des Reichsrats, Kaiser, der Obmann der deutschen Boltspartei, hat mur 120 Stimmen auf sich vereinigt. Niemals ist in diesem Hause eine solche Wahl mit einer so geringen Stimmenzaht erfolgt. 140 Abgeordnete, hauptsächlich Polen, Czechen und Slovenen Stimmzettel abgegeben, darunter aber nur 125 unbeschriebene; auf einen enthielten sich überhaupt der Stimmabgabe. Im ganzen wurden 276 Stimmzettel war ein Gjelskopf gezeichnet mit der Unterschrift:" Der Bicepräsident". Die Socialdemokraten stimmten für Bernerstorfer, zwei Stimmzettel trugen den Namen Schönerer, offenbar ein antifemitischer Scherz. Die Andeutschen stimmten für Hofmann- Wellens hof. Als Staiser feinen Sig einnahm, verließen Polen, Czechen, Slovenen und Alldeutsche den Saal. Kaiser hielt eine Ansprache und versprach volle Unparteilichkeit und Wahrung der Würde des Hauses.Frankreich. " Der Ursache der Typhusepidemie in Gelsenkirchen scheint man endlich infolge der Entdeckung eines skandalösen Vorkommnisses auf die Spur gelommen zu sein. Bekanntlich weilt seit einigen Tagen Professor Koch in Gelsenkirchen. Bei Besichtigung der Wasserwerks- Anlagen wurde nun, dem„ Berliner Tageblatt" zufolge, von den Beamten des Wasserwerks ein geradezu ver blüffendes Geständnis abgelegt. Die Herren erklärten, daß von Der Geist der Neaktion, welcher den schweizerischen Bundesrat Die deutschen Khakikrieger sollen, wie jetzt in einer Wiener einem Brunnen auf der rechten Seite der Ruhr von Alters beherrscht und der der Geist der hinter demselben stehenden Beitschrift, die" Fackel", mitgeteilt wird, von dem ihnen in Wien her ein Rohr direkt in die Ruhr führte. Dieses Rohr reattioären Politifer, aber feineswegs derjenige der Mehrheit zu teil gewordenen Festempfang teineswegs allgemein erbaut gewefen sei erst im September d. 3. beseitigt worden. des Schweizervoltes ist, ist einmal das Hindernis der freiheit- fein. Als man ihnen bei der Festvorstellung im Opernhaus StehDas zur Ruhr führende Stichrohr wurde zu Zeiten geringen lichen Fortentwicklung und Ausbauung der schweizerischen Demo- plätze auf der Galerie angewiesen habe, während es sich vor ihnen Wafferstandes in Benugung genommen, also namentlich im Sommer, fratie, wie auch der Fortführung der socialen Gesetzgebung die öftreichischen Unteroffiziere auf den Sigplägen hätten bequem und in diesem Sommer noch mehr als in früheren Jahren, weil und sodann der Förderer der Neaktion. In letzterer Be- machen können, feien sie zug weise ausgerüdt, um dann auf der derselbe eine ganz besondere Trockenheit mit sich brachte. zichung ist er daran, einen neuen Streich zu führen, und zwar auf Straße selbst den Gegenstand bewundernder Schauluft zu bilden. Da der Wasserkonsum Sonntags um ein Drittel gegenüber dem Sem Gebiete des Militärwesens. Die Nachäfferei des Ob sich deutsche Offiziere bei diesem Theaterstreich mit ihren Mannan Werktagen geringer war, wurde das Stichrohr Sonntags nicht preußischen Militarismus, der für die Voltsmiliz paßt wie die Fanft fchaften solidarisch erklärten, wird nicht erwähnt. gebraucht, auch in den ersten Tagen der Woche nicht, weil da das aufs Auge, hat seit Jahren manche unerfreuliche Neuerung, das inzwischen langefammelte Waffer noch hinreichte. Meistens wurde heißt Verschlechterung gezeitigt und namentlich das Benehmen der das Rohr von Mittwoch bis Sonnabend in Benutzung genommen. Offiziere gegenüber der Mannschaft ungünstig verändert. Die Der socialistische Stadtrat von Marseille hatte verfügt, Die Filteranlagen an der Ruhr sind in diesem Jahre verdoppelt Schneidigkeit der Herrchen hat in den letzten Jahren wiederholt zu daß diejenigen Einwohner, die eine Miete von unter 200 Fr. zahlen, worden. Die Direktion des Wasserwerfes gab an, daß sie diese öffentlichen Standalen geführt, indem sie die Soldaten mit gemeinen von der Mietsstener befreit bleiben sollen. Diese verständige MaßErweiterung der Anlagen bewerkstelligt habe, um das Stichrohr Schimpfworten belegten oder gar thätlich mißhandelten. Die nahme brachte die Nationalisten so außer sich, daß sie den socialistischen entbehren und dann beseitigen zu können. Die Frage, schweizerische Bourgeoisie bezeichnet sonst alles, was ihren Geldsads- Bürgermeister Dr. Flaiffière im Generalrat des Rhone- Departements weshalb die Herren bisher geschwiegen, trozdem fie intereffen und brutalen Neigungen nicht förderlich ist, wie z. B. die aufs beftigste angriffen. Aber selbst der Präfeft mußte erklären, daß fahen, daß ihr Schweigen irreführen mußte, kann nur in der Er- Socialdemokratie und die Arbeiterbewegung überhaupt, verächtlich die Marseiller Kommumal- Verwaltung zu dieser Maßnahme be kenntnis, daß bei Preisgabe des Geheimnisses das Gebaren des als importiertes fremdes Gewächs"; wir meinen mm, daß diese rechtigt sei. Wasserwertes in sehr bedenklichem Lichte erscheinen müßte, eine Bezeichnung mit viel größerem Recht auf die bedauerlichen ErEngland. schwache Erklärung finden. Prof. Koch war der Ansicht, daß in der scheinungen und Entartungen im schweizerischen Milizwesen Die parlamentarische Nachwahl in Dewsbury ist eine direkten Einführung des Ruhrwassers in die Leitung nicht ohne anwendbar ist. Die hier zu Tage getretenen Mißstände hatten vor traurige Illustration zu der politischen Verworrenheit, die innerhalb weiteres die Ursache für den Ausbruch der Epidemie zu suchen sei, dem letzten Truppenzusammenzug( Manöver) unser Genfer Partei- der englischen Arbeiterklasse herrscht. Nach den Berichten der bürgerund führte als Beleg für seine Auffassung die Begrenzung des Ber- blatt, den„ Peuple", veranlaßt, in cinem Artikel die Soldaten auflichen Blätter scheint fein Zweifel darüber zu herrschen, daß die jeuchungsgebietes und die Seuchenfreiheit andrer Gegenden an. Die zufordern, gegen Offiziere, die Soldaten brutal behandeln, sofort zu öffentliche Versammlung, in welcher die Kandidatur von Quelch getroffenen Maßnahmen fanden den vollen Beifall des Gelehrten. reagieren, denn„ Aug und Auge, Bahn um Bahn". Der bekannte anerkannt wurde, eine durchaus repräsentative war. Die WestEr empfahl, alle Wasserwerte unter tägliche verpreußte Oberst Wille denunzierte den Artikel beim Bundesanwalt minster Gazette" von gestern berichtet:„ Nach einer lebbakteriologische Kontrolle zu stellen. Es ist geradezu unglaublich, daß die Verwaltung der Wasser- forderte defien Einschreiten„ wegen Anfreizung zur Meuterei". haften Diskussion nahm der Gewerkschaftsrat von Dewsbury welcher wohlwollenden Einladung derselbe wegen mangelnder folgende Resolution an:„ Wir drücken den Delegierten der gemischten werke die Thatsache, daß sie bis zum September un filtriertes gesetzlicher Handhabe, zweifellos zu feinem eignen größten Bebauern, Konferenz für ihre Bemühungen unsren Dank aus, erklären aber, Ruhrwasser verwendet, bis jetzt hartnäckig verschwiegen hat, jedoch nicht entsprechen konnte. Daraufhin beschäftigte sich der daß wir uns nicht verpflichten können, für ihren Kandidaten obgleich die Aerzte seit Monaten der Ursache der enorm fich aus Bundesrat mit der Angelegenheit und beauftragte das Militär- Mr. Quelch einzutreten." Es ist klar, daß die Opposition erst nach breitenden Typhus- Epidemie nachspürten! Freilich, die verbrecherische departement mit der Abfassung eines Gutachtens Sarüber, ob nicht der Aufstellung des socialistischen Standidaten entstanden ist. Uebrigens Fahrlässigkeit einzugestehen, mit der sie der Bevölkerung unfiltriertes gegen unser Genfer Barteiblatt eingeschritten werden könne. Allein erklärt sich die„ Socialdemokratische Föderation" bereit, Quelch zu Ruhrwasser verabfolgte, mochte ihr nicht leicht fallen. Die be- auch das Militärdepartement tam zu einem negativen Ergebnis, aber Gunsten eines andern, annehmbareren socialistischen Kandidaten treffenden Beamten werden zweifellos zur Stechenschaft gezogen es beantragte bei dem Gesamtbundesrat die Ausfüllung der so uman zurückzuziehen, keineswegs aber zu Gunsten eines liberaleu werden müssen. genehm empfundenen Gesezeslücke" und dieser hat denn auch in seiner Arbeitervertreters. legten Sigung demgemäß beschlossen und das genannte Departement, Bum Untergang der, Cobra". Das Marine Kriegsgericht, dessen Chef der„ ichneidige" Bundesrat Oberst Müller ist, beauftragt, das über die Ursachen des mit so großem Verlust an Menschenleben schleunigst die Revision von Artikel 1 Biffer 10 der Militär- verknüpften Unterganges des Torpeboot Berstörers Cobra" zu bes Strafgerichts- Ordnung vorzubereiten, so daß in der nächsten finden hatte, ist, wie sich der Hamb. Korresp." aus Loudon schreiben Dezembersession der Bundesversammlung eine bezügliche Vorlage läßt, in seiner legten Sigung an Bord des Flaggschiffes Victory" gemacht werden kann. Welche affenartige Geschwindigkeit die Steaktion zu einem abschließenden Urteil gekommen. Dasselbe lautet dahin, entfaltet! Sociale Postulate sind seit langen Jahren anhängig, da daß die, Cobra" unter teinen Umständen Grund be preffiert es nicht, ist doch das arbeitende Bolt gar sehr lang- rührt haben oder auf ein unter Oberfläche des mütig und geduldig. Nach dem genannten Artikel fallen asiers schwimmendes Brad anfgelaufen fein gegenwärtig Civilpersonen nur dann unter die militärische könne, sowie daß seitens des kommandierenden Offiziers Gerichtsbarkeit, die wenn sie Militärpersonen, bereits im teine Nachlässigkeit und seitens der Navigation feine Irr Dienste und zwar im aktiven Dienste stehen, zur Verlegung tümer vorgekommen sein tönnten. Der Verlust des wichtiger militärischer Obliegenheiten verleiten oder zu verleiten Schiffes fei einzig und allein der außerordentlich fuchen. Ob der neue Anschlag der bundesrätlichen und militaristischen ich wv a chen und fehlerhaften Bauart desselben zuzus Steaktion gelingen wird, ist trop der vielen Obersten, die in der Bundes- schreiben, wofür die Echiffsbauwerft von Armstrong, die das Boot versammlung fizzen, doch nicht sicher, denn es handelt sich dabei um für die britische Admiralität konstruiert und gebaut habe, die alleinige eine Einschränkung der Breßfreiheit und zu einem solchen Berantwortung tragen müsse. Es habe sich herausgestellt, daß die Attentat wird auch gar mancher Reaktionär seine Hand nicht bieten Cobra" bedeutend schwächer gebaut gewesen sei als irgend ein wollen. andres Boot derselben Klasse, und feinenfalls habe die Admiralität hierzu die erforderliche Autorisation gegeben. Es sei höchlichst zu bedauern, daß das Schiff überhaupt seitens der Marinebehörden für Sr. Majestät Seedienst von Armstrong abgenommen worden sei. Das größte Schlachtschiff, das bis jetzt gebaut worden ist. wird seiner Zeit England befigen. In Devonport werden Borbereitungen zum Bau eines Kriegsschiffes von 16 500 Tonnen und 425 Fuß Länge getroffen. Das neue Schlachtschiff wird das größte der Welt und das erste Schiff der König Eduard- Klasse sein. Wenn auch Profeffor Koch nicht ohne weiteres zu behaupten wagte, daß diese Verseuchung des Trinkwassers mit unfiltriertem Ruhrwasser die eigentliche und alleinige Ursache der Epidemie sei, so ist andrerseits doch früher festgestellt worden, daß das Erdbaijin der Gelsenkirchener Wafferleitung bei Leiste zahlreiche Keime enthielt und infolgedessen desinfiziert wurde. Schon damals muntelte man, daß die Verseuchung des Bassins durch die Zufuhr mangelhaft filtrierten Ruhrwassers hervorgerufen worden sei. Die jetzige Enthüllung übertrifft den Argwohn des Publikums um ein Beträchtliches.Die Reichstags- Erfahwahl im 2. Wahlkreise des Regierungsbezirks Wiesbaden ist dem„ heinischen Courier" zufolge auf den 30. November anberaumt. Köllers Ausweisungslorbeeren lassen den Oberpräsidenten der Provinz Posen, Herrn v. Bitter, nicht ruhen. Auf seine besondere Anweisung und Entscheidung sind zahlreiche Ausweisungen von Polen, Oestreichern und Juden in legter Zeit erfolgt. Jüdische Handelslente, die zum Teil seit 10 Jahren in Posen ansässig find und sich nichts haben zu Schulden kommen lassen, werden vertrieben; selbst zwei senaben eines jüdischen Kaufmanns, die das Gymnasium in Bosen besuchen, müssen bis zum 1. November das gastliche Preußen verlassen. Die östliche Germanisierungspolitik wird immer ungeheuerlicher und immer aussichtsloser. " Brutalitäten des Zarismus. Ein Streitprozeß. 1 0 Aus Petersburg wird dem Krakauer Ez a 3" unter dem 12. b. Mts. berichtet: Eine Versammlung von Zweikampfgeguern hat auf Ein- Im Mai d. J. fanden in Petersburg auf der Eisenfabrik von ladung des Fürsten Karl zu Löwenstein am Sonnabend in Leipzig Obuchow große Arbeiterstreits statt. Sie wurden vom Militär gestattgefunden. Die erschienenen Herren gehörten meist dem Adel und dem Katholicismus an. Man sprach gegen das Duell als un- waltsam unterdrückt, indem in ausgiebigfter Weise die SchießUeber den Wert so riesiger Dimensionen gehen die Ansichten religiöse und unfittliche Handlung und wählte ein Komitee, das die waffe benutzt wurde. Wie viel Arbeiter zum Opfer fielen, ist auseinander. In Deutschland scheint man einstweilen nicht daran zu Propaganda für die Beseitigung des Dnells betreiben folle. Ober- bis heute unbekannt geblieben. Mehrere hundert Arbeiter wurden denken, in dieser Beziehung in eine Konkurrenz mit England einbürgermeister Dr. Antoni- Fulda forderte, der Kaiser möge ein in der berüchtigten Peter- Pauls- Festung untergebracht. Nach mehr zutreten, da durch die Anlage und die Tiefe des Nord- CsticeMachtwort sprechen, dann werde der Zweikampf wie eine Seifenblase wöchentlicher Untersuchungshaft" machte man ihnen den Prozeß. Kanals der Größe der deutschen Kriegsschiffe vorläufig eine Grenze. verschwinden. Ein Graf von der Schulenburg teilte mit: Eine Auf der Anklagebant nahmen indes nur 37 Personen( das Schicksal gezogen ist. Persönlichkeit am Berliner Hofe sei wegen ihrer Zweikampf der übrigen ist bis heute unbekannt), darunter eine der hiesigen Gegnerschaft für nicht hoffähig erklärt worden. Aristokratie angehörende Dame, Fräulein Jafowlaw, die, wie man Rußland. Verstärkung der Flottille im Kaspischen Meer. Der MarineDer schwierige Toast. Wir lesen in den Berliner Neuesten es hier in Petersburg nemnt, unter die Arbeiter gegangen ist", minister hat bei den finnländischen Industriellen fünf große und Nachrichten" über den kommunalen Virchow Kommers: Blaz. Berhandelt wurde drei Tage lang unter Ausschluß drei fleine Kanon enboote bestellt, welche zum Schuße der Fischerei Die Reihenfolge der Toaste hatte bei den Vorbereitungen der der Deffentlichkeit und ohne Hinzuziehung von Geschwornen im Staspischen Meere bestimmt find. Feier einige Schwierigkeiten gemacht. Mehrere Stadtverordnete, und entgegen den für solche Prozesse gültigen gesetzlichen Vorschriften. zwar nicht socialdemokratische, die sich überhaupt von der Festlichkeit Fünf Personen wurden freigesprochen, 32 hingegen, darunter Fräulein wesens, ist durch eine von der russischen Regierung an ihm verfibte *) Fürst Chilkow, ein Verwandter des Ministers des Verkehrsfernhielten, wünschten, daß in Anbetracht des intimen Charakters der Feier ein Toast auf den Kaiser unterbliebe. Im Gegensatz hierzu soll Jakowlaw, zur Deportation nach Sibirien und langjähriger Zwangs- Gewaltthat auch im Ausland bekannt geworden: Nikolaus II. hat aber Oberbürgermeister Kirschner mit Nachdruck darauf bestanden arbeit verurteilt. Frl. Jakowlaw soll vor Gericht sehr mutvoll auf- nämlich angeordnet, daß ihm seine Kinder abgenommen wurden, haben, daß der Kaiser- Toast ausgebracht würde. Er sprach ihn getreten sein und mit der Wahrheit nicht gefargt haben. Sie erhielt weil er sie nicht als„ Christen" erzogen habe. Fürst Chillow selbst auch nach der Suppe. die schwerste Strafe. Die Petersburger Presse hat bis jetzt über den wurde nach dem Kaukasus verbannt. Asien. Zu den russischen Truppenzusammenziehungen an der Grenze bon Afghanistan wird aus Odessa noch berichtet: 20 000 Mann Trupen aus dem Kaukasus gehen als Garnison nach Asien.unfres Abgeordneten; sie erklärt sich des ferneren mit den Bes der Ausfuhrprämie zu beraten, von vornherein ablehnend zur Aufschlüssen des Parteitages einverstanden, verurteilt aber die ge- hebung der Prämie verhalten. pflogenen Debatten der Litteraten und ersucht die betreffenden Ge- Ganz diefelbe Syndikatswirtschaft weist der Spiritusring offen, sich fünftig eines das Partei- Ansehen nicht schädigenden Tones auf. Auch hier sind die Bestände bis ins Ungemessene gestiegen. befleißigen zu wollen." Die Preishaltung war hier unmöglich, der reine Sprit fant von 42 auf Hungersnot in Pundjap. Die Lage in der Provinz Bundjap Der Redner ist mit dem Parteitage ganz zufrieden und bedanert nur der für gewerbliche Bivede Verwendung findet, den Preis auf 20 reip. In Altenburg erstattete Genoffe Stüdlen den Bericht. 37 Wi. pro Heftoliter. Jetzt hat der Ring auch für denaturierten Spiritus, ist, nach einer Meldung aus Simla, infolge anhaltender Trocken die Annahme der Resolution 102. Ihm stimmten auch mit Aus- 22 M. 5. h. um 3-4 M. pro Hektoliter erniedrigt. Die Ueber heit äußerst kritisch. Die Ernte ist völlig vernichtet. Mehrere Hundert- nahme des Genossen Käppler die nachfolgenden Redner darin zu. produktion in beiden Industrien ist auf die verkehrte Steuerpolitik tausend Eingeborne sind durch Hungersnot bedroht. Ein Antrag, der sich mit den Beschlüssen des Parteitags und mit dem zurückzuführen, die fortgesezt den Anreiz zu höherer Produktion bot, Amerika. Verhalten des Referenten einverstanden erklärte, fand mit großer die dann schließlich weit über den Bedarf hinausging. Die Das Attentat auf Mc Kinley hat einen nicht erwarteten Majorität Annahme. jetzt aufgehobene Brennsteuer für Spiritus, die noch kurz vor Schluß Borgang hervorgerufen. Der Erzbischof von New York, Mr. A. Corrigan, hatte anläßlich jenes Attentats einen offenen Kommiffion mit der Beratung von Anträgen, die den Zived ver- interessenten die Lage nicht beffer gestaltet haben. mag für die SpiritusBrief an seine Schäflein gerichtet, in dem er die Socialisten für folgen, die Altenburger Boitszeitung" in Altenburg zu drucken. die Breunsteuer Ausfuhrvergütung einzuheimjen, Unz jenes Attentat mit verantwortlich machte und seine Schäflein auf Bisher wird das Blatt in der Druckerei der Leipziger Volks- Mengen auf Außenlager gebracht und erhebliche Mengen zur sind große die Belehrungen des Papstes Leo XIII. über die Frrtümer des zeitung" gedruckt und deren Text in der Hauptsache mitbenugt. Socialismus hinwies. Dieses brachte einen socialistisch gesinnten Denaturierung gestellt. Absatz für diese Masse fehlt, die Industrie geht Pfarrer P. Mc Grody, Bastor an der St. Antonien Stirche in 6 Centrumismännern 1 Parteigenoffe gewählt. Bei der Gemeinderatswahl in Kostheim( Hessen) wurde neben im Bedarf zurück und für Brennt, und Beleuchtungszwecke sind wohl Bellevue- Ky in die Wolle und so veröffentlichte er in der socialistischen yom Syndikat große Summen für Erfindungen und Reklame aufChallenge vom 5. Oktober einen offenen Brief an den Erzbischof, worin er Polizeiliches, Gerichtliches ufwv. gewendet, aber der Erfolg war ein mäßiger. Nun sizen die diesen auffordert, mit ihm eine öffentliche Disputation einzugehen. über Socialismus und Christentum. Me Grody erklärt sich bereit, worden wegen unterlassener Anmeldung. Nachdem das Sekretariatuen schließlich zum eigneu Verderben gereichen. -Der Beuthener Arbeiterfekretär ist abermals bestraft grarier mit ihren Stenntniffen da. Die Liebesgabenpolitik wird nach New York zu kommen und die Miete für einen Saal zu be- vom Landgericht und Oberlandesgericht als Gewerbebetrieb deklariert Verkürzung der Arbeitszeit. Nach einer Meldung des zahlen, in dem die Disputation stattfinden solle. Ob der Erzbischof worden, mußte der Sekretär, Genosse Winter, den Betrieb anmelden. Fränkischen Kurier" hat die Direktion der Schuckert die Herausforderung seines streitlustigen Widerparts angenommen er unterließ das aus Versehen und erhielt dafür einen Strafbefehl Elettricitäts- Attiengesellschaft in Nürnberg die hat, ist noch nicht bekannt. Die Vereinigten Staaten sind das Land über 100 W. Winter glaubte beim Gericht eine Herabfegung der von den Arbeitern beantragte achtstündige Arbeitszeit genehmigt. der Ueberraschungen, eine Disputation, wie die von Mc Grody pro- Strafe zu erzielen, wurde aber statt dessen au 150 M. Geldstrafe Hoffentlich erteifen sich damit die weiteren Arbeiterentlaffungen als ponierte, wäre noch nie dageivefen, aber auf alle Fälle hoch inter verurteilt. unnötig. effant. Parteipresse. Die Altenburger Genoffen beauftragten eine die Agrarier selbst verschuldeten, des Reichstages durch das Uebermaß ihrer Forderungen # " " In der Verhandlung vor dem Schöffengericht trat der Amts- Arbeiterentlaffungen in der östreichischen Eisenindustrie Der Nicaragua- Kanal- Vertrag. Aus Washington wird ge- anwalt in sehr erregter Weise gegen Winter auf, nannte dessen An- sollen in größerem Umfange bevorstehen. Die böhmischen Hüttenmeldet: Staatssetretär Hay befindet sich nunmehr im Besitze des zeigen Wische", die zum Teil reine Erfindungen" enthielten, und werte haben bereits Kündigungen angeordnet, vor allem hat die Vertrages, betreffend den Nicaragua- Kaual. England hat in allen verriet, daß Anzeigen, die aus dem Sekretariat kommen, einfach Brager Eisenindustrie- Gesellschaft mehrere Hundert Arbeiter entlassen, Bunkten nachgegeben und die Annahme des Vertrages scheint ge- alle abgelehnt" würden! Genosse Winter gedenkt gegen dieses Auf- da es an genügender Beschäftigung für das große Werk fehlt. Die fichert. Präsident Roosevelt hat bereits seine Zustimmung gegeben. treten des Amitsanwalts die nötigen Schritte zu unternehmen. Vorgänge dürften wohl auch mit der Auflösung des Syndikats Der Tribune" zufolge enthält der Vertrag die folgenden beiden Wegen Beleidigung des Hauptmachers der„ Ordings- zusammenhängen, da die Werke nunmehr neue Geschäftsverbindungen Hauptpunkte: 1. Die Bereinigten Staaten sind allein berechtigt, für liebenden". Snopf, wurde Genoffe Rollwagen von der„ Augs- antuüpfen müssen. die Aufrechterhaltung der Neutralität des Kanals zu sorgen; 2. die burger Volkszeitung" vom Schöffengericht in Augsburg zu vier Vereinigten Staaten werden allein das Recht besitzen, Festungswerte Tagen Haft verurteilt. in der Nähe des Kanals zu errichten. Der Boeren- Krieg. Ueber den gefangenen Scheepers schreibt in dem„ Daily News"„ Einer der ihn kennt" u. a.: " Das amtliche Verhalten eines Pfarrers hatte die ,, Schwäbische Tagwacht" in einer Notiz gerügt. Durch einige daran gefnüpfte Bemerkungen soll der Pfarrer beleidigt worden sein und Seshalb wurde der Verantwortliche, Genoise Hertlein Stuttgart, auf erhobene Privattlage mit Hilfe des fliegenden Gerichtsstandes in Rottweil zu 25 M. Geldstrafe verurteilt. int Die Arbeitslosen von Northampton( England), etwa 200 an Zahl, versammelten sich am Dienstag vor dem Werkhause und verlangten von der Armenverwaltung die Inangriffnahme von städtischen Notarbeiten. Der Leiter der Versammlung war W. J. Smith, einer unsrer munizipalen Kandidaten. Die Verwaltung versprach, binnen wenigen Tagen eine Untersuchung der Arbeitslosigkeit vorzunehmen und eventuell dem Ansuchen der Versammelten zu entsprechen. Die ihnen angebotenen Geldunterstützungen wiesen die Versammelten zurüd. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Lohnbewegung der Strumpfftrickerinnen Berlins hat insoweit einen Erfolg aufzuweisen, indem fich die größte Firma, die Firma Felig Lande, mit den Arbeiterinnen geeinigt hat. Es wurden bei Lande durchschnittlich 6 Proz. Lohnerhöhung bewilligt. Bei Lande arbeiten ca. 150 Strickerinnen, in den übrigen Betrieben zudem fammen ungefähr 100. Sollte eine Einigung in diesen Betrieben Scheepers ist Kaptolonist von Geburt, aber es dürfte kaum möglich sein, ihn als Stap- Rebellen zu qualifizieren, denn er hat Kapland schon vor vielen Jahren verlassen und ist nach den Nord- Aus Induftrie und Handel. Republiken gegangen. In Transvaal, wohin er sich zuerst wandte, geDie hannoversche Krachversammlung. lang es ihm nicht, sich eine Position zu erringen, und er ging nach den Oranje- Freistaaten. Hier erlangte er baldBürgerrechte und wurde im staatAuch Hannover hat nun seine Strijenversammlung; die Aktionäre lichen Erziehungs- Departement zu Bloemfontein angestellt. Bei Aus der Straßenbahn waren auf Sonnabendvormittag 11 Uhr in das bruch des Strieges 1899 schloß er sich, wie die meisten jungen Angestellten, elegantefte Hotel der Stadt geladen, um über die verzweifelte Lage dem General De Wet an. Nachdem dieser um Weihnachten v. J. des Unternehmens zu beraten. Die Voranmeldungen hatten er über 1000 daß den vergeblichen Verfuch gemacht hatte, nach Süden durchzubrechen, geben, Aktionäre sich einfinden würden. Versammlungen ließ er Scheepers im Norden der Kapkolonie zuriid. Hier hat er Stapitalistische tagen gewöhnlich als Kommandant dem General French und dessen Truppen große berühmten Hotel Kasten, und es ist sonst nicht einmal nicht erzielt werden, so ist es nicht ausgeschloffen, daß ArbeitsSchwierigkeiten bereitet, wie sein berühmter Chef und Lehrmeister wußte der Saal dazu nötig, denn für gewöhnlich, wenn es gilt, einstellungen erfolgen. Der Centralverband der Textilarbeiter unterer sich geschickt allen Berfolgungen zu entziehen, bis der taum über Dividenden zu beschließen, ist ja die nähere Verwandtschaft stügt die Bewegung der Strickerinnen. - m 23jährige eId, schwer erkrankt, sich seinen Feinden selbst in des Aufsichtsrats meist unter sich, mir einige Bellevue" die Hände lieferte. Aktionäre laffen sich die schönen Aussichten ihres Unter- Lohndifferenzen der Plätterinnen. Die Berichtigung der Er überschritt im Februar den Oranjefluß mit nur 100 Mann nehmens vortragen. Aber seit Monaten liest man bekanntlich Wäschefabrit Cohn u. Ellenburg, Schönhauser Allee 55, in Nr. 243 und brachte fein Kommando bis auf 500 Mann, meistens junge anders. Und dann wird der Aktionär wild und zu einem dieses Blattes enthält eine Bestätigung unsrer Darstellung. Ein Kolonial, Rebellen". Scheepers war voller Ideale und hoffte die interessanten Studienobjekt. Ist er durch Bankiers vertreten, dann 3wang besteht seit dem 1. Oktober dergestalt, daß wer die Maschine endliche Befreiung Südafrikas herbeiführen zu fönnen. äußert sich die Entrüftung der Versammelten mit dem erkennbaren nicht in Anspruch nimmt( das sind alle, außer zwei Hinzugekommenen Er hat darin gefehlt und wird so schließt der Schreiber Bemühen, gleich einen Zweck für das Geschäft zu erreichen: entweder und die Heimplätterinnen), weniger Arbeit, 6-7 Dutzend Kragen seine Thaten, die Aufforderung der Kapkolonisten zur Rebellion", einen Plan zu verfolgen. den Großbanken im Auge haben, per Tag, zugeteilt bekommt, während die zwei Hinzugekommenen voraussichtlich mit lebenslänglicher Verbannung aus dem Lande zu oder die entrüstete Kundschaft zu beschwichtigen. Berliner und die Heimplätterinnen mit Arbeit überhäuft bis 16 Duzend büßen haben, das er so sehr liebte. Grofinanz und kleine Provinzbankiers sind in dieser Hin Kragen pro Tag bekommen. Daraus ergiebt sich auch der Mehrficht Icicht But unterscheiden. Sind aber die Gepreften verdienst der Maschinenplätterinnen. Es besteht fein Zwang, die Die Maffendemonstration der Yeomanry scheint die englische Regierung nun doch veranlaßt zu haben, den Mannschaften endlich ihren rückständigen Sold zu zahlen. Wie es heißt, hat das Kriegsamt Mitteilung gemacht, daß alle Yeomans, welche nach Südafrika gehen sollen, vor ihrer Abreise einen Monat Sold erhalten werden. Andrerseits verlautet, daß die Yeomans, welche sich noch im rückständigen Solde befinden, be nachrichtigt worden sind, denselben in Empfang zu nehmen. Ob diese Maßregeln ausreichen werden, die Yeomans von ihrer Abneigung gegen den Kriegsdienst in Südafrika völlig zu heilen, ist zweifelhaft. Die Randminen versucht der Gouverneur Milner wieder in Betrieb zu fetzen. Bur Zeit wird in 9 Minen gearbeitet, aber es fehlt an Arbeitskräften; jede Mine erfordert 1000 bis 1500 Jungen". Es ist Erlaubnis gegeben worden, in gewissen Distrikten von Transvaal solche Boys" zu refrutieren. * selbst in der Ueberzahl, dann verpuffen sie viel zwecklose Entrüstung. Maschine zu benutzen, wer sie aber nicht anvenden läßt, muß mit Meistens ist ihre Lage dann noch schlechter als in dem ersteren Falle, 11, 12 und 13 M. per Woche nach Hause gehen, während sonst 18 bis denn so lange sich noch etwas mit der notleidenden Gesellschaft an- 20 W. bei voller Beschäftigung herausgeschunden werden. Ebenso verfangen läßt. pflegen ja die Sanitätsräte nicht zu mangeln. In hält es sich mit der unentgeltlichen" Ausbildung der Lehrmädchen. Hannover sollen die Aktionäre selbst bluten. Dafür dürfen sie auch Bunächst lernen sie nur das Vorplätten, dafür müssen sie 10 M. selber reden und sich entrüsten. deponieren", wie der Berichtigungsausdruck lautet, und nach einem Jahr erhalten sie diesen Betrag zurück. Auch wenn die Mädchen umerhalb eines Jahres die schwere Arbeit des Plättens förperlich nicht aushalten können? Festgestellt ist, daß zwei Drittel aller Zebrmädchen, der schweren Arbeit wegen, die Lehre einstellen müſſen. Erhalten sie auch die 10 M. zurück, wenn sie innerhalb eines Jahres entlaffen worden sind? Der feinen Hotelfirma Staften wurde vor dem Andrang ebenso Angst, wie dem Aufsichtsrat. Tausend Menschen, Krethi und Plethi, können das Hotel kompromittieren. So mußten sich die Aktionäre gefallen laffen, sich stundenlang auf einer elenden Hintertreppe zu drängen und dann zu erfahren, daß die Versammlung erst nach mehrstündigen Vorarbeiten in einem andren Saale stattfinden könne. Die Polizei drohe mit Sperrung. Und es drohte in der That ein Gedränge. " Der Verband der Wäsche und Kravattenbranche. Die Sperre der Barbiergeschäfte. Herr Pauli, Emdener straße 10, erklärt uns, daß er die Forderungen der Barbiergehilfen erfüllt habe, die Sperre über sein Geschäft hält er für unbegründet. Deutsches Reich. Die Ankündigung steigerte die Erregung. Man witterte einen Kunstgriff der Verwaltung, der man zutraute, daß fie die Aktionäre nur nach dem Tivoli abschieben wollte, um schließlich mit einigen Kreaturen wieder ganz so unter sich zu tagen, wie Ein Urteil Kitcheners über den Boerenkrieg. es in den Bellevue" Zeiten üblich ist. Herr Bankdirektor Der Konflikt der Zeipziger Holzarbeiter um die JuneDurch die Presse geht eine Aeußerung, die der afrikanische Baffe, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Straßenbahn, Direktor der haltung der Vereinbarungen im Jahre 1899 dürfte zu einem pargroßen Schlächter, Lord Kitchener, im Anfang des Krieges über denselben Braunschweig- Hannoverschen Hypothekenbant, einfluß- tiellen Streit führen. Wie in einer Versammlung der Holzarbeiter reiches Mitglied der Hannoverschen Stadtvertretung, verlor mitgeteilt wurde, haben sich nicht sämtliche Fabrikanten dem Vorgethan hat. Sie lautet: gänzlich die Direktion. Nach längeren Reden und lauten gehen des Verbandes der Holzindustriellen angeschlossen, vielmehr Der Krieg in Transvaal ist ein Unternehmen, das dem ge- Scenen erst bequemten sich die kleinen Aktionäre den Saal zu ver- erklärten 46 Firmen ausdrücklich, daß sie die bisherigen Vereinsunden Sinn ebenso widerstreitet wie der Ansicht aller kompetenten laffen. Die Versammlung soll im Tivoli um 21hr fortgesetzt werden; barungen weiter aufrechterhalten werden. Nur 7 Firmen nehmen den Menschen. Interessierte Minister haben dem Bolke die Ueberzeugung beigebracht, daß es sich um einen militärischen Spazier- boraussichtlich wird sie bis in die Nacht dauern, und es ist entgegengesetzten Standpunkt ein. Mit diesen wird nochmals verhandelt taum abzusehen, welch' ein Ergebnis sie haben wird. Ber- und dann der Ausstand beschlossen werden. Die Arbeiter haben keinen gang handle; fie haben wissentlich Taufende in den Tod gelangt wird von den Aktionären eine Zuzahlung. Damit ist aber der Verfuch gescheut, die Differenzen auf gütlichem Wege beizulegen, trieben, indem sie Siege für bestimmte Fristen befahlen. Alles Gesellschaft nur teilweise geholfen. Nötig ist vielmehr noch eine fanden aber bei den Unternehmern nur eine schroffe Ablehnung. Die dieses für eine Clique von Börsenspekulanten." Da die„ Clique von Börsenspekulanten" unter Umständen ganz die Schuldverschreibungen zu Opfern heranzuziehen. stacke„ Einschmelzung" des Aftientapitals. Man denkt auch daran, Anrufung des Gewerbegerichts wurde von Herrn Schüß, bei dem der Streit bereits ausgebrochen ist, hochmütig abgelehnt, der Herr gut zahlt Lord Roberts hat ja für seine im Boerenkrieg ge= brüstete sich damit, daß er von Berlin soviel Arbeitskräfte bekommen leifteten Dienste 2 Millionen Mark einstreichen können ist eine fömne, wie ihm beliebt, er brauche sie sich nur auszuwählen. Wir Landsknechtnatur wie Kitchener nichtsdestoweniger bereit für nehmen an, daß der Herr mur renommieren wollte, denn die Berliner die„ Clique von Börsenspekulanten" die ekelhafteste Blutarbeit zu Holzarbeiter werden sicherlich dafür sorgen, daß kein Tischler nach verrichten. Leipzig Arbeit nimmt. * Nach einer Meldung aus Bloemfontein sind die geflüchteten Eingeborenen des Oranjeftaates im Norden von Bloemfontein in Konzentrationslagern untergebracht worden. Im ganzen haben in den 24 Konzentrationslagern 40 000 ingeborene Unterkunft gefunden. Die meisten der= selben beschäftigen sich mit Ackerbau. Под Wie aus Durban berichtet wird, find 600 Kriegsgefangene in Pinctown in der Nähe von Durban eingetroffen. Hannover, 19. Oktober.( Privat- Depesche des Vorwärts".) Im Verlaufe der weiteren Verhandlungen entstand eine sensationelle Debatte über das Guthaben der Dresdner Bank von nahezu zwei Millionen. Es wird von einigen Rednern behauptet, daß die Dresdner Bank die Gesellschaft in Konkurs treibe, weil die Bank ihr Geld nötig habe. Direktor Jsenstein( Dresdner Bank) lehnt eine Auskunft ab. Die Mehrheit für Zuzahlung ist gesichert. verurteilte heute einen Weber zu zwei Wochen Gefängnis, weil er Beleidigung Arbeitswilliger. Das Krefelder Schöffengericht gbei Gelegenheit des Sammetscherer Streits einen Arbeitswilligen beleidigt und seiner Ehre zu nahe getreten sein sollte. Der Spiritus- und Zuckerring in Nöten. Ueber die beiden beleidigt zu haben, und stand auch vor dem Schöffengericht. Da Ein Sammetscherer war ebenfalls angeklagt, einen Arbeitswilligen Pfleglinge der Agrarier sind seit langem recht ungünstige Berichte ereignete sich der merkwürdige Fall, daß der Arbeitswillige unter im Umlauf. Beide haben einen nicht unbedenklichen Erstickungs- Eid erklärte, der Angeklagte sei nicht der Thäter, sondern sein Bruder; anfall zu bestehen, der ihnen schließlich das Lebenslicht ausblasen vor der Polizei hatte er den Angeklagten als Thäter bezeichnet. Die Gesamtzahl der auf Ceylon gefangen gehaltenen fann. Sie schwelgen im Warenüberfluß, ein Zustand, der im Handel Der Angeklagte dagegen behauptete, er und nicht sein Bruder, der Boeren beträgt 5125. Die Sterblichkeit unter ihnen ist angeblich nicht gern gesehen wird und oft die schlimmsten Komplitationen ihm überhaupt gar nicht ähnlich sei, habe die Unterredung, wenn gering. zur Folge hat. Die Buderbarone baben mit äußerster Aus Kapstadt wird gemeldet: Das Mitglied des Gesek Bähigkeit bisher noch die hochgeschraubten Preise gehalten, auch in anderer Form als die Anklage laute, mit dem Arbeitsgebenden Rates Vandenheever wurde am 5.. September unter die das Syndikat ihnen brachte, ob es aber für die Dauer willigen gehabt. Troß dieser Vorhaltungen blieb der Arbeitswillige bei seiner Behauptung und wurde die Sache vertagt, um eine neue Ser Anschuldigung, Waffen verborgen zu haben, verhaftet möglich ist, steht in Frage. Die Bestände vermehren sich fortgesetzt. Untersuchung einzuleiten. Bandenheever wurde seiner Funktionen als Friedensrichter und Die Einschränkung der Produktion, das Aushilfsmittel der Syndikate, Feldkornet für verlustig erklärt. Infolge der Proklamierung des um Preisstürze zu vermeiden, ist in der Buderindustrie sehr schwierig. Bei der Gewerbegerichtswahlin Hohenstein- Ernstthal Striegsrechts haben die fremden Konsuln die Angehörigen der von Bäßt der liebe Gott viel Rüben wachsen, wie der Agrarier sagen und in Selmstedt wurden die Kandidaten der Gewerkschaften ihnen vertretenen Staaten aufgefordert, sich in die Konsulats- würde, dann müssen die Zuckerfabriken für die Verarbeitung sorgen, gewählt. In Helmstedt hatten sich bei der Wahl der Arbeitgeber Matritel einschreiben zu lassen. die Höhe der Produktion ist damit bestimmt. Diesen Segen der mir zwei Wähler beteiligt, davon gab der eine einen unbeschriebenen Landwirtschaft läßt uns das Syndikat mun nicht uneingeschränkt Bettel ab. Die Gewerkschaften bedauerten, daß sie nicht auch hier genießen, denn es schraubt die Preise für Zucker in die Höhe und Kandidaten aufgestellt hatten, ein Sieg wäre demnach nicht aus ruft damit eine Stockung des Abjazzes hervor. Auf dem Punkt sind geschlossen gewesen. Ausland. Berichterstattung vom Parteitag. Die Parteigenossen in wir jetzt angelangt und so ist der Aufsichtsrat zu dem hochweifen Ottensen nahmen nach dem Bericht ihrer Delegierten und nach Beschluß gekommen, den Anbau von Rüben einzuschränken. Natürlich Zum Generalstreik der franzöfifchen Bergarbeiter. Eine turzer Debatte folgende Resolution an: ist damit die augenblickliche Kalamität nicht beseingt, denn die Beitung in St. Etienne veröffentlicht die Antwort des Minister" Die heutige Versammlung erklärt sich voll und ganz ein- Buckerkampagne hat jezt erst begonnen. Der einzig richtige Weg Präsidenten Waldeck- Rousseau auf das Schreiben, welches der verstanden mit der Haltung sowohl der Delegierten des Wahlkreises wäre, den Massenkonsum durch billige Preise zu fördern und das Generalsekretär des Bergarbeiter- Verbandes von Frankreich an ihn wie auch mit der Haltung unsres Abgeordneten v. Elm. Sie finnige Steuersystem aufzuheben. Dazu verstehen sich aber die Inter- gerichtet hat. Waldeck- Rousseau sagt in diesem Schreiben, daß die protestiert aber mit aller Entschiedenheit gegen einzelne Auslaffungen effenten nicht, denn das Syndikat hat sich zu der Anregung der franzöfifchen Regierung fich mit der Lohnfrage nicht befassen föne und daß einiger Delegierten vor dem Parteitag und auf demselben betreffs Regierung, in einer internationalen Konferenz über die Abschaffung diese einzig und allein von den Arbeitgebern und Arbeitern Partei- Nachrichten. zu regeln fei. Auf die Ausschreibung der im Berliner Magistrat vakanten handelt hatten, lehnten sie es wie in Nr. 235 des„ Vorwärts" Hinsichtlich des achtstündigen Arbeitstages sei] ab, mit den Vertretern der Arbeiter von den Verwaltungsbehörden eine Untersuchung eingeleitet worden, befoldeten Stadtratsstelle haben sich bis jetzt 20 Bewerber ausführlich berichtet wurde doch könne diese Reform nicht bis zu einem bestimmten beim Stadtverordneten- Vorsteher Dr. Langerhans gemeldet. Unter zu verhandeln, lehnten es sogar ab, auch nur eine Deputation derTage ins Werk gesetzt werden. Was den allgemeinen Ausstand be- den Bewerbern befinden sich 7 Bürgermeister, 4 Magistratsassessoren, selben zu empfangen. Dieses schmähliche Verhalten der Arbeitgeber trifft, so fürchte Waldeck- Rousseau, daß nicht nur das Land dadurch, 1 Regierungsassessor, 5 Stadträte, 1 Syndikus, 1 Bildhauer und wird von dem Referenten in der schärfsten Weise kritisiert. Nun werde sondern in noch weit größerem Maße die Arbeiter geschädigt würden. 1 Oberlieutenant a. D. und Johanniter- Ritter. würden. bon " # Die Typographen des heiligen apostolischen Stuhles" laffen auch wieder von sich hören, aber natürlich nichts Gutes. Da das Geschäft etwas schlechter geht, schmeißt die christ liche Nächstenliebe" massenhaft Arbeiter auf die Straße, darunter solche, die 15, 20 bis 35 Jahre im Geschäft waren oder auch sich feiner Zeit am Streit beteiligten. Berliner Partei- Angelegenheiten. Dritter Wahlkreis. In einer am Dienstagabend 81/2 Uhr In einer am Dienstagabend 81/2 Uhr bei Voigt, Ritterstr. 75, stattfindenden Versammlung spricht Schrift steller Max Schütte über„ Die Vorgeschichte der Erde". ht ben die Bestrebungen der bürgerlichen Frauenbewegung t Gerichts- Beitung. • fürchten doch viele, es könnte den Hausbesitzern ein wenig wehe wahrnehmen und einmütig Anhänger der socialdemokratischen Partei gethan werden. Um so energiſcher muß die Bevölkerung ihr Intereſſe am 6. November ins Stadtparlament schicken. wieder die ärgste Schmutzkonkurrenz unter den Unternehmern zur Blüte tommen und den Arbeitern bleibe nichts andres übrig, als zur alten Ein Streik der Pariser Straßenbahn Gesellschaft steht in Tattit zurückzukehren und in der Zeit der guten Konjunktur so Aussicht. Der Direktor der Straßenbahn- Gesellschaft hat gegen den viel wie nur möglich herauszuholen. In keiner andern Branche Seine- Präfekten auf Schadenersag geklagt, weil die Stadt Paris, entgegen dem Vertrage mit der Straßenbahn- Gesellschaft, die Er- Verstößt der von Unternehmern mit den Schwarzen Liften wäre es so leicht möglich gewesen, einen festen Tarif aufzustellen, als gerade in der Militäreffekten- Branche, wo man im wesentlichen laubnis zum Bau der Untergrundbahn erteilt hat. Infolge der getriebene Unfug gegen die guten Sitten und gegen nur mit einem Kunden, dem Staat, zu rechnen habe, und darum ſei des Bürgerlichen Gesetzbuches? Konkurrenz, die der Straßenbahn hierdurch erwachsen ist, beabsichtigt Bestimmungen die Direktion der Straßenbahn, 720 Wagen aus dem Verkehr zurück- Mit dieser Frage hatte sich fürzlich die 19. Civilkammer des Land- die Handlungsweise der Fabrikanten nicht allein moralisch verwerflich, zuziehen, wodurch 3200 Straßenbahn Angestellte brotlos werden gerichts I zu beschäftigen. Die Vorgeschichte dieses für die Arbeiter sondern auch vom Standpunkt des tüchtigen Geschäftsmannes als thöricht Die Angestellten sind entschlossen, in den Ausstand zu schaft ungemein wichtigen Prozesses ist furz folgende: Der Gußpuzer S. anzusehen. Eine attenmäßige Darstellung dieser Ereignisse soll in treten, falls die Straßenbahn- Direktion obige Entlaffungen vor- wurde von der Firma Eisengießerei Attiengesellschaft Form einer Broschüre herausgegeben werden und, da hierbei zugleich nehmen sollte. vorm. Rehling u. Thomas entlassen, weil er zwei seiner die Verhältnisse der Arbeiter geschildert werden sollen, werden dieAus der Schweiz. Die Organisation der schweizerischen Mitarbeiter zum Beitritt zur Organisation aufgefordert jenigen, die fich Aufzeichnungen über ihre wirtschaftliche Lage gemacht Buchdruckereibefizer macht der Gehilfenorganisation den Antrag, die hatte. Der berüchtigte Kühnemänner Verband setzte S. auf die haben, ersuchte diese der Leitung der Organisation zur Verfügung zu im Jahre 1892 durch eine schwache Mehrheit verworfene Vorlage Schwarze Liste und die Folge war, daß der Arbeiter bei den Mit- stellen. Nach kurzer Diskussion, in der besonders auf die Schäden, die durch betreffend Errichtung ständiger Schiedsgerichte und eines Einigungs- gliedern des genannten Verbandes feine Arbeit erhielt. S. flagte die Heimarbeit verursacht werden, hingewiesen wurde, gelangt amtes wieder aufzunehmen. Ueber die Revision des Lehrlings- nun durch seinen Vertreter, Rechtsanwalt Herzfeld, auf Ber- folgende Resolution einstimmig zur Annahme: Die Versammlung reglements find Unterhandlungen mit der Gehilfenorganisation im urteilung der genannten Firma zur Zahlung eines Ersages des nimmt mit Entrüstung den Bericht über die ablehnende Haltung Gange, desgleichen über die Bezahlung der Arbeit an den Set- dem Kläger aus dem Vorgehen des Verbandes erwachsenen der Militäreffekten Fabrikanten entgegen. Die Anwesenden verpflichten fich, mit allen Kräften dafür Sorge zu tragen, daß die Organisation maschinen. Weiter streben die Buchdruckereibesizer die Aufstellung Schadens. Zur Begründung dieser Schadensersatzansprüche wird ausgeführt, so ausgebaut wird, daß das, was jetzt versagt wurde, errungen eines, Minimal Breistarifes für Druckarbeiten an. In Elgg bei Winterthur versuchte ein Stidereifabrikant Lohnreduktionen daß die Beklagten bei Vornahme ihrer Handlung das Bewußt werden kann." Arbeiten ein der Schädigung des Klägers gehabt haben". 10 bis 60 Prozent für die verschiedenen Die Stadtverordnetenwahlen in Charlottenburg. borzunehmen. Der betreffende Ausbeuter ist ein unverfälschter Dies verstoße aber gegen§ 826 des Bürgerlichen Gesetzbuches: In Charlottenburg fand am 17. Oktober eine gut besuchte Wer in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise einem moderner Industrie Geßler, der in seiner Arbeitsordnung u. a. schreibt:„ Sollte danach aller bestehenden Ordnung und der den andren vorfäßlich Schaden zufügt, soll zum Schadensersatz verpflichtet Kommunalwähler- Versammlung statt, in der die StadtArbeitgebern schuldigen Achtung und Dankbar fein, auch ohne daß ein Recht des andern verlegt oder gegen verordneten Baake und Hirsch referierten. Genosse Baate Ein Rechtsgeschäft, das gegen die führte aus, daß ein wesentlicher Teil der Aufgabent, welche teit zum Trotz ein Streit ausbrechen usw." Fehlt nur noch die ein Schutzgesez verstoßen ist." Ein wichtiger Fattor Reverenz vor dem Geldfack. Die Arbeiter und Arbeiterinnen haben großen Principien des modernen Rechtes, insbesondere gegen die die socialdemokratische Partei zu erfüllen habe, in der Erziehung Principien der persönlichen Freiheit, der Gewissensfreiheit, der der Arbeiter zur Demokratie bestehe. wir ,, dennoch" die Arbeit eingestellt. Soalitionsfreiheit, der Gewerbefreiheit 2c. verstößt, ist immer dazu sei die Teilnahme an der Selbstverwaltung, die auch als ein gegen die guten Sitten verstoßendes Rechtsgeschäft an- in immer steigendem Maße erkämpfen müssen, wenn auch die Ge zusehen. Dadurch, daß der Kläger durch die Schuld der Beklagten meinde im Klassenstaat ihren Klaffencharakter behalten wird. Weiter von der verbreitete sich der Redner über die socialen Aufgaben der Gemeinden, wegen Ausübung des Koalitionsrechts Arbeitsgelegenheit ausgeschlossen wurde, ist, wie die Klage ausführt, die vielfach taum in Angriff genommen, geschweige in mur einigermaßen befriedigender und ausreichender Weise gelöst werden. gegen die guten Sitten verstoßen. Außerdem aber sei der Kläger im Sinne des§ 185 des Straf- Genosse Hirsch ging speciell auf die Wohnungsfrage ein; schilderte eingehend die in Charlottenburg bestehende gesetzbuchs beleidigt, da er vom Verbande als ein Mensch gefenn- er zeichnet wird, dessen Charaktereigenschaften seine Beschäftigung bei den Wohnungsnot und die schwächlichen und halben Maßregeln, die nach langem Bedenken vom Magistrat hiergegen vorgeschlagen werden. Mitgliedern des Verbandes ausschließe. Diesen flaren, auch für Laien verständlichen Auffassungen ist das Aber selbst das geht der Mehrheit der Stadtverordneten noch zu weit Gericht nicht beigetreten, die slage wurde vielmehr abgewiesen. Wahrheit antreten zu haupteten Thatsachen bechtsanwalts Sergfeld für die belassen, wurden nicht beachtet; der Ansicht des Vorsitzenden Auch die Kandidaten, die Genossen Vogel, Sabor, Röttger, Der Wahlverein für den 4. Reichstags- Wahlkreis( Süd- des Gerichts, daß schon auf Grund der eingereichten Schriftsäge das Oft) hält am Dienstag in Sanssouci" seine Generalversammlung Gericht in der Lage sei, zu urteilen, ist, wie man sieht, stattgegeben worden. Sharnberg, Pasche, Jander und Dr. Borchardt hielten ab. Außer Bericht und Neuwahlen des Vorstandes steht ein Vortrag Wenn auch die Höhe der Schadensersatz- Ansprüche( 1600 M.) es furge Ansprachen, in denen sie zum Teil auf einzelne Forderungen des Genossen Franz Tuzauer auf der Tagesordnung. Das Protokoll ermöglicht, daß das Kammergericht, in letzter Instanz auch das unsrer Partei eingingen. Genoffe Basche wandte fich speciell an des Parteitages gelangt an diejenigen Mitglieder zur Ausgabe, die Reichsgericht, mit dieser Frage sich beschäftigen kann, so steht doch die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter; er erinnerte an die ihre Beiträge inkl. Oktober bezahlt haben. nach diesem Urteil schon unwiderleglich. fest, daß der alte Arbeitslosen- Versammlungen im Frühjahr. Bis jetzt habe man ringste geschehen. Die gewerkschaftlich organisierten In Moabit, Ahrens Brauerei, Turmstr. 25-26, findet Montag- Schönstedtsche Grundsay:„ Wenn zwei dasselbe thun, so ist es nicht aber nicht gehört, daß in dieser Beziehung auch nur das Ge organisierten Arbeiter abend eine Kommunalwähler- Bersammlung für den dasselbe", noch immer Geltung hat. müssen begreifen, daß mir eine Stärkung der socialdemokratischen 44. und 45. Bezirk statt. Stadtverordneter Dr. Freudenberg Die Angelegenheit Bechstein- Dahl beschäftigte gestern das Partei solche Außerachtlassung aller Arbeiterforderungen verhindern spricht über die Bedeutung der Stadtverordnetenvahlen. Reichsgericht. Die unverebelichte Emma Dahl ist am 14. Mai d. I. tönne. Schöneberg. Zur Agitation für die bevorstehenden Stadt- vom Landgericht Berlin I wegen versuchter Erpressung zu zwei berordneten- Wahlen findet am Montag, den 21. Oktober bei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die Angeklagte war die Obst, Meiningerstr. 8, eine Volksversammlung statt.( Siche Inserat.) Geliebte des Klavierfabrikanten Bechstein gewesen, der ihr eine Ferner weisen wir die Parteigenossen nochmals darauf hin, daß bei Wohmmg für 1600, später 2000 m. hielt und ihr wöchentlich ein der heutigen Flugblattverteilung die Ausgabe der Flugblätter Wirtschaftsgeld von 100 m. gab. Mit der Zeit wurde Bechstein jedoch von früh 71/2 Uhr ab in folgenden Lokalen erfolgt: Ständer, seiner Geliebten überdrüssig, und als sie ihn an angebliche frühere VerHohenstaufenstr. 80; Schilling, Kyffhäuserstr. 16; Hoppe, fprechen erinnerte, ging er zum Staatsanwalt und denunzierte sie Merseburgerstr. 7; Obst, Meiningerstr. 8; Horlemann, Kaiser wegen Erpressung. Emma Dahl soll nämlich eines Tags gedroht Friedrichstr. 8; Püschel, Guzkowstr. 9, und Mo II, Sponholz- haben, daß sie dem Bechstein Oleum ins Gesicht gießen wollte, wenn Die Denunziation hatte den Erfolg, straße 34. Um eine wirkende Agitation in die Wege zu leiten, wird er ihr Verlangen nicht erfülle. auf ein vollzähliges Erscheinen gerechnet. daß die Angeklagte zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt wurde. In Köpenick hält am Dienstag der Wahlverein bei Stippekohl In der Revision bestritt die Angeklagte, daß sie während des für feine Versammlung mit wichtiger Tagesordnung ab. Die ftrafwürdig erachteten Vorganges zurechnungsfähig gewesen sei und völkerbefreiende Socialdemokratie geschlossen. Petitionslisten gegen den Brotwucher liegen an folgenden wies darauf hin, daß sie früher bereits wegen eines schweren Stellen aus: Restaurant M. Beidler, Müggelheimerstraße; Restaurant Nervenleidens in ärztlicher Behandlung war. Aug. Rochlik, Müggelheimerstr. 2; Restaurant Hesse, Rieß; Restaurant erkannte auf Verwerfung der Revision. Breslau, 19. Oktober.( W. T. B.) Die„ Schlesische Zeitung" Zülch, Grünstraße; Restaurant Alb. Stippekohl, Schönerlinderstr. 5; Zwei Urteilssprüche. Aus Hessen wird uns geschrieben: Cigarrengeschäft Franz Weber, Grünauerstr. 2. In voriger Woche spielten sich vor dem Schwurgericht der Provinz meldet aus Kattowiß, daß gestern nachmittag in der Nähe des Starkenburg in Darmstadt zwei Prozesse ab, die nach mancherlei Dominiums Schoppinis eine schwerhörige Frau von der Straßen. Richtungen Stoff zum Nachdenken bieten. So wurde am Donners- bahn überfahren und getötet wurde. Infolge der hier tag gegen den Dienstknecht Peter Meyer aus Messel das Urteil durch veranlaßten Verspätung stießen alsdann ein von Myslowig gesprochen wegen verübter Rotzucht an einer älteren Frau, die auf fommender Wagen mit einem aus der entgegengesetzten Richtung dem Rückwege von einer in Dieburg stattgefundenen Prozession kommenden Wagen zusammen, wobei beide Wagen start Zehn und die der beschädigt und etwa zehn Fahrgäste durch Glassplitter verletzt Entziehung Jahre Zuchthaus งง ละ das Verdilt, das wurden. Ehrenrechte auf die gleiche Dauer gegen den vielfach vorbestraften Angeklagten gefällt wurde. Das Auffällige an dieser Verhandlung war, daß Friedrichsfelde. In der am Dienstagabend bei Haberland im vollen Lichte der Deffentlichkeit geführt wurde, um, wie es hieß, stattfindenden Wählerversammlung stehen Wahlen und die Stellung ein Exempel zu statuieren". Als ganz besonders strafverschärfend zur nächsten Gemeindevertreterwahl auf Tagesordnung. soll der Umstand gegolten haben, daß die That mit ganz besonderer Wahlverein Bezirk Paukow. Sonnabend findet bei W. Rölls, Brutalität und am hellen Tage verübt wurde. Tags darauf wurde Düsseldorf, 19. Oktober.( W. T. B.) In einem MühlenKreuzstraße, Ecke der Spandauerstraße, das 11. Stiftungsein Notzuchtsversuch gegen den jung verheirateten Weggermeister fest statt. Kröcker in Offenbach verhandelt, den derselbe gegen ein bei ihm nur etablissement an der Grafenberger Straße erfolgte heute vormittag wenige Wochen in Stellung befindliches Dienstmädchen eben eine Seiselerplosion, wodurch zwei Arbeiter getödtet und einer falls am bellen Tage unternahm. Hier hielt man es allerdings nicht schwer verletzt wurde. Gelsenkirchen, 19. Oktober.( W. T. B.) In der Zeit vom für nötig, des Erempels wegen die Verhandlung öffentlich zu führen, obDie städtische Kunstdeputation beschäftigte sich am Sonn- gleich dies vielleicht auch für manchen Arbeitgeber nichts geschadet haben 18. bis 19. Oftober sind im Stadt- und Landkreise Gelsenkirchen abendvormittag nicht wie das„ Berliner Tageblatt" in würde und dieser Angeklagte ebenso wie der vorerwähnte Stuecht ein 49 Neuerkrankungen an Typhus amtlich gemeldet worden. 129 PerGeständnis abgelegt hatte. Die Sache ging auch für den Haupt- sonen find als genesen entlassen worden, 30 gestorben. Die Zahl mit dem Märchenseiner Alwissenheit angekündigt hatte Brunnen, sondern mit der Verlegung des Wrangel- Brunnens, beteiligten sehr glimpflich ab, da mur auf das Mindest- Strafmaß von der Kranken hat sich von 1370 auf 1257 in der angegebenen Zeit 6 Monaten Gefängnis erkannt wurde. Diese Milde erklärt sich verringert. der einem Frankfurt a. M., 19. Oftober.( B. H.) Aus Paris wird der Dom Kaiser als Abschluß Abschluß seiner marmornen wohl daraus, daß das in Betracht kommende Mädchen betreffs ihrer Ahnengalerie stiftendem Roland Brunnen weichen soll. Sittenreinheit nicht mehr ganz dem nun einmal bestehenden Moral Frankfurter Zeitung" depeschiert: Santos Dumont hat nach Die Kunstdeputation hatte bereits in ihrer vorigen Sitzung die Weg- toder standhalten konnte. Es war merkwürdig. welches Be einer wohlgelungenen Luftballonfahrt nach dem Eifelturm den räumung des Brumens beschlossen und eine Kommission beauftragt, laftungsmaterial von seiten des vermögenden Angeklagten in diefer 100 000- Frank- Preis gewonnen. herbeigeschafft war. wird deshalb auch niemand wunder einen andern Platz für denselben ausfindig zu machen. nehmen, daß dieser Umstand von der Verteidigung, weidlig ute obwohl genutzt wurde, auch das vor Gericht in seiner gegen Schöne gezeichnete Charakterbild des Angeklagten ein solches war, über das fittenstrenge Bourgeoisdämchen sehr start die Nase gerümpft hätten, wenn sie davon nähere Kenntnis erhalten hätten. Das Merwürdigste fani aber später. Da erfuhr man, daß die " Volksrichter" für den Verurteilten ein Gnadengesuch formuliert hatten, das der Gerichtspräsident der zuständigen Stelle über mitteln soll. Lichtenberg. Dienstagabend 8/2 Uhr findet eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen im Saale von Höflich, Frankfurter Chaussee 120, statt. Die Parteigenoffen werden hiermit zu recht zahlreichem Besuch aufgefordert. Tagesordnung fiche Annonce. Waidmannslust. Die Versammlung am Sonntag fällt aus. Die Genossen werden ersucht, bis Mittwoch bei Koll im Diskutierabend die Listen abzuliefern. Kommunales. Die Anwohner des Hansaplages haben Sehnsucht nach einem wasserspendenden Schmuck und die Kommission war nicht abgeneigt, diesen Wunsch zu erfüllen. und war. Derlammlungen. In der Diskussion ermahnte Genosse Fenchel die Genossent, auch in gegnerische Versammlungen zu gehen und zu agitieren. Hieran anknüpfend schilderte Genosse Ba ate in seinem Schlußwort ant der Hand einiger Flugblätter die Gegner, mit denen in es Die Un Charlottenburg zu thun haben. wir tenntnis über alle die Arbeiter angehenden Fragen ist geradezu er schreckend und würde oft komisch wirken, wenn es nicht so überans trauriger Ernst wäre, daß solche Leute über wichtige Fragen, die das Leben der Arbeiter aufs tiefste berühren, sehr häufig zu bestimmen haben. Nach der wiederholten eindringlichen Mahnung zu unablässiger Agitation wurde die Versammlung mit dreimaligem Hoch auf die Das Reichsgericht Lehte Nachrichten und Depelchen. Hamburg, 19. Oktober.( W. T. B.) Bei einem Neubau der fie Reismühle von Munkel u. Co. fiel heute nachmittag beim Einnehmen von Reisschälmaschinen ein rahn mit einer 6000 Pfund schweren Stifte in die Elbe. Ein Maschinist und ein Arbeiter stürzten mit in die Tiefe; der Arbeiter wurde getötet, während der Maschinist unversehrt davon kam. Dedenburg, 19. Oktober.( W. B. T.) Einleger hiesiger Finanzinstitute firm ten heute die Salter berfelbeit, fur ihre Einlagen zurückzubekommen. Da die Institute Vorsorge getroffen hatten, so wurden die Einleger anstandlos befriedigt. Weitere Die bei der Bau- und konkurie stehen zu erwarten. Bodenkreditbank defraudierte Summe dürfte zivei Millionen Kronen übersteigen. Gegen sämtliche Direktions- und Auffichtsrats Mitglieder der falliten Bau- und Bodenkreditsperre angeordnet. Unter den Betroffenen befinden sich der Bant ist strafrechtliche Untersuchung und Vermögens. Bürgermeister und die angesehenften Bürger der Stadt. 0 Die Deputation hatte jedoch ästhetisches Gefühl genug, den Passanten des Hansaplazes nicht zuzunuuten, ein wenn auch nicht hervorragendes, so doch immerhin beachtenswertes Kunstwerk als Pendant zu einer Bedürfnisanstalt, die dem, dem geplanten Aufstellungsort des Brunnens direkt gegenüberliegt, zu bewundern. Um diese ganz verschiedenen Zwecken dienende Doppelbewässerung des HausaDedenburg, 19. Oktober.( W. T. B.) Der Oberbuchhalter der fallitent Bau- und Lodenkreditbank Arthur Prochaska sowie deren platzes zu vermeiden, müßte die Bedürfnisanstalt beseitigt und der Brunnen in die Mitte des Plages gestellt werden, was eine VerEine Sattlerversammlung für sämtliche Branchen, die am assierer Julius Wrohowski wurden heute abend verhaftet. London, 19. Oktober.( B. H.) In Northampton fanden legung der Straßenbahn und eine Umpflasterung des erst vor zwei Freitag im Gewerkschaftshauje tagte, beschäftigte sich mit der ges scheiterten Konferenz in der Militäreffekten- Industrie. Sassenbach Straßentrawalle statt, verursacht durch zahlreiche Ar Jahren neu hergerichteten Plages zur Folge haben würde. In Rücksicht hieraus wurde empfohlen, von dem Hansaplaz Ab- schilderte die mißlichen Arbeitsverhältnisse dieser Branche, in der die beitsloje, welche durch die wirtschaftliche Krisis brot stand nehmen, zu Ueber 200 Arbeitslose, welche beantragt, den Wrangel- Brunnen Wochenlöhne in der meist nur sehr kurzen Zeit des guten Geschäftsganges los geworden find. Besonders die Tuchindustrie leidet sehr infolge bei Ueberstunden und Sonntagsarbeit wohl auf 40-45 m. steigen, der amerikanischen Konkurrenz. im Süden der Stadt( Grimmstraße oder Hohenzollernplay) bann aber bei schlechterem Geschäftsgang rapid herunterfinten auf 15, allen Entbehrungen ausgesetzt sind, begeben sich nach einer aufzustellen. Nach längerer Beratung wurde die Beschlußfassung ja auf 12 M. Wiederholt hat die Organisation versucht, hier eine tumultuarischen Versammlung vor die Thore des Gefänge ausgesetzt, um zunächst die durch den eventuellen Umbau des Hansa- Regelung herbeizuführen; diese Versuche scheiterten aber immer, nisses und baten um Unterkunft. Es kam mit Polizei plazes und die Verlegung der Staßenbahn entstehenden Kosten fest- teils infolge der zügellojen Konkurrenz unter den Unternehmern, und Gefängniswärtern zu einem blutigen Zusammenstoß, wobei auf stellen zu lassen. teils auch infolge der Schwäche der Organisation der Arbeiter. So beiden Seiten mehrere Personen ver: vundet wurden. Der Stadtverordnete Zimmermeister Winkler hat sein beschränkten sich die Arbeiter darauf, die augenblicklichen MachtMandat niedergelegt und dies dem Stadtverordneten Vorsteher verhältnisse auszunüßen und in der guten Zeit Vorteile zu erringen, die Dr. Langerhans mitgeteilt. Er war in der II. Abteilung des 7. Ge- in der schlechten meistens wieder verloren gingen, wodurch ein fort währendes Schwanken der Löhne entstand. Nach unsäglicher Mühe meinde- Wahlbezirks gewählt. ist es den Leitern der Organisation dann endlich gelungen, die Zu ſtimmung der Militäreffekten Fabrikanten Deutschlands zur AbAls aber haltung einer gemeinsamen Konferenz zu erhalten. dann die Herren nach Berlin tamen und unter sich ver beendet. Beran wortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. V Die Magistrate- Kommission zur Beratung der Anträge über die Wohnungsnot wird am nächsten Montag mit mehreren gemein nüßigen Baugenossenschaften wegen Beihilfen beraten. Brest, 19. Oftober.( W. T. B.) Ein Fischereifahrzeug von St. Malo ist auf der Rückkehr von New Fundland gestern abend an den Felsen von Benmarsch gescheitert. Von der Mannschaft, die aus 21 Mann bestand, find 11, darunter auch der Kapitän, cr trunken. Zehn Mann konnten sich retten und die Küste erreichen. Mailand, 19. Oktober.( W. T. B.) Der Ausstand der hiesigen Bäder ist durch Verständigung mit den Arbeitgebern Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. ir. m i8. Z..W» i. Wagt te jHwirts" Kerliitt VcksdlM-"»»-««>"°« lokales» Von den Sünden des Liberalismus in der Berliner Gemeindeverwalt»»s weiß die.Berliner Zeitung" in einer den Stadt« verordneten-Wahlen gewidmeten Betrachtung eine hübsche Reihe aufzuzählen. Das Blatt spricht von der Vernachlässigung der wirtschaftlichen Aufgaben der Stadt, von den, Mangel an Verständnis für die socialen Aufgaben, von dem Zurück- weichen vor den Ansprüchen der staatlichen Aufsichts- behörden und der Krone. Das Sündenregister des Liberalismus ist aber damit bei weitem noch nicht erschöpft. Wir vermisten in der Aufzählung der.Berliner Zeitung" beispielsweise einen Hinweis auf die Haltung, die die Stadtverordnetcn-Versammlung zu der Frage des Kommunal- Wahlrechts eingenommen hat. Bekanntlich ist im Dezember vorigen Jahres der das allgemeine Kommunal« Wahlrecht fordernde Antrag der socialdemokratischen Fraktion von der Stadt- verordneten-Versammlung abgelehnt worden. Die.Berliner Zeitung" setzt die von ihr angeführten Sünden deS Liberalismus jener bekannten Mehrheit der Stadt- verordneten-Versammlung aufs Conto, von der sie die Leute ihrer eignen Richtung, die.Neue Linke", auszunehmen pflegt, und haut wieder besonders auf den Stadtverordneten Ja cobi und seine engere Gefolgschaft loS. Nun. in der Frage deS allgemeinen Kommunal-WahlrechtS waren die Herren von der.Neuen Linken" ein Herz und eine Seele mit Herrn Jacob i. Ganze zwei Freisinnige vermochten es über sich, dem socialdemokratischen Antrag zuzustimmen; alle übrigen schaarten sich einmütig um Jacobi und stimmten dagegen. Herr Jacobi, der jetzt so viel geschmähte Mann, rief damals aus:»Ich kann im Namen meiner Freunde offen und klar er- Nären, dag wir nicht für das allgemeine Wahlrecht zu haben sind. (Zwischenruf: Hört! hört!) Ich möchte hinzufügen, daß dieser Punkt niemals in einem freisinnigen Programm gestanden hat.(Zwischenruf: Sehr richtig I") Um die Blamage brüderlich ver- einigten Freisinn? beider Schattierungen zu verdecken, wies die„Bcrl. Zeitung" am Tage nach jener Sitzung darauf hin, daß die.Neue Linke" für die Kommunalwahlen wenigstens das in dem socialdemokratischen Antrag gleichfalls geforderte geheime und gleiche Wahlrecht als wünschenswert ansehe. Doch mußte auch sie zugeben daß die Forderung eines allgemeinen Kommunal-WahlrechtS wirk« lich keine Forderung des Freisinns ist! Ii: der neuesten Betrachtung über die bevorstehenden Stadt- verordneten-Wahlen sagt das Blatt,.der wirkliche geheime Leiter der Stadtverordneten-Majorität, der einflußreiche Stadtverordnete Jacobi", könne dienen.als abschreckendes Beispiel, als das Muster eines Stadtverordneten, wie er nicht sein soll". Das stimmt vollkommen. Wir beziehen das aber nicht bloß auf diejenigen Sünden des Liberalismus, die Jacobi und seine engere Gefolgschaft allein begangen haben, sondern auch auf diejenigen, an denen die angeblich.entschieden freisinnigen",.kommunal-demo- kratischen" Männer der.Neuen Linken" mitbeteiligt sind. Hoffentlich werden daS auch die Wähler thun und die Mahnung der„Berliner Zeitung", den„unsicheren Kantonisten" den Laufpaß zu geben, am 6. November entsprechend be- herzigen. Socialreform im Reiche de» Herrn Thielen. Die Arbeiter der Eisenbahn- BctriebSwerkstätte II d an der O st b a h n hatten in Anbetracht der LebenSmittelteuerung und der enormen Mietssteigerungen den Arbeiter-AuSschutz beauftragt, bei der Direktion um eine Lohnzulage vorstellig zu werden. Sie hofften um so mehr auf Erfüllung, als den doch bedeutend besser gestellten Beamten vom Werkführer an aufwärt? sowohl eine Teuerungszulage als auch die doppelte Miets�ntschädigung gewährt worden war. Ein Bescheid auf das Gesuch traf nicht ein. Erst nach S Wochen rief der Eisenbahndirektor Wenig den ArbeiterauSschuß zusammen und begrüßte die Männer mit etwa folgender Ansprache:„Als ich daß Schreiben des ArbeiterauSschusieS gelesen habe, kam mir unwillkürlich der Gedanke, wo sich die Mitglieder deS AuSschusieS wohl befunden haben mögen, als sie das Gesuch abschickten. Waren Sie wirklich in Berlin oder sonstwo?" Ein Mitglied des Ausschusses wagte zu er- widern, daß doch gerade in Berlin an der Thatsache der Verteuerung aller Lebensbedürfnisse nicht zu rütteln sei, worauf der Direktor die drastische Antivort gab, ob denn die Arbeiter dächten, daß die Eisenbahndirektion die Mehrkosten ihres Lebens- Unterhalts zutragen habe? Den Einwand, daß doch die Beamten eine Zulage erhalten hätten, that der Herr mit der Frage ab i„Wo haben Sie denn die Weisheit her?" Aber damit nicht genug. Den Arbeitern, die sich einen Augen- blick in dem Wahn gewiegt hatten, daß die Staatsbetriebe endlich eirünal den Febniar-Erlasien gemäß zu Musterbetrieben entwickelt werden müßten, trat der Direktor mit der Ankündigung entgegen, daß eine ministerielle Verfügung ergangen sei, so viel wie möglich zu sparen und daher hundertundfünfzig Mann zu e u r l a s s e n. Hiervon wollte die Direktion zwar absehen, aber von einer Lohnerhöhung, wie die Arbeiter sie sich erträumten, könne ganz und gar keine Rede sein; im Gegenteil müsie er den AuS- fchiife mit der Botschaft entlassen, daß der Stücklohn um IS Prozent gekürzt werden sollt«. In der That ist denn auch in dieser königlichen Mnsterwerkstätte unter dem Zeichen der Lebensmittel« und Mietssteigcrung ein solcher Lohnabzug erfolgt; in einzelnen Fällen ist der Arbeitsverdienst sogar bis zu S0 Prozent gekürzt worden. Aber auch damit war des JammerS und der Enttäuschung nicht genug. Am 10. Oktober kam der Bescheid, daß fortan jede Woche einen halben Tag lang die Arbeit ausgesetzt werden solle, und schon am Sonnabend darauf wurden nachmittags die Werkstätten geschlossen. Leider liegen die Dinge so, daß die von solchem Unglück be- troffenen Leute bis jetzt nur im geringen Grade der Sympathien der vorgeschrittenen Arbeiterschaft teilhaft werden können. Denn die Arbeiter in den Eisenbahnwerkstätten haben bis jetzt zum allergrößten Teil ihre Organisationspflichtversäumtund verdanken cS nun dieser sträflichen Nachlässigkeit, daß sie sich völlig wehrlos die Lohnkürzungen im staatlichen Musterbetriebe gefallen lassen müssen. Hoffentlich überzeugen die Arbeiter der Staatswerkstätten sich jetzt, nachdem sie im Namen des Staates der Socialreform eine so beut- liche Lektion erhalten haben, von der Notwendigkeit, ihrer GeWerk- schaftsorganisatton beizutreten._ Zum Apothekenbotikott. Zu den Einigungs- Verhandlungen, die demnächst unter Leitung des Gewerbegerichts-Direktors v. Schulz beginnen, entsendet die.Centralkommissi«n der Krankenkasien Berlins" die Vertreter wieder, welche bereits an den ersten Einigungsverhand- lungert teilgenommen haben: R. Aßmann, Dr. C. Freudenberg, Alb. Kohn, Schindler, Simanowski, Apotheker Skaller, als Stell- Vertreter Magna» und Staudinger. Zum Obmann der Krankenkassen- Vertreter ist der Vorsitzende der„Allgemeinen Ortskrankenkasse" zu Dresden, Fräßdorf, gewählt, da nach den getroffenen Vereinbarungen dieser zwar sachkundig, aber an dem schwebenden Streit nicht direkt interessiert sein soll. Die Apotheker haben in ihrer Vertretung eine Aenderung insofern vorgenommen, als an Stelle de" Herrn Schade der Apotheker Berthold Scholz tritt, der langjährige Rezcpttevisor des Gewerks« Krankenvereins und vieler andrer Krankenkassen, welcher vor kurzem eine Apotheker- Konzession erhalten hat. ES ist für die Situation vielleicht bis zu einem gewisien Grade charakteristisch, daß derselbe Mann, welcher jahrelang als Vertrauensmann und fach- verständiger Berater der Berliner' Krankenkassen bei ihren Verhand- lungen mit den Apothekern wirkte, jetzt als Parteivertreter der Apotcker in das EinigungSamt eintritt. Als Obmann haben die Apotheker den Dr. med. Paul Meißner gewählt, den Herausgeber eines medizinischen Annoncenblattes, welcher während des Kampfes m der medizinischen Fachpresse wiederholt zu Gunsten der Apotheker das Wort ergriffen hat. Herrn Leopold Jacobi soll nun doch ein Gegenkandidat gegenübergestellt werden. Zu Dienstagabend ist nach dem Alt- städter Hof eine Versammlung liberaler Wähler einberufen worden, die sich mit einer zweiten Kandidatur für die zweite Abteilung des ersten Wahlbezirks beschäftigen soll. Wenn der Erfolg dieses Be- mühenS auch problematisch sein wird, so ist doch der gute Wille an- zuerkennen. Theatersünde». Ueber einige brennende.Zuschauerschmerzen" erhebt der Schauspieler Ferdinand Gregors, der früher am Berliner Schiller-Theater thätig war und jetzt Mitglied deS Hofburg-Theaters in Wien ist. im.Kmtstlvart" bewegliche Klage. Er meint, die Illusion des Zuschauers werde im Theater, im Schauspiel nicht minder als in der Oper, fortwährend durch allerlei schlimme Sünden der Regisseure gestört..Dem Kostümzeichner hat man ja von jeher einige Aufmerstamkeit geschenkt; ich verlange dieselbe für den Friseur, der die Bärte und Pcrrücken anzuferttgen und herzurichten hat. Wie verfilzte Stücke von Bärenfellen sehen aber heute die Haarsurrogate der untergeordneten Darsteller in der Regel aus, und als ob sie aus dem Glaskasten eines Coiffeurs kämen, die der „ersten Kräfte". Fast jede Vorstellung zeigt uns beiderlei. Hier ein Charakterkopf, aus Empfindung und Beobachtung komponiert, dort die süßliche Schablone des.schönen" Manne? mit blonden Pfropfen- zicherlöckchen und dem fußsackähnlichen Barte des KaukasierS aus dem Schul-Geographiebnche. Traditionell und mit bleibendem Erfolg wird bei allen männlichen Charakterfiguren im Alter von 18 bis So Jahren seit langer Zeit angewendet die Barnay- und die Nikisch- locke, erstere ein wenig seitlich überS Auge fallend, letztere über die Stirn- mitte geführt bis zur Nasenwurzel. Ueber SV Jahre hinaus giebt'S dann die graue lockige Titusperriicke für Fürsten und Geringere, die von guter Gemütsart sind; für Rektoren, Theologen und Schufte hat man strähniges langes Haar auf Lager; für alle, die Witze zumachen haben, die Glatze. Eine seltene Einmüttgkeit der sonst recht eigen- süchtigen Schauspieler prägt sich auch in der Zeichnung der Augen- brauen auS: immer die gleiche dünne schwarze Linie, für jede? Alter und jede Haarfarbe einheitlich- wirkungsvoll festgelegt. Soll ich noch von der besonderen Raffiniertheit im Charakterisieren reden, welche die Nasenlöcher rot schminkt und falsche Grübchen auffetzt?" In diesen munteren Uebertreibungen steckt gewiß eine beherzigenswerte Wahrheit. Ebenso in dein Appell, den Grcgori an die Regisieure richtet, auf eine sinngemäße Handhabung der Requisiten Bedacht zu nehmen..Wer gewinnt es über sich, auf der Bühne einen Brief so zu lesen oder zu schreiben wie zu Hause? Wer sieht sich die Geldstücke an, die er beim Be- zahlen auS dem Beutel oder der rechten Westentasche holt? Wie beliebt ist es noch, mit der Faust die scharfgeschliffene Schwcrlklinge anstatt des Knaufs zu umfasien oder wohl gar durch die Gattenlicbe. Gegen den hiesigen Rechtsanwalt S. wurde gestern vor dem Ehrenrat der Anwaltskammer verhandelt. Betagter Anwalt erfreut sich einer sehr reichen Praxis und ist der- jemge Anwalt, der in den Gerichtsberichten am meisten geuaunt ivird. Der Herr hat sich ein Album angelegt, in welches die Ausschnitte von sämtlichen Zeitungsberichten eingeklebt sind, in denen sein Name genannt wird. Dieses Album ist m seinem Wartezimmer ausgelegt, so daß die wartenden Klienten Kenntnis nehmen können von dem Ruhme des Mannes, dem sie ihre Rechtssachen anvertrauen wollen. Diese Art der Reklame, die von andren Amvälten nicht für vereinbar mit der Würde und der Ehre des Anwaltstandes angesehen wird, ist zur Kenntnis des Ehrenrates gebracht worden. Der Beklagte versicherte, daß er von der Sache kerne Kenntnis habe. Das Album sei ohne sein Wissen von seiner Gattin im Sprechzimmer ausgelegt worden. Der Staatsanwalt ivollte dies nicht glauben, er beantragte einen Verweis und eine Geldstrafe. Der Gerichtshof hielt aber doch die Angaben des Angeklagten nicht für widerlegt und erkannte auf Freisprechung. Dem Vernehmen nach will der Staatsanwalt Berufung einlegen, Eine Massenversammlung der Berliner Milchhändler tagte Freitagabend in Kellers Fcstsälen in der Koppenstraße. Milch- Chemiker Dr. Reich gelangte auf Grund reichen ftattslischeu Ma- tcrials zu dem Ergebnis. daß die Behauptungen der Milchceutrale über Halbmilch-Verkanf und Milchverfälschungc.t seitens der Berliner Milchhändler unwahr und wider bessere» Wissen aufgestellt seien. In 100 Fällen werde, nach amtlicher Zusammenstellung. in Berlin mir 11 mal Halbmilch feilgeboten. Dabei habe diese Halb- milch nahezu den Fettgehalt der Vollmilch der Centrale (nämlich 2,43 Prozent, nicht 1.6 Prozent, wie der Ring behauptet. Dagegen sei die Halbmilch der Centrale mit ihrem Jettgehalt von 1.4 Proz. eine Ware, welche sonst von der Polizei beschlagnahmt zu werden pflege. Bei der polizeilichen Milchkontrolle werde höchstens V« Proz. aller in Berlin zum Verkauf kommenden Milch beanstandet und da seien meist die Produzenten die Fälscher. Angesichts dieser Thatsachcn sei es eine unerhörte Dreistigkeit, der BevolZerung vor« zureden, daß In Berlin 81—81 Proz. der Milch verfälscht wären. Sonderbar erscheine dieser Verleumdung gegenüber das S ch w« i g e n derMarktpolizei, welche in einein früheren Fall ein energffches Dementi erlassen habe. Die Situation im Milchkriege ist für die Milchhändler, nach der in der Versimrmlung gegebenen Darstellung, günstig. Die Eist- scheidnng ruht bei der Berliner Bevölkerung, und da diese selbst vor großen Opfern nicht zurückschreckt und ihren Milchlousnm fast um die Hälfte eingeschränkt hat, so gilt der Erfolg der Milchhändler als sicher. Eine einstimmig angenommene Resolution spricht der Be-. völkernng Berlins für die allseitige, kräftige Unterstützung im Kampfe gegen die künstliche Verteuernng der Milch den wärmsten Dank aus und bittet um fernere Unterstützung in gleichem Maße. Ein Zufall spielte der Kriminalpolizei eine Kinder« freu n diu in die Hände, welche im Westen der Stadt ihr gefähr- licheS Handwerl betrieben hat. Als am gestrigen Sonnabeiidnach« mittag die 12jährige Frieda Wegener mit einem Marktkorb am Arm die Steglitzerstraße passierte, trat eine etwa 33jährige aifftändig gekleidete Frau an sie heran und erklärte, die Mutter habe sie ihr nach- geschickt. Frieda solle ihr das Geld geben und dafür zu einem Herrn Maas in der Steglitzerstraße gehen, um daselbst ein Kleid für die Mama abzuholen. Ahnungslos gab das Kind der Frau die drei Mark, welche sie von der Mutter erhalten hatte, und suchte natürlich nach der fingierten Adreffe vergebens. Als die Kleine nach Hanse zurückkehrte, begab sich Frau W., die sofort den Betrug durch- schaute, zur Revierpolizei. Sie entsann sich nun und konnte sofort die entsprechenden Angaben machen, daß eine Frauens- Person, wie die von dem Kinde geschilderte, in dem Hanse gar durch die Hand zu ziehen, als Ivollte man die Elnsticität prüfen I Wie thöricht verfährt,.-Cnon wie o man mit gefüllt sein soliden Trinkhömeri, und B-ch-rn; sie werden. � zlottwellstr. 18, in welchem Frau W."gleichfalls wohnt, als After bevor man sie an den Mund setzt.�in die Lust geschleudert, daß der|»dätcrin Zimmer iime habe. ES wurden nun sofort Polizeibeamte Wein an die Decke spritzen mußte. j nat� fcem erwähnten Hause entsandt und als dieselben mit Frau W. Virchow über daö Rauchen. ES giebt eine Sorte($ sundheitsfanatiker, die bei jedem Glase Bier, bei jeder Cigarre und bei jeder Tasse Kaffee ausrechnen, wie viel Giftstoffe durch diese Ge nußmitel dem menschlichen Körper zugeführt iverden. Einen dieser Herren hat Prof. Virchow, wie die„Fränk. Tagespost" mitteilt, einmal gründlich heimgeführt. In den 70er Jahren hielt Virchow in einer Handwerkerversammlung zu Berlin einen Vortrag. Nach Beendigung dessen wurde der Fragekasten geöffnet und dem be rühmten Gelehrten die Frage vorgelegt:.Ist das Rauchen gesundheitsschädlich?—.Jawohl, das ist schädlich! antwortete Virchow und steckte sich dabei vergnügt eine Cigarre in Brand. Wie man Reklame macht. Fräulein Traudchen Hund geburth ist in der That, wie sich jetzt herausstellt,«ine Frau Elise Schuller, geborene van der Porten aus Düsseldorf und niemals Kuhmagd gewesen. Der.Hannoversche Anzeiger" veröffentlicht amt. liche Beweise für seine Angaben und auch die»Internationale Artisten-Loge" beschäftigt sich mit der Angelegenheit. Die Sache ist durch einen Varistö-Komiker, Tellheim, herausgekommen, der sich an das Berliner Einwohner-Meldeamt wandte, nachdem er in»Traudchen Hundgebnrth" eine frühere Kollegin erkannt und aus ihrem Munde ein von ihm selbst verfaßtes, ohne feine Erlaubnis gesungenes Lied usw.„Da? Schwein" gehört hatte. Frau Schüller hatte eben das Umgekehrte von dem sonst bei ihren Kolleginnen üblichen Verfahre» gemacht: während die leichtgeschürzten Priesterinnen des Gesanges in Variötös usw. sich, mögen sie auch aus Nixdorf oder Posenmckel kommen, mit Vorliebe italienisch oder spanisch klingende Namen beilegen oder als Fran- zösinnen ein äs hinzufügen, verzichtete sie sogar auf den doch mit einem hübschen van geschmückten Mädchennamen und suchte sich eine Benennung auS, die als besonders originelles Zug« und Reklame- mittel wirken, von vornherein an das Land erinnerii sollte. Sie selbst hat das jetzt offen zugestanden und einem Ausfrager der »Berk. Morgenpost" folgendes gesagt:»Ich bin in Düsfeldorf geboren. Ich bin aber vorher noch nie in Berlin gewesen und auch noch nie hier aufgetreten. Nur im Rheinland bin ich an kleineren Plätzen gewesen, und das war mir bäuerliches Publikum. Am 23. Juli bin ich zum erstenmale in Wien vor großstädtisches Publikum getreten."—„Nun sagen Sie mal, Fräulein Huiidgeburth. wie steht tt denn nun eigentlich mit dem komischen Familiennamen?"—.Na ja, den habe ich mir zugelegt. Ob sich nun jemand Signorina Minelli oder Traudchen Hundgebürth nennt, das ist doch gleich. Im Artisten- stände hat doch zeder einen andren Namen. Der meinige war eben mal was Originelles."—.Stimmt denn die Angabe mit der„Kuh- magd"? Ich' will nicht so indiskret sein. Sie nach Ihrem früheren Beruf zu fragen." Frl. Traudchen sah mich fragend an..Kuh- magd? Ja, den Titel hat man mir hier in Berlin erst gegeben. Mein Impresario. Herr Schüller, der mich in diesem Jahre entdeckte, hatte mich als„die rheinische Dorf-Uvette" eingeführt, aber man hat eben hier eine Kuhmagd auS mir gemacht." Tie Große und ihre Angestellten. Ueber die Geheim- ko n trolle auf der Straßenbahn führen die Schaffner und Fahrer der„Großen Berliner" Beschwerde. Sie behaupten, daß junge Bureaubeamte, welchen der praktische Dienst völlig fremd ist, mit der geheimen Kontrolle bettaut werden, deren Anzeigen vielfach auf Mißverständniffen beruhen. Die zur Anzeige gwachten Fahrer und Schaffner haben den geheimen Controlcuren gegenüber einen um so schwereren Stand, als sie ihnen nicht persönlich gegenüber- treten können und andrerseits die Art der Kontrolle sie der Möglich- keit beraubt, sich rechtzeitig Zeugen zu sichern, deren Aussagen eventuell ihr Verhalten in dem betreffenden Falle in einem ganz andren Lichte erscheinen laffen würde. die Treppen des genannten Hauses emporstiegen, kam ihnen die Ber- dächtige mit einem Koffer in der Hand entgegen. Sie hatte grade den Auszug aus ihrem Logis bewerkstelligt und ivollte nun spurlos verschwinden. Auf der Revierpolizei wurde die Diebin als die 33 jährige Frau Baum rekognosciert. Sie steht im Verdacht, eine größere Anzahl derartiger Diebstähle an Kindern begangen zu haben, die in letzter Zeit im Westen der Stadt verübt worden sind. Einen tödlichen AuSgang hat für einen der Beteiligten ein Unfall genommen, über den wir kürzlich vom Dampfer„Heinrich" berichteten. Zwei Mann der Besatzung hatten auf der Fahrt von Werder nach Berlin ihre Kajüte mit einem Kochofen geheizt. Während der Nacht legte sich ein so schwerer Nebel auf das über das Verdeck hinausragende Rohr, daß der Rauch keinen Abzug mehr fand. Am nächsten Morgen wurden beide Männer durch Kohlen- dunst schwer vergiftet in der Kajüte bewußtlos aufgefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Hier starb der eine, der Bootsmann Ernst Hartmann, zu selben Zeit, wo der andre wieder entlaffen werden konnte. Der Tod deS Arbeiters Gabriel beschäftigt die Schäneberger Kriminalpolizei weiter, obwohl die Gcrichtsärzte. welche die Leiche öffneten, die Halsschnitte auf einen Sturz in Glasscherben zurück« führten. Die Kriminalpolizei rechnet nach wie vor damit, daß Gabriel auf dem Laubengelände ermordet worden sei, und hat auch bereits wieder Verhaftungen vorgenommen. Gegen den Schankwirt Jung und den Wächter Neitzel hatte sich der Verdacht der Mitwiffen- schaft schon früher so verdichtet, daß sie trotz deS Gutachtens der Aerzte wieder in Untersuchungshaft genommen wurden. Neitzel ver- langte mm. dem Uiitrrsrichnngsrichler vorgeführt zu werden, und machte Aussagen, die auch den Arbeiter Schölten und den Gärtner Nicolaus a»fs neue belasten, die ebenfalls wieder in Gewahrsam genommen sind. Zum Morde der Dachdeckerfrau Rühlkike, dessen der Bursche Jaenicke überführt ist, hat die Schäneberger Kriminalpolizei jetzt gegen Jaenicke» Freund Arthur Steinte so viel Material ge- sammelt, daß an seiner Mitlvisserschaft nicht mehr zu zweifeln ist. Steinke behauptete immer mit aller Bestimmtheit, daß er von dem Mordplan seines Freundes nichts gewußt habe. Das Geld, das ihm Jaenicke gegeben, habe er am Hafenplatz ins Waffer geworfen. Bei dieser Aussage blieb er in jedem Verhör. Nun hat er versucht, aus denr Untersuchungsgefängnis einen Kassiber hinauszubekoniinen. Dieser ist aufgegriffen worden, und auS ihm geht hervor, daß Steinte daß Geld nicht ins Waffer geworfen, sondern irgendwie versteckt hat. Zehntausend Mark von einem Htinde verzehrt! Bei der Reichsbauk in Berlin erschien dieser Tage ein Kaufmann aus Lands- bera a. W. mit zerfetzten Resten von 10 000 M. in Rerchsdauknoten, wofür er Ersatz wünschte. Dieser konnte ihm gewährt werden, weil die Nummern und sonstige Merkmale noch vorhanden waren. Sein kleiner Hund war versehentlich in den eisernen Geldschrank ein- gesperrt worden, der, weil der Geschäftsinhaber auf 8 Tage ver- reiste, während dieser Zeit nicht geöffnet wurde. Dann wurde der Hund tot im Schrank vorgefunden. Vor Hunger hatte er die Bank- noten aufgefressen. Wegen SittcnvergehenS ist der Beamte einer hiesigen großen Bühne sistiert worden. Der Mann ist Verwalter des UnterstützrmgS- fondS der Bühne und wird nun von der Witwe eines Künstlers be- zichtigt, daß er ihr Gewalt angethan habe, als sie die fällige Unter- stützung aus dem Bureau abholen wollte. Der Beamte, räumte vor dem Untersuchungsrichter ein. daß er mit der Frau Verkehr gesucht habe, doch behauptet er, daß ihm„nur geringer Widerstand" ent- gegengesetzt worden sei. Er wurde darauf wieder auf freien Fuß gesetzt, doch soll die Untersuchung ihren Fortgang nehmen. Wegen Sittlichkeitsverbrechens ist ein 48 Jahre alter Wäscher W., der früher Krankenpfleger war, von der Schöneberger Kriminalpolizei festgenommen worden. Er wird beschuldigt, sich an seiner eiguen 15 Jahre alten Tochter vergangen zu haben. parterre. " Eingegangene Druckschriften. Weiter behauptet jene Notiz, daß sich alle, die die Vorlage des| Sigung der Friedenauer Gemeindevertretung gefaßten Beschlusse Magistrats einer eingehenden, sorgfältigen Prüfung unterwarfen, von jest ab unterhalb der Erddecke gestattet. Begründet wurde klar darüber waren, daß sie un annehmbar sei, denn sie ent- dieser Beschluß damit, daß es sich nicht um einen Kirchhof im spreche weder den socialpolitischen und socialen Grundsägen, die in engeren Sinne, sondern um einen der politischen Gemeinde gehörigen Verloren gegangen find auf dem Wege von der Fruchtstr. 25 der Wohnungsfrage geltend sein müssen, noch berücksichtige sie Friedhof handelt, der als Begräbnisstätte für alle Einwohner ohne bis zum Küftrinerplay 29 Sammellisten zu den Stadtverordneten- Charlottenburger Verhältnisse. Es sei verfehlt, Wohnungen für unterschied des Glaubensbekenntnisses dient. Auch habe das Konsibis zum Küstrinerplaz 29 Sammelliſten zu den Stadtverordneten- Arbeiter unter Hilfe der Gemeinde zu bauen, die storium der Provinz Brandenburg in einem Sonderfall verfügt, daß Wahlen, und zwar die Nummern 682 bis 710. Dieselben waren in Gemeindefürsorge habe sich auf die Herstellung billiger Wohnungen es gegen eine Beiſegung von Afchenresten auf den den Kircheneine Nummer des Wahren Jacob" eingehüllt. Es wird gebeten, überhaupt zu erstreden. Der legte Sag ist richtig; aber gemeinden gehörigen Friedhöfen ohne tirchliche Feier nichts eindieselben abzuliefern bei Rob. Wengels, Frankfurterstr. 130, of die Magistratsvorlage erstreckte sich ja gar nicht auf den Bau von zuwenden habe, sofern durch die Aufstellung des Denkmals der Wohnungen für städtische Arbeiter, sondern sie wollte diesen nur den Charakter des Friedhofes gewahrt bleibt und die Aschenurne An der achten städtischen Fortbildungsschule, Putbuserstraße 23, können noch Schüier in den Kursus für Warenfunde aufgenommen werden. Borzug vor andren Arbeibern geben. Die Notiz soll den Anschein unsichtbar aufgestellt wird. In enger Beziehung zu demselben steht der Kursus für Korrespondenz, in erwecken, als ob die Magistratsvorlage Herrn Ströhler und seinen welchem die Schüler mit der Abfassung aller den Waren- und Geldverkehr Freunden nicht weit genug ging, in Wirklichkeit aber lehnten sie sie ab, Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, betreffenden Briefe vertraut gemacht werden. Meldungen nimmt der weil sie ihnen zu weit ging. Mit einem Male soll auch die Rektor Klebe, Putbuserstraße 23, Hof parterre lints, täglich von 12-1 und Vorlage von socialpolitisch falschen Grundsägen diftiert sein. Bevor Montag, abends 9 Uhr, in der Centrale, Dresdenerstr. 45: Vortrag über Physiologie( Lebensthätigkeit des menschlichen Körpers). Neue Teil7-9 entgegen. einflußreiche Mitglieder der Stadtverordneten- Versammlung die Be- nehmer können noch eintreten. Gäste willkommen. Unter den im Berliner Aquarium neu eingetroffenen Meerfischen lehrungen des Haus- und Grundbesitzer- Vereins entgegennahmen, ist jene hochinteressante Gruppe, deren Mitglieder nach der Bildung des las man's anders. Die Vorlage geht von denselben socialpolitischen Gehirns als die geistig am höchsten stehenden Fische zu bezeichnen find, am Grundsäßen aus, die die gemischte Deputation in fast einjähriger zahlreichsten vertreten, nämlich die die Gattungen der durch fast gänzlich Beratung aufgestellt hat. Als Mitglieder der Deputation haben die verknorpeltes Skelett, durch eine an der Unterseite der Schnauze liegende Angehörigen der freien Vereinigung die Grundsätze, die sie jetzo beVon der Kommunalen Praxis", Zeitschrift für Kommunalpolitit quere Mundöffnung und andre charakteristische Merkmale ausgezeichneten Haifische und Rochen umfassende Gruppe der Quermäuler. Während die fämpfen, nicht nur warm verteidigt, sondern sogar selbst mit auf- und Gemeindesocialismus( Dresden, Verlag Kaden u. Comp.), ist uns soeben die Nr. 18 des 1. Jahrganges zugegangen. Haifische durch den zur Familie der Kazenhaie zählenden Hundshai vertreten stellen helfen. Im übrigen ist es für die beiden Anhänger des biefer Nummer heben wir hervor: Bur Simultanschule in München. Aus dem Juhalt find, wurden von Rochen vier verschiedene, den Familien der echten, Bitter- Herrn Ströhler, die im Ausschuß für die Magistratsvorlage Die Haftpflicht der Lehrer. Sächsischer Kommunal- Freifinn. Kommunal und den Riesenrochen angehörende Species zugeführt; vier Stück sandte die gestimmt haben, nicht gerade schmeichelhaft, wenn ihnen programme( Ein Kommunalwahl- Programm für Westfalen). Kommunales Biologische Anstalt auf Helgoland, die andern wurden durch die Nege der indirekt der Vorwurf gemacht wird, daß sie die Vorlage nicht eingehend Wahlrecht( Armenunterstützung und Wahlrecht). Kommunalwahlen( Bu Station Rovigno im Adriatischen Meere erbeutet; unter ihnen befand sich geprüft hätten. den Stadtverordneten- Wahlen in Berlin. Gemeindewahlen in Hessen. eine durch ihre Flossenbildung und den eigentümlichen langen Schwanz von Arbeiterverhältnisse( Die Lage der den echten Kochen sich unterscheidende Art Adlerroche. Diese Fische sind auf Die ganze Preßnotiz bezweckt nichts andres, als für die freie Stadtverordneten- Wahl in Offenbach). Berliner städtischen Arbeiter. Gegen die, Arbeitslosigkeit. Lohn: und Vereinigung" Stimmung zu machen. Die Herren wollen es, getreu Arbeitsverhältnisse der im Gemeindedienst beschäftigten Arbeiter in Fürth. die größten im Aquarium vorhandenen Seewasserbassins verteilt. ihrer bisher betriebenen Schaufelbrettpolitit, mit niemand verderben, Arbeiterausschüsse in Leipzig). Wohnungswesen( Wohnungsfrage auf dem namentlich nicht jezt, wo die Wahlen vor der Thür stehen. Um sich socialdemokratischen Parteitag zu Lübeck. Zur Linderung der Wohnungsnot die Stimmen der Hausbesizer zu sichern, lehnen sie die Magistrats in Berlin. Ueber den Grundbesitzwechsel in Charlottenburg. Der Erhöhung der Wohnungsnot borlage ab, und um die Stimmen der Arbeiter und Klein- Hamburgische Senat gegen die Wohnungsnot. Gas, Wasser, Elektricität, Straßenbahnen( keine gewerbetreibenden buhlen sie, indem sie ihr boltsfeind durch die Schutzölle). Laternenanzünder mehr. liches Gebaren durch Lancierung wahrheitswidriger Preß-( Die Erreichung des Lehrziels in den Volksschulen. Straßenbahnen in Nürnberg). Bildungswesen Schulärzte in artikel als volksfreundlich zu schildern und sich als Lichtenberg). Gesundheitswesen( Hygieinische Auskunftsstelle in Berlin). die einzigen socialpolitisch richtig empfindenden Elemente Finanzwesen( Besteuerung nach dem Ertrags: oder dem Verkehrswerte? in der Stadtvertretung anzupreisen suchen. Bei den Arbeitern Beseitigung von Steuerprivilegien). Steuerwesen( Eine Biersteuer für werden sie mit dieser Wahlmache kein Glück haben, sie sind Leipzig). Versammlungen( Mieter- Verbandstag in Eisenach. Ver: Rundschau( Konflikte. Die über die Pläne der Bourgeoisie aufgeklärt worden und es wird sammlung des Rheinischen Städtebundes). den Mannen des Herrn Ströhler trotz heißen Bemühens nicht ge= Hausbesitzer. Die Städte und die Getreidezölle. Eine socialpolitische lingen, ihnen Sand in die Augen zu streuen. Kommission in Essen. Die größte preußische Landgemeinde). Die Kommunale Praxis" erscheint monatlich zweimal. Preis vierteljährlich 1 M.( eingetragen in der Postzeitungsliste für 1901 unter Nr. 4019 a, 4. Nachtrag). Im Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschul lehrern beginnt am Montag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, Herr Privatdocent Dr. Georg Huth seinen Vortragskursus über„ Buddhismus“ im Hörsaal des Museums für Völkerkunde, S.W., Königgrägerstr. 120. Er wird am ersten Abend über das Leben Buddhas nach der Legende sprechen. Die Eintrittskarten zu diesem Kursus sind bereits vergriffen. Arbeiter- Bildungsschule. Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Die einleitenden Vorträge der verschiedenen Kurse für das Wintersemester sind in vergangener Woche unter regem Zuspruch gehalten worden. Auch in dieser Woche finden noch Hörer Aufnahme. Sonntag, den 27. Oftober, im großen Saal des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15: Liliencron- und Falke Abend( näheres siehe Inserat), wozu unter den Künstlern nur erste Kräfte herangezogen sind. Frühzeitiges Entnehmen der Billets ist erwünscht. = M Witterungsübersicht vom 19. Ottober 1901, morgens 8 Uhr. Barometers stand mm richtung Wind Windstärke Wetter Temp. n. C. 5°.= 4º R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Nebel Temp. n. C. 228 5° 6.= 4° R. In Rigdorf ist gestern auf dem Bau Jonasstr. 3 ein schweres Freie Volksbühne. Die Generalversammlung findet in der Unglück passiert. Als am Nachmittag furz nach zivei Uhr die Arbeiter Berliner Ressource", Kommandantenstr. 57, am Donnerstag, das Fundament ausmauerten, stürzte die 1/2 Meter hohe Erdschicht Den 24. Oftober, abends 8 Uhr statt( Eintritt nur gegen Vor- zusammen und begrub die beiden Männer Wilhelm Brumm zeigung der Mitgliedstarte). Tagesordnung: Vortrag des Herrn und Emil Schollmeyer, die beide in Rigdorf wohnen, Dr. Martin gidel, Regiffeur am Residenz- Theater: Ueber unter sich. Brumm wurde völlig von den Erdmassen erdrückt Stationen Regiekunst. Geschäfts-, Kassen- und Revisionsbericht, Diskussion und Verschiedenes. Die dritte Serie der Vorstellungen beginnt und ist tot, der Körper war am Nachmittag noch nicht befreit, für die erste Abteilung am Sonntag, den 20. Oftober 1901, im Carl Schollmeyer konnte lebend herausgehoben werden und wurde im Weiß- Theater mit Gerhard Hauptmanns:„ Das Friedens fest", schwer verlegten Zustande in ein Krankenhaus gebracht. Beide Opfer Swinemde 7580 4 woltig 12 aparanda 767 Still in Scene gesetzt vom Oberregisseur Alfred Halm vom Berliner ihres Berufes sind verheiratet, um Brumm trauert eine Witwe mit Hamburg 756 OSO 1 Mebel 9 Petersburg 774SSO 2wolfen! 2 Berlin 758 SSO 1 heiter 12 Cort 7533 Theater. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. vier Kindern. Ueber die Ursachen des schweren Unglücks konnten 2 heiter Frankf./M. 758 SO 2 bedeckt 9 Aberdeen Theater und Vergnügungen. Im Central Theater ist wir gestern noch nichts Bestimmtes erfahren; wir werden wahrschein- München 759SO 1 Mebel 7 Baris 756 S gestern die bekannte Operette" Der Vogelhändler" in vorzüglicher lich am Dienstag genauere Mitteilungen bringen können. Der Bau Bien 760 SO 1 Regen 12 Besetzung mit gutem Erfolg wieder gegeben worden. Das Freie wird von der Firma Schilling( Bauherr Benecke) aufgerichtet. Wetter Prognose für Sonntag, den 20. Oktober 1901. Theater in Friedenau wird Dienstag, den 22. d. Mts., mit Brautschau", Komödie in drei Aufzügen von Gogol, deutsch von Auf dem Gemeinde- Kirchhof von Friedenau ist die BeiEtwas fühler, nachts nebelig, am Tage vielfach heiter, bei schwachen Luise Flachs- Fotschaneanu eröffnet. Thomas, Josephi und Bender fegung von Aschenresten solcher Personen, deren Leichen auf südöstlichen Winden; keine wesentlichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. haben sich auf weitere Jahre dem Metropol- Theater ver- ihre Anordnung verbrannt worden sind, nach einem in der letzten pflichtet. Aus den Nachbarorten. der Dienstag 22. Wochen: Spielplan. Sonntag 20. Montag 21. Samson und Dalila Tannhäuser Der Freischütz Florio und Flavio Don Carlos Minna von Barnhelm Schauspielh. Schiller: Theater In Bezug auf das Charlottenburger Wohnungsprojekt geht durch die bürgerliche Presse eine anscheinend von Mitgliedern Opernhaus der Freien Vereinigung", der ausschlaggebenden Fraktion im Stadtparlament, inspirierte Nachricht, die sich als ein plumpes Wahlmanöver darstellt. Zunächst wird es als einen großen und bedeutenden" Schritt gepriesen, daß der zur Vorberatung der Magistratsvorlage eingesetzte Ausschuß beschlossen habe, der Stadtverwaltung 3 Millionen zur Erwerbung von Grundstücken zur Verfügung zu stellen. In Wirklichkeit hat der Ausschuß einen solchen Beschluß gar nicht gefaßt; vielmehr hat Herr Ströhler, Führer im Kampfe gegen Maßnahmen zur Beseitigung der Wohnungsnot, neben andern Anträgen auch den auf Einbringung einer Vorlage gestellt, nach welcher zur Sicherung von Baustellen für kleinere Wohnungen vorläufig ein Betrag bis zu drei Millionen aus Anleihemitteln ausgesetzt wird. Einen Beschluß über diesen Antrag kann der Ausschuß frühestens in seiner nächsten Sigung faffen. Seine Annahme erscheint auch uns gesichert, aber man darf nicht vergessen, daß dieser an sich durchaus zu billigende Antrag gestellt ist in Verbindung mit einer Reihe andrer Anträge, Theater des die darauf hinauslaufen, den Hausagrariern Sonder= vorteile auf Kosten der Gesamtheit zuzuwenden. noch nicht allzulanger Zeit der Magistrat, Absicht, den Grundbesitz der Stadt зи vermehren, der Stadtverordneten- Versammlung eine Vorlage unterbreitete, Als der bor Berliner Theater. Figaros Hochzeit Hans Hudebein Hans Hudebein Mittwoch 23. Lorking- Cykl. Die beiden Schützen Florio und Flavio Donnerstag 24. Lohengrin Der kommende Mann Freitag 25. Sonnabend 26. Lorking- Cykl. Bar und Zimmermann Florio und Flavio Die Afrikanerin Die Welt, in der man sich langweilt Hans Huckebein Figaros Hochzeit Hans Huckebein 1beiter 9 Sonntag 27. Fra Diavolo Die Puppenfee Florio und Flavio Jugend Nachm.: Heimat Fauft Die Wildente Nachm.: Die Nacht und Morgen Jugend Deutsches Theater Die Wildente Nora Nacht und Morgen Ueber unfre Kraft II LessingTheater Die Fee Caprice Einsame Menschen Der Bann Es tagt Die Fee Caprice Die Hoffnung Nacht und Morgen Die Wildente Rosenmontag Westens Der Zigeuner baron Undine in Luisen Theater Bei fleinen Beuten Der Goldbauer Bar und Zimmermann Bei kleinen Leuten Der Wildschütz Don Carlos Der Bann Es tagt Die Fee Caprice Bar und Zimmermann Der Manu im Monde Ueber unfre Kraft I Die Fee Caprice Der Wildschütz Die Fee Caprice Der Waffenschmied Bei fleinen Leuten Flachsmann als Erzieher Die Zwillings schwester versunt. Gloce Nacht und Morgen Die Fee Caprice Carmen Nm.: Die lust. Weiber von Windsor Bet fleinen Leuten Don Carlos Nm.: Don Carlos Ständiges Repertoire: Nenes Königl. Opern Theater( Kroll). Diesen Sonntag: Der kommende Mann. Nächsten Sonntag: Residenz- Theater. Alle Abende: Sein Doppelgänger. Vorher: Im Coupé. Nächsten Sonnabend, den 26., 12 Uhr mittags: wonach die Erträge der erhöhten Umsatzsteuer dem Grundbesitz- Fauft. Anfang 7 Uhr. Neues Theater. Alle Abende: Das ewig Weibliche. Friedrich Wilhelmstädtisches Erwerbsfonds zugeführt werden sollten, da lehnte die Versammlung Betti Hennings dänisches Ensemble- Gastspiel: Nora. Theater. Alle Abende: Die Landstreicher. Thalia Theater. Alle Abende: Ein tolles Geschäft. Central Theater. Montag, Dienstag, diese socialpolitisch vernünftige Vorlage gegen die Stimmen Donnerstag: Die Geisha. Mittwoch: Der Vogelhändler. Freitag: Die Puppe. Schall und Nauch. Alle Abende: Künstlervorträge und Aufder beiden socialdemokratischen Mitglieder ab. führungen. Secessions- Theater. Alle Abende: Detlev v. Liliencrons Buntes Brettl. Metropol Theater. Alle Abende: Schön war's doch. Aus dieser Thatsache läßt sich entnehmen, was man in Wahrheit Belle- Alliance Theater. Alle Abende: Talolo. Carl Weiß Theater. Alle Abende: Berliner Rangen. von dem Antrag Ströhler und Genossen zu halten hat. Abende: Ueber den Wolken. Apollo Theater. Frau Luna. Cafino Theater. Specialitäten. Central- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied 1236b Leopold Wierzbicki am 17. b. m. verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 20. d. M.. nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle d. Neuen Jakobi- Kirchhofs, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung Berlin IV. gebrauchte u. neue, für jedes Geschäft passend, billigst, ev. Teil: zahlung. Gebrauchte Einrichtung. nehme in Zahlung. R. Obst, Tischler= meister, Reinickendorferstr. 68.* 1 Ladeneinrichtungen, Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker ( Berlin). Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsren Mitgliedern von dem am 18. d. M. erfolgten Tod des langjährigen und treuen Mitgliedes Gustav Charles Kenntnis zu geben. Die Beerdigung findet statt am Montagnachmittag 3/2 Uhr von der Halle des Zions- Kirchhofs in NiederSchönhausen( Nordend). Um das legte Geleit bittet Der Vorstand. 50/19 Berliner Männer- Quartett Harmonie. ( Doppel- Quartett.) Sonnabend, den 26. Oktober cr.: www Konzert WWW im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee 11-18. Billets zu haben bei J. Ranch, SO, Brizerstr. 23; H. Osterland, C., An der Stralauer Brücke 3. 12196 Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 27. Oktober 1901, im grossen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Liliencron- und Falke- Abend. Recitationen. Waldemar Meier- Quartett unter| Frau Moest- Schoch Leitung des Kapellmeist. Kammermusik. Festrede. Gesang. MITWIRKENDE: Friedrich Moest Dr. Rudolf Steiner ( Gesang). ( Recitationen). ( Festrede). Erben.( Am Flügel.) Max Heinicken( Violine). F. Rückwardt( Viola). A. Löffler( Violon- Cello). Eröffnung 6 Uhr. Beginn 7 Uhr. Billet 50 Pf. inkl. Garderobe und Liedertext. Später: BALL. WW 5/5 Billets sind an der Kasse und an folgenden Stellen zu haben: Gottfr. Schulz, Kottbuser Platz; Horsch, EngelUfer 15, Reul, Barnimstr. 42, an den Unterrichtsabenden in der Schule, sowie bei den Vorstandsmitgliedern.. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Gentral- Verband d. Fleischer u. Berufsgen. Deutschlands. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Wochentags 7 Uhr. Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. [ 289/19 ( Verwaltungsstelle Berlin u. Ilingegend.) Sonntag, den 20. Oktober d. J., von abends 6 Uhr ab: Herbst- Vergnügen Urania, Taubenstraße 48/49. Alle Deutsch. Metallarbeiter- Verband Sonnabend, den 26. Oktober cr., im ,, Konzerthaus Sanssouci", Kottbuserstrasse 4a: Herbst- Vergnügen arrangiert von den Gold- und Silberarbeitern. Groke humoristische Soiree der beliebten Hoffmannschen Sänger in ihren Glanz- Nummern. Zum Schluß: Guten Morgen Herr Fischer! Nach der Soiree: Grosser Ball. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Kaffeepause 1 Uhr. Anfang präcise 8 Uhr. Programm- Billets a 30 Bf. find bei Brückner, Naunynstraße 66; Firnkranz, Markusstraße 51; Soltkamp, Fürstenstr. 20: Beder, Dresdenerstr. 18; Lohse, Stalizerstr. 10; et stel, Waldemarstraße 17 fowie im Bureau, Engel- Ufer 15, zu haben. 121/1 Hierzu ladet freundlichst ein Das Komitee. Adtung! Charlottenburg. Achtung! Windscheidstrasse 29, Ecke Stuttgarter Platz ( am Stadtbahnhof Charlottenburg). neu eröffnet! Ernes Abstinentenheim. Ausschank von nur alkoholfreien Getränken. Kein Trinkzwang! Vereinszimmer. Um geneigten Zuspruch bittet Adolf Gillmeister. in den Armin- Hallen, Kommandanten- Str. 20. Billets( Herren 50 Pf., Damen 30 Pf.) sind in den Zahlstellen zu haben. 25152* Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 20. Ottober. Freie Volksbühne. Leffing. Theater. 8. Abteilung( braungelbe Karten) und 9. Abteilung ( gelbe Karten): Gespenster. Anfang 2 Uhr. Carl Weiß Theater. 1. Ab: teilung( rote Karten): Das Friedensfest. Anfang 23% Uhr. Opernhaus. Samson und Dalila. Anfang 72 Uhr. Montag: Tannhäuser und der Sängerfrieg auf Wartburg. Schauspielhaus. Florio und Flavia. Anfang 72 Uhr. Montag: Don Carlos, Infant von Spanien. Nenes Opern Theater( Kroll). Der kommende Mann. 712 Uhr. Anfang Schiller. Figaros Hochzeit oder: Ein toller Tag. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Hans Huckebein. Deutsches. Die Wildente. Anfang 712 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die versunkene Glocke. Montag: Nora. Berliner. Nacht und Morgen. AnNo fang 72 Urania. Carl Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Ueber den Wolken Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Anf. 7 Uhr! Anf. 7 Uhr! Noch kurze Zeit: Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Berliner Rangen! anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagfäulen. 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Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin Nr. 246. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 20. Oktober 1901. Hallen. Aus der Frauenbewegung. Genossinnen! V die VorSociales. Arbeiterschutz und Justiz in Holland. " Wie ,, Freifinnige" öffentliche Misstände beseitigen. Auch in Breslau mehren sich die Bauunfälle sehr. Vor kurzem stürzte eine vier Meter tiefe, ohne jede Absteifung hergerichtete Baugrube zusammen und begrub drei Arbeiter, von welchen zwei nur als Leichen wieder ausgegraben werden konnten. Die Sache war auch Wieder einmal stehen Gemeinderatswahlen vor der Thür. Wieder In Holland besteht auch ein ziemlich mäßiger Schutz für die bei andren Baugruben in ganz gleicher Weise gemacht worden, ohne einmal gilt es, Bertreter zu wählen, welche in vielen wichtigen Beschäftigung von Kindern und Frauen in Fabriken und Handwerks- daß die städtische Baupolizei Einspruch erhoben hatte. Die Breslauer Lebensfragen, die Eurer Kinder Wohl und Wehe betreffen, zu be- betrieben. Das Gesetz ist aber natürlich von einem Unternehmer: socialdemokratischen Stadtverordneten Bruhns und Schütz interschließen haben. Und wieder, wie immer, könnt Ihr nicht mitthun; und Kapitalistenparlament gemacht und thut seinen Verächtern nicht pellierten nun mit Unterstützung bürgerlicher Stadtväter es wird über Euch verfügt ohne daß Ihr gefragt werdet. Bisher allzu weh. Die höchsten Strafen find 75 Gulden oder 14 Tage den Magistrat, in wvie weit der Unfall auf mangelnde habt Ihr Euch das ruhig und leider recht gleichgültig ge- Haftstrafe, die bei Rückfällen verdoppelt werden kann. Bau- Aufsicht zurückzuführen sei. In der legten Stadt fallen lassen. Aber allmählich habt Ihr begriffen, daß mündige Die Aufsicht ist ebenso wie bei uns, außerordentlich mangelhaft. verordneten- Sigung gab der Oberbürgermeister Dr. Bender Menschen, die selbständig arbeiten und für sich einstehen müssen, das Ganze 9 Inspektoren sind angestellt, die die Aufsicht führen und als Chef der Baupolizei zu, daß seitens der Unternehmer sträflich Recht und die Pflicht haben, sich um das zu kümmern, was in darin von der Ortspolizei unterstützt werden. Wie sehr es die leichtsinnig gehandelt wurde, die Schuld der Baupolizei bestritt er Stadt und Land vorgeht, wenn sie auch dem weiblichen Geschlecht Polizei daran fehlen läßt, erfieht man aus den letzten Berichten der aber, da die Grube ohne Vorwissen der Beamten ausgeschachtet angehören. Die Frau hat an den städtischen Einrichtungen dasselbe Inspektoren. Da schreibt z. B. der Juspektor für den 8. Bezirk: wurde. Eines weiteren Eingehens auf die Sache wolle er sich bis Interesse als der Mann. " Zur Wahrung der richtigen Ausführung des Arbeitsgefeßes ist zur Fällung des gerichtlichen Urteils enthalten. Der socialdentoeine" immer thätige, eifrige Aufsicht der Ortspolizei abfolut not fratischen Volkswacht" drohte der freisinnige" Oberbürgermeister aber Euer Rufwendig. Ich bin der Meinung, daß diese Aufsicht, abgesehen von aber dann mit einer Beleidigungsklage wegen der in diesem Blatte einzelnen Gemeinden, welche in dieser Hinsicht eine rühmliche Aus- enthaltenen Kritik der Bauverwaltung. Es ist nicht daran zu zweifeln, ahme bilden, noch vieles zu wünschen läßt. Der Wert der Sache daß der Herr Oberbürgermeister damit das beste Mittel entdeckt hat, wird meines Erachtens noch nicht genügend gewürdigt und die öffentliche Mißstände gründlich abzustellen. Richtung, worin die örtliche Aufsicht sich entwickelt hat, ist meistens die der ausschließlichen Kontrolle der Arbeitskarten und Listen. Es St. Gallischer Grütli- und Arbeitervereine hat an die Regierung Einigungsämter in der Schweiz. Der Kantonalvorstand ist meines Erachtens nicht gewagt, zu behaupten, daß die Mühe, eine Eingabe gerichtet, betreffend den Erlaß eines Gefeßes zivecs welche angewendet wird, um übermäßiger Arbeit entgegenzuwirken, staatlicher Intervention bei Streifs. Nach den in der Eingabe gefast nicht in Betracht kommt im Vergleich mit der Mühe, welche machten Vorschlägen sollte jeweilen bei Differenzen zwischen Ar3. B. aufgewendet wird, um die Schuldigen an kleinen Ver- beitern und Unternehmern die Kantonsregierung auf Verlangen fehlungen gegen das Eigentum zu entdecken." der einen Partei eine gemeinsame Konferenz volt Ber= Werden aber durch diese unzulängliche Kontrolle dann einige tretern beider Parteien einberufen und eine friedliche ErBerfehlungen aufgedeckt, dann erleben wir auch hier dasselbe Schau- ledigung des Streitfalles versuchen. Falls dieselbe aber nicht ſpiel wie bei uns: Das ohnehin milde Gesetz wird durch die An erreicht wird, so soll die Regierung den Parteien die Unterbreitung wendung, die es findet, vollends aller Wirkung beraubt. So wird von mehreren der Juspektoren lebhaft darüber geklagt, daß die ver- Teilen aus Arbeiter- und Unternehmer- Vertretern und einem Undes Streitfalles vor ein Schiedsgericht beantragen, das zu gleichen feien, die Unternehmer von Gesegesverletzungen abzuhalten. Es dem Schiedsspruche zu unterwerfen, mußte beiderseitig eine durchaus wird ausgesprochen, daß die moralische Einwirkung einer Strafe bei freiwillige sein. Eine Beseitigung der socialen und wirtschaftlichen diesen Unternehmern nichts fruchtet, lediglich finanzielle Erwägungen Stämpfe unsrer Tage erwarten die Initianten, wie sie ausdrücklich seien für sie maßgebend. betonen, von ihrem Vorschlage nicht, aber doch eine Milderung und schnellere Erledigung derselben. Veranlaßt ist das Vorgehen durch den Ulzwvyler Metallarbeiterstreit, der ein halbes Jahr währte und für die Arbeiter sehr ungünstig verlief. Deshalb, Ihr Frauen, erhebet Eure Stimme! Eine Wahl stimme habt Ihr freilich nicht; wenn energisch und klar ertönt, dann wird er nicht ungehört vergänge im öffentlichen Leben betrachten, ihre Eingriffe in das eigne Heim erlebt haben, müssen ja die Gelegenheit herbeiwünschen, über manche Vorkommnisse Aufklärung zu fordern. Die Schule bedarf ins besondere gründlicher Reformen; wie könnte es sonst geschehen, daß nur etwa die Hälfte der Schulkinder das volle Ziel der Volksschule erreicht? Wie sehr wächst die Sorge der Mutter um das Kind, welches so muz! Verlangt, daß Euren Kindern nicht der mäßige Anteil an Bildung und Wissen verkümmert werde, welchen ihnen die Schuljahre geben sollen. Und wenn Eure Kinder erkranken- dann denkt Ihr mit Schrecken an die überaus traurigen Vorkommnisse im Elisabeth- Krankenhause. Ihr fordert Sicherheit, daß nicht Euer Liebling, während seine Krankheit gehoben wird, einer noch schlimmeren anheimfällt. Man lese folgende Statistik: Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Mülheim. Soviel wir davon wissen: Nein! Nietschen. Wenden Sie sich an die„ Görlizer Volkszeitung", TeichIn einer öffentlichen Versammlung wird Dr. Freudenberg, der hängten Strafen völlig ungenügend und durchaus nicht geeignet parteiischen als Vorsitzenden zu bestellen wäre. Die Erklärung, fich bewährte Vorfämpfer für die Forderungen des arbeitenden Volkes an die städtischen Behörden, über die Gemeindewahlen sprechen mit besonderem Hinblick auf das Juteresse der Frau an den städtischen Fragen. Was darüber in der Zeitung gelegentlich gelesen, was einmal zufällig im Gespräch gehört wurde, halb verstanden Wegen Beschäftigung von Kindern, welche noch nicht 12 Jahre und bald vergessen, das wird hier den Hörerinnen klar alt waren, wurden 1899 und 1900 im ganzen 121 Verurteilungen und deutlich dargestellt. Sie erfahren, von welch' hoher ausgesprochen; die schwerste Strafe war 30 fl. Buße( 30 fl. gleich Wichtigkeit diese Angelegenheiten für sie selbst und die Ihrigen 50 m.). Sie wurde einmal auferlegt. Einmal war die Strafe find; wie notwendig daher die Wahl geeigneter Kämpfer für die 25 fl., 3 weimal 20 fl., einmal 15 fl., fünfmal 10 fl., einmal 7 fl. Wolfsrechte, für die Wohlfahrt der Arbeiter erscheint. dreimal 6 fl. 16mal 5 fl., fünfmal 4 fl., 33mal 3 fl, einmal 2,50 fl., Versäumt es nicht, Genossinnen, die Versammlung zu besuchen, 21mal 2 fl., 23mal 1 fl., und 8mal 0,50. die am 23. Oktober im Gewerkschaftshause stattfindet. Es handelt Wegen Beschäftigung von Frauen und jugendlichen Personen in sich nicht nur um den schon an sich so wichtigen und für verbotener Zeit wurden 1899 und 1900 im ganzen Lande 1595 VerEuch so interessanten Vortrag; es handelt sich auch darum, zu zeigen, urteilungen ausgesprochen. 289 lauteten auf eine Geldstrafe von welches Verständnis Ihr den Wahlen entgegenbringt, welches Ber- 0,50 fl., 301 auf 1, fl., 37 auf 1,50 fl., 168 auf 2,- fl., 19 auf langen Ihr habt, Guer Urteil abzugeben, Euren Einfluß aufzubieten, 2,50 fl., 283 auf 3,- fl., 44 auf 4,- fl., 216 auf 5, fl., 23 auf so weit er reicht. Es ist Pflicht, sein Recht zu hüten, es voll aus- 6,- fl., 8 auf 7,50 fl., 6 auf 8.fl., 160 auf 10,- fl., 9 auf zunuzen, mag es auch noch so unbedeutend scheinen. Nur in solcher 15,- fl., 10 auf 20,- fl., 10 auf 25,- fl., 3 auf 30,- fl., 6 auf Weise werden Erfolge errungen, auf die man mit frohem Stolz hin- 40,- fl., 2 auf 50,- fl. Das sind zusammen 1594 Geldstrafen, die Die Vertrauensperson. 1595. war eine Haftstrafe; also eine einzige Haftstrafe wurde wegen Uebertretung des Arbeitsgesetzes in den zwei Jahren ausgesprochen. Die Unternehmer sind überall gleich und die Unternehmerjustig ist auch überall dieselbe. So gut wie ernsthafte Arbeiterschutz- Geseze nur dann zu erreichen sind, wenn die Arbeiter einen maßgebenden Einfluß auf die Gesetzgebung erlangen, so ist auch für eine wirkliche Ausführung derselben nur etwas zu verwarten, wo die Arbeiter selbst an der Kontrolle beteiligt sind, und mit der Bestrafung von Verlegungen dieser Geseze ist es nicht anders. Auch auf die Rechtsprechung müssen die Arbeiter Einfluß erlangen. blicken kann. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein Rigdorf. Donners tag, den 24. Oktober, abends 81/2 Uhr, bei Mercier, Steinmetstr. 13: Außerordentliche Mitgliederversammlung. Tages ordnung: Bericht über den Termin am 9. d. M. Innere Vereinsangelegenheiten. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, pünktlich zu erscheinen. Nur Mitglieder haben Zutritt. -straße 2 zu Görlig. Die dortigen Organisationen werden Ihrem berechtigten Wunsche entsprechen können. g. Der Zutritt in die Wartesäle auf dem Bahnhof in Frankfurt a D. ist nur mit Billet möglich. 3. S. 690. Durch Annahme unentgeltlicher Schulbücher geht in Berlin das Wahlrecht nicht verloren. 1000. 1. Ja. 2. Wenn der Beflagte nicht erscheint, so wird er auf Antrag durch Versäummisurteil der Klage entsprechend verurteilt. 3. Ja. 23. 200. Nach Ihrer Darlegung ist der Hund Ihr Eigentum geworden. Sie haben für denselben nichts zu zahlen. Aber auch die angeblich frühere Eigentümerin macht sich 23. M. 000. Nein. nur eines Irrtums, teiner Erpressung schuldig. müßten mehr als 8 Starten voll geklebt sein. Das muß auch in dem Be 2. W. 122. Es fehlt die ausreichende Zahl Marken. Mindestens scheid der Anstalt zum Ausdruck gelangt sein. Lind. Der Schwieger: vater ist zur Unterstützung seiner Schwiegertochter nicht verpflichtet. K. St., Nixdorf. Nur die Geburtsurkunde. R. K. 9. Läßt sich eine junge Ehefrau die Hälfte der für sie geklebten Marten zurückzahlen, so erlischt ihr Anrecht auf Invalidenrente oder Altersrente. Ste fann von neuem ein Arbeitsverhältnis eingehen und auf einer neuen Quittungsfarte fleben lassen. Es rechnen später nur die bis zur Heirat geklebten Marken nicht mit. Warenhaus A.Wertheim 2017 Rosenthalerstr. 27-29 u. 54. Leipzigerstr. 132-135( Versand- Abteilung). Oranienstr. 52-55. Montag, Dienstag, Mittwoch soweit der Vorrat reicht: Velvet Säumchen und 3.65 ca. 135 cm Reinwoll. Damentuche ca. 135 cm breit Mtr. 1.55| Damen- Blusen Strei, farb. u. Schwarz Reinwoll. Cheviots gestreift u kariert Blusenhemden gestreift Sammet 6.75 MK Mk. Reinwoll. Blusenflanelle gestreift Mtr. 1.85 Blusen hemden gestreift 2.75 Mk. Mtr.75 Pl Pf. Reinwoll. Lawntennis- Stoffe Mtr. 1.15 Kinder- Kleider Golf- Capes extra lang 10.25 u. 13.75 Mk. Paletots Homespun, 11.75, gefüttert Eskimo, 15.50 gefüttert Jacketts Eskimo mit gestreiftem Atlasfutter und Tresse, garniert 12.50| Krawattenbänder Jupon Lasting mit Streifen, gefüttert 2.55 Mk. Länge ca. 50 56 62 68 cm Einfarbig Velvet, gefüttert 5- 5.50 6. 6.50 Mk. mit Soutache garniert Wollstoff mit Soutache garniert Cheviot mit garniertem Kragen moderne Muster, ca. 10-14 cm breit Ungarnierte Damenhüte Mtr. 5.50 6. 6.50 7. Mk. 2.75 3 3.25 Mk. 3.4.75 5.25 Mk. 28, 35, 60. 85 Pf. moderne Formen 1 M Mk, u. 1.25 und Farben Achtung! 4. Wahlkreis. Atung! Am Montag, den 21. Oktober, abends 8½ Uhr, in Louis Kellers Fettfälen, Koppenstraße 29: Centralverband der Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen Dienstag, 22. Oktober, abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Deutschlands.( Bezirk Berlin.) Kommandantenstr. 20: Volks Versammlung Baukbeamten und die grifio. Vortrag des Schriftstellers Georg Bernhard: Die Krisis. Tages Ordnung: Vortrag des Genoffen Robert Seidel( 3ürich) über: ,, Die Socialdemokratie in der Republik". 214/ 19* Der Vertrauensmann. Achtung, 6. Wahlkreis. Kommunalwähler- Versammlungen: 1. Versammlung Montag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, bei Herrn Kranz, Badstr. 12. 0 Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Kommunalwahl im 36. Bezirk. Referent Dr. Hermann Weyl. 2. Diskussion. 2. Dersammlung Nach dem Vortrag freie Aussprache. Um zahlreichen Besuch bittet Achtung! Gäste find willkommen. Der Bevollmächtigte für Berlin: W. Friedländer, Elsasserstr. 25. Achtung! 11876 Achtung! Mitglieder der Orts- Krankenkasse der Tischler und Pianoforte- Arbeiter. KFK Versammlung für beide Kassierer- Bezirke. I. Die Versammlung für den Kassierer Bezirk C. Post, umfassend die Stadtteile Südost, Süd, Südwest und Westen, findet am Montag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, im„ Gewerkschaftshause"( Saal I), Engel- Ufer 15, statt und sind 76 Kandidaten aufzustellen. II. Die Versammlung für den Kaffierer: Bezirk A. Schulz, umfassend bie Stadtteile Often, Nordosten. Norden und Nordwest, findet am Montag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, im Lofal des Herrn Brochnow, Weberstr. 17, statt und find 50 Kandidaten aufzustellen. Tages Ordnung in beiden Versammlungen: 0 1. Die bevorstehenden Delegiertenwahlen zur Orts Krankenkasse. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der erforderlichen Kandidaten. NB. Diejenigen Mitglieder, welche der Kasse als Selbstzahler angehören, üben ihr Wahlrecht in dem Bezirk aus, in denen die Beiträge gezahlt werden. Diejenigen Mitglieder, welche die Beiträge auf der Kaffe bezahlen, wählen im Bezirt, in dem sie wohnen. 274/12 Um genügende Kontrolle zu üben, ist als Legitimation das Mitgliedsbuch der Kaffe und der Ausweis über die Zugehörigkeit zur gewerkschaftlichen und politischen Organisation erforderlich. Die Wahlversammlungen finden am Sonntag, den 27. Oktober, vormittags 10 Uhr, statt. Die Einberufer: für Südost: Rob. Ahrens; für Often: Carl Arndt. Dienstag, 22. Oktober, abends 8 Uhr, bei Herrn Rabe, Kolbergerstr. 23. Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Allgem. Orto- Krankenkaffe Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Kommunalwahl im 48. Bezirk. Referent Reichstags- Abgeord: Montag, den 21. Oktober, abends 8%, Uhr, in den ,, Arminneter Wilh. Pfannkuch. 2. Diskussion. hallen", Rommandantenstr. 20: 220/ 2* Achtung! Schönhauser Vorstadt. 55/18 Die Wahlkomitees. Achtung! Vortag von Frau Wally Zepler über: Die Bestrebungen der bürgerlichen Frauenbewegung". Gäste sehr willkommen. Der Vorstand. Am Dienstag, den 22. Oktober cr., abends 8½ Uhr, im„ Berliner Prater" Kastanien- Allee 7-9: Schöneberg. für Rixdorf. Sonntag, den 27. Oftober cr., vormittags von 10 bis 12 Uhr, findet im Apollo Theater, hier, Hermannstr. 49/51, eine Delegierten Ersatzwahl statt. 4 Es sind 12 Delegierte der Arbeit: geber und 35 Delegierte der Arbeitnehmer zu wählen. Montag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, bei Obst, Meiningerstraße 8: Mitteln Beiträge zur Kasse leisten, Volks Versammlung Bolls- Verſammlung Wahlberechtigt und wählbar sind alle Arbeitgeber, welche aus eignen und alle großjährigen Kaffenmitglieder. Als Legitimation ist von den Arbeitgebern die letzte bezahlte Rechnung, von den Kassenmitgliedern das Tagesordnung: 1. Was fordern wir von unsern Stadtverordneten?" abgestempelte Mitgliedsbuch Dor: Referent: Waldeck Manasse. 2. Distussion. 3. Verschiedenes. zulegen. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein Tages Ordnung: 203/14 Das Wahlkomitee. 1. Die bevorstehende Kommunalwahl im 34. und 35. Bezirk und Verein der Wäsche- u. Krawattenbranche welches Interesse hat die Arbeiterschaft an derselben? Referent Stadtv. H. Borgmann. 2. Disfussion. 220/13 Moabit. Das Wahlkomitee. Berlins und Umgegend. Dienstag, den 22. Oktober cr., abends 8 1hr, in Schulz' Festsälen, Grenadierftr. 33, Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag der Frau Emma Ihrer über: Wesen und Schäden der Haus: industrie 2. Diskussion. 3. Sassenbericht. 4. Die Lohndifferenzen der Montag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, in ,, Ahrens Brauerei", Turmstraße 25-26: Blätterinnen bet Sohn u. Ellenburg. 5. Berſchiedenes. Kommunalwähler Versammlung für den 44. und 45. Bezirk. Tages Ordnung. 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Kommunalwahlen und unsre Aufgaben im Roten Hause. Referent Genoffe Dr. C. Freudenberg. 2. Diskussion. Parteigenoffen, agitiert für den Besuch diefer Versammlung. 209/ 8* III. Wahlkreis. Dienstag, den 22. d. M., abends 8 1hr, in Voigts Restaurant, Ritterstr. 75: Generalversammlung des Wahlvereins. Tages Ordnung: 1. Bericht und Abrechnung vom letzten Quartal. 2. Vortrag des Schriftstellers May Schütte: Die Urgeschichte der Erde". 3. Diskussion. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 241/ 1* Die Wahlkomitees. Ausgabe der Billets zum Stiftungsfest. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein 251/8 Der Vorstand. Achtung! Tapezierer Atung! Charlottenburgs und Umgegend. Montag, den 21. d. M., abends 8½ 1hr, bei Wernicke, Bismarckstr. 34: 12486 Rigdorf, ben 18. Oftober 1901. Der Vorstand. 0. Koch, Vorsitzender. Gugt. Garten. Engl. Alexanderstraße 27 c. Sonnabend, den 16. November, Totensonntag, Sonnabend, den 30. November, Saal frei unter ganz coulanten Bedingungen. Buss' Salon, Gr.FrankfurterStrasse 85. Empfehle meinen Saal mit schönen Nebenräumen noch einige Sonnabende, Bustag zu Festlichkeiten, einige Wochentage zu Versammlungen. Otto Theel. 24362* Kösliner Hof, Kösliner- Strasse No. 8. Erster n. zweiter Weihnachtstag zur Matinee frei. (* Oeffentliche Versammlung. Berliner Stralsunderstr. 1. 178/19 Tages Ordnung: Vortrag des Kollegen Leo Schmidt. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. Felix Scheuer U Ik- Trio. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Lichtenberg. Zahlstelle Berlin. Achtung! Drechsler! Achtung! Am Dienstag, den 22. Okt., abends 81/2 Uhr, im großen Saal des Herrn Höflich, Frankfurter Chauffee 120, Montag, den 21. Oftober 1901, abends 81/2 Uhr, bei Neumann, Brunnenstr. 150: Der Vorstand. Bezirks- Branchen- Dersammlung. Socialdemokratischer Wahlverein Tages Ordnung: 1. Vortrag: Die Gewerkschaftsorganisation in der gegenwärtigen Krise". 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Delegiertenwahl der Innungsfür den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Strantenkaffe. 4. Berbands, Branchen und Werkſtattangelegenheiten. Der reichhaltigen und interessanten Tages- Ordnung wegen erwartet, Dienstag, den 22. Oktober, abends 8 Uhr, in ,, Sandsonci", daß auch nicht ein Stollege in dieser Versammlung fehlt Kottbuserstraße 4a, Die Kommission. 109/19 General- Versammlung. bm Friedrichsberg. Tages Ordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Bericht des Staffierers. 3. Wahl des gesamten Vorstandes und der Revisoren. 4. Vortrag des Reichstags: Montag, den 21. Oftober 1901, abends 84 Uhr, de bei 2. Pauten, Frankfurter Allee 174: Abgeordneten Franz Tutzauer über:" Das neue Gewerbegerichts- Gefeß" Bezirks- Versammlung. 5. Diskussion. 6. Vereinsangelegenheiten. wartet 266/10 Mitgliedsbuch legitimiert. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen er Der Vorstand, NB. Mitglieder, die inklusive Oftober ihre Beiträge entrichtet haben, erhalten das Parteitags- Protokoll gratis; außerdem gelangt die Broschüre zur Aufklärung über die Landtagswahl unentgeltlich zur Ausgabe. D. 0. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Rosenow über: Aus der Entwickelungsgeschichte des Menschengeschlechts". 2. Diskussion. 3. Verbands: angelegenheiten und Berschiedenes. Die Stoflegen werden ersucht, mit ihren Frauen zahlreich zu erscheinen. Nichtmitglieder haben Zutritt. Die Kollegen, welche in Berlin arbeiten, sind hiermit besonders eingeladen. Adtung! 5. Wahlkreis. Achtung! Modell- und Fabriktischler sowie Modelldrechsler! Mittwoch, den 23. d. M., findet bei Leydecker, Sophien: straße 34 cine 245/ 15* Oeffentliche Kommunalwähler- Versammlung für den 29. und 41. Wahlbezirk statt. Das Komitee. Socialdemokratischer Verein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 22. Oftober 1901, abends 8½½ Uhr, in Schmids Gesellschaftshaus ,. Garten- Straße Nr. 13/14, Versammlung. Mittwoch, den 23. Oktober 1901, im Wedding- Park, Müllerstr. 178: Branchen- Verlammlung Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Schütte über„ Die Todesstrafe". 2. Dis: fuffion. 3. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Die Kommission. Central- Verband der Stuccateure Deutschlands Filiale Berlin. Grenadierstraße 33: Volks- Versammlung Tagesordnung: 1. Aus der Gemeindevertretung. 2. Disenfiou. 223/9 Die Gemeindeverordneten der ersten und zweiten Wählerklasse sind schriftlich eingeladen. Die Gemeindeverordneten der dritten Wählerklasse. Verein deutscher Schuhmacher. Mittwoch, den 23. Oktober 1901, abends 812 Uhr, im Englischen Garten. Alexanderstr. 27c( oberer Saal): General- Versammlung. Ordnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht bout 3. Quarial 1901. 2. Antrag auf Neuregelung des Vergnügungswesens. 3. Vortrag des Kollegen Lankow über:" Die Notwendigkeit der Gewerks schaftsorganisation für den wirtschaftlichen Kampf. 4. Berschiedenes. Nur Mitglieder haben Zutritt. Das Mitgliedsbuch ist am Eingang zum Saal vorzuzeigen. Die Mitglieder werden um recht zahlreiches Erscheinen ersucht. Die Ortsverwaltung. 170/11 Achtung! Vergolder. Achtung! Verband der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands.( Filiale Berlin.) Montag, 21. Oktober, abends präc. 8 1hr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( großzer Saal): Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung von 3. Quartal. 2. Neuwahl des Gesamt- Filialvorstandes. 3. Verschiedenes. 226/6 In Anbetracht der hochwichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines Der Vorstand. Montag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, bei Buske, jeden Mitgliedes, pünktlich zu erscheinen. Bortran bes Melidistans singeordneten Georg Ledebour:„ Der füb- General- Versammlung. Achtung, Goldschnittmacher! Reichstags- Abgeordneten afrikanische Krieg und seine Lehren. Gäste haben Zutritt. " Der Vorstand. 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Distusfion. 3. Anträge und 180/2 Die Versammlung am Dienstag fällt wegen der am Mittwoch, den Bollzähliges und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. 23. b. M., stattfindenden großen öffentlichen Versammlung aus. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. 26/8 Der Vertrauensmann. NB. Die Mitglieder werden ersucht, am Montagabend zwischen 7 bis Berschiedenes. 248/13 8 Uhr zur Handzettel- Verteilung bei Thomas, Gartenstr. 152, zu erscheinen. D. 0. Deutsch.Metallarbeiter- Verband Verein Berl. Buchdruck- Maschinenmeister Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- fer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 22. Oktober 1901, abends 8%, Uhr, Bersammlung. der chirurgischen Branche, bei Nümann, Brunnenstraße 188.01 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Kaliski über: Die Arbeitslosigkeit und die bürgerliche Gesellschaft" 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und püntlich zu erscheinen. Dienstag, den 22. Oftober 1901, abends 8½ Uhr, Versammlung der Gold- u. Silberarbeiter u. verw. Berufsgenossen im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Tages Ordnung: 1. Bericht und Neuwahl der Agitationskommission. lichen Boltsbibliotheken und Besehallen für die arbeitende Bevölkerung 2. Vortrag des Genoffen Zubeil fiber:„ Die Bedeutung der öffent: 3. Diskussion und Verbandsangelegenheiten. Dienstag, den 22. Oktober 1901, abends 842 Uhr, Orts- Krankenkasse Sente, Sonntag, abends 6 Uhr, in Cohns Feſtſälen. Benth. für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. ftraße 20: Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Abhärtung und Hautpflege." Nachher: Familien- Kränzchen. Eintritt fret! Gäste willkommen. 35/14 Achtung! Portefeuiller. Atung Verband der Portefeuiller und aller in der Leder- und Galanteriewaren- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Dentschlands. Ortsverwaltung Berlin. Dienstag, den 22. Oktober, abends 8% Uhr, in Graumanns Festfälen, Naunynstraße Nr. 27: Oeffentl. Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Protest gegen die Zölle auf Leder, Seide usw. Ref.: Reichstags: Abgeordneter E. Rosenow. 2. Diskussion. 3. Die Wahlen der Delegierten zur Orts- Krantenkaffe und die Stellungnahme des Deutschen 103/14 erscheinen. Buchbinder- Verbandes, Bahlstelle Berlin. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht jedes Kollegen, in dieser hochwichtigen Versammlung zit blof Die Ortsverwaltung. Ruder- Verein ,, Vorwärts", Am Donnerstag, den 24. d. Mts., abends 29 Uhr, im Gewerk: Groker Demonffrations- Dortrag Versammlung der Metallschleifer chaftshaus: im Gewerkschaftshause, Engel- lifer 15( großer Saal). Tages Ordnung: 93/19 1. Der Streit der Metallschleifer bei der Firma:" Neue Berliner Metallwerke, Jnh.: Paul Siemon'. 2. Diskussion und Verbandsangelegenheiten. Das Erscheinen aller Kollegen ist notwendig. Mittwoch, den 23. Oktober 1901, abends 8½ Uhr, Versammlung der Klempner im Gewerkschaftshanse, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: い 121/2 1. Vortrag des Frl. Fanny Imle über:„ Die Konsum Genossenschaften." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands.( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, den 20. Oktober, abends 6 Uhr, bei Naabe, Kolbergerstr. 23: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: V Bortrag der Kollegin Frau Kiesel: Rrifen und Krisenwirkungen". Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. des Herrn Direktor Pauli über:" Die Feuerbestattung." 11816 Gäste willkommen. 11816 Eintritt 10 Pf. Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umgegend. 16/19 Montag, den 21. Oktober, abends 9 Uhr: Vorstands- Sihung in der Brauerei Friedrichshain. 3. A.: W. Trippens. Nach§§ 44 und 45 des Kassenstatuts besteht die Generalversammlung aus Vertretern der Kassenmitglieder und Arbeitgeber, derart, dass die Wahl derselben in Abteilungen erfolgt. Es bilden die Mitglieder der ersten und der zweiten Klasse je eine Abteilung. Die Kassenmitglieder haben die Vertreter aus ihrer Mitte zu wählen, während die zu Beiträgen verpflichteten Arbeitgeber auch Geschäftsführer oder Betriebsbeamte zu Vertretern wählen und in der Wahlversammlung sich durch solche vertreten lassen können. Die Zahl der zu wählenden Vertreter ist nach Feststellung des Mitgliederstandes folgende: Es sind zu wählen pro 1901/1902 in der " " 97 99 97 197" • 1 in der ersten Klasse( männliche Mitgl. über 16 Jahre) 290 Vertreter zweiten( weibliche 121 von den Arbeitgebern Der Vorstand ladet zur Vornahme der Wahl der Vertreter die Mitglieder der ersten Klasse|| die Mitglieder der zweiten Klasse auf ( Wahlakt p12 Uhr) auf Sonntag, den 27. Oktober, Sonntag, den 27. Oktober, vormittags 102 Uhr, vormittags 10 Uhr, nach dem nach dem Gewerkschaftshaus, Saal 1, Gewerkschaftshaus, Saal II, Engel- Ufer 15, Engel- Ufer 15, ( Wahlakt präcise 11-12 Uhr) ergebenst ein ersucht um zahlreiche Beteiligung. Wahlberechtigt und wählbar sind nur diejenigen Kassenmitglieder, welche grossjährig und im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte sind. Zur Legitimation dient das Quittungsbuch, und werden die oben aufgeführten Mitgliedern behufs Teilnahme an der Wahl auszuhändigen. Ohne Quittungsbuch ist die Teilnahme an der Wahl ausgeschlossen. Herren Druckerei- Kassierer gebeten, dasselbe quittiert den Die Arbeitgeber wählen in ungeteilter Wahlversammlung am Mittwoch, den 30. Oktober er., abends 8 Uhr, im Restaurant Feuerstein( Garten- Saal), Alte Jakobstr. 75, und ladet der unterzeichnete Vorstand ebenfalls zu zahlreicher Beteiligung ein. Berlin, den 14. Oktober 1901. Der Vorstand 1220b der Orts- Krankenkasse für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. Joh. Blenz, Vorsitzender. An die Arbeiterschaft Berlins u. Umgeg tung! Gustav Lehmann, Schriftführer. Musiker. Achtung! Hierdurch teilen wir der Arbeiterschaft Berlins und Umgegend mit, da Dienstag, den 22. b. M., vormittags 11 Uhr, Grenadierſtr. 33 fich ca. 50 Musiker unter dem Namen Berliner Konzert- Orchester 1239b Versammlung unter Leitung des Musikdirektors Serrn G. Grass vereinigt der ,, Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins", haben, welches es sich zur Aufgabe gestellt, für billiges Entree gute Musik zu schaffen. Wir werden der sinfonischen, klassischen und der modernen Musit Rechnung tragen. Gleichzeitig machen wir die Gewerkschaften, Vereine 2c. darauf aufmerksam, daß das Berliner Konzert Orchester Musik zu allen Festlich: teiten, vom kleinsten bis größten Orchester stellt. Das Berliner Konzert Orchester besteht nur aus guten Mufitern und geben wir die Versicherung, daß wir in jeder Beziehung nur bas Beste bieten werden. Mufifaufträge für das Berliner Konzert Orchester sind an Herrn G. Grass, Diebenwalderstr. 46, zu richten. Hochachtungsvoll 1. Ziehung 4. Klasse 205. Kgl. Preuß. Lotterie. 69, 112336 465 518 46 688 743 827 35[ 3000] 73 90 977 Biehung vom 19. Oftober 1901, vormittags. Nur die Gewinne über 232 Mt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt ( Ohne Gewähr.) 579 502 97 99 1018 28 79 139 221 424 598 717 32 825 50 55 2140[ 1000] 445 66 573 697 761 953 3097 463 533 4048 223 415 504 629 5064 196 206 58 94 312 419 59 98 514 826 932[ 3000] 6004 106 255 414 70 567 86 704[ 500] 31 36 78 79 7039 48 90 115 20 219 484 538 666 733 826 996 8008 385[ 1000] 684 939 9081 90 112[ 1000] 93 221 30 318 87 442 51 522[ 500] 45 65 705 34 811 10072 111 487 594 612 33 855 987 11121 205 18 325 48[ 3000] 539 796 12019 142 239 44( 500] 65 350 504 661 702 16[ 500] 29 825 942 71[ 500] 13052 64 93 170 261 415[ 5000] 29 83 587 663 824 935 14006 71 503 600 806 13 15078 309 926 16009 33 234 321 30 664 705 893 17119 43 220[ 1000] 389 522 57 68 637 703 43 885 970 18028 110 296 490 573[ 3000] 827 67 88 19045[ 1000] 117 422 502 49 56 73 778 811 82 20039[ 500] 50 105 7 64 241 410 26 603 703 826 994 21021 82 103 38 219 26 398 536[ 3000] 46 796 856 941 80 86 22032 103 77 214( 500) 94 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Tages Ordnung: 1. Revision der Wahl des ersten Vorsitzenden.*) 2. Feftfezung der Extraspesen für Geschäftsannehmer. 3. Stellungnahme zum Kongreß der Civil- Berufsmusiker Deutschlands, refp. Wahl von Delegierten. 4. Wie stellt sich die Freie Vereinigung zu den Privat- Musikerbörsen? 5. Kaffenbericht pro 4. Quartal. 6. Vereinsangelegenheiten. Umi zahlreiche pünktliche Beteiligung bittet 50/20 Der Vorstand. *) Kollege A. Hoch hat in meiner Wahl zum ersten Vorsitzenden ein Haar gefunden. G. Schonert. 1. Ziehung 4. Maffe 205. Kgl. Brenß. Lotterie. Biehung vom 19. Oftober 1901 nachmittags. Nur die Gewinne über 232 Mt. find den betreffenben Nummern in Selammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 11 143 389 520 55 70 637 778 999 1284 581 677 2003[ 500] 137[ 3000] 300 40 525 30 606 12 42 98 3075 130001 85 132 231[ 1000] 41 371 83 437 730 94 836 4140 212 99 353 77 441 94 517 76 851 63 922 5003 67 377 407 26 520 53 602 725 55 59 86 846 934[ 3000] 36 91 6084 104( 500) 312 42 78[ 500] 504 866 7034 41 478 520 49 54[ 3000] 607 76 880 931 8132 87 241 314 25 92 437 978 9006 152 689 743 919 32[ 1000] 36 47 10019 417 540 896 949[ 3000] 11140 436 707 86 920 12072 146 283 426 534 54[ 1000] 734 918 82 89 13034 96 180 344 463 501 702 16 64 95 888 14069 191 214 71 82 353 57 441 79 537 640 701 21 804 929 15021 114 643 701 860 86 962 16348 70[ 500] 931 17052 252 392 700 956 92[ 500] 18071[ 500] 276 370 455 66 533 96 706 274 19009[ 500] 27 69 114 821 23 69 958 50 20066 81 231 35 84 401 14 68 554 643 816 27 36 98 967 21347 586 945 22086 404 9 72 551 666 713 837 48 957[ 3000] 23144 205 437[ 1000] 543 53 623 61 61 730 808 24153 80 95[ 1000] 276 84 332 81 433 537 87 697 786 821[ 10001 901 20 94 25230 666 83 815 83 26248 378 95 401 618 29 40[ 500] 701 20 61 81 27016 76 99 116 39 76 666 798 868 84 981 28061[ 500] 169 598 612 39 842 911 18 29014 63 103 75 310 34 539 95[ 1000] 621 723 950 130121 318 84 90 482 549 83 607 69 862 77 31008 46 406 509 87 605 96 32143 236 42 49 660 700 46 919 47[ 500] 33057 559 92 709 31 48 871 908 34065 90 314 83 568 891[ 500] 954 89 35037 99 156[ 500] 59[ 500] 88 240 89[ 3000] 415 553 660 931 71 36272 13000] 82 328 69 496 609 22[ 10 000] 28 76[ 500] 735[ 500] 72 983 37033 54 310 70 74 432 65 529 605 99 725 981 38173 209 37 354 75 79 93[ 3000] 624 62 93 869 39006 96 124 80 220 110001 97 347 81 699 729 40196 330 511 629[ 5001 42 49[ 3000) 76 41128 5 207 497 976 42106 21 210 76 383 509 18 62 739 890 966 43410 616 851 976 96[ 500] 44006 88 285 375 85 483 546[ 3000] 83 700 17 51 963 72 45090 267 430 538 632 84 91 792 804 995 46019 168 220 357 405 547 77 603 789 47054 55 104 13 20 312 94 513[ 1000] 623 728 81 829 48199 231 38 522 886 49044 105 34 324 621 756[ 500] 851[ 1000] 50083 125 540 606 39 740 57 77 849 923 51088 112 207 332 453 60 81 657 52097 161 386 712 48 944 [ 500] 95 53016 232 441 712 55 57 94 54003 273[ 500] 329 426 659 95 55155 70 336 44 77 461 503 53 83 956 56274 331 44 405 542 62 608 62 906 57004 96 184 280 89 311 409 524[ 5001 625 30 728 74 883 58041 282 420 42 509[ 1000) 12 27 69 83 614 713 59076 191 252 316 72 470 512 81 678 969 60049 110 233 544 57 833 37 94 61025 390 402 12 508 12 905 62011 16 1500] 67 320 428 695 762 63240 71 309 88 403 507 89 637 846 64012 14 132 58( 500] 67 83 493 525 733[ 500] 38 42 80 942 49 65109 56 98 217 301 12 532 73 647 51 842 934 66024 319 690 835 67128 346[ 500] 457 69 520 668 68130[ 1000] 289 305 659 824[ 500] 69030 76 109 226 350 654 88 810 14 70104 262 324[ 1000] 63 508 604 843 914 71056 476 539 612 60 835 72004 19 83 115 387 435 689 755 848 995 73013 26 178 277 79 419 35 37 600 794 74021 255 1000) 554 75 653 765 858[ 1000] 974 75059 62 209 28[ 3000] 82[ 500] 413[ 500] 30 510 32 728 810 54 76015 266 653 75 868 74[ 500) 939 58 93 77229 307 64 445 244 79[ 1000] 306 85 408 875 932 43 94 196006 15 1868 70 642 962 78035 91 98 145 233 560 99 749 962 65 280 325 469 786[ 1000] 197038[ 500] 298 307 14 673 787 901 73 198023 193 296 507 43 44 633 716 833 65 199135 252 63 583 200144 261 389 442 545 665 89 857 87 201024 29 111 11000] 15 45 48 256 395 410 38 553 708 850[ 1000] 76 976 T1000] 202203 68 442 567 627 94 755 203139 532 46 89 601 57 803 204051 66 99 324 520 84 844 [ 500] 205035 88 204 77 356 498 518 718[ 3000] 853 206036 117[ 500] 26 39 447 77 609 743 60 941 207201 76 327 463 540 91 682 89 747[ 3000] 810 85 910 95 208066 175 384 652 840 900 209091 319 35 410 709[ 500] 210051 202 41 408-586 13000] 726 916 211103 71 209 366 79 88 442 92 508 611 72 737 86 212020 120 23[ 500] 335 56 542 70 213250 540 1000] 722 87 862 946 214033 241 481 500 26 780 804 966 215076 205 439 70 87 572 95 990 216022 24 274 457 534 54 693 731 810 217050[ 3000] 78[ 1000] 135 46 95 97 [ 500] 215 85 504 636 702 1500] 42 810 54 98 924 56 218038 61[ 1000] 77 95 327 439 550 60[ 500] 607 1500] 48 91 834 81 937 55 219163[ 500] 265 98 317 428 732 220010 110 210 312 46 48 56 422[ 500] 27 686 985 221204 14 312 423 734 881 222023 57 58 155 226 319 588 601 908 29 223157 321 80 457 70 1000 726 858 909 43 224030 84 178 342 72 82 465[ 500] 713 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn gu 500 Mart, 2 su 200 000 Mt., 2 zu 150 000 t., 231 100 000 m., 200 000 ., 2 zu 50 000 m., 10 zu 30 0.0 2., 20 8 15 000 Mart, 38 a 10 000 r., 76 3 5000 Mt., 1167 au 3000 m., 1561 zu 1990 at, 2881 au 500 t 79099 179 80 87 228 91 325 35 50 90 11000] 631 974 80142[ 3000] 249 54[ 3000] 505 1500] 11 66 600 76 791 843 85 81120 236 486 530 656 702 60 69 71 822 991 82014 63 252[ 1000] 558 61 946 91 83020 66 213 38 46 432 36 515 820 65 84022 29 48 385 1500] 426 517 23 74 927 88 85181 213 15 74 399 553 624 51 722 130001 38 805 86211 343( 500) 507 619 71 722 854 87101 66 206 25 389 539 621[ 500] 60 85 900 16 65 88211 72 698 778 858 925 62 89057 72 283 455 688 743 837 69 965 Yslan 90121 32 205 67 665 772 91011 82 152 1500] 209 17 56 324 1500] 485 658 755 95 812 15001 905 92054 105 71 84 89 290 331 495 582 634 61 787 93102 52 216 692 732 38 40 59 78 817 43 917 23 54 73 94072 261 472 86 96[ 1000] 646 778 883 89 980 92[ 500] 95049 124 35 93 254 466 508 799 879 96089 104 30[ 500] 87 377 444 55 585 603 4 30 740 96 867 999 97043 74 164 1500] 210 [ 500] 80 370 437 675 782 852 931 98099 143 91 223 65 311 64 409 505 39 643 99108 31 240 380 97 479 502 968 100160 69[ 3000] 267 98 325 498 545 656 91 988 ( 1000) 101135 245 383 485 561 603 92 991 102148 497 514 633 40 89 840 998 103077 217 19 518 43 76 703 51 104137 254 708 867 105208 485 773 851 974 106030 147 282 380 505 603 19[ 10001 62 725 99 818 [ 1000] 34 907[ 500] 35 107038 428 511 16 40( 500) 623 82 706 70 96 902 08032 215 425 557 72 845 47 109252 323 484 552 110084 135 62 89 394 751 72 75 858 111039 55 140 288[ 500] 472 536 820 112082 185 308[ 3000] 450 720[ 500) 843[ 3000] 902 113085 250 347 49 15001 501 956 114086 237 337 453 98 540 925 30 115021 135. 265 85 339 42 464 718 819 78 116322 471[ 500] 526 724 829 117129 70 80 317 514 71 792 804 118303 26 590 678 93 715 851 905 36 119006 94 120 333 73 656 92 882 983 120643 980 121136 357 86 663 817 69 70 89 122031 182 399 467 594 600 51 702 17 851 906 50 123079[ 1000] 184 208 35 304 13 466 701 898 1500) 124025 110 48 69 270 329 423 52 88 95 98 596 668 743 66 851 125234 759 879 935[ 3000] 66 126019 56 281 411 87 533 612 767 95 850 70 906 66 91 127244 336 60 428 587 694 740 817 57 70 992 128018 41 152 214 62 335 71 406 563 87[ 1000] 663 842 74 97 958 129242 300 1( 3000) A 130031 120 267 304 92 415 67 828[ 1000] 33 945 47 55 131021 233 600 5 19 24 79 97 702 805 99 132088 121 227 92 96 480 576 692 847 133034[ 500] 35 61 118 50 242 488 785 855 134155 98 516 54 95 713 135105 333[ 3000] 42 71[ 3000] 568 728[ 3000] 841 998 136028 90 186 453 98 513 83 640 797 818 41 81 967[ 3000] 137161 266 522 666 736 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Es sei das Neuwahl wurde Neste, 136 wohnhaft, Gegen den Molkereibefizer Cekonomierat Bolle flagten ebay for feallarbeiter Werbert Bach, Beutert und Bintler trachtet und nie von ihr Gebrauch gemacht werden würde. Zum 31 bis " beim Gewerbegericht die Dienstmädchen G. und W. auf Gewährung zu Revisoren gewählt. Genosse Schumann von der Zeitungs- Schluß sprach Redner den Wunsch aus, daß in Zukunft mehr als einer vierzehntägigen Lohnentschädigung, weil sie plöglich entlassen tommission berichtete, daß der Vorwärts" 716 Abonnenten habe. bisher praktische Arbeiter auf unsre unsre Parteitage Parteitage geschickt worden waren. Die Mädchen waren in der für die Angestellten Am 10. November findet die Verbreitung des Märkischen Volts würden. Dieser Bericht wurde bolt der Versammlung errichteten Betriebstantine thätig gewesen. Das Gericht fah sie boten" statt, der später die Verbreitung einer Agitationsnummer des debattelos entgegengenommen. Es folgt der Bericht des deshalb als Gewerbegehilfinnen an und erklärte sich für zu Vorwärts" folgen wird. Nach dem Vierteljahresbericht des Staffierers Borstandes. Die Gesamteinnahme des Vereins betrug im vers ständig. Gegen die Klagen selbst wandte der Vertreter des Beklagten, Herr Gondolatsch, ein, daß fie der auf beträgt die Einnahme 410 M., die Ausgabe 812,88 M. Die Mit- floffenen Quartal einschließlich des alten Bestandes 260,55 m., bie Auf- gliederzahl beläuft sich auf 506. Ausgaben 164,62 m., verbleibt ein Bestand von 95,93 M. Die seherin Fräulein Mewes den Gehorsam verweigert hätten. Fräulein Mewes bekundete als Zeugin, die Klägerinnen hätten trog Schöneberg. Am 15. Oftober hielt der Socialdemokratische Zahl der Abonnenten des Vorwärts" hat sich um 13, die der Laterne" um 70 vermehrt, dagegen bei der Brandenb. 8tg." um ihres Verbots bei der Arbeit gesungen. Die Zeugin mußte aber Wahlverein für Schöneberg seine Generalversammlung in Obst's 14 vermindert. Auch die Zahl der Mitglieder sei um ein geringes zugeben, daß sie manchmal das Singen gestattet habe. Wenn sie es festsälen ab. Wollermann gab in derselben den Bericht des Vor- 14 vermindert. Auch die Zahl der Mitglieder sei um ein geringes gestiegen. Der Kassterer wurde einstimmig entlastet. Die verbot, hätten sich die Mädchen indessen fügen müssen. Bezüglich ſtandes. Danach hat der Verein zur Zeit 526 Mitglieder, von denen hierauf vorgenommenen Neuwahlen hatten folgendes Ergebnis: der Klägerin W. sagte Fräulein Mewes noch aus, diese habe auf ihr 450 gewerkschaftlich organisiert find. Die größte Mitgliederzahl ohwod erster, Hornig zweiter Vorsigender; Dähne erſter, Verlangen, zu ihr zu kommen, gesagt:" Sie haben es ja stellen die Waurer mit 147, danach folgen Arbeiter ohne nähere Senftleben zweiter& a fiterer, Neue erster, Staar giveiter Schriftebensoweit zu mir, wie ich zu Ihnen!" Hierauf erwiderte Berufsangabe mit 64, Metallarbeiter 49, Zimmerer 49, Tischler 41, führer. Als Revisoren: Reinert, Ruprecht und Grieben, in die Fräulein W., die Aufseherin habe sie geradezu gequält, Buchdrucker 29, Schuhmacher 19, Restaurateure 17, Waler 16, Breßkommission: Koniger, Rogge, Senftleben, Schneidereit und Pian. indem sie bei ihrer Annäherung immer wieder ein paar Stuccateure 9, mit je 6: Buchbinder, Sattler, Schneider, mit je 4: Schritte zurückgegangen sei und gerufen habe: Hier kommen Barbiere, Töpfer, mit je 3: Droschkentutscher, Seiler, Steinmegen, nach furzer Debatte wurden hierauf als Kandidaten für die am 12. NoSie her, hier kommen Sie her! Dagegen habe sie sich nur gewehrt. Tapezierer, mit je 2: Bierfahrer, Doktoren, Gärtner, Graveure, lung nominiert: Tischler Albert Neue, Schuhmacher G. Stellenvember stattfindende Stadtverordneten- Ergänzungswahl der III. AbteiDer Vertreter Gondolatsch hob hervor, daß es den Mädchen streng Hausdiener, Lackierer, Lagerhalter, Maschinisten, Mechaniker, Backer, berg und Schmiedemeister Aug. Sta ar als Nichthausbesitzer und verboten set, im Betriebe der Kantinentüche zu singen. Wenn Steinfeger, Stellmacher, Xylographen, mit je 1: Bodenleger, Böttcher, Restaurateur Georg Webe als Hausbefizer. Die Aufstellung Fräulein Metves es manchmal gestattet hätte, dann hätte sie damit Brauer, Büchsenmacher, Cigarrenhändler, Cigarrenmacher, Draht- bes erforderlichen zweiten Hausbesigers fonnte heute noch nicht ihre Vollmacht überschritten, es könne deshalb nicht in Betracht weber, Drechsler, Fensterpuzer, Fliesenleger, Goldarbeiter, Gürtler, erfolgen, der soll sich dieserhalb noch weiter fommen. Die Kammer VI unter dem Vorsiz des Gewerberichters Kaufmann, Comptoirist, Musiker, Redacteur, Schreiber, Schriftgießer, bemühen. Bum Schluß m Schluß wurde die Wiedereinsetzung des im Dr. Krause verurteilte jedoch den Beklagten, jeder Klägerin 28 M. Schriftsteller, Steinhauer, Uhrmacher, Vergolder und Zeitungsspediteur. Juni vorigen Jahres aus bem Verein ausgeschlossenen zu zahlen und ein Zeugnis nur über Art und Dauer der Beschäfti- Auf die Altersklassen verteilen sich die Mitglieder wie folgt: Im Mitgliedes Oberwald in seine alten Rechte beschlossen, nachdem gung auszustellen. Begründend wurde ausgeführt: Das Gericht habe Alter von 20-25 Jahren stehen 43, 26-30 Jahren 106, Die geltend gemachten Entlassungsgründe nicht für stichhaltig erachtet. 35 Jahren 160, 96-40 Jahren 106, 41-45 Jahren 55, 46 bis Oberwald eine befriedigende Erklärung für sein damaliges Verhalten abgegeben hatte. Genosse Hornig ermahnte die Das wiederholte Singen könne die Entlaffung nicht rechtfertigen, da 50 Jahren 28, 51-55 Jahren 18, 56-50 Jahren 7 und über Anwesenden mun unter Beiseitestellung aller Differenzen der festgestellt sei, daß es die Vorgesetzte selbst verschiedentlich gestattet habe. 60 Jahren 3 Mitglieder. Der Verein hat im legten Jahre 64 Mit- legten Zeit mit vereinten Kräften rüstig an die Wahlarbeit zu Und in den Worten der Klägerin W., daß Fräulein Mewes es zu glieder gewonnen. So erfreulich diese Zunahme auch ist, ihr ebenso weit habe, wie sie zu Fräulein Mewes, läge wohl eine so ist doch eine gewisse Lauheit der einzelnen Mitglieder gehen. In der Versammlung des Wahlvereins am Schmargendorf. grobe Ungehörigteit, nicht aber eine grobe Beleidigung, die erst zur zu bedauern, die schon daraus ersichtlich ist, daß in ganz blöglichen Entlassung berechtigt hätte. Auch sei in Betracht gezogen Schöneberg nur eitva 12 000 Unterschriften auf die Petitionslisten 8. d. M. fand eine Diskussion über die Verhandlungen des Parteiworden, daß Fräulein Mewes manchmal wohl nicht ordnungsmäßig gesammelt wurden. Der Vorfigende fordert die Mitglieder auf, bei tages statt und wurden sowohl die Angelegenheit Bernstein als auch gegen die Klägerin vorgegangen sei. den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen ihre Schuldigkeit zu der Schiedsspruch in Sachen der Hamburger Accordmaurer einer thun, um einen achhmggebietenden Erfolg zu erringen. Hierauf gab eingehenden Erörterung unterzogen. Als Delegierte zur GeneralGegen eine Lohnentschädigungsklage des Biglers S. wandte Genosse Schulz den Kassenbericht für das letzte Vierteljahr. versammlung des Central- Wahlvereins wurden Seeger und M. Schulze der Schneidermeister Heinemann vor der Kammer I des Gewerbe- Die Einnahme betrug 562,48 m., die Ausgabe 399,60 m., gewählt. emas gerichts ein, der Kläger habe eine Arbeiterin aufgereizt, die Arbeit so daß ein Bestand bon 162,89 M. berbleibt. Genosse niederzulegen und in einer andren Arbeitsstube anzufangen. Ferner Bäumler erstattete den Bericht Alt- Glienicke. Am 18. b. M. Hielt der Socialdemokratische habe Kläger während der Arbeitszeit einer Mitarbeiterin unfittliche Danach haben wir 1229 Vorwärts"-Leser am Ort; der Ueberschuß versammlung ab. Der Kaffenbericht weist eine Einnahme von 40,63 M. der Parteispedition. Wahlverein Alt- Glienicke im Lofale des Herrn Saß seine GeneralAnträge gemacht. Der Gerichtshof verurteilte den Beklagten, N. wegen der Parteispedition im letzten Bierteljahr betrug 28,77 M. Sterauf auf, dem eine Ausgabe von 29,11 M. gegenübersteht. Die Vorstandswahl, unberechtigter plöglicher Entlassung eine Lohnentschädigung erfolgte die Neuwahl des Vorstandes, der Revisoren und der Lokalvon 54 W. zu zahlen. Gewerberichter Dr. Schalhorn führte be- tommiffion. Es wurden gewählt zum ersten Vorsigenden Woller- die zur Erledigung stand, zeitigte das Resultat, daß der alte Vorstand gründend aus: Die Aufforderung einer Arbeiterin durch einen mann, zweiten Vorsitzenden Giebeler, ersten Staffierer Brieß. Neumann und Krohne delegiert, Revisoren des Vorstandes einstimmig wieder gewählt wurde. In die Lokalkommission wurden Kollegen, eine andre Stellung anzunehmen, wo mehr bezahlt werde, Schulz, zweiten Stafstrer Gollmid, Schriftführer Erich find Brehmer, N. Schulz und Krohne. Als Delegierte zur General sei an sich ein Entlassungsgrund. Etwas andres wäre es, wenn Reiche, zu Revisoren Erdmann, ischer, Obst, der Kläger das Mädchen nötigen gewollt hätte, ohne Innehaltung zu Bibliothefaren Feit, Jahn, zu Nevisoren der Partei versammlung des Central- Wahlvereins entsendet der Verein die der Kündigungsfrist oder vor Beendigung des Bertrags, also rechts- pedition Massow, Liebenau, Lehmann und zu Lotal beiten wurde beschlossen, den„ Vorwärts" vom 1. Januar 1902 ab rechts- pedition Lotal- Genossen Mammitsch, Prieß mid Brunke. Unter Vereinsangelegen widrig die Arbeit niederzulegen. Das wäre aber hier nicht der kommissions- Mitgliedern Iätrich, uhlmey und Hübner in eigne Regie zu übernehmen. Die Genoffen Haafe und Braat Fall. Jemand eine befiere Arbeitsgelegenheit nachzuweisen, fönne gu 27. Oftober tagenden Generalversammlung bagegen niemand verwehrt werden. Ein der Mitarbeiterin gemachter des Central- Wahlvereins werden delegiert Wollermann, Fischer und wurden aus dem Verein ausgeschlossen. unfittlicher Antrag berechtige ebenfalls nicht zur plöglichen Ent- Masuch; in derselben soll der Antrag auf Statutenänderung(§ 15) gelassung, nur die Berleitung zu unsittlichen Handlungen. stellt werden, da der Kassierer mit dem laut Statut am Orte bleibenden Drittel nicht auskommt und verlangt werde, daß die Hälfte der Einnahmen zur Bestreitung der örtlichen Untosten verwendet werden dürfe. Betreffs des Parteitags- Protokolls wurde beschlossen, dasfelbe gegen Bahlung von 20 f. den Mitgliedern zu überlassen, da eine Gratisverteilung desselben des hohen Preises wegen nicht angängig ist. Aufgenommen wurden 4 Mitglieder, Gerichts- Beitung. von H Wilmersdorf. Im Wahlverein hielt am Mittwoch Genoffe Ad. Hoffmann Berlin einen beifällig aufgenommenen Vortrag: Wohin wir steuern?" Zu der am 27. Oftober stattfindenden Generalversammlung des Wahlvereins für den Kreis wurden die Parteigenossen Giebler, Wurzel und Hezz delegiert. Tifferavisches. 181 Sonntagsarbeit. Im Betriebe der„ Potsdamer Zeitung" tar an den Vormittagen von fünf auf einander folgenden Sonntagen an der Fertigstellung der Sonntagsnummern der genannten Beitung gearbeitet worden. Der Metteur Sanf wie der Mitinhaber Marienfelde. In der am legten Dienstag stattgefundenen Stein, der den Druckereibetrieb leitet, wurden deshalb Generalversammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins für Die Geheimnisse der lateinischen Küche. Der dreitägige Schwurs in zweiter Instanz wegen Bergehens gegen den§ 105b Mariendorf und Umgegend wurden folgende Genoffen in den Vor- gerichts- Prozeß der Grazer Apotheker gegen Dr. med. Michael der Gewerbe Ordnung, wonach in Fabriken an Conntagen stand resp. Lokalkommission gewählt: Sammé, Marienfelde, erster, Schacherl, Redacteur des„ Arbeiterwille" in Graz. Stenographisches für gewöhnlich nicht gearbeitet werden darf, zu Geldstrafen ver- Schmidt, Tempelhof. 2. Borsigender; Greulich, Marienfelde, Protokoll. Wien 1901. Wiener Volks- Buchhandlung Ignaz Brand. urteilt. Stein focht das Urteil durch Revision an und machte Schriftf.; Franz, Tempelhof, Kaffierer; Otto Lehmann, Marien- 64 Seiten. Agitationsausgabe. Preis 20 Heller( 17 Bf.). folgendes geltend: Es müsse§ 105c angewendet werden, wonach dorf, Beifizer. In die Lokalkommission für Tempelhof Genosse Thiel, Das östreichische Krankenversicherungs- Gesetz ist von einigen das Verbot des§ 105b nicht Anwendung fände auf für Mariendorf Genosse Hermann Lehmanit, für Marienfelde kleinen Vorzügen abgesehen im wesentlichen dem deutschen Geſetze Arbeiten, welche in Notfällen oder im öffentlichen Interesse Genoffe opp. Als Beitragssammler für Tempelhof fungieren nachgebildet. So ergeben sich ähnliche Differenzen und Kämpfe, unverzüglich vorgenommen werden müßten. Notfälle hätten insofern ende, Dannehl, Flieg und Brauer; für Mariendorf wie im Deutschen Reich, auch in Oestreich zwischen Krankenkassen und vorgelegen, als die Druckerschwärze am Sonnabend unbrauchbar ge-. Lehmann, für Marienfelde Genosse opp. Ferner wurde Aerzten, Krankenkassen und Apothekern. Speciell die Kämpfe zwischen worden sei und die Fertigstellung der Zeitung an diesem Tage ver- beschloffen, die nächste Mitgliederversammlung am 27. Oftober in Apothekern und Krankenkassen sind in Oestreich mit weit größerer hindert habe. Das Erscheinen der Sonntagsnummer der Potsdam. 8tg." Marienfelde bei Dietmann abzuhalten. Schärfe und verhältnismäßig häufiger geführt worden als in Deutschläge ferner im öffentlichen Interesse, da viele Bürger damit rechneten. Dann sei auch nach§ 151 der Gewerbe- Ordnung der Grünan. Der socialdemokratische Wahlverein hielt am land. Nun, wo in Berlin schon seit Monaten ein ähnlicher Gewerbetreibende neben dem Betriebsbeamten, der die Aufsicht führe 12. Oftober feine gutbesuchte Generalversammlung ab, in welcher Rampf geführt wird, dürfte es viele interessieren, auf die obengenamite. Schrift aufmerksam gemacht zu werden. Vieles spielte fich ( hier Metteur) nur strafbar, wenn er es bei der Beaufsichtigung Genosse Kiesel- Berlin über:" Die Aufgaben der Arbeiterorgani in Graz ganz ähnlich ab, wie nut in Berlin, dieselben des Betriebes oder bei der Auswahl der Betriebsleiter fationen" referierte. Die hierauf vorgenommene Borstandswahl er häßlichen Stampfesmethoden finden wir bei den Apothekern im an der nötigen Sorgfalt habe' fehlen laffen. Das wäre gab folgendes Resultat: Gündel erfter, Piotrowski zweiter Alpenlande wie im märkischen Sande, und ebenso gut, wenn aber nicht der Fall. Und schließlich komme noch in Be- Vorsitzender; Kreßmann Staffierer; Miers Schriftführer nicht noch besser, war tracht, daß die Inhaber der Zeitung und der Druckerei Gewande Beisiger. Als Revisoren wurden Morig und nicht noch besser, war das Arsenal der Krantentaffen eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung bildeten, deren einzelnes Görsdorf gewählt. Die Lokalkommission besteht aus folgenden Graz mit Waffen gegen die Apotheker gespickt. In Graz hat der Mitglied gleich dem Attionär einer Aftiengesellschaft nicht„ Gewerbe Genossen: Miers, Gündel und Bolzien. Zur demnächst Stampf die ganze Bevölkerung in hohem Maße durch lange Zeit intereffiert, weil er fich gegen bas ganze ApothekenDas Rammergericht stattfindenden Generalversammlung des Centralvereins wurden berwarf jedoch die Revision und führte aus: Das Landgericht habe Gündel und Must row delegiert. Aufgenommen wurden 7 Mit- Monopol mit all' feinen häßlichen Auswüchsen: der elenden Bezahlung der Apothekergehilfen, dem Schacher mit den Apotheken, zutreffend angenommen, daß der Angeklagte als gefchäfts- glieder. dem Geheimmittelhandel, der willkürlichen Berteuerung der ohnedies führendes Mitglied der Gesellschaft mit beschränkter Haftung Ober- Schöneweide. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein hielt übermäßig teuren Arzneimittel usw. usw., erstreckte. Dieser Kampf Potsdamer Zeitung" als Gewerbetreibender im Sinne des§ 151 am 12. b. w. seine Generalversammlung ab, in der Genosse Grauer wurde seitens der Arbeiter in ihrem Parteiorgan, dem damals anzusehen sei und daß er es an der erforderlichen Sorgfalt habe Bericht über den Parteitag erstattete. Sieran fnüpfte fich eine rege wöchentlich, mun täglich erscheinenden Arbeiterwillen" geführt, es tam fehlen lassen, indem in dem Druckereibetriebe an fünf hintereinander Diskussion über einzelne Fragen, die auf dem Parteitage behandelt zu einem Prozeß, der drei Tage währte und dem 88 Beleidigungsfolgenden Sonntagen gearbeitet worden sei. Zutreffend sei auch die wurden. Unter Bereinsangelegenheiten stand ein Antrag auf flagen von sämtlichen Grazer Apothekern und Provisoren zu Gründe Annahme, daß hier weder von einem Notfall noch von einem öffent- Namensänderung zur Erledigung. Beschlossen wurde, den Verein lagen. In der genannten Broschüre wird die Vorgeschichte des Prozesses lichen Interesse gemäß§ 105c der Gewerbe- Ordnung geredet werden Socialdemokratischer Verein für Ober- Schöneweide und Umgegend" mit Wiedergabe der zur Anklage Anlaß gebenden Artikel erzählt, zu nennen. Ein Statuten Entwurf, der die Wahlen des Ver- und hierauf auf Grund eines Stenogramms die außerordentlich treibender" im Sinne des§ 151 fei. tönne. in Man bekommt Wegen Veranstaltung und Ausführung einer öffentlichen trauensmannes, der Lokalkommission uſtv. in den Verein verlegt, interessante Gerichtsverhandlung wiedergegeben. Rollefte ohne behördliche Erlaubnis waren die Arbeiter Bloch im übrigen aber auch die Bestimmungen über Mitglied- durch dieselbe auf leichte Weise sehr gute Einblicke in die mert und Wendt angeklagt worden. Beide hatten in einer Versammlung schaft schärfer faßt, wurde angenommen. Eine rege Dis- würdigen Verhältnisse und Mißstände des Apothekergewerbes. Der von Fabrik-, Land- und Hilfsarbeitern die Teller kontrolliert, fuffion entspann sich über die Bestimmung: daß Mit Prozeß endete mit einer fürchterlichen Niederlage der Apotheker. in welche die Versammlungsteilnehmer freiwillige Beiträge glieder ausgeschlossen werden können, welche sich weigern, an unsrem Parteigenossen war der Wahrheitsbeweis vollkommen gezur Dedung der Kosten hineinlegten, nachdem Bloch darum den Arbeiten des Vereins, als Flugblattverbreitungen usw., teil- lungen, er wurde von sämtlichen Anklagen freigesprochen. Das ersucht hatte. Das Landgericht als Berufungsgericht ver- zunehmen. Aus dem Bericht des Borstandes ist hervorzuheben, daß Urteil wurde im Gerichtssaal und in den umliegenden Straßen mit urteilte die Angeklagten. Auf ihre Revision wurden fie jedoch vom der Verein 89 Mitglieder zählt. Die Einnahmen betrugen 157,90M.. lebhaften Rufen Hoch die Gerichtsbarkeit" begrüßt. Kassenbestand 67,25. In den Vorstand Kammergericht mit folgender Begründung freigesprochen: Teller die Ausgaben 90,65 M. Die Schrift verdient weit über den lokalen Rahmen, in dem sich sammlungen gehörten überhaupt nicht zu den öffent wurden gewählt: als Borsigender Burgschat, Staffierer Delbed, der Apothekenstreit abgespielt hat, bekannt zu werden, sie ist lichen Kolletten, welche§ 11 Nr. 4 der Instruktion für Schriftführer Grumow. Beifizer: Wiener, Weinholz, Pfeifer. von ganz besonderem Interesse heute in Berlin, wo man das die Oberpräsidenten von 1825 erwähne und die der Ge- Bibliothekar: Meinholz. Revisoren: John, Sill, Roßbach. Material des Grazer Prozesses sehr gut verwenden kann; liegen doch nehmigung des Oberpräsidenten bedürften. Die Entstehungs- Als Endtermin für die Begleichung rüdständiger Beiträge wurde der die Verhältnisse des Apothekenwesens in Deutschland wie in geschichte dieser Instruktion wie auch der Wortlaut der in Betracht 15. November festgesetzt. Oestreich gleich sehr im Argen; das Material des Prozesses gründet kommenden Bestimmungen des Allgemeinen Landrechts ergäbe, daß Johannisthal. Der socialdemokratische Wahlverein hielt am fich ja selbstverständlich im wesentlichen auf östreichische Verhältnisse, die Instruktion von 1825 unter den fraglichen auszuschreibenden" 15. Ottober seine Generalversammlung ab, in der Genosse Hirsch doch sind auch vereinzelt Beziehungen auf Deutschland zu finden. Solleften nur austolletten habe verstanden wiffen wollen. einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über das Landtagswahl Aus dem Bericht des Vorstandes ist zu entnehmen, in diesem Falle gleichgültig. daß im verflossenen Quartal 5 Mitgliederversammlungen, 5 Borstandssitzungen und eine öffentliche Frauenversammlung statt19220H Verlammlungen. Schriften- Eingang. ad. br. Bearbeitet von Unser Mietrechtsverhältnis und seine Reform. Von Dr. Friz Preis Bon Stier- Sontlo. 4. Heft der Sammlung von Abhandlungen des Vereing Reichs- Wohnungsgesetz. Göttingen. Bandenhoeck u. Ruprecht. 20 f. fanden. Der Kassenbericht weist eine Einnahme von 75,16 M. auf. Katechismus des Gewerbegerichts Gesetzes. Da von der Einnahme zwei Drittel an den Centralvorstand abzu- Anton Erkelenz. Düsseldorf, Selbstverlag des Rheinisch- Westfälischen Aus Eine Protestversammlung gegen den Brotwucher fand am bleibt ein Bestand von 7,36 M. am Orte. In die Petitionslisten liefern sind und die lokalen Ausgaben sich auf 17,10 m. belaufen, breitungsverbandes der deutschen Gewerkvereine 1901. Sonntag, den 18. d. M. in Trebbin statt. Der Besuch war ein haben sich am Orte 895 Personen eingetragen, in dem benachbarten starter, auch einige Bauern aus Throw waren anwesend. Reichstags- ländlichen Rudow 800. Als Delegierte zu der am 27. Ottot stattAbgeordneter Fr. 8ubeil referierte und legte unter lebhaftem findenden Generalversammlung des Central- Wahlvereins wurden die Allgemeine Theorie der gesellschaftlichen Produktion. Beifall der Anwesenden die Schädlichkeit der im Regierungsentwurf Genoffen Luban, Mann und Swiatlowsty gewählt. Dr. jur. A. Nordenholz. München 1902( C. H. Beck). Preis 7 Mt. festgelegten Bölle für Agrarprodukte sowie der bedeutenden Erhöhung Die Arbeiterschutz- Gesetzgebung in den europäischen Ländern der Zölle für die Industrie dar. Nachdem der Referent die An- Generalversammlung des socialdemokratischen Arbeiterwesenden zum Schluß noch aufgefordert, die Petitionslisten mit Maffen vereins in Spandau. Genoise Sta a b Potsdamt erstattete ben bon b. 8 anten. Jena, Berlag von Gustav Fischer. Breis 7 M. Die fociale und wirtschaftliche Lage der Bader und Frisent. unterschriften zu versehen, wurde eine dementsprechende Nesolution Bericht vom Lübecker Parteitag; im allgemeinen äußerte er sich gehilfen in München. Herausgegeben im Auftrage des Verbandes die erzielten Resultate der Parteitags- Berhandlungen beutscher Bader und Friseure. Berlag M. 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Ueber die vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I gel führten Verhandlungen geht uns folgender Bericht zu: Der Verteidiger Rechtsanwalt Simons stellt zunächst eine ganze Reihe von Anträgen auf die verschiedenartigsten Feststellungen aus den Akten, die beweisen sollen, daß die thatsächltchen Anfüh» rungen des Artikels in den Akten eine Unterlage finden, so namentlich die Behauptung, daß der Nebenkläger vorübergehend Wertpapiere, unbeaufsichtigt' durch das Bormundjchaftsgericht, hinter sich gehabt habe, dah in nicht genügender Weise Rechnung gelegt, dah die Eiw ziehung von Zinsen Unterlasten worden fei usw. Der Verteidiger vertritt den Standpunkt, daß die Ansichten der Beschwerde-Jnstanzen über die Thätigkeit des Nebenklägers nicht die richtigen seien, und sucht die Glaubwürdigkeit des Scheffner zu erschüttern.— Bei jedem einzelnen Punkt widerlegt Justizrat Cassel auf Grund seiner Sand- alten die geltend gemachten Vorwürfe, bestreitet überall entschieden, irgendwie pflichtwidrig gehandelt zu haben, und verweist immer wieder auf die Beschlüste der Genchte, die ihm nach sorgfältiger Prüfung bezeugt haben, daß er durchaus pflichtgemäß und nach bestem Wisten und Gewisien gehandelt habe. Rentier K a h s e r, der Gegenvormund in der Olbrtchschen Vormundschaftssache, bekundete, daß ihm von irgend welchen Pflichtwidrigkeiten oder widerrechtlichen Verfügungen des Nebenklägers über Gelder des Kuranden nichts bekannt sei. Er habe die Berwaltungs-Rechnungen geprüft� die Belege Stück für Stück genau durchgesehen und gar nichts zu erinnern gefunden. Frm» Scheffner, die Tochter des verschwundenen Joseph Olbrich und Schwester des Zeugen, BankbuchhalterS a. D. Eugen Olbrich, bezeichnet den letzteren als einen nervös überreizten Mann. Er habe sie und ihren Mann sogar mehrmals des Giftmordes bezichtigt und beispielsweise behauvtet, daß sie zwei Tanten, die an der Ruhr gestorben waren, vergiftet habe. Ebenso habe er einmal nach einer Mahlzeit, die er bei ihr eingenommen, behauptet, daß man ihn habe vergiften wollen. In einer Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft habe er ferner angegeben, daß seine Mutter von ihrem Ehemanne durch Arsenik vergiftet worden unds der Bater infolgedesten geflohen sei. Die Zeugin bekundet ferner, daß Justizrat Cassel alle Zinsen von ihnen beigetrieben habe, ja sogar darauf bestanden habe, daß sie bei verzögerter Zinszahlung auch noch Verzugszinsen zahlen mußten.— Der Zeuge Törmer ist früher Bureauvorsteher beim Justizrat Cassel gewesen und bestätigt diesem, daß die Wertpapiere, die zur Olbrichschen Vormundschaft gehörten und noch nicht zum Depot gebracht worden waren, im Geldspinde sich befanden, daß dieselben wiederholt von ihm kontrolliert worden seien und daß es absolut aus- geschlossen sei, daß diese Papiere.lombardiert" worden seien. Justizrot Cassel sei gerade in dieser komplizierten Sache mit der peinlichsten Gewifienhastigkeit verfahren.— Zeuge vruh», Verleger der„StaatSbürger-Zeitung", erklärt, daß er nach keiner Richtung hin auf den Angeklagten zur Abfassung des Artikels eingewirkt habe. Er habe lediglich eines Tages einen Brief von Olbrich erhalten, in welchem ihm dieser mit- teilte, daß er dem Redacteur Böckler Akten übergeben habe und doch dafür gesorgt werden möge, daß der Artikel gebracht werde. Bon diesem Briefe hat Zeuge Bruhn dem Angeklagten erst nach Erscheinen des Artikels Kenntnis gegeben Ob die eingesandten Akten solche des Rechtsanwalts Ulrich gewesen, wisse er nicht.— Zeuge Olbrich erklärt auf Beftagen, daß er thatsächlich der Ansicht gewesen sei, daß das Vermögen seines Vaters größer gewesen sein müsse, alS festgestellt worden, und daß feig Vater tot sein müsse. Er Hab« an die Oeffentlichkeit gehen wolle«, um Klarheit über diese Dinge zu erhalten, an der Redaktion deS erschienenen Artikel» sei er absolut nicht beteiligt. Er habe damals allerdings den Verdacht gehabt, daß Justizrat Cassel Wertpapiere vorübergehend lombardiert haben könnte. Er habe dem Angeklagten die einzelnen Punkte der Beschwerdeschrist erläutert und dieser habe ihm wiederholt gesagt, daß ihm einzelne Punkte noch nicht genügend klar seien und er sich weiter aus den Akten orien- tieren müste.— Auf weitere? Befragen' erklärt'der Zeuge Olbrich die Gründe, die ihn dazu bewogen haben, in einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft den Verdacht auszusprechen, daß die beiden Tanten vergiftet worden seien. Sein Verdacht habe sich nicht so sehr gegen seine Schwester, als gegen seinen Schwager gerichtet. Auch die Gründe, die ihn bewogen haben, den Schwager zu ver- dächtigen, daß er ihn habe vergiften wollen, erläuterte der Zeuge. Er sei überzeugt, daß Scheffner im Jahre 1894 ihm Arsenik in ein Glas Bier gethan habe, denn er sei danach so unwohl geworden, daß er sich den Magen habe auspumpen lassen müssen, auch habe Chemiker Dr. Bischoff in dem Glase Spuren von Arsenik vorgefunden. Er habe damals im Jahre 1894 auch hiervon der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet, doch sei bis heute nichts darmif erfolgt.— Unter ihrem Eide erklärte Frau Scheffner, daß sie von dem Schicksal ihres Baters nichts wisse. Ihr sei nur bekannt, daß er verschwunden sei, doch wisse sie nichts davon, ob er schon tot sei.— Letzter Zeuge ist Kalkulator Ball, der die Rechnungen und Berichte des Justizrats Cassel in der Olbrichschen Vormimdschaftssnche geprüft hat er bezeugt, daß er in rechnerischer Beziehung nur einige kleine Monika zu ziehen hatte, wie sie vielfach vorkommen. Dieselben bezogen sich im wesentlichen darauf, daß Zinseinnahmen nicht genügend specialisiert worden seien. Die Beweisaufnahme ist hiermit zu Ende. Rechtsanwalt Simons erklärt nunmehr nochmals, daß er auf eine «eschlaguahme der Caffelfche« Handakte« bestehen müsse, da er dieselben durchsehen müste und sonst in seiner Verteidigung beschränkt sein würde. Er müste nachweisen können, daß einige' Behauptungen deS Nebenklägers unwahr find. Er beantrage, diese Beschlagnahme auszusprechen und den Termin zu vertagen.— Der Nebenkläger protestierte gegen eine Vertagung, ebenso Justizrat Kleinholz, der daS Vorgehen des Verteidigers angesichts der beeideten Aussage deS Justizrats Castel für un geheuerlich erklärt.— Der Gerichtshof lehnt den Antrag des Ver- teidigers auf Vertagung und Beschlagnahme der Handakten ah weil keine bestimmten Schriftstücke bezeichnet seien, auf welche der Verteidiger Bezug nehmen wolle.— Der Zeuge Olbrich wird ni ch t v er e id et, w e il er der Teilnahme verdächtig erscheine. Staatsanwalt Dr. Kux: ES sei eine schöne Aufgabe der Tagespresse, das Publikum zu unterrichten über öffentliche Angelegenheiten, eS zu belehren und der Wahrheit zu dienen. In Erfüllung dieser schönen Aufgabe sei die Presse in der That eine Macht. Der Angeklagte habe diese Macht in der schwersten Weise mißbraucht, indem er den Versuch machte, die Ehre eines geachteten und achtungswürdigen ManneS zu besudeln und gegen ihn die schwersten Vorwürfe der Pflichtverletzung und Un- treue zu erheben. Bis zur Vernehmung des Zeugen Olbrich habe er angenommen, daß der Angeklagte von den gerichtlichen Beschlüsten keine Kenntnis gehabt. Nun habe stch aber herausgestellt, daß er diese Beschlüste thatsächlich kannte und fie doch totgeschwiegen habe. DieS zeige daS tendenziöse und dolose Vorgehen des Angeklagten. Er habe mit keinem Wort dieser wichtigen Umstände Erwähnung gethan. Er hat sie tot geschwiegen, weil sie nicht in seinen Kram paßten. Die Ehre des Angegriffenen sollte auf alle Fälle besudelt werden. Der Angeklagte habe die erste und vornehmste Pflicht eines jeden RedacteurS, die Wahrheitsliebe, gröblich verletzt, ihm stehe auch nicht der Schutz des§ 193 St.-G.-B. zur Seite, da die Tendenz deS ganzen Artikels nicht die Verteidigung von Rechten war, sondern der An- griff auf die Ehre des'„jüdischen Notars". Der Beweis der Wahrheit sei, wie nochmals hervorzuheben sei, nicht er- bracht und der Angeklagte müsse bestraft werden. Er sei mehrfach erhehlich wegen Beleidigung vorbestraft. Am vorigen Sonnabend sei eine Frau zu mehreren Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil ste einen alten Rock gestohlen. Hier habe der Angeklagte die Ehre eine? geachteten Mannes in den Staub gebogen und diese Ehre besudelt, und es frage sich, welches RechtSgut etnen höheren Schutz verdient: das Eigentum an einem alten Rock oder die Ehre eines geachteten Mannes? Die Anklagebehürde stelle sich schon zu Gunsten des Angeklagten auf den Standpunkt, daß er nur in unglaublich leichtfertiger Weise gehandelt habe, aber selbst unter diesem Gesichtspunkte beantrage er gegen den Angeklagten ein Jahr Gefängnis und sofortige Verhaftung. Justizrat K lein h oll z schließt sich den Ausführungen des Staatsanwalts vollkommen an. Der Angeklagte habe lediglich in der Tendenz gehandelt, einen politischen Gegner unschädlich zu machen. Nicht das Geringste sei gegen Cassel erwiesen und es sei geradezu ungeheuerlich, daß zuletzt noch ein Antrag gestellt werden konnte, der auf nichts weiter hinauslief, als den Nebenkläger deS Meineids zu zeihen. Wie gehässig der Angeklagte vor- gehe,' zeige die Thatsache, daß er seinem Bericht über diesen Prozeß die Ueberschrift gegeben habe:„Die Pflegschaften des JustizratS Castel." Alle Beschwerden seien sorgfältig untersucht, alles genau geprüft und nicht das geringste Kompromittierende ge- funden worden. Verteidiger Rechtsanwalt Simons giebt zu, daß sich der Angeklagte der Beleidigung schuldig gemacht habe, glaubt aber nicht, dag das Gericht bei ruhiger Würdigung der Sachlage zu einer Gefängnisstrafe kommen, sondern auf Geldstrafe erkennen werde. Der Angeklagte habe nicht ins Blinde hinein einen Verdacht ausgesprochen, sondern gebe den Lesern die Möglich- keit, die Thaffachen:md die Möglichkeit solcher Folgerungen selbst zu prüfen. Der in dem Artikel erhobene Vorwurf„schwerer Pflichtwidrigkeiten" gehe weit über das hinaus, was die Ver- Handlung ergeben habe. Jeder wisse, daß derartige Verstöße formaler oder rcchtlicherNaturbei einer solchen Vermögensverwaltung vorkommen können und werden, deshalb sei der Schluß des Artikels ungerecht- fertigt und schieße weit über das Ziel hinaus. Die Ehre des JusttzratS Cassel sei durch diese Verhandlung vollständig gereinigt, und man brauche zu ihrer Wiederherstellung den Angeklagten nicht ins Gefängnis zu schicken. Er beantrage eine Geldstrafe. Justizrat Cassel: Er wolle daS Strafmaß ganz dem Ermcsten des Gerichtshofes überlasten. Der Verteidiger habe soeben selbst gesagt, daß. es sich höchstens um formelle und rechtliche Verstöße handeln könnte, wie sie überall vorkommen könnten— aber thatsächlich bei ihm nicht einmal vorgekommen seien. Er bestreite entschieden, daß irgend welche Gesetzwidrigkeit vorgekommen sei. Betrübend aber sei es, daß in die Beschwerde der Rechisanwalte Ulrich und Simons genau das, lvas der Artikel enthalten und womit der Angeklagte„weit über das Ziel geschossen" haben soll, Anfttahme gefunden habe. Es werde sich weiter finden, mit welchem Rechte dies geschehen. Jedenfalls würden unter den Rechtsanwälten Berlins kaum drei oder vier gefunden werden, die so etwas in eine Beschwerdeschrift gegen einen Kollegen hineinsetzcn, ohne vorher einmal dem letzteren Gelegenheit zur Ansklarung zu geben. Olbrich habe sicher selbst niemals geglaubt, daß er die Wertpapiere benutze, er wolle dies bloß als Mittel benutzen, um ihm die Vormundschaft aus der Hand zu nehmen.— Staatsanwalt Dr. Kux: DaS Rechtsbewußtsein verlange, daß eine so stivole Beleidignng mit Gefängnis gesühnt werde. Der Angeklagte versichert zum Schluß, daß er in gutem Glauben gehandelt habe. Er gehe nicht darauf aus. Leute zu beleidigen und habe sich in diesem Falle nicht bloß auf die Angaben des Olbrich. sondern auf die Akten stützen können. Olbrich habe damals auf ihn eilten durchaus glaub- würdigen Eindritck gemacht. Pflicht der Preste sei es doch auch, bei Rechtsverletzungen einzugreifen. Er sei nur mit W i d e r str e b e n an die Sache herangetreten und habe geglaubt, daß hier thatsächlich eine Rechtsverletzung vorliege. Nach kurzer Beratung verkündet der Vorsitzende— Landgerichtsrat Ziehm— folgendes Urteil: Der Angeklagte hat das Material zu seinem gegen den Justiz- rat Castel gerichteten Artikel nicht nur aus den Mitteilungen des Zeugen Olbrich, sondern auch ans den Handaktcn des Rechtsanwalts Ulrich entnommen. Wenn der Angeklagte die Bemerkung der„Ber- liner Zeitung", daß der vergiftete Pfeil aus dem Köcher des Rechtsanwalts Ulrich stamme, für unwahr erklärte, so sei diese Behauptung unwahr, obgleich angenommen worden sei, daß Rechts- anwalt Ulrich persönlich nichts mit der Sache zu thun gehabt. Die in dem Artikel aufgestellten Behauptungen seien durch die Bank unwahr. Rechtsanwalt Cassel habe sich als ein durchaus getreuer Pfleger und Vormund erwiesen. Der Schutz des§ 193 dos Straf- Gesetzbuchs stehe dem Angeklagten nicht zur Seite. Der Eingang des Artikels lasse den Zweck erkennen, es kam dem Verfasser nicht darauf an, irgend ein Recht zu verfechten, sondern er ivollte nur den politischen Gegner treffen. Bei der Strafabmessung sei zu berücksichtigen, daß sich die Angriffe gegen einen Mann richteten, der sich nicht nur bei seinen Berufsgenossen, sondern auch im allgemeinen besonderer Achtung erfreue. Die Strafe könne nicht gelinoe ausfallen. ES sei auf sechs Monate Gefängnis erkannt worden, sowie auf Vernichtung der vorrätigen Exemplare und Platten der betreffenden Nummer der„Staatsbürger-Zeitung". Dem Beleidigten sei die Publikationsbefugnis zuzusprechen. Marktpreise van Verlin am 18. Oktober 4001 nach Erintltliiiigen des tgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.-Elr. mittel gering Roggen, gnt . mittel „ gering »Gersi?, gut „ mittel gering »Hafer, gnt , mittel „ gering Rlchlslroh ?eu Erbse» Speisebohnen Linse» 14,40 13, bb 12,70 16,10 16,20 14.30 7,60 8,20 40- 50,- 60,- 13,60 12,80 12,- 16,30 14,40 18,60 7,16 6,10 26,- 25,- 30,— Kartosseln.ncue.D-Ctr. Nindsleisch, Senle 1 Kz? do. Baiich, Schweinefleisch, Kalbfleisch Hammelfleisch. Butter Eier Karpfen Aale Zander Hechte Barsch« Schleie Blei- Krebse 60 SllW Ik* PN Echo. 7 8,- 1,70 1,40 1,60 1,80 1,60 2,80 500 2,20 2,60 2,60 2,20 1,80 2,80 1,40 16- 6,- 1,20 1- 1,30 1,10 1,10 2- 2,40 1,20 1,20 1,20 1,20 0,80 1,20 0,80 8,- frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarrt vom 19, Oktober. Getreide, Die Nachbörse er- fuhr ein starke Befestigung, wobst Weizen schließlich per Dezember bis 1 M,, Roggen V« bis Va M. über offizielle Schlußpreife bezahlt wurden. Diese höhere Bewertung beider Brotfriichte blieb auch heute, nach einer vorübergehenden Abschwächmig ain Frühmarkte maßgebend. Amerika und Oestreich- Ungarn meldeten seste Stimmung, und bei uns ist noch immer einige Waren- frage vorhanden, der kein entsprechendes Angebot gegenübersteht. Das Ge- schäft an sich war heute nicht sehr lebhaft. Mehl war behauptet, aber auch nicht fester als gestern, auch am FuUernrartte waren die Umsätze nach wie vor gering. Hater lag nominell sest, Mais unverändert, ebenso SpiriwS; 70er loco 35 M.— Schluß für Getreide sest, Preise noch etwas weiter an- ziehend. Städtischer Vchiachtvtehninrkt. Berlin, 19. Oktober 1901. Amt- licher Berich« der Direktion. Zum Verkauf staudeu: 6200 Rinder, 1099 Kälber. 13 627 Schaft, 8402 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 60 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark(beziebnngSweise für 1 Pfund in Pfennigen): Ochsen: u) voll fleischige, ansgemästete, höchsten Schlacht- wert??, höchstens'? Jahre alt 63—68, d) junge fleischige, nicht aus- gcunistete und ältere ausgcuiästctc 66— 61: o) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 60—63; d) gering genährte jeden Alters 48— 49.— Bullen: a) vollflcischiac höchsten Schlachtwerts 60- 63; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 62—69; o) gering genährte 46— 60.— Färsen und Kühe:-n) vvllstetschige, ausgemästet- Färsen höchsten Gchlachtwerts 00—90; b) vollstcischige, alisgcmästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 63—64; o) ältere ausgemästet« Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 49— 61; d) mäßig genährte Kube»nd Färsen 43—46; e) gering genährte Kühe und Färsen 37—41.— Kälber: a) feinste Mast- lälber(Bollmilchmgjt) und beste Saugkälber 69—72, b) mittlere Mast« Mld gute Saugkälber 64—66, c) geringe Saugkälber 53—58, d) ältere, gering genährte(Frefler) 33—43.— Schaft: a) Mastlämmer und jüngere Mast- hnwinel 66—63, b) ältere Masihammel 56— 63, c) mäßig genährte Hammel und Schaft(Mcrzfchafe) 48—64, d) Holst einer Niedcrungs- schafe(Lebendgewicht) 24—31.— Schweine: a) vollsleischige, der feineren ilto. sscn und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1'/, Jahren 220—280 Pfund schwer, 60—60; b) schwere, 280 Pfund und darüber(Käser) 62—62; o) fleischige 67—59; d) gering eutwickette 53—56; e) Sauen 64—57. Für 100 Psuud mit 20 Proz. Tara. Das Rindergeschäft wickelt« sich schleppend und gedrückt ab und hinter- läßt erheblichen Ueberstand. Der Kälberstand gestaltete sich schleppend. Bei den Schafen war der GeschästSgang schleppend, es bleibt viel un- verlaust. Der Schwetnemartt verlief schleppend und wird nicht gauz geräumt. Achtung! Fast alle Molkereibesitzer, auch mehrere Milchhändler und Bäcker helfen die Milch- verteuerungs-Pläne des agrarischen Milchrings dadurch fördern, daß sie Ningmilch verkaufen beziehungsweise mit dem Milchring in Geschäftsverbindung stehen! Achtung! Wen den Agrariern zu einem willkürlichen Preismonopol für alle Lebensmittel, erst KSilchy dann Buttery Käse*, Fleisch� 6tartoffeRny Ohst| Gemüse usw. verhelfen will, kanft von der Ring'schen Süllchcentrale; [2603L*) jeder andre beachte die ringfreiesi Geschäfte. Sämtliche Geschäfte, die ringfteie Milch führen, haben das rote Vereins-Plakat mit dem Namen Wisssiisr und dem Stempel des Vereins Berliner Milchpächter. Vereinigte Milchhändler Kerlins und Vororte. A.Jandorf& Co. Spittelmarkt 16-17 Belle- Alliancestrasse 1-2 Gr. Frankfurterstrasse 113 Ecke Leipzigerstrasse Am Bitcherplatz. Ecke Andreasstrasse. Glas சை Dessertteller, gepresst Compotschale:.. Käseglocke mit Teller Likörbecher glatt: 4 • Stick Bierbecher mit Goldrand und Buchstaben Bierbecher mit Scatbildern Confectschale, Blattform Fruchtschale gezackt. Butterdose mit Teller. Porzellan Steingut Stück Speiseteller gerippt oder gezackt stick Salatière, rund, gerippt Saucièi e Bratenschüssel rund Kartoffelschüssel 4 Terrine für 6 Personen Restaurations- Teller Stück ca. 15 ctm 7 PL. Mehlspeiseform Cabaret 2- oder 3- teilig Leuchter.: Butterdose..... 12 PL Stick 20, 25PL Stück 38 PL Stick 38Pt. Stick 75, 90 PL 1,25 M. 19 ctm Stück 22 ctm 15 PT. 10P. 35, 45 PL. Stück 48 PL Stick Stück Stück 48238 13 PL. 35P Kaffeekanne für 6 Personen Stück 38 Pf. Butterdose. Kuchenschüssel. Kaffeetasse farbig glasiert Kaffeekanne für 6 Personen Kaffeekanne für 4 Personen: 2 Personen • Kaffeeservice mit Tablett, 6 Telle für Fruchtschale auf Fuss Dessertteller • 9 • Stück 7, 19 25 Stück Stück Stück Stück 5 PL PL PL 4 M PL 10 Pf P 24 Stück 8 PL Stück Stück 16 PL 16 P bunt decoriert Stück 30 PL. Stück 48 PL Stück 10 PL Stück 58 PL. Stück 38p Stück 1,75 Pf. M. Stück 48 Pt. Stück 10 Pf. Pf. 43, 53 PÅ. Compotschale oval Stck 25, 33P Compotschale rund:" Kaffeetasse blau Zwiebelmuster Kinderkrug farbig glasiert Aschenschale bemalt grosse Form Stück Stück 10 Pf. 4 Stück 9 Pt. Stück 10 Pt. Waschgarnituren 2,25 2,45 4,35 5,50 6,75 7,85 Stück Nur so lange der Vorrat reicht. M. M. Achtung! Für Arbeiter! Achtung! J. Wand's Kleidermagazin für Alt und Neu! Prinzen- Strasse 17. Gelegenheitstäufe in guter getragener Herren und Knaben- Garderobe, Täglicher Eingang von Monatsanzügen, Monatspaletots, Gesellschaftsanzügen, im Bersag verfallener Garderobe, Uhren, Ketten, Ringe. 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Glode in Berlin. Drud Allen werten Freunden und Be 1 Tr. kein Laden 1 Tr. Jedermann tannten sowie meiner Nachbarschaft zur gefl. Kenntnis, daß ich das Restau rant von Sch äl übernommen habe. Es wird mein Bestreben sein, für gute Speisen und Getränke stets Sorge zu tragen. Angenehmer Fa milienaufenthalt. Vereinszimmer mit überzeuge sich, daß man Winter- Uebers Pianino stehen zur Verfügung. Um zieher, Joppen, Hosen und Knaben: recht zahlreichen Besuch bittet F. Krüger, Anzüge in größter Auswahl, von nur Brinz Handierystr. 54. guten Stoffen elegant und chic ge= arbeitet, auch einen Bosten HerrenstoffReste, jetzt auch im einzelnen spottbillig kauft in der Fabrik 12576 Blumen- Strasse 19, I. Zur gefälligen Beachtung! Halte mein 10845 Lokal Taubenftr. 47, Preise* Zahn- Klinik, beliebige Teil: neben der Urania, den verehrten Parteigenossen und Bereinen bestens empfohlen. Frühstückstisch, Mittagstisch von 12-2 Uhr. Schultheiß- Bier. 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