Nr. 249. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich) 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pr: Monat. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint fäglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebinge beträgt für die fechsgespaltene Stolonele zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinss und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Dte Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Karl Bürkli. " Donnerstag den 24. Oktober 1901. die Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. amt des Innern auf die ihm eigentümliche geniale Weise unterstellt, in Sachsen- Meiningen sogar die hausbeseitigt, die so ganz der Rückwärtserei des Grafen Posadowsty industriellen, während im Königreich Sachsen Aus Zürich kommt die Trauerkunde von dem Tode des Veterans entspricht: Gewerbe Aufsichtsbeamten haben zu die eng ste Begrenzung der Revisionspflicht vorhanden war der schweizerischen Socialdemokratie, Karl Bürklis. Am Sonntagabend ich weigen, fünftig fann also der Centralverband der( Fabriken und dergleichen; andre Anlagen nur, wenn mindestens schloß er die Augen im Hause seiner Adoptivtochter in Roßau bei Zürich. Industriellen durch sein 12000 Mart- Sprachrohr Schauer- 10 Arbeiter beschäftigt werden). Wegen dieser ungleichen Ausdehnung der Revisionspflicht Mit Bürkli ist ein Stüd lebendiger Geschichte der schweizerischen geschichten über Streits erzählen lassen, ohne eine WiderSocialdemokratie dahingegangen. Als Sohn einer alteingesessenen legung seitens der Gewerbe- Aufsichtsberichte fürchten zu müssen. unterließ das Reichsamt des Innern bisher einen Vergleich zürcherischen Familie am 30. Juli 1828 geboren, erlernte er nach wertig gemacht worden, so sorgt Graf Posadowsky auch noch wurden. Ist auf diese Weise der Inhalt der Berichte minder der Revisionszahlen, die von den Einzelstaaten mitgeteilt Absolvierung der Stadtschule das Gerberhandwerk. As Gerbergeselle hielt er sich lange im Auslande, unter anderm auch in dafür, daß sie nur unter Aufwand von sehr viel Mühe und In dem Bericht für 1900 wird aber dieser Vergleich anHamburg, Hauptsächlich aber in Paris auf. Dort wurde er in den Beit geprüft werden können. Das Register ist nämlich gestellt, mithin ist also die Einheitlichkeit des Revisionsvierziger Jahren mit den Mitgliedern des Bundes der Gerechten be- wie im Vorjahre durchaus mangelhaftig, indem die völlig umfanges erzielt worden. In welcher Weise aber? kannt, lernte die Schriften Fouriers kennen und schloß sich mit Feuer- unzureichende Methode der Registrierung Legte man das sächsische Windestmaß oder das bayerische Darüber giebt das Reichseifer der jungen Bewegung an. beibehalten wurde. Da jezt nur die nach Ländern gruppierten Höchstmaß zu Grunde? Von Paris in seine Baterstadt Zürich zurückgekehrt, beteiligte er Originalberichte vorliegen, nicht mehr wie früher eine das ganze amt des Innern mit keiner Silbe Aufklärung, dagegen sich hier an der von Weitling, Treichler und andern geschaffenen Reich umfassende, nach Materien geordnete Bufammen zeigen die von ihm mitgeteilten Tabellen ein außertommunistischen Bewegung und vertrat offen, fühn und rücksichtslos ftellung, so ist doch das Studium der umfangreichen Berichte ordentlich verdächtiges Aussehen. In denselben wird und mit Begeisterung seine Jdeale. Er war der erste Socialdemokrat im noch zeitraubender als früher und daher müßte das Register nämlich mitgeteilt, daß im Jahre 1900 231 428 Betriebe Züricher Kantonsrat, dem er mit einer kurzen Unterbrechung ungefähr eine noch eingehendere Rubrizierung enthalten, als sie bisher der Gewerbe Aufsicht unterstanden. Addiert man aber die Züricher Kantonsrat, dem er mit einer kurzen Unterbrechung ungefähr üblich war. Das Gegenteil ist aber der Fall. Die früheren Tabelle, die im Jahre 1899 mitgeteilt wurde, so ergiebt fich, ein halbes Jahrhundert angehörte. Diese Unterbrechung ist charakteristisch für ihn. Es ist bereits Sachregister enthielten, wie dies bei dem preußischen Sonder daß damals 286 788 Betriebe gezählt wurden. Mithin gefagt, daß ihn die Schriften Fouriers mächtig erregten. Zudem bericht noch heute geschieht, nicht nur das Stichwort und die wären nicht weniger als 55 360 Betriebe, ein Fünftel früher vorhandenen von den Revisionslisten gewar er mit Victor Confiderant befreundet, der nach dem Plane Angabe der Seitenzahl, sondern auch eine kurze Inhalte der früher vorhandenen von Fouriers die Gründung einer socialistischen Kolonie plante. angabe, während diese jet wegfällt. Dadurch wird aber der strichen! Der Rückgang fällt hauptsächlich auf Bayern. Dort Confiderant bereiste die Hochebene von Texas, um dort die Ver- Ueberblick über die Mitteilungen außerordentlich erschwert hältnisse zu studieren, und schickte von dort Berichte in die Heimat, und der eigentliche Zweck eines Registers foll wohl der sein, wurden im Jahre 1899 laut Beilage la des bayrischen Behältnisse zu studieren, und schickte von dort Berichte in die Heimat, den Ueberblick zu erleichtern! Oder meint das Reichsamt richts 102 182 Anlagen als solche bezeichnet, die zur Zeit der in denen er die Verhältnisse in Texas in glühenden Farben als des Innern, es sei seine Aufgabe, möglichst zu verhindern, daß Aufsicht unterstellt sind." Im Bericht für 1900 aber finden äußerst günstig für die Verwirklichung seiner Pläne schilderte. Bürkli war einer der ersten, die sich zur Auswanderung bereit der Inhalt der Berichte bekannt wird? Wenn es bei dem sich zwei verschiedene Tabellen; die siebente zählt in dererklärten und halfen für die Kolonie Propaganda zu machen. Er jezigen System der Registrierung berharrt, wird es dieses selben Weise wie die von 1899 und führt 101 195 Anlagen gründete in Zürich eine Schweizer- Phalang", mit deren Mitgliedern Biel sicher erreichen und sich dadurch wiederum als ein als der Aufsicht unterstehend an, die a ch te teilt mit, daß von Anlagen 11 101 revidiert wurden, das sind er im September 1854 die Reise nach der neuen Welt antrat. Das Ministerium gegen Socialreform bei dem Scharfmacherverbande diesen Anlagen alfo 11 Prozent! Dann aber ist auch eine neue Unternehmen schlug jedoch fehl. Nach drei Jahren lehrte Bürkli aus in empfehlende Erinnerung bringen. Die Tabellen weisen gegen früher einen Fortschritt Tabelle gegeben, die als als erste angeführt wird; Amerila zurild, wo er zuletzt sein Leben mit schwerer Arbeit in unauf; sie sind zahlreicher und eingehender. Vor allem ist end- diese beziffert die Revisionen gewerblicher Anlagen gefunden Plantagen hatte fristen müssen. Eine Reihe von Jahren war Bürkli auch Mitglied des Großen Stadt- lich in genügender Weise unsrer Forderung Rechnung getragen mit nur 7223 und die zweite giebt die Zahl der„ Fabriken rats in Zürich. Als Redner war er immer sachlich und gründlich, seine daß nicht nur die Zahl der revidierten Anlagen, sondern und der diesen gleichgestellten Anlagen" mit 27 920 an, so Reden würzte er mit humoristischen und sarkastischen Wendungen, auch die der revisionspflichtigen und die Verhältnis daß also 30 Pro 3. revidiert wurden. die, im Züricher Dialekt gesprochen, ihre Wirkung nie verfehlten. zahl der beiden zu einander übersichtlich mitgeteilt wird. des Innern zusammengestellte Tabelle la des Registerdie, im Züricher Dialekt gesprochen, ihre Wirkung nie verfehlten. Doch fehlt noch immer eine Uebersicht über Zahl und Art bandes jedoch führt als„ Zahl der im Jahre 1900 der GewerbeSehr fruchtbar war er als Schriftsteller. Etwa 20 Schriften verder im Reiche angestellten Aufsichtsbeamten. Aufsicht unterstehenden gelverblichen Anlagen" 28 451 auf, öffentlichte er im Laufe der Jahre, wovon mehrere heute noch Die Revisionstabellen zeigen nun ganz deutlich, in wie umfaßt also 73 744 Betriebe weniger, das sind Winkelried", die eine Geschichte der Taktik der alten Urschweizer giebt; ungenügendem Maße die revisionspflichtigen 78 Prozent." Anlagen revidiert wurden. Nur 90821, das sind Was bedeutet diese doppelte Buchführung? Soll die sodann seine Schrift über die Proportionalwahl, die in der Haupt- 39,2 Prozent fämtlicher im Deutschen Reiche vorhandenen Einheitlichkeit der Gewerbe Aufsicht dadurch erzielt werden, fache seine ausführliche Rede enthält, die er über diesen Gegenstand Anlagen, die der Gewerbe- Aufsicht unterstehen, wurden von daß die Zahl der revisionspflichtigen Anlagen auf das sächsische im Züricher Kantonsrat gehalten. Mit unverwüstlicher Satire gab einem Gewerbe- Aufsichtsbeamten besucht, also nur etwas mehr mein de st ma ß zugeschnitten wird? Auch in Preußen. er der Schrift in Anlehnung an das bekannte Bibelwort den Titel: als ein Drittel! In diesem Drittel waren aber mehr hat laut den Tabellen des Reichsamts des Innern eine Meine Proporzperle vor dem Züricher Kantonsrat". Er ist auch als drei Viertel der überhaupt beschäftigten Arbeiter thätig, Berringerung der revisionspflichtigen Anlagen stattder Schöpfer der Worte Proporz" und" Majorz". An unsren Arbeiterblättern war er ein fleißiger Mitarbeiter, auch für den Vor- nämlich 4,9 Millionen, mithin bestehen die nicht revidierten gefunden und zwar von 142 099 auf 134 624; da aber bisher wärts" schrieb er in den neunziger Jahren wiederholt Artikel über Anlagen vorwiegend aus leineren Betrieben mit ge- die Zahl der Anlagen um jährlich etwa 5000 durch Ausdehnung die direkte Gesetzgebung durch das Boll und über das proportionale ringer Arbeiterzahl und doch haben nach wiederholten Er der Industrie wuchs, so sind ungefähr 12000 Anlagen weniger die direkte Gesetzgebung durch das Volk und über das proportionale klärungen der Aufsichtsbeamten die Kleinbetriebe die in Rechnung gestellt, also an 9 Proz. In Württemberg dagegen zeigen die vom Reichsamt des Innern für 1900 geBürkli war auch als Teilnehmer an den internationalen Revision meist noch nötiger als die Großbetriebe! Daß ein Drittel der Betriebe revidiert wurde, ist aber gebenen Ziffern über die revisionspflichtigen Anlagen gegenSocialistenfongressen bekannt. Am Basler Kongreß von 1869 nur das Durchschnittsergebnis des ganzen Reichs. über denen von 1899 eine Steigerung von 7845 auf trat er lebhaft für die direkte Gesetzgebung durch das Volk ein und Einige Kleinstaaten befizen ausreichend Personal. um jämt 14 333, aljo um 85 Prozent, und in Baden von 6610 auf. den Teilnehmern des internationalen Socialistenkongresses von 1893 liche Betriebe jährlich wenigstens einmal besichtigen zu lassen, 9978, also um 50 Prozent. in Zürich wird der freundliche Greis mit dem silberweißen Hauptund Barthaar, der mit einer begeisterten Rede in der Tonhalle den dafür sieht es aber in andren, besonders in allen Großstaaten, um fo trauriger aus! Wie nachstehende Rongreß eröffnete, noch in guter Erinnerung sein. Tabelle, die wir nach den Angaben des Reichs berichts zusammenstellten, beiden Medlenburg großen Wert haben, so seine interessante Schrift„ Der wahre Wahlsystem. " Die vom Reichsamt Bayern und Preußen jedoch erfahren, und besonders das erstere, eine ganz ungeheuerliche Einschränkung der GewerbeAufsicht, wenn die vom Reichsamt des Innern in Rechnung zeigt, bernachlässigen die gestellte Biffer maßgebend werden soll, und zwar sind es die die Gewerbe- Aufsicht am and wertsbetriebe, die in der Liste des Reichsamt verschwinden. Ein an Kämpfen und guten Thaten reiches Leben ist mit Karl Bürklis Tod abgeschlossen. Wir werden dem treuen und begeisterten, unerschütterlichen Vorfämpfer für die Befreiung des arbeitenden unverantwortlichsten, und selbst Bayern, Württem Bolles aus den Fesseln der Lohnknechtschaft stets ein liebevolles und berg, Baden und Braunschweig erreichen noch lange nicht den so kläglichen Durchschnitt, an den Preußen gerade heranreicht, während sogar Sachsen ihn noch überflügelt. Im Jahre 1900 wurden von den vorhandenen revisionsdankbares Andenken bewahren. Socialreaktion in der Gewerbe- Aufsicht. pflichtigen Betrieben revidiert in: 27 Reuß ältere Linie 100%| Schaumburg- Lippe.. 100% Schaumburg- Lippe... 40,0% Schwarzbg. Rudolstadt 100 Preußen 96,8 Sachsen- Weimar. Sachsen- Meiningen. Braunschweig. Schwarzbg.- Sondersh. 93,7 Sachsen- Altenburg. 78,2 Hamburg 77,4 Königreich Sachsen.. 73,6 Lübeck Lippe Baden Anhalt 27 " " Elsaß- Lothringen Bayern. • " 56,4 Waldeck. • 46,0 68,4 Württemberg.. Oldenburg. 65,4 Neuß jüngere Linie. 61,3 Hessen Bremen. . Mecklenburg- Strelig Sachsen- Koburg... 44,4 Mecklenburg- Schwerin = Da dieses zu seinen Tabellen kein Wort der Erläuterung giebt, läßt sich nicht mit Sicherheit feststellen, ob nicht etwa Bayern von Berlin aus angewiesen werden soll, seine sich in erfreulicher Weise auch auf einen großen Teil der Handwerksbetriebe erstreckende GewerbeAufsicht einzuschränken! Bei den vielen Beweisen rückschrittlicher Bestrebungen, die der jetzige Leiter des Reichsamts des Innern gegeben hat, ist Vorsicht am Plaze. Böse Beispiele verderben gute Sitten und Preußen geht ja bezüglich der Gewerbe" Aufsicht den füddeutschen Staaten mit recht schlechtem Beispiel. 39,0 35,8 " " 32,0 " 30,7 P 28,1 27,0 27,0 25,2 24,5 " . 17,1 " . 14,4 13,1 boran. Politische Mebericht. Berlin, den 23. Oktober. Peinliche Erinnerungen. Bis zum Jahre 1898 legte das Reichsamt des Innern dem Reichstage und Bundesrate einen Auszug aus den Berichten der einzelstaatlichen Gewerbe- Aufsichtsbehörden vor. Infolge unsrer Beschwerden über die unvollkommene Wiedergabe wichtiger Einzelheiten und die an Schönfärberei gemahnende Redigierung" dieses Auszuges tommen seit 1899 die den Einzelstaaten vorgelegten Berichte wörtlich zum Abdruck und das Reichsamt des Innern fügt ihnen nur ein Gesamtregister und eine Zusammenstellung der Tabellen bei. Im Vorjahre waren es 4 Bände Berichte von mehr als 3800 Seiten, diesmal find es 3 Bände von etwa 2400 Seiten. Diese Verfleinerung um ein Drittel des Umfanges wurde ja teils durch Beachtenswert ist auch, wie unzulänglich die Zahl der Es ist begreiflich, daß die den Ministerdienst versehenden Herren, praktische Kürzungen ermöglicht, die den Inhalt nicht schädigen, Gewerbe- Aufsichtsbeamten in den industriell so hoch ent- die für die Zollblockade sich begeistern müssen, nicht an die Zeit zum größeren Zeil aber ist der Berichterstattung dadurch wickelten Reichslanden ist! Durchschnittlich erinnert werden wollen, da die Zukunft noch auf dem Wasser lag 3wang angethan worden, daß jede Kritik der wurden dort 25,2 Proz. der vorhandenen Betriebe revidiert, und die Minister auf ihren Rundreisen bei den Marinelieferanten obwaltenden Zustände wegblieb, das heißt wohl wegbleiben im Unter Elsaß aber nur 19 Proz.! Diese ungenügende die Weisheit eingeblasen erhielten, daß eine Blockade die deutsche mußte. Eine ganz verkehrte Maßregel oder deutlicher Beaufsichtigung wird freilich zur Versöhnung der dortigen Arbeiterschaft dem Hunger überliefern würde. Was Herr v. Tirpitz gesagt: Maßregelung ist ferner, daß über 3a h1, Unternehmer mit dem Reiche viel beitragen! dem freifinnigen Abg. Müller- Sagan von dem Zusammenhang zwischen Ursache und Umfang der wichtigeren Ausst än de Doch nicht nur die Zahl der Beamten ist unzureichend, Freihandel und Flotte seiner Zeit erzählt hat, ist so wenig überraschend, nicht mehr berichtet werden darf. Wie aus einer lafonischen sondern auch der Umfang der Betriebsaufsicht daß es vielmehr selbstverständlich ist. Das war ja das Hauptargument Meldung Wörishoffers, des Chefs der badischen Gewerbe- und zwar scheint es, als ob derselbe noch ganz be- der Flottenphantasten, mit dem man insbesondere die Arbeiterschaft Aufsicht, hervorgeht, schweigt er nur der Not gehorchend, nicht deutend verringert werden sollte! zu födern suchte. Für die ganze Marinevermehrung hätte ja überdem eignen Triebe. Denn gerade Dr. Wörishoffer hat dieses Bisher fand sich bei den im Reichsamt des Innern haupt kein einigermaßen verständiger Grund geltend gemacht werden wichtige sociale Gebiet bisher sehr eingehend behandelt, aller- zusammengestellten Tabellen der Vermerk, daß der Umfang fönnen, wenn man für sie nicht die Interessen der Handelsschutzdings dabei aber auch Ansichten geäußert, die mit denen der Revisionspflicht in den einzelnen Bundesstaaten sehr ver- Politit, die das Gegenteil von Schutz- Handelspolitik ist, angeführt der berüchtigten Begründung zur Zuchthausvorlage in trassem schieden begrenzt sei. So waren z. B. in Bayern 1899 hätte. So tönte es aus allen Kundgebungen: Ohne Flotte kein Widerspruch standen. Diesen Gegensatz hat nun das Reichs- fast alle handwerksmäßigen Betriebe der Revision Sandel. obne Export und Import keine Lebensmöglichkeit des Volkes I Vornehmlich bot man auch das Gespenst der Aushungerung auf: 1 den Streit, daß er jetzt um jeden Preis losbrechen müßte; im] Wenn auch die Berechnungen verschieden sind, so steht doch fest, Gegenteil sprechen eine Reihe sehr ungünstiger Momente gegen den daß Deutschland auf eignem Boden nicht genug Nahrungsmittel für Streit im gegenwärtigen Augenblick. feine Einwohner produziert; etwa ein Fünftel der Bevölkerung, das find rund 11 Millionen, muß jezt von der auswärtigen Zufuhr er nährt werden".- Das schrieb damals der flottenamtliche„ Nauticus". Dieser eine Satz allein bildet eine tödliche Waffe gegen die Schutzzollpolitik. Wer darf es wagen, eine Flottenvorlage zu verlangen, um die Einfuhr der Lebensmittel zu sichern, und dann einen Zolltarif zu vertreten, der bezweckt, diese notwendige Einfuhr von Lebensmitteln zu verhindern? Nein, die Regierung konnte damals gar nicht anders als mit dem Freihandelsargument operieren. Freilich hat die Socialdemokratie niemals gewähnt, daß unsre heutigen Minister sich an die Geseze der Logit und Konfequenz gebunden fühlen. Sie verdauen auch das Unvereinbarste und sie begeistern sich heute für die Lebensmittel- Blockade mit derselben Hingebung, wie sie vordem gegen sie auftraten. Diener eines fremden Willens tönnen sich eben den Lurus einer wenn auch nur zwei Jahre folgerichtig denkenden Vernunft gestatten. Jedenfalls besteht nicht der mindeste Zweifel, daß Herr Tirpitz den freisinnigen Abgeordneten in der erwähnten Weise marinistisch freihändlerisch anphilosophiert hat. Das wird auch dadurch bekräftigt, daß gerade die" Post" das Organ, das immer auserschen wird, wenn es gilt, die Wahrheit aus der Welt zu schwindeln am Mittwoch auf Grund genauester Informationen" mitteilt, 60 Millionen! Die Montanindustrie erlebte, daß 1890 an Rupfer für 0,4 Millionen Mart, 1900 aber für 101,4 Millionen Mark eingeführt wurde! 8urüdgegangen ist dagegen die deutsche Ausfuhr nach Amerika in diesen zehn Jahren an Baumwollenstoffen, Strümpfen von 35 Millionen auf 25, an Musikinstrumenten von 10 auf 2,5, an Kleidern 2c. von 5 auf 0,3, an feinen Lederwaren von 12 auf 3, an halbseidenen Zeugen von 63 auf 19, an wollenen Euchen 2c. von 27 auf 7,3 Millionen Mark. Der Anteil der Industrie- Ausfuhr an der Gesamtausfuhr ist ebenfalls außerordentlich gestiegen: sie betrug vor 40 Jahren 40 Millionen Dollar, vor dreißig Jahren 68, vor zwanzig Jahren 102, vor zehn Jahren 157 Millionen, vor fünf Jahren 183 Millionen. Jezt schäßt man sie auf 432 Millionen! Was thun gegen Amerifa? Fast die einzige Waffe ist uns vor der Hand der Zolltarif, der in der rechten Weise ausgenutzt werden muß. Ferner fäme in Betracht eine mitteleuropäische Zollunion oder, so lange dazu nicht zu kommen ist, ein Uebereinkommen der europäischen Staaten zur gegenseitigen Garantierung des handelspolitischen status quo und zur gemeinsamen Differenzierung Ameritas." Nicht als ob wir das Vertrauen hätten, daß die gegenwärtige französische Regierung die Forderungen der Bergarbeiter, insbesondere die gesetzliche Festlegung des Achtstundentages bald und ohne Abstriche erfüllen wird. Wohl aber scheint es möglich, daß die Regierung immerhin zu socialpolitischen Zugeständnissen fommen wird ähnlich wie die öftreichische Regierung durch den letzten Bergarbeiterstreit auf diesen Weg gedrängt wurde. Der Achtstundentag für den Bergbau wäre für die französischen Bergarbeiter ein bedeutsamer socialpolitischer Fortschritt, dessen kein andres Land bisher sich rühmen durfte. Wenn aber weiter diese drohende Bewegung der Bergarbeiter auch der Anlaß sein sollte, daß der Alters- und InvalidenGefeßentwurf einer Reform im Sinne der Arbeiter unterworfen wird, so läge dies im Interesse der gesamten Arbeiterschaft und die jetzige Bewegung hätte ihren dauernden Nutzen. Bringt die Regierung aber Die nachfolgenden Redner, der Regierungsrat Dr. v. Studni für die Arbeiter eine neue Enttäuschung, dann bleibt ihnen noch immer die Entschließung frei und sie werden einen günstigeren Zeit- und der Generalsekretär Willner- Berlin, nahmen zwar teilweise punkt finden können als den jetzigen. Denn gegenwärtig war die Angst gegen diese Aeußerungen Stellung, und der letztere meinte sogar, ein Zollfrieg mit Amerika könne, da dieses die meisten ihm von und Wut der Bourgeoisie gegen den Streit größer als die Deutschland gelieferten Artikel auch anderweit beziehen könne, leicht Sympathie unter den Bergarbeitern für den Kampf. Schon allein verhängnisvoll für deutsches Wirtschaftsleben werden; doch zeigte sich die Thatsache, daß von 125 000 Bergarbeitern nur 68 856 an der troy Mahnung in der Versammlung eine recht zollfriegsluftige entscheidenden Abstimmung über den Generalstreit teilnahmen, war Stimmung. fein ermutigendes Zeichen. Der Centralverband deutscher Industrieller ist denn auch mit Angeblich soll der Delegierte von Montceau- les- Mines für dem Vorgehen seines Rivalen recht sehr einverstanden und läßt diesen Bezirk dennoch den Streik in Aussicht gestellt haben. Bei der ihm durch die„ Berliner Neuesten Nachrichten" eine gute Censurnote „ daß der Staatssekretär v. Tirpitz, wie vorauszusehen war, die großen Erregung der dortigen Bergarbeiter infolge der Provokationen erteilen. Zwar, meint das Blatt, sei es nach Lage der Dinge utopiſch, daß dem gegen die amerikanische Bollpolitit gerichteten Beschluß der Aeußerung über den Zusammenhang zwischen der Flottenvermehrung der Behörden und Unternehmer mag es gewiß schwer halten, Be- Wunsch nach einer europäischen Bollunion" angehängt worden sei, und dem Freihandel, die angeblich gegenüber dem Abg. Dr. Müller- ruhigung und fühle Ueberlegung herbeizuführen. folche Einfältigkeiten sollten praktische Geschäftsleute lieber lassen; Sagan gefallen sein soll, nicht gethan hat. Es handelt sich lediglich Die Abstimmung in der Deputiertentammer am Mitt- sonst aber sei, wie tonstatiert werden könne, die Stellungnahme des um eine tendenziöse Unterstellung zum Zwecke der Agitation gegen woch war für die Negierung noch ungünstiger, als wir gestern mit- Centralverbandes und des Bundes der Industriellen zum Zolltarifden Zolltarifentivurf." Herr v. Tirpitz hat sich wohlweislich gehütet, unter diese" In- mit 321 gegen 254 Stimmen abgelehnt, sondern nur mit 290 erfreulich einigen Zusammengehen der deutschen Herr v. Tirpitz hat sich wohlweislich gehütet, unter diese In- teilen konnten. Die Dringlichkeit des Antrages Ba 3 Iy wurde nicht gesetz die gleiche; man könne deshalb wohl auch von einem formation" seinen Namen zu setzen. Dagegen wartet Herr Müller- Sagan mit einer Feststellung auf, die an Genauigkeit nichts gegen 245. Wäre nicht ein Teil der Anhänger Melines zur Re- Industrie in der handelspolitischen Campagne zu wünschen übrig läßt. Er erklärt hinsichtlich des„ Dementis" der gierungsmehrheit gestoßen, das Ministerium wäre über diese Frage gestürzt. Die Minderheit bildeten die sämtlichen Socialisten, ein " Post" in der Bois. 8tg.": Teil der Radikalen und Nationalisten. „ Diese Behauptung kennzeichnet sich als eine haltlose Erfindung. Thatsächlich hat der Staatssekretär v. Tirpis am 25. Oft. 1899 zwischen 10 Uhr vormittags und 2 Uhr nachmittags wiederholt und nachdrücklich mir gegenüber betont, daß Deutsches Reich. die iprechen." " Bayrischer Bauerntag. Regensburg, den 22. Oktober. Eine Demonstration für den Brotwucher veranstalteten heute hier die verschiedenen bayrischen Bauern und der bünde samt dem centrumschristlichen Bauernverein der Landwirte. Es sprachen Die Kündigung der Handelsverträge. Die gestrige Note bayrischen Filiale des Bundes jeder neue Panzer und jeder neue Krenzer ein neues Schwer- der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", welche die Absichten der programmngemäß fünf Redner je zwanzig Minuten und zwar Abg. Steininger für den Landwirtschaftlichen Verein, Abg. shandels. Diese Darlegung war nicht etwa vertraulich für mich Reichsregierung hinsichtlich des Zeitpunktes der Kündigung der Prinzer für den Bayrischen Bauernbund, Abg. Luz für die persönlich bestimmt, sondern geschah in der ausgesprochenen Absicht, tiefes Dunkel verhängt. Die Organe des Bollwuchers wissen sich nisation des Bundes der Landwirte, und Abg. Dr. Heim für die daß ich sie zur Kenntnis meiner Freunde bringe. Berlin, nicht Nat über die Bedeutung der Note und geben diametral ent- christlichen Bauernvereine. Eine der Versammlung unterbreitete am 23. Oktober 1901. Dr. Müller- Sagan. Resolution enthielt die bekannten Forderungen der bayrischen Herrn Tirpitz' Freihandelsliebe wurde genau vor zwei Jahren gegengesetzte Kommentare zu ihr. In der Kreuz- 8eitung" und in der Post" nimmt man Bauerubündler: Mindestzoll von 6 M. für die Hauptgetreidearten, geäußert. Niemand kann von einem Miniſter verlangen, daß er eine die Note als eine den Agrariern günstige Regierungsbekundung in Minimalzölle für Vieh und alle andren landwirtschaftlichen Produkte, so lange Zeit hindurch die gleiche Meinung bewahren soll. Es Anspruch. Man will darin die Ankündigung der Regierung Minimalzoll von 70 M. für Hopfen 2c. Abg. Bech erklärte, der Bund der Landwirte stehe nach wie giebt ein Naturgesetz des„ Neuen Kurses", das lautet:" Die Bähig lesen, sie werde die Handelsverträge fündigen, sobald die vor auf der Forderung des 7,50 Mart- Bolles, den seine Bertreter im keit, mit der die Miniſter an ihren Stellen kleben, wächst im um- Boll opposition Obstruktion betreiben sollte. Bor Reichstage unter allen Umständen versuchen würden, durchzusetzen. gekehrten Verhältnis zu der Zähigkeit, mit der sie an ihren der Kündigungsdrohung, so meinen die genannten Blätter, werde Weim er trotzdem die Resolution unterstüte, so geschehe Ueberzeugungen fleben". jeder Obstruktionsversuch zurückweichen, da die Oppositionsparteien es der Einigkeit zuliebe und in der bestimmten Voraussetzung, daß Es ist aber auch möglich, daß man schon 1899 in der Regierung sich scheuen würden, den Generaltarif in Kraft treten zu lassen. ein Minimaltarif festgelegt und die Zollsäge auf alle übrigen landzwei entgegengesetzte Meinungen nebeneinander gehabt hat. Die Deutsche Tageszeitung" dagegen ist so empört wirtschaftlichen Produkte erhöht werden. Geschehe das nicht, dann Bielleicht wartet jetzt auch Herr Dr. Oertel mit einer Enthüllung auf über die Note, daß sie nicht glauben mag, sie sei durch den Reichs- müßten die Handelsverträge zum Scheitern gebracht werden. und verrät, daß am selben 25. Oktober 1899 ein Minister zu ihm tanzler selbst zur Beröffentlichung bestimmt worden; es sei vielmehr abg. Dr. Heim zog natürlich wieder über die" gewiſſen Progekommen sei und ihm gesagt hat:" Gewiß, die Flotte legt der Landwirtschaft Opfer auf, aber ich kann Ihnen erklären, daß die anzunehmen, daß die Erklärung die minder geschickte Arbeit eines das Maul fransig reden". Er erinnerte die Regierung Landwirtschaft Opfer auf, aber ich kann Ihnen erklären, daß die damit beauftragten Geheimrats sei". Denn die Note bedeute eine daran, wie das Haus Wittelsbach schon wiederholt durch die Landwirtschaft durch Zollerhöhungen entschädigt werden soll." Begünstigung der Obstruktion. Die„ Deutsche Tagesztg." derben Fäuste der bayrischen Bauern geschützt werden mußte schreibt: und gab ziemlich unverblümt zu verstehen, daß man auf diesen Erhebungen über Arbeitslosigkeit. Wie die Nordd. Allgem. Ztg." berichtet, soll auf eine Anregung des Ministerpräsidenten Grafen von Bülow vom preußischen Staatsministerium beschlossen worden sein, durch die Oberpräsidenten Erhebungen anzustellen über die Ausdehnung, welche die Arbeitslosigkeit in den einzelnen Probinzen bereits angenommen hat, über die schon hervorgetretenen oder noch zu gewärtigenden Mißstände und über die Maßnahmen, die diesen gegenüber, insbesondere auch unter Mitwirkung der kommunalen Verbände, zu ergreifen sind". In Bayern sind die Fabrik- und Gewerbeinspektoren in ähnlicher Weise mit der Untersuchung der Arbeitslosigkeit betraut worden. Auch Baden hat, wie wir fürzlich mitteilten, eine Erhebung veranlaßt. Dieses Vorgehen der Regierungen ist gänzlich unzulänglich. Die angeordneten Erhebungen durch die Behörden können feine auch nur annähernd genauen Feststellungen des Um fanges der Arbeitslosigkeit ergeben. Es wäre eine sorgfältige Arbeitslosenstatistik aufzunehmen, deren Vorbereitung freilich längst hätte in die Wege geleitet sein müssen. Wir haben diese Forderung schon vor vielen Monaten, als die wirt schaftliche Krise zuerst um sich griff, erhoben, doch damals blieb die Regierung taub; jekt ist es zu spät, gründliche Arbeit zu besorgen. Ebenso ungenügend ist der Hinweis auf die Abhilfe durch die kommunalen Verbände. Wollen die Regierungen die Pflichten des Staates und des Reiches gänzlich auf die Kommunen abwälzen? Vor allem ist das Reich verpflichtet, endlich, in dieser Zeit wachsender Arbeitslosennot, die Forde rungen des Reichs Arbeitsnachweises und des eindringlichen Arbeiterschußes, insbesondere без a cht stündigen Arbeitstages zu erfüllen.! Hat die Reichsregierung nur dann gesetzgeberischen Eifer, wenn es gilt, die Arbeitenden und die Arbeitslosen zu Gunsten der Kornwucherer zu belasten? Hat fie für die Notleidenden und Hungernden des Proletariats nur unzulängliche Erhebungen und aussichtslose Vertröstungen? Der Generalstreik der französischen Bergarbeiter vertagt! Der Ausschuß der Bergarbeiter in St. Etienne hat nach gründlichster Beratung die schwere Entscheidung über den GeneralStreit im Sinne einer ruhigen, sachlichen Auffassung der Situation getroffen. Die Proklamierung des Streits am 1. November, wie in Aussicht genommen war, ist abgelehnt und schließlich folgender Beschluß gefaßt worden: Die obstruktionslustigen Gegner des golltarifs werden in Schutz in Zukunft nicht mehr so unbedingt rechnen könne, ihren Absichten bestärkt werden, sie werden nach Möglich- wenn etwa das Wort vom„ Dant vom Hause Wittelsbach" sich teit das Zustandekommen des neuen Tarifs verhindern, weil die wieder erfüllen sollte. Die von den Zollgegnern an= Regierung ja offen erklärt hat, sie werde die Frage der Kündigung gefündigte Obstruktion scheine der Regierung davon abhängen lassen, ob ein neuer Tarif zu gar nicht so unangenehm zu sein. Doch möge sich diese stande kom me. Selbst wenn wir uns ganz auf den gesagt sein laffen, daß man diese Waffe auch in andern Fällen in Standpunkt der Regierung stellen, müssen wir die Fassung der unangenehmer Weise in Anwendung bringen könne. Eine Diskussion fand nicht statt, die Nesolution wurde ein Erklärung als recht wenig geschickt bezeichnen. stimmig beschlossen. Freilich wird sich ein derartiger Fehlgriff schwer wieder gut machen lassen. Das Ausland wird nach wie vor sich der Annahme hingeben können, daß wir der Handelsverträge auf jeden Fall bedürfen und sie unter allen Umständen abschließen müssen; die Obstruktion wird neuen Mut gewinnen und das Zustande tommen des golltarifs und damit die Kündigung der Handelsverträge nach Möglichkeit vereiteln. Wenn sich der Herr Reichskanzler die Frage nochmals recht eingehend überlegt, wird er zu der Anschauung fommen müssen, daß wir mit unsrer Kritik der Erklärung recht haben." Ernsthaft ist zu dem Gerede der" Post" und der KreuzDie föstlich tomische Episode agrarischer Zerfahrenheit bietet immerhin eine angenehme Abwechslung im Bolltampf. Beitung" zu bemerken, daß derartige Drohungen der Regierung, wenn sie beabsichtigt find, je de Wirkung auf die Parteien verfehlen müßten, welche eine gründliche Erörterung des Bolltarif Entwurfs fordern. eine um den letzten Berstandesrest betrogene Regierung könnte im Reichstag erklären: Weil die Oppositionsparteien ihre Pflicht ers füllen, darum wollen wir durch vorzeitige Kündigung der Verträge das gesamte deutsche Wirtschaftsleben dem Ruin überliefern! Für und wider den Wuchertarif. Gleiche Brüder. " Ein Bundesstaat gegen Kornzoll- Erhöhung. Der gothaische Minister Hentig hat schon im Mai Erklärungen über die Stellung seiner Regierung zur Bollfrage abgegeben, die den Bollwucherern höchlichst mißfielen. Jezt, da der Zolltarif vorliegt, hat er von neuem diese abweichende Anschauung bekundet. Vor einer Deputation von Gewerbetreibenden und Landtags- Abgeordneten des Herzogtums gab er jüngst folgende Erklärung ab: die Wir „ Die herzogliche Staatsregierung hat von hier aus nicht besonderen Interessen zu vertreten, die in andren Teilen des Reichs vorherrschend sein mögen. können hier nur in dem gegebenen Rahmen festzustellen versuchen, was unsrem Lande nach der eigenartigen Entwicklung seiner Erwerbsthätigkeit überwiegend frommt und dann nach dem Ergebnis jener Feststellung mit Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue feine Vertretung als vollberechtigtes Glied des Reiches führen. Daß unser Bestreben, unbeirrt darum, ob es von allen Seiten gewürdigt und anerkannt wird, nach wie vor darauf gerichtet sein soll. der Arbeit in dem ursprünglichsten und unentbehrlichsten Gewerbe, in der Landwirtschaft, durch alle mit der öffentlichen Wohlfahrt verträglichen Mittel lohnenden Ertrag sichern zu helfen, dessen kann die ländliche Bevölkerung gewiß bleiben. Hierüber scheinen mir ernstliche Meinungs verschiedenheiten innerhalb der Parteien nicht mehr vorhanden, auch nicht innerhalb derjenigen, die im Kampfe gegen den Glauben an die unbedingte Notwendigkeit und die ausschließliche Wirksamkeit der verlangter Bollsäge für eine Reihe von landwirtschaftlichen Erzeugnissen voranstehen. den Bisher galt der Bund der Industriellen", der im Gegensaz zum„ Centralverband deutscher Industrieller", in welchem die Eisenund Stahlindustriellen sowie die Baumwollspinner dominieren, in der Hauptsache die Interessen der mittleren Exportindustriellen vertritt, zwar ebenfalls als schutzölnerisch gesinnt, aber doch als eine Bereinigung, die allen extremen Forderungen und Bollkriegs- Provo tationen abgeneigt sei. Daß diese Meinung eine zu günstige ist, hat schon die Versammlung des Gesamtvorstandes des Bundes am 16. September bewiesen, in der allerdings nach dem Vorgehen des Centralverbandes ebenfalls die Festsetzung von Minimalzollsätzen für Getreide verworfen, im übrigen aber der neue Zolltarif- Entwurf unter den poffierlichsten und devotesten Verneigungen vor der hohen Intelligenz der Regierung als das Ergebnis dankenswerten, dreijährigen ind eingehenden Zusammenarbeitens" gefeiert wurde, das feinesavegs die Möglichkeit eines Zustandekommens langEinen weiteren Schritt fristiger Handelsverträge ausschließe. vorwärts in dieser hochschußzöllnerischen Richtung hat die Generalversammlung des Bundes Berlin abgehaltene in fich geleistet. Der Generalsekretär Dr. Wendlandt blies gleich nach Eröffnung der ersten Sigung die Kriegsfanfare und rief zum frischDer Ausschuß erklärt, daß, nachdem das Referendum eine fröhlichen Zollfrieg mit den Vereinigten Staaten von Amerika auf. Selbst wenn die Union zur Abschließung von Handelsverträgen geMehrheit für den Gesamtausstand ergeben hat, der Ausstand neigt sein sollte, meinte er, müsse das Deutsche Reich sich so lange im Princip beschlossen ist. Was den Tag betrifft, an zugeknöpft verhalten, bis die Vereinigten Staaten sich entschlössen, dem der Gesamtausstand beginnen soll, so hat der Bundesausschuß die Bestimmungen der Dingley- Bill fallen zu lassen und größere freie hand, ihn festzusetzen. Angesichts der Verweisung Bollreduktionen zu bewilligen als die darin vorgesehenen Abschläge des Antrages Basly an die Kommission für Arbeiter- Angelegen bis zu 20 Prozent. Nach einem Referat des„ Berliner Tageblattes" heiten soll aber vor dem Beginn des Ausstandes das Ergebnis der Untersuchung dieser kommission abgewartet äußerte er: Abwehr ist dringend geboten. Die amerikanischen Ein- und Ausfuhrziffern in den Beziehungen zu uns zeigen, daß wir zu Amerika stehen wie 4:10. Diese Zahlen schreien. Interessant sind auch die folgenden: 1890 empfingen wir Rohbaumwolle bon Amerika für 140 Millionen Mark, 1900 für in Sachen der Berliner Bürgermeisterfrage bereitet eine 258 Millionen, 1890 für 8 Millionen Mark Weizen, 1900 für Korrespondenz vor, die folgendes verbreitet: werden. Dieser Beschluß ist unter den gegebenen Verhältnissen das einzig Nichtige, was die Bergarbeiter thun fonnten. Warten sie die Entscheidung der Kommission der Abgeordnetenkammer ab, so geht ihnen nichts verloren, denn so günstig liegen die Verhältnisse nicht für Jedenfalls ist die Staatsregierung verpflichtet, dem gemeinen Besten zu dienen; in Erfüllung dieser Pflicht wird sie eingedenk sein müssen der Notwendigkeit, unsrer hochentwickelten Landesindustrie, die weit über die Reichsgrenzen hinaus vielfältige Beziehungen gesponnen hat, ihre Abjazgebiete zu wahren und ihre Abschließung Auslandsmärkten nach Kräften zu verhüten, in erster Linie aber die Erhaltung des Nahrungsstandes der Volksklassen mit dem niedrigsten und unsichersten Einkommen bei allen zollpolitischen Maßregeln im Auge zu behalten. Gerade die traurigen Erscheinungen auf dem Arbeitsmarkt, die wir gegenwärtig beobachten, legen diesem Gesichtspunkt aus Gründen der Menschlichkeit wie der Politik besondre Bedeutung bei. Die Regierung glaubt, in Abwehr jeglicher Einseitigkeit zu einer klaren Erkenntnis dessen gekommen zu sein, was der Natur unsrer Staatsgemeinschaft in der Frage der Handelspolitit entspricht. Auf der dadurch ges botenen Linie ihres Verhaltens wird sie mit Festigkeit beharren." Die Gründe der Menschlichkeit, von denen der großh. Minister von Gotha spricht, existieren nicht für die Reichs. regierung, die bereit ist, unter Aufopferung des Nahrungsstandes der Volksklassen mit dem niedrigsten und unsichersten Einkommen den Nahrungsstand der wohlhabendsten und unnügeften Be völkerungsklasse zu erhöhen. Auf einen neuen Freifinns- Kotan Frankreich. Die Bürgermeisterfrage wird die Stadtverordneten- I beendigen fein, falls die Bevölkerung den Widerstand fortzusetzen Berjammlung in ihrer morgigen Sigung nochmals beschäftigen. ernstlich entschlossen ist. Die Grausamkeit der amerikanischen KriegsStadtv. Dr. Preuß wird über die bereits mitgeteilten Beschlüffe führung würde in diesem Falle die Situation nur verschlimmern. des Ausschusses Bericht erstatten, in welchen der Versammlung empfohlen wird, eine Neuwahl bis zum Eingange einer Entscheidung des Königs über die Bestätigung des zum zweitenmal gewählten Stadtrats Kauffmann abzulehnen und zu- Die Religionsgesellschaften und der Unterricht. Das mit gleich über den Erlaß des Oberpräsidenten vom 6. d. M. beim dem 1. Oktober in Kraft getretene Gesetz betreffend die ReligionsMinister des Junern Beschwerde zu führen. In den Kreisen der gesellschaften hat bei allen Mängeln, die ihm anhaften mögen, das gemäßigter en Stadtverordneten erwartet man von der wieder eine Gute gehabt, daß der Unterricht in den religiösen Niederlassungen bolten Debatte kein andres Resultat, als dasjenige war, das die wesentlich eingeschränkt worden ist. Nach einer Statistik, welche in Erörterung der Märchenbrunnen Angelegenheit gezeitigt dem Gebiete der Parifer Akademie vorgenommen wurde, ist seit dem hat. Was die Rechtsfrage betrifft, so neigt man jezt mehr Inkrafttreten des Gesetzes die Schülerzahl der höheren staatlichen und mehr derjenigen Ansicht zu, welche von seiten der Re- Schulen( Lyceen, Gymnasien 2c.) um 709 gestiegen; in der Stadt gierung als die allein maßgebende anerkannt wird: Paris allein beträgt die Zunahme genau 400. V die Wiederwahl des Nichtbestätigten steht der Verweigerung der Das Recht des Kindes. Das Generalfomitee der ministeriellen Wahl gleich, nach welcher die Einfeßung eines Regierungs- Socialisten' hat seine Deputierten beauftragt, der Kammer einen tommissars zulässig ist, bis eine anderweite Wahl erfolgt. In Gesezentwurf vorzulegen, wonach es bei strengen Strafen verboten Sachen Kauffmann ist die die Entscheidung des Königs gefallen fein soll, Rindern jugendwelchen Religionsunterricht zu erteilen, wenn und kein Protest, teine Beschwerde werden den nicht die Autorisation beider Eltern vorliegt. Minister bewegen tönnen, dieselbe Angelegen heit, in der sich nicht das mindeste geändert hat, dem Könige nochmals vorzutragen. Das Vor- Die Agrarbewegung in Sicilien nimmt immer größere gehen des Oberpräsidenten, der die Weitergabe der Wahlatten ab- Dimensionen an. Das einzige Mittel der Behörden ist, wie ge= lehnt, erscheint danach völlig gerechtfertigt und gefeßmäßig. wöhnlich, Militär in die von der Agitation ergriffenen Bezirke zu schicken. So sind vor allem in der Provinz Trapani große auch 0 Italien. Sicherlich handelt es sich bei dem internationalen Boykott gegen England um einen bewundernswürdigen und hochherzigen Plan. Das empfinden auch bürgerliche Kreise, brachte doch vor einigen Tagen Der Bund", das freifinnig demokratische Organ in Bern, ein Gedicht, das die Idee der Amsterdamer Dockarbeiter " verherrlicht. Das von Franz Lindherner verfaßte Gedicht lautet: Die Arbeiter von Amsterdam. Die Arbeiter im Dock zu Amsterdam Erivogen mannhaft ihres Herzens Gram, Und sie, die Armen, Niedrigen im Volke, Verdichten ihren Zorn zur finstern Wolke Und drohen dem gewalt'gen Engeland Und seinem reichen, stolzen Krämerstand. Sie weigern ihm zum Friedensdienst die Hände, Wenn es den Krieg, den schändlichsten, nicht ende; Und sollten sie sich gleich am legten schaden, Sie werden doch kein englisch Schiff mehr laden! Der Furie gebieten sie:" Nicht weiter!" Zu Amsterdam die tapfern Dockarbeiter. Ihr Wort ist wahrlich eine Mannesthat, Kein Fürst hat es gewagt, kein Bürger- Staat; Und was die Welt von oben hat erhofft, Das tam von unten, wie schon gar so oft, Damit des Menschen Geist es nicht vergißt, Ju Regierungstreifen haben die Beschlüsse des StadtDaß unten oben wird, wenn nicht schon ist. verordneten- Ausschusses vom 19. 5. M. großes Befremden Mengen Militär zusammengezogen worden. Die dortigen Allein so hochherzig und anerkennenswert auch die Idee unhervorgerufen, und zwar nicht allein deshalb, weil sich die beiden Bauern haben eine Kommission gewählt, die sich zum Präfekten zweifelhaft ist und so sehr sie der Sympathie des inters Beschlüsse diametral gegenüberstehen: auf der einen Seite die begeben hat, damit dieser vermittele. In Alcamo ist die nationalen Proletariats sicher sein kann, so ist es doch oppositionelle Weigerung, auf der andern das Verlangen nach ge- Lage der fleinen Besizer durch den Zusammenbruch der eine Frage, ob sie sich mit Erfolg durchführen lassen neigtem Gehör! Daß der Magistrat den Beschluß Nr. 2, Banca Segestana eine äußerst traurige geworden. In Castellamara wird. Und es ist nicht zu leugnen, daß die bon uns falls dieser von den Stadtverordneten gutgeheißen werden sollte, del Golfo in der Provinz Trapani hat sich eine Liga der Bauern fürzlich wiedergegebenen Bedenken des niederländischen Parteizur Ausführung bringen, die Beschwerde an den Minister also gebildet, der jetzt bereits 300 Bauern angehören. In Marjala Organs" Het Volt" sehr gewichtiger Natur sind. Das Unterweitergeben wird, ist nach den jüngsten Auslaffungen des Ober- wird ebenfalls gestreift; hier ist es auch bedauerlicherweise zu nehmertum, io boerenfreundlich es sich geberden mag, wird sich in bürgermeisters in der Märchenbrunnen Angelegenheit Gewaltthätigkeiten seitens der Ausständigen gekommen. Zahlreiche feinen geschäftlichen Erwägungen schwerlich von dieser seiner pla völlig ausgeschlossen, ganz abgesehen davon, daß eine solche Streiks werden ferner gemeldet aus den Provinzen Palermo, tonischen Freundschaft leiten lassen. Es wird den gegen England Beschwerde an fich Aber Caltanisetta und Girgenti. Ueberall verlangen die Bauern und die gerichteten Boykott als einen gegen seine eignen Interessen gegenstandslos ſein würde. der erste Beschluß, die ausgesprochene Ver- Landarbeiter bessere Pacht- und Arbeitsbedingungen. gerichteten Streit betrachten und diesen Streit mit-allen weigerung der Wahl auf unbestimmte Zeit, würde Kampf für kommunale Unabhängigkeit. In Parma hat in Mitteln zu vereiteln suchen. Und dann bedente man, welch nur ein Schlag ins Wasser sein, da die Regierung dann, wenn es diesen Tagen ein Kongreß der Bürgermeister und Gemeinderäte ungeheure Warenmengen von England nach den Niederlanden, sich um die Nichtbesezung des Bürgermeisterpostens stattgefunden; es waren gegen 800 Kommunen vertreten. An dem nach Deutschland, Frankreich, Amerika usw. gehen. Im Jahre 1900 auf längere Zeit handelt, eine andre Stellung einnehmen Stongreß nahmen auch die socialistischen Gemeindevertreter teil; es betrug der englische Export nach den Niederlanden 298 Mill. würde, als bei einer vorübergehenden Vakanz von furzer Dauer: waren allein 23 socialistische Bürgermeister anwesend. Die socialisti Mart, nach Deutschland 770 Millionen Mart, nach Frant zweifellos würde dann ein Regierungs- Kommissar schen Delegierten entfalteten eine solche Aktivität und zeigten sich bei reich 516 Millionen Mart, nach Amerita 737 Millionen Mart. entsandt und damit der Konflikt nur noch verschärft werden. allen Punkten der Tagesordnung so gut vorbereitet, daß ihr Einfluß Es erübrigt sich vorläufig, die Schwierigkeiten und Konsequenzen der Diesen Erwägungen wird, wie wir hören, morgen sowohl auf dem Kongreß ein ganz erheblicher war. Der hauptsächlichste Verhinderung eines derartig ungeheuren Warenimports der genannten von den gemäßigteren Elementen der Gemeindevertretung, wie Zweck des Kongresses ist der, für die Kommunen eine größere Un- Länder zu untersuchen, da der Boykott nur dann in Frage käme, auch vom Magistratstische aus, überzeugend Ausdruck gegeben abhängigkeit vom Staate zu erlangen. Die socialistischen und demo- wenn ihm von jämtlichen Nationen zugestimmt würde. Einstweilen werden. Hoffentlich werden sich die 67 Stadtverordneten, welche fratischen Elemente, die in den italienischen Kommunen vielfach wird man die Organisation der Dockarbeiter selbst an die Prüfung am 17. d. M. dem Antrag Kämpf zustimmten, durch das„ Wahl- die Vorherrschaft haben, würden vielleicht manche würden vielleicht manche socialen der Möglichkeit der groß gedachten Idee Herantreten lassen dürfen.gespenst" nicht einschüchtern lassen!" Reformen zur Durchführung bringen, sind aber daran durch das So die Korrespondenz, deren Urheber zu viel Verständnis für Einspruchsrecht der Aufsichtsbehörde und den Mangel an Mitteln gedie freisinnige Neigung zeigt, die geballte Fauft unterirdisch hindert. Die Kommunen verlangen daher ihr Budget ganz nach zu machen. Gutdünken, ohne jede staatliche Kontrolle aufstellen zu dürfen. Der Wenn die Stadtverordneten die Beschwerde an den Ober- Antrag der Socialdemokraten, cine Lega di resistenza( Widerstandspräsidenten unterlassen würden, so wäre das nur gescheit. Sollten vereinigung) zu gründen, wurde nur mit geringer Majorität, 46 sie aber den ersten Beschluß, der die Rechtslage charakteristert, auf- gegen 42 Stimmen verworfen, dagegen wurde die Gründung einer Assoziation der italienischen Kommunen" beschlossen und das Statut heben, um dem Oberpräsidenten aus der fatalen Sackgasse heraus fofort zur Annahme gebracht. Der§ 2 desselben bezeichnet als zuhelfen, so wäre damit allerdings der denkbar höchste Rekord einer Zweck der permanenten Vereinigung", die Intereffen der Kommunen Todfeindschaft gegen Mut, Würde und Klugheit erreicht. wahrzunehmen und unausgesezt auf die Erringung vollständiger kommunaler Autonomie hinzuarbeiten. Daß der Oberpräsident mit seiner Entscheidung die StädteOrdnung verlegt hat, das haben wir unwiderleglich nachgewiesen. Selbst die„ National- Beitung" wagt es nicht mehr, zu bestreiten, daß unsre Auffassung zutreffend ist. Wenn die Mehrheit der Stadtverordneten sich jetzt in der Rechtsauffassung Herrn Mommisen an schließen sollte, so wäre das nicht nur eine byzantinische Beugung sondern auch eine wider besseres Wissen. Indessen: Wir sind die letzten, die das Interesse haben, daß der Freifinn sich nicht demütigte, sich nicht düpieren läßt. Amerika. Der panamerikanische Kongres durch verschiedene Festlichkeiten und durch eine prächtige Beleuchtung in Megito wurde am Dienstag eröffnet. Die Eröffnung wurde der Stadt gefeiert. Der Boeren- Krieg. Kitchener verlangt abermals Verstärkungen, Bullers Sturz. Aus Industrie und Handel. Der Gründungsschwindel der Kaffeler Trebergesellschaft erhält durch die Konkursverwaltung eine Beleuchtung, die uns über der betrügerischen die Spekulation, den raffinierten Aufbau Manipulation eine Darstellung giebt, die die fühnste Phantasie überbietet. Die Konkursverwaltung fonstatiert, daß aus den verwickelten Verhältnissen eine sichere Aufstellung der Konkursbilanz unmöglich wird. Für die bevorrechtigten Forderungen von 728 000 M. dürfte Deckung vorhanden sein, dagegen fallen die 177 Millionen gewöhn liche Forderungen fast aus, höchstens erlangen sie 1 Proz. Ueber das Trotzdem wurden im letzten Geschäftsjahr abermals 25 Broz. Geschäftsgebahren wird folgendes berichtet: Seit dem Jahre 1894 arbeitet das Unternehmen mit Verlusten. Typhus im Heere. Aus Straßburg i. E. wird uns ge- und zwar die Kleinigkeit von 10 000 Berittenen. England vermag schrieben: Bum zweitenmal innerhalb Jahresfrist wird die hiesige mur insgesamt noch 3000 Mann Kavallerie aufzubringen, dann ist Tochtergesellschaften wurden zumeist durch Mitglieder des Vorstandes Garnison von einer Typhus Epidemie heimgesucht. Im ersteren es am Ende seiner Herrlichkeit. Die 3000 Mann werden gerade Falle war das Feld- Artillerie- Regiment Nr. 15 der betroffene Truppen- ausreichen, um den durchschnittlichen Monatsverlust von 3000 Mann teil, diesmal sind es die Infanterie- Regimenter 105( Sachsen) und zu ersetzen. 126( Württemberger). Besonders bei dem letzteren soll die Seuche einen bedrohlichen Umfang angenommen und auch bereits einige Todesfälle im Gefolge gehabt haben. Die Militärverwaltung entschloß sich deshalb zur Verlegung der am meisten betroffenen Compagnien ins Baradenlager des Truppenübungsplaßes bei Hagenau. Nach einer Meldung der hiesigen Bürgerzeitung" sind bereits drei der größten Kasernements der Garnison, Manteuffel-, Margareten und Mezgerthor- Kaserne, als verseucht zu betrachten. Ueber die Ursachen der Epidemie ist Zuverlässiges noch nicht bekannt geworden. Ausland. = " Dividende ausgeworfen. Die in den Betrieben der Tochter- Gesell schaften entstandenen Verluste wurden stets unter die Aktiven eingestellt. Von 1895 bis 1900 find dergestalt etwa 50 150 000 M. Aktiva künstlich geschaffen, und auf diese hin dann 21 380 000 m. für Dividenden, Tantiemen 2c. zur Ausschüttung gebracht worden. Die und Aufsichtsrats der Trebergesellschaft gegründet. Vielfach geschah die Gründung so, daß das nötige Kapital von der Leipziger Bant entlichen, für das neue Unternehmen eingezahlt und dann an Buller wird hartnädig vom Bech verfolgt. Die Regierung war die Bank wieder zurückgezahlt wurde. Für 1899/1900 wurden großmütig oder auch vorsichtig genug gewesen, ihn nach seiner 25 Proz. Dividende verteilt; Schmidt beschaffte sich damals die Rückkehr nach England seine Mißerfolge in Südafrika nicht nur nicht nötigen Mittel bei der Finanzabteilung" der Berliner entgelten zu lassen, sondern ihn sogar zum Kommandanten eines Finanz- und Handels- 8eitung" durch Verkauf Armeecorps zu ernennen. Aber Buller hatte persönliche Feinde, von Tochter werten und verpflichtete sich dabei, für die Gedie nicht so nachfichtig waren, sondern den vielbesiegten General sellschaft diese Papiere erst später unter Bedingungen zurückzunehmen, in der heftigsten Weise angriffen und ihn der schlimmsten die einem Verlust von 25 Proz. gleichkommen. militärischen Infähigkeit ziehen. Die Angriffe veranlaßten Buller dann, vor einigen Wochen eine Verteidigungsrede zu halten, in der er erklärte, daß sein Mißgeschid in Südafrika auf zweifelhaften Forderungen aus den Büchern wurde ein Konsortialfein riesiges Pech zurückzuführen sei und daß er durch dies tonto Gebr. Sumpf u. Gen. geschaffen, worunter die Aufsichtsratsstete Bech so deprimiert worden sei, daß er einmal sogar dem mitglieder verstanden waren. Die Gesamtsumme dieser Forderungen General White den Rat gegeben habe, Ladysmith an die beträgt 22 400 000 m. Sumpf u. Gen. cedierten die Forderung dann Boeren zu übergeben. Dieses täppische Geständnis schlug dem weiter an die Leipziger Bant. So verschwanden die Posten aus den daß den Boden aus und spielte seinen Feinden die Trümpfe in die Büchern, das Konsortialkonto wurde ausgeglichen und das Guthaben Hand. Die Regierung, die Buller nach Möglichkeit zu schonen ge= dachte, und die, wie es noch in den legten Tagen hieß, sogar noch der Leipziger Bank an die Trebergesellschaft um den gleichen Betrag weitere Ehrungen, u. a. auch eine Dotation, für Buller in Aussicht genommen hatte, sah sich gezwungen, den Pechvogel fallen zu laffen. Sie enthob Buller seines Postens und stellte ihn zur Disposition. Zum Zwecke der Entfernung eines großen Teils der erwähnten vermindert. An die Leipziger Bank waren hiernach für 22 400 000 Mart Forderungen überwiesen worden, die thatsächlich wertlos waren. Aus dem Bericht erklärt sich das rege Interesse der„ Berliner Eifer feiner Zeit den Lefern aufgeschwatzt wurden. Die Korruption, die Finanz- und Handelszeitung" an den„ Treberaktien", die mit lebhaftem nach der letzten Gründerperiode einmal wieder an die Oeffentlichkeit dringt, zeigt uns das kapitalistische Getriebe in seinem geheimsten Walten, es ist der Boden, auf dem der Betrug und Millionendiebstahl diese Blüten treiben kann. Dem Spiritusring droht der vollkommene Zusammenbruch. wie berichtet wird, sollen die außerhalb des Ninges stehenden Spritfabrikanten einen großen Teil des Bedarfes decken, während der drängenden Bestände aufzunehmen. von Kardorff noch am Schluß der letzten Reichstagstagung auf den ing trotz der Preisnachlässe nicht den Absatz hat, um die neu anDie stolze Hoffnung, die Herr Ring fezte, dürfte damit zu nichte werden. Umsomehr werden die Agrarier jetzt wieder die Regierungshilfe für ihre Syndikatspläne fordern. Das Wiederaufflammen des Philippinen- Aufstandes. Nach den Nachrichten, die in den letzten Monaten aus Amerita über den Philippinenfrieg verbreitet wurden, war der Widerstand der Philippinos seit der Gefangennahme Aguinaldos mehr und mehr in sich zusammengebrochen. Amerika war in der Lage, jcine Occupationsarmee start zu reduzieren und in Kürze war die vollständige Unterwerfung der Eingeborenen zu erwarten. Und jetzt laufen auf einmal alarmierende Nachrichten ein, daß nicht nur auf der Insel Samar der Aufstand wieder mit aller Heftigkeit ausgebrochen ist, sondern auch auf der Hauptinsel Luzon soll die nehmen, die meisten hingegen über die Maßregelung ihre Genug Wenn nur wenige englische Blätter sich des armen Buller anErhebung plöglich wieder bedrohliche Dimensionen angenommen thuung befunden, so ist das ein Att ärgfter Ingerechtigkeit. Buller haben. Ueber die Lage liegen folgende Meldungen vor: ist wahrscheinlich alles eher als ein strategisches Genie, aber die New York, 23. Oktober. Der Kreuzer" New York" ist nach Berachtung, mit der ihn die Oeffentlichkeit, die einen Roberts in den Katbalogas mit 300 Mann an Bord abgegangen, welche zur Unter- Himmel hob, behandelt, hat er doch nicht verdient. Wir haben bereits stützung der Regierungstruppen in Basey Balengia operieren früher betont, daß Buller die Lösung bestimmter Aufgaben, sollen. Beinahe das ganze amerikanische Geschwader in erster Linie der Entsag von Ladysmith, aufgetragen war, ist in Samar konzentriert. Die Nachrichten aus Samir und daß er bei der relativ geringen Stärke ſeiner Truppen gar nicht deuten darauf hin, daß man dort mit äußerster Strenge in der Lage war, gleich den Lord Roberts Umgebungsmanöver vor vorgehen muß. Im Kriegsamt will man zwar feine weiteren zunehmen, sondern es wohl oder übel mit Frontangriffen Nachrichten erhalten haben, dagegen wird anderweitig berichtet, daß norgegangen, allein in dieser Beziehung hat er an den Methuen, Nachrichten erhalten haben, dagegen wird anderweitig berichtet, daß versuchen mußte. Gewiß ist Buller bei diesen Angriffen unvorsichtig sich die Lage verschlimmert. Gatacre usw. zahlreiche Mitschuldige. Es ist also ungerecht, gerade London, 28. Oktober. Drahtungen aus Washington zufolge ist Buller zu maßregeln. Der Unwille der Oeffentlichkeit, die der endlose die Lage auf den Philippinen durchaus unbefriedig en d. Strieg erbittert, verlangt aber irgend ein Opfer. Der New- Yorker Korrespondent der„ Times" bezeichnet die Situation Der Boykott gegen England. in militärischer wie administrativer Beziehung als ungünstig; es gehe das Gerücht, daß in dem neuen Feldzug auf Samar Aus Brüssel wird gemeldet: Die Amsterdamer Vertein Pardon gegeben oder genommen werden solle. treter der Dodarbeiter, Barens und kladder, find Die Beamten des Kriegs Departements erflären indessen, hier eingetroffen, um mit den belgischen Dodarbeitern bezüglich des von einem derartigen Befehl nichts zu wissen. Der Korrespondent Boykotts der englischen Frachtdampfer zu verdes„ Daily Telegraph" und andre Berichterstatter in Washington handeln. Sie wurden gestern im Volkshause empfangen und stimmen darin überein, daß die Situation sehr ernst ge- erhielten dort die schriftliche Zusage, daß heute noch eine halten wird. Sympathie Adresse bon in diesem Sinne den Brüsseler Manila, 23. Oftober. Allgemeine Unruhe herrscht Arbeitern angenommen werden würde. Die Delegierten reisten Die Einnahmen der deutschen Staatsbahnen weisen auch im mittleren Luzon, wo mehrere Banden von Eingeborenen alsdann noch spät abends nach Gent, wo sie die gleiche zu im September einen Rüdgang auf. Die preußischen Staatsbahnen versuchen sich zu vereinigen. Die Zeitungen in Manila nähren sage erhielten. Andre Vertreter der sisterdamer Dockarbeiter sind haben gegen das Vorjahr eine Mindereinnahme von 4 329 000 m., die Furcht und verlangen eine stärkere Besatzung gestern nach Bremen, Hamburg, Marseille, Havre, bie sich in den ersten neun Monaten auf 14 933 000 m. erhöht. Bei für Manila, die gegenwärtig aus nur 1200 Mann besteht mit Genua und New York abgereift, um auch dort die Zusagen den bayrischen Staatsbahnen beträgt die Mindereinnahme im Einschluß der Hauptstädtischen Polizei. Es giebt auch eingeborene bezüglich des Boykotts einzuholen. Sobald diese Zusagen im September 1358 028 M. In den ersten neun Monaten beziffert sich Polizeibeamte, ihre Zuverlässigkeit wird aber bezweifelt. Princip erteilt sind, wird das Komitee der Amsterdamer Dock- der Rückgang gegen das Vorjahr auf 3 887 416 M. Die amerikanischen Siegesnachrichten waren also verfrüht. Der arbeiter der englischen Regierung hiervon Mitteilung machen, mit Krieg ist noch nicht beendigt. Und da Amerika nur die Küstenstädte dem Bemerken, daß der Boytott am 1. Januar 1902 in zu besetzen und gelegentliche Expeditionen ins Junere zu unter- Straft treten werde, falls bis dahin der südafrikanische Krieg nehmen vermag, wird der Krieg auch in absehbarer Zeit nicht zu nicht beendet sei.. Kohlenstationen im Ausland. Als„ Deutsches Kohlendepot, . m. b.." ist nach der veröffentlichten Eintragung ins Handelsregister mit 600 000 m. Stammtapital die bereits mehrfach besprochene Vereinigung ins Leben getreten, die zunächst in Port Said, später vielleicht auch anderswo, die Schiffe der deutschen Reedereien und der Marine mit Kohlen versorgen will. Das Nordwest- Mitteldeutsche Cementsyndikat hat nunmehr den Beschluß gefaßt, sich am 31. Dezember aufzulösen. Die Ueberproduktion hat die Interessenten auseinander getrieben. Das Fallissement der Breslauer Firma J. Heilbronn, Dampf mühle in Hartlieb, hat den Mitinhaber Robert Heilbronn zum Selbstmord getrieben. Die Paffiven der Firma sollen über eine halbe Million betragen. Lohnabzüge in der Breslauer Waggonfabrik von H o f f in a n n haben eine lebhafte Protestkundgebung seitens der Arbeiter hervorgerufeiu Mit großer Entrüstung wurde in einer Versammlung daraus hingewiesen, daß das Unternehmen im letzten Jahre 18 Proz. und im Vorjahre 25 Proz. Dividende an die Aktionäre verteilte. Wenn jetzt eine etwas flaue Gcslbäftszeit ein reißt, dann sollte man nicht die Arbeiter bluten lassen, die mit ihrem geringen Verdienst seiner Zeit die hohen Profite heraus wirtschafteten. Gcac» den Papicrtrnst. Unter dem Titel„WKits Mountain Paper Co." ist in N e w Jork eine Handelsgesellschaft mit einem Kapital von 25 Millionen Dollar in der Bildung begriffen. Ihr Hauptziel ist, mit dem Papiertrust zu konkurrieren. Wie man socialdemokratische Stadtverordnete loS wird In Ohligs hatte der Genosse Linder, der Mitglied deS Stadt verordnetenkollegiums ist. gegen seine zu hohe Einschätzung zur Einkommensteuer reklamiert. Nach seiner Meinung hätte er nur 6 Mark Einkommensteuer zu bezahlen und sein Antrag lautete dem gemäß. Darauf erhielt er in angemessener Zeit von der Steuer behörde den Bescheid, daß man seinen Antrag nicht nur genehmigt. sondern zu seinen Gunsten bis an die äußerste Grenze gegangen und ihm die Steuern gänzlich erlassen habe. Vom Blirgermcistcramt aber erhielt er gleichzeitig den Bescheid, daß aufGrund seiner Steuerbefreiung sein Stadt- verordneten- Mandat erloschen sei. Das ist wirklich ein verblüffend einfaches Mittel, um unbequeme Leute aus dem Stadtverordneten-Kollegium zu entfernen— wenn sichs diese gefallen ließen. Auch Socialdemokraten sind gewiß keine Fanatiker des Stcuerzahlens: hier wird man aber den Fall erleben, daß ein solcher alle Rechtsmittel ergreift, um als ein Recht zu er- kämpfen, was man gemeinhin als unbequeme Pflicht empfindet. Poliirililties, Gerichtliches usw. — DaS bayrische VereinSgeset? hat jetzt durch die Straf kammer des Landgerichts Nürnberg eine Auslegung erfahren, die die politischen Rechte der Frauen wieder wesentlich einzuschränken geeignet ist. Die Nürnberger Maiversammlung wurde von der Polizei seiner Zeit für politisch erklärt und deswegen die Genossin Rudolph wegen Teilnahme daran zu 5 M. Geldstrafe verurteilt worden. Der Genosse Bohl als Leiter der Versammlung sollte 10 M. bezahlen, weil er die Teilnahme einer Frau an der Ver- sammlung geduldet hatte. DaS Schöffengericht hatte sich jedoch auf den Standpunkt gestellt, daß es sich um eine gewerkschaftliche Versammlung gehandelt habe und hatte deshalb die Strafen aufgehoben. Der Staatsanwalt rief die Strafkammer an und diese sprach wiederum die Verurteilung der Angeklagten aus und verhängte Strafen in der Höhe des polizeilichen Strafmandats. Aus den in der Versammlung verhandelten Gegenständen zog sie den Schluß. daß die Versammlung eine politische gewesen sei, trotzdem sie vom Gewerkschaftskartell veranstaltet wurde. Als Volks- Versammlung im Sinne des§ 1 des Gesetzes sei die Versammlung deswegen nicht anzusehen, weil sie von einem Verein einberufen worden sei. Das Gewerkschaftskartell sei durch Veranstaltung dieser politischen Versammlung zu einem politischen Verein geworden. An Versammlungen, die von politischen Vereinen veranstaltet werden, dürften Frauen nicht teilnehmen. Gegen das Urteil wird Revision eingelegt werden. — Die Schanksperre im Ruhrrevier arbeitet ruhig weiter als trockene Guillotine gegen unsre Versammlungen. In Unna sollte eine Parteiversmnmlung stattfinden zur Berichterstattung über den Parteitag. Sofort wurde über das Lokal, in dem noch niemals Ruhestörungen stattgefunden haben, die Schanksperre verhängt. Derauf zog natürlich der Wirt, der doch mit der Versammlung ein Geschäft machen will, sein Versprechen zurück; die Versammlung war verhindert. Der Wirt ließ dies der Polizei mitteilen und die Schanksperre wurde wieder aufgehoben! — Für die Laffallefeier in Schwelm war die Zulasiung von Frauen und damit die ganze Feier polizeilich untersagt worden. Auf die beim Regierungspräsidenten in Arnsberg erhobene Be- schwerde ist jetzt folgender ablehnender Bescheid ergangen: .Die angestellten Ermittelungen haben die'Annahme der dortigen Polizeiverwaltung, wonach als der eigentliche Veranstalter des für den 1. September geplanten Festes im Gegensatz zu der nach Außen hin auftretenden sogenannten Las sali ef eier- Kommission der dortige socialdemo- kratische Verein anzusehen ist, durchaus bestätigt. Die beabsichtigte Beteiligung von Frauen an der Festlichkeit konnte daher gemäß Z 8 des Vereinsgesetzes nicht gestattet werden. Hierbei ist ins- besondere unerheblich, daß das Fest auch für Nicht- Mitglieder zugänglich sein sollte, da auch solche Ver- sammlungen, wenn sie von politischen Vereinen ausgehen, den Be- schränkungen deS Z 8 a. a. O. unterworfen sind. Unter diesen Umständen erübrigt sich eine Erwägung darüber, ob das Fest, welches als eine öffentliche Lustbarkeit beabsichtigt war, nicht schon aus allgemein polizeilichen Gründen svergl. RegierungS- Polizeiverordnung vom 24. Mai 1836, A.-Bl. S. 183) dem polizeilichen Verbote unterlag." So baut man Zwickmüblen. Der Entscheid nimmt als erwiesen an, daß es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelte, zu der jedermann zugelassen werden sollte. Daher der Hinweis darauf, daß sie eigentlich schon als öffentliche Lustbarkeit hätte verboten werden können. Er gicbt auch zu, daß als erkennbarer Veranstalter eine Kommission vorhanden war; diese beiden Umstände geben der Ver- anstaltung den öffentlichen Charakter. Für diesen Fall bleibt immer die Möglichkeit des polizeilichen Verbots der öffemlichen Lustbarkeit. Das ist die andre Klappe, die für alle Fälle noch offen ist. Vorläufig ist erst die eine gefallen, die auf der andren Kon- stniktion ruht Die öffentliche Kommission tritt bloß nach außen auf. In Wirklichkeit ist es ja gar keine öffentliche Veranstaltung, sondern hinter den Coulissen steht als wirklicher Veranstalter der Verein, der auch NichtMitglieder zulassen will. Ob öffentlich, ob nicht öffentlich, Gründe für ein Verbot sind immer vorhanden; die Hauptsache ist, daß die Sache verboten ist! Berlin n»d Umgegend. , Die Fenstcrfrage im Töpferbernf. Am 15. Oktober, als dem tariflich festgelegten Termin, von dem an Töpferarbeiten auf Bauten ohne verglaste Fenster nicht ausgeführt iverden dürfen, wurden auf 69 B a u't e n 466 K o l l c g e n zur A r b e i t s e i n st e l I u n g ge- zwnngen. welche Zahl sich bis Sonnabend, den 19. Oktober, nur un- wesentlich veränderte.— Vom Montag, den 21. Oktober, ab machte sich eine wesentliche Abnahme der Ausständigen bemerkbar, und sind .zur Stunde nur noch 137 Kollegen in Mitleidenschaft ge- zogen. Hierbei befinden sich eine Anzahl Kollegen, die kurz vor beziehungsweise die erste Woche nach � dem 15. Oktober arbeitslos wurden. In den letzten beiden Tagen ist die Nachfrage nach Arbeitskräften etwaS gestiegen, da Bauten in Angriff genommen wurden, wo die tariflichen Bedingungen erfüllt, d. h. die Fenster verglast sind.— Betonen müssen lvir, daß der Regelung der Angelegenheit wie früher, so auch in diesem Jahre Schwierigkeiten entgegenstehen. Einmal ist es das ausnahmsweise günstige Wetter, das herhalten muß, um unsre als berechtigt längst anerkannte Forderung in den Augen der öffentlichen Meinung als frivol hinzu- stellen; des weiteren ist der Jndifferentismus. den die große Mehrzahl unsrer Bauberufsgenosscn, wieStuccateure, Maler, Putzer usw., der auch für sie wichtigen Sache gegenüber zur Schau trägt, geeignet, uns äußerst hemmend in den Weg zu treten. Wenn man in Rücksicht auf eine schwache Organisation oder die Höhe der Ausgaben von einem direkten Zusammengehen mit uns Abstand nimmt, so ist dies begreiflich: unbegreiflich aber ist es, wenn man, wie es von feiten sich gut organisiert nennender Putzer geschehen ist, höhnend auf unsre Kollegen einzuwirken sucht und ihnen allerlei Hindernisse namentlich beim Rüstnngsbau, in den Weg legt. Wir geben uns der Hoffnung hin. daß diese Zeilen dazu beitragen mögen, die unsrem Vorgehen fremd gegenüberstehenden Bauberufsgenossen an ihr Solidaritätsgefühl zu erinnern, so daß man uns bei der Erreichung unsres Zieles nicht nur nicht hindernd in den Weg tritt, sondern moralische Unterstützung nach Möglichkeit gewährt.— An unsre Kollegen richten wir die' Aufforderung, festzuhalten an dem einmal begonnenen Werk, wir verlangen nichts Unmögliches, es gilt unser heiligstes Gut, die Gesundheit zu schützen.— Alle noch in Mitleidenschaft gezogenen Kollegen haben sich nach wie vor jeden Vormittag von 19—12 Uhr zu melden, sofern sie Anspruch auf Unter- stützung erheben. Arbeitsuchen auf Bauten, die nicht verglast sind, ist streng zu unterlassen. Der Vorstand. A. A.: Alb. Neumann. Zur Sperre der Barbiergrschäfte. Herr Richard Witte Friedrichsberg, Rummelsburgerstr. 66, schreibt uns: Die in der Sonnabendnummer des.Vorwärts" von der Lohnkommisston der Barbiere bekannt gegebene Sperre deS Witteschen Geschäftes müsse aus Irrtum verhängt sein, da er überhaupt keinen Gehilfen be schäftige. Achtung, Vergolder! Wegen Differenzen bei der Firma Leo Berg u. Co. ist der Zuzug bis auf weiteres fernzuhalten. Die Ortsverwaltung. I. A.: E. Oehlert. Deutsches Reich. Die rhcinisch-westfälischcn Buchdruckcrprinzipale haben in einer in Düsseldorf abgehaltenen Versammlung beschlossen, dem neuen Lohntnrif zuzustimmen. An Stelle deS bisherigen rheinisch-westfälischen Sondertarifes tritt nunmehr der allgemeine Tarif, der in allen wesentlichen Punkten den Anforderungen der rheinisch-westfälischen Prinzipale entspricht. Textilarbeitcr-AuSstand. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Wollentveberci von Genßburger in Colmar(Elsaß), ca. 299 Personen, sind wegen Lohnabzug von 39—49 Prozent in den Streik getreten. Von den Streikenden gehören der Organisation nur 8 Personen an. Ausland. Sattler und Tapezierer! In der Sattlerei der Waiznerschen Waggonfabrik in Graz sind wegen Redncierung der Accordlöhne um 26—39 Proz. Differenzen ausgebrochen. Zuzug ist fernzuhalten. Der Streik der Mailänder Bäckergesellen, deffen Beendigung bereits telegraphisch gemeldet worden, hat mit einer Niederlage der selben geendet. Weder haben sie die Abschaffung der Nachtarbeit durchgesetzt, noch haben sie die Unternehmer zur Anerkennung des Arbeitsnachweises zwingen können. Sociales. Kleine Tarifreformcn in Württemberg nnd in Sachsen. Auf den württembergischen Eisenbahnen besteht die Einrichtung, daß Arbeitsuchenden, die durch Vermittlung eines Arbeitsamtes Arbeit außerhalb ihres bisherigen Wohnsitzes annehmen, eine Fahrpreis- Ermäßigung gewährt wird. Nach einer jetzt ergangenen amtlichen Bekanntmachung ist diese Ermäßigung nunmehr auch auf den Ver- kehr mit Stationen der bayrischen und badischen Eisenbahn ausgedehnt worden. In Sachsen ist dagegen die Gültigkeitsdauer der Arbeiter- Wochenkarten eingeschränkt worden. Diese Karten, zu zwölf Fahrten mit bestimmten Zügen nur an Wochentagen berechtigend, galten bisher zehn Tage. ES konnten deshalb die Inhaber die Karte auch ausnutzen, wenn ein oder zwei Feiertage in die Woche fielen oder wenn einer mal den Arbeiterzug versäumte und nach Hanse laufen mußte. Diese Möglichkeit fällt jetzt weg. Daher bedeutet die Maßregel für die Arbeiter in vielen Fällen eine Verteuerung der Fahrt; auch wenn sie in einer Woche nur 19 oder 8 Fahrten machen, müssen sie 12 Fahrten bezahlen. Diese geradezu kleinliche Knickerei der sächsischen StaatSbahn wirkt besonders erbitternd angesichts der Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Rückfahrkarten auf 46 Tage, wovon die Arbeiter den aller- geringsten Vorteil haben. Eine Eingabe von Interessenten an daS Finanzministerium wegen dieser Maßregel wurde mit der Erwiderung abgefertigt, daß die Wochenkarten immer noch billig genug seien. Maßregeln gegen die Arbeitslosigkeit forderte eine vom Metallarbeiteroerbande in Hamburg einberufene Versammlung. Sie beschloß, ihre Forderungen in einer Petition niederzulegen, die an Senat und Bürgerschaft gerichtet werden soll. Die Arbriterbeisitzer der pfälzischen Gewerbegerichte hielten am Sonntag in Speyer eine Konferenz ab, an der neben 41 Arbeitervertretern auch 11 Unternehmervertretcr und fünf Vor- sitzende sowie nenn Vertreter von Gewerkschaftskartellen teilnahmen. Der Vorsitzende Dr. Siegel hielt einen Vortrag über den gewerblichen Arbeitsvertrag, der eine lebhaste Aussprache zeitigte. Dann beschäftigte man sich auch mit dem Verbandstage in Lübeck. Dazu ivurde einstimmig eine Resolution angenommen, die das Einverständnis mit der Stellungnahme der Arbeiterbeisitzer auf dem Verbandstage ausspricht. Sie erkennt die VerbaudStage erst dann als ersprießlich an. wenn auch die Arbeiterbeisitzer stimm- berechtigt zugelassen werden. Außerdem wurde einstimmig der Wunsch'ausgcsprochen, daß die Städte Delagationen zu den Verbands- tagen entsenden sollen. Die pfälzischen Konferenzen sollen in Zukunft heißen„Konferenz der pfälzischen Gewerbegerichts-Bcisitzer". Das bedeutet, daß auch alle Unternehmer-Vertreter zur Teilnahme aufgefordert sind. VevpKmmlungvn. Eine gut besuchte Metallschleiferversammlung tagte am Dienstagabend im großen Saale des ÄewerkschaftShauseS, um sich über die weiteren Maßnahmen bezüglich deS Streiks bei der Firma Jürst u. Co. schlüssig zu werden. Schon vor circa fünf Wochen wurden seitens der Firma kleine Lohnabzüge gemacht. Nunmehr aber trat die Firma mit Lohnreduktionen bis zu 29 Proz. an die Arbeiter heran. Ihr etwas eigentümliches Verhalten begründete die Firma damit, daß sie erklärte, in 26 Jahren habe sie 13 999 Mark zugesetzt, daher müssen die Lohnreduktionen 29 Proz. betragen. Die Versammlung beschloß, daß der Streik weiter be- stehen bleibt. Sollte die Firma versuchen, ihre Arbeiten außerhalb der Fabrik anfertigen zu lassen, dann haben die Schleifer der be- treffenden Firmen die Arbeit zu verweigem und werden als Streikende betrachtet. Es stehen 16 Mann im Streik, davon sind 13 organisiert. In der Fabrik ist leiner stehen geblieben, während sich drei Arbeitswillige auS andern Branchen fanden, welche angelernt werden sollen. In dem Bersammlungöbericht der Filiale deS deutschen Holzarbeiter-Verbandes Rixdorf in Nr. 247 des„Vorwärts" be- findet sich eine Bemerkung, die geeignet erscheint, mich meinen Kollegen gegenüber zu kompromittieren. Es heißt im Bericht: �Es gelangte folgender Antrag mit großer Majorität zur An- nähme: Die Versammlung wolle beschließen, beim Hauptvorstand zu beantragen, den Kollegen Kurkowskq auf Grund des§ 21 Absatz d des Statuts aus dem Verbände auszuschließen." Die Majorität für diesen Beschluß sah so auS, daß von circa 69 Anwesenden ein Drittel für den Antrag stimmte, die andren zwei Drittel zum Teil sich der Abstimmung enthielten, zum Teil dagegen stimmten. Auf diese Art ist die große Majorität entstanden. Es wäre nun wohl richtiger gewesen, wenn der Schriftführer erst dann den Beschluß veröffentlicht hätte, wenn der Vorstand in der Sache das Urteil gefällt hat. Den Anlaß zu obigem Beschluß bildet meine bisherige Thätig» keit als Tischler in der Holzindustrie Hermann Schutt, Aktiengesellschaft, welche Thüren, Futter, Bekleidungen und Kehlleisten zu verkaufen bat. Infolge der geringen Beschäftigung wurde ich von meinem Chef beauftragt, den Verkauf bei den Tilchlermeistern zu ermitteln. Ich hatte Bekleidungen nnd Kehlleisten zu offerieren, den Verkauf der Thüren betrieb das Geschäft selbst. Da nun die Thüren mit den Be- kleidungen in einem Katalog zusammen verzeichnet sind, so haben einige Kollegen gefunden, daß ich ihnen Konkurrenz mache und aus dem' Verbände ausgeschlossen werden muß. Durch die fortwährenden Nörgeleien ist es nun so weil ge- kommen, daß die Sache zu Ohren meines Arbeitgebers gekommen ist und ich jetzt als Arbeitsloser das Straßenpflaster zu treten habe. Dieses zur Aufklärung für die geehrten Leser, damit sie wissen, was ich verbrochen habe. Das' Weitere wird der Hauptvorstand veranlaffen. Franz Kurkowsky. Die Bürsten- nnd Pinselmacher, welche im Holzarbeiter« Verband organisiert sind, beauftragten in der letzten Branchen- Versammlung ihre Kommission, sich mit folgender Angelegenheit zu befaffen: Die Brauerei-Berufsgenossenschaft hat in der Köthener- straße eine Werkstatt errichtet, in welcher sie ihre invalid gewordenen Arbeiter mit der Anferttgung von Brauereibürsten beschäftigt'; gegen- wärlig werden sechs Mann' dort beschäftigt, später sollen für samt- liche Brauereien der Provinz Brandenburg die Bürsten dort an- gefertigt werden, was dann eine gänzliche Arbeitslosigkeit vieler Kollegen im Gefolge hat. lieber die bevorstehenden Schöncberger Stadtverordneten- Wahlen sprach am Montagabend Genosse W Ma nasse in einer Wählerversammlung in Obsts Lokal. Redner berührte u. a. die Bedeutung der Schule in kultureller Beziehung und führte aus, daß in Schöneberg in der Frage der Volksschule noch viel, sehr viel zu wünschen übrig sei, daß man wohl der Ausgestaltung des höheren Lehrwesens große Aufmerksamkeit zuwende. die Volksschule aber immer nur nebenbei behandle. Zwar ivird bei vielen Gelegenheiten von gegnerischer Seite stets behauptet, man will von der Kommune „nichts geschenkt haben". Was ist es aber anders. wenn von den Steuerzahlern für den Schüler der höheren Schule un- qefähr im Durchschnitt 139 Mark, für einen Gemeinde- schüler dagegen nur 66 Mark aufgebracht iverden müssen. Redner besprach die Forderung der Unentgeltlichkeit der Lernmittel und die regelmäßige ärztliche Untersuchung der Kinder durch von der Gemeinde anzustellende Aerzte, er forderte eine bessere Gestaltung des Krankenwesens und vor allem die Verpflichtung der Gemeinde zur Steuerung der Wohnungsnot. Seine mit Beifall aufgenommenen Ausführungen schloß er mit dem Appell an die Anwesenden, bei den am 11. November stattfindenden Wahlen ihre Stimme nur dem socialdemokratischen Kandidaten zu geben. In der kurzen Debatte wurden die gemachten Ausführungen noch durch treffende Beispiele ergänzt, unter anderm besprach Stadtverordneter Genosse Obst die Unmöglichkeit, bei der jetzigen Vertretung und Gestaltung des Stadtparlaments irgend etwas in der vom Referenten erivähnten Hinsicht zn erreichen, denn durch das bestehende Wahlgesetz sei doch die größte Mehrzahl der Bürger und Steuerzahler in der städtischen Körperschaft ohne Vertretung. Genosse Schubert verweist auf deu Mischmasch der bürgerlichen Kandidaten, welcher es uns zur doppelten Pflicht mache, gegenüber dem zwar noch vor- läufigen Zusammengehen dieser verschiedenen Elemente uns fester aneinander zu schließen, damit unsre Kandidaten zum Siege gelangen._ Urtzke Netchvichkett und Depeschen» Russischer Pump in Amerika. Petersburg, 23. Oktober.(B. H.) Wie von informierter Seite verlautet, sollen die Mittel, welche die Regierung zur Fortsetzung öffentlicher Arbeiten und zu Kolonisationszwecken dringend benötigt, mittels einer in Amerika aufzunehmenden Anleihe beschafft werden._ Erfurt, 23. Oktober.(W. T. B.) Heute mittag wurde die Familie eines Arbeiters in ihrer Wohnung erstickt aufgefunden. Die Frau, die Tochter und deren Kind lvaren bereits tot; bei dem Manne werden noch WicderbelebungS-Verfuche gemacht. ES scheint Gasvergiftung vorzuliegen. Marburg, 23. Ottobcr.(W. T. B.) Wie die„Obcrhessische Zeitung" meldet, erfolgte heute nachmittag in der Universität eine Gasexplosion, durch welche zwei Personen verletzt wurden. Sämt- liche Fensterscheiben des Senatssaalcs wurden zertrümmert; auch die Decke wurde stark beschädigt. München, 23. Oktober.(W. T. B.) In der heutigen Sitzung de? Finanzausschusses der Kammer der Abgeordneten erklärte der K r i e g s m i n i st e r General v. A s ch bei der Beratung deS HeereSetatS die Blättcrmeldung, daß in Bayern die grauen Offiziers- mäntel abgeschafft werden sollten, für falsch. Der Minister recht- fertigte ferner gegenüber verschiedenen Angriffen das Vorgehen der bayrische» Miiitärvcrwaltung bei den' freiwilligen Meldungen bayrischer Soldaten zur China- Expedition als vollkommen un- anfechtbar. Wien, 23. Oktober.(W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Abg Stransky tritt für die Dringlichkeit seines Antrages, betreffend die Zusammenstöße zwischen Deutschen und Czechen in Littau ein, indem er, unter heftigen Protesten der Alldeutschen, die dortigen Vorfälle als einen von langer Hand vorbereiteten Gewaltakt darstellt. Ministerpräsident v. Kocrber weist demgegenüber auf Grund amtlicher Ermittelungen nach, daß die Littauer Vorfälle ganz unbedeutender Art waren; er bedaure dieselben und erwarte, daß die strafgericht- liche Untersuchung die Schuldigen ermitteln werde. Abgeordneter Baron D'EIvert betont, wiederholt von Zwischenrufen der Czechen unterbrochen, die Darstellung des Ministerpräsideuten habe auf das deutlichste die tendenziöse Uebcrtreibung der Vorfälle seitens deS Abg. StranSky bewiesen. Die Deutschen müßten den Eroberungs« zügen der Czechen, ivelche in Mähreu eine deutsche Stadt nach der andren zu gewinueu suchten, äußersten Widerstand entgegensetzen. (Lebhafter Beifall links, Lärm bei den Czechen.) Während der Rede D'EIvert» kommt es zu einem erregten Wortwechsel zwischen den Abgeordneten Franko Stein und Klofac, der in Thätlichkeiten aus- zna'rten droht. Nachdem noch zwei Redner gesprochen, wird die Weiterberatung auf morgen vertagt. Wie», 23. Oktober.(W. T. B.) Wie die„Deutschnationale Korrespondenz" meldet, sei heute im Abgeordneteuhanse von seile» der Deutschen Volkspartei ein Antrag eingebracht worden, durch welchen die Regierung aufgefordert wird, bei denHaudelSvertragS- Verhandlungen mit dem Deutschen Reiche außer auf Erreichung einer möglichsten Herabsetzung der Zölle für die östreichische ViehauSfuhr nach dem Deutschen Reich auch auf Ersetzung der jetzt be st ehe»den Viehseuchen- Konvention durch ein die Leichtigkeit des Handelsverkehrs mit Vieh sicherstellendes Uebereinkonunen oder durch specielle Vertrags- bestimmungen zu bestehen. Lemberg, 23. Oktober.(B. H.) Die Stadt Jaworow steht in Flammen, lieber 49 Wohnhäuser sind bereits niedergebrannt. Petersburg, 23. Oktober.(W. T. B.) Die„Sakaspiskoj Odos- renie" berichtet aus A st r a b a d von heute: Der Kriegsminister General Kurpatkin besuchte während seines Aufenthalts in Merw ein Gefängnis, in welchem sechs Afghanen sich befanden, die als Spione verhaftet lvaren. Da keine Beweise für ihre Schuld vorlagen, gab ihnen der Kriegs- minister die Freiheit und sagte ihnen: Afghanistan tvurde von Unglück bettoffen, es starb sein Emir Abdurrahman, und den Thron bestieg Habib Ullah, einer seiner Söhne. Wir Russen betrachteten uns stets. auch früher, als Freunde Afghani si ans und solche wollen wir auch weiter bleiben bei dem gegenwärtigen Regierungswechsel. Indem ich Euch daher die Freiheit gebe, befehle ich Euch, bei Eurem nächsten Chef Euch zu melden und diesem die von mir gehörten Worte zu wiederhole». Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Xh.«locke in Berlin. Druck und Verla» von Max Babing in Berlin. Hierzu ft Beilage»«. Iluterhaltungsblatt. Nr. 249. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 24. Oktober 1901. Die Arbeitszeit der englischen Handelsangestellten. London, 18. Oktober. schäftliche Verkehr zwischen den Bankleitern und ersten Beamten mit Für den 48. Kommunal- Wahlbezirk fand Dienstagabend den übrigen Angestellten ist längst nicht mehr so patriarchalisch wie im Kolberger Salon eine Wählerversammlung statt, in der Genosse in früheren Zeiten, er hat sich den veränderten Verhältnissen ent- Pfannkuch über die Bedeutung der Kommunal Der Bericht der Specialkommission der Lords über den Gesetz- zwischen Kapital und Arbeit wie im gesamten Wirtschaftsleben heraus- Redner, daß die liberale Majorität im roten Hause für weitsichtige, sprechend ganz anders gestaltet und es hat sich derselbe Gegensatz wahlen referierte. Ju seinem interessanten Vortrage kritisierte entivurf betreffend frühzeitigen Schluß der Geschäfte( Report from the Select Committee of the House of Lords on Early Closing gebildet. socialpolitische Maßnahmen, wie sie im Interesse der Bürgerschaft Der Referent beleuchtete sodann in eingehender Weise neben den liegen und seitens der socialdemokratischen Fraktion beantragt worden of Shops) ist fürzlich erschienen. Er enthält auf den 238 Quartjeiten sonst üblichen Einrichtungen namentlich die der Pensionskaffen. Danach find, wenig oder gar kein Interesse an den Tag legte, vielmehr sich ein wichtiges focialpolitisches Material, dem vor allem die Thatsache zu ist nur in zwei großen Banken die Pensionsberechtigung statutarisch in Byzantinismus gegenüber der Serone gefiel, der leider entnehmen ist, daß die seit dem Jahre 1842 gemachten Anstrengungen, und für die Beamten günstig geregelt. In vielen Banken sind die bis heutigen Tages noch historische Rechte" eingeräumt find, eine Berkürzung der Arbeitszeit der Handelsangestellten auf Grund Pensionsverhältnisse in der Hauptfache ungeregelt, es kann nach durch deren Anwendung der Kommune Berlin hindernd freiwilliger Vereinbarungen herbeizuführen, erfolglos geblieben sind. Willkür und Gunst verfahren werden. Zum großen Teil besteht noch in den Weg getreten wird. Genosse Pfannkuch schloß: Wählen Der Ruf nach gefeßlichem Eingreifen ist beinahe allgemein. die Bestimmung, daß derjenige, der seine Stellung freiwillig auf Sie einen Socialdemokraten, so dürfen Sie sich versichert halten, daß Die Kommission bestand aus neun Mitgliedern: Lord Salisbury, giebt, alle seine Ansprüche an die Pensionskasse der betreffenden Baut tein Waschlappen dorthin geschickt wird, wo es gilt, große KulturHerzog von Marlborough, den Grafen v. Stamford, v. Romney verliert, was eine gewisse Beschränkung der Freizügigkeit für den aufgaben zu lösen; es thut not, Männer zu entfenden, die in erster v. Hardwicke, v. Verulam, Lord Brassey, Lord Avebury und Lord- Bischof Baukbeamten zur Folge hat, indem er sich nur sehr schwer entschließen Linie den Interessen des Proletariats und somit gleichzeitig der von Winchester. Das sind also neun Männer, denen man irgendwelche kann, eine andre Stellung anzunehmen, wo er zunächst von dieser Allgemeinheit der Kommune Berlin zu dienen wissen.( Beifall.) agitatorische Begeisterung für Socialreform gewiß nicht nachsagen kann. Eine Ausnahme bildet vielleicht Lord Avebury, der dem opponierenden Begünstigung ausgeschlossen ist. Auch bei Entlassungen sind in ver- Eine Diskussion fand nicht statt und wurde die Versammlung, nachMöbelhändler Sir Blundell Maple hart zusezte. Im ganzen dürften schiedenen Banken für den Entlassenen die Beiträge gänzlich, in dem der Vorsigende verschiedene geschäftliche Mitteilungen gemacht andern Banken teilweise verfallen. Das schlimmste ist aber, daß und zu rühriger Agitation für die bevorstehenden Wahlen aufdennoch die Schlüsse, zu denen die neun Lords gelangten, auch für oftmals mit dem Gelde gearbeitet wird und unter Umständen der gefordert, mit einem Hoch auf die Socialdemokratie geschlossen. den heftigsten Gegner der Arbeiterschutz- Gesetzgebung maßgebend ganze Pensionsfonds, wie es schon vorgekommen ist, verloren geht. fein. Sie berichten: Die Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter hielten am 14. b. M Der Redner bespricht hierauf die in legter Zeit vorgekommenen im Gewerkschaftshause ihre Generalversammlung ab. Der Kassierer 1. Die Kommission hat 12 Sigungen abgehalten und 86 Zeugen Entlassungen von Bankbeamten und teilt hierbei mit, daß die gab die Abrechnung vom dritten Quartal. Danach beläuft sich die vernommen; 62 derselben vertraten bedeutende Vereinigungen von Dresdner Bank bisher keine Entlassungen vorgenommen hat, wie Gesamteinnahme auf 6579 M. 90 Pf., der eine Ausgabe von Geschäftsleuten in allen Teilen des Landes. 2. Die Vernehmungen haben bewiesen, daß der Gegenstand bank für Deutschland ca. 55 Angestellte entlassen worden. Bei der 3195 m. verausgabt. Als Obmann für die Kontrollkommission wurde irrtümlich behauptet worden ist. Hingegen seien von der National- 4018 m. 20 Pf. gegenübersteht. An Krantenunterstützung wurden von dringender Wichtigkeit ist und daß die vorhandenen Uebelſtände Breslauer Diskontobank finden fortgefekt Entlassungen statt und Säbide, als Stommissionsmitglied für Bezirk Südosten Püring, als tein allgemeines oder kein genügendes Zeichen einer Besserung aufweisen. In vielen Plägen sind die Geschäfte von 80 bis 90 Sumden auch einige andre Banken haben eine Personalreducierung eintreten Mitglied der Achtzehner- Kommission W. Wolf gewählt. Sauerzapf Lassen oder in Aussicht genommen. Derartige Entlassungen teilte sodann u. a. mit: Die Organisationen der Holzarbeiter, der die Woche offen, außer der Zeit, die das Wegräumen, das Zusammenvon Bankbeamten waren früher ganz unerhört. Tegen der Waren und das Verpacken der gekauften Artikel in AnDer eigent Möbelpolierer und der Maschinenarbeiter haben ein Startellverhältnis liche Bankbeamte, der nur in spruch nimmt. ber Bankbranche, auf bes Bankbranche einseitig auf folgender Grundlage abgeschlossen: die Möbelpolierer und gehilfe und auch thätig war, ist weit schlimmer dran, als der Handlungs- die Maschinenarbeiter entienden regelmäßig zu den Sizungen des fast unmöglich ist, in einem andern Fach eine geeignete Stellung der gemeinsamen Werkstatt- Interessen. wie der einfache Arbeiter, weil es ihm Holzarbeiter- Verbandes je einen Delegierten behufs Wahrnehmung Bei allgemeinen Streits zu finden. Der Referent behauptet sodann, daß schließlich auch Bes unterstützen sich die Organisationen gegenseitig, nachdem vorher eine durch die Spielverluste der Bankleiter belastet ist, herabzusetzen. Der Arbeitsvermittelung sind vollberechtigte Mitglieder des Holzarbeiteramtenentlassungen vorkommen, nur um das Unkosten Konto, das gemeinsame Beratung der Vorstände stattgefunden hat. Bei der Redner, der in seinen weiteren Ausführungen erörterte, was die sowie des Maschinenarbeiter- Verbandes, welche Maschinenarbeiter Bankbeamten unter den veränderten Verhältnissen zu thun hätten, find, gleichberechtigt, und werden der Reihe nach im Arbeitsempfiehlt der Versammlung die Anerkennung und Bethätigung nach um einer weiteren Verschlechterung ihrer Lage entgegenzuivirken, nachweis der Maschinenarbeiter, Kleine Andreasstraße 15, geführt. Alle im Bureau des Holzarbeiter- Berbandes eingelaufenen folgenden Grundsägen: Stellen für Maschinenarbeiter sind sofort im Arbeitsnachweis der Maschinenarbeiter, ohne Angabe der Adresse, zu melden. Diese eingelaufenen Stellen im Arbeitsnachweis des Holzarbeiter- Berbandes erhalten nur die Kollegen, welche mit einer vom Maschinenarbeiter Verband ausgestellten Starte sich legitimieren können. Bei Wahlen und Vertretungen zu Körperschaften( Gewerbegericht, Inmungsausschuß usw.) werden die Kandidaten gemeinsam aufgestellt. So lange das Kartell besteht, sind die Organisationsstreitigkeiten in den Werkstellen zu unterlassen. Die Versammlung nahm befriedigend hiervon Kenntnis. Ein Antrag, die Versammlung möge beschließen, den Borstand zu beauftragen, eine Statistit aufzunehmen, wieviel Mitglieder auf den Vorwärts" abonniert sind, wurde angenommen. 3. 84 Stunden die Woche von 6 Arbeitstagen ergeben 14 Stunden täglicher Arbeitszeit. Es ist selbstverständlich, daß eine so lange Arbeitszeit, besonders in überfüllten, mit Gas beleuchteten und schlecht gelüfteten Räumen der Gesundheit schädlich ist." 4., 5., 6. und 7. enthalten Gutachten der bedeutendsten englischen Aerzte über die zerstörenden Wirkungen langer Geschäftsstunden auf die Gesundheit der Angestellten. 8. Solche ernste Mahnungen der ersten medizinischen Autoritäten dürfen unsres Erachtens nicht ignoriert werden. Wir haben uns je doch bemüht, zu erfahren, ob und welche Einwürfe gegen gesetzlichempfiehlt Maßnahmen über diesen Gegenstand gemacht werden. " Es ist eine dringende Notwendigkeit, den Aktiengesellschaften die 9. In erster Reihe waren wir bestrebt, die Ansichten der Geschäfts- gefegliche Pflicht aufzuerlegen, für ihre Angestellten Bensions- und Teute kennen zu lernen. Durch mündliches Zeugnis sowie durch Stellenlosigkeits- Versicherungen zu errichten, die rechtliche Ansprüche Petitionen und Versammlungsbeschlüsse; einer großen Anzahl von Ber- gewährleisten. Ausdehnung der staatlichen Invaliditäts- und tretern verschiedener Handelsvereine haben wir diese Ansichten er- Altersversicherung auch auf Arbeiter mit mehr als 2000 m. jähr fahren. Davon waren 290 zu Gunsten geseglicher Maßnahmen; lichem Einkommen. Zur Erreichung dieser nächsten Ziele kann nur Einsprüche dagegen wurden nur von Getränkehändlern und Pfand eine gemeinsame Organisation aller Handelsangestellten unter Ein leihern erhoben. 10. Die Beugen waren der allgemeinen Ansicht: obwohl die fügung in die große moderne Arbeiterbewegung mit Sicherheit führen. Die Ausführungen des Referenten wurden oftmals durch lebZustände ohne die freiwilligen Anstrengungen noch schlechter wären, hafte Rundgebungen unterbrochen, von einem Teil der Versammelten jezt aber von denselben nur wenig zu erwarten sei und ein gesetz- aber auch dagegen protestiert. In der Diskussion erklärte Herr liches Eingreifen nicht länger verschoben werden dürfe." Dr. Treuenfels, daß die Entwicklung des Bankwesens und die Jn 11., 12., 13. und 14. erklären die Lords, die Vernehmungen Verhältnisse der Angestellten von dem Referenten im wesentlichen verbandes der Handels- 2c. Arbeiter beschäftigte sich in ihrer am Die Sektion der Hansdiener und Packer des Centralhaben ihnen die Ueberzeugung beigebracht, daß der frühzeitige Geschäftsschluß sowohl für die Geschäftsleute wie für die Käufer ganz zutreffend geschildert wurde, daß er aber die Art des Vor- 15. Oktober abgehaltenen Versammlung mit den schon öffentlich und Angestellten von großem Nußen sein werde,„ besonders für gebens nicht gutheißen könne. Sehr treffend setzte Herr Benno besprochenen Mißständen, die bei den Baketannahmestellen der Postdie weiblichen Angestellten." Sie empfehlen deshalb dem Haufe der polemisierte, den Versammelfen auseinander, daß die Leitungen der infolge starken Andranges der Geschäftsdiener zur Paketabfertigung Maaß, der unter lebhaftem Beifall gegen den Vorredner ämter sich regelmäßig des Abends bei Schluß der Dienststunden Lords die Annahme des folgenden Gesezentwurfs; kaufmännischen Vereine, die allerdings von den Chefs sehr zu Un- bemerkbar machen. Der Referent Werner hob unter anderm hervor, " Die Stadträte find ermächtigt, je nach den Bedürfnissen der gunsten der Angestellten beeinflußt sind, dazu gedrängt werden müssen, daß, obgleich der Staatssekretär v. Podbielski bei der Besprechung unter ihrer Jurisdiktion stehenden Gebiete provisorische Regulierungen zu den schwebenden Tagesfragen Etellung zu nehmen betreffend frühzeitigen Geschäftsschluß zu erlassen; ehe sie Gesetzes auf die Gesetzgebung einzuwirken. Nicht durch verweigerte jetzt noch keine durchgreifende Aenderung eingetreten sei. Ja, bei den und der besagten Mißstände im Reichstage Abhilfe zugesagt habe, biš traft erlangen, müssen sie jedoch in üblicher Weise dem Parlamente Audienzen oder in den Papierkorb wandernde Petitionen, sondern meisten Postämtern hätten die Mißstände jezt einen höheren Grad ervorgelegt werden." durch unabläffige Thätigkeit, wie fie bon den laffen reicht als früher. Auf einzelnen Bostämtern, namentlich in der Die Formulierung dieses Autrages stammt von Lord Salisbury. bewußten Arbeitern geübt wird, werden Erfolge erzielt, und Stronenstraße und auf dem Haupt- Postamt in der Spandauerstraße, Die Handelsangestellten sind mit diesem Antrage begreiflicherweise wenn die Bankbeamten dies einsehen, so müssen auch sie in dieser sei der Verkehr in der Zeit von 6-8 Uhr abends lebensgefährlich. unzufrieden. Sie sind der Ansicht, daß die Stadträte meistens Weise vorgehen, um wirkungsvoll ihre Interessen zu vertreten. Obwohl um 7 Uhr die Thüren zu den Annahmestellen geschlossen fleine Geschäftsleute nicht die geeigneten Organe seien, ein Knobel, Arbeiterschutzgesetz vorzuschlagen. Die Angelegenheit sei von natio- Hierauf sprach noch Herr seno bel, ein Angestellter der Dresdner werden, häuften sich die Packete so an, daß die Abfertigung oft bis naler Bedeutung und müsse von vornherein in die Hände des Bank und Redacteur eines Organs für Bankbeamte, der zivar die 9 Uhr abends dauert. Die Arbeitszeit der hier in Frage kommenden gemachten Ausführungen nicht widerlegen konnte, aber sich gegen die Hausdiener und Backer werde dadurch unnötig verlängert. Diesem Parlaments gelegt werden. Unter den 86 vernommenen Zeugen befand sich auch ein Agitation unter den Bankangestellten wandte und behauptete, daß Uebelstand werde aber nur dann abgeholfen, wenn seitens der Deutscher, Namens Paul Vogel, der als Socialdemokrat und Sekretär Bankleiter dadurch veranlaßt würden, der gegenwärtige Zeitpunkt der unglücklichste wäre und die Oberpoftverwaltung die Verfügung erlassen wird, daß anstatt wie von ihrer Macht den bisher um 7 Uhr die Postpaket- Annahmestellen in Zukunft um 6 Uhr der Kellnergewerkschaft den Einschluß der Kellner, Barmädchen und Angestellten gegenüber Gebrauch zu machen. Dieser Redner abends geschlossen werden müssen. Hoteldiener in den Gefeßentwurf betreffend frühzeitigen Geschäftsschluß versuchte dann noch nachzuweisen, daß allerdings der Arbeiter Ebenso müßte dies auch bei den Bahnpostämtern geschehen, wo verlangte. Gen. Vogel hat volle zehn Jahre an der Organisation immer Arbeiter bleiben muß, daß aber im Gegensatz hierzu den hente noch bis nachts 12 Uhr und darüber hinaus gewöhnliche der Londoner Kellner gearbeitet. Er erklärte, daß in Londoner Bankbeamten viele Chancen zu höheren bezw. selbständigen Stellungen Batete, auch in größeren Mengen aufgegeben werden dürfen. Nach Hotels und Restaurants von 16 bis 18 Stunden täglich geschafft geboten werden. Die Ausführungen des Herrn Knobel veranlaßten lebhafter Distuffion, in welcher Salisti, Gutsche, Straube und Mener wird. Die Gefundheitsverhältnisse in diesem Berufe sind so schlecht, einen Teil der Versammelten, die andrer Meinung waren wie der in demselben Sinne wie der Referent sprachen, fand nachstehende daß die Lebensversicherungs- Gesellschaften höhere Prämien für Steller Redner, wiederholt zu Zwischenrufen. Als aus diesem Anlaß der Stefolution einstimmige Amahme: berlangen. Vorsitzende Friedländer die Bemerkung machte, Herr Knobel habe Die Versammlung spricht ihre tiefste Entrüstung über die be= Auch über die Entlohnung der Handelsangestellten liegen be- es wohl auf eine Störung der Versammlung abgesehen, entstand stehenden Mißstände bei den Paket- Annahmestellen der hiesigen Postglaubigte Thatsachen vor. Das Gehalt variiert zwischen 20 und eine anhaltende lebhafte Unruhe, die sich jedoch legte, als der Vor- ämter aus. Die Versammlung beauftragt den Vorstand des Ver35 M. die Woche. Im ganzen macht der sorgfältig abgefaßte Bericht den Eindruck Beschlüsse wurden nicht gefaßt, doch bewies der lebhafte Beifall, gelegenheit einzulegen. Das zur Verfügung stehende Material ist sigende erklärte, er nehme feine Aeußerung zurück. Irgendwelche bandes, bei der Ober- Postdirektion Berlin Beschwerde in dieser Aneiner bitteren Anklagefchrift gegen die entwürdigenden Zustände, die weicher dem Referenten auch bei seinem Schlußwort gezollt wurde, der socialdemokratischen Fraktion des Reichstages sowie den Welteſten in den Handelshäusern der englischen Großstädte herrschen. Man daß ein beträchtlicher Teil der Versammelten mit den, vom Central- der Kaufmannschaft zu überweisen. verheimlicht die Uebelstände gar nicht; man gesteht sie offen; aber verband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen vertretenen Standwas machen? Die Konturrenz ist scharf und läßt ein menschen- punkt durchaus einverstanden ist. würdiges Dafein nicht zu. Die Klage über die Verkümmerung der Nasse ist fast eine allgemeine. Gesunde, hoffnungsvolle und mit Versammlungen. Die Bankbeamten und die Krisis. Die Rabikputer hielten am 16. Oktober ihre regelmäßige Mitgliederversammlung in den Arminhallen ab. Ehe in die Tagesordnung eingetreten wurde, ehrte die Versammlung das Andenken einer gewissen Bildung ausgerüstete junge Männer und Frauen Ueber die Bedeutung der bevorstehenden Stadtverordneten des verstorbenen Kollegen Antoni Menardes. Hierauf gab der Vors strömen jahraus jahrein aus der Provinz in die Großstädte, um Wahlen für die Arbeiter sprach der Stadtverordnete Genosse sigende Nieke das Resultat der Streitfondskarten- Kontrolle bekannt. nach einer Anzahl von Jahren körperlich erschöpft und geistig ab- Borgmann in einer am Dienstagabend im Berliner Prater statt: Es wurden von der Verwaltung Berlin III 259 Starten ausgestellt, Kontrolle 192, entzogen fich geftumpft in die Provinz zurückzukehren, oder als Portiers, Diener, gehabten gutbefuchten Boltsversammlung für den 34. und davon gelangten zur Kontrolle 67, außerdem zur außerdem stellten sich Kontrolle Nur 35. Kommunal- Wahlbezirk. Der Redner verbreitete sich ausführlich der Omnibuskondukteure 2c. in den Großstädten zu bleiben. wenigen gelingt es, selbständig zu werden und ein kleines Cigarren-, darüber, wie seit dem Regierungsantritt des jezigen Herrschers dem 15 von andern Zahlstellen ausgestellte Starten. Summa 207 Karten. Budereis, Materialwaren- oder Kleidergeschäft zu eröffnen. Berliner Kommunalfreifimm noch nie so recht die Somme der könig- Die Kontrolle erstreckt sich auf 32 Wochen. Aus der Kontrolle war lichen Huld geschienen habe, trotzdem doch von seiten der liberalen zu entnehmen, daß nur 4 Kollegen diese 32 Wochen voll gearbeitet Mehrheit im Roten Hause das Menschenmögliche geleistet worden haben, während 203 Kollegen zusammen 1347 Wochen, also im sei, sich dieser Huld würdig zu erweisen. Millionen über Millionen Durchschnitt jeder Kollege von 32 Wochen 61/2 Wochen arbeitslos war. habe es sich diese Mehrheit kosten lassen, um fast allen von jener Hierauf gab der Kassierer die Abrechnung vom 3. Quartal bekannt. Seite geäußerten Wünschen gerecht zu werden; Millionen, die freilich Es betrug die Einnahme für die Haupttasse 1863,90 m., welche Ueber dieses Thema referierte am Dienstag Schriftsteller Georg aus dem Steuersäckel der Bevölkerung genommen worden sind, der einer Ausgabe von gleicher Höhe gegenüberstand. Für die Lokalkasse Bernhard in einer vom Centralverband der hand- selben Bevölkerung, die schon in so vielen Fällen auf die Durch betrug die Einnahme mit altem Bestand zusammen 2271,82 M., die Es blieb ein Bestand von 1945,57 M. Iungsgehilfen und Gehilfinnen einberufenen Versamm führung durchaus notwendiger und selbstverständlicher kommunal Ausgabe 326,25. ant Schlusse des Quartals 193: lung in den Arminhallen. Die Versammlung war fast ausschließlich politischer Reformen verzichten mußte, weil fein Geld dazu vor. Die Mitgliederzahl betrug Im Verschiedenen von Bankbeamten und so zahlreich besucht, daß auch die Nebensäle handen war. Aber nicht nur Geld über Geld haben Magistrat und Dem Kassierer wurde Entlastung erteilt. beschlossen, daß vont jezt ab nur solche Fälle bereits vor Beginn der Verhandlung bis auf den letzten Blag freifinnige Stadtverordnete daran gewendet, um die Somme der wurde befezt waren. Herr Bernhard schilderte die wesentlichsten Ursachen föniglichen Huld wieder über Berlin scheinen zu lassen, selbst die von Maßregelungen Berücksichtigung finden sollen, welche sogleich der gegenwärtigen Krise und deren Folgen, die Entwickelung vitalsten Rechte der Kommune hat man preisgegeben, ohne doch den vorschriftsmäßig gemeldet werden. Es wurde zur Sprache gebracht, des Bankgeschäfts überhaupt und die daraus resultierende, völlig erhofften Erfolg zu erzielen. daß die Firma Günther u. Solwedel nicht den tarifmäßig vereinveränderte Stellung der Bankbeamten. Noch niemals habe eine Und ebenso wenig wie auf seiten der Krone hat die Stadt barten Lohr zahle. Die Versammlung war der Ansicht, daß bei Strise derartig starte Rückschläge auf das Banffach bewirkt wie die Berlin bei den verschiedenen fiskalischen Behörden jemals Entgegen- dieser Firma mal Wandel geschaffen werden müsse. Die Kommission gegenwärtige, noch nie seien Beamtenentlassungen in so großem kommen gefunden. Auch hier nichts als Maßnahmen, die allesamt wurde beauftragt, die nötigen Schritte sofort einzuleiten. Die Zahlstelle Weißensee des Deutschen Holzarbeiter: Maßstabe vorgenommen worden und auch zum erstenmal seien Bank- auf die oftmals schlimmste materielle Schädigung der Stadtgemeinde trachs in diesem bedeutenden Umfange zu verzeichnen. Infolge der hinauslaufen. Gegenüber diesen Thatsachen sei es absolut notwendig, Verbandes hielt am 19. Ottober ihre Mitgliederversammlunggroßkapitalistischen Entwicklung des Bankgeschäfts, die wesentlich durch daß Männer in das Stadtparlament gewählt würden, die gewillt find, ab. Nach dem Bericht des Kassierers hatte die Verbandskasse eine das Börsengesetz begünstigt wurde, habe sich das Verhältnis der An- die Nechte der Stadt, die Interessen der großen Masse der Bevölkerung Einnahme( inkl. Bestand vom vorigen Quartal) von 1244,38 M., gestellten und auch das der Bankleiter ganz anders als früher ges energisch und rückhaltlos zu vertreten. Männer, die ernstlich bemüht dem stand eine Ausgabe von 762,10 m. gegenüber, so daß ein Bestaltet. Mit der Entwicklung zum Großbetrieb ist eine vollständige feien, die vielfachen Schäden auf dem Gebiet des Schulwesens, stand von 482,28 m. verbleibt. Die Lokaltasse wies eine Einnahme Arbeitsteilung eingeführt, der Beamte wird dauernd mit ein und der Arbeiterfürsorge zu beseitigen und die sonstigen kommunal- von 404,52 M. und eine Ausgabe von 249,94 M. auf. Die LokalStadt hatte Berlin zur Durchführung Streitkaffe eine Einnahme von 1008,13 m. und derselben Specialarbeit beschäftigt und benötigt demzufolge nicht die politischen Aufgaben der jenige Qualifikation, wie sie früher unbedingt vorhanden sein mußte. zu bringen. Die Vergangenheit hat gelehrt, daß dieser Aufgabe nur eine Ausgabe von 54,60 m.; bleibt somit ein Bestand von 953,53 m. Dadurch ist aber nicht nur das Gehalt für die gewöhnlichen Be- die Erwählten des arbeitenden Volkes, die Anhänger der Social- Nachdem der Kassierer entlastet wurde, hielt Dr. Wollheim einen amten erheblich reduciert worden und zwar auch in den kleineren demokratie, gewachsen sind. In der Diskussion sprach Genosse Megte Vortrag über Luft und Leben". Hierauf gab Sollege Heine den Banken, wo immer noch größere Kenntnisse erforderlich sind, in zustimmendem Sinne. Gegner meldeten sich troß Aufforderung Bericht vom Gewerkschaftskartell. Da selbiger sein Amt niedergelegt sondern es ist auch das Angebot von Arbeitskräften be- nicht zum Wort. Nachdem der Vorsitzende Wünsch zur regen Mit hatte, wurde Kollege Schlemminger als Gewerkschafts- Delegierter deutend gestiegen. Die ersten, gut honorierten Posten werden arbeit bei der Vorbereitung der Wahl aufgefordert, schloß derselbe gewählt. Sodam machte der Bevollmächtigte auf die bekannte Firma vielfach nur nach Protektion und ohne Rücksicht auf und ohne Rücksicht auf die die Versammlung mit einem freudig aufgenommenent Hoch auf die Schüß in Leipzig aufmerksam, wo sämtliche Arbeiter wegen Lohns differenzen die Arbeit niedergelegt haben. Kenntnisse der Protektierten besetzt. Der persönliche und auch ge- Socialdemokratie. Es werde Licht!" Verein zur Unterhaltung und Belehrung. Seifte ( Donnerstag) 9 Uhr abends im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: Berjammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag der Lehrerin a. D. Frau Planer Bahnsen: Bedürfen unsre Schulen einer Reform?" 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Berein abftinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Berliner Zweigverein ber göberation. Oeffentliche Versammlung Heute fällt dte Versammlung aus. Die nächste Versammlung findet statt Freitag, den 25. Oftober, abends 8 Uhr, im Bürgerfaal des Rathauses. am Donnerstag, den 31. Oftober, 81 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel: Vortrag ber 1 Dr. Scheven:" Die Sittlichkeitsbewegung" Ufer 15. Anmeldungen für die Genossenschaft Abstinentenheim" nimmt Eintritt( Herren und Damen) frei. entgegen der Vorsitzende: Otto Münzer, N., Dunderftr. 90a, III. Urania. Cirkus Schumann| Casino- Theater Mäk Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Donnerstag, 24. Ottober Ueber den Wolken Opernhaus. Lohengrin. Anfang 71/2 Uhr. Schauspielhaus. Der kommende Mann. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Gefchloffen. B Schiller. Hans Hudebein. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Wildente. Anfang 7 Uhr. Berliner. Der Bann. Sierauf: Es tagt. Anfang 72 Uhr. Lessing. Die Fee Caprice. Anfang 72 11hr. Residenz. Sein Doppelgänger. Vorher: Jm Coupé. Anfang 712 Uhr. Neues. Das Ewig- Weibliche. Anfang 72 Uhr. Westen. Bar und Zimmermann. Anfang 7 Uhr. Seceffionsbühne. Detlev Lilien Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Horwarths wunderbare 6 Liliputaner mit ihren kleinsten Pferden der Welt und Pracht- Equipage! Theater crons Buntes Brettl. Unfang Schall und Rauch, 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang Unter den Linden 44. 71/2 Uhr. Thalia. Ein tolles Geschäft. An: fang 72 Uhr. Luisen. Der Mann im Monde. Anfang 8 1hr. Donnerstag, den 24. Oktober 1901: Neues Programm! Täglich: Lothringerstrasse 39. 5 neue Debüts Renz- Gebäude. Karlstrasse. Donnerstag, 24. Oftober 1901, abends präc. 71/2 Uhr: in Berlin. Gala- Programm. Elite- Abend. Neue Debüt 8. Sämtliche neu ut. a. 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Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Berliner Nangen! Täglich abends von 5-10 Uhr: Anfang 8 Uhr! Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner- Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Hans Huckebein. Schwank in 3 Aften von Ostar Blumenthal und Gustav Kadelburg. Freitagabend 8 Uhr: Figaros Hochzeit ober: Ein toller Tag. Sonnabenbabend 8 Uhr: Hans Huckebein. Central- Theater. Heute zum 771. Male: Die Geisha. Operette in 3 Atten von S. Jones. Freitag neu einstudiert: Die Puppe. Operette in 3 Atten von Audran. Einlage: Die freche Natte"( gesungen Sonnabend: von Mia Werber. Die Geisha. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu halben Preisen: Die Geisha. Abends 7 Uhr: Die Puppe. EinLage: Die freche Ratte". " Metropol- Theater. Schön war's doch! Gr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. Emil Thomas a. G. Joseph Josephi a. D. H. Bender. G. Kaiser. Else de Veré a. D. Frid- Frid. F. Georgette. Saharet! Gastspiel: Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Sanssouci Kottbuserstr. 4 a. 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Um 9 Uhr stürmischer Beifall: Direktor Wilhelm Fröbel in der erfolgreichen Operette Weibliche Barbiere. Neueste Tages: Ereignisse. Die drei Silbersterne. Der Musik- Sport- Att. Lebende Riesen- Photographien. Anf. 8 Uhr. Kaffeneröffn. 7 Uhr. Billetvorverkauf von 11-1 Uhr. In Vorbereitung: Grossstadtzauber. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Pension Schöller. Boffe in 3 Atten von Karl Laufs. Hente Tanzkränzchen. Freitag: Maria Stuart. Zum erstenmale in Berlin: Brose mit seinen Herr Maximilian 5 Elefanten. alle billig! Mocquett- Plüsche 5,35 M. per Meter( 130 Centimeter breit). Muster bei näher. Angabe franco. Berlin S., Stettiner Sänger. Emil Lefèvre, Oranienfte. 158. ,, Bosco". Meysel. Britton. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Deutsche Konzerthallen, An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. Specialität.- Doppel- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften. Special- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Vorzügliche Küche. 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Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Prüfen Sie bitte: ☑ Anker Anker Brikets Gardinenhans Bernhard Schwark Wallst. 29( Flur- Eingang) Anker- Briketts sind zu * Friedr. Daniel& Co., die besten der Gegenwart! ArbeitsAnzüge für jeden Industriezweig, fauft man billigst bei[ 23432* Adolf Wecker 3. Mühlendamm 3. Meissner DombauGeldLotterie Ziehung schon 26. October cr. 13160 Geldgewinne baar ohne jeden Abzug zahlbar von Mk. 375000 Die Hauptgewinne sind: 100000 60000 40000 20000 10000 eto. etc. etc. Originalloose à 3 Mk. Für Porto und Liste 30 Pl. extra. Oscar Bräuer& Co. Nach Bank- Geschäft Berlin W.. Friedrichstr. 151 Filialen: NW.: Wilsnackerstr. 63. 0.: Andreasstr. 46 a. Verband der an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter Berlins und der Umgegend. Todes- Anzeige. Am Montag, den 21. Oftober, starb unser langjähriges Mitglied. Paul Neumann. Ehre feinem Andenken. Beerdigung findet heute, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle in Wilhelmsberg aus statt. Um zahl 82/19 reiche Beteiligung bittet Donnerstag, den 24. Ottober, Der Vorstand. Hiermit die traurige Nachricht, daß mein inniggeliebter Mann, der Steinmetz Heinrich Eltzschig am 21. d. M., abends 101 Uhr an der Berufskrankheit gestorben ist. Die Beerdigung findet Freitag den 25. d., nachmittags 4 Uhr von der Leichenhalle Marstraße, Schöneberg, aus statt. Dies zeigt tiefbetrübt an[ 13205 2we. Augufte Eltschig. Danksagung. Sagen hiermit allen lieben Vers wandten, Freunden und Bekannten, sowie allen Geldspendenden unsren Herzlichsten Dank für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme unsrer lieben Schwester und Schwägerin Frau Marie Krüger geb. Sommerfeldt. 13176] Carl Schmidt nebst Frau. Empfehle allen Freunden u. Bekannten mein Weiss-, Bairischbier. und gr. Speisegeschäft. Reichhaltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 f. sowie Abendtisch à la carte von 30 ẞf. an. 2 Vereinszimmer mit Klavier für 20-50 Personen. H.Stramm, Rest., Ritterstr. 123. Vorzeiger Dieses Hat 4 M. 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November 1901: Donnerstag, den 24. Oktober, abends 8 Uhr, im Lokal ,, Urania", Wrangelstraße 10: erleiden Donnerstag, b.24. Ottober, im„ Böhmischen Brauhause", Landsberger Allee: Partei- Versammlung. Tages Ordnung: 15701 hende abends 81/2 Uhr, im Restaurant„ Süd: Oft", Waldemarstraße 75. Nur Herren!( 13236] Eintritt frei! Orts- Krankenkasse der 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Gen. Aug. Bebel über: Gastwirte Die Aufgaben des nächsten Reichstags". 2. Diskussion. 3. Bericht der Beitungs- Kommission und Neuwahl derselben. R309 Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauensleute. Achtung, 6. Wahlkreis. 214/20 u. verwandten Gewerbe zu Berlin. Herbst- Fest bestehend in grossem Sinfonie- Konzert und Solisten- Vorträgen. Kapellmeister: Herr Fischer. Anfang Punkt 8 Uhr. Entree inkl. Tanz 0,60 M. Billets sind im Bureau Engel- Ufer 15, Zimmer 27, und beim Kollegen Greier, Köpenickerstraße 1, 2. Aufgang 4 Tr. zu haben. 21/11 Gäste willkommen. Zahlreichen Besuch der Kollegen erwartet Das Vergnügungskomitee. Wahl- Versammlung Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. ( Verwaltungsstelle Berlin). der Mitglieder( Arbeitnehmer) der Orts- Krantenkaffe der Gastwirte und Donnerstag, 24. Oftober, abends 8 Uhr, im Lokal Hoffmann, verwandten Gewerbe zu Berlin am Am Donnerstag, den 24. Oktober 1901, abends 8/2 Uhr, im Lokal des Herrn Dietrich, Freitag, den 1.November 1901, Brunnenstraße 34: Kommunalwähler- Versammlung für den 32. Bezirk. Tages Ordnung. 220/4 nachmittags 312 Uhr, im Lotal des Herrn Graumann, Naunynstr. 27, zur Vornahme der Ersatzwahl für 32 ausgefchiedene Kaffenmitglieder- Ver zember 1902. „ Kösliner Hof", Röslinerstraße 8: Oeffentliche Metallarbeiter- Versammlung. Tages = Ordnung: 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Kommunalwahlen und unsre Aufgaben im Roten Hause. Referent treter für die Wahlperiode bis 31. DeArthur Stadthagen. 2. Disfuffion. 1. Vortrag: Wird durch die Gewerkschaftsbewegung die heutige Ges Nur Mitglieder, welche ihr in Ord: sellschaftsordnung viel beeinträchtigt?" Referent Genoffe Fritz Kater. Barteigenossen, agitiert für den Besuch dieser Versammlung. nung befindliches, eventuell vom 2. Diskussion. Arbeitgeber ausgefülltes Mitglieds: Die Metallarbeiter des Nordens sind ganz besonders eingeladen. Die Ortsverwaltung. Dr. med. Schaper buch am Gingang zum Wahllokal Volks- Versammlung am Freitag, den 25. Oktober, abends 8 Uhr, Das Wahlkomitee. homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. vorzeigen müssen, haben das Recht, sich an den Wahlen zu beteiligen. Geschriebene, gedruckte oder auf andrem mechanischen Wege hergestellte Kandidatenlisten dürfen bei den Wahlen 274/14 in Obsts Festsälen, Schöneberg, Meininger- u. Martin Lutherstr.- Ede. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. benutzt werden. Tages Ordnung: = 1. Der Milchkrieg und seine wirtschaftlichen Folgen. Künffliche Bähne Bortrag des Herrn Dr. R. Friedeberg 2. Diskussion. 203/15 W. Schünemann. Die Schöneberger Frauen sind zu dieser wichtigen Versammlung besonders eingeladen. Achtung! Bauarbeiter. Achtung! An den Wahlatt schließt sich ein ohne Wurzel: über: ,, Die Bedeutung der Entfernung! Krankenkasse für den Arbeiter. Garantiert Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit schmerzlos! dieses Vortrages für die StaffenZahn- u. Wurzel- mitglieder ist ein zahlreiches Erscheinen Operat., Plomben etc. bringend erwünscht. Bangjährige Garantie. Teilzahlung Woche 1 Mark. Sonntag, den 27. Oktober, vormittags 10% the, im großen Bruno Steffens, Neanderst. 21 Saal des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Groke Versammlung Berlin, den 23. Ottober 1901. Der Vorstand. Poppe, Vorsitzender. Socialdemokratischer Verein Kraushaar, Schriftführer. aller zum Streikgebiet Berlins und Umgegend für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. gehörigen Verbandszahlstellen. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Alwin Körsten über: Die Bedeutung bes Unfallversicherungs- Gesetzes für die Bauarbeiter". 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl der Lohnkommission. 4. Verbandsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. E Bahlreiches Erscheinen erwartet Die Lohntommission. J. A.: Karl Heidemann. Donnerstag, den 24. Oktober, abends 82 Uhr, in Oestreichs Victoria- Salon, Perlebergerstr. 14: Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Dr. Karl Liebknecht: Die Helden 46/1 des Noten Hanses". 284/14 Centralverband der Maurer 2c. ( Zahlstelle Berlin II.) Donnerstag, den 24. Oktober, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlungen: Für Schöneberg im Lofal Krüger, Grunewaldstraße Nr. 110. Für Wedding im Lokal Bergmaun, Pajewalferstrasse 3. Am Freitag, den 25. Oktober, abends 8 Uhr: Für Moabit bei Schöhler, Stromstraße 28. Tages Ordnung: 1. Bericht über die Vertretersizung. 2. Verbandsangelegenheiten. Um regen Besuch bittet 144/ 11* Die Verbandsleitung. Achtung! Kupferschmiede. Achtung! Sonntag, 27. Oktober, nachm. 41/2 1hr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal I: Oeffentliche Versammlung der Kupferschmiede Berlins mit Frauen. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Waldeck Manasse: Wie die Götter starben." 2. Jahresbericht des Vertrauensmannes. 3. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 13226 Der Einberufer. Ortskrankenkaffe der Maler. Montag, den 28. Oktober, abends 8 Uhr, in den ,, ArminHallen", Kommandantenstraße 20: Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Freie Volksbühne. Sonntag, 27. Oktober, nachm. 2% Uhr: 2 Vorstellungen. 2./3. Abteilung im Carl Weiss- Theater: Das Friedensfest. 10./11. Abteilung im Lessing- Theater: Gespenster. Heute, Donnerstagabend 8 Uhr, in der ,, Ressource", Kommandanten- Strasse 57: General- Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Martin Zickel: Ueber Regiekunst. Geschäfts-, Kassen-, Revisionsbericht, Diskussion, Verschiedenes. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet. 231/6 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Vergolder! Heute, Donnerstagabend S Uhr, in der„ Alhambra", Wallner- Theaterstraße 15: [ 226/4 Generalversammlung sämtlicher Kassenmitglieder. Außerord. Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: Tages Ordnung g: 1. Die Maßregelung bei der Firma Leo Berg& Co. nud Ergänzungswahl von 17 Delegierten, Arbeitnehmer, gemäß§ 47a des Stellungnahme dazu. 2. Verschiedenes. Der Arbeitgeber und WertMitgliedsbuch legitimiert. 13146 führer find zu dieser Bersammlung schriftlich eingeladen. Vollzähligen Besuch erwartet Der Vorstand. Statuts. Der Vorstand. Schon übermorgen Ziehung: 26., 28., 29., 30. Oct. und 1., 2. Nov. 1901. 0 4. Meissner DombauGeld- Lotterie 13 160 Gewinne und 1 Prämie in Höhe von Mark 375000 Mark Baargeld ohne Abzug. Im glücklichsten Falle ist der grösste 100000 Prämie zu 60000 Mark Mark Haupt- 40000 Mark Gewinn zu HauptGewinn zu 20000 Mar Haupt 10000 Mark Gewinn zu 15000 Mark 20000 Mark 15000 Mark Gewinne zu 5000 Mk.- 10000 Mark 5 Gewinne zu 3000 Mk.= 20 Gewinne zu 1000 Mk. 30 Gewinne zu 50 Gewinne zu 500 Mk.= = 300 ML.- 15000 Mark 150 Gewinne zu 100 Mk. 15000 Mark 400 à 50, 1000 à 20, 11500 à 10 Mk. Loose à 3 Mark Porto und Liste 30 Pf. extra gegen Postanweisung oder Nachn. durch das General- Debit Alex. Hessel, Dresden, Weisségasse 1. K. S. Lotterie- Collection. Verkaufsstellen in Berlin: Oscar Bräuer& Co. Nachf., W., Friedrichstrasse 181, Wilsnackerstr. 63, Andreasstr. 46a; Neubauer& Co., W., Friedrichstr. No. 198/99; Ludwig Müller& Co., C., Breitestrasse 5; Carl Heintze, W., Unter den Linden 3; Emanuel Meyer jr., C., Stralauerstr. 54; Carl Leipziger, C, Rosenthalerstr. 53; Hugo Rendelmann, W., Friedrichstrasse 205; M. Mündheim, SW. 19; Julius Hahlo, W., Friedrichstr. 160; H. Miles, Sebastianstrasse 77; J. Rosenberg, Kommandantenstrasse 51; R. Schnmacher, Unter den Linden 43, und in allen durch Plakate kenntlichen Looshandlungen. Fast alle Molkereibesizer, auch mehrere Milchhändler und Bäcker helfen die MilchAchtung! verteterungs- Pläne des agrarischen Milchrings dadurch fördern, daß fie Ringmilch verkaufen Achtung! beziehungsweise mit dem Milchring in Geschäftsverbindung stehen! Dhamaliod A Wer den Agrariern zu einem willkürlichen Preismonopol für alle Lebensmittel, erst Milch, dann Butter, Käse, Fleisch, Kartoffeln, Obst, Gemüse usw, verhelfen will, kauft von der Ring'schen Milchcentrale; ( 2603L) jeder andre beachte die ringfreien Geschäfte. Sämtliche Geschäfte, die ringfreie Milch führen, haben das rote Vereins- Plakat mit dem Namen Wiesener und dem Stempel des Vereins Berliner Milchpächter. Vereinigte Milchhändler Berlins und Vororte. An die Arbeitershaft Deutschlands! An Am 13. Juni d. J. Inni d. I. hat die Berliner hat die Berliner Gewerkschafts- Kommission den Boykott über die Nordhäuser Kantabakfabrikate verhängt. verhängt. Den Den Knebelrevers( Versagung des Rechts auf Koalitionsfreiheit) verlangen folgende Nordhänser Kantabakfirmen: C. A. Kneiff, G. Reddersen, H. A. Hanewacker, Berlin& Bona, H.& R. Wittig, Rothhard& Comp., F. C. Lerche, Salfeld& Stein. Wir ersuchen, den Tabak obiger Firmen so lange zu meiden, bis die Juhaber das Koalitionsrecht ihrer Arbeiter anerkannt haben. Die Kommission der Tabakarbeiter. 4. Ziehung 4. Klasse 205. Kgl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 23. Oftober 1901, vormittags. Nur die Gewinne über 232 Wt. find den betreffender Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 80 368 85 462 532 33 719 46 67[ 500] 807 1090 187 563 668 799 806 2055 126 477 95 582 709 47 822 906 3325 39 63 477 755 891 4074 226 96 306 57 421 66 646 736 874[ 500] 904[ 3000] 5021 513 51 55 64 612 62[ 1000] 793 833 907 59 6017 349 531 75 95[ 3000] 754 7229 398 690 704[ 1000] 74 8015 45 129 248 526 42 681 98 703 874 91 9208 349 422 61 505 630 703 985 10032 75 191 273 322 65 989 11005 217 335 3000] 408 43 528 970 86 12221 29 322 428 579 632 772 78 81 841 99 952 87 13153 97 231 74 317 79 95 477 619 709 31 834 905[ 500] 14206 25 602 824 15049 1500] 164[ 500) 73 417 95 583 768 843 93 16363 66 75 401 58[ 1000] 78 676 82 98 912 89 17014 110 371 75 84 419 524 75 89 606 58 78 790 838[ 1000] 66 71 76 941 60 18144 233 410 18 25 54 512 727 86[ 30001 814 78 1500] 19098 100 23 45 551 606 73 761 956 20049 262[ 500] 472 640 725 920 21099 175 434 [ 1000] 553 63 789 851 79 22082 285 490 633 58 814 95 918 22 23124 215 27[ 500] 38 95 537 784 994 24047 52 72[ 3000] 151 74[ 3000] 413 804 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419 25 56 557 607 96 719 33 819 44 59 916 37 64 134016 107 412 760 866 135150 256 98 330 44 482 97 598 687 778 927 136037 288 378[ 10001 521 600 4 57 778 900 137053 66[ 500] 715 54 62 854[ 1000] 138042 336 685 710 813 33 98 139015[ 500] 76 132 290 380 403 501 38 911 77 1500] 79 140248 357 793[ 3000] 883[ 1000] 141153 228 33 348 467 69 77 536 841 88 931 142041 109 224 344 88 403 19 21 46[ 3000] 732 143068 560 766[ 3000] 822 71 93 955 144450[ 500] 617 767 90 145013 69 150 219 767 95 981 146079 232 432 584 669 147193 236 347 80 537 630 88 896 936[ 1000] 89 148066 179 939 601 27 41 765 813 941 71 149167( 1000) 244 565 678 754 30032 149[ 500] 289 324 502 9 89[ 500] 653 718 ( 1000] 59 31000 56 75 111 623 33 65 786 807[ 1000] 18 32181. 214 78 368 480 632 40 715 56 95 916 35 41 33023 37 151 65 202 28 80 303[ 500] 25 421 43 550 695 718 27 815 98 993 34035[ 500] 128 34 92 232 79 343 58 548 605 910 35095 115 500 623 72 836 99 36431 516 712 16[ 500] 58 840 64 37254[ 1000] 360 412 603 705 80 839 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70[ 1000] 87 64125 311 526[ 5000] 42 52 676 847 908 65065 77 85 170 290 336 67 432 41 540 86 717 51 66081 196 228 69 362 454 85 774 67010 158 99 298 405 7 21 24[ 500] 81 503 785 853 58 940 92 68056 79 363 437 53 615 49 721 57 868 943[ 1000] 60 69271 437 713 70130 48 293 514[ 3000] 601 71094 480 603 55 736 78[ 1000] 98 803 58 72155 66 67 474 596 632 782 924 30 73103 18 321 75 691 797 891 957 59 94 74068 165 91 212 534 769 862 75069 421 596[ 500] 621 77 869 904 76034 140 68 274 423 513 631 733 77363 448 503 41 58 690 736 843 990 78112 236[ 500] 43 337 884[ 3000] 79284 94 306 598[ 1000] 611 804 919 64 80156 245 72 411 69 588 649[ 500] 894 948 74 82 81085 196 242 367 468 531 708 800 82257 379 410 537 40 603 59 841 90 99 983 83002 40 129 330 657 887 84153 210 333 47 99 444 63 670 877 963 84 85389 403 [ 1000] 54 500 52 674[ 500] 779 97 816 901 89 86244 77 1500] 378 82 513 673 725 72[ 500] 872 915 18 57 73 1500] 92 87174 204 19[ 500] 79 394 436 74 670[ 1000] 716 97 801 88018 144 371 480 505 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Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Schankgeschäft, Fruchtstraße 54, sofort zu verkaufen wegen Verzugs nach außerhalb. 12796* Milchgeschäfts- Einrichtungen, als Milchkübel, Milchkannen, Milchsiebe 2c. billigst bei Jordan, Kleine Markus893* Straße 28. Gardinenhaus Große Frankfurter: Straße 9, parterre. + 37* Borjährige elegante Herrenhosen aus feinsten Stoffen 9-12 Mart. Verkauf Sonnabend und Sonntag. Berfandhaus Germania, Unter den Linden 21, II. 150011 117 44 76 227 555 151243 78 345 61 808 41 943 51 152158 378 410 27 35 74 643 719 844 937 98 153016[ 1000] 119 69[ 1000] 271 329 566 79 613 19 94 930 64[ 500] 69 154140 353 404 650 51 716 873 904 23 155014 156 90 499 729 32 156004 [ 1000] 90 93 159 92 215 51 85[ 30001 568 93 601 737 157233 343 565[ 1000] 733 808 14 72 952 158006 71 165 239 372 86 563 97 680 83 820 54[ 500] 61 916 74 159080 120 75 1500] 434 663 66 76 713 440 160211 491 527 608 853 946 59 161003 323 64 588 719[ 5001 915 162074 182 242 312 472 92 512 57[ 3000] 67 98 919 24 55 85 1500] 163013 39[ 1000] 53 75 269 396 411 859 164096 112 48 85 212 352 95 530 617[ 500] 737 953[ 500] 165163 461 610 781 85 827 949 74 166013 44 208 19 23 24 360 418 572 664 750 849 952 167137 43 208[ 5001 93 386 408 645 757 966 168096 189 264 99[ 3000] 460 84 594 614 700 28 896 169054 97 585 729 801 11000] 931 50 64 5172101 20 479 82 629 20 479 571 82 628 170200 542 647 85 96 99 955 59 173062 71 76 154 304 61 592 95 701 15 94 942 174400 541 48 50 96 653 175152 552 654 176037 68 78 200 8[ 500] 71 444[ 3000] 61 593 615 865 177027 63 163 79 586 611 76 740 98 910 29 43 61 178313 563 802 5 179300 62 99 405 89 737[ 10001 69 849 62 927 180203 58 96 334 53 615 45 70 760 908 85 181012 15[ 1000 143 1500] 435 57 710 906 75 1500] 182053 315 85 400 657 85 808 66 995 183029 43 122 87 201 10 27 767 68 806 184014 72 270 330 460 514 15[ 500] 43 666[ 500] 814[ 1000] 28 53 961 185107 251 55 374 80 947 186245 63 568 721 49 66 836 966 187223 77 80 399 415 47[ 5000] 669 855 58 66 75 188139 209 32 76[ 1000] 97 666 795 913 189118 207 68 89 91 787 828 190000 193 236 91 322 30 518[ 1000] 632 829 39 931 191056 404 68 521 698 731 919 192052 170 390 532[ 500] 53 680 777 841[ 500] 86, 193141 91 496 509 616 73 700 59 875 928 194039 153 201 68 448 598 662 884 94 932 195232 77 410 43 82[ 1000 597 628 46 196029 321 430 876 908 79 197207 382 441[ 500] 87 514 634 724 46 95 198162 329 497 584 754 800 6 42 907 199612 83 200191[ 3000] 333 652[ 500] 749 832[ 500] 56 905 201308 81 505 51 621 723 992[ 500] 202010 109 18 48 390[ 3000] 409 13 635 885 919 203229 63 429 576 609 25 703 5 37 976 204175 540 651 846 205176[ 500] 338 597 601 856 64 69 962 206055 127 272 386 3000] 501 634 51 70 719 837 945 79 1500 207156 500 65 211 12 352 62 65 421 15001 67[ 1000 78 737 982 208070 13000] 105 25 377 494 588 961 209029 143 5836 656 70375001 686 210203 5 26 656 703 1500] 862 68 69 74 211006 43 292 326 494 646 99 729 812 76 212072 204 95 419 58 707 35 98 813 958 94 213035 39 177 81 368 539 606 63 15001 732 214223 471 539 1500 619 85 812 25 911 89 90 215040 137 319 49 527 37 85 764 805 73 216266 315 484 661 708 15 17 841 930 217232 316 428 91 771 834 93 218017 96 115 86 225 321 23 475 581 99 603 88[ 500] 219197 301 10 401 46 91 506 626 97 765 66 11000 997 220037 182 307 590 130001 716 802 221340 86 410 35 515 130001 650 902 222027 321 403 89 624 981 1500 223360 512 659 914 53 224025 340 415 38 59 86 622 32 76 707 866 95 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500 000 art 2 zu 200 000 wt., 2 zu 150 000 m., 2 g 100 000 Mt., 2 zu 75 000 Wt., 1 zu 50 000 wt., 9 zu 30 000 Mt., 15 zu 15 00 Mart, 32 31 10 000 Mt., 63 211 5000 W, 988 zu 3000 Mt., 1305 zu 1000 Mt., 2421 gut 500 Mt. 4. Ziehung 4. Klasse 205. Agl. Preuß. Lotterie. Biegung vom 23. Oftober 1901 nachmittags. Nur die Gewinne über 232. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 1:26 33 55 460 96 831 1070 257 429 546 2008 28 183 202 10 29.39 56 59 384 457 62 730[ 1000] 60 68[ 500] 845 936 3025 88 165 359 544 56 660 797 848 4029 60 277 90 91 368 703 86 824 28 5027 386 639 703 84 818 21 32 69 6015 144 48 61 66 294 380 489 509 670 94 750 970 84 7097 98 123 43 367 69[ 3000] 464 80 558 85 764 808[ 500] 78 942 79 8131 524 607 53 94 771 816 39 936 82 9028 696 719 89 10145 213 94 350[ 1000] 544 710 99 893 912 55 11131 374[ 500] 517 735 811 12003 124 26 33 344 472 646 844 13030 135 71 242 338 475 97 583 805 53 942 14014 87 133 557 687 768 75 823 15056 1500] 264 30001 608 37 737 883 984 16039 413 70 569[ 3000] 674 17226 498 818 18333 45 427 663 19031 323 30 86 507 683 265 89 20025 265 89 520 697[ 3000] 750 873 980 21030 83 105 55 58 228 57 472 517 72 78 898 957 22215 451 93[ 500] 672 92 723 816 53 947 61 23243 365 69 87 466 685 803 42 53 24138 75 97 400 74 522 733 823 969 [ 3000] 25119 30 92 329 50 429 512 89 703 21 870 989 [ 3000] 26105 267 79 317 473 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 24. Oktober 1901. Aus der Frauenbewegung. Arbeiterinnen Berlins, wahret Eure Rechte! Die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung, die zum Schuße der Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter erlassen sind, werden vielfach seitens der Unternehmer nicht beachtet und die Rechte der Arbeiterinnen werden oft gekürzt. Das Gesetz bestimmt: geregelt sein wird. Selbst da, wo der Streit nicht schon vor der scheint der Bestand der Werkstatt gesichert. Das Bureau des Bereins Wahl beigelegt wird, wo es vielmehr zur Aufstellung liberaler befindet sich nach wie vor in den Räumen der Centralstelle für ArDoppelfandidaturen kommt, ist die Sache bei weitem nicht so ernst beiter- Wohlfahrtseinrichtungen, Köthenerstr. 23, und ist am Montag, gemeint, wie es aussieht. Sogar ein Jacobi würde, wenn der Mittwoch und Freitag jeder Woche nachmittag von 6-8 Uhr für bisher von ihm bertretene Bezirk durch Aufstellung eines liberalen Unfall- Berlegte offen. Es werden hier unentgeltlich Ratschläge wie Auskünfte jeder Art erteilt und die nötigen Schriftstücke anGegenkandidaten dem Liberalismus überhaupt verloren zu gehen gefertigt. drohte, die Stimmen der Freunde seines Gegners, des Rechtsanwalts Das moderne Lied vom braven Manne. Wenn im Staate der Bieber( der dem alten Langerhans und andren wunderlichen Socialreform bei jemand schlimmer Gefahr sein Leben opfert und so das Leuten fast schon als Socialdemokrat gilt, aber gegen diese Be- Gemeinwesen oder seine Mitmenschen vor schwerem Schaden bewahrt, Die Arbeitszeit dauert für Arbeiterinnen über 16 Jahre zeichnung heftig protestiert hat) ziemlich bolla ählig erhalten. dann hat die Gemeinschaft für die hungernden Hinterbliebenen des 11 Stunden täglich, mit einstündiger Mittagspause; an Vorabenden braven Mannes teine andre Hilfe, als das Almosen der Armentasse. von Sonn- und Festtagen nur 10 Stunden, und es muß die Arbeitsstätte an diesen Tagen bis spätestens 51/2 Uhr verlassen sein. Die weibliche Bevölkerung Berlins belief sich bei der Volts- Das zeigt sich von neuem in dem Falle des Arbeiters Heybert, der Jugendliche Arbeiter von 14-16 Jahren dürfen täglich nur zählung von 1900 nach der jetzt als endgültig angesehenen Feft in Steglig, Schildhornftr. 8, wohnte. Der 38 Jahre alte Mann passierte 10 Stunden mit einstündiger Mittagspause sowie je 1/ 2stündiger stellung des Zählungsergebniffes auf 985 807 Personen, d. i. um am 25. Januar d. J. den Augustaplatz in Groß- Lichterfelde, als ein Frühstücks- und Vesperpause beschäftigt werden. 82 766 mehr als die auf 903 041 Personen ermittelte männliche Be- Berliner Brauereiwagen in Carriere heranraste. Die Pferde Kündigungen und Entlassungen. Gründe für sofortiges Ver- völkerung. Je 100 männlichen Personen standen 109 weibliche waren schen geworden und der Kutscher schwebte in Lebensgefahr. laffen der Arbeit sind z. B.: Unfittliche Angriffe der Unternehmer gegenüber. In den einzelnen Stadtteilen und Stadtbezirken war Ebenso bedrohlich war die Situation für die Passanten, namentlich oder ihrer Vertreter, Thätlichkeiten, grobe Beleidigungen, un- aber das Verhältnis oft ein erheblich andres. Daß in Bezirken mit für die dort spielenden Kinder. Da warf sich der Arbeiter den regelmäßige Lohnzahlung, bei Accordarbeit nicht ausreichende Be- Safernen die weibliche Bevölkerung nicht in der Mehrheit, sondern rasenden Tieren beherzt in den Weg. Mit startem Griff erfaßte er schäftigung usw. sehr in der Minderheit sein wird, das versteht sich von selbst. Am die Zügel und es gelang ihm, obwohl er eine Strecke mitDie Kündigungsfrist ist eine 14tägige; ste fann durch gegen- stärksten tritt das hervor im Bezirk 105( Röpenider- und Beughof- geschleift wurde, die Pferde zum Stehen zu bringen, ehe Menschenfeitige Vereinbarung ausgeschlossen werden. Wenn Kündigungs- Invaliden-, Nathenower- und Struppstraße, Ullanen, 4. Garde- Regis einen Schlag mit der Deichsel ein Stnie schwer verletzt. Im StreisPioniere und 3. Garde- Regiment zu Fuß) und in Bezirk 303 leben gefährdet worden. Leider wurde dem mutigen Manne durch fristen bestehen, müssen sie für beide Teile gleich sein. Ausstellung von Zenguiffen. Die Arbeiterin hat das Recht, ment zu Fuß und Artillerie). Dort wurden 2922 weibliche und Krankenhause Gr. Lichterfelde, wohin man den Verwundeten brachte, ein Zeugnis über Art und Dauer ihrer Beschäftigung zu verlangen; 5571 männliche Personen gezählt, hier 5847 weibliche und 9218 wurde ihm die sorgsamste Pflege zu teil und am 9. März konnte er, besondere Merkmale, welche die Schädigung der Arbeiterin zur Folge männliche. Aehnliche Unterschiede finden sich in der Chauffeestraße anscheinend geheilt, dasselbe verlassen. Vor 14 Tagen brach die ( Füfiliere), in der Blücherstraße(„ Franzer" und Dragoner) usw. Wunde plöglich wieder auf, so daß er erneut im Streis- Strankenhause haben können, sind ungeseßlich und sind zurückzuweisen. Strafgelder. Bestimmungen über Lohnabzüge in Form von Auch in solchen Stadtgegenden, die reich an„ Chambregarnisten" bezw. behandelt werden mußte. Dort ist er nun gestern an Wundder unmittelbaren Folge seiner Verlegung, Strafgeldern müssen in der Fabrikordnung, die sichtbar aushängen an Schlafburschen" find, namentlich in dem Studentenviertel der starrkrampf, muß, bekannt gegeben sein. Die Verhängung jeder Strafe muß der Friedrich- Wilhelmstadt und des südlichsten Teile der Oranienburger die er bei Ausübung einer braven That davongetragen, verArbeiterin ohne Berzug mitgeteilt werden. Vorstadt sowie in den Arbeitervierteln des Nordens und des Süd- storben. Trostlos ist die Lage seiner Hinterbliebenen, der Frau Hygienische und Schuhmaßregeln. Arbeitsräume, Betriebs- ostens von Berlin, begegnet man verschiedenen Bezirken mit einem mit fünf Kindern im Alter von 3-12 Jahren. Die Aermsten sind vorrichtungen, Maschinen und Gerätschaften sind so einzurichten und allerdings nicht bedeutenden Ueberschuß an männlicher Bevölkerung. gänzlich mittellos. Irgend ein Anrecht auf Unfallrente steht den Unglücklichen nicht zu unterhalten, daß die Arbeiterinnen gegen Gefahren für Leben Ein weit über den allgemeinen Durchschnitt Berlins hinausgehendes und Gesundheit geschützt sind. Es ist für genügend Licht, reine gute ueberwiegen der weiblichen Bevölkerung befindet sich besonders zu. Am Ende wird ihnen noch die Krankenhaus- Rechnung ins Haus Luft, Beseitigung von Staub und Abfällen zu sorgen; ebenso find in der Schöneberger Vorstadt, auch in manchen Bezirken geschickt. Hätte der Arbeiter nicht den Gedanken gehabt, seine Mitdes Hansaviertels Schußvorrichtungen an Maschinen anzubringen. In Anlagen, deren der Friedrichstadt, und des westlichen menschen vor schlimmer Gefahr zu bewahren, so brauchte die OrtsTeiles Betrieb es mit sich bringt, daß die Arbeiterinnen sich umkleiden und der Tempelhofer Vorstadt. Am auffälligsten zeigt armentasse nicht für die hungernden Hinterbliebenen einzustehen. Das nach der Arbeit reinigen, müssen ausreichende, für beide Geschlechter sich das in den Bezirken 81 bis 84( Sübrand des Zier ist die Moral, die heutigen Tages aus heroischen und opfermütigen getrennte Ankleide und Waschräume vorhanden sein. Bedürfnis- gartens bon der Königgrägerstraße bis zum Zoologischen Handlungen gezogen werden muß. anſtalten müssen in genügender Zahl vorhanden und so eingerichtet straße). In diesen Bezirken wurden zusammen 12474 männliche, immer mehr belastet. Gestern fand man in seiner Wohnung einen Garten) und 35-39( vom Kurfürstendamm bis zur Potsdamer- In der Löfflerschen Mordsache wird der Agent Tomaschke fein, daß Sitte und Anstand nicht verlegt werden. Arbeiterinnen, achtet darauf, daß diese zu Eurem Schuge er- aber 23 990 weibliche Personen gezählt, so daß hier 100 männlichen Bosteinlieferungsschein, nach dem Löffler ihm 900 M. geschickt hat. laffenen gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt und innegehalten Personen 192 weibliche gegenüberstanden. In einigen dieser Bezirke, Für den Besitz dieses Scheines hatte er nur die merkwürdige Er3. B. in 33 und 34( von der Bendlerstraße bis zum Zoologischen flärung, Löffler habe ihm diesen gegeben, damit er den Leuten zeigen Wir weisen darum von neuem darauf hin, daß nachstehende Garten) standen 100 männlichen Personen sogar mehr als 200 weib- tönne, daß er, Löffler, ihm Gelb geschickt habe. Ein Taschentuch Personen bereit sind, um es den Arbeiterinnen zu ermöglichen, ohne liche gegenüber. Das erklärt sich daraus, daß in dem wohlhabenden mit dem Zeichen A. R., das in der Wohnung des Ermordeten geNachteile für ihre Existenz auf Beseitigung der Mißstände in den Westen Berlins die Dienstboten sehr zahlreich sind. funden wurde, erkannte die Braut des Verhafteten als ihr Eigentum. Arbeitsstätten hinzuwirken, wahrheitsgetreue Beschwerden entgegen Sie bekundet, daß Tomaschte oft von ihr Taschentücher genommen zunehmen und für schleunigste Abhilfe Sorge zu tragen. habe, weil er selbst nicht viel Wäsche besaß. werden. Die Namen der Beschwerdeführer werden streng geheim gehalten! Ein lenmundsbedürftiger Stadtverordneter. In der letzten Kommunalwähler- Bersammlung, in welcher, wie gemeldet, als Gegen kandidat Jacobis der Nechtsanwalt Dr. Bieber aufgestellt worden Das Polizeipräsidium teilt mit: Wie in den Kreisen der ist, wurde von glaubwürdiger Seite mitgeteilt, daß für ein Arbeitnehmer zu ihrem eignen Nachteil noch immer nicht hinreichend Frl. Baader, Großgörschenstraße 38, aweiter Hof II. Frau Leumundszeugnis für den Stadtverordneten beachtet wird, verlieren die Quittungstarten ihre Gültigkeit, Bauschte, Rostockerstr. 47, Hof II. Frau Dr. We h1, Lothringer Leopold Jacobi Unterschriften gesammelt würden und die wenn sie nicht innerhalb zweier Jahre nach dem auf der Karte ver straße 67, I. Frau Luy, Waterloo Ufer 9, im Laden. Frau Berbreitung eines Flugblattes zu Gunsten des in seiner Ehre zeichneten Ausstellungstage Mesch, Lychenerstr. 3, links, Aufg. IV. Frau Ties, Blumen getränkten Stadtvaters bevorstehe. zum Umtausch eingereicht find. Die Unterschriftensammler, Wenn auch die Landesversicherungs- Anstalten befugt sind, straße 63, I rechts. Frau Sprung, Markusstr. 18, Aufgang 8, III. darunter berufene Vertreter unsrer Handelswelt, stießen aber selbst Karten, seit deren Ausstellung mehr als zwei, aber Sprechzeit jeden Mittwochabend von 7-9 Uhr. bei Freunden Jacobis auf Widerstand, da diese ein Leumundszeugnis weniger als vier Jahre verflossen sind, unter Umständen Gewerkschaftsbureau, im Gewerkschaftshause, Engel- für vollständig überflüssig hielten. Für eine so bekannte Persönlich noch Ufer 15, II. Flureingang. Vormittags 9-1 und nachmittags 6 feit ist ein Leumundszeugnis auch ziemlich zwecklos. bis 8 Uhr. 4 Die Gewerbe Inspektorin Fräulein Reichelt, Georgenkirchplatz 22, ist jeden Donnerstag von 7-8 Uhr abends und jeden ersten Sonntag im Monat von 9-10 Uhr vormittags zu fprechen. Tokales. Freifinnige Katbalgereten. # Der hundertfte Geburtstag Albert Lorhings wurde gestern vormittag 10 Uhr mit der Enthüllung einer Gebentta fel an der Geburtsstätte des populären Tondichters in der Breitestr. 12 ein geleitet. als gültig anzuerkennen, so erfordert diese nach trägliche Anerkennung ein umständliches Verfahren, das für die dild Bersicherten wiederholten Zeitverlust im Gefolge hat. In ihrem eignen Intereffe werden daher die Versicherten darauf hingewiesen, die vor dem 15. November 1899 ausgestellten Quittungs farten, auch wenn noch nicht alle Felder mit Marken beklebt find, unverzüglich dem Polizeirevier, in dessen Bezirk sie in Arbeit stehen, zum Umtausch vorzulegen. Die neu eröffnete städtische Volks Badeauftalt in der Dennewigstr. 24a enthält ein Schwimmbad nebst Borreinigungsräumen, die mit Kopf, Strahl, Sigbrausen und Fußwannen aus- Der blinde Passagier. Der russische Handelsmann Batratvaski, gestattet sind, sowie eine größere Zahl Wannen- und Brausebad- welcher gestern nachmittag um 2,43 1hr vom Alexanderplatz nach Der Streit um die Kandidatenfrage, der sich allemal Bellen. Die Wannen und Branjebäder stehen während des Eydikuhnen fahren wollte, hatte sich eine Bahnsteigfarte gelöst, fand vor den Stadtverordneten Wahlen im freisinnigen Lager ganzen Tages für männliche und weibliche Personen zur Benuzung. 1o Zutritt zu dem Perron und bestieg unauffällig einen Wagen Die Badezeit im Schwimmbad ist wie folgt festgefegt: a) für vierter selaffe des nach Eydtkuhnen fahrenden Zuges. Es gelang erhebt, kann auf den unbeteiligten Zuschauer auch diesmal wieder weibliche Personen: Donnerstag, vormittags von 9/2 bis 12 Uhr ihm zunächst, sich zu verbergen, jedoch schon hinter Stralau nur erheiternd wirken. Er bietet im ganzen das alte Bild, das wir und Donnerstag, abends von 62 bis 81/2 Uhr; an den übrigen Rummelsburg wurde der blinde Baffagter bei der durch einen bis schon zur Genüge kennen. Werktagen vormittags von 91/2 bis 12 Uhr, nachmittags von 2 bis Schaffner ausgeführten Billet- Kontrolle abgefaßt und in FürstenDie Anhänger der sogenanuten entschiedeneren" Nichtung 4 Uhr; b) für männliche Personen: vormittags von 7 bis abends walde der Polizei übergeben. Der Betrüger, der nicht unbedeutende des Freisinns, die in der Stadtverordneten- Versammlung in der 8 Uhr, Freitags bis 81/2 Uhr, Sonnabends bis 9 Uhr; an Sonn- Geldmittel bei fich führte, gab zu, daß er das Fahrgeld bis zur Neuen Fraktion der Linken" ihre Vertretung hat, nehmen den Mund, tagen vormittags von 7 bis 121/2 Uhr( mit Ausnahme der vorstehend russischen Grenze haben sparen wollen.d wie immer, gewaltig voll. Sofern man ihrer Fahne folgen und den annenbad fostet 30, ein Brausebad 10 Bf. Für die Benugung des weide fehlt feit dem 18. d. M. der 9 Jahre alte Sohn des Arbeiters unter a) aufgeführten Badestunden für weibliche Berionen). Cin Vermist werden wieder mehrere Personen. In Ober- Schönevon ihnen vorgeschlagenen Männern den ersehnten Platz an der Sonne Schwimmbades haben Bersonen über 14 Jahr 25 Pf., Kinder 18 Pf. Ruschte. Der Knabe ist aus der Schule nicht zurückgekehrt. Seit gönnen wolle, sei für den gealterten Liberalismus zu zahlen. eine Verjüngung zu erwarten, die ihm noch einmal Dienstag vor acht Tagen sind die Schneider Morig Greiff aus der einen mächtigen Aufschwung bringen werde. Und wenn es diefen 1. Dezember 1900 ist jest definitiv festgestellt. Sie betrug 1 888 848 fraße 34 verfchwunden. Greiff, der 38 Jahre alt ist, lieh sich von Die Einwohnerzahl Berlins nach der Volkszählung vom Reinickendorferstr. 43a und 23ilhelm Schilling aus der Gollnow angeblichen„ Radikalen" wirklich gelingt, in einer Versammlung( 903 041 männliche, 985 807 weibliche Personen). Die Zahl der feiner Flurnachbarin 4 M., um Einkäufe zu machen, und kam nicht liberaler Wähler für einen der Ihrigen die Mehrheit zu erhalten, weiblichen Bersonen übersteigt mithin die der männlichen um 82 766. wieder. Schilling, ein Mann von 37 Jahren, wollte auf seine Arbeitsdann wird das Ereignis mit kolossalem Trara in die Welt des Seit der legten vorhergegangenen Bolkszählung vom 2. Dezember 1895 stelle in der Strantstraße gehen, tam aber weder dort an, noch nach Berliner Freisinns hinausposaunt, als stände die Reichshauptstadt hat sich die Einwohnerzahl Berlins um 211 544 Personen= 12,61 Broz. Hause zurück. vor dem Begin einer neuen fommunalpolitischen Aera. vermehrt. Neben der Volkszählung wurde bekanntlich am Freic Volkebühne. Die Generalversammlung dieses Quartals 1. Dezember 1900 auch eine Vich- und Obstbaumzählung vor- findet heute abend 8 Uhr in der Ressource, Kommandantenstr. 57 genommen. Danach waren in Berlin vorhanden: 51 204 Bferde, statt. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte geMaultiere und Maulesel, 95 Gjel, 14 292 Stüd Rindvich, 7935 ftattet. Die Tagesordnung bildet ein Vortrag des Herrn Dr. Martin davon befanden sich auf dem Central- Viehhof 7 Pferde, 5772 Stüd staffen- und Revisionsbericht, Distuffion und Verschiedenes. Um Schafe, 10 987 Schweine, 1003 Biegen und 69 268 Stück Federvieb; 8ic el über: Regiekunst. Daran schließt sich der Geschäfts-, Rindvich, 7847 Schafe, 9868 Schweine und 28 Stück Federvieh. zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Die Zahl der in Berlin befindlichen Bienenstöcke betrug am gählungstage 104, darunter 93 mit beweglichen Waben. Die Die höchste Luftfahrt. Die beiden kühnen Luftschiffer Berson Bählung der Obstbäume ergab folgendes Resultat. Es waren am Ballonaufstieg bis 10 500 Meter gemacht und unstreitig die und Dr. Süring, welche bekanntlich am 31. Juli d. I. einen 1. Dezember 1900 in Berlin vorhanden: 4216 Apfelbäume, 5715 Birnbäume, 4169 Pflaumen und 8ietschenbäume und Waximalhöhe erreicht haben, bis zu welcher Menschen bis2258 Kirschbäume. Das ergiebt zufammen einen Bestand von gehabten Sigung des Deutschen Vereins für Luftschiffahrt Gegenstand Her vorgedrungen find, waren in der vorgestern statt besondrer Ehrung. Der Borsitzende, Oberstlieutenant v. Baunewig, 16 853 Obstbäumen. Amijant ist, daß die gemäßigten Liberalen, aus deren Vertretern im Roten Hause die beiden andern als freisinnig geltenden Fraktionen, namentlich die„ Alte Fraktion der Linken", zusammen gesetzt sind, sich den Anschein geben, als nähmen sie den Phrasen schwall der„ Radikalen" ernst. Sie warnen mit bedenklicher Miene vor diesen Unbesonnenen, durch deren Liebäugeln mit der Arbeiterpartei nur der Socialdemokratie die Wege geebnet würden. Selbstverständlich wissen sie aber ganz genau, daß durch das Freisinnsprincip hinreichend dafür gesorgt ist, daß auch der " Radikalismus" der entschiedeneren" Richtung des Freisinns immer noch zu rechter Zeit und an der rechten Stelle halt macht. Bei diesem ganzen Streit handelt es sich, bei Lichte besehen, gar nicht um tiefgebende Unterschiede 0011 Das Deutsche Centralfomitee zur Errichtung von Seilstätten verfündete den einstimmigen Beschluß des Vorstandes, wonach die principieller Bedeutung, sondern mehr nur um Ber- für ungentrante hat für die Tage vom 24. bis 26. b. Mits. zwei neu angeschafften Ballons des Vereins die Namen„ Berson" fonen. Die feindlichen Brüder gehören zusammen, Berlin einberufen. Neben allerlei Fragen aus dem Gebiete der Berfon war zu entnehmen, daß die vorherige Fahrt( amt 11. Juli), einen Informationsturfus für die Chefärzte von Heilstätten nach und Dr. Süring" tragen werden. Aus den Berichten des Herrn trotz aller Statbalgerei! Das fühlen sie selber, und das laffen Euberkulosebehandlung und der Heilstätten Pragis handelt es sich die 7500 Meter hoch ging, mur eine Orientierungsfahrt gewesen sei fie auch gelegentlich der eine mit größerer, der andre mit ge- insbesondere um die Gewinnung von Grundlagen für die einheit und eine Reihe von Mißberständnissen schuld daran sei, daß größere Höhen ringerer Deutlichkeit merken. Wie sagte doch fürzlich die den liche Gestaltung der Heilstätten Statistit. Die Sigungen werden erwartet wurden. Von der Fahrt vom 31. Juli erzählt Dr. Berfon, Standpunkt der„ Radikalen" vertretende Berliner Beitung", als sie teilweise im taiferlichen Gesundheitsamt, teilweise im Reichs Ver- daß bei 9000 Meter sich eine gewisse Mildigkeit einstellte, die in die freisinnigen Wähler zur Beteiligung an den Stadtverordneten ficherungsamt stattfinden. Außerdem werden die Herren Profefforen Apathie überging, in ein umbeabsichtigtes Schlafen, aus dem sich Wahlen aufrief? Das Berliner Bürgertum„ wolle von den Utopien Fräntel, Gerhardt, Stoch über verschiedene Fragen aus der Diagnoftit die beiden Luftschiffer gegenseitig aufrüitteln mußten. Bei der 8ukunftsstaaterei nichts wissen und die städtische Wer- und Therapie der Tuberkulose Vorträge halten. 10 250 Meter Höhe waren den Teilnehmern die Vorgänge nicht waltung nicht zum Experimentierfeld für unreife, unnüße und Aus dem Fonds der aufgelösten Weißgerber- Inmung, mehr klar. Jedenfalls zog Berson, als ihm der Schlafschädliche Phantastereien hergeben". Das ist dem Sinne welche von der städtischen Stiftungsdeputation verwaltet wird, sollen gustand bei Süring bedenklich erschien, zweimal das Bentil, nach dasselbe, was man sonst von den rückständigsten Vertretern des die ginsen statutengemäß als Unterstügungen an bedürftige Meister um den Ballon zum Abstieg zu givingen brach jedoch Kommunalfreisinns zu hören bekam, wenn die Social- des eingerber- Geiverbes in Berlin verteilt werden. Unterſtügungs Augenblicken feinem schlafenden Kollegen durch Sauerstoffatmung dann ohnmächtig zusammen. Auch Süring versuchte in fichten demokraten im roten Hause auf die socialen Aufgaben der Gemeinde- gesuche find bis spätestens zum 28. Oktober er. an das Stiftungs- aufzuhelfen, aber vergebens. Beide waren in eine Ohnmacht ver verwaltung hinwiesen. So ungefähr jagt das Jacobi auch bureau, Boststraße 16 II, Zimmer 48, einzureichen. fallen, aus der sie ziemlich gleichzeitig bei etwa 6000 Meter wieder nur mit ein bißchen andern Worten! Wenn dieser Unglücksmensch Werkstatt für Unfallverletzte. Wir werden ersucht, folgendes erwachten. Herr Berson glaubt, daß trop der Reintierpelze doch nicht den Fehler hätte, die intimsten Herzensgeheimnisse des Berliner bekannt zu geben: Der unter der Leitung des Gewerbegerichts nur die Thermophor- Einlagen in Taschen und Filzschuhen den Stadtfreisinns mit naiv- brutaler Offenheit auszuplaudern und da Direktors v. Schulz stehende Verein für Unfallverlegte hai umehr Teilnehmern das Leben erhalten haben. Herr Dr. Süring durch den Freisinn heillos zu kompromittieren, dann würde wahr in der Kopenhagenerftr. 76 eine Werkstatt eröffnet, in der Unfall erörterte die allgemeine Frage, ob eine noch größere Höhe zu erscheinlich auch von den entschieden" freisin.igen Maulhelden, die verlegte mit dem Anfertigen von Bürstenvaren augelernt und reichen sei, dahin, daß dies wohl möglich fei, aber ohne wiffenbeschäftigt werden. Es wird nach den von den Auftraggebern schaftlichen Wert fein würde, da die körperliche Fähigkeit aufheute auf ihn lospanken, mancher ihm viel weniger gram sein. überlassenen Mustern gearbeitet und zwar zu den Preisen, die die höre, Sauerstoff zu atmen, verursacht durch eintretenden StumpfDie feindlichen Brüder werden ihre Kazbalgereien sehr rasch felben bisher anderweit bezahlt haben. Nachdem sich eine Anzahl finn, der sich allerdings bei verschiedenen Personen in verschiedenem wieder vergessen, wenn erst die leidige Kandidatenfrage von Abnehmern bereit erklärt hat, ihren Bedarf dort zu deden, er Grade zeigte. Kattowig. Aus den Nachbarorten. " und . " Welzen, gut Roggen, gut " " mittel gering " * Gerfte, gut 11 mittel gering " " * Marktpreise von Berlin am 22. Oktober 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Str. Kartoffeln, neue, D- Ctr. 8Rindfleisch, Keule 1 kg 1,70 do. Bauch Schweinefleisch 51,20 1,40 1. " " 1,60 1,30 Kalbfleisch 1,80 1,10 " Hammelfleisch 1,60 1,10 " " mittel gering 14,40 13,60 13,50 12,80 Butter 2,80 2, Eier 5.00 60 Stüt 2,40 " 12,70 12, R Karpfen 1 kg 2,20 1,20 mittel gering 16,20 15,40 15,30 14,60 Aale 2,50 1,20 8ander 2,60 1,20 14,50 13,80 Hechte 2,00 1,00 7,66 7,16 Barsche 1,80 0,80 8,80 6,20 Schleie 2,80 1,20 40,- 25, Bleie 50,- 25, Krebse 60,- 30, per Stjot 16, 1,40 0,80 3, safer, gut Theater und Bergnügungen. Emile Doloire, der Besitzer des geschiedene Frau Wurche geb. Schügner unter der Anklage, es freventlicher Leichtsinn die Vernichtung von zwölf Menfche nleben zu Prix du conservatoire de Paris, wird heute, Donnerstag, im Cirkus unternommen zu haben, andere zum Meineide zu verleiten. zuschreiben ist. Strafen von zivei oder drei Monaten Gefängnis A. Schumann das Orchester dirigieren. Mr. Doloire ist komponist des Frau Wurche ist die Tochter des Besizers des Hauses Landwehr- sind bekanntlich auch nichts seltenes, wenn Arbeiter unter der Anklage pantomimistischen Schauspiels„ A travers Paris".- Im Apollo= Theater finden nur noch vier Aufführungen von Frau Luna" statt. straße 5/6. Sie heiratete den schon ältlichen, aber sehr wohlhabenden stehen, einem Streitbrecher ein paar Worte ehrlicher Entrüstung Für Montag und Dienstag haben sich die Solokräfte des Theaters mit den Seifenfabrikanten W., der gleichfalls Hausbefizer in der Frankfurter Allee zugerufen zu haben. Ottober- Specialitäten zu einer Variété- Vorstellung zusammengethan. Auf ist. Die Ehe war nicht sehr glücklich, denn schon nach verhältnisMittwoch ist dann die Premiere der neuen Ausstattungsburleske, önig mäßig furzer Zeit hatte die Angeklagte die häusliche Gemeinschaft Aqua" festgesetzt. mit dem Ehegatten aufgegeben und befand sich wieder bei den Eltern. Die von ihr eingeleitete Klage wegen Ehescheidung hatte in erster Instanz Erfolg: ihr Ehemann wurde als der allein schuldige Die Korruptionsaffaire in Lichtenberg. Es ist bekanntlich Teil erklärt und die Ehe wegen der ehrverlegenden Bemerkungen, von autorisierter Seite die Mitteilung in die Welt gefekt worden, die W. wiederholt vor dem Dienstpersonal gegen seine Ehe W. legte hiergegen Berufung ein daß in der Verkaufsangelegenheit des dem Fürsten Hendel von frau gemacht, getrennt. berief sich auf das Zeugnis zweier Bewohner des Donnersmarck zugehörenden Terrains nur zwei Personen gegen Provision als Agenten thätig gewesen sind, nämlich der Bankier Familienväter waren, doch fortgefekt sträflichen Umgang mit der Hauses Landwehrstraße 5/6, die, obgleich sie verheiratet und Emanuel Fräntel in Berlin und der Hoteldirektor Zernic in Angeklagten gehabt hätten. Beide Männer wurden darauf zunächst von einem Einzelrichter unbeeidet vernommen und bestritten entNun machte unser Parteigenosse Grauer vorgestern in der zu schieden, solchen Umgang gehabt zu haben. Als dann der HauptLichtenberg abgehaltenen Gemeindewähler- Versammlung die Mitteilung, termin vor dem Kammergericht stattfand, wurden sie wieder als nichtftrob daß drei Herren, nicht, wie geflissentlich berichtet wird, nur ein Herr Beugen vernommen, diesmal aber eidlich, und gaben nun zu, daß fie gen Schmidt" ihn in dieser Sache besucht haben. Von diesen drei Leuten allerdings fortgesezt mit der Angeklagten in Verkehr gestanden haben Erbfen hat den Mitteilungen Grauers zufolge ein Herr Berger über die und von dieser dazu immer wieder animiert worden seien. Die Folge Sveifebohnen Aufbringung der an Lichtenberg zu zahlenden Abfindungssumme die Eheleute für den schuldigen Teil erklärt wurden, so daß damit die davon war, daß die Ehescheidung endgültig ausgesprochen, aber beide Linsen folgenden recht interessanten Angaben gemacht: Die Berhandlungen Ansprüche der Angeklagten auf Alimente und das Vermögen Produktenmarkt vom 23. Oftober. Getreide. Die geringen Ers zwischen der Gemeinde und den mit dem Verkauf beauftragten Per- des W. erloschen. Der Angeklagten wurde nun zur Laft gelegt, daß höhungen der Getreidepreise, welche von einem Teile der leitenden Auslandssonen würden von ihm geleitet. Der Fürst Hendel v. Donnersmard die erste unwahre Aussage der beiden Belastungszeugen darauf börsen gemeldet wurden, vermochten dem hiesigen Markte feine Anregung habe 350 000 m. bewilligt; 70 000 m. hätten die Beauf zurückzuführen sei, daß die Angeklagte sie aufgeredet habe, die Un- u geben. Die Nehmer trugen eine absolute Luftlosigkeit zur Schau, und die Tendenz war schwach, namentlich für Roggen, der von Rußland zwar tragten von ihrer Provision nachgelassen und die restierenden wahrheit zu sagen. Frau Wurche bestritt dies und behauptete, daß nicht gerade reichlich, aber zu billigeren Preisen angeboten war. Ameriseien auf dringendes Ersuchen dann noch vom die beiden Männer unter ihrem Eide die Unwahrheit gefagt hätten fanischer Weizen war zu unveränderten Preisen offeriert. Das Geschäft am Fürsten nachbewilligt worden. Er, Berger, erhalte eine Provision und zwar lediglich aus Rache dafür, daß ihnen ihr Vater gekündigt hiesigen Blake entbehrte jeglicher Lebhaftigkeit, die Notierungen stellten sich bezw. den einen ermittiert habe. Sie bestritt auch kategorisch jeden mittags noch etwas niedriger als am Frühmarkte. von 30 000 M. Nachdem Grauer diese Mitteilungen der Deffentlich- sträflichen Umgang mit dem Beugen; die vernommenen Haus- Lieferungshandel 1/2 W., Roggen vorn 1 the page sutterfrüchten teit übergeben hatte, trat der bürgerliche Gemeindevertreter bewohner erzählten aber so haarsträubende Geschichten von der billiger zu haben. Auch Mehl war still und schwächer. Von Futterfrüchten Rindermann auf und sagte etwa folgendes: Auch mir Liebeslust der Angeklagten, daß deren Versicherung feinen Glauben war Safer bei minimalen Umsätzen gut behauptet, Mais auf niedrigeres sind dreitausend Mark dafür geboten worden, fand. Der Gerichtshof verurteilte die Angeklagte zu zwei Jahren beinahe umfaßlos, nominell ohne Aenderung. daß ich zu Gunsten der Annahme der Abfindungssumme von Buchthau 3. 80 000 M. " " Korruption handelt, den Mund nicht voll genug nehmen kann. Dies ehrenwerte Blatt hatte vor acht Tagen die Dreistigkeit, zu behaupten, daß Grauer Gesichte gesehen" habe und daß es sich in der Terrainangelegenheit um ein socialdemokratisches Mährchen handle, frei erfunden, um die Korruption der Bourgeoisie wieder einmal an den Pranger zu stellen. Es fragt sich nun, in wessen Auftrage wohl Herr Berger gewirkt haben mag? Bekanntlich ist gegen ihn zunächst das Strafverfahren wegen Beleidigung eingeleitet worden. * frei Wagen und ab Bahn. Weizen war im Nordamerika und gesteigertes Angebot über 1 m. nachgebend. Rüböl war Spiritus. Spiritus gab 50 Pf. nach; 60er loco ftellte sich auf Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners M. K. In der höheren Bürgerschule( Oberrealschule) zu Charlotten: burg beträgt das Schulgeld 20 M. vierteljährlich, für die Vorschulklassen und die brei oberen Klassen jedoch 25 M. tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Chicago. Uns fehlt leider eine solche Adresse. Schinkestraße. Ist tonfisziert. 500 000 m. stimme. Der Mann, der mir dies Angebot machte, In dem Bestreben, einen Kollegen vor Strafe zu bewahren, 33,50 M. ist Direktor Berger, in Lichtenberg, Dorfstraße 92-94 wohnhaft. follte der Droschtenkutscher August Wehner sich eines wissentlichen An diesen Enthüllungen ermesse man die Perfidie der Staats- Meineides schuldig gemacht haben. Er stand deshalb gestern vor bürger- Beitung", die sonst bekanntlich, wenn es sich um„ jüdische" dem Schwurgericht des Landgerichts I. Am 13. September v. J. hatte der Droschkenkutscher Genzke zwei Fahrgäste nach dem Lokale ber Wwe. Dräger am Kottbuser Damm gefahren. Die Abrechnung mit dem Kutscher erfolgte im Lokale und dabei kam es zwischen den Parteien wegen des Preises zu Streitigkeiten. Genzte, der etwas angetrunken ivar, stellte sich vor die Thür, beschimpfte die Fahrgäste und die Wirtin, weil die lettere deren Partei genommen hatte, und versammelte dadurch eine große Menschenmenge um sich, die zu erkennen gab, daß dem Droschkentutscher unrecht geschehen sei. Frau Dräger mußte schleunigst schließen, da die Menge ihr Lokal zu stürmen drohte. Die Folge dieses Auftritts war, daß Genzke vom Rigdorfer Schöffengericht wegen Beleidigung und Verübung groben Aus Wilmersdorf wird uns berichtet: Die Erfagwahlen Unfugs zu einer erheblichen Geldstrafe verurteilt wurde. Genzke für die ausgeschiedenen Gemeindevertreter sind nunmehr angesetzt. war der Ansicht, daß ihm unrecht geschehen sei, er veröffentlichte Sie finden für die dritte Abteilung statt am 27. November, vor- im Vorwärts" eine Aufforderung, wonach er Zeugen des Vorfalles 8 Uhr; das bat, sich zu melden; dies geschah seitens des Angeklagten, der darauf Wahllokal ist der Victoriagarten, Wilhelmsaue 114. periode zweier Gemeindevertreter läuft bis 1904, die des einen bis Landgerichts II geladen wurde. Er wurde als letzter Zeuge 1902. Es wird Sache einer demnächst einzuberufenden Partei- vernommen und gab eine Aussage ab, Die mit den versammlung sein, zu diesen Wahlen Stellung zu nehmen. jenigen der Vorzeugen im schroffsten Gegensatze stand. Die Verkehrsverbindung zwischen Wilmersdorf und Berlin ist behauptete, daß er vier Häuser von dem Lokale von neuem gefördert worden. Die Anlagen des Prager Plates sind jezt zu Gunsten der Straßenbahn zum Teil entfernt, damit die Elektrische vom Victoria Luiseplatz durch die Motzstraße, Königshoferstraße, den Prager Platz und die Kaiser- Allee dem inneren Ort zugeführt werde. F. J. 59. Sie sind im Recht und sollten gegen die völlig unberechtigte Kürzung des Lohnes schleunigst klagen. Streitende. Selbstbeköstigung wird in preußischen Gefängnissen in der Regel nicht gewährt. Die Annahme von Nahrungsmitteln beim Empfang der sogenannten Besuche ist verboten. M. W. Ein Institut, in welchem unbemittelte Damen die Zahn: technit erlernen können, ist uns nicht bekannt. Vielleicht giebt Ihnen die hiesige Zahnfünstler- Junung, die auch eine Fachschule unterhält, Auskunft. Obermeister der Innung ist Herr G. Jüterbock, Oranienſtr. 113. W. 2. Die Skizzen aus Südamerika sind nicht in Buchform erschienen. K. G. Wenden Sie sich wegen eines Waisenmädchens an die städtische C. 23. 18. Mitglied der Freien Voltsbühne werden Sie, wenn Sie bei Otto Zabel, Frankfurter Allee 190, sich zum Beitritt melden. Der Monatsbeitrag stellt sich auf 60 Pf. mittags von 10 bis 2 Uhr und nachmittags von 4 bis Die Wahl zum Termine vor der Berufungsinstanz, der 4. Straffammer des Armendirektion, Abteilung für Waisenverwaltung, Alte Jakobstr. 33. Er der Witwe Dräger mit seiner Droschke gehalten habe, als sich der Vorfall abspielte. Er habe von seinem Siz auf der Droschke gesehen, daß der Fahrpreis- Anzeiger auf der Droschte des Genzte jo viel angegeben habe, wie Genzte seinen Fahrgästen gegenüber angegeben, er habe nicht gehört, daß Genzte geschimpft habe und von einem er ebenfalls nichts gesehen, denn es hätten Ueber schwere Ausschreitungen eines Garde- Unteroffiziers Auflaufe habe fich nur etwa 6-8 Personen angesammelt. Alle übrigen wird aus Spandau folgendes berichtet: Sonntagabend zwischen 6 und 7 Uhr wurde auf der Chauffee bei Ruhleben die Frau des Bengen hatten bekundet, daß es 80-100 Personen gewesen Fabrikschlossers Wagner aus Spandau, die in Begleitung ihrer zwei waren. Die Aussage des Zeugen Wehner diente als Grundlage für die wider ihn erhobene Anklage des wissentlichen Meineides. Daß fleinen Kinder spazieren ging, von einem Unteroffizier angehalten, Genzke den Angeklagten zu der falschen Aussage angestiftet hatte, ist der ihr unsittliche 8umutungen stellte. Als sie ihn entrüstet zurückwies, packte er die Frau und schleuderte sie in den nicht angenommen worden. Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten Chausseegraben; die Weißhandelte wehrte sich und schrie um Hilfe; des wissentlichen, mindestens aber des fahrlässigen Meineides für da sich andre Personen näherten, ließ der Unteroffizier, der bereits überführt, während der Verteidiger, Nechtsanwalt Schwarz, ausblank gezogen hatte, von ihr ab und lief nach Spandau davon. Die führte, daß keines von diesen beiden Bergehen vorliege. Die Geüberfallene Frau und andre Personen verfolgten ihn; sie bemerkten, schwornen sprachen den Angeklagten schuldig des fahrlässigen Mein daß er gleich hinter dem Thore in ein Schanklokal ging, und nahmen eides, worauf dessen Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe davor Aufstellung; aus einer Kaserne wurde eine Patrouille herbei- von drei Monaten erfolgte. geholt, die den Unteroffizier auf die Angaben der Frau sistierte. Aus Zehlendorf schreibt man uns: Die hiesige Krankentasse( E. H.) hat auch in diesem Jahre mit einem Deficit abgeschlossen, sodaß die Beiträge für Männer auf 30 Pf., für Frauen auf 20 Bf. erhöht werden müssen. Da der ortsübliche Tagelohn vom 1. Januar nächsten Jahres für erwachsene Arbeiter 2,90 M., für erwachsene Frauen 1,75 M. beträgt, so muß auch das Krantengeld erhöht werden. Auf der Wannseebahn wird eine merkwürdige Sparsamkeit geübt. Sonntagmittag war nur ein Bahnsteigschaffner auf dem Bahnhof Schlachtensee vorhanden; der Eingang wurde abgesperrt gehalten und die Personen, welche den Potsdamer Zug benutzen wollten, konnten zusehen, wie der Zug davonfuhr. N. 5. Vielleicht hilft Ihnen der Frauenverein zur Abhilfe der Not unter den kleinen Fabrikanten und Gewerbetreibenden, Vorsitzende Frau Ida Salamonsohn, oder das Bürgerrettungs- Institut, Sekretär Magistrats. Sekretär Söhne, Gr. Präsidentenstr. 7. Beide Stiftungen gewähren Handwertern 2c. fleine Darlehne. Kraft. Das Perpetuum mobile ist noch nicht erfunden worden und wird auch nicht erfunden werden können, so lange die heute anerkannten Gesetze der Physik Geltung haben. 5. R. Das Olympia- Theater in der Magazinstraße hat vom 19. Mai ab den Sommer 1896 hindurch bestanden. 57.. 1. Um Invalidenrente zu erhalten, müssen für den Versicherten mindestens 200 Beitragswochen lang, von denen mindestens 100 auf Grund der Versicherungspflicht geleistet sein müssen, geflebt sein. Ferner muß der Antragsteller erwerbsunfähig im Sinne des Invalidenversicherungs- Gesetzes sein oder 26 Wochen ununterbrochen erwerbsunfähig gewesen sein. Erwerbsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes liegt leider erst bann vor, wenn der Versicherte nicht mehr im ſtande ist, durch eine feinen Kräften und Fähigkeiten entsprechende Fähigkeit, die ihm unter billiger Berücksichtigung seiner Ausbildung und seines bisherigen Berufs zugemutet werden fann, ein Drittel desjenigen zu erwerben, was förperlich und geistig gesunde Personen derselben Art mit ähnlicher Ausbildung in derselben Gegend durch Arbeit zu verdienen pflegen. Den Antrag richten Sie alt den Magistrat Breitestraße 24. 2. Verlorene Karten find durch neue zu erfeßen. Den Antrag stellen Sie auf Ihrem Polizeibureau. 01. Sie müssen Dispens von dem Verbot, Ihre Braut zu heiraten, bei dem Landgericht, das Jure Ehe wegen Ehebruchs mit Ihrer Braut getrennt hat, nachsuchen. Dem Standesbeamten haben Sie dann das mit Rechtsfraft- Attest versehene Scheidungsurteil und den Dispens zu übergeben. In 3. 11. 11. Nein. der Regel wird die Erteilung des Dispenſen abgelehnt. 1. Nur mit Genehmigung feiner Vorgesetzten. C. F. Reichenbergerstraße. 1. Ja. 2. Selbstverständlich: Nein. Ein traffer Fall von Eidesverletzung ereignete sich gestern Der vor der fünften Berufungsstrafkammer des Landgerichts I. Arbeiter Krüger war vom Schöffengericht wegen Hausfriedensbruchs berurteilt worden und hatte die Berufungsinstanz in Anspruch genommen. Auch hier trat eine ganze Anzahl Zeugen auf, die übereinſtimunend bekundeten, daß der Angeklagte der Aufforderung des Berechtigten, fich aus dessen Wohnung zu entfernen, keine Folge geleistet habe, sondern mit Gewalt entfernt werden mußte. Schließlich trat der 2. Wenden Sie sich an den Magistrat, Stiftungs- Deputation. K. W. 3. Arbeiter During als Entlastungszeuge auf. Dieser behauptete mit Gine Anzeige hätte in Ihrem Falle wenig West. Sie wäre an die Staatsaller Entschiedenheit, daß der Angeklagte überhaupt nicht in der anwaltschaft zu richten, in deren Bezirk der Betreffende wohnt. Zu Ihrem fremden Wohnung gewesen sei, sondern sich nur auf dem Flur auf- Gelbe können Sie allein durch klage oder Zahlungsbefehl kommen. Den gehalten habe. Vergebens wies der Vorsitzende den Zeugen auf die Antrag auf Erlaß des Zahlungsbefehls hätten Sie an das Amtsgericht in Folgen des Meineides hin, derselbe beharrte auf seiner Aussage und legte trotz aller Warnungen den Eid ab. Sofort beantragte der Staatsanwalt die Verhaftung des Zeugen wegen Meineides. Der Gerichtshof gab diesem Antrage statt. Berlin zu richten. W. S. 99. 1. und 2. Nein. M. W. Nein. Marie 3. 1. Sie haben recht: Bis zur Vollendung des 21. Lebens jahres bedürfen eheliche Kinder der Einwilligung des Vaters. 2. Leider muß Die Frage der Entfestigung Spandaus rückt, wie uns von auch in dem Falle die Einwilligung des Vaters beigebracht werden, in dem dort geschieben wird, nicht mit der wünschenswerten Beschleunigung die Ehe wegen Verschuldung des Vaters getrennt ist. Die Einwilligung des vom Fleck. Zwar werden zwischen der Stadt Spandau und dem Vaters ist nicht erforderlich, wenn Sie z. B. durch Bescheinigung der PolizeiKriegsministerium ziemlich lebhafte Unterhandlungen gepflogen, und Zu vier Monaten Gefängnis ist gestern der Schlächtermeister behörden über die An- und Abmeldungen des Vaters seit 1896 und durch Vorweisung des Scheidungsurteils, glaubhaft machen, daß der Aufenthalt in einer der legten Stadtverordneten- Sigungen glaubte der Stadt Fris Heinrich aus Lichtenberg verurteilt worden, weil er des Baters ein dauernd unbekannter iſt. 3. Geburtsurfunde der Verlobten Baurat in Aussicht stellen zu können, daß das erlösende Wort Fleisch von einem tuberkulösen Rinde, das im Schlachthofe beschlag- und in Ihrem Falle die Sterbeurtunde der Mutter und die oben gedachten spätestens im Frühjahr fallen würde. Deswegen nahm man auch nahmt, dann aber gestohlen worden war, in seinem Geschäft ver- Bescheinigungen sind zwecks Eheschließung erforderlich.- 3. Ja.- 78. Rein. davon Abstand, Schritte zur provisorischen Verbreiterung zweier tauft hat. M. M. Es genügt ein schriftlicher Antrag. G. R. 84. 1. Das ist Die Namen bezeichneten ursprünglich Festungsthore zu thun, welche die Passage sehr wesentlich erschweren. Fünf Monat Gefängnis für Vernichtung von zwölf einer der vielen Studentenvereine. Ob die Annahme des Stadt- Baurats aber zutrifft, ift Arbeiterleben. Ein Hauseinsturz, bei dem zwölf Menschen- Landsmannschaften, z. B. Rheinländer( Rhenanen). Neo- Rhenanen heißt Neu- Rheinländer. 2. Besuchen Sie die Hochschule zu Charlottenburg. nicht abzusehen, verlautet doch zur Zeit noch nicht einmal etwas leben vernichtet wurden, beschäftigte gestern das Reichsgericht. Das Görlitz. 1. Nach§§ 16 und 22 der Städte- Ordnung muß die Hälfte Bestimmtes über die Kaufsumme, welche die Stadt für das Landgericht Köln hat am 4. Mai wegen fahrlässiger Tötung und der von jeder Ab dlung zu wählenden Stadtverordneten aus Hausbesitzern freiwerdende Gelände an die Heeresverwaltung zu zahlen haben zuwiderhandlung gegen die allgemein anerkannten Regeln der Baukunst nach Ansicht des Ober- Verwaltungsgerichts aus Alleineigentümern, wird. Soviel scheint aber bereits festzustehen, daß der Fiskus zwei verurteilt den Architekten und Bauunternehmer Josef Jansen zu Alleinnießbrauchern oder solchen, die allein ein wirkliches Besitzrecht haben Drittel des zu entfestigenden Geländes für militärische Zwecke drei Monaten und den Maurermeister Buß zu zwei Monaten bestehen, und hat der Magistrat die nötige Bestimmung zur Ergänzung der ( Erweiterung des Corps- Bekleidungsamtes, Bau einer katholischen Gefängnis. Am 27. September 1899 stürzte das vier Stock hohe erforderlichen Anzahl von Hausbesizern zu treffen. Die Anordnung des Garnisonkirche, Kasernenbauten 2c.) in Anspruch nehmen und nur Hintergebäude des Grundstückes Wolfstr. 10, welches bereits im Magistrats ist zu beachten, sie ist gültig. Werden in einem Bezirt, in dent das übrige Drittel der Stadt für Straßen- und Schmuckanlagen Rohbau vollendet war, ein und nur die östliche und nördliche Wand danach von zwei Kandidaten einer Hausbesizer ſein muß, zwei Nichts Hausbesitzer gewählt, so ist nur eine Wahl gültig. Das bleibt sie auch überlassen wird. blieben stehen. Zwölf Arbeiter wurden getötet, zwei weitere Per- dann, wenn inzwischen die Anzahl der hausbefizenden Stadtverordneten so Behinderung des freien Ausblicks. Die Potsdamer Straßen- fonen erlitten Verlegungen, darunter ein Schüler, der seinem Vater stark geworden ist, daß sie die Hälfte der Stadtverordneten und der für die bahn wird ihren Betrieb mit der Vollendung des im Bau bereits das Mittagessen brachte. Zwei eiserne Träger, die durch alle vier einzelnen Abteilungen übersteigt. Freilich fällt bei der dann aus: auf einer gemauerten Grundlage im zuschreibenden Neuwahl das Erfordernis der Hausbesitzer Qualität fort. weit vorgeschrittenen städtischen Elektricitätswertes in einen elektrischen Stockwerte gingen und umivandeln und ihn, nachdem die Einsprüche des auf dem Brauhaus- Keller ruhten, hatten die ganze Last des Hauses zu tragen, da an So lag es in Berlin im Falle Millarg- Glocke. 2. Nein, des einen. 3. Als berge belegenen Observatoriums als nicht begründet abgewiesen ihnen wieder die eisernen Träger der einzelnen Stockwerke befestigt bester Kommentar der Städte Ordnung gilt der von Dertel. Es reicht aber schienene aus. W. M., Wilhelmstraße. 1. Nein. 2. und 3. Ja. wurden, etwa im Juni 1902 mit doppelter Oberleitung eröffnen. waren. Auf ihr Nachgeben ist der Zusammensturz zurückzuführen. auch der billigere, in der Taschensammlung des Guttentagschen Verlags erDer Kaiser hat aber dagegen Einwendungen erhoben, daß die bis- Die Steimunterlagen unter den eisernen Säulen waren statt, mit herige Linie der Bahn am Marktplatz beim Stadtschloß vorbei Cementmörtel nur mit Weißkaltmörtel gebunden, der nicht genügend einbehalten wird, weil er durch die Leitungsdrähte eine Beeinträchtigung ausgetrocknet war, weil er von Sand umlagert worden war, der den des freien Ausblicks an dem historischen Fortunaportal befürchtet. Luftzutritt verhinderte und den Mörtel nicht hart werden ließ. Auch Die Linie der elektrischen Bahn soll deshalb, statt wie bisher links, waren die gemauerten Unterlagen ungleich belastet und aus Material gebaut. Der ungebundene Weiß- Stationen rechts bei der St. Nikolaikirche vorübergeführt werden und sich erst ungleichartigem taltmörtel konnte das Material nicht zusammenhalten; dieses in der Kaiserstraße wieder an die alten Geleise angliedern. rutschte daher auseinander. Das Gericht hat den beiden genannten Angeklagten die Verantwortung für das eingetretene Unglück aufgebürdet. Beide hatten Revision eingelegt. Jansen behauptete, Swinembe 759 50 7579 er sei zu Uurecht verurteilt, da Buß allein verantwortlich sei, weil er Hamburg 758OSO die Maurerarbeiten übernommen hatte. Buß dagegen behauptete in Berlin Frankf./M. 759 seiner Revisionsschrift, nur Jansen sei verantwortlich, da er, Buß, München 761S2 jenem in allem zu gehorchen hatte. Da jedoch die Fahrlässigkeit wien 763 SD 2 bedeckt 10 der beiden Beschwerdeführer ohne Rechtsirrtum festgestellt erschien, erkannte das Reichsgericht auf Verwerfung der Revisionen. Gerichts- Beifung. Drei Meineidsfälle Witterungsübersicht vom 23. Oktober 1901, morgens 8 Uhr. Wetter Stationen Wetter 427-5 -wolkenl- 4 2 heiter 766 NNW 3 wolkig 764 Still bedeckt 3 bedeckt 10 aparanda 770 Still 1 Regen 11 Petersburg 773SW 2h1b.bed. 13 Cort 2 Regen 10 Aberdeen 3 wolfig 10 Baris Wetter Prognose für Donn erstag, den 24. Oktober 1901. Ein wenig fühler, ziemlich trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. beschäftigten gestern die Straffammern am Landgericht I. Eine Skandalgeschichte ans bürgerlichem Kreise hatte gestern zahlreiche Bewohner des Hauses Landwehrstr. 5/6 in den Saal der Was an diesem Prozeß auffällt, das ist die Milde, mit der 8. Straffammer des Landgericht I gelockt. Auf der Anklagebank saß eine noch jugendfrische, schlanke, sehr elegant gekleidete Dame, die die Richter in Stöln über die beiden Leute geurteilt haben, deren Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.