Nr. 50. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mi, wochentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit thuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pt.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vorml.tags geöffnet. Gern fprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Mit dem 1. März eröffnen wir ein neues Abonnement auf den Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der Bezugspreis des Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der ,, Neuen Welt" als Gratisbeilage beträgt wöchentlich 28 Pfennige. Sonntag, den 28. Februar 1892. 2. Jedes Zentralfomitee ernennt fünf Mann für ein Organisationskomitee, welches seinen Sit in Zürich hat Expedition: Beuth- Straße 3. Der Mothffand und welches alle Arbeiten ausführt, die zur Vorbereitung im Rothen Haus. und Durchführung des Kongresses nothwendig und von Nutzen sind. In voriger Nummer haben wir mitgetheilt, daß die sozialdemokratischen Stadtverordneten Berlins den Antrag eingebracht haben, den Berliner Magistrat aufzufordern, durch Jnangriffnahme städtischer Erd- und Bauarbeiten dafür Sorge zu tragen, daß die Arbeitslosen in Berlin sofort Be An die Einbringung dieses Antrages war das Ersuchen An alle Gewerkschaften und sozialistischen Parteien, welches an den Stadtverordneten- Vorsteher geknüpft, zur Berathung die Richtung der letzteren auch sonst sein mag, sofern sie nur und Beschlußfassung über diesen Antrag eine außerordent berufen. Wir haben nun die Ehre, Ihnen anzuzeigen, daß die Zentral fomitees der genannten größten sozialistischen Arbeiterverbindungen der Schweiz ihre Wahlen in das Organisationskomitee für den internationalen sozialistischen Arbeiterkongreß getroffen haben und daß sich das Organisationskomitee in untenstehender Weise schäftigung erhalten. tonstituirt und seine Thätigkeit begonnen hat. 1 Mart 10 Pfennige monatlich frei ins Haus, bie Nothwendigkeit der Arbeiterorganisation und deren Be- liche Sigung der Stadtverordneten- Versammlung einzuthätigung an der Politik anerkennen, richten wir hiermit die Heut können wir ergänzend berichten, daß Herr freundliche Einladung, im Sommer 1893 ihre Vertreter nach Dr. Stryd es abgelehnt hat, eine außerordentliche Sigung Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements Zürich zu senden. einzuberufen, weil der§ 36 der Geschäfts- Ordnung vor zum Preise von Wir rufen denselben im Voraus ein herzliches Willkommen schreibt, daß ein Viertel der Versammlung den Antrag auf muß, und er selbst von der Befugniß, welche die GeschäftsOrdnung ihm als Vorsteher giebt, zu jeder Zeit eine außerordentliche Sizung anzuberaumen, feinen Gebrauch machen will. 1,10 M. für den Monat März in der Stadt Pestalozzi's zu und versichern, daß sie daſelbſt Mit Einberufung einer außerordentlichen Sizung stellen entgegen. Die Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Internationaler sozialistischer fireiter, Freunde und Brüder finden werden. Um die nothwendigen Vorarbeiten für den Kongreß so rasch als möglich zu beenden, ersuchen wir alle Arbeiterverbände, uns baldigst ihre Abressen und bis Ende Juni 1892 ihre Anregungen und Anträge für die Tagesordnung zukommen zu lassen und zwar unter der Adresse unseres Sekretärs: Robert Seidel, Zürich( Schweiz). Aus den eingehenden Anregungen und Anträgen und den uns vom Brüsseler Kongreß zugewiesenen Fragen gedenken wir der nächsten ordentlichen Sitzung zur Verhandlung zu bringen, Es bleibt nun fein anderer Weg übrig, als den Antrag in was geschehen wird, wenn nicht aus anderer Veranlassung- es handelt sich um eine Petition gegen das neue PolizeiRoste ngeset- am nächsten Dienstag eine außerordentliche Sigung der Versammlung stattfindet; in diesem Falle foll verhandelt werden. Arbeiterkongres 1893 in Zürich. Dann in Kurzem eine vorläufige Tagesordnung zusammenzustellen der Antrag Singer und Genossen ebenfalls am Dienstag Das Organisations Romitee an die Arbeiter aller Länder! Arbeiter! Genossen! Der internationale sozialistische Arbeiterkongreß zu Brüssel vom Jahre 1891 beschloß einmüthig und mit Begeisterung: " Der nächste internationale sozialistische Arbeiterkongres und bekannt zu geben. Sie sehen, werthe Mitstreiter, daß das Organisationskomitee für den internationalen sozialistischen Arbeiterkongreß an der Arbeit ist. Möge das auch Sie anspornen, sich jetzt schon auf diefes internationale Parlament der Freiheit, des Friedens und der Wohlfahrt vorzubereiten, denn vorbereitet sein, ist für die Arbeiterklasse die Bedingung ihres Sieges. Es lebe die Solidarität der Arbeiter aller Länder; es lebe soll im Jahre 1893 in der Schweiz stattfinden." Dieser Beschluß ehrt unser Land. Er weist ihm eine Aufgabe zu, welche der Neutralität feines Staatswesens, der Internatio- der internationale sozialistische Arbeiterkongreß von 1898! nalität seiner Bevölkerung und seiner Einrichtungen, sowie seiner alten Freiheit angemessen ist. Im Namen der schweizerischen Arbeiterschaft danken wir den Vertretern der Arbeiterklasse aller Länder für diesen Beschluß und versprechen, Alles zu thun, um den internationalen sozialistischen Arbeiterkongreß von 1893 zu einem weiteren Markstein auf der Bahn der Einigung und Befreiung des arbeitenden Volkes aller Länder zu machen. Zur Ausführung des Brüsseler Beschlusses haben am 10. Januar dieses Jahres in Zürich die Zentralfomitees des schweizerischen Grütlivereins von Winterthur, des schweizerischen Gewerkschaftsbundes von Zürich und der schweizerischen sozialdemokratischen Partei von Basel getagt und beschlossen: 1. Der internationale sozialistische Arbeiterkongreß des Jahres 1893 findet in Zürich statt. Feuilleton. Nachbruc verboten.) Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. 50 " Ich muß Helene sprechen," meinte das Fräulein nach kurzem Bedenken und schlug, nachdem sie Elisen um ihre Begleitung gebeten, den Weg ein, welchen die Freundin mit dem jungen Schriftsteller gegangen. Dieselben tamen ihnen schon entgegen, und es erfolgte eine kurze Berständigung. Helene bat ihren Freund, seine Ansichten über diesen Fall zu äußern. " Offen gestanden," meinte dieser nach kurzem Bedenken, ,, halte ich diesen Fall für einen von denjenigen, bei welchem menschliche Berechnung nicht ausreichend ist. Der Feigfte findet in der Verzweiflung häufig den Muth, sich umzu bringen, und den Muthigsten ergreift hierbei oft genug eine plögliche Scheu oder ein besserer Gedanke. Bei uns kann es sich hier nur um die Möglichkeit handeln, und eine solche möchte ich nicht für ausgeschlossen ansehen". " Um Gottes willen, Herr Doktor, Sie versehen mich ja in Angst und Schrecken! Wenn mitten in dieser ländlichen Freude ein Pistolenschuß ertönte, der mir sagte, daß im selben Augenblicke mein Bruder sein Leben geendet, cs Mit Brudergruß und Handschlag! Das Bureau des Organisationskomitees für den Internationalen sozialistischen Arbeiterkongreß 1893: Karl Bürkli, Präsident. Robert Seidel, Sekretär, August Mert, Kassirer. Das Organisationstomitee: Vertreter der sozialdemokratischen Partei: J. R. Jäger. X. Karrer. D. Lang. R. Seidel. A. Widmer. Vertreter des Grütlivereins: R. Bürkli. H. Greulich: F. Häfeli. A. JIg. J. Vogelsanger. Es ist charakteristisch, daß man in Berlin es für richtig hält, um einer Petition willen den Apparat einer außerordentlichen Sigung in Bewegung zu setzen, während man es fühl ablehnt, einem Antrag, der den Zweck hat die in weiten Kreisen der Bevölkerung herrschende Arbeitslosigkeit zu beseitigen, ein paar Stunden der Berathung zu opfern, und den Antrag in einer Zeit, wo jeder Tag von großer Bedeutung ist, um fast eine ganze Woche zurückschiebt. Wir können dies nur lebhaft bedauern um so mehr, als wir überzeugt sind, daß die Beschaffenheit von Arbeit das einzige Mittel ist, um den in der überaus schlechten Wirthschaftslage wurzelnden Nothstand, wenn nicht zu beseitigen, so doch wenigstens weniger fühlbar zu machen. Hätte die städtische Verwaltung im November dem bereits damals gestellten Antrage der sozialdemokratischen Stadtverordneten zugestimmt und Arbeitsgelegenheit ges schafft, statt nahezu eine Million Mark an sogenannte Wohlthätigkeitsvereine zu verläppern, so hätte die Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Noth nicht einen so ungeheuren Umfang erreicht, wie es leider jetzt der Fall ist. Die Zurückweisung des Wunsches, den gestern wiederholt eingebrachten Antrag in außerordentlicher Sigung zu verhandeln, läßt einen Schluß auf das Schicksal des Antrages zu; daffelbe wird sich voraussichtlich nicht von dem E. Beck. C. Conzett. A. Lüthi. K. Manz. A. Mert. Ausgang unterscheiden, den die Berathung der NothstandsVertreter des Gewerkschaftsbundes: wäre furchtbar, ich könnte niemals wieder froh werden. Er muß gerettet werden. Ach, liebstes Fräulein, verzeihen Sie mir mein eigenthümliches Wesen, ich habe an das Furchtbare nicht geglaubt. Sind Sie denn schon unauflöslich gebunden?" Ich bin's" erwiderte Elise ernst, aber ohne Härte. Mein Bruder ist sehr reich, wird sehr reich werden...." Hermine!" rief hier Helene mit vorwurfsvollem Tonc. Elise war blaß wie der Tod geworden, dann aber faßte sie sich mit wunderbarer Stärke, trat auf Helenen zu, erfaßte deren Hand und sagte mit bescheidener Würde: Sie sind zu gut, Fräulein, um mir es übel zu nehmen, wenn ich mich von einem Orte entferne, an dem ich so tödtlich beleidigt wurde." Und dort empfing sie in der That den schönsten Lohn, denn Helene, welche diese ganze Szene mit himmlischer Freude beobachtet hatte, schlang jetzt beide Arme um den Hals Elisens, tüßte sie auf den Mund und flüsterte ihr zu: Lassen Sie uns Schwestern sein, Elise." Einen Blick tauschten diese beiden sich so innig ver wandt fühlenden Wesen, der sie wie von einem Freuden schauer erbeben ließ. " Man ist doch als Dichter fein so unnüßes Wesen, wie viele praktische Leute vorgeben", rief jetzt Lange. Ich wollte mir sechs Dutzend von diesen Praktikern kommen lassen und sie fragen, was in diesem tragischen Falle am Besten zu thun, ob sie wohl ein besseres Mittel zu finden wüßten, als das, welches ich hier vorzuschlagen mir erlaube." " Und damit wandte sie sich ab von der Gruppe und ,, Sie haben ein Mittel, o sprechen Sie," rief jetzt Elise schritt dem Thale wieder zu; doch war sie nur wenige ganz wie umgewandelt. Schritte gegangen, als sie sich beim Arme ergriffen fühlte" Der junge Mann," meinte Lange, wird um den Berge und beim Umwenden des Kopfes in das von Thränen er- wipfel da oben herum hausen und jedes Wesen, welches zur füllte Geficht ihrer Beleidigerin blickte. Ihr Zorn Zeit des angesagten Rendezvous' sich dem Orte nähert, schmolz bei diesem Anblicke, wie der Schnee bei dem Kusse überwachen. Kommt ein Mann, so wird er vielleicht die der Frühlingssonne; mit einer wahren Haft ergriff sie die Dummheit begehen, sich eine Kugel vor den Kopf zu schießen; Hand des Fräuleins und rief: Fräulein Barth können wir einem Zusammentreffen mit O, bitte, kein Wort, nicht ein einziges, was diese einem so verstörten Menschen nicht aussetzen, und da, meine Thränen erklärte, denn ich habe schon Alles gefühlt. Ich bin ich, giebt es nichts Besseres, als: Sie, Fräulein Barth, Ihnen gar nicht böse, ich weiß, daß Sie anders find, als schreiben ihm einen Brief, den ich mit Ihnen besprechen ich glaubte. Kommen Sie, ich fehre mit Ihnen zurück;" und werde und der ihn, ohne daß Sie sich etwas vergeben, einstdamit zog sie das Fräulein, das jetzt in der That keines weilen von seinem Vorfaze abbringt. Den Brief schicken Wortes mehr mächtig war, wieder zu der Gruppe zurück. wir mit einem Kuaben hinauf, der ihn, wenn er ihm nicht! -UG an den brandenburgischen Provinzial- Landtag ganz gewiß nicht an die Arbeiter gedacht, die Bemerkung:" ben Staub von den Pantoffeln schütteln", weist auf ganz andere Kreise hin. Pantoffeln trägt man z. B. in der Studirstube, und von gewissen Studirstuben geht auch in letter Instanz die Heze gegen das Bolksschul- Gesetz aus. Dieses Gesetz fümmert aber die ArbeitsLofen, deren Forderung, betreffend Jnangriffnahme städtischer Arbeiten, uns überhaupt diskutirbar dünkt, gewiß in legter Linie. Wir sind keineswegs geneigt, diefe Leute, troh ihres ungehörigen Auftretens, so fehr scharf zu beurtheilen. Wenn Jemand Weib und Kind hungern sieht, bann thut er manches, was er sonst unterlassen würde; deshalb ist ihm auch viel zu Gute zu halten." anträge im vorigen Herbst genommen hat. Unsere Partei- vilität entsproffene Zeug aufzutischen die Rühnheit hatte. genoffen in der Stadtverordneten- Versammlung können dies und der Schund war von oben herab, beinahe amtlich, nicht verhindern, fie haben ihre Schuldigkeit gethan; die als außerordentliche Leistung des Genius ausgetrommelt Verantwortung für Alles, was aus der konsequent wieder morden. holten Ablehnung, Arbeit und damit den Arbeitslosen Brot Wildenbruch's heiliges Lachen" und das ist das zu schaffen, entstehen kann, fällt auf die freisinnige" Symptomatische steht aber nicht vereinzelt da; dann hätte Majorität, welche heut in der städtischen Verwaltung Berlins es sich überhaupt nicht vorwagen können es sticht nicht die unumschränkte Herrschaft ausübt. ab von dem Durchschnitt der Bühnenstücke und bewegt sich auf teinem tieferen Niveau als neun Zehntel der so genannten Dichtwerke, die unser modernes Theater zur Aufführung bringt. Allerdings muß zugestanden werden, daß dieser Verfall in feinem anderen Lande so bemerklich Der Kampf zwischen den Freunden und Gegnern des Der Pariser Temps" brachte vor einigen Tagen einen Bedlig'schen Volksschul- Gesezentwurfs treibt zu Zugeständ längeren Aufsatz, der eine Parallele zog zwischen der nissen, welche sonst fürsichtig im schweigenden Busen verIm Reichstage gab der Marine- Etat Gelegenheit, deutschen und französischen Kunst, und zu einem wahrhaft wahrt werden. An dem Nothstande trägt die schwere Mitdie schmählichen Mißhandlungen, denen die Seeleute auf vernichtenden Urtheile über die deutsche Kunst der Gegenwart schuld jene volksverwüstende Schutzzoll- Bolitik, welche den den Kriegsschiffen ausgesetzt sind, aufzudecken. Die Abgeord kam. Auf dem Gebiete der Kunst haben wir unsere Massen die nothwendigen Lebensmittel zu Gunsten des neten Megger und Vollmar hatten gegenüber dem schneidigen Revanche gehabt!" höhnt und triumphirt das Hauptorgan Großgrundbesizes vertheuert hat. Dazu tritt die schleichende Staatssekretär Hollmann, der vergeblich mit schwächlichen der französischen Bourgeoisie. Und wahrhaftig, es hat nur wirthschaftliche Krisis, eine nothwendige Konsequenz der Entschuldigungen die Wucht der Kritik abzuschwächen suchte, zu recht. Daß aber die deutsche Kunst so besonders tief herrschenden Produktionsweise; die Proletarier zahlen die ein leichtes Spiel. Herr Eugen Richter feilschte wie üblich heruntergekommen ist, das hat seinen Grund in der poli Beche für die Orgien der Spekulation und des Industriaum etliche Posten des Etats, den er seine fischen Misère, die sich der allgemeinen, sämmtlichen Kultur- lismus. Leute doch so gerne bewilligen. Der König Stumm hielt ländern gemeinsamen, kapitalististischen Decadence zu Politische Leberlicht. und ein so gründlicher ist, wie in unserem Deutſchland. " Berlin, den 27. Februar. " Eine Strafpredigt. Der Pindter liest in höherem Auftrage der nationalliberalen Partei gelegentlich ihres Jubiläums den Text. Er sagt: eine von Patriotismus" durchglühte Rede;-Prinz Heinrich gefellt hat. war nämlich anwesend. Bei den Ausgaben für den Werftbetrieb brachte Singer zur Sprache, daß Werftarbeitern infolge des Empfanges der Altersrente der Lohn gekürzt worden sei. Herr Hollmann, dessen Eifer seiner Geschicklichkeit stets um einige Schiffslängen voraus ist, erklärte, daß hier der Zufall sein Spiel gehabt habe. Daß doch ge= rade die Altersrentner die Lohnreduktion erfahren mußten! Zur Kritik des Spionage Gesetzes. Professor L. von Bar, der bekannte Göttinger Rechtslehrer, behandelt in der Nation" den Verrath militärischer Geheimnisse. Er schreibt u. A.: " An die Adresse der Post". Die Zeitung ber Botschafterpartei, die" Post", verbrüdet sich mit dem Bennemann- Blatt und dem Denunziantenblatt Eugen Richter's. Sie schreibt, offenbar noch tief ergriffen von dem sinnigfesten Händedruck ihres Gönners Stumm: Die Krawalle, welche in den letzten Tagen in Berlin stattgefunden haben und deren Wiederholung nicht unwahr scheinlich ist, charakterisiren sich nicht blos durch die Zerstörung von Privateigenthum, sondern auch durch den mehr fach vorgekommenen Raub von anderen Gegenständen, als Gßwaaren. Sie hängen ohne Zweifel ursächlich mit den fozialdemokratischen Agitationen zusammen. Sowohl im Allgemeinen als namentlich mit derjenigen, welche in den bekannten Nothstandsanträgen der sozialdemokratischen Mitglieder der Berliner Stadtverordneten- Bersammlung ihren Ausdruck fand." Unferes Erachtens würde die nationalliberale Partei ihre Geschichte und ihre Verdienste verleugnen, wenn sie angesichts ihres Jubiläums vergessen sollte, wie die ihr gestellten Aufgaben im Ausgleich der Gegenfähe von Rechts und Links beruhen, Mag es auch im Einzelfalle nicht leicht sein, diese Pflicht zu erfüllen, gerade die nationalliberale Partei wird nur fein, wenn sie ist, was sie sein muß. Und wenn die parlamentarischen Vertreter dieser Partei sich anschicken, das Jubelfest ihres fünfundzwanzigjährigen Bestehens festlich zu begehen, Wenn ferner die Militärverwaltung z. B. der Ansicht ist, tann man ihnen zu diesem Anlasse nur den Wunsch widmen, daß die Geheimhaltung von militärischen Dienstvergehen oder im Stolze auf das Geleistete und Erreichte nicht zu vergessen, Soldatenmißhandlungen im Interesse der Landesvertheidigung Der ursächliche Zusammenhang zwischen dem Krawall der aus welchen Grundbedingungen dieses Alles erwachsen ist und geboten sei denn eine feindlich gesinnte fremde Regierung könnte ja in solchen Vorkommnissen ein Moment der Schwäche allein erwachsen fonnte. Die nationalliberale Partei steht Lumpenproletarier und der sozialdemokratischen Agitation gerade im gegenwärtigen Zeitpunkt wieder vor ernsten Proben bleibt vorderhand das Geheimniß der" Post". Welche Beziehun des deutschen Heeres erblicken so kann, sofern das Militär. auf ihre staatsmännische Befähigung. Vermag sie dieselben gen zwischen dem Gesindel der Weltstadt und den herrschenden Strafverfahren ein Geheimniß ist oder bleibt, auch solche Mitnicht zu bestehen, so wird eben auch vom Nationalliberalismus Klassen bestehen, ist Niemand verborgen, der Einsicht in die ge theilung eventuell mit fünfjährigem Freiheitsverlust und der Nachweis erbracht sein, daß die politischen Parteien sich sellschaftlichen Zustände hat. Der Kapitalismus ist der Bater was bedeutet derselbe unter Umständen bei uns! geahndet überlebt haben." ber. lumpenproletarischen Schichten, er schafft die Bedin werden. Wer irgend von militärischen Dingen etwas erfährt, Wer ein Vierteljahrhundert sich prostituirt hat, kann gungen ihres Daseins, er züchtet und fördert sie. Aber sei es durch besondere amtliche Stellung, sei es lediglich als Privatmann, über den soll fortwährend das Damoklesschwert auf feine alten Tage höchstens Betschwester werden. Und wenn die Arbeiterpartei vor Straßendemonstrationen, vor einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren schweben, wenn er ge- die Frömmigkeit empfiehlt ja heute. Sie werden schon Exzessen warnt, wenn sie dem furchtbaren Nothstand durch legentlich vielleicht gerade als eifriger Patriot- einmal umfallen, die Männer der Fraktion Drehscheibe. Reformen, durch einschneidende Hilfsmaßregeln begegnen will, mit Andern darüber gesprochen hat." so gräbt sie denen das Wasser ab, welche die Arbeiterpartei Unsere Beurtheilung des Entwurfes wird durch Bar's Arbeitsstatistik und kein Ende. Das Organ der hassen und mit den schofelsten Waffen bekämpfen. Die Ber Ausführungen nur bekräftigt.Zuckerbarone und Terminspekulanten, die Magdeburgische störung des Privateigenthums", welche die Lumpenkerls auf Beiläufig fann Herr Eugen Richter zwischen dem Beitung", ift arg verschnupft über unsere an der Reichs- ihrem Kerbholz haben, ist ein anmuthiges Pendant zu den Spionen- Gesetz und der Veröffentlichung des sächsischen kommission für Arbeitsstatistik geübte Kritik. Nun das Thaten der Sommerfeld, Leipziger, Maaß, Wolff, Schwieger, Militär- Erlaffes durch den Vorwärts" feinen Zusammen- profitsüchtige Unternehmerthum so lebhaft Partei für den Knobelsdorff und Konsorten, der Gesellen, welche zu den hang entdecken. Ja, wenn die Veröffentlichung durch die Plan ergreift und durch seine litterarischen Kommis in der Stützen der bürgerlichen Gesellschaft gehören und mit der Freifinnige Zeitung" erfolgt wäre, würde er den Zu- Bresse dafür Stimmung machen läßt, offenbart sich die Be- Sozialdemokratie so wenig Berührungspunkte haben, wie sammenhang rasch entdeckt haben. deutung des ganzen Unternehmens schon heute mit der er die feudale" Post" mit den einfachsten Gesetzen des polifreulichsten Deutlichkeit, trotz der flüchtigen Andeutung", tischen Anstandes. Die Decadence- zu Deutsch der Verfall der kapi- von welcher die Magdeburgische Zeitung" vorwurfsvoll talistischen Gesellschaft, tritt auf allen Gebieten in die Er redet. Wenn das Fabrikantenblatt die von den anständigen Ein Jrrthum, dem wir in der„ Bossischen Zeitung scheinung. Auf politischem und sozialem Gebiet die voll- Leuten aller Parteien, von der wissenschaftlichen Forschung, und anderen Blättern begegnen, als sei der in unserer gestrigen ständigste Unfähigkeit der Neugestaltung; auf dem Gebiete wie von den Tageszeitungen mit Dant aufgenommene ver- Nummer veröffentlichte Aufruf von den sozialdemokratischen der Kunst und der Wissenschaft, so weit diese in den dienstvolle Bäckerei- Enquete Bebel's als statistischen Stadtverordneten ausgegangen, sei hiermit als solcher festDienst der herrschenden Klaffe zu stellen ist, eine Dede und Unfug" bezeichnet, so ist diese Auffassung wohl zu verstehen. gestellt. Das Versehen scheint dadurch entstanden zu sein, daß Ohnmacht, ein Mangel an Ideen und Idealen, wie seit Unfug" ist jede unbefangene Darstellung dessen was ist. Die Mittheilung betreffs des Nothstands- Antrages unmittelbar der Verfaulung des alten Römerreichs Aehnliches nur in und eine Statistik, welche über die süßen Geheimnisse des hinter dem Aufruf abgedruckt ist, freilich auf der zweiten der wüsten Zeit vor, während und nach dem Dreißig Kurszettels und der Plusmacherei hinausgeht, ist vom Uebel; Spalte, während der Aufruflauf der ersten Spalte abschließt. Daß jährigen Kriege erlebt worden ist. Und gerade auf dem sie müßte denn die Bahlen fälschen, wie die Hofgeschichts- der Denunziant Eugen Richter seine schäbige Hantirung neutralen Gebiete" der Kunst tritt dieser Berfall vielleicht schreiber die Geschichte umlügen. Es giebt Byzantiner der auch heute betreibt und die schamlose Frivolität hat zu be am handgreiflichsten zu Tage. Die Dichtkunst, das Theater, Statistik, wie es Byzantiner der Historie giebt. haupten, unser Aufruf" putsche wieder auf, indem er von die Malerei, die Bildhauerkunst liegen bei uns in einer einem berechtigten Unmuth der Arbeiter spricht", ist der Gipfel Weise darnieder, daß es ein wahrer Jammer ist. Welches einer Büberei, wie sie sogar im ärgsten Gedränge politischen Bild trostloser Geistesarmuth bot nicht z. B. die vorjährige Lebens nicht allzu häufig sich findet. Wie die„ Ballonmüßen" internationale Gemälde- Ausstellung dar. der Gasse krawalliren, so fällt diese Ballonmüße des " Wie uns von einem zuverlässigen Berichterstatter gemeldet Barlamentarismus eine große Partei an, hinterwird, hat man gestern in verschiedenen liberalen Kreisen die rüds, nach alterprobter Bravo- Art. Herrn Richter ist der Köpfe zusammengesteckt und der Schadenfreude Ausdruck gegeben, daß einen Tag nach dem Bekanntwerden der Kaiserrede Kampf gegen die Sozialdemokratie schlecht bekommen, und Die Demonstration der Arbeitslosen vor dem königlichen Schlosse sein Ingrimm macht sich in Unanständigkeiten Luft. erfolgt sei. Selbstredend haben diese beiden Dinge nicht den mindesten Zusammenhang. Se. Majestät hat in der Ansprache Und nun das Theater- die Bretter, die die Welt bedeuten! Wir übertreiben nicht, wenn wir sagen, daß solcher Schund, wie das Heilige Lachen" des Hof, Kanzlei- und Kasernen Poëten Wildenbruch noch über keine Bühne gegangen ist. Und es war eine Staats- und Musterbühne, bie dem Publikum dieses idiotische, unterbyzantinischer Ser schon unterwegs abgenommen wird, oben an einem Baum annagelt. Meinen Sie nicht auch, daß dies das Beste fein wird?" Es ist das Beste, ganz unbedingt, es verhindert die Ausführung der That", rief das Fräulein Findeisen hocherfreut, und mit Ihrer Unterstützung werden wir auch das Uebrige in Ordnung bringen." Deuten Sie, was für wunderbare Dinge auf Erden geschehen," rief jetzt mit einem Male Barth, der gänzlich unbeachtet bei der in ihren Verhandlungen vertieften Gesell fchaft anlangte. 12 Zu den Berliner Tumulten. Einer Zuschrift, welche Kreuz- Zeitung" aus„ tonservativen Streisen" zugeht, entnehmen wir Folgendes: der ständigen Befriedigung menschenmöglicher Bedürfnisse, als ein Gruß der holden Lebensverschönerin, der süßen Frau Musika, und kaum, daß Einige daran gedacht, als auch der gewünschte Gruß aus der Ferne herüberklingt und immer näher tommt, Aller Augen richten sich nach dem Eingange des Thales und richtig, da kommt, paarweise geordnet, ein Hornquartett unter den Zweigen der Bäume hervor. Hinter den Musikanten aber schreitet, das Spazierstöckchen im Arm und mit strenger Beobachtung des Taktes, der„ Normalmensch". Erst als der eigenthümliche Aufzug in die Nähe des 11 " Gemein und schmutzig der Wangerich, Wie Wanzen pflegen, rächte er sich." Wie Sie wünschent; also Herr Mensch, Menschenkenner." " Ich komme immer mehr in Ihre Schuld," meinte der Philosoph, nachdem er die Gesellschaft gegrüßt und Plaz genommen hatte. " Wie so, Herr Mensch? Sollten wir unbewußter Weise Ihnen schon einen Genuß bereitet haben?" Allerdings, denn ich habe mir erlaubt, heute morgen Jhren Kaffee zu trinken." " Den meinigen, Herr Mensch?" " Den Jhrigen und den der Anderen." Acht Taffen Kaffee," rief Frank erstaunt. Nun, das Appetit." Backet, in welchem eine Brieftasche mit tauſend Thalerne gunsgenosse in Wechſelarveſt, oder es iſt ſein Ge- besonders aufregenden Eigenschaften besaß, gründlich aus. nebst diesem Papierstreifen mit den Worten: " Für die Zwecke der Arbeiter Emanzipation, ein unbekannter Geber," getrieben?" Was ist geschehen, Bruder?" fragte Elise erregt. Tisches kommt, an dem sich Frank und Barth befinden, er muß ich sagen, für einen Philosophen ist das ein anständiger " Eben bekomme ich durch einen Bauernburschen ein tennt Ersterer den alten Leidensgefährten und ruft: Geister! Entweder das unser philo-" Ich habe mir das Getränk, welches übrigens keine im peust. He da, Herr Mensch: Menschenergründer, Weltgeifts- gelaufen." forscher, Unsterblichkeitskrämer, wollen Sie nicht einen Löffel Und wo haben Sie denn das Hornquartett aufenthalten war. Run sage Einer, daß es nicht noch unficht Suppe mit uns essen?" bare Schuhgötter giebt." Der Philosoph trat grüßend an den Tisch und rief Das habe ich mir gemiethet. Ich wußte nämlich im AnDas ist die Handschrift meines Bruders", rief Fräu- vergnügt: fang nicht recht, ob ich fahren oder gehen sollte. Das Erstere Lein Findeisen, als sie die Schriftzüge erblickte, er hat Also gerade noch zur Suppe? Ich fragte mich eben, schien mir bequemer und das Letztere gesünder. Endlich wenigstens feine geringe Meinung von Ihnen" gehabt, was wohl in seiner gegenwärtigen Verfassung den Körper verfiel ich auf den Mittelweg, indem ich mir das Quartett Fräulein Barth." am meisten erquicken könnte, und kam dabei über eine fräf- miethete, welches mich die Mühen des Marsches vergessen Und nun, meine Herrschaften," rief der Buchdrucker, tige Suppe nicht hinaus. Woher aber die Suppe nehmen machte." ,, möchte ich Sie bitten, zu der Gesellschaft zurückzukehren, in dieser stillen Waldeinsamkeit, die heute recht belebt ist," Nicht übel; und da sind Sie von der Stadt aus denn die Leute verlangen nach dem Mittagessen. Elise, Du wie ich sehe? Nun, daraus ersehe ich, daß ich meinen glück- immer hinter der Musik hergegangen?" haft heute schwere Pflichten." lichen Tag habe." So ist es." 群 Wir werden Sie unterstützen," sagte Helene, und die " # 1 " " Ihren glücklichen Tag, Herr Mensch? Ich meinte, Das mag ein schöner Anblick gewesen sein. Aber wie ganze Gesellschaft schritt langsam dem Thale wieder zu. Sie anerkennten nur ein nothwendiges Busammentreffen von in aller Welt ist es Ihnen gelungen, jenen Kerkermauern Wirkungen bestimmter Ursachen, die eine Sache gelingen zu entrinnen? Sollten Sie bei Tage denselben Weg gewagt oder mißlingen laffen?" haben, den wir bei Nacht eingeschlagen hatten?" " Das allerdings nicht, ich habe mich von Gerichtswegen " Das heißt, Sie haben bezahlt?" " Ja, das heißt: insoweit etwas von meiner Seite noch bezahlen war." ( Fortsetzung folgt.) Unter freiem Himmelszelte waren die Tafeln aufgefchlagen, an denen die zahlreichen Gäfte, hungrig infolge ber ungewohnten Bewegung in der frischen Luft, das Mittags Ganz recht, und in diesem Sinne habe ich das Wort mahl erwarteten. Durch die Güte eines unbekannten Gebers, der auch gebraucht. Wenn Sie aber jetzt erlauben, werde ich permittiren lassen." ein Fäßchen edlen Landgewächses, das unter der Firma Mosel- mir diesen Stuhl zum Gebrauch erbitten." wein" auftrat, gesendet, war es möglich geworden, die mehr oder weniger lebhaften Erwartungen noch durch den Anblick von hellen Weingläsern zu erhöhen. Es erscheinen die dampfenden Suppenschüsseln, die auf den Tischen vertheilt Aber ohne großen Zeitaufwand, wenn ich bitten darf," und dann von erfahrenen Händen ihres Inhalts zu Gunsten erwiderte der Philosoph, der für nichts als eine Suppe Sinn der Teller beraubt werden. Nichts fehlt mehr zur voll zu haben schien. Thun Sie das, Herr Mensch, und gestatten Sie mir, daß ich Sie dieser verehrten Gesellschaft, unseren werthen zu Freunden und Gästen vorstelle." * " Noch einmal abgewehrt! Der Redakteur ber Berwendung eines der Direktoren der Brauerei, sowie eines ihm jau ermitteln gesucht habe, das Einwohner- Melbe- nt bei Ankunft Hessischen Blätter", Hopf, ist von der Anklage der Ver- befreundeten Offiziers gelungen, den Bontott von der Bierhalle der Depesche schon geschlossen gewesen sei und im Adreßbuch ächtlichmachung Don Staatseinrichtungen und der abzuwenden. Aus diefen Gründen sehe er sich veranlaßt, den für Spandau nicht eristire. Der Gerichtshof schloß sich jedoch Majestätsbeleidung freigesprochen worden. Saal nicht mehr für Versammlungen abzugeben. den Ausführungen des Rechtsanwalts Leop. Meyer dahin an, Der Versuch, die geschichtliche Kritik zu nichte zu machen, daß jedem Staatsbürger, der sich über die Handlungsweise eines ift also gescheitert. Aber der Kurs, der heute herrscht, ist Darmstadt- Großgerau bat am 18. März in Darmstadt Schuß des§ 193 St.-G.-B. zur Seite stehe. Bei berechtigten BeEine Konferenz der Sozialdemokraten des Wahlkreises Beamten bei der vorgesetzten Behörde desselben beschwere, der gekennzeichnet schon dadurch, daß die Erhebung solcher An- über folgende Punkte zu verhandeln: Bericht des Partei- schwerden, welche unter den Schutz dieses Paragraphen fallen, flagen überhaupt möglich ist. vorstandes in Darmstadt, Organisation, Agitation und Presse, genüge nach der konstanten Judikatur das sonst bei Beleidigungen die Maifeier des Jahres 1892, Anträge der Parteigenoffen. Die Fronde an der Arbeit. Die neueste Erfirðung ausreichende Bewußtsein" der Beleidigung nicht, vielmehr werde des von Friedrichsruh aus geleiteten Preßbureaus lautet: ausdrücklich die beleidigende Absicht" erfordert, welche aus dem Polizeiliches, Gerichtliches zc. Worte Bequemlichkeit" nicht herauszulesen sei. Es erfolgt des Der Erfanzler ist einer Roalition des fatholischen und Redakteur Karl Fled vom Saalfelder halb dic Freisprechung des Angeklagten. protestantischen Klerus zum Opfer gefallen. Windthorst Boltsblatt" wurde wegen Beleidigung des Landraths und Stöcker haben ihn gestürzt. Der Zweck dieser Erfindung Schneider und des ersten Bürgermeisters Liebscher zu 25 M. Geld= ift klar: Der Scheinliberalismus des deutschen Philisteriums ftrafe event. 5 Tagen Gefängniß verurtheilt. foll für den Chef der Fronde des Geldsacks mobil gemacht werden. Die Urheber des Märchens halten das Bolt für entsetzlich dumm. Weshalb in aller Welt follten die Windt horst und Stöder denn den Extangler stürzen? Ist dieser etwa nicht auf Windthorst's Befehl nach Kanossa marschirt? Und war nicht der jetzt halb taltgestellte Stöcker sein gehorsamster Famulus? Doch wir erwähnten dieser neuesten Reptillige nicht, um sie zu widerlegen, sondern nur, um die Schleichwege der frondirenden Verschwörer zu zeigen. Sie haben ein neues Ministerium die Franzosen nämlich. Conftans, der Mörder von Fourmies, gehört dem Rabinet nicht mehr an, an seine Stelle trat Loubet. Sonst bleibt alles beim Alten. Die Geldsackpresse, welche den getreuen Knecht der Kapitalistenklasse schmerzlich vermißt, Schreit Beter. Die Kirchenpolitik der Regierung wird durch Conftans Entfernung, die übrigens nur für kurze Zeit sein dürfte, nicht berührt. Arbeitslose in Italien. In Palermo haben am 26. Februar unbeschäftigte Arbeiter, etwa 400 an der Bahl, in größter Ruhe demonstrirt. " Dr. Rübt wegen Beleidigung des Bahnhofsportiers Beyrer zu -In Ludwigshafen verurtheilte das Schöffengericht 200 m. Geldstrafe, während der Staatsanwalt nur 50 R. beantragt hatte. Gerichts- Beitung. 9 er30 m. Versammlungen. Arbeiter- Bildungsschule. Der Unterricht für Nationalötonomte fällt Sonntag, den 28. Februar aus. Schäftebranche. Sonntag, den 28. Februar, Abends 7 Uhr, öffentliche Bersammlung. Nachdem geselliges Beisammensein in Wiennecke's Lotal, Alte Jakobjir. 88. Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin.) Montag, ben 29. Februar, Abends 8% Uhr, bet Säger, Grüner Weg 29: Versammlung. ( Näheres siehe Inferat in der heutigen Nummer.) Bistherklub Freiheitsklänge. Montag, den 29. Februar, Abends, Uebungsunde im Restaurant G. Franke, An der Aposteltir che 7b. Gäfte fehr willtommen.. Aufnahme neuer Mitglieber. Uuterricht wirt ertheilt. Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten 8 Uhr. pratt. Arzt. Vereinigung der Barbier- und Friseurgehilfea. Montag, ben ftraße 144. 29. Februar: Außerordentliche Berfammlung. Diatuffton über die Konturrens der Kollegen untereinander. Sehnstündige Arbeitszeit und das KleinmeisterFreis Vereinigung der Graveurs und Biseleure. Montag, den thum. Achtung Schuhmacher! Große öffentliche Verfammlung aller in ber Schuh- und Schäftebranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, ben 29. 6. M., Abends 8% Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakob Straße 75. Tagesordnung: 1. Bortrag über Sozialismus und Anarchismus. 2. Stellungnahme zum Gewertschafts- Kongreß. Fachverein der in Buchbindereien, der Papier- und Lederwaarenndustrie beschäftigten Arbeiter. Montag, den 29. Februar, Abends Nr. 75. Tagesordnung: 1. Bortrag bes Herrn Dr. Pinn über Kreuzzüge. präzise 9 Uhr, Bereins- Bersammlung in Feuerstein's Galon, Alte Jatobẞtraße 2. Berfchiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, ben 28. Februar, Nachmittags 4 Uhr, bet nebel, Gesundbrunnen, Badstr. 58. bunderte. Nachher Betsammensein und Tanz. Botrag des Berrn 8. Benning über: Das Christenthum der ersten Jahrtag, den 28. Februar, Abends 6½ Uhr, Bindenfir, 106. Bortrag über Optimaten schule. Nachher gefelliges Beifammensein mit Zans. freier Diskutirverein. Große öffentliche Versammlung heute, Sonnund Aristokratie. Referent Genosse Kleinert, Schüler der Arbeiter- BildungsGeselliger Verein Edelweiß". Sonntag, den 28. Februar, Abends Uhr, im oberen Saale der Arminhallen, Kommandantenftr. 20, GesellschaftsAbend. Gäfte willkommen. Privattheater- und Vergnügungsverein Elmenhorst". Sonntag, ben 28. Februar, Nachmittags 4 Uhr, in Werner's Salon, Orantenftr. 170, nothwendig. Um 6 Uhr: Damenkränzchen. Gäfte, Damen und Herren willHof 1 Tr. rechts, Generalversammlung. Erscheinen der Mitglieder bringenb Sonntag Nachmittag& Uhr, im Restaurant zur„ Schneetoppe", Stofiizr. 29. tommen. Lese- und Diskutirklubs. Lefe- und Distutirklub, ar kayser" abends sy Uhr, bet Soffmann, Wrangelraße 82. Gäfte, Damen un Sozialdem. Lese- und Distutivtlub Spinoza". Jeden Montag, herren, willkommen. Lefetlub, Sozialbemotrat", Sigung Montag bends 9 Uhr bei Behrend, Blumenthaljiv. 5. Gäfte, burch Mitglieder etn geführt, haben Butritt. ferenz statt. " Als ein äußerst raffiuirt geplanter und durchgeführter Betrug kennzeichnete sich die Handlungsweise, welche geitern den Bilfe bei Unglücksfällen( weibl. Abth.) Montag, den 29. Februar, Abends Kaufmann Theodor Gürde, den Handelsmann Hermann bei Feuerstein, Alte Jakobiraße 76. Vortrag des Herrn Dr. Gutmann, Knorr und den Droschten Fuhrherrn Ludwig Karl Theodor Gump vor die erste Straftammer des Landgerichts I. führte. 29. februar, Abends 10% Uhr, im Botal von Herrn Buleger, SwinemünderDer Spediteur Weu befand sich im September v. J. in Zahlungsverlegenheiten. Zu seinen Gläubigern gehörte auch der Angetlagte Sump, der an Weu eine Forderung in Höhe von 400 M. hatte. Weu mußte eine Gläubiger Versammlung eina berufen, um einen Aufschub zu erbitten. Er erbot sich zu Theilzahlungen, welches Anerbieten auch angenommen wurde. Sump war in dieser Versammlung auch zugegen und flärte fich mit einer monatlichen Abzahlung von einverstanden. Um folgenden Tage fezte Sump sich mit Unmögliches. Der spanische Ministerpräsident dem Angeklagten Knorr in Verbindung, dem er vorstellte, Canovas del Castillo erklärte auf eine Juterpellation im auf, welche Weise sie sich in den Besiz der Weu'schen Parlament, Staat und Kirche mißten allerdings zur Ver- Fuhrwerte segen fönnten. Knorr war damit einverstanden und besserung der Lage der Arbeiter beitragen; wenn indessen m. erbot sich, 1300 M. zu dem beabsichtigten Unternehmen beizu bie Arbeiter unmögliche Forderungen stellten, so wäre das tragen, während Sump, der den Plan entwickelt hatte, nur 500 M. einschießen wollte. Dann wurde der dritte Angeklagte, Gürte, einzige Heilmittel dagegen der Gebrauch der Gewalt." ins Bertrauen gezogen. Dieser, ein völlig mittellofer und her Unmöglich" find natürlich alle Forderungen, welche den untergekommener Wienfch, follte 100 m. erhalten, wenn er die Profit der Kapitalistentlaffe auch nur im mindeſten beein- ihm zuertheilte Rolle mit Geschick durchführte. Sump und Knorr trächtigen könnten. So muß der spanische Bauer, ausges begaben sich zusammen au Weu und stellten demselben vor, daß plündert von den Beamten, bewuchert vom Hypotheken- fte sein Geschäft zum Schein kaufen wollten, damit er nicht von gläubiger, ein Frohnarbeiter der Grundaristokratie, elend anderen Gläubigern belästigt werden könne. Weu sollte zusammenbrechen, so der spanische Industriearbeiter sich seine Wagen nebst den dazu gehörigen sleben Pferden aussaugen lassen. Erleichterung der Lasten, Schutz gegen Kontrakt aufgefeßt werden, wonach dem Weu die verkauften für 1800 M. an Sump verkaufen und dann sollte ein zweiter bie zügellofe Erschöpfung der Arbeitskraft zu heischen be- Gegenstände leibweise belaffen bleiben sollten. Weu war undeutet Unmögliches verlangen. Und so tritt gegen die kecken vernünftig genug, auf dies, seine übrigen Gläubiger schädigende Ansprüche des ausgepowerten Volkes die Armee in Aktion, Arrangement einzugehen. Um den Scheinverkauf zu einem recht und der Henker garottirt die Rebellen. täuschenden zu machen, wurde verabredet, daß der Kontraft in der Mittagstunde des folgenden Zages abgeschlossen werden Arbeiter- Sangerbund Berline und Umgegend. Sonntag von sollte. Die dann nach Hause kommenden Kutscher sollten an- 2-4 Uhr, Uebungsfiunde. Aufnahme neuer Wirtglieder. Gesangverein gewiesen werden, Wagen und Pferde nach dem Grundstücke Sump's, verein der Glasarbeiter zu Stralau„ Borwärts 7" Rummelsburg, bei BorgByra 2", Charlottenburg, Charlottenburger Ufer 8 bet Benzin. Gefang des neuen Eigenthumers zu bringen, von wo sie dann nach Abschluß mann. Arbetter Gefanoverein ,, Vorwärts 2". Gonntag, den wie verabredet war, wurde es auch ausgeführt. Als die Fuhr Berlinerfir. 10, bet Momber. Des zweiten Kontraktes wieder abgeholt werden sollten. 7. b. M., Vormittags 10 Uhr, bei Kuhlmen, Schönhauser Allee 28, findet Sonwerte auf Sump's Grundstück waren, begaben sich Weu, Knorr Gefangverein Borwärts 8". Friedrichsberg, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends fon traft aufgesetzt werden sollte. Hier saß der Verabredung ralda", koppenfir. 86 bei Keller. und Sump nach einer benachbarten Restauration, wo der Leih- uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein ,, Norddeutsche Schleife", Naunynstr. 86 bei Zubed. Gefangverein Esme= gemäß der Angeklagte Gürcke. Als die Parteien Platz genommen Fichteftr. 29 bet Ströſche. Männer- Gefangverein Bieber lust", batten, trat plöblic) Gürcke an Weu heran und machte demselben Frischmann. - Gesangverein Senefelder", Jüdenstr. 55 bet Liedertafel der Maler und verwandten Berufsgenossen die überraschende Mittheilung, daß er der eigentliche Käufer Kaiser- Franz- Grenadier- Play 7, bei Berg. ,, Moabiter Bieberta fel", feines Geschäfts sei, Sump und Knorr feien nur seine Beauftragten bergerjur, 31 bet Musehold. Wilhelmshavenerjir. 25 b. Brosch. Gefangvereinbarmonie 2" LandsGefangverein Tonblüthe", Görligerstr. 58 gewesen. Wenn Wen die Fuhrwerte nach wie vor benutzen wolle, bet Tollsdorf.- Gefangverein Inthe", Brenzlauer- Allee 26 bet Riebel. Blüthe", so müsse er eine Kaution von 2000 M. und außerdem einen Straße Nr. 48 bei Reimann. Gängerchor der Chirurgischen Branche", Alte Schönhausersicheren Bürgen stellen. Well Gefangperein ,, Morgenroth" 2, Ghara war nicht im Stande, lottenburg, Bismardhöhe, Wilmersdorferfir. 80. Gesangverein Gänger Zur Achtstundenbewegung. Unter dem Drucke der eine dieser Beding ngen zu erfüllen, er erklärte auch, daß er BruB" Friedrichshagen bei Blant. Gefangverein Froh' Hoffnung" der 8immerer Berlin West. organisirten Arbeiterschaft machen die herrschenden Parteien nimmermehr den Berkauf unter diesen Bedingungen eingegangen lee 3-4 bei struje. Gesangverein Gleichheit", Pappelwäre. Sump und Knorr zuckten die Achseln und bestätigten nur, England 3 werthvolle Bugeständnisse in Sachen des Acht daß Gürde der eigentliche Käufer sei. Es kam nicht zum Ab- Sonntag: Brivat- Theatergesellschaft und Artistentlubu mor", Nachmittag Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend, ftundentages. Die Parlamentswahlen stehen vor der Thür, schlusse des zweiten Kontraktes. Weu eilte nach dem Grundstücie bei Siegemund, Genbahnstr. 20. 4 Uhr, bei Sabeck, Fürbringerstr. 7. Privat- Theatergesellschaft, unfpter" und überall da, wo die Arbeiterstimmen den Ausschlag geben, Sump's, um seine Fuhrwerke wieder herauszubekommen, Sump traft a bet Stutter, Mauerstr. 86. Theater und Artistentiub Jugend Theaterverein vor allem in den Grubenbezirken, werden die Kandidaten war ihm aber bereits zuvorgekommen, er hatte seinen Stall, in Odert, Beughofftr. 8. Gefelliger Berein Neue Welt" bei Strohschänt, Borussia" bei. bindende Versprechungen abgeben müssen. Gladstone, ein welchem die Weu'schen Fuhrwerte untergebracht waren, ver- Rytefir. 48. Montag: sozialpolitisch so rückständiger Bourgeois wie er ist, hat schlossen und mit einer Diisigabel bewaffnet, drohte er, Jeden Berein der Berliner Barbier- und Friseur gehilfen, alle 14 Tage, Albeniss ollegienfchaft Gemüthlichkeit", Gefelltger dennoch erklärt, falls die gesammte Bergarbeiter fich für den niederzustoßen, der den Versuch machen würde, in den Stall 10 Uhr, Seydelstraße 80. Theatervere.n Proletariat" bet kohar, gesetzlichen Achtfiundentag erklärten, tönne er sich auch ent- holen. Deun spannten Sump und Knorr schleunigst die Weu'schen am Sonntag, abends von 6-8 Uhr, 2. Sebelingsabtheilung; am Montag, Abends zu bringen. Weu mußte sich entfernen, um Polizei zu Naunynfir. 83. schließen, für ihn Stellung zu nehmen; und nachdem auch Fuhrwerke an und jagten damit nach Weißensee. Am folgenden von 8-10 Uhr, Männerabtheilung.- ,, Berliner Turngen offenfchat Tory- Abgeordnete fich für den Achtſtundentag ausgesprochen Tage verkaujten sie die Gegenstände an einen Fuhrherrn B. für 1. Behrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10 Uhr Bant fir. 9-10 im haben, darf man der Achtstundengesez- Debatte im Parlament 3500 M. und hatten somit bei dem Geschäft 1700 m. verdient. von Leffing- Gymnasium. Turnverein, sen", Lehrlingsabtheilung, Moutag mit Spannung entgegensehen. Zwei vom parlamentarischen Hiervon erhielt Gürde die versprochenen 100 m., der Rest wurde 8%-10 Uhr Abends, Blumenstr. 634. Wänner- Gefangverein, Tyrolienne". Montag und Sonnabend 9 Uhr Uebungsunde bei Komitee der Trades Unions gestellte Anträge verlangen ein zwischen Sump und Knorr getheilt. Der Fuhrherr B. hat die Faujimann, Reichenbergerjur, 73 a. Gate willtommen. Neue Mitglieder Achtstundengesetz für die Bergleute und Aufstellung des Fuhrwerke gleich weiter veräußert und gegen 1000 M. daran ver- fraße 81, bei Wuschold. werden aufgenommen. Gefangverein ,, armonte 2", SandsbergerGrundsatzes, daß jedes Gewerk den Achtstundentag einführen dient. Weu ist durch das Manöver der Angeklagten um jeine Raucht lub Weiße Wolfe". Montag Abends von 9-11 Uhr, darf, wenn zwei Drittel der Mitglieder des Gewerts in Gristenz gekommen. Nachdem der Thatbestand wie vorſtehend in Montag Abend von 8-10% Uhr bei Schöneburg," Grüner Weg Str. 9. einer Stadt dafür sind. Außerdem hat der sozialdemokraterhandlung festgestellt worden war, beantragte Staats- Rauchtiub„ re theit", jeben Diontag um s uhr bei Wuttte, Friedrichsbergertische Abgeordnete Cunninghame Giaham seine mit 233 je ein Jahr Gefängniß, je 1000 Mt. Geldstrafe und sofortige Ver-w.uy Schmidt, Wrangelstr. 141: Sigung. Sajte willkommen. anwalt Unger gegen Gürcke 10 Monate, gegen Sump und Knorr raße 4. Rauchtlub, Blaue Quast e", Abends 9 Uhr Pflugstraße 16 bet Rauchilub Brüderlich teit" jeden Montag von 9-11 Uhr bet gegen 88 Etimmen abgelehnte Bill wieder eingebracht, haftung. Der Gerichtshof erkannte nach dem Antrage. Geselliger welche die Arbeitsstunden in allen Gewerken und Industrieen Rauchttub ,, Ernst und Scherz". Jeben Sonntag, Nachmittag 6 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerjir. 45. Gäfte walitommen. auf acht für den Tag beschränken will. Auch das europäische Festland wird dem Andrang der Massen auf die Daner nicht widerstehen können, der Achtstundentag wird in absehbarer Zeit eine Errungenschaft des Proletariats sein. Ein Opfer Rußlands. Der Vertreter Vertreter der bulgarischen Regierung, Vulkovich, den, wie wir bereits gemeldet, ein Attentäter angefallen hat, ist seinen Verletzungen erlegen. Der Rubel rollt. Und so rettet er die europäische Ordnung" der Dinge-Staat, Gesellschaft, Familie, Religion. Was wir sofort annahmen, daß Vulkovich von dem Barismus gemeuchelt worden sei, wird jetzt durch offiziöse Wittheilungen aus Sofia, dem Sige der bulgarischen Regierung, bestätigt. Als Attentäter gilt der russische Unter than Bophiry Iwanow, welcher seiner Zeit der Wission Kaulbars', des russischen Oberspitzels, nach Bulgarien zu getheilt war. " " 1 " Gesang-, Turn- und gesellige ereine. Lübeck'scher Turnverein " Streligerstraße Nr. 16, bei Becker. Dudect. -W Rauchtlub Deutscher Mtchel" Wegen Beleidigung des deutschen Heeres stand gestern Vergnügungsverein, Freundestreue", 9uhr, im Restaurant Gerth.. der Mechaniker Adalbert Weber vor der siebenten Straftammer Prinzenjiraße 106. Vergnügungsverein Fidel 10", Montag Abends 9 Uhr der am Abende des 9. Oktober v. J. eine Versammlung abhielt. Uhr bet Wolff, Brunnenſtr. 85a. im Restaurant" Sum Reichsgarten", Oranienftr. 108. Damen und Herren als des Landgerichts I. Der Angeklagte gehört einem Vereine an, Gäfie willtommen. Vergnügungstlub Mephisto", Montag Abend Bergnügungsverein Edelweiß 2" Nach einem Vortrage über:„ Das Bestimmungsrecht werein, amicitia", Sigung Sonntags um 3 Uhr im Bereinshaus, Wilhelmjeben Montag im Restaurant Reichsgarten, Oranienfir. 108.- Bergnügungsüber Krieg und Frieden" folgte eine Diskussion, an fraße 118. Damen und Herren willtommen. Privat Theatergesellschaft der sich auch der Angeklagte betheiligte. Er führte aus, daß der Boccaccio" tagt jeden Monag, Abends 9 Uhr, bei Schneider, Adalbertjur. 8. Krieg mit der Religion im Widerspruch stände. Die Soldaten, Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saal, Berlebergerir. 13. Gäste willtommen. Gäste willtommen. Privattheater- Gesellschaft Augusta Victoria", die mit Flitter und Flatter auf der Straße umherliejen, sollten Bollact- Club Eintracht", bet Gunav Schulze, Wienerjir. 68. Gante willlieter blutbesudelte Leinewandkittel tragen, da sie doch nur tommen. Gefelliger Bergnügungsverein Nord Sonntag NachMörder feien. Wegen dieser Bemerkung wurde Weber unter mutag 4 Uhr bet Rade, Müllerur. 161. Gäste," Herren und Damen, willtommen. Theater- und Pantomimenverein, tbeler Geist bei Krebs, Anklage gestellt. Der Staatsanwalt hielt die Beleidigung für so Ohmgaffe 2. Der evangelische Arbeiterverein in Stettin hatte eine schwer, daß er gegen den Angeklagten ein Jahr Geham, Straßburgerjr. 5. Gäfie, durch Mitglieder eingeführt, wiltommen. Geselliger Slub ,, Namen los". Jeden Montag bet Abras Versammlung einberufen zu dem Zwecke, einen Vortrag unferes fängniß beantragte. Der Gerichtshof erkannte auf Frei- Theater- und Vergnügungs- Verein ,, Amor", Sigung Wiontag, 0% uyr, bet Genossen Fris Herbert über die Ziele der Sozialdemokratie, sprechung, da der Angeklagte im Allgemeinen gesprochen und es insbesondere über die Themen Religion und Ghe zu hören. Die nicht erwiesen sei, daß die beleidigende Bemerkung auf das Diskussion verlief im Allgemeinen sehr sachlich. Pastor Schlapp deutsche Heer gemüngt war. äußerte u. A. nach dem Bericht des Stettiner Voltsboten", Parteinachrichten. " Bebel's Buch„ Die Frau" sei nicht unfittlich, wie man häufig Zu dem Kapitel von der Findigkeit der Post gehört sagen höre; er habe es gelesen und finde es sehr fittlich. Wit eine Anklage wegen Beamtenbeleidigung, welche den Kaufmann ben Wegen Bebel's erklärte sich dieser Geistliche natürlich nicht Gottlieb Bode vor das hiesige Schöffengericht führte. Der Aneinverstanden, aber er konstatirte wenigstens, daß die Absichten getlagte wohnt seit etwa 11 Monaten in Spandau und hat daBebel's die besten sind. felbst eine Farbenfabrit. Am 17. Oktober gab er an Bode, Farben, Spandau" eine dringliche Depesche von Berlin aus auf, welche das Dreifache der gewöhnlichen Depesche fostete, troydem aber nicht angekommen ist. Auf die darob erhobene Beschwerde eine ablehnende Antwort und erwiderte darauf " Kummer, Acterstr. 18 Aufnagme. Herren und Damen dazu willkommen. Bergnügungsverein and in hand". nach der Sigung Fidelitas. Sigung jeben Sonntag, Abend 6 Uhr, im Sotale des Sen. Meißner, Gartenftraße 162. Aufnahme. Gäste willtommen. Psyche", Theater- und Bergnügungs- Verein. Sigung jeden Sonntag, Abends 6 Uhr, Königuiadt- Kasino' teratur, Damen nicht unter 16, Serren über 20 Jahre, willtommen. Holzmarttfir., part. Lese- Uebungen. Fidelitas. Gäste mit Berjiändniß für rete Bereinigung der Kaufleute. Jeden Montag Abend: Ge fellige Zusammenfunft der Mitglieder bei Bodenburg, Kommandantenraße 10-11, Daselbst Ausgabe der Bibliothetsbücher. Briefkaffen der Redaktion. Aus Stuttgart wird wieder ein Militärbontott ge meldet. Als der Vertreter des sozialdemokratischen Vereins die Siegelberger Bierhalle als Lokal für die Maifeier miethen wollte, erhielt er erklärte der Wirthschaftsführer, daß von einer Ueberlassung des in einem Briefe an die Ober- Postdirektion hierfelbst, Saales an jenen Berein teine Rede mehr sein könne, weil tura in welchem darauf hingewiesen wird, daß er der einzige Kursus für Nationalökonomie. Der Unterricht fällt An die Mitglieder der Arbeiter Bildungsschule, nach der letzten Versammlung der Kapellmeister des Grenadier- feines Namens in Spandau sei, auf welchen der Zujas regiments, beffen Kapelle zu Konzerten in diefer Halle engagirt Farben" Bezug haben fonnte. Er machte dem betr. Spandauer heute, den 28. Februar aus. Nächste Stunde Sonntag, den ist, erklärte, daß ihm von„ Oben" bedeutet worden sei, wenn Postbeamten den Vorwurf der Bequemlichkeit, weil der 6. März. wieder eine derartige Versammlung in dem Saale abgehalten felbe nichts weiter zur Ermittelung seiner Firma gethan hat e. werde, sei es der Rapelle verboten, darin au fonzertiren. Auch Die Dber Postdirektion in Potsdam stellte darauf den Straf fei festgestellt, daß die Siegelberger Bierhalle schon mit auf der antrag und der Staatsanwalt beantragte die Verurtheilung des Liste derjenigen Wirthschaften gestanden sei, welche in jüngster Angeklagten zu 30 M. Er führte aus, daß nach dem Inhalt der Zeit mit dem Militärverbot belegt worden seien, es sei nur der Aften der angegriffene Beamte die Adresse des Angeklagten vergeblich B. Sch. S. M. 100. Ja. handlung nicht zu haben; im Uebrigen war das Verfahren ganz Frau B. W. Das gewünschte Buch ist in unserer Buche korrekt. P. K. 100. Sie haben feinen Anspruch auf Rückzahlung. Theater. Sonntag, den 28. Februar. Opernhaus. Die Zauberflöte. Montag: Lohengrin. Schauspielhaus. Narziß. Montag: Romeo und Julia. Deutsches Theater. Faust. Montag: Kollege Crampton. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Der Hüttenbesitzer. Montag: Wilhelm Tell. Residenz- Theater. Riquette( Ma Cousine). Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Yvette. Borher: Der berühmte Mitbürger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Montag: Diefelbe Vorstellung. Thomas- Theater. Reif- Reiflingen. Montag: Jägerblut. Bellealliance- Theater. Almenrausch urid Edelweiß. Montag: Diefelbe Vorstellung. Ottend- Theater. Gebannt und erlöst. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Montag: Diefelbe Vorstellung. Circus Renz. Karlstraße. Sonntag, den 28. Febr. 1892, 2 Fest- Vorstellungen um 4 Uhr Nachm. und 71/2 Uhr Abends unter Mitwirkung der hervorragendsten Künftlerinnen und Künstler. Reiten und Vorführen d. vorzüglichst dressirten Schul- und Freiheitspferde. Unserem Freund und Schaukelbruder, Former und Gießer Franz Weidener, zu seinem morgenden 13. Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. 1675b Die Schaukelbrüder. Woll'n mer noch a Glasel nahm, Heute, heute, das Geläute. Danksagung. Für die vielen Beweise der TheilIn der 4 Uhr- Vorstellung auf viel- nahme bei der Beerdigung meines lieben feitigen Wunsch: Die lustigen Heidel- Mannes, unseres Vaters und Bruders berger. Zu dieser Vorstellung hat August Schubert( Fliesenleger) sagen jeder Erwachsene das Recht, 1 Kind wir hiermit allen Stollegen u. Freunden, unter 10 Jahren unentgeltlich insbesondere dem Gefangverein Liedereinzuführen. freunde unferen herzlichsten Dank. Abends 71/2 Uhr: Zum 162. Male: Die trauernden Hinterbliebenen. Auf Helgoland" E Fluth. Gedächtnißfeier für Carl Marx veranstaltet vom Leseklub Carl Marx am Sonntag, den 13. März, in den Gesammträumen des Feenpalast, Burg- u. Wolfgangstr.- Ecke. Bestehend Instrumental- u. Vocal- Concert, in ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Civil- BerufsMusiker unter Zeitung des Herrn Graß und des Gesangvereins Kreuzberger Harmonie, Mitglied des Arb.- Sängerbundes, unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Dillenberger. Gedächtnißrede, gehalten vom W. Liebknecht. Reichstags- Abgeordneten Prolog und lebende Bilder. Anfang Punkt 5 Uhr. Nach dem Concert: Tanz. Billets à 25 Pf. find an folgenden Stellen zu haben: Grube, Mariendorferstr. 10; Schröder, Cigarrenhandlung, KreuzbergGroße hydrologische Ausstattungs- Kranken- Unterstüßungsbundi& lein, Reſtaurant, Schönleinſtr. 6; G 6 bel, Gigarrenhandlung, = Pantomime in 2 Abtheilungen mit National Tänzen( 60 Damen), Aufzügen. Neue Einlage: Die GardeHusaren. Tscherkessen. Dampfschiff und Bootfahrten, Wasserfällen, Riesenfontänen mit allerlei Lichteffekten u. f. w., zum Schluss: Neu! Feenhaftes Kunstund Prachtfeuerwerk, arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. Montag und folgende Tage: Auf Helgoland. E. Renz, Direktor. Alexanderplah- Theater. Berliner Circus G. Schumann. Pflaster. Montag: Dieselbe Borstellung. Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. SpeFriedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Sonntag, den 28. Febr. 1892, große Extra- Vorstellungen Nachmittags 3/2 Uhr und Abends 7/2 Uhr. Zu der Nachmittags- Vorstellung hat jeder Besucher das Recht, auf das von ihm gelöste Billet ein Kind unter zehn Jahren frei mit einzuführen. zialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. American- Theater. Spezialitäten. James Fillis Vorstellung. In beiden Vorstellungen Auftreten des anerkannt besten Schulreiters der Gegenwart Mr. Nachm Makir Abends Germinal Gratweil'sche Bierhallen reitenb. Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Gr. Freifonzert. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. Diner à 1 Mark. 3 Regelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. Sowie täglich: 1169L Gr. Bock- Ausschank aus der Berliner Bock- Brauerei. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz, Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Paßenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ece Behrenstr. Interesanteste Völkerschaft Inner- Afrikas: Schuli b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Frauen, Kinder. Vorstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vormittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Fachmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab PassagePanopticum. Lebensgroße -Wachsfiguren und Gruppen, Dioramen. Sündfluth Panorama mit Gewitter. Jm Theater- Saal( ohne Neu In beiden Vorstellungen: einstudirt: Eine Nacht in Venedig. Große komische Original Wafferpantomime in 2 Abtheilungen mit neuen sensationellen Licht- u. Wassereffekten. der Schneider. Göbel, Razzbachstr. 1; Raßbachstr. 26, Restaurant; Nagel, Cigarrenhandlung, Willibald- Merisstr. 7; Läge, Restaurant, Fürbringerstr. 22; Gründel, RestauZum Besten der unterstügungs- rant, Dresdenerstr. 116; Luhm, Restaurant, Brandenburgstr. 11; Schensch, bedürftigen Kollegen findet am 6. März Restaurant, Adalbertstr. 16; G. Schulz, Cigarrenhandlung, Rottbuser Thor; Grenadierstr. 33 bei Seefeldt, eine geafforte, Cigarrenhandlung, Junkerstr. 1; Gehrmann, Cigarrenmüthliche Abendunterhaltung mit handlung, Naunynstr. 11; 3ubeil, Restaurant, Naunynftr. 86; Dochow, Tanz statt. 274/12 Buchhandlung, Dieffenbachstr. 58a; lid, Restaurant, Simeonftr. 23; Anfang 5 Uhr. Entree mit Tanz 30 Pf. Gumlich, Restaurant, Reichenbergerstr. 150; hierbach, Restaurant, Schwedterstr. 44; Ruhlmey, Restaurant, Schönhauser Allee 28; Gnadt, wedel, Restaurant, Klosterstr. 83; Gumpel, Cigarrenhandlung, Barnim straße 42; Riging, Restaurant, Bülowstraße; Gleinert, Restaurant, Müller- u. Fennstraßen- Ecke 174; Linneden, Restaurant, Beusselstr. 57; Gresse, Restaurant, Beuffelstraße 17; Meißner, Restaurant, Triftstr. 4; Brasch, Restaurant, Wilhelmshavenerstr. 23. Verein deutscher Schuhmacher. Restaurant, Brunnenſtr. 38; Wernau, Restaurant, Roſenſtr. 20; Salz ( Filiale Berlin.) Montag, 29. Februar, Abends 81/2 Uhr: Versammlung bei Säger, Grüner Weg 29. Tages- Ordnung: 1. Diskussion über den OrganisationsEntwurf der Generalfommission. Grosse öffentliche 403/17 2. Berſchiedenes and Brageloften. Sozialdemokrat. Versammlung 393/17 Bevollmächtigte. Deutscher Schneideru. Schneiderinnen- Verband. ( Filiale Berlin.) Montag, 29. Februar, Abends 81/2 Uhr: der Parteigenossen des 4. Berl. Reichstags- Wahlkreises am Montag, den 29. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale von Sanssouci," Kottbuser Strasse No. 4a. Tages- Ordnung: 1. Die Handelsverträge. Referent Reichstags- Abgeordneter Paul 2. Gr. Versammlung singer. Distuſſion. 3. Die Maifrage refp. Wahl eines Komitees. in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Tagesordnung: 1. Die Ursachen der Arbeitslosigkeit. Referent: Herr Stadtv. Borgmann. 2. Diskussion. " 4. Wahl eines Preßtomitee- Mitgliedes für die Volts- Tribüne." Der Einberufer. 351/15 Sozialdemokratischer Wahlverein Morgen große außerordentliche Vor- Ergänzungswahl der Lokalverwaltung. Für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. stellung mit neuem Programm. AufUm zahlreiches Erscheinen ersucht treten des Mr. James Fillis. Eine 417/10 Die Lokalverwaltung. Nacht in Venedig. FRIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Oeffentliche Versammlung der Lithographen Berlins am Dienstag, den 1. März, Abends 81/2 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: Dienstag, den 1. März, Abends 8 Uhr, im Lokale ,, Wedding- Park", Müllerstraße Nr. 178: Versammlung Zages Ordnung: 1. Bodenbefiz- Reform und Sozialdemokratie. Referent Reichstags. Abgeordneter Molkenbuhr. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes und Fragekasten.- Gäste haben Zutritt. 423/15 Der Vorstand. Beim Stiftungsfest im„ Feen- Palast" sind ein Uhrgehänge( Medaillon), 1. Bericht der Revisoren über den Stand und ein Portemonnaie mit ca. 16 Mt. Inhalt verloren gegangen. Die Finder Heute, Sonntag: des Unterstützungsfonds. 2. Neuwahl der werden gebeten, die Sachen an Ad. Scholz, Kastanien- Allee 35, abzuliefern. Grosses Revisoren und Ergänzung der Kom- In Empfang zu nehmen ist ein ührschlüffel, welcher gefunden wurde. Instrumental- mission. 3. Geschäftsbericht der Rommission. 4. Rechenschaftsbericht über die im Sommer 1891 veranstaltete Arnold. Gaminlung zur Unterſtüßung dreier Anfang 4/2 Uhr. Lithographen. 5. Bericht der LiquiEintritt 30 Pf. Konzert Montag, den 29. d. M., Abends 8½ 1hr, in dem Lokale des Herrn Joel, Andreasstraße Nr. 21: Oeffentliche Holzarbeiter- Versammlung dations- Kommission des Fachvereins der Kistenmacher, Stellmacher und an Holzbearbeitungs: Programm unentgeltlich. 2040L der Lithographen. 6. Verschiedenes. Bock Bier Ausschank. 10 446/6 Der Einbernfer. Berliner Bockbrauerei Berg. Tempelhofer 53. Bock- Saison. Täglich: Grosses Militair- Concert, Bock- Jubel und Trubel, Volks- Belustigungen. 2016L Entree Wochentags 20 Pf., Sonntags 25 Pf. Winter- Garten. Direktion: Dorn und Baron. Vor- Anzeige: Sieben ausserordentl. Vorstellungen des neuen Weltwunders ! Mrs. Annie Abbott ,! genannt the little Georgian Magnet. Extra- Entree): Täglich Am 29. Februar cr. wird dieses erfte und einzige magnetische Phänomen ihre von allen wissenschaftlichen Kapajitäten Amerikas und Englands v. 6 Uhr ab Vorstellung von Spezial. I. Rang. Entree 50 Pf. Präuscher's anat. Museum. Schluss unwiderruflich Influenza am 30. März. und vieles andere neu! für unerklärlich und geheimnißvoll gehaltenen Darstellungen zum ersten Male auf dem europäischen Continente im Wintergarten zu Berlin beginnen. Täglich fene die außergewöhnlich hohen Koſten haben die Direktion geDamen- Tag jed. Dienstag und Freitag. W. Gründel's Gasthaus, S., Dresdenerstraße 116. Arbeitsnachweis und Verkehr der Maler, Buchbinder, Drechsler, Sattler, zu erhöhen: Loge und Terrasse 4 Mt., Fauteuille 5 Mt., Estrade 4 Mr., Refervirter Platz 3 Mt., Entree 2 Mt. Vorverkauf von heute ab an der Tageskasse. Passepartouts ausnahmslos ungiltig. Institut, Restaurant, Bukunftsstaat, F. Pietsch, Lauz Dresdenerstr. 10. Maschinen beschäft. Arbeiter. Besonders auch andere Holzarbeiter sind dazu eingeladen. Tages- Ordnung: Stellungnahme zur Vereinigung dieser Gewerkschaften auf dem Kom greffe zu Halberstadt. 363/10 Freie Vereinigung sämmtlicher in der Papierindustrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. Montag, den 29. Februar, Abends 8 Uhr: Gr. Dersammlung I bei Joël, Andreasstraße Nr. 21, 1 Treppe. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. med. Fehlauer über: Wie sich das Volt nährt und wie es sich nähren müßte." 2. Regelung des Arbeitsnachweis und der Bibliothet. 3. Der Gewerkschafts- Kongreß und event. Vertretung auf demselben. 4. Fragekaften. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Deffentliche Versammlung der Weißigerber und Berufsgenossen am Montag, den 29. Februar, Abends 8 Uhr, in nebel's Salon, Badstraße 58. Zages Ordnung: 1. Vortrag: Gewerbeschiedsgerichte". Referent: Th. Mehner. 2. Diskussion. 3. Revisionsbericht. 4. Verschiedenes. Sammellisten der streikenden Weißgerber find abzuliefern. Fr. Trapp, Biesenthalerstr. 6a, 4 Tr. ( Zahlstelle 346/15 Deutscher Tischler- Verband Charlottenburg). Montag, den 29. d. M., Abends 8 Uhr, bei G. Krause, Bismarckstr. 74: Versammlung. Tages Ordnung: = 1. Stichwahl in unserem Kreise zum Gewerkschafts- Kongreß. 2. Die Lohnreduktion in der Seiler'schen Werkstätte( hierzu werden die Gesellen der genannten Werkstätte ganz besonders eingeladen). 3. Abrechnung vom Ver gnügen. 4. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Bevollmächtigte. 825/14 Freie Vereinigung der Graveure, Ciseleure und Berufsgenossen. An Stelle der Wanderversammlung: Ausserordentliche Versammlung im Vereinslokal Dresdenerstraße 45, am Montag, den 29. Februar, Abends 81/2 Uhr. Kastanien- Allee 35. 1984L Der letzte neue Lehrkursus in der Diskussion über die Konkurrenz der Kollegen untereinander, die 10 stündige Vereinszimmer, 30-40 Perf. faffend, Saison beginnt für Damen und Herren Arbeitszeit und das Kleinmeisterthum. Gärtner und Schuhmacher. 1868L mit Piano, noch einige Abende an Ver- Sonntag, 6. März, Nachm. 4 Uhr. Meld. Säfte, besonders alle ehemaligen Mitglieder u. Kollegen, 2 Billards, Vereinszimmer und Saal. eine, auch zur Zahlstelle, zu vergeben. Adalbertstr. 3u. b. Beginn d. Unterrichts wegen der Bedeutung obiger Tagesordnung fehr willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Vertheilung des Vereinskalenders. Vereinszimmer für 20-25 Personen Vereinszimmer an Genossen 3. verg Saal zu Festlichkeiten, Sonntags 3. Arbeitsnachweis beim Kollegen Zwirh, Stalizerstr. 125. bei Pohl, Grünthalerstr. 65. 2036L b. G. Mielenz, Naunynstr. 9. 1664b verg. Wienecke, Alte Jakobftr. 83. 1639b 1414/4 J. A.: Der Vorstand. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilager 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 50. Parlamentsberichte. mann. Dentscher Reichstag. Sonntag, den 28. Februar 1892. Beim Titel 6 weist 9. Jahrg. Der ganze Vorgang ist am Tage darauf in einem Wilhelmshavener Blatte erzählt und ausdrücklich als eine Bestrafung be- Abg. Richter darauf hin, daß eine Mehrbewilligung von zeichnet worden. Warum hat man denn nicht gegen die be- 1137 Köpfen verlangt wird, wovon er nur 224 bewilligen wolle. treffende Zeitung eine Strafverfolgung eintreten lassen? Bet Eine so starke Vermehrung um 1137 Mann ist früher in keinem 182. Sigung vom 27. Februar, 1 Uhr. der Arbeit fitzt der Mann immer auf einem kleinen Brett, welches Jahre bewilligt worden und trotzdem handelt es sich hier nur Am Tische des Bundesraths: Graf v. Caprivi, Holl- in der Schlinge befestigt ist, nicht so, daß ihm das Tau einfach um eine erste Nate, denn es ist eine Verstärkung um 4000 Mann um die Beine zusammengezogen wird. Was den zweiten Fall, in den nächsten vier Jahren geplant und zwar nur für die schon an Bord der Oldenburg" anbetrifft, so kann ich das nicht recht im Bau befindlichen Schiffe; wenn die Absichten der Regierung, verstehen, daß, wenn ein Mann mit einem 2/ 23ölligen Tau zehn noch weitere Schiffe zu bauen, durchgeführt werden, dann wird Minuten lang von zwei kräftigen Leuten geschlagen wird, sich die Vermehrung auf 6000 Mann steigen. Wenn man einmal A nachher bei der ärztlichen Untersuchung feine blauen Flecke ge- gesagt hat, dann wird man nachher nicht mehr im Stande sein, zeigt haben sollen. Da wird wohl erst nach drei oder vier im Weiterbuchstabiren einzuhalten. Die Friedensbesatzung von Wochen eine solche Untersuchung stattgefunden haben. Ich muß Helgoland, die sich unter den neuen Stellen befindet, kann gestellt mich auch sehr wundern, daß tein Offizier gegen die Miß- werden aus der Matrosenartillerie und den sonst vorhandenen handelnden eingeschritten ist. Der Ober- Bootsmaat, welcher von Truppen. Es ist garnicht wünschenswerth, nach Helgoland mehr den an Bord anwesenden Arbeitern aufgefordert wurde, dieser Mannschaften zu legen als unbedingt nothwendig ist und zwar mit Rohheit Einhalt zu thun, hat denselben sogar gedroht, wenn sie Rücksicht auf das Badeleben im Sommer. Eine Erweiterung der ihren Mund nicht halten würden, würde er sie wegen ihrer auf- Indiensthaltung hat die Budgetkommission selbst abgelehnt; sie rührerischen Reden bei ihrem Meister melden. Von höchster hätte also auch das Mehr an Mannschaften absetzen müssen, Stelle ist gesagt worden, folche Rohheiten müßten ganz aufhören. welches gefordert ist als Konsequenz der erweiterten IndiensthalWenn Leute ihren Urlaub überschreiten oder wenn sie dies gar tung. In den letzten Jahren hat sich der Etat der Marine sehr gewohnheitsmäßig thun, so haben wir doch genügend strenge erheblich gesteigert. Wir haben, als die Gristenzberechtigung der Strafvorschriften, um das zu verhindern. Marine an maßgebender Stelle bezweifelt wurde, für dieselbe Vor der Tagesordnung erklärt Abg. Möller, daß er in einer Rede behauptet habe, der Redakteur Fusangel sei 30 Mal wegen Verleumdung bestraft worden. Der letztere habe dagegen reflamirt und er müsse erklären, daß er aus verschiedenen gerichtlichen Erkenntnissen die Meinung entnommen habe, es feien Verurtheilungen wegen Verleumdungen vorgekommen, während es sich um Beleidigungen handelte. Auf der Tagesordnung steht die Berathung des Etats der Marineverwaltung. Die Ausgaben für das Marinekabinet und das Oberfommando werden ohne Debatte bewilligt, ebenso die Ausgaben für das Reichs Marine Amt, die Seewarte und Stationsintendanturen. Bei den Ausgaben für die Rechtspflege hat die Kommission die neugeforderte Stelle eines Auditeurs gestrichen. Abg. Menger( Soz.): Bezüglich der Mißhandlungen steht es in der Marine nicht viel anders als im Landheer, im Gegen- Abg. v. Vollmar( Soz.): Staatssekretär Hollmann hat das Nothwendige bewilligt. Wir sind deshalb mehreren Anfeintheil, es scheint faft, als wenn fie dort in ein gewisses System mit Recht darauf hingewiesen, daß Offiziere eine solche Straf- dungen ausgefeßt gewesen. Aber wir haben keine besondere gebracht werden. Der Fall in Wilhelmshaven an Bord des Gewalt nicht einreißen lassen dürfen; aber wenn die Offiziere Marine- Liebhaberei, denn die Hauptentscheidung wird immer Mars" beweist, daß man in der Marine Strafarten hat, von den Leuten sagen: wenn noch einmal Der oder Jener feinen beim Landheere liegen. Wenn wir uns überlegen, welche Summen denen das große Publikum Nichts weiß. Am 11. September in Urlaub überschreitet, dann bekommt Ihr Alle teine Erlaubniß für das Landheer mehr bewilligt find, haben wir um so mehr den Nachmittagsstunden bemerkten Passanten in der Nähe des mehr, an Land zu gehen, dann kann man sich nicht wundern, Ursache, auch bei der Marine ein gewisses Maß nicht zu überHafens an der Außenseite des Schiffes einen Mann an einem wenn die Mannschaft in diesen Worten gewissermaßen eine Auf- fchreiten. fingerdicken Tau herunterhängen, und zwar in sigender Stellung, forderung sieht, die betreffenden Kameraden durchzuprügeln. So Abg. Fritzen- Düsseldorf( 3.): Auch nach unserer Meinung das Tau um die Beine geschlungen. In dieser schmerzhaften wird man indirekt mit Nothwendigkeit dahin kommen, daß die wird die Hauptentscheidung stets beim Landheer liegen. Die Lage mußte der Mann zwei volle Stunden verharren, alle seine Rohheit unter den Leuten zunimmt. Ich hätte übrigens erwartet, Marine wird dem deutschen Namen alle Ehre machen, aber sie Versuche, sich Erleichterung zu verschaffen, wurden von dem daß der Staatssekretär nun wenigstens uneingeschränkt die That wird nur einen defensiven Zweck haben. Wir wollen die die Aufsicht führenden Unteroffizier vereitelt, Die Herren verurtheilt, statt deffen giebt er eine ganze Reihe von Entschul Marine nicht zu einer offensiven machen, wir wollen nicht Offiziere befanden sich unter dem Sonnensegel auf Deck und digungsgründen, zum Beispiel, der Mann wäre wohl durch in weite Fernen schweifen und Summen bewilligen, warfen ab und zu einen Blick über Bord, um zu sehen, ob der geprügelt worden, aber es hätte ihm nichts weiter geschadet. welche das Staatsschiff zum Sinken bringen muß. Kerl sich noch in der Stellung befinde. Als der Mann ab- Ja, sollte man ihm denn etwa noch die Knochen entzwei Wir haben für die neuen Schiffe nicht gestimmt, aber wir müssen genommen war, brach er in dem Raume, in welchen er hinein- fchlagen? Es sollen keine Flecken zu sehen gewesen sein! die Konsequenzen ziehen und die für die neuen Schiffe erfordergebracht wurde, ohnmächtig zusammen. Die barbarische Strafe Entweder hat der Arzt den betreffenden Mann erst liche Mannschaftsvermehrung bewilligen. Nachdem der Reichstag war über ihn verhängt, weil er fich von der Arbeit gedrückt haben nach sechs Wochen untersucht, oder ihm ist ein die Befestigung für Helgoland bewilligt hat, muß er auch die sollte. Ich weiß nicht, ob nach dem Straffoder der Marine eine ganz Anderer vorgeführt worden; ein anderer Schluß ist meines Besagung bewilligen, da die Entnahme der Besatzung aus den folche Strafe zulässig ist, und wünsche, daß der Herr Staats- Erachtens nicht zulässig. Die Dinge find sofort in den Zeitungen bestehenden Formationen nicht möglich ist. Für den politischen sekretär Auskunft darüber gebe, ob diese Strafart allgemein in ausführlich besprochen worden, ohne daß irgend eine Behörde Dienst ist ebenfalls eine Vermehrung des Personals nothwendig, Gebrauch ist. Eine andere Strafart wird von den Mann- dagegen eingeschritten wäre. Wenn das geschehen ist, wo heut namentlich zur Besetzung der südamerikanischen Station. Aber schaften selbst ausgeübt und ist darauf zurückzuführen, daß man, zu Tage gegen jede Zeitung fofort ein Strafantrag gestellt wird, es wird sich fragen, ob man die Station immer aufrecht erhalten wie bei dem Landherr, so auch bei der Marine durch gewisse so wie sie irgend eine Mißhandlung oder auch nur eine Be- will, und wenn dies geschehen soll, wird man nicht immer ein Drangfalirungen die Gesammtheit für das Vergehen eines schimpfung eines Soldaten seitens eines Vorgesetzten bringt und Schiff dorthin zu schicken brauchen, welches 600 Mann Besatzung Einzelnen leiden läßt. Es entsteht dadurch bei den unschul- die Verwaltung glaubt, fie irgendwie fassen zu können, so darf erfordert. Die neuen Schiffe follen nicht mehr. wie bisher mit digen Kameraden ein gewisses Gefühl der Erbitterung, sie man wohl mit Recht sagen, die Thatsachen entsprechen genau der einem Drittel des Mannschaftsbestandes und der Hälfte des rotten sich zusammen und üben an den Schuldigen eine recht Wirklichkeit. Wir hören sonst immer von der großen Ordnung, Maschinenpersonals versehen werden, sondern mit der Hälfte barbarische Lynchjustiz. Auf dem Schiffe Oldenburg" wurden der großen Gefeßlichkeit und der großen Manneszucht, die in des Mannschafts- und zwei Dritteln des Maschinenpersonals. türzlich ein Matrose und zwei Heizer auf diese Weise mißhandelt. unserem Heere vorhanden sei; Die ganze militärische Wenn wir hier der Forderung der Regierung zustimmen, so Man zog sie über eine Kanone und bearbeitete ihr Hintertheil Erziehung geht darauf hinaus, bei der Mannschaft voll- geben wir damit unfere tühle und abwartende Stellung der von beiden Seiten mit einem 21/2 3oll dicken Tau. Das geschieht tommenen Gehorsam gegen die Vorgesetzten zu erziehen. Marine gegenüber nicht auf, sondern werden namentlich bei dem oft in solcher Weise, daß die Fetzen Fleisch am Leibe herunter- Während nun aber die Höchstkommandirenden fortgesetzt Extraordinarium die einzelnen Forderungen gründlich prüfen. hängen. Nach der Aussage mehrerer an Bord beschäftigter Zivil- ihren ausdrücklichen Willen aussprechen, daß keine Mißhand- Abg. Stumm: Ich will der Regierung jeden Mann und arbeiter hat in dem erwähnten Falle der Zweite der Mißhandelten lungen vorkommen sollen, muß ich mich sehr wundern, daß gerade jeden Groschen bewilligen, will aber den Standpunkt des Herrn gebeten, man möchte ihn doch lieber todtschlagen. Die Exekution diesen höchsten Resfripten so häufig zuwider gehandelt wird. Das Richter nicht nachdrücklich bekämpfen, weil unter meinen wurde noch dazu in so ausgesucht grausamer Weise vollstreckt, kann ich mir durchaus nicht erklären. Der Staatssekretär fagt, Freunden einige sind, welche nicht so weit gehen wollen wie ich. daß bei der Mißhandlung des ersten die andern beiden die Offiziere hätten von diesen Mißhandlungen nichts gewußt. Ich will für meine Person nicht verantwortlich sein dafür, daß Verurtheilten zusehen mußten. Dabei wurde das bei der In dem Erlaß des Prinzen Georg von Sachsen wird nun aber eine Ablehnung der geforderten Mittel eine Schwächung der artigen Borgängen übliche Lied gesungen:" Wir winden gerade der mangelhaften Aufsicht der Offiziere über ihre Unter- Marine und einen unglücklichen Krieg zur Folge hat. Man sagt, Dir den Jungfernfrang", um den Schmerzensschrei des gebenen ein großer Theil der Schuld an solchen Vorkommnissen die Ostsee bedürfe nur einer Vertheidigung vom Lande aus. Gequälten zu übertönen. Der erwähnte Fall steht nicht ver- beigemessen; die Offiziere follen, und meiner Meinung nach Ich meine aber, die Vertheidigung wird energischer sein, wenn einzelt da, folche Exekutionen find allgemein üblich. Ein klassischer müssen sie von allen diesen Dingen unterrichtet sein. Hier die Schiffe zu Hilfe kommen, sonst müssen wir einen Theil Beuge dafür ist unseres Kollegen v. Henk illustrirtes Werk über wird gesagt, die Offiziere wiffen nichts von den thatsächlich unseres Landheeres zurückbehalten, wodurch unsere Feldarmee das Leben und Treiben zur See. In Abschnitt 5 dieses Werkes vorgekommenen Strafen, und in einem von zwei Admiralen geschwächt wird. Wir müssen aber auch unseren auswärtigen schildert Bizeadmiral Werner mit Humor, wie dem Faullenzer geschriebenen Buch wird diese Art der Bestrafung als auf Handel schützen, namentlich weil es noch nicht gelungen ist, das an Bord von seinen Kameraden, die für ihn die Arbeit haben Schiffen allgemein üblich und selbstverständlich geschildert. Privateigenthum zur See zu schützen. Die Opfer, die gefordert machen müssen, der Jungfernfranz gewunden wird, gewöhnlich Damit das nicht wieder vorkommt, muß von oben angefangen werden, sind nicht übertrieben, fie entsprechen durchaus den dann, wenn die Offiziere bei Tafel fizen. Die Exekution geht werden. In einer konservativen Zeitung wurde der Vorschlag Gütern, zu deren Erhaltung wir sie bringen. ungemein schnell vor sich, so daß der Betreffende nicht Zeit hat, gemacht, den Regimentskommandeur, in dessen Regiment solche Staatssekretär Hollmann: Die Gründe für die Vermehrung sich in den Bereich des Deckoffiziers zu flüchten. Die Herren Mihhandlungen vorkommen, sofort zu entlassen.( Widerspruch hat die Regierung bereits in der Denkschrift dargelegt und auch Unteroffiziere befinden sich bei derartigen Gelegenheiten mert rechts.) Das stand in einer konservativen Zeitung! Wenn in der Kommission vorgebracht. Namentlich hat zur Vermehrung würdiger Weise regelmäßig nicht an Bord, so daß sie von dem fämmtliche Offiziere persönlich verantwortlich gemacht würden, beigetragen die Nothwendigkeit, die Besatzung der Friedensschiffe ganzen Vorgang nichts gewahr werden. Auf Seite 258 des wenn ihnen klar gemacht würde, daß es ehrlos ist, einen wehr zu erhöhen. Die neue Kompagnie Matrosenartillerie wird nur Wertes ist die Rede davon, daß der Betreffende 14 Tage lang losen Menschen in dieser Weise zu Tode zu peinigen, und daß, zu einem kleinen Theil auf Helgoland bleiben, der Rest bleibt in nicht ordentlich fihen kann und daß durch die braufenden Töne sofern ihnen eine grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann, Lehe garnisonirt. Auch die Schulschiffe erfordern eine stärkere des Liedes auch die lautesten Schmerzensschreie erstickt werden. sie nicht einen Tag länger Offizier bleiben dürften, dann Besatzung. Darnach scheint die geschilderte Strafe eine ganz gewöhnliche würden wir wohl nicht mehr so oft von Soldatenmißhandlungen Abg. Nichter( dfr.): Die allgemeinen Betrachtungen des zu sein und den Herren Offizieren in dieser Weise eine hören. Herrn v. Stumm gehen über den Rahmen dieser Spezialberathung Tafelmusik gebracht zu werden. Der Erlaß des Herzogs Georg Die Forderung für den sechsten Auditeur wird gestrichen. hinaus; ich weiß nicht, was Herr von Stumm für einen persön von Sachsen giebt der Verwunderung darüber Ausdruck, daß Es folgt das Kapitel Militärpersonal". Bei lichen Grund hat, auf diese Allgemeinheiten einzugehen.( HeiterJemand, der wenige Monate zuvor felbst unter schweren Miß- Titel 1 Admirale" bemerkt feit.) Wenn man in Preußen das Schulgeld für die höheren handlungen zu leiden hatte, sich selbst zu Mißhandlungen hin- Abg. Menger: In der uns vorliegenden Denkschrift heißt Lehranstalten erhöht, um ein fnappes Milliönchen mehr für reißen läßt. Ich halte das für ganz natürlich. Wenn aus einem es, der Mannschaftsbedarf im Sommer wäre größer als im Lehrerbesoldungen zu erlangen, dann muß man vorsichtig in der Menschen erst einmal das Ehrgefühl herausgeprügelt ist, dann Winter. Da möchte ich den Staatssekretär doch fragen, ob ihm Finanzwirthschaft sein. Wenn unsere Wehrkraft durch die wird es ihm mit feinem Knopf, feiner Treffe oder sonstigem Ab- bekannt ist, daß in der Sommerzeit, wo also der Bedarf an 900 Mann beeinträchtigt wird, dann haben wir Hunderte und zeichen wieder eingeflößt. Es muß eine Erklärung abgegeben Mannschaften größer ist, die Marinesoldaten zu Arbeiten an Hunderte von Millionen überflüssig bewilligt. Wie kann sich werden, ob diese Strafart so gang und gäbe ist, wie sie Bize gehalten werden, die mit der Marine absolut nichts zu thun Herr von Stumm denn bereit finden lassen, die Abstriche der Admiral Werner schildert. Wenn es der Fall ist, so wäre es an haben, nämlich zum Kohlenabladen oder zur Ernte- Arbeit. Nach Budgetkommission zu bewilligen? Warum sollen diese Abstriche der Zeit, daß dieser Barbarismus beseitigt wird. Durch die dem in Kiel Kohlenarbeiter, denen man statt des früheren Lohnes ungefährlich sein, aber die aus dem Hause beantragten Abstriche Gefeße sind solche Strafen verboten; wenn Leute ohne Urtheil von 5 M. einen solchen von 3 M. angeboten hatte, die Arbeit ab- so gefährlich? Da müßte man ja beinahe die Regierung aufso strafen dürfen, im Widerspruch mit den bestehenden Gesetzen, gelehnt hatten, wurde bemerkt, daß Marinesoldaten zum Kohlen- fordern, noch mehr zu verlangen, bis wir endlich an die richtige dann ist das ganze Gefeßmachen, die„ liberal- humanistische Gesez- tragen kommandirt wurden, und zwar nicht im Interesse Grenze fommen, wo alles mögliche zur Vertheidigung geschehen gebung", wie fich Bize- Admiral Werner ausdrückt, überflüffig. der Marineverwaltung, sondern in dem der Firma Jansen in ist. Die Mannschaften für die Stationsschiffe fommen für den Das ist eine Verlegung der Majestät der Gesetze, die wir in Kiel. Alsdann find um die Erntezeit auf verschiedenen Gütern Kriegsfall garnicht in Betracht, sie sind zu weit entfernt. in der Nähe von Friedrichsort Marinemannschaften gegen einen Wenn die Stationsschiffe vermehrt werden sollen, dann könnten feinem Falle dulden dürfen. Unterstaatssekretär im Reichs- Marine- Amt Hollmann: Eine Tagelohn von 1,50 M. zur Ernte- Urbeit kommandirt worden. ja die Großindustriellen, welche sich in überseeischen Ländern Strafe, daß Jemand an einem Tau aufgehängt wird, ist mir nicht Ich halte es nicht für richtig, den Arbeitern bei der schlechten in Geschäfte einlassen, die Kosten dafür aufbringen. betannt. Es werden höchstens Leute an Tauen herabgelaffen zum Beit noch durch Soldaten Konkurrenz machen zu lassen; zumal Serr von Stumm scheint zu glauben, daß unsere Marine die Reinigen der Außenseite des Schiffes. Auf dem Schiffe Olden- wenn ein Mehrbedürfniß von Mannschaften behauptet wird, Aufgabe habe, auch im Kriege die ganze Handelsflotte zu beburg" hatten sich mehrere Leute gewohnheitsmäßige Urlaubsüber- sollten die Leute doch nur dazu verwandt werden, wozu sie ein- decken. Wie groß müßte da unsere Marine sein! Die Konschreitungen zu schulden kommen laffen. Der Offizier hatte er gezogen sind, nicht aber, um den durch die Mehrforderungen fequenzen in Bezug auf die Besatzung der neuen Schiffe müssen flärt, bas fiele schließlich auf die ganze Mannschaft zurück. ohnehin schon belasteten Steuerzahlern noch Konkurrenz zu wir ziehen, auch wenn wir die Schiffe nicht bewilligt haben. Es Den Leuten wurde das vorgehalten von ihren Kameraden. machen. handelt sich hier um ganz veränderte Grundfäße für die BeAbg. Richter will Die Leute haben aber trotzdem den Urlaub überschritten. Darauf nur die verlangten Personalver- faßung; nicht blos die neuen Schiffe will man befeßen, sondern wurden sie von der Mannschaft durchgeprügelt. Zeuge dieſer mehrungen an Seekadetten, Kadetten, für die Torpedo- auch die alten Schiffe, die man uns als altes Eisen bezeichnet Strafe sind mehrere Leute gewesen, die sich zwecks Reparaturen Abtheilungen, das sonstige Torpedowesen und die Minendepots. hat. Die Kommission hat die Konsequenzen ihrer Beschlüsse beBei den Werftdivisionen( Titel 11) werden 475 neue Stellen züglich der Verminderung der Indiensthaltung nicht gezogen. an Bord aufhielten. Die Strafe ist aber feine so grausame ge wesen; es find feine Wunden und feine blauen Flecke zu sehen verlangt, wovon Abg. Richter nur die für die Torpedo- Reichskanzler Graf Caprivi: Es ist die Frage aufgeworfen, gewesen.( Heiterkeit.) Gelbstverständlich ist eine Untersuchung Abtheilungen und die Torpedowerkstatt verlangten Vermehrungen ob die Besatzung der südamerikanischen Station dauernd ereingeleitet und es werden die Schuldigen bestraft werden. Wenn bewilligen will. forderlich sein wird. Ich habe, als die Besetzung dieser Station Staatssekretär Hollmann: In der Kommission wurde bezüg- gewünscht wurde, erklärt, daß es zweifelhaft fei, ob das Ge so muß ich doch sagen: sie gehören zu den großen Seltenheiten. lich der neuen Stellen der Offiziere ausgeführt, daß die Beförderung schwader nicht in China nothwendiger sei als in Chile. Das auch in einem Buche solche Strafen als üblich hingestellt werden, Ausschreitungen dieser Art werden von den Borgesetzten ge- in der Marine eine sehr schnelle sei, daß deshalb eine Vermehrung Geschwader ist aber auf Wunsch unserer diplomatischen Verahndet. Wenn eine solche Lynchjustiz einreißen sollte, so müßte der höheren Stellen nicht angebracht erscheine. Der schnelleren Betretung nach Südamerika gegangen. Daß die Anforderungen an die Autorität des Kommandos darunter leiden. förderung gegenüber sind die neuen Stellen nicht gefordert, die Marine in China und Japan nicht sinken werden, ist zweifellos Abg. v. Henk( lons.): Ich wollte nur bemerken, daß ich die sondern damit die Stellen richtig besetzt werden können. und die Anforderungen an die Marine infolge unserer ausbetreffende Schilderung nicht geschrieben habe; fie rührt von Wenn der Besatzungsstand ein solcher ist, daß ein Kapitän zur gedehnteren Handelsbeziehungen werden steigen und nicht fallen. See erforderlich ist, so ist es aus verschiedenen Gründen nicht Bei den Handelsverträgen ist von der Nothwendigkeit des Exports Herrn Admiral Werner her. Abg. Metzger: Ich habe ausdrücklich erklärt, daß der fünfte zweckmäßig, das Kommando einem Korvettenkapitän zu über die Rede gewesen und auch davon, daß wir den Export nicht auf Abschnitt des betreffenden Werkes der Feder des Bize- Admirals tragen. Das ist keine bloße Etiquettenfrage, namentlich wenn sich eine Stelle tonzentriren können. Ich hoffe, der Export wird zuWerner entstammt. Wenn von dem Staatssekretär der erste Fall die Schiffe im Auslande befinden. nehmen und wenn wir neue Abfahgebiete finden, werden wir sie Der Antrag der Budgetkommission bezüglich der Offiziere aufsuchen. Das Erforderniß an Schiffen wird also ein größeres so dargestellt wird, als ob der in dem Tau herabgelaffene Mann zur Arbeit kommandirt gewesen sei, so muß ich dem widersprechen. wird ohne Debatte angenommen. werden als bisher. Ich möchte glauben, daß die Entwicklung " denkbar | unferes Handels uns dahin führen wird, noch mehr in fremden 161 950 m. Seezulagen u. f. w., 17 180 M. Lootsen- und Hafen- Um 8 Uhr wiederholte sich eine solche Attacke in der ganzen und entlegenen Welttheilen Absatz zu suchen. Ich habe gesagt, gelder und 457 385 M. für Instandhaltung und Reparatur der Länge der Rosenthalerstraße, die Schuyleute gingen und rannten mit daß Zeiten kommen können, wo europäische Staaten sich werden Schiffe. den entblößten Klingen in die dichten Schaaren der Passanten vereinigen müffen, um ihren Handel zu fördern in fremden Welt- Der Antrag der Kommission wird angenommen. hinein, hier und dorthin Hiebe und Stöße austheilend, die Vertheilen. Wenn die Flotten dazu helfen sollen, müssen sie sehr letzten find fast ausnahmslos von der Arbeit oder aus viel stärker sein. Es ist ganz unmöglich jedes unserer HandelsBun Kapitel Werftbetrieb beantragt die Budget- bem Geschäft heimkehrende Männer und Frauen. schiffe zu schützen, aber immerhin werden die Dinge sich so weiter fommission, die neu geforderten Stellen nicht alle zu bewilligen, An der Gypsstraße und am Rosenthaler Thor sprengten die be entwickeln wie bisher. Der Handel wird den Wunsch haben von fefretären, 7 Beichnern, 10 Werkmeistern, 1 Rendanten, 11 Werft Publikum auf den Damm, sondern zu streichen die Stellen von 6 Bau- Inspektoren, 3 Werftrittenen Schuyleute auf den Bürgersteig und trieben das Zeit zu Zeit die Kriegsflagge zu sehen. Die Kriegsflagge schreibern und 5 Ranglisten. 100 dann die Fußpolizei die wird auch weiter der Handelsflagge folgen. Die Re- Schreibern Weiterbeförderung besorgte. Leider waren neben den Tausenden, gierungen fönnen also nicht annehmen, daß wir für die Staatssekretär Hollmann: Lohnveränderungen kommen auf die die Straße passiren mußten, auch viele Hunderte Zukunft die auswärtigen Stationen einschränken tönnen. den Wersten vor, weil sich die Löhne nach der Arbeitskraft des von Neugierigen, die sich immer wieder einen sicheren Punkt Wenn wir voraussehen, daß eine Zeit kommen kann, wo die Mannes richten müssen. Diejenigen, deren Arbeitskraft abnimmt, suchten, um die weitere Entwickelung abzuwarten. europäischen Staaten ihre Straft zusammennehmen müssen, dann kommen in eine niedrigere Lohnflaffe. Gin Arbeiter 3. B. ist als ist das erste Erforderniß für eine Marine ein startes Personal. Buschläger beschäftigt gewefen; diese Arbeit fonnte er nicht mehr brunnen, Fennstraße, Chauffeestraße ist Alles ruhig. Der Krawall Norden. 83/4 Uhr. Jm Norden Wedding, Gesund Um ein solches Personal zu erziehen, wird die Ausbildung auf verfehen; es ist ihm eine andere Arbeit übertragen worden, die Schulschiffen erforderlich sein. Ich möchte also im Namen der weniger Kräfte erfordert, also auch weniger Lohn brachte. Der scheint sich am Rosenthaler Thor zu konzentriren. Hier haut die verbündeten Regierungen von diesem allgemeinen Gesichtspunkt Lohn ist nicht gekürzt worden, weil die betreffenden Leute die rottungen finden nicht statt. Es ist dasselbe Publikum, das auch Polizei beständig auf das sich ansammelnde Publikum. Zusammen befürworten, an der Erweiterung der Marine nichts zu sparen. Altersrente erhielten, sondern weil ihre Arbeitskraft abge- sonst die Straßen passirt. Herr von Stumm hat zutreffend erwähnt, daß die Leistungen der nommen hat. Marine auch in ihrer sekundären Rolle dem hauptentscheidenden Abg, Singer( Soz.): Nach dieser Erklärung beruhen meine Von einem anderen Berichterstatter wird uns gemeldet: Faftor, der Armee zu Gute kommen. Man braucht sich nur an Angaben auf Wahrheit. Wenn der Lohnabzug wegen der verAus dem Norden sind besondere Ereignisse nicht zu 1870 zu erinnern. Es blieben damals drei Divisionen zum minderten Fähigkeit der Leute gemacht ist, so ist es ganz eigen berichten. Hier herrschte vollständige Ruhe, mit Ausnahme der Rüftenschutz zurück in Bremen, Hannover und Hamburg. Diese thümlich, daß die Werftdirektion dieselbe gerade zu der Beit Hauptverkehrsader des Nordens, der Rosenthaler- und BrunnenDivisionen wurden erst dann frei, als infolge von Ereignissen, bemerkt hat, wo die Altersrente zum ersten Mal zur Aus- ftraße. Die Rosenthalerstraße, der Platz am Rosenthaler- Thor, wie sie schwerlich wiederkehren werden, die französische Flotte genöthigt war, unfere Gewässer zu verlassen. Es wäre der Fall ahlung gelangte. Nachdem die Leute Jahre lang zur Zu- die Brunnenstraße bis zur Invalidenstraße war durch verschiedene Don unter Führung friedenheit gearbeitet hatten, beurtheilt die Direktion mit Polizeifommandos Polizei- Offizieren und wünschenswerth, daß unsere Flotte in der einem Mal ihre Fähigkeit anders als im vorigen Jahre. offupirt. Hierdurch veranlaßt fam es des Defteren zu größeren Lage wäre, die gegnerische Flotte so au schlagen, daß Paffanten, die indessen von Truppen zur Küstenvertheidigung nicht mehr nöthig wären. Daß eine Bezugnahme auf die Altersrente erfolgte, ist Thatsache, Massenansammlungen der Das kommt dem Landheer zu Gute. Ein französischer Marine- vielleicht nicht so, daß man den Leuten sagte: weil ihr jetzt den Polizeisoldaten mit der blanken Waffe auseinander getrieben minister, der zugleich als Schriftsteller auftrat, drückte sic) so aus, Altersrente bekommt, verkürzen wir den Lohn, aber es ist ihnen wurden, und die Hiebe regneten bei diesen Gelegenheiten wieder daß der Krieg bestehen würde in einer guerre d'incendie et de gesagt worden, ihr fönnt fekt die Lohntürzung eher ertragen, bageldicht. Durch diese Borgänge hatte sich wieder der Geschäfts pillage. Alle an der Küste gelegenen Städte müßten geplündert weil ihr die Rente bekommt. Der Eindruck wird ziemlich der inhaber eine Banit bemächtigt, die Geschäfte wurden geschlossen und werden. Wenn dieses Grundsatz zur Ausführung fommt, werden felbe sein. Das Urtheil über die Leistungsfähigkeit der Leute man schien auf das Schlimmste gefaßt, obgleich Niemand im Sinne wir nicht mehr Schiffe zum Küstenschuz verwenden müssen als muß allerdings der Werftdirektion überlassen bleiben, aber es batte, zu randaliren oder zu demonstriren. Das Straßenpublikum bisher. Der Ansicht, daß die Marine für die Hauptentscheidung muß einen eigenthümlichen, für die Werftdirektion ungünstigen gehörte auch keineswegs zu demjenigen, welches am Radau sein Vernicht nuhbar gemacht werden könne, muß ich also entgegentreten. eintritt, der Bohn verkürzt wird. In dem einen Fall hat man Gintäufe machende Arbeiterfrauen, untermischt mit anderen Personen, Eindruck machen, wenn in dem Augenblick, wo die Altersrente gnügen findet. Es waren größtentheils heimkehrende Arbeiter oder Die Marine wird um so eher nuzbar gemacht werden können, je bem Arbeiter nicht eine leichtere Arbeit gegeben, sondern sogar wie es eben am Sonnabend Abend der Fall zu sein pflegt. Die Bestärker sie auftreten kann. Wenn man auch nur den Schuh unferer Rüfte im Auge hat, so ist es erforderlich, daß das, was eine schwerere, die er mit Anstrengung aller Kräfte zu leisten fürchtung von Unruhen hinsichtlich des Umstandes, daß Lohntag dazu verwandt wird, so schnell wie möglich aufgebracht wird; versuchte. Diefer alte 78jährige Mann war mit der Aus- war, erwies sich selbstverständlich als eine völlig grundlose. Da das Erforderniß ist in der letzten Zeit wesentlich gestiegen. Die gabe von Buzwolle und Werkzeugen für den Lohn von die Brunnenstraße zeitweise für Passanten gänzlich gesperrt und Marine hat sich bemüht, den Reformen des Landheeres nachzu- 2 Mart 50 Pfennige täglich beschäftigt, er bekam dann die gewaltsam entvölkert wurde, so wurden auch die Neben eifern. Wir sind vorwärts gekommen, weil andere Marinen sehr Altersrente und man stellte ihn an den Schraubstock, straßen, Elsasser, Invalidenstraße, Weinbergsweg, Ackerstraße, langfam waren. Wir müssen damit rechnen, daß sie schneller um zu sehen, wie weit seine Kräfte reichen. Um uichts an Ar in Mitleidenschaft gezogen. Auch hier schritt die Polizei in vorgeben. Die erfte Seeschlacht entscheidet fast immer, weil sie beitsverdienst zu verlieren, versuchte er mit aller Kraft befriedigend energischster Weise ein, jede Zusammenrottung" hintertreibend mit der Bernichtung eines Theiles der Flotte enden wird. Auf dem zu arbeiten. Die Erflärung des Staatssekretärs hat mich nicht und hatte schließlich auch den Erfolg, daß die Straßenphysiognomie Lande tann man die Schlacht an anderer Stelle wieder aufnehmen. befriedigt. Staats- und Reichsbetriebe sollen Musteranstalten bald ihr gewohnheitsmäßiges Aussehen erhielt. Abgesehen von Auf dem Meere nicht. Wir müssen im Stande sein, mit so viel nach einem faiserlichen Ausspruche sein. Musteranstalten ent- einzelnen Berlegungen von Straßenpassanten durch die Waffen Echiffen als möglich entgegenzutreten. Der Abg. Richter hat mit spricht es besser, jahrelang beschäftigt gewesene Leute ruhig im der Schuhleute sind, wie gesagt, besondere Ereignisse nicht zu Recht angeführt, das wir alte Schiffe noch ins Gefecht führen Genuß der Altersrente und des bisherigen Lohnes zu laffen. melden. In den Außenbezirken, Humboldthain, Gesundbrunnen, wollen. Aber wenn wir nun einmal stark erscheinen müssen, Genügen die Leute den Ansprüchen nicht mehr, so soll man sie Schönhauser Viertel 2c. herrschte völlige Ruhe. wenn wir einer größeren Anzahl von Schiffen bedurften, dann AlterBrente ihrem Schicksale überlassen. Sie mögen sehen, wie hat sich die Zahl der Bassanten bedeutend gemindert, die Attacken invalidifiren und sie mit der Invalidenunterstüßung und der Norden, 10 Uhr. Der späteren Abendstunde entsprechend hätte Herr Richter der Marineverwaltung dankbar sein sollen, fie fich dann weiterhelfen. wenn sie mit alten Schiffen zu schlagen gedenkt und nicht neue sie sich dann weiterhelfen. Der Staatssekretär hätte lieber der Polizei wiederholten sich in den letzten zwei Stunden in dafür fordert.( Beifall.) rund und nett erklären sollen, daß er es ein alle Mal untersagen wird, daß die Altersrente in Begeringste thätliche Widerstand geleistet wurde und die Anfür furzen Zwischenräumen, obgleich feitens des Publikums nicht der Arg. von Stumm( Rp.): Moran lag es denn, daß 1887 die ziehung zum Lohne gebracht wird. freifinnige Partei weggefegt wurde? Weil sie für die Ver- ein durch Gesetz erworbenes Recht und die Beschäftigung Ausnahmen aus Straßenpassanten fich zusammen fetten, die mit Die Altersrente ist sammlungen an den Straßenübergängen mit verschwindenden theidigung des Landes nicht genügend gesorgt hatte. Was wäre auf den Werften hängt von der Arbeitskraft der Leute ab. veranlaßt durch das große Polizeiaufgebot, stehen geblieben erst geschehen, wenn ein unglücklicher Krieg stattgefunden hätte? Eine Bermischung beider, oder auch nur der Hinweis darauf, daß waren und der Dinge harrten, die da kommen sollten. An der Wenn ich nur allgemein gesprochen habe und nicht von den ber Lohnabzug wegen der Rente erträglicher würde, ist unan- Sophienstraßen- Gcfe, an der Gipsstraßen- Ecke, am Rofenthaler Einzelheiten, fo liegt das daran, daß ich auf Dinge nicht eingehe, gemessen. In den Kreifen der Werftarbeiter hat dieses Verfahren Thor und an der Beteranen- resp. Invalidenstraßen- Ecke ging es welche ich nicht verstehe. Herr Richter ist in diesen Dingen auch Sie tiefste Entrüstung erregt. Der Staatssekretär hat den Einnicht fompetent. am lebhaftesten zu. druck nicht verwischen können, daß seine Beamten die Altersrente An der Anklamerstraße bildete sich eine leine Gruppe um Abg. Nichter( dfr.): Ich habe dem Borredner nicht den benutzen, um für ihre Verwaltung billigere 2Löhne zu schaffen. Borwurf gemacht, daß er eine Generaldiskussion veranlaßt hat; Staatssekretär Hollmann: Das Wohlwollen der Ober eine schwertrante Frau, sojort aber stürmten zwei Polizisten mit ich bin ihm darin wohl auch gewachsen. Anders liegt die Werftdirektion für ihre Arbeiter bürgt mir dafür, daß die Lohn- geschwungenen Säbeln darauf los und nur durch meinen Zuruf, Frage, ob das im Intereffe des Hauses liegt. Die abzüge und die Altersrenten nicht in Zusammenhang gebracht daß es sich um eine Stranke handelte, verhinderte ich es glücklich, freifinnige Partei ist nicht weggefegt worden, sie befindet sich worden sind. Es haben noch viel mehr Personen den An- daß die Samariter mit der Klinge, Bekanntschaft machten. heute brei Mal so start im Hause, als die Partei des Herrn von spruch auf Altersrenten, ohne daß ihnen ein Abzug gemacht wor- traße bis zur Rheinsbergerſtraße sind fast leer, und die SchutzStumm. Die Fortschrittspartei hat 1866 im Abgeordnetenhause den wäre. niemals Geld für den Krieg verweigert, weil es niemals gefordert Der Antrag der Kommission wird angenommen und auch der leute scheinen auch nach und nach abzurücken, nur an den Straßenwurde.( Unruhe rechts.) Ohne den Starrsinn des Ministers Rest der laufenden Ausgaben nach den Anträgen der Kommission eingängen bilden sich noch immer Kleine Gruppen, die jest jedoch fajt nur aus den bekannten halbwüchsigen Burschen bestehen, sich aber von Roon wäre damals eine Vereinbarung erreicht worden auf bewilligt. sehr ruhig verhalten. Ein großer Theil der Ladenbesizer hatte Grund der zweijährigen Dienstzeit.( Lachen rechts.) Wie können Um 5% Uhr wird die weitere Berathung bis Montag bie Rolljalousien herunter gelassen und nur die Ladenthüren Sie heute das lächerlich finden, wo die Regierung selbst Versuche 1 Uhr vertagt. offen gelassen, trozdem nirgends der Versuch gemacht worden mit der zweijährigen Dienstzeit macht. Je mehr die Geschichte ist, die Leute zu bedrohen. von 1866 aufgeklärt wird, desto mehr werden die Nebel zerstrent werden, als ob damals weniger patriotische Männer im Abgeordnetenhaus gewesen wären als jetzt. Fürst Bismarck hat oft anerkannt, daß er alle Achtung habe vor dem Rechtsbewußtsein und dem Patriotismus der damaligen Opposition.( Beifall links.) Soll denn ein Parlament gar nicht im Stande sein, über MarineAngelegenheiten zu sprechen? Wenn ich ungereimtes, sachwidriges Zeug geredet hätte, wie kommt es denn, daß seit zwei Im Südosten( Röpniderstraße und NebenStunden sich die Herren bemühen, mich zu widerlegen: Erst Herr Frißen, dann mit einer Rangsteigerung der Staatsstraßen bis zur Brüdenstraße) war die Physiognomie sekretär und der Reichskanzler und schließlich sogar Herr v. Stumm der Stadt in der sechsten Stunde die gewöhnliche. Heimkehrende zweimal, gleichsam als Landsturm.( Heiterkeit.) Was ist für Arbeiter, Frauen, die ihre Einkäufe besorgten, spielende Kinder, die Marine geschehen, feit der jeßige Reichstanzler Chef der wenige Schußleute- furz, der Berkehr wie sonst. In der Marineverwaltung war? Jetzt wird es so dargestellt, als wenn Stöpnider raße, wo am Donnerstag das Lumpenproletariat ge an Stelle der alten Schiffe noch eine Serie neuer Schiffe gebaut Die Zumulte Unter den Linden sind beigelegt. bauft hatte, war Auffälliges nicht weiter zu bemerken, als daß werden foll; davon war bisher garnicht die Rede. Die süd: Noch heute Mittag hatten Ansammlungen im Lustgarten stattgefun- in den am Donnerstag demolirten Läden die Jalousien herunteramerikanische Station ist aus dem Reichstage angeregt worden, Den, die aber jedes demonstrativen Charakters entbehrten. Gegen gelaffen waren. Bis zum Schlesischen Thor und zur Görliger aber ein Beschluß liegt nicht vor und ob diejenigen, die damals Abend hatten die Linden, der Schloßplah, die Schloßfreiheit ihre traße, fammt allen Seitenstraßen war nirgends etwas Außer die Frage angeregt haben, auf eine solche Vermehrung der Marine gewöhnliche Physiognomie wieder angenommen. Die Schugmanns- gewöhnliches zu spüren. Ebenso im Bezirk Naunynstraße 2c. gerechnet haben, ist doch noch die Frage. Da Sansibar unter poften waren eingezogen, man sah nur vereinzelte Doppelposten. Gestern Abend war es daselbst zu beftigen Auftritten gekommen. englischem Protektorat steht, hat die deutsche Marine dort eigentlich um 8 Uhr rückte eine stärkere Abtheilung von Fußschuyleuten 2ie wir erfahren, soll am Freitag Bormittag den Geschäftsnichts mehr zu thun, zumal die Rüftenflotte für Ostafrita ge- durch eine Nebenthür in den östlichen Flügel des Schlosses ein. inhabern der Naunynstraße polizeilicherseits die frühere Schließung fchaffen ist. Die Samoapolitik ist auch aufgegeben. Die Handels- Als wir nach 10 Uhr die Gegend am Schloß noch einmal der Läden am Abend anempfohlen worden sein, da in der flotte fann nicht überall geschützt werden. Es wäre sehr zu paffirten, waren die Straßen geradezu ausgestorben. zehnten Stunde Tumulte zu erwarten wären. Diese Voraussage wünschen, daß die Meerespolizei gemeinsam organisirt würde. Gin größerer Trupp von Menschen rottete sich um 5 Uhr in hat sich auch erfüllt. Menschenmassen, die am Abend Eine internationale Vereinbarung darüber würde das Aufgebot der 23erberfchen Straße zusammen und zog johlend nach von der Stalizer 2c. Straße her feitens der Polizei nach der an maritinen Kräften ermäßigen. ManteuffelDer franzöfifche Marine bein Werderfchen Markt; zerstreute sich jedoch wieder, da der häuften sich in dieser Nebenstraße, und es entstand infolge dessen und Naunynstraße gedrängt worden waren, minister hat eine Verminderung des politischen Dienstes der bort poftirte Schutzmann von dem Haufen keine Notiz nahm. Flotte als möglich und nothwendig dargestellt. Ich bin derselben ein bedeutendes Getöse und ein wirres Hin- und Hergewoge der Meinung. Zu einem scharfen Vorgehen seitens der Polizei fam es Massen, das sich steigerte, als die Schuyleute mit dem Säbel in dagegen um 6 Uhr am Bahnhof Börse. Eine Anzahl die Menge einhieben. Für heute Abend soll die Polizei wieder Abg. v. Stumm: Handelte es fich 1866 wirklich nur um Schuljungen, halbwüchsiger Burschen und einiger Erwachsener dergleichen Aufläufe, diesmal aber für die Eisenbahn- und Die zweijährige Dienstzeit Ift nicht von Herrn Richter's Freunden löste fich von dem an der Schloßbrücke und Unter den Linden Wrangelstraße angekündigt haben. Der ganze Stadttheil war das Wort gefallen, daß Preußen der Großmachtetibel ausgetrieben anwesenden Haufen los und zog fingend und pfeifend am Museum aber noch in der siebenten Stunde völlig ruhig. Bemerkt muß werden misse? Wenn wir uns auf marinetechnische Dinge nicht vorbei über die Friedrichsbrücke nach dem Stadtbahnhof Börse. noch werden, daß gestern in der Naunyn- und den angrenzenden einlaffen, so brauchen wir trotzdem noch nicht ganz nach Haufe Die Haltung des Haufens war so wenig beunruhigend, daß die Straßen von der Menge nichts demolirt worden ist. Auch in gehen. Wir können hier nur die Leistungsfähigkeit des Boltes in Bolizei benfelben auf dem Wege dahin gewähren ließ. Anders der siebenten Stunde war in den genannten Straßen, einschließ Betracht ziehen; auf technische Fragen tönnen wir uns nicht am Stadtbahnhof. Die dort poftirte Polizei machte fofort eine lich der Köpenickerstraße Alles ruhig. Der Berkehr war infolge Attacke auf den Haufen, als derselbe unter dem Stadtbahnbogen des Fabritschlusses 2c. etwas lebhafter als um 6 Uhr. Brückenein dröhnendes Hurrah anstimmte. Auch dieser Hause war das straße, Wassergasse, Blumenstraße boten dasselbe Bild, ebenso durch zerstreut. Grüner Weg, Andreasplak, Markusstraße, Krautsstraße, Breslauer ftraße. Um 5 Uhr soll auf dem Grünen Weg ein Auflauf ſtattgefunden haben, der aber von feinerlei Bedeutung gewesen ist. Südosten( Görliger Bahnhof u. f. m.). 7/2 Uhr war Alles ruhig. Die Läden waren sämmtlich geöffnet. Auf dem Laufizer- Plage wurde ein kleiner Trupp zerstreut, ebenso Ece Oranien und Manteuffelstraße. einlassen. Abg. Buhl( ntl.): Den deutschen Interessenten in Chile wurde ein Alp von der Brust genommen, als die deutschen Echiffe entfendet wurden. Es wird vielleicht nicht nöthig sein, ein so großes Schiff dort aufzustellen. Lokales. Zu den Krawallen! Im Allgemeinen ist der Krawallunfug zu Ende. Was die Gurrahkanaille in Ballonmühen verschuldet hat, haben leider unschuldige Neugierige und harmlofe Straßenpaffanten in einzelnen Stadtheilen büßen müffen. Wir lassen die uns von unseren Berichterstattern im Laufe des gestrigen Abends zugegangenen Mit theilungen hier folgen: 1/211 Uhr. Die Nebenstraßen der Rosenthaler- und Brunnens Die Polizeimannschaften hatten, wie uns versichert wurde, die strengste Ordre, scharf und rücksichtslos vorzugehen, und auch die scharfe Klinge zu gebrauchen. Entgegen dem Trubel in der Rosenthaler- und Brunnenstraße ging es allem Anscheine nach in ben anderen Straßenzügen, Chauffeestraße, Rastanien- Allee, Schönhauser Allee und Prenzlauer Allee, ruhig zu. Um Am Alexanderplatz, Neue Friedrichstraße, Große Frantfurterstraße, Koppenstraße, Grüner Weg, Andreasplay, BlumenAbg. Nichter: Bom Abg. Schulze- Delitzsch ist der Ausdruck traße, berrschte vollständige Ruhe, die Straßenzüge boten genau gefallen: Preußen muß der Großmachtstigel ausgetrieben werden, dasselbe Bild, wie an jedem anderen Tage auch. Uns erschien aber in anderem Sinne als Herr v. Stumm ihn auffaßt. Serr der Verkehr im Allgemeinen fogar geringer wie an jedem andern Sonnabend. v. Bismarck hatte 1866 auch davon gesprochen, daß Preußens Großmachtstellung auf seine außerdeutschen Provinzen beruhe. Dagegen Norden. 71/2 Uhr. In den äußeren Bezirken ist bis jetzt hat fich Schulze Delitzsch gewendet. Er war der Mitbegründer Alles wie gewöhnlich, dagegen fanden am Hackeschen Marti in In den Stunden von 9-11 war in sämmtlichen der vielen des Nationalvereins und wie nur einer erfüllt von dem Gedanken der sechsten Stunde größere Ansammlungen von Schuyleuten Straßen des Südostens, welche unsere Berichterstatter durchs der leitenden Stellung Preußens in Deutschland. statt, bie entsprechende Ansammlungen Neugieriger zur Folge wanderten, Alles vollständig ruhig. Auch nicht das leiseste Anzeichen Abg. v. Stumm: Herr Richter hat wohl vergessen, daß hatten. Bunft 6 Uhr hatte sich die Zahl der Zuschauer berartig von Unruhe war zu bemerken. Alles in Allem dürfen wir sagen, Schulze Delitzsch gegen die Reichsverfassung gestimmt hat.( Lachen vermehrt, daß die Polizei eingriff. Die Schuhleute zogen blant daß unsere Auffassung über die Verursacher der Borgänge am lints.) und trieben die Menge vor sich her die Rosenthalerstraße entlang Donnerstag und Freitag die richtige gewesen ist und daß die sehen konnte, nirgends geleistet. Nur einige Dugend halbwüchige allenthalben dem gebührenden Verständniß begegnete und feiten und in die Seitenstraßen hinein; Widerstand wurde, so viel man in heutiger Nummer des„ Vorwärts" veröffentlichte Aufforderung Bengels, die vorsorglich zwischen sich und den Schuhleuten immer der organisirten Arbeiter Berlins mit voller Energie zur Durch einige Bundert Schritt Distanz ließen, begleiteten die Attate der führung gebracht worden ist. bewaffneten Macht mit Pfeifen und Hurrahgefchrei. Die Anträge Richter werden darauf gegen die Stimmen der Freifinnigen und Sozialdemokraten abgelehnt. Beim Kapitel 52: Indiensthaltung der Schiffe und Fahr zeuge beantragt die Kommission folgende Summen abzusetzen: Mannigfache Klagen über unangemeffene Behandlung von die erfte Stelle einnimmt, nicht ein Palmenhaus befigt, welches| Den Bericht der Kommiffion für Arbeitsnachweis und Herberge Arbeitern liegen uns vor. Die Arbeitgeber sind heute um so es in seinen Dimensionen mit einem solchen eines Brivatunter- erstattete Kollege Krant. Es fragten um Arbeit nach im weniger mehr gewohnt, Rücksicht zu nehmen, als das Angebot nehmens aufnehmen tann. Bei dem langsamen Wachsthum der Oktober 126 Kollegen, im November 126 und im Dezember von Arbeitsträften ein so großes ist, daß jede Lücke im Arbeiter- Palmen wäre schon viel geholfen, wenn die hohen Keller- 125 Rollegen, 21 Arbeiterinnen. Davon erhielten bestande auf der Stelle zehnmal ausgefüllt werden kann. Wenn räumlichkeiten verschwänden und die Pflanzen nach dem Vorgange Arbeit im Oftober 39 Arbeiter, im November 47 Arbeiter fomit einer der Arbeiter nach der Ansicht der Arbeitgeber nicht anderer Institute in den freien Grund ausgepflanzt würden. und 1 Arbeiterin, im Dezember 54 Arbeiter und 2 Arbeiterinnen. parirt", so wird er ohne Weiteres auf die Straße gesezt, Erfaz Noch bedauerlicher aber ist es, daß nicht ein kleineres Warmhaus Bugereift tamen im legten Vierteljahr 46 Mitglieder und 5 Nichtist ja zur Genüge da. Der Arbeiter ist selten in der Lage, fein von etwa zehn Meter Höhe zur Nachzucht der Palmen besteht. mitglieder, an welche insgesammt eine Unterstützung von 77,20 m. Recht geltend machen zu können und da er auch sonst nirgendwo Naturgemäß werden ja die hochwachsenden Palmen alle einmal verausgabt wurde. Alsdann nahm man die Statutenberathung Beistand findet, sucht er die Arbeiterblätter auf, um diese für dem Beile verfallen müssen." Dor. Bufolge des Anschlusses des Lederarbeiter- Fachvereins feine Sache zu intereffiren und somit wenigstens einen Vertheidiger zur Seite zu haben. M Die Palmen find nicht für das Balmenhaus da, sondern wurde dem Namen des Fachvereins folgende Faffung gegeben. das Balmenhaus für die Palmen; je größer die Palmen, desto Fachverein der in Buchbindereien, der papier- und Lederwaaren Der Verband der Porzellanmaler und Berufsgenossen macht werthvoller sind sie, und ist das Balmenhaus zu flein, fällen Industrie beschäftigten Arbeiter. Ferner wurde die Zahl der uns Mittheilung von folgendem Vorfall, welcher einem seiner Abderiten die Palmen und Nicht- Abderiten machen das Palmen Borstandsmitglieder auf 13 erhöht. Der§ 12 erhielt folgende Verbandsmitglieder passirt ist: Der Galanteriemaler Sp. erhielt haus höher oder, falls dies aus dem einen oder anderen Fassung:„ Das Anlegen und Abholen angelegter Gelder muß in einem Geschäft der St.straße Arbeit. Als derfelbe acht Tage Grunde nicht geht, vergrößern fie, wie in Herrenhausen stets von einem andern Vorstandsmitglied geschehen." Die gearbeitet hatte und troß angestrengtester Thätigkeit nicht mehr bei Hannover, wo die höchsten und schönsten Palmen in Deutsch- Arbeitsnachweis- Kommission soll fernerhin aus 11 Personen bes wie 2,38 M. pro Tag verdient hatte, ersuchte er den Arbeitgeber land zu sehen sind, das Palmenhaus nach unten durch stehen und die Wahl derfelben halbjährlich je zur Hälfte vnr= um Erhöhung der außerordentlich niedrigen Preise, welche auf Ausgrabung nach Bedarf. Dafür dürfte doch wohl Geld genommen werden. Inzwischen war die Zeit schon so weit vor die Malerei der betreffenden Galanteriewaaren- Artikel gesezt genug vorhanden sein. geschritten, daß die Vorstandswahl bis zur nächsten waren. Der Arbeitgeber lehnte das Ersuchen mit der BeGeneralversammlung vertagt wurde. Vor Schluß ber mertung ab, daß er nicht mehr zahlen könne, das sei der Ein gefahrdrohender Brand brach am letzten Freitage, Versammlung bat Kollege Joft, gegen den von Suter übliche Fabrikpreis. Daraufhin fündigte der Maler mit Nachmittags um 31/2 Uhr, in der am Spandauerwege la in veranstalteten Buchbinder Maskenball Front zu machen, dem Bemerken, daß er bei so niedrigen Löhnen nicht Reinickendorf belegenen Becker'schen Lackfabrik für Militärzwecke da berselbe eine Privatangelegenheit sei. Pflicht eines weiter arbeiten tönne. Der Geschäftsinhaber fehrte bald darauf aus. Gin mit Lad gefüllter Kessel war übergefocht; das Feuer Jeden sei es, nur solche Vergnügen zu besuchen, deren Ueberschuß in Begleitung seiner beiden Söhne zu dem„ unbotmäßigen" theilte sich den Vorräthen( Fässern mit Lack, Lederputz) mit und wieder zu Gunsten der Allgemeinheit verwendet wird. Hierauf Arbeiter zurück und ließ denselben sofort aufhören, sonst gäbe erhöhte die Gefahr bedeutend, da ein umfangreiches Fabrikations- erfolgte Schluß der Versammlung. In der nächsten Generales Dhrfeigen." So weit fam es aber nicht, denn dem Arbeiter material, lauter leicht brennbare Stoffe, in der Fabrit lagerte. versammlung, die am Montag stattfand, wurden in den Vorstand fiel es nicht ein, auch nur noch ein Wort zu sagen. Den übrigen Eine Biertelstunde nach dem Entstehen der Feuersbrunst war die gewählt: Riese, 1. Vorsitzender; Görlitz, 2. Vorsitzender; Schulze, in dem Geschäft arbeitenden Malern ist der Brotforb auch recht freiwillige Feuerwehr zur Stelle, obgleich die Mannschaft erst 1. Raffirer; Schlopper, 2. Kassirer; Wedde, 1. Schriftführer; hoch gehängt ihr Tagesverdienst beträgt in den meisten Fällen von den Arbeitsstellen zusammengerufen werden mußte. Als Bytamsti, 2. Schriftführer; als Beisiger die Kollegen 1,30., nur ganz außergewöhnliche Leistungen werden etwas später die Berliner Feuerwehr eintraf, war der Brand, der von Schulz, Marwig, Frante, Göbel, R. Schneider, Berchner und besser bezahlt. Schließlich wird in dem Schreiben noch Klage zwei Seiten angegriffen wurde, bereits gelöscht. Brennende Schönberg; als Revisoren die Kollegen P. Schneider und Christian. darüber geführt, daß die Arbeiterinnen mitunter eine Behandlung Fässer mit Kienöl wurden dabei aus den Flammen gezogen. In die Arbeitsnachweis Kommission wurden per Afklamation. crfahren, die aufhört schön zu sein. Die erst im letzten Herbst erstandene Feuerwehr hat bei diesem gewählt die Kollegen 3emang, Radtke, Stanofsti, J. Krause, In der Maschinenfabrik von P. in der N.- Straße verunglückte ersten Brande ihre Feuertaufe erhalten und sich vortrefflich R. Berau, Göbel, Winter, Wunsched, Glaue, H. Krüger und ein Arbeiter G. Derselbe wurde in ein Krankenhaus aufgenomen bewährt. Ihr ist es auch zu danken, daß die Knopffabrik von Rückner. Hierauf wurde beschlossen, den Ertrag der von Kusch und schließlich zwar als geheilt, aber als nicht vollständig arbeits- Lebach u. Co. nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. auf die Rosenthal'sche Streitliste gesammelten Gelder gerichtlich fähig entlassen. Er fand wieder in derselben Fabrit Beschäftigung mit einem Lohn von 26(!) Biennig pro Stunde, da aber Polizeibericht. Am 26. d. M., Vormittags, glitt ein eintreiben zu lassen, da derselbe trotz mehrfach dringender Aufdie Sonntagsarbeit in Wegfall fam, reichte der Werdienst zur 14jähriges Mädchen vor dem Hause Friedrichstr. 135 beim Ueber- orderung das Geld abzuliefern fich weigerte. Ferner wurde Ernährung der Familie nicht aus. Die Frau arbeitete für ein schreiten des Fahrdammes aus, wurde von einem Dinnibus über- och beschlossen, die Mitglieder des beigetretenen Ledera beiter Fachvereins als vollberechtigte Verbandsinitglieder anzuerkennen. Geschäft außer dem Haus". Bei einer ganz dringlichen fahren und erlitt eine so bet euteude Quetschung des Fußes, daß Nachdem wurde noch zum lebhaften Vertrieb der Billets für das Bestellung mußte G. mit helfen, sonst wäre der Verdienst es nach der Charitee gebracht werden mußte. Vor dem Hause am 26. März stattfindende fünfte Stiftungsfest aufgefordert. verloren gegangen. Er verfäumte die Arbeitszeit in Staligerstr. 11 wurde Nachmittags ein 5jähriger Knabe von ber Fabrit und das war der Grund zur fofortigen einer Droschke überfahren und erlitt hierbei einen Knöchelbruch Alle Bitten bei dem Ingenieur fruchteten des rechten Fußes. Zu derselben Zeit fiel der obdachlose Ar Nichts, die Entlassung wurde aufrecht erhalten. Es giebt ja beiter Krieger nach seiner Angabe infolge des Gedränges an der gesunde Arbeiter genug, die für dasselbe wenige Geld Arbeit an- Stechbahn zur Erde und erlitt eine Verlegung des linken Beines. zunehmen gezwungen find, die Gelegenheit war also günstig, fich Er wurde zunächst nach dem Polizeirevier an der Friedrichsgracht des Invaliden der Arbeit zu entledigen. und von dort nach der Charitee gebracht. Am 27. d. M., Nachmittags, fiel ein Schlossermeister vor dem Hause Spenerstraße 6 zur Erde und brach das Bein. Entlassung. Einem Bau- Arbeiter auf einem Neubau in der D.- Straße türzte der Polier allwöchentlich ohne allen Grund den vereinbarten Lohn. Anderthalb bis zwei Stunden gelangten fast jede Woche in Abzug. Jede Reklamation blieb fruchtlos, der Polier ließ sich auf Auseinandersegungen überhaupt nicht ein. Der Arbeiter ließ fich die Abzüge gefallen, es war so schwer jetzt, anderweit Arbeit zu finden Am legten Sonnabend wurden wieder zwei Stunden gekürzt. Der Polier bemerkte bei der Auszahlung, der Abzug fei erfolgt, weil der Arbeiter einige Male statt um 6 Uhr, Soziale Uebersicht. Dermischtes: Das Militärgericht zu Kafan hat den Kleinbürger Rots fchurich in wegen des gegen den Gouverneur von Kafan be gangenen Attentats standrechtlich zum Tode durch den Strang und den Ehrenbürger Archangelsky, welcher die subsicht Kotschurichins fannte, aber nicht zur Anzeige brachte, su fünfzehnjähriger Zwangsarbeit verurtheilt. Das Militärgericht be schloß jedoch, um eine Milderung der Strafen nachzusuchen. ,, Santrögle" hat der Pfälzer Bote" die Bische Landeszeitung" genannt; dafür hat er 40 R. Strafe und die Kosten zu zahlen. Depeschen: ( Depeschen des Bureau Herold.) Bochum, 27. Februar. Auch solche Bechen, welche niemals Arbeitsmangel gehabt haben, legen jetzt Feierschichten ein; so find beispielsweise auf der Zeche daafer Mulde 50 Arbeiter entlassen worden. erft um 1/27 Uhr Morgens angefangen habe. Troydem dieser Nur 2-7 Mark pro Woche sollen in Wolgast selbst fich erbot, den Beweis des Gegentheils zu liefern, wurde der Abiene Sti derinnen verdienen, welche schon 8-10 Jahre Selbstmorde. Wien, 27. februar. Der Breßburger zug aufrecht erhalten. Um für die Zukunft nicht mehr einige thätig sind. Dabei müssen sie, wie im dortigen Arbeiterverein Advokat& am, wegen Betruges verurtheilt, hat sich vergiftet. Stunden umsonst arbeiten zu müffen, ließ sich der Arbeiter sein von der betr. Rednerin mitgetheilt wurde, auch noch angestrengt Offenbach, 25. Februar. Heute früh ließ sich ein schon Buch und seine Karte geben und verließ die Arbeitsstelle. und zwar im Auford arb.iten. bejahrter Arbeiter von dem um 6 Uhr 19 Minuten von Die elende Lage der Arbeiterinnen wurde kürzlich in Hanau hier cintreffenden Zug in der Nähe der Feldstraße Der Gefangverein Vorwärts ISO unternahm vorigen einer Gerichtsverhandlung in München durch Zeugenaussagen überfahren. Der Körper wurde entfezlich zexſtümmelt aufSonntag unter Theilnahme von etwa 30 seiner Mitglieder eine eidlich erhärtet. Diese Beugenaussagen wurden abgegeben in gefunden. Herren Fußpartie nach Johannisthal. Obgleich die Spazier der Berhandlung über eine Klage der dortigen Firma Gebrüder gänger fchon in Treptow und später in Nie. er Schönweide von Schmidt gegen die Münchener Post", welche Beschwerden der Der Polizei gebührend beobachtet wurden, tamen sie doch unges Stickerinnen veröffentlicht hatte. Das Gericht sprach den hindert an Ort und Stelle an. Sogar ein rothes Taschentuch, Redakteur der Beitung von der Beschuldigung der Verleumdung welches einer der Sangesbrüder an einem Spazierstock befestigt und Beleidigung frei. Die frommen Leute, welche die Prostitution hatte, erregte teinerlei Anstoß. In Johannisthal machte der mit der Religion bekämpfen und den Mädchen keine andere Ver Verein Rast bei dem Genossen Senstleben, um gegen 1/24 Uhr forgungsgelegenheit zugestehen wollen, als Heirathen und die biswieder nach Berlin zu wandern. Als auf der Straße ein Lied herigen weiblichen Arbeiten, sollten sich nur einmal jene Zeugen angestimmt wurde, fam eilends der Gendarm und ein Polizei aussagen näher ansehen. Sie könnten sich dann einen Begriff Diener herbei und nahmen den Sänger fest, welcher den Spazier machen, unter welchen entfehlichen Verhältnissen die arbeitenden stock mit dem rothen Zuche trug. Der Polizist drohte, den Feft- Frauen und Mädchen leiden. Es handelte sich um ein Brüssel, 27. Februar. Die belgischen Bischöfe erlaffen einen genommenen ins Sprißenhaus zu stecken, als jedoch die übrigen großes Stickereigeschäft und die Zeuginnen, welche für das gemeinsamen Fastenbrief über die soziale Frage; unter Hinweis Sänger hiergegen protentirten, ließ es der Gent arm beim Notiren selbe gearbeitet hatten, sagten aus, daß sie bei fleißigem auf die päpstliche Encyklika betonen sie darin die V.rpflichtung feines Namens und seiner Adresse beweuden. Die Sänger er 10 stündigem Arbeiten nur wahre Hungerlöhne verdienen des Staates zur legislativen Intervention und di. Verpflichtung tlärten, daß sie ohne Verzug den Rückmarsch nach Berlin antreten fonnten. So gering aber der Berdienst war und aller Katholiken, dahin zu wirken, daß den Arbeiten der Eriverb und im Orte nicht mehr fingen würden, die Hüter des Gesetzes so anhaltend gearbeitet werden mußte, an Arbeiterinnen fehlte es eines eigenen Hauses ermöglicht werde. nahmen aber von dieser Erklärung keine Notiz, fonderu begleiteten boch nicht. Es ist dies ein charakteristisches Zeichen für den Newcastle, 27. Februar. 8000 Bergarbeiter haben die Die Sänger ein großes Stück Weges. Auf ber Strecke nach dem weiblichen Arbeitsmarkt. Gine Beugin erklärte, für fünf Läufer, Arbeit eingestellt. Bahnhof Johannisthal schlugen die Sänger den Weg durch den Wald zu welchen eine mittlere Stickerin bei täglich 10stündiger ArbeitsLondon, 27. Februar. Da die Arbeiter in den Kohlenbergein, die beiden Beamten blieben ihnen immer dicht auf den Fersen. zeit 15 Tage brauche, feien per Stück 1,20 m.= 6 M. bezahlt werten von Durham und Umgegend in ein. Lohnherabsetzung nicht Im Wald kam es neuerdings zu einem Renkontre. Wiederum worden, wovon das Stidmaterial mit 1,54 M. in Abzug ge- eingewilligt haben, wurde ihnen heute eine 14 tägige Kündigung wurde einer der Sänger verhaftet und erst wieder freigelaffen, tommen, so daß per Tag ein Lohn von 30 Pf. verblieben wäre. zugestellt. Die Maschinisten, welchen nicht gekündigt wurde, als fein Name und seine Adresse ebenfalls aufgeschrieben worden Eine andere Beugin fagte aus, fie sei eine besonders schnelle hielten eine Versammlung ab, um zu berathen, ob sie ihrerseits waren. Erst als die Sänger das Weichbild Johannisthal hinter Stickerin, habe drei Schoner per Tag gestickt und dafür 1,82 M. aus Mitge ühl für ihre Kollegen nicht selbst ur Kündigung fich hatten, verzichteten die Beamten auf ein weiteres Ueber verdient, eine mittlere Stickerin fönne nur 70-80 Pf. verdienen. schreiten sollten. Die vorgenommene Abstimmung cryab eine große, wachen" der Sanger, sodaß dieselben in Berlin wieder antamen, Eine Andere theilte mit: Ich habe mir bei 10stündiger Arbeits- dem Streit günstige Majorität. Derselbe wird nun sicher stattohne ein weiteres Abenteuer erlebt zu haben. Bis jetzt hat das zeit, wenn ich sehr fleißig war, 1-1,10 m. verdient. Arbeitete finden. Sämmtliche bei den Hochöfen in Cleveland beschäf= Notiren der Namen der beiden Sänger weitere Folgen noch nicht ich von Früh 7 Uhr bis Nachts 2 Uhr, so verdiente ich 2 M. tigten Arbeiter erhielten heute eine vierzehntägige Ründigung. gehabt, es ist aber nicht ausgeschloffen, daß sich solche noch ein Eine sogenannte Vermittlerin die Firma vergiebt die Ar Falls die Kohlenbergwerfe in Durham die Förderung einstellen, stellen. Vielleicht kommt ein Strafmandat angeflattert, weil die beiten durch Vermittlerinnen, welche 5-10 pet. vom Bohn wollen die Eisenwerksbefizer von Cleveland ihre Desen ausBeamten bas Singen als„ groben Unfug" betrachtet haben. Biel abziehen antwortete auf die Frage des Gerichtspräsidenten, blafen. leicht aber ist Anzeige erstattet worden, weil durch das gemein was eine mittlere Stiderin verdiene: Ich habe Stickerinnen, ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) fame Marfchiren durch den Wald die öffentliche Ruhe und welche fich 50 Pf. bis 1 M. per Tag verdienen. Behauptet Ordnung in gröblicher Weise gestört worden sein soll. Oder wurde, daß durch diese Löhne die Verkaufspreise so gedrückt handelte es sich bei dem Unfall in der Nähe von Hochspeyer nicht München, 27. Februar. Nach amtlichen Mittheilungen follte etwa das rothe Taschentuch das Objekt dargestellt haben, wurden, daß andere Stickereigeschäfte, welche beijer bezahlt hatten, um einen Einsturz des Tunnels. was gegen einen der vielen Paragraphen des Strafgesetzbuches das Stickenlaffen au geben mußten und lieber von der in Rede zwölf Kubikmeter dicke Felsmasse auf den Gerüstwagen gefallen, Es sei nur eine ungefähr verstoßen hat? Oder ist schließlich eine Bestimmung der Polizei stehenden Firma beziehen. Der Firmeninhaber fagte aus, baß wobei brei Personen leichte Berlegungen davongetragen hätten. verordnung von Johannisthal freventlich überschritten worden? für Schoner 65 Pf. per Stück bezahlt wurden. Er habe aber die Oder hat der zweite Baß zu spät und zu tief eingesetzt? Die Löhne türzen müssen, denn er habe eine Lieferung von zusammengesezt: Loubet, Präsidium und Inneres; Ricard, Justiz; Paris, 27. Februar. Das Ministerium ist endgiltig wie folgt Butunft wird es wohl lehren, was die Mitglieder des Gefang: 30 000 Stück Schonern nach Amerika übernommen, wofür ihm Biette, öffentliche Arbeiten; Cavaignac, Marine; Freycinet, vereins Borwärts I, SO. an jenem verhängnißvollen Sonntag ein sehr niedriger Preis bezahlt würde. Warum hat er aber die Ribot, Roche, Develle, Rouvier und Bourgeois behalten ihre bis verbrochen haben. Lieferung zu so unnationalen" Preisen übernommen? Der herigen Portefeuilles. Das Ministerium tritt noch Abends im Prozeß hat wieder den Vorhang vor einem entsetzlichen Stüd Zweiter volksthümlicher Liederabend, arrangirt von sozialer Frage gelüftet. Wo ist da der Schutz der Armen und Ludolf Waltmann und Paula Ellard, unter Mitwirtung des Schwachen? Gerathen diese auf Abwege, dann ist die fatte schwedischen Klaviervirtuosen Mar Fröhnert. Der Germania Moral rasch bereit, nach der Kirche und nach der Polizei gegen Saal war so ziemlich befeht; wir wolleu damit gerade nicht be- die Verunglückten zu rufen, aber daß das Uebel in den erbärm haupten, daß er voll war. Das Publikum war für die gebotenen lichen Löhnen seine Hauptursachen hat, das wollen die glaubensBorträge sehr dankbar. Namentlich waren es die Gesangs- und fittenstarken Leute nicht zugeben. leistungen von Frau Paula Ellard, welche das Auditorium mit lebhaftem Beifall auszeichnete. Die Dame ist im Besige einer sehr schönen, umfangreichen Stimme, und ihr Vortrag zeugt von guter, Schulung. Ihre Lockung"," Das Veilchen" und" Recitativ uud Loudon, 27. Februar. Wie das Reuter'sche Bureau" Arie aus Figaros Hochzeit" waren vortrefflich. Herr Waldmann meldet, haben die Bergarbeiter in Nord- und Mittel- England fand fowohl als Sänger wie als Rezitator verdienten Beifall. Schottland und Nordwales nunmehr fast einstimmig gunt Was die Leistungen des schwedischen Klaviervirtuosen Mar Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Fröhnert anbelangt, so herrschte darüber nur ein Gefühl, das Betrieben beschäftigten Arbeiter. Nach dem in der 12. März gekündigt. Es scheine danach eine temporäre BetriebsGefühl der Bewunderung über die eminente Technik des Künstlers. Generalversammlung vom Vorsitzenden Kollegen Marwit ge- Südwales hätten sich jedoch dem von der Konferenz des nationalen einstellung unvermeidlich. Die Bergleute der großen Gruben von gebenen Geschäftsbericht wurden im 4. Quartal 1891 abgehalten: Bergarbeiter- Verbandes am 12. Februar in Manchester gefaßten Abderitennotiz. In der Freisinnigen Zeitung" lesen wir: Generalversammlung, 1 außerordentliche Mitgliederversamm Beschlusse der allgemeinen Arbeitseinstellung für Mitte Mär, ein größerer Verlust bevor. Die größte Balme in der Mitte figungen fanden 12 ordentliche, 1 außerordentliche und 1 tom- stand der Arbeit auf eine Woche die vorhandenen Vorräthe sich bes Balmenhauses muß, da sie bereits das Dach erreicht binirte statt. Aus dem vom ersten Kassirer Schulze gegebenen erschöpfen, die Koblenpreise steigen und damit Lohnherasfegungen hat, gefällt werden. Einigen anderen Palmen wird es Raffenbericht stellte sich die Einnahme auf 1291,02 m., die Auss verhindert werden würden. Es sei jedoch zweifelhajt, ob eine voraussichtlich in nicht allzu langer Beit nicht beffer gehen. Bor gabe auf 764,51 M.; der Kassenbestand beträgt fonach 526,51 W. Woche hierfür genüge. Bon den Grubenbefizern in Durham fei einer Reihe von Jahren wanderten schon einige für dieses Den Bericht über den Stand der Bibliothek gab Kollege Bergben Arbeitern zum 12. März gekündigt, faus dieselben eine LohnBalmenhaus zu groß gewordene Exemplare nach der" Flora" in mann. Der Bcherbestand beträgt am Schlusse des Quartals Charlottenburg, wo fie fich bis jetzt gut weiter entwidelt haben. 117 Bände. Der Raffenbestand der Bibliothek belief fich nach berabſegung ablehnen sollten. Die Arbeiter würden heute hieuver abstimmen. Es ist recht bedauerlich, daß der größte botanische Garten Deutsch Einnahme von eingegangenen Strafgeldern für geliehene Bücher lands, welcher bezüglich seiner Pflanzenschähe auf dem Kontinente fowie nach Ausgabe für neu angeschaffene Bücher auf 2,40 m. Versammlungen. Elysée zu einem Ministerrath zusammen. Abgeordnete Baudry- d'Affon brachte den Entwurf einer Resolution Paris, 27. Februar. Deputirtenfammer. Der konservative ein, in welcher erklärt wird, daß die Ernennung der Minister bem Präsidenten der Republit entzogen werden solle. Der Autragsteller verlangte sofortige Berathung der Resolution. Nachdem mehrere Redner das Wort ergriffen hatten, wurde die Berathung vertagt. Für die Vertagung stimmten 289, dagegen 204 Abgeordnete. Nach lebhafter Diskussion wurde die nächste Sigung auf Donnerstag nächster Woche festgesetzt. Sozialdemokratischer Agitations- Klub für den Osten Berlins. Versammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 28. Februar 1892, Abends 61/2 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus( früher Neustädter Boltsgarten), Proskauerstraße 37-38. Tagesordnung: Vortrag des Fräulein Wabnih über Naturgesetz und Menschenrecht."-Nach der Versammlung geselliges Beisammensein, verbuuden mit Vorträgen und Tanz. Entree 10 Pfg. Herren und Damen als Gäste willkommen. 1623b Fachverein der in Buchbindereien, der Papier- und Lederwaaren- Industrie beschäft. Arbeiter. Montag, den 29. Februar, Abends präz. 9 Uhr, in Fenerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75: Vereins- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über Kreuzzüge". 2. Verschiedenes. 3. Fragetasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Um zahlreiches Erscheinen aller Kollegen Der Vorstand. erfucht NB. Die Lederarbeiter werden ersucht, ihre Mitgliedsbücher recht bald umzutauschen. Das diesjährige Stiftungsfest findet Sonnabend, den 26. März, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, statt und bitten wir die Kollegen, sich recht rege an dem Betrieb der Billets zu be= theiligen. D. D. 469/13 Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 28. Februar, Abends 6½ Uhr: Bwei Dersammlungen. Jm großen Saale der„ Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Reichstags- Abgeordneten W. Schmidt über„ Religion und Moral". Im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstr. 33: Vortrag des Herrn L. Henning über:" Der christliche Auferstehungsglaube und die egyptische Todtenlehre". Nachher in beiden Versammlungen nach den Vorträgen: Gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Der diesjährige Wiener Masken- Ball Masken- Ball 241/9 Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Unter der Preffe befindet sich und gelangt Ende der Woche zur Versendung: Freiherr v. Stumm und die Sozialdemokratie. Stenographischer Bericht über die Verhandlungen des Deutschen Reichstages am 10. und 12. Februar 1892, betreffend die Maßregelung sozialdem. Arbeiter in den Staatsbetrieben. 32 Seiten. Preis 10 Pfg. In Partieen: 100 Exempl. 5 M., 1000 Exempl. 40 M. Wir ersuchen unsere Parteigenossen um thätigste Verwendung für diese wichtige Agitations- Broschüre. Mufit- Instrumente Carl Kröning, Zu kaufen gesucht werden: Alle älteren Brotokolle unserer Parteifongreffe vor Wyden. 1 Die Sozialdemokratie vor dem Deutschen Reichstage 1878.( Debatten über den Entwurf des SozialistenGesetzes). 1 Lassalle, Rriminalprozeß, 2. Heft ( Verhandlung). 1- Kriminalprozeß, 3. Heft( Kritik des Urtheils). 1- Antwort an Herrn Professor Rau. 1- Herr Wackernagel oder der moderne Herostratus. 1-, Arbeiter Lesebuch( Frankfurter Rede 1863). 1, Antwort auf eine Rezension der Kreuz- Zeitung." 1, Herr Julian Schmidt, der Literarhistoriker( Berlin 1862). Die Laffalle'schen Schriften sind für uns nur in den ersten Auflagen von Werth. Wir machen auf dieses Inserat besonders die älteren Parteigenoßen aufmerkfam. Geft. Offerten mit Preisangabe an die Verlags- Buchhandlung des ,, Vorwärts", Berlin SW., Gerichtsstr. 29, I. Verleih- Institut. Beuthstr. 2, Hof rechts, part., erbeten. Arzt, 437/14 G. Superczynski, künstliche Zähne, Invalidenſtr. 105, II. artillerieſtr. 27. 9-10, 5-7, Sonnt. 8-10. R. F. Daubitz' Bestes Weißbier der Maurer Charlottenburgs ( ,, Grundstein zur Einigkeit") findet am 1. März, Abends 8 Uhr, im Lokale ,, Bismarckshöhe" statt. Billets à 50 Pfg. find zu haben bei August Lenz, Wilmersdorferstraße Nr. 154, und an der Abendkasse. R. F. 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Bericht der Kommission über die Volksbuchhandel J. Müntz, zur Generalversammlung zu stellenden Anträge. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Vergnügungskomitee. Die Ortsverwaltung. 444/3 Elegante 2047L EinsegnungsAnzüge in Jaquet- Façon, blau u. schwarz, in nur guten Stoffen von 15 M. an. E Julius Lindenbaum, Berlin O., Frankfurterstr. 139. Berlin N. 39, 66 Reinickendorferstraße 66. Alle Arbeiter- Lieder. Corvin's draft. Werke: Goldene Legende"," Geißler" wieder zu haben. 1661b Auswärts gegen Einsendung. " Kanarienhähne, Hohl, Klingel, Knorr- Roller, Stamm, 2. Trute, Weibchen à 2,50 M. 1670b Bütow, Megerstr. 34, 1 Tr. Klempnerei für Bau, Gas- und Wafferanlagen, fowie Reparaturen, feit 14 Jahren bestehend, ist wegen Todesfalls billig zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Emil Böhl, Berlin, Frankfurter Allee 74. 1585b Enorm billig! Baar Geld lacht! Gr. Massen- Ausverkauf! des folossalen Riefenlagers! Der Kleider Pascha verkauft be deutend billiger wie jede Konkurrenz! 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Zur Durchführung der Bestimmungen in§ 165 b und e der Gewerbe- Ordnung, Sonn- und Festtagsarbeit betr., ist von der Gewerbedeputation des Magistrats eine Enquete beschlossen worden, bei welcher u. A. auch die Gewerkschaften bezw. Fachvereine um Auskunft angegangen werden follen. Unter Hinweis hierauf fordern wir die Borstände fämmt " " J " 09 Derlammlungen. darzustellen, als ob die Schneider Barlins von ihr ganz etwas urtheilung zu ermöglichen, müssen wir vorausschicken, daß Besonderes verlangten. Um dem Leser die richtige Be von Großproduktion in unserem Gewerbe teine Rede sein kapitalistischen Händler um so mehr ausgeliefert, als die Form fann; dagegen sind die Schneider und Schneiderinnen dem der Produktion die Hausindustrie ist. Wir haben es also nur mit dem Händler zu thun; daher die Berechtigung, gegen diese vorzugehen, wenn die Umstände es gebieten. Die Verhältnisse bei der Firma Bär Sohn sind nun derart, daß das Eingreifen der Deffentlichkeit geboten war. Gerade diese Firma bietet in ihren drei Verkaufsläden Konfektionslicher Berliner Gewerkschaften und Fachvereine auf, bis spätestens 3. März inklusive uns ihre genaue Adresse einzusenden, damit ihnen die bezüglichen Fragebogen rechtzeitig zugestellt werden können. Diejenigen Korporationen, welche dies verabfäumen, haben es sich selbst zuzuschreiben, wenn fie bei der Enquete übergangen werden. Adgais? Redaktion des Vorwärts" ,. Berlin SW., Beuthstr. 2, IV. Stud. Die Richtigkeit der Abrechnung wurde von den Revisoren Jahre nublos waren. Aus Briefen und Berhandlungen ist nachAn die Schneider und Schneiderinnen Berling! bestätigt und fodann dem Vertrauensmann einstimmig Decharge zuweisen, daß auch gerade jene Firma es war, welche das Projekt ertheilt, denselben auch auf Antrag für gehabte Mühewaltung der Betriebswerkstätten unmöglich machte. Kollegen und Kolleginnen! Die diesjährige ungeheuere 40 M, aus dem Generalfonds bewilligt. Ferner beschloß die Der Einwand, daß der Firma Bär Sohn diejenigen Rapi Arbeitslosigkeit, von welcher besonders unser Gewerbe betroffen Versammlung, die Namen derjenigen Kollegen in geeigneter talisten fehlten, um seitgemäße Einrichtungen zu treffen, wird ist, macht es uns zur besonderen Pflicht, mit aller Energie durch Weise zu veröffentlichen, welche sich an den Sammlungen be- dadurch hinfällig, daß wir durch unser Vorgehen in Wirklichkeit die Organisation Front zu machen gegen bedrückende Maß theiligt haben; der Bertrauensmann Förster ist damit beauftragt. den Kapitaliſten treffen, der hinter ihr steht und dessen Geschäfte Maß- theiligt Sierauf legte an Stelle des verhinderten Genossen Bogtherr der sie besorgt. Auch ist den Kommissionsmitgliedern niemals einSo wurde z. B. in der Versammlung der Mäntelnäherinnen, Stadtv. Sa bor den Entwurf des Ortsstatute zum Gewerbe- gefallen, die Produkte derselben als gute zu bezeichnen; gerade Bügler und Stepper konstatirt, daß ein Meister den Beitrag, gericht Punkt für Punkt Klar, die Mängel beffelben gebührend das Gegentheil ist der Fall. welchen er gesetzmäßig zur Krankenkassen- Bersicherung zu zahlen hervorhebend und darauf hinweisend, daß von sozialdemokratischer die Bemerkung, die Kommission habe erklärt, die Waaren der Den Gipfel der Unterschiebung leistet sich die Firma durch hat, insofern von seinen Schultern abwälzt, als er pro Stück Seite im rothen Hause des Defteren angeregt worden sei, man Maurer und Buget, welche am 21. 3. M. in Norbert's Festgestellt sind. Im Publikum wird die Meinung erweckt, dieſe Ju einer gutbesuchten öffentlichen Versammlung der waaren feil, die unter den denkbar schlechtesten Verhältnissen herfälen stattfand, gab der Bertranensmann der Puter, Kollege find fie von der Großkonfektions- Firma Hugo Baruch u. Cie., Waaren seien in eigenen Werkstätten angefertigt; in Wirklichkeit Förster, folgende Abrechnung: Eingegangen waren bis zur sind sie von der Großkonfektions- Firma Hugo Baruch u. Cie., levision am 19. Januar 2089,20 m., nachträglich 17 M., in Neue Friedrichstr. 70, bezogen, von derselben Firma, welche die Summa 2106,20 M.; die Ausgaben betrugen 6,85 m., bleibt Waaren der Konkursmasse Hartwig Söhne und Bär auftaufte. Bestand 2099,85 M. Davon sind an die Buchdrucker abgeliefert alle Bemühungen, eine Verständigung zu erzielen, feit einem Also gegen die falsche Reklame machen wir Front, nachdem 1900 M.; es verbleiben also 199,85 M. Listen fehlen noch fechs nahmen der Unternehmer. Arbeit 10 Pf. weniger zahlt. Der Lohn, welcher ohnehin schon solle für den Arbeiter bei eventuellen Lohnstreitigkeiten ein Firma Bär Sohn verdienten eine Kontrollmarke. Der wirkliche niedrig genug, wird durch derartige Manipulationen schleuniges und kostenloses Gerichtsverfahren einführen. An der Sachverhalt ist folgender: Nachdem bereits der Tag der Erimmer geringer, und der Arbeiter ift, unt die Diskussion, welche sehr lebhaft geführt wurde, betheiligten sich die öffnung der Betriebswerkstätten festgesetzt war, entstand die Zahl der Arbeitslosen nicht noch zu vermehren, schließ Kollegen Schigolsti, Dähne, Franz Schulz, Dietrich, Silber- Frage: von welcher Zeit an können Waaren derselben feilgeboten lich gezwungen, solche Maßnahmen solche Maßnahmen ruhig zu ertragen. fchmidt und Buchholz, sämmtlich im Sinne des Referenten. Auf werden? Darum, Kollegen und Kolleginnen, richten wir an Euch die dringende Antrag Dähne wurde das Bureau der Bersammlung beauftragt, Die Unmöglichkeit, in furzer Zeit alle Artikel derart her Mahnung, den Ruf: Schließt Euch der Organisation an, nicht sich mit den übrigen Berufen betreffs der Frage der Gewerbe- zustellen, besonders Winterpaletots, da die Wintersaison vor der ungehört an Euch vorübergehen zu lassen. Tretet dem Deutschen gerichte zu verständigen, damit nach dieser Richtung hin ein Thüre stand, ließ uns die Konzession machen, zunächst die befferen Schneider und Schneiderinnen- Verband bei. Derselbe hält einheitliches Vorgehen erfolge. Nachdem der Referent in Artikel aus dem Bestande mit Marke zu versehen, eine Maß Montag, den 29. d. M., in den Arminhallen, Kommandanten feinem Schlußwort noch verschiedene Fragen beantwortet nahme, die vor der gesammten Arbeiterschaft zu verantworten ist, straße 20, eine Versammlung ab, in welcher Stadtverordneter hatte, legte derfelbe allen Anwesenden ans Herz, nur für solche da sowohl dem Unternehmer wie dem Konsumenten nicht der ge Borgmann über„ Die Ursachen der Arbeitslosigkeit" sprechen Beisiger einzutreten, welche voll und ganz auf dem Boden der ringste Nachtheil daraus erwächst. Das ist also ganj etwas wird. Alle Kollegen und Kolleginnen ersuchen wir, in dieser Sozialdemokratie stehen. Es gelangte danach folgende Resolution anderes, als was die betr. Behauptung der Firma besagt. Wir Versammlung zahlreich zu erscheinen. weisen dieselbe aufs entschiedenste zurück. Die Lokalverwaltung. J. A.: H. Möbius. einstimmig zur Annahme: W " Die heutige, bei Norbert tagende öffentliche Maurer- und Buzzer Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des An alle Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Kollegen! Stadtverordneten Sabor völlig einverstanden und protestirt Jm nächsten Monat findet in Halberstadt ein Kongreß aller Ge- 1. gegen die Auslegung der Listen während eines Zeitraums von werkschaften Deutschlands statt, in welchem unter Anderem die nur 8 Tagen, fordert vielmehr die sozialdemokratischen StadtHauptfrage besprochen wird: Wie vereinigen sich die Arbeiter verordneten auf, für die Auslegung der Listen während einer Deutschlands, um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu er Beit von mindestens 4 Wochen Sorge zu tragen, damit jedem zielen Es wird jebenfalls ein Beschluß dahin stattfinden, daß Arbeiter Gelegenheit geboten ist, dieselben einsehen zu können; Die in einzelnen Städten bestehenden Branchen- Bereinigungen 2. hält die Versammlung eine Entschädigung von 4 M. für einen fich auflösen müssen und zu einer über ganz Deutsche Arbeiterbeisiger für zu niedrig, erivartet vielmehr, daß denselben land verbreiteten Vereinigung übertreten. Es werden vielleicht der entgangene Arbeitsverdienst, sowie etwaige Unkosten erstattet Vereinigungen über ganz Deutschland geschaffen werden, in werden." welchen die einzelnen Branchen aufgehen, z. B. Gewerkschaft der Bekleidungsindustrie( Schneider, Schuhmacher, Wäschefabrikanten, Hutmacher zc.), Gewerkschaft der Holzindustrie( Tischler, Drechsler, Bildhauer, Möbelpoliere 2c.), Gewerkschaft der LebensmittelIndustrie( Bäcker, Schlächter 2c.) u. f. w. Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaats, soweit der Naum dafür abzugeben ist, den Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit den: 17 Inhalt desselben identifizirt zu werden. " Die winzigen Untoften, welche jenen Herren aus ihrem planlofen Handeln erwachsen, so hinzustellen, als ob Kollege Pfeiffer finanzielle Vortheile gehabt hätte, das läßt die Absicht der Verbächtigung durchblicken. Wir nehmen Gelegenheit zu fonstatiren, daß derselbe wirth schaftlich mehr geschädigt wurde, als Vergütigung gezahlt ist, da die bedingte Aufgabe seiner Arbeitsverhältnisse arbeitslose Wochen brachte; wie überhaupt alle im Auftrage der Deffentlichkeit babei betheiligt gewesenen Kollegen mit Aufwand von Geld und Zeitverlust dabei gearbeitet haben. Dahingegen haben es jene Personen verstanden, uns Kosten zu verursachen, die sie heute noch nicht beglichen haben. Die Behauptung, daß die Firma 25 pet, höheren Lohn, als hierorts üblich ist, bezahlt, ist unwahr. Die Maaßarbeit, denn auf diese kann die Angabe sich nur beziehen, wird noch unter 25 pet. niedriger bezahlt, als von jedem Kleinmeister. Wir lehnen auch jede Verpflichtung, ab, einen Unternehmer zu stellen, welcher jenen Herren die Werkstätten einrichten soll, rathen hingegen, den Handel mit jenen Waaren einzustellen. Das ist der Allgemeinheit bedeutend dienlicher, als die Konfektion auf das niedrigste Niveau herabzudrücken. Kollegen! Ihr seht, daß nun auch die Möbelpoliere zu diesem Rongreß Stellung nehmen müssen. Die Vereinigungen der Arbeiter werden auf dem Halberstädter Kongreß derartig ausgebaut werden, daß derjenige, welcher einer Bereinigung fich fernhält, Getrost überlassen wir das Urtheil dem gesunden Sinn der auch nun als nicht zu der Gewerkschaft gehörig betrachtrt wird. Zur Aufklärung an die Arbeiterschaft Ber Berliner Arbeiterschaft. Werkstätten und Fabriten, wo Mitglieder einer Vereinigung ar Iins und Umgegend! Gegenüber der von der Firma Wir werden unbehindert fortfahren, verbesserungsbedürftige beiten, werden es nicht dulden, daß unorganifirte Kollegen dort Bar Sohn in Nr. 47 des Vorwärts" veröffentlichten Recht- Zustände der Deffentlichkeit aufzudecken, um der Benachtheiligung in Arbeit treten, man sagt sich dann: Wer nicht mit uns ist, ist fertigung auf die in öffentlicher Schneiderversammlung erhobenen der produzirenden sowie konsumirenden Arbeiter möglichst entgegen uns. Darum Möbelpoliere, die Ihr immer gezeigt, daß Anschuldigungen erwidern wir, daß die Klarstellung der einzelnen gegen zu wirken. Thr auf der Höhe der heutigen Arbeiterbewegung steht, zeigt, Thatsachen einer in nächster Woche stattfindenden Arbeiterver daß Ihr gewillt seid, auch an der Ausbauung der gesammten sammlung, sowie einem in Aussicht genommenen Flugblatte vorArbeitervereinigung Theil zu nehmen. Alle Kollegen, die mit behalten ist und wir uns daher an dieser Stelle darauf beschränken, ihren bewährten Kollegen danach streben wollen, daß wir uns die in jener Hechtfertigung enthaltenen Entstellungen und Untereiner Organisation anschließen, welche über ganz Deutschland schiebungen zurückzuweisen. Möbel- Magazin Otto& Slotawa, Tischlermeister, Agitationstommiffion der Schneider und Schneiderinnen Berlins. J. Timm, Markgrafenftr. 88, 6 h Barg- Magazin und ( 1961L NW. 67. Bremerstr. 67. NW., Beerdigungs- Comtoir. Herren- n. 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