Nr. 268. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 wt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft Beitungss Bretslifte für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebüye beträgt für die fechsgespaltene Rotonet geile oder beren Raum 40 Pẞfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Abreffe: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Kohlenimport und Kohlensyndikatswirtschaft. In den letzten Tagen brachten verschiedene Blätter telegraphische Nachrichten aus New York und Philadelphia, denen zuFreitag, den 15. November 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. punkten, sie würden versucht haben, die verminderte Export von 50 auf 60 M., Leinene Taschentücher der zweiten Staffel von fähigkeit der englischen Stohlenindustrie zu benutzen und ihr 140 auf 145 M., Steinnußknöpfe von 30 auf 150 M.(!), Meerdurch Preisherabfegungen ihr bisheriges Absatzgebiet in Deutsch- schaum- Waren( in Verbindung mit Bernstein) von 200 auf 400 m. land abzugraben. Von den gelinden 8ollermäßigungen feien genannt: find. 0 Für Bewohner des Grenzbezirks dürfen während der Wie stark die jetzigen Kohlen- und Coatspreise die Quebrachoholz von 2 auf 1 M.( im bestehenden Vertragstarife Industrie belasten, zeigt ein beliebiges Beispiel aus der frei), Reis, poliert zur Herstellung von Stärke von 6 auf 4 M. folge dort deutsche Firmen größere Kohleneinkäufe vorgenommen Eisenindustrie. Zur Erblasung von einer Tonne Noheisen( wie jetzt), Buchdruck- Schwärze von 10 auf 5 M., für zugerichteten haben. Derartige Meldungen sind schon im Laufe des Oktober gehört bei modernen Hochöfen- Anlagen ungefähr 0,9 bis ungemusterten Baumwollentül zum Bestiden auf Erlaubnisschein von mehrfach aufgetaucht; wie sich aber nachträglich herausstellte, 1 Tonne Coats. Nehmen wir den ersteren niedrigsten Sat 120 auf 80 M.( die amtliche Veröffentlichung giebt den im ersten handelte es sich stets um tendenziöse Uebertreibungen. und legen den Preis, den Hochofencoats in den letzten Entwurf vorgeschlagenen Satz fälschlich auf 250 statt 120 M. an). Allerdings haben vielfach größere Abschlüsse in amerikanischen Monaten an der Düsseldorfer und Essener Börse Herabsetzungen haben ferner erfahren rohe Taschentücher der zweiten Kohlen stattgefunden; aber die Verschiffung nach deutschen gekostet hat, nämlich 22 Mart, zu Grunde, so ergiebt Staffel, Kautschuffäden, rohe Holzschuhe, Albums 2c., Mikroskope, Häfen war gering und bestand zudem aus Anthracit- Nuß- fich für eine Tonne Roheisen Roheisen eine Coatsausgabe Goldwaren, rohe Ketten zur Ketten Schleppschiffahrt, Kupferdruc fohlen, die nicht mit der besseren rheinisch- westfälischen von ungefähr 20 M., während der Arbeitslohn pro Tonne walzen, Metalltuch. Anthracittohle( Nuß Corn II), sondern der englischen in Roheisen noch nicht 1 Mart beträgt. Der Preis für 8ollfrei sollen bleiben u. a.: Blumenzwiebeln, die auch heute Stonkurrenz trat. Bumeist ging die aus den Vereinigten rheinisch- westfälisches und Siegerländer Buddelroheisen stellte sollfrei find( zuerst vorgeschlagener Satz 10 M.), andre Treber als Staaten nach Europa ausgeführte Kohle, begünstigt sich an der Düsseldorfer Börse in der letzten Zeit auf ca. 60 M., Weintreber, Cofosfasern, Schieferstifte. durch die niedrigen Frachtsäge von 9 bis 10 Mart deutsches Gießerei- Eisen Nr. III auf 61 M. pro Tonne. Es Endlich sind einige Erleichterungen für 8uchttiere pro Tonne, nach den Mittelmeer Häfen, wo fie beträgt also die Ausgabe für Coats ungefähr ein Drittel des und im Grenzverkehr von Vieh und Fleisch vorgesehen: gegen die durch den Ausfuhrzoll in ihrer Exportfähigkeit Verkaufspreises; und da auch diese Notierungen künstlich Pferde sollten nach dem ersten Entwurf für ein Stück je nach beeinträchtigte englische Kohle mehr und mehr an Terrain ge- hochgehalten sind, so läßt sich sagen, daß von den Produktions- dem Wert von 30 bis 300 m. verzollt werden. Der definitive winnt. Besonders nach Süd- Frankreich, Spanien, Italien ist fosten des Roheisens über zwei Fünftel auf die Ausgabe für Entwurf fügt folgende Anmerkung hinzu: die Ausfuhr amerikanischer Kohle in stetem Wachsen begriffen. Coats entfallen. Von welchem Einfluß unter diesen Um-„ Nach näherer Bestimmung des Bundesrats dürfen Pferde, Für die lekten beiden Monate, die in dieser Hinsicht ganz ständen die heutigen übermäßigen Kohlen- und Coatspreise welche zu Zuchtzwecken vom Staate oder mit staatlicher Gebesonders in Betracht kommen, liegen statistische Nachweise auf die Gestaltung der Eisenindustrie sind, braucht nicht erst nehmigung eingeführt werden, im Alter bis zu zwei Jahren leider noch nicht vor; aber schon die ersten 8 Monate lassen bewiesen zu werden; schon ein Rückgang der Coatspreise von zum Bollsage von 10 M., im Alter von mehr als zwei Jahren zum Zollfaze von 20 M. für ein Stück abgelassen werden." in jenen Gebieten ein beträchtliches Zurückweichen der nur 10 oder 15 Prozent würde eine wesentliche Vermindeenglischen Kohle vor der amerikanischen Konkurrentin er- rung der Produktionskosten bedeuten, eine Verminderung, von Bullen von Höhenvieh zu Zuchtzwecken zum ermäßigten BollDie durch bundesrätliche Bestimmung zu verfügende Einlassung tennen. So haben z. B. die Kohlenverschiffungen von eng- die den gesamten Arbeitslohn um das Doppelte über- on Bullen von Höhenvieh zu Zuchtzwecken zum ermäßigten Bolllischen nach französischen Häfen von Januar bis September trifft. Allerdings tragen auch die Hochöfen- Besizer die künft- faze von 9 M. für 1 Stück soll nicht mehr, wie im ersten Entwurf, gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres um 352 160 liche Verteuerung der Noheisen- Produktion nicht; das Roh- auf die ersten 6 Jahre der Geltung des Tarifs beschränkt sein; also Tonnen abgenommen, während von den Bereinigten Staaten eisen- Syndikat hält wieder seinerseits die Preise hoch, und auch nur für staatliche oder staatlich genehmigte Buchtzwecke. in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 30 572 Tonnen ebenso der Halbzeugverband. Jene, die schließlich die Kosten ersten sechs Jahre der Geltung dieses Tarifs nach näherer Be mehr nach Frankreich exportiert wurden, als in denselben dieser Syndikatswirtschaft zu zahlen haben, das sind die Stimmung des Bundesrats Zug och sen im Alter von 21/2 bis Monaten des Jahres 1900. Maschinen- und die Kleineisen- Industrie und besonders das 5 Jahren zum Zollsage von 30 M. für 1 Stück eingelaffen werden, Ob jetzt thatsächlich der Versuch gemacht werden soll, auch liebe Publikum, das sogar auch noch die Ausfälle decken muß, sofern sie zum eignen Wirtschaftsbetriebe nachweislich notwendig Deutschland mit amerikanischen Kohlen zu versorgen, wird die die der Export nach auswärts bringt. Diese Ermäßigung für den Grenzverkehr und Selbstgebrauch nächste Zukunft lehren. Bisher stellen sich die Preise hüben Um mit diesen Preistreibereien und ihrer Hauptgrundund drüben noch immer so, daß der Versuch nur wenig Erfolg lage, der famosen Profitpolitik des Kohlen- und Coats- it immer noch höher als der gegenwärtige Vertragstarif für Ochsen überhaupt, der 25,50 M. beträgt. verspricht. Bessere Anthracitkohle kostet in Philadelphia bei syndikats aufzuräumen, wäre eine zunehmende Konkurrenz der Abnahme großer Quanten etwa 19-20 Mart pro Tonne, amerikanischen Kohle in Deutschland noch keineswegs das daß der Bundesrat befugt sein soll, für bestimmte Grenzstrecken Endlich ist in neuen Anmerkungen die Bestimmung vorgesehen, die Fracht nach den Nordseehäfen beträgt, billigst angenommen, schlechteste Mittel; sie würde beffer als aller Appell an Anim Fall eines örtlichen Bedürfnisses die zollfreie Einfuhr einzelner daß der Bundesrat befugt sein soll, für bestimmte Grenzstrecken 7½½- 8 Mark pro Tonne; rechnet man hierzu die Spesen und stand, Patriotismus und sogenannte Arbeitgeberpflichten den im Fall eines örtlichen Bedürfnisses die zollfreie Einfuhr einzelner Stüde von frischem oder einfach zubereitetem Fleisch in Mengen von die Tonne in Hamburg oder Bremen immerhin auf 31 Mart. ernstliche Gefährdung des deutschen Kohlenbergbaues durch den von Reisgries und gewalztem Reis) in Mengen von nicht mehr als einen ganz mäßigen Gewinn des Importeurs, dann kommt profitsüchtigen Herren Naison einpauten. An eine dauernde Stücke von frischem oder einfach zubereitetem Fleisch in Mengen von mehr als 2 Kilogramm, von Müllerei- Erzeugnissen( mit Ausnahme Zu diesem Preis ist aber auch die englische Anthracit Nuß- amerikanischen Wettbewerb ist nicht zu denken, und noch 3 Kilogramm und von gewöhnlichem Backwerk in Mengen von nicht fohle in Hamburg frei ab Bord zu haben, und ungefähr weniger an eine Herabdrückung der Arbeitslöhne. Es ist dasselbe kostet in Bremen die westfälische Anthracit Nuß nichts als eine elende Flunkerei, wenn behauptet wird, die mehr als 3 Kilogramm, soweit diese Gegenstände nicht mit der Post tohle Nr. 2 frachtfrei Bahnhof. eingehen, für Bewohner des Grenzbezirks nachzulaffen. Vorläufig droht also hohen Arbeitslöhne nötigten die deutschen Grubenbesitzer zu die Gefahr einer Ueberflutung Deutschlands mit amerikanischer ihren Preisfestsegungen. Thatsächlich stellt sich in dem HauptWir kennen also jetzt den endgültigen 8ollentwurf, wie er dem Anthracittohle noch nicht, und die„ Köln. Ztg." hatte neulich gebiet der amerikanischen Kohlenproduktion, in Pennsylvanien, Reichstage vorgelegt werden wird. Er enthält fogar noch durchaus recht, als sie berechnete, daß sich bei Abnahme von der Arbeitslohn pro Tonne bituminöfer Kohle nur um 20 bis Reichstage vorgelegt werden wird. mindestens 300 Tonnen in einer Ladung die Tonne ameri- 30 Pf. billiger als im Ruhrgebiet, und zwar nicht infolge fegungen einzelner Positionen keineswegs ausgeglichen werden. Steigerungen des schutzöllnerischen Charakters, die durch die Herabfanischer Anthracitkohlen frei Rheinschiff Rotterdam auf 29 M. größerer körperlicher Leistungsfähigkeit der amerikanischen ArEs ist Sache des deutschen Volkes, in erster Linie des socialstellt, während der Preis für die gleichwertige deutsche Sorte beiter( die zum großen Teil aus Deutschen, Czechen, Jr demokratischen Proletariats, Sorge zu tragen, daß dieser Entwurs Ioco Zeche nur 23 Mart beträgt. Jedenfalls ist im ländern, Italienern bestehen), sondern im wesentlichen infolge der schrankenlosen Ausbeutung der besiglosen Massen, des Wuchers Innern Deutschlands und vor allem im rheinisch ausgedehnterer Anwendung moderner Maschinen und westfälischen Industrie Revier unter den heutigen Verbesserer und der gefährlichsten Zollkriege unter feinen Umständen Gesetz Anlagen. Wenn in Amerika die Kohle hältnissen an eine ernsthafte Konkurrenz amerikanischer sich im Verkauf bedeutend billiger stellt, als in Stohle nicht zu denken. Die Gebiete, wo sie der Deutschland, so deshalb, weil dort die hohen Grunddeutschen und englischen Kohle allenfalls Abbruch zu thun renten, Unkosten, Abgaben, und vor allem der Wust von bermag, find einige Nordseehäfen, vornehmlich Hamburg, und allen feudalen Bergwerksprivilegien fehlt, und weil ferner die die von diesen leicht auf dem Wasserwege zu erreichenden Profitrate der Grubenbesiger niedriger steht. Vermöchte eine Plätze des Inlandes, z. B. die nördlichen Gebiete an der verstärkte Konkurrenz amerikanischer Kohle dahin zu wirken, Elbe. Damit soll natürlich nicht behauptet sein, daß auch daß auch in Deutschland mit diesen Anhängseln des Bergwerksin Zukunft der amerikanische Wettbewerb nicht zu fürchten sei. betriebes etwas aufgeräumt würde, könnte sie zu einem Geht die Frachtrate weiter zurück, tritt ferner was noch Produktionshebel des ganzen Betriebes werden. wichtiger ist auch in den Vereinigten Staaten, die bisher noch nichts von einer Krise verspüren, eine Erschlaffung der industriellen Thätigkeit ein, so gewinnt natürlich auch der Import amerikanischer Kohle in Deutschland an Chancen. # Für die Lage in Deutschland könnte es nur vorteilhaft Politische Uebersicht. Verlin, den 14. November. Der Zolltarif des Bundesrats. werde. * Kriegsminister Brodrick über den Krieg. Die Mitglieder des englischen Kabinetts sind unermüdlich im Halten öffentlicher Reden. Nach dem Kolonialminister Chamberlain hielt Salisbury selbst seine Guildhall- Rede, um den zunehmenden Pessimismus, die Kriegsmüdigkeit und die wachsende Unzufriedenheit mit dem gegenwärtigen Kabinett zu beschwören. Den besten Beweis dafür, daß Salisburys Rede der ersehnte Erfolg ausgeblieben, liefert die Rede, die nunmehr der Abwechselung wegen am Mittwoch im Londoner konder Kriegsminister Brodrick am servativen Slub gehalten hat. Salisbury hatte mit großen politischen Nück und Ausblicken gearbeitet und zu beweisen versucht, daß Englands Prestige durch den südafrikanischen Krieg fein, wenn eine solche verstärkte Konkurrenz der amerikanischen Die Optimisten, die bis in die legten Tage noch auf einen zoll- nicht im mindesten gelitten habe. Daneben hatte er auch behauptet, Kohle baldigst eintreten wollte; denn denn ehe nicht den politischen Umschwung im Bundesrat gehofft haben, müssen nun daß die Lage Euglands in Südafrika durchaus nicht so trübe sei, beiden brüderlichen Interessenten- Verbänden, dem rheinisch- endgültig ihrem Wahn entsagen. Der Reichs- Anzeiger" und die wie Schwarzfeher annähmen. Die Lage habe sich im Gegenteil gewestfälischen Kohlen- und dem Coakssyndikat ernstlich Norddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlichen soeben die wesent bessert, und wenn auch für die endgültige Beendigung des Krieges am eigenen Leibe die Widersinnigkeit ihrer wucherischen lichen Aenderungen", die der Ende Juli veröffentlichte Zolltarif- tein bestimmter Termin anzusetzen sei, so unterliege es doch keinem Preispolitik demonstriert wird, werden sie sich nicht zu Entwurf im Bundesrat gefunden hat. Das Wesentliche an diesen Zweifel, daß die englischen Truppen mit dem Rest der Boeren in Herabsetzungen ihrer hochgeschraubten Preise verstehen. Seit wesentlichen Veränderungen ist, daß sie sehr unwesentlich sind. In nicht allzu ferner Zeit fertig werden würden. Monaten heißt es, beide Syndikate wollten zu Preis- teinem Fall wird an dem hochschutzöllnerischen Charakter des Ent- Da mun die Presse dieser Darlegung keine unbedingte Beweisermäßigungen schreiten; statt dessen haben sie ihre Förde- wurfs das mindeste geändert, ja einzelne Bollsätze sind sogar noch traft beilegen zu können erklärte und meinte, es sei beffer gewesen, rungseinschränkung erhöht, unbekümmert darum, daß durch erhöht worden. Keine Rede davon, daß etwa der Minimaltarif Salisbury hätte statt der allgemeinen Wendungen überzeugende diese Maßregel die Feierschichten noch vermehrt, der aufgegeben oder die Agrarzölle ermäßigt sind. Der Entwurf des Beweise im einzelnen gebracht, scheint mum der Kriegsminister die Arbeitslohn der Bechenarbeiter weiter verringert wird, maßlofen Bollwuchers hat vielmehr im vollen Umfang die bundes- Verpflichtung gefühlt zu haben, feinerseits diese Beweise für die unbekümmert auch darum, daß in der gegenwärtigen rätliche Sanktion erhalten. günstige Situation Englands in Südafrika zu erbringen. Ob diese Zeit der Krise nicht nur dem kleinen fleinen Mann einer Das Zolltarif- Gesetz hat nur unbeträchtliche Aenderungen er Beweisführung Brodricks auf die Oeffentlichkeit einen größeren Einseiner unentbehrlichsten Bedarfsartikel unerschwinglich ver- fahren. Im Zolltarif- Entwurf find u. a. folgende Bollsäge erhöht druck machen wird, als die Aufmunterungsrede des Premiers, erberteuert, sondern auch der Industrie durch Auferlegung worden: Hopfen von 40 auf 60 M., Hopfenmehl von 60 auf scheint allerdings sehr zweifelhaft. erhöhter Lasten der harte Stampf noch mehr erschwert wird, 90 m. Der gegenwärtige Generaltarif sieht für beide Artikel mur den sie gegenwärtig, nachdem die flotten Prosperitätsjahre 20 M. vor, der geltende Vertragstarif ermäßigt den Zoll auf 14 M. im Felde ständen, da 42 000 Boeren sich teils in den Konzentrations nur zu bald einem desto tieferen Absturz gewichen sind, Gegen den heutigen Vertragszoll ist mithin der Zoll auf Hopfen lagern, teils auf den verschiedenen Inseln befänden und zu führen hat. Was gilt den Herren, daß sie die Scharen mehr als vervierfacht, auf Hopfenmehl mehr als verfehs11 000 Mann teils gefallen, teils gegen Ehrenwort entlassen seien. der Notleidenden vermehren, was, daß tyre Politik die Einfuhr fa cht. Diese ungeheuerliche Erhöhung noch über den ursprünglichen Eine Rechnung, die deshalb gänzlich unzuverlässig ist, weil sie die englischer, böhmischer, belgischer Kohlen begünstigt, daß sie die Entwurf hinaus bedeutet eine Konzession an das bayrische Centrum, Zahl der aufständischen Kapholländer ganz außer Betracht läßt. industrielle Thätigkeit noch mehr herabdrückt. Ihnen gilt das die Hopfenbauern vertritt. Nach den geringsten Schäßungen sollen sich 10 000 Stapholländer Brodrick behauptete, daß von den Boeren nur noch 10 000 Mann nur eins, die Rücksicht auf den Profit, und zwar lediglich den Gebrannter Saffee ist von 50 auf 60 m. Zoll erhöht den Boeren angeschlossen haben, eine Zahl, die durch fortdauernden Augenblicksprofit; denn handelten sie nach weiteren Gesichts. worden( bisher 50 M.), rohe baumwollene Gewebe der ersten Staffel Zuzug wohl mindestens auf der alten Höhe gehalten würde. Ständen wirklich nur noch 10 000 Gegner im Felde, so wäre es auch unverständlich, warum, wie Brodrick ankündigte, jetzt noch beträchtliche Verstärkungen nach dem Kriegsschauplaße geschickt werden sollen: zwei Stegimenter Kavallerie, 2000 Mann berittene Infanterie und zwei Bataillone reguläre Jufanterie. Freilich, da die Engländer allein im Ottober 4600 Mann verloren und die Boeren in jüngster Beit eine ganze Reihe von Siegen erfochten haben, ist das Bedürfnis nach frischen Truppen nur zu erklärlich. Den zahl- und verluftreichen Mißerfolgen gegenüber, die die Engländer in den letzten Wochen erlitten haben, befagt es auch nicht allzuviel, daß, wie Brodrick besonders hervorhob, im Oktober in folge des Blockhaus- Systems die Boerenangriffe auf die Eisenbahnlinien eingestellt werden mußten. Durch die Einführung dieses Blockhaus- Systems sei es den Engländern gelungen, den Aufenthalt der Boeren in einem Gebiet von 14 000( englischen) Quadratmeilen in Transvaal und 17 000 Quadratmeilen im Oranjestaat unmöglich zu machen. Das übrige Gebiet werde durch leicht bewegliche englische Truppenkolonnen gesäubert. Bierzehntausend resp. siebzehntausend Quadratmeilen, das flingt ja sehr imponierend, allein dieser Flächenraum bedeutet nur den zehnten Teil Transvaals und knapp den dritten Teil des erobert! 出版 meint, im nenen bayrischen Budget seien die Einnahmen teilweise| treffen blieb. Dieses Wahlresultat hat allgemein überrascht; die zu günstig veranschlagt. Den dunkelsten Punkt des Etats bilde das Freifinnigen, die fast an ihren Sieg glaubten, find einfach„ baff". Steigen der Matrikularbeiträge angesichts des Es hätte wenig gefehlt, so wäre die socialdemokratische StandidatenRidgangs der Reichseinnahmen. Seine Freunde hier und liste gleich im ersten Wahlgange durchgegangen. Nur dem Umstande, im Reichstage wünschten eine allfeitige Reichs- Finanz= reform, allerdings eine solche, welche das System der daß von rund 12 000 Wahlberechtigten nur ein Drittel zur Wahl Matrikularbeiträge und die dadurch gegebene Einwirkung gegangen find, haben es die Gegner zu danken, daß eine Stichwahl der Einzelstaaten auf das Reich beibehalte. Das Reich solle stattfindet. Der Freifinn hat dabei zu zeigen, wie weit er wirklich nicht unabhängig werden von der finanziellen Einwirkung noch freifinnig ist. Schlägt er sich auf die Seite des tonservativder Einzelstaaten. Schließlich ermahnt der Redner die bayrische günstlerischen Mischmasches, so ist es um sein legtes bißchen Regierung zur Festigkeit gegenüber zu weit gehenden Forderungen Renommé genommen. der Neichsregierung. Auf alle Fälle zeigt dieser Wahlerfolg, wie die Macht und das v. Volimar( Soc.) betont, daß die einzig erfolgreiche Ansehen des Freisinns im Schwinden begriffen ist. Wie in Reichs- Finanzreform in der Einführung einer Reichs: Berlin und andern Städten, so, war auch hier in WiesEinkommensteuer liege. Die Neichsschulden wüchsen insbesondere durch den Militarismus an. Die jezige mißliche Finanz- baden der Freifinn in der Kommunalverwaltung allmächtig und er lage des Reiches sei nur durch den angel jeglicher hat diese seine Macht in der rücksichtslosesten Weise geltend gemacht, Voraussicht bei den verbündeten Regierungen entstanden, da indem er freisinnige Interessenpolitik trieb. Für große socialsie der Verschwendung der Reichsmittel unthätig zugefehen politische Fragen hatte er fast gar kein Verständnis, so daß für die hätten. Bayerns Finanglage fei verhältnismäßig noch günstig breiten Massen des arbeitenden Bolles in den letzten Jahren fast gar Man müsse zwar sparen, folle aber bei notwendigen Ausgaben und nichts gethan worden ist. Noch nicht einmal eine billige VolksBefoldungen nicht knaufern, beanstalt haben wir in dem an Luxusvädern so reichen Wiesbaden. Die Weiterberatung erfolgt am Freitag. am rel Es ist zweifelsohne, daß eine reaktionäre Reichs- Finanzreform Diese Kurzsichtigkeit und Interessenwirtschaft hat dem Freisimm Oranjefreistaats. Das hier eingebüßte Operationsterrain haben sich durch die Regierungen versucht werden wird, sobald der Brotwucher von rechts und links viel Feindschaft eingetragen und es bildeten sich die Boeren in vielfacher Ausdehnung im Kapgebiet und Natal zwei große Koalitionen gegen ihn. Rechts eine fonservativ- nationalgesichert sein würde. Dem Brotwucher soll die neue Steuerbelastung liberal- handwerkerliche Vereinigung mit dem ganzen Beamtentroß und Brodric beschönigte natürlich auch das Ausrottungssystem ber die Besteuerung der" Luxusbedürfnisse" des Volkes, des Tabaks und links die Arbeiter, denen sich viele unzufriedene kleinbürgerliche Elemente des Bieres, folgen. In diesen bevorstehenden Kämpfen wird die Konzentrationslager. Wenn dort nichts zu verheimlichen ist, warum hat Socialdemokratie alles einsehen, um keine andre Steuer zuzulassen, anschlossen. In letzter Stunde kam zwischen den ſocialdemokratischen man denn vor etlichen Tagen die Miß Hobhouse wieder schleunigst als eine Reichs- Einkommen- und Reichs- Vermögenssteuer auf die Spige der freireligiöse eine Kandidaten und denen der als eine per Schub auf das Schiff gebracht, die seiner Zeit die Scheußlichkeiten Einkommen und Vermögen der wohlhabenden und reichen Nuznießer au stande und es wurde eine gemeinsame Kandidatenliste aufzustellen; dieser Menschenpferche geschildert hatte und jetzt von England zuriidgekommen war, um sich von dem Erfolg ihrer Anklagen zu übermit welchem Erfolge, zeigt das obige Wahlresultat. zeugen?! Das Erbeiterndste oder auch Empörendste an der Nede Brodricks var aber die Behauptung, daß die Verlängerung des Krieges lediglich der allzu wohlwollenden Behandlung der Rebellen zuzuschreiben sei. Mehr als erschießen, hängen und auspeitschen kann man doch schließlich niemand lassen! Die Rede Brodricks wird die Stimmung in England schwerlich berbessern, da jeder Halbwegs Denkende die Unstichhaltigkeit dieser Beweisführung sofort erkennen muß. Aber selbst neue Enttäuschungen werden so bald nicht vermögen, die Masse der Nation einem für die Boeren acceptablen Friedensschluß geneigt zu machen. Alles was nene Katastrophen herbeiführen würde, wäre eine Veränderung des Stabinetts, nicht des Kurses. 10 dj the Liverpool, 14. November. Sir Grey hielt gestern abend eine Rede, in welcher er die Umbildung des Kabinett& mit Elementen der Regierungspartei verlangte. Er drückte sich äußerst befriedigt über die Rückkehr Roseberys in das politische Leben aus. Ferner erflärte er, daß nach Beendigung des Krieges die Autonomie in Südafrika eingeführt werde. Es sei widerfsinnig, daß die Einführung dieser Reform mehrere Generationen hindurch aufgeschoben werden solle. Deutsches Reich. Die Finanzen des Reichs und der Einzelstaaten. des Reiches. -WO En sig Der Frankfurter Hunnenprozek. Wir haben gestern mitgeteilt, daß das Landgericht in Frankfurt a.M. gegen Dr. Quard eine Strafe von drei Wochen Gefängnis verhängt und eine Bestrafung Bebels abgelehnt hat. zu doital= belliveen Patändigung Aber auch in der zweiten Wählerklasse ist die Position des Freifinns sehr gefährdet. Auch hier arbeitet die konfervativ- nationalliberale Stoalition mit allem Hochdruck, um einen Sieg zu erringen, und alle Anzeichen deuten darauf hin, daß ihr dies gelingt. Daß In der heute vorliegenden Begründung führt das Gericht aus: diese Vorgänge von nicht zu unterschätzender, Bedeutung für die Das Gericht habe nicht zu untersuchen gehabt, ob der Brief Reichstags- Ersatzwahl find, liegt auf der Hand. echt ist, sondern sich nur die Frage vorgelegt, ob der Angeklagte Welche Bedeutung man in bürgerlichen Kreisen dem Wahlerfolg diesen Brief für echt gehalten hat. Die Verhandlung habe nicht der Socialdemokratie beilegt, geht aus nachstehender Auslassung dargethan, daß Quard den Brief für gefälscht angesehen hat. In des konservativen" Rhein. Kur." Hervor:„ Eine derartige starte dem Briefe sei vielerlei zu unterscheiden: die Thaten, die der Brief- Beteiligung bei städtischen Wahlen hat Wiesbaden feit der Einschreiber von sich behauptet und diejenigen, die er von andern mit- führung der neuen Städte- Ordnung noch nicht erlebt. Das Bebeutteilt. Dadurch, daß der Angeklagte generalisierte und von andern samste dabei ist das Eindringen der Socialdemokratie in das Gebiet nicht erweisbare Thatsachen behauptete, was auch die Ueberschrift: der städtischen Angelegenheiten. Die Socialdemokraten haben sich " Deutsche Bestien" darthue, und einen Kommentar daran knüpfte, allerdings schon vor zwei Jahren beteiligt, aber nur in fleinem Maßhat er sich der öffentlichen Beleidigung durch die Presse schuldig stabe. Daß sie es dieses Mal auf eine so bedeutende Stimmenzahl gemacht und war zu beftrafen. Die Wahrung berechtigter Juter- bringen würden, ist die größte leberraschung der letzten Wahltage. essen wurde vom Gerichtshofe verneint; denn hätte der Angeklagte Eine weitere Ueberraschung ist die Niederlage der freifsinnigen in Wahrnehmung solcher handeln wollen, so hätte er den Brief- Parteien, die von den Gegenparteien mit einem Vorsprung geschreiber nennen müssen, damit die Behörde Ermittlungen über schlagen wurden, der von niemand erwartet wurde." denselben hätte anstellen können. Strafverschärfend kamen die Altenburg, 18. November.( Eig. Ber.) Mit dem üblichen Borstrafen des Angeklagten in Betracht, deshalb wurde auch von der Verhängung einer Geldstrafe abgesehen. Der Antrag des Gepränge ist am Mittwoch der altenburgische Landtag, deffen Mehrs Staatsanwalts auf Bestrafung Bebels wegen Zeugnisverweigerung beit sich aus Bürgermeistern und Amtsvorstehern zusammensetzt, Die aus drei Köpfen bestchende social. mit 200 M. wurde abgelehnt, weil das Gericht in der Vernehmung eröffnet worden. des Abgeordneten Bebel eine unbedingte Zeugnisverweigerung fändlicher Wahlkreis, der aus 151 Dörfern besteht und der sich sechs demokratische Fraktion hat eine Verstärkung erfahren. Ein nicht erblicken tann. In zwei der größten Bundesstaaten wurden am Donnerstag Wir stellen gerne fest, daß das Frankfurter Gericht die Erbärm Jahre in unsrem Besize befand, ist bei den Hauptwahlen an den Der neugewählte AbDie Klagen über die Finanzlage im Reich sowie in den Einzel- lichkeit der Khatipresse, als habe die Socialdemokratie Hummen- Bund der Landwirte verloren gegangen. Staaten erneuert. In Sachsen wurde der Landtag mit einer briefe erfunden oder gefälscht, ablehnt. Vielmehr zeigt die Be- geordnete starb aber bald nach der Wahl, so daß sich eine Nachwahl Thronrede eröffnet, in der die Ungunft der sächsischen Finanzen gründung, daß das Gericht zu der lleberzeugung von der Echtheit erforderlich machte. Diefe fand am Dienstag statt und endete mit Thronrede eröffnet, in der die Ungunst der sächsischen Finanzen des in diesem Prozeß verhandelten Hummenbriefs, der zu den ab- einem glänzenden Siege unfres Genoffen Mar Schülerlebhaft beklagt und die Notwendigkeit nener Reichsscheulichsten feinesgleichen zählt, gelangt ist. Ronneburg. Er erhielt 752 Stimmen, der bündlerische Gegner steuern betont wurde. In Bayern begann in der Wenn das Gericht dennoch zu einer Verurteilung gelangt ist, mur 685. Jn bekannter Bescheidenheit hatte der Bund der LandKammer der Abgeordneten die Debatte über die so nur durch die Zumutung, daß die Entrüstung des Angeklagten wirte diesen Kreis bereits seinem festen Befisstand zugezählt. Dieser allgemeine Finanzlage, in der gleichfalls die Schwierigkeiten hervor über die im Briefe gemeldeten Scheußlichkeiten sich ausschließlich Wahlausfall in einem rein ländlichen Wahlkreis bedeutet zugehoben wurden, die der Staatskasse aus den gewachsenen An- gegen den Briefschreiber allein hätte wenden dürfen. Nur die Wahlausfall in einem rein ländlichen Wahlkreis bedeutet zuforderungen des Reiches drohen. Meinung des Angeklagten, daß die Unthat, deren sich der Einzelne gleich den schärfsten Protest gegen den Brotwucher.rod 070 stupid sitlond bor job vid In der fächsischen Throurede wurde zunächst auf die wenig rühmte, charakteristisch sei für die China- Ereignisse, hat eine Verurteilung ermöglicht. Ausland. giustige Gestaltung der Boltswirtschaft hingewiesen Eine Verurteilung unter solchen Umständen ist ein moralin und Abhilfe durch den Wuchertarif in Aussicht gestellt! icher Sieg! Daszynski über die galizische Korruption. Ferner wurde die tüchtige Haltung der sächsischen Truppenteile in Am übelsten fährt bei diesem Ausgang des Prozesses der Aus der zweistündigen Rede, mit der unser Genosse Daszynsti China verherrlicht und sodann befaßte fich die Thronrede mit dem preußische Kriegsminister. Er hat den Prozeß angestrengt, Etat, der außer durch andre militaristische Forderungen gerade auch um entweder die Unechtheit der Hummenbriefe zu erweisen oder des am Dienstag mit der schändlichen Schlachzizenwirtschaft in Galizien durch die Kosten des Reiches für den herrlichen Chinazug aufs Briefschreibers habhaft zu werden. Beides ist ihm mißlungen. Er abrechnete, geben wir folgenden Auszug, der allerdings von der schwerste erschüttert ist. Die Tronrede führt hier aus: hätte seinen Bielen näher kommen fönnen, wenn er die ihm gewiß von innerster Empörung durchglühten, mit hinreißender Beredsamteit weit gefälligeren Redacteure der Amtsblattpreffe, die zahl vorgetragenen Philippifa des gefürchteten Barlamentariers nur ein " Die Lage des Etats bietet nicht das erfreuliche reiche Hunnenbriefe veröffentlicht haben, befragt oder mit einer An- mattes Bild giebt, das aber immerhin genügt, die in Galizien ver Bild früherer Perioden; das rühre namentlich von den ge- flage bedacht hätte. Da, wo er etwas erfahren fonnte, hat der übten, fast unglaublichen Wahlmißbräuche zu charakterisieren: ringeren Erträgnissen der Eisenbahnen her. Angesichts der Abg. Daszynski: Früher war der Wahlkrieg in Galizien sehr daher auf eine Ber Kriegsminister aber seltsamerweise durchaus unterlassen, sich zu be leicht; früher wurde mit Schnaps und Wurst gekämpft. steigenden Ausgaben werde man Schnaps und Wurst sind die Grundpfeiler der mehrung der Staatseinnahmen bedacht sein müssen. Für die bevorstehende Finanzperiode habe die Herstellung des Aus hd in Ostpr. wird der„ Boff. 8tg." gemeldet: Die Schlachzizenwirtschaft. Im letzten Jahrzehnte konnte man aber Gleichgewichts im Stat zunächst mit Hilfe von Buschlägen zur Straffammer verurteilte den Redacteur des polnischen Blattes Einkommensteuer gesucht werden müssen. Doch enthalte diesbezügliche Vorlage, da der Landtag auch die Frage der Mittel- Gazeta Ludowa", Stanislaus Balchnsti, wegen Beleidigung der deutschen Streitkräfte in China durch einen Artikel mit der Ueberbeschaffung für die Zukunft mit der Regierung zu regeln habe schrift„ Europa civilisiert China" zu einem Monat Gefängnis. zugleich für den Fall der Entscheidung zu Gunsten einer organischen Steuerreform die Gesezentwürfe, durch welche die Einkommensteuer Zuschläge auf besondre Notfälle be= schränkt werden. Das finanzielle Verhältnis der Bundesstaaten zum Reiche lasse bebauerlicherweise nach wie vor bie langersehnte Neuregelung vermissen, ohne welche eine geordnete Finanzwirtschaft der Einzelstaaten uit erreichbar sei. Der außerordentliche Druck, den die zunehmend ungünftigere Gestaltung der Finanzlage des Reiches auf die State der Bundesstaaten anslibe, werde, vie zu ertvarten stehe, zur Erschließung neuer eigner Einnahmen des Reiches zwingen und die auf das Zustandekommen einer Reichs Finanzreform gerichteten Bestrebungen der sächsischen Regierung unterſtügen." Die Heillosigkeit der sächsischen Finanzen hat ihren Grund feineswegs allein in den geringeren Eisenbahn- Erträgnissen, sondern vor allem in der hartnäckigen Weigerung der im Landtag alleinherrschenden konservativen Partei, eine Vermögenssteuer auf die höheren Vermögen zu bewilligen, die in den letzten Seffionen wiederholt durch die Regierung vorgeschlagen war. Diese konservative Abneigung gegen eine gerechte Steuer verschuldet, daß jetzt die Einkommensteuer auch für die kleinen Einkommen, insbesondere für die Einkommen des von den Konservativen angeblich eifrig geschützten Mittelstandes", durch erhebliche Zuschläge erhöht werden muß. 4 " V mit Schnaps und Wurst nicht mehr vorwärts kommen, und so fahen mit Hunderten von Eingesperrten und Ber. wir die Badenischen Wahlen mit Bajonetten, mit Zoten, urteilten usw. Das Central- Wahlfomitee, oder, wie es im Bolte genannt wird, das Central- Wahlschwindel- und Wahlrechtsraub- Komitee, ist vergleichbar mit der Tammany Hall in Reichsgerichtsrat a. D. Dr. Stenglein hat sich in einem New York' oder der sizilianischen Maffia oder irgend Vortrage in Leipzig nochmals über den Krosigk Prozeß aus welcher Räuberbande, die aber gut organisiert ist und überall gesprochen. In seiner sehr scharfen Stritit fagt er u. a.: ihre Vertreter hat, hier in diesem hohen Hause genau so, wie in " Die Behandlung Hickels jei ein Sohn auf die ganze dem hohen galizischen Landtage und in den Bureaus der 1. 1. BeRechtsprechung. Die Inhaftbehaltung eines Freigesprochenen amten. Diese Maffia, diese Tammany Hall, kurz, dieses fei mur gerechtfertigt, wenn thatsächlich neue Gründe vor Central Wahlkomitee( Heiterkeit) hat den größten Einfluß, lagen. Hickel habe man nicht freigelassen, weil man nach nicht nur was die Wahlagitation anbelangt, sondern auch auf die neuen Gründen erst gesucht habe. Dann habe Beamtenschaft. Die Schlachzizen mißbrauchen den polnischen man ihn entlaffen und dann abermals verhaftet, und dies Patriotismus. Gerade diese Leute liegen immer am Bauche vor damit begründet:„ Man werde schon neue Gründe finden." Gott jedem Hofe und sind keine nationale, sondern eine Hofpartei, eine möge uns in Zukunft vor solcher Rechtsprechung bewahren! Man dynastische Clique. Das Märtyrertum der Vergangenheit habe gesagt, der Schuldige müsse im Interesse der Disciplin ge- wird dazu mißbraucht, das Volk auszubeuten, zu unter funden und gerichtet werden. Das sei sehr bedenklich. Im Interesse brücken und der jeweiligen Regierung mit Haut und der Disciplin müsse also auch ein möglicherweise Unschuldiger für Saar zu verkaufen. Gerade der Patriotismus muß fich schuldig erklärt werden, wenn fich mir einigeVerdachtsmomente ergäben. dagegen stemmen, daß eine wohlorganisierte Maffia, daß diese Das heiße im Intereffe der Disciplin die deutsche glatte Bande von Wahlgaunern einen solchen Einfluß hat. Die Armee für vogelfrei erklären! Fehlgriffe fämen bei Schlachzizen haben für das Volk nur die Sungerpeitsche und alten Gerichten vor, aber daß man hier bei offenkundig falscher die Polizei. Damit sie siegen, benügen sie die Hilfe der Rechtsprechung noch behaupte, im Recht zu sein, das sei traurig. Geistlichteit, der jüdischen Agitatoren und der Die Befegung des Militärgerichts sei noch sehr reformbedürftig. Be a mtenschaft. Jeder Bischof erläßt Currende auf Currende, Die militärischen Beisiger seien zu leicht voreingenommen, die in welchen in der gebäffigsten Weise die Voltsbewegung verleumdet ihnen anhaftende Gewohnheit des Befehlens nehme ihnen den und geschmäht wird. Die Folge davon ist eine Erpressung an den Untergebenen gegenüber die unbefangene Objektivität. Man wolle Seelen der Gläubigen. Die Geistlichen haben als Spender des die Rechtsprechung der Disciplinargetvalt, die eine völlig heterogene Sakramentes diefes Sakrament als Revolver, als Erpreffung Gewalt sei, unterordnen. Ein Herrscher sei fein gegen die Bauern angewendet. Niemand in der Welt hat dem Richter!" Wie doch ein Reichsgerichtsrat tapfer zu sprechen vermag, wenn era. D. ist! religiösen Gefühle des Volkes so schwere Wunden geschlagen, Der beachtenswerteste Hinweis der Thronrede betrifft die wie gerade die politisierenden Pfaffen. Das zweite Agens der Neichs Finanzreform. Die Bundesregierungen wünschen Wahlkampagne, das für die Schlachzizen thätig ist, find das Reich auf seine eignen Einnahmen anzuweisen, um jeder Störung die jüdischen Agitatoren. Ohne diefe wäre der Polenklub and Die Wiesbadener Kommunalwahlen. nie zu ftande gekommen. Der Hauptanführer der jüdischen Kor ihrer Finanzen durch die Steigerung des Reichsetats zu entgehen. Ueber den socialdemokratischen Erfolg in Wiesbaden wird uns ruptioit, der Abg. Dr. Byk, ist derjenige, welcher den Tattstock für die Die Erfüllung dieses Wunsches würde die letzte Bügelung des miligange forrupte Masse der jüdischen Agitatoren schwingt. Der Statttaristisch- weltpolitischen Reichsdranges beseitigen. Und die Neichs- noch geschrieben: Ein ebenso intereffantes wie lehrreiches Vorspiel für die Reichstags halter hat den Dr. Byk als Juden, Hofrat Laskowski in Stratau regierung wird neue Steuern fordern müssen, keine Kleinigkeiten, gewaltige Summen! Zunächst werden Rabat und vier Ersatzwahl fand am Montag und Dienstag in Wiesbaden statt. den verruchten Hirsch Landau, in Neu- Sandec ist ein gewisser Her Bei den Stadtverordneten Wahlen errang unsre Partei einen mann Lachs der Leibjude, ein Haupt- Wahlschwindler. In Stanislau In der bayrischen Kammer der Abgeordneten erhob sich aber ungeahnten Erfolg. In der dritten Wählerklasse, die bisher hat der Bezirkshauptmann zwei Juden, einen gewissen Rubinstein und einen Mendel Lebensart.( Heiterkeit.) Dieser legtere den Freisimmigen vollkommen beherrscht wurde, er hat eine Wahlurne mit doppeltem Boden. sogleich der Widerstand gegen derartige Pläne. Der Bericht aus von hielt die socialdemokratische Kandidatenliste nach bisheriger( Stürmische Heiterkeit.) In Buczacz spielt diese Rolle der Jude Wuchen meldet: Sente begann die Debatte über die allgemeine Finanglage. vorläufiger Zählung mehr als 1700 Stimmen. Die Kandidatenliste Moriz Stern, ein vielfach abgestraftes Individuumt, der als Pichler( C.) schildert die gegenwärtige ungünstige wirtschaftliche des reaftionär regierungsfrommen Ordnungsmischmasches erhielt Bürgermeister der Stadt Buczacz Gelder eines Jnhaftierten unter Lage sowie den Ridgang wesentlicher Staatseinnahmen, und 1800 Stimmen, während der Freisin mit 700 Stimmen im Hinters I schlagen hatte und dafür in die Untersuchungshaft wandern mußte. bluten sollen! " Der Boeren- Krieg. Durch seine Vermittelung sind bei den letzten Wahlen in Buczacz Iland steht Ihnen noch offen." Der Bericht verund Kolomca die während der Cholera 1873 Gezeichnet: Große Heiterfeit." Die Kommission erneuerte die storbenen neuerlich als wähler erschienen.( Stürmische Konzession ohne jede weitere Frage. Ein Convoi von den Boeren erbeutet. Heiterkeit.) Den jüdischen Massen gegenüber wird eine furchtbare England ist nie so aufrichtig, als wenn es im Borne ist. Wirk Die Boeren bemächtigten sich bei Bovendaal eines englischen Bolitik getrieben. Sie wurden jahrelang von der herrschenden Clique jedem Demagogen, jedem Klerifalen, jedem Antisemiten liche Internationalität herrscht nur in der„ Socialdemokratischen Wagenparts, sie nahmen sechs mit Proviant und preisgegeben, der sich an den Juden vergreifen wollte. Diese Föderation", hie und da in der Unabhängigen Arbeiterpartei", fo- Munition beladene Wagen mit sich und verbrannten Inden werden durch Steuerinspettoren bis aufs wie in der Gewerkschaft der Engineers. Leider bilden diese nur einen die übrigen. Die Engländer verloren zwei Offi. ziere und 12 Mann. Blut ausgesaugt, sie werden politisch und ge- ganz fleinen Bruchteil der Nation. Also eine neue englische Schlappe! schäftlich unterdrüdt, fein Jude darf Gymnasiallehrer, Ausfultant bei Gericht oder Beamter der Bezirks- Hauptmannschaft werden. Dadurch hat man die Juden zu Servilisten und zum Werkzeug der Schlachzizen gemacht. ugo und Menomon shu med staging Schweiz. Angebliche Vermittelungsbemühungen Krügers. Aus Brüssel wird gemeldet, wenn das Haager Schiedss gericht sich weigern sollte, den Boeren- Antrag, betreffend Einfegung eines Schiedsgerichts, zu erwägen, werde Krüger ein den staiser von Oestreich richten und diefelben um ihre Schreiben an den deutschen Kaiser, den garen und ntervention ersuchen. Nach dem„ Daily Telegr." beabsichtigt dagegen Präsident Strüger, falls das Schiedsgericht den Boerenantrag ablehnt, einen Aufruf an die Großmächte zu richten, um einen Waffen stillstand zu erlangen, der es ihm möglich machen würde, mit England wegen der Friedensbedingungen zu unterhandeln. Klingt nicht gerade wahrscheinlich! Aus Industrie und Handel. dog Großratswahlen in Genf. Ich begrüße es deshalb aus vollstem Herzen, daß sich die Juden Genf, 18. Rovbr.( Gig. Ber.) Die Einigung und die fräftigen in Lemberg und Krakau von diesem unwürdigen Druck zu Anstrengungen unsrer Genossen zur Erringung eines befriedigenden emancipieren fuchen. Ich gratuliere den galizischen Wählern, die Erfolges find leider nicht gebührend belohnt worden und sie können den Namen des Dr. Byt aus allen ihren Listen gestrichen und an mir allenfalls darin einen Troft erblicken, daß es der liberal feine Stelle den Namen eines schlichten Bauern, des Abg. Boylo, tonservativen Millionenpartet, die mit allen Mitteln den Sturz des gesezt haben. In Krakau haben die Juden den Christen Rotter gewählt, welcher einem jüdischen Kandidaten gegenüber gestanden radikal- focialdemokratischen Regimes erstrebte, nicht besser ergangen ft. Es ist nämlich alles beim alten geblieben, fo daß var. Juden waren es, die für den Christen ist. wie der verflossene besteht stimmten, die Pfaffen aber stimmten für den Juden. der neue Große Rat wiederum Den dritten Faktor bildete die Beamtenschaft. Unter dem verruchten aus 45 Radikalen, 7 Socialdemokraten( nicht 10, wie Hofrate Lastowski in Kratau wurden die Wahllisten, die Urwahlen irrtümlich berichtet worden), aus 29( 28) Demokraten", daß Aus 9 und die Wahlen selbst gefälscht, er hat den stritten Auftrag gegeben, heißt Liberalfonfervativen, 4( 5) Nationalen", 13( 14) Un Socialdemokraten in die Wählerlisten nicht anf abhängigen", d. H. Ultramontanen, und 2( 1) Libertains", eine zunehmen. Zum Wahlfommissar wurde der berüchtigte Steuer- undefinierbare Partei, deren Haupt" ein Sohn Karl Vogts, nämlich adminiſtrations- Chef Hablinski ernannt, ein Mann, der ärger ge- William Vogt, und deren Barteiprogramım" die Bekämpfung der fürchtet wird, als ein Räuber im Walde; auch zwei gerichtliche Beamte wurden zu Wahlkommissaren nominiert. Das, was der Freimaurerei ist. Die radikal- socialistische Mehrheit, die der socialistenwahnsinnige Graf Michalowski in der Wahlbewegung sich frefferischen, großkapitalistischen N. Bür. 8tg." bedenklich schiver im zu leisten erfrechte, übersteigt alle Grenzen. Er hat den Bürger- Magen liegt, beträgt also wiederum nur zwei Stimmen, wie in der meister von Gorlice, einen langjährigen Landtags- Abgeordneten, so verflossenen Legislaturperiode, aber sie vermag doch die Herrschaft beschwindelt und betrogen, wie den dimmsten Bauer. Er schloß und der liberal- konservativen Plutokratie und Reaktion, die vor mehreren öffnete den Wahlalt nach Bedarf. Er hat sogar Gymnafiasten Jahren eine wahre Ausweisungssucht mit unheimlichstem Eifer zur Wahl herbeigeschleppt.( Lebhafte hört! Hört entfaltete, hintanzuhalten und sie wird bei der unzweifelhaften Weiter Rufe), er hat die Listen gefälscht, wie ein elender, gemeiner Betrüger. entwicklung der Socialdemokratie in wenigen Jahren eine weitere Trotzdem wagen die Demokraten des Bolenklubs nicht, darüber eine Interpellation einzubringen. In einem Dorfe des Bezirks Buczacz Stärkung erfahren. entfielen bei den Urwahlen auf den Ortsvorsteher zwei Stimmen, auf den radikalen Gegenkandidaten Tabaczuk vier. Der focialdemokratische Folketings- Abgeordnete Harald aehn Stimmen. Trotzdem verkündete der Bezirkskommissar feier- Jensen wurde in den Finanzausschuß, dem bereits der Genosse lich, der Ortsvorsteher fei gewählt worden. Auf St. M. Klausen angehört, gewählt. Die Socialdemokratie hat also Befragen der Bauern erklärte er dies damit, daß es im Dorfe givei jegt zwei Vertreter in diefer wichtigsten Kommissiou des Reichstages, Tabaczuts gebe, so daß er nicht wisse, welcher gemeint gewesen sei. während sich dagegen die Konservativen mit einem begnügen müssen. Die Bauern erwiderten: Ja, aber der eine Tabaczuk ist schon vor Der Ausfall dieser Wahl ist wieder einmal ein erfreuliches Zeichen einem halben Jahre gestorben; der Bezirkskommissar aber blieb von der wachsenden Macht der socialdemokratischen Partei, die in dabei, er müsse den Willen der Wähler hochhalten, und da er den achtziger Jahren nur über ein paar Stimmen im Folleting nicht wiffe, ob sie den verstorbenen oder den lebenden verfügte, in den neunziger Jahren so viel Mandate erhielt, daß sie Zabaczul wählen wollten( Lebhafte Heiterkeit), fo pro- einen Mann in den Finanzausschuß senden konnte und mm beim flamiere er den Ortsvorsteher mit den 2 Stimmen Beginn des neuen Jahrhunderts sogleich den zweiten Vertreter in den als gewählt. Der Bezirkshauptmann in Hushatin war von dem Finanzausschuß schickt. Kandidaten, den er schwer beleidigt hatte, verflagt worden. Bur ſchiveandidat and Abend vorher am Orte des Verhandlung erschien " " " Dänemart. Schweden. Zum Generalftreik der Bergarbeiter. Trübe Aussichten. Die Lage der Industrie gestaltet sich fortgesezt trostloser, so daß auch in den Kreisen, die bisher noch die stille Hoffnung hegten, es handle fich nur um eine vorübergehende Depression, immer mehr die Erkenntnis durchbricht, daß wir noch nicht auf dem tiefsten Stand angelangt find, sondern daß es weiter abwärts geht. Auf dem Geldmarkt ist selbst den gewagtesten Spekulanten der Mut verloren ge gangen und die Börse zeigt eine Dede, wie sie selbst in dem Krach nach der Gründerperiode unbekannt war. Die Gründungen, die in wilder Haft enporwuchsen, deren Aktien mit vielem Lärm von unternehmenden Banken auf den Markt geworfen wurden, tragen in der Zeit der Ktrise den den Trefors ihrer Gründer, die mit Bangen jeden Augenblick die Todesteim in sich, und nicht unbedeutende Mengen befinden sich in Katastrophe über sich hereinbrechen sehen. Diese wahnwißige Spekulation trägt mit einen Teil der Schuld, daß wir heute um so tiefer herabfinten in den geschäftlichen Rückgang, zahlreiche Existenzen aus dem Kleinbürgertum und der Arbeiterschaft der Vernichtung anheimfallen. Auch in der Industrie sind die Stimmen verschwunden, die mit Sicherheit bald wieder ein Aufwärts erwarteten. Wir haben vor furzem Notiz genommen von der Aeußerung des Herrn Baare, der als Leiter eines großen Eisenverkes in Bochum für die Industrie ein weiteres Zurückgehen der Konjunktur für den kommenden Winter als sicher bevorstehend erachtete. Dem hat sich ein andrer Vertreter der Großindustrie angeschlossen, der Leiter des Vereins Berliner Metallindustriellen, Friz Kühnemann, hat sich gegenüber einem Bertreter der Zeitschrift Der Großbetrieb" wie folgt geäußert: „ Eine Umfrage bei den Vertretern der Maschinenbranche hat ergeben, daß annähernd 14 Prozent von den bisher in den Berliner zu übernachten. er am nächsten Morgen Die schwedischen Eisenbahn- Angestellten und der General Fabriten Beschäftigten arbeitslos geworden sind. Sicherlich fich aufleiben wollte, ut at Gericht zu gehen, teen fue freit. Die Eisenbahn- Angestellten Stockholms haben am Sonntag wird diese Bahl noch steigen, nach Ansicht der BeKleider und Schuhe verschwunden.( Lebhafte Heiterkeit.) Die eine sehr zahlreich besuchte Versammlung abgehalten, in der über teiligten voraussichtlich bis zu 25 Prozent. Ich jüdischen Agitatoren hatten sie beseitigt. Der Mann läuft die eventuelle Anwendung des Generalstreits zwecks Lösung der tenne die Ermittlungen von ungefähr 130 hiesiger Betriebe. Es find in Soden, im Baletot zu Gericht, wird aber von den Wahlrechtsfrage diskutiert wurde. Nach einem einleitenden Vor- in der Hauptsache die größten. Es steht nicht in allen gleich tribe Juden überfallen, zu Boden geworfen und in einen Streit trage des Reichstags- Abgeordneten Branting fand eine längere aus. Es giebt sogar darunter 5 Betriebe, die augenblicklich mit vertidelt. Zu seinein Glüd war er schon zu nahe dem Gerichte. Debatte statt, in der sich sämtliche Redner dafür aussprachen, daß einer größeren Zahl arbeiten, einer von ihnen statt mit 600 so daß er gerettet wurde und vor Gericht erscheinen konnte. Jeder sich die Eisenbahn- Angestellten dem Gedanken des Generalstreits au jetzt mit 800 Arbeitern. Doch das ist eine große Aus Jm großen und feiner Beugen aber wurde zum Bezirkshauptmann als beschuldigt schließen sollten. Mit fräftigen Ja- Rufen wurde eine Resolution an- nahme. ganzen muß daß man sagen, ganz bedeutender Rückgang in citiert und auf Grund des Prügelpatents bestraft, oder wenigstens genommen, worin der Generalftreit als das legte Mittel zur Er- ein der Metallbranche zu mit Strafe bedroht. In Neu- Sandec wurde der Boltsuniversität ein ringung des allgemeinen Wahlrechts gutgeheißen wird. verzeichnen ist. Dieser dürfte leider noch keineswegs seinen Höhe Bortrag über Kopernikus und sein Sonnensystem Frankreich. punkt erreicht haben. Ich gehöre ja freilich zu den Schwarziehern; verboten. In der vorletzten Woche wurde eine Versammlung aber auch diejenigen Herren, die sonst viel optimistischer dachten als dieser Boltsunversität in Boreslaw verboten, deren Tagesordnung ich, erwarten fein so baldiges Ende der ungünstigen Sonjunttur. lautete: Sonne, Mond und Sterne".( Heiterkeit.) Vor- Bezüglich der Verhandlungen der Arbeiterkom Sie fragen nach den Gründen des Rückganges. Nun, da muß träge Ueber die Kometen", über Das Wasser und mission der Kammer mit den Vertretern des Berg mau einmal die alte Binsenwahrheit aussprechen, daß stets den seine Verwandlungen" wurden verboten. arbeiter Verbandes verlautet, die letzteren hätten erklärt, Beiten einer Hochkonjunktur die eines Rückganges folgt, sie wechseln In keinem Landtage, sagte Abrahamowicz, wird das Gesetz so daß fie alles aufbieten würden, um eine friedliche Lösung des Kon- eben wie Ebbe und Flut. Und gerade in den Zeiten des Aufgeachtet, wie in Galizien. Gilt das auch bezüglich der Steuer- fliftes herbeizuführen und den allgemeinen Ausstand hintanzuhalten. schwunges hat sich mancher von der Hoffnung leiten lassen, als gefege? Weiß man denn nicht, daß der je pige Land. Die Kommission habe versprochen, die Wünsche der Bergarbeiter mit ob es immer so sein müßte. Sehr viele Werke sind zu marschall ein Defraudant ist, daß der Millionen und größtem Wohlwollen zu prüfen. Ferner wird behauptet, daß die Erweiterungen übergegangen, sie wurden selbst zu Millionen reiche Herr sich Jahre hindurch die Lose einer Witwe und Delegierten sich gegeben Falls mit der Festfegung des Neunstunden- nehmern, indem sie Baumaterial, Eisenkonstruktion usw. brauchten. von Waisen angeeignet hat und daß ihm dieser geraubte Bissen in tages begnügen würden, daß sie aber den Gesetzentwurf des Arbeits- Nun haben sie sich aus Abnehmern zu Produzenten umgewandelt, drei Justanzen entriffen werden mußte? Ist es denn ein Geheimnis, ministers bezüglich der Ruhegehälter ablehnen. die jetzt in der Lage und sogar gezwungen sind, weit mehr au prodaß dieser Mann, der über eine Million Kronen Einkünfte hat, als duzieren als zuvor. Was sollten sie sonst mit ihren erweiterten Steuerdefraudant zuerst 90 000 Gulden Reineinfünfte deklarierte, um Betrieben anfangen. Endlich ist die Finanzwelt auch nicht ganz von fich dann auf Buthun des Grafen Storytowsti auf 200 000 Gulden der Schuld freizusprechen, den Industriellen gegenüber zu generös zu einigen? Er hat die Steuern von mehr als 800 000 Gulden mit der Hergabe von Geld gewefen zu sein. Namentlich in der Elekdem Staate entzogen, und dieser Defraudant, Graf Andreas Potocki, tricitäts- und Schiffsbaubranche hat sich das gezeigt. Numehr ist ist jetzt der Führer des galizischen Landtages. naturgemäß der Rückschlag gekommen. Er ist vorerst in denjenigen Zweigen wahrgenommen, die die Fertigfabrikate vorbereiten. Daher fiebt's in der Eisengießerei, in den Baukonstruktions- Werkstätten, in den Werkzeugmaschinen- Fabriken, Kesselschmieden usw. sehr traurig aus. Die andren Zweige, die die fertigen Maschinen auf den Markt bringen, werden erst später in Mitleidenschaft gezogen werden. Vorläufig haben sie noch ihre alten Aufträge auszuführen; aber was dann? Neue Aufträge laufen so gut wie gar nicht oder doch nur fehr spärlich ein. So dürfte denn meiner Ansicht nach im Laufe des nächsten Quartals wohl die ungünstige age in der Metallbranche ihren Höhepuntt erst erreichen. Wie Parifer Blätter melden, fand am Mittwoch in Dover eine Zusammenkunft des englischen Unterhausmitgliedes Bidart mit den franzöfifchen focialistischen Deputierten Lamendin und Basly statt. Es handelte sich um die Einberufung einer Konferenz, um im Fall des Bergarbeiterausstandes die Einfuhr englischer Kohlen nach Frankreich zu verhindern. Belgien. Die neue Seffion. Wachsende englische Misstimmung gegen Deutschland. London, 11. Novbr.( Eig. Ber.) Brüffel, 12. November.( Eig. Ber.) Die neue Seffion des Barlaments wurde ohne Thronrede eröffnet( feit 1894 erscheint der Aus den verschiedenen Richtungen kommen nicht zu unterdrückende König im Parlament nicht mehr wegen der Anwesenheit der SocialStimmen, die von der tiefen Mißstimmung des englischen Volkes gegen demokraten). Die Majorität ernannte zum Präsidenten den ErzDeutschland zeugen. Die erste Stimme ist die des bekannten Dichters flerifalen Altminister Schollaert, der ein„ président de combat" Charles Swinburne, der in einem Sonett auf den Tod Oberst( des Kampfes) sein wird. Am Mittwoch beginnt wiederum die BeBensons gar bittere und häßliche Töne ausstößt. Wir übergeben sie sprechung der Militärvorlage der Regierung, beren Annahme noch nicht in ungebundener Sprache: Allein steht England erhaben da, wie sicher ist, weil einige antimi taristische Klerikale sich der Stimme Milton und Wordsworth es fanden, umgeben vom feigen Haffe enthalten oder gegen die Vorlage stimmen werden, weil diese die neidischer Buben. Erstickt im Lärm wird jede Lüge deutscher Lümmel militärischen Lasten des Landes erhöht. und Sklaven, die wie Schmugtropfen auf die rollenden Wasser fällt“. Das Sonett erschien am 9. d. M. in der„ Saturday Review", dem Organ der Tories. Die zweite Stimme ist die des vielbeachteten und einflußreichen worden." gegen uns Peftquarantäne gegen Paraguay. Das Brüsseler„ Amtsblatt" veröffentlicht einen Beschluß, welcher für aus Paraguay eingeführte Waren Vorsichtsmaßregeln vorschreibt, weil bort die Best amtlich festgestellt worden sei. Rußland. Die Zustände in Sachalin. AbWenn nun aber in hiesigen Arbeitslosen- Versaminlungen behauptet worden ist, in der Metallbranche allein feien 35 000 brotlos, so erscheint mir das als eine lebertreibung. Ich will vielleicht zugeben, daß es überhaupt so viel Arbeitslose in Berlin giebt; dazu rechnen aber Lente, die im Winter alljährlich arbeitslos werden, wie Bauhandwerker, Zimmerleute, Steffner, die aus den Bädern nach der Reichshauptstadt zurückkehren. In der Maschinenbaubranche müssen hier nach zuverlässigen Ermittelungen augenblidlich 5000 feiern. Davon wird ein Teil in die Heimat zurückgehen, ein Teil als Ges legenheitsarbeiter ich erinnere nur an die sogenannten Weihnachtsbeschäftigt. arbeiten Jingo- Schriftstellers Arnold White: Die Nation ist des ununter brochenen Stromes deutscher Beleidigungen müde. Deutschland hat uns zahlreiche Geifeln übergeben. Behntausende von Deutschen finden ein gutes Leben unter der Gastfreundschaft englischer Gesetze. Es wird uns geschrieben: Sibirische Blätter bringen über die Die Rundfragen, die wir vom Berein Berliner Metallindustrieller Die englischen Kolonien gewähren den deutschen Kaufleuten profit Bustände in Sachalin, wohin bekanntlich auch mit Vorliebe zu unternommen hatten, wirken zum Glüd ja etwas beruhigend. Vor bringenden Handel. Aber die deutsche Presse und das deutsche Zwangsarbeiten politische Verbrecher" verschickt werden, Enthüllungen, allem ist anzuerkennen, daß in den meisten Berliner Betrieben der Volt sind mit Haß und Verachtung entbrannt, die alles bereits darüber Berlautbarte in den Schatten stellen. Da es sich Eisenbranche faum Ermäßigungen der Stunden- und Accordlöhne Es ziemt sich nicht für eine große Nation und eine alte Monarchie, um unter Präventivcensur stehende Blätter handelt, so entsprechen eingetreten sind. Man war nach Kräften bemüht, den eigentlichen wie wir es find, ruhig eine Zielscheibe systematischer Beleidigungen die Angaben zweifellos den Thatsachen. Hiernach hatten fürzlich die Arbeiterstamm zu erhalten und schränkte lieber die tägliche Arbeitszu bleiben. Ist Großbritannien in den deutschen Augen so ver eine Liste kranker und fiecher Zwangsarbeiter den Verwaltungsstaatlich an den Zwangs- Bergiverken in Sachalin angestellten Aerzte zeit ein. Gewiß haben auch die äußeren politischen Verhältnisse, wie Sie abschenenswert, so muß es die logische Konfequenz der unter uns behörden mit dem Hinweis überreicht, daß die Leidenden von den in Ihrer früheren Rundfrage hervorhoben, die Lage in der Metallwohnenden zahlreichen Deutschen sein, das abscheuliche Land zu Zwangsarbeiten in den QuecksilberQuecksilber und Blei- Bergwerken branche ungünstig beeinflußt. Das reiche Transvaal war vor dem verlassen. Diese Frage ist von Lord Salisbury bis jetzt ignoriert befreit und im Hospital untergebracht werden müßten. Das unglückseligen Kriege, den das goldlüsterne England numehr feit Resultat war verblüffend! Alle auf der Liste Figurierenden 2 Jahren gegen die Seldenmütigen Boerenrepubliken führt, ein sehr Dieser Artifel ist gestern in der liberal- imperialistischen„ Sunday wurden, weil sie sich unterstanden, ihre Leiden zu flagen, guter Abnehmer für uns. Die dortige Minenindustrie brauchte viele zu je dreißig scharfen Kuntenhieben verurteilt. Als sich die unsrer Maschinen, Lokomotiven, Lowries usw. Alles bas hat nativSun" erschienen. Aerzte hierauf klageführend unmittelbar Die dritte Stimme ist die peinlichste. Sie kommt von Londoner wandten, bedeutete ihnen dieser, daß sie sich mit den Entscheidungen China unsren Export nach diesem ostasiatischen an den Gouveneur lich zur Zeit fast aufgehört. Ebenso haben die Wirrenin Grafschaftsrat und wurde einem deutschen Arbeiter gegenüber geber Verwaltungs Behörden in allen Fällen ohne eie bedeutlich geschädigt. Daß auch die golltarif braucht. Anläßlich der jährlichen Erneuerung der Konzeffionen an weiter zu bescheiden hätten. Andrerseits ist festgestellt vorlage bereits ungünstige Schatten für nufren Maschinenerport die Theater, Musikhallen und Restaurants durch eine hierzu be worden, daß besonders träftige und ausdauernde Arbeiter, denen vorauswirft, läßt sich leider nicht ablengnen? stimmte Kommission des Grafschaftsrats haben es sich die es gelingt, einen Tageslohn von 20 Ropeken( 42 Pfennig) au Was soll geschehen, um Abhilfe zu schaffen. Selbst diejenigen, Londoner Arbeiter zur Aufgabe gemacht, vor der Kommission zu erwerben, gegen einen an den Oberauffeher zu entrichtenden Backschisch die noch so rofig in die Zukunft zu bliden pflegen, können sich die erscheinen und gegen die Erneuerung der Konzeffion an solche Besitzer von dreieinhalb bis zehn Kopelen täglich für einen ganzen Tag von mißliche Lage unfrer Industrie nicht verhehlen. Staat und Kommune zu opponieren, die ihren Arbeitern schlechte Löhne zahlen oder sonst der Zwangsarbeit befreit werden! Klingt das nicht wie ein Hohn auf haben ein Interesse daran, schnell für Abhilfe zu sorgen. Es harren den Barismus, dessen Manifeste der Welt den Frieden und dem russischen bei uns noch zahlreiche wirklich fulturelle Aufgaben ich erinnere eine unwürdige Behandlung angedeihen laffen. Man hat den Arbeitern soviel vom Municipalsocialismus des Londoner Grafschafts. Bolte die Befreiung von der Statorga"( 3wangsarbeit) ver- nur an die Stan alfrage, die den Industriellen eine reichliche tündeten? Beschäftigung geben könnte, der Erledigung. Im Intereffe der rats gesprochen, daß sie sich berechtigt glaubten, eine Berücksichtigung dilue dona Amerika. zahlreichen Arbeitnehmer, deren Lage sich ja im Winter leineswegs ihrer Jntereffen zu fordern. Bei der Verhandlung über die sogen. Konflikt mit Bulgarien. New York, 14. November. Wie beffert, dürfte auch noch zu erwägen sein, ob man nicht die Canterbury Mufithalle, in der den Kellnern und Barmädchen schlechte mit Bestimmtheit verlautet, wird die Union eine energische Aktion Bflicht hätte, für billigeres leisch zu sorgen, vielLöhne gezahlt werden, erschien auch Genosse Paul Vogel, der Sekretär gegen Bulgarien ins Wert feßen, falls die Unterhandlungen leicht durch Aufheben der Bölle auf ameritaund Organisator der Londoner Kellner, und bat um die Einziehung wegen der Freilassung der Missionarin Ellen Stone zu nisches Fleisch usw. Es würde sich auch empfehlen. der Konzession, worauf ihm geantwortet wurde: Deutsch- teinem Ergebnis führen sollten.ichon jetzt die Bereitstellung reichlicher Mittel für große fulturell: " bekannt. durch nur VO Sociales. Aufgaben, die für später geplant find, zu betreiben, damit diese jezt! deren Schluß er die Hoffnung und den Wunsch ausspricht, daß es gegen einschreiten. Ein Vorwurf gegen die Waisenverwaltung kann schon der Ausführung zugeführt werden. Ich habe das Vertrauen, ihm vergönnt sein möge, das Amt zur eignen Befriedigung, zum aus den Entwürfen absolut nicht hergeleitet werden. daß sowohl Staat wie Stadt zur Linderung der Not thun werden, Vesten der Jugend und zum Segen der Stadt zu führen.( Beifall.) Der Antrag auf Ausschußberatung der Vorlagen wird an was in ihren Kräften steht. Aber schließlich dürfte auch der einzelne Stadtv. Langerhans bewillkommnet den neuen Stadtschulrat genommen. Den Eigentümern der Grundstücke Siegmundshof 6, 8 Industrielle in der Zeit der guten Konjunktur nicht vergessen, daß namens der Versammlung und hebt hervor, daß die jugendeinem großen Aufschwunge auch stets ein Rüdgang folgt." liche Thatkraft und das umfangreiche Wissen des Gewählten und 10 sollen für die ihnen aus der Höherlegung der Straße in Das Urteil des Herrn Kommerzienrats Kühnemann kann in gleichmäßig wirksam gewesen find, die Wahl auf ihn zu lenten. folge des Baues der Achenbach- Brücke erwachsenden Nachteile Ent: vielem von uns unterschrieben werden, besonders sind auch die an- Weiter weist der Vorsteher darauf hin, daß auch manche traurige fchädigungen von 26 000 bezw. 28 000 und 15 000 m. gezahlt gegebenen Anregungen zur Linderung der Arbeitslosigkeit solche, und ernste Stunde des Gewählten harren werde, namentlich wo jetzt werden. Die Versammlung stimmt ohne Debatte zu. die von der Socialdemokratie aufs eifrigste vertreten werden. Es die Kirche ihren Einfluß auf die Schule gern ausdehnen und bei Eine lange Reihe minder wichtiger Vorlagen gelangen ohne Dis. wäre nur zu wünschen, daß Herr Kühnemann auch seinen Kollegen der Schulaufsicht mehr als bisher mitzureden haben möchte, in der Großindustrie, besonders dem Centralverband deutscher während doch doch die Schulaufsicht und die gesamte Schul- fussion zur Annahme. Industrieller, dem er ja sehr nahe steht, flar machen würde, wie pflege Fachkräfte ausgeübt Schluß gegen 8 Uhr. zwedentsprechend schädlich für die Arbeiterklasse und schließlich auch für die Industrie werden könnten. Sie aber sind mit uns von der Hoffnung, die Erhöhung der Agrarzölle wirken muß. Hier sind diese Ansichten ja von der festen Zuversicht beseelt, daß, wenn Wissenschaft und bisher auf wenig fruchtbaren Boden gefallen; vielleicht bringt die Bildung auf eine breitere Grundlage im Bolte gestellt werden, dann Krise die Herren jezt zur Erkenntnis. Das Vertrauen, daß Staat auch die Aufklärung im Volfe gleichen Schritt mit dieser Bildung Ein Notstandsantrag unsrer Parteigenossen wurde in der und Stadt alles zur Linderung der Not thun wird, ist bei uns halten muß. Das Licht der Aufklärung wird manche Finsternis be- bremischen Bürgerschaft verhandelt. Er wurde nach sehr etwas niedriger gestimmt, die Lösung ist uns aus früheren Zeiten feitigen."( Beifall.) lebhafter Debatte einer Kommission zur Vorberatung überwiesen. Im Anschluß daran wird die Wahl eines befoldeten Auch im Stadtparlament von Frankfurt a. M. gab es eine Stadtrats vollzogen. Gewählt wird Stadtrat Dr. Münster Motstandsdebatte. Genofie Quard hatte eine Interpellation eingebracht, Straßenbahn Hannover.( Eig. Ber.) Die hohe Bank hat berg. worin die städtischen Behörden angefragt werden, was sie gegen diesmal das Terrain besser sondiert und bearbeitet und wird höchst- An der hierauf wieder aufgenommenen Debatte die herrschende Arbeitslosigkeit zu thun gedächten und ob sie eine wahrscheinlich ihr Ziel erreichen. Mit dieser Aussicht rechnet über die Verlegung des Steindepot Blazes beteiligen statistische Aufnahme über die Arbeitslosigkeit zu machen gedächten. auch die Opposition, und diese felbst hat dazu bei- fich ferner Stadtv. Dinse( N. 2.), ber ben sich der Oberbürgermeister zählte in seiner Antwort, zu der er nach getragen, jene zu verwirklichen. Herr Dahl, der aus der antrag befürwortet, Stadtv. Na ft( A. L.), der die Vorlage empfiehlt, Quards Begründung das Wort ergriff, eine ganze Reihe von„ AnKommission ausgefchiedene Vertreter der Opposition, hat ein da die Krankenhaus- Verwaltung teinen Widerspruch mehr erhebe, Separatgutachten erstattet, das zu 50 Pfennig am Eingang zur Ver- das Einnisten von Ratten im Strankenhause durch das Steindepot regungen“ auf, die der Magistrat den einzelnen städtischen Refforts fammlung verkauft wurde; darin teilt er selbst in fapitalistischer mindestens nicht gefördert werde und da anderweite Bläge von ge- zur Beschleunigung geplanter Arbeiten gegeben habe. Herr Sonnemann regte die Gründung einer Arbeitslosenversicherung an. Gemütsruhe mit, daß er seine Attien neuerdings unter 30 Broz. ver- nügender Größe nicht vorhanden seien. kauft und nur einige davon behalten hat, um mitreden zu können. Stadtv. Hinke:( Soc.): Ich wohne zur Zeit in der Bankstraße, schlüsse wurden nicht gefaßt. Aus dem Bericht geht hervor, daß Herr Dahl, dem die Revisions- in der Nähe des jezigen, zu verlegenden Steinplages. Eine Arbeitslosenversammlung fand am Dienstagnachmittag fommission in ihrem Bericht vorwvarf, er habe sich nur wenig an eigner Erfahrung fann ich bezeugen, daß von einer Störung durch in Dresden statt. Die von etwa 2000 Personen besuchte Verihren Arbeiten beteiligt, erklärt, daß er cs für zwecklos ge- das An- und Abfahren der Steine absolut nichts zu merken ist. fammlung war für Dresden gewissermaßen ein Ereignis, das die halten habe, sich an Fahrten und dergleichen zu beteiligen, Das Ausladen auf dem vorgeschlagenen Plaze selbst fann ebenfalls Polizei seit Jahren alle Arbeitslosenversammlungen verboten hatte. und daß auch im übrigen ihm die totale Verkennung der nicht störend sein, denn die nächsten Pavillons des Kranken- Angezeigt war allerdings eine Voltsversammlung". Ob's das Aufgabe der Kommission nicht gepast habe. Er hat sich haufes liegen mindestens 300 Meter entfernt. Die Kranten Wort gethan hat? Die Versammlung nahm eine Resolution an, die selbst ja dafür lieber an die Prüfung der Bücher und Protokolle des Auf- Hans Deputation hat indem von der Stadtverwaltung die Aufnahme einer Arbeitslosenstatistik, fichtsrats gemacht gemacht und dabei entdeckt, daß die Anträge fie schließlich der Vorlage zugestimmt hat. Die Schwierigkeit der Inangriffuahme von Noistandsarbeiten und sonstige Maßregeln zur Direktors Krüger fritillos genehmigt sind, daß keine Anfuhr zum Steinplatz besteht auch nicht in dem Grade, wie man Steuer der Arbeitslosigkeit verlangt und die noch nicht organisierten Spur einer Prüfung oder sonstigen Thätigkeit des dies befürchtet. Das lehrt der Angenschein, wenn man die Arbeiter zum Eintritt in die Organisation auffordert. Aufsichtsrates zu finden war. Für gewisse Ver- Ausfuhr der für das Krankenhaus benötigten Steine schleierungen in der Bilanz in Höhe von Millionen hat sich Kanal über das Nordufer nach den Baustellen beobachtet. die Direktion dadurch gewissermaßen salviert, daß sie in den Bliebe noch der Sperrung Sylterstraße. In Aufsichtsratssigungen erklärte, die Kleinigkeiten seien vergeffen. diesem Puntte ist der Ausschuß einig, die Offenhaltung für den BerHerr Dahl erklärt, daß er jede Nachzahlung ebenfalls fir tehr zu befürworten. Wir werden deshalb für die Vorlage mit den verloren ansehen müsse und daß für die Aktionäre nur eine Hoff- Amendements des Kollegen Raft stimmen. mung bleibe, die Regreßpflicht der Aufsichtsräte. Ein Teil der In der Abstimmung wird nach einem langivierigen Streit über legteren ist bereits schwer erkrankt. Baron Königswerter ist in einer die Reihenfolge der Abstimmungen schließlich die Vorlage mit den Nervenheilanstalt. Amendements Raft mit großer Mehrheit genehmigt. Abgelehnt worden ist in der Ausschußberatung auch der Magistratsvorschlag, die tarifmäßigen Gebühren der Tagatoren bei der städtischen Feuerjocietät zu erhöhen. des S 11ur die das anerkannt, A11s von Ohne Debatte beschließt die Versammlung in gleichem Sinne. Gemeindebehörden zu bewirkenden Wahl von 8 Mitgliedern ( und deren Stellvertretern) des Steuerausschusses der Gewerbesteuertlaffe I für den Veranlagungsbezirk Berlin auf die Steuerjahre 1902-1904 wird einem Ausschusse von 10 Mit gliedern überwiesen. BeDie paritätischen Arbeitsnachweise der Buchdrucker, die nach den Beschlüssen des Tarifausschusses in Zukunft an die Stelle der bisherigen, von den Einzelorganisationen selbständig betriebenen Nachweise zu treten haben, beginnen nach einer Bekanntmachung des Tarifamtes am 2. Januar 1902. ihre Thätigkeit. Das Tarifamt fordert deshalb die bisherigen Arbeitsnachweise auf, ihre Batanz liften am 30. Dezember dem Verwalter des neuen Arbeitsnachweises zu übergeben, der von den Kreisämtern einzurichten ist. Letzte Nachrichten und Depelihen. Hannoversche Straßenbahu.. Hatte man nach diesen vorher bekannten Thatsachen schon ein ganz ausreichendes Bild von der Arbeit dieser ausgezeichneten Revisionskommission, so wurde dies Bild in der Generalversammlung vollkommen bestätigt. Der Vorsitzende der Kommission Geheimer Reg. Rat Oberbürgermeister a. D. Ludowieg erklärte geradezu, es Die Vorbereitung der in gemeinschaftlicher Sigung beider sei nicht die Aufgabe der Revisionskommission, die Geschäftsführung zu revidieren, sondern zunächst die Lage der Gesellschaft zu prüfen. Ein Aktionär nannte denn auch sofort die Dinge bein rechten Namen, indem er erklärte, aus der Revisionskommission habe sich eine Schutzkommission für den Aufsichtsrat entwickelt. Herr Ludowieg erwiderte auf diese Vorwürfe in einer Weise, daß der Vorsigende der Aufsichtsrat hatte dazu wieder Herrn Justizrat Stempner ernannt es für nötig hielt, von der Kommission abzurücken und auf diese Weise den ihm anvertrauten Interessen der hohen Bank besser zu dienen. Mit lebhaftem Eifer forrigierte Herr Stempner besonders den allerdings rollenwidrigen Seitensprung des Herrn Ludowieg, der die Zahlungsunfähigkeit der Straßenbahn an die mit Anfang 1902 gemietet und untergebracht werden können der Oberleitung nicht ausreichen sollten, den Fehlbetrag zu 41/2 Proz Wand gemalt hatte. Diese Einzelheiten genügen, um die Tragikomödie zu beleuchten, in der man wahrscheinlich über den Widerstand der Kleinattionäre zur Tagesordnung übergehen wird. Die Häuslingsbaracken in Neubeeren und Heinersdorf sollen zu Schnitterbaraden umgewandelt und ein gerichtet werden und diese Arbeit unverzüglich begonnen und so beschleunigt werden, daß die freien Arbeiter, die an Stelle der bisherigen Häuslingskommandos in den Administrations Bezirken Großbeeren und Osdorf beschäftigt werden sollen, schon Die dafür erforderliche Summe von 10 500 M. soll bewilligt und als Etatsüberschreitung verrechnet werden. Nach einer kurzen Diskussion, an der sich Stadtverordneten Vorsteher Langerhans und Stadtrat Marggraff beteiligen, wird die Vorlage angenommen. Für die Hannover, 14. November.( W. T. B.) Die heutige außer ordentliche Generalversammlung der„ Hannoverschen Straßenbahn", in welcher 590 Personen mit 14 652 Stimmen anwesend waren, nahm den Antrag des Aufsichtsrats und der Revisionskommission auf Zahlung von 25 Proz. pro Attie gegen Aushändigung von Gewinn- Anteilscheinen mit 11 294 Stimmen gegen 2843 Stimmen ant. Unter Voraussetzung der nach siebenstündiger Debatte Annahme dieses Antrages hatte die Dresdener Bank bereits vorher ihre Bereitwilligkeit erklärt, falls die Barmittel zur Durchführung Binsen vorzuschießen, mit der Einschränkung, daß vor Tilgung dieses Vorschusses eine Dividende ohne Zustimmung der Dresdener Bant nicht verteilt werden dürfe. Flüchtiger Kassenbeamter. Deputiertenkammer. Unter amerikanischem Einfluß. Die Meinmg, daß zwei unfrer bedeutendsten Schiffahrtsgesellschaften dem Einfluß amerikani Budapest, 14. November.( W. T. B.) Der Kassenbeamte scher Stapitalisten ausgeliefert werden könnten, gewinnt immer mehr Einziehung der Kosten der Fürsorge Erziehung des städtischen Steueramts Victor Recstemeth h ist an Boden. Herr Ballin von der Hamburg- Amerika- Linie hat von den Zöglingen und den zu ihrem Unterhalt Verpflichteten und zwar vor einigen Tagen beruhigend erklärt, daß dem amerikanischen für die Berechnung des Staatszuschusses soll nach dem Vor- nach Unterschlagung von Steuergeldern im Betrage von 590 000 Kr. Gründertönig Morgan solche Schlechtigkeiten nicht zuzutrauen feien, schlage des Magistrats zunächst für 1901 und 1902 ein Einheits- flüchtig geworden. aber daß derartige Absichten sich bemerkbar machen, fonnte nicht be- sa von 60 Pfennig festgesetzt werden., Entsprechend der stritten werden. Jetzt wird bekannt, daß der Norddeutsche Lloyd an die Vorschrift des§ 17 des Fürsorge Erziehungs- Gesetzes vom Paris, 14. November.( W. T. B.) Das Haus beriet die vom amerikanische Lebensversicherungs- Gesellschaft Mutual in New York 2. Juli 1900 legt der Magistrat ferner je ein Reglement 5 Millionen Obligationen vertauft hat. Der Vorgang läßt sich nur für die Ausführung der Fürsorge- Erziehung und für die Ver- Senat zurückgekommene Borlage betreffend die tegelung der dahin erklären, daß von der im Jahre 1899 aufgelegten Anleihe von waltung der städtischen Erziehungs- und Besserungsanstalten Arbeiszeit der Bediensteten der Eisenbahnen, 20 Millionen noch ein erheblicher Rest in den Banktresors lag. Im Lichtenberg, Kleinbeeren und Rummelsburg vor. Der Entwurf für sowie die Altersversorgungen derselben. Berteaug tritt März d. 3. hat man bereits die Ausgabe einer neuen Anleihe im das erstgenannte Reglement schließt sich genau den vom Minister des für eine Gegenvorlage ein, durch welche die Dauer der Ar beitszeit auf 10 Stunden für je 24 Stunden beschränkt und Betrage von 10 Millionen beschlossen, die aber bisher nicht auf Junern erlassenen Ausführungsbestimmungen an. gelegt wurde. Die neuen Schiffsbauten, die der Lloyd in Auftrag Stadt. Fritsch( N. L.) hält den Sag von 60 Pf. für zu niedrig. nach 20 Dienstjahren eine mit der Zahl derselben steigende Altersvergegeben hat, erfordern neue Mittel, weshalb man die alten Bestände Die Anstalten, die derartige Pfleglinge in Pflege nehmen, hätten in sorgung gewährt wird. Finanzminister Calliang betonte, man dürfe abzuschieben versuchte. Bei der geringen Aufnahmefähigkeit des jüngster Zeit ihre Säge erheblich gesteigert. Da der Staat nur das Gleichgewicht im Budget nicht in Frage stellen. Die Gegendeutschen Marktes wandte man sich nach Amerika. Zweidrittel erfeße, so werde die Stadt sehr bedeutende Beträge für vorlage werde für den Staat neue Lasten und damit dort neue diese Aufwendungen zuzuschießen haben. Zur weiteren Aufklärung Steuern mit sich bringen. Berteaug erklärt die Behauptung der sei Ausschußberatung nötig, der auch die Reglements unterworfen Eisenbahn- Gesellschaften für unrichtig, wonach seine Vorlage ein Mehr von 60 Millionen Ausgaben im Gefolge haben werden müßten. Hierauf wird die Gegenvorlage Berteaug An fich will die Aktion nicht viel besagen, denn 5 Millionen sind bei dem Aktienkapital des Lloyd in Höhe von 80 Millionen ein Kleiner Besiz, der auf die Leitung der Gesellschaft nicht von Einfluß sein tann. Allerdings ist unbekannt, wie weit sonst noch Aftien in den Stadtv. Stadthagen( Soc.): Auch wir sind für Ausschuß werde. 338 gegen 87 Stimmen angenommen. Sodann Besiz amerikanischer Spekulanten übergegangen sind. Bedeutsam ist beratung. Die Materie ist eine der wichtigsten, über die die mit der Vorgang immerhin, denn zu solchen Mitteln konnte nur in einer Stadtverwaltung überhaupt zu befinden hat. Das Gesez bindet uns, wird durch Handaufheben eine Resolution angenommen, durch welche Zwangslage gegriffen werden und heute sehen wir unsre großen aber durch das Reglement des Ministers find wir nicht gebunden, die Regierung aufgefordert wird, mit thunlichster Beschleu: Schiffahrtsgesellschaften, den Lloyd, für den die deutschen Steuer- und ich bedaure, daß der Entwurf sich so eng an das Neglement nigung im Senat für die Vorlage Bertaug einzutreten. Anf zahler 5 590 000 m. Subventionen aufbringen müssen, der Gefahr des Ministers anschließt, welches in der Hauptsache darauf hinaus Antrag Cailleng beschließt die Kammer, die Vorlage, betreffend die ausgesetzt, daß die Amerikaner die Gewinne einstreichen und schließ- will, die Ausbeutung der betr. Kinder in der Landwirtschaft möglichst Deckung der Kosten der China- Expedition, am Montag zu beraten. lich auch Einfluß in der Verwaltung gewinnen. wenig zu hindern. Es fehlt in dem Reglement jede vorbeugende Sierauf wird die Sigung geschlossen. Maßregel gegen die Ueberweisung an ungeeignete Familien; Kommunales. = Stadtverordneten Versammlung. 35. Sigung vom Donnerstag, den 14. November, nachmittags 5 1hr. Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung um 1/26 11hr. Den Magistratsantrag wegen machen. gelangt. Aulegung eines Steindepot- Plates der Hinweis auf die religiöse Seite der Erziehung genügt doch nicht. Mädchenraub. Untergegangene Dampfer. " von Bei der Beratung im Abgeordnetenhause hat man Fälle Tanger, 14. November.( Meldung der„ Agence Havas".) zur Sprache gebracht, wo politische Chikanierungen stattgefunden Die kabylen von Benneſsorra, die dem Sultan zeigen wollten, haben; wird hier die Religion ausdrücklich hineingesetzt, so sind der daß sie zum Kampf neigt seien, stiegen in die Ebene hinab und gleichen Vorkommnisse nicht ausgeschlossen. Bei der Ueberweisung griffen die kabylen von Mesmuda an. Nach einem an Familien findet vielfach, besonders bei ländlichen Familien, eine Ausnutzung statt, welche nichts mehr von der Liebe mörderischen Stampfe raubten sie 18 Mädchen und viel Vieh zur Jugend erkennen läßt. Wir haben keine Veranlassung, nach der- und steckten die Getreidefelder in Brand. selben Richtung hin mit unfrem Reglement zu wirken. Der Minister hat damals ausgeführt, daß die Böglinge zu gesitteten, brauchbaren Arbeitern, namentlich für die Land- South Shields, 14. November.( W. T. B.) Eine Lloydsauf dem städtischen Gelände zwischen Seestraße, Nordufer und wirtschaft, erzogen werden sollen. Das kann uns von einem Depesche meldet: Der deutsche Dampfer Agnes", Virchow Krankenhaus hat der betr. Ausschuß abgelehnt. Er Minister in unsrem preußischen Staate nicht wundern, aber dazu hat Shields nach Königsberg bestimmt, ist vergangene Nacht in der will nur 15 000 W. zur teilweisen Räumung des Brunnenplages doch die Stadt und der Berliner Magistrat keine Veranlassung. Die Nordsee untergegangen. Der Kapitän und dreizehn Mann Errichtung zweier fleinerer Plätze, je einer für alte und neue Steine, Reglementsentwürfe ſchlagen aber ganz in dieselbe Kerbe; außer von der Besagung wurden gerettet, drei Mann sind ertrunken. dem nehmen sie die Ueberweisung in die Hausindustrie in Aussicht, was ganz und gar nicht angemessen ist. Von der Für Der Ausschußantrag ist nur mit Stimmengleichheit zur Annahme forge für Strante, von ärztlicher Untersuchung fein Wort in dem Entwurf! Wir sollen doch die Erziehung dieser Kinder übernehmen, Stadtbaurat Krause tritt lebhaft für die Magistratsvorlage weil die Eltern nicht dazu im stande sind! Ich bedanere, daß die ein. Der Ausschußantrag genüge dem Bedürfnis nicht entfernt; Borlage so spät an uns gelangt, woran der Wechsel in den Dedie vorgeschlagene Trennung der zu lagernden Steine sei praktisch nicht durchführbar, die Notwendigkeit, daß der Lagerplatz direkt geraten schuld ist; aber das darf uns nicht abhalten, die genaueste am Waffer liege, bestehe in dieser stritten Form nicht. Gegen den Prüfung eintreten zu laffen. In den Ausschuß sollte der Magistrat Blaz zwischen Amrumer- und Müllerstraße habe sich die Krankenhaus auch Mitglieder der Schulverwaltung, nicht bloß der Waisenverwaltung delegieren. Auch bedürfen vir eines größeren statistischen Guefen, 14. November.( W. T. B.) Vor der Straffammer des Verwaltung ganz energisch ausgesprochen. Der Einwand, die Nähe Materials, um Reglements von solcher Tragweite zu erlaffen. Die hiesigen Landgerichts begann heute die Verhandlung gegen 26 des Steindepot- Platzes sei für das Virchow- Krankenhaus zu vorgelegten Entwürfe lehnen sich in knechtischer Weise an an die Aus- getlagte aus Wreichen wegen Aufruhrs, Landfriedensbruchs, öffent geräuschvoll, jei hinfällig, ein Steinplag jei im Gegenteil eine sehr führungsbestimmungen des Ministers, welche ich vorhin charakteri licher Beleidigung und groben Unfugs, begangen am 20. und stille Nachbarschaft, denn die Steine reden nicht.( Heiterkeit.) fiert habe. Diese Bestimmungen haben für uns irgend eine Gefezes- 21. Mai d. J. vor und in dem katholischen Schulhause in Wrescheit. traft nicht. London, 14. November.( W. T. B.) Bei den Schiffbrüchen, Stadtrat v. Friedberg: Die Ausschußberatung wird ergeben, die in den letzten Tagen an den Küsten von Großbritannien infolge daß die vorgeschlagene Maßregel der vorzugsweisen Unterbringung der dort wütenden Stürme vortanten, sind, soweit bis jeyt der Kinder in Familienpflege die zweckmäßigste ist. Bon einer festgestellt ist, 129 Personen umgekommen. der Kinder oder von einer Borschubleistung Oberbürgermeister Kirscher verpflichtet den Gewählten und Ausbeutung Rom, 14. November.( W. T. B.) Das Parlament ist auf Bestätigten durch Handschlag an Eidesstatt auf sein städtisches Amt der Ausungung kann nicht die Rede sein; wir und begrüßt den neuen Magistratskollegen mit einer Ausprache, an besonders ich würden sofort mit aller Energie in solchem Fall das den 27. November einberufen. Um 6 Uhr wird diese Verhandlung unterbrochen und der nengewählte Stadtschulrat Gymnasialdirektor Profeffor Dr. Voigt in sein Amt eingeführt. und ganz Es schien eine Explosion stattPhiladelphia, 14. November( W. T. B.) Der Dampfer nördlicher Breite und dem 59. Grade westlicher Länge ein Etelka" sab in der Nacht vom 7. November unter dem 41. Grade nördlicher Breite und brennendes Schiff untergehen. gehabt zu haben. Von Mannschaft und Schiff wurde keine Spur gefunden. Der Kapitän der„ Etelfa" glaubt, das Schiff sei ein Celdampfer gewesen. Verantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 268. 18. Jabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 1001 Zum Apotheken- Boykott. " Das Stenogramm der„ Einigungsverhandlungen" vom 26. Ot ober vergleiche Vorwärts" Nr. 253- ist nunmehr endlich der Centralkommission" angegangen, und diese ist daher jest in der Lage, die Unrichtigkeiten aufzudecken, welche von seiten der Apotheker und ihrer Hinterfassen inzwischen verbreitet wurden. Als Probe dafür ist besonders bemerkenswert ein Aufsaz. der Berliner Aerzte- Norrespondenz"( Nr. 44), schon deshalb, weil er ganz un zweifelhaft der Feder des Dr. Paul Meißner, des angeblichen " Unparteiischen" auf seiten der Apotheker entstammt. Als Un parteiischen" bezeichnet sich Herr M. in dem Auffaß selbst, während allerdings seine Thätigkeit bei den Einigungsverhandlungen bewies, daß er von den Pflichten eines„ Unparteiischen" oder„ Obmannes" bei solchen Verhandlungen auch nicht die leiseste Ahnung hat. Herr M. jab vielmehr offenbar seine Aufgabe darin, unter allen Ilmständen stets den jeweiligen Standpunkt seiner Auftraggeber zu vertreten selbst auf die Gefahr hin, daß er sich dadurch mit eignen früheren Ausführungen in schroffsten Gegensatz stellte. Im Dienſte dieſer ſeiner Aufgabe ſchrieb Herr M. auch den Bericht für die„ Berliner Aerzte- Korrespondenz" und behauptete darin tühulich: Es sei noch bemerkt, daß ein scheinbar absichtlich insceniertes Vorfizenden und der Obmänner sehr in die Länge zog. Freitag, 15. November 1901. die Herr Meißner angeführt und trot Bemänge gekehrt. Inzwischen ist ein von ihm geschriebener und aus Hamburg Iung aufrechterhalten hatte, für falsch und erbot sich datierter Brief eingetroffen, in welchem er Abschied von seinen den Beweis diefer seiner Behauptung vor einem Angehörigen nimmt und mitteilt, daß er sich ein Leid an Forum( Gerichtshof!) anzutreten. Herr Meißner thun will.„ Ich bin lebensmüde," schreibt er, und gehe weg. Komme aber ignorierte dies! Troß dieser Vorgeschichte hält das niemand daher. Helft Euch weiter durch und seit einig! Mein ist bezeichnend die Redaktion der Berliner Aerzte- Korrespondenz" Lebenszwed war, allen zu helfen, doch reichten dazu die Kräfte nicht. es für journalistisch zulässig, einen Bericht des Herrn Meißner unt Ich habe schon lange genug gelebt und viel gearbeitet!" fontrolliert und unredigiert in ihre Spalten aufzunehmen! Alle Recherchen nach dem Verschwundenen waren bisher erfolg= Für die Kassen aber ergeben sich einige Lehren für die Zukunft. los und die Annahme, daß er sich das Leben genommen, ist kaum Sollten die Einigungsverhandlungen fortgesetzt werden, trozdem sie noch von der Hand zu weisen. ja gegenwärtig herzlich wenig Aussicht auf Erfolg bieten, so werden Genosse Müller, der in den nächsten Tagen sein 59. Lebensjahr die Staffenvertreter mit aller Entschiedenheit darauf zu dringen haben, vollenden würde, der den größten Teil seines Lebens hinter dem daß auch der„ Unparteiische" der Apotheker, Herr Dr. Meißner, fich Handwebstuhle zugebracht hat, hat sich um die Parteibewegung des auf diese seine Rolle beschränkt, und nicht, wie bisher, durch fort gesamten Vogtlandes sehr verdient gemacht. gesetztes rednerisches Eingreifen die Sachlage noch weiter verwirrt. mann der socialdemokratischen Partei des 22. ReichstagsFerner aber sind die Kassenvertreter es sowohl der Sache als sich Wahlkreises, so lange diese Einrichtung bestand. Während des felbst schuldig, zu verlangen, daß fünftig alle nur irgend erheblichen Socialistengesetzes kandidierte er mehreremal zur ReichstagsErklärungen der Apotheker sofort von ihnen selbst in authentischer wahl und Tehnte nur selbst eine Wiederaufstellung Form zu Protokoll gegeben werden, damit im Zweifelsfalle eine fo- Dem Stadtverordneten- Kollegium in Reichenbach gehörte er fortige Kontrolle möglich ist. Anders ist eben mit den Herren seit 1870 periodenweise, seit 1891 aber ständig an. In diesem seinem Marggraff und Meißner nach den bisherigen Erfahrungen nicht zu wirkungskreis hat er eine große Thätigkeit entfaltet und manche C. Fr. praktische Anregung gegeben, der man auch Folge leistete. Die Genossen von Reichenbach und Umgegend verehrten in Müller Von der Agitation. Auf einer Agitationstour durch Im Fall einer Anahme dieses Autrages( der dahin ging, durch in Saalfeld tagte, waren 49 Delegierte, je 1 Vertreter des Wor- Schleswig- Holstein, welche durch wichtige Abstimmungen im eine Enquete die Höhe der von einem„ Rezepturrabatte" zu erstandes und der Kontrollkommission sowie 1 Vertreter des Verein Berliner Roten Hause mehrmals unterbrochen wurde, sprach Genosse wartenden Ersparnis festzustellen, und zu untersuchen, ob auf der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschands. Adolf Hoffmann in folgenden Orten: Eutin, Izehoe, Lägerdorf, andrem Wege eine ähnliche Ersparnis zu erzielen sei) nämlich Nach dem Nechenschaftsbericht des Vorstandes, den Dietrich Segeberg, Lauenburg, Schiffbeck, Tönning, Tondern, Husum, Büdelsmußte der Berechnung ein Rezepturrabatt von bestimmter Höhe Frankfurt gab, war diese außerordentliche Generalversammlung nötig dorf, Rendsburg, Flensburg, Hadersleben, Schleswig, Kappeln, Neumünster, Kiel, Elmshorn und Glückstadt vor überall gut besuchten, Rechnung aussichtsvoller zu gestalten, vor, für dieses Rechen Berufgenossen Deutschands durch Urabstimmung beschloffenen Gebietszu Grunde gelegt werden. Die Apotheker schlugen, um die ganze wegen der mit dem Verein der Lithographen, Steindrucker und münster, Kiel, Elmshorn und Glückstadt vor überall qut besuchten, teilweise überfüllten Versammlungen, Zu einer Reihe von Verexempel einen Rabatt von 15 H verhandeln. Mißverständnis der Staffen die Diskussion über den Antrag des XI. Generalversammlung des Deutschen Senefelder- Bundes. seit vielen Jahren ihren uneigennützigsten Berater und Führer. Anwesend auf der Versammlung, die am 10. und 11. November 0 ab. Rechnung aussichtsvoroz. anzunehmen. Dieser abgrenzung, wonach der Senefelder- Bund die Reises, Arbeitslosen- fammlungen, in welchen Genosse Hoffmann über den Brotwucher gehabt." beantwortet werden. " In Vorschlag wurde von feiten der Kaffenvertreter dahin aufgefaßt, unterstützung und Umzugskosten fallen läßt und dies dem Vereinsprach, würden Resolutionen in schärfster Fassung gegen den neuen Zollals hätten die Apotheker de facto einen Rezepturrabatt von der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands tarif und die nimmersatte Habgier der Sunker angenommen, folie 15 Broz. angeboten, davon war natürlich gar keine Rede, überläßt. Im Rechenschaftsbericht wird weiter auf verschiedene Ein- auch die Petition gegen den Brotwucher mit zahlreichen Untersonst hätte ja auch der erwähnte Antrag durchaus keinen Sinn griffe der Behörden hingewiesen, welche teilweise darauf gerichtet schriften versehen, die auch besonders in der Gegend von Husum von find, den Senefelder- Bund in seiner Thätigkeit zu hindern und zu Klein- und Großbauern bereitwilligst unterschrieben wurden. Ju Das letztere iſt ganz unzutreffend. In der Diskussion über die verbieten, ehe selbiger nicht die staatliche Genehmigung als Ver- önning und Tondern, in welchen Genosse Hoffmann über Anstellung der erwähnten Enquete sahen die Stassenvertreter vor- ficherungsgesellschaft nachgesucht habe. Eine vom Vorstand nach- das Thema Durch Bildung zur Macht" sprach, wurden zu denen sich zahlreiche Anrabaits ab und machten ihre Zustimmung nur davon abhängig, daß hörden nicht genehmigt resp. blieb bis jetzt seit 1899 unberücksichtigt. wefende ſofort zum läufig von ihrer grundsätzlichen Stellung in der Frage des Rezeptur gesuchte Genehmigung als Versicherungsgesellschaft ist von den Be- Bildungsvereine gegründet, Eintritt meldeten, so daß auch hier die Apotheker sich unter allen Umständen vorher bereit erklärten, Zur Beit schwebt dieserhalb eine Berufungsklage in Halle wegen der focialdemokratischen Lehren geschaffen sind. an der nordischen Wasserkante Vorposten für Verbreitung ein equivalent"( gleichwertige Vergünstigung) für einen Rezeptur eines von der Polizei verfügten Strafmandates. Ganz besonders rabatt in noch strittiger Höhe zu gewähren. Eine weitere Frage ist, Nach dem vorliegenden Kaffenbericht hatte die Allgemeine Inter- intereffant gestaltete sich die Versammlung in Hadersleben dicht an ob die Kaffenvertreter wirklich, wie Herr M. behauptet, nur durch ein fügungstaffe des Bundes seit 1. Oktober 1899 bis 1. April 1901 eine der dänischen Grenze, einer Stadt mit einer fast get bände: „ absichtlich insceniertes Mißverständnis“ zu der Annahme gelangen Gesamteinnahme an Beiträgen und Eintrittsgeldern von 211 806,30 m. Bevölkerung, hier sprach Genosse Hoffmann über, waterland ar konnten, daß ein solches" equivalent" in Höhe von 15 Proz. dazu ein Bestand von 89 650,49 W., so daß eine Gesamteinnahme liebe". Minutenlange Unterbrechungen durch stürmischen Beifall Rezepturrabatt seitens der Apotheker anfänglich bereits zugestanden von 301 456,82 M. zu verzeichnen war. Dem steht eine Ausgabe zeigten, daß es der Referent verstand, ben Zuhörern aus dem Herzen jci, und diese Frage fann gerade an der Hand des Stenogramms ven 200 231,35 m. gegenüber. Bestand am 1. April 1901 zu sprechen, besonders als er den Köllerkurs und die neuesten Ausweisungen unter der Stichmarkeder Köller ging der 101 225,47 Mt. Die allgemeine Invalidenkaffe vereinnahmte in derselben Beit Stöller tam" scharf geißelte, war der Beifall ein allseitiger. Da 1899 von 170 712,70 M. Dem steht eine Ausgabe von 37 583,89 M. Abgeordneten vor einer Neuwahl zum Reichstage ſteht, boffer die an Beiträgen 2c. 59 688,20 M., dazu ein Bestand vom 1. Oktober Hadersleben( 1. Schleswigscher Wahlkreis) infolge Ablebens des dänischen gegenüber, so daß hier am 1. April 1901 ein Bestand von dortigen Genossen von der Versammlung eine nachhaltige Wirkung. In Flensburg, wo Genosse Hoffmann am Mittwoch, den 6. Novbr., 192 817,01 M. zu verzeichnen war. Der Mitgliederbestand betrug am 1. November 1901 7970 Mit- prach, endete die Versammlung mit einem begeisterten dreifachen Proletariat. daß die Herren Apotheker den Herren Vertretern der Kassen zu- glieder; gegen 1. Oftober 1899 eine Zunahme von 1418 Mitgliedern. Hoch auf das laſſenbewußte, Berliner Von den angenommenen Beschlüssen ist zu erwähnen, daß der Durch freundliche Bermittelung eines Berliner Genossen hatte Genoffe Gebietsabgrenzung wegen die Altersgrenze zum Beitritt von 40 Hoffmann telegraphisch die Nachricht über den Ausfall der Berliner auf 30 Jahre herabgesetzt wurde. Bis zum 1. Juli 1902 werden Stadtverordneten Wahl erhalten, dessen Verkündigung einen wahrnoch Mitglieder bis 40 Jahre aufgenommen. Die in Frage der haft stürmischen Jubel hervorrief. Die Schleswig- Holsteiner GeGebietsabgrenzung im Princip angenommene Abstimmung legte fest, noffen find, wie vor allem die Berichte in der Kieler Volkszeitung" daß im Senefelder- Bund Kranken-, Jnvaliden- und Witwen- Unter- beweisen, mit den Resultaten der Agitationstour sehr zufrieden und ftigung sowie Sterbegelder gezahlt werden. Einige darauf hin- erwarten eine nachhaltige Wirkung. gielende Anträge, Arbeitslosen und Reise- Unterstützung sowie Aus dem Parteileben. Der socialdemokratische Verein von Umzugskosten einzuführen resp. beizubehalten, wurden gegen 1 Stimme Ottenfen hatte im letzten Jahre, wie in der Generalversammlung abgelehnt. berichtet wurde, eine Einnahme von 6704 M. und eine Ausgabe von Der Beitrag bleibt in alter Höhe( 50 Pf. pro Woche) bestehen. 5324 M. In der Versammlung führte dann der Bericht über die Um den Liebenswürdigkeiten der Behörden zu entgehen, wurde im Aufhebung der Ausschließung des Genossen Winkelmann durch Statut der Passus aufgenommen: Unterstüßung tann" gezahlt das Schiedsgericht zu längeren Auseinandersetzungen. Durch die werden. Ebenso wurden Bestimmungen getroffen, daß alle Unter- Aussprache wurde die Sache schließlich als erledigt angesehen. fügungen„ freiwillige" find und den Mitgliedern kein klagbares Recht Der socialdemokratische Verein für den 2. Hamburgischen Danach hat während der Einigungsverhandlungen Herr Dr. Meißner selbst ausgeführt: „ Die Herren( nämlich die Apotheker) haben also wohl ben guten Willen, bei der Nachrechnung des Materials der Kassen den Rezepturrabatt resp. auf andrem Wege diejenige Quote zu erreichen, die die Kassen als wünschenswert annehmen. Ich nehme also an, nächst überlassen, eine Quote nach vernünftigem Ermessen an reichen. zusetzen und wollen sich bemühen, diese Quote möglichst zu erHabe ich Sie recht verstanden? ( Buruf von seiten der Apotheker: Jawohl!)" Und als dann die Apotheker von den Raffenvertretern auf gefordert wurden, ihrerseits die Quote zu präcifieren, antwortete schließlich Herr Marggraff: reichen." " darauf zusteht. Partei- Nachrichten. " Die heutige Forderung betrifft doch nur einen Rezeptur rabatt, aber über die Höhe ist noch nicht debattiert worden. Gs Es soll auf Vorschlag des Herrn Vorsitzenden und der Herren Obmänner ein Erempel gemacht werden, und um zu einem Resultat zu tommen, muß man doch das erforderliche Material haben. Uns stehen aber die Rechnungen der Krankenkassen und die betr. Beläge nicht zur Verfügung. Um nun aber zu einem möglichen Resultat zu kommen, würde ich es nicht für gerechtfertigt halten Wahlkreis hatte im 3. Quartal d. J. eine Einnahme von 5796 m.) auf 25 Prozent zu beharren. Teilen wir doch, nehmen wir die Neben dem bisher angestellten Beamten Dietrich- Frankfurt wurde und behielt einen Kassenbestand von 3250 M. Es wurde deshalb größere Hälfte, also 15 Prozent das ist wohl das höchste, was als zweiter Beamter Lange- Offenbach mit 2000 W. jährlich an- beschlossen, 2000 m. an die Hauptkasse in Berlin abzuführen und gewährt werden kann." Ja weiter, als dann die Frage auftauchte, ob von der„ Kassen- gestellt. Die nächste Generalversammlung findet in drei Jahren in 500 m. dem Agitationsfomitee für die Provinz zu bewilligen. Staffel statt. Wegen der mit den östreichischen und andren aus- Eine Kreisversammlung für den elften sächsischen Reichstaxe" oder der privaten Handverkaufstage ausgegangen werden solle, ländischen Vereinen bestehenden Gegenseitigkeit wurde beschlossen, tags- Wahlkreis( Wurzen) erklärte fich einstimmig mit den Beschlüssen regte Herr M. an, die Staffentare gemäß den Wünschen der Apotheker den Ostern 1902 in Wien tagenden Kongreß der östreichischen Ver- des Parteitages einverstanden. Die Einnahmen des Kreis- Verzu nehmen, dafür aber etnen Rezeptur- Rabattsag von 20 Proz. der eine graphischer Fächer mit einem Delegierten zu beschiden. trauensmanes betrugen 737 M. Es wurden eine größere Anzahl Rechnung zu Grunde zu legen. Der Vertreter des Vereins der Lithographen, Steindrucker und öffentlicher Protestversammlungen gegen die Chinapolitik und gegen Supponieren Sie dies, und rechnen Sie die Quote der Er- Berufsgenoffen Deutschlands, Sillier- Berlin, gab zum Schluß den Brotwucher abgehalten. Flugblätter wurden 30 000 und Kalender sparnisse aus, welche Ihnen nach Durchrechnung eines bestimmten seine Freude über die gefaßten Beschlüsse fund. Dadurch ist der 6500 verteilt. கமர் Beitabschnittes in einem Normal- Geschäftsjahr resultiert, und die bauernde Friede zwischen beiden Organisationen gesichert. Im Schluß- Auch eine Parteiversammlung in Gera erklärte sich mit den Apotheker werden Mittel und Wege finden müssen, dies zu erwort des Borsigenden der Generalversammlung, Wöhring- Berlin, Beschlüssen des Lübecker Parteitages einverstanden. Wir könnten diese Citate noch vermehren; wir wollen andrer- äußerte auch dieser sich in zustimmendem Sinne. Zur Agitation unter den Dänen. In Rücksicht auf die Bea feits nicht verschweigen, daß bei ganz ruhiger und sehr sorgfältiger dürfnisse der Arbeiter dänischen Stammes in Schleswig führt die Durchficht des Stenogramms also bei einer Betrachtungsweise, für Buchhandlung der Schleswig- Holsteinischen Bolts- Zeitung" von jezt welche die erregte mündliche Verhandlung keinen Raum gab daneben ab auch dänische Parteilitteratur und offeriert deshalb besonders pereinzelt Stellen zu finden sind, die vielleicht eine Deutung Parteilitteratur. Im Verlage der Buchhandlung empfehlenswerte Werke im Annoncenteil. in dem zuletzt von den Apothekern gewollten Sinne zulassen; in dem Vorwärts erscheint in nächster Zeit eine Agitationsschrift: Zurücknahme einer Klage. Wegen der am 24. Juli d. I. Sinne nämlich, daß nur eine Rechenquote festgestellt werden sollte, Krach, Krise und Arbeiterklasse. Von G. Bernhard. Schon von den Genossen Siebert und Neuß in Nürnberg gegen den nicht aber eine Quote fil für die von den Apothekern bewilligten Ver- auf dem Lübecker Parteitag sollte die Krisenfrage zur Erörterung Genossen Scherm erhobenen Beschuldigungen hatte letzterer Begünftigungen. gebracht werden, an der Ueberlastung der Tagesordnung ist der Jedenfalls beweisen aber die oben citierten Stellen das eine Antrag gescheitert. Unterdessen hat die Krisis leider noch an Be- leidigungsklage erhoben. Durch die Intervention der socialdemo= ganz unwiderleglich: es gehört in der That schon etwas dazu, wenn deutung gewonnen, ihr Verheerungsfreis erweitert sich von Tag zu fratischen Landtagsfraktion wurde jedoch Scherm bestimmt, die Klage Herr Marggraff am Schluffe der Berhandlungen von Werdrehungen" Tag. Da ist es wohl angebracht, in einer zusammenfassenden Da ist es wohl angebracht, in einer zusammenfassenden zurückzuziehen. Die Sache wird nun vor einem Partei- Schiedsund Unterschiebungen" sprach und wenn Herr Meißner in dem oben Schrift die Fäulniserscheinungen der bürgerlichen Gesellschaft zu gericht, das in den nächsten Tagen zusammentreten wird, verhandelt wiedergegebenen Sinne von einem abfichtlich inscenierten Wiß erörtern, die Korruption der bürgerlichen Börsenpresse, den Zu werden. verständnis der Kaffen" schreibt. llns ist es mehr als zweifelhaft, sammenhang der Hypotheken- und Bankschwindler mit der frommen ob hier wirklich Weißverständnisse" obwalteten und ob nicht die Hofflique und neben diesen Erscheinungsformen die Ursachen der Meinungsverschiedenheiten einfach dadurch zu erklären sind, daß Strifis, ihre Einwirkung auf die Lage der Arbeiterklasse und daneben die Wortführer der Apotheker versehentlich mit ihren letzten die Aufgaben, welche der gewertschaftlichen OrganiBugeständnissen früh herausgeplagt sind und dies Bersehen dann fation wie der politischen Agitation gestellt sind. zu nachträglich wieder gut machen wollten. Sind es verſtänduiſſe“, dann sind sie nicht hervorgerufen durch den bösen die Barteigenossen einen bedeutenden Achtungserfolg. Unfre drei burcher MißGemeindewahlen. In Fürstenwalde a. d. Spree erzielten Willen der Kaffenvertreter, sondern durch die geradezu phänomenale Randidaten erhielten 194 bis 177 Stimmen, während die bisherigen Ungeschicklichkeit des Herrn Marggraff, man fann vielleicht sogar Vertreter mit 390 bis 385 Stimmen wiedergewählt wurden. Im sagen, durch seine gänzliche Untauglichkeit für solche Verhandlungen. Jahre 1897 hatten wir bis 80 Stimmen, während 1899 von einer Herr Meißner aber kann mildernde Umstände dieser Art für Bestätigung ganz abgesehen wurde. sich nicht geltend machen. Er hat beweisen die Citate die Apothekererklärungen zunächst genau ebenso aufgefaßt, focialdemokratischen Kandidaten 142 und 137 Stimmen, die Gegner In Eisenberg( Sachsen Altenburg) erhielten die beiden wie dies die Kassenvertreter gethan haben, als dann allerdings Herr 150 und 142. Es mußte um ein Mandat gelost werden, das leider Marggraff diese Auffassung als irrig bekämpfte, hat Herr M. mit der Anempfindungsfähigkeit des Polonins das Ramel für ein Wiefel, u Gunsten des Gegners entschied. In Geschwenda( Schwarzburg Sondershausen), berühmt und den Wiesel für einen Elephanten erklärt. Das verleiht ihm aber nicht das Recht, den Nafsenvertretern, die glücklicherweise nicht mit geworden dadurch, daß dort den Mädchen der Wirtshausbesuch versolcher Figigkeit ihre Auffassung ändern können, ein abfichtliches Mig- boten ist, wurde ein Barteigenoffe in den Gemeinderat gewählt. In Hagen in Westfalen wurde der Genosse Breil als erster verständnis vorzunverfen, weil dieselben genau dieselbe Ansicht Socialdemokrat in das Stadtverordneten- Kollegium gewählt. In Die Versammlung eines Vereins wird selbstverständlich noch auch am Schlusse der Verhandlungen vertraten, wie Herr Meißner Merscheid Ohligs behaupteten unsre Genossen ihre beiden nicht dadurch zu einer öffentlichen, daß eine oder die andre Person am Anfang. Es ist übrigens nicht das erste Mal, daß Herr Dr. Meißner, Mandate. In dem Dorfe Sieker bei Bielefeld eroberten unsre zugelassen wird, die noch nicht Mitglied ist; es kann auch ebenso der als Herausgeber und Mitbefißer eines medizinischen Annonzen Parteigenossen ein Mandat in der dritten Klaffe und blieben in der selbstverständlich einem politischen Verein nicht untersagt werden, blattes in engen geschäftlichen Beziehungen zu Apothekerkreisen steht, weiten Stlasse nur um eine Stimme hinter dem siegreichen Gegner Angelegenheiten ist ja der Zwed eines politischen Vereins. Des öffentliche Angelegenheiten zu erörtern. Die Erörterung öffentlicher zurüd. zu Gunsten der Apotheker in der medizinischen Presse das Wort ers smedialling and merkwürdigste an der Verfügung ist aber, daß das Lokal dann als greift. Bereits zu Beginn des Kampfes wurde vielmehr Herr M. Einen opferwilligen und tapferen Mitkämpfer dürften die ungeeignet zu der Versammlung gelten soll, wem öffentliche Andurch einen in der Bert. Aerzte- Korr." veröffentlichten Aufjaz in Parteigenoffen in Reichenbach in Sachsen in der Person des gelegenheiten darin erörtert werden sollen. eine längere Diskussion mit dem Vertrauensarzt der„ Central Genossen Robert Müller verloren haben. Müller entfernte sich Ein Lokal kann aus baus oder gesundheitspolizeilichen Gründen fommiffion", Dr. Curt Freudenberg, verwidelt. Jm Berlaufe vergangenen Sonnabend aus seiner Wohnung, um noch etwas zur Ansammlung einer großen Menschenmasse ungeeignet sein; es dieser Erörterungen erklärte Dr. Freudenberg mehrere Zahlen, frische Luft zu schnappen" und ist bis jetzt nicht wieder zurück- kann sogar aus solchen Gründen ungeeignet sein zur Vera das 3 Polizeiliches, Gerichtliches ufiv. - Die baupolizeiliche Bedenklichkeit öffentlicher Angelegens heiten. In Kretzschau bei geit war eine Abteilung des Social demokratischen Vereins für den Beizer Kreis gebildet und wollte am 10. November eine Vereinsversammlung abhalten. Der EinAmtsvorstand in Gladitz. berufer erhielt auf die Anmeldung folgenden Bescheid: Gladiz, den 8. Nov. 1901. Auf die Anmeldung einer Versammlung des politischen Vereins Herrn " Socialdemokratischer Verein für den Reichstags Wahlbezirk Naumburg Weißenfels- Beiß, Bahlstelle Kretzschau" für den 10. November, nachmittags 3 Uhr, im Nuckeschen Restaurant in Kretzschau wird hiermit mitgeteilt, daß, falls in der Besammlung öffentliche Angelegenheiten erörtert( werden) oder Nichtmitglieder Zutritt haben, die Versammlung hiermit polizeilich untersagt werden muß, indem die Nucefchen Lokalitäten als zu öffentlichen Versammlungen ungeeignet erscheinen. Der Amtsvorsteher. A. Otto." wieder mit einer Massenaussperrung antworten? Vielleicht bringt| Angelegenheit zur näheren Untersuchung dem Filialvorstand zu überman in einer nächsten Zuchthausvorlage auch noch einen Paragraphen weisen, der dann Bericht darüber zu erstatten habe. an, der den Arbeitern in Lohnstreitigkeiten das Recht der Civilklage abspricht! anstaltung eines Tanzvergnügens. Aber wenn es von der Besprechung beispielsweise eines Tanzvergnügens nicht einfällt, dann kann es doch von der Besprechung einer politischen Angelegenheit auch nicht einfallen. Die socialdemokratische Agitation hat zwar schon die sonderbarsten Polizei- Einfälle zur Folge gehabt, aber Hauseinfälle Bei der Gewerbegerichtswahl in Höchst a. M., welche am noch nicht. Dienstag, den 12. d. M., stattfand, wurde die Arbeitnehmerliste des -Durch einen kritischen Bericht über eine Gerichts: Geverfichaftsfartells glatt gewählt. Von 998 eingetragenen Wählern verhandlung soll der Redacteur der„ Rhein. Westf. Arbeiter- 8tg.", übten 412 ihr Wahlrecht aus. Außerdem wurden acht Kandidaten Genosse L. Scheibe, einen Beugen, den Gerichtsberichterstatter der Arbeitgeberliste des Gewerkschaftskartells neben vier des freider Tremonia" beleidigt haben und dafür wurde er vom Schöffen- finnigen Gewerbevereins zu Beisigern gewählt. gericht zu 30 M. Geldstrafe verurteilt. Es hatte sich in der fraglichen Verhandlung um den Genossen Lebius gehandelt. Durch eine Notiz darüber in der„ Tremonia" war Scheibe erst zu seinem angeblichen beleidigenden Artikel veranlaßt worden. Gewerkschaftliches. 80 Lohnherabsehungen und Arbeitszeit- Verkürzungen. Ein Bild darüber, wie in den Zeiten der Krise das Unternehmertum es versteht, den Profit hochzuhalten und das sogenannte Unternehmer- Risiko auf die Arbeiterschaft abzuwälzen, geben die von allen Seiten einlaufenden Meldungen über Lohnherabsetzungen und Arbeitszeit- Verkürzungen. Wie wir schon berichteten, verteilt die Aktiengesellschaft für Eisengießerei und Maschinenfabrikation vorm. Freund u. Co. zu Charlottenburg trotz schlechten Geschäftsganges eine Dividende von 12 Broz. Wenige Tage, nach dem dieser Beschluß gefaßt war, wurde den ca. 600 Arbeitern des Betriebes bekanntgegeben, daß vom 4. November ab eine zehn prozentige Lohnkürzung eintreten werde, obgleich die Löhne der genannten Firma nicht zu den hohen zu rechnen sind. Achtung, Holzarbeiter! Ueber die Firma S. Jürgens in Braunschweig ist die Sperre verhängt.- Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. In der humanistischen Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula der Werderschen Ober: Realschule, hält am Sonntagvormittag 101 Uhr, Herr Dr. Rudolf Benzig den 6. Vortrag des Vortragszyklus: Das Baterunser. 6. Versuchung". Damen und Herren haben freien Zutritt. Marktpreise von Berlin am 13. November 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Cir. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelsleisch Butter * Belgen, gut D.- Str. " In einen Abwehrstreik wegen Lohnabzugs find die Handschuh- Gerfte, gut macher der Firma Möller in Arnstadt getreten. Eine versuchte Einigung scheiterte an der Hartnäckigkeit der Fabrikanten. Einige töafer, gut Nichtverbandsmitglieder haben sich mit den Streikenden solidarisch erklärt. " Fier Karpfen Nale 7-141,70 1,20 1,40 1" " 1,70 1,30 1,80 1, " " 1,60 1, 2,80 2, 60 Sint 540 240 1 kg 2,20 1,20 " " Noggen, gut mittel gering " 14,10 14,08 mittel " " 14,06 14,04 gering mittel gering 14,02 14,00 14,40 13,70 13,60 13,00 12,90 12,30 16,40 15,80 2,50 1,20 miltel 15,70 15,10 Bauder 2,50 1,20 " gering 15, 14,50 Hechte 2,00 1, " 7,32 7, Barsche 1,80 0,80 8,60 6, Schleie 2,80 1.20 40,- 25, 50,- 25, 60,- 30, Bleie Krebse 1,40 0,60 per Shot 16,- 3, Nichtsroh Hel Die Buchdrucker- Gehilfen in Ansbach haben erklärt, daß sie wegen Ungunft der Zeiten" auf eine Erhöhung des Lokalzuschlages Grbsen aerzichten. Sie fürchten nämlich, daß sonst viele Ansbacher Druck- Speisebohnen bufträge an Nürnberg verloren gehen würden und sie ihre Stellungen Linsen ,, erlieren könnten. Ansland. Internationales Bergarbeiter- Komitee. im * ab Bahn. † frei Wagen und ab Bahn. Auf starkes Drängen Lamendinis des Vertreters internationalen Bergarbeiter- Komitee, hat sich nach einer uns zugehenden Privatmeldung endlich der Sekretär desselben B. Pickard Barnley entschlossen, dasselbe nach einem englischen Küstenort für diese Woche telegraphisch einzuberufen. Der deutsche Bergarbeiter- 1/ 2 M. höher; Roggen war durchschnittlich 14 M. gebessert. Mehl lag still Verband hat L. Schröder und H. Möller dahin delegiert. Aus der Frauenbewegung. Produktenmarkt vom 14. November. Getreide. Die Umsätze am Getreidemarkt waren heute sehr gering, doch neigten die meisten nominellen Notierungen zur Festigkeit, da England und Amerika höhere Preise meldeten. Vom Julande zeigte sich überdies etwas bessere Warefrage, die bei der Verteuerung der amerikanischen Weizenofferten schwer zu be friedigen war. Matteres Destreich- Ungarn blieb unbeachtet. Bei fleinen Umfägen im Lieferungshandel notierte Weizen vorne wie gestern, Mailieferungen und unverändert, Tendenz zu Gunsten der Käufer. Hafer behauptete bei ruhigem Verkehr seine gestrigen Preise, während Mais auf Amerita etwas höher notierte. Rüböl unverändert still. Schluß Spiritus unverändert; 70er loco 33,20 m. und Brief. für Getreide wieder schwächer. In der Emaillier Anstalt, Silesia" zu Breslau beabsichtigt man, allen Arbeitern, die einen Stundenlohn von 20 Pf. und mehr verdienen, zehn Prozent vom Lohn abzuziehen, bei Den Accordarbeitern machen die Abzüge bis zu 40 Prozent aus. Diese Abzüge werden ebenfalls begründet mit der schlechten Lage des Geschäftes. Die Arbeiter haben dort allerdings vom schlechten Geschäftsgange bisher nichts gemerkt. Es werden immer neue Emaillier Oefen aufgestellt, Ueberstunden eingelegt und Nachtarbeit verrichtet. Auch ist kein Lager vorhanden. Aus den Düsseldorfer Fabriken werden Lohnabzüge Arminhallen, Kommandantenstr. 20, statt. Herr Dr. J. Hirschfeld tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. über Lohnabzüge gemeldet. Das Piedboefsche Werk daselbst wird über die Hygieine des Kindes referieren. Gäste willkommen. hat jetzt folgenden Ütas angeschlagen: = Im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklaffe hielt am Montag Herr Dr. Beutler ein sehr interessantes und mit lebhaftem Beifall aufgenommenes Referat über die Alkoholfrage. Die nächste Vereinsversammlung findet am 25. November in den Rochmals fünf Prozent! Im Vorjahr wurden nämlich schon einmal fünf Prozent abgezogen; macht zusammen zehn Prozent. Dazu kommen 331/8 Proz. Abzug für zwei ausfallende Arbeitstage, so daß das Einkommen der Arbeiter bei Pied boef, wo der durch schnittliche Tagelohn 3,50 M. beträgt, sich um mehr als 40 Proz. vermindert hat. Der Vorstand. Da es uns nicht möglich ist, unsre Erzeugnisse zu Preisen Die Forderungen der Dienstboten, wie solche seit längerer zu verkaufen, welche nicht bedeutende Verluste mit sich bringen, Beit in der Deffentlichkeit vertreten werden, wird der Verein der find wir genötigt, nochmals fünf Prozent abzuziehen. Berliner Dienstherrschaften und Dienstboten in einer Petition dem Auch find wir gezwungen, wegen Mangel an Arbeit die Woche Reichstag unterbreiten. Er erhielt den Auftrag dazu von einer nur vier Schichten zu machen. Wer unter diesen Veröffentlichen Versammlung von Dienstboten und Hausfrauen, in der hältnissen nicht arbeiten will, kann sofort seine Papiere be- Fran Marquardt und Frau Deutsch die Forderungen nochmals erörterten und begründeten. Die wesentlichsten dieser Forderungen, tommen." worden die auch von der Socialdemokratie längst vertreten sind: Abschaffung der Gesinde Ordnung, Abschaffung der Dienstbücher, Kranken- und Unfallversicherung für Dienstboten, Ausdehnung der Zuständigkeit der Gewerbegerichte auf Streitigkeiten aus dem Dienstverhältnis. Die Petition wird im Reichstag die Zustimmung der Socialdemokraten, aber keiner andren Partei finden. Bei der Firma Krupp wurde ca. 40 Lenten in der Sazachsendreherei gekündigt, daneben wurde aber in der fünften mechanischen Werkstatt eine höchst originelle Strafform eingeführt. Wer nämlich von den Hilfsarbeitern dortselbst am Montag zu spät kommt, darf dafür die ganze Woche keine Ueberstunden machen. Offenbar eine neue Krupp'sche Wohlfahrts- Einrichtung! D in Die Alfensche Portland Cement Fabrit Uetersen hat den Klinkerschiebern 20 Broz. abgezogen. Auch den Klieten und Kohlenrauschiebern sind bedeutende Abzüge gemacht worden. Da auch die Arbeitszeit im Winter auf acht Stunden herabgesetzt ist, trifft der Lohnabzug die Arbeiter um so schwerer. M In der erwähnten Versammlung soll es zu heftigen Auseinander fetzungen zwischen Dienstboten und Hausfrauen gekommen sein. Es wird überdies auch mitgeteilt, daß die industrielle Krisis den Mangel an Dienstboten stark beeinträchtigt habe, da sich jetzt maffen haft Arbeiterinnen um Dienststellen bewürben. Wenn das richtig ist dann dürfte auch und es hat viel Wahrscheinlichkeit für sich die Begeisterung mancher Hausfrau" für Besserstellung der Dienstboten gar bald berrauchen. . Versammlungen. = Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners. Streitfrage Japan. Nein. R. Strasburg. Dagegen ist nichts einzuwenden. O. F. B. Bierzehntägige Kündigungsfrist besteht, falls nichts andres P. G. S. O. Der vereinbart ist, ohne Rücksicht auf die Lohnform. Gerichtsvollzieher fann pfänden; die Ehefrau muß dann, um den Verkauf ihres Eigentums zu hindern, die Interventionstlage erheben und EinN. B., Utrechterstraße. Ein Abzug ist zulässig. stellungsantrag stellen. Bertha 200. Der schlechte Gang des Geschäfts berechtigt den Mieter nicht zum einseitigen Rücktritt des Vertrages. A. N. O., Negrebma, Storchshöh, Oschersleben, Maschinenmeister: Ja. F. N. 31. Nein. K. A. 1,25 bis 1,50 m. täglich werden als angemessener Ersatz für Wohnung und Kost eines Dienstmädchens erachtet. . S. 67. 1. Ja. 2. Rein. 3. Nein; was Sie anführen, ist überhaupt tein Scheidungsgrund. A.. 119. Zur Zahlung sind Sie verpflichtet. Gine Ehescheidungsflage würde vor Ablauf von 3 Jahren faum Erfolg haben, da die Untreue als Folge der Geistestrankheit erachtet würde. Höhlke 101. Falls in Ihrem Vertrage nichts Gegenteiliges vereinbart ist, hat der Wirt die durch Zufall zersprungene Scheibe machen zu lassen. E. A. 7. 1. Die Nachzahlung gilt als zulässig. 2. Die Eltern des zuerst Verstorbenen und der Ehegatte sind Erben des zuerst, die Eltern des sodann Verstorbenen sind Erben dieses zuletzt verstorbenen Gatten. C. 23. 100. 1. Ja. 2. Nein. Die Kündigung für ein Arbeitsverhältnis mit sechswöchentlicher Frist zum Quartalsersten must spätestens am 17.( int Schaltjahr am 18.) Februar, 19. Mai, 19. Auguft oder 19. November erklärt werden, um gültig zu sein. 11. 14. Wenden Sie sich an einen Kammer: jäger. J. V., G. M. 100, Eismat. 1. u. 2. Ja. Besizer ist nach wie vor zur Erhaltung des Bauns verpflichtet.-. Ja. Witterungsübersicht vom 14. November 1901, morgens 8 11hr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter winembe 739 SSO 3 Regen Hamburg 738 SSW 3 Regen 740S Berlin 4 bedeckt 745 SW 749 W 6 bedeckt 7 bedeckt Nebel Temp. n. C. 5º C.= 4º R. Stationen Barometers fland mm richtung Wind Windstärke 7 paparanda 759 Still 7 Betersburg 756 SO 753 NNO 9 Sort 747 S 8 Aberdeen 9 Baris 111 2. Der Wetter Temp. 11. 6. 15° C.= 4° R. bedeckt-16 1 bedeckt 35lb.bed. 2 4hlb.bed. 749 Still Wetter Prognose für Freitag, den 15. November 1901. Kühler, vielfach heiter, aber noch veränderlich mit Niederschlägen und Berliner Wetterbureau. Die Braunschweiger Maschinenbau- Anstalt setzte im Einverständnis mit den Arbeitern die Arbeitszeit auf 6 Stunden Eine öffentliche Tabakarbeiter Versammlung fand am täglich fest, nicht im Einverständnis mit denselben drückte sie aber Dienstag bei Nümann, Brummenftr. 188, statt. Die Versammlung auch die Arbeitslöhne auf 28-30 Pf. pro Stunde herab, ja, den erhob sich zunächst zu Ehren des verstorbenen Genossen Lehrlingen, denen je nach Dauer ihrer Lehrzeit Schichtlöhne Dr. Schoenlant von ihren Plätzen. Rosenthal nahm von 50 Pf. bis 1 M. gezahlt werden, sind von ihrem Verdienst bei dann das Wort zur Abrechnung. Nachdem dieselbe verlesen Einführung der fürzeren Arbeitszeit genau nach Stunden und von den Revisoren ihre Richtigkeit bestätigt worden Dabei berechnete Lohnabzüge gemacht worden! war, erfolgte seitens der Versammlung die Decharge- Erteilung. Sodann Franff/ M. zahlte diese Fabrit ihren Aktionären im letzten Berichtsjahr noch erstattete Sollege Butry den Bericht über die bisherige Thätigkeit München 20 Prozent Dividende gegen 18 Prozent im Vorjahre. der Kommission. Er berührte dabei den Streik der Finsterwalder Wien Gegen die Arbeitszeitverkürzungen an sich wird sich kaum etwas Kollegen, sowie denjenigen der Firma Schefflenberg, den von einwenden lassen, wenn dieselben lediglich den Zwed haben, Massen: Nordhausen, den Sortiererstreit der Firma Juhl usw. Der Bericht entlaffungen von Arbeitern während der Krise zu vermeiden. Wenn gipfelte darin, daß die Thätigkeit der Kommission trotz der ihr frischen nordwestlichen Winden. es aber nun schon schlimm genug ist, daß die Arbeiter die Kosten gezogenen engen Grenzen und der geringen Beteiligung an der VI. Wahlkreis. dieser Arbeitszeitverkürzung aus eigner Tasche zu tragen haben, roten Starte wohl eine zufriedenstellende gewesen sei. Nachdem die Bersammlung Kenntnis davon genommen, wurde ein Antrag De chand während sie an dem Gewinn während der günstigen Konjunktur angenommen. Derselbe lautet:„ Die heutige öffentliche Versammlung der Am Sonntag, den 17. November, abends 6 Uhr, im Teineswegs in gleicher Weise participierten, so zeugen die Herab- Tabalarbeiter Berlins beschließt von einer Wiederwahl der Komfegungen der Stunden löhne bei gleichzeitig verkürzter Arbeitszeit mission Abstand zu nehmen und die bisherigen Arbeiten dieser Kom von einem derartig tiefstehenden socialen Empfinden unsres Unter- mission den Bevollmächtigten des Tabalarbeiter- Verbandes zu über. nehmertums, daß uns die parlamentarische Ausdrucsfähigkeit fehlt, tragen. Im aber mit der gesamten Arbeiterschaft Berlins in ständiger ein solches Gebahren genügend zu kennzeichnen. Und dabei sehen Fühlung zu sein und so vorkommendenfalls die Interessen der Tabakwir folche Lohnkürzungen teilweise bei Werken erfolgen, wo der durch arbeiter nach jeder Richtung hin wahren zu können, werden die jedie Krise verursachte Notstand noch keineswegs seine Wellen bis in weiligen Delegierten zur Gewerkschaftskommission zu Vertrauensmännern erhoben." die Kreise von Aufsichtsrat und Aktionären geschlagen hat. Die Phrase vom Unternehmerrifiko zerschellt an den nackten Thatsachen; auch das Risiko schlechten Geschäftsganges trifft den Arbeiter min destens ebenso wie den Unternehmer, wenn das Unternehmertum cs nicht gar versteht, dieses Risiko auf den Arbeiter allein abzuwälzen. Berlin und Umgegend. Händler und Händlerinnen! Kolberger Salon, Kolbergerstraße Nr. 23: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers M. Schütte fiber:„ Der Ursprung der Erde." 2. Disfuffion. Nach dem Vortrag: Geselliges Bei220/ 12* Bezüglich der Vertreter der Tabatarbeiter in der Gewerkschafts- sammensein. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Kommission führte dann Rosenthal noch aus: Die Tabakarbeiter hätten bereits eine Mitgliederzahl von ca. 600 und wären berechtigt, Achtung! Bürstenmacher. Achtung! laut Reglement der Berliner Getverkschaftskommission, sich in derfelben Durch einen zweiten Delegierten vertreten zu laffen. Er Am Sonntag, den 17. November, vormittags 10 Uhr, im unterbreitet der Versammlung einen dementsprechenden Antrag, welcher angenommen wird. Als zweiter Delegierter wurde Butry Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: gewählt. Zum Schluß forderte Stiefel die Anwesenden auf. Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Wurm über:„ Gewerb 3. Verschiedenes. 127/16 licher Gesundheitsschus, insbesondere die Milzbrandgefahr." 2. Diskussion. Alle Jutereffenten find hierzu freundlichst eingeladen. Es ist Pflicht aller Kollegen, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Die Branchenkommission. Achtung! Achtung! Maurer Rixdorfs. Adtuna Sonntag, den 17. November, nachmittags 2% Uhr: für die noch, circa 300 ausgesperrten Tabafarbeiter in Nordhausen Wie Ihr alle wißt, ist unsre Lage durch die heutige Krisis eine tüchtig weiter zu sorgen, damit dieselben vor der größten Not bewahrt bleiben. Alsdann machte er noch aufmerksam, daß man jedender elendeſten. Außerdem droht uns immer noch das Gespenst der falls bei der Beratung des Zolltarifs auch den Tabak mit einer bißchen Existenz, welches wir heute noch haben, zu vernichten. Der eine jebe Belastung des Tabaks Stellung zu nehmen und sich zur Kommission ist es durch eifrige Agitation gelungen, die Gegner, Wahrung der Berufsintereffen im Deutschen Labakarbeiter- Verband Avelche glaubten, uns mit einem Schlage vernichten zu fönnen, zum Stillschweigen zu bringen. Aber diese scheinbare Ruhe ist nur die zusammenzuschließen, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Der Verband der Graveure und Eifelenre hielt am 5. NoRuhe vor dem Sturm. Die unterzeichnete Agitations Kommission der Händler und vember eine Mitgliederversammlung ab. Vor Eintritt in die TagesHändlerinnen appelliert nun an die Kollegen und Kolleginnen, fie in ordnung erhob sich die Versammlung zu Ehren des verstorbenen über ungerechtfertigte Schädigung im Handel der Kommission mit Bruno Schoenlant von den Plätzen. Unter Geschäftlichem Leitartikel Hoffmeister verfaßte geteilt werden, damit derselben bei geeigneter Gelegenheit genügend wurde Material zur Verfügung steht. Ferner ersucht die Kommiffion die Kollegen Nr. 21 des Fachorgans start fritisiert. Hierzu stellte Stollege und Kolleginnen, sich der Organisation der Händler anzuschließen, Siewert folgende Resolution: Dem Delegierten zur außerlichen Rampfe". 2. Disfuffion. welche unter dem Namen„ Verein der zielbewußten Händler und ordentlichen Generalversammlung ist ein umgebundenes Mandat dem Zwecke gegeben, auf der Generalversammlung Geschäftsinhaber Berlins und Umgegend" existiert. Nur durch eine zu starte, geschlossene Organisation ist es möglich, etwas zu erreichen. zu Tage tretenden besseren Ansichten Gehör zu schenken. Geschehen In einer demnächst stattfindenden öffentlichen Versammlung sollen die Zwecke und Ziele dieser Organisation erörtert werden. Agitiere jeder schon heute für den Besuch dieser Versammlung! ihrem schweren Kampf zu unterstützen, indem alle etwaigen Beichwerden Mitgliedes erm. Rabina sowie des verstorbenen Genossen Versammlung sämtlicher organisierten Maurer mit Frauen Die Agitationskommission der Händler und Händlerinnen Berlins und Umgegend. J. A.: P. Trunsch, Rückerstr. 2. Deutsches Reich. der von in derartige Einwürfe nicht, so erwartet die heutige Versammlung von den Vertretern der hiesigen Zahlstelle eine mannhafte Vertretung aller angenommenen und eine ebenfalls so entschiedene Bekämpfung aller in hiesiger Bahlstelle abgelehnten Anträge. Die Resolution wurde mit großer Majorität angenommen. Hoffmeister gab den Bericht über die in einzelnen Werkstätten von der Agitationskommission vorgenommene Revision. Da Hoffmeister sein Amt in der Agitationsfommission niederlegte, eine Neuwahl aber nicht zu stande Aufs Pflaster geworfen wurden die sämtlichen Arbeiter fam, wurde dieselbe bis zu einer der nächsten Versammlungen ver der Schiffswerft von Blohm u. Voß in Hamburg, welche die be- tagt. Alsdann wurde der Bericht des Gewerkschafts- Delegierten von Brückner und dem Vertreter desselben, seiling, gegeben. tannte selage auf Schadensersatz wegen der Aus Zum Bericht der Bibliothekare ist zu bemerken, daß die Bibliothek Sperrung der Werftarbeiter gegen die Werftbefizer, auch im vorigen Quartal von 51, im letzten von 71 Kollegen in Anspruch gegen Blohm u. Voß, angestrengt haben. Es handelt sich um sechs genommen wurde. Unter Verschiedenem wurden Mißstände in der Werden Werkstätte Schulte und bei der Firma Priester 1. Eid Arbeiter, die in den letzten Tagen entlassen worden sind. die Herren Werftbefiker auch auf die bevorstehende Massen klage fritisiert. Hierzu wurde ein Antrag Siewert angenommen, die im Lokale des Herrn Lanckner, Bergstraße 151-152. Tages- Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Mesch über:„ Die Frau im wirtschaft: 144/16 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Gesangverein Freie Sänger" wird die Versammlung durch Gesang eröffnen und schließen. Nach Schluß: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Guten Besuch erwartet Die örtliche Verwaltung. Freitag, den 15. November 1901, nachmittags 1 Uhr: Grosse öffentliche Musiker- Versammlung in Dräfels Festfälen, Neue Friedrichstr. 35. Tages Ordnung: 1. Die Lage der Civilmusiker Deutschlands und wie stellt sich der Deutsche Musiker- Verband zur Hebung der wirtschaftlichen Lane der Mufiler?" Referent: Kollege Kuban- Breslau, 2.„ Die Wahrheitsliebe des Deutſchen Zu dieser Versammlung sind alle Berliner Musiker, speciell die des Muſiker- Berbandes." Referent: Kollege Wille- Hannover. 3. Freie Diskussion. Vereins Berliner Musiker" und ganz besonders das Präsidium des " Deutschen Musiker- Verbandes" eingeladen. Der Einberufer: G. Schonert, Eichendorffstr. 22 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung, Theater. Freitag, 15. November. Opernhaus. Die Walküre. Anfang 71/2 11hr. Schauspielhaus. Der wilde Reut lingen. Anfang 72 Uhr. Nenes Opern Theater( Kroll). Luther. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Lysanders Mädchen. Sierauf: Die Komödie der Irrungen. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Der Biberpelz. Anfang 72 11hr. Berliner. Nacht und Morgen. Anfang 72 Uhr. Leifing. Zaza. Anfang 72 Uhr. desidenz. Sein Doppelgänger. Im Coupé. Anfang 72 Uhr. Neues. Das Ewig- Weibliche, Anfang 7 Uhr. Westen. Don Juan. Anfang 71/2 11hr. Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. Ausang 8 Uhr. Central. Der Seckadett. Anfang 71 Uhr. Thalia. Ein tolles Geschäft. An: fang 7 Uhr. Luisen. Schiedsmann Hempel. fang 8 1hr. Carl Weiss. Das Schloß Meer. Anfang 8 1hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Urania. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Ueber den Wolken Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Horwarths wunderbare 6 Liliputaner mit ihren kleinsten Pferden der Welt und Pracht- Equipage! Achtung! Achtung! Arbeitslose! Montag, den 18. November, vormittags 10 Uhr, Acht große Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute Freitag, abends 8 Uhr: Sitzung der Orts- Verwaltung im Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15. Sonntag, den 17. November, vormittags 10% thr, im Lokale des Herru Schössler, Stromstraße 28: Bezirks- Versammlung für Moabit. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Koblenzer. 2. Diskussion. 3. Verbands angelegenheiten und Verschiedenes. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 127/15 Die Ortsverwaltung. Arbeitslosen- Versammlungen Verband der Sattler. in folgenden Lokalen: Norden: Ballschmieder, Badstraße Str. 16. Mitglieder- Versammlungen der Berliner Filialen: Kösliner Hof, Köslinerstraße 8. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 80. Nr. 27e. Carl Weiss- Theater. Centrum: Englischer Garten, Große Frankfurterstr. 132. = AnBolts Vorstellung: fleine Preise. Parkett 60 Pf. am Offenbach- Cyklus. Perichole, die Straßenfängerin. Anf. 7. uhr. Belle Alliance. Frizz Reuter. Die beiden Reichenmüller. Anfang 8 Uhr. Berlin WCafino Theater. 0 Berlin N. Specialitäten. An: fang 8 Uhr. Alexanderstr. Often: L. Keller, Koppenstraße Nr. 29. Das Schloß am Meer. Südosten: Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Romant. Schauspiel in 5 Aften von D. Walter. Regie: 2. Gudia. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Der Rattenfänger von Hameln. Abends: Berliner Rangen. Sonntag: Berliner Rangen. Kottbuser Konzerthaus Sanssouci, rake a. Westen: Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Tagesordnung in allen Versammlungen: Apollo- Theater. Die gegenwärtige Krise, die Arbeitslosigkeit und wie ist Abhilfe möglich? Metropol. Specialitätenvorstelling. Mit kolossalem Erfolg! Abends 9 Uhr: Schön war's doch. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. König Aqua. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten: Vorstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali # täten Vorstellung. König Aqua mit dem Luftballett ,, Grigolatis". Ferner: 8 auserlesene Specialitäten. Referenten: Reichstags- Abgeordnete J. Auer, R. Fischer, W. Pfannkuch, M. Schippel, A. Stadthagen, E. Wurm, F. Zubeil und Stadtverordneter Th. Glorke. Arbeiter und Arbeiterinnen! In Aubetracht der Wichtigkeit dieser Versammlungen ersuchen Reichshallen. Stettiner Sänger. Kassenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. vir um zahlreiches Erscheinen. Anfang 8 11hr. Valaft. Specialitäten- Vorstellung. Großstadtzauber. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Ueber den Wolken. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Freitagabend 8 uhr: Lysanders Mädchen. Historisches Lustspiel in einem Aft von J. V. Widmann. Hierauf: Die Komödie der Irrungen. Luftspiel in 3 Aufzügen v. Shakespeare. Sonnabendabend 8 Uhr: Hans Huckebein. Passage- Theater. Anfang Wochentags 5 Uhr, Sonntags 2 Uhr. Ende 11 Uhr. Lotte Sebus der neue Stern der Variétébühne. Auftreten 10 Uhr. 55 Mascagni Italienisches Opern- Trio. Auftreten 9 Uhr 30 Min. 300/ 5* Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Tischler- Verein zu Berlin. Sonnabend, 16. November, abends 8 1hr, Melchiorstraße 15: Hof", Neue Roßstraße 3. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Rein. 2. Diskussion. 159/3 Filiale 1 am 16. November, abends 8½½, 1hr, im„ Engliſchen 3. Berschiedenes. am 16. November, abends 8½ 11hr, bei Buske, Filiale 2 Filiale 3 am 19. November, abends 8 Uhr, im Gewerk Filiale 4 Grenadierstrasse 33. schaftshaus, Engel: llfer 15, Enal 7. am 16. November, abends 8½ 1hr, im Gewerk: schaftshaus, Engel- fer 15, Saal 7. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vorstände. Achtung! Achtung! Große Versammlung aller Mitglieder der Renen Maschinenbauer- Krankenkasse ( Fabrikkasse) am Sonntag, den 17. November, im ,, Palast Theater"( früher FeenBalast), Burgstr. 22. Eingang Wolfgangstraße. Tages Ordnung: 1. Das Urteil des Reichsgerichts in unsrer Klage mit der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft und die Weiterflage im Verwaltungsstreitverfahren" und was bezwecken unsre Anträge zur außerordentlichen General verfanimlung am 11. Dezember d. J." Referent: Reichstags: Abgeordneter Arthur Stadthagen. 2. Die Erhöhung der Beiträge und des Krankengeldes und die Ergebnisse des Apotheken- Boykottes. Referenten: Kollegen Gries und Albrecht. 3. Verschiedenes. 292/15 Jeder Delegierte ist verpflichtet, für regen Besuch der Ver fammlung zu sorgen. Die Kommission der Delegierten. J. A.: E. Naumann, Landsberger- Allee 147. Achtung! Vergolder. Achtung! Verband der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter n. Arbeiterinnen Deutschlands( Filiale Berlin). Montag den 18. November, abends präcise 8 1hr, in den Armins Hallen, Kommandantenstraße Nr. 20( großer Saal): Versammlung. Mitglieder Bersammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Joh. Rain. 2. Diskussion und Vereinsangelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder, Gäste( auch Frauen) haben Zutritt. Regen Besuch erwartet Der Vorstand. 201/1 Die 24 Togomädchen Achtung, Bretterträger u. Brettschneider! mit ihren Gesängen um 10 Uhr 30 Min. 16 erstkl. Nummern! Theater Sonntagnachmittag 35: Schall und Rauch, Die Braut von Messina oder: Die feindlichen Brüder. Sonntagabend 8 Uhr: Jugend. Central- Theater. Heute 7 Uhr in prächt. Ausstattung ( nur noch 3 Aufführungen): Der Seekadett. Operette in 3 Atten von R. Genée. Morgen und folgende Tage: Der Seekadett. Mittwoch, den 20. d. M.( Bußtag) Mit hoher Bewilligung: Geistliches Konzert. Anfang 7 Uhr. Thalia- Theater. Unter den Linden 44. Sonntag, den 17. November, vorm. 10% Uhr: Mitglieder- Versammlung im Lokale Holzmarktstraße 72. Tages Ordnung: 1. Vortrag und Diskussion.( Der Referent wird in der Versammlung Freitag, den 15. November 1901, bekannt gemacht.) 2. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. abends 82 Uhr: Premiere. Bruderherz von Ellié de Bassan. Familien- Idyll von Méténier. Unbelauschte Momente von R. Vallentin. Kasperle- Theater von R. Vallentin. von R. Presber. Herbstzauber Abschluss von Nordhausen. Jedes Mitglied ist verpflichtet, sein Buch in Ordnung zu haben wegen Der Vorstand. 84/19 der Ausgabe der Billets zum Maskenball. Cirkus Busch Novbr., Casino- Theater. Freitag, 15. tovor, abends 7 Uhr: Lothringerstr. 37. U. a.: Gastspiel der ,, Fougères". 912 Uhr. Berlin N. Berlin W. Ein tolles Geschäft. auf. Woch. 8 Uhr. Sonut. 7½ Uhr. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Paula Worm in 8 Berwandlungen. Guido Thielscher in 11Verwandlungen. Fritz Helmerding als Wolzogen. Junkermann, Bojé. Anfang 72 Uhr. Sonntag, 17. November, nachmittage 3 Uhr: Kleine Preise: Liane, die zweite Frau. Metropol- Theater. Zum 84. Mal: Schön war's doch. Gr. Berliner Ausstattungsposse mit u. Tanz in Sonntag, nachm. 3 Uhr: fleine Breise. Der Raub der Sabinerinnen. Reichshallen. Stettiner Sänger. Bosco". Meysel. Britton. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Große Vorstellung. Broses Elefanten und Brandenburg. Palast- Theater ( früher Feen- Palast) Burgstr. 22. Direktion: Winkler ut. Fröbel. Freitag, den 15. November 1901: Ganz Berlin staunt über das durchweg neue Sternen- Programm. Um 9 Uhr. Novität. Um 9 Uhr. Die allabendlich mit jubelndem Beifall aufgenommene große Ausstattungsburleste Grossstadtzauber Hugo Luftig- Dir. Rich. Winkler. Anfang Puuft 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf von 11-1 Uhr. Todes- Anzeige! Allen Genossen und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß meine inniggeliebte Frau und unfre gute Mutter Frau Emilie Schulz geb. Lehmann nach langjährigem Leiden an einer heimtückischen Lungenfrankheit am Mittwochmittag 12 Uhr entschlafen ist. Die Beerdigung erfolgt Sonn: tag, den 17. November, nachm. 112 Uhr, vom Trauerhause ( Glashütte in Köpenick) aus. Robert Schulz, mader, nebst Kindern. Todes- Anzeige. Hiermit die traurige Nachricht, daß mein vielgeliebter Mann, unser Vater, Bruder und Dufel, der Former Hermann Lubbe am 7. b. M. im 44. Lebensjahre am Blutsturz plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, Tages Ordnung: 1. Ergänzungswahlen zum Filialvorstand. 2. Vortrag über:„ Der Boytott gegen England und unsre Stellungnahme dazu." Referent Kollege 226/7 H. Späthe. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. In Anbetracht der Hochwichtigen Tagesordnung erwartet einen zahlreichen Besuch Der Vorstand. Versammlung aller bei Juuungsmeistern beschäft. Klempnergesellen Berlins Freitag, den 15. November, abends 8½ thr, im Gewerkschaftshause, Engel Ilier Nr. 15. Neuwahl von zwei Beisitzern und zwei Beifizer- Stellvertretern für den 18256* Gesellen- Ausschuß der Klempner- Innung. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorsitzende des Gefellen- Ausschusses: W. Suppé. Steinarbeiter! Sonntag, den 17. November, nachmittags 1 1hr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 101/9 1. Kündigen wir unsren Tarif? 2. Neuwahl des GewerkschaftsDelegierten. 3. Verschiedenes. 192/7 Bahlreichen Besuch, erwartet Der Vertrauensmann. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 1hr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Betriebs- Werkstätte für Knaben- Konfektion. Gustav Lafer, Brunnenstr. 84. Knaben- Anzüge und Paletos in grösster Auswahl zu Engros- Preisen. Anfertigung nach Maß in kürzester Zeit. Großes Stofflager. 27879* 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzlos. BahnBühne 2 M. 1 Mr. Blomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7. Uhrmacher, den 15. November, nachmittags 2 1hr, Franz Reinfeldt, Gr. Frankfurterstr. 105, vom Schauhauſe, Hannoverscheſtraße, aus nach dem Himmelfahrts- Kirchhof, Nieder- Schönhausen, statt. Die Hinterbliebenen. empfiehlt fein Lager in Uhren und Goldwaren. Reparaturen billigst unter Garantie. 2601 E. Thomas a. c. J., Josephi Cirkus A. Schumann. Deutsche Konzerthallen. Herren- Vortrag Puppen- Fabrik H. Bender. G. E. de Veré. Frid- Frid. !! Bender als Saharet!! Auftreten der neu engagierten Specia Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. reitag den 15. November 1901, abends präc. 712 Uhr: Große außerordentl. Vorstellung. litäten, sowie sämtlicher Clowns und Auguste mit ihren neuesten Entrees und Intermezzos. Vorführung der an erkannt unerreicht dastehendenOriginal Sanssouci breffuren des Direttors Alb. Schumann. Kottbuserstr. 4 a. Wiederauftreten von Adolf Hoffmann. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Soiree: Tanz. Anfang Sonntags 7 Uhr, bon 5-7 Uhr Konzert. Entree 50 und 75 Pf. Wochentags Anfang 8 Uhr, Entree 30 u. 50 Pf. Wochentags Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Alle andern Tage bleiben bie Säle zu Festlichkeiten und Ver: fammlungen fret. Ferner die wunderbar dressierten Elefanten Mr. Thompsons. An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. Specialität.- Doppel- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften. Special- Ausschank der + Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, über:" Sogenannte unheilbare Män nerleiden". Freitag, den 15. Novemb., abends 81/2 Uhr, in Brochmanns Gesellschaftshaus, Weberstr. 17. Nur für Herren! Eintritt frei! Otto Kreyssig Brunnenstrasse 119, Laden und 1. Etage. 2654L Grösstes Special- Geschäft für Puppen. Berliner Bock- Brauerei. Achtung! Zimmerer. Achtung! Vorzügliche Küche. Gut gepflegte Biere. Stürmischen Beifall entfesseln all- W. W. Noacks Theater. Leistungen des Amerikaners Sonntag, den 17. November, vormittags 10 Uhr, bei Gohn( großer Saal), Beuthstr. 20: Mitglieder- Versammlung Mr. Chester Johnstone. Philippine Welser. des Vereins der Zimmerer Berlins u. Ümgegend. Zum erstenmal auf dem Kontinent. Zum Schluß zum 35. Mal, der Schauspiel in 5 Aften von D. v. Redwitz. Schiager der Satson: Quer durch Varis ( A Travers Paris). Schlußatt: Nordseebad Scheveningen. Sonntag: 2 große Vorstellungen. Sonnabend: Die Giftmischerin von St. Tropez. Tages Ordnung: 258/2 1. Abrechnung vom legten Stiftungsfest und Vereinsangelegenheiten. 2. Vortrag über: Der Militarismus und die Socialdemokratie. Referent: Genosse Waldeck Manasse. 100 Mille Cigarren 3. Diskussion. 4. Gewerkschaftliches. follen schnell p. Staffe verkauft werden. 16536* Klosterstr. 72 of L Der Vorstand. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert zahlreiches Erscheinen der Mitglieder Achtung! Die reicbaltige und neu ergänzte Bereins- Bibliothet steht den Mitgliedern zur Verfügung. Achtung! Achtung! Socialdemokratischer Verein im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreise. Am Sonnabend, 16. November, abends präc. 8 Uhr, in den Räumen ,, Schweizergarten" am Königsthor Freireligiöse Gemeinde ( Zum Besten des Baufonds) Sonntag, den 17. November 1901 Feier des 5. Stiftungsfestes. in Kellers Feſtſälen, Koppenſtr. 29. Kunter- Buntes- Theater! Vokal- und Instrumental- Konzerte ausgeführt vom ,, Berliner Konzert Orchester" unter Leitung des Herr G. Graf. Feltrede. 245/ 17* Auftreten der„ Berliner Volkssänger- Gesellschaft Lewandowsky" 2c. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Billets a 25 Pf. find in den mit Plakaten belegten Handlungen und bei den Bezirksführern zu haben. Um zahlreiche Beteiligung bittet Aktien- Brauerei Friedrichshain vorm. Lipps. Sonntag, 24. November( Totensonntag) WWW Konzert WWW veranstaltet von den Gesangvereinen ,, Kreuzberger Harmonie" ,,, Norddeutsche Schleife" und ,, Sorgenfrei"( M. d. A.-S.-B.) Leitung: Musikdir. H. Bleil. Mitwirkende: Berliner Tonkünstler- Orchester Leitung: Herr F. v. Blon. Frau Petterson- Münich, Konzertsängerin. Herr A. Pfitzner, Oratoriensänger. Auserwähltes Programm! Zur Aufführung gelangt u. a.: Max Bruch: Frithjof, Oratorium für Männerchor, Orchester und Solostimmen. Anfang 6 Uhr. Eröffnung 5 Uhr. Freunde und Gönner bestens eingeladen! Kinder unter 10 Jahren haben keinen Zutritt. Das Reservieren der Plätze ist nicht gestattet. Eine Wiederholung des ,, Frithjof" findet am 3. Weihnachtsfeiertage statt. 66/8 Socialdemokrat. Wahlverein Rigdorf. Sonnabend, den 16. November 1901, im Apollo- Theater, Hermannstr. 49: Stiftungs- Fest, bestehend in Das Fest- Komitee. Mitteilung der Molkerei Genossenschaft Rheinsberg an Herrn Wilhelm Rosner, Berlin, Banfftr. 53 a. Rheinsberg i. M., den 14. November 1901. Hiermit bescheinigen wir Ihnen auf Ihren Wunsch, daß nicht Sie, fondern der Milchhändler Fritz Rosner, Rostocerstr. 42, unsre Milch gepachtet hat, und zwar bis zu 2000 Liter mit Weber- Weberbrette unter persönlicher Leitung des Direktors E. von Ungezogen. Sämtliche Nummern des Programms find von Dichter- Fürffen der Gegenwart und Vergangenheit! und werden dargestellt von den ersten Künstlern und Künstlerinnen der Zukunft. ( Ausgeführt ausschließlich von Kindern der Gemeinde.) Dazu Grosses Konzert bom welchem Suantum wie in einer Berliner Sinfonie- Orchester Weise der Centrale verpflichtet find, und keine Prozente von Milch an die Centrale dieser trok zahlen, trotzdem wir von Herrn Fritz Rosner pro Liter 13½ Pf. erhalten. Der Vorstand unter persönlicher Zeitung des Dirigenten Herrn M. Fischer. Nachher: GROSSER BALL. 18815 9101 Anfang des Konzerts präcise 5 Uhr. der Molkerei Genossenschaft Rheinsberg. Wer Darlehen oder Hypothek sucht, verlange Prospett von Geld! S. Sittner. Co., Hannover B. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Herren- Anzüge, Paletots eleg. Ausführung bei nur gering. Teilz. Konzert, Gesang, Vorträgen, lebenden Bildern und Tanz. J. Kurzberg, Raubsbergerstr. 13, Auftreten des beliebten Berliner Ulk- Trio, fowie des Gesangvercins ,, Melodia"( Mitgl. b. Arbeiter- Sängerbundes). ,, 12 Jahre Verbannung", ausgeführt von Mitgliedern des Arbeiter- Radfahrervereins Rigdorf. Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. Warnung! Seit einiger Zeit haben Reisende einer anderen Firma ihre und noch bazu minderwertigen Produkte als Genossenschafts- Tabat usw. verkauft. Ju Zukunft werden wir derartige Schwindeleien gerichtlich verfolgen. Wir bitten die Konsumenten, nur solchen Kautabat zu verlangen, wo in jedem Röllchen ein Bettel mit folgender Firma enthalten ist: Nordhäuser Kantabatarbeiter- Genossenschaft ( E. G. m. b. S.). 265/17 Unser alleiniger Generalvertreter für Berlin und Vororte ist mur Wilh. Boerner, Berlin, Ritterstr. 15. Möbel- Fabrik Lager kompletter zu Fabrikpreisen u. Wohnungs- Einrichtungen empfiehlt Eigne Werkstätten 1 Julius Apelt, Skalitzerstr. 6, Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. am Kottbuser , Thor.[ 2406L* parterre. 26562* Herren- Kragen, rein leinen, garantiert 4 fach, fämtliche neue Façons, in allen Weiten Stück 15 Pf., fo lange der Borrat reicht. Geschlossene Kragen per Dutzend 3 M.. 3 M. 50 Pf. Manschetten, prima, garantiert 4fach, 12 Dutzend 2,25 Mark, Oberhemben, Serviteurs, Kra watten in größter Auswahl. Tricotagen, Strümpfe. Detallverkauf zu Engrospreisen. Ernst Marcuse. Münzstrasse 23. 26241* Große Betten 12 M. ( Dberbett, Unterbett, zivet Kiffen) mit gereinigten neuen Federn bet Guftas Lustig. Berlin S., Bringens ftraße 46. Breisliste toftenfrei. Biele Anerkennungsschreiben. 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Tageweise Bimmer Manteuffel: Rahmenmacher verlangt Kristan, 18766 16736* ftraße 5, linter Seitenflügel I. rechts.| Rottbuser Ufer 32. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Juferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin Plüschsofa, wie neu, 50,00, efe: Malgkraftbier, blutbildend, ganter Trumeauspiegel mit Stufe 40, Blutarme, Brustkraute, Schwächliche, Muschelspiegel 10, Kleiderschrank, Ver: Gewichtszunahme, bessere Gesichts: tito, alte Bettstelle mit Feder: farbe, überraschend, 14 Flaschen matrage 10,00, alte Kommode 10, 3 Mart, 1/18 Tonne 3,50 exflufive. Delgemälde, Regulator, mehreres Nicht Flaschenzahl, Qualität entPortertellerei spottbillig, Gartenstraße 148, vorn I scheidet. +136 Bernauerstraße 119. ints. Kostümröcke von 5,00 an fertige nach Maß, jede Art Damenschneiderei Ringler elegant, billigst Schöneberg, Kaiser 134/ 2* Friedrichstraße 15, Laden. Der Arbeits- Nachweis der Vergolder all befindet sich int Zimmer Gewerkschaftshaus, 8. Telephon: Amt Vila No. 6672, und ist geöffnet von 8-10 vormittage werktäglich. Die Vermittelung ist 226/8 tostenfrei. J. A.: G. Hahn.' Nr. 268. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 15. Bovember 1901. das heißt 11 tommandanten Brandmaier und des Gendarmen Scheidler ,, An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!" Die Verwaltung der Wöchnerinnen- Abteilung der Königs lichen Universitäts- Frauenklinik in der Artilleriestraße läßt hinsichtlich der Zulassung von Strankenbesuch eine Vorsicht walten, die durchaus nicht notwendig scheint. Mehr als zwei Besucher dürfen nicht gleich. zeitig am Bett der Kranken anwesend sein. Diese Anordnung mag gewiß geboten erscheinen. Andern aber als den nächsten Verwandten wird der Zutritt zu den Kranken überhaupt verBlatt durchflogen. Wer eine für ihn passende Arbeitsstelle angezeigt Bei der Wahl von 2 Mitgliedern in das Kuratorium der FachDer Nanbmordprozeß Kueißl. findet, beeilt sich, dieselbe zu erreichen, und zwar schnell, denn die schule für Photographen kamen die Klagen der Photographen Zahl der Bewerber ist groß, und von wenigen Minuten fann es ab- über die Konkurrenz solcher Warenhäuser zur Sprache, welche Aus Augsburg wird uns vom 13. November geschrieben: hängen, ob man die ausgeschriebene Stelle erreicht, bevor sie durch sich mit der Herstellung billiger photographischer Erzeugnisse te Augsburg und noch mehr dessen ländliche Umgebung steht voll- einen Schicksalsgefährten besetzt ist. Das ist kein Arbeit suchen, schäftigen. ständig unter dem Eindruck des Prozesses. Man könnte fast sagen, nein, das ist im wahren Sinne des Wortes eine Jagd nach Kneißl ist der Held des Tages, denn er soll bei den Dorfbewohnern Arbeit, bei der der jugendkräftige, schnelle Läufer die besten Aus- der bei den letzten Stadtverordnetenwahlen zweimal, und zwar im Unser Parteigenoffe Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht, des ganzen Gebiets, in dem er gehauft hat, als eine Art Held sichten hat, während der ältere, abgerackerte Arbeiter, deffen Beine 32. Wahlbezirk und 45. Wahlbezirk( Moabit) gewählt worden ist, hat gelten und zwar ganz besonders deshalb, weil er es verstanden den Wettbewerb mit denen der jüngeren Kollegen nicht mehr auf dem Magistrat angezeigt, daß er die Wahl für den 45. Bezirk hat, sich so lange Zeit seiner Verhaftung zu entziehen. Es nehmen fönnen, ins Hintertreffen gerät. Freilich, die meisten der III. Abteilung annimmt. Im 32. Wahlbezirt, umfassend die Stadt herrscht bei der hiesigen Bevölkerung feineswegs ein Geist Arbeitsuchenden brauchen an solchen Wettläufen nicht teilzunehmen. begirte 229-236( Anklamer, Schwedtere, Ruppinerstraße usw.), muß der Auflehnung gegen die Gesetze oder die öffentliche Sie haben nichts im Blatte gefunden. Niedergeschlagen tehren sie Ordnung, aber eine große Abneigung gegen die Grünröde", langfamen Schrittes heim, um am nächsten Tage, und wer weiß ein Hausbesiger gewählt werden. Die Wahl dürfte Anfang Dezember stattfinden. gegen die Gendarmen. Deshalb ist ist man noch wie oft, wiederum auf die Jagd nach Arbeit und Brot zu gehen. allgemein der Ansicht, der Wahrspruch der Geschworenen wird den Aus dem Fenster seines behaglichen Zimmers schaut der bes Mord verneinen, sondern höchstens auf Todschlag lanten. Im häbige Bürger auf dies Treiben herab: Eine Strifis giebt es nicht, übrigen soll der Vorsitzende des Schwurgerichtshofes, Oberlandes: die Behörden wissen nichts davon, also find die Taufende und Abergerichtsrat Rebholz, die Absicht haben, die Verhandlung, deren tausende von Arbeitslosen doch wohl nichts andres als arbeitsscheues Beginn auf morgen( Donnerstag) vormittag halb 9 Uhr angefeßt Gesindel. ist, allen sensationellen Beigeschmacks zu entkleiden. Fest steht jedenfalls, daß weder der Tod des Vaters Kneißls noch die Gefangennahme des Angeklagten Erwähnung finden wird, zumal diese Die Zunahme des jugendlichen Verbrechertums weigert. Es kommt sehr oft vor, daß Perfnnen, die eine weite Dinge mit der eigentlichen Anklage feinerlei Beziehung haben. Das hat den Berliner„ Verein zur Besserung der Straf- Reise nicht gescheut haben, um einen solchen Besuch abzustatten, gegen dürfte die Frage, ob und inwieweit der Mitangeklagte, gefangenen" in seiner Generalversammlung beschäftigt. Die unverrichteter Sache wieder abziehen müssen. Es ist wohl zu verFledlbauer Rieger, an der Ermordung des Stations Frage ist in der That sehr ernst. Von 1882 bis 1898 ist die Bahr stehen, daß bei Bulaffung von Krankenbesuch weitgehendste Rücksicht Da Kneißl behaupten soll, er habe die Gendarmen nicht töten, son- ausführte, von 30 719 auf 47 512 gestiegen. Dabei hat die angethan, ungünstig auf das Befinden der Kranten einzuwirken. beteiligt ist, einen sehr breiten Raum in der Verhandlung einnehmen. Der Verurteilungen Jugendlicher, wie Oberstaatsanwalt Jfenbiel auf das Befinden der Kranken genommen wird, doch erscheinen die hier durchweg angewandten Maßregeln allzu hart, ja sogar dazu dern nur kampfunfähig machen wollen, um Gelegenheit zum Ent- 8 ah I der Rückfälligen besonders start qu Aber nicht nur Rücksichtnahme auf die dort untergebrachten kommen zu finden, so soll eine örtliche Augenscheinnahme in dem genommen. Das spricht nicht gerade für die Wirksamkeit der Kranken, sondern auch„ moralische" Erwägungen eigenartiger Natur Dorfe Jrchenbrunn in dem Hause des Flecklbauern in Aussicht verhängten Strafen, und gegenüber solchen Ergebnissen begreift spielen bei der Zulassung oder Abweisung von Besuch eine Rolle. genommen sein. Angesichts dessen und in Berücksichtigung des Um- man es, wenn auf Mittel zur Abhilfe gesonnen wird. Einem Manne, der als Bräutigam feine in dieser Anstalt be= standes, daß etwa 150 Beugen und eine Anzahl Sachverständige zu Die Vorschläge, die der Vortragende hierzu machte, bewegten findliche Verlobte besuchen will, wird der Zutritt zu seiner Braut bernehmen sind, dürfte sich die Verhandlung bis in die nächste Woche sich sämtlich auf dem Gebiete der Strafrechtspflege. An- und seinem Kinde verweigert. Daß jedoch die Verwaltung auch dann, hineinziehen. Aus diesem Grunde hat auch der Vorsitzende bereits erkennend soll hervorgehoben werden, daß er die Prügelstrafe wenn es gilt, das" sündhafte" Geld eines solchen Mannes anzueinen Ersazrichter in der Person des Landgerichtsrats Folget nehmen, aus denselben moralischen Erwägungen solches zurückbestellt. Die ordentlichen Beisiger sind die Landgerichtsräte Maier verwirft. Für unwirksam hält er andrerseits auch den bloßen Bergewiesen hätte, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Die Brattiund Edelmann. Es ist eine sehr große Zahl von Zeitungsweis, auf den gegen die Jugendlichen so oft erkannt worden, ohne zierung derartig mittelalterlicher Anschauungen steht der Verwaltung berichterstattern eingetroffen und es hat begreiflicherweise ein daß ihnen die Bedeutung dieses Strafmittels flar sei. Oberstaats- eines modernen Instituts nicht besonders zu Gesichte. förmlicher Ansturm nach Eintrittskarten stattgefunden. Der Mutter anwalt Jfenbiel empfiehlt, das Strafalter von 12 Jahren des Angeklagten neigl soll ohne weiteres auf Ansuchen auf 10 Jahre herabzusegen, aber dann die Jugendlichen Anlegung einer neuen Straße geplant worden, durch die nicht nur Zur Verbindung der Oliwaer- und Knieprodestraße ist die ein bevorzugter Play eingeräumt worden sein. Seneißl soll voll einer besonderen Jugend- Strafbehörde zu überweisen, eine bessere Verbindung geschaffen wird, sondern auch die dortige ständig wiederhergestellt sein und mit großer Ruhe seinem ferneren deren Urteile nicht in das Strafregister kommen dürfen, und gleich Gegend der Bebauung erschlossen wird. In nicht allzu ferner Zeit Schicksal entgegensehen. Das Untersuchungsgefängnis, in dem die Angeklagten untergebracht sind, ist etwa 15 Minuten vom Justiz- zeitig einen möglichst umfangreichen Gebrauch von der bedingten wird dort, voraussichtlich in der Oliwaerstraße, eine neue Feuerwache gebände entfernt. Es sollen daher die größten Vorsichtsmaßregeln e gu adigung zu machen. für einen Dampfsprißenzug der 1. Compagnie erbaut werden müssen, getroffen sein, um die Angeklagten ungefährdet vom Untersuchungs- Daß der Erziehung bei der Bekämpfung des jugendlichen zur Erhöhung der Feuersicherheit jener Gegend und des Central gefängnis nach dem Schwurgerichtssaal zu transportieren. Verbrechertums die wichtigste Rolle zufällt, wurde zwar von Vieh- und Schlachthofes. Aus Augsburg wird über den gestrigen Beginn der Ver- dem Vortragenden nicht verkannt. Er ging aber den Folge- Beauftandete Stadtverordnetenwahl. Gegen die Wahl des handlungen telegraphiert: Heute vormittag begann vor dem hiesigen rungen, die sich hieraus ergeben, aus dem Wege. Das ist erklär- Landtags- Abgeordneten Redacteur Karl Goldschmidt I in der II. Ab= Schwurgericht der Prozeß gegen den Raubmörder Kneißl und Ge- lich; denn diese Folgerungen weisen auf Reformen hin, von teilung des 9. Wahlbezirks( Stadtbezirke 79-113 und 138-140) schworenen, sich nicht durch angebliche Stimmungen in der weil sie einschneidender und für die bürgerliche wegen verschiedener Unregelmäßigkeiten von mehreren Personen beim Nach einer Aufforderung des Vorsitzenden an die Ge- denen unsre bürgerlichen Socialreformer nicht viel wissen wollen, Bahlokal: 80. Gemeindeschule, Wrangelſtr. 128, ist wegen angeb licher Wahlbeeinflussung, wegen unzulänglichkeit des Wahllokals, Bevölkerung, noch durch 8eitungsartitel beirren zu Gesellschaft unbequemer find als eine Aenderung der Magistrat Einspruch erhoben worden. laffen, erfolgte der Aufruf der 122 vorgeladenen Zeugen. noffen. Tokales. B Strafrechtspflege. Es giebt kaum eine andre sociale Erscheinung, bei der in gleicher Deutlichkeit wie bei der Erscheinung des jugendlichen Verbrechertums die Unhaltbarkeit der Verhält nisse, in denen ein großer Teil der besiglosen lassen zu leben gezwungen ist, hervortritt. Zur Lokalliste! Wiederholt ist schon darauf hingewiesen, daß Bereine in Lokalen ihre Festlichkeiten abhalten, welche der gesamten Arbeiterschaft zu Versammlungen nicht zur Verfügung stehen. Abhilfe wäre zu erwarten von einer rechtzeitig bes Trotzdem versuchen diese Vereine, in Arbeiterkreisen ihre Billets ab- wahrenden Fürsorge. Wo diese gefehlt hat, da darf man zusetzen. Wo dieses Auerbieten gemacht wird, ist dieses unbedingt sich nicht wundern, wenn nachher alle Strafmittel wirkungslos bleiben. zurüdzuweisen. Es veranstaltet der Naturheilverein Berlin V. Aber wer soll die Fürsorge ausüben, wer soll das heranwachsende am Sonnabend, den 23. November in Kühns Festsälen, Niederwallstraße sind bewahren, wenn es in einer Familie aufwächst, die als Familie ein Vergnügen, ebenso hat am Sonntag, den 24. November( Toten Sonntag) der Schäfersche Gesang und Musikverein der Elfer bei Keller, Neue Philharmonie, Köpnickerstr. 96-97 ein Konzert. Diese Vergnügungen find strengstens zu meiden, da diese Säle der Arbeiterschaft zu Versammlungen nicht zur Verfügung stehen und ersuche die Parteigenossen, hiervon Notiz zu nehmen. Die Lokalkommission. Auf dem Arbeitsmarkt. " wurde gestern abend 5/2 Uhr in der Wienerstraße, nahe bei der Von einem Straßenbahnwagen der Firma Siemens u. Halste Forsterstraße, eine ältere Frau überfahren und so schwer verVerunglückten konnte nicht festgestellt werden. legt, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Der Name der bruch zuzog. Zwei Aerzte bemühten sich gleich um die Verunglückte, legten ihr einen Verband an und ließen sie in das Krankenhaus am urban bringen. Dort starb sie aber an den Folgen der Verlegung. VorDie Angelegenheit des Frl. Milpacher, bei welcher es fih Mitgliedes eines deutschen Fürstenhauses handelt, dürfte um die versuchte Erpressung gegen die Erben eines verstorbenen. noch einmal die Straffammer beschäftigen. Für den mitangeklagt gewefenen Zimmervermieter Eger, der zu mehreren Monaten Gefängnis im eigentlichen Sinne des Wortes nicht gelten kann, weil sie ein verurteilt worden war, hatte Rechtsanwalt Dr. Schwindt Revision wirkliches Familienleben nicht fennt! Gewiß, diese eingelegt. Das Reichsgericht hat das Urteil gegen Eger aufgehoben Zustände sind auch der besitzenden Klasse bekannt und werden von und dessen Sache wird deshalb nochmals vor der ersten Strafkammer ihr beklagt. Doch mit dem bloßen Lamentieren und Schelten wird des Landgerichts I verhandelt werden. nichts geändert. Man entschließe sich zu einer durchgreifenden In ihrer Stube tödlich verunglückt ist die 70 Jahre alte Besserung der Wohnungsverhältnisse, um eine Witive Quise Adam geb. Führer aus der Mausteinstr. 15. Die alte der ersten Bedingungen für die Entwicklung eines gesunden Frau, die sonst noch sehr rüstig war, glitt bei einem Gang durch die Familienlebens zu schaffen; man verkürze die Arbeits- Stube aus und fiel so unglücklich hin, daß sie sich einen SchädelDem Eintritt des Winters sehen die Arbeiter stets mit dem zeit, um die Eltern den Kindern zurückzugeben; man verbiete Gefühl des Bangens entgegen. Bedeutet die talte Jahreszeit doch die kindliche Erwerbsarbeit, um den Kindern den Genuß für viele Berufszweige eine Zeit der Arbeitslosigkeit, des Mangels ihrer Jugend zu sichern. Oder aber, wenn man das alles nicht und der Entbehrung. In diesem Jahre aber bringt der Winter nicht will, dann nehme man die Kinder der Besiglosen von vornherein in Durch vier Revolverschüsse versuchte sich vorgestern abend nur das gewöhnliche Maß von Arbeitslosigkeit, sondern mit seinem öffentliche Erziehung. Das wäre ja wohl dann der„ Be- der 45 Jahre alte Stepper Gustav R. aus der Gerichtstraße 32 zu Eintritt macht sich auch die seit einiger Zeit schon bemert- ginn des socialistischen Zukunftsstaats", wie die besitzende Klaffe zu zwanzig Jahre jünger und gab ihm Veranlassung zur Eifersucht. töten. N. ist zum drittenmal verheiratet. Seine Frau ist um bare wirtschaftliche Krise für die Arbeiter ganz besonders fühlbar. Wenn man auch in den Bureaus staatlicher und städtischer fagen pflegt. Das Cheleben ließ viel zu wünschen übrig und das verschlechterte ,, An ihren Früchten follt ihr sie erkennen!" fich noch, als die Arbeitsverhältnisse ungünstiger wurden. Behörden zur Zeit noch nichts von ungewöhnlich großer ArbeitsLoftgleit weiß, wenn auch eine hochweise Regierung erst langwierige Auch das jugendliche Verbrechertum gehört zu den Früchten, die die gestern nachmittag gab es in der Wohnung wieder einen Auftritt, Erhebungen veranstalten muß, um den Grad der Arbeitslosigkeit zu gegenwärtige, von der besitzenden Klasse so sorgsamt geschützte und der alle vorhergegangenen an Heftigkeit übertraf. Um 11 Uhr ging ermitteln, so fieht doch jeder, der mit offenen Augen durch die gestügte Gesellschaftsordnung zeitigt. der Mann zu Bett. Als dann bald darauf alles ruhig geworden Straßen Berlins wandert, auch ohne daß man es durch war, erhob er sich heimlich wieder und schoß sich aus seinem ReBahlen zu beweisen nötig hat, wie ungemein groß die Scharen derer Die Gewerbedeputation des Magistrats beschäftigte sich in volver vier Kugeln in die Brust. Auf das Hilfegeschrei der Frau find, die arbeitsuchend umherirren, ohne doch zu finden, was sie so ihrer legten Sigung am Mittwochabend mit einem Gesuch der Ge- holten Hausgenossen die Polizei und diese ließ den Schwerverwundeten eifrig und oft unter Aufgebot ihrer letzten Mittel suchen. Dafür, schäftsinhaber der Lederbrauche, welches ihr vom Polizei- mit einem Stoppschen Rettungswagen in ein Krankenhaus bringen. daß die Arbeitslosigkeit zur Zeit einen sehr hohen Grad erreicht hat, präsidium zur Begutachtung zugegangen war. Die Interessenten Beschlagnahmtes Fleisch. Im Schlachthause von Spahn in wollen wir heut nur ein Beispiel anführen. der Lederbranche haben das ganz vernünftige Verlangen Lichtenberg find vier Rinderviertel, die von hochgradig erkranktem Bekanntlich wird an verschiedenen Stellen der Stadt jeden Nach- an die zuständigen Behörden gestellt, durch Erlaß einer Vieh stammten, beschlagnahmt worden. Ueber den Verbleib der mittag der Arbeitsmartt hiesiger Zeitungen verteilt. Schon Berordnung bestimmen, daß die Geschäftslokale der Gedärme 2c. fonnte nichts festgestellt werden, ebenfalls war der im Laufe des vergangenen Sommers fonnte man sehen, daß die genannten Branche nicht vor 7 Uhr morgens geöffnet und abends gewiffenlose Eigentümer nicht zu ermitteln. Mengen der Arbeitsuchenden, die an jenen Stellen zufammenströmen, um 8 Uhr geschlossen werden müssen. Diesem Antrage, welcher erheblich größer waren, als im vorigen Jahre. in den letzten Monaten an Ausdehnung und mit ihr vermehrten sich einzuführen, ging eine Enquete voraus an der sich 245 Geschäfts- 23 Jahre alte Arbeiter Otto Dohrmann, der aus Woltersdorf in erschreckender Weise die Scharen der Arbeitslosen. Wenn man inhaber beteiligten, von denen fich ca. 230 für den Achtuhr Laden- stammt, in der Adalbertstr. 28 wohnte und auf den Mörtelwerken in jezt die Ausgabestellen des Arbeitsmarktes besucht, so genügt schluß erklärten. Die gefeßlich erforderliche Zweidrittel- Majorität ist der Mühlenstr. 61-63 beschäftigt war. Dohrmann bediente den in ein Blid, um fich zu überzeugen, daß die Zahl der demnach weit überschritten worden. Die Gewerbedeputation beschloß, einem Schacht stehenden Elevator, der den Sand aus den Kähnen Arbeitslosen, die sich hier jeden Nachmittag aufstellen, wohl fich mit dem Wunsche der Betenten einverstanden zu erklären.- Demnach hebt und zugleich für die Mörtelbereitung reinigt. Seine Mitarbeiter drei bis viermal so groß ist, als sie zu derselben Zeit des vorigen ist zu hoffen, daß in Berlin wenigstens in einer Branche mit dem wunderten sich, als um 9/2 Uhr die Maschine plötzlich stehen blieb. Jahres war. Aber nicht nur die größere Zahl der Stellenlosen Achtuhr- Ladenschluß baldigst der Anfang gemacht wird. Nach der Ursache forschend, fanden sie Dohrmann tot im Schacht spricht für die ungeheure Ausdehnung der Arbeitslosigkeit, sondern Auf Antrag der hiesigen Tischler Innung beschloß die liegend. Er war beim Wegschaffen von Sand in den Treibriemen auch die Art, wie man nach Arbeit sucht. Deputation, dem Tischlermeister König, Pallisadenstr. 34, geraten. Für den Arbeitsuchenden hängt viel davon ab, daß er der erste ber, wie in einer Gerichtsverhandlung festgestellt wurde, in der Be Im Paffage- Panoptikum sind jetzt zwei fremde Böllers an der Stelle ist, wo man eine Arbeitstraft benötigt. Handlung der Lehrlinge viel zu wünschen übrig läßt, die Befugnis fchaften vertreten. Es handelt sich um eine aus 7 Männern und Lange bevor die Ausgabe der Zeitung erfolgt, finden zum Halten von Lehrlingen auf die Dauer eines Jahres zu ent- 24 Frauen bestehende Truppe von Togonegern und um eine sich deshalb die Arbeitsuchenden ein. Den Behörden ist, ziehen. Wir wollen hoffen, daß sich die Tischler( 8wangs) Singhalesen Karawane von der Insel Ceylon. Unfre afritawie gesagt, noch nichts bekannt von einer hochgradigen Arbeits- Innung fünftig nicht nur in den Werkstellen der Gegner des Tofigkeit. Daß aber sehr große Mengen von Arbeitslosen sich täglich Innungszwanges um die Verhältnisse im Lehrlingswesen kümmert, an den Ausgabestellen des Arbeitsmarktes einfinden, das weiß sondern auch die Wertstellen der Innungsschwärmer in dieser tvenigstens unsere Polizei, denn sie sendet regelmäßig eine nicht ge- Sinficht einer scharfen Kontrolle unterzieht, in denen vielfach Miß ringe Zahl von Schuleuten an diese Stellen, damit die Bestände ärgster Art zu verzeichnen sind. Auch die gewerkschaft amten dafür sorgen, daß durch die Aufstellung der Arbeitslosen teine lichen Organisationen der Arbeiter würden hier ein Feld der Störungen im Straßenverkehr stattfinden. Nicht in den Haupt- Thätigkeit finden. straßen, wo sich die Zeitungsausgaben befinden, sondern in einer Der Verband Bund deutscher Schuhmacher der Wonnegans, sowie das Deutschland, Deutschland über alles" stillen Nebenstraße müssen sich die Arbeitslosen aufstellen, weil die Innungen" hat bei den Staatsbehörden die Gewährung von eintrichterten. Die erotischen Patrioten trugen dieses Gesangsstück vielen Hunderte, die an jeder derartigen Stelle erscheinen, Beihilfen zur Errichtung einer Must erlehranstalt für das in der Hauptstraße thatsächlich den Verkehr behindern würden. Sorg- Schuhmachergewerbe beantragt, in welcher der Waschinenbetrieb just ebenso öde vor, wie unsre siebenjährigen Volksschüler. fältig wachen die Schuylente darüber, daß die Scharen der Männer, möglichst berücksichtigt werden soll. Die Gewerbebeputation, welcher Frauen und jugendlichen Personen in wohlgeordnetem Zuge hart an dieser Antrag zur Beratung überwiesen worden ist, wählte eine aus der Bordschwelle Aufstellung nehmen. In dumpfem Schweigen, mit 5 Personen bestehende Subkommission, welche mit den Interessenten Auflösung der Rigdorfer Wohnungs- Deputation. In der forgenvollen Gesichtern, harren die Kolommen der Arbeitslosen auf des Schuhmachergewerbes in Verhandlung treten und später dem Sigung der Nigdorfer Wohnungs- Deputation vom Mittwoch erstattete die Ausgabe des Blattes. Da endlich erscheint der Zeitungsbote. Plenum der Gewerbedeputation Bericht erstatten soll. der Vorsitzende Bericht über das Resultat einer vom Magistrat verJegt kommit Bewegung in die schweigende Menge. Hunderte von Die Beschlußfassung über die Auswahl eines Termins für die anstalteten Erhebung, betreffend das Angebot von Wohnungen und Händen strecken sich dem Bettelverteiler entgegen, um das ersehute Blatt, neu zu errichtende technische Mittelschule wurde vertagt. die Bauthätigkeit. In der Zeit vom 1. bis 5. November waren die Möglichkeit einer Arbeitsgelegenheit, zu erhaschen. Jeder möchte der Mehreren hiesigen Handwerksgehilfen wurden Beihilfen von den vorhandenen Wohnungen nicht vermietet 86 kleine, erste sein, der es in die Hand bekommt. Wenige Minuten, und der von je 100 Mart zum Besuche von gewerblichen und kunstgewerb- wozu wohlgeordnete Bug hat sich aufgelöst. Mit eiligen Blicken wird das lichen Fachschulen aus der Heise- Stiftung gewährt. Einen schrecklichen Tod fand gestern der Arbeiterrisiko. Die Krise gewann beziveckt, den Achtuhr Ladenschluß für die Ladengeschäfte nischen Landsleute entsprechen gerade nicht dem griechischen Schönheitsideal, doch werden sie mit ihren seltsamen Tänzen und Striegsübungen immerhin Intereffe erregen. Ansehnlicher und anscheinend auch intelligenter find die Singhalesen; ihr Teufelstang" und eine von ihnen aufgeführte Pantomime zeugen fogar von einent gewissen darstellerischen Talent. Recht geschmadlos war es von den Führern der Truppen, daß sie den Negern das preußische Lied von Aus den Nachbarorten. auch die bon 8 wei 8immern und einer Küche gerechnet werden, und 70 große. Im Bau begriffen sind 50 große Wohnhäuser, die 1017 Kleine Wohnungen und 241 große zur Verfügung gestellten Wählerlisten noch Anlaß zu Erörterungen| daß er sich des letzten Vorganges mit seiner Ehefrau nur dunkel Wohnungen enthalten werden. Rund dreiviertel davon sind noch geben. entfinnen föme. Eine Absicht, seine Frau zu erwürgen, habe er unvermietet; also ein Viertel der Wohnungen in den unfertigen Die Stichwahl int ersten Bezirt avischen Ob ft( Soc.) und sicher nicht gehabt. Häusern hat bereits Mieter gefunden. Fertiggestellt werden von Lulay( Kartell) und Wollermann( Soc.) und Gottheiner( Kartell) Der Zeuge König bekundete, daß Streitigkeiten zwischen den, diesen Häusern 9 etwa am 1. Jannar, 34 etiva am 1. April, 5 am ist auf Freitag den 2. November festgesetzt. Eheleuten nicht zu den Seltenheiten gehörten. Die Ehefrau scheine 1. Juni. Zur Zeit der größten Wohnungsnot beherbergte die Stadt Vom Schöneberger Arbeitsnachweis. Nach einer Uebersicht trotzdem ihrem Manne sehr zugethan gewesen zu sein, fie sei immer 70 wohnungslose Familien mit gegen 800 Köpfen, augenblicklich befinden über die Stellenvermittlung im Monat Oftober waren vorhanden: wieder diejenige gewesen, die die versöhnenden Worte sprach. A13 fich im städtischen Obdach noch 42 Familien mit 184 Köpfen, wovon Offene Stellen für männliche Arbeitskräfte 48, für weibliche 229, der Zeuge den Angeklagten bei dem ersten Streit zur Rebe ſtellte, 8 bis 10 Familien schon vor dem Hervortreten des Wohnungs- zusammen 272( im September zusammen 289); Arbeitsuchende waren sei Frau Eccarius auf feiten ihres Mannes getreten und habe er mangels das Armenhaus bewohnten, so daß der Magistrat als gemeldet: 147 männliche, 291 weibliche, zufammen 438( im Sep- klärt, daß dies Familiengeſchichten seien, in die sich ein Dritter nicht wohnungslos noch 30 Familien ansieht. Bon diesen werden nächstens tember zusammen 289); besetzte Stellen: 25 männliche, 207 weib- mischen dürfe. Der Zeuge war mit den übrigen Bengen der Ansicht, noch weitere fieben Familien abziehen, die Wohnungen gemietet liche, zusammen 282( im September zusammen 175). Es zeigt sich daß der Angeklagte nicht so sehr betrunken gewesen sein könne, denn haben. Mit Rücksicht auf diese Befferung der Verhältnisse und nach diesem Nachweis, der leider noch immer nicht genügend in sonst hätte er seine fräftige Frau nicht so leicht bewältigen können. die Hebung der Bauthätigkeit erklärte der Vorsitzende, erster Bürger- Anspruch genommen wird, daß die Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat Durch die übrigen Zeugen werden häufige Jähzornsausbrüche meister Boddin, das Weiterbestehen der Wohnungsdeputation für gegenüber seinem Vorgänger um ziemlich das Doppelte zugenommen mitgeteilt, die der Angeklagte gegen seine verstorbene Ehefrau verübte. überflüssig. Stadtv. Wach( Soc.) teilt nicht die Zuversicht des Bürger- hat und daß eine Besserung in dieser Hinsicht für die nächste Beit meisters. Im übrigen verwies er auf den von dem der Mehrheit abweichen- wohl nicht zu erwarten ist. Die Nachweisung von Arbeit und den Standpunkt seiner Freunde, wonach die Kommunen auch gegenüber Stellen im städtischen Arbeitsnachweis, Kaiser Wilhelmplatz 3, erfolgt den Bürgern als Wohnungsmietern wie auf vielen andren Gebieten kostenlos. Die medizinischen Sachverständigen gaben ihr Gutachten dahin ab, daß der Kehlkopf der Verstorbenen durch den Druck verlegt und dadurch eine Anschwellung herbeigeführt worden sei, die den Erstickungstod herbeigeführt habe. Der Spruch der Geschworenen ging dahin, daß der Angeschuldigte die Pflicht socialer Fürforge hätten. Da seine Anträge auf städtischen Zur Schöneberger Mordaffaire. Gestern ist der Milchhändler Regiebau von Häusern mit kleinen Wohnungen und eventuelle Unter- Jung aus der Haft entlassen worden. Das gesamte Ermittelungs im Sinne der Anklage unter Zubilligung von mildernden Umständen stügung von Baugenossenschaften seiner Zeit abgelehnt worden seien, wolle er darauf nicht wieder eingehen. Er wünsche berfahren ist jetzt in das Stadium des Stillstandes getreten, da schuldig sei. aber das Fortbestehen der Deputation, damit sie die Gut gegen die drei noch in Haft Befindlichen, Scholten, Nikolas und das Urteil lautete auf zwei Jahre sechs Monate GeDer Staatsanwalt beantragte drei Jahre Gefängnis, wicklung des Wohnungswesens ständig beobachten und im Notfalle Neizel, anderes als das bereits bekannt gegebene Belastungsmaterial fängnis. schnell eingreifen könne, und zwar möge man dann die Petition des nicht vorhanden ist, die Beschuldigten aber jede Teilnahme an dem Die Straffache gegen den ,, Kapitän Wilson"( Kühne) wird Mietervereins berücksichtigen und nicht jetzt ohne weiteres darüber Berbrechen bestreiten. Die Atten gegen fie sind der Staatsanwalthinweggehen. Nach kurzer Debatte beschloß die Deputation gegen fchaft überwiesen worden, doch liegt bis jetzt noch keine Entscheidung nun am 29. d. M. vor der ersten Straffammer unter Vorsitz des die eine Stimme focialistischen Mitgliedes, über die darüber, ob die Anklage zu erheben ist, vor. Der Arbeiter Huge, Landgerichtsdirektors Rösler verhandelt werden. Der Angeklagte Betition zur Tagesordnung überzugehen und sich selbst der infolge von Blutflecken an feiner Hofe ebenfalls der Teilnahme ist der wiederholten Verleitung zum Meineide beschuldigt, die er als überflüssig aufzulösen, indem sie die Er an dem Verbrechen beschuldigt war, kommt bei der Untersuchung gegen die Zenginnen im Sternberg- Prozeß, Frau Hauswartung ausspricht, daß sich die Stadtverordneten- Bersammlung nicht mehr in Betracht, da feine Behauptung, daß die Flecke von mann und Callies, unternommen haben soll. Die Verteidigung des stillschweigend damit einverstanden erkläre. So hat denn mm die Tierblut herrühren, durch die chemische Untersuchung bestätigt Angeklagten führt Rechtsanwalt Dr. Schwindt. Als einzige BeTaftungszengin wird voraussichtlich nur Frau Hausmann vernommen Verwaltung von Rigdorf, nnterstützt von den Vertretern der Grund- worden ist. werden, da die Callies nicht auffindbar ist. Sie soll verheiratet sein befizervereine im Stadtparlament, die Wohnungsfrage gelöst und mit ihrem Ehemann im Auslande sich aufhalten. durch Schaffung eines Obdachs und durch Armen unterstigung. Die Kosten der baulichen Einrichtungen belaufen sich auf etwa 12 500 M. Das Geld soll aus Ueberschüssen entnommen werden. Gerichts- Beitung. aber Versammlungen. Dermischtes. für die Provinz Brandenburg ein Verein im Sinne des Gesetzes Die Frage, ob die focialdemokratische Agitationskommiffion fei, unterlag gestern nun auch der Beurteilung der 8. Straffanimer Schöneberg.„ Die Bedeutung der Kommunalwahlen in SchöneDie Charlottenburger Armendirektion veröffentlicht in der hiesigen Landgerichts I. Die Sache hat schon viel Staub auf berg" bildete den Gegenstand einer äußerst zahlreich besuchten öffentneuesten Nummer ihrer amtlichen Nachrichten Mitteilungen über die gewirbelt. Das Polizeipräsidium verlangte von dem Buchdruckerei- lichen Versammlung am Sonntagmittag im Obstschen Lokale. Schon Gestaltung des nächstjährigen Etats, die von hohem allgemeinen befizer Karl Dimmick, den sie für den Vorsitzenden des Vereins" lange vor Beginn war der geräumige Saal bis auf den legten Blaz Intereffe find, da sie treffend die wirtschaftliche Lage wiederspiegeln. hielt, die Einreichung von Statuten und eines Mitgliederverzeichnisses. besetzt, so daß viele Hunderte sich mit Stehplägen begufigen mußten. Es wird berichtet, daß die Thätigkeit der Armenverwaltung im Da die Kommission Statuten nicht besaß, so wurde der Polizei ein Jn 1/ 2stündiger, oft von Beifall unterbrochener Rede legte Genosse laufenden Jahre außerordentlich start in Anspruch genommen leeres Blatt Papier eingereicht und die Streitfrage im Ver- August Bebel die Forderungen unsres socialdemokratischen wurde, und zwar ist die Zahl der Gesuche um Unterstüßung irgend- waltungs- Streitverfahren bis zum Oberverwaltungsgericht gebracht. Kommunalprogramms dar. Troß wiederholter Aufforderung durch welcher Art von 1585 in der Zeit vom 1. April bis 31. Oftober 1900 Letzteres hatte dahin erkannt, daß, wenn teine Statuten existierten, folche den Leiter der Versammlung wollte sich fein Gegner zum Worte auf nicht weniger als 3081 in der gleichen Zeit des laufenden Jahres auch nicht eingereicht werden könnten. Darauf wurde gegen Dimmid melden und so wurde nach furzer Diskussion mit einem Hoch auf gestiegen. Die erhöhten Anforderungen sind auf drei Ursachen strafrechtlich wegen Uebertretung des§ 2 des Vereinsgefezes vor die Socialdemokratie die Versammlung geschlossen. zurückzuführen, auf eine gesteigerte Zahl von Krankheitsfällen, auf gegangen. In der Verhandlung wurde von dem Angeklagten und Reinickendorf( West). Eine gut besuchte öffentliche Boltsdie Arbeitslosigkeit und auf die Wohnungsnot. Was den Mitgliedern der Stommiffion, u. a. vom Reichstags- Abgeordneten versammlung tagte am Dienstag im Lofale der Witwe Thomas speciell die Arbeitslosigkeit betrifft, so hat sich diese bisher Stadthagen entschieden bestritten, daß es sich um einen Verein" hier. Genossin Ihrer sprach über" Wesen und Schäden der Hausnur in verhältnismäßig geringem Umfange als Ursache der handle oder daß event. Dimmick als Leiter" eines solchen Vereins industrie und die wirtschaftliche Stellung der Frau". Der Vortrag Steigerung der Ausgaben der Armenverwaltung bemerkbar ge- anzusehen sei. Das Schöffengericht sprach f. 3. den Angeklagten frei, weil wurde mit Befriedigung aufgenommen. An der Diskussion be macht. Während im ganzen Jahre 1900 nur in 164 Fällen Unter- zwar ein Verein in Frage stehe, der Angeklagte aber nicht als„ Leiter" teiligten sich die Genossen Ohl und Schilling. Nachdem Gen. ftigungen wegen Arbeitslosigkeit gewährt worden sind, ist diese anzusehen sei. Vor der achten Straffammer plaidierte gestern der Gramm die Anwesenden noch eindringlich aufgefordert hatte, sich Bahl im laufenden Jahre schon bis zum 31. Oftober, also Staatsantvalt, der Berufung eingelegt hatte, auf schuldig und be- politisch sowohl wie gewerkschaftlich zu organisieren, wurde die Verwährend des Sommers, auf nicht weniger als 165 angewachsen. antragte 30 M. Geldstrafe. Rechtsanwalt Heinemann Da in der gleichen Zeit des vorigen Jahres nur 29 Personen wegen hielt dagegen eine Freisprechung für geboten. Es handle sich bier lammlung mit einem Hoch auf die Socialdemokratie geschlossen. Tegel. Am Mittwoch, den 6. d. M., tagte bier in W. Trapps Arbeitslosigkeit unterstügt worden sind, ist hier eine Steigerung auf um eine Sommission, deren Mitglieder von den einzelnen Wahlfast das Sechsfache eingetreten. Es entfallen auf die Monate Auguſt, freifen gewählt worden seien und die eine gemeinsame Kaffeeſsälen eine öffentliche Volksversammlung. Der 1000 Personen fassende Saal war vollständig gefüllt. Reichstags- Abgeordneter Emil September und Oktober allein 104 Fälle, und es muß mit Sicherheit führte. Diese ökonomische Verbindung reiche noch nicht Rosenow sprach über„ Die politische Lage und der Kampf um erwartet werden, daß im Winter eine erhebliche weitere Steigerung aus, um einen Berein" zu konstruieren, dazu gehöre noch die Handelsverträge". Am Schluß seiner Ausführungen lohnte lang eintritt. Auf die Unterstügungen wegen zu geringen Verein rechtliches Band. Ein Verein fönne nur physische anhaltender Beifall den Redner. Zur Diskussion wünschte seitens dienstes, die in den Monaten August, September und Oktober Personen umfassen, tuen physische Personen der Gegner, troy mehrmaliger Aufforderung des Borsigenden, niemand in nicht weniger als 266 Fällen baben bewilligt werden müssen, als Vertreter von Korporationen in Frage kommen, so müsse das Wort. Eine Resolution, die für die Wahl von Arbeitervertretern dürften zu einem großen Teil auf die verminderte Arbeitsgelegenheit fie ein rechtliches Band umfaffen. Eventuelt beantragte der Ver- in den Gemeinden eintrat, wurde gegen drei Stimmen angenommen. zurückzuführen sein. Im Jahre 1900 hat die Gesamtzahl so be- teidiger Freisprechung aus dem Grunde, weil der Angeklagte Statuten, Das Resultat der Stadtverordneten- Wahlen aus Berlin, welches in gründeter Bewilligungen nur 415 betragen. die es nicht gebe, nicht einreichen konnte und weil bezüglich der Nicht Eine weitere Ursache, die die Gestaltung des Armenetats wefentlich einreichung der Mitgliederliste Verjährung vorliege.- Der Gerichts- der Bersammlung um 11 Uhr bekannt gegeben wurde, wurde von den beeinflußt hat, ist die herrschende Wohnungsnot und die hof nahm an, daß die Agitationskommission ein Verein und der Anwesenden mit stürmischem Beifall begrüßt. Steigerung der Mieten für kleine Wohnungen. Angeklagte auch Leiter des Vereins gewesen sei. Er erkannte Die Aufwendungen der Armenverwaltung aus diesem Aulaß er jedoch aus den von dem Verteidiger geltend gemachten Gründen schöpfen sich nicht in den Summen, die ausdrücklich zu dem Zweck aus Freisprechung. Der Angeklagte habe Statuten nicht einreichen gezahlt worden sind, um Ermissionen zu verhüten oder tönnen, weil die Kommission ausdrücklich beschlossen hatte, feine Ueber die Ursachen des Ehescheidungskonflikts am bereits ermittierten Familien eine neue Wohnung zu befchaffen. Statuten zu schaffen. Bezüglich des Mitgliederverzeichnisies liege heffischen Fürstenhofe giebt eine der Bormiser 8tg." zugegangene Biel wesentlicher ist die Belastung des Armenetats durch die Not- Verjährung vor. Meldung einige Andeutungen. Diese Korrespondenz, bei der man wendigkeit der Erhöhung von Unterstüßungen infolge der Steigerung die höfischen Phrasen mit in den Kauf nehmen muß, lautet: Darmder Mieten. Bei einer im November 1900 vorgenommenen statistischen Ein Ehedrama mit entfehlichem Ausgange beschäftigte stadt, 13. November. Es ist vielen im öffentlichen Leben stehenden Aufnahme ergab sich als damaliger Durchschnittspreis für die von gestern das Schwurgericht des Landgerichts II. Aus der Unter- Personen längst kein Geheimnis mehr gewesen, daß unser allverden laufend Unterstützten bewohnten Wohnungen von einem fuchungshaft wurde der Restaurateur Rudolf Eccarius vor chrter Landesfürst in feiner Ehe mit der Großherzogin Melita nicht Zimmer und Küche 16,34 M. und von zwei Zimmern und Küche geführt, der beschuldigt war, seine Ehefrau mit den Händen erwürgt das gefunden hat, was zur Führung eines glüdlichen Familien24,68 M. Diese Bahlen übersteigen sogar die bei einer gleichzeitigen mit tödlichem Erfolge. Eccarius betrieb seit einigen Jahren auf dem herzogin einmal plöglich von Darmstadt abgereist und hat längere zu haben. Die Anklage lautete auf lebensgefährliche Mißhandlung lebens erforderlich ist. Bereits vor einigen Jahren ist die GroßAufnahme in dem außerordentlich teueren Hamburg ermittelten Grundstück Wilhelminenhofstraße 16 zu Ober- Schöneweide Zeit in Italien gelebt. Damals aber wurden die an jene Wohnungspreise sehr erheblich, da hier der Durchschnittspreis aller, ein Schantgeschäft. Er soll häufig den Epiuofen in überreich- Entfernung aus der Residenz geknüpften Vermutungen wieder nicht bloß der einzimmerigen Wohnungen der Armenbevölkerung nur lichem Maße zugesprochen haben und im angetrunkenem Zustande gerstreut, als Se. fönigl. Hoheit seiner Gemahlin entgegen 182,54 m. jährlich beträgt find obwohl die Mietspreise in Charlottenburg geneigt gewesen sein, Ausschreitungen zu begehen. Er ist reiste und sie wieder nach Darmstadt zurückgeleitete. In bereits früher höher als irgendwo sonst waren, find die Mieten für benn auch zweimal wegen Körperverletzung und einmal wegen zwischen ist aber die Kluft, die sich in den Anschauungen einzimmerige Wohnungen im Laufe des letzten Jahres noch Beleidigung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt be wijchen den beiden fürstlichen Ehegatten gebildet hatte, ur um 20,50 Broz, die für zweizimmerige um 26,90 Proz. gestraft worden. Im trunkenen Zustande war auch die That begangen, noch erweitert worden; es werden in unterrichteten Kreisen von dem stiegen. In Wirklichkeit aber ist die" Steigerung noch höher, Sa fich, wie die Armenverwaltung nachweist, unter den jo- wegen welcher er jegt vor Gericht stand. Am Vormittag des Verhalten der Großherzogin Thatsachen erzählt, die in der eng2. August d. J. erhielt der Angeklagte den Besuch eines Weinhändlers, lischen Gesellschaftssphäre vielleicht nicht weiter beanstandet werden genannten Wohnungen auch Gelaffe befinden, die sonst als mit dem er in Geschäftsverbindung stand. Der Angeklagte geriet würden, die aber mit den„ hausbackenen" deutschen Anschauungen Wohnungen überhaupt kaum in Betracht fämen und dadurch in eine Kuciperei, die sich bis zum Mittag ausdehnte. Dann über die deutsche Frau und Mutter doch stark differieren. Unser mit Rücksicht auf die augenblickliche Wohnungsnot zu Wohn- fam es zwischen ihm und seiner Ehefrau zu einem Streit, was nicht Großherzog ist ein Fürst von echt deutscher Gesinnung und ziveden vermietet werden. Durch die Mitzählung des Preises dieser Wohnungen" stellt sich der Durchschnittspreis für alle Wohnungen, zu den Seltenheiten gehörte. Eccarius hatte seine um fünf Jahre Gemütsart, die Großherzogin ist dagegen trotz ihres mehr Wohnungen" stellt sich der Durchschnittspreis für alle Wohnungen, ältere Ehefrau im Jahre 1881 gebeiratet, ein Kind, das der Ehe als siebenjährigen Ehelebens in Heffen in ihrem ganzen Wesen so hoch er an sich ist, aber naturgemäß noch niedriger, als es dem entsproß, ist wieder gestorben. Das Zusammenleben der Eheleute Engländerin geblieben... Wenn jetzt trotz eigener gewissenhafter wirtlichen Stande des Wohnungsmarktes entspricht. Läßt war nicht gerade unglücklich zu nennen, uur der leidige Bemühungen eine gütliche Verständigung zwischen den beiden hohen man diese Wohnungen unberücksichtigt, so ergiebt sich ein Genuß von Spirituosen verursachte trübe Stunden. Durchschnittspreis von 20,59 M. für die Wohnungen von 1 Zimmer, Streit, der in der Mittagsstunde entstand, kam daher, weil Familienleben nicht das fand, was für fein Lebensglück und Der Ehegatten nicht zu erzielen war und unser Großherzog in seinem und von 37,09 M. für die Wohnungen von 2 Zimmer, also eine Steigerung gegen das Vorjahr um 26,01 und 50,28 Proz. wurden; als seine Ehefrau in unmutigem Tone antwortete, geriet wird gewiß jeder Vaterlandsfreund den jetzt bevorstehenden eine Steigerung gegen das Vorjahr um 26,01 und 50,28 Proz. nach Ansicht des Angeklagten die Gäste nicht schnell genug bedient eine gesegnete Regierung unfres Landes erforderlich ist, so Nimmt man an, daß bei etwa 2000 laufend unterstügten Familien der Angeklagte dermaßen in Wut, daß er mit einer Weißbierflasche Schritt der Chetrennung als gerechtfertigt und als die einzig mur, gering gerechnet, in etwa 500 Fällen infolge der Steigerung nach seiner Frau warf, diefelbe aber nicht traf. Der Eigentümer richtige Löjung 8.8 beklagenswerten Bustandes betrachten der Wohnungsmieten eine Erhöhung der Unterſtigung nm, gleich des Hauses, Rentner König, hielt den Wütenden von weiteren Miß- müssen. falls gering gerechnet, mur je 5 M. monatlich notwendig gehandlungen ab, konnte es aber nicht verhindern, daß Eccarins seiner voll Vertrauen zu ihrem angestammten Fürstenhause und nimmt Die hessische Bevölkerung steht jedenfalls treu und worden ist, so ergiebt sich schon daraus allein eine Summe von 2500 Mart monatlich oder 30 000 Mart jährlich, um die der Frau nach der Küche folgte. Bald darauf hörte man Wehgeschrei innigen, aufrichtigen Anteil auch an dem tiefen feelischen Weh, das Armenetat, ohne daß den einzelnen Armen irgendwie ausgiebiger und als Frau Eccarins später die Gaſträume wieder betrat, hatte unserm allverehrten und geliebten Landesherrn bereitet wurde und sie ein blaues und geschwollenes Auge. Der Angeklagte verließ zu als vorher geholfen würde, lediglich infolge der Steigerung der bald fein Geschäft und machte eine Rundreise durch aubre 2okale, in au dem legten, entscheidenden Schritte gezwungen hat." Jetzt sollen, wenn auch anscheinend aussichtslose VermittelungsWohnungsmieten und zu Gunsten der Vermieter höher belastet wird. 11117 feinen Merger zu betäuben. Als er gegen 51/2 Uhr versuche im Gange sein. Noch erhöht wird dieser Betrag, wenn man die Unterstützungen an zurückkehrte, war er gereizter als zuvor. Er nahm mit einem bisher nicht unterstützte Familien hinzurechnet, die sich jetzt infolge Bekannten, den er mitgebracht, vor der Hausthür Blaß und verlangte meldet aus Großröhrsdorf, daß am Dienstagabend in einer Unglücksfall im Fabrikbetriebe. Das Leipziger Tageblatt der außerordentlichen Erhöhung der Wieten nicht mehr ohne Hilfe von seiner Ehefrau zivei Glas Bier. Frau Eccarius soll ihn durch eine dortigen Fabrit durch Blazen eines Dampfbehälters ein Maschinenaus Armenmitteln durchbringen fönnen. Der Angeklagte erhob sich führer getötet und der Betriebsleiter so schwer verletzt wurde, Die Erhöhung der Wohnungsmieten ist aber auch auf die Aus- unvorsichtige Weußerung gereizt haben. Die daß er nach wenigen Stunden starb. gabe au Pflegegeldern nicht ohne Einfluß gewesen. Seit und ging ins Lotal, wo sofort wieder ein Streit entstand. draußen Sizenden hörten die Worte der Frau Eccarius:„ Ach, Dem 1. Januar d. J. sind die Pflegegeldfäge allgemein erhöht Rudolf, sei doch wieder gut, wir wollen uns wieder vertragen!" bares 11 uwetter. Aus Calais wird berichtet: Im Aermelkanal herrscht ein furchtAus den verschiedenen Hafenorten werden worden, weil es nicht mehr möglich war, für die bisherigen Säße Die streitenden Eheleute begaben sich dann ins Nebenzimmer und zahlreiche Unglüdsfälle gemeldet. Mehrere belgische Fischerboote geeignete Pflegestellen in genügender Bahl zu finden. Die Ursache von hier ertönten bald darauf einige laute Hilferufe. Der Rentier werden vermißt. Die Zahl der Verunglüdten resp. Ertrunkenen beläuft liegt auch hier in erster Reihe mit in der Erhöhung der Wohnung König eilte hinein und traf das Ehepaar hier in folgender Situation: fich nach den bisherigen Feststellungen auf 18. Und troß alledem hat die Mehrheit des Stadtparlaments im Frau Eccarius faß auf einem Stuhl, den Kopf hinten übergelehnt. Frühjahr dieses Jahres, als unsre Vertreter den Magistrat inter- or ihr stand ihr Ehemann, der sie mit der Linken an der Gurgel gepackt hielt und ihr mit der Rechten fortgesezt Faust- Anita len des Deutschen Neiches für Gesetzgebung, Verwaltung und pellierten, was er zur Milderung der Arbeitslosigkeit zu thun schläge ins Gesicht verfezte. König packte den Angeklagten und riß Boltswirtschaft. München. I. Schweizer Verlag( Arthur Sellier). Die gedenkt, rundweg jedes Einschreiten abgelehnt. Dieselbe Mehrheit ihn mit solcher Gewalt von seinem Opfer zurück, daß derselbe zu Nr. 11 des 34. Jahrganges enthält folgende Abhandlungen: Die Organis ist auch jetzt wieder an der Arbeit, die Vorschläge zur Linderung der Boden fiel und sich am Stopfe leicht verlegte. Eccarinus erhob sich fation der inneren Verwaltung auf rechtsvergleichender Grundlage. Von Wohnungsnot zu hintertreiben. wieder und begab sich nach dem Keller, wo er sich mit seinem Bier- Profeffor Conrad Bornhat, Berlin. Die Tabakbesteuerung in Deutsch In den Stadtverordnetenwahlen in Schöneberg schreibt apparat zu schaffen machte, als sei nichts geschehen. König und land. Bom Ober- Zollinspektor Franz Graf, Passau.- Handelsverträge und man uns: Die sogenannten„ bürgerlichen Parteien", deren innige mehrere andre Gäste bekümmerten sich um Frau Eccarinus, die sich Handelspolitik. Von Ober- Bollrat E. Wiesinger in Altona. Der Süddeutsche Postillon nimmt im Titelbild der Nr. 23 den Freundschaft untereinander faum bis zur Wahl angehalten hat, haben in einem bejammernswerten Zustande befand. bei den Wahlen zur 3. Abteilung zwei Ergänzungsmandate( Schlind bewußtlos, die Augen traten ihr zu den Höhlen heraus. Sie stöhnte ord Kitchener in seinen Gothaischen Stalender auf. Unfrem+ Bruno Schoenlant weiht Ernst Klaar einen Nachruf, dem ein Porträt Schoenlants und Ereugebrodt) verloren und zwei Erweiterungsmandate( Schneider wiederholt: Ich sterbe, ich sterbe! Als der herbeigerufene Arzt er- aus seiner Münchener Zeit und eine Schilderung feines Wefens fich anretht. und Dr. Maurenbrecher) gewonnen. Auf das Verhalten des Dr. Mauren- fchien, war fie bereits verschieden. Der Senior der Schweizer Socialdemokratie, Karl Bürkli, wird nach einem Der Angeklagte, der augenscheinlich feine That tief bereute, er Solzschnitt H. Scheu's und mit einem Nachruf verewigt. Eine Sereniffimus brecher im Stadtparlamente wird die Wählerschaft besonders gespannt sein. Uebrigens wird die fehlerhafte Beschaffenheit der den Parteien flärte bei seiner Bernehmung, von häufigen Thränen unterbrochen, geschichte aus Deutschlands Gauen zeigt uns das Schlußbild. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. mieten. Sie war fast Eingegangene Druckschriften.