Nr. 257. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit tlluftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Boft- 8eitungs Preisliste für 1901 unter Ar. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. te Insertions- Gebüy beträgt für die fechsgespaltene Rolonet. geile oder beren Raum 40 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 ẞfg. „ Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Unter Hinweis auf den Aufruf des Parteivorstandes vom 10. Oktober erinnern wir wiederholt die Vertrauensleute, Agitationskomitees, Provinzial- und Landesvorstände daran, dak fämtliche in Umlauf befindlichen Sonnabend, den 2. November 1901. Expedition: SW. 19, Beutly- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Grund, den ganzen Beruf zu boykottieren. Ueberdies glauben wir internationalen Charakter geradezu bedingt. Es bestehen interauch gar nicht, daß Chamberlain und Genossen, wenn wirklich nationale Abmachungen und Verträge aller Art, die die verschiedenen eine Anzahl Reeder infolge des auf sie ausgeübten Druds veranlaßt größeren Gesellschaften miteinander verbinden und die nicht so im würden, im Sinne eines für beide Parteien befriedigenden Abschlusses Handumdrehen zu Fall gebracht werden können. Zudem halten wir dieses Krieges zu intervenieren, diesen Interventionen irgendwie es für feine Illusion, England durch einen Boykott, der doch im Petitionslisten gegen den Brotwucher praktische Folge geben würden. Die Regierung, die Milliarden für den höchsten Fall bei der Dimension, die er annehmen müßte, um überohne jeden Verzug an die Adresse: einzusenden find. Buchdruckerei Max Bading, Berlin SW. 19, Beuthstr. 2 Eine Utopie. Der Boykott Englands. Der Vorsitzende des deutschen Seemanns- Verbandes sendet uns auf unser Ersuchen über die aktuelle Frage des Boykotts Englands folgenden beachtenswerten Beitrag: Krieg geopfert und England bis über die Ohren in Schulden gestürzt hat, würde sich in ihrer Politik auch durch eine derartige materielle Schädigung gewisser Berufsschichten schwerlich von dem eingeschlagenen Kurse abbringen lassen. Sind wir also einerseits davon überzeugt, daß der Plan selbst im Fall seiner teilweisen Durchführung seinen eigentlichen 8 wed verfehlen wird, so sind wir auch andrerseits von der Unmöglichkeit seiner auch nur relativen Aus führung überzeugt. haupt wirksam zu sein, einige Wochen andauern könnte, von seiner führenden Stelle innerhalb der internationalen Reederei zu verdrängen. Das kann höchstens die Folge einer jahrelangen Entwicklung und eines jahrelangen feindlichen Wettstreites der Nationen sein. Hinzu kommt, daß sich das amerikanische Kapital niemals an einem derartigen gewaltsamen Verdrängungskampf beteiligen wird. Die Gründe liegen sehr nahe. Weiter: Gesezt den Fall, es würde wirklich gelingen, England bezw. seine Schiffahrt von dem Weltmarkt momentan zu verdrängen, wäre damit der hier in Frage kommenden Arbeiterschaft der Welt ein Dienst erwiesen, oder würde diefes plögliche Verschwinden nachteilige Folgen für unsren ganzen Handel und Verkehr nach sich ziehen? Wir bejahen das lettere. mit Recht schrieb vor einigen Tagen ein deutsches Kapitalisten- Blatt: England würde in diesem Falle in allen Häfen eigne wie es bereits in Antwerpen geenglische Agenten anstellen schehen und die bisherigen fremden Agenten könnten nach dem Boykott einpacken. Was das auf sich haben würde, beweist ein Blick auf die Zahlen. Während die englische Handelsflotte aus 35 000 Schiffen( worunter 13 000 Dampfer) besteht, umfassen sämt liche übrigen Handelsflotten deren nur 85 000, worunter nur 15 000 Dampfer sind. Etwa die Hälfte des Weltverkehrs würde also durch diesen Boykott plötzlich unterbunden sein und eine Krisis schlimmster Art eintreten." Seine Ausführung wäre nur im internationalen Rahmen möglich, denn eine Sperrung der englischen Schiffe in nur holländischen Häfen würde zwedlos sein, indem dann englische Schiffe einfach in deutsche, französische, belgische 2c. Häfen anlaufen, dort Was dem tapferen Boerenvolle in Transvaal durch einen ihre Ladungen entlöschen und diese entlöschten Waren dann per nunmehr zweijährigen Feldzug nicht gelungen ist, nämlich England Bahn den Weg nach Holland wandern lassen würden und umzu einem für die Boeren ehrenvollen Frieden und zur Anerkennung gekehrt. Zu dieser Erkenntnis sind auch die Urheber des Planes der unbeschränkten Selbständigkeit der beiden südafrikanischen Repu- bereits gekommen, weshalb man ja augenblicklich eine Propaganda für bliken zu zwingen, das zu erkämpfen ist das Ziel, das sich die den Anschluß in allen hier in Frage kommenden Ländern entfaltet wird. Hafenarbeiter und Seeleute Hollands, speciell Vorbedingung für die wirksame Durchführung einer derartigen Aktion Amsterdams, gestellt haben. Der Austrag des von Anfang an mit ist aber eine stramme und auch leistungsfähige Organis hunnenmäßiger Grausamkeit von den Engländern geführten Krieges fation. Aber gerade in Bezug auf diese Frage hapertes in soll von dem bisher politischen, speciell militärischen Gebiete auf das fast allen Schiffahrt treibenden Nationen, speciell wirtschaftliche Gebiet verlegt werden, indem die genannten Arbeiter in Holland, unter den Hafenarbeitern, Seeleuten 2c. sehr. Groß Wir zweifeln auch sehr stark daran, daß die Handelsflotte der schichten einen Boykott, dessen Beginn noch nicht näher festgesetzt ist, ist der Ansporn zum Draufgehen jedenfalls nicht, wenn in den Ländern, übrigen Nationen den plöglichen Ausfall an Schiffsraum wird decken gegen den englischen Außenhandel in Scene setzen wollen. Durch wo überhaupt Organisationen für diese Kategorien vorhanden sind, können, weil eben dieser Ausfall ein zu ungeheurer wäre. Weiter diesen Boykott glauben sie den englischen Handel lahm legen und höchstens 10 bis 15 Broz. der im Betriebe beschäfwürde speciell für die seemännischen Arbeiter der verschiedensten so den eigentlichen Lebensnerv Englands und teilweise auch seiner tigten Arbeiter der gewertschaftlichen Disciplin Nationen die Lahmlegung der englischen Handelsflotte sehr nachteilig Kolonien zum Absterben bringen, oder aber England dadurch zur unterworfen sind. Und mit den Barmitteln ist es in den wirken. Fahren doch z. B. einige Tausend deutsche Seeleute unter Beendigung des Boerenkrieges zwingen zu können. Für die Beendi- meisten Nationen auch sehr traurig bestellt. Also schon die beiden englischer Flagge. Diese würden ohne Frage nach Deutschland gung dieses grausamen Krieges, für die Freiheit des Boerenvoltes Hauptvorbedingungen für diesen Kampf fehlen vollständig, nämlich: zurüdverschlagen werden und hier infolge des plöglichen Ueberund die Unabhängigkeit der beiden Republiken, für die das helden- Organisation und Geld! angebots von Arbeitsfräften in deutschen Häfen als willkommene mütige Boerenbolt mit einem bisher in gleichem Maß noch nicht Nun glauben begeisterte Anhänger dieses Planes, die Arbeiter 2ohndrücker dienen. dagewesenen Opfermut Gut und Blut, Leben und Freiheit opferte, aller Länder würden sich aus überschwänglicher Begeisterung für die Für die deutsche Arbeiterschaft, soweit sie hier in Frage kommt, wollen die Hafenarbeiter und Seeleute Hollands aus idealer Menschen- Boerensache, ohne auf ihre Existenz Rücksicht zu nehmen, ohne jede und es handelt sich schließlich nicht nur um Hafenarbeiter und Seeleute, und Freiheitsliebe eventuell ihre wirtschaftliche Existenz opfern. Organisation, ohne Rücksicht auf genügende Unterstügung in diesen sondern der Kampf würde auch alle übrigen im und am Transund noch weitere Kategorien Es ist zweifellos ein großer Gedanke, von dem die betreffenden Kampf stürzen und in demselben auch beharren. Diese Optimisten port beschäftigten Arbeiter Arbeiter beseelt sind, es ist ein ideales Ziel, das sie erstreben. Jeder überschäßen die vorhandene Begeisterung denn doch in sehr hohem in Mitleidenschaft ziehen, sprechen sehr ernste Bedenken Boerenfreund, ja jeder Berfechter der Freiheit und politischen Maße. Wenigstens ist sie nicht in dem Maße vorhanden, daß die gegen den geplanten Boykott, zumal unter den gegenwärtigen UmUnabhängigkeit eines mit gewaltsamer Unterjochung bedrohten Voltes Arbeiter bereit sein würden, all und jedes Opfer zu bringen für ständen. Wir zweifeln feinen Augenblick daran, daß die deutschen würde von ganzem Herzen wünschen, daß der Plan gelingen möge eine Sache, die für sie nicht das geringste materielle Intereffe hat. Reeder, Kaufleute, Stauer usw. diese Gelegenheit mit großer Genugund endlich den grausamen Megeleien in Transvaal ein Ende be- Bei uns in Deutschland hat zudem die Krise mit einer riesigen thuung wahrnehmen würden, sich mit ihren englischen Kollegen reitet würde. Und gerade die arbeitende Klasse aller civilisierten Geschwindigkeit um sich gegriffen und sie nimmt an Umfang und solidarisch zu erklären, um den Kampf auf der ganzen Linie Länder, bezw. ihre politische Klassenpartei, die Socialdemokratie, wird Tragweite zu statt ab. Die Krise hat bereits auch nach dem anstatt mit den Arbeitern gemeinsam, gegen die Arbeiter entund muß im schärfften Gegensatz zu dem bürgerlichen Philifter- Schiffahrtsbetriebe ihre Fangarme ausgestreckt. Die brennen zu lassen. Er würde ihnen eine willkommene Gelegenheit tum, dessen Boerenbegeisterung ebenso geräuschvoll wie, wenn es Folge ist, daß Tausende von Hafenarbeitern und sein, Verträge mit den Arbeiterorganisationen zu brechen und zum Klappen kommt, platonisch ist mit diesem Plan als Seeleuten bereits seit Wochen arbeitslos auf der eventuell Lohnreduktionen vorzunehmen. Ob die Arbeiterschaft zur Blan sympathisieren, sobald seine Durchführbarkeit im Bereich der Landstraße umherirren. Wo sind die Mittel, um diese Zeit in der Lage wäre, diese Anschläge der Unternehmer zu parieren, Möglichkeit liegt. Wir würden ohne Bedenken unsre Stimme er- bedauernswerten Leute davon abzuhalten, ein in einen möchten wir füglich bezweifeln. heben und die in Frage kommenden Arbeiter in den deut- deutschen Hafen einlaufendes englisches Schiff zu entladen oder be- So wie bei uns in Deutschland die Verhältnisse liegen, liegen schen Häfen für diesen Plan zu begeistern versuchen, wenn laden bezw. zu bemannen? Und selbst wenn genügende Barmittel fie auch zum Teil bei allen übrigen Nationen, auch in uns der Plan als solcher nicht gleich auf den ersten Blick als vorhanden wären, was in Rücksicht auf die ungeheure Zahl der bei Holland selbst. Aus diesem Grunde verhalten sich auch leitende Illusion angemutet hätte und wir ihn nicht nach genauerer Prüfung diesem Kampfe in Betracht kommenden Arbeiter Millionen sein Streise der in Betracht kommenden Organisationen dem Plane gegens als eine wirkliche Illusion erkannt hätten. müßten, so zweifeln wir doch stark daran, daß es gelingen würde, den über sehr passiv. großen Zuftrom Arbeitswilliger oder sagen wir arbeitsloser Elemente aus allen Teilen Deutschlands nach den respektiven Hafenorten zurückzudämmen. Wir sind der Ueberzeugung, daß der Plan niemals zur ernsten Diskussion gestellt worden wäre, wenn vor seiner Veröffentlichung eine internationale Konferenz der zunächst in Frage Weil wir keine Möglichkeit sehen, den sicher groß angelegten Blan auch praktisch durchzuführen, müssen wir uns diesem Plane gegenüber ablehnend verhalten. Wir sind in unsrer Beurteilung nach keiner Richtung hin durch die Unkenrufe unsrer Bourgeoispresse Aber selbst dann, wenn dies gelingen würde, wie stellen sich dann kommenden Organisationsleitungen stattgefunden hätte. Jm engeren beeinflußt worden, sondern nach ruhiger, reiflicher Ueberlegung und die englischen Arbeiter selbst zu diesem Plan, der nach Kreise hätte man das Für und Wider erst reiflich erwägen sollen, nach objektiver Prüfung des Planes zu der Ueberzeugung gekommen, unserer festen Ueberzeugung ohne deren Mitthun unbevor man an die bei solchen Gelegenheiten für den Augenblick gar daß das Projekt zwar ideal, moralisch gut und schön, aber praktisch durchführbar ist? Man hat bisher die englischen Arbeiter zu leicht zu enthusiasmierenden Massen herantrat. undurchführbar ist. Ja, wir sprechen es offen aus, daß im Ernste weder befragt, noch haben diese aus eignem Antriebe ihre Stellung- Es wäre sehr zu wünschen, wenn durch die Dittatur des tein Eingeweihter an seine praktische Jnangriffnahme denkt, mit Ausnahme zu diesem Plane largelegt. Anzunehmen ist aus nahe- tlassenbewußten Proletariats bas erreicht würde, was nahme der Initiatoren selbst, bei denen unzweifelhaft eine ganze liegenden Gründen, daß die englischen Arbeiter sich nicht solidarisch die herrschenden Klassen trotz ihrer scheinbaren Friedensbestrebungen Reihe von Momenten bestimmend mitgewirkt haben, die vorwiegend erklären werden, es ist vielmehr damit zu rechnen, daß sie den und ihrer Komödie im Haag nicht durchsetzen können resp. wollen: auf dem Gebiet der nationalen Bluts- und Stamm englischen Reedern im Abwehrkampf hilfreich zur Seite stehen werden. den Frieden in Transvaal herzustellen und dem grausamen Blutberwandtschaft zu suchen find. Die Vernichtung des englischen Handels und der Schiffahrt be- vergießen ein Ende zu machen. Die Mittel jedoch, die hier anWas wollen eigentlich die Erfinder des Planes? Sie wollen deutet die Vernichtung ihrer eigenen Eristen 3! Sie werden gewendet werden sollen, um die Diktatur auszuüben, halten wir für die englischen Handelsschiffe sperren, d. h. sie wollen die hier zunächst sich ohne weiteres in den verschiedenen Hafenorten des Kontinents verfehlt. Die gegenwärtige wirtschaftliche und politische Organisation in Frage kommenden Arbeiter, die Hafenarbeiter, dazu bewegen, ftationieren lassen, um so den englischen Handel und Verkehr not- des Proletariates ist derartigen Aufgaben noch nicht gewachsen. tein die englische Flagge führendes Schiff zu entladen und bedürftig aufrecht zu erhalten, was ihnen bei der augenblicklichen und Hamburg. Paul Müller. laden. Dadurch wäre also der englische Schiffahrts- aller Voraussicht nach anhaltenden Flaue im Schiffahrtsbetrieb betrieb brach gelegt, was wohl keineswegs gleich aller Nationen nicht allzuschwer fallen dürfte. bedeutend ist mit der Brachlegung des englischen Nun sagen die Optimisten wieder, alle Eure Befürchtungen Handels. Man glaubt, weil ja unbestreitbar Englands Schiff treffen nicht zu, Eure weise Vorsicht ist hier nicht am Blaze, finteBerlin, den 1. November. fahrt Englands Lebensader ist, durch Abschneidung dieser Lebens- mal bei dieser Frage die Kapitalisten mit Euch Hand in Der Bittgang des Magistrats. ader maßgebende Kreise in England zur Beendigung des Krieges zu Hand geben werden. Die den Jm- und Export leitenden bewegen. Der Plan an und für sich hat, soweit speciell die handels- Unternehmer werden mit Euch gemeinsame Sache machen. Ja, man Wie ein Magistratsoffiziofus mitteilt, hat der Magistrat be politische Vernichtung Englands in Frage kommt, eine gewisse Aehnlich geht sogar soweit, zu behaupten, in jenen Streisen werde man diesen schlossen, die von der Stadtverordneten Versammlung gewünschte feit mit der von Napoleon I. nach Vernichtung seiner Kriegsflotte im Kampf Kampf aus rein materiellen Gründen begrüßen und unterstützen, Beschwerde über den Oberpräsidenten v. Bethmann Hollweg nicht mit England dekretierten Kontinentalsperre. So verschiedenartig nun weil diese Gelegenheit geeignet wäre, England als Schiff abzusenden. Es handelte sich darum, den Minister des Innern der politische Zweck der beiden Sperren: beiden stehen wir uns fahrt treibenden Konkurrenten erfolgreich aus gegen den Oberpräsidenten anzurufen, weil letterer die sympathisch gegenüber, weil wir es, ohne auf die schwerwiegenden dem Felde zu schlagen. Nach Lage der Sache ist auch diese königliche Entscheidung über die Bestätigung des nach der Bedenken rein wirtschaftlicher Natur näher einzugehen, für un- Auffassung eine irrige. Welche Ursachen sollten auf das die im ersten Nichtbestätigung Welche Ursachen sollten auf das die im ersten Nichtbestätigung zum zweitenmal gewählten Stadtrat zulässig erachten, daß ein bestimmter Industrie Kampfe stehende Arbeiterschaft und ihre Organisationen so bitter Kauffmann herbeizuführen versäumt hat. Der Magistrat hat von Unternehmertum im oder Erwerbs zweig eines Landes für die politischen hafsende Schiffahrtsbetrieb eingewirkt der Einlegung einer Beschwerde abgesehen, weil der Oberpräsident Verbrechen einer Landesregierung bluten soll. haben, um es zu bewegen, mit dem Proletariat gemeinsame teine fachliche Entscheidung getroffen hat und weil außerdem die Wir machen? Uns ist die Stellungnahme der englischen Reeder zur Frage des Sache vermögen zu erkennen. Beschwerdefrist abgelaufen ist. Dagegen hat der Magistrat, der den Rechtsstandpunkt der Ver Krieges in seinem gegenwärtigen Stadium nicht bekannt. Aber selbst Man verkennt und unterschätzt in jenen Kreisen die materielle wonach der Oberpräsident verpflichtet war, die angenommen, wir wären genau darüber unterrichtet, daß sich Interessengemeinschaft, die heute die Reederei der ganzen Welt ver- sammlung teilt einige Reeder speciell speciell für die Fortführung des Krieges bindet. Diese Interessengemeinschaft des Kapitals im Schiffahrts- tönigliche Entscheidung einzuholen, beschlossen, den Minister des ins Zeug legten, so sehen wir darin immer noch keinen betriebe ist durch die Eigenart des Betriebes, durch seinen eminen tynnern zu ersuchen, dem Kaiser über die Wiederwahl Kauffmanns zu feine Politische Ueberlicht. # Bortrag zu halten und eine Entscheidung über die Wahl herbei- die Errichtung einer katholisch- theologischen Fakultät zuführen. Der Beschluß der rathäuslichen Oberkollegen ver- an der hiesigen Hochschule gebildet hatte. berordneten. nur " " " 9 Nachrichten zufolge solle die Burgruine Bfirt im Sundgan( OberElfaß) restauriert werden. Aehnlich wie bei der Hohkönigsburg werden rät etwas mehr Verständnis als der Wunsch der Stadt- Profeffor Dr. Spahn hat nunmehr für das laufende Winter Rücksichten des erhöhten Fremdenverkehrs ins Feld geführt, um für den Plan Stimmung zu machen. Die Lappalie von 700 000 Impigen Wäre die Versammlung das eine Mal semester seine Vorlesungen an der Universität Straßburg angekündigt. Märklein sei für den Bau erforderlich, deren Bewilligung vom konsequent gewesen und hätten die Führer der Majorität Sie behandeln die Deutsche Geschichte vom Augsburger and es ausschuß erwartet werde. Landes Sollte jedoch wider Ernicht das dringende Bedürfnis empfunden, ihr selbständig Religionsfrieden bis zu Friedrich dem Großen" und die Geistige warten" der Antrag verworfen werden, so erfolge die Beschaffung flingendes nein" durch ein demütiges vielleicht aber doch" abzu und staatliche Entwicklung Frankreichs von 1789 bis 1870." des Geldes auf dem Wege einer öffentlichen Substription; ein Freund schwächen, so wäre der Beschwerdebeschluß überhaupt unterblieben. Dem Manne wird also bald Gelegenheit gegeben werden, sein alter Denkmäler und Bauten habe dafür schon eine Summe von Ob der Bittgang des Magistrats beim Minister von Erfolg begleitet schwankendes Charakterbild" zu klären, das von der Parteien 200 000 Mart in Aussicht gestellt und die Bearbeitung der Projekte Das legtere ist ja recht löblich und nachist, muß abgewartet werden. Uns scheint der Versuch ziemlich über- Saß und Gunst" im Laufe der letzten Wochen so sehr verwirrt" übernommen. ahmenswert; der Landes Ausschuß für Elsaßflüssig zu sein, da nach unsrer Meinung der Oberpräsident nicht worden ist. Lothringen aber wird faum für eine Neuauflage der ohne den Willen der höheren Instanz genau zu kennen gehandelt hat. Das leitende badische Centrumsblatt, Der Beobachter", bringt Hohkönigsburg- Affaire zu haben sein. Schon aus dem einfachen Vielleicht wird der Oberbürgermeister noch vor dem Bescheid des einen Brief aus Nom über den Fall Spahn, worin mit Grunde nicht, weil er für die Hohkönigsburg aller Voraussicht nach Ministers zu einer Audienz in der Affaire Kauffmann befohlen, dann größter Bestimmtheit versichert wird, daß der Artikel des„ Voce della noch einmal recht kräftig wird bluten müffen. Denn es zeigt sich Berità" bezüglich der Ernennung Spahns die Anschauumgen der jetzt schon, daß die von ihm und dem Reichstag für den phantastischen könnte er ja dem Kaiser erzählen, wie er es dem Vertreter des höchsten und dem Bapste am nächsten stehenden vatikanischen Rekonstruktionsplan bewilligten Mittel kaum ausreichen, so daß zu „ Echo de Paris" gegenüber gethan hat, daß Stadtrat Kauffmann Bersönlichkeiten getreu wiedergiebt. Gunsten der Kaiserburg höchstwahrscheinlich ein neuer Griff in die die Angelegenheit dadurch aus der Welt schaffen müßte, daß er sich Auch sonst liegen Anzeichen vor, daß der Vatikan gegen Ein- Taschen des Bolts gemacht werden wird. Hier wird man, nachbeut durch nachträgliche Ablehnung der Wahl der Lächerlichkeit preis- richtungen und Unternehmungen, die vom deutschen Centrum aus man einmal gefagt, wohl oder übel auch sagen müssen; das preis- richtungen A B ABC mit der Ruine Pfirt aber noch einmal zu beginnen, dafür giebt.werden sich die Voltsvertretungen hoffentlich recht herzlich bes danken. Die agrarische Obstruktion. Der Wucherwahn hat die Deutsche Tageszeitung" so heillos verwirrt, daß sie in seltsame Zidzacfwendungen einherschwankt. Längere Zeit erging fich das Bündlerblatt in Androhungen der Obstruktion im Reichstage, falls seine wilden Forderungen nicht bewilligt würden. Am 26. Oftober war die„ Deutsche Tageszeitung" zu einer ganz andren Auffassung gelangt und sie erklärte: .An sich wäre eine tiefgreifende und weitschichtige Beratung faum nötig. Die Fragen find sämtlich so eingehend, so gründlich, so oft erörtert worden, daß etwas Neues beizubringen weder hüben noch drüben möglich sein dürfte. Wenn in der linksliberalen Bresse immer und immer wieder hervorgehoben wird, man müsse die wichtige Angelegenheit aufs gründlichste behandeln, so ist das entweder Selbsttäuschung oder Spiegelfechterei. Unfres Erachtens kommt es, wie die Dinge jest liegen, weniger auf das Reden, als auf das Abstimmen an. Selbst die Beredsamkeit des Demosthenes würde im gegen: märtigen Stadium der Sache keinen befehren. Deshalb werden die Vertreter der Rechten, des Centrums und der nationalliberalen Partei voraussichtlich auf lange Reden zum Fenster hinaus verzichten und sich mit turgen Dar Tegungen ihres Standpunktes begnügen." In wahrhaft burleskem Gegensatz zu dieser Erklärung, welche die Beratung des Zolltarifs möglichst hurtig erledigt wissen wollte, steht eine heutige Ankündigung der„ D. T.", in der die agrarische Leitung wiederum zur alten Obstruktionsneigung zurückkehrt. Im us ablässigen Schwanken, durch welcherlei Taktik des Wuchers höchstes Maß zu erreichen fei, erhebt das Agrariertum erneute und ver schärfte Obstruktionsdrohung: Kluge Tattiter werden niemals ihre Karten vollkommen aufbecken, sondern ihre Entschließungen der jeweiligen Entwicklung anpaffen. Zweierlei werden die Vertreter der Landwirtschaft aber unbedingt beobachten müssen. Sie müssen erstens die so fortige Kündigung der bestehenden Handelsverträge verlangen, und sie müssen zweitens allen Handelsverträgen, die den berechtigten Forderungen der Landwirtschaft nicht gerecht werden, thre Zustimmung versagen. Das sind die beiden feststehenden Punkte. Was dazwischen zu geschehen habe, darüber jetzt sich schon zu äußern, liegt keine Veranlassung vor. Die Gegner brauchen nichts zu wiffen als das eine, daß sie auf unsre Zustimmung zu Handelsverträgen nur rechnen können, wenn die Forderungen der Landwirtschaft ausreichend berücksichtigt find. Andernfalls werden wir alle Mittel anwenden, um das Zustandekommen von Handelsverträgen zu hindern. Welche Mittel das seien, das schon heute unfren Gegnern und unfren Halbfreunden auf die Safe zu binden, davor möchten wir wenigstens uns weislich hüten." Wenn die agrarische Zickzacktaktik diese Obstruktionsneigung sich bis zu den geiten der entscheidenden parlamentarischen Rämpfe be wahrt und wenn die konservative Partei oder doch ein ansehnlicher Teil derselben den Fanfaren der Deutschen Tageszeitung" folgen sollte, so wird der Reichstag eine grandiose Obstruktion erleben, wie sie nur die in diesem politischen Fache gründlich erprobte tonservative Partei zu üben vermag. Der Stuttgarter Chinaprozek. Ueber den am Freitag vor dem Landgericht in Stuttgart verHandelten Hunnenprozeß liegt uns folgendes Telegramm des„ Wolffchen Telegraphenbureaus" vor: Stuttgart, 1. November. In der heutigen Verhandlung vor dem hiesigen Landgericht gegen die beiden Redacteure des Beobachters", Freund und Schmidt, wegen Beleidigung der deutschen Truppen in China, fagte der als Zeuge vernommene Generallieutenant v. 2essel aus, es sei völlig unwahr, daß die deutschen Truppen gemordet und geplündert hätten. Ausschreitungen einzelner Soldaten feien sofort triegsrechtlich aufs strengste geahndet worden. Der Staatsanwalt beantragte gegen die Angeklagten je drei Monate Gefängnis. Ein weiteres Telegramm meldet: Der Vertreter der Anklagebehörde teilt im Laufe feines Plaidoyers mit, daß nach einer ihm vom preußischen Kriegsminifterium zugegangenen Mitteilung noch gegen acht bis neun deutsche Zeitungen wegen Abdrucks der sogenannten Hunnenbriefe Strafantrag gestellt worden sei. Das Urteil lautete gegen Freund auf vier Wochen Gefängnis und Tragung der Kosten, Schmidt wurde freigesprochen. Eine Besprechung des Prozesses und des Urteils behalten wir uns bis nach Eingang ausführlicher Nachrichten vor. batte 811 Um den Zolltarif. 0 Der Centrumskonflikt mit dem Vatikan ist noch keineswegs beigelegt. Die Kölnische Bolts Zeitung" schlägt im Gegenteil in ihrer letzten Nummer einen sehr gereizten Ton an. Sie droht sogar: Wir wissen ganz genau, daß hinter der Coulisse Spahn ganz andre Dinge vorbereitet oder doch ersehnt werden. Geht man auf diesem Wege weiter, dann könnte es in der That zu den, schwersten Folgen" tommen, vielleicht aber zu etwas andren, als die Voce" sie sich denkt. Einigermaßen nach= denklich könnte sie die Wahrnehmung stimmen, daß ihr erster Vorstoß von der deutschen tatholischen Presse faſt ausnahmslos zurückgewiesen wird, und daß noch neuerdings der" Bad. Beob." eine im Sinne der„ Voce" ge= haltene Zuschrift aus Nom zwar abdruckt, sie aber dann entschieden zurückweist." Es ist nicht leicht, als Regierungspartei den Stimmungen einer allerhöchsten Stelle mit höfifcher Vorsicht Rechnung zu tragen, ohne es doch einer noch höheren Stelle in Rom gegenüber an der gewünschten Gefügigkeit fehlen zu lassen. Die Centrums- Diplomaten müssen die reinen Ueber- Diplomaten sein. " der Unzeitige Entrüstung. Eine ganz überflüffige Entrüstungsſcene wurde von den Dozenten und Studenten der Universität Greifswald veranstaltet. Die dortige Studentenschaft vers anstaltete am Donnerstag eine Protestfundgebung gegen die Angriffe, welche Chamberlain in seiner Edinburgher Rede gegen die deutsche Kriegführung im Jahre 1870/71 gerichtet hat. Nach mehreren Aus Sachsen Weiningen wird uns berichtet: begeistert aufgenommenen" Ansprachen von Professoren, darunter Wie der Vorwärts" bereits mitteilte, bat auch im Meiningschen mittämpfer aus dem Jahre 1870/71, gelangte folgende ProtestLandesparlamente eine dreitägige Redeschlacht wegen der be resolution einstimmig zur Annahme:„ Die Studenten absichtigten Lebensmittel- Rollerhöhungen stattgefunden; es zeichneten schaft Greifswalds, einmütig versammelt mit ihren Dozenten, Entrüstung die Beschimpfung zurück, die fich die hierbei gepflogenen Debatten trop der geäußerten dirett weist mit gegensätzlichen Meinungen derart durch Sachlichkeit und Ruhe aus, englische Minister Chamberlain in seiner Rede zu Edinburgh daß selbst vom Regierungstische aus mit der Anerkennung der That am 25. Oktober durch den Vergleich der englischen Kriegführung in fache nicht zurückgehalten wurde. Hochinteressant, aber für die Südafrika mit der deutschen im Feldzuge 1870/71 gegen das deutsche Agrarier äußerst unangenehm waren speciell die Ausführungen sein Wenn die Studenten und die Professoren es im Interesse bes unires Genoffen Hofmann Saalfeld, der es sich hatte angelegen in Boll und deutsche Stampfesfitte auszusprechen gewagt hat." lassen, durch eingebendes Studium der einschlägigen Statistiken für Ansehens des deutschen Namens feiner Zeit nicht für nötig erachteten, das Herzogtum Meiningen eine Fülle beweisträftigen Materials gegen den Hunnenkrieg zu protestieren, so tönnten fie sich auch gegen den Brotwucher zusammenzutragen. Genosse Hofmann legte Sen feierlichen Protest gegen Chamberlains Liebenswürdigkeiten dar, daß die Landwirtschaft teine Ursache babe, über eine specielle sparen. Uebrigens hat doch auch Lord Roberts, der doch ebenfalls " Notlage" zu jammern, sondern daß dieselbe im Gegenteil heute Broklamationen im Stile Kitcheners verbreitet, Farmen verbrennen fich besser stehe als vor 20 Jahren, in der von den Agrariern als und Weiber und Kinder in die Konzentrationslager sperren ließ, den gute Zeit" gepriesenen Periode, und ferner wies der socialdemo- Schwarzen Adlerorden erhalten. fratische Redner speciell das Verwerfliche des Vorgehens der Zu den Vorgängen auf der ,, Gazelle". Wegen UnterMeininger Agrarier bezüglich der Zollerhöhungs- Bestrebungen nach, indem die Landwirtschaft dieses Landes nur im stande ist, durch lassung der dienstlichen Meldung über die bekannten ichnittlich zwei Drittel des benötigten Brotfruchtbedarfes zu decken Vorgänge auf der Gazelle" stand, wie aus Siel gemeldet wird, und das Land jonach darauf angewiesen ist, einen erheblichen Teil Korvetten- Kapitän Neite vor dem Kriegsgericht der ersten Unser Genosse Marine- Inspektion. feines Bedarfs von auswärts einzuführen. Er wurde nach zweistündiger geheimer aus diesem Zwecke den Veröffentlichungen des Sigung freigesprochen. Regierungsblattes die Ernteberichte der legten 20 Jahre zusammen Thorn, 1. November. Vier Primaner und ein Sekundaner des gefiellt und war dabei zu folgenden überraschenden Resultaten gekommen: Gymnasiums in Strasburg- Westpreußen, welche im GeheimbündeleiDie in den letzten Jahren mit Brotfrucht( Weizen und Roggen) be- Prozeß von der hiesigen Straftammer zu Gefängnisstrafen verurteilt fäete Fläche betrug im Herzogtum rund 2000 Settar weniger als worden waren, sind jetzt ebenfalls auf Anordnung des Provinzial1880, gleichwohl aber hatte sich der Ernteertrag gang erheblich Schulkollegiums von der Anstalt verwiesen worden, während acht gesteigert, nämlich von 253 706 Doppelcentnern im Jahre 1880 auf Böglinge, welche das Gericht mit einem Verweis bestrafte, das Die Socialdemokratifierung der Centrumdarbeiter. 447 388 Doppelcentner im Jahre 1899. Es betrug derselbe in den consilium abeundi erhielten. Jahren 1880/84 pro hektar 9,3 Doppelcentner, 1885/89: 9,7 DoppelDie Rheinische Volksstimme", das Organ der Rheinischen center, 1890/94: 10,6 Doppelcentner und 1895/99: 12,4 DoppelAgrarier in Sachsen. In Dresden fand gestern die Bauernvereine, äußert sein höchstes Mißfallen über die Kundgebung centner! In dieser Zeit hatte sich der Ertrag also um volle 33 Proz. fächsische Landesversammlung des Bundes der des christlichen Metallarbeiter- Verbandes gegen den Brotwucher: gesteigert, obwohl in diefelbe die Mißerute von 1891 fällt( mit Landwirte statt. Dietrich Hahn gab die Parole aus: ne " Der Verlauf der außerordentlichen Verbandsveriammlung 7.9 Doppelcentner auf das Hektar). Allerdings ist während dieser preffiert es nicht mit der Annahme des Zolltarifes. Bewilligt man des Christlichsocialen Metallarbeiter Verbandes, die gestern im Beit der Preis für Weizen und Roggen wesentlich gefallen. uns nicht den 71/2 Mark- Zoll, so warten wir lieber noch ein Jahr. Colosseumsaale in Köin stattfand, giebt den Gegnern der Es kosteten nämlich im Lande 50 Kilogramm Weizen Die Jndustrie muß uns doch fommen!" sogenannten christlichen Gewertschaftsbewegung 1879: 12 M., 1889: 10,40 W., 1899: 7,70 M., und toggen Landwirte den märkischen Bauern in ihrem Milchkriege nicht in den In der Diskussion forderte Graf Brühl auf, daß die sächsischen unter dem katholischen Klerus und den Laien vollständig 1879: 9.90 m., 1889: 9,40., 1899: 7.80 M. Das ist ein recht. Der von Wieber- Duisburg geleitete Metallarbeiter- Verband Burückgeben des Preises für Weizen um 35 Proz. und für Roggen Rücken fallen mögen. In der letzten Zeit sei jeden Tag ein befindet sich auf dem besten Wege, sich den sogenannten um 21/4 Proz., oder für beide zufammen im Durchschnitt 28 Broz. Waggon mit Milch nach Berlin gegangen. Man möge diese Lieferungen neutralen, unter socialdemokratischer Leitung Vergleicht man aber nun den Ernte: Mehrertrag von 33 Broz. einstellen. stehenden Gewerkschaften anzuschließen. Auf der Kölner Ver- mit dem Preisrückgang für Körnerfrüchte um 28 Broz, io geht sammlung bedienten sich Wieber und seine Freunde der gleichen daraus klar hervor, daß die speciell Brotfrucht bauende LandwirtWaffen wie ihre socialdemokratischen Gewerksgenossen..." schaft in Sachsen- Meiningen sich heute nicht schlechter, sondern noch Ueber die Flottendemonstration gegen die Türkei Weiterhin wütet das Centrums- Brotwucherblatt gegen die beffer steht, als vor 20 Jahren. Hierzu kommt jedoch noch der liegen eine Anzahl sich gegenseitig widersprechender Meldungen vor. Nesolution des Verbandes und erklärt schließlich: heute wesentlich höhere Fleisch und Viehpreis! Und während einerseits gemeldet wurde, daß das gesamte Manöver„ Und dieses Monstrum von Resolution wurde brüllend an- auch da war der von Genossen Hofmann wiederum unter Benugung geschwader inklusive der Division Caillard nach Toulon genommen. Man sieht, daß die christlichsociale Metallarbeiter der Veröffentlichungen des Meininger Regierungsblattes erbrachte Gewerkschaft auf der schiefen Ebene bereits bei den roten Nachweis ein schlagender. Es kostete danach in Sachsen- Meiningen zurückgekehrt sei und daß sich eine spätere Flottendemonstration erübrige, da der Sultan jede Genugthuung zugesichert habe, meldeten Genossen" angelangt ist. Wir haben die Dinge ja tommen" sehen ein Pfund und recht behalten. Diese Herren werden ihren Ochsenfleisch Kalbfleisch Schweinefleisch Schöpfenfleisch andre Nachrichten, daß dem Marineminister von der Rückkehr der in Pfennigen Schiffe des Admirals Caillard nichts bekannt sei, daß dieselben Freunden im Centrum noch manche schmerzliche ihren Kurs nach der Bevante fortgesetzt hätten und ohne Zweifel am Enttäuschung bereiten." Sonntag oder Montag in den türkischen Gewässern eintreffen würden. Eine Meldung aus Baris besagt: So steht das Centrum zwischen brotwuchergierigen Bauerproßen und verzweifelt sich wider den Wucher wehrenden Arbeitern! Wird sein Mantel christlicher Frömmigkeit breit genug sein, um auch diese Gegensäge zu überspannen? * # * Deutsches Reich. Erfüllung lang' gehegter Wünsche der katholischen Unterthanen. 1879 1890 50 65 45 55 1900 65 65 45 70 80 50 60 70 288 Demnach stieg in diesem Zeitraum der Preis für Ochsenfleisch ( und hierzulande ist im toten Zustande fast jede alte Rub ein„ Ochie") um 30 Proz., Kalbfleisch 441/2 Broz., Schweinefleisch 28 Proz. und Schöpfenfleisch 40 Proz. Und nun doch noch der Jammer! Mit fcharfer Satire würzte Genoffe H. seine Ausführungen über die verschiedene Ertragsfähigkeit der angebauten Flächen des Landes und bemerkte, daß gerade in jenen Bezirken, die in den Ernteberichten mit einem Ertrag von 22 Doppelcentnern pro Heftar aufgeführt seien, Die nationalliberalen Herren Brofessoren der Straßburger Gegenden mit 10 Doppelcentnern pro Hektar doch schon mehr Ursache das größte Notstandsgeschrei erhoben würde, während die ertragsärmsten Universität haben kaum die Spahn- Depesche des Kaisers ver- hätten, über eine Unrentabilität der Landwirtschaft zu sprechen. Ein den wunden, da müssen sie sich bereits mit dem Gedanken vertraut Agrariern unliebiames Kapitel berührte H. auch, indem er aus den machen, neben der neuen katholischen Geschichtsprofessur nun auch Statistiken den Nachweis erbrachte, daß von den in den Jahren 1882 eine tatholische Philosophie Professur auf den Hals bis 1890 verzeichneten 1262 Stonkursen landwirtschaftlicher Betriebe geladen zu bekommen. Wie der Elsässische Voltsbote" berichtet, allein 398 31,54 Prozent als infolge leichtsinniger Wirtfursiert in den akademischen Kreisen Straßburgs das bestimmte ihaftsführung eingetreten verzeichnet seien. Diese auf unGerücht, der Professor Dr. Eugen Müller vom Straßburger widerlegliche Thatsachen sich stüßenden Ausführungen bemühten sich großen Priesterseminar werde demnächst zum Professor die nachfolgenden agrarischen Redner vergeblich abzuschwächen. der Philosophie an der Kaiser Wilhelms- Universität ernannt werden. Hohkönigsburg Nr. 2? Ausland. welche nicht Paris, 1. Novbr.„ Das nach der Levante abgegangene Ges schwader ist bereits auf der Höhe von Messina eingetroffen und wird morgen oder übermorgen in die türkischen Gewässer einlaufen. Man glaubt, daß eine Truppenlandung nicht notwendig sein wird, da der Sultan bis dahin Genugthuung gegeben haben werde. Der Sultan ist sich bewußt, daß Frankreich nach dieser Demonstration, einer Kriegsertlärung gleich kommt(?), mehr zurüd tann. Der zweite Teil des Mittelmeers geschwaders, welcher ebenfalls nach der Levante abdampfen follte, ist gestern wieder in den Hafen zurückgekehrt, hat aber Befehl erhalten, sich zur sofortigen Abfahrt bereit zu halten. Es geht das Gerücht, der Sultan habe infolge der Abfahrt des Geschwaders Caillard dem Auswärtigen Amte mitgeteilt, Frankreich werde binnen 24 Stunden Genugthuung erhalten. Sicher ist, daß der Sultan nach einer längeren Unterredung mit dem Kriegsminister und dem Minister des Auswärtigen eine Note an die Großmächte gesandt hat, worin diese ersucht werden, den Franzosen zu verbieten, Salonichioder Smyrna zu befeßen, da dadurch die Interessen andrer Nationen gefährdet würden. Der Matin" schreibt: Die auswärtige Bresse scheint im allgemeinen die energische Haltung Frankreichs zu billigen, und aus Berlin kommt die Meldung, in dortigen Regierungskreisen sei man überzeugt, Delcassé habe diese Flottendemonstration nur ans geordnet, um auf eine diesbezügliche Interpellation im Barlament eine befriedigende Antwort geben zu können." Das wäre also eine neue Stonzession an die lange gehegten Wünsche der katholischen Unterthanen des Reichslandes", und die Aus Elfaß Lothringen schreibt man uns: Auch beim Wiederaufbau alter Burgruinen scheint der Appetit Voraussetzungen für eine Neuauflage des berühmten mannhaften Professorenprotestes und des kaiserlichen Ernennungstelegrammes mit dem Essen zu kommen. Es sind kaum acht Monate her, seit der Landesausschuß für Elsaß- Lothringen die verlangten 750 000 M. fir wären gegeben. Sollte sich die Berufung Dr. Müllers die Wiederherstellung der vielgenannten Kaiserburg bei Schlettstadt bestätigen, so läge die Vermutung nahe, man beabsichtige bewilligte, und schon scheint man mit einer ähnlichen Forderung damit, den Widerstand der Klerikalen gegen die Aufhebung an ihn herantreten zu wollen. In dem eben erschienenen Oftober des jogenannten Großen Seminars in Straßburg in Straßburg zu beheft des„ Burgwart, Beitschrift für Burgenlunde und das sonst so dar, als ob Frankreich selbst bei schärfstem Vorgehen gegen seitigen, der bisher eine der größten Schwierigkeiten für mittelalterliche Befestigungswesen", wird mitgeteilt, sicheren die Türkei feinerlei Intervention der Mächte zu befürchten habe. Der Die Pariser Presse, auch Regierungspresse, stellt es auch östreichisch- ungrische Minister, Graf Goluchowski, habe noch fürzlich erklärt, daß Frankreich den andren Mächten nur einen Dienst erweise, wenn es vollen Ernst zeige. Das Journal des Débats" meint, es könne weder für die Türkei noch für sonst jemand irgend ein Zweifel bestehen, daß Frankreich völlig im Einvernehmen mit RußIand handle, wenn es sich zu einer ernsthaften Kundgebung im türkischen Machtbereich entschließe. Aften. Englische Yangtfe Expedition." Daily News" erfahren, daß in Indien eiligit eine Expedition nach ýünnan und dem oberen yangtse vorbereitet werde, die politischen 3 weden dienen und Landesaufnahmen ausführen soll. England scheint Besorgnisse vor der deutschen Begehrlichkeit zu hegen und rechtzeitig einige Nägel einschlagen zu wollen.Der Boeren- Krieg. Zu dem neuen Boerensiege, Dann beschwerte fich Kolb über die Angriffe Bebels auf den ,, Volksfreund", weil dieser seiner Zeit ein Einschreiten gegen die Genoffin Luxemburg seitens des Parteivorstandes gefordert hatte. Kolb verivies darauf, daß der„ Volksfreund" bald darauf zugegeben habe, daß er sich in diesem Falle verhauen habe. Dies hätte Bebel nicht berücksichtigt und deshalb habe er dem„ Voltsfreund" unrecht gethan. Darauf antwortet Bebel, daß er in diesem Punkte an seinem Urteil nichts zu ändern hätte, denn der„ Volfsfreund" habe diese Entschuldigung mit einem neuen Angriffe verbrämt. Als eine weltbewegende Aktion wird man die Flottendemonstration wohl in feinem Fall anzusehen haben. Das Wahrscheinlichste ist, daß die Türkei noch in elfter Stunde nachgiebt und ihre Bereit Weiter hatte Bebel in Lübeck gerügt, daß Kolb auf einem willigkeit erklärt, die französischen Geldforderungen zu bewilligen. badischen Parteitage gesagt habe, wir müßten in den nächsten Jahren Sollte aber Frankreich wirklich Truppen ausschiffen und den einen den wir gestern meldeten, wird einem Blatte noch aus London noch ganz andern Programmballast über Bord werfen, z. B. das oder andern Hafen besetzen, so würde das auch schwerlich einen berichtet: Wahlrecht der Frauen und die Altersgrenze für das Wahlrecht. ernsthafteren Konflikt heraufbeschwören. Die Türkei würde diese so manchem Gefechte, dem Kommandanten stemp, hatte sich eine sich dafür auf das Protokoll dieses Parteitags. Bebel erwidert General Delarey, im Verein mit seinem treuen Genossen in Kolb bestritt, solche Aeußerungen gethan zu haben und berief Kräntung ruhig einstecken und ihre Häfen wieder auslösen, da sie größere Kolonne von der Division des Generals Methuen für darauf, daß nach wiederholten Erkundigungen bei Ohrenzeugen Kolb ja als der Klügere und Schwächere nachgeben muß. Ob Frankreich einen energischen Angriff als dankbares Objekt ausersehen, wobei es dennoch solche Aeußerungen dem Sie nach gethan habe und daß es freilich auf einen solchen Schritt ankommen lassen wird, hängt dem Boerenführer hauptsächlich auf den reichen Transport zu thun sie sogar noch schärfer gelautet hätten als er in Lübeck angegeben von seiner Verständigung mit den anderen Mächten ab. Jedenfalls gewesen sein muß, den die Engländer mit sich führten. Die habe. Er tönne also auch in dieser Beziehung nichts zurücknehmen. kann man sich die Dinge ohne jede Aufregung ruhig abwickeln laffen. britische Solonne war auf dem Marsche von Wonder Schließlich hatte Bebel auch noch einen Vorgang im Karlsruher Bezeichnend ist nur, daß auch nicht einmal für diesen Fall das fontein nach 8eerust, dessen Garnison sie verproviantieren Gemeinderat, betreffend die Bewilligung von 8000 M. Gehaltszulage Haager Schiedsgericht in Frage kommt! und verstärken sollte, und es gelang Delarey am 24. d. M. den an den Oberbürgermeister Schnegler zum Gegenstande seiner Kritik Feind dicht am Großen Marico- Flusse überraschend anzugreifen gemacht. Kolb hatte dafür eine Anzahl Rechtfertigungsgründe anund derartig in die Enge zu treiben, daß nach mehrstündigem gegeben, die Bebel jedoch widerlegt und darum auch in diesem Kampfe der Kommandeur der Engländer, ein Oberst mit Punkte seine Angriffe aufrecht erhält. Deftreich- Ungarn. Obstruktionsdrohungen der Jungczechen. Schon wieder eine Woche herum, ein Monat vorüber! eine meßbare Größe; ein Tag ist entfeßlich lang. 24 Stunden, deren Ganz anders der Gefangene. Jede Minute empfindet er als jede aus 60 Minuten besteht! -st.- Wien, 31. Oftober. Die Situation ist im östdem deutschen Namen von Donop, sich schleunigst über den Zwei Jahre. Am 31. Oktober hatte Genosse Albert genannten Fluß wieder ost wärts zurückziehen mußte, Schmidt in Magdeburg zwei Jahre seiner harten Strafe verbüßt. reichischen Abgeordnetenbause plötzlich sehr bedenklich um nicht seinen ganzen Transport zu verlieren. Noch ein volles Jahr, dann öffnen sich ihm die Kerkerthüren geworden. In der Budgetdebatte gelangte gestern der jungczechische Gs gelang aber den Boeren, die sich mit größter Tapferkeit dem wieder. Abg. Kramarsch zu Wort und hielt eine Rede, die nicht nur in englischen Feuer aussetzten und ihren Angriff mit Plan und Nach Ben seine Thätigkeit im Dienste des Boltes nur einmal auf der schärfsten Tonart gehalten war, sondern auch ziemtich deutlich druck durchführten, noch rechtzeitig ein britisches Ge Wochen ins Gefängnis führte, der kann nachfühlen, was das bemit der Obstruktion spielte. Namens feiner Partei erklärte Serrichi, einige Munitionswagen und, was die Haupt- deutet. Kramarsch:„ Unfre Opposition ist teine fingierte, sondern eine ernst fache für sie war, nicht weniger als zwölf schwer Bwei Drittel der Strafe schon hinter sich! Aber immer noch gemeinte, und wir werden alles thun, um die Pläne bepadte Transportwagen nebst vielen Pferden, ein Jahr! der Regierung zu durchkreuzen, so lange fie fich nicht also der Zwed des Delareyschen Angriffe vollständig erfolgreich Tages feinen Berufsgeschäften nachgeht. Man denkt nicht der Stunde; Ochsen und Maultieren mit Beschlag zu belegen, wodurch Wie kurz ist ein Jahr, wenn man im Drängen und Hasten des dazu aufrafft, der Gerechtigkeit wieder freien Lauf zu lassen." Um durchgeführt wurde. Wie hartnäckig und nachdrücklich der Angriff zu früh kommt der Abend. die Pläne der Regierung zu durchkreuzen, bedarf es keiner solchen der Boeren gewesen sein muß, geht am besten aus den beiderseitigen Kraftanstrengung, als daß sie von den Jungczechen nicht Verluftziffern hervor, die allerdings, so weit die Boeren in Betracht geleistet werden könnte: dazu genügten von dem Arsenal kommen, nicht genau festgestellt werden konnten, weil die Engländer der Obstruktion die bescheidensten Mittel, ein halbes Duzend natürlich zuerst das Schlachtfeld räumten, nachdem sie an Dringlichkeitsanträge, und der Plan der Regierung, das Toten 4 Offiziere und 37 Mann, an Verwundeten 7 Offiziere und Und noch dreihundertfünfund sechzigmal diese vierundzwanzigParlament zum Bewußtsein seiner Pflicht zu erziehen, ist ver- 72 Mann und schließlich an Gefangenen 2 Offiziere und 34 Mann stündige Qual! eitelt! Zu einer offenen Obstruktion werden und können die oder ob er fie als Geifeln für alle Eventualitäten mit sich führt, an das so ferne Ende los zu werden; für kurze Zeit gelingt es, verloren hatten. Ob Delarey die letzteren wieder freigelassen hat Man arbeitet wütend drauf los, um die quälenden Gedanken Jungczechen nicht greifen; diese Frivolität vertrügen selbst ihre wird nicht gemeldet, wohl aber, daß der kühne und er aber immer wieder fehren die Gedanken zu der Rechnung zurüd. Wähler nicht. Was zu befürchten ist, daß sie die Verhandlung des folgreiche Boerengeneral fich wieder oftwärts in der Richtung 60 Minuten die Stunde, 24 Stunden der Tag, 30 Tage der Monat, Budgets, wofür die Zeit schon sehr dringend geworden ist, stören und auf seinen alten Schlupfwinkel, die Magaliesberge, zurückgezogen 31 fogar.-hemmen werden, um die dadurch erzeugte Schwierigkeit zur Er- hat; und nicht einmal Kitchener wagt es zu behaupten, daß Jeder Staatsanwalt und jeder Richter, jeder Gesetzgeber, jeder, zielung irgendwelcher Konzessionen auênüßen zu fönnen. Ein Mittel Methuen oder sonst jemand Delarey verfolgt habe der befte der an der grausamen Menscheneinsperrung mitwirkt, follte erst einen oder ein Ausdruck dieser sauberen Taftit ist die sogenannte Rezet- Beweis dafür, daß die Engländer die Geschlagenen waren, und praktischen Kursus durchmachen, sollte nur drei Monate eingesperrt Krise. Herr Rezet, der Minister ohne Portefeuille, vertritt im Kabinett Delarey fich nach seinem schönen Erfolge bewegte, wie er wollte, und wie ein beliebiger Strafgefangener behandelt werden; sie die Interessen des jungczechischen Klubs, und bei den Jungczechen auf seinem Marsch nach Osten soll er jetzt neuerdings wieder die so würden dann nicht mehr so leichthin monates und jahrelange Einviel und oft umstrittene Stadt Rustenburg mit Besuch bedrohen und sperrungen bestimmen für ein Wort.-die Interessen der Regierung. Er scheint aber irgendwo Widerspruch es wird daher verständlich, daß von Pretoria aus gemeldet wird, gefunden zu haben und droht nun, der Regierung ebenso wie daß Berstärkungen nach dem genannten Ort abgesandt worden sind. den Jungczechen, mit seiner Demission. Vorläufig schwollt es sehr ostentativ; man hat ihn schon drei Tage im Barlament nicht gefehen. Ginge nun Herr Rezet, so würden die Jungczechen den Krieg führen müssen, mit dem sie heute drohen, vor dem ihnen aber innerlich doch tüchtig graut. Ein neues Interventionsgerücht. Wie im Haag gerüchtweise verlautet, hat der Minister des Aeußern Melvil eine Rundfrage an die Großmächte gerichtet, ob fie geneigt wären, eine bolländische Friedensinitiative zu unterſtüßen. Zustimmendenfalls werde die bolländische Regierung die Boerenführer bewegen, eine Autonomie unter englischer nomineller die Staprebellen anzunehmen. Aus den Organisationen. Der socialdemokratische Verein in Königsberg empfindet bereits, wie in seiner letzten Generalversammilung berichtet wurde, das Wirken der Krisis an seiner Mitgliederzahl. In der Zeit vom 1. April bis 1. Oktober hat sich die Mitgliederzahl von 1594 auf 1834 verringert. Die Fehlenden sind teils weggegangen, teils mußten sie wegen unterlaffener Beitragszahlung gestrichen werden. Die Einnahmen betrugen in den sechs Monaten 4908 M., wurden 300 M. zurückgezahlt, der Kassenbestand erhöhte sich auf Wenn die Jungczechen wollen, so geht die so verheißungsvoll für das Parlament beruhen also darauf, daß die Jungczechen zu begonnene Seffion rasch und gründlich in Trümmer. Die Hoffnungen Oberherrschaft, Rückgabe der konfiszierten Güter und Amnestie für worunter jedoch der Kassenbestand mit 1469 M. und 500 M. vom der finnlosen, selbstmörderischen Obstruktion die notwendige Ge wiffenlosigkeit noch nicht aufbringen werden. Was ist das aber für ein Barlament, dessen Dasein von der Vernünftigkeit von Narren abhängt? Schweiz. Katholische Propaganda. sollte, würde aller Voraussicht nach scheitern, wenn nicht, wie wahr Auch dieser Versuch, wenn er wirklich unternommen worden sein scheinlich, an der ablehnenden Haltung der Mächte, so doch an Englands Weigerung, fich einem Schiedsspruch zu unterwerfen. Zum Boykott Englands. Die Peft. 1604 m. Der konfizierte Parteibericht. Der Thätigkeitsbericht der öftreichischen Socialdemokratie, der in Broschürenform veröffentlicht worden ist, ist vom Staatsanwalt konfiziert worden. Wenn doch der Herr Staatsanwalt die gesamte socialdemokratische Partei kons fiszieren könnte! Der Mörder Jungs. London, 30. Oktober.( Eig. Ber.) Martial Faugeron, der Mörder unfres Genossen Hermann Jung, ist nach zweitägigen Verhandlungen gestern zum Tode durch den Strang ver urteilt worden. Wie uniren Lejern bekannt, hatte der Prozeß eine politisch- sensationelle Bedeutung dadurch erlangt, daß Faugeron die Behauptung aufstellte, Jung hätte ihn anwerben wollen, um einen Angriff gegen das Leben Chamberlains zu unternehmen. Die Beweisaufnahme ergab indes, daß der Angeklagte, bereits wegen DiebFaugerons ganz treffend nennt, ist offenbar unter der politischen that- Werteidigung", wie die„ Daily News" heute die Behauptung stahls vorbestraft, einen gemeinen Raubmord begangen hat. Seine Stimmung Englands und unter dem Eindruck des Mordes von Mc Kinley entstanden. Zwei der Geschwornen haben ihn der BeNachlasse Jungs befinden sich einige Dokumente zur Geschichte der gnadigung zu lebenslänglicher Gefängnisstrafe empfohlen. In dem Jung. Die Schriftstücke werden durch Vermittelung des Genossen Internationale" sowie zwei unbedeutende Noten von Marg an Motteler dem Partei- Archiv zugänglich gemacht werden. " Zürich, 30. Oktober.( Eig. Ber.) Der Verband der Aus Marseille wird gemeldet, daß dort eine Abordnung von Tatholischen Männer und Arbeitervereine hielt am Dockarbeitern aus Amsterdam eingetroffen sei, um für Boytottierung Sonntag in Zürich seine Delegiertenversammiung ab, in der er bes der englischen Schiffe zu agitieren. In einer Versammlung der fchloß, an der Neutralität der Gewerkschaften fest- Safenarbeiter von Marseille sei einstimmig beschlossen worden, sich zuhalten und jene Gewerkschaften zu veröffentlichen, welche an der Bewegung der Amsterdamer Docarbeiter zu beteiligen. Dem die von den Herren gewünschten„ Garantien" der Un- Petit Journal" zufolge soll die Abordnung der Amsterdamer Dock schädlichkeit für katholische Arbeiter bieten. Ferner erklärte arbeiter auch in Havre, Bordeaux und Cette mit Erfolg agitiert sich die Versammlung für die gesetzliche Freigabe des Sonnabend haben. nachmittags für die Arbeiterinnen in Gewerbe, Industrie, Handel und Verkehr, für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, für den Ausbau des Haftpflichtgesetzes, für Einberufung eines internationalen tatholischen Arbeiterschuß- Kongresses nach der Schweiz und endlich erhielt der bekannte katholische Socialpolitiker Dr. Decurtius den Auf- der letzten Woche im hiesigen Centralhotel vier Bedienstete In Glasgow wurden, wie amtlich bekannt gemacht wird, in trag, eine Abhandlung über die wissenschaftliche von der Best befallen und aus dem Hotel entfernt. Einer Entwicklung des modernen Socialismus ab= derselben ist am legten Sonnabend gestorben. zufassen. von Angriffen auf die katholische wurde geschlossen. Zur Abwehr Das Hotel Kirche soll eine apologetische Gesellschaft gegründet und sollen ferner Vom Freitag liegt aus Glasgow folgendes Telegramm vor: in den einzelnen Dekanaten sociale Priesterkonferenzen abgehalten werden. Die Nederei von der Verfolgung der katholischen Kirche" Bestfälle nicht vorgekommen feien. Das Wiederauftreten der Seuche Der Vorsteher des biesigen Gesundheitsamts erklärt, daß nene ift geradezu heiter, namentlich angesichts der jüngsten Verurteilung fönne nicht so aufgefaßt werden, als ob man es mit einer Epidemie eines Mannes im Kanton Luzern wegen Gotteslästerung" au vier zu thun habe, da der Herd der Senche ein äußerst beschränkter sei. Monaten Buchthaus! Das betreffende Strafgesetz enthält eine Er hoffe, daß man bei dem schnellen Einschreiten der Behörden die Magimalftrafe von 10 Jahren Buchthaus für„ Gotteslästerung"!- Strantheit rasch zum Verschwinden bringen werde. England. Auch aus Rußland werden neue Bestfälle gemeldet. Die Leidet Eduard VII. am Krebs? Ueber diese Frage ist eine bag in Batum ein Mann unter pestartigen Symptomen gestorben Petersburger Kommission zur Bekämpfung der Best giebt bekannt, lebhafte Breßerörterung entstanden. Von verschiedenen Seiten ist die und bald darauf ein andrer, der mit ihm in teiner Berührung Erkrankung Eduards bestritten worden, neuerdings noch von dem Bertauschte Nollen. Der„ Braunschweigische Voltsfreund" medizinischen Journal„ Lancet", das, wie es vorgiebt, auf Grund stand, unter ähnlichen Symptomen ertraukt ist. Dieser befindet sich bedauert lebhaft, daß die dortige Polizei in vielen Fällen es unterauf dem Wege der Genesung; seine Familie wurde isoliert. Ju läßt. Strafen über Parteigenoffen zu verhängen. Das scheint recht authentischer Information die Krebserkrantung des Königs beiden Fällen wurde durch die bakteriologische Untersuchung wirt- merkwürdig; es scheint aber nur jo. Wenn man näher zusieht, so entschieden in Abrede stellt. Die stellt. Die Rheinisch Westfälische li dhe Best nicht festgestellt, gleichwohl wurden alle notwendigen ist sowohl der Wunsch unsrer Braunschweigischen Genossen wie auch Beitung" hält jedoch nach ihr gewordenen Mitteilungen von Borsichtsmaßregeln getroffen. Ausgehende wie einlaufende Schiffe das Berhalten der dortigen Polizei recht begreiflich. berläßlicher Seite" an der Behauptung fest, daß der werden strenger ärztlicher Untersuchung unterworfen. König thatsächlich am Stehlkopffrebs leide. Auch die Münchener „ Neuesten Nachrichten" halten die diesbezüglichen Nachrichten für glaubhaft und verbreiten sich des längeren darüber, daß der Krebs in der Familie des foburgisch- welfischen Hauses heimisch sei, da eine ganze Anzahl Angehöriger desselben am Krebsleiden gestorben sei. Das Blatt warnt deshalb eindringlich vor Heiraten unsrer deutschen Fürstenkinder" mit ihren englischen Verwandten. Italien. " D 700 Partei- Nachrichten. Protest gegen den Hungerzoll. Die Protestbewegung gegen den Brotwucher dürfte in der Hauptsache abgeschlossen sein; aus verschiedenen Bezirken laufen daher jetzt die Nachrichten über das Ergebnis der Zählung ein. Nach den heut vorliegenden Angaben Ein Landarbeiter- Kongreß des Gebietes um Lomellina fand wurden abgegeben: Im Saaltreise 23 931 Unterschriften, in den am vergangenen Sonntag in Mortara statt. Vertreten waren Kreisen Wittenberg, Merseburg, Bitterfeld und Eisleben 4679, im 27 Sektionen mit 5300 Mitgliedern durch 75 Delegierte. Diese Leute Beizer Kreise 11 150, im 1. anhaltischen Streise 20 443, im Leben in äußerst ärmlichen Verhältnissen und können nicht mehr als Herzogtum Koburg- Gotha 17 500, im 17. hannoverschen Kreise 5 Pf. Beitrag pro Monat leisten. Trotzdem haben sie seit Mitte 25 884, im 8. Hannoverschen Streise 86 054, im Wahlkreise März etwa 1800 Fr. zufammengebracht, die sämtlich für Agitation Reichenbach- Neurode 26 397, im 9. und 10. badischen Streise und für die eigne Zeitung, die sie für Landarbeiter herausgeben, 22 651. aufgegangen find. Beschlossen wurde, die Tarife mit den Organifationen der Nachbardistrikte zusammen aufzustellen und zu verfechten, Danach liegen jetzt Nachrichten bor aus 22 Reichstags- Wahleine Verkürzung der Arbeitszeit und Abschaffung der Accordarbeit treisen und der Stadt Altona. Sie gaben zusammen rund anzustreben. Es wurde ein eigner, bezahlter Sekretär angestellt und 700 000 Unterschriften auf unsre Petition. ferner beschlossen, die Zeitung von jezt an wöchentlich herauszugeben. Spanien. Parteipreffe. Mit dem Monat November beginnt in Brüssel Zeitschrift für die akademische socialistische Jugend aller Länder. wieder„ Der jocialistische Student" zu erscheinen, eine internationale Polizeiliches, Gerichtliches usw. Säufig find in legter Zeit in Braunschweig Tanzvergnügen von Arbeitervereinen aufgelöst worden. Die Auflösung erfolgte stets mit der Begründung, daß Nichtmitglieder an den Vereinsfesten teilnahmen, und Beschwerden wurden stets mit dieser Begründung zurückgewiesen. mitgliedern wurden noch niemals beigebracht. Irgend welche Beweise für die Behauptung der Zulassung von Nichtwurde ausdrücklich um Nennung der Beweismittel ersucht, doch ging In Beschwerden die Beschwerdebeantwortung auf dieses Ersuchen gar nicht ein. Die Braunschweigischen Genoffen haben nun das lebhafteste Verlangen, die Polizei möchte die Veranstalter der aufgelösten Festlichkeiten bestrafen; sie hoffen dann vor Gericht die Nennung der Beweismittel erzwingen zu können und dann einmal der Polizei einen ähnlichen Steinfall bereiten zu können wie der, den die Magdeburger Polizei soeben erlebt hat. lange nicht! Die Sünder sehnen sich nach Bestrafung, die GesetzesDie Polizei in Braunschweig hütet sich jedoch; sie bestraft schon hüter haben gar kein Interesse daran, zu strafen! Gewerkschaftliches. Berlin und Imgegend. " Genoffe Bebel antwortet jezt im Karlsruher Volksfreund" auf die Erklärungen des Genossen Kolb. Die Beschwerden An die organifierte Arbeiterschaft Berlins und der Vororte! Kolbs bezogen sich erstens darauf, daß Bebel dem„ Voltsfreund" Der Schulgesetz- Entwurf, welcher den Cortes vorgelegt schwere Vorwürfe gemacht hatte, weil dieser geschrieben habe:„ Die worden ist, bestimmt, daß für die Kinder zwischen dem 6. und dem badische Budgetdebatte wird nicht so schlimm ausfallen, denn Bebel 12. Jahre beiderlei Geschlechts ein obligatorischer Schulunterricht hat sich schon genötigt gesehen, seine Resolution zurück zu ziehen." eintreten soll. Die Kommunen, die bisher die Lehrer- und Stolb erklärte darauf, daß er etwas Derartiges nicht geschrieben, Lehrerinnengehälter zu zahlen hatten, schulden diesen schulden diesen noch 23 Millionen Frant. Wie notwendig der obligatorische Schulumter richt in Spanien ist, geht daraus hervor, daß durch die letzte Voltszählung im Jahre 1900 festgestellt wurde, daß die Hälfte der spanischen Bevölkerung weder lesen noch schreiben fann. sondern nur eine Meldung der Frankfurter Zeitung" zu dieser An gelegenheit mit Quellenangabe abgedruckt habe. Bebel giebt zu, daß er in diesem Punkte unrichtig informiert war und nimmt seine darauf bezüglichen Angriffe gegen den " Boltsfreund" zurüd. Partei und Gewerkschaftsgenossen! Nunmehr ist auch die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere" zum offenen Stampf gegen die organisierte Gehilfenschaft hervorgetreten. Nachdem die in derselben verbundenen Meister in verfchiedenen Bezirksversammlungen beschlossen haben, die Preiserhöhung hochzuhalten und gegen die Organisation losgezogen waren, ließ die Freie Vereinigung auch sofort den Worten die That folgen, indem sie den Gehilfen in dieser Woche die Kündigung des paritätischen Arbeitsnachweises zukommen ließ. Die Preise hochdie Löhne niedrig! Barteigenoffen! Seht dem Treiben derjenigen Arbeitgeber die Branchen des Holzarbeiter Verbandes verteilt, die Zahl der be= nicht ruhig zu, unterstützt uns in dem Kampfe um Erhaltung schäftigten Personen auf 584 899 angiebt. Diese Bahl ist unsrer Organisation. Denn nur darauf haben es die Herren natürlich in den letzten Jahren bedeutend angewachsen und demabgesehen, die Organisation wieder auf den Standpunkt vor der entsprechend müßte das Ergebnis der procentualen Berechnung erhöht Lohnbewegung zurückzudrängen. Parteigenossen! Die Selbständigen haben die erhöhten Preise von Euch gefordert, aber die versprochenen hygienischen Verbesserungen in ihren Geschäften, als faubere Wäsche usw., haben sie Euch vor enthalten. Mit höhnischem Lächeln haben sie unsre Hinweise auf die Kontrollkarte beantwortet. Es werde nicht danach gefragt, und dieserhalb glauben sie leichtes Spiel zu haben. Arbeiter, Parteis und Gewerkschaftsgenossen! Helft uns mit, die Illusion den Herren Arbeitgebern zu entreißen, indem Ihr alle diejenigen Geschäfte meidet, wo die grüne Kontrollkarte nicht ordnungsmäßig abgestempelt ist( jetzt 44. Woche). Verlangt, daß die Karte so am Spiegel angebracht ist, daß Ihr die abgestempelten Wochen sehen könnt. Die Karten werden jezt den in festen Stellungen befindlichen Gehilfen mit Marken beklebt und den zur Aushilfe arbeitenden nur abgestempelt.( Der Stempel lautet: St.. B.) NB. Die in der vergangenen Woche gebrachten Berichtigungen über gesperrte Geschäfte hält die Lohnkommission aufrecht, mit Ausnahme von Bauli, Emdenerstr. 10. Ebenso muß es nicht heißen: Lhchenerstr. 12, sondern 17. Die Kontrollfarte des Gehilfen Friedrich Bäumer bei Wernide, KI. Markusstr. 24, ist ungültig. Die Lohntommission der Barbiere Berlins und der Vororte. J. V.: Paul Kaiser, Grüner Weg 63. Deutsches Reich. Der Centralverband der Konditoren und verwandter Berufe hält seinen fünften ordentlichen Verbandstag am 31. März 1902 und den darauf folgenden Tagen in Berlin ab. Anträge zu diesem Verbandstage müssen statutengemäß bis zum 31. Januar 1902 in den Händen der Hauptverwaltung sein. A18 Arbeitersekretär für Gotha wählte die mit den Vorarbeiten für ein Arbeitersekretariat betraute Kommission den Genoffen C. Helmig aus Georgenthal. Das Sekretariat wird seine Thätigkeit am 1. Januar 1902 beginnen. Versammlungen. Der focialdemokratische Verein für den 5. Berlince Wahlkreis hielt am 30. Oftober seine ordentliche General- Verwerden. Es ist Euch anzunehmen, daß die außerhalb der Organisation sammlung ab. Nachdem man das Andenken des verstorbenen GeStehenden in der Arbeitsvermittelung nicht so günstig gestellt sind, nossen Dr. Bruno Schoenlant geehrt hatte, berichtete der Vorsitzende als die Organisierten; der engere Zusammenhalt der Arbeiter ver- 3ucht über die Thätigkeit des Vorstandes. Die Arbeit mittelt direkt und indirekt den organisierten Arbeitskollegen eher Be- ist, besonders infolge der Vorbereitung der Reorganisation, eine um schäftigung, als dem, der diesen Bestrebungen fern steht. Mithin fangreiche gewesen. Genosse Zucht beflagte die geringe Beteiligung läßt sich folgern, daß unter den von der Statistik nicht erfaßten der Mitglieder bei der Verbreitung von Flugblättern, namentlich der Arbeitern mehr Arbeitslose zu finden sind. Berücksichtigt man weiter, für die Stadtverordneten- Wahlen, und ersuchte energisch, sich das daß die Geschäftskonjunktur noch ungünstiger geworden ist, dann muß nächste Mal zahlreicher zu beteiligen. Der erste Kassierer 2. Liep die Zahl der Arbeitslosen bedeutend angeschwollen sein. mann gab darauf die Abrechnung vom dritten ViertelGeschäftsberichte der Aktiengesellschaften. Die Laura- jahr. Einschließlich eines Bestandes von 184,10 M., der am Ende hütte, die im verfloffenen Geschäftsjahre 14 Proz. Dividende ver- des zweiten Quartals verblieb, find 510,20 m. eingenomment teilte, giebt im I. Quartal des neuen Geschäftsjahres einen bedeutenden worden, während 173,49 M. ausgegeben wurden. Der Bestand beträgt Rückgang ihres Gewinnes bekannt. Während im I. Quartal b. J. demnach 336,71 M. Die Mitgliederzahl ist von 629 auf 674 gestiegen, 2 660 175 M. Gewinn zu verzeichnen waren, sant er in diesem Jahre Die Versammlung erteilte dem Kassierer Decharge. Die Vorstandswahl auf 1548 584 M. Ueber die Beschäftigung der Werke äußerte fich ergab folgendes Resultat: 1. Vorsitzender Zucht, 2. Vorsitzender Direktor Junghann auf der Generalversammlung dahin, daß über Peters, 1. Kassierer Liepmann, 2. Kassierer Jaffe, die vorliegenden Anträge keine bestimmte Zahlen zu nennen seien, 1. Schriftführer Krause, 2. Schriftführer Davidsohn, Veres dürften ca. 40 000 Tonnen Aufträge gegen frühere 50-60 000 trauensleute Babiel und Julius Bahr, Preßkommissions Tonnen vorliegen. Doch sei als erfreuliche Thatsache zu konstatieren, Mitglieder els und Friedländer, LokalkommissionsMärker und K. Klein, Mitglied der daß die Specifikationen für die Aufträge in gleichmäßiger Weise Mitglieder W. vorwärts gehen und die Werte schon seit Monaten erträglich be- Brandenburger Agitationstommission Royle, Revisoren Gärt. Reul. Herzer, Da die sieben Abteilungen, schäftigt sind. Was die Kohlen anlange, so sei die Förderung ner, die wählen sollen, Abteilungsführer selber 110ch aufrecht erhalten worden. Es sei im ersten Quartal genau eben so welche viel Quantum geliefert worden, wie in demselben Quartal des nicht gebildet find, so schlägt der Vorstand als vorläufige Keller, Abteilungsführer vor: Fahrensohn, Roth, Vorjahres. Die VersammDer Eiweiler Bergwertsverein verteilt eine Divi- Bartle, Weidauer, Mud und ½ a ſt. dende von 20 Proz. Die Vogtländische Maschinen- lung erklärte sich damit einverstanden, daß diese Genossen bis Vor der fabrit in Plauen muß in diesem Jahre die Dividende streichen, im zur definitiven Wahl als Abteilungsführer fungieren. Vorjahre wurden 8 Proz. verteilt. Die Gladbacher Baum Wahl der Mitglieder zur Preßkommission hatte Genosse Fränkel den wolle manufaktur schließt mit einem Betriebsverlust von 32223 M. Antrag gestellt, der fünfte Wahlkreis folle fich nicht an diefer ab. Die Maschinenfabrik Luther in Braunschweig verzeichnet Kommission beteiligen, weil sie doch nur eine Schattenkommission einen Verlust von 154 200 M. Jm Vorjahre verteilte man 10 Broz. fei. Der Antrag wurde ohne Debatte gegen wenige Stimmen abDividende. Die Terraingesellschaft Berlin- Südwest gelehnt. giebt einen Reingewinn von 140 000 m. an. Die Panzer- Der Centralverband der Töpfer hielt am Mittwoch seine Attiengesellschaft für Geldschrank und Treior- Generalversammlung bei Dräsel, Neue Friedrichstraße ab, in der bau in Berlin hatte einen Reingewinn von 56 494 M., im Vorjahre über den bisherigen Verlauf der Fensterfrage berichtet Eine ,, Nachlese" zum Krefelder Sammetscherer- Streit 193 586 M. Dividende 3 Proz., im Vorjahre 12 Proz. wurde. Dem Bericht und der darauf folgenden Diskussion war zu wurde am Donnerstag wieder am Schöffengericht zu Krefeld geentnehmen, daß wie in den Vorjahren so auch in diesem halten. In neun verschiedenen Fällen wurde gegen Arbeiter und Jahre wieder zahlreiche Differenzen wegen der Fensters Arbeiterinnen verhandelt, welche Arbeitswillige" beleidigt haben frage entstanden sind, die erhebliche Opfer erferderten. sollen. Die Anzeigen waren zumeist von den Unternehmern erstattet worden. Von seiten der Amtsanwaltschaft wurden stets zwei Die Dresdener Handwerksmeister gegen den städtischen zum 17. Oktober haben 439 Töpfer auf 54 Bauten die Arbeit eingestellt, weil keine verglasten Fenster vorhanden waren. Nach Wochen Gefängnis beantragt. Das Gericht verurteilte zwei der Arbeitsnachweis. Am Mittwoch hat die Dresdener Gewerbes einigen Tagen wurde allerdings in verschiedenen Fällen die FordeMiffethäter" zu zwei Wochen und vier zu einer Woche Gefängnis. fammer einstimmig in einem Gutachten das Ratsprojekt eines städti- rung bewilligt, trotzdem mußten am ersten Sonnabend 298 AusIn drei Fällen wurde die Verhandlung zur weiteren Zeugenladung schen unentgeltlichen Arbeitsnachweises, der gleichmäßig unter Ber- ständige mit 304 Kindern unterstützt werden. Auch in der zweiten Aus waltung der Arbeitgeber und Arbeiter stehen soll, abgelehnt. Woche waren noch 141 Ausständige gemeldet und sind insgesamt der Diskussion seien einige Ausführungen festgenagelt. Hofflempner über 5000 M. Unterstützung ausbezahlt worden. Leider sind es nicht Unternehmerterrorismus gegen chriftliche Gewerkschaften. und Obermeister Lange:.. Es ist nicht zu verkennen, daß jezt immer die Unternehmer allein, welche diese sogar im Tarif anerkannte Die Direktion der Binthütte auf Birkengang bei Stolberg( Rhein- alles mögliche immer geschieht zum Nutzen und Frommen der Arbeiter land) hat durch Zettelanschlag bekannt gemacht, daß die Verteilung und so will man nun auch zu ihrem Vorteil den paritätischen Ar- Forderung nicht berücksichtigen, sondern teilweise sind die Differenzen von Gewerkschaftsblättern innerhalb der Hütte verboten sei und daß beitsnachweis schaffen durch das unsolidarische Verhalten andrer, zumeist unorganisierter Wir wissen ja, was von unsren Bauhandwerker verschuldet. Um derartige Vorkommnisse in Zukunft Zuwiderhandlungen mit Entlassung bestraft würden. Diese Rechten in Wirklichkeit übrig bleibt. Das lehren unsre Erfahrungen zu verhindern, sollen zu gelegener Zeit die übrigen Bauarbeiter- OrMaßregel richtet sich gegen den Gewerkverein christlicher Blei-, Zink- in den Gewerbegerichten und Krankenkassen. Es ist einfach unmögganisationen sich mit der Fensterfrage beschäftigen und insbesondere und chemischen Fabritarbeiter. lich, mit den Arbeitern zusammen zu arbeiten. Um mur ja nicht mit Sie Buger veranlaßt werden, ihre Rüstungen derartig zu bauen, daß den Arbeiterausschüssen in Berührung zu kommen, unter. die Fenster eingehängt werden können. Bom 1. November ab darf man so manchen Beschluß. Das Bureau Herold meldet unter dem 1. November aus läßt verzichtet auf so laut Polizeiverordnung in Neubauten überhaupt nur bei geschlossenen was im Vorteil der Innung liegen würde. Verviers: Die Einigungsversuche zwischen Vertretern manches, der vereinigten Arbeitgeber und Arbeiter der Kammgarnspinnereien Das ist aber der Zug der Zeit: die legten Rechte werden dem Fenstern und Thüren gearbeitet werden. Da zu erwarten ist, daß diese Verordnung teilweise ebenfalls nicht beachtet wird, so sollen alle fiber die Streitfrage zwischen der Vervietois und ihren Spinnern Arbeitgeber geraubt. Jetzt greift man nach dem Arbeitsnachweis, Verstöße dagegen nach genauer Prüfung der Polizei zur Anzeige gebracht sind gescheitert. Der Ausstand dauert fort. der das unveräußerliche Recht des Arbeitgebers ist und bleiben werden. Nach einer längeren Diskussion wurde einstimmig eine Resolution Die Einigungsämter in England. Die Conciliations- Afte muß Tischlermeister 3 immer: Dem Rat liegt an diesem Arbeits- beschlossen, wonach über diejenigen Bauten, wo sich die von 1896, betreffend das Einigungsverfahren bei gewerblichen weigern, für verglaste Fenster zu Streitigkeiten, giebt dem Handelsamt das Recht, bei Ausbruch von nachweis, wie ich aus persönlicher Rücksprache weiß, gar nichts. forgen und den Arbeitsraum zugfrei zu machen, Streits die Initiative zu ergreifen, um eine Verständigung der Bar- Der Rat fürchtet sich vor den Arbeitern. Dieses neu- die Sperre verhängt werden soll. Diese Maßregel soll aber teien herbeizuführen. Das Handelsamt tann eine Untersuchung über modische Projekt ist nur eine Folge der Humanitätsduselei. Es wäre erst getroffen werden, nachdem der Vorstand der Organisation die Ursachen und Umstände des Streits austellen und Maßnahmen überhaupt besser, wenn die Behörden die jocialdemokratischen Arbeits- von den Verhältnissen unterrichtet und eine Untersuchung vortreffen, um eine Konferenz zwischen den streitenden Parteien zu nachweise einfach verbieten würden.( Rebhafter Beifall.) stande zu bringen. Auf das Verlangen von einer oder der Obermeister Lange: Der Vorredner hat mir aus der Seele genommen hat. Nach der Abrechnung, die hierauf der Kassierer erstattete, be gesprochen, daß ein Gesez muß geschaffen werden, um uns die trugen die Einnahmen im 3. Quartal 14 413,90 m., die Ausgaben andren Seite tann das Handelsamt einen Vermittler ers nennen; find beide Parteien damit einverstanden, so bestellt das socialdemokratische Arbeitsnachweis- Konkurrenz vom Halje zu schaffen. 5046,66 M. Das Vermögen der Filiale Berlin ist auf 20 999,26 M. Amt einen Schiedsrichter. den Behörden finden. Und nun gar die Plackereien mit den Ar- gestiegen. Im verflossenen Quartal wurden 80 Neuaufnahmen vorbeitern auf der Arbeitsnachweis- Stelle. Den Revolver möchte genommen und zählt die Filiale jezt 1253 Mitglieder. man immer bei der Hand haben usw. Wenn der Herr Obermeister erst wüßte, daß das Schießen an vertagt. " Ausland. dritten Bericht über die Conciliations- Atte herausgegeben; aus demselben erhellt, daß das Board of Trade nicht allzu häufig bei Streits in Funktion getreten ist. Der letzte Bericht erstreckt sich auf die 46 Fälle Sociales. man Bauherren Bis zwei Jahre endend mit dem 30. Juni d. J. In dieser Zeit von Menschen bewohnten Orten verboten iſt und bestraft wird die Beerdigung unsres Genossen Dr. Bruno Schoenlank wie würde er dann erſt über die Begünstigung der Arbeiter findet am Sonntag, den 3. November, in Leipzig statt. Dem Leichendie Einigungsnote, die Gesamtzahl die Gesamtzahl female feit dem Infrafttreten des Gefeßes betrug, 113. der Fälle Von den 46 Fällen der letzten zwei Jahre waren drei, in greinen! welchen das Handelsamt eingriff, ohne bon irgend einer Die Arbeitslosen in Danzig hielten am 28. Oktober vor- begängnis geht mittags 12 Uhr im Pantheon, Dresdenerstraße, eine Seite aufgefordert zu werden. Nur in drei Fällen riefen die mittags eine Versammlung ab, in der folgende Resolution an- Trauerfeier vorauf, die um 1/4 Uhr beendet sein wird. Dann Unternehmer, in 16 die Arbeiter das Handelsamt an, während in genommen wurde: 24 Fällen die Anrufung von beiden Seiten erfolgte. Während der ganzen Periode( seit dem Jukrafttreten des Gefeßes) wurde das Handelsamt in 42 Fällen von beiden Seiten, in 16 Fällen nur von Sen Unternehmern und in 46 Fällen nur von den Arbeitern angerufen, während in 9 Fällen das Amt felbständig eingriff. Bei Der Beurteilung dieser Zahlen muß in Betracht gezogen werden, daß in England in einer großen Anzahl von Industrien Verträge beziehentlich eigne Ginigungsausschüsse, an denen Arbeiter und unter nehmer beteiligt sind, bestehen. erschweren. den Lehte Nachrichten und Depelthen. Die heute von über 1000 Berionen besuchte Arbeitslosen- Ber. formiert sich der Zug, der durch eine Anzahl mit weißen Abzeichen Die heute von über 1000 Personen besuchte Arbeitslosen- Verſammlung nimmt mit Bedauern von der Erklärung des Herrn tenntlich gemachter Ordner geleitet wird. Die Teilnehmer werden Oberbürgermeisters, daß die Stadt eine Verpflichtung zur Arbeits- gebeten, rechtzeitig zu erscheinen, damit die Ordnung des Zuges beschaffung für ihre unverschuldet eristenz- und arbeitslos ge- nicht gestört wird. Die Leiche wird auf dem Süd- Friedhof beis wordenen arbeitenden Bürger nicht hat, Kenntnis. Sie hält eine gesezt. solche Verpflichtung aus moralischen Gründen, wie auch nach dem Charakter der Kominune als gesellschaftlicher Korporation, sowie wegen der bereits ungeheuer gestiegenen Not der Arbeitslofen für vorliegend. Die Versammlung erklärt ferner, daß die vorzunehmenden NotstandsWien, 1. November.( B. H.) Das in Salo am Gardasee stattarbeiten vorwiegend möglichst in der Nähe der Stadt und unter gefundene Erdbeben hat kolossalen Schaden angerichtet. Eine ganze Bedingungen, die der bisherigen Erwerbsthätigkeit der Arbeitslosen Häuserreihe droht in den Gardasee zu stürzen. Zwei Personen wurden Aus Industrie und Handel. möglichst nahekommen, vorgenommen werden möchten, um holten, flüchteten die Bewohner panifartig aus der Ortschaft. Arbeitslosen Zählung des Holzarbeiter- Verbandes. Die Arbeitern die spätere Fortsegung ihrer Eristenz nicht unnötig zu getötet, givei schwer verletzt. Als sich abends die Erdstöße wiederDie Versammelten würden die Beschäftigung in London, 1. November.( W. T. B.) Eine Depesche des Organisation der Holzarbeiter hat unter den Mitgliedern in diesem der Landwirtschaft, soweit sie sich dazu eignen, principiell nicht Generals Kitchener aus Pretoria vom heutigen Tage besagt: Jahre zwei sehr wertvolle Statistiken über die Arbeitslosigkeit auf von der Hand weisen, müßten jedoch, falls ihnen solche an Oberst Rehewich meldet, daß er nach zwei Nachtmärschen genommen. Die erste Zählung erfolgte am 15. Februar, die zweite gewiesen werden sollte, bestimmte Garantien bezüglich der van Alberts Lager in Beestekraal in der Nähe von Rustenburg am 16. Auguft. Behandlung, des Lohnes usw. verlangen, die heute bei überraschte und 79 Gefangene machte, darunter Nach der nunmehr vorliegenden Zusammenstellung haben den landwirtschaftlichen Arbeitgebern leider nicht vorhanden sind. Kommandanten Klöpper. 530 Bahlstellen insgesamt 48 685 ausgefüllte Zählscheine ein- Die Versammlung fordert wiederholt dringend die möglichste Be- Glasgow, 1. November, 1 Uhr nachmittags.( W. T. B.) gesandt. Gegenüber der Bählung am 15. Februar, an welcher schleunigung der vorzunehmenden Notstandsarbeiten und bevollmächtigt fich 52 703 Mitglieder aus 551 Bahlstellen beteiligt hatten, ist die gewählte Kommission auch zu weiteren etwa erforderlich werdenden Seit der letzten Meldung ist hier ein neuer Pestfall zur Dadurch erhöht sich die hiernach leider ein nicht unbedeutender Rückgang der Beteiligung zu unterhandlungen. Die Versammlung verlangt ferner, daß die amtlichen Kenntnis gebracht worden. Erkrankungen auf fünf. In Betreff der verzeichnen. Arbeitslos waren am 16. August 1888 Mitglieder, oder Motstandsarbeiten, wie auch die sonstigen städtischen Arbeiten, ohne Bahl der Erkrankungen Hafen verlassenden Schiffe find noch keine Anweisungen 2,8 Proz. der beteiligten Mitglieder überhaupt.( Am 15. Februar: jede Rücksicht auf die politische Gesinnung oder Thätigkeit der 2651 Arbeitslose, oder 5 Proz.) Arbeiter verteilt und angewiesen werden. Sie ersucht auch die vom Auswärtigen Amt eingegangen. Man glaubt aber, daß der Diese 1388 arbeitslosen Mitglieder waren am 16. Auguft ins- Stadtverwaltung, um auch weiterhin beruhigend und aufklärend Erlaß beschränkender Vorschriften unmittelbar bevorsteht. gesamt 28 405 Arbeitstage( Sonntage find abgerechnet) außer Be: auf die Arbeitslofen einwirten zu können, dafür zu sorgen, daß der Konsuln haben heute die Ausstellung von Gesundheitspapieren schäftigung und Verdienst.( Am 15. Februar: 73 799 Tage.) Für den Einzelnen betrug die Arbeitslosigkeit rund 20 Arbeitstage.( Gegen Kommission der Arbeitslosen ein größerer städtischer Versammlungs in Berührung gekommen sind, ist isoliert worden. 28 Tage am 15. Februar.) Nach den Einzelfällen zusammengestellt, waren arbeitslos: Arbeitslose Prozent 16. Aug. 15. Febr. 16. Aug. 15. Febr. 39,7 30,8 bis 1 Woche 549 811 über 1 bis 2 Wochen 219 324 15,8 12,4 3 125 199 9,0 7,6 " " " 90 182 6,5 7,0 " " 82 195 6,0 7,4 " " 69 160 5,0 6,1 " " 58 107 4,2 4,0 " " " 30 217 2,2 8,2 " " " 13 OP " 1 " über 13 113 47 296 138 8,2 3,4 11,3 5,2 12345678 45678 den den Dic mit den Erkrankten Konstantinopel, 1. November.( W. T. B.) Jin dem Vorort Beschiktasch ist ein Pestfall vorgekommen. Der Erfrankte und die Berfonen, welche mit ihm in Berührung gekommen sind, sind in das Lazarett geschafft worden. Von der socialdemokratischen Fraktion der Bremischen Bürgerschaft ist dem Bürgeramte folgender Antrag zugegangen: In Berücksichtigung des allgemeinen wirtschaftlichen Niedergangs und des zu erwartenden hohen Arbeitslosenstandes im anbrechenden Nyborg, 1. November.( W. T. B.) Das russische PanzerWinter ersucht die Bürgerschaft den Senat, 1. die zuständigen Be- schiff Beresswjät" ist heute morgen am Nordende der Jusel Langehörden anzuweisen, eine möglichste Beschleunigung der in Aussicht land auf Grund geraten. Ein Bergungsdampfer ist zur Hilfegenommenen staatlichen Hoch-, Wege- und Wasserbauten sowie leistung abgegangen. Simla, 1. November.( W. T. B.) Der Emir hat eine ProSonstiger staatlicher Arbeiten eintreten zu lassen; 2. eine Vorlage zu machen über etwaige irgendwie im Bereiche der Möglichkeit liegende flamation erlassen, in welcher alle Afghanen, die aus Afghanistan Notstandsarbeiten; 3. die Baudeputation mit einem Bericht und geflohen sind, weil von den Gouverneuren Erpressungen und Untereinem Kostenanschlage über eine an geeigneter Stelle zu errichtende brückungen gegen sie verübt wurden oder weil sie fürchteten, auf Wärme- und Lesehalle zur unentgeltlichen Benutzung für Arbeitsloje Grund falscher Anschuldigungen verhaftet zu werden, benachrichtigt werden, daß sie ohne Gefahr nach Afghanistan zurückkehren können. zu beauftragen. Mit der Frage des Arbeitsnachweises beschäftigten sich in Manila, 1. November.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus.) Das Ergebnis der Umfrage muß überraschen, da gegen den ein Gesetz aus15. Februar am 16. August absolut und prozentual die Zahl der Hamburg die Gewerkschafts- Vorstände und die Delegierten des Die amerikanische Civilkommission hat Arbeitslosen zurückgegangen ist; in der Tischlerei ist allerdings für Gewerkschaftskartells. Arbeitersekretär Lesche hielt einen ausführ- gearbeitet, nach welchem Personen, die sich des Verrats das Baugeschäft der August günstiger. Berechnet man nun den lichen Vortrag, wobei er die Zustände im Arbeitsnachweise in fchuldig gemacht haben, sowie diejenigen, welche den Aufständischen Prozentsatz der Arbeitslojen des Holzarbeiter Verbandes in Höhe Hamburg eingehend erörterte und mit großer Entschiedenheit für die Be i st and leisten, mit dem Tode bestraft werden sollen. von 2,8 Proz. auf die gesamte Arbeiterschaft in diesem Berufe, so Einführung eines tommunalen paritätischen Arbeits- Ferner sollen hiernach die, welche aufrührerische Reden halten, oder würde sich die Zahl der Arbeitslosen auf rund 16 300 in diesem nachweises eintrat. Nach einer langen sehr eingehenden Dis- den Treu- Eid brechen, mit einer Geldstrafe von 2000 Dollar und Berufe schäßen lassen. Dabei haben wir nur die Ergebnisse der lussion wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, im Sinne der Gefängnis bestraft werden. Die Bestimmungen sollen sowohl für Ausländer wie für Amerikaner und Eingeborene anwendbar sein. Gewerbezählung vom Jahre 1895 zu Grunde gelegt, die, auf Forderung Lesches beim Senate vorstellig zu werden. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Veilagen. Kr. 257. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 2. November 1901, Arbeiter. Sandwerker, Parteigenossen! Agitiert mit ganzer Kraft für einen Sieg der Socialdemokratie bei den am Mittwoch, den 6. November, erfolgenden Stadtverordneten- Wahlen. Es gilt dem auf der Ungerechtigkeit des Dreiklassen- Wahlsystems fußenden Freisinn für seine schmähliche Vernachlässigung der socialen Pflichten einen Denkzettel zu geben, es gilt ihn daran zu erinnern, daß es im kommunalen Leben der Reichshauptstadt noch andres zu thun giebt, als Reverenzen nach oben zu machen und die Interessen der Geldsacks- Privilegierten zu fördern. Parteigenossen! Rüttelt die Säumigen auf, belehrt die Unentschiedenen, damit der Wille des arbeitenden Volles am nächsten Mittwoch so imponierend, wie es unter dem Dreiklassenwahl= Unrecht möglich ist, zur Geltung komme! Die Parteigenossen der zweiten und ersten Abteilung fordern wir auf, in allen Bezirken ihre Stimmen auf den Genossen Paul Singer zu vereinigen. Es ist notwendig, daß auch die Genossen der ersten und zweiten Wählerklasse Gelegenheit haben, bei der Wahl Protest gegen die freisinnige Kommunal- Mißwirtschaft zu erheben. Berliner Partei- Angelegenheiten. Zweiter Wahlkreis. Die Parteigenossen wollen sich Sonntag früh 8 Uhr in den bekannten Lokalen zur Flugblatt berbreitung einfinden. Der Vertrauensmann. alles gethan werde, um soweit möglich eine Besserung der glüdte erlitt schwere Quetschungen der Brust, Brüche der SchulterWohnungsverhältnisse herbeizuführen. Von der Socialdemokratie nochen und innere Verlegungen, obwohl kein Rad über ihn hinwegkönne das viel nachdrücklicher betrieben und eher erreicht werden als gegangen, sondern er nur unter der vorderen Plattform geschleift von einer Partei, die sich unpolitisch" nenne wahrscheinlich in worden war. Er wurde mit einer Droschke nach dem Moabiter der Absicht, bei eventuellen Stichwahlen gemeinsam mit allen Krankenhause gebracht, wo er seinen Verlegungen erlegen ist. Feinden der Socialdemokratie diese zu bekämpfen. Gegen 12 Uhr Auf dem Boden des Hauses Holzmarktstr. 14 ist am 30. d. M. Achtung, Parteigenoffen! Morgen, Sonntag, findet im 44. verließen unsre Parteigenossen mit einem Hoch auf die Socialdemo- eine in Verwesung übergegangene Leiche eines Kindes unter Gerümpel und 45. Bezirk( Moabit) eine Flugblatt- Verteilung statt. Kratie die Versammlung. Das Alter wie auch das Geschlecht ist nicht aufgefunden worden. Wir ersuchen die Genossen, sich hierzu recht zahlreich einzufinden, da Die im Saale gebliebenen Anhänger Damaschtes machten ber mehr feststellbar. Bersonen, welche nähere Mitteilungen über diefe morgen, am legten Sonntag vor der Wahl, neben der korrekten Be- dukte Gesichter, als sie sahen, wie wenig zahlreich sie selber waren. Beiche machen können, werden gebeten, sich mündlich oder schriftlich legung der Häuser auch eine intensive Agitation betrieben werden Herr Damaschke zog es vor, die Versammlung schleunigst zu auf dem Bolizeipräsidium, Zimmer 329, in den Vormittagsdienstmuß. Es sind bekanntlich im 44. Bezirk vier Kandidaten aufgestellt; schließen. stunden zu melden. Zweiter Wahlkreis. Die Mitglieder des Wahlvereins können von heute ab in den Zahlstellen die Protokolle über die Verhandlungen des Parteitags zu Lübeck gratis in Empfang nehmen, sofern sie für Monat November den Beitrag gezahlt haben. Spandau. Wir machen unsre Genossen darauf aufmerksam, daß die Flugblattverbreitung nicht schon am nächsten Sonntag, sondern erst am Sonntag, den 10. November, von 7 Uhr morgens ab stattfindet. Weiteres in der nächsten Nummer der„ Laterne". Lokales. Ungültig nach andrer Version mit 185 000 Mark bom auch find die Agitationsmittel der gegnerischen Kandidaten nicht 140 Kilometer in der Stunde. Bei den elektrischen Versuchsgerade die lauterften. Auch Genossen aus andren Wahlkreisen sind fahrten auf der Strecke Marienfelde- 8offen ist man jetzt dem er- Feuerbericht. Ein größeres Schadenfeuer tam Freitag früh morgen sowie am Wahltage willkommen. Meldungen sind bei strebten Ziele schon erheblich näher gekommen. Nach Ausweis der 4 Uhr in der Filzschuhfabrik von M. Schröder in der ButtmannPfarr, Butligstr. 10, zu machen. Die Wahlkomitees. Selbstregistrier- Apparate ist man bereits zu einer Geschwindigkeit straße 8 aus noch nicht ermittelter Ursache aus. Die dabei erzeugte Die gesamte Rauchentwicklung war so enorm, daß die Bewohner der oberen Stockvon 130 bis 140 Kilometer in der Stunde gelangt. Entfernung von 23 Kilometern zwischen Marienfelde und Zoffen wird werke sehr belästigt wurden und schleunigst ihre Wohnungen verlassen jest in 10 Minuten zurückgelegt. Man würde mit dieser Geschwindig mußten. Die Feuerwehrleute mußten, mit Rauchhelmen ausgerüstet, feit von Berlin nach Hamburg schon in 2 Stunden gelangen. Die kriechend zum Brandherde vordringen, um durch Einschlagen der Wagen behalten trotz dieser enormen Schnelligkeit einen überraschend Fenster erst Luft zu schaffen. Das brennende Tuch- und Filzlager ruhigen Gang. Der Oberbau wird fortgesetzt einer eingehenden wurde dann ballenweise auf die Straße geworfen und hier vollPrüfung durch die sachkundigen Mitglieder der Studiengesellschaft ständig abgelöscht. Der verursachte Schaden beträgt mehrere tausend unterzogen. Er hat bisher durchaus seinen guten Zustand behalten Mark. Vorher war in der Mezzerstraße 7 ein Küchenbrand abzuund zeigt keinerlei Veränderungen. Die Geschwindigkeit soll jetzt in löschen, der Betten und Wäsche zerstörte. Weitere Alarmierungen der vorsichtigen Weise wie bisher allmählich weiter gesteigert werden. nach Boyenstraße 41, Liesenstraße 20 und Lübbenerstraße 17 waren auf niedergedrückten Rauch zurückzuführen. Außerdem wurde die Der sparsame Fiskus giebt wieder einmal zu Klagen Ver- Wehr noch nach Bülowstraße 42 gerufen, wo der Fußboden und die anlassung. Vor längerer Zeit ging eine Mitteilung durch die Presse, Balfenlage Feuer gefangen hatten. die vom reisenden Publikum mit Beifall aufgenommen wurde. Die Theater. Das Ostend Theater pflegt wacker die ehrEisenbahnverwaltung, hieß es, habe den betreffenden Dienststellen ist der am Donnerstag von der Stadtverordneten- Versammlung ge- die Vorschriften über das Heizen von Eisenbahnwagen in Erinnerung würdigen Traditionen des früheren Direktors Samst und sucht in faßte Beschluß, den Antrag auf Aufhebung der Vier- gebracht" oder„ eingeschärft" oder ihnen gar neue Anweisungen ge- wunderlicher Manier den Zeitereignissen auf den Fersen zu bleiben. martsteuer abzulehnen. An diesem Beschluß, der die Wir- geben. Jedenfalls flang die Nachricht ganz gut. Denn es sollte Davon zeugt das neue Zugstück der Bühne, das sensationell" Der Märchenbrunnen" betitelt ist. Allerdings erleben die ein fung haben soll, daß die Gemeindesteuer für die Einkommen von dafür gesorgt sein, daß von einem gewissen Tage an geheizt werde, wenn die fältigen Leute, die da wähnen, daß sie auf den Frankfurter Linden 660 bis 900 Mark auch für das Etatsjahr vom 1. April 1902 bis 20. September, wenn wir nicht irren Temperatur unter 10 Grad finke, d. h. unter 10 Grad über Null. über die Beziehungen zwischen Hof und Rathaus unterrichtet 31. März 1903 weiter erhoben wird, hat unter anderm ein Stadt- Jetzt haben wir den 2. November und 3 Grad unter Null, aber mit werden, eine sehr fatale Enttäuschung. Denn dem Verfasser war verordneter teil genommen, der nach der Städte- Ordnung von den dem Heizen sieht es noch sehr traurig aus. Wenigstens im es um weiter nichts zu thun, als die zur Zeit aktuelle Affaire als Geschäften der Stadtverordneten- Versammlung ausgeschlossen ist. Es Vorortverkehr. Die Fahrgäste, die morgens zeitiger und Aushängeschild zu verwenden; der Märchenbrunnen muß für einen befindet sich nämlich unter den Gegnern des Antrags auf Fortfall abends später zu fahren gezwungen sind, wissen davon besonders zu überaus harmlosen und nach uraltem Schema hergestellten Schwant der Viermarksteuer ein Stadtverordneter, der kürzlich wegen erzählen. Gestern morgen z. B. reichte an einem Zuge, der um als Reklame herhalten. Die unmöglichen Provinzler erleben in Steuer Hinterziehung mit 120000 Mark 7 Uhr 18 Minuten Fürstenwalde verläßt, die Heizung gerade bis Berlin die altbekannten Abenteuer und versammeln sich zum Schluß im die dort als Aufputz befindliche Ordnungszur zweiten Klasse. Alles, was dahinter folgte, also die Hälfte der in einem Biergarten die stramm als Märchenbrunnen angeredet wird. strafe belegt ist. Diese verehrliche Freisinns- Säule agen dritter Klasse und der Wagen für die Fahrgäste mit Trag- Fontäne ist nebenbei selbst Mitglied der Einkommensteuer- Veranlagungs- laften war eiskalt. Wer in einen ungebeizten Wagen hineingeraten Das Publikum macht gute Miene zu solchem Spiel und lacht. ist nebenbei selbst Mitglied der Einkommensteuer- Veranlagungs- war, flüchtete auf der nächsten Station in einen geheizten, solange Am Central- Theater wird neueinstudiert die Operette„ Der Steuer Hinterzogen, so hat er im der Raum es gestattete, wer später kam, mußte wohl oder übel in Seekadett" von Richard Genée gegeben. Sprachgebrauche des§ 5 der Städte- Ordnung die ihn der Kälte ausharren. Das ist der Erfolg der Erinnerungen" und Schiller- Theaters veranstaltet Sonntag, den 3. November, treffenden Gemeinde- Abgaben" nicht gezahlt. Demnach ist nach§ 7 Einschärfungen". im Bürgersaale des Rathauses auf vielfachen Wunsch eine Wiederder Städte Ordnung dem Gegner eigner und Freund fremder Beholung ihres Lorging- Abends. Jm Theater wird heute Jugend", Eine Plättvorstellung. Im Berliner Hausfrauen- Verein hielt Sonntagnachmittag 3 Uhr Heimat", abends 8 Uhr Hans Huckebein" steuerung das Bürgerrecht verloren gegangen. Nach§ 18 der gestern ein Herr I ad sbrunn aus Wien über eine von ihm er gespielt. Städte- Ordnung verliert die Wahl eines Stadtverordneten fundene Art des Glanzplättens einen Vortrag. Es handelt sich bei in solchem Falle„ jede Wirkung".§ 18 sagt: Tritt solcher seiner Methode um einen Zusatz von„ Albanin". Dies ist ein SilberWie alljährlich, find im November Sternschnuppen aus dem Es ist nicht vorauszusagen, Fall ein, so ist der Gewählte zugleich von der Teil: Wäscheglanz, der voriges Jahr in Wien auf der Frauen- Gewerbe- Aus- Sternbilde des Löwen zu erwarten. nahme an den Geschäften der Stadtverordneten Versammlung stellung mit der goldenen Medaille prämiiert worden ist. Herr Klacksbrunn wieviel Leoniden in diesem Jahre fallen werden, da der Komet, der einstweilen bis zum Austrage der Sache ausgeschlossen". Mithin ist tam zunächst auf die Vorbereitungen zur Wäsche zu sprechen und diese November- Sternschnuppen verursacht, durch Störungen von Ein Vortrag von gab dann eine Reihe Hinweise auf zweckentsprechendes Einstärken, Jupiter und Saturn, auseinander gezogen ist. nicht nur die Stimme des gekennzeichneten Gegners der Be- bei welcher Arbeit das Albanin gleichfalls gute Dienste leisten soll. Direktor Archen hold auf der Treptow- Sternwarte freiung von der Viermart- Steuer ungültig, sondern es war auch Desgleichen empfahl der Herr die Verwendung dieses Mittels zum Sonntagabend 7 Uhr Ueber den bevorstehenden Sternschnuppenseine Teilnahme an der Beratung unzulässig. Diese Teilnahme des Hochglanz- und Halbmattplätten; ein Theelöffel voll auf ein halbes fall" wird unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder auf das Phänomen Herrn, der sich so tief einschätzte, kann das Resultat der Abstimmung Glas faltes Wasser würde hervorragende Wirkungen ausüben. Mit vorbereiten. Das Thema für den Fünfuhr- Vortrag lautet:„ Die durch die besondere, von seinen Freunden durch seine Wahl in die diesem Extraft wird beim Hochglanzplätten die fertiggebügelte Wäsche Bewohnbarkeit der Welten." Mit dem großen Fernrohr werden die Einkommensteuer- Veranlagungs- Kommission flar dokumentierte angefeuchtet, hierauf mit einem trodenen Lappen abgerieben und Planeten Jupiter, Saturn und ein Doppelstern beobachtet. hervorragende Sachkunde in Steuerdingen sehr stark beeinflußt dann auf einem einfachen starken Pappedeckel mit einem haben. Unter diesen Umständen wäre eine als baldige sehr heißen Eisen geplättet. Falls die Wäsche Halbmatt werden soll, Wiederholung der Beratung und Abstimmung über den Antrag, die ist sie nach dem Anfeuchten mit flachem und nicht sehr heißem Bügeleisen zu plätten. Damit teine Falten entstehen und die Wäsche Biermarksteuer endlich außer Hebung zu sehen, auch im Interesse der schnell den gewünschten Glanz erhalte, darf das Eisen nicht zu Gegner dieses Antrags dringend erforderlich. Steuerhinterziehung schwer sein, auch dürfen Spitze und Kanten nicht scharf sein. Für in erheblichem Maße und Befürwortung der Besteuerung der Ein- Leute von Fach waren weiter noch die Ausführungen des VorTommen unter 900 m. passen trefflich zusammen. Dieser von der tragenden über Spannen und Plätten der Gardinen interessant. Eine Mehrheit der Stadtverordneten- Versammlung als hervorragender Anzahl Proben seiner Erfindung fanden lebhafte Anerkennung bei Sachtenner für Steuersachen geachtete Stadtverordnete will übrigens den Anwesenden. einer Wiederwahl seine Wahlzeit läuft mit dem 1. Januar 1902 Kommission. Hat er 9 " " Aus den Nachbarorten. Die Direktion des Die Korruptionsaffaire in Lichtenberg. Die Gemeindes vertretung beschäftigte sich am Donnerstag in einer 1stündigen, überaus lebhaften und teilweise sehr erregten Debatte abermals mit der bekannten Bestechungsaffaire. Der Antrag auf Einsetzung einer Untersuchungskommission, der von den Freisinnigen wiederholt wurde, lehnte die Vertretung ab. Gemeindeverordneter Koch begründete den Antrag damit, daß, so lange Aussage gegen Aussage stehe, die Sache nicht geklärt" sei, fintemalen Herr Berger, Welchen enormen Umfang die Arbeitslosigkeit anvon dem Herr Rindermann erklärt habe, daß dieser ihm ab sich nicht wieder unterziehen. genommen hat, zeigte sich während der letzten Tage recht deutlich 3000 m. geboten, für ihn( Koch) als Ehrenmann da= in dem ungeheuren Andrang zur städtischen Spartaffe und zu den ſtehe. Herr Berger bestreite auch δας Angebot nicht, Die ,, unpolitische" Mieterpartei suchte in einer von ihr ein- eihhäusern. Um die Miete für den November heranzuschaffen, behaupte aber, daß die 3000 m. geboten feien, um durch Volksberufenen Versammlung am Freitag in Moabit Propaganda für suchten zahlreiche Arbeitslose ihre Wertsachen zu versetzen; vielfach versammlungen die Arbeiterschaft für eine Ausihren Kandidaten Damaschte zu machen. Gleich zu Anfang mußten sie jedoch die Sachen verkaufen, da die Leihämter und In- verleibung des Ortsteiles westlich der Verbindungsbahn geneigter spielte sich ein Zwischenfall ab, der zeigte, wes Geistes Kinder Herr haber von Leihgeschäften namentlich für Silber, Wäsche und Kleider zu machen, ein Projekt, das auch Herr Rindermann propagiere; Damaschle und seine Anhänger sind. Die wohl in der Mehrheit stoffe jetzt nur sehr niedrige Preise zahlen. Infolgedessen hat sich habe Herr Rindermann doch erklärt, auch der Zustimmung der anwesenden Parteigenossen wünschten eine Bureauwahl; Herr in neuerer Zeit ein ganz eigenartiger Handel gebildet. Reisende Socialdemokraten sicher zu sein! Herr Blonz ergänzte die„ BeDamaschte geriet darüber in große Erregung und wies den von Altwarengeschäften wissen in Bierlokalen usw. Arbeitslose und gründung" durch die sehr bedenkliche Aeußerung, daß diejenigen, die Läftigen Antragsteller aus dem Saal mit der Drohung, auf sonst eine Weise in Not Geratene auszutundschaften. Mit nicht für den Antrag stimmen sollten, die Thätigkeit der Kommission ihn wegen Hausfriedensbruch zu denunzieren. Die Er- Leichtigkeit gelingt es ihnen auch herauszubekommen, ob die Leute zu fürchten haben müßten. regung unsrer Genossen über dieses Gebabren legte sich nur langfam. Gegenstände besigen, welche des Antaufes wert sind, und in diskreter Gemeindevorsteher 8iethen berief sich demgegenüber auf seine Herr Damaschte ließ es in seinen Ausführungen an Selbstbeweih- Weise schließen sie dann das Geschäft ab. bereits abgegebene Erklärung, wies für sich und die Versammlung räucherung nicht fehlen. Er glaubte besonders betonen zu müssen, Roheitsverbrechen. Polizeilich wird gemeldet: As der entrüstet die Berechtigung der Plonzschen Schlußfolgerung zurück und daß die Grundwertsteuer auf die Höhe der Mieten keinen Einfluß neunzehnjährige Schlossergeselle Wilhelm Liesegang heute Nacht mit bezeichnete die Kampfesweise dieses Herrn als eine nicht anständige. ausübe. Vor den Beamten machte er seine Verbeugung, auf die einem Frauenzimmer das Haus Linienstr. 131 betreten wollte, wurde auch Herr Rindermann hatte seiner Erklärung nichts hinzuArbeiter dagegen war er recht schlecht zu sprechen, wohl deshalb, er am Eingang von dem Hauseigentümer, Schlächtermeister Gottfried zufügen und wollte die angedrohte Beröffentlichung des Bergerschen weil er bei diesen mit seiner persönlichen Hausagitation schlechte Ge- Heß gefragt, ob er in dem Hause wohne. Als Antwort zog Liesegang Beweismaterials resp. die gerichtliche Klage abwarten. Herr Ninderschäfte gemacht. Ueber das Verständnis der Arbeiter für sein„ un- ohne weiteres sein Messer aus der Tasche, stieß es dem Heß in den mann ersuchte um Auskunft darüber: ob es wahr sei, daß der in politisches" Programm äußerte er sich ziemlich geringschäßig. Die Sals und ergriff dann die Flucht. Fränkel Er wurde jedoch von Vorüber- Bankier anhängigen Disciplinars einen Arbeiter, sagte er, wählen ja mur socialdemokratisch, weil ihr Nachbar gehenden verfolgt und in der Kaltscheunenstraße durch einen Schutz- verfahren gegen Gemeindebeamten als die Person oder Arbeitskollege zufällig auch socialdemokratisch wählt. Die Gemann festgenommen. Heß erhielt auf der Unfallstation in der bezeichnet die den Versuch der Beeinflussung bei noffen Borgmann und Glode beleuchteten in der Eichendorffstraße einen Berband und wurde darauf nach seiner dem Beamten gemacht habe. Der Gemeindevorsteher erklärte: Distusfion die Unhaltbarkeit des undefenierbaren Standpunktes der Wohnung gebracht, wo er lebensgefährlich verletzt darniederliegt." Der in Frage stehende Beamte habe allerdings unpolitischen" Mieterpartei. Borgmann zeigte an der Hand von diese Namen angegeben, doch müsse man das Ergebnis Zeugen gesucht. Die Personen, welche Montagabend an der des Verfahrens abwarten. Unser Parteigenosse Grauer berief sich Thatsachen, daß der Fiskus genau so in Bodenspekulation macht, wie jeder andre Spekulant. Bevor der Staat nicht mit gutem Bei- Ede der Königstraße und Jüdenstraße Zeugen des tödlich verlaufenen auf die von ihm abgegebenen Erklärungen und geißelte, unterſtügt spiel in der Wohnungsfrage vorangehe, bevor nicht die Gemeinden Straßenbahnunfalles waren, werden dringend ersucht, sich vom Genossen Weißpfluck, das Verhalten der freisinnigen Ortsmit den nötigen Machtbefugnissen ausgerüstet würden, fönne bei Lindenbaum, Große Frankfurterstr. 187, zu melden. Unkosten zeitung. Dies Blatt habe, genau wie ihr Verleger Herr Koch in sehr wenig gethan werden, um den tieftraurigen Wohnungs- werden vergütet. in der Sigung, bewußt oder unbewußt als Sachwalter der Herren verhältnissen abzuhelfen. Auch das Allheilmittel der Bodenreformer, Ein Opfer der Straßenbahn ist der 43 Jahre alte Former Berger und Genossen gewirkt und alles gethan, was den klaren, die Wertsteuer, sei nicht nicht geeignet, gründliche Besserung Otto Kauffmann aus der Schulzestr. 2 zu Bankow geworden. Der von ihm, Grauer wiederholten Sachverhalt zu verwirren geeignet set. herbeizuführen. Genosse Glode betonte, daß die Wohnungs- Mann mußte am 19. b. M. in einer Strafverhandlung gegen Rad- Das einzige Ergebnis der Verhandlungen war, daß Herr Plonz frage eine Machtfrage sei und nur durch Verwirklichung fahrer als Beuge in Moabit erscheinen. Nach der Verhandlung die Mitverantwortung für den Ton und Inhalt der Ortszeitung ab bes Programms der Socialdemokratie endgültig gelöst werden wollte er mit seinem 19 Jahre alten Sohne den Fahrdamm der lehnte und daß die Socialdemokratie den Bürgerlichen wieder fönne. Doch jet set es selbstverständlich, daß auch unter Straße Alt- Moabit überschreiten, um nach der Werftstraße zu ge- einmal gezeigt hat, daß unsre heutige Gesellschaft den Anblick ihres ben aur Beit herrschenden Eigentumsverhältnissen von uns langen. Hierbei überfuhr ihn ein Straßenbahnwagen. Der Berun- Spiegelbildes nicht vertragen kann. werde, dem Kommunalwähler- Versammlungen. " = 1 : Schulze 23. War die Bestellerin bei der Bestellung großjährig( über Der Rigdorfer Stadtverordneten- Verfammlung lag in ihrer beleidigender Natur set. Außerdem sei durch die Beweisaufnahme amten in Ausübung ihres Amtes begangenen Schädigungen civil: legten Sigung ein Antrag mehrerer Mitglieder vor, den Magistrat dargethan, daß der Bauinspektor Neumann durchaus forrett ver- rechtlicher und strafrechtlicher Art haften sollen, ist ein durchaus zu ersuchen, vorläufig von der Einziehung der Tanzlustbarkeits- fahren sei. berechtigtes und im Reichstage wiederholt durch Reden und AnSteuer bei Tanz nach Orchestrionmusit Abstand zu nehmen, träge vertreten. Bei Belegenheit der Beratung des Bürgerlichen Gesetzbuchs weil die Zulässigkeit dieses vom Magistrat beliebten Verfahrens hatten auch die Kommissionsmitglieder der socialdemokratischen Fraktion ein Streitig ist. Der Bezirksausschuß hat mit Rücksicht auf den folches Verlangen durchgesetzt. Es wurde in der zweiten Lesung und im Plenum insbesondere mit Rücksicht auf die Darlegungen der Regierungen Wortlaut der bestehenden Steuerordnung gegen den Magistrat Eine Kommunalwähler- Versammlung für den 11. und 12. Bezirk abgelehnt, daß die„ Schneidigkeit" so manches Beamten dann leiden würde entschieden. Augenblicklich schwebt die Sache beim Ober- Ver- tagte am Donnerstag bei Graumann, Naunynstraße. Das Referat und daß die Regelung den Einzelstaaten überlassen bleiben könne. waltungsgericht." Der Antrag wurde mit großer Majorität hatte Genosse A. Stadthagen übernommen, der, eben von der Pflegegelder nach einer zweiten Heirat weiter zu zahlen sind, wird unter Amerika 14. Ja. Witten 10. Das ist möglich die Frage, ob abgelehnt. Die Mehrheit will die leztinstanzliche Entscheidung ab- Stadtverordneten- Versammlung tommend, zunächst mitteilte, daß die Berücksichtigung aller Umstände von Fall zu Fall entschieden. Remie. Ja. warten. Dem Antrage des Magistrats, die Vorarbeiten für den Richterhebung der Viermark Steuer mit 57 gegen 56 Stimmen abe 21. N. Ein Stadtverordneter verliert sein Mandat, wenn eins der Gr: Bau des schiffbaren Stichkanals zu beschleunigen, um wegen der gelehnt worden ist, und daran anknüpfend und unter lebhaftem forderniffe zur Ausübung des Bürgerrechts verloren geht, er z. B. steuerfrei boraussichtlichen Arbeits not bald Arbeits- Beifall der Versammelten, die Rückständigkeit des Liberalismus veranlagt ist oder Almosen erhält. Hierüber entscheidet das Stadtverordnetengelegenheit zu schaffen, stimmte die Bersammlung ohne Debatte in socialpolitischen Fragen treffend tennzeichnete. Er berwies Kollegium. In jenem Falle wäre ein Streitverfahren aussichtslos.- Anna und ohne Widerspruch zu. Es soll sofort ein Techniker angestellt und darauf, wie es mit dem Mitraten" und dem Mitthaten" in der 21 Jahre alt), so ist sie an ihre Bestellung gebunden, sonst nicht. Immer mit den technischen Vorarbeiten beschäftigt werden. Die Baudeputation Pragis aussieht; daß das Einkommen der Stadt nur zum geringen wieder warnen wir vor der Unterschrift von Bestellungen auf Bestellſcheinen will für die Ausführung der Erdarbeiten dem Unternehmer be- Teil aus den Steuern der Befizenden resultiert, in der Hauptsache über Lerika, sogenannte Heilbücher, Anwalt im Hause, Unterhaltungszüglich der Entlohnung 2c. zweckentsprechende Bedingungen aber durch die Allgemeinheit aufgebracht wird, und daß anderseits schriften usw., usw.: ist einmal unterschrieben, dann giebt es rechtlich kein ftellen, und denkt für den Fall ihrer Ablehnung an Ausführung in die Befigenden die weitgehendsten Vorrechte genießen, während Rückwärts mehr. A. X. T., Usedomstraße. 1904 ist ein Schaltjahr. eigner Regie. Eine Aenderung der Umsay steuer- Ordnung, die große Maffe der werkthätigen Bevölkerung, die erst alle Werte 5. A. W. in E. Bersicherungs- Gesellschaften bedürfen obrigkeitlicher wonach auch die Zwischenverträge besteuert werden sollen, wurde mit schafft und durch ihre Arbeit das Wohl der Gemeinde fördert, Genehmigung und unterliegen staatlicher Aufsicht. Das trifft auch auf Ver36 gegen 2 Stimmen genehmigt. Es war bezeichnend, in der Verwaltung fast rechtlos ist. Nachdem der Redner einigungen zu, die zu dem Bwed gegenseitiger Unterstützungen in Krankheitsdaß als einziger gegen die neue Bestimmung der tannte Socialistentöter Bel sprach, der selber Grundstücks- eingehend erörtert und be die Forderungen der Socialdemokratie auf tommunalem Gebiet fällen geschlossen werden. Dieser polizeilichen Bevormundung entgehen zuschußkassen, Krankenversicherungen Selbständiger u. dgl. dadurch, daß sie ihr das Verhalten der freifinnigen" Statut so einrichten, daß es den Mitgliedern Unterstützung gewährt, ohne ihnen berläufe vermittelt und event. davon betroffen wird. Bürgermeister Majorität, insbesondere auch gegenüber den Angriffen auf die Selbst einen Rechtsanspruch darauf einzuräumen. Um Willtür in der that: Boigt erwiderte dem Herrn, daß er ihm über Anwendungsmöglich verwaltung einer herben Kritik unterzogen hatte, forderte er die Ver- fächlichen Handhabung der Statuten auszuschließen, ist es erforderlich, keiten der Vorschrift nichts sagen werde, damit er sich nicht vor der sammelten auf, mit regem Eifer für die Wahl der Vertreter der die Statuten so abzufassen, daß das Bestimmungsrecht demokratisch aus: Anwendung bewahren könne. Das ward zwar in scherzendem Tone Socialdemokratie zu wirken, die nicht so wie die Majorität im Roten geübt wird. Das wird dadurch erreicht, daß das Statut Vorschriften darüber gesagt, hatte aber doch einen für Herrn Belß nicht angenehmen Hause die Intereffen einer Clique der herrschenden Klasse, sondern enthält, nach welchen Grundsägen die Unterstützungen vom Borstand zu be Beigeschmack. allein nur die Interessen der Gesamtheit vertritt. willigen sind und daß gegen jeden Beschluß, ob und welche Unterstützung zu müffen es zum Teil sein, die unire Stabtväter bewegen, in ihren fierte hierauf in längeren, beifällig aufgenommenen Ausführungen Ausarbeitung Ihres Statuts nach dieſen Grundsägen. – D. Neill. Ans Schöneberg wird uns geschrieben: Merkwürdige Gründe Kandidat des 11. Bezirks Genosse H. Mezner, polemi- zahlen fet, Beschwerde an die aus allen Mitgliedern zusammengefeßte, Richten Sie sich bei Sigungen fich für den Ausschluß der Oeffentlichkeit zu gegen den Inhalt eines von den Freisimmigen herausgegebenen- 2. G. 100. 1. Nein. 2. Ja. M. N. 10. Das ist unmöglich. begeistern. Bei einem Gegenstande, der schon mehrfach öffentlich die Flugblattes, in welchem nicht nur ganz widerfinnige Behauptungen Das im Ehebruch erzeugte Kind gilt so lange als eheliches des Ehemannes, Stadtväter beschäftigt hatte, wurde in der letzten Sigung plöglich über die Socialdemokratie enthalten find, sondern auch den Wählern bis dieser die Ehelichkeit angefochten hat. Eine Adoption wäre nur mit Budie Geheimhaltung der Erörterung für erforderlich erachtet. 5. B. 20. Sie müßten sich Es allerlei Versprechungen gemacht werden, die, wie der Redner nach- ftimmung des Ehemannes möglich schleunigst mit Ihrem Gesuch an die Polizeibehörde wenden. Biräter. handelte sich um die Magistratsvorlage betreffend Bewilligung von wies, im völligen Widerspruch stehen mit dem Verhalten des Frei- nur wenn Sie beweiſen tönnen, daß der Leistenbruch durch ein plögliches 75 000 M. zur provisorischen Regulierung und Pflasterung der finns in der Stadtverwaltung. Genosse Vogt teilte sodann mit, Ereignis und nicht allmählich herbeigeführt ist, ist Aussicht auf Erfolg für Martin Lutherstraße, der Straße G und der Barbarossastraße. Ver- daß die Gegner bei ihrer Agitation auch die unwahre Behauptung Sie vorhanden. F. P., Charlottenburg. Am 31. Dezember 1899. gebens fragt man sich, was wohl da im Interesse der Stadt" zutuelle Wahl ungültig wäre. Nachdem der Vorsitzende noch die Ge- Diebstahl ist nicht strafbar, wohl aber die Teilnahme dritter an for the be aufstellen, daß unsre Kandidaten keine Hausbesitzer und ihre even- 100 N. B. Ein von einem Ehegatten gegen fein Ehegesponst begangener Zwei Wettende. Der Witwer und das Kind sind in Ihrem Falle die B., Bischofswerda. Nein. Erben. Paulus. 1. u. 2. Keineswegs. 3. Um die Verjährung zu hindern, muß bis 31. Dezember entweder ein Anerkenntnis abgegeben oder die Forderung eingeklagt werden. Bollstreckbar ist eine ausgeflagte Forderung. Der Schuldner kann sich auch zur Zahlung durch eine vom Gericht oder einem Notar aufzunehmende vollstreckbare A. 3. Leider nicht. Urkunde der Zwangsvollstreckung unterwerfen. Ceremonie, deren Arrangement man dem Prediger überlassen hat. Findet Schmidt, Kochhannstraße. 1. Die firchliche Trauung ist lediglich eine der Prediger, daß der Kranz der jungen Frau nicht steht, so steht es bei den Brautleuten, sich an einen andren Kranz oder Haar- Künstler zu wenden oder völlig auf solchen zu verzichten. Ein Rechtsmittel gegen das Verlangen, den skranz abzunehmen, giebt es nicht Die Heirat ist durch den Standesbeamten geichloffen. Der Prediger tann keine Heirat vollziehen: vor ihm ſtehen Eheleute, nicht Brautleute. Die sog. firchliche Trauung hat rechtlich keinerlei Quatsch" bezeichnet, tönnen Sie sich mit Erfolg im Aufsichtswege beschweren. 2. Gegen einen Richter, der die Ausführungen einer Partei als In der Regel sind es die schlechtesten Leute nicht, die in der Ungeduld durch einen so plastischen Ausdruck ihren Empfindungen Ausdruck verleihen. verheimlichen gewesen ist. Etwa die Namen der Submittenten? Theater. Der nossen ersucht hatte, sich am Tage der Wahl recht zahlreich dem Komitee zur Verfügung zu stellen, erfolgte der Schluß der gut befuchten Versammlung. Wert. Schiller Theater: Die Braut von Messina bon Eine von uniren Genoffen zum Donnerstagabend bei Stechert, Schiller. Das Schiller- Theater hat sich mehr als einmal um Andreasstr. 21, für den 23. Wahlbezirt einberufene Kommunal die klaffische Litteratur oder beffer um die Verbreitung der klassischen wähler- Bersammlung war sehr gut besucht. Genoffe Stadtv. Litteratur verdient gemacht. Es war auch ein Verdienst, die" Braut Bruns gab ein anschauliches Bild von der egoistischen Brutalität von Messina" aufzuführen. Der Umstand, daß die Tragödie uns der liberalen Herren im„ Roten Hause". Die Ablehnung der in manchen Beziehungen falt anmutet, vermag dieses Verdienst nicht Magistratsvorlage, betreffend„ Aufhebung der Einkommensteuerstufe zu schmälern. Wie man sich auch immer zu ihr stellen mag, vom von 4 M.", mit der Sotivierung: wer nicht mitthatet, der auch allgemeinen Premierenjammer fann man sich in ihr erholen. nicht mitratet", beweist so recht den bornierten Standpunkt jener Nur hätte das Schiller Theater mehr gegeben, wenn es weniger Leute. Weiter verbreitet sich Redner über unser heutiges Schulgegeben hätte. Die Vorstellung dauerte bis 212 und das ist wesen, insbesondere unsre Gemeindeschulen, welche in Bezug zu lang. Da ermüdet zulegt auch der beste Zuschauer. Vielleicht auf das Lehren praktischen Wissens viel zu wünschen übrig laffen. hätte das Tempo der Vorstellung etwas beschleunigt werden können, Nachdem er noch der famosen Bestimmung gedacht, daß die Hälfte aber auch Kürzungen wären zu verantworten gewesen, wo sie der der Stadtverordneten Hausbefizer sein müssen und auch die KonTotalität der Dichtung nicht schaden tonnten. Es mag das feine flitte der Stadt mit der Krone einer Kritik unterzogen, schloß leichte Arbeit sein, aber man sollte sie trozdem wenigstens versuchen. er seinen inhaltlich guten Vortrag mit der Mahnung, bis zum Ich mag die landesüblichen Urteile über die„ Braut von Messina" Wahltage alles daran zu sezen, um nicht allein den Bezirk zu hier nicht wiederholen. Wir stehen heute dem griechischen Drama erobern, sondern eine große Stimmenmehrheit herbeizuführen. näher, als es in den Tagen Schillers der Fall war. Nach Stadtv. Heimann ergänzt diefe Ausführungen in Bezug auf meiner Meinung hat der tragische Begriff der Griechen im die Stellung der Liberalen zur Krankenhausfrage, wobei ihre einzige modernen Drama eine Auferstehung gefunden, was ja mit einer positive That die Erhöhung des VerpflegungsWiederholung nicht verwechselt werden darf. Was hierüber zu ia es gewesen sei. Genosse Manasse ist der Ansicht, daß jene fagen wäre, liegt tief und selbst wenn es gehoben werden könnte, Herren vor einer Gunstbezeugung von oben ihre ganze freisinnige könnte es weder in einer Tageszeitung noch innerhalb einer Rezension Principientreue in die Rumpeltammer werfen. Man komme wirklich gefagt werden. Wie man sich aber zur Braut von Messina" in ihrer zu dem Entschlusse, alles kurz und flein zu schlagen, wenn es dieser Totalität auch stellen mag, im iinzelnen enthält sie sehr viel Sippe noch gelingen sollte, am 6. November Erfolge zu erringen. Schönes. Die Anfangschöre sind von grandioser Gedankenmacht. Wiesenthal betont, daß die vorhandene Arbeitslosigkeit Grund dafer, gu Man befinne sich nur auf diese Stelle: genug wäre, für die Wahl socialdemokratischer Stadtverordneten einzutreten. Mit einem begeisternden Hoch schloß die Versammlung. Denn der Mensch verkümmert im Frieden, Müßige Nuh ist das Grab des Muts. Das Gesez ist der Freund des Schwachen, Alles will es nur eben machen, Möchte gerne die Welt verflachen; Aber der Krieg läßt die Kraft erscheinen, Alles erhebt er zum Ungemeinen, Selber dem Feigen erzeugt er den Mut. Wer wird hier nicht an das moderne Leben erinnert? Wie haben Nietsche und seine Jünger mit diesen Gedanken bramarbasiert, als wenn damit etwas unerhörtes und Furchtbares in die Welt getreten wäre! Der Moraltrompeter von Säffingen" hat sie längst bor ihnen ausgesprochen, nur daß er nicht ganz so viel Aufhebens davon macht und ein zu bedeutender Mensch war, um in ihnen die Summe aller Weisheit zu sehen. Ich habe nur eine Stelle angeführt. Es find genug vorhanden, um für das Fremdartige der Dichtung zu entschädigen. In der Darstellung war Frl. Wulf als Beatrice sehr gut, was um so mehr sagen will, als die Schillersche Wucht sonst ihrer mädchenhaften Anmut widerspricht. Frl. Arnold sprach natürlich, beseelt, gut. An einigen Stellen hätte man ihr etwas mehr Stärke wünschen können. Von den Brüdern war Lettinger am besten und im Chor fiel Bategg durch starken und wohldurchdachten Vortrag auf. Auch Paeschte sprach mit Temperament. Gerichts- Beitung. E. S. ein, 11 Marktpreise von Berlin am 31. Oktober 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Kartoffeln, nene, D- Ctr. Wetzen, gut " Roggen, gut werfte, gut Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Fier Starpfen Nale Bander 8, mittel gering " " Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch 5, 1,70 1,20 1,40 1" 1,60 1,30 " " mittel 1,80 1, " gering 1,60 1, " " " mittel " gering mittel gering Michistroh gen 14,40 13.70 13,60 13,00 12,90 12,30 16,20 15,40 15,30 14,60 14.50 13,80 7,66 7,00 8,60 6,20 40,- 25, 2,80 2, 60 Sta 5.00 2,40 1 kg 2,20 1,20 2,50 1,20 2,60 1,20 50,- 25, Hechte Barsche Schleie Blete Krebse 2,00 1, 1,80 0,80 2,80 1,20 1,40 0,80 per Shot 16-3, " Erbfen Speifebohnen Vinien Witterungsübersicht vom 1. November 1901, morgens 8 1hr, Stationen BarometerBien München 7720 Wetter 2 heiter 1 Dunst Temp. n. G 5° 4° R. Stationen BarometerIftand mm Winds richtung Windstärke 4 paparanda 769 3 Petersburg 1 wolkenl 3 Cort 4 wolfenl 5 wolfent 0 Baris 1 wolfent 4 berb een Better Temp. n. 6. +15110 15° 18.4° R. 25lb.bed. 2 769 OSO 45lb.bed. 10 7670 2 wolten! 4 779O 779 50 774 ONO 776 9 Wetter Prognose für Sonnabend, den 2. November 1901. Früh nebelig, sonst meist heiter und trocken bei schwachen südöstlichen Winden; Nachtfrost, aber etwas höhere Tagestemperatur. Berliner Wetterbureau. Die Kommunalwähler Versammlung für den 32. und den 36. Wahlbezirt, die zu Donnerstag nach dem Swinemünder Gefellschaftshaus einberufen worden war, hatte sich eines außerordentCO- 30, lich guten Besuchs zu erfreuen. Bereits um 814 1hr sperrte die Polizei das Lotal. Die Stopf an Kopf gedrängte Menge lauschte * frei Wagen und ab Bahn. voller Aufmerksamkeit, oft ihren Beifall fundgebend, den fernigen Produktenmarkt vom 1. November. Getreide. Der Getreidemarkt Worten des Genossen Paul Singer, der als Referent war heute feſter, was hauptsächlich auf die gesteigerte Burückhaltung der Abgeber zurückzuführen ist. Die ausländischen Börsen, soweit solche nicht erschienen war. Redner leitete feinen Vortrag mit einem bes katholischen Feiertags wegen geschlossen waren, sandten höhere Preis: Hinweis auf den Ausgang des Kampfes um die 4 Martmeldungen. Außerdem kam das Fehlen rentabler Auslandsofferten und die Steuer ein und beleuchtete scharf die Heuchelei, welche die dauernde Snappheit der Inlandszufuhren in Betracht. Des weiteren Freifinnsmehrheit mit der Phraie treibt: Wer nicht mitthatet, soll stimulierte die Abnahme der hiesigen Warenvorräte und ebenso die Meldung auch nicht mitraten. In Wirklichkeit wären es gerade die für fargen über Nachtfröfte im Inlande. Da jedoch die Kauflust fehlte, so blieben die Lohn Tag für Tag schaffenden Arbeiter, welche durch dieses emsige Breiserhöhungen für Brotgetreide flein und waren mehr nominell zu ver Thaten erst der Volksminderheit, die die Profite einheimſe, die stehen. Weizen und Roggen waren M. höher gehalten. Mehl war wenig verändert. Hafer loco still, behauptet. Lieferung/ M. gebessert. Möglichkeit des Besizes, des Genusses und des Steuerzahlens ver- mais feft auf Amerika. Rüböl sehr still, nominell unverändert. fchaffe. Genosse Singer ging dann auf verschiedene der Die heutige Aufnahme der hiesigen Getreideläger ergab 17 154 Tonnen focialen Aufgaben welche die Stadt als jociale Weizen(-1698 Tonnen gegen 1. Oftober) und 9633 Tonnen Roggen Gemeinschaft nach Ansicht der Socialdemokraten zu erfüllen(-897 Tonnen). hat, und fennzeichnete den herrschenden Kommunalfreifinn Spiritus 10 Pf. höher. 70er loco 33 M. als Feind notwendiger focialer Reformen, der den nackten Klassenegoismus, den Standpunkt des Geldiacks zur Geltung bringe. Ferner berührte er in trefflichen Ausführungen das Verhältnis zwischen dem König und der städtischen Verwaltung, hob hervor, daß die Nachgiebigkeit in der Angelegenheit des Märchenbrunnens ein Vergehen gegen die Selbstverwaltung sei, indem unter andrem die Neigung unterstützt werde, die Stadtverwaltung als Abteilung des königlichen Hausministeriums anzusehen, und ermahnte Wegen Beleidigung des städtischen Bauinspektors Neu- 8um Schluß mit Nachdruck, den socialdemokratischen Kandidaten nicht Swinembe 778 3 mann war der Maurermeister Karloffmann vom Schöffen- Stimmenzahlen zu demonstrieren für sociale Reformen und für die Bri nur zum Siege zu verhelfen, sondern auch mit möglichst großen gamburg gericht zu einer Geldstrafe von 30 m. verurteilt worden. Im Aufrechterhaltung der Selbstverwaltung. Franff./M. ( Stürmischer Beifall.) November v. J. waren die Maurerarbeiten für den Bau des Neuen Nachdem noch der Vorsitzende Fahrow im selben Sinne gesprochen Märkischen Museums ausgeschrieben worden. Als Mitinhaber der Firma Hoffmann u. Wüstenhagen hatte der Angeklagte sich an der batte und eine entsprechende Resolution angenommen worden war, Submission beteiligt. Obgleich er in seinem Anerbieten etwa 1000 m. ichloß die Versammlung unter brausenden Hochs auf die Socialdemokratie und auf Singer. unter dem Gebot einer Stonkurrenzfirma geblieben war, wurde dennoch der leztern der Zuschlag erteilt. Auf die Beschwerde des Angeklagten wurde ihm der Bescheid vom Bauinspektor Neumann, daß sein Anschlag inforrett gewesen sei und die Schuld somit auf seiner Seite liege. Der Angeklagte hatte in seinem Anschlag bei einem der Posten betreffend 100 Meter Fries für den Meter 15 Mart in Zahlen an gefegt, baneben aber in Buchstaben fünf Mart" geschrieben. Sobann hatte er diesen Posten, der entiveber 1500 oder 500 M. betragen mußte, bei der Zusammenrechnung der Seitenbeträge völlig außer acht gelassen und erst am Schluffe ber ganzen Anschlagssumme führte er die Lieferung für den Fries mit 500 Mart auf. Bau- Inspektor Reumann hatte ben zweifelhaften Bosten mit der Randbemertung versehen, daß die 15 Mart" als gültig angesehen werden follten und so tam bei der Endberechnung eine Summe heraus, die 1000 m. höher war, als der vom Angeklagten ausgerechnete Betrag Die jurtitliche Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: ausmachte. Beschwerden bei den höheren Instangen hatten feinen Erfolg. Am 28. Januar d. J. fand wiederum ein Submissions- tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. M. N. Ein Leffing- Stift, aus welchem arme Kinder eine Weihnachts: termin für einen städtischen Bau statt. Als die Bieter das Bureau berließen, wurde das zu erwartende Ergebnis erörtert und bei dieser bescherung erhalten, ist uns nicht bekannt. Ein Leffing- Legat kommt der Gelegenheit ließ Hoffmann die Bemerkung fallen, daß er den Bau städtischen Blindenanstalt zu gute; ein andres„ Leffingsches Legat" tft für Ausbildung von Waifenfindern ausgefeßt. des Neuen Märkischen Museums nicht erhalten habe, weil in Seine. 1. Ja. 2. Der Ersteher eines Haufes fann bis am dritten Tage ber betreffenden Inspektion Paul Klingelhöfer eine Schiebung vorgenommen bes ersten auf seine Besizerwerbung folgenden Quartals zum Quartals worden sei. Diese Aeußerung kam dem Bauinspektor Neumann zu ablauf fündigen. Der freihändige Käufer ist an den Vertrag gebunden. Ift Ohren, er erstattete dem Magistrat Anzeige und dieser stellte gegen also das Haus in der Zeit vom 1. Ottober bis 31. Dezember subhaftiert, Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet statt am Hoffmann Strafantrag. Jm gestrigen Termin vor der Berufungs- so fönnen länger laufende Mietsverträge bis am 3. Januar zum 31. März 5. M. 2. Die siebente Karte ist verfallen. Im Sonntag, den 3. November, nachu. instanz trat Bauinspektor Neumann, durch den Rechtsanwalt Abrahamion gekündigt werden. vertreten, als Nebenkläger auf, während der Angeklagte vom Rechts- übrigen: Arbetterrecht S. 327 und 445. Die Berliner Abreffe ift: Magiftrat, 3 Uhr, von der Leichenhalle des Kreuz den 3. November, nachmittags 31% Uhr, Abteilung für Invalidenversicherung, Breitestr. 24. O. 100. Nein. Kirchhofs in Mariendorf. anwalt Meißner verteidigt wurde. Die Verhandlung endete mit der 2. G. Leider ist Ihnen lebiglich der Gerichtsvollzieher für die von Rege Beteiligung erwartet Verwerfung der vom Angeklagten eingelegten Berufung. Es sei ihm unterschlagenen Summen haftbar. Das Verlangen, baß ber Staat, Berlin, 1. November 1901 zweifellos, daß der Vorwurf, eine Schiebung" begangen zu haben, I die Gemeinben und die öffentlichen Korporationen für die von ihren Be: 121/12 Die Ortsverwaltung. " Fritz Höhne. Am 28. Oftober starb plöglich mein| Allgem. Kranken- u. Sterbekasse der Drechsler und Berufsgen. ( E. S. 86, Hamburg.) Verwaltungsstelle Berlin A. Den Mitgliedern hiermit zur Nachin der Aula der 69. Gemeindeschule, kleine Frankfurterstraße 6: Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 3. Nobbr., vormittags 834 Uhr, Bersammlung: Freireligiöse Borlesung. Um 10 Uhr vormittags eben- lieber Mann und Vater daselbst. Vortrag des Herrn Wilhelm Bölfche:„ Neue Forschungen über den Bau der Welt". Bor- und Nachspiel auf dem Bariser Mustel: armonium. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Allgemeine Ortskrankenkasse gewerbi. Arbeiter u. Arbeiterinnen zu Berlin. Sonntag, den 3. November, vormittags 10 Uhr, Mitglieder Versammlung im Gewerkschaftshaus. Verband der Maschinisten und Heizer. Sonntag, 3. November, nachmittags 5 Uhr, in Gohns Festfälen, Beuthstr. 20: Versammlung. Briefkasten der Redaktion. Gustav Rauth Seine Freunde und Bekannten werden ihm ein ehrendes Andenken richt, daß unser Mitglied bewahren. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 3. b. M., 1/2 Uhr, von der Leichenhalle Friedrichsfelde aus ftatt. 1661b Die trauernde Witwe und Sohn. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Am 29. d. Wits. starb unser Mitglied, der Drücker an der Schwindsucht. am 30. Ottober gestorben ist. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 3. November, nachm. 43 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes. 16666] Die Ortsverwaltung. Centralverband deutscher Brauer. Todes- Anzeige. Allen Kollegen und Bekannten zur Nachricht, daß unser Kollege Michael Seischab sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, von der Leichenhalle des Neuen Rixdorfer Kirchhofs, Rubowerstraße, aus mit Fahne und Mufit statt. 16575 J. A.: Hermann Gärtner. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Urania Thalia- Theater. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: bet. Ueber den Wolken Theater. Sonnabend, 2. November. Opernhaus. Konzert des Herrn Edouard Colonne. Anfang 71 Uhr. Schauspielhaus. Egmont. Anfang 71% 11br. Nenes Overn Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Jugend. Anfang 8 Uhr. Dentiches. Cyrano von Bergerac. Anfang 72 Uhr. Berliner. Die rote Robe. Anfang 7½½ Ubr. Leffing. Die Fee Caprice. Anfang 71 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Anfang 71 Uhr. Nenes. Das Ewig- Weibliche. An: fang 72 Ubr. Westen. Die lustigen Weiber von Windsor. Anfang 72 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. Anfang 8 Uhr. Central. Der Seekadett. Anfang 71 Uhr. Thalia. Ein tolles Geschäft. Anfang 74% Uhr. Luisen. Maria Stuart. Anfang 8 11hr. Carl Weiß. Der Märchenbrunnen. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Landstreicher. Anf. 71/2 Uhr. Belle Alliance. Frizz Reuter. Anfang 8 Uhr. Cafino Theater. Berlin WBerlin N. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Schön war's doch. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. König Aqua. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. い Specialitäten Um 4 Uhr: Zu kleinen Preisen: Mittelmeerfahrten. Im Hörsaal um 8 Uhr: Sichtbare und unsichtbare Strahlen. Dresdenerstr. 72. Seute u folg. Eage Cirkus A. Schumann. Ein tolles Geschäft. Sonnabend, den 2. November 1901, Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Paula Worm in 8 Verwandlungen. Guido Thielscher in 11Verwandlungen. Fritz Helmerding als Wolzogen. Junkermann, Bojé. Anfang 72 Uhr. Theater Schall und Rauch, Invalidenstr. 57/ 62.Sonnabend, den 2. November 1901, Ueber das Weltall und seinen inneren Aufbau. Passage- Theater. a Lotte Sebus. Marie Ellis. die lustige Elka, Schwiegermutter. Die Tegernseer. 18 neue Nummern I. Ranges. abends 82 Uhr: Neues Programm! abends präc. 72 Uhr: VI. Grande Soirée High- Life. Gala Programm. Neue Debuts. 1. a. zum 1. Male auf dem Kontinent, aus Amerifa speciell für Berlin engagiert: Mr. Chester Johnstone mit seinem vollständig neuen Aft. 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Ueber bas Weltall und seinen inneren Aufbau. Schiller Theater B( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Jugend. Ein Liebesbrama in 3 Aufzügen von Mar Halbe. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Heimat. Sonntagabend 8 Uhr: Hans Hackebein. Montagabend 8 Uhr: Figaros Hochzeit. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Nachmittags 4 Uhr: Kindervorstellung. Prinz Diamant. Kindermärchen in 6 Bildern von A. Tyrkowski. Anfang 8 Uhr! Anfang 8 Uhr! Der Märchenbrunnen. Große Berliner Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 4 Aften von Kurt Junge. Musik von Alb. Wicher. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Heute Anfang 72 Uhr: Zum 1. Male: Mit prächtiger Ausstattung: Der Seekadett. Operette in 3 Atten von R. Genée. Jm 2. Aft: Lebendes Schachspiel, dargestellt von 32 Kindern. Morgen nachm. 3 Uhr 3. halben Preisen: Die Geisha. Operette in 3 Atten von S. Jones. Hauptdarsteller: Damen Mia Werber, Delma, Wildner, Albes; Herren: Carl Schulz, Kunstadt, Ander, Albes. Abends 7 Uhr: Der Seekadett. Jm 2. Aft: Lebendes Schachspiel, dargestellt von 32 Kindern. Sonnabend, 2. Nov., abends 71 Uhr: Prunks und Parade: Abend. 8um 1. Male: Frères Eugène als Gentleman- Akrobaten. Zum 1. Male in Berlin: Herr M. Brose mit feinen fünf Elefanten. Zum Schluß: Hie guet Brandenburg allewege. Sonntag: 2 große Vorstellungen, nachmittags 4 Uhr u. abends 71/2 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. 99 Bosco". Meysel. Britton. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Deutsche Konzerthallen, An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. Specialität.- Doppel- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften. Special- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Vorzügliche Küche. Gut gepflegte Biere. Apollo- Theater. Mit glänzender Ausstattung von Kostümen, Dekorationen und Lichteffekten. Zum 4. Male: König Aqua. 24 Ausstattungs- Burleske in 1 Akt und 4 Bildern von Max Novack. Musik von Reinhold Ehrke. Im 3. Bilde: Grosses Ballett unter Mitwirkung des Luftballetts Grigolatis. 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Mitglieder- Bersammlung. Tages Ordnung: 3 Die Stadtverordnetenwahlen. Referenten: Bruns, Dr. Freudenberg und Pfannkuch. 203/17 Die Versammlung bei Bauer, Berlinerstraße, fällt aus. Die Einberufer. Verband der Sattler und verw. Gewerbe. Mitglieder Versammlungen. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom III. Quartal 1901. 2. Beschwerde des Mitgliedes Haad gegen die Ortsverwaltungsmitglieder von Berlin A. 3. Ver schiedene Kassenangelegenheiten. Um regen Besuch bittet 181/16 Die Ortsverwaltung. Die Sprechstunde fällt an diesem Abend aus. Gentral- Kranken- u. SterbeFiliale i. Sonnabend, den 2. d. M., abends 8 Uhr, im Kasse der Tischler u. ,, Englischen Hof", Neue Roßstr. 3. Tages- Ordnung: I. Vortrag des Kollegen Haussner. 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. Filiale 2. Filiale 3. Filiale 4. Sonnabend, den 2. d. M., abends 82 Uhr, Bußte, Grenadierftr. 33. Dienstag, den 5. d. M., abends 8 Uhr, ,, Gewerkschaftshause", Engel- Ufer 15. Sonnabend, den 2. d. M., abends 8½ Uhr, ,, Gewerkschaftshause", Engel- Ufer 15.( Saal I.) bei im 8 im Tages- Ordnung: 159/2 1. Bericht der Lokaltasse. 2. Neuwahl der Lohn- und Lokalkommission. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwärten Die Vorstände. Allgemeine Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter u. Arbeiterinnen zu Berlin. Sonntag, den 3. November, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschafts: hause, Engel- Ufer 15: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Arztfrage und Apothekenboykott. Referent: Richard Weisse. 2. Diskussion. 3. Unfre Delegiertenwahlen. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden auf geklärten Mitgliedes, in der Versammlung zu erscheinen. Speciell sind die Gewerkschaften darauf aufmerksam gemacht. 1646b Die Dreizehner- Kommission. Allgemeine Orts- Krankenkaffe gewerbl. Arbeiter u. Arbeiterinnen zu Berlin. Am Sonntag, den 10. November, vormittags 10 Uhr, findet in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20, eine Außerordentliche General- Bersammlung statt, zu welcher die für die Wahlperiode 1900/1901 gewählten Vertreter hiermit ergebenst eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über die Honorarforderung der Aerzte für das Jahr 1902. 2. Die Apothekerfrage. 3. Genehmigung eines mit den Kassenbeamten abzuschließenden Vertrages. Berlin, den 1. November 1901. 274/20 Der Vorstand. R. Weisse, Vorsitzender. Verband der Möbelpolierer. Montag, 4. November, abends 8 Uhr, Hermannstr. 197: General- Derlammlung. Tagesordnung: 1. Bericht. 2. Anträge. 3. Wahl eines Delegierten. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder aus Rirdorf werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Um den Kollegen Zeit zu lassen, sich an den Wahlen zu beteiligen, findet die Vertrauensmänner- Sitzung Mittwoch, den 6. November, abends 9 Uhr, für den Norden Brunuenftr. 96, für den Osten Friedrichsberger straße 11, für den Südosten Staliterftr. 59 statt. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Die Tischler werden gebeten, die ihnen heute in den Zahlstellen übergebenen Flugblätter an die Möbel: polierer zu übergeben. Der Vorstand. Heute Sonnabend, den 2. November, Oertliche Verwaltung Berlin C. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 4. Nov., abends Uhr, bei Preuß, Bellealliancestraße 74, Ecke der Bergmannstraße. Tagesordnung: 1. Raffenbericht vom 3. Quartal 1901. 2. Verschiedene Kassenangelegen heiten. 182/16 Die Ortsverwaltung. Gentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler n. andrer gewerblicher Arbeiter. Verwaltung Berlin E. Montag, den 4. Nov., abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung bei Bergmann, Basewalterstr. 3. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom III. Quartal 1901. 2. Aerzte- Frage. 3. Innere Kaffenangelegenheiten und Verschiedenes. 183/11 Sprechstunde findet an diesem Abend nicht statt. Mitgliedsbuch legitimiert! Die Ortsverwaltung. Orts Krankenkasse der Sutmacher, Hutfourniturenu. Filzwaren- Verfertiger zu Berlin. Mitglieder Versammlung der Arbeitnehmer am Sonntag, d. 10. Nov. 1901, vormittags 10 Uhr, im Restaurant A. Feind, Weinstr. 11. Tages Ordnung: Ersatzwahl von 19 Delegierten zur Generalversammlung. Eintritt hat jedes großjährige, wahlberechtigte und wählbare Mitglied gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuchs. Hierauf findet in demselben Lokal vormittags 11 Uhr die Ordentliche Generalversammlung statt, wozu sämtliche Delegierte ein geladen werden. Tages Ordnung: ( In gemeinschaftlicher Versammlung.) 1. Wahl der Revisoren zur Prüfung der Rechnungen pro 1901.(§ 47 Abs. 1 der Statuten.) 2. Verschiedenes. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Postkarte gestattet. Der Vorstand. Karl Kummert, Vorsitzender, Pankow, Mühlenstr. 30. 16515 H. Esders& Dyckhoff Leipzigerstrasse 50a, Ecke Jerusalemer- Strasse, am Dönhoffplatz. Herren- und Knaben- Bekleidung, fertig und nach Maass. Herren- u. Knaben- Sport- u. Mode- Artikel. 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November 1901, vormittags 10 Uhr, im Palast- Theater( Feenpalat), Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke: 191 Generalversammlung. Tages Ordnung: 1901, vorm. 91/2 Uhr, im Gewerk schaftshause", Saal I, Engel- Ufer 15, statt, wozu die Herren Vertreter der Staffe, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, eingeladen werden. Tagesordnung: Neuwahl von fünf Vorstandsmitgliedern, 1 Arbeitgeber, 4 Arbeitnehmer.( Die Wahl muß nach $ 38 b. St. für Arbeitgeber und Mit: glieder getrennt geführt werden.) Hierauf um 10 Uhr: Tages- Ordnung: 1. Wahl von drei Vorstands- Mitgliedern( 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer). 2. Wahl des Rendanten. 3. Wahl von drei Ausschußmitgliedern zur Abnahme der Jahresrechnung. 4. Wahl einer Kommission zur Feststellung eventueller Abänderungen des Statuts. 4. Anderweitige Regelung der Krantenkontrolle. 6. Verschiedenes.. 274/19 Der Vorstand. General- Versammlung Köpenick, Grünauerstr. 70, fämtlicher Vertreter. H. Königs Restaurant Tagesordnung: 1. Rechenschafts: mit Garten und Dampfer- Haltestelle bericht. 2. Statutenänderung,§ 12, hält sich beftens empfohlen. 23862* Neu Einteilung der Lohnklaffen. 3. Aerztefrage. 4. Wahl des Rech nungsausschusses pro 1901. 5. Ver schiedenes. Der Vorstand. J. A.: H. Brüssow, Vorsitzender. Musikwerke, ſelbſtſpielend, sowie z. Drehen bei nur gering. Teilz. J. Kurzberg, 26562 Landsbergerstr. 13, part. Zither Unterricht erteilt gründlich Stimmzettel und gedruckte Kassenberichte werden am Ein- sollen schnell p. Kaffe verkauft werden. Luise Rabe, Jahnstraße 6, Quers Die Ortsverwaltung. Klosterstr. 72 Hof I. 16536* gebäude 4 Treppen. 1. Neuwahl des ersten Bevollmächtigten. 2. Rassenbericht. 3. Eventuell Neuwahl des zweiten Bevollmächtigten und eines Beisi 100 Mille Cigarren 121/11 4. Anträge. 5. Wahl zweier Revisoren und eventuell des Arbeitsvermittlers. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. gang verteilt. Zahlreichen Besuch erwartet kauft man am Möbeln besten und billigsten im des Tischlermeisters 13635 Fabriklager Julius Kiwy, Chausseestr. 51. Berantwortlicher Rebacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Zb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. . 257. 18. Fabrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 2. November 1901. 2. haus. Der Magistrat lehnt dies Ansinnen ab. Unter denen, die den socialdemokratischen Antrag auf Erstellung billiger Wohnungen Zu den Charlottenburger Stadtverordnetenwahlen. fich für die Erhöhung ins Zeug legten, stand oben an Herr Ströhler. durch die Stadt in eigner Regie lebhaft unterstützt. NichtsIn derselben Sizung, in der er die Erhöhung befürwortete und destoweniger macht er die Sache der Haus- und Grundbesizer jezt An demselben Tage, wie in Berlin, finden in Charlottenburg unsrem Redner gegenüber, der die dadurch in Arbeitertreisen hervors bei den Wahlen zu seiner eignen. Eine nette Bundesgenossenschaf die Stadtverordnetenwahlen statt. Gilt es in der Reichshauptstadt gerufene Vermehrung des Notstandes ins Feld führte, die Arbeiter und die fleinen Krauter, Jnnungsmeister und Zünftler aus seine den Kommunalfreifinn zu bekämpfen, so richtet sich in der Nachbar- auf den Armen- Etat verwies, in derselben Sigung stimmte Herr Fraftion riechen den Braten nicht! residenz der Kampf in der Hauptsache gegen jene Leute, die zu feige, Ströbler, als es zur namentlichen Abstimmung fam, mit einem Teil Die liberale Partei ist an Zahl gering, nur neun Mann offen Farbe zu bekennen, sich als Fraktion der Unpolitischen seiner Freunde gegen die Erhöhung. Bei der Beratung der hoch. Unter ihnen finden sich noch wirklich liberale Männer, die wie und als Fraktion Alt- Charlottenburg zusammengethan Reliktenvorlage für städtische Arbeiter legte er sich für die Gewährung überall da, wo der Freifinn in der Minderheit ist, ihre liberalen haben; beide zusammen verfügen über 55 von 66 Mandaten. Im eines Ruhegehalts ins Beug, warnte aber gleichzeitig vor wahrhaft Grundsäze hochhalten. Aber Verlaß ist auch auf sie nicht, denn trois Grunde genommen sind sie schwer von einander zu unterscheiden, socialen Maßregeln, da die Stadt der Privatindustrie teine des bitteren Hasses, mit dem sie die Unpolitischen und die Altein Programm haben beide nicht und können es auch nicht haben, Konkurrenz bereiten dürfe. Sein Verhalten in der Wohnungsfrage Charlottenburger verfolgen, sind gerade sie es, denen diese zum Teil weil sich in ihnen die heterogensten Elemente finden. Bei wichtigen haben wir erst vor kurzem kritisiert. Hinzuzufügen ist nur, daß in ihre Mandate der dritten Klasse verdanken, da sie bei einer Stich Fragen stimmt denn auch keine dieser Fraktionen geschlossen; der der letzten Ausschußfizung auf Antrag eines seiner Freunde die die wahl zwischen jenen und den Socialdemokraten bisher noch immer Kitt, der sie aneinanderfügt, hält nicht besonders feſt und wiederholt Ablehnung der Magiſtrations usgelegt wurde bis nach der Be- einer liberalen und demokratischen Vergangenheit zu zeren ing Magistratsvorlage bedeutenden Beschlüsse wieder aufgefchloffen gegen die Umstürzler gestimmt haben. Von den Resten ift es vorgekommen, daß der Fraktionsredner mit warmen Worten gehoben und für eine Vorlage sprach, gegen die die Mehrheit seiner Freunde schlußfassung über den Ankauf des Grundstücks der Luisenkirchen- entsprechende Ausichten zur Schau zu tragen, kostet ja nichts; stimmte, oder umgekehrt. Gemeinde. So wenigstens heißt es in dem Antrage. Richtiger schwerer ist es schon, im entscheidenden Moment diese AnDie Fraktion der Unpolitischen, auch freie Vereinigung genannt, würde es heißen bis nach den Wahlen". schauungen in die That umzusetzen. Aber gerade da versagen die ist zweifellos die intelligentere von beiden. Ihr Führer, Herr Und diese Fraktion schöpft ihre Kraft nicht nur aus den Ange Herren. Ströhler, hat es verstanden, möglichst viel angesehene Männer hörigen der ersten und zweiten Klasse, sondern selbst Arbeiter sind Auch in dem bevorstehenden Wahlkampf ist die Charlotten aus bürgerlichen Kreisen um sich zu sammeln. Auf der von ihm thöricht genug, ihre eignen Feinde zu wählen. burger Socialdemokratie auf ihre eigne Kraft und seinem Anhang zusammengestellten Liste der Kandidaten der Bei den diesmaligen Wahlen gehen die Unpolitischen" zusammen angewiesen. Der Kampf ist schwer, aber die Ausersten und zweiten Klasse finden sich jedesmal neben ultrareaktionär- mit den Alt- Charlottenburgern". An der Spize des Kommunal- fichten sind gut, denn das Maß der Sünden unfre fonservativ- antisemitischen Namen auch solche von Freisinnigen, die in Wahlvereins Alt- Charlottenburg steht ein Mann, der gleichzeitig Gegner ist voll bis zum Ueberlaufen. Jusbesondere wiro ihrer eignen Partei nicht aufkommen können, an sich recht be- Vorsitzender dieser Fraktion ist, der sich sonst liberal nennende Rechts- die allem focialen Empfinden ins Gesicht schlagende Verdeutungslos find, aber Herrn Ströhler als Lockspeise dienen müssen, anwalt Buka. Bir gönnen es ihm, daß unter allen Aufrufen schleppung und schließlich hintertreibung von Maßnahmen um selbst überzeugte Freisinnige, die die Verhältnisse nicht kennen, neben seinem Namen der des Vorsitzenden des konservativen Bürger zur Linderung des Wohnungselends uns zu gute fommer. zu täuschen. Es mit niemand zu verderben und nirgends Anstoß zu vereins, des Schrittmachers für die Sting und Felisch, prangt. Auch die Judifferenten werden aus ihrem Schlummer aufgerüttel erregen, das ist es, worauf diese Fraktion in erster Linie ihr Augen- Die Hilfe des Herrn Ströhler scheint Herrn Buka noch nicht werden und von ihrem Wahlrecht den richtigen Gebrauch macher. mert richtet. Die Folge davon ist eine ständige Frreführung der öffent- zu genügen, und so hat er sich denn weiter der Unter- Die Socialdemokratie zieht mit den besten Hoffnungen und der lichen Meinung. Zum Beweis nur wenige Beispiele. Vor einem Jahre stützung des Haus und Grundbesigervereins ver- größten Siegeszuversicht in den Kampf. Sie wird neue verlangte die Mehrheit der Stadtverordneten Versammlung eine gewissert. In der Deputation zur Beratung von Maß- Mandate erobern und frisches Leben in das erstarrte und ver Erhöhung der Gebühren für die Verpflegung im Krantennahmen gegen die Wohnungsnot hatte Herr Buta seiner Zeit| fnöcherte Stadtparlament bringen. A Es ist nicht leicht, Schuhwaaren zu kaufen! 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Friedrich Gustav Sauer, medizinisch- chemisches Institut, Berlin C. 2., Neue Friedrichstr. 36. und Repräsentanten für Berlin und die Vororte: Thurmann& Kahl, W. 8, Leipzigerstr. 91. W. 8, Leipzigerstr. 91.( Tel. Amt I No. 6328.) 12. Ziehung 4. Klasse 205. Kgl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 1. November 1901, vormittags. Rur die Gewinne fiber 232 Wit. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 51[ 500] 654 98 754 1004 370 403 40 517 623 784 810 22 908 2142[ 500] 63 74 224 35 579 770 829 55 3000 27 203 37 56 543 619 78 709 970 4143 858 60 76 81 5084 318 54 451 696 861 952 63 6203 17 82 345 7044 54 148 84 311 66 504 52 69 703 76 97 912 14 8419 528 965 80 88 9137 376 495 577 769 [ 500] 848 54 89 933 10073[ 500] 85 106 231 54[ 3000] 93 368 82 400 53 90 95 592 687 712 853 80 11069 155 265 341 704 882 12014[ 500] 272[ 500] 341 98 439 566 70 901 13022 56 175 255 601 16 26 700 892 956 14228 335 574 692 755 803[ 500] 39 45 57 15013 18 59 96 127 58 430 39 42 84 705 85 842 942 16026 42 60 103[ 5001 46 74 560[ 500] 97 602 805 17077 611 43[ 500] 73 709 51 830[ 3000] 988 18172 83 539 47 74 90 661[ 500] 853[ 1000] 84 943 73 19183 215 88 359 745 927 38 20201 98 314 23 479 21116 23 87 401 520[ 3000] 23 613 15 60 764 76[ 500] 77 994 22024 212 54 77 506 42 64 941 23225 90 362 495 525 84 608 10 787 93 813 24010 14 136 54 608 93 767 25002 110 98 369 89 505 91 702 70 26357 426 954[ 500] 27017 95 97 164 74 241 311 90 99 467 97 603 76 95 831 928 78 28188 213 15001 55[ 500] 416[ 1000] 47[ 1000] 82 500 65 29177 394 455 65 520 51 600 705 876 907 30069 81[ 500] 94 185 87 200[ 500] 15 325 452 868 927 31053 118[ 1000] 290 314 89 764 904 14 23 90 32051 57 117 78 96 260 484 558 647 895 33091 164 382 601 24 740[ 500] 91 914 24 34004 77 106 11 16 67 205 18 394 569 611 12 59 67 709 56 852 927 35128 38 43 71[ 1000] 83 269 346 99 877 950 36019 217 38 64 320 417 608 43 77 87 826 73 926 37137 66 204 61 422 520 732 853 68 972 38136 479 543 652 55 57 74 798 809 12 972 39044 179 318 428 628 704 919 40051 168 76 80 84 90[ 1000] 336 417 575 622 43 855 970[ 500] 41011 300 477 761 936 60 42122 54 315 45 414 684 43016 18 220 78[ 500] 385 608 725 44373 449 519 799 871 944 45069[ 5001 275 99 505 611 72 722 866 46013[ 3000] 94 379 530 611 830 66[ 500] 47028 223 43 70 600[ 500] 55 60 750 922 34 39 79 48054 86 395 425 539 77 82 698[ 1000] 905 [ 500] 49122 53 285 335 97 516 31 627 747 96 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W., 2 zu 30 000 wt., 6 zu 15 000 art, 19 zu 10 00. 29 git 5000 Wit, 510 au 3000 W, 657 zu 1000 t, 1225 zu 500 Mr. 300 12. Ziehung 4. Klaffe 205. gl. Preuß. Lotterie. Biehu ig vom 1. November 1901 nachmittags. Nur die Gewinne über 232 Mt. Find den betreдenden Nummen in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 110086 90 122 202 306 10 50 420 97 555 618 750 96 111189 275 83 316 20 630[ 1000] 90 714[ 10 000] 809 926 36 53 58 112056 236 72 466[ 3000] 68 620 53 723 885 940 43 113036 109 258[ 500] 362 620 730 848 114007 54 91 98 113 91 287 379[ 1000] 427[ 500] 733 99 829 85 902 4 73 92[ 3000] 115034 47 60 245 454[ 1009] 574 635 62 913 116011 69 318 52 464 514 634 880 117009 14 26 58 245 397 735 846 63 960 91 118071 194 220 97 317 53 64 409 42 93 527 604 836 119001 53 143 210 518 79 610[ 500] 704 56 93 8070 120052 406 80 629 54 816 955 121147 205 8 22 67 76 335 72 424 98 555 895 122217 542 764 65 123122 242[ 3000] 58 346 543 96 872 902 5 6 24 73 124117 326 526 77 633 70 98 125105 18[ 500] 30 65 317 400 38 70 [ 1000] 76 92 526 614 779 821 68 937 41 126148 54 [ 500] 87 525 50 684 970 127086 160 86 402 546 81 780 938 128011 59 182 222 56 303 489 576 626 993 129030 [ 3000] 166 389 508 663 731 837 963 66 10 67 148 61 274 94 525 815 945 1053 68 155 272 78 392 520 600 745 925 29 2273 78 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