Nr. 259. turn Abonnements- Bedingungen: ngin M Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrterter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft bonnement: 1,10 Mart pre Monat, Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Evfheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. % 18. Jahrg. Die Insertions- Gebüye beträgt für die fechsgespaltene Kolone getle oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Wir richten nochmals an die Landesvorstände, die Provinzial- und Kreis- Agitationskomitees sowie die Vertranenelente das dringende Ersuchen, die Rücksendung der Petitionslisten zu beschleunigen. tur Dieselben müssen unbedingt bis spätestens den 15, cr. an bie Adresse Buchdruckerei Max Bading, Berlin SW. 19, Beuthstr. 2 abgeliefert sein. Berlin, den 4. November 1901. Der Parteivorstand. Berliner Wohnungsreaktion. Dienstag, den 5. November 1901. 1. durch welche Mittel die zur Zeit- namentlich für die Arbeiterbevölkerung herrschende Wohnungsnot zu beseitigen ist, 2. was städtischerfeits zu geschehen hat, um durch kommunale Maßnahmen den auf dem Gebiete des Wohnungsweseus bestehenden Mißständen zu begegnen. " Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Politische Mebersicht. 200031 Blätter, die, nebenbei bemerkt, unversehens damit zugleich ihre sonstige Berhimmelung der russischen Allianz und deren Vorteile für das Ansehen Frankreichs Lügen strafen. Die Pforte hatte eben sehr bald herausgefunden, daß sie sich nur die Gunst des Zaren zu bald herausgefunden, daß sie sich nur die Gunst des Zaren zu bewahren braucht, um seinen unterthänigen Verbündeten straflos mißachten zu dürfen. Berlin, den 4. November. Bum franko türkischen Konflikt. fing Unser Pariser Korrespondent schreibt uns von 3. November: Die Verhandlung der Interpellation wurde wochenlang hinausgezogen und, als fie Ende November schließlich stattfand, verkoppelt Das friegerische Pressionsmittel, zu dem sich die Regierung gegen mit der Beratung über eine inzwischen eingegangene Magistrats- bie Türkei entschlossen hat, wird hier allgemein mit recht gemischten vorlage betreffend die Errichtung einer Stiftung zur Beschaffung Gefühlen beurteilt, und zwar auch in einem Teil der regierungsbilliger und gesunder Wohnungen für minder bemittelte Einwohner freundlichen Presse. Anerkennenswert ist dabei das unbezwingbare Berlins. Diese Stiftung, die viel belachte, mit einer ganzen Million Schamgefühl, das selbst in so kapitalistisch gesinnten Blättern, wie Mart ausgestattete Sönig Friedrich- Stiftung, deren Zwed es nach der der" Temps", sich Luft macht ob des nächsten„ Anlasses" der Begründung ist, den für unser Baterland und unsre Stadt hochwichtigen Flottendemonstration. Die Wahrnehmung der Intereffen der Herren Tag, an welchem das Königreich Preußen 200 Jahre besteht, in angemessener Lorando und Tubini wird nämlich bloß als ein Anlaß oder VorWeise auszuzeichnen und zu feiern, sowie den minder bemittelten Gin and betrachtet, während die wahre Ursache der Demonstration wohnern der Stadt billige und gesunde Wohnungen zu gewähren, barin liege, daß überhaupt„ das Wort Frankreichs in Konstantinopel So der„ Temps" und einige andre wäre noch im letzten Augenblick fast gescheitert. So sympathisch den fein Gewicht mehr hatte." In der ersten und einzigen Nede, die der verstorbene Bürger- Berliner Hausagrariern auch die Berbeugung nach oben hin war, meister Brinkmann im Berliner Rathaus gehalten hat, führte er welche diese Stiftung in erster Reihe bedeutete, so ging ihnen doch die aus, daß die Wohnungsfrage nunmehr Einlaß beischend an die weitere Zweckbestimmung, daß die Stiftung gefunde, billige Wohnungen Pforten der Rathäuser flopfe. In der That, die Bekämpfung der gewähren, also solche im Rahmen ihrer winzigen Mittel auch auf dem Gebiete des Wohnungswesens vorhandenen Schäden und event. bauen könnte, durchaus wider den Strich. Principiis obsta Mißstände gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Gemeinde- hüte dich vor dem ersten Schritt. Ob eine städtische Stiftung, ob die Der franzöfifche Chauvinismus ist für alles zu haben, nur nicht verwaltungen und man wird nicht fehlgehen, wenn man von dem Stadt selbst baue, das sei vollkommen dasselbe, und so wurde an die Maß und der Art, in der eine Kommune in der Wohnungsfrage sich Stelle der genannten die unschädliche, ja die Wirte vor Miets für eine kriegerische Attion zur Eintreibung der Wucherzinsen einiger bethätigt, Schlüiffe zieht auf ihr sociales Empfinden, ihr sociales Ver: ausfällen schützende Bestimmung gefeßt, daß die Stiftung minder mehr oder minder achtbarer Geldmacher. Dieser Umstand macht es bemittelten Einwohnern bei der Erlangung billiger und gesunder schon allein erklärlich, daß man hier von der Flottenständnis im allgemeinen, demonstration bedeutend mehr erwartet, als Bekanntlich ruht bei uns in Preußen der Schwerpunkt jeder Wohnungen behilflich zu sein habe und ihre bereiten Mittel auch die Befriedigung der Forderungen der Lubini Wohnungsaktion bei den Gemeinden. Am 23. Januar d. J. erklärte dafür verwenden könne, solche Personen vor Wohnungslosigkeit zu und Lorando. Insbesondere wird auf die armenis e der Staatssekretär v. Posadowsky im Reichstage, daß der Meichs- schützen. Frage hingewiesen. Selbst der diplomatisch gewiegte Die von der socialdemokratischen Fraktion verlangte Einsetzung Temps" erinnert daran, daß die Unthätigkeit Frankreichs zur Zeit tangler bei aller Anerkennung der Notwendigkeit einer wirksamen Be einer gemischten Deputation wurde wurde abgelehnt, beschlossen tämpfung der socialen Mißstände auf dem Gebiete des Wohnungswesens doch die Ansicht hege, daß diese Frage dagegen, die gestellten Forderungen durch einen Ausschuß der armenischen Megeleien sein Prestige im Orient, dessen christliche In diesem Ausschuß trat wiederum der Bevölkerung seit dem Mittelalter sich unter dem franzöfifchen„ Proauf dem Gebiete der einzelstaatlichen Gesetzgebung prüfen zu lassen. In diesem Ausschuß trat wiederum der und Verivaltung erfolgreich gelöst werden könne. Während ganze Eigennutz der Hausagrarischen Mehrheit, ihr unsociales tektorat" befindet, arg geschädigt habe. Das Blatt vergist mur, mau einige Einzelstaaten durch den Erlaß von Baugeseyen, Empfinden, ihre Entschloffenheit sich jedem, auch dem schwächlichsten hinzuzufügen, daß jene nthätigkeit ebenfalls eine der segensreichen gesetzlicher Einführung von Wohnungsinspektionen usw. wenigstens gemeindlichen Eingreifen in der Wohnungsfrage zu widersetzen, Hlar Folgen der Barenfreundschaft war. Und dieselbe Barenfreundschaft Von den socialdemokratischen Ver- wird, wenn überhaupt nötig, schon dafür sorgen, daß die französische einen bescheidenen Anfang nach dieser Richtung machten, schob die und unzweideutig zu Tage. preußische Regierung durch die bekannten Wohnungserlasse vom tretern war die Notwendigkeit einer umfassenden städtischen Wohnungs- Regierung keine sentimentalen" Seitensprünge zum Schuße der Um den Uebelständen, 19. März d. Js. die Initiative den Gemeinden zu und beschränkte politit betont und begründet worden. fich darauf, den Gemeinden einige wohlwollende, nichts tostende soweit das im Rahmen der heutigen Wirtschaftsordnung mit Das Generalfomitee der socialistischen Partei beröffentlicht gerade soeben im Gefolge des neulichen Aufrufs zu teuern, Ratschläge mit auf den Weg zu geben. Von jenem machtvollen, den Machtmitteln der Gemeinde möglich ist, des internationalen socialistischen Komitees ein Manifest über energischen Einschreiten gegen den überall üppig gedeihenden Wohnungs- empfahlen diefelben planmäßige Erweiterung des städtischen die armenischen Metzeleien und die socialistische Partei". Darin Grundbesitzes und Verwertung desselben im im Wege des" wucher, das der verstorbene Minister v. Miquel früher einmal vers Grbbaurechts, falls er für eigne städtische Swede nicht verwendet beißt es u. a.:" Bur Stunde, da die Regierung der franzöfifchen langt hatte, war nicht nur keine Spur zurückgeblieben, die Regierung hatte es auch bei der im vorigen Jahre zu stande gekommenen Wahl werden könne, Errichtung städtischer Häuser mit gefunden kleinen mit der Pforte geraten ist, müssen wir sie daran erinnern, daß sie gefey- Reform abgelehnt, den Hauptsiz des Uebels, die den Haus Wohnungen auf städtischem Terrain und Vermietung dieser Wohbefizern gefeglich zustehende Majorität in den Stadtverivaltungen, nungen zu Mietspreisen, die eine Ausbeutung der Mieter ausschließen, iowie mit Rüdficht auf das Vertrauen des armenischen Bolles zu aufzuheben. nun die Errichtung eines eines ihr, energisch bei der Pforte hätte intervenieren sollen. Sie Ermahnungen beschränken, trotzdem in ihnen der Bod selbst zum nachweiſes für kleinere Wohnungen, Anstellung von Wohnungsinspektoren darf mun nicht mehr zögern, wenn sie sich nicht mit unauslöschlicher Gärtner bestellt ist, hat schon die bloße Möglichkeit eines Eingreifens und schließlich Aenderung der städtischen Steuerpolitik nach der Richtung, Schmach bedecken will, von der Pforte die Durchführung der Bes der Gemeinden in die bisherige schrankenlose Ausbeutung der daß nicht wie jetzt die Nutzungswerte, sondern die gemeinen Werte Schmach bedecken will, von der Pforte die Durchführung der BeWohnungsbedürfnisse der Bevölkerung durch das Privatkapital als Grundlage für die Besteuerung dienen. Bon all diesen Forde- stimmungen des Berliner Vertrags( 1878) und des Memorandums den Schutz der Armenier), zu verlangen. genügt, das ganze Lager der Haus- und Grundbefizer gegen diese rungen, die in zahlreichen andren und weniger leistungsfähigen( der Mächte) von 1895( in bezug auf die Verwaltungsreformen und Erlaffe mobil zu machen. Die vereinigten Hausbefizer, allen voran Rommunen teils durchgeführt, teils in der Durchführung begriffen Es ist sehr zu befürchten, daß die unauslöschliche Schmach" die sind, wurde keine angenommen. Der Antrag auf städtischem die Berliner, warnten in ihrer Presse wie in ihren Vereinen die Grund und Boden Häuser mit gesunden fleinen Wohnungen zu er gegenwärtige Regierung ebensowenig erschrecken wird, wie ihre Vorrichten, wurde aufs schroffste nicht nur von den Ausschußmitgliedern, zu Ende. andren traffes Elend. Der Antrag, der Armenier macht. Republik als eifriger Diener einiger Kapitalisten in einen Konflikt keine Kommune bisher der Privatspekulation mit dem Grund und der das Vorhandensein von Uebelſtänden zugab, verschmähte autokratische Behandlung des Parlaments durch Zu erwähnen ist schließlich, aber nicht zu verwundern die Diese Wut, diese Drohungen wirken um so erheiternder, als sondern auch vom Magistrat bekämpft; ja, der Oberbürgermeister im Interesse der Zarenregierung liegt... Boden freiere Bahn gelassen hat, als gerade Berlin. Wie nach den es nicht, die ältesten mancheſterlichen Schlagworte hervor, die Erekutivgewalt. Die Regierung hat es für überflüffig geBerechnungen des verstorbenen Dr. Voigt den Charlottenburger zusuchen und auszuführen, daß man bei Annahme diefes Grundbesizern in dem Jahrzehnt 1887/1897 jede neu hinzugekommene Antrages sich bald auch einem Antrag auf Beschaffung billiger halten, das ja gegenwärtig tagende Parlament von einer Altion auch Person einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 2500 M. gebracht Feuerung, billiger Kleidung und billiger Nahrung durch die Gemeinde zu verständigen, die eventuell zu kriegerischen Ber wickelungen führen könnte. Indes protestiert dagegen nicht hatte, so ist auch den Berlinern Grundbesitzern der ungeheuere, in gegenüber sehen würde. Ein besseres Schicksal hatte ein social einmal die gesamte Oppositionspresse, genauer gesagt, nur die den letzten Jahrzehnten entstandene Wertzuwachs des Grund und demokratischer Eventualantrag, nach welchem gemeinnüßige Bau- Minderheit der legteren protestiert dagegen." Bodens rein und ungekürzt in die Taschen geflossen. Das schnelle genossenschaften bei der Herstellung gesunder kleiner Wohnungen Ferner liegen noch folgende Depeschen über die neueste EntWachstum der Bevölkerung, die dadurch bewirkte intensivere Be- durch Hergabe von Land oder Geld seitens der Stadt unterstützt wicklung der Affaire vor: bauung und Ausdehnung der Stadt hat eine Wertsteigerung des werden sollen, falls sie sich zur Einhaltung gewiffer SchutzParis, 4. November. Der socialistische Deputierte Allemane Grund und Bodens hervorgerufen, die nach Hunderten von Millionen bestimmungen für die Mieter verpflichten. fündigte Delcaffé an, daß er ihn heute oder morgen über die eigent gut flang und zunächst nichts kostete, fand einstimmige lichen Ursachen der gegen die Türkei geplanten Flottenlundgebung zählt. Nichts aber Lag der Berliner Stadtverwaltung Annahme. Als aber im der Verhand- lichen weiteren Verlauf ferner, als durch eine vorausschauende Bodenpolitik wenigstens einen lungen, 1111t Teil dieser riesigen Gewinne in den Stadsädel abzuleiten. Auf der Theorie in die Praxis überzuführen, der Antrag gestellt wurde, beahl des Tages vorbehalten. Es heißt, Delcaffé wolle diesen principiellen Antrag aus dem Reich der interpellieren werde. Delcassé erklärte, er sei bereit, einen Seite diese enormen Profite des Privatkapitals, auf der Theorie in die Praxis überzuführen, der Antrag gestellt wurde, be- bie Anfrage zu beantworten, müsse sich aber die stimmte Terrains für die genannten Zwede bereit zu stellen, da ahl des Tages vorbehalten. Es heißt, Delcaffé wolle wurde dieser Antrag nicht nur abgelehnt, sondern in so schroffer die Angelegenheit erst dann in der Kammer erörtern, wenn die der Berliner Bevölkerung mit Wohnungen begnügen, die nur ein principielle Antrag jemals prattische Geltung erlangen wird. Nach der Wohnungsstatistik vom Jahre 1895 mußten fich 44 Bro. Weise bekämpft, daß man billig zweifeln darf, ob der angenommene Schiffsdivifion des Admirals Caillard an ihrem Bestimmungsort eingetroffen ist. Bimmer, heizbar oder unheizbar, aufwiesen; die BehausungsToulon, 8. November. Zwei Kreuzer find unter Dampf ge Die im obigen furz stizzierten Ausschußbeschlüſſe find in ihrer stellt, um nach der Levante abzudampfen zur Unterstützung des Ge ziffer für diese Wohnungen war damals schon entseglich, fie find Mehrzahl vom Plenum der Stadtverordneten Versammlung zwar schwaders des Admirals Caillard. Die Marineverwaltung trifft feit 1895 noch weit schlechtere geworden. Der große Zuwachs der noch nicht ratifiziert, doch würde es ein unverzeihlicher Optimismus Bevölkerung in den günstigsten Geschäftsjahren bis 1899, die Unluit fein, anzunehmen, daß das Plenum weiter gehen tönnte als der von Waßregeln zur Verproviantierung des Geschwaders. der Privat Bauspekulation, sich dem Bau von Arbeiter- Wohn- ihm eingesetzte Ausschuß. Paris, 3. November. In hiesigen politischen Kreisen ist man häusern zuzuwenden, die wegen der Umständlichkeit der Verwaltung Wohnungsaktion der Berliner städtischen Behörden ist daher, wie dem der Sultan die Abficht kundgegeben hat, sämtliche Streitfragen Das einzige Ergebnis der großen der Ansicht, die Mission Caillards werdeleine friedliche sein, nach weniger leicht verkäuflich find, als bessere Häuser, die Umwandlung dieser gedrängte Ueberblick über die Verhandlungen zeigt, die mit Ach der im Centrum der Stadt belegenen, früheren Wohnstraßen in reine und Krach erfolgte Annahme der König Friedrich- Stiftung! Es ist aur Zufriedenheit Frankreichs zu regeln. Es heißt, der Sultan habe Geschäftsstraßen und andre Gründe mehr, haben zu einer positiven die notwendigen Gelder dadurch erhalten, daß er dem deutschen Wohnungsnot; dadurch zu einer Höhe der Mietspreise, die für die schwer, keine Satire zu schreiben! arbeitende Bevölkerung faum noch zu erschwingen ist, sowie zu Bu Bflichten vernachlässigt, hat die Bevölkerung wenigftens da, wo es Loubet wegen seiner energischen Haltung, die er im letzten Ministerrat Mit einer Kommunalvertretung, die derart ihre elementaren Syndikat in Kleinasien neue Rouzeffionen ge= macht habe. Das„ Echo de Paris" lobt den Präsidenten ständen geführt, die in fanitärer Hinsicht die schwersten Bedenken er ihr möglich ist, Kehraus zu machen. Möge die Wählerschaft regen. Am 1. Jan, 1901 waren in Berlin nur 2 pro Mille leerstehende der dritten Abteilung am Mittwoch ein Urteil über die Sachwalter zu Gunsten einer aktiven Politik gegenüber der Türkei eingenommen Wohnungen vorhanden, von denen der größere Teil auf die besseren des Grundbesiges fällen, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen Wohnungen im Westen entfiel. Da allen diefen Uebelſtänden gegen übrig läßt. über die Berliner Stadtverwaltung in der traditionellen Unthätigkeit D verharrte, brachte die socialdemokratische Stadtverordneten- Fraktion im Oktober v. 3. einen Antrag ein, den Magistrat zu ersuchen, mit der Versammlung in gentischter Deputation zu beraten: # habe. Paris, 4. November. Hier aus der Türkei eingelaufene Meldungen lassen darauf schließen, daß der Sultan gewillt ist, Frankreich in allen Punkten nachzugeben, da er den Ausbruch einer Revolution in der Türkei befürchtet, welche dar no produrch die unter den Staatsbeamten und dem Militär wegen der werden könnte. ,, Agenten des Auslandes." rückständigen Gehälter Herrschende Unzufriedenheit hervorgerufen vor der Herrscherkaste seiner Offiziere ebenso gemein" ist ivie er, schoß Lieutenant Blaskowig vom Infanterie- Regiment 147 in den der„ Nur- Kuli"!? Unterleib. Der Tod des letzteren ist wahrscheinlich. 916 Die nächsten Tage werden ja zeigen, ob sich Frankreich mit der Die China- Expedition in der bayrischen Kammer. Regelung der ursprünglichen Konfliktsfrage begnügen will oder ob es unter dem Vorwand, Garantien für die Nichtwiederholung ähn Früher hieß es Reichsfeinde"! lub so ziemlich alle Bei der Beratung des Militär- Etats tam am Montag auch die licher Vorkommnisse und für das Einstellen der armenischen Megeleien Parteien, die nicht konservativ und militaristisch bis auf die Teilnahme der bayrischen Truppen an der China- Expedition zur zu erlangen, sich eines Faustpfandes bemächtigen wird. Man Knochen" waren und nicht jede„ patriotische" Voltsschädigung billigten, Sprache. Referent Wagner( liberal) meint, für Bayern sei feine schreibt ihm Absichten auf Smyrna, Beirut, namentlich aber famen nach einander an die Reihe, dieses Namens teilhaftig zu werden, besondere Indemnität notwendig, da der Reichstag und die Neichsregierung die Judemnität ausgesprochen haben. Frank Mytilene zu. Sollte Frankreich erst einmal von Mytilene Besitz der natürlich bald Ehrenname wurde. Jekt heißt es:" Agenten( Centrum) hält nicht alle Bedenken für beseitigt, sachlich stehe ergriffen haben, so dürfte freilich an eine spätere Räumung über- des Auslandes". allerdings das Recht insofern auf seiten der bayrischen Regierung, haupt nicht mehr gedacht werden. Frankreichs Verhalten wird vor als sie nicht anders handeln konnte; allein hoffentlich allen Dingen davon abhängen, inwieweit es mit Nußland im Einwerde noch eine Form gefunden werden, um dem verlegten Boltsverständnis operiert. gefühl Rechnung zu tragen. Nißler( fons.) hält die Bedenken im v. Bollmar führt aus, daß die allgemeinen für zerstreut. China Expedition einer rechtlichen Grundlage Mitschuld, da sie zu willfährig gegenüber Berlin gewesen entbehrt habe, die bayrische Regierung treffe eine fei, zweifellos fei Bayerns Armee Refervatrecht In der Rede des Ministers v. Koerber, die dem Abgeordneten verlegt. Roehl( Demokrat) stimmt dem Vorredner zu. Hierauf Bebel solche Freude gemacht hat, hat jener den öffreichischen wird die Weiterberatung auf Dienstag vertagt. Standpunkt von unsern Staatsmännern vertreten werden sollte 100 sälschungsfortfehung. Standpunkt im allgemeinen so vertreten, wie der deutsche * * Deutsches Reich. Anbinden an den Pfahl. Jm Stuttgarter Chinaprozeß wurde auch erörtert, baß vielfach an Soldaten des Expeditionscorps Disciplinarftrafen in der Art vollzogen worden find, daß fie an einen Pfahl gebunden würden. Nach dem uns und der übrigen Presse vorliegenden Bericht hat der Vorsitzende des Landgerichts einen Befehl verlesen, wonach bei ſtrengem Arreft, in Ermangelung eines geeigneten Arrestlokals, die zi Bestrafenden an einen einen Pfahl ge= bunden werden können. Einen Tag Anbinden ist gleich zwei Tagen strengem Arrest zu achten. Das Anbinden muß in einer Stellung geschehen, daß die Angebundenen sich weder setzen noch hinlegen können". " Als„ Agent des Auslandes" wird so auch Bebel jetzt durch die Deutsche Tageszeitung" beehrt. Bebel hat in seiner Ansprache an den Parteitag der östreichischen Socialdemokratie die Frage der Handelspolitik berührt und erklärt, die Stellungnahme des östreichischen Ministerpräsidenten v. Roerber gegenüber dem reichsdeutschen Zolltarif habe ihm große Freude bereitet. Darob Entsetzen beim Bündlerblatt. Es lärmt: Wenn Graf Bülow im deutschen Reichstage eine Rede halten sollte, die mit der des östreichischen Ministers vollkommen übereinstimmte, wenn der deutsche Kanzler die deutschen Interessen so vertreten wollte, vie es der östreichische Staatsmann gethan hat, so würde der Abgeordnete Bebel voraussichtlich die schärfsten Angriffe gegen den Reichskanzler richten. Ist es angesichts eines solchen Vorgangs zu start, wenn wir von„ Agenten des Ausland 3" reden?" Nun ist in der Gerichtsverhandlung, die überhaupt nichts von Das Blatt des Brotwuchers unterschlägt natürlich das Wesents den chinesischen Vorgängen geklärt hat, auch darüber feine Klarheit liche. Die Socialdemokratie ist mir felten in der Lage, sich über geschaffen worden, ob entsprechend diesem Befehl auch Strafen ver- Akte ausländischer Regierungen zu freuen, da die politischen und hängt worden sind. Es ist aber festzustellen: Wenn solche Strafen focialen Uebelstände international sind und im allgemeinen die Reverhängt worden sind, so war ihre Verhängung ebenso ungierungen aller kapitalistischen Staaten eine gleich kapitalistische gesetzlich wie der Befehl selbst, der ihre Zulässigkeit den mit Bolitik betreiben. In der Frage der Handelspolitik liegen die Disciplinar Strafgewalt ausgestatteten Offizieren übermittelte. Es mag in diesem Augenblick davon abgesehen werden, ob das Anbinden an den Pfahl unter den Verhältnissen, unter denen es an befohlen wurde, überhaupt zulässig war; es erscheint allerdings mindestens zweifelhaft, ob wirklicher Mangel an geeigneten Arrest lokalen herrschte, der die Voraussetzung für die Anwendung dieses graufamen Strafmittels bleiben mußte. sm V Dinge aber wesentlich anders. Hier ist das zollpolitische Vorgehen der deutschen Regierung nicht hervorgerufen durch eine Verschärfung der Sperrpolitik andrer Staaten, sondern die deutsche Politik zwingt das Ausland zur Abwehr der angekündigten Sperrmaßregeln und bedroht provokatorisch die alte und die neue Welt mit Bollfeindschaft und Zollkrieg. Wenn in dieser Situation der öftreichische Ministerpräsident bei Eröffnung des Wohl aber ist daran zu erinnern, daß nach den Vorschriften Reichsrats auf die Gefahren, die aus dem deutschen Vorgehen entder Militär Strafvollstreckungs- Verordnung das Anbinden an springen müssen, hinweist, so mag das die Agrarier der„ Deutschen den Pfahl nicht mehr als zwei Stunden an einem Tage betragen Tageszeitung" schwer betrüben, die ihren Vorteil aus dem zolldarf. Zweistündiges Anbinden neben dem Aufenthalt auf der Bache politischen Chaos erhoffen, aber die deutsche Bevölkerung, der das während des übrigen Tages soll einem eintägigen strengen Arrest tägliche Brot schmählichst verteuert und der die Arbeitsgelegenheit gleich stehen. Wenn aber nach der Angabe des Gerichtspräsidenten entrissen werden soll, darf allerdings Frende empfinden, daß die in Stuttgart ein Befehl ergangen sein sollte, daß ein Tag Anbinden Folgen des Bülowschen Zolltarifs flar vor Augen gestellt werden. Die Agenten des Auslandes" sind auch hier wieder die zwei Tagen strengen Arrestes gleich zu achten sei, so ist dieser Die wirt Befehl vorschrifts- und gesezwidrig und ein erneuter wirklichen Freunde des Vaterlandes. Beweis der Rechts- und Gesetzeswvirrnis, die der Rachefeldzug gegen lichen Auslandsagenten aber find eben jene Agrarier, die um ihres persönlichen Profits willen das ganze Volk den schwersten China hervorgerufen hat. Gefahren überliefern und die Entwicklung Deutschlands hinter die Entwicklung auswärtiger Staaten zurückwerfen. Einen weiteren Beweis für den Geisteszustand, dem die Führer dieses heillosen Feldzuges verfallen sind, bietet die Aussage des Kommandeurs des ostasiatischen Expeditionscorps zu der Angelegenheit des Anbindens an den Pfahl. Generallieutenant von Leffel fagte als Beuge: „ Das Anbinden an den Pfahl war durch die Berhältnisse geboten; es sind aber nur chinesische Kulis dabei vorüber gekommen." sa24 13 Nach der Militär- Strafvollstreckungs- Verordnung soll das Aubinden an den Pfahl an einem vor den Augen des Publikums möglichst geschützten Ort" geschehen. Der Zeuge, Unteroffizier Weinmann, aber sagte in Stuttgart aus: " Wenn die agrarische Lüge fortfährt, uns als„ Agenten des Auslands" zu schmähen, so wird auch dieses Wort alsbald ein Ehrenname werden! Eine Disciplinar- Untersuchung ist gegen Professor Dr. eimburger in earlsruhe seitens des dortigen Oberschulrats eingeleitet worden. Prof. Heimburger, der der demokratischen Partei angehört, ist den badischen Schul- und andren Reaktionären längst ein Stein des Anstoßes und Gesinnungsschnüffelei suchte ihn schon früher wiederholt zu denunzieren; diese Versuche wurden jedoch durch den früheren Kultusminister Dr. Noff abgewiesen. Jegt wird gegen " Es seien eine ganze Anzahl württembergischer und preußischer Prof. Heimburger der Vorwurf erhoben, er stehe mit dem kurz vor Soldaten im Bivouac der Tatu- Hafeustadt an den Pfahl gebunden in Karlsruhe in Verbindung. Da diese Anschuldigung unwahr sein der jüngsten Wahl herausgegebenen Flugblatt der Oppositionsparteien worden. Es sei das auf offenem Wege gewesen, wo Hunderte soll, so dürfte der reaktionäre Haß auch diesmal nicht befriedigt werden. von Chinesen und Angehörigen andrer Nationen vorüber- Der Vorgang zeigt aber, daß der badische Liberalismus" sich mit gingen." der preußischen Rückwärtserei getrost vergleichen darf. = Aus München wird uns geschrieben: Die Glaubwürdigkeit des Abgeordneten Steininger wurde in den letzten Tagen von unsrer bayrischen Parteipreffe an der Hand von attenmäßigen Beweisen nenesten Datums einer Untersuchung unterzogen, deren Resultat nicht sehr schmeichelhaft ist für den schwurbereiten Vertreter des Wahlkreises Miesbach. Der biedere Centrumsmann fühlte sich darcb sehr gekränkt und veröffentlicht in der neuesten Nummer der N. Bayer. 8tg." einige neue Mitteilungen über die angeblichen Aeußerungen Bebels in der Kaniz- Kommission. Er sagt: " Da muß ich vor allem meiner Verwunderung Ausdruck geben, daß es die Herren fertig bringen, jezt abzuleugnen, was der Abg. Franz Josef Ehrhart vor zwei Jahren direkt zugestanden hat! In der Sigung der bayerischen Abgeordnetenkammer vom 22. Mai 1900 habe ich die Aeußerung Bebels ganz genau in der gleichen Weise präcisiert, wie ich es am 8. Ottober cr. eben auch gethan habe. Damals hat der Abg. Ehrhart wörtlich Nachstehendes erividert: Wenn der Vorredner( Abg. Steininger) bemerkt hat, Bebel habe gesagt, wenn Sie beweisen, daß der Bauernstand bei dieser Lage zu Gründe gehen soll, dann mag er ruhig zu Grunde gehen", so sage ich, es muß auch gesagt werden, welche Lage das war und auf was hin er das damals gefagt hat und weshalb er es gesagt hat."( Stenographischer Bericht Nr. 144 Seite 764.) Der Abg. Ehrhart hat also damals den Ausspruch selbst rüdhaltlos zugegeben. Wie kommen nun die Herren dazu, jetzt in so scharfer Weise auf mich loszufahren und den Ausspruch Bebels in Abrede zu stellen? Man kann sich dieses Vorgehen wohl nur in der Weise erklären, daß die Herren erst jetzt darauf gekommen find, daß in dem betreffenden Ausschußprotokoll diese Aeußerung nicht enthalten ist, und infolgedessen haben sie jetzt den Mut, die Sache in Abrede zu stellen. Noch weniger kann man diese plögliche Gereiztheit verstehen, wenn man in Betracht zieht, daß von Seite hervorragender Socialdemokraten cine Unzahl gleich scharfer und wohl noch fchärferer Ausbrüde gegen die Landwirtschaft bekannt sind. Wens ich min ferner noch daran erinnern darf, daß Bebel auf einem socialdemokratischen Parteitag dem Abgeordneten von Vollmar direkt ins Gesicht sagte, daß er nur Bauernfang treibe, wenn er dem fleinen Bauernstand Verbesserung seiner Lage verspreche, so wird auch das Auftreten von Vollmars in diefer Angelegenheit mir gegenüber schwer zu verstehen sein. Außerdem ist diese Aeußerung Bebels seit Jahren durch die Preffe gegangen, in Bersammlungen und Schriften wiederholt citiert worden, und mun stellen sich die Herren an, als ob erst jetzt ich dieselbe er funden hätte! Bei dieser Sachlage hätten die Herren diese persönlichen Anrempelungen und verlegenden Aeußerungen mir gegenüber wohl befier unterlassen, denn auf solche Weise werden Thatsachen nicht aus der Welt geschafft." Auch diese Darstellung bietet nur einen gänzlich vergeblichen Generallieutenant v. Lefsel hat die Richtigkeit dieser Aussagen Die Vorgänge auf der„ Gazelle". Die Vorgänge auf der„ Gazelle". Aus Kiel wird vom Versuch des Abg. Steininger, seinen guten Glauben zu beweisen. nicht bestritten. Er hat die Nichtbefolgung der Vorschrift damit Montag gemeldet: Das Kriegsgericht der ersten Marine- Inspektion Zunächst ging Genoſſe Ehrhart, der nicht Mitglied der Stanigentschuldigt, daß nur Kulis in der Nähe der an Pfählen ge- sprach in seiner heutigen Verhandlung die Obermatrosen Gen3 daß Herr Steininger nicht in dreister Weise gelogen hat. Er war Kommission war, in seiner Entgegnung doch von der Annahme aus, bundenen Soldaten vorübergekommen seien. Nur Kulis! und Schult vom Kreuzer, Gazelle" von der Anklage des miliMan darf zweifeln, ob die Chinesen die erhabene Anschauung tärischen Aufruhrs frei und erkannte wegen Achtungs- also gar nicht in der Lage, die angebliche Bebelsche Aeußerung zu europäischer Civilisation zu begreifen vermochten, nach welcher deutiche verletzung auf 14 beziehungsweise 35 Tage Mittelarrest. bestätigen. Dagegen verschweigt Herr Steininger, daß Soldaten getrost dem schimpflichsten Anblid preisgegeben werden dürfen, Der Auflagebertreter hatte je fünf Jahre Zuchthaus beein andrer Parteigenosse. Abg. A d. Miller, bemerkte: da der Kuli nicht als Mensch gleich andren Menschen gewertet wird. antragt Vielleicht aber ist einigen dieser einfältigen und von der eigentlichen Menschheit ausgeschlossenen Nur- Kulis" die mbotmäßige Meinung aufgestiegen, ob etwa gezeigt werden sollte, daß der deutsche Soldat sid Offiziersduell. Aus Justerburg wird vom 4. d. Mis. telegraphiert: Sente vormittag fand im hiesigen Stadtwald ein Duell statt; Lieutenant Hildebrand vom Feldartillerie- Regiment uns ein Beispiel gabst, wie man den Göttern der Freude in wigdurchfunkelten Ansprachen standhaft opfert. Unterbrach auch damals schon einmal Krankheit dein Wirken, so schienst du doch zur Erringung weitgesteckter Ziele gerüstet, und feiner von uns hätte in jener Zeit, vor faum einem Jahrzehnt zu prophezeien gewagt, daß dein Geist sich verzehren, dein Grab sich so bald aufthun sollte! % * " Ich will auf das, was der Herr Kollege Steininger in Bezug auf die angebliche Aeußerung unsres Freundes Bebel gefagt hat, nicht eingehen. Man weiß, diese Aeußerungen, die in der Kanit Kommission gefallen fein sollen, liegen feineswegs fest. Man hat im Verlaufe der Zeit wiederholt Krankheit. Im Februar d. J. besuchte Schoenlant zum letztenmal In Memoriam. eine Parteiveriammlung, die Landestonferenz. Er, der Lebendige, bei dem jede Muskel, jeder Nerv in ständiger Aufregung war, mußte ( Bruno Schoenlanks Begräbnis.) gebückt am Stocke gehen und trug, ein schwer unter der Laft der Schmerzen Bald, nachdem wir im Morgengrauen vom Anhalter Bahnhof feufzender Mann, bereits damals den hippokratischen Zug im Autlitz. Am 6. Mai brach dann die Katastrophe aus, die es notwendig abgefahren waren, suchte die Sonne sich durch den Novembernebel machte, Schoenlant in die Nerven- Heilanstalt zu bringen. Hier noch hindurchzustehlen. Aber es sollte fein lachender und leuchtender Sonntag werden. Je mehr der Zug sich Leipzig näherte, je dichter türmten Das Pantheon in der Dresdenerstraße zu Leipzig ist ein war auch in der Geistesumnachtung all sein Denken bei der Partei; fich die Nebelballen dem bißchen Sonne entgegen und bald waren in Stück Parteigeschichte. So lange es eine Socialdemokratie im Orte als einisch, der technische Leiter des Blattes, ihn vor 14 Tagen der einförmigen Landschaft entlang des Echienenstranges mir noch gab, stand dies Lokal der Klassenbewußten Arbeiterschaft zur Ver- zuletzt besuchte, war seine erste und einzige Frage die nach dem die nächsten prächtig mit Rauhreif überzuckerten Sträucher und Bäume fügung, und in respektgebietender Tradition werden daher auch heute Abonnentenstand der Zeitung. Wenige Tage vor dem Tode sah ihn noch die tiefgebeugte zu sehen; weiterhin schien alles in grauem, trostlosem Nichts unterzu- noch alle inneren Partei- Angelegenheiten dort erledigt. So war es gehen. auch in der Ordnung, daß die Trauerfeier für den teuren Gattin; mit einem Verzweiflungsschrei über sein Elend fant er ihr So grau, so entgeistigt öde, teurer Bruno, verloren sich auch deine Toten am Sonntagmittag an dieser denkwürdigen Stätte abgehalten zu Füßen nieder. Nachdem Grenz dies erschütternde Bild vorgeführt, schilderte Tezten, schrecklichen Tage." Es war als wollte die neidische Natur Stache wurde. Bereits" Sonnabend waren zahlreiche Kränze hierher= twas die sächsische Socialdemokratie dafür nehmen, daß sie dich einst gar zu verschwenderisch mit allen Gaben gebracht worden; am Sonntag aber pilgerten von früher Genosse Polender, Arbeitervereine durch die dem Toten an Dank schuldet, und hierauf traten aus den Orten, des Geistes ausgestattet hatte, und du so vermessen warst, den gött- Stunde ab die Delegiertender lichen Finken denen leuchten zu laffen, die nach altem, geheiligtem Stadt, um die legten Liebeszeichen hier vorerst niederzulegen. wo Schoenlant hauptsächlich gewirkt hatte, die Abgesandten hervor, Aberglauben verdammt sein sollten, ewig im Dunkeln zu wandeln. Schon lange bevor die Feier begann, war so der Saal von Blumen um in wenigen Worten zu sagen, was er ihnen allen gewesen. Aus Ja, es lag etwas titanenhaft Trogiges in dem Kampf, den du als und Tannenduft erfüllt, und im Verein hiermit gab das Rot und Breslau, wo Schoenlant bekanntlich in den Reichstag gewählt Führer des zum Licht emporstrebenden Proletariats tämpfteft. Ich weiß der zahlreichen Schleifen dem altverräucherten Raum eine ist, brachte Genoffe Heymann die leßten Scheidegrüße; der habe dich kennen gelernt in der Blüte deiner Schaffenskraft, damals, Weihe, wie sie feierlicher als bei diesem schmerzlichen Anlaß hier Münchener Delegierte, Ernst Schmidt, schilderte, wie Schoenlant als der erste Parteitag nach dem Socialistengesch das„ Berliner wohl nie erschaut worden war. Im Pantheon trafen auch von weit dort als blutjunger Mann in die Partei eingetreten war und für Boltsblatt mit der hohen Ehre betraut hatte, Central- und breit die Delegationen zusammen. Bei solchen Gelegen fie gedarbt und im Gefängnis gelitten hatte. Redacteur Schröder organ der Partei zu werden. Der Alte und du, ihr hattet die heiten wird die alte Zeit wieder lebendig, wo die Partei noch nicht aus Berlin überbrachte die Huldigung des Vorwärts" und den Dank, Führung des politischen Teils, und beide ergänztet ihr euch so, daß nach Millionen zählte und sich daher als eine Familie betrachten den die Parteigenossen der Reichshauptstadt insgesamt dem Toten schulden, es eine Lust war, den Vorwärts" zu lesen. Während Liebknecht, aller- tonnte. Alte, liebe Freunde, die einander seit Jahren nicht gesehen und Redacteur Nudolf aus Nürnberg teilte mit, wie er dort dings vielfach durch Agitationsreifen gehemmt, feine Kraft vornehmlich hatten, begegneten sich im Händedruck und tauschten Erinnerungen an der Fränkischen Tagespoft" gewirkt und durch seine berühmten an Artikel allgemein anfeuernden und begeisternden Inhalts zu setzen aus an die Tage, wo die Reaktion noch härter wütete als hente und Untersuchungen über die Quedfilber Beleganstalten besonders der Fürther Arbeiterschaft gedient hat. wußte, lag es dir ob, die Tagesfragen im Einzelnen zu behandeln, den der Sturmwind der Partei um die Ohren pfiff. Schleichwegen der Neaktion in ihren Verzweigungen nachzugehen. Wohl keiner der 23 sächsischen Wahlkreise hatte versäumt, durch Kurz nach 1 hr setzte sich der Trauerzug in Bewegung. Wer Und diese schwierige und ermüdende Aufgabe löstest du, damals im Abgesandte und Blumenspenden Zeichen der Trauerfundgebung zu Anfang der Dreißiger, mit der Erfahrung und dem vielgestaltigen geben; aus der Provinz Sachsen, aus Thüringen und weiter ans vill bei einer Totenfeier, wie fie in so imponierender Größe nur die Wiffen eines im politischen Kampf ergrauten Strategen. Meister der Bayern waren in stattlicher Anzahl Delegierte erschienen. Ebenso Socialdemokratie veranstalten kann, die Zahl der Teilnehmer berechnen? Bei Liebknechts Leichenbegängnis gingen die Schägungen Polemik und Meister des Stils, hast du Tag für Tag die Kraft der war die socialdemokratische Reichstagsfraktion zahlreich vertreten. Mächtigen geschwächt und den Arbeiterscharen neuen Boden erobert. Kurz nach 12 Uhr begann vor der dichtgedrängten Versammlung um viele Zehntausende auseinander, und so war es hier auch wohl. Dies dankte Dir die Berliner Socialdemokratie in voller die Feier. Gine Arbeiter- Liedertafel fang ein ftimagetes in Geng, tie ant 12. Auguft des vorigen Jahres das ganze Berliner und den nerfenmmg; Empfindungen derer, die du und bestieg als Vertrauensmann der Leipziger Parteigenossen Proletariat seinem großen Führer die letzte Ehre crivies, so cinft ins Feld führtest, haben Delegierten der Former Grenz das schwarzverhangene Rednerpult. In schlichten war auch am Sonntag ganz Leipzig, soweit es proletarisch dachte, der Berliner Partei, die Genossen Vogt, Scholz und Pfarr, Worten drang der besondere Anspruch Leipzigs an den Toten durch. Hier entweder im Zuge oder auf dem Bürgersteige versammelt. Born am Sonntag durch Niederlegung des Kranzes an deinem Grabe tief hat er als Leiter der 1893 von ihn neugeschaffenen Voltszeitung" gingen die Kranzträger, hunderte an der Zahl, dann folgten die bewegten Ausdruck gegeben. Aber nicht allein im harten Streit, den Rest seines viel zu kurzen Lebens in rastlosen Schaffen verbracht. auswärtigen Delegierten, hierauf die Parteigenossen des zwölften auch wenn des Tages Laft vorüber war, bist du ein treuer Freund, Hier hat, so sagte Grenz, das glänzende Talent Schoenlants sich ungehemmt Wahlkreises( Leipzig, innere Stadt), weiter die Gewerkschaften, und ein guter Kamerad gewesen. Heute hält es ja jeder für eitel Re- nach allen Richtungen entfalten lönnen, und so ist durch ihn erst endlich die Genossen aus dem Wahlkreis Leipzig- Land. Musikkapellen nommisterei, aber wirklich und wahrhaftig gab es damals unter uns aus der Volkszeitung" ein politisches Blatt großen Stils geworden. trennten die einzelnen Abteilungen. Im Universitätsviertel, das in in der Redaktion noch wonnig durchschwärmte Nächte, wo du beim Grenz flocht eine Erinnerung an die Kämpfe in der Frage der Wahl- seiner mächtigen Ausdehnung allein eine Stadt für sich bildet, hielt Becher nicht minder wie vor dem Feinde deinen Mann standeft undbeteiligung ein und schilderte dann den Verlauf der schrecklichen der Zug an. Hier wurde von der Nervenklinik in der Liebigstraße " das Citat zu bestimmten Zwecken ausgebeutet und das Citat hat dadurch eine Gestalt angenommen, daß man seine ursprüngliche Bedeutung gar nicht mehr feststellen kann." nach" habe sich Bebel so geäußert. die Maßregelung eines focialistischen Bürgermeisters. sich eine Verdammung ihrer Kapkolonie- Politit schließen. Die Abenda Die neueste Ordnungsthat des Kabinetts Waldeck- Millerand ist blätter fordern die Regierung auf, mit dem Massenaufstande der Suspendierung( zeitweilige Amitsentsetzung) des kapholländer als mit einer Thatsache zu rechnen und schleunigst nach Also schon vor zwei Jahren wurde Herr Steininger darauf auf socialistischen Bürgermeisters von Bourges für Südafrika Verstärkungen zu schicken. Ueber die Stimmung in der mertjam gemacht, mit welch fragwürdigen Waffen er focht. Uebrigens Provinz ist nicht viel bekannt. die Dauer eines Monats. Der behauptete er in jener Sigung: Der Ausdruck, den der ReichstagsBürgermeister, Genosse Eduard VII. als Beter. Abgeordnete Bebel damals gebraucht hat, lautete wörtlich: Wenn Vaillandet, Mitglied der socialistisch- revolutionären Partei" man mir sagt 2c.". In der Sigung vom 8. Oktober dieses Jahres( Blanquisten), hat nämlich das Verbrechen gegen die kapitaliſtiſche London gemeldet: Anläßlich der Rückkehr des Herzogs und der Ueber diese ungewöhnliche Erscheinung wird vom Sonntag aus aber hufte er schon etwas zuriid: wenigstens dem Sinne Ordnung begangen, in einer antimilitaristischen Versammlung an Herzogin von Cornwall und York fand Freitagabend an Bord der die Rekruten eine Ansprache gerichtet zu haben, worin den Arbeitern föniglichen Yacht in Portsmouth eine Festtafel statt. Stönig Eduard Indessen können diese Bemerkungen erst in zweiter Linie in in Uniform geraten wurde, auf ihre streifenden Brüder nicht brachte einen Trintspruch aus, in welchem er unter anderm jagte: Betracht kommen. Bebel hat erklärt, er halte den Abg. Steininger zu schießen. Die Ordnungs- und chauvinistische Preffe begrüßt eider dauert der Krieg immer noch fort; aber so lange für einen Ehrabschneider, bis er den Beweis für seine die Regierung zu ihrer rettenden That, erwartet aber noch wir beten inbrünstig um wiederherstellung des tendenziöse Unterstellung bringt. Die von Herrn Steininger darauf bin beliebten Spiegelfechtereien beweisen nicht das allergeringste meisters. Nur Melines Blatt fügt den Beglückwünschungen die die des endgültige Amtsentsegung socialistischen Bürger- Friedens und der Wohlfahrt." Eduard VII. betet und Lord Kitchener hängt die gefangenen Worte hinzu:„ Wir wollen der Regierung ein freilich heroisches Boerenoffiziere! Erfleht num der König hierfür den himmlischen Mittel angeben, das die Feinde der Armee und der Republik plötzlich Segen? bal sustentmutigen würde: Geben Sie fort!" Meline ist eben ungeduldig. Er sieht nicht, daß eine Ordmmgsthat dieses Ministeriums der Ordnung ungleich mehr nuzt als ein Schock Gewaltakte eines Kabinetts Meline. außer der politischen Leichtfertigkeit des Herrn Steininger. Ausland. auto turt3.2 Oestreichischer Parteitag. Ueber die Verhandlungen des Parteitages von Sonnabend und Sonntag findet der Leser in der ersten Beilage den ausführlichen Bericht. Ueber die Montags: Verhandlung meldet uns ein Privattelegramm aus Wien: = Heute fand die lebhafte Programm Debatte statt. Der Entwurf der Parteileitung wurde scharf angegriffen von Brod, Entwurf der Parteileitung wurde scharf angegriffen von Brod Seller, Kristian, Stein, weil er durch Abschwächung des bisherigen Hainfelder Programms dem Bernsteinionismus Konzessionen mache. Brod verteidigt eine absolute Afien. 300 000 Mann Boerenverlust. Im Morning Leader" fonstatiert ein Einsender, der sich als „ Englishman" unterzeichnet, daß er fich das fleine Privatvergnügen gemacht habe, während der vergangenen vier Monate die täglich in den Londoner Morgen- und Tagesblättern angegebenen Verluste der Boeren zu notieren. Da aber in der genannten Attentatsversuch gegen die Kaiserin von China. Zeit die boerische Verlustliste schon über die Hundert Aus Peking wird gemeldet: Wie aus Missionskreisen gemeldet angeblich erbeuteten Pferde, Schafe, Ochsen, Wagen usw. schon den tausend hinausging, während die von den englischen Truppen wird, soll auf die Kaiſerin- Witwe, als sie sich auf dem Wege nach fieben Riffern sich näherten, so habe er das Zählen aufgegeben, Honanfu vor dieser Stadt über den Fluß ſegen lassen wollte, fürchtend, daß seine Rechenkunſt einer solchen Berichterstattung nicht ein Mordanfall ausgeführt worden sein. Der Angreifer, deffen standhalten könne. Das radikale Blatt" Reynolds NewsWaffe ein Speer gewesen sei, habe einen Begleiter getötet. paper" gab schon vor mehreren Monaten die Verluste der Die Kaiserin jedoch sei unverlegt geblieben. Der Verbrecher Boeren nach den in London veröffentlichten Zahlen auf mehr als wurde niedergeschlagen. Der Hof hat am Freitag nach fünftägigem 800 000 an, und knüpfte daran die ironische Betrachtung, daß auf Aufenthalt Honanfu verlassen. diese Weise der ganze Krieg den Voeren auf die Dauer über eine Million Menschen kosten würde. Berelendungstheorie. Bernerstorfer verteidigt unter Widerspruch Bernsteins Person und die Freiheit der Kritik. Kautsky erklärt den Entwurf für verbesserungsbedürftig, aber er fei nicht ein Zeichen von Bernsteinerei; er sei überzeugt, daß die Beratung Der Sühneprinz ist in Shanghai eingetroffen. Er erklärte, ein gutes Ergebnis herbeiführen werde. Ellenbogen, Nemec, Muchitsch was man ihm gern glauben wird, daß er sich auf seiner Sühne und andre verteidigen den Entwurf, der schließlich mit zahlreichen fahrt ausgezeichnet unterhalten habe. Anträgen der erweiterten Programmikommission überwiesen wird. Nach neuer Redaktion soll Mittwoch ein neues Referat gehalten werden, eventuell auch neue Diskussion stattfinden. Heute abend ist durch die Wiener Genossen ein Kommers bereitet. Der Boykott Englands. Vollendung der Mandschurei- Bahu. Der Korrespondent der„ Daily Mail" meldet aus Petersburg: Die letzte Schiene der Mandschurei Eisenbahn wird auf der Station Menduche am 3. November gelegt werden. Hiermit wird die Linie Moskau- Wladiwostot vollendet. Amerika. " * Russische Pferde für Südafrika. Warschau, 3. November. Einer Blättermeldung zufolge hat ein hiesiges Handlungshaus mit der englischen Regierung einen Vertrag auf Lieferung von 20 000 Pferden für die englische Stavallerie abgeschlossen. Einige Tausend seien bereits geliefert. + Protest gegen die Konzentrationslager in Südafrika. Das internationale socialistische Bureau hat, wie der Telegraph bereits gemeldet, am lepten Sonnabend eine Sigung im Maison du Peuple zu Brüssel abgehalten. Der Sekretär des Bureaus Serivh Eine Versammlung der Vertreter von 36 gewerkschaft: Kündigung des Nicaraguakanal- Vertrags. Nicaragua Syndman. war die vergangene Woche in England gewesen und hatte mit lichen und politischen Organisationen Amsterdams beschäftigte fündigte den Vertrag vom Jahre 1867, der den Bereinigten Föderation Quelch und Lee vont der socialdemokratischen sich vergangene Woche mit der Boykottfrage. Nach lebhafter Staaten das Recht einräumit, den Kanal durch Nicaragua zu Arbeiterpartei zu beraten. Dieselben find mit einer internationalen und Penny, dem Seftretär der unabhängigen Debatte wurde eine Resolution angenommen, worin die Ber- bauen, sowie den Auslieferungsvertrag vom Jahr 1870. Ein Grund sammlung ihre Sympathie mit dem Plan der Transportarbeiter für die Kindigung ist nicht angegeben. Wie der Frankf. 8tg." jedoch meinen aber, daß dieselbe zugleich einen Protest enthalten müsse Kundgebung gegen die Konzentrationslager einverstanden, kundgiebt, des weiteren aber der Wunsch ausgesprochen wird, daß aus New York gemeldet wird, werden die freundschaftlichen Beziehungen gegen alle Grausamkeiten, die seitens andrer Nationen in ihren Erdie organisierten Arbeiter nicht nur mit dem Transvaalfrieg ein zu der Union dadurch nicht gestört werden. Und Morning oberungskriegen begangen worden sind. Die englischen Genoffen Ende machen, sondern dasselbe Mittel auch gegen andre Striege, Post" erfährt aus Washington, Nicaragua habe den Kanalvertrag haben erklärt, daß sie dem Boykott Englands seitens der Hafen3. B. den Atjeh Krieg( der Holländer gegen die Eingeborenen mit den Vereinigten Staaten auf Veranlassung des Staats- arbeiter des Kontinents sympathisch gegenüberständen, daß sie aber im Norden Sumatras) und den Krieg auf den Philippinen, der Vertrag doch binnen Jahresfrist ablaufen würde, es für das fetretärs Haye gekündigt, welcher angesichts des Umstandes, daß den Erfolg bezweifelten. in Anwendung bringen. Die Wahl eines Komitees wurde auf die beste gehalten, ihn schon jetzt zu beseitigen, um den Abschluß nächste Woche verschoben, um den Delegierten Gelegenheit zu geben, eines neuen Vertrages zu erleichtern, welcher den in ihren Organisationen darüber zu beraten. Vereinigten Staaten eine längere Frist zum Bau des Kanals gewährt. Frankreich. Der Boeren- Krieg. " Hyndman machte sich ferner anheischig, durch Zahlen nachzuweisen, daß England fich in einem ökonomischen Rückgang befinde. Das Bureau beschloß die Veröffentlichung eines Manifestes gegen die Konzentrationslager. Partei- Nachrichten. Der Wunsch, durch Sperren und Arbeitseinstellungen den Krieg überhaupt zu bekämpfen, ist nur logisch, aber er beweist zugleich das aussichtslose der ganzen Bewegung. Wohin sollten die Arbeiter kommen, wenn sie bei jeder Gelegenheit durch internationale Proteft gegen den Hungerzoll. In Frankfurt a. M. wurden Ueber die englische Niederlage bei Beckenlaagte Arbeitseinstellungen die Kriegsgelüfte heute dieser, morgen jener liegen noch folgende ergänzende Meldungen vor: Die Boeren burg bei 280 000 Einwohnern ungefähr 36 000, in Braunschweig bei 295 000 Einwohnern 44 873 Unterschriften gegeben, in MagdeNation bekämpfen wollten. Die Idee des nationalen Generalstreits griffen am 30. Ottober die Nachhut des Obersten Benson an und er bei 128 000 Einwohnern 30 497, ist noch ein engherzig- profaischer Gedanke gegenüber diesem Welt- beuteten zwei Kanonen. Benson fiel bald nach Beginn im elsässischen Wahlkreise boykott mit beständig sich ändernder Frontlinie. So leicht ist leider des Kampfes. Major Woods Sampson übernahm nun Mülausen ungefähr 19 000, davon allein in der Stadt die Macht des den Krieg stets neu zeugenden Kapitalismus nicht zu das Kommando, jammelte die Truppen und nahm eine Verteidigungs- Mühlhausen mit 89 000 Einwohnern 17 531, in Glüdstadt mit brechen. stellung. Die Boeren machten verzweifelte Anstrengungen, die ganze 6600 Einwohnern 1122. Jm Herzogtum Koburg- Gotha kommen Streitmacht der Engländer niederzuwerfen und gingen wiederholt noch einige Tausend Unterschriften zu den bis jetzt gezähiten hinzu, gerade auf deren Linien los, wurden aber unter großen Verlusten zurück- so daß mindestens die Summe von 20 000 erreicht wird. In Zur Bergarbeiterbewegung. Der geschäftsführende Ausschuß geschlagen. Ihr Gesamtverlust wird auf 200 bis dem nur rund 4000 Einwohner zählenden Städtchen Oderberg i. M. ber Bergarbeiterföderation des Pas de Calais hat in seiner Sigung 400 Mann gefchäßt. Die Verteidigung der Engländer wurde wurden 1089 Unterschriften gegeben. vom 2. November, an der außer den Deputierten Lamendin und standhaft aufrecht erhalten, bis Oberst Barter am 1. November Basly 17 Delegierte teilnahmen, die Haltung ihres Delegierten früh mit Verstärkung eintraf. Alsdann zogen sich die Boeren Evrard zum Nationalkomitee gebilligt. Nur ein Delegierter, ein zurüd. Mitglied der französischen Arbeiterpartei( Gunesdisten) beantragte einen Tadel gegen das Nationalkomitee, weil es den General streit nicht zum 1. November erklärt hatte, ſein Antrag wurde von allen andren abgelehnt. Beschlüsse wurden gefaßt, aber nicht veröffentlicht. Auch in Monceau und in Albi haben Sizungen der Provinzialkomitees stattgefunden. Der General sekretär des Bundes, Cotte, hat seinen Bericht über die Arbeitsverbältnisse der Bergleute an die außerparlamentarische Kommission abgesandt. Obwohl überall die größte Ruhe herrscht, bleiben in den Centren der Kohlenindustrie noch immer große Truppenmassen Tonzentriert. aus die Leiche Schoenlants aufgenommen und hier schlossen sich auch die Familienangehörigen in den Zug ein. Durch den Proletariervorort Thonberg ging nunmehr der in zwischen immer stärker angeschwollene Trauerkondukt, und nun brachte aus allen Fenstern, von den Dächeru herab, die Bevölkerung dem Toten ihre stumme und doch so beredte Ehrung dar. Behntaufende und aber Zehntausende schritten still durch die Reihen da her, tein störender Zwischenfall unterbrach die musterhafte Ordnung und selbst die sächsische Polizei glaubte die Trauerhuldigung des Volkes achten zu müssen. Die Träger der zumeist mit roten Schleifen versehenen Kränze blieben unbehelligt, ein bis dahin wohl in Sachsen unerhörter Fall. Nach zweistündigem Marsche erreichte der Bug den Friedhof. * Wie Daily Telegr." aus Prätoria meldet, gelang es Major Sampson, den ganzen Convoi der Truppen und die 23agen zu retten. Die Boeren ließen in ihrem Angriff nicht nach, feuerten aus guter Deckung und aus Verschanzungen auf das in Eile formierte Lager, vermochten aber die beiden Kanonen, welche im offenen Felde 500 yards, von den fämpfenden Parteien entfernt standen, nicht fortzu schaffen. Barter half nach feiner Ankunft den Feind zerstreuen. Die Boeren, welche ge hofft hatten, die ganze Truppenmacht gefangen zu nehmen, hatten das Gefecht bis zur Ankunft Barters fortgesetzt. Andre Truppen sind nunmehr zur Verfolgung des Feindes abgegangen. Die Engländer machten einige Gefangene. 70 Es ist nur wunderbar, daß diese Einzelheiten, die die englische Niederlage auf den ersten Blick minder schwer erscheinen lassen, erst so verspätet bekannt werden. Wenn Oberst Barter noch in den Kampf eingriff, die zwei Geschüge rettete und die Boeren zerstreuen" half, so verrät es einen für einen eng lischen Befehlshaber doppelt auffallenden Mangel an Ehrgeiz, daß er hiervon Kitchener in seinem ersten Telegrammen nicht mit einer Silbe Mitteilung machte. Da man eine solche Selbstverleugnumg Oberst Barter im Ernst nicht zutrauen kann, hat man diese ganzen Details zum guten Teil wohl als Erfindungen zu betrachten. Namentlich die Schäßung" des Boerenverlustes hat nicht den mindesten Wert. Ebenso wahrscheinlich ist es, daß die Engländer einige Gefangene gemacht hätten. Eine andre englische Meldung behauptet, Louis Botha " 1 In dem Streite zwischen Bebel und Kolb beziv. den badischen Parteigenossen, antwortet Kolb jetzt nochmals auf Bebels Erwiderung. Bezüglich der Aeußerung vom Ueberbordwerfen von Programmballast, wie z. B. des Frauenstimmrechts, hat Kolb einen unbeteiligten Zuhörer gebeten, ihm zu bestätigen, wie fich dies zu getragen hat. Dieser schreibt um an Kolb: Soviel mir erinnerlich, war die in Frage stehende inkriminierte Aeußerung über das Frauenstimmirecht von Ihnen gethau in der auf unfrer Landeskonferenz entstandenen Debatte, als es fich für Sie darum handelte, zu zeigen, daß mit der bloßen revolutionären Phrase ohne praktische Kleinarbeit nichts für uns zu erreichen sei. Sie wollten dabei u. a. darthun, daß unser Programm eine Anzahl principieller Forderungen enthält, Sie, wenn sie jetzt schon verwirklicht würden, durchaus zu unsrem Schadent ausschlagen würden. So insbesondere das politische Stimmrecht der Frauen, die heute noch zu neun Zehntelu unter dem Einflusse der traditionellen politischen, socialen und regiösen Anschauungen der bürgerlichen Gesellschaft ständen. Der Eindruck, als wollten Sie die principielle Berechtigung jener programmatischen Forderung in Abrede stellen, konnte bei denjenigen, die Sie richtig verstehen wollten, feineswegs auffommen. Schließlich war auch jeder Zweifel an dem Sinn Ihrer Worte ausgeschlossen, nachdem Sie auf die Angriffe eines Parteigenossen, der Ihre Aeußerung in illoyaler Weise sc= fort zu einem Verbrechen an der Majestät unfres Parteiprogramins aufzubauschen versuchte, die formelle Erklärung abgegeben hatten, daß Sie selbstverständlich in allen Punkten auf dem Boden dieses Programms ständen. Meines Erachtens stellte Ihre Aeußerung viel mehr den Ausdruck Ihrer persönlichen Stimmung als Ihrer Ueberzeugung dar. schreibt: Alte, ehrwürdige Gewerksfahnen, kunstvoll mit Cäcilienbildern und blumenbekränzten Stelchen bestickt, senken sich über die Gruft. Sei der Führer der Beerenabteilung gewesen, die Bensons Eine finnige Ehrung aus der Zeit trußigen Zunftgesellentums, die Rolonne überfallen habe. Ausgeschlossen wäre es nicht, In der Sache mit der Gehaltserhöhung des Oberbürgermeisters Schoenfant in feinen anmuigen„ Nürnberger Sudien" be- daß Botha in Eilmärschen nach Norden geeilt wäre, um den von Karlsruhe hatte Bebel geschrieben, daß ihm die Gründe, die lehrend und unterhaltend zugleich beschrieben hat. Ju endlosen, schiedentlich angekündigt hatten, einen schlagenden Beweis dafür zu Denken in Karlsruhe Schaden gelitten hätte. Kolb giebt deshalb Engländern, die seine beinahe erfolgte Gefangennahme ja ver- skolb dafür angegeben, bewiesen, wie sehr das socialdemokratische im Nebel verschwindenden Reihen sammelt sich Leipzigs Arbeiter schaft um die Grabstätte, der zunächst die vor Schmerz vergehende Witwe liefern, daß er sich noch der vollsten Bewegungsfreiheit erfreut. Denken in Karlsruhe Schaden gelitten hätte. Kolb giebt deshalb schaft um die Grabstätte, der zunächst die vor Schmerz vergehende Witwe Etwas Gewisses darüber, ob Botha wirklich das Gefecht bei nochmals eine ausführlichere Darstellung des Vorganges, indem er und die drei schluchzenden Kinder stehen. Ein Gesang ertönt und dann läßt Genosse fannkuch, der im Verein mit Wenge Is Beckenlaagte geleitet hat, werden die Engländer aber schwerlich in vom Parteivorstand, delegiert ist, das Wirken des Toten noch einmal aus der Schwere der Niederlage. Erfahrung gebracht habent. Erfahrung gebracht habent. Man schließt seine Anwesenheit wohl an der großen Trauergemeinde vorüberfluten. Im Auftrage der Neichstagsfraktion gedenkt Pfannkuch der Thätigkeit Schoenlants in Ueber den Eindruck der Hiebspost Reichstage und der Lücke, die er als Parlamentarier hinter- schreibt uns unser Londoner Korrespondent: Die Nachricht von der lossen. Nicht die Trauer um den Toten zieme einer Partei des blutigen Niederlage Bensons bei Bethel wurde den Londonern Kampfes, wohl aber habe sie mit Bedacht aus seinen vorgestern vormittag bekannt. Sie tam zu einer möglichst ungelegenen Geistesgaben und seiner Hingebung Gewinn zu ziehen. Neben Beit. Die Bevölkerung befand sich in einer Mafeting- Stimmung, das andern der Bewunderung werten Eigenschaften habe Schoen- Westend war im Flaggenschmuck gehüllt zu Ehren des von seiner Reise lant seinen Genossen namentlich in einer Engend voran- durch das Empire heimkehrenden Kronprinzen. Mitten in dieses Fest geleuchtet, in raftlojem, sich selbst verzehrendem Fleiße. Wenn hinein kam die südafrikanische Hiobspost. Die patriotische Begeiste nur diese eine Eigenschaft von den Jüngeren als Vermächtnis über- rung erlitt eine bedeutende Herabstimmung. Man fragt sich, ob die nommen und gepflegt werde, müsse Schoenlants Wirken der Partei Behörden in England und Südafrika noch immer nicht von dem reiden Segen bringen. fatalen Irrtum der Unterschätzung des Feindes geheilt seien. Seit Als die Feier in tiefer Abenddämmerung beendigt war und bereits dem 17. September haben die Boeren eine geradezu staunens zahlreiche Personen den Friedhof verlassen hatten, drängten sich immer werte Thätigkeit entfaltet. In den letzten sechs Wochen noch die Zugteilnehmer in langer Reihe in der zum Friedhofsthor müssen sich die englischen Verluste an Toten und Verführenden Straße. In der Stadt nur ein Gespräch, die gewaltige wundeten auf mindestens 1000 Mann belaufen haben. Trauerfeier zu Ehren des Proletarierführers. Der Nebel, der den ganzen Die Boeren waren auf der ganzen Linie in der Offensive. Ist es Tag über den Blick ins Weite gehemmt hat, lagert fich jest in unheimlicher möglich, daß sie all diese Angriffe in den verschiedenen Teilen Edvere über die weitverstreuten Volfsgruppen. Rüht dir nichts, des südafrikanischen Gebletes mit 10 000 Mann vollführen alter Menschenfeind! Die fiegende Somme zerstiebt dich doch eines könnten? Die Antwort auf diese Frage kamu Tagce. Inire Laten haben die Menschheit auf die Zeit vorbereitet, fein, daß die Stapholländer fich den zveren in Maffen ane Hauptungen Bebels eine gegenteilige Darstellung entgegen. wo es wieder Licht wird und wir Lebenden wollen dies heilschließen. Aber das will die Regierung nicht zugestehen, wenigstens Im übrigen erklärt Kolb, seinerseits die Polemik munmehr bringende Werk in ihrem Geiste fortsetzen. W. S. nicht öffentlich zugestehen. Denn ein folches Zugeftändnis würde in schließen zu wollen. die Durch die Einführung des Bürgerlichen Gesezbuchs kamen bei dem hiesigen Oberbürgermeister ca. 2500 M. Gebühren in Wegfall, die er bis dahin neben seinem etatmäßigen Gehalt bezogen hatte. Daß ihm dafür in Form einer Erhöhung des etatmäßigen Ge halts Ersatz geleistet werden mußte, wird Bebel- formalerweise wenigstens zugeben müssen. Das etatmäßige Gehalt hätte also von 14 000 m. auf 16 500 m. erhöht werden müssen. Die Logit dieses Sages wird auch noch vor dem socialdemokratischen Denken bestehen können. In einer gemischten Sigung, zu welcher Ge nosse Schaier zugezogen war, wurde von bürgerlicher Seite vorges fchlagen, eine über das abfolutnotwendige Maß hinausgehende Gehaltserhöhung zu bewilligen, mit der Begründung, daß der hiesige Oberbürgermeister gegenüber seinen Kollegen in den andren größeren Städten Badens ein verhältnismäßig geringeres Gehalt bezog( der Mannheimer Oberbürgermeister bezog 20 000 M.). Genosse Schaier lehnte in der Kommission eine bündige Antwort ab, da er sich erst mit der Fraktion verständigen wollte. Diese war einstimmig der Meinung, daß man es billigeriveise verantworten könne, das Gehalt nach oben abzurunden und 17 000 Wt. zu bewilligen. Damit erklärte fich die bürgerliche Mehrheit einverstanden. Kolb geht dann noch weiter auf die von Bebel behauptete Socialistenfresserei des Oberbürgermeisters ein und setzt den Be Das Jubiläum feines zehnjährigen Bestehens feierte das Boltsblatt für Anhalt". So lange besteht das Blatt als felbständige Beitung, während es vordem zwei Jahre hindurch als Stopfblatt existierte. Das Blatt, das heute in gutem Stande ist, hat seine Kämpfe durchzumachen gehabt wie alle focialdemokratischen Parteiblätter; hat es doch in den 10 Jahren feines Bestehens 11 verantwortliche Redacteure verbraucht, während der 12. jezt noch zeichnet. Die Jubiläumsnummer bringt zahlreiche Totale Erinnerungen aus der Zeit vor 10 Jahren. Stichwahl ist am 16. November. und Gemeinderatswahlen. Bei den Stadtverordneten- Wahlen in Eberswalde errangen unsre Parteigenossen einen schönen Erfolg. Es waren 6 Stadtverordnete zu wählen. Es übten 745 Wähler ihr Wahlrecht aus, so daß die absolute Majorität 373 beträgt. Gewählt wurden 2 Gegner mit 376 md 391 Stimmen, in die Stichwahl Tommen 2 Gegner mit 367 340 Stimmen mit den 6 Parteigenossen, die 364 bis 847 Stimmen haben. Es sind also noch 4 Stadtverordnete zu wählen, so daß unter allen Umständen mindestens 2 Parteigenossen gewählt werden müssen. Die In Forst in der Laufiz errangen die Parteigenossen einen glänzenden Sieg. Während die vereinigten Gegner 771 Stimmen aufbrachten, erzielte unsre Liste 1001 Stimmen, Es wurden 5 Parteigenoffen gewählt, so daß wir jetzt 11 Vertreter im dortigen Stadtverordneten- Kollegium haben. Aus den Organisationen. In einer Parteiversammlung in Kiel wurde die Abrechnung des 7. schleswig- Holsteinischen Wahlkreises für die Beit Dezember 1900 bis intl. Oftober 1901 vorgetragen. Danach hatte die Kreistasse eine Einnahme von 2472 M. Die Lokaltasse in Stiel hatte eine Einnahme von 3547 M. und eine Ausgabe von 2718 M. Totenliste der Partet. Genoffe C. G. Miller in Ham . 5 759 798 4 668 857 3 187 777 Also muß doch jenes arg befangene Blatt bis zulegt in öffentlicht. Danach hatte der Staat am 1. Dezember 1900 im irgend welchem Konneg zu der ruinierten Bant auf der Klostergaffe ganzen 34 472 059 Einwohner, tvorunter 17 501 084 weibliche. Die gestanden haben! In einem mindestens diskutablen Zusammen- einzelnen Provinzen des Staates hatten, der Größe nach geordnet: hang, der im vorliegenden Fall, als wider die guten Sitten ver stoßend, Tausende von unsren Mitbürgern um ein reichliches Stüd ihres Vermögens brachte! Oder hat jener Herr aus dem Konzertviertel gelogen? Hat er's etwa auf das bewußte Blatt aus rein egoistischen Gründen besonders abgesehen? Dann gehört der Be treffende, mit dessen Namen wir zu jeder Zeit dienen können, vor den Kadi. Als ein Verleumder, der die öffentliche Nuhe in unerhörter Weise zu tangieren wußte... Auf jeden Fall aber ist Licht und abermals Licht in jener dubiösen Sache nötig, soll nicht zuguterlegt der Verdacht immer mehr an Nahrung gewinnen, daß in dem Handelsteil eines gewissen d hiesigen Blattes der Gesamtbetrieb mindestens an leitender Stelle an Objektivität und kritischem Gleichmaß manches, um nicht zu fagen alles, zu wünschen übrig läßt." Rheinproving. Schlesien Westfalen Brandenburg. Sachsen Hannover Ostpreußen Seffen- Nassau 3 108 554 2832 616 2 590 939 1996 626 1 897 981 Stadtkreis Berlin 1 888 848 1887 275 1 634 832 1 563 658 1 387 968 66 780 Posen Pommern. Westpreußen Schleswig- Holstein. Hohenzollern. Der Staat hatte 1266 Städte und im Stande der Städte verüberginge und die Zeitung, gegen die sie den Vorwurf erhebt, nennen tretene Flecken. Darunter waren 58 mit weniger als 1000 Ein Besser wäre es, wenn die Hochschulzeitung" zum offenen Angriff würde. Das Versteckspiel hat keinen Zweck, hier heißt es fest zupacken. wohnern, 240 mit 1000 bis 2000 Einwohnern, 260 mit Die Reichsbaut hat nach ihrem Wochenausweis zum Monats- über 2000 bis 3000 Einwohnern, 145 mit über 3000 bis 110 mit über 4000 bis 5000 Ein wechicl eine stärkere Inanspruchnahme zu verzeichnen. Der Metall- 4000 Einwohnern, bestand ging um 15,6 Millionen zurück und der Notenumfaß stieg wohnern, 71 mit über 5000 bis 6000 Einwohnern, 46 mit über um 50 Millionen. Gegenüber dem Vorjahre ist keine Verschlechterung 6000 bis 7000 Einwohnern, 42 mit über 7000 bis 8000 Einwohnern, eingetreten, denn während die Bank heute noch über eine steuerfreie 38 über 8000 bis 9000 Einwohner, 16 mit über 9000 bis 10 000 in Notenreserve von 103 Millionen verfügt, war im Vorjahre ein steuer- wohnern, 110 über 10 000 bis 20 000 Einwohner, 60 über 20 000 bis pflichtiger Notenumlauf von 188,6 Millionen zu verzeichnen. Der 30 000 Einwohner, 21 über 30 000 bis 40 000 Einwohner, 10 über Wechsel und Lombardbestand ist um 32 535 000 M, gestiegen und 40 000 bis 50 000 Einwohner, 24 über 50 000 bis 100 000 Einwohner erreicht die Summe von 975 590 000 m. Drahtstiftverband. In der am 30. Oftober abgehaltenen Sigung des Ausschusses des Drahtstiftverbandes wurde die Verrheinisch- westfälischen Fabrikanten, die noch zurückhielten, beigetreten und 22 über 100 000 Einwohner. burg, einer der ältesten Streiter für die Sache des Proletariats, längerung desselben auf drei Jahre beschlossen, nachdem die größeren Der französisch- türkische Konflikt in der Deputiertenwaren. begründet hierauf seine tammer. ist am Freitag im Alter von 81 Jahren gestorben. Der Verstorbene war Maler; er schloß sich schon vor mehr als dreißig Jahren dem Allgemeinen deutschen Arbeiterverein an. Die schiveren Stürme des Das westfälische Kohlensyndikat bewilligt der. 8." zu Paris, 4. November. In der heutigen Sigung interpelliert Socialistengefeges brachten den schon im Greiſenalter stehenden Kämpfer nicht ins Banken. Getreulich fand er sich in seinem Bezirt folge, gemeinsam mit dem Halbzeugverband die Ausfuhrvergütungen zunächst Berry die Regierung über die Mittel, durch welche fie im Einvernehmen mit den andern Mächten von Eng ein, wenn die thätigen Genoffen zusammenberufen wurden. Erst als in bisherigem Umfange für Lieferungen bis Ende März. das Alter seinen Tribut forderte und dem Körper die Kräfte der Konkurrenz gegen den Petroleum- Trust. Der bisher den land erwirten könnte, daß die Frauen und Kinder schwanden, war Müller gezwungen, seine Thätigkeit einzustellen. Weltmarkt beherrschenden, im Befize Mr. Rockefellers befindlichen Boeren nicht länger in den Konzentrationslagern verbleiben. Die Genoffen werden dem Verstorbenen ein ehrendes Audenten be- Standard Oil Company ist auf dem Gebiete der Petroleum- Der Minister des Auswärtigen Delcaffé verlangt die wahren. Produktion ein Rivale erstanden in dem kürzlich gebildeten Bertagung dieser Interpellation bis nach der Erledigung der übrigen. Genosse K. J. Gabrielsson, der Redacteur des focial- Hog- Swaine- Syndicat, welches in Beaumont im Staate Texas Die Bertagung wird vom Hause angenommen. demokratischen Wochenblattes Folkebladet", ist am 31. Oftober in seinen Sitz hat. Die Gesellschaft verfügt über ein BetriebsSembat verlangt die sofortige Beratung seiner Interpellation Stockholm gestorben. Ursprünglich Arbeitsmann und hauptsäch tapital von 25 Millionen Dollar und besitzt 60 Delquellen, über den französisch- türkischen Konflikt, welche auf den 15. November lich bei Eisenbahnanlagen thätig, hatte er sich durch eisernen Fleiß die eine tägliche Ausbeute von 100 000 Barrels( ca. 165 000 festgelegt war. Der Minister des Auswärtigen erklärt sich bereit, eine umfassende Bildung erworben. Als die socialdemokratische hektoliter) ergeben. Um dieser Produktion, die man durch Sembat( Soc.) Partei 1894 das für die Landbevölkerung bestimmte Folkebladet" die Vornahme von Neubohrungen noch zu steigern hofft, einen diese Interpellation sofort zu beantworten. Interpellation. Delcaffé erklärt gründete, wurde er Redacteur dieses Blattes, nachdem er vorher schnellen und billigen Absatz zu sichern, soll von Spindle Top, in der fchon längere Zeit für„ Socialdemokraten" thätig gewesen war. Auch Nähe des unweit der Ostgrenze des Staates Texas, etwa 50 Kilo jodann: Er habe die armenische Frage niemals als Dichter der Arbeiterbewegung hat sich Gabrielsson vielseitige meter vom Golf von Megito landeinwärts gelegenen Beaumont, bis aus dem Auge gelassen. Von dem Zwischenfall mit der Türkei Anerkennung erworben. Sabine Paß, etwa 100 Kilometer östlich Galveston, eine besondere fei nichts geheim gehalten worden, nicht einmal die Thatsache der Röhrenleitung geführt werden. Ferner iſt der Bau von 50 speciell Entfendung des Geschwaders. Geheimgehalten sei nur, welches fangreicher Sammelbaffius für eine größere Zahl von Häfen in Aus- ein für allemal der Beugung des Rechts und den für den Deltransport eingerichteten Dampfern sowie die Anlage um der Bestimmungsort desselben sei. Was man wolle, fei, ficht genommen. Die Gesellschaft hofft, den Produktionsbetrieb in bem projektierten Umfange noch vor Ablauf des nächsten Jahres auf- intelzügen ein Eude zu machen, welche man nehmen zu können. Frankreich gegenüber zur Anwendung gebracht habe. Frankreich habe Geduld gehabt und wenn es diese solange bewiesen habe, so sei dies geschehen, um desto besser zu zeigen, daß ihm andre Mittel zu Gebote stehen.( Bewegung.) Der Minister legt sodann dar, worin die Bes schwerden Frankreichs bestehen. Die Regierung wolle, indem sie in diesen verschiedenen Fällen für die französischen Staatsangehörigen anderen Interessen Frankreichs eintrete, gleichzeitig auch die verteidigen. In der ganzen Angelegenheit habe er nur solche er vor der ganzen Forderungen vorbringen wollen, welche an dem bösen Welt vertreten fönne( Beifall) und es liege mur Willen der Pforte, daß die diplomatischen Beziehungen unterbrochen und sonst die Ruhe wiederherzustellen. seien. Die Regierung werde alles Mögliche thun, um in Armenien Ueber das Schicksal Georg Saases von der polnischsocialistischen Partei, der seit Monaten in Kattowizz in Untersuchungs haft fizzt wegen des polnischen Mai- Aufrufs, erfährt die„ Gazetta Robotnicza", daß die Untersuchung seit circa 2 Monaten beendet ist, daß aber trotzdem bis jetzt noch fein Termin zur Hauptverhandlung angesetzt ist. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Ein Amtsblatt Redactene im sächsischen Voigtlande hatte behauptet, die Sammler von Unterschriften für unfre Bollpetition hätten bie Unterschriften von Franen und Mädchen herausgepreßt". Dafür hatte ihn das„ Sächsische Voltsblatt" gehörig auf die Finger gellopft und verlangt, er solle Beweise für seine Behauptungen erbringen, andernfalls müsse es ihn für einen gewerbsmäßigen Verleumder" erklären. Der Herr bewies nichts, flagte aber statt deffen wegen Beleidigung unter Benützung des fliegenden Gerichtsstandes und erzielte die Berurteilung des verantwortlichen Redacteurs, Genossen Rob. Albert zu 14 Tagen Gefängnis, Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. d Achtung, Kleber! Die Firma Nowad, Richthofenstr. 10, Bau Ebertyfstraße und Landsberger Alle Ecke, ist wegen Lohn differenzen gesperrt, Bisher wurden gezahlt für bessere Tapeten, teils mit Bandstreifen 18 Pfennig pro Nolle, Borden überhaupt nicht, Friese mit 50 Pfennig. wurde, fonnte mit dem Unternehmer nicht Rücksprache nehmen, da Die Lohnfommiffion, welche auf Wunsch der Kollegen vorstellig Frau Nowack die Verhandlungen vereitelte. Die Lohnfommission der Kleber Berlins und Umgegend. Aus Industrie und Handel. Beschäftigungsgrad in der Metall- und Maschinen- Industrie. 100 Deutsches Reich. Bis zu welchem Grade die Krise in den Eisen verarbeitenden Eine Urabstimmung im Sattler- Verbande, die namentlich Industriezweigen den Arbeitsmarkt zerrüttet hat, zeigen die Ergebnisse einer Rundfrage, die die Redaktion der Berliner Halbmonatsschrift zu dem Zwecke stattfand, die Stimmung der Mitglieder bezüglich der einer Rundfrage, die die Redaktion der Berliner Halbmonatsschrift Frage einer Beitragserhöhung sowie ihre Stellungnahme zur der„ Arbeitsmarkt" Mitte Oktober bei Arbeitgebern und Arbeitern Arbeitslosen Unterstützung fennen zu lernen, führte zur veranstaltet hat. Die eingelaufenen Antworten beziehen sich auf die Annahme der ersteren, aber Ablehnung der letzteren. Bon Beschäftigungsverhältnisse von ca. 132 000 Metallarbeitern, also mehr 3328 Stimmberechtigten stimmten 1980, also 59,49 Broz. ab. als den 10. Teil aller im Metall- und Maschinengewerbe beschäftigten die Beitragserhöhung stimmten 79 Prog. Dagegen 21 Broz. An Bersonen. Fast an allen Orten, namentlich aber in den Hauptcentren der notwendigen Zweidrittel- Majorität für die Einführung der der Metall- und Maschinen- Industrie, so in Chemniz, Magdeburg, Arbeitslosen- Unterstützung fehlten 132 Stimmen, immerhin betrug im Solinger Bezirk usw. ist eine erheblich verkürzte Arbeitszeit ein- die Anzahl der für eine solche Unterstützung Eintretenden weit über geführt, bie fich auf mehr als 1/3 der Gesamtzahl erftredt. Die 50 Broz. der Abstimmenden. Wirkungen der Krise beschränken sich aber nicht auf die bloße VerFür Hierauf wird über die Priorität der Tagesordnung Sembat abgestimmt, welche lautet:„ Die Kammer ist, in der Ueberzeugung, daß Frankreich einen Mangel an Pflichtgefühl zeigen werde, wenn es nicht in wirksamer Weise den Schutz der Armenier ausüben würde, entschlossen, die Herbeiführung dieses Schußes durch ein Busammengehen mit den Wächten zu erleichtern." Die Priorität dieser Tagesordnung wird mit 227 gegen 212 Stimmen angenommen. Ministerpräsident Waldeck- Rousseau erklärt hierauf, die Regierung weise die Tagesordnung Sembat zurück, weil dieselbe nicht das Vertrauen der Kammer zum Ausdruck bringe, welches die Regierung zur Erfüllung ihrer schwierigen Aufgabe nötig habe.( Beifall.) Ribot sagt, er werde nicht für ein Vertrauensvotum der Regierung gegenüber stimmen, weil er Kürzung der Arbeitszeit, fie flihren zu erheblichen Entlassungen und Das Kreisamt der Buchdrucker für den Tariffreis VII aur allgemeinen Politik der Regierung fein Vertrauen habe. Briffon steigern die Zahl der Arbeitslosen. Bon 83 000 Arbeitern,( Sachsen) hat sich dieser Tage mit den für diesen Kreis beantragten erklärt, unter den obwaltenden Umständen der Regierung ein Verfür die Angaben vorliegen, find 11 150 ohne Beschäftigung, Lokalzuschlägen zum Tarifminimum befaßt und folgendes beschloffen: trauensvotum verweigern, heiße das Andenken Frankreichs herabmindern. bas heißt 18,9 Proz. ein Prozentsatz, der allerdings Die für Dresden und Zittau beantragten Erhöhungen des Lokal Er fordere alle Republifaner auf, sich zu vereinigen, um der Res nicht ohne weiteres auf die Million Metallarbeiter, die es in Deutsch zuschlags wurden abgelehnt. Neu belegt mit Lokalzuschlägen wurden gierung ihr Vertrauen auszudrücken. Schließlich wird die Tagesland im ganzen giebt, verallgemeinert werden darf. Dazu kommit Bautzen mit 5, Birna mit 22 und Zwickau mit 7/2 Proz. Erhöht ordnung Sembat mit 314 gegen 75 Stimmen verworfen endlich die Reduktion der Lohnfäge. Fast in allen größeren Betrieben wurden die Lokalzuschläge von Chemnik von 10 auf 121/2 und und für eine Tagesordnung Chastenet, welche von werden Lohn- und Accordabzüge gemacht. Am schärfsten gehen die Blauen von 5 auf 10 Broz. Für Leipzig war der Lokalzuschlag der Regierung angenommen wird, mit 302 gegen 241 Stimmen Accordsäge zurück. Lohnherabsetzungen haben bisher in Orten mit schon bei den Beratungen des Tarifamts über den neuen Tarif im der Regierung angenommen wird, mit 302 gegen 241 Stimmen zufammen 80 000 Arbeitern stattgefunden. September von 171/2 auf 20 Broz. erhöht worden. die Priorität angenommen. Diese Tagesordnung lautet folgendermaßen: m " Im Vertrauen darauf, daß die Regierung Interessen und der Ehre Frankreichs Achtung verschaffen wird, geht die Kammer zur Tagesordnung über". Die Tagesordnung selbst wird sodann ebenfalls angenommen und die Sigung um 6 Uhr Die Dresdener organisierten Droschkenführer, die Mitglieder des Verbandes der Handels- und Transportarbeiter sind, befinden sich zur Zeit in einem Kampfe um Aufrechterhaltung ihrer Organisation, die die Droschkenbefizer mit allen Mitteln zu zerstören trachten. Zu diesem Beginnen gebrauchen fie eine Art Fem- aufgehoben. 5187 gericht, das nur zusammengesetzt ist aus Mitgliedern der Unternehmer Organisation. Wenn sich ein Kutscher in irgend einer den Der Centralverein für Arbeitsnachweis zu Berlin berichtet über den Geschäftsbetrieb im Monat Oktober 1901: ungelernte Klemp. Tape weibl. insMaler Schloffer Arbeiter ner zierer Pers. gesamt Eingeschriebene, arbeitsuchende Berf. 2649 1149 450 129 430 380 Bon Arbeitgebern den berl. Arbeitskräfte 1796 1418 206 130 547 302 In Arbeit gebrachte dann schließt dieses Femgericht den Kutscher auf 3 und 6 Monate Bersonen. 1650 608 179 95 246 228 3006 vom Fahrdienst aus. Jetzt sind wieder 6 Kutscher, die ein gewerkschaftliche Angelegenheiten behandelndes Flugblatt unterzeichnet Ein ungeftümer Mahner ist der bürgerlichen Preffe in Leipzig hatten, auf sechs Monate von der Beschäftigung ausgeschlossen. Die in der Deutschen Hochschulzeitung" entstanden. Wir brachten vor Droschkentutscher haben nun beschlossen, die Droschten, von kurzem die Mitteilung, daß dieses Blatt den Vorwurf erhob, die denen die sechs Kollegen durch Berrufserklärung hinweggemaßregelt Leipziger bürgerliche Preſſe habe vor dem Zusammenbruch der wurden, so lange nicht zu fahren, als diese Berrufs Leipziger Bank warnende Nachrichten zurückgehalten und von fach- erklärung in Straft bleibt und mit allen gefeßlichen Mitteln Leipziger Bank warnende Nachrichten zurückgehalten und von fach fundiger Seite eine Schilderung über die faule Gründung der für die Durchführung dieses Beschlusses einzutreten. Trebergesellschaft aurüdgewiesen. Jetzt setzt die" Hochschulzeitung" ihre Angriffe fort, mit dem Hinweis, daß die Frankfurter Zeitung" Die Böttcher auf dem Salzbergwerk Neu- Stakfurt bei und der Börsen- Courier" lange vor dem Zusammenbruch des Staßfurt haben ihre Kündigung eingereicht. Ursache ist die wiederSchwindelunternehmens dem Finanzinstitute Exner u. Dodel ihr Miß- holte Maßregelung von drei Kollegen, von denen einer 1. Bevoll trauen bekundeten. Warum, so fährt das Blatt fort, hat keine der mächtigter, ein andrer Kartellvorsitzender ist. In Betracht kommen Leipziger Zeitungen diese aggressive Haltung zweier auswärtiger Or 11 Verheiratete mit 32 Kindern und 1 lediger Streitender. Da das gane auch nur einmal in einem haarscharfen Auffage zur Erörterung Salzwert Neu- Staßfurt ein Millionen- Unternehmen ist, wird der herangezogen? Warum ließ denn Herr Dr. Liman von den Leipz. Kampf ein harter werden. Neuesten Nachrichten" den Sprudel seines Tiradentums unter 4394 Herren Droſchlenbefizern mangenehmen Weise bemerkbar macht, Lehte Mithrichten und Depelthen. Ausland. permanentem hermetischen Verschluß, so bald es hageldichte Hafenarbeiterstreik in Palermo. Die Docker von Palermo Angriffe auf die Leipziger Bant" und den Raffeler Schwindel zurückzuweisen gab? Ja, warum schwieg der in Berlin fin fämtlich in den Streit getreten. Die Kohlen beginnen zu mangeln und die Gasproduktion ist bereits eingeschränkt. Der domizilierte Chefredacteur der„ Leipziger N. N."?. Niemand zur Berkehr im Hafen ruht vollständig Die Hafenarbeiter aler Freud', niemand zum Leid trieb insbesondere eine hiesige Tages- italienischen Hafenpläge sind benachrichtigt und werden Schiffe, von zeitung ihre unverfrorene Bertuschungspolitik bis zum dritten Tage Palermo tommend, nicht löschen. Die Gasgesellschaft hat sich an vor dem Einsturz der Leipziger Bant weiter. den Präfetten gewandt. Sociales. Entgleift. Antwerpen, 3. November.( B. 5.) Unbekannte legten in der vergangenen Nacht fünf große Holzblöcke auf die Eisenbahnschienen der Linie Antwerpen- Tournout, wodurch der um Mitternacht abfahrende Personenzug, in welchem sich zahlreiche Baffagiere befanden, entgleiste. Der Maschinist wurde schwer verletzt und verstarb auf dem Wege nach dein Hospital. Mehrere Passagiere haben leichte Verwundungen davongetragen. Der Zug wurde vollständig zertrümmert. Schmuggler im Konflikt mit Grenzwächtern. Roubaig, 3. November.( B. H.) Zwei französische Grenz wächter gerieten mit einer Bande belgischer Schmuggler, vier Männern und einer Frau, in Konflikt. Die Schmuggler verfuchten, als fie die Grenzbeamten bemerkten, diefelben zu erschießen, worauf die Beamten ebenfalls von ihrer Waffe Gebrauch machten. Ein Schmuggler wurde schwer verwundet und ein Unbeteiligter von einer von einem Stein abprallenden Kugel verlegt. Die übrigen Schmuggler konnten sich nach Belgien retten. Bothas Repreffalten. London, 4. November.( B. H.) Nach Meldungen aus Kapstadt richtete General Botha ein Schreiben an Lord Kitchener, worin er diesem mitteilt, daß die kürzliche Erschießung eines englischen Offiziers durch die Boeren als erste Repreffalie für die Qinrichtung der verschiedenen Boerenführer zu gelten habe. Weitere Repreffalien würden folgen. Das Blatt wundert sich, daß der von ihm bekanntgegebene Fall, wonach ein Kaufmann, der der Staffeler Trebergesellschaft ihre unfolide Grundlage nachweisen wollte, von der Redaktion einer Leipziger Tageszeitung zurückgewiesen wurde, in der bürgerlichen Breffe von feiner Seite zu einer Rechtfertigung benutzt wurde. Die Das endgültige Ergebnis der Volkszählung für den preußischen Staat wird in der„ Statistischen Korrespondenz" ver" Hochschulzeitung" folgert daraus: Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 259. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 5. November 1901. Gesamtparteitag der Socialdemokratie nicht unier legtes Ideal erreicht ist, und das wird noch eine gute Wählerlisten gestohlen worden. adsect strológ *** Oestreichs. Wien, den 2. November. Zu Vorsitzenden werden Popp und Nemec Brag gewählt. Die Tagesordnung wird wie folgt festgefeßt: Das sein, und das ist gut; denn zufrieden soll man niemals sein, ehe meinem Bezirk sind mir allein 9000 Wähler durch Fälschung der Wir sind aus den Wahlen mit dem Ohne Nuhmredigkeit Weile dauern, leider! Mir wenigstens geht es viel zu langsam. Verlust von 5 Mandaten herausgekommen. ( Beifall und Heiterkeit.) Wir treten unter besseren Bedingungen wie fönnen wir versichern, daß wir 10 unsre Schuldigkeit thun. In Sie an die Wahlurne. Seit 1867 haben wir 13 mal, die Süd- 20 Ausschüssen sind wir drin. Redner zählt die zahlreichen politischen deutschen 11 mal gewählt. Sie haben beim ersten Anlauf rund und socialpolitischen Anträge und Interpellationen der Fraktion Erster Verhandlungstag. 800 000 Stimmen auf sich vereinigt. Wir haben diese Zahl auf. In fünf Monaten haben wir 151 Interpellationen einDer Gesamtparteitag der öftreichischen Socialdemokratie trat erst nach 1887 erreicht. Bei den letzten Wahlen 1887 gebracht, wovon 31 beantwortet worden sind. Unfre InterDabei pellationen über die Konfistationen sind den Staatsanwalten Heute morgen in Wimbergers Saal zu feiner ersten Sigung zu- hatten wir nur 775 000 Stimmen und 9 Kandidaten. Wir werden aber nicht davon abstehen, fammen, nachdem am Abend vorher eine vertrauliche Vorbesprechung ist Oestreich dünner bevölkert, die ökonomischen Verhältnisse sind blutig unangenehm. stattgefunden hatte. Der Parteitag ist start beschickt; es sind mit weniger entwickelt wie bei uns. Ihr habt also entschieden den Vogel so lange das objektive Verfahren als Werkzeug zur frivolen der Parteivertretung und der Fraktion etwa 150 Delegierte anwesend abgeschossen.( Große Heiterkeit.) Der große Erfolg beim ersten Unterdrückung der unabhängigen Presse benutzt wird. Dadurch ist und zwar 55 deutsche, 35 czechische, 20 polnische, 4 flovenische, Anlauf liegt doch in den Verhältnissen begründet. Die östreichische die Preßreform in Fluß gekommen; durch unser Interpellations3 italienische und 3 ruthenische Vertreter von Wahlkreifen; ferner Arbeiterschaft stellte, ehe die Socialdemokratie mit ihrer frischen verfahren sind die tonfiskationen ad absurdum geführt. 11 Vertreter der Gewerkschaften. Etwa 10 Frauen find delegiert. Agitation fam, ein sozusagen jungfräuliches Arbeitsfeld dar. Bei socialdemokratische freie Wort erklang recht häufig von der parla Aus Deutschland sind Bebel und Ehrhart Ludwigshafen er- uns waren die Arbeiter bereits von den bürgerlichen Parteien mentarischen Tribüne. Besonders lebhaft war der Kampf, der an schienen, die Redaktion des„ Vorwärts" hat Kurt Eisner entfandt präoccupiert, während sich diese in Oestreich um die Arbeiter nicht das Eintreten des Thronfolgers für die klerikalen anknüpft. Die und Karl Kautsky vertritt als Delegierter den böhmischen Wahl- gekümmert hatten. Ich gehöre zu den wenigen, die Lassalle noch Verlegung der Ehrfurcht gegenüber einem Mitgliede des regierenden eventuell mit fünf Jahren schweren freis Tachau. persönlich kannten und reden gehört haben. Aber ich war damals Hauses wird bei uns Wir können auch einmal einen weniger Der Saal, in dem die Verhandlungen stattfinden, ist mit Fahnen, schon ein ausgesprochener Liberaler, ein Demokrat, und all' Sterters bestraft. Guirlanden und Inschriften in deutscher, czechischer, polnischer und die hinreißende Beredsamkeit Lassalles vermochte mich nicht tattvollen Herrscher, als der alte Kaiser ist, haben, und wenn italienischer Sprache geschmückt. umzustimmen. ES hat jahrelanger Entwidlung bedurft, wir auch nicht wollen, daß ein Erzherzog schlechter behandelt Nachdem Bretschneider- Wien die Delegierten im Namen der um die alten Anschauungen bei mir zu überwinden. Die vierzehn wird, als ein Socialdemokrat, aber das odioje, byzantinische PriviWiener Arbeiterschaft begrüßt hatte, eröffnet Popp- Wien gegen Mandate waren also ein großer Erfolg. Ich sagte mir gleich, die legium des Majestätsbeleidigungs- Paragraphen ist mit moderner Ge 1/210 11hr die Verhandlungen im Namen der Gesamtegekutive. Er Gegner find von Euch überrumpelt worden und Ihr werdet die fittung nicht mehr im Einklang.( Bravo!) Wir haben den Kampf gedenkt unsrer Toten, und die Delegierten ehren das Andenken Mandate bei den nächsten Wahlen nicht alle halten können. So ist mit den Christlichsocialen aufgenommen, wir haben an Lueger die Liebknechts und Bürklis, des Mitbegründers der schweizerischen es auch gekommen. Die Gegner haben von Euch gelernt und moralische Hinrichtung vollzogen.( Bravo!) Viel haben wir nicht Socialdemokratie. Popp erinnert weiter daran, daß die östreichische waren vorsichtiger. Ihr habt einige Mandate eingebüßt. Aber die erreicht, aber was aus dem Mist auszupressen war, das haben wir Partei jezt im zehnten Jahre ohne Ausnahmegesez lebt und weist Bahl von 10 Mandaten bedeutet immer noch einen vollen Erfolg. ausgepreßt.( Große Heiterkeit.) Die nächsten Aufgaben für uns auf die großen Erfolge der Partei in diesen Jahren hin. find die Durchführung einer vernünftigen Preß( Beifall.) Auch auf andrem Gebiete habt Ihr große Erfolge errungen. reform und die Alters- und Invaliditätsversiche Der Sturz Badenis war im wesentlichen Euer Wert und die Art, rung. Beides ist von der Regierung wiederholt versprochen worden. wie Ihr die Nationalitätenfrage gelöst habt, hat bewiesen, daß Der Widerstand wird nicht von ihr ausgehen, sondern von den Ihr allen andren Parteien ant Einsicht weit überlegen Klerikalen und Feudalen bei der Prepreform und von den kapitafind. Ihr seht, wir verfolgen Eure Angelegenheiten auflistischen Parteien bei der Altersversicherung. Ferner stehen Arbeiten mit den Zoll und Handelsverträgen merksam und da muß ich mit meinem Freunde Adler Hühnchen pflüden. Er hat uns in einem Vortrage in Berlin den und mit dem ungrischen Ausgleich, dieser Beschummelung Oestreichs zu Borwurf gemacht, wir fümmerten uns zu wenig um östreichische Gunsten Ungarns bevor. Es soll Verhältnisse. Von seinen Standpunkt mag er recht haben. öftreichische Parteigenossen geben, die da glauben, bei uns seien die Fleischtöpfe Aegyptens.( Heiterkeit.) Sie müssen aber bedenken, daß es bei dem östreichischen Tohuwabohu für einen vernünftigen Menschen, der außerhalb steht, fast unmöglich ist, sich zurecht zu finden. Das konnte nur ein so überragender Geist wie Friedrich Engels, der von London, gleichsam von hoher Warte, aus der Vogelperspektive fich die Dinge ansah, sie objektiv würdigte und dann seine Ratschläge erteilte. Wir haben in Deutschland feinen Friedrich Engels. Kautsky, der ihm am nächsten tommt, gehört mehr zu Ihnen, als zu uns. Wir haben auch in Deutschland mit uns selbst zu thun. Die Partei ist groß, die Gewerkschaftsbewegung stellt ihre Anforderungen. Wir sind mit Arbeit überhäuft und können uns schon aus diesem Grunde nicht so sehr um Euch kümmern. Das ist vielleicht auch ganz gut, denn wenn man etwas genau zu kennen vermeint, wird man leicht vorwigig und gerät in die Versuchung, Ratschläge zu erteilen, die dann manchmal unerwünscht sind. Man tritt da zu leicht, wie man in Sachsen sagt, ins Fettnäppchen". ( Große Heiterkeit.) Wenn wir nus also auch um ihre Details nicht fümmern, die Bewegung im großen und ganzen verfolgen wir auf merksam und ich kann fie versichern, wenn es Ihnen gelingt, größeres Ansehen und größere Macht zu gewinnen, so freut das niemand mehr als die deutsche Socialdemokratie.( Lebhafter Beifall.) Die Grüße der ungarländischen Socialdemokratie überbringt Großmann- Budapest. 1. Bericht der Gesamtparteivertretung. Berichterstatter: F. Staret. Kassenbericht: C. Korinet. 2. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: Ignaz Daszynski. 3. Revision des Parteiprogramms. Berichterstatter: Dr. V. Adler; Rorreferent: Steiner- Wien. 4. Die Handels- und Bollpolitik der Socialdemokratie in Oestreich. Refereut: Karl Kautsty; Korreferent: Dr. B. Karpeles. 5. Die Regierungsvorlage betreffend die Abänderung der Gewerbe: ordnung. Referent: Eldersch- Brünn. 6. Alters- und Invaliditätsversicherung, Witwen- und Waisenversorgung. Berichterstatter; J. Reumann. 7. Eventuelles. Für die Debatte über die Revision des Parteiprogramms wird jede Beschränkung der Redezeit für den Referenten und die Disfuffionsredner aufgehoben. Bor Eintritt in die Tagesordnung begrüßt Popp herzlich die in Wien erschienenen deutschen Freunde( Bravo 1) und den Vertreter der ungarländischen Socialdemokratie, den Genossen Großmann. Bebel, mit lautem Beifall begrüßt, erwiderte folgendes: Jm Namen der socialdemokratischen Partei Deutschlands bringe ich Ihnen, zugleich im Einverständnis mit meinen Mitdelegierten und Reichstagskollegen Ehrhart die herzlichsten Grüße und die besten Wünsche für Ihre Beratungen. Wenn die Socialdemokratie Parteitage abhält, so handelt es sich immer um wichtige Beratungen. Diesmal stehen aber auf Ihrer Tagesordnung Dinge, die uns in Deutschland besonders interessieren. Das ist erstens die Revision Ihres Parteipropramms und zweitens Ihre Stellungnahme zur Handelspolitik. oder Es wird in die Tagesordnung eingetreten. die ein uns Das Wenn ich so an die Zukunft zu denken wage, beschleicht mich ein außerordentlicher Steptizismus. Die nächste Zukunft wird uns zeigen, ob wir überhaupt weiter arbeiten können. Vielleicht ist in vierzehn Tagen das Parlament bereits nach Hause geschickt. Wir haben ja eigentlich gar kein Barlament. Dieses armselige Chaos von Privilegien und Ungerechtigkeit, von Unvernunft und Roheit ist kein Parlament. Wir haben den Glauben daran verloren, daß dieses Parlament, dieser Krüppel lebensfähig ist. Wir haben ruhig Gewehr bei Fuß gestanden, wo es uns in den Händen juckte, dreinzuschlagen. Wir sehen am Franzensring fein Barlament mehr, sondern eine Tribüne nur( Bravo!) und wenn Beiten kommen, wo es unmöglich ist, diese Tribüne zu benußen, dann müssen wir unsre parlamentarischen Hoffe mungen ad acta legen. In der That kann jeden Augenblick die Obstruktion wieder Tosgehen. Wenn der Pacak oder der Kramarez, der Wolf oder gar der Frest, der dümmste von allen( Heiterkeit), ein Quod non sagen, dann muß das ganze Haus parieren. Was heute die Alldeutschen machen, wird morgen von den Jungczechen gemacht. Jeder Einzelne tann die Obstruktion heraufbeschwören. Es ist bei den Aldeutschen und den Jungczechen ein wahrer Wetteifer ausgebrochen, wer besser brüllen und Pulte zerschlagen kann.( Heiterkeit.) Die nationalen Phrasen dieser Leute sind innerlich unwahr. Das Bürgertum scheut sich gar nicht, fremdländische Arbeiter ins Land zu rufen, wenn diese nur billiger arbeiten als die Arbeiter der eignen Nation. In diesem stenerlosen Barlamentsschiff können wir nichts andres thun, als die Politik der klassenbewußten Arbeiterschaft zu treiben und Wacht zu halten gegen den Mißbrauch der Geseze zur Unterdrückung Zu der Abwehr des Klerikalismus und des Miliunsres Volkes. tarismus haben wir die schärfsten Töne gefunden. Es ist uns gelungen, den Kriegsminister zu zwingen, daß er erklärte, er könne gegen die socialdemokratischen Staatsbürger nicht auftreten, er bitte die Socialdemokraten mur, der Militärverwaltung mit mehr Liebe entgegen zu kommen.( Heiterfeit.) Nur eine gesunde Wahlreform könnte Oestreich noch auf geraume In diesem Sinne haben wir auf die Zeit in Ordnung bringen. Socialdemokratie als auf eine staatserhaltende Bartei hingewiesen. Mit den privilegierten Herren fönnen wir nichts anfangen. Was nugt es, wenn wir den Grafen Balfi und Banffi oder den Graf Dieduszinsky angreifen, die 7 oder 10 Wähler dieser Herren geniert Sie sind nicht zu fassen. Ich kaun umbergehen wie das nicht. ein wütender Löve ich finde sie nicht.( Heiterkeit.) Versuchen Sie es, den Abt Treuenfels und seine Wähler, die im Kloster sigen, einzuschüchtern. Gehen Sie in das Kloster hinein!( Große Heiterfeit.) Es ist unmöglich. Der Koerber will das alte einheitliche Oestreich schaffen. Gegen Soweit Polizisten, Die Revision Ihres Programms fußt ja im wesentlichen auf Erörterungen, die auch wir in Deutschland in recht umfänglicher Weise gepflogen haben. Ihr Hainfelder Programm ist drei Jahre älter als unser Erfurter und auch wir werden wohl ungefähr nach gleicher Beit zu einer Den Bericht der Gesamtparteivertretung erstattet der ParteiProgrammrevision tommen.( Hört, hört!) Wie wir revidieren sekretär Staret: Der übereilt gefaßte Beschluß, den Gesamtparteiwerden, das tömmen wir heute noch nicht sagen. Jedenfalls ist es tag in Kratau stattfinden zu lassen, mußte aus finanziellen Gründen für den, der revidieren will, immer interessant, zu hören, wie der aufgehoben werden. Gegen die Zucker- und Biersteuer- Verordnung andre revidiert.( Heiterkeit.) Man kann ja sehr verschieden führte die Gesamtparteivertretung 1899. eine über das ganze Reich revidieren. Man kann ein Programm von Grund aus unistürzen, ausgedehnte Protestaktion durch, in deren Verlauf ein Flugblatt in man fann aber auch blos Schönheitsfehler beseitigen wollen. Im sechs Sprachen und zwei Millionen Exemplaren verbreitet wurde. allgemeinen wird man freilich Neugestaltungen nur dann vornehmen, Am Ende dieses Jahres kam ein wichtiger Fortschritt. Es gelang wenn die Entwicklung der ökonomischen und politischen Verhältnisse die Aufhebung des Zeitungs- und Kalenderstempels durchzusetzen. dazu zwingt, wenn sich die Ueberzeugung Bahn bricht, daß eine Das erste Viertel des Jahres 1900 durchtobten die Stürme des Berg die andre Stelle des Programms mit dem Fortschritt arbeiterstreits. Schließlich standen 70 000 Arbeiter im Stampfe gegen der Verhältnisse oder mit der wissenschaftlichen Erkenntnis das brutale Unternehmertum. Der Kampf wurde so einbeitlich, über nicht mehr ganz im im Einklang steht. Eine Partei wie legt und wirkungsvoll geführt, daß das Ministerium Koerber und die unsrige muß fortgesetzt den Stand der Wissenschaft fogar das Parlament sich zur Nachgiebigkeit entschließen und die prüfen, und wenn uns von bürgerlichen Gegnern der Vorwurf ge- Verkürzung der Arbeitszeit im Bergbau durchführen mußten. macht wird, wir änderten allzu häufig unsre Programme, so sehen Dann kam die Wahlbewegung und der Wahlkampf. Er war wir darin einen besonderen Ruhm. Wir sind eben eine fortschritt- schwer für uns; wir hatten mit den vom nationalen liche, teine verknöcherte Bartei.( Sehr gut.) Es giebt bei uns feine Chauvinismus aufgeregten Leidenschaften ringen. Zu Dogmenfanatiker in dem Sinne, daß an dem, was wir einmal als Ergebnis ist bekannt. Leider hat unsre sonst ziemlich gute Ver- die Arbeiter ist es noch einheitlich. Programm aufgestellt haben, für alle Zeiten festzuhalten sei. Ob trauensmänner- Organisation bei den Reichsratswahlen häufig ver- Gendarmen und Staatsanwälte in Betracht kommen, ist überall ein als Folge dieser Kritik eine gründliche Umgestaltung des Programms fagt. An vielen Orten ist versäumt worden, bei der Auslegung der einheitliches Vorgehen gegen das arbeitende Volt zu konstatieren. vorgenommen werden wird, ist eine andre Frage. Ich will hier Wählerlisten in sie Einsicht zu nehmen. Auch Henumten uns die( Sehr gut!) Gegen dieses einheitliche alte Oestreich kämpfen wir ganz offen fagen, daß ich und eine ganze Anzahl andrer mangelnden Mittel. Um so wärmeren Dank sind wir der deutschen unaufhörlich. Der gegenwärtigen parlamentarischen Situation will nicht gerade einfältiger Genossen den Eindruck gewonnen haben, Bruderpartei für die reiche Unterſtügung schuldig, die sie uns für ich kein Horoskop stellen. Ich schließe: Wir wollen nichts weiter daß die Epoche der Prosperität, die wir in den letzten Jahren gehabt den Wahlkampf gewährte.( Bravo.) Redner verweist weiter auf die iein, als ein Corps der internationalen, revolutionären Socialhaben, auf unfre Revisionisten und Revisionsbestrebungen vielleicht Erfolge der Partei bei den Gemeinderatswahlen. In einzelnen Ge- demokratie.( Stürmischer Beifall.) Es folgt die Diskussion. allzugroßen Einfluß ausgeübt haben. Die Dinge baben jezt ein meinden haben wir die Majorität und socialdemokratische Bürgerandres Gesicht bekommen. Die Krise ist hereingebrochen und hat, meister.( Bravo.) Dr. Adler ist bei der Ersagwahl von der privilegierten Dr. Stark- Karlsbad erinnert daran, daß die Arbeitsfähigkeit wenigstens in Deutschland, eine Tiefe angenommen, daß viele Jahre Kurie in den niederöstreichischen Landtag geschickt worden.( Bravo.) des Parlaments dem Volte auch Belastungen gebracht hat. So die nötig sein werden, das wieder aufzurichten, was schon jetzt zusammen- Die lezte Aktion der Partei war die Petition zu Gunsten der Erhöhung der Branntweinsteuer. Haben da unsre Abgeordneten das gebrochen ist. Wie groß unser Interesse an Ihren Berhandlungen Einführung der Juvaliditäts und Altersversicherung. Hier find Parlament als Tribüne benugt? Eine gleiche Unterlassungssünde haben ist, daß beweist Ihnen der Umstand, daß unsre deutsche Parteipreffe mehr als 600 000 Unterschriften gesammelt worden, 1500 Gemeinden unsre Abgeordneten begangen, als sie sich nicht gegen das niederträchtige durch eigne Berichterstatter hier vertreten ist. und über 1000 Arbeiterorganisationen sind der Petition beigetreten. Projekt einer Fahrkartensteuer wandten. Ferner haben sie es unterDie zweite wichtige Frage, die uns besonders interessiert, ist Das Verhältnis der nationalen Gruppen in der Partei- Eretutive zu laffen, abzurechnen mit der Vergangenheit. Wir müssen Einwände Ihre Stellung zur Handelspolitik. Es handelt sich einander war befriedigend. Diese Organisationsform hat sich be- dagegen erheben, daß unsre Abgeordneten die Arbeitsfähigkeit des hier um eine internationale Frage, denn kein Kulturstaat währt und die Einheit der Partei gefördert.( Beifall). Parlaments gefördert haben. tann auf sich allein angewiefen leben. Die ganze Kultur Den Kaffenbericht erstattet Korinck. Der Central- Wahlfonds ift eine internationale, internationale Beziehungen und Ver- vereinnahmte 31 251 Kronen; die Ausgaben für die Wahlen betrugen bindungen müssen gepflegt werden. Man wird sich ver- 30 520 Stronen. An Parteibeiträgen und sonstigen Einnahmen gingen ständigen müssen, die verschiedenartigsten Interessen müssen einen ein 5826 Stronen; die Ausgaben betrugen 5818 Stronen. Ausgleich erfahren. Man nennt das do ut des- Politit. Sie wissen, Das Staffenbild ist wenig erfreulich. Ohne das Geld der daß man in Deutschland mit einem Bolltarif, der ungeheuerlich hohe deutschen Genossen wäre überhaupt nichts anzufangen gewesen. Bollfäße enthält, vorgegangen ist. Er hat bei unsrer Arbeiterschaft Die czechische Organisation schuldet der Centrallasse 1234 Kronen, eine Erbitterung hervorgerufen, wie sie ähnlich noch nicht dagewesen die polnische Organisation 719 Stronen. Es handelt sich dabei nicht ift. Sie wollen mum in ähnlicher Weise vorgehen. Ich erkläre frant um bösen Willen, sondern um mangelndes Können. Hoffentlich geund frei, daß mich die Rede Ihres Ministerpräsidenten aufrichtig lingt es diefen Organisationen, ihre Schulden abzutragen und mit erfreut hat. Es war ein deutlicher 2int mit dem Baumpfahl und er den laufenden Monatsbeiträgen nicht in Rückstand zu geraten. ist, glaube ich, bei uns verstanden worden. Seien Sie überzeugt, der Stellung der öftreichischen Arbeiterschaft zum Bolltarif wird nicht nur bei uns, sondern auch bei den deutschen bürgerlichen Parteien, ja bei der Regierung selbst große Bedeutung beigelegt. Wir werden Ihren Berhandlungen mit großer Aufmerksamkeit folgen.( Beifall.) Nach kurzer Diskussion tritt die Mittagspause ein. Nachmittags- Sizung. Von Friedrich Leßner aus London, dem Nestor der Socialdemokratie, ist ein längeres Begrüßungsschreiben eingegangen. Die Diskussion über den Vorstandsbericht ist bald erschöpft und es folgt. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Winarsty- Wien: Unire Abgeordneten haben nicht immer dazu beigetragen, das Privilegien- Parlament unmöglich zu machen. Beim Wasserstraßen- Gesetz und bei andren Gelegenheiten haben unsre Abgeordneten ihren Einspruch unterlassen, als es ohne erste Lesung sofort an die Kommission ging. Statt Schrittmacher für das allgemeine Wahlrecht zu sein, haben unsre Abgeordneten den Funken der Wahlrechtsbewegung ausgetreten. Dr. Morgenstern- Mährisch- Schönberg fragt an, weshalb die Regierungserklärung zur Neunstundenschicht nicht in Paragraphen gefaßt und für alle geiten festgelegt worden ist. Redner wünscht, daß die Fraktion eine Wahlgefeßnovelle ausarbeitet, um die Uebelstände des bestehenden Wahlrechts einzuschränken. Muckitsch- Graz: Unfre Fraktion war bereit, ihren Dringlichkeite antrag bezüglich der Altersversicherung zurückzustellen, um den EinFraktion in ein etwas schiefes Licht bei den Genossen gekommen. tritt in die Budgetdebatte zu ermöglichen. Dadurch ist unsre Daszynski hat heute eine flammende Anklagerede gegen das Gestatten Sie mir noch einen fleinen Nüdblid. Es sind sieben östreichische Barlament und den östreichischen Staat gehalten. Da Jahre her, seitdem ich das letzte Mal unter Ihnen geweilt habe. Damals gewann ich den ersten tieferen Einblick in die östreichischen sollte die Fraktion doch nicht den Anschein erwecken, als wollte fie Parteiverhältnisse. Ich hatte damals den Eindruck, daß bei Euch viel diesen morschen, in allen Fugen frachenden Staat halten. In dieser im Argen lag, aber ich will nicht bestreiten, daß Ihr in den sieben Berichterstatter Reichsrat- Abgeordneter Iguaz Daszynski re- Horde von Demagogen, die im Parlament hausen, sollte infre Fraftion Jahren ganz gewaltige Fortschritte gemacht habt. Ich jage das ferierte über den Zeitraum der letzten Parlamentsperiode. Von der nicht soviel staatsmännische Fähigkeiten zeigen. Die Rede Pernerstorffers nicht, um Euch zu schmeicheln, sondern aus dem Gefühl der Freude, Lösung der Frage:§ 14 oder Barlament, find wir ebenso weit entfernt, in der Budgetdebatte war schön und groß angelegt, aber wir haben das jeder Parteigenosse über den Fortschritt einer Bruderpartei wie vor 2 Jahren. Bei dem Bergarbeiterstreit haben die Mitglieder der vermißt, daß er die§ 14- Wirtschaft darin gegeißelt und die Uebelempfinden muß.( Beifall.) Damals standen Sie vor der Er- Fraktion sich bewährt. Als die Versammlungen im Streifrevier verstände verdammt hätte, unter denen die östreichischen Völker ringung des allgemeinen Wahlrechts. Sie haben eine boten wurden, gingen die immunen Abgeordneten hin, um zu leiden. Die Fraktion soll ein vorwärtstreibendes Glement sein und mustergültige Agitation entfaltet und das allgemeine gleiche erproben, ob die Flinten schießen würden.( Bravo!) In den die Tribüne in einer Weise benutzen, die die Masse der Arbeiter verWahlrecht, wenn auch in beschränktem Umfange errungen. Gure Debatten über den Achtstundentag wurde das Treiben der Gruben steht.( Bravo.) Wahlerfolge waren, wenn man die durch die ungeheure Größe lords von uns vor aller Welt bloßgestellt. Wenn wir sagen, daß Dr. Adler: Sie haben eine Reihe Anklagereden hier gehört der Wahlkreise bedingten Schwierigkeiten der Agitation in Betracht bei den letzten Wahlen 800 000 socialdemokratische Stimmen und ich bitte nicht zu vermuten, daß ich der Offizialverteidiger der zieht, ganz überraschende. Ihr sollt nicht ganz zufrieden gewesen abgegeben worden sind, so haben wir nicht zu hoch gegriffen. In Fraktion bin. Auch ich hätte manches auf dem Herzen, aber ich muß er denn? Die für die Fraktion unbedingtes Vertrauen hat. Wenn ich mich aber in gehöre nicht zu den ganz alten Leuten in der Partei, aber ich fange in seiner Kritik?„ Der arbeitenden Voltes tritt immer mehr Es werden zwei Anträge geſtent. Dr. Cech Brünn beantragt, die Fraktion möge einen Antrag auf Einführung des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts stellen. die wird flären, die Anklagen, die hier erhoben worden find, erscheinen mir und den begreiflichen Wunsch haben, mehr in die agrarische Bee| Sie, die Sie mit den Arbeitern leben, entspricht es Ihrer Empfindung. unhaltbar und unbegründet, auch wenn sie auf allen Parteitagen er völkerung einzubringen und gewünscht haben, daß das Programm daß es den Arbeitern heute schlechter geht, als vor 10 Jahren? hoben werden. Auf jedem Parteitag steht ein Mann, der Binarsty adaptiert werde für die agrarische Agitation. Diesem letzten( Einzelne Rufe: Ja.) Glauben Sie wirklich, daß die Masse der heißt( beiterkeit) auf, um uns von den Vorzügen des allgemeinen Wunsche hat die Kommission, die das Programm zu revidieren Arbeiter ihre heutige Lebenshaltung vertauschen möchte mit Wahlrechts zu überzeugen.( Große Heiterkeit.) Das allgemeine Wahl- hatte, am allerivenigsten genügt. Wir können, Gewiß giebt es das ist der Lebenshaltung von vor 10 Jahren? Kleinbetriebes, wo die Dinge recht und die Wahlrechtsbewegung, die uns angepriesen werden, sind meine Ueberzeugung, den Bauern und Kleinbürgern mit unsrem untergehende Branchen des Ich möchte vor allem die großen Industries gewiß zu jeder Zeit eine sehr gute Sache. Aber die Frattion muß wiffen, Programm nicht entgegenkommen, sondern wir müssen warten, anders liegen, was sie will. Sie kann nicht bei jeder Gelegenheit hergehen und bis die Bauern und Kleinbürger zu uns kommen. Das ist eine branchen fragen. Indem wir sagen, es geht uns schlechter als vor erklären: Wir wollen das allgemeine Wahlrecht; fie fann nicht auf schwere Sache, aber es geht nicht anders. Ich bin nicht dafür, daß zehn Jahren, würden wir ja auch sagen, vor zehn Jahren war's alle Vorlagen erwidern: Gebt uns das allgemeine Wahlrecht. Das man den Leuten einredet, wir würden uns ihnen anpassen. Wir viel beffer, als heute. Und eine solche Behauptung wäre doch sehr hat nicht die jetzige und auch nicht die vorige Fraktion gethan. Soll haben ja auch in der industriellen Arbeiterschaft noch soviel zu thun, erstaunlich. Sobald einmal der Blick auf die Frage gelenkt worden fie etwa sagen: Die wirtschaftlichen Dinge sind unwichtig, die polis daß wir gut thun, alle unfre Kräfte darauf zu verwenden. ist: ist denn das buchstäblich richtig mit dem wachsenden Elend, tischen und nationalen Dinge find wichtiger. Das wäre die größte Was ist ein Programm? Nicht nur der Ausdruck einer gemein- müssen wir diesen Satz ändern. Kautsky sagt: da die Erhebung der Thorheit. Wäre es sehr flug gewesen, wenn wir die Wasserstraßen- famen Ueberzeugung des gemeinsamen Willens der Partei, fondern Arbeiterklasse aus ihrem physischen Elend ein langsamer Prozeß ist, Vorlage verhindert hätten? Ich glaube nicht. Winarsky sagt: es ist auch ein bestimmter Ausdruck. Wenn es auch wahr ist, so folgt daraus die Zunahme ihres socialen Elends, denn die ProDie Fraktion soll eine Haltung einnehmen. Aber welche daß unsre Grundanschauung unverändert ist, so glaube ich doch nicht, duktivität der Arbeit wächst viel rascher, als das physische Elend Von Obstruftion will auch ( Heiterkeit.) er nichts daß man diese Grundanschauung nur in einer ganz bestimmten schwindet. des Proletariats kann dem Lebenshaltung ausdrücken kann. Der Kampf hier bei uns wissen. Start wirft der Fraktion vor, sie habe die Branntwein Weise Das brauchten um Anwachsen der Produktivkraft nicht folgen. steuer nicht verhindert. Sie hat dagegen gesprochen und dagegen die Revision des Programms bewegt sich nicht um die Grund- wir von Kautsky nicht zu lernen, das haben wir immer in der gestimmt. Was sollte sie noch thun?( Heiterfeit.) Sie soll die anschauung, sondern ausschließlich darum, welcher Ausdrud Agitation vorangestellt. Wir haben nicht wie die Bünftler gejammert, Fahrkarten Steuer nicht bekämpft haben? Ja, sie hat ja noch gar dieser Grundanschauung zu geben ist. Wie ich unerbittlich bin gegen daß die gute, alte Zeit vorüber sei, nein, wir haben die Massen auf nicht dem Parlament vorgelegen. Der Fraktion wird hier die schöne mich und andre, daß jeder, der sich zu unsrer Partei rechnet, unsre diese Thatsachen hingewiesen, wir haben ihnen zugerufen: Schaut Bose empfohlen. In andern Ländern versteht man solche Stinter Grundanschauungen nicht bis zum Tüpfelchen, wohl aber bis hinaus, seht, wie der gesellschaftliche Reichtum wächst, euch aber wirft ligchen gar nicht.( Heiterkeit.) Mit solch leichtfertigen Anklagen ins Innerste seines Gehirns und Herzens teilt, so bin ich in Bezug man einen Brocken hin. Das ist der geschichtliche Springquell der fompromittiert man nur den Parteitag. Ich bin der allerlegte, der auf die Fassung dieser Grundanschauung gar nicht so streng. Ich ganzen socialdemokratischen Entwicklung. Was aber sagt Kautsky des Entwurfs:" Die Lebenshaltung die Gesellschaft einer solchen Kritik begeben soll, da schweige ich doch schon an, zu den alten Leuten zu gehören. Die Zeit hat mich immer breiterer Schichten lieber. Kritik ist gut, aber Nörgeln ist nicht gut.( Bravo!) An der gelehrt, daß in den Köpfen der Arbeiter, und auf die kommt es mir in Gegensatz zu der rasch steigenden Produktivkraft ihrer eignen Budgetdebatte haben wir ein sehr großes Interesse, und es hätte an, fich diefe Grundanschauung, dieses ihr eignes Wollen Arbeit und zu dem Anschwellen des von ihnen selbst geschaffenen nichts geschadet, wenn die erste Lesung unsres Dringlichkeitsantrages verschieden spiegelt. Rhythmus, Stimmung, Ton in der Be- Reichtums" ist als wissenschaftliche These tadellos. Aber... er steht in der auf Einführung der Altersversicherung statt am 25. Oktober am wegung ändern sich, und ein Programm soll ein wirkliches Bild der einem socialdemokratischen Programm an Stelle eines Sapes, 10. Noveniber stattgefunden hätte. So ist die Sache verpufft. Der lebenden Partei sein. Wenn der Parteitag sich nun heut mit der den Kapitalismus anflagt, daß er wachsende Massenarmut und Fraktion sollte die Arbeit durch Nörgeleien nicht verekelt werden. Revision des Programms beschäftigt und es sich dabei darum steigendes Elend für breiten Voltsschichten mit sich bringe. Dieser ( Lebhafter Beifall.) handelt, Ausdrücke von heute zu finden, so bitte ich Sie, sprechen letztere Satz machte den Kampf gegen Maffenarmut und Boltselend Kristan- Triest: Auf die Parlamente werden Hoffnungen gejezt, Sie so, wie es in Ihnen aussieht, laffen Sie sich nicht einschüchtern zum Inhalt der socialdemokratischen Bewegung. In der neuen die unerfüllbar find. Das muß den Genossen immer mehr zum Be- durch die angeblichen Errungenschaften einer neueren Wissenschaft, die Fassung erscheint als dieser Inhalt der Kampf um ein raicheres wußtsein gebracht werden. Die zehn Mann im Barlament tönnen mir manchmal recht zweifelhaft erscheinen will, aber auch nicht von Tempo im Steigen der Lebenshaltung der Arbeiterschaft. Der Wohlunmöglich Herkules- Arbeit verrichten. Das Parlament hat heute denen, die jede Abweichung vom Alten für ein Verbrechen erklären. stand der Arbeiterschaft steigt, so kann man den Satz des Entwurfes taum mehr Wert als eine Tribüne. Die Verliebtheit in den Barla- Es läßt sich nicht bestreiten: wir hören mit andern Ohren, wir sind auffassen; aber er steigt nicht ganz fo rapid, wie die„ rasch der Wohlstand der mentarismus muß den Genossen ausgetrieben werden. Etwas mehr in eine andre Periode eingetreten. steigende Produktiraf der Arbeitsber Fühlung zwischen Abgeordneten und Arbeitern müßte hergestellt Bersetzen Sie sich doch in die Zeit des Hainfelder Parteitages Sapitalisten steigt schneller als der der Proletarier und darüber werden. Wenn ich aber gefragt werde, wie diese bessere Fühlung zurüd. Damals hatten wir nicht die geringste Aussicht für irgend sind diese verschnupft und deshalb wollen fie an Stelle der hergestellt werden soll, so stoße ich auf so viel Schwierigkeiten, daß welche Bethätigung, waren wir ohne jede sichtbare Hoffnung auf Er- tapitalistischen die socialistische Produktionsweise segen." Ich muß ich meine Impotenz bekennen muß.( Große Heiterkeit.) Wünsche folge. Aus dieser Stimmung ist das Hainfelder Programm geboren. sagen, dieser Satz hat mich verschnupft.( Heiterkeit.) Wenn wir nicht sollten an die Fraktion zu jeder Zeit gebracht werden, nicht nur bloß Jch will Sie nicht gegen das Hainfelder Programm einnehmen. Das die Ueberzeugung hätten, daß die Produktivkraft der Arbeit wächst, auf den Parteitagen. Bom Parlament ist aber eine Befreiung nicht Hainfelder Programm ist gut. Freilich, so gut wie es jetzt dargestellt dann wären wir Utopiſten. Und gerade dieser Gegensaß, der die zu erwarten, vir müssen uns da auf unsre alten revolutionären wird, ist es nicht. Jezt ist gesagt worden, es sei and Marmor, es Arbeiter verschnupft", ist unser Dynamit, ist der revolutionäre SprengBrincipien verlassen. sei geschlossenes Kunstwert usw. Was bin ich damals für ein stoff; nicht das Elend, das macht den Arbeiter zum Schnapsbruder. Künstler gewefen und wie sehr bin ich heute heruntergekommen,( Bravo.) Immer mehr Appetit fönnen wir dem Arbeiter machen beute, wo ich manches an dem Kunstwerk" auszusetzen habe. auf die Reichtümer des Lebens. Wir rufen ihnen zu: Besser geht es ( Heiterkeit.) Euch, weil Ihr Socialdemokraten seid, doch wie viel fehlt noch. Euer Um eine ruhige Erörterung zu ermöglichen, will ich Ihnen gleich Aber immer deuten wir auf die Welt und sagen: einen Alb von der Brust nehmen. Als wir in der Programm Schuldanspruch immer größer, und immer leichter Die Lokalorganisation von Grunwald beantragt, die Fraktion tommission zusammen waren, wollten wir die Sache möglichst wird es, ihn zu befriedigen.( Bravo) Im Hainfelder Programm möge alle zwedmäßigen Mittel anwenden, um die Einwanderung fremder Orden und Ordenspfaffen nach Destreich vollständig zu gescheidt und auch möglichst schön machen. Ich habe geglaubt, heißt es, daß der Befizer der Arbeitskraft, die Arbeitertiaffe aunt fremder Orden und Ordenspfaffen nach Destreich vollständig zu den Namen Arbeiterpartei in Socialdemokratie ändern zu können Sklaven der Befizer der Arbeitsmittel, der Kapitalistenklasse wird. untersagen. Refel- Graz: Das Parlament ist wirklich nur mehr eine ohne besonderen Wert darauf zu legen. Nachdem ich aber gesehen, Im Entwurf fagen wir:„ Der Besizer der Arbeitskraft wird in Tribüne. Deshalb aber follte man sie auch mehr benußen. Mir ist daß die Empfindung der Arbeiter durch diesen Vorschlag, den steigendem Maße abhängig von den Besizern der Arbeitsmittel mit Tribüne. Deshalb aber sollte man sie auch mehr benutzen. Mir ist historischen Parteinamen zu ändern, verlegt worden ist, will ich hier Einschluß des Bodens, der Großgrundbesigerklaffe und der Kapitalistenetwas zu viel in Wasserstraßen gemacht worden. Wir sollten etwas erklären, daß die Kommission einstimmig beschlossen hat, diese klasse." Diese Aenderung hat nun auch verschnupft. Daß mir aber mehr agitatorisch vorgehen und endlich wieder einmal Aenderung zurückzuziehen. Das Hainfelder Programm fann man auch Kautsky diese Aenderung vorwirft, finde ich merkwürdig. Er ist Stimmung für eine Agitation für das allgemeine Wahlrecht entfachen. gewiß noch im ganzen vertreten, aber wenn man es Satz für Saß doch Theoretiker. In der Theorie aber kann man von dem freien ( Beifall.) Nemec Brag: Das Zurüdstellen des Dringlichkeitsantrages fritisch prüft, dann stößt man auf Stellen, die, ich will nicht sagen Lohnarbeiter nicht sagen, daß er Stlave ist. Merkwürdig, daß falsch find, aber heute anders ausgedrückt werden müssen. Auf den Stautsky diesen bildlichen Ausdruck im Programm vermißt. über das Altersversicherungs- Gesez kann ich nicht billigen. Nach Entwurf ist ein Freischießen veranstaltet worden.( Heiterfeit.) Es wir haben doch nicht nötig, im Programm zu deklamieren, der entfalteten Agitation war die Zulassung der Zurückstellung ein hat der Bartei genügt, weil wieder einmal theoretische Erörterungen das besorgen wir außerhalb des Programms genug.( Heiterkeit.) Fehler. Ich will nur wünschen, in die Partei getragen worden sind. Schrammel- Auffig: Für dies Parlament wird kein Partei- daß es dem Entwurf ebenso nüßt. Nach dieser Antikritik komme ich zu einem wichtigen Punkte, wo ( Seiterfeit.) Von einer ich mich wirklich schuldig bekennen muß und wo ich zugeben will, genosse schwärmen. Aber was haben wir für eine Veranlassung, Seite, die den Entwurf gebilligt hat, ist gesagt worden, daß dieser Teil des Entwurfs so nicht bleiben kann. Der Gedanke an der Bertrümmerung dieses Barlaments mitzuhelfen, wo diese und beherrscht das Hainfelder Programm und den Entwurf, daß das, Arbeit bereits von den bürgerlichen Parteien besorgt wird. Die unsre Anschauungen in Bezug auf Parlamentarismus Borwürfe sind unberechtigt, sie erschweren die Agitation, wenn fie in Socialreform haben sich so geändert, daß das im Programm was wir wollen, auch geschichtliche Notwendigkeit ist. Wir sind zum Ausdruck kommen muß. Soweit unsre Grundanschauung in deshalb natürlich nicht Fatalisten. Wissen wir doch, daß ein Faktor dieser Oeffentlichkeit erhoben werden. Pernerstorffer- Wien: Es scheint, daß von manchen Genoffen rage tommt, bat fich in Bezug auf beide Dinge nicht viel geändert. dieser Entwidlung unsre eigne Thätigkeit ist. Wir glauben, daß die jeder Tag als ein verlorener betrachtet wird, an dem nicht ein Wir halten das Parlament noch immer nicht für den allein ge- geschichtlich notwendige Entwicklung sich nicht nur im Vorrücken der Bräfident hinausgeworfen wird.( Heiterkeit.) Das betrachten wir gebenen Weg zur Erringung der politischen Macht. Wir halten aber Arbeiterklaffe und im Untergang der Kapitalistenklaffe ausdrückt, aber nicht als unsre Aufgabe. Wir wollen so weit als möglich für selbst das heutige schlechte öftreichische Parlament, weil wir nicht die sondern auch darin, daß heute schon die Vorbedingungen eines die Arbeiter positiv wirken. Damit soll nicht gesagt sein, daß nicht Garantie haben, daß ihm ein besseres folgen wird. Deswegen aber fünftigen Zustandes der Gesellschaft sich zeigen. Dieser Gedanke mit voller im Hainfelder Programm Präcision ausüberschäzen wir das Parlament nicht. Eben so ist es mit der Social- ist Mir hat das nicht genügt. Ich wollte gern wurf positive Arbeit geleistet werden kann. Ein solcher Anlaß lag reform. Wir fordern sie, weil wir sie brauchen, aber wir erklären gesprochen. nicht vor. Gegen die Kritik bin ich nicht unzugänglich. Aber die gleichzeitig, daß fie irgend eine entscheidende Aenderung in der den Gedanken hineinbringen, daß wir uns in den Dienst dieser Entwicklung zu stellen haben, daß wir in ganz bewußter Weise mits Kritiker müssen sich schon etwas mehr mit der parlamentarischen Klassenlage der Arbeiter nicht herbeiführen kann. Sehr wünschenswert ist es, bei der Programmberatung feine helfen müssen, diese Bedingungen einer fünftigen socialistischen Ge Technik vertraut machen. Wir sind uns natürlich unsrer Unzuläng- Rechthaberei in Worten zu treiben. Das lege ich Ihnen besonders sellschaft zu ermöglichen. Darum heißt es in dem Entwurf: Es lichkeit bewußt, den Himmel stürmen können wir zehn Mann ans Herz. Ich betrachte keinen Ausdruck als Schiboleth, ich hänge fommt zum Bewußtsein, daß zugleich für neue Formen genoffens nicht. Wir sind mit Arbeit sehr überlastet. Da wir im Augen- nicht am Wort. Ich glaube nicht, daß es eine allein vernünftig schaftlicher Produktion und gemeinsamen Besizes die notwendigen blic kein andres Parlament zur Verfügung haben, so müssen wir machende Methode des Ausdrucks giebt.( Redner verliest den geistigen und materiellen Vorbedingungen geschaffen werden müſſen, selbst dieses schlechte Parlament wollen. Was sollen denn die deutschen Genossen zu ihrem Parlament sagen, das im wesentlichen principiellen Teil des neuen Programmentwurfs und fährt fort): und daß der Uebergang der Arbeitsmittel in den gemeinschaftlichen von Junkern und Pfaffen geführt wird. Auch die deutschen Genossen Ich habe den Eindruck, daß man das ganz gut sagen fann, ich Besiz der Gesamtheit des Volkes das Ziel des Kampfes für die BeEs ist mir dabei mun der ſagen: Wir wollen dieses Parlament nicht! Trotzdem brauchen fie weiß aber auch, daß man Manches anders sagen kann. Ich flammere freiung der Arbeiterklasse sein muß." Fehler passiert, daß ich die subjektive Seite hineingenommen, die ob diejes Parlament als furchtbare Waffe im Interesse der Arbeiterschaft. mich nicht an Worte. Zwei Säße sind es besonders, um die gestritten worden ist: jeftipe Seite aber vergessen habe und daß nicht darin steht, daß durch Also ich will das Barlament und im Lande will man es auch, das„ Der Besitzer der Arbeitskraft, die Arbeiterklasse wird dadurch in die technische Entwicklung, das kolossale Auwachsen der Produktivzeigen die vielen Wünsche, die an uns Abgeordnete aus den Parteifreisen herantreten. Wir würden eine miserable Figur im Parlament steigendem Maße abhängig von den Besitzern der Arbeitsmittel fräfte für die Form des gemeinsamen Befizes die notwendigen Vorspielen, wenn wir uns nicht unsrer Verantwortung bewußt wären. mit Einschluß des Bodens, der Großgrundbesizerklaffe und bedingungen geschaffen werden. Wir haben nun nichts weiter zu thun, der Kapitalistenklasse, deren politische und ökonomische Herr- als diesen fehlenden Gedanken in den Enwurf hineinzubringen. Es Wir haben alle Unterdrückung des Klassenstaats abzuwehren, auf der schaft im heutigen Klaffenstaate ihren Ausdruck findet." wäre aber nicht gut, darum den neuen Gedanken, die subjektive andern Seite aber auch jeden Vorteil wahrzunehmen, den wir für Der zweite Satz lautet: Die Lebenshaltung immer breiterer Seite des Vorganges, zu eliminieren. Die subjektiven Vorbedingungen die Arbeiter herausschinden können.( Beifall.) Schichten des arbeitenden Bolles tritt immer mehr in Gegensatz zu schaffen wir selbstverständlich immerfort und haben sie immer ges Die Debatte wird geschlossen. Daszynski wendet sich im Schlußwort erregt gegen die Vor der rasch steigenden Produktivkraft ihrer eignen Arbeit und zu dem schaffen. Wenn mir vorgeworfen wird, sogar von Kautsky, da steckt Anschwellen des von ihnen selbstgeschaffenen Reichtums." Der zweite ein Stück Utopisterei dahinter, nun da sind wir alle und auch die würfe, die der Fraktion gemacht worden sind. Der Antrag Dr. Cech wird der Fraktion überwiesen, der Antrag Say von der Lebenshaltung ist principiell wichtiger und vor allen Strammsten von uns Utopisten gewesen. Wir gehen ins Parlament Dingen agitatorisch wirkiamer als der Saz im alten Programm und warnen davor, daß man nicht den natürlichen Prozeß ablenkt, der Lokalorganisation in Grünwald wird abgelehnt. Der Fraktion wird hierauf einstimmig das Vertrauen Glendstheorie, die in Deutschland geführt worden sind, nicht aus die geschichtlich notwendige Entwicklung aufzuhalten sucht. Utopiſterei vom steigenden Elend. Ich will auf die großen Diskussionen über die daß man nicht gesellschaftliche Kraft vergeudet, durch Zwirnsfäden Die Verhandlungen werden nach Verlesung einiger Begrüßungsführlich eingehen. Natürlich sind diese Diskussionen auf uns nicht ist das, glaube ich, nicht, sondern wir arbeiten dadurch an den Beohne Wirkung geblieben.( Bebel: Aha) Jawohl, aber angeregt dingungen der Entwicklung mit. Eine der wichtigsten Vorbedingungen telegramme auf Sonntagvormittag vertagt. uns nicht durch ist die Programmänderung bei die Dis- ist die materielle und geistige Hebung des Proletariats. Ihr gilt unfre tuffionen in Deutschland. Ich halte den Saz vom wachsenden Elend tägliche Arbeit. Causende von Proletariern werden in den Gewerkschaften nicht für richtig und ich frage Kautsky, ob er den alten Satz für und Krantentassen mit der Verwaltungstechnik vertraut. Einen vorwissenschaftlich ebenso tadellos hält wie den neuen. Wenn er das nehmen Zeugen kann ich anführen, den Generalrat der Internationalen, thut, so würde er sich nicht nur zu Engels, sondern auch zu sich selbst der in einer Adresse an den Genfer Kongreß die Kooperativbewegung in Widerspruch sezen. Acht Tage, bevor Rautsty unfern Entwurf als eine der Verwandlungsgewalten der gegenwärtigen Gesellschaft" kritisch bearbeitet hat, hat er die Kritik von Engels zum Erfurter bezeichnet hat. In unsrer ganzen Gegenwartsbewegung, in dem Programm veröffentlicht. Darin verwirft Engels den Saz vom Eindringen in die Verwaltungstechnik usw. sehe ich auch ein Er Referent Dr. Victor Adler: Nicht absolut zwingende Um wachsenden Elend. Bernstein verweist in seinem neuesten Artikel dar ziehungsmittel für spätere Aufgaben. Man wird mir zurufen: Du stände führen uns zur Revision unsres Programms. Wir sind bis auf und fragt: War etiva Engels schon ein Bernsteinianer? Nein, bist doch ein Utopist. Unfre Konsumvereine, das ist doch nur heute mit dem Hainfelder Progranum sehr gut ausgekommen. Es Engels war fein Bernsteinianer und das ist auch nicht die Schluß- Strämerei. Schlechte Eigenschaften finden sich überall, wo Menschen war der Ausdruck der Ueberzeugungen, der Stimmung des Rhythmus, folgerung. Die Schlußfolgerung ist die, daß die ganze Bernsteinsche zusammenkommen, auch bei uns, aber vielleicht sind diese Dinge doch in dem sich die Arbeiterschaft damals bewegt hat. Wiewohl sich Beweisführung überflüssig war. Was Bernstein gejagt hat, das geeignet, eine gewisse psychologische Umstimmung im Menschen zu seit 1888 vieles in der Welt geändert hat, reichten wir mit haben die Alten, vor allem Engels, schon eher gewußt.( Heiterkeit.) bewirken, vielleicht wird so etwas hineingebracht von dem genossenIch will Sie nicht mit Citaten ermüden, aber nachdem man schaftlichen Geiste, der die psychologische Bürgschaft der Zukunft ist. dem Programm aus. Und zwar deshalb, weil das Hainfelder Programm so nach und nach zu einer Art Reliquie für uns geworden dem Entwurf vorwirft, daß er zu wenig vom Elend spricht, nach- Da falle ich über eine große Sache.( Heiterfeit.) In dem Entwurf Viele Genossen haben ein war. Wir hatten nicht das Bedürfnis, unfren Grundanschauungen dem man das Hinauswerfen des Sages bom wachsenden Glend für steht das Wort„ genossenschaftlich". einen andern Ausdruck zu geben ich habe mir vorgenommen, die schwächlich und als eine Baghaftigkeit erklärt hat, will ich doch für Streuz geschlagen und gerufen: Jezt kommt der leibhaftige Im Hainfelder Programm steht gar unverhüllte Wahrheit zu sagen und zwar deshalb, weil der die, denen das gedruckte Wort eine Beruhigung ist, aus unsern Bernstein.( Heiterfeit.) principielle Inhalt des Programms seit vielen Jahren gar nicht flaffischen Schriftstellern, und dazu rechne ich Kautsky, citieren. Er nichts über die zukünftige Produktionsform. Wie soll man die zuGegenstand einer ernsten Erörterung in der Partei war. Wir haben hat eine lange Bolemit mit Bernstein, um die ich ihn gewiß nicht fünftige Produktionsform nur bezeichnen. Ich habe nachträglich das jahrelang einen widerlichen Kleinkrieg gekämpft. Mit principiellen beneide, über die Bedeutung des Wortes Elend geführt. Er sagt darin, Erfurter Programm nachgesehen und gefunden, daß da von sociaErörterungen, ja sagen wir die Wahrheit, auch mit principieller es kann im Sinne der unausrottbaren Tendenz des Kapitalismus, listischer Produktion gesprochen wird. Was soll das aber eigentlich Gewiß, diese heißen? Ein Programm soll doch die Antwort auf die Frage sein: Agitation haben wir uns seit Jahren nicht mehr befaßt. Der Wunsch, das die Arbeiterklasse zu verelenden, begriffen werden. Antwort: Die socialistische Programm zu ändern, ist bei uns nicht aus einem tiefen theoretischen Tendenz spüren wir alle Tage. Aber auch die andre Tendenz ist Was wollen die Socialdemokraten? Bedürfnis hervorgegangen. Er ist auch nicht in Busammenhang zu bringen da, auf die Kautsky selber verweist, die Selbstbewegung des Produktion! Da wird man nicht viel flüger. Ohne das Erfurter mit dem Principienstreit in Deutschland. Gar keine Spur! Er ist Proletariats mit seinem immanenten Widerstand gegen die Tendenzen Programm beleidigen zu wollen( Heiterkeit), muß ich doch fagent, gekommen, weil eine Reihe Genossen gefunden haben, daß diese des Kapitalismus. Das eine wie das andre ist, Dinge, die nicht daß es in diesem Falle in der Definition nur dasselbe sagt wie in Einteilung in eine Principienerklärung und zwei Resolutionen, wie wahr sind, brauchen wir nicht zu behaupten. Was sagen wir denn, der Frage. Als der Genoffe Brod vas Wort„ genossenschaftlich" im fie das Hainfelder Programm bietet unhandlich ist, weil wenn wir vom wachsenden Elend sprechen? Nichts andres als es Entwurf las, erklärte er fofort: Bernstein 5 Jahre Zuchthaus. Stimmungen darin verzeichnet sind, die heute gar nicht mehr vor- geht uns schlechter, als es uns vor 10 Jahren gegangen ist, und in( Stürmische Heiterkeit.) Das ist aber feine Bernsteinerei, sondern handen sind, und schließlich, weil eine Anzahl Genoffen die Illusion zehn Jahren wird es uns noch schlechter gehen. Ich frage Sie alle, Rautsth- erei.( Heiterteit.) Bernstein hat das Wort genossenschaftlich wieder einmal der Moment eintreten kann, wo durch einen Hinausder Versammlung votiert. Schluß 74 Uhr. 8 weiter Verhandlungstag. Vormittagssigung. Zur Verhandlung steht Punkt 3 der Tagesordnung: Die Revision des Parteiprogramme. doch nicht erfunden. Das ist gerade das Malheur bei Euch, daß Ihr ziehungszölle für die Industrie. In Ländern fortgeschrittener stüßen und auszubauen, ist jedenfalls eine der Hauptaufgaben der immer von dem Bernstein geglaubt habt, er hätte etwas Neues gefagt. tapitalistischer Industrie werden diese Bölle aus einem Förderungsfocialdemokratischen Partei Italiens. ( Bebel ruft: Ach wo!) Du nicht, Bebel, ober viele andre! Es ist mittel ein Hemmnis der Entwicklung der Produktivkräfte des Landes, Zu den besten Hoffnungen berechtigt die Wahl des Socialisten ein gutes deutsches Wort, das einzige Wort, mit dem man die namentlich dort, wo man sie mit Agrarzöllen verbindet, oder Barbato, der vielfach von den Kriegsgerichten Siziliens verurteilt charakteristische Eigentümlichkeit der zukünftigen Produktionsform wo sie die Aufgabe haben, begünstigten Stapitalistengruppen Extra worden war. Er siegte in Corceto über den auch in Deutschland überhaupt bezeichnen kann. Unfre allerbesten Leute haben es immer profit zuzuschanzen. als Philosoph und Schriftsteller bekannten Republikaner Giovanni angewendet, so Marg in seiner Kritik des Gothaer Programms. Borio, für welchen die Republikaner, Radikalen und Reaktionärs Kautsky gebraucht es in seinen Erläuterungen zum Erfurter ProGemäßigten vereint ihre Stimmen gegen die Socialisten abgegeben gramm. Im Eisenacher, im Gothaer Programm steht es. Es ist hatten. ein unanfechtbares Wort, ehrlich geboren und unbescholten, und darum, weil Bernstein es auch gesagt hat, hört es nicht auf, richtig zu sein. Nicht durch Tragen äußerer Abzeichen, nicht durch Vermeidung Diese letteren Zölle, ebenso wie Finanzzölle, find unter allen Umständen auf das entschiedenste gut bekämpfen als indirekte Steuern, welche auf der einen Seite die ärmsten Schichten der Bevölkerung am drückendsten belasten, und auf der andren Seite den unnüßesten und reichsten Schichten der Bevölkerung neue Millionen in den Schoß werfen. Scheiben, heftinunter Worte kann man jich vom Opportunismus Sie find aber auch verwerflich als die größte Gefährdung des Inzwischen trägt die ausgestreute Saat schon gute Früchte und in finden, um die schon gethane oder zufünftige Arbeit rationed zu regein. genossenschaftlicher Be Der Entwurf sagt, neue Formen politik darin, den Abschluß von langfristigen Handelsverträgen auf Socialisten fühlen. Ich mich gar nicht, an die Bernsteinerei anzustreifen, ich bin gefestigt und innerlich meiner Sache ganz sicher. Schade, daß kein Mensch den Entwurf lobt, wo er offenbare Verbesserungen enthält. Das Hainfelder Programm spricht von der Besitzes. genossenschaftlicher Produktion und gemeinsamen Befiges," denn alte Formen des gemeinsamen Besizes haben wir ja schon im Urfommunismus gehabt. Nun giebt es noch einen Angelpunkt, an dem Es steht kein Wert von der Dittatur des Proletariats darin und noch schlimmer: es steht kein Wort bon der Erringung der politischen Macht in dem Entwurf. Sy have mir bag samfelder program angesehen. Es steht auch im Hainfelder Programm nichts davon.( Resel ruft: Wir wollen doch die Mängel beseitigen 1) Ich habe es aber nie als einen Mangel empfunden. Sie haben die" Diktatur gesucht" und nur den gebührenden Einfluß" gefunden. Sie haben aber an der falschen Stelle gesucht. In dem letzten Absatz, wo von dem gebührenden Einfluß die Rede ist, haben wir nicht an die Diktatur gedacht. Damit ist die täglich notwendige Kleinarbeit gemeint. Wir hielten es für notwendig, diese Kleinarbeit auch im Programm zu erwähnen. Es sollte ehrlich ausgesprochen werden, daß wir aus einer fast ganz abstrakten Partei eine start tonkrete Partei geworden find. Das Hainfelder Brogramm war ein gutes Stelett, vortrefflicher Knochenbau, heute aber blüht der ganze Körper der Partei. Die Er: Abschlusses langfristiger Handelsverträge, deren die moderne Industrie In Reggio Emilia fanden in diesen Tagen zu gleicher Zeit die dringend bedarf. Kongresse der Cooperativ- Genossenschaften, der Gesellschaften für Von diesen Gesichtspunkten aus besteht die Aufgabe der östreichi- gegenseitige Unterstützung und der Arbeiterkammern statt. In allen schen Socialdemokratie bei der augenblicklichen Gestaltung der Handels- breien zeigte es sich, daß der größte Teil der Delegierten sich als Grundlage der Meistbegünstigung, sowie überhaupt jede Erleichterung Auf dem Kongreß der Cooperativ Genossenschaften wurden und Sicherung des internationalen Handelsverkehrs zu fördern, die Grundsätze für den Nationalverband der Cooperativdagegen alle Maßregeln aufs schärfste zu bekämpfen, welche die Er Genossenschaften entworfen, der auch die socialistischen Cooperativhaltung oder gar Verstärkung der heutigen Finanz-, Agrar- und Genossenschaften, die jetzt in Begriff sind, sich zu bilden, beizutreten privilegierenden Zölle bezwecken. hätten. Den Arbeits- Genossenschaften wurde empfohlen, sich desi In seinem Kampfe gegen dieses Bollsystem darf das Proletariat Aredits zu bedienen; es wurde die Verpflichtung des Staates nur auf feine eigne straft bauen, denn die Bourgeoiffe ſtredt auch austur her bigger unbebauten zämpereien anerfanut, our auf diesem Gebiete vor den Regierungen, den Monopolisten, der Rugbarmachung und Trockenlegung der Sumpfterrains, und zwar hohen Finanz und dem Großgrundbesitz die Waffen und sucht ihnen müsse die Ausführung der notwendig werdenden Arbeiten den ArKonzessionen nicht abzuringen, sondern abzuschachern auf Kosten des beits- Cooperativ- Genossenschaften übertragen werden; ferner wurde arbeitenden Boltes. 1906 dags sentet ansvol Die proletarische Bewegung in Italien. -Unser römischer Korrespondent schreibt uns: Die Streitbewegung und die Organisationsarbeit ziehen immer Die weitere Kreise. סטן der Beschluß gefaßt, praktische Inspektorate zu gründen, um die fleinen Cooperativ- Genossenschaften zu unterstützen und zu kontrollieren. Auch die Gesellschaften für gegenseitige Unterstützung, welche sich versteinern zu wollen schienen, und in die erst der Eintritt des socialistischen Elementes jetzt einen frischen Zug zu bringen scheint, haben einen Nationalverband gegründet. Bei beiden Gründungen wurde der Antrag, keine Politik zu treiben, abgelehnt, denn es wurde ausdrüdlich hervorgehoben, daß Element sei. D Sociale Rechtspflege. die Politit für sie das belebende und treibende ringung der politischen Macht streben wir als selbstverständlich an. Es ist diesem Jahre vom 1. Januar bis zum 5. ben heutigen Tag sicher verWenngleich es fast unmöglich ist, eine exakte Statistik der in aber nicht notwendig, daß etwas so Selbstverständliches im Programm zugeben, eine Zahl, die sich bis auf den heutigen Tag sicher ver ausgebrochenen 210 Streits Die Note einer entschiedenen Klaffenpolitik ertönte lauter noch gesagt wird. Es ist die absurde Behauptung aufgestellt worden, wir doppelt hat, so fann man immerhin einige ihrer Resultate abwägen. auf dem Kongreß der Arbeitskammern, welche sich ebenfalls zu einen hätten infolge des Bernstein- Streites auf die Hineinbringung dieser Fest steht, daß die Mehrzahl dieser Streits als Giege zu ver- über das ganze Italien sich erstreckenden Verbande toaliert haben. Worte verzichtet. Die Erringung der politischen Macht wurde ausEs wurde beschlossen, daß die Arbeitskammern einen reinen ökozeichnen sind, sei es deshalb, daß die Arbeitgeber sich der Bewegung gespielt gegen die Anarchisten vor zehn Jahren.( Sehr richtig!) Das der Arbeitermassen gegenüber unvorbereitet sahen, sei es deshalb, nomischen Charakter haben und daß fie demnach nur die GewerkWort, das ja schon im Marg steht, lebte damals wieder neu auf daß die durch die Schutzölle verursachte Erhöhung der Rente eine schaften, welche den wirtschaftlichen Widerstand zum Zwecke haben, Mit dem Bernstein- Streit hat es nichts zu thun. Ich meine aber, Erhöhung des Arbeitslohnes, der sich seit mehr als zehn Jahren in ihren Schoß aufnehmen können. Es wurde die Oppor mur weil Bernstein allerhand überflüssiges Zeug gesagt hat und nur tunität anerkannt, daß auch die Landarbeiter Gewerkschaften aus Furcht, als Bernsteinianer zu gelten, brauchen wir die Er- hindurch auf demselben Niveau erhielt ermöglichte. ringung der politischen Macht nicht ins Programm hineingeben. Thatsächlich ſetzten in dem bei weitem größten Teil der Orte, einträten, gegen die Stimmen von 4 Anarchiſten wurde beſchloſſen, man einen Streit versuchte, die Arbeiter entweder eine daß die Arbeiterkammern in den Arbeitermassen dafür agitieren, daß Wenn Sie das Bedürfnis haben, durchaus diesen Satz im Lohnerhöhung oder wenigstens ein rationelleres Zahlungs- das Parlament gezwungen wurde, eine Arbeiterschutzgesetzgebung zu Brogramm zu haben, dann thun Sie es. Steht er nicht systenr oder auch Beschränkung eine Beschränkung der Arbeitszeit und schaffen, zwar unter specieller Berücksichtigung der Frauen- und Kinderdarin, so ändert bas gar nichts an der Sache o felby. Winſchaffung der Recorbertheit jowie Connfagsrube and we axbelt und Ginzigtung von autonomen Meheitsbureaus und-Ptäten Ich komme nun zum Schluß. Ich weiß, ich habe meine Aufgabe zahlung der Ueberstunden durch, die bisher gratis geleistet werden mit einer Majorität von Arbeitervertretern; hingegen wurde der Antrag, als Referent nur in ungenligendem Maße erfüllt. Ich habe mich mußten. Als weitere Resultate sind noch zu verzeichnen die Ab- für die Arbeiterkammern die Rechte einer juristischen Person zu vernur mit dem theoretischen Teil des Programms beschäftigt und bin schaffung der Stellenvermittler und Einrichtung eines Arbeits- langen eine Intention, die der Minister Zanardelli im Sinne hatte, auf die zahlreichen Anträge gar nicht eingegangen. Viele dieser nachweises, Anerkennung der Arbeiterorganisationen seitens der abgelehnt. Anträge find nicht principiell abzulehnen. Es werden da Ausdrücke Arbeitgeber, Entschädigung im Fall von Malaria- Erkrankungen Schließlich schloß man in einer Plenarsizung, wenn auch vorgeschlagen, die dem einen oder andern besser gefallen mögen als oder auch ein Bündnis zwischen den drei, Abschaffung der Nachtarbeit, wie zum Beispiel nicht formell, so doch thatsächlich, die betreffenden Stellen des Entwurfs. Ich streite nicht um in den Großbäckereien von Florenz, von Arti, Aqui, Imola und gegenseitige Unterstützung und wirtschaftlichen Widerstand repräsenWorte. Andre Anträge freilich halte ich für unanmehmbar. Pisa. tierenden Organisationen ab, welche alle drei im Princip des KlassenWenn in dem Antrag der Wiener Organisation des vierten Kreises, der vom Genossen Heller verfaßt ist, verlangt wird. zum Siege führten, wo sie von bereits organisierten Arbeitern geBemerkenswert ist, daß die Streits leichter und schneller dort kampfes wurzeln. daß gesagt wird, alles was wir thun, thun wir allein im Hinblick stigt wurden, während sie dort, wo sich noch keine Organisationen auf das Endziel und auf das Wort„ allein" folcher Wert gelegt vorfanden, fehlschlugen. Aber selbst, wenn sie einen anfänglichen Erwird, so lehne ich das ab. Man kann die Erringung des acht- folg zu verzeichnen hatten, so schwand dieser ebensoschnell wieder Beigefinger verlegt, so daß er ihn nur wenig bewegen konnte. Der Bierfahrer 2. hatte sich im Brauereibetriebe den linken stündigen Arbeitstages betreiben im Hinblick auf das Endziel, aber dahin und zwar gerade wegen des Nichtvorhandenseins einer auch im Intereffe des jetzt lebenden Bergarbeiters, der den Vorteil Organisation, welche die errungenen Erfolge zu schützen verstanden Vertrauensarzt der Brauerei Berufsgenossenschaft Er bezog deshalb Bollrente für Unfallverlegte. Der davon hat. Genosse Heller wird bei allen Reformen im Buchhändler- hätte. gehilfen- Verband nicht auch bloß immer an die ferne Zukunft denken. Es ist sogar zu bemerken, daß die Arbeiter viele der erreichten Beschränkung der Erwerbsfähigkeit möglichst gänzlich zu beseitigen. empfahl eine medico mechanische Behandlung zu dem Zwecke, die. ( Heiterkeit und sehr richtig 1) Alle diese Bedenken leite ich aus der ökonomischen Vorteile allein der bloßen Existenz der Organisationen Darauf gab die Berufsgenossenschaft 2. auf, sich in einer Anstalt Furcht ab, nur ja nicht in den Verdacht der Berusteinerei zu kommen, so zu verdanten hatten. In sehr vielen Fällen hat es nämlich genügt, der angeregten Behandlung zu unterwerfen. Für den Fall der unbegründet dieser Verdacht auch hier wäre. Ein Brogramm muß daß eine Kategorie organisierter Arbeiter ibre Forderungen vorlegte, Buwiderhandlung wurde ihm die Entziehung der Rente angedroht. weit genug sein, daß es alle, die auf demselben Anschauungsboden um die Arbeitgeber zu ihrer gänzlichen oder doch mindestens teil-. ging in die Anstalt, verließ diese aber noch am selben Tage wieder. stehen, umfaffen fann. Bei einem Programm giebt es feine Majoris weisen Gewährung zu veranlassen. täten und Minoritäten, teine Sieger und Besiegten, nicht Stramme Die Mehrzahl der Streits brach auf dem Lande aus, aber man das Schiedsgericht als Berufungsinstanz erklärte die Entziehung für Die Berufsgenossenschaft entzog ihm nummehr die Neute gänzlich und und nicht weiche. Ein Programm braucht nicht alles zum Aus- fann sagen, daß es kaum eine Kategorie von Arbeitern giebt, die berechtigt. Nach den ärztlichen Gutachten wäre durch die medicodruck zu bringen, es darf nur nur nicht in dem einen oder im verfloffenen Jahr nicht irgend eine Aufbefferung ihrer Lage ver- mechanische Behandlung andren Punkte Anstoß erregen. Ich bin der letzte, der langt hätte, von den ländlichen Arbeitern angefangen, bis zu den worden und es sei deshalb die Ueberweisung des Bereine gänzliche Heilung herbeigeführt einer Berwässerung unsrer Grundsätze das Wort reden würde. Maurern, Tischlern, Sattlern, Bäckern, Eisenbahnern, Straßen- legten in Aber ein Programm muß bor allem auch der wirklichen bahnern 2c. 2c. eine Anstalt gerechtfertigt Namentlich haben sich auch sämtliche weiblichen noch Rekurs ein, worauf das Reichs Bersicherungsamt gerechtfertigt gewefen. 2. legte. Ueberzeugung, dem wirklichen Handeln entsprechen, es darf nicht Arbeitskräfte gerührt. zugeschnitten sein auf den Zustand der proletarischen Binchologie von Selbstverständlich vollzog sich diese gesamte Bewegung in Nord- und in der Anstalt war, bis zum 30. August, dem Tage der Renten ein Obergutachten darüber einholte, ob vom 15. August, wo Kläger: vor zwölf Jahren. Deshalb wende ich mich auch schon jetzt energisch Central- Italien in Gegenden, wo die industrielle Bewegung bereits entziehung, eine so wesentliche Besserung des Fingers zu erzielen gegegen die Anträge oder besser gesagt, die Ratschläge, alles beim entwickelter ist. Sid Italien, wo das Proletariat zwar auch, wesen alten zu belaffen. Kautsky hat das Hainfelder Programm mit aber langsamer zu erwachen beginnt, war die Agitation nur schwach Erwerbsfähigkeit nicht mehr vorgelegen hätte. wäre, daß eine nennenswerte Beschränkung Der: einem Apollo verglichen und gesagt, man solle den Apollo un- und leider auch nicht von Erfolg gekrönt. Der Obers verhüllt stehen lassen. Der neue Entwurf sollte die Schönheiten Es ist leicht begreiflich, daß die Streifbewegung ansteckend wirkte, gab dem Rekurse statt und bewilligte 2. wieder die 10 Broz., indem gutachter verneinte diese Frage. Das Reichs- Versicherungsanit des alten Programms nicht verhüllen. Es war nicht unsre daß die an verschiedenen Plägen durchgesetzten Erfolge gewisser es ausführte, daß auf Grund der Weigerung des Klägers ihm die Abficht, Anstößiges auszumerzen. Die Energie des Proletariats Arbeiterkategorien andre dazu verführten, ebenfalls zum Streit zu Rente nur dann hätte entzogen werden dürfen, wenn durch die ift hente nicht geringer als vor zwölf Jahren. Vielleicht schreiten, obgleich jede Vorbereitung und jede Organisation mangelte. Strankenhauspflege bis zu dem fraglichen Tage eine Befferung eine ist der Entwurf stilistisch weniger gut gelungen als das alte Bro- Go ist in einer gewissen Periode die Streitbewegung geradezu getreten wäre. Das wäre hier aber nicht der Fall gewesen. gramm, aber das Erfurter Brogramm ist stilistisch sicherlich schlechter epidemisch gewesen. wodi als unser Entwurf. Wenn Kautsky unser Programm von 1888 fo Aber die bald folgenden Niederlagen waren bittere Lehren, so Stillschweigendes Einverständnis. Ein Fräulein S. war, gut gefallen hat, warum hat er 1891 in Erfurt ein neues gemacht. daß selbst die Anarchisten, die im Punkte der Agitation keinerlei vertreten durch ihren Vater, mit dem Jnhaber einer Blumenbinderei, ( Heiterkeit.) Entschuldigen Sie diese Einmischung in deutsche Ver- Strupel fennen, den Arbeitern mehr Vorsicht anrieten und ihnen Herrn Hagemeier, einen Lehrvertrag eingegangen, wonach fie zwei hältnisse. Ich sage also noch einmal: Eine Abschwächung war mit empfahlen, vor der Proklamation eines Streits erst die Arbeiter- Jahre lernen, aber bereits während der Lehrzeit ein nach und nach sich ennen, den dem Entwurf nicht beabsichtigt. Wir haben den Satz von dem fammern von ihrer Absicht in Kenntnis zu setzen. erhöhendes Gehalt beziehen sollte. Dem jungen Mädchen sind min für wachsenden Elend herausgelassen und dafür den Satz von den steigenden Tage und Stunden, wo nicht gearbeitet wurde, von den Monatssäten des Klaffengegensätzen hineingenommen. Dieser neue Saz ist revolutio- Ianiah10 C Gehalts entsprechende Beträge abgezogen worden. So wurden auch närer als der alte und ich hoffe, das neue Programm wird mit Während an verschiedenen Orten die aufgeblühten Organisationen die Stunden nicht bezahlt, die Sonnabends mit Rücksicht auf die diesem neuen Satz zu gleichen Erfolgen wie das alte führen. Ich zur unmittelbaren Erkämpfung wirtschaftlicher Errungenschaften Schutzbestimmungen der Gewerbe- Ordnung von der gewöhnlichen hoffe, die hier gefaßten Beschlüsse werden zu einer neuen Quelle führten, hat an anderen das gegebene Beispiel und der Wunsch, Arbeitszeit wegfielen. Nach Beendigung der Lehrzeit verdes Lichtes und der Energie des Proletariats werden.( Stürmischer ebenfalls Verbesserungen zu erlangen, zahlreiche neue Organisationen lagte Fräulein S. Herrn Hagemeier auf Nachzahlung der Beifall.) aufblühen lassen. abgezogenen Beträge in Höhe von 44 M. Die Kammer II Der Vorsitzende Bopp teilt mit, daß ein neuer Gaft, Ge Gewerbegerichts tvar indessen der Meinung, noffin Golbe, als Vertreterin der preußisch- polnischen Socialser die Schwil hier nicht von den Landarbeiter- Organisationen sprechen, beg noffin Golde, als Vertreterin der preußisch- polnischen Socialdemo- die ich schon andren Ortes berührt habe, auch in sämtlichen daß sich die Klägerin schon dadurch ihres eventuellen Nechts auf jene fraten eingetroffen sei. 1ossly od baie abs industriellen Berufsgweigen ist ein starkes Auwachsen der Organi- Gehaltsbeträge begeben habe, daß sie bei den monatlichen GehaltsBebel erhält das Wort zu einer thatsächlichen Richtigstellung. fationen zu verzeichnen. zahlungen niemals gegen die Abzüge protestiert und niemals Er erklärt zunächst, daß sich die deutschen Delegierten an der Es mag genügen, zu erwähnen, daß, während 1898 auch während der ganzen geit eine Nachzahlung verlangt hat. Auf Brogramimberatung nicht beteiligen werden, da sie sich nicht in nicht eine einzige Arbeitsfanımer bestehen geblieben war, gegen dringendes Anraten der Richter wurde die Klage zurückgenommen. speciell öftreichische Partei- Angelegenheiten einmischen wollen, aber wärtig nicht weniger als 57 existieren. Dazu kommt noch, Eine Entschädigung von 210 M. beanspruchte der Schuhauch überzeugt seien, daß auch ohne ihre Mitwirkung gute brauchbare daß die verschiedenen industriellen Lokalverbände fich zu großen, macher S. durch lage beim Gewerbegericht, indem er Beschlüsse gefaßt werden würden. Er bestreitet sodann, das ganze Land umfassenden Bünden zusammenzuschließen im Be- geltend machte, der beklagte Schuhmachermeister Lange habe baß er, Ivie in er Bellagte bestritt die Behauptung des Klägers in Adler heite behauptet hatte, gestern gefagt griff find. ihn bei andren Das ist schon bei den Hutmachern eingetreten, deren Föderation burch bewirkt, daß er 10 Wochen lang teine Stellung ge Unternehmern schlecht gemacht und das habe, die in Deutschland gepflogenen theoretischen Erörterungen hätten den Anlaß zur Programmrevision in Oestreich gegeben. Er 3500 Mitglieder umfäßt, bei den Metallarbeitern, bei ben Holz- finden habe. Der Beklagte bestritt die Behauptung des Klägers in habe nur gelagt, daß diese Erörterungen auch einen gewissen Einfluß arbeitern, Schuhmachern, Druckern und Maurern. Für dieſe letzteren ihrer Algemeinheit und gab mir zu, über G. mit einigen Stollegen auf die Gestaltung des Entwurfs ausgeübt hätten. Wenn aber mag die folgende kleine Tabelle dazu dienen, ihre enorme Organi- gesprochen zu haben, die ihn sowieso schon tannten und ihn nicht in Adler besonders daran liege, so wolle er offen aussprechen, daß er ſations- Entwicklung zu demonstrierenpa Stellung nehmen würden. Die Kammer II wies die Klage wegen Ungu in dem neuen Programm teine sogenannte Bernsteinerei ständigkeit des Gerichts ab, weil es sich nicht um eine Forderung aus dem sehe.( Beifall.) Arbeitsverhältnis handle, sondern um eine solche wegen der Folgen sich an die internationale, vom Engländer Tom Mann geplante und Gericht, nicht aber das Gewerbegericht zuständig. Um die Föderation der Hafenarbeiter zu fonstituieren," welche einer angeblichen üblen Nachrede. Hierfür wäre das ordentliche vorbereitete Föderation angliedert, befinden sich die socialistischen Abgeordneten Chiesa und" Caloini auf der Rundreise durch alle Teile Italiens. * 300 Mitglieder 1000 Journalabzüge 8 Ceftionen .9) 1900547026 Nachdem einige Begrüßungstelegramme, u. a. von den Pariser 1. Aug. 1901: 150 und russischen Genossen, verlesen worden waren, wurden die Ber handlungen mittags auf Montag früh verfagt. at oid OTO Zu der bevorstehenden Beratung über Handelspolitik haben Referent Rautsty und Korreferent Sarpeles gemeinsam folgende Resolution vorgelegt: 26 000 7500 17 000 des Witterungsübersicht vom 4. November 1901, morgens 8 Uhr. Bum Schluß habe ich noch zu bemerken, daß an einigen Orten Stationen die Niederlage im Streit zur Gründung von Produktiv- und KonsumBarometers stand mm Windrichtung Windstärte Wetter Swinembe 772 23 2 bedeckt 7733 773 Still Bertin Temp. n. G. 5° C. 4° R. Stationen BarometerWindWindstärke rightung Wetter 15°.= 4°. 5 aparanba 767 Still heiter 5 1 Nebel 2 Beiersburg 765 N 1wolfen!-3 wolten! 1 Cort 770SSO 4h1b.bed. 12 77192 2hvolfent- 3 Die Socialdemokratie erkennt die Notwendigkeit an, daß der genossenschaften geführt hat. Staat Maßregeln zur Förderung und Entwicklung der Produktiv- In Süditalien und Sicilien ist das Los der Arbeiter noch ein fräfte und der Produktion selbst trifft. S. dous überaus trauriges. Das beveist schon die Thatsache, daß, während Als die wirksamsten dieser Maßregeln erscheinen ihr solche, die in den letzten Jahrzehnten in Italien im allgemeinen der Brot- und Hamburg auf die Hebung der geistigen und törperlichen Arbeitsfähigkeit der Salzkonsum zugenommen hat, er sich in Apulien und Sicilien Frants./M. 772 NO Massen( Schulwesen, Arbeiterschutz) abgielen, sowie solche, die die verminderte. Hinzukommit, daß im Süden auch in diesem Jahre die München 77150 Expropriierung und gemeinnügige Verwaltung der großen fapitalisti- Weinkrisis in voller Heftigkeit andauert. Trotz alledem beginnt es wien 773 Still fchen Monopole( Eisenbahnen, Bergwerke, Eisenhütten) bezweden. auch unter diesen gedrückten Proletarierschichten zu tagen, beginnen Wetter Prognose für Dienstag, den 5. November 1901. Aber in den Anfängen der kapitalistischen Industrie tann die sich auch hier vielversprechende Ansätze von Organisationen zu zeigen. Ruhig, ein wenig tälter, vorwiegend nebelig oder wolkig ohne wesents. ökonomische Entwicklung auch gefördert werden durch Er werden diese jungen Organisationen bestehen bleiben? Sie zu liche Niederschläge. 2 woltent- 1 Aberdeen 2 Nebel-4 Paris wolkenl- 2 Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 5. November. Opernhaus. Der Barbier bon Bagdad. Aschenbrödel. Anfang 72 Uhr. Urania. Passage- Theater. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Ueber den Wolken Im Hörsaal: Wechselstrom und Drehstrom. Invalidenstr. 57/62. Schauspielhaus. Der tommende Tägl. Sternwarte. Mann. Anfang 72 Uhr. Nenes Overn Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Die Braut von Messina oder: Die feindlichen Brüder. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Maria Magdalene. Anfang 72 Uhr. Berliner. Nacht und Morgen. Anfang 72 Uhr. Leffing. Die Fee Caprice. Anfang 71 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Im Coupé. Anfang 72 Uhr. Nenes. Das Ewig- Weibliche. Anfang 7 Uhr. Weften. Der Barbier von Sevilla. Anfang 72 Uhr. Secessionsbühne. Detlev VilienCastans Panopticum. Friedrichstr. 165. Horwarths wunderbare 6 Liliputaner mit ihren kleinsten Pferden der Welt und Pracht- Equipage! Thalia- Theater. crons Buntes Brettl. Anfang Ein tolles Geschäft. 8 Uhr. Central. Der Seetadett., Anfang 71 16r. Thalia. Ein tolles Geschäft. Anfang 7 Uhr. Luifen. Don Carlos, Infant von Spanien. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Der Märchenbrunnen. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Landstreicher. Anf. 71/2 Uhr. Belle Alliance. Frizz Reuter. Hier auf: Jochen Päsel. Anfang 8 1hr. Cafino Theater. Berlin WGroße Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Paula Worm in 8 Verwandlungen. Guido Thielscher in 11Berwandlungen. Fritz Helmerding als Wolzogen. Junkermann, Bojé. Anfang 72 Uhr. Sonntag, den 10. Nov., nachmittags 3 Uhr, zu fleinen Preisen: Gebannt und erlöft. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Berlin N. Specialitäten. An Der Märchenbrunnen. Große Berliner Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Kurt Junge. Musik von Alb. Wicher. Anf. 8 Uhr. Morgen: Dies. Borstell. Sonnabendnachu.: Prinz Diamant. Schön fang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. war's doch. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. König Aqua. Anfang 8 Uhr. Baffage Theater. Specialitäten: Borstellung. Anfang machmittags 5 11hr. Paffage Panoptikum. Speciali täten Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten- Borstellung. Großstadtzauber. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49. Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Ueber den Wolfen. Jm Hörsaa I: Wechselstrom und Drehstrom". Anfang 8 Uhr Invalidenstraße 57/62. " Anfang Wochentags 5 Uhr, Sonntags 2 Uhr. Ende 11 Uhr. Lotte Sebus, der neue Stern der Variétébühne. ,, Mascagni" Italienisches, Opern- Trio, und 18 Nummern 1. Ranges. Palast- Theater ( früher Feen- Palast) Burgstr. 22. Direktion: Winkler it. Fröbel. Das durchweg neue sensationelle November- Programm. Um 9 Uhr. Novität. Um 9 Uhr. Grossstadtzauber Ausstattungsburleste m. Gesang in 2 Aften von W. Gericke, Musit von A. Sommerfeld. Ballett- Arrangem. v. E. Chlebus. Neue Kostüme aus dem Atelier von R. Schaup. Hugo Lustig- Dir. Rich. Winkler. Neu: Williams Cirkus. Wallenda- Truppe. Anfang 8 uhr. Gutree 50 f. Sonnt. 7 Uhr. Cirkus Busch. Dienstag, 5. Nov., abends 71/2 Uhr: Elite- Gala- Abend. 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Das Buch zeichnet sich durch eine grosse Kraft klarer Darstellung der verwickeltsten theoretischen Probleme ( Sociale Praxis.) aus. Eine unbarmherzige Logik, Mitgefühl und vor allem ein völlig unabhängiger Charakter müssen ausser gründlicher Sachkenntnis von einem solchen Führer, verlangt werden, und in der That besitzt der Verfasser diese selten vereinten Eigenschaften in selten entwickeltem Grade. ist sein Verfahren durchweg ein Muster kritischer Gewissenhaftigkeit. ( Bad. Landeszeitung.) Ein Wegweiser, wie dieser dürfte gerade jetzt besonders willkommen sein. wird auch denjenigen angenehm sein, welche den Ansichten und Urteilen des Verfassers nicht zustimmen. ( New Yorker Staatszeitung.) Das Buch ist von höchster Wichtigkeit für jeden, der sich für die mehr als je im Vordergrunde des Interesses stehende sociale Frage interessiert. 2730L* Verlag von S. Calvary& Co., Berlin NW. 7, Neue Wilhelmstr. 1. Hermann Meyer& Co. Amt 7, 3781. BERLIN O. Fruchtstrasse 74. Amt 7, 3781. 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Unsre aus dem feinsten Weinsprit, bester Raffinade und den ausgesuchtesten Zusätzen hergestellten Liqueure 2,40 1,25 sind in Qualität den renommiertesten aus2,40 1,25 ländischen gleich und übertreffen viele der2,40 1,25 selben. Unser Preis ist kaum halb so hoch, 2,90 1,50 da Zoll, Fabrikations- und Handelsgewinn bei 2,90 1,65 andren deutschen Fabrikaten wesentlich geringer 1,80 1,00 sind. 2,90 1,50 2,90 1,50 1,50 0,80 1,65 1,90 1,00 2,25 1,20 0,50 0,60 Nordhäuser, sehr alt. 0,90 Schl. Weizenkorn, fein alt 0,65 Schl. Weizenkorn, sehr alt 0,90 Tafel- Aquavit 0,80 Steinhäger Slibowitz u. Kirschwasser Cognac. 1.40 0,75 1,75 0,95 alt fein 2,25 1,20 and thi Bitter Liqueure. Unser Nervus rerum ist ein aus magenstärkenden, medizinischen Kräutern hergestellter, sehr kräftiger Süss- Bitter mit ausgezeichneter Wirkung bei Verdauungsstörung. Wird von uns nur in frischer bester Qualität hergestellt. Besonders für schwache genesende Personen zu empfehlen, und auch in Krankenhäusern als Stärkungsmittel gebraucht. An Stelle der teueren Cognacs ist ein alter Nordhäuser und Weizenkorn zu empfehlen, nicht minder Slibowitz und Kirschwasser. Das oben von den Liqueuren C. Gesagte gilt in noch höherem Masse von Cognac. Wenn die Deutsch. Verschnitt- Cognac 0,90 0,50 Flaschen nur ein französisches Etikett und noch OriginalCognac flaschen 1,40 0,75 von 2,40 1,25 Hermann Meyer & Co. Franz. Verschnitt... Franz. Cognac Franz. Cognac, fein. Franz. Cognac, hochfein Rum und Arac. Verschnitt. fein hochfein Original.... 2,50 bis Punsch- Extrakte. Glühwein Arac- Punsch Grogk- Punsch Rum- Punsch. Rotwein- Punsch Schlummer- Punsch Feinere Qualitäten Ananas- Punsch Burgunder- Punsch 3,40 1,75 2,-1,05 2,75 1,50 3,90 2,15 5,40 2,90 4,40 0,90 0,50 1,25 0,70 1,75 0,95 1,30 2,20 irgend eine mehr oder weniger bekannte französische Firma tragen, wird ein ganz aussergewöhnlicher Preis bezahlt. Unsre CognacFabrikation ist aber in Deutschland auf solcher Höhe, dass die an Frankreich gezahlten Millionen für diesen Artikel einen Nationalverlust darstellen. Unsre deutschen Original- Cognacs halten jede Konkurrenz mit dem viel teureren französischen aus. Auch die von uns geführten franz. Cognacs sind bei gleicher Qualität wesentlich billiger als die andrer französischer Firmen, welche sich lediglich ihren durch Reklame bekannt gewordenen Namen bezahlen lassen. Wir beziehen nur feine, ausgesuchte Sorten in Rum und Arac und stellen die Qualität nach dem Preise, welcher jedoch sehr billig kalkuliert ist. 1,- 0,55 Sind rein und zweckentsprechend fabriziert. 1,25 0,70 1,25 0,70 1,25 0,70 1,25 0,70 1,25 0,70 Fabrikate. 1,75 0,95 2,25 1,15 Die teureren Sorten sind erste, unerreichte 2,25 1,15 Zu gleichen Preisen auch in unsren 250 Niederlagen erhältlich. Alles excl. Flasche, welche mit 10 Pf. berechnet und zurückgenommen wird. Nach auswärts gegen Nachnahme. Nicht Zufriedenstellendes wird zurückgenommen. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin h Nr. 259. 18. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 5. November 1901. Arbeifer, Sandwerker, Parteigenossen! 10 Agitiert mit ganzer Kraft für einen Sieg der Socialdemokratie bei den am Mittwoch, den 6. November, erfolgenden Stadtverordneten- Wahlen. Es gilt dem auf der Ungerechtigkeit des Dreiklassen- Wahlsystems fußenden Freifinn für seine schmähliche Vernachlässigung der socialen Pflichten einen Denkzettel zu geben, es gilt ihn daran zu erinnern, daß es im kommunalen Leben der Reichshauptstadt noch andres zu thun giebt, als Reverenzen nach oben zu machen und die Interessen der Geldsacks- Privilegierten zu fördern. Parteigenossen! Rüttelt die Säumigen auf, belehrt die Unentschiedenen, damit der Wille des arbeitenden Volfes am nächsten Mittwoch so imponierend, wie es unter dem DreiklassenwahlUnrecht möglich ist, zur Geltung komme! Die Parteigenossen der zweiten und ersten Abteilung fordern wir auf, in allen Bezirken ihre Stimmen auf den Genoffen Paul Singer zu vereinigen. Es ist notwendig, daß auch die Genossen der ersten und zweiten Wählerklasse Gelegenheit haben, bei der Wahl Protest gegen die freisinnige Kommunal- Mißwirtschaft zu erheben. Berliner Partei- Angelegenheiten. Zur Stadtverordnetenwahl. Parteigenoffen, die am Tage der Wahl helfen wollen, mögen fich einfinden Mittwoch früh 8 Uhr in folgenden Lokalen: 2. Kreis. " " sich hinter den Coulissen abspielt, um das Wohnungselend des Liberalismus verbiete es, einen solchen Mann zu unters zu verewigen und ein Sinken der Mietspreise zu verhindern? stützen. Wenn aber der Verlauf der Wählerversammlungen ergiebt, Bu lange, viel zu lange habt Ihr Euch von der Bourgeoisie daß für einen entschieden" Freifinnigen in dem betreffenden Bezirk zum Narren halten lassen. Gebt dieser Gesellschaft endlich die ihr gebührende Antwort! Versetzt Ihr einen gehörigen Denkzettel, in- wenig Stimmung vorhanden ist, dann ist wenigstens( bei den dem Ihr Mann für Mann an dem Wahltisch erscheint und für freifinnigen Wählern der dritten Abteilung- mit einem Male der ganze, angeblich so überaus tief die socialdemokratischen Kandidaten stimmt! Jeder, der in der Wählerliste steht, ist stimmberechtigt, auch wenn gehende Gegensa" vergessen, und es heißt nur noch: er inzwischen nach außerhalb berzogen ist. " Seid einig einig einig!" Selbst der entschiedenste" Freisinns Macht von dem geringen Wahlrecht, das Ihr befigt, den richtigen mann pfeift dann auf die Ehre des Liberalismus" Gebrauch! Das seid Ihr Euch, Eurer Familie, Euren Klaffengenoffen und giebt seine Stimme mit Begeisterung für den Flaumweichen" schuldig. Auf jede einzelne Stimme tommt es an. Ein jeder der auch" freifinnigen Richtung ab. Er erinnert sich noch zu rechter muß nicht nur selbst sein Wahlrecht ausüben, sondern auch die Sän Beit, daß schließlich doch auch ein Liberaler, der dem Liberalismus migen anloden, die Gleichgültigen aufrütteln, die Baghaften er zur Schande gereicht, immer noch ein 2iberaler ist, und daß das Wort: Für einen solchen Liberalen lieber gar Thut Eure Pflicht, und wir werden siegen. teinen!" gwar in der Theorie sehr schön ist, aber in der Pragis doch lieber in der Umkehrung zu befolgen ist. 4. Rommunal- ahlbezirt: Restauration von Homuth, Lüzowstraße, Ede Dörnbergstraße. 9. Kommunal- ahlbezirk: Restauration von Borgfeld, Arndtstr. 35. 10. Kommunal- Wahlbezirt: Restauration von Küßner, Hafenheide 89. 4. Kreis Südoft. 11. und 12. Kommunal- Wahlbezirk: Central- Wahl- muntern. lotal bei Fr. Felgentreff, Oranienſtr. 183. 4. Kreis- Often. 22. Kommunal- Wahlbezirt: Otto Franke, BallisadenStraße 9. 23. Kommunal- Wahlbezirk: Robert Lerche, Rüdersdorferstraße 3. 6. Kreis. Für den 34. Bezirk bei Gröbner, Dunckerstr. 83. Für den 35. Bezirk bei Ramlow, Schönhauser Allee 185, und bei Otto Bachgänger, Swinemünderstr. 34, Telephon Amt 3 Nr. 6167. Für den 32. Bezirk bei Rosin, Ruppinerstr. 42. 413 Charlottenburg. Am Mittwoch, den 6. November, finden die Stadtverordneten Wahlen in allen acht Bezirken statt. Besonders lehrreich in dieser Beziehung ist der Entrüstungsum der Socialdemokratie den gebührenden Erfolg zu sichern, ist es sturm, der diesmal gegen den jetzt viel genannten freifinnigen erforderlich, daß die Parteigenossen und Genossinnen aus Charlotten Stadtverordneten Jacobi unter einem Teil der freifiumigen Wählerburg und Umgebung sich an diesem Tage der Partei zur Verfügung schaft seines Bezirks entfesselt worden ist. Herrn Jacobis Ans stellen. Möge jeder, dem es Zeit und Umstände irgendwie erlauben, schauungen über die socialen Aufgaben einer Kommune find sattsam an diesem Tage helfend eingreifen; nur dann ist uns der Sieg bekannt. Sie kennzeichnen ihn als den verbohrtesten Manchester sicher. Alle, die gewillt sind, am Tage der Wahl mitzuhelfen, Für den 86, Bezirk bei Franz Schmidt, Ramlerstr. 28, Telephon werden ersucht, sich in folgenden Lokalen früh 8a Uhr einzufinden: essen. Die entschieden" Freisimmigen haben erklärt, es sei für den Amt 3 Nr. 5590. Für den 44. und 45. Bezirk bei Johann Pfarr, Butligstr. 10, Telephon Amt 2 Nr. 476. Für den 48. Bezirk bei Löhrich, Bankstr. 32, Telephon Amt 2 Nr. 1515. Achtung, Parteigenoffen! Morgen Mittwochabend finden in den nachstehend benannten Wahlkreisen resp. Lokalen Versammlungen zwecks Verkündigung des Resultats der Stadtverordneten wahlen statt: II. Kreis: Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. O. 1. Bezirk: Basche, Potsdamerstr. 44. Baade, Nehringstr. 25. 2. " 3. " 4. " 5. " 6. " 7. " 8. " Kant, Charlottenburger Ufer 2. Eberhardt, Spreestr. 15. Petrid, Goethestr. 33( Ede Sesenheimerstraße). Fischer, Pestalozzistr. 84. Brill, Goethestr. 78( Ede Grolmannstraße). Bredlow, Ausbacherstr. 31. den privatkapitalistischer Inter Liberalismus eine Ehrenpflicht und ein Gebot der Selbsterhaltung, einen Mann wie Jacobi nicht länger in der Stadtverordneten Versammlung zu dulden, Und doch hat der Gegenkandidat, den sie ihm in der Person des Rechtsanwalts Bieber gegeben haben, rückhaltlos erklärt, daß auch er gegebenenfalles für die Umkehrung des Wortes:" Für einen solchen Liberalen lieber gar keinen!" einzutreten bereit sei. Wenn der Bezirk für den Liberalismus gefährdet wäre, würde er selber mit allen Mitteln darauf hinwirken, daß alle Liberalen tofte IV. Kreis 0.:. Franke, Pallisadenstr. 9, und Lerche, Nüders wird über Wesen und Schäden der Hausindustrie und die wirtes, was es wolle- sich auf einen Standidaten einigten, dorferstraße 3. IV. Kreis S.0. Graumann, Naunynstr. 27. VI. Kreis: Schönhauser Vorstadt: Buhlmanns Vaudeville Theater, Schönhauser Allee 148. Rosentharer Borstadt: Swinemünder Gesellschaftshaus, Swine münderstr. 42. Gesundbrunnen: Weimanns Boltsgarten, Bandstr. 56, und Dietrich, Brunnenstr. 34. Moabit: Ahrends Brauerei, Turnstr. 25/26. Negen Besuch erwarten Die Vertrauensleute. Zweiter Wahlkreis. Dienstagabend 81/2 Uhr finden zu den Stadtverordneten Wahlen folgende Versammlungen statt: Für den 9. Kommunalwahl Bezirk bei abel, Bergmannstr. 5/8, für den 10. Bezirk bei negelsberg, Inh. Schindler, Hafenhaide 21. Zahlreicher Besuch wird erwartet. 10. Wahlbezirk, II. Tell. Auf der amtlichen Wahlfarte ist durch ein Versehen als Wahllokal das Restaurant Bum Holzwurm" bezeichnet. Das Wahllofal ist, wie auch der Magistrat den Wählern durch besondere Benachrichtigung mitteilt, die Berliner Unions- Brauerei, Hasenheide 22-31( Kaiserfaal). Die amtliche Wahlfarte behält ihre Gültigkeit als Wahllegitimation. Im 5. Wahlkreise hat der socialdemokratische Verein folgenden Genoffen Vertrauensämter übertragen. Es wurden gewählt: Zu Vertrauensleuten: Richard Babiel, Linienstr. 96. Julius Bahr, Keibelstr. 9. ved Estar Bad Zur Breßtommission: Willy Friedländer, Elsasserstr. 25. Otto Wels, Greifswalderstr. 45. Zur Lotalt ommission: Tilhelm Merter, Kl. Hamburgerftr. 10. jodarí Klein, Georgenkirchstr. 12. am 8ur Agitationstommission für die Probing Brandenburg. Franz Rozte, Greifswalderstr. 40. Im Auftrage des Vorstandes: drants Leo 8ucht, 1. Borsigender, Kl. Frankfurterstr. 8-4. " Reinickendorf- West. Heute abend 8 Uhr ist eine Boltsversammlung für Frauen und Männer bei Witive Thomas, Eichbornstraße und Augusta Victoria- Allee- Ecke. Genoffin E. Ihrer und auch er würde in diesem Falle für Jacobi eintreten. Mit schaftliche Stellung der Frau" sprechen. diesem Koste es, was es wolle!" hat der entschieden" freisinnige Nieder- Schöneweide. An Stelle der am Mittwoch aufgelösten Mann in der That den Nagel auf den Kopf getroffen. Versammlung findet morgen, 6. November, abends 81/2 Uhr, bei Franz eine Wahlvereins Bersammlung statt, in der ofte es, was es wolle!" Das ist der Gedanke, der den in die Genosse Litfin einen Vortrag hält. Ferner erfolgen Borstands- Enge getriebenen Liberalismus bei den diesmaligen Wahlen beherrscht. Nur nicht noch weiter zurüdgedrängt werden, mur nicht wahlen. - foste es, was es wolle, und wenn Die Genossen von Tegel und Umgegend werden auf die am noch mehr Mandate verlieren Mittwoch den 6. November, abends 8 Uhr stattfindende Bolts- es die Ehre des Liberalismus" to stet! Der Mann, der in dieser Weise aufs neue die alte Wahrheit bea versamlung in den Festfälen von Trapps in Tegel, Bahnhofstraße 1, aufmerksam gemacht. Der Reichstags- Abgeordnete Emil träftigte, daß die Liberalen aller Schattierungen Rosenow spricht über„ Die politische Lage und der Kampf um troy aller Mandat Streitigkeiten zusammendie Handelsverträge". Parteigenoffen, nach langem, unermüdlichem gehören, sprach vor Wählern der zweiten Abteilung, in der Kampf ist es den Genossen von Tegel gelungen, sich hier am Orte der Liberalismus, auch wenn er uneinig ist, kaum etwas zu fürchten einen Saal zu erobern. Erscheint recht zahlreich, rüttelt die Lässigen und Lauen auf, damit sich die Versammlung zu einer recht wirkungs- hat. Braktische Bedeutung gewinnt die Zusammengehörigkeitsvollen gestalte. Idee erst in der dritten Abteilung. Hier fällt es dem Freifinn foste Spandau. Morgen( Mittwoch) abends 81 Uhr findet bei nicht ein, die Mandatstreitigkeiten erst durch die Wahl selber zu entWehe eine öffentliche Kommunalwähler Versammlung scheiden. Hier reichen sich die feindlichen Brüder statt, in welcher unire Genossen Bericht über ihre Thätigkeit im es, was es wolle beizeiten versöhnt die Hände. Darum ist Stadthause erstatten werden. Recht zahlreicher Besuch wird bestimmt es aber auch nur gerecht, wenn alle ernsthaft demokratisch gesinnten erwartet. Das Resultat der Berliner und Charlottenburger Stadt- und social empfindenden Wähler dritter Abteilung die Liberalen verordneten- Wahlen wird in unfrer Versammlung bekannt gegeben aller Schattierungen als zusammengehörig behandeln und ihnen am Wahltage die verdiente Niederlage bereiten. werden. Tokales. Kofte es, was es wolle! Verlorene Mühe! I Die unpolitische Mieterpartei" hofft bei den diesjährigen. Die Freisinnigen machen verzweifelte Anstrengungen, bei den Stadtverordneten Wahlen den einzigen Kandidaten, den diesjährigen Stadtverordneten Wahlen zum mindesten sie aufgestellt hat, den Nationalsocialen und Bodenreformer Damafchte, ihren bisherigen Besisstand im Roten Hause zu zum mindesten in die Stichwahl zu bringen. Vor 2 Jahren, wo sie bewahren. Wenn es ihnen nicht gelingt, das eine oder das zum erstenmale und zwar erst bei der Nachwahl in den Kampf um andre der Mandate zurückzuerobern, die sie im Laufe der Zeit ver- das rote Haus eingriff, schnitt sie recht fläglich ab. Ihr Kandidat loren haben, so wollen fie doch den Troft haben, sich nicht noch brachte es damals in demselben Bezirk, in dem er jetzt wieder weiter zurückgedrängt zu sehen. Wie die Verhältnisse für sie liegen, tandibiert, dem Moabiter 44. Bezirk der 8. Abteilung, nur auf müssen sie es in der That schon als einen Gewinn erachten, wenn 316 Stimmen bei überhaupt 2624 abgegebenen Stimmen. fie nur teine neuen Verluste erleiden. Aber das wenigstens wollen sie mit allen Mitteln durchzusetzen ver fuchen, und dazu soll ihnen kein Opfer au groß sein. " eine Inzwischen hat Damaschke allerdings fleißig agitiert. Seine Behauptung, daß sich in Moabit in den letzten beiden Jahren sein Anhang vermehrt habe, kann sogar zutreffen, soweit es sich um den Stern seines Häufleins, die Beamtenschaft, " ersehnten Messias begrüßen werde. Dieser Gedanke beherrscht mit gleicher Stärke die Freifinnigen Erfter Wahlkreis. Die Generalversammlung findet aller Schattierungen und giebt ihnen die Richtschnur für bandelt. Es heißt, daß ein Teil der Beamten, die vor zwei Jahren Mittwoch im Lotale des Herrn Trieschmann, ihre Agitation. Mit ihren angstvollen Bemühungen, die zum in dem tonservativ- antisemitischen Bürgerparteiler" ihren würdigsten Jüdenstraße 55, statt mit der Tagesordnung: Bericht und Neuwahl Teil nach rechts, zum größeren Teil nach links abbrödelnde Wähler- Bertreter sahen, diesmal zu dem Mieterkandidaten abgeschwenkt sinddes gesamten Vorstandes, Berkündung des Wahlresultates der Stadtschaft festzuhalten, bieten sie ein Bild täglichster Grundfaz- zum großen Leidwesen der Moabiter Führer der„ Bürgerpartei", die verordneten Wahlen, Broschürenverteilung. Die Genossen werden losigkeit. Bald wird ziemlich unverhüllt mit den wirtschaftlich sich bitter darüber beklagen. ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Alles andre: fiehe Inserat. Man wird indes kaum fehl gehen, wenn man annimmt, daß Der Vorstand. wie politisch reaktionären Elementen geliebäugelt, bald werden Bierter Berliner Reichstags Wahlkreis( Often). Die den ernsthaft demokratisch gesinnten und social empfindenden Herr Damaschte selber im Innersten seines Herzens die Mehrung einige Bugeständnisse gemacht. Dabei des Zulaufs aus diesen Kreisen noch nicht als einen besonderen Mitglieder werden dringend ersucht, die Billets zur Urania- Wählern scheinbar einige aber keineswegs streng darauf gehalten, daß nach Erfolg aufieht. Ursprünglich wenigstens hatte er sich die Sache Vorstellung, welche nicht umgefekt sind, bis spätestens Mitt wird Princip der der Arbeitsteilung woch zurückzuliefern, da dieselben sonst als vertauft betrachtet dem Teil dieser doch sehr viel anders gedacht. Er hatte gehofft. daß ihm die Ar werden. Gleichzeitig werden die Mitglieder ersucht, sich am Tage doppelten Aufgabe den, auch Freisinnigen überlassen wird beiterschaft in hellen Haufen zuströmen und ihn als den lang der Kommunalwahl( 6. November) in den bekannten Lokalen zur und der andre den entschieden" Freisinnigen vorbehalten Verfügung zu stellen. Der Vorstand. bleibt. Wo es nötig scheint, da weiß gelegentlich ein„ anch" Frei- Seine ganze Agitation war auch von Anfang an darauf sinniger nicht minder geschickt den Fortgeschrittenen zu spielen und zugeschnitten, gerade in den Arbeiterkreisen Anhänger An die Charlottenburger Parteigenoffen! Am nächsten Mittwoch ist Euch durch die Stadtverordnetenwahl die socialen Aufgaben der Stommune zu betonen, während andrer zu werben. Das Programm, mit dem er vor die Wähler hintritt, ist Gelegenheit geboten, Abrechnung zu halten mit der Bourgeoisie, die seits auch die entschieden" Freifinnigen es nicht immer verschmähen, um allergrößten Teil dem socialdemokratischen fich im Stadtparlament in ihren 28 orten so gern als Vertretung einmal ein bißchen nach rechts hinüberzuangeln. Warum auch nicht Programm entlehnt. Er hütet sich aber, das den Wählern der gesamten Einwohnerschaft aufspielt, durch ihre Thaten aber So oder sofie alle wollen ja doch nur der Sache des gemein au fagen oder gar darauf hinzuweisen, daß die Socialdemo kratie in den 18 Jahren, die sie nun im Roten Hause vertreten beweist, daß sie nichts weiter ist als die Vertretung einzelner famen 2iberalismus dienen. Intereffengruppen. Auch in den wiederholt von uns beleuchteten algereien ist, thatsächlich schon manche Verbesserungen durch Was ist bisher für die Charlottenburger Arbeiterschaft geschehen? awischen den beiden Richtungen des Freisinns, gesegt hat. Wer die Verhältnisse nicht kennt und den MieterSo gut wie nichts. Habt Ihr es vergessen, mit welcher Gleich die wir allemal vor den Stadtverordneten- Wahlen erleben, tommt kandidaten sprechen hört, der muß glauben, daß er der Erste ist, gültigkeit die Mehrheit im Frühjahr die Mahnungen der socialDemokratischen Mitglieder zurückwies, etwas gegen die Arbeits- dieser Gedanke schließlich immer wieder siegreich zum Durchbruch. der eben diese Forderungen aufstellt. Herr Damaschke weiß wohl, lofigkeit zu thun? Erinnert Ihr Euch nicht mehr der beleidigenden Von den entschiedenen" Freifinnigen werden die Balgereien in der warum er von dem bisherigen Wirken der Socialdemokratie in der Form, in welcher der socialdemokratische Antrag auf Lieferung Regel mit der Erklärung eingeleitet, daß kein wahrhaft" liberaler Berliner Kommune schweigt. Wer würde ihm sonst wohl glauben, von Kohlen durch die Gemeinde im vorigen Winter rundweg ab- Mann dem flaumiveichen" Kandidaten jener auch" freisinnigen baß er erst kommen muß, damit unsre Kommunalverwaltung endgelehnt wurde? Habt Ihr keine Augen für die Komödie, die Richtung seine Stimme geben könne; die Rücksicht auf die Ehre lich einmal an ihre socialen Pflichten erinnert werde! - " Die geringe Bahl ermöglichte es den Lehrkräften, jedes einzelne Kind im Auge zu behalten und sich auch der minder begabten oder durch Krankheit zurüdgebliebenen Kinderbesonders anzunehmen. Infolgedessen gelang es den Kindern stets, das Lehrziel der einzelnen Klassen in der vorgeschriebenen Zeit zu erreichen." Unt= Die Hoffnung, mit dieser Art der Agitation Anhänger aus der Jur Bausch und Bogen wird an der Gemeindeschule| 1896 über den Betrieb der Bäckereien und Konditoreien zu I 3a Arbeiter bevölterung zur werben, ist vor zwei Jahren zu die geiflige( Abfütterung besorgt. Dieser von den social werden noch der 30. November, 7., 21., 23. und 31. Dezember d. J. Damaschtes großer lleberraschung und schmerzlicher Enttäuschung fehl.demokratischen Stadtverordneten so oft gerügte 1ebelstand als diejenigen Tage festgesetzt, an denen in Bäckereien und Kongeschlagen. Sie wird sich diesmal voraussichtlich erhält von( neuem eine Bestätigung in dem soeben ausgegebenen ditoreien Gehilfen und Lehrlinge über die vorgeschriebene Zeit hinaus weniger erfüllen. Die Arbeiterbevölkerung Moabits hat nicht Bericht über die in Wilmersdorf errichtete Moffesche Erziehungs- beschäftigt werden dürfen. Anstalt für 1899-1901. Mit der Anstalt ist eine Vorschule verdie geringste Veranlassung, sich statt durch einen Socialdemokraten bunden, die in den Berichtsjahren von 18-24 Kindern besucht war, Lottenburg beginnt Montag, den 2. Dezember, vormittags 8 Uhr. Der nächste Kurfus der au Hufbeschlag- Lehrschmiede in Char mit einemmale durch einen Nationalsocialen und Bodenreformer im welche sich auf drei Klassen verteilten. Ueber den Erfolg des Unter- Meldungen zur Teilnahme sind an den Vorsteher, Ober- Roßarzt a. D. Unterlottenburg beginnt Montag, den 2. Dezember, vormittags 8 Uhr. Roten Hause vertreten zu lassen. Sie hat dazu um so weniger Nei- richts heißt es: gung, da sie noch nicht vergessen hat, welche zweideutige Herrn Brandt in Charlottenburg, Spreestraße 42, zu richten. Zur Haltung Damaschte eingenommen hat, als er selber im WahlAufnahme find erforderlich: 1. der Nachweis über Erlernung des Schmiedehandwerks und 2. ein polizeiliches Führungsattest. kampf unterlegen zu der Stich wahl zwischen unserem Genoffen Glode und dem Kandidaten der Bürgerpartei" Stellung bemittelte erhalten freie Ausbildung und haben feinerlei Prüfungsgebühren zu entrichten. Obwohl der„ Bürgerparteiler" in öffentlicher nehmen sollte. Versammlung die Baustellenspekulation in Schutz genommen und für feine Person eingestanden hatte, daß er selber in Baustellen spekuliere, obwohl Damaschte diesen Mann aufs schärfste bekämpft hatte, erklärte er bor Stich wahl, er fönne seinen Wählern nicht raten, für Glocke cinzutreten. Seine Wähler faßten das so auf, wie es allein aufgefaßt werden konnte: sie stimmten, soweit sie sich an der Stichwahl beteiligten, größtenteils für den„ bürgerparteilichen" Schützer der Bodenspekulanten. Nach den von unsrer Seite geführten Abstimmungslisten stimmten 135 von ihnen für den„ Bürgerparteiler" und 9( neun) für Glocke. i 14. Wenn Herr Damaschke glaubt, hiernach noch mit Erfolg um die Stimmen der Arbeiter bevölkerung werben und gegen den Kandidaten der Socialdemokratie, Genossen Glocke, auftreten zu können, so wird ihn hoffentlich der Ausfall der Wahl sehr nachdrücklich eines andern belehren. tagen. = " " Einen verzweifelten Kampf um feine Freiheit führt der Nach Absolvierung der Vorschule wurden die Kinder den höheren Gärtner Kegler, der in der Großgörschenstr. 27 eine Blumenhandlung Schulen außerhalb der Anstalt überwiesen. Hier erfüllten nun nicht betreibt. K. wurde Anfang dieses Jahres wegen Hehlerei zu alle Zöglinge die Erwartungen, die nach ihren Leistungen in der 1/2 Jahren Gefängnis und zwei Jahren Ehrverlust verurteilt, weil Vorschule gehegt werden konnten, und zwar hatte dies er zehn Töpfe Alpenveilchen, die aus einem Diebstahl herrührten, „ bei manchen Schülern nur die dem Privatunterricht nahe gekauft hatte. Die Behauptung des K., daß seine Ehefrau die kommende Behandlung des Lehrstoffes in der Vorschule herbei- Blumen, nachdem sie den Handel zum Abschluß gebracht, mit dem geführt; in den großen lassen aber, wo sich der Lehrer nicht dauernd ortsüblichen Preise von 15 M. bezahlt habe, fand keinen Glauben, mit dem Einzelnen beschäftigen konnte, fiel es dem Betreffenden um so weniger, als der Angeschuldigte nicht in der Lage war, recht schwer, den Anforderungen zu genügen." Zeugen für seine Unschuld beizubringen. Auf Grund eines Auf Ein hartes, aber gerechtes Urteil über die Berliner Gemeinde- rufes, den Frau K. in unserm Blatt erließ, äußerte ein Gärtner' schulen spricht aus diesen Zeilen. Handelte es sich hier sogar doch in einer Gastwirtschaft in der Bauzenerstraße, daß er der um eine höhere Schule, wo die Frequenzverhältnisse wahrscheinlich Lieferant der Blumentöpfe gewesen wäre und seine Adresse bedeutend günstiger waren, als in den Volksschulen mit ihren von im Intereſſe des unschuldig Berurteilten bei Frau R. abs 60-70 Schülern besuchten Klassen. geben wolle. Dies ist jedoch nicht geschehen. Dringend Ueberfluß an Gemeindeschulen? Nun wird auch aus der zu wünschen wäre es, wenn fich derjenige Mann melden würde, uisenstadt ein Rückgang der Zahl der Gemeinde- welcher am 11. Dezember v. I. zwiſchen 8 und 9 Uhr morgens in schüler gemeldet. Von magistratsoffiziöfer Seite wird mitgeteilt, dem erwähnten Geschäft einen Blumentopf taufte und mit ans daß hier bereits ganze Klassen eingegangen sind und gesehen hat, wie Frau K. Zahlung für einen Korb Alpenveilchen leistete. ,, Das Wohl der Stadt" haben die Sonderkandidaten im daß bei einem weiteren Rückgang der Schülerzahl wahrscheinlich Auge, die für die diesjährigen Stadt verordnetenwahlen von mehrere Schulen zusammengelegt werden müssen. Der ,, Naturmensch" Gustav Nagel wurde gestern in der den Berliner Grundbesizer Vereinen präsentiert werden. Diese Erscheinung ist bei der Luisenstadt eher begreiflich, als bei der Jollyschen Selinit für Nervenkrankheiten den Hörern vorgestellt. NachSo steht es wenigstens zu lesen in einem Aufruf, den der Bund der Tempelhofer Vorstadt, aus der fürzlich ein Gleiches gemeldet worden dem er seine Lebensgeschichte erzählt und seine bekannten Ideen" Berliner Grundbefizer- Vereine in seinem offiziellen Organ veröffent war. Aus der Luisenstadt wird die Wohnbevölkerung infolge zum besten gegeben hatte, verließ er den Hörsaal. Nummehr äußerte licht." Wir bedürfen Männer in der Stadtverordneten- Versammlung, der fortschreitenden Ausbreitung von Handel und Industrie in sich Geh. Nat Jolly über die Krankheit des Naturmenschen. Naget welche imparteiisch, ohne Rücksicht auf einseitige Fraktionsinteressen, diesem Stadtteil immer mehr hinausgedrängt, eine Entwicklung, leidet an Paranoia. Seine figen Jbeen sucht er durchzusetzen. das Wohl der Stadt im Auge haben. Es bleibe daher niemand die das Centrum und die Friedrichstadt bereits früher durchgemacht Eine Schwefter von ihm ist irrfinnig; auch fie mußte schon ihres ant Wahltage zu Hause, und jedermann richte sein Augenmert auf haben. Die Fassung der magistratsoffiziösen Notiz läßt vermuten, Bruders Behandlungsmethode über sich ergehen lassen. Die die Person des Kandidaten, dem er seine Stimme giebt." Dieselbe daß in der Luisenstadt die Zusammenlegung von Schulen that Patienten, die am selben Leiden franten jo z. B. auch der bes - haben, wie Prof. Jolly an PhotoMahnung richten wir an die wertthätige Bevölkerung fächlich beabsichtigt wird und wohl schon sehr bald erfolgen soll, fannte Maler Dieffenbach christusähnlich zu Berlins. Man sehe sich die Kandidaten genau an und gebe seine vielleicht schon im nächsten Jahre. Diese Maßregel würde allerdings graphien erläuterte, alle das Bestreben, ihr Stimme vor allem feinem jener von den Grundbefizer- Bereinen einer Resolution entsprechen, die die Stadtverordneten gestalten, sich entsprechend das Haar zu kämmen und zu fleiden. approbierten Kandidaten, die unter dem Wohl der Stadt" nur das Versammlung im Frühjahr 1895 bezüglich der fort- Solche Stranken tragen oft eine große Eitelkeit zur Schau. So läßt Wohl der Hausbesizer verstehen und darum die städtische schreitenden Leerung der Gemeindeschulen im Innern der Stadt sich auch Nagel beispielsweise sehr gern photographieren. Die Berwaltung hindern wollen, auch nur das geringste zur Linderung gefaßt hat und auf Grund deren dann in den nächsten Jahren ein Krankheit selbst ist austeckend. Wärter, die solche Patienten zu bes der Wohnungsnot zu thun. Wer wünscht, daß den Haus- paar dieser Schulen eingezogen bezw. nach den Außenbezirken aufsichtigen hatten, dann aber auch nerveuschwache Personen find da agrariern in der Stadtverordneten- Versammlung nachdrücklich auf hinausverlegt worden sind. Davon indes, daß bei einem von befallen worden. die Finger geklopft werde, der wähle die Kandidaten der Social Rückgang der Schülerzahl die betreffenden Schulen zusammengelegt Gestern nacht wurde im Zeughaus von zwei Beughaus demokratie, die entschiedensten Gegner des Hausagrariertums! werden müssen", tam gar keine Rede sein. Es ist durchaus kein wärtern ein Mann festgenommen, der in den unteren Räumlichkeiten Unglück, wenn wenigstens in einigen Schulen die Frequenz in der Nähe der Thür nach dem Platze zu ohne Stiefel angetroffen Freifinn und Arbeiterschutz. Aus Zittau wird gemeldet, von selber auf ein vernünftiges Maß herab wurde. Die Stiefel wurden in der entgegengesezten Ecke des unteren daß die dortige Stadtverordneten Versammlung, die sinkt. Im übrigen kann die Zusammenlegung von Schulen auch Flügel des Freisinns zusammengesetzt ist, sich nahezu einstimmig Schulkindern der Schulweg verlängert wird. Man sollte doch end- Durand heraus. Er hat sich am Sonntagmittag, um zu stehlen, nur aus Freisinnigen und zwar aus solchen vom linken deshalb nicht gebilligt werden, weil dadurch einer großen Zahl von Raumes aufgefunden. Der Mann stellte sich als der hier ohne Wohnung weilende, 1877 in Brüssel geborene Tischler François den handlungsgehilfen, ge- lich einmal aufhören, in fragen des Schulwesens immer ended herself; ein Schraubenzieher, ein zerbrochenes Schloß, gegen die forderte weitere Ausdehnung der Sonntagsruhe nur die finanziellen Gesichtspunkte zu beachten, ( Schluß der Geschäfte an allen Sonntagen um 2 Uhr nachmittags) immer nur auf Ersparnisse bedacht zu sein, wie es zwei kleine Schrauben, ein Stück Licht und eine Schachtel Streicherklärt hat. Nicht einmal für den vom Zittauer Stadtrat gemachten Vor- bisher leider nur zu sehr die Gepflogenheit unsrer freisimmigen hölzer wurden bei ihm aufgefunden. Von einem Schaukaſten waren schlag, wenigstens für die Sonntage des Hochsommers( mit Ausnahme Stadtverwaltung gewesen ist. sechs Schrauben und der hintere Schloßdeckel bereits abgelöst. der Jahrmarkts- und Schießsonntage) den Ladenschluß auf spätestens 2 1hr nachmittags festzusehen, war der Freifinn zu haben. Es bleibt Der heilige Profit! Unter der Spigmarke„ Wo bleibt die Durand ist der Staatsanwaltschaft überwiesen worden. Eine weitverzweigte Einbrecher und Hehlerverbindung Gerechtigkeit?" verbreiten die Berliner Badeanstalts- Inhaber aljo nach wie vor beim 5 hr Ladenschluß an den Sonnin den Kreisen der Haus befizer ein Flugblatt, das von neuem hat die Kriminalpolizei durch die in der letzten Zeit erfolgten Ber Wie die Freisimmigen in der Praxis sich zu den Fragen des Klage führt über die verwerfliche Konkurrenz", die den Inhabern haftungen aufgedeckt. Wie jetzt festgestellt ist, standen die Handelsprivater Badeanstalten von der Stadtgemeinde gemacht leute Raphael und Rosenberg, die zuletzt als Hehler hinter Schloß Arbeiterschutzes stellen( denn auch die Handelsangestellten ge= werde. Sie halten mindestens die Einrichtung von Wannenbädern und Riegel gebracht wurden, auch mit dem Goldwaren und Uhrens hören zu den Arbeitern, obwohl viele von ihnen das noch immer in den städtischen Badeanstalten für überflüssig, da ein Mangel an händler Wolff von der Spandauer Brücke und Broh aus der nicht einsehen wollen), das ist hier wieder einmal recht klar und Badeanstalten mit Wannenbade- Einrichtung nicht bestehe und der Preis Wrangelstraße in Geschäftsverbindung. Raphael und Broh find handgreiflich zum Ausdruck gekommen. Der Beschluß der Zittauer für Wannenbäder in den privaten Anstalten nicht höher sei als in Schwäger, Wolff ist ein guter Bekannter und entfernter Berwandter Stadtverordneten wird die Handlungsgehilfen Berlins daran er den städtischen. Sie betrachten die städtischen Volks- Bade- von Rosenberg. Wie Rosenberg bei seiner Berhaftung, so machen innern, in welcher Weise hier die Stadtverordneten- Bersammlung anſtalten in ihrer jezigen Form als einen schweren auch Wolff und Broh den wilden Mann" und werden auf bor zwei Jahren mit dem socialdemokratischen Antrag. Eingriff in den gefeßlich gewährleisteten freien ihren Geisteszustand untersucht werden. Das ist allerdings die Sonntagsruhe der Handelsangestellten zu Gewerbetrieb". Diese Leute begreifen nicht, daß die auch der einzige Answeg gegenüber dem Belastungsmaterial, das erweitern, umgesprungen ist. Der Antrag forderte den Förderung der Hygiene, mithin auch die Errichtung und durch die Verhöre der Einbrecher und die Verfolgung der hierdurch Erlaß eines Ortsstatuts, durch das für Fabrik, Speditions, Eugros- Unterhaltung von Badeanstalten, eine öffentliche Angewonnenen Spuren herbeigeschafft worden ist. Die Beute, die die und Bankgeschäfte die volle Sonntagsruhe, für Detailgeschäfte gelegenheit sein muß, daß sie daher der Privat- Einbrecher machten, tam oft erst aus der dritten und vierten Hand wenigstens die Beschränkung der Geschäftszeit auf drei Stunden und spekulation am besten überhaupt zu entziehen wäre. Ihren bisher unter das Publikum. Die ganze Hehlerbande stand mit den„ bedie Festsetzung des Ladenſchluſſes auf spätestens 10 Uhr vormittags erfolglos gebliebenen Versuchen, bei der Gemeindeverwaltung mehr deutendsten" Einbrechern der letzten Zeit, Winke, Fechner, Dannin, angeordnet werden sollte. Er fand bei der Mehrheit der Versamm Berücksichtigung ihrer Privatintereffen zu erzwingen, wollen sie jetzt der Grunewaldbande, in Verbindung. Uhren und Goldwaren aus fung zunächst eine scheinbar wohlwollende Aufnahme es war damals gerade vor den Stadtverordneten dadurch einen größeren Nachdruck geben, daß sie sich hinter die den Einbrüchen bei Petermann in der Schönhauser Allee und Kunkel Wahlen und wurde einem Ausschuß zur Borberatung über einer Unterstützung von Baugenossenschaften durch die Stadtgemeinde nachdem ein Teil von dieser Ware" und von der Einbrecherbeute und wurde einem Ausschuß zur Vorberatung über- Grundbesitzer stecken. Zu diesem Zweck weisen fie auf die Abficht in der Bredowstraße wurden jetzt bei Raphael u. Rosenberg gefunden, wiesen. Dieser Ausschuß gelangte zu dem Ergebnis, der Versamm hin und stellen sich selber als ein warnendes Beispiel für bei Quade in der Gleditschstraße und Fiebig in der Kommandantenstraße lung die Ablehnung des Antrages zu empfehlen, und die Mehrheit die Grundbesitzer auf. Damit find fie mum allerdings vor bereits im Wolffichen Laden an den Mann gebracht worden war. der Bersammlung beschloß, nachdem inzwischen die Wahlen die richtige Schmiede gegangen. Die Grundbefizer sind die Raphael war schon früher verdächtig und eines Tages mit einer stattgefunden hatten, dem Vorschlag des Ausschusses gemäß rücksichtslosesten Vertreter privatkapitalistischer Interessen, die Anzahl Cigarrenkisten nach Hamburg gefahren. Als er glaubte, daß thatsächlich die Ablehnung. Es wurde damit den einseitigen eifrigften Schützer des heiligen Profites- wenigstens so mit der Festnahme von Winke und Wolff diese Sache als erledigt Wünschen der Arbeitgeber nachgegeben. 1. Die„ beweit, als ihre eignen hausagrarischen Interessen dadurch nicht beein- angesehen werde, kam er nach Berlin zurüd. Die Cigarrentisten rufene Bertretung der Handel- und Gewerbetreibenden in Berlin", trächtigt werden. Sie werden sich sicherlich becilen, den Badeanstalts- brachte er wieder mit. Sie enthielten, wie sich jetzt bei der Bedas Aeltestenkollegium der Kaufmannschaft, hatte sich in einem an schlagnahme herausstellte, Uhren aus dem Einbruch bei Kunkel. Inhabern zu Hilfe zu kommen. den Magistrat gerichteten Schreiben dahin ausgesprochen, daß zur Wie für unfre Gegner agitiert wird. Jm Moabiter Unmittelbar vor der That ertappt und festgenommen wurde Zeit ein Bedürfnis zu weiterer Ausdehnung der Sonntagsruhe durch Ortsstatut nicht vorhanden sei. Für die Mehrheit der Versammlung 44. Sommunalwahlbezirk war für Sonntag eine zwang- in der Nacht zum Montag ein Einbrecher, der es auf das Haus war das ein ausreichender Grund zur Ablehnung! Ein Antrag, die lose Zusammenkunft" der Buchdrucker durch den Kollegen Arthur Kreuzigerstraße Nr. 12 in Friedrichsberg abgesehen hatte. Hier Beschlußfassung zu vertagen und zunächst alle Beteiligten Senze- Siebenuhr( früher Breslau) zusammenberufen worden, die plante er einen schon vor längerer Zeit ausbaldowerten" großen zu hören, nicht nur die Geschäftsinhaber, sondern auch die sich mit der Stadtverordneten- Kandidatur des Nationalsocialen Metalldiebstahl. Die Polizei überraschte ihn jedoch und nahm ihm Damaschte beschäftigen sollte. Von einem Teilnehmer geht uns außer seinen Einbrechwerkzeugen auch einen zweiräderigen, auf Angestellten, wurde gleichfalls abgelehnt. Federn liegenden, ungestrichenen Handwagen ab, den er andersivo Das Vorgehen unsrer Genossen im roten Hause folgender Bericht zu: war damals von der Gesamtheit der Handelsangestellten Berlins Kollege Henze schilderte Damaschke als einen ehrlichen Mann, gestohlen und zum Wegschaffen der Beute mitgebracht hatte. mit lebhafter Befriedigung begrüßt worden, nicht der es wirklich mit seinen Forderungen ernst meine, und den Die Angelegenheit des Stadtverordneten Lüben, der wegen daher unterstützen müsse. Die Kollegen Arendsee, Steuerhinterziehung zu 180 000 Mart Strafe verurteilt worden ist, von den socialdemokratischen allein, sondern ebenso von den frei- man andre leuchteten Kollegen Henze gründlich heim, wird in einigen Blättern zu bemänteln gesucht. Herr Lüben sei u finnigen und, soviel wir uns erinnern, auch von den konservativ- Rietz und antisemitischen. Der Parteigenosse der legteren, Stadtverordneter indem sie ihm nachwiesen, daß die Socialdemokratie schon schuldig zu der Strafe gekommen, denn sein Buchhalter habe die Bürgerpartei" in der Stadt längst die jetzt von Damaschte aufgestellten Forderungen vertritt. Bücher unordentlich geführt und wäre denn auch deswegen entlassen Prezel, ein Vertreter der verordneten- Versammlung, fehlte allerdings bei der Abstimmung. Wie ehrlich es Herr Damaschke meine, jei daraus zu ersehen, daß worden. Nim at die„ Berliner Zeitung" aus Anlaß einer ihr zu Er entging so der Gefahr, es entweder mit den Handelsangestellten er vor zwei Jahren in Moabit, nachdem er selber unterlegen war, worden. Nim at die„ Berliner Zeitung" aus Anlaß einer ihr zu zu verderben, oder mit jener Gruppe von Geschäftsinhabern, nicht den Mut besaß, seinen Wählern zu empfehlen, in der gegangenen Zuschrift dar, daß Lüben sehr wohl über den Stand feines Vermögens unterrichtet gewesen sein muß und daß er den der weiteren Ausdehnung Sonntagsruhe Stichwahl für die Socialdemokratie einzutreten. haften Mitarbeiter empfohlen habe, der auf eignen Wunſch aus wurde ja die Annahme des socialdemokratischen Antrages auch gesagt, daß seine Quertreiberei in Stoflegenkreisen auf das feiner Stellung geschieden sei. Die Steuerhinterziehungen sollen eine Schmälerung ihrer Einnahmen befürchteten. In Wirklichkeit Auch wurde dem Stollegen Henze in nicht mißzuverstehender Weise Buchhalter in einem Zeugnis als fleißigen, umsichtigen und gewissen Er solle seine Bemühungen nicht fort überdies zu einer Beit erfolgt sein, als dieser Buchhalter noch gar den zahlreichen fleinen Geschäftsleuten zu gute fchärffte zu verurteilen fei. gekommen sein, die kaum weniger als die Angestellten unter feßen, denn er werde bei seinen Kollegen keine Gegenliebe finden. nicht bei Herrn Lüben angestellt war, nämlich vor dem Jahre 1896. Ser Beschränkung der Sonntagsruhe auf wenige Nachmittagsstunden Die allseitige Zustimmung zu diesen Ausführungen ließ erkennen, Eine umfangreiche Betrugsaffaire, die um so größeres Aufzu leiden haben. Inzwischen dürften die Erfahrungen init dem daß das Liebeswerben für Damaschte umsonst gewesen war. Außer sehen erregt, als ein Berliner Arzt hierbei seine Hand im Spiel hat, Achtuhr- Ladenschinß, von dem man ähnliche Schädigungen befürchtete, Henze war feiner der Kollegen für Damaschte eingetreten. die meisten eines Besseren belehrt haben. Uebrigens nahmen damals Ueber die Berufswahl der Berliner Gemeinde- Schulkinder meldet der folgende Polizeibericht: Anscheinend sehr zahlreich find auch die Sprecher der freisinnigen Neuen inten" in der hat die städtische Schuldeputation, veranlaßt durch das fönigliche die Opfer, welche das betrügerische Treiben des Dr. med. Guter Stadtverordneten Versammlung, die Herren Ulstein und Karl Gold- Brovinzial- Schulfollegium, im Schuljahr 1900/1901 zum erstenmal manu, bisherigen Juhabers einer Privatklinit, Große Hamburgerschmidt, der eine in der ersten, der andre in der zweiten Beratung, Erhebungen angestellt. Sie erstreckten sich auf 9456 Knaben und straße 20, sowie des Dentisten Joseph, Artillerieſtr. 9, und des eine nicht ganz eindeutige Haltung ein. Sie versicherten zwar die 9709 Mädchen, die zu Ostern und Michaelis nach vollendeter Schul- Dentisten Georg Jacoby, Kommandantenstraße 61, die zum Teil Von den Knaben gingen 184 in gemeinschaftlich operierten, gefordert hat. Dr. med. Guntermann Handelsangestellten ihres Wohlwollens, aber aus ihren Aus- pflicht die Schule verließen. führungen klang doch heraus, daß sie auch den Wünschen jener kurz Berufsschulen und 277 in höhere Lehranstalten über. 2547 wurden bewog solche Personen, welche sich auf entsprechende Zeitungsinferale Handwerker, 1138 Arbeiter, 181 Fabritarbeiter. 1301 widmeten sich als Kassierer bei ihm meldten, unter falschen Vorspiegelungen zur fichtigen Ladeninhaber Rechnung tragen zu müssen glaubten. Die Berliner Handelsangestellten, denen die Mehrheit der frei einem technischen Gewerbe, 572 dem Kunstgewerbe. Zum Handel Hergabe von Kautionen in erheblicher Höhe; dasselbe Manöver finnigen Stadtverordneten Berlins vor zwei Jahren eine Er gingen 1073, in Schreibdienst 396, die Gastwirtschaft wählten 109 führte, wenn auch mit geringerem Erfolge, Jacoby aus. Gemeins weiterung der Sonntagsruhe versagte, können sich jetzt mit den als Beruf, den Land- und Gartenbau 79. Nur 649 blieben zunächst schaftlich betrieben Dr. Gutermann und Joseph einen umfangreichen Handelsangestellten von Bittau trösten, wie die Zittauer sich mit noch im Elternhause. Von den Mädchen traten 221 in höhere Kreditschwindel, indem sie Gewerbetreibende um Waren der verdenjenigen von Berlin trösten müssen. Das Treiben des Lehranstalten über. 1264 gingen in Dienst, 268 zur Fabrik, schiedensten Art, wie Schreibmaschinen, Fahrräder 2c. betrogen, welche Fceisinns in den Kommunen ist überall das 1041 wollten private Handarbeiten übernehmen. Den kaufmännischen alsbald verfekt oder verkauft wurden. Die Borgenannten find fämtBeruf wählten 1862, in Staatsdienst traten 18 ein, 29 widmeten lich vor lurzem flüchtig geworden und dürften sich nach England selbe. Einer der erheblichsten Mängel in den Berliner Gemeinde- fich der Kunſt. 5506 Mädchen, weit über die Hälfte aller, verblieben gewandt haben. Den vieljährigen Bemühungen der Direktion des schulen ist die überaus starte Klassenfrequenz, die es dem Lehrer bis auf weiteres ohne bestimmten Beruf im Elternhause. Zur Bäckereiverordnung. Polizeilich wird mitgeteilt: Auf Schiller- Theaters ist es gelungen, sowohl mit der Stadt Berlin uninöglich macht, sich des einzelnen Kindes anzunehmen, um es seiner ideellen geistigen Veranlagung entsprechend zu fördern. Grund der Bekanntmachung des Herrn Reichskanzlers vom 4. März wie mit der Stadt Charlottenburg die Organisation regelmäßiger die einer von Oberspree", Boltsschüler Vorstellungen durchzuführen. Die gesamten Antrag auf Aufnahme einer Wohnungsstatistik wurde an- Dabelow, Baumschulenstr. 14. Arb. Radf. Verein„ Vorwärts" in Schöne Oberklassen der Berliner Mädchen- und Knabenschulen, wie die Ober- genommen, nachdem in der vorigen Sitzung dies als Luxus an- berg, jeden Dienstag nach dem 8. und 21. bei Obst, Meiningerstraße 8. Klassen der Charlottenburger Schulen, sollen in diesem Winter in gesehen und abgelehnt wurde wie's trefft!", mal so, mal so! Arb. Radf. Verein Fester Wille" in Berlin, Bachgänger, Swinemünderstr. 34. insgesamt zwölf Vorstellungen Wilhelm Tell" sehen. Die Ju einer persönlichen Bemerkung glaubte der Gemeindevertreter Rausch". Hussitenstr. 9.„ Norden", Löhricht, Pantstr. 32d. „ Boran", Elysium, Landsberger Aflee 40/41." Fahr wohl II 1900", Herren Stadtschulräte Carl Gerstenberg( für Berlin) und Dr. Hermann Stirchner sich als Großinquisitor gegen unfren Genossen Rapp Ober: Schöneweide, John, Wilhelminenhoffir. 18. ,, Glück auf", Friedrichsberg, Neufert( für Charlottenburg) sind eifrige Freunde dieses neuen aufspielen zu können; in furchtbar feierlichem Tone verlangte er Landhaus, Gürtelstr. 22.- Adler", Rixdorf, Bracht, Ziethenstr. 77. wichtigen Unternehmens. Aufschluß über einen Saz, den nach einem Versammlungsbericht Genosse Rapp in einem Referat über die Wohnungsfrage im Wahlverein gesprochen haben soll. Die Antwort erfolgte so, wie sie erteilt werden mußte. Gerichts- Beitung. Vermischtes. Figigkeit. Am Sonntag war bekanntlich in Leipzig die Die Diesterweg- Stiftung hielt dieser Tage ihre Hauptversamm Die Diesterweg Stiftung hielt dieser Tage ihre Hauptversamm Tung in der Aula Hinter der Garnisonkirche ab. Der Vorsigende, Reichstags- Abgeordneter Schulrat Dr. 8wid, hob in seinem JahresAus Krefeld schreibt man uns: Durch eine Explosion im berichte zunächst hervor, daß sich in den legten zehn Jahren die MitReinigungsraume der städtischen Gaswerke entstand am Sonnabend gliederzahl vervierfacht habe und daß zwei Preisaufgaben bearbeitet in der Anstalt Großfeuer. Glücklicherweise sind keine Toten zu ver sowie sechs Studienreisen im Auftrage der Stiftung unternommen zeichnen; auch hofft man, die zwei Arbeiter, welche schwer verletzt worden seien. Der zulegt über das französische Schulwesen erstattete Rawlier von der Aktiengesellschaft für automatischen Verkauf Maschinenraum zerstört ist, so sigt Krefeld auf einige Tage Neunuhr- Ladenschluß und Warenautomaten. Der Direktor find, am Leben zu erhalten. Da aber der Reinigungs- und Bericht der Herren Brüggemann und Groppler ist in Oehmigtes Verlag erschienen, den Behörden, Mitgliedern und Gönnern Gewerbe- Ordnung, wonach offene Verkaufsstellen von 9 Uhr abends Restaurationen war vom Landgericht I Berlin wegen llebertretung des§ 139 e, der im Dunkeln. Ein Teil der Hauptstraße und einige überfandt und mit wohlverdientem Beifall aufgenommen worden. So- bis 5 Uhr früh für den geschäftlichen Verkehr geschlossen sein müssen, Betroleumlampen, find elektrisch erleuchtet, sonst müssen überall dann miterbreitete er der Versammlung den Vorschlag des Kuratoriums, welche jetzt ein gesuchter Artikel sind, die für Berlin brennend gewordene Fortbildungsschulfrage erneut zu einer Geldstrafe verurteilt worden. R. wurde dafür ver- in Aftion treten. Unfre Parteigenossen, welche auf Sonntag in Angriff zu nehmen und einen geeigneten Schulmann zur Bericht den Chokoladen- und Postkarten- Automaten der Gesellschaft noch nach hatten, wußten sich mit gutem Humor in die Sachlage zu finden. antwortlich gemacht, daß einige der auf allen Bahnhöfen stehen eine stark besuchte Volts Versammlung einberufen erstattung über den gegenwärtigen Stand des obligatorischen gewerb 9 Uhr abends vom Publikum durch den Einwurf von Geldstücken Genoffe Hofrichter, welcher über Kommunalpolitik referierte, lichen Fortbildungsschulwesens in den deutschen Großstädten zu entfenden, was auch Zustimmung fand. Ferner zur Herausgabe von Waren veranlaßt werden konnten. Der An- und der überwachende Beamte erhielten eine Petroleumlampe, teilte er mit, daß der bekannte Diefferweg- Viograph v. Sawit gelagte legte Revision ein und machte vor allem geltend, daß§ 139e während ein Dutzend Kerzen in dem großen Saale verteilt wurden. in Karlsruhe sich bereit erklärt habe, Anfang nächsten Jahres hier offene Verkaufsstellen im Sinne dieses Paragraphen feien. hier überhaupt nicht Anwendung finde, weil die Warenautomaten nicht einen Vortrag über Wissenschaft und Erziehung bei Diesterweg" zu Beerdigung unfres Genoffen& coeulant. Bereits am Montage halten. Nachdem dem Schatzmeister Entlastung erteilt worden war, verwies die Sache an das Landgericht zurück. Begründend wurde morgen lief mit der ersten Bost eine von der Reproduktionsanstalt Das Kammergericht hob die Borentscheidung auf und wurde des verstorbenen Schulrats Professor Dr. Euler ehrend geSchmitz in Leipzig- Neudniß hergestellte Ansichts- Postkarte, dacht und an seine Stelle Herr Sealschuldirektor Dr. Pohle in das ausgeführt: Warenautomaten sei en offene Verkaufsstellen gemäß auf der wohlgelungen der Trauerzug dargestellt war, bei unsrer Sturatorium gewählt. Den Hauptvortrag hielt Herr Lehrer Rosin 139e der Gewerbe- Ordnung. Die§§ 41a und 189c bis e dienten Redaktion ein. über„ Diesterwegs parlamentarische Thätigkeit und seinen Einfluß nicht nur dem Schuße der Angestellten im Handelsgewerbe, Vom feltsamen Verschwinden eines Kindes. Aufgeklärt auf die Schulgesetzgebung". Der von reichem Studium und großer sondern es solle dadurch für die fraglichen Stunden auch dem dürfte eine Affaire werden, die vor etwa sechs Jahren die Beauf die Schulgesetzgebung". Der von reichem Studium und großer gewerblichen Betriebe derjenigen Geschäfte vorgebeugt werden, die völkerung des Arnswalder Kreises außerordentlich beunruhigt hatte Begeisterung zengende Vortrag fand wohlverdiente Anerkennung. frbeiter nicht beschäftigten. Arbeiter nicht beschäftigten. Hiernach müßten Waren- völkerung Hiernach müßten Waren und auch von antisemitischen Agitatoren ausgebeutet Der Sternhimmel im November. Bei Anbruch des Abends wurde. Damals verschwand aus dem Dorfe Mienten der find bereits die Sternbilder des Orion und Stier fichtbar, uni folie auch Gonio 9 Uhr abends bis 5 Uhr friih, Sonntags den Geschäftsverkehr Nachdem alles Mitternacht erreichen den höchsten Stand Walfisch, Widder, Stier, nicht freigegebenen Stunden für den geschäftlichen Verkehr dreijährige Sohn des Besitzers Fenske. gewesen, Nachsuchen vergeblich nahm ein Teil der BePerfeus. geschlossen sein, soweit nicht gesetzliche Ausnahmen in Betracht tämen. Von den Planeten geht Merkur mit der Sonne auf und Im vorliegenden Falle müsse das Landgericht nachprüfen, ob der völkerung an, daß das Kind von einer um diese Zeit in der unter, und wird erst von der Mitte des Monats ab vor Sonnen automatische Verkauf von Bonbons, Chocolade und Ansichtskarten Gegend gesehenen Zigeunerbande entführt worden sei, andrerseits aufgang fichtbar. Venus steht am Abendhimmel und geht um unter die Ausnahmen falle, welche der Berliner Polizeipräsident als ging das Gerücht, daß der Kleine einem Ritualmord zum Opfer 1/47 1hr, Ende des Monats vor 7 Uhr unter. Mars geht bereits Ortspolizeibehörde nach§ 189 e Absatz IV bestimmen fönne und be- gefallen. Jezt verlautet, daß ein in jener Gegend wohnender bor 6 Uhr, Ende des Monats vor 1/26 1hr abends unter. Jupiter stimmt habe. Handele es sich um solche Ausnahmen, dann sei An- Förster St. auf seinem Sterbebette bekannt habe, daß er den Knaben ſteht im öftlichen Teil des Schützen, er ist bis nach 1/28, Ende des geklagter freizusprechen, im andern Falle müßte es dagegen versehentlich erfchoffen und dann aus Angst, bestraft zu werden, verMonats bis 1/47 Uhr abends sichtbar. Saturn, der ebenfalls im bei der Verurteilung bleiben. Die Behörde beschäftigt sich bereits mit dieser AnSchützen steht, geht nur wenig später unter als Jupiter; er nähertu Posen begann gestern der im Juli d. J. vertagte Prozeß zu bringen. gelegenheit, und es dürfte so gelingen, Licht in die mysteriöse Sache fich diesem mehr und mehr, die größte Annäherung beider Planeten findet am 29. Nobember statt. Uranus im Sternbild gegen 13 polnische Studenten wegen Teilnahme an einer ge= heimen Verbindung. Es sind nur acht Angeklagte erschienen, darunter der Student der Medizin Szulczewski, der im Juli fehlte. Ferner ist der von der Verteidigung als Entlastungszeuge geladene Student Bolewski zur Stelle. Ende des des Storpions 6 Uhr abends, zu geht 1m Monats schon um 1/45 Uhr unter. Neptun, der in den Zwillingen steht, ist von 128 Uhr abends an die ganze Nacht hindurch sichtbar. Der Mond geht als legtes Biert Biertel am 3. November um 1/212 Uhr nachts auf. Neumond ist am 11. November, an diesem Tag befindet sich der Mond in Erdferne. Als erstes Viertel geht er am 19. November um 3/41 Uhr mittags auf, um Mitternacht unte; Vollmond haben wir am 26. November, und zwar geht der Mond um 1/25 Uhr abends auf, um 9 Uhr morgens unter. Die Erdnähe erreicht er am 25. November. = den Vereinskalender. scharrt hätte. Marktpreise von Berlin am 2. November 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Rindfleisch, Keule 1 kg Kartoffeln, nene, D- Ctr. Schweinefleisch dv. Bauch Kalbfleisch Hammelsleisch Butter elzen, gut D. Cir. 8, " mittel gering 41,70 1,20 1,40 1. " Roggen, gut " 1,60 1,30 mittel gering 1,80 " 1,60 1. " Gerfte, gut " mittel gering 14,40 13,70 13,60 13,00 2,80 2, 12,90 12,30 Gier Karpfen 60 Stint 5 00 2,40 1 kg 2,20 1,20 " * pafer, gut mittel gering 16,20 15,40 Aale 2,50 1,20 " 15,30 14,60 Bander 2,50 1,20 14,50 13,80 Hechte 2,00 1, " Nichtstroh 7,50 7,00 Barsche 1,80 0,80 " 8,80 6, Schicie 2,80 1.20 40. 25, Bleie 1,40 0,60 50, 25, Krebse per Shot 16,- 3, 6030, * frei Wagen und ab Bahn. Oeffentliche Bibliothek und Lefehalle zu unentgeltlicher Bes nutzung für jedermann, Alexandrinenstraße 26, Gartenhaus. Geöffnet werftäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-5 und 3-6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und 430 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung. uit ber II. Bor: Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Am Tage des Neumonds, 11. November, findet eine ring- figender: A. Hübner, Wilhelmstraße 134. Erster Kassierer: Seikrit, Fidicinförmige Sonnenfinsternis statt, die in Arabien, Südindien traße 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an und dem östlichen Teil des Mittelländischen Meeres sichtbar sein Friedrich Stortuni, Laufigerstraße 33. Dienstag, Uebungsstunde, abends en Eibsen wird. Für Deutschland ist die Finsternis mur partiell, in Berlin 9-11 Uhr. Gerechtigkeit"( Westen), Bartel, Bülowstr. 59. Olympia", Speisebohnen Grüner Weg 29. Hand in Hand I", Turan, kann das Ende derselben, der Austritt des Mondes aus der Sonne, Zimmermann, Naunynftr. 88. Streuzberg", Heinze, Bergmannstr. 70. um 8 Uhr 5 Minuten morgens beobachtet werden. Edelweiß", Vinsen Lüpple, Melchiorstraße 15. Echo", Mündner, Linienstr. 19. Wiederhall", Schnieber, Admiralstr. 21. Freiheit II", Schmauser, Produktenmarkt vom 4. November. Auf dem Getreidemarkt entwickelte Adlershof, Bismarckstr. 16. Myrthenblätter", Spät, Georgenkirchstr. 65.. fich anfangs feste Tendenz, hauptsächlich infolge des anscheinend ziemlich Unverzagt II", Bachstein, Salzwedelerstr. 16. Rote Nelke II", Rosin, plöglich eintretenden Winterwetters. Weizen und Roggen waren bis Ruppinerstr. 42. Vorwärts IV", Schulze, Rathenow, Jägerstr. 12 M. höher gehalten, doch blieb das Geschäft ruhig, da die Unternehmer Alpenglocke", Gold, Große Frankfurterstr. 133. Weddinger Harmonie", sich vorläufig noch zurückhalten. Das Warenangebot blieb knapp. Die Milbrodt, Müllerstr. 7. der Mart. Vorwärts VIII", Schurbaum, Marwig in ohnehin nicht rentablen russischen Offerten stellten sich infolge erhöhter „ Sangeslust II", Bergmann, Basewalterstr. 3. Rose I", Weiße Frachtsäße noch teurer als in den legten Tagen. Mehl fand fast gar teine Willer, Reinickendorf, Provinzstraße. bund", Siemte, Nowawes, Wallstraße 55 Arbeiter Mai: Beachtung. Von den ausländischen Getreidebörsen wurden meist erhöhte Müggelheimerstr. 29. Glasarbeiter", Köpenick, Preisnotierungen gemeldet. Safer und Mats verkehrten in fester Tendenz. „ Esmeralda", Schammler, Warschauerstraße 14. Kreuzberger Harmonic", Möhring, Admiralstraße 18 c. Auch Rüböl war im Preise leicht gebessert, aber sehr still. „ Nord Ost", Conrad, Borndorferstr. 6 Spiritus war unverändert, 70er loco 32,90 m. Schluß für GeFreie Feldblume", Schmidt, Stalizerstr. 51/52. treide: Dezember- Weizen fest, 1 W. höher; sonstige Lieferungen beider Cäcilia", Brandenburg a./H., Bettermann, Brotfrüchte geschäftslos. Orgelfonzert. Herr Otto Dienel giebt in der Marienkirche am Mitt woch, den 6. November, mittags 12 Uhr, ein Bach Konzert bei freiem Eintritt unter Mitwirkung von Frau Anni John- Rösel, Fräulein Teresina Gläfer, Herrn Arthur Barth, Herrn Konzertmeister Leopold Hartmann und Herrn Rob. Schwiesselmann. Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern. Der Kursus„ Einführung in die lateinische Sprache", eine Wiederholung des im vorigen Winter abgehaltenen, beginnt am Dienstag, den 5. November, abends 82 Uhr, in der Aula des Französischen Gymnasiums, Reichstags: Ufer 6. Herr Geh. Reg.- Rat Prof. Dr. Diels wird den einleitenden Bor: trag halten, Herr Privatdocent Dr. Heim den eigentlichen Kursus über: nehmen. Im Anschluß an diesen soll nach Weihnachten ein zweiter Kursus stattfinden, in dent ein Buch aus Cäfors gallischem Krieg gelesen und erklärt werden wird. Eintrittskarten zum Preise von 1 M. für den sechs Abende umfaffenden Vortragskursus sind zu haben bei: Georg Belling, Cigarren: handlung, W. Leipzigerstr. 136; A. Schüß, Rendant, O. Holzmarktstr. 60; Chr. Alschendörfer, C. Sophienſtr. 20; F. 23. Lederer, Buchhandlung, W. Kurfürstenstr. 70; Bernhard Staar, Buchhandlung, SW. Friedrich straße 250; Centralstelle für Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen, W. Köthener: Straße 23. Arbeiter- Bildungsschule. Bei dem am vergangenen Sonntag stattgefundenen Fest im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, ist ein Portemonnaie mit über 20 Mart Inhalt verloren gegangen. Der Finder wolle dasselbe gefälligst in der Bibliothek der ArbeiterBildungsschule oder beim Portier des Gewerkschaftshauses abgeben. Aus den Nachbarorten. " 対 = Einig", Schu 3, Blumenstr. 38. ſtr. 3.„ Schneeglödchen II", Botsbaut, Glaſer, ein, Beinstraße 11. Alpenröslein", Hilgenfeld, Bergstr. 60. Kupferschmiede", straße 15a. Bluhm. " " Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. E. S. 59. Die Genossen in der ersten und zweiten Abteilung ver einigen in allen Bezirken ihre Stimme auf den Genossen Singer. Wilhelmsdorferstraße 111. Brandenburger Kommunikation 16.„ Textilia", Wezel, Wrangelstr. 136. Froh- Hoffnung", Schilling, Kyffhäuserstr. 16.- Rosenrot", Pornich, Schweden: ftraße 11a. Schuhmacher", Weigmann, Andreasstr. 32. Frohsinn I", Rummelsburg, Beutling, Göthe und Kantstraßen: Ecke. " Akazie"( gem. Chor), Dalg, Stalizerstr. 94 b.„ Eichenkranz", Prenzlau, Lorenz, Klosterstraße. Hand in Hand II", Friedrichsberg, Zeidler, Frant: furter Allee 176. ,, Vorwärts IX", Charlottenburg, Wernice, Bismarc 28. K. 99. Die Kinder eines Preußen find Preußen, auch wenn sie straße 34. Maiglödden II", Stöpenid, Bielemann, Müggelheimerstr. 35. außerhalb Preußens geboren sind. Jeder Deutsche fann außerdem die AufEinigkeit", Rummelsburg, Rechlin, Neue Prinz Albrechtstraße 44. nahme in den Staatsverband verlangen, in dem er sich niedergelassen hat. Freiheitsklänge", Weihnacht, Grünftr. 21.„ Einig", Schulz, Blumenstr. 38. Er hat dann zwei Staatsangehörigkeiten. D. G. 39. Wenden Sie sich Alte Eiche", Apell, Prinzen: Allee. ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Rosenthaler Vorstadt", mit einer Beschwerde über den Rektor Prügellust an die Schuldeputation " Bufunft I", Stegliz, Schellhafe, Ahorn- und beantragen Sie ferner Umschulung Ihrer Tochter. P. 2. 100. Concordia", Lier, Alte Jakobstr. 119. Sofenrot", Lehnen Sie Zahlung der Forderung ab. Die Forderung ist längst Tauschel, Wiesenstr. 29. Freier Männerchor Nord West", Pflaumbaum, verjährt; überdies haften Sie nicht für die Schulden Ihres Mannes. Rostockerstr. 28. Anselm. Der Lehrherr ist verpflichtet, dem Handlungslehrling die zum Die Stadtverordneten- Wahlen in Spandan, welche für die Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Besuche einer Fortbildungsschule erforderliche Zeit zu gewähren. Sie britte Abteilung am 12. November( in der Zeit von 10 bis im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, Butbuser tönnen auf Erfüllung dieser Pflicht beim Amtsgericht klagen. Rt. 25. 1 Uhr und von 5 bis 8 Uhr) stattfinden, haben diesmal die Gegner Straße 44, IV. Dienstag: Rauchtl. Eldorado", Grüner Weg 120, Sie sind feit dem 1 Januar 1900 nicht mehr zur Erstattung der Kosten ganz besonders auf die Beine gebracht. Während früher schon bei Grüne Giche", Urbanstr. 51, Pech." Ambalema", Forster verpflichtet, die dadurch erwachsen sind, daß die Gemeinde als Armenverband allen Kommunalwahlen die Mitglieder der Kriegervereine zum Domingo", Waldemarstr. 16, Scheibe. straße 19, Udel. Neuer Berl Rauchflub", Reichenbergerstr. 146, Anklam. Ihrem Sohn Krautenpflege gewährt hat. Ebenso sind Sie zur Erstattung Kollegia", Reichenbergerstr. 157, der Almosen nicht verbunden. Die Erstattung, ratenweise Abtragung dieser Kampf gegen den Unsturz" kommandiert wurden und regel Bergner. Einigfeit I", Brinz Handjerystr. 72, Zum Ambos. Korea", Kosten und dergleichen beseitigt den durch Gewähren der als Armenuntermäßig der amtliche Wahlapparat in Funktion gesezt ward, Weibenweg 40. Neuer Hain", Langenbeckstr. 7, Techtmeier. Bruder stügungen betrachteten Leistungen eingetretenen Verlust Ihres Wahlrechts nicht. find diesmal unsre Gegner auf den Ausweg verfallen, alles, was bund", Grünauerstr. 5, Gallowsty. Blütenduft", Cotheniusstr. 1, Fedtke. 23. B. 100. 1. Die Reichstags- Abgeordneten erhalten feine Diäten. sich die Bekämpfung der vorwärtsstrebenden Arbeiterschaft zum Ruhiga", Brizerstraße 46, Herzog. Pfeifentopf", Falkensteinstr. 5, Gin Gefeßentwurf, der dies verlangt, ist dußzendmal vom Reichstag an Lebenszwed gemacht hat, unter einen Hut zu bringen. Daß Bonell.„ Gemütlichteit I", Wanteuffelstr. 101, Gläfer." Diana", Schöß, genommen, vom Bundesrat aber nicht. 2. Ihre Frau ist invaliden, nicht Dieser Zusammenschluß aber unter Umständen den Biedermännern Bremerstr. 71 Braue Bolle IV"," Butbuſerſtr. 30, Mönch. 9. Kairo", Schul: trantenversicherungspflichtig. I. N. Die Urkunde braucht nur dem erst recht zum Verhängnis werden kann, scheinen sich diese Leutchen Borndorferstraße 9, Kynast. 5. Stein Streit", Betreffenden selbst( vom Amtsgericht) erteilt zu werden. Sie tönnen auf Veilchenblau", Winsstraße 56, Dimke. wohl nicht überlegt zu haben, denn sonst hätten sie zum mindesten Kräftiger Bug", Riesling, Stalizerstr. 41. Grund der Ihnen erteilten Vollmacht solchen Antrag für den Betreffenden „ Eldorado I", Rüdersdorfer: stellen. Mt. D. 2. 1. und 2. Ein eigenhändig ge- und unterschriebenes, nicht den Grundbesizer Verein in ihre Gemeinschaft ftraße 11, Neumann Geranium", Zorndorferstr. 8, Müller. Weichsel- formgerecht abgefaßtes Testament ist ohne Stempel oder Uebergabe an aufgenommen. Dieser Umstand allein lehrt den Wählern der duft II", köslinerstr. 3, Krabbenhöft." Seegras", Liegnigerstr. 18, Mane- Gericht, Notar usw. gültig. Beispiele finden Sie S. 238, 231, Nr. 55-59 dritten Abteilung schon, wes Geistes Kinder die vereinigten gold.„ Bolldampf", Münchebergerstr. 9, Ludsee. Lustige Brüder", Neu: des dem„ Arbeiterecht" beigefügten Führers. 3. Die Kosten Ordnungshelden sind. Die Grundbefizer werden aus der Koalition Weißenfee, Heinersdorfer Weg 38, Helmke." Fidele Brüder III", Fidinger, richten sich nach der Höhe des Objetts.. 2. W. Nein. den Vorteil ziehen. Welchen unheimlichen Einfluß diese Herren heute Putbuserfir. 19 Victoria", Heiler, Borhagenerstr. 21.„ Edelweiß", Haude. 1.- 4. Der Austritt aus der Kirche ist in Bayern. bei dent schon ausüben, lehrt die Thatsache, daß sich 33 von den 42 Stadt- iirdorf, Ringbahnstraße 24. Faustner.„ Einsiedler", Neu- Weißensee, Pfarrer zu erklären, ist aber für Nicht- Bayern überhaupt unzulässig. Wilhelmstr. 2. Jrmeler." Flora", Wilfen, Friedrichsberg, Kronprinzen 5. 20 f. Und da sollte fich ftraße 14 Mariendorf 73. 1. Schulden auf Ihren Namen kann die verordnetensitzen in ihren Händen befinden. Abguk II". Schulz, Höchstestr.30. Gloria", Köslinerstr. 11. Betreffende mit rechtlicher Wirkung nicht machen. Lohn müssen Sie zahlen. wirklich die Wählerschaft der dritten Abteilung von diesem" Bufunft Neu Weißensee, Neuendorf, Friedrichstr. 5. Tabat zur 2. Nein, Sie haben etwa 18 bis 25 Mart Alimente monatlich zu zahlen. Ordnungsbrei födern lassen? Das wird nicht geschehen! Thut Asche", Stant, Charlottenburger Ufer 2." Thonpfeife", Schöneberg, 3. und 4. Nein. Passet. Eine solche Veranstaltung wäre eine strafbare jeder von unsren Anhängern bis zum Tage der Wahl seine Pflicht Schieder, Sedanstr 52. Nordpol", Günther, Hennigsdorferstraße 4. und außerdem mit hohem Lotteriestempel belegte Veranstaltung einer Lotterie und gelingt es, das anstürmende Hausagrariertum famt den Weichseldust III" Schulz, Neu- Weißensee, Sedanstr. 24. Grüner Hain", ohne behördliche Genehmigung.. W. Sie müßten das gesamte Rest Kernspize", Krusemart, Rigdorf, Jägerstr. 69. Taufgeld und die Kosten zahlen. liberalen und andren verkappten Arbeiterfeinden fräftig zurüd- Rott, Straßmannftr. 23. Wenn Sie vor dem Termin Columbus", Conrad, Urbanstr. 87.- Bortorito", Gehrke, Langestr. 23.Feste zahlen mit dem zuwerfen, dann ist auch der Sieg wieder unser. fo Anwalt Klagerücknahme vereinbaren, Männer", Kubazfy, Arndtstr. 21." Tafu", Giebel, Neu- Weißensee, Sedan: würde die Kostenlast eine erheblich geringere fein. O. 10. Ja. Steglitz. In der letzten Gemeindevertreter- Sigung machte der Straße 30 Weichselduft Moabit", Zibell, Rostockerstr. 31.- ,, Kleeblatt", B. B. Die Kontrollversammlungen haben fast alljährlich in der ersten Gesundbrunnen", Klinge, Kolonieftr. 137. Hälfte des November stattgefunden und find fast stets mit den Stadt Borsigende zunächst die Mitteilung, daß der Gemeindeverordnete Rummelsburg, Kantstr. 43. verordneten Wahlen zusammengetroffen. Die öffentliche Stimmabgabe, die Haad fein Amt niedergelegt habe. Sodann wurden unter" Wiedersehn", Neu- Weißensee, Weber, Friedrichstr. 35. Ausschluß der Oeffentlichkeit die Anstellungsbedingungen für den Theaterverein, Wilhelmshof, Eversstr. 81 Gefang, Turn: und gesellige Bereine. Dienstag. Schöneberger Ausübung des Wahlrechts wird durch den Erlaß nicht betroffen. Derfelbe Hinweis, wie der jetzt im Vorwärts" erfolgte, ist bei früheren Stadtneugewählten Gemeindevorsteher festgelegt. Zur Regulierung und Arbeiter Turnerbund. Dienstag und Freitag: Turnv. Fichte", verordneten Wahlen veröffentlicht und ohne irgend einen Nachteil befolgt gärtnerischen Ausschmückung des Carmerplages wurden Berlin, abbs 8-10 Uhr: 2. Männerabt: Staligerstr. 55/56; 4. Männer worden. Die im Reichstag wiederholt befolgte Besprechung des Erlaſſes 3000 m. bewilligt, ebenso auf dringlichen Antrag des Gemeinde- abt.: Moabit, Siemensstr 20; 5. Männerabt.: Aderstr. 67; 6. Männerabt.: abermals zum Abbruck zu bringen, liegt kein Anlaß vor. Die Besprechung vorstandes 7000 M. zum Bau eines Wohnhauses für Saison Stallschreiberstr. 54; 9. Männerabt Müllerstr 158, Ecke Triftstraße; finden Sie in den Etatsverhandlungen. 5. S. Das Branntweinsteuerarbeiter auf dem Riefelgute Klein- Biethen. Dieser Antrag tam 10 Männerabt. Petersburgerſtr. 4; 11. Männer- Abt. Fürbringerstr. 33; Gesetz vom 24. Juni 1887 und 16. Juni 1895 ist feineswegs in seinem etwas überraschend, denn noch vor kurzer Zeit, als unser Vertreter bei Abt.: Boedhstr 17/20; 6. Lehrlingsabt: Reichenbergerstr 67/70; 8. Jugend: Borschriften über die Branntweinsteuer mit dem 30. September dieses Jahres 1 Lehrlingsabt: Friedenstr. 37; 1. Jugendabt: Friedenstr. 37; 3. Lehrlings: ganzen Umfange aufgehoben. Es find aber nach§ 50 des Gesezes die Gelegenheit der Abnahme der Jahresrechnung über das Riefelgut die Abt.: Höchsteftr. 36/37; 1. Damenabteilung: Mariannen- Ufer 1a. ( infolge der Obstruktion am 15. Juni) gefallen. Die Brennsteuer darf also Wohnräume als nicht menschenwürdig bezeichnete, war der Ges Arbeiter Schivimmerbund. Anfragen an E Bratte, Pantstr. 21. für die Zeit nach dem 30. September nicht mehr erhoben werden. Beantragen meindevorstand der Meinung, daß sie den Ausprüchen der Arbeiter Dienstag:" Neptun"( Weißensee), abends 72 Uhr, städtische Badeanstalt Sie Rüderstattung des irrtümlich erhobenen Betrages. A. C. H.. Ja, genügten. Im Interesse der Arbeiter ist dieje plößliche Meinungs- Turmistr. 85a;" Borwärts", städtische Badeanstalt Schillingsbrücke. 23. K. 1000. Die Ehefrau haftet nicht für die Schulden ihres Mannes. Arbeiter Stenographenverein änderung nur zu begrüßen. Der Antrag unseres Genossen Rapp, " Stolze".( Einigungssystem.) E. S. Altwaffer. 1. und 2. Die Räume müssen den baupolizeilichen die Grabstellen Gebühren für Reihengräber aufzuheben, Bezirt Norden", bei Gleinert, Schulstr. 29, abends 8 Uhr. Vorschriften entsprechen; wie die dortigen lauten, ist uns unbekannt. Gegen Arbeiter Radfahrerbund„ Solidarität". Gau 9( Prov. Branden- das Verbot können Sie den Weg des Verwaltungsstreit Verfahrens be wurde als„ socialistisch" gegen eine Stimme abgelehnt; es wäre burg.). Alle Zuſchriften und Anfragen, den Bund betreffend, find zu richten schreiten. auch zu viel verlangt von Rigdorf 100. Ein Prozeß hätte wenig Aussicht auf Erfolg. den Freisinnshelden, für eine an den Bau- Borsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Dienstag: A. S. 56. 1.- 4. Ueber Reisegelegenbeiten u. dergl. giebt am besten solche" alte" liberale Forderung einzutreten, welche fie offenbar Arb Radf. Verein„ Rixdorf", Thomas, Hermannstr. 48/50. Radf. Verein das amtliche Kursbuch und die amtliche Auskunftsstelle( Anhalter als eine Jugendeselei" des Liberalismus betrachten. Ein Frisch auf" in Baumschulenweg jeden 1. und 3. Dienstag im Monat, Bahnhof und Bahnhof Alexanderplatz) Auskunft. 5. Nein. 21. Nein, " M und - II. Wahlkreis. Dienstag, den 5. November, abends 8 Uhr, bei Habel, Bergmannstr. 5/8: Kommunalwähler- Versammlung für den 4.4. 9. Bezirk 1. Tages Ordnung: Achtung! 1. Wahlkreis. Achtung! Socialdemokratischer Wahlverein für Eigene Konfektion. den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sertige Kleider Mittwoch, den 6. November, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Trieschmann, Jüdenstraße 55: Was wollen die Socialdemokraten?" Referent: Stadtverordneter Arthur Stadthagen. General- Versammlung. Tages Ordnung: 2. Ansprache des Kandidaten für den 9. Wahlbezirt Dr. med. Alfred Bernstein. 3. Diskussion. Dienstag, den 5. November, abends 8 Uhr, bei Schnegelsberg( Inhaber Schindler), 1. Verkündung des Wahlresultats der Stadtverordnetenwahlen aus allen Hasenheide Nr. 21: Kommunalwähler- Versammlung für den 10. Bezirk. Tages Ordnung: 1. Was wollen die Socialdemokraten?" Referent: Stadtverordneter Bruns. 2. Ansprache des Kandidaten Fritz Zubeil. 3. Diskussion. Um recht zahlreichen Besuch ersucht Das Wahlkomitee. Berlin 4. Kreis( Osten). 238/17 Dienstag, den 5. November 1901, abends 8, Uhr, bei Stechert, Andreasstraße 21: Kommunalwähler- Versammlung für den 22. und 23. Wahlbezirk. Bezirken. 2. Bericht der Statutenberatungs Kommission. Christian Bohn. 3. Bericht des Vorstandes und Kaffenbericht. Referent: Genosse 4. Neuwahl des Vorstandes und Wahl der Abteilungsführer. 5. Vortrag des Genossen Walded Manasse über: Kommunale Streiflichter." Gratisverteilung der Broschüre zur Landtagswahl". Die Mitglieder erhalten das Parteitags: Protokoll gegen Nachzahlung von 20 Pf. in der Versammlung sowie an den Zahlabenden. Der Vorstand. III. Wahlkreis. Mittwoch, den 6. November, abends 8 Uhr, im Gewerkschafts. hans( großer Saat), Engel- Ufer 15: Versammlung des Wahlvereins. 241/3 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bur Beachtung! Die Bezirksvertrauensmänner- Versammlungen finden der Stadtverordneten- Wahlen Tages Ordnung: Die Bedeutung der bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referent: Reichstags- Abgeordneter Genoffe wegen morgen, Mittwoch, nicht statt. Singer. Die Parteigenossen werden ersucht, für diese Versammlung rege zu agitieren. 215/ 4* Die Wahlkomitees. IV. Wahlkreis( Süd- Ost). Die Ortsverwaltung. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, den 5. November cr., abends 82 Uhr, in den Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Central- Festfälen, Oranienstraße 180: Mittwoch, den 6. November cr., abends 8½½2 Uhr: Enorm billig praktische reinwoll. Jackettkleider neue Modelle[ 27132* elegante Façons in Covercoat u. Homespun 15 M., 20 Mt., in feinster Ausführung 30 Mt. Reich garnierte Strassenkleider 20 Mt., 25 Mt., 30 Mt. Schwarze Kleider in Phantasiestoffen 20 Mt., 25 Mt., Eleg. weisse Kleider in Cheviottammgarn 25 Mt., 30 Mt. Golf Capes 5,50 Mt., 8 Mt., 10 mt., 15 Mt. Jacketts aus Eskimo, Homespun, moderne Façons, in tadelloser Ver arbeitung, 10 Mt., 12Mt., 15 Mr. Sackpaletots 90-110 cm lang, von 12 Mr. Seidenplüsch- Jacketts Seidenplüsch- Kragen glatt, bestickt und Belzbesatz 27 Mt., 30 Mt. bis 50 Mr. Schwarze, glatte und bestickte Capes und Kragen in Estimo a. wattiert 10mt., 15Mt. 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November, abends 81/2 Uhr, bei Barthel, Bülowstraße 59: Bertraneusmänner Konferenz für den Westen. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Oeffentliche Kommunalwähler- Versammlung Arbeitervertreter- Verein Berlin. 2. Diskussion. für den 29. und 41. Bezirk. Tages Ordnung: Donnerstag, ben 7. November 1901, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal III, Engel- Ufer 15: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Die Krankenversicherung der Heimarbeiter. Ref.: Stadtverordneter Genoffe Borgmann. 2. Disfussion. 3. Berschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Stadtverordueten- Wahlen. Referent: Dr. Curt Freudenberg. 217/ 5* Bflicht der Parteigenossen ist es, in den uns fernstehenden Kreisen der Wähler eifrig zu agitieren. Das Central- Wahlbureau für den 29. Bezirk befindet sich Rosenthalerstr. 11/12, daß des 41. Bezirks bei Franz Gittler, Luisenstr. 26. Die Genossen, welche mitarbeiten wollen, haben sich früh 8 Uhr dort zu melden. 53/13 Das Komitee. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Atung! F4 grosse Kommunalwähler- Versammlungen. Dienstag, den 5. November, abends 8% Uhr: Der Vorstand. J. A.: R. Ahrens, Kommandantenstraße, Ecke Lindenstraße. Mass- Anfertigung. Harmonium, vorzügl., auch Sonnt straße 58, Dittrich. THOSK HECHT BERLIN zu verf. Friedrich137/4 S Stempel Fabrik bon[ 23848* Robert Hecht, Berlin S., Oranienstr. 142, liefert schnell und billig alle Arten Stempel in bester Ausführung. Kautschut typen" Perfett" zum Zusammensetzen einzelner Wörter fowie ganzer Säge von 1.50 M. an Herren- Anzüge, Paletots eleg. Ausführung bei nur gering. Teilz. J. Landsbergerstr. 13, Sattler. Achtung! Kurzberg, Gr. öffentl. Protestversammlung der Mitglieder der Orts- Krankenkasse der Sattler und verwandten Gewerbe zu Berlin am Donnerstag, den 7. November 1901, abends S Uhr, im Gewerkschaftshaus( gr. Saal), Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: V AM& Tel. 4, 1069 Petroleumgehänge parterre. 26562* Herm. Arnhold Alexandrinenstrasse 110, Messpalast, 1. Etage im 2. Hof Verkauf direkt aus dem Fabrikmusterlager Private auch Teilzahlung Modernste " " " " " " Salonkronen bon 21,00 Mr. an 36,00 Die Gründung einer Zwangs Junungs Krankenkaffe und Speisesaal- Kronen 2,00 " 275/3 Byren. uufre Stellungnahme dazu. 4,00 " Mitglieder! Wenn Euch das eigne Interesse am Herzen liegt und Ihr bis zu ben elegantesten Genres. Pflicht, zahlreich in dieser Versammlung sit erscheinen. Baskocher, Gasöfen, Gasplätten, BeDer Gefellen- Ausschuß. J. A.: Albert Hoffmann, Borf., Schmidtstr. 31. troleum: u. alteBronzefronen werden in Bahl. gen. 1. a. Wunsch auch aufbronz. Empfehle allen Genossen mein 1. Für den 34. und 35. Bezirk in Buhlmanns Vaudeville- Theater, Schönhauser Allee 148. biefe Bergewaltigung nicht über Euch ergehen laffen wollt, bann ist es Gure Referenten: Die Kandidaten Reichstags- Abg. Wurm und Ramlow. 2. Für den 32. Bezirk bei Dase, Brunnenstraße 154. Referent: Der Kandidat Dr. Karl Liebknecht. 3. Für den 36. Bezirk, Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42 bei Hübner. Referent: Der Kandidat Dr. Hermann Weyl. 4. Für den 48. Bezirk bei Herrn Zimmermann, Badstraße 58. Referent: Der Kandidat Reichstags- Abg. Wilhelm Pfannkuch. Das Wahlfomitee. 220/10 L. L. L. Löwenthal, gegr. 1866. Fabrik: Reichenbergerstr. 121. Fillale: Jerusalemerstr. 50/51. Musik- Instrumente. Italien. Mandolinen. Italienische Guitarren. Bass- Guitarren, 8-, 10-, 12saitig. Prim- u. Streich- Zithern Elegie- u. Arion- Zithern. Vorzügl. Konzert- Flöten. Piccolos. " Clarinetten. " Glockenspiele. 12 n 12 27 Xylophons. Becken, Meissner Porzellan Okarinas, Tambourins, Castagnetten. Anerkannt billigste Preise. Grösstes Lager Berlins. 6 Schaufenster mit Neuheiten. Detail- Verkauf zu Engros- Preisen. L Louis Kellers Festsäle Roppenstr. 29. DF Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger ( Fuhrmann, Horst, Walde). 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Tinien- Straße 30. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Nr. 259. 18. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 5. Iovember 1901. worden. 〃 8 auf den Centralverband Bahtverein ishte Generalversammlung ab. De Der Kassenbericht wies Eingegangene Druckschriften. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dieß Verlag) ist soeben das 5. Heft des 20. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Bruno Schoenlant+ ber Boltsschule. Von Heinrich Schulz. Episoden des Zollfriegs. Beiträge zur Geschichte 1. Die Entstehung der Volks= Moderne Kunstströmungen und Socialismus. ſchule im Mittelalter. Haushaltungs Rechnungen der Arbeiter. Von Adolf Bon J. Karsti. Braun. Notizen: Strömungen im deutschen Genossenschaftswesen. Die Bollerträge seit Abschluß der Handelsverträge. Stapitalistenmoral. Feuilleton: Des Königs Einzug. Eine wahre Begebenheit, beobachtet von Ferd. Frey. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen ortegung. schaftliche Arbeiterinnen- Organisation. Die Aus der Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer Ausgabe 334,08 M., der Bestand vom 1. Quartal 239,86 m., bleibt Schmargendorf. Am Dienstag, den 29. Oktober, hielt der Eine Kreiskonferenz für Niederbarnim stützung für andre Gewerkschaften sind 230 M. gezahlt worden. An eine Einnahme von 34,74 M. auf. Die örtlichen Ausgaben betrugen fagte am Sonnabend in Rummelsburg. Dieselbe war besucht von Stelle von Jacob, bisher Mitglied der Lohukommission und stell- 10,92 m., an den Central- Wahlverein wurden 23,16 M. abgeführt, Ive fee. quenerat, unde a elegierten aus 13 Ortenbes Bahl- vertretender Startellbelegierter, wurden We hit er als Lohnkommiffions to daß für das neue Quartal ein Better teſter, Freises. Außerdem nahmen an der Konferenz teil: Der Neichstags- Mitglied und Winkler als 2. Delegierter zum Kartell gewählt. bisherige Vorstand wurde wiedergewählt. Guttbier ist Abgeordnete des Kreises, der Kreisbertrauensmann, zwei Vertreter Der Antrag der Lohnkommission, den Beitrag zuni Streiffonds vom Schmidt zweiter Vorsitzender, Seeger Kassierer, Peters der Breß-, je einer der Agitations- und der Lokal- Kommission und 4. November ab auf 25 Pf. zu ermäßigen, wird einstimmig an- Schriftführer und Kirchner Beisitzer. ein Revisor. genommen. Strasser teilte mit, daß der ehemalige Hilfskassierer Das Bureau bildeten die Genossen Gerstenberger, Wiese einen Betrag von 22,80 M. schulde und wird der Streitbesuchte Volksversammlung fand hier am 30. Oftober statt. Die Birkenwerder a. d. Nordbahn. Eine auch von Frauen gut Gebauer und Haat. faffierer slatt beauftragt, Klage wegen verleumderischer Beleidi- Anwesenden lauschten den Ausführungen des Reichstags- Abgeordneten Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte man das Andenken gung gegen Wiese wegen von diesem in Umlauf gebrachter falscher Genossen Stadthagen in seinem 14ftündigen Vortrag mit ge= des verstorbenen Genossen Schoenlant. Gerüchte zu stellen. Zumi 2. Punkt der Tagesordnung erledigte für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Einnahmen seinem Vortrage über Biele und Zweckmäßigkeit unsrer Organisations- wurde aber vom Referenten über die einschlägigen gefeßlichen BeSodann erstattete der Kreisvertrauensmann Garz den Bericht sich Straffer feiner Aufgabe in vortrefflicher Weise, indem er in spanntester Aufmerksamkeit. Um 10 Uhr wollte der überwachende Beamte die Bersammlung wegen eingetretener Polizeiftunde auflösen, betragen 5514,60 m., die Ausgaben 4868,14 m., der verbleibende form" nachwies, daß nur die politisch- gewerkschaftliche Organisation Stimmungen eines Bessern belehrt und gab dieser sich damit zufrieden. Bestand 646,46 M. Unter den Ausgaben befinden sich folgende im stande ist, die Mitglieder zu wahren Klassentämpfern zu er- Eine Diskussion fand nicht statt. Der Vorsitzende machte noch darauf Posten: An den Parteivorstand 500 M., an die Agitations ziehen. Ferner wurde lebhaft lage geführt über die Einrichtung aufmerksam, daß am 10. November der Märkische Volkskalender" Kommission M., für schriftliche Agitation im Kreise des paritätischen Arbeitsnachweises für das Tapezierergewerbe, was 1288,85 M., desgleichen für mündliche 183,25 M., Agitation in die anwesenden Verbandsmitglieder Bönide und Hedmann berbreitet wird, und ersuchte die Anwesenden, dem Wahlverein von Birkenwerder beizutreten. Hierauf wurde die Versammlung mit Westhavelland 200 M., Prozeßkosten 500 M., Parteitag und Provinzial- dahin erklärten, daß an einem neuen Unternehmen doch nicht tag 240 W., der Rest ist für verschiedene Ausgaben verwendet alles gleich fehlerfrei sein könne und man doch auch die Wünsche einem Hoch auf die internationale Socialdemokratie geschlossen. Im abgelaufenen Jahre fanden 2 Kreiskonferenzen statt der Unternehmer berücksichtigen müsse. Nachdem der Vorsigende und 2 Agitationstouren über den ganzen Kreis. Zur Verbreitung ge- aufgefordert hatte, fest und treu zur Organisation zu halten, damit langten 23 000 Exemplare des„ Märkischen Landboten", 54 000 Flug- man im Frühjahr bei Ablauf des Vergleichsvertrages gerüstet blätter Was tosten uns die Junter", und monatlich 1000 Exemplare daftehe, erfolgte Schluß der Versammlung. der„ Fackel". Was die Organisation betrifft, so läßt deren AusDer Centralverband der Fleischer 2c.( Verwaltungsstelle dehnung und Stärke zu wünschen übrig. Den 23 000 bei der letzten Berlin und Umgegend) hielt am Donnerstag, den 31. Oktober cr., Reichstagswahl abgegebenen socialdemokratischen Stimmen stehen nur 2671 organisierte Genossen gegenüber. Die Mitgliederzahlen eine quartalsmäßige Hauptversammlung ab. Nach einem Vortrage der einzelnen Wahlvereine sind folgende: Bernau 53, Ertner 25, des Herrn Markuse über„ Natur, Kunst und Sittlichkeit" wurden Lichtenberg 612, Bankow 210, Rummelsburg 365, Stralau 125, die jetzt geltenden Vorschriften für die privaten Stellenvermittlungen Ober- Schöneweide 180, Friedrichshagen 160, Friedrichsfelde 76, besprochen. Besonders hervorgehoben wurden vielfach Umgebungen Reinickendorf 292, Weißensee 506, Dalldorf Waidmanns der gesetzlichen Bestimmungen, wie z. B. die Betreibung von Verluft 160, Oranienburg 60. Zur Agitation gegen den Brotwucher mittlungsgeschäften auf Straßen, der Central- Markthalle, dem Schlachtfanden an einem Tage 5 Protestversammlungen im Kreise hofe und in Reſtaurants, sowie die Stellenausgabe des Sonntags( Stuttgart, Dieg' Verlag) ist uns soeben die Nr. 23 des 11. Jahrgangs zustatt. Auf die Petitionslisten gegen den Bolltarif nach 2 Uhr nachmittags, die Berräumung der Gebühren- Tarife, gegangen. Aus dem Inhalt diefer Nummer heben wir hervor: Bruno find bis jetzt 44518 Unterschriften aus dem Streise eingegangen. das Einbehalten von Legitimationspapieren und Gegenständen Schoenlant+. Für freies Vereins- und Versammlungsrecht. mehr. und dergleichen Dabei ist zu bemerken, daß die Listen aus einem Bezirke bei der eine schärfere Kontrolle der Stellenvermittler nahezulegen, damit Bewegung. Man beschloß daher, der Behörde fächsische Gewerbeaufsicht und die Arbeiterinnen. Von a. br. Feuilleton: Hartingers alte Sixtin. Von 2. Anzengruber Zusammenstellung des Resultats noch nicht vorlagen, und auch aus dem Gesetz mehr Geltung verschafft werde. Als Abwehr gegen die Notizenteil: Weibliche Fabrikinspektorinnen. Gewerk einzelnen Zeilen andrer Bezirke noch Unterschriften zu erwarten find, uebervorteilung durch den privaten Stellenschacher empfahl man den Socialistische Frauenbewegung im so daß sich die Gesamtzahl noch um wenigstens 2500 Auslande. Frauenbewegung. vermehren dürfte. Die Unterschriftensammlung in den einzelnen Centralverbandes. Hierauf kam dann der Kaffenbericht vom dritten 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste Kollegen die Benutzung des gebührenfreien Arbeitsnachweises dés Bezirken ergab bis jetzt folgende Resultate: Erkuer 258, Lichtenberg Quartal zur Verlesung. Einnahme und Ausgabe balancieren mit für 1901 unter Nr. 2978) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne 10 520, Bankow 3480, Rummelsburg 6200, Weißensee 10 181, Friedrichshagen 1696, Friedrichsfelde 1800, Reinidendorf 3939, 286,15 M. für die Centraltasse und 212,63. für die Lokalkaffe. Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Der Raffenbestand betrug 62,30 M. Unter Berufsangelegen Stralau 1358, Ober- Schöneweide 1776, Oranienburg 1179. Von der Kommunalen Pragis", Zeitschrift für Kommunalpolitik die Ursachen der gescheiterten Verschmelzung und Gemeindefocialismus( Dresden, Verlag Kaden u. Comp.), ist uns Dem Bericht des Vertrauensmannes folgte eine längere ein heiten tamen Aus dem Juhalt gehende Diskussion, in der an der Geschäftsführung des Genossen der Gesellen- Organisationen und die Angriffe der Christlichen soeben die Nr. 19 des 1. Jahrganges zugegangen. Gary teinerlei Ausstellungen gemacht wurden. Die Redner be zur richtigen Würdigung und Be- dieser Nummer heben wir hervor: leuchtung. Die Quertreibereien des Bundes der christlichen Zum Berliner Konflikt. Wohnungskontrolle in der Stadt Zürich. Das sprachen zum größten Teil die Partei- Arbeiten und deren AusGemeindewahlrecht in Berlin. Zum Kommunalwahl- Verfahren in Erfurt. führung in den einzelnen Bezirken. Insbesondere stellte man Fleischergesellen wurden allgemein verurteilt. Außerdem kam noch- Kommunales Wahlrecht in Hannover.- Wahlrechts- Reform in Dortmund. Betrachtungen an über das Resultat der Unterschriftensammlung auf zur Sprache, daß auf dem Bureau der Ortz- Krankenkaffe der Beteiligung der Socialdemokraten an den Gemeinderatswahlen in Eisenach. Zum Bauarbeiterschutz in den den Petitionslisten. Während einzelne Redner durch das Ergebnis Fleischer geschlechtskranken Mitgliedern, die wegen Ueberfüllung nicht Arbeitslosenversammlung in Danzig. Die Stadt Braunschweig als Arbeitgeberin. Bauarbeiter nicht befriedigt waren, meinten andere, die Zahl der Unterschriften in Strankenhäusern untergebracht werden konnten, der Nat gegeben Gemeinden. Arbeiterausschüsse in Leipzig. Bewegung für sei in Anbetracht der Verhältnisse in Kreise eine durchaus be- worden sei, sich auf der Herberge einzulogieren. Es sollen jogar schuß in Braunschweig. Gemeindekassen gegen friedigende. Stadthagen gab der Ansicht Ausdruck, daß das schon derartig kranke Gesellen dort einquartiert sein. In dieser Sache fommunale Arbeitsnachweise in der Schweiz. Ergebnis der Unterschriftensammlung seine Erwartungen übertroffen wurde die Ortsverwaltung beauftragt, Remedur zu schaffen. Zum Arbeitslosigkeit in Belgien. Die Gemeinden und die Arbeitslosigkeit. Bur Wohnungsfrage in Berlin. Wohnhäuser für städtische Bedienstete in Kasset und Nürnberg. habe. Wenn man bedente, daß der Kreis 28 000 socialdemokratische Schluß wurden noch einige Mißstände ähnlicher Art gegeißelt. Eine städtische Wohnungskommission in Bamberg. Wahlstimmen abgegeben habe, wovon 1200 auf den zu Berlin ge- In der Generalversammlung der Buchbinder teilte Wohnungspolitik in Stuttgart. Kommunalisierung der Apotheken. hörenden Bezirk( Viehhof- Gegend) kommen, so daß für den eigent- Brüdner mit, daß die seit Anfang des Jahres beständig an- bwässerfrage. Verbandskästen auf Bauplägen. Städtische Brotzölle in Nürnberg. lichen Streis etwa 22 000 Stimmen verbleiben, so ergebe fich als haltende Abnahme der Mitgliederzahl ihr Ende erreicht habe; es sei in Bamberg. Abgabe von Schuhwerk an schulpflichtige Kinder in Hamburg. Erhöhung der Gemeindeumlage Die Finanzen Münchens. Resultat der Unterschriftensammlung bis jetzt schon mehr als das jetzt eine Zunahme um 114 Mitglieder zu konstatieren. Die Ein Der Bittauer Stadtrat gegen die Arbeiter. Die Kosten des Ersatzgeschäfts. Doppelte unserer Wahlstimmen. Das sei für einen größtenteils nahme der Centralfasse im dritten. Quartal belief sich auf Rundschau. ländlichen Streis ein über Erwarten gutes Resultat. Für die Stimmung, 11 540,70 m., die Ausgabe auf 5735,35 M. Der nach Stuttgart zu Die Kommunale Praxis" erscheint monatlich zweimal. Preis vierteldie in der Bevölkerung gegen den Brotwucher herrscht, sei nicht entfendende Ueberschuß beträgt 5805,35 M. Unter den Ausgaben jährlich 1 M.( eingetragen in der Postzeitungsliste für 1901 unter Nr. 4019 a, allein die Gesamtzahl der Unterschriften maßgebend, sondern steht in erster Linie die Arbeitslosen- Unterstützung mit 3350,40 M., 4. Nachtrag). noch andre Umstände. So haben beispielsweise in einem Dorfe während diefelbe fich fürs gleiche Quartal vorigen Jahres auf ,, Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Centralstelle für Arbeits sämtliche Einwohner unterzeichnet mit Ausnahme des Amtsvorstehers, 1132 M. bezifferte. Obgleich auch jetzt noch der Geschäftsgang als des Pastors und eines schwerhörigen alten Mannes, dem man den ungünstig bezeichnet werden muß, ist doch eine Abnahme der sich Zwed der Petition nicht klar machen konnte. Aehnliche Fälle ließen arbeitslos meldenden Kollegen zu verzeichnen. Die Lokalkaffe hatte fich noch mehrere anführen. Auch in der Gegend von Zerpenschleuse eine Einnahme von 4514,77 M., die Ausgabe betrug 1906,91 M., fei die Stimmung gegen den Brotwucher in drastischer Weise zum so daß hier ein Ueberschuß von 2607,86 M. vorhanden ist. Für die Ausdrud gekommen. Eine daselbst von unsrer Seite einberufene Vervollständigung der Bibliothek wurden 150 M. bewilligt. Nach Bersammlung, die von 150 Personen besucht war, nahm einstimmig Erledigung einiger Verbandsangelegenheiten erfolgte Schluß der eine Resolution gegen den Zolltarif an. Darauf veranstaltete der Versammlung. Bund der Landwirte als Gegendemonstration eine Versammlung, zu Eine Mitgliederversammlung des Central- Verbandes der der sich ganze 25 Mann einfanden, und diese Versammlung lehnte Maurer( Berlin II) tagte im großen Saal des Gewerkschaftshauses. eine Resolution für den Zolltarif ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung die in Nach Schluß der Diskussion über den Geschäftsbericht wurde diesem Jahre verstorbenen Kollegen durch Erheben von den Blägen. beschlossen, daß die Orts- Vertrauensleute und die Bezirks- Wahlvereins- Nachdem der Schriftführer das Protokoll verlesen hatte, erstattete der Borstände alljährlich vor der Kreiskonferenz einen specialisierten Kassierer E. Lehmann den Kassenbericht vom III. Quartal, welcher Geschäftsbericht an den Kreisvertrauensmann einzureichen haben. eine Einnahme von 19 088,54 M. und eine Ausgabe von 12 540,82 M. Dem Kreisvertrauensmann wurde einstimmig Decharge erteilt. zeigte; es bleibt demnach ein Bestand der Lokalkaffe von 6547,72 m. Nunmehr erstattete Genosse Grauer den Bericht der Die Revisoren bestätigten die Richtigkeit dieser Abrechnung und dem Preßkommission. Er verwahrte sich zunächst dagegen, daß Staffierer wurde hierauf Decharge erteilt. Es wurde ferner von der die Preßkommission, wie neulich ein Genosse in einer Berliner Ver- Versammlung verlangt, daß eine genaue specialisierte Abrechnung fammlung fagte, eine Schattenfommission sei. Die Preßkommission von der Dampferpartie herauszugeben und den Bezirken habe ausreichende Befugnisse, die sie auch erforderlichenfalls ausübe. zuzuschicken sei. Ein Antrag des Kollegen 2emm, den Im übrigen führte der Redner aus, daß gegen die Haltung des Vergnügungsfonds der Lokaltasse zu überweisen, wurde anVorwärts" leinerlei wesentliche Einwendungen zu machen seien. genommen. Aus der Abrechnung geht hervor, daß so wenig Genosse Gerstenberger, ebenfalls Mitglied der Preßkommission, Brotokolle vom Verbandstage verkauft find, worüber A. Winzler schloß sich dem an. In der Diskussion wurde unter anderm be- fein Bewundern ausspricht, da doch der Preis so gering ist und es flagt, daß die Parteispediteure bei der Abfertigung in der Expedition oft jeder Kollege haben müßte zur besseren Agitation. W. Schulz weist sehr lange warten müssen, wohingegen die Berliner Spediteure schneller noch auf die am 6. November stadtfindenden Stadtverordnetenabgefertigt würden. Ferner wurde der Wunsch ausgesprochen, daß Wahlen hin, bei denen jeder Kollege feine Pflicht ausüben und die die Redaktion sich mit den Berichterstattern der Bororte bespreche, Säumigen heranziehen müsse, damit der Sieg ein glorreicher wird. Gegenwärtig würden aus einem Teil der Vororte nur sehr fürze, hatten, erfolgte Schluß der Versammlung. aus andren dagegen fast täglich längere Berichte gebracht. Hierauf erstattete Genosse Frey waldt einen turzen Bericht der Agitationstommission, der ohne Debatte entgegen genommen wurde. Die markt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow), Berlin, Verlag von Georg Reimer. Die als Organ des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" er= scheinende Zeitschrift enthält in Nr. 3 des 5. Jahrganges unter anderm: Amtliche Enqueten über die Arbeitslosigkeit in Deutschland. Der Be schäftigungsgrad in der Metall- und Waschineninduſtrie. Situations berichte aus einzelnen Gewerben: Hütten( Steigerung des Roheisen- Exports. Arbeiter Entlassungen und Lohnherabsetzungen); Textilgewerbe, Besserung der Beschäftigungs- Verhältnisse in Forst, Glauchau- Meerane- Krimmitschau, Schlesien, Elsaß, Baden); Holz- und Schnißstoffe( Umfrage); Handel( Ent laffungen von Bankbeamten). Statistisches Monatsmaterial: Inter nationale Streitstatistit. Börsenkurse. Haushaltskosten. Konsum: Lebensmittelpreise im Oktober.- Verwaltung der Arbeitsnachweise: Arbeitsnachweis, Herberge und Einigungsamt im mittelrheinischen Müllergewerbe. Arbeitslosen Fürsorge; Die Arbeitslosigkeit vor der bayrischen Kammer. Kommunale Maßregeln gegen Arbeitslosigkeit. Monatliche Arbeitslosen: Bählung in Leipzig und Magdeburg. Gewerbegerichts Gesetz in der Fassung vom 29. September 1901. Tertausgabe mit Anmerkungen und Regiſter. Erläutert von Dr. L. Menzinger und Dr. J. B. Brenner. München, C. H. Beck. Der Wahre Jacob" hat soeben die 23. Nummer feines 18. Jahrganges erscheinen lassen. Das Titelbild behandelt den Berliner Milchkrieg. Auch die Lindenkreuzung" wird in einem Vollbilde behandelt und ein weiteres Bild bringt eine Siegesallee auf Vorrat. Nachruf. Am Sonntag früh 7 Uhr verschied im Alter von 34 Jahren unfre langjährige Kollegin un die Berichterstattung nach einheitlichen Grundfäßzen zu regeln. Nachdem noch verschiedene Redner Mißstände auf den Bauten kritisiert Margarete Kettenbach. Munmehr erfolgten die Wahlen. Zum Kreisvertrauens. maun wurde Freywaldt- Pankow gewählt, nachdem der gleichfalls vorgeschlagene bisherige Vertrauensmann eine Wiederwahl abgelehnt hatte. Ferner wurden gewählt: Als Revisoren Indel Nummelsburg, Seifel- Lichtenberg, Eichler Bankow; in die Preßkommission: Grauer Lichtenberg, Gerst en berger Weißenfee; in die Agitationstommission: Taubmann; als Obmann der 2otalfommission: Riebe Friedrichsfelde. Der letzteren Wahl ging ein kurzer Bericht des seitherigen Obmanns ette voraus, woran sich eine Besprechung über Lokal verhältnisse in einzelnen Orten schloß. Der in der Tagesordnung folgende Vortrag des Genossen Stadthagen über Agitation wurde wegen der vorgerückten Zeit abgefeßt. Dann folgte eine Besprechung von Angelegenheiten aus verschiedenen Orten, namentlich bezüglich der Errichtung von Gewerbegerichten, und damit waren die Verhandlungen der Konferenz beendet. Versammlungen. Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer hielt am 30. Oktober eine Mitgliederversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrt die Versammlung den verstorbenen Hierauf hielt Genosse Kollegen Wilh. Braun in üblicher Weise. Dr. Wollheim einen Vortrag über„ Luft und Leben". Unter Verschiedenem wird folgende Erklärung bekannt gegeben: Erklärung. Die Verstorbene war uns stets eine liebevolle Mit arbeiterin, welche durch ihr einfaches, bescheidenes und freund liches Wesen jedermann mit Achtung erfüllte. Ihr edler Charakter soll uns allen ein Vorbild sein und wird sie uns stets in dauernder Erinnerung bleiben. Die Beerdigung findet Mittwochnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des alten JakobiKirchhofes am Hermannplat statt. 27328 Das Personal der Buchdruckerei Max Bading. Es waren vor einiger Zeit Gerüchte von Verbandskollegen verbreitet worden, welche den Vereinsvorsitzenden Julius Gehl dahin fompromittierten, daß derselbe sich mit dem Verbandsvorsigenden Start Banfert der Bahlstelle Berlin I- Start Panfer in Verbindung gesezt hätte zweds Ueberführung des Vereins in den Verband. Der Ausschuß des Vereins fühlte sich verpflichtet, der Sache auf den Grund zu gehen und lud den Verbandsvorsitzenden zur Ausschußsizung ein. Diefe hat stattgefunden. Der Verbandsvorsitzende Karl Panser war erschienen und erklärte folgendes: Es ist ihm nicht bewußt, daß Gehl sich schriftlich oder mündlich an ihn gewandt hätte zieds Ueberführung des Vereins in den Verband. Er sprach ferner sein Bedauern darüber aus, daß Kollegen auf Bauten dergleichen Ge- Holzbearbeitungs- Maschinen rüchte verbreiten, die jeder Grundlage entbehren. Folgender Antrag wird Beschluß: Kollegen, welche von einer Bausperre der Bauarbeiter mit betroffen werden, werden vom dritten Tage ab mit 3 M. pro Tag unterstügt. Eine rüdivirkende Kraft hat dieser Beschluß nicht. Verband der an beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. Am 2. November starb unser Mitglied Die Kleber( Tapezierer) hatten am Mittwoch, den 30. Oktober, cine öffentliche Versammlung bei Jannascht, Inselstr. 10. gliederversammlung ab, wobei fie einen Vortrag des Herr D. WollZum 1. Bunft der Tagesordnung berichtete Uessem über die hein über Luft und Leben" entgegennahmen. Thätigkeit der Lohnkommission und teilte mit, daß zwei Werkstätten- wurde dann über Werkstellen verhandelt, in welchen LohnherabDie Korbmacher hielten am Montag ihre regelmäßige Mit Richard Pfeifer. Des weiteren Streits und im dritten Fall die Maßregelung eines Kollegen durch sehungen stattgefunden hatten. Es wurde darauf hingewiesen, bei Eingreifen der Lohnkommission zu Gunsten der beteiligten Kollegen der jetzigen schlechten Konjunktur Vorsicht obwalten zu lassen, damit geregelt worden seien. Nach dem Bericht des Kassierers Hahn zum die Organisation teine Nachteile erntet. Die Kommission berichtete Streitfonds beträgt die Einnahme im 2. Quartal 314,75 m., die dann über die Agitation in Friedrichsberg. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, den 5. November, nachmittags 3 Uhr, von der Charité aus nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde ſtatt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. 82/20 Nach langem, schwerem Leiden ents schlief Sonntag früh 7 Uhr unsre ges liebte Tochter und Schwester Margarete Kettenbach. Um stilles Beileid bitten 1696b Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch, 6. November, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Alten Jakobi- Kirchhofs( Rollfrug) aus statt. Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unsre Kollegin, unser lang jähriges Mitglied 26/14 Margarete Kettenbach am Sonntag früh 7 Uhr nach schwerem Leiden verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Alten Jakobi Kirchhofs ( Rollkrug) ans statt. Um recht zahlreiche Beteiligung der Mitglieder ersucht. Die Ortsverwaltung. Die Beleidigungen, welche wir gegen Frau Nitsche und Töchter ausgestoßen, bedauern wir und erklären Frau Nitsche und deren Familie für acht bare Leute. 16986 Fran Ahmann und Tochter. Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, nr Mariannen- Straße 2. Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumena Arrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert. Künstl. Zähne daj ohne Entfernung der Wurzel Schmerzloses Zahnziehen. 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( Ohne Gewähr.) 204 386 428 97 571[ 10001 694[ 3000] 823 1104 44 201 344 77 766 811 14 74 914 30 2182 275 393 520[ 3000] 76 680 86 884 3298[ 3000] 346[ 500] 459 79 679 853[ 1000)] 983 4056 132 48 83 99 206 43 668 989 5104 22 78 235 324 420 52 60 532 99 742 65 813 86[ 500] 6019 252 629[ 1000] 77 763 804 975 7176 232 448 49 654 720 948 8042 55 75 104 397 459 547 53 665 762 9124 214 19 333 518 803 4 36 988 10716 62 822 914 33 77 11000 137[ 500] 240 77 475 94 586 610 64 728 906 12038 140 332 480 555 692 705 69 80 810 13092 187 430 32 60 544[ 500] 729 63 816[ 1000] 46 73 945 14019 43[ 3000] 96 349 188 467 505 757 937[ 3000] 77 15132 79 238 41 59 78 95 407 717 832 71 916[ 500] 16431 521 615 729 [ 500] 846 78 910 17329 919 18054 96 119 529 46 634 87 748 970 19550 753 62 84[ 500] 95 911 20024 228 385 593 650 751 868 21038 292 318 79 628 69 22060 238 361 71[ 500] 636 78 700 48 926 23139 214 20 410 734 838 49[ 500] 50 967 24024 105 41 81 203 18 32 35 508 30 45 731 932 25017 231 62 439 99 676 26012 20 158 251 388 453 623 59 780 927[ 10 000] 27027 64 267[ 500] 379 572 77 711 850 902 66 28034 67 307 78 80 643 704 24[ 500] 873[ 500] 904 29199 336[ 3000] 64 446 656 752 890 965 30291 385 682 728 837 31190 365 420 69 596 604 9 44[ 1000] 739 44 49 58 79 838 947[ 1000] 32039 69 170 409 524 88 788 933 33259 300 54 556 661 70 736 995 34005 254 87 430 842 914 37 35627 36522 620 49 730[ 10001 63 83 974 37525 96 620 [ 500] 746 865[ 500] 38010 149 244 316[ 3000] 411 534[ 500] 87 680 882 83 39003 68 161 73 363 99 418 585 745 837 75 939 97 OF 40070 87 162 81 308 545 93 41000 120 263 70 [ 1000] 90 545 630 746 55 968 42045 541 63 80 641 837 978 43011 510 51 668[ 3000] 834 69 909 17 44270 333 34 55 72 407 559 67[ 1000] 774 886 926 78 45226 32 300 429 518 646 816 88 909 56 46127 281 564 671 808[ 1000] 9 86 47059 280 483 646 62 748 53 819 99 981 48076 264 484 514 20 96[ 3000] 686 930 49071 199 386[ 500] 93 430[ 500] 760 830 50056 72 99 204 64[ 1000] 364 429 54 501 24 658 812 44 955 56 95 51159 265 398 487 790 949 52145 93 203 72 331 414[ 200 0001 71[ 3000] 900 56 97 53100 53 85 303 414 764 985 54002 244 79 475 83 625 758 911 55084 138 52 223 58 409 19 646 811 46 932 56061 190 334 60 430 560 604 84 864 88 989[ 500] 57032 34[ 1000] 258[ 500] 529 685 813 14[ 3000] 47 77 58018[ 1000] 136 248 307 435 540 753 915 96 59030 192 315 83 734 90 99 836 902 74 60015 30 147 341 653[ 1000] 61384 426 57 531 617 39 746[ 500] 91 847 73 904 9 77 62081 115 68 454 919 45 63226 501 27 71 91 689 720 30 827 57 964 64061 202 424 41 83 597 765 93 827 75 65066 282 329 61[ 500] 82 446 87 527 98 614[ 10001 16 743[ 500] 57 802 35 78-977 86 66047 58( 1000] 191 374 91 997 67105 508 25 608 98 835 927 68438 678 939 69004 17 66 163 207 9 473 612 727 35 934 70107 97 217 80 352 417 57 568[ 500] 612 927 71291 363 441 63 620 22 779 823 922 99 72011 318 557 82 697[ 1000] 738 73209 62 378 473 730 53 830 953 74134 244 53 437 618 774 883 75021 70 223 42 54 322 428 808[ 1000] 22 76098 237 64 75 315 41 611 25 765 911 77010 214 28 72 414 545 601 784[ 500] 95 914 78208 354 449 62 596 602 8 23 59 713 42 63[ 500] 806 28[ 3000] 59 79004 20 48[ 10001 91[ 500] 250 68 99 320 84 899 959 80009 39 69 304 70 427[ 500] 55 86 531 757 845 936 81241 56 543 735 50 840 82072 224 573 621[ 500] 740 61 89 843 78 83074 119 360 460 566 739 50 84036 37 400 94 537 71 605 790 807 917 85222 332[ 3000] 40 623 761 94 924 74 86058 85 223 88 428 87123 30 87 417 44[ 500] 76 610 710 960 78 88076 261 304 20 429 95 710 70 830 953 86 89021 28 42[ 500] 128 401 563 71 913 19 20 90103 302 809 87 932 91001 24 04 208 330 67 77 80 411 91 501[ 3000] 35 613 82 92055 95 254 319 662 923 47 93078 183 206 76 429 39 87 94274 338 415 629 795 841 84 928[ 500] 95071 118 375 85 465 639 44 718 33 65 96255 346 430 572 87 964 97090 490 536 726 70 858[ 1000] 98128 34 295 496 678 789 883 99412 18 597 672 801 91 978 79 92 100029 371 408 25 600 993 101221 62 387 96 ( 500] 456 535 691 859 102346 504 17 877 906 94 103051 104 67 71 298 356 424 40 90 545 636 707[ 500] 11 75 817 66 969 104141 201 358 472[ 500] 616 762 947 105147 57 219 48 453 675 106161 288 540 613 776 957 72 107057[ 500] 97 108 33 45 344 51 420 649 826 90 972 108103 224 337 77 444 591 634 830 109096 168 280 494 798 988 110370 485 86 792 968 72 111169 72 201 358 450 735 81[ 1000] 847 922 112042 58 87 93 225 86 340 85 740 837 79 931[ 500] 113045 63 105 1500] 225 26 309 60 528 877 114000 55 123 40 421 837 982 96 115053 186 442 513 15[ 500] 695 807 116154[ 500] 228 38 342 Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 8938* Elegante Fracks und Gesellschafts- Anzüge werden verliehen. 484 97 689 99 722 904 117192 238 92 383 665 963 118042 85 377 461 73 615 718 79 90 119046 83 182 200[ 500] 343 414 80[ 1000] 608 89 738 810 120239 341 623 790[ 3000] 121329 49 81 426 633 820 122004[ 500] 116 265 517 735 891 912 123114 393 687 864 91[ 5000] 950 124212 73[ 1000] 441 58 527 65 81 637 72 810 125115 312 494 503 97 657 758 77 88 893 972 98 126018 79 258 472 644 92 740 811 941 127037 78 197 254 315 491[ 1000] 746 820 62 73 980 128020[ 500] 30 61 92 210 17 435 52 541 718 853 971 [ 3000] 129293 318 452 83 649 781 883 906 70[ 3000] 133007 134229 14. Bichung 4. Raffe 205. Kgl. Preuß. Lotterie. 50 419 32 678 98 901 118187 216[ 3000] 573 74 658 703 Bieberem 4 November 199. nammittags. Nur die Gewinne über 234. und den betreffenden Nummen scammern beigefügt. 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