Mr. 49. W Grscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich) 1,10 m, wöchentlich 28 Pfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mf.pr.Monat. Eingetr. in der Post Be.tungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652, Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfa Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern sprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. An die Arbeiter Berlius! Berlin, den 26. Februar. Sonnabend, den 27. Februar 1892. Im Laufe des gestrigen Nachmittags und Abends haben Straßentumulte stattgefunden, die einen weit größeren Umfang annahmen, als die ersten Nachrichten vermuthen ließen, und die ein Eingreifen der Polizei in großem Maßftab zur Folge hatten. Bedauerlicher Weise haben sich im Laufe des heutigen Tages diese Tumulte wiederholt und zwar mit denselben Folgen wie gestern. Indem wir auf die an anderer Stelle unferes Blattes fich findenden Berichte über die Einzelheiten verweisen, richten wir an sämmtliche Arbeiter und speziell an unsere Expedition: Beuth- Straße 3. Die sozialdemokratischen Stadtverordneten Berlins tingent zu diesen Zuschauern stellen, geben die Bourgeoishaben heute die Einberufung einer außerordentlichen blätter selbst zu. Heute Vormittag waren die Studenten, Versammlung zur Berathung folgenden dringlichen Spießbürger, feine" Damen, die Müßiggänger und Nichts thuer aller Art Unter den Linden zahlreich vertreten aus Antrages bei dem Stadtverordneten- Vorsteher beantragt: Die Stadtverordneten- Bersammlung wolle beschließen, den Luft an der Sensation und am Nerventizel. Magistrat zu ersuchen: schleunigst durch Jnangriffnahme städtischer Erdund Bau- Arbeiten dafür Sorge zu tragen, daß die in Berlin befindlichen Arbeitslosen sofort Beschäf. tigung erhalten. Singer, Borgmann, Gnadt, Herzfeld, Henke, Höhne, Klein, Sabor, Stadthagen, Tempel, Zuzauer, Vogtherr, Dr. 3 adet, Zubeil. Parteigenossen die dringende Aufforderung, ihren ganzen Die Berliner Straßenkrawalle. Einfluß dahin aufzubieten, daß jeder Arbeiter diesen Ansammlungen fernbleibe. Und nun zur Darstellung des Sachverhalts, welche sich darauf beschränken muß, in großen Umrissen auf Grund der vorliegenden Berichte, für deren Richtigkeit im Einzelnen wir natürlich jede Verantwortung ablehnen müssen, das Wichtigste und Bedeutsamste herauszuheben! Allem Auschein nach sind zwei Hauptgruppen von Thatsachen zu scheiden, und zwar nach den zwei Schauplätzen, dem Nordosten und dem Westen( U. d. Linden), auf welchen die Ereignisse sich abgespielt haben. Im Nordosten und Osten hat am 25. ds. Mts. das Lumpenproletariat seine wildeste Orgie gefeiert. Zertrümmerte Fensterscheiben, zerstörte und geplünderte Auslagen von Bäcker, Kleider, Bigarrenläden bezeichneten seinen Weg. Es ist charakteristisch für die Natur der Krawalle, Berlin, 26. Februar. Daß unter den ausgeplünderten Geschäftsleuten sich Es begreift sich, daß die gegenwärtigen außerordentlich Die Tumulte, von denen wir gestern bereits sprachen, drei notorische Sozialdemokraten. befinden. traurigen wirthschaftlichen Verhältnisse, die in weite Kreise haben in der vorgeftrigen Nacht und am gestrigen Tage Besonders arg wurde gehaust in der Gegend der Köpnicker traurigen wirthschaftlichen Verhältnisse, die in weite Kreise weiter fortgespielt. Nach Allem, was bekannt wird, müssen Brücke. Uin aus den zahlreichen Berichten einen herausder Arbeiter Mangel und Noth getragen haben, Aufregung wir auch heute daran festhalten, daß die bedauerlichen Aus- zugreifen, sei folgende Darstellung mitgetheilt: crzeugen mußten. Aber jeder verständige Arbeiter muß schreitungen, welche vorgekommen sind, einzig und allein auch begreifen, daß Tumulte und Eigenthumszerstörung auf Rechnung des Janbagels zu sehen sind. Die wirkliche nicht die Mittel sind, durch welche der allgemein herrschen- Arbeiterschaft Berlins hat mit den Exzessen nichts zu thun, den Nothlage Abhilfe geschaffen werden kann. Von diesen Tumulten haben einzig die Gegner des Klassenbewußten Proletariats den Vortheil, die bereits am Werke sind, um die Vorkommnisse zu ihrem Nugen und zum Schaden der Arbeiterklasse auszubeuten. Arbeiter, Parteigenossen! Eeid auf der Hut und laßt Euch durch noch so berechtigten Unmuth nicht verleiten, Handlungen zu begehen oder zu begünstigen, die sowohl zu Eurem persönlichen Schaden, wie zum Schaden der gesammten Arbeiterbewegung ausschlagen müssen. Exzesse und Krawalle können den berechtigten Bestrebungen der Arbeiterklasse nur zum Nachtheil gereichen, und ein Feind seiner eigenen Klasse ist jeder Arbeiter, der sich an solchen Vorkommnissen betheiligt oder sie auch nur moralisch unterstützt. die flassenbewußten Bioletarier der Reichshauptstadt, die bewährten Kerntruppen der Sozialdemokratie, haben sich von den Krawallen ferngehalten. Daß dem so ist, versteht sich von selbst, und die anständige gegnerische Presse aller Schattirungen sieht sich gedrungen, diesen Thatbestand offen anzuerkennen. Aus was für Elementen seht sich die bei solchen Krawallen in Aktion tretende Masse zusammen? In jeder Großstadt ist ein aus den verschiedensten gesellschaftlichen Schichten stammendes Lumpenproletariat aufgehäuft, die Menge der Deklassirten, der Berelendeten und Verkommenen, Verbrecher, Raufbolde, zuhälter, jene sozialen Gruppen, welche abwechselnd von Zuchthauskost und Armenkost ihr klägliches Dasein fristen. Bei jeder Krisis erscheinen die Gestalten des Lumpenproletariats, tauchen auf aus ihren Verstecken und Speluuken, zu jedem Exzesse bereit, für Alles zu haben, zu Allem fähig, heute Paradebummler, morgen die Marodeure bei irgend einer Demonstration. Neben diesen figuriren die tiefststehenden Bruchtheile der nichtorganisirten Arbeiter, die, noch nicht erfüllt von dem proletarischen Klaffenbewußtsein, in tiefem Ingrimm über ihre elende Die Arbeiterschaft Berlins wird, dessen sind wir sicher, age, ohne Einsicht in die wahren Ursachen ihres Elends, zu thörichten Kundgebungen sich hinreißen lassen, ein Spielauch ferner ihren Ehrenschild blank erhalten, sie wird in ball obne Widerstandsfähigkeit und Urtheil. Und weiter klarer Erkenntniß der proletarischen Interessengemeinschaft die halbwüchsigen Burschen, die jede Gelegenheit zum Radau von Tumulten sich fernhalten, deren verhängnißvolle Folgen nicht blos sie, sondern die ganze Arbeiterklasse zu tragen Kein Zweifel, daß klassenbewußte Arbeiter sich an jenen Borgängen, welche heute und gestern Berlin in Aufregung versetzten, nicht betheiligt haben. mit Freude begrüßen. Ferner der Haufe der Neugierigen, wie sie in jeder großen Stadt, mag ein Droschlengaul stürzen oder ein Kinderspielwaaren Händler seine Figuren tanzen lassen, zusammenlaufen, um beim Eingriff der Polizei Arbeiter! Eure Pflicht, Euer Interesse gebietet Euch, wie gescheuchtes Wild davonzurennen, Weiber, Kinder u. s. w. unserer Mahnung zu folgen! Daß die sogenannten Gebildeten ein beträchtliches Konhätte. Feuilleton. Nachdrud verboten.] [ 49 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Also doch immer noch ein kleiner Rest von Vorartheil?" fragte der Schriftsteller lächelnd. Wenn es ein Vorurtheil ist, dann ist es auch eine Ungerechtigkeit, und ich darf mir nur Glück wünschen, wenn ich durch Sie davon befreit werde." " In den Zigarrenladen des Herrn Emil Bartels, Engel ufer la, wurden große Feldsteine geworfen und nachdem die außerordentlich starke Spiegelscheibe des Schaufensters zertrümmert war, wurden die hinter dem Fenster aufgestapelten⚫ Bigarren herausgenommen und auf die Straße geworfen. Mehr als 10 000 Zigarren sind gestohlen worden. Mit den gefüllten Kisten wurden auch die nebenan liegenden Ladenfenster bombardirt. Dem Kaufmann Kaule, Engel- Ufer 1b, wurden nach Bertrümmerung feines Schaufensters eine Menge Konservenbüchsen und verschiedene Flaschen Wein fort genommen. Ein vor der Ladenthür angebrachter Automat war im Nu zerschlagen und seines Juhalts beraubt. Als plöklich der Ruf: Weiter!" erfcholl, wandte die tobende Menge fich nach der Köpnickerstraße zu. Dort wurden zunächst vier Schaufästen demolirt, die zum Spielwaaren- Geschäft des Herrn Killmer, Köpnickerstr. 142, gehörten, dann das Schaufenster eingeschlagen, die vorn liegenden Waaren herausgenommen und auf das Straßenpflaster gestreut. Frauen füllten Säcke mit dem geraubten Gut. Auch dem Kleidergeschäft des Herrn Sax, Köpnickerstraße 127a, statteten die Tumultuanten ihren Besuch ab. Die allein anwesende Frau versteckte sich aus Furcht vor der rasenden Menge, welche auch hier die Fenster zerschlug und die Kleidungsstücke auf die Straße warf; Herr Sar beziffert seinen Schaden auf 1000 an. Aus dem Laden des Bäckermeisters Apelt, Köpnickerstr. 128, nahmen sich die Erzedenten nach Belieben Brote und Pfannkuchen; das anwesende Ladenmädchen ließ schnell die Jalousie herunter, so daß nur die Scheiben der Eingangsthür zertrümmert werden konnten. Das Zerstörungswert wurde weiter fortgesetzt, nahezu ein Dußend Schaufenster und viele Schaukasten wurden von der Menge noch zertrümmert, bis es endlich der anrückenden Schußmannschaft gelang, die Straße zu säubern. Auch in der Landsbergerstraße, Blumenstraße und in der Nachbarschaft sind Ladenfenster eingeschlagen worden. In der Michaelskirchstraße foll, wie man berichtet, ein Schutzmann mit fuapper Noth dem Tode entronnen fein: man wollte ihn in den Luisenstädtischen Kanal werfen, reitende Schuhleute sollen ihn gerettet haben." theilt, obwohl ich sagen kann, daß mich in dem Benehmen faum wieder erkennen. Wenn erst einmal die gewohnheitsdes Arbeiters nichts so viel verlegt, als häufig bei dem mäßigen Bedrückungen, wenn die üblich gewordenen Bevorvon Angehörigen der sogenannten besseren Stände. Ich theilungen, kurz, wenn die Ursachen entfernt sind, um sinde zum Beispiel, daß sich in den öffentlichen Wirth- derentwillen die Menschheit trotz aller Zivilisation unter schaften die weibliche Bedienung unter Arbeitern ganz ruhig einander grollt und hadert, dann erst wird sich zeigen, und ungenirt bewegt, während man sich in den sogenannten welche Fülle von herrlichen Eigenschaften in dieser Menschnobleren Etablissements gegen die weibliche Bedienung Freiheit schlummert, welcher Gottesfrieden wirklich auf Erden heiten herausnimmt, die den wahrhaft Gebildeten geradezu möglich; dann in der That wird die ganze geängstigte und anekeln müssen." " Aber denken Sie nun einmal an die Greuel der ersten Revolution!" warf Helene ein. # in Feindschaft zerspaltene Menschheit wie aus einem bösen Traume erwachen. Darum können wir, die wir das so lebhaft fühlen, nur mit Zorn und Leidenschaft gegen solche „ Sie waren zum Theil empörend, obwohl ich nicht Zustände ankämpfen, aber im heißesten Kampfe ist es der weiß, ob die Greuel der Inquisition, der mittelalterlichen Geist der Liebe, der uns beseelt, und der Frieden ist es, Justiz und anderer öffentlichen Gewalten im despotisch der heißeste Wunsch nach Frieden, der uns bei unseren unregierten Frankreich milder genannt werden können; ebensos erläßlichen Kämpfen beseelt und unter unserem Banner Das Vorurtheil besteht noch fast allgemein bei den wenig glaube ich, daß sie die Greuel überbieten, welche fich weht." besitzenden Klassen und es hat in gewissem Sinne auch etwas die liberalen Nationalgarden nach der Juni Schlacht 1848 Sie werden sich viele, sehr viele Feinde zuziehen," sprach für sich, wenn man auf Diejenigen blickt, die unwiüfürlich oder die sogenannten Ordnungshelden von Versailles nach Helene, den Freund theilnehmend anjehend. manchmal, aber nur mit schreiendem Unrechte, zum vierten Niederwerfung der Pariser Kommune gegen die gefangenen„ Das ist wahrscheinlich, aber es werden nicht die Stande gerechnet werden, ich meine die Unerzogenen, Ver- Insurgenten erlaubten. Damals war nun die Bildung Besseren unter der menschlichen Gesellschaft sein, sondern wahrloften, Gefallenen, die Berthierten und wirklich bös- des Zeitalters um fünfzig, um achtzig Jahre vor mir die Wahnbefangenen und die Schlechten. Vor diesen artigen Naturen. Natürlich besteht diese Klasse zum größten geschritten, und waren die sogenannten besseren aber feige Rücksicht zu zeigen, ist einer freien männlichen Theile aus Angehörigen des vierten Standes, weil dieser Stand Stände, welche solch himmelschreiende Frevel verübten. Seele unwürdig. Wie jagt doch unser Platen so ruhig: der zahlreichste, am nothdürftigsten erzogen und geschult ist Jm Uebrigen muß man die Menschen, wie sie wirklich sind, und durch seine Verhältnisse leichter zum Verbrechen ver nicht ohne die Verhältnisse betrachten, unter denen sie so leitet wird. Von diesen Unglücklichen müssen Sie aber den geworden. Dann erst bekommt man einen Begriff großen Arbeiterstand trennen, der mit ihnen nur noth- Savon, wie sie sein könnten, oder wie sie von Natur Ja, wir sinken bald in die stille Gruft, wo alle Lüge und gedrungener Weise die elende Lebensführung, die schlechte aus find. Legen Sie einen gut gearteten Hund an penchelei hinfällig wird; die Krone und der Purpurmantel Kleidung und hier und da die weniger geglätteten Manieren die Kette, Sie werden ihn nach einigen Monaten fallen von Haupt und Schultern der Gewaltigsten auf Erden, e3 Hienieden lohut's der Mühe nicht, zu zagen, Und frei und wahr zu reden, ziemet Jedem: Weil bald wir Alle ruh'n in Sarkophagen!" Vergebens fuchen die sozialdemokratischen Organe die] Demonstranten von ihren Nockschößen abzuschütteln. Es zeigt sich immer wieder dieselbe Erscheinung: Nachdem man den tung" bestätigter Vorgang, und auch das Berliner Tageblatt" hat rothe Fahnen und solche vertretende Taschentücher- ges sehen." Frregeführten den Boden rechtlicher Gesinnung unter den Die Sozialdemokratie, welche die Konsequenzen der Füßen fortgenommen und ihnen eingeredet hat, die Bürger- herrschenden Wirthschaftspolitik vorausgesagt hat, welche vor schaft sei ihnen Entgegenkommen und Schuh schuldig und Niemand habe das Recht, sich seines Besitzes zu erfreuen, so Jahr und Tag den Lebensmittelvertheurern die Prognose stellte, lange Arbeitslose darben, nachdem man die niederen Instinkte daß die Aera des wirthschaftlichen Aufschwungs ausgehen wach gerufen, will man an den Folgen der Agitation nicht würde in Theuerung, Hungertyphus, Straßentrawallen, schuld sein. Und doch werden alle Sophismen die be- schreitet unentwegt ihrem Ziel entgegen, faltblütig, ge dauerliche Wahrheit nicht aus der Welt schaffen, wappnet vom Scheitel bis zur Zehe gegen die Perfidie und daß die sozialdemokratischen„ Führer und Lehrer" die schnöden Provokationen der Gegner, und gegen die in den pöbelhaften Zusammenrottungen und beklagens Unterdrückungsgelüfte der Volksfeinde. werthen Ausschreitungen nur die Früchte der Aussaat zu erblicken haben, welche sie der allzu empfänglichen Seele Neidvoller überantwortet haben, damit sie dort fortwuchere und am Wahltage Volksfreunde"(!) als Gewählte aus der Urne hervorgehen mache. Manchmal warten die Aufgestachelten aber nicht bis zum Wahlgange. Die Spannung, die künstlich hervorgerufen wurde, will frei werden und dann geschehen eben Dinge wie jetzt." " Mittheilungen über die Vorgänge am heutigen Abend fiehe unter der Rubrik Lokales. Politische Uebersicht. Berlin, den 26. Februar. Einen weniger ernsten Charakter hatten die Szenen, welche am 25. Februar am Lustgarten, Schloßplatz und theilweise Unter den Linden stattgefunden haben. Hier war der Hauptzweck das wüste Gejohl und Geschrei der gewerbsmäßigen Radaumacher, die mit festem Schritt und Tritt bei jedem militärischen Spektakulum aufmarschiren. Die dort sich wiederholt ansammelnden Massen, unter ihnen zahlreiche Schaulustige, wurden von der Schuhmannschaft ohne große Mühe nach allen Richtungen der Windrose auseinandergetrieben, Das gleiche Schauspiel wieder holte sich heute den 26. Februar, in derselben Gegend beim Aufziehen der diesmal von den Gardefüfilieren gestellten Wache, welcher das alte Stammpublikum, ver mehrt durch die niemals fehlenden indifferenten Gaffer, wie üblich gefolgt war. Es war allerdings ein sehr starkes Aufgebot von Schußleuten zu Fuß und Pferde Unter den Linden vertheilt. Die Polizei that jedoch von Anfang an nichts, um die Ansammlung einer großen Menschenmenge zu verhüten. So tam es, daß beim Aufzug der Wache die Schußmannschaft sich genöthigt sah, einzugreifen. Ueber die Das Organ der Jobber, Gründer, Kartelle zu widerVorgänge schreibt ein Berichterstatter der Bossischen legen, halten wir unter unserer Würde. Wir stellen Zeitung": nur fest, daß alle anständigen Blätter aller Parteien Zu den schamlosesten Lügenfabrikanten über die Eine große Schaar Müßiggänger begleitete die aufziehende die Verquickung der Arbeiterpartei mit diesen Vor letzten Tumulte in den Straßen Berlins gehört ein ges Wache und fand unter den Leuten, die sich Unter den Linden kommnissen auf das Entschiedenste zurückweisen. Daß wisser BS- Berichterstatter. Neben anderen fauftdicken Lügen angesammelt hatten, bedeutende Verstärkung. Die Schußleute Herr Eugen Richter, der Sozialistentödter, sofort auf schreibt dieser Zeilenreißer von der Versammlung im sahen sich genöthigt, von ihren Waffen Gebrauch zu der Bildfläche erscheint, wenn es gilt, die Sozialdemokratie machen, und es wurden mehrere Berhaftungen vorgenommen. zu denunziren, versteht sich bei dem Naturell und der angeBei dieser Gelegenheit sind auch ein paar Personen verletzt worden, ein Mann so erheblich, daß er nach der borenen feinen Witterung dieses Teckels der KapitalistenSanitätswache getragen werden mußte. Das Gedränge unter laffe ganz von selbst. So behauptet er, es sei Thatsache, den Linden nahm in den ersten Nachmittagsstunden noch er- daß die Tumulte begonnen haben im unmittelbaren Anheblich zu, und allerhand beunruhigende Gerüchte waren im schluß an eine von sozialdemokratischen Agitatoren verilmlauf, die sich bald als grundlos erwiesen. So erzählte man anstaltete Versammlung sogenannter Arbeitsloser." sich unter anderem, daß ein Trupp Exzedenten versucht habe, Ein echter Jesuitentuiff ist es, wenn Richter daraus, unter Rufen nach Brot und Arbeit in das Palais der Kaiserin daß die Redner in der Arbeitslosen Versammlung mit Friedrich zu bringen, und daß die Betreffenden von den vor wirkungsvollem Ernste vor Straßendemonstrationen ab dem Palais aufgestellten Schuyleuten ziemlich arg zugerichtet worden seien. Dieses Gerücht entbehrt der Begründung, doch gemahnt haben, den Schluß zieht, Mancher sei durch diese ist 3 in der Nähe des Palais zu einigen fleinen Zusammen- Abmahnungen erst auf Demonstrationsgedanken gekommen. fiößen gekommen. Polizei und Mob geriethen auch während Solche schäbige Klopffechterei charakterisirt den Menschen des Aufzugs der Wache auf der Schloßbrücke in ein Hand- und Politiker Richter in seiner ganzen Erbärmlichkeit. gemenge, als ein Theil der Erzedenten nach dem Krawall vor der Kommandantur versuchte, über die abgesperrte Schloß brücke den Platz vor dem Lustgarten und die Schloßfreiheit zu erreichen." " 0 Friedrichshain: Mehrere Redner hielten so aufreizende Ansprachen an die her bieten fo aut Masse, daß sich der überwachende Polizei- Offizier veranlaßt fühlte, dieselben von der Redner tribüne sofort verhaften zu lassen. Sie wurden nach der Revierwache in der Heinersdorferstraße gebracht. Dieser Vorgang erregte schon unter der Menge eine ungeheure Erbitterung, und immer lauter wurden die Zurufe aus der Versammlung heraus, so daß sie schließlich aufgelöst wurde." An dieser ganzen Darstellung ist kein Wort wahr, sie ist von A bis Z erlogen. Bezeichnend aber ist, daß gerade der„ fromme"" Reichsbote" die Berichte dieses Lügenschmiedes am ausführlichsten bringt. Der Eine Heilmittel gegen Soldatenmißhandlungen. Unter Hantirung mit der Gewissenhaftigkeit von Heckenreitern Epidemie ausgebrochen. Jeder will ein Heilmittel gegen Etliche schäbige Gesellen, Zeilenschinder, welche ihre den Anbetern des Militarismus ist eine wahre Erfindungss betreiben, vor denen nichts sicher ist, am wenigsten die die Soldatenmißhandlungen erfinden natürlich ein wirks Wahrheit, leisten im Lügen, Verdrehen, Entstellen, Fälschen sames, das auch eine sichere Kur verbürgt. ungeheuerliches, Alles, um sich„ interessant" zu machen, schlägt vor, die höheren Offiziere sollten sich mehr um die gewissen Kreisen einen Dienst zu erweisen und möglichst Soldaten bekümmern der Andere, der religiöse Geist viel Nickel herauszuschlagen. Die„ Bolts- Beitung" schreibt follte mehr gepflegt werden. Den Vogel hat ein Pfiffitus hierüber treffend: abgeschossen, der den, in seiner genialen Einfachheit an das Gin Reporter, welcher Alles in das„ Sensationelle" auf- Columbus- Ei erinnernden Vorschlag ausgehecht hat: Die zubauschen liebt, spricht seine Ueberzeugung" dahin aus, daß Regimentsvorsteher sollen für das Nichtvorkommen von Der gestrige Putsch nicht das Wert eines Impulses der Massen Soldatenmißhandlungen in ihrem Regiment verant gewesen, sondern daß ein ganz planmäßiges Vorgehen des wortlich gemacht werden. Es ist wahr: würde jeder Janbagels, von einer bestimmten Leitung ausgehend, vorliege." Oberst, in dessen Regiment eine Soldatenschinderei -Daß wir mit den Unruhestiftern nicht sympathijiren, vorkommt, ohne Pension entlassen, so brauchen wir nicht zu versichern; umsomehr müssen wir es würde das Wie bei allen Vorkommnissen dieser Art wirkt die geschäftige Einbildungskraft wahre Wunder, die wildesten Gerüchte durchschwirren die Stadt. Am Ende gebiert der freißende Berg eine lächerlich kleine Maus. Den besten Beweis für die folossalen Uebertreibungen, in welchen gewiffe zeilenhungrige Reporter schwelgen, liefert die Ziffer der thatsächlich vorgenommenen Verhaftungen. Erwägt man, daß Tausende von Menschen auf den Beinen waren, und daß die Schutzmannschaft in voller Stärke unter Entfaltung aller ihrer Machtmittel zur Stelle war, so erscheint die Zahl von 98 Siftirten, von denen schließlich nur zehn der Kriminalpolizei vorgeführt wurden, außerordentlich gering. geradezu als frevelhaft bezeichnen, wenn ein Reporter, ohne gewiß den beabsichtigten Zweck erreichen, wenn die MißVon den letztgenannten zehn wird, wie man hört, gegen 9 die Spur eines Beweises dafür beizubringen, gleich Ber- handlungen auch pünktlich zur Anzeige gebracht würden. das Verfahren wegen Landfriedensbruches und gegen einen schwörungen und dergleichen aufbaut, die von einem Theil der Aber da liegt ja gerade der Hase im Pfeffer. Wenn die Presse weil es vielleicht gerade jetzt in ihren Kram paßt- Mißhandlungen richtig und pünktlich zur Anzeige gebracht das Verfahren wegen Aufruhrs eingeleitet werden. Es hat begierig aufgenommen und weiter verbreitet werden." würden, dann gäbe es überhaupt keine, oder doch nur sehr mur bezüglich einer Person festgestellt werden können, daß fie sich an den Plünderungen betheiligt hat. Diese ist der besser, als ihr augenblickliches Verhalten. Bis jetzt hat sie Nichts kennzeichnet die Hilflosigkeit unserer Bourgeoisie wenige Soldatenmißhandlungen. Und Offiziere, in deren Regimentern Mißh andlungen Arbeiter Fensky, der an der Plünderung des Schirmladens das Bestehen eines Nothstandes krampfhaft geleugnet. Heute vorkommen, sind schon heute in keiner beneidenswerthen der Geschwister Steinert, Köpnickerstraße 121, Theil gefordert sie stürmisch, daß die Polizei die Krisis beseitige Lage und werden schon heute wenigstens von der öffentlichen nommen hat. Von drei Personen ist festgestellt worden, durch den Schub. Fort mit den Arbeitslosen, auf's Land, Meinung verantwortlich gemacht. daß sie an den Zusammenrottungen Theil genommen und wo Arbeitskräfte so nöthig sind, rufen nun die begeisterten Da ließe sich der Vorschlag schon besser hören, jeder Fenster eingeworfen haben. Es sind diese der Lehrling Max Bogt, der in der Blumenstraße verhaftet worden ist, Diese Vogelstraußpolitik glaubt das Elend zu entfernen, haben. Aber es ist bei all diesen Heilmitteln ein Wenn May Vogt, der in der Blumenstraße verhaftet worden ist, Freunde der Sachsengängerei, fort mit dem Bettelvolk! Soldat, der mißhandelt wird, solle das Vergeltungsrecht der Arbeiter Rohde, der in der Koppenstraße fiſtirt wurde, wenn sie die Elenden auf die Landstraße jagt. Und gerade und ein Aberaber was soll aus der„ Disziplin" werden, und der Tischler Rungs, der sich an der Demolirung des Schanklokals des Gastwirths Leit in der Weißenburgerstraße einflußreichen Organe des Liberalismus sind es, wenn der gepeinigte Soldat das Recht der Wiedervergeltung die betheiligt hat. Von den anderen Verhafteten ist erwiesen, meierei den Boden für Gewalt- und Zwangsmaßregeln fürchterlich, daß sich bei dem bloßen Gedanken die Haare betheiligt hat. Von den anderen Verhafteten ist erwiesen, welche durch ihr pharisäisches Gebahren, durch ihre Heul bat? Die Folgen wären haarsträubend das heißt so daß sie sich in der Menge befunden haben, von welcher die ebnen. Sie entrüsten sich am lautesten, sie spielen dieselbe sämmtlicher, vom„ militärischen Geist beseelter Leute zu Erzeffe ausgingen. Gegen diese Leute soll wegen einfachen Komödie wie 1878, und so muß es sich der Liberalismus Berg ſträuben müßten. Und welcher Anblick das wäre! Landfriedensbruchs vorgegangen werden. gefallen lassen, daß ein Pindter das geschüttelt und gerüttelt Und so sind die Erfinder noch immer an der Arbeit. fennzeichneten Krawallen politisches Kapital zu schlagen, schreibt: Der schamlose Versuch, aus den eben zur Genüge ge- volle Maß seines Hohnes über ihn ausgießt, indem er und sie werden auch an der Arbeit bleiben- bis sie sich einer hoffnungsvolleren Thätigkeit zuwenden, weil sie sich ist bereits gestern von uns angesichts der bübischen Des nunziation des deutschfreisinnigen Mosse- Organs in seiner Jedenfalls dürfte es fein Zufall sein, wenn, je mehr inzwischen überzeugt haben, daß es für die Soldatenganzen Nichtigkeit und Infamie gebrandmarkt worden. der Standpunkt der nicht sozialdemokratischen Blätter nach mißhandlungen nur eine Kur giebt: die Abschaffung des lints gravitirt, sie desto mehr und Schlimmeres über die er- Militarismus. folgten Ausschreitungen zu berichten wissen.... So läßt das Kleine Journal" die rothen" Taschentücher eine ziemlich große Rolle spielen, in der Weißenburgerstraße wird sogar eine rothe" Fahne entrollt, ein übrigens von der Bossischen ZeiHeute wandelt die Börsen- Zeitung", das Dortchen Lakenreißer der Börsengenies und Finanzkünstler, das sein Gewerbe mit brünstiger Offenheit treibt, auf den Pfaden des„ Berliner Tageblatts"." Sie keift: es muß sich der Reiche von den mühsam zusammengerafften Reichthümern trennen, nichts auch kann den altersschwachen Greis, nichts den Sterbenden trösten, als das Bewußtsein, gerecht und wahr auf Erden gehandelt und goldenen Samen für die Zukunft gestreut zu haben. Die Bedürfnisse der Menschen sind verschieden, die Einen können nicht glücklich sein, ohne den täglichen Borrath von Kuchen und Wein; ich kann nicht leben, ohne nach meiner besten Ueberzeugung für Recht und Wahrheit zu kämpfen." " " Ganz recht; und wenn Sie dann wirklich mit mir zu sprechen haben, stehe ich Ihnen zu Diensten", meinte das Fräulein und erhob sich von ihrem Stuhle. Elise führte die Erwartungsvolle ein Stück Weges von der übrigen Gesellschaft weg, und begann dann in bedächtiger Weise: Enthüllungen über den Welfenfonds. Cäsar Schmidt fündigt den Faksimile- Abdruck von hundert un verbrannten Quittungen zum Welfenfonds an; dieselben " Nein, Fräulein, das wollte ich nicht, denn nie würde ich an ein Berhältniß mit Jemandem denken, dessen Er klärungen ich nicht von ihm selbst mit vollem Vertrauen ents gegennehmen könnte. Es sind außerdem die Erklärungen Ihres Herru Bruders schon um deswillen bedeutungslos für mich, als mein Herz bereits anderweit gewählt hat." Und warum dann Ihre Bitte um ein Gespräch unter vier Augen?" " Ich fürchte ein Unglück." " Ah, das ist doch nicht zu erwarten," meinte das Fräulein lächelnd, so sehr nimmt sich mein Bruder dergleichen Erfahrungen nicht zu Herzen." " " Ein wirklich glücklicher Zufall führt Sie hierher in einen Augenblicke, in dem ich mir weder zu rathen, noch zu helfen wußte. Nicht wahr, Sie haben einen Bruder?" Es ist so schön, was Sie sagen, und ich bringe es Ah, von meinem Bruder ist die Rede? Jett ahne ich nicht übers Herz, Ihnen zu widersprechen. Aber ich hoffe das Ganze. Er hat ein Verhältniß mit Ihnen angeknüpft? mit aller Zuversicht, wir werden recht glücklich werden. D, ich kenne ihn darin nur zu gut. Es thut mir wirklich Wenu Sie, wie nicht anders zu erwarten, mild und leid um Sie, Fräulein, denn Sie besitzen ein Aeußeres," Ich danke Ihnen, Fräulein," erwiderte Elise ohne nachfichtig sind; denn ach, wir bleiben unvollkommene welches Vertrauen einflößt und auf gute Grundsäge schließen Empfindlichkeit. Ich hielt es nur für meine Pflicht, Ihnen Menschen mit allen unseren schönsten Gedanken und Be- läßt. Ich wage sogar noch weiter zu gehen und die Weber- mitzutheilen, daß Ihr Herr Bruder mir den Revolver vor strebungen. Der Kampf auf geistigem Gebiete wird nicht zeugung auszusprechen, daß Ihre Bekanntschaft meinem gezeigt, mit dem er sich erschießen zu wollen erklärte, wenn geführt, ohne daß unsere Nerven gereizt werden, unser Blut Bruder nur zum Nutzen gereichen würde. Aber nehmen Sie ich bis 3 Uhr diesen Nachmittag nicht auf jenem Gipfel in heftigere Wallungen geräth. Und darum bleiben wir sich in Acht vor ihm, denn er ist sehr leichtsinnig, beinahe erscheinen wollte, oder wenn Andere an meiner Stelle dort immer in der Nothwendigkeit, Nachsicht für uns zu erbitten. gewissenlos." hin kämen. Das dürfen Sie nicht vergessen, sonst würden Sie manch-" Sie irren sich, mein Fräulein," erwiderte Elise mit Ein letzter Versuch, ohne Zweifel, der unvollendet mal ungerecht gegen mich werden, oder über Täuschung Würde, es besteht nichts von einem Verhältnisse zwischen bleibt, wenn er die gewünschte Wirkung nicht hat." flagen." uns. Bei einem ländlichen Vergnügen, zu dem er sich vor" Sie werden Ihren Herrn Bruder besser kennen als Also auch nichts Vollkommenes?" seufzte Helene Kurzem einfand, lernte ich ihn flüchtig kennen, und schon da- ich; zum wenigsten hat es mein Herz erleichtert, ein ihm so lächelnd. mals machte er mir, ohne daß ich ihm die geringste Veranlassung nahestehendes Wesen von dem Borgefallenen in Kenntniß ,, Nein, ganz gewiß nicht; daß werden Sie auf dieser unvoll- oder Ermuthigung gegeben, eine ziemlich... nun, wie soll gesezt zu haben." tommenen Erde nicht verlangen wollen. Auch der schöne ich denn gleich sagen... favaliermäßige Liebeserklärung, Sun, glauben Sie denn, Fräulein, daß er wirklich im blaue Himmel, der in dieses liebliche grüne Thal hinein- ohne daß ich mir bewußt gewesen wäre, ihn hierzu die ge- Stande fein könnte, ein solches Vorhaben auszuführen?" schaut, sieht manchmal düster und grämlich aus." ringfte Ermuthigung gegeben zu haben. Heute hat sich zu" Ich kenne, wie gesagt, Ihren Herrn Bruder viel zu Und wir werden ihm doch nicht gram," fügte das meinem Leidwesen dieselbe Szene an diesem Orte in viel wenig, um zu beurtheilen, ob er eines solchen Frevels fähig Mädchen hinzu. Doch man scheint uns zu suchen." unheimlicherer Weise wiederholt." oder nicht, und Sie fühlen selbst, Fräulein Findeisen, daß allzu große Befürchtungen, von mir in diesem Falle geäußert, mich in den Verdacht lächerlicher Eitelkeit bei Ihnen bringen tönnten. Es genügt mir, die Besorgnisse, welche bei seinen Drohungen in mir erweckt wurden, Ihnen mitgetheilt zu haben, da ich im Uebrigen mich frei von jeder Schuld weiß." ( Fortsegung folgt.) " Elise war in ihrer Herzensangst nach dem Tische gelaufen, wo neben den Festordnern die Verwandten und die Freundin Helenen's Platz genommen hatten. Sie wandte sich sogleich an die Leitere und flüsterte ihr zu: Bestes Fräulein, dürfte ich Sie wohl um eine kurze Unterhaltung unter vier Augen bitten?" Sie irren sich wohl in meiner Person, Fräulein," erwiderte die Angeredete verwundert. Sie sind Fräulein Findeisen?" " Ah, er ist hier? das ist gut, da werde ich ihm einmal ernstlich die Wahrheit sagen, obwohl ich fürchte, es wird nicht viel bei ihm helfen. Doch Sie, Fräulein...?" „ Elise Barth ist mein Name." " Ah, Sie sind das Fräulein, auf dessen Bekanntschaft mich meine liebe Freundin vorbereitet hatte; um so mehr fühle ich Veranlassung, Ihnen die volle Wahrheit zu sagen. Ohne Zweifel wollten Sie bei mir anfragen, wie Sie seine Erklärungen etwa aufnehmen könnten?" beschwert hat, außerdem auch die Revision des Lämmer find angeblich ausgestellt in den Jahren 1868 bis 1890 burch Staatsminister, Generale, nach dem Süden Gerichts- Beitung. Dagegen wird auf die Revision Harzdorf's das Urtheil, tommandirte Offiziere, Richter, Parlamentarier, Redakteure verschiedener Länder, hohe und niedere Hofbeamte beiderler eipzig, 25. Februar.( Die Immunität der Reichstags- Ab- wurde erklärt, die Sigungsperiode des Reichstages dauere von Entscheidung des Reichsgerichts.( Nachdruck verboten.) soweit es ihn betrifft, aufgehoben, und die Sache in soweit an das Landgericht Chemnitz zurückverwiesen. In den Gründen Geschlechts, Aerzte, Studirende an ausländischen Hoch- geordneten.) Mit großer Spannung war von den verschiedensten der Eröffnung bis zur Schließung und eine dazwischen liegende schulen, politische Agenten, Agents provocateurs, Mitglieder Seiten der Verhandlung entgegengesehen worden, welche heute furze oder lange Vertagung unterbreche nicht die Fortdauer der von diplomatischen Korps und andere Personen. Der Ab- vor dem dritten Straffenate des Reichsgerichtes gegen den sozial- Immunität. Da Feststellungen bezüglich Harzdorf's feien nicht druck soll begleitet sein von einem Kommentar: Die demokratischen Reichstags- Abgeordneten Friedrich August Wilhelm ausreichend und eine Aufforderung zum Ungehorsam sei nicht Albert Schmidt, Redakteur der Volksstimme" in Burgstädt stattKoulissen des Welfenfonds" von einem Staatamann. Diese Gegen benselben war während der vorjährigen Bertagung genügend feſtgeſtellt, da es sich nicht um den Widerstand gegen Ankündigung erscheint auf dem Umschlag einer Flugschrift, des Reichstages, welche vom Me bis zum 10. November das Gesetz ſelbſt handle. die betitelt it Kaspar Hauser, des Räthsels Lösung" von dauerte, Anklage erhoben und auch das Urtheil gegen ihn war inner1. Baron Alexander Artin." Ein ungemüthlicher Auftritt auf der Pferdebahn lag Man kann auf diesen Beitrag halb dieser Zeit, am 2. November 1891, gefällt worden. Herr Schmidt einer Privatflage zu Grunde, welche gestern vor der 136. Abzur Geschichte der deutschen Korruption gespannt sein. Aus batte sich auf seine durch§ 31 der Reichsverfassung gewährleistete theilung des Schöffengerichts zur Verhandlung gelangte. wessen Geheimschrank die nicht zu Asche verbrannten Belege Immunität während der Dauer einer Sigungsperiode berufen; Mittage des 28. November v. J. bestieg der Hauptmann R. vom wohl geflattert sein mögen? Fürst Bismarck ist natürlich das Landgericht Chemnitz legte aber den Artikel 31 so aus, daß 2. Garde- Regiment den Vorderperron eines Pferdebahnwagens, so wenig an diesen Enthüllungen betheiligt, wie an der Auf- er auf Vertagungen von so langer Dauer keine Anwendung finde der vom Oranienburger Thor nach dem Wedding fuhr. Da der deckung des Falles von Boetticher. Die Bismarckei durch 29. Oktober v. J. gewaltsam vorführen. Herr Schmidt beharrte beschwerte sich der neben dem Hauptmann stehende Kaufmann P. und ließ den Angeklagten Schmidt zu der Verhandlung am Vorderperron bereits die zulässige Anzahl Fahrgäste enthielt, so sich selbst gebrandmarkt, das wäre auch ein Stück welt- auf seinem Standpunkte und ließ sich während der Verhandlung bei dem Kutscher über deu Zuwachs. Der Kutscher getraute geschichtlicher Fronie. auf nichts ein. Das Urtheil des Landgerichts lautete gegen sich nicht, dem Offizier etwas zu sagen, der Letztere be= Uumöglich! Es wird von angeblich sehr wohl unter richteter Seite versichert, daß man in den höheren und höchsten militärischen Kreisen sehr erbost" sei über die Veröffentlichung des sächsischen Erlasses, betreffend die Soldatenmißhandlungen. Wir können das nicht glauben, da ja in den höheren und höchsten militärischen Streisen ein wahrer Militär- Philanthropismus besteht, der sich die äußerste Mühe giebt, den Soldaten mit seinem Loose zufrieden zu machen. Und daß Mißhandlungen solche Zufriedenheit nicht erzeugen tönnen, ist ebenso gewiß, als daß die Veröffentlichung jenes Erlasses das denkbar Beste war, was im Interesse der Soldaten geschehen konnte. Der sächsische Militärbevoll mächtigte hat es ja auch bei der bekannten Unterredung mit einem Berliner Zeitungsberichterstatter direkt ausgesprochen, daß die Veröffentlichung nur nüßlich gewesen sei. Wir glauben deshalb nicht an den Zorn in hohen und höchsten militärischen Kreisen. Oder doch? " Cäsar Schmidt ist derselbe Buchhändler, der seiner Zeit, Schmidt wegen Beleidigung, Aufforderung zum Ungehorsam, harrte auf seinem Plate. Bald darauf wurde der als Graf Arnim die Streitschrift:" Pro nihilo!" gegen Bis- Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten und vorzeitiger Beröffent- Pferdebahnwagen durch eine Batterie Artillerie im Weitermarck drucken ließ, feinen Lehrling angestiftet hat, die Druck- lichung von amtlichen Schriftstücken eines Strafprozesses fahren gehindert. P. nahm Veranlassung, über die bogen für den Fürsten Bismarck zu ergattern. Witbetheiligt auf 1 Jahr 3 3 Monate Gefängniß und eine Geld Rücksichtslosigkeit des Militärs gegen die Bürger allerlei Bebei diesem sauberen Streich war der Winterthurer Professor strafe. Außerdem kamen noch zwei Mitangeklagte Namens merkungen zu machen. Bald darauf verließ der Hauptmann den Tschischwitz, ein Preuße, den die öffentliche Entrüstung Aufforderung zum Ungehorsam zu 1 Monat Gefängniß, der fabren!" Jezt ließ der Hauptmann die Persönlichkeit des KaufSarzdorf und Lämmermann in Betracht; der erstere wurde wegen Wagen. Jetzt rief P.: Der Offizier dort ist ohne Billet geallerdings aus der Schweiz wegfegte. Die Folge dieses Lettere wegen Beleidigung zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt. Be- manns feststellen, um dann im Wege der Privatflage gegen ihn Diebstahls war der Arnim- Prozeß. üglich des Angeklagten Schmidt ist noch zu erwähnen, daß die vorzugehen. Der Beklagte gab den Sachverhalt zu. Es sei ihm nicht eingeholt worden war und auch wegen der Vertagung des gangen, daß dem Kläger kurz nach seinem Aufsteigen von dem Genehmigung des Reichstages zur Einleitung des Strafverfahrens aber die durch die Beweisaufnahme festgestellte Thatsache entReichstages nicht eingeholt werden konnte. Aus dem That- Schaffner eine Fahrkarte eingehändigt worden sei. Im Uebrigen bestande des Urtheiles ist folgendes mitzutheilen. Der Angeklagte habe er sich in einer gerechtfertigten Erregung befunden, daß Lämmermann, in Taucha wohnhaft, hatte an die vom dem Offizier gegenüber eine Rücksichtnahme beobachtet wurde, die Angeklagteu Schmidt redigirte Volfsstimme" einen Artikel gegen Bivilpersonen nicht Platz zu greifen pflege. Ihm selbst sei gesandt, welcher auch zum Abdruck gelangte. Der Verfasser sagte in früheren Fällen das Besteigen eines mit der vorschriftsmäßigen theilen und erzählte dann, er habe eine Steuerquote auf dem untersagt worden. Der Gerichtshof hielt diese Gründe nicht für darin, er wolle einen Fall von besonderer Gerechtigkeitsliebe mit Anzahl Fahrgäste besetzten Wagens trob strömenden Regens Gemeindebureau bezahlen wollen, aber man habe sie ihm nicht stichhaltig, der Vorwurf des Betruges, der in den Worten des abgenommen; bald darauf habe man aber den Betrag exekutorisch Angeklagten liege, daß der Offizier ohne Fahrkarte gefahren sei, von ihm eingezogen. Hierin wurde eine Beleidigung der be- bleibe immerhin schwer beleidigend und sei eine Geldstrafe treffenden Beamten erblickt. Was den Mitangeklagten Harzdorf von 100 Mart dafür als eine angemessene Sühne erachtet betrifft, so hatte derselbe in Hartmannsdorf eine Volksversamm worden. lung veranstaltet, in welcher Schmidt einen Vortrag hielt. Die Erbebung von Eintrittsgeld und die Veranstaltung einer Sammlung zusammengestellt, welcher seine Erfindung gestern vor der ersten Eine originelle Diebesfalle hatte sich der Wildhändler F. im Saale waren von der Amtshauptmannschaft Rochliz Strafkammer des Landgerichts I preisgab. Kurz vor Weihnachten schaft Leipzig verboten worden. Harzdorf hatte die Anordnung wurde F., der in einem Keller in der Elsafferstraße sein Geschäft unter Bezugnahme auf eine Verordnung der Kreishauptmann- wurde des Amtshauptmanns in der Versaminlung mitgetheilt und ge betreibt, mehrfach bestohlen, indem unbefugte Hände die an der Nothstandspolitik. In Braunschweig, wo, wie wir unrichtig halte. Er regte ferner eine Beschwerde wegen dieser zu ertappen, befestigte&. an einen feiſten Hafen, der als Locksagt, man müsse sich derselben fügen, auch wenn man sie für Außenseite der Thür hängenden Hafen entfernten. Um den Dieb bereits gemeldet, es zu lebhaften Demonstrationen der Ar- Anordnung an und erklärte dann noch, wer freiwillig etwas zu Ende eine leere Weinflasche befestigt war. Die lettere wurde vogel dienen sollte, einen dünnen Bindfaden, an dessen anderes beitslosen kam, hat der Stadtmagistrat städtische Kanal- den Kosten der Saalmiethe beitragen wolle, der könne es thun, auf den Ladentisch gestellt. Wurde der Hafe entfernt, so bauten in Angriff nehmen lassen, bei welchen etliche hundert er nehme privatim Geld dazu in Empfang. Auf diese Weise auf den Ladentisch gestellt. Wurde der Hafe entfernt, so Leute Beschäftigung finden werden. Daß die Bossische kamen dann 12-15 M. zusammen. Das Landgericht nahm mußte die Flasche vom Tisch geriffen werden und durch Beitung" es sich nicht nehmen läßt, mit heuchlerischem Augen- an, daß Harzdorf mit jenen Worten öffentlich zum Un Lärm verursachen, daß die im Laden oder im Nebenraum das Aufschlagen auf den Fußboden einen so großen aufschlage die verlogene Denunziantin zu spielen, wundert uns gehorsam gegen eine rechtsgiltige Verordnung aufgefordert Lärm verursachen, daß die im Laden oder im Nebenraum nicht. Sie schreibt über die Tumulte in Braunschweig: habe.- Die Revision der drei Angeklagten wurde von dem befindlichen Personen aufmerksam gemacht werden mußten. „ Dabei zeigt sich wiederum eine nachgerade gewohnte Gr. Rechtsanwalt und Reichstags- Abgeordneten Stadthagen aus Stunden wurde die Flasche hastig vom Tische gerissen. Sie zer primitive Lärm- Apparat that seine Schuldigkeit. Nach wenigen scheinung: im wesentlichen sind nämlich die Verhafteten be- Berlin eingehend begründet. thörte, unbesonnene Schreier, welche, aufgeregt und verhett Landgerichts Chemnitz bezüglich des Artikels 81 der Reichsver- brach durch den Fall auf den Fußboden nicht, sondern machte durch die vorher im Versammlungssaale vernommenen Reden, fassung als nicht haltbar; schon der flare Wortlaut und der von unsichtbarer Hand gezogen, den Weg bis zur Ladenthür, wo sich blindwüthig in den Strudel stürzten, während diejenigen, Zweck der Verfassung sprächen gegen jene Auffassung. Andere sie hinter der Schwelle fizen blieb. Der Ladeninhaber eilte auf fich blindwüthig in den Strudel stürzten, während diejenigen, Berfaffungen hätten ähnliche Bestimmungen und überall verstehe die Straße und nahm hier einen Mann fest, der den Hasen in welche im Gaale die Gemüther erregt hatten( meist sozial- der Hand hielt und damit das Weite suchen wollte. Es war demokratische Agitatoren, die sich in gutem Verdienste befinden) Gröffnung und der Schließung des Barlaments. Wenn die drei er- der Arbeiter Ferd. Jäger, welcher gestern dem Gericht vorman unter Sigingsperiode, Sitzung, Session, die Zeit zwischen der im verhängnißvollen Augenblicke dem Schauplage den Rücken wähnten Ausdrücke in der Verfassung verschiedentlich mit einander geführt wurde. Im Termin behauptete er, daß er die von dem abwechselten, so ergebe sich daraus klar, daß sie von gleicher Be- Beugen erfundene" Maschinerie" recht gut gekannt habe und sich Solch eine schmähliche Verleumdung der Arbeitersache deutung seien und insbesondere dasselbe bedeuteten, wie der fran- nur einen Scherz leisten wollte. Er fand feinen Glauben, sondern richtet sich selbst. zösische Ausdruck session", der sich scharf von„ séance" unter- wurde zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. scheide. Der Vertheidiger zog sodann die Entstehungsgeschichte Nur sparsam! Herr Thielen, der preußische Eisen- des erwähnten Artikel 31 heran, um nachzuweisen, daß das Landbahn- Minister, ist ein guter Haushälter, er spart wo er gericht Chemnitz fehlgehe. Wenn die Verfassung vorschreibe, daß tehrten." ollin Er erklärte die Auffassung des kann. Bei der Direktion Breslau werden nächstens wieder der Reichstag alljährlich einberufen werden müſe, ſo folgere mit Soziale Uebersicht: 21 Arbeiter entlaffen; ein Theil des entbehrlichen Fahr- Unrecht das Landgericht, daß er dann auch alljährlich personals wird auf den Böden beschäftigt. Staatsbetriebe insbesondere am 8. Mai 1891 hätte geschehen müssen. Der Ar Bergarbeiter- Bersammlungen werden wieder häufiger; meist haben wenigstens einmal geschlossen werden müsse und daß dies Aus dem rheinisch- westfälischen Kohlenrevier. Die Musterbetriebe. Musterbetriebe in tapitalistischem Sinne, titel 13 der Verfassung, der die alljährliche Einberufung fordere, fie den Zweck, Stellung gegen die zahlreichen Entlassungen von das ist nicht zu leugnen. Und mit welcher Entrüftung hat sei aber nur dazu da, um zu verhindern, daß die Volksvertreter Arbeitern zu nehmen, die jetzt an der Tagesordnung sind. So der Fürsprech von Kohlenringen im Abgeordnetenhause er möglicherweise ein ganzes Jahr nicht zusammengerufen würden. war jüngst in Essen eine von mehreren hundert Bergleuten be= flärt, eine anläßlich der Zeitungsnotiz über vierundzwanzig- Wenn aber der Reichstag mit seiner eigenen Zustimmung vertagt suchte Versammlung, die gegen das Verfahren der Verwaltung stündige Beschäftigung eines Eisenbahn- Beamten angestellte werde, so sei die Annahme, daß gegen die Verfassung verstoßen der Beche„ Herkules" protestirte. Dort ist nämlich etwa 30 BergUntersuchung habe ergeben, daß an dem betr. Drte weder ein werden könnte, völlig ausgeschlossen. Der Kaiser habe nach leuten gekündigt worden, darunter auch den ehemaligen Delegirten Unfall geschehen sei, noch ein Beamter 24 Stunden Dienst Artikel 12 das Recht, den Reichstag zu eröffnen und zu schließen; Fischer und Küppersteg, während vor ganz kurzer Zeit erst eine im vorliegenden Falle sei der Reichstag nicht gefchloffen gewesen, als Anzahl Arbeiter österreichischer Nationalität auf dieser Zeche eingeleistet habe. Jetzt wird festgestellt, daß die Angelegenheit das Verfahren gegen den Angeklagten Schmidt eingeleitet wurde, die gestellt worden sein sollen. Die einzelnen Redner fritisirten in am 11. Februar in Ratibor vor der Straflammer verhandelt Session oder Sizungsperiode habe noch fortgedauert, und da die der Versammlung dieses Verfahren der Bechenverwaltung fehr ist, der betr. Unfall sich in Kosel ereignet hat und Rangir Erlaubniß des Reichstages zur Verfolgung des Abgeordneten scharf, besonders weil die Leute, denen gekündigt wurde, meist meister Hertel vor Gericht ausgesagt hat, daß er 24 Stunden Schmidt nicht vorgelegen habe, so sei das ganze Verfahren gegen Familienväter sind und schon längere Zeit auf der Beche arbeiteten. Dienst geleistet habe. denselben gesetzwidrig und unzulässig. Richtig sei es ja, daß bei Besonders.böses Blut scheint bei den Bergleuten die Entlassung so langdauernden Bertagungen die Gefahr der Verjährung ein- des Bergmanns Fischer gemacht zu haben. Sächsisches. Auf Anordnung des Direktoriums der trete, aber die Gerichte seien durch nichts gehindert, immer wieder. 2. sächsischen Ständekammer sind dem sozialdemokratischen Anträge an den Reichstag zu stellen. Solche schweren Verbrechen Schuhvorschriften für Arbeiter in Briquettefabriken Abgeordneten Kaden gegenüber die Landtagsdiäten, deren würde überhaupt wohl fein Reichstags Abgeordneter be- finden sich, wie das„ Sozialpolitische Zentralblatt" schreibt, in Bezug nur außerhalb Dresdens wohnenden Abgeordneten gehen, daß das Rechtsbewußtsein unter einem etwaigen einer Bergpolizei- Verordnung des Ober- Bergamtes Breslau vom die dann 15. Juli 1891, die von Glückauf"( Effen) in seiner Nummer zusteht, gesperrt worden. Von konservativer Seite wird Aufschub der Strafverfolgung leiden tönnte, -GO werden würde. nämlich behauptet, daß Kaden in Kößschenbroda bei Dresden auch wohl in solchen Fällen vom Reichstage nicht versagt vom 30. Januar d. J. abgedruckt wird. Abschnitt I dieser Vernur zum Schein Wohnung gemiethet habe, während er that- tomme in Betracht, daß seine Mittheilungen an und für sich Fabriken und ihre innere Einrichtung, über bequeme Kommunisächlich in Dresden wohne. Hierzu bemerkt der Wähler", wahr seien und daß er zum mindesten geglaubt habe, berechtigte fation zwischen den verschiedenen Räumen und gute Ventilation, daß Kaden, der früher in Serkowitz bei Dresden wohnhaft Interessen wahrzunehmen. Was dagegen Harzdorf betreffe, so ausreichende Beleuchtung und Schutzvorrichtungen an allen Mas war, schon seit 1885 in Kötschenbroda wohne und dort habe demselben nichts ferner gelegen, als zum Ungehorsam schinen. Abschnitt II behandelt den Betrieb der Briquetteseine Staats- und Gemeindeſteuern entrichte. In Dresden gegen die betr. Verordnung aufzufordern; derfelbe habe vielfabriken, Borkehrungen gegen Feuersgefahr und Vorschriften hat Kaden neben dem Komptoir seiner Zigarrenfabrik nur mehr in loyaler Weise erklärt, man müsse sich der An- über die tägliche Reinigung der Arbeitsräume von Staub. ein einfaches Schlafzimmer eingerichtet, das er im Falle G8 tomme noch in Betracht, daß das Geben von Geld für eine Beschäftigt werden dürfen nur zuverlässige Männer, die ordnung fügen, auch wenn man sie für gesetzwidrig halte. 3n$ 25 beginnen die eigentlichen Arbeiterschutz- Vorschriften. nächtlicher Anwesenheit in Dresden benutzt. Mit solchen Sammlung nicht verboten sei, sondern nur das Veranstalten einer das 21. Jahr überschritten haben und mit förperlichen Gebrechen Kleinlichen Kniffen und Quengeleien operirt die sächsische Sammlung. Wenn Harzdorf nur die Anwesenden aufgefordert nicht behaftet sind". Während der Arbeit sind nur enganschließende Bourgeoisie gegen die Arbeiterbewegung, die über alle diese babe, ihm privatim, also nicht in der Versammlung, folche Kleider zu tragen(§ 26). Gin zwölfstündiger Normalarbeitstag gehässigen Nücken und Tücken mit lächelnder Nichtachtung Gelder zu übergeben, die zur Deckung der Kosten benutzt werden wird für die bei den Darrvorrichtungen, bei der Wartung der zur Tagesordnung übergeht. sollten, so habe er damit feineswegs zu einer verbotenen Hand- Maschinen und Refsel Beschäftigten eingeführt(§ 27). Ferner lung aufgefordert.-Herr Ober- Reichsanwalt Tessendorf erklärte müssen heizbare Antleideräume, sowie ein Bad für die Arbeiter Reichstags Erfahwahl. Bei der Ersatzwahl eines in der Hauptsache sich mit den Ausführungen des Vertheidigers vorhanden sein. Die Betriebsführer find den Bergwerksbeamten Reichstags Abgeordneten für den 7. Oppelner Wahlkreis einverstanden, wenn auch theilweise aus anderen Gründen. namhaft zu machen. Diese Verordnung ist mit dem 1. Oktober wurde Rittergutsbefizer Frhr. v. Reizenſtein( Bentrum) mit Aus dem Wortlaute des Artikel 31 der Verfassung ergebe sich, 1891 in Kraft getreten. Sie läßt darauf schließen, daß früher 16 637 Stimmen gewählt. Der Wahlkreis gehört zu den daß die Immunität auch während der Vertagungen des Reichs- unerträgliche Verhältnisse in den schlesischen Briquettefabriken getages Geltung habe. Hieraus ergäben sich allerdings bedauer- herrscht haben müssen. Der Bundesrath hätte wohl ins Auge zu Hochburgen des Ultramontanismus. liche Konsequenzen für die Gerichte und für ihn selbst, dieselben fassen, ob sich nicht die Ausdehnung dieser Vorschriften mit einer feien aber unbeachtlich. Die bestehenden Mißlichkeiten könnten weiteren Abkürzung des Arbeitstages über Oberschlesien hinaus Frankreich, die Geldfacks- Republik. In einer nur durch die Gesetzgebung beseitigt werden, und deshalb hätten empfiehlt. Ueberhaupt macht derselbe von seiner Befugniß, die Versammlung der Rechten haben gegen hundert Deputirte die verbündeten Regierungen einen Zusatz zum Artikel 31 bean- Arbeitsverhältnisse in seinen Gewerben gesondert zu regeln, viel beschlossen, die Republik förmlich anzuerkennen und fünftig tragt, dahin gehend, daß bei Bertagungen von längerer als 80tägiger 3u wenig Gebrauch. 0 nicht mehr die Verfassung, sondern nur noch den Dauer die Immunität aufhöre. Der Herr Ober- Reichsanwalt Geschäftsthätigkeit des Stuttgarter Gewerbegerichts. Radikalismus zu bekämpfen. Die Legitimisten, die Ver- ließ dann noch einen guten Rath für unsere Gesetzgeber mit Beim Gewerbegericht Stuttgart, das am 1. Juli 1891 seine Wirktreter der Bourbons und Orleans, welche ihre Königstreue einfließen, indem er es für wünschenswerth erklärte, daß nicht famkeit begonnen hat, sind in den ersten 6 Monaten des Benur als Etikette für ihre wirthschaftlichen Interessen fie fämen. Wenn nur aus dem Grunde, daß nicht immer dasselbe In 88 Fällen wurde von Unternehmern gegen Arbeiter Klage aus bloßen Schönheitsrücksichten Wortspielereien in die Geseze stehens 508 gewerbliche Streitigkeiten anhängig gemacht worden. find die Vertreter des Großgrundbefizes und der Banko- Wort gebraucht werden dürfe, bald Sigung, Sigungsperiode oder erhoben, darunter in 18 Fällen von Buchdrucker- Prinzipalen men. 38 fratie benutzten, haben erkannt, daß die Bourgeois Session gesagt werde, so entstanden dadurch eben Untlarheiten. während des Streites. Streitigkeiten zwischen Lehrmeister und Republik ihnen alle Geschäfte besorgt, die ihnen am Herzen Die Revision des Angeklagten Sarzdorf wurde von Herrn Lehrling wurden in 20 Fällen anhängig, in 5 Fällen wurde vom liegen. Deshalb die Häutung, welche nicht schmeichelhaft ist Ober- Reichsanwalt gleichfalls für begründet erachtet, die Lehrmeister, in 15 Fällen vom Lehrling Klage erhoben. Die für die Constans und Genossen. Lämmermann's dagegen nicht. Das Urtheil des Reichs übrigen Fälle, 450 an der Bahl, betreffen Klagen, welche von gerichts lautete: Das Urtheil gegen Schmidt wird auf Arbeitern erhoben wurden. In den 508 Streitsachen, welche zu gehoben und die Strafverfolgung desselben als zur Zeit sammen anhängig geworden sind, wurden 597 mündliche Berunzulässig erklärt. Verworfen wird die Revision Schmidt's, handlungen abgehalten, darunter 228 vor dem Gewerbegericht, foweit er sich wegen seiner Freisprechung von der Anklage des unter Buziehung von Beisigern, 369 vor dem Vorsitzenden allein. Theater. Sonnabend, den 27. Februar. Opernhaus. Cavalleria rusticana ( Bauern- Ehre.) Borher: Das goldene Kreuz. Schauspielhaus. Das heilige Lachen. Deutsches Theater. Kollege Crampton Lessing- Theater. Sodoms Ende. Berliner Theater. Schlimme Saat. Residenz- Theater, Riquette( Ma Cousine). Wallner- Theater. Yvette. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas Theater. Reif- Reiflingen. Bellealliance Theater. Allmen • Circus Renz. Karlstraße. Sonnabend, den 27. Febr. 1892, Abends 74 Uhr: Gala Vorstellung. Bum 160. Male: Auf Helgoland oder: Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsBantomime in 2 Abtheilungen mit National Tänzen( 60 Damen), Auf zügen. Neue Einlage: Die GardeHufaren. Tscherkessen. Dampfschiff und Bootfahrten, Wasserfällen, Riesenfontänen mit allerlei Lichteffekten u. f. m., zum Schluss: Neu! Feenhaftes Kunst rausch und Edelweiß. und Prachtfeuerwerk, arrangirt und Oftend- Theater. Lina, die zweite inszenirt vom Direktor E. Renz. Frau. Außerdem: Gr. Hurdle- Rennen, ger. Adolph Ernst Theater. Der von Damen und Herren mit VollblutTanzteufel. Springpferden. Solon, geritten von Alexanderplat- Theater. Berliner der beliebten Schulreiterin Fräulein Pflaster. Clotilde Hager. Vorführung zweier Feenpalat. Spezialitäten- Vorstellung. Blumenpferde( arab. Vollblut) durch Gebrüder Richter's Variété. Spe Frl. Oceana Renz. 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Febr. 1892, Abends 72 Uhr: Grosse Gala- Vorstellung Anfang Wochentage 71 Uhr, Sonntage 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. mit vorzüglich gewähltem, aus dea Empfehle meinen berühmten Mittags- besten Repertoir- Nummern bestehenden tisch à la Duval. Diner à 1 Mark. 3 Regelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. Sowie täglich: 11691 Programin. Anftr. des anerkannt besten Schulreiters der Gegenwart Mr. James Fillis mit seinem Schulpferd We Germinal. Gr. Bock- Ausschank Bum Schluß der Vorstellu g: Neu aus der Berliner Bock- Brauerei. einstudirt: Eine Nacht in Venedig. Große fomische Original Wasserpantomime in 2 Abtheilungen mit neuen Etablissement Buggenhagen fenfationellen Sicht u. Waffereffekten. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pagenbofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ede Behrenstr. 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Wiener Masken- Ball Schuli de Manrer Charlottenburgs b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Frauen, Kinder. ( ,, Grundstein zur Einigkeit") 241/9 Louisentädtischen alle Aunsudraße 16. Lages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn J. Türk üter: Frauenbefreiung." 2. Dis. fuffion. 3. Ergänzungswahl zur Agitations- Kommission. 4. Mittheilungen der Zentralkommission. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Möbelpolirer! 1627b Oeffentliche Versammlung morgen, Sonntag, den 28. Februar, Vormittags 10 Uhr, Andreasstr. 26. Die Tagesordnung ist eine für unseren Beruf sehr wichtige, darum müssen alle Kollegen, auch die arbeitslosen, erscheinen. Flugblätter sind in den Arbeitsnachweisen zu haben. Der Einberufer. Robert Weber. 16376 am Zimmerleutel Deffentliche General- Versammlung Sonntag, den 28. Februar 1892, Vormittags 10 Uhr, in Gratweil's Bierhallen", Kommandantenstraße 77-79. 99 Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum Gewerkschafts- Kongreß. 2. Die Angriffe des Zimmerers"( Organ des Verbandes deutscher Zimmerleute) gegen die hiesige Lohnkommission. 3. Verschiedenes. " 359/17 Pflicht eines jeden Zimmerers ist es, zu erscheinen. Die Lohnkommission.. Oeffentliche Versammlung für Frauen und Männer zu Gunsten der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung am Sonntag, den 28. Februar, Abends 6 Uhr, int ,, Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße Nr. 77-79. 162/8 Tages- Ordnung: 1. Bortrag über:„ Aus dem Gebiete der Chemie", mit Experimenten. Referent. Clausen. 2. Diskussion. Geselliges Beisammensein. Zu recht zahlreichem Leiuch ladet ein Der Einberufer. Oeffentliche Bersammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 28. Februar, Nachm. 5½ Uhr, im Restaurant von Otto Klein, Schönleinstrasse No. 6. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Daftig über:„ Der wirthschaftliche Nieder gang und die materielle Lage der Arbeiter." 2." Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung findet vom Lese- und Diskutirklub„ Vereinte Kraft" ein gemüthliches Beisammensein mit musikalischer Abendunterhaltung stati. Um redt rege Betheiligung ersucht 433/12 Der Vorstand. Freier Diskutir- Verein" ( gegründet von Schülern der Arbeiter- Bildungsschule). Oeffentliche Versammlung Morgen, Sonntag, Abends 5/2 Uhr, Lindenstr. 106, Tages- Ordnung: 1. Vortrag über„ Optimaten und Aristokratie". Referent Genosse 2. Kleinert Schüler der Arbeiter- Bildungsschule). 2. Distuffion. 3. Ber fchiedenes. Nach der Versammlung findet von obigem Verein ein geselliges Beisammensein", verbunden mit Tanz, statt. " findet am 1. März, Abends 8 hr, im Lokale ,, Bismardtshöhe" statt. 1622b Billets à 50 Pig. sind zu haben bei August Lenz, Wilmersdorferstraße Nr. 154, und an der Abendkasse. Borſtellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Bor Achtung! mittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Fachmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr ab PassagePanopticum. Lebensgrohe Wachofiguren und Gruppen, Dioramen. 1 mit Gewitter. Charlottenburg. Große Versammlung Achtung! des Sozialdemokrat. Wahlvereins für Teltow Charlottenburg am Sonnabend, den 27. d. M., Abends Shr, im Lokal ,, Bismarckshöh", Wilmersdorferstr. 39. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Beyer. 2. Beschlußfassung über den 1. Mai. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet 842/19 Der Vorstand. Sündfluth Banorama Sozialdemokratischer Agitations- Klub für den Osten Berlins. Versammlung für Frauen und Männer Jm Theater- Saal( ohne Extra- Entree): Täglich v. 6 Uhr ab Vorstellung Entree 50 Pf. am Sonntag, den 28. Februar 1892, Abends 6½ Uhr, Proskauerstraße 37-38. 1623b von Spezial. I. Rang. in Schneider's Gesellschaftshaus früher Neustädter Volksgarten), Tagesordnung: Vortrag des Fräulein Wabniz über Naturgefeß und Menschenrecht." Nach ter Bersammlung geselliges Beisammensein, verPräuscher's anat. Museum. Gäste willkommen. bunden mit Vorträgen und Tanz. Gutree 10 Pf. Herren und Damen als Schluss unwiderruflich Influenza Täglich für erwachsene Damen- Tag jeb. Dienstag am 30. März. nen! Herren. und Freitag. Den Genossen halte ich meine Masken- Garderobe bei Bedarf best. empfohlen Grösste Auswahl. Bill.Pr. Achtung! Achtung! Große öffentliche Holzarbeiter- Versamminng, als wie: Tischler, Kistenmacher, Stellmacher, Zimmerlente, Drechsler ete. am Montag, den 29. Februar, Abds. 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Joël, Andreas- Strasse No. 21. Tagesordnung: Wie stellen sich die Holzarbeiter zur Entfendung eines Delegirten zuin Gewerkschafts- Kongreß. Referent Stadtverordneter Gentofje Fritz Zubeil. J. A.: Paul Schröder, Gr. Frankfurterjir. 15. 363/9 Oeffentliche Fr. Panknin, Bersammlung für Männer u. Frauen Oranicußraße 178, Adalbertstr. 91, Ede Oranienftr. Wo speisen Sie? In der alt. pommer schen Küche, Dra nienstr 181, Hof pt. bei Klein! Frühst. 30 Pf., Mittagstisch am Sonntag, den 28. Februar, adm. 4 Uhr, in Knebel's Salon", Bad- Strasse No. 58. Tages Ordnung: Bortrag des Herrn L. Henning über:" Daß Christenthum der ersten Jahrhunderte." 433/11 Nachher Beisammensein mit Tanz. Tellersammlung findet statt. Die Einberuferin. Schuhe und Stiefel mit vier 50 Pf., Abendtisch von 30 bis mit Rontrollmarke empfiehlt 50 Pf, nach Auswahl. 18962 Der Einberufer. Musik- Instrumenten- Arbeiter. Montag, den 29. Februar, Abends 82 Uhr, in Deigmüller's Salon", Alte Jakob- Strasse No. 48a1 Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zum Gewerkschafts- Kongreß zu Halberstadt. Referent R. Schmidt. 2. Distussion. 3. Event. Wihl von Delegirten. Um weiteste Verbreitung dieser Versammlungs- Anzeige und größten 435/14 Besuch wird ersucht. Freie Vereinigung sämmtl. in der Papierindustrie beſchäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Grosse Versammlung am Montag, den 29. Februar 1892, Abends 8 Uhr, bei Joel, Andreasstraße 21, L Tagesordnung: Die Agitations- Kommission. Zentral- Kranken- und Begräbnißkasse für Frauen und Mädchen Deutschlands. E. H. 26. Siz: Offenbach a. M. Die Kajje nimmt als Mitglieder Frauen und Mädchen vom 14. bis 45. Lebens jahre auf. Das Eintrittsgeld beträgt 1 Mart. Der wöchentliche Beitrag 25 f. Als Kranfenuuteritügung wird 7,20 M. wöchentlich oder Verpflegung im Kranken hause gewährt. Das Begrabuißgeld be 1. Medizinischer Vortrag des Herrn Dr. Fehlauer. 2. Regelung des Arbeitsnachweises und der Bibliothet, resp. Wahl von Kommissionen hierzu. 3. Gewerkschaftsfongreß und event. Be- trägt 60 M. ſchichung defelben gelaften, 152/9 Beitrittserklärungen werden entgegens Am Sontag, den 20. März, Vor: genommen: SO. Verwaltungsstelle I: mittags 10% Uhr, findet in" kö.ligs- Wilh. Papke, Reichenbergerstr. 155, bant", Gr. Frankfurterſtr. 117, Große Quergeb. IV; Emil Brödel, Manteuffel, Matinee unter Mitwirkung des Ihn traße 49. SW. Verwaltungsstelle II: schen Gesangvereins" und" Kaiser'schen Bertha Lutz, Puttkamerstr. 7, Laden. Männercyors" u. 2. m. statt. Billets Ortlepp, Stegliter- Straße 90, III. N. Verwaltungsstelle III: F. Dolz, Berg à 30 Pf. in der Versammlung. Aufnahme nener Mitglieder findet in ftraße 80, Quergeb.; Wilhelmine Grünes der Versammlung, sowie in den Zahl- wald, Prinzen- Allee 27, III. O. Ver Emil Müller, stellen statt. Die Einschreibegebühr be- waltungsstelle IV: trägt 20 Pf. und der wöchentliche Bei- Memelerstr. 31, H. IV; Herm. Gehr trag 10 P. Die weiblichen Mitglieder hardt, Lichtenbergerstr. 7, Quergeb. IV. erhalten die Arbeiterinnenzeitung„ Die Gleichheit". Die Zahlstellen sind jeden Sonnabend von 7/2 bis 9/2 Uhr geGauverein öffnet und befinden sich: 1. bei Stiging, Berliner Bildhauer. Bülowstraße 52; 2. bei Tahlmann, Wasserthorstraße 22; 3. bei Herschleb, Dienstag, den 1. März, Abend Adalbertstr. 4; 4. bei Heute, Blumen- 81/2 Uhr, bei Kessner, Aunenjir. 16, straße 38; 5. bei Stuhlmey, Schön feine Versammlung, dafür gemüth hauser Allee 28. 154/30 liches Beisammensein mit Damen bei Rechtschutz suchende Mitglieder baben freiem Entree. Morgen Urania. sich an den Vorsitzenden der Rechtschutze Kommission, Kollegen Franz Drews, 102 Uhr. I. Schuhe und Stiefel Annenir. 28, of 1. 4 Tr., oder an 374 12 1620b mit Kontrolimarte empfiehlt 1610b J. Schielfe, Büdlerstraße 14. Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Hrn. Rechtsanw. Heine, Alexanderstraße 50, zu wenden. Der Vorstand. F. Janke, Langestr. 90. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Anfang Vorm. Der Vorstand. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10, Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 49. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 181. Sigung vom 26. Februar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Stephan. Sonnabend, den 27. Februar 1892. Die auf Grund dieser Bestimmungen entstehenden Streitig feiten gehören vor die ordentlichen Gerichte. Das gerichtliche Verfahren ist zu beschleunigen. Der Rechtsstreit gilt als Ferienfache." 9. Jahrg. Se megatherium.( Große Heiterkeit.) Es wird immer auf den Kongreß die Seite des Staatssekretärs stellen, wenn er uns das nicht selbst verwiesen, der 400 Theilnehmer zählte. Die Zahl fann doch nicht durch seine Haltung unmöglich gemacht hätte. Die ausweichende imponiren, Fachmänner waren darunter nur wenig; der Dile- Art, mit welcher bisher von der Telegraphenverwaltung Rechte tantismus machte sich dort breit und den müssen wir bekämpfen. in Anspruch genommen worden sind, welche nirgendwo im ge Die Petitionen der Städte will ich milde behandeln mit dem schriebenen Recht verzeichnet sind, die durchaus ausweichende Hamlet'schen Worte:„ Der Rest ist Schweigen." Die Telegraphen- Antwort des Staatssekretärs in Bezug darauf, welche Rechte er Die zweite Berathung des Gesezentwurfs über das Tele verwaltung ist feine Partei, das ist eine sophistische Wendung, bisher glaubte in Anspruch nehmen zu sollen, die Thatsache, daß graphenwefen des Reichs wird fortgesetzt mit dem von der die ich zurückweise; es sind die verbündeten Regierungen, welche er selbst den absolut unschuldigen Antrag Buol für unannehm Kommission eingeschalteten§ 7 a, dessen Diskussion gestern nicht Ihnen das Gesetz vorgelegt haben. Es handelt sich nicht um bar erklärte, haben meine Freunde und mich mißtrauisch gemacht. zu Ende geführt war. Derfelbe lautet:„ Elektrische Anlagen sind, Berfürzung der Rechte der Gesammtheit zu Gunsten Ginzelner, Es wird das Mißtrauen geweckt, daß die Reichs Telegraphensobald gegenseitige Störung zu befürchten ist, auf Kosten des sondern gerade das Interesse der Steuerzahler soll gewahrt verwaltung die Alleinherrschaft über die Elektrizität und ihre jenigen Theils, welcher diese Gefahren veranlaßt, so anzuordnen, werden. Gegen Herrn Siemens bemerke ich zunächst, daß die Anwendung in Anspruch nehmen will. Der Staatssekretär hat zwar daß sie sich nicht störend beeinflussen können." Kraftelektrizität noch sehr theuer ist. Mit der Berbilligung, die auch einmal gesagt: die Regierung ist keine Partei, fie handelt Hammacher amendirt den letzten Passus: nach Mög- wir ja Alle wünschen müssen, hat es noch gute Wege. Amtliche nur zum allgemeinen Besten, und ich bezweifle nicht im lichkeit so anzuordnen u. f. w." Böditer faßt den 8 7a Nachrichten über die Resultate der Lauffener Kraftübertragung Mindesten, daß dies die subjektive Vorstellung des Staatssekretärs so, daß der Theil die Kosten tragen soll, der durch eine spätere liegen noch immer nicht vor. Gewiß sind die dynamischen ist, aber Staatssekretär und Regierung sind doch nicht unfehlbar, Anlage oder Aenderung einer bestehenden die Gefahr veranlaßt. Maschinen noch größerer Bervollkommnung fähig, das ist unbestreit- sonst wäre der Reichstag überflüssig und wir brauchten hier nicht Das Zentrum und die Sozialdemokraten, Lieber Spahn, bar. Ihre Anfänge gehen bis 1832 zurüd, aber erst 25 Jahre wochenlang so hinzudämmern. Wir können die öffentlichen Inter resp. ner beantragen über Störungsfälle die physikalisch später tam Werner Siemens mit seinen sinnreichen Erfindungen. efsen noch in ausgedehnterer Weise vertreten als andere. Wir technische Reichsanstalt als Spruchbehörde entscheiden zu lassen. Diejenige Vervollkommnung aber, welche die Kraft zum Gemein- glauben, daß bureaukratischer Eigensinn und einseitig fiskalische Die Abgg. Dr. v. Bar u. Gen. beantragen folgende Fassung gut des Publikums machen wird, ist noch nicht gefunden. Um Interessen bei Der Post- und Telegraphenverwaltung des§7a: Telegraphen- und Telephonanlagen müssen, sofern nun die Tragweite des Antrags v. Bar zu würdigen, muß man in hervorragender Weise zum Ausdruck fommen. eine Störung anderer elektrischer Leitungen oder durch andere sich immer gegenwärtig halten, daß der Starkstrom hundert wiß hat der Staatssekretär im Interesse des Fortschritts solche Leitungen zu befürchten ist, so eingerichtet sein, daß sie tausendmal so stark ist, wie die Ströme, mit denen die Tele- in Deutschland manches Gute geleistet, aber in vielen Dingen hat gegen die Einwirkung anderer benachbarter Leitungen in sich graphenverwaltung arbeitet. Die Starkströme können Menschen er gegen den Volksgeist" gehandelt, er hat Sparsamkeit geübt feloft geschützt sind, vorausgesetzt, daß auch diese Leitungen den tödten, Gisen schmelzen, Feuersbrünste erzeugen. Nun ist der auf Kosten seiner Beamten. Gerade aus dieser Betonung ein in letzterer Beziehung zu erhebenden Ansprüchen genügen." Ausdruck in sich selbst geschützt" im Antrag v. Bar schlechthin seitig fiskalischer Interessen fönnen, ohne daß das Reich einen Der vorstehende Antrag war in der gestrigen Sigung von unverständlich. Ein technischer Schuß ist überhaupt nicht möglich. wirklichen Nutzen hat, der Privatindustrie auf dem Gebiete der den Abgg. Siemens und Singer empfohlen worden. Heute hat Der ganze Gegenstand ist schließlich nichts als eine reine Roften- Elektrotechnik schwere Schädigungen erwachsen. Die Entwickelung der Abg. Bödiker folgenden Eventualantrag zum Kommissions- frage. Der Hinweis des Herrn Siemens, daß unsere elektrische der Anwendung der Elektrizität darf vom Staate nicht gehemmi antrage eingebracht: Industrie konkurrenzunfähig würde, wenn ihr die Lasten des werden. Daran ändert auch nichts die Thatsache, daß zunächst die Gesetzes auferlegt würden, ist vollständig hinfällig, denn alle aus- Elektrizität und andere Kräfte im Dienste des Privatkapitals stehen. ländischen Gesetzgebungen statuiren ein viel weiter gehendes Recht Gine große Reihe von Gemeinden befindet sich im Besize der der Telegraphenverwaltung, viel größere Einschränkungen als elektrischen Kraft, und wenn sie auch vielfach dazu geschritten unsere Vorlage. Wir wollen bloß die Erde benußen; wenn Sie sind oder schreiten werden, die Ausbeutung dieser Motoren in Abg. Spahn befürwortet den Antrag Lieber- Spahn, der die uns die nicht geben wollen, könnten wir uns allerdings die ganze den Dienst des Privatkapitals zu stellen, so steht es ihnen doch Frage der Möglichkeit des Selbstschutzes beiseite laffe, aber dem Debatte sparen.( Der Staatssekretär verlieft die betr. Gesetzes schon gegenwärtig frei, die elektrischen Kräfte selbst in Verwaltung prattischen Bedürfniß entgegenkomme. Bei der Wichtig- bestimmungen Desterreichs, Ungarns, Belgiens u. f. w.) Selbst zu nehmen, und infolge dessen mehr im Interesse des allgemeinen feit der Frage der Weiterentwickelung der Elektrotechnik verständlich habe ich gestern, als ich mich auf das Zeugniß der Wohles zu wirthschaften. In Bezug auf den Selbstschutz der für unser gesammtes wirthschaftliches Leben müsse unbedingt Rommisionsmitglieder mit Ausnahme der freisinnigen berief, nicht Schwachstromleitungen will ich mich nicht als Sachverständiger dem bloken Belieben der Verwaltung, alle alle Kraftüber deren Glaubwürdigkeit irgendwie bezweifeln wollen, ich habe nur aufspielen, die Regierung aber hätte besser daran getlaut, wenn tragungs- Anlagen zu verhindern, eine Schranke gesetzt werden. gemeint, daß meine Aeußerungen gerade von Ihnen dort miß sie bei dieser Gelegenheit sich nicht so absprechend gegenüber allen Abg. Graf Arnim( Rp.): In dem Grenzstreit zwischen den verstanden worden sind. Schließlich haben die Herren Siemens anderen Urtheilen auf elektrotechnischem Gebiet ausgesprochen Ansprüchen, welche die Freunde der Startstromleitung und die und Singer ein persönliches Moment ins Gefecht geführt. hätte. Herr v. Stephan hat den Frankfurter Kongreß förmlich Bertreter der verbündeten Regierungen ergeben, geht man beider Das geschieht ja meistens, wenn die fachlichen Argumente aus- heruntergemacht, Anfangs freilich wünschte er dem Kongreß Glück seits zu weit. Wenn der Antrag Lieber- Spahn nur die noch zu gehen. Man hat auf mich persönlich und auf meine Rücksichts- und Segen auf den Weg, jeht paßt er ihm nicht mehr; so wird es wahr errichtenden Anlagen unter diese Borschrift stellen will, so muß lofigkeit hingewiefen. Mag mein Nachfolger fein, wer er wolle, scheinlich auch dem Berliner elektrotechnischen Verein gehen. Auf dem das deutlicher ausgedrückt werden. Etwas milder ist die Fassung niemals wird er die Verwaltung des Reichspoſt- und Telegraphen- Rongreß in Frankfurt war eine größere Anzahl von Staatsdes Antrages v. Bar. Die Staatsverwaltungen find jedenfalls wesens, zumal in einer Zeit, die unter dem Zeichen des Ver- Elektrotechnikern aus Württemberg und Desterreich anwesend, beati possidentes und haben also ein faktisches Vorrecht, gleich fehrs steht, anders als nach den Traditionen führen können, und diese haben sich gegen die Meinung des Staatssekretärs dahin viel wie die Rechtsfrage liegt. Das Eigenthum der Gemeinden unter denen fie groß und mächtig geworden ist. Lehnen Sie die ausgesprochen, daß ein Selbstschutz der elektrischen Schwachstroman Straßen und Bläßen ist ja auch fein schlechthin unbeschränktes, Anträge ab und verhüten Sie dadurch, daß in diesen Bau die leitungen gegenüber Starkstromleitungen möglich sei. Ich habe sondern eingeschränkt durch die Jutereffen des allgemeinen Ver- Zerrüttung hineingetragen werde.( Beifall rechts.) stets die Energie des Staatssekretärs bewundert. In diesem tehrs. Der Verkehr des Fernsprechwesens ist viel wichtiger als Abg. Schrader( dfr.): Die Rede des Staatssekretärs war Falle aber scheint mir seine Art und Weise mehr auf eine Rechtdie Frage, ob die Personen mit Pferden und Belozipeden spazieren voller Mißverständnisse. Objektiv hat er sprechen wollen, und haberei, ein Festhalten um jeden Preis hinauszulaufen. Der fahren können. Ohne Fernsprechwesen ist unser moderner Ver- thatsächlich hat er seinem Verdruß über den ihm nicht ganz ge- nbegriff aller menschlichen Weisheit sind die Herren denn doch fehr gar nicht mehr denkbar. Ich kann deshalb auch nicht ganz fallenden Gang der Dinge in sehr wenig objektiver Weise Ausschließlich auch gerade nicht! die Darlegung der Stadt Berlin veritehen, welche die Ansprüche bruck gegeben. Bedauerlich ist es doch, daß ein internationaler daß wir ihm mit unseren Ausführungen nicht imponirt Der Staatssekretär fagte, der Postverwaltung als eine Einschränkung von Rechten aller zu Kongreß, den wir nach Deutschland einberufen haben, der als hätten. Sein fleinliches, zähes Festhalten imponirt mir Gunsten einzelner deutet. Im Publikum ist von der Gefahr der Ehrenpräsident Herrn von Stephan hatte, jetzt so von oben auch nicht. Stellt sich später heraus, daß der SelbstStarkströme ein unrichtiges Bild verbreitet. Die Schwachströme herunter behandelt wird. Gerade dem Auslande gegenüber ist schuß der Leitungen doch möglich ist, dann werden wir gegen müssen geschützt werden, mögen die Starkströme geschützt das nicht recht, denn die Versammlung war zweifellos eine der über dem Herrn Staatssekretär fein Mittel haben, ihn dazu zu werden können oder nicht. Es scheint mir nicht billig, daß der hervorragendften wissenschaftlichen Versammlungen, die Deutsch zwingen, später einen derartigen Paragraphen in das Gesetz aufStaat im Interesse der Elektrizitäts- Gesellschaften die enormen land je gesehen. Ueber die Rechtsauffassung der verbündeten zunehmen. Uebrigens tann sich auch einmal die Sache umKosten der Schußanlagen der staatlichen Telegraphenleitungen Regierungen haben wir bis zum gegenwärtigen Augenblick trop fehren, die Telegraphenverwaltung fann Starkstromleitungen und und Telephonanlagen auf sich nehmen soll. Die Anlage von Rück- aller Bemühungen immer noch keine Aufklärung erhalten. Die die Privatindustrie Schwachstromleitungen anlegen, welche von leitungen würde auch eine Verdoppelung der Gebühren bedingen. im Publikum entstandenen Mißverständnisse entspringen lediglich den staatlichen Starkstromleitungen gestört werden. Alle diese Eine solche Liebesgabe kann nicht mit der Erweisung ähnlicher aus der Behandlung dieser Materie durch die verbündeten Re Gründe bewegen uns, obwohl wir Vorfämpfer des Regals sind, Liebesdienste an die Landwirthschaft motivirt werden; noch hat gierungen. Man hat uns ein ganz unvollständiges Gesetz vor hier, wo eine Beeinträchtigung des öffentlichen Interesses nicht Niemand behauptet, daß die Elektrizitätsgesellschaften Noth leiden. gelegt, dessen Vervollständigung uns entsegliche Schwierigkeiten in Frage kommt, aber die großen Interessen einer auffeimenden Mindestens muß der Grundsatz der Priorität anerkannt werden, gemacht. Das Gesetz über die Elektrizitätsanlagen liegt feit und aussichtsreichen Industrie in Frage stehen, für diejenigen wie er im Konimissionsantrage bezw. im Antrage Bödiker aus einem Jahre beim Bundesrath, ohne vorwärts zu kommen. Anträge zu stimmen, welche der Privatindustrie den weitgehendsten gesprochen ist. Im Gegensatz zum Staatssekretär erwarte ich von Wäre dieses Gesetz entsprechend gefördert worden, so hätte sich Schuß gewähren; in erster Linie stimmen wir für den Antrag der Elektrotechnik eine große Entwicklung und großartige Vor- die Berathung sehr viel einfacher gestaltet. Auch hier im Hause v. Bar. theile für die Industrie und das wirthschaftliche Leben. Darum wird seitens des Bundesrathes nicht ein einigermaßen befriedigendes Staatssekretär von Stephan: Den Kommissionsantrag habe darf die Nutzbarmachung der Starfströme nicht verhindert wer- Entgegenkommen gezeigt. Welches Recht besitzt die Telegraphen- ich nicht für unanuehmbar erklärt, ich kann mich mit ihm ebenso den. Am besten wird es sein, den Antrag Bödiker anzunehmen. verwaltung für ihre Leistungen auf den Straßen und unter der wie mit dem Antrag Bödiker einverstanden erklären. Das allgemeine Elektrizitätsgesetz muß aber dann baldigst er- Erde? Diese Frage ist noch immer unbeantwortet. Das Recht, Nachdem noch Abg. v. Bar darauf hingewiesen, daß in der gehen. die Erde als Rückleitung zu benutzen, ist als ein ausschließliches Schweiz der Selbschuß mit größtem Erfolge durchgeführt worden Abg. v. Strombeck( 3.): Die Reichs- Telegraphenverwaltung Recht der Reichspost- und Telegraphenverwaltung nirgends und ist, wird die Debatte geschlossen. erstrebt nach dem Kommissionsberichte nur die gesetzliche Fest niemals statuirt worden, praktisch steht dem die Forderung der Der Antrag v. Strombeck wird zurückgezogen. Die Ab legung des bestehenden Zustandes; sie hat zwei in der Theorie Verwaltung gegenüber, daß ihr unter allen Umständen das Vor- Stimmung erfolgt zunächst über den Antrag Lieber- Spahn, welcher beruhigende Erklärungen abgegeben, daß sie sich unter das recht gebührt. Auch das Recht der Priorität, welches der Antrag verlangt, daß die Telegraphenanlagen möglichst so einzurichten gemeine Recht stellen und der Privatindustrie feineswegs Nach- Bödiker sichern will, fann hier nicht ausschlaggebend sein. Eine find, daß sie weder von anderen elektrischen Anlagen störend beTheile zufügen wolle. Dieser Theorie steht aber eine beunruhigende gerechte Behandlung der Interessenten verbürgt nur unser Antrag. einflußt werden, noch andere störend beeinflussen können. Für Praxis gegenüber. Wie in Breslau hat auch in Dresden die Wir stehen vor einer großartigen Entwickelung der Elektrizität, den Antrag stimmen 82, gegen denselben 89 Mitglieder. Da nur Postverwaltung verlangt, daß der betreffende Unternehmer sich und wir sehen, daß die Maßnahmen der Verwaltung die Mög- 171 Mitglieder statt der beschlußfähigen Mindestzahl von den allgemeinen Bedingungen unterwirst, welche die Ober- Post lichkeit der Nutzbarmachung derselben für die Allgemeinheit aus 199 Mitgliedern anwesend sind, muß die Sigung abgebrochen direktion über Startstromleitungen aufgestellt hat. Aus der all- zuschließen geeignet sind. Deshalb sollte man auch über die Dar- werden. gemeinen Rechtsnorm fann ich mir dieses Verlangen nicht legungen der Städte nicht so gleichgiltig hinweggehen, die in der Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr. fonstruiren. Von allen vorliegenden Anträgen wird feiner dem freien Verfügung über ihren Grund und Boden nicht gehindert( Marine: Etat.) wirklichen Bedürfniß ganz gerecht. Erst wenn eine Störung der sein wollen. Der Ausdruck in sich selbst geschüßt" ist der Telegraphenleitungen eingetreten oder zu befürchten ist und durch terminus technicus in der Telephontechnik, deshalb ist er von Selbstschutz nicht verhütet werden kann, kann die Verwaltung uns angewendet worden. Der Staatssekretär hat sich und die Verlegung oder Beseitigung der störenden Leitungen verfämmtliche Beamte seines Ressorts als absolut unfehlbar hinlangen. gestellt. Mit diesem Standpunkte ist natürlich schwer zu rechten. Staatssekretär von Stephan: Der Antrag Spahn muß nicht sowohl die Kostenfrage, als die Frage der Erschwerung der von mir als nicht annehmbar bezeichnet werden, ebenso der An- Ausführung von Anlagen für die Städte ist hier die Hauptsache. trag Strombeck, lekterer namentlich nicht, weil es darin heißt Von den Anträgen steht der des Abg. v. Strombeck dem unferigen wenn die Störung durch Selbstschuh nicht verhütet werden am nächsten; wir halten aber den unserigen als den präziseren fann"; daraus würde folgen, wenn sie verhütet werden können, aufrecht. Im Hause scheint sich doch das Bedürfniß geltend zu hat die Verwaltung die ganzen Kosten zu tragen. Der Fall in machen, diese Frage an dieser Stelle zu ordnen, und so wird die Dresden past hier nicht her; dort giebt es ein Gefeß, auf Grund Haltung des Bundesraths vielleicht in der dritten Lesung entdeffen die Ober- Postdirektion ihr Verlangen gestellt hat. Noch gegenkommender sein. niemals ist eine solche Fülle von Mißverständnissen und Beun- Abg. Hammacher: Der Antrag v. Var ist der unannehm ruhigungen über ein Gesetz in die Bevölkerung hineingetragen barste von allen, denn er fordert eine Vergendung des Kapitals worden als bei diesem Gesetz. Der Verwaltung liegt es ganz durch den Zwang zur Schüßung aller beiden in jedem Falle in fern, der elektrischen Industrie irgend welche Echwierigkeiten zu Betracht kommenden Leitungen. Ich bitte Sie, fich auf den Anbereiten. Man führt in dieser Hinsicht einen Kampf gegen trag Bödiker zu vereinigen. Was uns fehlt, ist das Elektrizitäts Windmühlen, oder besser einen Kampf in der Luft, eine Geisterschlacht, gefeß; wenn ein solches vorhanden gewesen wäre, hätte es nicht ehrenvoll aber nublos. Die Elektrizität muß in der Bevölkerung zum Mißbrauch der bestehenden Rechtsbefugnisse durch die über eingeführt werden; das ist eine sonore Art zu reden, aber es triebenen Forderungen der Verwaltungen in Halle und Breslau stimmt nicht. Eines Introdukteurs bedarf es nicht, sie ist seit tommen können. Abgeordnetenhaus. 22. Sigung vom 26. Februar. 11 Uhr. Am Ministertische: v. Berlepsch und Kommissarien. Auf der Tagesordnung steht die Berathung des Etats der Verwaltung für Handel und Gewerbe Die Einnahmen werden ohne Debatte bewilligt. Beim ersten Titel der Ausgaben: Gehalt des Ministers, wiederholt = Abg. Goldschmidt( dfr.) seine Beschwerde darüber, daß der Gastwirths Junung die Vorrechte des§ 100 e der GewerbeOrdnung zu Theil geworden find, trotzdem dieselbe nur die Minderzahl der 4000 Berliner Gastwirthe umfaßt. Der Minister meinte, es tämen nur diejenigen Gastwirthe in Betracht, welche mehrere Gehilfen beschäftigen. Das sind aber immer noch 715 außerhalb der Innung stehende Gastwirthe, während die Innung nur 311 Mitglieder zählt. Was leistet die Innung? Sie hat eine Herberge eingerichtet, wofür 2400 m. ausgegeben sind, während nur 20 Mann die Herberge benutzt haben! Die Innung hat 1891 450 Stellen vermittelt, das Bureau der Aller50 Jahren in der Telegraphie, seit 10 Jahren in der Beleuchtung, Abg. v. Vollmar( Soz.): Ich brauche meine Partei nicht Freien Vereinigung dagegen über 9000 Stellen. feit einer Reihe von Jahren in der Kraftübertragung. Alles gegen den Vorwurf zu verwahren, daß wir dem Kapital und der dings gehören die Inhaber der größten Restaurants: will jetzt von der Elektrizität leben, bald wird es mehr Menschen Ausnutzung der Elektrizität durch das Kapital Borschub leisten Siller, Dressel, Uhl u. f. w. der Innung an, aber sie geben, die von ihr leben wollen, als solche, die ihrer bedürfen. und ein neues Regal des Staates inhaltlos machen wollen. Ob- sind kaum jemals in den Innungsversammlungen gewesen. Einer der Hauptherde der Bewegung ist Frankfurt a. M. Die wohl wir an den gegenwärtigen Trägern der Staatsgewalt feine Redner bittet den Minister, den Wünschen der Gastwirthe gerecht berühmte Kraftübertragung von Lauffen aber wäre ohne Hilfe der besondere Freude und zu denselben fein besonderes Vertrauen zu werden. Reichs- Telegraphenverwaltung überhaupt nicht herzustellen gewesen. haben, so haben wir doch jeder Zeit in dem Widerstreit zwischen Minister v. Berlepsch: Ich nehme in dieser Frage ebenso Jezt spielt man diese Leistung gegen die Verwaltung aus dem privatkapitalistischen Interesse und dem allgemeinen Inter- wie der Borredner denselben Standpunkt ein wie im vorigen Bon Frankfurt aus schickt man Wanderapostel auf Reisen, diese esse uns auf die Seite des Staates gestellt. Im vorliegenden Jahre. Da Aenderungen in den Thatsachen nicht eingetreten tommen in die elektrotechnischen Vereine, fangen ihre Erregung Falle freilich glaube ich, daß der Streit zwischen Regierung find, fann ich meine erst vor kurzem getroffenen Anordnungen an, stören diese Vereine in ihrer ruhigen Arbeit( Heiterfeit links); und Rapital nicht lange dauern wird. Binnen Kurzem werden nicht zurücknehmen. Die Zahlen, welche der Vorredner mitdieser verwerflichen Wirksamkeit muß entgegengetreten werden; sie sich wieder in den Armen liegen. Indessen steht für getheilt hat, sind von dem Gastwirthsvereine mir nicht angegeben man fann hier nicht von einem Beunruhigungsbacillus sprechen; uns das öffentliche Interesse, das telegraphische Nachrichten worden. Ich werde die Verhältnisse weiter verfolgen und er es handelt sich schon mehr um ein vollständiges Beunruhigungs. I wesen in erster Linie und wir würden uns vielleicht auf geben sich wirklich wesentliche Mißstände, so würde ich nicht Austand nehmen, die getroffenen Anordnungen wieder zu be-[ Handwerkern möglich; der Uebergang zur Genossenschafts-| diese größte Verkehrsader der Reichshauptstadt ihre gewöhnliche feitigen. Bildung fann auch den Befähigungsnachweis nicht ersetzen. Physiognomie. Flaneurs in weiten Hosen und spizzen Abg. Lohren: Ich möchte den Minister fragen, wie er sich Redner bespricht dann die empfindliche Konkurrenz, welche der Schnabelschuhen kokettirten mit den niedlichen Ladenzur Handwerkerfrage, speziell zur Einführung des Befähigungs- deutsche Offizierverein und das Waarenhaus für Beamte den mädchen, die in die Vorstädte eilten, die Läden, in deren uachweises stellt. Die Beschlüsse des Reichstages sind von der Handwerkern und dem Kleinhandel macht. Die Regierung solle Auslagen die verlockendsten Sachen zur Schau gestellt waren, Regierung nicht berücksichtigt worden. Die Einführung der Ge- fich diesen Unternehmungen gegenüber mindestens neutral verhalten. erstrahlten in elektrischem Licht nicht einmal Herr Hippolit werbefreiheit hat alles umgestürzt. Das Kapital, die Großindustrie Minister von Berlepsch: Es entspricht einem ausdrücklichen Mehles hatte seinen Laden geschlossen, so daß jedem Selbstmörder faugt das Kleinhandwerk auf. Die Handwerker werden immer Beschluß des Staatsministeriums, diesen Vereinen gegenüber eine auch gestern Abend der Weg ins beffere Jenseits offen stand. mehr zu Lohnarbeitern der großen Magazine, ihre Lage wird völlig neutrale Haltung einzunehmen und diese Vereine durchaus Unter den Linden tiefe Ruhe. Dasselbe Publikum, wie an eine schlechtere als die ihrer Gefellen und Gehilfen. Diese Leute nicht zu fördern. In mehreren Fällen, wo die Behörden für die jedem anderen Abend, Frauen an dem Arme ihrer Gatten, etwas begreifen es sehr leicht, wenn der Sattler Auer und der Drechsler- Vereine eingetreten sind, hat sich das Handelsministerium dagegen neugierig, Jeder verwundert, daß nichts mehr zu sehen war. meister Bebel ihnen erklären, daß ihre Lage nur durch eine um- ausgesprochen und die betreffenden Behörden haben die hervor- Auf dem Mittelwege hielten Schuhmannsvedetten, die kolossalen stürzende Maßregel gebessert werden könne. Deshalb ist es zu getretenen Mißstände abgestellt. Gestalten leblos auf ihren riesigen Pferden. Auf dem weiten Abg. Eberth( dfr.): Ebenso wie die Produzenten sich zur Opernplage patrouillirten zwei Schimmel, die Passanten bebeklagen, daß die hochgestellten Beamten erklären, die alte Gewerbe- Ordnung werde nicht wiederkehren; wenn sie damit nicht Wahrung ihrer Interessen vereinigen, müssen auch die Konsumenten trachteten dieselben mit wohlwollendem Interesse: dieses zufrieden seien, möchten sie sich zur Sozialdemokratie wenden. das Recht der Vereinigung haben. In den Innungsversamm Bublikum macht keine Revolution. Das erste kriegerische Bild Minister von Berlepich: Welche definitive Stellung ich lungen ist nur eine kleine, aber sehr thätige Minderheit vertreten, bot sich am Dome. Anderthalb Dutzend abgesessene berittene einnehmen will, fann ich noch nicht sagen. Es wird sich fragen, welche immer behauptet, das Handwerk" im allgemeinen 3 Schutzleute, die ihre Pferde am Bügel hielten, standen lautlos ob das Staatsministerium meine Auffassung theilt und danach vertreten. Auf den Innungstagen wird behauptet, Fürst feine Anträge an den Bundesrath einrichtet. Im übrigen halte Bismarck habe für die Handwerker nichts gethan.( 3uruf in einer der gespenstigen Ecken des alten Gebäudes, daneben ich es für durchaus richtig, daß die Reichsregierung eine des Abg. Mehner: Sehr richtig! Fast jeder Band der Reichs- Borbereitungen, zwei Arbeiter, die wir anredeten, zuckten die zwanzig Fußschußleute. Das Publikum achtete kaum auf diese definitive Antwort gegeben hat über den Befähigungsnachweis, gefeßgebung von 1881 an enthält ein Gesetz für die Handwerker. Achseln und lachten. während die Handwerker bis jetzt hingehalten worden sind. Das Wenn das alles nichts bedeutet und keinen Erfolg gehabt hat Handwerk wird sich nun überlegen müssen, ob es nicht noch andere dann muß man es mit der Gesetzgebung doch wohl falsch an- Wir nahmen einen Omnibus nach dem Schönhauser Thor, um Mittel der Gesetzgebung giebt, um dem Handwerk zu helfen. gefaßt haben. Die Ausbildung des Genossenschaftswesens ist die Dinge, die da kommen sollten, aus der Vogelperspektive Wenn der Befähigungsnachweis helfen würde, würde ich mich selbstverständlich. Daran muß sich schließen die bessere technische betrachten zu können. Am Neuen Markt, an der Spandauer für denselben erklären, selbst auf die Gefahr hin, dem tonsu- Ausbildung der Handwerker, welche eigentlich der Kernpunkt der Brücke absolute Ruhe, kein Mensch mehr auf den Straßen, wie mirenden Publifum eine Unbequemlichkeit aufzuerlegen. Aber ich ganzen Handwerkerfrage ist. Für die bessere Ausbildung folle an jedem anderen Abend auch. Auf dem Perron des Hackeschen bin zu der Ueberzeugung gekommen, daß der Befähigungsnachweis der Staat sorgen und auch die Gemeinden. Den schlesischen Marktes hatten sich ungefähr hundert Personen angesammelt, die nicht nur nicht helfen, sondern auf das Empfindlichste schaden Webern hilft man freilich nur, wenn man ihnen den Uebergang neugierig in die Rosenthalerstraße hinabschauten. Aha- das wird. Den Beweis dafür liefert Desterreich. Was das Hand- zu einem anderen Erwerbszweige erleichtert; das Elend wird nur Geschäft von Löfer u. Wolff an der Ecke war geschlossen: sie werk braucht, ist ein Zusammenschließen zu Genossenschaften, zum verschlimmert, wenn man sie durch Beihilfen bei der Handweberei wollten feine Revolutions- Bigarren verkaufen. gemeinsamen Bezug von Rohmaterialien und zum gemeinsamen erhält. Verkauf u. f. w. Ich muß es bedauern, daß die Genossenschafts- Abg. Mehner( 3entr.): Wenn die Handwerker von der dürrer Polizeilieutenant mit einem Pincenez, der seine elegante In der Rosenthalerstraße steht hochaufgerichtet ein etwas bildung verachtet worden ist. Das zweite ist die beffere tech- Großindustrie aufgesaugt werden müssen, wie kommen wir dann Klinge im Lampenlicht funkeln läßt, er tommandirt sechs bis nische Ausbildung unseres Handwerks. Es hat an vielen Stellen noch dazu Lehrlinge zu züchten, die niemals selbständig acht Schußleute, die mit gezogenen Säbeln die Straße ab feine Aufgabe nicht richtig aufgefaßt und es ist zu bedauern, daß werden, die in die Dienste des Geldsacks treten patrouilliren. In der ersten Etage liegt die Aristokratie der Die Staatsregierung bisher dafür nicht die nöthigen Mittelghat müssen? Die Innungen find die beste Organisation, Rosenthalerstraße, begierig, das blutige Drama zu sehen, welches flüfng machen können. Ich werde darauf mein eifrigstes Be- besser als alle fünstlich gebildeten Genossenschaften. Wenn mühen richten. Alle einfachen Fabrikate, welche durch Maschinen der Staat das Lehrlingswesen in die Hand nimmt, dann verwunderte Kommis, in den Hausthüren erschreckte Dienst sich vor ihren Augen abspielen wird. Auf der Straße stehen hergestellt werden, sind für die Handwerker verloren. Das wird er auch dafür sorgen müssen, daß nur der ein Handwerk Handwerk muß sich auf die Qualitäten legen und in allen ausübt, der es erlernt hat, nicht aber Derjenige, der Geld hat, mädchen in weißen Schürzen, die untereinander tichern und sich freuen. Zweigen zum Kunsthandwerk werden. Von großen Volts- einen Laden aufzumachen und den gelernten Handwerker todt schichten Die Nebenstraßen sind leer und öde, am Schönhauser Thor werden auch noch bessere Waaren verlangt. zu machen. Es müssen Lehrwertstätten eingerichtet werden, wo sich die Hand- Minister von Berlepich: Die Gewerbe Ordnung gestattet straße, in die wir einbiegen, Ist ausgestorben, Arbeiterfrauen, feine Idee von Erregnng. Die lange Avenue der Lothringer werker ausbilden fönnen. Die technische Ausbildung muß beim den Innungen genossenschaftliche Unternehmungen, aber sie haben die einen Einkauf besorgt haben, eilen schnell ihrem Heim zu. Am Lehrling anfangen. Die Gesetzgebung wird die Ausbildung des davon absolut feinen Gebrauch gemacht; sie sollten sich hier von Rosenthaler Thor ist etwas Leben. An einer Droschten haltestelle be Lehrlings beffer ausgestalten müssen. Wenn das alles geschieht, den kleinen Landwirthen belehren lassen.( Sehr richtig! links.) werden wir uns mit den Handwerkern einigen können. Abg. Lohren( ft.): In der Form hat weder Herr v. Bötticher regt von seinem Pferde auf einige Passanten einspricht. Ein Straßen wegt sich ein blonder berittener Schußmannswachtmeister, der erAbg. Alexander Meyer: Es ist meine Lieblingsbeschäfti- noch heute der Handelsminister kurz und schroff gesprochen, son- junge erregt seinen Unwillen, der Herr Wachtmeister sprengt auf gung, ungerecht angegriffene Minister zu vertheidigen.( Große dern sehr milde, aber nichtsdestoweniger hat er die Forderungen bas Trottoir, um den Bengel zu ergreifen, dieser eilt um eine Heiterkeit.) Ich dente, wir warten, bis die angekündigte Be- der Handwerker rundweg abgelehnt. Die Handwerkerkammern Litfaßsäule- der Schuhmann zu Pferde hinterher. Die Jagd wegung der Handwerker wirklich da ist. In dem, was die scheinen dem Minister sehr ans Herz gewachsen zu sein, aber sie ist natürlich erfolglos. Ein älterer Arbeiter, der einen Stelzfuß Handwerker auf der letzten Versammlung gesagt haben, kann ich werden wahrscheinlich die neugeschaffenen Junungsverbände zer- bat, wird beinahe umgeritten, er protestirt gegen eine derartige nichts Imposantes erkennen; das einzige Geistreiche war, daß stören. Dann würde ich dagegen stimmen müssen. In den Behandlung, einer der Herren den Herrn von Rottenburg irrthümlich Wotten Lehrwerkstätten müssen doch geprüfte Männer die Leitung über feinem Menschen etwas aber wenn man so traktirt wird... er käme ruhig von der Arbeit und thue burg nannte.( Heiterfeit.) Die Handwerker, welche den zünft nehmen; warum sollen die anderen Lehrmeister nicht auch eine Baffanten beruhigen ihn; er zieht seines Weges weiter. lerischen Standpunkt nicht theilen, agitiren nicht, fie arbeiten Prüfung durchmachen? In die Fachschulen können die Armen lieber ordentlich, während die Zünstler schlechte Arbeiten liefern, nicht gehen, dahin geht nur der Sohn des Kapitalisten. Alles, Der schneidige Offizier am Hackeschen Markt hat bei unserer so daß trotz der zehnjährigen Garantie das Gold abblättert. was die Regierung vorschlägt, stärkt nur den Kapitalismus. Rückkehr seine Thätigkeit bereits eingestellt. Die Straßen am Uebrigens gehört diefe ganze Frage in den Reichstag. Eine Hätte man die Gewerbefreiheit nicht eingeführt 1867-1869, wo Bahnhof Börse sind ruhig wie immer, am Dom sind die Schuhleute Verirrung ist es, daß man begonnen hat, Gastwirths- Jnnungen die Fabrikindustrie sich schon entwickelt hatte, so hätte man die aufgesessen. Der große Play vor dem Echloß zeigt jetzt einige zu gründen. Ist denn ein Gastwirth ein Handwerker? Hoffent- Gefahr vermieden, daß Deutschland die Vormauer für die Sozial- Bewegung. An der nordwestlichen Ecke des Schlosses ist ein wahrlich informirt fich der Minister über diese Frage. Die Zahlen, demokratie geworden ist. Die Ausbildung der Elektrotechnik scheinlich etwas nervöser Polizeioffizier mit einer Anzahl Schuhwelche Herr Goldschmidt mitgetheilt hat, sind durch die Ge- könnte dem Handwerk zu Gute kommen, wenn es fest organisirt über den Play. Einzelne Berittene patrouilliren im Schritt werbe- Deputationen des Magistrats gewonnen worden. Bei den wäre. Auf der Schloßfreiheit hat sich unter die meisten Innungen verhält sich das Geld, welches für Bildungs- Abg. von Jhenplit(.): Die konservative Partei hält nach Baffanten eine Anzahl von halbwüchsigen Jungen gemischt, zwecke ausgegeben wird, zu dem, was für Schmaufereien aus wie vor den Befähigungsnachweis für ein nothwendiges Mittel, die es darauf abgesehen haben, die Polizisten durch Pfeifen gegeben wird, wie in Falstaffs Rechnungen die Ausgabe für das damit das Handwerk den Kampf gegen die Großindustrie bestehen zu ärgern. Der Lieutenant scheint das Pfeifen nicht vertragen Brot zu der für Seft.( Heiterkeit.) fann. Die genossenschaftliche Ausbildung ist sehr wünschenswerth; zu können, er eilt mit gezogenem Säbel, wenn wir nicht sehr Abg. Lucius Erfurt( frt.) weist darauf hin, daß die Ver- aber es fehlt dem Handwerk an dem nöthigen Kapital. irren, einem Konditorjungen nach, der aber außerordentlich laufen treter Nordamerita's an die Reichstags Abgeordneten Proben Abg. Wuesten( fons.): Der Handwerfertag sollte die Re- fann und verschwindet. Berittene Schuhleute traben hinterdrein, von Brot, welches aus einer Mischung von Roggen und Mais gierung überzeugen, daß die Bewegung des Handwerkerstandes es wird gejohlt und gepfiffen. Als wir das Restaurant von Helms erreicht hatten, Wo hinter den blanken bestand, gesandt haben. Eine ähnliche Reklame jei wo von ernsthafter zu nehmen ist, als sie bisher genommen wird. Die deutschen Vertretern nicht gemacht worden; es ist wohl noch zahlreichen Novellen zur Gewerbeordnung beweisen nur, daß die Scheiben elegante Damen mit ihren Herren saßen, feinem Parlamentsmitgliede in Washington eine deutsche wollene felbe vollständig unbrauchbar war.( Sehr richtig! rechts.) Die das Schauspiel zu genießen, schien die Geduld des ungeduldigen Jade angeboten worden. Redner geht dann auf den Abschluß manchesterliche Theorie des" Hilf Dir selber" führt nur dahin, Herrn Lieutenants erschöpft zu sein die Polizei machte auf der Handelsverträge ein, deren Bedeutung im Reichstage nicht daß die Schwachen durch das Großkapital ausgebeutet werden. Die wenigen Baffanten mit gezogenen Säbeln eine Attaque und genügend gewürdigt worden sei. Gut wäre es, wenn für die Wir halten die Gewährung des Befähigungsnachweises für die zwar mit einer Energie, die bei Ergreifung von Verbrechern sehr angebracht sein mag. Wachtmeister und Schuyleute hieben mit Vorbereitung von Handelsverträgen Beamte mit besonderer Vor- größte Nothwendigkeit. bildung in wirthschaftlichen Dingen verwendet würden. den flachen Klingen ein, und wehe dem, der zufällig um die Ecke des Schlosses diesen anstürmenden Schuhleuten in die Hände lief,-wir waren sehr froh, als wir unangetastet und nicht verbeult eine ruhige Straße erreicht hatten, von wo wir ohne weitere politisches Gepräge, Fährnisse ruhig nach Hause gelangen konnten. Alles in Allem genommen trug der gestrige Abend kein ез wäre wohl auch weniger zu Die Junungen find die besten Korporationen, man muß sie nur mit mehr Privilegien ausstatten, namentlich auch damit, daß sie die Prüfungen abnehmen. Abg. Mehner: Die Innung hat nicht solchen Kredit, wie die Landwirthe, deren Grundbesitz dafür eine Unterlage bildet. Gine Innung würde nur dann kreditfähig sein, wenn sie auf 3wang beruhte. wurde. um theile Often. Besonders ängstliche Gemüther hatten ihre Ladens geschäfte, mindestens aber die Schaufenster, schon um 6 Uhr Nach mittags hermetisch verschlossen und diesem Beispiele folgten sehr bald eine große Anzahl Ladeninhaber nach. Obgleich der Ver fehr in den volkreichen Straßen des Ostens nicht stärker als gewöhnlich fluthete, hatte sich doch augenscheinlich eine starte Minister v. Berlepich: Der Vorredner scheint der Meinung zu sein, daß feine hinreichende Fühlung des Ministeriums mit den gewerbetreibenden Kreisen vorhanden wäre. Bereits seit 1887 Abg. Meyer- Berlin: Die manchesterlichen Ideen sollen bei schluß von Handelsverträgen vor; die Gutachten sind vervoll gesagt worden, daß aus der Niederlage die manchesterlichen liegen die Gutachten des deutschen Handelstages über den Ab- Jena schon zu Grunde gegangen sein, umgekehrt ist mir immer ständigt worden. Als die Verhandlungen begannen, habe ich deen den Staat wieder aufgehoben haben. etwa 25 Herren, meistens Vorsitzende der großen gewerblichen Abg. v. Puttkamer- Plauth( kons.): Trotz der ablehnenden Grzessen gekommen, wenn die Polizei weniger schneidig Vereine, berufen. Es haben nachher noch unausgesetzt Korre- Haltung der Regierung werden wir die Interessen des Handwerker- in die Erscheinung getreten wäre. Andererseits aber wollen auch nicht verschweigen, daß wir den Unmuth der Beamten spondenzen mit einzelnen Firmen und Handelskammern und andes immer weiter vertreten. Wo sollen denn die Leute her- wir auch nicht verschweigen, daß wir den Unmuth der Beamten persönliche Konferenzen stattgefunden. Mein Kommiffarius wurde kommen, die auf dem platten Lande dem einfachen Handwerker sehr wohl begreifen, die während des Tages so oft einer johlenangewiesen, direkt mit den ihm bekannten Vertretern der Kunstwerke abkaufen? Wenn der Befähigungsnachweis eingeführt den Menge ausgesetzt waren. Nöthig war es darum freilich Industrie in Verbindung zu treten. Ich wüßte wirklich nicht, wird, wird man vielleicht etwas theurer faufen, aber auch besser. noch lange nicht, daß der Säbel bei jeder Gelegenheit gebraucht welcher andere Weg noch beschritten werden sollte, um der Re- Denn die Fabriken liefern jetzt nur billige Schundwaare. Das gierung Aufklärung zu geben. Das Urtheil der Handelskammern Manchesterthum hat sich bankerott erwiesen, deshalb haben sich Eine Wiederholung der bedauerlichen Szenen, ist durchaus nicht immer das, was wir brauchen können. vernünftige Leute davon abgewendet. Wir werden uns an wie sie sich am Donnerstag leider abgespielt haben, schien gestern Tenn diese haben oft widerstreitende Jutereffen zu vertreten. Experimenten, die keine Aussicht haben, nicht betheiligen, sondern vielfach befürchtet worden zu sein, vornehmlich aber im StadtNicht blos bei Tariffragen werden die Handelskammern befragt; nur das vertreten, was die Handwerker selbst als nothwendig es vergeht fein Tag, wo nicht irgend eine Frage erörtert wird. bezeichnet haben. Ob man nicht den jüngeren Beamten Gelegenheit geben sollte, sich mit den industriellen Verhältnissen bekannt zu machen, habe ich mir auch schon überlegt. Wie das geschehen könnte, darüber will ich mich heute nicht aussprechen. Vertreter unserer Induftrie im Auslande haben wir in den Konsuln, deren Berichte Abg. Dürre( natl.): Wenn wir uns überzeugen fönnten, Erregung der Bevölkerung bemächtigt. Vor den Ge daß das Innungswesen von irgend einem Vortheil wäre, würden schäftslokalen, Dor den Hausthüren standen Gruppen, Abg. Goldschmidt( dfr.): Herr Lucius hat davon ge- wir nicht einen Augenblick zögern, dafür einzutreten. Das Hand- welche die Vorgänge vom vorhergehenden Tage lebhaft sprochen, daß geriffene Unterhändler" ausgebildet werden sollen; werk zum Kunsthandwerk auszubilden, werden auch wir bestrebt diskutirten und die Frage erörterten, ob sie heute Abend wieder es ist bedauerlich, daß er nicht ausgeführt hat, wie die Fach sein, aber nicht dazu, alte verrottete Institutionen wieder zu kommen würden?" Gar viele der Straßenpassanten saben sich schule für geriffene Unterhändler aussehen soll. Mit den Aus- beleben. unwillkürlich veranlaßt, stehen zu bleiben, durch den Anblick eines führungen des Ministers über die Handwerkerfrage bin ich ein- Nach einigen persönlichen Bemerkungen wird das Gehalt des starken Aufgebotes von Polizeimannschaften zu Fuß und zu verstanden, um so mehr bedauere ich, daß wir uns über die Ministers und die übrigen Besoldungen für das Ministerium be- Pferde, welche mit blankgezogenem Seitengewehr besonders den Frage der Verliner Gastwirthsinnung nicht einigen können. Ich willigt. Theil vom Andreasplay an die Andreasstraße, die Frankfurter habe den Polizeipräsidenten von Berlin ausdrücklich gebeten, Das Kapitel: Handels- und Gewerbeverwaltung wird ohne Linden bis zum Straußberger Platz besetzt hielten. dem Minister das Material über diese Junung zur Verfügung Debatte genehmigt. Neugierige wollte ſehen, ob etwas los" fei und merkwürdiger zu stellen. Beim Kapitel: Gewerbs Unterrichtswesen, Titel 1: Navi- Weise war gerade auf diesem durch die Polizei Abg. Plef( Bentr.) führt aus, daß es mit der Bildung, mit gationsschulden, tritt befesten Straßentheile etwas los", indem durch das Vorgehen dem Unterricht nicht abgemacht sei; dem Handwerk fehlt das Abg. Jürgensen( natl.) für die Aufbesserung der Gehälter der Polizei gegen das Straßenpublikum mit der Zeit immer mehr Kapital, um der Großindustrie Konkurrenz zu machen. Warum der Lehrer an diesen Echulen ein, welches für einen vierzig- Personen angelockt und festgehalten wurden. habe man dem Handel die Handelskammern als Vertretung ge- jährigen Mann mit 2700-3300 Ml. zu niedrig bemessen sei. Die Kontingent der Zuschauer des sich abspielenden Schauspieles geben, dem Handwerk enthalte man eine solche Vertretung vor? Regierung möge noch in diesem Jahre einen Nachtragsetat zur stellte die liebe Straßenjugend, welche ihrem Bergnügen über Kunst- Handwerker können die meisten Handwerker nicht werden. Erhöhung dieser Besoldungen einbringen. Die Hat", sobald Einer, der sich versammelt" hatte, von der Bezüglich der Handelsverträge erklärt Redner, daß der Abschluß Minister v. Berlepsch: Das Wünschenswerthe dieser Gr- Polizei auseinandergetrieben wurde, oder ein Anderer, der nicht derselben die verdienstvollste That der Regierung gewesen sei, höhung erkenne ich an, aber einen Nachtragsetat kann ich nicht im Zausschritte sich fortbewegte, am eigenen Leibe verspüren wenn auch zu bedauern sei, daß die Landwirthschaft die Haupt- allein bringen. Ich hoffe, daß die Erhöhung aller Lehrergehälter mußte, daß der Säbel haut", durch das bekannte Pfeifen und Johlen einen sehr vernehmbaren Ausdruck verlieh. Für den Un sei es bedauerlich, daß sie einen freien Verein gegründet haben, statt den Weg zu beschreiten, den ihnen das Gesez vorschreibt. von allen Seiten als gut anerkannt werden. Ein großes tosten zu tragen habe. Was die Berliner Gastwirthe betreffe, so demnächst erfolgt die weitere Berathung abgebrochen. Schluß betheiligten machten die Verfolgungen, die hier in Szene gefeßt gegen 4 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 11 Uhr.( Etat des wurden, einen nichts weniger als ernsten aber auch Minister von Berlepsch: Ich will meine frühere Rede da- Handelsministeriums; zweite Berathung des Polizeifosten- Geseges.) feinen angenehmen Eindruck, und die Schußleute forderten Tokales: hin ergänzen, daß ich erkläre, ich halte die Bildung von Handwerkerkammern für nothwendig. Die Vorbereitungen dazu sind schon im Gange. Ich verstehe darunter eine nur für Handwerker, nicht für Kommerzienräthe bestimmte Vertretung. Man muß diesen Handwerkerfammern aber auch weitergehende Aufgaben stellen, insbesondere die Beaufsichtigung des Lehrlingswesens 2c. Abg. Wuermeling( Bentr.): Wenn der Minister den HandNeber die Straßen- Tumulte des gestrigen Abends gingen wertern den Befähigungsnachweis nicht geben will, so er uns von unserem Berichterstatter folgende Schilderungen zu: Gin scheinen seine anderen Mittel doch auch nicht ausreichend. revolutionäres Gesicht machte Berlin gestern Abend bestimmt Der Uebergang zum Kunsthandwerk ist nur wenigen nicht. Gegen 8 Uhr, als wir die Friedrichstraße paffirten, hatte oft genug die Entrüftung harmloser Passanten heraus, welche mit ihrer Höflichkeit oder gar ihrem Säbel unangenehme Bekanntschaft machten. Die Nebenstraßen, welche ziemlich frei von Polizei waren, zeigten völlige Ruhe und wir können uns der Ansicht nicht verschließen, daß dies auch in dem vor genannten Straßentheile der Fall gewesen wäre, wenn auch hier mit der Polizei etwas gespart worden wäre. Zu ernsthaften Busammenstößen tam es in feinem Falle und wurden Verhaf tungen auch nur sehr vereinzelt vorgenommen. Von einem Krawall" war absolut keine Rede. Unsere Rubrik von den Hauspafchas" will sich nimmer zu unterstellen. Diese Petition erhielt die Zustimmung der Ver-[ ziner, sowie des daselbst beschäftigten Herrn Schmidt den Un erschöpfen und leeren. Es ist eine wenig schöne Eigenthümlichkeit sammlung und wurde das Agitationskomitee beauftragt, Unter willen der Versammlung. An der Diskussion betheiligten sich Berlins und der Großstädte überhaupt, daß der Grund- und schristen zu sammeln und sodann die Petition an den Bundesrath die Damen Frau Schulz, Frau Krüger, Frl. Glaß, Frl. Grothe, Bodenwucher im Verein mit dem Bauschwindel eine Zahl von gelangen zu lassen. Das Agitationskomitee unterbreitete der sowie die Herren Obst, Koopmann, Bemfe im Sinne des Herrn Hausbesitzern gezeitigt haben, welche der Ansicht sind, daß sie zu Bersammlung ferner den Antrag, den Delegirten zur Streit Möhring sämmtlich dafür auf das Entschiedenste eintretend, daß nichts Weiterem auf der Welt herumlaufen, als zum Miethe ein- Kontrollkommission zu beauftragen, den Vertretern der organi- die Gasplätterei beseitigt werden müßte. Als einziger Gegner faffiren. Es mag unter den Hausbesizern Leute geben, deren sirten Arbeiter Berlins in der Streit- Kontrollkommission folgenden der Ausführungen des Herrn Dr. Christeller und des Herrn Häuser mit mehr Hypotheken belastet sind, als die Miethstafernen Antrag zu unterbreiten: Alle Einwohner Berlins werden er- Möhring suchte Herr Schmidt von der Firma Philippsohn und Etagen haben, es mag auch Leute geben, die als Eigenthümer fucht, ihren Bedarf an Fleischwaaren nur in solchen Geschäften Leschziner nachzuweisen, daß das Gasplätten durchaus nicht von sieben Häusern eingetragen sind und feine Schlafstelle besitzen, zu decken, welche ihre Arbeitskräfte aus dem unentgeltlichen schädlich wäre, und daß, wenn die Blätterinnen Gas einathmen es mag schließlich Leute geben, denen der Gerichtsvollzieher morgen Arbeitsnachweise des Fachvereins der Schlächtergesellen ent- müßten, dies nur an der Ungeschicklichkeit derselben liege. Ferner schon einen Besuch abstattet, wenn heute der Miethszins nicht nehmen. Die Inhaber von Schlächtereien, welche mit den Forde vertheidigte er den Chef der Firma Sternberg jr., machte Herrn bei Heller und Pfennig auf dem Tische liegt,- aber die über- rungen der Gesellen einverstanden sind, werden durch den Vor- Möhring den Vorschlag, in das Lokal der Firma Philippsohn und wiegende Mehrheit der Hausbesitzer sind vermögende Leute, find wärts" bekannt gegeben." Dieser Antrag gelangte nach längerer Leschziner zu kommen, wo er ihn von der Unschädlichkeit der Bourgeois, und die haben's doch wahrlich nicht nothwendig, fich Diskussion zur Annahme. Zur Deckung der Unkosten für den Gasplätterei überführen würde. Herr Möhring nahm dies als Hauspafchas auszuspielen. Wir haben leider schon wiederholt Delegirten zum Gewerkschaftskongreß in Halberstadt werden selbstverständlich an und rief die 8 bis 900 Anwesenden unfchöne Handlungen von Hauswirthen zu registriren gehabt, Hand- Sammellisten zirkuliren. Mittheilungen über Mißstände oder als Beugen auf, wenn ihm der Eintritt verweigert lungen, welche einem„ chriftlichen" Staat wahrlich nicht zur Zierde besondere Vorkommnisse im Gewerbe sind an das Agitations- werden sollte. Nachdem Herr Möhring zum Schluß die Ausgereichen. Heut theilt uns einer unserer Abonnenten schon wieder ein fomitee oder an den Vorstand des Fachvereins zu richten. Nachführungen des Herrn Schmidt widerlegt und hinsichtlich des Herrn abschreckendes Beispiel mit: An einem der letzten Tage wurde dem noch verschiedene Mittheilungen gemacht worden waren und Sternberg jr. erklärt hatte, daß daselbst die jungen Mädchen, die Der Arbeiter R. in der P.- Straße mit seiner Frau nebst vier nochmals zur Organisation aufgefordert worden war, ging man das Plätten unentgeltlich erlernen sollen, fönnen 12 M. hinterKindern von dem Hauswirth auf die Straße gesetzt, weil R. bei mit einem Hoch auf die allgemeine Arbeiterbewegung ausein- legen müßten und diesen Betrag nach 3jähriger Thätigkeit am der herrschenden Noth und Arbeitslosigkeit nicht im Stande war, ander. Gaseifen von der Firma zurück bekämen, wobei aber von hundert die rückständige Miethe von zwei Monaten auf einem Brett zu Mädchen höchstens 10 aushielten, wurde folgende Resolution bezahlen. Die Frau hatte erst vor vier Wochen entbunden, sie einstimmig angenommen: Die heut am 19. Februar in Nieft's bat kniefällig um Nachsicht, das half aber nichts. Ihr wurde Salon tagende öffentliche Plätterinnen- u. f. w. Versammlung der Bescheid zu Theil, fie sollte es mal getrost im Asyl vererklärt sich mit dem Referenten und den nachfolgenden Rednern fuchen! Die Aermsten mußten auch wirklich aus ihrer fleinen in Hinsicht der Schädlichkeit der Gasplätterei voll und ganz einWohnung heraus und mit ihren sieben Sachen ihrer Wege ziehen. verstanden. Die Einführung derselben ist nur geeignet, den Nun sollte man meinen, daß die zweimonatliche Miethe für eine Fabrikanten zu nüßen, während sie auf den Körper der damit bescheidene Arbeiterwohnung nicht so viel betrage, daß deshalb Beschäftigten lediglich schädigend wirkt. Die Versammlung beder Wirth sofort zu den äußersten Mitteln zu greifen brauchte. Er auftragt deshalb das heutige Bureau, beim töniglichen Polizei hat trotzdem auf sein Recht" gepocht und das kann ihm Niemand präsidium vorstellig zu werden, damit von sanitätspolizeilicher ftreitig machen. Er bestand auf seinem Schein, dazu war er Seite aus der immer mehr und mehr um sich greifenden so übergefeßlich berechtigt. Hält aber dieser Schein" vor den Gesezen aus schädlichen Gasplätterei Ginhalt geboten wird." der Humanität auch Stand? " " Porzellanmaler und verwandte Berufsgenossen. In den lehten Versammlungen der beiden Vereinigungen Verband deutscher Porzellanmaler( Bahlstelle Berlin) und Verband der Porzellanarbeiter"( Ortsverein Berlin II) wurde die Gründung eines Arbeitsnachweises für Porzellanmaler und verwandte Berufs maler beschlossen und man wählte von beiden Vereinen je zwei Kommissionsmitglieder( Gebauer, Tonnemann und Jahn, Lange) zur Erledigung der hierzu nöthigen Arbeiten. Die Arbeits nachweis- Stelle befindet sich in Händen des Herrn Gebauer, Naunynstr. 10, Quergeb. II. Die Arbeitsvermittelung findet daselbst Mittags von 12-1, Abends von 7-9 Uhr, Sonntags von 12-1 Uhr statt. Die Vermittelung wird unentgeltlich, unparteiisch und prompt geschehen, und werden die Herren Prinzipale In der Filiale der Lithographen Berlins des Vereins Ala ,, militärische Mädchen für Alles" werden die Offi- und Gehilfen ersucht, dieses gemeinnüßige Unternehmen nach der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands ziersburschen gewöhnlich benutzt. Dieselben müssen alle diejenigen Kräften zu fördern durch Zuweis vou Arbeitsstellen resp. Ent hielt am 17. Februar, nachdem die Namen der neu aufDienstleistungen verrichten, welche in nicht militärischen Familien nahme von Arbeitskräften. Bei dieser Gelegenheit sei allen den- genommenen 29 Mitglieder verlesen worden waren, Dr. Dienstmädchen zu verrichten haben. Der Offiziersbursche holt jenigen, welche noch feiner Organisation angehören, mitgetheilt, üt genau einen ca. zweistündigen Vortrag über Mehrwerth. Frühstück, reinigt die Stuben, begleitet die Kinder zur Schule und daß die Monatsversammlungen des Verbandes deutscher Dann gab der Kassirer Kollege Schöpf den Kassenbericht vom Die Röchin zur Markthalle, er holt die gnädige Frau vom Porzellanmaler"( Bahlstelle Berlin) bei Roll, Adalbertstraße 21, 3. Quartal, wonach die Einnahme 615,94 m., die Ausgabe Theater ab und er besorgt noch tausenderlei Sachen, die mit der jeden dritten Sonnabend im Monat- diejenigen des Verbandes 526 M., der Kassenbestand 89,94 m. betrug. Dem Kassirer militärischen Ausbildung rein garnichts zu thun haben. Als der Porzellanarbeiter"( Ortsverein Berlin II) bei Schultheiß, wurde Decharge ertheilt. Es folgte die Abrechnung des Kollegen jüngst die Eisbahn auf der Rousseau Insel für ein paar Tage Neue Jakobstr. 25, jeden zweiten Montag im Monat stattfinden. Hildebrand über den letzten Familienabend. Einnahme wieder eröffnet worden war, ging einer unserer Leser durch den Die Kollegen sind daselbst stets willkommen. 13,20 M., Ausgabe 15,50 M., Defizit 2,30 M. Vom Kollegen Thiergarten. An einem der um die Insel führenden Wege stand Roithner wurde sodann der Antrag gestellt, dem Lithoein Soldat in bloßem Waffenrock Posten, er bewachte zwei Der ,, Diskutir- Klub der Hausdiener" beschloß in feiner graphen Barth, welcher im Monat April fein 50jähriges Offiziersmäntel und zwei Offiziersfäbel. Zwei Stunden später am 18. Februar stattgehabten Sigung, am 18. März auf den Jubiläum als solcher feiert, zu diesem Tage eine durch Sammstand der wackere Krieger noch immer auf demselben Flecke, die Gräbern der Märzgefallenen einen Kranz niederlegen zu lassen. lung aufzubringende Unterstüßung zu überreichen. Der Antrag Ohren und Backen waren ihm in der Zwischenzeit blau gefroren. Die Kosten hierfür sind durch Sammlung eines Beitrags von wird in der nächsten kombinirten Borstandssigung zur Sprache Auf Befragen antwortete der Soldat, er werde wohl noch zwei 25 Pfg. pro Mitglied aufzubringen. Hierauf erhielt Kollege gebracht werden. Zum Schluß verwies Kollege Hildebrandt auf Stunden aufnehmen" müssen, vor Eintritt der Dunkelheit werde ein zu einem Vortrage über„ Die geschichtliche Bedeutung der die Bedeutung der Arbeiter- Kontrollmarke und forderte die der Schlittschuhsport sein Ende kaum erreichen. Auf der Eisbahn Schule und das neue Boltsschulgesetz" das Wort, zum Schluß Kollegen auf, ihren Bedarf an Hüten, Wirkwaaren u. f. w. nur amüfirten fich die beiden Offiziere mit ihren Damen ganz herrlich, seiner Rede den neuen Schulgesetzentwurf einer scharfen Kritik in solchen Geschäften zu kaufen, welche die betreffenden Artikel Der arme Teufel von Bursche mußte zähneklappernd am Ufer auf- unterwerfend und alle Arbeiter auffordernd, überall Privat mit Kontrollmarke führen. und ablaufen, bis es den Offizieren gefällig war, nach Hause schulen zu gründen und sich so die Bildung, die ihnen der Staat zu gehen. Während jeder Zivilist gehalten ist, seinen Ueber- vorenthalte, selber zu verschaffen. Nachdem der Referent die Friedrichsfelde. Im hiesigen Arbeiter- Bildungsverein hielt rock bei den Garderobiers gegen einige Groschen Garderobengeld Mitglieder des Klubs noch angeregt hatte, sich an den Vorträgen kürzlich Genosse Frenzel einen längeren Vortrag über den abzugeben, haben Offiziere diese geringe Geldausgabe nicht nöthig, recht rege zu betheiligen und von der Bibliothek fleißig Gebrauch Volksschul- Gefeßentwurf und gab seiner Meinung über denselben fie„ kommandiren" einfach ihre Burschen zum Garderobehalten zu machen, schloß er seinen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag. dahin Ausdruck, daß auch ein solches Gesetz nicht im Stande sein und ersparen dadurch diese geringe Ausgabe. Das Unwesen der An der sehr regen Diskussion betheiligten sich die Kollegen Glas- werde, den Siegeslauf der Sozialdemokratie zu hemmen. Dem Offiziersburschen hat überhaupt einen bedenklichen Umfang an hagen, Dobatta, Wolt, Hoffmann, die alle mehr oder weniger im Unterricht in der Schule werde der Unterricht in der Familie genommen, das mertt man in Berlin am besten. Zu den in Sinne des Referenten sprachen. Nach einem kurzen Schlußwort erfolgreich entgegen wirken. An der Distuffton betheiligten sich Berlin gelegenen Instituten werden eine Menge junger unver- desselben wurde die Sigung geschlossen. mehrere Genossen im Sinne des Referenten und forderten die heiratheter Offiziere von den in der Proving garnisonirenden Mitglieder auf, die gegen den Gesetzentwurf gerichtete Petition Die Filiale der Berufsgenossen( Schleifer, Präger zahlreich zu unterschreiben. Unterm Verschiedenem wurde lebhaft Regimentern fommandirt und jeder dieser Offizice bringt seinen Burschen mit. Während die Offiziere im Dienst sind, haben ihre. f. w.) des Vereins der Lithographen, Steindrucker darüber Klage geführt, daß Referenten, welche ihr Wort gegeben Burschen absolut nichts zu thun, denn die Wirthschaft eines und Berufsgenossen Deutschlands hielt am 18. Febr. haben, dennoch nicht erscheinen. Die Debatte darüber führte zur Junggesellen ist selten derart, daß derselbe einen Diener noth- eine Generalversammlung ab, in welcher zunächst Kollege Schors Annahme der folgenden, vom Genossen Frenzel eingebrachten wendig hat. Die Dfiziersburschen verabsäumen ihre dienstlichen unter Bezugnahme auf das Protokoll der letzten Versammlung Resolution: Obliegenheiten vollständig, sie sind einfach zum militärischen Dienst- fonstatirte, daß er stets seine Beiträge pünktlich beglichen hat. Der Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsfelde und Um mädchen degradirt. Da nun aber die dreijährige Dienstzeit nicht Dann machte der Bevollmächtigte noch Mittheilung vom Ab- gegend drückt hierdurch seine Verwunderung darüber aus, daß es dazu da ist, um al3 Diener ausgebildet zu werden, sind die leben des Kollegen Mattsch aß, worauf die Versammlung feht so schwer fällt, Referenten nach hier zu bekommen. EinOffiziersburschen eine durchaus überflüssige und die Schlagfertig- dessen Andenken durch Erheben von den Plätzen ehrte. Hierauf gedent des Wortes Johann Jakoby's, daß der kleinste Arbeiterfeit der Ur..tee lähmende Einrichtung. Wenn ein Offizier durch gab der Kassirer für die Monate Oktober, November, Dezember verein in den Annalen der Geschichte für den Historiker von aus einen Diener braucht, so soll er sich einen solchen aus dem 1891 den Kassenbericht. Hiernach ging die Einnahme in der größerer Bedeutung ist, als die Schlacht bei Königgräß, wünscht Bivil engagiren, an Arbeitskräften ist bei den jezigen Beiten Ausgabe gerade auf. Im Weiteren verlas der Kassirer die Namen der Arbeiter- Bildungsverein, daß die Herren Referenten doch der neu eingetretenen und ausgeschlossenen Mitglieder, wonach sich dessen eingedent sein mögen, und wenn sie zusagen, auch kommen, wahrhaftig fein Mangel. am Schlusse des Quartals ein Mitgliederbestand von 178 ergab. nicht, wie es drei Mal der Fall war, zusagen und nicht erscheinen." Polizeibericht. Am 25. d. M. Morgens wurde an der Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Es folgte ein mit großem Ecke der Hizig- und Thiergartenstraße der Kutscher eines Möbel- Beifall aufgenommener Vortrag des Lithographen Herrn Pinkau Genoffe Faber macht uns die Mittheilung, daß er in der wagens infolge Durchgehens der Pferde von seinem Eit herab- aus Leipzig über„ Staat und Gesellschaft". Redner führte den geschleudert und erlitt eine bedeutende Quetschung des Unter- Entwicklungs- Prozeß der menschlichen Organisation bis zum öffentlichen Versammlung der Graveure und Ziseleure nicht als schenkels, so daß er nach dem Elisabeth Krankenhause gebracht Staat vor Augen und schilderte im weiteren Verlaufe seiner Rede, Beauftragter der Berliner Streit- Kontrollkommission gegen werden mußte. Im Nordhafen, nahe der Fennbrücke, wurde wie sich aus der modernen Gesellschaft heraus Zustände ent- die Berichterstattung des ehem. Delegirten Back Protest erhoben Nachmittags die Leiche eines neugeborenen Kindes mit einer wickelt haben, die man einfach als schrecklich bezeichnen muß. bat wie es in dem Versammlungsbericht in Nr. 48 des VorSchnur um den Hals angeschwemmt. Zu derselben Zeit brachte An der Diskussion betheiligte fich im Sinne wärts" heißt sondern in seiner Eigenschaft als Delegirter fich ein Arbeiter in seiner Wohnung in der Steinstraße mittelst des Referenten Kollege Schöpfe. Hierauf gab zur Berliner Streit- Kontrollkommiffion. Derfelbe will dies in Rafirmessers einen Echnitt in den Hals bei, so daß seine Ueber- Rollege A. Heinrich die Abrechnung der unter Den jener Versammlung ausdrücklich hervorgehoben haben. führung nach der Charitee erforderlich wurde. In der Nacht Berufsgenossen gesammelten Gelder zur Unterstützung von MitLese- und Diskutirklub„ Vereinte Kraft". Deffentliche Versamm zum 26. d. M. wurde ein Handelsmann in seiner Wohnung in gliedern, welche zu Weihnachten arbeitslos waren. Es sind ein- lung für Männer und Frauen am Sonntag, den 28. Februar, Nachmittags der Marienstraße erhängt vorgefunden. gekommen 32,90 M., hiervon wurden 5 Mitglieder mit zusammen 6% ühr, im Restaurant Otto Klein, Schönleinstr. 6. Vortrag des Genossen 29 M. bedacht. Die Unkosten an Porto 2c. betrugen 1,30 M., Arbeiter. Nachher findet musikalische Abendunterhaltung statt. Daftig über: Der wirthschaftliche Niedergang und die materielle Lage der fonach verbleibt ein Ueberschuß von 2,60 M., welcher Betrag zur Anschaffung eines Kranzes für den Kollegen Mattschaß bestimmt wurde. Die Angelegenheit Schor ß sol laut Bestimmung der Versammlung von der Verwaltung geregelt werden; überhaupt sollen derartige Sachen möglichst die Versammlungen nicht mehr Ein Antrag, Bibliothekbücher nicht länger als 4 Wochen behalten beschäftigen, sondern ihre Erledigung in der Verwaltung finden. zu dürfen, wurde angenommen. Sodann gab die Versammlung noch ihre Zustimmung dazu, daß zum Gewerkschafts- Rongreß eine Ertrasteuer von 10 Pf. pro Mitglied erhoben wird. Versammlungen. W - D An die arbeitslosen Schlächtergesellen Berlins war befondere Einladung ergangen zu der öffentlichen Versamm lung der Schlachtergesellen, welche am 25. d. M. abgehalten wurde und leider ein Beweis für die im Schlächter gewerbe graffirende Arbeitslosigkeit gut besucht war. Der Reichstags Abgeordnete Birt erörterte die Frage, ob die Die Posamentiere Berlins wählten in ihrer letzten Mit Sonntagsruhe im Schlächtergewerbe durchführ glieder Versammlung den Kollegen Karl Hoffmann zum bar sei, und war der Ueberzeugung, daß dies sehr wohl mög- Delegirten für den Gewerkschaftskongreß. Der Delegirte der lich wäre, wenn nur der gute Wille hierzu vorhanden sei. Der Streit- Kontrollkommission G. Berger erstattete alsdann BeVortragende empfahl nach einer treffenden Schilderung der im richt über die Thätigkeit derselben und empfahl die im VorSchlächtergewerbe herrschenden Misère den Gesellen Organisation, wärts" schon mehrfach abgedruckte Resolution, welche auch um sich für ihre Pflichten die ihnen zustehenden Rechte zu erschließlich einstimmige Annahme fand. Hieran schloß sich der tämpfen. Die Darlegungen des Referenten wurden mit lebhaftem Bericht der Arbeitsnachweis- Kommiffion; derselbe gab hinsichtlich Beifalle aufgenommen. Nach einer längeren Diskussion, in welcher der Arbeitsvermittelung Anlaß zu einer regen Debatte. Es die Herren Haupt, Reßlinke, Gaßmann, Aurin, wurde in derselben darauf hingewiesen, daß, wer Vortheile Mercier u. A. das Wort nahmen, gelangte folgende Resolution genießen wolle, auch Opfer bringen müsse, und demgemäß der zur Annahme: Antrag: Nur Mitglieder des Zentralverbandes, die sich durch Die heutige öffentliche Versammlung der Schlächtergesellen Mitgliedsbuch legitimiren können und mindestens vier Wochen hält die Einführung der Sonntagsruhe für durchaus nothwendig dem Verbande angehören, werden berücksichtigt", einstimmig anund erklärt, daß dieselbe auch in den Schlächterbetrieben Berlins genommen. Bezüglich der Lohnverhältnisse der Posamentiere ohne besondere Nachtheile für die Meister ganz gut zur Durch- Berlins wurde beschlossen, diese Angelegenheit als ersten Punkt führung gebracht werden kann. In Anbetracht der im Schlächter- auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung zu setzen. gewerbe noch herrschenden überaus langen, 14 bis 18 Stunden Darauf machte der Vorsitzende bekannt, daß Sonntag, den täglich betragenden Arbeitszeit wäre es schon im Interesse der 13. März, in Feuerstein's Lotal ein Unterhaltungs- Abend stattGesundheit nothwendig, daß seitens der Regierung eine Be findet, und man sich an demselben rege betheiligen möge. schränkung resp. eine gänzliche Beseitigung der Sonntagsarbeit durchgeführt würde." * Tapezirer Berlins und Umgegend. Sonntag, den 28. Februar. Abends x Uhr, bet Feuerstein( oberer Saal), Alte Jakobstr. 75: Großer Herrentommers zu Ehren der Delegirten Deutschlands. 2 Gefangvereine, 2 Boltshumoristen, 1 Musittapelle. Entree 50 Pf. Rongreß der freien Hilfehaffen der Tapesirer Deutschlands am Montag und folgende Tage in Feuerstein's Salon, Alte Fatobstr. 75. Kollegen, die den Verhandlungen beiwohnen wollen, müssen sich durch Mitgliedsbuch legitimiren. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 28. Februar, Abends 6% Uhr, zmet Bersammlungen. 1. Kommandantenjir. 20, Arminhallen, im großen Saale, moral, und 2. Grenadierstr. 33, bei Seefeldt, Vortrag des Herrn 2. Henning Bortrag des Herrn Reichstags- Abgeordneten W. Schmidt über: Religion und über: Der christliche Auferstehungsglaube und die egyptische Todtenlehre. Nachher in beiden Bersammlungen gefellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Sizung. Nachmittags- Partie nach Adlershof. Abmarsch% 2 Uhr, vom Vereinslokal Tambour- Verein Deutsche Eidje". Sonntag, den 28. Februar, Fürbringerstr. 9. Damen- Abfahrt 8% Uhr, Görlizer Bahnhof. Freunde und Genoffen eingeladen. find oben genannten Berein mit zu gründen, der die Intereffen der LandsSchleswig- Holsteiner Landslente! Damen und Herrn, welche gewillt leute bierselbst vertreten soll, werden ersucht,' thre Abreffen nach dem Louisenstädtischen Klubhaus, Annenstraße Nr. 16, zu senden, behufs Ginladung der Verein Bildung und Geselligkeit Berlin. Sonnabend, ben 27. Febr., Abends 9 1hr, Vereinsversammlung im Augustgarten, Auguststraße 24/25. Tagesordnung: Bortrag des Herrn Dr. Hans Spazier. Thema: Dieſterweg und die heutige Schulfrage. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. Versammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 28. Februar er. in Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauerstr. 37/38. Tagesordnung: Bortrag fammlung gefelliges Beisammensein und Tanz. des Fräulein Wabnih über Naturgefeß und Menschenrecht. Nach der Ver Entree io Pf. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 28. Februar, Bormittags 10% Uhr, Rosenthalerstraße 38. Vortrag des Herrn Wille: Ein Kritiker unserer BeKlub der Wanderfreunde. Spezialtour. Sonntag Wanderfahrt durch wegung. den Grunewald. Abfahrt vom Bahnhof Alexanderplaz 8,87, Friedrichstraße 8,44 Uhr, Bormittags zc. Bersammlung vor dem Fahrkartenverkauf& Stunde vorher. Gäste willkommen. Arbeiter- Bildungsschule, Nordschule( Müllerstraße) findet am Sonntag, Abends 8 Uhr, Bortrag über moderne deutsche Dichtung" statt. In einer großen öffentlichen Verfammlung der Plätte- Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Versammlung am Sonntag, Im Anschlusse hieran gelangte eine Petition, welche vom rinnen u. f. w. sprach am 19. Februar Herr Dr. Christeller den 28. Februar, Borm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Bolzmann, Andreasstraße 26. Tagesordnung: Der Gewerkschaftstongreß in Halberstadt. Referent Bundesrath die Aufhebung der Sonntagsarbeit und die Ein- unter reichem Beifall über:„ Krankheitsentstehung durch Einathmen Kollege B. Frante. führung einer geregelten Arbeitszeit im Schlächtergewerf verlangt von Leuchtgas" und empfahl dabei einen ausgedehnteren Arbeiter- Freie Vereinigung fämmtlicher in der Papierindustrie beschäftigund seitens des Agitationskomitees im Auftrage einer stattgehabten schuh, um die Arbeiter und Arbeiterinnen vor der Schädlichkeit ten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Große Nor öffentlichen Schlächtergesellen- Versammlung ausgearbeitet worden der geistigen Gase zu schüßen. Im Anschluß an diesen Vortrag straße 21, 1 Tr. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. med. Gallen, fammlung am Montag, den 29. Februar, Abends 8 Uhr, bet Joel, Des ift, zur Besprechung. In derselben wird der Bundesrath ersucht, kritisirte der Vorsitzende Möhring die Einführung der über: Wie sich das Bolt nährt und wie es sich nähren müßte" von dem ihm im§ 120 e Absatz 3 der Gewerbe- Ordnung ge- Gasplätterei in verschiedenen Fabriken, wobei der Redner tag, den 20. März, Bormittags 10% Uhr, in Königsbant, res genannten straße 117, große Matinee unter Mitwirtung des Ihn'schen Gelben, sowie der gebenen Rechte Gebrauch zu machen, sowie die höchste zulässige von der Versammlung oftmals unterbrochen wurde, indem sich Raiser'schen Männerchors u. A. m. Arbeitszeit für Schlächtereibetriebe auf täglich 12 Stunden infl. die anwesenden Blätterinnen mit der Handlungsweise der betr. Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend. Lefe un'nschaffung insder nothwendigen Pausen zum Essen 2c. zu beschränken, wie Fabrikanten nicht einverstanden erklären konnten; namentlich" Feuerbach im Lokale des Herrn Schröder, Reichensowie überhaupt, auch die Schlächtereibetriebe der Aufsicht der Fabrikinspektoren erregte die Handlungsweise der Herren Philippsohn und Lesch gese- und Diskutirklub des Arbeiterbildungs" Deine", bends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Bechlin, Betzenfee, Reftaur. Dufedann( Bereinshaus), Charlottenburgerstraße 150| Restaurant Lautenbach, Guoryfir. 55. Fidelitas und Tanz. Bergnügunge-| hatte am 13. Februar eine Weiße, die Frau des Farmers Jewell im tleinen Gaal. Gäfte haben Zutritt. Varis Deutscher fostal Berein uftige Becher" jeden Sonnabend 9 Uhr Mendelssohnstr. 9. in eine Scheune geschleppt und vergewaltigt. Der heimkehrende Demokratischer Lesetlub im Cafe de la nouvelle Boste", Ece Rue Gäste wilfonimen. Montmartre und Rue Etienne- Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Bersammlungen. Komm. Arbeiter- Bildungsverein, London W. 49, Tottenham Street, Tottenham Court Road. Jeden Sonnabend, Abends 9 Uhr, Verfammlung. Literarisches. Mann fand sie besinnungslos daliegen. Lange suchte man ver geblich nach dem Missethäter, bis man einen Neger Namens Coy entdeckte, welcher von der mißhandelten Frau sofort identifizirt Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends wurde. Derfelbe wurde in's Freie geschleppt, um an einem 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein ,, Grüne Baume aufgeknüpft zu werden. Da ertönte aus der Menge der Eiche", Nixdorf, Hermann- und Knesebecstr.- Ecke bei Beyerle. Gesangverein Ruf: Verbrennt ihn!" und sofort wurde dieser Aufforderung ,, yranta", Landsbergerstr. 31 bei Musehold. Gesangverein„ Sanges: Echo", Naunynstraße 86, bet 8ubeil. Gesangverein" FreundNr. 9 der ,, Berliner Volks- Tribüne" vom 27. Februar Folge geleistet. Man band den Neger an einen Baumstumpf schaft 2", Friedenstraße Nr. 48 bei Tollkühn. Gefangverein Glück zu", hat folgenden Inhalt: Aus der Woche. Zum 24. Februar. und begoß seine Kleider mit Petroleum. Darauf trat aus der Knebel, Badstr. 58( Gesundbrunnen). straße 65 bei Bredlow. Gefangverein hön ir", Bülow Die materialistische Auffassung der Moral und ihre Konsequenzen das Opfer umgebenden Menge, deren Zahl auf 4000 bis 6000 Gefangverein armonie 3" Friedrichshagen, in Beziehung auf die heutige und die zukünftige Gesellschaft. Gesellschaftshaus. Gefangverein Felsenburg" Blumenstraße 21a. Personen geschätzt wurde, Frau Jewell unterstützt von zwei ( Bef angverein Teltow in Teltow, Schwarzer Adler. Gesangverein Deutscher Reichstag. Vom Schlachtfelde. Von der Be- Verwandten hervor und zündete mit einem Streichhölzchen die ,, Esmeralda", Königsbergerstr. 24. Gesangverein Liebertrans" wegung. Gewerkschaftliches 2c. Gedicht. Novelle. Kleider des Negers an, welcher Angesichts der Menge unter in Brandenburg Mengert's Bolfsgarten. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Tschernyschewsky's Briefe ohne Adresse". Der Sozialismus furchtbaren Qualen verbrannte. und die Künstler. Zur Gewerkschaftsbewegung. " " Bonnabend: Bergnügungsverein ,, uftige 13" bei Blöß, Dresdenerstr. 28. Zambourverein, Deutsche ich e" bei Gabeck, Fürbringerstr. 7, Sizung. Bergnügungsverein Kreuzfidel" bei Springstube, Manteuffelstr. 67. Bergnügungsverein Grüne Schleife" bet Sperling, Inselstraße 1. Bergnügungsverein ustige Brüder" bet Kowald, Oranienstr. 126. Rauchtlub, Dornröschen" bei Döhring, Prinz Eugenstr. 19. Set!" bet Lehmann, Fruchtstr. 69. Gut Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- GesangDerein Phönir". Bülowitr. 65, bei Bredlow. Aufnahme neuer Mitglieder.. Männer- Gesangverein Sängertrana", gegründet 1853, Annenstr. 9, Abends 9 Uhr. Neue Mitglieder werden aufgenommen. " Vermischtes. Die Hamburger Reform" stellt mit dem 28. Februar Paul Nickel'scher ihr Grscheinen nach 44jährigem Bestehen ein. Musikverein ,, Allegro", bei Vogel, Sorauerstr. 13. Aufnahme neuer Mitglieder. Mufitverein Vorwärts", Ab. 8%-10% Uhr, Annenstr. 14, prt. Bitherklub Unter dem Stichwort ,, Geschminkte Soldaten" schreibt Waldrose", ab. 9 Uhr bei Kleemann, Lausigerstr. 41.- Bitherklub arder Offenburger Volksfreund": Als die Rekruten der 2. Kommonie", 9 Uhr nebungsfiunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7.- Tambour Berein Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterloo- pagnie des 3. bad. Inf. Reg. Nr. 111, Jahrgang 1885 dem Ufer 14. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Barsantria" Oberst resp. dem General zur Besichtigung vorgestellt werden Versammlung bei Hopfer, Chorinerstr. 55. Gesangverein ,, Esmeralda" sollten, wurde dem Hauptmann, der uns vorher auf dem Korridor Berliner Turngen offenschaft. 6. Männer- Abtheilung Abends von antreten ließ, jedenfalls sehr bange, als er die bleichen und ab8-10 Uhr, Zurnlofal Mariannenplay 1a.- 8. Männe. Abtheilung. Abends gezehrten Gesichter sah, denn er ließ sofort rothe und weiße X9-11 Uhr. Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung Schminke holen, wodurch er und der Lieutenant den bleichsten Königsbergerst. 24. # 1 " turni Abends 8-10 Uhr. Der Turnfaal befindet sich köntgitädtisches Gym nastum, Elifabethstraße 57-58.- 2u.nverein»& te te( volksthitilich), jeben Sonntag 4-6 Uhr in Schölzels Seeschlößchen, Lichtenberg 3. Männer- TurnDerein Jahn" Rirdorf( eigene Turnhalle Biethenur. 72a). Heute von 6-8Uhr Schülerabtheilung, von 8%-10% Uhr Männerabtheilung. Stattlub, a mf ch", gegründet 1. Ottober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung in Willy Schmidt's Renaurant, Wrangelstr. 141. Genossen sind freundlichst eingeladen. Statflub ,, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Humoristischer Klub Adonis" bei Heid, Koppenstr. 75. Gäste willkommen. Stattlub Kreuzbube" jeden Sonnabend, Abends 8 Uhr, bei Steuer, Weinr. 22, Gäste willkommen.@tattlub Gemüthlich feit" tagt jeden Sonnabend und Montag, Abends 8½ 1hr, bei G. Wächter, Brizerstr. 22. Montags Aufnahme neuer Mitglieder. Gäfte rollfommen. Kartentlubu II e tajt jeden Montag und Sonnabend Abends von 8-2 Uhr Nachts Hochstr. 32a bet Wilfe. Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Privat- Theatergesellschaft, Schneeglöckchen" im Lokal Beteranenstr. 9 bet Bettin.- Privat- Theatergesellschaft ,, ugusta Bictoria" 9 Uhr, Victoria- Saal, Perlebergerstr. 13, Sigung, Aufnahme, Gäste willtommen. Nach der Sigung Probe.- Theaterverein Giaconda", Abd. 9 Uhr, S.Bung. Theater- Berein Dilettanten Bühne", alle Sonnabend um 9 Uhr Sigung bei Barta, Mirdorf, Bergstr. 120. Gäste willkommen. Berein, Lustige Brüder", Abends 9 Uhr, Brüderstr. 26. Ber gnügungs- Verein usttge 13", Abends 9½ Uhr, bei Schadnat, Dresdener traße 28. Gäste wiltommen. der bleichen Refruten eine menschliche Lebensfarbe beizubringen verfrchten. Die Mißhandlungen, die vorausgingen, waren zum Theil sehr raffinirter Art, zum Theil geschahen sie auch im Einverständniß mit den Vorgesetzten." Tunnel- Einsturz. Einem Telegramme der Franks. 3tg." aus Kaiserslautern zufolge ist der Tunnel am Heiligenberg zwischen Kaiserslautern und Hochspeyer, nachdem ein Schnellzug denselben soeben passirt hatte, eingestürzt. Man vermuthet, daß 7 Arbeiter verschüttet sind. B weigelt den Schwiegervater ermordet. Die GheIn Kolankowo Juowrazlaw hat das Ehepaar irau Weigelt und deren Dienstmädchen sind verhaftet und der That geständig, der Mann Weigelt ist flüchtig. Die alte Seidenwaaren Fabrik J. J. Solowjet in Moskau bat ihre 3ahlungen eingestellt. Die Passiva betragen über 1 Million Rubel. Vergnügungs- Verein Schildhorn, Wichtiger Fund. Bei Nachgrabungen auf einem Feld in Kajianien- Allee 62, bet Weber. Sigung Abends 9 Uhr. Aufnahme der Nähe des Bahnhofs von Flavigny- le- Grand Wer Depeschen. ( Depeschen des Burean Herold.) Gelsenkirchen, 26. Febr. Der Grubenausschuß der fiskalischen Gruben in Saarbrücken wird eine Petition an den Landtag richten, welche die Einführung der Achtstundenschicht, die Aenderung des Knappschaftsstatuts und eine theilweise Lohn erhöhung erbittet. Der Vorstand der deutschen Bergleute warnt angesichts der jetzigen Arbeiterentlassungen vor unbesonnenen Streifs, weil Unterstügungsmittel gegenwärtig gänzlich fehlen. Paris, 26. Februar. Der Unterlieutenant Anastay ist durch den Assisenhof wegen Ermordung der Baronin Dellard zum Tode verurtheilt worden. Paris, 26. Februar. Loubet, der Präsident der Finanze fommission des Senates, hat die Bildung eines neuen Ministeriums Errichtung eines farblosen Ministeriums erstrebt, Aussicht auf übernommen. Man glaubt, daß eine Kombination, welche die Erfolg habe. London, 26. Februar. Die Kohleninteressen Englands sind ohne Zweifel von einer größeren Krisis als je zuvor bedroht. Es handelt sich um die Lohnfrage. Die Kohlenarbeiter erkennen aufrecht zu erhalten, ohne das Geschäft mit Verlust zu betreiben. die Schwierigkeit seitens der Gigenthümer an, die jetzigen Löhne Sie erklären jedoch, die Kohlengruben- Besizer sollten durch eine Vereinigung die Preise der Kohlen aufrecht erhalten, da eine Breisermäßigung doch nur den Eisenbahn-, Gas- und anderen reichen Gesellschaften, deren Dividenden schon ohnehin ungewöhnlich ge stiegen feien, zu gute kommen würde. Infolge des heute von den Stohlengruben- Besizern in Durham gefaßten Beschlusses, morgen allen Arbeitern mit Ausnahme der Maschinisten zu fündigen, neuer Mitglieder. Herren und Damen dazu pill tommen g.ügungsverein Sorgenbrecher". Gegründet 26. Juni 1886. Jeden Departement Aisne, entdeckte der französische Alterthumsforscher wird der Ausstand innerhalb der nächsten vierzehn Tage ein Sonnabend, Abends 8 Uhr, Sigung im Reſtaurant Scholz, Sutunftspaat, Belaurain aus Péronne einen fränkischen Friedhof aus der Zeit treten. Etwa eine Viertel Million Arbeiter werden bald under Merovinger( 5. Jahrhundert). Der Fund förderte u. a. beschäftigt sein. folgende Gegenstände zu Tage: ein mit Deckel versehenes aus( Wolff's Telegrapheu- Bureau.) gehöhltes Steingrab, in welchem ein vollständig erhaltenes Gerippe lag; ein eiserner Gürtelschild und eine zweizinkige Gabel, ein fränkischer Schild, ein Stück Lederriemen mit bronzenen, zise lirten Knöpfen; ein Gefäß aus schwärzlichem Thon für das Reinigungswasser, die Reste eines mit Bildhauerei( Schlangen und Arabesken) verzierten Grabbedels, ein Schwert, eine fränkische Streitagt, einige halsperlen u.s. w. Die Nachforschungen werden fortgesezt. " der 30. Gemeinde Schule. Sonnabend Sigung. Gäste willfommen. Kastanien- Allee 35. Gäne, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Bergnügungsverein, humor", jeden Sonnabend, 9 ühr, Bucktowerstr. 9. Touristenverein., Wanderlus". Sigung jeden Sonnabend, Abends 9 Uhr, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Gäste willtommen. Rauchtlub, Goldene Quante", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bei Brückner. Rauchflub Dorn " röschen", Abends 9-11 1hr, Prinz Gugenstr. 19 bei Dyoring. Kegellub„ Selgoland". Jeden Sonnabend von 10 Uhr Glisabethstr. 30, tm Restaurant Herrmann. Mitglieder w.lltommen. Berein ehemaliger Schüler Geselliger Klub ,, urfidelitas" Abends 9 Uhr, Rosenthalerur. 11/12. Auf nahme neuer Mitglieder. Gäste wiltommen. Rauchtlub Fretheit Gefelliger Verein Enpresse". Sonnabend, den 30. Jan., Abds. 9 Uhr: Sigung im Resaurant Keller, Köpnickerstr. Nachher Tanz. Theaterverein undine". Jeden Sonnabend 9 Uhr im Märkischen Hof, Admiralstr. 18 e: Ein schenßlicher Aft von Lynch justiz, dessen eigentlicher Sigung mit Fidelitas. Bühnenverband Normanta" tagt von jeŋt ab jeden Commabend vor dem Ersten im Restaurant Zeichniß, Kontysberger Beweggrund wohl im Rassenhaß zu suchen ist, wird aus Straße 24. ustige Jugend" Abends 9 Uhr: S.Bung mit Damen im Terartana in Arkansas( Amerika) gemeldet. Ein Neger Jeden Sonnabend Görligerẞir. 38 bei Wuttke. " " Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Anläßlich der Debatten über ein neues Volksschul- Geset bringen wir den Parteigenossen folgende Erscheinungen unserer Literatur in empfehlende Erinnerung: Moses oder Darwin? Eine Schulfrage. Allen Freunden der Wahrheit zum Nachdenken vorgelegt von Dr. Arnold Dodel. 4. Auflage. Bolts- Ausgabe. 112 Seiten. Preis 1,00 Mart. Die Unentgeltlichkeit der Lehrmitttel für die Schulen des Volkes. Bon Hans Müller. 82 Geiten. Preis 15 Pfennige. ( Berliner Arbeiter- Bibliothek. Serie II. Heft 9. Preußische Volksschul- Zustände. Ein Wort an das Volk und seine Lehrer. Von Hans Müller. 48 Seiten. Preis 20 Pfennige. ( Berliner Arbeiter- Bibliothek. Serie II. Heft 7.) Beiträge zu der Schule im Dienste für die Freiheit. Von Eduard Sack. 244 Seiten. Preis 1 Mart. Schlaglichter zur Volksbildung. Von Eduard Sack. 1. Band. 404 Seiten. In 5 Heften à 40 Pfennig= 2 Mark. diesen ftellen, Friedrich der Grosse „ Der Heros der deutschen Volksbildung" und die Volksschule. Von Robert Seidel. 116 Geiten. Preis brosch. 1,50 m. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Abg. Bestellungen von auswärts bitten wir um vorherige Einsendung des Betrages( Porto extra). wertern scheinen Der Uet Hoch lebe unser Adolf Engel! Wir gratuliren Dir, alter Freund. Mögeit Du noch viel Bier, Weißen und Nordhäuser ausschänken, aber nicht zu oft blau machen, damit wir nicht Dursten. Nun, Adolf, laß gießen, daß Dresden, 26. Februar. Die Gesetzgebungsdeputation der zweiten Kammer hat beantragt, die Kammer wolle beschließen, zu erklären, daß der Abgeordnete Liebknecht mit dem 22. September 1890 aufgehört hat, Mitglied der zweiten Kammer zu sein, da derselbe seinen Wohnsiz nicht in Sachsen, sondern in Charlotten burg habe. Braunschweig, 26. Februar. Wegen der am Dienstag statt gehabten Ausschreitungen Arbeitslofer wurden 16 Personen unter der Beschuldigung des Landfriedensbruches verhaftet. Paris, 26. Februar. Der Senator Loubet hat den Auftrag zur Bildung eines Kabinets angenommen. Jede Uhr zu repariren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gut gehens nur Mk. 50 Pfg.( außer Bruch), kleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, die Müller- und Antonstraße über von 14 M. an. do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, schwemmt und Deine Konkurrenten sich 14- Karat Gold v. 24 M. an. Gold und Silber in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen. ärgern. 1608b Bon Deiner alten Bekanntschaft. E. Rothert& Stolz, Gefchäft: Andreasstr. 62. Achtung, Puter! Am 24. Februar verstarb plöglich Uhrmacher. 1. 2. n 3. Chausseestr. 78. Chausseestr. 34 Lade hiermit Freunde und Genossen zu dem bei mir am Sonntag, den 1630b unser Kollege Karl Maas, Arndt Graveure! Ziseleure! 28. Februar, stattfindenden straße 22, im 47. Lebensjahre am Herzschlag. Die Beerdigung findet Sonntag, den 28. Februar, Nachmittags 31/2 Uhr, von der Leichenhalle des Werderschen Kirchhofs, Bergmannstraße, aus statt. Collegen, achtet Alle auf das morgen erscheinende Inserat! Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Plomben von 1.50 M. an. Schmerzder Tischler 1. s. w. Oertliche Verwaltung Berlin H. Am 24. Februar verstarb an der Proletarier- Krankheit im Alter von 31 Jahren unser Mitglied, der Steinmez Paul Neumann. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. Februar, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 307/11 Die Ortsverwaltung. Allen Genossen zur Nachricht, daß die Beerdigung des Bildhauers Fritz Böttcher am Sonntag Nachm. 4 Uhr von der Emmaus- Leichenhalle stattfindet. 1604b Die Tonnenbräder. Grosse öffentl. Versammlung der Filzschuh- Arbeiter und Arbeiterinnen Künstliche Zähne 2 Mark. loses Zahnziehen 1 M. Sprechstunden 8-7 Uhr. Zahnarzt Robert Wolf, Chausseestr. 123 am Oranienb. Thor, Alle Uhren 78L Bodbier- Auftich freundlichst ein. Für gutes Frühstück ist gesorgt. Karl Ulrich, Wrangelstraße 84. Schriftgiesser! Heute Abend und Sonntag Vor mittag gemüthl. Zusammensein( Bock Bier Fest) beim Maulaffen Wirth Müller, Elsasserstr. 96, Rosenth. Thor. D 9 W werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgebens für Hutfabrik f 1,50 Mark( außer Bruch) bei Kock, Kastanien Allee 80, hält stets reichhaltiges Lager in Filz Berlin N., Reinickendorferstr. 2 g, und Seidenhüten mit Arb.- Kontrollgegenüber der Dantes- Kirche.[ 25L marken zu soliden Preisen. Lager aller Arten Uhren, Uhrketten W. 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Quade, Rottbuserstr. 6a, 4 r. bei Pohl, Grünthalerstr. 65. 2036L der Tapezirer Vereinszimmer für 20-25 Personen Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß die ordentliche Bersammlung am Montag, den 29. Februar, ausfällt. 883/16 Der Vorstand. 1629b Leistungsfähiger Dirigent kann sich 1638b melden Sebastianstr. 47 im Restaurant. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 49. Parteinachrichten. Sonnabend, den 27. Februar 1892. " 1 9. Jahrg. mannschaft genügen, um einem Deutschen die Ausübung des Ver- von Mehl, die den nothleidenden Bezirken zugeführt werden fammlungsrechts zu verwehren. Was bleibt denn dann in Sachsen sollten, entweder gänzlich oder durch Beimischung von Sand so vom Versammlungsrecht noch übrig? Aus der sozialdemokratischen Preise. verdorben waren, daß der Genuß dieses Mehls die Konsumenten Der Redakteur D. Zielowsti vom Offen- aufs Krantenlager warf, der Bericht aber, den jetzt der in dieser ,, Münchener Post" zur Kennzeichnung unserer burger Boltsfreund" wurde wegen Beleidigung des ehe- Angelegenheit niedergesetzte Untersuchungsausschuß unter der Gegner: Ueber Alles zu urtheilen und nichts zu verstehen, maligen Studenten der Theologie Karl Scheifele in Straßburg, Leitung des Grafen Bobrinsky erstattet hat, enthüllt einen solchen das ist heutzutage modern, und je bestimmter, je frecher Giner vom dortigen Landgericht zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt. Er Abgrund von moralischer Verworfenheit der Lieferanten und auftritt, desto mehr glaubt man ihm. Daß der Schaden solchen hatte den Studiosen standalöser Exzesse, die derfelbe während bodenloser Liederlichkeit der Beamten, daß selbst die russischen Thuns nicht ausbleibt, ist selbstverständlich. Nirgends anders feiner Studienzeit in Heidelberg wiederholt auf der Straße be- Beitungen ihre schlimmsten Befürchtungen für überboten erklären. aber zeigt sich derselbe so gefährlich und rachegierig, als bei der gangen habe, bezichtigt. Das Schöffengericht hatte seinerzeit Im Juli 1891 beauftragte die Duma von Petersburg( die Beurtheilung der sozialen Frage, der Sozialdemokratie. Wie gegen Bielowski auf nur 3 M. Strafe erkannt und in der Be- dortige Rathsversammlung) das Stadtamt mit dem Ankaufe viele unserer Gegner mögen unsere Bewegung verstehen? Alle gründung des Urtheils folgendes gesagt: billigen Getreides, um eine Herabseßung der Brotpreise zu besprechen sie darüber, Alle beurtheilen fie von oben herab ab- Nach dem Ergebnisse der Beweiserhebung, insbesondere auf wirken. Das Stadtamt schlief bis zum 20. September, bis zu sprechend und verwerfend, Wenige nur, sehr Wenige folgen un Grund der Aussagen der in Heidelberg kommissarisch verwelchem Zeitpunkte der Roggenpreis um 2 Rubel stieg. Auf die ferer Bewegung mit der Aufmerksamkeit, mit welcher wir unserem nommenen Zeugen hat sich das Schöffengericht von der Wahr Mahnung des Stadthauptmanns Gresser fam es jetzt endlich Gegner folgen. Man gehe in die großen Café's, in die Lese- heit der behaupteten Thatsachen überzeugt. Durch die Aus dem Auftrage nach. Es übergab den gesammten Kornankauf dem fäle der Bourgeoisie und frage nach sozialistischen Blättern; der sagen mehrerer der vernommenen Zeugen ist erwiesen, daß Matler Matarow, und dieser Biedermann lieferte billigen" Frager muß froh sein, wenn er nicht hinaustomplimentirt wird. Der Privatkläger am 25. März, Abends, vor dem Hause Weizen und Roggen aus der Provinz zu Preisen, wofür in Man verfolgt unsere Bewegung nur aus der gegnerischen Preffe,..... ftraße 83 großen Standal erregte und einen Menschen- Petersburg die besten Sorten zu haben sind. Nunmehr beauf obgleich sich der einigermaßen selbständig Denkende von vorn auflauf verursachte, indem er in der gemeinsten Weife gegen tragte man ein Mitglied des Stadtamts selbst, einen gewissen herein sagen könnte, daß die gegnerische Presse nicht un- das Haus schimpfte. Ebenso wird durch die Aussagen mehrerer Nymann, mit Mehlankäufen. parteiisch sein kann. Daß unsere Gegner solche Fehler machen, Beugen bestätigt, daß der Privattläger eines Abends in stark Er versteht heißt es in der Vossischen 3tg." wie er unserer Bewegung nicht folgen, das ist für uns fein Schaden, betrunkenem Zustande vor dem Hause schimpfte und mit felbst aussagt, weder von Mehl noch von Handelsgeschäften das rächt sich immer nur an ihnen selbst. Also, wir haben gar feinen seinem Stocke an das Thor und an die Läden schlug, welcher Geringste, bereist die baltischen Provinzen und findet feine VorGrund, uns über die Thatsache als solche aufzuhalten; uns liegt Skandal nach Aussage des Zeugen Sch. von halb 10 Uhr an räthe, bis er von dem Stadtamt erfährt, daß in Libau Mehl es daran, unsere Gegner in der Beleuchtung dieser Thatsache mit Unterbrechung von etwa einer halben Stunde bis gegen vorhanden sei. In Libau angelangt, beweist Nymann", so heißt besser kennen zu lernen. Woher kommt diese Thatsache? Warum Mitternacht gedauert hat. Wenn Jemand dem Urheber folcher es in dem Bericht, in allen seinen Handlungen Ueberstürzung wollen unsere Gegner von der sozialdemokratischen Bewegung Standale Trunkenheit bis zum Delirium vorwirft, so ist nach und Leichtsinn, vertraut sich ohne ausreichenden Grund einer nichts wissen? Sind sie nicht fähig, sie zu verstehen? Das Obigem nicht zu viel gesagt. Ebenso ist unzweifelhaft, daß die ihm bis dahin gänzlich unbekannten Persönlichkeit( Buchert) an wollen wir nicht einmal annehmen. Ein halbwegs leidlicher von dem Privatkläger dabei ausgesprochenen Schimpfworte ge- und zieht nicht einmal Erkundigungen über die Börsenpreise in Berstand kann fie begreifen. Nein, der Grund liegt tiefer; bas eignet sind, sittliche Entrüstung zu erregen. Daß der Privatkläger Liban, mit Ausnahme der Puchert'schen Preise, ein"... Er er Gefühl:„ Ich bin mehr, wie so ein Arbeiter," das Protenhafte, feine frühere Verlobte auf der Straße mißhandelte, theilt Puchert die ausgedehntesten Vollmachten zum Ankauf der welches dem Kapitalismus und seinen Lieblingen eigenthümlich giebt er selbst zu. Hiernach wird von dem Schöffengerichte der Mehlvorräthe und das Verfügungsrecht über das städtische Geld ist, das Selbstgefühl, das auts dem Besitz entsteht, Beweis der Wahrheit als erbracht angesehen. Trotz durch Vermittelung der Libauer Bant. Das Stadtamt ist mit wiegen den Angehörigen der Bourgeoisie in den Wahn, des Wahrheitsbeweises mußte aber gleichwohl eine Bestrafung allem einverstanden. Das erste Mehl fommt am 13. November daß er auf die Kleinen Geister der Arbeiter, falls des Angeklagten ausgesprochen werden, indem das Schöffengericht in Petersburg an; der Empfänger äußert schwere Bedenken er ihnen überhaupt noch Geist zugesteht, auf ihre annimmt, daß das Vorhandensein einer Beleidigung aus der über die Beschaffenheit der Lieferung, aber, das Stadtamt Wünsche und Bestrebungen feine Rücksicht zu nehmen hat. Er Form der Behauptung hervorgehe glaubt ihm nicht", so heißt es in dem Bericht. Am 25. November will sie nicht verstehen, er verhärtet sich gegen ihr Verständniß Gegen dieses Urtheil wurde sowohl von Seiten des Privat- wird das Stadtamt amtlich benachrichtigt, daß das Mehl und schließlich kann er sie nicht mehr verstehen. Wenn Bour- Klägers als des Beklagten Berufung eingelegt. Für die dies- schlecht sei, aber es werden weitere 500 Waggons bei Puchert geoisie und Regierung diese Taktik weiter befolgen im Kampfe malige Verhandlung waren noch einige Leumundzeugen geladen. bestellt und ihm neue Summen angewiesen. Noch zwischen dem gegen uns, wenn Männer wie Stumm maßgebend find, trotz Allein auch durch ihre Aussagen erscheint das seinerzeitige Be- 25. November und 10. Dezember werden 158 Waggons Buchert bem Unverständniß, das sie unseren Bestrebungen gegenüber be- nehmen Scheifele's in feinem wesentlich günstigeren Lichte. Ein schen Mehls unbeanstandet abgenommen, noch ata 12. Dezember am funden, so arbeiten nicht wir, sondern sie, unsere Gegner, auf Studienkollege freilich ftellte ihm das denkbar günstigste werden Buchert 40 000 Rubel zur Verfügung gestellt. Endlich, unüberbrückbare Gegenfäße hin, wo eine Verständigung nicht mehr Leumundszeugniß aus. Nach seiner Meinung ist Scheifele fogar am 15. Dezember, besichtigt das Stadtamt, mit dem Stadt möglich ist. Der vornehme Abschluß uns, unserer Literatur, ein sehr sittlicher Mensch". Auch sein Anwalt gab sich die haupt an der Spize, das Mehl ohne über das Er unserer Presse gegenüber, so stolz er sich auch anschaut, er führt größte Mühe, das Auftreten Scheifele's in Heidelberg in einem gebnis ein Protokoll aufzunehmen. Das Ende war dann die infolge unsere Gegner in immer weitere Herzensverstockung, in ihren möglichst günstigen Lichte erscheinen zu lassen. Sein Klient sei der Auslaffungen der Presse eingetretene Einmischung der StaatsFulturfeindlichen Zielen, in ihrer Anmaßung dem Arbeiter gegen ein" Original", weshalb er anders beurtheilt werden verwaltung und die Einsehung des Untersuchungsausschusses, der über. Sie mögen thun, was sie nicht laffen können; wir leiden müffe. Wissensdurst habe ihn veranlaßt, feinen Beruf die Abseßung und Bestrafung mehrerer Mitglieder des Stadtin ihrer Berachtung nichts; wie ihnen ihr Hochmuth bekommt, als Lehrer aufzugeben und zu studiren. Er fet das amts- beantragt, ferner fordert, daß das Puchert'sche Mehl nicht wollen wir abwarten." Opfer einer Intrigue, und ber„ Volksfreund" habe abgenommen, sondern das Stadtamt schadenerfaßpflichtig gemacht die Sache nur aus Pfaffenhaß" veröffentlicht. Sodann werde, da das Mehl nicht verbranchsfähig sei, auch nicht länger Mitten in der Haide bei Begefact, in Berlüßmoor, öffnete er alle Schleusen seiner Beredtsamkeit, um gegen als 21/2 Monate lagern könne, ohne zu verderben, und endlich sogar wo noch nie eine fozialdemokratische Versammlung abgehalten die bösen Sozialdemokraten zu donnern und zu weitern, weil sie auszusprechen wagt, daß die Handlungsweise des Stadthauptes be worden, fand am Sonntag eine solche statt. Die Vegesacker Ge- die heutige Gesellschaftsordnung über den Hausen werfen wollen dauerlich ist." Ueber die Beweggründe der un verantwortlichen Nach noffen hatten dieselbe arrangirt. Von der Bahnstation Olden- und zu diesem Zwecke die Sünden der Bourgeois aufdecken. Nach lässigkeit der angeschuldigten Personen enthält der Bericht des büttel ab mußten sie, zwölf Mann an der Zahl, und Genosse seiner Meinung könne von einer Erbringung des Wahrheits- Ausschusses keine Mittheilung; aus begreiflichen Rücksichten schent Kerrl von Bremen, der das Referat übernommen hatte, fast zwei beweises feine Rede sein. Mit Rücksicht auf die Schärfe der man sich offenbar, zu sagen, daß ein Theil der an Herrn Buchert Stunden über Berg und Thal auf Fuß- und schlechten Land- Beleidigung beantragte er eine Freiheitsstrafe eventuell 100 Mart und Genossen gezahlten Gelder in die Taschen von Stadtamtswegen, auf Moor- und Lehmgrund marschiren, bevor das Ver- Geldstrafe. Der Gerichtshof erkannte aber, wie schon erwähnt, Mitgliedern und anderen Beamten geflossen ist. Herr Puchert fammlungslokal erreicht war. Alt und Jung hatte sich hier auf 30 Mart Geldstrafe und Tragung der Kosten. In der ist daher auch guten Muthes; er ist aus der Untersuchungshaft zahlreich eingefunden, um zu hören, was die Sozialdemokraten Urtheilsbegründung wird gesagt: Straferhöhend habe gewirkt, entlassen worden und bereits zuversichtlich auf dem Stadtamt wollen. Auf umgekippte Stühle hatte man Bretter gelegt und weil die Form des Artikels die Absicht der Beleidigung erkennen erschienen, um zu erklären, daß er jeden Sack schlechten Mehls so durch Sigplätze ein Biereck gebildet, in dessen Mitte in echt lasse. Ebenso sei durch nichts erwiesen, daß Scheifele dem Trunke durch gutes ersetzen wolle. Er hofft sicherlich, daß seine betheiniedersächsischer Art ein durch Torf und Holz unterhaltenes Feuer, bis zum Delirium ergeben. Die übrigen in dem Artikel ent- ligten Helfershelfer einflußreich genug sein werden, um ihn der über dem der Kaffeekessel hing, brannte. Die älteren Dorfgenossen haltenen Behauptungen seien als erwiesen anzusehen. verdienten Strafe zu entziehen. Und in der That, wenn jeder, hatten um das Feuer herum Platz genommen und zum Theil- Der Parteigenosse Hermann Künzel aus der betrügt, besticht oder sich bestechen läßt, verurtheilt würde, ihre Holzschuhe ausgezogen, um ihre Füße besser am Feuer Nidern, Gemeinderathsmitglied daselbst, war vom Dresdener wie viel russische Beamte blieben dann auf freiem Fuße" wärmen zu können. Um die Alten gruppirte sich das junge Volf Amtsgericht wegen Beleidigung des Gemeindevorstands Hänichen Das russische Volk wird sich diese Mißwirthschaft seiner von Berlüßmoor. Nachmittags 2 Uhr eröffnete Genosse Duttge in Nicfern zu 4 Wochen Gefängniß verurtheilt worden. Er sollte Beamten nicht ewig gefallen lassen. Am Ende reißt auch der in echt hannoverschem Platt die Versammlung. Das Bureau am Tage der Landtagswahl( 13. Oktober vor. Jahres) im Vor- dickste Geduldsfaden. Solche Zustände sind nur möglich in war bald gebildet und der Referent konnte nun seinen Vortrag zimmer des Wahllokals im Gasthofe zu Nickern gegenüber dem Staaten, in denen nicht das Bolt selbst, sondern eine Minderheit beginnen; doch kaum mochte der Redner 25 Minuten gesprochen Wahlkomitee die Aeußerung gebraucht haben:„ Dort drinnen sitzen von Leuten die Regierungsgewalt ausübt. Garantie vor Brandhaben, als plöblich ein Gendarm auf der Bildfläche erschien und die großen Ochsen, mögen sie nur die zwei Stimmen auch noch schabung hat das Volk nur dann, wenn es seine Regierung selbst Die Versammlungs- Anmeldebescheinigung forderte; als diese nicht hinein fressen, wir haben ja noch Löbtau!" Gehört hatte diefe frei wählt und durch vollständige Meinungsfreiheit in die Lage vorgelegt werden konnte, weil der Amtmann von Scharmbeck Aeußerung, wie er behauptete, der Gendarm Werner aus Lockwit versezt ist, sie in All und Jedem kontrolliren zu können. dem Anmelder teine Bescheinigung zugestellt hatte, löste der als Antwort auf die von einer anderen Person an Künzel Gendarm die Versammlung auf. Die Versammlungsauflösung gestellte Frage: Wie steht es denn mit den zwei Achtung, Schuhmacher! In Brieg sind zwischen hat aber nur unsere Sache gefördert. Am 12. März findet aber Stimmen?" Auf" die eidliche Aussage Werner's hin er- Innungsmeistern und Gesellen Differenzen ausgebrochen. mals in Verlüßmoor eine Versammlung statt, hinsichtlich welcher folgte die Verurtheilung Künzel's. Dieser aber legte Die Wurmrevier- Aktiengesellschaft erzielte in der ersten fchon Sorge getragen werden wird, daß diesmal der Herr Amt- im Bewußtsein seiner Unschuld Berufung ein und am 24. Februar Hälfte des Geschäftsjahres 1891/92 reichlich die Hälfte des mann eine Bescheinigung hergiebt. verhandelte das Landgericht über diese Sache. Eine an- Betriebs- Ueberschusses des ganzen Vorjahres. Die Grubenleute fehnliche Anzahl von Einwohnern des friedlichen Dorfes Nickern werden nichts davon verspüren. befand sich in einiger Erregung, denn es waren 14 Personen von dort als Zeugen geladen. Gendarm Werner bekräftigte auch Die Föderation der Berglente von Großbritannien und diesmal mit seinem Eid, daß Künzel die bewußte Aeußerung ge- Irland hat nach der Londoner Allg. Korresp." die Weifung than habe. In vierstündiger Verhandlung wurden nach einander ausgegeben, daß die Mitglieder aller Gewerkvereine, die auf der Ju Sagan fand dieser Tage eine zahlreich besuchte Bolt3 16 Zeugen eidlich vernommen, die sämmtlich, wie festgestellt am 12. Februar in Manchester abgehaltenen Konferenz vertreten versammlung statt, in welcher Genosse Stolpe Grünberg wurde, zu der fraglichen Zeit in dem Gastzimmer anwesend ge- waren, am 12. März die Arbeit niederlegen sollen. Nach den unter oftmals stürmischem Beifall über das Thema referirte: wesen waren. Nicht einer von ihnen hatte die beleidigende legten Ausweisen vertheilt sich die Zahl der Bergleute, die in Die Lage der arbeitenden Klassen und die Sozialdemokratie." Aeußerung oder eine ähnliche gehört. den von der Föderation kontrollirten Gruben thätig sind, wie Die Versammlung erklärte sich mit den sozialdemokratischen Obwohl der Staatsanwalt nach dem Bericht der Sächf. folgt auf die verschiedenen Graffchaften: Yorkshire 70 000; Grundfäßen voll und ganz einverstanden und verurtheilte den Arb.- 3tg." die Anklage trotzdem aufrecht erhielt und besonders Lancashire 41 500; Derbyshire 33 000; Notis 19 000; Flints Entwurf des Volksschul- Gesetzes mit denselben Argumenten, wie betonte, daß unter Umständen das Zeugniß des Gendarmen mehr shire 3000; Leicestershire 5000; Monmouthshire 2400; Cumberfie in den bereits bekannten Resolutionen der Sozialdemokratie wiege als das von 16 anderen Zeugen, erkannte das Landgericht land 6600. Aller Voraussicht nach werden sich auch die anderer Orte zum Ausdruck gekommen sind. auf tostenlose Freisprechung des Angeklagten. schottischen wie die nicht zur Förderation gehörigen Berg leute der Grafschaften Durham und Northumberland dem Ausstand anschließen. Mustand anjch B In Königstein( Sachsen) wurde ein allgemeiner Arbeiter verein gegründet; in Hofheim( Hessen) ein sozialdemokratischer Wahlverein. * Todtenliste der Partei. In München starb am 22. Februar der Weißgerber Wilhelm Spanneberg an der Influenza. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Genosse Kuzba ch, früherer Redakteur der Gelsenfirchener Arbeiter- Zeitung", wurde vom Schöffengericht" Gelsenfirchen wegen Beleidigung des katholischen Lehrers Münstermann zu 5 Tagen Gefängniß verurtheilt. Der genannte Lehrer hatte einen Schulfnaben dermaßen geschlagen, daß an verschiedenen Stellen des Körpers dicke blaue und rothe Striemen entstanden Literarisches. un - In Taura wollte vorigen Sonntag der Redakteur waren. Die ärztlichen Atteste konstatirten eine grobe MißWalther May vom Chemnißer Beobachter" über den handlung. Im Termin verweigerte der Lehrer die Aussage, weil Militarismus und die Sozialdemokratie in einer Boltsversammlung er sich dadurch strafbar machen könne. Der betr. Artikel der Arbeiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Die Verlag) ist uns fo Bon der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen bes referiren. Die Rochliger Amtshauptmannschaft verbot die Ver-„ Gelsenkirchener Arbeiter- Zeitung" enthielt den Ausdruck„ Prügel- sofammlung auf Grund von§ 5 des sächsischen Gesetzes über das pädagoge" und den Wunsch, daß dem Lehrer 25 aufgezählt wer- eben die Nr. 4 des 2. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt Vereins- und Versammlungsrecht, weil es auf der Hand läge", ben möchten. Hierin erblickte das Gericht eine das Maß des dieser Nummer heben wir hervor: Nieder mit dem Militarisdaß eine solche Persönlichkeit wie Walther May die angezeigte Erlaubten überschreitende Kritik. Der Amtsanwalt hatte vier Weihnachten, Erzählung von Minna Kautsky( Fortsetzung). mus. Anna Louisa Karschin. Korrespondenz. Feuilleton: Versammlung dazu benutzen wird, Gesetzesübertretungen oder Wochen Gefängniß beantragt. unfittliche Handlungen, welche z. B. in groben Schmähungen gegen- Das Amtsgericht Bernberg verurtheilte den Arbeiterinnen- Bewegung. Kleine Nachrichten. die chriftliche Kirche zu erblicken sein würden, zu begehen, dazu Genoffen Märten 3 aus Leopoldshall als Verfasser eines im aufzufordern oder dazu geneigt zu machen." Die Behörde sei des- anhaltischen" Boltsblatt" veröffentlichten Artikels zu 6 Tagen halb nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, eine Versammlung Sajt. Der damalige Redakteur des Blattes, Genosse Schmidt, zu untersagen, in welcher der genannte May" als Referent auf wurde freigesprochen. treten soll. Und was hat dieser fürchterliche May begangen? Der genannte Walther May befindet sich wegen mittels der Breffe verübten Bergehens gegen§ 110 des Straf- Gesetzbuchs Aufforderung zum Ungehorsam gegen Gesetze u. s. w.-, sowie gegen§ 166 des Straf- Gesetzbuchs- Gotteslästerung und Be schimpfung der christlichen Kirchein Untersuchung und W Nummer 10 Pf., durch die Bost bezogen( eingetragen in der Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspoft Beitungsliste für 1892 unter Nr. 2564 a) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. B Das Schweizerische Arbeiter Sekretariat. Aften hier. über zusammengestellt im Auftrage des Zentralfomitees bes Buchdruckerei von Th. Wirth u. Co., 1888. Boziale Mebericht.hweiz. Grütlivereins von H. Scherer, Fürſprech. St. Gallen, ist neuerdings des Bergehens gegen§ 130 des Straf- Gesetzbuches Die haarsträubende Schandwirthschaft des russi -öffentliches Anreizen der Bevölkerungsklassen dringend fchen Kapitalisten- und Beamtenthums ist durch verdächtig." den jetzigen Nothstand, welcher namentlich die Bauern zu Tausen Also schon die Untersuchung und das dringend den und Zehntausenden hinrafft, wieder einmal ins volle Licht perbächtig sein soll nach Ansicht der Rochliger Amtshaupt- der Deffentlichkeit gerückt. Bekannt ist schon, daß große Mengen 19 Diese Schrift giebt eine fachliche Darstellung des genannten Instituts und eine Geschichte der Gründung desselben, sowie der Vorverhandlung derselben. Wir möchten ihre Anschaffung insbesondere allen Gewerkschaften und Fachvereinen, sowie überhaupt allen Arbeiterbibliotheken empfehlen. Preis- Verzeich nif Don Carl Stier Fabrik für Herren- u. Knaben- Garderobe 168 Oranienstrassse 168. Ich empfehle zu nachstehenden sehr billigen Preisen: Mart A. Anzüge. 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