Nr. 262. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit turierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost bonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1901 unter Dr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwirts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebnye beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Utopien werden Realität! Alles was die Menschheit in ihrem mühsamen Gang vorwärts fe an Freiheiten und Rechten erwarb, ist zu seiner Zeit Utopie gelvejen, und für jeder dieser Eachen gab es eine Zeit, wo darüber geftritten wurde, ob die Sache noch Utopie war oder nicht. Der eine meinte ja, der andre meinte nein, und erst die Thatsache der Verwirklichung hat der Diskussion über ihre Möglichkeit ein Ende gemacht. Mit Freude sab ich übrigens, daß in der deutschen focialdemokratischen Tagespresse der Boykott der englischen Schiffahrt nun Gegenstand einer gründlichen Diskussion werden soll, und, Befürworter diefes Boykotts, der ich bin, wünsche ich den Ausführungen des Genossen Baul Müller entgegenzutreten. Aber zur Sache. Genosse Müller hat gegen den Boykottplan im großen ganzen folgende Beschwerden: 1. Es ist unzulässig, daß ein bestimmter Industrie- oder Erwerbszweig eines Landes für die politischen Verbrechen einer Landesregierung bluten soll. 2. Chamberlain und Genoffen würden sich auch durch solchen Boykott nicht einschüchtern lassen. 3. Der Plan ist undurchführbar aus Mangel an der dazu nötigen internationalen Organisation und aus Mangel an Geld. Tausende von arbeitslosen Hafenarbeitern da sein würden, die man 4. Wir leben in einer Zeit der Krise, wovon die Folge ist, daß nicht abhalten kann, die Arbeit für englische Schiffe aufzunehmen. Der Strom arbeitswilliger Elemente würde zu groß sein. 5. Von den englischen Hafenarbeitern ist keine Hilfe zu erwarten. Diese werden sich in den verschiedenen Häfen des Kontinents stationieren lassen, um so den englischen Handel und Verkehr notdürftig aufrecht zu erhalten. Solidarität üben. 6. Die nicht- englischen Reeder werden mit ihren englischen Kollegen gemeinsame Sache machen. Das Kapital wird internationale 7. Die nicht- englischen Schiffe werden nicht im stande sein, die englischen zu ersetzen, und so würde großer Schaden für Handel und Verkehr folgen. 8. Gerade die feemännischen Arbeiter würden viel Schaden haben, auch weil ein paar Tausend deutsche Seeleute auf englischen Schiffen arbeiten, welche dann arbeitslos werden sollen. Freitag, den 8. November 1901. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. tinents vorhanden für die Boeren. Nun mag man von der Bürgerflaffe Kapitals. Diese Interessengemeinschaft existiert, aber nicht in fagen, ihre Sympathie sei platonisch, sei Bhilistersympathie. Das mag diefem Sinne, als hätten diese beiden Kategorien voit ja wahr sein, das zeigt sich ja auch schon bei uns in Holland, wo Kapitalisten im allgemeinen gemeinsame Interessen. Diese, die Bourgeoisie tüchtig erschrocken ist über die Möglichkeit, daß sie Interessengemeinschaft existiert nur den Arbeitern gegena den Beutel ziehen muß. Wenn nun aber die Arbeiterschaft den über, und wo es hier nicht gilt, Arbeiterforderungen durchzudrücken, Ansichten des Genossen Müller folgt, worin unterscheidet sich dann da existiert hier keine Interessengemeinschaft. Das Bündnis der die Sympathie der Arbeiterschaft für die Boeren von der des Reeder, das Genosse Müller unterstellt, würde also aus dem reinen Philistertums? Ich bin der Ueberzeugung, daß die Arbeiterklaffe in Solidaritätsgefühl entspringen, das die deutschen und holländischen dieser Sache zu Thaten bereit ist und darum bitte ich jeden, der für Reeder ihren bedrängten englischen Kollegen gegenüber beseelen diese Arbeiterklasse das höchste und Beste wünscht, sie von diesen soll... Und demgegenüber glaubt Genosse Müller offenbar nicht Thaten nicht abzuhalten. Es ist in diesem Falle nicht die an die Leistungsfähigkeit der Arbeitersolidarität. Organisation, welche die Macht bildet, es ist der universelle, durch Ich erstaune über diese... Nüchternheit, bin aber froh, sie die Arbeiter in Thaten umgesetzte Enthusiasmus für die Boeren. nicht zu besitzen. Genosse Müller wirft diesen Boykott in einen Topf mit gewöhnlichen Gewerkschaftsaktionen, wo man nur von einem sehr beschränkten Kreis der nicht interessierten Arbeiter Hilfe zu erwarten hat. Der Boykottplan ist etwas ganz andres, und mag es auch sonderbar erscheinen, daß viele Arbeiter lieber etwas wagen für die ihnen fernstehenden Boeren als für die Verbesserung ihrer eignen Existenz- wahr ist es. Und was das Geld anbetrifft, so denkt das Komitee in Amsterdam nicht daran, sich auf die Kassen der Organisationen zu verlassen. Ich bin überzeugt, daß Geld eingehen wird, viel Geld, Millionen, wenn es nötig ist. Holland brachte in seinen verschiedenen Versuchen, die Folgen des Strieges für die Boeren zu mildern, schon mehr als zivei in ein paar Nummern 13 000 Fr. zusammen für einen Ehrenbegen Millionen Gulden zusammen. Der Pariser„ Intransigeant" brachte für Cronje. In allen Ländern giebt man gerne und viel Geld, wenn es gilt, die Boeren zu retten. Dem, der daran nicht glaubt, kann ich den Glauben nicht beibringen, ich bin aber überzeugt, daß die Thatsachen es thun werden. Ich wünsche mir den Glauben zu erhalten, daß in der Bewährung dieser goldenen Tugend der Solidarität die Arbeiterklasse jeder andren weitaus überlegen ist und ich bin der Ueberzeugung, daß sie das in dieser Sache au Welt und Nachwelt zeigen wird. Amsterdam, 4. November 1901. W. H. Vliegen. Bemerkung der Redaktion. Wir müssen gestehen, daß die Ausführungen unsres holländischen Genossen Vliegen unsre schiveren Bedenken gegen die Ausführbarkeit des geplanten Boykotts nicht zu zerstreuen vermögen. Genosse Vliegen spricht, ohne die beiden Momente mit bev dem Boykott des englischen Seehandels und von der nötigen Klarheit auseinander zu halten, von zweierlei: von a hmlegung der englischen Schiffahrt. Beides hängt zwar bis zu einem gewissen Grade mit einander zusammen, ist aber durchaus nicht ein und dasselbe. Was den Boytett des englischen Seehandels anlangt, so 5. Die Hilfe der englischen Safenarbeiter. erfahren wir aus Vliegens leider sehr unbestimmten Andeutungen, Darauf rechnet niemand, und ein Verrechnen ist also ausgeschlossen. über diesen Punkt, Daß da einige Hundert Arbeiter sich nach kontinentalen Säfen über diesen Punkt, daß nicht nur Englands Ausfuhr sondern auch ftationieren lassen werden, ist ja möglich. Aber es kann darauf ge- nach dem Kontinent boykottiert werden soll, Man will also rechnet werden, daß auch die durch und für die von englischen Schiffe Englands Einfuhr von dem Kontinent. herbeigebrachten Waren im täglichen Verkehr durch den Boykott getroffen England nicht nur durch die Lahmlegung seines Exports zu; werden, und im allgemeinen denke man sich den größten Schaden Leibe gehen, sondern auch dadurch, daß man ihm die Zufuhr der, für die englische Schiffahrt noch nicht darin, daß beladene Schiffen holländischen, deutschen, französischen usw. Waren abschneidet. keine Löscher finden, sondern darin, daß der kontinentale Handel und Man scheint dabei ganz übersehen zu haben, wie selbst der englische vorsichtshalber nichtenglische Schiffe benutzen sehr mant durch einen derartigen Boykott, seine ftrifte wird, um vor Verspätungen und andrem Schaden gesichert zu sein. Durchführung vorausgesetzt, die Länder des Kontinents selbst Diese sind die sachlichen Beschwerden, welche Genoffen Müller 7. Die Ersegung der englischen Schiffe. Es äußert. Der Vorwurf, den er dazu dem Amsterdamer Komitee macht, fpringt ins Auge, wie Genoffe Müller hier sich selbst widerspricht. Ichädigen würde. Man vergegenwärtige fich doch einmal den es hätte erst in engerem Kreis die Frage behandeln lassen sollen, ist Er führt selbst aus, welche Krise da herrscht, also wie viel Schiffs- Umfang des Warenhandels, den man lahmlegen will. Im Jahre 1899 unberechtigt, denn das, was Genosse Müller verlangt, ist thatsächlich raum unbenutzt daliegt, und eben später denkt er sich Mangel an betrug für das Deutsche Reich die Einfuhr aus England geschehen. Das Amsterdamer Komitee hat sich zuerst an den engeren Schiffsraumt. 777 Millionen Mark, die Ausfuhr nach England 851 Millionen Mark. Kreis der Gewerkschaftsführer gewandt und gerade aus diesem sind Der Prozentsatz der englischen Flagge an den in die verschiedenen Für die Niederlande waren die entsprechenden Zahlen 600 überall Komitees gebildet, welche mit dem Amsterdamer Komitee Säfen eingegangenen Schiffen war im Jahre 1899 folgender: und 520, für Belgien 450 und 200, für Frankreich 1000 über die weiteren Schritte beraten werden. Von einer Agitation Von allen eingegangenen Schiffen waren englische und 300 Millionen Mart. Man male sich die ungeheuren unter den leicht zu enthusiasmierenden Massen" ist bis jetzt noch. teine Rede gewesen. Störungen des Gewerbslebens aus, die durch eine Unterbindung dieses ungeheuren Warenhandels mit Engländern in den genannten Ländern hervorgerufen werden würden. Aber nun die Beschwerden des Genossen Müller! Er wird mir gestatten, daß ich nicht eingehe auf die rein hypothetischen Einwendungen, welche er macht. Dazu gehören 2., 4., 6. Was geschehen wird, wenn dies oder das so oder so geht, das ist jedenfalls von vornherein nicht diskutierbar. Gegen diese Hypothesen kann ich andre sehen. 3. B. 2. England kann seine Schiffahrt nicht verdrängen lassen aus seiner ersten Position, es würde davon wirtschaftlich zu fürchterlichen Schaden leiden; 4. Die Sympathie für die Boeren ist überall so groß, daß von Streit brecherei feine Rede sein soll; 6. Die nicht- englischen Reeder werden diese nie wiederkommende Gelegenheit benutzen, sich der englischen Konkurrenz eins und für immer zu entledigen. Diese Hypothesen beweisen ebensoviel oder ebensowenig, als die des Genossen Müller, und ich kenne chtige Hamburgische Hafenarbeiterführer, welche, was 4. betrifft, mit mir einer Meinung sind. Nun aber die übrigen Bedenken. 1. Die Unzulässigkeit". Genoffe Müller findet es unzuläsfig", einen bestimmten Erwerbszweig für die Verbrechen einer Landesregierung bluten zu laffen. " " in Rußland.. 44,7 Broz. 12,0 Norwegen Deutschland 29,9 • " . " " Holland. 44,1 " " Belgien.. 49,3 " " Frankreich. " Italien. 43,0 23,8 " " Schon der Boykott der englischen Ausfuhr nach dem Kontinent würde bei längerer Dauer des Boykotts, und nur eine solche würde wirksam sein, die schädlichsten Störungen in Handel und Industrie Mit diesen Ziffern vor Augen kann man ruhig versichern, daß hervorrufen. Deutschland bezog beispielsweise 1899 für 55 Millionen in Norwegen, Deutschland und Italien eine sofortige vollständige Mark Baumwollgarn, davon aus England, allein für 46 Millionen Ersetzung der englischen Schiffe durch andre im Januar stets möglich Mark. An Wollgarn importierte Deutschland für 113 Millionen ist, um ivie viel mehr also in einer Zeit der Krise! Darüber waren Mark, denn auch alle Führer der Hamburgischen Hafenarbeiter, welche ich sprach, sich vollständig einig. Schwerer würde die Ersetzung sein in Holland, Belgien und Frankreich. Aber auch da braucht nur etwa 40 Proz. des Schiffsraumes unbenutzt zu sein, um ohne die Engländer fertig zu werden, und in diesen Wintermonaten ist das gewiß der Fall. davon aus England für 76 Millionen Mart. Würde Deutschland die Einfuhr dieser Rohmaterialien abgeschnitten, für die sich im Handumdrehen kein Ersatz aus andren Ländern schaffen ließe, so würde die deutsche Woll- und Baumwollindustrie aufs schwerste davon betroffen werden. Ungleich schwerer noch würde Deutschland natürlich unter dem Abschneiden seiner Ausfuhr nach England leiden. Daß Deutschland seine Ware ohne Schwierigkeit in andren Ländern werde absetzen fönnen, wird schwerlich jemand behaupten wollen. 8. Die mehrfache Arbeitslosigkeit der See. Ieute ist damit auch erledigt. Der Boykott beziveckt teine Stagnation in der Schiffahrt, nur eine Verschiebung. Wird das der Fall sein, dann findet keine Vergrößerung der Bahl der Arbeitslosen Wenn man etwa einwenden wollte, der Boykott werde gar nicht statt, nicht der Hafenarbeiter und nicht der Seeleute. Müller weist so lange dauern, daß die Stockung des Handels eine Kalamität Ich habe zu allererst zu benterken, daß der Genosse ein paar auf ein paar Tausend deutsche Seeleute hin, welche auf englischen hervorrufen könne, so wäre dem entgegenzuhalten, daß ja mur Beilen. früher den Plan einen großen Gedanken" nennt, und fagt: Schiffen arbeiten und welche dann arbeitslos werden sollten. Gewiß, dann eine Wirkung des Boykotts zu erwarten wäre, wenn die Folgen jeder Berfechter der Freiheit und politischen Unabhängigkeit würde aber dem steht gegenüber, daß ein paar Tausend Seeleute, welche bes Boykotts gegen England diesem ernstlich fühlbar würden. von ganzem Herzen wünschen, daß der Plan gelingen möge". Für anders mit nicht fahrenden deutschen Schiffen in den Hafen fo ganz unzuläffig" scheint Genosse Müller die Sache doch nicht gelegen hätten, dann Arbeit haben werden. Die Gesamtzahl der Diese Folgen würden aber den Ländern des Kontinents ebenso bald fühlzu halten, denn diese Freiheits- und Unabhängigkeitsverfechter würden Arbeitslosen wird wenig oder nicht größer werden, mur werden es bar werden. Und Deutschland, das sich ohnehin inmitten der Krise das Gelingen unzulässiger Dinge doch nicht wünschen können und teilweise andre Bersonen sein und eine Unterstügung für die Arbeits- befindet, würde durch diese künstlich heraufbeschworene Stockung ganz gewiß nicht von ganzem Herzen". losen muß gewährt werden. zahlreicher und wichtiger Industriezweige besonders geschädigt Genoffe Müller macht sich hier doch eines schroffen Widerspruchs So wird das Ganze hinauslaufen auf das Aufbringen einer werden. Oder hält mau es für eine Kleinigkeit, wenn schuldig. Thatsächlich sagt er hier, der ganze Boykott sei ein llurecht, Geldsumme, welche gewiß groß, aber im Vergleich mit der durch den Boykott Englands, der gleichzeitig einen Boykott der englischen Schiffahrt angethan, eine Bestrafung eines Un- Leistungsfähigkeit der hier in Betracht kommenden Elemente, nicht der eignen Industrie ist, 100 000 Arbeiter mehr aufs Straßenpflaster schuldigen. Später aber, ja selbst schon vorher, fagte derfelbe unerreichbar groß sein muß. Genosse: Wenn die Sache durchführbar wäre, wenn die Möglichkeit Indes, ich widerspreche nicht, will der Ansicht nicht widersprechen, geworfen werden? da wäre, dann, ja dann würde er auch dafür sein. daß von den betreffenden Arbeitern ein schweres Opfer gebracht Während Genosse Vliegen auf der einen Seite so weit geht, den Ein solcher Standpunkt ist nun aber unzulässig. Wenn werden muß, und von allen andren, welche mit dem" idealen Boykott der englischen Waren mehr noch als von dem Nichtentlöschen die ganze Sache an und für sich ein Unrecht ist, eine Unzulässigkeit, 8weck sympathisieren, ebenfalls. Vielleicht, daß selbst die der englischen Schiffe von dem Boykott englischer Waren durch die dann ist es gerade dann, wenn die Durchführbarkeit feststeht, Gesamtheit einige Beit Opfer zu bringen hat. Das wird konsumenten zu erivarten, ist er auf der andern Seite der Pflicht, sich diesem Unrecht zu widersetzen. Ein Unrecht wird doch notwendig fein, da die Regierungen den Einberufer der Ansicht. daß England vorsichtshalber nichtenglische Schiffe zum tein Recht, weil es durchführbar wird? Friedenskonferenz eingeschlossen, den Eroberungsgelüften Englands Transport seiner Waren benußen werde. Wird in diesem Falle die Die Sache ist aber die: Dem englischen Kapitalismus ist der feine Schranken gefegt haben. Gesezt aber, fie hätten dies gethan, Kontrolle über die Herkunft der Waren nicht außerordentlich erschwert? Imperialismus entsprungen und dieser Imperialismus treibt sich da die Großmächte wären eingeschritten und es wäre ein Krieg zwischen in Südafrika mordbrennend umher. Nun ist hier die Frage nicht: England und ein paar andern Großmächten entstanden. Es würde Freilich der Genosse Vliegen rechnet ja sogar mit dem Boykott der wo soll man den euglischen Kapitalismus treffen, sondern: wo ist dann die Arbeitslosigkeit, die Stagnation in Handel und Gewerbe, also englischen Waren durch die konsumenten im täglichen Verkehr". er verletzbar? Nicht: wo wollen wir ihn angreifen? sondern: im allgemeinen die Not und das Elend nicht ungemein viel größer als ob einem aus englischer Baumwolle hergestellten Gewebe oder wvo tönnen wir ihn packen? gewesen sein, als sie je aus diesem Boykott hervorgehen können, einem englischen Hering seine Herkunft anzusehen wäre! Weiß Genosse Müller eine bessere Stelle zum Angriff? Oder ist ganz abgesehen von den Menschenleben. Nun spricht Genosse Vliegen eingehender noch als von dem für ihn der Kapitalismus unverlegbar? Gewiß, es wird viel verlangt von den betreffenden Arbeitern. Boykott des englischen Seehandels von dem Boykott der Die Initiatoren in dieser Sache erachten die Schiffahrt für Eng- Wenn aber die Regierungen die Leute zum Striege einberufen englischen Schiffahrt. Die Hafenarbeiter sollen sich lands Achillesferie, meines Erachtens mit Recht, und darum wird würden, würden sie marschieren, alle, und sich schlagen auf Befcht, weigern, englische Schiffe zu beladen oder zu löschen. Das gegen diese Schiffahrt der Angriff gerichtet. auch wenn der Krieg nur in Herrschergelüften feinen Ursprung 3. Die Organisation und das Geld. Gewiß wäre hätte. So viel wird hier nicht verlangt, und der Zwed ist die Ver durch soll Englands Schiffahrtsmonopol gebrochen oder doch es besser, wenn die Organisation der Hafenarbeiter vollkommen wirklichung eines großen Gedankens", die Erreichung eines wenigstens bedroht werden, ein Monopol, das darauf beruht, daß die englische Handelsflotte in Registertons an der Welthandelsflotte mit wäre. Das ist aber für andre Aufgaben nötiger als für diese. Es„ Idealen Ziels"! giebt Dinge, die man berechnen, es giebt Dinge, die man wagen Zum Schluß noch eins: Genosse Müller spricht von der 55 Prozent participiert, während der Anteil Deutschlands nur 8,5, muß. Es ist eine große tiefe Sympathie bei den Völkern des Kon- Interessengemeinschaft des englischen und nicht- englischen der Frankreichs nur 4 und der Hollands gar nur 1,9 Proz. beträgt! Wie man bei einem solchen Größenverhältnis der Handelsflotte das parteien beider Länder gegenseitig in gemeinschaftlichem Widerstand I Li- Hung- Tichang war auch einmal der Held des Tages für das Obergewicht der englischen Seeschiffahrt brechen will, ist aus den gegen den Wucher am arbeitenden Volke und gegen die Vertiefung hurrapatriotische Deutschland. Damals, als er 1896 auf seiner von Genossen Vliegen gegebenen Zahlen einigermaßen unklar. Selbst der nationalen Gegensätze, die durch die herrschenden Klassen be- großen Reise auch Deutschland besuchte und nicht nur von dem Reichsnörgler im Sachsenwalde, sondern auch von dem Kaiser huldwenn es gelänge, Englands Handelsmarine für den Warenverkehr trieben wird. Deutschlands, Frankreichs und Hollands aus dem Felde zu schlagen, Und gleicherweise ersprießlich hat der Parteitag in den Fragen vollst empfangen wurde. Die Hurrapatrioten, die ja auch den bedeutete das doch nur eine relativ geringfügige Verschiebung der der östreichischen Socialpolitik gewirft; er hat die Kleinbürgerliche Prinzen Tschun nicht unangehocht lassen konnten, leisteten sich das jezigen Verhältnisse und keineswegs eine Verdrängung Englands Gewerbegesetzgebung zurückgewiesen und in der Arbeiterversicherungs- Unglaublichste im Kotau vor dem alten Staatsmann und die deutschen aus seiner überlegenen Position überhaupt. Gesetzgebung die kläglich unzureichenden Vorschläge der Regierung Industriellen überboten sich gleichfalls in in Demut ersterbender Aber die Handelsflotte der kontinentalen Länder würde ja durch Forderung einer ernsthaften Reform beantwortet. In den Huldigung vor dem Manne, von dessen Einfluß sie sich profitable Aufaußerdem durch eine solche Verdrängung der englischen Handels- mannigfaltigsten Angelegenheiten hat der Parteitag anregend und träge versprachen. Man froch förmlich vor dem„ Asiaten". Wilflotte schon deshalb keinen besonderen Vorteil haben, weil ja durch fördernd gewirkt. helm II. erwiderte die Ansprache Li- Hung- Tschangs auf das liebensden Boykott des englischen Seehandels den kontinentalen All das ist um so größer, als dieser östreichische Gesamt- würdigste und gab der Hoffnung Ausdruck, daß„ die in der VerSchiffen auch die Transportgelegenheit für diese Waren abgeschnitten parteitag der Parteitag zahlreicher Nationen ist, die sonst gangenheit erprobte, auf gleichen Interessen des Friedens und der wäre! An dem englischen Warentransport sind aber die fremden in Oestreich wild wider einander toben, aber hier in der Social- Kultur beruhende Freundschaft zwischen China und Deutschland Schiffe mit ca. 30 Broz. beteiligt! demokratie wundersam vereint am gleichen Werke schufen. Während... in Zukunft ungemindert fortbestehe". Wenige Monate der östreichische Staat im Streit der Nationalitäten verfällt, baut später„ pachtete" Deutschland Kiautschon, auf das es schon lange das Proletariat all dieser Nationen ein neues Oestreich. So hat ein Auge geworfen hatte. Li- Hung- Tschang als Menschenkenner denn diese östreichische Internationale vorbildlich die erhabene Auf- mochte auch gut genug gewußt haben, was diese Höflichkeiten gabe der großen Internationale der Proletarier des ganzen Erdballs bedeuteten, hatte er doch Bismard gegenüber erklärt, daß sein gelöst. eifrigstes Streben auf Schaffung einer modernen Militärmacht in Wir beglückwünschen unsre tapfere Bruder China gerichtet sei. partei zu den Erfolgen ihres Parteitages! Man sieht schon aus diesen wenigen Anmerkungen, daß die Schwierigkeiten des Boykotts denn doch unendlich größere, die Verhältnisse unendlich kompliziertere find, als die Initiatoren des Projektes zu ahnen scheinen. = Li- Hung- Tschaug. Li- Hung- Tschang wußte die Gefühle der Kulturnationen für feine Nation aljo richtig einzuschäßen; aber die Verhältnisse waren stärker als er, aus der patriarchalischen Litteratemnation, dem lockeren, decentralisierten Staatsgefüge vermochte er kein modernes, widerstandsfähiges Staatsgebilde zu schaffen. Um so weniger, als das unheil zu rasch über China hereinbrach. Die ,, orientalische Frage", = er bis Noch ein paar Worte über die voraussichtliche Haltung der englischen Arbeiter und der kontinentalen Bourgeoisie. Mit der thatkräftigen Solidarität der englischen Hafenarbeiter im Ernstfalle rechnet ja selbst Genosse Vliegen nicht. Und in der That ist es nur zu wahrscheinlich, daß die englischen Arbeiter, die ohnehin bisher feinen übermäßigen Kosmopolitismus bewiesen haben, in erster Linie daran denken werden, sich ihrer eignen Haut zu wehren, denn eine Diesmal war die Erkrankung des berühmten und in letzter Zeit Bedrohung der englischen Schiffahrt und des englischen etivas berüchtigten chinesischen Staatsmannes feine diplomatische Finte, Handels richtet sich zweifellos auch gegen fie. Und mit einigem die Meldung, daß der Achtzigjährige gestern seinen Leiden erzuges hat ihn sehr um den Ruhm gebracht, den Die Haltung Li- Hung- Tichangs während des China- Krenzs Recht werden die englischen Arbeiter fragen, warum denn gerade legen ist, macht aller sonst wohl gebotenen Stepfis ein Ende. Vor dahin vor dem europäischen Philistertum hatte. Man tonnie England das Versuchskarnickel für das internationale proletarische dem Eintreffen dieser Kunde mochte man freilich mit Recht an der es ihm nicht verzeihen, daß er sich als Chinese, als Vertreter Kriegsschlichtungs- Experiment sein soll, da doch alle übrigen wahrheit der Krankheitsnachrichten glauben, die gewöhnlich dann seiner mißhandelten Nation fühlte und den Mächten Länder imperialistische Naubpolitik treiben. Und die Bourgeoisie einzutreffen pflegten, went der greise Staatsmann cine wird, sobald sie dessen inne werden sollte, daß dieser Boykott sich unangenehme diplomatische Mission zu erledigen hatte und objektiv Denkenden wird das freilich nicht sein geringster Ruhmessoviel Schwierigkeiten bereitete, als ihm nur möglich war. Bei allen nicht allein gegen England, sondern gegen die imperialistische fie möglichst lange zu verschleppen trachtete. Diese Taktit des Ver- titel sein. China verliert in ihm jedenfalls nicht nur seinen zur Expansionspolitik überhaupt richtet, daß er mur einen ersten Versuch bedeutet, dem weitere proletarische zögerns, des Ausweichens und Lavierens war ja eine Hauptstärke Zeit bedeutendsten Staatsmann, sondern auch, trotz seiner persön Li- Hung- Tschangs, die er oft genug, in den beiden letzten Jahren lichen Mängel- Li- Hung- Tschang, der arme Litteratensohn, stirbt Machtproben jederzeit folgen können, jedenfalls auch auch ein noch den Khakimächten gegenüber, zu erproben Gelegenheit fand. als hundertfacher Millionär- einen Mann, der es im Innersten in Haar in der Sache finden und die Interessen des Neben dieser Eigenschaft, die ihm ja einer so vielgestaltenen Gegen seiner Art wohlmeinte mit seinem Vaterland. internationalen Kapitalismus über die momentanen Interessen ihrer Nebenbuhlerschaft gegen England stellen. Jedenfalls partei gegenüber, wie sie die Vertreter der Kreuzzugsparteien in China darstellten, die besten Dienste leistete, besaß Liwürden die Regierungen nicht ermangeln, englischen und einheimischen Hung Tschang freilich in jüngeren Jahren auch genügend Streitbrecher- Kolonnen jeden erdenklichen Schutz zu teil werden zu Energie, um sich aus niedriger Stellung zu der angesehensten Be- die durch Frankreichs Besetzung Mytilenes so plötzlich aufgerollt worden ist, hat inzwischen keine Verschiebung erfahren, höchstens Zum Schluß sei bemerkt, daß wir durch diese Andeutungen das amtenposition des Reiches emporzuarbeiten. Li- Hung- Tichang hatte eine ungemein rasche Carriere gemacht: infofern, als eine französische Flotte jetzt auch im Hafen von Shra, schwierige Problem keineswegs erschöpfend behandelt zu haben als der Sohn eines armen Literaten am 14. Februar 1821 in der einer Insel der Cykladen, vor Anker gegangen ist, also die glauben. Immerhin glauben wir auf einige Punkte hingewiefen zu Provinz Nganhui geboren, durchschritt er die normale Laufbahn des haben, die denn doch noch der gründlicheren Untersuchung durch die chinesischen Studenten, machte alle klassischen Prüfungen durch und ab- Absicht zu haben scheint, sich noch eines weiteren Faustpfandes zu Propagandisten der Boykottidee bedürfen. solvierte 1848 die berühmte Hanlin- Akademie., Bald darauf zeigte er bemächtigen. Aus Lesbos wird dagegen gemeldet, daß noch keine seine militärische Begabung und seine rücksichtslose Thatkraft, als Mannschaften ans Land gesetzt worden seien, daß also die Jufel der Aufstand der Taiping 1853 auch seine Heimatproving ergriffen einstweilen nur blockiert ist. Ueber Frankreichs Absichten liegt nach hatte. Er stellte sich an die Spige der militärischen Verteidigung wie vor vollständiges Dunkel. und vertrieb die Nebellen. Die Anerkennung seiner Leistungen blieb„ Echo de Paris" meldet, der Minister des Aeußern Delcassé nicht aus. Er wurde 1861 Oberrichter der Provinz Tichekiang, dann werde der Pforte eine angemessene Frist zur Beantwortung der Gouverneur der wichtigen Provinz Kiangsu, die er in einem mit großer von Frankreich erhobenen neuen Forderungen gewähren. Nach Tapferkeit geführten Feldzuge den den Rebellen entrissen hatte, und 1864 Generalgouverneur der beiden Kiang- Provinzen. Ablauf der Frist werde Caillard neue Befehle erhalten, Auch diesen Posten füüte er sehr zur Zufriedenheit der Machihaber in jedem Falle aber längere Zeit in den türkischen aus, daß ihm im Jahre 1870 die Stellung des Vicekönigs der Gewässern verbleiben. Das offiziöse östreichische Depeschenbureau meldet: Nach Provinz Petschili übertragen wurde. Er war gleichzeitig Generaldirektor des Handels der Nordprovinzen und Großkanzler des Empfang der letzten Mitteilung des fransischen Botschaftsrates Reiches, Ehrengouverneur der kaiserlichen Prinzen und der Leiter Bap it, in welcher die Forderungen Frankreichs aufgestellt wurden, aller Verhandlungen mit den europäischen Staaten. Alle Fäden der wandte sich die Pforte an die russische Botschaft um östlichen Diplomatie in seiner Hand vereinigend, übte er wie auf die Interstützung. Die letztere wies jedoch in ihrer Antwort auf innere Verwaltung so namentlich auf die auswärtigen Beziehungen die unbedingte Notwendigkeit der Erfüllung der französ des Reiches einen bedeutenden Einfluß aus. fischen Ansprüche hin. lassen. Politische Mebersicht. Berlin, den 7. November. Der Parteitag der östreichischen Socialdemokratie ist nach fünf Tagen ernster und gründlicher Beratungen am Mittwochabend geschlossen worden. Die deutsche Socialdemokratie, welche diese Beratungen der Bruderpartei in eifrigster Teilnahme begleitete, beglückwünscht nun die Genossen Oestreichs zu den erfreulichen und bedeutsamen Ergebnissen ihrer Arbeit. Die Socialdemokratie Oestreichs hat von neuem Zeugnis gegeben von jener leidenschaftlichen Thatenluft und jener hohen politischen Weisheit, durch welche sie in erstaunlichem Aufwuchs aus einer winzigen Gruppe zu dieser Partei geworden ist, die inmitten eines faulenden Staatswesens und inmitten eines fläglich verkommenden Parteiwesens der einzige Halt und die einzige Zuversicht des östreichischen Volkes und der östreichischen Kultur ist. Wir haben freudig gesehen, wie lebensfräftig diese Partei seit dem letzten Parteitage vor zwei Jahren gewachsen ist, wie hoch der Stand ihrer Beratungen in allen wichtigsten Problemen ist, welche die Fortbildung der socialistischen Doktrin und der politische Kampf an sie stellen. Unsre östreichischen Genossen haben ihr Programm erneuert, nicht indem sie irgendwelche Minderung der socialistischen Grundanschauungen vollzogen, sondern indem sie einige Geringfügigkeiten, die mit dem Verlaufe der Jahre bessernswürdig erschienen, besserten; ungehindert durch die Möglichkeit kleiner Mißverständnisse und Frrungen, gefestigt und einig im alten Ideal tragen sie die gute alte ' Fahne zu neuen Kämpfen. Der Parteitag hat ferner die Frage erörtert, die gegenwärtig alle Länder erregt. Er hat in den Problemen der Handels- und Zollpolitik aus dem Interesse der östreichischen Arbeiterklasse dieselbe Stellung eingenommen, die die deutsche Socialdemokratie im Interesse der deutschen Arbeiterklasse inne hat; und so stützen sich die BruderLassalles Briefe an Mary. Lieber Marg! Flotte, die Erschließung Koreas vermochte er freilich auch den Europäern, so 1883-84 als Säfen durch Frankreich und Rußland schlägt das Blatt der engli und Im Innern des Herzens stets Stockchinese, war er doch dem Verkehr mit den Fremden, soweit er ihn als unvermeidlich und unIm Gegenteil, Rußland scheine eher zu beabsichtigen, mit entbehrlich erkannt hatte, keineswegs abhold, ja er führte mit ihrer Frankreich, allerdings zu seinem eignen Vorteil, zu kooperieren. Daily Expreß" versichert, Ruhland werde versuchen, im Hilfe zahlreiche Reformen durch; die Aufstellung eines teilweise europäisch ausgebildeten Herres, die Anjäge zu einer modernen französisch- türkischen Konflikt einzugreifen und wolle den Hafen waren sein Werk. Dabei von Teuthero besetzen. Als Antwort auf die Besetzung von Oberbefehlshaber der Truppen an der Grenze von Tongking schen Regierung vor, die Insel Lemnos durch das Geschwader Leiter der wirksamen diplomatischen Verhandlungen, Widerstand entgegenzusetzen. Nach dem unglücklichen Ausgang des des Prinzen von Battenberg besezen zu lassen. Strieges mit Japan wurde er als Friedensunterhändler nach Japan Ein Telegramm aus Mitylene meldet, daß Admiral Caillard die entsandt, wo er in Schimonoseki am 23. März 1895 von einem Bollämter von Mitylene, ohne auf Widerstand zu stoßen, besetzt hat. 1896 An die Mächte ist eine Cirkularnote versandt worden, in welcher Fanatiker durch einen Pistolenschuß verwundet wurde. wurde er als Vertreter Chinas zur Krömung des russischen entsprechend den Erklärungen, die Minister Delcassé in der Kammer Kaisers nach Moskau entsandt und machte von dort aus eine gegeben hat, die Absichten Frankreichs dargelegt werden. Aus den Reise durch die europäischen Hauptländer und Nordamerika. Zur bereits eingelaufenen Antworten der Mächte ergiebt sich, daß die Zeit des Boreraufstandes von 1900 weilte er als Vicefönig der beiden Kwang- Provinzen im Süden des Reiches und folgte, als die Note überall gut aufgenommen worden ist. Mächte Peking erobert hatten und der Hof geflüchtet war, nur un- Die Mächte verfolgen in der That mit großer Aufmerksamkeit gern dem Befehle, zusammen mit dem Prinzen Tsching Unterhand- die im ägäischen Meere sich entwickelnden Ereignisse. Eine russische lungen mit den Mächten zu führen. Escadre anfert im Hafen von Smyrna, während die englische wie oft würden mich nicht länger dieser Gefahr aussehen, und hartuädig wegblieben. Du hast nicht Begriff noch Vorstellung, was ich alles für diese Leute that, litt, sakrificierte.") Dank hatte ich nie gehofft, und werde es nie, aber so starker Undant überwältigt stets im ersten Kurz, mein Haus war ihre Burg und ihr Wall. Ich stand Augenblick. Kamen fie in Geldnot, so tamen sie zu mir, suchten immerfort für sie, für jeden von ihnen, bei jedem Aulaß ein. und fanden stets Hilfe. Ich gab fast immer viel mehr, als ich Polizei und Oberprofurator haben mir nie etwas anhaben können. konnte, gab mit den allergrößten Opfern, aber ich gab, weil Aber man wußte mir auf andre Weise beizukommen. Meine be weniger nicht half, und weil ich immer lieber mich über- ständige Verbindung mit dem Proletariat brachte alle Bureaukratie bürden und häufig in ganz extreme Lage versetzen wollte, Düsseldorfs und des Rheinlands zur Wut und zur Rache verlor als diesen Leuten nicht helfen, von denen ich mir fagte, ich allen und jeden der Civilprozesse der Gräfin, bis die Aussicht Du schreibst aber noch, Du könntest mir nur diesen Zettel daß sie weniger Ressourcen haben. Ich trieb dies häufig bis immer dunkler und der Wutstrom in mir, der mich zu ersticken schicken, der Dir gehörte;„ die offiziellen Auflagen gegen Dich( mich) darunter die Aussage einer Arbeiterdeputation von Düsseldorf, be- ur größesten Gewissenlosigkeit gegen mich selbst, und zumal gegen drohte, immer dicker, geronnener wurde. Das wußten und verstanden finden sich in den Bundesakten". die Gräfin, die mir doch so sehr am Herzen lag und mit deren natürlich die Arbeiter nicht einmal. -Nicht einmal diesen offiziellen chicial ich doch chargiert war. Hatten fie leberwürfnisse mit Ich legte rahig eins zum andern, fraß mir innerlich das Herz Anklagen geglaubt zu haben, das rechneſt Du Dir offenbar hoch an, der Polizei, so kamen sie zu mir und ich nahm sie unter den ab, litt und schwieg! Hätte ich Düsseldorf allein auf dem Buckel gehabt! und findest es sehr geeignet zu beweisen, daß Du überhaupt nicht Schuß meiner Flügel. Ich stürzte zum Polizeidirektor und erledigte Während des Kommunistenprozeſſes( von der Verhaftung ab) waren mißtrauisch oder doch nicht gegen mich, seiest. durch Drohungen, die ich keinem andern geraten meine hierfür gebrachten finanziellen Opfer und meine eigne Misere so D'abord,*) was diese offiziellen Anklagen betrifft, von denen ich hätte, ihre Differenzen. Stamen fie ins Gefängnis, forgte ich groß, daß ich, wie häufig!-mir das Geld immer erst wo borgen heut zum erstenmal in meinem Leben höre, woher nimmst Du Alle und alles hatte die Reaktion überflutet, ich denn das hochtönende Wort„ offizielle Anklagen" für feige, gemeine venn nötig für ihre Verteidigung und ernährte inzwischen ihre mußte, daß ich infolge desselben allmonatlich, und auch noch extraDenunziationen, die sich stets nur hinter meinem Rücken gehalten haben Familien. Handelte es sich drum, ein selbständiges Etablissement ordinär, herschoß. und mir nie in irgend welcher Form mitgeteilt worden sind? Erst für welche von ihnen zu begründen, lief ich so lange herum, allein stand, wie eine Mauer und ein Wall, alles tragend, was man bis das Geld aufgebracht war, stets selbst gebend alles, von mir getragen wünschte. die Mitteilung macht aus der Denunziation eine Anklage, juristisch was erforderlich war und nicht aufgebracht werden konnte. Und daß nun bei alledem und während alledem gar noch welche wie im gewöhnlichen Sinne. Das Wort: offizielle Anklage" ist sehr Mein Haus war ihr Asyl das ganze Jahr. Jeder, der in Werden von diesen Leuten hingingen und mich denunzierten komisch, sehr lächerlich für Verleumdungen, die einem immer im Rüden geblieben, nie bekannt geworden sind, die man nicht einmal entſprang, jeder, der sonst von ihnen fortgebracht werden sollte, curieux!!*) Ich weiß nicht, warum ich gerade heut in so kindischer ahut. War es guter Wille von Dir, nicht daran zu glauben? Oder wurde in mein Haus gebracht, dort mit der größten Kriminal- Lanne vin, daß mir solche Dinge wehthun. war es allerordinärste Pflicht und Schuldigkeit, so lange an solches gefahr für mich und die Gräfin tagelang gehütet, mit Pferd und Zeug nicht zu glauben, bis ich darüber gehört worden sei? Und Wagen nach Holland gesandt 2c. Für alle war ich stets zu Rat wenn es nur solche allerordinärste Pflicht und Schuldigkeit war, von und That da, nicht etwa bloß für Lieblinge. der Du gar nicht abweichen durftest, so beweist dieser Fall wieder Sonntags sammelten sie sich, so oft sie wollten, und sehr häufig, gesellschaftlich bei mir. Handelte es sich, Bücher unter den nicht, was Du damit darthun willst. wozu also Arbeitern des ganzen Regierungsbezirks zu verbreiten auch das Wupperthal- ließ ich auf ihren Wunsch von meinem Buchhändler für 70 Thaler Bücher kommen, die ich natürlich nie wieder bekam, und übergab sie ihnen. Jede Neujahrsnacht feierte ich mit ihnen, ihnen Reden über die geschichtliche Entwicklung des Jahres und seinen Es war sehr schön von Dir, daß Du mir so schnell geantwortet Gesamtinhalt baltend. Lange Zeit hindurch hatte ich ihnen die Zeit der heftigsten Reaktion hindurch trotz der wütendsten hast, obgleich ich Dich so lange hatte warten lassen. Mit Bedauern Drohungen der Polizei, die auch immer bei diesen Vorlesungen, so und höre ich, daß Dein Leberleiden immer noch fortdauert, aber lachen so viel Mann hoch, meinem Hause gegenüber in den Büschen lag mußte ich über diesen Vorzug der Vornehmheit, den die Gicht bei in meinem Hause Vorträge über die sociale Entwicklung seit 1789 den Engländern genießt. Bon!**) Wenn die englische Gesellschaft tros aller Wut und aller Drohungen der Polizei gehalten, bis die Gicht so vornehm findet, so hätte ich nichts dagegen, der dortigen gegen meinen Willen die Arbeiter erklärten, fic fönnten und *) Das ist merkwürdig. ** Wohlan! Vor allem aber muß ich hier eine Einschaltung machen. Also Düsseldorfer Arbeiter haben mich angeklagt? Es ist mir das sehr, sehr neu zu hören. Morgen wird es wieder vergessen und so gleichgültig sein wie alles andre. Aber heut macht es mir einigen Effekt. Voilà Erinnerst Du Dich der Phrase aus dem Homer: Einem wie ein helfender Gott erscheinen? Wenn je auf wen, so traf diese Phrase wörtlich auf mein Verhältnis zu den Düsseldorfer Arbeitern während neun Jahren zu, von 1848 bis 1857, wo ich von pourquoi!**) dort fortging. *) Zunächst. **) Und zwar aus folgendem Grunde. *) Offerte. Sonnabends, durch ceci est Jch grüße Dich und Deine liebe Frau aufs herzlichste und bleibe Euer F. Lassalle. ( Vom 11. März 1860.) Lieber Freund! Aachen, 11. Sept.( 1860). Hotel Dremel. * Deutsches Reich. Der Wuchertarif. Mittelmeer Floire unter dem Prinzen von Battenberg fich| Der neue Antrag 1ollte eine progressive Umsatzsteuer für solche seiner Zeit von der Kammer genehmigt worden. Es herrscht über Beyrut nähert; eine griechische Schiffsdivision besuchte erst vor Großgeschäfte schaffen, die ihre Waren unmittelbar an die Vers diesen Beschluß des Budgetausschusses in Marinetreifengroße braucher absetzen( Warenhäuser, Bazare, Konsumvereine, Filial Aufregung. wenigen Tagen Mytilene und Smyrna. Afien. geschäfte usw.). Der Antrag hat den ganzen Sommer und Herbst auf der Tagesordnung gestanden, seiner Erledigung ist man aber Rußland und Japan in Korea. Wie die„ Times" aus Tokio immer aus dem Wege gegangen. Außer dem Antisemiten vom 31. v. Mts. melden, überwies Korea an Japan ein Gebiet Raab sprach diesmal nur noch ein Redner für den An Landes von 650 Acres bei Chapofpo in der Nähe von Masampo zu trag. Der Senatskommissar, Bürgermeister Dr. Möndeberg. einer besonderen Niederlassung, welche von Japan verwaltet werden stellte sich auf den Standpunkt, daß nach der Reichs- Gewerbe- wird. Dieser Landstrich war früher von einem russischen KriegsOrdnung die Einführung der gewünschten Umsatzsteuer überhaupt schiff vermessen und abgesteckt worden. Das Verbot Koreas gegen gefeßlich unzulässig sei. Unser Genosse Stolten trat ebenfalls die Getreide Ausfuhr wurde mit Rücksicht auf die Vorstellungen mit Entschiedenheit gegen den Antrag ein. Es fand namentliche Japans zurückgezogen. Abstimmung über den Antrag statt. Derselbe fiel mit 75 Stimmen gegen 31 Stimmten, während im Jahre 1898 nur eine schwache Majorität gegen den damaligen Antrag aufgebracht war. Am 12. November soll im Plenum des Bundesrats, so wird mit geteilt, die von dem Bundesratsausschusse vertretene Zolltarif- Vorlage zur Verhandlung stehen. Da hierbei keinerlei erhebliche Auseinandersetzungen mehr zu erwarten sind, so erscheint nunmehr gesichert, daß die Reichsregierung ihre Absicht auszuführen in der Lage sein wird, die Vorlage dem Reichstage sofort bei seinem Bufammentritt zugehen zu lassen. So löblich diese Absicht der Freis. 3tg." ist, so wird man doch gut thun, sich in dieser Frage vorläufig offene Hand zu wahren. Wir werden diejenige Beratungsmethode unterstützen, die uns am geeignetsten erscheinen wird, die möglichste Gründlichkeit der Beratungen zu sichern..Der zweite Hunnenprozek. Stuttgart, 7. November.( Privat- Telegramm des„ Vorwärts".) Vor dem hiesigen Landgericht wurde heute gegen den Genoffen Heymann wegen Beleidigung des ostasiatischen Expeditionscorps verhandelt. Die Beleidigung soll durch ein Gedicht im Wahren Jakob", dessen Redacteur Heymann ist, begangen worden sein. Das Gericht erkannte auf eine Geldstrafe von 200 m. " Ausland. de gegen das Postenstehen Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. = In den Blättern der bürgerlichen Parteien wird gegenwärtig Tebhaft darüber diskutiert, ob diejenigen Abschnitte des Zolltarifs, welche die Getreidezölle betreffen, nach der ersten Lesung nicht in die Um das Recht des Streifpostenftchens. 34. Gigung vom Donnerstag, den 7. November, London, 3. Nov.( Eig. Ber.) Das Parlamentarische Komitee Kommissionsberatung gehen, sondern ohne diese im Plenum zur nachmittags 5 Uhr. 3veiten Beratung gestellt werden sollen. Die Freifinnige Zeitung" Entschluß gefaßt, einen Teil der Kongreß- Resolution, betreffend den hans eröffnet. des Trades- Unions Rongresses hat vorige Woche den Die Sigung wird um 1/26 Uhr vom Vorsteher Dr. Langers wird in diesem von ihr ausgegangenen Vorschlage durch die Lords- Entscheid in Sachen der Taffthalbahn, auszuführen und ein Zubächst werden einige Wahlen vorgenommen. Zu wählen agrarische Bresse unterstützt. Diese lettere befürchtet, daß durch Urteil über die Rechtmäßigkeit des Postenstehens( Bidt ling) ist je ein Mitglied in die Grundeigentums- und in die Park ( Picktling) Kommissionsberatung eine feste Mehrheit für einen Kornzolljak ge- zu provozieren. Wie der„ Vorwärts" in feinen Berichten deputation. Gewählt werden die Stadtvv. Ecard( A. 2.) mit schaffen werden wird und dadurch die weitergehenden Zollforderungen über den englischen Geiverkschaftskongreß mitteilte, hat 57 Stimmien( gegen Hamann( N. L.) mit 24) und Stapf( A. L.) mit des Bündlertums nicht genügend zur Geltung kommen; das liberale die Textilfirma Bannister Brothers und Moore in Blackburn 55( gegen Fasquel( R. L.) mit 28). Blatt verfolgt dagegen die Absicht, ausführliche Verhandlungen einen provisorischen Einhaltbefehl Stadtv. Wallach berichtet sodann über die AusschußAm 3., 17. und 24. Sep- verhandlungen in Sachen des mit der Großen Berliner über alle Punkte des Bolltarifs vor der Oeffentlichkeit zu der streikenden Tertilarbeiter erhalten. tember fanden in dieser Sache Gerichtsverhandlungen Straßenbahn getroffenen Abkommens wegen ermöglichen. haltsbefehle führten. Liverpool statt, die zu einer vorläufigen Bestätigung des EinEinstellung des Accumulatorenbetriebes. Die Kläger behaupteten, die Streifenden hätten Geldsummen aus dem gemeinsamen Gewerkschaftsfonds Der Ausschuß, der unter Vorsitz von Singer getagt hat, ist den Arbeitswilligen angeboten, um sie zur Niederlegung der mit 7 gegen 6 Stimmen zu dem Schlusse gekommen, die von der 20 000 m. Entschädigung für für die Arbeit zu veranlassen; ferner, daß sie im Namen der Gewertschaft Großen" angebotenen an das Publikum um Unterstützung appelliert hätten. Die Kläger Einwilligung in den Verzicht auf die in Betracht kommienden verlangten deshalb, das Gericht möchte den Streikenden verstädtischen Vertragsrechte anzunehmen und die Zustimmung Anlagen Herstellung der zu empfehlen, die durch bieten:( A) das Postenstehen vor oder neben den Fabriken, zur und Arbeitswilligen die Einstellung des Accumulatorenbetriebs nötig werden. Die diese Gebäuden, Häusern der Unternehmer niederlegung, außer zur Erteilung von Informationen;( B) Hand- wird von der Mehrheit mit dem Magistrat als eine„ landespolizeizweds Arbeitsverhinderung oder Ueberredung derselben zur Arbeits- Einstellung defretierende Kabinettsorder vom 26. September 1900 lungen zu unternehmen, die eine Veranlassung zum Vertragsbruch, liche Verfügung" betrachtet. oder zur Verschwörung in sich schlössen. Die Streifenden bestritten Stadtv. Rosenow erneuert seinen Protest gegen diese Aufdie Behauptungen der Kläger und erklärten, sie hätten nur Posten fassung. Wenn es sich nicht um eine Kabinettsorder handle, die, gestanden, um den Arbeitswilligen Informationen über die Er Maßnahme auch nicht auf das Kleinbahngesetz gestigt werden flärung und den Verlauf des Streits zu erteilen. Die Richter könne, so könne auch der Polizeipräsident nicht einseitig eines bestimmten Betriebes, den der in diesem Einführung Erklärungen An die Von der Oeffentlichkeit der Militärgerichte. Aus Kiel schlossen sich zwar insofern er Oberleitungsbetriebes dekretieren; habe damit wird uns vom 6. November berichtet: Vor dem Kriegsgericht des geklagten an, indem sie annahmen, daß die Pickets sich Fall des 1. Geschwaders hatte sich heute der Storvetten- Stapitän v. Coghausen, weder des Vertragsbruchs noch der Verschwörung schuldig gemacht feine Befugnisse zweifellos überschritten. Die Gesellschaft ihrerseits habe nun unter völliger Mißachtung des mit der Stadt geschlossenen der Kommandant des Krenzers" Wacht", wegen des unter seiner haben, erteilten aber trotz alledem den Einhaltsbefehl A. Führung erfolgten Untergangs des Schiffes zu verantworten. Die Die Streifenden wandten sich sodann an das Parlamentarische Vertrages einfach das Ergänzungsverfahren behufs zwvangsun diesen Picketing weiser Erlangung der Zustimmung der Stadtgemeinde be Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit an Bord Komitee des Trades- Unions- Kongresses, des im hiesigen Kriegshafen liegenden Linienschiffes.„ Kaiser fall vor allen Instanzen ausfechten zu lassen. Nach einer antragt; angesichts dieses Umstandes besteht er auf seinem Wilhelm II." statt. Den Berichterstattern der Presse wurde sogar genanten Untersuchung Komitee zur früheren Antrag, die vorgeschlagene Einigung und die Vorlage abdes Falles kam das Komitee daß die streikenden Arbeiter von Black zulehnen und ruhig, auch auf die Gefahr hin, daß die Stadt gar zur Teilnahme an der Verkündigung des Urteils vom Gerichtsherrn Ueberzeugung, des 1. Geschwadergerichts, Konter- Admiral v. Prittwig und Geffron, bun das Posienstehen in der bisher üblichen und unbeanstandeten nichts, auch nicht diese Bagatelle von 20000 M., bekomme, den der Zutritt verweigert, unter Hinweis auf die dem Gericht an Bord Weise ausgeführt und feine strafbare Handlung begangen Ausgang des Ergänzungsverfahrens abzuwarten. zur Verfügung stehenden beschränkten Räumlichkeiten. Bisher haben haben. Das Komitee beschloß deshalb, im Sinne der auf Es wird nach dem Ausschußantrage beschlossen. Die Vorlage betr. die Höhe der den Anliegern der Boghagenerdie Verhandlungen der Marine- Kriegsgerichte stets in dem zu diesem den Kongresse in Swansea gefaßten Resolution zu handeln Zweck erst kürzlich noch vergrößerten Gebäude in der Stadt statt- und den Prozeß auf Kosten der dort vertreten gewesenen straße zwischen Frankfurter Allee und Warschauerstraße für Abgefunden. Jetzt scheint man ein bequemes Mittel entdeckt zu haben, Gewerkschaften auszufechten. Allerdings mit dem Unterschiede, tretung der zur Straßenfreilegung erforderlichen Terrains zu zahlenden, um auch noch die geringen im Gesetz vorgesehenen Garantien der daß anstatt der ursprünglich beschlossenen 5 Schilling pro Beiträge gelangt nach den Vorschlägen des Magistrats zur Au Oeffentlichkeit des Verfahrens in Frage zu stellen. 1000 Mitglieder jetzt 20 Schilling( 1 Pfund Sterling) zu diesem nahme. Am 9. Oftober d. J. hat der Ausschuß für die Vorberatung der Zwecke verlangt werden. Man sah doch ein, daß man sich verrechnet hatte. Anträge Singer betreffend die Majestätsbeleidigungs- Prozeß vor einem Kriegsgericht. Wohnungsnot und die im Wohnungswesen bestehenden Fünf Jahre Gefängnis wegen einer Majestätsbeleidigung verMiststände hängte das Kriegsgericht in Köln über den Militärgefangenen Wien, 7. November. Abgeordnetenhaus. In Beant- seine Arbeiten beendet. Bereits am 29. April hatte er auf Grund Engels. Der Angeklagte war wegen gleichen Vergehens wortung mehrerer Interpellationen wegen der Vorgänge an von Anträgen der Stadtvv. Haberland( A. 2.) und Mommsen mit bereits mit drei Jahren vorbestraft. Also acht Jahre Ge- der Innsbrucker Universität erklärt Unterrichtsminister 6 gegen 4 Stimmen bei einer Stimmenthaltung beschlossen, der Verfängnis wegen Aeußerungen, bei dessen Urheber man nur Un- Dr. v. Hartet: Die Regierung habe seit Jahren gesucht, durch sammlung zu empfehlen: zurechnungsfähigteit annehmen kann. Oder sollte wirklich die in Ausführung eines einstimmigen Beschlusses des Tiroler Landtages eingeführten italienischen Parallelkurse der juristischen der Fakultät. ursprüngliche Charakter Innsbrucker Universität nicht berührt werden konnte, dem Bedürfnis der italienischen Jugend nach Vorlesungen in ihrer Muttersprache zu entsprechen und durch Herauziehung italienischer Lehrkräfte die Vorbedingungen für die Errichtung einer selbständigen italienischen Fakultät zu schaffen, deren Juslebentreten der Beratung der Ein Trupp von 30 Militärgefangenen ist dieser Tage aus akademischen Behörden der Innsbrucker Universität anheim gestellt der Strafanstalt in Köln nach dem Festungsgefängnis in werden sollte. Wenn die dabei gehegten Voraussetzungen, wie es Spandau übergeführt worden. Diese Ueberführung wurde, nach nach den jüngsten Vorgängen den Anschein habe, nicht zutreffen, der Volks- 3ig." bewerkstelligt wegen Ueberfüllung des Kölner werde es Pflicht der Regierung sein, in andrer Weise für das Militärgefängnisses, welches in lezter Beit einen starken Zuwachs Studium der italienischen Jugend zu sorgen; die Regierung werde durch die aus China zurückgekehrten bestraften Mannschaften nicht anstehen, in diesem Falle die verfassungsmäßige Zustimmung erhalten hat. des Reichsrates einzuholen. Die von dem Alldeutschen Berger, Umsatzstener in Samburg. Die Hamburger Bürgerschaft hatte beantragte Eröffnung der Debatte über die Antwort des Ministers in ihrer letzten Sigung wieder einmal eine Umsatzsteuer- Debatte. wird abgelehnt. Die drei Antisemiten der Bürgerschaft haben vor längerer Zeit einen Antrag auf Erlaß eines Umsatzsteuer- Gesetzes gestellt, nachdem im Paris, 7. November. Der Budget- Ausschuß strich die Kredite Jahre 1898 schon einmal ein solcher Antrag, den damals zum Bau von drei Panzerschiffen, die im Jahre 1902 zur Ausder einzige Antisemit Raab gestellt hatte, abgelehnt war. führung gelangen sollten. Der Bau dieser Fahrzeuge war bereits Und wenn Der Mann bei vollem Verstande nach der ersten Strafe abermals eine jahrelange Gefängnisstrafe riskieren? er die Aeußerungen mit Bedacht gethan hat, wie vermag das Gericht anzunchmen, daß durch einen solchen Menschen irgend jemand beleidigt werden könnte? durch Oestreich- Ungern. welche dcr Frankreich. Aristokratie das Monopol darauf zu übertragen!- Uebrigens gar nicht geschrieben hättest. Denn englische Blätter liest man fühle ich mich heut viel besser. Und ob dies nun nur ein vorüber bei uns nicht, und siehst Du, von unsren deutschen Zeitungen wird gehendes Luftschnappen sein mag, ob ein Zeichen endlich eintretender auch keine einzige davon Notiz nehmen, keine einzige auch nur Heilung, wozu es wahrhaftig Zeit wäre, will ich jedenfalls diesen ein armseliges Wörtchen davon bringen! Sie werden sich hitten! günstigen Tag benutzen, um Dir ausführlich zu antworten. Was Und unsre liberalen Blätter amt allermeisten. Wo werden denn diese das Schicksal Deines Prozesses**) anlangt. so wundert mich mur. Kalbsköpfe ein Wörtchen gegen ihr heiligstes Palladium, den„ preußidaß Du Dich einigermaßen darüber gewundert zu haben scheinst! schen Richterstand" bringen, bei deffen bloßer Erwähmmg fie vor EntVielleicht erinnerst Du Dich jetzt des Briefes, den ich Dir gleich anzücken schnalzen- sie sprechen schon das Wort nie anders als mit zwei fänglich in Bezug auf Deine Absicht zu klagen schrieb, und bist Bausbacken ans- und vor Respekt mit dem Kopf auf die Erde schlagen! jegt weniger verwundert über denselben als damals. Du schreibst, O, gar nichts werden sie davon bringen, es von der Donau bis in wüßtest Du, daß es von den Richtern abhängt bei zum Rhein und soweit sonst nur immer die deutsche Zunge reicht", uns, ob ein Individuum es überhaupt mir bis zum Prozesse ruhig totschweigen! Was ist gegen diese Preßverschwörung zu bringen kann! Lieber! was habe ich Dir neulich einmal Ünrecht machen? O, unsre Polizei ist, man sage, was man will, noch immer gethan, als ich in einem meiner Briefe sagte, daß Du zu schwarz ein viel liberaleres Justitut als unsre Presse! Es ist hilf siehst! Ich schlage ganz reuig an meine Brust und nehme das gänzlich Himmel! ich weiß wirklich keinen andern Ausdruck für sie zurück. Die preußische Justiz wenigstens scheinst Du bisher in einem die reine-! noch viel zu rosigen Licht betrachtet zu haben! Da habe ich noch ganz Wie ist gegen dieses interessierte Stillschweigen, gegen diese stillandre Erfahrungen an diesen Burschen gemacht, noch ganz anders schweigende Verschwörung aller aufzukommen? Pas possible!*) Bon starke Beweise für diesen Satz, und noch ganz anders starke Fälle Gewissen und Scham haben sie feinen Rest mehr! Was nicht in überhaupt an ihnen erlebt, und zwar zu dreimal drei Dutzenden ihren interessierten Stram paßt darüber memento mori.**) Gin und in Straf, wie besonders sogar in reinen Civilprozessen, Dinge Trappist kann nicht stuminer sein. D, als es noch eine Cenfur gab, erlebt, über die wahrscheinlich Dein Justizrat, wenn er sie erführe, und alles bei uns noch naiv war, es war eine goldene Zeit danicht nur die Hände, sondern wie mir dies selbst ergangen, auch die gegen! Jetzt ist der Polizeigeist und der gemeinste Servilismus in Beine sogar vor Verwunderung über dem Kopf zusammenschlagen die Presse selbst übergegangen, und es bedarf freilich keiner Polizei mehr gegen fic, was sie die neue Preßfreiheit" nennen. würde! " es ist Wenn Uf! Ich muß die Erinnerung daran gewaltsam unterdrücken. es einer einfällt, dennoch von Deinen Darstellungen Denn wenn ich an diesen zehnjährigen täglichen Justizmord irgend eine Notiz zu nehmen, so wird es schlimmer sein, als dente, den ich erlebt habe, so zittert es mir wie Blutwellen vor den wenn dies nicht geschehen wäre. Denn man wird Dich etwas Augen, und es ist mir, als ob mich ein Wutstrom ersticken wollte. sagen lassen, was Du gar nicht gesagt hast, wie das zum Run, ich habe das alles lange bewältigt und niedergelebt, es ist Beispiel neulich die Volkszeitung" in Bezug auf meinen Dir beBeit genug seitdem verflossen, um falt darüber zu werden, aber fannten Auffaz in den Demokratischen Studien***) fertig gebracht hat, nie wölbt sich meine Lippe zu einem Lächeln tieferer Verachtung, etwas was dem Gegenteil davon sehr ähnlich war. als wenn ich von Richter und Recht bei uns sprechen höre. Galeerensträflinge scheinen mir sehr ehrenwerte Leute im Verhältnis zu unsren Richtern zu sein. Nun aber, Du wirst sie fassen dafür, schreibst Du!" Jedenfalls sagst Du, liefern mir die Preußen so ein Material in die Hand, dessen angenehme Folgen in der Londoner F. Lassalle. Presse sie bald merken sollen!" Nein, lieber Freund, sie werden gar NB. Es wäre sehr schön, wenn ich in Aachen noch eine Antnichts merfen. Zwar zweifle ich nicht, daß Du sie in der Londoner wort empfinge. Bis zum 18. bin ich jedenfalls hier, vielleicht länger; Presse darstellen und vernichten wirst. Aber merken werden bin ich fort, wird sie nachgeschickt. sie nichts davon, gar nichts, es wird sein, als wenn Du Dich und die Deinigen herzlich grüßend Dein *) Unmöglich! **) Gegen die„ National- Zeitung", die Karl Voigts Verleumdungen nachgedruckt hatte. **) Totschweigen. ***) Fichtes Politisches Vermächtnis". Den Magistrat zu ersuchen, ihr baldmöglichst eine Vorlage zu machen zwecks Errichtung von Wohnhäusern zur Vermietung von kleinen Wohnungen an von der Stadt beschäftigte Arbeiter und Beamte. Am 5. Juni verhandelte der Ausschuß über den noch rückständigen Antrag III Singer: Ferner empfiehlt die Versammlung: a) Die Errichtung eines städtischen Wohnungsamtes, welchem die statistische Beobachtung und schnelle Veröffent lichung aller Vorgänge auf dem Gebiete des Wohnungswesens und des Wohnungsmarktes zur Aufgabe gestellt und dem ein unentgeltlicher Wohnungsnachweis für leinere Wohnungen angegliedert wird; räume bon b) mit dem fönigl. Polizeipräsidium in Verbindung zu treten, um den Erlaß einer Polizeiverordnung, durch welche hygienische Minimalforderungen für Wohnvorgeschrieben werden, und Anstellung Wohnungsinspektoren herbeizuführen. Dieser Antrag, gegen den im Ausschuß auch der Oberbürger meister sich ausgesprochen hatte, fand vor der Ausschußmehrheit keine Gnade, nicht einmal in der abgeschwächten Fassung: " Den Magistrat zu ersuchen, die Errichtung eines Wohnungsamtes, eines unentgeltlichen Wohnungsnachweises und von Wohnungsinspektionen in Erwägung zu ziehen." Dagegen nahm man mit 7 gegen 2 Stimmen einen Antrag Haberland an: Die Versammlung ersucht den Magistrat, dafür Sorge zu tragen, daß die statistischen Beobachtungen auf dem Gebiete des Wohnungswesens derart erweitert worden, daß möglichst alljährlich ein genaues Bild über die Wohnungsverhältnisse gewonnen wird. Nach den Ferien hat der Ausschuß am 2. Oktober zunächst beschlossen, zu empfehlen, die Petition des Gemeinnügigen Bauvereins zu Schöneberg: " Zum Zwecke der Herstellung von Wohnungen und Ueberlassung derselben an die Mitglieder gegen billige Vergütung und zu dauerndem Mietbesiß, der nur nach Maßgabe der von dem Aufsichtsrat der Genossenschaft festgestellten Bedingungen kündBoden bar ist, Grund und im westlichen, nordwest= lichen oder südwestlichen Teile des Stadtgebiets oder am Ringbahnhof Wilmersdorf Friedenau in Erbbaupacht oder zu solchen Bedingungen, die einer Genossenschaft einzuhalten möglich find aüberlassen zu wollen," dem Magistrat zu überweisen. 0 Sodann ist der Antrag IV Singer beraten worden: Die Versammlung ersucht den Magistrat um eine Vorlage, durch welche die Grundsteuer- Ordnung vom 2. Januar 1897 aufgehoben und an deren Stelle eine Besteuerung der bebauten und unbebauten Grundstücke nach dem gemeinen Wert eingeführt wird. Der Antrag wurde mit 7 gegen 5 Stimmen abgelehnt und es soll lediglich dem Magistrat zur Erwägung gegeben werden, daß die unbebauten Grundstücke wirksamer als bisher, vielleicht im Wege der Besteuerung nach dem gemeinen Wert, herangezogen werden. Schließlich hat der Ausschuß am 9. d. M. den Antrag Singer vom 10. September: Den Magistrat zu ersuchen, das Gelände der ehemaligen Stralauer Wasserwerke für Errichtung kleiner Wohnungen bereit zu stellen und die Bebauung dieses Terrains unter den im Versammlungsbeschluß vom 22. März festgesezten Bedingungen schnellmöglichst in die Wege zu leiten", auch in einer von dem Antragsteller modifizierten. Fassung mit 7 gegen 6 Stimmen ebenfalls abgelehnt und einem Antrag MomsenHaberland zufolge vorgeschlagen: Den Magistrat zu ersuchen, bei Ausführung des Beschlusses bom 22. März( Unterstützung gemeinnütziger Baugesellschaften) auch das im städtischen Besitz befindliche Gelände der ehemaligen Stralauer Wasserwerke mit in Rücksicht zu ziehen. Bu heutigen Verhandlung haben die Stadtvv. Auguftin und haben lange geschwankt, ob wir diefen Antrag unterstützen sollen. I regelmäßige Lohnzahlung, bei Accordarbeit nicht ausreichende Bes Gensifen die Anträge Singer III und IV unverändert Unser ursprünglicher Antrag auf schleunige Bereitstellung dieses schäftigung usw. Die Kündigungsfrist ist eine 14 tägige; fie fann durch gegenwieder eingebracht; außerdem beantragen sie zu dem Ausschuß- Terrains für die Errichtung Kleiner städtischer Wohnungen hatte antrag betr. die Schaffung von Wohnungen für städtische Arbeiter gerade den Zweck, die Parzellierung des Terrains durch die Privats feitige Vereinbarung ausgeschlossen werden. Wenn Kündigungsund Beamte folgenden Zusat: ipekulation zu verhindern. Wir werden uns mit voller Wucht und fristen bestehen, müssen sie für beide Teile gleich sein. In den Mietsverträgen ist eine vierteljährliche Kündigungs- Rücksichtslosigkeit für eine Besserung der Wohnungsverhältnisse ein- Ausstellung von Zeugnissen. Die Arbeiterin hat das Recht, frist vorzusehen. Von dieser darf ohne guftimmung des Mieters fetzen; die Wohnungsfrage wird von der Tagesordnung dieser Verein Zeugnis über Art und Dauer ihrer Beschäftigung zu verlangen; auch dann nicht abgegangen werden, wenn der Mieter vorher aus sammlung nicht wieder verschwinden!( Lebhafter Beifall bei den besondere Merkmale, welche die Schädigung der Arbeiterin zur Folge seinem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Socialdemokraten.) haben können, find ungesetzlich und sind zurückzuweisen. Berichterstatter ist Stadtv. Dr. Nathan. Dem Wunsche des Stadiv. Wallach, die sämtlichen Teile gesondert zu behandeln, wird vom Stadtv. Singer widersprochen; man einigt sich dahin, die Besteuerungsfrage für sich zu erörtern. und D Millerands Freude. Stadtv. Haberland( A. 2.) bestreitet, daß die Negative der Strafgelder. Bestimmungen über Lohnabzüge in Form von Mehrheit in der Wohnungsfrage die gestrigen Siege der Social- Strafgeldern müssen in der Fabrikordnung, die sichtbar aushängen demokraten herbeigeführt haben könne, denn von allen socialdemo- muß, bekannt gegeben sein. Die Verhängung jeder Strafe muß der fratischen Anträgen sei nur einer abgelehnt worden und zwar der, Arbeiterin ohne Verzug mitgeteilt werden. Arbeiterinnen, achtet darauf, daß diese zu Eurem Schutze erDer Referent Stadtv. Nathan verbreitet sich zunächst über den der die Stadt ins Uferlose geführt haben würde, der Bau von Ausschußbeschluß bezüglich der Errichtung von städtischen Wohnungen einen Wohnungen durch die Stadt selbst. Man müßte dann laffenen gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt und innegehalten für städtische Arbeiter und spricht sich von seinem persönlichen 15 800 Häuser von Stadt wegen bauen, und dazu reiche das gesamte werden. Wir weisen darum von neuem darauf hin, daß nachstehende Standpunkte für den Busazantrag Augustin aus. Nur indirekt hänge städtische Terrain nicht aus. Redner spricht sich im Gegensatz mit der Frage der Wohnungsnot der Besteuerungsmodus zusammen. zu der Mehrheit seiner Fraktion für den ersten Ausschußantrag, Er- Personen bereit sind, um es den Arbeiterinnen zu ermöglichen, ohne Man habe aber allseitig anerkannt, daß die heutige Besteuerung richtung von Häusern für städtische Arbeiter und Beamte, aus, aber Nachteile für ihre Existenz auf Beseitigung der Mißstände in den unbebauter Grundstücke eine unzulängliche sei und eine entsprechende gegen das Wohnungsamt, dessen Zwecke auch mit dem Ausschuß Arbeitsstätten hinzuwirken, wahrheitsgetreue Beschwerden entgegen Nesolution vorgeschlagen. antrag betr. die statistischen Beobachtungen erreicht würden, gegen zunehmen und für schleunigste Abhilfe Sorge zu tragen. Die Namen der Beschwerdeführer werden streng Stadtv. Heimann( Soc.): Wir haben es heute nicht mehr mit den Wohnungsnachweis und vor allem gegen die verlangte der Forderung des Baues eigner städtischer Häuser auf städtischem Polizeiverordnung und die Wohnungsinspektion, die man in geheim gehalten! Terrain zu thun; man hat sich ja entschieden, nicht auf diesen Berlin nicht brauche. Wir hätten doch eine Bau- Ordnung. Frl. Baader, Großgörschenstraße 38, zweiter Hof II. Frau Boden zu treten, sondern nur die Unterstützung von Bau- Im übrigen solle mant doch das Reichs Wohnungsgesetz Bauschte, Rostockerstr. 47, Hof II. Frau Dr. Weyl, Lothringergenossenschaften zu empfehlen, und darüber schweben ja noch im abwarten. Die Wohnungsverhältnisse hätten sich in den letzten straße 67, I. Frau Luz, Waterloo Ufer 9, im Laden. Frau Magistrat die Verhandlungen. Heute beschäftigen uns die Mißstände im Beiten erheblich gebessert, auch bestehe eine irgendwie Mesch, Lhchenerstr. 3, links, Aufg. IV. Frau Tiet, BlumenWohnungswesen, auf deren Abstellung unsre Anträge gerichtet sind. Fühlbare Wohnungsnot nicht. Auch seine Freunde hielten ftraße 63, I rechts. Frau Sprung, Martusstr. 18, Aufgang 8, III. Gestern hat in Berlin die Ersagwahl in der dritten Abteilung statt die Besteuerung des unbebauten Bodens für eine sehr wichtige Sprechzeit jeden Mittwochabend von 7-9 Uhr. Gewertschaftsbureau, im Gewerkschaftshause, Engelgefunden, welche mit einem großen Siege unsrer Partei, mit dem Frage und ständen in dieser Beziehung auf dem Boden der Vormittags 9-1 und nachmittags 6 glänzenden Resultat der Eroberung von sechs Wahlbezirken ab- Ausschußresolution. Die Besteuerung der bebauten Grundstüde Ufer 15, II. Flureingang. könnten fie aber trog des bis 8 Uhr. geschlossen haben. Dieses Ergebnis verdanken wir zum großen Teile nach dem gemeinen Werte nicht empfehlen; es würde eine Die Gewerbe Inspektorin Fräulein Reichelt, dem Berhalten der Majorität auch in dieser Frage; die Herren Beispiels der Vororte find eben, wenn auch wider Willen, unsre besten Agitatoren.( Un allgemeine Umwälzung stattfinden, ohne daß die Stadt einen Georgenkirchplay 22, ist jeden Donnerstag von 7-8 11hr abends und rube; lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Die Nutzen davon hätte. Der unbebaute Grundbesitz betrage eben in jeden ersten Sonntag im Monat von 9-10 Uhr vormittags zu Mehrheit dieser Versammlung hat fast alles ge- Berlin mur 3 Proz., 250 Millionen M. gegen 61/2 Milliarde; um sprechen. than, was die Hausbesiker von ihr verlangen solchen Minimums willen lohne es sich nicht, die Grundsteuertönnen; aber sie ist den Hausbesitzern noch nicht hausagrarisch genug. Ordnung zu ändern. Der Antrag wegen der Stralauer Werke sei Diese Herren haben in ihrem Organ, dem„ Grundeigentum", eine Reihe ja im wesentlichen angenommen worden. Sie( zu den Socialdem.) Lehte Machrichten und Depeschen. von Specialfragen veröffentlicht, welche von den Kandidaten in ihrem ivollten damit lediglich noch einmal vor den Wahlen die Sinne befriedigend beantwortet werden sollen. Darunter befand sich Wohnungsfrage aufrühren( Zustimmung und Widerspruch), um Zur Frage der Hamburger Accordmaurer. auch die Frage: Wie stellen Sie sich zu der Unterstützung der Bau- den Liberalen etwas am Beuge zu flicken. Im Versprechen Hamburg, 7. November.( Privatdepesche des Vorwärts".) genossenschaften? Die Baugenossenschaften sollen nach der Forderung sind Sie uns stets über; wir versprechen bloß, was wir halten Die Verbandsmaurer wählten gegen wenige Stimmen 9 Bersonen, dieser Herren von den Stadtverordneten aufs äußerste bekämpft werden. fönnen!( Lachen.) Aber auch in der legten Sigung des Ausschusses ist mit nadten, dürren Stadtv. Wallach( A. 2.) meint, die Siege der Socialdemokratie die unter Vermittelung der Parteifommission mit den Accordmaurern Worten ausgeführt worden, die Wohnungsnot in Berlin könne gar nicht seien nicht dem Verhalten der Liberalen, sondern dem neuen Kom- verhandeln sollen. besser und schneller beseitigt werden, als wenn die Stadt ihr eignes munalwahlgesetz zu danken, der Dank komme an eine falsche Adresse. Der Polen- Prozek II. Terrain eiligst verkauft und der Bauspekulation überläßt. Daraus Die erwähnten drei Minister befänden sich mit ihrem Erlasse, in dem ergiebt sich doch, daß auch einflußreiche Mitglieder dieser Versammlung fie bloß forderten, ohne etwas zu leisten, in seltsamer Gemeinschaft Posen, 7. November.( W. Z. B.) Jm Prozeß gegen die fich allem widersetzen, was auch nur einen Anfang der Beseitigung der mit den Socialdemokraten. Es sei sehr leicht, erhöhte Wohnungs- polnischen Akademiker wegen Geheimbündelei wurde die BeweisWohnungsmisere bedeutet. Die Ministerialerlasse aus diesem Frühjahr fürsorge zu fordern; in letzter Zeit habe die Stadt das Gut Dieders- aufnahme heute abend soweit abgeschlossen, daß morgen nach Verüben doch nur einen ganz fanften, taum fühlbaren Druck, und dorf vom Staate übernommen, und darauf befänden sich Arlesung einer erbetenen Auskunft des Berliner Bolizeipräsidenten die dennoch haben sie genügt, um den wilden Zorn der Hausagrarier beiterwohnungen, die nicht für Schweine ställe Plaidoyers beginnen werden. zu entfesseln; die Herren ziehen gegen die drei Minister, welche sie gut genug wären. Redner wendet sich dam gegen unterzeichnet haben, in ihren Organen so heftig los, wie ein Social- die Anträge wegen Errichtung eines Wohnungsamtes demokrat es sich ohne Gefahr nicht erlauben dürfe; sie beschuldigen diese Wohnungsnachweises, sowie gegen das Schreien nach der Paris, 7. November.( W. Z. B.) Der deutsche Botschafter Inspektion der Minister direkt, die Grundlagen der Staatsordnung zu untergraben! Bolizei behufs Wohnungen. Wo sollten Dabei haben jene Erlasse schwerlich mehr als den Wert einer theoretischen dann die Einwohner derjenigen Wohnungen hin, die die Polizei für Fürst Radolin sprach dem Handelsminister Millerand im allerDeklaration; aber schon die bloße Möglichkeit, daß in der Wohnungs- unbewohnbar erklärt." Cher ließe sich über eine Reform des Schlaf- höchsten Auftrage die Erkenntlichkeit Sr. Maj. des Kaisers aus für frage etwas geschehen könnte, hat genügt, den Zorn der stellenwesens reden. Erfreulich sei ihm das Einverständnis mit die künstlerisch vollendete, tostbare ErinnerungsHerren in solchem Grade zu entfachen. Am Montag hat den Socialdemokraten in der Ablehnung städtischer Arbeiterwohn- plaquette, die Millerand Sr. Majestät durch den hat überhier eine Versammlung von Hausbefizern eine Resolution gefaßt, häuser. In Karlsruhe ständen diese Wohnungen leer, kein Arbeiter Botschafter Marquis de Noailles welche den Hausbau seitens der Gemeinde ausdrücklich auf die wolle hineinziehen. Dieselbe Erfahrung mache jetzt Nürnberg. Gebe reichen lassen, um seinen Dant abzustatten für die besondere gefeßlichen Verpflichtungen( des Baues von Schulen 2c.) beschränkt man den Privaten das Geld so billig, wie es hier für diese persönliche Förderung, welche der Kaifer durch Uebersendung von Kunstwerken aus seinen Privatsammlungen der Pariser Welt- Auswiffen will. In alle Zukunft sollen die Riesengewinne der Privat Häuser geschehen solle, so würden diese den Bau kleiner Wohnungen stellung angedeihen lick. Millerand gab einer Freude spekulation aus diesem famosen Erwerbszweig ihr überlassen bleiben! gewiß nicht hintanstellen. Die Hausbesizer sind also nicht bereit, an der Besserung Stadtv. Mommfen: Die Wohnungsfrage wird sich auch durch über die kaiserliche Aufmerksamkeit herzlich ft en der Wohnungsverhältnisse mitzuwirken, sondern fie wollen die gründlichste Beratung heute noch nicht lösen lassen, nur schrittihre ganze Macht aufbieten, den bestehenden Zustand und weise und sehr allmählich wird man ihrer Lösung näher kommen. ihre Vorrechte zu behalten. Der erste Ausschußantrag Das einzige Positive, was aus den langwierigen Ausschußberatungen Paris, 7. November.( W. T. B.) In der Budgetkommission hat uns in seinem Grundgedanken schon vor einem Jahre be herausgekommen ist, der Antrag wegen Erbauung städtischer Arbeiterschäftigt. Wir wandten uns damals dagegen; der Oberbürgermeister und Beamten- Wohnhäuser, wird min heute von Herrn Heimanu und äußerte sich heute nachmittag der Finanzminister Cailloux und meinte, wir würden uns mit dieser Stellungnahme ernstlich mit den Herrn Wallach Arm in Arm bekämpft! Ich stehe nach wie vor auf der frühere Gesandte in China Pichon über die Vorlage betreffenden städtischen Arbeitern und Beamten auseinanderzusehen diesem Antrag und empfehle dessen Annahme. Die Grundwertsteuer zur Deckung der Kosten der China- Expedition und der aus Anhaben. Der Oberbürgermeister hat sich im Irrtum befunden; ist die einzig richtige; sie wäre sicher schon längst in Verlin ein- laß derselben an Privatpersonen zu zahlenden Entschädigungen. eine große Versammlung von städtischen Angestellten hat schon geführt, hätte man die Unhaltbarkeit der Bauplatzsteuer voraus. Die Kommission beschloß, die Anleihe zur Dedung der Kosten der im vorigen November öffentlich erklärt, daß fie solche gesehen. China Expedition auf 200 Millionen Frant festzusetzen und den städtischen Wohnhäuser nicht befürworten könnte. Der Ober- Stadtv. Dr. Neumann( wild) hebt hervor, daß die Berliner Betrag für die geforderten Entschädigungen nicht in die Anleihe ein. bürgermeister will sich freilich dadurch nicht beirren lassen; amtliche Wohnungsstatistit feit 1861 musterhaft und vorbildlich ge- zubegreifen. Endlich stellte die Kommiffion fest, daß die Emission er ist, so äußerte er im Ausschuß, überzeugt, daß die Leute diese führt und ein Ehrentitel der Stadt Berlin sei. Auch erscheine sie in dreiprozentiger unkündbarer Nente erfolgen solle. Häuser und Wohnungen gern bewohnen würden. Es sollen also feineswegs so verspätet, wie man behauptet habe. Die Zahlen für hier den Angestellten Wohlthaten aufgezwungen werden, und der 1895 lägen im Jahrbuch für 1897 bereits vor. Oberbürgermeister hat ja auch erklärt, daß in die Mietskontrakte Stadtv. Heimann: Kollege Neumann thut mir Unrecht. Ich Frankfurt a. M., 7. November.( B. H.) Die Frankf. 8tg." Klausel aufzunehmen sein würde. daß bei Lösung habe gegen die wissenschaftliche Qualität der Wohnungsstatistik nicht des Arbeitsverhältnisses die Leute auch die Wohnungen das geringste fagen wollen und gefagt. In dem Jahrbuch für meldet aus Konstantinopel: Auf dem hier stationierten fran= räumen müßten ganz analog dem gehässigen Verfahren zahlreicher 1897/98 stehen die Zahlen für 1895 allerdings, aber dieses Jahrbuch ist zöfifchen Kriegsschiff Bautour" wurde lein Tagesbefehl ver wonach kein Mann das Schiff verlassen darf und Industrieller und leider auch zahlreicher Kommunen. Das Koalitions- uns erst 1899 zugegangen. Die da mitgeteilten Biffern genügen wohl, lesen, wonach Eventualitäten bereit sein fon. Der recht wird durch das Wohnen in solchen Häusern unbedingt ein- um das Wohnungselend darzulegen, aber für die atute Wohnungsnot, dasselbe für alle geengt. Würden die Städte fich darauf beschränken, wie es im welche der Ausschuß doch untersuchen sollte, geben sie fein Material. Sultan scheint nun auch den Ernst der Lage erfaßt zu haben. Reich geschieht, Baugenossenschaften zu unterstüßen, aber nicht Der Hinweis auf die Bauordnung durch Herrn Haberland ist verfehlt. Gestern fandte der Minister des Neußern, Tewfit Pascha, selbst als Vermieter auftreten, so ließe sich darüber reden. So Die Bauordnung schreibt nur vor, wie die Wohnung gebaut werden eine Note an die französische Botschaft nebft einer Anzahl aber muß diese Wohlthat lediglich eine neue Fessel für die soll; vor Ueberfüllung der Wohnungen bewahrt sie uns nicht. Herr monatlicher Tratten auf die Zollverwaltung; dieselben städtischen Arbeiter werden. Ich bitte Sie daher dringend, den Haberland übersieht auch, daß bei den 6/2 Milliarden bebauter find auf die französische Botschaft ausgestellt und beginnen 1. Dezember. Der Betrag jeder Anweisung ist Antrag abzulehnen. Sollten Sie gleichwohl darauf eingehen wollen, Grundstücke der folossale Wert der Häuser mit einbegriffen ist, der bom so versagen Sie wenigstens unsrem Amendement nicht Ihre Zustimmung. doch bei den unbebauten Grundstücken wegfällt. Die bestehende 25 000 türkische Pfund und das Ganze entspricht den gesamten Es würde damit verhindert, daß der städtische Arbeiter mit der Arbeit Grundsteuer trifft die kleineren Mieter in den Arbeiterwohnhäusern für Lorando geltend gemachten Forderungen. Ferner benach der auch zugleich das Obdach verliert. Für den Arbeiter wäre das eine in der Erhöhung der Mieten besonders schwer. Wir bitten daher, richtigte Tewfit Pascha den Botschaftsrat Bapst, daß faiserliche Ferman, der den chaldäischen Patriarchen allgroße Sicherung, und für die Stadt verschlüge es nichts, wenn er unsrem Antrag zuzustimmen. bereits Als der Vorsteher dem Stadtv. Wallach nochmals das Wort erkennt, erlassen sei, und noch ein Vierteljahr in seiner Behausung bleiben darf.- Der die Anerkennung der zweite Antrag des Ausschusses wegen der statistischen Beobachtungen erteilt, werden von vielen Seiten starte Schlußrufe laut. Nachdem andren französischen Forderungen, zeigt, wie der Berg wieder einmal gefreißt, aber nur ein winziges der Vorsteher Ruhe geschafft, bittet Herr Wallach, für den Fall, daß Sonntag übergebenen Note gestellt wurden, auf gutem Wege Mäuschen geboren hat. Bu einem so selbstverständlichen der Ausschußantrag wegen der Arbeiterwohnhäuser wider Erwarten sei. Es gilt aber für höchft zweifelhaft, ob Frankreich nunmehr der Sage zu gelangen, hätte es doch gewiß langer, monate Annahme fände, auch den Antrag Augustin anzunehmen. Die Um- Lösung der Lorando- Angelegenheit zustimmt, ohne die volle dauernder Ausschußberatungen nicht bedurft. Die Publikationen wandlung der Grundsteuer würde eine ungeheure Arbeit für den Lösung für die in der Sonntagsnote gestellten und für die Herunsres statistischen Bureaus, so vorzüglich sie sein mögen, Magistrat, eine ungeheuer schwierige Aufgabe für die Abschätzungs- stellung des französischen Prestige in Syrien und Palästina wichtigen tommen ja erst nach 6-7 Jahren heraus; dieses Amt fann beamten sein und einen reellen Effekt für die Besserung der Ansprüche erhalten zu haben. bas, worauf es ankommt, aber überhaupt nicht ausführen, dazu Wohnungsverhältnisse nicht haben. Diese Steuerfrage habe mit der bedarf es eines besonderen Wohnungsamtes, wie wir es Wohnungsfrage überhaupt nicht das geringste zu thun. Keine Gebietserwerbungen. wiederum beantragt haben. Die Vorteile eines damit verbundenen Damit schließt die Diskussion. Köln, 7. November.( W. T. B.) Die Kölnische Zeitung" meldet: unentgeltlichen Wohnungsnachweises für die ärmere Bevölkerung In der Abstimmung wird zunächst der Antrag August in zu dem Jn Berlin hat der französische Botschafter Marquis fönnen gar nicht überschäßt werden. Die Mühseligkeit der ersten Ausschußantrage betreffend den Bau von Arbeiter- und Beamten- de Noailles heute über die französische Flottendemonstration Wohnungssuche, der damit verbundene große Zeit- und Wohnhäusern abgelehnt und darauf bleibt auch der unveränderte Erklärungen abgegeben, die darin gipfeln, daß Frankreich Geldverlust werden ihr damit zum größeren Teile erspart. Ausschußantrag selbst in der Minderheit. Im übrigen werden, durchaus nicht die Absicht habe, Gebietseriverbungen vorzunehmen, Leider sind unsre Anträge wegen Schaffung von Wohnungszum Teil nur mit schwachen Mehrheiten, die Ausschußanträge nach sondern daß die Entsendung der Flotte nach Mytilene nur deshalb inspektionen abgelehnt worden; man hat gespottet, daß wir Ablehnung der weitergehenden Anträge Augustin angenommen. erfolgt sei, um Bürgschaften für die Zahlung der vielbesprochenen eine Ausdruck. Französische China- Anleihe. Der Sultan giebt nach! die in der am der Polizei noch nicht genug zu haben schienen und nach dem Die sonstigen Beratungsgegenstände setzt die Versammlung auf Forderungen und Sicherheit gegen etwaige türkische Verschleppungen uniformierten Schuhmann rufen. Daß wir diesen nicht für den Antrag Kalisch von der Tagesordnung ab. Schluß nach 1/29 Uhr. Arbeiterinnen Berlins, wahret Gure Rechte! Das Gesetz bestimmt: zu erhalten. Posen, 7. November.( W. T. B.) Bei einem Brande im Dorfe Starboszewo, Kreis Wreschen, sind, wie das" Posener Tageblatt" meldet, drei Kinder eines Arbeiters verbrannt. Roblenz, 7. November.( W. T. B.) Wie die Koblenzer Zeitung" meldet, ist heute vormittag bei Kruft auf der Strecke Andernach- Niedermendig ein Personenzug mit einer Lokomotive zusammengestoßen. Eine Person foll getötet, 15 sollen verlegt sein. geeigneten Wohnungsinspektor halten, darüber ist kein Wort zu berlieren. Ein gewisser Zwang zur Wohnungsrevision muß endlich eingeführt werden. In Essen ist diese Inspektion eingeführt und der derartige Oberbürgermeister Zweigert folgert aus den damit gemachten Erfahrungen, daß der Mangel der Inspektion die Mietspreise steigert, die Inspektion fie vermindert. Allerdings muß ein Teil der Mitglieder Die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung, die zum Schuße der der Wohnungskommissionen aus jenen Streisen entnommen Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter erlassen sind, werden viel werden, welche es zu schüßen gelte. Der Ausschuß aber hat das um fach seitens der Unternehmer nicht beachtet und die Rechte der faffende Material, welches ihm vorlag, für noch nicht genügend er- Arbeiterinnen werden oft gekürzt. Wien, 7. November.( W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus tlärt, um zu einer solchen Maßregel überzugehen. Dieser Einwand ist hat heute die Notstandsvorlage der Regierung und die in den recht bezeichnend. Es handelt sich um Dinge, welche die Interessen der Die Arbeitszeit dauert für Arbeiterinnen über 16 Jahre Notstandsangelegenheiten eingebrachten Dringlichkeitsanträge an breiten Massen der Bevölkerung innig berühren; hier scheut sich Berlin 11 Stunden täglich, mit einstündiger Mittagspause; an Vorabenden genommen. vor einem Schritt, den zahlreiche weniger leistungsfähige Kommunen von Sonn- und Festtagen nur 10 Stunden, und es muß die ArbeitsLondon, 7. November.( B. H.) Aus New York wird gemeldet, längst gethan haben. Staatlich würde er gewiß genehmigt werden; stätte an diesen Tagen bis spätestens 51/2 Uhr verlassen fein. ein ganzer Häuserblock sei durch Feuersbrunst zerstört worden. haben doch schon fünf deutsche Staaten die Wohnungsinspektion und Jugendliche Arbeiter von 14-16 Jahren dürfen täglich nur besteht sie doch schon auch für zahlreiche preußische Gemeinden. 10 Stunden mit einstündiger Mittagspause sowie je 1/ 2stündiger Bei Feuerwehrleute sollen bei den Rettungsarbeiten schwer verletzt worden sein. Nichten Sie die Wohnungsinspektion aus eigner Frühstücks- und Vesperpause beschäftigt werden. freier Entschließung ein, ehe Sie sich vom Kündigungen und Entlassungen. Gründe für sofortiges Ver- New York, 7. November.( Frankf. 8tg.") Bei einem preußischen Staate dazu zwingen lassen müssen.lassen der Arbeit sind z. B.: Unfittliche Angriffe der Unternehmer Theaterbrande in Hurley( Wisconsin) find zehn Darsteller, darunter Der lezte Ausschußantrag betrifft die Stralauer Wasserwerke. Wir oder ihrer Vertreter, Thätlichkeiten, grobe Beleidigungen, un- eine deutsche Schauspielerin, ums Leben gekommen. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Ur. 262. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 8. November 1901. Gesamtparteitag der Socialdemokratie wird nicht voll gearbeitet. Deshalb leiden aber die Rothschilds und die englischen Baumwollwaren frei hereintämen. Der engliſche Oestreichs. Wien, den 5. November. Vierter Verhandlungstag. Vormittagssigung. Zur Verhandlung steht Punkt 4 der Tagesordnung: Die Zoll- und Handelspolitik der Socialdemokratie. Referent Karl Kautsky: Aber Die Diskussion über Punkt IV wird eröffnet. Eiſenindustrie leidet gegenwärtig in Oestreich Not, in großen Werken müßte aber mit ihren Preisen um 25 Prozent herabgehen, wenn andren Besitzer der Werke keine Not. Die Not der Landwirtschaft Spinner ist dem östreichischen auf jeden Fall überlegen. Er hat einre rührt von der Höhe der Grundrente her, die in Europa höher als geringere Frachtrate zu zahlen, ihn drücken nicht die hohen Steuern, in Amerika ist. Die hohe Grundrente erhöht die Produktionskosten. die Baumwollbörsen in Manchester und Liverpool sichern ihm Noch auf andre Weise wirken die Agrarzölle konservierend. Sie eine große Ueberlegenheit zu. Wenn die Garnzölle auferhalten den Körnerbau auch da, wo er ant fich nicht gehoben werden, würden unsre Spinnereien vollkommen ruiniert mehr rentabel wäre, wo die Landwirte die Kosten scheuen, sein. Unsre Webereien würden höchstens um 5 Proz. billiger prozur Viehzucht überzugehen. Der Großgrundbesitz hat dabei besonders duzieren können, also nicht 25, sondern 20 Proz. einbüßen. Wenn großen Profit, weil bei ihm der Getreidebau vorherrschend ist. In aber unsre Webereien um 20 Proz. mit ihren Preisen abgehen sollen, Oestreich sind von 2 Millionen Landwirten höchstens 200 000 an den dann müssen die Fabriken zugesperrt werden. Wenn ich die Wahl Getreidezöllen interessiert. Der Kleingrundbesig ist notwendig, aber habe, eine schön gedrechselte Theorie zu acceptieren und eine halbe der Großgrundbesitz ist schon heute überflüssig, er ist heute eine Million Tertilarbeiter brotlos zu machen, damn lasse ich lieber die Ich werde nur die allgemeinen Gesichtspunkte geben; die Drohung. Sie wissen, wie gerade Oestreich unter dem Großgrund- Theorie, ja mache sogar eine theoretische Dummheit, als daß ich die besondren östreichischen Verhältnisse lasse ich beiseite: hier habe ich besitz leidet. Jeder Agrarzoll wirkt aber konservierend auf den halbe Million Arbeiter aufs Pflaster setze.( Brod: Sie machen vou Ihnen zu lernen. Man fagt: die Zollpolitik kann Großgrundbefiß. Ein 5 Kronenzoll belastet den Kopf der Bevölkerung auch eine praktische Dummheit.) Gehen Sie nur in entweder vom Standpunkt des Konsumenten oder vom mit 8 Kronen, eine Familie mit 40 Kronen. Es giebt Familien, die unsce Textilbezirke! Ich stelle stelle also feft: Unfre ProStandpunkt des Produzenten aus betrachtet werden. So nicht mehr als 200 Kronen im Jahr verdienen und davon sollen diese duktions- Bedingungen find in einzelnen Industrien uns einfach liegt die Sache aber nicht. Die Interessen des 40 Kronen abgeben, bloß damit eine Handvoll Leute noch mehr be- günstiger und der Zoll muß einen Ausgleich schaffen. Konsumenten, des Käufers, und die Interessen des Produzenten, des kommen, damit sie ihre Maitressen besser füttern können, ihre Pferde Deshalb sind wir noch lange keine Hochschutzöllner. Die Er Verkäufers, sind nicht die Jutereffen zweier verschiedener Klassen, und ihre Hunde. Eine große Schicht des Proletariats ißt in scheinungen in England resultieren nicht aus dem Schutzzollsystem, sondern nur zwei Momente derselben Individuen. Jeder Käufer ist Destreich kein Brot, es ist für sie Lurus. Diese Schicht wird durch sondern aus dem übertriebenen Schutzzollsystem. Also nicht abstrakte auch Verkäufer. In dem einen Moment ist er interessiert an hohen, die Verteuerung des Brotes mur indirekt betroffen, aber sie wird Theorien, sondern abwägen und da für Schutzzoll, wo es für uns im andren an niedrigen Preisen. Von diesem Standpunkte aus verhindert dadurch, auf ein höheres Niveau der Lebenshaltung von Vorteil, da für Freihandel eintreten, wo dieser für uns von können wir zu keinem Resultat gelangen. Konsumtion und hinaufzurücken.( Sehr richtig!) Borteil ist. Ich gehe noch weiter und schrecke nicht davor zurück, Produktion hängen zusammen wie Einatmen und Ausatmen. Für Eine weitere Art der Zölle find die Erziehungszölle für die Zollfäge, wo es notwendig ist, zu erhöhen.( Widerspruch. Rufe: uns kommt ein andres Interesse entscheidend in Betracht, das Industrie. Sie sind unter Umständen geeignet die Industrie zu Wo ist es notwendig? Was ist übertrieben?) Uebertrieben sind Juteresse des Proletariats. Der Proletarier hat als Ver- fördern. Aber für das Proletariat find andre Mittel der Industrie 3ölle da, wo sie nicht mehr der Produktion, sondern nur der fäufer seiner Arbeitskraft ein Interesse an dem hohen Preis zu helfen, den Erziehungszöllen vorzuziehen. Solches Förderungs- fapitalistischen Nente dienen. Wo es notwendig ist, kann dieser Ware, aber tein Interesse an dem hohen Preis mittel der Industrie sehen wir besonders in besserer Schulbildung ich so nicht sagen. Man wird Vorschläge der Regierung andrer Waren, denen gegenüber er Konsument ist. Nun ist die Ware für die Arbeiter. Auch politische Freiheit ist ein Mittel, den Arbeiter nach dieser Richtung hin nachprüfen müssen. Was ich Arbeitskraft eine Ware eigenartiger Natur. Sie ist nicht nur die auf eine höhere Stufe der Entwicklung zu heben. Wenn in Rußland hier gesagt habe, mag eine Verfündigung gegen die Ware, die Mehrwert produziert, die mit der Persönlichkeit des die Industrie so wenig konkurrenzfähig ist, so liegt das im wesents Freihandelsprincipien sein, eine Verfündigung gegen das ProMenschen verknüpft ist, sie unterliegt auch auf dem Arbeitsmarkt lichen an der politischen Unfreiheit der russischen Arbeiter. Die ameri- gramm ist es nichts. In unsrem Programm steht kein Wort von ganz andern Gesetzen. Die Theorie des ehernen Lohngesezes ist tanische Industrie ist aufgeblüht in der Aera der politischen Verfolgung den Zöllen. Im Erfurter Programm steht ein Satz gegen die Zölle, überwunden. Wir wissen, daß der Preis der Ware Arbeitskraft sehr in Deutschland und Destreich. Die besten europäischen Arbeitskräfte sind in die das Volk belasten. Auch ich bin gegen alle Zölle, die schädlich Konservativ ist. Die Löhne steigen viel schwerer, sie sinken aber dieser Zeit über den Ocean gegangen. Mit Schutzöllen ist die sind, aber ebenso für alle Zölle, die uns nügen. Engels hat die nicht so leicht, als die Preise andrer Waren. Der Arbeiter ist deshalb amerikanische Konkurrenz nicht zu bekämpfen, mur mit höherer Ent- amerikanische Schutzzollpolitik gebilligt, ich will ihn deshalb nicht zum interessiert am Sinken der Preise und keineswegs am Steigen der wicklung des europäischen Industrie- Arbeiters ist ihr zu begegnen. Subzöllner machen. Wir wollen aus unsrer Enge und Kleinheit Preise der Produkte. Nun sagt man, die Arbeiterklasse ist doch inter- Gebt dem Arbeiter denselben hohen Lohn, diefelbe politische Freiheit. heraus. Unfre Industrie muß sich entwickeln, dazu braucht sie Ereffiert an hohen Preisen der Industrieprodukte. Denn diese hohen Preise( Sehr richtig!) Gute Kommunikationsmittel sind ebenfalls geeignet, ziehungszölle. Erst wenn die Industrie entwickelt ist, können wir zur find verknüpft mit dem Aufschwung der Industrie. Liegt die Industrie die Industrie zu fördern und deshalb von uns zu fordern. Gerade politischen Freiheit kommen. Deshalb sage ich, bei uns ist der Schußdanieder, so nutzen dem Arbeiter, wenn er arbeitslos ist, auch die Destreich leidet unter den schlechten Verkehrsmitteln. Hemmend zoll revolutionär und er steht erst am Anfang dieser Wirkung. Wir niedrigsten Warenpreise nichts. Aber hohe Preise sind auch bei einer wirkt die Entwicklung des Militarismus. Weiter kommt als hemmend brauchen unsre Kräfte nicht zu zersplittern und gegen Agrarier und Stagnation der Judustrie möglich, wie wir gegenwärtig in Deutsch- in Betracht die Entwicklung der Kartelle. Eine Regierung, die in Industriezöllner vorzugehen. Unser vornehmste Kampf gilt den land sehen. Hohe Preise werden auch durch Kartellierungen hervor diesem Sinne verfährt, würde Industriepolitik machen, die jede Schutz- Lebensmittelverteuerern und Brotwucherern.( Beifall.) gerufen, die den Industrie- Aufschwung künstlich beschränken und den zoll- Politik überflüssig macht. Erklären wir uns also gegen Industrie( Mittagspause.) Arbeiter herabdrücken. Die Prosperität der Industrie hat auch die Schutzölle, so wollen wir doch die Industrie nicht schußlos lassen. Konsequenz, daß der Zinsfuß steigt, daß die Wohnungsnot einsetzt. Heute haben wir noch nicht die Macht, unser Programm durchzuführen, Nachmittags- Sizung. Wir müßten ja, wenn es sich ausschließlich für uns um die Prosperität deshalb ist es noch nicht möglich, ganz auf die Erziehungszölle zu der Industrie handelt, uns auch für das Steigen des Zins- verzichten, wir müssen sie für gewisse Industrien koncedieren. fußzes erklären und behaupten, daß das Proletariat ein Interesse nur für gewiffe Industrien. Industrien, in denen Kartelle existieren, Beer- Wien( Redacteur des Fachblatts der Metallarbeiter): an der Wohnungsnot hätte. Das Proletariat ist zwar interessiert an fönnen wir den Schutzzoll nicht zubilligen, auch den Industrien nicht, Von den Interessen der Arbeiter war in der Rede des Korder Entwicklung der Industrie, aber nicht an hohen Warenpreisen. die überwiegend exportieren. Wir haben kein Interesse daran, daß referenten Karpeles nichts zu hören. Ich widerspreche allen seinen Niedrige Preise brauchen auch nicht dadurch zu entstehen, daß die die bei uns hergestellten Artikel im Ausland billiger zu haben sind Argumenten und stimme ihm nur darin bei, daß die Frage eine Judustrie verfällt. Auch das Interesse der Zukunft bindet das Pro- als bei uns. Wir haben kein Interesse, das Ausland zu heben, auf reine praktische ist, die in Deutschland anders entschieden werden letariat an die Entwicklung der Industrie. Ist doch die Entwicklung Soften des Inlandes. So weit geht unsre Internationalität nicht. kann als bei uns und anders wieder in Ungarn. Auf das historische des Großbetriebes die technische Basis, auf der allein freie Menschen Erziehungszölle für die Industrie und Agrarzölle sind unvereinbar. Gebiet folge ich ihm nicht, denn damit wird nichts bewiesen. Inentstehen können. Ich sehe kein andres Mittel als den Großbetrieb, In dem Lande, das exportiert, fängt die Landwirtschaft an, den Bedarf zwischen hat ja unsre Industrie eine gewaltige Entwicklung durchum die Menschen von der Sklaverei zu befreien, ihnen höchsten nicht mehr decken zu können. Industrieländer sind auf den Getreide- gemacht. Selbstverständlich hat die Socialdemokratie ein kolossales Wohlstand bei kurzer Arbeitszeit zu garantieren und seine Import angewiesen. Oestreich ist auf dem Wege, für den Freihandel Interesse daran, daß die Großindustrie sich entfaltet. Ilr= harmonische Entwicklung zu ermöglichen. Und noch eins: reif zu werden. Er ist natürlich nur Schritt für Schritt zu erlangen. sprünglich wollte ich mich nur über die schädlichen WirWir stehen auf dem Standpunkt der Volkssouveränetät, der wir sind deshalb auf Handelsverträge mit mäßigen Tarifen, die fungen der Eisenzölle und der Eisenzölle und des Eisenkartells äußern, aber Demokratie. Demokratie bedeutet aber nicht nur die Unabhängigkeit langfristig abgeschlossen find, angewiesen. Die Industrie muß auf da Karpeles sich nur entschlossen hat, uns einen kleinen Winkel seines der einzelnen Person, sondern auch die Unabhängigkeit eines Boltes Stabilität der Berhältnisse dringen. Die Feinde der Handelsverträge Herzens zu zeigen, muß ich allgemeiner werden. Karpeles hat von von dem andern. Unabhängig sind aber nur die industriellen Völker. sind die Agrarier, sie haben kein Interesse daran, denn Handelsver- Erziehungszöllen, aber auch von Schutzöllen gesprochen. Der Die agrarischen Völker versinken in Abhängigkeit von den industriellen träge werden meistens geschlossen auf Kosten der Grundrente. Die Schutzzoll verteuert aber nicht nur das Produkt im Juland, er verVölkern. Deshalb ist jedes Volk daran intereffiert, eine Groß- Agrarier sind es also auch hier wieder, die den Interessen des Prole- billigt unser eignes Produkt im Auslande. Der Standpunkt des induftrie zu entwickeln. Von diesem Standpunkt aus muß die Frage tariats entgegenarbeiten. Berbunden mit den Agrariern sind die Konsumenten darf doch nicht so vernachlässigt werden, wie es des Schutzzolls betrachtet werden. Wir müssen die verschiedenen Industrie- Hochschutzöllner. Den Kampf werden allein die Proletarier Karpeles gethan hat. Die schädlichen Wirkungen des Schutzzolles Arten der Zölle unterscheiden. Man kann für einen Zoll sein und den zu führen haben. Die Entscheidung fällt in Deutschland, aber die zeigen sich besonders in der Eisen- Industrie. Ich behaupte, daß ihre östreichischen Arbeiter haben das gleiche Interesse wie die Entwicklung nicht durch, sondern trotz des Schutzzolles erfolgt ist. Der Die primitivste Form des Bolles und in ihrer Schädlichkeit am deutschen Arbeiter. Sie fühlen sich auch auf diesem Ge- Schutzzoll hat die Tendenz, die Industrie bis zu einem gewissen Grade Durchsichtigsten sind die Finanzzölle. Noch heute werden in der Sahara biete verbunden. Denn sie kämpfen zusammen einen Kulturkampf. zu entwickeln. Dann aber tritt Stilstand ein, die Produktivkräfte Rarawanen geplündert oder Abgaben von ihnen erhoben, wenn sie Lassalle hat einmal gesagt: die Arbeiter sind der Fels, auf dem die werden nicht weiter entfaltet, weil die Konkurrenz ausgeschaltet ein Gebiet durchziehen. Das ist der Ursprung des Finanzzolls, der Kirche der Zukunft gebaut wird. Wir sind heute schon weiter. Die ist. Die Arbeiter haben vom Eisenzoll gar nichts gehabt. diesen barbarischen Charakter auch beibehalten, ja verstärkt hat. Arbeiter sind der Fels, auf dem die Kultur der Gegenwart ruht und Bro Metercentner Roheisen beträgt der Lohn nur 5,6 Prozent der Früher führte der Handel Lurusprodukte nur für die reichen Leute. an diesem Fels werden die schamlosesten Ausbeutungsversuche, die Gestehungskosten und 2,8 Prozent des Handelswertes. Durch den Die kapitalistische Produktion aber ist Waffenproduktion und erfordert je auf die Taschen des arbeitenden Volkes gerichtet worden sind, zer- Bol an sich wird gar nicht die Möglichkeit geboten, höhere Löhne zu den Verkehr mit Lebensmitteln und Rohstoffen. Dadurch werden schellen.( Stürmischer Beifall.) bezahlen. Auch der Konsum an Eisen ist ein Zeichen für die Höhe jetzt die Finanzzölle zu Zöllen auf Lebensnotwendigkeiten und wirken der Kultur. Während der Eisenverbrauch in Deutschland 134 Kilodeshalb um so verderblicher. Von Kaffee, Thee und Kakao erhebt gramm pro Kopf beträgt, beträgt er bei uns nur 32 Kilogramım. Destreich jährlich 34 Millionen Kronen. Der Altoholismus zeigt an der Hand der zollgeschichtlichen Entwicklung Oestreichs, daß Der Einsenzoll hat die Industrie so wenig entwickelt, daß die Zahl wird durch diese Belastung unschuldiger Genußmittel ge den Oestreichern die Zollpolitik bisher stets einerseits von Berlin, der in der Eisen- und Eisenverarbeitungs- Industrie bei uns be fördert. Das schlimmste ist, daß die Finanzzölle, weil sie andrerseits von Budapest diktiert worden ist. Er kommt zu schäftigten Personen von 1890-1900 mir von 270 000 auf 285 000 ummerklich erhoben werden, viel weniger aufreizen, als dem Schluß, daß die erste Freihandelsära Oestreichs fläg- gestiegen ist, ein Wachstum, das zum größten Teile auf die Nohdirekte Steuern. Sie wirken geräuschlos und begünstigen die Ent- lich Fiasko gemacht hat, während die 1882 beginnende eisen- Industrie fällt. Gerade von hohen Löhnen hängt die Entwicklung des Militarismus. Deshalb sind sie bei den Regierenden Schutzzoll- Aera die Juduſtrie wesentlich gehoben habe. Wenn auch wicklungsfähigkeit der Industrie ab. In Amerika sind die hohen fo beliebt. Bon 1877-1900 ist der Ertrag der Finanzzölle in die Ausfuhr zurückgegangen fei, so beweise das feineswegs einen Löhne ein wesentlicher Grund für die Blüte der dortigen Industrie. Deutschland von 100 Millionen auf 473 Millionen Mark gestiegen. Aufschwung der Industrie, denn Oestreich habe aufgehört, ein Ge- Viel bessere Mittel zur Hebung der Industrie als Schutzölle sind In derselben Zeit sind die Militärausgaben von 437 Millionen auf treide exportierendes Land zu sein. Redner wendet sich dann der bessere Schulbildung, gute Socialpolitit, gute Verkehrspolitik. 827 Millionen Mart gewachsen. Der Zusammenhang ist klar. Man Vertragspolitik zu und den zur Zeit geltenden Handelsverträgen mit Die Eisenschutzölle sind schädlich, nicht bloß unnötig, wie Karpeles sagt, die Zölle werden vom Ausland getragen. Der Betrag der Deutschland. Einen besonderen Vorteil vermag er in dieser Ver- gesagt hat. Es ist gesagt worden, die Arbeiter hätten überhaupt Zölle des Inlandes verringert die Preise der eingeführten Waren in tragspolitik für Oestreich nicht zu erblicken. Es ist richtig, wenn ge- fein Interesse an dieser Frage, es kann ihnen gleich sein, ob sie schutzgleicher Höhe. Nehmen wir für einen Augenblick an, es sei richtig, fagt wird, wir haben zwar Deutschland nicht zu viel gegeben, aber zöllnerisch gebraten oder freihändlerisch geschmort werden. Nichts ist daß das Ausland unfre Zölle trägt. Aber auch wir müssen exportieren. wir haben von Deutschland zu wenig bekommen. Auch ohne unsre falscher. Fast teine Frage geht die Arbeiter mehr an. Wir müssen Destreich führt mehr aus, als ein. Diese Theorie ist also Konzessionen wäre der deutsche Getreidezoll damals auf 3,50 m. gegen eine Erhöhung der Zölle energisch Stellung nehmen, noch sehr zweischneidig. Was wir danach auf der einen Seite gewinnen, herabgesetzt worden. Wohl aber ist die Stabilität, die der Handels- mehr, wir müssen auf Beseitigung dringen. Karpeles freilich will müssen wir auf der andern Seite erhöht hergeben. Aber es ist gar vertrag bewirkt, von Wert. Für die Fortsetzung der Vertragspolitit fogar einzelne Zolipositionen erhöhen. Ein Glück, daß er nicht die nicht wahr, daß das Ausland den Zoll bezahlt. Man versucht immer, sind wir alle. Sollte aber der deutsche Tarifentwurf Gesetz werden, Macht dazu hat. Industrie- und Agrarzölle stehen auch in Zusammendie Zölle wieder auf andre Stellen abzuwälzen. Schließlich werden dann müßte der östreichische Handelsminister gehängt werden, wenn hang. Wer höhere Industriezölle konzediert, muß auch höhere fie von den Sch: vächsten getragen, die sich gegen die Abwälzung er nicht jede Position in unsrem Bolltarif mit 3 multipliziert.( Sehr Agrarzölle konzedieren! Deshalb ist die Haltung Karpeles auch nicht wehren können. Entweder werden die Zölle abgewälzt auf die richtig!) taktisch unflug. Karpeles hat sogar von Interessengemeinschaft der Konsumenten des Inlandes: die Preise steigen um den gollbetrag. Die verrückten agrarischen Forderungen des deutschen Zolltarif- Arbeiter und Fabrikanten in dieser Frage gesprochen. Karpeles hat Gugels Oder aber die importierenden Kapitalisten suchen die Zölle auf die Entwurfs hat natürlich auch den östreichischen Agrariern den Mund für den Schutzzoll citiert. Engels hat den Schutzzoll auch eine Schraube ohne eignen Arbeiter abzuwälzen und fürzen die Löhne um den wässerig gemacht. Sie verlangen z. B. statt des bisherigen Dreimart- Ende genannt, auch sonst noch die Schädlichkeit des Schutzzolls Betrag der Zollerhöhung. So ist es schließlich sehr leicht Weizenzolles einen Neunmart- Boll.( Ruf: Das ist ja Spaß!) Die hervorgehoben. Die Zölle sind in ihrem letzten Wesen nichts andres möglich, daß ein Land die eignen Zölle und die Zölle des Sache darf durchaus nicht spaßhaft genommen werden. Wir stehen wie indirekte Steuern. Wir können den Karpelesschen Standpunkt Auslandes trägt, namentlich dort, wo die Arbeiter gleich vor der Gefahr, daß wir, wenn auch nicht einen Neumark-, aber nicht einnehmen. Wir müssen im Princip Freihändler sein, wir schwach find als Konsumenten und Produzenten, also in Oestreich. einen Sechsmark- Zoll auf Weizen bekommen. Einen andren Stand- können nur die durch den internationalen Verkehr gebotenen Kon Auf die breite Masse des Volkes fallen also die Zölle mit ganzer punkt wie gegenüber den Agrarzöllen muß man den Industriezöllen zeffionen machen. Wenn wir Karpeles folgen, dann kommen wir Wucht. gegenüber einnehmen. Kautsky war heute sehr fonziliant. dahin, daß wir schließlich noch für Agrarzölle eintreten. Bis jetzt Nun zu den eigentlichen Schußzöllen, die dazu bestimmt sein Er wie andre stehen aber aber eigentlich auf dem Stand- ist das glücklicherweise noch nicht der Fall. Also Freihandel im sollen, die Industrie zu schüßen. Thatsächlich besteht ihre Wirkung punkte: Wer gegen die Agrarzölle ist, muß auch gegen die Interesse der Industrie, wie auch im Interesse der Arbeiter.( Beifall.) nur darin, daß sie den Profit des Kapitalisten erhöhen und zwar Industriezölle sein. Das mag für Deutschland, das keine Industrieum den Betrag des Zolles, den die Masse des arbeitenden Volkes zölle mehr braucht, richtig sein, für Oestreich ist es nicht richtig. Ich zu tragen hat. Dieser Gesichtspunkt macht uns die Schutzölle nicht fann mich nicht unter allen Umständen für die Freihandelstheorie erfehr sympathisch. Sie sind eine Staatshilfe an das Kapital. Jeden- flären. Es kommt auf die Wirfung der Zölle an. Sprechen die falls dürfen wir nicht leichtfertig nach Schußzöllen drängen. Es selben Gründe, die gegen die Agrarzölle sprechen, auch gegen die Ingiebt verschiedene Arten Schutzzoll. Zunächst den privilegierenden dustriezölle? Kann man bei der Industrie von der Grundrente Boll. Das Proletariat hat gar fein Interesse daran, einen beson- sprechen? Ich halte es für theoretisch durchaus erlaubt, gegen die deren Industriezweig besonders zu entwickeln und die innere Har Agrarzölle und für Erziehungszölle zu sein. Einen Eisen- und Grundprincipien. Man kann nicht, wie Karpeles, sowohl Freihändler monie den Produktionsschichten zu stören. Der privilegierende Boll Sodazoll verlangt niemand, aber schwache Industrien tönnen gestützt fann. zur Kartellierung und zur Hemmung der Produktionsentwicklung werden. Auch Kautsky will die Industriezölle nicht auf einmal abführen. Das gilt namentlich für die Eisenzölle. Billige Kohle und schaffen. Warum aber diese staatsmännische Haltung? Die Social Eisen sind so nötig wie billiges Brot. Deshalb fort mit den Eisenzöllen. demokratie müßte doch da vorwärts gehen, nicht zimperlich sein Dancben giebt es noch andre Zölle, die verderblich sind und die ich und am Bestehenden nicht rütteln wollen. Vielleicht kommt diese fonservierende Zölle nennen möchte. In diese Kategorie gehören be- Haltung doch von dem inneren Zweifel her, ob mit den Industries sonders die Agrarzölle, sie sind wesentlich konservativer Natur. Man zöllen insgesamt wirklich so viel Unheil verbunden ist. Kautsky hat spricht von der Notlage der Landwirtschaft. Ich erkenne diese Not: fich heute lange nicht so freihändlerisch ausgedrückt, wie er es sonst lage an trotz aller Angriffe auf mich von freihändlerischer Seite. Ich schon gethan hat. Die östreichische Baumwollspinnerei und Weberei erkenne aber feine Notlage der Großgrundbesizer an. Auch die arbeitet durchaus nicht mit einem Profit von 25 Prozent. Sie andern verurteilen. Korreferent Dr. Karpeles Kristan Triest = wendet sich gleichfalls gegen die schutzzöllnerischen Ansichten von Karpeles. Die scheinbaren Vorteile der Schutzzölle für den Arbeiter in einzelnen Industrien würden dadurch paralysiert, daß der Arbeiter auch Konsument ist. Die Schutzzollpolitik verstärkt die Grenzen, schließt das Internationale aus und verstößt so gegen eines unsrer wie Schutzöllner sein. Ich verstehe ja von diesen Dingen verteufelt wenig, aber es will mir scheinen, daß es dasselbe ist, wenn die Industrie nach Schutzöllen ruft und wenn das Kleingewerbe Schutz verlangt. Wenn eine Industrie nicht aus eigner Kraft durchdringt, verdient fie nicht zu existieren. Wem in Oestreich sich gar keine Industrie entwickeln könnte ohne Echutzölle, wäre es besser, es täme überhaupt keine Industrie her. Die Arbeiter könnten dann dorthin auswandern, wo anständige Löhne gezahlt werden.( Widerspruch.) Die vorliegende Resolution ist ein merkwürdiger Kompromiß zwischent Karpeles und Kautsky. von " Pittoni Triest schmurftrads widersprochen haben. Wir sind von zwei verschiedenen| Wünsche befriedigt werden. Von diesem Gesichtspunkt müssen Sie hat den Einbrud, als wenn Starpeles als Vertreter der Großindustrie Gefichtspunkten ausgegangen. Ich habe als socialistischer Propa- ausgehen. 8um Minimalprogramm lag eine Fülle von Anträgen von denen wir nur acceptieren konnten, was uns gesprochen habe und nicht als Socialdemokrat und ist empört darüber. gandist gesprochen, Sarpeles als Staatsmann; er hat sich als öst- vor, Er sei Freihändler in Theorie und Praxis. Was England billiger reichischer Millerand empfunden, als östreichischer Handelsminister. vereinbar schien mit dem Rahmen des Programms, das doch produzieren könne, folle in England produziert werden, nicht in( Große Heiterkeit.) Karpeles hat auf die östreichische Baumwoll- In- nur eine Auswahl trifft, aber nicht ins Detail gehen kann. Oestreich. Kautsky hat das Moment der politischen Freiheit hervor dustrie hingewiesen. Sie ist sicherlich in schlechter Lage, aber nicht Wenn einzelne Forderungen der Genossen nicht erfüllt wurden, so ist gehoben. Ich wünschte, daß dieses Moment auch in der Resolution nur in Oestreich. Sie leidet inter chronischer Ueberproduktion und damit nicht gesagt, daß diese Wünsche programmwidrig waren, sondern ihre Leiden haben mit Schußzoll oder Freihandel nichts zu thun. Ich nur, daß sie nicht gang in den engen Rahmen des Programme zum Ausdruck fäme. war angenehm überrascht, daß Karpeles Marr und Engels citierte. paßten. Ueber die endgültige Redaktion ist in der Kommission völlige Morgenstern- Mährisch- Schönberg Nicht wir Marristen citieren jezt Marg, sondern die Anti- Uebereinstimmung erzielt worden, das beweist schon, daß die Arbeit ist theoretisch Freihändler, befürwortet aber die zollpolitische Los- dogmatiker berufen sich auf ihn, und zwar citieren sie eine gelungen ist, und ich hoffe, wie die Kommission wird sich auch die trennung von Ungarn. Nur so kann Ostreich zu günstigen Handels- Schrift von ihm desso lieber, je älter eine Schrift von ihm ist. Gesamtvertretung der Partei, der Parteitag auf den neuen Entwurf berträgen kommen. Der Schußzoll ist seiner Ansicht nach nicht das( Heiterkeit.) Das Citat aus Engels hat schon Schippel gegen vereinigen. Mittel, in Destreich die Großindustrie möglichst rasch zu entwickeln. mich benugt, es steht aber in einem langen Artikel, der sich gegen Wir haben uns in der Kommission um zwei wichtige Punkte ges Brod- Wien den Schutzzoll richtet. Wie lange fahren wir in Oestreich schon im stritten. Zunächst um die Elendstheorie. Der Anregung, den Satz wendet sich gleichfalls gegen Karpeles, der gar keinen Grund habe, Expreßzug des Schutzzolls und kommen nicht vorwärts. Vielleicht aus dem Hainfelder Programm, der von steigender Massenarmut und sich als Praktiker zu bezeichnen, denn er sei doch Redacteur und würden wir im Bummelzug weiter gekommen sein, als mit dem wachsender Verelendung spricht, bestehen zu lassen, konnte die Kommission handle nicht in Baumwolle.( Heiterkeit.) Eine theoretische Dumm- Gefährt, das die östreichische Handelspolitik benutzt hat. Mit der nicht Folge geben. Andrerseits war die Kommission der Meinung, heit schließt nicht aus, daß man eine praktische Dummheit begeht. Einfügung von Banet erfläre ich mich einverstanden. Bollfragen daß die Wurzeln und Ursachen des immer steigenden Klaffengegen( Heiterfeit.) Wenn ich theoretisch eine Dummheit begehe, fchädige ich haben große Aehnlichkeit mit Militärfragen. Wenn das Deutsche sayes deutlicher ausgesprochen werden müssen, als es im ersten nur mich selber, wenn ich aber eine praktische Dummheit mache, Reich von einem auswärtigen Feinde mutwillig angegriffen wird, Entwurf der Fall war. Während es im ersten Entwurf hieß:„ Die dann schädige ich andre.( Große Heiterkeit.) Karpeles hat mit dann wird jeder deutsche Socialdemokrat der Regierung, wie sie auch Lebenshaltung inmer breiterer Schichten des arbeitenden Volkes blutendem Herzen ein Citat der Brüsseler Nede aus sei, ohne Bögern alle Machtmittel au die Hand geben, um den tritt immer mehr in Gegensatz zu der rasch steigenden Produktivkraft Marg über Freihandel und Schutzzoll gebracht. Stellen Sie sich Feind zurückzuschlagen. Wenn das Attentat auf die Gefittung, das ihrer eignen Arbeit und zu dem Anschwellen des von ihnen selbst deutsche Tarif- Entwurf darstellt, Gesetz wird, dann geschaffenen Reichtums", schlagen wir Ihnen jezt folgende Fassung bor, Karpeles hat den Marg citiert.( Große Seiterkeit. Karpeles: ber auch die östreichische vor: Es wächst die Masse des Proletariats und der Grad ihrer Sie haben doch nicht das Monopol. Ernente Heiterkeit.) Er ist das eine Kriegserklärung und Eine Frage Ausbeutung".( Bravo!) Es ist damit einem Herzensbedürfnis vieler soll die Stelle aber nicht aus dem Zusammenhang reißen. Und Regierung muß alle Mittel dagegen benutzen. principielleu Propaganda. Wenn wir gegen Genossen genügt und der Satz unterliegt nicht mehr der wissenschaft1901 darf doch nicht mit 1847 verglichen werden. Damals handelte ist die der es sich um die Bekämpfung der Freihändler, die die Arbeiter an sich den Schutzzoll im eignen Lande auftreten, so geben wir den lichen Anfechtung wie der alte Sag mit dem wachsenden Elend. Locken wollten. Die Freihändler waren damals ganz anders und Freihändlern eine Menge Argumente an die Hand. Wenn die Ge- Jede optimistische Auslegung ist zur Unmöglichkeit geworden. Der Mary spricht ja auch von den Freihandels- Hausterburschen. Haben nossen in Oestreich nun auch gegen den deutschen Zolltarif mit allen Satz hat noch den weiteren Vorteil, daß wir nun endlich einmal wir heute noch solche? Heute haben wir Schutzzoll- Hausterburschen. Mitteln auftreten, so dürfen sie die eigne Propaganda gegen Agrar- mit der Elends- Diskussion fertig sein werden.( Heiterkeit.) Geftatten Pfaff, Adel und Kapitalisten verbinden sich für den Schutzzoll, der und Industriezölle doch nicht unterlassen. Genosse Karpeles hat von Sie mir, daß ich meiner Befriedigung darüber Ausdrud gebe, daß einzige Freihändler, der weiß, was er will, ist der Arbeiter.( Leb- mir behauptet, ich hätte gesagt, wer gegen Agrarzölle ist, muß auch diese uns schon zum Halse heraushängende Diskussion nunmehr Ich sollte meinen, auch die Verehrer der hafter Beifall.) gegen Industriezölle sein. Für alle Länder habe ich diesen Satz begraben ist. von dem„ Elend" genug haben. Dr. Adler: nicht aufgestellt. Für Rumänien halte ich Jndustriezölle z. B. für alten Fassung sollten gemtg. meine Person hatte wirklich ( Heiterkeit.) Zum Citat aus Marr möchte ich nur an eines erinnern, was 3 unentbehrlich. Freihändler sans phrase bin ich also nicht. Aber in Ich für und Industriezölle Die neue Formel hat den Vorteil, daß sie alle Möglichkeiten, alle thun Karpeles vielleicht nicht gepast hat. Die Rede von Marr fortgeschrittenen Ländern sind Agrarzölle einander verbunden, denn in diefen findet Resultate der steigenden Ausbeutung umfaßt, daß damit vereinbar hat sich nicht gegen Freihandel in der Industrie, sondern eng mit agrarische Einfuhr ſtatt. Auf ist eine steigende, staguierende und auch eine fallende Lebenshaltung, gegen Freihandel in Getreide eine industrielle Ausfuhr und gerichtet. Sie war dem Wege, den Karneles eingeschlagen hat, kommt man dazu, was wir gewohnt sind, Berelendung zu nennen. Auch der Buchrein politische Rede gegen die Cobdeniten, bestimmt, die schließlich auch für den Agrarzoll einzutreten. So weit ist ja in drucker, der Metallarbeiter, der mehr als früher verdient, dessen Arbeiter aus der Umgarmung der Mancheſterleute zu reißen. Frankreich schon der Baron Millerand gekommen.( Rufe: Baron?) Lebenshaltung sich eventuell gesteigert hat, kann und muß das BeSie war eine Rede gegen die Interessenharmonie. Sie Ja, er ist Baron, seitdem er den russichen Andreas- Orden vom Baren wußtsein haben, daß sich trotzdem der Grad seiner Ausbeutung gesollte uns ein Fingerzeig sein, auch diese Frage politisch zu erhalten hat. Auch bei uns in Deutschland totettiert ja der Genoffe steigert hat, weil er nicht abhängt von seiner Lage, sondern be= behandeln. Haben wir es heute noch nötig, die Arbeiter Schippel schon mit den Agrarzöllen. Und ich kann das verstehen. stimmt wird von dem Anteil des Arbeiters an den Früchten seiner aus einer solchen Interessensolidarität herauszureißen? Nein. Weder die Agrarier, noch die Industriellen haben Einfluß auf die er sagt, muß auch B sagen, das ist einfach die Logik der That Arbeit, der ihm zukommt. Da die Arbeit beständig produktiver wird, das, daß der Arbeiter schlechter Arbeiterschaft; wir können also frei urteilen. Es ist also für uns fachen. Fährt Karpeles mit seinen industriellen Neigungen fort, ist das Resultat immer einer der vielen Fälle der praktischen Politik, wo die Principien eine dann werden wir noch den Tag erleben, wo auch er Agrarzöllner fortkommt, daß der Grad seiner Ausbeutung steigt. geringere Rolle spielen. Wir werden uns auf ein Aktionsprogramm wird. Einen Trumpf glaubte Karpeles damit ausspielen zu fönnen, laffengegensatz, hauptsächlich die Empfindung des Klaffengegensatzes einlassen müssen. Lebensmittelzölle müssen wir bekämpfen, Industrie- daß er darauf hinwies, daß wir nur schrittweise zum völligen Frei- steigt, je optimistischer wir die Entwicklung der Gesellschaft beurteilen, Der Satz ist zölle müssen wir uns stellenweise gefallen lassen. Daraus folgt aber handel kommen, während er radikal das eine oder das andre wolle. ie mehr wir sehen, daß die Gesellschaft reicher wird. nicht, daß wir schon anfangen müssen, dafür zu schwärmen, als Ich habe mich gewundert, daß Karpeles über Nacht zum Katastrophen- wissenschaftlich tadellos, aber auch geeignet, alle Ihre Bedürfnisse wären wir eine Versammlung von Handelskammersekretären.( Heiter- politiker geworden ist.( Heiterkeit.) In unsrem Programm steht auch für Ihre Agitation zu erfüllen, und gleichzeitig macht er einer langteit.) Strücken find aber unter Umständen gut, das geben wir zu. Diese Abschaffung von heute auf morgen zu propagieren.( Heiterfeit.) die Abschaffung des Privateigentums. Aber noch niemand ist es eingefallen, weiligen Diskussion ein Ende. Ein zweites: Der ursprüngliche Entwurf hat gemeint, daß die Aber von diesem Standpunkt bis zu dem von Karpeles, der die Züchtung, Ebenso gilt es auch mit dem Freihandel. Freihandel ist das Endziel Festsetzung des Ziels einer politischen Partei, die die ganze Gesellden Import von Millionären fordert, um die industrielle Entwicklung Oestreichs zu fördern, ist noch ein weiter Weg. Wir haben mit der unsrer handelspolitischen Bewegung, das uns Begeisterung und schaft bis ins Junerste packen und umwälzen will, es eigentlich überZüchtung von Junkern genug üble Erfahrungen machen müssen, wir Energie verleiht. Wozu haben wir denn ein Programm? Karpeles flüssig macht, noch zu sagen: ich will die politische Macht, um Er will sich das Ziel zu erreichen. Aber niemand von den Verfassern des Entglauben, die gezüchteten Industriemillionäre würden auch nicht anders beurteilt auch diese Dinge mit einer Ministerseele. aussehen, und das, was Karpeles von ihnen zu erzählen wußte, klingt grundsäglich in der Frage des Freihandels nicht festlegen, sondern wurfs hat daran gezweifelt, daß das Mittel hierzu die Erringung recht wenig verlockend. Die Millionäre kommen bei dem Vorschlage von Fall zu Fall entscheiden. Auch ein Minister verspricht ja immer, der politischen Macht ist. Da eine große Anzahl Genossen es für von Karpeles ja sehr gut weg, aber ob sich für die Arbeiterschaft statistische Erhebungen zu veranstalten und dann allen berechtigten notwendig halten, diesen Gedanken ausdrücklich im Programm auszu Interessen Rechnung zu tragen.( Heiterfeit.) Damit kommen wir sprechen, so haben wir diesen Wunsch erfüllt, ohne daß wir damit Borteile daraus ergeben, das möchte ich bezweifeln. Die Erfahrung aber nicht weiter, wenn wir in die Massen gehen; da werden wir um ein Haarbreit zu einer andern Ansicht abzuweichen brauchen. lehrt vielmehr, daß die Züchtung von Millionären zugleich Züchtung gefragt, wie steht Ihr zu der Frage: Schutzzoll oder Freihandel, Daß das Mittel zum Ziel die Eroberung der politischen Macht ist, von Hungerlöhnen ist. Praktischen, vernünftigen Erwägungen sind wir zugänglich und können daher unter Umständen gewisse Industrie- und da müssen wir klar antworten können, wenn wir begeistern ist jedem Socialdemokraten klar. Wem es nicht flar ist, der hat zwei wollen. Praktisch stehen wir auch nicht vor der Frage, ob wir Wege. Entweder nimmt er sich vor, noch etwas zu lernen( Heiterzölle als notwendiges Uebel in den Kauf nehmen. Aber wir schwärmen nicht dafür, am allerwenigsten in der Weise, wie Karpeles die Republik wollen oder nicht. Im konkreten Falle handelt es sich keit), oder er muß sich einer andern Partei anschließen. um die Preßreform. Aber wir, die wir das republikanische Princip Sie erinnern sich, wie hatten einen Punkt im Entwurf, wo ich es hier gethan hat.( Beifall.) vertreten, können viel geschlossener, viel entschiedener, auf das Brineip bekennen mußte, ja hier liegt wirklich ein Fehler vor. Es war der Vanek- Prag geftügt, in der fonfreten Frage auftreten. Ebenso steht es mit der Punkt, der von der Ausbildung der Vorbedingungen für die fünftige polemistert gegen Karpeles. Von den Schutzöllen hat die Arbeiter- ökonomischen Reform. Wir wollen die sociale Revolution, praktisch Gesellschaft heute schon handelt. Ich hatte nur das subjektive schaft teinen Vorteil gehabt. Adlers Standpunkt ist zu acceptieren: aber handelt es sich um die Altersversicherung. Aber auch hier Moment im Entwurfe hervorgehoben und das objektive vergessen, Auflehnung gegen Agrarzölle, Gefallenlassen der Jndustriezölle. werden wir viel flarer, energischer und einheitlicher auftreten können, das Moment, daß die Entwicklung der Gesellschaft selber diese VorGanz falsch ist die Behauptung von Karpeles, daß die Interessen als wenn wir uns von Fall zu Fall entscheiden, wollten. Praktisch bedingung schafft. Dieser Fehler ist beseitigt. Beide Momente sind jetzt der Arbeiter und Industriellen sich in Bezug auf die Zölle decken. steht nicht in Frage: Freihandel oder Schutzzoll, die praktische Frage in zwei getrennten Säßen ausgedrüdt. Der Ausdrud genoffenschaftliche Er beantragte, den ersten Satz der Resolution Kautsky- Starpeles wie lautet heute: Stampf gegen den Agrarzoll und die monopolistischen Produktion" ist beibehalten, aber mit einem Sicherheitsventil, einem folgt zu ändern: Ob zwar die Socialdemokratie dem heutigen Zölle. In dieser Frage wird nur der zielbewußt und entschieden Fallschirm versehen worden( Heiterfeit.) durch den Zusatz auf Klassenstaat die Fähigkeit aberkennt, die Produktion zu Gunsten des auftreten können, der principiell auf dem Boden des Freihandels Grund gesellschaftlichen Eigentums". Ich glaube, die Sache ist jetzt gesamten Volkes regeln und einrichten zu können, erkennt sie die steht. Weil wir glauben, daß die praktische Frage ist, wie feuerfest.( Heiterkeit) Jede Uuklarheit von links ist jetzt aus Notwendigkeit an, daß der Staat den heutigen Verhältnissen ent- vir den Kampf gegen unsre schlimmsten Feinde, gegen die geschlossen. Der Entwurf war früher sehr schlecht( Heiterkeit), das sprechend Maßregeln zur Förderung und Entwicklung der Produktiv- Agrarier und Monopolisten am besten führen können, deshalb stimme iche ich ein: ich habe mich gewehrt, ich hatte mich gefürchtet vor kräfte und der Produktion selbst trifft." Dieser Satz entspricht mehr ich für den Freihandel, nicht aus einem abstraften Freihandels- Mißverständnissen von rechts, und von links sind sie gekommen. der Fassung unfres Programms. interesse heraus, das ich nie vertreten habe, und deshalb bitte ich Sie, für die Resolution nicht nur zu stimmen, sondern praktisch dafür spricht gegen Karpeles und erklärt sich auch gegen alle Erziehungs- au wirken.( Stürmischer Beifall.) Die Resolution Kautsky Karpeles( f. Vorwärts" zölle, die auch nur zum Nutzen weniger Kapitalisten sind. Nr. 259) wird hierauf mit dem Amendement Vanek einstimmig an genommen. Ausobsky- Wien Die Diskussion schließt hiermit. In seinem Schlußwort beklagt sich Karpeles Den Schluß der Sizung füllt ein Referat des Reichsratsüber Mißverständnisse, die sein Referat hervorgerufen hat. Er Abgeordneten Eldersch Brünn über den sechsten Punkt der Tageswundert sich, daß er nirgends Zustimmung gefunden habe. Am ordnung, der vortweg genommen wird, aus. Es handelt sich um meisten Opposition hat meine Aeußerung von der Interessenharmonie die Regierungsvorlage über die Abänderung der gefunden. Ich habe von der Interessenharmonie mur für den be- Gewerbe- Ordnung. Eldersch giebt eine scharfe Kritik dieser stimmten Fall gesprochen und dabei natürlich im Auge gehabt, daß Reform und ihrer zünstlerischen Tendenzen und begründet eingehend unfre Partei geschult genug ist, daß meine Worte nicht als allgemeine die socialdemokratischen Forderungen auf diesem Gebiete. Interessenharmonie gedeutet werden können. Wir sind wirklich schon Schluß 7 Uhr. so start, daß wir es ruhig zugeben können, wenn irgendwo einmal gemeinsame Interessen mit den Industriellen hervortreten. Ich bin in der That dafür, daß Millionäre gezüchtet werden. Dr. Adler sagt, das bedeutet Hungerlöhne. Nehmen wir unsrer Textilindustrie den Zoll, dann sperren die Fabrikanten ihre Fabriken und degradieren der die Arbeiter zu Hausindustriellen. Gewiß tritt die Industrie zunächst mit Hungerlöhnen auf; aber wozu haben wir denn unsre Gewert schaftsorganisationen? Wien, den 6. November. Fünfter Verhandlungstag. " Denn der Am heutigen letzten Verhandlungstage wurde zunächst Bunft 5 müssen wir das Proletariat dazu fähig machen. Das wird in dem Tagesordnung beraten: Die Vorlage betr. Alters- und Juvaliditäts- Versicherung, Witwen- und Waisen- Versorgung. Der Referent, Reumann- Wien, beleuchtete fritisch den Regierungsentwurf und tadelte besonders die zu niedrige Rente, die zu hohe Altersgrenze, die Art, wie die Beiträge aufgebracht werden sollen und andres mehr. Die Forderungen der Partei faßte er in einer Resolution zusammen, die einstimmig angenommen wird. das Run tommt ein Satz, der scheinbar eine Wiederholung ist und den ich, doch an dieser Stelle um teinen Preis vermissen möchte: Nur das zum Klassenbewußtsein erwachte und zum Klassentampf organisierte Proletariat tann der Träger dieser notwendigen Entwicklung sein." Diefer Satz, zum Teil aus dem Hainfelder Programm genommen, ist das Wichtigste, was wir im Programm haben, weil er uns abgrenzt gegen alle andren, die sich Socialisten nennen und gern Socialdemokraten werden, wenn sie es nachher wieder nicht zu sein brauchen. Ich denke nicht an die Chriftlichsocialen, sondern an die ehrlichen Ich denke nicht an die Chriftlichsocialen, sondern an die ehrlichen katholischen und protestantischen Socialen. Wenn diese sagen:" Das katholischen und protestantischen Socialen. Wenn diese sagen:" Das wollen wir ja schließlich auch", dann frage ich sie: Wer soll es aber machen? Und wenn mir die Leute dann fagen: Der Kaiser! dann lächle ich. Wenn Sie sagen:„ Das einsichtsvolle Bürgertum!" dann lache ich.( Ruf: Die Kirche!) Von der Kirche wird das nicht mehr Den Be behauptet.( Heiterkeit.) Hier liegt eben die Grenze. freiungstampf fann nach unsrer Meinung nur die Arbeiterklasse selbst führen, wie Marg es ausgedrückt hat, sie taun nur das Werk der Arbeiterklasse selbst sein. Damit sie das Werk auch wirken können, folgenden Satz von der Organisierung des Proletariats auss gesprochen. Im ersten Entwurf hieß es politische Organisierung". Damit Jetzt ist Wort„ politisch" fortgelassen. ist allen Arten der Organisierung des Proletariats Raum In der Debatte ist zum Ausdrud gebracht worden, daß unsre gegeben. Es ist die gewerkschaftliche Organisierung mit einbezogen, Industrie nur wegen der niedrigen Löhne und der langen Arbeitszeit die wirtschaftliche Organisierung nicht ausgeschlossen. Ich mache tonkurrenzfähig ist. Das ist ein Argument für mich. Berlangen wir diese Unterscheidung, weil die Gewerkschaftsbewegung bereits einen höhere Löhne und fürzere Arbeitszeit, so können wir nicht in Abrede hohen Stand erreicht hat, die wirtschaftliche Organisierung aber noch stellen, daß Erziehungszölle notwendig find. Beer hat mich annicht deutlich erkennbare Gestalt vorgenommen hat. Es sind weiter gegriffen, obwohl ich ausdrücklich die Eisenzölle als schädlich charak einige redaktionelle Aenderungen angenommen worden. Aus heu terisiert habe. Am weitesten ist Sristan gegangen, er hat die Schutztigen" Zuständen find wieder unwürdige" Zustände gemacht worden. zölle als traffe Verlegung eines großen Brincips der Internationaliät genannt. Wir dienen aber der Internationalität nicht mit Nedens- das Ergebnis der Beratungen der Programm- Kommiffion. Biele halten das für eine Verbesserung, ich halte es nicht für eine Verschlechterung.( Heiterkeit.) Der Name socialdemokratische Arbeiterarten, sondern indem wir das östreichische Proletariat vorwärts( Den Wortlaut des neuen Entwurfs siehe hinter diesem Bericht.) partei ist selbstverständlich beibehalten worden. Schließlich ist der bringen. Ich habe mich nicht principiell für den Schußzzoll aus Begriff Arbeiterschuß weiter gefaßt worden und als Schutz der gesprochen, sondern eine Prüfung in jedem einzelnen Fall verlangt. begründet die Aenderungen folgendermaßen: Wir haben die wichtigste Bebenshaltung der Arbeiter" ins Programm aufgenommen worden. Gewarnt habe ich nur davor, blindlings ins Freihandelslager Angelegenheit des Parteitages jetzt abzuschließen. Ich habe von Der Wohnungsschutz, der Lebensmittelschuß ist in diesem hinüberzugehen. Wir haben es Wir haben es nicht notwendig, uns für Der vielfach gegebenen Anregung, die industriellen Schutzöllner ins Zeug zu legen, aber wir auszusprechen, daß die Diskussion den Beweis geliefert hat, daß den Satz von der Erringung der politischen Macht ins Programm die industriellen Schutzöllner ins Zeug zu legen, aber wir vornherein meine große Freude und innerlichste Befriedigung darüber Ausdruck mit enthalten. haben auch nicht notwendig, uns für die industriellen sich mit unfrer Partei an Einsicht und Intelligenz teine andre aufzunehmen, ist entsprochen worden. Dagegen ist der„ gebührende Freihändler besonders zu erwärmen. Die Aeußerung von der Inter- Partei dieses Landes messen kann. Mit Stolz können wir auf diesen Einfluß" in einen„ möglichst großen Einfluß" umgewandelt worden. effengemeinschaft hätte gar nicht mißverstanden werden können, wenn man sich vor Augen gehalten hätte, daß ich hier als Socialdemokrat Parteitag zurückfehen. Bei der Schaffung eines Programms ist das Ich hielt den Ausdruck gebührend" für geeigneter, habe mich aber gesprochen habe. Das gleiche gilt von der Aeußerung der Züchtung Entscheidende gewiß nicht das einzelne Wort, bei der Beratung aber überzeugen müssen, daß ich unrecht hatte.( Heiterkeit.) Man merkt muß man sich notwendig um Worte streiten. Die Kommission hielt ja erst, ob man richtig spricht, wenn man von den andern auch vervon Millionären. So irrig es ist, wenn die Industriellen meinen, es für richtig, nur das wertvollste und wichtigste aus den Ergebnissen standen wird. es könne eine Großindustrie geben ohne eine Entwicklung der Social der Debatte herauszugreifen. In der Diskussion ist kein Einwand Ich glaube, das Programm ist so gefaßt, daß von einer Ueberdemokratie, so irrig ist es auch, wenn wir meinen, die Socialdemo fratie fönne groß werden ohne eine Entwicklung der Industrie zur gegen das, was im Entwurf vorhanden war, erhoben worden. Nur schätzung der täglichen Gegenwartsarbeit nicht gesprochen werden gegen Lücken richtete sich die Kritit. Die Kommission mußte sehen, fann. Unterlag das Hainfelder Programm der Anschauung, Großindustrie in Oestreich. Wenn Sie die Großinduſtrie wollen, wie viel von den neuen Vorschlägen in den Entwurf hineinzunehmen daß es die Gegenwartsarbeit unterschätzte, so batten einige unsrer dann stoßen Sie sich nicht an dem Ausdruck„ Züchtung der Millionäre". war. In ein Programm muß alles hinein, was die Genossen in Freunde gefürchtet, daß dieses Programm eine Ueberschäzung der Schmeichelhaft ist dieser Ausdruck nicht. ihrer Gesamtheit wollen; aber unmöglich konnte alles hineinkommen, Gegenwartsarbeit enthalte. Nach dem neuen Entwurf ist das ganz auswas irgend ein Genosse wünschte. Nichts darf im Programm enthalten geschlossen, nach dieser Richtung ist nichts aus dem Programm weist in seinem Schlußwort auf die eigentümliche Erscheinung hin, sein, was der berechtigten und vernünftigen Meinung eines Genoffen herauszulesen. Also die Angst derjenigen, die das Endziel am daß die beiden Referenten dieselbe Resolution gestellt und sich doch widerspricht, aber nicht jeder Genosse darf verlangen, daß alle seine schärfsten betonen, die immer wachsam gegen jede Einschläferung Kautsky * Dr. Adler berichtet nunmehr über Dr. Adler des revolutionären Getvissens aufgetreten sind, ist unbegründet. Jn) In die Kontrollkommission werden Neumann- Wien, Frau teinem Programm, das ich kenne, ist so sehr der faustische Drang, Schlesinger- Wien und Kubanet( Czeche) gewählt. bis ans Ende der Dinge zu geben, zum Ausdruck gekommen. In Eine Anzahl Anträge werden der Parteileitung zur Berücks diesem Programm ist teine Stelle, die dem Gedanken auf die sichtigung überwiesen. heutigen Zustände Ausdruck giebt: Verweile doch, du bist so schön, es macht feinen Moment den Versuch, uns aufs Faulbett zu werfen und unsre letzten Ziele für ein Linsengericht verkaufen zu lassen. ( Beifall.) Redner geht hierauf auf die Minimalforderungen im zweiten Teil des Programins ein, in dem einigen Anträgen entsprechend einige nene Forderungen aufgenommen worden find. Der Satz: Religion ist Privatsache, ist geblieben und nicht durch Sache persönlicher Ueberzeugung" ersetzt worden. Dagegen ist bei der Aufstellung der Schulforderungen der Anregung der Chechen Folge geleistet worden, wonach den pädagogischen Be dürfnissen der einzelnen Völker Rechnung getragen werden soll. Damit bin ich mit der Besprechung des eigentlichen Programms fertig. Ich habe noch ausdrücklich zu erklären, daß die Kommission es abgelehnt hat, den Hellerschen Antrag aufzunehmen, wonach die Arbeiterschutzforderungen nur im Hinblick auf das Endziel erhoben werden sollen. Wahrscheinlich erscheint den Einbringern dieser Antrag nach der jetzigen Gestaltung des Programms minder notwendig. Ein andrer Antrag war nicht principieller, sondern konkreter Natur. Der Antrag Hueber auf gesetzliche Anerkennung der Stollettivarbeitsverträge". Dieser Antrag erschien uns als zunächst noch nicht reif. Es wurde geltend gemacht, daß von dieser gesetzlichen Anerkennung die Unternehmer mehr profitieren könnten, als die Gewerkschaften. Fälle in England mahuten zur Vorsicht; es scheint angemessen, daß erst ein Gewerkschaftskongreß die Frage gründlich prüft. Also vertagen wir vorläufig diese Anregung. 7. Staatliche und kommunale Organisation des Sanitätsdienstes; unentgeltliche Beistellung der ärztlichen Hilfeleistung der Heilmittel. 8. Erklärung der Religion als Privatsache; Trennung der Kirche vom Staate und Erklärung der kirchlichen und religiösen Gemeinschaften als private Vereinigungen, die ihre Angelegenheiten ganz felbständig ordnen; obligatorische Givilehe. Folgende bemerkenswerte Resolution wurde einstimmig an genommen: In Anbetracht der sich von Jahr zu Jahr häufenden Miß9. Obligatorische, unentgeltliche und weltliche Schule, die den Handlungen, Selbstmorde und ungerechten, unbegreiflichen Ver- Bedürfnissen und der Entwicklung der einzenen Völker vollkommen urteilungen und Bestrebungen in der Armee, fordert die Social- entspricht; unentgeltlichkeit der Lehrmittel und der Verpflegung in demokratie die schleunigste te form und Oeffentlichkeit den Volksschulen für alle Stinder, sowie für jene Schüler höherer der Militärgerichte, insbesondere ein freies unbehindertes Lehranstalten, die zu weiterer Ausbildung befähigt sind. und unbeeinflußbares Beschwerderecht für jeden Soldaten bei jeder Justanz. Der Parteitag beschließt: Die Reichsratsfraktion wird beauftragt, in nächster Session in energischer Art und Weise einen Antrag betr. die Reform der Militär- Strafprozeßordnung zur Verhandlung zu bringen. Wirtschafts- Genossenschaften und Konsumvereine als ein Mittel, die Ein Antrag der Bezirksorganisation Römerstadt: Es sind Tagesordnung erledigt. Partei zu stärken, offiziell zu unterstützen", wird durch Uebergang zur englischen Greuelthaten wie gegen die Niedermetzelung der Entrüstungs- Resolutionen gegen den Transvaalkrieg und die Armenier durch die Türken, wurden angenommen, ebenso wird für die fämpfenden Arbeiter und die Intelligenz im 8arenreiche eine Sympathiekundgebung beschlossen. Die Bestimmung über den Ort der Abhaltung des nächsten Gesamt- Parteitags wird der Gesamt- Barteileitung überlassen. Damit ist die Tagesordnung des Parteitags erledigt. Popp giebt einen Rückblick auf die Verhandlungen des Partei tags. Er spricht die Ueberzeugung aus, daß das neue Programm die Partei zu neuen Siegen und Erfolgen führen werde. Die Vertreter der einzelnen Nationen schließen sich in furzen, Popp schließt den Parteitag mit einem dreimal begeistert auf genommenen Hoch auf die internationale Socialdemokratie. Die Delegierten fingen stehend das Lied der Arbeit und der roten Fahne. Der Parteitag ist geschlossen. Schluß der Sitzung 214 Uhr. Wir schlagen Ihnen vor, den veränderten Entivurf als Parteiprogramm anzunehmen und ihm einzuverleiben die programmatische Erklärung unfres letzten Parteitages bezüglich der Nationalitäten. Wir schlagen Ihnen jedoch nicht vor, die Resolution zur Landagitation, die der deutsche Parteitag in Graz angenommen hat, dem Gesamts programm einzufügen, ohne daß wir dem Juhalt dieser in ihren Landessprachen gehaltenen Worten diesen Ausführungen an. Resolution irgendwie zu nahe treten wollen. Wir glauben aber, daß fie noch noch nicht den Grad der Reife und zwingenden Notwendigkeit für die Gesamtpartei hat, um fie ins Gesamtprogramm aufzunehmen. Die Genossen, die über diese Resolution, die weiter ein Fingerzeig für die Landagitation der deutschen Genossen bleiben wird, die Nase rümpfen, erwarte ich bei einer fünftigen Agrardebatte.( Heiterkeit.) Und nun komme ich zum Schluß. Wir haben uns geplagt, in 10. Ersetzung aller indirekten Steuern und Abgaben durch stufenweise steigende Einkommen, Bermögens- und Erbschaftssteuern. 11. Ersatz des stehenden Heeres durch die Volkswehr; Erziehung zur allgemeinen Wehrhaftigkeit; allgemeine Boltsbewaffnung; Ent scheidung über Krieg und Frieden durch die Volksvertretung. 12. Beseitigung aller Gesetze, wodurch die Frau gegenüber dem Manne öffentlichrechtlich oder privatrechtlich in Nachteil gesetzt wird. 13. Befreiung der Wirtschaftsgenossenschaften der Arbeiter von allen ihre Thätigkeit hemmenden Lasten und Schranken. Als Minimum an Arbeiterschutz fordert die östreichische Socialdemokratie: schaftlichen Organisation, gefeßliche Gleichstellung der Landarbeiter, 1. Volle Koalitionsfreiheit, gesegliche Anerkennung der gewerk. Aufhebung der Dienstboten- Ordnungen. 2. Achtstündiger Magimal Arbeitstag ohne Klauseln und ohne Ausnahme, 3. Verbot der Nachtarbeit mit Ausnahme jener Betriebe, deren technische Natur eine Unterbrechung nicht zuläßt; die Nachtarbeit für Frauen und jugendliche Arbeiter ist jedoch ausnahmslos au verbieten. 4. Volle Sonntagsruhe in der Dauer von mindestens 36 Stunden. 5. Strenge Durchführung des Verbotes der Griverbsarbeit von Kindern unter 14 Jahren; ausreichende Schutzgesetze für Lehrlinge und jugendliche Arbeiter. 6. Ausschluß der Frauenarbeit aus den besonders für den weiblichen Organismus schädlichen Betrieben. Alle diese Bestimmungen haben für Betriebe jeder Art und Stufenleiter( Großindustrie, Transportgewerbe, Handwerk, Handel, Hausindustrie) zu gelten. diesem Programm den richtigen Ausdruck für das zu finden, was Das neue Programm der östreichischen Socialdemokratie. denen exekutive Befugnisse zu geben find; Witwirkung der Arbeiter wir alle wollen. Ich habe in meiner ersten Rede gesagt, daß ich den größten Wert darauf lege, daß der Inhalt des Programms richtig wicklung. O Vereinskalender. " " Freie Sänger I", " Rosalia", Blaen, Sängerhort", Melodia I" Ausbau des Gewerbe- Inspektorats; Vermehrung der Inspektoren, organisationen an der Kontrolle der Durchführung des ist, daß aber ein richtiger Gedanke verschieden ausgedrückt das gesamte Volt ohne Unterschied der Nation, der Naffe und des torinen. Die socialdemokratische Arbeiterpartei in Oestreich erstrebt für schußes durch die von ihnen gewählten Inspektoren und Inspetwerden kann. Diese Anschauung von der Möglichkeit einer Geschlechtes die Befreiung aus den Fesseln der ökonomischen Abverschiedenen Ausdrucksweise hat bei einzelnen Genossen den Ber- hängigkeit, der politischen Unterdrückung und der geistigen Ver- ftrenge Strafen zu verhängen, die nicht in Geldstrafen umgewandelt Ueber Unternehmer, die das Arbeiterschutz- Gesetz übertreten, sind dacht erweckt, als wäre ich dem Wortlaut des Programms gegenüber fümmerung. Die Ursache dieser unwürdigen Zustände liegt nicht in werden dürfen. gleichgültig. Ich bin bereit, mit jedem Genossen über den Inhalt den einzelnen politischen Einrichtungen, sondern in der das Wesen Die Arbeiterversicherung ist einer durchgreifenden Reform zu Ses Programms zu diskutieren und werde dabei bestrebt sein, die des ganzen Gesellschaftszustandes bedingenden und beherrschenden unterziehen, durch Einführung einer allgemeinen Alters- und Ju Form und die Ausdrucksweise zu wählen, die er am besten versteht. Thatsache, daß die Arbeitsmittel in den Händen einzelner Besizer validenversicherung sowie Witwen- und Waisenversorgung zu er Ich werde, wenn ich ein Programm abfaffe, nur jene Ausdrücke zu monopolisiert sind. Der Befiger der Arbeitskraft, die Arbeitertlajje, gänzen und unter durchgängiger Selbstverwaltung der Versicherten! wählen trachten, die genau so verstanden werden, wie sie unsrer An- gerät dadurch in die drückendste Abhängigkeit von den Befizern der einheitlich zu organisieren. schauung entspricht. Wenn ich von dem relativen Gewicht einer be- Arbeitsmittel mit Einschluß des Bodens, der Großgrundbefizerklasse stimmten Ausdrudsweise im Programmentwurf gesprochen habe, so und der Kapitalistenklaffe, deren politische und ökonomische Herrschaft bin ich doch weit entfernt davon, gleichgültig zu sein gegen den im heutigen Klaffenstaate ihren Ausdruck findet. Wortlaut, nachdem er Programm geworden ist. Die Wiederholung Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Zweiter Der technische Fortschritt, die wachsende Konzentration der Pro- Vorsitzender: A. Hübner, derselben Säge durch Jahre und durch viele Menschen schadet dem duktion und des Besizes, die Vereinigung aller ökonomischen Macht Seifrit, Fidicinstr. 16. Wilhelmstraße 134. Erfter Raffierer. Wortlaut. Eine Münze, auch wenn sie noch so scharf ge- in den Händen der Kapitalisten und Sapitalistengruppen hat die zu richten an Friedrich Kortum, Alle Aenderungen im Vereinskalender find im Laufe Lausigerstraße 33. Freitag. prägt ist, wird der Zeit abgegriffen. Aber, Wirkung, immer größere Streise früher selbständiger fleiner gewerb- uebungsstunde abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Parteigenoffen das hindert nicht, daß auf dem Wege von licher Unternehmer und Kleinbauern ihrer Produktionsmittel zu ent- Staiser'scher Männerchor", Wernau, Schwedterfir. 23/24.„ Nord", Adolf der Prägung bis zum endgültigen Verschleiß, daß diese Münze, eignen und sie als Lohnarbeiter, Angestellte oder als Schuldknechte Neumann, Brunnenſtr. 150." Buchbinder Männerchor", Fürstenhof, diese Prägung, dieses bestimmte Wort uns die allergrößten Dienste direkt oder indirekt in die Abhängigkeit von den Kapitalisten zu Röpniderftr. 137/38. Bereinte Sangesbrüder Moabits", Pfarr, Buttlizleistet, ja ganz unentbehrlich ist, nicht nur für unsre Agitation, für bringen. Es wächst die Masse der Proletarier, es steigt aber auch straße 10. ,, Maiglöckchen I", Sachse, Lindowerstr. 26. Gemütlichkeit", die Erziehung der Massen, wo man bestimmte Prägungen braucht. der Grad ihrer Ausbeutung, und dadurch tritt die Lebens- Rheingold", Feind, Weinstraße 11. Thiede, Seydelstr. 30. Georgina", Balzer, Grünauerstr. 14. Wiederholung ewig derselben Säße, bis es verstanden wird. Wir haltung immer breiterer Schichten des arbeitenden Boltes immer burg a. H., Mengert, Bergstr. 6. ,, Männer Gefangverein", BrandenNordwacht", Milbrodt, Müllerbrauchen es auch für uns selber. Die Hirnvorgänge find alle flüssiger mehr in Gegensatz zu der rasch steigenden Produktivkraft seiner straße 7. Sängerfreis", Weißensee, Wassermann, Königs- Chauffee 55. Natur. Wir unterliegen selbstverständlich den Einflüssen, die von eignen Arbeit und zu dem Anschwellen des von ihm selbst ge-„ Eintracht II", Eberswalde, Restaurant Bur Mühle". Neue Zeit", allen Seiten kommen. Es ist nicht immer leicht, die Identität des schaffenen Reichtums. Die der Planlofigkeit der kapitalistischen Lorenz, Voltastr. 43. Klingmüllerscher Männerchor", Weißensee, Bum Wollens und Wissens festzustellen. Das ist bei dem Einzelnen der Produktionsweise entspringenden Krisen mit ihrem Gefolge von Prälaten, Lehderstr. 122. Karthaus Kummerscher Männerchor", Schulz, Fall, wie erst bei einer Gesamtheit, die fämpft. Wir brauchen einen Arbeitslosigkeit und Elend beschleunigen und verschärfen diese Ent- Blumenstraße. ,, Sanges blüten", Herzog, Marfiliusstr. 8. ganz bestimmten scharfen Ausdruck dafür, wer zu uns gehört und Gesangverein der Puzzer", Bauer, Rosenthalerstr. 57. wer außerhalb unsres Kreises steht. Heutzutage, wo alles rötlich Heegermühle b. Eberswalde, Baugaz, Jagdschlößchen. Je mehr aber die Entwicklung des Kapitalismus das Proletariat Königsbergerstraße 34. Ruf", Falckensteinstraße 4. schimmert, giebt es Schattierungen vom Rot durch Rosa bis zum anschwellen macht, desto mehr wird es gezwungen und befähigt, den Vogel, Wrangelstr. 74. Borar", Krüger, Naunynstr. 6. Weiß, wo alle möglichen socialen Auffassungen Blaz haben. Kampf gegen ihn aufzunehmen. Immer mehr macht die Verdrängung Nixdorf, Mercier, Steinmetzstr. 55. ,, Einigkeit Nordivest", Ich unterschätze durchaus nicht die Gedankenarbeit, die der Einzelproduktion auch den Einzelbefizz überflüssig und schädlich, straße 11." Freiheit Moabit", Fischer, Waldstr. 8 in der Selbstkritik, in der endlosen, nie enden sollenden während zugleich für neue Formen genossenschaftlicher Produktion freundschaft", Treptow, Michler, Ernſtſtraße 26. Waldkapelle", Arbeit an sich selbst liegt. Wenn jemand in die Wüste auf Grund gesellschaftlichen Eigentums an den Produktionsmitteln Ladewig, Kommandantenſtr. 65. Freiheit Nord", Wils, Burgs ziehen will, um sich die letzten socialen Dinge flar zu machen, so die notwendigen geistigen und materiellen Vorbedingungen geschaffen Adel, Germania 20. dorf und Wildenowstraßen: Ecke. Sangesluft III", Tempelhof, habe ich nichts dagegen, wenn er dabei philosophiert bis an sein werden. Zugleich kommt das Proletariat zum Bewußtsein, daß es diese ,, Völkerfrühling", Höhlke, Oranienstr. 109. Solidarität II", Potsdam, Brandenb. Kommunikation 16, Glaser. Lebensende. Wer aber praktisch arbeiten will, wer in der Partei Entwicklung fördern und beschleunigen muß, und daß der Uebergang Liedeslust II", Potsdam, Brandenb. Kommunikation 16, Glaser. Geselligsteht, der hat die fubjektive Notwendigkeit und die objektive Pflicht, der Arbeitsmittel in den gemeinschaftlichen Befiz der Gesamtheit des feit II", Hennigsdorf, Böhmer, Hauptstr." Frohsinn I", Rummelsburg, unter diefe Erwägungen von beiden Seiten und nach tausend Seiten Boltes das Ziel, die Eroberung der politischen Macht das Mittel Goethe- und Kantstraßen- Ece. Metallarbeiter Osten", Tabbert, Markus hin endlich einen Strich zu ziehen, zu summieren und zu sagen: feines Kampfes für die Befreiung der Arbeiterklasse sein muß. Nur das straße 14. Lorbeerkranz", Spät, Weinstr. 11. Auf Grund aller dieser Erwägungen bin ich entschloffen, das und zum Klassenbewußtsein erwachte und zum Klassenkampf organisierte Charlottenburg, Springer, Götheſtr. 67a.„ Klintmüllerscher Männerchor", das zu thun!( Stürmischer Beifall.) Diese Pflicht haben wir als Proletariat kann der Träger dieser notwendigen Entwicklung sein. Klemie, Bergstr. 137( Deutsches Wirtshaus). Weißensee, Scorscewsti, Lehderstr. 123.. Nixdorfer Männerchor I", Rixdorf einzelne, wie viel mehr noch die Partei als Gesamtheit, weil sie Das Proletariat zu organisieren, es mit dem Wriezenerstraße 6. " Bündholz", Beder " Frohsinn II", Adlershof, Rohde, Genossenschaftsfonft nicht arbeiten kann. Gelviß, das Gehirn ist ein Hemmungs- Bewußtsein feiner Lage und feiner Aufgabe Wirtshaus. Freiheit II", Neu- Weißensee, Schmuz, Königs- Chaussee 38. organ, und darin liegt seine Würde. Aber wenn das Gehirn gar erfüllen, es geistig und physisch kampf- Morgenrot I", Rummelsburg, Müller, Türrschmidt- und Mozartnichts weiter thut, als hemmen, so geschieht das auf Kosten der fähig zu machen und zu erhalten, ist daher das straßen- Sce. Erregbarkeit seiner motorischen Centren.( Stürmischer Beifall.) eigentliche Programm der socialdemokratischen Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Ich greife niemand an, ich verteidige mich gegen den Vorwurf. Arbeiterpartei in Oestreich, zu dessen Durchfeßung sie im Vereinstalender find zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, Putbuserdaß ich gleichgültig gegen die Fassung des Wortlauts wäre. fich aller zweckdienlichen und dem nattirlichen Rechtsbewußtsein des fraße 44, IV. Freitag:„ Germania", Schmiedchen, Willibald Alexisstr. 21. Wir haben ein Programm, das der Gesamtmeinung der Gesamts Volkes entsprechenden Mittel bedienen wird. Frohe Stunde", Gurlt, Alexandrinenstr. 121." Brasil", Schonheim, Gräfestr. 8." Deutsche Eiche", Schulz in Kagel. Alpenrose", Reinidens partei entspricht, ein Programm, dem kein Parteigenosse zu widerdorf, Paul, Justusstr. 53. sprechen gezwungen ist, wenn auch natürlich nicht alle Wünsche jedes Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. TanzlehrerEinzelnen berüdsichtigt werden sollen. Wir haben ein Programm, verein" Solidarität", Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Gefelliger Verein das unsre Ueberzeugung, unsren Willen, unsre allernächsten Forde Lustige Brüder“, Liedtke, Manteuffelſtr. 125. Schwimniklub Hecht", städtische Badeanstalt, Turmstraße. rungen ausspricht und welches geeignet ist, uns für die nächste Zeit Amateurphotographenv.„ Gut Licht", diefelben großen Dienste zu leisten, die uns bisher das Hainfelder Gesango. ieben Freitag nach dem 1. und 15. d. M., Manteuffelstr. 119. " Jugendfrenden", Brunnenstr. 30. Brogramm geleistet hat.( Stürmischer Beifall.) Arbeiter. Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratte, Pantstr. 21. Gut- Naß", städtische Badeanstalt, Turmſtr. 85a." Ost", städtische Badeanstalt, Schillingsbrücke. Hellas", städtische Badeanstalt, Schillingsbrücke. Arbeiter- Stenographenvereine. Stolze"( Einigungssystem). Freitag. Tanz- Institut Grupe, Annenstr. 16, abends 8 Uhr. Verein zielbewußter Händler und Geschäftsinhaber. Freitag nach dem 15. im Englischen Garten", Alexanderstr. 27 c. Zwanglose Zusammenkunft mit Damen im Restaurant des Gewerkschaftshauses. Am Freitag: Sattler. Nachdem noch der Korreferent Steiner- Wien( Czeche) seine Zustimmung zu dem neuen Entwurf erklärt hat, wird auf Antrag von Staret- Wien der neue Entwurf einstimmig en bloc ungenommen. ( Stürmisches Händeklatschen.) Hierauf wird die folgende noch einmal redigierte Resolution zur Borlage über die Gewerbe- Ordnung einstimmig angenommen: Die von der Regierung vorbereitete Reform der GewerbeOrdnung beinhaltet nichts andres als eine Konzession an die rückständigen Anschauungen unsres wildgewordenen Kleinbürgertums und eine Senebelung jener Bestrebungen der in Betracht kommenden Arbeiterschichten, welche auf eine Hebung ihrer unwürdigen Le LebensDie socialdemokratische Arbeiterpartei in Oestreich wird in allen politischen und ökonomischen Fragen jederzeit das Klasseninteresse des Proletariats vertreten und aller Verdunkelung und Verhüllung der Klaffengegensätze, sowie der Ausmuzung der Arbeiter zu Gunsten der bürgerlichen Parteien energisch entgegenwirken. Die socialdemokratische Arbeiterpartei in Oestreich ist eine internationale Partei: fie verurteilt die Vorrechte der Nationen ebenso wie die der Geburt und des Geschlechtes, des Besitzes und der Abstammung und erklärt, daß der Kampf gegen die Ausbeutung international jein muß wie die Ausbeutung selbst. Sie verurteilt und bekämpft alle Einschränkungen der Freiheit der Meinungsäußerung, sowie jede Bevormundung durch Staat und Kirche. Sie erstrebt gefeßlichen Schutz der Lebenshaltung der arbeitenden Klassen, und sie kämpft dafür, dem Proletariat auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens möglichst großen Einfluß zu verschaffen. Von diesen Grundsägen ausgehend, fordert die östreichische Socialdemokratie zunächst: " " " Better, Bredow: „ Liedes" Morgenrot", Jeden Arbeiterverein Vorwärts, Kopenhagen. Jeden Sonnabend im Verkehrslotal, Korsgade 49: Versammlung. Daselbst befindet sich auch die Bibliothek des Vereins. Die nach Kopenhagen kommenden Genossen wollen dies beachten. Arbeiter- Nadfahrerbund„ Solidarität". Gau 9( Prov. Brandenburg). Alle Buschriften und Anfragen, den Bund betreffend, sind zu richten an den Gau- Vorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Freitag: Bibell, Reuterstr. 54 a.- Arb.- Radf.- Verein„ Charlottenburg", Freitag nach dem 1. und 15. bei Müller, Bismarckstr. 23. Radf.- Verein Blik", Berlin, bei Meier, Strelißerfir. 10. Concordia", Gr.- Lichterfelde, jeden Freitag nach dem 1. und 15. bei Pagel, Chausseestr. 104. 1. Allgemeines, gleiches, direktes und geheimes Wahlrecht in Staat, Land und Gemeinde für alle Staatsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechtes vom zwanzigsten Lebensjahr an; ProDem Kleingewerbe und dem Kleinhandel wird durch die Stile portionalwahlsystem; Vornahme der Wahlen an einem gesetzlichen Arb.- Nadf.- Verein" Vorwärts", Rirdorf, Freitag nach dem 1. und 15. bei übungen über die Verschärfung des Befähigungsnachweises und Ruhetage; dreijährige Gesetzgebungsperioden; Diätenbezug für die den Ausbau der Zwangsgenossenschaften nicht geholfen, dagegen Gewählten. das ungeheuerliche Lehrlingselend noch mehr verschärft und der ohne- 2. Dirette Gesetzgebung durch das Volk vermittelst des Vorschlagsdies äußerst unzulängliche Einfluß der Gehilfenschaft in den Genoffen- und Verwerfungsrechtes; Selbstbestimmung und Selbstverwaltung schaften noch weiter eingeschränkt, ja es sollen die Gehilfen dem des Volkes in Staat, Land und Gemeinde. Dittate bornierter Genossenschaftsversammlungen direkt ausgeliefert 3. Abschaffung aller Geseze, die das Recht auf freie Meinungsäußerung einschränken; insbesondere Erfüllung voller Preßfreiheit durch Aufhebung des objektiven Verfahrens und der Einschränkung der Stolportage von Drucichriften; Aufhebung aller Geseze, die das Vereins- und Versammlungsrecht einschränken. werden. Witterungsübersicht vom 7. November 1901, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm Diefes Attentat der Regierung gegen die organisierte Arbeiter schaft fordert zur schärfften Abwehr heraus, imd der Parteitag macht es den Genossen in den gewerkschaftlichen und genoffen schaftlichen Organisationen zur Pflicht, in ihrem Wirkungskreise 4. Aufhebung aller Einschränkungen der Freizügigkeit, insbesondere rechtzeitig gegen die geplante Verschlechterung unsrer ohnedies aller Bagabunden und Schubgesetze. 5. Schaffung und Durchführung eines Gesetzes, das Beamte, die reaktionären Gewerbegefeßgebung entschieden Stellung zu nehmen. Sollte die Regierung furzfichtig genug sein, die Abänderungsvorschläge die politischen Rechte von Einzelnen oder Vereinen beeinträchtigen, Hamburg 70123 der organisierten Arbeiterschaft nicht entsprechend zu würdigen und einer strengen Bestrafung zuführt. an ihren Reformvorschlägen aus politischen Gründen eigensinnig festzuhalten, so wird der socialdemokratische Verband des Abgeordnetenhauses aufgefordert, das Zustandekommen einer solchen arbeiterfeindlichen Reform der Gewerbe- Ordnung mit allen avec dienlichen Mittelu zu vereiteln. 6. Sicherung der Unabhängigkeit der Gerichte; Unentgeltlichkeit der Rechtspflege und des Rechtsbeistandes; Entschädigung unschuldig Berhafteter und Verurteilter; Wahl der Geschworenen auf Grund des allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechtes; Unterstellung aller Staatsangehörigen unter die ordentlichen Geseze und Gerichte; Abschaffung der Todesstrafe. Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter 4 bedeckt Temp. n. T. 3 bedeckt 8 aparanda 7379 8 Petersburg 740SS 8 Cort -1 Aberdeen -2 Baris 2 1 7729 770 N 1heiter 2 Regen 3 4 1 1 bedeckt -3 winemde 75623NW 6heiter Berlin 759 WNW 4 Regen Frants./M. 769 SW 2 Nebel wünchen 7695W 3 beiter wien 765 Still Dunst Wetter Prognose für Freitag, den 8. November 1901. Kühler, vielfach heiter, jedoch sehr unbeständig mit Regen- oder Hagels schauern und frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 8. November. Opernhaus. 3. Sinfonie- Abend der föniglichen 72 11hr. Kapelle. Anfang Mittags 12 Uhr: Deffentliche Hauptprobe. Schauspielhaus. Schöneberg. Sonntag, deu 10. November, mittags 12 Uhr, im Obstschen Lokale, Meiningerstraße Nr. 8: Oeffentliche Kommunalwähler- Versammlung. Tages Ordnung: V Die Bedeutung der Kommunalwahlen. Referent: Aug. Bebel. Pflicht eines jeden Parteigenossen ist es, in den uns fernstehenden Wählerkreisen für diese Versammlung Das Wahlkomitee. Der Kaufmann 3 agitieren. von Venedig. Anfang 71/2 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Luther. Anfang 72 Uhr. Schiller. Hans Huckebein. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Maria Magdalene. Anfang 7 1hr. 203/19 Turn- Verein„ Fichte ( Mitglied des Arbeiter- Turner- Bundes). 66 WohlthätigkeitsUrania. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Künstler- Konzert Heute Freitag, abends 8 Uhr: 127/11 Tauben- Strasse 48/49. Sitzung der Orts- Verwaltung Im Theater um 8 Uhr: Berliner. Ueber unsre Straft.( 2. Teit.) Ueber den Wolken Anfang 72 Uhr. Lessing. Die Fee Caprice. Anfang 71 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Im Coupé. Anfang 72 Uhr. Neues. Das Ewig- Weibliche. Anfang 72 hr. Westen. Der Bettelstudent. Anfang 712 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Bilten: Anfang crons Buntes: Brettl. 8 Uhr. Central. Der Seekadett. Anfang 72 Uhr. Thalia. Ein tolles Geschäft. An: fang 7 1hr. Luisen. Schiedsmann Hempel. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Der Märchenbrunnen. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Offenbach Cyflus. Fortunios Lied. Frißchen und Lieschen. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Horwarths wunderbare 6 Liliputaner mit ihren, kleinsten Pferden der Welt und Pracht- Equipage! im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Achtung, Einsetzer! Sonntag, den 10. November, finden die Bezirks- Sitzungen in den bekannten Lokalen von 10-12 Uhr vormittags statt und bittet um zahlreichen Besuch Die Kommission. Orts- Krankenkasse für den Unterstützungs- Fonds des Vereins. Sonnabend, 9. November, in den neu renovierten Sälen der Brauerei Friedrichshain( fr. Lips). Am Königsthor. Am Königsthor. Mitwirkende: ( 292/ 5* der Maschinenbau Arbeiter Berliner Ton künstler- Orchester, und verwandten Gewerbe zu Berlin. Sonntag, den 10. November 1901, vormittags 91/2 Uhr, in Stecherts Saal, Andreaßstraße 21: Grosse allgem. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Das gegenwärtige Verhalten der Apotheker zur Forderung der Krankentassen. Referent: Kollege R. Aßmann. Dorothea. Anfang 7 Uhr. Carl Weiss- Theater. Belle Alliance. Onkel Bräsig. Anfang 8 Uhr. Casino Theater. Berlin WBerlin N. Specialitäten. An fang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang Schön war's doch. 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung König Aqua. Anfang 8 1hr. Große Frankfurterstr. 132. Der Märchenbrunnen. Gesang und Tanz in 4 Aften von Große Berliner Ausstattungspoffe mit Kurt Junge. Musik von Alb. Wicher. Anf. 8 Uhr. Morgen: Dies. Vorstell. Sonnabendnachm.: Prinz Diamant. Paffage Theater. Specialitäten Thalia- Theater. Borstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. # Speciali täten Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten- Borstellung. Großstadtzauber. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Abends 8 Uhr: Theatersaal.) Neber den Wolfen. Jnvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Freitagabend 8 Uhr: Hans Huckebein. Schwant in 3 Aften von Ostar Blumenthal und Gustav Kadelburg. Sonnabendabend 8 Uhr: Die Braut von Messina oder: Die feindlichen Brüder. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Herr Senator. Sonntagabend 8 Uhr: Die Brant von Messina oder: Die feindlichen Brüder. Central- Theater. Heute Anfang 712 Uhr. Zum 7. Male: Mit prächtiger Ausstattung: Der Seekadett. Operette in 3 Atten von R. Genée. Jm 2. Aft: Lebendes Schachspiel, dargestellt von 32 Kindern. Morgen und folgende Tage: Der Seekadett. Jun 2. Aft: Lebendes Schachspiel. Sonntag, den 10. Nov., nachmittags 3 Uhr, zu ermäß. Preisen: Die Geisha. Mimosa: Mia Werber. Abends 72 Uhr: Der Seekadett. Metropol- Theater. Schön war's Ein tolles Geschäft. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 4 Bildern. Paula Worm in 8 Berwandlungen. Guido Thielscher in 11Verwandlungen. Fritz Helmerding als Wolzogen. Junkermann, Bojé. Anfang 7½ Uhr. Sonntag, den 10. Nov., nachmittags 3 Uhr, zu kleinen Preisen: Gebannt und erlöst. Apollo- Theater. Kolossaler Erfolg- Abends 9 Uhr: König Aqua unter Mitwirkung des berühmten Luftballetts ,, Grigolatis". Ferner: die vorzüglichen Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Palast- Theater ( früher Feen- Palast) Burgstr. 22. Direktion: Winkler it. Fröbel. Das durchweg neue sensationelle November- Programm. Um 9 Uhr. Novität. Unt 9 Uhr. Grossstadtzauber Ausstattungsburleste m. Gesang in 2 Aften von W. Gericke, Musik von A. Sommerfeld. Ballett- Arrangem. v. E. Chlebus. Nene Kostüme aus dem Atelier von R. Schaup. Hugo Lustig Dir. Rich. Winkler. Neu: Williams Cirkus. Wallenda- Truppe. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Sonnt. 7 Uhr. Casino- Theater. Lothringerstr. 37. Nach der 50. Aufführung andauernd glänzend besetzt mit 2. Aufstellung der Vertreter zur Generalversammlung für 1902. 3. Die Forderung der Aerzte für 1902. Referent: Kollege C. Gutheit. 4. Verschiedenes. Mitglieder! Wir richten an Euch die dringende Bitte, in dieser Verwelche gewillt sind, Eure Interessen zu vertreten. sammlung zu erscheinen, um solche Personen als Vertreter aufzustellen, Niemand darf in dieser Versammlung fehlen. 17526 Die Elfer- Kommission. J. A.: Karl Geisler, Köpniderstraße 123. Kapellmeister Herr Franz v. Blon, Konzertmeister Herr Alfred Wittenberg( Solovioline). Konzertsängerin Frl. Annna- Lise Gronwald, Komponist Herr Max Wagner( Klavier). Frau Clara Wessel( Harfe). Schäferscher Männerchor der Elfer. Chormeister Herr Otto Schäfer. Nach dem Konzert: Ball. Anfang präc. 812 Uhr. Billet 50 Pf. Sonntagvormittag 11 Uhr: Kalau- Luckauer. Morgensprache Gentral- Kranken- u. SterbeArbeiter- Bildungsschule. fe der Tiſchler Sonntag, den 10. November, abends 7 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstrasse No. 20: Vortrag des Herrn Dr. Brinkmann, Bürgermeister a. D.: n. andrer gewerblicher Arbeiter. Verwaltung Berlin D. Sonntag, den 10. November, vorm. 10 Uhr, in Ahrens Brauerei, Turmstr. 25/26: ,, Ueber Italien nach dem Orient."( Kulturbilder.) ( Kulturbilder) Mitglieder- Versammlung Nach dem Vortrage: 5/8 Gemütliches Beisammensein und Tanz. Garderobe frei. Eintritt 20 Pfennig. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Passage- Theater. Cirkus Busch Anfang Wochentags 5 Uhr, Sonntags 2 Uhr. Ende 11 Uhr. Lotte Tagesordnung: 1. Kaffenbericht vom 3. Quartal cr. 2. Kaffenangelegenheit. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert! 182/18 Die Ortsverwaltung. Allgem. Kranken- u. Sterbefasse der Metallarbeiter ( E. H. 29.) Filiale Berlin 2. Sonntag, den 10. November, vormittags 10/2 Uhr, bei Möhring, Admiralstr. 18 c: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: bei Gustav Tempel, Gr. Frankfurterstr. 16. Orts Krankenkasse des Zimmerergewerbes. Sonntag, 17. November cr., vormittags 10 Uhr, findet im Lokal Grenadierstr. 33 bei Schulz eine Versammlung der Arbeitgeber, welche Beiträge zur Kaffe aus eignen Mitteln leisten, statt.] Tagesordnung: Wahl von 20 Vertretern zur Ge neralversammlung pro 1902. In demselben Lokal und zu der felben Zeit, doch in getrennten Räumen, findet eine Versammlung der wahlberechtigten Kassenmitglieder( Arbeit. nehmer) statt. Tagesordnung: Wabl von 40 Vertretern zur Ges neralversammlung pro 1902. Das Quittungsbuch legitimiert und ist beim Eintritt in das Wahllokal den Controleuren vorzuzeigen. Dienstag, den 19. November, abends 8 Uhr, findet in dem ge nannten Lokal die ordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Bortrag des Naturarztes Herrn 1. Wahl von drei Vorstands Mits Direktor Brudhoff. 2. Diskussion. gliedern( Arbeitgeber). 2. Wahl von Freitag, 8. Nov., abends 72 Uhr: 3. Kaffenbericht. 4. Verschiedenes. zwei Vorstandsmitgliedern( Arbeits Elite- Abend. Broses 5 Elefanten. Die Zahlstellen bleiben am 16. No nehmer). 3. Erfazwahl für das vers ,, Hie guet Brandenburg allewege." vember geschlossen. An diesem storbene Vorstandsmitglied Krause. Sonnabend findet das Herbst- 4. Wahl des Prüfungs- Ausschusses. vergnügen int Rautenbergs 5. Berschiedenes. Sebus, Sanssouci um offer, Goſenheide 12/0 der neue Stern der Variétébühne. , Mascagni Italienisches Opern- Trio, und 18 Nummern 1. Ranges. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Kottbuserstr. 4 a. Wiederauftreten von Adolf Hoffmann. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Soiree: Tanz. Anfang Sonntags 7 Uhr, von 5-7 Uhr Konzert. 75 121/18 ſtatt. Die Mitglieder werden ersucht, sich an der Versammlung sowohl als an dem Vergnügen zahlreich zu beteiligen. Die Ortsverwaltung. J. A.: Ernst Fahrenwald, Bevollmächt. [ 17426 Die am 17. November cr. ge wählten Arbeitgeber, sowie die für 1901 gewählten Vertreter der Kaffen mitglieder werden hierzu eingeladen. A. Brunzel, E. Petermann, Vorsitzender. Herren- Vortrag Honig! Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, über: Sogenannte unheilbare Män Schriftführer. Unverfälsch. deutschen Bienenhonig, Beste Qualit. verf. 9 Pfd. netto zu 6,50 M., 5 Pfd. nerleiden". Freitag, den 8. Novemb., 4 M. fr. Nachn. Garant. Rüdn. 27292* 129 Philippine Welser. Entree 50 und 73 Bf. Wochentags abends 9 Uhr, in Stellers Feſtſälen, Anfang 8 Uhr, Entree 30 11. 50 Pf. Koppenstr. 29. Schauspiel in 5 Aften von O. v. Redwitz. Wochentags Vereinsbillets gültig und Nur für Herren![ 17166] Eintritt frei! Sonnabend: Der Waldteufel. Cirkus A. Schumann. Freitag, den 8. November 1901, abends präc. 712 Uhr: Bum 28. Male: Soloffaler Erfolg! Allabendlich stürmischer Beifall! doch! Berlin N.- Berlin W. Suer durch Paris Gr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. Emil Thomas a. G. Joseph Josephi a. D. H. Bender. G. Kaiser. E. de Veré. Frid- Frid. Urkomische Parodie Bender als Saharet! Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Reichshallen. und die in Berlin noch nie gesehenen erstklassigen Specialitäten. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu fleinen Preisen: Die Anne Liese. Theater ( A Travers Paris). Gegenwart, 8 Afte. Feenhafte Beleuch Größte Ausstattungs- Pantomime der tungs- und Wasser- Effekte. Borher: Riesen- Programm. Auftreten der neu engagierten Speciali täten sowie fämtlicher Clowns und Augufte mit ihren neuesten Entrees. Tanz frei. Alle andern Tage bleiben die Säle zu Festlichkeiten und Ver sammlungen frei. Brauerei Germania Aktien- Gesellschaft Berlin O. 34 Frankfurter Allee 53 Schall und Rauch, dan Ferner: Neu! Die neuesten des Teleph. Amt VII 2645 Dir. Alb. Schumann. Unter den Linden 44. Freitag, den 8. November 1901, abends 82 Uhr: Neues Programm! In Vormundschaftssachen. Ein Geheimnis. Don Carlos. Die Weber. Das Zahnweh. Stettiner Sänger Deutsche Konzerthallen, ,, Bosco". Meysel. Britton. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. Specialität.- Doppel- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften. Special- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Vorzügliche Küche. Gut gepflegte Biere. 1,50 frei Haus 18 Fl. 4/10 Lagerbier[ 27422* 15 Fl./ Lagerbier Der phänomenale Amerifaner Mr. Chefter Johnstone mit feinem empfiehlt für: sensationellen neuen Aft. Mr. Thompsons Wunder: Elefanten. Neu Unkopierbar Original Ginzig. U. a.: Wirbeltanz einer Dame mit den Elefanten. Sonnabend: VII. grande Soirée High- Life. Sonntag: 2 gr. Borstell., nachm. 32 Uhr u. abends 72 Uhr. Die weltbekannte A Bettfedern- fabrik GuftavLuftig, BerlinS., Prinzenftraße 46, versendet gegen Nachnahme garant.neue Bettfedern d. Pfb. 55 Pf., chinesische Halbdaunen d. Pfd. M.1,25, beffere Halbbaunen d. Bfb. M. 1,75, vorzügliche Daunen d. Pfd. M. 2,85. Von diesen Daunen genügen 3 bis 4 Pfund zum großen Oberbett. Berpadung frei. Preisl. u. Proben gratis. Biele Anerkennungsschr. 15 Fl. 4/10. Pilsener Art 15 Fl. 4/10 Münchener Art 15 Fl. 00 Weissbier 20 Fl. Doppel- Weissbier. Charlottenburg. M. Schmerberg[ 24052* Wilmersdorfer- Strasse 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu äußerst billigen Preisen. Optische Artikel. Ohrlöcher werden schmerzlos gestochen Central- Fernsprecher- Amt III. 8804. E, Reil, Nordloh, Bahnhof Augustfehn Oldb. Berlins grösste Fischhandlung empfiehlt von täglich frischem Fange und täglich frischer Zufuhr in Kühlwaggons frische, geräucherte und marinierte Seefische zu bekannt billigen Preisen. Preise: Schellfische in allen Grössen 20-40 Pf. pro Pfd. Cabliau 30 Pf., im Anschnitt 40-45 Pf. Seelachs 30 Pf., 97 40 Pf. 9 Rotzungen 45-50 Pf., Bratflundern 30-35 Pf., Schollen 40-50 Pf., Seehecht 40-45 Pf., Knurrhahn 25-30 Pf., Austernfisch 30-40 Pf., Goldbars( a la Zander) 35-40 Pf., Heilbutt 60-65 Pf., Tarbutt 75-80 Pf. feinste Tafelzander 70-80 Pf. pro Pfd. Steinbutten Grössen in allen 1-1,30 M. pro Pfd. " 99 " Helgol. in allen Kleine Steinbutten 60-70 Pf. pro Pfd. Seezungen Grossen 1-1,60 Mk. pro Pfd. Nordsee- Austern pro Dtz. 1 Mk. Feinste Holländer Austern B, Mk. 1,80- 2 Pfahlmuscheln pro 100 Stück Mk. 0,90-1,25 Lebende Hummern 2,40-2,50 M. pro Pfd. Johs. Skorczyk Generalvertreter der Deutschen Dampffischerei- Gesellschaft Nordsee" Hauptfiliale Berlin C. 22, Bahnhof Börse, Bogen 9-10. II. Filiale: Lüneburgerstrasse, Ecke Paulstrasse. Prinzenstrasse 30. III. IV. Madaistr. 22, im Schlesischen Bahnhof. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin auch franco Zusendung. Seefisch- Kochbücher gratis, nach auswärts auf Wunsch Nr. 262. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zu den Stadtverordneten- Wahlen! Freitag, 8. November 1901. Die Parteigenossen der zweiten und ersten Abteilung fordern wir auf, in allen Bezirken ihre Stimmen auf den Genossen Paul Singer zu vereinigen. Es ist notwendig, daß auch die Genossen der ersten und zweiten Wählerklasse Gelegenheit haben, bei der Wahl Protest gegen die freisinnige Kommunal- Mißwirtschaft zu erheben. Die zweite Abteilung wählt heute, die erste morgen. Obstruktion auf und erläuterte diese an dem Beispiel des burg und Krüger, neugewählt wurde der Genosse Redacteur Thiele, entnehmen seinem Vortrag folgende intereffante Stellen: rücksichtigt man die vorgenommenen Streichungen vieler Arbeiter Paris, 4. November. Die Obstruktion sei eine ausgezeichnete Sache, besonders wenn aus der Gemeindewählerliste und den furchtbaren Druck, unter dem Die Einigkeit der„ antiministeriellen" Socialisten ist nun eine sie von Minoritäten zur Verteidigung konstitutioneller Rechte an diese Wahl in der ungünstigen Geschäftskonjunktur vor sich ging, die vollendete Thatsache. Gestern versammelten sich in Jury( bei Paris) gewandt werde; um siegreich zu sein, müsse sie einen Wiederhall offene Stimmenabgabe, sowie den Zusammenschluß der Gegner zum die Vertreter der sich vereinigenden Organisationen, um den nur finden in der großen Masse des Volkes, müsse sich vollständig an gemeinsamen Kampfe gegen die Socialdemokratie, so kann die noch formalen Akt der Unterzeichnung des Einigungsvertrages zu die Geschäftsordnung des Parlaments halten und geschickt geführt Arbeiterschaft mit Genugthuung auf den Ausgang der Wahl zurückvollziehen. Der Vertrag war ja schon von den einzelnen Organi- werden. blicken. Während die Zahl der eingeschriebenen Wähler geringer fationen gutgeheißen worden. Ferri giebt nun Einzelheiten aus dem Obstruktions- Feldzuge geworden ist, nahm die Zahl der socialdemokratischen Stimmen beDie Hauptbestimmungen dieses Vertrages sind hier bereits seiner zum besten, den die italienischen Socialisten gegen das Ministerium beutend zu und die Stimmenzahl der Gegner um ca. 450 ab. Der Zeit mitgeteilt worden." Die Grundzüge der Organisation der Pellong führten, als dieses mit brutaler Hand alle Rechte und Stimmenzahl angemessen müßte die Socialdemokratie eben so viel Socialistischen Partei Frankreichs" find wesentlich Freiheiten der Arbeiterklasse vernichtete. Nachdem er an die Ob- Vertreter in der dritten Abteilung haben, als das sogenannte dieselben wie die der das Generalfomitee gruppierten ſtruktion der Irländer im englischen Parlament und an die Bürgertum. Französischen Socialistischen Partei" oder wie im östreichischen Parlament angewandte Obstruktion erinnert hat, diese gewöhnlich kurzweg genannt wird der„ Socialistischen fährt er fort: Partei". Die eine wie die andre ist auf der Basis der departementalen Föderationen aufgebaut. Es sei noch erinnert, daß die alten Sonderorganisationen provisorisch fortbestehen bleiben, bis die neue Organisation sich bewährt hat", und zwar als Vermittler zwischen der Gesamtorganisation und den betreffenden Gruppen behufs Zustellung Gründungsfest der ,, Socialistischen Partei Frankreichs". Sustruktions- Feldzuges der italieniſchen Socialiſten in der Kammer. während das Mandat des Genossen Albrecht verloren ging. Beder Parteimitgliedskarten. 受 Berühmte Aussprüche fächsischer Richter. In Weida( Sachs.- Weimar) eroberten unsre Parteigenossen von Wie in Italien sind bei unsrer Obstruktion mehr ästhetisch fieben strittigen Mandaten zwei. und auch humoristischer, und wir verfügen über viele und die verfchiedenartigsten Hilfsmittel. Im italienischen Parlament waren unter 508 Deputierten 16 Socialisten, gerade einer mehr als nötig ist, um die namentliche Abstimmung zu verlangen. Jede blattes", Genosse Я. Albert- 8 widau, vom Amtsgericht in Vor einigen Tagen wurde der Redacteur des Sächs. Volfs= namentliche Abstimmung dauert 14 Stunde und da wir in jeder In Ivry wurde noch die folgende Uebergangsbestimmung be- Sigung 5 solche namentliche Abstimmungen verlangten, war es den Klingenthal wegen Beleidigung eines Amtsblatt- Redacteurs vers urteilt. Wir berichteten darüber schon. In der Verhandlung, bei schlossen:" Provisorisch bis zum nächsten Landeskongreß der Partei Majoritäten nicht möglich, weiter zu kommen. setzt sich der Centralrat zusammen aus dem Nationairat der Während der Diskussion des ersten Artikels des Gesetzes Belloux, der es fich um die Sammlung der Unterschriften für unsre Zollfranzösischen Arbeiterpartei( Guesdisten), der Berwaltungskommission welcher das Recht der Vereinigung aufheben wollte, wurde der petition handelte, teilte Genosse Albert mit, daß auch Staats- und der Revolutionären socialistischen Partei( Blanquisten), dem Sekretariat socialistische Deputierte Berte si beauftragt, eine lange Rede zu andre Beamte unfre Petition unterschrieben haben. Darauf that der der Kommunistischen Allianz und den Vorständen der Föderationen halten, Bertest stellte sich auf die Tribüne und blieb inmitten des Vorsitzende den denkwürdigen Ausspruch: oder der den Föderationen gleichgestellten Gruppenvereinigungen, Standals vollständig stunim, gestikulierte nur mit den Armen und Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß Sie sich mit dieser denen gemäß den Statuten drei Delegierte der revolutionär- socialistischen gab sich den Anschein, als ob er spräche. Wenn die Nechte sich von Behauptung einer Beamtenbeleidigung schuldig machen! Beamte find nicht Socialdemokraten, und wenn Sie ihnen das unterschieben, Stammerfraktion fich beigefellen werden. Der also zusammengesezte Beit zu Zeit ruhig verhielt, um zu hören, ob Bertesi spreche, dann Centralrat hat alle nötigen Maßnahmen zu treffen, um die Partei- rief er mit Kraft: der wirtschaftliche Nückgang des Landes." so ist das beleidigend für dieselben. statuten baldmöglichst voll und ganz zur Durchführung zu bringen." Das war seine ganze Rede während zweier Stunden. Letzteres bezieht sich namentlich auf die Verschmelzung der Der erste Artikel dieses Gesetzes stand in 26 Sigungen auf der Lokalen Gruppen der Sonderorganisationen zu einer einzigen Tagesordnung, ohne daß er jemals zur Abstimmung gebracht werden Departementsföderation. Außer den genannten Sonderorganisationen haben den Vertrag unterzeichnet: Die tommunistische Allianz von Franche- Comté, die Föderationen von Deux- Sèvres, Doubs, Seine- et- Dise und des zweiten Wahlbezirks von Sentis, sowie die Centralgruppe des elften Bariser Wahlbezirks. Die Einigungskonferenz tagte unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. Am Abend wurde dann das Gründungsfest der neuen Partei in einer Boltsversammlung gefeiert, die in der mit roten Banuern geschmückten Festhalle des Rathauses stattfand. Der Gemeinderat von Jvrh ist nämlich seit 1896 im Besitz der quesdistischen Organisation. Andrerseits ist der betreffende Wahlkreis in der Deputiertenkammer durch Coutant vertreten, eines Mitgliedes der den Blanquisten angegliederten Kommunistischen Allianz. Jury paste also am besten für die Vollziehung des Einigungsaktes, deffen Hauptbeteiligte die Guesdisten und Blanquisten sind. fonnie. Der Genofie Morgari hatte eine Rede zu halten, welche die ganze Sigung ausfüllte, aber da die Rede dokumentiert sein mußte, ließ er sich von einem Diener eine ganze Menge tonservativer Blätter bringen. Der Präsident fragte ihn: " Wollen Sie alles dies lesen?" Gewiß. Herr Präsident 1" Wenn sie's nun aber doch sind? Oder wenn sie, ohne es zu sein, unsre Petition doch unterschrieben haben? Die Beamten haben doch wohl so gut wie jeder andre Mensch selber darüber zu befinden, ob fie es als beleidigend empfinden, einer bestimmten Gesinnung geziehen zu werden. Wie denkt übrigens der Herr Nichter darüber, wenn jemand, z. B. ein socialdemokratischer Stadtverordneter, zu ihm tame mit der Behauptung, er fühle fich beleidigt durch die Bezeichnung als Konservativer? Das war in Klingenthal. Nicht minder berühmt machte sich ein solcher Herr in Falkenstein. Das dortige Schöffengericht verurteilte zwei Arbeiter aus Ellefeld wegen groben Unfugs zu je 30 M. Elektricitätswerts mit noch sieben andren Angeklagten den Socialistenmarsch gesungen haben. Die sieben wurden freigesprochen wegen mangelnden Beweises. In der Urteilsbegründung sagt der Vorsitzende: Herr Morgari, Ihr Zweck ist jedenfalls, die ganze Sigung Geldstrafe, weil sie bei der Feier der Fertigstellung des dortigen auszufüllen?" und Gewiß, Herr Präsident!" " Dann hebe ich die Sigung auf." „ Einverstanden, Herr Präsident!" Und der Präsident hob die Sigung auf. verlangte für jeden derselben namentliche Abstimmung. Prampolini wandte außer der rednerischen die musikalische Obstruktion an. Er sang mitten in der Sigung des Parlaments die Arbeiterhymne", welche durch das Strafgesetz verboten ist. Da es fich um ein Gesez gegen die Versammlungsfreiheit handelte, so hielt Ferri an einem Gigungstage eine Rede über die Versammlungs. rechte aller Länder von Japan bis Kanada, von Spanien bis DäneIm mart usw. Ferri brachte zu diesem ersten Artikel 250 Amendements ein Die 2000-3000 Genossen, die aus der Hauptstadt und der Bannmeile nach Jury sich begaben, wurden dort von der jubelnden socialistischen Bevölkerung empfangen. Das Fest wäre ohne jeden Mißton verlaufen, wenn nicht die Polizei, die am Nachmittag die Entfaltung der roten Fahne geduldet hatte, am Abend einen Zusammenstoß provozierte durch ihr brutales Vorgehen gegen einen Trupp Manifestanten, die eine rote Fahne im Zuge führten. entstandenen Handgemenge wurden, wie der Betit Sou" berichtet, auch die Genossen Coutant und Baillant von der Polizei mißhandelt. Die Polizei- Attade war übrigens gewissermaßen eine sinnige Ouverture zum Gründungsfest der Hauptsächlich aus dem Stampf gegen den Ministerialismus entstandenen Partei. Freilich würde es den Versammlungsrednern auch ohnehin nicht an Anklagematerial gegen das Ministerium Waldeck- Millerand fehlen. " Das Absingen des Socialistenmarsches sei an sich zwar nicht strafbar, aber im vorliegenden Falle sei eine strafbare Handlung darin zu erblicken, weil die Schlußfeier des Banes einen patriotischen Anstrich gehabt habe und somit das Absingen des Liedes geeignet sei, die öffentliche Ruhe und Ordnung zu stören." Ruhe stören, dazu ist aber die Wacht am Rhein mindestens so gut Singen tann allerdings als Geräuscherregung die öffentliche Ruhe stören, dazu ist aber die Wacht am Rhein mindestens so gut geeignet wie der Socialistenmarsch; die patriotische Feier dürfte aber wohl auch ohne den Gefang dieses Liedes geräuschvoll genug gewesen Außer der rednerischen und musikalischen haben wir auch die sein. Eine patriotische" Feier ist aber doch auch keine gottesmechanische und die Obstruktion der Muskeln angewandt; De Felice dienstliche Handlung. Würde übrigens der Herr Amtsrichter eine machte hierin den ersten Versuch. Als die Majorität in ungefeßlicher Störung der öffentlichen Reihe und Ordnung entdeckt haben, wenn Weise die Abstimmung vornehmen wollte, stürzten sich die 16 Abbie Sieben anstatt des Socialistenmarsches etwa das schöne Lied gegeordneten nach dem Präfidialtisch und De Felice und Morgari be fungen hätten:" So leben wir?" mächtigten sich der Urnen; die Abstimmung fand nicht statt. Das war der letzte Akt. Noch am selben Abend um Mitternacht ver= kündete ein Dekret den Schluß der Session.. Protest gegen den Hungerzoll. Im bremischen Staats. gebiete wurden bei 196 000 Einwohnern 50 150 Unterschriften abSeitdem sind 1/2 Jahre vergangen; die öffentliche Meinung war gegeben. Der 6. Hannoversche Kreis, der ums 1898 mur 2450 mit uns. Danach wollte man im Parlament durch Abänderung der Stimmen brachte, gab 4539 Unterschriften ab, der 9. Hannoversche Geschäftsordnung die Majorität vergewaltigen; wir nahmen uns das 17 658, der 18. hannoversche 5299, der 19. Hannoversche 6612, Recht der Minorität und organisierten einen zweiten Obstruktions- der 3. oldenburgische 2483 Unterschriften. Feldzug gegen dieses Reglement. Der Präsident versuchte, die Abstimmung über den ersten Der Wahlkreis Brandenburg- Westhavelland gab 19 200 Unters V Den Vorsitz in der Versammlung führte Vaillandet, der, wie bereits mitgeteilt, soeben von der Regierung gemaßregelte Bürgermeister von Bourges, dessen Wahl per acclamation und unter Bfui- Rufen gegen Millerand erfolgte. Die Stimmung der Verfammelten fennzeichnet sich überhaupt, wie auch der Inhalt der Reden, durch zivei gleich starke Grundgefühle: das Gefühl der Kampfgenossenschaft und die Entrüstung gegen das Ministerium Artikel durch eine Ueberrumpelung herbeizuführen. Ferri fenn- schriften, Brenzlau- Angermünde 5800. Waldeck- Millerand und die Ministeriellen". zeichnete den Präsidenten als Betrüger, und die ganze vereinigte Der Wahlkreis Dortmund Hörde lieferte 26 000, LippeHier die drei von der Versammlung votierten Resolutionen: Linke stimmte in diesen Ruf ein; er mußte die Sigung schließen. Detmold 2157, Lippstadt- Briton 1445, das Königreich Württem 1.„ Die in der Mairie von Jvry versammelten Bürger und Bürgerinnen Am nächsten Morgen vereinigten sich die Socialisten und faßten berg 70 000. jubeln der diesen Nachmittag von den Delegierten der Organisationen ihre Beschlüsse, die aber absolut geheim gehalten wurden. ratifizierten( bestätigten) revolutionär socialistischen Einigkeit au und Bei der Eröffnung der Sitzung beobachteten uns die Reaktionären. verpflichten sich, gegen alle Fraktionen der Kapitalistenklasse und Sie ahnten wohl, daß wir energische Maßnahmen ergreifen würden, gegen die Verbrecher( criminels), die die Rechte des Proletariats un aber sie wußten nicht, welche. Als der Präsident die Sigung er ein Ministerportefeuille haben verkaufen wollen, die Partei der un- öffnete, erhoben sich die 16 Mann und schrieen während einer halben verföhnlichen Opposition gegen den Bourgeoisstaat und der Re- Stunde:" Hinaus, Betrüger! Hinaus, Betrüger! volution, die Socialistische Partei Frankreichs, enporzurichten." Jm 10. badischen Wahlkreise berichtete Fendrich vor den Streisdelegierten über den Lübecker Parteitag. Nach langer und leb hafter Debatte erklärte sich die Konferenz mit der Haltung ihres Delegierten einverstanden. Hinaus, Betrüger!" Der Präsident mußte demissionieren Aus dem Parteileben. In Jpehoe berichtete der Vertrauens 2. Die Socialistische Partei Frankreichs( revolutionär- focialistische und mit ihm die Regierung. Der Versuch, die Minorität gefchäfts- mann über seine Thätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Er hatte Einigkeit) sendet am Tage, an welchem sie ihre endgültige Ston- ordnungsmäßig mundtot zu machen, war gescheitert. eine Einnahme von 1859 M. Es fanden 5 Versammlungen statt. stituferung sanktioniert hat, ihren brüderlichen Gruß der auf ihrem An Flugblättern wurden verteilt in der Stadt Jhehoe zu den Kommunals Kongrep in Wien versammelten Socialdemokratie Oest wahlen zwei, in Auflage von je 1500; zur Errichtung eines Konfrm= reichs und beteuert ihre Sympathie für alle Arbeiter, die entvereins 2000; auf dem Landgebiete für Behoe Voltskalender 2400 und schlossen sind, den Selaffentampf international zu führen bis zur endaußerdem 3000 Flugblätter gegen den Brotwucher. Die Arbeiters gültigen Expropriation der fapitalistischen und ausbeuterischen presse ist wie folgt in Jyehoe vertreten:" Bolts- Beitung" 530, die Bourgeoisie. Hoch die sociale Nevolution!" Nordwacht" 12, Wahrer Jakob" 160,„ Postillon" 40,„ Gleich heit" 2. Vorwärts" 7 und„ Echo" 3 Abonnenten. Die Reaktionäre gingen überall herum mit der Behauptung, daß das Land uns verurteile; die allgemeinen Wahlen von 1900 aber brachten uns 32 Size und die Konservativen blieben im Parlament in der Minorität. Die Majorität bilden jetzt die Republianer, Radikalen und Socialisten; legtere bilden das Rüdgrat der Majorität." Partei- Nachrichten. Gemeindewahlkämpfe. Bei den Kommunalwahlen zeigte sich ein langsamer, aber sicherer Fortschritt. Aus Industrie und Handel. Die Beratung der Bauherren. 3. Die in der Mairie von Jury versammelten Bürger und Bürgerinnen brandmarken die Präfektur und Gemeinderats- Agenten, die soeben im Cher- Departement zwei der besten dortigen socialistis schen Kämpfer gemaßregelt haben: den Genossen Henri Laudier, der feines Amtes als Magistratssekretär von Herrn Die Parteigenossen in Köln beteiligten sich in dieser Woche Perrandin( Bürgermeister von Wierzon, der mit dem socialistischen zum erstenmale wieder an den Stadtratswahlen. Sie hatten sich Abgeordneten Breton aus der blanquistischen Organisation aus einmal im Jahre 1895 beteiligt, seitdem nicht mehr. Damals betrug getreten ist. Der Berichterstatter.), den Werkzeug des Abgeord die Zahl der socialdemokratischen Stimmen 850. Trotzdent diesmal Der deutsche Arbeitgeberverband für das Baugewerbe hatte am neten Breton und des Barons Millerand( letzterer wird die Beteiligung erst kurz vorher beschlossen wurde und trotzdem von 31. Ottober in Frankfurt a. M. feine regelmäßige Generals von seinen Gegnern als„ Baron" benannt, seitdem ihm der einer wirklich systematischen Wahlagitation infolge ungünstiger versammlung abgehalten, die, wie auch in früheren Verhandlungen, östreichische adeinde Orden der„ eisernen Krone" zugeflogen Umstände nicht die Rede sein konnte, stieg die Zahl der Stimmen einige recht interessante Debatten zeitigte. Wenn wir erst jetzt ist. Der Berichterstatter.), enthoben wurde, und den Genossen dennoch auf 820. Damit waren die Erwartungen der Kühnsten er- darüber berichten können, so liegt es daran, daß mit großer Geheimis Vaillandet, der vom Präfetten der Regierung des füllt, ja sogar übertroffen, und auch die vor dem zahlreichen Gegner främerei verfahren ist, wohl um der Arbeiterpresse nicht wieder Gelegen republikanischen Verrats als Bürgermeister suspendiert wurde. der Beteiligung sind wohl ohne Ausnahme zu Beteiligungsfreunden heit zu geben, die Herren in ihrer socialpolitischen Unverständlichkeit Sie entbieten Baillandet und Laudier die Bezeugung ihrer Achtung geworden. Fast ohne Erfahrungen waren die Genoffen in den bloßzustellen. Wir müssen aber gleich von vornherein bemerken, daß und ihrer Solidarität und begrüßen sie als die energischen und Wahlkampf eingetreten, die Gegner ließen es an der bekannten nach den Ergänzungen, die der Bericht des" Grundstein" zu den in bingebenden Kämpfer, die der socialistischen Partei Frankreichs in verleumderischen Kampfesart und an Saalabtreibungen nicht der bürgerlichen Bresse erschienenen Verhandlungen bietet, bei einigen ihrer Gegend zu gedeihlichem Wachstum verhelfen werden." fehlen; aber trotzdem haben sich die Stimmen gegen damals der Herren ein Aufgeben des schroffen Unternehmerstandpunktes zu Das Gründungsfest wurde nach Absingen der Internationale" vergiveieinhalbfacht. An einen Wahlsieg kann in den ersten Jahren verspüren ist und schließlich die Einsicht sich durchringt, daß mit den und des Aufständischen" unter Hochrufen auf die Einigkeit und die freilich in den schwarzen Köln noch nicht gedacht werden; aber für Arbeiter Organisationen verhandelt werden muß, der hochmütige sociale Revolution geschlossen. die Agitation ist die Wahlbeteiligung von außerordentlichem Wert Herrenstandpunkt brutaler Unterdrückung der Arbeiter nicht als zweck gewesen. Es wird jetzt die Erziehung der Kölner Arbeiterschaft zur mäßig erscheint. Beteiligung auch an der Gemeindewahl und zu der ja doch vor- Die Gegensätze zwischen den Scharfmachern und den Ges läufig noch vorhandenen öffentlichen Stimmabgabe von Grund aus mäßigten hatten sogar eine so schroffe Form angenommen, daß der beginnen; und nach den Erfahrungen der jetzigen Wahl steht außer Berliner Verband seinen Austritt aus der GesamtDer italienische Parteigenosse Ferri hielt, wie wir bereits furz 8weifel, daß die socialdemokratische Stimmenzahl sich schon bei der organisation erklärte und seine beiden Vorstandsmitglieder mitteilten, dieser Tage in Brüssel im dortigen Maison du Peuple" nächsten Wahl mindestens verdoppeln wird. die Wiederwahl ablehnten. Der Berliner Verband hat schließlich an einen Vortrag über„ Die Macht des Parlamentarismus." Dabei Nach dreitägigem heißem Wahlkampf hat die Socialdemo- dem Kollegium Felisch Habsbrunner, den Drahtziehern des berührte er auch das Recht der Obstruktion als einer parlamentarischen fratie in alle a. S. ihren alten Befisstand im Stadtverordneten Scharfmacherklique im Baugewerbe, so allen Geschmack verloren, daß Waffe der Minoritäten. Der Redner stellte eine ganze Theorie der Kollegium beibehalten. Wiedergewählt wurden die Genossen Oster- ler die Bedingung stellte, beide Herren müssen von ihrem Posten Die Theorie der Obstruktion. achtete. Lohnherabsehungen haben seit dem 1. November auf dem Stahlwert Hösch und auf der Union bei Dortmund stattgefunden. In beiden Betrieben betrugen sie bis 10 Proz. Ausland. verschivinden. Natürlich ging man nicht unmittelbar auf dieses Ver: Idaß auch der Arbeitgeber gegen ihn wegen Be- 1fchaften empfohlen wurde, so beantragte der Bauverein der städtischers langen ein, die Herren bleiben bis zum 1. April 1902 in ihrem Amt, leidigung die Nebentlage angestrengt hatte, weil Arbeiter beim Ministerium für Land-, Forstwirtschaft und Domänen, wahrscheinlicham dann mit schlichtem Abschied abzutreten. Ein er eine Herabsetzung seiner Person in der Aeußerung erblickte, daß ihm das erwähnte Stüd Forstland in Erbbaupacht zu überBerlust für den Arbeitgeberverband bedeutet es nicht, wenn er auf sich jemand schämen" müßte, bei ihm thätig zu sein. Der Haupt- laffen. Das Ministerium überwies das Gesuch an die Regierung die Mitarbeit dieser beiden Herren verzichten muß. belastungszeuge befann sich nur auf die Aeußerung, es sei nicht zu Potsdam, diese wieder gab es zur Erledigung an die Oberförsterei Nach diesem Vorspiel, das sich mehr hinter den Conliffen abschön" oder" richtig" von ihm usw. Nach längerer Beratung fand zu Köpenick. Unterdessen hatten die Friedrichshagener Hausbesizer spielte, rumorten zwar noch einige Herren nach alter Weise, aber der der Gerichtshof auch in dieser abgeschwächten Form eine Beleidigung, von dem Vorgehen der Baugenossenschaft Kenntnis erhalten. Sie redelustige Herr Felisch trat merklich zurück. die er mit drei Tagen Gefängnis aber für genügend gefühnt errichteten mun fofort eine Eingabe an die Regierung zu PotsDie Frage der Tarifgemeinschaft, die einige Herren dam, in der sie darum baten, den Antrag der BaugenoffenSie begründeten ihr Gesuch mit den schaft abzulehnen. am liebsten ohne Umstände als eine schmachvolle Konzession an bekannten Tiraden unsrer Hausagrarier; die Hausbefizer befänden sich die Arbeiter verworfen hätte, fand ganz energische Verteidiger. in einer sehr gedrückten Lage, sie müßten schon fast alle Steuern So verlas Herr Heuer Berlin ein sehr ausführliches Gutachten des tragen, Dank sei von den Arbeitern nicht zu erivarten und die Klassen Berliner Lofalunternehmerverbandes, das sich sehr sympathisch über unterschiede würden durch Erbauung besonderer Arbeiterhäuser nur die Tarifgemeinschafe ausläßt. Die Grundzüge des Gutachtens können wie folgt zusammengefaßt werden: 1. Ruhige, fried- Die Glasarbeiter der Firma Stumpfe in Freudenthal vergrößert. Drei Tage darauf, nachdem die Friedrichshagener liche Arbeitsverhältnisse auf der Grundlage gütlichen Ueberein( Oberöstreich) stehen wegen der Entlassung eines Funktionärs der Hausbesitzer ihren Einspruch an die Regierung abgesandt hatten, erkommens sind das erstrebenswerte Ziel. 2. Jeder Unterverband soll Organisation im Ausstand. Zuzug von Glasarbeitern ist streng hielt die Baugenossenschaft von der Oberförsterei Köpenick den felbft nach Mittel und Wegen suchen, die für ihn die geeignetsten fernzuhalten! Bescheid, daß sie jest überhaupt nicht beabsichtige, das fragliche Stück Forst zu verkaufen. Auf den find. 3. Bei der Verschiedenartigkeit im Baugewerbe Deutschlands Mit der Einführung der Arbeitslosen Unterstützung be- Antrag betreffs Hergabe des Landes in Erbbaupacht, ging der Bescheid ist es ein Unding, eine Uniformierung herbeiführen zu wollen. 4. Die Mängel der Tarifgemeinschaft treten gegen ihre Vorzüge zurüd. fchäftigen fich gegenwärtig die Sektionen des schweizerischen Metall- überhaupt nicht ein. Acht Tage nach dem erfolgten Einspruch der Auch der 1894 mit den organisierten Maurern geschlossene Vertrag arbeiter- Verbandes, und voraussichtlich wird die im nächsten Früh Friedrichshagener Hausbefizer erhielten ferner diese ein Schreiben habe seine Fehler gehabt, die bei der Erneuerung der Tarif- jahre stattfindende Delegiertenversammlung auch in diesem Sinne von der Regierung zu Potsdam, welches besagt unterzeichnet ist gemeinschaft beseitigt worden sind. 5. Ein Vertragsschluß ist beschließen. Gegenwärtig besigen folgende schweizerische Gewerkschafts- dasselbe v. Kemniz und B. v. Moltke, daß auf ihre Veran Saher immer zu empfehlen. Die Bauherren sind teine verbände die Arbeitslosen Unterstützung: die der Buchdrucker, lassung das Gesuch der Baugenossenschaft abschlägig befchiedent Feudalherren, man kann die Arbeiter in unserm Lithographen, Küfer und Brauer, Korbmacher. Glaser und Zeichner fei. Die Regierungsbehörden haben sich also auf seiten der Hausbesitzer gestellt. Auffällig ist hierbei noch ganz Gewerbe nicht so von oben herab behandeln. 6. Die der Ostschweiz. Arbeiterschaft ist als gleichberechtigt anzuerkennen. 7. Der Ver70 Lohnkonflikte, wovon 35 Lohn- und 35 Streitbewegungen sonders die Schnelligkeit, mit welcher der Einspruch der HausWährend sonst die Regierungsbehörden handlung mit den Vertretern der Arbeiterorgani- waren, fanden in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres befizer erledigt wurde. sation darf nichts im Wege stehen. Die Gegner der in der Schweiz statt, gegen 98, wovon 48 Lohn- und 50 Streit- oft viele Monate brauchen, um die geringsten Sachen zu erledigen, wurde in diesem Falle mit großer Gile gearbeitet. Man muß zu Tarifgemeinschaft fagen zwar: Jeder Meister verhandele nur mit bewegungen in der gleichen Zeit des Vorjahres. der Annahme gelangen, daß die Negierung in Potsdam gar nicht feinen Gesellen. Ja, iver find denn diese Gesellen? Bei der Fluktuation schnell genug den Friedrichshagener Hausbesitzern ihre Loyalität der Berliner Arbeiterschaft läßt sich die Frage gar nicht beantworten. Da weiß der Bauherr oft überhaupt nicht, wer bei ihm arbeitet. versichern konnte. So schön sich auch theoretisch das Verhandeln mit den eignen Gesellen" anhört, so ist es doch praktisch unmöglich. 8. Was die Bekämpfung der politischen Seite der Gewerkschaften anbelangt, so möge dies ruhig den politischen Parteien überlassen werden. Lummert- Hamburg stellte sich als Gegner der Accordarbeit vor und hält dafür, daß das Accordsystem abgeschafft werden muß. Der gezahlte Lohn von 65 Pf. ist Herrn Lummert übrigens hoch genug. Während der Bausaison darf unter feinen Umständen mehr verhandelt werden. Was die Verhandlungen mit den Organisationsvertretern anbelange, so ist wohl die richtigste Anschauung die des Herrn Blohm von der Firma Blohm u. Voß, der feine Einmischung dritter Personen in die Verhandlung mit seinen Leuten duldet. Simon Breslau: Die Frage der Tarifgemeinschaften ist sehr wichtig. Durch ein direktes Verhandeln mit der Arbeiterorganisation wird diese gestärkt. Nur da sollte man mit der Organisation verhandeln, wo sie den Ausschlag giebt, und nur da, wo es überhaupt Nußen hat. Den Gewerbegerichten stehe ich nicht sympathisch gegenüber. Zumeist sind die Beisiger Socialdemokraten, aber auch die Vorsitzenden dieser Gerichte sind gern geneigt, auf die Seite der Arbeitnehmer zu treten. In Breslau ist beschlossen worden, nie mehr vor dem Gewerbegericht zu verhandeln. Ich stehe auf dem Hamburger Standpunkt, mit den Arbeitern direkt zu verHandeln, des Wortes eingedenk:„ Ich bin Manns genug!" Schöckel- Magdeburg: Wir verhandeln nur mit den Leuten direkt; wir kennen unsre Gesellen und brauchen keine Vermittler. Busch Stuttgart erklärt sich im Princip mit den Ausführungen der Berliner Kollegen einverstanden. V = Kelm Stettin: Wir haben gute Erfahrungen mit der Tarifgemeinschaft gemacht, ebenso mit der Hamburger Centralleitung, die felbst einmal gegen die von Gehilfen geplante Durchbrechung der Vereinbarung gewirkt hat. Felis Berlin folgert aus der Diskussion, daß in den Einzelverbänden weitere Erfahrungen gesammelt werden sollen. Der Bund solle einen Druck auf die Entschließungen der Einzelverbände nicht ausüben. = Der Streik in der Waggonfabrik in Arlöf bei Malmö dauert noch immer fort. Die Hoffnung, die man an die vor einiger Beit erfolgte Verabschiedung des Direktors Rössel geknüpft hatte, daß nun eine Einigung herbeigeführt werden würde, hat sich nicht erfüllt. Verhandlungen mit dem neuen Leiter der Fabrik haben bis jetzt noch zu feinem annehmbaren Resultat geführt. Die Piano- Arbeiter in Stockholm sind in den Streit getreten, nachdem die Fabrikanten den bisher geltenden Tarif gekündigt hatten und Wohnreduktionen vornehmen wollten. Einige Fabrikanten haben bereits bewilligt. Sociales. be So bekämpfen preußische Regierungsbehörden die Wohnungsnot in der Praxis! Wie dieser Standpunkt mit den ministeriellen Erlassen in Einklang zu bringen ist, das vermögen die Mitglieder der genannten Baugenossenschaft mit ihrem beschränkten Verstande nicht zu begreifen und wahrscheinlich viele andre auch nicht. Rolle wird Das Sedan des Kommunalliberalismus wird in der heutigen Presse aller Parteirichtungen rückhaltlos zuPolizeiliche Arbeitslosenzählung. Im bayrischen Regie- gestanden. Es gab da ja auch mit dem besten Willen nichts zu berungsbezirke Pfalz hat man eine Zählung der Arbeitslosen vor- mänteln. Der Liberalismus hat eben in der Bevölkerung Berlins genommen. Wie das gemacht worden ist, darüber berichtet die alles Vertrauen verloren. Hat er sich von je nur als der GeschäftsFränkische Tagespost" z. B. aus Ludwigshafen, daß die Polizeier, ausschuß des auf der Ungerechtigkeit des Dreiklassenwahlsystems er es doch die mit den Erhebungen betraut waren, sich die Arbeit sehr leicht fußenden Geldprogentums betrachtet, so liebte gemacht haben. Sie begnügten sich, im untersten Stock der Häuser zuweilen, sich der Socialdemokratie gegenüber als Vertreter seien. Je nach der der Allgemeininteressen aufzuspielen, das Posieren in dieser anzufragen, ob im Hause Arbeitslose sein. ihm fortan nicht mehr möglich Antwort, die ihnen zu teil wurde, gingen sie die nicht immer Halt er sich fortan fühlen und eleganten Treppenstiegen hinauf oder auch nicht. In Frankenthal hat loser noch als bisher wird man es sich gar noch bequemer gemacht. Hier gab man der Polizei überhaupt nicht die Weisung, die Zählung von Haus zu Haus vor- keinen andern Lebenszived mehr haben, als zu zeigen, daß man auf zunehmen, sondern beauftragte sie, sich zu den Fabrikanten und der Ungerechtigkeit des Klassenwahlsystems sich ebenso wenig zur Unternehmern zu verfügen und diese über den Umfang der Geschäfte Ruhe setzen kann, als auf Bajonetten. In sich zerfressen und jeder Selbständigkeit, jeder Initiative, ja jeder Selbstachtung bar, muß er und nach etwaigen Arbeiterentlassungen zu befragen. frommes gewesen, daß die Gewerkschaftsorganisationen fich ent- laffen und sich so durch seine Bassivität vollends zu schanden machen, Das Resultat dieser Polizei- Arbeit ist denn auch ein so polizei- in seiner größeren Hälfte sich hilflos von der Reaktion malträtieren schlossen haben, eine Nachprüfung dieser Zählung zu unternehmen. während einer kleinen Zahl seiner Anhänger die einzig der SocialDabei dürften ganz andere Resultate herauskommen. demokratie zu gute kommende Sisyphusarbeit der Verjüngung" zufällt. da Arbeiterschutz im Handelsgewerbe. Der Bundesrat hat befanntlich Erhebungen über die Arbeitsverhältnisse der handelsgewerblichen Gehilfen und Lehrlinge in den Engros-, Fabrik- und Versicherungsgeschäften angeordnet. Ausgenommen bleiben dabei die Hilfspersonen, die in den bezeichneten Betrieben als Backer, Hausdiener und so weiter in großer Zahl thätig Wenn auch der Unternehmer- Verband die seiner Zeit vom find. Es entspricht dieses stückweise Vorgehen ganz den GepflogenCentralverband der Maurer gegebene Anregung einer gemeinsamen heiten der deutschen Socialreform, die sich stets gehütet hat, etivas Regelung der Tarifvereinbarungen für ganz Deutschland wieder Gauzes zu schaffen. Der Vorstand des Centralverbandes der zurückschob, so scheute er doch davor zurück, den Bauherren jede Handels- und Transportarbeiter hat sich nun in einer Eingabe an Tarifvereinbarung zu verbieten, wie es in der Abficht einiger Scharf- den Bundesrat gewandt und diesen ersucht, die in Aussicht ge= macher lag. Für die Arbeiter liefert die Verhandlung den Beweis, nommenen Erhebungen auf die Hilfsarbeiter auszudehnen, daß eine füchtige Arbeiterorganisation sich Achtung verschaffen kann. deren Arbeitsverhältnisse dringend einer gesetzlichen Regelung be= dürften. Es ist dringend zu wünschen, daß der Bundesrat dem Die Aktiengesellschaft für Glasindustrie vorm. Friedrich berechtigten Verlangen dieser Arbeiterkategorie Rechnung trage. Siemens in Dresden beruft eine außerordentliche General- Die Einführung der vollständigen Sonntagsruhe hatten versammlung ein, um die Ermächtigung zum Ankauf der Fabriken die Handlungsgehilfen Münchens bei Handels- und und des Grund- und Bergwerkbesitzes der Fabrik fenerfefter und Getverbekammer beantragt. Die Kammer lehnte das ab mit der säurefester Produkte in Vallendar zu erlangen. Zu dem Zweck foll Begründung, daß durch die neuere Gesetzgebung die Lage der das Aktienkapital um eine Million erhöht und eine Obligationsanleihe Handlungsgehilfen schon wesentlich gebessert worden wäre und daß von 6 Millionen aufgenommen werden. Das Unternehmen in andrerseits in München insolange teine vollständige Sonntagsruhe Vallendar soll im Konkurse erstanden werden. durchgeführt werden kann, als die zahlreichen katholischen Feiertage nicht auf den Sonntag verlegt würden, wie die Kammer wiederholt verlangt habe. Getreidespekulationen. Vor kurzem brachten wir nach der Ostsee- Zeitung" die Geschichte einer agrarischen Spekulation, bei der in einem genossenschaftlichen Getreidesilo etwa 1000 Tonnen Roggen, Pensionsregulativ für Ortskrankenkassen- Angestellte. Die mit denen man auf bessere Preise wartete, verdorben waren. Danach allgemeine Ortsfrankenkasse der Stadt Straßburg i. E. hat, wie sollten von der für menschliche Nahrung unbrauchbar gewordenen uns von dort geschrieben wird, ein Pensionsregulativ für ihre AnWare etwa 500 Tonnen transito Hamburg verkauft worden sein, und gestellten und deren Witwen und Waisen beschlossen. Die Pension es hieß auch, daß die Ausfuhrvergütung dafür gewährt worden sei. soll nach fünfjähriger Dienstzeit 20 pCt. des Dienſteinkommens beDas lettere ist nun, wie die" Ostsee- Zeitung" jest feststellen kann, tragen und jeweils nach fünf Jahren um weitere 5 pet. steigen, bis thatsächlich nicht geschehen, die Steuerbehörde hat, wie dies bei der sie nach vierzig- und mehrjähriger Dienstzeit 70 pct. beträgt. Die Beschaffenheit der Ware ja eigentlich selbstverständlich war, die be- Witwe bezicht den fünften Teil des Dienſteinkommens, das ihr antragte Bahlung nach Ermittelung des Thatbestandes einfach abgelehnt. Der Verfuch mißlang also. Preisermäßigung für Kohle. Wie die„ Voss. 3tg." mitteilt, Hat der Briquettverein beschlossen, in Anbetracht der großen Vorräte den Vertragspreis um 10 Mart pro Waggon herabzusetzen. Die Vereinigung der Meuselwitz- Rosizzer Braunkohlen= werte ermäßigt die Preise für Maschinen-, Nuß- und Nüßchentohlen um 2 M. pro Doppelwagen vom 15. November ab. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Mann zuletzt bezog; jedes Kind bei Lebzeiten der Mutter zivei Zehntel, nach ihrem Tode drei Zehntel der Witwenpension. Der niedrigste Satz für eine Witwenpension ist jedoch 200 M., der niedrigste Satz für ein Kind 40 M., für eine elterulose Waise 60 M. pro Jahr. Aus der Frauenbewegung. Es ist denn auch kein Wunder, daß die linksliberale Presse dent unheilvollen Mächten, die das gestrige Resultat verschuldet haben, So schreibt die Berliner entsprechend den Text lieft. Beitung": " Das ist die Quittung, welche die Berliner ihrer kommunalen Vertretung ausgestellt haben darüber, daß sie ihre Rechte, die Rechte der Selbstverwaltung, so mannhaft gegenüber den Eingriffen der Krone verteidigen, wie es in der Märchenbrunnenfrage Ser Fall gewesen ist, darüber, daß sie so tief durchdrungen sind von den socialen Aufgaben der Gemeinden, daß sie auf die Viermarkstener ebenso wenig verzichten zu können glauben, wie auf die Mitwirkung des Herrn Leopold Jacobi, eines Mannes, der für die sociale Not, für die Bestrebungen der Arbeiter, ihrer und ihrer Familien Lage zit verbessern, nichts übrig hat als beißenden Spott, der aber doch ein liberaler", ein freisinniger" Mann ist, ein Mann, der nach dem Wort des alten Langerhans schon deshalb gewählt zu werden verdient, weil er das Geld für die Wahlen von der hohen Finanz beschafft. Die„ Volts- Zeitung" mahut ebenfalls zur Selbsterkenntnis: Der Versuch wird nicht unterbleiben, die Bedeutung dieses Sieges liberalerseits dadurch abzuschwächen, daß man auf die jenigen liberalen Wähler hinweist, die früher in der dritten Klasse gewählt haben, jegt aber vermöge der Anvendung der Steuerdurchschnittsziffer bei der Neu- Drittelung in die zweite Kelaffe übergegangen sind. Von jeher hat es der Liberalismus nur zu gut verstanden, sich, wenn er als Geschlagener ein Schlachtfeld räumte, mit allerlei lahmen Gründen über seine Niederlage zu trösten, anstatt das Warum in ernster Selbsteinkehr zu erforschen und demgemäß Anstalten zu einer Besserung zu treffen. Gewig sind verschiedene Wähler, die bisher in der dritten Klaffe liberal gewählt haben, der Nachbarschaft der Socialdemokratie entrückt. Aber daß sie, wären sie Wähler dritter Ordnung ge= blieben, den Socialdemokraten ernstlich hätten Abbruch thun können, muß bezweifelt werden angesichts der zum Teil ungeheuren Majoritäten, mit denen die socialdemokratischen Siege errungen worden sind. Wenn die liberalen Minoritäten thatsächlich etwas größer gewesen wären, der Sieg wäre den Socialdemokraten gleich wohl gesichert geblieben. " Das Organ derer um Jacobi, die Voss. 3tg.", ist so perDienstbotenbewegung. Dienstag, den 12. November, abends pleg, daß sie freibt, es tönnte fast Wunder nehmen, daß dem 8 Uhr, sprechen in Cohns Festsälen, Beuthstr. 19/20, in einer öffent- Liberalismus wenigstens noch drei Size verblieben sind. Auch lichen Versammlung Frau Martha Marquardt über:" Forderungen das„ Berliner Tageblatt" giebt seiner Verlegenheit in nichts. die unvers der Dienstbotenbewegung", Frau Regine Deutsch fiber: Haus- sagenden Phrasen Ausdruck und führt sogar dies abgebrauchte Achtung, Sattler! Der Inhaber der Treibriemen- Fabrit frauen und Dienstangestellten". Hausfrauen sind ganz besonders antwortliche Lässigkeit der Liberalen und Argument ins Feld, daß die Socialdemokraten natürlich alle verRüger u. Mallon, Herr A. Mallon, hat es beliebt, zwei eingeladen. feiner Arbeiter plöglich wegen Verbandsangehörigkeit auf die Straße Verbot der Frauenarbeit in indischen Gastwirtschaften. fügbaren Mannschaften mobil gemacht habe. Als ob die Lässigkeit, zu setzen. Diesem Herrn sowie einigen seiner Kollegen hat die Der Gouverneur von Bengalen hat die Beschäftigung von weib: die Thatenlosigkeit, nicht das Wesen einer Partei ausmachten, für Statistik über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Treibriemens lichem Bedienungspersonal in den Wein- und Liqueurschänken welche in der politischen Welt fein Raum mehr vorhanden ist. Sattler es angethan. Nach seiner eignen Aussage will er es untersagt. nicht dulden, daß die Verhältnisse seiner Arbeiter in die Oeffentlichfeit gebracht werden; Leute, die hierüber Auskunft geben, Die konservative Presse liest dem Freisinnsring natürlich weidlich den Tegt. Die„ Deutsche Tageszeitung" erkennt an, fann er nicht gebrauchen. on eintretenden Stollegen ver: Wie preußische Regierungsbehörden die Wohnungsuot daß die wählerſchaft gar nicht im Zweifel ſein konnte, wem fie am langt er, daß sie vorher aus dem Verbande austreten. An die arbeitslosen Kollegen möchten wir die Bitte richten, die Fabrik des Herrn Mallon zu meiden und den Zuzug nach Kräften fernzuhalten. Der Vorstand der Filiale II. Achtung, Kammmacher und alle in der Gelluloid- Haarschmuck branche beschäftigten Personen! Unser Obmann für das Jahr 1901-1902 ist Kollege W. Wolf. Berlin O 34, Königsbergerstr. 31, 2. Querg. II I., wohin alle Briefe und Sendungen zu richten sind. bekämpfen! Mittwoch ihre Stimme zu geben hatte: Die Fälle" Kleefeld, Jacobi, Lüben u. a., noch mehr die " Toleranz" der Kollegen mögen vielen Lenten den Socialdemo fraten haben wählen lassen. Denn, man mag gegen fie haben, was man will, im Punkte der öffentlichen Moral haben die „ Genossen" im Roten Hause die Manchesterlente noch immer beschämt; auch in der Intelligenz sind sie nicht selten voraus, wenn auch auf ihre Weise. Alles in allem ist das Ergebnis des gestrigen Tages also als ein Protest gegen die Mißwirtschaft in der Stadtverordneten Versammlung, und zwar als ein deutlicher Fingerzeig anzusehen. Ob der Wink erkannt und beherzigt werden wird? Daran ist nicht zu denken. Vorläufig haben, wir" die erste und die zweite Klaffe und somit die Majorität. Der Bau- und Sparverein der in Gemeindebetrieben beschäftigten Arbeiter und Angestellten( E. G. m. b. H.) hat in Friedrichshagen, wo befamtlich ein Teil der Berliner städtischen Wasserwerke liegt, eine größere Bahl von Mitgliedern. Daher plante er dort mit der Erbauung von Arbeiterhäusern vorzugehen. Da nun der Forstfiskus ein Stück Wald, welches in der Nähe des Friedrichshagener Bahnverkaufen beabsichtigte, so bewarb hofes gelegen ist, zu sich die genannte Baugenossenschaft dasselbe. Die Friedrichshagener Gemeindeverwaltung hatte auf das fragliche Stück Forstland ein Vorkaufsrecht; erklärte aber auf dieses verzichten zu wollen, wenn die Baugenossenschaft der städtischen Arbeiter es Eine Verurteilung auf Grund des§ 153 der Gewerbe- erwerbe. Der Forstfiskus forderte nun aber für das Land einen Andre Blätter konservativen Schlages wie die" Post" suchen Da bekannt Ordnung fällte dieser Tage das Schöffengericht in Leipzig. Ein Preis, welcher der Baugenossenschaft zu hoch erschien. Arbetter follte einem Arbeitswilligen gesagt haben:„ Sie müssen sich lich vor kurzer Zeit einige preußische Ministerien einen Erlaß zur den Rest von Mannhaftigkeit, der sich noch in der Stadtverordnetendoch schämen, bei 2. zu arbeiten". Dieser Unthat vegen stand er Bekämpfung der Wohnungsnot an die Regierungsbehörden 2c., Versammlung zeigte, gegen den Liberalismus auszubeuten. Doch die Unterstügung nun vor Gericht. Das Bemerkenswerteste an dem Prozeß war aber, I richteten, in dem auch von Baugenossen- selbst dies Blatt nuß bekennen: Die Kommission. Dentsches Reich. Was über die freisinnige Cliquenwirtschaft im Rathause erzählt wurde, hat sogar Partei- Anhänger verscheucht und die Bassivität verschuldet. Neber diesen Punkt dürften die Akten wohl kaum geschlossen sein. In Zukunft wird jedenfalls von rechts und von links in solche Hühnernester hineingeleuchtet werden. Berliner Partei- Angelegenheiten. Bause ihre Arbeit, die durchaus nicht zu den leichtesten gehört, ver richten müssen. Schöneberg! Parteigenossen! Die Berliner und CharlottenUns soll verlangen, was Herr v. Thielen zu diesen Mitteilungen burger Stadtverordneten- Wahlen sind vorüber und haben mit einem fagt, die mit den Versicherungen, welche seine Behörde in der von glänzenden Siege unsrer Partei geendet. Nun liegt es an uns, uns in Nr. 253 abgedruckten Berichtigung giebt, doch in einem gar zu diesem Beispiele zu folgen und alles daran zu setzen, damit auch bedenklichen Gegensaz stehen. wir uns feine Blöße geben. Jeder Parteigenosse müßte es sich zur Am Ein Franen- Genossenschaftsblatt für die deutschen Konsum Die Bedeutung unsres Sieges mögen einige Zahlen kenn- Ehre schätzen, bei der Agitation mitarbeiten zu können. zeichnen. Liberale Blätter berufen sich auch darauf, daß die Neu- Sonntagmorgen von 71/2 Uhr ab, findet eine Flug- genoffenschaften beabsichtigt die Großeinkaufs- Gesellschaft zu Hameinteilung der Kommunalwahlbezirle mancherlei blatt Verteilung statt, bei der fein Parteigenosse fehlen sollte. burg herauszugeben. Es soll dadurch eine permanente und zwedVerschiebungen gebracht hat, die eine Vergleichung der Ergeb= Sammelpunkt in folgenden Lokalen: Ständer, Hohenstaufen- mäßige Agitation für die Konsumgenossenschaftsbewegung herbeigeführt, nene Mitglieder gewonnen werden. Ein geistiges Band um die niffe von 1895 und 1901 angeblich ausschließen. Verschiebungen straße 80; Schilling, Kyffhäuſerſtr. 16; Hoppe, Merseburger vorhandenen Mitglieder zu schlingen und sie zu genossenschaftlichem haben stattgefunden, das ist wahr. Sie sind aber nicht überall so straße 7; Obst, Meiningerstr. 8; Horlemann, Kaiser Friedrich- Denken und Handeln anzuregen soll die Hauptaufgabe dieses Blattes bedeutend, daß man nicht doch für einzelne Bezirke die Ergebnisse straße 8; Büschel, Guzkowstr. 9; Moll, Sponholzſtr. 34. Sei ſein. Es sollen darin nicht nur die materiellen, sondern auch die von 1895 und 1901 mit einander vergleichen dürfte. also ein jeder zur Stelle. Beispielsweise decken sich die jetzigen Bezirke 9 und 10 Briz. Heute, Freitag, findet bei Barkentin, Bürgerstr. 4, die großenteils mit dem früheren Bezirk 11. Vor 6 Jahren stimmten Monatsversammlung des Wahlvereins statt, in welcher Gehier von 15 389 Wählern 5136, und zwar 2866 socialdemokratisch. nosse Schubert aus Schöneberg über das Thema:" Die Volksschule, In diesem Jahre beteiligten sich von 14989 Wählern des 9. und wie sie ist und wie sie sein soll" sprechen wird. Bestellungen auf 10. Bezirks 6942 an der Wahl, von denen 5043 die beiden Arbeiter- Parteitagsprotokolle, das Stück zu 30 Pf., nimmt der Vorstand entkandidaten wählten. Von 1895 bis 1901 stiegen also die social- gegen. demokratischen Stimmen von 56 Broz. aller allgegebenen Stimmen Köpenick. Diejenigen Parteigenossen, welche ein Protokoll vom auf 78 Proz.( wir geben überall abgerundete Prozentzahlen) und Parteitag in Lübeck für sich wünschen, erhalten dasselbe zum Preise vont 19 Proz. aller Wähler auf 34 Proz. Der jezige von 30 Pf., wenn sie sich bis Sonnabend bei dem Genossen zwölfte Bezirk ist fast derselbe wie der frühere Be- ochlik, Müggelheimerstr. 2, Franz Weber, Grünauerstr. 2 und bei den Mitgliedern des Vorstandes des Wahlvereins melden. Ober- Schöneweide. Sonntag früh 8 Uhr findet vom Johnschen Lokal aus die Verbreitung des Agitationskalenders 1902 in Ober- Schöneweide statt. Es ist Pflicht, ganz besonders der Mitglieder des Wahlvereins, sich rege hieran zu beteiligen. girt 13. Hier stieg die Wählerzahl von 4817 auf 6573, die Stimmenzahl von 1500 auf 3079, die Zahl der socialdemo kratischen Stimmen von 1121 auf 2946. Die Zahl der socialdemokratischen Stimmen stieg also von 75 Broz. aller Stimmen auf 96 Proz., von 23 Proz. aller Wähler auf 45 Proz. Ein schöner Bezirk! Der jetzige 22. Bezirk deckt sich fast ganz mit dem früheren Bezirk 27. Die Wählerzahl stieg hier von 5432 auf 5548 ( nicht 4548, wie wir am Donnerstag infolge eines Druckfehlers angaben), die Stimmenzahl von 1872 auf 2219, die Zahl der socialdemokratischen Stimmen von 919 auf 1645( wobei wir für 1895 natürlich die Zahlen von der Hauptwahl angeben). Das heißt: Lokales. Der Vertrauensmann. J ideellen Vorzüge der Genossenschaftsbewegung gewürdigt werden. Da die Frau die eigentliche Trägerin der Konsumgenossenschaftsbewegung ist, sie den Konsum der Familie zu leiten, sie mit dem Einkommen des Mannes hauszuhalten hat und dahin streben muß, die Lebenshaltung ihrer Familie durch geschickten und günstigen Einkauf nach Möglichkeit zu erhöhen, soll gerade sie durch das Blatt gewonnen werden, ihr Augenmerk auch auf die Konsumvereine zu richten. Neben der genossenschaftlichen soll auch darin die moderne Litteratur, Kunst, sowie die aus der Thätigkeit der Hausfrau sich ergebende Bragis geschildert und gepflegt werden. Das Blatt wird acht Seiten start im Monat zweimal in Höhe von ca. 50 000 Exemplaren erschienen und seitens der Verwaltungen an die Mitglieder gratis abgegeben. Um die lokalen Interessen der einzelnen Vereine zu wahren, bleibt eine Seite für diese reserviert, welche zu Bekanntmachungen und Mitteilungen für die Mitglieder dienen soll, um so schnell wie zur Kenntnis derselben zu möglich innere Angelegenheiten bringen und den innigen Verkehr zwischen Verwaltung und diesen herzustellen. Die Kosten des Blattes sind bei der 221/2 Pf. pro Mitglied und Jahr großen Auflage so minimal daß sehr wohl die Genossenschaften in der Lage find, ihren Mitgliedern eine solche schäzenswerte Lektüre bieten zu können. Ja noch mehr, die Wirkung dieses Blattes würde den Erfolg haben, daß die Konsumvereine von Jahr zu Jahr einen Mehrumsatz zu verAus der Stadtverordneten- Versammlung. zeichnen hätten; ist es doch eine alte Thatsache, daß solche Agitation es stiegen die socialdemokratischen Stimmen von 49 Proz. Wohnungswefen sind in der gestrigen Sitzung zu Ende ge so wirksames Agitationsmittel nicht entgehen laffen und fich lebhaft Die Beratungen der Stadtverordneten- Versammlung über das fich doppelt bezahlt macht, in ideeller als auch in materieller Be= ziehung. Auch die hiesigen Konsumgenossenschaften werden sich ein aller Stimmen auf 74 Proz., von 17 Proz. aller Wähler führt worden. Man darf sagen: Die Komödie ist aus! baran beteiligen. Ist die Konsumgenossenschaft doch die Organisation auf 30 Proz. Dem 22. Bezirk ein Bravo! Der 23. Bezirk Denn wie eine Komödie wirkt jezt die ganze Aktion, nachdem so der Frau. Auf dem Lebensmittelmarkt steht der Konsument dent war früher fast ganz Bezirk 24. Von 1895 bis 1901 vermehrten sich wenig dabei herausgekommen ist. Die socialdemokratische Handel machtlos gegenüber, hier kann nur eine starke Konsumenten= die Wähler von 5376 auf 5732, die Stimmen von 1458 auf 2072, die Fraktion hat bis zum letzten Augenblick tapfer für die von ihr auf- Organisation Einfluß gewinnen, und dazu wird auch das Frauens socialdemokratischen von 1096 auf 1868. Die focialdemokratischen Stimmen vermehrten sich von 75 Proz. der Stimmen auf 90 Proz., gestellten Forderungen gekämpft, aber die Mehrheit der Berliner Genossenschaftsblatt ganz erheblich beitragen. Stadtverordneten- Versammlung ist für solche Dinge nicht zu haben. von 20 Proz. der Wähler auf 33 Proz. Ganz und gar decken sich was sollte daraus werden, wenn die Stadtgemeinde nun auch noch wie uns Geheimrat Birchow mitteilt, bis auf weiteres auch für das Die Schaufammlung des Pathologischen Museums wird, der frühere 35. und der jegige 32. Bezirk. Hier verminderten für das Wohnungswesen die Verpflichtung anerkennen wollte, wirt Laienpublikum Sonntags von 11-1 Uhr geöffnet sein. Sie enthält ſich die Wähler von 6723 auf 6515, dagegen vermehrten sich die lich nach drücklich einzugreifen, um zu bessern, was daran in den beiden unterſten Stockwerken des neu erbauten Muſeums eine Stimmen von 2122 auf 2800, die socialdemokratischen Stimmen von Das würde ja ins Uferlose Auswahl von Präparaten aus fast allen Gebieten der Pathologie, verbesserungsbedürftig ist! 1305 auf 2568.( Die abweichenden Angaben von gestern beruhen auf einem Druckfehler.) Mithin vermehrten sich die socialdemo- gehen", wie gestern einer der Mehrheitsredner ausrief. Und was die zum Teil nach der im Pathologischen Institut ausgearbeiteten sollten die notleidenden Hausbesitzer anfangen, wenn Methode Kaiserlings in ihren natürlichen Farben erhalten sind. Die kratischen Stimmen von 62 Proz. aller Stimmen auf 92 Broz, von berartige Eingriffe in die private Ausbeutungs- nötigen Erläuterungen werden durch den Direktor Geheimrat Virchow 19 Proz. aller Wähler auf 39 Proz. vom Alexander- Ulfer aus statt. Doch genug der Beispiele! Das sieg hafte Wachstum freiheit gutgeheißen würden, wie sie von socialdemokratischer und seine Aſſiſtenten und Hilfsarbeiter gegeben. Der Zugang findet Seite verlangt worden sind! Namens der focialdemokratischen der socialdemokratischen Arbeiterpartei, das in Fraktion begründete Genosse Heimann, gestüßt auf eine um= Die Ehrenrettung des Herrn Leopold Jacobi soll nach der dieſen Zahlen zum Ausdruck kommt, ist so gewaltig, daß es die Arbeiterfassende Kenntnis des einschlägigen Materials und manchen scharfen Mitteilung verschiedener diesem Stadtverordneten nahestehender schaft Berlins mit freudigem Stolze erfüllen muß. Wer aber diese Blätter der Staatsanwalt übernommen haben. Es wird nämlich Beispiele nicht als beweisträftig gelten laffen will, weil die genannten Sieb gegen das in der Stadtverordneten- Versammlung herrschende berichtet, daß die Staatsanwaltschaft wegen Beleidigung des Bezirke sich immerhin nicht gänzlich decken, der sei auf die vor zwei Hansagrariertum führend, noch einmal die Vorschläge, die von Stadtverordneten 2. Jacobi durch einen Artikel der Welt am Jahren nen gebildeten Bezirke 44, 45 und 48 verwiesen, die unfren Genossen zu den gestern noch zur Beratung stehenden Montag" munmehr das öffentliche Verfahren eingeleitet hat. Bunkten gemacht worden waren. Das Abstimmungsergebnis zeigte, Wir wollen heute die ja sehr naheliegende Frage außer Betracht sich schon jetzt gleichfalls wieder an der Wahl zu beteiligen hatten, daß er im wesentlichen nur tauben Ohren gepredigt laffen, was denn den Staatsanwalt bewogen hätte, zu Gunsten ohne sich inzwischen in ihrer Begrenzung geändert zu haben. Im hatte. Unfre Leser werden aus dem an andrer Stelle eines Jacobi das öffentliche Interesse als vorliegend zu erachten. 44. Bezirk stieg von 1899 bis 1901 die Wählerzahl von 7384 Denn vorab ist die hier wiedergegebene Mitteilung dahin einwiedergegebenen ausführlichen Bericht ersehen, wieviel auf 8042, die Stimmenzahl von 2575 auf 3855, die Zahl der social- dem Ganzen übrig geblieben ist. demokratischen Stimmen von 1349 auf 2302( wobei wir für 1899 nehmung vorgeladen ist. Man fann nicht Feigen zuschränken, daß der Verfasser des Artikels, Redacteur Bernhard, in die Zahlen der im November vollzogenen Hauptwahl geben). Das ernten von den Diſteln! Genosse Heimann wies in seiner Rede auch der Angelegenheit nur zu einer heute erfolgenden polizeilichen Verauf den Ausfall der Stadtverordneten- Wahlen hin, bedeutet cine Zunahme der socialdemokratischen Stimmen Der Polizeipräsident hat ein Gesuch der Berliner Fuhrvon 52 Proz. aller Stimmen auf 60 Broz., von 18 Proz. der sei, die die Stadtverordneten- Mehrheit in solchen und ähnlichen Bremsen und festen Sißen an den Wagen bis zum 1. April 1903, der zu einem nicht geringen Teil der unsocialen Haltung zu danken Herren- Innung um Verlängerung der Frist zur Anbringung von Wähler auf 29 Proz. Bravo! Jm 45. Bezirk vermehrten sich die Wähler von 6287 mir auf 6384, die Stimmen von 2270 Fragen so oft gezeigt habe. Den Herren war diese Erinnerung an wodurch die erforderlichen Unkosten verteilt und dem ohnehin dadie Niederlage, die sie vorgestern erlitten haben, sichtlich recht un- niederliegenden Fuhrgewerbe weniger fühlbar gemacht würden, abauf 2572, die socialdemokratischen Stimmen aber von 808 auf 1364(!). Es vermehrten sich hier die socialdemokratischen Stimmen angenehm. Aber sie dürften sich rasch wieder getröstet haben in dem lehnend beantwortet. Bei dem Minister des Innern soll dagegen 1364(!). Es vermehrten sich hier die socialdemokratischen Stimmen Gedanken an die Wahlen der 2. und 1. Abteilung, die heute Beschwerde erhoben werden. von 36 Proz. der Stimmen auf 53 Proz., von 13 Proz. der Wähler und morgen zu vollziehen sind. Die Hausbesitzer, die hier ein auf 21 Proz. Der 48. Bezirk hatte eine Vermehrung der Wähler von 6218 auf 6489, eine Verminderung der Stimmen von 2760 auf gewichtiges Wort mitzureden haben, werden mit den Beschlüssen von gestern zufrieden sein. 2730, aber eine Vermehrung der socialdemokratischen von 2054 auf 2714. Die auf den Arbeiterkandidaten gefallenen Stimmen ver mehrten sich hier von 74 Proz. der Stimmen auf fast 100 Broz.( es war diesmal kein Gegner aufgestellt) und von 33 Proz. der Wähler auf 42 Proz. Ein Kommentar zu diesen Bahlen ist über flüssig! Wenn's uns Spaß macht, beschäftigen wir uns nächstens vielleicht auch noch mit den Stimmenzahlen, die die bürgerlichen Standidaten auf sich vereinigt haben. " von Tragödie des Kleingewerbes. Eine große Erregung herrscht unter den Einzel- Schiffern wegen der drohenden Gefährdung ihrer Griſtenz. Es tritt nämlich immer mehr die Wirkung des Entgegenkommens der Eisenbahnen, vom 1. Juli ds. Js. allen für industrie nach dem Specialtarif III zu befördern, zu Tage. Die Schiffahrt wird mehr und mehr von der Beförderung des Rohzuckers, der besonders in den Ostprovinzen als Maffenartikel noch von Bedeutung war, ausgeschlossen. Eine Unterbietung der jetzt geltenden billigen Eisenbahnfrachten wäre sogar bei Berechnung ber eigenen Selbfftosten den meisten Einzelschiffern unmöglich. Die Auch die Charlottenburger Stadtverordneten von den Schiffern gehegte Hoffnung, daß die Eisenbahnen nicht in tahlen haben ein Resultat gezeitigt, das selbst die kühnsten Hoff- der Lage sein würden, den Gesamtverkehr zu bewältigen, hat sich nungen übertraf. Während die Socialdemokratie in früheren Jahren nicht bestätigt. Die Eisenbahndirektion zu Bromberg hat sich durch allenfalls zwei Kandidaten durchbrachte, gelang es ihr diesmal, gleich Heranziehung und Benutzung ausländischer Waggons zu helfen geauf den ersten Anhieb sechs neue Vertreter ins Stadtparlament zu wußt. Nach dem Bericht der Schiffslade- Genossenschaften wurden im entfenden und drei in aussichtsvolle Stichwahl zu bringen. Von verflossenen Jahre, das nicht besonders günstig war, in den Fabriken den gegnerischen Kandidaten ist nicht ein einziger gewählt worden. der Bromberger Gegend rund 300 000 Centner Rohzucker verschifft, Da in Charlottenburg diesmal, ebenso wie vor 2 Jahren in allen während bis jetzt im Thorner Bezirk nur 8000 Centner und im Bromberger Umschlaghafen noch kein Pfund Rohzucker per Wasser Bezirken gewählt wurde, läßt sich der Fortschritt unsrer Partei verfrachtet worden ist. Aus andern Distrikten liegen ähnliche Bezahlenmäßig nachweisen. Von 3100 im Jahre 1899 ist unsre richte vor. Die Schiffer haben nun nicht allein mit dem ihnen zu Stimmenzahl auf 4800 angewachsen, während die Gegner ins- Gunsten der Zuderindustrie entzogenen Frachtenverdienst, gesamt mur 100 Stimmen mehr erhielten als im Jahre 1899. sondern auch noch mit dem infolge vermehrten Angebots von leerem 1eberaus schlecht haben die Freifinnigen abgeschnitten; fast ebenso Kahnraum entstandenen Heruntergehen der Frachten, vermehrter schlecht ist es dem Mischmasch ergangen. Die Charlottenburger Konkurrenz auf andern Gebieten zu rechnen. Arbeiterschaft hat gezeigt, daß sie nichts wissen will von Leuten, die Ein Banunfall, der, wenn er 1/4 Stunde früher erfolgt wäre, etwa 20 Menschenleben gefährdet hätte, erfolgte Donnerstag 5/4 Uhr nachmittags in der Kastanienallee 21. Hier wird das gesamte vierstöckige Vorderhaus renoviert, weshalb es augenblicklich unbewohnt ist. Mehrere Räume sollen vergrößert und namentlich im Barterre Geschäftsläden eingerichtet werden. Kurz nach dem 5 1hr erfolgten Arbeitsschluß, während noch vier Maurer sich in den nach dem ofe zu belegenen Ankleideraum befanden, stürzte plöglich im zweiten Stod Decke des ersten Stockes und riß dieselbe mit in die Tiefe. Der Straßenpassanten bemächtigte sich eine ungeheure Aufregung, zumal wegen der aufgewirbelten Staubivolken die Größe des Einsturzes nicht zu übersehen war und man nicht wußte, ob Arbeiter unter den Schuttmassen begraben lagen. Man rief nach der Feuerwehr, die denn auch aus der benachbarten Oderbergerstraße bald zur Stelle war. Da weitere Zuſammenſtürze nicht ausgeschlossen waren, wurde mit größter Vorsicht vorgegangen. Zeit festgestellt werden, daß die Arbeiter sämtlich noch vor Einbruch der Katastrophe das Gebäude verlassen hatten. Der Unfall wird darauf zurückgeführt, daß die Decke des zweiten Stockes nicht genügend abgesteift war. Die Unfallstelle ist polizeilich gesperrt. Glücklicherweise konnte nach kurzer Einen sonderbaren Studentenstreich leisteten sich in der vers gangenen Nacht zwei Brüder Studio an der Weidendammer Brücke. Sie sprangen von der Brücke in die Sprre, schwammen nach dem jenseitigen Ufer und kletterten auf einen dort liegenden Obstkahn. Von hier aus erreichten sie das Ufer und begaben sich mit triefenden Kleidern auf die Straße. Der eine von ihnen hatte aber an der einmaligen nächtlichen Schwimmtour noch nicht genug, er kehrte um und sch: vamm wiederum zum andren Ufer hinüber. Der seltsame Ult hatte einen großen Auflauf verursacht. Die Namen der beiden Schwimmer wurden auf dem Polizeirevier festgestellt und die durchs den Mantel nach dem Winde tragen und sowohl nationalliberale als Nene Opfer des Thielenschen Sparsystems. Es ist bekannt, gefrorenen Studenten per Droschke in ihre Wohnung gebracht. Ein Diebesneft hat die Kriminolpolizei in der Heiners ultrareaktionäre, antisemitische als zionistische, mieterfreundliche als daß noch vor wenigen Tagen die offiziöse Presse mit erheblichem hausagrarische Gesinnung in demselben Atemzuge an den Tag legen. Aufwand von Entrüstung bestritten hat, daß die von verschiedenen dorfer Mühle hinter Neu- Weißensee ermittelt. Die Mühle ist Der Denkzettel, den die Arbeiter der Charlottenburger Bourgeoisie Blättern gebrachten Mitteilungen über Entlassungen im außer Betrieb und wurde von einem fürzlich aus dem Zuchthause versetzt haben, ivar wohl verdient. Die Mannen des Eisenbahnbetriebe richtig seien. Auch in einer„ Berichtigung", entlassenen Einbrecher mit seiner Frau bezogen. Die Polizei, die Herri Ströhler werden es jetzt nicht mehr wagen, die die wir aus Anlaß einer in Nr. 246 gebrachten Mitteilung von der auf das dort sich abspielende Treiben aufmerksam geworden war, Geschäfte der Stadt als ihre Familienangelegenheiten zu be- hiesigen tgl. Eisenbahndirektion erhalten haben, wurde bestimmt ver- fchritt zu einer Durchsuchung der Mühle und förderte dabei allerlei Diebes- Handwerkszeug sowie Gold- und Silberwaren, die von Eins trachten, um die sich niemand zu fümmern hat. Mindest en 3 sichert, daß die Entlassung von zur Zeit in Beschäftigung stehenden brüchen herrühren, zu Tage; ferner Seidenstoffe und Spigen. Der acht Ma 11 11 hoch zieht unsre Frattion ins Hilfsbediensteten und Arbeitern ausdrücklich ausgeschlossen" sei. Einbrecher und seine Frau wurden verhaftet. Rote Haus" ein. Sache der Wähler wird es sein, dafür zu Wie es um den Wert solcher auf Grund des Preßgesetzes den jorgen, daß wir auch aus den Stichwahlen siegreich hervorgehen, Zeitungen zugestellten Einsendungen zum Teil bestellt ist, lehrt die bestraften Menschen Namens Schwizer festgenommen worden. In damit unsre Fraktion wachse und unser Ansehen sich mehre. Troy bedauerliche Thatsache, daß am 2. November wiederum eine Anzahl Schmargendorf und Umgegend waren bereits elf Diebstähle verübt des glänzenden Sieges darf die Charlotten Eisenbahn- Arbeiter entlassen worden sind. Die Maßnahme betrifft worden, ohne daß man auch nur eine Spur von dem Thäter wußte. burger Arbeiterschaft nicht auf ihren Lorbeeren gegen zwanzig schon längere Zeit auf dem Görlizer Bahnhof be- Da machte der Dieb noch einen legten Schlag, indem er dem von Schmargendorf, die ausruhen, sie muß schon heute den Kampf um die Erringung schäftigt gewesene Rangierer und Schuppenarbeiter. Daß eigent- Gendarmen und dem Nachtwächter weiterer Mandate in den Stichwahlen beginnen. Von neuem erklingt licher Arbeitsmangel kaum der Grund dieser harten Maßregel beide auf demselben Grundstück wohnen, die Gänse, Enten der Ruf: An die Gewehre!" Die Arbeiterklasse wird ihm Folge gewesen sein tant, beweist der Umstand, daß den noch in und Hühner wegstahl und dem Gendarmen auch noch das vielfach Nur die Köpfe der Tiere und ein ein erhöhtes Dienstfahrrad mitnahm. Diebeszeichen ließ der Langfinger zurück. Dann hörte man leisten und ihren Sieg vollenden, sich selbst zum Ruhme, ihren Beschäftigung befindlichen Arbeitern Maß von Anstrengung zugemutet wird. Während früher 31 in Schmargendorf nichts mehr von ihm. Der dort stationierte Gegnern zum Leide. einer Rangierkolonne 6 Mann gehörten, müssen seit dem 1. Oktober Kriminalbeamte vermutete mun, daß Schwitzer, der wieder einmal am Tage 4 Mann dasselbe Quantum Arbeit leisten. Ueberhaupt ist das Zuchthaus verlassen hatte, der Dieb sei. Seine Spur führte die Arbeitseinteilung eine solche, daß z. B. die Arbeiter, welche nach Charlottenburg. Als aber der Beamte dorthin kam, um den Nachtdienst haben, von 6 Uhr abends bis 3 Uhr früh fast ohne jede Spigbuben festzunehmen, war er gerade nach Dalldorf verzogen. Ein Geflügeldieb ist in der Person eines mit Zuchthaus vors Burückgelassene Pfoten und Hälse zeigten aber dem Kriminalbeamten, daß er auf der richtigen Fährte war, und bald gelang es ihm denn auch, den Gesuchten mit seiner Frau in Dalldorf ausfindig zu machen und festzunehmen. In seiner Wohnung fand er noch einen Centner geschlachtetes Geflügel und das Fahrrad. Schwitzer räumte alle Diebstähle ein und gestand auch, daß er in Dalldorf und Umgebung ein neues Feld für seine Thätigkeit gesucht habe. melden. Zengen gesucht. Die Personen, welche am Sonntagmittag am Kurfürstendamm zwischen Uhlandstraße und Fasanenstraße der Sistierung beigewohnt haben, werden gebeten, bei St. Leibusch, Markusstr. 2, ihre Adresse abzugeben. Feuerbericht. In der Nacht zum Donnerstag brannte Behrenstraße 54 ein Zimmer neben einem Geschäftsraume aus. Kurz darauf wurde die Wehr nach dem Dresdener Güterbahnhof gerufen, wo ein Schuppen in Flammen stand. In beiden Fällen konnte die Gefahr bald beseitigt werden. Aus den Nachbarorten. Der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Dr. Semler, Ergebnis der Volkszählung in den westlichen Vororten. der Hamburger Rechtsanwalt ist, hatte vor etwa Jahresfrist einen Das endgültige Ergebnis der Volkszählung in den westlichen Vor- Civilprozeß zu bestehen, der von einem Kaufmann St. gegen ihn orten, deren Material vom Statistischen Amt der Stadt Charlotten- angestrengt war, weil Semler in einem großen Erbschafts- Prozeß, burg bearbeitet worden ist, liegt jetzt vor. Die Gesamtbevölkerung an dem die Ehefrau des Klägers St. mitbeteiligt gewesen war, Der Prozeß betrug demnach in Charlottenburg 189 305, in Wilmersdorf 30 671, zum Nachteil der Erben gehandelt haben sollte. Friedenau 11 050, Schmargendorf 3175 und Grunewald 3230. Die wurde damals dadurch beendet, daß Semler sich freiwillig drei der Erben bereit Militärbevölkerung betrug hiervon 3315, 377, 76, 6, 9. Gemeinsam zur Auskehrung von 30 000 M. an Zur Vergiftung durch Knoblauchswürstchen, durch deren allen westlichen Bororten ist das Uebergewicht des weiblichen Ge- erklärte. Aus dem Prozeß folgte dann aber ein ehren Genuß das Töchterchen des Cigarrenhändlers Reichelt aus der schlechts. In Grunewald wohnen fast noch einmal so viel Frauen gerichtliches Verfahren für Dr. Semler vor der Hansea= Fehrbellinerstraße 45 gestorben und eine ältere Schwester erfrankt als Männer: 2034 gegen 1196. Aehnliche Verhältnisse herrschen in fischen Anwaltskammer, weil Semler durch eine unlautere Handlung fein sollte, liegt jetzt das Gutachten des Gerichtschemikers Dr. Bischoff Friedenau mit 6326 Frauen und 4724 Männern und in Schmargen in einem früheren ehrengerichtlichen Verfahren die Anwaltskammer vor, der die inneren Organe der Leiche zur Untersuchung erhielt. dorf mit 1714 gegen 1461. Charlottenburg hat einen Ueberschuß über die wahren Vorgänge in dem Erbschaftsprozeß getäuscht haben Dr. Bischoff giebt sein Gutachten an die Staatsanwaltschaft, wie die von nicht weniger als 17 651 Frauen, so daß dort nur 85 840 Männer follte. Dr. S. hatte damals der Anwaltskammer einen Brief vor " Allgemeine Fleischer- Beitung" mitteilt, dahin ab, daß er allerdings gegen 103 465 Frauen wohnen. gelegt, in dem ein Kaufmann B. bescheinigte, er habe Geld zur Gift in den inneren Organen gefunden habe, aber ein Urteil Köpenick. In der letzten Sigung der Stadtverordneten brachte Prozeßführung hergegeben und dafür eine Provision von 60 000 2. darüber, ob das Gift sich bereits in der Wurst oder erst später durch der Vorsteher vor Eintritt in die Tagesordnung eine Verfügung des von Dr. Semler aus der Erbschaft erhalten, während in Wirklichkeit B. den Verwesungsprozeß entwickelt habe, um so weniger abgeben Regierungspräsidenten zur Kenntnis der Versammlung, wonach in nur etwa 4900 m. erhalten und Semler den kleinen Rest von etwa könne, da ihm die Leichenteile erst mehrere Tage nach dem Tode zu- Zukunft bei der Vorlage von Beschlüssen der Stadtverordneten- Ber- 54 000 M. behalten hatte. Auf Grund dieses Briefes hatte der gegangen feien. fammlung die Angabe des Stimmenverhältnisses gefordert Ehrengerichtshof damals das Verfahren eingestellt. Jetzt hat sich die Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 18. Oftober hat ein wird, mit welchen die Vorlage angenommen ist. Zu den Kosten Anwaltskammer mit diesem Briefmanöver zu beschäftigen gehabt. armes junges Mädchen in der Greifswalderstraße einem ihr un der Bismardwarte" auf den Müggelbergen hat der Verein Ein ganzes Jahr hat sich das Verfahren hingezogen. Schließlich bekannten etwa 19jährigen Mann mit dunklem Haar, schwarzem Bismarckwarte" von der Stadt einen Beitrag erbeten und es find weigerte sich der Oberstaatsanwalt überhaupt, Anklage zu erheben. deren Die Anwaltskammer beschloß trozdem Eröffnung des Berfahrens. Jadettanzug und weißem, bis an den Hals reichenden Trikothemde auch vom Magistrat 1000 m. in Vorschlag gebracht, einen Reiseforb mit verschiedenen Gegenständen, darunter Wäsche, Bewilligung bei Stadtverordneten Versammlung nach- Nach zweitägiger Verhandlung hat dasselbe jedoch mit Freis gezeichnet E. T., zur Beförderung nach einer im Südosten der Stadt gesucht wird. Die Genossen Rochlik und ein wandten sich ent- iprechung des schon häufig ehrengerichtlich bestraften belegenen Straße übergeben. Da der Korb mit wertvollem Inhalt schieden gegen eine solche Verwendung der Steuergroschen, und der Semler geendet. Ueber die Gründe, die zu diesem Spruche geführt bisher nicht abgegeben, auch als gefunden nicht gemeldet worden ist, Genosse Herbst erinnerte hierbei an die Verhandlung über die haben, verlautet nichts. so liegt die Annahme nahe, daß der Auftragnehmer denselben unter- Getreidezölle. Der Magistrat habe diese als eine politische Angelegenheit Die rätselhafte Geschichte von einem schweren Raube, der sich schlagen hat, und werden diejenigen Personen, welche über den bezeichnet und deshalb die Absendung der Petition abgelehnt. Auch nachher als das Phantastestück einer Frau erwies, beschäftigte Thäter oder sonst zur Sache Angaben machen können, ersucht, sich hier handle es sich ebenso um eine politische Sache. Wie könne die gestern die 136. Abteilung des Schöffengerichts. Am 20. September schriftlich oder mündlich bei der Kriminalabteilung, Zimmer 825, zu Bevölkerung der Stadt überdies den schlimmsten Feind der deutschen dieses Jahres wurde in den Berliner Zeitungen folgende MitArbeiterschaft, den Vater des Socialistengesezes, ehren wollen? Trog teilung veröffentlicht, die auf den Angaben der Ehefrau des Bureaus der treffenden Ausführungen unsres Vertreters wurde die Vorlage vorstehers Schönwetter, Friedenstr. 60 wohnhaft, beruhte. Sie mit 13 gegen 11 Stimmen angenommen! wollte in ihrer Wohnung überfallen, beraubt und gefesselt worden Lichtenberg. Herr Generaldirektor Nolda bittet nunmehr sein. Mit dem Aufräumen der Wohnung beschäftigt, sei sie vom alle anständigen Blätter", entweder seine Person oder die fürstliche Borderzimmer in das Hinterzimmer gegangen, wo ihr zweijähriges Vermögensverwaltung mit der bekannten Bestechungsangelegenheit Töchterchen spielte. Als fie die Thür öffnete, sei ihr ein Mann schußbereitem Revolver in der erhobenen Rechten entnicht mehr in Verbindung zu bringen oder aber direkte" Be- mit zichtigungen auszusprechen, die ihm den Klageweg ermöglichen. gegen getreten. In drohendem Tone habe derselbe die HerausNach der Ansicht seines Rechtsbeistandes feien die Erklärungen" der gabe des Geldes, sowie die Schmuck- und Wertsachen verlangt. Starr Gemeindevertreter in wohlweislich gewählter Form" ergangen, vor Schreckt habe sie zugesehen, wie der Besucher mit einer Hand alle sodaß eine ausreichende Handhabe zu einem Beleidigungsprozeß Schubladen aufzog und den Inhalt durchwühlte, während er die nicht vorhanden sei. Die Ermittlungsversuche nach den Bestechern andre Hand, die den Revolver hielt, fortwährend gegen die Brust Ein nützliches Buch. Notizen und Zahlen, Statistisches feien ergebnislos verlaufen und überdies feien nach dem Straf- der Bewohnerin richtete. Derselbe Auftritt wiederholte sich im Nachschlagebüchlein" nennt sich bescheiden ein 32 Seiten startes Heft, gesetzbuch Geldangebote an Gemeindevertreter nicht strafbar. Aus Borderzimmer; thränenden Auges habe sie zusehen müssen, wie der das wir allen Lesern, die auf bequeme Weise über die im alltäg- brücklich betone er nochmals, daß der vielgenannte Herr Berger fühne Räuber sich aus dem Vertikow 80 M. bares Geld, mehrere lichen Leben aufgeworfenen Fragen unterrichtet sein wollen, auf das weder vonihm noch von seinem Agenten angenommen worden sei, Ringe, ein Sportaffenbuch über 217 M. und ein Wertpapier über beste empfehlen tönnen. Man sieht es dem Büchlein von außen gar vielmehr habe er sich als Abgesandter der Gemeinde Lichtenberg ihm 1000 Mait aneignete. Darauf habe der Mann sie angeschrien mit den nicht an, was es alles in geschickter Anordmmg in sich birgt. Wir werden gegenüber legitimiert. Worten: Jst nicht noch mehr da? Und als sie nur mit einem aus ihm unterrichtet über tausend Gegenstände und noch einige, Unfrem Barteigenoffen Grauer gegenüber haben sich nun aber Kopfschütteln antwortete, habe er ihr noch einen Ning vom Finger und das alles, ohne daß wir lange zu suchen und zu der Herr Berger sowohl wie die Bestecher", deren Ermittelung gezogen, dann mit einem Band, das über der Nähmaschine hing, ihr blättern brauchen. Aus dem weitreichenden Inhalt führen wir an, nicht gelungen sein soll, allerdings nicht als Abgesandte der Gemeinde die Hände zusammengebunden und darauf ihren Oberkörper fest an daß das Büchlein in bunter Folge die zuverlässigsten Daten bringt Lichtenberg legitimiert und in den gewählten Erklärungen" der die Thür gebunden, diese von außen verschlossen und sich dann entüber die Menschenraffen und Sprachen der Erde, über die mittlere Gemeindevertreter" haben diese darüber an Deutlichkeit nichts zu fernt. Nach halbstündiger Arbeit sei es ihr gelungen, sich von den Lebensdauer der hauptsächlichsten Berufe, über die Ausdehnung der wünschen übrig gelaffen. Nun fehlt nur noch, daß auch Herr Berger Seffeln zu befreien, sie sei zu den auf der andren Seite des Flurs Kohlenlager, über die Länge der Eisenbahnen der Erde und ihre keine ausreichende Handhabe hat zu klagen, dann braucht auch er wohnenden Leuten gegangen und dort erschöpft zusammengefunken. Gold- und Silberproduktion. Die größten Brücken- Spannweiten nicht zu sagen, wer die 70 000 m. Provision nachgelassen, wer ihm Ihre Hände waren noch zusammengebunden. Es wurde sofort der find angegeben, die Eisenbahn- Tunnels, die höchsten Berge der die 30 000 W. Verdienst" versprochen, wer die an Herrn Rinder- Kriminalpolizei Anzeige gemacht. Die abgeblich Beraubte gab eine genaue Erde, die Zahl der in den verschiedenen Ländern erscheinenden mann eventuell zu zahlenden 3000 m. auszahlen sollte, wer ihn zu Beschreibung des Thäters und alle Hebel wurden in Bewegung Zeitungen, Flächeninhalt und Bevölkerung aller Länder, sowie der uneigennützigen Vermittlerrolle bewogen und was ihn zu dem gesetzt, um denselben zu ermitteln, obgleich die Kriminalpolizei schon viele statistische Daten über die Nationalitäten Europas. Besuche und der Unterhaltung mit dem Gemeindeverordneten Grauer nach der ersten Vernehmung der Frau Schönwetter Verdacht schöpfte, Wir werden weiter unterrichtet über die Elektricität, über das veranlaßt hat. lebrig bleibt auch noch die Frage: wer hat den daß hier ein erdichteter Ueberfall vorlag. Es war gar zu viel in specifische Gewicht und die Dichtigkeit einer Anzahl Körper, über die Gemeindebeamten zu beeinflussen gesucht? der Erzählung der Frau Schönwetter, welches unwahrscheinlich und chemischen Elemente und über die Nährwerte der verschiedenen Aus Neu- Weißenfee geht uns vom Vorsigenden der dortigen nicht aufzuklären war. Die Ermittelungen wurden fortgesetzt, bis Nahrungsmittel. Dann finden wir in übersichtlicher Tabelle statistische Orts Krankenkasse ein Schreiben zu, das eine Berichtigung Frau Schönwetter fich endlich am 18. Oktober zu dem Geständnis Notizen über die hauptsächlichsten Kulturländer; ihre Bodenbeschaffen- unfrer in Nr. 256 des Vorw." gebrachten Notiz über die genannte herbeiließ, daß sie die ganze Geschichte erfunden habe. Als Beweggrund heit, Produkte, Bollerträgnisse. Schulzustände, Armenkosten, geogra- Staffe fein soll. In dieser Buschrift werden entweder unsre Dar gab sie an, daß sie im Haushalt mehr verbraucht hatte, als ihr phischen Verhältnisse usw., turz, so ziemlich alles, was uns unter den stellungen bestätigt oder das Verhalten des Vorstandes in dem an- Ehemann wiffen sollte und ihn deshalb über den Werbleib seiner verschiedensten Umständen interessieren kann, ist in Zahlen aufgeführt. geregten Falle zu begründen und zu entschuldigen versucht. Der Ersparnisse täuschen wollte. Sie wiederholte dies Geständnis im Die hauptsächlichten Daten aus der Berufsstatistik finden wir, sowie Raum des„ Vorwärts" ist zu fostbar, um diese sogenannte Berichti- gestrigen Termin. Der Staatsanwalt wies darauf hin, daß ein ebenfalls das Wissenswerteste aus der Kriminalstatistik, der Selbst- gung abzudrucken. Sieht der Vorstand der Stasse ein, daß sein Ver- Unfug schwerster Art vorliege, die Mitteilung von dem Verbrechen mord- und Unfallstatistik und der Statistik über Arbeiterversicherung. fahren in vielen Fällen einer Entschuldigung bedarf, so möge er sich mußte die Berliner Bevölkerung im hohen Grade beunruhigen. Er Reichstagswahlen, Staatsschulden, Bosttarif, Münz- und Gewichts- in den in Zukunft von der Arbeiterschaft abzuhaltenden Bersamme beantragte gegen die Angeklagte eine Geldstrafe von 60 M. Der tabelle und zum Schluß ein nach den Ergebnissen der letzten Volts- lungen sehen lassen, in denen ihm hinreichend Gelegenheit sein wird, Gerichtshof beließ es mit Rücksicht auf die tiefe Reue der Angeklagten zählung aufgestelltes Verzeichnis aller Orte des Deutschen Reiches sein Licht leuchten zu lassen. bei einer Geldstrafe von 30 M. alles dies und noch ungezählte Dinge dazu enthält das vortreffliche Nachschlagewert. Das Büchlein ist im Verhältnis zu seinem Werte außerordentlich billig; der Einzelpreis stellt sich auf 30 Pf., hundert Exemplare fosten 15 M. Zu beziehen ist das Werk durch alle Buchhandlungen sowie auch von dem Verfasser und Verleger Herrn H. Beringer, Berlin SW., Königgrägerstr. 108. Schwedisches Mädchenturnen. Wir werden ersucht, folgendes zu veröffentlichen: Die von Fräulein Luiſe v. Egidy ins Leben gerufenen und geleiteten Kurse für Schwedisches Mädchenturnen haben wieder begonnen. Für Kinder und Erwachsene: Montags, Mittwochs, Freitags von 5-3/ 6 Uhr und von 6-3/ 47 Uhr im Turnfaale der Charlottenschule, W., Stegligerfir. 29. Die Turnstunden werden von Frauen geleitet, die in Stockholm das Gymnastikdirektor- Gramen gemacht haben. Nähere Auskunft im Institut für Schwedische Heilgymnastik und Massage von Luise v. Egidy, Bayreutherstr. 17 H. p. Tel.- Amit IV, 1092. Sprechstunden: Montags und Donnerstags 1-2 Uhr. Am Freitag, den 8. November, findet eine Wohlthätigkeits- Vorstellung zum Besten einer Weihnachts- Bescherung armer Schüler der 151. Gemeindeschule im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, statt unter gütiger Mitwirkung des Berliner Schauspielvereins". Gegeben wird Hans Huckebein", Schwank in 3 Atten von Oskar Blumenthal. Nach der Borstellung Tanzkränzchen bei großem Orchester unter Leitung des Musit direktors M. Lehmann. Preis für Vorstellung und Tanz 0,50 M. Anfang 8 Uhr. Eintrittstarten sind jederzeit bei dem Rektor Schünemann, Reichen bergerstr. 131/132, sowie auch abends an der Kaffe zu haben. Im Interesse der guten Sache wird um recht rege Beteiligung gebeten. Scene. " " Gerichts- Beitung. Vermischtes. Die Schmach der deutschen Volksschulbildung. In einem hiesigen Blatt lefen wir:" Sechzig Rekruten eines in der Provinz Sachsen stehenden Jufanterie- Regiments, die meist aus Posen und Schlesien stammen, hatten schriftlich die wiederholt an verschiedene Truppenteile gerichtete Frage zu beantworten: Wer war Bismard? Hier einige Antworten: In dem Riesenprozeß gegen den Zahntechniker Boldt wurde gestern die Verhandlung wieder aufgenommen und die Beweisaufnahme fortgesetzt. Je mehr Belastungszeugen ihre Erlebnisse mit dem Angeklagten erzählen, desto mehr muß man sich wundern, wie viele Personen ihm ins Garn gelaufen sind, wie dreift er die unverschämtesten Forderungen aufzustellen pflegte und wie der Zu" Bismark war ein frisminister."" Biesmart ist ein fertreter fall ihm überwiegend Personen zugeführt hat, auf die sein Wille einen bestimmenden Einfluß ausübte. Ein Fall der legteren Art, unser Kaiser Wilhelm den II. von Deutschland."" Bißmard war der bei den in immer größerer Anzahl in den großen Schwurgerichts- Reichskanzler und auch Frürtst, und als Soldat war Küraffür." faal drängenden Zuhörern geradezu verblüffend wirkte, betraf eine Herrn Virßt Bismark wahr ein Reißkanzler."" Bismark war Stönig 51jährige Rentiere Frl. B., die offenbar nicht ganz normalen Geistes fom Deuzenreich." Bismarck war ein berühmter Mann hat mit ist, aber bezüglich ihrer Vermögensverwaltung ganz selbständig handelt. gemacht und das Fürstenthum zu Regierung gemacht gestorben 1771." Frl. B. war mehrere Tage nicht an Gerichtsstätte erschienen und es 21 Januar Bismark mart wahrt eine Führst. mußte ihr gestern erst der Gefängnisarzt Dr. Buppe und ein Gerichts- erhat viehle Krihge mit gehmacht." Seine Eczelenz Felt diener ins Haus geschickt werden, um ihr Erscheinen vor Gericht zu marschahl Generalmajar."" Bißmard " Bigmard war ein Staßsidritärr." erzwingen. Die Absonderlichkeit ihres Wesens zeigte sich u. a. dadurch," Fürst Bissmart wahr ein tapfrer Krüker und zu gleicher daß sie bei den Fragen nach ihren Personalien immer wieder mit zeit Kritsregent der Deutschen Armee und Dinte bei den Köraziren besonderem Nachdruck betonte, daß sie die Jungfrau" B. fei. Sie zu Belin er überreicht die Keiser Krone Keiser Wihlen den 1.ten." erregt in den Straßen Berlins wegen ihrer auffallenden Kleidung Bismark war Präfiedant."" Unser Ferscht Brschischmmar war von Aufsehen und geht nur in Begleitung ihres Dieners spazieren. Bei Ferscht Feldherr." der Anstellung eines solchen pflegt sie sich in erster Reihe zu er- Das erivähite Blatt, die„ Tägl. Rosch.", benutzt das Resultat fundigen, ob er gut tanzen könne, da er mit ihr ausgehen und auch dieser Befragung u. a. zu einer Baute gegen die Socialdemokratie, mit ihr tanzen müsse. Diefe Jungfrau" B. führte ihr Unstern zu indem es die Frage aufwirft, ob dies verheizte Wolf" im stande ist, das Theater. Im Schiller Theater ist die erste Auf dem Angeklagten, da sie gewillt war, sich einen Zahn einsetzen zu Recht der Mitregierung, das ihm geschenkt" worden, zu behaupten? führung von Lysanders Mädchen", historisches Lustspiel in lassen. Er redete ihr zu, sich doch ein Gebiß von 5 oder 6 Zähnen Diese Frage ist um so thörichter, als feine einzige der von den 1 Att von J. B. Widmann( Novität), in Verbindung mit Shakespeares machen zu lassen und hatte damit auch Erfolg. Nach Fertigstellung Rekruten gegebenen Antworten auch nur leise darauf hindeutet, daß " Die Komödie der Frrungen" für Dienstag, den 12. November, in des Gebisses hat sie sich noch mehrere Zähne plombieren lassen und sie von einer verhetten" Berson herrühre; im Gegenteil kommt in Aussicht genommen. Sonntag, den 10. November, abends, geht dafür die Kleinigkeit von 745 M. sofort bezahlt. Einige Zeit später den meisten der anbeholfenen Strigeleien der landläufige Hurra zur Feier von Schillers Geburtstag" Die Braut von Messina" in ersuchte sie der Angeklagte um einen nochmaligen Besuch, um sich patriotismus derbe zum Ausdruck. Socialdemokratische Central Theater. Infolge des Gastspiels der noch einmal die Zähne anzusehen und zu reinigen. Daran schloß Rekruten würden vermöge dem Wissen, das sie unsrer Belehrung verMadame Sada Yacco( genannt die japanische Duſe) und der sich noch ein dritter Besuch, bei welchem noch einige Zähne plombiert danken, ohne weiteres die Frage, wer Bismard war, rich..g beantworten. Mademoiselle La Loie Fuller mit ihrer japanisch dramatischen Ge- werden sollten. Bei dieser Gelegenheit hat er die Nase und die Aber merkwürdig finden wir es, daß ein um das Gedeihen des sellschaft, welches am 18. d. M. beginnt, fommit" Der Seekadett" Wange der Zeugin in mysteriöser Weise mit einer ägenden Deutschtums so besorgtes Blatt wie die Tägl. Rundsch." ob seines nur bis zu diesem Tage zur Aufführung. Flüssigkeit betupft, so daß das Gesicht sehr aufschwoll und Jammers über die ungenügende Geschichtskenntnis der Refruten Bei dem nächsten Besuch machte ganz vergißt daß etwas viel Wichtigeres in Frage In der am kommenden Sonntag, nachmittags 22 Uhr, im fie große Schmerzen erlitt. Belle Alliance Theater stattfindenden Vorstellung der Neuen er die Vorbereitungen an ihrem Munde zur Anfertigung eines fommt, nämlich das vernichtende Urteil, das von den Blatina- Gebisses, wobei er ihr sagte, er wolle dasselbe mur jungen Leuten über die deutsche Voltsschule gefällt wird. freien Boltsbühne„ Die Here" von Arthur Fitger find in in seinem Schaukasten aushängen. Er legte der B. alsdann einen ins will dünken, daß jedem, der auch nur einen Funken wirklich den Hauptrollen beschäftigt die Damen Marie Gundra, Maria Holgers und Else Schiff. die Herren Siegmund Aschenbach, Friz Bettel vor, nach welchem sie sich verpflichtete, für Aufertigung eines patriotischen Empfindens in sich trägt, die Schamröte ins Gesicht Alten, Cäsar Beck und Paul Pauly. Die Direktion führt Herr Platina- Gebisses 3650 M. zu zahlen und noch ein Gebiß für steigen muß, wenn er das Stück„ Bildung" betrachtet, das die Volks 5550 M. bestellte. Sie weigerte sich zu unterschreiben. Der An- schule des Militär- und Junkerstaates dem jungen Deutschen er mit Direktor Friedrich Moest. getlagte, welcher ihr fagte, daß dies bloß pro forma sei und sie gar auf den Lebensweg gegeben hat. Eigentümlich, daß die Tägl. Ndsch." Das Passage- Theater ist nach dem nicht allzu schmerzlich nichts weiter zu zahlen habe, zwang ihr aber seinen Willen auf, die schauerliche Orthographie in den Antworten ganz in der Ordnung empfundenen Scheiden von Trandchen Hundgeburth zu einem Bro- so daß sie unterschrieb und ihm auch noch einen Wechsel findet, daß es ihr nicht entfernt cinfällt, fich zu fragen, ob denn eine gramm gekommen, das sich in Ehren sehen lassen kann. Ein über 5550 M. ausstellte. Für dieje 9200 M.( 1) hat Frl. B. eine Bevölkerung, der vom Staate kein größerer Schab geistigen Wissens italienisches Opern- Ensemble Mascagni", das aus einem Tenor, Gegenleistung überhaupt nicht erhalten. Der Angeklagte hat fie aber gegeben wird, irgend ein Interesse daran hat, für die Erhaltung einem Baritonisten und einer Sopranistin besteht, singt mit tadels auf diese Summe verklagt, ein Verfäumnisurteil erzielt und ihr durch den dieses Staates auch nur einen Finger zu rühren? Lofer Schulung aus der Cavalleria sowie aus Pagliacci die Haupt- Gerichtsvollzieher 10 000 M. in Wertpapieren abpfänden laffen. Sie Eine fachverständige Kommission. Bei Gelegenheit der Be sächlichsten Bartien, und findet beim Publikum verdiente Anerkennung. hat außerdem noch ca. 400 M. Kosten gehabt. 400 M. Kosten gehabt. Auch für ratung des Fischereigesetes im preußischen Herrenhause wurden in Eine Künstlerin merkwürdiger Art ist Lotte Sebus, die zum Teil in der diesen traffen Fall hatte der Angeklagte die abenteuerlichsten die betreffende Stommiffion gewählt: Brinz Salm, Profeffor Manier untergeordneter Sängerinnen, zum Teil aber in selbständiger Erklärungsgründe bei der Hand, wie er denn an Unverfrorenheit Sering, Herr v. Ploeg, Herr v. 8 ander. Bessere Sachvers Auffassung kleine Lieder zum Vortrag bringt, die sich durchaus über das ziemlich unerreichbar ist. So stellte er gestern in allem Grufte den ständige können sich die Fische gewiß nicht wünschen. Mittelmaß erheben und auf Würdigung Anspruch machen können. Antrag, noch etwa 600 Zeugen zu laden, die alle mit seinen Bon Jrrfinnigen überfallen. Wie aus Budapest teles Ein Tegernseer Gesangs- und Schuhplattler- Ensemble sorgt für Leistungen zufrieden gewesen sein sollen und etwa 200 Personen, graphiert wird, wurde gestern der Primararzt der ungrifchen die nötigen Juchzer und repräsentiert die Natur unter der ge- denen er Reparaturen umsonst gemacht haben will. Die Anträge Landes Frrenanstalt im Leopoldifeld bei Budapest, Professor schminkten Welt, während die Akrobatik vor allem in dem gym- wurden natürlich abgelehnt. Dr. Salgo, während eines Krankenbesuches von zwei Jrrsinnigen überfallen; der eine versette dem Arzte mit einem Eisenstück einen Sieb auf den Kopf, der andre griff ihn mit einem Messer an, das jedoch an den Kleidern abglitt. Die Verivundung ist ungefährlich. = " " = nastischen Luftpotpourri Leopard" mit Künstlern ersten Ranges Der Staatsanwalt beantragte 6 Jahre Zuchthaus. Der Gerichts vertreten ist. Eine Anzahl Sängerinnen und Artisten verschiedenster Hof erkannte auf 5 Jahre Gefängnis, 1000 M. Geldstrafe und 5 Jahre Art vervollständigen das mit Geschmack zusammengestellte Programm. Ehrverlust. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Vading in Berlin. " Nr. 262. 18. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 8. November 1901. Arbeiterwohnungen in Düppel. ganz Antwort, so wie sie da im Topf ist, bekommen wir treffende Mitglied den Interessen des Vereins die Milch bom Gute." Ja ist denn das mög- bezw. der Partei zuwiderhandelt. Dem vom Vorstande lich! Der von Herrn Ring geleitete Kampf der Milchbauern" Ausgeschlossenen steht natürlich die Berufung an die General Am Königsweg", der von Zehlendorf über Nowawes nach soll doch angeblich darauf hinauslaufen, daß den Konsumenten versammlung zu. Die Bestimmungen über die Verwaltung des Potsdam führt, liegt das Gut Düppel. Hier hauset Herr Oekonomierat aute unverfälschte milch geliefert werde. Es soll ja, wie Vereins, die Zusammensetzung des Vorstandes, über StatutenRittmeister a. D. Ring. Längst bekannt als einer der Agrarier- Herr Ring selber behauptete, eine Erhöhung des für die polizeiliche änderungen und über die Verwendung des Vereinsvermögens bei häuptlinge und Wortführer reaktionärer Bestrebungen hat Herr Milchrevision festgesetzten ettgehalts der Milch durchgesetzt einer event. unfreiwilligen Auflösung des Wahlvereins find in bisRing in nenester Zeit seinen Namen den Berlinern werden. Wie ist es unter diesen Umständen möglich, daß vom Gut heriger Form belassen. Hingegen ist derjenige Paragraph des alten besonders ins Gedächtnis gerufen, denn er ist es, der in dem des Herrn Ring solche bläuliche Flüssigkeit, wie wir sie in dem Statuts, der auch bisher nicht angewendet wurde und wonach bei gegenwärtig, tobenden Milchkrieg die Führung der im Milch- Milchtopf sahen, in die Arbeiterhäuser tommt! Beginn einer Wahlbewegung der Vorstand ohne ringe vereinigten märkischen Milchbauern" übernommen hat. Herr Herr Ring tennt vielleicht manche der vorstehend geschilderten weiteres die Geschäfte des Wahlausschusses zu Ring leitet den Kampf, der einer Anzahl großer Milchproduzenten Mißstände nicht. So ein vielbeschäftigter Mann kann sich ja nicht übernehmen hat und ihm das Recht der Verstärkung zusteht, einen erklecklichen Vorteil verschaffen soll auf Kosten der Berliner um alle Einzelheiten in der Wirtschaft selber bekümmern. Er ist ja vollständig gestrichen worden. Bevölkerung. Herr Ring ist sozusagen ein populärer" Mann ge- auch gerade jetzt im Interesse der märkischen Milchbauern" start in worden und wir können deshalb an der Stätte, wo er hauset, nicht Anspruch genommen und er soll für diese Thätigkeit wie man er cilenden Schrittes vorübergehen. zählt jährlich 6000 m. bekommen. Wenn das zutrifft, dann wird Die Residenz des Milchbauern- Häuptlings können wir freilich Herr Ring hoffentlich, nachdem wir auf einige wirklich sehr große nicht in Augenschein nehmen, denn am Eingang des Gutshofes ver- Schäden und Mängel feiner Arbeiterwohnungen hingewiesen haben, bietet eine große Warnungstafel allen allen unbefugten" einen Teil der ihm zufließenden Bauerngroschen" zur Ausbesserung den Eintritt. Wir sehen von dem Wohnhause des Herrn besagter Schäden verwenden und die Behausungen der Arbeiter in Ring nur den Giebel, von einem soliden Ziegeldach einen menschenwürdigen Zustand setzen lassen. bedeckt. Also eines wenigstens hat Herr Ring vor seinen agrarischen Leidensgefährten" voraus: Er wohut nicht unter einem geflicten Strohdach. " Derfammlungen. • legteren nicht 12 Monate aussperren wollte. Auch in diesem Von dem Vortrag des Genossen W. Manasse wurde munmehr in Rücksicht auf die vorgeschrittene Zeit Abstand genommen und nachdem das großartige Resultat der Wahlen in Berlin und Charlottenburg im vollen Umfange bekannt gegeben war, wurde die gutbesuchte Versammlung mit einem kräftigen Hoch auf die völkerbefreiende Socialdemokratie geschlossen. и wenn die Arbeitsordnung nicht so angenommen wird. Es entspann Die Die Dachdecker hielten am 5. November eine gut besuchte Versammlung ab, um endgültig über die von der Meisterschaft vorgeschlagene Arbeitsordnung Beschluß zu faffen. Die Verhandlungen der Gehilfenvertreter mit den Vertretern der Meister in der gemeinsamen Tariffommission, die die Festlegung eines forporativen ArbeitsDem Gutshofe gegenüber, auf der andern Seite der Straße, Ueber die englischen Gewerkschaften und das Urteil der vertrages bezweckten, waren seiner Zeit dadurch unterbrochen worden, befinden sich die Wohnungen der Ringschen Arbeiter. Vier Lordrichter sprach Eduard Bernstein am Mittwoch in einer daß die Meister mit einem eignen Entwurfe zu einer ArbeitsHänschen mit je vier Familienwohnungen. Die im Biegelrohbau start besuchten Versammlung des Wahlvereins für den 3. Berliner bereits am 27. August eine Versammlung der Dachdecker Stellung. ordnung"( d. h. zu einem Arbeitsvertrage) hervortraten. Dazu nahm oufgeführten Gebäude machen von außen einen nicht gerade unfoliden Eindruck, jedoch sehen sie recht primitiv und vernachlässigt Rechtslage der englischen Gewerkschaften geschildert hatte, besprach er stündige Arbeitszeit und, von Ausnahmen abgesehen, 60 Pfennig Reichstagswahlkreis. Nachdem der Redner die historische Entwicklung der Diese lehnte die Annahme der Arbeitsordnung, welche eine neunaus. Wir treten in eines der Häuschen ein, knüpfen das bekannte Urteil, welches die Rechtskammer des Hauses der Lords aus Stundenlohn garantierten sollte, wegen verschiedener andrer Bes cine Unterhaltung an mit den Bewohnern, die uns gastfreundlich Anlaß des Streits der Arbeiter der Taffthalbahn gefällt hat. Nach diesem aufnehmen, und haben ſo Gelegenheit, uns das Innere einer Ring- Urteil gelten die englischen Gewerkschaften als Störperschaften im Stimmungen ab und sprach in einer Resolution die ErDüppelschen Arbeiterwohnung anzusehen. Der Gesamtaits, daß bei einer abermaligen Verhandlung eindruck, den wir auf den ersten Blick gewinnen, ist der: Soweit juristischen Sinne, die haftbar find für die Schäden, welche andren wartung mehrere, von der Versammlung acceptierte Abänderungsvorschläge es an den Bewohnern liegt, sind die Räume sauber und sei mun ein zweites derartiges Urteil der Lordrichter gefällt worden ihrem größten Bedauern berichten, daß die Meister an ihrem Vordurch die Handlungen ihrer Beauftragten erwachsen.- Neuerdings berücksichtigt würden. Die Tariftommission mußte nun jetzt zu ordentlich gehalten. Soweit aber die Aufgaben des aus Anlaß eines Boykotts, welchen die Gewerkschaft der Fleischer in Belfast über Meister verhängte, weil derselbe, zwei Gefellen, findet sich die Wohnung in einem schauderhaften die sich gegen die Organisation vergangen hatten, auf Verlangen der haben, auf jede weitere Verhandlung in der Sache zu verzichten, Durch die Hausthür treten wir in einen Vorraum, der zugleich alle sei die Gewerkschaft haftbar gemacht worden für die geschäft- fich eine lebhafte Debatte. Es wurde gerügt, daß die Meister nicht in dem mit Ziegeln gepflasterten Fußboden bildet den Eingang zum Hier könne man als Rüche dient. Eine durch eine Holzklappe verschließbare Deffnung lichen Nachteile, die der Schlächtermeister infolge des Boykotts erfitt. nur die Lohnfäße für durch Alter, Invalidität und Unfall in der Arbeitsfähigkeit beschränkte, sondern auch für sonstige minderKeller. In diesen führt eine schmale, steile Holztreppe hinab, deren wohl eine Ueberschreitung der gewerkschaftsleistungsfähige Gefellen" der freien Vereinbarung vorbehalten wollen. oberste Stufe zerbrochen ist, und deshalb nicht betreten werden kann. Wie lichen Befugnisse als vorliegend erachten. Dieser MeiDadurch würde der Stundenlohn von 60 Pf. gefährdet, demi für seien leicht kann jemand, der mit einem Sack Kartoffeln auf dem Rücken diese g auch unter englische Gewerkschaftler, so drem das Organ der Maschinenbauer. Stiege hinabklimmt, und dabei die zerbrochene Stufe betritt, oder In der An- sonstig minderleistungsfähig" könne bald jemand erklärt werden. Bei der Forderung vom 27. August, diese Worte zu streichen, müsse in der Absicht, sie zu überschlagen, die nächste Stufe verfchit, mit gelegenheit der Taffthalbahn handele es sich um das Ausstellen beharrt werden. Ebenso sei festzuhalten daran, daß den Arbeitern feiner Last in die Tiefe stürzen und sich lebensgefährlich ver- sondern eine Eisenbahn umstellt worden sei, daß es sich also nicht meistern Sicherheitsleine und Gurt einzuhändigen sei. von Streifposten. Aber hier sei zu bedenken, daß nicht eine Fabrit, unterschiedslos und ohne weiteres beim Arbeitsantritt von den legen!- In einem ähnlichen Zustande wie diese zerbrochene Treppe befinden sich die Fenster und Thüren der Wohnung. nur um die Arbeiter handle, sondern daß auch das Verkehrsintereſſe Beſtimmung müsse fallen, wonach nur Gesellen 2c., welche Möglich, daß dieser nicht selbst Sicherheitsleine Obgleich die Hausthür gefchloffen ist, bleiben oben, unten und feit des großen Publikums in Frage kommne. Möglich, daß dieser nicht und Gurt haben, diese er= wärts Oeffnungen, durch die bei schlechtem Wetter Regen und Schnee sei nicht das Streikpostenſtellen Umstand die Richter bestimmt hat. Durch das Urteil halten sollen und wonach ihnen dafür( als Kaution) bei der an sich, sondern 1111 eine ungehinderten Einlaß ins Haus finden. Die Hausthür kann auch bestimmte Form desselben getroffen. Also ein Grund zum Ver- ersten Lohnzahlung bis zu 6 M. abgezogen würden. Auch die Ausnicht verschlossen werden. Sie hat zwar ein Schloß, auch ein Schlüssel steckt darin, aber diesem fehlt der als Handhabe dienende zweifeln liege nicht vor, ebensowenig habe man auf der Seite der dehnung der Landzulage auf die Sonntage wurde, wie schon Ring, so daß weder Schlüffel noch Schloß ihren Zwed erfüllen können. Das Urteil der Zordrichter sei zwar eine Position der Arbeiter be- der Ueberzeugung, daß die beste Antwort auf das Berhalten der verUnternehmer Ursache, über das Urteil in Jubel auszubrechen. Durch früher, als durchaus notwendig befürwortet. Allgemein war man Da auch die Klinke keinen hinreichenden Widerstand bietet, so kommit einigten Meister ein Generalstreit wäre, daß man aber wegen der es natürlich vor, daß der Wind die Thür aufstößt, und Sturm und droht, aber die englischen Arbeiter würden mit erprobter Energie, schlimmen Lage des Arbeitsmarktes einen solchen vermeiden müsse. Regen in den Hausflur fegen. Nicht besser ist die Thür beschaffen, wenn es zum Kampf kommt, ihre Rechte zu wahren wissen. In der Diskussion nahm Genosse eine das Wort. Er führte„ Die Versammlung erklärt sich mit der Arbeitsordnung der MeisterSchließlich wurde gegen 10 Stimmen folgende Resolution angenommen: die vom Flur nach der Stube führt. Wenn sie geschlossen ist, so aus: Seitdem in Deutschland das Bürgerliche Gesetzbuch gilt, feien bleibt an der Oberkante ein Spalt offen, durch den eine Männer- die deutschen Gewerkschaften rechtlich ebenso schlecht gestellt, wie die schaft durchaus nicht einverstanden und lehnt sie strikte ab, indem sie hand bequem hindurchgreifen kann. In einem sehr schlimmen Buan den am 27. Auguſt gestellten Forderungen festhält. Die VerUrteil der Lordrichter. stande präsentiert sich uns die von der Stube nach der Kammer englischen Gewerkschaften nach dem sammelten verpflichten sich, die Unterschrift unter der Arbeitsordnung, führende Thür. nach dem alten Recht konnten bei 1113 die Gewerk Sie weist große Löcher auf, eine Füllung ist schaften klagen. Jetzt haben sie dies Recht nicht mehr, Tariffommission sofort Bericht zu erstatten." Ferner wurden die sofern diese verlangt wird, zu verweigern und in jedem Falle der bereits aus den Fugen gegangen und hängt nur noch wohl aber können sie verklagt werden, und ihre Mitglieder Verhandlungen mit der Meisterschaft für beendigt erklärt, weil ein notdürftig im Rahmen; man muß jeden Augenblick befürchten, daß die Thür in sich selbst zusammenfällt. In der Kammer, die haften für alle Schulden der Gewerkschaft. Weil dieser Bustand Berhandlungen mit der Meisterschaft für beendigt erklärt, weil ein daß die Thür in sich selbst zuſammenfällt. In der Kammer, die besteht, darum brauchen wir uns auch nicht zu fürchten vor der von befriedigendes Resultat nicht zu erwarten sei. Dann erledigte man nicht etwa eine Rumpelkammer ist, sondern der Familie als Schlaf- freisinniger Seite befürworteten Einführung von Berufsvereinen. noch einige gewerkschaftliche Angelegenheiten. raum dient, erregt der Fußboden unsre Aufmerksamkeit. Der Gewiß müssen wir in dieser Hinsicht vorsichtig sein, aber die EinBretterbelag sigt nicht mehr fest und hat an mehreren Stellen Löcher bis zu Quadratfußgröße, durch die wendungen, die in unsrer Presse dagegen gemacht worden sind, uns treffen nicht z11. der weiße Sand Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen fam des märkischen Bodens entgegenschimmert. der Redner auf das bekannte Urteil im Stuttgarter Fall und den im Daß an den Wänden hier und da der Stalk abgefallen Sinblick auf dasselbe von einer Hamburger Gewerkschaft eingeleiteten ift, erscheint uns im Hinblick auf die erwähnten Weißstände so gering Brozek wegen Leiſtung von Schadensersatz seitens des Unternehmers fügig, daß wir darüber nicht reden wollen. Nicht ganz so schlecht wie die Thüren, aber immerhin schlecht genug sind die Fenster. Sie an ausgesperrte Arbeiter. Redner meint, er würde zu diesem Hamerfüllen ihren Zweck, den Innenraum gegen die Unbilden der burger Prozeß nicht geraten haben. Der Stuttgarter Fall habe nicht Witterung zu schützen, nur sehr unvollkommen. Sehen wir doch auch daß es die kontraktbrüchigen Arbeiter solidarisch haftbar macht. die ihm beigelegte Bedeutung. Das wesentliche an dem Urteil fei, hier, wenn die Flügel völlig geschlossen sind, Spalten, durch die Wenn die Arbeiter, welche ohne Einhaltung der Kündigung man ohne Mühe einen Bleistift hindurchstecken kann. In einer Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donnerss Wohnung, die so unvollkommen gegen Wind und Wetter abgeschlossen die Arbeit niederlegten, zum Schadenersatz herangezogen werden, tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. so lasse sich dagegen nichts fagen. da ja auch Arbeiter, ist, muß es im Winter schauerlich zu hausen sein. F. L., Rigdorf. Es müßte die Form beobachtet werden; siehe wenn sie ohne Kündigung entlassen werden, stets auf Zahlung des S. 92-96 und 238, 239 des dem Arbeiterrecht" angehängten Führers. Lohnes für die Kündigungszeit zu klagen pflegen, und auch darüber Das Buch liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus. hinaus für nachgewiesenen Schaden Ersatz beanspruchen können. hammer. 1. Ja. 2. Nein. H. N. Fell: Redner besprach dann die Frage, ob es möglich sei, gegen die Gewerkschaften wegen der Verhängung von Boykotts gerichtlich vorzugehen. Er erklärt sich dagegen, daß die Arbeiter unter Berufung auf den wir sind genötigt, Sperren über die Unternehmer zu verhängen, Stuttgarter Fall bei Aussperrungen gegen die Unternehmer flagen. als unstatthaft erklärt sind, so ist das der größte Schaden für die und wenn die Sperren durch ein Urteil der höchsten Instanz erst Gewerkschaften. Im Verein der Bananschläger wurde in der am Sonntag stattgehabten Versammlung vom Gewerkschaftsdelegierten die Frage angeregt: Wie stellt sich der Verein zum Anschluß an den Holzarbeiter resp. Metallarbeiter= Verband? Nach längerer Debatte. wurde der Delegierte beauftragt, mit den Verbandsvorständen in Verbindung zu treten, um festzustellen, unter welchen Bedingungen eventuell der Anschluß erfolgen könnte, und soll dann in einer späteren Versammlung darüber Beschluß gefaßt werden. Briefkasten der Redaktion. Proken. 1. Nein. 2. Nein. 3. Daß Bee schäftigung nicht erlangt werden konnte, muß bewiesen werden. 4. Beim Gewerbegericht. Ebenda ist auf Herausgabe des Buches zu klagen. . B. Falls Ihr Mietsvertrag nicht etwa das Gegenteil besagt, muß Ihr Wirt den Ofen stellen lassen. Centralverein der Bildhauer. In einem ähnlichen Zustande wie die hier geschilderte Wohnung sollen sich, wie uns versichert wird, auch andre Wohnungen der Ringschen Arbeiter befinden. Auf die Frage an die Leute, warum sie den Arbeitgeber nicht auf die Schäden der Wohnungen aufmerksam machen, damit sie ausgebessert werden können, antworten die Arbeiter mit einem bedeutsamen Lächeln und der Bemerkung:„ Ach, das nutzt nichts. Das haben wir schon oft gethan, aber gemacht werden höchstens Kleinigkeiten, die größten Schäden bleiben wie sie sind." Einer der Männer versichert uns, der Inspektor habe ihm auf sein Verlangen nach Ausbefferung der Schäden gesagt, die Reparatur werde ausgeführt werden, wenn der Arbeiter sie von seinem Lohn bezahlen wolle.. Hierbei sei bemerkt, daß die in Rede stehenden Wohnungen nicht von den Arbeitern gemietet sind, sondern einen Teil des Arbeitslohnes bilden, und jeder Arbeiter, der auf Dippel in Stellung ist, eine dieser Wohnungen benußen muß, so lange das Arbeitsverhältnis währt. Als ein weiterer Mißstand verdient noch hervorgehoben zu Der focialdemokratische Wahlverein für den 1. Berliner werden, daß bei den 16 Arbeiterwohnungen nicht einmal ein Reichstage- Wahlkreis hielt am Mittwoch bei Trieschmann, Jüden- Ein ehrendes Andenken bewahrt ihm die Verwaltungsstelle Berlin. Brunnen ist, während auf dem Gute sogar die Viehställe straße, seine Generalversammlung ab. Dem Bericht des Vorsitzenden, mit Wasserleitung versehen sind. Die Arbeiter Gen. Felgentreff war zu entnehmen, daß das verflossene Halbjahr abend, den 9. November, nachmittags Die Beerdigung findet am Sonnfamilien entnehmen ihren Wasserbedarf einem in beträchtlicher Ent- für den Verein in jeder Beziehung günstig war und wiederum eine Mit 3 Uhr, von der Leichenhalle des Rirfernung von ihren Wohnungen auf dem Gutshof stehenden Brunnen. gliederzunahme zu verzeichnen ist. Nach der Abrechnung, die Gen. Oppel dorfer Kirchhofs, Rudowerstraße, aus Dieser Umstand kann bei Feuersgefahr für die Arbeiter sehr erstattete, betrugen die Einnahmen in der Zeit vom 1. April bis statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet verbängnisvoll werden. 30. September, inkl. des alten Bestandes von 334,25 M., insgesamt 21/12 Im Schlußwort ergänzte Genosse Bernstein seine ersten Ausführungen, die ebenso wie Heines Darlegungen mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurden. Inzwischen waren die Resultate der Stadtverordnetenwahl eingelaufen, welche die Versammlung mit Jubel entgegennahm. Am Dienstag, den 5. November, verstarb nach langem Leiden unser langjähriges Mitglied, der Holz24. 1. Rein. 2. Rechtsgültig. 3. Nein, Tour nach Storkow 7 Uhr Schlesische Brücke. mittag Fightenan nach 1 Uhr Schlesische Brücke. Robert Eden. Saal Weihnachtsfeiertag Restaurant zur Drachenburg, Der Vorstand. frei geworden. an der Schlesischen Brücke. Geld! Wer Darlehen oder Hypother sucht, verlange Prospett von Hannover B. S. Bittner n. Co., Eduard Götzke Dr. med. Schaper Die Beerdigung findet am Sonntag, den 10. November, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Elisabetkirchhofes 170/13 Prinzen- Allee aus statt. Wir ersuchen unsre Mitglieder, dem verstorbenen Kollegen recht zahlreich das letzte Geleit zu geben. Die Ortsverwaltung. homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrützerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Herren- Kragen, Ob zwischen Herrn Ring und seinen Arbeitern das vielgerühmte 610,70 W., die Ausgaben, darunter 300 Mart an den Vertrauens- Verein deutscher Schuhmacher. patriarchalische Verhältnis" besteht, oder wie man zur agitation, 379,20 m., jodaß ein Raſſenbestand von die gegenseitigen Am Montag, den 4. November, Beziehungen sonst sind, darüber konnten 231,50. verblieb. Die Abrechnung wurde von den Revisoren wir weder von unsrem freundlichen Wirt noch von seinen als richtig bestätigt und dem Staffierer auf deren Antrag die verstarb nach längerem Leiden unser längjähriges Mitglied Nachbarn etwas erfahren. In diesem Punkte sind die Decharge erteilt. Außerdem wurden dem Vertrauensmann auf Antrag Arbeiter aus naheliegenden Gründen gegen Fremde sehr der Revisoren wiederum 200 M. zur Agitation überwiesen. Die auridhaltend. Aber so viel wissen wir, daß unlängst zwei von hierauf vorgenommene Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes den Ringschen Arbeitern zu einem bekannten Parteigenossen in Behlen- Resultat:& ge erster, Kentel zweiter Vorsitzender; Bittner im 50. Lebensjahr. dorf tamen, sich über unangemessene Behandlung in erster, Linde zweiter Staffierer: F. Guttmann erster, Reichert Ehre seinem Andenken! ihrem Arbeitsverhältnis beklagten und um Nat fragten, wie zweiter Schriftführer; Kubath Beisiger. Als Revisoren wurden sie es so schnell als möglich lösen könnten. die Genossen Dressel und Fiedler wiedergewählt und als Schließlich müssen wir noch einen Umstand erwähnen, der gerade Bezirksführer wurden die in Vorschlag gebrachten Parteigenossen im Hinblick auf den gegenwärtigen Milchkrieg nicht ohne Interesse von der Versammlung sämtlich bestätigt. ist. Im Begriff, die von uns besuchte Arbeiterfamilie zu berlassen, Hierauf wurde über die Aenderung des Statuts besehen wir auf dem Tisch einen Topf mit einer bläulich- raten und nach langer Diskussion schließlich der Entwurf der weißen Flüssigkeit stehen. Start verwässerte Milch, wie Statutenberatungs- Kommission fast einstimmig ange= man auf den ersten Blick sehen konnte. Auf unsre Frage nach nommen. Verschiedene Amendements Zu dem Entwurf der Herkunft des Produkts teilt uns die Hausfrau mit, und ein Antrag, es überhaupt bei der bisherigen Fassung Danksagung. daß jede Familie als Naturallohu täglich einen Liter Milch des Statuts zu belaffen, fanden nicht die Zustimmung der Ver Für die herzliche Teilnahme bei vom Gute bekommen sollte. Doch häufig geschehe dies nicht, weil sammlung. In der nun beschlossenen Faffung sind die Aufgaben und der Beerdigung unfrer geliebten per Dutzend 3 M.. 3 M. 50 Pf. Herr Ning, der Führer der märkischen Milchbauern", nur ganze drei der Zweck des Vereins präciser formuliert und über die Zugehörig- Tochter und Schwester Margarete Manschetten, prima, garantiert 4fach, Kühe befize, und deshalb nicht an jedem Tage das schuldige Quantum feit und den eventuellen Ausschluß von der Mitgliedschaft erweiterte fagten, ben mitgeber Bag Dutzend 2,25 Mark, liefern könne. An solchen Tagen giebt es statt der Milch 18 Pf. bar, Bestimmungen enthalten. Während nach dem bisherigen Statut Mitgliedern Zahlwoffir sich jedoch die Arbeiterfrau auch keine Milch beschaffen kann, die Mitgliedschaft nur erlischt durch freiwilligen Austritt oder binder- Berbandes, dem Personal der watten in größter Auswahl. Tristelle Berlin des deutschen Buch- Oberhemden, Serviteurs, Kra weil sie nicht geit hat, folche aus Zehlendorf zu holen. Also deshalb durch Streichung wegen restierender Beiträge, fann nach Firma Bading, sowie dem Buchbinder: cotagen, Strümpfe. Detallverkauf verlängern Sie die gute Ringmilch durch Zujah von Wasser?" den neuen Bestimmungen auch der Ausschuß durch den Männerchor unfren innigften Dant. zu Engrospreisen. fragen wir die Frau. Ich? Ach was denken Sie denn," lautet die Vorstand vorgenommen werden, wenn das be= 17416 Familie Kettenbach. Ernst Marcuse, Münzstrasse 23. M rein leinen, garantiert 4 fach, fämtliche neue Façons, in allen Weiten Stück 15 Pf., fo lange der Borrat reicht. Geschlossene Krägen 2624L* Achtung! Kistenmacher. Achtung! Achtung! Achtung! Achtung! Bauarbeiter. Achtung! Auf dem Neubau des Unternehmers Die Werkstatt- Vertrauensmänner werden( Kolonienführer Brit Schell, fole e Melwaldt, Stopenhagener. 11 Frizz sowie auf Neubau des Unternehmers hierdurch nochmals aufgefordert, thre genaue Adresse und wie viel Mit: Schmidt, Charlottenburg, Kantstraße 78( Kolonnenführer Frizz Schultz) glieder in der Werkstatt arbeiten, dem Vorstande oder auf dem Arbeits- werden die Steinträgerarbeiten 25 Pf. unter dem tarifmäßigen Lohn aus46/ 2* nachweis bis zum Montag, den 11. d. M., anzugeben, ebenfalls die Mitgeführt. Wir ersuchen die Kollegen, diese Bauten zu meiden und den Zuzug glieder, welche in Fabriten vereinzelt arbeiten. Wer dieses versäumt, muß fich seine Zeitung, die„ Einigkeit", selbst vom Arbeitsnachweis abholen. fernzuhalten. Auch werden die Mitglieder ersucht, welche noch nicht im Besiz des Die Lohnkommission. J. A.: Karl Heidemann. Protokolls von 5. Kongreß sind, dasselbe gegen Vorzeigung des Mitglieds buchs am Zahlabend in Empfang zu nehmen. Der Vorstand. J. A.: Karl Juckel, Rummelsburg, Kantstr. 49. Uhrmacher, 94/20 Franz Reinfeldt, Gr. Frankfurterstr. 105, empfiehlt sein Lager in Uhren und Goldwaren. Reparaturen billigst unter Garantie. 2601* Möbel- Fabrik zu Fabrikpreisen Julius u. Lager kompletter Wohnungs- Einrichtungen Eigne Werkstätten empfiehlt am Kottbuser Apelt, Skalitzerstr. 6, Thor.[ 24061 17.Ziehung 4. Klasse 205. Kgl. Preuß. Lotterie.| 304 73 577 751 958 82 99 117038 93 304 483 575 834 Biehung vom 7. November 1901, vormittags. Nur die Gewinne über 232 wt. find den betreffenden Nummern in Selanimeru beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 6 31 40 317 547 784 95 867 75 1006[ 500] 250 86 460 794 802 52 963 89 2100 231[ 1000] 349[ 1000] 413 25[ 30001 506 88 649 935 80 3004 44 234 58 331 542 95 647 85 713 875 4144 68 96 246 444 55 60 81 543[ 500] 85 613 14 793 5335 445 536[ 500] 750 919 69 6024 87[ 3000] 139 238 387 501 730 7000 25 58 108 40 203 314 632 69 925[ 1000] 8154 513 631 95 754 9020 256 328 435 43 47[ 500] 92 524 693 747 10139 85 200 5[ 1000] 39 354 497 579[ 1000] 738 46[ 500] 811 19 33 46 11288[ 500] 305 663 816 12034 81 214 63 521[ 3000] 89 665 67 710 99 13003 84 490[ 30001 515 43 54 649 742 833 996 14148 396[ 500] 555 67 684 700 18 920 56 15157 92[ 1000] 444 526 [ 500] 601[ 500] 924 16055 568 89 716[ 1000] 33,970 17085 121 46 93 265 90 325 459 80 90 18009 112 70 270 77 314 439 619 19019 156 404 17 32 531 806 95 20225 300 51 82 83 412 564 78 98[ 500] 724 82 860 958 21001 98 259 525 614 834 946 22015 193 305 509 637 46 93 771 920 53 64 79 23005 115 449 534 70[ 3000] 640 950 24059 62 93 275[ 500] 325 76 412 25 672 25059 124 208 440 26122 59 97 333 718 22 27304 8 95[ 500] 514 897 28072 114 25 86 374 705 92 808 29007 352 415 35[ 500] 532 711 80 860 30204 59 332 455 569 705 806 7 38 48 965[ 3000] 31264 512 600 77 811 75 906 32090 166 247 66 89 380 579 823 97 921 53 33104 54 543 681 788 34296 317 18 85 524 37[ 500] 662 711 17 850 75 935 71 35020 48 387 580 607 83 717 99 36011 138[ 1000] 330 87 535 54[ 500] 56 65 37123 51 553 672 745 38021 174 424[ 500] 97 506 60 39034 143[ 500] 82 219 40 57[ 3000] 451 516 988 40082 147 216 350 490 659 70 731 949 41182 277 373 92[ 1000] 433 502 58 84 891 42281 346[ 3000] 528 615 83[ 500] 846 920 83 43139 300 403 25 69 626 57[ 1000] 761 44348 91 406 33 540 601 862 917 58 45158 72 203 10 398 509 737 93 807 41 46116 29 94 265 303 27 455 59 523 47031 256 91 97 604 776 858 48074 205 505 699 49013 174 86 370 82 421 28 77 572[ 1000] 662 730 50038 127 209[ 500] 39 50 470 503 17 66 720 807 77 51044 61 139 224 396 409 511 70 696 869 930 52046 89 125[ 1000] 286 314 443[ 3000] 53 530 82 607 53080 306 405 651 820 54136 446[ 1000] 59 521[ 500] 52 663 86[ 1000] 712 99 822 935 55103 219 70 80 317 412 32 620 52[ 500] 903 56071 380 417 574 670 966 75 57235 563 624 43 718 76 850 85 58012 376 87 437 56 99 644 722 840 917 59112 78 208 95 313 502 714 893 911 13 34 60067 84 349 512 707 64 832 61040 91 155 336 47[ 3000] 459 66 558[ 500] 700[ 500] 881 84 62103 16 213 54 328 464 716 27 56 859 968 63102 352 [ 3000] 89 424 89 549 606 761 77 82 83 822 58 902 3 51 64038 39 85 108 667 819 950 65029 59 378 648 967 91 66004 729 810[ 3000] 19 944 67044 125 244 446 505 619 809 76[ 500] 948 53 68054[ 1000] 115 49 51 76 200 76 727[ 1000] 947 69018 47 86 89 137 99 279 91 824 64 70044 56 134 55 94 291 434 39 577 88 778 88 856 62 911 71268 388 478 560 602 42 802 78 72273 85 339[ 1000] 460[ 500] 66 623 75 749[ 500] 89 862 937 70[ 500] 73080 130 223 433 764 74040 221 35 95 346 81 660 86[ 1000] 900 97 75046[ 1000] 87 142 86 352 469 656 857 73 900 13 76084 267 456 527 768 ( 500] 991 94 77124 68 402 744 928 34[ 500] 78231 51 313 35[ 1000] 40 46 56 553 642 97[ 1000] 79047 [ 3000] 59 139 519 774 864 968 80127 215 82 329 89 504 97 81024 235 51 321 440 46 761 911 14 45[ 3000] 82126 32 258 71 317 21 541 [ 1000] 662 782 94 856[ 3000] 934 90 83039 130 385 421 522 613 816 993 98 84133 386 451 697 725 918 77 85091 161 346 587[ 1000] 687 802 86016 25 80 122 42 333[ 1000] 48 97 531 697[ 500] 878 922 87043 218 54 82 325[ 1000] 696 766 88011 28 37 106 63 301 70 446 [ 3000] 741 52 89054 419 816 90397 847 935 79 87[ 500] 91034[ 500] 334 49 693 756 826 76 92118 47 451 54 878 992 93018[ 3000] 222 333 762 862 97 901 94137[ 1000] 276 429 41 95061 86[ 500] 113 54 285 443 535[ 500] 696 734 914 96028 62 116[ 500] 24 397[ 500] 413 41[ 1000] 56 73 515 38 702 31 51 809 47 81 952 97674 758 904 98064 145 279 404 507 630 896 99102 346 610 97 706 24 879 965 100272 589 623 727 98 929 53 65 101086 121 231 317 420 576 677 733 820 90 911 102078 119 50 [ 1000] 261 87 585 667 75 103296 519 37 732 984 104057 207 304 646 717 63 67 75 837 962 69 105049 76 119 204 398 407 24 885 106067 78 84 269[ 500] 356 61 480 587 712 96 859[ 500] 107026[ 3000] 194 375 657 85 746 108057 74 148 584 682 88[ 500] 859 85 109194 283 392 427 787 829 928 40 91 110046 437 39 56 591 111006 131 340 474 509 770 875 97 112110 81 212 48 403 52 507 78 788 815 992 113521 31[ 1000] 627 707 10 17 114022[ 3000] 475[ 3000] 76 641 49 59[ 3000] 714[ 500] 53 805 903 115152 76 390 523 671 86 720 72 74 893 116258 65 Jedes Wort: Pfennig. 930 118068 132 291 96 355[ 500] 474 601 46 707 828 119082 192 203 352 437 46 759 969 120138 62[ 1000] 265 388 95 428 558[ 500] 670 77 98[ 500] 702 68 825 54 91 983 121120 31 85 361 449 99 529 54 731 805 50 901 46 122179[ 10 000] 308 431 81 544 816 993 123008 54 83 92 103[ 500] 77 215 32 307[ 3000] 531 95 628 805 124016 390 410 991 125069 123 287 315 419 34 48 59 511 57 861.981[ 1000] 126043 92 198 310 497 739 53 964 127165 231 316 830 128060[ 1000] 101 43[ 500] 292 323 40 81 425 29 553 611 21 760 92 836 51 76 906 50 57 129005 22 102 11 289 312[ 3000] 27 561 87 647 130065 135[ 500] 269 366 621 78 777 894 131032 122 54 465 864 132011 75 98 111 23 343 666 950 133083 313 17[ 500] 524 776 865 134093 123 38 60 238 62 80 97 387 497 768 99 906 135017 92 180 377 804 15[ 3000] 906 28 33 136001 20 26 298 339 425 [ 500] 565 746 981 94 137001 3 91 174[ 500] 87 501 640[ 1000] 804 75 138013 144 76 289 302 23 28 660 676[ 5000] 816 940 93 139062 92 140 48 284 322 451 548 80 619 817 23 140026 53 130 217 305 494 596 694 791 864 141104 234 38 332 98 449 649 779[ 500] 801 90 920 142029 40 91 115 36 49 214 16 18 415 31 532 806 143124[ 1000] 38 65 67 85 202 69 88 321 35 51 56 433 634 58 89 788 858 144054 114 243 395 510 803 66 145047[ 500] 95 200 400 527 608 727 850[ 500] 146032 64 244[ 500] 419 80 665[ 3000] 89 804 11 53 943 147007 10 276 324 503 26 707 932 74 148064 141 820 149389 669 806 46 953 80[ 3000] 150002 19 48 69 84 90 163[ 500] 78[ 1000] 417 65 525 600 964 151134[ 1000] 398 462 541 641 47 734 43 844 985 152014 20[ 3000] 120 42 262 374 486 711 904 153286 337 593 628 54 998 154033 132 320 33 586[ 1000] 712 44 155327 37 403[ 1000] 78 702 6 39[ 1000] 807 20 45 92 156178 541 685 157083 143 80 302[ 500] 81 617 42 900 49 158026 141 68 76 449 632 811 59 998 159005 41 105 35 84 241 309 424 528 651 705 67 874 918 160022 409[ 3000] 72 523 42 713 809 38 958 95 161045[ 3000] 51 457 648 727 855 904 81 162418 21 590 667 93 742[ 500] 833 163032 228 401 34 519 609 702 857 164366[ 1000] 429 533 629 731 165108 72 340 430 509 29 49 648 805 930[ 500] 76 77 166069 110 213 90[ 10 000] 314 494 585 745 47 55 838 934 88 167057[ 10 000] 141 216 305 99 425 507 673 824 168074 431 510 668 735 842 78 955 169180 313 16 65 75 78 427 60 665 730 49 821 937 170210 441 92 506 67 644 91 851 52[ 500] 171039 180 264 69 418 33 570 672 755 80 913 38 39 172053 118 305 8 14 25 58 609 12 83 971 173228 39 62 98 347 67 73 431 748 815[ 500 44 68 88 174025 295 755 829 175052 246 528 632 790 176228 36 320 [ 500] 82 424 37 542 49 729 35 48 909 177052[ 500] 105 11 48[ 500] 230 399 692 764 66 801 74 178096 227 383 518 50 611 709 63 804 924 38 179051 106 31 38 204 29 336 91 553[ 500] 717 20 912 180014 85 91 163 204 450 604 26[ 3000] 181133 439 632 54 58 714 82 182156 357 76 500] 705 39 807 [ 500] 183454 76 516 639[ 3000] 84 735 807 184157 210 332 439 628 50 54 717 866 937[ 3000] 185201 85 342 679 854 186187[ 3000] 646 794 845[ 1000] 78 934 187169 278 324 515 23 655 748 50 833 57 996 188077 133[ 500] 76 262 313 59 463 596 702[ 500] 873 84 993 189066[ 500] 69 180 368 97 559 660 705 6 86 858 190127 268 309 51 457 651 191110 641 44[ 3000] 60 70 76 741 192115[ 500] 26 582 720 854[ 500] 193018 334 481 715 808 18 969 194034 129[ 500] 288 343 486 981[ 3000] 195061 528 77 638 50 828 916 29 84 196158[ 1000] 609 26 737 890 197001 110 34 318 48 72 409 81 86[ 500] 504 660[ 500] 78 720 828 [ 500] 81 198372 429 36 93 596 646 74 718 834 199242 53 315 653 707 88 835 99 925 200066 138 41 248 657 718 55 68 874 99 949 201030 217[ 500] 78 439 51 514 632 46 793 816 919 38 202004 13 84 302[ 500] 30 945 203024 72 244 317 88[ 1000] 454 57 62 539 65 69 862 204323 97 430 49 70 91 886 205027 462 92 565 669 86 743 891[ 1000] 964 206006 107 50 55 209 18 34 472[ 500] 522 67 654 709 21 29 82 817 41 944 78 207144 274 552 648 842 56 924 45 79 208043 499[ 1000] 657 730 810[ 500] 14 209276 495 543 69 804 52 61 67[ 3000] 210005 248 337 412 88 525[ 500] 50 780 872[ 500] 933 211028 88 108 314 506 822 36 992 212219 464 96 572 610[ 3000] 94 731[ 500] 79 213076 482 586 652 70 836 926 42 72 214047 232 614 721 68 86 930 215172 420 516 900 216098 394[ 30001 430 71 582 734 52 87 217071 97 234 481 520[ 1000] 602[ 1000] 46 50 55 60 73[ 1000] 753 859 69 218071[ 1000] 189 211 347 443 583 611 33 703 36 836 939 219151 490 517 608 47 64 733 814 39 900 07. 799 220126 222 30 67 460 607 792 825 221239[ 1000] 509[ 3000] 25 68 634 60 718 817 31 903 222056 199 253 487 873 223007 48 186 417 576 652 745[ 1000] 46 [ 500] 838 224140 94 233 381 99 405[ 3000] 24 36 79 927 Im Gewinnrabe verblieben: 1 Gewinn zu 150 000 Mt. 1 gn 30 000 Mt., 2 zu 15 000 Mart, 5 u 10 000 Mt., 6 gu 5000 t, 165 8 8000 Mt., 249 zu 1000 Mt., 467 au 500 Würzburger Hühneraugenmittel von Dr. H. Unger. Gegen 30 Pfennig auf 10 Pf. Anweisung frei. Ohne Zweifel die bequemite u. wirksamste Hilfe. Der Schmerz ist in 5 Min. fort. Das Hühnerauge ſelbſt in 3 Tagen.( Enthält Salicylsäure u. indischen Dr. H. Unger in Würzburg. Hanfextraft.) Hauptdepot in Berlin( 20 Pf.): Salomon- Apotheke, Charlottenstraße. Greif- Apotheke, Barnimstraße 33. München: Schützen- Apotheke. Stuttgart: Hirsch- Apotheke. Breslan: Victoria- Apotheke. 2744L* Puppen- Fabrik Otto Kreyssig Brunnenstrasse 119, Laden und I. Etage, Grösstes Special- Geschäft für 2654L* Puppen. 17.3iehung 4. Klasse 205. Kgl. Preuß. Lotterie.[ 500) 67 78 710 112052 157 205 19 46 474 609[ 500] Biehung vom 7. November 1901, nachmittags. Nur die Gewinne über 232 Mt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 128 210 80 310 48 521 22 658 783 1413 28 86 650 854 939 2047 524 44 669 88[ 500] 713 99 3006 367 426 71 4043 131 279 493 556 749 843 67 93 933 5007 29 57 138 230 490 518 630 40 47 723 6128 42 71 251 324 401 34 511 710 800[ 1000] 7132 36 78[ 500] 215 358 [ 1000] 460 92 661 8007 13 141 60 330 406 538 70 13000] 804 976 9003 61 120 28 250 73[ 1000] 394 497 760 10008[ 1000] 187 245 379 84 520 653 76[ 500] 79 754 817 42 99 11023 60 93 96 202 92 300 400 1 93 650 65 12029 362 435 38 68 89 779 817 934 13042 45 203 339 80 946 14034 51 61 227 45 79 364[ 1000] 739 72 838 15036 40 95[ 500] 107 236 307 462 546 606 73 710 40 52 889 16118 90 209 23 63 394 488 596 933[ 500] 17038 48 335 442 507 45 754 814 49 18051[ 3000] 121 224 [ 1000] 305 38[ 500] 421 26 32 627 85 746 819 92 900 81 19449 83 542 638 75 99 702 15 73 856 91 20142 313 411 705 7 75 800 52 945 21085[ 500] 109 25 81 200 81 322 502 82. 903 22110 69 86 242 329 31 90 427 70 547 91 868 915 23094( 3000] 95 130 389 445[ 500] 46 621 66 83 742 44 888 24396 532 11000] 942 68 78 25081[ 500] 82 103 27 64 79 376 474 78 759 98 820 29[ 500] 948 26137 89 292 375 427 77 690 890 27284 352 56 680 734 53 806 12 14 28395 423 42 512 [ 500] 33 63 700 17 29080 159 216 1500] 346 770 933 30198 992 98 31010 44 65 323 63 523 830 32046 55 267 15000] 347 67 481 93[ 10001 569 78 771 906 33048 208 22 65 321 40 581 82[ 1000] 685[ 1000] 704 857 74 941[ 1000] 34063 92 183 217 90 332 622 714 945 79 35046 124 222 323 566[ 1000] 79 633 36430 590 606 852 94 98 978 82 37026[ 500] 265 312 501 62 754 [ 500] 882 38134 79 355 88[ 3000] 89 400 54 65 706[ 500] 39270 74[ 1000] 343 434 501 43 759 858 914 40072 96 235 88 600 32 820 953 41085 122 302 18 47 417 843 90 947 69 89 42031 185 279 83 419 27 42 59 85[ 500] 611 66 942 43045 88 534 742 804 954 44.262 402 921 43 73 45087 247 409 20 73 90 686[ 500] 711 846 915 47 75 46226 74 493 655 705 41 95 816 78 922[ 500] 33 39 73 47127 260 95 397 453 630 98 710 [ 500] 810 904[ 1000] 48027 110[ 3000] 213 448 858 988 49035 277 305[ 500] 465 528 615 90 867 953 64 50027 85[ 500] 178 582 702 928 49 51025 212 70 [ 500] 325 59 497 617 700 926 39 52056 258 338 40 499 578 903 53028 363 572 697 775 920 26 37 54085[ 500] 172 423 522 23 614 749 835 55062 69 71 72 371 424 88 558 619 91 724 40 56 951 56050[ 500] 165 243 69[ 1000] 423 99 576 78 99 793 57051 135 37 50 498[ 500] 525 58036 154 359 66 534 59115 229 84 317 28 73 594 60078 430 69[ 500] 744 65 89 872 944 45 61276 378 482 500 25 65 628 774 62017 139 91 270 331 90 455 56 514 774[ 1000] 85 846 96 993 63025 204 401 580 615 67 99 774 823 36 911 61 64005 23 84 96 140 50 285 347 55 401[ 500] 515 645 820 85 978 80 65030 296 454 546 793 845 987 66018 125 277 383 569[ 1000] 787 67021 185 204 314 92 576 613 45 772[ 3000] 895 68042 379 89 94 782 872 83 986 96 69022 55 536 644 77 801[ 3000] 71 940 70139 300 83 534 74[ 500] 777 806 940 50 74 71013 43 86 191[ 500] 230 567 72 73 637 76 85[ 500] 846 974 72268 351[ 1000] 82 655 72 825 73067 81 84 186 91 200 791 803 42 74032 71 135 44 222 51 66 71 589 613 40[ 500] 61 75249 674 98[ 500] 755 888 928 55 96 [ 10 000] 76086 132 71 201 38 89 303 46 495 532 629 708 885 77232 302 56 409 524 638 69[ 500] 720 34 840 78135 84 355 68 464 510 57 626 51 53 874 79121 88 498 693 749 877 966 80184 442 534 762 956 77 81146 228[ 3000] 416 93 632 751 892 82093 239 62 72 313 506 9 34 685 726 820 980 83062 93 126 237 49 308 28[ 500] 402[ 500] 53 70 506 27 73 647[ 1000] 86 762 876 955 82[ 1000] 84079[ 500] 171 96[ 1000] 242 62 63 77 95 340 85165 86 245 337 495 609 783[ 500] 86146 270 83 402 522 91 625 52 710 813 87:32 49 308 26 819 88005 49 86 174 258 85 486 511 80 874[ 500] 89012[ 500] 162 217 92 626 89152 95 375 505 90016 53 152 95 375 505 607 719 55 90 934 83[ 500] 91065 68 114 45 260 492 97 509 19 73 715 28 850 54 961 92086 264 367 423 556 70 81 698 807 98 994 95 93091 106 72 91 252 567 785 94018 63 227[ 3000] 30 321 471 673 726 44 49 839 95010 283 502 603 63 79 93 785 96006 42 76 460 597 613 712 806 25 97297 300 50 470 538 838[ 1000] 44 98030 40 79 82 301 580 842 58 905 59 73 99118[ 500] 83 420 48 583 91 714 73 100045 53 154[ 500] 83 296 400 677 96 747 78 101271 365 99 410 710 848 65 934 102174 290 341 60 589 912 74 103066 85 254 344 406 55 590 689 90 791 878 104041 43 94[ 500] 287 324 72 424 41[ 1000] 853 911 105183 218 21 73 350[ 500] 727 66 106101 ( 500] 33 205 75 362 477 641 849[ 1000] 948 78 107035 67 72 297 359 417 556 651 751 81[ 3000] 108018 50 274 744 823 37 930 70 84 109081 171 292 412 46 711 [ 500] 61 889 900 83 110227 89 321 36 530 32[ 3000] 81 92[ 500] 643 59 72 88 96 707 23 815 111020 35 70 211 403 67 526 5 Kleine Anzeigen. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter: straße 9, parterre. Nähmaschinen, preiswerteste Be: + 37* zugsquelle, ohne Anzahlung, Woche 1,00, Bücherankauf 26 83 950 113077 559 803 51 114058 170 469 525 35 65 657 115227 487 583 701 99 955[ 500] 116071 332 716[ 3000] 32 986 117135 69 222 300 42 486 599 [ 1000] 696 770 118036 80 126 299 351 562 776 86 844 119134 74 253 62 385 410 38 515 752 867 83 935 120131 247 86 353 70 546 121036 64 400 1 9 538 68[ 500] 759 836 91 122071 92 110 15 239 344 49 479 782 827 958 123617[ 3000] 848 124034 91[ 500] 241 59 384 463 749 125119 218 31 54 302 401 510 762 126193 268 387 407 527 629 58 743 62 127256 59 416 88 839 128014 108 48 64 362[ 1000] 424 543[ 10001 632 73 786 987 129134 304 10 86[ 3000] 90[ 500] 470 87 91 755 94[ 500] 997 130033 143 237 571 648 712 34 89 852[ 3000] 98 971 131011 22 43 151 241 333 442 572 651 708 867 72 132370 600 27 52 86 702 830 55[ 500] 133036 68 81 92 249 55 83 350 499 588 652 835 134052 337 746 959 71 135225 33 306 437 563 616 820 67 922 136073 98[ 500] 104 85 296 379 487 503 96 98[ 1000] 618 137023 110[ 1000] 25 57 288 415 51 595 616 708 22[ 5000] 41 867 138188[ 500] 96 241 670 74 797 871 139214 425[ 500] 622 35 843 140000 29 179 368[ 1000] 449 75 534 52 689 852 141212[ 3000] 452 546 712 823 142069 89 140 76 370 85[ 500) 592 617 143083 219 462 507 660 66 84 748 80 851 59 144101 19 58 236 49 380 745 801 145304 422 536 868 73 146019 151 94 249 565 728 57 933 90 147461 505 629 43 727 954 148114 16 39 201 93 300 488 514 67 707 831[ 3000] 89 98 950 98 149222 30 710[ 1000] 926 51 930 150135 480 94[ 500] 702 44 55 84 803 951 151246 494[ 1000] 95 97 577 81 681 958 152123 94 326 409 44 686 944 93 97 153200 76 487 510 26 154042[ 1000) 71 242 76 480 695 751 875 992 155077 99 123 203 36 531 47 670 717[ 500] 90 841 74 941 96 156036 50 244 76 448 596 631 926 157454 92 528 764 812 77 933[ 500] 83 158020[ 3000] 102[ 500] 212 320 45 428 64 594 627 79 878 159162 252[ 1000] 335 80 428 674 797 881 160005 255 83 478 540 667 746 161042 68[ 1000] 124 53 298 676 85 840 74[ 500] 960 162212 439 91 534 764 891 163286 352[ 500] 420 655 703 99 995 164158 [ 3000] 257 62 76 353 605 725 804 165072 496 640 717 50 59 60 166015 60 114 347 468.511 28 44 600 23 28 [ 1000] 76 167622 88 813 72 919 168143 240 66 356 588 169098 153 77 218 75 604 170082 218 69 312 430 65[ 1000] 539 632 746 808 15 40 171048 113 288 520 36 56 636 743 172166 334 405 11 46 530 769 87 814 26 907 173317 586 639 174147 75[ 3000] 210 418 58 511( 3000] 691 776 847[ 500] 175054 382 96 460 698 738 818 43 60 92 986 176080 428[ 3000] 55 849 177301 56 97 433 [ 1000] 689 780 917 178044 53 130 463 539 84 15000] 666 775 99 922 66 91[ 3000] 179011 123 98 318 39 82 495 691 860 75 180025 230 72 92 488 640 64 71 891 930 181067 88 264 317 452 622 895 182007 99 124 228 68 843 83 183235[ 3000] 337 548 641[ 3000] 83 718 184038 382 730 990 91 95 185037 44 60 99 176 294 315 519 607 35 87 768 88 988 186107 300 13 58 541 750 801 25 941 52 187011 294 315 80[ 500] 88 534 68 645 188006 245 54 396 512 635 739 908 42 66 189024 232 77 915 88 190071 209 435 553 987[ 1000] 191040 163 73 78 200[ 500] 27 64 343 461 84 570 192000 72 274 324 433 77 522 93 612 94 802[ 500] 8 900 193010 107 44 225 409 15 507 37 682 89 730 887 194019 149 [ 500] 59 78 99[ 500] 325 48 542 55 767 990 195062 307 96 411 687 715 863 196160 73 318 82 458 720 853 918 197012 257 591 619 778 811 945 93 198370 75 79[ 3000] 480 602 723 33 46 80 93 839[ 3000] 902 199195 296 325 471 577 81[ 500] 886 200143 78[ 500] 216 95 509 682[ 500] 841 45 201323 60 400 77 689 730 62 202026 172 80 432 93 544 647 773 818 41 924 76 203217 21 384 464[ 500] 898 915 204082 201 64 504 56 69 605 1500 720 66 864 205102 279 83 99 583 611 21 923[ 500] 206247 468 628 896 969 207008 36 50[ 500] 169 225 304 438 [ 10001 652 750 889 940 208096 127 565 614 778[ 3000] 87 209080 88[ 500] 258 13000] 383 683 714 24 976 86 210102 32 355 86 453 560 67[ 1000] 895 965 211051 60 234 416 707 801 949[ 500] 212223 480 534 93 624 44 84 970 88 213013 29[ 500] 66 77 15001 123 208 44 313 65[ 3000] 472 98 552 214143 99 15001 366 461[ 500] 596 687 917 215062 429 561 775 216106 61 241 479 549 78 85 725 881 920 86 217059 312 515 64 67[ 500] 759 826 952 218019 120 228 39 48 62 526 77 89 632 1500] 82 992 219104 294 1000 312 77 529 59 717 865 220142 572[ 500] 91 658 747_86 886 940[ 5001 221082 83[ 500] 147 91 329 564 97 882 222112 33 252[ 500] 331[ 500] 479 582 968 223121 66 252 428 887 946 224168 211 94 456 614 766 Im Gewinnrade verblieben: Gewinn zu 150 000 M 4 zu 10 000 ML, 3 zu 1 gm 30 000 M., 2 gn 15 000 Mart, 5000 Mt., 135 au 3000 r., 207 zu 1000 t, 376 zu 500mt. Anzeigen für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. und Beleihung Weiche Herrenhüte, gute Qualität, Lieferung nach allen Stabitetlen jo Vermischte Anzeigen. Sannemann, Kochſtraße 56, L, Amt 6, 11216* Stück 95 Pfennig. Bessere Sachen fort, Landsbergerstraße, 82", KöpniderRestauration wegen Todesfall enorm billig. Hutfabrit, Comptoir ftraße 60/61. fofort zu verkaufen, Fruchtstr. 29.[ Raiserstraße 25A, früher Barnim: und straße 4 und 5. Teppiche mit Patentanwalt Dammann, Mo: rigplatz 57, Auskunft bis abends neun. 3397. 8879* Arbeitsmarkt. Stellengesuche. den Vivisektion! er sich über diese ruchloseste Grausamkeit unsrer Zeit unterrichten will, verlange die Flug: blätter des Weltbundes gegen Vivi Blinder Stuhlflechter bittet um feftion, welche unentgeltlich versendet Arbeit. Stühle werden zu werden vom Tierschutzverein Berlin, billigsten Preisen geflochten, werden Königgrägerstraße 108. Um gütigen abgeholt und unentgeltlich zurüc 161b geliefert. Adresse: Muladstraße 27, 60 A. Gläfer. Bäder jeder Art für sämtliche KrankenAugustabad, Röpniderstraße Abdruck wird gebeten. 7368* 845* Stellenangebote. Kartonarbeiterin an der Bezug maschine verlangt Rosenheim u. Kaufs mann, Winsstraße 62/63. 17446* Lehrfräulein, Zuarbeiterin vers langt Schneiderin, Gneisenaustraße 25 parterre. 17386* Volksfänger: Gesellschaft Lewan: Schankgeschäft zu verkaufen. May dowsky, Sidingenstraße 4.+ 78* [ 897 Küßner, Berlin O., Friedrich- Karl Verkaufe mein gutes, geräumiges 17506* Elektrotechnik. 8. Oftober neuer Damenmäntel, Kindermäntel, straße 32( Bierverlag). Abendkursus, monatlich 6 Mart. Lokal, schöne Wohnung, billige Miete, Singermaschine und Adlerma Gute Chancen für alle Berufsarten Centrum, sofort. Näheres Pinzer, außergewöhnlich billige GelegenheitsSchützenstraße 18. 17325* fäufe, Straußbergerstraße 30. 137/ 6* fchine wie neu billig Kurzner, Swine- und jedes Alter. Keine Vorkenntnisse. 17456 Teppiche!( fehlerhafte) in allen münderstraße 11, vorn IV. Abgangsprüfung. Beugnis. StellenBorjährige elegante Herren- WinterPaneelsopha wie neu 48 oder nachweis. Anmeldungen umgehend, paletots und Anzüge aus feinsten Größen für die Hälfte des Wertes im Jacksons Stoffen 25-40 Mart. Verkauf Sonn: Teppichlager Brünn, Hackescher Markt 4, Garnitur verkauft sofort Linienstraße auch Sonntagvormittag. kaffent. 119/14 r. 137, I. rechts. 17486 Elektrotechnik, Alte Jakobstraße 24.[* abend und Sonntag. Versandhaus Bahnhof Börſe. Vereinszimmer, geräumig. Simeon Germania, Unter den Linden 21, II. Spottbillig! Teppiche, Betten, Unfallsachen, Klagen, Eingaben, Gelegenheit! In meinem großen straße 23. Borjährige elegante Anzüge und Steppdecken, Gardinen, Uhren, Winter Möbelspeicher mit eigner Tapezier Reklamationen. Putzger, Steglitzer9346* Vereinszimmer, Regelbahn em: Baletots aus feinsten Stoffen ver: paletots verkauft Leihhaus, Neander: werkstatt verkaufe zu spottbilligen ftraße 65. 137/ 5* Preisen: Trumeaus, Kücheneinrichtauft Sonnabend Sonntag straße 6. pfiehlt Pinzer, Schüßenstraße 18. Fahrrad, gebrauchtes kauft. Offer B. Lewfowitz, Alexanderstraße 22, Farbenfehlern, tungen, Muschelbettstelle mit Feder 767 ten mit Preisangabe Parteispedition Alexanderhof. 907 Fabrifniederlage Große Frankfurter matraße 52, Taschensofas 55, Ruhe: +126 Weißensee. + 37* betten 18, Schlafsofas 40, Gobelin straße 9, parterre. garnitur 100. Stomplette ZimmerNähmaschinen und Feuer- Ver 50 Pfennige! Stellunggesuche, Bitt: einrichtungen in jeder Preislage. schriften! Allerbilligst Chescheidungs-, ficherung vermittelt Gustav Schmidt, M. Rosenkranz, Möbelspeicher, StallSolmsstraße 43, Hof Stefler. 916* schreiberstraße 5. Beleidigungs-, Interventions, Unfall sachen, Berufungen, Raterteilungen Gasheizöfen! Sparsysteme! Sechs, Räumungshalber verkaufe zu parterre. Linienstraße 36. Sonntags geöffnet! Neun, Reflektoröfen 13,00, 3weiloch Spottpreisen: Kücheneinrichtungen, Rechtsbureau. Slagen, Eingaben, Koftimröcke von 5,00 an, fertige gastocher 3,00, Dreilochgastocher 9,00, Kleiderschränke, Vertikoms, Schlafgeschlossene Gastocher 10,00, Gasbrat Gasplätteisen billig! fofas 42, Trumeaus, Taschensofas 50, nach öfen 8,00, Schreibtische, Bettstellen mit Feder schneiderei elegant, billigst. NeanderWohlauer, Wallnertheaterstraße zwei- matraße, Baneeliofas 80, Gobelinstraße 25, parterre links. unddreißig. garnituren 100. Plüschgarnituren 85, nur allein beim Fabrikanten. Händler 5 Prozent Ermäßigung. M. Rosenfranz. Schönhauser Aйee 171. Hochelegante Anzüge und Paletots nach Maß von 25,00 an. B. Lew: towitz, Schneidermeister, Alexander: straße 22, Alexanderhof. 908 Stoffe, Herrengarderobe, wegen Aufgabe billig zu verkaufen. Neander16746* ftraße 25. Borjährige elegante Herrenhosen aus feinsten Stoffen 9-12 Mart. Berkauf Sonnabend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21, II. Ausverkauf: Knabenpaletots 906* 8789* 8576 1101b Rechtsbureau, Rechtshilfe, Eingabengesuche, Raterteilung, Andreas: Straße dreiundsechzig. 1703b Kunststopferei von Frau Kokosky, Steinmetzstraße 48, Quergebäude hoch Jm Arbeitsmarkt durch befonderen Druck hervorgehobene Anzeigen toften 40 Pf. pro Zeile Maß. Jede Art Damen- Stenerſachen. Julius, Elfafferstraße 55. Stahlschreibfeder- Fabrik 16726* Kostümröcke von 5,00 an fertige nach Maß, jede Art Damenschneiderei elegant, billigst Schöneberg, Kaiser Friedrichstraße 15, Laden. 16735* Vermietungen. Schlafstellen. im Auslande fucht tüchtigen fleißigen Arbeiter zum sofortigen Eintritt, ber das Ausschneiden und Lochen der Stahlfedern versteht und in derselben Eigenschaft bereits viele Jahre in einer Stahlfeder: Fabrik beschäftigt war. Offerte mit Angabe der Ges haltsansprüche und bisheriger Vers wendung an die Expedition des Vorwärts" unter W. 4. 27432* Eifernen Ofen verkauft billig Knabenanzüge, Pinzer, Schützenstraße 18. Mädchenkleider, Englische Drehrolle Raummangels Mädchenmäntel allerbilligst. D. Hoff billig verkäuflich Marstraße 14, MilchWegen Todesfalls verkaufe Gemann, Veteranenstraße 14. geschäft. +67 müsegeschäft mit Rolle zu jedem an Kanarienhähne 6 Mart. Baum, Steppdecken billigst Fabrik Große nehmbaren Preise. Fruchtstraße 73, Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* Stalff. [+42 Chorinerstraße 34, Quergebäude. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: 2b. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Wer Stoff hat liefere elegante Anzüge und Paletots nach Maß von 15,00 M. B. Lewkowik, Alexander9098* III. ftraße 22, Alexanderhof. Schlafftelle sofort Kreuzstraße 1, 17496