Nr. 265. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pre Monat, Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. te Insertions- Gebütye beträgt für die fechsgefpaltene Rotonet geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Hunnenbriefe. " Dienstag, den 12. November 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. " Daß ein im Dienste des Staats stehender Agent es für seine, Aufgabe erachtet, das Staatsoberhaupt im Auslande zu denunzieren und zu beleidigen, ist wohl nur in Deutschland möglich. sei mir gänzlich entfallen, doch würde ich auch den und die Staatsanwaltschaft besaß die Liebenswürdigkeit, mich Namen desselben nicht nennen, wenn ich ihn auch darauf hin eiligst zu einer Vernehmung vorzuladen. wüßte. Ich rückte, mit dem nötigen Beweismaterial ausgestattet, nach Moabit. Die Hunnenbrief- Prozesse in Stuttgart und Frankfurt a. M. Staatsanwalt und Nichter bemühten sich wiederholt, mich von Die Vernehmung endigte damit, daß nicht ich, sondern Normannnötigen mich, das Wort zu ergreifen, da meine Person in beiden Pro- der Verweigerung eines Teils meiner Aussage abzubringen; ich lehnte Schumann der Angeklagte wurde, und zwar brachte ich schwarz auf zeffen wiederholt genannt und speciell im Frankfurter Prozeß seitens es ab, auch als man mich auf die Folgen der Zeugnisverweigerung weiß die schlüssigen Beweise, daß Normann- Schumann, des Staatsanwalts angegriffen ivurde. Im letzteren Prozeß spielten(§ 69 der Strafprozeß- Ordnung) aufmerksam machte. während er im Dienste der preußischen poli= meine auf Requisition des Frankfurter Landgerichts gemachten Nachdem ich das Protokoll unterzeichnet hatte, stellte der Staats- tischen Polizei stand, in den neunziger Jahren Bengenaussagen eine Rolle, und der Staatsanwalt erlaubte sich anwalt den Antrag, mich wegen Zeugnisverweigerung zu verurteilen eine Reihe Korrespondenzen im Memorial nach dem Bericht des Vorwärts" in seiner letzten Sonntagsnummer und zwar 1. auf Grund von Absatz 1§ 69 der Str. Br.- Ordn. zu diplomatique" und" La libre parole" beröffent eine Reihe von Bemerkungen über mich, zu denen ihm meine be- 200 M. Geldstrafe eventuell 20 Tagen Haft, 2. in die Kosten, welche lichte und bezahlt erhielt, in welchen er schwere schworenen Aussagen keinen Schein von Recht gaben. Auch spielten die Verzögerung des Prozesses durch mein Verhalten verursache, Majestätsbeleidigungen gegen Wilhelm II. be= im Stuttgarter wie im Frankfurter Prozeß die angeblichen Hunnen- 3. auf Absaz 2§ 69 meine Verhaftung zu beschließen. ging. brief- Fabriken in der Schweiz eine Rolle, über die noch ein Wort Ich verwies auf Artikel 31 der Reichsverfassung, der meine Vergesagt werden muß. Haftung ohne Genehmigung des Reichstages unmöglich mache. Die Art, wie der Staatsanwalt in Frankfurt nach dem Bericht Der Amtsrichter erklärte, daß sie( ich nehme an, das Amtsgericht) des Vorwärts" meine Zeugenaussagen zu qualifizieren beliebte, ist sich dahin verständigt hätten, die Entscheidung über die Anträge dem mit das stärkste, was mir bisher von staatsanwaltlicher Seite ge- Landgericht zu Frankfurt a. M. zu überlassen, woraus ich entnehme, boten wurde. Hätte ich mich wirklich, wie er sich nach jenem Bericht daß schon vor meiner Zeugenvernehmung zwischen Staatsanwaltausgedrückt haben soll, in meiner Zengenaussage um den Kern der schaft und Landgericht Verhandlungen wegen meiner eventuellen Sache herumgedrückt, d. h. also etwas gethan, was mit der Berhaftung stattgefunden hatten. Pflicht des Zeugen und seinem Eide in schreiendstem Wider- Aus diefer meiner Darstellung, die meiner protokollarisch auf spruch stand, dann war es seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit, genommenen Aussage entspricht, geht also klar und deutlich hervor, durch ein erneutes Zeugenverhör bei mir klar zu stellen, um was ich daß der in Frage stehende Hunnenbrief echt ist; mich angeblich herumgedrückt. Er konnte auch, und darin hätten daran wird dadurch absolut nichts geändert, daß ich die Aussage über ich und auch meine Parteifreunde in Reichstag ihn unterstützt, den Einsender des Briefes verweigerte. Woher nimmt also der Herr vom Reichstag die Genehmigung zu meiner persönlichen Vernehmung Staatsanwalt Sommer in Frankfurt a. M. den Mut, zu erklären in der Prozeßverhandlung in Frankfurt a. M. verlangen und zu diesem( siehe Bericht des„ Vorwärts"):„ Die ganze Art, wie Bebel sich in Zwed die Vertagung der Prozeßverhandlung beantragen, bis der seiner Aussage um den Kern der Sache herumdrückte, laffe Reichstag über seinen Antrag Beschluß gefaßt hatte. Wenn der zweifel an der Echtheit des Briefes aufkommen. Nach dem Staatsanwalt diesen naheliegenden Weg zu betreten unterließ, so resultatlosen Ergebnis seiner Recherchen( Ei, Herr Staatsanwalt, mir deshalb, weil er auf Grund meiner beschworenen Beugenaussage wieso waren denn diese resultatlos? Die Recherchen ergaben, was genau wußte, daß auch eine persönliche Vernehmung in der Prozeß ich wissen wollte! A. B.) durfte Herr Bebel nicht mehr schlußverhandlung vor dem Frankfurter Landgericht fein andres folgern, daß der Brief echt sei, er durfte nicht im Reichstage die Resultat ergeben haben würde und dort nur aufs neue fest- schärfsten Angriffe gegen das deutsche Expeditionscorps richten." gestellt worden wäre, was durch meine Zeugenaussage hier Ich überlasse es dem Leser, auf Grund meiner Auseinanderfestgestellt worden war, daß der int Prozeß in fetzungen die Logik der staatsanwaltlichen Schlußfolgerungen zu beFrage stehende Hunnenbrief ein echter und wundern. rechter Hunnenbrief ist, an dessen Echtheit gar nicht gezweifelt werden kann. Ich halte es für notwendig, zunächst über meine unter eigentüm lichen Verhältnissen vor sich gegangene Beugenvernehmung vor dem Amtsrichter am Landgericht II Berlin am 9. Oktober d. J. eine Darlegung zu geben. Ich traf am 8. Oftober 9 Uhr 20 Min. vormittags, von Zürich beztv. Stuttgart kommend, hier ein. Ich hatte bereits auf der Reise entdeckt und meine Beobachtungen hier bestätigten es, daß ich unter geheimpolizeilicher Ueberwachung stand, die bis zum Schluß meiner Zeugenvernehmung am 9. Oktober vormittags währte. Wer, wie ich, während der ganzen Dauer des Socialistengesetzes und auch sonst solche Ueberwachungen im Uebermaß kennen lernte, erkennt auf den ersten Blick die eigentümlichen Gestalten, die dieses Amit zu ver sehen haben, man riecht auf hundert Schritte den Geheimpolizisten heraus. Was mir als Zeugen in einem Prozeß diese merkwürdige Ehre einbrachte, ist mir erst später klar geworden; sie hing mit gewiffen Vorgängen zusammen in der ersten vertagten Gerichtsverhandlung gegen Dr. Quard in Frankfurt. " Was die an meiner parlamentarischen Thätigkeit geübte staatsanwaltliche Kritik betrifft, so läßt mich diese kalt. Ein preußischer Staatsanwalt ist schon sozusagen von Amtswegen verpflichtet, mit der Thätigkeit eines socialdemokratischen Abgeordneten unzufrieden zu sein. Einen Tadel von jener Seite betrachte ich als Lob und ein Lob- vor dem die Götter mich bewahren mögen als Tadel. Was aber die Hunnenbrief- Fabriken in der Schweiz anlangt, so nahm ich bisher an, sie existierten mir in der Phantasie unsrer Nichtgentlemen socialistengesetzlichen Andenkens. Nachdem aber in Stuttgart wie in Frankfurt, in ersterem Generallieutenant v. Leffel, in legterem der Staatsanwalt versicherten, solche Fabriken existierten, das sei„ gerichtsnotorisch", so muß man sich ein wenig mit dieser Sache beschäftigen. Vor Monaten hieß es, eine solche Hunnenbrief- Fabrik habe in Luzern bestanden, ganz neuerdings heißt es, auch in Zürich sei eine solche gewesen. Ich würde mich gar nicht wundern, wenn in einem nächsten Hunnenbrief- Prozeß ein Staatsanwalt auf Grund der Andeutungen irgend eines geheimpolizeilichen Nichtgentlemen erklärte: Da in Zürich eine Hummenbrief- Fabrit existierte und„ gerichtsnotorisch" ist, daß Bebel häufig fich in Zürich bezw. in dessen nächster Nähe aufhält, so spreche die Vermutung dafür, daß Bebel dieser Hunnenbrief- Fabrik sehr nahe stand und ihre Erzeugnisse benutzte, um im Reichstage das deutsche Expeditionscorps zu diskreditieren. Der Leser wird über diese Folgerung lachen und sie für unmöglich erklären. Aber wer wie ich in der patriotischen Gluthize des deutsch- französischen Krieges und nachher unter dem Socialistengefeß das Tollste und Unglaublichste, was ein geheim polizeiliches Nichtgentlemen- Gehirn ausbrüten konnte, zu hören befam, wundert sich über nichts und glaubt auf diesem Gebiete an alles. Die Rolle, welche die politische Geheimpolizei und ihre Agenten in der inneren und äußeren Politik des Reiches der Gottesfurcht und frommen Sitte spielen, ist auch zur Genüge durch den Ledert- Lügow- und den Tausch- Prozeß weiteren Kreisen bekannt geworden. Meine Vernehmung bei der Berliner Staatsanwaltschaft endete damit, daß dieselbe mich ersuchte, ihr das Beweismaterial gegen Normann- Schumann zwecks Erhebung der Anklage gegen denselben wegen Majestätsbeleidigung zu überlassen. Als ich im Laufe dieses Frühjahrs die Staatsanwaltschaft des Landgerichts I um Rückgabe meines Materials anging, ersuchte sie mich aufs Neue um Belassung desselben in ihren Händen, da das Strafverfahren gegen NormannSchumann alias Mac- Hung noch nicht beendet werden konnte. NormannSchumann, der weiß, was ihm blüht, falls er zurückkehrt, bleibt fern von Madrid und hat nun offenbar, da ihn die Langeweile an den herrlichen Ufern des Vierwaldstätter- Sees plagt und er sein altes Handwerk der Verübung staatsretterischer Teufeleien nicht laffen kann, die Hunnenbrief- Fabriken erfunden und entdeckt, über deren Verworfenheit alsdann unsre Staatsanivälte in tiefgründigen Be= trachtungen meditieren und philosophieren. Soviel über die Naturgeschichte dieser Hunnenbrief- Fabriken. m Reichstage mehr. Schöneberg- Berlin, den 11. November 1901. A. Bebel Politische Mebericht. Berlin, den 11. November. Chamberlains Helfershelfer. Das Organ der konservativen Partei, die„ onservative Korrespondenz" feiert die große nationale Bewegung, die durch die britischen Unverschämtheiten entfacht worden ist" und hegt die erheiternde Einbildung, diese nationale Bewegung" zugleich gegen die Socialdemokratie tehren zu können, die den heuchlerischen Bharisäismus dieses Schein nationalismus verspottet. Die Kons. Storrefp." citirt einen Teil der Ausführungen über den AntiChamberlain Protest in unsrer Nummer vom letzten Sonnabend und empört sich also gegen unser lästerliches Treiben: Wo aber hat die Welt einen Chamberlain gesehen, außer in England? Wo ist jemals ein so verruchter Krieg um Gold und Diamanten geführt worden, wie der Boerenkrieg? Wahrlich der Vorwärts" geht in seinen Beleidigungen gegen unser Vater Land noch weiter als der Brite, wenn er die Leiter unsrer Politit mit einem Chamberlain auf gleiche Höhe stellt. Es ist tieftraurig, daß das Organ einer Partei, in deren Reihen doch zahlreiche Heerespflichtige oder alte Soldaten sich befinden, die ohne Zweifel auch heute noch den Soldatenrock als Ehrenkleid betrachten, solche Beleidigungen wagen darf. Rührt sich denn in den Soldatenherzen keine Entrüstung über diese direkte Helfershelferschaft Chamberlains? Sieht man denn nicht in jenen Streifen endlich, daß die Socialdemokratie der schlimmste Feind ist, den die deutsche Nation befigt?" Eine zweite Merkwürdigkeit bei jenem Zengenverhör war, daß als ich kurz vor Uhr das Wartezimmer im Gerichtsgebäude betrat, fich unmittelbar nach mir ein hoch gewachsener Herr einstellte, der mir durch sein aufgeregtes Wesen auffiel. Was ich ahnte geschah; als ich zum Eintritt ins Zeugenzimmer aufgerufen, dasselbe betrat, folgte mir jener Herr auf dem Fuße und stellte sich den beiden anwesenden Amtsrichtern als Hätten wir uns ernstlich der Helfershelferschaft Chamberlains Staatsanwalt so und so. den Namen verstand ich nicht schuldig gemacht, so sollte die„ Konservative Korrespondenz" die vor und setzte sich zu uns, um der Verhandlung beizuwohnen. Gewogenheit haben, ihre große nationale Bewegung zunächst gegen Ich bin schon oft auf Requisition als Zenge vernommen worden, die Leitung der deutschen Regierung zu lenten. anch in Militärstraf- Prozessen, aber es war zum erstenmal, daß ein unsre Helfershelferschaft" wird Herrn Chamberlain ebenso wenig Staatsantvalt sich einstellt und aktiv in die Verhandlungen eingriff. In nügen wie uns der Zorn der Konservativen Korrespondenz" schadet, dem anderthalbstündigen Beugenverhör kam es denn auch zwischen aber was ist's mit der deutschen Regierung, welche die Staatsanwalt und mir wiederholt zu lebhaften Auseinandervon der Konservativen Korresp." so unendlich schwer empfundenen jegungen. Zu Protokoll deponierte ich in der Hauptfache folgendes: Beleidigungen der deutschen Ehre ohne jede Abwehr erträgt? Der fragliche Hunnenbrief sei im Vorwärts" und in der Frank Wären wir Helfershelfer Chamberlains, so wird die„ Kons. Korrefp." furter Voltsstimme", ohne daß ich Kenntnis von demselben hatte, Um es furz zu sagen, Erfinder und Entdecker jener Hunnen gestehen müssen, daß wir uns in einer ihr als überaus vollwertig abgedruckt worden. Erst nachträglich habe mir die Redaktion des brief- Fabriken ist, nach einer Anzahl Indicien zu schließen, der be- geltenden Gesellschaft befinden, in Gesellschaft derselben Regierung. Vorwärts" den Originalbrief gesandt mit der Adresse des rüchtigte Normann- Schumann Jalias Mac Hung, der, nebenbei be- die durch die Gunst der konservativen Partei die Neichspolitik Einsenders, welcher der Bruder des Briefschreibers sei. Der merft, mit Grund einen Spahn auf mich hat, weil er mir verdankt, betreibt und den schmachvollen Boerenkrieg Englands duldet. Und hat Brief sei an die Mutter des Briefschreibers gerichtet und mit daß er jenseits der schwarz- weiß roten Grenzpfähle leben die„ Stons. Storrefp." nichts davon vernommen, daß erst in diesen Tagen dessen Vornamen unterzeichnet. Die Redaktion des Vorwärts" habe muß, was für ihn bedeutet ein Fernbleiben von den Fleisch- der deutsche Kaiser ein feierliches Festmahl zu Ehren des mir offenbar Brief und Adresse zugesandt, damit ich nähere Erkundi töpfen Aegyptens. Normann- Schumann lebt seit dem Tausch- Geburtstags Eduards von England veranstaltet hat, des Königs. gungen einziehen konnte, da der Inhalt des Briefes großes Auf- Prozeß in Luzern, er kommit aber auch öfter nach Zürich, der die Politik Chamberlains und die Kriegführung in Afrika mit seinent sehen gemacht und die Echtheit desselben in der Presse bezweifelt woselbst mir die Personen seines Umgangs genau bekannt Rönigtum deckt und dem Chamberlains Beleidigungen des deutschen wurde. Ich hatte dann Gelegenheit im Reichstag die Echtheit des find. As im Sommer dieses Jahres die Nachricht zum erstenmal Bolfs kein Anlaß waren, sich von diesem Manne loszusagen? Warum felben zu bestätigen, wie ich dies thatsächlich gethan habe. auftauchte, daß in Luzern eine Hummenbrief- Fabrik bestehe, riet ein zeiht gerade uns die„ Kons. Korr." der ummationalen HelfershelferAuf die Frage, wer der Einsender sei, erklärte ich, daß ich den Teil der Presse sofort auf Normann- Schumann als Mácher. Aufschaft für den englischen Minister? Warum wendet sie sich nicht an Namen desselben nicht mehr mit Bestimmtheit angeben fönne, der fallend ist, daß Normann Schumann, der in der Schweiz als Stellen, an denen ihr Einfluß ebenso groß ist, wie er bei uns Einsender trage einen bekannten( häufig vorkommenden) Namen, politischer Flüchtling lebt, noch so viel Einfluß bei dem einen gering ist? aber wenn ich auch den Namen noch genau wüßte, und andern seiner ehemaligen Freunde in maßgebenden Kreisen würde ich ihn nicht nennen, wie ich auch den Namen Berlins haben soll, daß seine Thaten freundliche Beachtung finden. des Ortes nicht verrate, in dem derselbe wohne. Was meine persönlichen Beziehungen zu Normann- Schumann Ich führte weiter aus: Der Einsender des Briefes habe mir auf mein anlangt, so sind sie für letzteren nicht freundlicher Art. Ich kam Schreiben nicht geantwortet, dagegen hätte ich nach einiger Zeit von bekanntlich im Tausch- Prozeß in die Lage, über das Treiben der einer andren Person aus demselben Orte einen Brief erhalten, worin Agenten der politischeit Polizei, speciell des Normann- Schumann, diese schrieb, der Bruder des Briefschreibers wolle meinen Brief Zeugnis abzulegen. Normann- Schumann, der nichts gutes selbst nicht beantworten, weil er gegen seinen eignen Bruder nicht ahnend sich aus dem Staube gemacht hatte, besaß die Unals Denunziant auftreten dürfe, dagegen werde er mir meinen verfrorenheit, mich vom Ausland aus bei der Staatsanwalt Brief beantworten, was geschehen sei. Der Name dieses Briefschreibers schaft des Landgerichts I Berlin wegen Meineid zu denunzieren, " W Nun aber ist die Bezichtigung der Kons. Korresp." gegen uns mur möglich durch Fälschung unsrer Worte, durch eine Wahrheitswidrigkeit, an die selbst die Angaben eines Chamberlain über den Krieg von 1870/71 nicht heranreichen. Wir sprachen am Sonnabend von„ völkerrechtwidriger und unmenschlicher Kriegsführung Englands in Südafrika", die Chamberlain durch den Hinweis auf andre Kriege zu entschuldigen versuche; es bedarf kaum der Erörterung, ob dieser Entschuldigungsversuch des englischen Blut- und Eisenministers irgend welche Berechtigung hat". Und weiter sagten wir: . " Das ist der Zweck der Abänderung. Hat die Kommission nicht das Glüd, ein Werk vorzuschlagen, das der Kaiser preiswürdig findet, so spricht sich Wilhelm II. das Recht zu, das Geld nach eigenem Willen auf die eine oder die andre Weise zur Förderung der Dichtkunst zu verwenden. Damit ist der Organisationsfehler der Kommiffion, aber auch die Kommission zugleich beseitigt. Die Sachverständigen sind nur noch bloße Deforation, die Krone verwendet das Geld, wie es ihr gefällt. Kam bisher keine Einigung zu stande, so blieb der SchillerBreis liegen; jegt wird Wilhelm in solchen Fällen selbst die preiswürdigen Werke bestimmen, die übrigens keine Dramen zu sein branchen. ,, Unendlich groß ist die Schmach Englands und tausend- 1 Bresse von der Rede vollends nicht erbaut ist und den Optimismus mal berechtigt ist zorniger Proteft gegen die Miffethaten Salisburys ebenso unbegründet findet, wie dieser den Pessimismus in Südafrika." des Landes. Ob diese Mißstimmung, die die rhetorischen AufDieser Protest gegen den Krieg in Südafrika und die englische Krieg munterungen des Premiers nicht zu scheuchen vermochten, nicht zu führung, zu deren Beschönigung allein Chamberlain nach Ausflüchten einer Ministerfrise führen könnte? Unser Londoner Korrespondent suchte, hat die Socialdemokratie nicht nur längst erhoben, soudern, beschäftigt sich in einem vor der Nede Salisburys verfaßten Bericht hätte es in ihrer Macht gelegen, dann ständen heute diejenigen mit der Strömung in England und etwaigen neuen ministeriellen Männer nicht an der Spike der deutschen Regierung, die trotz Süd- Kombinationen" wie folgt: afrika, trotz der Abweisung Krügers von der deutschen Schwelle, Die Stimmung in England ist eine ziemlich schwüle. Eine der dant konservativer helfershelferschaft, sich der artige Stimmung in Paris würde fich in einem heftigen Straßen Fortdauer ihres Regiments erfreuen. tampfe entladen. Hier ist dies anders. Das kampffähige, arbeitslose Nur durch gröblichen Trug fonnte die Konservative Korrespond." Straßenelement ist teilweise als Yeomanry für 5 Shilling täglich nach Südafrika gegangen, oder wird in den englischen Kasernen ausuns der Helfershelferschaft der englischen Schamlosigkeiten bezichtigen, gebildet. Das degenerierende Lumpenproletariat ist für ein Glas Auf jeden Fall ist es jetzt möglich, den Dichtermajor Lauff mit während in Wahrheit ihre eigne Partei und die von Bier oder Brandy cher für die Patrioten zu haben. Und die wirt dem Schiller- Preis auszustatten, auch Bhili Eulenburgs deutsche ihr geschütte Regierung sich dieser Helfershelferschaft lichen Arbeiter, mehr oder weniger in den Fabriken beschäftigt, sind Dichtkunst kann auf diese Weise gefördert werden, Schade, daß schuldig machten. froh, einen guten Teil der lohnbrüdenden Reservearmee los geworden Charleys Tante nicht deutscher Herkunft ist. Nur in den Mittelschichten wird die Enttäuschung Gespannt darf man sein, welche Herren sich fünftig bereit finden Unser Verbrechen lag nun darin, daß wir die nationale Be- zu sein. Rur wegung nicht nur gegen englische Scheußlichkeiten entfachen, über den trostlosen Fortgang des Krieges bitter empfunden. Die werden, der Kommission anzugehören, die doch hinfort keine andere sondern gleicherweise gegen die Scheußlichkeiten der andern Nationen Demütigung ist manchen Kreisen ganz unerträglich. Hier im Aufgabe hat, als die Namen zu nennen, die der Kaiser hören will. schreibt man Als der Schiller- Breis gestiftet wurde, schügte der Name alles, und unsrer eignen Nation. Wir huldigen nicht jenem freien England" schreibt af Die elenden Pharisäismus, der die Lafter eines andren Voltes in er- an die großen Tagesblätter und macht sich Luft in scharfen Kritiken was im Bürgertum freiheitlich, um nicht zu sagen, revolutionär in den Klubs und in den Klubs und sonstigen Zusammenfünften. Trok der Heuchelter Empörung verdammt, während im eignen Lager Völter- Parlamentsferien ist das politische Leben ein sehr reges. Minifter dachte. Heute giebt es kein freiheitliches Bürgertum mehr, und so recht und Kriegsrecht mißachtet wird, um von Humanität und Be- und Parteiführer sind auf Agitationstouren, die öffentliche hat auch der Schiller Preis seinen Sinn verloren. Er ist jest nur noch folgung des gleichfalls heuchlerisch auf den Pippen getragenen Christen- Meinung aufzurütteln oder oder zu beruhigen und auf neue eine höfische Auszeichnung für Leute, die den Kunstgeschmack des tums gänzlich zu schweigen! Opfer vorzubereiten. Es ist charakteristisch, daß Chamberlain Monarchen zu treffen wissen. in feiner bekannten Edinburgher Rede den 80 000 Eine Rechenschaftslegung Lord Salisburys. versammelten Schotten demütig zurief:„ Die Regierung, Ihre Zolltarif. Es wird gemeldet: Dem Raiser hat Grat Die Unabsehbarkeit des südafrikanischen Krieges und die letzten Dienerin, bedarf jetzt mehr denn je Ihrer Unterſtügung." Das Bülow am Montagmittag über den Zolltarif- Entwurf Vortrag Ereignis dieser Woche ist ganz entschieden das Versprechen Lord empfindlichen Schläge, die England auf dem leichengebängten oseberys, nach fünfjähriger Zurüdgezogenheit wieder in die gehalten. Montagnachmittag trat unter dem Borsiz des ReichsKriegsschauplatz empfangen hat, haben in England eine so deArena einzutreten. Auf eine Einladung riberalen ang tanglers das Staatsministerium zuſammen,„ un fich primierende Stimmung hervorgerufen, daß sich auch der englische Derbyshire antwortete Rosebery, er werde nunmehr politisch über die den Bundesrats Ausschüssen vorgeschlagenen Premier genötigt sah, durch eine Programmrede großen Stils dem thätig sein, denn„ die Krise, in der sich unser Land Abänderungen zum Bolltarif- Entwurf und murrenden Publikum Mut und Geduld einzuflößen. Er benutzte befindet, ist ernst und wird mit jedem Tage ernster". Er wird dieser Sache für das Plenum des Bundesrats gestellten Anträge dazu das am Sonnabend stattgefundene Lord Mayors Bankett. nächstens in Derby sprechen; es soll mich gar nicht wundern, wenn schlüssig zu machen". Am Dienstag wird das Plenum des Bundes Aus der langen Rede seien die charakteristischten Stellen des tele- er mit einem Programm aufträte, das in seiner inneren Bolitit auf rats über den 8olltarifentwurf Beschluß faffen. graphischen Berichts wiedergegeben: dem im Vorwärts" besprochenen Artikel von Mr. Sidney Webb be- Ueber die Abänderungen des Bolttarifentwurfs „ Es ist kein Zweifel, daß wir in unruhigeren Zeiten Teben, gründet sein sollte. Allerdings haben die Boeren auch von Rosebery die in den Bundesratsausschüssen wird der Zeitschr. für die gesamte als wenige Jahre zuvor, und doch giebt es vieles, für das wir unabhängigkeit ihrer Republiken nicht zu erwarten. Jedenfalls Grund haben, dankbar zu sein. Nach einem Hinweis auf den Tod fönnte er mehr Konzessionen gewähren als Lord Salisbury, der zur Textilindustrie" geschrieben: Es sind nicht nur die Bölle auf der Königin fuhr Redner fort: In Anbetracht der Verwide- Politit der bedingungslosen Unterwerfung" sich verpflichtet hat. So Bleche abgeändert, sondern es ist auch einigen Wünschen ber lungen und Schwierigkeiten, in denen sich England befindet, lange das Ministerium Salisbury am Ruber ist, darf auf ein Ende Textilindustriellen auf Abänderung von Zollsägen ihrer fönnen wir uns Glück dazu wünschen, daß der Weltfriede des Krieges nicht gerechnet werden. Wie Genoffe Hyndman auf Branche stattgegeben worden. Gleichzeitig erfährt das Blatt, daß im ganzen so wenig gestört worden ist und daß wir bei den Grund verläßlicher Angaben in der heutigen" Justice" schreibt, find der Bolltarif selbst dem Reichstag bei seinem Zusammentritt am im ganzen so wenig gestört worden ist und daß wir bei den die Boeren bereit, die Souzerenität Englands anzuerkennen und mit 26. November zugehen, die Begründung jedoch, die 600 eng Großmächten so freundliche Gesinnung und so forrette Haltung gefunden haben. Ich möchte behaupten, ihm ein enges militärisches Bündnis einzugehen. Hier ist die daß das vor 50 Jahren nicht der Fall gewesen sein würde. Friedensbasis geschaffen, die aber nur von einer neuen ministeriellen Bedruckte Quartſeiten umfaßt, erst einige Tage später an den ReichsUnd vieles deutet darauf tag kommen wird. Das ist ein großer Erfolg. Ich glaube nicht, daß so große viel: Stoalition betreten werden könnte. Lord Roseberys Rück int leicht verlegenheitsvolle Schwierigfeiten 50 Jahre früher eine so hin, daß eine solche vorbereitet wird. Dann hat unbedeutende Spur in unsrer Beitgeschichte hinterlassen hätten. Gefehr zur Politik ist nur eins der Symptome. giebt wirklich keine Frage beunruhigenden oder ernsten Charakters, der Herzog von Devonshire in seiner Rede in Liverpool ausdrüdlich die sich besprechen könnte, mit Ausnahme einer, und dies ist eine erklärt, wenn das Land denke, das jetzige Ministerium sei nicht fom große Ausnahme: der traurige bedauernswerte Krieg in Süd- petent genug, so könne man ja eine Rekonstruktion vornehmen. Aber viel vorteilhafter für's Land und für die Boeren afrita. wäre es, wenn die Opposition sich nicht mit einer neuen ministeriellen Koalition begnügte, sondern die regierungsfeindliche Stimmung des Landes dazu benutzte, die Regierung zu stürzen.- og alb D = Deutsches Reich. Der Wilhelm- Preis. aus bon -G " über die in Liebesgaben- Jammer. D Die deutschen Brauereibesiger bekommen einen Katzenjammer von dem Bier, das nicht getrunken wird. Das Organ des deutschen Brauerbundes, die„ Allg. Brauer- und Hopfenztg.", plaudert in föftlicher Naivität folgendes ans: hintz Als vor anderthalb Jahren bedeutende deutsche Truppen fontingente nach Ostasien gefandt wurden, ging eine freudige Bewegung durch die Brauerwelt, denn man erwartete eine Belebung des Exportes, und in der erften Freude wurden Liebesgaben von immenser Höhe gespendet, Liebes gaben bis zu 100 000 Flaschen. Nun sind die Truppen zurück, das erwartete große Erportgeschäft ist vorüber, und wenn sich die beteiligten Brauereien die Sache bei Licht besehen, finden sie größtenteils, daß ihr Verdienst an dem großen Exportgeschäft durch die im übrigen ja an erkennenswerten Liebesgaben fast absorbiert ist, während eine dauernde Erhöhung der Exportmengen nur Den Geist des Pessimismus, welcher sich über alle Meinungsäußerungen vor der Oeffentlichkeit erstreckt, halte ich nicht für richtig. Alles, was bisher geschehen sei, zeige, daß in den Ereigniffen der Vergangenheit nichts liege, was dazu beitragen könnte, in irgend einem Grade die zuverlässige Hoffnung auf ein erfolgreiches baldiges Ende des Krieges zu modifizieren. Allerdings sei dieser Abschluß nicht so schnell erreicht worden, wie man erwartet habe, aber jenes Gefühl der Nervosität und enttäuschter Unter dem Namen Schillerpreis bestand seit dem Jahre 1859 Vorstellungen sei der Thatsache zuzuschreiben, daß die Art der eine von Wilhelm I. begründete staatliche Stiftung, deren Zwed Kriegführung, wie sie England jetzt durchmache, nicht ge- war die deutsche dramatische Litteratur zu fördern. Alle drei Jahre hörig in Betracht gezogen sei. Man dürfe nicht glauben, daß, weil dieser Guerillakrieg nicht sollte ein Preis von 1000 Thaler Gold nebst eine Denkmünze für mit der Schnelligkeit zu Ende geführt worden sei, wie das bei den das beste Drama zur Verteilung gelangen. Seit dem Regierungsantritt Wilhems II. stieß die Erledigung Operationen großer im Felde stehender Heere der Fall gewesen wäre, irgendwelche Gefahren beständen oder ein Mißbehagen am der Preisverteilung auf große Schwierigkeiten. Der Kaiser hat in Plage sei. Es sei eben nicht zu vermeiden, daß ein Guerillafrieg tünstlerisch- dynastischen Fragen fast immer eine andre Meinung wie nach seinen eigenen Gesezen geführt und beendigt werden müsse. die als Sachverständige Berufenen, und da er auch auf diesem Gebiete fei auch 19. Jahrhundert wiederholt der Fall das Bestätigungsrecht hat, was die zur Auswahl der geeigneten gewesen, wo die Kriege der Nationen, die mit ähnlichen Unter Berfon berufene Kommission zur Ohnmacht verurteilt. Wie es heißt nügigen Motiven geleitet, unsre waderen Brozentpatrioten. Das int hätte sich die Kommission einmal für Sudermann, ein andermal für Gerhard Hauptmann entschieden, da aber beide nicht das Militärmaß preußischen Patriotismus in ihren Dichtungen zeigten, fanden die Vorschläge nicht die Genehmigung. nehmungen zu thun hatten, ebenfalls länger gedauert hätten, als angenommen war. Er erwähne hier die Kämpfe der Circassier gegen Rußland, der Bretonen gegen die französische Republik, der Bosnier gegen Oestreich und den indischen Aufstand. Es sei da her verkehrt, zu glauben, daß England auf ganz unerwartete Schwierigteiten gestoßen sei, weil der Krieg nicht unmittelbar nach Bulegt wurde 1896- Wildenbruch, der Poet der Hohenzollern, den Siegen des Lord Roberts beendet worden sei. Seiner Ansicht mit dem Preise bedacht, der damals, wegen der Nichtverteilung im nach liege in der langen Dauer des Krieges kein Anlaß zu vorhergehenden Termine den doppelten Betrag ausmachte. Das Befürchtungen oder zur Entmutigung. Es bestehe auch kein Grund, Preisrichterkollegium soll damals die eine Hälfte Wildenbruch, die bei ganz wenigen Brauereien zu verzeichnen ist. Man geht also wohl nicht fehl, wenn man das Princip, den Absaz durch Liebesgaben zu erhöhen, als ungeeignet ansieht." Mögen sie nun Banzerplatten fabrizieren oder mit Flaschenbier handeln immer werden sie doch von den gleichen edlen und uneigenhandeln immer werden sie doch von den gleichen edlen und uneigenDer Entwurf einer Börsengeset Novelle ist, wie die ..." mitteilen, fertiggestellt und unterliegt augenblicklich der Beratung der einzelnen preußischen Ressorts. Es soll in der Absicht liegen, den Entwurf, sobald er die Billigung des preußischen Staatsministeriums gefunden hat, den Bundesregierungen zur Kenntnis nahme und Begutachtung zu unterbreiten. Nachträgliches zur Spahn Affaire. Aus Straßburg wird uns geschrieben: Der Vorgang zeigt, wie start in den Straßburger Regierungstreifen die Befürchtung war, es könne die Studentenschaft eine Demonstration gegen diesen von der Fakultät nicht gewünschten " Spahn- Premiere hat jedoch gelehrt, daß die Studentenschaft von der Profeffor des Kaisers" unternehmen. Der Ausgang der gleichen Loyalität wie die Professorenschaft erfüllt ist und jede Gabe aus mächtiger Hand mit gebührender Erkenntlichkeit in Empfang nimmt. Die Beftenerung des Hungers. zu sagen, daß die Regierung in irgend einer Weise ihre Pflicht andre Hauptmann zugesprochen haben. Der Kaiser strich Haupt- Bon durchaus zuverlässiger Seite ist uns folgende Mitteilung vernachläffige bei Erfüllung der Forderungen der Generale und bei der Wahrnehmung aller der Borkehrungen, die zur Führung mann von der Liste und verlich Wildenbruch die doppelte Summe; gemacht worden: Einige Tage vor dem Termin der ersten Straßdes Krieges nötig seien. Es sei ja viel kritisiert worden, teils Wildenbruch übte die kleine Charakterfestigkeit, insofern eine burger Spahn- Vorlesung sei beim derzeitigen Rettor der Kaiser Wilhelms- Universität, Professor Spitta, ein Herr aus der aus ehrlicher Ueberzeugung, teils vom Parteistandpunkt aus, aber leise Demonstration zu wagen, als er auf die Hälfte des Preises zunächsten Umgebung des Statthalters erschienen, deffen es seien keinerlei bündige Anklagen gegen die Regierung erhoben Gunsten der Schiller- Stiftung verzichtete. Miffion es offenbar gewesen sei, die Universitätsbehörden in un worden. England wünsche, daß die Gebiete, in denen jetzt der Die unleidlichen Zustände innerhalb der Kommiffion veranlaßten verbindlicher Form auf die Notwendigkeit von Vorbeugungsmaßregeln Strieg wüte, wenn der Friede wiedergekehrt sei, sofort die Freiheit bereits 1896 Baul Heyse aus ihr auszuscheiden. Die Münchener gegen etwaige feindliche Kundgebungen der Studentenschaft in der und die bürgerlichen Rechte haben sollten und, sobald es nach Zeit und allgemeine Zeitung" begründete den Verzicht so: Die Erfahrungen Spahnschen Antrittsvorlesung hinzuweisen. Der Herr Rektor habe Umständen irgendwie thunlich erscheine, auch die andren Segnungen der letzten neun Jahre hätten ihn zu der Ansicht geführt, daß in den dem Unberufenen jedoch in durchaus unzweidentiger Weise zu ver der Selbstregierung genießen sollten, wie so viele der britischen Kolonien. Es würde sich aber mit der Sicherheit Englands nicht Sagungen feine hinlängliche Bürgschaft dafür gegeben sei, den stehen gegeben, daß er sich jede fremde Einmischung in feine Amtsführung auf das entschiedenste verbitte und sich durch nievereinbaren laffen, den Nachbarn, welche die Engländer nach nur schönen idealen Gedanken, aus dem die Stiftung hervorgegangen, mand und nichts zu Maßregeln bestimmen lasse, die mit der Würde zwei Tage vorher erfolgter Ankündigung angegriffen hätten in ersprießlicher Weise verwirklicht zu sehen. Durch zwei Perioden sei des von ihm vertretenen Instituts unvereinbar seien. Daraufhin und die augenscheinlich viele Jahre darauf verwendet die Wahl nicht mit Einstimmigkeit geschehen, der Preis deshalb auch habe sich genannter Herr schleunigst empfohlen und sei nicht wiederhätten, Borräte für diesen kolossalen Krieg aufzuhäufen, dem Kandidaten der Mehrheit nicht zuerkannt worden. Könne jedoch, gekommen. Unabhängigkeit zu gewähren. Das sei der Standpunkt Englands wie im letzten Triennium, selbst der einmütige Vorschlag der Komvon Anfang an gewesen und hierin sei keine Aenderung eingetreten. mission erfolglos bleiben, so scheine in der Organisation der Stiftung Er wisse sehr wohl, daß sich die Verhältnisse gegenüber dem vorigen ein Fehler zu liegen, der die Arbeit der Sachverständigen unfruchtbar Jahre fehr geändert hätten und daß der Strieg nicht mehr und die Beteiligung daran zu einer akademischen Beschäftigung mit dieselben Ausbrüche der Begeisterung erwecke, wie im vergangenen Jahre, das scheine aber nur wenig Einfluß auf das dramaturgischer Stritit zu machen geeignet sei. gesamte Verhalten des Voltes auszuüben. Er sei überzeugt davon, Der Fehler in der Organisation, den Heyse andeutete, bestand daß, was auch geschehen möge, das Bolt sich niemals durch irgend natürlich in dem Bestätigungsrecht der Krone. Der Fehler wirtte so welche zeitweiligen Schwierigkeiten oder durch eine in der Ein stark, daß auch der letzte im Winter 1899/1900 fällige Preis nicht bildung entstehende Entmutigung von der Abficht, den Krieg bis zur Verteilung gelang. Die mit der Auswahl betraute Kommission, zum erfolgreichen Ende zu führen, abbringen laffen werde. Die zu der die Universitäts- Profefforen Dilthey, Stofer, Erich Schmidt Die Staatsanwaltschaft in Colmar hatte, wie feiner Zeit bes Macht eines Landes, der Einfluß, den es auf die Geschicke der und der Schriftsteller Rodenberg gehörte, tröstete sich durch würde- richtet, vor einigen Wochen das von unsern dortigen Parteigenoffen Welt ausübt, die Stellung, welche es innerhalb der Nationen einzur Verbreitung bestimmte Flugblatt Die Besteuerung des nimmt, werden nicht lediglich durch Leidenschaft der Begeisterung volles Schweigen über das Schicksal ihrer Unfruchtbarkeit. bestimmt." Jetzt hat nun Willelm II. den von Heyse gerügten Organisations- ungers" mit Beschlag belegen lassen und gegen die Verbreiter Salisbury hat bei all dem Kriegspech, das er schönrednerisch fehler der Stiftung gründlich herauskorrigiert, indem er aus dem das Strafverfahren wegen Vergehens gegen die reichsländische Preß- und Kolportagegesetzgebung eingeleitet. In unsrem elsaßs hinwegzuleugnen hatte, doch das Glück gehabt, England auf das Bestätigungsrecht der Krone ein Verfügungsrecht machte lothringischen Partei- Organ wurde diese Maßregel der Behörde als angebliche Wohlwollen der Mächte veriveisen zu können, die und dergestalt den Schiller- Preis in einen Wilhelm- Preis verwandelte. ein polizeilich erlebergriff bezeichnet, da weder der Juhalt gar nicht daran dächten, Englands bösartige Slemme zu Am Geburtstage Echillers, am 10. November, hat der Kaiser der im ganzen Reiche zur Verteilung gelangten Flugschrift noch auch die Feinfeligkeiten gegen England auszumuzen. Habe sich doch zur besseren Verwirklichung der von dem erhabenen Stifter gehegten Art ihrer Verbreitung in Colmar irgend welche Bedenken erregen Frankreich bereits aus Freundschaft für England aus den türkischen Absicht" die Bestimmungen über den Schiller- Breis abgeändert. fonnten. Nun gesteht die Behörde die Richtigkeit dieser Auffassung Gewässern mit höflicher Berbeugung zurüdgezogen. Rußland nannte Danach ist der Preis von 1000 auf 2000 Thaler Gold erhöht, unfrer Parteiprefse selbst zu, indem sie an die in Untersuchung der Premierminister nicht, aber seine Worte deuteten auch auf diese gelangt aber statt alle drei Jahre alle sechs Jahre zur Verteilung. gezogenen Colmarer Genoffen den folgenden Bescheid ergeben ließ: Macht, die gleichfalls bis jetzt nichts gethan hat, um den afghanischen Die Kommission bleibt bestehen; der Kaiser behält das BestätigungsThronwechsel zu Bettelungen zu benutzen. Diefer Hinweis auf die recht und er fann, wenn mehrere Werke des Preises würdig erachtet angeblich achtungsvolle Sympathie der Wächte, die vor 50 Jahren werden, die Auswahl selbständig entscheiden. Der Artikel 4 der schwerlich eine so torrette Saltung angenommen hätten, war giveifel Abänderung enthält die entscheidende Bestimmung: Yos eine geschickte Schmeichelei gegenüber dem nationalen Selbstbewußtsein. Trotzdem hat die Rede, die der bitteren Zugeständnisse über die Troftlosigkeit der Lage und die Unabsehbarkeit der Dauer des südafrikanischen Strieges sowie die Unmöglichkeit, energischere Maßnahmen als bisher zu treffen, allzu viel enthielt, teinen allzu günstigen Eindruck erzeugt. Die, Times" rechnen der Regierung alle ihre Unterlassungsfünden im Verlaufe des Krieges vor, während die oppofitionelle Sollte der Preis nicht zur Verteilung gelangen, so fann nach Verlauf der nächsten sechsjährigen Periode der Geldpreis für das alsdann gekrönte Bert verdoppelt werden, oder es find geeigneten Falls zwei Preise zu erteilen. Bei Mangel an preiswürdigen Werken wird eine dem Geldpreise gleichkommende Summe nach Einziehung von Vorschlägen der Kommiffion auf eine oder die andre Weise zur Anerkennung und Förderung deutscher Dichtkunft von uns verwendet werden. Colmar 27. Oftober 1901. Ich benachrichtige Sie, daß das gegen Sie wegen Kolportages bergehens eingeleitete Verfahren eingestellt worden ist, da durch die Beweisaufnahme nicht genügend festgestellt werden konnte, wer von den 9 Beschuldigten, die dies ausnahmslos bestreiten, die fragliche Flugschrift Besteuerung des Hungers", die als ein, Aufruf" im Sinne des§ 80 Abs. 2 des Preßgesetzes anzusehen ist, bezüglich deren das Berbot des Art. 6, Gesez vom 27. Juni 1849 in Straft geblieben, öffentlich, d. h. auf öffentlicher Straße und nicht, wie die Beschuldigten behaupten und wie festgestellt, in den Häusern und insbesondre in Wirtshäusern und sonstigen öffentlichen Lokalen wie Frisierstuben verteilt hat; daß ferner die durch Beschluß des Amtsgerichts vom 20. August cr. I haben würde, wenn ihr nicht die Rechte dadurch zu Hilfe geeilt wäre, angeordnete Beschlagnahme durch Beschluß desselben Gerichts vom 24. d. Mts. aufgehoben worden ist. Für den Ersten Staatsanwalt. ( Unterschrift unleserlich.) Um zu dieser Ueberzeugung zu kommen, hat die Colmarer Staatsanwaltschaft mehr als givei Monate Zeit gebraucht. In zwischen ist die Zweckbestimmung der genannten Flugschrift, deren Verbreitung in erster Linie als Aufruf zur Massenunterschrift der Protestpetitionen gegen den Brotwucher gedacht war, im wesentlichen hinfällig geworden, und den beteiligten Barteigenoffen sind durch die behördliche Maßregel außerdem eine Reihe unangenehmer Scherereien entstanden. Ausland. Zurückziehung der französischen Flotte. daß sie Obstruktion machte, indem sie durch Zurückziehung ihrer Abgeordneten die Beschlußunfähigkeit herbeiführte. Die Freilassung Moineaus, der ehedem auf der Kriegsschule studiert hat, erfolgte jetzt durch die Amnestie, die bei Gelegenheit der Geburt eines Prinzen erlassen wurde. Polizeilidhjes, Gerichtliches ufiv.e -Eine Proteftversammlung gegen neue Zölle auf Gerb. ftoffe, zu der sich in Weida( S. Weimar) die Lederarbeiter verfammeln wollten, wurde verboten durch folgende Verfügung:" Die angemeldete Versammlung wird verboten, weil der Referent Fischer gewerbsmäßiger focialdemokratischer Agitator ist, dessen Auftreten in einer öffentlichen Versammlung Anlaß zu unzuträglichkeiten geben könnte. Die Armee eine Schule der Demoralisation. In der Sizung vom 8. November fam es bei der Gelegenheit der Beratung der Heeresreform" zu einem erregten Zwischenfall. Als Ankläger des Tschepke, Militarismus trat diesmal nicht ein Socialdemokrat, sondern der Bürgermeister. fleritale Deputierte für Brüssel, Herr Colfs, auf. Er behauptete, Schade, daß sich kein Bolizeimann findet, der den ganzen neuen daß Unteroffiziere der Brüffeler Regimenter von den Inhabern von Bolltarif verbietet, der sicher mehr Anlaß zu Unzuträglichkeiten giebt, Toleranzhäusern dafür Bezahlung erhielten, daß sie junge Soldaten wie die Rede eines socialdemokratischen Agitators. dahin verschleppen. Allgemeine Aufregung, Zwischenrufe der Minister: " Sie beleidigen die Unteroffiziere!" Sie beschimpfen die ganze Armee!" - Eine abermalige Handsuchung nach dem Manuskript eines Bringen Sie Beweise!" Berlember!" Von der Seite im Hamburger Eo" abgedrudten Berichts über eine Striegsder Socialisten: Solche Anklagen haben selbst wir nicht vorgebracht." gerichtsverhandlung fand in der Wohnung des Redacteurs Wabersky Colfs hat diese zugesagt. Der Kriegsminister forderte den Abgeordneten auf, Beweise zu bringen; statt. Auch diese Haussuchung war erfolglos. Spanien. Ein Socialist im Madrider Munizipalrat! Nach den bisher Aus Industrie und Handel. Syndikatskämpfe. Spazierfahrt Admiral Caillard hat bereits den Befehl Delcaffés Die Flottendemonstration im ägäischen Weer war mir eine erhalten, mit seiner Division Mytilene wieder zu verlassen. Die französische Regierung hat die Konzessionen der Türkei für genügend angesehen und für ihr Prestige genug gethan zu haben geglaubt und deshalb den Konflikt plötzlich und vollständig beigelegt. bekannten Ergebnissen wurde bei den Wahlen zum erstenmale ein Auch die diplomatischen Beziehungen zur Pforte find bereits Socialist in den Munizipalrat gewählt. Auch in andren Städten Der Zwed der Syndikatsbildung ist vor allem die Beherrschung wieder aufgenommen. Der interimistische diplomatische Vertreter fiegten, wie der Telegraph meldet, socialistische Kandidaten. In der Preislage, fie foll dem Kapital eine regelmäßige und möglichst Frankreichs, Botschaftsrat Bapst, begab sich im Auftrage des verschiedenen Städten, so in Balencia und Saragossa, tam hohe Berzinsung garantieren. Der enge Zusammenschluß einer Pariser Kabinetts nach der Hohen Pforte, und der ehemalige Botes anläßlich der Wahlen zu Unruhen. Zu besonders heftigen Bu- Jutereffentengruppe entzieht der freien Konkurrenz die Preisbildung, schafter Constans, der am Montag eine Unterredung mit Delcassé sammenstößen fam es in Barcelona, und zwar zwischen Kata- fei es, daß alle Verkäufe durch die Geschäftsführung des Syndikats hatte, wird nach gegenseitiger Verständigung hierüber nach Konstantinopel lanen und Republikanern. Beide Parteien schoffen mit Revolvern abgeschlossen werden oder den Teilhabern verboten ist, unter den aufeinander. Gegen 6 Uhr abends schäßte man die Zahl der Ver- Minimalpreisen Verkäufe einzugehen. Das Ansammeln großer Bewundeten auf 40; eine Person soll getötet sein. zurückkehren. Die Konzeffionen, durch deren Gewährung die Türkei die Beilegung des Konfliktes herbeiführte, find die folgenden: 12 Frankreich. Regierung und Eisenbahnerschuh. Afien. Partei- Nachrichten. stände wird fast allgemein durch prozentual umgelegte Beschränkung der Produktion unterbunden, oder doch ihr Druck auf den 1. die legale Existenz der gegenwärtig bestehenden Schulen wird anerkannt und ihnen Bollfreiheiten in Gemäßheit der bestehenden manöver erließ der Kaiser eine Botschaft, in welcher er feststellt, daß Sut gebracht, dann nimmt sich die Sache ziemlich einfach aus, die Markt aufgehoben, wie es gegenwärtig bei dem Kohlen- und Der Militarismus in Japan. Zum Schluffe der Herbst Roheisensyndikat der Fall ist. Sind alle Interessenten unter einen Verträge und Konventionen zugebilligt; 3. die legale Eristenz der er schon feit langer Beit feine Gelegenheit hatte, die Truppen im Stellung des Syndikats wird dann zu einem Monopol, dem die gegenwärtig bestehenden Hospitaler und religiösen Zwecken dienenden Norden zu besichtigen, doch sei er von den erzielten Fortschritten be- Konsumenten ohne Gnade ausgeliefert sind. Meist stellen sich nun Anstalten wird anerkannt und ihnen Befreiung von der Grundsteuer friedigt; die Beitströmung gehe in allen Staaten dahin, daß man aber einige Betriebe aus irgend einem Grunde außerhalb des zugebilligt sowie Bollfreiheiten in Gemäßheit der bestehenden Ver- den Kriegsrüstungen große Bedeutung beimesse; er erwarte, daß träge und Konventionen; 3. die Pforte genehmigt den Bau, die feine Soldaten bemüht sein werden, ein wirksames Bollwerk des sprengen oder ihm auch in seiner Breistreiberei sehr hinderlich sein. Syndikats; wird ihre Konkurrenz gefährlich, so kann sie das Syndikat Wiederherstellung und Vergrößerung von Gebäuden, die Schul- Landes zu sein.zweden, Sweden der Krankenpflege oder religiösen Zweden Gegen diese werden dann nicht selten die erbittertsten Kämpfe gedienen und während der Ereignisse die sich in den führt. Typisch dafür ist der Kampf, den der Petroleumtrust gegen Jahren 1894, 1895 und 1896 in der asiatischen Türkei oder in die unabhängigen Händler führte. Die Standard Oil Company fegte Konstantinopel abspielten, beschädigt oder zerstört worden sind; 4. die in den Absazbezirken dieser Händler so lange die Preise herab, bis Pforte verpflichtet sich, als zu Recht bestehend anzuerkennen Parteipreffe. Wie der Verlag der Neuen Welt" mitteilt, tvird sich die Widerspenstigen ergaben und ihren Bedarf von der Standard Gründungen, Vergrößerung von solchen Bauten oder Ausbesserungen, das Blatt vom 1. Januar an eine vierfeitige Inseratenbeilage er- Oil Company, bezogen. Der Tapeteuring verbietet seinen Mitzu welchen Frankreich in Zukunft schreiten sollte, wenn die Pforte halten. Gleichzeitig wird der Bezugspreis namentlich für die gliedern, an einen Händler zu liefern, der Waren einer außerhalb von der Absicht Frankreichs in Kenntnis gesezt ist und die kaiserliche Provingblätter etwas herabgesezt werden. des Ringes stehenden Firma führt. Das Noheisensyndikat droht Regierung binnen sechs Monaten keine Einwendungen gemacht hat; Gemeindewahlen. In Görlig machten unsre Partei- seinen Abehmern, fünftig die Lieferungen vollständig zu sperren, wenn 5. die Pforte bestätigt die Wahl des chaldäischen Patriarchen. Der genossen, die sich heuer zum zweitenmale an den Stadtverordneten sie nicht die abgeschlossenen, weit über den jegigen Bedarf hinaus französischen Botschaft in Konstantinopel ist von den Schriftstücken wahlen beteiligten, recht erhebliche Fortschritte. Während im Süd- gehenden Beträge abnehmen." Kenntnis gegeben worden, welche darthun, daß die oben erwähnten bezirke unsre beiden Kandidaten mit 478 und 486 Stimmen gegen Das Roheisen- und Kohlensyudifat im Verein mit dem HalbEntscheidungen zur Ausführung gebracht sind. 496 und 498 freisinnige Stimmen in der Minderheit blieben, kommt zeug- Berband berteilt an seine Abnehmer Ausfuhrprämien und übt im Nordbezirke ein Parteigenosse mit einem Freifinnigen in die damit einen Druck auf die außerhalb stehenden Werke aus, die diese Stichwahl. Vergünstigung nicht bieten können. Ja, er fördert die weitere SynZu Groißsch bei Leipzig wurden in der dritten Klasse unfre bitatsbildung dadurch, daß es seinen Abnehmern schon wiederholt an beiden Kandidaten gewählt. gekündigt hat, in Zukunft werde diese Vergünstigung nur an Syndikate ihrer Abnehmer gewährt werden. Wer einem Syndikat nicht angehört, muß dann erhöhte Breise zahlen, da die Ausfuhrprämie wegfällt. Die Mittel, die Unternehmer für die Synditatspolitit einzufangen oder zu zwingen, find die mannigfaltigsten. Einen sehr entschiedenen Stampf führt jezt das Kalisyndikat gegen drei außerhalb stehende Werke durch Preisunterbietungen. Man hat in den Abfaybezirken dieser Werke ganz erhebliche Preisnachläffe eingeführt, die für beide Teile erhebliche Verluste bringen müssen. Die Parteigenoffen in Goldberg( Schlesien) verloren einen Das Syndikat rechnet natürlich damit, später, wenn es die Gegner tüchtigen Weitstreiter durch den Tod des Genoffen Reinhold Schneider, gefügig gemacht hat, sich bei dem Hinaufschrauben der Preise schablos der als Cigarrenarbeiter der Proletarierkrankheit erlag. zu halten. Eines der bekämpften Werke, die Gewerkschaft Hohens In Der legten Versammlung des socialdemokratischen Vereins in gestoßen. In welcher Weise der Kampf geführt wird, dafür bietet Zur Wahlbewegung im Kreise Wittenberg Schweinig. 3ollern, hat sich mittlerweile mit dem Syndikat wieder vereint, das In der legten Versammlung des socialdemokratischen Vereins in gegen ist eine kleine Gewerkschaft wieder zu den Außenstehenden Wittenberg nahm man Stellung zur Reichstags- Erfagwahl. Es wurde ein Wahlkomitee gebildet, das aber dem geschäfts- feineswegs syndikatsfeindlich, sein Anschluß zerschlug sich nur, weil das Werk Kaisero da cin treffendes Beispiel. führenden Vorstande des socialdemokratischen Vereins in Wittenberg ihm die Beteiligung an der Produktion zu niedrig bemeffen war. untersteht. Als Kandidat wurde einstimmig wieder der bisherige Standidat Nach langen Berhandlungen stellte dann das Syndikat fategorisch das Verlangen an die Gewerkschaft Kaiseroda, binnen drei Stunden Die Verschleppungs- und Verhunzungs- Thätigkeit des Senats Genosse Hermann Rohrlad aus Stettin aufgestellt. Es liegt nun an den Parteigenossen, denselben zum Siege zu falls wurde mit dem konkurrenztampf gedroht. unbedingte Erklärung der Annahme zu schicken, andernist jedoch so selbstverständlich, daß seine Rolle auch im gegebenen jeder Falle von vornherein von den reaktionären Kammermitgliedern verhelfen. Für uns steht die Wahl in allen Punkten günstig diskontiert wurde. Was diese aber nicht voraussehen konnte, ist einzelne muß mithelfen. Thut jeder Genosse seine Pflicht, so müssen lettere ist nun eingetreten. Das Syndikat hat die Preise für Kalider Umstand, daß eine Regierung, in welcher Miller and Hanbels- wir unbedingt in die Stichwahl kommen, darum auf, Parteigenoffen, fala bereits von 90. Pf. auf 50 ermäßigt. Die aufänglich ge äußerten Bedenken, die Syndikatswerke würden die Opfer nicht tragen, minister und Baudin Arbeitsminister ist, dem Senat bei seiner zur Wahlarbeit. arbeiterfeindlichen Verhungung der Reform behilflich sein wird!.. Das erste Flugblatt erscheint voraussichtlich in dieser Woche und erwiesen sich als unbegründet, denn die Versammlung der Jntereffenten Der linksradikale Arbeitsminister Baudin hatte im Laufe der Dis- bitte ich die Genossen, nächsten Sonntag Mann für Mann anzutreten. Der Vorgang ist charakteristisch für die Ueberhebung und die J. A.: Karl Stiehle, Kreis- Bertrauensmann, Wittenberg, Coswigerstr. 18. -V Paris, 9. November.( Eig. Ber.) Ende 1897 es war unter dem Ministerium Meline hatte die Deputiertentammer nahezu einstimmig ein Schußgefeß für die Eisenbahner votiert( das sogenannte Gesez Berteaur- Jaurès), beffen wertvollste Bestimmung der Behnstundentag ist. Meline und fein Arbeitsminister Turrel mußten in den fauren Apfel beißen, ein gutes Schuzgesetz von der Kammer votiert zu sehen, denn man stand damals vor den Neuwahlen und, wie das fast einstimmige Kammervotum zeigt, teine Partei wollte Gefahr laufen, den Zorn der Eisenbahner bezw. der Arbeiter überhaupt sich zuzuziehen. Seitdem find num bereits vier Jahre ver strichen. Wie steht es aber mit dem Zehnstundentag für die Eisenbahner? Run wohl, er taucht jetzt aus der proletarischen Bersenkung hervor in der Gestalt eines Gegenentwurfs, denn man steht ja jett wieder vor Neuwahlen!. Inzwischen hatte nämlich der Senat das Gesetz Berteaux Jaurès in einer Weise verballhornt, daß die Reform absolut wertlos geworden ist. Die Kammer hat also zwischen dem senatorischen Machwert und ihrem eignen 1897 botierten Tert zu wählen. = = Ession im Senat sich ganz auf den Standpunkt der Vertreter der Eisenbahn Gesellschaften gestellt, welch' lettere unter Aufstellung erwiesenermaßen falscher Bahlen die den Bahnen aus der Reform In Höhscheid wurde in der dritten Klasse ein Parteigenosse gewählt, während unser zweiter Kandidat um eine Stimme hinter dem Gegner zurückblieb. abermals einen schweren Verlust durch den Tod des Genossen Gustav Totenliste der Partet. Die Leipziger Parteigenoffen erlitten Bierling in Stötteris. Der Verstorbene hat schon in den frühesten Zeiten für die Partei gewirkt und ist bis an sein Lebensende ein fleißiger Agitator gewesen. Das Werk ist Das Diktatur, die das Syndikatsregiment ausübt. In den verschiedensten Formen wiederholen sich diese Angriffe, die schließlich auf ein ger trimmern der Schwächeren ausgehen; die Großen, die Kapital erwachsenden unerträglichen Lasten vorgeschwindelt hatten. Damit Ein Jubiläum der socialistischen Propaganda in Schweden. träftigen sind meist die Leiter der Syndikate und verstehen es, dort verleugnete Baudin nicht nur das Votum derjenigen seiner Minister-" Zwanzig Jahre", schreibt unser Malmöer Bruderorgan ihr Machtgebiet zu erweitern. Der Kapitalismus zivingt alles unter follegen, die als Deputierte das Gesetz Berteaux- Jaurès votiert" Arbetet" am 6. November, sind heute verflossen, ſeit Auguſt fein Herrschaftsgebiet und treibt einer Entwicklung entgegen, die hatten( er selbst war damals noch nicht Deputierter), sondern auch Palm feinen ersten socialistischen Agitationsvortrag hielt. Zwei immer deutlicher erkennen läßt, wie wir schließlich zu unerträglichen fein eignes von der Kammer abgegebenes Versprechen, den Kammer- Decennien sind in das Meer der Zeit hinabgefunken, seit der kleine und unhaltbaren Zuständen gelangen. text vor dem Senat zu verteidigen. " : Diese unerquicklichen Dinge tamen nun in der Freitags- Sigung ausftreute, der nun tausendfältige Frucht getragen hat. Diefe Eine Krupp Anleihe. Die Germania Schiffs und der Kammer in der Form einer nationalistischen Interpellation avanzig Jahre waren eine Zeit des Kampfes und der rastlosen Maschinenbau- Att. Gef. beabsichtigt, wie die„ Bossische zur Sprache. Die Haltung des Arbeitsministers war so jämmerlich Organisationsarbeit. Unfre schwedische Arbeiterbewegung ist groß Beitung" mitteilt, die Aufnahme einer Attienausgabe von 20 Millionen. wie möglich. Er berief sich u. a. auf die Interessen der Staats- und start geworden und steht heute, gefestigt durch die Gegner, da, Das Unternehmen ist von der Firma Krupp auf 25 Jahre gepachtet, kasse, denn die französischen Eisenbahn- Gesellschaften haben be- wie ein lebensmutiger Jüngling, Herausfordernd in jugendlicher wobei den Aktionären eine Dividende von 4/2 Broz. garantiert kanntlich dank den„ verbrecherischen Verträgen von 1888 ein Straft." In seiner tleinen Schrift:„ Erinnerungen aus meinem und Erweiterung des Betriebes aufgewendet, wird die Anleihe zur wurde. Bisher hat die Firma Krupp 1 329 203 m. für Neubauten Anrecht auf die Garantie eines Dividenden- Minimums durch den Staat. Also müßte dieser in letter Linie für die Kosten des eben", berichtet Balm über diese erste Bersammlung:„ Nach Ausdehnung des Betriebes verlangt, dann müßte eine sehr erhebliche Eisenbahnerschutzes aufkommen. Der linksradikale Arbeitsminister meiner Ausweisung aus Nord- Schleswig 1874 auf Grund meiner meint nun, daß die Reform dem Staat nicht mehr als 3 Millionen Teilnahme an der Reichstagswahl- Bewegung begab ich mich nach Bergrößerung geplant sein. Für die garantierten Zinsen mußte die fosten dürfe... Natürlich, woher sonst die Dutzende von Millionen der fleinen dänischen Stadt Storheddinge, wo ich mich bis 1881 auf Firma Krupp erhebliche Zuschüsse zahlen. hernehmen, die den Zuckerindustriellen, den Reedern usw. an Prämien mit meiner Familie nach meinem Heimatland Schonen überzuftedeln Produktenbörse im Schwunge. Der Vorgang wird auf die schlechten hielt. Aber gelangweilt durch die politische uthätigkeit beschloß ich, Eine Preissteigerung in Kaffee ist seit einiger Beit an der gezahlt werden? Doch eine treue Mehrheit, die entschlossen ist, dieses und machte mich in Malmö ansässig. Im Oktober kam ich dort an Ernten in Brafilien zurückgeführt. Von andrer Seite wird dagegen Ministerium bis zu den Neuwahlen am Ruder zu erhalten, und am 6. November bielt ich meinen ersten Vortrag über das eingewandt, daß das Ergebnis der Erute noch gar nicht mit auch bat auch dem Arbeitsminister aus der Patsche geholfen. Thema: Was wollen die Socialisten?") Der Saal( im Hotel mur annähernder Sicherheit festgestellt werden kann. Wohl leiden Baudin erhielt die von ihm verlangte Vertrauensformel, Stockholm") war voll. Das Auditorium bestand aus Lehrern, Hand- die Anpflanzungen durch anhaltende Dürre, aber Niederschläge wenn auch mit dem ihr angehängten Beschluß der Kammer, die von werksmeistern, kleineren Fabrikanten und Zeitungsschreibern; die können die Aussichten sofort erheblich bessern. Der Markt selbst ist ihr 1897 votierte Reform zum Gesetz zu machen und dieselbe Arbeiter waren nur sehr sparsam vertreten. Die Versammlung erregte noch mit alten Beständen sehr gut versehen. Allem Anschein nach ist nächsten Donnerstag zu beraten. Die Bertrauensformel paßt zwar fehr große Aufmerksamkeit und wurde in allen Malmö- Zeitungen eine Hauptspekulation dabei im Gange. zum Beschluß, wie die Faust aufs Auge, aber die Bemühungen des besprochen, in den meisten dazu noch sehr günstig beurteilt.„ Stansta Gegenwärtig schäßt man die Ernte mit 41/2 Millionen Sad für Santos- Kaffee per Genossen 8 évaès, der Kammer diesen Widerspruch handgreiflich Aftonbladet" schickte mir einen Interviewer auf den Hals und eine Santos und 2/2 Millionen Sad für Rio. zu machen, scheiterte an der festen und unentwegten Ministertreue andre Malmöer Beitung fagte mir sogar voraus, daß ich bei der Dezember notierte zu Beginn des September in Hamburg 281/2 M., Der Mehrheit. nächsten Wahl ein Reichstags- Mandat erhalten würde. Aber nicht heute 371 2 M. per 50 Kilo. Am 1. November lagerten in den acht Daß die Interpellation von Nationalisten eingebracht war, lange stand ich bei der Preffe so hoch in Gunst. Als ich weitere europäischen Hauptplägen 242 200 Tonnen gegen 240 050 Tonnen zeigt nur, daß diese immerhin eine feine Nase für den ihnen Berfammlungen abhielt und Vorschläge zu einer planmäßigen am 1. Oftober. Die Vorräte in Rio am 1. November werden mit günstigsten Kampfboden haben, daß sie im Hinblick auf die Agitation machte und nun auch die Arbeiter in Scharen zu den 85 180(+770) Tonnen, die Vorräte in Santos mit 84 290 kommenden Wahlen die sich häufenden Fehltritte der Regierung aus Bersammlungen strömten da war es mit der Freundschaft aus.(+12 410) Tonnen angegeben. Die guten Hoffnungen, die einige geitungen auf mich gefegt hatten, zumiten verstehen. verschwanden und selbst die mir anfangs am frendschaftlicht Ge finuten kamen zu dem Glauben, daß ich ber größte Schlingel sei, Moineau amnestiert. Jules Moineau ist jener Anarchist, der jemals in ein paar Schuhen gesteckt habe, einer, der nur die welcher von dem Lütticher Gerichtshof im Juli 1892 zu 25 Jahren Arbeiter aufiviegeln und fie unzufrieden machen wolle. Aber Zwangsarbeit verurteilt wurde, weil er eine Bombe vor dem Hause damit nicht genug. Höhnische Earlasmen bagelten nieder auf mich Geſellſchaften soll dennoch bestehen und die Preise für den Bersonendes Rats Renson niedergelegt hatte. Es wurde festgestellt, daß die armen Sünder, ich war ja nur ein Schneider und sprach ein grau Bombe, die nicht zur Erplosion gelangte, feinen großen Schaden figes Stauderwelf. Nun ja, war meine Sprache mesopotamiſch, hätte anrichten können. Moineau versicherte, er habe niemanden so war das zu entschuldigen für einen Schoner, der sich 14 Jahre in schädigen, sondern nur die Aufmerksamkeit auf die anarchistischen Dänemark und an der deutsch- dänischen Grenze aufgehalten hatte. Ideen lenken wollen. Nach dem belgischen Gesetz wiegt Aber das führte nur dazu, daß ich eine bekannte Persönlichkeit die Einzel- Kerkerhaft mehr als das doppelte der gemein wurde. Dank für die Reklame! Ging es auch in den Versamm samen Haft. Da Moineau seit Mai 1892 stets in Einzelhaft lumgen manchmal nicht ganz parlamentarisch zu, so wurden doch viele gewesen ist, so wäre mit dem Jahre 1903 Jeine Strafe vollständig zum Nachdenken gebracht." verbüßt. Die socialdemokratische Fraktion hat zu wiederholten Malen Seitdem ist die Bewegung immer stärker angewachsen und mun die Regierung über die Freilassung Moineaus interpelliert. Noch giebt es 70 000 organisierte Arbeiter in Schweden. Das 20 Jahre vor etwa drei Wochen entstand in der Kammer eine sehr bewegte Jubiläum der socialistischen Propaganda wurde an den Hauptorten Debatte. Es ist sicher, daß die Regierung eine Riederlage erlitten der schwedischen Arbeiterbewegung festlich begangen. Belgien. B • gefeht die Gerichte, daß die Amerikaner, im besondern Morgan, Ueber die deutschen Schiffahrtsgesellschaften furfieren fortbemüht find, die Aktien dieser Gesellschaften in Besitz zu bekommen. Auch die jüngst geleugnete scharfe Konkurrenz mit den englischen wie die Voff. 3tg." trop gegenteiliger Behauptung aufs neue fefttarif unter den sonst üblichen Winterfahrpreisen herabgesetzt sein. stellt, versucht die Hamburger Paketfahrt- Gesellschaft in England Schiffe zu verkaufen. Die Stockung im Verkehr, auch der Abschluß des China- Abenteuers läßt die Ansprüche an den Schiffahrtsverkehr zurücktreten und da einige Gesellschaften noch Neubauten auf dem Stapel zu liegen haben, so kann man es verstehen, wenn gegenwärtig behauptet ivird, daß die Situation, feine angenehme ist. Die Entwicklung zum Großbetrieb. Die Attiengesellshaft„ Die dänischen Cichorienfabriken" hat auf ihrer Generalversammlung dem Vorstande die Vollmacht erteilt, fämtliche Cichorien und Kaffeefurrogatfabriken Dänemarks anzukaufen. Die Abstimmung hierüber war eigentlich nur eine Formsache; that-[ benußen, um auf Kosten der Arbeiter ihr Schäfchen zu scheren. sächlich war der Handel schon abgeschlossen. Diese Vereinigung Die Arbeiter find jedoch entschloffen, sich eine Verschlechterung ihrer fämtlicher Cichorienfabriken wird die Schließung von 7 Fabriken zur Lage nicht so ohne weiteres gefallen zu lassen, so daß es unter UmFolge haben, so daß dann in Wirklichkeit nur noch 2 Fabriken im ständen zu einem Konflikt kommen kann. Betrieb bleiben. Für die angekauften Fabriken wurden insgesamt 1 720 000 tronen 1/2 Million in Obligationen zu einer festen Ausland. Versammlungen. Der Arbeitervertreter Verein hielt am Donnerstag feine regelmäßige Versammlung ab. Da der angesetzte Vortrag über die Krankenversicherung der Heimarbeiter wegen Behinderung des Referenten nicht gehalten werden konnte, so erläuterte der VorRente von 5 Proz. und 14 Million in Aktien- gezahlt. Das Zum Generalftreik der französischen Bergarbeiter. Noch fißende Simanowsfi die neuen gesetzlichen Vorschriften über die alte Aktienkapital der dänischen Cichorienfabriten" beträgt 11/4 Million; ist der Generalstreit nicht erklärt, aber jeden Tag ist zu erwarten, Wahlen zu den auf Grund der Arbeiterversicherung geschaffenen durch den Ankauf wird es demnach auf 3. Millionen erhöht werden. daß der Generalsekretär Cotte den Ruf an die französischen Berg Vertretungskörperschaften. Hieran knüpfte sich eine rege Aussprache Der Einkaufspreis der Cichorie für die Händler war diesen Sommer leute erlassen wird, ihre Arbeit niederzulegen. Zweifellos ist die über die Funktionen der Arbeitervertreter. Beschlossen wurde, am auf 14 Dere gesunken, ist aber jetzt schon wieder auf 26 Dere hinauf- Berantwortung Cottes eine große, und er scheint vor diesem Bußtag eine Heilanstalt zu besuchen. getrieben worden. Die Gesellschaft verteilte im vorigen Jahre 8 Proz. Schritt zurückzuschrecken. Mittlerweile sind schon in einzelnen Orten, an ihre Aktionäre und Händler. so in Dourges, partielle Streits zum Ausbruch gekommen. Doch Der Verein der Kistenmacher hielt am 4. Oftober im Gewerkhaben die Bergleute von Dourges die Arbeit bereits wieder auf- fchaftshause seine Generalversammlung ab. Der verstorbene Genoffe Bruno Schoenlank wurde in üblicher Weise geehrt. Die Abrechnung vom Gewerkschaftliches. Das ,, wohlerworbene Recht" auf Ausbeutung. Gegenüber einer solchen Agitation ist es wahrlich die höchste Beit, daß auch die Konfektionäre daran denken, ihre wohlerworbenen Rechte zu wahren und gegen ein solches, die ganze große Konfektionsbranche in ihren Grundlagen bedrohendes Treiben energisch aufzutreten! Mit diesem Schlachtruf fordert der Konfektionär" feine Getreuen zum Kampf gegen den gesetzlichen Schutz der Heimarbeiter und Arbeiterinnen auf. Die Grundlagen der Konfektionsbranche werden also durch die Forderungen der Konfektionsarbeiter erschüttert. Was sind das für Grundlagen? Bur Beleuchtung mögen folgende Beispiele dienen: 1. Eine kürzlich in Elberfeld vorgenommene Umfrage über die tägliche Arbeitszeit ergab für 75 Befragte und 71 Antwortende folgendes: 8 hatten eine Arbeitszeit von 10-11 Stunden " 33 023621 " " " " 11-12 " 12-13 " # " 13-15 " 15-16 " " " 16-17 17-18 genommen. Das Föderationskomitee des Pas de Calais hat am ver- 3. Quartal ergab eine Einnahme von 1075,20 M., verausgabt gangenen Sonntag wieder in Lens eine Sigung abgehalten. Es wurden 532,90 m., verbleibt somit ein Bestand von 1716,23 M. wurde ein Aufruf an die Bergarbeiter des Kohlengebietes erlassen, Ju den Vorstand wurden No ad als 2. Vorsigender, Sprung in welchem diese aufgefordert werden, fich zum Streit bereit zu als 2. Staffierer, Dufte als 1. Schriftführer, Sulkiewicz uud halten, aber nicht eher die Arbeit niederzulegen, als der allgemeine 2. Splinter als Revisoren gewählt. Unter Vereinsangelegenheiten Ruf erfolgt. Im übrigen werden fie dringend ermahnt, vollständige wurde beschlossen, die„ Einigkeit" probeweise auf ein halbes Quartal eins Ruhe zu bewahren. 2a mendin, der französische Delegierte zuführen. Ferner wurde beschlossen, daß den Mitgliedern, welche mit beim Internationalen Komitee, hat sich an den Sekretär desselben, patriotischen oder religiösen Ceremonien beerdigt werden, die rote an den Engländer Pickard gewandt und ihn um Einberufung einer Schleife zu verweigern ist. Den Delegierten vom GewerkschaftsSigung des Internationalen Stomitees ersucht. Bidard hat darauf fartell werden die Sigungen von nun an mit 50 Bf. vergütigt. Die geantwortet, daß er sich erst mit dem Englischen Komitee besprechen Aufnahme mehrerer Skollegen wurde wegen bisherigen unsolidarischen müsse. Es ist bekannt, daß die französischen Bergleute im Verhaltens abgelehnt. Falle eines Generalstreits nicht viel auf die Unterstüßung ihrer Blumen, Blätter: und Bukfedern Arbeiterinnen und Kollegen andrer Länder zu rechnen haben werden. Mittlerweile Arbeiter. Am Donnerstag, den 7. November, fand im Gewerkschaftsfezt die Regierung ihre Vorsichtsmaßregeln fort. Auch nach dem haus eine leider nur schwach besuchte Versammlung aller in der Pas de Calais ist jetzt Militär entfandt worden; die Cafés und Blumen-, Blätter- und Puzzfedernbranche beschäftigten Arbeiterinnen Restaurants müssen schon zu einer frühen Stunde schließen. Im statt. Sollege Sinn erstattete den Bericht der AgitationsLoire- Gebiet bleibt das Verbot des Waffenverkaufs aufrecht erhalten, fommission. Aus demselben war zu entnehmen, daß die Vorobgleich die Gewehrhändler von Saint Etienne nachgewiesen haben, arbeiten zur Gründung eines Centralverbandes erledigt sind. daß von den 40 000 Gras- Gewehren, die sie im Laufe des Jahres wird eine Konferenz stattfinden. Alle in Im Dezember verkauft haben, nur etwa 20 nach Montceau gingen. Betracht kommenden Städte werden da vertreten sein. Dr. Frendenalsdann einen hielt Vortrag über„ Krankenkassen berg und Krankenkassengeset." Im Anschluß an diesen lehrreichen, oft von Beifall unterbrochenen Vortrag forderte die Vorsitzende die Kolleginnen, welche Mitglieder der Allgemeinen Orts- Krantenfasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen" werden wollen, auf, sich beim Vorstand zu melden. Nach Erledigung verschiedener Vereinsangelegenheiten wurde die Versammlung geschlossen. Italien. Die Arbeiter der Porzellangruben in der Umgebung von Rom find in den Streit eingetreten. Sie fordern Anerkennung ihrer Organisation, Festlegung der Arbeitsbedingungen vor der Arbeitskammer, den Achtstundentag, Schutzvorrichtungen gegen Unfall denn den Gruben und Wiederaufnahme aller Streifenden. Also 4/7 aller Befragten arbeiteten täglich 13-18 Stimden. 2. Das Berliner Gewerbegericht stellte im Jahre 1896 bei den Handnäherinnen der Hosenbranche folgende Nettoverdienste pro Woche fest: 2,30, 2,68, 3,53, 3,55, 3,78, 4,05, 4,43, 5,28 M. Der höchste Verdienst war 10,80 m., der Durchschnittsverdienst 6,33 M. pro Woche. 3. Nach den Feststellungen der Fabrikinspektion, die sich auf die Kleider, Wäschekonfektion und Kostümbranche bezogen, kam auf die einzelne Person ein Luftraum von über 30-40 cbm in 2,6 Proz. der besichtigten Räume 20-30 " " B " 15-20 〃 " 6,6 21,7 " 17 12-15 " " " 18,3 " 10-12 " " 15,1 " 8-10 " " 16,1 " 6-8 " " 14,1 " " 4-6 " " " 5,1 " " " 4 3 " " 0,2 0,2 " " " " " 4. In der Berliner Orts- Krankenkasse der Schneider befanden fich im Jahre 1897 unter 22 069 Frauen 1749 Lungenkranke, im Jahre 1898 unter 24 164 Frauen 2229 mit derselben Krank heit. 10 Prozent also verfallen dieser heimtückischen Krankheit, die in den Schlupfwinkeln der Hausindustrie den geeignetsten Boden findet. Aus der Frauenbewegung. Die Frauenbewegung in Amsterdam verfügte bisher nur über drei gewerkschaftliche Organisationen: die Schneiderinnen- Bereinigung, der Näherinnenbund und die Dienstboten- Vereinigung. Nun hat sich hier noch ein klub noch kein eigentlicher Fachder Verkäuferinnen gebildet, der es sich zur Hauptaufgabe gestellt hat, die Verhältnisse des Ladenpersonals zu verbessern und auch durch Unterrichtskurse das Bildungsbestreben zu fördern sucht. verein Sociales. Ju Schenkendorf bei Groß- Beeren( Kreis Teltow) tagte am Sonntag die erste socialdemokratische Versammlung, einberufen von dem Vorstande des Socialdemokratischen Wahlvereins Steglig, mit der Tagesordnung: Der Brotwucher". Der äußerst zahlreiche Besuch und der Verlauf der Versammlung bewiesen, daß auch in diesem rein ländlichen Bezirk die Zollpolitik der Regierung entschieden verurteilt wird. Nach einem teferat des Reichstags- Abgeordneten Zubeil sprach noch Genosse Leimbach Steglig. Dann wurde einstimmig eine Resolution angenommen, die sich scharf gegen den Zollgesetz- Entwurf und für Mit einem begeistert auf langfristige Handelsverträge ausspricht. genommenen Hoch auf die Socialdemokratie schloß Genosse Mohr= Steglitz die erste Schenkendorfer socialdemokratische Versammlung, der hoffentlich noch viele folgen werden. Berlin). Dienstag, den 12. d. M., abends 8½ Uhr, in Gewerkschaftshauſe, Engelufer 15: Außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung wie stellen sich die Mitglieder zu einer Verkürzung der Arbeitszeit oder Zahlung Centralverein der Bildhauer Deutschlauds( Verwaltungsstelle Die Schuhforderungen der Seeleute. Am Mittwoch tagte in Hamburg eine Massenversammlung der seemännischen Arbeiter Es hatten somit über" ein Drittel der Räume weniger als er, pie sich mit der sage der ſeemännischen Arbeiter und der aller Chargen. Nach Vorträgen der Genossen Meyner und Poul 16 Rubikmeter pro Stopf der beschäftigten Personen, und nur ganz Revision der Seemannsordnung und der dazu gehörenden Gejeze verschwindend wenige entsprachen dem Luftraum, der jedem Gefangenen in der Strafanstalt von Plögensee( 28-29 Kubikmeter) zur beschäftigten, wurde eine ausführlich begründete Resolution aneines Ertrabeitrages zur Unterstützung der Arbeitslosen. Verfügung steht. genommen, worin der Reichstag ersucht wird: Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Dienstag, den 12. No: Nicht nur sämtlichen von den Reedern oder ihren Vertretern ❘vember, 81% Uhr abends, unter den Linden 16 III. Sociale Gruppe. im Reichstage gestellten Anträgen auf Verschlechterung des Entwurfs Vortrag des Herrn Rechtsanwalts M. Steinschneider:„ Die ethischen Aufnach irgend einer Richtung hin die Zustimmung zu versagen, sondern gaben der Genossenschaften." Diskussion. die Gesetzesvorlagen durch Annahme einiger von den Seeleuten gestellter von Freunden der Seelente offiziell eingebrachter und vertretener Anträge zu erweitern bezw. präciser zu gestalten. Zu den Hauptanträgen gehören die Forderungen auf: 1. Errichtung von See- Schöffengerichten analog den Gewerbegerichten, bestehend aus einem Vorsitzenden und zwei Schöffen, von welchen mindestens einer aus den Kreisen der se befahrenen Schiffsleute niederer Charge entnommen werden muß; 2. strengstes Verbot jedweder Verein Abänderung der Seemanns Ordnung usw. durch barungen oder Verabredungen, venn folche den guten Sitten widersprechen, oder für den Schiffsmann ungünstig find; 3. präcifere Negelung der Arbeitszeit und des Wache gehens, sowie Gewährung einer entsprechenden Sonntagsruhe; 4. Gewährung des Rechtes auf Ernennung eines Obmannes seitens Lange Arbeitszeit, Schundlöhne, schlechte Wohnungen, Krankheit und Sicchtum, das find die Grundlagen der großen Konfektionsindustrie!!! Selbst die Kevenz- Zeitung" schreibt in ihrer SonnabendNummer: Ueber die bedenkliche Erscheinung des Heimarbeiterwesens und seinen ungünstigen Einfluß namentlich auf die Wohnungen, welche als Arbeitsstätten benutzt werden, und die Löhne, die einem ungeheuerlichen Druck seitens der Unternehmer ausgesetzt sind, herrscht nur eine Stimme." Und weiter:„ Aber schließlich wird auch den hier herrschenden unerquicklichen Zuständen einmal ein Ende gemacht werden müssen, und je eher es kommt, desto besser ist es." Litteravisches. Jean Jaurès Le Travail"( Die Arbeit") Paris 1901.( Bibliothèque ouvriére socialiste.) Preis: 10 Centimes. Diese neue Broschüre Jaurès enthält eine Philosophie der Arbeit und zugleich eine Betrachtung über den gleichnamigen Roman Bolas; das von Zola zu Grunde gelegte System Fourriers wird fritisiert, die historische Rolle des als Klaffenkampfpartei organisierten Proletariats geschildert und ein leberblick über die gegenwärtige Weltlage entworfen, die zur socialistischen Befreiung drängt. der Schiffsleute aus ihren Kreiſen, mit entsprechenden Befugniffen, Lehte Nachrichten und Depeschen. sowie Verpflichtung des Kapitäns, zur Entscheidung über wichtige Fragen einen Schiffsrat einzusetzen; 5. Beseitigung Des Notensystems und Barzahlung aller an den Schiffsmann zu Teistenden Beträge, seien es Heuervorschüsse oder ſei c die Heuer selbst. wenn solches von den Schiffsleuten ge= wünscht wird; 6. Gewährung des Vereins- und Versammlung rechtes und Bestrafung solcher Personen, die den Schiffsmann daran hindern, ein solches Recht auszuüben; 7. Milderung der Strafen, wie eine solche in den Anträgen der seemännischen Arbeiter vorgesehen ist; 8. Unzulässigkeit der Uebertragung der Disciplinar gewalt, wie solche der Kapitän ausübt, auf Zweite oder Dritte, außer in Fällen der Dienstunfähigkrit des Kapitäns; 9. voll ständige Beseitigung der Henerbaaie und Errichtung von Heuer bureaus durch den Staat, sowie Unterstellung derselben unter die Kontrolle von Reedern und Seeleuten. Wie der Konfektionär" sieht, muß die Gegenagitation der Herren Unternehmer, die zur Zeit vorbereitet wird, sich über den Kreis der Heimarbeiter hinaus veit nach rechts erstrecken; am besten so weit nach rechts, daß man die Arbeiter ganz außer Spiel läßt. Womit wollen denn die Herren auch agitieren? Wollen sie den Heimarbeitern erzählen, daß sie die kürzeste Arbeitszeit, den höchst en Lohn, die fomfortabel sten Wohnungen haben? Wollen sie diefelben auf ihre gesundheitsstrozzenden Wangen, auf ihre fräftigen Gliedmaßen und den wohlgenährten Leib verweisen, die sie sich im Tienste der Hausindustrie angemästet haben? Mit einer bloßen Hezze gegen die Organisation der Schneider ist es doch nicht ge= than. Jeder Arbeiter und jede Arbeiterin weiß, daß noch nie eine Arbeiterorganisation Forderungen gegen die Interessen der eignen Berufs= angehörigen aufgestellt hat. Bloße Schimpfereien auf die Organisation verfangen also nicht. Man muß mit ThatDie Gärtnerei gehört nach Auffassung des preußischen Handelssachen kommen und diese Thatsachen sprechen so sehr für die ministers nicht zum Handwerk. In einer Versammlung der HandForderungen der Konfektionsarbeiter, daß die Gegen agitation der werkerkammern in Frankfurt a. M., in der auch über die Frage verKonfektionäre auch die der Organisation bisher unerreichbaren In- handelt wurde, ob die Gärtnereibetriebe zum Handwerk zu rechnen differenten aufrütteln wird. und deshalb mit Rechten und Pflichten zu den Handwerkerkammern zuzuziehen feien, gab der amvesende Regierungsvertreter bekannt, daß der Minister die Auffassung vertrete, Gärtner und Blumenbinder feien ebensowenig als Handwerker anzusehen, wie Dentisten und Photographen. Hoffentlich beschreiten diese dann den rechten Weg und schließen sich dem Verband der Schneider und Schneiderinnen und verwandter Berufsgenossen an; dort ist eine Stelle, von wo aus sie ihren Fordes rungen mehr Nachdruck geben können und wo ihre Klagen nicht ungehört verhallen. Deutsches Reich. " Sieg bei der Stadtverordnetenwahl in Nemscheid.h Remscheid, 11. November.( Privatdepesche des Vorwärts".) Sämtliche vier Kandidaten wurden mit großer Majorität gewählt. Die Mehrheit betrug 214 Stimmen. Siebzig Bergleute verschüttet. Staßfurt, 11. Novbr.( W. T. B.) Wie das„ Staßf. Tageblatt meldet, sollen hente bei einem Einsturz von vier Sohlen auf Schacht Ludwig 2" siebzig Bergleute verschüttet worden sein. Bis zum Abend seien 3 Tote und 25 Verlegte ge borgen worden, während 13 noch vermißt würden. Die übrigen feien unversehrt gerettet worden. Erdbeben. Konftantinopel, 11. November.( V.H.) In Erzerum dauern die Erdbeben fort; die gesamten Einwohner, darunter die Mitglieder des Konsulats, tampieren im Freien. Zahlreiche Menschenverluste find zu verzeichnen, viele Gebände sind eingestürzt. Konstantinopel, 11. November.( W. T. V.) Die Erdstüfe in der Stadt Erzerum dauern fort; sämtliche Einwohner, auch die Mitglieder der fremden Konsulate, lagern unter Belten. Abgesehen von bedeutenden materiellen Schäden sind auch mehrere Opfer an Menschenleben zu beklagen. Bedenkliche Schlüsse auf die Wohnungszustände, die dort herrschen, läßt eine Meldung aus Braunschweig zu. Dort hatte der Magistrat von der Stadtverordneten- Versammlung den Auftrag Explosion auf einem Kriegsschiffe. Der Ausstand in der Hutfabrik von Nabat u. Guttmann erhalten, eine Vorlage zum Zweck der Aufnahme einer Wohnungs- Malta, 11. November.( Meldung des Renterschen Bureaus".) in Breslau dauert unverändert fort. Auf ein Arbeitergesuch der enquete zu machen. Der Magistrat ordnete darauf ohne weiteres An Bord des Kriegsschiffes Royal Sovereign", welches auf der Firma im" Breslauer General- Anzeiger" meldeten sich über 100 die Vornahme einer solchen Enquete an und beauftragte mit den Meise von Platea nach Malta begriffen war, fand eine Explosion Arbeitswillige, von denen 15 Mann eingestellt wurden. Die beiden Werkmeister Wilhelm Appelt und Leonhard Steller haben es nötigen Aufnahmen die Bezirksvorsteher( unbefoldete Gemeinde- statt, durch welche ein Offizier und fünf Mann getötet und nennzehn beamte). Eine Anzahl der Bezirksvorsteher lehnte die Uebernahme dieser Mann verwundet wurden. Die Explosion wird der vorzeitigen nun übernommen, diese Arbeitswilligen zu Strohhutmachern anzus Arbeit ab. Sie begründeten dies damit, daß fie befürchten müßten, daß Entzündung einer Startusche in einem sechszölligen Geschütz zu lernen. Da alle bisher mit der Firma gepflogenen Verhandlungen ihnen aus der rückhaltlosen Aufdedung der Schäden geschrieben, welche erfolgte, bevor das Verschlußstück geſchloſſen war. ergebnislos waren, haben die Arbeiter das Einigungsamt des Ges werbegerichts angerufen. Im Anschluß hieran machen die Aus- und Mängel auf dem Gebiete des Wohnungswesens geschäft- Man glaubt, die Entzündung sei verursacht durch ein Stüd glimmender Kartusche, welches nach Abfeuern des legten Schusses ständigen noch darauf aufmerksam, daß an dem Streit zwei licher Nachteil erwachsen würde": Das läßt nicht nur die Wohnungszustände Braunschweigs in sehr in der Kanone zurückgeblieben war. Gipsformer beteiligt sind. Da die Firma für diese Ersatz sucht, bedenklichem Lichte erscheinen, es wirft auch ein grelles Schlaglicht so werden die in Frage kommenden Gewerkschaften wie Gipser, auf die socialen Anschauungen der dortigen Hausagrarier. Die Stuccateure oder Bildhauer ersucht, diesen Hinweis zu beachten. Bezirksvorsteher, Geschäftsleute, die ihre Pappenheimer kennen, Zu fünfzehn Mark Geldstrafe wurde von der Strafkammer fürchten, boykottiert zu werden von den Hauspaschas, wenn sie die der mutmaßliche Nachfolger Lord Kitcheners, ist in Waldenburg ein Sattler verurteilt, weil er es unterlassen, als Wahrheit fagen über die brutale Ausbeutung der Borsteher einer Bahlstelle des Verbandes der in der Lederfabrikation Wir sind überdies der Ueberzeugung, daß dieses umbeabsichtigt beschäftigten Arbeiter Deutschlands die Statuten dieses Verbandes scharfe Urteil der dortigen Geschäftsleute über die dortigen Haus und das Mitgliederverzeichnis der Zahlstelle bei der Polizeibehörde besiger auf die große Mehrheit aller Hauspafchas zutrifft." einzureichen. Bei den Gewerbegerichtswahlen in Lehe und Bergedorf fiegte unter den Arbeitnehmern die Liste der Gewerkschaften. Mieter. Zn Notstandsarbeiten bewilligten die Stadtverordneten in Offenbach a. M. nochmals 30,000 m., nachdem ein in diesem Jahre schon bewilligter Betrag in gleicher Höhe aufgebracht war. Die Krankenkassen des oberen Solinger Kreises, soweit Die Koften trägt die Staatskaffe! In der Berufungsinstanz sie dem dortigen Kassenverbande angeschlossen sind, haben mit den freigesprochen wurden vor der Stader Straffammer zwei vom Apothekern eine Arzneitage vereinbart, die zunächst auf 2 Jahre Schöffengericht wegen Flugblatt- Verbreitens zu Strafe gelten soll. Ueber die Höhe des gewährten Rabatts wird nichts verurteilte Arbeiter, sowie ein dritter Arbeiter, der wegen Streitberichtet. Boerenkrieg. London, 11. November.( B. B.) General Hamilton, gestern von Southampton nach Südafrika abgegangen. Loudon, 11. November.( B. H.) Aus Sommerfast wird gemeldet: Der Direktor Lotter, ein Bruder des Kommandanten, der vor einigen Wochen hingerichtet wurde, ist ebenfalls in Gefangenschaft geraten und zum Tode durch den Strang verurteilt worden. Haag, 11. November.( W. T. V.) Der Verwaltungsrat des a ager Schiedsgerichtshofs ist für den 20. November einberufen worden, um über den Antrag der Boeren auf Entscheidung der füdafrikanischen Frage Beschluß zu fassent. Athen, 11. November.( B. H.) Während der Schießübungen posten stehens verurteilt war. Die Kosten trägt die Staatskasse. Eine Zählung der Arbeitslosen wird das Gewerkschafts- bei Astatos explodierte an Bord eines englischen Linienschiffes eine Ju den Fränkischen Schuhfabriken stehen umfassende Lohn tartell in alle a. S. im Dezember vornehmen. Es soll eine Kanone. Ein Offizier und sechs Mann wurden getötet, der Kontreduktionen bevor. Die Unternehmer wollen die herrschende Krisel genaue Hauszählung sein. mandant sowie zwölf Offiziere und Mannschaften verwundet. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Babing in Berlin. r. 265. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 12. November 1901. Arbeiter, Handwerker, Parteigenossen! Strengt alle Eure Kräfte an, auf daß am 12. November der Sieg uns zufällt, daß dem Freifinn ein weiteres Sedan bereitet wird. Auf zur Wahl Zum Kampf und zum Siege! Die Wahl findet am Dienstag, den 12. November d. J., in der Beit von 10 bis 1 Uhr und von 5 bis 8 Uhr statt; es wählen: a) diejenigen, deren Zuname mit einem der Buchstaben A, B, C, D und E beginnt, im Saale des Restaurants zur Palme, Ritterstr. 12, b) diejenigen, deren Zuname mit einem der Buchstaben F, G, und H, beginnt, in dem Saale des Restaurants Beyl, Fischerstr. 9 bezw. Linden- Ulfer 21, c) diejenigen, deren Buname mit einem der Buchstaben I, J, K und L beginnt, in dem Saale des Restaurants Sawade, Schönwalderstr. 98/99, er sonderen Fabrikationszweig geworden ist und ebenso im großen be- der Tasche gezogen hatte, erhielt er von dem Menschen, dem er eine Berliner Partei- Angelegenheiten. trieben wird, wie die Herstellung von Eisenbahnwagen oder Wasch- Wohlthat erweisen wollte, mit einem stumpfen Gegenstande einen geschirren. Drastisch tritt dies zu Tage in einem illustrierten Schlag über den Kopf und brach besinnungslos zusammen. Der Socialdemokratischer Wahlverein Groß- Lichterfelde- Lank- Prospett, der jetzt verschiedenen frommen Blättern, wie Serenz Bettler entriß ich nun das Portemonnaie und zog ihm auch wik. Mittwoch, den 13. November cr., abends 8 Uhr, im Lokale Zeitung" und" Reichsboten" beigefügt worden ist. Man kann sich die Uhr aus Chauffeestr. 104: Vereinsversammlung. Vortrag des Ge- eines Läche Ins nicht erwehren, wenn man in der Geschäftsempfehlung laffen, da der Tasche. Diese mußte er ihm jedoch nossen Wetter über: Arbeiterversicherung". Diskussion. Vereins- liest, daß der Altar Nr. 3 zum Preise von 700 M. abgelaffen wird, daß konnte. Während er nun mit sie nicht rasch genug von der Weste lösen angelegenheiten. nun mit dem Portemonnaie davonlief, die Kanzel Nr. 7 in Eichenholz 900 M., der Taufstein Nr. 3503 hin- fam ein Herr hinzu, der Balsam mit einer Klaffenden Der Wahlverein Johannisthal hält feine Mitglieder gegen 110 M. foftet. Weiter wird in dem reichhaltigen Preis- Ver- Kopfwunde daliegen fand. Er sah den Räuber noch laufen, verlor versammlung heute abend 8 Uhr im Lokale von Nau ab. Auf der zeichnis u. a. empfohlen die Opferbüchse Nr. 16 zum Preise von ihn aber gleich aus den Augen, weil er sich um den Verwundeten Tagesordnung steht ein Vortrag des Genossen Küter Außerdem 11.50 M., der Kronleuchter Nr. 11 zum Preise von 300 M., der fümmerte und zunächst auch nicht wußte, um was es sich handelte. gelangen die Protokolle vom Parteitag zur Ausgabe. Kelch Nr. 1076 zum Preise von 26 M. Und so geht es weiter mit Der Vorgang hatte sich nämlich in wenigen Augenblicken und ganz Spandau. Die Stadtverordneten- Wah I am heutigen numerierten Kruzifigen, Liedertafeln, Altarsbekleidungen und andren geräuschlos abgespielt. Der Ueberfallene wurde nun auf Veranlassung firchlichen Gebrauchsgegenständen. Dienstag erfordert recht viele Hilfskräfte, wenn es uns gelingen soll, des Herrn, der ihn fand, von einem Schußmann nach der Unfallden vereinigten Gegnern die gebührende Niederlage zu bereiten. Pfennigen kalkulierende Großbetrieb sich selbst des heiligsten be- er sich dort erholt hatte, gab er den Vorfall auf der Wache des Wenn man sehen muß, wie der nüchterne, nach Mark und station in der Kronenstraße gebracht und dort verbunden. Nachdem Niemand, der Interesse für die Arbeitersache hat, darf sich dieser Mit- mächtigt hat, was der brave, politisch konservativ und militärfromm 37. Reviers zu Protokoll. arbeit entziehen; darum werden die organisierten Arbeiter gefinnte Christ kennt, kann es da wundernehmen, daß da an allen gestern morgen nach der Charité gebracht werden mußte. Seine Verlegung ist so erheblich, daß er ersucht, sich am heutigen Wahltage zahlreich dem Vereinsvorstande Ecken und Enden Zweifel an der Innerlichkeit des modernen zur Verfügung zu stellen und sich rechtzeitig im Propagandabureau, Christenglaubens auftauchen? Der Selbstmord eines Liebespaares, des 19jährigen Hausbei Kumke, Bismarckstr. 6, zu melden. dieners Otto Schmidt und der 24jährigen Arbeiterin Anna Krieke Wie die politische Polizei arbeitet. In die Straffache, die wird gemeldet. Am Sonnabend fand man sie beide im Grunewald fich an die Veröffentlichung des Bolltarif- Entwurfs an- mit Schußwunden daliegen. Der Mann war tot, das Mädchen lebte schloß, ist Herr Martin Hildebrandt, der Herausgeber der noch, erlag aber am Sonntagnachmittag im Charlottenburger Zeitschrift„ Das Recht der Feder" als Zeuge verwickelt worden. Krankenhaus seiner Verlegung. Der junge Mann, der bei Der Stand der Angelegenheit ist zur Zeit der, daß der Journalist dem Gastwirt Friedrich in der Spandauerstraße 79 beschäftigt Dr. Hamburger, der angeschuldigt wird, einen Kanzleidiener war, ließ sich von seiner 5 Jahre älteren Geliebten, die sehr zur durch Bestechung zur Herausgabe des Attenstides verleitet zu haben, Vergnügungssucht neigte, zu Ausgaben verleiten, die über seine Einnach London gegangen ist, während der Unterbeamte sich in Unter- nahmen hinausgingen. So mußte er auf ihre Veranlassung auch suchungshaft befindet. Die Staatsanwaltschaft bemühte sich um zwei Fahrräder kaufen, mit denen das Pärchen häufig ausfuhr. Diese Auslieferung des Dr. Hamburger, jedoch erfolglos, da England nur Ausgaben fielen auf. Schmidt erklärte aber auf Befragen, daß er wegen Handlungen ausliefert, die auch nach dortigem Recht von auswärtigen Bekannten Geld erhalten habe. Erst nach der Erals Verbrechen angesehen werden, und der Beamtenbestechung mittelung der Sachen bei seiner Geliebten stellte sich heraus, daß in England feine Strafbarkeit beigelegt werden soll. Nun schreibt der junge Mann einen Ballen Wolle und gestrickte Unterhosen im Herr Hildebrandt in dem Wochenblatt„ Der Nörgler": Werte von 150 M. gestohlen hatte. Diese Sachen gehörten einem Dennoch hat die Untersuchungsbehörde es fertig gebracht, Fuhrherrn Bachmann aus Oranienburg, der sie bei Friedrich in der d) diejenigen, deren Zuname mit einem der Buchstaben M, N, das ursprünglich auf Beamtenbestechung lautende Delitt auf Remise niedergelegt hatte. O, P, Q und R beginnt, in dem Saale des Restaurants Conrad, Betrug auszudehnen. Wie konnte das geschehen? Herr Kommerzienrat Anton Wolff, der ehemalige Inhaber der Schönwalderstr. 2, Dr. Henninger, der Chef der politischen Abteilung der Berliner Bantfirma Hirschfeld 1. Wolff, ist ist in der Nacht zum Sonnabend, beginnt, mit Sie Bolltarif- Vorlage, die etiva Ende Juni erst den Der im Jahre 1892 zu 10 Jahren Gefängnis verurteilte Mann wat Kriminalpolizei, war in der Lage, folgendes festzustellen: 70 Jahre alt, in der Strafanstalt Blößensee verstorben. Nicht T, U, Mitgliedern des Bundesrats zugehen konnte, hat sich im Be- feit längerer Zeit frank; es heißt, daß die Wassersucht seinen Tod Roten fige des Dr. Hamburger befunden, sondern lediglich das herbeigeführt hat. Es dürfte noch erinnerlich sein, welche Tarifgefeß, wie es im März in einer vorbereitenden Arbeit ungeheure Aufregung der Zusammenbruch, der altrenontvorlag, und ein Auszug aus der diesem Entwurf beigegebenen Be- mierten Firma Hirschfeld u. Wolff hervorrief. Verfehlte gründung. In jener Vorarbeit wies der Entwurf noch 15 Para- Spekulationen in großen Maßstabe hatten den Anlaß dazu graphen auf, in der dem Bundesrat endlich aber vorgelegten Form gegeben, daß Anton Wolff sich an den zahlreichen Depofiten Freifinnige Grenzstreitigkeiten. nur mehr deren 12. Wenn Dr. Hamburger nun die Londoner seiner Kunden vergriff. Ein überaus luxuriöser Lebenswandel, der Der im 11. Bezirk der 2. Abteilung zum Stadtverordneten Finanz- Chronit" durch seinen Mittelsmann Bahr etwa glauben ge- von dem Gelde der Geschäftskunden bestritten wurde, führte schließlich gewählte Obermeister Gemeinhardt war von der„ Voss. 8tg." macht hat, daß er die Rolltarifvorlage anbieten tönne, so die Katastrophe herbei. Bu denjenigen Personen, die am schwersten zu den Rechtsliberalen gezählt worden. Nachträglich teilt habe er sich des versuchten Betruges schuldig durch den Zusammenbruch der Firma getroffen wurden, gehörte unter δα gemacht und, das Blatt berichtigend mit, daß Herr Gemeinhardt Wert darauf die Finanz- Chronit" Anerbieten anderm der ehemalige Reichsfangler Graf Caprivi, der seine Erspar annahm und den legt, auch ferner als„ gut liberal" zu gelten. Das soll vermutlich Mart an Bahr zahlte, sei der Betrug vollendet worden. sein Intimus und Geschäftsfreund Dittmar Leipziger wegen der bedungenen Preis tausend nisse bei dem Bankgeschäft hatte. Mit Anton Wolff zusammen hatte sich heißen, daß Herr Gemeinhardt zu den Linksliberalen Auf Grund dieser Feststellungen nun erfolgte meine cidliche Ver- selben Vergehen, die dem Kommerzienrat zur Raft gelegt wurden, zu gezählt werden will, und in der That hatte man ihn bisher nehmung vor dem Untersuchungsrichter Herrn Landgerichtsrat Foth verantworten. Es wurde damals vom Gericht angenommen, daß allgemein als einen Kandidaten der„ Neuen Linfen" bezeichnet. in Gegenwart des Herrn Dr. Henninger. Ich machte die beiden die Hauptschuld an dem Fallit des Bankgeschäftes dem Leipziger Das Versehen indes, das die„ Vossin" da begangen hat, ist ent- Herren auf das sehr Bedenkliche dieser gekünftelten Deduktionen zuzuschreiben war. Er wurde deshalb zu einer zehnjährigen Zuchtschuldbar. Herr Gemeinhardt hat sich in der Wahlagitation aufmerksam und Icgte dar, ivie fie durch nichts auhausstrafe verurteilt. Wie noch erinnerlich sein wird, erfolgte halten fcien, worauf der zu so eigentümlichen Anschauungen bekannt, daß man sehr wohl auf Herr Untersuchungsrichter in furze Zeit nach dem Zusammenbruch der Firma Hirschfeld 1. Wolff den Gedanken kommen konnte, er sei rechtsliberal. So hat er z. B. rief:„ Na, was habe ich gesagt? Meine eignen Worte!" länder u. Sommerfeld und C. D. Schnöckel. charakteristischer Form Herrn Form Herrn Dr. Henninger 311 der Ruin weiterer sehr renommierter Geschäftshäuser, wie Friederklärt, daß er den Straßenhandel aufs schärfste bekämpfen müsse. Herr Dr. Henninger vermeinte trotzdem seine entgegengesetzte Meinung Trogdem ist er der Schüzling der den Standpunkt der Linksliberalen behaupten zu sollen und der Herr Untersuchungsrichter meinte vertretenden Berliner Zeitung", die in Jubel ausbrach, darauf„ cs versuchen zu wollen", und hiernach wurde das Proals Herr Gemeinhardt in einer Vorwahl- Versammlung seinen Gegen- tokoll in der für den Auslieferungsantrag notwendigen besonderen kandidaten, den rechtsliberalen Eisolt, aus dem Felde geschlagen Form hergestellt." hatte. Uebrigens hat der Chefredacteur dieses Blattes, Stadt- Herr Hildebrandt findet es merkwürdig, daß Justiz und Polizei verordneter UII ste in, ein Mitglied der„ Neuen Fraktion der Linken", demokraten erleben mußten, erklärt sich ein solches Verfahren zu derartigen Mitteln greifen. Nach allem, was wir Socialvor den Stadtverordneten- Wahlen sogar den Stadtverordneten durchaus aus den Sittenanschauungen der in Betracht kommenden Bütow, ein Mitglied der Fraktion Mommsen", in öffent- Faktoren. licher Versammlung zur Wiederwahl empfohlen. Die Beziehungen 2580 e) diejenigen, deren Zuname mit dem Buchstaben S in dem Saale des Restaurants Tich, Potsdamerstr. 35, f) diejenigen, deren Zuname mit einem der Buchstaben V, W, X, Y und Z beginnt, in dem kleinen Saal des Adler". Potsdamerstr. 6. Tokales. " von Vom städtischen Obdach. Aus Anlaß der bekannten Affaire zwischen dem rechten und dem linken Flügel des kommunalen Hoffmann- Schulze war einer Zengin von einem Auficher der BorFreisinns find allmählich so imtim geworden, daß man sich wirklich wurf gemacht, sie mache eine Sechsdreier- Aussage. Die Beugin be kaum noch auskennt. Rechter Hand, linker Handschwerte sich hierüber bei einem Mitgliede des Verwaltungsalles vertauscht! furatoriums. Dieses beschloß in seiner letzten Sigung auf Grund des ermittelten Thatbestandes, dem Herrn Oberbürgermeister mit dem Ersuchen Kenntnis zu geben, das Disciplinarverfahren auch gegen diesen Beamten einleiten zu wollen. erst das Vorspiel; denn als Prof. Kohler haben sei, weil Ju großer Lebensgefahr schwebte gestern mittag eine Familie bei einem Brande, der gegen 11 Uhr in einer Kellerwohnung in der aldemarstr. 39 austam. Dort wohnt eine Familie Lenz und daneben eine Familie Günther im rechten Seitenflügel auf dem Hofe. Als das Fener in der Küche ausbrach, wurde es nicht gleich wurde man aufmerksam. Frau Emma Günther drang in die qualmbemerkt. Erst als der Qualm die Treppen und Wohnungen füllte, gefüllte Lenzsche Wohnung und holte den schon betäubten vier Monate alten Knaben Erich Lenz heraus, wobei sie Brandwunden am rechten Unterarm erlitt. Der Knabe hat eine Rauchvergiftung sich zuschlugen. Die von drei Seiten alarmierte Wehr rückte mit fünf die beiden Treppen des Doppelhauses sowie über eine mechanische Löschzügen heran und ging sofort mit vier Schlauchleitungen über Leiter hinweg vor. Nach 1/ 2stündigem Wassergeben war die Macht des Feuers gebrochen. Da ein großer Teil des Dachstuhles total zerstört wurde, so ist der entstandene Schaden beträchtlich. Von Kleinen Wriezenerstr. 38 verschiedener Hausrat. Müll und Stroh gingen Bränden sind noch zu melden: Hessenstr. 12 brannte die Balkenlage, Alexanderstr. 20a und Wallner- Theaterstr. 44 in Flammen auf. Dem Vorstand der Freireligiösen Gemeinde zu Berlin ist gezogen, so daß es sehr fraglich ist, ob er am Leben bleibt. Bon einem durchgehenden Gespann totgefahren wurde gestern früh um 1/26 Uhr am Friedrich Karl- Platz in Charlottenburg der Kaufmann Frizz Fuhrmann aus Danzig. Der Kutscher eines Brauereifuhrwerks hatte die Herrschaft über seine Pferde vers Die Deputation für die städtische Kanalisation und Nieselloren und das Gespann jagte führerlos dahin. Der Kaufmann Frizz felder hat in ihrer letzten Sigung beschlossen, die Anfrage des Fuhrmann und ein Bäckerlehrling suchten die Pferde zum Stehen zu Magistrats, ob die Gewährung eines Sommerurlaubs an die Arbeiter der Kanalisationswerte erwünscht und durchführbar schreibt man uns: In seiner Vorlesung über den Reichs- Civil- Prozeß letzungen. Der Getötete stand im Anfang der vierziger Jahre. Er bringen; hierbei wurde Fuhrmann unter den Wagen geschleudert und Die Blüte der deutschen Jugend. Aus akademischen Kreisen durch Ueberfahren getötet. Der Bäckerlehrling erlitt feinerlei Ber sei, im zustimmenden Sinne zu beantworten. Von der Depu= sprach am verflossenen Sonnabend Professor Kohler über die war in Danzig Profurist im Geschäft seines Bruders gewesen und tation wird vorgeschlagen, allen Arbeitern, Heizern usw. nach dreijähriger Dienstzeit vier Tage, für jedes weitere Litteratur, die wir auf diesem Gebiete besigen. Unter anderm er- hatte sich nach dem kürzlich erfolgten Tode des Bruders nach Berlin Jahr bis zu sieben Jahren wähnte er dabei als einen sehr brauchbaren und in der Praxis fehr begeben, um sich hier eine Eristenz zu gründen. Er wohnte in einen Tag mehr, Höchstbetrage also fieben Tage unter Fortzahlung des Lohnes zu Kaum hatten die Zuhörer den Namen Levy gehört, als sie auch schon verbreiteten Kommentar den von Wilmowski und Levy". Charlottenburg, Luisenplatz 3. bewilligen. Soweit Vertretung nicht möglich ist, sollen mehr ArbeitsEin großer Dachstuhlbrand wütete gestern( Montagabend) fräfte eingestellt werden. Mehrkosten würden ungefähr 22 000 m. durch ein allgemeines Scharren mit den deutschen Füßen ihrem Weiß von 5 Uhr an in der Bredowstr. 16/17 in Moabit. Das auf dem pro Jahr entstehen. Ferner wurde beschlossen, die Badeanstalten fallen darüber Ausdruck gaben, daß ein Mann mit solchem Namen mit viel Wäsche und Hausrat angefüllten Boden ausgekommene in den Bumpstationen zu vermehren, so daß in jeder Station je eine ich erlaubte, etwas wirklich Brauchbares zu schreiben. Doch dies war Feuer wurde erst bemerkt, als die Flammen bereits durch das Dach Anstalt für Beamte und Arbeiter vorhanden ist. Vom Schlacht- und Vichhof. Der Ausschuß zur Vorberatung Bilomowski gestorben und Levy, der bekannte Berliner Justizrat, Kommentar leider nicht in neuer Auflagerte, daß diefer der Schlacht- und Viehhofs Erweiterungs- Vorlage hielt gestern an vor noch gar nicht langer Zeit ermordet worden sei, da gab die Ort und Stelle nach Besichtigung der in Betracht kommenden Terrains Gesellschaft durch ein starkes, anhaltendes Trampeln ihrem eine Sigung. ab. Die Vorzüge und Nachteile des Geländes, das der Beifall darüber Ausdruck, daß der Mann mit dem jüdischen Namen Mitteldeutschen Creditbank, Graf Stolberg und Hrn. v.Goßler gehört, vor ein solches Ende gefunden." dem Graf Hendel v. Donnersmarckschen Gelände wurden im allgemeinen Die geftrige Sonnenfinfternis ward, obwohl Regen und erörtert. Die specielle Prüfung ist den nächsten Sizungen vorbehalten. Das eine Gelände wie das andre würden für die unmittelbar mit 28olten eine Beobachtung unmöglich machten, in ihren Wirkungen Erwerbung einer größeren Fläche verfolgten Absicht brauchbar sein, bezüglich der Lichtverteilung in der Atmosphäre schon lange vor für die Markthallen Verwaltung, für den Antrieb und für den Schlacht: Sonnenaufgang fichtbar. Wie Direktor Archenhold in seinem Vores gelungen, die Herren Alphonse Mustel und Joseph Bizet aus hof für Decennien ausreichende Räume zu schaffen. Bei Erwerbung trage auf der Treptower Sternwarte ausführte, tam die astronomische Paris, die Erfinder des Kunst- Harmonius, für ein am 14. November des Hendel v. Donnersmarschen Terrains würden etwa 150 Morgen bare Dämmerung trat in ihren ersten Stadien viel später ein, und dieses Jahres, abends 8 Uhr, in Kellers großem Festsaal, Koppenfür andre. Zwecke( Hoſpitäler, Entbindungsanstalten 2c.) verfügbar somit begann auch der Tag viel später. Die Dunkelheit, die über Straße 29, stattfindendes Harmonium- Konzert zu gewinnen, zu den werden. Eine Beschlußfaffung erfolgte gestern nicht. Es soll nach Berlin um sieben Uhr noch herrschte, war nicht nur dem Regen und auch die Konzertsängerin Fräul. Rest Stein ihre geft. Mitwirkung Anhörung einer Reihe Sachverständiger am nächsten Montag die Be- der Bewölkung zuzuschreiben, denn es betrug ja die größte Phase gütigst zugesagt hat. Die Herren Muſtel und Bizet werden unter ratung fortgefegt werden. der Verfinsterung für Berlin fast 6/10 des Sonnendurchschnitts. Trog- andrem auch eigne Stompofitionen zu Gehör bringen. Taufstein Nr. 3503. Bur Beit, als die Macht der Kirche dem war die Verfinsterung für Berlin nur eine partielle. Ringförmig Programme zum Preise von 30 Pf. find in den Billetstellen der noch im Bolle wurzelte, wandte sich auch die Stun st mit Inbrunst war sie nur auf der Strecke von Sizilien Aegypten bis Hinterindien reireligiösen Gemeinde sowie am Eingang zum Saal der Ausschmückung der Gotteshäuser zu. Wohl alle mittelalterlichen zu sehen. zu haben. Während der Vorträge bleiben die Saalthüren geschlossen. Kirchen bergen Altäre, Bilder und Meßgeräte, an denen das können Der Turnverein Fichte, dessen Wirken in Arbeiterkreisen Ein Selbstmord im Strafgefängnis Plöhenfee hat sich rühmlich bekannt ist, begnügt sich nicht mit der körperlichen Ausbraver Meister fich erschöpft hat und die von deren Streben zeugen, gestern früh ereignet. Der 17jährige jugendliche Strafgefangene bildung feiner zahlreichen Mitglieder, sondern sucht ihnen auch geistige in der Ausschmückung der erhabenen Stultstätte etwas Besonderes zu thun. So ward denn jede Kirche, jede Stapelle nicht allein im fängnisstrafe zu verbüßen hatte, hat sich in seinem Schlafraume Genüsse edelſter Art zu bieten. Diese Aufgabe löfte der Verein vorzu thun. So ward denn jede Kirche, jede Stapelle nicht allein im Schiffler, der wegen Sittlichkeitsvergehens eine mehrjährige Ge- bildung feiner zahlreichen Mitglieder, sondern sucht ihnen auch geistige Gemäuer, sondern auch in ihrer inneren Einrichtung zur Wohnstätte trefflich durch ein Künstlerkonzert, das er zu Wohlthätigkeitserhängt. innig und in aller Ursprünglichkeit mit dem Ort, wo sie zwecken am letzten Sonnabend in der Brauerei Friedrichshain ver erbaut war, verwebten Kunst, und darum ist auch heute noch eine Ein Raubanfall auf der Leipzigerstraße. Mitten in der anstaltet hatte. Es handelte sich um ein Konzertprogramm, das mit jede dieser ehrwürdigen Stätten für sich eine Sehenswürdigkeit. Stadt wurde in der Nacht zu gestern der 40 Jahre alte Weber gutem Geschmack zusammengestellt war und in allen Stücken vorDas ist anders geworden. Namentlich seitdem jene Methode Johann Balsam, der um 12 Uhr mit dem Zuge aus Frant- trefflich ausgeführt wurde. Das Berliner Tonkünstler- Orchester aufgekommen ist, die von der unabhängigen bürgerlichen Preffe fura furt a. M. hier antam, überfallen und beraubt. Ueber den unter Leitung des Kapellmeisters v. Blon zeichnete sich besonders und bündig als Kirchenbausport bezeichnet wird, seitdem die faum für glaubhaft zu haltenden Vorfall werden folgende Mit- aus im Spiel der Ouvertüre zu Wagners fliegendem Holländer" Bantiers Cohn und Warschauer in ihrer Ordenslüsternheit gemalte teilungen gemacht: Obgleich es ziemlich start regnete, ging Balsam und in einer finfonischen Dichtung bon Franz Liszt; Fenster für christliche Gotteshäuser stiften, für Kultstätten, die von zu Fuß vom Bahnhof fort, um das Hotel Zum grünen Baum" die Solisten, von denen Herr Wittenberg( Violine) und denen wiederum, für die sie gebaut worden sind, zumeist nicht in Krausenstraße aufzusuchen. Die Straßen waren Frau Klara Wessel( Harfe) erwähnt seien, leistete Tüchtiges beim frequentiert werden. Seit dieser Zeit, da die Kirchen in wunderlicher menschenleer. An der Ecke Ecke der Leipziger und Wilhelm Vortrag der Glintaschen Romanze" Der Zweifel". Weiter wirkten Menge in die Luft ragen, fehlt auch den Bauten schon äußerlich jede straße stieß Balsam auf einen jungen Menschen, der der Schäfersche Männerchor der Elfer und die Konzertfängerin Frl. Originalität. Sie sind eine wie die andre im gothischen Stil her- ihn anbettelte, δα er feine Arbeit und teine Schlaf- Gronwald mit; wie an sich gute Gesangsvorträge bei einem Arbeitergestellt und im Aeußeren taum beffer von einender unterschieden wie stelle habe. Der mitleidige Mann wollte dem Bettler 30 Bf. für publifum immer der Anerkennung sicher find, so ernteten auch in unsre Mietstafernen. So kann es denn nicht wundernehmen, daß eine Schlafstelle geben und trat unter eine Laterne, um die Münzen diesem Falle die Leistungen wohlverdienten Beifall. Erst zu ziemlich auch die Ausstattung des Inneren der Stirchen bereits zu einem be- unterscheiden zu können. Sobald er aber das Portemonnaie aus später Stunde war das Konzert zu Ende. Es braucht wohl kaum Dämmerung fast ganz in Fortfall. Die für den Laien wahrnehm " Eintritts gefagt werden, daß die Veranstaltung den großen Festsaal der praktischer Wichtigteit ist. Wir haben bereits fürzlich über Brauerei bis auf den legten Blaß füllte. 9 Aus den Nachbarorten. gegen " Martipreise von Berlin am 9. November 1901 nach Ermittlungen, des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Cir. Kartoffeln, nene, D- Ctr. Rindfleisch), Neule 1 kg miltel do. Batth Schweinefleisch Kalbfleisch Sammelſelſch Butter gering " 9 mittel " " * Berfle, gut " gering mittel " 14,40 13,70 13,60 13,00 Gier gering 12,90 12,30 Starpfen 7, 4 1,70 1,20 1,40 " 1,60 30 " 1,80 1,60 1, 2,80 2, 60 Sina 1 kg 5 40 2,40 2,20 1,20 16,20 15,60 Aale 2,50 1,20 mittel gering 15,50 15, Bander 2.50 1,20 14.90 14,40 Hechte 2,00 1, " rob 7,32 7, Barsche 8,90 6,30 Schleie 40, 25, 50, 25, Bleie Krebse 1.80 0,80 280 1,40 0,60 1.20 per Shot 16,- 3, 60, 30, * afer, gut en Grbsen Speisebohnen. einen Prozeß berichtet, der gegen den Ziegelei- Arbeiter islang Theater. Im Bellealliance Theater wird jetzt der zu Herzfelbe geführt worden war, weil er bei einem Tanzvergnügen welgen, gut bekannte Schönthansche Schwant" Der Raub der Sabinerinnen" in des Vereins der Biegelei- Arbeiter von Helzfelde dem Amtsvorsteher recht hübscher Besetzung gegeben. Herr Emil Richard spielte den den Zutritt verweigert hatte. Wislang wurde damals frei- Roggen, gut Schniterendirektor Striese sehr drollig; ein gutes Ensemble unter gefprochen, weil das Recht der Polizei, Abgeordnete" in Ver stügte den Stünstler.- Im Schiller Theater ist heute die erste fammlungen zu schicken, sich nur auf solche Bersammlungen be Aufführung der Novität, ysanders Mädchen", historisches Luft spiel in 1 Akt von J. V. Widmann, und„ Die Komödie der Frrungen" steht, in denen öffentliche Angelegenheiten beraten werden sollen. Diesmal handelte es sich um die Fortsetzung derselben polizeibon Shakespeare. In dem einaftigen Lustspiel sind die Hauptrollen folgendermaßen besetzt: Lysander: Mag Bategg; Leutippe: Frida lichen Aktion. Nachdem nämlich der Amtsvorsteher selbst durch Brock; Leontis: Marie Mallinger; Melitta: Marianne Wulf: Wislang verhindert worden war, zum Tanzvergnügen zu kommen, Philostratas: Georg Paeschke. In der darauf folgenden Shake- fchickte er den Gendarmen Ebelt hin. Dieser forderte die an speareschen Komödie spielen die Hauptrollen die Damen Gertrud wesenden Frauen und Mädchen auf, sich zu entfernen, Arnold, Elisabeth Scholtz, Else Wafa, Carla Erust, und die Herren und als das nicht geschah, erklärte er das Vergnügen für aufSchmasow, Max Kirschner, Rudolf Lettinger, Georg Paeschke, Gustav gelöst und forderte die Entfernung sämtlicher Anwesenden. Auf Linsen Rickelt, Albert Steinrüd. Wislangs Veranlassung wurde weitergetanzt. Deshalb wurde frei Wagen und ab Bahn. eine Wislang zweite Anklage erhoben, die sich Produktenmarkt vom 11. November. Der hiesige Getreidemartt zugleich gegen fieben andre Mitglieder des Vereins eröffnete in unentschiedener Haltung und neigte schließlich zur Abschwächung. Schöneberg. Bei den gestern stattgefundenen Stadtverordneten richtete, die sich nicht entfernt hatten. In der ersten Instanz Als Hauptgrund hierfür wurde das milde regnerische Wetter genannt, das wahlen haben unsre Genossen einen glänzenden Erfolg erzielt. Wir wurden die Angeklagten auch vom Amtsgericht Kaltberge- Schiffahrtsschluß in die gerne rückt. Effektive Ware war reichlich angeboten, wahlen haben unsre Genossen einen glänzenden Erfolg erzielt. Wir die Stromschiffahrt hebt, die Frachtsäze verbilligt und die Aussichten auf haben 4 Mandate erobert inkl. eines Doppelmandats und kommenüdersdorf zu Geldstrafen verurteilt. In der Berufungsinstanz besonders füdrussischer Roggen zu reniablen Preisen. Außerdem sind ausin einem Bezirk in die Stichwahl. Dieser Erfolg ist erzielt worden, vor dem Landgericht II hob der Verteidiger Rechtsanwalt Wolfweislich der Kanalliste bedeutende schwimmende Getreidemengen nach hier trotzdem der Antrag, die Wahlzeit über 7 Uhr zu verlängern, abgang eine hervor, daß auch in diesem Falle Freisprechung erfolgen mebl blieb fast ohne Umfag, im Preise nominell wie vorgestern. Fuffer gelehnt wurde. müsse. Das Vereinsgesetz bestimme zwar, daß sich nach Auflösung artifel waren im Locohandel trotz geringer Umfäße unverändert feft. Die Es erhielten im: einer Versammlung durch den anwesenden Abgeordneten der Obrigkeit Knappheit an Mais und die teueren Preise dieses Artikels wirften ftimulierend 1. Kommunalwahlbezirt. Stadtverordneter 2ulah jeder unverzüglich entfernen müsse, widrigenfalls er sich strafbar auf den Hafermarkt. Im Lieferungshandel war beides eher etwas schwächer. ( Eigent.): 190, Eichhorn( Mieter): 70, Bildhauer Gotheiner mache. Wie aber aus dem vom Gesez gewählten Ausdruck„ Ab- Rüböl war geſchäftslos. ( Mieter): 201, Baumann( Eigentümer): 67, Soc. Woller- geordneter" und der Beifügung einiger Paragraphenzahlen hervor 33,20 Mart. mann( Mieter): 159, Soc. Ob st( Eigentümer): 164. gehe, denke das Gesez dabei nur an solche Fälle, in denen nach§ 4 des Vereinsgefeges die Polizei überhaupt das Recht habe, einen I Abgeordneten zu schicken, d. h. an Versammlungen, in denen öffentliche Angelegenheiten beraten werden sollten. In allen übrigen Fällen habe die Polizei eine solche Auflösungs befugnis auf Grund des Vereinsgefeges nicht, und sei jedenfalls der bloße Ungehorsam gegen den polizeilichen Befehl teine stra f bare Handlung. Der Verteidiger folgerte übrigens aus dieser Ausdrudsweise, die sich auch in§ 8 des Vereinsgesetzes findet, noch weiter, daß Frauen überhaupt das Recht hätten, an den unpolitischen Busammenkünften der politischen Vereine teilzunehmen, und widerlegte die entgegengefegte Auffaffung des Ober- Verwaltungsgerichts unter Hinweis auf die vom Reichsgericht in der Sache gegen Auer und Genoffen angeführte Begründung. Das Gericht trat diesen Ausführungen bei und sprach die Angeklagten frei. Somit Stich wahl zwischen Lulay, Gotheiner( Verein. Bürgerpartei) und Wollermann, Obst( Soc.). 2. Kommunal- Wahlbezirk. Ober- Postassistent Richard Schneider( Eigentümer) 235, Soc. Obst( Eigentümer) 216 Stimmen. Somit gewählt Schneider( Eigentümer). 4. Kommunal- Wahlbezirk. Bezirksvorsteher Pe to w 55, Steinfegmeister Schlink( Eigent.) 182, Soc. Obst( Eigent.) 383. Somit gewählt Obst( Eigent.) Soc. 5. Kommunalwahlbezirk: Stadtv. Trengebrodt ( Eigentümer) 156, Soc. R. Küter( Mieter) 317, Bautechniker Nitschke( Mieter) 112 Stimmen. Gewählt R. Küter( Soc.). 6. Kommunal- Wahlbezirk. Schriftgießer Müram ( Mieter) 79, Soc. W. Bäumler( Mieter) 325, Sch verdt ( Mieter) 80. Gewählt Bäumler( Soc.). 9. Kommunal- Wahlbezirk. Gewählt Dr. Richter und Obst( Soc.) Geheimsekretär Karl 10. Kommunal- ahlbezirt. Redacteur Dr. Mauzenbrecher( Mieter): 284. Soc. Däumig( Mieter): 115. Gewählt: Dr. Maurenbrecher( Mieter). Die Stichwahlen für die Charlottenburger Stadtverord neten- Wahlen der dritten Abteilung sind für Dienstag, 26. No vember, angefeßt. Ein Bild vom Arbeitsmarkt. Beachtenswert für Schantvirte ist eine Verhandlung, die gestern vor der achten Straffammer Kart des Landgerichts I stattfand. Der Lokal Anzeiger" sowie die Presch( Eigent.) 263. Stadtv. Dr. Richter( Mieter) 277. Socialist ein Blatt unentgeltlich heraus, welches nur den sogenannten ArbeitsBerliner Morgenpost" geben an jedem Nachmittage in ihren Filialen G. Hoffmann( Mieter) 256. Soc. Ob ft( Eigent.) 271. Hand- markt" enthält. Die Arbeitsuchenden warten vor den Filialen zu werker Ney( Verein. Handwerker) 19. Hunderten um möglichst schnell in den Besitz des Blattes zu kommen und sich als erste um die freien Stellen betverben zu können. Diese Umstände machen sich viele in der Nähe der Filialen wohnenden Schantwirte zu muze. Dies hatte auch der Schankwirt Staab gethan, der dieferhalb zur Verantwortung gezogen wurde. Staab eilte mittels feines Zweirades nach der Centrale der genannten Zeitungen und ließ sich sofort nach Erscheinen des Arbeitsmarktes" eine Anzahl Exemplare geben. Ebenso schnell eilte er dann nach Hause und war dadurch in der Lage, den Stellensuchenden, welche Mit dem verstorbenen Amtsvorsteher v. Oppen beschäftigte in seinem Lokale warteten, das Blatt einige Minuten früher zu sich die Gemeindevertretung von Adlershof in ihrer letzten geben, als die in der Nachbarschaft gelegene Filiale. Es sollen bei Sigung. Unfre Parteigenossen gedachten dort eines dem Amts- dem Angeklagten während der Nachmittagsstunde von 3 bis 4 Uhr vorsteher gewidmeten Nachrufes, der, die Gemeindevertretung" unter- bisweilen gegen 200 Perfonen ein und ausgegangen sein. Allerdings zeichnet, in der Adlershofer Zeitung" abgedruckt ist und die unbe- gab der Angeklagte das Blatt gratis ab, es mußte aber jeder mindestens kannten Verdienste des Verstorbenen hervorhebt. Das Einverständnis für 5 Pf. verzehren. Die Anflagebehörde erblickte in dieser Art des Gefoäftsbetriebes i begeerteilung d schriften, das Schöffengericht hatte aber auf Freisprechung erkannt, da es die Verteilung nicht für eine gewerbsmäßige erachtete. Diefer Auffaffung trat der Staatsanwalt vor der Berufungsinstanz entgegen. Der Angeklagte babe selbst hervorgehoben, daß alle feine in der Nachbarschaft wohnenden Kollegen in der selben Weise verführen wie er und daß es nötig sei, wenn Ein schenkliches Roheitsverbrechen wird uns wieder aus er sich nicht von der Stonkurrenz überflügeln lassen wolle. Er be Schöneberg gemeldet. Anläßlich eines Streites am gestrigen Daditrch sei die Gewerbsmäßigkeit zweifellos erwiesen. Abend in der neunten Stunde zivischen dem Arbeiter Drews, wohn- antrage gegen den Angeklagten 10 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof haft in der Mühlenstraße, mit dem Bretterträger Feliz Gühmann, erkannte mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte feineswegs aus welcher ebenfalls in der Mühlenstraße wohnt, ergriff der letztere Menschenfreundlichkeit, vielmehr aus Eigennuzz gehandelt und die sein Taschenmesser und stach es seinem Gegner, dem obengenannten armen Arbeitslosen zu einer, wenn auch geringen Geldausgabe ver Drews, mit großer Behemenz in den Hals, so daß der Getroffene leitet habe, auf eine Geldstrafe von 20 M. sofort bewußtlos zusammenbrach. Mittels Krankenwagens brachte man den Schwerverlegten, der einen großen Blutverlust davontrug, nach der nächsten Unfallstation. Drews ist verheiratet und Vater mehrerer Kinder. mit bieſem Nachruf mußte ſelbſtverſtaublich univerſeits abgefe but werden. Der Wert und die Sachkenntnis des Verstorbenen ist und wird in Zukunft besonders der Adlershofer Gemeinde noch recht klar vor Augen treten; vielleicht wird es dann auch einmal den Freunden des Verstorbenen möglich, seine Verdienste, wie sie sind und nicht wie sie der Nachruf bringt, zu erfassen und gebührend zu würdigen. Gerichts- Beitung. Polizeiliche Befugnisse bei Tanzvergnügungen waren Gegenstand einer Entscheidung, die das Landgericht II am 5. November gefällt hat und die für Vereine von großer Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben unvergeßlichen Mannes Max Hesius fage ich allen lieben Bekannten und Ver Orts Krankenkasse der Weber und verwandter Gewerbe. Die Herren Delegierten, Arbeits Eingegangene Druckschriften. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dies' Berlag) ist foeben das 6. Heft des 20. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Historisches zur Berelendungstheorte. Beiträge zur Geschichte der Volts: schule. Von Heinrich Schulz.( Fortsetzung.) Das Ueberbrettl. Von H. Ströbel. Ein Vorstoß des Bünftlertums. Von Dr. Friz Winter. Neue Untersuchungen über die Wohnungsfrage. Bon Paul Hirsch. Literarische Rundschau: Arbeiter- Notiz- Kalender; Notizkalender für Metallarbeiter: Notizkalender für Berg- und Hüttenarbeiter; Maler- Kalender, für das Jahr 1902. Wirtschaftliche Umschau. Von H. Cunow. Orts- Krankenkasse vormittags 10% Uhr: Mehl A Spiritus war unverändert; gehandelt wurden 30 000 Liter mit nou tig Briefkasten der Redaktion.g Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners. tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. additur 101. Wenden Sie sich an den Vorsitzenden der Armendirektion, Stadts rat Dr. Münsterberg, der Dienstags, Mittwochs und Sonnabends von 12-1 Uhr in seinem Bureau, Am Mühlendamm 1, I, 8immer 28, zu sprechen ist. Schivabe." Als Kaiser nichts, als König 153 Millionen. Barth 300. 1. Ja. 2. Falls das Statut so eingerichtet wird, daß ein flagbares Recht auf Unterstützung den Mitgliedern nicht zusteht, ist der Verein weder melde noch genehmigungspflichtig. 3. Former und Seeein Vorstandsmitglied Ihres Wahlvereins. mann. Keil 65. Wenden Sie sich an den Borsitzenden oder O. 1000. Nein. . 52. Eine eingelegte Berufung können Sie jederzeit zurücknehmen. Ist die Berufung aussichtslos, so ersparen Sie durch die Zurücknahme Kosten. Die Mitteilung Ju der Beleidigungsfache usw. ziehe ich die von mir ein gelegte Berufung zurück" geht an das Amtsgericht. 38 Meier. Bur Bahlung sind Sie verpflichtet. Nichtzahlung macht nicht strafbar, giebt aber Anlaß zu einem Prozeß, der für Sie ungünstig ausfallen muß. 500 000 Wanzen. Ein Grund zur Lösung des Vertrages scheint Richters legter Justanz ab, daß zur Anſtedung einer Klage auf Aufhebung nicht vorzuliegen. Die Frage, ob die Ungezieferplage so stark ist, daß sie die Wohnung unbrauchbar machen, hängt so sehr von der Empfindung des des Vertrages nicht zu raten ist. Wohl aber können Sie den Wirt zur Abstellung der verschiedenen Plagen auffordern, ihm androhen, daß Sie die Beseitigung der Mängel auf seine Kosten vornehmen, wenn er fie nicht in einer bestimmten Frist eintreten läßt, und können dann Ihre Drohung ausF. H. Nur mit Ihrer Einwilligung. führen und die Koften einklagen. P. N. 100. Ausweislich des Abreßkalenders: Spandauerbrücke 8, Rathenowerstr. 1, Königgrägerstr. 109. J. S. Gegen diese Verwendung tann niemand Einspruch erheben. Schuster. Eine bei dem Amts gericht zu erhebende klage hätte Aussicht auf Erfolg. M. 102. Nein. M. Nieger 100. Auf diese Indicten hin kann ein Ehescheidungsprozeß eingeleitet werden. Ein Sühneversuch( beim Amtsgericht) muß der Frau Paten. Sie find zur Zahlung Frau dessen Bezirk der Die Ehemann wohnt. Ghefcheidungsflage vorausgehen. Genoffe K. Jena. Das Amtsgericht ist zu verpflichtet. in ständig, foll fich schleunigst an dasselbe wenden. Pankow, Stammtisch. Ja. . B. E. 150. 1. Ja, es liegen uns solche aber nicht vor. 2. Es fönnten Gäste eingeführt werden. 3. Ein Eintrittsgeld nicht, ein Tanzgeld B. M. Nein. ja. 4. Nein, es sei denn eine der Steuer unterliegende. Bertha 11. Der Privatbeleidigungstlage muß ein Sühnetermin bei dem Schiedsmann des Bezirks, in den der Beleidigende wohnt, voranziehen, G. G. Wenn beide Barteien in derselben Gemeinde wohnen, sonst nicht. 1000. Die Aushilfe muß der Wirt aus eignen Mitteln bezahlen. Manteuffelstraße. Geschwisterkinder oder Geschwisterenkel, Kousin und soufine, Oheim und Nichte, Neffe und Tante tönnen einander heiraten, wenn fie fich mögen. Das Gefes verbietet es nicht. Wohl aber ist die Che zwischen Geschwistern und Halbgeschwistern, nicht aber zwischen zusammens gebrachten Kindern( Kinder, welche beide Eltern in die Ehe mitgebracht haben) verboten. Witterungsübersicht vom 11. November 1901, morgens 8 1hr. Stationen Wetter Stationen Better Temp. n. T. 2wolfent- 14 1 bedeckt 9 Haparanda 748 8 Petersburg 744 7 Cort 5 759 WSW 2 bedeckt 12 SAberdeen 5 volfig 4 Baris 765 SS 2 bedeckt 6 762 23 2 Regen 7 Swinembe 749 WSW 4 Regen 751 WSW 5 Regen Hamburg Berlin 753 WSW 3 Regen 4 bedeckt Grants./M. 761 SW 764 W Wien Winchen Wetter Prognose für Dienstag, den 12. November 1901. Ein wenig fühler, zeitweise aufflarend, aber sehr veränderlich mit Regene fällen und ziemlich frischen westlichen Winden. Freunden und Bekannten bringe| Konsum- Genossenschaft von Adlershof und Umgegend mein Lokal für in empfehende der Kupferschmiede. Herrenpartien Aktiven. Mittwoch, den 20. November, am Bußtage Grinnerung. G. Erbe, Wilhelmsruh b. Spandan. wandten, insbesondere den Kollegen geber und Mitglieder, werben hier Generalversammlung und Kolleginnen der Firmen A. Dittmar durch zu einer und S. Stöckel sowie dem Deutschen Buchbinder: Verband meinen herzinnigen Dank. Die tieftrauernde Witwe Clara Hesins und Tochter. Danksagung. Ordentlichen 1820b General- Versammlung auf Dienstag, den 19. Novbr., abends 812 Uhr, in Wolffs Sälen" Fruchtstraße 36a, eingeladen. Tagesordnung: a) Jn getrennter Versammlung: Ergänzungswahl des Vorstandes von den Arbeitgebern nach §§ 37 und 38 des Statuts für 1902-1903; Allen Freunden, Kollegen und dem Quartettperein Wedding" sage ich für die rege Beteiligung beim Begräbnis meines lieben Mannes, des Schuhmachers Eduard Götzke meinen b) besten Dant. Witwe Th. Götzke. Ordentliche 1821b General- Versammlung der Orts- Krankenkasse der Dachdecker Berlins am Freitag, den 15. November cr., abends 8 Uhr, im Lokale des Hrn. Feind, Weinstr. 11. Tagesordnung: 1. Wahl eines Vorstandsmitgliedes der Arbeitgeber. 2. Wahl zweier Bor: standsmitglieder der Arbeitnehmer zum Vorstande. 3. Wahl des Rech: nungs- Prüfungsausschusses für das Jahr 1901. 4. Abänderung des§ 27 des Statuts. 5. Verschiedenes. Die Wahl findet in getrennter Weise statt. Die zugesandte Karte legitimiert. Um recht zahlreichen Besuch der Delegierten der Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer ersucht 18195 Georg Krebs, 1. Bors, Bergstr. 28. In getrennter Bersammlung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes von den Mitgliedern nach§§ 37 1. 38 des Statuts für 1902-1903; 2. Ergänzungswahl des Vorstandes von den Mitgliedern nach§ 39 des Statuts für 1902; c) In gemeinschaftlicher Versammlung: 1. Wahl von drei Revisoren zur Borprüfung der Jahresrechnung pro 1901. 2. Verschiedenes. Berlin, den 12. November 1901. Der Vorstand. E. Last, R. Hildebrandt, stellv. Borsitzender. Schriftführer. Sonntag, den 24. November, vormittags. 11 Uhr, in demselben Lokal( großer Saal): Aufstellung von 126 Randidaten der Mitglieder zur Delegiertenwahl für das Jahr 1902. Nur Mitglieder über 21 Jahre sind eingeladen. 18245 Mitgliedsbuch legitimiert Der Vorstand. im Rosenthaler Hof, Tagesordnung fiehe übersandte Ein275/11 labung des Vorstandes. Rosenthaler Straße Nr. 11/12. Gardinenhaus Bernhard Schwark Wallstr. 29( Flur Eing.) Honig! 18: 0 Bruch- Pollmann empfiehlt fein Bager in BruchbanGeradehaltern, dagen, Leibbinden, Spritzen, Suspensors, ſowie sämtl. Bid Artikel zur Krankenpflege. Eigene Werkstatt. Lieferant f.Orts: u. Hilfs- Krautentassen [ 22420* Berlin C., Unverfälsch. deutschen 30. Tinien- Straße 30. Bienenhonig, beste 989,06 Geschäftsanteil- Conto 4364,91 Reservefonds. Darlehen Kaffenbestand Warenbestand Ausstehende Forderungen aus dem Verkauf der Breßkohlen. Inventar nach Abzug von 10 Prozent auf 5 Monate 1853,21 Anteil bei der Großein.aufs Genossenschaft. 534,75 Lieferanten- Conto Kautions Conto. Reingewinn • ( eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Bilanz. Passiven. 2545,25 65,40 650, 3473,96 300, 957,32 Summa 7991,93 47,850. n 9,09 250, Summa 7991,93 Verteilung des Reingewinns: 5 Broz. des Reingewinns soll der Reservefonds erhalten. 42 Broz. Dividende auf 19 984,53 M. abgelieferte Einkaufsmarken 899,38 Der Fonds für frant u. invalide gewordenes Personal soll erhalten Gewinn- Vortrag für 1901/1902 Mitglieder Beft. am 19. Februar 1901 76 Mitg. 4 116 " 192 Mitg. 6 . " Qualit. verf. 9Bfb. Buchen- u. Eichenholzingetreten. netto zu 6,50 M., 5 Pfd. 4 M. fr. Nachn. Garant. Rüdn. 27292* E, Reil, Nordloh, Bahnhof Auguftfehn Oldb. Bewegung. Summa 957,32 m. Das Mitglieder: Guthaben betrug am 31. Auguft 1901 2545,25 M. Die Haftsumme der Mitglieder bes trug am 31. August 1901 3720 m. ist als Ofenfeuerung beffer wie Kohlen. Freiwillig ausgetreten. Bu den billigsten Preisen liefert das Bleibt Best. am 31.Aug. 1901 186 Mitg. felbe ofenrecht zerkleinert[ 24080* Die Auszahlung der Dividende findet vom Montag, den 2. De W. Jonentz, Bärwaldstr. 64. zember bis Freitag, den 13. Dezember 1901, abends von 7 bis Bühne 2 M. 1. en 1,50 we forgosabb, in ber Geschäftsstelle der Genossenschaft, Hadenbergstr. 29, Eingang ziehen M. Plomben M. Teilzahl. wöchentl. vom Flur, statt. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7. Künstl. Zähne ohne Entfernung der Wurzel Schmerzloses Zahnziehen. Plomben sowie sämtliche Zahnoperationen schmerzlos. Teilzahlung per Woche 1 Mk. Meine 15jährige Thätigkeit im Beruf bürgt für exakte und 23482* gewissenhafte Ausführung. Zum Zweck der Eintragung ist bei der Auszahlung das Mitgliedsbuch mitzubringen. Adlershof, den 14. Oftober 1901. Paul Baumann. August Segeler. Der Vorstand. Wilhelm Kohl. Der Aufsichtsrat. Emil Bollmann. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Franz Steffens, Rosenthalerstr. 61, Ecke Steinstrasse. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Hermann Hildebrandt. Richard Kaut. O Herren- Anzüge. Paletots eleg. Ausführung bei nur gering. Teilz. parterre. 26562* J. Kurzberg, anbergerſte. 13, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Dienstag, 12. November. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Anfang 7/2 Uhr. Schauspielhaus. Der Der Revisor. Unfang 7 Uhr. An und Urania. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer 5% in Brot 50 Bf. Berlins und Umgegend. Backware Tauben- Strasse 48/49. Mittwody, den 13. November, abends 8 Uhr, in den Boruffia- Sälen, Albrechts Bäckereien: Im Theater um 8 Uhr: Im Hörsaal: Elektrisches Licht". Ueber den Wolken Invalidenstr. 57/62. Neues Opern Theater( ron). Tägl. Sternwarte. Mamsel Angot. Anfang 72 Uhr. Schiller. Lysanders Mädchen. Die Komödie der Jrrungen Anfang 8 Uhr. Dentiches. Die Wildente. Anfang 72 11hr. Berliner. Die rote Robe. Anfang 712 Uhr. Lessing. Die Fee Caprice. Anfang 7½ 11hr. Residenz. Sein Doppelgänger. Im Coupé. Anfang 7/2 11hr. Neues. Das Ewig- Weibliche. Anfang 7 Uhr. Westen. Figaros Hochzeit. Anfang 72 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Lilien Anfang crons Buntes Brettl. 8 Uhr. Central. Der Seetadett. Anfang 712 Uhr. Thalia. Ein tolles Geschäft. Anfang 7 Uhr. Ackerstraße 6-7: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 6 Stück für 10 Pf. Wraugelstraße 9, Krautstraße 19, Falkensteinstr. 28, Laufigerstr. 2. Geld! Wer Darlehen oder Hypothek sucht, ver:" lange Prospett von 1. Bortrag des Genoffen Dr. Wollheim über:" Staatshilfe und Selbsthilfe." 2. Diskussion. 3. An H. Bittner u. Co., trag der Bahlstelle Pankow. 4. Verschiedenes. Kollegen! versäume niemand diese wichtige Versammlung. 130/10 Der Vorstand. Hannover B. Castans Panopticum. Deutscher Buchbinder- Verband. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Friedrichstr. 165. Horwarths wunderbare 6 Liliputaner mit ihren kleinsten Pferden der Welt und Pracht- Equipage! Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Auf allgemeines Verlangen: Luisen. Wilhelm Tell. Anfang Berliner Rangen. 8 Uhr. Carl Weist, Berliner Nangen. An: fang 72 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Offenbach- Cyflus. Perichole, die Straßenfängerin. Anf. 7 Uhr. Belle Alliance. Onkel Bräfig. An fang 8 Uhr. Cofino Theater. Berlin WBerlin N. Specialitäten. An fang 7 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Schön war's doch. 72 Uhr. G. Albert. Musik von Rob. Leonard. Große Gesangspoffe in 7 Bildern von Mittwoch: Berliner Kangen. Donners tag: Der Märchenbrunnen Freitag: Bolts- Borstellung: Das Schloß am Meer. Sonnabend: Kindervorstellung. Der Rattenfänger von Hameln. Casino- Theater. Lothringerstr. 37. fans 10 Uhr Berlin N.Apollo. Specialitäten Borstellung. König Aqua. Anfang 72 hr. Passage Theater. Specialitäten: Vorstellung. Anfang nachmittags 3 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten- Borstelling. Zahlstelle Berlin. Morgen, Mittwoch, den 13. November 1901, abends 8 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15( Saal I): Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Zahlstelle Berlin. Vertrauensmänner- Versammlungen Mittwoch, 13. November, abends 8 Uhr: 1. Vortrag des Herrn Dr. Rudolf Steiner über:„ Goethe und die Often und Nordoften: bei Mann, Strausbergerstr. 3. Gegenwart". 2. Abrechnung vom Schüßenfest. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht gholic 26/17 Die Ortsverwaltung. Versammlung aller bei Junungsmeistern beschäft. Klempnergesellen Berlins Freitag, den 15. November, abends 8 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel fer Nr. 15. Neuwahl von zwei Beisitzern und zwei Beisitzer- Stellvertretern für den 18256* Um zahlreiches Erscheinen ersucht Gefellen- Ausschuß der Klempner- Innung. Der Vorsitzende des Gesellen- Ausschuffes: W. Suppé. Tages Ordnung: 1. Bericht der Werkstattkontrollkommission. 2. Werkstattangelegenheit. 3. Verschiedenes. Der Obmann für den Nordosten ist Sollege Max Welssleder, Breslauerstraße 33, vorn 3 Tr. bei Winter." Südosten: bei C. Behrend, Manteuffelstr. 95. Tages Ordnung: 1. Werkstattangelegenheiten. 2. Berschiedenes. Hierzu find die Kollegen der Werkstätten von inte, Manteuffelstr. 13, Bellenbaum, Waldemarstr. 12, Borchardt, Eisenbahnstraße 13, Arens, Eisenbahnstraße 16, Dinse, Dresdenerstraße 12, Völker, Dresdenerstr. 1, und Richter, Dresdenerstr. 13 ganz besonders eingeladen. in Habels Brauerei, Donnerstag, den 14. November, abends 8 Uhr: Westen und Süd- Westen: Bergmannstr. 5-7. EIDI Versammlung aller in der Orts- Krankenkasse der Schlosser versich. Arbeiter 122/13 in den Arminhallen( großer Saal), Kommandantenstraße 20. Referent: Genoffe Gustav Link. Lubat J. A.: Gustav Lubatsch. Berlin W. 10 Uhr. Socialdemokratisch. Wahlverein Gr. Erfolg Atlas; reiz. Sylvia 2c. Anf. Woch. 8 Uhr. Sonnt. 7 Uhr. Theater Reichshallen. Stettiner Sänger. Schall und Rauch, Anfang 7 Uhr. Palast. Specialitäten- Vorstellung. Großstadtzauber. Anfang 7 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Ueber den Wolken. Juvalidenstraße 57/62. Bedeckungen und Finsternisse. Unter den Linden 44. Dienstag, den 12. November 1901, abends 82 Uhr: Neues Programm! Rixdorf. Mittwoch, den 13. November 1901, abende 8½ 1hr, bei Thomas, Hermannstraße 49: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht der Bertrauensmäumer. 3. Vers. fchiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Moabit: im totale des Herrn Jocksch, Turmstr. 84. Tagesordnung: Bericht der Vertrauensleute und Verschiedenes. Die Werkstatt von Hergesell, Wilhelmshavenerstraße 28, ist be sonders eingeladen. Bezirk Friedrichsberg- Lichtenberg abends 8 1hr, bei Herrn Lutterbüse, Friedrich- Karlstraße 11 Tages Ordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Ver schiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Bezirk Friedrichsfelde. Tages Ordnung: 1. Deutschlands Handelsverträge. Referent: Redacteur Robert Schmidt. Donnerstag, 14. November, abds. 8½ Uhr, im Restaurant Bube. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Diskussion. Ein GeIn Vormundschaftssachen. heimnis. Don Carlos. Die Weber. Das Zahnweh. 4. Bereinsangelegenheiten, Verschiedenes, Fragefaften. 232/18 Der Vorstand. 1. Werkstättenangelegenheit. 2. Berschiedenes. Sierzu find fämtliche Kollegen des Holzarbeiter Verbandes eingelaben von Ost Lichtenberg und Friedrichsfelde, sowie der Werkstätten von Schmidt, Sabotta, Rosigli, Tischler, Zwerner, Specht, Bader, Korbmacher, Rüschmann, Stellmacher. Schiller Theater| Passage- Theater. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Modell- n. Fabriktischler, fowie Modell, ( Wallner Theater). Dienstagabend 8 Uhr: 88um erstenmal: Lysanders Mädchen. Sistorisches Lustspiel in einem Aft sdevon J. V. Widmann. Hierauf: Die Komödie der Irrungen. Lustspiel in 3 Aufzügen v. Shakespeare. Mittwoch abend 8 Uhr: Lysanders Mädchen. Hierauf: Die Komödie der Irrungen. Donnerstagabend 8 Uhr: Hans Huckebein. Anfang Wochentags 5 Uhr, Sonntags 2 Uhr. Ende 11 Uhr. Lotte Sebus der neue Stern der Variétébühne. Auftreten 10 Uhr. ,, Mascagni" Italienisches Opern- Trio. Auftreten 9 Uhr 30 Min. Die 24 Togomädchen mit ihren Kriegstänzen und Gesängen um 10 Uhr 30 Min. 16 erstkl. Nummern! Central- Theater. Palast- Theater Abends 8 Uhr mit prächtiger Aus: stattung zum 11. Male: Der Seekadett. Im zweiten Aft: Lebendes Schachspiel, ausgeführt von 32 Kindern. Dienstag und folgende Tage: Der Seekadett. Thalia- Theater. Ein tolles Geschäft. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Paula Worm in 8 Verwandlungen. Guido Thielscher in 11Verwandlungen. Fritz Helmerding als Wolzogen. Junkermann, Bojé. Anfang 7 Uhr. Apollo- Theater. Mit kolossalem Erfolg!- Abends 9 Uhr: ( früher Feen- Balaft) Burgstr. 22. Direktion: Winkler it. Fröbel. Dienstag, 12. November 1901: Ganz Berlin staunt über das durchweg neue Sternen- Programm. Um 9 Uhr. Novität. Um 9 Uhr. Die allabendlich mit jubelndem Beifall aufgenommene große Ausstattungsburleske Grossstadtzauber Hugo Luftig- Dir. Rich. Winkler. Anfang Puntt 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf von 11-1 Uhr. 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Alle Vertrauensmänner sind verpflichtet, zu erscheinen. Musikinstrumenten- Arbeiter. Mittwoch, den 13. b. M., abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Vorderh. 1 Tr., Zimmer 10. Die Kollegen werden dringend ersucht, darauf zu achten, daß thre Werkstatt bestimmit vertreten ist. Drechsler. Am Mittwoch, den 13. November, abends 81/2 thr: Norden: Brunnenstr. 150 bei Neumann. Often: Koppenstraße 41. bei Matthes, Sanssouci Damen- Konfektion Südosten und Westen: Admiralte. 180 bet Möhring. Kottbuserstr. 4a. Heute Dienstag: Extra- Borstellung von Norddeutsche Sänger Hoffmanns zum Besten einer WeihnachtsBescherang. Anf. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Donnerstag zum erstenmal: Lehmanns Heimkehr. Dienstag, 11. Novbr., abbs. 71% U: Deutsche Konzerthallen. Große Vorstellung. Kassenöffnung 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Broses Elefanten und Brandenburg. Metropol- Theater. Cirkus A. Schumann. Dienstag, den 12. November 1901, abends präc. 72 Uhr: An der Spandauer Brücke 3. 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