Nr. 276. Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit tllußrterter Sonntags. Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1901 unter r. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: » Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Der Entscheidungskampf. Das Hungergesetz ist dem Reichstag vorgelegt. Das Parlament und das deutsche Volt gehen in einen Kampf, der nicht ein parla mentarischer Kampf ist wie andre auch, sondern der entscheidend sein wird für die Gestaltung der deutschen Zukunft. Die gegenwärtige Reichstags- Periode ist rückwärts und vorwärts eine Periode der Verderblichkeiten: rückwärts die Eroberungs- und Weltpolitik, vorwärts die Politik des Hochzolls und des Brotwuchers. Beiderlei Politik einander widersprechend und aufhebend, jede von beiden gleich wahnwitzig wie die andre und beide Wahnwißigkeiten, aufeinander gepfropft und ineinander verflochten, das Un geheuerlichste an politischer Unvernunft und Zerrüttung des Voltswohles. Noch niemals jah das Reich eine Gesetzgebungsperiode so unheilvoll als diese! Auf den Kehricht geworfen ist längst die sociale Politik, die fociale Reform, vor 10 Jahren das Prunkstück des neuen Kurses, des socialen Königtums. Jene kümmerlichen Versuche, die die Massen dem Staat des Kapitalismus versöhnen sollten, haben längst und endgültig abgedankt vor dem Hunnentum nach draußen und der Aus hungerung in der Heimat. Vor wenigen Jahren wurden die rauschenden Banner der Uebersee- und Weltpolitik entrollt, die Politik der Ausdehnung, des größeren Deutschland sollte den deutschen Wohlstand erhöhen, Handel und Verkehr entfalten, den Arbeitern Arbeit und Brot und bessern Lohn spenden. Die Illusionen sind zerstoben gleich bunten Seifenblasen, die Täuschungen sind offenbar geworden und das Ergebnis ist ein ungeheures Deficit in der Reichskasse, in den Kassen der Bundesstaaten, und tausendmal schlimmer noch als das finanzielle Deficit der unsäglichste moralische Zusammenbruch. Dienstag, den 26. November 1901. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Soll diese Junkerreaktion triumphieren und das deutsche Volt bringung auf die europäischen Märkte fast unmöglich gewesen war, unter sein Joch beugen? Will das deutsche Volt diese schlimmste erhielt in Europa in wachsendem Umfange Zutritt, und dadurch Bedrückung ertragen? das ist die Frage, die mum zur Ent- empfingen die neu erschlossenen Produktionsgebiete ihrerseits einen scheidung gestellt ist und über die alsbald im Reichstag die Schlacht stetig sich erneuernden Anreiz zur Vermehrung ihrer Getreidegeschlagen werden soll. Erzeugung durch Ausdehnung der Anbauflächen. Geringere Produktionstosten, bedingt durch niedrige Bodenpreise und durch extensive, wenig fofispielige Bestellung, sicherten von vornherein den überseeischen Getreides ausfuhr- Ländern einen bedeutenden Vorsprung. Seit etwa Anfang der 70er Jahre haben sie infolgedessen die Preisbestimmung für Getreide von Jahr zu Jahr mehr an sich gezogen und beeinfluſſen dadurch die Landwirtschaft der alten Kulturstaaten des europäischen Festlandes in stetig wachsendem Maße. Das deutsche Volk muß das Bewußtsein geschärft erhalten, daß es um seine Zukunft die Entscheidung fällt. Nicht allein um neue Belastung der allzu Belasteten geht der Kampf; es wird entschieden auf lange Jahre hinaus: ob die Feinde des Vaterlandes, die das Vaterland knuten und knechten, ausbeuteln und ausbeuten, in der Herrschaft des Uebermuts und in ihren Privilegien erhalten und nen gefestigt werden sollen oder ob im Deutschen Reiche des olles Wohl höchstes Gesetz sein soll! Die Feinde des Vaterlandes und des Volkes glauben ihren Erfolg gesichert, da die Mehrheit des Reichstags in Abhängigkeit von den Herrschenden und Reichen bereit ist, den Hunger durch Gesetz zu dekretieren. Jedoch, die Socialdemokratie wird ihre beste Straft einsetzen, um das drohende Verhängnis abzuwenden. Getragen vom Protest der Millionen aus dem Lande wird die Partei der Arbeitenden den Kampf führen gegen die Parteien der Ausbeutung. auf dem Weizenmarkte auf, nachdem es durch die rasche Entwicklung Als erster überseeischer Konkurrent trat Nordamerika beherrschend seines Bahnuezes seine weiten Gebiete erschlossen hatte. Die Betriebslänge der Eisenbahnen in den Vereinigten Staaten von Amerika stieg von 59 213 Kilometer im Jahre 1866 auf 168 644 Kilometer im Jahre 1881 und auf 296 745 Stilometer im Jahre 1897. Nordamerika wurde aber bald von Indien überholt, das seinerseits wieder Argentinien im niedrigen Preisangebote weichen mußte. Argentiniens landwirtschaftliche Entwicklungsfähigkeit ist noch sehr groß. Die Angaben über die weizenfähigen Anbauflächen Argentiniens schwanken zwischen 94 und 96 Millionen Hektar. Von dieser Fläche waren bis zum Jahre 1897, in dem das Eisenbahnmez Argentiniens 15 172 Rilometer umfaßte, erst etwas über 3 Millionen Hektar in Stultur genommen und etwa 2 Milionen Hektar mit Weizen bestellt; Den Parteien des Brotwuchers sei es zugesichert: sie sollen auf einen Widersacher treffen, dessen sie nicht Herr werden trok ihrer Uebermacht, der das Kampfschwert nicht aus der die Anbaufähigkeit des Weizens ist hiernach fast noch unbegrenzt, Hand legt, bis das deutsche Volk vom Junter- wenn es auch aus wirtschaftstechnischen Gründen ausgeschlossen er woucher frei ist! Begründung des Zolltarif- Gefehentwurfs. " scheint, daß eine Ausdehnung des Weizenbaues selbst bei forts schreitender Kolonisation bis zur Gesamtfläche des weizenfähigen Bodens jemals stattfinden könnte. Bon 1888 bis 1895 stieg die 815 438 Weizenanbaufläche von auf 2049 683 Hektar. In den vier Hauptweizenprovinzen Buenos Aires, Santa Fé, Entre Rios und Cordoba ist der Weizenbau in den 7 Jahren von 1888 bis 1895 von 771 536 auf 1984 152, also in Der am Sonnabend erfolgten Veröffentlichung des AII- 1212 616 hektor oder 157 Proz. gestiegen. gemeinen Teils der Begründung des neuen Bolltarif- Entwurfs Die Folge des Wettbewerbs entlegener und billig arbeitender Wir erlebten eine folossale Bermehrung der Marinerüstungen ist bereits heute die Versendung des Besonderen Teils" Produktionsgebiete war ein andauerndes Fallen der Getreidepreise und ein Milliardenbauplan wurde auf lange Jahre hinaus festgelegt. mit seinen verschiedenen Anlagen an die Reichstags- Abgeordneten feit Mitte der 70er Jahre. Ganz besonders tritt dies bei Roggen Aber mit jedem Panzerkoloß, der erbaut wurde, schwoll die Schulden- gefolgt. Die gesamten publizierten Attenstücke bestehen jetzt aus: und Weizen hervor. Die Preise des Brotgetreides betrugen z. B. in last und das Deficit der Reichsfinanzen; der Goldstrom der 1. Dem Entwurf eines 8olltarif Gefeges mit der preußischen Monarchie für die Tonne in Mark: Anleihen, der neuen Steuern, der der drohenden Finanznot vorbeugen dem aus den Beratungen des Bundesrats hervorgegangenen neuen Tarif und alphabetischen Register. 142 Quartſeiten. sollte, entschwand durch die tausend Löcher des Danaidenfasses der militaristischen und marinistischen Rüstungssteigerungen. Die Panzerkolosse sollten den Handel schützen, sollten neuen Absatz auf dem Erdball sichern, China ward die erste Episode dieser Allerweltspolitik der gepanzerten Faust. Fast 300 Millionen neue Ausgaben für nichts und wieder nichts und anstatt des erfabelten wirtschaftlichen Aufschwunges durch Eriveiterung des Marktes für deusche Waren die Krise, hier einen Industriezweig jäh knickend, dort langsam fich einschleichend und die Lebenskraft der Produktion erstickend, überall Vernichtung verbreitend, überall vielen Tausenden Fleißiger und Arbeitsbereiter Arbeit und Brot raubend! Jumitten dieses Niederganges der Verschleuderungen und Berwahrlosungen verblieb nur als einzige Macht, die Einhalt gebot und die Ehre der Nation wahrte, das laffenbewußte und fulturbewußte Proletariat Deutschlands. Der Widerspruch und der Widerstand der Socialdemokratie hielt zurück vor noch Schlimmerem und setzte eine Grenze den alles überſtürzenden Begierden der Gewaltthätigkeit. Und jezt?! 2. Der Begründung zu dem Entwurf eines Rolltarif Gesezes. Allgemeiner und besonderer Teil. 551 Quartfeiten. 3. Anlage, Heft I mit dem geltenden Zolltarif und den durch die Handelsverträge bewirkten Tarifermäßigungen sowie mit einer Reihe Tabellen über den auswärtigen Handel des deutschen Bollgebiets, dessen Bevölkerung und ihre Erwerbsthätigkeit, den Umfang der deutschen Gütererzeugung und die Ein- und Ausfuhr verschiedener wichtiger Handelsartikel während des letzten oder der beiden letzten Jahrzehnte. 155 Quartſeiten. in den Jahren 1871 bis 1875 1876 bis 1880 1881 bis 1885 1886 bis 1890 1891 1892 1898 1894 1873,7 1888/92 1897/8 Roggen Weizen 179,2 235,2 166,4 211,2 160,0 189,6 143,0 175,8 205,5 218,7 176,0 188,3 127,8 146,9 118,0 135,0 22 Doppelcentner Rohzucker 36 " 39 " " Nachdem auf die Bewegung der Danziger und Mannheimer Großhandelspreise für Weizen und Roggen während der Jahre 4. Anlage, Seft II, mit einer vergleichenden Zusammen 1894/1900 Bezug genommen ist, wird darauf weiter ausgeführt: stellung des neuen Bolltarifs mit den Zollsägen und Bestimmungen Die deutschen Landwirte suchten zunächst einen Ausgleich der Und zum finanziellen und wirtschaftlichen Mißerfolg die moralische des bis jetzt geltenden Zolltarifs unter Hinzufügung der vertrags- erwähnten Verschiebungen mit Hilfe der Wissenschaft und Technik zu Schmach, die unauslöschlich den deutschen Namen zeichnet. Es ist mäßigen Reduktionen. 155 Doppel- Quartſeiten. schaffen, um den stetig wachsenden Ausfall im Preise durch die vergebliche Univahrhaftigkeit, jetzt durch Lärm wider die Kultur- Jusgesamt umfaßt also das Material über 1100 Seiten; Steigerung der Produktion nach Menge wie nach Güte wettzumachen. widrigkeiten andrer Nationen die selbstverübte Kulturschändung über- deffen Durcharbeitung und kritische Würdigung natürlich der nächsten Dies Streben erstreckte sich besonders auch auf die landwirtschaftlichZeit vorbehalten bleiben muß; für heute beschränken wir uns auf technischen Nebengewerbe, die eine hervorragende Ausgestaltung ertönen zu wollen. cinen furzen Auszug aus den Einleitenden Bemerkungen" zur fuhren. Als Beispiel kann der Zuckerrübenbau und die ZuckerDie Mächtigen des heutigen Deutschland, anstatt zu vermehrter Specialbegründung der Getreide und wiehaölle, da sie fabrikation dienen. Während aus je einem Doppelcentner ZuckerFreiheit, zu höherem Wohlergehen, zu reinerer Stultur empor zu infolge ihres Einflusses auf die Lebenshaltung der Arbeiterklasse rüben in den Jahren führen, sie haben die Knechtschaft gefördert, die Volkswohlfahrt ver- zuerst und vor allem in Betracht kommen. 1875/80.. 8,1 bis 9,2 Kilogramm Nohzucker und derbt, die Kultur geschändet! Die Darstellung beginnt mit einer Aufzählung der landwirtschaft1880/5 8,8 bis 16,8 lich benutzten Fläche in Deutschland, des Umfanges des Garten und gewonnen wurden, lieferte dieselbe Menge in den Jahren 1890/5 Ackerlandes und des Anteils, den an legerem die mit Getreide be- 12,0 bis 12,4 Silogramm Rohzucker. Ein Hektar mit Zuckerrüben stellte Fläche hat, dann heißt es weiter in einem Rückblick auf die bestellter Ackerfläche ergab durchschnittlich: Entwicklung des deutschen Getreidebaues im letzten Jahrhundert: „ Beim Ackerbau hatten seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts die lohnenden Preise im Verein mit der vorausgegangenen Landesfultur- Gesetzgebung und im Zusammenhange mit dem Fortschritt in der Erkenntnis der Naturkräfte und in der allgemeinen Technit, im Das Fortschreiten zu intensiverem Betriebe namentlich des Besonderen aber das Aufblühen verschiedener landwirtschaftlich- Ackerbaues ist in neuerer Zeit durch verschiedene Umstände ver Bereits inmitten der Durchführung des weltpolitischen Unheils technischer Nebengewerbe eine stetige Steigerung der langsamt worden, so durch die Vertenerung wichtiger Rohstoffe, Jutensität des Betriebes bewirkt. begann die Vorbereitung der unheilvolleren Anti- Weltpolitik. Durch die durch die Versteifung des Geldstandes, namentlich aber durch die Also will es der Kurs der Unberechenbarkeiten und der im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts durchgeführte Ein schwieriger gewordene Beschaffung der erforders fapitalistischen Widersprüche: Gestern die Welt im Zeichen des Verschiebung der Hackfrüchte namentlich der Startoffeln und lichen Arbeitsträfte." Buderrüben in die Fruchtfolge wurde allein schon annähernd Es folgen nun verschiedene tabellarische Uebersichten über den kehrs und die deutsche Zukunft auf dem Wasser. Heute die Welt im eine Verdoppelung der Produktion des Aderlandes auf Trocken Rüdgang der landwirtschaftlichen Bevölkerung Reichen des Boykotts aller gegen alle und die deutsche Zukunft in der substanz zurückgeführt erzielt. Diese Früchte waren im wesent- nach den Berufszählungen von 1882 und 1895, an die fich die Frage Bereicherung des großen Grundbesizes. lichen an Stelle der bisherigen Brachhaltung getreten; ihr Anbau schließt, wie weit bereits der Arbeitermangel eine geregelte Forts Die politische Falschmünzerei sprach von Ausbreitung der Kultur verringerte sonach die dem Getreidebau dienende Fläche nicht, führung des landwirtschaftlichen Betriebes in Frage stellt: bei fernen Völkern und breitete Unkultur und Unmenschlichkeit aus. steigerte dagegen die Erträge nachhaltig durch die Da Anhaltspunkte zur Feststellung der Verminderung der Jetzt sagt die politische Falschmünzerei:" Schutz der Landwirtschaft" damit in die Wirtschaft eingeführten verbesserten Kulturmethoden Kapitalintensität nur schwer zu gewinnen sind, wird nach außen hin und sie schüßt die Ausbeutung der Landwirtschaft, die Nutznießer( Tieffultur, Drillkultur, Hackfultur). In sorgsamer Bearbeitung und naturgemäß zunächst nur die Verminderung der Arbeitsintensität Pflege des Ackers und der Saaten, in givedmäßigen Feld- erkennbar. Eine solche ist nach den Berichten der landwirtschaftlichen aller ungerechtigkeit. Will das deutsche Volt nach den Unsäglichkeiten der bereinigungen, Fruchtfolgen und Entwässerungen, in der Anwendung Centralvertretungen nicht zu bezweifeln. Der Mangel an Arbeits fünftlicher Düngemittel, in der Verbesserung des Saatguts trat die fräften hat schon wenn auch nicht überall zu geringerer Pflege Weltpolitik die hundertfältigen Unsäglichkeiten der deutsche Landwirtschaft mehr und mehr in die vorderste Reihe. der Saaten( Behacken, Unkrautvertilgung usw.), zu weniger sorgJunterpolitit ertragen? Führend wurde sie in den wichtigsten landwirtschaftlich- technischen fältiger Bestellung des Ackers und Einbringung der Ernte( einHunderte Millionen jedes Jahr wollen Junker und Groß- Nebengewerben." furchige und seichtere Aderung, nicht rechtzeitige Einsaat usw.), in bauern vom Volt erpressen. Hunderte Millionen soll das arbeitende Dann wird die der altbekannten Thatsache, daß in den fünfziger einzelnen Landstrichen bereits zur Umtvandlung von Ackerflächen in Boll jedes Jahr neuen Tribut zu all den bisherigen Zwangs- und sechziger Jahren für die Preisgestaltung des deutschen Getreides Weide oder Wald genötigt. Namentlich im Westen des Reichs mit der englische Markt entscheidend war, direkt wider seinen vielen besonderen Kulturen und kleinen bäuerlichen Besitzungen, tributen entrichten. Um viele hunderte Millionen soll das tägliche sprechende Behauptung aufgestellt, für die beimische Preisbildung sei in denen der Bedarf an Arbeitskräften nur in geringem Maße durch Brot, das schmale Stück Fleisch, sollen alle Nahrungsmittel der jener Zeit das eigne Wirtschaftsgebiet Deutschlands maßgebend ge- Maschinen zu ersetzen ist, wird die Aufrechterhaltung einer zwed Armen und Aermsten verteuert werden. Viele hunderte Millionen wesen, und des weiteren auf die durch die überfeeische Konkurrenz mäßigen Betriebsweise immer schwieriger. Nach dem Jahresbericht soll das Volk denen gewähren, die des Volkes Unterdrüder sind, die bewirkte Preissenkung hingewiesen: des landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen für das Jahr 1899 ihm das Licht und die Luft des Lebens entziehen. " Für die heimische Preisbildung war unter diesen Verhältnissen führt der Mangel an Arbeitern vielerorts dazu, selbst geborenes Ackers Hundert Millionen denen, die die Freizügigkeit bedrängen, die in der Hauptfache das eige Wirtschaftsgebiet Deutschland in Feldgrasmäh- oder Weide- Anlagen niederzulegen". Nach andren den Arbeiter leibeigen an die Scholle binden, die alle freie wirtschaft- I and 3 und dessen Ernteausfall maßgebend. Groß- Berichten leiden unter den Arbeiterverhältnissen besonders die liche und geistige Entwicklung ersticken wollen! Hunderte Millionen britannien war ein sicherer Abnehmer für deutsches Meliorationen, wozu in vielen Landesteilen an sich noch reichliche denen, die in selbstsüchtiger Begier bereit sind, der deutschen Industrie Getreide und die Ernte andrer Getreide bauenden europäischen Gelegenheit vorliegt. blutige Wunden zu schlagen, die Arbeitslosigkeit zu verzehnfachen, ich im wesentlichen auch die Höhe der Getreidepreise. Festlandsstaaten. Nach der Höhe der Produktionskosten bestimmte den Lohndruck unerträglich zu machen, namenloses Elend über alle arbeitenden Schichten zu verhängen! Hunderte Millionen denen, die, den Schutz der Landwirtschaft erheuchelnd, die Arbeitenden der Landwirtschaft im Elend und in der Entrechtung fesseln. Durch die ungeahnt rasch fortschreitende Entwicklung und Verbilligung des neuzeitlichen Verkehrs find die Grundlagen, die für den Absay und die Preisbildung des Getreides früher maßgebend gewesen waren, wesentlich verändert worden. Ueberseeisches Getreide, dessen VerUnter dem Drucke des verminderten Arbeitsangebotes trat im Jahre 1900 eine Steigerung der Löhne ein, die vielfach auf 50 Proz. und mehr angegeben wird. Dabei ist noch in Betracht zu ziehen, daß die Löhne in den vorangegangenen beiden Jahrzehnten in vielen Gegenden, namentlich des Ostens, sich schon start erhöht hatten, Welche Wirkung diese Lohnsteigerungen auf die Produktionsbedingungen haben, läßt sich daraus entnehmen, daß bereits unter den früheren 1 günstigeren Arbeiter und Betriebsverhältnissen der Anteil der Arbeitslöhne an dem gesamten Wirtschaftsaufwand weitaus an, erster Stelle stand. Bei der Eigenart des landwirtschaftlichen Betriebes entfällt die 20 Steigerung des Arbeitslohnes naturgemäß zum weitaus größten Teile auf die Erzeugnisse des Ackerbaues. Als eines der Kennzeichen für den Gang der neueren Ente widlung kann die Höhe der Pachtpreise der preußischen Domänen gelten. Noch im Jahre 1892 zeigte sich in diesen Preisen eine Steigerung; vom nächsten Jahre an verwandelte sie sich in einen stetig wachsenden Rückgang, der im Jahre 1897 nahezu 20 Broz der früheren Pacht betrug. Im Verhältnis zu der früheren Pachtsumme betrug die Steigerung oder der Rückgang bei den neuen Pachtpreisen: = 5,28 Prog. Steigerung <= 6,97 1892 1893 " Rückgang 1894 <= 9,06 " " 1895 = 10,68 " " 1896 1897 15,51 19,15 " " " " = 1892 Rückgang. 20 Hektar bis unter 100 hektar 100 Heftar und darüber.. zufammen 4.6 993 Stüd 1957 277 " 2 658 560 Stüd 888 571 " 6 608 270 Stüc 3 547 131 Stück. Es ist also der kleine und mittlere Besiz unter eftar Umfang, bei dem der Schwerpunkt der inbvieh und Schweine zucht liegt, obwohl der Gesamtumfang der landwirtschaftlichen Fläche dieser Besitzgruppen annähernd um 3 Millionen Hektar kleiner ist als die Gesamtfläche der Betriebe von 20 Hektar und darüber Bodenfläche( 14 816 303 gegen 17 701 638 Hektar). Die oben ziffermäßig erkennbar gemachte Verstärkung der Vichhaltung wurde dadurch ermöglicht, baß Bich und verschiedene zur Butter, bis zu einem gewissen Grade auch Käse) auch unter der neumenschlichen Nahrung dienende tierische Erzeugnisse( Fleisch, Milch, zeitlichen Ausgestaltung des Verkehrwesens zunächst noch er heblich weniger versendungsfähig geblieben waren als Getreide und Wolle, wozu bei einzelnen Erzeugnissen( Fleisch, Butter) noch die geringe Beschaffenheit der ausländischen Ware hinzutrat. Dem erbrückenden Wettbewerbe der Neuländer weniger ausgesetzt, vermochte sich die deutsche Viehzucht noch zu einer Zeit gedeihlich zu entfalten. in welcher der Getreidebau unter dem ausländischen Wettbewerbe bereits aufs schwerste zu leiden hatte. Es erhellt dies aus folgender preußischen In den letzten Jahren hat fich ein weiterer Stückschritt bemerkbar Darstellung: rengiſchen Monarchie stellte sich durchschnittlich der gemacht. In manchen Gegenden haben auch die Kaufpreise der Güter einen ähnlichen Rückgang erlitten. Preis für 1/2 Kilogramm .1001 Rindfleisch auf im Jahrzehnt 1851/60. 0,35 M. 1861/70. 0,43 1871/80.. 0,57 1881/90.. 0,58 Butter auf " 0,73 M. 0,89 1,12 " " " 1,09 " " " " auch die Bergbehörde teine genaue Darstellung bisher gegeben hat, so ist ein abschließendes Urteil beim besten Willen nicht zu fassen. Vielleicht giebt, sobald die Aufräumungsarbeiten beendet sein werden, was vielleicht noch mehrere Wochen dauern wird, der Zustand der Sohle einige luftlärung. Die Aufräumung ist recht schwierig und mit ständiger Lebensgefahr verbunden. Nur die Gewißheit, daß noch 14 Kameraden unter den Trümmern liegen, erhöht den Mut und die Ausdauer der Rettungsmannschaften. Ist es richtig, daß die Wellen einer Erderschütterung sich bis in die Baue des Ludwigsschachtes verloren, dann stehen wir einem Ereignis gegenüber, gegen das menschliche Kraft nichts auszurichten vermag. Wo sich Oeffnungen und Aushöhlungen befinden, wird einer Verschiebung nicht gänzlich entgegengetreten werden können. Es handelt sich nur um die Frage, ob dieser Zusammensturz sich so früh bemerkbar machte, daß wenigstens die Leute sich hätten retten können. Und hier tauchen allerhand Gerüchte auf. So soll ichon am Sonnabend vor dem Unglück ein heftiges Knattern des Salzgebirges sich be= merkbar gemacht haben. Hier thut eine bestimmte. Grklärung der Bergbehörde recht not, schon um der Beruhigung der Bevölkerung willen. Ist das Wahrheit, was hier andeutungsweise wiedergegeben wird, dann sind wir natürlich gezivungen, dem Urteil über die Erderschütterung" mißtrauisch zu begegnen, selbst dann, wenn der Betrieb der in Frage kommenden Sohlen genau den bergpolizeilichen Vorschriften entsprochen hätte. Gerade die vorstehenden Ausführungen verdienen Beachtung, Die unterrichteten Arbeiter haben nun einmal über die ganze wie wir später in einem besonderen Artikel noch näher nachzuweisen Abbaumethode auf den Kaliwerken ihre eigne Meinung. Der gedenken. Bisher hieß es von agrarischer Seite immer, daß die Abbau ist meines Erachtens an den einzelnen Arbeitspunkten zu Zandarbeiter lebhaft an der Steigerung der Getreides und der länd umfangreich. Es werden zu große Hohlräume geschaffen, die alles lichen Bodenpreise interessiert seien, denn wenn der Landwirt hohe andre, nur nicht die Sicherheit für den Bergmann und für den Preise erziele, könnte er auch hohe Löhne zahlen. Dagegen liefern Betrieb selbst erhöhen. Daran kann auch der Bergeversazz( die bie obigen Ausführungen umbeabsichtigt selbst den Beweis, daß Es hat also der Viehstand bedeutend zugenommen und zwar Wiederausfüllung der Hohlräume durch Schutt) wenig ändern." gerade in den Jahren, wo die Getreide und BodenDie Bergbehörde wird nicht umhin können, sich über die reip. Pachtpreise fielen, der Arbeitslohn der gerade der Bestand von Rindvieh und Schweinen, die der neue Behauptung, daß das Knattern im Salzgebirge schon einige Tarif mit den bedentenesten 3ollerhöhungen Landarbeiter am meisten zugenommen hat. In Busammenfaffung der obigen Ausführungen heißt es bedenkt; auch find die Fleischpreise enorm gestiegen und wie die Tage zuvor gehört worden sei, mit möglichster Klarheit ausdann in der Begründung weiter, ohne daß auch nur Begründung unter Ignorierung der meneren Statistit verschweigt, zusprechen und im Anschluß daran über die Art und Weise Es die Frage aufgeworfen worden wäre, inwieweit ganz besonders im letzten Jahrzehnt; doch alles das hilft des Abbaues recht gründliche Aufklärung zu geben. die Preissenkung des Getreides durch vermehrte nichts, den Ausarbeitern der Begründung war nun einmal die Auf- muß Klarheit darüber gegeben werden, ob der Abbau den Ertragsfähigkeit des Bodens, Verringerung der gabe gestellt, die von den Großgrundbesitzern geforderten Zoll an die Sicherheit für Leben und Gesundheit der Bergarbeiter zu stellenden berechtigten Anforderungen entsprochen hat Transporttoften, Breissteigerung andrer land erhöhungen zu motivieren, und so schließen sie auch unvermittelt: wirtschaftlicher Produkte niw. ausgeglichen wird. " Für die weitere Entwicklung der Bichhaltung bedarf die deutsche und in welcher Weise die Grubeninspektion funktioniert hat. Landwirtschaft vor allem der Sicherung des Absatzes. Dieser Als Hauptursache der mißlichen Lage, in welcher sich nicht nur findet sich zwar zunächst noch in hinreichendem Maße auf dem in- Hätte- vorausgesetzt, daß wirklich schon einige Tage zuvor die deniſche, ſondern die ganze mitteleuropäische Landwirtschaft fändischen Markie; doch empfiehlt es sich, Maßregeln zu ergreifen, bedenkliche Anzeichen zu bemerken gewesen sind der befindet, muß nach dem oben Gejagten die Thatsache bezeichnet die geeignet sind, den inländischen Markt vor allzu starker Einwirkung Betrieb nicht eingestellt werden können? Ist der Bergbehörde werden, daß für die Preisbildung landwirtschaftlicher Erzeugnisse unter den heutigen Verhältnissen nicht mehr die eignen, durch die ausländischer Viehzucht- Erzeugnisse zu bewahren. Denn durch den oder der Betriebsleitung davon etwas bekannt geworden? wirtschaftliche, sociale und politische Entwicklung Ausbau des Eisenbahnnetzes in den Neuländern, durch die fort- Wäre es ihr nicht bekannt gegeben worden, wenn, entsprechend sehr langer Zeiträume bedingten Produktionskosten maßgebend sind, sondern schreitende Technik in der Anpassung der Eisenbahnwagen und den seit Jahren erhobenen Forderungen der Arbeiter, deren Zeiträume bedingten Produktionskosten maßgebend find, sondern Schiffsräume an Frachtgüter jeder Art, durch verbesserte Ver- Vertrauensleute zur Grubeninspektion herangezogen waren? daß die Preisbildung beeinflußt wird durch ein von Ist es jetzt unterblieben, der neuzeitlichen Verkehrsentwicklung besonders begünstigtes An- fahren zur Haltbarmachung der dem Verderben ausgesetzten Gewiß wäre es dann geschehen. gebot aus Gebieten, die extensiv bewirtschaftet werden und vermöge Erzeugnisse und namentlich durch die stets sich steigernde Schnellig- dann nur aus der bekannten und begreiflichen Scheu der ihrer Größe gewaltige Maisen mit dem geringsten Kostenaufwande feit der Schiffe werden die Frachtunterschiede, durch den: virtschafthervorbringen. Unter dem Einflusse dieses Wettbewerbes haben die lichen Forischritt der beteiligten Länder die Unterschiede in der Güte Arbeiter, die Betriebsleitung auf Mißstände und Gefahren des Preise, welche die deutsche Landwirtschaft für ihre Haupterzeugnisse der Erzeugnisse mit Sicherheit mehr und mehr ausgeglichen werden. Betriebes aufmerksam zu machen. Es sei hier nur auf die in Australien, Argentienien und Sibirien auf Die Bergbehörde hat ein ebenso großes Interesse an der erzielt, einen Stand erreicht, bei welchem sie zu bie Hebung der Butterbereitung gerichteten Bestrebungen und die Aufklärung dieser Dinge wie die Oeffentlichkeit. den durch den intensiveren Betrieb bedingten heimischen Produktionstosten nicht mehr in richtigem Verhältnis stehen, so daß der Betrieb bielfach einen ausreichenden Ertrag nicht ab= wirft. Daß mit der fortschreitenden allgemeinen Entwicklung unsrer heutigen Wettbewerbsländer der wirtschaftliche Kampf sich abschwächen wird, ist wenigstens für die nächste Zeit noch nicht an zunehmen." erhöhung: dabei bereits erzielten Erfolge hingedeutet." Auch spielt felbst heute, wie die Begründung sich zuzugestehen genötigt sieht, der Bezug von auswärts gegenüber der Eigen: produktion Deutschlands an Vich nur eine untergeordnete Rolle; denn: mindestens zu schätzen für: Die Zahl der jährlichen Schlechtungen im Deutschen Reiche ist mindestens zu schätzen für: Rindvich einschließlich der Kälber auf 8 Millionen Stück Schweine Schafe " 14 7 " " " Von andrer Seite werden zum Teil wesentlich höhere Zahlen angegeben; für Rindvich einschließlich der Kälber gelangt eine Schägung fogar zu einer um die Hälfte höheren Stückzahl. fuhr im Jahre 1899 für Demgegenüber betrug der Ueberschuß der Einfuhr über die Ausfuhr im Jahre 1899 für 192 214 Stüc= 2,4 v. H., lebendes Rindvieh nur Das probateste Mittel, der aus der sinkenden Tendenz der Getreidepreise sich ergebenden Notlage der Landwirtschaft" ab= zuhelfen, ist natürlich, wie einfach angenommen wird, weitere Boll„ Ein Mittel, um der Landwirtschaft die Deckung ihrer Produktionsfosten zu ermöglichen, ist unter den gegebenen Verhältnissen darin zu finden, daß durch entsprechend bemessene Schutzölle ein die Bildung des Inlandspreises lebende Schweine( außer beeinflussender Faktor gefchaffen wird. Wenn auch dieses Mittel, wie die Preisbewegung unsres Getreides in den letzten der inländischen Schlachtungen, während an Schafen sogar 126 802 20 Jahren lehrt, teine sichere Gewähr für völlig ausreichende Preise Stück mehr aus- als eingeführt worden sind. bietet, so gewährleistet es doch wenigstens verhältnismäßig ergiebigere Inlandspreiſe. Die Preise des Inlandes erfahren, soweit die Verein beträchtlicher Teil nicht für Schlachtz: vecke beſtimmt ist, so sinkt Erwägt man, daß namentlich von dem eingeführten Nindvich hältnisse der letzten Jahrzehnte eine Beurteilung ermöglichen, durch die Bedeutung der Einfuhr an lebendem Wich für die Zölle eine ihrem Betrage ziemlich entsprechende die Voltsernährung noch unter den angegebenen Steigerung. Dies ergiebt sich aus folgender llebersicht: int Turch schnitt Roggen durchWeizen Für 1 Tonne in Mart Preis schnitt: der In in licher Lands: Danzig Jahrespreis der Jahre unver durch Be Preis schnitt der In Be trag int licher Tands: trag Danzig Jahres: preis In ist höher ( unver Zolls zollt) lands: 11112 Bolls preis Juist höher des des zollt) lands: preis 1885,7 97,50 134,00+36,50 30,00 141,20 161,00 1888/91 113,90 167,30+53.40 50,00 149,00 193,00 1892'5 102,30 138,00+35,70 35,00 123,60 154,00 1896/9 98,70 134,00+35,30 35,00 128,80 164,50 +19,80 30,00 +44,00 50,00 +30,40 35,00 +35,70 35,00 t Diese Art der Argumentation bietet die Begründung der Vichzölle. Zivar heißt, es, daß während der gesamte Körnerban seit Jahren stetig an: Rentabilität eingebüßt habe, dies, bei der Viehhaltung nicht durchweg der FaII" gewesen sei; aber die Zahl der Schase sei von 24 999 406 im Jahre 1873 auf 13 589 612 im Jahre 1892 gefallen und wenn auch noch immer die Ausfuhr von Schafen die Einfuhr überwiege, nehme sie doch mehr und mchr ab. Eine furiofe Begründung, die für die Notwendigkeit einer Berdoppelung des Schafzolles nichts als die Zahlen vor 1893, also vor dem Einsetzen der Handelsverträge anzuführen weiß. Ebenso wird furz auf die Zunahme der Pferde Einfuhr hingewiesen, und darauf weiter über den Stand der Schweinezucht berichtet: Günstiger hat sich die Nindvieh- und Schweine zucht entwickelt. In der Zeit von 1873 bis 1897 stieg die auf ins Quadratkilometer entfallende Stückzahl bei Rindvieh von 29,2 auf 34,2 und bei Schweinen von 13,2 auf 26,4 Stück. Auf 100 Einwohner kamen von Nindvieh im Jahre 1873 1883 1892 1897 38,4 34,5 35,5 35,4 Stüc Schweinen 17,4 20,1 24,6 27,3 Schafen 60,9 42,0 27,5 20,8 Rechnet man nach den üblichen Sägen in Großvieh um( 1 Rind gleich 4 Schweine gleich 10 Schafe), so ergiebt dies: " 1873 48,8 • für das Jahr 1883 43,7 1892 44,4 1897 " " 44,3 Stück Großvich. Bei der Berufszählung von 1895 wurden im ganzen 4 689 244 Betriebe( somit 84,35 Prog. aller landwirtschaftlichen Betriebe) mit Nutzvich ermittelt; mur 869 736 landwirtschaftliche Betriebe hatten Tein Nuzvich. Auf die verschiedenen Größenklassen der landwirts ichoftlichen Betriebe verteilte sich nach der Zählung von 1895 der chstand folgendermaßen: Es entfielen auf landwirtschaftliche Betriebe mit einer Bodenfläche von unter 2 Heftar. 2 bis unter 5 Heklar 5 Rindvich Schweine 1 415 239 Stück 2.802 900 3 465 989 Stück 2 338 588 " " 20 6 227 233 4 210 934 " " " " zusammen 10 445 372 Stiid 10 015 511 Stück. Spanferkeln) me Verhältnissa. 65 602 " == 0,47 v. 5., Allerdings ist dabei auch die Fleischeinfuhr in Betracht zu ziehen. Aber auch diese Zufuhr bedeutet, trotzdem sie in den letzten Jahren eine starke Steigerung erfahren hat, nicht viel. Sie beträgt beispieleweise für das Jahr 1899 noch nicht 3 Broz. des gesamten Fleischverbrauchs in Deutschland, der für dieses Jahr mit 45 Kilogramm für den Kopf der Bevölkerung auf rund 2 400 000 Tonnen geschägt werden kann. Judes, ob die Vieheinfuhr im Verhältnis zur deutschen Vichproduktion groß oder gering ist, sie übt einen gewissen Druck auf die Preise, und so folgert denn die Begründung aus der Unbedeutendheit der Einfuhr nicht, daß die deutsche Biehproduktion eines gegen sie gerichteten Schutzes nicht bedarf, sondern daß cs der einheimischen Produktion möglich sein würde, auch das von auswärts bezogene Quantum noch zu und zugleich beschaffen dem wachsenden Bedarf des Julands zu folgen", die bisherigen Zölle auf die im neuen Tarif angeseyte Höhe ge= bracht würden. Ein seltsames Ding, diese Regierungs- Bolllogif! Politische Mebersicht. " Berlin, den 25. November. Das Staßfurter Grubenunglück. Ueber die Ursachen des schrecklichen Massenglücks im Staßfurter Kalibergbau ist noch immer keine ausreichende ufflärung gegeben. Deshalb ist ein Bericht sehr wichtig. der der Deutschen Bergarbeiter Zeitung" von einem eigens entsandten sachverständigen Berichterstatter zugeht. Der Berichterstatter hat bei den Bergarbeitern selbst Erkundigungen eingezogen. Hier sein Bericht: " Gegen den Duellmord. pr -der Schneller als man vermutete, hat der Träger der Krone diesmal in die Insterburger Duellaffaire eingegriffen. Und zwar in einem nicht minder unerwarteten Sinne. Der Duellgegner des Lieutenants Blaskowig ist nicht nur nicht begnadigt worden, sondern der Hauptverantwortliche der unverantwortlichen Duellschießerei hat sogar seinen Abschied erhalten! Die Königsberger Allgemeine Zeitung" meldet nämlich, dem Oberst Freiherrnv. Reißwig und Kadersin, Kommandeur des Infanterie Régiments Nr. 147, welchem der im Duell gefallene Lieutenant Blaskowitz angehörte, sei durch allerhöchste Kabinettsorder vom 25. November der Abschied bewilligt worden. Reißwig war, wie die„ Ostdeutsche Volts Zeitung" meldet, bei der den Zweikampf hätte verhindern können. Es den Beratungen des Ehrenrats anwesend und der einzige, Obersten die Ansicht des Kaiſers über die Inſterburger Schießaffaire unterliegt also faum einem Zweifel, daß die Verabschiedung des zum Ausdruck bringt. Bekanntlich hat der Kaiser bereits am 1. Januar 1897 an das Kriegsministerium eine Kabinettsorder gerichtet, die dem Duellunfug stenern sollte. Sie begann mit den energischen Worten: „ Ich will, daß Zweikämpfen meiner Offiziere mehr als bisher vorgebeugt wird." Diese kategorische Erklärung erfuhr dann allerdings eine Einschränkung durch den Satz: „ Es ist deshalb mein Wille, daß der Ehrenrat hinfort grundsäglich bei dem Austrage von Ehrenhändeln mitwirken son". Jumerhin war die Tendenz der Kabinettsorder unverkennbar die, den Duellunfug nach Möglichkeit einzuschränken. Die Kabinettsorder hat bekanntlich eine Wirkung nicht ausgeübt. Die Namen Mörchingen und Insterburg beweisen das zur Genüge. leber die Umstände, die den Effekt der Kabinettsorder durchkreuzten, äußerten sich zur Zeit der Centenarfeier, die die erwartete Amnestie nicht brachte, national= liberale Blätter wie folgt. Die National Zeitung" schrieb: " " Begnadigungen von Duellauten sichen gegenwärtig unter allen Umständen im Widerspruch nicht nur mit dem bekannten Beschluß des Reichstags und den damit übereinstimmenden Erklärungen der Regierung, sondern auch mit den neuen Anordnungen über die Zweikämpfe im Heere, als der Zweck doch angesehen wurde, die Duelle eins zuschränken; erfolgen, bevor diese Anordnungen noch irgend eine entsprechende Wirkung ausüben fonnten, Begnadigungen von Duellanten, so kann nur zu leicht jede derartige Wirkung verhindert werden, indem der Eindrud enistände, daß es auf eine solche überhaupt nicht abgesehen sei." Und in demselben Sinne äußerte der hann. Courier": „ Von den Begnadigungen, die anläßlich der Nationalfeier am 22. März ergangen sind, werden Teider fast nur solche bekannt, die sich auf Duell strafen beziehen, ein Umstand, der nach der einstimmigen Ver urteilung des Duellunivesens durch den Neichstag und den AnI auf zu einer Besserung durch die Kabinettsorder vom 1. Januar 1897 doppelt peinlich berühren muß." " Am Montagmittag, gegen 1/22 Uhr machte sich ein heftiger Erdstoß in Staßfurt und Umgebung bemerkbar. Das ist hier schon nichts Nenes mehr. Kein Mensch ahnte, daß diese Erderschütterung so verhängnisvoll für die Belegschaft des genannten Kaliwertes fein würde, da zu gleicher Zeit eine längere Strecke zu Bruch ging. Ob die Erderschütterung den Bruch beziv. Bu fammenfiurz herbeiführte oder umgekehrt, darüber habe ich mir, nach dem bisher Gehörten, kein flares Bild machen können. Zunächſt glaubte ich, daß ungenügender Schuß die Salzdecke in den Firsten oder Orten und Strecken hereinbrechen ließ. Es wird jedoch behauptet, daß der Druck, besser gesagt die Verschiebung, nicht von oben, sondern von unten beziv. von der liegenden Stoßseite vor fich ging. Diese Meinung wurde von allen Bergleuten, mit denen ich sprach, vertreten. Wären die Sicherheitspfeiler ungenügend stark gewesen, und hätten diese nicht vermocht, das Gebirge zu 1. Jamar 1897 gelten, wenn man nicht gleichzeitig wieder daran tragen, sobald Druck lam, so hätten die Oerter niedergehen müssen, was jedoch, wie gesagt, nicht der Fall sein soll. Zu Bruche ging die untere Sicherheitsstrecke auf der tiefsten Sohle bis auf eine Länge von 500 Meter. Erst vor dem Grenzpfeiler des Saliwerks Berlepsch machte der Zusammensturz Halt. Wie diese Verschlaggebendsten allgemein bezeichnet worden wäre! schiebung vor sich ging und welcher Ursache sie entsprang, darüber herrscht bei den hiesigen Bergarbeitern völlige Unklarheit. Selten Klerifale Schuhpolitik der Antiklerikalen. habe ich bei einem Massemunglück so widersprechende Darstellungen gehört als hier, und selten fand ich auch Bergarbeiter, die so wenig Paris, 22. November.( Eig. Ber.) Die Debatte über von der geologischen Beschaffenheit ihres Bergbaues wissen, wie die chinesische Anleihe hat das unwahre der gegenwärtigen die hiefiaen. Woran das liegt. will ich hier nicht erörtern. Da parlamentarischen Situation in besonders grellem Licht Die Verabschiedung des Obersten könnte ja nun als drastische Erinnerung an die anscheinend vergessene Kabinettsorder vom " denten müßte, daß unter den Motiven der Nicht bestätigung auffmanns zum zweiten Bürgermeister von Berlin dessen frühere Ablehnung eines Duells als eines der aus gezeigt. Während die Regierung mit einer Folgerichtigkeit, die] Personalakten des Stadirats Gustav Kauffmann sind wieder beigefügt." fanatisch genannt werden könnte, wenn sie nicht fühl berechnet wäre, nach rechts steuert, sucht ihre treue Mehrheit sich gewaltsam dic Die in dieser Antwort niedergelegte Rechtsansicht ist, wie wieder: Augen über diesen Vorgang zu verschließen, um ja das Ministerium holt des ausführlicheren dargelegt ist, mit dem Wortlaut des§ 33, bis über die Wahlen hinaus am Nuder zu erhalten. Das übliche seiner Entstehungsgeschichte, seinem Sinn und seiner seitherigen Verhältnis zwischen Ministerium und Mehrheit ist nun auf Handhabung unvereinbar. Den Stadtverordneten ist nach wie vor ver den Kopf gestellt: nicht das Ministerium regiert nach dem wehrt, eine neue Wahl vorzunehmen: Kauffmann ist von ihnen Willen der Mehrheit, sondern die Mehrheit stimmt, wie es gewählter Bürgermeister. Lehnen die Stadtverordneten abermals eine der Regierung beliebt. Die staatsmännische Kunst des menschen- neue Wahl ab, sosteht es dem Oberpräsidenten frei, so wie es ihm bisher frei verachtenden Ministerpräsidenten feiert da ihren höchsten Triumph. stand, das Verwaltungsstreitverfahren gegen den BeGiebt es übrigens noch eine bestimmte Regierungsmehrheit? schluß einzuleiten, nicht eher neuzuwählen, als bis über die Be3um zweitenmal seit dem Beginn der Herbstsession verdankt die Nestätigung der erfolgten Wahl entschieden ist. Weshalb hat der Obergierung ihre Rettung. den Stimmen der Melinisten, die von präsident diesen Weg bislang nicht beschritten? Nimmt er an, das Waldeck Rousseau vor die anscheinend grausame Wahl gestellt Oberverwaltungsgericht würde gegen seine und seines Ministers Ansicht werden, um den Preis ihrer Grundsätze die Regierung zu stürzen entscheiden? Oder hofft er auf einen Umfall der Stadtverordnetenoder aber den Ministersturz mit der Verlengnumg ihrer Grundsätze mehrheit? Oder endlich will er warten, bis der Magifirat, dem nun zwei zu erkaufen. Daß aber die Melinisten Märtyrer ihrer Grundsätze Beamte den Briefträgerdienst versagt haben, sich an den zur Befind, will und kann natürlich niemand glauben. Es ist vielmehr ein- förderung von Briefen, auch solchen, die an den Inhaber des BeTeuchtend, daß sie ihren Vorteil dabei finden, in kritischen Augen- stätigungsrechts gerichtet sind, zuständigen Unterbeamten des Herrn blicken einen Teil der regulären Regierungstruppen zu ersetzen. Kraetke oder an den Juhaber des Bestätigungsrechts selbst gewendet Dadurch erreichen sie zweierlei: sie vermeiden das Ungewisse einer hat? Uns kann's recht sein. Wir können warten. Ministerkrise, die bestenfalls nur für einige Monate ihnen einen Anteil an der Regierungsgewalt in die Hände spielen würde; Der Seniorenkonvent des Reichstage, der sich über die Geschäftsverteilung des Hauses schlüssig machen wird, ist bereits auf Dienstag zusammenberufen. Eine Antwort der preußischen Universitätsverwaltung auf die Angriffe des Prof. Michaelis fündigt die Nordd. Allgem. Zeitung" wie folgt an: Ein Straßburger Professor, der Senior der dortigen philo sophischen Fakultät, hat es für angemessen gehalten, in einem Artikel, welcher in der Hamburgischen Wochenschrift„ Der Lotse" ( Heft 8 vom 23. November d. J.) veröffentlicht ist, aus Veranlassung der Berufung des Professors Dr. Spahn nach Straßburg die preußische Universitätsverwaltung der letzten Jahrzehnte einer absprechenden Kritik zu unterziehen und dabei namentlich eine Reihe von gehäffigen Angriffen gegen den Direktor der Ersten Unterrichtsabteilung zu richten. Wir werden nicht verfehlen, diesen Artikel in den nächsten Tagen auf Grund des uns inzwischen zugegangenen Materials einer so eingehenden Beleuchtung zu unterziehen, wie er es verdient." Der Artikel verdient nicht nur eine eingehende, sondern auch eine wahrhaftige Beleuchtung. Zur Ermittelung der Wahr heit aber ist erfahrungsgemäß am allerwenigsten ein offiziöses Blatt geeignet, dessen Lebenslauf es ist, die Wahrheit aus der Welt zu schwagen. sodann aber haben sie wohl allen Grund, auf die Unterstügung Sonntagsnummer ihren Lesern mehr oder minder umfangreiche die spigen Pfeile des Professor Michaelis- den das offiziöse Blatt seitens der Regierung in dem Wahlkampfe zu rechnen. Viel weniger verständig und verständlich ist die Haltung des Tinken bezw. äußersten linken Flügels der alten Regierungsmehrheit, der bisher höchstens in der Presse ein kräftiges Wörtlein über die Mauserung des Ministeriums spricht. So hat in der China- Debatte nur Genosse Sembat( von der antiministeriellen Fraktion) den Standpunkt einer wirklich grundsäßlichen Opposition vertreten. Selbst die Verherrlichung des Werkes der katholischen Missionen durch Waldeck- Rousseau hat keinen der sonst so fanatisch antiklerikalen Redner auf die Tribüne getrieben. Ja, wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht dasselbe! Ribot konnte seine Verteidigungsrede zu Gunsten der Missionen nur mit knapper Not zu Ende sprechen, nachdem ein besonders lärmender Auftritt zur Interbrechung der Sitzung geführt hat. Einen Tag darauf durfte Waldeck Rousseau die Miffiouen unter musterhafter Ruhe verherrlichen, nur von den Beifallssalven der Klerikalen und Melinisten unterbrochen. Und doch wäre es begreiflicher gewesen, wenn die Linke in diesem Fall dem stets klerikalfreundlichen Ribot mehr Achtung bezeugt hätte, als dem Ministerpräsidenten, der in der Debatte über das Vereinsgesetz das gerade Gegenteil von seinen legten Ausführungen über die historische Rolle der Mönchsorden gejagt hatte. = Nach dreitägigen Debatten hat die Regierung übrigens nur den lebergang zur Einzelberatung der Anleihe- Vorlage durchgesetzt. Was diese Vorlage selbst ist, läßt sich augenblicklich nicht sagen. Die Regierung hatte 265 Millionen Frant verlangt, die Budgetkommission reduzierte die Anleihe auf 210 Millionen unter Streichung der Entschädigungssummen für die Mönchsorden und die franco- belgische Eisenbahn Hang- Kiau- Peking; dann wurde im Laufe der Debatte ein Antrag Klotz an die Budgetkommission verwiesen, der die Anleihe auf 195 Millionen herabsetzt, d. i. der Betrag der Entschädigung der französischen Staatstaffe. Die Hauptsache aber ist der Konflikt zwischen der radikalen, d. h. ministeriellen Budgetkommission und dem Ministerium. Die ministerielle Vorlage wird nur von der antiministeriellen Kommissionsminderheit gutgeheißen. Rechter Hand, linker Hand, alles vertauscht... Wir können uns mithin auf einen völlig nichtssagenden Reinigungsversuch üblicher Methode gefaßt machen. Die gereizte Preßftimmen über den ,, begründeten" Zolltarif- Entwurf. Die meisten Blätter begnügen sich damit, in ihrer gestrigen Ankündigung der Nordd. Allg. 8tg." beweist aber jedenfalls, daß dem allgemeinen Teil der Begründung des vorläufig durch Verschweigung seines Namens bestraft gut ge Auszüge aus nenen Zolltarifes bieten; mur wenige finden einige troffen haben. fritische Worte. Ziemlich abseits von der allgemeinen Ju einer neuerlichen Erklärung verlangt Prof. Mommsen, daß Auffassung steht mit seiner Kritik das„ Berliner Tageblatt", die Universitäten, ihrem Namen entsprechend, den ungleichen Weltdas zwar ebenfalls meint, die ganze Druckschrift entbehre von anschauungen die Thore offen halten sollen": Anfang bis zu Ende eines streng logischen Zusammenhangs", im übrigen aber der Ansicht ist, daß die Begründung, so wie sie vorliegt, ebensogut aus der Preßabteilung des Bundes der Landwirte hätte hervorgehen können. Dem Urteil läßt sich denn doch nicht zustimmen. Allerdings finden sich in der Begründung einzelne Stellen, welche entschieden Sie Ansicht des„ Berliner Tageblatts" rechtfertigen; aber diesen stehen wieder andre gegenteilige Säße gegenüber, die dem Bunde der Landwirte und feinem direktoralen Trifolium recht wenig in ihrer Agitation passen dürften: zum Beispiel die Säße, daß die Julandspreise für Weizen und Roggen annähernd annähernd um den Betrag des Bolls gesteigert werden, daß zum Emporblühen von Gewerbe und Handel die Politik der Tarifverträge wesentlich beigetragen hat, daß der Zolltarif nicht die Aufgabe hat, die„ dauernde Erzielung von Verkaufspreisen( Getreidepreisen) in bestimmter Höhe zu gewährleisten", daß die Exportindustrie mit Necht verlangen könne, die Rücksichtnahme auf die Landwirtschaft dürfe nicht zum Schaden des Exports über das unerläßliche Maß" hinausgehen usw. Je nachdem, ob man diesen Sätzen oder jenen andren, die von der Notlage der Landwirtschaft sprechen, größeres Gewicht beilegt, läßt sich aus dem Hin- und Hergerede der offiziellen Begründung die verschiedenartigste Auffaffung herleiten, wie denn auch ganz im Gegensatz zum" Berl. Tageblatt"- die Morgenpost" zu dem Resultat kommt: „ Nach alledem müssen wir sagen, daß der allgemeine Teil der Begründung, bei Lichte besehen, mehr gegen die hohen Agrarzölle spricht, als dafür." Wir denken sehr verschieden; aber noch ist kein Akademiker darauf verfallen, auf diesen Gebieten die Zaunordnung eins zuführen und für die entgegengesetzten Auffassungen be fondere Kämmerchen einzurichten. Die Universität ist der große Fechtboden des deutschen Geistes; wir bekämpfen unsre Gegner außerhalb und innerhalb derselben, indes auf dem selben Waffenplatz und mit gleichen Waffen. Aber ihren Waffenplaz für sich und ihr ungestörtes Edchen begehren diejenigen Satholifen, welche derartige katholische Professuren fordern." Katholiken hin, Statholiken her- wo hat die Weltanschauung der Socialdemokratie ihren Platz auf dem großen Fechtboden des deutschen Geistes?" Für neue indirekte Reichssteuern tritt die Kreuz- 3tg." ein und redet dem Centrum gut zu, seinen Widerstand fallen zu lassen. Bekanntlich ist es eine gefeßlich festgelegte Bestimmung des Flottengesetzes, daß die Mittel nicht durch nene Steuern auf Massentonfummittel aufgebracht werden dürfen. Erst müßte also auf die Flottenvorlage Berzicht geleistet werden, ehe man neue Steuern dieser Art bewilligt. Abg. v. Frege soll in einer Versammlung in Borna die Absicht fundgegeben haben, sein Reichstags- Mandat in nächster Zeit niederzulegen. Die Schicksalsschläge häufen sich für den Neichstag. Erst nicht mehr Vicepräsident und nun nicht einmal Abgeordneter! Der Wrefchener Polenprozeß und die boerenfreundliche Die Begründung sucht eben, wie die„ Berliner Zeitung" Breffe. Aus London wird uns geschrieben: Der„ Manchester richtig fagt, unvereinbare Widersprüche und Gegensäge zu ver- Guardian", der eifrigste, rücksichtsloseste Bekämpfer Chamberlains, einen, und pendelt in diesem Bestreben fortgesetzt von der einen zur schreibt heute in einem Leitartikel über den Aufsehen erregenden Bolenprozeß:„ Die Methode, durch welche es der preußischen Regieandern Seite. Auch die National Zeitung" fritisiert, wie unser rung gelingt, die Polen zur Verzweiflung zu bringen und gestriger Leitartikel, die Vorliebe des offiziellen Attenstücks für die die Herrschaft Preußens über über die polnischen Provinzen abs die polnischen P wörter einerseits" und" andrerseits" und findet zuschwächen, fand eine schmerzvolle Illustration an dem Wreschener namentlich den Abschnitt, in dem die socialpolitischen Einvendungen Prozeß.... Die richterlichen Urteile sind maßlos strenge, wenn Die Debatte wird erst am Montag fortgesetzt. Bis dahin gegen die Erhöhung der landwirtschaftlichen, insonderheit der komunt vielleicht eine Verständigung zu stande. Andernfalls wird Getreidezölle, widerlegt werden, höchst unsicher und wider man die väterlichen Gefühle in Betrachtung zieht; sie werden gewiß nicht dazu beitragen, ihre Liebe für die preußische Bureaukratie zu die Regierung, die ihre Existenz an die sofortige Entschädigung der spruchsvoll". Cie sieht gleichfalls in der„ Unsicherheit" der nicht dazu beitragen, ihre Liebe für die preußische Bureaukratie zu Die hundertjährige Polenverfolgung hat offenbar gar Missionen geknüpft und diese letzteren mit den unwandelbaren Motivierung nur einen Ausdruck der Thatsache, daß die Regierung erhöhen. Interessen des Vaterlandes verquickt hat, auch in der entscheidenden zu einer festen, selbständigen Stellungnahme noch nicht gelangt ist nichts genügt, wenn die preußischen Behörden jetzt zu solchen strengen Abstimmung über die Vorlage selbst nur mit Hilfe der Melinisten siegen speciell bezüglich der Begründung der Minimalzölle, fant fie, die be- Maßregeln greifen müssen." treffenden Ausführungen zeigten deutlich, wie wenig die Regierung Der innere Krieg gegen die Polen ist in der That nicht besser in dieser ganzen Angelegenheit führt, wie sehr ihre Politik darin als die Politik Chamberlains. besteht, sich anzupassen, und wie stark sie von der Gefahr dieser Anpassung an die agrarischen Forderungen, von der Notwendigkeit, immer wieder Vorbehalte gegen dieselben zu machen, überzeugt ist, aber ohne sich der Gefahr entschlossen zu entziehen." können. Die Mehrheit( 340 gegen 165 Stimmen), die gestern die Negierung gerettet hat, ist wesentlich eine Konzentrations"-Mehrheit, d. h. eine radikal- melinistische Mehrheit, wie sie für ein Sabin ett Stibot nicht besser gedacht werden kann. Die Minderheit besteht im wesentlichen aus der äußersten Nechten und äußersten Linken mit Einschluß einer Anzahl Linksradikaler. Von den Socialisten haben sich fieben der Abstimmung enthalten( ein letzter Tribut an den un entwegten Ministerialismus!), die die übrigen stimmten mit der Minderheit. Man darf also nunmehr mit Fug und Recht sagen, daß das Kabinett Waldeck- Millerand eigentlich den Platz eines Kabinetts Ribot ufurpiert. Dadurch verfälscht es die politische Situation, zersetzt es die bisherige Parteigruppierung und bereitet seinen blinden Parteigängern schlimme Enttäuschungen vor. Die Vermutung unsres Korrespondenten, daß es dem Kabinett Waldeck- Rousseau gelingen werde, einen Kuhhandel für seine Klerifale Chinapolitik zum Abschluß zu bringen, scheint sich zu bestätigen. Wenigstens ist es ihm bereits gelungen, die ministerielle aber antiflerifale Wehrheit der Finanzkommission umzustimmen und für die Regierungsvorlage von 265 Millionen zu gewinnen. Es kann demnach als ziemlich sicher gelten, daß auch die Kammermehrheit für die Regierungsvorlage stimmen wird. Hinter der Unzufriedenheit des Agrarierorgans verbirgt sich nur die Angst, daß dieser unzulängliche" Zollwucher vereitelt werden önnte. Earum will man sich nicht merken lassen, wie begierig man sei, daß dieser Zolltarif Gesetz werde. Sachlich freilich hat die D. T." mit ihrer abfälligen Kritik der Bid- Bad- Begründung recht. Aber was soll bei einer Arbeit herauskommen, die nichts als ein verlegenes Opfer des Intellekts. Drohender Zollfrieg. Ausland. Zum Generalstreit der Bergarbeiter. Der gesetzliche Achtstundentag im franzöfifchen Bergben. Der französische Ministerrat hat nach längerer Anhörung des Für die„ Kreuz- Beitung" existiert die zweischläfrige" Begründung bisher nicht, während die Deutsche Tageszeitung wenigstens am Montag ein Wort der Kritik findet. Selbstverständ- Arbeitsministers Baudin im Princip der Einführung des Achtſtundenlich seyt sie die Taftit hochgradiger Unzufriedenheit fort. Sie findet tages in den Bergwerken zugestimmt. Danach soll die achtstündige die Begründung„ oberflächlich und unsicher",„ oberflächlich und Arbeitszeit von dem Moment der letzten Einfahrt bis zur Ausfahrt widerspruchsvoll", sie enthalte augetretene Redensarten"," wenig fonfequent", und von dem Grafen Bülow hegt das Blatt den Ber- der ersten Arbeiter berechnet werden. Die längeren Arbeitspausen, dacht, er sei gar nicht ernstlich gesonnen, seine vielfachen Ver- die jetzt in den Bergwerken üblich sind, sollen nicht in die Arbeitsiprechungen einzulösen und habe den Zolltarif mur eingebracht, damit geit eingerechnet werden. Ausnahmen sind vorgesehen, sei es, daß es so aussehe, als ob irgend etwas gethan sei. solche im Interesse des Landes liegen, im Fall eines großen fühlbaren Rückganges der Produktion, sei es im besonderen Jnteresse einzelner Bergiverke, in denen die Ausbeute eine zu schwankende ist. Die Regierung hält diese Ausnahmen für nötig, um der unterschiedlichen Ausbeute der Bergwerke und den differierenden Gewohnheiten der Bergleute gerecht zu werden. Das Gesetz soll, wie dasjenige, welches die Arbeit in der Industrie regelt, successive in Kraft treten, und zwar dergestalt, daß vom 1. Juli nach Veröffentlichung des Gesezes zunächst die neunstündige Arbeitszeit zur Einführung gelangt; nach Wie der Korrespondent des„ London Standard" dem Bureau Ablauf von zwei Jahren tritt die 81/2 stündige und zwei Jahre später Laffan zufolge aus Odessa berichtet, ziehen sich die Wolken eines schließlich die achtstündige Arbeitszeit ein. Ueber die Ausnahme sollen In der Montagssigung der Deputiertentammer Bollfrieges am russisch- deutschen Horizont zusammen. Die Viedo: nach der Meinung der Regierung die Präfekten entscheiden; sie hat wurde die Beratung des Anleiheentwurfs fortgesetzt. Guieysse mosti", deren Auslassungen als ein treffender Ausdruck der öffent- sich auch damit einverstanden erklärt, daß die zu errichtenden beantragt, daß der Bericht des Generals Boyron der lichen Meinung gelten dürfen, fagt, mit der Verdoppelung des Arbeitsräte diese Aufgabe übernehmen. Die Arbeitskommission hat deutschen Einfuhrzolles auf russisches Getreide schwinde endBudgettommiffion mitgeteilt werde. Minister präsident Waldeck- Rousseau bekämpft diesen Antrag, der mit handelsvertrages zwischen beiden Staaten. Diese Thatsache des Gesetzentwurfes unverzüglich festzustellen, welcher in wenigen präsident Waldeck- Rousseau bekämpft diesen Antrag, der mit gültig jede Möglichkeit auf Erneuerung eines mehr ihren Berichterstatter Odilon Barrot beauftragt, den Text 425 gegen 100 Stimmen von der Kammer abgelehnt werde von dem offiziellen Organ des Finanzministeriume und dem Tagen der Kammer vorgelegt werden wird. Repräsentanten der russischen Presse in klaren Worten hervor- Es wird sich nun fragen, ob die Bergleute dies als eine Er gehoben. Wir stehen", so schließt die Wiedomosti", nunmehr einem füllung ihrer Wünsche ansehen werden. Ein Teil der Vergleute unvermeidlichen Zollkrieg mit Deutschland gegenüber. Wir wird zweifellos mit der Verzögerung der Einführung des Gesetzes werden weise handeln, wenn wir mit unirer ganzen Energie mit nicht zufrieden sein. Auch werden die vorgesehenen Ausnahmen die allen unfren Hilfsmitteln bis aufs äußerste einen Kampf durch Stritit der Bergleute herausfordern. Immerhin würden, falls die Die Stadt verordneten Versammlung hatte in zutreffender fechten, der uns von den deutschen Großgrundbefizern, Juntern Kammer diesem Entwurf zustimmt, mit dem Jahre 1906 die franWürdigung der Rechtslage am 24. Ottober es abgelehnt, die Wahl und Kapitalisten, die in dem Grafen Bülow ein gefügiges zösischen Bergarbeiter, wahrscheinlich als die ersten in Europa, den cines Bürgermeisters vorzunehmen, weil der Stadtrat Kauffmann Werkzeug gefunden haben, aufgezwungen worden ist." zum Bürgermeister gewählt, eine Entscheidung über seine Bestätigung Wucher- Proteste. Aus Gotha wird uns telegraphiert: Eine oder Nichtbestätigung von zuständiger Stelle aus noch nicht erfolgt war. Gleichzeitig hatte die Stadtverordneten Versammlung ungeheure Massenversammlung nahm einstimmig eine Resolution aber dem Oberpräsidenten Gelegenheit geben wollen, aus der Sad- an, die flammenden Protest gegen die Kornzölle erhebt. wird. * * Deutsches Reich. Die Sackgasse. D = " Der Reichstag. " gesetzlichen Achtstundentag haben. ant Was die Situation in den einzelnen Kohlengebieten anlangt, fo find die Berglente des Beckens von Anzin( Nord Departement) noch imuner teilweise im Streit; jedoch ist die Zahl der Streikenden zurückgegangen. Das Komitee vom Pas- de- Calais hat einen Aufruf an die Berglente feines Distrikts erlassen, in welchem dieselben aufgefordert gasse, in die ihn seine Auslegung des§ 33 der Städte- Ordnung werden, dem gebracht hatte, wieder herauszukommen. Sie ersuchte den Magistrat, Beschluß des Bundeskomitees festzuhalten beim Minister des Innern vorstellig zu werden. Der Magistrat Nach offiziellen Feststellungen werden die Fraktionen des und den Streit zu vertagen, bis die Kammer gesprochen hat. In ersuchte darauf den Minister, die Vorlegung des Antrags beim Reichstags beim Beginn des 2. Abschnitts der 2. Seffion der dem Aufruf wird anerkannt, daß die Arbeitskommission der Kammer Kaiser zu bewirken. Aber auch der Minister hat mun den Briefträger- 10. Legislaturperiode folgende Stärke aufweisen: Deutsch- Konser ihre Schuldigkeit thue. Hier streift nur ein Teil der Berglente von Im Loire Gebiete ist Merzet, der bekanntlich in dienst versagt, um den er angegangen war. Er hat dem Magistrat vative 51, Deutsche Reichspartei 20, Deutsch- sociale Reformpartei 10, Dourges. Centrum 106, Polen 14, Nationalliberale 51. Freisimmige Ver- St. Etienne der einzige war, der für den sofortigen Streik stimmte, folgende Antwort zugehen lassen: „ Die in dem Erlaß des Herrn Oberpräsidenten zu Potsdam einigung 13, Deutsch- freisinnige Volkspartei 26, Deutsche Volts in einer Sigung der Sektionsvorstände mit seiner Meinung untervom 6. Oktober d. J. vertretene Auslegung vom§ 33 der Städte- partei 7, Socialdemokraten 56, feiner Fraktion gehören 37 a. Die erste Materie, mit der der Reichstag sich in seiner legen; die Mehrheit beschloß auch hier abzuwarten, und es wurden Ordnung erachte ich auch nach Prüfung der Ausführungen des Magistrats für zutreffend. Sie entspricht dem Wortlaut, wie dem Sigung nach dem Zusammentritt befassen wird, ist die zweite Lesung Delegierte nach dem Norden entsandt, welche versuchen sollen, die Sinne und der bisherigen Handhabung der Gesetzesbestimmung. der Seemannsordnung und der Strandungsordnung. Letztere dortigen Kameraden zur Wiederaufnahme der Arbeit zu bewegen. Eine allerhöchste Entscheidung über das Ergebnis der Wahl- dürfte das Plenum auf furze Zeit beschäftigen, während die See- Ferner wurde der Antrag gestellt, nach Bekanntwerden der Kammerhandlung vom 12. September. d. I. ist hiernach nicht herbei- mannsordnung mit ihren 105 socialdemokratischen Anträgen viel beschlüsse einen neuen Kongreß der Vergleute nach Paris einzuberufen. zuführen. Den Stadtverordneten steht es frei, die Beit und Arbeit in Anspruch nehmen wird. vorgeschriebene neue Wahl vorzunehmen. Die = In den Kohlenrevieren von Montceau- les- Mines sind in den letzten Tagen 12 Attentate gegen revolutionäre So= cialisten berübt worden; die Urheber sind, wie ein Depeschenbureau meldet, arbeitswillige Bergleute, die den allgemeinen Ausstand verhindern wollen. Die Attentate kennzeichnen die Lage, da die Arbeitswelt warten will, bis die Kammer über ihre Forderungen beschlossen hat. In den Bergwerken des Norddepartements wurde die Arbeit wieder allgemein aufgenommen. In der ganzen Gegend herrscht vollständige Ruhe. In Harvas find drei Arbeiter, welche Telegraphen und Telephonleitungen zerstört hatten, verhaftet Oestreich- Ungarn. worden. Der Boeren- Krieg. Abermals eine englische Schlappe. unentgeltliche Arbeitsvermittelung des Centralverbandes und den Wert der Organisation der Schlächtergesellen hingewiesen. Die Neue freie Volksbühne hielt ihre diesjährige General Aus Johannesburg wird vom Freitag gemeldet: versammlung am Mittwoch, den 20. November, ab. Aus dem Jahress wurde der Kommandant der englischen Truppen getötet und drei noch 27 weitere Veranstaltungen und zwar 13 Extra-, 5 Operns In den Kämpfen mit dem Kommando Buys bei Villiersdorp bericht ergiebt sich, daß außer den ordentlichen Vereinsvorstellungen englische Offiziere verwundet. Eine Abteilung von Mann Vorstellungen und 9 Konzert- und Vortragsabende stattfanden. schaften des Eisenbahn- Regiments wurde von Die Gesamteinnahme betrug 22 218,71 Mart, die Ausgabe: den Boeren gefangen genommen. Auch andre 21 661,59 Mark; es verbleibt somit ein Bestand von 557,12 Mart. britische Truppenteile hatten Verlust e. Die Nach Decharge Erteilung wurde Kassierer H. Neft einstimmig Eisenbahntruppen waren von Boeren des Kommandos Buys um wiedergewählt, ebenso die bisherigen Revisoren H. Peege, A. Ellendt zingelt worden, welches von dem Kommando Noß verstärkt und J. Voges. Ein Antrag des Staffierers, aus Anlaß der demmächst worden war. stattfindenden Aufführung von„ Dantons Tod" den Beitrag für den betreffenden Monat um 25 Pf. zu erhöhen, wurde angenommen. Schließlich gab der Vorsitzende noch bekannt, daß eine Reihe weiterer Novitäten, z. B. P. Remers Osterglocken", Eugenie delle Grazies Schlagende Wetter", Anzengrubers Fleck auf der Ehr'" 2c. in Aussicht genommen sind. Der höchste Mitgliederstand im Vereinsjahre betrug 2180 Personen. Nach einem ferneren Telegramm der„ Daily Mail" aus Johannesburg vom 22. d. Mts. betrug die Zahl der bei Villiersdorp angegriffenen Eisenbahntruppen 100. Die Boeren waren von Grobelaar Blutige Wahlen. In Oestreich sind, zum Unterschied von befehligt. Deutschland, die kaufmännisch Angestellten stramme Die Meldungen find zwar wiederum so unflar wie mur mögSocialdemokraten. In der( staatlichen) Organisation der Gehilfen lich, doch läßt sich daraus immerhin entnehmen, daß die englische fämpfen die Christlich- Socialen und die Socialdemokraten miteinander. Schlappe eine schwere war und die Engländer mehr als 100 GeSeither war der Luegerianer Armann Obmann der Organisation; fangene verloren! ihn zu entfernen war die Aufgabe, die sich die socialdemokratischen Gehilfen für die am 24. November angesetzten Wahlen zur Krankentasse gestellt hatten. Bloemfontein, 23. November. Man hat den Anfang mit der Durchführung des Regierungsplans gemacht, ehemalige SolBei diesen Wahlen tam es nun am Sonntag zu stürmischen daten und andre in der Oranje kolonie anStraßenscenen und blutigen Prügeleien, weshalb die Wahlen nicht aufiedeln. Verschiedene frühere Yeomen haben sich auf den beendigt und die Stimmabgabe annulliert wurde. Christlichsociale Weg gemacht, um von Regierungsfarmen im Distrikt von Thabanchu und Deutschnationale hatten sich gegen Socialdemokraten vereinigt Besitz zu ergreifen. ud gemeinsame Kandidaten aufgestellt. Der Wahlakt fand Dann wird Kitchener auch gleich die nötigen Mannschaften mit in der Haupthalle des Rathauses statt, das von 500 Mann schicken müssen, um die Kolonisten zu schützen. Polizeiwache zu Pferde und zu Fuß umgeben war. Im Restaurant Reichshallen, das zur Hälfte ant die Deutschnationalen, zur Hälfte an die Socialdemokraten als Agitationslokal vermietet war, kam es zu blutigen Schlägereien. Sessel, Tische, Gläser, Spiegelscheiben wurden, so wird demi B. T." telegraphiert, gertrümmert. Die Polizei räumte gewaltsam die Lokale und hieb mit flachen Säbeln ein, als Widerstand geleistet wurde. Die Excesse segten sich in den Straßen um das Rathaus bis zum Einbruch der Dunkelheit fort. Viele Personen wurden verhaftet. Aus dem Telegramm geht nicht hervor, was den Anlaß zu dem Zusammenstoß gegeben hat. " Schweiz. Ein glänzender Sieg unsrer Genoffen bei den Stadtratswahlen wird aus Zürich telegraphisch gemeldet. Dort wurde Genoffe Erismann mit 8193 gegen 7109 demokratische Stimmen in den Kleinen Stadtrat gewählt. Ferner wurde der Liberale Billeter mit 8091 Stimmen in Außersihl gewählt. Genosse Nieder wurde mit 2986 gegen 2335 demokratische Stimmen in den Großen Stadt rat gewählt.Frankreich. Der Beilegung des neuen Konflikts mit der Türket. nene Konflikt mit der Pforte, der dadurch entstanden war, daß die Pforte sich geweigert hatte, dem zweiten französischen Kriegsschiffe, das in den Dardanellen stationiert war, nach seiner Ausfahrt ins Aegäische Meer die Rückpassage durch die Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Vergolder! Bei der Firma Leopold Rosenow u. Co., Schmidstraße 6, ist Zuzug wegen dort ausgebrochener Differenzen fernzuhalten. Die Ortsverivaltung. J. A.: E. Oehlert. Versammlungen. " In dem Versammlungsbericht des Verbandes deutscher Gastwirtsgehilfen( siehe Vorwärts" vom 22. d. M.) ist angegeben, daß von der Organisation der Gastwirtsgehilfen zwei Mitglieder, die bei einem Bergnügen der Gold- und Silberarbeiter Zettel verteilen wollten, hinausgewiesen wurden. Ich habe demgegenüber folgendes zu bemerken: Die beiden Genossen wurden anstandslos in den Saal hineingelassen. Nachdem sie mit der Verteilung nahezu fertig waren, entstand durch das Dazwischentreten des Herrn Hoffmann und der dort beschäftigten Kellner eine solche Unruhe, daß, sollte das Fest nicht noch mehr gestört werden, die Genossen vom Komitee gebeten wurden, das Verteilen der Bettel einzustellen. Wie man demgegens über davon sprechen kann, die Zettelverteiler wurden unter Zustimmung des Komitees aus dem Saal gewiesen, ist mir nicht recht flar. R. Brückner, Naunynstr. 66, Vertrauensmann der Gold- und Silberarbeiter. Brit. In Brig fand am 17. d. Mts. eine gut besuchte öffent liche Volksversammlung statt, in welcher Genoffe Beste über„ Die Frau in der bürgerlichen und in der socialistischen Gesellschaft" refe rierte. Nach anderthalbstündiger Rede schloß der Vorsitzende mit einem Hoch auf die Socialdemokratie die Versammlung. China- Anleihe angenommen. Paris, 25. November.( W. T. B.) Deputiertentammer, Steinfeger. Eine vom Gesellenausschuß einberufene VerPolnische Protestdemonftrationen gegen die preußische Germanisterungspolitit. In Stratau fanden antipreußische fammlung, welche am 24. November im Nümannschen Lotal tagte, Tehke Machrichten und Depelihen. Demonstrationen statt wegen der Drangfalierung der Polen in beschäftigte sich mit der gegenwärtigen Situation und den in diesem Socialdemokratische Reichstagskandidatur für Breslan. Preußisch- Schlesien. Eine vieltausendköpfige Menschenmenge zog Jahre hervorgetretenen Mißständen im Steinfegergewerbe. Die Breslan, 25. November.( Privatdepesche des„ Vorivärts".) Die unter Pfeifen und Johlen vor das Palais des Kardinals Buzina, meisten Steinfegmeister nutzen die ungünstige Konjunktur in der vor das Offizierkassino und vor den Sächsischen Hof", wo gerade Weise aus, daß sie mitunter geradezu unsinnige Anforderungen an heutige Generalversammlung des Socialdemokratischen Vereins bes eine Vorstellung des Berliner Brettls stattfand. Hier die Leistungsfähigkeit der Arbeiter stellen. Es haben einzelne der schäftigte sich mit der Reichstagskandidatur: Das Ergebnis ist brach die Menge in Bereatrufe aus. Die Vorstellung mußte sistiert ſelben auch schon, leider mit Erfolg, versucht, sich vor dem Zahlen folgendes: Im ersten Wahlgang erhielten Stimmen: Eduard werden. Erst nach 10 Uhr abends gelang es herbeigeholtem Militär, des tariflich zu zahlenden Fahrgeldes dadurch zu drücken, daß sie Bernstein 203, Oskar Schüz 183 und Liebknecht 44; im zweiten die Demonstration zu unterdrücken. nur solche Leute einstellen, welche freiwillig" auf das Fahrgeld verzichten. Diese Mißstände erfuhren eine scharfe Kritik und soll der Gesellen- Wahlgang: Bernstein 223, Schütz 210. Somit ist Bernstein als ausschuß der Innung eine diesbezügliche Resolution unterbreiten. Weiter Kandidat nominiert. nahm die Versammlung Stellung zu einem von der Gewerbedeputation Erstickt. Buk, 25. November.( B. H.) In der Familie des Arbeiters eingegangenen Schreiben, worin dieselbe eine auf Grund des§ 128 der Gewerbe- Ordnung eingereichte Beschwerde betreffs Lehrlingszüchterei abschläglich bescheidet. Nach Ansicht der Gewerbedeputation Mielzal erstickten in Abwesenheit der Eltern vier Kinder durch ist die„ lehrsame Beschäftigung" der Lehrlinge auch dann noch nicht Kohlendunst. Drei waren sofort tot, ein vieries ist nachträglich gefährdet, wenn auf einem Bau bei zwei Gesellen 19 Lehrlinge gestorben. beschäftigt sind! Auch hierzu nahm die Versammlung eine Refolution an, welche der Gewerbedeputation zugestellt werden soll. Zur Lohnfrage teilt der Gesellenausschuß mit, daß im Gegensatz zu der vorher eingeleiteten Verschleppungstaktik jezt plötzlich ein bedeutungs-( Fortfegung.) Hubbard teilt mit, daß die Budgetkommission die voller Umschwung bei einem großen Teile der Innungsbrüder eingetreten Höhe der Anleihe, in Abänderung ihres früheren Beschlusses, auf fei. Nicht nur, daß 23 Jnnungsmitglieder( von insgesamt ca. 60) 265 Millionen festgesetzt hat. Berger beantragt Vertagung der den Antrag eingebracht haben, der von den Steinsetzern beantragten Abstimmung hierüber bis zur Verteilung des ErgänzungsBerlängerung des Tarifes und ebenso den Forderungen der Rammer berichts Hubbarts. Dieser Antrag wird trotz des Widerspruchs Dardanellen zu gestatten, ist rascher noch als der erfte erledigt uzustimmen, sondern es besteht jetzt mit einem Male auf feiten der des Finanzministers Caillaug mit 262 gegen 258 Stimmen an Jumungsmeister auch die Neigung, gemeinsam mit der Organisation worden. Und zwar wiederum durch die Nachgiebigkeit der der Arbeiter gegen alle diejenigen Firmen vorzugehen, wo die Ein- genommen. Nachdem die Verteilung des Berichts erfolgt ist, wird die Pforte. Der türkische Geschäftsträger benachrichtigte den Minister haltung des Tarifes zu wünschen übrig läßt. Nach sehr lebhafter Beratung fortgefeßt. Io tritt für eine Herabsetzung der Höhe der des Auswärtigen Delcaffé, daß in Uebereinstimmung mit feiner Debatte kam die Versammlung zu dem Schluß, dem Gesellenausschuß Anleihe auf 195 Millionen ein. Auf eine Anfrage Devins erklärt Forderung die Pforte genehmigt habe, daß das französische die Vollmacht zum Abschluß eines solchen Gegenseitigkeitsvertrages Minister präsident Walded- Rousseau, er werde in der Stationsschiff„ La Mouette" in die Dardanellenstraße einfahre.- zu geben und zwar auf folgender Grundlage: 1. Gemeinsames Entschädigungsfrage im fernen Orient feinerlei Unterschiede machen. Der Brigadegeneral Forranz, welcher dem Kriegs- Vorgehen gegen alle Firmen, die den bestehenden Tarif nicht oder Die Regierung nehme alle Pflichten auf sich, welche das Protektorat minister in seinem Tagesbefehl an die Truppen wegen der nicht vollinhaltlich anerkennen; 2. Vorzugsweise Einstellung der mit sich bringe, wie sie auch andrerseits alle daraus entspringenden Maßregelung eines Obersten seine Mißbilligung aus- jenigen Arbeiter, welche infolge ihres Eintretens für den Tarif ausgesprochen hatte, wurde strafweise zur Dispofition ge- ständig oder ausgesperrt werden, durch einen noch zu errichtenden Rechte für sich beanspruche. Er erwarte, daß die republi. stellt. Das Amtsblatt" veröffentlicht einen diesbezügliche Be- paritätischen Arbeitsnachweis; 3. Vereinbarung eines Tarifes über tanische Majorität ihm Vertrauen entgegen. die Arbeitsleistung( Maximaltarif); 4. Regelung der Lehrlingsfrage schluß des Kriegsamtes. nach den Anträgen der Steinsetzer; 5. Bei Einstellung von Arbeitsfräften sind die organisierten Arbeiter zu bevorzugen. Ihrer feits haben die Junungsmeister die Bedingung gestellt, daß es ablehnen, die Arbeiten in Regie aus die Arbeiter zuführen. falls die falls die Behörden solches beabsichtigen. Diesem wurde zugestimmt, da die Behörden doch noch nicht socialpolitisch so weit vorgeschritten sind, daß sie die Arbeiten den Gewerkschaften als solchen übertragen und eine Regie- Arbeit in der Form, hat zum Sturz des Ministeriums geführt. Obwohl das Kabinett daß die Arbeiter etwa als viertel oder halbe Magistratsbeamte an ein Vertrauens gestellt werden, weder im Interesse der Arbeiter, noch im Interesse mit 109 gegen 87 Stimmen der Gewerkschaft liegt. Ueber die endgültige Stellungnahme der votum erhielt und der König den Ministerpräsidenten Theotokis er- nung, bezw. die gefaßten Beschlüsse, wird der Gesellenausschuß am fuchte, am Nuder zu bleiben, nahm Theotokis dennoch seine Ent- nung, Mittwochabend Bericht erstatten. Tassung. 8 aim is wurde mit der Neubildung des Kabinetts betraut und übersandte dem König folgende Liste des neuen Ministeriums: England. Dr. Krause ist am Montag aus der Haft entlassen worden, da die radikalen Diffidenten- Geistlichen Stead und Rylett als Bürgen für ihn eingetreten sind. in der Kammer Griechenland. Die Studentenrevolte Zaimis Vorsiz, Aeußeres und provisorisch Justiz, bis die Unter fuchung über die Tumulte abgefchloffen ist, Triandafyllatos Inneres, Topalis Marine, Monferrato Kultus und öffentlichen Unterricht, Negris Finanzen, Oberst Storpas Krieg. Die vom König ernannten Minister leisteten am Montag den Eid. Die Arbeiten der Deputiertenkammer sind durch Erlaß für 40 Tage suspendiert worden. Ueber die Ursachen der Studentenrevolte macht die Wiener gegen, Neue Freie Presse" folgende Mitteilungen: bringen werde. ( Beifall.) Hierauf wird die Regierung8: vorlage, durch welche die Höhe der Anleihe auf 265 Millionen festgesetzt wird, mit 295 gegen 249 Stimmen angenommen. Der erste Artikel des Anleihegesetzes wird angenommen. Die Fortsetzung der Beratung folgt morgen. Boerenkrieg. London, 25. November.( W. T. B.) Eine Depesche General Kitcheners aus Pretoria vom 23. November meldet: Aus einem weiteren Bericht über das Gefecht des Majors Fischer bei Billiersdorp am 20. November geht hervor, daß in der Nacht vom 19. November Patrouillen von dem Posten Fischers bei Neitfontein nach Raltspruit zu ausgefandt wurden, um einen die Bandsdrift beherrschenden Hügel zu nehmen, und diesen Hügel vom Feinde besetzt fanden. Der Vorstand der Freien Vereinigung selbständiger Fischer rückte bei Tagesanbruch nach diesem Hügel vor und wurde Barbiere und Friseure hat sich veranlaßt gefühlt, eine Richtig von Norden und Süden her gleichzeitig angegriffen, doch gestellung des Versammlungsberichts der Barbiergehilfen vom 11. d. W. lang es ihm nach und nach, eine gut gedeckte Stellung zu erlangen. zu geben. Demgegenüber erkläre ich, daß dem Berichterstatter ein um 9 Uhr morgens flohen seine Pferde plötzlich nahe beim füdlichen Irrtum unterlaufen ist, indem er schrieb, der paritätische Arbeits- Ende feiner Stellung in wilder Haft, und in der Verwirrung nachweis wäre erst auf Grund des Ginigungsvertrages gegründet fegte sich der Feind fest. Major Fischer und Hauptmann Langmore worden. Das ist meinerseits nicht behauptet, vielmehr habe ich aufs wurden lebensgefährlich verwundet. Die ganze Abteilung den ungefähr 350 Mann schärfste die erste Kündigung des Arbeitsnachweises, welche im Fischers wurde von 1899 turz vor den Jahre Wintertagen erfolgte, ver= zählenden feindlichen Truppen gezwungen, sich um urteilt. Die Freie Vereinigung verwahrt sich iveiter da 10 Uhr morgens zu ergeben. Rimingtons Solonne fam daß ein Vertragsbruch ihrerseits vorläge. Dem um 11 Uhr an, als der Feind mit Ausnahme einer Kleinen Nachhut ist folgendes entgegenzuhalten: Auf dem Einigungsamt am fich bereits zurückgezogen und die Gefangenen zurückgelassen hatte. „ Die Studenten der Nationaluniversität von Athen glauben für 3. Juni d. J. erklärten die Arbeitgeber, daß sie bezüglich des Der Boerenführer Buye, der von Rimington gefangen genommen eine nationale Sache zu kämpfen. Bis jetzt hat es nicht ein- paritätischen Arbeitsnachweiſes Differenzen mit den Gehilfen hätten, wurde, war verwundet. Gerade sie ersuchen den Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission, die mal neugriechische Uebersetzungen des Bibeltegies gegeben. Frankfurt a. M., 25. November. Die Professoren der die Griechen glaubten vor allen Völkern darin ein gewiffes heiliges Schlichtung der Differenzen zu übernehmen. Beide Parteien erklärten Vorrecht zu besitzen, daß sich ihnen der Urtext der Evangelien mit sich bereit, die Entscheidung des Ausschusses anzuerkennen. Noch ehe Universität Erlangen beschlossen, laut" Frankf. 8tg.", au ihrer Nationalkultur deckte. Auch in den Zeiten, da das griechische die Sigung stattgefunden, erfolgte die Kündigung des paritätischen Mommsen ihre freudige Zustimmung fundzugeben. Die Würzburger Professoren schlossen sich der öffent Volkstum durch die osmanische Herrschaft verschüttet fchien, Arbeitsnachweises. Weiter hat die Freie Vereinigung ihren eigenen war es die Stirche, die in dem griechischen Bibeltegte die Arbeitsnachweis schon am 15. d. W. eröffnet, während die Kündigung lichen Erklärung Mommsens an. Werne, 25. November.( W. T. B.) Auf der Beche Heinrich Hellenische Tradition wachhielt und viel dazu beitrug, daß die erst am 1. Dezember abgelaufen ist. Offenbar liegt hier ein Entel Homers und Blatos nicht aller nationalen Empfindung ver- Vertragsbruch der Freien Vereinigung selbständiger Barbiere und Gust av wurden durch herabfallendes Gestein vier Bergleute verlegt. Bei drei derfelben sind die Verlegungen schwer. Iuftig wurden. Jene, die nicht wollen, daß der alte Original- Friseure vor. Paul Kaiser, Grüner Weg 68. Paris, 25. November.( W. T. B.) Im Namen der socia tegt einer neugriechischen Uebersetzung in Kirche und Schule weiche, Die Schlächtergesellen Berlins hielten am Mittwoch, den begründen es so: Uns Griechen allein ist es unter allen Völkern 20. November d. J., eine recht gut befuchte öffentliche Versammlung listischen Partei der Kammer wird Clovis Hugues morgen die Reichstags Abgeordneter E. Rosenow Regierung über den Beschluß des Verwaltungsrats bes der Erde gegönnt, daß in unsrer alten, allen gebildeten Griechen in den Arminhallen ab. verständlichen Sprache die Evangelien geschrieben find, und wir referierte vorerst über:" Die Arbeiterbewegung früher und jetzt". Dem a ager Schiedsgerichtshofes in der südafrikani. sollten den Frevel begehen, uns dieses herrlichen Vorrechtes zu be- beifällig aufgenommenen Vortrage folgte dann eine lebhafte Debatte fchen Frage interpellieren. London, 25. November.( W. T. V.) Hier wurde hente ein geben und um einer banalen Popularisierung der Bibel willen diese über den Stand der Lohnbewegung. Nachdem hier die zweidentige fortan neugriechisch vortragen zu lassen? Die lebersetzung ins Stellungnahme der Berliner Fleischer- Innung einer herben Kritit Faustkämpfer mit Namen Bunge unter dem Verdachte der Mitschuld Neugriechische erfreut sich aber hoher Gönnerschaft; sogar jener unterzogen und das unfollegialische Verhalten sowie das Fernbleiben an dem an der Bank von Liverpool verübten Betruge verhaftet. der Königin. Auf die Uebersetzung ward schon seit lange hin- des Gesellen- Ausschusses aus den öffentlichen Versammlungen scharf Die Polizei entdeckte Spuren der vermißten Checks, deren Betrag gearbeitet, aber der heilige Synod hatte früher nie seine Erlaubnis gegeißelt worden war, wurde beschlossen, daß die Lohnkommission sich auf 100 000 Pfund beläuft. Die Bank von Liverpool hat die dazu geben wollen. Dazu kommt noch ein anderer Faktor. Es entscheidende Schritte thun soll, damit in Bälde ein endgültiges gefeßlichen Maßnahmen getroffen, um die Realisierung dieser Checks giebt heute in Athen eine jung- griechische Bewegung zu Gunsten der Resultat der Lohnbewegung zu verzeichnen ist. Der nächsten öffent zu verhindern. Sofia, 25. November.( W. T. V.) Die Sobranje nahm neugriechischen Volkssprache, und ihre Vertreter plaidieren dafür, lichen Versammlung soll hierüber Bericht erstattet werden. Außerdem daß man den griechischen Geist aus den starren Fesseln des Alt- erteilte die Versammlung dem Gesellen Ausschusse der Berliner eine Vorlage an, durch welche principiell die Unab segbar. Hellenismus erlöse. Die Bewegung richtet sich auf die Bulgarisierung Fleischer- Innung ein Mißtrauens- Votumm, weil er die Forderungen teit der Richter ausgesprochen wird. Shanghai, 25. November.( Meldung des Neuterschen Bureaus.) der Litteratur, zunächst also der Bibel. Die Studenten stehen ihr der Kollegenschaft nicht genügend respektiert, nicht rechtzeitig bei der feindlich gegenüber, und die Opposition im Parlament geht mit der Innung eingereicht und nicht kräftig und nachhaltig genug Der neue zeitweilige Tarif für die Einfuhr von Jugend der Hochschule, die, seltsam genug, eigentlich für ein vertreten hat, sowie deshalb, weil er trotz wiederholter brieflicher Textilwaren, welcher die Wertzölle in specifische Zölle ändert, höchst rüdschriftliches Ideal fämpft. Verlangt fie doch sogar das und öffentlicher Einladung den öffentlichen Versammlungen fern ist heute in Wirksamkeit getreten. Der Tarif ist durch die China. Verbot fernerer Bibelübersetzungen und die Vernichtung der bereits geblieben ist. Unter Berufsangelegenheiten wurde noch auf die Association in Verbindung mit amerikanischen, deutschen und japanis bevorstehende Wahl der Vertreter zur Orts- Krankenkasse, auf die schen Importeuren aufgestellt worden.. erschienenen." M = = Verantwortlicher Nedacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu Beilagen u. Unterhaltungsblatt. r. 276. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 26. November 1901. Die Ausgaben und Einnahmen des Deutschen Neiches 1901. Der Reichstag, der am Dienstag seine Sigungen aufnimmt, wird sich besonders auch mit der verzweifelt schlechten Finanzlage des Reichs beschäftigen. Es ist daher gerade jetzt von Interesse, sich über die Ausgaben und Einnahmen des Deutschen Reichs nach dem für dieses Jahr figierten Voranschlag ein Bild zu machen, wozu unsren Lesern das beistehende Tableau willkommen sein wird. In dem oberen Teil finden wir in graphischer Darstellung die Ausgaben der einzelnen Ressorts des Reichshaushalts, und zwar find dabei die fortdauernden wie die einmaligen Ausgaben durch verschiedene Signaturen ( siehe die Zeichenerklärung) kenntlich gemacht. In dem unteren Teil des Tableaus finden wir in gleicher Weise die dem Reich zur Verfügung stehenden Einnahmen wiedergegeben. Die bei den schwarzen bezw. schraffierten Feldern ein- und darübergeschriebenen Zahlen geben die Summe für die verschiedenen Ressorts in 1000 M. an. Wo solche nur kleinere Beträge aufzuweisen haben, sind mehrere in einer Rubrik zusammengefaßt worden. Bei mehreren Ressorts, wie beim allgemeinen Pensionsfonds und Invalidenfonds und bei der Reichsschuld, ist nur eine fortdauernde Ausgabe zu verzeichnen, alle übrigen haben aber Für die Verwaltung neben den fortdauernden auch noch einmalige Ausgaben aufzuweisen. des Reichsheeres, der Marine und der Eisenbahn machte sich hierfür noch die Einstellung eines außerordentlichen Etats erforderlich, der allein für die Armee 28 469 800 m. bes trägt, wozu noch die Kosten des ostasiatischen Expeditionscorps in Höhe von 123 322 000 Mark hinzukommen. Die Gesamtsumme der aufgeführten Bosten der einzelnen Ressorts ergiebt für das deutsche Reich eine Gesamtausgabe von 2344 585,9, wovon 1 914 922,9 Diesen auf die fortdauernden und 429 563,0 auf die einmaligen Ausgaben entfallen. enormen Ausgaben stehen gegenüber die in dem Tableau näher bezeichneten Einnahmen. Den weitaus größten Beitrag hierfür liefern die Zölle und Verbrauchssteuern mit 810 330,9. Die Gesamteinnahme des Reichs beläuft sich auf 2 311 979,8. Jeder, der die Karte auch mir flüchtig anfieht- der Etat für 1901/02 wird noch viel schlimmer sein ertennt den Tiefstand unsrer Reichsverwaltung. In den Ausgaben Man vergleiche beherrschen die unproduktiven Ausgaben für Heer und Flotte das Bild. die winzige Fläche, die das Reichsamt der Socialreform" einnimmt,/ mit dem Riesenraum, den Heer und Flotte beansprucht. " Die Aufbringung der Kosten zeigt genau dasselbe beschämende Verhältnis. Die Mittel zur Unterhaltung des Militarismus und Marinismus werden aus Zöllen und indirekten Steuern aufgebracht, d. h. aus den Taschen der Wermsten und Gedrücktesten. Man stelle zusammen, was die Besiglosen aus ihrer Arbeit für die Erhaltung des Reichs aufbringen müssen, und die verschwindende Summe, die für socialpolitische Zwecke verwendet wird. Die ganze Kulturfeindlichkeit und Ungerechtigkeit des Klassen und Militärstaats enthüllt sich anschaulich in folcher Gegenüberstellung. Partei- Nachrichten. Parteilitteratur. Für Arbeiterfeste, Gewerkschafts- und Vereinsvergnügungen hat die Buchhandlung Vorwärts, Berlin. soeben ein nenes Theaterstück ausgegeben, und zwar diesmal einen fleinen Schwank von dem bekannten Genossen Ernst Preczang: Die Polizei als Cheftifterin". Der Verlag ging dabei von der Voraussetzung aus, daß bei den Festen der Arbeiter auch der Humor seine Berechtigung bat. Ein spießbürgerlicher Onkel aus der Proving. Feind jeder Arbeiterbewegung hinter der er Umsturz und Staatsgefährlichkeit erblickt, ist der Ängelpunkt der Handlung; durch tölpelhafte Verwechslung mit einem staatsgefährlichen" ausgewiesenen Ausländer seitens eines Polizisten, die zu seiner Verhaftung führt, wird er raich von seinem Respekt vor der Polizei turiert und giebt freudig feine Zustimmung zur Verlobung seines Mündels mit einem Socialdemokraten. Das Stick empfiehlt sich auch besonders wegen feiner leichten Aufführbarkeit teine emzige Rolle für die nicht in jedem Vereine ein Witglied zur Durchführung sich eignete. Gemeindewahlen. Einen siegreichen Wahlkampf führten die Parteigenoffen in Schwelm( Hagen). Ihre beiden Kandidaten wurden mit 506 und 530 Stimmen gewählt, während die höchste Stinunenzahl der gegnerischen Standidaten 291 betrug. Ebenso wurden 2 Parteigenossen in der Gemeinde Langerfeld im selben Kreise gewählt. In Elberfeld find unsere Parteigenossen abermals unter legen, doch haben sie ganz erhebliche Fortschritte in der Stimmen zahl gemacht. Während die Liste der diesmal vereinigten Gegner gegen vor zwei Jahren nur von 2258 auf 2382 ftieg, stieg ufre Stimmenzahl von 562 auf 1038 Stimmen. Das ist eine erfolgverheißende„ Niederlage". In Mom ba ch bei Miging errangen die Parteigenossen gleich falls einen schönen Erfolg. Es wurden 3 ihrer Kandidaten in den Gemeinderat gewählt. In Neustadt a. D. sowie in Martinroda, beide in Sachsen- Weimar, wurde zum erstenmal je ein Parteigenosse in die Gemeindevertretung gewählt. Zur Reichstagserfahwahl in Breslau- West teilt uns Genoffe Dr. N. Friedeberg mit, daß er das Anerbieten des Wahlkomitees, ihn der Generalversammlung als Kandidaten vorzuschlagen, wegen Arbeitsüberbürdung von vornherein abgelehnt habe. Wir entnahmen unsre Mitteilung der offiziellen Anzeige in der„ Breslauer Volkswacht". Nachdrud verboten.) 4631 A.Ausgaben fin 1000 Mark) Fortdauernde Ausgaben Reichs Amt Reichsheer Marine Reichs Schatz Allgemeiner Invaliden des Jernu.ReichsPensions Fonds Fonds 54574,6 Steuern Militär Gerich Amt Einmalige Ausgaben. Post und Eisenbahn Reichs Auswärtiges Telegraphie Reichs Eisen, Schuld bal- Amt B.Einnahmen( in 1000Mark.) Teräusserung AusgleiZollu Verbrauchs Reichs Stempe Post und Eisenbahn Matrikular Verschiedene Reichs Beiträge Verwaltungs- Invaliden von GrundTelegraphie Binnahmen Fonds. 810330,97 Abgaben, 144-020,0 ' 420162.9 936760 5709330 0'59497 30449.7 Amt Reteliskanzler Reichskanzlei Reichstug Reclamangshof ReichsDruckerei Reichs Justiz Verwaltung Ausseror chungs dentliche Deckings stücken Betrage Bankwesen Reichs. Truckerei 22880,7 79 16407,9 Mittel 2066537 233084 In dem Hamburger Maurerzwifte scheinen die Fäden zu und, nachdem dieses Blatt eingegangen war, den Almanach einer Verständigung vorläufig völlig abgeschnitten zu sein. Zu den de la Question Sociale". Er verfaßte zahlreiche Broschüren und hat bereits mitgeteilten Thatsachen kommt jegt noch eine Beleidigungs- auch Bebels Frau" ins Französische überseßt. flage, die die Maurer Konrad Bargstaedt und Otto Saẞ, beides Mitglieder der Freien Vereinigung", gegen den Redacteur des" Grundstein", Stanningt, angestrengt haben und die am Sonnabend vor dem Schöffengericht in Hamburg verhandelt wurde. Im Grundstein" waren die Kläger als Streitbrecher"." Baulöwen"," Auchkollegen“ bezeichnet und der Verachtung aller rechtlich denkenden Menschen empfohlen worden. Leute feien. Aus Industrie und Handel. Ueber die Arbeitslosigkeit baben die Gewerkschaften in Leipzig im Monat Oftober Erhebungen angestellt, die ihrer Unvollständigkeit wegen zwar weit davon entfernt sind, ein umDer Gerichtsvorsitzende regte einen Vergleich an. Die Kläger faffendes Bild von der herrschenden Misere zu geben, doch zeigen, stellten die Bedingung, der Beklagte solle im Grundstein" erklären, daß in welchem Maße sich in verschiedenen Berufen die Arbeitslosigkeit fie feinen Streitbruch begangen hätten. Das lehnte der Beklagte ab. wie er auch den Vorschlag des Richters ablehnte, zu erklären, daß geltend macht. Diese erstmaligen Erhebungen sollen den Anfang bilden den 54 dem Startell angehörenden Geivertschaften haben fich die Kläger persönlich und in ihrer Eigenschaft als Arbeiter ehrenhafte zu einer einheitlichen fortlaufenden Arbeitslosen- Statistit. Bon Deshalb mußte in die Verhandlung eingetreten werden, die bedauerlicherweise nur 20 an der Arbeitslosen Zählung. be= teiligt. Von den 6740 Mitgliedern dieser Gewerkschaften waren 535= 7,93 Broz. arbeitslos, davon waren verheiratet 207 nach längeren Auseinandersegungen über die ganze Streitfrage mit der Berurteilung Stoningts zu 150 M. Geldstrafe endete. Nein objektiv und menschlich müffe mau fich, führte der Vor- und hatten 237 Kinder, und 303 ledig. Am größten war die Arbeitsfigende aus, auf den Standpunkt stellen, daß es jedem fleißigen und losigkeit unter den Malern und Lackierern, von den 240 Mitgliedern cifrigen Arbeiter überlassen bleiben müßte, wie er seine Arbeitskraft ihrer Organisation waren 90= 371/ 2 Proz. arbeitslos. Dann folgen Bildhauer mit 251/3 Proz. Arbeitsloser unter ihren Mitgliedern. möglichst vorteilhaft verwerten wolle. Um in dieser Sache aber das die Stuccateure mit 32 Proz., die Schneider mit 28/3 Proz., die Urteil zu finden, hätte sich das Gericht auf den Standpunkt des Be Bei der großen Arbeitslosigkeit unter den Schneidern wird noch betlagten und der von ihm vertretenen Partei stellen müssen. Und werbe eigentlich die Hochsaison bildet, wo das Geschäft besonders da müsse das Gericht denn sagen: von seinem Standpunkte möchte fonders hervorgehoben, daß der Monat Oftober für dieses Ge der Beklagte Grund haben, auf die Kläger und deren Gesinnungs glieder ohne Arbeit sind. Für 535 Arbeiter find Angaben genossen erbittert zu sein. Diese Erbitterung erfulpiere aber durchaus gut gehen sollte und daß trotzdem mehr denn ein Viertel der Mitnicht so schwere Beleidigungen, wie sie von dem Beklagten in dem über die Dauer der Arbeitslosigkeit gemacht worden. Nach der hierArtikel gebraucht seien. Das Gericht habe aber geglaubt, feinesfalls auf eine Gefängnisstrafe erkennen zu können, denn eben vom Stand über aufgestellten Tabelle waren diese 534 Arbeiter insgesamt 6970 vunkt des Beklagten sei dessen Bestreben, mit starken Ausdrücken Tage oder 995 Wochen und 5 Tage im Oktober arbeitslos. Neben auf die Kläger und ihre Freunde einzuwirken, durchaus ver der direkten Arbeitslosigkeit ist auch die Frage nach Verkürzung der hiervon die Rauchwaren- Zurichter betroffen, bei denen in 8 Ge ständlich und entschuldbar. Wenn so einerseits die außerordentliche Arbeitszeit wegen Arbeitsmangel gestellt worden. Am meisten waren Schwere der Beleidigungen, andrerseits der Umstand berücksichtigt schäften von 68 Arbeitern 3558 Stunden im Monat weniger gewerde, daß der Veflogte von seinem Standpunkte aus die That- arbeitet wurde. Von den Schmieden wurde berichtet, daß in den Leider sind sachen für sich have, so sei die erkannte Geldstrafe durchaus aus meisten Fabriken nur 6-8 Stunden gearbeitet wurde. gemessen. die diesbezüglichen Fragen mir sehr unzureichend beantwortet Wir bedauern diesen Streit und seine jezige Ausgestaltung im worden. Es ist wohl zu erwarten, daß bei der nächsten ArbeitslosenInteresse der Arbeiterbewegung aufs tiefste. zählung die Getvertschaften sich etwas reger beteiligen werden. Totenliste der Partei. In Paris starb am Dienstag der Schriftsteller und Anwalt Banagiotis Argyriades, Mitglied des Generalrats der neuen Socialistischen Partei grankreichs", ein geborener Macedonier. Der 49 Jahre alte Mann starb ganz plöglich. Der Verstorbene, der ein unermüdlicher Agitator für die Ideen des Socialismus war, gründete 1885 die Revite Question Sociale" Aus Dr. Diederich Hahus Wahlkreise. Bäuerin, un mich I. der vergeblich an ihren leeren Brüsten zerrte. Keine verlassene Waise nagte die Rinde von den Bäumen. Und nun empfing mich feine verlumpte, zusammengefunkene mich in ihr einsinteses Haus zu geleiten. leber einen sauber gehaltenen Biegelweg ging's ant hübschen Blumens beeten vorbei, glatte Steinstufen hinauf in das Haus, an dem auch nicht ein Holzteil nicht frisch mit Delfarbe gestrichen war, von dessen festen Ziegelsteinen nicht ein einziger zerbrödelte und dessen Dach erst unlängst gedeckt worden. Die hohen, städtischen Fensterscheiben bligten und funfelten. Die Messingbeschläge der geschnitten und mit einem besonders kunstvoll ausgearbeiteten Oberlicht verfehenen Holzthür leuchteten in frisch gepußtem Glanz. Schon außen sprach alles: Haben wir etwa nicht Zeit und Mittel, alles in schönster Ordnung zu halten?" Darauf hatte ich mich gefaßt gemacht: auf den Wegen und Landstraßen des Hahnschen Wahlkreises wird es nicht ganz geheuer fein. Die Scharen der notleidenden Landwirte, die den Doktor in den Reichstag geschickt haben, werden hier umherziehen, wie weiland die Haufen des Bundschuh. Kein Dach wird ohne Luftlöcher sein. Von den Fenstern werden nur noch die gähnenden schwarzen Löcher zengen und die Hausthüren werden ihre Seele im Ofen oder auf dem Herd ausgehaucht haben sie sind ja gewiß Jnnen aber erwarteten mich Ueberraschung nach Ueberraschung. nun überflüssig. Zu verschließen und zu behüten giebt es nichts mehr. Die Felder werden nnbestellt unter dem wuchernden Unkraut In dem blank geölten Vorflur standen neben alten, neu bemalten verkommen. Auf den Wiesen wird kein Stück Vieh weiden. Nur Truhen gewuchtige hohe Schränke. Einer neben dem andern. Es die Aaskrähen werden die Leichen der vor Hunger an den Wegrändern mußte hier doch viel zu bewahren geben. Und von der Decke strahlte hingesunkenen Kinder und Frauen umflattern. Ueberall Dede, Glend, Berkommenheit und Erliegen unter der Not zu niedriger Getreidezölle. Es kam faft noch schlimmer. eine wohl nicht sehr geschmackvolle, aber doch gerade nicht ganz kosten frei hergestellte Malerei berab auf die Bäuerin. Die war zwar nicht in ihrem Sonntagsstaat. Sie entschuldigte sich auch fortwährend, daß sie mich so empfangen müsse. Aber in ihrem seidenen Häubchen, in der schwarzen Wolljacke und in dem bauschigen Rock, an dem nicht der geringste Flick oder Riß zu sehen war, gab sie ein recht eindringliches Bild von dem Elend der Wähler des Herrn Dr. Hahnder Mann der Bänerin war wenigstens ein solcher. Ja, es tam so schlimm, daß ich verstand, warum man sich folchen Abgeordneten wählt. Es tam schlimm, schlimm, schlimm! Wie düster hing der graue Oftoberhimmel über dem Hahnschen Wahlkreis! Als wolle selbst der Himmel das Elend und die Not der Wähler Hahns noch verstärken, noch grauer und elender machen. Und Sie führte mich dann in die hinteren Räume, die durch eine Mauer welcher Hohn! Von den Häusern der lieblichen Stadt Buxtehude webten bunte Flaggen und Fahnen. Als wollten die Städter all die Sorge der Landbewohner verspotten. In Buxtehude feierte man eine Hochzeit. und dicht schließende Thüren streng von den vorderen Wohnräumen abgetrennt waren. Dabei entschuldigte sie sich fortwährend, daß es bei ihr nicht mehr so ganz altmodisch" sei. Aber das finde man jezt fast gar nicht mehr in der Gegend, daß die Bauern noch an der Lenne Ja, in der Stadt komite man noch glänzende Hochzeiten feiern mit dem Vich und dem Gesinde gemeinsam die Wohnzimmer haben. Zwar war das Bauernhaus ganz im Stil der alten niedersächsischund Fahnen herausstecken und Musik machen! lind draußen in den zusammengefunkenen Dorfhütten frümmte friesischen Bauernhäuser gebaut, wo Scheune, Ställe Tenne, Wohnräume und die andren Gelasse, die eben zu einem Bauernhof gehören, man sich unterdessen vor Hunger und Bein Ich weiß nicht, wie mir war; aber ich war wirklich unversehrt unter einem gewaltig großen Giebeldach liegen. Aber es war doch bis auf die Gesindestuben. Die lagen noch und unverletzt hierher bis zum Bauern Sch. in dem Dertchen K. bei schon modernisiert Estebrügge gekommen. Kein zum Schnapphahn gewordener Hof- immer, wie einst, neben den Kuh- und Pferdeställen. Und in den befizer hatte mich angefallen. Steine verhungerte, abgemergelte Betten der Knechte und Mägde war das Stroh immer noch die Mutter mich um einen Tropfen Milch für ihren Säugling angefleht, Hauptsache. Auch in Svimmitschau in Sachsen finden auf Veranlassung des Gewerkschaftskartells allimonatlich Arbeitslosen- Zählungen statt, die fich aber auch nur auf die organisierten Arbeiter erstrecken. Die erste Zählung, die am 30. Oftober vorgenommen wurde, haite folgendes Ergebnis: von den 2071 organisierten Arbeitern waren 125 arbeitslos und 311 waren bei verkürzter Arbeitszeit thätig. Da aber nur Die Tenne aber war glatt cementiert. Das war der schönste Tanzboden. Und die Kühe, die von der einen Seite in die Tenne hereingloßten mit ihren glatten, wohlgepflegten Köpfen, schienen nur In den Ecken standen die neuesten auf Tänzer zu warten. Maschinen in tadellosem Zustand. Und in der Küche scheuerte eine dralle Deern das zahlreiche Kupfer- und Messingkochgeschirr. Diefe Küche! Man jah ihr an, wie fuapp die Eigentümer zu essen hatten. Die Kochmaschine war nur etwa zivet Meter lang und bloß etwa ein und einen halben Meter breit. Und die weißen Kacheln schienen ebenso wie die ordentlich von der Not der Besitzer zu schreien mit buntem und weißem Porzellan vollgeftopften Schränke. Bei diesem Elend wurde mir selbst immer elender zu Mnite. Besonders, als mir die Frau zeigte, daß sie für den Winter und bei Festlichkeiten noch eine zweite Küche habe. Die lag unter den Wohn räumen und war noch glänzender ausgestattet, als die erste. Ja, ein glänzendes Elend! 1 Und nachdem die Bäuerin allerlei von den schlechten Zeifen, dem nichtsthnerischen Gesinde, den allzu teuren Taglöhnern erzählt hatte, führte sie mich in ihre Wohnstube. Durch die vier Fenster fam volles Licht und enthüllte das Mobiliar in feiner ganzen, nicht vorhandenen Dürftigkeit. Auf den Tischen lagen hübsche Decken. Den Boden bedeckten Teppiche und die Stühle waren gepolstert und was eben mehr bei solchem Elend an Aermlichkeit und Entbehrung zu Tage tritt. Das Entsetzlichste aber erivartete mich noch der Salon. Jawohl, ein richtiger Salon! Mit Plüschgarnitur, Pianino, Lamberquins, Bronzekronleuchter, grell bemalter Decke und was alles zu einem richtigen modernen" Salon gehört. Ist das nicht Elend? Ist das nicht Verfall? 14) " Ja, so ähnlich ist es wohl bei allen hier im alten Lande", meinte die Bäuerin. Deren Mann hatte es wirklich nötig gehabt, einen solchen Abgeord neten wie Herrn Dr. Diederich Hahn in den Reichstag zu schicken... Aber dies war noch nicht das ganze Elend, das ich in dem Hahnschen Wahlkreis sah. Ich kam nachher an einem Bauernhaus vorbei; da saßen etwa zwanzig Weiber hinter den hellerleuchteten Fenstern an einem Tisch, der unter Kuchen, Obst, Torten und ähn= lichen Kaffeeklatschzeug zusammenzubrechen drohte. Wenn also einer die Errettung aus der Not dringend braucht, dann sind es die Hahnschen Wähler.-- Haus Wandrer. ein kleiner Teil der dortigen Arbeiter organisiert ist, so geben auch diese Zahlen nur ein sehr unzureichendes Bild von der thatsächlich in der Stadt herrschenden Arbeitslosigkeit. Gewerkschaftliches. Riesenhafter Bankbeteng in Liverpool. Der„ Täglichen| stüßung, da sie völlig mittellos waren. Sie wurden an die Landess Rundschau" wird aus London geschrieben: Eine der größten Bant- polizei verwiesen. betrügereien, die jemals vollführt worden sind, hat sich in Liverpool Wir meinen, auch diesen armen Ausgestoßenen gegenüber hätte Deutschlands Außenhandel im Oktober 1901. Die Ein- ereignet, indem ein Angestellter die" Bank von Liverpool" um man so viel menschliche Rücksicht üben können, fie einige Zeit zuvor fuhr im Ottober zeigt wiederum einen Rüdgang von 878 984 3400 000 m. betrogen hat und bei Entdeckung des Fehlbetrages ge- von der ihnen drohenden Maßregel in Kenntnis zu setzen. Tonnen gegen das Vorjahr. Die Gesamteinfuhr betrug 4110 304 auf den Ueberbringer ausgestellt waren, für sich zu fassieren und der Judustriestadt Schwabach bei Nürnberg. Die Vermittelung ist flüchtet ist. Der Beamte soll vor kurzem begonnen haben, Checks, die Ein städtisches Arbeitsamt errichtet demnächst der Magistrat Tonnen gegen 4 484 288 Tonnen im Vorjahr. 20 von 43 Boll dann das Londoner Bankhaus davon zu benachrichtigen, daß die Sache tarif- Nummern zeigen Zunahmen, worunter Getreide(+53 522), erledigt sei. Am Donnerstagmorgen bemerkte der Leiter der Bank, kostenfrei und erfolgt für Gewerbegesellen," Tagelöhner, Dienstboten Material usw. Waren(+ 24 731), Dele und Fette(+ 10 094), baß etwas nicht in Ordnung sein müsse infolge von Anfragen aus und Lehrlinge. Handlungsgehilfen und Lehrlinge sind ausges schlossen. Bei Arbeitseinstellungen und Ausspers Drogerie, Apotheker- und Farbwaren( 6423), Wolle und Wollen- London. Er ließ den Beamten zu sich kommen und dieser gab vor, waren(+5637) hervorragen. Fast die ganze Abnahme der Einfuhr entfällt auf Kohlen mit einer Mindereinfuhr von 348 298 Tonnen. er müsse zur Erklärung ein andres Buch holen. Anstatt dies zu tungen stellt das Amt seine Vermittelung ein. thun, verließ er ohne Hut und Ueberzieher die Bank und ist seither Die Arbeitslosigkeit hat in Kopenhagen gegenwärtig einen Weiter zeigen erhebliche Einbußen: Eisen und Eisenwaren nicht wieder gesehen worden. Auf die Ergreifung des Flüchtlings außerordentlichen Umfang angenommen. Der allgemeine Notstand, (-50 954), Erden, Erze(-41 007), Holz, Steine, Teer, Abfälle, find in dem gegen ihn erlassenen Haftbefehl 5000 m. Belohnung der unter den Arbeitern Herricht, macht sich auch ganz besonders in Flachs, Hanf usw. ausgesetzt. den Leihhäusern bemerkbar. In einer Zuschrift an die Provinzpresse, Die Einfuhr in der Zeit von Januar bis Oktober beläuft sich auf worin vor Zuzug nach der Hauptstadt gewarnt wird, heißt es u. a.: 37 418 722 Tonnen gegen 38 029 688 im Vorjahre, daher weniger " Die Bauthätigkeit ist nun auf das allermindeste eingeschränkt, 610 966 Tonnen. Mehr als die Gesamtabnahme beträgt der Ausfall teils weil fein Geld zu annehmbaren Bedingungen zu haben ist, bei Kohlen(- 689 146). Erhebliche Ausfälle zeigen ferner Eisen teils weil kein Bedürfnis nach neuen Gebäuden vorhanden ist. (-496 996), Holz(-189 842), Steine(-133 339), Thonwaren, Die Handschuhfabrikation hat seit Beginn dieses Jahres un- Gewiß ist in einer Stadt wie Kopenhagen viel WohlInstrumente, Maschinen, Kupfer. Gesteigerte Zunahme der Einfuhr vorhanden. In unsren Sparkassen liegen ungefähr erfuhren Getreide(+ 602 739), Erden, Erze(+168 256), Drogerie-, ausgesetzt unter der Krise schwer zu leiden gehabt. Zwölf bis fünf- stand Aber was hilft das, wenn sie nicht Apotheker- und Farbwaren(+81 154), Abfälle, Dele und Fette, zehn Prozent der in diesem Berufe beschäftigten Arbeiter waren 1/4 milliarde Kronen. Papier, Vieh, Flachs, Hanf usw., Baumwolle. Insbesondere zeigt ständig arbeitslos. Dieser Tage veröffentlichte nun der Verband der in Umlauf gesetzt werden! Und die Kehrseite der Medaille ist keinesdie Weizeneinfuhr eine Höhe, wie nie zuvor. Roggen, Hafer und Handschuhmacher eine Statistik, aus der die Wirkung der Krise auf wegs ergöglich. Wenn man sich auf den staatlichen und privaten die Organisation flar ersichtlich ist. Danach betrug die Ausgabe in Leihhäusern erkundigt, da erfährt man, daß Tausende von Arbeiter: Mais zeigen dagegen Abnahmen. Die Ausfuhr betrug 2 980 081 Tonnen im Monat Oftober, den ersten sechs Monaten dieses Jahres für Reise- und Arbeitslofen- familien bereits dabei sind, ihren im Lauf des Sommers crivorbenen gegen 2 972 869 im Vorjahre, daher mehr 7212 Tonnen. 27 von Unterstützung nahe an 32 000 M. Man berücksichtige dabei, daß diese Wohlstand in Geld umzusetzen. Und es handelt sich hier nicht um 43 Bolltarifnummern zeigen eine Erhöhung der Ausfuhr. Ganz be- Organisation 8200 Mitglieder zählt. Daneben wurden noch einige fleine Summen. Es werden jährlich nun über 7 Millionen Kronen und die Zahl der Pfandobjekte sonders ragt hierunter Eisen mit+109 393 Tonnen hervor. Be- größere Streits geführt, so daß die Gesamt Ausgabe in den ersten gegen Pfänder ausgeliehen beträgt nahezu zwei Millionen. Durchschnittlich muß jedes Individuum in Kopenhagen deutende Zunahmen brachten noch Drogeries, Apotheker- und Farb- beiden Quartalen dieses Jahres 92 000 m. beträgt. Alte und Junge, Männer, waren(+12.001), Material- 2c. Waren(+ 10 968). Die Ausf r Frauen und und Kinder zusammengenommen vier, fünf von Erden, Erzen hat um 99 049 und die von Kohlen um 28 o mal jährlich das Leihhaus aufsuchen, und da es selbstverständlich Tommen nachgelassen. nur eine Minderzahl der Bevölkerung ist, die ihre Sachen versetzt, so kann man sich leicht vorstellen, wie häufig diefe Leute den schweren weg gehen müssen." Die Ausfuhr erreichte in den zehn Monaten bis Oktober 26551 153 Tonnen gegen 27073 354 im Vorjahr, daher weniger 522201. Die Erzausfuhr ist stärker zurückgegangen als die ganze Abnahme ausmacht(-581 264). Nicht so start hat die Kohlenausfuhr nach gelaffen(-355 063). Wesentliche Einbußen erfuhren Getreide (-78 141), Steine(-81 356), Thonwaren, Papier. Eine starke Ausfuhrsteigerung zeigt Eisen(+584 454). Auch Material- u. f. 1. Waren, Drogen stiegen, obwohl die Rohzuckerausfuhr, namentlich nach den Vereinigten Staaten von Amerika, wesentlich nachgelassen hat, hauptsächlich, weil die Weißzuckerausfuhr fich um rund 125 000 Tonnen gehoben hat. An dieser Zunahme der Buderausfuhr nehmen besonders Großbritannien, Japan und Indien teil. Deutsches Reich. Der Delegiertentag der katholischen Arbeitervereine Weft falens nahm Stellung zu der geplanten Revision des Krankenkassen gesetzes. An die gesetzgebenden Faktoren soll eine Eingabe des Inhalts gerichtet werden: Ausdehnung der Unterstützungsdauer auf 26 Wochen, bei Krankenhauspflege soll die Unterstützung der Familie bis zu 3/4 des Krankengeldes erhöht werden. Ferner wird die Ausdehnung der Kranken- Versicherungspflicht im Umfang der Invaliditätsversicherung verlangt. Einer Schmälerung des Selbstverwaltungsrechts der Mitglieder soll entgegengetreten werden. Der beleidigte Fabrikant. Der Vorsitzende des Centralverbandes christlicher Textilarbeiter in Krefeld hatte einen frommen Fabrikanten in Bocholt dadurch beleidigt, daß er in Bezug auf den felben in einer Versammlung die Frage aufwarf: Wer nur auf Kosten der Arbeitslöhne konkurrieren kann, wie soll man diese Konfurrenz nennen?" Dieser Fabrikant zahlte im Durchschnitt 20 Proz. weniger Lohn als seine Konkurrenten. Der Angeklagte wurde zu 50 M. Geldstrafe verurteilt. Hannoversche Straßenbahn. Der Aufsichtsrat hat die geforderte Entlassung des Direktors Krüger genehmigt, Herr Krüger scheidet am 1. April 1902 aus dem Amt. Wie mitgeteilt Gewerbegerichts- Wahlen. Bei der Wahl zum Gewerbegericht wird, steht die Verwaltung mit einem Regierungsrat in Verbindung, der geneigt sein soll das Amt eines Direktors zu übernehmen und in Velbert siegte die Liste des Gewerkschaftskartells glänzend den Staatsdienst zu quittieren. Gegen den Beschluß der letzten über die Liste der vereinigten Hirsch- Dunckerschen und des christlichen Metallarbeiter- Verbandes. Versammlung, daß diejenigen Aktionäre, die die verlangten Denselben günstigen Erfolg hatten die Wahlen in Hirschberg 25 Prozent Buzahlung nicht leisten, ungünstiger in Bezug" der Dividende gestellt werden, hat der Vorsitzende des Schutzvereins der und Eisenach. Aftionäre Protest erhoben. Der Protest erachtet den Beschluß Als Geschäftsführer der Verwaltungsstelle Hannover des nach dem Handelsgesetzbuch als unzulässig. Von der Direktion der Deutschen Metallarbeiter- Berbandes wurde am Sonnabend der GeStraßenbahn wird dagegen eingewandt, daß Justizrat Kemper nosse Friedrich Schlegel- Berlin gewählt. Bewerbungen hatten 66 vorund Justizrat Abel den Beschluß für zulässig erklärt haben. Der gelegen. Ausland. Vorsitzende des Schutzvereins, Rentier Scheller, hat ferner an die Revisionskommission eine ganze Reihe von Fragen schriftlich formuliert, die er schriftlich beantwortet haben will. Die Beantwortung der Fragen würde gewiß die finanzielle Lage des Unternehmens flar stellen, ob aber Herr Scheller Erfolg mit seinen Bemühungen hat, ist sehr zu bezweifeln. Einschränkung des Zuckerrübenanbaues. Der Ostdeutsche Zweigverein der deutschen Zuckerindustrie nahm auf seiner Generalversammlung in Bromberg folgende Resolution an: " in " In der dänischen Eifenindustrie ist noch immer kein dauernder Friede zwischen Unternehmern und Arbeitern zu stande gekommen. Die Leiter der Unternehmerorganisation arbeiten augenscheinlich darauf hin, in irgend einer Weise einen ernsthaften Konflikt zu provozieren. Nachdem die Arbeiter den Unternehmern in Bezug auf die Accord- und Ueberzeitarbeit entgegengekommen waren und auch aus Rücksicht auf die ungünstige Konjunktur gegen den Anschlag der ihnen durchaus nicht in allen Punkten genehmen Werk verlangen diese 111111 wieder, Die Versammlung spricht ihr Einverständnis aus mit dem stattregeln nichts einwendeten, der Minimallohn bei der Aktiengesellschaft Bulfan" Vorgehen des Rohzuckersyndikats in Gemeinschaft mit dem öftreich- daß Maribo von 33 auf 32 Dere herabgesetzt werde, ungrischen Kartell, eine Einschränkung des Rübenbaus möglichst in allen Rübenzucker produzierenden Ländern herbeizuführen. widrigenfalls kein Arbeiter in irgend einer Fabrik mit mehr denn Dazu bemerkt die Fachzeitschrift Deutsche Buderindustrie": 32 Dere Anfangslohn eingestellt werde. Zwischen dem Direktor des Bei der Erörterung der Einschränkungsfrage wird mitunter die„ Vulkan" und der Arbeiterorganisation kam ein Vergleich zu ſtande; die Befürchtung geäußert, daß, wenn einige Länder den Anbau ver- Unternehmerorganisation war aber nicht mit der Regelung der Sache ringerten, andre gerade deshalb die Produktion verstärken werden. zufrieden. Verhandlungen, die am Mittwoch zwischen den Vertretern Diese Befürchtung ist aber, da es sich jetzt nicht um dauernde oder der Fabrikanten und Arbeiter der Eisenindustrie stattfanden, um die längere Einschränkung, sondern nur um eine solche für 1902 handelt, Streitpunkte einem Schiedsgerichte vorzulegen, find gescheitert. Die grundlos; denn die Preise des Weltmarktes, die zur Zeit herrschen, Arbeiter geben sich große Mühe, den Streit zu vermeiden, sie haben verbieten es jedem Zucker bauenden Lande, den Anbau auszudehnen; jetzt schon 1000 Arbeitslose zu unterstügen und diese Zahl wird im bei einem Preis von 7 Shilling giebt es kein Land auf der Welt, Winter noch steigen, doch wollen sie selbstverständlich auch nicht den das an Verstärkung der Produktion denken könnte." Frieden um jeden Breis erkaufen. 4 Wenn die Annahme der„ Deutschen Zuckerindustrie" richtig wäre, dann erübrigte sich auch der Beschluß einer Einschränkung. Aus Schweden. Die Hafenarbeiter in Gefle haben am Freitag die Arbeit eingestellt. Veranlassung zu dem Streit ist der Versuch der Unternehmer, die durch einen Vertrag zwischen den beiderseitigen Organisationen festgelegten Löhne herabzudrücken. Jahresberichte deutscher Konsumvereine. Der Konsumverein für Hohendorf und Umgegend erzielte im letzten Geschäftsjahre einen Reingewinn von 20 686 M. Rückvergütigung an die Der Buchdrudertonflitt soll durch ein Schiedsgericht Mitglieder 15 Proz. Der Konsumverein" Vorwärts" für Birna entschieden werden, so wurde in einer gemeinsamen Sigung der Verund Umgegend giebt seinen Reingewinn auf 27 151 M. an. Rücktreter der Buchdruckerei- Besizer und der Gehilfen, die in der vorigen vergütigung 8 Proz. Der Konsumverein für Közschenbroda und Woche in Stockholm tagte, beschlossen. Das Schiedsgericht soll auch Umgegend erhöhte seinen Reingewinn von 20 965 m. auf 29 428 M. einen für das ganze Land geltenden Tarif ausarbeiten. in diesem Jahre. Rüdvergütigung 10 Broz. Der Konsumverein in Deuben hatte einen Reingeivinir von 36 489 M. Rückvergütigung 8 Proz. Der Konsumverein in Schmölln verzeichnet 32 277. borläufig kein Mangel. Reingewinn. Rückvergütigung 12 Broz. Der Konsumverein für Oschatz und Umgegend schließt mit 20 453 M. Reingewinn ab. Rückbergütigung 9. Proz.Sociales. Bedürftig, aber nicht würdig. Die Angaben über diese kolossale Inanspruchnahme der Leihhäuser wird dem nicht mit den Kopenhagener Verhältnissen Vertrauten kaum glaubhaft erscheinen. Man muß hierbei in Betracht ziehen, daß dort die Leihhäuser überhaupt mehr in Anspruch genommen werden, als das in Berlin und andren deutschen Städten im allgemeinen der Fall ist, und auch mehr in Anspruch genommen werden können, weil man dort auch Gegenstände weit geringeren Wertes versetzen kann, als in Deutschland. Marktpreise von Berlin am 23. November 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Welzen, gut Roggen, gut terse, gut Rindfleisch, Keule 1 kg dv. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch D.-tr. 6 4" " mittel gering 1,70 1,20 " 1,40 1, " " " 1,70 1,30 mittel " gering 1,80 " 1,60 " 14,50 14, Butter 2,80 2, mittel 13,90 13,40 Eier 60 Stilt 5,40 2,80 " töäfer, gut gering 13,30 12,90 " Karpfen 1 kg 2,20 1,20 16,50 16, Aale 2,50 1,40 " mittel 15,90 15,40 " Bander 2,50 1,20 " " gering 15,30 14,90 7,82 7,32 8,30 6,20 2,00 1, 1,80 0,80 " 2,80 1,20 " 1,40 0,60 per Schot 16,- 3, Michistroh Hell Erbsen Speisebohnen Linsen " " Hechte Barsche Schleie 40,- 25,- Bleie 50,- 25,- Krebse 60,- 20, † frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 25. November. Getreide war fest auf das fältere Wetter. Da außerdem auch aus Amerika höhere Preise gemeldet wurden, so gewann die Gesamttendenz des internationalen Getreideverkehrs einen festen Charakter. Am Berliner Markte war das Geschäft nicht be= deutend, nur Mehl wurde lebhafter als bisher gehandelt und 10 Pf. besser bezahlt. Weizen und Roggen wurden per Dezember 1 M., für Frühjahrslieferung 1/2 bis 3/4 m. höher gehalten. Von Futterartikeln zog unter Einwirkung der amerikanischen Hausse Hafer 1 M., Mais 1/2 bis 3 M. an, doch blieb auch in diesen Artikeln das Geschäft ziemlich ruhig. Rüböl notierte nach einigen fleinen Schwankungen wie vorgestern. Spiritus. Am Spiritusmarkte zeigte sich rege Frage für Locoware; das zugeführte nicht unbeträchtliche Quantum 70er wurde zum unveränderten Preise von 31,30 M. schlank aufgenommen. Schluß für Weizen und Roggen 1% niedriger. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Richard G. Sie sollten schleunigst bei dem für Adlershof zuständigen Amtsgericht auf Herausgabe der unentbehrlichsten Sachen( der Bettstellen, der Matraßen, des Schlafsofas, des Tisches und eines verschließbaren Gegenstandes) flagen. Der Wirt hatte kein Recht, diese Gegenstände einzubehalten: Sie hätten die Sachen mitnehmen können. Nunniehr könnten Sie aber nur flagen. W. Sch., Charlottenburg. Ja. O. E. 18. Genaue Auskunft in Lokalfragen erhalten Sie durch das Lokalkommissions- Mitglied Ihres Kreises oder durch Genossen Wilhelm Hinz, Prinzenstr. 66, IV. Das von Ihnen genannte Lokal ist unsres Wissens ge= sperrt, der Besuch der dort veranstalteten Konzerte steht aber dem Einzelnen frei. Wette, Bergmannstraße. Diese Art Spiel würde nicht als Glücksspiel erachtet werden, weil Aufmerksamkeit, Geschicklichkeit und Be Ju Mailand streiken die Gasarbeiter. An Leuchtgas ist rechnung der Billardspieler mehr als der Zufall den Ausschlag geben. Das Gesetz bezeichnet nicht bestimmte Spiele als Glücksspiele, vielmehr ist von Fall zu Fall unter Berücksichtigung aller Umstände zu entscheiden: Der Ums stand, ob und wie viel gesezt wird, kann für die Frage der Gewerbsmäßigteit, nicht für die Frage entscheidend sein, ob ein Glücksspiel vorliegt, also ein Spiel, bei dem wesentlich der Zufall den Ausgang beeinflußt. G. R. 100. 1. Die Beschwerde dürfte feinen Erfolg haben. Allerdings Ermäßigung der Kohlenpreise. An der Börse wurde das Die Straßburger Gemeindebehörden verfahren bei ihrer Not- hat sie eine Stüße in dem Wortlaut des§ 39 des Statuts. Dieser Wortlaut steht aber im Widerspruch mit der zwingenden Vorschrift des§ 34 des Gerücht verbreitet, daß das Kohlensyndikat beschlossen hat, für die Es ist danach darüber besteht faum Beit vom 1. April 1902 ab die Preise für Coatstohle um í M. und standsaktion ganz nach dem Schema eines Wohltätigkeitsvereins. Strankenversicherungs- Gesetzes. Wer Beschäftigung haben will, muß von der Polizei eine Bescheini- Streit unzulässig, die passive Wählbarkeit den nicht delegierten Kaffenfür Feinkohle um 0,50 M. herabzusetzen. die Frage, ob ihrer" sich auf Kassemmitglieder" oder auf„ durch Gesetz Monaten zeigt der Außenhandel im Oktober eine kleine Besserung. feine Familienverhältnisse Auskunft giebt, sondern die auch stimmberechtigte Kaffenmitglieder" bezieht, zu Gunsten der ersten Alternative Der östreichische Außenhandel. Nach vielen ungünstigen ung bringen, die nicht nur über seine wirtschaftliche Lage, mitgliedern abzusprechen. Der§ 39 muß daher so ausgelegt werden, daß Bedürftigkeit" stellt. zu entscheiden ist. Denn es muß in dem Streit, ob die Statuten Gesetz Es ist nämlich die Ausfuhr namhaft gestiegen, und hierdurch hat sich die Frage nach der Würdigkeit und das Aktivum der Handelsbilanz günstiger gestaltet als im gleichen Eine unsrem Straßburger Parteiblatte ausgefüllt vorliegende Be- widriges beabsichtigten oder ob nur ihr Wortlaut an Schönheitsfehlern Schon vorbestraft leidet, das lettere angenommen werden. 2. Duisburg- Mühlheim- Ruhrort Monate des Vorjahres. Für den Oktober und für die ersten zehn scheinigung giebt darauf die Antwort: war in allen Wahlperioden im Reichstage nationalliberal vertreten. Nur wegen Mißhandlung und Beleidigung. Bedürftig, in einer kurzen Zeit der ersten Wahlperiode war der Kreis socialdemokratisch Monate ergaben sich folgende Ziffern: Januar bis Oktober aber nicht würdig." vertreten. Der Nationalliberale Steller legte sein Mandat am 11. De: gegen 1900 sember 1868 nieder. Bei der Nachwahl wurde Hasenclever mit 6792 gegen 4807 Stimmen gewählt. Bei der Wahl am 3. März 1871 erhielt der Socialbemokrat nur 2392 gegen 9761 nationalliberate und 4682 Centrums- Stimmen. Nostockerstr. 6. Die Klage wäre aussichtslos.- M. N., H. D. N. 10, G. 5. 78. Für den Vertrag gelten vom 1. De S. 5., D. A. Ja. C. R. 1853. Falls nicht zember 1901 ab die gesetzlichen Bestimmungen. aus Ihrem Genossenschaftsvertrag das Gegenteil erhellt, ist die Verwaltung zur Beleuchtung verpflichtet. Verpflichten Sie sich dazu, so haben Sie at ch 1901 gegen 1900 Millionen Kronen +9,9 Oktober 1901 B. B 191,1 151,4 40 • • +2,5 +7,4 1552,8 1391 161,8 " Beim Stadtrat von Posemuckel könnte man dieses Kleinliche 46,5 Verfahren noch entschuldigen; bei den Behörden einer Großstadt 1,2 sollte man wirklich einen etwas größeren Gesichtskreis erwarten für 45,3 die Behandlung einer Notstandsaktion. Da werden nun ca. 300 000 Mark für Erdarbeiten ausgeworfen, um die Arbeitslosen zu beschäftigen, und dann soll einer nicht würdig sein, den Spaten zu schwingen, weil er mal wegen Beleidigung bestraft ist! Ausfuhr Einfuhr Mehrausfuhr Diese günstigere Gestaltung im Oktober ist vorwiegend auf die folgenden Momente zurückzuführen: Die Bucerausfuhr ist im Oftober um 207 000 Meter- Centner oder 1,5 Millionen Kronen höher Aber das war ja schon seine Buße. Soll er nun nochmals durch gewesen als im vorigen Jahre. Die Ausfuhr an Gemüse und Obst ivar um 8,7 Millionen Kronen, die Vieh- Ausfuhr um 1,6 Millionen Hunger büßen? Wenn er nun aus Verzweiflung noch eine Straf Kronen günstiger. Dagegen war die Ausfuhr von Holz und Kohle that begeht, um wenigstens für sich Nahrung und Obdach zu beum 3 Millionen Kronen schwächer. In den ersten zehn Monaten be fommen? Uebrigens muß doch die Gemeinde den Unterstützungsträgt der Rückgang der Ausfuhr 46,5 Millionen Kronen. Hier hat den Hauptanteil die Abnahme der Zucker- Ausfuhr um 18 millionen wohnsitz- Berechtigten aus Armenmitteln auch unterstützen, wenn er Kronen, die Verminderung der Ausfuhr an Tieren und tierischen Produkten nichts mehr hat. Dazu iſt ſte verpflichtet, gleichviel ob er würdig beträgt 20 Millionen Kronen, die Abnahme der Holz- und Kohlenausfuhr ist oder nicht. Weshalb will sie ihn verhindern, sich sein Brot Sehr geschwächt war auch in den erſten ehrlich zu verdienen? Eine Gemeinde ist doch kein Wohlthätigkeits7 Millionen Kronen. Monaten die Fabrikatenausfuhr. Namentlich ist der Export von fränzchen! Papier und Papierwaren um 5 Millionen Kronen, von Holz- und Brennivaren um 3,6 Millionen Kronen, von Glas und Glaswaren stattfinden. W. 11. die Folgen einer schuldhaften Nichterfüllung Ihrer Pflicht zu tragen. H. Tews. 1. Uns nicht bekannt. 2. Das ist, wie aus der Chiffre ersichtlich, Redaktionsgeheimnis. M. M. 25. Nein.. G. E. 11. Ja. Hübner. Sie können unter Darlegung Ihrer Verhältnisse bei dem Magistrat, Steuerdeputation, beantragen, die Steuer außer Hebung zu setzen. Strausberg. Unbeschadet um die Anfechtung früher stattgefundener Bahlen müssen jede zwei Jahre die Stadtverordneten- Ergänzungswahlen eine Rückzahlung erlangen können. Beim im Wege der Güte zum girta ein Bergleich vorliegt, würden Sie nur Vergleich war er berechtigt, Miete bis zum April 1902 zu verlangen. G. W. Ihre Forderung auf Bezahlung der Anfertigung des Kleides ist beim Amtsgericht zu erheben. Berjährung tritt mit Ablauf des 31. Dezember 1902 ein. Die Klage tönnen Sie zu Protokoll des Gerichtsschreibers( Anmeldestube Grunerstr. 1) erklären oder schriftlich einreichen. Ein Formular für solche Klage finden Sie Nr. 35 S. 229 des dem Arbeiterrecht beigefügten Führers. Das Buch liegt in den öffentlichen Lesehallen aus. Effen 10, G. Nig. Nein. R. 123. Nach§ 77 des Einkommensteuer- Gesetzes bleibt das Wahlrecht auch dann bestehen, wenn die Viermartsteuer außer Hebung gesetzt wird. 111 2. Bei Zäunen ist im landrechtlichen Gebiet in der Regel der Besitzer städtischer Grundstücke den Zaun rechter Hand vom Eintritt in den Haupts So erschienen z. B. in Bant, wie der Bremer Bürger eingang zu bauen und zu unterhalten schuldig. Hat jemand ſeinen Haupt zeitung" von dort berichtet wird, am Abend des Schließungstages eingang durch einen neuen Bau verändert, so verbleibt es dennoch bei zwei der Mädchen auf dem Gemeindebureau und verlangten Unter- seiner Verbindlichkeit. Das sind die Vorschriften, die Sie wohl meinen. Aufhebung der Bordelle in Oldenburg. Auf Grund eines um eine Million Kronen, von Eisen und Eisenwaren um 13 Millionen Ministerialerlasses find im Großherzogtum Oldenburg am 22. NoKronen geringer gewesen. Die Einfuhr hielt sich ungefähr auf bember sämtliche Bordelle geschlossen worden. Bedauerlicherweise gleicher Höhe wie im vergangenen Jahre, trotzdem in einzelnen verfuhr man bei der Schließung so rücksichtslos, daß den vertriebenen Bofitionen ziemliche Verschiebungen zu beachten sind. Bemerkens- Mädchen nicht die geringste Frist zur Regelung ihrer Verhältnisse wert ist der Rückgang der Einfuhr von italienischen Weinen um etwa blieb. 10 Millionen Kronen und die Abnahme der Kohleneinfuhr um etwa 8 Millionen Kronen, Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. 20 Theater. Dienstag, 26. November. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerfrieg auf Wartburg. Aufang 72 Uhr. Schauspielhaus. Der kommende Mann. Anfang 72 Uhr. Nenes Opern Theater( Kroll). Luther. Anfang 72 Uhr. Schiller. 8 Uhr. Die Mütter. Anfang Urania. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Dr. R. Süring: ,, Erlebnisse u. Ergebnisse v. höchsten Ballonfahrten. Im Hörsaal: sa Drahtlose Telegraphie. Invalidenstr. 57/62. Deutscher Socialdemokratischer III. Wahlkreis. Freitag, den 29. November cr., abends 84 Uhr, Holzarbeiter- Verband. Wahlverein für den 4. Berl. im Klubhaus Allianz, Alexandrinenstr. 37: Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Versammlung des Wahlvereins. Robert Koch Tages Ordnung: Vortrag des Dr. H. Lux:„ Technik und sociale 100910 Entwickelung." Diskussion. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 241/ 5* Tägl. Sternwarte. Achtung! Deutsches. Rosenmontag. Anfang Passage- Panoptikum. 72 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 7 Uhr. Lessing. Die Fee Caprice. Anfang 72 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Achtung! Socialdemokratischer Wahlverein 128/11 am 23. November an der Proletarier: frankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 26. November, nachmittags um 4 Uhr, von der Leichenhalle des felde aus statt. Städtischen Kirchhofs in FriedrichsUm rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Central- Kranken- und Heute den ganzen Tag für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sterbekasse der deutschen geöffnet. Die Togo- Neger- und SinghalesenKarawane, 43 Person ,, darunter Vorher: Im Coupé. Anfang 24 junge hübsche Togo71 Uhr. Neues. Coralie 1. Co. Anfang 7½ 116r. Westen. Die Jüdin. Anfang 712 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. Anfang 8 1thr. Central. Gastspiel von Loie Fuller und Sada Yacco mit ihrer Ge fellschaft aus Tolio. Die Geisha und der Ritter. Késa. Anfang 72 Uhr. Thalia. Die Badepuppe. Anfang 72 Uhr. Luisen. Die Räuber. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Der Märchenbrunen. Vorher: Othellos Erfolg. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Offenbach- Cyklus. Perichole, die Straßenfängerin. Anf. 72 Uhr. Mädchen. Die Schlacht bei Wörth etc. 6 Liliputaner. Die einzig in der Welt dastehen. Nur noch kurze Zeit! Neu!! Castans Panopticum. LordKitchener De Wet, Botha. Die wunderbare Illusion: Allerseelen" mit Musik- u. Gesang- Begleitung. Dienstag, den 26. November, abends 8½ Uhr: Versammlung in Wernan's Festsälen, Schwedterstraße Nr. 23/24. Tages- Ordnung: Bortrag des Reichstags Abgeordneten Georg Ledebour über: „ Der Beginn des Kampfes gegen den Zollwncher im Reichstage." Diskussion. Der Vorstand.[ 248/ 19* Zahlreiches Erscheinen erwartet Verein der Tischler Berlins und Umgegend. Dienstag, 26. Novbr., abends 8 Uhr, bei Wolff, Fruchtstr. 36a: Ausserordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 4. Verschiedenes. 3. Bericht der Siebener- Kommission. 187/1 Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. mode to ex NB. Die Zahlstelle für Rixdorf befindet sich bei Richel, Münchenerstraße 49, Ecke Farstraße. Der Vorstand. Orb Carl Weiss- Theater. Centralverband der Maurer 2c. Belle Alliance. Onkel Brästg. Anfang 8 Uhr. Casino Theater. fang 8 Uhr. Berlin W= Große Frankfurterstr. 132. Berlin N. Specialitäten. An- Benefiz für Herrn Georg Wolff. Der Märchenbrunnen. Berliner Ausstattungspoffe mit Befang in 4 Aften von Kurt Junge. Musik von A. Wicher. Vorher: Othellos Erfolg. Anfang 8 Uhr. Schwant in 1 Aft. Mittwochnachmittag 4 Uhr: Kinder vorstellung. Prinz Diamant. Abends: Liane, die zweite Frau. Metropol. Schön war's doch. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. König Aqua. Luftballett„ GrigoLatis". Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten Vorstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. = Passage Panoptikum. Speciali: täten Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger Schall und Rauch, Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten- Vorstellung. Großstadtzauber. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49. Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Dr. R. Süring:„ Erlebnisse und Ergebnisse von höchsten Ballonfayrten". Im Hörsaal:„ Drahtlose Tele: graphie". Juvalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Die Mütter. Schauspiel in 4 Att. v. Georg Hirschfeld. Mittwoch abend 8 Uhr: Die Mütter. Donnerstagabend 8 Uhr: Lysanders Mädchen. Hierauf: Die Komödie der Irrungen. Central- Theater. Anfang 7 Uhr: Nur noch 5 Gastspiele. Gastspiel La Loie Fuller und Sada Yacco, genannt die japanische Duſe" mit ihrem aus 30 Japanern bestehenden Schauspiel- Ensemble des faiserl. Hoftheaters in Tokio. Morgen und folgende Tage: Gastspiel Sada Yacco und Loie Fuller. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Zum erstenmal: Unter den Linden 44. Dienstag, den 26. November: Anne Judic, letztes Gastspiel. Vorstellung vor Serenissimus. Bruderherz. Familienidyll. Kasperletheater. Anfang 8% Uhr. E. von Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett) Köpnickerstr. 68. Die Eröffnungs- Vorstellung findet Donnerstag, d. 28. Novbr., 71 Uhr, statt. Bezirk Südwest. Wagenbauer. Ortsverwaltung Berlin 6. Todes- Anzeige. Reichstags- Wahlkreis. Süd- Ost. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Carl Westphal, Cuvryftr. 3, am 23. d. M. verstorben ist. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet heute, am 26. Nov., nachut. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes zu Rigdorf statt. 266/16 Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Deutscher Am 21. Nov. starb unſer Tang Holzarbeiter- Verband. jähriges Mitglied, der Former Gustav Woywode im 43. Lebensjahre durch Unfall. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 26. Nov., nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Central- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Uin rege Beteiligung ersucht 22756 Die Ortsverwaltung. Cirkus A. Schumann. Dienstag, den 26. November, abends präc. 72 Uhr: Große außerordentliche Gala Vorstellung. Nur noch einige Tage die großartigen November- Specialitäten. Ferner Neu! Zum erstenmal auf dem Kontinent. Die wirklich sensatio nellen Beistungen des phänomenalen Amerikaners Mittwoch, 27. November, abends 7 Uhr, bei Sitzenstock, Mr. Chester Johnstone. 2. Gneisenauftr. 67: Mitglieder- Versammlung. 154/3 I Die neuesten Originaldressuren des Direktor Albert Schumann. Mr. Thompson Tagesordnung: 1. Bericht aus den beiden letzten Vertreter- Sigungen. Diskussion und Beschlußfassung über die Hauskaffierung. 3. Verschiedenes der Unkopierbare mit seinen wunderUm zahlreichen Besuch bittet Die Verbandsleitung. Deutsch.Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Mittwoch, 27. November, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 1: Konferenz der Vertrauensleute für den Süden. Tages Ordnung: 122/12 1. Bericht der Ortsverwaltung. 2. Diskussion. 3. Vortrag des Kollegen Behrend über: Gewerbegerichte in der Praxis. 4. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. bar dressierten Riesen- Elefanten. Zum Schluß zum 45. Mal: Der Schlager der Saison: -O Quer durch Paris ( A Travers Paris). Schlußatt: Nordseebad Scheveningen. Größte u. glänzendste Ausstattungs: pantomime der Gegenwart in 8 Aften mit prachtvoll. Licht- u. Wasser- Effekten. Orts- Krankenkasse für das Töpfergewerbe Dem Bublikum das Beste zu billigſten Preiſen zu liefern, ist heutzu tage für den Geschäftsmann sowohl eine Klugheit wie eine Notwendigkeit, wenn er fich einen treuen Stundenkreis erwerben und einen dauernden Absatz zu Berlin. erzielen will. Dieses Geschäftsprincip: großer Umfat, fleiner Nutzen liegt Freitag, den 29. November 1901, sowohl im Interesse des Käufers wie des Verkäufers. Große Firmen, im Lokale Grenadierstr. 33: namentlich der Lebensmittelbranche, die ihre Artikel in umfangreichem Maße General- Versammlung fabrizieren oder einkaufen, verbreiten ihren Abfaz durch Eröffnung von Tagesordnung: 1. Neuwahlen. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. Niederlagen in allen Stadtteilen. Nachdem dieser Geschäftsweg mit Cigarren, Butter, 8uderwaren, Kaffee 2c. erfolgreich be Für die Eröffnungs- Vorstellung sind schritten worden ist, haben wir uns der Aufgabe unterzogen, auch unsere 276/7 bereits sämtliche Eintrittskarten bis eignen Fabritate: Liqueure, Fruchtsäfte, Frucht weine, Schaum: auf diejenigen für Stehpläge vergriffen. weine, Parfüms, Mineralwasser, Brauselimonaden, An der Kaffe können daher nur noch sowie unsere Handelswaren: Weine aller Länder und andere Artikel der Anmeldungen für die nächsten Lebensmittelbranche: Thee, katao, Kaffee in gegenwärtig 270 Nieder: Vorstellungen entgegengenommen lagen zum Verkauf zu stellen. Bei nur bester Qualität werden die Waren daselbst zu gleichen Preisen wie im Hauptgeschäft sehr billig abgesetzt. Hermann Meyer& Co., Fruchtstr. 74. werden. Passage- Theater. Gastspiel von Mme. Jourda vom Theater" Vaudeville" in Paris in ihrer berühmten Imitation von Sada Yacco. Lotte Sebus. ,, Mascagni". Italienisches Operntrio. 16 erstkl. Nummern! Die Badepuppe. Casino- Theater. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 3 Aften. Lothringerstr. 37. Morgen und folgende Tage: Die Das phänomenale Specialitäten Badepuppe. Programm. Nur noch diese Woche! Apollo- Theater. Berlin N.- Berlin W. Abends 81/2 Uhr: Mit kolossalem Erfolg: König Aqua. Im 3. Bilde: Grosses Ballett unter Mitwirkung des Luftballetts: ,, Grigolatis". Ferner: La Roland. Königin des Serpentintanzes und 8 auserlesene Specialitäten. Anfang 8 Uhr. 28142 XAJ Cirkus Renz- Konzert- Tunnel • Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Wochentags 7 Uhr. Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. 0. BELOW Louis Kellers Festsäle Koppenstr. 29. Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger ( Fuhrmann, Horst, Walde). Anfang 8 Uhr. 27752*] Entree 50 Pfennig. Nach jeder Soiree: Familien- Kränzchen. Bons haben Gültigkeit. Jeden Mittwoch: Berliner Prater, Rastanien- Allee. Uhrmacher, Anf. Woch. 8 Uhr. Sonut. 7 Uhr. Franz Reinfeldt, Gr. Frankfurterstr. 105, Palast- Theater ( früher Feen- Balaft) Burgstr. 22. Direktion: Winkler u. Fröbel. Berlin amüsiert sich über das sensationelle Novitäten- Programm. Ulm 9 Uhr! Um 9 Uhr! Die allabendlich mit jubelndem Beifall aufgenommene große Ausstattungsburleske empfiehlt sein Lager in Uhren und Goldwaren. Reparaturen billigst unter Garantie. 26012 Betriebs- Werkstätte für Knaben- Konfektion. Gustav Tafer, Brunnenstr. 84. Knaben- Anzüge und Paletos in grösster Auswahl zu Engros- Preisen. 27878* Anfertigung nach Maß in fürzester Zeit. Großes Stofflager. Bühne 2 M. lehen 1 M. Plomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentl. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzlos. Zahn: 1. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7. Metropol- Theater. Grosstadtzauber. Sanssouci Zum 93. Mal: Schön war's doch. Hugo Luftig: Direktor R. Winkler. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf vorm. v. 11-1 Uhr. Kottbuserstr. 4 a. Jeben Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns 6r. 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Die Beerdigung findet am Diens tag, den 26., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofs in Nixdorf aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Unser Mitglied, Herr Karl Westphal ist am Sonnabend gestorben und wird heute( Dienstag), nach: mittags 4 Uhr, von der Leichen: halle des Emmaus- Kirchhofs in Nirdorf- Briz aus beerdigt. Rege Beteiligung wünscht Der Vorstand des Tischler- Vereins zu Berlin. 201/2 Lese- und Diskutier- Klub ,, Süd- Ost“. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Tischler 292/19 Karl Westphal am 23. November sanft entschl afen ist. Die Beerdigung findet heute, Diens tag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofs, Rirdorf, Hermannstraße, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. Für die große Teilnahme bei der Beerdigung meines Mannes, unfres guten Baters, sagen allen herzlichsten Dant. Witwe Frau Pähle u. Kinder, Lietzmannstr. 9. 22676 Bertin, ben 24. November 1901. Hiermit fage allen Kollegen, Freunden und Bekannten für die rege Beteiligung bei der Beerdigung meiner lieben Frau meinen herzlichsten Dank. F. Krause, Neu- Hohenschönhausen, Berlinerstr. 12. 2259b Eigene Konfektion. ostümröcke eleg. Façons. Enorm billig in Kammgarn, Homespun, Tuch u. Zibeline 6 Mt., 7 Mt., 10 mt., 12 Mt., 15 Mt., aus Seide 25 Mr., aus Alpacca 4,50 Mt., 6 Mt. bis 30 Mt., aus weiss und crême- Cheviot und Piqué 3, 5, 7-15 Mr. praktische reinwell. Jackettkleider neue Modelle elegante Façons in Covercoat u. Homespun 15 Mt., 20 Mt., 25 Mt., in feinster Ausführung 36 Mr. Morgenröcke alle Weiten. Blusenhemden entzückende Wiener Streifen 4.50 Mt., 6,50 Mt., 8 Mr. Eleg. weisse Kleider 20 Mt., 25 Mt., 30 Mt. Seidenblusen für Ball und Gesellschaft 6,50 M., 8 M., 10 Mt., 15 Mt. Golf Capes 5,50 Mt., 8 Mt., 10 mt., 15 Mt. Jacketts aus Estimo, Homespun, moderne arbeitung, 10 Mt., 12Mt., 15Mt. 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De- des Grunewalds ist in voriger Woche eine große Menge Dam zember in einer öffentlichen Versammlung im großen Saale des wild ausgebrochen; die Tiere sind, insbesondere nach Gewerkschaftshauses das Thema" Was geben wir unsern Kindern zu Bichelsberge zu, in Gebiete der Forst übergelaufen, die für lesen" in einem Vortrag behandeln wird. Der Vortrag, an den den Verkehr des Publikums ganz freigegeben find. Dem Wild sich wie üblich, Anfragen und Diskussion anschließen tönnen, wird ist durch den Ausbruch auch der lebertritt auf benachbarte private Jagdreviere ermöglicht, ein Umstand, der den bes pünktlich um 3 Uhr beginnen. Bei der Wichtigkeit des Gegenstandes treffenden Jagdpächtern sehr erwünscht ist. Der Wahlverein im 4. Wahlkreise, Südost, veranstaltet Zum Einfangen am Sonntag, den 1. Dezember, mittags 1 Uhr, eine Urania- für die Jugend erziehung bedarf es wohl nur dieses Hinweises, um des Damwildes ist nun am Sonnabend eine Compagnie ber Vorstellung. Die Parteigenossen werden ersucht, sämtliche in eine recht rege Teilnahme namentlich auch der Familienmütter an Infanterie- Schießfchule zu Nuhleben aufgeboten worden, Umlauf befindliche Billets, soweit dieselben noch unverkauft sind, der Versammlung herbeizuführen. deren Gebiet an der Grenze der Forst belegen ist. Die Soldaten spätestens bis Mittwochabend an die Parteispedition, Lausigerplat werden voraussichtlich einige Tage mit dem Eintreiben des Nr. 14/15, zurückzugeben. Zurückgelieferte Billets sind dort noch bis Immer langsam voran. Unter dem Vorfiz des Ober- auf einem ausgedehnten Forstgelände zerstreuten Wildes zu thun zum Vorstellungstage erhältlich. Der Vorstand. bürgermeisters Kirschner hat gestern wieder die aus Mitgliedern des haben. Vielleicht erfolgt gelegentlich eine militärische Aufklärung Magistrats gebildete Kommission getagt, die mit gemein- darüber, inwieweit das Einfangen der Hirsche mit der militärischen Der Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahl- gigen Baugesellschaften behufs Schaffung fleiner Ausbildung der Soldaten im Zusammenhang steht. Freis hält heute, Dienstag, abends 81/2 Uhr, in Wernaus Fest- Wohnungen verhandeln soll. Ein endgültiger Beschluß ist auch fälen eine Versammlung ab, in welcher Reichstags- Abgeordneter gestern darüber noch nicht gefaßt worden, mit welcher der Gesell- Buchhalter Karl Rider, der bei der Aftiengesellschaft Karl Mit 10 000 Mark durchgegangen ist der 37 Jahre alte Georg Ledebour einen Vortrag über den Beginn des Kampfes fchaften, die Angebote unterbreitet haben, Fühlung genommen Schöning, Eisengießerei und Werkzeugmaschinen- Fabrik in Neinidengegen den Bollwucher im Reichstag halten wird. Zahlreiches Er- werden solle. Doch ist in der Kommission nunmehr insoweit dorf, angestellt war. Nüder, der bereits vorbestraft ist, hatte sich so scheinen erwartet Der Vorstand. Klärung geschaffen, daß nur noch zwei Gesellschaften ernstlich in Frage kommen. In der nächsten Sigung wird man die definitive vorzüglich geführt, daß er das volle Vertrauen seiner Borgesetzten Wahl treffen, um alsdann im Plenum des Magistrats auf Grund erwarb. Auch die Zahlungen, die man durch die Post besorgte, ließ des gewonnenen Materials die Vorlage für die Stadtverordneten- man durch ihn ausgeben. Um so größer war das Erstaunen, als der Am Sonnabend vor acht Versammlung zu beraten. Es drängt ja auch nicht mit dem Bau Buchhalter eines Tags nicht wiederkam. fleiner Wohnungen. Da sind ja andre Dinge, so die Linden- Ber- Tagen sollten 10 000 m., teils in einem Geldbriefe, teils in Postanweisungen abgesandt werden. Rücker machte alles zur Ausgabe schönerung, viel eiliger. fertig, schickte dann aber den Boten, der sonst die Gänge nach der Die fommunalen Mißstände in Wilmersdorf sind derart, daß Wie ein Wind von oben den Berliner Kommunalfreifinn Post besorgte, weg mit dem Bemerken, daß er auf dem Heimwege hier die Wahl socialdemokratischer Vertreter zur unabweisbaren Not- umfallen läßt, das hat sich bei der Frage der Linden"-11 m das Geld selbst mitnehmen werde. Anstatt ihn aber der Post zu wendigkeit wird. Unser Vorort ist jetzt in der näheren Umgebung gestaltung von neuem gezeigt. Die Protokolle über die übergeben, eignete er sich den ganzen Betrag an und suchte das Weite. Als er Berlins der einzige, wo die Socialdemokratie noch nicht in die Ge- Sigungen des zur Vorberatung dieser Angelegenheit eingesetzten am andern Tage nicht ins Geschäft tam, erfundigte man sich bei seiner Familie in der Triftstraße meindevertretung eingezogen ist. Morgen ist der Bevölkerung Gelegen- Stadtverordneten Ausschusses liegen jetzt im Druck nach seinem Verbleib und erfuhr nun, daß er auch nicht nach heit gegeben, diesen Vorwurf gegenstandslos zu machen und den vor. Die Aufhebung des ersten vom Ausschuß gefaßten Beschlusses Hause gekommen war. Nach einigen Tagen schrieb der Flüchtige zahlreichen Siegen, welche unsere Partei gerade auf fommunalem ist, wie wir aus dem Protokoll über die Schlußfizung ersehen, feinen Angehörigen, daß Boden in legter Zeit errungen hat, um einen neuen Erfolg zu be- damit begründet worden, daß die inzwischen bekannt gewordenen abgefahren sei, und schickte ihnen den Mietsvertrag, auf den er für weisen. Kein Wähler versäume daher, morgen an die Wahlurne zu Aeußerungen des Kaisers über das zuerst angenommene Projekt ein halbes Jahr im voraus bezahlt hatte. Die Ermittelungen ertreten und der Socialdemokratie den Sieg zu sichern. In einer bei Struß, Ecke der Augustastraße und Berliner- die Sachlage vollständig verändert und etwas Neues" in die gaben mun, daß der Ungetreue feinen Plan von langer Hand vorstraße, stattfindenden Volksversammlung wird heute Frage der Linden"-Umgestaltung hineingebracht hätten. Das bereitet hatte. Beim Norddeutschen Lloyd hatte er sich mit einer abend 8½½ Uhr Genosse Waldeck Manasse Berlin über unsere Plenum der Stadtverordneten- Versammlung wird sich am nächsten Anzahlung eine Ueberfahrtskarte nach Amerika für den Schnellkommunalen Forderungen sprechen. Die Verkündigung des Donnerstag mit der Angelegenheit zu beschäftigen haben. Vermut- dampfer„ Stronprinz Friedrich Wilhelm" bestellt. Das sollte indessen Wahlresultats erfolgt Mittwochabend bei Witte, Berliner lich wird die Mehrheit der Versammlung dem zweiten Beschluß des fahrt des Dampfers erschien Rücker nicht. Wahrscheinlich hält er sich wohl nur zur Jrreführung der Verfolger dienen, denn bei der Ausstraße 40. Ausschusses beitreten und seinem Vorschlage gemäß das Projekt, noch in Berlin oder in der Umgegend auf, um abzuwarten, bis der dessen Ausführung der Kaiser wünscht, annehmen. Das wäre erste Eifer in den Nachforschungen etwas nachgelassen haben werde. dann freilich nichts Neues". finden morgen, Mittwoch, von 10-2 Uhr und von 4-8 Uhr die Wahlen zur Gemeindevertretung im Victoria garten, Wilhelmsaue, statt. Als Kandidaten find von unsrer Seite aufgestellt Hausbesitzer August Natusch, Redacteur Wilhelm Schröder und Gastwirt Paul Hilpert. Der Wahlverein von Johannisthal hält seine Mitglieder Versammlung am Dienstag, den 26. November, abends 8 Uhr, im Lokale von Mertins ab. Vertrauensämter der socialdemokratischen Partet im Kreise Teltow Beeskow- Storfow: Charlottenburg. Vorstand des Central Wahlvereins: Charlottenburg. 1. Vorsigender: Paul Hirsch, Herderstr. 13. Aug. Schnell, Bismarckstr. 84. Kassierer: Wilh. Eberhardt, Spreestr. 15E. Schriftführer: Dr. B. Borchardt, Wilmersdorferstr. Sa. Beisiger: Aleg. Stieffenhofer, Wallstr. 23. 2. Revisoren: Reinh. Küter, Schöneberg, Apostel Paulusstr. 27. Wilh. Jäger, Nigdorf, Weisestr. 75. Fr. Woid, Köpenick, Schönerlinderstr. 8. Breßfommission: Otto Goerte, Charlottenburg, Wallstr. 69. Friz Hoppe, Rigdorf, Erfstr. 10. Agitationstommission: Herm. Schubert, Schöneberg, Meiningerstr. 10. Lokalkommisson: Schliebig, Brizz, Jahnstr. 2. Weibliche Vertrauensperson. von " wieder cine er mit der Beute nach Amerifa Eine Verunglimpfung eines italienischen Arbeiters haben Die vereinigten Milchhändlervereine Berlins und der sich mehrere bürgerliche Blätter, darunter der Lokal- Anzeiger" Bororte hielten eine gemeinsame Vorstandssigung ab, in der fest- und die Morgenpost", geleistet, indem sie über einen im Atelier gestellt wurde, daß der Stand des Milchkrieges sich von Tag zu Tag des Bildhauers Casal in Friedenau vorgekommenen für die Milchhändler günstiger gestalte. Der gesamte Milchbedarf Streit eine in wichtigen Punkten falsche Darstellung verbreiteten. Berlins sei bereits durch ringfreie Milch gedeckt. De Milchring Da es für einen in Deutschland lebenden Italiener nicht ohne Gefahr für habe von seinen Läden nur erhebliche Mehrausgaben, aber seine Existenz ist, als gewaltthätiger Mensch hingestellt zu werden, so feinen Vorteil. Demnächst gelangen Reihe sei hier eine wahrheitsgetreue Schilderung des Vorfalles gegeben. Der Milchpachtungen zur Vergebung. Bezeichnend für die Bildhauer Lodovici wurde vor einigen Wochen von Pedrochi, age, in der sich die Mitglieder der Milchcentrale befinden, ist, daß dem Geschäftsteilhaber und Werkführer Casals, aufgesucht, um ihn fie vielfach, entgegen ihren eignen Vereinbarungen, die andren Milch zu verlassen, wieder bei Casal in Arbeit zu treten. Dabei wurde producenten zu unterbieten suchen, und die Ning- Milch billiger liefern, ihm Beschäftigung für den ganzen Winter versprochen. 2., welcher um sie blos an den Mann zu bringen. Beschlossen wurde: 1. Eine Saraufhin zufagte und sich dadurch mit Wissen P. andre Arbeitsstrenge Nachprüfung der Geschäfte, die das Plakat der Vereinigung gelegenheit entgehen ließ, wurde trotzdem schon am 16. November für ringfreie Milch erhalten haben. 2. Die Herausgabe von Flug- mit vier andren bei Casal Beschäftigten entlassen. Als blättern bezw. schwarzen Listen" in den einzelnen Stadtgegenden er am folgenden Montag sein Werkzeug abholen abholen wollte, auf Kosten der Milchhändler des Vezirks. Nach dem Vorbilde der stellte er P. im Beisein Casals Casals wegen Nichteinhaltung Berliner Milchhändler haben sich auch ihre Kollegen in Hannover feines Versprechens zur Rede. Bedauerlicherweise kam es gegen jede Verteuerung der Milch ausgesprochen. zu Thätlichkeiten, wobei jedoch, wie man 118 mitteilt, In der offenen Armen- Krankenpflege find im Jahre 1900 nicht Lodovici, sondern Pedrochi der Angreifer wie eine jetzt vom Statistischen Aint der Stadt Berlin veröffent- war. Cafel, den der von 2. zu seiner Verteidigung geführte Streich lichte Zusammenstellung ergiebt, von den städtischen Armenärzten traf, war dazwischen getreten, um seinen Geschäftsteilhaber zu be 14 652 männliche und 30 882 weibliche, zufammen 45 534 Personen ruhigen. Die Behauptung, daß L. betrunken gewesen sei, ist ebenso behandelt worden. Von den Behandelten starben 717 männliche unzutreffend, wie die andere, daß er geflohen sei. 2. hat selber die Frau Marie Thiel, Tempelhof, Friedrich Wilhelmstr. 17. und 813 weibliche, zusammen 1530 Personen. Unter den Krankheits- Angelegenheit dem hiesigen italienischen Konsulat formen bezw. den Todesursachen standen weitaus an erster Stelle unterbreitet. Merkwürdig ist übrigens, daß drei Tage nach die Krankheiten der Atmungsorgane mit 10 234 Be- der angeblich wegen Arbeitsmangel erfolgten Entlassung die noch handelten und 497 Gestorbenen. bei Casal beschäftigten elf Bildhauer sogar den Bußtag zu ihrer Arbeit hergeben mußten. Tokales. Was geben wir unsren Kindern zu lesen? Der Totensonntag zeigte auch diesmal das übliche Gepräge. Diese Frage, die vielfach bei gewissenhaften Eltern und Erziehern Pietätvoll gedachte die Bevölkerung ihrer Lieben unter der Erde und Warnungen helfen nichts. Beim Abspringen von einem in der auftaucht, wird mit dem Herannahen des Weihnachtsfestes gleichzeitig wer es irgend konnte, schmückte die Gräber seiner Toten. Freilich Fahrt befindlichen Straßenbahuwagen wurde gestern vormittag der für recht weite Kreise eine brennende. Weiß man doch gerade in mag auch hier das Waffenelend manchem Wollen im Wege gewesen 47jährige Kaufmann Friedrich Traeger, Markgrafenstr. 101, fchiver Arbeiterkreisen ein gutes Buch als ein besonders erfreuliches Geschent sein; wenigstens wird in den Zeitungen berichtet, daß den Händlern verlegt. Er hatte einen Motorwagen der Straßenbahnlinie Landszahlreiche Stränze liegen geblieben sind. Auf den Friedhöfen die berger Allee Zoologischer Garten benutzt und sprang vor dem zu schäzen, während man andrerseits weiß, wie selten wirklich übliche Erscheinung der Bußeprediger und Traftätchenverteiler, und Hause Tauenzienstraße 10 von der Hinterplattform des in voller gute Dinge unter dem zu finden sind, was der Buchhandel alljährlich im Verkehrsgetriebe das alte Leiden, daß die Straßenbahn- Gesellschaft Fahrt befindlichen Waggons. T. stürzte so unglücklich, daß er mit als Jugendschriften auf den Markt wirft. auch nicht entfernt einem Massenandrang genügen fann. Ein Schnee- einer schweren Kopfverlegung in befimmmgslosem Zustande nach der Glücklicherweise beschäftigen sich seit einigen Jahren eine ganze treiben machte den Aufenthalt draußen recht unbehaglich, und so Unfallstation im Zoologischen Garten und von dort nach dem CharAnzahl deutscher Lehrer, zu einem Verein verbunden, mit der Aus- waren die braven Leute, die ihre wenig geistvollen Druckleistungen lottenburger Krantenhause gebracht werden mußte. Der Verunglückte wahl und Zusammenstellung einer wahrhaft mustergiltigen Jugend- an den Mann zu bringen suchten, doppelt des Mitleids der Friedhofs- hat anscheinend eine Gehirnerschütterung erlitten. litteratur. Der geistige Mittelpunkt dieser Bewegung ist Hamburg, besucher sicher. Auf recht dreiste Weise schädigt ein Schwindler hiesige und wo der Lehrer Heinrich Wolgast wirkt; sein Buch„ Das Elend unsrer Der Ruhegehaltskaffe für die Angestellten der Großen auswärtige Bauunternehmer. Er heißt Eduard Schröter und Jugendlitteratur" tann als bahnbrechend bezeichnet werden. Wer Berliner Straßenbahn, der Westlichen und der Südlichen Berliner ist am 20. April 1862 zu Datterode, Kreis Mannsfeld, geboren. sich über den Geist, in dem Wolgast und seine Freunde thätig sind, Vorortbahn ist jetzt vom Ober- Präsidenten die Genehmigung erteilt Schröter ist ein geriebener Gauner, der sich unter falschem Namen unterrichten will, findet näheres in der Neuen Zeit" Jahrg. XVI, worden. Einschließlich der von der Straßenbahn- Gesellschaft bei der und durch gefälschte Zeugnisse Stellungen als Baumeister und Baus Bd. 1, S. 612, und XIX, Bd. 2, S. 172. Begründung einbezahlten 800 000 W. in Papieren, deren Kurswert leiter verschafft und dann seine Arbeitgeber beträgt und bestiehlt. 972 915 M. beträgt, ist das Vermögen der Kasse auf 1 600 000 2. Es liegen bis jetzt 24 Anzeigen gegen ihn vor. In einem Fall ist Um mun den Berliner Familienvätern und Müttern Gelegenheit angewachsen. Die Ausgaben der Kasse beschränken fich vorläufig auf er mit dem Lohne der Arbeiter eines ganzen Baues in Höhe von zu geben, sich mit eignen Augen von der Güte der von etwa 5000 M. Verwaltungskosten. Die Zahl der Mitglieder beträgt 1100 M. durchgegangen. Schröter, eine stattliche Erscheinung mit jenem Kreis empfohlenen Bücher zu überzeugen, und in jegt 5500. gewandten Manieren, nennt sich in der Regel Baumeister Leutsch aller Ruhe und Bequemlichkeit unter den Schäßen auszusuchen, was ohne für den Geldbeutel unerschwinglich zu sein des Nutschers 2ufa szyk, Solanartistr. 37, der am 20. d. Mis. Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde die Leiche aus Neuhammer oder Chemnitz, Otto Wöhlmann, Freiherr v. Seen und Oskar v. Vogel. für die eignen Kinder als das geeignetste erscheint, wird im im Krankenhaus Bethanien an den Folgen eines Inf alles ver- Durch zwei Säbelhiebe verlegt wurde Sonntagabend gegen Gewerkschaftshaus eine Ausstellung der Bücher storben ist. 2. war am 11. d. M. am Elisabeth- llfer von seinem 6 Uhr der 28 Jahre alte Schiffer Karl Glambowig von einem stattfinden, die das vom Hamburger Jugendschriften- Ausschuß eignen mit Bauschutt beladenen Wagen überfahren worden, wobei Schußmann des 45. Reviers. Als der Beamte in der Mühlenstraße aufgestellte Verzeichnis nennt. Beiseite gelassen sind nur die Werke, ihm der linke Unterschenkel vollständig zermalmt worden war. eine Frauensperson anhielt, mischte sich der Schiffer ein und faßte die mehr als vier Mart kosten, einmal um die Kosten des Bürgerliche Blätter haben berichtet," Qufaszyt sei im Schlafe ihn an die Keble. Um sich seiner zu erwehren, zog der Schuhmann Unternehmens nicht sehr anzuschwellen, 811 vom Wagen gefallen. auch, Wie uns ein Augenzeuge mit blank. Der Verwundete wurde, nachdem er einen Notverband erhalten weil diese Grenze als höchstes erschien, das den Kreifen, teilt, trifft das nicht zu. Lukaszyt fuhr von der Budowerstraße hatte, in ein Krankenhaus gebracht. über die steile Waldemar- Brücke nach dem Elisabeth- Ufer, wobei der die Ausstellung in erster Ein größeres Schadenfeuer fam Montag, nachmittags 1 11hr, Linie bestimmt ist, Wagen auf der abschüssigen Stelle ins Rollen geriet. Da eine in dem Lagerfeller der Exportfirma für Glas- und Metallwaren von zugemutet werden kann; steht doch zu befürchten, daß gerade in den Bremsvorrichtung fehlte, so mußte der Kutscher die Pferde straff in Max Junge in der Mitterstr. 81 zum Ausbruch. Zwei Arbeiter, die jetzigen schweren Zeiten diese Grenze bereits viel zu hoch gegriffen die Bügel nehmen, um den Wagen zu hemmen. Hierbei strauchelte mit dem Transport von Risten beschäftigt waren, batten im Keller erscheint. Um so erfreulicher ist es, daß sich in der Sammlung eine das eine Pferd, fiel auf die nie und riß den Kutscher vom eine Sicherheitslampe aufgehängt, welche explodierte und die Strohgroße Reihe prächtiger Nummern findet, deren Preis troz aus- Wagen herunter. 2. ist ein Opfer feines Berufes geworden. verpackung der Glaswaren in Brand setzte. Bei dem Versuche, die gezeichneter Ausstattung unter einer Mart bleibt. Die Schuld an solchen Unfällen trifft vielfach die Unternehmer, die Flammen zu ersticken, zog sich der eine der Arbeiter schmerzhafte Die Ausstellung soll in der ersten Dezemberwoche und zwar an ihren Wagen nicht die zum Schutze der Stutscher notwendigen Vor- Brandwunden an den Händen zu. Die Feuerwehr löschte zwar den von Montag, den 2, bis Freitag, den 6. Dezember richtungen anbringen lassen. Auch in dem vorliegenden Falle wäre das Brand in kurzer Zeit ab, doch beträgt der verursachte Schaden nach Unglück vielleicht vermieden worden, wenn der Wagen eine im Saal II des Gewerkschaftshauses stattfinden. vorläufiger Schätzung einige tausend Mart. Beim Ausrücken der Sie soll von Bremsvorrichtung und einen festen Kutscherfig ge- Hauptwache in der Lindenstraße erfolgte übrigens noch eine Karambormittags 10 Uhr bis abends 10 Uhr zur felbstverständlich habt hätte. Der Stutscher mußte feinen Wagen stehend lenken, bolage mit einer Droschke, wobei das Droschtenpferd umgeworfen offen sichen. Auf diese Weise wird so daß ihm ein sicherer Halt fehlte. Es ist dringend zu wünschen, wurde und einen Beinbruch davontrug, so daß es der Abdeckerei es wohl niemanden geben, der nicht, soweit er willens ist, daß der Polizeipräsident seine Verordnung, daß vom 1. April 1902 übergeben werden mußte. eine passende Zeit für sich fände, während jede Buchhandlung schon ab sämtliche derartigen Fuhriverte mit Bremsvorrichtung und festem Eine noch jugendliche Schwindlerin Namens Margarethe in früher Abendstunde geschlossen werden muß. Die Auswahl in Kutschersiz versehen sein müssen, aufrecht erhält. Bekanntlich wird der Ausstellung ist aber um so angenehmer und bequemer, als dort die Verordnung von den Fuhrunternehmern heftig bekämpft. Der Neffen, die unter dem Namen" Freiin v. Nessen" oder„ Freiin nichts verkauft wird, während man in der Buchhandlung immerhin agen, auf welchem Lukaszyk verunglückte, gehört dem Unterb. Linfingen" namentlich viele Lebemänner in Dresden und Leipzig unter einem gewissen Kaufzwang steht. Durch das liebenswürdige" ehmer Radow, Holzmarktstr. 37. Deffen Kutscher Klagen beschädigte, ist von der Berliner Kriminalpolizei festgenommen worden. fonders über die Beschaffenheit des Wagenmaterials. Ilebrigens Entgegenkommen namentlich auch des Vereins für die arbeitenden scheint es auch mit der Humanität dieses Herrn nicht weit her zu Sonntag der 46 Jahre alte Weichensteller Matthäus Handrack aus Jm Dienste überfahren und getötet wurde in der Nacht zum Frauen und Mädchen werden außerdem, möglichst zu allen Stunden, sein. Er hat der Frau des Verunglückten, wie man uns mitteilt, der Mühlenstraße 8, der seit 16 Jahren auf der Schlesischen Bahn Bersonen anwesend sein, die bei der Uebersicht der schon nach Alters- den Lohn nur bis Mittag gezahlt, weil der Unfall sich mittags beschäftigt war, zuletzt als Weichensteller an der Bude 8, an der stufen geordneten Bücher behilflich sein können. ereignete. Weiche 86 auf dem Schlesischen Güterbahnhof. Nachdem sechs Wagen Mit ganz besondrem Nachdruck aber wollen wir unsre Leser Zu welchen feltfamen Zwecken das Militär benutzt wird, durchgelaufen waren, fand man Handrack zermalmt auf den Schienen darauf hinweisen, daß ein hervorragend thätiges Mitglied jenes zeigt die folgende Meldung der Boss. 8tg.": Aus dem Wildgehege liegen. Vermutlich war er ausgeglitten und gefallen, alle sechs für die unentgeltlichen Besichtigung dann Gerichts- Beitung. Bersammlungen. Wagen waren über ihn hinweg gegangen und hatten ihn namentlich am Unterleib so schiver verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Verunglückte. hinterläßt eine Frau und zwei erwachsene Töchter. Zu dem Thema ,, Was einer anständigen Dame in Berlin. Eine öffentliche Musikerversammlung, die auläßlich des paffieren kann" lieferte eine Verhandlung, die gestern vor der fürzlich hier stattgefundenen ersten deutschen Civil- BerufsmuſikerDurch Neberfahren wurde Montagnachmittag gegen 5 Uhr ein 137. Abteilung des Schöffengerichts stattfand, ein bezeichnendes Bei Kongresses einberufen worden war, tagte am Freitagnachmittag in unbekannter etwa 40 jähriger Mann getötet. Er passierte in an- spiel. In der Nacht zum 2. September d. J. wollten die Amts- Dräsels Festfälen. Dieselbe war in der Hauptsache von Mitgliedern getrunkenem Zustande die Potsdamerstraße. An der Ecke der gerichts- Sekretär K.schen Eheleute die Heimfahrt nach ihrer in einem der beiden hier bestehenden Organisationen: Freie Vereinigung und Stegligerstraße taumelte er zur Seite, fiel vom Bürgersteig auf den Vororte gelegenen Wohnung antreten. Frau K. ging die Treppen auf dem Allgemeiner deutscher Musikerverband, besucht und waren die beider Fahrdamm und zwar so unglücklich, daß er unter einen beladenen Bahnhofe Friedrichstraße hinauf, während ihr Ehemann noch mit dem Richtungen ziemlich gleich stark vertreten. Herr Kuban- Breslau Kohlenwagen der Firma Berger u. Kulp gerict. Das rechte Löfen der Fahrkarten am Schalter beschäftigt war. Sie wurde sprach zunächst über die wirtschaftliche Lage der Civil- Berufsnmusiker Hinterrad ging, dem Unglücklichen über den Leib und zertrümmerte von einem Herrn überholt, der im Vorbeigehen eine Zumutung und den Allgemeinen deutschen Musikerverband. Die Grundursache ihm den Brustkasten. Auf der Unfallstation XV in der Stegliger- an sie stellte, die ihr die Schamröte in die Wangen trieb. Frau K. der krassen wirtschaftlichen Mißstände im Muſikerberufe ſci straße, wohin der Verunglückte geschafft wurde, konnte nur noch der that, als habe sie die Bemerkung nicht gehört. Am oberen Ende der der Militarismus. Nicht nur, daß aus demselben den CivilTod des Unbekannten konstatiert werden. Die Leiche, bei welcher Treppe blieb der Herr stehen und wiederholte die Aeußerung in noch Berufsmusikern eine sehr empfindliche und lästige Konkurrenz direkt feine Legitimationspapiere gefunden wurden, wurde nach der Morgue schamloserer Weise denn zuvor. In diesem Augenblick erreichte der erwächst infolge der der zahlreichen Militärkapellen, sondern der geschafft. Ehemann K. seine Frau, die ihm thränenden Auges von der ihr Militarismus verschulde auch die zum Teil geradezu skandalösen Einen tödlichen Ausgang nahm ebenfalls ein Unfall im widerfahrenen Beleidigung Mitteilung machte. Dieser ließ die Per- Mißstände im Lehrlingswesen und die große Ausdehnung des Straßenbahnbetriebe, der sich Montagvormittag in der Allen Schön- sönlichkeit des Beleidigers feststellen. Es war der Bäcker legteren überhaupt. Ebenso sei eine Folge des Militarismus das hanserstraße ereignete. Die 66 Jahre alte Witwe Fowader geb. Bachenauer, meister Alfred Ranfft aus Der Anzahlreiche Beamten- Musikertum, welches durch seine Konkurrenz den Weinmeisterstraße 3 wohnhaft, versuchte vor dem Hause Alte geklagte entschuldigte sich im Termin mit Angetrunken Beruf wiederum schiver schädige. Gegen diese Mißstände Schönhauserstr. 34 unmittelbar vor einem herausausenden heit, keiner der Zeugen hatte aber einen solchen Zustand habe der Allgemeine deutsche Musikerverband in den 29 Jahren Straßenbahnwagen( Nr. 1383) der Linie Pankow- Nathans den Fahr- an ihm wahrgenommen. Der Staatsanwalt wies auf das seines Bestehens aber so gut wie gar nicht angekämpft. damm zu überschreiten. Obwohl der Motorwagen taum vier Meter Ungeheuerliche hin, daß Damen derartigen Beleidigungen an einem Die Konkurrenz des Beamten- Musikertums will Referent wegen der von der Stelle entfernt war, wollte die Greisin, statt den Wagen verkehrsreichen Orte ausgesezt seien. Er hielt nur eine Freiheits- vielfach schlechten Bezahlung als berechtigt gelten lassen. Auch vorbeifahren zu lassen, noch vorher das Geleiſe kreuzen. Der Fahrer strafe am Blaze und beantragte eine solche von einem Monat Ge- bezüglich der Tariffrage bekundet er noch eine gewisse ungeklärtheit gab sofort Gegenstrom, vermochte jedoch den Wagen nicht mehr auf fängnis. Der Gerichtshof nahm von der Verhängung einer Freiheits- der Anschauungen. falcher furzen Distanz zum Stehen zu bringen und Fran F. geriet strafe Abstand und erkannte auf 150 M. Geldstrafe. urter die Vorderplattform. Sie erlitt eine Gehirnerschütterung sowie schiere innere Verletzungen und wurde mittels Droschke nach dem jüdischen Krankenhauſe in der Auguststraße gebracht. Dort ist fie, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, am nachmittag gegen 4 ihr ihren schweren Verlegungen erlegen. Ju der Diskussion trat dem Redner zunächst ein Herr Worch, Mitglied des Präsidiums des Allg. M.-V., entgegen. Die von dem Der normale Mensch", der bei der lex Heinze eine so große Referenten angeführten Mißstände bezeichnet er als„ olle Kamellen". Rolle spielte, wurde auch in einer Berhandlung vor der 9. Straf- Weiter vertrat der Redner die Ansicht, daß man es im Musikerberuf bei fammer des Landgerichts I herbeicitiert. Es handelte sich um eine Beseitigung der Mißstände anders machen müsse, wie anderswo. Anklage gegen die Kaufleute Gustav Schaberow und Wilh. Eine ganz besonders günstige Wirkung verspricht sich der Redner von Tiemann wegen Verbreitung unzüchtiger Bilder. Zeugen gesucht. Die Personen, welche am Freitag, den zweite Angeklagte bezicht von der Hofbuchdruckerei in Coburg musik sei nun einmal, wie das Militär überhaupt, ein notwendiges Der der Errichtung von Fachschulen für die Lehrlinge. Die Militär20. September, abends 11 1hr, dem Streitfall beigewohnt haben, im Großen Postkarten- Bilder, auf welchen weibliche nackte llebel. der sich an der Ecke der Wehnert- und Weinstraße zwischen einem Figuren, teils als Abbildungen berühmter Kunstwerke, teils Schutzmann und einem Arbeiter abgespielt hat, werden gebeten, sich als Reproduktionen von fünstlerischen Aktstudien sich zeigen. Kongreß gegründeten Centralverbandes der Civil- Berufsmusiker, trat Genosse auth Hamburg, der Vorsitzende des auf dem bei Karl Richert, Pappel- Allee 21 a, Hof, Keller zu melden. Unkosten von Tiemann bezog wieder der erste Angeklagte solche dem Herrn energisch entgegen, die Halbheiten und schiefen werden vergütet. Postkarten zum Vertrieb im kleinen. Der Staats- Ansichten desselben sowie die unpolitische" Leisetreterei des Allgemeinen V Studenten und Arbeiter. Wir werden ersucht, folgende Witteilung anwalt war der Ansicht, daß diese Bilder lediglich den Zweck hätten, deutschen Musikerverbandes an der Hand der Thatsachen gebührend aufzunehmen: Freie Fortbildungskurse für Arbeiter sind in Charlotten- die Sinne anzureizen, und daß der normale Mensch an einer öffent- beleuchtend. Der Redner beleuchtete auch in geschickter Weise die burg von der socialwissenschaftlichen Abteilung der Wildenschaft der lichen Ausstellung solcher Bilder Anstoß nehme, da er sie als un principiellen Gegensäge, welche den neuen Verband vom alten trennen. Technischen Hochschule eingerichtet worden. Sie erstrecken sich auf fol- fittliche Darstellungen betrachten müsse. Er beantragte Geld- Diese Gegenfäße seien nicht zu überbrücken, wenn man auch auf gende Gebiete: 1. Rechnen( Dienstag 81/ 4-93/ 4 1hr abends); 2. Mechanit strafen in Höhe von 300 beztv. 50 M. Den Angelagten feiten des neuen Verbandes ein Zusammengehen in fachlichen Fragen ( Mittwoch 814-93/ 4); 3. Deutsch( Donnerstag 814-93/ 4); 4. Geo- fam Hilfe durch das sachverständige Gutachten des gerichtlichen nicht von der Hand weise. Es beteiligten sich noch weiter, metrie( reitag 814-93/ 4); 5. Allgemeine Erdkunde( Montag 8-9); Sachverständigen Professor H. Meyer, welcher erklärte, daß die zum Teil wiederholt, an der Diskussion die Herren Vogel 6. Chemie( Montag 9-10). Zur Deckung der Kosten wird in der Bilder, objektiv betrachtet, nicht unfiltlich seien. Es handle sich vom( Präsident), Forch und Kühne( von der alten, Vereinigung) zweiten Unterrichtswoche eine Einschreibegebühr von 50 Pf. erhoben. ästhetischen Standpunkte um minderwertige Kunstwerte. Es befinden und Schonert. Fauth, Wille- Hannover( von der neuen Der Beginn erfolgt Mittwoch, den 27. d. M., in der Charlottenburger sich vorzügliche Kunstwerke in minderwertiger Reproduktion Bereinigung). Ein Referat Wille Hannover über„ Die Gemeindeschule III, Schloßstraße 2. Anmeldungen werden Dienstag, darunter; von der Venus von Milo bis zu den hier vor- Lügen des Allgemeinen Deutschen Musikerverbandes" behandelte den 26. d. M., von 81/ 4-9 Uhr abends im Unterrichtslokal entgegen- liegenden Werken gehe es auf einer großen Stufenleiter abwärts, lediglich interne Fragen. Ganz zum Schluß versuchte Herr Forch genommen, wobei auch Auskunft erteilt wird. und kein Mensch könne sagen: hier hört das Kunstwerk auf, und hier eine Resolution zu Gunsten der alten Vereinigung zur Annahme zu Mensch würde schließlich auch beim Anblick einer Venus von Milo worfen. fängt die unfittliche Darstellung an. Ein finnlich veranlagter bringen, diefelbe wurde jedoch mit einer geringen Mehrheit verSinnesreizungen empfinden können. Der Angeklagte Schaberow hob hervor, daß der Kaufmann der Frage, was Kunstwerk und was unfittlich sei, doch machtlos gegenüberstehe; man müßte doch eine Behörde einrichten, der man diese Fragen zur Entscheidung vor legen könne. Der Gerichtshof schloß sich dem Gutachten des Prof. Meyer an und erkannte auf Freisprechung. Herr Dr. R. Süring wird heute, Dienstagabend 8 Uhr, im großen Theatersaal der Urania in der Taubenstraße einen Vortrag„ Ergebnisse und Erlebnisse von höchsten Ballonfahrten" halten. Der Vortrag wird durch zahlreiche Lichtbilder erläutert werden. Eine öffentliche Versammlung der Kürschner tagte am Sonntag, den 17. 6. M., im Englischen Garten. Reichstags- Abgeordneter E. Rosenow referierte über die wirtschaftlichen Strifen und Aufgaben der Gewerkschaften. An den beifällig aufgenommenen Vortrag schloß sich eine Diskussion, der schließlich ein geselliges Beisammensein folgte. Aus der Ein Konzert von hervorragender Bedeutung ist am Sonntag in der Brauerei Friedrichshain veranstaltet worden. Die drei Vereine Kreuzberger Harmonie, Norddeutsche Schleife und Sorgenfrei, deren Eifer auf gesanglichem Gebiete in der Arbeiterschaft befannt ist, hatten sich zu einer größeren Kunstleistung zusammengethan. und 133 der Berliner Straßenpolizei- Verordnung Mitgliederversammlung in Graumanns Saal ab. Bestraftes Streifpoftenstehen. Wegen lebertretung der§§ 132 Der Verband der Portefeuiller hielt am 12. November seine Auf dem Programm stand das Oratorium Frithjof von May Zum 1. Punkt Bruch. Es war dies ein Wurf, der weit über das Maß dessen, war der Schneider P. vom Landgericht zu einer Geldstrafe verurteilt der Tagesordnung hielt Dr. Parow einen Vortrag über:„ Die was im allgemeinen von Gesangvereinen verlangt wird, hinausgeht, öffentlichen Straße ergangenen Aufforderung eines Polizeibeamten der Diskussion beteiligte sich ein Mitglied des Vereins der abstinenten worden, weil er der zur Sicherung der Ruhe und Ordnung auf der Verhütung von Krankheiten und die naturgemäße Lebensweise". An und doppelt freut es uns daher, daß die Aufführung des nicht unbedingt Folge geleistet habe. P. hatte am 29. März 1901 Arbeiter und die Kollegen Heinke und Eberhard. Tonstudes, die von Herrn H. Bleil dirigiert wurde, durchweg vor- mm die Mittagszeit vor dem Hause Martgrafenftr. 9, wo die Schneider Erjazwahl zur Agitations Kommission gingen die Kollegen züglich gelungen ist. Wie Chor und Orchester ihre Partien rein zu streiften, Bosten gestanden. Er folgte zwar der Aufforderung des Polizei Rudolpfie, Pollig, Schadow, Bunge, Gampert Gehör brachten, so zeichneten sich auch die beiden Solisten, Herr beamten Fischer und entfernte sich, tehrte aber nach dessen Aussage und Hering als gewählt hervor. A. Pfizner und Frau Petterson- Münnich, durch wohlgeschulten immer wieder in die Nähe des Hauses zurück, sobald der Zenge Vortrag aus. Den Oratorium gingen verschiedene Konzertstücke voran, von denen der Abtsche Siegesgefang für Männerchor und Orchester sowie der Gesang der Elisabeth aus dem dritten Aft von Wagners" Tannhäuſer", besonders erwähnt seien. Der orchestrale Teil wurde vom Berliner Tonkünstler- Orchester unter Leitung des Herrn E. v. Blon borzüglich ausgeführt. Das überaus zahlreich versammelte Bublifum fargte nicht mit feinem Beifall. teilen noch mit, daß am 27. Dezember eine zweite Aufführung des Oratoriums, erfolgt. Wir nicht auf ihn achtete. Besonderes Gewicht legte das Landgericht bei seinen Feststellungen auf die Bekundung des Schußmannes, daß er den Angeklagten zum Fortgehen aufgefordert habe, weil er befürchtete, es könnte zu Zusammenstößen zwischen dem Streikposten und den Arbeitswilligen und somit zu einer Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung kommen. Die Revision des Angeklagten, die Rechtsanwalt Dr. Heinemann rechtfertigte, wurde vom Kammergericht verworfen. Akademische Leschalle. Dienstagabend 8 Uhr findet die Mitglieder: versammlung der akademischen Lesehalle statt. Da die Neuwahlen zum Direktorium derfelben bevorstehen, erscheint es dringend notwendig, daß alle, insbesondere die feiner Partei angehörenden Mitglieder, zur Aussprache über die Grundfragen des ſtudentischen Lebens sich einfinden. abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Bersammlung Centralverein der Bildhauer. Dienstag, den 26. November Tagesordning: Holzbildhauer Angelegenheiten. Wie bringen wir die Indifferenten zur Organisation?" Charlottenburg. Donnerstagabend 91/2 Uhr findet im Gesellschaftss Haufe, Berlinerstraße 101, eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Fräulein Fanny Immle über den Achtuhr- Ladenschluß sprechen wird. Eingegangene Druckschriften. Von der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, Dietz Verlag) ist soeben das 8. Heft des 20. Jahrgangs erschienen. Aus dem Juhalt heben wir hervor: Von Heinrich Schulz 2. Reformation und Bolksschule.( Fortsetzung.) Wie Parteilegenden entstehen. Beiträge zur Geschichte der Volfsschule. Der Kongreß der Arbeitskammern, Genossenschaften und Hilfskaffen Italiens. Von Oda Olberg( Genua). Zur Kritik des Gewerkschaftswesens. Von August Quist. Socialpolitische Umschau. Von Emanuel Wurm. Notizen: Auch eine Programmrevision. Feuilleton: Hier hebt an ein einziger Fall der höchsten Großmut und Höfischkeit zwiſchen zwei Edelaus Siena. Aus dem Italienischen des fünfzehnten Jahrhunderts von leuten Sienesischen Blutes und Geistes. Von dem Edlen Bernardo Flicini Baul Gruft. Vermischtes. " durch einen Schlepper in den Hafen von New York geschleppt werden Als das deutsche Segelschiff Flottbeck" aus Hamburg sollte, brach die Trosse. Die" Flottbeck" und der Schlepper gerieten beide bei Long Beach auf den Strand, wobei fie die eiserne Landungsbrücke schwer beschädigten. Mit Hilfe eines Fährseiles wurden alle an Bord befindlichen Personen gerettet. Dreifte Schwindeleien hat der frühere Schuhmann Emanuel Aus den Nachbarorten. Oskar Rudolf verübt, der gestern in Gemeinschaft mit seiner Lichtenberg. Die Haus- und Grundbefizer- Qualität von dreien Ehefrau der neunten Straffammer aus dem Strafgefängnis Blögenfee vorgeführt wurde. Beide waren des gemeinschaftlich verübten mufrer Parteigenoffen in der Gemeindevertretung ist bekanntlich durch Betruges, der Ehemann außerdem der Urkundenfälschung beschuldigt. den Vorarbeiter J. Meißner in Frage gestellt worden. Der Bürger- Rudolf war früher Schutzmann im 38. Polizeirevier und wurde 1898 verein zu Lichtenberg hatte beschlossen, die anzustrengende Klage auf Schulden halber aus dem Amte entlassen. Er verlegte sich dann Vereinskosten zu führen. Nun ist die Klage auch ausgedehnt auf auf Schwindeleien, die er unter Beihilfe seiner Ehefrau ausführte. Ungültigkeitserklärung des als Nicht- Angesessenen" gewählten Genossen Beide haben, wie sich aus den Akten ergiebt, mehrere Personen um Grauer. Termin zur Verhandlung vor dem Kreisausschuß ist an- Beträge in Höhe von mehreren tausend Mark betrogen. Sie hatten gesetzt auf den 4. Dezember. Die betreffende Gesetzesbestimmung lautet fich eine Erbschaftsgeschichte erfunden, die folgenden Inhalt hatte: ausdrücklich: Das Gemeinderecht übt aus: a) Wer nicht ein Wohn- ein verstorbener Berwandter der Chefrau habe der letzteren Haus in dem Gemeindebezirk besitzt, oder b) von seinem gesamten ein ziemlich großes Vermögen hinterlassen, welches in Posen innerhalb der Gemeinde belegenen Grundbesige einen Jahresbetrag deponiert sei, da mißgünstige Verwandte es der Frau streitig machten. von mindestens 3 M. an Grund- und Gebäudesteuer entrichtet usw. Um diese Sache energisch zu betreiben und so oft wie möglich nach Steht ein Wohnhaus im( geteilten oder ungeteilten) Mitbesig Posen reisen zu können, brauchten die Angeklagten angeblich größere mehrerer Eigenthümer, so kann das Gemeinderecht auf Grund dieses Summen, die ihnen dann von leichtgläubigen Personen vorgestreckt Vefizes nur von einem derselben ausgeübt werden. wurden. Der Angeklagte Rudolf hat für diese Betrügereien feiner Ob es trobem gelingen wird, der freisinnigen Arbeiterfreundlichkeit Beit 1 Jahr 3 Monate, seine Ehefrau 9 Monate Gefängnis erhalten steller, ist gestern hier, 64 Jahre alt, gestorben. Profeffor Hermann Urban, ein bekannter Musik Schrifts In Tübingen einen weiteren Erfolg zu verschaffen, muß abgewartet werden. und sie verbüßen diese Strafe zur Zeit in Blögensee. Jest starb der hervorragende Kliniker Professor Karl v. Lieberminster. Nieder- Schönhausen. Die Gemeindevertretung hat den von handelte es sich um Strafthaten aus dem Jahre 1898. Der damals den hiesigen Arbeitern gestellten Antrag, Nieder- Schönhausen mit seinem Revier wohnenden Schankwirt W. nach und nach 600 Mart noch im Dienst befindliche Angeklagte hatte es verstanden, dem in Bankow zu einem Gewerbegerichts- Bezirk zu vereinen, abzuborgen. Um weitere Summen zu erhalten, spiegelte er auch abgelehnt. Als maßgebend für die Ablehnung wurde die geringe ihm eine Erbschaftsgeschichte vor. Er erzählte, daß seine Schwieger Einwohnerzahl und die unbedeutenden gewerblichen Betriebe au mutter, die bei ihm wohne, ein Vermögen von 35 000 W. befize und geführt. Der Angelegenheit wird die Gemeindevertretung zur bestimmt habe, daß das Kind, bei welchen sie dauernden Aufenthalt geeigneten Zeit näher treten und dann selbst die ers nehme, diese Summe erhalten solle. Das Geld sei bei dem Reichsforderlichen Schritte veranlassen. Zwischen der Stadt Ueber einen Eisenbahn- Unfall bei Glowno wird amtlich gericht in Leipzig deponiert, da Verwandte alle Hebel in Bewegung vom 24. November gemeldet: Der gestern, Sonnabend. 9 11hr Berlin und dem Gemeinde Vorsteher ist cin Vertrag über Einlegung eines Druckrohres der Kanalisation von in der Woche nach Leipzig reisen und im Interesse ihrer guten Sache, stieß bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof mit einem aus der Nichsetzten, um es der Frau abzujagen. Die Frau müsse mehrere Male 29 Min. von Glowno nach Bosen abfahrende Gemischte Zug 450 Berlin in den Gemeindebezirk Nieder- Schönhausen und Aufnahme für die sich auch der Polizei- Oberst Krause interessiere, große tung Gnesen kommenden Güterzug zusammen. Mehrere Wagen beider der Abwäffer aus der Gemeinde in das Berliner Druckrohr ge- Aufwendungen machen. Zum Beweise deffen legte der An- Büge entgleisten, von denen einige stark beschädigt bezw. zertrümmert nehmigt. Die Vertragsdauer ist eine givanzigjährige. Für Auf- geklagte eine von ihm gefälschte Bescheinigung des Polizei- wurden; ein Wagen vierter Stlaffe geriet dadurch, daß der darin benahme der Abwässer aus der Gemeinde Nieder- Schönhausen find Oberst Krause vor, in welcher bestätigt wurde, daß Frau findliche Ofen umfiel, in Brand, welcher sich auch noch zwei andern während der ersten zehn Jahre keine Vergütigungen an Berlin zu Rudolf berechtigte Ansprüche auf die 35 000 Mart habe. Das Wagen mitteilte. Reisende sind nicht verlegt, vom Zugpersonal zahlen; erst nach diefer Zeit erfolgt die Berechnung der Kanalisations- alfififat war merkwürdigerweise mit dem richtigen Stempel des haben zwei Beamte ganz unerhebliche Stontufionen erlitten. Der gebühr, die sich zur Zeit auf 3,14 Pf. für den Kubikmeter der Ab- 38. Reviers abgestempelt. Der Schankwirt gab nach und nach noch Bersonenverkehr wird vorläufig durch Umsteigen auf der Unfall700 M. hin und als er schließlich doch bedenklich wurde, spielten die stelle aufrecht erhalten. Die Aufräumungsarbeiten werden vorausMit der Auffindung der Leiche des 12 jährigen Schülers Angeklagten mit ihm Komödie. Es wurde ihm vorgeschwindelt, daß sichtlich im Laufe des heutigen Tages soweit gefördert werden, Gropp aus Köpenick hat eine traurige Familientragödie ihren die Sache in Leipzig nun mit Hochdruck betrieben würde, Polizei- daß der durchgehende Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Abschluß gefunden, welche die Bewohner der südöstlichen Vororte oberst Strause selbst mit der Angeklagten nach Leipzig fahre und das Glowno ist Station der Hauptbahn Posen- Thorn und der Nebenbahn beschäftigte. Ende vorigen Monats verschwand plötzlich aus Köpenick Geld bald flüssig sein würde. Auf Einladung des Angeklagten bePosen- Straltowo. tie Frau des dort ansässigen Buchhalters Gropp, die mit ihrem gab sich der Angeklagte eines Tages mit diesem auf den Anhalter Manne bereits in 14 jähriger glücklicher Ehe gelebt hatte. Frau G. Bahnhof, um dort zu sehen, daß die Angeklagte mit dem Polizeihatte schon einige Beit Spuren von Trübfinn gezeigt. Sie Oberst aus Leipzig eintreffen würde. Es schien auch entfernte sich eines Tages in Begleitung ihres 12jährigen Sohnes, so, als sei die Frau mit dem Zuge angekommen, fie. während sich der Buchhalter im Dienste befand. Drei Tage später behauptete aber, der Zug sei um einige Minuten wurde die Leiche der Frau im Müggelsee in der Nähe des Förster- früh eingelaufen und der Polizei- Oberst Krause habe den Bahnhaufes angetrieben. Da die Absuchung des Wassers nach der Leiche hof schon verlassen. Diese Komödie wiederholte sich noch ziveimal, des Kuaben erfolglos blieb, so hoffte man, daß es dem kleinen ehe der Schankwirt merkte, daß er gefoppt würde. Der Staatsgelungen sei, der Mutter zu entfliehen und daß er aus Furcht vor avalt hielt die Dreistigkeit der Angeklagten für besonders strafihr in den Waldungen umherirre. Diese Annahme hat sich jedoch würdig, während Rechtsanwalt Leonh. Friedmann die übergroße nicht bestätigt. Am Sonnabend wurde die schon start in Verwefung Leichtgläubigkeit des Geschädigten als strafmildernd ins Feld führte befindliche Leiche des Kindes nicht weit von jener Stelle, an welcher und darlegte, daß der Angeklagte gewiß nicht das Bewußtsein gehabt 7720 5 heiter Fran G. aufgefunden wurde, an das Ufer des Müggelsees an habe, daß es sich bei der gefälschten Bescheinigung um eine öffentien 776 Still volfent- 5 geschwemmt und von dem alsbald telegraphisch benachrichtigten liche Urkunde handelte. Der Gerichtshof erkannte gegen Rudolf Wetter- Prognose für Dienstag, den 26. November 1901. Bater refognosciert. Zweifellos hat Frau Gropp den Knaben auf eine Zusatzstrafe von noch neun Monaten, gegen die EheEtwas wärmer, vorherrschend wolkig bei mäßigen füdwestlichen Winden; frau auf eine solche von noch eintem Monat Gefängnis. gewaltsam mit sich in den Tod gerissen. teine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin wässer stellt. zu Witterungsübersicht vom 25. November 1901, morgens S hr. Stationen Wetter minemde 776 SW Samburg 77750 Berlin 777528 Franfi./. 7760 2 Heiter München Stationen richtung Windstärte Wetter 3 Nebel 1 Nebel 1 bedeckt -2 paparanda 749 2 Geiter 1 Petersburg 769 WNW 1wolfent -1 Cort 0 berbeen -8 Baris 7799 1 heiter 775 NO 3 bedeckt Temp. 11. G. 6° C.= 4° N. 10 2142