Nr. 256. Abonnements- Bedingungen: M Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mir illustrierter Sonntages Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebütye beträgt für die fechsgespaltene Rotonets zetle oder beren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. " Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Der östreichische Parteitag. -st- Wien, 30. Oktober. Freitag den 1. November 1901. ansehen; nicht mit dem alten es vergleichen, an ihm messen. Bei dem Interesse, das principielle Fragen bei den deutschen Genossen allezeit finden, glauben wir, die entscheidenden Säge des Entwurfes hier mitteilen zu sollen; sie lauten: schließen. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. die Revision des Parteiprogramms geknüpft hat und wohl noch fnüpfen wird. Eie offenbart, daß die östreichische Socialdemokratie, deren politische Regsamkeit unbestritten ist, in den Kämpfen des Tages des leuchtenden Zieles nicht vergißt, daß sie auch an sich selbst arbeitet, der Aufgabe, ihre Grundlagen zu vertiefen, immer eingedenk bleibt. Möge der Parteitag in diesem Sinne wirkend werden! Politische Webericht. Berlin, den 31. Oktober. " tischen Rechte", die andre die Arbeiterschutzgesetzgebung und Social- geistigen und socialen Entfaltung der Arbeiterklasse eine Wirkung des reform" zum Gegenstande hat; Worte wie das Wort Programm" Kapitalismus erkennen wollen; die einen tadeln die neue Fassung, waren in jener gärenden Zeit verpönt und mußten sorgfältig ver- die andern ersparen ihr nicht ihr Lob. Die deutschen Genossen dürften mieden werden. Aus den damaligen taktischen Bedürfnissen vorläufig mit theoretischen Untersuchungen so reichlich gesättigt sein, Am Sonnabend tritt in Wien der Gesamtparteitag der erklärt sich auch die Befangenheit, womit das Programm die daß wir davon absehen zu sollen glauben, vor ihnen den alten Streit, Socialdemokratie Oestreichs zusammen. Die Einteilung Forderung nach dem Wahlrecht erhebt, und die Energie der der oft mehr ein Gegensatz der Empfindungen und Temperamente der östreichischen Partei in sprachliche Gruppen bedingt es, daß der Bolemit, die es gegen die Ueberschätzung der gesetzgeberischen als von Ueberzeugungen ist, noch einmal aufzurollen. Sicher und Gesamtparteitag nur jedes zweite Jahr tagen kann; das andre Jahr Socialreform führt. In einer Zeit der absoluten Anerkennung, ja unbestritten ist, daß auch das neue Programm den Werdegang der bleibt den Parteitagen der einzelnen Nationen vorbehalten. Der Uebertreibung des Wertes der parlamentarischen Thätigkeit, der socialen Entwicklung mit ungewöhnlicher Klarheit erfaßt, das innerste legte Gesamtparteitag fand im Jahre 1899 in Brünn statt; er schrankenlosen Wertschätzung der Arbeiterschutz- Gesetzgebung flingen Wesen der Socialdemokratie mit plastischer Unmittelbarkeit festlegt. wurde an dem Tage eröffnet, an dem das Ministerium Thun feine die Warnungen und Verwahrungen des Hainfelder Programms ge- Und das ist bei einem Programm das Entscheidende. Wie Demission gegeben hatte. Die Brünner Tagung war beherrscht von wissermaßen altfränkisch, wie auch in mancher Hinsicht veraltet. Der immer der Parteitag beschließe, er tann wirklich nur richtig beder„ östreichischen Frage": in der Zeit, da das nationale Problem Wunsch, das Parteiprogramm zu revidieren, war also nicht undas Gefüge des Staates zu sprengen schien, gab sich die Partei begreiflich, wenn er auch nicht besonders dringlich noch stürmisch auf- Die Bedeutung eines Programms für die Tagesarbeit braucht ein nationales Programm; da im Bürgertum ein wahrer Bürger- trat. Allerdings war es fast gar nicht der Inhalt, sondern nur die nicht überschätzt zu werden: daß aber die durch die Revision von frieg tobte, einten sich die Arbeiter aller gungen auf eine gemein- durch die Thatsachen der Entstehung bedingte, der nachgekommenen Parteiprogrammen die freilich nicht allzu oft und nie überflüssig same Formel, die jeder Nation freie Entfaltung verheißt und den Generation aber immer mehr unverständlich gewordene Form des vorgenommen werden darf hervorgerufenen principiellen ErBestand des Staates dennoch vertieft. Die nationalpolitische Ents Programms, die das Verlangen nach Revision hervorrief und be- örterungen der Partei nur Nußen bringen, dünft uns unzweifelhaft. wicklung Oestreichs hat das socialdemokratische Programm der gründen konnte. Am letzten Parteitag wurde also eine Programmm- Sie find gleichsam ein Stahlbad; sie läutern und träftigen. Insbesondere Autonomie der Nationen glänzend gerechtfertigt; wo nationale Dinge fommission eingesetzt und über ihren Entwurf soll mun der Wiener der Socialdemokratie in Oestreich, die ununterbrochen in grimmigsten heute geregelt werden, erfolgt die Lösung im Sinne der Unabhängig- Parteitag entscheiden. und aufreibendsten Stämpfen steht, thut es Not, von Zeit zu Zeit zu keit jeder Nation von der andren. Da eine eigne Kommission eingesetzt wurde, konnte es bei der den Quellen ihrer Stärke zurückzukehren, sich über die Niederungen Der diesmalige Parteitag wird seine Bedeutung in feiner bloßen Modernisierung der Form natürlich nicht verbleiben. That- des niederdrückenden Kleinkampfes zu erheben, den Blick über die aktuellen Frage suchen. Wohl stehen auf der Tagesordnung auch sächlich hat sich die Kommission nicht damit begnügt, die Principien- ephemeren Erscheinungen hinaus zu den entscheidenden Bewegungen die Handelsverträge und die Altersversicherung, aber erklärung und die zwei Resolutionen etwa in ein einheitliches Pro- der gesellschaftlichen Entwicklung zu richten. Mag die Vielheit und die Haltung der Partei in beiden Fragen ist durch die Gewalt der gramm umzugießen; vielmehr ist der principielle Theil, die Deklaration Buntheit der Meinungen im Reiche manchmal auch verwirrend wirken: Dinge so fest bestimmt, daß der Erörterung am Parteitage mehr ein des Socialismus, ganz beträchtlich erweitert worden. Die Säße des sie wäre vorzuziehen einer geistigen Uniformität, deren Starre nicht theoretisches als ein politisches Interesse zukommit. Die Agitation der Programmentwurfes mit dem Hainfelder Programm zu vergleichen, Einheit, sondern Gleichgültigkeit anzeigen würde. Davon find Partei für die Altersversicherung hat erzielt, daß sich die Regierung scheint uns unbillig und verfehlt; das neue Programm soll ja keine wir glücklicherweise auch in Oestreich weit entfernt, wenn zur Ausarbeitung von Grundzügen bereit erklärt hat; politisch ist Ergänzung oder Umformung des alten, sondern ein Programm auch die unendlich schwierige politische Lage der östreichischen also vorläufig nichts andres zu leisten, als die zur Erfüllung ihres Versprechens zu drängen. Bas bi Regierung für sich sein, ein eignes, ſelbſtändiges, fich selbst vertretendes und Socialdemokratie die nötige Selbstkritit recht oft zu unterdie Handels- durch sich wirkendes Werk. Man muß es also selbst drücken Heischt. Um so wertvoller ist die Debatte, die sich an verträge betrifft, so ist Oestreich, wie nachgerade jeder Staat, freiHändlerisch nach außen, schutzzöllnerisch nach innen; für seine Industrie braucht es Schutzölle, für seine Landwirtschaft sucht es freie Einfuhr. Da Oestreich- Ungarn seine Lebensmittel so ziemlich ganz erzeugt, hat seine Schutzzollpolitit nicht jenen abstoßenden Charakter, den sie dort gewinnt, wo man die entbehrlichsten Lebensmittel zu dem Zwecke verteuern möchte, um einer Handvoll Grundmagnaten auf Kosten der Allgemeinheit Profite zuzuschanzen. Zwar schreien auch die östreichischen Agrarier nach Schutzöllen, aber es ist wirklich mur Nachäfferei des deutschen Musters, das ihre Forderungen hervorruft. Das Interesse der östreichischen Landwirtschaft ist an einem Handelsvertrag mit Deutschland weit mehr beteiligt als ant Schutzöllen, die seine Einfuhr abzuwehren suchen. Anders steht es mit der Industrie in Oestreich; fie kann des Schutzzolls nicht entbehren. Davon abgesehen, daß sie später begonnen hat als wie bei großen europäischen Industries staaten und den Vorsprung an Zeit und Technik aus eigner Kraft nicht einzuholen vermag, stehen die Produktionsbedingungen in dem halbagrarischen Oestreich ungleich ungünstiger als in den großen Industriereichen. Destreich ist nämlich streckenweise ein sehr zurückgebliebenes Gemeinwesen; gut die Hälfte des Reiches ist passiv; tönnte, auf eigne Füße gestellt, auf eigne Straft angewiesen, nicht einmal die eigensten, primitivsten Lebensbedürfnisse bestreiten. Trotzdem ist Oestreich- Ungarn eine„ Großmacht" und hat auch alle LugusBedürfnisse eines Großstaates. Die Kosten dafür bringt aber nur ein leines Gebiet, das industrielle, auf, dessen Besteuerung infolge dessen ganz enorm hoch sein muß. Die östreichische Industrie muß auch das agrarische Destreich ernähren, muß Galizien, das verarmte Karstgebiet, muß sehr beträchtlich auch Ungarn er nähren. Was nun der Staat der Industrie in Form von Steuern zu viel abnimmt, giebt er ihr in Form von Zöllen zurück; erst wird die Industrie zu Gunsten der Allgemeinwirtschaft belastet, dann wieder diese zu Gunsten der Industrie. Die Methode mag nicht sehr verständig sein; so lange aber die Produktionsbedingungen der östreichischen Industrie Nachteil bringen, so lange kann auf den Schutz vor der ausländischen Konkurrenz nicht verzichtet werden. Auch wohl von den Arbeitern nicht, deren Stellung hier wesentlich die als Beteiligte an der Produktion ist. Teilt der deutsche Arbeiter mit dem Industriellen das Interesse, daß das Reich Handelsverträge schließe, die dem Ueberschuß der industriellen Erzeugung freie Ausfuhr öffnen, so teilt der östreichische Arbeiter mit dem Jndustriellen wieder das Bedürfnis, die Existenz der heimischen Industrie bor Gefährdung zu bewahren. Ueber das Quantum des Schutzes mögen die Meinungen auseinandergehen: daß er nicht verweigert werden fan, veitir er 110twendig ist, dürfte schwerlich bestritten werden können. Die Ver- So weit sich die Diskussion in der östreichischen Parteipreffe dieser Diskussionen gestellt. Wir haben ein System von ineinander handlung des Barteitages, zu der tautsty als Referent an- übersehen läßt, ist es vorzugsweise der Satz, der an Stelle der greifenden Reformen in Vorschlag gebracht, durch dessen Jnangriffnahme gemeldet ist, wird jedenfalls sehr interessant sein und ist auch partei- absoluten Berelendung" die„ relative" feßt, der angefochten wird. und Ausbau, soweit es in der liberalen Gesellschaftsordnung der politisch sehr wichtig. Die östreichische Socialdemokratie ergreift hier Das Hainfelder Programm erklärt:„ Der Einzelbesitz an Bro- National- Beitung" möglich ist, Wilderung des Arbeitslosenelends ein Gebiet, das ihr bisher fremd geblieben war. duktionsmitteln, wie er politisch den Klassenstaat bedeutet, bedeutet zu erzielen ist. Wahrscheinlich erklärt die National- Zeitung" alle Die besondere Bedeutung des Parteitags liegt also nicht in der ökonomisch steigende Massenarmut und wachsende Vorschläge gleichfalls für nicht neu und nicht durchführbar. Sie sind augenblicklichen Politit, auch nicht in etwaigen im Parteileben vor- Berelendung immer breiterer Boltsschichten"; allerdings nicht neu, denn der kapitalistische Widerstand gegen jede handenen Strömungen, die zu einer Selärung drängen, sondern in der Entwurf bescheidet sich, zu erklären:„ Die Lebenshaltung immer gründliche Socialreform hat sie alt werden lassen, und sie sind einer von Zeit und Politit scheinbar unabhängigen Sache: der breiterer Schichten des arbeitenden Volkes tritt immer mehr gegenwärtig nicht durchführbar, weil die Partei der National Parteitag soll der Partei ein neues Programm geben. in Gegensatz zu der raich steigenden Produktionskraft ihrer Beitung" neben andern arbeiterfeindlichen Parteien ihre Durchführung Das gegemvärtige Parteiprogramm ist beschlossen auf dem ersten Partei- eignen Arbeit und zu dem Anschwellen des von ihnen selbst ge- verhindert. tage der östreichischen Socialdemokratie: in Hainfeld am 1. Januar schaffenen Reichtums." Victor Adler, dessen Jugendkraft das Wir erkennen freilich an, daß den Fälschungen, welche die 1889; also damals, als der Spaltung der Arbeiter in eine„ ge- Hainfelder Programm entsprang und dessen reifer Erfahrung wir Nat.- 3tg." an unsren Anschauungen und Vorschlägen unternimmt, mäßigte" und eine radikale" Gruppe ein Ende bereitet, die den Entwurf danken, will es zwar nicht gelten lassen, daß hier ein mildernde Umstände zuzubilligen sind, denn eine wahrheitsgemäße " Socialdemokratische Arbeiterpartei Oestreichs" eigentlich begründet andrer Inhalt formuliert sei; die neue Fassung habe Darstellung hieße die Socialdemokratie als ernste Löserin des Arbeitswurde. Die Merkmale seiner Entstehung fleben dem Programme lediglich den Zweck, Mißverhältnisse, die, wie der modische Kriticismus lofenproblems und die Partei der Nat.- 3tg." als Beschönigerin und sehr deutlich an: im Inhalt wohl das Programm einer gemein- zeige, leider möglich seien, von dem östreichischen Parteiprogramm Erhalterin des Elends erweisen, aus dessen Qualen die Herrlichkeiten famen Ueberzeugung, stellt es in der Form doch ein Kompromiß fernzuhalten. Diese Behauptung will aber weder denen einleuchten, des der Nat.- 8tg." dreimal geheiligten Kapitalismus erstehen. dar. Eigentlich ist es gar kein Programm, sondern besteht aus einer die die jetzige Formel als die getreue Wiedergabe der ökonomischen Ein Dementi, das nichts dementiert. Der„ Reichs- Anzeiger" Principienerklärung" und zwei Resolutionen, deren eine die polis und gesellschaftlichen Entwicklung ansehen, noch denen, die in der sagt heut in seinem nichtamtlichen Teile: Die östreichische Socialdemokratie erstrebt für das gesamte Bolt ohne Unterschied der Nation, der Rasse und des Geschlechtes die Befreiung aus den Fesseln der ökonomischen Abhängigkeit, der politischen Rechtlosigkeit und der geistigen Verkümmerung. Ursache der heutigen Zustände liegt nicht in den einzelnen politischen Einrichtungen, sondern in der das Wesen des ganzen Gesellschaftszustandes bedingenden und beherrschenden" Thatsache, daß die Arbeitsmittel in den Händen einzelner Besizer Zu dreiftstirniger Unchrlichkeit flüchtet die Nationalmonopolisiert sind. Der Besitzer der Arbeitskraft, die Arbeiterklasse, wird dadurch in steigendem Maß abhängig von den Besitzern der Beitung", um sich unsres Nachweises ihrer nationalliberalen Arbeitsmittel mit Einschluß des Bodens, der Großgrundbesizer- kläglichkeit in der Behandlung der Arbeitslosenfrage zu klasse und der Kapitalistenklasse, deren politische und ökonomische erwehren. Sie baut eine unsaubere Polemik auf der wahrheitsHerrschaft im heutigen Selassenstaate ihren Ausdruck findet. widrigen Behauptung auf, daß der Socialdemokratie die ZurüdDer technische Fortschritt, die wachsende Konzentration der führung eines Teiles der beschäftigungslos gewordenen Arbeiter Produktion und des Besizes, die Vereinigung aller ökonomischen aufs platte Land höchst unerwünscht" sei, und erhebt den gewissen Macht in den Händen der Kapitalisten und Stapitalistengruppen losen Vorwurf, daß wir die Arbeitslosen für politische Spekulationen" hat die Wirkung, immer größere Streise früher selbständiger kleiner mißbrauchen wollen. Unternehmer ihrer Produktionsmittel zu enteignen und sie als Lohnarbeiter oder Angestellte direkt oder indirekt in die Abhängigfeit der Kapitalisten zu bringen, die Kleinbauern aber in Schuld„ Es ist selbstverständlich, daß jedem Arbeitslosen, der aus der tnechte zu wandeln. Die Lebenshaltung immer breiterer Schichten Landwirtschaft gekommen und in der Lage ist, zu ihr zurückdes arbeitenden Volkes tritt immer mehr in Gegensatz zu der zukehren, dies lettere sehr dringend empfohlen werden muß." rasch steigenden Produktivkraft ihrer eignen Arbeit und zu dem An- Wir haben allerdings nicht, gleich der National Zeitung", geschwellen des von ihnen selbst geschaffenen Reichtums. Die der meint, allein durch diesen für die weitsaus größte Zahl der ArbeitsPlanlosigkeit der tapitalistischen Produktionsweise entspringenden losen untauglichen Ratschlag dieses furchtbare Broblem irgendwie zu Strisen mit ihrem Gefolge von Arbeitslosigkeit und Elend be- lösen. Nur erbärmliche Nobeit gesättigter Existenz vermag durch schleunigen und verschärfen diese Entwicklung. 11 Ju Wahrheit sagten wir gestern ausdrücklich: Je mehr aber die Entwicklung des Stapitalismns das Prole- solch wohlfeile Wendung die socialpolitische Aufgabe der Linderung tariat auschwellen macht, desto mehr wird es gezwungen und befähigt, des Arbeitslosenelends erledigt zu glauben. Wir haben vielmehr den Kampf gegen ihn aufzunehmen. Es kommt zum Be- gemahut, daß eine Fülle ernster Reformen nötig sei, um diese wußtsein, daß die Verdrängung der Einzelproduktion auch den Linderung anzubahnen. Einzelbesik inimer mehr überflüssig und schädlich macht, daß zugleich Wir haben die Pflicht der Gesellschaft betont, größere kulturelle für neue Formen genossenschaftlicher Produktion und gemein Werke, Eisenbahnbauten, Kanalbauten, Bau von Arbeiterwohnungen samen Befizes die notwendigen geistigen und materiellen Vor- und dergleichen in Angriff zu nehmen, damit in dieser Zeit der Krise bedingungen geschaffen werden müssen, und daß der Uebergang der vermehrte Arbeitsgelegenheit seitens des Staats und der Gemeinden Arbeitsmittel in den gemeinschaftlichen Besitz der Gesamtheit des Volkes das Ziel des Kampfes für die Befreiung der Arbeiter geschaffen werde. Die„ National- Beitung" meint, solche Vorschläge Klasse sein muß. Der Träger dieser notwendigen Entwicklung fann feien entweder nicht neu oder zur Zeit nicht durchführbar. Noch nur das zum Klassenbewußtsein erwachte und zum Slaffenkampf weniger neu aber ist der Vorschlag der„ Nat.- 3tg.", die Arbeitslosent organisierte Proletariat selbst sein. Das Proletariat politisch zu dem platten Lande wieder zuzuführen, und wenn unsre Mahnungen organisieren, es mit dem Bewußtsein seiner Lage und seiner Auf- unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht zur sofortigen Durchs gabe zu erfüllen, es geistig und physisch kampffähig zu machen und führung reif sind, so ist die Weisheit der Nat.- 8tg." vollendete zu erhalten, ist daher das eigentliche Programm der östreichischen utopie. Socialdemokratie, zu deffen Durchsegung sie sich aller zweckdienlichen und dem natürlichen Rechtsbewußtsein des Volkes ent- Dringlichkeit der Berkürzung der Arbeitszeit in den Vordergrund Wir haben weiter die Reform des Arbeitsnachweises und die sprechenden Mittel bedienen wird. Von der Presse werden angebliche kaiserliche Aeuße=] rungen über wirtschaftliche Fragen verbreitet und besprochen. Wir haben von diesen Ausstreuungen bisher keine Notiz genommen, weil die sogenannten kaiserlichen Aeußerungen so unwahrscheinlich flangen, daß es sich nicht verlohnte, dieselben ernst zu nehmen. Da jedoch aus den Kommentaren selbst ernsterer Blätter hervorgeht, daß sie die Seiner Majestät in den Mund gelegten Aussprüche für echt halten, so sind wir in der Lage, zu erklären, daß sie von Anfang bis zu Ende erlogen find." Man könnte vermuten, es solle behauptet werden, der Kaiser habe nicht gesagt: Minimaltarif ist Unsinn!, er habe nicht gefagt: Ich schlage alles kurz und flein, wenn Handelsverträge nicht zu stande kommen! Aber der Reichs- Anzeiger" enthält sich jeder näheren Bezeichnung der angeblichen kaiserlichen Aeußerungen, welche er meint und welche er bestreitet. bis Es ist daher keinerlei Klärung geschaffen, ob die oben bezeichneten Aeußerungen zu denjenigen zählen, die das Dementi umfassen will. Ja, es scheint, als wolle der„ Reichs- Anzeiger" gerade diese Aeußerungen ausdrücklich von seinem Dementi ausschließen, denn es soll sich um durchaus„ unwahrscheinliche" Aeußerungen handeln. Es wäre aber nicht abzusehen, warum es so völlig unwahrscheinlich sein sollte, daß der Kaiser jene Aeußerungen gethan haben könnte, die nur den Anschauungen entsprechen, die er in früheren Jahren vertrat, als er den Abschluß der Caprivischen Handelsverträge als rettende That feierte und den Brotwucher von sich wies. Oder meint der Reichs- Anzeiger", es sei unwahrscheinlich, daß ein Herrscher Ansichten beibehalten könne, wenn die mächtige Klaffe des Juntertums in wildem Lärm gegen diese Ansichten anstürmt? n " * Amsterdam unerhebliche Bedenken geltend zu machen, wobei ich mich in dieser| Augenblid gerüstet zu sein, und daß die schwedischen Areiter aus Beziehung auf die Erfahrungen in andren Städten, insbesondere diesem Grunde nicht in hervorragend aktiver Weise an einer interin Leipzig, stützen möchte. nationalen Attion von so umfassenden Dimensionen, wie die vom Es ist durch die Errichtung solcher Wärmestuben erfahrungs- Amsterdamer Komitee geplante, teilnehmen können. gemäß zu befürchten daß die 8ahl der arbeitsscheuen Personen eine starke Vermehrung erleiden wird. aus Der Frankfurter Beitung" wird noch Bei dem Mangel gewärmter Unterkunftsräume suchen auch solche Arbeitslose, welchen das Arbeiten aus Hang zum Müßiggange vom 31. Oktober gemeldet: Bon 86 Arbeitervereinen, die das eingeladen hatte, waren gestern schwer fällt, Beschäftigung zu erhalten. Stehen folchen Personen aber hiesige Arbeiterfekretariat Vertreter von teil38 Vereinen erschienen, aber den ganzen Tag über gewärmte Aufenthaltsräume zur Verfügung, abend so werden sie in furzer Zeit das für die billige weise ohne Mandat. Man nahm einen Antrag eines FreisocialKost in den Wärmestuben erforderliche Geld zu demokraten an, der dem Plane eines Boykotts der englischen Schiffe fammenbetteln und sich die übrige Seit in den träftige Hilfe verspricht, jedoch erklärt, daß hiermit keineswegs eine Hallen herumtreiben. Weiter aber glaube ich, daß die Wärmehallen von anständigen Kundgebung gegen die englischen Arbeiter ausgesprochen fein foff. Personen, für welche ste doch ebenso bestimmt find, sehr bald nicht nur ein Vertreter, auch ein Freisocialist, nahm gegen diesen Plan mehr aufgesucht werden würden, weil fie in furzer Zeit der Stellung, vor allem, so lange nicht die englischen Hafenarbeiter sich Sammelpunkt der schlechtesten Elemente, der zustimmend erklärten. In acht Tagen soll eine neue Versammlung Bettler, Müßiggänger, Trinter und Verbrecher sein werden, die über die Errichtung eines Subkomitees aus den Delegierten aller de den wirklich Bedürftigen den Aufenthalt daselbst verleiden Arbeitervereine beschließen. müssen. wird.... 11 Frankreich. Weiter aber werden diese Wärmehallen nicht nur der Sammelpunkt schlechter Elemente aus Dresden, sondern auch derjenigen benpunkt ſchlechter Elemente, aus Dresden, sondern auch derjenigen Eine Flottendemonstration in den türkischen Gewässern? der nahen und weiteren Umgebung werden. Die Agence Havas" veröffentlicht am Mittwochabend folgende Hieraus aber wird unabweisbar folgen, daß die Bürgerschaft Meldung aus Toulon: Der Kommandant des Mittelmeergeschwaders Dresdens, die noch die Kosten der Wärmehallen trägt, Admiral Maigret erhielt die Ordre, die Lebensmittel an Bord zu durch die Vermehrung der schlechten Elemente, ergänzen und sich für die Abfahrt bereit zu halten. Nachmittags mit Betteleien, Ausschreitungen auch in erum 2 Uhr ging das Geschwader nach verschiedenen RichVon mehreren höhtem Maße belästigt und die Stadtverwaltung durch Zu- tungen in See, um Uebungen vorzunehmen. nahme der unterstützungsbedürftigen und obdachlosen Personen in Blättern wird mit Bestimmtheit behauptet, daß nur ein Teil des höherem Grade zu Unterstützungen herangezogen werden Geschwaders an den Uebungen teilnehmen werde und daß der Furcht vor der Wahrheit. Aus Weimar wird berichtet: eigentliche Zweck eine Demonstration im Orient sei, um Herr v. Brandt, der ehemalige Gesandte in Peting, Le Maistre. die Regelung des türkisch- französischen Konfliktes zu beschleunigen. wollte am Dienstag im hiesigen Boltsbildungsverein" einen Wenn dieser engherzige Polizeistandpunkt schon in Beiten ge- Der Figaro" will wissen, daß die vom Konteradmiral Vortrag über China halten. Der Vorstand sab sich aber regelter Arbeitsverhältnisse eine große Härte für das Proletariat Gaillard befehligte Schiffsdivision, welche zu dieser Demonstration genötigt, den Vortrag ausfallen au laffen, weil er gewesen wäre, so wird er jetzt in den Tagen der Kriſe beſtimmt sei, aus drei Banzerschiffen und zwei Kreuzern bestehe. fürchtete, baß der Unwille gegen Herrn v. Brandt bei dieser geradezu eine Grausamkeit. Tausende und Abertausende arbeits- An Bord dieser Schiffe befänden sich augeblich 2000 Mann Gelegenheit sich äußern werde". Landungstruppen. Das Blatt giebt unter Vorbehalt zu, Herr v. Brandt hat sich wiederholt sehr kritisch gegen das Ber- billiger Arbeiter sind durch die zahllosen Bankrotte auf das Pflaster baß das Biel biefer Abteilung Salonidi oder vielmehr halten der Europäer in China gewendet und der Borstand des gesezt worden. Nicht an Arbeitsluft fehlt es ihnen, sondern an wytilene sei, welches die Einfahrt zu den Dardanellen Volksbildungsvereins", der nichts gemein hat mit dem Inhalt seines Arbeitsgelegenheit. Auch sie werden vielleicht in die Lage kommen, unba Golf von Caillard habe zum Golf von Salonicki beherrsche. Namens, befürchtet mun, daß etwas Wahrheit über China seine in dem arbeitslosen Winter, dem sie mit Schreden entgegensehen, als Order erhalten, die Hafenzölle mit Beschlag au hunnischen Pfleglinge schwer entrüsten werde. Obdachlose auf den Straßen umherzulaufen. Behe ihnen, wenn fie belegen, falls Frankreich nicht sofort Genugthung, er Der" Figaro" beglückwünscht beglückwünscht die Regierung, Ein intereffanter Wahlkampf wird sich in Schweinit- dabei der Polizei in die Finger geraten. Für die Dresdener Polizei halte. Wittenberg abspielen, wo an Stelle des verstorbenen Abg. ist jeder Arbeits- und Obdachlose von vornherein als daß fie sich zu der von der öffentlichen Meinung geforderten b. Siemens der Deutschen Tageszeitung" zufolge von der arbeitschen verdächtig, wenigstens geht das aus dem obigen Aktion entschloffen habe. Echo de Paris" meldet, gestern habe Freifinnigen Vereinigung der Abg. Dr. Barth aufgestellt werden Schreiben hervor. Obdachlosigkeit ist aber unter Umständen zwischen Delcassé und Constans eine längere Unterredung stattfoll. Die Agrarier werden zweifellos alles aufbieten, dem Führer strafbar. Das Strafgesetzbuch stellt dem Sünder eine ganze Reihe gefunden, deren Inhalt geheim gehalten werde. Der Freihändlerpartei das Mandat streitig zu machen, das v. Siemens Strafen in Aussicht: Haft bis zu sechs Wochen, Ueberweisung an die Das Mittelmeer- Geschwader operiert auf offener See. Nach den Aus Bonifacio( Corfika) wird vom Donnerstag noch gemeldet: feiner Zeit nur mit geringer Majorität eroberte. Landespolizeibehörde, Einsperrung in ein Zwangsarbeitshaus bis zu Manövern wird ein Teil nach Les Salins d'Hyères zurückfehren. Ale Studienkopf", nicht als Siegestrophäe sollte bekanntlich 2 Jahren. Diese Strafbestimmungen hat der Polizeipräsident wahr Die unter dem Kommando des Admirals Caillard stehende Division der Kopf En Hais, des Mörders des Freiherrn v. Ketteler, mit scheinlich im Auge gehabt, als er die Obdachlosigkeit als ein straf- hat Befehl erhalten, weitere Instruktionen abzuwarten. Diese werden nach Deutschland verschleppt worden sein. Diese Lesart ist jetzt von würdiges Verschulden der Obdachlosen charakterisierte. sold möglicherweise dahin lauten, daß sie sich von dem Geschwader zu feinem Geringeren als Herrn v. Tirpik bestätigt worden. Der Staatssekretär des Reichs Marine- Amits hat nämlich einem MitAber es giebt auch noch andere hierher gehörende Gefeges- trennen und nach den türkischen Gewässern zu begeben hat. bestimmungen, an die der Polizeipräsident nicht gedacht hat. In der arbeiter der Münchener Neuesten Nachrichten" folgende Mitteilung ächsischen Armenordnung vom 22. Oftober 1840 verpflichtet der wiffen, daß Loubet im Mai oder Juni des nächsten Jahres in Gegenvifite Loubets in Rußland. In Paris will man zugehen lassen: " Euer Hochwohlgeboren teile ich unter Bezugnahme auf das Staat die Organe der öffentlichen Armenpflege, denjenigen, die trop Begleitung des Generalissimus Bruyère Rußland seinen an das Stationskommando Wilhelmshaven gerichtete Telegramm ihrer Bemühungen ein Obdach sich nicht verschaffen können, weil sie Gegenbesuch abstatten und nach Petersburg und Moskau kommen vom 19. Oktober ergebenst mit, daß dasselbe hier abgegeben ist. weder Geld noch Arbeitskraft noch sonstige Mittel bierzu besitzen, werde. Das französische Geschwader werde Libau oder Kronstadt Unter Hinweis auf die Euer Hochwohlgeboren seitens bes Stations- ein Obbach zu gewähren. Schon aus dieser Bestimmung geht die anlaufen. fommandos erfolgte Benachrichtigung vervollständige ich die Verpflichtung der Gemeinde den Obdachlosen, den Opfern der bürgerfelbe dahin, daß der Kopf Sea Mörders bes Frhen. v. Ketteler von einem Arzt privatim zu eignen wissenschaftlichen Zwecken und in der Absicht mitgebracht ist, ihn dem Pathologischen Institut zu übergeben. Eine Berichtigung der Gerüchte, daß der Kopf seitens der Behörde nach Deutschland transportiert worden sei, wäre wünschenswert." Interessanter wäre es schon gewesen, wenn der betreffende Arzt fich selbst als den glücklichen Besitzer des präparierten Stopfes gemeldet und den Laien darüber aufgeklärt hätte, weshalb gerade der Kopf dieses Opfers militärischer Subordination sich besonders zu Studienzwecken eignet. " Die Leipziger ,, Steuerreform". Belgien. lichen Produktionsweise Wärmehallen zu bieten hervor. Wenn aber auch eine rechtliche Verpflichtung nicht bestehen würde, so läge eine Vermehrung der unzureichenden Wärmehallen dennoch im Vorteil der Gemeinde. Können die Obdachlosen in öffentlichen Wärmehallen nicht unterfommen, so werden fie in Schlupfwinkeln, notdürftigen Schlafstellen, Bennen usw. ihre Zuflucht suchen. 1900 fanden in Dresden eingebracht, zu welcher er und die socialistischen Abgeordneten 28 018 Obdachlose in den vier dortigen Asylen Unterkunft. Unter ihnen wurden 5753 Frauen und 599 Kinder gezählt. Diese Asyle find aber unzureichend. Zwei werden von philanthropischen Vereinen und eines vom Gewerkschaftskartell unterhalten. Das vierte Asyl ist ein städtisches Obdach in Bieschen. Ausland. Der Boykott Englauds. Die Kammer hatte in ihrer Sigung vom 29. Oftober eine Eisenbahndebatte. Der Minister für öffentliche Arbeiten hatte ein Cirkular erlassen, das ganz in Thielenscher Art die Eisenbahnverwaltung zum Sparen aufforderte. Die Mehreinnahme sollte erzielt werden durch eventuelle Entlassungen von Unterbeamten und Arbeitern. Der Liberale Buhl hatte eine Interpellation Delporto und Anieele sprachen. Danach scheint in Belgien jo ziemlich das gleiche Sparsystem zu herrschen, wie bei den preußischen betreffende Rundschreiben sei nicht in dem Sinne aufzufaffen, wie es Eisenbahnen. Der Minister trat den Rückzug an; er behauptete, das die Interpellanten thun und gab die Versicherung ab, daß keine Entlaffungen stattfinden würden. Eine in diesem Sinne gehaltene Tagesordnung wurde mit 57 gegen 29 Stimmen und 10 Stimmen enthaltungen angenommen. Leipzig, 29. Oktober.( Eig. Ber.) Die vom Nat der Stadt Leipzig geplante Steuerreform" gilt bereits als gefcheitert. Sicher ist, daß die projektierte Biersteuer auch im StadtverordnetenEngland. Stollegium abgelehnt wird, nachdem der betreffende Ausschuß sie verDas Amsterdamer Komitee berichtet, daß bis zum 28. Oktober warf. Damit fällt das ganze schöne Steuerbouquet über den in folgenden Hafenstädten Komitees gebildet wurden, die mit dem Politik und Gewerkschaften. Haufen. Es scheinen übrigens zwischen den Spigen der London, 29. Oktober.( Eig. Ber.) Ein liberaler b Stadt und der fächsischen Regierung Auseinanderiehungen geplanten Boykott sympathifteren und ihre beste Kraft für dessen über Steuerfragen stattgefunden ชน haben, denn für Bustandekommen einfegen wollen: in Holland zu Amsterdam, geordneter über die gegenwärtige Lage. Wie an die Ablehnung der Biersteuer wird jetzt die Finanzlage resp. die be- Dordrecht, Blissingen, Ter Neuzen, Rotterdam und Delfzijl; in dieser Stelle bereits mitgeteilt wurde, hat die" Socialdemokratische vorstehende Steuerreform in Reich und in Sachsen geltend gemacht. Belgien zu Antwerpen, Brüssel und Gent; in Deutschland Föderation" aus Anlaß der Lords- Entscheide einen Aufruf an die Die Führer der bürgerlichen Fraktionen haben Winte erhalten, wie zu Hamburg, das es auf sich genommen hat, für das ganze Trades- Unionisten erlassen. Auf die Zusendung dieses Aufrufs gab liberales Parlamentsmitglied und die Regierung sich die Ausnutzung der Steuerquellen durch Reich, Reich zu forgen; in Frankreich zu Rouen und Havre, Wir. Thomas Burt, Staat und Gemeinden denkt. Wenigstens verkündeten diese Führer, das die Agitation für die ganze Nordwestküste übernommen Sekretär der Bergleute von Northumberland, folgende Ant daß dem Reich die Massenartikel zu schärferer Besteuerung hat; in Norwegen zut Kristiania, in Dänemart wort:... Der Aufruf ist vortrefflich geschrieben und magvoll überlassen werden müßten, der Staat Sachsen dagegen die direkten Steuern reformieren werde wie ja in zu Stopenhagen und in Schweden zu Göteborg. Aus Bordeaux gehalten. Ich stinnne nicht gang damit überein..., ausgenommen in den zwei wichtigsten Bunkten: 1. Ich habe immer geglaubt, daß der That eine Vermögenssteuer sowie eine Revision der Einkommen wird gemeldet, daß sich dort auch ein Subkomitee gebildet hat. stener den nächsten Landtag beschäftigen wird und daß den Wie aus Arnheim berichtet wird, hat dort am Montag eine von Trades- Unionisten ihren Einfluß in der Politik geltend machen müßten. Gemeinden die Grundsteuer und eine Gewerbesteuer( Warenhaus Männern und Frauen aus allen Kreisen und Barteien besuchte Ver- Unfre eigne Organisation nicht eine der größten hat seit einer oder Umfassteuer 2c.) zur Ausbeutung freigelaffen werden soll. fammlung eine Sympathiekundgebung für den Boykott angenommen Generation nach dieser Richtung hin gearbeitet. Sie unterstüt denen der eine 28 Jahre, Zweifellos wirkt aber bei der Ablehnung des Leipziger Bierstener und die weitgehendste moralische und finanzielle Unterstügung in zwei Barlamentsmitglieder, von Projettes der scharfe Protest mit, der ans Interessenten und Aussicht gestellt. Auch dort wurde ein Komitee gebildet. andere 16 Jahre an der Legislatur teilnimunt. Arbeiterkreisen laut wurde. Man mag übrigens darüber denken, Das Amsterdamer Komitee hat die Reeder in 2. 3 bin tief unzufrieden mit dem egiftierenden wie man will, es ist von Bedeutung für unser Gemein wesen, wenn der Rat mit indirekten Steuern auf Lebensmittel Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen und Nußland schriftlich industriellen System und habe nach meinem besten Wissen abbligt. Daß er, sobald infolge des schnellen Wachstums der gewarnt, ihre Schiffe nicht einfrieren zu lassen, da für sie Geld zu gearbeitet, es zu ändern... Wir stimmen aljo in vielem wesentlich überein, obwohl wir uns in der Methode unterscheiden." Stadt höhere Ansprüche an fie herantreten, bei späteren Steuer- verdienen sei infolge des Boykotts der englischen Schiffe. projekten auf indirekte Steuern nicht verzichten wird, ist voraus- Ueber die Rotterdamer Versammlung, in der die Vildung des Socialdemokratische Föderation" hat außerdem noch eine große zusehen. Dann aber giebt der jezige Vorgang der Bürgerschaft Finger- Komitees beschlossen wurde, schreibt der dortige Korrespondent von Bahl von Briefen aus gewerkschaftlichen Streisen erhalten, die dafür zeige, wie man dergleichen Projekten begegnen muß. Wir brauchen„ Het Wolt“ unter anderm:„ Die erste Zusammenkunft, die sich mit sprechen, daß die Lords- Entscheide nicht ohne Eindruck geblieben sind. hier faum noch zu betonen, daß die socialdemokratische Fraktion im der Boykottbewegung befaßte, ist ganz dem Zwecke entsprechend, für Es wäre aber auch zu wünschen, daß die Socialdemokraten mehr Stadtverordnetenkollegium sich auf den principiellen Standpunkt der Partei stellte, d. h. gegen alle indirekten Steuern Front machte. Das den fie einberufen war, verlaufen. Dieser Zwed war: mit den politisches Geschick und weniger theoretische Unfehlbarkeit an den Tag fam auch in den gestern stattgefundenen, leider sehr mäßig befuchten Leitern der Arbeiter- Organisationen eine Aussprache darüber herbei- legten. drei Protestversammlungen zum Ausdruck, die von der social- zuführen, wie wir uns dem großen Plan gegenüber verhalten sollen. bemokratischen Partei veranstaltet waren. Mit welchen neuen Steuern Daß wir nicht sofort den Plan gutheißen konnten und mit allen man nun die Einwohnerschaft Leipzigs bedenken will, werden wir Sträften in die Propaganda dafür eintreten konnten, das wird jedem ja sehen. utama admin NEin geheimes Aftenstück. Man schreibt uns aus Dresden: der Rußland. Die .Iesen Eine unerhörte Beleidigung der ruffifchen Studentinnen hat sich die vom Fürsten Meschtichersty redigierte, in Petersburg er begreiflich sein, der bedenkt, was für Folgen diese Bewegung für scheinende konservative Beitung" Graichdanin" in ihrem gegen die Rotterdam haben kami, und wie es hier mit der Organisation der Hafen- höhere Frauenbildung gerichteten Leitartikel vom 23. Oktober erlaubt. Wird es Euch in Europa irgendwo vorkommen jolearbeiter bestellt ist, und wie die allgemeine Stimmung unter ihnen wir in diesem Artikel, daß Studentinnen sich erlauben, den ist. Berkannt darf nicht werden, daß nach den äußeren Kennzeichen Studenten gegenüber familiär zu werden? Nie und nimmermehr! Die Dresdener Stadtverordneten haben in ihrer zu urteilen die Hafenarbeiter hier im allgemeinen dem Plan nicht Bei uns dagegen erinnern die Orte, wo Studenten sich mit Sigung vom 17. Oftober ihren früheren Beschluß auf Errichtung günstig gestimmt sind. Aber auf der Versammlung haben doch drei Studentinnen ansammeln, sehr oft an die Brutstätten des Lasters." städtischer Wärmehallen fallen lassen und sich damit begnügt, Bersonen zwei Vertreter der Hafenarbeiter und ein Vertreter der Diese niederträchtige Berleumbung der russischen studierenden Frau 500 M. dem Verein Volkswohl für seine Wärmehallen zu über- Schiffsarbeiter fich in sehr sympathischer Weise für den Boykott hat einen Sturm der Entrüstung in der russischen Gesellschaft hervor Alle anständigen Blätter enthalten Einsendungen von weisen. ausgesprochen." Es ist auch die Bemerkung gemacht worden, die gerufen. geachteten Professoren, Juristen usw., Juristen usw., in welchen dem AbWelche Gründe das Kollegium zu seiner ablehnenden Haltung Hafenarbeiter dürften nicht dafür sein; sobald sie dafür Propaganda chen über die Schandthat des Graschdanin" Ausdruck gegeben beranlaßten, blieb der Oeffentlichkeit unbekannt. Maßgebend für die machen wollten, würden sie ihre Arbeit verlieren.„ Das ist eine wwird. Ueber die Erregung, welche sich aus diesem Anlaß Ablehnung war ein Gutachten des Dresdener Polizeipräsidenten, das Bestätigung dessen, was ich seiner Zeit schrieb: die Unternehmer der Petersburger Studentenschaft au bemächtigen beginnt, nicht zur Verlesung gelangte, weil der Verfasser Geheimhaltung fühlen ihre Nache jezt auf diese Art, daß sie Personen, die etwas entnehmen wir einem uns zur Verfügung gestellten Privat wünschte. Wir find in der Lage, aus dem Aftenstück die markantesten thun außerhalb der Arbeitszeit, was ihnen nicht gefällt, brotlos briefe aus Petersburg die folgende Mitteilung: heute, am Montag, Verein der Studenten der Stellen zu veröffentlichen: machen. Und unter dem Eindruck dieser Voraussicht muß die den 28. Oftober, wurde ein vom Der Präsident Universität" herausgegebener lithographisch hergestellter Abdruck des Stimmung wohl so sein, wie sie jetzt ist." der Königl. Polizei- Direktion Dresden, 8. Februar 1901. Stocholmer, Socialdemokraten" sympathisiert sehr Artikels des" Graschdanin" verbreitet, an den eine Aufforderung an zu gefnfpft wurde Geheim! einer Demonstration vor der Redaktion bermit der Idee des Boykotts, der zu einem wichtigen Moment in der biefer Zeitung gegen alles, was die Existenz der Herren An den Rat zu Dresden, Armenamt praktischen Friedenspolitik der internationalen solidarischen Arbeiter Meschtscherslys so viele, viele Jahre bei uns möglich macht". Bon hierfelbst. Im fibrigen habe ich zu der beabsichtigten Errichtung von klasse werden kann“, erinnert aber daran, daß die Arbeiterschaft 12-1 Uhr lafen die Studenten auf der Plattform vor der Festaula öffentlichen Wärmestuben, deren Wohlthaten und Vorteile ich gewiß Schwedens selbst vor einem großen Kampf steht und alle Energie gruppenweise den Artikel des„ Grafchdanin", um 1 Uhr erschien der nicht verkenne, vom sicherheitspolizeilichen Standpunkte aus nicht auf die Wahlrechtssache konzentrieren muß, um in kritischen Sektor und ermahnte die Studenten, sich zu zerstreuen, mußte sich " " aber ohne Erfolg entfernen. Die Studenten, deren Zahl 2000 er- Strächzen raublisterner Geier. Der Zug, der zur Befreiung der nähren solle. Und die Frauen, auf welche man verweife, hätten reichte, begaben sich in die Feſtaula, in der bald der Rektor wieder Gesandtschaften unternommen wurde, hat sich in den schlimmsten Raub- doch auch thatsächlich Rechte, wenn sie Kinder in die Schule schicken in der Begleitung des Kurators des Petersburger Lehrbezirtes zug und Rachezug verwandelt, den die Erde je gesehen hat." und dergleichen. Und die 20 000 Beamten, Lehrer, Offiziere 2c.. Aurep erschien. Der lettere wendete sich an die Studenten In dem zweiten Artikel wurde die Hinrichtung des Mörders des welche mit einem Male steuerfrei werden, da sie nur mit der mit der folgenden Ansprache:„ Ja weiß es, meine deutschen Gesandten in China, Freiherrn v. Ketteler, behandelt und Hälfte ihres Einkommens kommunalsteuerpflichtig find, übergehe man Herren, Sie regen sich über den Artikel im„ Graschdanin" auf. Es ist u. a. bemerkt:" Diese Hinrichtung ist ganz und gar ungerechtfertigt in diefer Debatte geflissentlich ganz. Nixdorf brauche doch nicht ein das ein niederträchtiger Artikel. Aber was ist dagegen zu thun? und eine in der That schändliche Handlung! In der Note an die Muster für Berlin zu sein. Redner erklärt, von den Steuerzahlern Gefährden Sie nicht durch Ihre Aufregung das Zustandekommen der chinesische Regierung wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die beffer zu denken, als die Freunde des Magistratsantrages; die Universitätsreform!" Darauf entfernte er sich, obwohl die Studenten ihn Ermordung des deutschen Gesandten der Regierung zur Last falle 4 Mark würden von den meisten gern gezahlt, denn sie könnten dann baten, zu bleiben und sie anzuhören. Es wurde nun beschloffen, die und auf Befehl höherer Offiziere ausgeführt worden sei. Jener mit Recht sagen, die Leistungen der Stadt geschähen auch mit ihrem Studentenversammlung auf morgen zu vertagen. Der Rektor batte mit Unteroffizier ist also nicht der Mörder Kettelers, fondern einfach Voll- Gelde. Wit solchen Maßnahmen ziehe man bloß immer mehr dem Vorsitzenden der Studentenversammlung ein privates Gespräch. ftreder eines Befehls seiner Oberen! Hätte er diesem Befehl nicht Folge auswärtige Elemente in die Stadt; immer neue Erleichterungen in welchem er auch bat, die Studenten sollten sich nicht aufregen und geleistet, so wäre er wohl gar von seinem Vorgesetzten getötet worden! und Vergünstigungen sollten gewährt, aber alle Rechte gleichzeitig das Zustandekommen der Reform" nicht verhindern, er versprach und diesen Mann, der also nur seine Pflicht gethan und der in Deutsch- erhalten werden; wo solle das schließlich hin? Habe der Magistrat auch noch heute abend zum Minister zu fahren, um die Erlaubnis land ja so berühmten blinden Disciplin gehorcht hat, will man zum so viel überflüssiges Geld, um 300 000 m. zu entbehren, jo hebe er die für zwei Studentenversammlungen zu erbitten. Die höheren Frauen- Sühneopfer für das vergoffene Blut hinschlachten. Das ist kein Recht, Gewerbesteuer teilweise auf, denn die sei eine der ungerechtesten. kurie und das Technologische Institut sind auch von der Gärung sondern ganz infame Willtür, und das Blut dieses Mannes, wie so Steuern gerecht ist ja überhaupt keine.( Heiterkeit.) Damit erfaßt. Die Studenten der Forstakademie haben in einer lleineren vieler unschuldiger Chinesen, tomme auf das Haupt jener Führer, würde der Mittelstand wirklich entlastet werden. In der Bersammlung beschlossen, die Angelegenheit in einer großen Ver- die wie die Pafchas, und schlimmer als solche, in China jetzt haufen. Kommunalen Praxis" des Dr. Südekum sei ausgeführt, daß sammlung zu behandeln. Die Erregung ist sehr groß." Uns aber grant vor diesen blutbefleckten Leuten, und wir sehen mit auf der Konferenz der socialdemokratischen Gemeindevertreter Schrecken dem Tage entgegen, wo sie wieder zu uns zurückkehren Brandenburgs Dr. Freudenberg soweitgehende Forderungen aufwerden, denn da können wir uns auf mancherlei nicht gerade Er- gestellt habe, daß selbst seine Genoffen betroffen gewesen seien und Jut Herbst 1898 furz nach dem Erscheinen des Friedens- freuliches gefaßt machen." manifestes hat die russische Regierung 194 000 000 M.( 90 Millionen Dicier beiden GeRubes) für die Marine, und 237 600 000 22.( 110 Minton de tommando in artikel wegen stellte das deutsche General- schreiber ſette hinzu, das Geld aufzubringen, jei Sache ber China gegen den verantwortlich zeichnenden famtheit. Das sei ein offenes Bekenntnis: Ihr Bourgeois könnt für die Neuausrüstung der Armee bewilligt. Es folgten später noch Chefredacteur des„ Beobachter", den württembergischen Landtags- zahlen, wir werden schon nehmen!( Große Heiterkeit bei den Heinere Raten für denselben Zweck. Im Jahre 1899 find nicht abgeordneten Karl Schmidt wegen Beleidigung des General- Socialdemokraten.) Die Gegner der Aufhebung würden leider weniger als zwei undzwanzig neue Fahrzeuge für die Marine kommandos und der deutschen Truppen in China Strafantrag. auch in einem Teil der sogenannten liberalen Preffe als rückvom Stapel gelassen; dann folgten Heinere Naten. Zur Zeit werden während des Untersuchungsverfahrens trat jedoch der württem- ständig bezeichnet; in einem diefer Blätter sei er( Redner) als auf den Newski mechanischen Werkstätten" 10 Torpedoboote gebaut. In bergische Landtag zusammen, und dieser beschloß, daß Hauspafcha mit drei Roßschweifen" hingestellt worden.( Sehr gut! der nächsten Zeit wird auf den russischen Werften mit dem Bau von das Verfahren bis nach Schluß der Landtags- Session zu ruhen und große Heiterkeit.) Er müffe den Vorwurf auf sich nehmen, fünf Linien- Panzerschiffen gleicher Größe von je 12 000 Tonnen habe. Nunmehr ist die Antiage gegen Schmidt auf Grund der bleibe aber unentwegt bei seiner Gegnerschaft. Die Vorschläge Wafserverdrängung und 19 Knoten Geschwindigkeit begonnen. Auf§§ 185 und 186 des Strafgesetzbuches erhoben worden. Inzwischen des Magistrats seien auffälligerweise auch auf„ Vermutungen" und dent" Baltischen Schiffsbauwerk" wird einer von diesen Fürst hat sich Nedacteur Freund als Verfasser der Artikel gemeldet. Die Annahmen" gegründet; das sei doch kein Standpunkt einer VerSuwarow" und außerdem einer von einer Geschwindigkeit von Anklage ist daher auch auf diesen ausgedehnt worden. Die Herren waltung, es müffe eine gründliche Untersuchung stattfinden. Wenn 26 Knoten in der Stunde und ausschließlich mit Schnellfeuer- Kanonen Schmidt und Freund haben sich nun am Freitag vor eingangs be- die Steuererheber sich weigerten, die Quittungen einzuziehen, dann ausgerüstete Streuzer in Bau genommen. Unfre Busammenstellung Beichnetem Gerichtshofe zu verantworten. Sicherem Vernehmen nach müsse der Dezernent, der so wenig Autorität über feine Beamten erhebt durchaus teinen Anspruch auf Vollständigkeit. hat die Staatsanwaltschaft den Kommandeur des Deutsch- Ost- habe, durch einen andren ersetzt werden.( Stadtv. Singer: asiatischen Expeditionscorps, Generallieutenant v. Leffel, als Zeugen Man kann ja die Einziehung den Grundbefizer Vereinen geladen. Seitens der Angeklagten follen mehrere frühere Unter- übertragen! Heiterkeit.) Der Magiftrat habe sich feine Sache offiziere des Deutsch Ostafialischen Expeditionscorps als Zeugen ge- viel zu leicht gemacht. Mit der schriftlichen Benachrichtigung jedes laden worden sein. Einzelnen fei er persönlich noch heute nicht recht einverstanden; es handle fich hier um eine Stonzeffion feiner Fraktion an die Gegiter, Wie der Friedenszar abrüftet. " Vor kurzem fand auf der„ neuen Admiralitat" mit großem Bomp der Stapellauf des Linien- Panzerschiffes„ Borodino" statt. Dabei ereignete sich ein Unfall. Eine schlecht befestigte Fahne stürzte aus der Höhe herunter und tötete drei Mann, darunter auch den wohlbekannten Gendarmerie- Hauptmann Piramidow, der im Jahre 1897 aus Odessa nach Petersburg mit dem Auftrag versezt worden war, die russische Arbeiterbewegung aus der Welt zu schaffen, und über dessen eifrigstes und im ganzen genommen ergebnisloses Bemühen in dieser Nichtung der„ Vorwärts" öfter berichtet hatte. Afien. Interstellung Weihaiweis unter englische Verwaltung. Das Reutersche Bureau meldet vom 30. Oktober aus Weihaiwei: Der englische Gesandte Satow ist gestern hier eingetroffen. Sein Besuch hängt dem Vernehmen nach mit der Frage der Verwaltung der Stadt Weihaiwei zusammen, die ein Zufluchtsort für Gefindet der schlimmsten Art und eine Brutstätte des Aufruhrs ist. Die Berwaltung der Stadt durch die Engländer wird als sehr wünschenswvert erachtet, da sie im Mittelpunkte des englischen Gebietes liegt. Bu der Verwaltung der Stadt hat England ja auf Grund des im Juni 1898 mit China abgeschloffenen Vertrags, der nach bes rühmten Mustern Weihaiwei auf 99 Jahre„ pachtete", zweifellos das Recht. Auftralien. tim Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. 38. Sigung vom Donnerstag, den 31. Oftober, nachmittags 5 hr. Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung um 1/26 Uhr. Die Belegung des Saales ist eine nur mäßige. Auf der Tagesordnung stehen neben kleineren Vorlagen nicht weniger als sieben Ausschußberichte, darunter diejenigen über die Aufhebung der Biermark- Stenerstufe und über die reftierenden Anträge Singer zur Wohnungsfrage. In die Baudeputation wird Stadtv. Daber( A. 2.) an Stelle Des ausgeschiedenen Windler gewählt. Den " 0 Stadtrat Tourbié: Der Magistrat hat nicht erklärt, daß die Steuererheber die Quittungen nicht einziehen wollten; hier liegt ein Mißverständnis vor. Die Steuerheber bringen nach der Präfentierung im ersten Quartal zahlreiche ärztliche Bescheinigungen über schwere Krankheiten der betr. Cenfiten, welche die wiederholten Bräfentierungen höchst zweifelhaft in ihrem Erfolge erscheinen lassen. Die Steuererheber erhalten für 100 Präfentierungen 1,50 W., wollen Sie es dafür übernehmen? Reizen werden Sie sich auch nicht danach! ( Stürmt. Heiterkeit.) Der Antrag Wallach ist ganz unbrauchbar; er spricht von Reformen, aber so lange man politisch denkt, versteht man unter Reformen etwas andres.( Erneute Heiterfeit.) Die Cenfiten müssen thatsächlich mitthaten, fie müssen Krankenkassenbeiträge bezahlen, die Hauswirte haben es dagegen in der Hand, die Grundsteuer auf die Mieten abzuwälzen 2c.( Ünruhe.) In den Köpfen der Gegner der Vorlage sputt etwas von Leistung und Gegenleistung.( Stürmische Grundsäßen für die Berücksichtigung fremder Dienstzeit Heiterfeit.) Das richtige Princip ist die Besteuerung nach bei der Pensionierung und Relictenversorgung von befoldeten der Leistungsfähigkeit, ivie der Magistrat es will.( 3uMagistratsmitgliedern" oba stimmung und Widerspruch.) In der heutigen Beit ist es hat der Ausschuß zugestimmt, den weitergehenden Antrag Dinse doch mir angemessen, wenn die Kommune Berlin die WiderDie australische Arbeiterpartei und die Einwanderung jedoch abgelehnt, wonach vorkommenden Falls auch andren in höheren standsfähigkeit der Massen bei ungünstiger Konjunktur möglichst stärkt.( Zustimmung.) Die Gegner tommen ja aus den Widersprüchen Der Farbigen. Die Arbeiterpartei von Australien will diefes Stellen befindlichen Angestellten der Stadt diese Vergünstigungen stärkt.( Bustimmung.) Die Gegner tommen ja aus den Widersprüchen Infelreich bekanntlich den Weißen vorbehalten wissen und den Far- zu teil werden sollten. Ueber die Verhandlungen des Ausschusses gar nicht heraus; wenn die Stener nicht ernsthaft genommen werden bigen keinen Einlaß gewähren. Dieser Standpunkt ist von socia- berichtet der Vorsteher- Stellvertreter Michelet. Der Antrag Dinse foll, dann ersparen Sie uns doch die Zustellung. Nehmen Sie ( Stürmische, andauernde listischer Seite vielfach als ein Verstoß gegen die Principien des sei gefallen, da der Ausschuß darüber klar geworden sei, daß sich die also nur ruhig die Vorlage an! Socialismus bezeichnet worden. Dies veranlaßt die Justice", das Frage so generell nicht regeln lasse. Man werde sich von Fall zu Heiterkeit.) Organ der englischen Socialdemokratie, zu folgenden Auslassungen: Fall zu entscheiden haben. Stadtv. Bruns( Soc.): Der Stadtrat hat den Gegnern der Die Australier haben ein vollkommenes Recht, fich gegen die schlimmen Ohne Debatte tritt die Versammlung den Ausschußbeschlüssen bei. Vorlage so drastisch die Wahrheit gesagt( lebhafter Widerspruch und Folgen der Einwanderung asiatischer und andrer farbiger Arbeiter Mit Stimmenmehrheit ist bekanntlich diesmal im Ausschusse der Zustimmung), daß nicht mehr viel zu sagen bleibt. Herr Wallach scheint ja doch nicht ganz so verbohrt...( große Heiterkeit) ich zu schüßen, genau so gut, wie die Arbeiter überall das Hecht haben, Magistratsantrag, die fich des Streifbrechertums zu erwehren. wollte fagen unzugänglich zu sein für bessere Belehrung, das Es ist nicht Sache des Einkommensteuerstufe von 4 M. aufzuheben, Socialismus, die Anstrengungen, die im Interesse des Kapitals angenommen worden, indem die Stimme des Vorsitzenden Wallach von dem Existenzminimum noch nichts weiß, so möchte ich beweist sein Zugeständnis in der Zustellungsfrage. Wenn aber Herr gemacht werden, die Lebenshaltung der Arbeiterklaffe herab- Streitling den Ausschlag gab. Bei der Abstimmung fehlte der Stadtv doch die Einrichtung einer obligatorischen Fortbildungsschule für die zudrücken, zu begünstigen. Wie der Socialismus. auf der Bamberg, der nachträglich erklärte, daß er auch für die Aufhebung Anfangsgründe der Steuerpolitik für ihn und seine Freunde einen Seite gegen Imperialismus And Rassen Unterjochung votiert haben würde; die Vorlage hat also diesmal im Ausschusse vorschlagen( Heiterkeit). protestiert, Das Reichs Gesundheitsamt hat ein so ist er auch die Vernichtung gegen der thatfächlich eine Mehrheit gefunden. Für die Plenarverhandlung, die Büchelchen herausgegeben, welches sich fiber diese Frage ganz Unabhängigkeit von Rassen und Nationen. Menschliche Solidarität mun heute endlich vor sich gehen faut, liegt der Antrag Wallach ausführlich verbreitet und den Beweis für die Notwendigkeit der Bebedeutet nicht das Zusammenwürfeln aller menschlichen Rassen und vor, die Vorlage abzulehnen und folgende Resolution zu befreiung der Einkommen unter 900 M. dadurch ganz schlüffig führt. nicht die Vernichtung aller Unterschiede der Rasse, der Farbe und schließen: des Charakters, sondern sie bedeutet die internationale Verständigung Der Herr Wallach greift unfren Kollegen Freudenberg an, aber er aller Raffen, nach einem gemeinsamen Ziel zu streben und die Freiheiten jeder einzelnen zu respektieren. Föderalistisches Nebeneinander, nicht tapitalistische oder imperialistische Herrschaft oder Zusammen schweißung ist das Ziel der Socialdemokratie." Die Peft. Jufolge des Auftretens der Peft in Liverpool befinden sich dort gegenwärtig 10 Personen in Isolierung. Die hier angestellten Nachforschungen haben ergeben, daß außer den amtlich bekannt gegebenen Todesfällen an Best noch drei bis vier Todesfälle verdächtigen Charakters vorgekommen sind. Der Boeren- Krieg. Eine englische Niederlage? Nach im a ag eingetroffenen Meldungen hat Delarey am 24. 8. M. über General Methuen einen Sieg davongetragen. Die ganze englische Munition und auch der Proviant, fowie vier Kanonen wurden erbeutet. 150 Engländer sind tot und verwundet, viele gefangen genomment. Die Bestätigung der Meldung bleibt allerdings einstweilen abzuwarten. Das Standrecht. Aus Vryburg wird vom 29. Oktober gemeldet: Zwei Anführer wurden heute hingerichtet; 18 andre zu zu Strafen von fünf Jahren bis Lebenslänglicher 8 wangsarbeit verurteilt. A Die Versammlung ersucht den Magistrat wiederholt, in Bezug hat nicht genügend den angeführten Artikel studiert. Der auf die Einziehung der 4 Mart- Steuerstufe Reformen eintreten zu erwähnte Einwand gegen die Forderungen Freudenbergs laffen durch Beobachtung einer milderen Pragis bei Einziehung wurde bon dem Vertreter einer der ärmsten Weberund Beitreibung der Stenerbeiträge, Erlaß der Steuer in ge- gemeinden, Nowawes, erhoben. Die Gewerbesteuer aufau eigneten Fällen 2c., und ihr eine bezügliche Vorlage zugehen zu laffen. heben, haben wir ja gar fein Recht; fibrigens würden meine Sie ersucht ferner den Magistrat nochmals, dent Beschluß der Freunde in diefem Punkte mit fich reden lassen. Auch jetzt klingt Stadtverordneten Versammlung vom 18. Juni d. J., wonach wieder der Ton durch, der in seiner ganzen Brutalität in der Entwurf des Gemeindebeschlusses über Aufhebung der Ein- den Versammlungen der zweiten Wählerklaffe in der jezigen tommensteuer- Ordnung lauten soll:„ Nr. 4. Das Ergebnis feiner Wahlbewegung zit herrschen scheint, der nämlich, daß Beranlagung wird jedem Steuerpflichtigen durch eine besondere, die Arbeiterschaft für die erwiesenen Wohlthaten"" dante schön" zugleich eine Belehrung über das Rechtsmittel des Einspruchs sagen müsse, aber auch das nicht thue. Auch diese Aermsten müssen enthaltende Bufchrift bekannt gemacht," beizutreten. ja u. a. Krankenkassen- Beiträge zahlen. Eine große Reihe von D " " Ausschußreferent ist Stadtv. Dr. Prens. Derselbe führt aus, Schlafburschen zahlen 4 m. Steuer, ohne wahlberechtigt zu fein; In Konstantinopel ordnete infolge dreier pestverdächtiger daß die Vorlage aus dem durchschlagenden Gesichtspunkte an die Zahl derjenigen, welche zahlen, ohne mitraten zu dürfen, Krantheitsfälle in Batum, von denen einer tödlich verlief, genommen werden müsse, daß der preußische Staat trotz aller Frei- wächst alio damit noch höher. Im Ausschusse hat man sich sogar der Oberste Sanitätsrat eine zehntägige Quarantäne für die Her- heit von Sentimentalität die Besteuerungsgrenze des Eristenz- das. Argument geleistet, daß man die 4 W., welche man nicht mehr fünfte aus Batum an. Die Herfünfte aus Liverpool werden einer minimums bet 900 M. gezogen habe, welchem Beispiel eine große als Stener abzuführen brauchte, in Schnaps unjezzen würde.( Hört! ärztlichen Untersuchung unterworfen. Anzahl großer wie mittlerer Städte und die Vororte Berlins gefolgt hört!) Mit folchen Gegnern ist nicht ernsthaft zu diskutieren. Wie seien, und sodann aus dent nicht minder durchschlagenden Grunde, daß der preußische Staat, sollte auch die Kommune die Steuerfreiheit der Ertrag diefer Stufe zu 50 Proz. durch die Erhebungskosten verschlungen bis zu 900 M. erstrecken. Als politische Partei fäßen wir es ganz wird. Allerdings habe im Ausschuß auch der seltsame Liebhaber gewiß lieber, wenn der Magistratsantrag fiele und die Resolution standpunkt Ausdruck gefunden, daß eine Steuer auch dann nicht auf- Wallach durchginge; aber wir haben hier das Interesse der Allzuheben sei, wenn sie gänzlich von den Erhebungskosten verzehrt werde. gemeinheit, auch der Aermisten, wahrzunehmen. Eine liberale VerDer Hinweis auf das Wahlrecht verfange nicht; es handle fich ja gar nicht fammlung tann nicht anders als anerkennen, daß ein Einkommen um eine Neu- Ordnung des Wahlrechts und das Einkommensteuer- Gesetz von 660 M. bis 900 M. zur Steuer nicht herangezogen werden darf. gewährleiste ja die Erhaltung des Wahlrechts auch bei Erlaß der( Beifall bei den Socialdemokraten.) Steuer. Die Steuer blaß deswegen zu konservieren, weil die An- Stadtv. Ulrich II( Bürgerpartei): Die bisherige Debatte befestigt gehörigen dieser Stufe jetzt wahlberechtigt find, sei ein unhaltbarer allerdings die Ueberzeugung, daß die Gegner sich nicht überzeugen Standpunkt, umfomehr, als sich unter diesen Cenfiten fast ein Biertel tönnen. Ich stehe heute wie vor zwei Jahren auf dem Standpunkt der weibliche Steuerzahler befinden, die also mitthatent müssen, ohne Vorlage. Die Grenze von 900 M. für das Eriftengminimum ist äußerst mitraten zu dürfen. Diese Stufe fet politisch unhaltbar und steners bescheiden, man könnte sie gewiß wohl noch erhöhen.( Lachen.) technisch absurd. Der Antrag Wallach beweise eine erfreuliche Ent- Wenn Herr Wallach nur über das- Einkommen von 660-900 m. widelungsfähigkeit des Antragstellers, denn er befürworte jetzt die verfügte, würde er sich auch nicht darum reißen, davon noch 4 M. befondere Benachrichtigung jedes Cenfiten, gegen die er sich früher Steuer zu erlegen. Da auch die Beitreibungskosten unverhältnismäßig ganz besonders lebhaft ausgesprochen habe. Falle der Magistratsantrag, hoch find, so kann man von einer rationellen, existenzberechtigten Stener so musse allerwenigstens diese Benachrichtigung erfolgen. Der wirklich nicht sprechen. Es reißt sich auch niemand darum, Steuern Magistrat dagegen wolle aus verwaltungstechnischen Gründen nicht zahlen zu wollen; sie sind ein notwendiges Uebel. Auch eine darauf eingehen, diese 180 000 Cenfiten einzeln zu benachrichtigen. sehr große Anzahl von Nichtsocialdemokraten steht mit dem Der übrige Teil des Antrages fei ja früher schon von Magistrat auf dem Boden der Vorlage. Wenn unser Magistrat Stuttgart, 30. Oftober. der Versammlung angenommen worden, aber mit diefem auch noch nicht so gufammengesezt ist, wie er es augenblicklich in der Ein sehr intereffanter politischer Prozeß wird am Freitag die Beschluß ruiniere man diese Steuerstufe nur noch mehr, schönen Kaiserstadt Wien ist( Stürmische Seiterteit), so muß ich ihn Straffammer des hiesigen königl. Landgerichts beschäftigen. In Nr. 1 weil sie schließlich nur noch von von jenen gezahlt werden doch wenigstens gegen den Vorwurf socialdemokratischer Tendenzen des Stuttgarter Beobachter" vom 2. Januar d. J. waren zwei Ar- würde, die Lust dazu haben, weil sie zulest gar nichts mehr ein- in Schutz nehmen. titel enthalten, von denen der eine die Ueberschrift: Der Antritt bringen würde, während das Odium der Erhebung dieser Steuer Stadtv. Ullstein( N. L.) sucht dem Stadtv, Wallach flarzumachen, des neuen Jahrhunderts", der zweite:„ Der Aufruhr in China" auf der Stadt haften bleibe. Da jei der völlige Verzicht durchaus daß der Begriff des Eristenzminimums weder neu noch ein Schlagtrug. In dem ersten Artikel hieß es: vorzuziehen. wort sei. Der zahlreiche" Familienvater des Herrn Wallach werde Wie eine Herde wilder Tiere, die auf eine Beute losgelassen Stadtv. Wallach( A. L.) wiederholt, daß er und feine durch die Steuergesetzgebung ohnehin berücksichtigt. Nichts könne verwerden, sich mit Drängen und gegenseitigem Knurren und Zähne Freunde den rein bureaukratischen Standpunkt des Magistrats bitternder auf den Cenfiten wirken als das Bewußtsein, daß von weisen die besten Bissen der Beute vorwegichnappen, so fielen die und besonders des Kämmerers nie und und nimmer anertennen ieinem Steuerbetrag die Hälfte auf die Erhebungskosten draufgeht. „ verbündeten" Heere, allen voran, mit Schamröte muß man es ge- tönnen, sondern daß für sie das Princip ausschlaggevend ist: Wer Aber ganz allein schon aus socialen Rücksichten sollte man die Aufstehen, die Deutschen, in China plündernd, sengend und brennend, nicht mitthatet, soll auch nicht mitraten( Heiterfeit); wer Rechte aus hebung beschließen. mordend und stehlend ein, und fast täglich fam zu uns die furcht üben will, muß auch Pflichten haben.( Stadtv. Borgmann: Hat Stadtv. Caffel( A. 2.) kann die Ausführungen des Stadtrais bare Kunde von all dem Scheußlichen, was sich dort ereignete. er auch, und viel zu viel!) Das neue Schlagwort von dem Eristenz- Tourbié, die der Magistrat sicher nicht teile, nicht ohne Widerspruch Ganze große Gebiete sind ausgeraubt; wo Millionen fleißiger Hände minimum sei erst recht eine Phrase. Der Hausdiener, der unverheiratete lassen. Herr Tourbié wolle eine Steuer, die ihm viel Arbeit und ihr arbeitsreiches Leben zugebracht, herrscht jest graufige unheimliche Handlungsgehilfe sei doch mit 900 m. Gehalt ein Krösus gegen den Unbequemlichkeit mache, los werden. Im Jahre 1892 habe sich der Dede, nur unterbrochen vom Kläffen ansgieriger Hunde und dem Arbeiter, der Frau und fünf oder sechs Kinder mit 1200 Mark er- Stämmerer lebhaft gegen die Aufhebung der zweiten Stufe gewendet wurden Ein China- Prozeß. 8" herabmindern. Gerichts- Beitung. des Hausflures einen Schatten sich hin- und herbewegen. Er sich zu vergewissern, noch einmal an der Thür Er blieb und das unter lebhafter Zustimmung des Herrn Singer.( Redner verliest Stadtv. Singer: Es ist ein eigentümliches Verfahren, Herrn die bezüglichen Stellen des stenographischen Berichts.) Herr Singer Stadtrat Tourbié mit dem Magistrat in Gegensatz zu bringen. Wir habe damals auch die Wahlrechtsfrage mit dem Erlaß in Verbindung haben keine Veranlassung, der Nervosität des Herrn Caffel zu Wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften standen am Mitt gebracht, obwohl schon damals die Gesetzgebung die Aufhebung erlaubte, folgen, es kommt nicht darauf an, ob ihm die Ausführungen des woch der Redacteur der Wochenschrift, Pifanterien", Adolf Goez, der ohne daß an dem Wahlrecht etwas geändert zu werden brauchte. Herr Stadtrats gefallen, sondern darauf, ob sie richtig sind; und seine Schriftsteller Herm. Seyffert und der Verlagsbuchhändler A. Dressel Singer habe ebenso wie auch die Herren Kreitling und Genossen seitdem Erregung zeigt, daß die Ausführungen des Herrn Tourbié so gesessen vor der 1. Strafkammer des Landgerichts I. Unter der Devise:„ Bifantihre Ansicht gründlich geändert. Dagegen habe er an sich nichts, haben( Große Heiterkeit), daß er nichts weiter wußte, als zu persön- nicht frivol" bespricht die genannte Wochenschrift mit rücksichtsloser aber er müsse doch konstatieren, daß vor 8 Tagen, als es sich um lichen Ausfällen überzugehen. Offenheit allerlei standalöse Vorgänge, die sich in Berlin abspielen. die Bertagung des Gegenstandes handelte, einer der Unterzeichner des Damit schließt die Debatte. Es folgen persönliche Bemerkungen. Zwei derartige Skizzen, die nach der Behauptung des Verfassers Antrags Streitling von 1894 auf Ablehnung der Aufhebung sich den Stadtrat Tourbié verwahrt sich gegen die ihm widerfahrene Seyffert den Zwed haben sollten, vorhandene Mißstände zu geißeln, Zwischenruf„ Wahlmanöver!" geleistet habe. Auf den Ton des Kritik und stellt mehrere seiner Aeußerungen nochmals richtig. teineswegs aber die Sinnlichkeit zu erregen, haben zur Erhebung der Stadtrats Tourbié einzugehen, verbiete ihm die Selbstachtung; Unter gespannter Aufmerksamkeit geht nach dieser fast drei- Anklage Veranlassung gegeben. Die Verhandlung fand unter Ausdie fachlichen Anführungen des Herrn müßten die Vermutung stündigen Debatte die namentliche Abstimmung über den schluß der Deffentlichkeit statt. Der Angeklagte Goetz wurde zu rege machen, daß er bon den Bestrebungen und der Magistratsantrag vor sich. Dieselbe ergiebt die Ablehnung 100 M. Geldstrafe, Seyffert zu 6 Wochen Gefängnis Thätigkeit der städtischen Behörden nicht die leiseste Ahnung habe. mit 57 gegen 56 Stimmen. Für die Aufhebung stimmen mit verurteilt, der Angeklagte Dreisel aber freigesprochen, da er nach Vor dem früheren Beschluß der Versammlung habe der Stadt- den Socialdemokraten und der Neuen Linken von der Alten Linken weisen konnte, daß er zur Zeit des Erscheinens der Artikel frantrat jeden Respekt bermissen lassen. Man müsse vom u. a. Stadtvv. Eckard, Fr. Goldschmidt, Hauer, Kuhlmann, Lieber- heitshalber außerhalb Berlins weilte. Magistrat verlangen, daß die Anregungen der Versammlung mann, Mentel, Nelte; von der Fraktion Mommsen u. a. Stadtvv. Michelet, Bäcker- Otto", der seiner Zeit wegen Verdachts der Teilernsthaft geprüft und ausgeführt werden. Gehe man auf dem Reichnow und Seeger; ferner Stadtv. Ulrich II. Nach der Ver- nahme am Bernauer Morde zwei Monate in Untersuchungshaft vorgeschlagenen Wege weiter, so fehle es schließlich an jedem Recht fündung des Ergebnisses tritt eine andauernde fast tumultuarische gesessen hat und alsdann mit dem Tischler Gazte wegen Mangels an und Grund zur Steuerauflegung. Die Versammlung habe doch erst kürzlich Erregung ein; die Versammlung nimmt noch den Antrag Wallach Beweisen wieder freigelassen worden ist, stand gestern in der Person das gleiche Wahlrecht an einen gewissen Census binden zu wollen erklärt, an und bricht um 9 Uhr die Sigung ab. des Bäckers Carl Otto Oelze wegen schweren Diebstahls vor der und die Gesetzgebung konnte sehr wohl auch an dem bestehenden 9. Strafkammer des Landgerichts I. Mit ihm war der Maler Wahlrecht zu Ungunsten der untersten Stufen ändern. Darin liege Julius Thiel angeklagt. Die Verhandlung ergab, daß Oelze ein doch eine große Gefahr; auch würde die angestrebte Aufhebung der Aus Induftrie und Handel. fehr gefährlicher Einbrecher ist, der inzwischen schon wieder einmal drei Klassen dadurch gefährdet. Die überwiegendste Mehrheit der Die Allgemeine Elektricitäts- Gesellschaft giebt in ihrem wegen Verdachts des schweren Diebstahls verhaftet gewesen ist, aber Alten Linken wird an ihrer alten Auffassung unbedingt festhalten. Bericht über das verflossene Geschäftsjahr, das mit dem 30. Juni wiederum wegen Mangels an Beweisen auf freien Fuß gesetzt werden Versammlung die allgemeinen Gedanken anzugeben und der im Vorjahre. Die Dividende ermäßigt sich von 15 Proz. im Vor- bei dem Hause Niederwallstraße 27 vorbeiging, durch die Glasscheibe Oberbürgermeister Kirschner: Die Ausführung, daß die abschließt, den Reingewinn auf 9 788 428 M. an, gegen 10 715 220 m. mußte. Am 9. September gegen 5 Uhr morgens sah der Nachtwächter, der Magistrat dieselben auszuführen habe, trifft nicht zu; der Magistrat jahre auf 12 Broz. in diesem Jahre. Reichliche Zurückstellungen für glaubte zuerst, daß es der Schatten seines eignen Körpers sei und hat diese Gedanken nur dann auszuführen, wenn er sie billigt und den Reservefonds erhöhen diesen auf die Hälfte des Grundkapitals, ihnen beigetreten ist. Kämmerer Maaßt: Die„ Anzapfung" des Herrn Cassel geht wichtig erscheint, was der Bericht dieses großen Unternehmens Schatten war, schloß er die Thür auf und die Gesellschaft hat mithin einen ganz refpeftablen Profit erzielt. ging, um vorbei. Da er sich überzeugte, daß es nicht sein eigner gegen eine Auffassung, die ich vor zehn Jahren gehabt habe. Ich über die Aussichten der Elettricitätsindustrie sagt. Man könne Schatten war, schloß er die Thür erkannte, daß Habe in diesen zehn Jahren gelernt, habe mich überzeugt, daß diese über er Einbrecher bei der besten Arbeit überrascht hatte. Sie die fünftige Gestaltung des wirtschaftlichen Lebens Steuer ein Ballast ist für die Verwaltung, der kaum noch zu be- schwer ein Urteil geivinen, heißt es, aber man müsse damit rechnen, hatten das Lager des Cigarrenhändlers Brandzky vollständig wältigen ist; ich habe praktisch denken gelernt. Stadtv. Dr. Neumann erklärt, er hoffe und wünsche, daß die daß ein Aufschwung gleich dem der letzten Jahre, dem die Elektro: ausgeräumt und die Diebesbeute stand, in einer großen Kiste wohl Vorlage nicht durchgeht, denn er erblicke in der Befreiung der Vier- Vielfach haben Unternehmungen, technik ihre Größe verdankt, sich nicht sogleich erneuern werde. berpackt, zum Wegschaffen bereit auf dem Hausflur. Der Wächter welche in der Hochflut der sah in einer Ecke einen Menschen kauern, der bei seiner Annäherung märker eine sociale Degradation derselben. Konjunktur ohne innerer Notwendigkeit entstanden und mit un- reißaus nahm und entkam, während sein Komplize in der Person des Stadtv. Singer: Ich bedauere lebhaft, mich mit unserm ver- genügender Sachkenntnis geleitet waren, das Vertrauen in die Angeklagten Delze festgenommen werden konnte. Er war auch geständig, ehrten Senior im Widerspruch befinden zu müssen. Wenn er Ergiebigkeit unsrer Industrie erschüttert. Es wird die Aufgabe der den Diebstahl mit einem andren Verbrecher ausgeführt zu haben, eine Petition aus diesem Kreise vermißt, so kann er sich doch einen lebhafteren Protest als den durch Nichtzahlung nicht wünschen; das ständnis geleiteten Werke sein, dieses Vertrauen wieder herzustellen. Auf Grund längerer Observation des Delze hatte ein Striminalauf solider Grundlage errichteten und mit genügendem Verweigerte fich aber beharrlich, den Namen des letzteren zu nennen. muß ihm doch allein schon beweisen, daß etwas faul ist. Der von ihm aber hierdurch allein wird die Schwierigkeit der Lage, die teilweise chumann festgestellt, daß dieſer mit dem zweiten Aus proklamierte Grundsatz führt dahin, daß derjenige der geachtetste Mann auf notorischer Ueberproduktion der Fabriken beruht, nicht beseitigt. es lag daher die Vermutung nahe, daß Thiel fein Komplize bei getlagien Thiel in regem freundschaftlichem Verkehr stand, und ist, der die meisten Steuern zahlt. Diese Konsequenz wird er doch selbst Die mißlichen Verhältnisse werden schwinden, und die deutsche dem Einbruch gewesen sein möchte. Als man Thiel dem Wächter nicht ziehen wollen. Herr Cassel hat mit großer Leidenschaftlich Elektrotechnik ihre Macht und Bedeutung, welche sie im Wettbewerb vorführte, erklärte dieser, daß er ihn mit aller Bestimmtheit als den feit gesprochen und besonders lebhaft gegen mich polemistert. Als der Nationen in Chicago und Paris gezeigt hat, erfolg- Mann wiedererkenne, der an jenem Morgen in der Ecke des Hausich 1892 die Frage ganz fühl und nüchtern behandelte, habe ich reich auf dem Weltmarkt bethätigen, venit neue Handelsunter dem Eindruck gestanden, daß dieser Erlaß das Wahl- verträge, wie wir hoffen unsren Waren die Märkte befreundeter furs gekauert habe. auch im gestrigen Termin recht doch alterieren könnte, deshalb habe ich bei dieser Behauptung und erklärte jeden Irrtum seiner das Erst Nationen offen; halten und wenn die kräftigeren Unternehmungen geburtsrecht der Wahlberechtigung für das Linsengericht des Vier- durch zweckmäßige Organisation und rationelle Arbeitsteilung die jede Schuld und behauptete, daß ein gewisser Schlesier- August" feits für ausgeschlossen. Dagegen bestritt Thiel lebhaft mark- Erlasses nicht verkaufen wollen. Auf diesem principiellen Versuchs-, Fabritations- und Verkaufsspesen auf das geringste Maß dem Delze bei dem Einbruch geholfen haben dürfte. Letzterer bes jede Schuld und behauptete, daß ein gewisser Schlesier- August" Standpunkt haben wir stets gestanden. Inzwischen hat sich doch die Gesetzgebung auf diesem Gebiete entwickelt. 1892 hatte Weiter wird dann dargelegt, daß, wie schon erwähnt, mit einer stätigte dem Thiel, daß er jedenfalls nicht geholfen habe, hüllte sich ich ein volles Recht, auf meinem Standpunkt zu beharren, weil ich größeren Gesellschaft( Schuckert) Verhandlungen angebahnt find, aber über die Person seines Komplizen in Schweigen. der Gewährleistung des Wahlrechts nicht sicher war. Damals war ob und inwieweit ein wechselseitiges Ergänzen oder Zusammen- Sachlage hielt es der Gerichtshof für angemessen, trotz der be das Einkommensteuer- Gesetz zwar schon erlassen, es trat aber erst arbeiten möglich ist. lleber Einzelheiten des Projektes erfahren stimmten Rekognition des Wächters den Thiel freizusprechen. Delze 1893 in Kraft. Herr Cassel hätte auch die Wandelbarkeit wir auch hier nichts, wohl weil man zu einem Abschluß noch wurde zu 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt. feiner eignen Freunde erwähnen sollen, denn 1894 haben nicht gekommen ist. Die Annäherung dieser beiden maßgebenden handlung, die gestern vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I Aus der Pragis eines Winkelkonsulenten bot die Ver gerade wir nach der absoluten Sicherstellung des Wahl- Elektricitäts- Gesellschaften wird durch die ungünstige Konjunktur ge- stattfand, ein wenig anheimeludes Bild. Der Inhaber des Rechtsrechts durch die Geseze von 1891 und 1893 die Aufhebung fördert, sie treibt zu einer Konzentration des Kapitals, in welcher bureaus Moabit" Walter Deter wurde aus der Strafanstalt der zweiten Stufe beantragt und sie ist beschlossen worden. Form es auch sei und bringt die Ueberlegenheit des Großbetriebes Plößensee, Der damalige Beschluß der Mehrheit wäre ja ein Verrat an stark zur Geltung. Ein gemeinsames Zusammenarbeiten dieser groß zur Zeit eine längere Freiheitsstrafe vers unt vorgeführt, ihren Principien gewefen, wenn Ihre heutige Stellungnahme maß fapitalistischen Betriebe, selbst wenn es nicht die Form des Trusts sich und wegen Betruges Unters verantworten. Am 17. März fehrten zwei gebend sein soll. Die Frage darf aber gar nicht im Zusammenhang oder Syndikats annehme, muß für die konkurrierenden kleineren mit dem Wahlrecht behandelt werden, sondern der socialpolitische Betriebe eine unangenehme Gegnerschaft bilden, die ihre Existenz in einem Schantlokal in der Nähe des Kriminalgerichts ein. Sie der Gegend von Schwerin an der Warthe Gesichtspunkt ist maßgebend. Uebrigens sind die Thaten der fähigkeit bedroht und schließlich die Anregung zu weiteren An hatten eine Verwandte besucht, die sich wegen Diebstahls in UnterCensiten der zweiten Stufe so hervorragend, daß sie sie nicht schlüssen und engeren Verbindungen des Großkapitals geben. Jede fuchungshaft befand. In dem Schanklokal fragten sie den Wirt, ob erst durch die Steuer zu beweisen brauchen. Wenn alle er ihnen nicht einen tüchtigen Rechtsanwalt nachweisen könne. männlichen Angehörigen dieser Stufe nach Beling auswanderten, niedergehende Konjunktur zeichnet fich ja dadurch aus, daß fie die uchungshaft befand. In dem Schanklokal fragten sie den Wirt, ob Schwachen beiseite wirft und für die Großen auf Kosten der unterglauben Sie, es würde die Berliner Industrie etwa ruhig weiter Deter, welcher zugegen war, mengte sich in die Unterhaltung und erbot fich zur Besorgung eines Anwalts. Vers gehen? Die Steuerzahler der untersten Stufen machen die Steuer- gehenden Existenzen den Aufstieg begünstigt. Deutschlands Bedarf an Getreide. Die Fachzeitschrift trauensselig offenbarten die Landleute ihm ihre Verhältnisse. zahler der höheren Stufen erst steuerkräftig. Der bornierte Standpunkt, daß die Steuerzahler der untersten Stufen nur für Deutschland auf Grund von 5000 Umfragen den diesjährigen Berhaftete auf freien Fuß zu bekommen. In den allgemeinſten Aus„ Getreidemarkt" berechnet nach einzelnen Staaten und Landesteilen Zunächst erklärte Deter, daß es bewirkt werden müsse, die alles haben wollen, ohne„ Danke schön" zu sagen, der dazu führt, daß die Herren zu befehlen und die Arbeiter Ernteertrag an Weizen auf 2.470 000 Tonnen, an Roggen auf brücken verfaßte er ein diesbezügliches Gesuch und ließ sich dafür Sodann verpflichtete er fich, einen Anwalt nur zu gehorchen haben, ist erfreulicherweise einer andren Auf- 8145 500 Tonnen, an Sommergerſte auf 3 021 860 Tonnen und an 3 M. zahlen. Das würde der offiziellen Erntefassung Nun stigmatisiert man gewichen. die Vorlage als Safer auf 7105 000 Tonnen. zu besorgen, der die Verteidigung für ein Honorar von Schon zwei Tage später er socialdemokratisch. Davon ist gar keine Rede, aber sie ist wenigstens von schätzung pro 1900 gegenüber einen Minderertrag von 1837 560 30. bernehmen würde. einem socialen Empfinden dittiert. Es ist eigentlich beschämend, daß man Tonnen bei Weizen und von 405 200 Tommen bei Roggen, einen hielten die Verwandten der Angeklagten von dem„ Rechtsbureau" einen Magistrat, der diese Anfänge socialen Empfindens zeigt, erst noch mehrertrag von 265 000 Tonnen bei Hafer und 20 000 Tonnen bei ein Schreiben, worin fie zur Zahlung von 50 m. aufgefordert vor Angriffen aus dieser Versammlung verteidigen muß. Redner wendet Gerste bedeuten. Nach den Ziffern des Vorjahres würde sich daraus wurden. Die Adressaten sandten der Verabredung gemäß vorläufig M. Dann erhielten fie einen zweiten Brief fich dann gegen die sachlichen Ausführungen des Stadtv. Wallach. für das laufende Erntejahr ein Importbedarf Deutschlands an mur 30 fofort 150 Mark zu schicken, es Nur vollständige Unkenntnis der Verhältnisse kann behaupten, Weizen von 3 Millionen Tonnen, an Roggen von einer Million mit der Aufforderung, Tonnen berechnen. ſei eine„ schwere Straftammerfache", die eine umfangs daß 1 M. im Vierteljahr für eine Arbeiterfamilie bedeutungslos ist. Die Mahnung fein fand Amerikanischer Außenhandel. Die Ausfuhrstatistik der Ver- reiche Verteidigung erfordere. Ganz unerwähnt sei bisher geblieben die wirtschaftliche Situation, der starke Rückgang aller Erwerbsverhältnisse, die Zunahme der Arbeits einigten Staaten zeigt für September den geringsten Wert gegen Gehör, den Auswärtigen war inzwischen Aufklärung darüber losigkeit, man gehe vielleicht Notstandszeiten entgegen und da müsse über irgend einen Monat dieses Jahres, mit Ausnahme des Juni. geworden, mit wem fie es zu thun hatten. Sie wandten sich an alles vermieden werden, was die Ernährungsfähigkeit der Bevölkerung, Der Rückgang gegenüber dem September 1900 beläuft sich auf einen richtigen Rechtsanwalt und dadurch kam die Sache zur der Polizei. Der Angeklagte wurde veranlaßt, wenn auch nur um diesen Steuerantrag, vermindert. Der drohenden 9 007 000 Dollar. Der Exportwert betrug 106 895 000 Dollar( gegen Kenntnis Arbeitslosigkeit müsse auf alle Weise entgegengewirkt werden, und 115 902 000 Dollar im Vorjahr), dem ein Import von 67 300 000 25 M. von dem erhaltenen Gelde zurückzuschicken, 5 M. durfte er den ersten Schritt dazu wolle man ablehnen? Der Magistrat führe Dollar( 59 569 000 Dollar) gegenüber steht, so daß der Ueber- für Unkosten und Bemühungen für sich berechnen. Der Gerichtshof über den Import sich auf 39 595 000 var mit dem Staatsanwalt der Ansicht, daß es auf eine betrügerische doch ausdrücklich an, daß auch die Rücksicht auf das Existenz- schuß des Exports 56 333 000 Dollar) beziffert. Der Export Ausbeutung unerfahrener, in Not befindlicher Personen abgesehen mininum ihn leite; weshalb wolle Herr Cassel ihm dieses Motiv Dollar( gegen nicht glauben? Redner schließt: Ich hoffe, daß hente die Aufhebung in den ersten neun Monaten erreichte 1046 228 000 Dollar war. Das Urteil lautete auf eine Zusatzstrafe von neun Monaten Dollar), der Import 646 958 000 Dollar Gefängnis, während der Staatsanwalt ein Jahr beantragt hatte. beschlossen und damit den Censiten ein Dienst erwiesen wird. Die( 1 031 964 000 Befürchtung, daß das Wahlrecht doch einmal tangiert werden( 624 467 000 Dollar), so daß der Export- lleberschuß 399 270 000 fönnte, braucht uns heute nicht zu schrecken; kommt es dazu, damn Dollar gegen 407 497 000 Dollar in den ersten neun Monaten 1900 Lehte Nachrichten und Depeschen. wird Herr Cassel gewiß sich mit größter Energie an der Abwehr beträgt. Ein Drittel des Rückgangs der Ausfuhr im September beteiligen. Aber der preußische Landtag fann allerdings sehr entfällt auf verringerten Export an Produkten, zwei Drittel auf reaktionäre Gesetze machen und er wird das um so lieber thun, Industrie- Erzeugnisse. Der Export von Mais hat um 7 871 558 Bush.. wenn er durch Andeutungen à la Caffel so zu sagen mit den Fingern von Hafer um 4212 928 Bush., von Mehl um 92 288 Barrels abdarauf gestoßen wird, wie man auf diesem Wege das Wahlrecht genommen. Die Ausfuhr von Weizen stieg um 6 012 913 Bush., die einschränken fönnte. Kommt es dahin, dann hätte gerade Herr von Baumwollen um 5139 Ballen. Cassel den größten Teil der Schuld darau zu tragen.( Gelächter.) Mit dem Aufhebungsbeschluß würden die Herren wenigstens einmal bewiesen haben, daß sie sich nicht nur freiheitlich nennen, sondern es auch wirklich sind. Sociales. büßt, schlagung Landlente wo aus er Bei dieser Zur Flottendemonstration gegen die Türkei. Paris, 31. Oktober.( W. T.B.) In betreff der Flottendemonstration gegen die Türkei wird von gutunterrichteter Seite versichert, daß die französische Regierung nötigenfalls entschlossen sei, einen bedeutenden Hafenort und ein größeres Gebiet zu besetzen, um die reklamierten Beträge in möglichst kurzer Frist zu erlangen. Konter admiral Caillard werde die hierauf bezüglichen endgültigen Instruktionen erst in den türkischen Gewässern, vielleicht in der Nähe Erhebungen über die Arbeitslosigkeit hat das Ministerium der syrischen Küste, erhalten. Das„ Journal des Débats" schreibt, Stadtv. Nathan( N. L.) polemisiert gegen einige Ausführungen des Herzogtums Coburg- Gotha in einem Erlaffe an die Städte von Singer und Wallach und empfiehlt die Aufhebung im Intereffe und Landratsämter angeordnet. Bom Stadtrat in Gotha ist die es könne weder für die Türkei, noch für sonst jemand ein Zweifel darüber bestehen, bestehen, daß das Einvernehmen zwischen Frank der Stadt, im Interesse des Liberalismus und im Interesse der Kommission für den Arbeitsnachweis damit beauftragt worden. In Kultur, die verlange, daß, wie man gegen Brot- und Fleischzölle einer Sigung am Montag wurden, wie das„ Volksblatt" berichtet, die reich und Rußland in diesem Punkte wie in allen andren tämpfe, man auch nicht 4 M. Steuern erheben dürfe, wenn sie nicht vorläufigen Schritte hierzu beschlossen. Man verhehlte sich jedoch nicht, daß ein vollständiges fei. Es sei unter diesen Umständen schwer zu absolut notwendig seien. Stadtv. Kreitling( N. L.): Herr Cassel hat mich heute wieder zur Zeit eine solche Erhebung noch kein richtiges Bild ergeben würde, glauben, daß die Pforte ihren Irrtum nicht einsehen werde, bevor da die Weihnachtsarbeiten noch manche vorübergebend beschäftigen, es zu spät sei. für meine Ausführungen von 1894 angezapft. Ich war damals Ausschuß die später arbeitslos sein werden. Ferner sind auch noch Leute an referent. Den erwähnten Antrag habe ich lediglich mit Rücksicht auf die Bauarbeiten beschäftigt, die aber in 14 Tagen beendet sind. Auch Buenos Aires tommend, ist mit 300 Baffagieren an Bord eingetroffen. Paris, 31. Oktober.( B. H.) Der Dampfer ,, Italie", aus Besorgnis gestellt, daß das Wahlrecht dennoch gefährdet sein könnte. find viele Arbeiter nicht direkt arbeitslos, wohl aber arbeiten viele Stadtv. Caffel: Herr Kreitling hat damals jenen Standpunkt mit verkürzter Zeit. Auch die müßten in eine Notstandsstatistik auf Derfelbe rettete im Golf von Valença ein Boot, welches dem nicht als Referent, sondern auch rednerisch vertreten. Jetzt kommen genommen werden, soll sie der Wahrheit nahe kommen. Allgemein Segelschiffe„ Tofug" angehörte, das infolge Sturmes gesunken war. in jeder Wahlversammlung Anfragen, Tonlon, 31. Oftober.( W. T. B.) Die Panzerschiffe hänger der Alten oder der Neuen Linten wählen soll und wird gewünscht, daß bereits geplante öffentliche Arbeiten baldigst in In dem Boote befanden sich der Kapitän und 13 Mann der Besatzung. Angriff genommen werden. „ Gaulois" und" Charlemagne" sowie die Panzerkreuzer Bothuan" es wird nach der Stellung zu dieser Frage geforscht. soll ich verschweigen, daß 1894 Herr Kreitling und 13 Genossen Die Wohnungsfrage in München. Der Münchener Magistrat und„ Chanzy" und drei kleinere Schiffe haben sich von dem Mittelden Antrag auf Beseitigung der Aufhebung gestellt haben? beschloß in seiner Sigung am Mittwoch die Bildung einer Wohnungs- meer- Geschwader getrennt und find in östlicher Richtung ab. Herr Singer hat mich nicht widerlegt; gegen feine Des fommission, die vorläufig bestehen soll aus einem der beiden Bürger- ge dampft. Ueber ihre Bestimmung herrscht noch Stillschweigen. St. Etienne, 31. Oftober.( B. H.) In Maueranschlägen, Suftion bezüglich der Wahlrechts- Einschränkung muß ich ent- meister, dem Referenten, je einem Vertreter der Polizeidirektion, der schiedenste Berwahrung einlegen. Daß die Abschaffung des Lokalbautommission und des statistischen Amts, dem Bezirksarzt, den die auf rotes Papier gedruckt find, wird die Bevölkerung zum Dreitlaffen- Wahlrechts durch solche Beschlüsse wie die Aufhebung der Vorständen der neu zu bildenden 5 Bezirksausschüsse und einigen Generalstreit aufgefordert und den Arbeitern angekündigt, Steuerstufe ernstlich gefährdet wird, ist das punctum saliens. Der Hausbesitzern und Mietern. Unser Parteigenoffe, Magistratsrat daß heute abend eine große Boltsversammlung zur Besprechung des Oberbürgermeister hat mich zu Unrecht reftifiziert, er hat über Ed. Schmid stellte den Antrag auf Bornahme einer Wohnungs- Ausstandes stattfinden wird. sehen, in welcher saloppen, unerhörten Weise Stadtrat Tourbié enquete, der indessen mit allen gegen 6 Stimmen abgelehnt wurde. Die Gegner des Antrages motivierten ihre Abstimmung durch die unsren früheren Beschluß als einen tonfusen charakterisiert hat. Oberbürgermeister Kirschner: Nach meiner Auffaffung war Behauptung, in München seien die Verhältnisse nicht so schlimm, wie die Behauptung, gegen die ich Verwahrung einlegte, ganz bedingungs- in andren Großstädten; es feien nur" 3000 überfüllte Wohnungen vorhanden. los hingestellt. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von Max ob man einen An Da " Peking, 31. Oftober.( Meldung der Agence Havas.) Der Vicepräsident des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten futschupeng ist gestorben. Li- Hungschang ist schwer erkrankt. Bring King ist heute nach Stai- feng abgereift, um mit dem Kaiser zusammen zu treffen. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Bading in Berlin. r. 256. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 21 593 Unterschriften ab. now 99 Freitag, 1. November 1901. Sob zu bestehen gehabt. 1894 fam ein spanischer Socialist, Santiago sehr viel Mißstimmung erregt worden. Die Lohnbewegung wird Partei- Nachrichten.b Iglesias, von Kuba nach Portorico und widmete sich zwei Jahre hin- trobem passiven Verhaltens der Innung haben sich die mit aller Ruhe und Besonnenheit geführt. InProteft gegen den Hungerzoll. Im Hamburgischen Staats- durch unermüdlich der socialistischen Agitation; am 1. Mai 1897 erschien folge des passiven Verhaltens der Innung haben sich die als erstes Beichen des Erfolges ein socialistisches, von Iglesias Gesellen mumehr an die einzelnen Meister gewandt und gebiete haben nach genauer Zählung 206 662 Personen unfre redigiertes Blatt„ Ensayo Obrero. Von den wenigen Genossen, die diesen folgende Forderungen unterbreitet: 1. Anerkennung der Petition gegen den Zolltarif unterzeichnet. Die Einwohnerzahl von nun an mit Iglesias die Agitationsarbeit teilten, wurde einer, Gefellen- Organisation. 2. Abschaffung des Schlachtens auf dem betrug am 1. Dezember 1900 768 349 einschließlich der Schiffs- Ferrer, bald von den spanischen Gerichten wegen eines Artikels zu Schlachthofe an Sonn- und Festtagen. 3. Einhaltung der Sonntagsbevölkerung. zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Demnächst wurde Iglesias ohne ruhe, 3 Stunden Arbeit für Werkstatt und 5 Stunden für LadenJim Reichstags- Wahlkreise Sorau- Forst wurden 17 180 Unter- Brozeß dreimal eingeferfert. Im März 1898 wursten sämtliche gesellen fowie Freigabe jedes dritten Sonntags. 4. Besserung des schriften gegeben bei reichlich 114 000 Einwohnern. führenden Socialisten verhaftet, mit Ausnahme von Iglesias, dessen Schlafstellemvesens. Das Fürstentum Reuß j. 2. gab bei 139 000 Einwohnern Zur rechten Würdigung dieser Zahlen muß darauf aufmerksam gemacht werden, daß die unter 18 Jahren alte Bevölkerung über 40 Proz. der Gesamt- Einwohnerschaft ausmacht. ausmacht. au Die Parteigenoffen Mannheims erledigten in ihrer letzten Versammlung am Dienstag den Bericht über den Lübecker Parteitag. Zur Budgetfrage erklärte Drees bach, ihn binde der Beschluß des Lübecker Parteitages, in normalen Verhältnissen das Budget abzulehnen, in anormalen dasselbe anzunehmen, insoweit, daß er sich das auch in dem Nachsatz der diesbezüglichen Resolution gewährte Recht vorbehalte, vor der Abstimmung über das Budget darüber zu befinden, ob man sich in normalen oder anormalen Berhältnissen befinde, um danach seine Entschließung zu treffen, für oder gegen das Budget zu stimmen. Fast einstimmig wurde darauf folgende Resolution anDie Versammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des Parteitags einverstanden. Insbesondere spricht sie ihre Zustimmung zu dem Beschluß in der Budgetbewilligungsfrage aus. Sie erwartet bestimmt, daß die Parteigenossen in den Landtagsfraktionen dem gefaßten Beschlusse wie den ihn bedingenden Grundanschauungen der Partei vollauf Rechnung tragen werden, und daß auf diese Weise Konflikte zwischen den Parteigrundsätzen und vermeintlichen Erfordernissen der Taktik vergenommen: mieden werden. Die Versammlung erklärt sich auch mit den beiden zur Frage der Accordmaurer gefaßten Beschliffen einverstanden. Sie betrachtet Gewerkschaften und Bartei als zwei Glieder des einen Befreiungsheeres der Arbeiterklasse und verurteilt alle Bestrebungen, die beiden zu trennen, geftügt auch auf die guten Erfolge, die das enge Zusammenarbeiten von Gewerkschaften und Partei in Mannheim erzielt hat. Gegen die Thätigkeit des Delegierten Genossen Pfeiffle hat die Versammlung nichts einzuwenden." heimer Volksstimme" folgende Erklärung: er vom 7. April 1900 bis 19. Juni 1900 Krankheitshalber Zur badischen Budgetabstimmung leſen wir in der„ MannAuf Wunsch des Genossen Adolf Geck bestätige ich demselben, daß dauernd von Karlsruhe abwesend und deshalb auch nicht in der Lage war, der Abstimmung über das Finanzgefeß( 28. Mai 1900) wie auch der unmittelbar der Abstimmung vorangehenden Fraktionsfizung beizuwohnen. Mannheim, den 30. Oktober 1901. Aug. Dreesbach. Soto Gegen Legendenbildung. Die Deutsche Bergarbeiter- Beifung" brachte in ihrer Nr. 42 vom 26. Oktober einen Artikel, worin behauptet wurde, Gen. Dü well in Essen hätte im, Vorwärts" abfällige Kritik am Bergarbeiter Verbande geübt. Wir teilten darauf der Redaktion des Blattes mit, daß diese Behauptung unzutreffend sei. Weder Genosse Düwell noch sonst jemand habe im Vorwärts" abfällige Kritik am Bergarbeiter Berbaude geübt. Bugleich fragten wir an, welche Artikel des Vorwärts" die„ Bergarbeiter- Beitung" damit meinte. " " " es Wahlen, aber wie! Nur eine Portoricos durch die Amerikaner im Oktober befreite die Ge- jetzt das Ergebnis gehabt, daß 15 Firmen den geforderten Lohntarif man erst einen Monat später habhaft wurde. Erst die Occupation Die Lohnbewegung der Schiffchensticker in Planen hat bis fangenen. Nun glaubten manche, unter amerikanischem Geses entweder vollständig oder teilweise bewilligt haben. In einer Anzahl würde mehr Agitationsfreiheit sein. Aber gerade wie die Socialisten von den spanischen Beherrschern unterdrückt worden welchem der Tarif in Kraft treten sollte, zu einem Ausstand ge= Stickereibetrieben ist es am Montag, den 28. Oktober, dem Tage, an waren, wurden sie jetzt von den amerikanischen Herren unter- fommen, der noch andauert. Die Zahl der Streikenden dürfte etwa prüidt. Ihre Bersammlungen wurden aufgelöst und wie einst der 100 betrager Rach Zage der Game wird der Ausstand nur von Ensayo Obrero" von den Spaniern, so wurde sein Nachfolger furzer Dauer sein. In den größeren Betrieben, die seither schon " El Porvenir Social" nun von den Amerikanern unterdrückt; dem Tarif nahekommende Löhne zahlten, wird fast durchgängig Social- m Iglesias und andre, die dagegen opponierten, wurden ins Gefängnis weiter gearbeitet. gesteckt. General Brooke, der amerikanische Diktator, sagte zu Iglesias: Sie betreiben revolutionäre Agitation und das Beigelegt find die Differenzen der Tischler bei Lehmann muß aufhören. Entweder müssen Sie damit ein Ende Nachf. in Breslau. Die Arbeit ist am Mittwoch wieder aufgenommen machen, oder wir machen mit Ihnen ein Ende!" Um worden. sonst berief fich Iglesias auf die verfassungsmäßigen Rechte. Auch eine Probe amerikanischer Freiheit! Judeffen machte trop in allen Glasfabriken, so fand auch in der Siemensschen Glashütte Ein gerichtliches Nachspiel zum Glasarbeiter Streit. Wie alledem der 1898 von Iglesias gegründete Freie Verband" Fort- in Döhlen vor der Erklärung des Generalstreits eine Zettelfchritte und 1900 fonnte schon ein Generalstreit gegen die Lohn- obstimmung darüber statt, ob der Streit erklärt werden solle oder reduktion bei Einführung der amerikanischen Währung gewagt werden. nicht. Als in der genannten Hütte die Bettel zu diesem Zweck verDie Vorstandsmitglieder der socialistischen Partei und die Führer teilt wurden, weigerte sich der polnische Arbeiter Balentowicz, an der der Gewerkschaften wurden zwar verhaftet, doch trotzdem er Abstimmung teilzunehmen. Da er fast gar kein Deutsch versteht, so mochte rangen die Arbeiter erhebliche Erfolge: die Arbeiter erhebliche Erfolge: Auf Portorico find er wohl nicht wissen, um was es sich handelte, und der Glasmacher die Gewerkschaften Gewerkschaften meistens socialistisch und die meisten Handreschke versuchte dem Polen die Bedeutung der Abstimmung hervorragenden Führer derfelben sind Socialisten. Bald nach begreiflich zu machen. Handreschke foll mm durch eine Drohung den dem Streit gab wurde offiziell zugelassen, die Republikaner; nur ihre Kandidaten Bum besseren Verständnis der Sachlage sei bemerkt, daß Valentowicz nur polnischen Arbeiter veranlaßt haben, den Stimmzettel auszufüllen. tamen nicht auf den Zettel; die Machthaber sagten einfach:" Die war, an der vom Verband beschlossenen Abstimmung teilzunehmen, tamen auf den amtlichen Stimmzettel. Föderalisten wie Socialisten Mitglied des Glasarbeiter- Verbandes und als solches verpflichtet republikanische Partei ist gut genug für Portorico." Dabei sind 44 wobei es ihn natürlich freistand, ganz nach Belieben entweder für von 66 Stadtverwaltungen von den Föderalisten besetzt! So ist die oder gegen den Streit zu stimmen. Der Vorgang zwischen Handreschke amerikanische Freiheit auf Portorico. Bor kurzem noch wurden zwei und Balentowicz kam durch den letzteren zur Kenntnis der Fabrik Socialisten- Alwin Hascher, ein Deutscher, und S. Raines, ein leitung und durch deren Veranlassung zur Kenntnis der Polizei machen kan en Amerikaner- ins Gefängnis geſtedt, weil sie gegen amerikanische und dann vor das Schöffengericht, welches in der Handlungsweise Brutalitäten gegen Arbeiter protestiert hatten. Is 19 an Handreschtes eine Drohung im Sinne des§ 153 der GewerbeOrdnung erblickte und denselben zu einem Monat Gefängnis sverurteilte.-- Die Drohung bestand darin, daß H. dem B. sagte, Ueber den verstorbenen Genossen, dessen Tod wir bereits er halte sich ohne genügende Papiere in Deutschland auf, und wenn in Lausanne war seit längerer Zeit trant, doch fonnte man angesichts müsse er Deutschland verlassen, ob er nun streite oder nicht. meldeten, schreibt man uns noch aus der Schweiz: Alloys Fauquez diese Thatsache zur Kenntnis der Behörde gebracht werde, dann des noch nicht hohen Alters sowie der kraftstrogenden Gestalt desselben wohl auf Wiedergenesung hoffen; diese Hoffnung hat sich nun leider Ableben hat daher wohl bei allen Genossen das schmerzlichste Bedauern nicht erfüllt und die so überraschend gekommene Nachricht von seinem erwedt. Genosse Fauquez ward am 1. Juni 1859 in Yverdon geboren und ist daher nur 42 Jahre alt geworden. Seit einer Reihe von Jahren betrieb er in Lausanne die Advokatur. Der Socialdemokratie schloß er sich vor Jahren schon an und seine Unerschrocken- Die Angestellten der Straßenbahu in Kopenhagen haben heit und Energie wie sein Wissen wiesen ihm ganz naturgemäß seinen am Dienstagmorgen in ihrer Generalversammlung beschlossen, am Platz an der Spitze der Partei als Führer, die er übrigens eigentlich 1. November auf jämtlichen Linien der Aktiengesellschaft Die Kopenerst schuf. In voller Würdigung der Bedeutung der Presse gründete hagener Straßenbahnen" in den Streit zu treten. Beranlassung er Le Grütli", dessen Redaktion er bis zu seinem Tode beibehalten hierzu gab die Entlassung von 24 Angestellten. Ursprünglich hatte und das vom schweizerischen Grütliverein als offizielles französisches die Gesellschaft 60 Angestellten gekündigt. Auf Veranlassung der Vereinsorgan anerkannt wurde. Seit Jahren gehörte er mit Kommunalverwaltung, die ein kontraktlich festgelegtes Beaufsichtigungsmehreren andren Genoffen dem Kantonsrat und dem Großen Stadt- recht auch über die Arbeitsverhältnisse bei der Straßenbahn hat, rat von Lausanne an und in beiden Barlamenten hatte er im Stampfe mußten 34 dieser Kündigungen zurückgezogen werden. Man glaubte mit der hier herrschenden Plutokratie manchen harten Strauß aus- allgemein, daß damit der Konflikt beigelegt sei.„ Socialdemokraten" ufechten, wobei er mit aller Rücksichtslosigkeit den abgebrühten Geld- nennt den Streitbeschluß einen übereilten. fadsvertretern radikaler wie konservativer Couleur entgegentrat und sich dadurch deren ganzen Haß zuzog, der dann auch in schmutziger Hege der Bourgeoispresse gegen unsern Genossen seinen widerlichen Ausdruck fand. Aloys Fauquez. Angenommen, dies sei eine Drohung, so sollte dieselbe den W. doch nur veranlassen, an der Abstimmung- nicht an dem Ordnung liegen somit nicht vor. Soffentlich wird bas box ber Streit teilzunehmen. Die Voraussetzungen des§ 153 der GewerbeBerufungsinstanz, an die der Verurteilte sich wenden will, gewürdigt 216 1900 Ausland. werden.. " Die Bergarbeiter von Süd- Wales so meldet Wolffs Telegraphenbureau unter dem 31. Oktober haben beschlossen, drei In ihrer neuesten Nummer( 43) nimmt nun die Bergarbeiter Tage lang die Arbeit einzustellen. Die Vereinigung der BergwerksZeitung" von unsrer Mitteilung Notiz, bleibt aber dabei stehen, befizer von Cardiff hat infolge dessen gestern den Beschluß gefaßt, daß der Verband im Vorwärts" angegriffen worden sei. Das soll Dem Komitee des internationalen socialistischen Sekretariats in die einzelnen Arbeiter sowie den Verband der Bergarbeiter von geschehen sein durch unsre erste Notiz über den bekannten Fall Brüffel gehörte Fanquez neben dem Genoffen Fürholz- Solothurn Süd- Wales und den Verband der Bergarbeiter von Großbritannien Meis in der Nr. 215 vom 14. September. In dieser Notiz ist nun als Vertreter der schweizerischen Socialdemokratie an. Sein Tod gerichtlich zu verfolgen. 100 000 Arbeiter werden heute die Arbeit zwar davon die Rede, daß die„ Bergarbeiter- Zeitung" eine unrichtige bedeutet für unsre Partei, namentlich für die Genoffen im Kanton einstellen. Man glaubt, daß infolge diefer dreitägigen ArbeitsDarstellung der Vorgänge auf der Bochumer Kreistonferenz gegeben Waadt, einen ganz empfindlichen Verlust und die gerissene Lücke einfteffung 400 000 Tonnen Kohle weniger produziert werden. Der dürfte längere Zeit fühlbar fein. Wenige Tage nach dem Tode Preis der Kleinkohle steigt in Voraussicht dieser Abnahme der habe, mit keinem Worte wird aber der Bergarbeiter Verband ge- unsres unvergeßlichen Karl Bürkli mun der Tod unsres Genossen Kohlenproduktion beträchtlich. nannt und es befindet sich in der Notiz keine Wendung, die irgend- Fanquez, die beide so hervorragende und erprobte Führer waren! Da die Arbeitseinstellung, für welche die vorstehende Meldung wie als auf den Bergarbeiter- Verband gemünzt gedeutet werden Möge der schmerzliche Verlust bewirken, daß die Bhalang unirer feinen Grund angiebt, von vornherein auf drei Tage bemessen ist, Partei enger gefchloffen und auf der ganzen Linie volle und un- so haben die betreffenden Arbeiter, für die die gleitende Lohnskala" Wir haben den Bergarbeiter Verband noch niemals angegriffen getrübte Einigkeit hergestellt werde, um das begonnene Werk der gilt, wahrscheinlich die Absicht, durch Einschränkung der Förderung oder abfällig kritisiert und haben dazu auch noch keine Veranlassung verstorbenen beiden Führer fortzusehen und zu siegreichem Ende zu ein Sinken des Kohlenpreises und damit eine Herabsetzung ihrer gehabt. Wir halten es für notwendig, das ausdrücklich zu konstatieren, führen! Löhne zu verhindern. um Legendenbildungen von vornherein entgegenzutreten. tönnte. Polizeiliches, Gerichtlichtes usw. - Die Minderjährigen- Vorschrift des sächsischen Vereins. Ueber den Prozeß Opificine läßt sich das Badische Nach gesetzes, die bekanntlich nur für politische Versammlungen gelten richten- Bureau aus Pforzheim melden: soll, wurde jetzt in der Chemnizer Gegend direkt gegen eine gewerk In hiesigen socialistischen Kreisen wird die bestimmte Hoffnung schaftliche Versammlung angewendet. In Niedermarbach war eine gehegt, daß die von dem Abgeordneten Opificius gegen das Urteil Metallarbeiter- Versammlung, in der ein Metallarbeiter sprach über der Strafkammer eingelegte Berufung von Erfolg begleitet sein das Thema:„ Die Entwicklung der Industrie und der Nutzen der werde und zwar mindestens insofern, als ihm die Berechtigung Gewerkschaften". Trotzdem erhielt ein Minderjähriger, der in der zur Bekleidung öffentlicher Aemter wieder zugesprochen wird. Versammlung anwesend war, von der Amtshauptmannschaft Döbeln Ob in diesem Falle eine Niederlegung des Mandats erfolgt, soll noch ein Strafmandat über 5 M. und der Vorsitzende der Versammlung zweifelhaft sein. ein solches über 10 M. Beide beantragten gerichtliche Entscheidung, weshalb das Schöffengericht in to ßwein über die Sache zu verhandeln hatte. Dazu bemerkt die Mannheimer Bolfsstimme": Soweit wir unterrichtet sind, wird Genosse Opificins sein Mandat niederlegen ohne Rücksicht auf den weiteren Verlauf des Prozesses. Er will damit beziveden, daß der Wahlbezirk, der ihn zu seinem Vertreter erwählte, im Landtage keinen Augenblic invertreten bleibt, obwohl die Schuld nicht an ihm liegt, daß der Bezirk seinen erwählten Abgeordneten verlieren soll. Ein katholischer Pückler. In Brilon( Arnsberg) war, wie wir schon berichteten, Genosse Hoffmann aus Bielefeld aus einer Centrumsversammlung hinausgeworfen und mit einem Krückstock so über den Kopf geschlagen, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Hoffmann hatte in der Versammlung kein Wort gesprochen und überhaupt nichts gethan. Der Leiter der Versammlung, Pfarrer Dr. Broeckhoff, sagte, als die Centrumshelden nach vollbrachter That wieder in den Saal zurückkehrten, etwa folgendes: Todes- Anzeige. Am 29. Oktober entschlief sanft mein Allen Parteigenoffen und Bekannten Mann, der Metalldrücker bie traurige Nachricht, daß meine Frau Paul Klingelhöfer gen. Peter. Minna Schröter geb. Schönefeld Die Beerdigung findet Sonntag, nach schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntag: 3. November, nachnt. 3 Uhr, auf dent nachmittag 3 Uhr, vom Krankenhause Heiligkreuz, Sirchhof in Warendorf Die trauernden Hinterbliebenen Bernhard Schröter nebft Rind. Moabit aus statt. Deutscher 1532b statt. Auguste Klingelhöfer geb.Krause, Verwaltungsstelle Berlin. Der Zeuge, Gendarm Haffter, meinte, die Versammlung sei von Metallarbeiter- Verband. einer politischen nicht zu unterscheiden gewesen. Warum, fonnte der Herr Gendarm aber nicht sagen, denn er war nicht einmal im Todes- Anzeige. stande, Auskunft über das Referat selbst zu geben. Der als Zeuge er- Am 29. Oktober starb unser Mitschienene Gemeindevorstand Lorenz gab an, daß über die Entglied, der Metallbrücker wickelung des Handwerks und die Großindustrie gesprochen worden iei; ferner über die Alters, Unfall- und Invalidenversicherung, fowie im allgemeinen über die Lage der Arbeiter. Zum Schlusse habe im der Referent zum Beitritt in den Metallarbeiterverband aufgefordert. Dies war das ganze Ergebnis der Beweisaufnahme und darauf verurteilte das Gericht den Vorsitzenden zu 25 M. und den minder jährigen Besucher zu 5 M. Geldstrafe. Voreiliger Staatsanwalt. Ein Verfahren gegen Genossen „ Wir wollen durch diesen Zwischenfall die Ruhe uns nicht rauben Ihs in Breslau wegen angeblicher Beleidigung des PolizeiTassen. Wir wollen doch von dem Drechsler( Genosse Henning aus präsidenten in Posen ist eingestellt worden, weil, wie ihm der erste Brilon, der anfragte, ob Hoffmann würde reden dürfen und dafür Staatsanwalt mitteilte, tein Strafantrag vorlag. Dabei auch mit hinausgeworfen wurde, ist Drechslermeister) uns nichts ist Klühs schon richterlich vernommen worden. vordrechseln lassen. Der mag anderswo mur ruhig weiter drechseln, 612 xelsT Adolf Heinze Alter von 60 Jahren. [ 121/10 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet ftatt am Freitag, den 1. Nov., nachut. 1½ Uhr von der Leichenhalle des Krankenhauses am Urban aus, nach Mariendorf. Rege Beteiligung erwartet Berlin, den 1. November 1901 Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse für das Bierbrauer: Gewerbe zu Berlin. Um 30. Oktober verstarb plötzlich nach achtjähriger Thätigkeit der Kaffenbeamte; 16426 Bercin socialdemokratischer Gast- und Schankwirte Berlins und Umgegend. Am 30. Oktober cr. starb nach längerem Leiden die Frau unfres Mitgliedes, Kollegen Max Logan, Frau Bertha Logan. Die Beerdigung findet am Sonntags nachmittag 134 Uhr von der Halle des Central Friedhofs in Friedrichs felde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 70/2 Statt jeder besonderen Weldung die traurige Nachricht, daß meine innigftgeliebte Frau und Mutter Bertha Logan geb. Beier, verw. Voigt nach schwerem Leiden am Mittwoch früh 10 Uhr verstorben ist. Dies zeigt tiefbetrübt allen Freunden und Bekannten an 26770 Max Logan. Die Beerdigung findet am Sonna tag, von der Halle des Central Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. das sind ja doch nur Seifenblasen. Solche Leute kommen da mitmedes? Gewerkschaftliches. Velocipedes und mit Benteln auf dem Rücken, um ihre Lehren in Flugschriften an den Mann zu bringen. zu bringen. Wenn fie au adlible Berlin und Umgegend. Berlin und Umgegend. wieder in Eure Häuser kommen sollten, so ich lagt jie,( mit Wegen Maßregelung von drei berr Michael Seischab. Den 3. November, nachm. 13 Uhr, Nachdruck) fchlagt fie, flagt fie fo lange, bis der letzte Achtung, Glasschleifer! aus Brilon und überhaupt aus dem ganzen Sauerlande ver- Kollegen in der Wertstelle Karl Heckert Nachf., Prinzenstr. 32, ersuchen Die Ortsverwaltung Berlin. wir, den Zuzug fernzuhalten. trieben ist." Drescht, drescht, drescht! so lautet der Schlachtruf des AntiDeutsches Reich. agus femitengrafen. Schlagt, schlagt, schlagt sie! ist jetzt die katholische Die Lohnbewegung der Hamburger Schlächtergesellen Stampfparole. Jstraut, der Protestant, Bidler, der Juden- gestaltet sich zu einem immer schärfer auftretenden Konflikt zwischen freffer, Broedhoff, der Katholit, ein feines Knüppeltrifolium! Meistern und Gesellen, da der Vorstand der Schlächter- Inmung die Die socialistische Bewegung in Portorico wird, wie wir im Gesellen- Organisation sowie den Gesellenausschuß jetzt vollständig Hamburger Echo" lesen, in einem Artikel der neuen amerikanischen ignoriert. Hierdurch sowohl wie durch efte frühere gelegentlich der socialistischen Monatsschrift Comrade" geschildert. Noch nicht zehn legten Berhandlungen mit dem Gesellenausschuß gegebene Erklärung: Jahre alt, hat die socialistische Partei auf der Insel sowohl unter„ Die Gesellen müssen sich erst bessern, ehe mit spanischer als unter amerikanischer Herrschaft schwere Verfolgungen ihnen wieder verhandelt wird", ist in der Gesellenschaftl Wir verlieren in ihm einen gewissenhaften und pflichttrenen Beamten und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 3. November, nachmittags 312 Uhr, von der LeichenHalle des Neuen Rirdorfer Kirchhofes in der Rudowerstraße aus, statt. Der Vorstand. J. A. Otto Wolf, Vorsitzender. Für Maurer, welche sich im Zeichnen, Veranschlagen fowie allen technischen Bauarbeiten 2c. zum Bolier ausbilden wollen, bietet fich günstige Gelegenheit, an dem Winterkursus( Abendstunden und Sonntags) teilzunehmen. Carl Karras, Maurermeister, 26662* Beuffelstr. 71. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 1. November. Opernhaus. Samson und Dalila. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. De Urania. Apollo- Theater. Freireligiöse Gemeinde Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Ueber den Wolken Invalidenstr. 57/62. Mit glänzend er Ausstattung von Kostümen, Dekorationen und Lichteffekten. Zum 3. Male: Per tommende Tägl. Sternwarte. König Aqua. Mann. Anfang 71/2 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. # Schiller. Die Braut von Messina oder: Die feindlichen Brüder. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Johannes. 72 Uhr. Anfang Berliner. Nacht und Morgen. Anfang 72 Uhr. Leffing. Haus Rosenhagen. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Wildente. Anfang 712 Uhr. Nenes. Das Ewig- Weibliche. Anfang 7 1hr. Westen. Der Zigeunerbaron. Anfang 72 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. Anfang 8 1hr. Central. 712 116r. Die Puppe. Anfang Thalia. Ein tolles Geschäft. Anfang 7 Uhr. Luisen. Maria Stuart. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Der Märchenbrunnen. Anfang 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Horwarths wunderbare 6 Liliputaner mit ihren kleinsten Pferden der Welt und Pracht- Equipage! Central- Theater. Heute Anfang 712 Uhr: Die Puppe. Operette in 3 Atten von Audran. Im zweiten Bilde Einlage:„ Die freche Ratte", von Erit Meyer" Sel: mund, gesungen von Mia Werber. Morgen, Sonnabend: Zum erstenmal in prächtiger Ausstattung: Der Seekadett. Operette in 3 Aften von Richard Genée. Jm 2. Aft: Lebendes Schachspiel, dargestellt von Die Landstreicher. Anf. 72 Uhr. Belle Alliance. Friz Reuter. An- 32 Kindern. fang 8 1hr. Casino Theater. Berlin WBerlin N. Specialitäten. An: fang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Ausstattungs- Burleske in 1 Akt und 4 Bildern von Max Novack. Musik von Reinhold Ehrke. Im 3. Bilde: Grosses Ballett unter Mitwirkung des Luftballetts Grigolatis. Original Mönchsguter Fischertanz. Vollständig neues Specialitäten- Programm. 8 Debuts. Anfang& Uhr. Theater ( Zum Besten des Baufonds) Sonntag, den 17. November 1901 Kunter- Buntes- Theater! in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29. Weber- Weberbrettt unter persönlicher Zeitung des Direktors E. von Ungezogen. Sämtliche Nummern des Programms find von Dichter- Fürffen der Gegenwart und Vergangenheit! und werden dargestellt Schall und Rauch, von den ersten Künstlern und Künstlerinnen der Zukunft. Unter den Linden 44. Freitag, den 1. November 1901, abends 82 Uhr: Neues Programm! In Vormundschaftssachen. Ein Geheimnis. Don Carlos. Die Weber. Das Zahnweh. Metropol- Theater. Passage- Theater. Schön war's doch. Anfang Schön 8 1hr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Palaft. Specialitäten- Vorstellung. Weibliche Barbiere. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten: Borstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Paffage Panoptikum. Specialis täten- Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Hrania. Taubenstr. 48/49.( 3m Anfang 8 Uhr. Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Ueber den Wolfen. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Walluer- Theater). Freitagabend 8 Uhr: Die Braut von Messina oder: Die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören in 4 Atten von Friedrich Schiller. Sonnabendabend 8 Uhr: Jugend. war's doch! Gr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. Emil Thomas a. G. Joseph Josephi a. D. H. Bender. G. Kaiser. E. de Veré. Frid- Frid. Urkomische Parodie Bender als Saharet! Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72. Sente u. folg. Tage: Ein tolles Geschäft. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Paula Worm in 8 Verwandlungen. Guido Thielscher in 11Verwandlungen. Fritz Helmerding als Wolzogen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Junkermann, Bojé. Anfang 72 Uhr. Heimat. Sonntagabend 8 Uhr: Hans Huckebein. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Sanssouci anfang 8 Uhr! Anfang 8 Uhr! Kottbuserstr. 4 a. Wiederauftreten von Adolf Hoffmann. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Soiree: Tanz. Anfang Sonntags 7 Uhr, von 5-7 Uhr Konzert. Entree 50 und 75 Pf. Wochentags Anfang 8 Uhr, Entree 30 u. 50 Pf. Novität. Der Märchenbrunnen. Große Berliner Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 4 Aften von Kurt Junge. Musik von Alb. Wicher. Morgen: Dieselbe Vorstellung. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Maria Stuart. Trauerspiel Wochentags Vereinsbillets gültig und in 5 Aufzügen von Friedr. v. Schiller. Tanz frei. Alle andern Tage bleiben die Säle zu Festlichkeiten und Ver: fammlungen frei. Sonnabend: Keine Vorstellung. Heute, Freitag: Premiere! Lotte Sebus. Marie Ellis. die lustige Ilka, Schwiegermutter. Die Tegernseer. 18 neue Nummern I. Ranges. Palast- Theater ( früher Feen- Balast) Burgstr. 22. Direktion: Winkler ut. Fröbel. Das durchweg neue sensationelle November- Programm. Um 9 Uhr. Novität. Um 9 Uhr. Grossstadtzauber Ausstattungsburleske m. Gesang in 2 Aften von W. Gericke, Musik v. A. Sommerfeld. Ballett- Arrangem. v. E. Chlebus. Neue Kostüme aus dem Atelier von R. Schaup. Hugo Lustig. Dir. Rich. Winkler Neu: Williams Cirkus. Wallenda- Truppe. Anfang 8 uhr. Entree 50 f. Sonnt. 7 Uhr. Reichshallen. ( Ausgeführt ausschließlich von Kindern der Gemeinde.) Dazu Grosses Konzert bont Berliner Sinfonie- Orchester unter persönlicher Leitung des Dirigenten Herrn M. Fischer. Nachher: GROSSER BALL. E Anfang des Konzerts präcise 5 Uhr. Eintrittskarten 30 Pfennig, Kinder 15 Pfennig. Eintrittskarten erhalten Mitglieder an den bekannten Zahlstellen. statt. Nauchen während der Vorstellung im Saal verboten! Saalthüren geschlossen! Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Abendkasse findet nicht Während der Vorträge bleiben die 62/4 L.L. L. Löwenthal, gegr. 1866. Fabrik: Reichenbergerstr. 121. Filiale: Jerusalemerstr. 50,51. Cirkus Busch. Casino- Theater. Musik- Instrumente. Freitag, 1. November, abends 71/2 Uhr: Komischer Gala- Abend. Clown Glozzi als Ringkämpfer mit seinem& sel. Clown Daniels als Photograph. Broses 5 Elefanten. Die vorzüglichsten Kräfte. Zum Schluß: Hie guet Brandenburg allewege. Gr. Ritter- u. Reiter- Schaustück aus der furbrandenb. Zeit zu Waffer u. z. Lande. Cirkus Schumann Renz- Gebäude. Karlstrasse. Freitag, 1. November 1901, abends präc. 712 Uhr: Große außerordentl. Vorstellung. Zum 21. Male: A Travers Paris ( Quer durch Paris) mit dem Schlußaft: Nordseebad Scheveningen. Größte Ausstattungs- Pantomime der Gegenwart in 8 Aften von René Louis und Marsan, Paris. Stettiner Sänger. Feenhafte Beleuchtungs- und Waffer: , Bosco". Britton. Meysel. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Effekte. Lothringerstr. 37. Vollständig neues Programm. In Berlin noch nie gesehene erstklassige Specialitäten Dazu auf vielfachen Wunsch verlängert der Schlager Berlin N.- Berlin W. Sonntagnachm. zu kleinen Preisen: Die Grille. Montag: Jubiläum. 3. 50. Mal; Berlin N. Berlin W. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. Specialität.- Doppel- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften. Special- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Vorzügliche Küche. Gut gepflegte Biere. Zu kaufen gesucht: 26252* Protokolle Vorher: Ganz erquisites Programm und die neu engagierten Specialitäten. Ferner Auftreten sämtl. Clowns und Auguste mit ihren für Berlin voll: ständig neuen Entrees u. Intermezzos. 11. a. 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Die Garantie einer Taschenuhr, eines Juwels oder irgend eines Schmuckgegenstandes ist Sieht man zu viel auf eines dieser beiden Dinge, dann kann man bei einem billigen absolut wertlos, ausser sie wird von einer Firma von anerkannter Verantwortlichkeit und Integrität Kauf" sehr schlecht fahren. Denn das Notieren niedriger Preise, welche es den Kunden überlässt, auszufinden, dass sie gegeben. Viele Leute kaufen Schmucksachen von allerhand Gelegenheitshändlern von Hand zu minderwertige Qualität, schlechte Arbeit und Material repräsentieren, führt nicht zum Erfolg und gewinnt kein Vertrauen. Hand und meinen dann:„ Es ist alles in Ordnung, ich habe deren Garantie." Wir haben durch Offerierung von strikt reellen Waren zu billigsten Preisen, zu welchen Unsre Garantie aber ist durch einen langjährigen Ruf gedeckt, denn grösseres Renommé gute Qualitäten, gut gemacht, verkauft werden können, ein grosses Geschäft aufgebaut. Man kann bringt grosse Verantwortung mit sich. sich darauf verlassen, dass die Waren so wie angegeben und von solcher Qualität und so hergestellt sind, dass sie empfohlen werden können. Sonntags geöffnet 8-10 und 12-2. Es gehören zwei Dinge zu einem guten Kauf" -O Preis und Qualität. und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutſchlands. Deutscher Holzarbeiter- Verband.| Arbeiter- Radfahrer- Verein Sonntag, den 3. November cr., nachmittags 5 1hr, im Lokal von Graumann, Naunynstraße 27: Mitgliederversammlung mit Frauen. Tages Ordnung: 1. Vortrag. Referent: Genoffe Waldeck Manasse. 2. Dis: Tussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 44/4 Nach der Versammlung findet ein gemütliches Beisammensein statt. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich mit ihren Frauen zu er: scheinen. Die Ortsverwaltung, Verein der Bananschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, den 3. November, vormittags 10% Uhr, im Gewerk schaftshaus, Engel- lifer 15, Saal I: 40/3 Versammlung. Tages- Ordnung: 1 Vereinsangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Mitgliedstarte legitimiert. Beiträge werden nur zwischen 91/ 2-11 Uhr angenommen. Der Vorstand. Hente Freitag, abends 8 Uhr: 127/8 Sitzung der Orts- Verwaltung im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Konsum- und ProduktivGenossenschaft Berlin- Rirdorf ( E. G. m. 6. H.). Heute Eröffnung der XI. Verkaufsstelle Stralaner Allee 20a. Bisherige Verkaufsstellen: Berlin SO.: Bücklerstraße 31. " SO.: Falckensteinstraße 6. 0.: Stralauer Allee 20a. Achtung, Rabizspanner u. Träger Birdorf: Bietenstraße 31. Sonntag, den 3. November, nachmittags 3 Uhr: Mitgliederversammlung mit Frauen im Lokale des Herrn G. Jannaschk, Juselftr. 10. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom legten Quartal. 2. Vortrag des Genossen Walter über den Nutzen der Konsumvereine. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Darauf: Gemütliches Beisammensein. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 16486 Die Ortsverwaltung. Verband der Bau-, Erdund gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin III.) Sonntag, den 3. November, vormittags 10 Uhr: Mitglieder Versammlung im Lokal von Zimmermann, Badstraße 58. Tages Ordnung: 1. Bortrag über Mißstande in unsrem Beruf. 2. Diskussion. 3. Neuwahl des ersten und zweiten Kassierers. Verbandsangelegenheiten und Ber: schiedenes. 44/5 Der wichtigen Tagesordnung wegen erwartet pünktlichen und zahlreichen Besuch Die Ortsverwaltung. " " Hobrechtstraße 82. Rosenstraße 4. Brit: Werderstraße 33. Treptow: Baumschulenstraße 36. Ober- Schöneweide: Edisonstraße 4. Johannisthal bei Senftleben. Steglik: Schloßstraße 115. Demnächst werden Verkaufsstellen eröffnet in Groß- Lichterfelde: Dürerstr. 37. Berlin 0.: Münchebergerstr. 32, am Küftriner Platz. Berlin( Moabit): Emdenerstraße 19 und in Friedrichsfelde. Aufnahmen werden in allen Verkaufsstellen entgegengenommen. Die Erlegung der Einschreibegebühr von 50 Pf. berechtigt zum Einkauf. Mitglieder- Anteil 30 m. Mitgliederzahl 3100. Die Genossenschaft arbeitet mit nur eigenem Kapital. 265/11 Der Aufsichtsrat. Der Vorstand. Tischler- Verein zu Berlin.+ Herren- Vortrag Herren- Anzüge, Paletots Sonnabend, den 2. November, abends 8½ Uhr, im Lokal des Herrn Lipke, Melchiorstrasse No. 15: über:" Sogenannte unheilbare Man J. Kurzberg, auberge. 26533* Derlammlung. Tages: Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Herrn Emil Rosenow. 2. Vereinsangelegenheiten. Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, nach Maß, eleg. Ausführung, 32 M. an. nerleiden". Freitag, den 1. November, abends 812 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Nur Herren![ 14876] Eintritt fret 199/20 Dr. Schünemann, Sonntag, den 3. November, nachmittags 4 Uhr: Besuch der Urania", Taubenstraße. Bur Aufführung gelangt: Ueber den Wolken". Specialarzt für Haut, Harn: und Billets find noch bei allen Vorstandsmitgliedern in der Versammlung zu Frauenleiden, Seydelstr. 9. haben. Der Vorstand. Sprechstunden: 12-23, 16-18. parterre. 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Nur die Gewinne über 232 wit. find den betreffenden Nummern in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 74 195 229 338[ 1000] 524 699[ 1000] 714 70 870 88 1141[ 1000] 271 391 628 46 2556 877 944 3036 385 435[ 500] 645 76 760 807 38 987 4267 72 304 636 734 47 87 930 5149 358 75 464 937[ 10001 58 6208 22 442 76 624 31 81 705 896 7121 88 226 75 384[ 3000] 91 591 897 932 34 8018 79 120 22 368 9109 257 634 707.40 10319 56 442 506 98 600 54 61 763 877 968 92 11039[ 1000] 219 46 571 79 602 825 70 71 93[ 1000] 12095 123 94 252[ 1000] 364 666 867 13007 108 246 90 91 303[ 5000] 682 96 739[ 1000] 837 49 69 14172 83 374[ 1000] 405 69 702 819[ 3000] 919 43 95 15012 171 359 435 52 545 642 53 88 797 810 12 16235 386 90 616 838 17129 255 436 92 921 18165 89 498 715 43 94 824 925 19148 96 249 488 952 59 78 20009 86 146 224 49 347 457 502 36 73 75 634 747 821 41 908 56[ 1000] 84 99 21061 66 300 541 631 93 701 53 75 859 982 22101 418 77 622 63 69 90 822 30 91 980 23117 425 31 552 704 24057 139 69 90 93 311 41 75 404 564 644 46 700 915 45 25060 99[ 500] 151 56 62 217 366 411 73 556 748 874 26121 69 392 438 69 505 77 717[ 500] 72 905 12 27026 226 364 408 15001 540 704 817 963 69 28058 199 531 613 734 29203 23 374[ 500] 463 519 63 709 91 835 926 53 30015 48 84 192 335 484 87 542 617 727 88 898 31014 68 77 194 232 40 88 99 434 544 637 53 56 976 32144 80 351 478 619[ 1000] 41 754 33006 103 333 [ 3000] 52 97 454 575 88 646 829 34023 80[ 500] 223 34 61 304 617 867 970 85[ 1000] 87 35062 139 227[ 1000] 43 356 60 591 628 62 94 736 87 92 914 36090 111 365 98 99 495 612 65 719 971 37142 253 317 18 61 617 760 815 38263 82 301 501 96 empfiehlt sein Lager in Uhren und Goldwaren. 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Lotterie.| 54 114195 260 324 60 446 605 68[ 1000] 115058 155 67 704 114101 635 820 49 62[ 500] 99 115097 381 505 889 116083[ 3000] 143 317 560 635 825 67 940 52 765 886 953( 1000] 119129 51 617 707 43 75 803 45 117012[ 500] 223 956 120099 104 22 30 68 294 420 95 535 684 97 761 121070 296 304 38 563 676 888[ 3000] 952 83 122304 476 644 81 739 865 966 98 123003[ 500] 50 123 217 36 520 788 917 54[ 500] 124071 87 332 73 509 74 604 17 50 700 872 81 125080 103 68 339 412 63 501 611 751 [ 1000] 71 840 126126 82 252 370 727 865 952[ 1000] 127064 184[ 500] 96 474 588 617 48 703 74 994 128064 235 376 86 619[ 1000] 822[ 1000] 24 984 129011 45 85 224 309 820 82 971 130431 53 73 626 703[ 1000] 954[ 500] 131194 201 469 657 797 856 989 92 132100 27 98 323 88 404 504 26 90 909 133268 627 735 134062 122 44 257 76 79 304 52 463 546 629 764 135078 304 535 60 716 50 871 914 47 136070 112 41 282 340 67 432 65 90 669 863 137112 53 450 623 78 774 814 138093 112[ 500] 27 200[ 500] 512 803 28 961 139090 405 73[ 500] 650 825 140096 227 550 88 94 654[ 1000] 67 82 90 725[ 1000] 898 141223 52 500 49 923 63[ 500] 142555 632 61 811 85 143064 305 26[ 1000] 559 93 683 772 803 86 144099 237 314 535 56 616[ 3000] 737 145086 223 24 44 91 596[ 500] 642 888[ 5000] 940 84 146058 366 96 441 620 21 91[ 3000] 911 64 79 147037 108 60 65 225 55 61 464 506 715 149102 31721 STAFF 628 945 110007 72 6679 782 150001 46 177 90 239 306 65 875 151132 45 75 218 27 86 366 761 877 87 152155 67 446 85 533 867 921 66 89 153126 51 238[ 1000] 535 795 812 23 87 154152 518 694 97[ 1000] 726( 500) 74 800 79 933 72 155024 307 21 467 83 560 68 662 762 85 156151 212 19 37 64 88 412 687 742 82 157330 413 89 158039 [ 500] 62 260 482 675 731 924 159002 37 118 448 81 568 628 61 85 97 714 53 91 806[ 1000] 58 65[ 1000] 72 Biehung vom 31. Oftober 1901 nachmittags. Nur die Gewinne über 232 Mt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( 3000) 4[ 3000] 124 314 412 37[ 500] 879 1111 477 536 ( 500] 45 875 900 2017 42 138[ 1000] 283 308 46 421 522 48 615[ 500] 746 3008 105 329 92 526 724 823 64 82 951 68 74 4064 182 387 482 798 818 914 73 97 5037 93 565 76 858 71 82 922 95 6080 295 99 396 448 571[ 500] 663 860 7010 68 83 265 66 91 363 486 681 717 8197 255 356 77[ 1000] 728[ 500] 60 832 44 9037 108 352 403 663 761 870 901[ 3000] 70[ 500] 10151 369 430 60 589 672 772 890 919 11053 142 67 237 541 658 729[ 500] 949 12205 539 81 777 13144 54 272[ 1000] 96 384 465 582 624 798 972 99 14128 258 424 641 70 779 926 15348 582 [ 500] 664 733 815 46[ 1000] 927 16169 275 419 55 57 61 699 955 17345 69 98 577 683 734 18456 617 93 19448 513[ 500] 726 890 20212 29 33 308[ 1000] 446 524 39 83 659 95 21005 301 49 479 707 909 83 22211 13 33[ 5001 987 402[ 1000] 754 812[ 1000) 23089 189[ 3000] 210 309 780 863 97 24283 397 491 506 86 757[ 1000] 874 25018 315 530 716 938 40 26172 518 21 49 57 59 620 728 52 802 38 56 982 27167[ 3000] 433 759 91 973 28010 237 328 52 539 682 870 29042 225 547 91 605 15 26 74 30004 124 424[ 3000] 520 21 32 51 696 717 31183 130 000] 250 81[ 1000] 556 621 32 32173 240 48 61 82 304 27 455 542 64 33178[ 500] 261 [ 5001 521 677 88 735 851 34010 19 146 253 379 510 26 94 626 743 977 35094 254 391 555 806 929 35[ 500] 36036[ 1000] 112 14 43 200 50 95 317 414 707 38 85 803 10 960 66 37124 83 405 524 50 81 618 82 97 804[ 500] 81 927 76 38022 89 156 94 226 343 512 26 847 960 39199 223 26 355 69 406 55 627 762 39039 291 412 93 588 604 39 70 826 42 50 91832 914 91160037 65 71 89 112 61 327 88 779 889 909 161234 5314 268 40019 90 94 120 65 79 426 41040 98 107 455 538 71 707 8 45 48 57 932[ 1000] 54 42004 104 309 447 67 531 988 43064 67 108 263 368 506 627 884 44054 146 265[ 500] 383 452 743[ 1000] 954 94 45140 65 211 12 68 466 537[ 500] 55[ 500] 774 46084 535 650 739 839 982 93 47362 968 48291 411 55 538 678 [ 500] 49046 92 140 90 672 73 736 895 98 50078 98 281 397 510 647 743 888 51011 15 125 48 295 342[ 1000] 52152 70 234 60 94 341 53252 91 382 440 656[ 3000] 87 786 832 945 67 88 98 54032 [ 10 0001 60 103 213 29 302 70 99 671 797 55000 [ 500] 144 204 36 439 506 81 92 637 56 61 759[ 500] 923 84 56152 447 85 611 26 94 706 69 811 78 57061 90 192 96 367 509[ 500] 65 834 933 80 58112 28 95 245 315 35 457 502 3 691 816 968 59199 228 38 46 648 983 60079[ 3000] 168 93 214 315 44 455[ 1000] 95 61393 458 640 1500] 763 62012 198 268 71 301 450 [ 500] 537 86 665 856 63008 88[ 1000] 172 265 313 462 655 87 862 959[ 500] 64507 37[ 5001 41 89 65008 258 328 72 530 71 761[ 1000] 951 66224 416[ 5001 605 72 741 46 855 88 67013 58 150 272 699 852 68281[ 3000] 457 541[ 500] 655 65 853 69005 157 94 385 90 417 544 778 70047 179 366 539 98 691 71019 406 693 782 972 72037 201 320 35 493 533 79 683 705 7 42 95 821 [ 3000] 73 936 73051 71 260 396 97 494 556_731 74006 65 81 138 313 545 672 703 82 926 75019 92 126 29 50 431 43 519[ 500] 66[ 500] 720[ 500] 22 [ 3000] 902 76113 28 205 72 451 766 77007 72 234 79 99 399 447 665[ 1000] 778 85 811[ 1000] 33 82 78076 203 312 401 573 657[ 3000] 936 80 89 79032 252 80 381 443 535 600 86 739 940 47 80028 255 413 516 622 754 866 909 81299 302 39 50 73 585 724 826 943 82176 78 88 531[ 500] 797 832 994 83491 542 708 896 84405 68 702 29 43 98 958 59 85035 168 412 58 501 41 645 86 733 808 66 944 86000 9 249 334 559 600 9 51 87010 181 290 354 462 527 66 636 41 83 865 982 88198[ 500] 343 639 80 89 938 89008 101 269 421 53 64 523 641 779 973 90064 430 580 638 738 80 928 84 98 91072 107 20 289 325 428 84 577 600 781 824 979 92174 205 15001 73[ 500] 84 338 89 415 638 717 61 850 903 56 86 93094 284 319[ 500] 22[ 500] 93 465 773 888 94187 300 42 51 67 70 81 555 658 98 876 95448 540 45 47 629 65 756 96005 447 64 521 48 52 646[ 3000] 812 85 944 46 97306 60 67 542 694 745 78 98021 71[ 3000] 130[ 500] 249 90 336 88[ 3000] 454 585 701 58 91 994 99227 358 94 408 799 803 904 3 464 585 652 730 36 92 328 81 101027 100005 59 223 454 585 652 730 36 92 826 81 101027 33 78 192 204 10 352 68 467 84 548 641[ 500] 795 102074 333 408 605 945 103009 399 408 44 642 729 64 860 62 [ 3000] 952 61 82[ 500] 104007 102 98 378 448 679 815 23 983 92 105165 297 317 433[ 500] 52 84 90 591 617 82 860 912 106512 48 974 107028 70 142 63 85[ 500] 352 68 462 706 861 91 108090 426 576 96 617 19 725 32 836 109008 195 98 355 480 895[ 500] 110176 354 69 402 34 693 835[ 500] 92 111005 12 19 246 51 634 768 88 815 112020 78 139 263 70 404 34 554 714 113007 199,331 71 497[ 500] 524 36 615 22 Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. " Gajthofverkauf. Familienverhält nisse halber verkaufe meinen in Dessau, Leipzigerstraße, gelegenen, flottgehen: den Gasthof 8ur Stadt Braun schweig", mit großen Räumlichkeiten, Vereins und Logierzimmern, Kegel: bahn, Sommer- und großem Obst und Gemüsegarten. Jährlicher Um: fat circa 250 Hektoliter Lagerbier, viel Weißbier, Brause und Selters. Sehr viel Branntwein und andre Spirituosen, Logierges 1.1 332 62 574 94 628 710 32 50 968 162292 306 593 735 40 54 808 97 163026 182 315 17 425 555 666 705 901 164046 173 294 311 493 779 808 982 165051 256 66 411 500[ 10 000] 655 80 746 65[ 1000] 72 166071 94[ 5001 205 83 332 77 439 56 567 500] 913 167036 44 65[ 5000] 192 262 676 825 906 168012 50 55[ 500] 158 91[ 500] 260 500 623 774[ 1000] 80 869 169000 162 219 333 79 477 507 675 834) 170101 22 277 319 462 850[ 500] 908 59 171067 258 333 856[ 1000] 952 172071 129 561 677 717 835 53 941 173159 76 756 73 874 174709 25 36 60 175017 164 243 76 573 877 925[ 500] 176001 75 169 222[ 500] 62 347 510 27 83 91 670 713 24 39 949 [ 500] 94 177064 73 459 531 62 666 721 77 857 178006 100 9 79 303 438 754 179001 89 97 98 307 25 66 476 640 50 817 1000] 53 931 58 66 * 97 520 629 180000 180027 92 178 207 329 59 97 520 629[ 3000] 44 56 87 818[ 3000] 938 181006 236 398 567 757 182083 195[ 3000] 280 612 56 98 888[ 3000] 183040 72 195 96 340 608 703 63 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Allee 177a, Rausch. 119/20 Abbrud wird gebeten. gütigen auch Sonntagvormittag. 161b Elektrotechnik, Alte Jakobstraße 24. Waldemarstraße 65a. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. straße 4 und 5. und Hobelbank verkauft Mandelkow, Reinickendorf, Provinzstraße 24.[ 16356 8/19 Sonntag Vermischte Anzeigen. 9078* 908* be: 9346* Schulz. Fest Stellenangebote. Klavierspieler für Sonnabend 13316 und Sonntags abends. Haffe, Eisens Frau bahnstraße 20. +14 16346 15326 16506& Scholz, Turmstr. 76, bei. Nr. 256. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 1. November 1901. Arbeiter, Bandwerker, Varteigenossen! Agitiert mit ganzer Kraft für einen Sieg der Socialdemokratie bei den am Mittwoch, den 6. November, erfolgenden Stadtverordneten- Wahlen. Es gilt dem auf der Ungerechtigkeit des Dreiklassen- Wahlsystems fußenden Freisinn für seine schmähliche Vernachlässigung der socialen Pflichten einen Denkzettel zu geben, es gilt ihn daran zu erinnern, daß es im kommunalen Leben der Reichshauptstadt noch andres zu thun giebt, als Reverenzen nach oben zu machen und die Interessen der Geldsacks- Privilegierten zu fördern. Parteigenossen! Rüttelt die Säumigen auf, belehrt die Unentschiedenen, damit der Wille des arbeitenden Volles am nächsten Mittwoch so imponierend, wie es unter dem Dreiklassenwahl= Unrecht möglich ist, zur Geltung komme! Berliner Partei- Angelegenheiten. Zweiter Wahlkreis. Die Mitglieder des Wahlvereins können von heute ab in den Zahlstellen die Protokolle über die Verhandlungen des Parteitags zu Lübeck gratis in Empfang nehmen, sofern sie für Monat November den Beitrag gezahlt habei. V fuchern 162, d. h. jeder 20. Besucher; in der 3. Leschalle( Wilms- altes Mädchen gefunden. Da die Mutter des Kindes bis jetzt straße) von 11 072 Besuchern 840, d. h. jeder 13. Besucher; in der noch nicht ermittelt ist, hat er das Kind bis auf weiteres in Pflege: 6. Leschalle( Rostockerstraße, erst am 30. November 1900 eröffnet), behalten. von 3146 Besuchern 314, d. h. jeder 10. Besucher. Immerhin kamen aber selbst in denjenigen Lesehallen, die sich durch einen ungewöhn lich hohen Anteil des weiblichen Geschlechts an der Gesamtzahl der Besucher auszeichnen, auf den Tag durchschnittlich nur 2-3 weibliche Besucher. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich in der Betriebs werkstätte der Großen Berliner" in der Badstraße. Der Tischler H. geriet mit der Hand in das Getriebe der Fraisemaschine. Drei Finder wurden ihm vollständig weggerissen. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde der Schwerverlegte, welcher Sechster Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am Sonntag früh 8 Uhr eine Flugblatt- Verbreitung Das Polizeipräsidium beabsichtigt, zur besseren leberwachung verheiratet und Familienvater ist, nach einem Krankenhause gestattfindet. Die Genossen wollen sich in folgenden Lokalen ein- der sogenannten Haltefrauen, d. h. derjenigen Frauen, die gebracht. t? Obdachlos. Der 71 Jahre alte ehemalige Spritzenmann Carras, finden: Für Moabit bei Johann Pfarr, Buttligstr. 10. fremde Kinder unter 4 Jahren gegen Entgelt, d. h. einmalige oder Gesundbrunnen bei Brinkmann, Prinzen- Allee 21; dauernde Zahlung von Unterhaltsbeiträgen, in Pflege haben, vor- der seit Auguſt d. J. Witwer ist und für sich allein in dem Hause Reinickendorferstr. 60b wohut, traf gestern morgen auf einer Baut Gustav Herrmann, Butbuferstr. 45. Rosenthaler Vorläufig zehn elferinnen mit einem Jahresgehalt von je 500 M. auf dem Ruheplatz eine 47 Jahre alte Arbeiterin Witwe Delzig geb. stadt bei Rosin, Ruppinerstr. 42; Bachgänger, Swine anzustellen. Die hauptsächlichste Aufgabe einer solchen Helferin Fuchs, die ihm flagte, daß fie feit acht Tagen arbeits- und obdachlos münderstraße 34. Schönhauser Vorstadt bei Richard würde darin bestehen, jede in dem ihr überwiesenen Bezirke wohn- sei und sich sehr unwohl fühle. Aus Mitleid nahm er sie mit in Augustin, Schönhauser Allee 73, und in allen bekannten Lokalen. Die Vertrauensleute des sechsten Kreises. H. Raschke. hafte Haltefrau in bestimmten Zwischenräumen zu besuchen seine Wohnung, um ihr eine Tasse Staffe zu kochen. Aber bevor und dabei vorgefundene Mißstände, zum Beispiel un- diese fertig war, brach die Frau zusammen und starb. Die Leiche Charlottenburg, Sonntag früh 7½ Uhr findet zu den Stadt- zureichende Pflege des Haltekindes usw., dem Polizeipräsidium zur wurde von der Revierpolizei beschlagnahmt und nach dem Schauberordneten Wahlen eine Flugblattverbreitung statt. Die Genossen und Genossinnen werden gebeten, sich frühzeitig und Anzeige zu bringen. Gebildete, rüſtige Damen, nicht über 40 Jahre hause gebracht. zahlreich einzustellen. Die Flugblätter sind in Empfang zu nehmen: alt, die sich um eine dieser Stellen bewerben wollen, mögen sich 1. Bezirk: Basche, Potsdamerstr. 44; 2. Bezirk: Leder, Bismarck- unter Einreichung eines selbst geschriebenen Lebenslaufes schriftlich straße 74; 3. Bezirk: Kant, Charlottenburger Ufer 2; 4. Bezirk: an Abteilung Ila des Polizeipräsidiums wenden. Nähere mündliche Dörre, Wallstr. 90; 5. Bezirk: Petric, Sesenheimerstr. 1; 6. Bezirk: Auskunft in dieser Angelegenheit wird werktäglich vormittags Fischer, Pestalozzistr. 84; 7. Bezirk: Röttger, Leibnizstr. 3; 8. Bezirk: zwischen 11 und 1 Uhr auf 3inumer 277 des Polizeipräsidiums Bredlow, Ansbacherstr. 31. ( 2. Stock) erteilt. Tokales. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Die Biermart Steuer bleibt unsocial denkenden Mehrheit " " Der Naturmensch Gustav Nagel ist gestern morgen aus Nauen hierher gekommen, um sich auf Empfehlung eines Arztes aus der Altmark wegen einer klinischen Vorstellung an Geheimrat Jolly, den Direktor der psychiatrischen und Nervenklinik der Charité, zu wenden. Nagel fuhr mit der Bahn bis zum Lehrter Bahnhof und wanderte von dort in seinem Naturkostim Hemd und grauen Umhang, ohne Kopf- und Fußbekleidung der Charité zu, feinen, Das Abspringen von den Straßenbahnwagen. Aus dem treuen Begleiter, einen Spiz, unter dem Arm. Auf dem ganzen Bureau der Straßenbahn erhalten wir folgende Zuſchrift: Am Wege wurde er angestaunt wie ein Wesen aus einer andren Welt. 28. d. M. abends verunglückte ein junger Mann beim Abspringen mußten sogar die Schuyleute einschreiten, um sie ihm vom Leibe zu Eine ganze Menschenmenge zog hinter ihm her, und stellenweise von einem in voller Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen und zog das war das Er- fich eine so schwere Gehirnerschütterung zu, daß er kurze Zeit darauf halten. Der stattliche blonde Mann, der nur von Obst und FeldOb Geheimrat gebnis der gestrigen Sigung der Stadtverordneten- Versammlung. starb. Dieser durch cigne Unvorsichtigkeit verschuldete unglücksfall früchten lebt und sich durch kalte Waschungen und Bäder auch gegen Nach zweiundeinhalbstündiger, heftiger Debatte veranlaßt uns, darauf hinzuweisen, daß sich ähnliche Fälle, wenn die Winterkälte gefeit hat, ficht vorzüglich aus. hat die Versammlung in namentlicher Abstimmung mit 57 gegen auch zumeist mit weniger traurigem Ausgange, immer häufiger wieder- Jolly ihn zur Vorstellung in seiner Klinit, annimmt, steht noch dahin.; holen. Wir möchten erneut auf die Gefährlichkeit des Abspringens Roheitsverbrechen. Ueber eine Brutalität ohne gleichen bringt 56 Stimmen den Beschluß gefaßt, der Magistratsvorlage, die die Nicht- während der Fahrt aufmerksam machen; schon beim Pferdebetriebe ein hiesiges Blatt eine aufsehenerregende Mitteilung: Danach hat erhebung der Viermark- Steuer forderte, ihre Zustimmung zu versagen. war dies nicht unbedenklich, beim elektrischen Betriebe sollte es aber Herr Richard Hajché, der Inhaber des bekannten Porzellanlagers in Die um Caffel, Jacobi usw. dürfen diesmal fast allein den traurigen Ruhm womöglich ganz unterlassen werden. Steinesfalls sollte man von Berlin, die Gemeindejagd von Schönow bei Boffen gepachtet und für sich in Anspruch nehmen, diesen allem socialen Empfinden einem Vorderperron oder von einem Wagen abspringen, hinter dem mit der Beaufsichtigung derselben den Förster Ehlers betraut. Als hohnsprechenden Beschluß doch noch einmal durchgedrückt noch ein Anhängewagen kommt. Eine große Reihe von Unglücks- diejer vor einigen Tagen mit einem englischen Pointer an der Grenze des Reviers gegen das Jagdgebiet von Werben entlang ging, sei auf: zu haben. Die Redeschlacht war besonders dadurch bemerkenswert, fällen könnte dann vermieden werden. daß der Vertreter des Magistrats, Stadtrat Tourbié, der Wenn die Straßenbahn- Direktion hier den Tod des jungen diesem ein Schuß gefallen, worauf der Hund dahin lief. Dort jei Lindenbaum im Auge hat, über den wir gestern berichteten, so scheint der Hund von einem der Jäger, den Herren H., S. und M. aus der Versammlung( für die fie im Irrtum zu sein. Denn wie gemeldet wurde, soll Lindenbaum Marienfelde und V. aus Berlin", durch fünf Schüsse getötet worden. Herr Wallach das Wort führte und in bekannter Weise nicht beim Abspringen verunglückt sein, sondern dadurch, daß er beim Als der Förster hierauf( ohne Waffe) die Jäger wegen Tötung des auf die Arbeiter schimpfte) mit einem Freimut die Wahr- Stoßen des Wagens aufs Pflaster geschleudert wurde. Bei alledem Hundes zur Rede stellte, sei er mit den Worten:„ Wenn Sie nicht heit sagte, wie man das bisher von dieser Stelle aus noch nicht ist die Warnung der Direktion natürlich angebracht. machen, daß Sie vomi Nevier fommen, giebt es was raus! abgewiesen worden. Als damn später der Förster an dem Gebäude an gehört hat. Wie vortrefflich die Hiebe saßen, die er austeilte, das Die Zahl der Opfer der Großen Berliner" ist im der Werben- Gadsdorfer Landstraße vorbeigegangen sei, in welchem bewies die Wut, mit der sich Herr Cassel nachher gegen ihn Oktober wieder erheblich gestiegen. Totgefahren wurden 3 Per- der obengenannte Jagdpächter H. aus Marienfelde eine Stube gewandte. Von socialdemokratischer Seite sprach für die Vorlage fonen, gegen eine im Vormonate, während die Zahl der Schwer- mietet hat, sei dieser ihm nachgerannt und habe ihm zugerufen, er Genosse Bruns, der die Härte und Ungerechtigkeit dieser Steuer verwundeten nicht weniger als 19 beträgt gegen 13 im September. folle doch mal zurückkommen. Der Bericht sagt dann weiter: geißelte. Herr Cassel versuchte übrigens in seiner gegen Stadtrat Unter den Schwerverwundeten befinden sich ein Straßenbahn- Der Förster und Herr H. stellten sich gegenseitig vor, und in demTourbié gerichteten Erwiderung unter anderm auch unfren Genoffen Schaffner, ein Straßenreiniger und ein Schuhmann. Wagen- felben Augenblick erhielt der Förster einen Fauſtſchlag gegen den Singer anzurempeln, wurde aber von Singer wirksam abgefertigt. brände Kopf, der ihn einen Augenblid besinnungslos machte. Als er sich und Drahtbrüche find im Abnehmen begriffen, Auf den Beschluß, den der Kommunalfreisinn gestern gefaßt hat, aufraffte, um seinen Hut aufzuheben, trachte ein Schuß. Herr H. indes die Zusammenstöße Straßenbahnwagen unter- trug einen geladenen und gespannten Drilling- ein dreiläufiges wird die Berliner Bevölkerung am 6. November die Ant- einander oder mit andrem Fuhrwerk noch immer nahezu Gewehr- bei sich. Die Kugel war dem unglücklichen Förster dicht bei wort geben. Sie wird eingedenk sein der von Herrn täglich vorkommen. Die Hoffnung, daß sich der Straßen- der Wirbelsäule durch den Hals gegangen. Ohne sich des Schwerverletzten Caffel mit erhobener Stimme abgegebenen Erklärung, es liege inbahn Betrieb glatter abwickeln wird, wenn erst alles elektrisch" irgendwie anzunehmen, ging Herr H. in das Haus zurück, in welchem sich der freisinnigen, fortschrittlichen Tradition, daß in ist, hat sich als trügerisch erwiesen, denn obwohl nur noch einige seine Freunde befanden. Der Förster schleppte sich in das Dorf bis der Gemeinde dem, der Rechte hat, auch Pflichten obliegen. Herr Caffel und seine Leute achten das, was die werkthätige Bevölkerung wenige Pferdebahnen kursieren, gab es mehrfach im Straßenbahn- zu dem Jagdhause des Herrn Hasché, wo er, durch den starken BlutCaffel und seine Leute achten das, was die werkthätige Bevölkerung verkehr Betriebsstörungen größeren Umfanges. Diese waren zum Notverband erhalten hatte, wurde der Unglückliche nach Bossen zu berlust geschwächt, ohnmächtig zusammenbrach. Nachdem er einen durch ihre Arbeit zum Gedeihen unsres Gemeinwesens beiträgt, für Teil durch Zusammenstöße hervorgerufen, teils durch Reißen von dem Dr. Keilpflug gebracht, wo er sich noch in Behandlung befindet. nichts und wollen nur dem das Recht des„ Mitratens" geben, der Leitungs- oder Herabfallen von Telephondrähten, in einem Falle Der Amtsanwalt aus Zoffen, Dr. Wirth, hat bereits an Ort und durch Zahlung von Steuern mitthaten" kann. Mit einer an Cynismus grenzenden Offenheit ist hier wieder einmal von einem auch durch Brand des Hauptspeisekabels verursacht. Mit dem An- Stelle den Thatbestand aufgenommen." Einer der Beteiligten soll ein Führer des Freisinns selber zugegeben und festgestellt worden, daß bringen der Schutzvorrichtungen geht es nur sehr langsam vorwärts. Herr Haidmann aus Marienfelde sein. Straßensperrung. Der Große Weg von der Charlottenburger sociales Empfinden vor dem freisinnigen Princip Zur Affaire Jacobi. Herr Stadtverordneter Rechtsantvalt Halt zu machen habe. Marggraff teilt hiesigen Blättern mit, daß in einem( von uns nicht Chauffee bis zum Restaurant Charlottenhof wird behufs Umpflasterung abgedruckten) Bericht über eine Versammlung des Vereins Franz von 4. d. Mts. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter Die diesjährigen Stadtverordnetenwahlen fördern die er- Ziegler vom Montag eine wesentliche Unrichtigkeit enthalten sei. Er, gesperrt. Marggraff, habe ausdrücklich hervorgehoben, daß sich Herr Jacobi Im Apollo- Theater ist gestern eine neue Ausstattungsoperette göglichsten Dinge zu Tage, namentlich in der zweiten Abteilung bei der Beratung im Plenum an der Abstimmung über den gegeben worden. In diesem Theater ist es ein seltsames Wesen mit Hier wird bei der Wahl nicht über Principien entschieden, vielmehr Ankauf der Aktien der Siemens und Halsteschen Bahn nicht be- der Aufführung eines neuen Stückes. Das Premierenfieber, das handelt es sich im gutfituierten ,, Mittelstand" nur um persönliche Zwistig- teiligt habe. feiten der Kandidaten. Die Freisinnigen um Jacobi haben aber doch einen In der Wohnung feiner Geliebten wurde gestern abend der Friedrichstraße nicht; grundgütige Feen winden dem Komponisten schweren Stand. Ihnen ist infolge der Wahlreform, die für die dritte Ab- ein Agent Friedrich Trenner verhaftet. Dieser war für ein Geschäft leuchtende Kränze und sorgen für einen dreifachen Tusch, bevor noch eine Note seines neuen Werkes das Ohr erreicht hat. teilung nur eine geringe Bedeutung hat, ein Gegner in den Grund in Glogau thätig gewesen und wurde von der dortigen Staats- Waldersee hat es auf seiner berühmten Reise nach China in Punkto besizern erwachsen, die in ihrer Habgier ihre Interessen bis jetzt anwaltschaft wegen Unterschlagung, schweren Diebstahls und Urkunden- Waldersee hat es auf seiner berühmten Reise nach China in Punkto Lorbeeren nicht besser gehabt als Herr Steinhold Ehrte, der immer noch zu wenig in der Stadtverordneten- Versammlung ge- fälschung seit mehreren Monaten steckbrieflich verfolgt. Die Kriminal- orbeeren nicht besser gehabt als Herr Reinhold Shrke, der wahrt glauben. Wes Geistes Kinder die Kandidaten sind, die sich polizei erfuhr nun, daß Trenner zu einem Mädchen, das jetzt in der Komponist des König Aqua", und gleich dem berühmten Herrn Linde, Hauskapellmeister des Apollo Theaters. da den Wählern offerieren, geht aus einem persönlichen Anschreiben Elbingerstraße wohnt, früher Beziehungen hatte, und vermutete, Dichter hat es gut an dieser Kunststätte. hervor, das in der zweiten Abteilung des 6. Wahlbezirkes verbreitet daß er zu seiner alten Liebe zurückkehren werde. Nach längeren des Stoffs nicht in Verlegenheit. Frau Luna hat mit mehr Beobachtungen fand sie diese Bermutung auch bestätigt. Geſtern benn 400 Aufführungen ungeahnten Erfolg erreicht. Schön. wird. In dem Schriftstück sagt der Kandidat von sich: abend nun flopfte bei dem Mädchen ein Kriminalbeamter an. Macht man dasselbe noch einmal " Ich werde mit der Mehrheit der Stadtverordneten- Versamme lung für die Aufrechterhaltung aller Rechte der freien Stadt- renner öffnete, bejahte ahnungslos die Frage, ob er Herr Trenner Grün als Farbe des Seewassers gilt, so wurde aus dem Reiche im sei, und wurde festgenommen. Monde ein Reich der Meerestiefen, in das von Rügen aus dieselbe vertretung auf dem Boden der Verfassung sein; aber ich werde auch für jedes mögliche ehrenvolle Einvernehmen mit der Der junge Maun, welcher am 11. Oftober, nachmittags um Gesellschaft hinabsteigt, die ehedem sich in den Luftballon schwang. Regierung eintreten, das die Interessen der Stadtverwaltung 7/2 Uhr, an der Kanonier- und Mohrenstraßen Ecke von einer Kutsche Nur die Regierung hatte sich dort unten einer kleinen Aenderung zu überfahren worden ist, wird von der Staatsanwaltschaft ersucht, sich unterziehen. Fräulein Carola, die ehemalige Mondkönigin, wurde wahrt. Ich werde nie Seiner Majestät dem Könige die schuldige im Polizeipräsidium zur Sache 75 35 IV/ 6 01 in den Vormittags- ihrer großen Jugend halber für unmündig erklärt und erhielt einen Achtung und Ehrerbietung versagen, auch dann selbstverständlich stunden zu melden. Bapa zugeteilt, eben den König Aqua, unter dessen Oberleitung das nicht, wenn ich, z. B. in Kunstfragen, andrer ästhetischer Ueberzeugungen bin, als Seine Majestät." Aus dem Untersuchungsgefängnis zu Moabit entwichen sinnverwirrende Sammelsurium von Ballett und Beleuchtungsist der Schlosser Georg Schröter, ein Mann von 37 Jahren, der be- effekten fich abspielt. All diesen Glanz und Schimmer zu beschreiben, Diese Auffassung von dem Wesen einer„ freien Stadtvertretung" reits verurteilt ist und in einer andren Angelegenheit vernommen ist unmöglich; so etwas muß man gesehen haben. Doch sei erwähnt, wird allerdings gleich einigermaßen verständlich werden. War doch werden sollte. Schröter wohnte früher bei seiner Mutter in der daß die Verfasser des neuen Stückes durch eine hübsche poetische Boechstr. 51 und hielt sich seit Ende Februar unangemeldet in dee sich ganz besonders verdient gemacht haben. Sie behielten das Berlin auf, bis er Ende März bei einem Besuch seiner Mutter ver- liebreizende Luftballett Grigolatis auch für das neue Stück bei und haftet wurde. Frauen in den Lesehallen. Die städtischen Lesehallen werden Schuhwarenhandlung befigt, hatte er ein Fahrrad verkauft, das er ja unzutreffend Handlung nennt, weit über Gebühr ausgedehnt iſt. Einem Geschäftsgenossen seines Schlages, der eine sicherten ihm dadurch ohne weiteres ein gut Teil Erfolg. Nicht ganz vorteilhaft ist dem Stück, daß das, was man an sich von Frauen im allgemeinen nur selten besucht. Im Jahre 1900/01 aus einer Stonfursmasse billig erworben haben wollte. Zufällig aber hatte Die Notwendigkeit, die einleitenden drei ersten Afte und auch die hatten die sechs Lesehallen im ganzen 60 700 Besucher. Darunter er es gerade einem Bekannten des Käufers gestohlen. So wurde vierten Teil. waren 2513 weibliche Personen, im Durchschnitt aller Lesehallen war der Diebstahl entdeckt und aufgeklärt, sobald der Bestohlene den erste Hälfte des letzten etwa auf den dritten, also erst jeder 24. Besucher weiblich. Für die einzelnen Lesehallen Bekannten mit seinem Rad sah. Die Ermittelungen ergaben nun, der imponierenden Kalauer nur wenige vorhanden sind. Auch die zusammenzustreichen, leuchtet um so eher ein, als trop Robert Steidl stellt sich aber das Verhältnis fehr verschieden. So wurden in der 2. Lefehalle( Ravené- Straße) unter 20 964 Besuchern mur 487 weib- bab Schröter in Gemeinſchaft mit andern den Fahrraddiebstahl in acht Rügener Fischer und Fischerfrauen, die einen Nationaltanz großem Umfange betrieben hatte. Er wurde daher wegen banden„ Schüttel de Bur" aufführten, erschienen uns aus dem Grunde deplaciert. liche gezählt, hier war mithin erst jeder 43. Besucher weiblich. Aehnlich mäßigen Diebstahls zu 2/2 Jahren Gefängnis verurteilt und hatte weil sie wirklich echt waren und zu dem raffinierten Trikotflitter, der war das Verhältnis in der 1. Lesehalle( Mohrenstraße), wo von überfie umgab, in ihrer plattdeutschen Schlichtheit einen gar zu wunderlichen haupt 15 838 Besuchern 442 weiblich waren, also erst jeder 36. Besucher. noch bis Ende Dezember 1903 zu fizen. Dagegen waren weiblich: in der 4. Lesehalle( Glogauerstraße) von Kinderaussetzung. Der Schuldiener Nelte, Lindenstr. 97/98, Kontrast bildeten. Die Autoren einer modernen Ausstattungsoperette 6475 Besuchern 268, d. h. jeder 24. Besucher; in der 5. Lesehalle hat am Sonntagnachmittag gegen 6 Uhr in der Einfahrt der Markt- sollten doch mit peinlicher Strenge darauf achten, daß niemand in ( Dunderstraße, erst am 13. November 1900 eröffnet) von 3205 Be- halle in der Lindenstraße auf einem Handwagen ein etwa 14 Tage dem Stück auftritt, der sich natürlich geberdet. der sich so empfehlende Kandidat Redacteur der „ Deutschen Tageszeitung"! anderswo den Direktor wie den Autor todkrant macht, kennt man in " 1 D Graf Aber auch der Er kommt wegen Und in Grün. δα Ein paar Worte noch über die Musit. So populär wie bie bie Bollziehungsbeamten statistische Erhebungen über die Zahl der gangs erscheinen laffen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Dr. Lindeschen Schlösser, die im Monde liegen, wird sie ja nicht werden. leerstehenden Wohnungen 2c. stattfinden. Aber von dieser und jener lustigen, leichtfaßlichen Melodie werden Wilmersdorf und Halensee doch profitieren. Versammlungen. Kommunalwähler- Versammlungen. Eduard David: Rückblick auf Lübed. Eduard Bernstein: Parteidisciplin und Ueberzeugungstreue. Friedrich Herz: Justiz und Politik in Oestreich. Dr. H. B. Adams Lehmann: Neue Geschlechtsbahnen. Otto Lang: Der Socialismus in der Schweiz. Dr. Mathieu Schwann: Der Weg der Civilisation. Georg Schöpflin: Die sächsischen Landtagswahlen 1901. Wilhelm Fenerbericht. In der Nacht zum Donnerstag gertrimmerte der wohnungslose Stutscher Rudolph das Fenster des öffentlichen Feuermelders Gitschinerstr. 12 und verursachte böswillig eine In einer zum Mittwochabend für den 4. Kommunal- Wahl- Bölsche: Gedanken über die Schule. Rundschau. Der Preis des Hestes Alarmierung der Wehr. Offenbar hatte er es auf seine Festnahme bezirk( Tiergarten) im 3ühlteschen Lokal, Dennewigstraße, ein- beträgt 50 Pf., pro Quartal 1,50 Mr. abgesehen, die denn auch erfolgte. Sturz vorher brannte Bülow- berufenen Kommunalwähler- Bersammlung wurde infolge des schwachen straße 42 der Fußboden. Große Frankfurterftr. 7 mußte in einer Besuches der Vortrag des Genoffen 8ubeil abgesetzt. Genoffe Blumenfabrik ein kleines Schadenfeuer beseitigt werden. Wegen Hensel forderte die Erschienenen zur praktischen Mitarbeit bei der eines Wohnungsbrandes, der verschiedene Möbelstücke einäscherte, stattfindenden Flugblattverteilung und ebenso am Tage der Wahl Welzen, gut hatte die Wehr Weidenweg 25 zu thun. zur Listenführung usw. auf. Aus den Nachbarorten. einer wurde 9 mittel Marktpreise von Berlin am 30. Oktober 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Str. Kartoffein, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Reule 1 kg do. Batch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Fier Karpfen Aale " gering " Roggen, gut mittel gering 13,95 13,94 * Gerste, gut " * auf mittel gering afer, gut mittel 13,93 13,92 13,91 13,90 14,40 13.70 13,60 13,00 12,90 12,30 16,20 15,40 15,30 14,60 Bander " gering 14,50 13,80 Hechte 7,66 7,00 Barsche 8,60 6,20 Schleie 40, 50, 25, Bleie 25,- Krebse 60, 30, Erbsen Speifebohnen Vinsen Der Vortrag Zur Dis † ab Bahn. * frei Wagen und ab Bahn. 8, 5, 1,70 " 1,20 1,40 11,60 1,30 " 1,80 1, 1,601, " 2,80 2, 60 Sint 500 2,40 1 kg 2,20 1,20 2,50 1,20 2,60 1,20 2,00 1, 1,80 0,80 2,80 1.20 1,40 0,80 per Shot 16,- 3, bei Gröffnung in schwacher Tendenz und blieb auch im weiteren Laufe Produktenmarkt vom 31. Oftober. Der Getreidemarkt verkehrte unerholt. Für die herrichende Geschäftsunlust wird in erster Linie das Stocken des Konjumbegehrs verantwortlich gemacht und dieses wieder auf den Niedergang der Industrie zurückgeführt. Namentlich werden aus dem Königreich Sachsen ernstliche Slagen darüber laut, daß der sonst so lebhafte Getreidebegehr der dortigen Bevölkerung in diesem Jahre fast ganz ausfest. bedeutende Realisierungen vorgenommen. Weizen notierte 4, Roggen 1/2 M. Am hiesigen Platze wurden seitens eines spekulativen Großunternehmers auch Mehl war unverändert. Von den Auslandsbörsen meldeten Amerika niedriger als gestern. Nur Mairoggen behauptete seinen letzten Preis, und England schwächere, Destreich- Ungarn etwas höhere Preise.- Haser war still, Mais nominell gut behauptet. Nüböl ganz ohne Geschäft. Spiritus unverändert, 70er loco 32,90 m. Briefkasten der Redaktion. Für den 9. Bezirk fand am Mittwoch eine Versammlung in Habels Brauerei statt. Daselbst sprach Genosse Dr. A. Bernstein Der Amtsvorsteher v. Oppen ist, wie wir durch eine tele- über die bevorstehenden Wahlen. Er unterzog vor allem das Krankenphonische Nachricht aus Adlershof erfahren, gestern mittag dort nach hauswesen und die öffentliche Gesundheitspflege der Stadt sowie fünftägiger Krankheit an einer Brustfellentzündung gestorben. Oppen, den Mangel an Säuglingsschutz einer fachverständigen Kritik und verurteilte die der ein Alter von beinahe 64 Jahren erreicht hat, war früher Nitt- das schärfste. hier herrschenden traurigen Zustände Der Redner zeigte ferner, welche unheilbare meister und hatte seit 1874 die Funktion eines Amtsvorstehers am Unfruchtbarkeit der zu Schweifwvedelei und Byzantinismus Orte auszuüben. In diesem Mann verliert die Socialdemokratie so sehr befähigte Freifinn auf allen Gebieten des städtischen Lebens, Michistro einen der vorzüglichsten Propagandisten; und wenn uns eine besonders aber auch auf dem der socialen Fürsorge an den Tagen Hoffnung über den Verlust fo schäzbaren Kraft legt, und wie jeder, dem das Wohl der Stadt am Herzen liegt tröstet, so ist es die, daß die 184 Rüdschrittsstimmen, und der das Wohl der Gesamtheit fördern will, dem socialdemo die bei der Neichstagswahl von 1898 den 924 am Ort für fratischen Kandidaten seine Stimme geben muß. die Socialdemokratie abgegebenen Stimmen noch gegenüber standen, tussion nahm ein kleiner Geschäftsmann das Wort, der sich in mit lebhaftem Beifall aufgenommen. sich nunmehr auf etwa Null reduziert haben mögen, und somit die allen Punkten mit dem Referenten einverstanden erklärte, nicht Lebensaufgabe des Herrn v. Oppen erfüllt wäre. Dieser föniglich aber mit der Haltung der socialdemokratischen Vertreter in preußische Amtsvorsteher verstand wie wenig andre Leute die Kunst, der Straßenhändler Frage, und sich bitter über die Konkurrenz durch allerhand erbärmliche Chikanen, durch schnöden Mißbrauch der beklagte, die ihm von den Straßenhändlern gemacht wird. Ihm trat Amtsgewalt, die die Opfer bis aufs Blut peinigen mußte, alle Genosse gubeil entgegen, fuchte ihn darüber aufzuklären, daß doch rechtlich denkenden Menschen mit Ingrimm gegen ein System zu auch diese Leute eine Berechtigung zu existieren haben und ein Vererfüllen, das solcher Mittel zu seiner Erhaltung zu bedürfen schien. bot des Straßenhandels kaum zu einer Verminderung der KonWie arg es um das Regiment des Herrn v. Oppen stand, zeigt die würde, und knüpfte daran noch eine Kritik der Zustände und Erfurrenz, wohl aber zu einer Et igerung der Ladenmieten führen Thatsache, daß er sowohl in unserm Blatt wie auch in öffentlichen eigniffe auf den verschiedenen Gebieten der kommunalen VerwalVersammlungen mehrfach des vorsätzlichen Amtsmißbrauchs geziehen tung. Die Versammlung wurde mit der Aufforderung zu regster wurde, ohne daß er die Courage fand, gegen diese schwerste Be- Agitation für die Wahl des Genossen Dr. A. Bernstein geschlossen. schuldigung, die gegen einen preußischen Beamten erhoben werden Im Berliner Prater fand am Dienstag eine sehr gut besuchte tann, sich mit dem sonst in der Amtspragis doch sehr beliebten Hilfs- Kommunalwähler Versammlung statt, in welcher Genoffe Baul mittel der Beleidigungsklage zu wehren. Singer, an Stelle des plöglich erkrankten Genoffen Freudenberg. referierte. Einleitend erinnerte der Redner daran, daß die Thätigkeit tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners. der Socialdemokraten im„ Roten Hause" seit 1884 datiert und daß das, was bisher erreicht worden ist, nur der angestrengtesten Thätig- Baumeister Lilienthal, Groß- Lichterfelde, Marthaftr. 5. W. 3. 9. Vorsitzender der Baugenossenschaft Freie Scholle ift Herr keit derselben zuzuschreiben sei. In überaus fesselnder Weise übte M. K. 100, G. M. 5, G. R.: Nein. Schöneberg, Haken: Genosse Singer dann eine scharfe Stritik an den Thaten der Frei- strake 40. Dem Arbeitnehmer steht nach Ihrer Schilderung ein Anspruch sich am allerbesten in dem einen Ausspruch:„ Für alle Wohlthaten, welche E. N. 45a. 1. Leider ja. 2. Darüber müssen Sie bei dem Vorstand finnigen und meinte, der Typus des bornierten Freisinns charakterisiere weder gegen den früheren noch gegen den jezigen Arbeitgeber zu. die Arbeiter empfangen, haben sie nicht einmal ein danke!" Ihrer Krankenkasse sich informieren, weil die Rechtslage nicht durchweg die Nachdem der Redner in ausführlicher Weise die socialen Aufgaben, gleiche ist. S. D. 7. Nein. E. P. 1. Weißensee. J. 1000. Ja. welche die Stadt Berlin zu erfüllen verpflichtet ist, erörtert hatte, S. S. Posen hatte nach der letzten Volkszählung 117 100 Ginwohner. ging er zur Besprechung der Bürgermeisterfrage und der Märchen- Schönherr. Gewerbetreibende, die einen offenen Baden haben, Gaft: brunnenangelegenheit über. Hinsichtlich der ersteren, meinte Genosse oder Schantwirtschaft betreiben, sind nach§ 15a der Gewerbe- Ordnung ver Singer, können wir warten. Wir haben ja Zeit dazu. In der pflichtet, ihren Familiennamen mit mindestens einem ausgeschriebenen BorNeu- Weißensee. Das selbstherrliche Regiment des Vorsitzenden andren Angelegenheit jedoch handelt es sich für die Stadt nicht nur namen an der Außenseite oder am Eingang des Ladens oder der Wirſchaft ber Orts Krankenkasse, des Jnnungs- Obermeisters Büttner um die Aenderung einzelner Figuren, sondern darum, ob mit dem in deutlich lesbarer Schrift anzubringen. Demnach genügt die von Ihnen und seiner Sippe ist, hoffentlich für immer, durch die soeben beendeten Princip der Selbstverwaltung und der Selbständigkeit Berlins ge- an der Scheibe des Eingangs oder der Außenseite des Ladens angebrachte Delegierten- Wahlen zur Orts- Krankenkasse beseitigt worden. Als brochen werden soll. Bezeichnung. O. M. Sie sind wahlberechtigt. Es find alle diejenigen - Die Ausführungen Singers würden mit großem wahlberechtigt, die nach dem 30. Juli 1901( dem Tage der Offenlegung Delegierte der Arbeitnehmer wurden sämtliche 119 von der organis Beifall aufgenommen. fierten Arbeiterschaft in letter Stunde aufgestellten Kandidaten der Wählerlisten) Armenunterstützung erhalten haben. Malchow P. B. Nachdem sich noch einige Redner in der Diskussion in demselben Arbeiterrecht" S. 328, 329. Sind Sie unverheiratet, so ist Ihnen unbedingt gewählt, durchgängig mit übergroßer Majorität. Der Sieg der von Sinne wie der Referent ausgesprochen hatten, schloß der Borsigende zu raten, die von Sunderten vergeblich beantragte Aufnahme in ein uns aufgestellten Kandidaten der Arbeitgeber wurde nur durch die Bersammlung mit einem Appell an die Anwesenden, sich zu or- Invalibenhaus nicht abzulehnen. 3. 95. Sie sind in Ihrem Recht. einen unschönen Zug des Borstandes vereitelt. Als es bei Erganisieren und im Sinne des hier Borgetragenen zu wirken. Frankfurter Allee 177. 1. Selbstverständlich. Im öffentlichen Interöffnung der Wahlhandlung offenkundig war, daß die Getrenen des effe liegt es, gegen solche Roheit energisch vorzugehen. Sollte die Staatsalten Regimes in der Minderheit sich befanden, wurde ohne weiteres anwaltschaft die Erhebung der Klage ablehnen, weil ein öffentliches Interder Beginn der Wahlen auf eine Stunde später auberaumt, so Zu Gunsten der Konsumvereine Bewegung fand am esse nicht vorliege, so beschweren Sie sich bei der Oberstaatsanwaltschaft daß es möglich war, die unvermeidlichen Schlepper in Thätigkeit Dienstag im„ Elysium" eine Volksversammlung statt, welche von der beim Kammergericht, sodann beim Justizminister und teilen uns das Ertreten zu lassen, worauf dann der Sieg mit ganzen acht Stimmen Agitationskommission für den Konsumverein Berlin- Nord einberufen gebnis Ihrer Bemühungen mit. 2. Sie können lediglich den Lohn bei der Majorität den Gegnern zufiel. war. Der Referent, Reichstags- Abgeordneter E. Rosenow, legte in mittelung der etwaigen neuen Arbeitsstelle fönnen Sie sich an den Waisen ermittelten Arbeitsstelle durch das Amtsgericht pfänden laffen. 8weds Ereinem beifällig aufgenommenen Vortrage den Nugen der Konfum- rat und an das Vormundschaftsgericht wenden. Aber selten hat solches ErGenossenschaften für die Arbeiter dar. Er schloß mit einem warmen fuchen den gewünschten Erfolg. R. N., Urbanstr. 119. Ein Anspruch Appell an sämtliche Arbeiter und Frauen, der Konsumgenossenschaft auf Rückforderung des geschenkten Hochzeitsgeschenkes besteht nicht Berlin- Nord beizutreten. Es wurden nun in einer furzen Bause viele der Anwesenden als Mitglieder aufgenommen. Darauf gab die Witterungsübersicht vom 31. Oftober 1901, morgens 8 Uhr. Stommission einen kurzen Ueberblick über ihre bisherige Thätigkeit. Den Gipfelpunkt seines propagandistischen Wirkens erreichte Herr 8. Oppen in dem berühmten Illuminationsprozeß, der 1898 deswegen auf sein Betreiben gegen 122 Adlershofer Einwohner angestrengt wurde, weil diese zum Andenken an den ruhmreichen 18. März 1848 ihre Fenster festlich erleuchtet hatten. Der Prozeß endete bekanntlich mit Freisprechung sämtlicher Angeklagten. Gewiß ist nicht zu verkennen, daß durch die feigen Chikanierungen, die der Verstorbene unausgesezt übte, einzelne Personen wirtschaftlich auf das schwerste geschädigt wurden. Aber dennoch empfinden wir fast ein Bedauern darüber, daß die Guten, die in seiner Manier für uns schaffen, neuerdings feltener zu werden scheinen. Ueber die Art der Geschäftsführung des bisherigen Borstandes furfieren die abenteuerlichsten Gerüchte. So ist die Auszahlung des Krankengeldes an ein Mädchen, das außerehelich geboren hatte, verweigert worden, so lange als bis der Bater des Kindes dem Vorstande nicht mitgeteilt war und andre derartige Uebergriffe mehr. Daß all dies nicht eher an die Oeffentlichkeit gedrungen ist, liegt lediglich an der Interesselosigkeit, die von der Arbeiterschaft diesen hochwichtigen Dingen entgegengebracht wird. Hoffentlich wird es jezt in dieser Beziehung besser. N In der humanistischen Gemeinde Niederwallstr. 12 in der Aula der Friedrichwerderschen Ober- Realschule hält am Sonntag vormittags 10 Uhr Herr Dr. Rudolf Benzig den fünften Vortrag des Vortrags: cyklus: Das Vaterunser. Was heißt Schuldvergebung?" Damen und Herren haben freien Zutritt. Der Verein Berliner Wohnungsmieter veranstaltet eine öffentliche Mieterversammlung Freitag, 1. November, abends 82 Uhr, in Dietrichs Festfälen, Brunnenstr. 34. Auf der Tagesordnung ſteht ein Vortrag des Lehrers Fr. Wolff über Hausbesitzer und " Aus Rigdorf. In der Verwaltungsstreitfache des Magistrats au Nigdorf wider den Ersten Bürgermeister in Rigdorf wegen Beanstandung eines Beschlusses, betreffend die Absendung einer Petition um Abschluß langfristiger Handelsverträge, soll gegen das Erkenntnis des Bezirksausschusses zu Potsdam vom 8.Oktober d. J. das Rechtsmittel der Berufung eingelegt werden. Herr Stadtrat Büriner wird bevollmächtigt, den Magistrat in diesem Streitverfahren zu ver treten. Bum Zwecke der Feststellung des gegenwärtigen Etandes Die Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin W., der Wohnungsverhältnisse in hiesiger Stadt sollen durch Lüzowstr. 85A) haben soeben das Novemberheft ihres 7. Jahr: Mieter." " Eingegangene Druckschriften. " Stationen winembe 776 NO Hamburg 777 ONO 776 NO Berlin Franff./M. 770 NO München 766 Wien 770 Wetter Stationen 8 paparanda 769 Still 5 Betersburg 5 Cort 3 wolkig 1 Dunsi 2 wolfent 5 wolkenl 7 bedeckt 5 Baris 1 bedeckt 5 4 Aberdeen Wetter Temp. n. C. 101 5°.= 4° R. wolten! 0 7700 6516.bed. 8 763 ONO 4 bebedt 10 Wetter Prognose für Freitag, den 1. November 1901. Trocken und vielfach heiter, aber fühl bei ziemlich frischen nordöstlichen Winden; Nachtfrost. Berliner Wetterbureau. Warenhaus A.Wertheim Rosenthalerstr. 27-29 u. 54. Leipzigerstr. 132-135( Versand- Abteilung). Oranienstr. 52-55. Wir haben einen Lagerposten, über 6000 Stück Knaben- Anzüge ( Jacken-, Blusen- nnd Joppen- Anzüge), bedeutend unter dem regulären Wert gekauft und bringen dieselben zu ausserordentlich billigen Preisen am Freitag, Sonnabend und Montag Passend für das Alter von ca. feste Buckskin- und Cheviot- Stoffe zum Verkauf. Passend für das Alter von ca. 3-5 6-8 9-10 Jahren 1. Sortiment blaue u. farbige Stoffe II. Sortiment 2.60 3.- 3.45 Mk. III. Sortiment 3.55 4.4.60 Mk. IV. Sortiment V. Sortiment blau und farbig Jahre Cheviot- u. KammgarnStoffe 9-10 3-5 6-8 9-10 Jahren 6.10 6.65 7.25 Mk. 7.75 8.50 9.25 Mk. beste Cheviot- u. Kammgarn- Stoffe, 3-5 9.25 10.25 Jahre 6-810.25 Jahre 11.25 Mk. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin