Jr. 273. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit flluftrierter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart prc Monat. Eingetragen in der Post BeitungsPreisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebnyt beträgt für die sechsgespaltene fotonet geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Schule als Folterkammer. Während sich der bierfidele deutsche Philister von mehr oder minder geschickten Drahtziehern in Entrüstung verfegen läßt über den politischen Hochstapler Chamberlain und während bei dieser Gelegenheit der erste beste Kriegervereinsredner das gesamte englische Bolt als eine Bande von Henkern hinstellt, erregt die furchtbare Anflage, die in Guesen gegen den preußischen Germanisierungskrieg erhoben wurde, kaum einen Widerspruch. Freitag, den 22. November 1901. Konsequenzen des Systems gezeigt: die zur Folterkammer gewordene Schule. Werden die Leute, die„ Gott fürchten, sonst nichts in der Welt", vor diesen Konsequenzen nicht zurückschrecken? Wir fürchten, nein. Dann soll man wenigstens still sein und nicht über englische Barbarei schreien, soll nicht von deutscher Stultur zu sprechen wagen, so lange in Preußen Lehrer gezwungen werden, Kindern Deutschheit und Christentum durch Mißhandlungen beizubringen! . " Expedition: SW. 19, Beutl- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Polifiltre Mebersicht. Berlin, den 21. November. Unzuständig! Verwaltungsrat des Haager Schiedsgerichts hat es, wie jedermann, Das Haager Schiedsgericht, oder, genauer ausgedrückt, der voraussah, richtig abgelehnt, irgend etwas zur Schlichtung des südafrikanischen Krieges zu unternehmen. Der Verivaltungsrat hat sich Inzwischen hat das Gericht in Gnesen gesprochen. Die An- für unzuständig" erklärt. Bei dem engumgrenzten Kreis der ihm durch Stellt man diese Dinge in Vergleich mit demt, weffen die geklagten find wegen Aufruhrs und Landfriedensbruchs zu furchtbar die Haager Konvention zugewiesenen Funktionen konnte er nicht Stellt man diese Dinge in Vergleich mit demt, weffen die harten Strafen verurteilt worden. Es wurden 8uchthaus und anders handeln. Wir haben es ja wiederholt auseinandergesetzt: Roberts und Kitchener gegenüber den Boerenkindern beschuldigt Gefängnisstrafen bis zu 22 Jahren verhängt, und Das Haager Schiedsgericht ist das lächerlichste Tribunal, das auf dem werden, dann erscheinen die Zustände in dem Konzentrationslager" dies, obwohl niemand von den Angeklagten als Rädelsführer in Erdball aufzufinden ist, und der Verwaltungsrat des Schiedsgerichts der preußischen Germanisatoren beinahe noch schlimmer; denn die Betracht kam und obwohl die Urteilsbegründung selbst die der Schatten einer Null. Kitchener können immer noch Milderungsgründe geltend machen, sie mildernden Umstände feststellte, denn so führte die Begründung aus: find Kriegsknechte und handeln in Kriegsnot, hier dagegen wird die Welche Bedeutung fönnte auch ein Schiedsgericht beanspruchen, Der äußere Anlaß zu den Zusammenrottungen war der, daß das mur dann in die Lage fommt, einen Schiedsspruch abzugeben, Jugend auf barbarische Weise mißhandelt mitten im Frieden der ein Schulkind mit Striemen auf den Händen seine und die wenn beide streitende Parteien seine Entscheidung anrufen. Sollte verfassungsmäßigen Gleichberechtigung aller Reichsbürger. Eltern andrer Kinder aufgeregt hat. So sammelte sich das wirklich einmal geschehen, so wird es sich entweder um eine ganz sehr bald eine große Menschenmenge bor dem Schulhaufe an. Eine so schnelle Ansammlung hätte nicht wegen eines lächerliche Lappalie handeln, derenthalben es so wie so zu feinem um den Bank fo geringfügigen Anlasses stattfinden können, wenn nicht schon friegerischen Konflikt gekommen wäre, oder eine Erregung vorhanden gewesen wäre, die auf tiefere Ursachen zweier Gegner, die sich gegenseitig derartig vor einander fürchten, zurückzuführen ist, die einen tieferen Grund hat. Diese Erregung daß auch ohne Schiedsgerichtsurteil niemals einer von ihnen die ist hervorgerufen worden durch die Einführung des deutschen Re- ultima ratio der Kanonenschlünde anzurufen den Mut gehabt haben ligionsunterrichts in der Wreschener Schule. Für die Erregung würde. Nun, unter solchen Umständen könnte einmal der kuriose war also schon Zündstoff vorhanden, aber aus dem Voltswillen Fall eintreten, daß das Schiedsgericht in die Lage käme, fich für heraus wäre er wohl nie in solcher Weise, wie dies leider ge- zuständig zu erklären, womit freilich noch lange nicht gesagt wäre, schehen ist, zu Tage getreten, wenn nicht noch andre Was haben denn die armen polnischen Kinder gethan? Sie haben sich geweigert, in der Neligionsstunde deutsch zu sprechen, das heißt eine Sprache, die ihnen unverständlich war. Die deutschen Jingoblätter kommen mun mit der Anklage der Verhezung: die Kinder seien von Erwachsenen zum Widerstande aufgehezt. Zugegeben selbst, daß dem so ist, obgleich manches dagegen spricht: Kinder von 13 und 14 Jahren brauchen nicht erst aufgehetzt zu werden, wenn es sich um die Wahrung der allerelementarsten Rechte handelt, besonders nicht Kinder eines Voltsstammes, bei dem der Kampf um die Selbsterhaltung in Fleisch und Blut übergegangen infolge einer unerträglichen Ausrottungspolitik der Beherrscher. Zugegeben also, Erwachsene hätten hier auf die Kinder eingewirkt. Rann man ihnen das verübeln? Seit Jahren schon wird systematisch die polnische Sprache in der Schule unterdrüdt; in manchen Schulen ist nur noch in der Religionsstunde die poluische Sprache geblieben, im übrigen dürfen polnische Kinder nicht ein Wort in ihrer Muttersprache in der Schule hören oder sprechen. Ja mehr noch! Selbst außerhalb der Schule dürfen die Kinder nicht polnisch lernen. Jit doch vor einem Jahre in Posen eine Frau ins Gefängnis gesperrt worden, weil sie das furchtbare Verbrechen begangen, armen Stindern unentgeltlich Lesen und Schreiben in ihrer Muttersprache beizubringen. Nicht die„ polnischen Hezzer" sind es, die die Politik in die Schule tragen, sondern das System der Germanisierung muß dahin wirken, daß selbst die polnischen Schulknaben und Mädchen die ganze Unwürdigkeit dieser Brattifen begreifen. Die Lehrer, die fich zu diesem System hergeben und hergeben müssen, haben sich den glühendsten Haß der Bevölkerung zugezogen. Einflüsse vorhanden gewesen wären, Einflüsse, die sich daß der Schiedsspruch des Schiedsgerichts von der unterlegenen unleugbar in hohem Maße geltend gemacht haben. Das Partei auch respektiert werden würde! muß zum Ausdruck gebracht werden; es muß zum Ausdruck Das Haager Schiedsgericht ist nun einmal ein Bossengericht, gebracht werden, daß ein großer Teil der Schuld dem Vikar die satirische Antwort der Mächte auf den Witz des Zaren, ein Laskowski zur Last gelegt werden muß. Der Herr Bikar ist nicht Friedensmanifest zu erlassen und eine Abrüstungs- und Friedens cingedenk gewesen des Wortes der heiligen Schrift: Seid unter- tonferenz einzuberufen. Die Mächte gingen auf die diplomatische than der Obrigkeit, die Gewalt über Euch hat, sondern er hat zu garce des Zaren mit dem steifen Ernste einer Maskerade ein, sie den Kindern gesagt: Ich gebe Euch in dieser Sache ließen ihre Vertreter Monate lang im Haag zufammensitzen, bis feinen Rat! Damit hat er den Widerstand, den die dann schließlich als schönstes Ergebnis dieser internationalen Verihren Lehrern Leisten leisteten oder sollten, gewissermaßen sanktioniert, er hat die Kinder in ihrer handlungen die Institution des sogenannten ständigen Schiedsgerichts Auflehnung gegen die Gefeße und die eingefeßte Schul- das Licht der Welt erblickte, das man treffender das unzu ständige" behörde befestigt. Und er stärkte mit dieser Auflehnung der Schiedsgericht getauft hätte. Kinder, die er gutgeheißen hatte, zugleich auch den Widerstand der Eltern gegen die Einführung und die weitere Erteilung des deutschen Religionsunterrichts." Kinder Ein so hartes Urteil hatte niemand erwartet. As es verkündet wurde, entstand eine tiefe Erregung im Zuschauerraum. Ein Geist licher rief mehrmals: Furchtbar! Entsetzlich! und viele Leute brachen in Thränen aus. Der Boerenkrieg geht also seinen Gang weiter mit seinen triegsgerichtlichen Exekutionen, dem Hängen, Erschießen, Auspeitschen, Insanchthausstecken und der Expatriierung der Kriegsgefangenen, mit seinem Sengen und Brennen, mit dem Kindes- und Frauenmord in den Konzentrationslagern! Das Schiedsgericht ist ja unzuständig, so lange nicht auch England sich seinem Urteil unterwirft. Und England wird das gar nicht einfallen, selbst wenn sich andre Von der deutschen bürgerlichen Presse wagen nur Centrums- Mächte fänden, die ihm ernstlich ins Gewissen redeten. Aber Die Konsequenz war, daß diese Lehrer, die Kulturträger, zu blätter einen Protest. Während aber selbst konservative Blätter ihr selbst diese Mächte finden sich nicht einmal. Man will sich Beinigern der Kinder geworden sind. Die Schulkinder in Wreschen Unbehagen über das System der gewaltsamen Germanisierung nicht der Unannehmlichkeit einer mehr oder minder höflichen Ab. wehrten sich gegen die Vergewaltigung, fe haben keine Ant äußern, verteidigen freisinnige Blätter dieses System. Die lehmmg des Nates ausseßen. In der bayrischen Stammer erklärte worten geben wollen, als ste gezwungen wurden in der Religionsstunde, die bisher polnisch war, deutsch zu sprechen. auf:„ Das polnische Bolt glaubt in seinen unteren Schichten rechtigten Boerensympathie für Deutschland nicht rätlich erscheine, " Bossische Zeitung" regt sich über den polnischen Aberglauben ja türzlich der Ministerpräsident v. Crailsheim, daß es bei aller beReligiöse Motive mögen dabei mitgespielt haben. Für nicht nur, daß der Papst polnisch spreche, sondern daß sich in den Strieg einzumischen. Unternehme Deutschland einen den ungebildeten Polen find deutsch- und protestantisch, ruffisch auch Jesus Christus und die Mutter Gottes polnisch ge diplomatischen Schritt zu Gunsten der Boeren, so müßte es sich darund orthodox gleichbedeutend. Das feurige Herz Heranwachsender sprochen haben, und aus diesem Aberwige folgert es, daß die fatho- auf gefaßt machen, eine diplomatische Niederlage zu erleiden, die es Kinder neigt stets zum Fanatismus, und so ist es gar kein Wunder, lische Neligion die polnische Religion sei." Als wenn es in deut entweder ruhig einstecken oder wenn polnische Buben und Mädchen von 12 oder 14 Jahren schen, protestantischen, gebildeten Kreisen keinen schlimmeren Aber- Reichspolitik lönne sich deshalb auf etwas derartiges nicht einsühnen müsse. Eine besonnene fanatische Nationalpolen und Katholiken sind. Gerade die glauben gäbel Jit es etwa minder abergläubisch, wenn ein Mensch lassen. besten unter ihnen, die, deren Empfindungsleben besonders sich als besonders gottbegnadet wähnt, oder der Sieger in einem rege ist, müssen sich dem unerträglichen Druck widersetzen. Striege für sich den Anspruch erhebt, daß die Vorsehung auf seiner Die deutsche Regierung kann ebensowenig wie eine andre Regierung Und auch v. Crailsheim hat mit seiner Darstellung nicht unrecht. Gewiß, die vierzehnjährige Smilowicz, die sich weigerte, deutsch zu Seite sei? Jeder Gläubige glaubt eben, daß seine Götter nur etwas für die Boeren thun, ohne eine Abfuhr zu riskieren, sprechen und selbst den deutsch gedruckten Seatechismus, nicht in die feine Sprache reden. Hand nehmen wollte, und als sie durch Prügel dann gezwungen England könnte alle Friedensmahnungen in den Wind schlagen, weil Geradezu entzückt über das Urteil ist das„ Berliner Tageblatt", eben keine der Mächte, die sich zum Hüter des Friedens aufwurde, ihn wie etwas Unreines durch die Schürze aufaßte, die das in seinem Bußtags- Artikel der Welt verraten hatte, daß es allein würfe, selbst reine Hände hat, weil sämtliche Mächte Kategorisch erklärte, sie werde ihre Religion nicht deutsch lernen, weil der Träger des wahren und echten Socialismus sei, während die ohne Ausnahme imperialistische Raubpolitit das eine Beleidigung ihres Gottes sei, dies Mädchen, das standhaft Socialdemokratie nichts weniger als social sei. Heute meint dies treiben und deshalb derart in gegenseitiges Mißtrauen und gegenblieb trotz der Prügel, trotz der grausamen Strafe, war eine Fanatikerin. Vom nationalen und religiösen Standpunkt aber, auf Organ der wahren socialistischen Brüderlichkeit: den doch gerade unsre Polenheter schwören, ist das Heroismus, und derjenige, der diesen Heroismus gewaltthätig auszuprügeln sucht, ein Menschenquäler. Der Bureaukratismus im Dienste der Gewaltpolitik war am Ende seines Lateins und nun wurde den Lehrern befohlen, mit Prügeln den Geist der widerspenstigen Kinder zu brechen. Jetzt wurde die Schule zur Folterkammer! Wie es da zugegangen sein muß, davon kann man sich ein Bild machen, wenn man die gerichtsnotorischen Thatsachen hört, daß das Schulmädchen Tomaskowska ohnmächtig a us der Schule getragen wurde infolge der Büchtigung, daß andre Kinder blutend auf der Straße erschienen. Die Angehörigen der doch Kinder müßter wirklich keine Menschen sein, ivenn sie bei solchem Anblick nicht in Wut geraten wären. Aber der Herr Kreisschulinspektor erklärte vor Gericht, trotz der drohenden Haltung der vor dem Schulhause angesammelten Menge hätte er die Exekution nicht einstellen lassen, und das rechnete sich dieser Herr als Heldenthat an. Heldenthaten, verübt an wehrlosen Kindern! die seitigen Neid verstrickt sind, daß eine gemeinsame Aktion gegen England einfach ausgeschlossen ist. Daß Raubgesellen sich eines befonders vordringlichen Konkurrenten entledigen, fommt zwar auch utveilen vor, aber das fegt eine wenigstens momentane Juteressengemeinschaft dem Dritten gegenüber voraus, die bei den Mächten England gegenüber nicht vorhanden ist. Wenn der Gnesener Gerichtshof mit dieser strengen Bestrafung abschreckende Wirkung auf die Verurteilten und andre erzielen wollte, die von einzelnen Strafrechtslehrern als einer der Hauptzwede gerichtlicher Bestrafung angesehen wird, so wird er fich diesmal nicht verrechnet haben; wie uns ein Brivattelegramm aus Posen meldet, hat die Schärfe des Gnesener Urteils die Die polnischen leitenden polnischen Streise geradezu verblüfft. Für den Boerenkrieg wird deshalb das Haager Schiedsgericht Heißsporne hatten sich nachgerade an den Glauben gewöhnt, solange unzuständig bleiben, bis England die Lasten des polnische Ausschreitungen müßten immer milde geahndet absehbaren Striegsabenteners unerträglich geworden sind. Auswerden, wie das bisher des Landes dort der Brauch ge- geschlossen ist es keineswegs, daß dieser vorläufig freilich noch nicht wesen war. Hoffentlich wird die strenge Bestrafung der Friedensbrecher, die der Gerichtshof felbst als Opfer der absehbare Zeitpunkt einmal eintreten könnte. Es würde sich freilich Aufhezung betrachtet hat, den Drahtziehern in Posen in einem solchen Falle noch fragen, ob dann auch die Boeren und anderswo das Gewissen schärfen und sie veranlassen, ihre noch geneigt sein würden, sich dem Schiedsspruch zu unterwerfen. Teicht zu leitenden und zu verleitenden Stammesgenossen nicht als Brügelfnaben zu behandeln. Die unglaublichen Vorkommnisse in Wreschen rechtfertigten die Statuierung eines Erempels vollkommen.. Man wird die strenge Bestrafung dieser Unglücklichen billigen müssen, wenn man bedenkt, Eine seit kurzem in London erscheinende Korrespondenz füic daß durch frühere milde Urteile in solchen Fällen der Zügellofig- deutsche Zeitungen bringt angebliche Aeußerungen des Kaisers feit des polnischen Nationalfanatismus nur Vorschub geleistet für den Zolltarif. Von den konservativen Blättern teilt und zu solchen Vorkommnissen wie dem Wreschener Strawall bisher nur die" Post" diese Aeußerungen mit, die übrige Presse der Grund gelegt wurde. Das Gnesener Urteil ist, unter dem des Bollwuchers glaubt anscheinend noch nicht daran, daß ihre Gesichtspunkte einer Radikalfur betrachtet, eine Maßregel, die im Furcht vor dem Kaiser völlig grundlos war. Diese Presse Interesse einer ungestörten Aufrechterhaltung des Landfriedens, hatte jüngst jubelnd mitgeteilt, daß der Kaiser sich nicht gegen des nationalen und konfessionellen Einvernehmens liegt und als den Zolltarif geäußert habe, aber daß er für denselben unzweidentig solche mit beurteilt werden muß." eintreten würde, das übersteigt offenbar ihr kühnftes Hoffen. Die Germanisierungspolitik hat bereits dazu geführt, das Rechtsbelvußtsein in weiten Kreisen des deutschen Bürgertums zu torrum pieren. Einer der Handlanger des Germanisierungssystems, Professor Born, darf den Grundsatz vertreten, daß der Staub, den man am polnischen Bolte begeht, indem man ihm verbietet seine Sprache zu lernen, nicht im Widerspruch zur Gerechtigkeit steht; der Mann Diese freifinnige Raches und Gewaltpolitik ist nicht nur schamlos, hat besonders die Abschaffung der polnischen Sprache auch im Religions- sondern auch polizeiwidrig dumm. Der Breschener Prozeß wird der unterricht als gerecht und notwendig bewiesen. Und die deutschen nationalpolnischen Bewegung nur neue Kraft verleihen und die bürgerlichen Blätter verschiedenster Nichtungen, von wadenstrümpf Germanisierungspolitik vollends zu nichte machen. lerischen Freisinn bis zum nägelbeschlagenen Agrariertum haben den Artikel beifällig abgedruckt. Der Prozeß von Wreschen hat die * Deutsches Reich. Der Zolltarif. Der Kaiser soll nach den Angaben jener Korrespondenz sich erfreut über den Ausspruch seines langen Möller ausgesprochen haben, daß die Industrie der Landwirtschaft entgegenkommen solle, da diese vornehmlich berücksichtigt werden müsse als der Stand, der für die Wehrkraft des Landes an erster Stelle in Betracht kommt"; der Kaiser soll hinzugefügt haben: " Das ist gaiz mein Standpunkt. Wer im stande ist, zu jeder Zeit ein Kompromiß richtig zu werten, wird im politischen Leben es vermeiden, sich zu kompromittieren." Weiter berichtet dieselbe Londoner Korrespondenz: Die" Post" meint, gegen die Richtigkeit sprächen keinerlei sachliche Gründe und es sei Schlage dem freihändlerischen Gerede ein Ende banden zu bekämpfen. Wenn diese Zeit da ist, wird die Nes schien, extra ihr Sonntagskleid angelegt hatten, um damit zu' gierung Präcedenzfälle für alles, was sie thin wird, in dem Vor- demonstrieren, in welch ungerechtfertigter und schwerer Weise der Der Referent, gehen jener Nationen finden, die Englands Vorgehen als Oberbürgermeister die Arbeiter beleidigt habe. Barbarei und Grausamkeit verurteilen; aber sie wird sich Reichstags- Abgeordneter Genosse Ad. Thiele, ging dann auch mit doch nie dem nähern, was diese Nationen in Polen, im dem Oberbürgermeister Stande unter stürmischem Beifall der VerKaukasus, in Bosnien, Tontin und im Kriege von 1870 fammlung scharf ins Gericht. Nicht bloß in den Kreisen der thaten." Arbeiter, sondern auch in den Kreisen, die dem Bürgermeister fehr nabe stehen, habe die Aeußerung allgemeine Entrüstung hervorgerufen. Daß Chamberlain garnicht daran denkt, zure vozieren und abzuschwächen, beweist folgendes andere Schreiben, das er durch seinen Privatsekretär einer Beitungs forrespondenz zugehen ließ: der Kaiser ein geheimer Gegner bereitet, als set Bestialitäten in Südafrika in Aussicht stellt, durchaus nicht die Grenze fertig uns in unsrem Unglück beleidigt hat."-: 11 des Tarifs. Thut er feines ,, Noch von einer andren Aeußerung des deutschen Kaisers erfahren wir, und zwar betrifft auch diese die wichtigste Frage der gegenwärtigen inneren Politik im Reiche. In einer Unterhaltung über die Aussichten der Zolltarifvorlage hat der Monarch- und zwar geschah es einem ausländischen Staatsmann gegenüber, der joeben vom Kontinent nach England zurückgekehrt ist der Zu Amtsentsegung des Oberbürgermeisters. In der darauf folgenden Diskussion fordern einige Redner die versicht Ausdruck gegeben, daß die parlamentarische Erledigung dieses wichtigsten Gefeßentwurfs der Session schr viel Folgende von dem Genossen Thiele eingebrachte Resolution wurde Kolonialamt, 20. November. Gechrter Herr! Ich bin von weniger Zeit in Anspruch nehmen werde, als die Durch einstimmig angenommen:„ Die von 1500 Arbeitslosen beiderlei beratung des Tarifs vont Herrn Chamberlain beauftragt, den Empfang ihres Schreibens Geschlechts besuchte öffentliche Versammlung weist mit Entrüstung Jahre 1879. Er, der Kaiser, hege das Vertrauen zum Reichstag, daß diese Körperschaft in vom 16. November mit Dank zu bestätigen und Sie zu ver- den Vorwurf des Oberbürgermeisters Staude zurück, die Mehrzahl jedem Moment sich bewußt bleibe, der deutsche Reichstag zu sein. ständigen, daß mit der Berufung auf den Brauch aller civilisierten der Arbeitslosen bestehe aus arbeitsscheuem Gesindel. Wir ArbeitsDie Wogen einer erregten Agitation und die Phrasen, die bei Nationen zur Rechtfertigung größerer Strenge, als fie bisher von losen achten unsre Ehre für mindestens nicht geringer als einem solchen Stampfe unausweichlich seien, erwiesen sich doch uns im Boerenkriege angewendet wurde, nicht gesagt werden die Ehre des Herrn Staude; wir Arbeitslosen brauchen uns nicht in sollte, daß solche durch amtliche Geschichtswerte beunsrem Elend noch verhöhnen ind beleidigen zu lassen und schließlich weniger mächtig, als das Bewußtsein der Verantwortlichfeit. Im Verein mit den verbündeten Regierungen werde der glaubigte Strenge über das, was gerecht und wir haben das Recht zu verlangen, daß der oberste städtische Beanite, Reichstag sich über scheinbar schwierigste Fragen verständigen. Ein notwendig war, hinausging, aber was recht und billig zu dessen Gehalt auch wir Arbeitslosen haben zahlen müssen, Achtung auf feiten einer andren Nation, fann nicht barbarisch und hat vor uns, vor den unglücklichen Opfern einer vernunftwidrigen bißchen Patriotisnuis und das schwerste wird leicht; es giebt tein Unannehmbar!" es unmenschlich sein, wenn es von Großbritannien gehandwirtschaftsordnung zu deren Verteidiger sich Herr Staude gemacht dieser Aeußerungen habt wird. Ihr ergebener Oliver Howard, Privatsekretär. hat. Wir verlangen, daß Herr Oberbürgermeister Staude seine Bes Chamberlain behauptet also noch immer, daß selbst die drakonischten Hauptung beweist, oder in aller Form widerruft. munmehr mit einem bereitet, als sei Maßregeln, die er als fünftige Steigerung der bisherigen von beiden, so erheben wir gegen ihn den Vorwurf, daß er leichtDie Londoner Korrespondenz mag Wahres berichten und die deffen überschritten, was auch deutscherseits im 70er Kriege als Die süddeutsche Eisenbahngemeinschaft. Jm bayrischen AbFreude der„ Post" mag berechtigt sein, aber immerhin würde das gerechte und notwendige Strenge" angefehen worden sei! fonservative Blatt seiner monarchischen Aufgabe erst gerecht werden, Daß der deutschen Regierung das Geschrei unsrer Patrioten" geordnetenhause erklärte Minister Crailsheim bezüglich der von wenn es eine Erklärung giebt für den außerordentlichen Wechsel der überflüssig erscheint, wäre an und für sich ja ganz schön, wenn fie Abgeordneten zur Sprache gebrachten süddeutschen EisenbahngemeinAnschauungen des Staisers über den Bronwucher. Es wäre die mir nicht eine über jeden Vorintf erhabene sittliche Unantastbarkeit fchaft, es feien allerdings Verhandlungen im Gange, welche eine Richtigkeit der angeblichen Kaiseraussprüche vorausgesezt nicht vorschützte, wo lediglich die Vorsicht ihre Haltung beeinflußt weitere, Vereinheitlichung und Vereinfachung der Tarife bezivecten, und es würden darüber in nicht allzu ferner Zeit weitere Beohne Interesse, wenn die" Post" nachweisen wollte, daß ein Kom- haben dürfte! sprechungen stattfinden. Allein eine größere Verbilligung der Perpromiß, wie es der Kaiser zwischen seinen früheren Anschauungen Der Kolonialrat trat am fonentarife sei nur in Zeiten guter Finanzen möglich. Die bayrische und den jezigen eingegangen sein soll, nicht zu kompromittieren ver- Sklaverei in den Kolonien. Es wurde über die Regierung werde jede Vereinbarung ablehnen, welche die Selbständigmag. Zwar erinnert sich die" Post", daß einst der Kaiser die Donnerstag zu einer Sigung zusammen. Caprivische Zollpolitik, die jetzt als Greuel aller Greuel gift und Slavenfrage verhandelt, die als generell unlösbar bezeichnet keit der bayrischen Staatsbahnen irgendwie beeinträchtige. von Grund auf umgestürzt werden soll, als rettende That feierte wurde. Der Kolonialrat war der Anschauung, daß die Frei: Konfessionelle Gleichberechtigung. In der Hessischen Kammer und daß er die Brotvertenerung als Brotwucher verdammte, aber erklärung der Sklavenkinder zwar in Ostafrika mit Rücksicht auf entspann sich bei der Beratung der Vorstellungen einer Anzahl die" Post" wird sicherlich jenen Nachweis dennoch zu führen im die vorliegenden Berichte des Gouverneurs zunächst noch nicht Personen jüdischen Glaubens, die Beschwerde darüber führen, daß stande sein. ausgesprochen werden solle, wohl aber ein folches Borgehen in die Regierung bei der Anstellung von Beamten folche Logo und Kamerun, in letzterem Schutzgebiet mit einigen jüdischen Glaubens zurücksetze, eine Debatte, in deren VerModifikationen, als durchführbar angesehen werden könne. lauf mehrere Antisemiten gegen die Anstellung jüdischer Richter doch auch die Kolonien gehören, immer noch Kinder, die als Ellaven großer Stimmenmehrheit folgender Ausschußantrag angenommen: Es giebt also in dem christlichen Deutschen Reich, zu dem sprachen. Es wurde in Uebereinstimmung mit der Regierung mit auf die Welt kommen. Die Kammer spricht die Erwartung aus, daß bei der Anstellung der Welch eine civilisatorische Mission! Beamten der principielle Standpunkt der religiösen Gleichberechtigung gewahrt werde. Die Socialdemokratie hat aus den früheren Mitteilungen über Worte des Kaisers, die der Brotzollerhöhung ungünstig waren, feinerlei Illusionen geschöpft. Die Socialdemokratie hat ebenso wenig Aulaß zur Ueberschätzung etwaiger dem neuen Zolltarif günſtigen Auslaffungen des Kaisers. Unser Stampf ist von den Meinungen und Neigungen eines Einzelnen durchaus unabhängig, und wie unser Kampf so unsre Erfolge! Die offizielle Berliner Korrespondenz" beabsichtigt anscheinend ihre Vertretung des Wuchertarifs jetzt mit vermehrtem Nachdruck aufzunehmen. Sie veröffentlicht heut einen längeren Artikel über„ Einteilung und Anordnung des neuen Zolltarifs". Der Artikel soll be weisen, daß schon die Technik des neuen Entwurfes weit geeigneter ist zur Durchführung zollwucherischer Bläne als der frühere Generaltarif. Gegen diese. Beweisführung der„ Berl. Korrefp." ist unsrerfcits taum etwas einzuwenden. Die Viehzölle. " W. M. M. Kühe 3,33 Stiere( Bullen) 3,85 9,06 10,68 Ochsen 9,26 22,22 Jungvieh bis zu 21/2 3. 3,57 8,81 Kälber unter 6 Wochen 9,68 12,90 Schweine 5,00 12,50 Spanferkel unter 10 gr. 14,81 13,83 +5,73 +6,83 +12,96 +5,24 +3,22 +7,50 -1,48 Schafvieh 4,26 Lämmer 6,49 8,51 12,99 +4,25 +6,50 " 1 Noch einiges zum Fall Münch. Dr. Sigl, der urwüchsige und sehr begabte Herausgeber des Bayr. Vaterlandes," der vor einiger Zeit bereits eine Heilanstalt Wie wird Herrn Schönstedt? olland his aufsuchen mußte, ist nunmehr auf Antrag seiner Frau entUeber eine gefährliche militärische Schießerei wird uns mündigt worden. leitete Blattein Original innerhalb der Presse Das von ihm lange Jahre hindurch ge- aus Straßburg i. E. geschrieben: Am Montag nachmittag ist verkauft sollte ein militärischer Gefangener vom Divisionsgericht worden. nach dem Arresthaus in der ehemaligen Citadelle übergeführt Aus dem Nachlaß Bismarcks. Der Cottasche Verlag kündigt werden. Kurz vor dem Ziele machte er einen Fluchtversuch, indem das demnächstige Erscheinen von zwei weiteren Bänden von Vismards er dem ihn eskortierenden Chargierten rasch einige Säße vorauseilte. Der Transporteur rief den Flüchtling das vorgeschriebene „ Gedanken und Erinnerungen" an. Es handelt sich um den vielberufenen dritten Band, der immer dreimalige Halt nach und gab, als dies ohne Wirkung blieb, auf etwa 50 Schritte einen scharfen Schuß auf ihn noch als furchtbare Drohung über der Regierung des neuen Kurses ab, dem in furzem Zwischenraum ein zweiter folgte. Ju Die Vichzölle, die bisher für das Stück Vich galten, sind im hängt, nicht um die Darstellung des Konflikts zwischen dem Kanzler demselben Augenblick fiel der Flüchtling nieder und blieb regungslos nenen Zolltarif in solche für je 100 stilogramm Lebend gewicht und Wilhelm II., sondern um den Briefwechsel zwischen Bismarck liegen. Es eilten einige Soldaten herbei, die ihn aufhoben. Dabei stellte umgewandelt worden. Um einen Vergleich der bisherigen und der und dem alten Kaiser Wilhelm. Außerdem wird ein Teil seines sich heraus, daß der Mann nicht getroffen war, sich vielmehr nur deshalb neuen Zollfäge zu ermöglichen, haben die Aeltesten der Briefivechfels mit Fürsten und Staatsmännern veröffentlicht bis batte niederfallen lassen, um von den Kugeln feines Berfolgers nicht Berliner Kaufmannschaft, wie wir der Freis. 3tg." zum Tode Friedrichs III. reichend. entnehmen, die Verwaltung des städtischen Viehhofs in getroffen zu werden. Man nahm ihn nun wieder fest und führte Berlin ersucht um Ermittelung der Beträge der Zölle für je 100 Stilogr. ,, Eine erufte, große Cefahr für das Allgemeinwoht". ihn ohne weiteren Zwischenfall in den Arrest ab. Der Transporteur hat auch in diesem Falle ohne Zweifel Schlachtgewicht. Nach den Ermittelungen der Wichhofsverwaltung Eine Korrespondenz schreibt: Im Auftrage des Kultusministers hat, ist das Lebendgewicht eines Ochsen mit 600 Kilogramm angenommen, wie schon gemeldet, unter Mitwirkung fast sämtlicher Merzte der weichenden, die beiden scharfen Schüsse nachsandte. Ob das letztere gemäß seiner Justruktion gehandelt, als er dem Ents wovon das Schlachtgewicht 54 Proz. 324 Kilogramm ausmacht. Monarchic, cine statistische Erhebung über die Verbreitung ant- aber nötig war, ist eine andre Frage. Der Vorfall spielte sich auf Der jetzige Zoll beträgt pro Stück 30 M., der vorgeschlagene Boll stedender Geschlechtstrantheiten stattgefunden, deren einem ringsum von militärischen, Gebäuden eingeschlossenen Blaze für 100 Silogramm Lebendgewicht 12 M., demnach der bisherige Ergebnis Professor Guttstadt, Mitglied des Statistischen Bureaus, ab, der um die fragliche Zeit von ganzen Abteilungen Boll für 100 Kilogramm Schlachtgewicht 9,26 M. und der künftige foeben im Auftrage der Regierung veröffentlicht. Am Tage egerzierender Soldaten belebt war. 22 M. Das Schlußergebnis ist für 100 Kilogramm Schlachtgewicht: Der Gefangene der Aufnahme befanden fich nahezu 50 000 Personen, fonnte also ebenso leicht wieder eingefangen werden, wie die Schüsse ase laptam budegiger Sehziger Künftige Zoll- mehr(+) oder die Mehrzahl( 30383) Männer, wegen geheimer Krankheiten des Transporteurs einen Unbeteiligten hätten treffen können. ThatBollerhöhung weniger(-) i Behandlung approbierter Aerzte. Diese an sich schon sächlich befand sich, abgesehen von den egerzierenden Soldaten, im fritischen Zeitpunkt auch ein Civilist in unmittelbarer Nähe des erschreckende Zahl bleibt leider noch weit hinter der Wirklich- Flüchtlings. Der Vorfall mahnt aufs neue zur Milderung der vielfeit zurück. Da diese Art Krankheiten in zahllosen Fällen ver- besprochenen rigorosen Schießinstruktion für Transporteure heimlicht, vielfach auch von Kurpfuschern 2c. behandelt werden. Ein von militärischen Häftlingen. de ani, an weit furchtbareres Bild von der Bedeutung diejer Krankheiten und ihrer Tragweite für die Volksgesundheit würde man erhalten, wenn beleidigung, Bettelus und Widerstandes wurde von der Strafe Chronik der Majestätsbeleidigungen. Wegen Majestätsauch für die Folge 3ustände, welche die Arbeitsfähigkeit schwer fammer in Halle unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelt beeinträchtigen und sich noch in der Nachkommenschaft rächen wider den 21 mal vorbestraften Arbeiter Hermann Sorge aus können, eine genauere Statistik zu erlangen wäre. Allein Blonen, 53 Jahre alt. Der Mann hatte gebettelt und dann einem schon das vorliegende Material genügt, 11117 die 11 Gendarmen gegenüber eine Staiserbeleidigung gethan, jedenfalls un Diese Zahlen bezeichnen also die Beträge, um welche sich jeden geheure Tragweite dieser Boltsfenche far fiberschauen zu können. wieder in das Gefängnis zu kommen. Diefes erreichte er, denn er falls das vom Ausland importierte Vich, und wahrscheinlich auch Die Gefahr der Verbreitung dieser ansteckenden Krankheiten ist um wurde zu sechs Monaten Gefängnis und einer Woche Haft das im Inlande gezüchtete im Preise verteuern würde. Vergegen wärtigt man sich, daß nach den letzten Ermittelungen des so größer, als diefelben gerade in den Kreisen der Jugend verurteilt. Berliner städtischen statistischen Bureaus der Fleischkonsum pro grassieren, die ein ungeregeltes Leben zu führen und oft den Aufent Kopf der Berliner Bevölkerung jährlich 74,57 Kilogrammm be- halt zu wechseln pflegt: an allen Orten, wo die Jugend zusammenträgt, so fann man sich nach den obigen Zahlen. Teicht strömt, wo die Unverheirateten in der Bevölkerung stark vertreten Man schreibt uns: Ueber das Resfript des Oberamtes Horb ant einen annähernden Begriff von der Belastung jeder Familie find, in a fen städten, in den gröberen Städten mit och erwähnt wurde, sei zur Ergänzung noch folgendes nachgetragen: Hoch den Wühringer Gemeinderat, das in der Nr. 271 des„ Vorwärts" durch die geplanten Zollerhöhungen machen. daß die Zollbelastung des Schweinefleisches als desjenigen Arbeiter bevölkerung, erscheinen die Bewohner in der bedrohlichsten immerhin unbewußter aber darum nicht ungefährlicherer bureau Nimmt man an, schulen und Universitäten, mit Garnison und erwähnt wurde, fei zur Ergänzung noch folgendes nachgetragen: Das denkwürdige Schriftstück bietet ein klassisches Erempel Fleisches, welches im Konsum der ärmeren Boitsklassen die größte wohltratischer Rolle spielt, maßgebend ist für die durchschnittliche Zollbelastung des Weise gefährdet. Die Verbreitung der Seuche in den wohl kratischer Beeinflussung nachgeordneter Behörden und eine töstliche Fleischkonsums dieser Klassen, so würde sich also die durchschnittliche ha benderen Klassen, welche die Krankenhäuser nicht aufsuchen, Stichprobe württembergischer Gemeindefelbstverwaltung. Es führte Belastung bis unt 7,50 M. erhöhen( pro 100 kilogramm Schlacht läßt sich statistisch nicht nachweifen; nach den allgemeinen Erfahrungen uler Nr. 1, 2, 3 eingehend aus, was vom Gemeinderat zu bezeugen gewicht), das heißt bei dem angegebenen Durchschnittskonsum von der Aerzte aber werden die akademisch Gebildeten, die Beamten, iei, und geht hierbei soweit, die Thatsachen, aus denen die Ansicht 74,57 Kilogramm eine Mehrbelastung von jährlich 5,60 M. Kaufleute und Offiziere, welche alle in größeren Städten vorüber der Gemeingefährlichkeit hergeleitet werden könne, im einzelnen ans pro Kopf oder 28 M. für die fünfköpfige Familie. Und das gehend oder dauernd leben müssen und in der Regel spät heiraten, zugeben, wobei sich der Zusak findet: Das sei die Meinung des Oberallein für den Fleischverbrauch! amtes,„ der Gemeinderat könne ja andrer Ansicht sein". Zu 3 heißt es: Bishnu hvon diesen Straatheiten stark heimgesucht. Im Vergleich zur„ Die Frage"( ob Münch außerhalb einer Frrenanstalt untergebracht Civilbevölkerung steht die Armee am günstigsten da, weil hier werden könne) wird wohl zu verneiuen sein". Nach alledem erscheint es en Chamberlain und die deutsche Regierung. eine scharfe Stontrolle ausgeübt werden kann. Vom Stand begreiflich, wenn das Rejkript am Schluß hervorzuheben für nötig Chamberlain hat die Massenproteste der Universipuufte der Volkswohlfahrt und der Gesundheitspflege", so refumiert findet: nicht das Oberamt, sondern der Gemeinderat hat das Zeug täten, der Volfsversammlungen, der Krieger- und Veteranenvereine Brof. Guttstadt, bilden daher diese Krankheiten ein e nis auszustellen; nicht minder begreiflich aber ist es, daß das neue gegen seine nach der patriotischen Auffaffung unerhörten Beleidigungen ere, große Gefahr für das Allgemeinwo51. Beuguis des Gemeinderats im Widerspruch zu dem erſten in naiver der deutschen Armee von 1870/71 mit einer neuen Bosheit deren Bekämpfung neben der Tuberkulose- Bekämpfung, der beholfenheit die Ansicht des Oberamts durchgängig acceptiert und beantwortet. Er hat nämlich durch seinen Privatiekretär in elämpfung aller Infektions Krankheiten, als eine der vielfach wörtlich das Resfript einfach wiederholt. Für jeden Uneinem Briefe erklären lassen, daß sich kein vernünftiger wichtigsten und nächsten Aufgaben der Gesundes für gut befunden, eine wesentliche Grundlage für das ein befangenen ist dieses neue Zeugnis ganz wertlos; dennoch wurde Deutscher durch seine Worte beleidigt fühlen könne. Gleichzeitig ließheitspolizei angefehen werden muß." Unter den schneidende Internierungsverfahren abzugeben!: er von einem Mißverständnis seiner Rede sprechen. Diese Maßnahmen zur Bekämpfung" führte der Verfasser u. a. beiläufige Redewendung von dem angeblichen Mißverständnis genügt an die weiteste Verbreitung der Kenntnisse über diese Krankheiten einem Offiziofus, um in der Nordd. Allg. 3tg." eine sowohl durch den Universitäts Unterricht, wie durch die Erklärung loszulassen, in der er diese Auslassung Chamberlains für Fortbildung der praktischen Aerzte, insbesondere der eine Abschwäch ung der Edinburgher Rede erklärt und schließlich Bolizei- Aerzte, sowie durch Belehrung des Publikums, Die Utrechtschen Studenten wollen, falls der Boykottplan ver= ankündigt, daß die Regierung feinerlei Veranlassung die Beseitigung der gesetzlichen Bestimmungen, welche die Behand wirklicht wird, eine besondre Boykott- Zeitung ohne Parteifchattierung nehmen werde, auch ihrerseits Protest gegen Chamber lung geschlechtskranker Arbeiter und Studenten auf Kosten von Herausgeben. Das Haupt Boykottfomitee hat bereits seine lains Kritik der deutschen Kriegsführung ein- Krankenkassen beschränken, die thatkräftige Mittvirkung der Zustimmung zu dem Plan lundgegeben. Personen verschiedener zulegen: Landes Versicherungs- Anstalten, die zwangsweise Parteistellung sollen aufgefordert werden, an der Redaktion des Dem in Voltsversammlungen hie und da aufgestellten Ber- Unterbringung minderjähriger Patienten( Fürsorge Er- Bliegen genannt. Am Montag wird eine Bersammlung stattfinden, Er- Blattes teilzunehmen, 11. a. werden die Genossen Troelstra und langen, im Jnteresse des deutschen Heeres amtliche Schrirte ziehung) 2c. die eine definitive Regelung der Sache treffen wird. gegen außeramtliche Aeußerungen eines fremden Ministers zu unternehmen, können wir uns nicht an Proteftversammlung der Arbeitslosen. Aus Halle wird uns schließen. Das Ansehen, das sich die deutsche Armee sowohl durch Manneszucht und Menschlichkeit wie durch Tapferkeit in der Eine Protestversammlung der arbeitslosen Frauen und Männer, ganzen gesitteten Welt erworben hat, steht viel zu fest, als daß sie zu der bekannten Aeußerung des Oberbürgermeisters Staude es durch falsche und unpassende Vergleiche berührt werden könnte." i der vertraulichen Konferenz Stellung nahm, fand Dienstag statt. In seiner Edinburgher Rede hatte Chamberlain bekanntlich aal, Galerien und Nebenräume waren dicht gefüllt. Und nicht ett va zerfumpte Gestalten, arbeitsscheues Gesindel und Lattcher, wie " " geschrieben: = " 1 Ausland. Der Boykott der englischen Schiffahrt. V Mr. Sam. Woods, Sekretär des Parlamen tarischen Komitees des Trades- Union- Kongresses und Präsident der Bergarbeiter Föderation von Lancashire und Cheshire, schreibt nach unfrem Londoner Storrefpondenten: Rose Villa, Brynn bei Wigan, 18. November. „ Die Zeit kommt jetzt, wo es notwendig sein mag, strengere sid, unser Stadtoberhaupt beliebte auszudrücken, waren anvesend, Geehrter Herr! In Beantwortimg Ihrer Umfrage vom 11. d. M., Maßregeln zu ergreifen, um die Aufständischen und die Guerilla- fordern solid gekleidete Frauen und Männer, die wie es betr. den Boykott, gestatte ich mir Ihnen mitzuteilen: gejagt: A) Ich glaube nicht, daß ein solcher Boykott erfolgreich sein die Antwort erteilt, daß sie unter diesen Umständen nichts an- drud einer Novelle von Robert Schweichel aus dem Arbeiterleben: werde; ferner, daß er irgend welchen Einfluß auf den südafrikanischen nehmen. Krieg haben könne; B) Ich glaube nicht, daß ein solcher Boykott von einem erheb lichen Teile unsrer Gewerkschaften, Genossenschaften oder andrer Volkselemente ermutigt oder unterstützt werde. Achtungsvoll S. Wood¾. Campbell Bannerman gegen Chamberlain. Gesetz und Recht." Jn, Dies und Jenes" begegnen wir einer Reihe von interessanten historischen Reminiscenzen über das Gottesgaden tum der altpreußischen Könige. Wir empfehlen diese billige und gute 0 Campbell Bannerman hielt am Dienstag in Plymouth eine Rede, Unterhaltungslitteratur. in welcher er ausführte, der Einfall Jamesons würde nie vorgekommen Der Central Wahlverein für Teltow Beeskow Storkowa sein, wenn eine liberale Regierung am Ruder gewesen wäre. Er Charlottenburg hält Sontag, den 24. November, nachmittags 5 Uhr, glaube nicht an eine Verschwörung zu dem Zwecke, die Engländer in Schöneberg bei Obst, Meiningerstr. 8( Ecke Martin Lutherstraße), aus Südafrika zu vertreiben. Er meine, diese Behauptung sei seine Generalversammlung ab. Der Central Wahlverein ist aur lediglich nachträglich ausgedacht, um das öffentliche Gewissen in 1. Januar 1901 ins Leben getreten, und gleichzeitig hörten die Ver England zum Schweigen zu bringen. Der Redner beftritt, jemals trauensmänner im Streife auf, zu amtieren; die sämtlichen Parteiirgend ein Wort geäußert zu haben, das von irgend einem noch so geschäfte wurden in die Wahlvereine verlegt, die sich zum CentralAm Mittwoch fand eine gemeinsame Sigung der feinen Kopfe als eine Ermutigung der Boeren gedeutet werden Wahlverein zusammenschlossen. Auf seiner Generalversammlung, welche Präsidien des Czechenklubs, des konservativen tönnte. Er habe einzig und allein auf die Thorheit der Art und von Delegierten der örtlichen Wahlvereine gebildet wird, werden die Großgrundbefizes und der czechischen Agrarier Weise hingewiesen, in welcher die Regierung die Boerenangelegenheit Vertrauensämter des Streises( Vorstand, Delegierte und Preß-, Lokal statt, in welcher der Wortlaut der Entgegnung des Jungczechenklubs betreibe. Campbell Bannerman erklärte fernerhin, es sei teine off- und Agitationskommission) besetzt. Destreich- Ungarn. Zur Parlamentskrise. Gemeindewahlen. auf die Erklärung der Obmänner der deutschen Parteien mitgeteilt nung vorhanden, daß die Gefahr, der England jetzt gegenüber: Die straffe Centralisation, welche die Organisation der Partei und festgestellt wurde, daß bezüglich der principiellen Auffassung der stehe, beschworen werden würde, solange Chamberlain im durch das Zusammenschließen der Wahlvereine erhalten hat, hat sich durch die Erklärung der Obmänner der deutschen Parteien geschaffenen Kolonialministerium und Milner in Pretoria durchaus bewährt. In mehreren Orten sind neue Wahlvereine ent Lage und über das gemeinsame Vorgehen gegenüber dieser Lage verbleibe. Schließlich gab Redner der Ansicht Ausdruck, daß standen, die Mitgliederzahl der schon bestehenden Vereine ist be eine vollständige llebereinstimmung aller Anwesenden herrsche. In der England die Verpflichtung gehabt hätte, troz eifrigster Fortsetzung trächtlich gewachsen. Entgegnung der Jungczechen heißt es, die Vertreter des czechischen des Kampfes die militärische Aktion mit der Veröffentlichung anVoltes verschlössen sich nicht dem Ernste der Lage, fie nehmbarer und bestimmter Friedensbedingungen zu begleiten. drängen jedoch auf Beseitigung des ihnen zugefügten Unrechts und Einen glänzenden Sieg errangen die Parteigenossen in verlangten vor allem Einführung der inneren.czechischen Der Prozeß gegen den Dr. Krause. Aus London wird vom Crimmitschau bei den Stadtverordneten- Wahlen am Dienstag, Amtssprache. Der Aufschub dieser dringendsten aller An- Mittwoch gemeldet: Es wurden 7 Socialdemokraten und 2 Gegner gewählt. Fünf von gelegenheiten wäre eine augenblickliche Er= In der heutigen Verhandlung gegen Dr. Krause beantragte den neun strittigen Mandaten hatten wir zu verteidigen, so daß wir Teichterung der parlamentarischen Lage, feines der Vertreter der Staatsanwaltschaft, Strause wegen Anfreizung zwei neue Size gewonnen haben. wegs aber eine gründliche Sanierung der Verhältnisse; zum Morde dem Central- Kriminalgerichtshof in Old Bailey z11 Der Sieg ist um so höher anzuschlagen, als diesmal die eine rasche rasche Erledigung der Frage der inneren czechischen überweisen, fügte jedoch hinzu, er behalte sich das Recht Gegner völlig geschlossen auftraten, während sie uns bisher uneinig Amtssprache wäre eine Lösung der Frage betreffend die Er- vor, später die Anklage auf Hochverrat zu erheben, wenn er es für ge- gegenüberstanden. ledigung des Budgets und aller übrigen dringenden Vorlagen. Die geben erachte. Die Anklage wegen Aufreizung zum Mord gründet Die Gegner haben übrigens zu unsrem Erfolge ihr redlich Teil czechischen Vertreter wollten sich an der Besprechung über die sich auf Krauses Briefe an Broeksma, in welchen er die Ermordung beitragen. Noch vor 14 Tagen erklärte sich die reaktionäre Mehrheit Sanierung der schwierigen Verhältnisse beteiligen, müßten sich jedoch des englischen Advokaten Foster anrät. Dr. Krauses Rechtsbeistand des Stadtparlaments mit 9 gegen 9 Stimmen gegen die Absendung vorbehalten, nicht nur über das parlamentarische Kalendarium, betonte von neuem, daß gegen Krause in England nicht wegen einer von unsren Genossen eingebrachten Petition gegen den Hunger sondern auch über das Parlament und seine Lage rückhaltslos zu Hochverrats verhandelt werden könne. Nach dem Verhör von Zeugen tarif. Und erst in der letzten Sigung vor den Wahlen lehnte man sprechen. Nach dem Verhalten der Regierung und der Parteien wurde der Fall vertagt. Der Polizeirichter genehmigte die Haft- den Antrag der Socialdemokraten auf Ermäßigung des Schulgegenüber ihren Forderungen werde sich auch ihre parlamentarische entlassung Strauses, wenn eine Staution von 2000 Pfund für ihn gel des rundweg ob. Jetzt hat der Ordnungsbrei die verdiente Haltung gestalten. gestellt werde. Antwort darauf. " 100 Frankreich. " Amerika. Auch in Hohenstein- Ernst that wurde die socialdemo fratische Liste glatt gewählt. Drei Socialdemokraten ziehen in das Stadtparlament ein. In Roda bei Jlmenau errangen die Parteigenossen sämtliche vier zur Wahl stehenden Mandate. In Bradwede( Bielefeld) wurden 2 Parteigenossen gewählt, in Quelle( Bielefeld) 1 und in Brake( Oldenburg) ebenfalls einer und zwar der erste. Zu den Stadtverordnetenwahlen in Bernburg, wo, wie schon berichtet, fünf Parteigenossen mit 1130 bis 915 Stimmen ge wählt wurden, schreibt man uns noch: Gegen 1899 ist eine Verdreifachung unsrer Stimmen eingetreten. Die Gesamtbeteiligung stieg in den zwei Jahren von 1400 auf 2400 Stimmen. Da die Gesamtzahl der Wahlberechtigten. 3465 betrug. haben fast 70 Broz. gewählt. Früher, als unsre Genossen sich nicht beteiligten ,, wurden die Gegner mit ein paar Hundert Stimmen gewählt. Das Wahlrecht ist, abgesehen von den Hausbesitzern, an einen Census von 1050 M. gebunden, ein Einkommen, das leider die Mehrzahl der Arbeiter nicht hat. Im übrigen besteht gleiches geheimes Listen wahlrecht, das unfren Parteigenoffen bei Stimmenzersplitterung Zur Gestaltung der Handelspolitik der Union. Waldeck- Rousseaus China- Rede. Der Konvent zur Beratung der Fragen des Reci Die Nede des Ministerpräsidenten Waldeck- Rousseau in der procitätsverhältnisses zum Ausland hat sich vertagt, Deputiertenkammer wird von den meisten tonservativen und nachdem er Resolutionen angenommen hat, in welchen er gemäßigten republikanischen Blättern sehr günstig be- dem Kongreß anrät, den Grundsatz des Schuges des sprochen. Figaro" meint, die Rede verdiene, in sämtlichen Ge- heimischen Marttes aufrechtzuhalten und zur meinden Frankreichs durch Maueranschläge bekannt gegeben zu werden. Förderung des Außenhandels den Tarif in einigen be Das konservative Frankreich sei von neuer Hoffnung erfüllt. Der Minister- ionderen Fällen abzu ändern, jedoch nur, wo dies ohne präsident lasse nicht zu, daß man an den geheiligten nationalen Ueber- Schädigung der Interessen des heimischen Marktes geschehen kann. lieferungen Frankreichs und seines Heeres rühre. Die Revolutionären Der Konvent sprach sich ferner dafür aus, daß ein Departement für und Vaterlandslosen hätten in Waldeck- Rousseau, den sie bisher als Handel und Industrie mit einem Mitglied des Kabinetts an der ihren Helfershelfer ansahen, einen Gegner gefunden. Das Blatt er Spize geschaffen und in diesem Departement ein besonderes zählt, ein gemäßigter republikanischer Abgeordneter habe beim Ver- Bureau für die Reciprocitätsfragen eingerichtet Lassen der Kammer erklärt, die Rede Walded- Rousseaus bedeute werde. eine Scheidung zwischen dem Kabinett und der äußersten Linken. Gaulois" sagt, Waldeck- Rousseau habe sich in dem Augenblick, Kämpfe auf dem Ifthmus von Panama. Ein Telegramm man es am wenigsten erwartete, als Ieritaler und aus Colon meldet: Die Liberalen haben gestern abend Colon Nationaler entpuppt. Melines République" schreibt, während der angegriffen und nur wenig Widerstand gefunden. Nach einem Rede Waldeck- Rousseaus habe man auf allen Lippen die Frage lesen Straßenkampf, der ungefähr 90 Minuten dauerte, wurde die Stadt unsrer Gegner auch mit einer Minorität Erfolge möglich macht. können, welche Missionen Frankreich so nützlich seien und weshalb die genommen. Der Präfekt und 12 Mann sind gefallen, 30 wurden Denn sie haben auch diesmal mit ihren 915-1130 Stimmen Regierung die Kongregationen verfolge, denen dieselben angehören. verwundet. Das vor Colon liegende amerikanische von 10 Mandaten fünf erobert, während die bürgerlichen Die bonapartistische" Autorité" schreibt, Warded- Rousseau Kanonenboot Machias" landete hundert Mann und Gegner insgesamt ca. 1500 Stimmten zählten, aber sich in Bezug werde aus dieser Debatte mächtiger als je hervorgehen, besezte die Eisenbahnstation. Der Kommandant des Kanonenboots auf eine Anzahl Kandidaten so geteilt haben, daß unsre Genossen denn er habe mun immer nach Bedarf zwei, Mehrheiten behauptet, die Landung dieser amerikanischen Matrosenabteilung sei zur Verfügung, eine rechte und eine linte. Die radikalen auf Ersuchen der Behörden selbst erfolgt. In einer an das Staats- mit ihren 900 Stimmen beide Teile übertrumpften. Es war der Gegensatz zwischen Hausbesigern und Mietern einerseits und focialistischen Blätter sind mit der Rede departement gerichteten Depesche heißt es, der Durchgangsverkehr reaktionären Scharfmachern und socialreformerisch gesinnten Nationalsehr unzufrieden. Der„ Radikal" sagt, man könne auf dem Isthmus sei turze Zeit unterbrochen gewesen, sei aber socialen andrerseits, der diese Teilung verursacht hat. Zwischen der nicht zulassen, daß die Regierung die Propaganda der wieder hergestellt. Kapitän Berry von der" Jowa", die vor Bernburger Gemeindeverwaltung und unfren Parteigenossen hat Kongregationen, die sie im Innern befämpit, nach Außen Panama liegt, hat den Befehl erhalten, Mannschaften zu landen, bisher, und zwar ohne jede Schuld unsrer Genossen, ein sehr geermutige, das sei weder ehrlich, noch flug. Die Rede Waldeck- wenn es sich für die Aufrechterhaltung des Verkehrs als notwendig spanntes Verhältnis bestanden. Die mumehr gewählten 5 GeRousseaus sei ein politischer Fehler. Die socialistische Petite erweist. noffen hoffen in dieser Beziehung eine Aenderung moralisch République verlangt, der Marineminister möge in der Kammer Chilenisch argentinischer Konflikt. Eine Meldung aus erzwingen zu können. Sie haben die Absicht, fachlich mitzuarbeiten, zum mindesten jene Stelle aus dem Bericht des Santiago( Chile) behauptet, argentinische Truppen hätten werden aber jeder Fortsetzung der bisherigen Taktik des Magistrats Generals Voyron verlesen, die sich auf die von die Demarkationslinie überschritten und seien in mit Festigkeit entgegentreten. Die Bernburger Wahl zeigt aufs neue, den Missionen verübten Plünderungen bezieht daß auch in Anhalt die Socialdemokratie von Position zu Position und die Regierung möge dann erklären, daß sie solche Leute nicht ilenisches Gebiet eingedrungen. weiter schreitet. unter ihren Schutz nehmen könne. und Belgien. " " Australien. Zolltarif. Der Bundesminister für Handel und Bölle teilte heute dem Bundesparlament mit, daß die Regierung beabsichtige, Der Fall Colfe. Wir hatten vor einigen Tagen mitgeteilt, alle Kleidungsstücke mit einem Zoll von 25 Proz. ad valorem unb daß der kleritale Deputierte Colfs in der Kammer die Unteroffiziere alle Baumwollen- und Leinwandwaren, Shirting einbegriffen, mit der Armee beschuldigte, daß sie von den Brüsseler Bordellwirten für einem Zoll von 10 Broz. zu belegen. Das Haus hat heute in einer die Zuführung von Rekruten Prozente erhielten. Diese Aeußerung hat Kommissionsberatung den Zoll auf Tabat auf 3 Chilling 3 Pence felbstverständlich großes Aufsehen gemacht; Minister, Offiziere und per Pfund herabgesetzt. alle hontetten Leute sind furchtbar entrüstet, daß der klerikale Abgeordnete diese Dinge ausgeplaudert hat. Nun ist auch Herr Colfs über seinen Mut erschrocken und hat erklärt, daß seine Zeugen, alles chreuwverte Leute, in einer etwa angestellten Untersuchung als Zeugen nicht erscheinen wollten, daß er deshalb seine Aeußerung zurücknehme und er bitte, dieselbe als nicht gethan zu erachten. Damit hat Herr Colfs natürlich nichts verbessert; er hat sich lächerlich gemacht, und an den Thatsachen, die er mitgeteilt, zweifelt darum doch kein Mensch, auch wenn er mun den Rückzug aufritt. Die Unteroffiziere haben ihm vor seinem Hause eine Sageumusik gebracht. Der Boeren- Krieg. Gefechte. Kitchener meldet aus Pretoria vom heutigen Tage: Eine Streitmacht unter dem Befehl des Oberst Colenbrander fam heute aus Mag alapye an der rhodesischen Bahn in Warmbaths an. Während des Marsches kam es zu zwei Gefechten, in denen die Boeren drei Tote und ebensoviel Verwundete hatten; außer In der Repräsentantenkammer stand am Mittwoch ein An- dem wurden vierundfünfzig Mann, einschließlich Feldkornet Schalt trag des Abgeordneten Bertrand( Soc.) auf Abschaffung Roos, gefangen genommen; auch viele Vorräte und einige Wagen der Stellvertretung im Militärdienst zur Ver wurden erbeutet. handlung. Ministerpräsident de Smet de Naeyer bekämpfte den Kommandant Buys wurde, nachdem er einen Angriff auf eine Antrag und ersuchte auch diejenigen Mitglieder der Rechten, Patrouille von ungefähr 100 Eisenbahnpionieren am Vaal in der die Anhänger der persönlichen Dienstpflicht sind, nicht für den Nähe von Villiersdorp gemacht hatte, gefangen genommen. Antrag zu stimmen, da eine Annahme des Antrages von der Re- Die Verluste der Engländer wurden noch nicht berichtet(!). Die gierung als ein gegen sie gerichtetes Votum angesehen würde. Der Solonne von Rimington kam den Pionieren zu Hilfe.(!) Atitrag Bertrand wurde mit 83 gegen 64 Stintmen bei einer Stimmenthaltung abgelehnt. Auch ein Antrag Lorand auf Abschaffung der Auslosung der Militärpflichtigen wurde mit 90 gegen 59 Stimmen abgelehnt. England. Eine Verlustliste meldet, daß in einem am 17. d. M. bei Roodepoort stattgehabten Gefecht, über welches bisher noch nicht berichtet war, ein Lieutenant und ein Sergeant getötet und neun Mann verwindet worden sind. Pech über Pech! Zunahme der Epidemien. In Graz( Steiermark) famen 5 Parteigenoffen mit den höchsten. Stimmenzahlen in die Stichwahl. verordnetenwahl in 2udenwalde. Nachdem eine Anzahl Wähler: Einen komischen Abschluß fand am Donnerstag die Stadtunter großen Schwierigkeiten ihre Stimme abgegeben hatten, erklärte der Wahlvorsteher plöglich, er müsse die Wahl schließen, mit den neuen Wahlvorschriften sei nicht durchzukommen. Troy energischen Protestes der zahlreich anwesenden Wähler war damit die Wahl zu Ende. Mit einem Hoch auf die Socialdemokratie entfernten sich die in großer Masse zur Wahl erschienenen Genossen. Der Zwift in Hamburg. Wir haben in der letzten Nummer schon telegraphisch mitgeteilt, daß die Mitglieder der Freien Vereinigung der Maurer die Einigung auf der Grundlage der vom Centralverbande gemachten Vorschläge abgelehnt haben. Der Versammlung, die darüber zu entscheiden hatte, lag folgende Frage vor: Sind die Mitglieder der Freien Vereinigung gewillt, unter der Voraussetzung, daß die abgeschlossenen Verträge gegenseitig innegehalten werden, daß also einerseits das Abkommen des Centralverbandes mit der Bauhütte" bis zum Ablauf bestehen bleibt, andrerseits die seitens der Mitglieder der Freien Vereinigung abgeschlossenen Accorde vollendet werden, dem Centralverbande beizutreten?" Nachdem einige Gegner ihrer Meinung dahin Ausdruck verliehen, daß eine Einigung doch nicht zu stande fomnien werde, stellte Geister den Antrag: " Die pp. Versammlung erklärt sich zu einer Einigung auf der Basis, wie sie gestellt, bereit, wenn der Centralverband die Aeuße rungen, die Mitglieder der Freien Vereinigung feien Streitbrecher und hätten mehrenhaft gehandelt, im" Hamburger Echo" und Grundstein" zurüdnimmt." " Rondon, 19. November.( Eig. Ber.) Die parlamentarische Aus Kapstadt wird gemeldet: Mehrere bedeutende Sendungen Erjahwahl in Galway findet Donnerstag, den 21. d. Mts. statt. amerikanischer und ungrischer Pferde mußten bei ihrer Landung in Das Resultat wird sowohl in England wie in Amerifa mit großer Kapstadt zu 4 Mart pro Stück verkauft werden, weil die Tiere Spanning erwartet. Wie im Vorwärts" vor einigen Wochen aus- während der Reise erkrankt und vollständig unbrauchbar geworden Nach längerer Debatte wurde dann über die Fragen durch führlich mitgeteilt wurde, kandidiert dort von seiten der Nationalisten waren. Stimmzettel abgestimmt. Es stimmten 182 mit Rein und 5 mit Ja. Mr. Arthur Lynch, Oberst der irisch- amerikanischen Brigade, die im ersten Jahre des jüdafrikanischen Krieges auf seiten der Boeren Die vom Kriegsamt vom 21. November veröffentlichte Verlust- Der Antrag Geister wurde darauf für gegenstandsfos erklärt. Zum Schluß gab der Vorsitzende der Freien Vereinigung die gekämpft hat. Es ist deshalb wohl begreiflich, daß sich die Regierung lifte umfaßt 6 Tote, 12 Verwundete, 1 Gefangenen und 151 an Erklärung ab: Mühe giebt, Lhuch eine Niederlage zu bereiten. Falls er gewählt wird, Krantheiten Verstorbene. gedenkt die Regierung ihm wegen Hochverrats den Prozeß zu machen. Lynch erklärt indes, er sei früher Transvaaler Bürger gewesen und habe erst durch die englische Annexion von Transvaal das englische Bürgerrecht erworben. Sein Gegenkandidat ist Mr. Plunkett, Partei- Nachrichten. Die Mitglieder der Freien Vereinigung werden nach wie vor ihren Parteistandpunkt wahren und sind zu einer Einigung mit dem Centralverband bereit, wenn dieser acceptable Vorschläge macht." der durch seine Verbindung mit der Regierung den Kleinbürgerlichen wärts erscheinenden socialdemokratischen Reichstage- Handbuch Parteilitteratur. Von dem im Verlag der Buchhandlung VorWählern von Galway große Versprechungen macht und einen ge- liegen jetzt die Hefte 4-7 vor. Sie enthalten die Artikel: Arbeiterberg war in einer Parteiversammlung von den Genossen Siebert wissen Anhang in jenen Streifen hat. Der Wahlkampf ist in der schutz. Arbeiterversicherung. Arbeitsamt. Arbeitsbuch. legten Woche ungemein lebhaft geführt worden, wobei es zu That: Arbeitsordnungen. Arbeitswilligengeses. Argentinien.- Arnim lichkeiten zwischen den Nationalisten und den Anhängern der Regierung gekommen ist. Das Wahlresultat wird wahrscheinlich noch Donnerstag nachts bekannt sein, da der Wahlkreis ein kleiner ist. -Be verhandelt und entschieden. Dem Genossen Scherm in Nürn Ju der Angelegenheit Scherm hat jeßt ein Schiedsgericht Druder der Metallarbeiter- Beitung" dadurch habe bestechen lassen, und Reuß der Vorivurf gemacht worden, daß er sich von dem Verbandes zahle. Scherm hatte Beleidigungsflage erhoben, diese aber daß dieser ihm wöchentlich 10 m. auf Kosten des Metallarbeiterauf Verlangen der bayrischen Landtagsfraktion zurückgezogen und die Angelegenheit einem Parteischiedsgericht unterbreitet. Nach längerer Ver handlung in Anwesenheit von Interessenten hat das Schiedsgericht folgenden Beschluß gefaßt: Auswanderungsgesetzgebu: 3. Ausverkaufswesen. Bäckerei Paragraph. Ausschluß der Oeffentlichkeit bei Gerichtsverhandlungen. verordnung. Bauarbeiterschuh. Befähigungsnachweis. Zur Kandidatenfrage in Dewsbury. Ju Dewsbury war, wie wir gnadigung. Belgien( Handelspolitik). Bergarbeiter. feiner Zeit mitgeteilt, seitens des socialdemokratischen Bundes Quelch, Wir empfehlen unsren Lesern dringend die Anschaffung dieses ber Redacteur der„ Justice", als Kandidat für die demnächst stattfindenden in 35 Wochenheften a 20 Pf. erscheinenden Werkes zur Anschaffung. Ersatzwahlen zum Barlament aufgestellt worden. Die unabhängige Sie erhalten damit ein wertvolles Nachschlagebuch für alle Fragen Die Behauptung, Scherm habe von der Firma Wörlein u. Co. Arbeiterpartei und der Gewerkschaftsrat des Blazes waren mit dieser der Reichspolitik. Das Buch wird in größeren Zeitabschnitten durch wöchentlich 10 Mart neben seinem Gehalt als Redacteur bezogen, Kandidatur nicht einverstanden; sie wollten einen andern, allen mög- Nachträge vervollständigt werden. ift richtig. lichen Leuten genehmen Arbeiter- Kandidaten" aufgestellt wissen. Die Illustrierte Romanbibliothek In Freien Stunden" Nicht erwiesen konnte dagegen werden, daß Scherm diesen Sie wandten fich deswegen an Sam. Woods und Steadman bringt in ihren Zehnpfennig- Heften 39-46 den ergreifenden Roman Betrag bezogen habe, um die Interessen des Druckers der Metallvom Parlamentarischen Komitee. Diese beiden haben aber Lotis:„ Die Islandfischer" zum Abschluß und beginnt mit dem Ab- arbeiter- Beitung" gegen den Metallarbeiter Verband wahrzunehmen. Ebensowenig wurde die Behauptung erwiesen, daß Scherm Deutsches Reich. Arbeiterverhältnisse in Samerun, auf der Tagesordnung. Der Kolonialdirektor davon gewußt habe, daß die 10 Mark dem Metallarbeiter- Verband Siegreicher Bergarbeiter- Streit. Am Montag morgen legten Der Bericht gab zu einer principiellen Erörterung der wirtschaftlichen Lage! In Form von Porto oder Ueberfazkonto aufgerechnet wurden, wie die Bergarbeiter auf sämtlichen Braunkohlengruben bei Guben die Kameruns Anlaß. Man dürfe Vertrauen auf die Zukunft der überhaupt eine solche Manipulation durch keinerlei glaubwürdige Arbeit nieder. Grund war Lohnabzug und Kündigung einiger dortigen Unternehmungen haben und müsse fortfahren, Kapital Beweise nachgewiesen werden konnte. Gewerkschaftsführer. Nachdem schon am Montag allgemeiner Kohlen- und Arbeitskraft an dieselben zu wenden. Das Schiedsgericht hat die Ueberzeugung gewonnen, daß mangel in der Stadt eingetreten, gab die Direktion am Abend be- hob hervor, daß die Regierung stets bemüht gewesen sei, zwischen die erwähnten 10 Mark dem Redacteur Scherm von dem kannt, daß die Lohnabzüge und die Kündigungen Plantagenleitern und Arbeitern Licht und Schatten gerecht zu verDruder Grillenberger als Entschädigung dafür ausbezahlt zurüdgezogen sind. Infolgedessen fuhren am Dienstag- teilen, und daß namentlich Verfehlungen der Arbeitgeber stets die wurden, daß Scherm mit Grillenberger, auf das gemeinsame morgen bie Arbeiter wieder an. Eine zu Dienstagvormittag 10 Uhr hndung auf dem Fuße gefolgt sei. Die vorliegende Verordnung Eigentumsrecht an der von ihnen begründeten Metall- einberufene Versammlung der Bergleute unterblieb. Zuzug ist solle dazu dienen, in Zuzug ist solle dazu dienen, in dieser Beziehung eine Grundlage zu arbeiter- Zeitung" verzichtete. jedoch noch fern zu halten. schaffen und dadurch bestehende bestehende Uebelstände thunlich Zu beseitigen. Nach einer eingehenden Specialdebatte wurde der Tarifvereinbarung im Baugewerbe. Der Leipziger Arbeit Berordnungs- Entwurf mit einigen Zusägen und Abänderungen in geberbund im Baugewerbe hat den Arbeitnehmern vorgeschlagen, die der Fassung des Ausschusses angenommen. Ferner hatte der Ausbis zum 31. März 1902 geltenden Lohn- und Arbeitsbedingungen schuß bestimmte, die Disciplinarstrafgewalt über die ( 55 Pfennig Stundenlohn und 9stündige Arbeitszeit) auf weitere Arbeiter regelnde Grundsäge in Vorschlag gebracht. Das Plenum drei Jahre zu verlängern. Eine von 1200 Leipziger Maurern besuchte des; Kolonialrates stimmte ihnen nach längerer Diskussion unter Versammlung lehnte jedoch diesen Vorschlag ab und wählte vier Bornahme mehrfacher Abänderungen bei. Maurer in eine Kommission, die noch durch drei gimmerer verstärkt werden soll und der die Aufgabe zufallen soll, mit dem Arbeitgeberbund Verhandlungen anzubahnen. Es besteht die Absicht, zwar verlängern, dabei aber nicht soweit zu gehen, wie die Unternehmer die Geltungsdauer der jeßigen Lohn- und Arbeitsbedingungen zu es wünschen, sondern sich bei einer wesentlichen Verbesserung der Konjunktur die Möglichkeit zu sichern, auch eine weitere Berbesserung der Arbeitsbedingungen anzustreben. Es ist zu tadeln, daß Genosse Scherm dieses Verhältnis, aus welchem ihm ein berechtigter Vorwurf nicht gemacht werden kann, verheimlichte und weiterhin darüber verschiedene Begründungen gab, welche zu der Annahme führen konnten, als ob er dieselben aus einer umlauteren Quelle beziehe. In Rücksicht auf legteren Umstand tann den Genossen Siebert und Reuß um so weniger ein Vorwurf gemacht werden, als sie ihre vermeintlichen Wahrnehmungen zur Kenntnis der Parteiversammlung gebracht haben, wozu sie berechtigt warcu. Die Schlagfertigkeit der Parteigenossen in Schwelm hat der dortigen Polizei einen hübschen Streich gespielt. Am Bußtage follte, wie bekannt gemacht war, ein Flugblatt zur Stadtverordnetenwahl verteilt werden. Ein günstiger Wind trug den Parteigenossen am Sonntag die Nachricht zu, daß die Polizei der FlugblattVerteilung Schwierigkeiten zu machen gedente. Sofort wurde der Plan geändert und am Montagabend hatten 50 Parteigenossen binnen einer Stunde das Flugblatt verteilt, ohne daß die Polizei etwas mertte. Dabei wurde gegen die Vorwärtsbuchhandlung der ergögliche Bortvurf erhoben, fie verkaufe an jeden Bauer; sie sei gar keine richtige Buchhandlung. Wir meinen, es ist gerade die Aufgabe einer socialdemokratischen Buchhandlung, an jeden Bauer" zu verkaufen, d. H. der socialDie Maurer in Bremen haben die Firma Bockbau u. Knauer gesperrt. Der Verband der Maurer ersucht, den Zuzug von Maurern fernzuhalten, besonders werden die Rabigpuzer gebeten, dies zu Chinadebatte in der französischen Kammer. Paris, 21. November.( W. T. B.) Deputiertenkammer.( Nachmittagssigung.) Die Kammer nimmt die Beratung der Vorlage be treffend die China- Anleihe wieder auf. Der Berichterstatter Hubbard bemerkt, der Krieg in China sei ohne Zu stimmung des Parlaments geführt worden; Veranlassung zu demselben seien die Mißbräuche gewesen, die sich die Miffionare zu Schulden kommen licken. Redner spricht sich gegen das Protektorat Frankreichs in China aus. Doumergues führt aus, die Regierung solle sich in die Regelung der Entschädigung der Privatpersonen nicht einmischen. Cochin verlangt, daß die Missionare aus den von China geunnötig; er werde die Vorlage ablehnen. zahlten Summen entschädigt werden, erklärt aber die Anleihe für Belletan bekämpft die Anleihe gleichfalls, da niemand wissen fönne, ob China zuverlässige Sicherheit bieten werde. Die Generaldebatte wird darauf geschlossen. Das Protokoll der Konferenz der deutschen und östreichischen beachten. Socialdemokraten in der Schweiz, die am 14. und 15. September in Basel tagte, ist jetzt für die teilnehmenden Organisationen Vertreter der Arbeiterschaft erkannte die Straffammer in WiesDie Bedeutung der Gewerkschafts- Kartelle als berechtigte schäftigte fich hauptsächlich mit der Frage der Agitation, der Wegen Beleidigung des Gewerbegerichtsschreibers in Höchst war im Druck erschienen und uns zugegangen. Die Konferenz be- baden in einem Beschluß über ein Beleidigungsverfahren an. Reise Unterstützung und des Schriftenvertriebes. gegen den Genossen Schuhmann von dort eine Untersuchung ein Bei dieser Gelegenheit wurde auch über die teuren Preise der geleitet und Strafantrag gestellt worden, weil er öffentlich in einer dortigen Parteibuchhandlung geklagt. Gewerkschaftskartell- Bersammlung nicht erweislich wahre, beleidigende Thatsachen in Bezug auf den Stadtfekretär Christmann in Höchst be- Rousseau bekämpften Antrag Sembat auf Vertagung der BerhandDie Kammer lehnt einen vom Ministerpräsidenten Waldeck hauptet habe. Es stellte sich nachträglich heraus, daß die ganze lung mit 363 gegen 215 Stimmen ab und beschließt mit 358 gegen Geschichte von einer Frau erfunden war. Jezt nach erfolgter Bernehmung wurde dem Genossen Schuhmann von der Straffammer in 183 Stimmen, in die Einzelberatung einzutreten. Darauf Wiesbaden der Bescheid, daß die Eröffnung des Hauptverfahrens ab- wird die Sigung geschlossen. demokratischen Litteratur die weiteste Verbreitung zu verschaffen. gelehnt ist, und zwar mit der Begründung, daß dem Angeschuldigten Wenn dabei auch der buchhändlerische Zunftzopf etwas besser Schuß des§ 193 des Strafgesetzbuches zur schnitten wird! Zum Generalftreik der franzöfifchen Bergarbeiter. Seite stehe. Die Gewerkschaftskartelle feien gefezZu dem Stillstand der socialdemokratischen Partei in lich erlaubte Organisationen, welche dazu be Paris, 21. November.( B. H.) Die parlamentarife Genf bezüglich der Vertretung im Großen Rate, der ohne die stimmt seien, die Intereffen der Mitglieder Arbeitsfommission nahm mit großer Mehrheit eine borangegangene Einigung der verschiedenen Parteigruppen bei den der Gewerkschaften wahrzunehmen. Eine Absicht der Resolution zu Gunstender Einführung einer fürzeren Den Berglegten Wahlen gar zu einem Rückgang geworden wäre, macht der Beleidigung habe offenbar nicht vorgelegen. Der Angeschuldigte Arbeitszeit in den Bergwerfen an. Genosse Hof in Genf im„ Grütfianer" sehr beachtenswerte Be- babe seine Aeußerungen unverkennbar in Wahrnehmung berechtigter arbeitern in Nord- Frankreich wurde dieser Beschluß teles merkungen. Er erblickt die Ursache des schlechten Standes der Social- Intereffen im Sinne des§ 193 gemacht. Auch habe er zweifellos graphisch übermittelt. demokratie in Genf in der lauen Haltung der Arbeiter im guten Glauben gehandelt. Interessant ist in dieser Bevertreter und in den bestandenen Parteizwistigkeiten. Allzu gründung die Anerkennung der Gewerkschaftskartelle als im gesezgroße Freundschaft mit den Radikalen im Nate brachte es lichen Sinne zur Wahrung der Interessen der Gewerkschaften be Bahin, daß der Wähler keinen Unterschied mehr rechtigte Körperschaften. Luftanlagen von Nud. Otto Meher im Industriehafen in Mannheim streifen wegen Lohnreduktion. Bei der Gewerbegerichtswahl in Landshut siegte die„ chriftliche" Liste gegen die von den Gewerkschaften aufgestellte. herausfand( unter den verschiedenen verschiedenen Mitgliedern des Sämtliche Gießerei- Arbeiter der Fabrit für Heizungs- und Großen Rates) und entsprechend dem hat der Arbeiter auch keinen Grund, bei den Wahlen einen Unterschied zu machen." Die lieben befreundeten" Radikalen jubeln im stillen über diesen schlechten Stand der Socialdemokratie. Genosse Hof wendet sich daher ent= schieden gegen den Opportunismus in der Partei und fordert, wenn dieselbe vorwärts kommen wolle, daß der Parteistandpunkt immer und überall entschieden gewahrt werde. Es ist zu hoffen, daß die reorganisierte Partei wieder Ordnung schafft und das Vertrauen der Arbeiterschaft durch selbständiges und unabhängiges Vorgehen gewinnt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Ausland. Ein großer Streik der Weichensteller und Frachtverlader ist, wie das" Bureau Herold" meldet, bei der New York- New Havener Bahn ausgebrochen. Derselbe verursacht erhebliche Betriebsstörungen. Gerichts- Beitung. " Ein neuer türkisch- französischer Konflikt. Frankfurt a. M., 21. November.( W. T. B.) Die Frlf. 8tg." meldet aus Konftantinopel: 8wischen Frankreich und der Türkei ist ein neuer Konflikt ausgebrochen. Das zweite, am Bosporus stationierte französische Striegsschiff Mouette" verließ mehrere Wochen nach der Abreise des Botschafters Constans Konstantinopel, im ägäischen Meere lebungen abzus halten. Monette" sollte jetzt hierher zurückkehren und suchte des halb wegen der Durchfahrt durch die Dardanellen den üblichen faiserlichen Ferman nach. Statt an das Schiff eine Antwort gelangen zu lassen, sandte heute der erste Balastsekretär Tachfin- Bei im Auftrage des Sultans eine Note an den Minister des Aeußern, in welcher demselben erklärt wird, daß für Frankreich Die Beifetzung Defuiffeaug gestaltete sich zu einer großen feinerlei Grund zur Stationierung zweier Kriegsschiffe im Bosporus Kundgebung des belgischen Proletariats. Jm Maison du Peuple" bestehe und daher der zweite Stationär nicht zugelassen würde. Der zu Tramories bei Mons war die Leiche Defuisseaug aufgestellt, und Minister wird aufgefordert, sich sofort an die französische Botschaft Tausende erwiesen dort dem Toten die letzte Ehrung. Berglente, zu wenden, damit diese das Gesuch um Erteilung eines Fermans für deren Wohlergehen der Tote besonders gekämpft hatte, hielten In einer umfangreichen, ursprünglich auf zwei Tage be- für die Durchfahrt des Schiffes durch die Dardanellen zurückdort die Totenwache. Am Sonntag fand die Beerdigung statt, und rechneten Sigung verhandelte das Schwurgericht hiesigen Land- ziehe. In gut unterrichteten Streifen ist man der Ansicht, daß schon am frühen Morgen trafen Extrazüge von Brüssel und Lüttich ein, gerichts I gegen die Pianofortefabrikantin Marie Fürstenberg sich Frankreich der Auffassung des Balastes nicht anschließen werde; die Tausende herbeiführten. Fast alle Häuser des Ortes hatten geb. Westphal wegen betrügerischen Bankrotts, wissen te man hält es nicht für unmöglich, daß der zweite Stationär, eventuell die rote Fahne gehißt, in Crepp gehüllt und auf Halvmast gesetzt. lichen Meineides und Verleitung zum Meineide. selbst auf die Gefahr hin, beschlossen zu werden, die Durchfahrt Der Zug, an welchem etwa 50 000 Personen teilnahmen, wurde an- Den Vorsitz führte Landgerichtsrat Wagner, die Anflage vertrat ohne Ferman erzwingen werde. Außer Frankreich haben geführt von mehr denn 200 Kranzträgern, 273 Fahnen wurden mit- Assessor Ehrede, die Verteidigung führte Rechtsanwalt Dr. noch Rußland und England zwei Kriegsschiffe dort, während geführt, und 23 Musikchöre spielten im Zuge verteilt. Am Grabe Davidsohn. Die Angeklagte hat beinahe sechs Monate in Unter- Deutschland, Italien und Destreich- Ungarn nur je durch eins versprachen die Genossen Dewinne für den Parteivorstand und die suchungshaft geseffen; sie ist aus derselben entlassen worden, da ihr treten find. Redaktion des Beuple", Bastien für die Monser Socialisten, Ehemann inzwischen aus Verzweiflung über ihre trotz fleißiger Arbeit Furnemont für die socialistische Kammerfraktion. eingetretene traurige Lage, in der sie nichts mehr zum Leben hatten, Sturm in der belgischen Kammer. sich erhängt hatte. Die Angeklagte, eine ehemalige Blätterin, Brüssel, 21. November.( W. T. B.) In der heutigen Sigung verheiratete sich 1874 mit dem Bianoforte Arbeiter Her der Repräsentantenkammer fommt es zu heftigen Auftritten. mann Fürstenberg. Im Jahre 1885 gründete dieser mit Lorand bringt zum Artikel 1 der Vorlage betreffend die mili drei andren Arbeitern zufammen eine Pianofortefabrik in der Boechstraße, welche jedoch nach einem Jahre bereits tärische Reorganisation einen Abänderungsantrag ein und verlangte Eine Delegierten Konferenz des Centralverbandes der wieder aufgelöst wurde. Hierauf eröffnete der mittellose Fürstenberg getrennte Abstimmung. Artikel 1 soll danach lauten:„ Wenn das Zimmerer, die am Bußtagnachmittag im Gewerkschaftshause tagte, allein eine neue Fabrik, Admiralstraße 18. In Jahre 1893 geriet Baterland in Gefahr ist, sind alle Bürger verpflichtet, zur nahm Stellung zum Vertragsverhältnis mit den er in Konkurs, der mit einer Verteilung von 15 Proz. an die Verteidigung herbeizueilen." Arbeitgebern, über welches laut Vereinbarung im November Gläubiger endete. Im November desselben Jahres wurde das Ge- Ministerpräsident de Smet de Naeyer fragt den Redner, in Verhandlung getreten werden muß, um Entscheidungen für schäft auf den Namen der Angeklagten wieder eröffnet. Es wurde wie das geschehen solle und verlangt für den Regierungsvorschlag nächstes Jahr zu treffen. In 51stündiger fachlicher Debatte wurde in der Weise betrieben, daß die Angeklagte von den einzelnen Special die Vorfrage. eine Resolution angenommen, die sich für eine Verlängerung fabrifen die nötigen Hölzer, Klaviaturen, Eisenplatten, Mechaniken ze. des Vertrages ausspricht und die Vertreter in der Achtzehner- ankaufte, daraus die Klaviere zusammen setzen ließ und Kommission beauftragt, in diesem Sinne zu wirken. sodann die fertigen Instrumente verkaufte. Technischer Leiter die die sich Fabrit, Achtung, Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter und Tischler! der gulegt befand, Schlesischestraße 32 Der Streit der Maschinenarbeiter bei crabet, Griebenowstr. 2, war der Ehemann der Angeklagten. Die Angeklagte befand sich seit dauert unverändert fort. Buzug ist streng sernzuhalten. Da Herr Jahren in Geldschwierigkeiten, die mit dem Steigen der MaterialJeraber jede Verhandlung danfend ablehnt, aber versucht, die preise und der Zunahme der Konkurrenz immer größer wurden. rufen werde. Arbeit in andern Fabriken herstellen zu lassen, ersuchen wir die Kollegen, Nachdem im Januar ein Accordvorschlag der Angeklagten- 40 Profeine Arbeit für Jerabet zu machen. Ganz besonders erwarten ent abgelehnt worden war, ging sie in Konkurs, der inzwischen wir von den Tischlern, daß sie nicht selbst an den Maschinen arbeiten, beendet ist. Der Massebestand betrug 3039 M., welchem 17 041 M. ruft sondern sich solidarisch erklären. Auch wollen wir erwähnen, daß nicht bevorrechtigte Forderungen gegenüber standen. Der faufmännisch Herr Jerabet die vor 2 Jahren zivischen Arbeitgeber- und Arbeit gar nicht gebildeten Angeklagten wurde zum Vorwurf gemacht, daß nehmer Organisation getroffenen Bereinbarungen betreffend die fie äußerst mangelhafte Raffenbücher geführt und niemals Bilanzen Außerdem stand sie in dem Verdacht, fertige Der Präsident der Kammer ersucht Demblon, seine Worte zurückAchtzehner- Kommiffion nicht eingehalten hat, sondern erklärt, sich gezogen habe. derselben nicht zu fügen, obgleich er noch Mitglied der Arbeitgeber- Slaviere, Teile von solchen, Werkzeuge, sowie auch Stücke ihrer zunehmen. Demblon mildert seine Worte daraufhin ab; die ErWohnungseinrichtung beiseite geschafft zu haben, um sie dem Bu örterung wird ruhiger. Demblon wirft der Kammer vor, daß sie organisation ist. Der Vorstand griff der Gläubiger zu entziehen. Endlich soll sie bei der Ableistung dem Losungswort der römischen Partei" gehorche. Schließlich wird des Offenbarungseides ein Vermögensstic wissentlich verschwiegen die Borfrage mit 81 gegen 60 Stimmen angenommen; Lorand zieht des Verbandes der Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter Berlins. und versucht haben, einen über diesen Punft vernommenen Zeugen Achtung, Klavierarbeiter und Tischler! Die Zusammen zur Abgabe eines fatichen Zeugnisses zu bewegen. Die sehr umfang- feinen Abänderungsantrag zurück. Artikel 1 des Regierungsentwurfs wird sodann mit 80 gegen seger, Umleimer und Bezieher der Firma C. Neugebauer Na ch f., reiche und eingehende Beweisaufnahme hatte das Ergebnis, daß die Er lautet:„ Die Rekrutierung des Bell u. Co. befinden sich wegen Lohndifferenzen im Ausstande. Geschworenen die Angeklagte nur des einfachen Bergehens gegen 58 Stimmen angenommen. Die Fabrikanten, Leute, die vor 2 Jahren noch in den Reihen der die Konkursordnung und des fahrlässigen Falscheides für schuldig er- Heeres erfolgt durch die Anwerbung von Freiwilligen. Sollten diese Arbeiter und der Organisation standen, haben es fertig gebracht, flärten. Der Staatsanwalt beantragte zehn Monate Gefängnis, der nicht ausreichen, dann sollen, wenn erforderlich, Jahrgänge der wegen einer ganz minimalen und durchaus berechtigten Forderung. Gerichtshof verurteilte die Angeklagte zu sieben Monaten Reserve herangezogen werden." Auch Artikel 2 und 3 werden an die in allen andren Fabriken längst bezahlt wird, 14 ihrer tüchtigsten Gefängnis unter Anrechnung Arbeiter aufs Pflaster zu werfen. Der Stand des Streits ist fuchungshaft. für uns ein sehr günstiger, da bei der gerade jetzt guten Konjunktur brauchbare Ersatzkräfte nicht zu bekommen find. Die Pflicht aller Kollegen ist es, den Zuzug nach der Fabrit auf das strengste fernzuhalten. bon drei Monaten UnterDie Socialisten rufen: An die Grenze!" Der Ministerpräsident erwidert: Wir rechnen beim Marsch an Grenze nicht auf Sie!" Der Socialist Furnemont ruft:„ Schurte!" Lorand verlangt, daß der Ministerpräsident zur Ordnung ges Furnemont ruft nochmals„ Schurke!" Die Rechte verlangt den Ordnungsruf für Furnemont. Dieser dem Ministerpräsidenten zu:„ Sie Schwachkopf!" Der Socialist Demblon ballt die Faust gegen de Gmet de Naeher und ruft wiederholt Feigling!" genommen. Kaschau, 21. November.( W. T. B.) In der Nähe der Ort. schaft Kisladna stehen fast 1000 Joch Wald in Flammen. Bisher ist es noch nicht gelungen, dem Brande Einhalt zu thun. Kampf um ein Vermächtnis. Uns wird berichtet: Der am 7. August d. J. Hier verstorbene Rentier Julins sorte hat sein an 200 000 m. betragendes Vermögen der Stadt Berlin vermacht. Einige Verwandte, die sich in ärmlichen Verhältnissen befinden, find von dem Erblasser übergangen worden und haben jetzt auch vom Magistrat, an den sie sich wandten, den Bescheid erhalten, daß ihnen von dem Vermögen des Verstorbenen nichts zu teil werden könne. Abgeordnetenhaus- Sizung Es handelt sich hier um Vettern und Cousinen des Korke. Budapest, 21. November.( B. S.) ( B. H.) Während der heutigen schleuderte von der Galerie ein entlassener Beamter, namens Rudolf Waß, unter den Rufen Vaterlandsverräter" eine große Anzahl Ing. schriften in den Saal. Vor die Polizei gebracht, erklärte er, Der Vorstand des Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter. Achtung, Kleber! An der Arbeitslosen- Enquete, welche vom Deutschen Tapezierer- Verband veranstaltet wird, beteiligt sich auch die Lokalorganisation der Berliner Kleber und werden sämtlichen Klebern Berlins am heutigen Tage Zähltarten zugesandt werden, welche mit Vereinsstempel versehen sind. Es werden nun die Empfänger dieser Starten verpflichtet, dieselben gewissenhaft Tehte Nachrichten und Depelthen. baß seine verzweifelte Lage ihn zu diesem Schritte veranlaßt habe. auszufüllen und dieselben an die Verbandsleitung schnellstens einzusenden. Ferner werden sie ersucht, am Freitag, den 29. November, an der öffentlichen Versammlung teilzunehmen. Der Vorstand des Vereins der Kleber Berlins und Umgegend. Kolonialrat. Athen, 21. November.( W. T. B.) Bei den heutigen Berlin, 21. November.( W. T. B.) In der heutigen Nachmittags- Rundgebungen gaben einige der Teilnehmer auf den figung des Kolonialrates stand der Bericht des Ausschusses für die Minister präsidenten Theotonnis Schiffe ab, ohne Schüsse Prüfung des Verordnungsentwurfes, betr, die Regelung der jedoch zu treffen. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Babing in Berlin. Br. 273, 18. 3abraan. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 22. November 1901. Unter Verschiedenem giebt der neugewählte Verbandsvorsitzende und bei mancher Herrschaft das Essen, daß man es nicht glauben Erster Kongreß der Givil- Berufsmusiker Deutschlands. der Hoffnung Ausdruck, daß es bald gelingen möge, die hier und möchte, wenn ich es hier niederschreiben würde. Es spottete oft jeder Wie schon mitgeteilt, tagte vom 13. bis 15. November im da zwischen den Berufsmusikern und der organisierten Arbeiterschaft Beschreibung." bestehenden Differenzen zu schlichten. Insbesondere will derselbe Meiner Ansicht nach ziehen es viele vor, am Tage lieber mur Berliner Gewerkschaftshause der erste Kongreß der Civil- Berufs- sofort Schritte unternehmen, um die Differenzen, die in Berlin haupt- einmal zu essen, als jede Minute unter fremden Launen und musiker. Auf demselben waren die Städte Altona, Berlin, Hamburg, fächlich wegen des Maifeier- Tarifes bestehen, zu schlichten. Nach Willen zu stehen, was bei uns Dienenden doch ohne Ausnahme der Breslau, Lübeck, Hannover, Bremen, Bremerhaven, Stettin, Harburg, einem begeisternden und zu reger Mitarbeit aufforderuden Schluß- Fall ist." Halle a. S. und Dresden durch 15 Delegierte vertreten. Von der wort des Verbandsvorsitzenden, welches in ein Hoch auf die ArbeiterGeneralfommission war Genosse Legien anwesend. bewegung austlang, erfolgte der Schluß des Kongresses. " Da die Herrschaften unerhörte Ansprüche an den Dienstboten stellen, weil die Dienstboten sich wie im Gefängnis befinden und Die Berichte der einzelnen Delegierten boten im allgemeinen feine Freiheit befizen, da die Mädchen sich bei ihrer fauren Arbeit das gleiche Bild, wie sie die Berichte über die wirtschaftliche Lage auch noch von dem erbärmlichen Gehalt allein zum Satteffen zus in allen Berufen zu bieten pflegen. Wir können uns deshalb ein Aus Industrie und Handel. taufen müssen; da ein Mädchen, sobald es krant wird, wie ein Stück näheres Eingehen auf die Berichte, soweit sie die wirtschaftliche da kaun Lage der Musiker beleuchten, ersparen. Es ist ja auch allgemein be- Eine Ermäßigung der Coakspreise ist nunmehr vom Vich behandelt und ihm dann die Thür gewiesen wird man es feinem gesunden jungen Mädchen verdenken, wenn es das fannt, daß die Civil- Berufsmusiker gegenüber der Konkurrenz der Syndikat beschlossen. Hochofen- Coats soll im nächsten Jahre von Dienen haßt und lieber im Geschäft arbeitet, um sich das tägliche Militairkapellen, den Beamten- Muſikern und der Lehrlingszüchterei der Zeche dem Syndikat um 2 M. niedriger, mit 15 M. pro Tonne Brot leichter zu verdienen. Jede meines Standes wird mit mir fühlen der Stadtpfeifereien", wie die Stadtkapellen auf dem Kongreß ge- berechnet werden, den Verkaufspreis an die Abnehmer bestimmt das und mir recht geben." nannt wurden, einen sehr schweren Stand haben. Es wurden Fälle Syndikat. Der Rückgang wird sich hier im gleichen Verhältnis Weil sie meistens schlecht behandelt werden. Dann sagt sich angeführt, wo einzelne Musikdirektoren" bei einem und zwei Ge- bewegen. Auch die übrigen Sorten find im Preise um ein Mädchen: Du gehst lieber arbeiten oder in eine Aufwartehilfen und einigen sogenannten Volontären 60, 80, ja jogar über 1,50 bis 3,50 M. pro Tonne niedriger normiert. Natürlich stelle, dann bist Du wenigstens den Abend Dein freier Herr. Bei 100 Lehrlinge halten. fonnte die Preisfestsetzung nur mit Zustimmung des Kohlen den Herrschaften bestehen in Bezug auf die Stellen zu große Untersyndikates erfolgen. Ob nun auch das Kohlensyndikat zu einer Herabsetzung der Preise für Hausbrandtohle greifen wird," Ich selbst würde niemand dazu raten, weil ein Dienstbote, darüber verlautet bisher nichts. Wahrscheinlich wird man sich zu diesen Konzessionen an die kleinen Verbraucher nicht bequemen, da mag er noch so ordentlich sein, als das untergeordnetste Geschöpf von allen betrachtet wird. Im Herbst 1899, als die socialistische diese weniger der Syndikatsherrschaft sich entziehen können, als die Partei eine Versammlung einberufen hatte und die Gefindegroßen Abnehmer. Für die Eiſenindustrie bedeutet die Preisherab- Ordnung zergliederte, hörte ich dort rings inn mich den Ausruf: fegung eine langerfehnte Erleichterung. Nun, da schicken wir unsre Kinder nicht dienen, wenn solche Gesetze bestehen." Weil tein Mädchen, mag es sein, was es will, so wenig geachtet wird als ein Dienstmädchen. Man ist und bleibt die letzte Person im Hause, auch wenn nur ein Hündchen da ist." Es wurde aber auch von den meisten Delegierten darüber Klage geführt, daß selbst auf seiten der Arbeiter die organisatorischen Bestre bungen der Civil- Berufsmusiker nicht immer oder doch nur sehr langsam und schwer das nötige Verständnis gefunden haben. Ein in jeder Beziehung befriedigendes Verhältnis zwischen den organisierten Musikern und der übrigen organisierten Arbeiterschaft besteht eigent lich nur in Bremerhaven und Hamburg. Von allen Delegierten wurde der Hoffung Ausdruck gegeben, daß mit dem Zustandekommen einer einheitlichen, achtunggebietenden Organisation sich auch das wünschen übrig läßt, sich bald heben und zu einem für beide Teile Berhältnis zu den organisierten Arbeitern da, wo es noch vorteilhaften gestalten werde. An die Berichte der Delegierten schloß sich ein Referat des Genossen Schonert- Berlin über die wirtschaftliche Lage der Civil- Berufsmusiker, welcher in Konzentrierter Form nochmals alles zusammenfaßte, was die Berichte der Delegierten in einzelnen schon ergeben hatten. Außer der wirtschaftlich gedrückten Lage des Musikers tomme aber auch noch seine Rechtlosigkeit auf dem Gebiete der socialen Rechtspflege und der Socialgesetzgebung in Betracht. Das Gewerbegericht ist ihm verschlossen, da er angeblich kein Gewerbetreibender oder Gewerbegehilfe, sondern als Künstler betrachtet werde. Ebenso wissen die Musiker bis heute noch nicht, ob sie ein Recht auf die Kranken-, Unfall, Alters- und Invaliditätsversicherung haben. In einzelnen Fällen wird diese Frage bejaht, im allgemeinen aber verneint. In einer Unfallsache hat das Reichs- Versicherungsamt die Versicherung für ungiltig erklärt. Was das Lehrlingswesen anbetrifft, so falle es teinem socialdenkenden Musiker ein, dasselbe gänzlich beseitigen zu wollen. Aber es milfe eine ganz energische Reform an demselben vorgenommen Wenn uns bezüglich der Beamtenmusiker geraten wird, doch dafür einzutreten, daß dieselben beffere Gehälter bekommen, so thun wir bas auf politischem Gebiet, im übrigen aber haben doch viele von uns noch nicht das Einkommen, das jene haben. werden. bewegung. Eine durchgreifende Besserung der Verhältnisse kann nur herbeigeführt werden durch den Anschluß an die allgemeine ArbeiterDie Diskussion, an der sich alle Delegierten beteiligten, bewegte sich im Sinne des Referats und fand ihren Abschluß in der einstimmigen Annahme einer entsprechenden Resolution. Die g schiede." Galle." ist ca Geschäftsberichte der Aktiengesellschaften. Phönig A.-G. für Bergbau und Hüttenbetrieb hatte im verflossenen Geschäftsjahr Dividende 4 Proz.( 15 Proz.) einen eingewinn von 1271 072 M.( im Vorjahr 5079 361 M.) Die deutsche Eisenbahn Speisewagen Gesellschaft bringt der Generalversammlung Weil die Herrschaften ihre Mädchen weniger achten als ihren 10 Proz. Dividende in Vorschlag. Die Westfälische Draht Hund und sprechen unter sich: Ach, die sind ja schon anders geboren. industrie erzielte einen Reingewinn von 1189 908 M. Dividende Also wir sind dazu da, um uns alles gefallen zu lassen; wir dürfen 10 Broz. Die Schlesische Leinenindustrie hatte einen tein Gefühl haben, und doch haben wir auch Herz, Gefühl und Reingewinn von 619 355 W.( 991 802 M.) Dividende 7 Broz. Verlust von 190 618 M. ab. Nürnberger Victoriawerte schließen mit einem" Ich bin der festen Meinung, daß so wenig Mädchen sich desIm Vorjahre betrug der Verlust wegen dem häuslichen Dienst widmen, weil wir Mädchen viel zu 133 989 M. Aus dem Reservefonds sollen 156 511 M. gedeckt wenig freie Zeit haben, weil wir von Jahr zu Jahr mehr unterwerden. Die amerikanische Waggonfabrik Bull- dridt werden und weil sehr viele Herrschaften ihre Dienstboten mann u. Co. erzielte im legten Geschäftsjahr den größten Gewinn schlechter behandeln als ein Stück Vich. Hunde haben es oft viel feit 1893. Die Brutto- Einnahmen erhöhten sich im Vergleich mit beffer als manches Dienstmädchen und doch muß dasselbe den ganzen dem Vorjahre um 19,8 Proz.. die Netto- Einnahmen um 32,64 Proz. Tag arbeiten." Insgesamt stellt sich die Brutto- Einnahme des abgelaufenen Jahres Weil dienenden Mädchen nie die Stellung eingeräumt wird, auf 17 996 781 Doll., die Netto- Einnahme auf 8 786 221 Doll. Die die ihnen gebührt, sie werden immer als untergeordnete Wesen be Dividende beträgt 8 Proz.- Die Berliner Attien- Gesell- trachtet, die nicht nur die Launen und Mißftimmungen der Herrschaft, schaft Eisengießerei und Maschinenfabrik in Char sondern sogar die Ungezogenheiten und Rüpeleien der Kinder zu lottenburg hatte einen Bruttogewinn von 498 857( 866 968) M. ertragen haben. Es ist ja mir das Dienstmädchen. Darum kommt Dividende 12 Broz. Die Süddeutsche Waggonfabrit sich auch die einfachste Arbeiterin, von der nichts verlangt wird, als in Kelsterbach hat ihre Unterbilanz 11117 1 225 457. bie Arbeit, mehr vor als ein Dienstmädchen." „ Es ist allgemein bekannt, daß der Dienstbotenberuf der erhöht, so daß die gesamte Unterbilang jept 1347 227. beträgt. ist verloren. Die Hälfte des Aktienkapitals schlechteste Beruf ist. Man ist immer abgespannt und furchtbar müde. Die Vereinigten Stralsunder Spieltartenfabriken Jch gebe gelegentlich die Stellung auf, weil die Ansprüche immer 6 Proz.( 7 Proz.). berechnen einen Reingewinn von 106 315 m.( 121 106 m.). Dividende größer werden und freie Zeit ist die Hauptsache." Die Neue Gas Att. Gef. verlangt von„ Das ist doch flar, wenn ein junges Mädchen mit Lust und ihren Aktionären 25 Broz. Zuzahlung pro Attic. Die Mittel sollen Liebe in den Dienst tritt, um sich sein Brot zu verdienen und hat Tilgung der 1691 858 M. Schulden benügt werden. Der schlechte schlechtes Essen, einen unbeschreiblichen Schlafraum und dann ein Geschäftsabschluß wird mit den hohen Preisen für Gaskohle be- fchlechtes Beugnis im Buch, womit es sich sein Lebtag herumtragen gründet. Das Neuwalzwert zu Bösperde in Westfalen schließt muß und nie wieder eine gute Stellung annehmen kann Es folgt sodann ein Referat Legiens über die Organisations- mit einem Verlustsaldo von 113 768 M., das aus dem Reservefonds dann ein Wunder, wenn ein Mädchen nicht mehr in Stellung geht, gedeckt wird. Die Herkuleswerte in Nürnberg hatten einen dann ist es des Dienens müde und verdient sich sein Brot leichter frage, in welchem derselbe den Delegierten die verschiedenen Vorteile Rohgewinn von 24 850 M. Dividende wird nicht vertheilt. als ein schlechtes Mädchen." der Ceniralorganisation gerade für die Musiker eingehend beleuchtete. Die Berliner nionsbrauerei giebt ihren Reingewinn auf„ Ein Dienstmädchen ist in den Augen der Herrschaft nur eine Auch die an dieses Referat anknüpfende Diskussion bewegte sich in 137 120 M. an( 128 455 M.). Dividende 5 Proz. Die Berliner Arbeitsmaschine, es wird gar nicht als Mensch betrachtet. Sie soll zustimmendem Sinne und endigte mit Annahme einer diesbezüglichen od brauerei stellt 9 Proz. Dividende in Aussicht( 10 Broz.). nur arbeiten. Vergnügen wird ihr nicht gegönnt. Da heißt es oft: Refolution. Dagegen stimmte nur der Vertreter für Breslau, jedoch Die Aktienbrauerei Friedrichshain wird den Aktionären Ein Dienstmädchen hat überhaupt nichts zu beanspruchen, das muß nur deshalb, weil ihm die Resolution formell nicht genügt. eine Dividende von 3/2 Proz. gewähren( 51/2 Broz.). Die das thun und leisten, was die Herrschaft verlangt. Sollte es mir Da der Statuten- Entwurf für den mmmehr beschlossenen Berereinsbrauerei Rigdorf schließt mit einem Reingewinn hier nicht gefallen, was ich jetzt noch nicht sagen tam, so ist es die band deutscher Civil- Berufsmufiter" noch nicht vorliegt, jo behandelt von 679 214 m. ab( C28 333 M.). Dividende 14 Proz. für Prioritäten. letzte Stelle gewesen, denn ich habe schon zu viel traurige Erfahder Kongreß zunächst die Lehrlingsfrage. Wille Hannover fieht die Bedeutung des Lehrlingswesens Robgewinn auf 1078 621 W. Dividende 6 Broz.( 9 Prog.). Die Die Maschinenfabrik Humboldt in Kalt beziffert den rungen gemacht." Weil sie einen tyrannisieren. Doch Fleisch und Knochen läßt erstlich in dem massenhaften Zuwachs, der die Nachfrage nach Arbeits- anderer Fahrradwerte in Schönau erzielten 240 395 9. man schon bei den Herrschaften, den letzten Tropfen Blut möchten fräften in geradezu unheimlicher Weise übersteigt. Da die Reingewinn. Dividende 12 Broz.( 6 Proz.). Die Maschinenfie auch noch haben. Auf den elendesten Hängeboden wird man erhofften Stellungen nicht erlangt werden, so sei das Dasein fabrik Gebr. Hammer in Neidenfels verzeichnet eine Unter- gesteckt, daß man Kopfschmerzen hat, anstatt daß man erfrischt an der ausgebildeten Kräfte später ein geradezu troftloses. bilanz von 524 000 m. die Arbeit geht. Und so ist es einen Tag wie alle Tage, so daß Würde hier gefeßlich energisch eingegriffen, so würde der Lehrlingszüchterei der Boden entzogen. Aufklärung der Eltern sei ebenfalls Börsenreform in Oestreich. Der von der Regierung im man oft der Verzweiflung nahe ist. Aber ein Mädchen ist eben kein ein Mittel zur Abhilfe. Dasselbe sei auch bisher schon, teilweise Abgeordnetenhause vorgelegte Gefchentwurf sieht nicht ein formelles Menich. Wo soll man nur den Mut herbekommen, um noch weiter sogar mit Erfolg, angewendet worden. Es sei schon so weit ge- Berbot des Terminhandels in Getreide vor, sondern eine durchgreifende in Stellung zu gehen und mit freundlichem Gesicht den Herrschaften kommen, daß sich stellenweise die Lehrlinge nicht mehr in der Reform der landwirtschaftlichen Börsen. Behufs Erzielung richtiger, einen besseren Charakter und find feinfühliger, als manche Herrstets entgegenzutreten. Doch nur zu oft befizen Dienstmädchen gewünschten Anzahl finden. Die Direktoren" sind deshalb heute möglichst genauer Kursnotierungen sind beeidete Kursregistratoren schaften." schon vielfach gezwungen, fich ihr Material ant Lehrlingen in Aussicht genommen. Personen, die durch Abschluß eines Scheinaus den ärmsten und rückständigsten Gegenden, so besonders geschäfts, oder durch eine Täuschung über einen über die Preisaus den Harzdörfern und Thüringen 811 holen. Die bildung entscheidenden Umstand auf den Getreidepreis einwirken, mangelhafte Schulbildung dieses Lehrlingsmaterials ist den find mit Arreststrafen bis zu einem Jahr bedroht. Der Gesetz felben im späteren Leben dann aber wiederum ein schweres entwurf enthält ferner Bestimmungen gegen das Börsenspiel Hindernis. Dazu kommen die schweren sittlichen Gefahren, die sowohl berufener und gegen übermäßige Börsenspekulationen, ferner folche, das Beisammensein einer so großen Anzahl jugendlicher Personen welche sich auf ein Börsenschiedsgericht und die Börsenleitung be- besonders auf die am Sonntag, den 1. Dezember, vormittags 10 1hr, ohne genügende Aufsicht und die Beschäftigung bei den mitunter ziehen, wobei der Einfluß der Regierung verstärkt wird. zweifelhaften Schaustellungen und Aufführungen für die jungen Leute mit sich bringt. Die Lehrkontrafte enthalten oftmals ungesetzliche Bestimmungen. auth Hamburg: Von einer gewissenhaften Ausbildung kann in den Lehrlingstapellen überhaupt nicht gesprochen werden. Die Lehrlinge fühlen die Hand des Lehrherrn höchstens dann, wenn sie mal gezüchtigt werden. Selbst in Berlin habe es schon Stapellen" mit fiber 100 Lehrlingen gegeben. Das ganze heutige Lehrlingswesen entspricht lediglich den Bedürfnissen des Militarismus und kann nur im Zusammenhang mit diesem erfaßt und bekämpft werden. Weiter müssen wir energisch die rechtliche Gleichstellung mit den übrigen gewerblichen Arbeitern auch schon für den Lehrling erstreben. Auch mit der Unterwerfung der Lehrlinge unter den Fortbildungs- Schulzwang würde dem Univefen schon etwas gesteuert werden. Jistow, Delegierter für Stettin, und Müller- Bremen fchildern zum Teil persönliche Erfahrungen trasfester Art aus ihrer eignen Lehrzeit. Weiter sprechen zu diesem Thema die Delegierten KubanBreslau, Nick&= Altona. Durch einstimmige Annahme einer diesbezüglichen Resolution wurde der Vorstand des neuen Verbandes beauftragt, eine Enquete über das Lehrlingswesen zu veranstalten, um auf der Grundlage der felben die nötigen Schritte einleiten zu können. Aus der Frauenbewegung. Dienstbotenlos. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 25. November, abends 8/2 1hr, in den Arminhallen, die Hygiene des Kindes. Ferner machen wir unsre Weitglieder ganz Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Dr. J. Hirschfeld über besonders auf die am Sonntag, den 1. Dezember, vormittags 10 11hr, beim im Gewerkschaftshaus stattfindende Bersammlung aufmerksam, in welcher ein Hamburger Lehrer über Jugendlitteratur sprechen wird. Der Vorstand. Bedentende organisatorische Erfolge erzielten die Genossinnen in Reichenbach i. V. Vor etwa dreiviertel Jahren begannen sie die Agitations- und Organisationsarbeit, und jetzt schon gehören 130 Frauen dem socialdemokratischen Verein für den 22. sächsischen Reichstags Wahlkreis an, während es vorher nur ein paar waren. Auch die Zahl der gewerkschaftlich organisierten Arbeiterinnen( Textilbranche) wurde wesentlich erhöht. Versammlungen. Die Lage der weiblichen Dienstboten in Berlin schildert der Docent an der Berliner Humboldt- Akademie, Dr. Ostar Stillich, in einem Buche, das demnächst im Verlage von, John Edelheim hier erscheinen wird. Der Verfasser hat eingehende Studien über seinen Gegenstand gemacht. Eine private Enquete, die er zu diesem Swede selbst bei Herrschaften und Dienstmädchen veranstaltete, hat ihm seiner Zeit pöbelhafte Angriffe der Unternehmerpresse eins getragen. Aus dem Schlußkapitel des interessanten Buches teilen wir über das Ergebnis der Enquete einiges mit zur Beleuchtung des hatte deffen Vorsitzender Genoffe Woldersly am Dienstag eine Zwecks Agitation für den Wahlverein des zweiten Kreises Loses der Dienstboten. Der Verfasser schreibt: In der Enquetes war auch die Frage gestellt: Welche Gründe öffentliche Versammlung nach Zühltes Lokal in der fönnen Sie angeben, warum so wenig Mädchen sich dem bäus- Dennewigstraße einberufen. Der Umstand, daß der Vorsitzende des lichen Dienst widmen? Die Gründe sind sehr verschiedener Natur. Wahlvereins der Einberufer war, gab dem lleberwachenden Verans Entscheidend aber ist, ob die Urteilenden Arbeitgeber oder Arbeitnehmer sind. Dadurch wird bestäigt, was der große Nationalöfonom Karl Marg zuerst erkannte, daß die ökonomische Lage der Menschen ihr Denken bestimmt. Das ist ein psychologisches Gesetz, ohne welches die Divergenz der Urteile unverständlich bleibt. Was die Mädchen als Gründe angeben, sind nur Variationen Der Kongreß tritt sodann in die Statutenberatung ein. ein und derselben socialen Materie. Es ist ein einhelliges Urteil, Der Verband erhält seinen Siz in Hamburg. Das Eintrittsgeld das in den verschiedensten Formen demselben Grundgedanken entbeträgt 1 M., der Wochenbeitrag 20 Bf. An die Hauptkaffe gehen stammt. Die Mädchen wollen nicht dienen, wegen der Mißstände, Wie sie von ihrem Standpunkt aus 70- Proz. der Einnahmen. Den Lokalkassen bleibt es überlassen, für die wir kennen gelernt haben. ihre lokalen Zwecke Extrabeiträge zu erheben. Außer bei Streits, Aus- über das Dienen denken, darüber seien aus der großen Zahl von sperrungen und Maßregelungen soll der Verband seinen Mitgliedern auch Bemerkungen nur einige wenige Beispiele mitgeteilt. Unterstügungen gewähren bei Arbeitslosigkeit, auf der Reise, in" Der Hauptgrund, den man so häufig hört, ist die schlechte besonderen Notfällen und bei Todesfällen von Mitgliedern den Behandlung und das spärliche Effen, die schlechten Schlafräume Sinterbliebenen derselben. Die Unterstützung in Krankheitsfällen und die kurzen Freizeiten. Das sind die Gründe, warum sich die wurde abgelehnt. Eine längere Debatte entstand auch darüber, ob Mädchen dem häuslichen Dienst nicht widmen wollen." die Gewährung von Rechtsschutz in Fällen, wo es sich um die" Nichtachtung, schlechte Behandlung, zuweilen schlechte Löhne, Wahrung von Rechten aus der Socialgesetzgebung handelt, nicht beffer, aus dem Statut herausbliebe, da diese Bestimmungen für die große Maffe der Musiker vorläufig zwecklos ſeien. Auf Ersuchen der Berliner Delegierten blieb es jedoch bei den Bestimmungen. Als Verbandsvorsitzender wird Fauth Hamburg, als Redacteur für das ins Leben zu rufende Fachorgan Wille-" Jest thut es mir leid, daß ich einstmals den Beruf als Dienst Der focialdemokratische Wahlverein für den 4. WahlHannover gewählt. Der Verband soll nicht vor dem 1. Januar 1902 bote gewählt habe, denn an trüben Erfahrungen in jeder Beziehung freis( Südost) hielt am Dienstag bei Brüder, Waldemarstraße, hat es mir nie gefehlt: tüchtig schuften, dazu die schlechte Behandlung eine Bersammlung ab, in der Genosse Cohen über den Einfluß der ins Leben treten. gebundenes Leben, manchmal schlimmer wie im Buchthaus, über triebene Arbeitszeit. Man hat nicht Zeit, sich seine Sachen in Ordnung zu bringen und ist auf andre Leute angewieſen u. a. m. Ich sollte 20 Mädchen haben, nicht eine einzige würde ich in Stellung fchiden." genommen. laffung, die Entfernung einiger Damen, welche gekommen waren in dem guten Glauben, daß sie einer öffentlichen Versammlung unter allen Umständen beiwohnen könnten, zu verlangen. Nachdem diefen Anforderungen Genüge geschehen und solchergestalt vier oder fünf weibliche Personen" dank der polizeilichen Fürsorge vor der Anhörung eines politischen Vortrages geschützt worden Ivaren, fonnte Genosse Richard Fischer sein Referat über die Strife und die Arbeitslosigkeit halten. Der agitatorisch wirksame Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufIn der kurzen Diskussion wandte man sich besonders gegen die von bürgerlicher Seite unternommenen Versuche, den Um fang der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit als nicht bedeutend hin zustellen; unter anderm wurden auch die Beschönigungsversuche, die Dr. Freund in der" Boffischen Zeitung" anstellte, als ganz verfehlt bezeichnet. Man verwies darauf, daß Herr Freund als Vorsitzender des Centralvereins für Arbeitsnachweis, austatt sich bei einzelnen Fabrikanten über die Ausdehnung der Arbeitslosigkeit zu befragen, die feinem Wirkungskreise so naheliegenden und noch dazu zuverlässigeren Quellen hätte benutzen können. Er hätte dann zu andren Schlüffen kommen müffen. Zum Schluß richtete der Vors figende Woldersky einan Appell an die noch nicht politisch organis fierten Genoffen, sich dem Wahlverein anzuschließen. " " # für deren Dauer er festgesetzt ist. E. D. 33. Berlin 1001. Ist durch Gerichts: M. N. Bilderrahmenmacher. Krisen auf die gewerkschaftlichen Organisationen referierte. Dem bei- dem Vorstand für feine freue Pflichterfüllung den Dant ausspricht. B. C. Der Hafenarbeiterftreit vom Jahre 1896 at 1875 611 m. fällig aufgenommenen Vortrage folgte eine längere Distusfion, Bum Schluß legte Redner dar, daß dieser Kampf um die Selbst gekostet. Von dieser Summe find 1613 000 Mt. durch freiwillige Spenden in der einige Redner im Gegensatz zu dem Referenten verwaltung, um die Intereffen von Tausenden von Arbeitern und zufammengekommen, 262 611 M. wurden als Anleihen aufgenommen. H. 3. C. 1. Der Verein und seine Mitglieder würden im Wege einer die Unterstützungseinrichtungen, namentlich die Arbeitslosen- gegen den Bureaukratismus und die Sonderbestrebungen der kapitals- lage schwerlich etwas erreichen. 2. Leider ist jene Zeitung hierzu bes Unterstützung, als ungeeignete Mittel und als den Klassencharakter fräftigen Aktiengesellschaft nur ein Teil des täglichen den Arbeitern rechtigt. J. S. 73. 1-3. Nein.- A. 3. 94. Sie find im Recht. schädigend bekämpften und in der im weiteren auch die aufgezwungenen Klassenkampfes der Arbeit gegen das Kapital sei. Vertriebener Genoffe. 1. Jn 5, 2. In 2 Jahren. Jedoch unter: Frage der politischen und neutralen Gewerkschaften erörtert wurde. Troz aller Beschwernisse halten Sie fest an diesem Kampf, dessen bricht jede gegen den Thäter gerichtete richterliche Handlung die Verjährung.: R. 2. Die KündigungsHierauf gab der Vorsitzende bekannt, daß auf Beschluß des Vor- segensreiche Folgen mag sein Endergebnis werden, welches es 3. Das hängt von der Art des Verbrechens ab. standes das Kassieren der Beiträge in Zukunft bei Beginn der Ver- wolle für den großen allgemeinen Kampf um Befreiung aus den frist einer Wirtschafterin, die nicht im Gesindeverhältnis steht, beträgt: fals fammlungen, um Störungen zu vermeiden, eingestellt werden soll ehernen Ketten des Kapitalismus im Sinne der Aufklärung und der Lohn nach Wochen bemessen ist, eine Woche( Kündigung ant ersten und daß nun erwartet wird, daß die Mitglieder früher erscheinen Borwärtsbewegung unverkennbar sind. Den Mißmut über die hierbei Werktage der Woche zum Schluß der Woche), falls der Lohn nach Monaten und vor Beginn der Versammlung die Beiträge regeln. Außerdem zu verrichtende mühsame Kleinarbeit verscheucht die Erkenntnis dieses der Lohn nach Bierteljahren bemessen ist, einen Monat( am ersten zum Schluß des Monats), falls oder längeren Zeiträumen be messen ist, 6 Wochen zum Quartals ersten. M. 2. 3. Ja. wurde bekannt gegeben, daß am 1. Dezember ein Befuch der Urania| Zusammenhanges. veranstaltet ist, daß aber die Billets hierzu, soweit sie nicht vertrieben Beim zweiten Punkt der Tagesordnung: Die Erhöhung der D. R. 100. 1. und 2. Ja. 3. und 4. Invalidenmarken sind von der werden können, acht Tage vor der Borstellung an den Spediteur Beiträge und des Krankengeldes und die Ergebnisse des Apotheken- Wirtin zu leben. Wenden Sie sich an die Invaliditätsanstalt Breite Ein Anspruch auf Schadensersatz oder Unfallrente Genossen Böhm abgeliefert werden müssen, da sie sonst als verkauft Boykotts" weist Albrecht darauf hin, daß die Erhöhung im ftraße 24. 5. und 6. f hin, die fub Genoffe R. 1. Die Vorschrift des gelten. Vom Genossen Petereit wurde angeregt, aus den Listen Interesse der Mitglieder liege; die von einzelnen Personen tolpor- steht Ihrer Mutter leider nicht zu. für die Stadtverordneten- Wahlen wiederum eine Statistit aufzu- tierten Gerüchte, daß die Aerzte in der Wahl der Mittel beschränkt Antrags ist bindend. 2. Ja, am Erſten. 3. Nein. 4. Im Laufe des Erſten. 5. Die Kündigung muß spätestens am 28. Dezember in den Händen des Wirts nehmen, um festzustellen, wie sich die Augehörigen der verschiedenen feien, sowie andere ähnliche Berdächtigungen müsse er als unwahr fein, wenn drei Monate und drei Tage als Frist vereinbart sind. 6. Nein. Berufe au den Wahlen beteiligten. bezeichnen. Er bitte darum, solchen Aeußerungen entgegenzutreten wenden Sie sich an eine Münzenhandlung.- Halle. 1. a) Nein. Damit fallen und sich im übrigen fleißig an den Arbeiten der Kasse zu beteiligen. die übrigen Fragen fort. 2. Das tönnte als Betrug erachtet werden. 3. Nein. In einer von dem Vorstand der Nenen Maschinenbauer- Gries kommt auf die neuesten Maßnahmen des Oberpräsidenten 4. Nein. 5. Die Bescheinigung über Ihr Unvermögen zur Tragung der Krankenkaffe( Fabrittasse) am Sonntagvormittag 10 Uhr nach dem gegen den Apotheken- Boykott zu sprechen und betont die Notwendig- often stellt der Hallenser Magistrat aus. Mit dieser Bescheinigung wenden " Feenpalast" einberufenen Mitglieder- Versammlung, welche sehr stark feit, in dieser Beziehung zusammenzuhalten und nach wie vor nur Sie sich unter Darlegung des Sachverhalts an das Prozeßgericht und bes A. U. Nein. besucht war, referierte Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadt aus den Apotheken und Droguerien die Medikamente zu beziehen, antragen, Ihnen das Arinenrecht bewilligen zu wollen. A. 2. 88. 1. Verjährung liegt nicht vor. 2. Das müssen Sie int hagen über das Urteil des Reichsgerichts über die Klage der Kasse mit welche die Centralkommission freigegeben hat. Privatwege ausfundschaften. 3. An den Magistrat: Stiftungs- Deputation. der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft und die Weiterklage im Ber2. 1. Sie würden mit Ihrem Verlangen ohne Einwilligung der waltungsstreitverfahren". Bekanntlich ist die Fabrittasse der Allgemeinen Die Steinarbeiter, die am Sonntagnachmittag eine BerA. A. Die Be Elektricitäts- Gesellschaft aus dieser Kasse ausgeschieden, um eine sammlung im Englischen Garten" abhielten, beschlossen mit Ma- Mutter und des Vormundes nicht durchdringen. inspektion. Karl Kn. Sie können jederzeit Ihr Kind selbst an sich eigne Betriebskaffe zu errichten; ein von ihr erhobener Anspruch auf jorität bei starter Stimmenenthaltung folgende, der Diskusion ent- bingungen erhalten Sie unentgeltlich von der Ihnen nächst gelegenen GasDie am 17. November versammelten nehmen, auch zur Mitwirkung zwecks Herausgabe des Kindes sich an das Herauszahlung von 270 000 m. aus dem Reservefonds wurde der- sprechende Resolution: M. K. 30. 1. Nein. felben seitens der Aufsichtsbehörde zuerkannt. Dagegen erhob die„ Neue Steinarbeiter Berlins und Umgegend sehen von einer Kün Vormundschaftsgericht und an die Polizei wenden. Maschinenbauer- Krankenkasse" Widerspruch, mit welchem sich vor kurzem digung des Tarifs zum 1. März ab, trozdem ver- 2. Wenn sie vertreten sein will, ja. 3. Die Frau läßt sich zunächst vom dasReichsgericht zu beschäftigen hatte. Diese für verschiedene Krantentaffen schiedene Positioneu notwendig der Verbesserung Armenfommissions- Borsteher bescheinigen, daß sie zur Tragung der Kosten wichtige Entscheidung wurde vom Neferenten folgendermaßen beurteilt: bedürfen. Die Versammelten ersuchen die Geschäftsleitung der außer stande, und richtet unter Ueberreichung dieser Bescheinigung an das Der Streit zwischen der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft und der Organisation, die Agitation in denjenigen Bruchbezirken, welche alle Prozeßgericht den Antrag, ihr das Armenrecht zu bewilligen. Die Gründe, C. R. 1853. Wiederholen Sie Ihre Anfrage. Manns. 1. Die Neuen Maschinenbauer- Krankenkasse drehte sich um 2 Fragen: ist die Großstädte mit billiger Arbeitsware versehen, etwas lebhafter als welche fie gegen die Klage anzuführen hat, muß sie darlegen. Der Altgeselle wurde beauftragt, bei Bescheinigung fönnen Sie sich von dem Gericht, vor dem der Austritt er Allgemeine Elettricitäts- Gesellschaft berechtigt, eine eigne Betriebs- bisher zu betreiben." tasse unter Ausscheidung aus der Neuen Maschinenbauer- Krankenkasse der Innung für die allgemeine Einführung der Lohnarbeit an Stelle flärt war, erteilen laffen. Sostenpunkt 3 Mart. Die zu Unrecht gezahlten zu gründen? Ferner ist die Allgemeine Elettricitäts- Gesellschaft ver- der Accordarbeit zu wirken und ferner sollen die Unternehmer ver- Steuern fönnen Sie zurückverlangen. 2. Sie teilen dem Gericht mit, daß pflichtet, die Mitgliederbeiträge zu zahlen und die Viertel Million anlaßt werden, in Rücksicht auf die große Arbeitslosigkeit die hiesigen Sie austreten wollen und erklären 4 bis 6 Wochen nach Eingang Ihrer zurückzuzahlen? Der Weg, diese Fragen zur leztrichterlichen Ent- Arbeiter vor den ausländischen bei der Einstellung zu berücksichtigen. Mitteilung zu gerichtlichem Protokoll Ihren Austritt. fcheidung zu bringen, ist ein etwas verzwickter. Der frühere Ober- Außerdem wurde der Vertrauensmann und Delegierte zur Gewerk- 1. Nein. 2. Der Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte hört mit der Zeit auf, präsident hat dem Ersuchen der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft, schaftskommission beauftragt, gemeinsam mit den Steinbildhauern beschluß der Arbeitslohn gepfändet, so setzt sich der Arbeitgeber, der 2. y. 3. Nein. auf Grund des§ 67a des Kranten- Versicherungs- Gesezes ihr zu bei den Behörden vorstellig zu werden, um diese zu veranlaffen, dennoch zahlt, der Gefahr einer Doppelzahlung aus. J. B. 100. Vorstand der Anwaltskammer, Kronenstr. 76. gestatten, auszuscheiden und eine eigne Betriebskaffe zu gründen, daß die in Aussicht genommenen Arbeiten beschleunigt und sonstige nicht entsprochen; vielleicht weil seiner Auficht nach§ 67a offensichtlich geeignete Maßnahmen zur Beschränkung der Arbeitslosigkeit getroffen Eheleute leben außer Gütergemeinschaft, aber nicht in Gütertreunung, auf den vorliegenden Fall nicht zutrifft und weil, selbst wenn man werden. Als Delegierter zur Gewerkschaftskommission wurde Hirte, sondern in Verwaltungsgemeinschaft, wenn nicht vertraglich andres ver einbart ist. G. St. 1. u. 2. Ja. F. Sch., Wien. Die gesetzliche eine analoge" Anwendung konstruieren wollte, der Gesetzgeber nicht nachdem derselbe Bericht erstattet hatte, wiedergewählt. Kündigungsfrist beträgt 14, nicht acht Tage. Der Verlag ist also im Recht. wollte, daß ein behördliches Ermessen so angewendet wird, daß es als Der Centralverband der Elektromonteure hielt am Sonn eine Prämiterung eines groben Vertragsbruches wirke. Der jetzige, tag, den 10. b. Mis., im Gewerkschaftshause eine außerordentliche Todesanzeige. von dem Selbstverwaltungsgedanken in seiner Art befeelte Ober- Generalversammlung ab, welche gut besucht war. Bevor in die Allen lieben Freunden und Be präsident hat dem Begehren der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft Tagesordnung eingetreten wurde, ehrte die Versammlung den Tod tannten die traurige Nachricht, daß Sonntag, den 24. November, vor stattgegeben. Auch im Ministerium hat die Bitte der immer des Kollegen Thiede durch Erheben von den Plägen. Kollege mein inniggeliebter Manu, unser guter, mittags 9 Uhr, findet eine Bu einflußreicher gewordenen Kapitalsgesellschaft Erhörung ge F. Abraham hielt dann ein einleitendes Referat über den inneren sorgsamer Vater, der Tischler Karl sammenkunft statt behufs Neugründung funden. Nunmehr hätte nach der Ausführungsanweisung Ausbau des Verbandes und darauf wurde zur Erledigung von Schöning nach kurzem Leiden eines Vereins bei H. Wolter, Gräfe des Ministers die Aufsichtsbehörde, also der Magistratskommissar Anträgen zum nächsten Verbandstag übergegangen. Der eingehenden fanft entſchlafen ist. Die Beerdigung straße 8. das Streichen der Allgemeinen Elektricitäts Gesellschaft aus den Diskussion wegen konnten nur drei derselben erledigt werden. Die findet am Sonnabendnachmittag 2 Uhr von der Leichenhalle des Emmaus Statuten herbeiführen müssen. Hätte sie das versucht, so wäre der Fortsegung der Beratung erfolgt in der nächsten Generalversammlung. Kirchhofes aus statt. Rechtsweg an den Bezirksausschuß und an das Ober- Verwaltungs Der Verband deutscher Gastwirtsgehilfeu hielt feine MitWitwe Schöning nebst Kindern. gericht gegeben gewesen. Das Oberverwaltungsgericht hätte wohl bie oberpräfibiale, miniſteriell approbierte Entscheidung als mit gliederversammlung am 8. 6. M. im Lotale Mörfchel, Jüben- Orts- Krankenkasse d. Schuhmacher. §67a Stranten- Versicherungsgesetzes unvereinbar erklärt. Es erscheint straße 85, ab. Walded Manasse hielt einen mit reichem Bei geraten, nunmehr die Aufsichtsbehörden zu veranlassen, endlich die fall aufgenommenen Bortrag über das Thema: Der Kampf ums der Mechaniker, Optiker Statutenänderung herbeizuführen, die gerechtfertigt wäre, wenn ihre Dasein. Von einer Diskussion nahm die Versammlung Abstand. und verwandten Gewerbe zu Berlin. Ausdehnung des§ 67a zuträfe. Dann ist der Weg für das Verwaltungs- unter Vereinsangelegenheiten sprach der Vorstand sein Bedauern Streitverfahren frei. Ihre Generalversammlung ist befugt, den Bor- darliber aus, daß ein großer Theil der Gewerkschaften bei Ab- Wahlversammlung stand zu veranlassen, diesen Weg zu beschreiten. Die Entscheidung des machungen von Vergnügen und Festlichkeiteiten mit den Saalbefizern Ober- Verwaltungsgerichts dürfte, gleichviel wie sie ausfällt, das die Organisation der Kellner gar nicht in Betracht ziehe. Gelegent großjährigen wertvollste sein. Die civilrechtliche Frage ist auf dem Wege der lich eines Festes der Gold- und Silberarbeiter im Konzerthaus behufs Erfahwahl der Vertreter zur Generalversammlung( SS 49 und 49a des Statuts) Klage vor den ordentlichen Gerichten auszutragen. Im Interesse Sanssouci wurden unter Zustimmung des Komitees fogar zwei der Softenersparnis ist es rätlich, nicht den Viertelmillionenprozeß, organisierte Kellner aus dem Saale gewiesen, welche zwecks Ver- am Sonntag, den 1. Dezember 1901, vormittags von 9-11 fondern zunächst nur eine Klage auf Bahlung der Mitgliederbeiträge teilung von Handzetteln erschienen waren. Die Versammlung gegen die Allgemeine Elettricitäts- Gesellschaft zu richten. Das hat rigte dieses Vorkommnisse in einer Resolution. Shre Kaffe gethan. Sie ist vom Land-, Kammier- und Reichsgericht Rigdorf. Am 10. November fand bei Mercier, Steinmetstr. 113, abgewiesen, aber aus Gründen, die in jeder Justanz anders lauteten. eine vom Centralverband der Handels, Transport- und VerkehrsDie Reichsgerichts- Instanz ist für uns die wesentlichste. Wie stand arbeiter einberufene Versammlung statt, welche zahlreich besucht es da? Die Allgemeine Elektricitäts- Gesellschaft behauptete mit dem war. Das Referat hatte G. Straube übernommen. Er sprach Kammergericht: der Rechtsweg sei ausgeschlossen, da es sich unter großem Beifall über den Brotwucher und die Lebenslage der um den Streit ziveier Kaffen handle, auch fei§ 67a zutreffend vom Arbeiter. Nach einer eingehenden Diskussion wurde eine Resolution Oberpräsidenten angewendet. In der Verhandlung vor dem Meichs- angenommen, welche den geplanten Raubzug auf die Taschen des gericht erklärte der Vertreter der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft: arbeitenden Wolfes energisch verurteilte. allerdings träfe§ 67a nicht zu, das gehe aus seinem Wortlaut Ober- Schöneweide. Der socialdemokratische Wahlverein für und seiner Entstehungsgeschichte Klar hervor, indessen sei der Einwand der Unzulässigkeit des Rechtsweges durchgreifend. Das Reichsgericht Ober- Schöneweide hielt am Mittwoch, den 13. d. Mts., seine fällige erklärt: Der Rechtsweg ist zweifellos zulässig, da ja die Allgemeine Vereinsversammlung ab. Nach dem trefflichen, mit großem Beifall Elektricitäts- Gesellschaft und nicht die Betriebskasse der Algemeinen aufgenommenen Vortrage des Reichstags- Abgeordneten Roseno v i. 2.: Ehrh. Schlenker, Borsitzender. Elektricitäts- Gesellschaft verklagt sei.§ 67a treffe aber zu, da durch über:" Der deutsche Bauernfrieg", erstattete der Vertrauensmann Behufs Aufstellung der Standidaten § 67a ein Specialfall entscheiden wird und man Analogie anwenden den Bericht über die Kreiskonferenz. Dann wurde zur Wahl eines müsse. Ob die Allgemeine Elektricitäts- Gesellschaft wegen Ver- Revisors geschritten, welcher Posten dem Genossen Ostar Hoff- findet im obengenannten Lotale am tragsbruchs schadensersatzpflichtig sei, könne in diesem Rechts- mann übertragen wurde. Unter Verschiedenem wurde den Mit- Montag, den 25. November 1901, ftreit nicht zur Erörterung gelangen, da ja der Vertrag zwischen gliedern die Anschaffung des Protokolls vom letzten Parteitag abends 8 Uhr, eine den einzelnen Unternehmern, nicht zwischen der Kasse und empfohlen und zwar soll ihnen dasselbe für den Ausnahmepreis von der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft geschlossen sei. Es hat damit das Reichsgericht gewissermaßen selbst den Weg gewiesen, den es für gangbar hält, um den durch die Vertragsverlegung der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft angerichteten Schaden wett zu machen: es müßte ein Unternehmer flagen. Ihre Vertrauens leute schlagen vor, die Kosten eines solchen Prozesses aus Kaffen mitteln zu bestreiten. Und es ist zweckmäßig, weil ja der Prozeß im Interesse Ihrer Staffe geführt wurde. Daneben ließe sich ein neuer Prozeß der Kaffe, gerichtet auf Zahlung eines Monatsbeitrages, konstruieren. Es ist wohl möglich, daß das Reichsgericht seine Ansicht über analoge Anwendung aufgiebt, zumal diese im Widerspruch mit seiner sonstigen Rechtsauffassung sich befindet. Indessen erscheint es ratsamer, mindestens zunächst das Verwaltungs- Sreitverfahren abzuwarten und zu sehen, ob ein Unternehmer gegen die mächtige Allgemeine Elektricitäts- Gesellschaft auf Kosten der Kaffe zu flagen bereit ist. 30.Pf. pro Stück überlassen werden. Verein der Kellner Berlins und Umgegend. Freitag, den 22. November, nachmittags 5 Uhr, im Vereinslokal, Hasenheide 52/53: Ver: fammlung. Aufnahme neuer Mitglieder. Vegetarier Vereinigung, Centrale Berlin. Freitag, den 22. Noventber, abends 82 Uhr, im Bereinslokal, Gontardstr. 5 I: Vortrag des Herrn Buchholz über:" Die fünftige Sterblichkeitstabelle der Vegetarier und ihre Vorbereitung". Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. haben. sämtlicher 2145b Kaffenmitglieder Uhr, 21376 Orts- Krankenkasse im Englischen Garten, Alexander straße 27c: Sonntagvormittag, präcife 10 Uhr, Versammlung der Kaffenmitglieder. Tagesordnung: 1. Aufstellung von 38 Kandidaten als Ersagdelegierte für die Wahl periode pro 1901 und 1902. 2. Aufstellung von 2 Kandidaten als Ersatz: Vorstandsmitglieder für die WahlKöslinerHof, Röslinerstr.8. in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. periode 1901 und 1902. 3. Aufstellung Tages- Ordnung: von 4 Kandidaten als Vorstands Erfakwahl von 70 ausgefchiedenen mitglieder für die Wahlperiode 1902 Bertretern zur Generalversammlung und 1903. 4. Staffenangelegenheiten. ( Nach§ 38 des 276/4 Der Einberufer. pro 1901-1903. Statuts ist die Wahl geheim und durch Stimmzettel vorzunehmen.) Das Mitgliedsbuch ist bei der Wahl Besonderer Umstände halber ist als Legitimation vorzulegen. Die Herren Arbeitgeber Sonnabend, 1. März, zum Masken werben ersucht, den Kaffenmitgliedern ball frei. die Quittungsbücher sur ab Hirschfleisch 30, 40 f., handlung zu verabfolgen. Der Vorstand. Hasen v. 3.25, gespickt 3,75. Kaninchen 80 Pf. Versammlung 2135b fämtlicher Kaffenmitglieder statt. Tages- Ordnung: 28182* Blatt 50. Oderbruch. Gänse.55 und 60 Pf. Hühner, Enten, Tanben. A. Ritschl, Dresdenerstr. 61. Geld! Wer Darlehen oder Hypother sucht, ver: lange Prospett von Hannover B. 1. Vortrag über verschiedene Krankenraffenfragen. 2. Kandidatenaufstellung. H. Bittner u. Co., 3. Berschiedenes. Die Kaffenmitglieder werden er: fucht, die aufzustellenden Kandidaten mit Namen, Wohnung und Kaffen: buchnummer genau zu bezeichnen. Orts- Krankenkasse für das Barbiergewerbe. Freitag, den 29. November, abends 8 Uhr, im Saale Rosenthalerstraße 57: 1. Generalversammlung zur Ergänzungswahl von 12 Dele gierten der Arbeitgeber zur Generalversammlung für das Jahr 1901/2 und 4 Borstandsmitgliedern und Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Herren- Anzüge. Paletots eleg. Ausführung bei nur gering. Teilz. parterre. J. Kurzberg, andsbergerstr. 13, Einige Waggons schöner 26562* Bachstein. Wir können zur Zeit nicht feststellen, ob Maurer Behrend 1885 oder 1887 aus Berlin ausgewiesen worden ist. Vielleicht giebt einer unsrer Leser Auskunft. Lindenhayn, Grünan. Wir nehmen Notiz von Ihrer Mitteilung, Redner legt eingehend dar, welche Nachteile der Arbeiterschaft daß Sie von der Partei kein Geld zur Durchsetzung Ihrer Klagen erhalten durch den Austritt der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft zugefügt sind und daß der Bestand der Neuen Maschinenbauer Staffe gefährdet ist, wenn jedem Unternehmer der Austritt freistände und er gar für seinen Austritt eine Brämie aus Kaffenmitteln erhielte. Es sei deshalb eine Statutenänderung erforderlich, durch welche fünftighin zu verkaufen. Näheres durch Förster die Kasse zur Klage auf Schadensersatz aktiv legitimiert werde. Er empfiehlt ferner, eine Petition an den Bundesrat und der Delegierten für Kaffenmitglieder resp. Spremberg N.-L. Reichstag in der Generalversammlung zu beschließen. Es legt wertern 2c. fleine Darlehne. Alfred 4. Die Frau Clara Lange- Stiftung, Verwaltung städtische zur Wahl von 8 Borstandsmitgliedern dann Redner das Verhalten des Magistratskommissars in dieser Augelegenheit eingehend dar, das die Selbstverwaltung der Kaffe bis Stiftungsdeputation, Poſtſtr. 16, C., gewährt 15 M. Unterſtügung zu Weih- und 4 Stellvertretern für das Jahr 1902 Weiter fämen in Betracht der Verein der Sammler von Cigarren- 3. Legat. zu dem Grade miẞachtet habe, daß rechtswidrige Pfändungsversuche nachten, ebenso das von derselben Deputation verwaltete Rentier Moves'sche M. P. 19. 1. und 2.: As Warenprobe. Fragen Sie aber vorher auf dem Post amt an wegen der dabei in Betracht kommenden EinzelB. M. 82. Bielleicht hilft Ihnen der Frauenverein zur Abhilfe der heiten, die sich von hier nicht überblicken laffen. Not unter den fleinen Fabrikanten und Gewerbetreibenden, Borsitzende Frau Ida Salamonsohn, oder das Bürgerrettungs- Institut, Sekretär Magistrats sekretär Höhne, Große Präsidentenstr. 7. Beide Stiftungen gewähren Hand2. 2 Stellvertretern. Weihnachtsbäume Generalversammlung Schuls Don. Muckrow bei Bagenz um 92 Uhr ebendort, Ordentliche und die rechtswidrige Verhaftung des Vorstands- abschnitten, Vorf. Frau Meineber, Berlin W., Rankestr. 3. znatomie. So läßt sich die Frage nicht beantworten, ba ber 8 wed, General- Versammlung " gesamten Delegierten der Arbeit: geber und Kaffenmitglieder um 10 Uhr. Tagesordnung: 1. Protokoll. 2. Wahl des Aus: schusses für die Prüfung der Jahresrechnungen. 3. Verschiedenes. Kaffenbuch legitimiert. 276/3 mitgliedes Gries von ihm angeordnet wurde. Durch die Interpellation im Noten Hause wurde Gries aus der polizeihaftlichen dem das Buch dienen foll, nicht ersichtlich ist. Königsberg. Der Borwärts" brachte eine Besprechung des der Gastfreundschaft nach fünf Tagen befreit. Er hat Strafantrag gegen die in Betracht kommenden Beamten gestellt. Und das fei zu Stammlerschen Buches aus der Feder von C. Schmidt in der Nummer Die Neue Zeit" brachte eine Recension von billigen, selbst wenn die Anklagebehörde vielleicht finden sollte, daß der vom 16. Januar 1897. dolus, das ist zu deutsch das Bewußtsein von der Tragweite seiner. Cunow. 3. 100. Wenden Sie sich an die Geschäftsstelle des Vereins, Köpnider Handlung, dem oder den schuldigen Beamten gefehlt habe. Ge- straße 72. langt die Anklagebehörde oder das Gericht zu solchem Ergebnis, dann S. P. 411. Ueber die Fahr: und Fachschule der Berliner Personen: sei zu entscheiden, ob ein Beamter, dem das Bewußtsein der Lohnfuhrwerts- Innung erhalten Sie in deren Bureau, Brunnenstraße 135, Tragweite einer Handlungen fehle, noch länger als Magistrats- Austunft. 2. K. Wegen der Simon u. Ella Böhm- Stiftung müssen Sie sich an beamter zu fungieren habe oder ob ihm nicht wenigstens ein Ressort anzuvertrauen sei, in dem er weniger Schaden pflichttreuen Vorstands- den Kurator, Stadtrat Mamroth, Rathaus, Zimmer 50, wenden. P. K. Von der Jugendwehr" wissen wir nur, daß der Monatsbeitrag mitgliedern und einer gutfungierenden Staffe gegenüber zum Nutzen einer 50 2. beträgt. Kapitalsgesellschaft anrichten könne. Redner empfahl dann seine Res G. F., Budapest. B. wohnt Schöneberg bei Berlin, Eisenacher: folution, welche die Delegierten beauftragt, im Sinne der gemachten Ostar. Eine derartige Klausel besteht nicht. Darlegungen in der Generalversammlung einzutreten, und welche ftraße 41. Der Vorstand. 3. V.: V. Kitschmann, Vorsitzender. Sonntag 31 Uhr bei 107/ 13* 100 000 M. 500 00, 25 000 M. etc. wiederum Haupttreffer d. beliebt. Wohlfahrtsloose 20 Pf. Ziehung 29. Nov.- 4. Dez. cr. 16 870 Geldgewinne ohne Abzug. à M. 3,30; Porto und Liste Georg Prerauer, Berlin SW., 139/ 4* jetzt Friedrichstr. 207. Hohlwein( Treptow), Gegründet 1888. Alte Köpnicer Land: ftraße: 1013/11 13/11 Gemütliches Beisammensein. Harmonium gebiegen, zu verkaufen ( Schiedmeir), 135 M., Friedrichstr. 58, Dittrich. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 22. November. Opernhaus. Figaros Hochzeit. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Urania. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Ueber den Wolken Invalidenstr. 57/62. König Richard Tagl. Sternwarte. der Dritte. Anfang 7 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. = Schiller. Lysanders Mädchen. Hierauf: Die Komödie der Frrungen. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Anfang 7 1hr. Berliner. Alt- Seidelberg. Anfang 712 Uhr. 3m Lessing. Die lieben Feinde. Anfang 71 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Im Coupé. Anfang 7 Uhr. Menes. Coralie u. Co. 7 Uhr. Passage- Panoptikum. Heute den ganzen Tag geöffnet. Die Togo- Neger- und ShingalesenKarawane, 43 Person., darunter 24 junge hübsche TogoDie Sohl Mädchen. Die Schlacht bei Wörth etc. Anfang 6 Liliputaner. Westen. Die Jüdin. Anfang 712 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. Anfang 8 Uhr. Central. 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Garderobe 20 Pfg.- Recht zahlreiche Beteiligung erwartet 241/ 4* 1 Der Vorstand. Verband des techn. Bühnen- Personals. sämtlicher Bezirke und Branchen. Sonntag, den 24. November, nachmittags 5 Uhr, bei Obst. Schöneberg, Meiningerstraße 8( Ede Martin Lutherstraße): General- Versammlung Tages Ordnung: = 1. Bericht und Neuwahl des Vorstandes, der Revisoren und der Deles gierten zur Breß, Agitations- und Lokal- Kommission. 2. Bericht der Vortände der örtlichen Wahlvereine. 3. Bericht vom Parteitag in Lübec. 128/4 4. Anträge. Tagesordnung: 1. Die Unternehmer- Vereinigungen, die Krise und unfre Stellung zu den Vorschlägen der Unternehmer. 2. Wert: Sonnabend, 23. November, abends 11 Uhr, Neue Noßstraße 3: statt- Streifs. und Differenzen. Jede Werkstatt muk vertreten sein. Mitgliedsbuch nebst starte legitimiert. Um pünktliches Erscheinen ersucht Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Agitationskommission. 2. Regelung des Arbeitsnach: weises. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 190/10 Der Vorstand. Centralverband d. Zimmerer Deutschlands ( Zahlstelle Berlin). Sonntag, den 24. November, vormittage 10 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Versammlung. Tages Ordnung: Die Ortsverwaltung. Sonntag, den 1. Dezember 1901, abends 5% Uhr, tag, den 250/7 Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, 24. November, abends 7 Uhr, im gr. Saale des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15: in Feuersteins Festsälen, Alte Jacob Strasse 75: Kammermusik- Abend. Zur Aufführung gelangt unter andremt: Quartett F- dur. Forellen- Quintett Beethoven. Schubert. Reisiger. Trio, Op. 186. Sowie Gesangs- und Violin- Solis. 1. Bortrag über: Socialpolitik und die Gewerkschaften". Referent Mitwirkende: Frl. Helene Elsner, Opernfängerin. Herren Kapell: Genosse, Warnst. 2. Diskussion. 3. Mitteilungen und Verbandsmeister O. Kockert. Profeffor Carl Wanisch. Stonzertmeister A. Wittenberg. angelegenheiten. 255/10 H. Walter. K. Klöppel. F. Hollfelder und H. Loose. Billets a 50 Pf.( Tanzfrei) auf unsrem Bureau, Bimmer 11-12, Gewertschaftshaus. Die Mitglieder werden dringend ersucht, dem wichtigen Thema zufolge, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Achtung! Der Vorstand. Achtung: Charlottenburg. Arbeitslosen= Versammlung für Männer und Frauen am Freitag, den 22. November, nachmittags 2 Uhr, in Hoffmanns Volksgarten auf Westend, Kastanien- Allee 1. Tagesordnung: 204/2 1. Ursachen und Wirkung. Ref.: Frl. Imle. 2. Diskussion. Der Einberufer. Am Montag, den 25. d. M., abends 8 Uhr, findet Naunyn: fraße 27 eine Versammlung zur Aufstellung der Kandidaten für die Delegierten- Wahlen bei der -Orts- Krankenkasse der Gürtler 139/9 statt. Der Eintritt ist nur großjährigen Mitgliedern, welche sich durch J. A.: G. Kneiff. Quittungsbuch legitimieren, gestattet. Grösste Leistung Herren- Zugstiefel, genagelt Herren- Schnürstiefel, eckig Herren- Stiefel, Kalbleder. Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über: ,, Spinoza und Goethe". Eintritt 20 Pf. 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M., abends 8/2 Uhr, in der GambrinusBrauerei, Wallstraße Nr. 94, Oeffentl. KommunalwählerVersammlung. Tages Ordnung: 3. Diskussion, Fragebeantwortung! Referent: Hr. Rud. Geist, Naturarzt. Gäfte( Damen und Herren) willkommen! Eintritt 20 Pf. Der Vorstand des ,, Naturheil- Verein Charloltenburg- Berlin( r. 1180)". J. A. F. Lange, Charlottenburg, Sophie- Charlottenstr. 101. Sonntag: 12-5 Uhr, Faustball- Wettspiel und Voltsspiele für Erwachsene und Kinder in der Seestraße( neben der Kirche). 292/17 Puppen- Fabrik Otto Kreyssig Brunnenstrasse 119, Laden und I. Etage. 2654L Die Stadtverordneten Stichwahlen. Referent: Reichstags- Abgeordneter Grösstes Special- Geschäft für Puppen. Zubeil. 250/18 Der Einberufer. Schuhwaren- Angebot • 4,00 Herren- Stiefel, Chevreaux... 4,90 Damenknopf- Schnürstiefel. 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Fünf volle Tage hat sich das Augsburger Schwurgericht mit der Aburteilung der Strafthaten aus der Aera Kneißl zu befaffen gehabt, die ihren Anfang nahm am 30. November vorigen Jahres mit dem Raub in Oberbirnbach und endeten mit der räuberischen Erpressung an den Moosederschen Eheleuten in Oberpettenbach im Januar dieses Jahres. Freitag, 22. November 1901. schossenen Kugeln das Stück mit 1,50 M. erkauft wurden, daß Kneißl Niederlage nicht der Wahlfaulheit seiner Wähler verdankt, sondern bei seinem folgenden Krankenlager dann zahlreiche Briefe von weib- der wachsenden Einsicht der Bevölkerung, die sich immer licher Hand erhielt mit der Bekundung der hohen Anerkennung und mehr von dem verrotteten Freisinu abivendet. der Bitte um Ueberlassung irgend eines Andenkens! Alles in allem: Kneißl ist ein Verbrecher, deffen Thaten nicht entschuldigt werden können, die Schuld jedoch fällt auf die Gesellschaft zurück! Berliner Partei- Angelegenheiten. Die Parteigenossen aus dem Kreise Wittenberg- Schweinit, Zwischen hinein fällt das Hauptreat der Kueißliade: Der sowie sonstige Genossen, die für die am 20. Dezember bort statt. Mord in Irchenbrunn, den sich der Prozeß findende Reichstagswahl thätig sein wollen, werden darauf aufmert in der Hauptsache dreht. Das Urteil ist gefällt die Todes- fam gemacht, daß sie Flugblätter, die Sonntag verteilt werden strafe soll das Verbrechen, das durch eine Kette von Zufälligkeiten müssen, heute bei Otto Greffe, S.W., Giboldstr. 3, 2. Hof parterre, sich abspielen konnte, fühnen! Ob das Urteil aber verstanden abholen können. wird, ist eine zweite Frage! Die Anlage gegen neißl wegen Mordes steht und fällt mit der Ver urteilung oder Freisprechung des Rieger! angenommen. Au die Charlottenburger Parteigenoffen! der neueste Freifinnskotan. Die Straße Unter den einden wird auf Kosten der Steuerzahler nach den Wünschen des Kaisers geändert werden. Im strömenden Regen haben nämlich Mitglieder des Ausschusses für die Lindenumgestaltung gestern eine und Ortsbesichtigung unternommen in ihrer Mehrheit daraufhin ihren Sinn geändert, der ursprünglich auf das sogenannte Projekt I als das zweckmäßigste gerichtet war. In der Hubertusstocker Audienz erklärte jedoch der Kaiser dem Oberbürgermeister, daß nur das vom Thiergartendirettor Geitner entworfene, vom Ausschuß aber verworfene Projeft II. auf seine Zustimmung rechnen tönne. Eine Minderheit im Ausschusse, nämlich die Mitglieder Lange, Rosenow und Borgmann erklärten jedoch in einer später anberaumten Sigung, daß es nach Lage der Dinge keineswegs der Diese Worte des Verteidigers find wohl durchaus richtig. Und neten- Stichwahlen. Gewählt wird bis 8 Uhr abends. Im man in der Minderheit erst der Meinung, daß die Umgestaltung der Am Dienstag, den 26. November, sind die Stadtverord Körperschaft zukomme, die von ihr gefaßten Beschlüsse zu ändern; auch war die Geschworenen haben die sämtlichen Schuldfragen gegen Rieger 1., 6. und 7. Bezirk, wo unsre Kandidaten zur engeren Wahl stehen, Linden eine Sache sei, die auch dann gar nicht preffiere, wenn einem berneint! Sie haben die Verabredung, die der Staatsanwaltschaft als das Fundament ihrer Anklage galt, gilt es, alle Sträfte anzuspornen und alle Wähler bis auf den letzten einmal gefaßten Beschlusse irgend ein Hindernis in den Weg trete. nicht Mann zur Erfüllung ihrer Pflicht anzuhalten, um den Sieg des druck verliehen, daß der Flecklbauer Mathias Rieger Mandate zu erobern. Damit hat man zugleich der Annahme Aus- 6. November zu vollenden und die drei noch in Frage kommenden Wenn irgendwie das Wort„ Ich kann warten" Geltung habe, dann in dieser nicht im geringsten drängenden Frage. Als die Mehrheit in der ehrlichen Absicht gehandelt hat, den gesuchten Räuber aus der Schachermühle Im achten Vezirt, wo wir ausgefallen find, handelt es sich darum, inkousequent handelte und erklärte, dennoch von neuem in Bein die Hände der Polizei liefern. 34 ob Herr Rechtsanwalt Riel oder Herr Monteur Nischer in das Stadt- ratungen eintreten zu wollen, verließen die drei genannten MitDaraus ergiebt sich aber auch, daß sich die That Aneißls, eines überraschten Gefangenen, nicht als Mord, parlament entfandt werden soll. Herr Niel ist Kandidat der soglieder die Sigung. Nunmehr ist die Mehrheit des Ausschusses sondern als weit weniger qualifiziert. Der Standort Kneißls war genannten inpolitischen", b. H. derjenigen Clique, die die An vollends inne geworden, daß das früher von sondern als weit weniger qualifiziert. Der Standort Kneißls war gelegenheiten der Stadt als ihre Privatangelegenheiten betrachtet und fürwortete Projekt I ein unziemliches Projekt sei und einzig ihr der anerkannt beste zu seiner Gefangennahme, der denkbar schlechteste die in völliger Abhängigkeit von den offenen und verstrikten Arbeiter im Projekt II das wahre Heil liege. Mit neun gegen zwei Stimmen zu feinem Entkommen. Das Hauptkriterium des Mordes: die feinden jedes wahrhaft socialen Empfindens bar ist. Dagegen be Absicht und leberlegung, der Borsa also fehlte nach der tennt sich Herr Rischer als Liberaler; er hat über seine Stellung zum wurde in der auf die Lokalbefichtigung folgenden Sitzung das den Anschauung vieler bei der That. Die Berteidigung mißt nicht mit Unrecht die Schuld an dem Kommunal- Wahlrecht und zur Wohnungsfrage eine bündige, schrift- Anordnungen des Kaisers entsprechende Projekt angenommen. Die Kosten der Umgestaltung betragen rund 800 000 m. 8um Berichttragischen Ereignis der Planlosigkeit der Gendarmen liche Erklärung abgegeben. Aus diesen Gründen hat die Generalversammlung des Wahl- erstatter im Plenum wurde Baurat Kyllmann gewählt. Die Ant bei der beabsichtigteu Festnahme bei. Zwei Gendarmen, der Kom- vereins am 20. Novembeer beschlossen, denjenigen Wählern, die in der gelegenheit wird voraussichtlich in der nächsten Stadtverordnetenmandant Brandmeier und der Sergeant Scheidler, unterstützt von 6 Bauernburschen, kommen von Altomünster. Anstatt sich unterwegs Hauptwahl für unsren Genossen Sabor gestimmt haben, zu fizung zur Sprache kommen. Man kann sich da wohl auf eine anflar zu werden, wie und auf welchem Wege und mit welchen Mitteln empfehlen, in der Stichwahl für Herrn Monteur Rischer zu regende Debatte gefaßt machen. am besten aus Ziel zu gelangen ist, sprechen die beiden stimmen, um die Wahl des Herrn Riel zu verhindern. Gendarmen unterwegs. Die Direktion der städtischen Gaswerke hat in der Ansie sollen auf gespanntem Fuße breitung statt. Treffpunkte für den I. Bezirk bei Baasche, gelegenheit der gemeldeten Maßregelung von 20 Arbeitern der gestanden haben nichts! Brandmeier sagte lediglich Ser Ausspruch des Verteidigers zu den Bauernburschen:" Ihr Ede Krummestraße; und für den VII. Bezirk bei Röttger, Leibniz- Gemaßregelten sind zu ihren alten Lohnbedingungen wieder einzu den Bauernburschen:" Ihr Potsdamerstraße; für den VI. Bezirk bei Fischer, Bestalozzistraße, Revier- Inspektionen erfreulicherweise nach gegeben. Sämtliche geht voran, wir haben scharf geladen und zerstraße 3. Laut Beschluß der Generalversammlung helfen die Genoffen gestellt worden, nachdem am vergangenen Dienstag Verhandlungen chmettern dem Kneißt den Schädel." Alles geht der Bezirke II und III bei der Flugblattverbreitung und am Tage mit der Direktion stattgefunden haben. Ueber die Frage, ob die im Knäuel ins Haus, um die Höfliche Vorstellung des gefürchteten der Stichwahl im I. Bezirk; die Genossen des V. Bezirks im VI. Be- Gemaßregelten auch in Bezug auf ihre Pensionsberechtigung 2c. Räubers zu erwarten. Und die Frage: Wo nahm die Gendarmerie das Recht her, Bauernburschen gegen eine Person mobil zu machen? zirk und die Genossen des IV. Bezirks im VII. Bezirk. Seid alle zur wieder in ihre alten Rechte eingesetzt werden, sollen noch WerhandUnd dann solche im Alter von 19-20 Jahren? Das ist richtig: Stelle und thut Eure Schuldigkeit! lungen stattfinden. die Unbesonnenheit war der Urquell des Unglücks! das ist Von der Gefangennahme neißls selbst, die in der Berhandlung nur gestreift wurde, wollen wir weiter nichts erwähnen. Sie ging unter Umständen vor sich, die der Verteidiger Kneißls, Herr v. Bannwig, als ichimpflich bezeichnete. Er hatte dafür cinen Ordnungsruf einzustecken, worauf er sich damit salvierte, daß er nicht die Thaten der Polizei fritisieren wolle, im Gegenteil weit entfernt sei, sich auf eine Stufe mit einer gewissen Kategorie von Nörglern und Hezern zu stellen, die daran sich fortwährend reiben! Ein loyaler Mann! Am Sonntag früh 8 Uhr findet eine Flugblatt- VerDer Vorstand des socialdemokratischen Wahlvereins von Charlottenburg. Grünan. Sonnabendabend 9 Uhr hält der Wahlverein bei Gerte, Röpniderstr. 88, eine Versammlung ab, in der Genoffe etter über den Ausbau der Arbeiterversicherung spricht. Lokales. Freifinnige Jeremiaden. A Es ist ja kein Zweifel daran, daß Kneißt sich in seinen Thaten Das Ergebnis der Stadtverordneten Wahlen als ein Verbrecher darstellt, der sich nicht entschuldigen läßt. Allein beschäftigt noch fortgesetzt die freisinnigen Bezirks wir fragen doch: wie ist es möglich, daß ein Mensch so sinken vereine. Am Tage nach den Wahlen der dritten Abteilung hatte konnte? Wo liegt die Schuld? Wo ist der Schlüssel zu all diesen Verbrechen? Dieser Schlüssel wurde in der fünftägigen Ver- fich die freisinnige Preffe Berlins den Anschein zu geben verhandlung gefunden und darin liegt die furchtbare Anklage gegen fucht, als sei sie durch die Niederlage, die der Freifinn erlitten hatte, Die Gesellschaft! Wie sagte Dr. v. Bannewiz: Kneißl ist ein nicht im geringsten überrascht worden. Man habe es ja vorher geUnglücklicher, dem von seiner frühesten Jugend bis zu seinem Grabewußt, daß es so kommen würde. Diese Rebensart hatte offenbar jedes Sonnenlicht, jedes Familienglück abhold war. Als ein Kind nur den Zweck, den Eindruck des Sieges der Socialdemokratie mußte er schon die Sünden seiner Bäter büßen, man ließ ihn fühlen, abzuschwächen und die eigne Bestürzung zu verbergen. In daß sein Onkel, der Pascolini, auf dem Schaffot endete. In den Bersammlungen der Bezirksvereine kommt jetzt die wahre der Schule wurde er von andern Kindern nur der Pascolini ge- Stimmung des freisinnigen Bürgertums zum Ausnannt. Der Pfarrer hauptsächlich drückte ihn und er sollte ein Jahr brud. Die Jeremiaden, die hier angestimmt werden, wären gar weiter die Schule besuchen, als andre Kinder. Jedes Ehrgefühl wurde schon in jener Zeit in ihm erstickt. Er wurde erbost über jene Be- nicht zu verstehen, wenn der Freifinn durch den Ausgang der Wahl handlung, er wurde störrisch. Und von dorther, wo er Hilfe, Anleitung zum wirklich nicht überrascht" worden wäre. Wenn man es vorher Guten erhalten sollte, von den Eltern, fam fie nicht. So lange wußte, daß es so kommen würde wozu denn dann all die sie da waren, bestärkten sie den Jungen in seinem Widerstand und hißigen Debatten, die jetzt in den Konventikeln des frei als beide im Gefängnis faßen, waren sich die Kinder unter schlechter fimigen Spießbürgertums geführt werden, wozu die heftigen Gesellschaft selbst überlassen. Die Laufbahn zum Verbrecher war Vorwürfe, mit denen man einander überhäuft geebnet und eine fünfjährige Gefängnisstrafe brachte Erheiternd wirkt es, daß daneben immer wieder neue Versuche den Sechzehnjährigen hinter die Mauern, wo bekanntlich die Menschen gemacht werden, die erlittene Niederlage doch noch nicht besser, sondern renitenter werden. Trotz seiner dringenden Bitten um Verkürzung der Strafe um 9 Monate wurde ihm nicht entsprochen, weil er trotz eifrigen Suchens feinen Meister finden konnte, der ihm Arbeit gab. Den Schachermüller- hias wollte niemand! " be= Die bisherigen Verhandlungen ergaben, daß die Maßregelung der altgedienten Leute nicht etiva auf einen Uebergriff des Revier- Inspektors zurückzuführen ist, fie erfolgte vielmehr auf Anordnung der Direktion. Wahrscheinlich wirkte bei dem unerhörten Vorgehen noch eine höhere Stelle mit, die ganz besonders die Dr ganisation der städtischen Arbeiter haßt; dieses muß wenigstens aus Aeußerungen geschlossen werden, die bei den Verhandlungen fielen. Daß es sich thatsächlich um eine beabsichtigte Provokation der Revier Inspektionsarbeiter gehandelt hat, muß aus folgendem geschlossen werden: Nur von den Arbeitern des 8. Reviers wurde die sofortige Unterzeichnung der neuen Arbeitsordnung verlangt, während zu derselben Zeit die Inspektoren der andern Reviere die Anweisung erhalten hatten, mit dem Fordern der Unterschriften noch einige Tage zu warten. Natürlich werden die städtischen Behörden von der beabsichtigten Provokation nichts wissen, genau so, wie es ihnen vor ungefähr zwei Jahren gelegentlich der Lohnblieben war, daß Militär zum Hineinmarschieren in die Gasanstalten betwegung der Betriebsarbeiter der Gaswerte gänzlich unbekannt gebereit gehalten wurde! Kein Hansbesitzer. Es war der Irrtum verbreitet, daß im verordneten 32. Wahlbezirk, wo bekanntlich eine Nach wahl zur Stadt. Versammlung zu erfolgen hat, ein ausbesitzer gewählt werden müsse. Clus dem Magistrats bureau ist jedoch mitgeteilt worden, daß der zu wählende Stadt. verordnete te in Hausbesitzer zu sein brauche. Eine eigentümliche Strafe für unpünktliche Mietezahlung scheint in Mode zu kommen. Uns ist folgende, vom Rechtsanwalt label in der Friedrichstraße 39 abgesandte Buschrift zur Verfügung gestellt worden: Berlin, 4. November 1901. An die H.'schen Eheleute, hier. Nach Mitteilung des Herrn Verivalters B. haben Sie die Mietszinsrate pro November mit 42 Mart 50 Pf. noch nicht bes zahlt. Namens und in Vollmacht des Otto Schmidtschen Testamentsvollstreckers, Kaufmann Robert Rosenfeldt, ersuche ich Sie zur Vermeidung fofortiger Ermission die seit dem 1. d. M. fällige Miete mit 42 M. 50 Pf., sowie meine Gebühren, Schreibgebühr und Porto für dieses Schreiben mit 1,25 M. innerhalb brei Tagen an Herrn B. zu zahlen." möglichst zu bemänteln. Dabei wird natürlich auch das alberne Mittel nicht verschmäht, die Gesamtheit der nicht zur Wahl erschienenen Wahlberechtigten für die eigne Partei zu reklamieren. Leider seien die Liberalen alle hübsch zu Hause ge= Die Gefängnishaft war zu Ende, Kneißl fand als Schreiner blieben; darum sei auch die Wahlbeteiligung so geselle Arbeit in München, konnte sie jedoch nicht annehmen, weil er schwach gewesen. Für gewisse Bezirke trifft es ja thatsächlich ausgewiesen ward; er zog von Ort zu Ort, überall flingt es ihm zu, daß die Liberalen„ hübsch zu Hause geblieben" sind. Das sind Der Empfänger des Schreibens hat die Miete entrichtet, jedoch und seinen Meistern in den Ohren: das ist der Schacher solche Bezirke, in denen der Liberalismus ebenso wie die Bürger Geld zu zahlen, das dieser dem Rechtsanwalt schuldet. verzichtete er erklärlicherweise auf die Ehre, für den Hauswirt das Er findet von den Schicksalen seiner Familie und seiner Vergangenheit, be- partei" von vornherein keine Aussicht auf Erfolg haben konnten, auch es seltsam, daß der Anwalt überhaupt die Gebühren, die er vom gleitet ihn das peinigende Gespenst der üblen Nachrede. Er wenn die Anhänger dieser Richtungen vollzählig zur Wahl erschienen Hauswirt für seine doch wohl ziemlich unnötige Inanspruchnahme fällt dann seiner Mutter zur Last. Die Versuchung in der wären. Hier war denn auch die Wahlbeteiligung meist geringer als in zu fordern ein Recht haben mag, von dem Mieter verlangt. Person des späteren Komplicen Holzleitner tritt an ihn heran, er zögert, andern Bezirken. Wenn aber von solchen Bezirken, in denen der Die ,, Milchkonferenz", die am Dienstag tagen sollte, ist veraber er ist schwach, er tann nicht widerstehen. Es kommen die Ereignisse in Liberalismus noch ernsthaft mit der Socialdemokratie gerungen hat, schoben worden. Laut amtlicher Mitteilung sollen daran grundsätzlich Oberbirnbach, Paar, Jrchenbrunn, dann seine romantische Einsamkeit aber schließlich ebenfalls unterlegen ist, ein Gleiches behauptet wird, mur Vertreter der beteiligten Behörden unter Ausschluß von Sachund der Raub in Oberpettenbach! Zuletzt das Bombardement in dann ist das eine ganz gewöhnliche Flunterei. In diesen verständigen und Intereffenten teilnehmen. Eine wunderliche AnGeisenhofen, das der königlich bayrischen Polizei wenig Ehre, dem Stueißl aber schwere Verwundungen bringt. Es folgt der Transport Bezirken ist die Wahlbeteiligung gerade diesmal ordnung. Gerade als ob es organisierte Arbeiter wären, die die nach München, wo er nach allen Regeln der medizinischen Kunst auf ungewöhnlich start gewesen und zwar eben deshalb, weil Frechheit hätten, in einer sie angehenden gewerblichen Anordnung ein Wort mitreden zu wollen. gepäppelt wurde, um nun auf dem Schaffot zu enden! hier die beteiligten Parteien, auch die Liberalen, ganz besondre Das ist fürwahr ein Lebenslauf so furchtbar reich an Kümmernissen, Anstrengungen gemacht haben, ihre Anhänger möglichst die uns aus dem großen Reservehcere der Industrie zugeht. Dieser Zur Warnung für Arbeitslofe möge eine Mitteilung dienen, zahlreich an den Wahltisch zu bringen. Aber eine große Quelle des Studiums in psychologischer Das Tollste ist, daß selbst über den 22. ezirt, dessen Verlust Tage war in hiesigen Blättern zu lesen, daß in den angeblich start mit Aufträgen bedachten königlichen Fabriten zu Spandau Hinsicht bot die ganze Verhandlung. Und es wäre wünschenswert dem Freisim besonders schmerzlich ist, die Mär verbreitet wird, hier Arbeiter gesucht werden. Auf diese Meldung hin haben täglich etwa und gut gewesen, wenn die sich als berufen dünkenden Organe des hätten die Liberalen sich lässig gezeigt, und es sei die 200 Berliner Arbeitslose das schwere Opfer gebracht und 60 Pf. für Staates zur Hebung und Förderung der Volksmoral und Bolts- Wahlbeteiligung dementsprechend gering gewesen. die Bahnfahrt riskiert, um dann bei ihrer Ankunft in den föniglichen bildung Hörer gewesen wären. Wer diese Zeugenvernehmung verfolgt hat, der hat ein schreiendes Ein von freifinnigen Blättern veröffentlichter Bericht fiber die legte Fabrifen zu erfahren, daß auch nicht die geringste Aussicht auf Gine Bild des Tie fit andes unsrer bäuerlichen Bevölkerung gewonnen Versammlung des freisinnigen Andreasplaz- Bezirksvereins weiß zu stellung für sie vorhanden sei. Die erste Frage, die der dienstes darf gesagt werden der in der Schule zurückgesezte erzählen, daß in diesem Bezirk( nach den in der Versammlung ge- thuende Beamte an den Ankömmling richtet, ist die, ob er Berliner Sneigl hat den größten Teil dieser mit vielen zerschlagenen Gefichtern machten Angaben) von 6700 eingeschriebenen Wählern nur 2000 ihr fei. Wenn diese Frage bejaht wird, zudt er die Achseln und ihm sagt, daß es erschienenen Zeugenschar um Kopfeshöhe überragt. Wie sind sie doch Wahlrecht ausgeübt hätten. Diese Zahlen stimmen nicht ganz. Im Dingen Ortsansässige berücksichtigt werden und von den Spangroß in Verbergen der Gedanken, diese willigen Werkzeuge 22. Bezirk waren nicht 6700 eingeschriebene Wähler, sondern nur daner Arbeitslosen seien allein schon 2000 notiert. Wenn der pfäffischer Bucht; der die Verhandlung mit großer Unparteilichkeit 5548, und es wurden nicht bloß 2000 Stimmen abgegeben, sondern Arbeitslose dann darum bittet, im dritten Tausend mit aufgenommen leitende Präsident war ob seines Amtes nicht zu beneiden. Sept 2219. Das ist doch wohl ein Unterschied! Die Wahlbeteiligung zu werden, antwortet der Beamte, daß er diesmal mit dem besten den Hebel an der Hebung der Volksbildung an, Ihr Herren Richter und Lenker des Volfes, Ihr Pädagogen und Lehrer, und die Zahl stellte sich hier auf 40 Proz., was für eine Kommunalwahl Willen nicht könne, er würde gegen den die Spandauer Arbeiter der Verbrechen wird sich decimieren, weil der Nährboden nicht dritter Abteilung schon ein ziemlich hoher Prozentsatz ist. berücksichtigenden Befehl handeln. Wir wollen nicht weiter die Frage mehr vorhanden ist. Vor 6 Jahren wurden in dem damaligen 27. Bezirt, mit dem erörtern, ob die Einschränkung auf Spandau in diesem Falle anInteressant für die Anschauung über den Zweck der Gefangenen sich der durch die Neueinteilung der Wahlbezirke geschaffene jetzige gebracht war. Wohl aber hätten die königlichen Fabriken für eine anstalten und Zuchthäuser, die doch auch Besserungsanstalten 22. Bezirk fast ganz deckt, bei 5432 Wahlberechtigten in der Haupt- die Arbeitslofen vor unnügen Geldausgaben gewarnt worden wären. Bekanntmachung in den Berliner Blättern sorgen sollen, durch welche sein sollen, ist die Auslassung des Herrn Staatsanwalts, als er wahl nur 1872 Stimmen abgegeben, so daß sich die Wahlbeteiligung fürchtete, die Geschwornen könnten die Schuldfrage verneinen und Bresche in die Aerztezunft. Der Verein für innere so sehr arm an Lichtblicken. und Herren Geschwornen! leid thue. Es müßten vor allen den Kneißl mit 15 Jahren Zuchthaus„ beglücken". Er sagte: Meine auf nur 34 Proz. stellte. Wie man sieht, ist hier die Wahl medizin, einer der größten ärztlichen Vereine Berlins, hat in der beteiligung diesmal beträchtlich stärker gewesen Mordbube nach 15 Jahren nicht wieder in die als vor sechs Jahren. Auch dieser Versuch, die Niederlage Deutschland approbierte Aerztinnen zur Aufnahme in den Bercin Freiheit trete, denn dann würde noch schlimmeres folgen." des Freisinns zu bemänteln, fällt also in sich zusammen. Gerade zuzulaffen. Vielleicht bekehren sich die zünftlerisch gesinnten Nerate Mit weicher Verehrung" der„ Held Kneißl" seiner Zeit bedacht der 22. Bezirk, in dem von freifinniger Seite besonders eifrig auch bald zu der Anschauung, daß es unziemlich ist, die im Auswurde, geht daraus hervor, daß die ins Geijenhofener Haus ge: agitiert worden ist, zeigt recht deutlich, daß der Freifinn seine lande approbierten Aerztinnen als Kurpfuscherinnen zu beschimpfen. Gerichts- Beitung. Der Staat und die Arbeitslosigkeit. Eine Korrespondenz Ein Fabrikbrand, welcher der Feuerwehr viel zu schaffen meldet: Bezeichnend für die Lage der Arbeitslosen in den Vororten machte, fam Donnerstagnachmittag 3 Uhr in der Pianofortefabrit ist das Ergebnis der lezten polizeilichen Streife in der Umgebung von Görs u. Kallmann in der Arndtstr. 34 zum Ausbruch. In der Höhle des Löwen. Wie es einem Arbeiter ergehen von Steglit. Es wurden dabei acht obdachlose Personen auf- Das Feuer entstand auf noch nicht ermittelte Weise in der zu ebener kann, der darüber zu wachen hat, daß die zwischen Unternehmern gegriffen, die sämtlich noch keine Vorstrafen erlitten haben, sondern Erde des Quergebäudes belegenen Trockenkammer und entwickelte und Arbeitern festgelegten Bedingungen nicht übertreten werden, das mur durch langandauernde Beschäftigungslosigkeit außer stande sind, binnen wenigen Minuten einen solchen Qualm, daß die in den zeigt ein Erlebnis unsres Parteigenossen Knüpfer. Dieser hat fich eine Schlafstelle zu beschaffen. Ein Paar, ein Mann und eine oberen Stockwerken beschäftigten Arbeiter schleunigst auf ihre Rettung am 30. Mai vorigen Jahres einen Neubau des Maurermeisters Frau in mittleren Jahren wurden von den Beamten auf freiem Felde bedacht sein mußten. Die Feuerwehr unter Leitung des Brand- Ludwig besucht, um in seiner Eigenschaft als Mitglied der aufgegriffen, wo sie sich in einem großen Düngerhaufen ein Nachtmeisters Elsner trat sofort mit zwei Dampfiprizenrohren, die vorn durch Vereinbarung vor dem Gewerbegericht eingesegen Acht= Tager bereitet hatten. in je zwei Schlauchleitungen gegabelt wurden, in Thätigkeit, fonnte zehner Sommission die auf genannten Bau beschäftigten Bahnsteigscherereien. Ein Leser schreibt uns: Als ich heute aber anfangs infolge der starten Berqualmung nicht recht an den Bimmerer anzuhalten, daß sie nicht durch Leistung von Ueberstunden Diese Einwirkung früh 7 Uhr 35 Minuten den Bahnsteig Jannowißbrücke betrat, fah Feuerherd heran. Erst nachdem die Rückwand der Trodenkammer gegen die Vertragsbedingungen verstießen. ich, wie der Bahnsteigschaffner einem Arbeiter die Wodjentarte an zwei Stellen durchlöchert war und von hier aus Wasser gegeben nüpfers auf die Ueberstunden machenden Zimmerer hat ihm später abnahm mit den Worten:" Für mich ist die Karte ungültig, holen werden konnte, wurde man Herr des Feuers. Es dauerte jedoch fast eine Strafe von 30 M. eingetragen, denn das Gericht erblickte Sie sich eine andre". Aus dem mun folgenden Gespräch vernahm zwei Stunden, bevor die Gefahr beseitigt war. Trotz Amvendung in Knüpfers Handlungsweise eine strafbare Nötigung. dem bezeichneten Vorfall, dem 31. Mai, ich, daß der Arbeiter die Wochenkarte am Dienstag, den 12. d. M., von Rauchschutztüchern haben mehrere Feuerwehrleute durch Rauch Am Tage nach abends gelöst und zur gleichen Zeit in Benutzung genommen hatte. stark gelitten. Da größere Posten wertvoller Hölzer theils total ver- ging Knüpfer wieder zur Feierabendstunde nach dem Ludwigschen Da die Unterhaltung der beiden Männer sehr lebhaft wurde, holte brannt, theils angekohlt sind, so ist der entstandene Schaden er- Bau. Wieder wurden daselbst Ueberstunden gemacht, obgleich der Polier am vorhergehenden Tage Knüpfer versprochen ich den Stationsassistenten, der den Streit schlichten sollte. Auch heblich. Eine Betriebsstörung wird jedoch nicht stattfinden. dieser Herr nahm, nachdem er mehreremale die sechs Tage der Aus dem Zuge heraus verhaftet wurde gestern auf dem hatte, es solle nicht mehr über die Beit gearbeitet werden. Als Woche an seinen Fingern abgezählt hatte, den Standpunkt des Schlesischen Bahnhof ein reisender Falschspieler, der 33jährige ehe- Gespräch zusammenstand, erschien plötzlich der Maurermeister ehe- Knüpfer nun dieserhalb mit dem Polier auf der Straße im Schaffners ein, indem er hinzufügte, daß die Bahn nichts dafür malige Kaufmann Schwar. Der Festgenommene, der keine Ludwig auf der Bildfläche. Er stieß seinen Polier beiseite könne, daß der betreffende Arbeiter die Karte nicht schon am Morgen Wohnung hat, lebte nur auf der Eisenbahn und in Hotels. Seit und befand sich sogleich mit knüpfer im Handgemenge, wobei des Lösungstages benutzt habe. Dieser Ausspruch salomonischer einiger Zeit gingen den Polizeibehörden in verschiedenen preußischen Ludwig der angreifende Teil gewesen ist. Nunmehr hatte Ludwig Weisheit veranlaßte mich, Partei für den Arbeiter zu nehmen; es Städten Mitteilungen zu, wonach in den D- Zügen Hafardspiele ge- gestern auf der Anklagebank des Schöffengerichts zu erscheinen. Er bedurfte meiner zweimaligen Beweisführung, ehe es mir gelang, trieben wurden, wobei die Mitspieler mit größter Regel ist, wie festgestellt wurde, bereits zweimal wegen Körperverlegung, den Aſſiſtenten davon zu überzeugen, daß es unmöglich ist, eine mäßigkeit gerupft wurden. So verlor zum Beispiel ein Kellner ist, wie festgestellt wurde, bereits zweimal wegen Körperverlegung, Fahrkarte des Morgens zu benutzen, wenn diese erst am Abend des auf der Fahrt nach Königsberg seine gesamte Barschaft in das eine Mal in Verbindung mit Hausfriedensbruch, sowie wegen Vergehens gegen das Krankenversicherungs- Gesez borbestraft. felben Tages gelöst wird. Nun schien dem Manne ein Licht auf Höhe von 400 M. Es gelang zunächst nicht, des Glücksspielers hab- während Ludwig behauptet, er sei zuerst durch Knüpfer beschimpft zudämunern und er veranlaßte, daß dem Arbeiter die Karte zurück- haft zu werden. Ein Bahnbeamter des D- Zuges Eydtkuhnen- Berlin und dadurch zum Schlagen gereizt worden, hat der dicht dabei gestandene gegeben würde, damit er die geplante Fahrt antreten könne. beobachtete num gestern in einem Abteil drifter Klasse vier Geschäfts- und dadurch zum Schlagen gereizt worden, hat der dicht dabei gestandene reisende im eifrigen Spiel, unter diesen einen Mann, auf den die Polier von einer Beschimpfung seines Arbeitgebers nichts gehört. von dem Glückspieler gegebene Beschreibung paßte. Von der nächsten mit dem Polier zusammenstand, tam Ludwig heran, nannte seinen Knipfer schildert als Zeuge den Vorgang folgendermaßen: Als ich Station aus wurde nach Berlin telegraphiert und hier beim Ein- Ramen, und ich sagte: Mein Name ist Knüpfer, ich bin Mitglied... Im Zeichen des Verkehrs. Berlin wird durch eine der üblichen treffen des Buges auf dem Schlesischen Bahnhof der Langgesuchte der Achtzehner- Kommission, wollte ich fortfahren, aber ehe ich dazu Verkehrssperrungen wieder einmal au ſeine Weltstadt- Qualität er- festgenommen. Seinen drei Mitreifenden hatte er insgesamt 180 M. fam, schlug mich Ludwig mit der Faust ins Gesicht, daß ich innert. Morgen ist nämlich Rekrutenvereidigung. In Bezug abgenommen, die den Geschädigten wieder zugestellt werden konnten. blutete. Ich wehrte mich natürlich, der Polier brachte uns aushierauf teilt das Polizeipräsidium mit: Jufolge späteren Beginnes Theater 2c. In Gerhart Hauptmanns neuer Tragikomödie: Der einander, aber nachdem schlug Ludwig wieder mit dem Schirm auf der am 23. d. M. im Lustgarten stattfindenden Refrutenvereidigung rote sahn", welche im Deutschen Theater am Mittwoch, den 27. d. M., mich ein und beschimpfte mich. Der Staatsanwalt hielt für festbeginnt die Sperrung des Lustgartens, der Schloßfreiheit, die Schloß- zur erfien Aufführung gelangt, werden die Hauptrollen von den Damen gestellt, daß Ludwig geschlagen und geschimpft habe, meinte aber, brücke und der Kaiser Wilhelm- Brücke ebenfalls eine Stunde später, Eberty, Müller, v. Boellniz und den Herren Bassermann, Fischer, Stayßler, es sei ein Milderungsgrund, daß Knüpfer sich unnämlich von 10 Uhr an. Reinhardt, Rittner, Sauer, Ziener dargestellt. Im Thalia Theater finden von der Ausstattungsposse„ Ein tolles Geschäft" nur noch berechtigterweise in Ludwigs Geschäftsangelegenheiten gereizt fühlte. Durch einen Sturz vom Bau tödlich verunglückt ist am Freitag und Sonnabend Vorstellungen statt; am Sonntag( Totensonntag) gemischt habe und daß dieser sich dadurch Dienstagnachmittag der 48 Jahre alte, aus Hildesheim gebürtige gastiert das Lessing- Theater mit Johannisfeuer". Die Erstaufführung Während der Staatsanwalt gegen Ludwig wegen Körperverlegung Arbeiter Karl Böhle aus der Liezmannstr. 9. Böhle hatte auf dem der Possen- Novität Die Badepuppe" findet am Montag, den 20 M. und wegen Beleidigung 5 M. Geldstrafe beantragt hatte, E. v. Wolzogens Buntes Theater wird verurteilte das Gericht den Angeklagten wegen beider Straftaten Spindlerschen Neubau in der Wallstr. 9/13 Steine auf ein 7 Meter 25. November, statt. Dienstag nächster Woche Köpniderstr. 68 eröffnet. Morgen Sonnabend Es wurde als festgestellt erachtet, hohes Gerüst getragen und wollte mit der leeren Mulde wieder wird im Girfus& chumann Emile Doloire, der Komponist von René 3 einer Geldstrafe von 18 M. hinabsteigen. Plötzlich lag er, ohne daß jemand gesehen hätte, ob Louis reizender Schöpfung„ A travers Paris" noch einmal am Dirigenten er infolge eines Fehltritts oder sonstwie von der Leiter gefallen war, pult erscheinen und das Orchester leiten. mit gebrochenem Schädel unten am Boden. Der Berunglückte starb nach furzer Zeit auf der Unfallstation in der Brüderstraße. Das Richard Wagner- Denkmal des Professors Eberlein ist bom Kaiser genehmigt worden, H " " " " daß Knüpfer den Ludwig nicht angegriffen, diefer vielmehr als Angreifer gegen Stnüpfer vorgegangen sei, wobei aber die gereizte Stimmung, in der sich Ludwig wegen des Vorganges vom Tage Der Verein der Berliner Buchdrucker und Schriftgießer vorher befand, als strafmildernd angesehen wurde. Außerdem ers beging am Mittwoch sein 39. Stiftungsfest. Als Festlokal war dies- kannte das Gericht auf Publikation des Urteils durch Aushang an Ein Einbruch in einer Gemeindeschule ist in der vorgestrigen mal der Cirkus Schumann gewählt, dessen umfangreiche Räume der Gerichtstafel, lehnte dagegen den Antrag des Nebenklägers auf Nacht verübt worden. Ueber den, in seiner Art wohl einzig da- kaum die Menschenmassen zu fassen vermochten, welche der Einladung Veröffentlichung des Urteils im Bimmerer" und im Vors stehenden Vorfall ermittelten wir folgendes: Als am Dienstagmorgen gefolgt waren. Der Cirkus selbst bot ein eigenartiges Bild. Bis wärts", sowie die Zuerkennung einer Buße von 2 Mark als Ersatz die Zöglinge der 63: Gemeindeschule Gypsstr. 23a die Klassenzimmer zur Gallerie hinan war jeder Platz besetzt und in der Manege rückte der Kosten, die Knüpfer für ein ärztliches Attest hatte, ab. betraten, bemerkten sie, daß die Schränke erbrochen und ihres Juhalts man mit Tisch und Stühlen immer enger zusammen. Jede Sit- 18 Mart wegen Körperverlegung mittels eines gefährlichen zum Teil beraubt waren. Die Kinder schlugen sofort Alarm und die gelegenheit war ausgenugt; auf dem gepolsterten Rand der Werkzeuges und öffentlicher Beleidigung! Da hat Herr Ludwig alle bald darauf eintreffenden Lehrer und Lehrerinnen stellten fest, Manege drängte sich einer hinter dem andern, un noch Ursache sich eines recht milden Urteils zu erfreuen. Arbeiter, die daß Diebe in den Räumen thätig gewesen und sich das Lehrmaterial einen Sigplatz zu erhaschen. In den Bausen wogten die sich an einem Unternehmer vergreifen würden, fämen jedenfalls angeeignet hatten. Es fehlten vor allen Dingen die Hand- Massen im beängstigenden Gedränge hin und her, so daß Direktor nicht so leicht davon. arbeiten der Mädchen, halbfertige Hemden 2c., Scheren, verschiedene Schumann gewiß neidisch einen gleichen Zuspruch seinen künst Bom Kampf gegen die Streifposten. Durch Veeins in den Kelassen zurückgebliebene Bekleidungsstücke, mehrere Geigen lerischen Veranstaltungen gewünscht haben mochte. und andre Gegenstände im Gesamtwerte von ca. 400 M. In der Oben auf der großen Bühne war das bunte Cirkustreiben ver- flussung eines Arbeitswilligen zu Gunsten der Ausdritten Klasse wurde ein eisener Haken vorgefunden, der zweifellos trieben, hier trat die Künstlerschar aus den eignen Reihen der Buch- ständigen sollten sich die Schuhmacher Rosenbed und Timpf. zum Deffnen der Schränke gedient hat. Wie die Diebe- es kommen drucker in Wettstreit und es muß ihr das Lob gespendet werden, daß welche gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts I zweifellos mehrere Thäter in Betracht- in die Schule eingedrungen fie es verstanden hat, in trefflicher Weise Humor und Satire zur Geltung standen, eines Vergehens gegen§ 158 der Gewerbe- Ordnung schuldig find, ist noch nicht festgestellt. Da jedoch am Abend vorher die zu bringen. Natürlich durfte ein Unter- und Ueberbrettl nicht fehlen, das gemacht haben. In der Schuhwarenfabrik von Eckstein in der Turnhalle von einem Verein bennzt worden war, so war das Schul- unter dem jubelnden Beifall der tausendköpfigen Menge des sicheren Kaiserstraße stellte der größte Teil der dort Beschäftigten im Februar gebäude aus diesem Grunde bis um 10 Uhr geöffnet. Es ist anzu Erfolges sich rühmen durfte. Daneben fam auch der ernste Teil zur dieses Jahres die Arbeit ein, wie die Angeklagten angaben, weil die nehmen, daß sich die Verbrecher zu dieser Zeit eingeschlichen haben. Geltung in den trefflichen Gesangsvorträgen der Typographia", Arbeitgeber fich weigerten, schweren janitären ebel. dem schwungvollen Prolog, der von Preczang verfaßt war, und ständen in der Fabrik abzuhelfen, wie der Fabrikant Zwei Warenhaus Einbrecher sind von der Kriminalpolizei schließlich in der anfeuernden Festrede Massinis, welcher der Edstein angab, weil die Arbeiter eine Lohnerhöhung von wieder einmal festgenommen, nachdem sie schon sechsmal hinter den Aufgaben des Verbandes, seiner Kämpfe und feiner Erfolge gedachte. 25 Prozent verlangten. Die Ausständigen hielten sich in der Nähe der Fabrit auf, fuchten neue Arbeitskräfte abzufangen schwedischen Gardinen gesessen haben. Der 26 jährige frühere Artist Alles in allem war es ein treffliches Arbeiterfest. und fie vom Buzug abzuhalten. Auch der Auch der Schuhmacher Willy Hirsekorn und der 28 Jahre alte ehemalige Geschäftsreisende 3., der am Morgen des 3. März eingetreten war, wurde in der May Frenzel waren feit langer Zeit zur Plünderung von WarenMittagstunde von einer größeren Anzahl Ausständiger auf der Straße häusern verbündet. Sie pflegten durch die Fensterscheiben einzu Die Gemeinde Neu- Weißensee hatte im vorigen Jahre mit gestellt und mit Vorhaltungen überschüttet. Wenn der Zeuge den dringen, indem sie diese mit einem Seifenpflaster beschmierten und dann eindrückten. Eiserne Gitterstäbe waren ihnen keineswegs ein dem Fistus einen Vertrag abgeschlossen, wonach das zu erbauende Wortlaut direkter Drohungen auch nicht mehr wiederzugeben vers unüberwindbares Hindernis. Mit einem Seil und einem Knebel Amtsgerichts- und Gefängnisgebände demselben auf 25 Jahre gegen mochte, so hatte er doch das Gefühl, daß es ihm schlecht ergehen verstanden sie es, fie in furzer Zeit herauszudrehen oder wenigstens Berzinsung der Baukostensumme mit 4 Proz. zur Benugung über fönne, wenn er sich nicht füge; er ließ sich deshalb aus Furcht bes Nach diesem Zeitraum sollte die Rückwegen, den Ausständigen beizutreten und die Arbeit bei Eckstein soweit auseinander zu biegen, daß sie bequem hindurch kommen lassen werden sollte. in dem wieder aufzugeben. Während der Staatsanwalt gegen die konnten. Beim„ Verschärfen" der Beute traute aber schließlich der gabe der Baulichkeiten in dem Zustande erfolgen, befinden. Durch einen Nachtrag zu diesem Angeklagten, die von dem Zeugen mit Bestimmtheit wieder eine dem andern nicht mehr. Dieses Mißtrauen lieferte beide diese sich dann festgestellt, daß dem Fiskus das Recht erkannt wurden, eine Gefängnisstrafe von je sechs Wochen be der Kriminalpolizei in die Hände. Während einer Bente- Vertrag ist nun nach Ablauf dieser 25 Jahre, auch schon antragte, führte der Verteidiger, Rechtsanwalt Heine, ans, daß stücke an den Maun bringen wollte, beobachtete ihn der andre heim- eingeräumt wird, lich. Beide ficlen so einem Kriminalbeamten auf, der sie schließlich früher, diese Gebäude von der Gemeinde zum Selbstkostenpreis die Auslegung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung eine Verurteilung fäuflich zu erwerben. Eine Verzinsung der von der Gemeinde für nicht zulaffe. Das Gesetz verlange eine Beeinflussung durch eine festnahm. Erwerbung des Grundstücks ausgegebenen 15 000 m. erfolgt nicht, dirette Drohung und der Umstand, daß jemand unter dem Auch eine Berichtigung. Wir erhalten folgende Bufchrift: fommt auch bei der späteren Erwerbung durch den Fiskus nicht in unbestimmten Gefühl stehe, es könne ihm im Weigerungsfalle etwas Mit Berufung auf das Breßgesetz ersuche ich Sie, folgende in der Anrechnung. passieren, genüge nicht. Der Gerichtshof tonnte sich dieser Auffassung 1. Beilage des„ Vorwärts"( Nummer 269 vom 16. November cr.) Der Konsumverein Charlottenburg ist im abgelaufenen nicht anschließen. Der Zeuge fei zweifellos durch das Verhalten der enthaltenen Frrtümer zu berichtigen: I. Die Industrie der Stadtmission ist keine Arbeitsgelegenheit für entlassene Buchthäusler, Jahre fräftig emporgeblüht. Seine Mitgliederzahl stieg von 320 Angeklagten zur Arbeitseinstellung bewogen worden und dies ge sondern ein großer, regelmäßiger Geschäftsbetrieb, bei welchem es auf 640, hat sich also gerade verdoppelt, und seitdem das Geschäfts- nüge. Das Urteil lautete auf eine Gefängnisstrafe von je drei ams natürlich lieb ist, wenn wir einzelnen Arbeitslosen helfen können. jahr schloß am 14. Oktober- sind wiederum so viele Aufnahmen II. Die Stadtmission liefert den Entlassenen, die in der Cigarren erfolgt, daß der Mitgliederbestand gegenwärtig die Zahl 700 erheb fabrit des Herrn Marschel beschäftigt sind, Wohnung und Stost, beides lich überschritten hat. Entsprechend ist auch der Umsatz gestiegen, so aufammen für 4,80 M. die Woche, und läßt ihnen geistliche Pflege daß die Genossenschaft in der Lage ist, eine Einkaufsdividende von angedeihen, hat aber für den Geschäftsbetrieb teine Verantwortung. 4 Prozent zu verteilen. Der Gang der Entwicklung berechtigt zu Verpflichtet ist niemand, im Asyl zu bleiben; auch wohnen zuweilen der Hoffnung, daß die Mitgliederzahl und der Umsatz in der Folge Entlassene, welche hier in der Tabaksindustrie arbeiten, außer dem noch schneller wachsen werden; der Verein wird dann in der Lage Miyl. Fr. Scharpff, Stadtmissionar, Hausvater des Asyls der sein, auch weitere genossenschaftliche Aufgaben( Eigenproduktion) ernst lich ins Auge zu fassen. Berliner Stadtmission für entlassene Strafgefangene. Aus den Nachbarorten. Wochen. Vermischkes. Ueber ein Eisenbahn- Unglückt wird aus Posen berichtet. Donnerstag nacht turz nach 1 Uhr fand bei Bude W. ein Zusammenstoß des von But leer eintreffenden Theaterzuges mit einem Rangier Der Rangierzug fuhr rückwärts rangierend in den Bersonenzug hinein. Der Führer des Rangierzuges wurde tödlich verletzt. Der Materialschaden ist bedentend. zuge statt. And Hagenow( Pommern) wird telegraphiert, daß in der Hagenower Heide in der letzten Nacht ein Raub mord beganger Der Täterschaft sind zwei Personen verdächtig, welche flüchtig und deren leider mit Blut bedeckt sein müssen. Angaben über ermordete Person fehlen zur Zeit noch. Beim Entladen von Kartätschen entstand, wie aus Madrid durch welche drei Soldaten getötet und 17 schwer verwundet gemeldet wird, in der Artilleriekaserne in Coruna eine Explosion, wurden. Grubenunglück in Amerika. Nach einem Telegranim ane Colorado Springs ift dort eine Galerie in der Smuggler- UnionGoldmine in Brand geraten. 200 Arbeiter waren in der Grube eingeschlossen, es gelang ihnen aber, sich zu retten, bis auf etiva 30, von denen man annimmt, daß fie umgekommen find. Das sind alles Dinge, die von uns gar nicht bestritten worden Aus Schöneberg schreibt man uns: Unser bei den Stadt= find. Was wollte der Herr Stadtmissionar also? verordnetenwahlen mehrfach gewählte Genosse Obst hat Die Blutchat eines Irrfinnigen rief Mittwochabend in dem sich für die Annahme des Mandates vom 9. Bezirk entschieden, so Hause Steinſtr. 4 eine große Aufregung hervor. Ueber den Vorfall daß im 4. Bezirk sowohl, wo Obst gleichfalls gewählt wurde, als wird uns berichtet: Ein 54 Jahre aller geistestranker Jugenieur, auch in dem bisher schon von ihm vertretenen 8. Bezirk Neuwahlen Vincenz Bolierowski, war vor längerer Zeit in den Jrren Betracht kommt, wird die Wahl erst zu Neujahr erfolgen. Es ist zu erfolgen haben. Für diesen Bezirk, wo ein„ Nichtangesessener" in die anstalten zu Dalldorf und Herzberge und sollte als unheilbar einer Provinzialanstalt überwiesen werden. Auf dem Wege dorthin ent- focialdemokratischer Kandidat gefunden wird. Ferner ist zu hoffen, vorhanden, daß auch im 4. Bezirk ein Hausbesizer als sprang er seinem Führer und ging nach Berlin. Seine Frau Friederike, daß bei der am 29. November stattfindenden Neuwahl im 2. Bezirk geb. Schulz, die 15 Jahre jünger ist als er und sich auch schon einmal ein unser Parteigenoffe Wollermann den Sieg davon trägt. Freilich ist halbes Jahr lang in einer Frrenanstalt befand, nahm ihn bei sich auf und es in allen notwendig, daß unsre Parteigenoffen in der Agitation behielt ihn auch dann noch in ihrer Wohnung in der Steinstraße 4, ihre ganze Kraft anspannen. als sie erfahren hatte, daß er entsprungen war. Der Polizei wußte Aus Groß- Lichterfelde berichtet man 11113: Die Ichte fie seinen Aufenthalt zu verheimlichen. Der Mann war zeitweilig mit einer Verganz ruhig und arbeitsam. Häufig wollte er aber auch nichts thun. Gemeindevertreter Sizung begann Seine Frau reigte ihn dann ost durch die Bemerkung, daß sie ihn spätung von fast einer Stunde. Es wäre wünschenswert, wenn wieder nach Dalldorf bringen lassen werde. Dafür bekam sie in der fünftig in solchen Fällen den Vertretern der Presse Mitteilung geRegel Schläge. Gestern vormittag gerieten die Leute wieder so an macht würde, damit sie ebenfalls ihre Dispositionen danach treffen einander. Nachdem Bolierowski seine Frau schwer mißhandelt hatte, tönnten. Gemeindevertreter Raupert rügte, daß in dem Verzeichnis lief er weg. Erst in der zehnten Abendstunde kehrte er zurück und der Kommissionen die Sanitätstommission fehle. Er werde gelangte heimlich in seine Wohnung. Hier zog er sein Meffer, so lange darin verbleiben, als diese Kommission von der Gemeindejtieß es der Frau in den Kopf, so daß sie bewußtlos vertretung nicht aufgelöst sei. Gemeindevorsteher Schulz will einen Bezusammenbrach und brachte ihr dann, während sie befimmungslos am schluß des Vorstandes herbeiführen. Besonderes Interesse erweckte Boden lag, noch zwei Stiche in den Hals bei. Nun eilte er, das der Bericht des Schöffen Lange über den Prozeß gegen Redacteur blutige Messer in der Hand, die Treppe himunter und schrie, scine Dr. Klein wegen Veleidigung des Amts- und Gemeindevorstehers, Hamburg Frau sei verrückt geworden, man solle sie nach Dalldorf bringen. welcher mit Verurteilung des Redacteurs endete. Der Referent Bährend die Hansgenossen sich um die schwerverlette Frau fümmerten bemerkte, daß damit die Sache noch nicht erledigt fei. Gegen den München und ein Arzt sie in ein Strautenhaus bringen ließ. entfam Bolierowsti. Volksschullehrer Paul Ziegler, der in der Verhandlung sein Wien Als er um 1 Uhr zurückkehrte, um wieder seine Wohnung aufzusuchen, Zeugnis verweigert habe, weil er sich sonst strafbar mache, sei das Wetter- Prognose für Freitag, den 22. November 1901. Zunächst etwas wärmer, vorwiegend trübe und regnerisch bei frischen nahm ihn ein Schugmannsposten, den die Revierpolizei aufgestellt Strafverfahren beantragt. Das sei aber nicht die einzige batte, in Empfang und brachte ihn nach der Wache. Gestern wurde Konsequenz jener Vorgänge; er halte sich nicht befugt, näheres mit- westlichen Winden; später aufklarend und etwas fühler. Berliner Wetterbureau. zuteilen. der Kranke wieder einem Irrenhause zugeführt. Witterungsübersicht vom 21. November 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Wind: richtung Windstärke Wetter 2 bedeckt Temp. n. C. 5° 64° R. Stationen winembe 755 23 75430 756S 2 Nebel 2 Regent 4 ort Berlin Barometer stand mm Wind richtung Winditärte Wetter Temp. n. G. 2607-1909 10 100 3 Haparanda 733 23 2 wolfent- 17 5 Betersburg 737 NW 4 wolfig-5 759NW 4 Regen 12 76652 5 bedeckt Frantf./M. 762 23 765 SW 76223 6 wolfig 9 Aberdeen 6 wolfig 6 Baris Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin für den Anferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin 3 bedeckt