Nr. 278. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mir fluftrierter Sonntags. Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft bonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft Beitungs Breisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 8 Mart pro Monat. = Etscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebnye beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der& rpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Donnerstag, den 28. November 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Mithin beziehen die Brenner von jedem Hektoliter! Graf v. Stolberg Wernigerode 170 Stimmen, nicht einmal die Die Branntweinstener- Vorlage Spiritus, den sie denaturieren und dadurch zur Rückvergütung| absolute Majorität eines vollbesezten Hauses auf sich vereinigte. der Maischraumsteuer berechtigen, eine versteckte Prämie Der Geist des abwesenden Herrn v. Frege schien übrigens konnte im Mai d. 3. trotz aller Bemühungen der Agrarier von etwa 42/3 Mark! über der Wahlhandlung zu schweben. Es stellte sich nämlich heraus, nicht unter Dach und Fach gebracht werden, weil von unsrer Da in der Campagne 1899/1900 13,8 Millionen Mark daß nur 229 Abgeordnete als anwesend von den Schriftführern vers Fraktion in so wirksamer Weise dagegen Protest erhoben Maischraumsteuer rückvergütet wurden, die etwa 0,86 Millionen zeichnet waren, während 237 Stimmzettel in der Urne waren. Das wurde, daß die Beschlußunfähigkeit des Reichstages eintrat. Hektoliter Alkohol entsprechen, so erhielten die Brenner Haus nahm mit dem Präsidenten lachend an, daß nicht Mogelei, Nun soll, wie aus den Mitteilungen über die Besprechungen damit etwa 4 Millionen Mark mehr zurück als sie sondern ein Irrtum im Spiele gewesen sei. des Seniorenkonvents hervorgeht, noch vor Ende dieses zahlten! Nun begründete Herr Bassermann die Interpellation in Jahres die dritte Lesung durchgedrückt werden, und Diese versteckte Liebesgabe würde selbstverständlich um so einer akademischen, wohlfrisierten Rede, in der er echt nationalder Bundesrat steht, wie wir aus guter Quelle erfahren, mehr wachsen, je mehr die Denaturierung des Spiritus liberal es ausdrücklich ablehnte, principiell Stellung zur Duellauf dem Sprunge, dann sofort seine Zustimmung zu geben, zunimmt. Und da die Branntweinsteuer Vorlage eine frage zu nehmen. Er beschränkte sich auf eine Kritik der Vorgänge damit gleich zu Beginn des nächsten Jahres das neue 8wangs denaturierung bei einer gewissen Produktions- beim Justerburger Duell, zählte gewissenhaft die zahlreichen Getränke Steuergesetz in Kraft tritt. Der Spiritusring größe einführen würde, damit also die Menge des denaturierten auf, die Lieutenant Blastowiz an dem Unglücksabend zu sich gearbeitet mit allen Mitteľn bor und hinter Spiritus bedeutend in die Höhe treiben, so wäre die Folge, nommen hat, verlangte volle Aufklärung über die weiteren den Coulissen, um dieses Ziel zu erreichen, denn daß diese versteckte Liebesgabe von Jahr zu Jahr wächst! Geschehnisse in der Nacht und tadelte den teilweisen Ausschluß wenn ihm dies nicht gelingt, hat sehr bald Gezahlt wird dieser Betrag aus den Steuererträgen, die der Oeffentlichkeit bei den Verhandlungen des Kriegsgerichts gegen fein lettes Stündlein geschlagen! Nachdem er, um in letter Linie auf den Branntweintrinter ab- die Duellanten. die Brenner einzufangen, mit der hohen Abschlagszahlung von gewälzt werden! Außerdem hat aber durch dieses versteckte Die Erwiderung des Kriegsministers von Goßler 42 M. begonnen hatte, ist er jetzt gezwungen, sie auf 30 M. Prämiensystem die Reichskasse noch einen bedeutenden Aus- zeigte das Bestreben der militärischen Behörden, den unseligen Fall pro Hektoliter reinen Alkohols zu erniedrigen. Dabei find fall dadurch, daß auch diejenigen Brenner, Blaskowitz durch entgegenkommende Erklärungen aus der Welt zu gerade durch die Vorspiegelungen des Spiritus welche ihren Spiritus nicht denaturieren, schaffen, um die principielle Seite der Duellfrage aber herumzuringes über die zu erwartenden hohen Preise die weniger Maischraum- Steuer zahlen, als fommen. Dabei mußte er selbst zugeben, daß ein friedlicher AusBrennereien zu einer alle Vorjahre übertreffenden Proden Borschriften des bestehenden Gesezes gleich sich leicht hätte ermöglichen lassen. Er suchte aber das ers duktionssteigerung angereizt worden, die noch durch entspricht! Nach der amtlichen Statistik von 1899/1900 fredte Gewissen der bürgerlichen Parteien damit zu beruhigen, daß die in diesem Jahre so außerordentlich günstige Kartoffel- haben die Brenner nicht 16 M., sondern nur 11 M. 34 Pf. der Kaiser sich in dem Falle Blaskowitz sehr entschieden für eine ernte gesteigert wurde. So schwimmt denn bereits durchschnittlich für den Hektoliter Alkohol an Maischraum- ftriftere Beachtung der Kabinettsorder von 1897 ausgesprochen und der Spiritusring in einem Meer des Ueberflusses steuer gezahlt, mithin 42/3 M. pro Hektoliter zu wenig. Da energische Maßregeln in dieser Hinsicht ergriffen habe. an unverkaufter Ware! Die Vermehrung des in dieser Campagne 3,2 Mill. Hektoliter Spiritus produziert Mit der Erklärung des Kriegsministers war der Centrumsredner Spiritusverbrauchs für gewerbliche Zwecke hat sich nicht wurden, sind also 15 Mill. Mark zu wenig Maischraum- Herr Dr. Sa chem in wesentlichen befriedigt, er hielt es aber so rasch und nicht so umfangreich, als es der Ring ersehnte, steuer bezahlt worden! Im letzten Jahre ist die ebenso wie der Abg. Schrader von der Freifinnigen Vereinigung in die Höhe treiben lassen, und um den Markt nicht Produktion bereits auf 3,5 Millionen Hektoliter angewachsen, für notwendig, dem Kriegsminister die Ergänzung der Kabinettsallzu sehr mit unverkaufter Ware zu belasten mithin der Reichskaffe eine Einnahme von etwa 16,5 MiII. order von 1897 anzuraten, damit endlich doch das Duell ganz in der und dadurch den Preis noch mehr zu drücken, hat sich der Mark entgangen und in der gegenwärtigen Campagne wird Armee verbieten zu lassen. Ring genötigt gefehen, weit über den Bedarf an Brenn- dieser Verlust auf 18 Millionen Mark steigen! spiritus hinaus denaturieren zu lassen! Die Ziffern über die Menge des im letzten Jahre denaturierten, d. h. zu gewerblichen Zwecken bestimmten Spiritus stimmen daher feineswegs mit denen des wirklichen Bedarfs überein! Wer also, mit diesen Ziffern rechnend, annimmt, daß der Bedarf an denaturiertem Spiritus außerordentlich im Steigen begriffen sei, giebt sich einer schlimmen Zäuschung hin. Die Läger sind überfüllt! Da nun seit 1. Oktober d. J. die Er hebung der Brennsteuer außer Straft trat, konnten und können auch die aus derselben an die Brenner gewährten Vergütigungen für denaturierte Ware, die früher 4 M. pro Hektoliter betrug, nicht mehr gezahlt werden und so sind denn namentlich die ostelbischen Brennereien in Not und Angst. Wie eine Gegenüber den mühsam verteidigten Anschauungen aller Maus in der Falle sucht nun der Spiritusring ängstlich einen unterschriften der socialdemokratischen Protest petition gegen privilegierten Feudalität hoben sich die eingehenden und gründlichen Ausweg aus dieser fatalen Lage, in die er durch seine selbst den Brotwucher find bisher festgestellt worden. Und noch laufen Abrechnungen unsrer Genoffen Ha a se und Bebel gegen das Duellfüchtige Eroberungspolitit die Brenner gebracht hat. Die ein täglich weitere Sendungen an unfrer Sammelstelle ein, so daß die unwesen um so überzeugender ab. Haase führte den eingehenden fache Annahme des im Mai nicht zur Erledigung gelangten Bahl von 3½ Millionen jedenfalls erreicht werden wird. Nachweis, daß die Kabinettsorder von 1897 mit dem Gesetze in Gesetzes genügt jetzt nicht mehr, da nach dem Wortlaut des Das ist ein überaus großes Ergebnis des Aufrufs, den die Widerspruch steht, da sie zur Wahrung der Standessitte das Duell zur Abstimmung stehenden entscheidenden Paragraphen Socialdemokratie an die Bevölkerung gerichtet hatte. Noch niemals unter Umständen erlaubt und dem Ehrenrat sogar vorschreibt, an der ( Artikel I, Nr. 2 der Reichstags Drucksache Nr. 366) ist weder an den deutschen Reichstag noch an irgend eine andre ungeseglichen Handlung mitzuwirken. Sehr wirkungsvoll war der die Brennsteuer unter Erhöhung unt 50 Prozent gefeßgebende Störperschaft eine derartige Petition gelangt. Die Be- Hinweis auf den Fall des Oberlieutenants Hoffmann in Metz, der forterhoben werden soll. Da die Brennsteuer aber deutung dieser Thatsache ist um so höher anzuschlagen, als die Unter- den schlichten Abschied erhalten hat, weil er die friedliche Grfeit 30. September d. J. nicht mehr erhoben werden zeichnung der Petition geradezu einer öffentlichen Stimmen ledigung eines ganz ähnlichen Vorfalls wie in Inſterburg herbeizu konnte, weil das bezügliche Gesetz an diesem Tage außer Straft abgabe gleichkommt. Besonders in ländlichen Gebieten hindert führen versucht hatte. Die Darstellung, die der sächsische Bundesbevoll trat, kann sie doch nicht vom Januar ab forterhoben die wirtschaftliche Uebergewalt der Nutznießer des Kornzolles eine mächtigte serug v. Nidda von dem Fall gab, bestätigte alle werden! Und das ist nur bei einer bestehenden Steuer freie Bekundung des Volkswillens und die mannigfachsten Mittel wesentlichen Angaben unsres Genossen. möglich, nicht bei einer gar nicht vorhandenen! der Verschüchterung und Gewaltthätigkeit wurden in Stadt und Land Die Agrarier zerbrechen sich jetzt die Köpfe, wie sie den aufgewendet, um die Bet.ionsa.ion mißlingen zu lassen. Um so verfahrenen Karren wieder flott machen und wir wollen sie außerordentlicher ist das erzielte Ergebnis und es wäre verbrecherische bei diesem Vergnügen nicht störend. h. nur beim Köpfe Bermessenheit, wollte der Reichstag diesen Millionenprotest nicht in zerbrechen! Sollte es die Herren gelüften, wieder mit ihrer gerade feiner vollen Größe würdigen. die ärmsten Voltskreise am meisten belastenden Schiebung, Die umfangreichen Ballen der Petitionsbogen werden Anfang wie sie in der Vorlage zum Ausdruck kommt, hervorzutreten, nächster Woche nach dem Bureau des Reichstags überführt werden. dann wird schon dafür gesorgt werden, daß diese Pläne ins Die bis dahin etwa noch nicht eingegangenen und später folgenden Waffer fallen! Und zwar schon deshalb, damit der Ring Bogen können gleichwohl nachträglich ihrer Bestimmung zugeführt nicht seine durch jenes Gesetz ihm gewährleistete Monopol werden. stellung zu Preistreibereien schlimmster Art Art ausnügen und dadurch den Trinkbranntwein verteuern könnte. Außerdem Man sieht, wie nachsichtig dieselbe Reichsfinanzverwaltung, die jetzt dem Volke das Brot und Fleisch verteuern will, gegenüber den Agrariern ist! Doch es hilft nichts sie rettet den Freund nicht mehr! Das Kunststück, die jetzt unbrauchbaren Beschlüsse des Reichstags zu einer neuen Goldquelle für die Ostelbier zu machen, ist nicht fertig zu bringen und der Ring muß in der selbst gegrabenen Grube weiter zappeln. Politische Webersicht. Berlin, den 27. November. 3 Millionen 376 Tausend Der geadelte Mord. Die Parteien der Rechten schickten sehr fromme Leute vor. Graf Roon, der sonst dem Duell verzückte Hymnen singt, schwieg; statt seiner sprach der Reichsparteiler Graf Bernstorff, bekannt aus dem Christlichen Verein junger Männer, in schwächlichen Kompromißfätzen gegen das Duell. Besonders einverstanden war er mit der Anregung des Kriegsministers, der durch seinen Vorschlag, die Strafen für Beleidigungen zu erhöhen, sogar das Justerburger Duell für reaktionäre Zwecke auszunützen suchte. Auch Herr Stöder ließ sich vernehmen, um wie immer in solchen Fällen seine Absage an das Duell mit allerhand spißfin: Sigen Entschuldigungen zu vers brämen. Selbst den Schatten Lassalles beschwor er in seiner Rede, der er, leider nur er, das Zeugnis ausstellte, daß sie die Debatte erst auf die rechte Höhe gehoben hätte. Bebel forderte ein umumwundenes Verbot des Duells in der Armee, das nicht nur in Offizierskreisen, sondern auch innerhalb des Corpsstudententums wahrhaft verheerend wirkte und den Sinn für Gesezlichkeit untergrabe. Mit wuchtigen Sieben traf der Redner diefe Legalisierung der Ungesetzlichkeiten im modernen Klassenstaat. Mit besonderer Eindringlichkeit geißelte er die schwächliche Duellgegnerschaft der bürgerlichen Parteien, die das Duell mehr schüßzeit als bekämpfen, indem sie die Kabinettsorder, die das Duell zwar einschränken will, aber es doch ausdrücklich zuläßt, als großen Fortschritt feiern. Bergeblich versuchte der Kriegsminister die Angriffe des socialdemokratischen Redners abzuwvehren; er erntete nur eine zweite aber birgt die geplante umfangreichere Denaturierung Der Reichstag hatte am Mittwoch etwas wie einen großen treffende Abfertigung Bebels und so gestaltete sich die nationalliberale eine Steigerung der verstedten Liebesgabe in Tag. Ueber das Duell ist zwar schon oft in unserm Parlament ge- Interpellation zu einem moralischen Sieg der socialdemokratischen sich, die bisher noch nicht genügend in ihrer ganzen Schönheit sprochen worden, aber das Justerburger Geschehuis hat doch Redner. gewürdigt wurde, wenn auch von unsren Reichstagsvertretern einen so sensationellen Anstrich, daß ein sehr gut besuchtes Haus Für die freisinnige Boltspartei sprach Mundel scharf und voll wiederholt darauf hingewiesen worden ist. sich zur Besprechung der Interpellation Bassermann Sarkasmus. Für den denaturierten Spiritus erhalten nämlich zusammengefunden hatte. Auch die für das Publikum be- Am Donnerstag wird die Beratung der Seemannsordnung die Brenner die Maischraumsteuer zurüdvergütet ftimmten Tribünen wiesen einen zahlreichen Besuch auf, unter dem fortgefegt. und zwar zum vollen Betrage derselben mit 16 M. 1 Pf. freilich das Offizier corps nicht so stark vertreten war, wie man hätte Alte Klatschereien über Laffalle. Diese Maischraunisteuervergütung ist berechnet auf Grund annehmen können. Graf Bülow war fern geblieben; nur der Robert v. Keudell, ein ehemaliger Gehilfe Bismarcks, giebt eben des Gesetzes vont 8. Juli 1868, welches annahm, daß preußische Kriegsminister v. Goßler war mit einem Stabe von ein Buch heraus, aus dessen Aushängebogen freifinnige Blätter mit bom Hektoliter Maischraum eine durchschnittliche Spiritu& Offizieren erschienen, um die militärisch- feudalen Anschauungen der ein Buch heraus, aus dessen Aushängebogen freisimmige Blätter mit großem Behagen folgende Säße veröffentlichen: ausbeute bon acht Liter reinen Alkohols Armee zu schützen. zu erzielen sei. Das war 1868 auch ungefähr der Bevor jedoch die Interpellation verhandelt werden konnte, mußte Fall. Seitdem ist aber die die Technik fort das Haus eine innere geschäftliche Angelegenheit erledigen. An geschritten, und jetzt gehören gerade in den größeren Stelle des nach ruhmreich erheiternder Thätigkeit vom Amte zurückostelbischen Brennereien Ausbeuten von 11% Prozent getretenen Herrn v. Frege war ein Nachfolger zu wählen. Da keineswegs zu den Seltenheiten. Die amtliche Statistit bas Centrum und die Nationalliberalen den von den Konservativen ergiebt für Kartoffelbrennereien, die dabei ausschließlich in vorgeschlagenen Grafen Udo Stolberg v. Wernigerode Frage kommen, im Jahre 1899/1900 eine Durchschnitts acceptiert hatten, so war deffen Wahl mit kompatter Majorität von vornausbeute von 10,6 Proz. Das heißt: Die Brenner herein gesichert und dem fast eine Stunde sich hinziehenden Wahlakt fehlte erhalten 16,01 m. rückvergütet, wo sie nur etwa 111/3 Mart jedes spannende Moment, denn daß die bürgerlichen Parteien Loyalität gezahlt haben! Ja, gut geleitete Brennereien erzielen aus genug befizen würden, die Rechte der Socialdemokratie als der zweitftärkemchlreichen Kartoffeln eine Ausbeute von 12 Prozent größten Partei auf den Posten des ersten Vicepräsidenten anzuAlkohol und würden dann 16 M. erhalten, wo sie etwalerkennen, daran war nicht zu denken. Auf Singer fielen 10% Mart gezahlt haben! 146 Stimmen, die Freisinnigen gaben weiße Bettel ab, während| Er Schon 1863 sprach Bismard gelegentlich davon, daß Lassalle ihn mehrere Mal besucht und sehr gut unterhalten hätte. Derfelbe sei zwar ein Phantast und seine Weltanschauung eine Utopie, aber er spreche so geistvoll darüber, daß man ihm gern zuhöre. sei der beste aller jemals gehörten Redner. Sein Sport fei, vor einigen tausend Arbeitern zu sprechen und sich an deren Beifall zu berauschen. Politisch willkommen wäre seine Gegnerschaft gegen die Fortschrittspartei; man könne deshalb seine Agitation eine Weile fortgehen lassen mit dem Vorbehalt, im geeigneten Moment einzugreifen. Einige Wochen nach Ausbruch des dänischen Strieges gab mir der Minister ein Schreiben Lassalles, mit welchem dieser zwei Exemplare eines eben erschienenen Werkes eingeschickt hatte. Das fleine Buch war betitelt:„ Herr Bastiat- Schulze von Delitzsch. der ökonomische Julian, oder Kapital und Arbeit." In dem Schreiben hieß es, der Minister würde aus diesem Holze Kern " halten hat. = bolzen schneiden können zu tödlichem Gebrauche, sowohl im die Räubereien der Miffionare zu beschönigen. Man schildert, wie wähnung des deutsch französischen Krieges gegen Chamberlain Ministerrat wie den Fortschrittlern gegenüber... Auch wäre es 5000 Christen beinahe Hungers starben, wie sie sich auf das ver- demonstrieren wollen. sehr nüglich, wenn der König einige Abschnitte des Buches läse, Iassene Palais des Prinzen Li warfen, um Lebens August Scherl mag sich über das Ungemach mit dem stolzen Bes dann würde er erkennen, welches Königtum noch eine Zukunft mittel(!) zu suchen, wie sie dabei Silberbarren fanden, und wußtsein trösten, daß niemand die von dem eignen Sonderberichthat, und klar ersehen, wo seine Freunde, wo seine wirklichen Feinde sind". Der Minister gab mir das sonderbare Schreiben und wie der Erzbischof Favier und die Missionäre die Plünderung erstatter eigens und special erfundene Rede für unecht getrug mir auf, da er sehr beschäftigt sei, mündlich oder schriftlich in eine reguläre Requisition verwandelten mit der Absicht, Was ist geschehen? Man schreibt uns: Bei der Vereidigung in seinem Namen den Empfang dankend zu bestätigen. In jenen die konfiszierten Summen bei der Bezahlung der der Rekruten der Garnison Berlin hat Wilhelm II. wieder von der UnbotJabren( 1863-1865) war die Bahl der Personen groß, die den Kriegsentschädigung zu verrechnen. Minister zu sprechen wünschten, um Rezepte zur Heilung des Der Matin" will übrigens noch einen Hauptgrund erfahren mäßigkeit, die den Thron bedrohe, gesprochen. Es wäre intereffant zu erfahren, welche Vorkommnisse der legten 19 Monate den Kaiser Verfassungskonflikts anzubieten, und deren Gesuche er regelmäßig haben, der die Regierung abhielt, den Bericht Voyrons zu veröffent- veranlaßten, seine noch am 7. Mai 1900 dargelegte Anschauung über mir aufchickte mit dem Auftrage, die Leute zu hören. Dadurch lichen. In demselben sei nämlich auch des Plünderungseifers das Verhältnis zwischen Krone und Volt in Preußen so gründlich zu war ich mit unfruchtbaren Geschäften start belastet und hatte tein verschiedener Damen der europäischen Gesandt ändern. An dem genannten Tag, wo die Großjährigkeitserklärung Verlangen, die persönliche Bekanntschaft des notorisch übermäßigschaften gedacht worden. General Voyron fei über des Kronprinzen stattfand, hielt nämlich der Kaiser eine Rede, in der die Raubzüge dieser Damen noch ziemlich galant hi fich folgende Stelle fand:" Ich erhebe mein Glas auf das Wohl der weggegangen. Der Matin" druckt die Briefe des englischen Majestäten, auf das Wohl der Souveräne wie all der teueren Vettern in Unterhandlungen mit Bismarck eingelassen hat, um den damaligen Zeitungskorrespondenten Whiting und des englischen Majors Scott und Oheime, die heute anwesend sind, mit dem Wunsche, daß auch ihnen in ihrer Arbeit, einem jedem an seinem Teile, die Genugab, die berichten, daß mehrere Damen nach dem Einzug der europäi- thuung zu teil werden möge, das Empfinden zu befizen, daß ihr wolf und ihr Vaterland ihnen ihre Arbeit to schen Truppen einen wahren Wettlauf zu den verlassenen tung zu teil werden möge, das Empfinden zu besitzen, daß ihr chinesischen Magazinen unternahmen. dankt wie mir das meine." eitlen Briefstellers zu machen." Es ist bekannt, daß Lassalle sich im Winter von 1863 bis 1864 Wahlrechts zu bewegen. Diese Unterhandlungen waren unter allen Umständen ein Fehler Lassalles, selbst wenn man annehmen wollte, was wahrscheinlich genug ist, daß Lassalles Beredsamkeit ein gut Teil dazu beigetragen habe, den alten Reaktionär Bismard das allgemeine Wahlrecht schmackhaft zu machen, somit Lassalles Absicht, den „ Genialen" über den öffel zu barbieren, thatsächlich gelungen wäre. Die schnoddrigen Redensarten, womit sich Herr v. Keuden heute noch über Lassalle ausläßt und womit fich nach seinem in diesem Bunkie ganz glaubwürdigen Zeugnisse Bismarck schon über Lassalles Agitation ausgelassen hat, zeigen am schlagendsten, daß Lassalle sich, von allen principiellen und tattischen Bedenken abgesehen, mit so rückständigen Bureaukraten wirklich in keine ernsthaften Verhandlungen einlassen durfte. Die kapitalistische Sittlichkeit hat ihre neueste Feuerprobe in der französischen Stammer sowohl wie in der deutschen Preffe wird diese Probe noch zu bestehen haben anläßlich der Erörterung Der deutsche Parlamentarismus glänzend bestanden. der deutschen Chinabeute. Italienischer China- Naub. Die katholischen Arbeiter gegen den Zollwucher. Aus Krefeld wird uns berichtet: Der Socialpolitiker des Centrums, Kaplan Size, hatte es doch 40 einmal für nötig gehalten, die Stimmung seiner Wähler zu dent Bolltarifentwurf zu fondieren. Aus Neapel wird vom 27. November gemeldet: Hier find zwei Dampfer aus Shanghai mit 25 000 illustrierten chinesischen Prachtwerken an Bord eingetroffen. Diese Werke, welche aus dem kaiserlichen Palast in Beting entwendet worden sind, sollen angeblich der Nationalbibliothet einverleibt werden. Die Blätter fordern die Regierung auf, die Bücher wieder nach China zurückzusenden. Wahrscheinlich begnügt man sich nach bewährtem Beispiel mit dem Angebot der Rückgabe, die infolge der Transportkosten dankend abgelehnt wird! #> Deutsches Reich. Die socialdemokratische Reichstagsfraktion Insoweit sind die Ausführungen des Herrn v. Kendell ein Betveis für die traditionelle Verbohrtheit deutscher Minister und Ministerialräte, aber eben deshalb ein Beweis gegen Laffalle. Dagegen ist die Mär von dem Juhalt des Briefes, womit Lassalle die Zusendung des„ Bastiat- Schulze" an Bismarck begleitet haben soll, die Wiederholung eines alten Klatsches, den Bismards Oberoffiziöser Hahn, ein ehemaliger Schulkamerad Lassalles, schon in der Reichstags- Wahlagitation von 1884 zu einer ganzen Broschüre ausgepatscht hat. Die socialdemokratische Presse ivar Damals unterdrückt, aber in der„ Volks- Zeitung" und den„ Demokratischen Blättern" wurde der ganze Schwindel von Lassalles hat am Mittwochabend in einer Fraktionssigung das Bolltarifgeset angeblicher Begeisterung für das sociale Königtum aus beraten. führlich zergliedert und der offiziöse Hahn so gründlich zerzaust. daß ihm das Krähen ein für allemal verging. Es scheint, daß Herr v. Kendell die offiziösen Wahlzettel von 1884 wiedergefunden und an der Hand einer so sauberen Quelle diese Teile seiner Denkwürdig feiten abgefaßt hat. Da er sich indeffen durch wörtliches Citieren den Anschein giebt, als habe er den Brief Lassalles an Bismarck hinter sich, so können wir ihn nur auffordern: Heraus mit dem Briefe! So lange Herr v. Keudell dieser Aufforderung nicht nach tommit, haben wir das Recht, seine Erzählungen als die Wiederaufwärmung der alten Hahnschen Klatschereien anzusehen, die vor 17 Jahren schon von bürgerlich- radikalen Blättern als litterarische Fälschungen nachgewiesen worden sind.Die plündernden Missionare. Zu dem gwed war in M.- Gladbach, feinem Wahlkreis, eiite große Wählerversammlung einberufen worden. Der Stab des fatholischen Wolfsvereins war vollzählig erschienen, und die Herren gaben sich die redlichste Mühe, den Arbeitern, welche in einer Anzahl von ca. 1000 Personen den Saal füllten, den Zolltarifentwurf schmackhaft zu machen. Hiße führte u. a. aus, daß er sich die Gegnerschaft der Arbeiter gegen die Getreidezölle sehr leicht erklären könnte, aber er wolle versuchen, die Versammlung zu seiner Meinung zu belehren, oder aber wenigstens ihr die Ueberzeugung beibringen, daß die Centrumsfraktion alles genan erwäge und nicht leichtfertig handle. Handelsverträge hält auch Hiße für nötig, im Jnteresse der Kleinbauern und Landarbeiter müssen aber die Getreidezölle erhöht werden, es werde dies aber auch dent Abschluß der Handelsverträge nicht hinderlich sein. Wahrscheinlich werde er für den Minimaltarif stimmen. Zum Schluß ging er noch auf den alten Gimpelfang, daß die Einnahmen für eine Witwen frattion forderte er volles Vertrauen. und Waisenversicherung verwandt werden sollen. Für die CentrumsEs bedurfte keinerlei Diskussion, um die Stellungnahme In der Diskussion sprachen sich sämtliche Redner gegen der Fraktion zu finden. Der Vorsitzende, Genosse Singer, fonnte eine Erhöhung der Getreidezölle aus. Es beteiligten als übereinstimmende Anschauung der gesamten Fraktion feststellen, sich an der Debatte unser Genosse Lüngen- M.- Gladbach, ein daß die Fraktion den Tarifentwurf in allen seinen Teilen ablehnen Nationalsocialer und zwei Anhänger des Centrums. Besonders und ihre ganze Kraft einsetzen wird, damit diese Borlage niemals scharf ging ein Herr Stüves, Mitglied der Centrumspartei, mit der Centrumsleitung ins Gericht. Er machte ihr den Vorwurf, daß die Gesetz wird. Arbeiter nur zur Zeit der Wahl von ihr berücksichtigt würden, die Arbeiter müßten aber Siz und Stimme in den Wahlkomitees haben und deren Wünsche müßten mehr in Erwägung gezogen werden. Für die erste Lesung des Gesetzentwurfs bestimmte die Fraktion Bebel, Molkenbuhr und Singer als ihre Redner. Ueber die weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung und Verhinderung des Wuchertarifs wird sich die Fraktion später schlüssig werden. Ferner beschloß die Fraktion, den Vorschlag der Freifinnigen Beitung" abzulehnen, der erhebliche Teile der Vorlage ohne Kommissionsberatung zur zweiten Beratung im Plenum stellen will, vielmehr nach Beendigung der ersten Lesung für die Verweisung der Daß Missionare plündern, rauben und stehlen, wie gemeine gesamten Vorlage in die Kommiſſion einzutreten. Aus dem Etat. = Straßenräuber, scheint für die wohlanständige bürgerliche Presse gar nichts Seltenes und Ungewöhnliches zu sein. Wenigstens haben die Die„ Nordd. Ang. 3tg." giebt heute genauere Angaben über den skandalösen Enthüllungen des Geheimberichtes Voyrons und die Marine- Etat für 1902 und einige andere Etatstitel, besonders reizenden Geständnisse des amerikanischen Missionars Reid über den Etat des Reichsschaamt 8. den neuigkeitslüsternen, sonst so schreibfertigen Journalisten der Die fortdauernden Ausgaben des Marine Etats, Bourgeoispresse bis jetzt mit ganz geringen Ausnahmen welche die Regierung für 1902 fordert, betragen rund 86 913 000 m. nicht den mindesten Stoff geliefert. Man begnügte begnügte sich gegen 79 896 000 20. im vorjährigen Etatsansas. Der tat meist mit dem nackten Abdruck des Wolffschen Telegramms an teigt also um 7017 000 M. gegen das Vorjahr. möglichst unauffälliger Stelle. Und doch läßt sich kein schreienderer Bei den einmaligen Ausgaben ist durch Herabsehung der Kontrast denken zwischen den Banditen im Priestergewand, die uns panzerplattenpreife eine Verbilligung erzielt worden. Dafür Boyrous Bericht zeigt, und den Missionaren, wie sie uns fromme find andre Mehrausgaben in Aussicht genommen, die nicht nur diese Trattätchen und die fable convenue der kapitalistischen Missions- Ersparnisse aufzehren, sondern eine bedeutende Erhöhung auch der legende vorführen? Ein Missionar: wer denkt da nicht an einen einmaligen Ausgaben für die Kriegsmarine verursachen. Die ein Hageren Asteten, einen weltflüchtigen Altruisten, der freudig auf maligen Ausgaben im ordentlichen Etat find angefegt mit 70 422 550 M. seinen Anteil am Lebensgenuß verzichtet, um durch seine Belehrung gegenüber 61 614 750 M. im Etat für 1901. Das bedeutet eine ,, arme unwissende Heiden" der jenseitigen Seligkeiten teilhaftig zu Steigerung von 8 807 800 M. machen. Ein thörichter Wahu oft, aber verschönt durch die kindliche Ueberzeugung der christlichen Proselytenmacher. Freilich, was man von den berufensten Chinakennern über den Hochmut, die Intoleranz, Kurz das sehr unchristlich häßliche Auftreten mancher Missionsleiter hörte, war sehr dazu angethan, die Vorstellung von den Missionaren und ihrer Thätigkeit gründlich zu revidieren. Aber daß die Missionare, Bischöfe statt Bischöfe statt die Plünderungsgier der ent so erfährt der Marine Etat eine fesselten Soldateska zu zügeln, sich an die Spize der Räuberbanden stellten, daß sie mit der Gier berufsmäßiger Gauner die Paläste nach Kostbarkeiten durchsuchten und alles Niet4 Als Summe der im außerordentlichen Etat angestellten Forderungen ergiebt sich 51 746 000 m. gegenüber 55 223 000 m. im Borjahre. Der gesamte Marine Etat beläuft sich mithin auf 209 Millionen. = Die Stimmung in der Versammlung war derart, daß die Leiter sich nicht getrauten, eine Resolution einzubringen, welche die Brot wucherpläne des Centrums gutheißt. Zur Reichstags- Erfahwahl in Wiesbaden schreibt man uns: Am Sonntag fanden in zahlreichen Orten Versammlungen statt. Nach der Stimmung zu urteilen, die überall herrscht, sind die Aussichten unsrer Partei günstig, während die Gegner, insbesondere die Freisinuigen mit Angst und Bangen dem 30. November entgegen sehen. Ueber den Zollwuchertarif herrscht in weiten Kreisen der Bevölkerung tiefe Erregung, die uns zu gute kommen dürfte. Die Ordnungsparteien find mit Erfolg bemüht, 11118 die Säle abzutreiben; nicht einmal in Wiesbaden steht uns ein größeres Versammlungslokal zur Verfügung. Nun gelang es uns, in einem der Villenviertel ein größeres Grundstüc zu mieten, auf dem am Sonntagnachmittag bei herrlichstem Wetter eine Riesenversammlung stattfand, in der Genosse Frohme sprach. Männer und Frauen standen in Massen dichtgedrängt auf dem Grundstück, in den benachbarten Gärten und auf der Straße. lante Beifallsrufe am Schluß der Frohmeschen Ausführungen bis Es mögen etwa 5000 Personen versammelt gewesen sein, deren weit hinein in die Stadt erschallten. Hauptsächlich mit den Freis fimmigen ging Frohme ins Gericht. Ihre Agitation gegen uns ist ja auch äußerst plump. Die Herren Crüger, kopsch, Wiemer usw. krebsen mit den alten Richterschen Ladenhütern über den Zukunftsstaat. In einem Flugblatt heißt es: Des Pudels Kern bei der Socialdemokratie und allen ihren Reden ist einfach folgendes: Wer etivas hat, dem wird's genommen. Alles fomnit in einen gemeinsamen Topf und wird zu einem großen Brei umgerührt. Jedweder erhält den gleichen Löffel für die Breischüssel, mag er viel, wenig oder gar nichts gelernt haben, fleißig oder faul, geschickt oder ungeschickt sein. Wie aber der Brei daran ist als heut der ärmste Mann, das wissen die Socialdemokraten felber nicht. Sicher ist nur, was genommen ist, völlig unsicher ist es dagegen zum mindesten, was es dafür wiedergiebt." Man sollte es kaum für möglich halten, daß heute eine politische Partei mit derartigen albernen Mäßchen im Wahlkampf noch Geschäfte zu Da der Etatsansatz im Vorjahre sich auf 1964 Millionen belief, aussieht und schmeckt und ob man dabei nicht ausnahmslos schlechter = Steigerung von 124 Millionen Mark. Jm Etat des Reichs- Shazamts ist bemerkensivert, daß und Nagelloſe diebisch fortschleppten, das zeigt an die Bunesstaaten von dem Einnahme Ertrag aus den 3öllen die fromme Heidenmission, über deren aufopfernde Thätigkeit und der Tabakstener 7 184 000. weniger überwiesen werden sonst die rührseligsten Geschichten kolportiert wurden, in einem follen als im Vorjahre, aus der Reichs Stempelabgabe über völlig neuen Lichte. Wenn die bürgerliche Presse diese grausame 20 Millionen Mark weniger. " Entlarvung des schamlosesten Missionsschwindels völlig gleichmütig. Der gesamte Einnahme- Ertrag aus Zöllen, Verbrauchshimimmt, so läßt sich das nicht anders deuten, als daß man den steuern 2c. wird auf 807 Millionen gegen 810 Millionen im Vorjahre Schwindel längst erkannt hatte und nun mit der Fassung des ab- berechnet. gebrühtesten Cynismus den täuschenden Schleier fallen sieht. Anscheinend bringt also der neue Etat gegenüber dem vorjährigen Ein Blatt, die„ Bossische Zeitung", erklärt allerdings, daß erneute Steigerungen für Militarismus und Marinismus, während Lande schlimmste„ Schande" bereitet haben, allein sie benutzt die gesamten Etats ein Urteil über die Gestaltung der Reichsfinanzen die Missionare fich gemeinen Raubes" schuldig gemacht und ihrem die Einnahmen gesunken sind. Jedoch wird erst nach Borlegung des Enthüllungen des Geheimberichts Voyrons nur dazu, um sich gefällt werden können. darüber zu entrüsten, daß der französische General, der die eignen Missionare und Soldaten der Plünderung anflagen mußte, Der Proteft gegen das Guefener Urteil machen sucht. Zu dem allgemein sich bemerkbar machenden Rückzug des Freifinns kommt in diesem Fall noch die Unpopularität der Standidatur Crügers. Der Freifinn hat seine Werbekraft verloren und es ist sehr wahr scheinlich, daß er zu Gunsten des Centrums oder vielleicht gar der Nationalliberalen ins Hintertreffen kommnt. Die Nationalliberalen arbeiten bereits wieder mit dem alten Mittel des Freibieres. In letzter Stunde ist auch eine fünfte Kandidatur auf dem Plan erschienen: die Bauernbündler haben den Landwirt Georg Hazmanu aus Niederneisen aufgestellt. einer kurzen Tagung at am Montag der weimarische Landtag Aus dem Großherzogtum Sachfen- Weimar.( Eig. Ber.) Zu zusammen. Vor Eintritt in die Verhandlungen interpellierte der agrarische Abg. Reichmut die Regierung darüber, wie sie sich im Bundesrate zum golltarif gestellt habe.- Eine größere Debatte es noch habe wagen können, Waldersee nicht mißzuverstehende nimmt in Galizien immer größeren Umfang an. Die nur zu be entstand über die in der Höhe von 649 710,51 M. bei der Leipziger Liebenswürdigkeiten über das Verhalten der nichtfranzösischen greifliche Entrüstung über die preußische Schulfolter und den Gerichts- Bank erlittenen Verluste. Regierung und Landtag lehnten den öffent Truppen zu sagen, deren Vorgehen die Chinesen veranlasse, sich spruch macht sich in Massenversammlungen und andren deutsch- feindlich in der Presse erhobenen Beschuldigungen gegenüber, nicht vorunter den Schutz der französischen Fahnen zu stellen. Wäre nicht lichen Demonstrationen Luft. fichtig genug gewesen zu sein, jede Verantwortung ab. Namentlich werden Geldsammlungen für die Opfer der die Fragestellung interessanter und naheliegender gewesen, weshalb die bereits ganz be= Waldersee sich trotz der französischen Plünderungen in Beling ver- Swangs Verpreußung veranstaltet, ergeben. Der Rektor der Krakauer anlaßt fühlte, die Anzüglichkeiten Vohrons, selbst noch Universität ersuchte sämtliche Docenten um Sammlungen. nach der ostentativen Veröffentlichung derselben, ruhig Der galizische Abel steuert besonders hobe Beiträge von 1000 und einzusteden?! 2000 Kronen. In Lemberg ist die Polizeiwache vor dem Konsulat verstärkt worden. dentende So macht sich Preußen jenseits der Landesgrenzen gründlich verhaßt. Und was erntet es durch seine Zwangsgermanifierung unter der polnischen Bevölkerung innerhalb der Reichsgrenzen? Ebenfalls glühenden Haß. unauslöschliche und nur zu berechtigte- Abneigung. Die Opfer werden als Märtyrer gefeiert und ihre Ver herrlichung wedt nur verstockteren Widerstand. Und wozu das Es muß freilich zugestanden werden, daß die Bourgeoisie Frankreichs eine ebenso eiserne Stirn bekundet, wie unsre deutsche Presse. Die Enthüllungen der Petite République" haben nicht nur nicht zum Sturz des furchtbar blamierten Kabinetts, fie haben nicht einmal zu besonders stürmischen Scenen in der Kammer geführ Ja beinahe wäre sogar der Antrag Lafies, diejenigen Chinamannschafte, die bei den Plünderungen zu kurz gekommen, noch alles? besonders zu entschädigen", angenommen worden, erhielt er doch 253 gegen 273 Stimmen! Man hat sich also rasch gefaßt: Eine Lokal- Anzeiger"-Rede des Kaisers. Der Umgang nachdem die Thatsache der frechen Räubereien offiziell festgestellt ist, der Scherl- Leute mit allerhöchsten Photographien hat so wunderfam erhebt man sie trog der Artikel 46 und 47 der aager Kon- ihre Fähigkeiten gesteigert, daß fie bereits im stande sind, völlig vention, die das Privateigentum schüßen und die naturgetreue Kaiserreden prompt und schnell zu erfinden. Diefer Tage brachte das Blatt einen Bericht über die Ansprache, Plünderung verbieten zu einem Re dt. Es fehlte nur noch, daß die der Kaiser in Kiel anläßlich der Rekrutenvereidigung gehalten man den Missionaren den Nationaldant dafür aussprach, daß sie haben soll. Hente muß der Lokal- Anzeiger" zerknirscht bekennen, durch ihr Beispiel und ihre Anfeuerung dafür sorgten, daß möglichst daß diese Rede erfunden ist. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" viele Soldaten zu ihrem Rechte famen! teilt das gleichfalls mit, und hebt insbesondere hervor, daß der Die fleritalen Organe zeigen sich zum Teil freilich nicht der Staiser des Krieges von 1870/71 mit feinem Worte gedacht habe. Situation gewachsen, da sie die lächerlichsten Märchen erfinden, um Das soll bedeuten: Der Kaiser hat in Kiel nicht durch die ErDie Humanität im Kriege. Ein Offizier, der den Krieg gegen Frankreich mitgemacht, vers öffentlicht in der Zukunft" einen beachtenswerten Artikel, der sich gegen die Entrüstungsheuchelei der Chamberlain- Protestler richtet und der Legende entgegentritt, als ob ein Krieg human sein könne. Der Offizier spottet mit Fug über das Jdealbild eines teutschen Krieges, wie es die neueste Tendenz unfres Geschichtsunterrichts cr funden hat: " Morgen- und Abendgebet, Chorale oder die„ Wacht ami Rhein" vor und nach dem Gefecht, den Tod verachtende Tapfer teit, Ertragen der grausigsten Schmerzen ohne Klagelaut, strengste Disciplin, unfägliche Güte und Ritterlichkeit gegen Nichttombattanten, namentlich Frauen und Kinder, keusches, ständiges Gedenken der heimischen Gattin oder Braut, ängstliche Schen vor jeder unnügen Beschädigung oder gar Aneignung fremden Eigens tums. Damit ja alles recht reinlich zugehe, stellt sich die Jungfrau auch die Wunden in der Stirn oder höchstens in der Brust vor; sie sehnt sich, als Staffage diefem erhebenden Milieu zu nahen." England so wenig wie Deutschland könne eine Armee von Helden und Engeln ins Feld schicken: Wohl darf man den Dienst im Heere die Hohe Schule jedes Deutschen nennen. Als aber in einer öffentlichen Rede einmal diese Bezeichnung gebraucht wurde, sagte ein sehr konservativer, fehr frommer, mit dem Eisernen Kreuz geschmückter Geistlicher, jegt in höherem Kirchenamt: Leider ist die Armee auch für Amerika. " Wegen der gegen Herrn Stegner meinerseits weit geübten Nachficht sind mir schwere Vorwürfe von meiner vorgesezten hohen Behörde geworden, die unter Umständen noch Dienstentlassung für mich nach sich ziehen. Manchmal spielen übrigens solche hohe Beante, wenn fie fo Hunderttausende junger Burschen die Hohe Schule der Preffe einiges Aufsehen erregt. Einige Blätter meinen, die zeit- auch Fachsimpelei verpönt zu ſein pflegt, ſo rebet man lifet Das Auftreten der Union in Panama hat in der englischen dicht beieinander wohnen, auch Stat zusammen und wenn dabei Böllerei, der Unzucht und vieler andren& after." weilige Belegung der Banama- Eisenbahn durch Truppen der wichtige Vorkommnisse doch mal ein Wort. In Königsberg ſcheint Vielleicht könnten die Vorgesezten solchem Treiben noch wirksamer Bereinigten Staaten laffe die Absicht derselben erkennen, sich schließ- aber der Draht völlig abgerissen zu sein. wehren. Trunk und Unzucht spielen in allen Heeren eine lich eine dauernde Kontrolle über das ganze Isthmus- Gebiet zu ver-- Hinter den Kulissen der Lokalabtreiberei. In Koburg große Rolle. Das lehren die wissenschaftlichen Schriften und schaffen. Die„ Daily News" sagen, die gewaltsamen Maß hatten die Barteigenoffen, die in dieser kleinen Residenz einen be namentlich die künstlerischen Schilderungen, die sich von der nahmen der Bereinigten Staaten ließen jeden Augen fonders schweren Kampf um Versammlungstofale zu führen haben, Wirklichkeit nicht entfernen." blick die Occupation des Isthmus Gebietes gewärtigen. feit 3 Jahren in der Wirtschaft eines Barteigenossen ein beschränktes Und wie wirkt nun der Krieg auf diese Massen? Der Daily Telegraph" glaubt, die öffentliche Meinung Unterkommen gefunden, wo sowohl die Partei wie die GewerkDer Offizier weiß nichts von veredelnden Wirkungen zu erzählen: in Europa werde das Vorgehen der Vereinigten Staaten nicht schaften ihre Zusammenkünfte abhielten. Der Wirt, Genosse Stegner, Der Krieg wecke die brutalen Justinkte, gegen die auch der Gebildete mit freundlichen Augen ansehen, weist aber darauf hin, daß die hatte die Wirtschaft von einem Brauereibefizer in Unterpacht, der nicht gefeit sei. Zum Beweise führt der Verfasser eine grauenvolle Staaten bei diesem Vorgehen sich innerhalb ihrer diplomatischen seinerseits das Lokal vom Eigentümer, dem preußischen EisenbahnEinzelheit aus dem deutsch- französischen Kriege an: Rechte halten und daß die schließliche Occupation des Isthmus jetretär Catterfeld in Meiningen gepachtet hatte. Jezt erhielt In den letzten Wochen des Jahres 1870 spazierte bei flarem gebietes früher oder später eintreten müsse.- Die Morningpost" mun der Bächter vom Eigentümer einen Brief, in dem es heißt: Wetter, um die Mittagszeit, ein junger Offizier mit Vorliebe zuft der Ansicht, daß keine einzelne Großmacht das Recht der einem detachierten Interoffizierposten hinaus, wenn seine Compagnie Bereinigten Staaten, den Isthmus zu kontrollieren, bestreiten werde. ihn stellte, ließ sich ein Gewehr geben und schoß aus einer Sollte es jemals zum Kampfe gegen die Monroe Dottrin kommen, Scheune, selbst völlig gedeckt, Distanz vier- bis fünfhundert Meter, so werde diefelbe von einer Vereinigung der europäischen Staaten auf einzelne Franzosen oder auch Ablösungen. Er war ein vorzüglicher Schüße und behauptete mehrmals getroffen zu haben. gegen die Vereinigten Staaten Amerikas geführt werden. Dieser Beitpunkt sei aber noch weit entfernt. Solche Schießerei war militärisch völlig zwed Ios, ja schädlich, störend für die den zurückTiegenden Truppen nötige Ruhe und deshalb verboten. Der Offizier fchof genau so trieb: und sportmäßig, wie man auf Hafen schießt oder sich vor der Scheibe übt. Dieser Lieutenant war einer der begabtesten und ge= bildetsten Offiziere der Armee, hat den Generalstab mit glänzendem Erfolge durchlaufen und ist ungewöhnlich früh Excellenz geworden. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß er sich je über seinen damaligen Sport mit lebenden Menschenscheiben Gedanken gemacht hat. So wirkt der Krieg selbst auf die Besten. Und weil er so wirkt, ist es verfehlt, von oben her die Triebeder Härte, des Blutdurstes, der Zerstörung noch besonders zu wecken." = Einem Telegramm aus Colon zufolge traf daselbst ein Eisenbahnzug aus Panama ein, deffen Reisende berichten, Dr. Alban habe mit 300 Mann Regierungstruppen die Brücke bei Barbacoa überschritten und rücke weiter vor. Gegenwärtig sei er in Tavernilla, von wo der Rest der Liberalen sich weiter zurückziehe; fie gaben vor, keine Munition au haben. Sämtliche gestrigen Gefechte hätten an der Brüde bei Barbacoa stattgefunden; Reisende behaupten, es feien an 100 Ronservative bort gefallen oder verwundet worden; die Verluste der Liberalen seien geringfügig. Parlamentarisches. Arbeitslosigkeit. Die freifinnige Bereinigung des Reichstags Ich kann daher Herrn Stegner unter feinen Umständen die Wirtschaft überlassen und bitte daher ergebenst, denselben am 1. Oftober dieses Jahres bestimmt zu fündigen." Bei Strafe der Dienstentlassung darf ein preußischer Eisenbahnbeamter nicht Befizer eines Hauses sein, in dem socialdemokratische Versammlungen abgehalten werden. Will damit der Eisenbahnfistus seine Beamten vor socialdemo fratis cher Ansteckung bewahren oder will er als freiwillige Polizei den Socialdemokraten die Versammlungsfreiheit praktisch nehmen? Wie hat sich die weibliche Fabrikinspektion in der Praxis bewährt? Dresden, 26. November. Interessant ist eine Aeußerung über den chinesischen Sta che hat einen Antrag eingebracht, den Reichskanzler zu ersuchen, eine Hochwichtiges Material zur Beurteilung des Wertes der weibzug, für den man anfangs Befürchtungen gehabt hat. Es sei von Kommission zu bilden, die die Aufgabe haben soll, die bisher ge- lichen Fabrikinspektion brachte ein Diskussionsabend, den der Verein bleibendem Wert( wir sind allerdings andrer Meinung). troffenen Versicherungseinrichtungen gegen die Folgen der Arbeits- für Veranstaltung von Diskussionsabenden zusammen mit der Orts„ daß der General von Leffel, der in China kommandierte, losigkeit zu prüfen und Vorschläge über eine zweckmäßige Ausgestal- gruppe der Gesellschaft für sociale Reform heute abend in Meinholds unter dem Zeugeneid neulich bekundet hat, nur ungefähr zwölf tung dieses Bersicherungszweiges zu machen. Sälen veranstaltet hatte. Die einleitenden Referate hatten überBergehen der Mannschaften gegen Leben und Eigentum und sechs nommen die großherzoglich badische Fabrikinspektorin Fräulein Dienstvergehen der Offiziere seien gemeldet worden. Man kann Das rote Kreuz. Dem Reichstag ist ein Gefeßentwurf Dr. phil. v. Richthofen und die sächsische Fabrikinspektionsschon jetzt mit ziemlicher Sicherheit sagen, daß die Bezugegangen unter dem Titel eines" Gesezes zum Schuße des gehilfin Frl. Dose Dresden. fürchtungen, die man angesichts einiger Vor- Genfer Neutralitätszeichens". Darin wird bestimmt, daß das Nach Eröffnung der Versammlung durch den Redacteur der gänge bei der Ausreise wohl begen durfte, sich als Beichen des roten Kreuzes auf weißem Grunde sowie die Worte Social- Korrespondenz", Dr. Scheven, erhielt die erste deutsche unberechtigt herausgestellt haben, dank dem sofortigen Auf-" Rotes Kreuz" unbeschadet der Verwendung für Zwecke des Staatsbeamtin, Fräulein v. Richthofen, ein blühendes junges bäumen der öffentlichen Meinung und ihrer publizistischen militärischen Sanitätsdienstes zu geschäftlichen Zweden sowie Mädchen, die gar nichts Blauftrumpfartiges zum Erstaunen Vertreter, dank dem Verlauf der Ereignisse. zur Bezeichnung von Vereinen oder Gesellschaften sowie der Philister an sich hatte, das Wort zu folgenden Ausführungen: Hier wird also zugestanden, daß die Kritik an der Kriegsführung, zur Kennzeichnung ihrer Thätigkeit nur auf Grund einer Die Fabrikinspektorinnen sind eine ganz moderne Einrichtung. wie sie ja fast ausschließlich von der Socialdemokratie geübt wurde, Erlaubnis gebraucht werden darf, welche nach den vom Zuerst finden wir ihre Spuren in Nordamerika und Kanada, die Beröffentlichung von Hunnenbriefen wohlthätig gewirkt Bundesrat festzustellenden Grundsägen von den Landes- Central- wo die Frauen ja auch zu andren Beamtenposten zugelassen hätte. Das Schlimmste scheint ja allerdings in den ersten Zeiten behörden zu erteilen ist. werden, Die Stadt Baris besitzt vierzehn Fabrikinspekto vorgekommen zu fein. Anscheinend hängt, so meint die Freis. 8tg.", das Gesetz zu rinnen. Auch in einigen französischen Provinzen giebt es fammen mit Bestrebungen, die von hoher Stelle patro- folche Aemter. In England bewirkten 1893 die die Frauennisierten Krantenpflegervereine gegen die Kon- und Arbeitervereine, daß 2 weibliche Fabrikinspektoren angestellt turrenz anderer Vereine oder Vereinigungen der Kranken- wurden. Heute giebt es dort deren 6. Sie unterstehen direkt dem pflege zu schützen. obersten Gewerbe- Aufsichtsbeamten. Die englischen Arbeiterinnen nügen die Einrichtung sehr aus. 1899 gingen bei den FabrikJuspektorinnen 500 Klagen ein. Der Verfasser rügt auch, daß man kritiklos den Engländern zur Schuld anrechnet, was auch die Deutschen im Kriege gethan haben: Wenn die Engländer gefährdete Eisenbahnzüge von Notabeln der Feinde begleiten laffen, so thun sie nur, was die Deutschen anno 70 bielfach gethan haben". Ferner müsse man über die Leute staunen, ,, die fich entrüsten, weil die Kapkolonisten, die für die Freistaaten gekämpft haben, als Landesverräter bestraft werden". Mit Recht warnt auch der Offizier, alles urteilslos zu glauben, was über die englische Kriegsführung gefabelt werde, und endlich spottet er über die Harmlosen, die meinen, Preußen und Deutschland seien stets nur von den reinsten Beweggründen in Kriege getrieben worden. Auch Frizz Neuter war ein guter Patriot, der in den Kasematten für seine Ideale geschmachtet, nicht nur beim Biere Heil gerufen hat. Er sagt:„ De Preußen hewwen en Adler in't Wapen, un dor steiht en latinschen Vers uner, de hürt fick binah an, as wenn Ein en Farken in den Start fnippt, un uns Feldwebel äwversett't em: Holl wiß, wat Du hest, un nimm, wat Du friegen kannst." Er meint das Wort: Suum cuique. Wir teilen nicht die Anschauungen des Verfassers, wir glauben auch, daß er immer noch zu günstig über den Krieg urteilt. Jedenfalls aber ist das offene Bekenntnis zu dem, was ist, und mag es noch so brutal sein, achtungswert gegenüber der widerwärtigen Heuchelei, die das Ruchloseste selbst verübt, sich aber im Tugendkleid des Edlen und Reinen spreizt, um sich über die Laster der andren desto lauter entrüften zu können. Ausland. Deftreich- Ungarn. Eine öftreichische Parlament8scene. Am Montag tam es im öftreichischen Abgeordnetenhaus wieder einmal zu einer jener prächtigen Schimpfscenen, mit denen das arbeitsscheue Parlament fich von Beit zu Zeit ein wenig die Langeweile zu vertreiben weiß. Bicepräsident Dr. Baczek erteilt dem Abg. Breiter das Wort. ( Großer Lärm und Zwischenrufe bei den Christlich- Socialen. Rufe: Pfui Pfui!) Während der folgenden Rede des Abg. Breiter entspinnt sich ein heftiger Wortwechsel und großer Lärm zwischen den Abgeordneten Prochazka, Malit, Strobach, Steiner und Dr. Schalt. Abg. Malit( zu Dr. Lueger): Was? Ich bin kein Mann? Sie feiger Kerl! Sie Lump! Ich verweise auf die Gerichtsaften! ( Großer Lärm.) Abg. Prochazka schlägt auf das Pult und schreit: Wie können Sie unsern Bürgermeister einen Kerl nennen! Schauen Sie, daß nicht einmal ein echter Mann über Sie kommt und Ihnen Manieren beibringt! Abg. Malik: Kommen Sie nur her! Abg. Brochazka: Hier nicht, aber auf der Straße! Avg. Malit: Straßenbandit! Abg. Prochazka( schreiend): Das soll ich mir gefallen lassen? Eie waren ein Offizier, aber ich habe mir mein Brot als Broletarier redlich verdient! Schämen Sie sich!( Andauernder Lärm.) Abg. Dr. Lueger( lachend): Laßt doch die Querulanten! Abg. Malik( zu Dr. Lueger): Warten Sie mur, bis die Wiener einmal zur Vernunft kommen, dann werden sie mit Ihnen so verfahren wie mit Latour! Dann hängen Sie am nächsten Laternenpfahl!( Großer Tumult bei den Christlich- Socialen.) Der Boeren- Krieg. Die Verschwörung in Johannesburg. Entweder muß diefe Verschwörung von Unzurechnungsfähigen angezettelt worden sein, oder es muß um die Engländer noch trauriger stehen, als man bisher annahm. In In Deutschland faßt man die weibliche Fabritinspektion noch bielfach als Erperiment auf. Die württembergische Fabritinspektion Die vor einigen Tagen in Johannesburg entdeckte Verschwörung bediente sich zuerst weiblicher Vertrauenspersonen. Jetzt ist eine als hatte angeblich den Zweck, die„ Rand Rifles" durch Alarmfignale Beamtin angestellte Assistentin dort thätig. Im vorigen Jahre hat unter die Waffen zu rufen und eine Gelegenheit zu erhalten, den sie einen eigenen Bericht angefertigt. In ganz Deutschland sind felben die Gewehre wegzunehmen. Nachdem dies ge- 8 Frauen in der Fabritinspektion thätig. Die meisten waren früher ichehen, sollte die Stadt gehalten werden bis Direttricen in Schneiderwerkstätten, eine Bureauvorsteherin eines RechtsGeneral Delareys Streitmacht eingedrungen wärel, anwalts. Arbeiterin war teine. Nur in Baden hat die Man habe Dokumente gefunden, welche bewiesen, daß der Handstreich Fabrifinspektorin Aussicht auf eine selbständige Stellung. mit Delarey verabredet worden war, dessen Ausführung sich aber Baden ist die Fabrikinspektion so organisiert: Die ganze Juspektion dadurch verzögerte, daß der Boerengeneral durch eine Wunde, die er ist in Karlsruhe centralisiert. An der Spize steht Geheimrat fürzlich bei Mödwill erhalten, verhindert war, rechtzeitig zu er- Wörishoffer, dann folgen drei Fabrikinspektoren und eine wissenschaftscheinen. lich gebildete Hilfsarbeiterin( das bin ich) sowie die Assistenten. Die ganze Bost geht durch die Hände des Geheimrats Wörishoffer. In jeder Woche findet eine Sigung statt, in der die zur Begutachtung vorgelegten Gefeßentwürfe, die bei den Revisionen gemachten Erfahrungen ausgetauscht werden. Meine Vorbildung bestand in einem dreijährigen Universitätsstudium in Berlin. Daß ich einige Fabriken besucht hatte, spielt kaum eine Rolle. Man gab mir die Arbeiten, die ein junger Beamter erhält, der Fabrikinspektor werden will. Meine erste Thätigkeit erstreckte sich auf Begutachtung von Arbeitsordnungen, von Baugesuchen für Bäckereien, von Gesuchen um Gewährung der Ueberarbeit. Wichtiger war die Revisionsthätigkeit. Mir wurden alle Betriebe überwiesen, in denen Arbeiterinnen thätig sind. In Baden giebt es 60 000 Arbeiterinnen. Sie find thätig in der Tabakbranche, in der Bijouterie und Textilindustrie. Selbständig darf ich aber nichts anordnen. Vorher muß ich immer Rücksprache mit dem zuständigen Inspektor nehmen, was das eigne Verantwortungsgefühl fchwächt. * London, 27. November. Nach einer Depesche Lord Kitcheners aus Pretoria von heute hat General nog gemeldet, er habe 36 Gefangene gemacht, unter denen sich der Kommandant Joubert befinde, der verwundet ist, sowie die Feldkornets Wolmarans und Diedrichs. Dies sei fast() das ganze Joubert'sche Kommando. Partei- Nachrichten. Für die Reichstagserfahwahl im Kreise Hadersleben, die durch den Tod des Abg. Johannsen nötig geworden ist, wurde in einer öffentlichen Parteiversammlung in Hadersleben der Genosse a bite aus Flensburg als Kandidat der socialdemokratischen Partei nominiert. Genosse Petersen aus Flensburg. Der bisherige Kandidat unsrer Partei war der Werftarbeiter Genosse Petersen aus Flensburg. Der Streis bietet vorläufig für uns noch keine Aussichten. Wir müssen erst die dänische Bevölkerung für uns zu gewinnen suchen. Gemeindewahlen. Ein Privattelegramm aus Ibing meldet uns, daß von den 5 aufgestellten Parteigenossen 1 sofort gewählt wurde und 4 in die Stichwahl kommen. In Harzgerode wurden von den 4 aufgestellten Genossen 3 gewählt. Da in den Cigarrenfabriken neben 23 000 Frauen nur 11 000 Männer arbeiten, übergab man mir die ganze Industrie, die 700 Betriebe zählt. Ich habe alle Akten allein zu erledigen, die Baupläne zu begutachten, die Revisionen vorzunehmen. Doch darf ich mich zur Unterstüßung des Assistenten bedienen. Außerdem revidiere ich alle Betriebe, die Arbeiterinnen beschäftigen. Der Verkehr mit den Arbeitgebern ist die geringste Schwierige mites, mit den Arbeiterinnen Fühlung zu er keit. Viel schwerer halten. Sie fürchten sich zu sehr vor der Maßregelung durch den Arbeitgeber. Ich habe erlebt, daß zwei junge Mädchen ihre PflegeAus den Organisationen. Im Wahlkreise Darmstadt- mutter flehentlich baten, fie möge mir nichts von den Ausschreitungen Groß- Gerau find jegt, wie in der legten Streiskonferenz be- ihres Werkmeisters mitteilen. Meine offizielle Sprechstunde war schwach richtet wurde, 21 Parteimitgliedschaften mit zusammen 1203 Mit bejucht. Die Fabritinspektion muß den Frauen erst anerzogen werden. Daß gliedern vorhanden. Es wurden 204 Mitgliederversammlungen und mit der weiblichen Fabrikinspektion ungünstige Erfahrungen gemacht 44 öffentliche Versammlungen abgehalten. Gewerkschaftlich sind im worden seien, wie der Hamburger Senat behauptete, ist unzutreffend. Streife 1947 Personen organisiert. Socialdemokratische Gemeinderats- Man hat allerdings in der Wahl der Person oft Mißgriffe gethan. mitglieder wurden 41 gezählt. Die schriftliche Agitation wurde be- In Sachsen- Weimar z. B. wurde eine Dame von über 60 Jahren trieben durch Verbreitung von 20 000 Agitationstalendern und von der Fabrikinspektion als Gehilfin verivendet. Wie sollte diese und 20 000 Flugblättern gegen die Getreidezölle. Auf unsere Frau allein nur den körperlichen Auftrengungen gewachsen sein. Die hessische Fabrifinspektorin teilte mir mit, sie halte offizielle Petition wurden 14 800 Unterschriften gegeben. Die Einnahmen der Sprechstunden überhaupt nicht mehr ab. Dagegen hätte sich die Mitgliedschaften betrugen 4209 Mt. Sitte eingebürgert, daß die Arbeiterinnen fie privatim aufsuchten, um ihr Herz auszuschütten. Mit den männlichen Arbeitern kann man - Die preußischen Verfrommungsverordnungen, die das leicht mittels der Gewerkschaften Fühlung erlangen. Die Frau kann Abg. Dr. Lueger: Da fönnen Sie noch lange warten! Abhalten von Versammlungen an Sonn-, Feste und Bußtagen zu aber nicht kollektivistisch angefaßt werden. Von den 60 000 badischen Abg. Malik: Warten Sie mur, schöner Start! Abg. Steiner( zum Abg. Malit): Schöner wie Sie ist er noch gewiffen Zeiten verbieten wollen, find vom Kammergericht vor einiger Arbeiterinnen find nur 15 organisiert. Zeit für ungefeßlich erklärt worden. Trotzdem wurde den Genossen Der Fabrikinspektorin steht noch ein großes Arbeitsfeld in Ausalleweil und gescheiter auch! in Ponarth bei Königsberg i. Br. vom dortigen Polizeipräsidenten sicht: die strengere Bewachung der Konfektionswerkstätten, der Ateliers eine Versammlung verboten, die am Totensonntag stattfinden sollte. der großen Warenhäuser, der Hausindustrie. Auch das Schutzgesez Abg. Steiner stürzt mit geballter Faust auf Dr. Schalk los und Die Verfügung stüßt sich ausdrücklich auf eine solche Verfcommungs- für Kinderarbeit wird viel Arbeit bringen. Bei der weiteren Ausschreit: So ein grüner junger Advokat, der noch naß hinter den verordnung des Oberpräsidenten vom 7. 12. 96. Charakteristisch bildung der weiblichen Fabritinspektion dürfte es sich empfehlen, Ohren ist, will über Ehrlichkeit urteilen!" Es scheint, als ob es ist der Schluß der Verfügung: eine akademisch gebildete Inspektorin anzustellen und ihr Hilfszwischen Dr. Schalk und Steiner zu einem Handgemenge kommen follte. Da packt Abg. Seit den Abg. Steiner bei der Brust und drängt ihn zurück. Abg. Dr. Schalt: Aber weniger ehrlich! Abg. Strobach( zum Abg. Dr. Schalt): Sie sind gar kein Advokat, Sie sind ein Burich! Abg. Dr. Schalt( zum Abg. Strobach): Sie Hausknecht! Abg. Strobach: Dummer Kerl! Allmählich legt sich der Lärm, und Abg. Breiter, der das Wort zu einer thatfächlichen Berichtigung erhalten hat, kann sich vernehmlich machen. Polizeiliches, Gerichtliches usw. in Königsberg sigt, also vielleicht wenige Minuten vom Amts- gestellt. Beitungsnachrichten zufolge foll das königliche Rammer- fräfte aus den Streifen der Arbeiterinnen zur Seite zu stellen. gericht neuerdings im gegenteiligen Sinne entschieden haben. Nach diesem beifällig aufgenommenen Referat erhielt Fräulein Amtlich ist diese Entscheidung bisher nicht zur Dose, Vertrauensperson der sächsischen Fabrik- Inspektion fo Kenntnis gekommen." lautet der offizielle Titel- das Wort. Die einen Kneifer tragende Es wäre intereffant zu erfahren, wie der amtliche Weg bei der sehr refolute Dame führte etiva folgendes aus: Benachrichtigung der Behörden in solchen Fällen beschaffen ist. Es Seit 1900 hat jede der fünf sächsischen Streishauptmannschaften steht nämlich fest, daß der Oberpräsident der Provinz, der ja auch eine weibliche Vertrauensperson für die Fabrikarbeiterinnen anpalaste des Herrn Polizeipräsidenten entfernt, auch schon Von regelmäßigen Revisionen der Betriebe, in denen Aramtlich Kenntnis hat von der Kammergerichts- Entscheidung. beiterinnen thätig sind, ist keine Rede. Nur die KreishauptmamiIst doch bereits auf Grund ihrer ein Versammlungs- schaft Dresden macht eine Ausnahme. Ich durfte in den Fabriken Die Jnterpellation wegen der Konzentrationslager. Nach verbot für Tilsit durch das Ministerium aufgehoben worden Befuche machen. Nur hierdurch war es mir möglich, die Arbeitseinem Telegrann der Frankf. 8tg." aus Büffel nahm der Minister und diese Verbotsaufhebung hat ihren Weg über das Ober- verhältnisse der Arbeiterinnen durch eignen Augenschein kennen zu Ich fann nicht über schlechten Besuch meiner des Aeußeren die Interpellation van der Velde betreffend die präsidium genommen. Mangelt es dem Oberpräsidenten vielleicht lernen. Mir find 277 Betriebe mit 2600 Konzentrationslager in Südafrika an. Die Kammer be an Schreiberpersonal, um den entsprechenden Erlaß an den Polizei- Sprechstunden klagen. schloß mit allen Stimmen gegen die gemäßigten Liberalen die präsidenten auszufertigen oder mangelt es an Boten zur Bu- Arbeiterinnen unterstellt. Meine Sprechstundenzahl beträgt fünf in baldige Ansehung dieser Jnterpellation. stellung? der Woche. In der Zeit vom September 1900 bis jetzt wurde ich Belgien. = = von 74 Arbeiterinnen besucht. Die Beschwerden waren der Art, daß Sekretariat mit einem befoldeten Beamten zu eröffnen. Das werbegerichtswahlen das Proportional System einführen fie auch ein Beamter hätte entgegennehmen können. Wir müssen aber Sekretariat foll mit den einzelnen Arbeiterausschüssen und den zu soll oder nicht. Dem Magistrat lagen bereits verschiedene Gesuche mit der Eigenart der Frau rechnen, die sich zehnmal lieber einer Frau ständigen Organisationsleitungen konferieren, die Wünsche der Ar- wie von Christlich- Socialen, Hirsch- Dunder- Organisation usw. als einem Mann anvertraut und ihr Herz ausschüttet. Sehr oft beiter hierbei feststellen und die bezüglichen Eingaben an die Betriebs- um Einführung der Proportionalwahl vor. Bemerkenswert erscheine, bin ich von den Arbeiterinnen belogen und betrogen worden. leitungen für die Arbeiterausschüsse anfertigen. Lehnen die tech- daß die Berliner Socialdemokraten feineswegs für die Proportionals Wir find in Sachsen auch sehr unselbständig. Wir dürfen nur nischen Leitungen die Forderungen der Arbeiterausschüsse ab, fo wahl feien(? Red. d. V.), obgleich sie durch eine solche nur einen Vorrevisionen machen und dann kann es passieren, daß der männs sollen diese mit Unterstügung des Sekretariats an die zu großen Vorteil hätten. An Arbeitnehmerbeifizer- Stellen würden fie liche Beamte, der nicht den Scharfblic hat, nachträglich unsre ständigen Deputationen, den Magistrat und eventuell an nur verschwindend wenig verlieren, umsomehr aber an ArbeitgeberBeanstandungen nicht billigt. Wichtig ist für uns die Sicherheit das Stadtverordneten Kollegium gehen. Ferner ist dem beisiger Stellen gewinnen. Während sie zur Zeit unter 210 der des Auftretens. Die Mißstände, die ich in der Konfektionsindustrie Sekretariat die Aufgabe zugewiesen worden, an die Tagespresse legteren Stellen mur 29 inne haben, würden sie bei dem aufgedeckt habe, sind sehr verhängnisvoll nicht nur für über die Vorgänge in den einzelnen Betrieben zu berichten und neuen System auf etiva 70 emporschnellen. Er( Redner) die Gesundheit der Arbeiterinnen, sondern für das Wohlergehen der eventuelle notwendige statistische Erhebungen bezüglich der Zustände in empfehle namens des Vorstandes den Versammelten, gegen Gesamtheit. Ich ermittelte, daß in einem Falle das Personal zwei den städtischen Instituten zu veranstalten. Auch soll das Berliner Setre- bie Proportionalwahl zu protestieren. Der Vorstand Tage und eine Nacht mit Ausschluß der Mittagspause beschäftigt tariat darauf achten, daß die Bestimmungen des Pensions- und Hinter- wird nach lebhafter Debatte durch einstimmigen Beschluß beauftragt, wurde. Bei dem langen Arbeiten bis in die Nacht versäumen die bliebenen- Reglements von den städtischen Behörden respektiert werden. an den Magistrat eine Eingabe zu richten, in welcher aus Selbsts auswärts wohnenden Mädchen den Bahnanschluß und verbringen Erst vor wenigen Wochen hat die städtische Markthallen- Verwaltung erhaltungstrieb mit aller Energie gegen die Proportionalwahl Front dann die Nacht bei einer Freundin auf dem Sofa oder auf den Versuch gemacht, einen älteren Arbeiter, der wegen dauernder gemacht werden soll. Weiterhin empfiehlt der Vorstand, daß die biseinem Stuhl fizend. Mittagspausen werden wenig eingehalten. Arbeitsunfähigkeit entlassen wurde, ohne Ruhegeld abzuschieben. Die herige Zusammenfassung der Wähler durch Eintragungen abgeschafft, Da die Konfektionsindustrie keine eigentliche Saisonarbeit ist, so Organisation nahm sich dann der Sache an und hat jetzt der be- und statt dessen die Aufstellung der Wählerlisten dem Magistrat überwird die Ucberanstrengung zur Regel. Es wird nötig sein, auch die treffende Arbeiter von der Markthallen- Deputation sein ihm laffen werden soll. Der Vereinsvorstand wird beauftragt, auch in Kleinbetriebe der Fabrikinspektion zu überlassen. zustehendes Ruhegeld angewiesen erhalten. Auch soll dieser Angelegenheit an den Magistrat zu petitionieren. In der Debatte machte Redacteur Genosse Nietzsche darauf das Sekretariat organisatorisch unter den städtischen Araufmerksam, daß nicht nur die Arbeiterinnen, sondern auch die beitern wirken, die bisher Zum Versammlungsbericht der Barbiergehilfen ersucht der noch dem Gemeinde ArbeiterArbeiter die Sprechstunden der Fabrik- Inspektoren wenig besuchen. Verband fern stehen. Von den 12-1800 Straßenreinigern ist z. B. Unterzeichnete um Abdruck folgender Erwiderung: In dem VerGenosin'Kähler fand, die öffentliche Beschuldigung der Arbeiterinnen, auch noch nicht ein Einziger organisiert. Wie rückständig diese Zeute Sammlungsbericht vom 11./11., abgedruckt in der Nummer 266 am zu lügen und zu betrügen, sei wenig geeignet, Fräulein Dose das find, geht unter Anderem daraus hervor, daß dieselben bei den legten 18./11., sagte der Referent im Schlußwort, daß sich mein StandVertrauen der Arbeiterschaft zu erringen. Sie teilte dann mit, daß Stadtverordneten- Wahlen Flugblätter für die liberalen Kandidaten punkt dadurch erklären lasse, daß ich von der Gehilfenorganisation ein Arbeitgeber Arbeiterinnen, die nicht gleich nach vier Wochen nach verbreiteten. Ebenso stehen die Arbeiter der Irrenhäuser und der ausgeschlossen und eine Fühlung mit den Meistern suche". Inzwischen ihrer Niederkunft die Arbeit aufnehmen, entlasse. Der Arbeitgeber Gartenverwaltung noch gänzlich der Organisation fern, auch die ist in einer Berichtigung der Freien Vereinigung gefagt worden, berufe sich dabei auf den Paragraphen der Gewerbe- Ordnung, der vielen Schreiber 2c., welche in den Bureaus beschäftigt werden, find daß ich in keiner Weise mit ihnen in Verbindung stehe. Dies war meistens unorganisiert. Leider besitzen diefe Elemente einen großen überflüssig zu sagen, da mir nichts ferner liegt, als bei irgend Eine Fabrikarbeiterin erklärte, wie die Lügen der Berufsdünkel, obgleich fie schlechter entlohnt werden, als die ge- welchen Koporationen oder Personen„ lieb Kind" zu sein. Meine Arbeiterinnen manchmal zu stande kämen. Ausführungen waren der Ausfluß der Gehässigkeit, Eine Arbeiterin meldete wöhnlichen Handarbeiter. Die Erfolge aber, welche die Organi Frl. Dose einen Mißstand. Frl. Dose kam mum in die Fabrik und fation in den anderen Berliner städtischen Betrieben bisher aufzu- sondern es war meine ehrliche Ueberzeugung, wenn ich den Kollegen fragte die Arbeiterin in Gegenwart des Principals, welche Mißstände weisen gehabt hat ungefähr 2500 städtische Arbeiter sind abriet, allzu kampfes- und siegesfroh zu sein in einer Zeit schweren vorlägen. Natürlich leugnete diese num alles ab. bereits hier organisiert-berechtigen zu der Hoffnung, daß auch wirtschaftlichen Niederganges, und da nach meiner leberzeugung In ihrem Schlußwort ließ sich Frl. v. Richthofen über. die die genannten Kategorien in nicht allzu ferner Zeit die Notwendig- nicht das Recht vollständig auf unsrer Seite ist, so hatte ich doppelten Gehaltsfrage aus. In Preußen erhalten die Fabrifinspektorinnen leit der Organisation einsehen werden. Grund, vor irgend welchen Maßnahmen zu warnen, mit denen man 1800-2400 m., in Württemberg 2400 M. und 200 M. Wohnungsnotwendigerweise die Interessen der Kollegen schädigen müsse. geld. In Berlin 2000 M. Man werde sie aber einem Fabrikinspektor mit der Firma Günther u. Schoedel find beigelegt. Kleine Mitteilungen. Die Differenzen der Nabigpuzer Betreffs meines Ausschlusses aus der Organisation erkläre ich, daß Semnächst gleichstellen. Diese erhalten 2000-4500 W. and 600 M. Filiale Weißensee des Holzarbeiter Verbandes wählte Arbeitslosigkeit nicht decken konnte. Die er nur erfolgt ist wegen restierender Beiträge, welche ich durch lange Ob ich mich in andrer Weise Wohnungsgeld. Dem Diskussionsabend wohnte der Gewerbe- Inspektionsrat se irschner. als Delegierte für die Gaukonferenz die Kollegen Schröder und gegen den Verband vergangen habe, wird eine gegen mich einHübler bei.; zuleitende Untersuchung ergeben. K. Lubert. Deutsches Reich. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Verrückenmacher ( 8weigverein Charlottenburg). Versammlung abends 10 Uhr, Bismardstraße 34 bei Wernice. „ Es werde Licht!" Verein zur Unterhaltung und Belehrung. Heute abend 81/2 Uhr, Dresdenerstraße 45: Versammlung. 1. Vortrag des Genossen Ludwig Bartels über:" Die Schule, Wissen und Bildung. don abschreckenden Krankheiten Handele.( Heiterkeit.) Aus Industrie und Handel. Amerikanische Projekte. Der Zusammenschluß bedeutender amerikanischer Eisenbahnen durch die Morgan- Gruppe steht natürlich im engen Busammenhang mit den Bemühungen, englische Schiffahrtsgesellschaften unter Kontrolle dieser Finanzgruppe zu bringen, so daß, berücksichtigen wir die gleichen Versuche in Bezug auf die deutschen Gesellschaften, die Absicht hervortritt, das überseeische Verkehrswesen unter den Einfluß dieses Gründerkönigs zu bekommen. Ueber die eigentlichen Absichten dieses Konsortiums fursieren die verschiedensten Gerüchte, die auf ihre innere Berechtigung nach nicht geprüft werden fönnen; intereffant ist aber, was der New Yorker Korrespondent des Berl. Tabl." hierüber schreibt: 3 Bei der Gewerbegerichtswahl in Anhalt wurden die Arbeitnehmer- Kandidaten des Gewerkschaftskartells mit 838 Stimmen ohne Gegenliste gewählt. Bei der Wahl der Arbeitgeberbeisiger unterlag die Liste des Gewerkschaftskartells mit 35 gegen 80 gegnerische Stimmen. Ausland. Eisenbahner- Streit in Amerika. Die Weichensteller, welche der Union angehören, find in pittsburg in hen Ausstand getreten. Dieselben verlangen höhere Löhne. Der Ausstand betrifft alle in Pittsburg einmündenden Eisenbahnen mit Ausnahme von zweien. Sociales. " nicht " Verein zielbewußter Händler und Geschäftsinhaber. Den Mits gliedern zur Nachricht, daß die Versammlung im Dezember ausfällt. Theater. " vorsteher. Beide find aber gealtert, und leider nicht, nur nach Der Streik der Gasarbeiter in den lombardischen Städten dauert fort. In Mailand haben die Arbeiter folgende Forde rungen aufgestellt: achtstündigen Arbeitstag mit Schichtwechsel, für die Heizer einen Lohn von 150 Fr. pro Monat, für die übrigen Deutsches Theater. Der rote Hahn", Tragikomödie in Arbeiter 90-120 Fr., für alle ständigen Arbeiter 8 Tage Urlaub pro Jahr und den 1. Mai als Feiertag. In Sampierdarena 4 Atten von Gerhart Hauptmann. Gestern, Mittwoch, abend „ Die New Yorker Reeder Hoffen sehr stark auf das Zustande- werden, wie schon mitgeteilt, Soldaten neben Streitbrechern be- fand die lang erwartete Premiere des neuen Hauptmannschen kommen der Dampfersubventionsbill im nächsten Kongreß, die es fchäftigt, die aber im ganzen nur wenig produzieren. Der Deputierte Dramas statt. Dasselbe knüpft an ein Werk aus des Dichters fräftigster auch für amerikanische Unternehmer lohnender machen würde, Chiesa wird das Ministerium wegen der Beschäftigung von Soldaten Schaffensperiode, an die lustige Komödie von dem gestohlenen Schiffe zu befizen. Die Eisenbahntönige müffen mm be- interpellieren. Biberpelz, an. Wieder begegnen wir der Mutter Wolffen und sorgen, daß sich im Hinblick auf die Subventionen neue ReedeHerrn von Wehrhahn, dem berühmtesten aller preußischen Amtsreien bilden, die zunächst nicht von ihnen kontrolliert werden. Im Hinblic hierauf scheinen sie ihren Einfluß darauf zu verwenden, der Chronologie des Stückes. Die neuen Züge, die man im Bilde in die Bill eine Bestimmung hineinzubringen, daß auch im Ausder Figuren erwartet hatte, blieben aus, oder, fie verfehlten, da wo der lande gebaute, ja vielleicht unter ausländischer Flagge fahrende Schiffe der Prämie teilhaftig werden, wenn sie nur zu mehr als Dichter den Ansatz zu einer Weiterentwicklung etwa versucht hatte, der Hälfte amerikanischem Kapital gehören. Und da ergiebt sich doch die Wirkung. Aus der verschmigten liebenswürdigen Gelegenheitseine Vermutung, die ich freilich nur zögernd ausspreche, die aber diebin des Biberpelzes" ist eine arg gewiffenlose Intrignantin und doch zu nahe liegt, um unausgesprochen zu bleiben. Morgan hat bereits eine ziemlich bedeutende atlantische Flotte an Ein neues Musterftatut für Gewerbegericht ist dem Ver- Brandstifterin geworden. Das Stück zerfließt zu breiter Milieugekauft, mit der White- Star- Linie schweben wahrscheinlich begriffen und soll in einigen Wochen veröffentlicht werden. Eine einem ziemlich lebhaften Applaus. Nach dem vierten setzte die Opposition, nehmen nach im preußischen Handelsministerium in Ausarbeitung schilderung ohne Spannung. Der zweite und dritte Att brachten es zu das ist freilich mehrfach bestritten worden, aber das Gerücht erhält sich gleichwohl-, und wenn Aenderung der gegenwärtig geltenden Statuten ist durch die Gewerbe- mit lebhaftem Zischen ein. Der Dichter konnte einigemal erscheinen. nun alle die Schiffsgesellschaften, die außer den deutschen den Ver- gerichts- Novelle vom 30. Juni d. J. notwendig geworden, sodaß das Das Spiel, obwohl das Werk mur wenig dankbare Aufgaben stellt, kehr zwischen Amerika und Europa vermitteln, subventioniert Muſterſtatut von 1890 nicht mehr anwendbar erscheint. Der neue war ausgezeichnet. Die Hauptrollen lagen in den Händen von Frau kehr zwischen Amerika und Europa vermitteln, subventioniert Entwurf wird namentlich auch Ausführungsvorschriften zur An von Boellnitz( Mutter Wolff), Sauer( v. Wehrhahn), Rittner nnd werden: wo bleiben da die deutschen Linien? Steht nicht ein großer Einnahmeausfall in Aussicht? Vielleicht ist den wendung der Verhältniswahl bei der Wahl der Arbeitgeber und Albert Bassermann. Wir kommen auf das Stück ausführlicher Arbeiter- Beifizer(§ 15 des Gesetzes) enthalten. Die Gemeinden, deutschen Gesellschaften der Uebergang eines Zeiles ihres Grundkapitale in amerikanischen die bereits eine Aenderung ihrer Gewerbegerichts- Statuten in AnBesiz gar nicht so unerwünscht; denn dann fallen griff genommen haben( so Frankfurt a. M. Offenbach a. M., Gelsenvielleicht follte eine entsprechende Bestimmung in die Sub- irchen, Charlottenburg u. a.), dürften gut thut, mit den endgültigen ventionsbill hineinkommen auch für sie einige Subsidien ab." Entschließungen bis zum Erscheinen des Musterstatuts zu warten. Eine Baupolizei Verordnung, die Schutzvorschriften zu Die Reichsbank hat in der letzten Wochenübersicht eine uns Gunsten der Bauarbeiter enthält, ist für die Stadt Köln erlassen gewöhnlich hohe Zunahme des Effektenkontos von 91 982 000 M. zu verzeichnen. Wahrscheinlich handelt es sich um die Annahme von Reichsschapscheinen. Beachtenswert ist ferner die Zunahme der Girofonten um 134 767 000 M. Der Gesamtbetrag dieser Konten beläuft fich auf 659 153 000 m. gegen 251 733 000 m. im Vorjahre. Das Ueber die geverbsmäßige Beschäftigung von Schulkindern sind Anwachsen dieser Konten ist ein Beweis dafür, welche große Summen in Chemniß Erhebungen angestellt worden, über die der bei dem geschäftlichen Stillstand aus dem Verkehr gezogen sind. Schuldirektor Tippmann nach einem von ihm in einer Die Anlagepapiere sind in beträchtlicher Höhe aus dem Privatbesitz Lehrerkonferenz gehaltenen Vortrage im" Chemnizer Tageabgestoßen. blatt" berichtet. Danach sind 1306 Schulkinder täglich länger wie sechs Stunden gewerblich beschäftigt. Darunter Aus dem oberschlesischen Industriebezirke wird uns ge- befinden sich 32 im Alter von 6 bis 9 Jahren. Die Beschäftigung schrieben: Die Zahl der Arbeiter in der oberschlesischen Montan- dauert bis zu 13 Stunden täglich; dazu mur 24 Stunden Schulindustrie tann auf 130 000, die der sonstigen Arbeiter auf 30 000 ge- unterricht wöchentlich gerechnet, ergiebt das wöchentlich über schätzt werden. Von den letzteren sind bedeutend mehr arbeitslos, 100 Stunden. Ueber die Zahl der weniger wie 6 Stunden als von den ersteren, wobei allerdings zu beachten ist, daß auf Arbeitenden wird nichts angegeben. Dabei wurden eine ganze Hüttenwerken statt der Entlassung der Arbeiter die Verminderung Anzahl Fälle festgestellt, wo die Kinder schon um 3 oder 4 1hr früh der Arbeitstage, bis auf 4 in der Woche, und der Arbeitsstunden mit der Arbeit beginnen müssen. 1364 waren noch nach 7 Uhr ( auf 8 und weniger) eintritt, wenn die Beschäftigung der Werke sich abends beschäftigt. worden. = Kindermord. Dersammlungen. zurück. dt. Lehte Nachrichten und Depeschen. Die Heffelung unsres Parteigenofsen Bredenbeck in Dortmund stand in der gestrigen ordentlichen Versammlung des Vereins Verliner Presse auf der Tagesordnung. Nach eingehender Erörterung, in der sämtliche Redner das bekannte Vorgehen der Polizei in schärfsten Ausdrücken verurteilt hatten, nahm die Vers fammlung unter dem Vorsitz des Herrn Kammergerichtsrats Wichert folgende Resolution an: „ Der Verein„ Berliner Presse", dem Schriftsteller aller Parteischattierungen angehören, legt entschiedensten Protest gegen die inhumane schimpfliche Behandlung ein, die dem Redacteur der Rh.- Westf. Arbeiter- Zeitung" durch die Polizeibehörde widerfahren ift. Der Verein„ Berliner Preffe" sieht in diesem Vorfall eine Herabwürdigung des gesamten Schriftstellerstandes und verlangt von den deutschen Behörden, daß sie, wie in andern Kulturftaaten üblich ist, einen Unterschied in der Behandlung machen zwischent Journalisten, die wegen Berufsvergehen in Auflagestand versetzt find, und gemeinen Verbrechern." Ferner wurde beschlossen, diese Resolution an das Abgeordneten Haus, das Herrenhaus, den Reichstag und das preußische Staatsministerium abzusenda, desgleichen soll sie sämtlichen Breffevereinen zur Annahme empfohlen werden, auch richtet der Verein an die deutsche Zeitungswelt das Ersuchen, sich der Resolution anzuschließen. vermindert. Am geringsten scheint die Arbeitslosigkeit im Bergbau Ueber die Wirkung solcher mörderischen Ausbeutung der Kinder zu sein, wo von Beschränkungen des Betriebes noch gar nichts zu auf ihre Gesundheit braucht kein Wort verloren zu werden. leber merken ist. Im Erzbergbau merkt man von Arbeitslosigkeit nichts. Die Wirkung auf den Schulunterricht sagt der Lehrer: Auch auf Zinkhütten nicht, hier herrscht höchstens fünftliche Arbeits-" Mangelnder Hausfleiß und vor allem die fast völlige Unfähig losigkeit für einheimische Arbeiter wegen Vorliebe der Verwaltungen teit zu einer regen Anteilnahme am Unterricht sind die Hauptfür Galizier, die für Einheimische sogar die allgemeine Wohnungs- übel. Durch dieselben wird die Thätigkeit in unsrer einfachen not verschlimmern, da die Galizier die sogenannten herrschaftlichen Volksschule, insbesondere in den Oberklassen derfelben, in denen Die Missionare des Plünderns. Häuser bevölkern. Man befürchtet Zunahme der Arbeitslosigkeit, da 87, 83, 79, 77, 75, 72, 69, 64 2c. Prozent der Schüler erwerbs Paris, 27. November.( B. H.) Der französische Ges fie sonst bereits schlimmer sein soll, als hier und eine Ansteifung mäßig beschäftigt sind, in so hohem Maße erschwert, daß ein befandte in Beting bestätigte in einem Jnterview, daß eng wohl erfolgen wird. friedigendes Arbeiten und ein völliges Erreichen der Biele auch lische Missionare von Ende August bis September 1901 ge Kohlenpreise und Großgewerbe. Die Hauptversammlung für den tüchtigsten und fleißigsten Lehrer zur Unmöglichkeit wird." plündert haben, auch zwei französische Missionare des Vereins schlesischer Papierfabrikanten nahm folgende Erklärung hätten sich beim Plündern hervorgethan. an: Der Verein erblickt die Gründe für das Daniederliegen der gewerblichen Thätigkeit nicht so sehr in dem mangelnden Bedarf als Paris, 27. November.( W. T. B.) Der Deputierte Berry in dem schweren Mißverhältnis der Rohstoffpreise zu den Preisen Der ,, Verein der Arbeitgeber: Beifiter des Gewerbegerichts hat dem Minister des Aeußern Delcassé schriftlich mitder Fertigerzeugnisse; er betrachtet deshalb die seitens der Stohlen zu Berlin" beschäftigte sich in seiner am Montagabend stattgehabten geteiit, daß er ihn über die Weigerung des Verwaltungs gruben fünstlich hochgehaltenen Kohlenpreise, wodurch die Unter- Versammlung mit der am 1. Januar 1902 in Kraft tretenden rates des Haager Schiedsgerichtshofes zu inters nehmungslust allenthalben zurückgehalten wird, als eines der wesent- Novelle zum Gewerbegerichts- Gesez. Den Ver- pellieren beabsichtige, die Klagen der Vertreter Transvaals und lichsten Hindernisse für die Aufbesserung der augenblicklichen ungünstigen handlungen wohnten die Stadtverordneten Herren Litt des Oranje- Freistaats über fortwährende Verletzung der Kriegsgesetze Wirtschaftslage." mann und Maaß bei. Der Vereinsvorsitzende, Herr Ingenieur zu prüfen. Brüffel, 27. November.( B. H.) Das hiesige Aus. Außenhandel Frankreichs. Nach den amtlichen Anschreibungen Bernhard, sprach sich über das neue Gesetz sehr anerkennend aus bewertete sich die Einfuhr nach Frankreich in den ersten zehn Monaten und hob insbesondere die wichtigkeit des Zwanges zum Erscheinen wärtige Amt hat von der deutschen Regierung erwirkt, dieses Jahres auf 3 934 289 000 Frant gegen 3 877 548 000 Frank vor dem Einigungsamt hervor; dieser sei geeignet, tiuftig- daß der gollsatz auf aus Belgien nach Deutschland eingeführte hin manchen Ausstand zu verhüten. Nur hinsichtlich der Holzschuhe von 18 M. auf 3 M. reduziert wird. in dem gleichen Zeitraum des Borjahres. Die Ausfuhr erreichte zwvangsweisen Errichtung der Gewerbegerichte hätte man Antwerpen, 27. Nov.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) einen Wert von 3 430 899 000 Frant gegen 3 365 245 000 Frank in nicht die Einwohnerzahl, sondern die Zahl der gewerblichen Arbeiter Der feinerzeit von der Zollbehörde in London angehaltene den Monaten Januar bis Oktober 1900. am Orte als maßgebend bestimmen müssen. Hierauf geht Redner Dampfer, Ban Kigs" ist hier eingetroffen, um 4000 isten auf das nach dem Gesez neu zu schaffende Orts statut für das Munition, 1000 Stiften Flinten und 1000 Sad Stohlen einzunehmen. Berliner Gewerbegericht ein. Hier sei die Hauptaufgabe Wie es heißt, ist er für die kolumbischen Aufständischen bestimmt. des Vereins, Einfluß auf die Regelung des Wahlverfahrens auszu Haag, 27. November.( W. T. B.) Die Regierung hat die mit üben. Vortragender meint, daß sich das bisherige Wahlsystem nach Ende 1904 ablaufende onzession der Niederländischen Kommunal- Wahlbezirken, und zwar bei jeder Wahl zu einem Bant aufgehoben, da sie nicht gewillt ist, die sonst stillDie im Gemeindearbeiter- Verband organisierten Arbeiter Drittel der Gesammtheit, gut bewährt haben. Das Hauptgewicht fchweigend 10 Jahre weiter laufende Kouzeffion ohne Abänderung haben beschlossen, mit dem 1. Januar 1902 in Berlin ein eignes legt Herr Bernhard auf die Frage, ob man in Berlin für die Ge- bestehen zu lassen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Hr. 278. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerstag, 28. November 1901. Tesen: Er lautet: Reichstag. Präsident Graf Ballestrem: mich als Juristen steht fest, daß man entweder annehmen muß, Was die zweite Frage anlangt, welche Maßregeln der Reichskanzler Blaskowitz habe im Zustand der Unzurechmungsfähigkeit gehandelt, so zu ergreifen gedenkt, um Zweifämpfen unter Offizieren mehr vorzudaß Absicht und Bewußtsein der Beleidigung nicht angenommen werden beugen, so liegt meines Erachtens die Abhilfe darin, daß die Order 98. Sigung vom Dienstag, den 27. November 1901, fonnte; oder aber, wenn man das nicht annehmen wollte, so hat doch vom 1. Januar 1897 in vollem Maße durchgeführt wird, und nach nachmittags 1 hr. Lieutenant Blastowig ausschließlich gehandelt unter dem Eindruck dem Vorgange, den ich eben erwähnt habe, ist hierauf mit Sicherheit om Bundesratstische; v. Goßler: des Uebermaßes geistiger Getränke. Für ein Motiv der Beleidigung zu rechnen. Ich wüßte auch nicht, welche Ergänzung zur allerAuf der Tagesordnung steht zunächst die Wahl des ersten Offizieren gegenüber, mit denen er stets in rein freundschaftlichem höchsten Order ich vorschlagen sollte, die aus den Beratungen einer Bicepräsidenten des Reichstage. Verkehr stand, fehlt jeder Beweis. Immediatkommission von Offizieren hervorgegangen ist und voll Die Hauptfrage für uns ist: Sind die allerhöchsten und ganz auf gesetzlichem Boden steht. Früher stand die Todesstrafe Ich habe Ihnen zunächst den§ 9 der Geschäftsordnung zu ver- worden?" Wir haben diese Verordnungen seiner Beit freudig zurotten vermocht. Bestimmungen vom 1. Januar 1897 eingehalten für Duelle in der Armee und auch das hat sie nicht ausIch begrüße es als wesentlichen Fort Duell in die Die Wahlen des Präsidenten, sodann des ersten und hierauf begrüßt, denn aus ihnen war der feste Wille des allerhöchsten schritt, daß die Strafbestimmungen für das des zweiten Vicepräsidenten erfolgen durch Stimmzettel nach Kriegsherrn zu ersehen, die Duelle auch in der Armee einzuschränken. Strafgesetzgebung aufgenommen sind, es ist jetzt ein gefeßlicher ( Burufe bei den Socialdemokraten: Nur einschränken!) Es Boden vorhanden. Die Offiziere sind als Bürger des Staats denabsoluter Stimmenmehrheit. Hat sich eine absolute Stimmenmehrheit nicht ergeben, so sind diejenigen fünf Kandidaten, wie bisher vorgebeugt wird", und es wird darin gewünscht, daß ein Rechte wie andre Bürger. Ich würde es gesetzlich nicht für richtig. Stimmenmehrheit nicht ergeben, so find diejenigen fünf Kandidaten, heißt doch:" Ich will, daß dem Zweikampf in meiner Armee mehr selben Strafbestimmungen unterworfen, haben aber auch dieselben welche die meisten Stimmen erhalten haben, auf eine engere Wahl zu bringen. Wird auch bei dieser Wahl keine absolute Mehrheit ers Spruch des Ehrenrats soll danach der Bestätigung des Regiments- Bürger. Die Armee ist keineswegs die Pflanzstätte des Duells. on möglich ist gefcht werden foll. Der halten, wenn man den Offizier ſchwerer treffen wollte, wie anbre reicht, so find diejenigen beiden Kandidaten, welche die meisten fommandeurs unterliegen; dieser ist berechtigt, ihn abzuändern und seiner Nach der Statistik haben stattgefunden Duelle zwischen aktiven Stimmen in der engeren Wahl erhalten haben, auf eine zweite feits Bergleichsvorschläge zu machen. Wir sind nun der Meinung, daß nach Offizieren im Jahre 18978 ist im Vergleich zu der Gesamtzahi fol ber engere Wahl zu bringen. Tritt in dieser legten Wahl Stimmengleichheit ein, so entscheidet das Los, welches durch die Hand des diesen Verordnungen hier nicht gehandelt ist. Auf denselben Stand 1900 Präsidenten gezogen wird. Bei Ausmittelung derjenigen Kandi- punkt hat sich auch ein alter Offizier in der„ Kreuz- Zeitung" gestellt. der Offiziere doch eine so minimale Zahl, daß ich für das Offizierdaten, welche nach den vorstehenden Vorschriften auf die engere infolgedessen auch niemanden beleidigen." Ebenso beißt es auch in herrscht.( Beifall rechts.) In weiten Streifen der bürgerlichen BeEr sagt:„ Ein Betrunkener handelt nicht bei Bewußtsein und kann corps den Anspruch erheben darf, daß der gute Ton bei ihm vorWahl zu bringen sind, entscheidet bei Stimmengleichheit ebenfalls den Veröffentlichungen eines Militärarztes:„ Der Betrunkene völkerung wird der Ziveikampf bei weitem nicht mit dem Ernst ausIch ersuche die Herren Abgeordneten, die anwesend find, beim fühlt sich nicht nur gestärkt, sondern wird roh, ist von einem außergewöhnlichen Kraftgefühl beseelt. Er gefaßt, wie in der Armee. Die zunehmende Gefittung und der Ramensaufruf laut und vernehmlich mit hier" zu antworten und sondern wird roh, handelt Ernst der Lebensauffassung wird mit der Zeit diese Frage von selbst den Stimmzettel in die Urne zu legen. zivecklos und unüberlegt." Wenn die Verhältnisse hier nun ihrer Erledigung zuführen. Es wäre allerdings notwendig, daß fo liegen, mußte der Ehrenrat einen Vergleich vorschlagen, und Beleidigungen schwerer bestraft würden, als bisher.( Sehr richtig! that er das nicht, so war es Sache des Regimentskommandeurs, der rechts und im Centrum.) In andren Staaten ist mit den Strafen in den lezten Tagen ja seinen Abschied erhalten hat. Inwieweit die für Beleidigungen in der Regel ein erheblicher Vermögensverlust höheren Instanzen, der Brigadekommandeur und Divisions- verbunden. fommandeur, beteiligt sind, ist nicht klar. fommandeur, beteiligt sind, ist nicht klar. das Los. Der Namensaufruf wird hierauf vorgenommen. Präsident Graf Ballestrem: Die Herren Schriftführer haben 229 Stimmen notiert, in der Urne befinden sich aber 237 Stimmzettel.( Große Heiterfeit.) Ja, meine Herren, das tommt daher, weil die Herren Abgeordneten, was ich vorhin gesagt habe, nicht immer befolgt haben. Sie haben nicht deutlich hier" gerufen, daß unter allen Umständen zunächst das ehrengerichtliche Verfahren Es ist eine sehr weise Bestimmung der Kaiserlichen Verordnung, sondern haben mehrfach beim Namensaufruf einfach ihren Zettel ab- durchgeführt werden muß, in welchem in leichteren Fällen auf VerIch glaube aber im Sinne des hohen Hauses zu handeln, wenn warningen, in schwereren auf schlichten Abschied oder Entfernung ich annehme, daß die Zahl der abgegebenen Stimmzettel das Maß- Ausgleichsverhandlungen stattgefunden oder wäre die Sache durch aus dem Heere oder dem Offizierstande erkannt werden kann. Hätten gebende ist.( Zustimmung.) Von den abgegebenen 238 Stimmzetteln ( Heiterkeit) lauten auf den Namen des Grafen Stolberg- Wernige- Entfernung des betreffenden Offiziers aus dem Offizierftande errode( kons.) 170, auf den Namen des Abg. Singer( Soc.) 46. Eine tönnen. Deshalb ist die Frage berechtigt, ob der Reichskanzler über ledigt worden, so hätte wohl auch das Duell vermieden werden auf den Herru Avg. Heine und eine auf den Herrn Abg. Graf die Gründe dieser Versäumnis Mitteilungen machen kann. Ballestrem( Heiterkeit). Ferner find 20 weiße Bettel abgegeben. gegeben. Der Herr Abgeordnete Graf zu Stolberg- Wernigerode ist somit zum ersten Vicepräsidenten gewählt. Der Abg. Graf zu Stolberg- Wernigerode( kons.) nimmt die Wahl dankend an. Es folgt die Sie lautet: Interpellation Baffermann( natl.). Ist der Herr Reichskanzler bereit, Auskunft zu geben über die Borfälle, welche zu dem am 4. November 1901 in Justerburg stattgehabten Zweikampf zwischen dem Lieutenant Blastowi und dem Lieutenant Hildebrand geführt haben; insbesondere 13 darüber Mitteilung zu machen, ob die Bestimmungen vom 1. Januar 1897 zur Ergänzung der Einführungsorder zu der Berordnung über die Ehrengerichte der Offiziere eingehalten worden sind? Welche Maßregeln gedenkt der Herr Reichskanzler zu ergreifen, um den Vorschriften, daß mehr als bisher den Zweikämpfen der Offiziere vorgebengt werden soll, wirksamere Geltung zu verschaffen? Kriegsminister v. Goßler erklärt sich bereit, die Interpellation fofort zu beantworten. Abg. Baffermann( natl.): Weiter fragen wir, durch welche Maßregeln man in Zukunft der 4, 1901 Das 4, 3, 1899 8, Ich kann dem Offizierskorps nur meine öffentliche Angriffe der Blätter mit dieser Ruhe und Vornehmheit erträgt. erkennung dafür aussprechen, daß es die oft schmählichen An( Beifall rechts.) Bei einer etwaigen Besprechung der Interpellation bitte ich auch, sich solcher Mäßigung au befleißigen. wenn Sie den Bogen zu straff zerren, dann tritt die SelbstVon einer Verschärfung der Gegensäge verspreche ich mir nichts, hilfe ein und wäre meiner Ansicht nach das Allergefährlichfte. ( Beifall rechts.) Auf Antrag des Abg. Sattler( natl.) findet eine taiserlichen Berordnung eine erhöhte Beachtung zu schenken gedenkt. statt. an und für sich sollten ja solche Vorfälle, wie der in Justerburg durch die Erziehung und die Selbstzucht des Offizierscorps ausgeschlossen sein. Es ist jammervoll, daß ein junges Menschenleben lediglich infolge von Zwistigkeiten, die auf die Erregung des Alkohols zurückzuführen sind, vernichtet werden und dieser namenloſe Jammer über die Familie und die Braut des Getöteten hereinbrechen mußte. Deshalb muß mit allen Mitteln darauf hingewirkt werden, daß die Bestimmungen der kaiserlichen Verordnung vom 1. Januar 1897 strifte zur Anwendung kommen. Wir sind stolz auf unfer Offizier corps und auf seine Leistungen in Krieg und Frieden und wollen zu unsrem Teil dafür sorgen, daß dieser gute Geist, alle Zeit in unsrer Armee erhalten bleiben möge. Deshalb müssen wir aber auch die Finger auf die vorhandenen Wunden legen und sie zu heilen voller Geltung gelangen:„ Ich will, daß den Zweikämpfen meiner suchen, damit die Eingangsworte der kaiserlichen Verordnung zu Offiziere mehr als bisher vorgebengt werde!"( Beifall bei den Nationalliberalen und rechts.) Kriegsminister v. Goßler: Besprechung der Interpellation Abg. Dr. Bachem( C.)[ bei der Unruhe im Hause schwer verständlich]: Der Kriegsminister hat eine im ganzen befriedigende Erklärung abgegeben. Wir können danach hoffen, daß bei solchen betrunkenen Geschichten in Zukunft tein Duell mehr stattfinden wird. Es ist auch zu hoffen, daß in Bakunft mit der gleichen Energie vorgegangen wird. Aber wir müssen doch fragen, wie konnte das Duell geschehen gegenüber dem flaren Wortlaut der Kabinettsorder? Wie konnte das Duell nicht principiell verworfen wird, daß man immer es der Kommandeur zulassen? fommt daher, daß noch Fälle anerkennt, in denen das Duell unsermeidlich ist. So verdienstlich die Interpellation ist, so bedauerlich ist es, daß der Interpellant sich nicht als grundsäglicher Gegner des Duells bekannt hat. Das ist eine halbheit.( Sehr richtig! im Centrum.) Relativ mag Erregung hervorrufen, weil eben der Offizierstand offen erklärte, er die Zahl der Duelle zurückgegangen sein. Jeder Fall muß aber neue seye sich in bestimmten Fällen über ein mit des Kaisers Unterschrift versehenes Gesetz hinweg. Das widerspricht dem Rechtsbewußtsein des Voltes, dem Voltsempfinden, seinen sittlichen Anschauungen.( Sehr richtig! im Centrum.) Der Herr Interpellant hat die traurige Angelegenheit in wohl wollender und gerechter Weise besprochen. Ich glaube aber den Soweit das Duell von einem Stande als Vorrecht in Anspruch Zwecken der Interpellanten nicht damit zu dienen, daß ich alle genommen wird, desto mehr verlegt es das sittliche Bewußtsein der Der Zweikampf, aus dessen Anlaß wir unsre Interpellation Einzelheiten, die nicht einmal vor Gericht zur Sprache gekommen Allgemeinheit. Es ist ein Unrecht, wenn in einzelnen Zeitungen eingebracht haben, hat mit seinen begleitenden Umständen in den find, hier anführe, und manche Nebemumstände sind auch an sich von der Trunksucht unsres Offiziercorps gesprochen wird. Auch weitesten Vollstreifen, in allen Schichten der Bevölkerung, auch in bedeutungslos. Man muß die Thatsachen möglichst klarstellen und ich habe mit Ehren als Reserve- Offizier gedient, aber Trunken Offizierstreifen, wie mir zahlreiche Zuschriften betveisen, lebhafteste dann zu dem Entschluß kommen, was hätte geschehen sollen und heit habe ich nie bemerkt. Fröhlich waren wir wohl, aber Erregung und Erbitterung hervorgerufen. Wir wünschen zu geschehen müssen. Ich schließe mich darin dem Vorredner an, daß nie betrunken.( Heiterkeit.) Gerade das deutsche Offiziersnächst vom Herrn Reichskanzler Aufklärung über die Vorgänge, das Ereignis in höchstem Maße bedauernswert ist. Der junge corps hält sich von dem deutschen Laster der die zu dem Duell geführt haben, da infolge des teilweisen Aus- Offizier, den es betroffen hat, hat bis dahin vorwurfsfrei gelebt und Truntenheit im allgemeinen ferner als andre schlusses der Oeffentlichkeit während der friegsgerichtlichen eine gute Zukunft versprochen. Stände. Wenn im Insterburger Falle korrekt verfahren worden Verhandlungen dieselben nicht allgemein bekannt geworden sind. Die Milderungsgründe, die der Vorredner angeführt hat, erkenne wäre, so hätte der Commandeur den Spruch kaffieren oder die beWeiter scheint es uns, daß die allerhöchsten Bestimmungen der Ver- ich auch an. Blasfowiz befand sich im Hinblick auf seine bevor- teiligten Offiziere hätten das Urteil des Ehrengerichts und die Entordnung vom Jahre 1897 im vorliegenden Fall nicht eingehalten stehende Hochzeit mit einem Mädchen, das er liebte, in einer hochscheidung des allerhöchsten Kriegsherrn abwarten müssen.( Sehr worden find. Zum Teil ist ihnen ja die Thatsache durch die Zeitungen gradigen geistigen Erregung. Diese muß ihn in einer Weise richtig!) Die jungen Leute standen aber unter dem Ein bekannt geworden. Es ist festgestellt, daß sich Lieutenant Blaskowig beeinflußt haben, daß er die Selbstbeherrschung verlor und sich zu druck, daß hier ein Fall vorliege, wo das Duell unvermeidlich ist. feit geraumer Zeit in einem Zustande der Erregung befunden habe, Ausschreitungen hinreißen ließ, die ihn und andre Offiziere mit ins Dieser Geist muß bekämpft werden. Daß etwas Weiteres geschehen so daß schwer mit ihm fertig zu werden war. Bei seinem Jung- Unglid geriffen haben, Offiziere, die sich in echter Kameradschaftlich muß, ericheint mir unvermeidlich. Bei der Kabinettsorder allein gesellenabschied von den Offizieren am 2. Oktober ist zweifellos feit feiner angenommen hatten, als er hilflos war. fann es kein Bewenden haben. Den jungen Offizieren muß flar ziemlich viel getrunken worden. Nach diesem Liebesmahl begab Wenn ich die Thatsachen in ihrer vollen Nacktheit darstelle, so gemacht werden, daß sie in der militärischen Karriere bleiben können, fich dann Lieutenant Blastowig nach 1 1hr noch in ein andres schicke ich die Milderungsgründe voraus. Ein junger Lieutenant wenn sie sich ganz auf den Boden des Gesetzes stellen und die christLokal in Justerburg und hat dort weiter getrunken: betrinkt sich in einem öffentlichen Lokal, er ist nicht mehr im stande, liche Lehre befolgen. Sonst kommt es immer wieder zu Duellen und Whisky, Bier, Grogt und gulegt eine Flasche Sett, nach Hause zu gehen, sondern sinkt auf der Straße zusammen. zu Voltserregung. Der Kriegsminister gehe mit sich ernstlich zu rate, um noch einmal mit diefen Getränken auf das Wohl seiner Braut Andre Offiziere finden ihn in diesem Zustand und im Gefühl der und sage uns, was er weiter thuen will. Der Offizier muß sicher anzustoßen. Dann hat er das Lokal verlassen. In der falten Luft Kameradschaft beschließen sie, sich seiner anzunehmen und ihn sein, seine Karriere nicht einzubüßen, wenn er sich nicht duelliert. haben nun jedenfalls die Getränke ihre Wirkung ausgeübt und er ist nach Hause zu bringen. Das tragische Geschick hat ge- Auf ähnliche Weise ist das Duell in der englischen Armee auf der Straße liegen geblieben. In einer Thür hockend und schnarchend wollt, daß sie ihn in diejenige Wohnung brachten, die er abgeschafft worden. Was in der englischen Armee möglich ist, haben ihn die Lieutenants N a ßmussen und Hildebrandt gefunden vor kurzem verlassen hatte, er hatte früher Albrechtstraße 5 muß in der deutschen auch möglich sein.( Lautes Lachen rechts.) Ich und ihn nach seiner früheren Junggesellemvohnung gebracht. Auf dem Flur gewohnt und war vor wenigen Tagen in seine neue Wohnung verschäße gewiß das deutsche Offiziercorps hoch und man fann es mir dort ist es zu unangenehmen Auseinandersetzungen gekommen. Es zogen. Der Betrunkene ist, als er sich in dem dunkeln Korridor nicht verdenken, wenn ich es noch höher schätze, als das englische. find zunächst Aeußerungen gefallen von seiten der begleitenden Offi- eines fremden Houses befand, störrisch geworden und dadurch sind aber um so mehr muß ich sagen, wenn die Abschaffung des Duells ziere, die derber Natur waren und beffer nicht gefallen wären. die Zwiftigkeiten entstanden. Er faßte das Benehmen der andren in der englischen Armee möglich war, muß sie bei uns um so eher Sieran haben sich dann Thätlichkeiten geknüpft, und die beiden Offiziere in seinem trunkenen Zustande als Beleidigung auf und möglich sein.( Lebhaftes Bravo im Centrum.) Offiziere haben ihn verlassen und noch in derselben Nacht Meldung suchte diese Beleidigung durch einen Schlag zu rächen. beim Ehrenrat erstattet. Abg. Schrader( freis. Vg.): So lange man aber nicht auf dem Standpunkt steht, ist, so lange daß das Duell principiell zu verwerfen nützen die schönsten Kabinettsorders nichts. Man bezeichnet das Duell nicht selten als ein Privilegium des Offiziersstandes; wenn es aber überhaupt ein Privilegium ist, dann ist es ein privilegium odiosum. In unfren Offizierstreifen giebt es sicherlich eine große Anzahl von Personen, die der Ueberzeugung find, daß das Duell tein Mittel ist, die verlegte Ehre wieder herzustellen. So wie die Dinge jetzt liegen, ist der Geforderte, auch wenn er Gegner des Duells ist, gezwungen, die Forderung anzunehmen. Es wäre gar feine Unzuträglichkeit zu befürchten, wenn das Duell in der Armee volls ständig verboten würde. Die Ehre eines Offiziers wird viel besser Kameraden gebildeten Gericht. Keine schwerere Bestrafung des Angewahrt, wenn eine Beleidigung gefühnt wird vor einem aus greifers, feine beffere Rechtfertigung des Angegriffenen tönnte es geben, als wenn erklärt würde, der Angreifer ist nicht würdig, der Armee anzugehören. Wenn wirklich der Wille vorhanden ist, mit dem Duellumfug aufzuräumen, dann find ernsthafte Schivierigs teiten nicht vorhanden. uns zu beseitigen, als Viel leichter ist das Duell bei es in England seiner Zeit möglich war. Sowie verordnet wird, daß bei Strafe sofortiger Rasfation fich fein Offizier mehr duellieren darf, ist mit diesem Augenblick das Duell in der Armee abgeschafft, und damit würde es auch in bürgerlichen Kreisen verschwinden. Ich kann mir keinen größeren Ruhm für unsren Kriegsminister denken, als wenn er fagen fönnte: Ich bin es gewesen, der das Duell abgeschafft hat. Dem Beispiel der deutschen würden die andren Armeen der ganzen Welt folgen. Es wäre eine große Kulturthat, die der Armee nicht schaden, sondern sie in jeder Beziehung heben würde. Der Herr Kriegsminister möge fich also überlegen, ob er nicht zu einem vollständigen Verbot des Duells schreiten will.( Beifall bei der freisinnigen Bereinigung.) antone Abg. Graf v. Bernstorff- Lauenburg( Rp.): Durch die Erklärung des Kriegsministers halten wir den Fall von Justerburg für erledigt. So dankenswert die Kabinettsorder ist, so ist doch der gegenwärtige Zustand nicht völlig befriedigend. Die = Noch näher diese Borgänge aufzuklären, würde ich für meine Bum zweitenmal hat Lieutenant Schmidt um 4 Uhr morgens Person für überflüssig halten; ich möchte doch dem Toten in keiner den Lieutenant Blastowi wiederum schlafend im Hausflur vor: Weise zu nahe treten. gefunden, und hat ihn darauf aufmerksam gemacht, daß er nicht, Ich habe keinen Zweifel, daß bei einem solchen Vorfall wie es scheint, am nächsten Tage nach Preußisch- Eylau fahren könne. die Möglichkeit eines Ausgleichs vorhanden sein muß. Es Um 7 Uhr morgens ist Blaskowitz dann nach Pr. Eylau gefahren. ist festgestellt worden durch die Vernehmung des Lieutenants Blasfowig, Sein Vater bekundet, daß er irgend welche Andeutungen über vor- daß er sich nicht erinnert hat, seine Kameraden in der Nacht beleidigt gefallene Differenzen nicht gemacht habe, sondern von einer harm zu haben, und es ist ferner von ihm die Erklärung abgegeben fosen Fröhlichkeit erfüllt gewesen sei. Noch an demselben Tage, an worden, er sei bereit, um Verzeihung zu bitten.( hört! hört! dem der Bolterabend stattfinden sollte, wurde Lieutenant bei den Socialdemokraten.) Auf diese Weise hätte ein Aus. Blaskowitz dann durch ein Telegramm nach Insterburg zurück gleich sich ermöglichen lassen müssen. Es ist insofern vollkommen gerufen. richtig nach den Bestimmungen verfahren worden, als der Die Verhandlungen haben vor dem Ehrenrat des Regiments 147 Chrenrat die Sache in die Hand genommen hat. Nach dieser Er stattgefunden. Der Ehrenrat hat einen Vergleichs flärung des Lieutenants Blaskowitz, bei der die Zurechnungsfähigkeit borschlag nicht gemacht, und so fand dann das Duel! mit zunächst keine Rolle spielte denn seine Erklärung war ja für den dem bekannten unglücklichen Ausgang statt. Lieutenant ilde Ehrenrat maßgebend war wohl die Grundlage gegeben, ihn zu brandt wurde dann zu zwei Jahren Festung verurteilt. Es ist veranlassen, die Beleidigten um Verzeihung zu bitten. Daß sich sehr bedanerlich, daß in diesem Falle die Oeffentlichkeit daran dann noch eine ehrengerichtliche Untersuchung knüpfen mußte, ausgeschlossen wurde. Ein Grund dafür ist nicht ersichtlich weil Lieutenant Blastowig die Standesehre verlegt hatte, das ver und nach dem Militär Strafgesetzbuch darf die Oeffentlichkeit mur stand sich von selbst.( Sehr richtig!) Wie dann das Ehrengericht dann ausgeschloffen werden, wenn eine Gefährdung der militärischen entschieden haben würde, ob auf schlichten Abschied oder auf Eut Intereffen vorliegt. Es wäre nur wünschenswert gewesen, wenn die fernung aus dem Offizierftande, das hätte die nähere Untersuchung volle Wahrheit zu Tage getreten wäre und dadurch weiteren ergeben müssen. Kombinationen Einhalt geboten wäre. Diefe meine persönliche Ansicht wäre von verhältnismäßig geWir beabsichtigen mit unsrer Interpellation feinerlei Erörterung ringem Wert, wenn nicht die entscheidende Stelle, der allerhöchste über die principielle Berechtigung des Duells. Darüber haben wir Kriegsherr selbst, die Sache sehr eingehend studiert in jedem Jahre verhandelt und kennen die Stellungnahme der Parteien hätte und zu der bestimmten Entscheidung gekommen wäre, daß den in dieser Angelegenheit. Ob man das Duell verwirft oder ob man Absichten und dem Sinne der allerhöchsten Order vom 1. Ja meint, es fönnten so schwere Eingriffe in die persönliche Sphäre eines nuar 1897 nicht entsprochen worden ist.( hört, hört!) Se. Menschen erfolgen, daß er sich, aus gewiffen Anschaungen herans, für Majestät haben dieser seiner Willensmeinung in der ernstesten verpflichtet hält, nicht den Rechtsweg zu beschreiten, sondern sich Form Ausdruck gegeben und find gewillt, der Autorität der Order Genugthuung auf dem Wege des Duells zu suchen, für den vor vom 1. Januar 1897 volle Geltung zu verschaffen.( Bravo! rechts liegenden Fall muß man jedenfalls sagen, daß das Duell durchaus und bei den Nationalliberalen.) Wir können Sr. Majestät nur sehr nicht nötig war. Lag denn wirklich eine so schwere Beleidigung dankbar sein, daß er uns hier mit gewohnter Energie den richtigen vor, daß fein Versöhnungsversuch angebahnt werden konnte?" Für Weg gezeigt hat. = Thatsache besteht, daß eine große Anzahl Personen eine vom Straf- fogenannte Leichenkammer", geschafft wurde, von dem andern nach jeder Duellant und Kartelträger mit schlichtem Abschied ents gejet verbotene Handlung für richtig halten. Ich möchte den Kriegs- Offizier fo fchiver durch einen Schlag getroffen worden, daß man lassen wurde. Die Mitteilung hat im Reichsboten" gestanden und minister bitten, weitere Maßnahmen in Erwägung zu ziehen. Bu es im Nebenzimmer hat flatschen hören. Dieser Vorfall spielte ist unividersprochen geblieben. Herr v. Goßler scheint davon einer strengen Bestrafung der Beleidigungen würden wir gern die sich ab in Gegenwart mehrerer fremder Offiziere, Fähnriche, Vice- nichts zu wissen. Nun jedenfalls kann er sich jetzt Aufklärung verHand bieten. Feldwebel und Reserve- Offiziere. Oberlieutenant Hoffmann hat, schaffen. Abg. Haafe( Soc.): nachdem der betrunkene Offizier, nach Hause gebracht worden war, Im Verlaufe der preußischen der preußischen Geschichte ist auch in Der Kriegsminister hat uns hier ersucht, bei der Besprechung sofort einen Kameraden beauftragt, am andren Morgen sich zu dem nachdrücklichster Weise gegen das Duell vorgegangen. Duelle find Mäßigung zu beobachten. Er hat daran eine Erklärung geknüpft, Beleidiger zu begeben. Hoffmann wollte, in der Voraussetzung, wie Mord mit dem Tode bestraft. Auch andre Staaten sind gegen und auch von Beleidigungen des Offiziercorps in der Breffe ge- daß jener in seiner Trunkenheit nicht mehr Herr seiner das Duell vorgegangen. Redner verliest eine Duell Verord sprochen. Ich kenne solche Angriffe auf das Offiziercorps in der Handlung gewesen sei, sich zufrieden geben, wenn der Be- nung Josef II. von Oestreich, worin sich dieser Monarch Presse nicht. Ich werde mich aber durch keine Drohung oder Warnung leidigerin Gegenwart von Zeugen um Entschuldigung als grundsäglicher Gegner des Duells bekennt und die abhalten lassen, das auszusprechen, was ich für notwendig halte. bitte; falls jener aber sich weigere oder absichtlich ge- Grundfäße derjenigen zu verachten erklärt, die das Duell Natürlich liegt es auch mir fern, das Offiziercorps in seiner Gesamt- handelt habe, so sollte der Kamerad eine Forderung über- rechtfertigen und verteidigen. So urteilt Joseph II. vor mehr als heit anzugreifen. Ich würde mich nur freuen, wenn der Kriegs- bringen. Das ist nicht gesagt worden. Hierauf hat der junge 100 Jahren über den Duellumfug. Wenn ein gleiches Urteil vom minister auch in andren Berufsklaffen nicht aus den Exceffen Einzelner Offizier den Oberlieutenant Hoffmann in dessen Wohnung um Ent- obersten deutschen Kriegsherrn gegen das Duell ausgesprochen würde, auf den ganzen Stand schließen möchte und mit dazu beitragen schuldigung gebeten.( Burufe: Na also! bei den Socialdemokraten.) dann kann es keinem Zweifel unterliegen, daß kein Offizier es wagen möchte, daß z. B. nicht die ganze Arbeiterklasse beschimpft wird, wenn warten Sie nur ab! Oberlieutenant Hoffmann hat die ihm dar- würde, komme, was da wolle, zum Duell zu schreiten. einmal nach jauren Wochen harter Arbeit ein Arbeiter über den Durst gebotene Hand der Versöhnung angenommen. Das ist der aften- Von verschiedenen Seiten ist heute behauptet worden, daß die trinkt und einen Erceß verübt.( Lachen rechts.) mäßig festgestellte Thatbestand. Danach hat also Hoffmann die kaiserliche Verordnung auf dem Boden des Ges fröhnt wird. bei den rat auch verpflichtet, auf schärfere Bedingungen zu achten, Abg. Munckel( frs. Bp.): die wegen einer Beaufs äußerste erregt haben. Ich stehe der Trunkenheit nicht allzu günstig gegenüber.( Heiter- Hand nicht angenommen, weil sie fie ihm gar nicht an- setzes stehe. Das ist nach meiner Auffassung nicht der Fall. feit.) Ich wünschte, daß das Trinken eine Einschränkung erführe, aber geboten wurde, sondern er hat hingeschickt und hat um Der Kaiser steht nicht über dem Gesez und hat nicht ich muß doch sagen, daß nicht nur in andren Berufsklassen, sondern die Hand bitten lassen.( Lachen bei den Socialdemokraten.) das Recht, eine Verordnung zu erlassen, die mit Gesetz und VerLeider auch gerade im Offiziercorps dem Alkohol allzusehr ge- on Treitschte nach Leipzig geschickt, der eine ehrengerichtliche weil die Verordnung das Duell unter besonderen Umständen leidet. Die Atten wurden ant den Tommandierenden General fassung im Widerspruch steht. Gesetz und Recht aber wird verlegt, Was die vorliegende Materie anbetrifft, so liegt uns besonders Untersuchung für nötig hielt, weil Oberlieutenant Hoffmann die Ve- Der Kaiser hatte nichts weiter zu thun, als das daran, die Frage principiell zu besprechen. Die Bestimmungen der ſtimmung der kaiserlichen Kabinettsorder verlegt hatte, daß unter Duell zu verbieten. Er müßte hinweisen auf das Militärkaiserlichen Verordnungen über das Duell stehen nach Unterlassung aller weiteren Schritte die Sache dem Ehrenrat zu strafgesez und einfach sagen:„ Demgemäß haben meine Offiziere unfrer Ansicht mit dem Gesetz in Widerspruch, durch welches melden fei. Hoffmann hatte die Schritte selbst unternommen.( Bu- sich nach den flaren Bestimmungen des Gesetzes zu richten, sonst das Duell verboten wird. In der Verordnung heißt es, daß der rufe links: Schrecklich! Entsetzlich!) Der Spruch des Ehren- werden sie mit schlichtem Abschiede entlassen." Ehrenrat die Bedingungen des Zweikampfes je nach der Schwere des gerichts ergab eine große Stimmenzersplitterung; fast die Hälfte Das ist der einzig richtige Standpunkt, den wir als Volksvertreter Falles bemessen soll. Kommt es zum Zweikampf, so hat der der Richter erkannte auf schlichten Abschied, sodaß der General einzunehmen haben. Wenn Sie hier den kleinen Finger reichen wollen Präsident des Ehrenrats sich als Benge auf den Kampfplak zu be- die Sache einem zweiten Regiment, das unparteiisch und un- und meinen, als oberster Kriegsherr könne der Kaiser sich über das geben und darauf zu achten, daß bei Vollziehung des Zwei- beeinflußt war, unterbreitete. Dies erkannte auf schlichten Gesetz hinwegjezen, wo kommen wir dahin? Sanner nicht dastampfes die Standessitten gewahrt bleiben.( Sört! hört! Abschied, und diesen Spruch befürwortete der General, der sich selbe bei jeder andren Gelegenheit thun? Kann er Socialdemokraten). Danach ist also. der Ehren- bei der ganzen Affaire völlig forrett benommen hat. nicht jedes andre Gesez verordnungsweise aufheben? Wir haben und dem Grundsatz zu bengen, daß auch der Kaiser dem wenn der Fall nach seiner Meinung besonders schwer Aus den Feststellungen des Vorredners geht klar hervor, daß es Gefeh unterworfen ist. Als Voltsvertreter müssen wir auf der Tiegt. Wenn ferner der Ehrenrat dafür sorgen soll, daß die Standes- sich um eine Trunkenheitsgeschichte gehandelt hat und daß der Ober- Hut sein. Ich bleibe dabei, daß die Verordnung ungefeßlich ist. fitte gewahrt" bleibt, so bedeutet das doch nichts andres, als daß der lieutenant so verständig war, sich bei dem jungen Lieutenant zu ver- der Kriegsminister zur Verantwortung gezogen werden. Da der Kaiser nicht zur Verantwortung gezogen werden kann, muß Ehrenrat nicht, wie es nach dem Gesetz seine Pflicht wäre, mit allen gewissern, daß dieser ihn im Zustand der Trunkenheit beleidigt hatte.( Herr v. Goßler, der neben dem Redner figt, lächelt.) Leider ist Mitteln den Zweikampf verhindern und unterdrücken soll, sondern Das finde ich sehr vernünftig. Er hat den Lieutenant gefragt, ob das nach der Verfassung nicht möglich. Ich möchte aber sehr gern daß er gerade noch bei dieser ungesetzlichen Handlung mitwirken er Abbitte leisten wolle und dieser hat Abbitte geleistet, Das nennt Sie oder Ihrem Vorgänger, der die Kabinettsorder gegengezeichnet soll. Was das bedeutet, daß die Standessitten gewahrt" werden der Bevollmächtigte zum Bundesrat, er hat um die Hand des hat, auf so und so viel Monate dafür ins Gefängnis schicken. sollen, haben uns ja vielfache Fälle gezeigt. Ich erinnere an den Kamera den angehalten.( Große Heiterkeit.) Beim EhrenFall des Lieutenants Döring. Vom Ehrenrat wurde dort ein Aus- gericht des ersten Regiments hatte sich eine verständnisvolle kleine( Große Heiterkeit.) So lange wir keine Minister. Berantwort gleich für unthunlich erachtet und die schwersten Bedingungen für das Mehrheit gefunden und die Sache hätte erledigt sein können. Aber unfre Rechte auf dem Papier. Das ist die größte Lücke in lichkeit haben, hat der Reichstag teine Macht, stehen alle Duell verlangt. Nach dreimaligem Kugelwechsel waren die Beteiligten der Corpskommandeur gab sich nicht zufrieden, er verwies die Sache der Verfassung. Zwar steht in ihr der Reichskanzler ist verant selbst bereit, sich zu versöhnen. Dennoch wurde verlangt, daß weiter an ein neues unparteiisches, unbefangenes nenes Ehrengericht ich geschossen werde, bis dann beim fünften Kugelwechsel der Geguer will fein anderes Beiwort mehr hinzusetzen.( Sehr gut! links) und wortlich, aber wie wir es anfangen sollen oder können, diese Berant des Lieutenants tödlich getroffen wurde. wird es flar, was der Paffus aus der Verordnung bedeutet, Interpellation nur zu dieser Klarstellung geführt hätte, so war sie Socialdemokraten.) Daß das Duell in den weitesten Kreifen, auch Durch solche Fälle dieses erkannte auf schlichten Abschied. Wenn die Besprechung der wortlichkeit auch zur Wahrheit zu machen, davon steht in der Reichsverfassung fein Wort.( Sehr richtig! bei den den Herr Baffermann merkwürdigerweise ausgelassen hat.( hört, nicht ohne Frucht. hört! bei den Socialdemokraten.)„ Der Beleidigte muß die zur Versöhnung gebotene Hand annehmen, soweit Standesebre allgemeine. Nur etwas ist noch nicht klar gestellt. Nach Beitungs- in Mißkredit geraten ist, kann niemand leugnen. Gerade in den In dem Insterburger Fall ist die Verurteilung eine da, wo es bisher eine gewisse Anerkennung fand, immer mehr und gute Sitten es zulaffen."( Sört, hört! b. d. Socialdemokraten.) berichten hätte auch einer der beiden von Blaskowig beleidigten Offiziere legten Jahren find Duelle vorgekommen, die die öffentliche Meinung Da liegt eben der Hase im Pfeffer.( Große Heiterfeit.) Sehr die Hand der Versöhnung annehmen wollen, dies sei ihm bezeichnend ist in dieser Beziehung der Fall des Oberlieutenants aber verwehrt worden. Es ist doch für die Armee keine angenehme Sache, daß wir jetzt Hoffmann in Met. Dort wurde bei einem Liebesmahle ein junger wie der Reichstag zum Duell steht, ist ja bekannt, er ist haben, und daß der Herr Kriegsminister immer wieder genötigt ist, Das würde den Fall sehr erschweren. feit fast 10 Jahren, Session für Session, hier solche Duelldebatten Lieutenant, der vollständig betrunken war, in die sogenannte Leichen einmütig, faft einmütig, gegen das Ditell Tammer geschafft. In seiner Trunkenheit stößt er dabei den Ober- Bescheidenheit war ja immer seine Bier, deshalb betrachtete er auch wenn derartige Fälle sich häufen und fortgesetzt von der Presse aller aufgetreten. unsre Anklagen anzuhören und so gut er eben fann, zurückzuweisen. Tieutenant Hoffmann an. Diefer, in richtiger Würdigung des Falls, den Erlaß der Kabinettsorder als einen großen Erfolg. Gerade Parteien in der nachdrücklichsten Weise an gewisse Institutionen nimmt weiter ruhig an dem Liebesmahl teil, macht dem Ehrenrat aber diese Kabinettsorder halte ich für die Hauptveranlassung Anzeige und schickt am nächsten Morgen feinen Kartelträger zu dem zu dem Justerburger Duell. Die Worte, die der Kollege Haaſe läßt das darauf schließen, daß Ehrbegriffen der Armee Kritik geübt wird, so Lieutenant und läßt anfragen, ob er sich an den Vorfall erinnert. angeführt hat und die der Kollege Baffermann vergessen hat an Armee nicht in Ordnung ist. Der ganze Unsinn des Duells vielerlei in der Diefer läuft sofort zu dem Oberlieutenant, beteuert, teine Ahnung zuführen( Heiterkeit), besagen, daß eine Aussöhnung nur erlaubt ist, zu haben und bittet um Entschuldigung. Der Ehrenrat erkennt, daß wenn Standesehre und gute Sitte es zulaffen. Mit der Standes zeigt sich ja schon darin, daß in manchen Fällen gar nicht der Beder Oberlieutenant durchaus richtig gehandelt hat. Darauf erwirkte ehre ist es ein eigenes Ding, die gute Sitte ist aber ein allgemein leidiger, sondern der Beleidigte selbst in dem Duell, zu dem er der kommandierende General eine Order des Königs von gültiger Begriff. Und ich kann mir den Fall nicht ausdenken, daß gezwungen wird, fällt, also grade das Umgekehrte eintritt von dem Sachsen, wodurch diese Entscheidung kassiert und die Sache vor die gute Sitte was geschehen müßte, wenn durch das Duell wirklich entschieden ein Leipziger Regiment gebracht wird. Der Erfolg war, daß Ober- leidigung un Berzeihung bittende Hand zurückzustoßen. Wenn der werden sollte, wer recht und wer unrecht hat. Und wenn wir lieutenant Hoffmann mit schlichtem Abschied entlassen wurde( Hört! Oberst des betreffenden Regiments in Justerburg die Standesebre so immer betonen: wir leben in einem Rechtsstaat, die Geseze hört! bei den Socialdemokraten), weil er zu erkennen gegeben habe, aufgefaßt hat, wie er sie aufgefaßt zu haben scheint, wer will ihm unfug mit diesem Begriffe des Rechtsstaates müssen maßgebend sein. Dann steht ber ganze Duell daß ihm eine friedliche Erledigung der Sache willkommen sei. daraus einen Vorwurf machen nach dieser Kabinettsorder. Der im schärfsten widerspruche, und die Volksvertretung hat ( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Der Oberst des Mezzer Begriff der Standesehre ist ein subjektiver und Ansichtssache. Nein, in erster Linie die Aufgabe, dafür mit aller Energie zu sorgen, daß Artillerieregiments soll dieses Resultat feinen Offizieren mit den so geht die Sache nicht. Entweder oder. Entweder das Duell Worten mitgeteilt haben:" Meine Herren, danach kann ich Ihnen muß sein oder es muß nicht sein. Infame Handlungen werden derartige feſtgeſetzte Hebertretungen der Geſetze nicht vorkommen nur raten, fordern Sie in allen Fällen mindestens auf Säbel." vom Gesetz bestraft, auch in solchen Fällen darf es nicht zum Duell dürfen. Wenn die Majorität des Reichstages nicht bisher immer eine ( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die sogenannte Standes- fommen. Es werden strengere Strafen für Beleidigungen verlangt. wenn sie fest, energisch rücksichtslos vorgegangen wäre, dann ehre ist eben etwas ganz Eigenartiges, unabhängig von der gemeinen Es ist immer bedenklich, Strafgesetze zu verschärfen. Außerdem bin würde man auch in den entscheidenden Kreisen heute ganz anders Ehre, fie pfeift auf Gesez und Recht. ich überzeugt, auch wenn etwas härtere Minimalstrafen für BeDas Duell ist unter allen Umständen das verkehrteste Mittel, leidigungen im Strafgesetz stehen, so werden sich die Offiziere so meinte Herr Krug zu Nidda, der Oberlieutenant off ber die Dinge denken.- Was den Mezer Fall betrifft, die Ehre eines Menschen wiederherzustellen. Gerade innerlich dadurch nicht vom Duell durchaus verlumpte Menschen haben sich nur deshalb Das Duell gehört bei uns zu den vornehmen Vergehen. Wer ein- ann habe gegen den§ 7 der kaiserlichen Verordnung gehandelt. eine Stellung innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft bewahrt, weil mal wegen Duells eine Festungsstrafe verbüßt hat, der hat sozusagen Hier kommt aber nicht§ 7, sondern§ 1 dieser Verordnung in Befie bereit waren im Duell einen Gegner gegenüberzutreten.( Schr einen halben Adelsbrief in der Tasche.( Große Heiterkeit.) feiten und Beleidigungen vor, die nicht alsbald auf gütlichem Wege tracht. Dieser besagt: Kommen zwischen Offizieren Privatstreitig richtig bei den Socialdemokraten.) Die Anhänger des Duells gehen Jch klage die Kabinettsorder an, daß sie den Begriff des vorstandesgemäß beglichen werden, so ist dem Ehrenrat sofort Anzeige bon einer oberflächlichen und äußerlichen Auffassung der menschlichen nehmen Vergehens noch verstärkt hat.( Sehr gut, links.) Das Ehre aus. Die Ehre ist ein innerliches Gut und beruht auf der Duell wird in ihr durch allerhand ehrenrätliche Beratungen sanktioniert. Oberlieutenant beschritten und deshalb ist er nachher mit schlichtem zu machen." Diesen Weg der gütlichen Verständigung hat der Selbstachtung, die man sich nach seinem inneren Werte zusprechen Hohe und höchste Offiziere kümmern sich um die Ehrenhändel, Abschied entlassen worden. Uebrigens möchte ich Herrn Krug zu Nidda darf. Allerdings muß auch im Zusammenleben der Menschen das muß ja einen jungen Offizier förmlich stolz machen die Ehre äußerlich geschützt werden und die Bildung und er muß denken, was er demn thut, das müsse besonders vornehm fragen, ob es wahr ist, daß nicht nur Oberlieutenant Hoffmann, von Schiedsgerichten zur Schlichtung von Beleidigungen halte sein.( Sehr richtig, links.) Und vornehm wird es verziehen! sondern auch der Oberst des Regiments entlassen ich für eine wohlthätige Einrichtung. der körperlichen Integrität des Menschen haben die Verteidiger wollten, wie sie hinterher begnadigt werden, so würde es sehr wenige find in den Jahren 1899 und 1900 zwei andre Obersten aufgeführt. Auch von dem Werte( Heiterkeit.) Wenn sich die Duellanten so gegenseitig beguadigen worden ist. In der General- Quartierliste des 12. Armeecorps des Duells eine seltsam geringe Auffassung.( Sehr gut! bei den Duelle geben. wenn übrigens diese Entscheidung in Metz auch in weitere Kreise ( Heiterkeit.) Der Ehrenrat schreibt ja das Duell Socialdemokraten.) Wir treten dem Duellunwesen mit aller Ent- nicht direkt vor, er hindert es aber nicht und wer sich nicht duelliert, gedrungen ist, so begreife ich sehr gut den Oberste n schiedenheit entgegen, weil es nicht gleichgültig sein kann, ob die erhält den schlichten Abschied. Ist es da nicht besser, man entlassen sein soll. Er hat sich jedenfalls gefagt: wenn Du des Justerburger Regiments, der neuerdings Behörden mit zweierlei Maß messen, je nachdem es sich duelliert sich, geht auf ein paar Monate auf Festung und um Mitglieder der bevorrechtigten Gesellschaftsklassen handelt, oder avanciert dann fröhlich weiter, als das man fich mit jegt in ähnlicher Weise entscheidest, wie es in Metz geschah, so nicht. Wenn die Behörden den tausendsten Teil des Eifers, den sie schlichtem entlaffen läßt.( Sehr richtig, links.) fannst Du sicher darauf rechnen, daß Du den schlichten Abin der Verfolgung und Drangsalierung von Arbeitern entwickeln, So lange das Duell als ein vornehmes Vergehen anerkannt schied erhäl st. Auf den Insterburger Fall will ich nicht näher gegen das Duellunwesen anwenden würden, so wäre das Duell längst wird, so lange wird es auch Mode bleiben.( Sehr gut!) Die Idee eingehen. Ich frage nur das eine: Ist es denkbar, daß ein junger ist aufgetaucht, man solle das Duell doch bis in die tiefsten Schichten Offizier, der unmittelbar vor seiner Hochzeit steht, mit Ueberlegung, mit Abgeordneter Baffermann hat sich in merkwürdiger Genügsamkeit des Boltes als Sitte einpflanzen.( Seiterkeit.) Wenn es da Boden Bewußtsein etwas begehen wird, das ihm notwendigerweise seine ganze mit den heutigen Verhältnissen beschieden und es als das wünschenswerte finde, werde es vielleicht in den vornehmen Kreisen aufhören.( Heiterfeit.) Existenz ruiniert? Das ist ganz undenkbar und eine ganz oberflächliche Biel hingestellt, wenn die kaiserliche Verordnung zu voller Geltung ge- Nun, das ist ein Scherz: es giebt aber ein sehr einfaches, ernſtes Mittel Psychologische Betrachtung des Vorganges hätte den Ehrenrat zu Tangte. Uns kann es nicht genügen, wenn den Duellen nur vorgebeugt" gegen das Duell. Man laffe die Klausel, die in der Kabinettsorder einem andern Resultat fihren müssen. Nun hören wir ja heute, wird, sondern wir verlangen den Erlaß einer dem Gesetz allein ent- fteht, ganz und gar fort. Man erkläre es für ritterlich, daß auch der oberste Kriegsherr dieser letzteren Anschauung, daß das sprechenden kaiserlichen Verordnung, wonach der Zweikampf unter die aufrichtig dargebotene Hand zur Verzeihung anzunehmen. bentlichste, was es mit der Ausführung solcher Ver Duell zu vermeiden war, gewesen ist. Das beweist aber nur auf das Offizieren unter allen Umständen verboten wird.( Sehr richtig! Und man entferne den aus der Armee, der bei den Socialdemokraten.) Dann würden die Ehrengerichte sich Koder der Ritterlichkeit nicht anerkennen will.( Sehr gut!) ordnungen auf sich hat.( Sehr richtig! bei den Socialwohl erst befinnen, bevor sie ein Duell für unvermeidlich erklären. Das Duell sollte uns nichts weiter sein, als eine Don Quichoterie, demokraten.) Durch solche verschiedenartigen Auslegungen einer VerWährend des Krieges von 1870/71 find keine Duelle vorgekommen,( Sehr gut!) Wenn das Duell aus diesem Stande entfernt wird, ordnung wird ein unleidlicher Zustand der Unruhe und des Zweifels und damit ist der beste Beweis dafür erbracht, daß eine kaiserliche dann werden die anderen Stände schleunig folgen, denen im Punkte in das Offiziercorps getragen. Das wird nicht anders werden, bevor Berordnung, wonach jeder Teilnehmer an einem Duell unweigerlich vornehmer Sitten und Unfitten der Offizierstand maßgebend ist. gründlich mit dem Duellunfug aufgeräumt wird. aus dem Heere ausgestoßen wird, den Zweikampf in der Armee Daß es hat geschehen können, daß um eine solche Lappalie ein vollständig verschwinden lassen würde. Und mit dem Duell in der blühendes Menschenleben hinfinken mußte, daß der Oberlieutenant Armee würde auch der Zweikampf innerhalb der bürgerlichen Gesell- Hildebrandt sich die Genugthuung verschafft hat und das Bewußtsein schaft aufhören. davontrug, den geliebten Kameraden niedergeschoffen zu haben Wir fönnen uns also nicht mit den Bestimmungen der kaiser- ich möchte eine folche Genugthuung nicht in meiner Brust hegen Festungshaft, mit einer ehrenhaften Strafe, bestraft sehen. Wenn bevor wir nicht die Institution des Duells weggewischt und weglichen Verordnung bescheiden, wir wollen die Duellanten nicht mit das ist ein Blutfled. Diefen Blutfled tönnen wir nicht wegwischen, man gegen die Offiziere vorgeht, wie noch geräumt haben.( Lebhaftes Bravo! links.) bor Kurzem gegen einen Socialdemokraten und ehrenwerten Redacteur, der in Ketten über beseitigt. Leider spielt ja auch in der bürgerlichen Gesellschaft das Duell heute noch eine große Rolle. Ich erinnere Sie daran, daß der Bemerkungen machte, infolge deren ein Verteidiger sich veranlaßt Oberstaatsanwalt Braut in dem Prozeß Sternberg einige fah, den Staatsanwalt zu fordern, also wegen einer Aeußerung, die Monaten Festung verurteilt. Daß der Duellumfug in Deutschland der Staatsanwalt in feiner amtlichen Stellung ihm gegenüber gemacht hatte. Der betreffende Rechtsanwalt wurde darauf zu einigen einen bedeutenden Umfang angenommen hat, darüber besteht Abg. Bebel( Soc.): tein Zweifel. Universitäten Besonders auf den hat die Straße geschleppt wurde, so wird das möglichste die faiserliche Berordnung von 1897 Gegenstand lebhafter Ergenommen. In dieser Debatte ist wie in der Duelldebatte vom 2. Februar das Mensurwesen eine geradezu verherende Ausdehnung an zur Abschaffung des Duells geschehen sein.( Sehr örterung gewesen. Der Interpellant ist zu seiner recht milden gut! bei den Socialdemokraten.) Ferner möge noch der KriegsBassermann und Bachem erblickten Stellung gegenüber dem Duellunfug wohl hauptsächlich deshalb ge= minister dahin wirken, daß nicht allemal eine Begnadigung eintritt, und behaupteten, daß sie dem Sinne nach auf Abschaffung Offizier in duellfreundlichen Anschauungen aufin jener Verordnung ein großes Entgegenkommen fommen, weil er selbst als Corps student und später als so wird man wenigstens an den ernsten Willen zur Beseitigung der und Beseitigung des Duells hinziele. Ich war und bin entgegengewachsen ist. Ich habe hier den S.- C.- Comment vor mir, die Duelle glauben können.( Beifall bei den Socialdemokraten.) gesezter Anschauung. Die Verordnung geht nur auf mög Statuten der Organisation der vereinigten Corps Deutschlands. Sächsischer Bundesbevollmächtigter Major Krug von Nidda: lichste Einschränkung der Duelle aus, von Beseitigung der Diese Vereinigung nötigt ihre Mitglieder, in bestimmten Fällen im Der Thatbestand, den Abg. Haase über den Fall Hoffmann in Duelle aber ist teine Rede. Der Kaiser hätte ebensogut Widerspruch mit dem Gesez zum Duell zu schreiten; wenn sie diese Mez vorgebracht hat, entspricht im wesentlichen den Zeitungsberichten ja auch eine Verordnung erlassen können, die lautet:" Es darf unter Vorschrift nicht beachten, so werden sie von ihren Corpsgenossen über die Angelegenheit( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten), ist keinen Umständen mehr ein Duell in meiner Armee stattfinden." Haase infamiert. aber nicht richtig. Der Oberlieutenant Hoffmann ist, als er bei dem hat bereits mitgeteilt, daß eine solche Verordnung während des deutsch- In diesem S.- C.- Comment wird z. B. bestimmt, daß jeder Corpsbetreffenden Zusammensein der Offiziere in das Nebenzimmer, die französischen Krieges von Wilhelm I. erlassen wurde, wo- bruder wenigstens eine Mensur schlagen muß. Von den Erfolg hat. Angehörigen des Corps wird ein feierlicher Schivur ver- feiner Weise für die Rechtsauffassung der verbündeten Regierungen.[ Stimmungen das Duell einzuschränken sucht, mit diesen Bestrebungen langt, durch den sie sich den Statuten feierlich unteriverfen( Lebhafter Beifall links.) missen. Zuwiderhandlungen einzelner Corpsbrüder oder ganzer Kriegsminister v. Goßler: Im bürgerlichen Leben sind Beleidigungen nicht genügend geCorps werden mit schweren Strafen bedroht. In dem Besitz des Abg. Haase hat erwähnt, daß während des Krieges von 1870/71 schützt. Bei der Armee kann der Beleidiger aus dem Heere ausCorps befinden sich Pistolen und Munition, die in Fällen, wo ein Duell für nötig erachtet wird, gewährt werden. In dem feine Duelle im Heere vorgekommen feien, und hat angefragt, ob gestoßen werden. Das ist doch ein sehr guter Ausweg. Unter dem Comment werden auch alle möglichen Vorschriften erlassen über die vielleicht damals eine allerhöchste Order ergangen sei, die während Duell leidet die staatliche Autorität und das Christentum. Wir des Feldzuges das Duell verbot. Ich kenne eine derartige Order lönnen Feinden des Christentums nicht entgegentreten, fiel sagen Formen, unter denen gegebenenfalls das Duell stattzufinden hat. Armee, so hört es überhaupt auf. Nur eine Stelle kann hier mit einer vollständigen Exekutive, die teilweise im schärfften Wider- Feinde steht, alle Privatstreitigkeiten zu ruhen haben. Herr Bebel Wandel schaffen. Bitten wir diese Stelle, daß sie, die schon so viel Danach stehen also die Corps da als ein Staat im Staate nicht. Es ist aber eine alte Tradition, daß, wenn das Heer vor dem uns, in der Duellfrage sind wir unchriftlich. Hört das Duell in der spruch mit dem Strafgesetzbuch steht.§ 128 und 129 des tadelte die kaiserliche Kabinettsorder als ungefeßlich und meinte, gethan hat, noch mehr in dieser Frage thut. Das Volk wird dafür wenn wir ein Ministerverantwortlichkeits- Gesetz hätten, so würde er Strafgesegbuchs handeln einigungen den Kriegsminister, der diese Order mit unterzeichnet hat, ins Geund es fann feinem Zweifel unterliegen, fängnis fchiden, ivent er die Macht dazu hätte. Ich daß die Organisation der Corps mit diesen glaube es sehr gern, daß Herr Bebel mich ins Gefängnis Baragraphen in Widerspruch steht. Es ist eine Organisation, die gegründet ist, um bestehende Reichsgeseze un- chicken möchte, aber ich muß gestehen, daß ich noch lieber ins Gefängnis gehen möchte, als etwa einer Einden von berbotenen Ver= Sankbar sein. Abg. Bebel( Soc.): Dem Abg. Stöcker möchte ich erwidern, daß schon vor fünfzig der englischen Armee verboten 11113 nennent uns hat diese Schwäche und Verkehrtheit seiner Ansicht verurteilt. das Duett ring- Gemahl der Kaiserin Victoria wirksam zu machen. Hierfür sehen die§§ 128 und 12 at afleider, ladung des Herrn Bebel auf jein Gloß folgen. hat. Was dort möglich war, muß bei uns auch möglich. Gegen Beamte kann auf Verlust der Fähigkeit, ein Amt zu bekleiden,( Lachen bei den Socialdemokraten.) Die betreffende Verordnung ist fein, Ive it it Itur der oberste Kriegsherr erkannt werden. Und wie viele Beamte Mitglieder von Corp 3 find, brauche ich Ihnen nicht au sagen. ie the überhaupt nicht gegengezeichnet, sondern sie ist nach der Verfallut guten willen dazu hat. Ich habe nach dieser Stichtung, wie es scheint, mehr Bertrauen zum obersten Kriegsherrn als Herr ein Ausfluß der Kommandogewalt. Ich würde es für ungefeglich Stöder.( Heiterfeit.) stimmungen in einer socialdemokratischen Organisation beständen, so halten, wenn, wie Herr Bebel es verlangt, neben den gefeßlichen Duell noch zum Abendmahl gehen, so beweist mir das nur, wie fo Wenn es Duellanten giebt, die vor dent würden wir deswegen sofort bestraft werden. Wer find Strafen durch Verordnungen noch für die Offiziere weitere verschärfte fonfus es in den Köpfen dieser Leute aussehen aber die Lente, die hier in Betracht kommen? In Linie Staatsanwalte, Richter, höhere Polizei: das Strafgesetzbuch die Strafe festzusetzen, nicht aber durch Verord- botene Handlung. Herr Stöcker hat auch das Duell Lassalles erster denn das Duell ist doch auch eine firchlich vermt B, Staatsanwalte, Richter, höhere Polizei Strafen festgesetzt werden sollten. Es wäre die richtige Lösung, durch beamte, Minister, ich glaube sogar, der Herr Reichskanzler Verord- botene nungen. Zu den Angriffen des Abg. Bebel gegen die Armee lag erwähnt. Er wird voit aber niemand ( Heiterfeit). Sie alle haben Corps angehört, und als" alte Herren" um so weniger Veranlassung vor, als die Zahl der Duelle in der find Sie auch heute noch, so alt Sie immer ſein mögen, gezwungen, Armee ganz verschwindend ist. Daß sie troydem politisch verwertet tönnen, der dieses Duell gebilligt bätte.. Jeder von sich den Bestimmungen des Seniorenkonvent zu unterwerfen.( Widerspruch rechts.) Wenn Legen Sie mich! Wenn es nicht wahr iſt( nach rechts), bitte, wider- werden, wundert mich allerdings nicht. Die Ehrengerichte miffen die volle Freiheit der Entschließung behalten und dürfen nicht zu irgendwo ein Staatsanwalt den Versuch machen wollte, gegen die Organisation der Corps Anklage zu erheben, so schematischen Gerichten gemacht werden. Ich muß auch nach den wären alle Bedingungen vorhanden, die nötig sind, um eine Verurtei- Angriffen des Abg. Vebel auf meinem Standpunkt stehen bleiben. Inng auf Grund der§§ 128 und 129 des Strafgesetzbuchs herbeizuführen. Sächsischer Bundesratsbevollmächtigter Major Krug zu Nidda: Wenn das nicht geschieht, so beweist das nur, daß wir im Klassen- Die beiden Obersten des sächsischen Artillerieregiments in Mezz, in der Anfrage veranlaßt hat und er wird von ihm hören von der sta at leben.( Ruf rechts: Aha!) Ich habe diesen Fall hier an dem der Fall Hoffmann passiert ist, sind beide avanciert.( Heiter- immensen Erregung in den weitesten Volks geführt in der Hoffnung, daß sich nunmehr vielleicht ein feit.) Es kann also nicht die Rede davon sein, daß sie sich, wie an- treifen. Sie wiffen davon nichts. Sie in den oberen Regionen Staatsanwalt im Deutschen Reiche findet, der sich gedeutet wurde, die Unzufriedenheit des Königs zugezogen hätten. fizzen auf dem hohen Olymp und kennen von den Volksstimmungen veranlaßt sicht, gegen die Corps einzuschreiten.( Un Abg. Stöcker( wildkonj.): nichts.( Große Heiterkeit.) Daß das Duell auch in der Armee abruhe rechts.) Erfüllt sich diese Hoffnung nicht, so zuschaffen ist, ist gar nicht zweifelhaft. In den Zeiten der tiefsten wird damit ohne weiteres bewiesen, daß die gesamte Erniedrigung Preußens waren Männer wie Scharnhorst und deutsche Staatsanwaltschaft auf dem Standpunkt des Klassen: Gneisenau die schärfsten Gegner des Duells. Mit einer ftaats steht.( Sehr richtig! b. d. Soc.) persönlichen Spize gegen mich hat dann der Kriegsminister gesagt, er gebe lieber ins Gefängnis, als auf mein Schloß. Ich kann nicht dafür, daß der Kriegsminister an die Mär von meinem Schlosse glaubt. Aber gesetzt, ich hätte ein Schloß. so würde ich mir nur solche Gäste einladen, die mir angenehm sind.( Stürmische Heiterfeit.) Ich kann nur dringend wünschen, daß die heutigen Verhandlungen auch bei den Majoritätsparteien dazu beitragen werden, die Ueberzeugung zu stärken, daß es auf dem bisherigen Wege nicht weiter gehen kann. Es ist ein trauriges Schauspiel für die ganze Welt draußen, wenn wir hier jedes Jahr solche Juterpellationen haben und jedesmal, wenn wir von neuem darüber reden, wieder von vorne anfangen müssen. Das spricht in feiner Weise für die Macht, das Ansehen und die Stärke des deutschen Reichstags und in Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 28. November. Opernhaus. Fidelio. Auf. 712 Uhr. Schauspielhaus. König Richard der Dritte. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll).. Luther. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Lysanders Mädchen. Hier: auf: Die Komödie der Frrungen. Anfang 8 Uhr. Das Duell ist vom christlichen Standpunkt aus eine Sünde, es ist ungesetzlich und ein Irrtum, aber Sie( nach links) haben kein Recht, es eine Donquichotterie zu nennen.( Burufe bei den Socials demokraten.) Dann nennen Sie doch Jören Lassalle auch einen Don Quichotte, dann ist Ihr großer Bahnbrecher auch ein Don Quichotte!( Unruhe bei den Soc.) Es giebt Leute, die, bevor sie zum Duell gehen, noch das heilige Abendmahlnehmen! Das ist doch keine Donquichotterie! Das Duell ist aber ein historisch entwickeltes Bergehen, dem gegenüber man Mittel und Wege suchen muß, um die Unfitte zu beseitigen oder abzumindern. Wir können für dies Bestreben dem Kaiser, dem allerhöchsten Kriegsherrn, nur aufrichtig danken, und wir müssen alle wünschen, daß der Kaiser, wenn er unter Benutzung herrschender Nun noch ein paar Worte an die Adresse des Kriegsministers. Nicht durch uns, sondern durch die reichstreuen und militärfreundlichen Nationalliberalen ist diese Interpellation veranlaßt worden. Er mag sich bei Herrn Baffermann erkundigen, was ihn zur Stellung Damit schließt die Besprechung. Die Tagesordnung ist erschöpft. Nächste Sigung: Donnerstag 1 hr.( 8. Lesung der Strandings ordnung. Fortsetzung der zweiten Beratung der Seemannsordnung.) Schluß 53/4 Uhr. Schiller Theater Urania. Passage- Theater. Freie Volksbühne. ( Wallner- Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Lysanders Mädchen. Historisches Lustspiel in einem Aft von J. V. Widmann. Hierauf: Die Komödie der Irrungen. Lustspiel in 3 Aufzügen v. Shakespeare. Freitagabend 8 Uhr: Die Mütter. Sonnabendabend 8 Uhr: Die Mütter. Deutsches. Der rote Hahn. Anfang Schall und Rauch, 72 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 72 Uhr. Unter den Linden 44. Leffing. Die Fee Caprice. Anfang Donnerstag, den 28. November: 72 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Borher: Jm Coupé. Anfang 712 Uhr. Neues. Coralie u. Co. 7 Uhr. Westen. Der Freischüß. 712 Uhr. Seceffionsbühne. 7 Uhr. Anfang Anfang Detlev Liliencrons Buntes Brettl. Anfang 8 Uhr. Central. Gastspiel von Loie Fuller und Sada Yacco mit ihrer Gesellschaft aus Tolio. Die Geisha und der Ritter. Réfa. Anfang Thalia. Die Badepuppe. Anfang 71/2 Uhr. Luifen. Der Raiser tommt. An: fang 8 Uhr. Carl Weiß. Der Lumpensammler von Paris. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. = Offenbach- Cyklus. Pariser Leben. Anfang 7 Uhr. Belle Alliance. Kein Hüfung. An fang 8 Uhr. Cafino Theater. Berlin WBerlin N. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Metropol. Schön war's doch. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. König Aqua. Luftballett„ Grigo: Latis". Anfang 8 Uhr. Paffage Theater. Specialitäten Vorstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Waffage Panoptikum. Specialis täten- Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten- Borstellung. Großstadtzauber. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: ,, Ueber den Wolfen." Jun Hörsaal: Schutz: und Truz: farben". Anfang 8 Uhr. Jnvalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Vorstellung vor Serenissimus. Anfang 8% Uhr. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Der Lumpensammlerv. Baris. Gemälde aus dem Pariser Volksleben in 5 Aufzügen nebst einem Vorspiel ( 11 Bilder) frei nach dem Französischen des Felix Pyat für die deutsche Bühne bearbeitet von Demetrius Schruz. Regie: Alex. Tyrkowski. Anf. 8 Uhr. Morgen: Volts: Borstellung: kleine Preise. Berliner Rangen. Sonnabendnachmittag: Kinder- Vorstellung: Der Rattenfänger von Hameln. Abends: Der Lumpensammler von Paris. Sonntag: Große Doppel- Vorstellung: Der Lumpensammler von Paris, dann: Der Märchenbrunnen. Anfang 7 Uhr. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Die Badepuppe. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Ueber den Wolken Im Hörsaal: Schutz- und Trutzfarben. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Passage- Panoptikum. Den ganzen Tag geöffnet. Die Togo- Neger- und SinghalesenKarawane, 43 Person., darunter 24 junge hübsche TogoMädchen. Die Schlacht bei Wörth etc. 6 Liliputaner. Welt dastehen. Die einzig in der Nur noch kurze Zeit! Castans Panopticum. Neu!! LordKitchener De Wet, Botha. Die wunderbare Illusion:, Allerseelen" mit Musik- u. Gesang Begleitung. Cirkus A. Schumann. Donnerstag, den 28. November, abends Marquis. präc. 7 Uhr: Elite- Abend. Gala- Programm. 1. a.: Mr. Joe Hodgini. Fräulein Dora Schumann. Mad. Mathilde Renz. Herr Ernst Renz. Mlle. Große Ausstattungspoffe mit Gesang Mabel O'Brien. Mons. et Mad. und Tanz in 3 Aften. Mlle. Daisey. Clown Guido Thielscher, Paula Worm, Helmerding, Junkermann, Paulmüller, Wanno- Adolph, der, Unverwüstliche etc. vius, Junker- Schatz. Auf. 7 Uhr. Die neuesten Originaldressuren des Direftor Albert Schumann. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Kleine Preise. Das Geheimnis der Ferner jämtl. neu engagierten Specialitäten und der phänomenale alten Mamsell. Amerikaner Mr. mit Gastspiel von Mme. Jourda vom Theater, Vaudeville" in Paris in ihrer berühmten Imitation von Sada Yacco. Lotte Sebus. ,, Mascagni", Italienisches Operntrio. 16 erstkl. Nummern! Metropol- Theater. Zum 95. Mal: Schön war's doch. Gr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. Sonntag, den 1. Dezember, nachmittags 23 Uhr, Berliner Theater: 1. und 2. Abteilung: Heimg'funden. Wiener Weihnachtskomödie in 3 Akten von L. Anzengruber. Carl Weiss- Theater: 10. und 11. Abteilung: Das Friedensfest. 5. Serie im Lessing- Theater am 22. Dezember: Der eingebildete Kranke, Lustspiel von Molière, und Die Medaille von Thoma. 6. Serie im Carl Weiss- Theater am 12. Januar 1902: Dantons Tod. Drama von Georg Büchner, in der Bühnenbearbeitung vom Oberregisseur Alfred Halm. 231/12 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Neue freie Volksbühne. Emil Thomas a. G. Josephi. Sonnabend, den 30. November, abends 8 Uhr, in Kellers H. Bender. E. de Veré. G. Kaiser. Frid- Frid. !! Bender als Saharet!! Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Casino- Theater. Lothringerstr. 37. Das phänomenale Specialitäten: Programm. Nur noch diese Woche! Berlin N. Berlin W. Anf. Woch. 8 Uhr. Sonnt. 71 11hr. Festsälen, Koppenstr. 29: Winterfest. Fräulein Fräulein Else Schiff und Mitwirkende: Berliner Sinfonie- Orchester Elisabeth Dommel( Gesang) Herr Friedrich Moest( Recitation). Karten a 40 Pf. sind in allen Zahlstellen zu haben.- Abendkasse findet nicht statt. Sonntag, den 1. Dezember, nachmittags 22 Uhr, im Belle- Alliance- Theater: Vorstellung für die I. Abteilung. Osterglocken. Schauspiel in einem Akt von Paul Remer. Der eingebildete Kranke. Lustspiel in 3 Akten von Molière. Die Vorstellung der zweiten Abteilung findet am In diese Abteilung werden noch Mit150/20 W. Noacks Theater. Slieder in allen Zahlstellen aufgenommen. Brunnenstraße 16. Der Waldtenfel. Posse mit Gesang in 4 Aften von W. Mannstädt. Musit von G. Steffens. Heute Tanzkränzchen. Freitag: Der Waldteufel. Apollo- Theater. Chester Johnstone Deutsche Konzerthallen. Abends 81/2 Uhr: Mit kolossalem Erfolg: König Aqua. Im 3. Bilde: Grosses Ballett unter Mitwirkung des Luftballetts: Grigolatis". Ferner: Central- Theater. La Roland, Anfang 72 Uhr: Gastspiel La Loie Fuller und Königin des Serpentintanzes, und Sada Yacco, genannt bte japa 8 auserlesene Specialitäten. nische Duse" mit ihrem aus 30 Japanern bestehenden Schauspiel- Ensemble des faifert. Hoftheaters in Tokio. Morgen und folgende Tage: Gastspiel La Loie Fuller und Sada Yacco. E. von Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett). Köpnickerstr. 68. Gröffnungs- Vorstellung. 1. a.: Die Medaille von Ludw. Thoma. Brunnenzauber, Musit von Bepler. Julihegen im Grunewald, Mufit von ziemlinsti. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. ,, Bosco". Studenten 11It", Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Die einzig dastehenden wunder: bar dressierten Elefanten Mr. Thompsons. Zum Schluß zunt 47. Mal: An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. Specialität.- Doppel- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften. A Travers Paris Special- Ausschank der ( Cuer durch Paris). Schlußatt: Nordseebad Scheveningen. Palast- Theater ( früher Feen- Palaft) Burgstr. 22. Direktion: Winkler 1. Fröbel. Berlin amüsiert sich über das sensationelle Berliner Bock- Brauerei. Vorzügliche Küche. Gut gepflegte Biere. Sanssouci Kottbuserstr. 4a. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Novitäten- Programm. Norddeutsche Sänger Um 9 Uhr! Um 9 Uhr! Die allabendlich mit jubelndem Beifall aufgenommene große Ausstattungsburleske Grossstadtzauber Hugo Luftig: Direktor R. Winkler. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf vorm. v. 11-1 Uhr. Nach jeder Soiree: Tanz. Neu! Neu! Neu! Lehmanns Heimkehr. Entree 50 und 75 Pf. Wochentags Anfang 8 Uhr, Entree 30 u. 50 f. Wochentags Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Alle andern Tage bleiben die Säle zu Festlichkeiten und Ver ſammlungen fret. Der Vorstand. I. A.: H. Neft, Georgenkirchstr. 47 I. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Sonntags 5 Uhr. Karlstrasse. Direktion: Nur erstklassige Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Cirkus Busch * mille von 6,50 M. an, Bruch pro Centner 80 Pf. ab Platz. zu haben bei 28109* Donnerstag, 28. Novbr., abbs. 7 Uhr: A. Herrmanns Kohlenlager, Große brillante Vorstellung. Vorzügl. Programm und Brandenburg. O. Mühlenstraße 12. SO. Pfuelstraße 5. CLEANTES L.COMTE J.COMTES J.COMTE COGHAC COONAG COGNAC COGNAC LE CHARENTE SIRENE CLOU Comte- Cognac A.Jandorf& Co. Spittelmarkt 16-17 Belle- Alliancestrasse 1-2 Gr. Frankfurterstrasse 113 Ecke Leipzigerstrasse Am Blücherplatz. Um dem Massenandrang, Ecke Andreasstrasse. der sich in Waren- Häusern unseren täglich in den Nachmittagsstunden entwickelt, einigermassen zu begegnen, haben wir uns entschlossen, von Donnerstag, 28. November ab bis vorerst Sonnabend, 30. November denjenigen Käufern, die in den Stunden von Morgens 8 Uhr bis Nachmittags präcise 4 Uhr ihre Einkäufe besorgen, Photographie- Bons gratis zu liefern und zwar bei einem Gesammt- Einkauf von 5 Mk. 1/4 Dtzd. Visites 10 Mk. 1/2 Dtzd. Visites 15 Mk. 14 Dtzd. Cabinet 20 Mk. 240 14 Dtzd. Makart Diese Bons sind für jede erwachsene Person zu verwenden, und empfehlen wir solche als besonders beliebtes Weihnachts- Geschenk. Bei Bezahlung bitten wir an der betreffenden Zahl- Casse einen Photographie- Bon zu verlangen. Trotz dieser ausserordentlichen Vergünstigung bleibt unser so sehr beliebtes RabattSpar- System dennoch in Kraft. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 16 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter: Straße 9, parterre. + 37* Stoffe, Herrengarderobe, wegen Aufgabe billig zu verkaufen. Neander straße 25. 16746* Borjährige elegante Herren- Winterpaletots und Anzüge aus feinsten Stoffen 25-40 Mart. Berkauf SounGermania, Unter den Linden 21, II. 2920 Kleine Anzeigen. Spottbillig! Teppiche, Betten, Steppdecken, Gardinen, Uhren, Winter: paletots verkauft Leihhaus, Neander straße 6. Nähmaschinen, preiswerteste Be: zugsquelle, ohne Anzahlung, Woche 1,00, Lieferung nach allen Stadtteilen so: * fort, Landsbergerstraße, 82", Köpnider Straße 60/61. Teppiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes im Bahnhof Börse. Teppichlager Brünn, Hackescher Markt 4, 119/14 22606* Gänse! Gänse! Gänse! 1200 fette, große geschlachtete Gänse sind von Donnerstag, den 28., abends ab auf dem Centralviehhof, Eldenaerstraße, 114/8 für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. * Schneiderin in und außer dem Bücherankauf zu höchsten Preisen. Hause empfiehlt sich. Agnes Wilfe, Epstein, Markgrafenstraße 101. Badstraße 56. + 105* Vermietungen. C Arbeitsmarkt. Stellengesuche. 1503 Blinder Stuhlflechter bittet um Stühle werden zu den Arbeit. Teppiche mit Farbenfehlern, vis- a- vis Restaurant Sibulsti, billig schneiderei elegant, billigst. Neander: wurde, umständehalber ofort zu ver: billigsten Preisen geflochten, werden Fabrikniederlage Große Frankfurter straße 9, parterre. zu verkaufen. + 37* Nähmaschinen und Feuer- Ver Solmsstraße 43, Hof Seller. 8576 abend und Sonntag. Verſandhaus ſicherung vermittelt Gustav Schmidt, Vermischte Anzeigen. fachen 15 Weart. Waguer, SchneiderStraffachen, Strafaufschnb, Be rufungen, Zahlungsbefehle, Stellungsgesuche, Raterteilung. Wulfow, Statigerstraße 141. Sprechstunden: Abends, Sonntags. 22746* Rechtsbureau„ Westen", Bots: damerstraße Raterteilung, 26 b. Zimmer. Bimmer. 932* Möbliertes Röder, 22986 Reichenbergerstraße 56, II. Borderzimmer 1 oder 2, Ritter: Schlafstellen. 2304b Stellenangebote. Glasbuchstaben- Vergolderin, per: fette, wünscht Stellung. Offerten mit Lohnangabe unter Vergolderin" an Pfister, Friedenstraße 41, Hof II. Kostümröcke von 5,00 an fertige nach Maß, jede Art Damenschneiderei elegant, billigst Schöneberg, Kaiser Friedrichstraße 15, Laden. 16735* nach Kostümröcke von 5,00 an, fertige Restauration, worin seit Jahren Maß. Jede Art Damen: Genossenschafts: Wirtshaus betrieben straße 25, parterre links. 16726 mieten. Näheres Gräfestraße 7, bei abgeholt und unentgeltlich zurüd Wer Stoff hat? Fertige Herren alde. geliefert. Adresse: Mulachstraße 27, A. Gläser. anzüge und Winterpaletots mit Futter: Ausverkauf: Suabenanzüge, Gasheizöfen! Sparsysteme! 6,00. meister, Frankfurterstraße 59. III.* Knabenpaletots, Mädchenkleider, Reflektoröfen 8,00, Zweilochgastocher Vivisektion! Wer sich über diese Wer sich fiber Mädchenmäntel allerbilligst. D. Hoff- 3,00, Gasbügel Apparate billig! ruchloseste Grausamkeit unfrer Zeit mann, Veteranenstraße 14. 878* Wohlauer, Wallnertheaterstraße zweiunddreißig. unterrichten will, verlange die Flug21746* Einzelne Mustermützen 15 Pfennig, blätter des Weltbundes gegen Vivi- ftraße 107, III. beffere Sachen staunend billig verkauft Malstraftbier, blutbildend, für feftion, welche unentgeltlich versendet das Fabritcomptoir früher Barnim: Blutarme, Brufttranke, Schwächliche, werden vom Tierschutzverein Berlin, Königgrägerstraße 108. Dafelbst können straße, jezt Kaiserstraße 25a, I, Gcke Gewichtszunahme, bessere Gesichts923 farbe, überraschend, Alexanderstraße. 14 Flaschen auch Referenten für Vorträge in 3 Mart, Tonne 3,50 exclusive. Schriftsätze durch königlichen Land: Arbeitervereinen über Vivisektion be Möbel- Gelegenheit. Beim Auktio: Nicht Flaschenzahl, Qualität entgerichtsrat außer Diensten. Bureaut stellt werden. Möblierte Schlafstelle für 2 an nator Otto Lideke, Möckernstraße 25 scheidet. Um gütigen Abdruck 21986* fonferenz 1 Mart. Ringler wird gebeten. ( Bahnspeicher), stehen zum spottbilligen Bernauerstraße 119. 161b* ständige Herren, Gräfestraße 35 bei Rechtsbureau. Julius, Elfaffer: Fr. Hinz. 13316* Berkauf neue gediegene und wenig gestraße 55. Bauhandwerker! Mein Wasserbrauchte Einrichtungen, ein Bosten Steppdecken billigst Fabrik Große wagen- Geschäft befindet sich jetzt: Neue straße 107, of II. Strause. Schlafstelle für Herrn Lange Nechtsbureau, Rechtshilfe, Rat: Roßstraße 8. Julius Raglöff.[ 1851b* 22866 Säulentrumeaug 30,00, Salonteppiche Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* erteilung, Andreasstraße dreiund: Winterpaletots wegen vorge: sechzig.( Neben Concordiafale.) Schlafftelle, feparat, 2 Herren, schränke, Salongarnituren, Paneel: rückter Saison bedeutend unter Preis Augustabad, Köpniderstraße 60 4 Treppen rechts, Gitschinerstraße 88. Rechtsbureau fofas, Ruhebetten, Büffetts, Schreib- einzeln zu verkaufen. Bäder jeder Art für sämtliche Kranken Alois Pir, Teltowerstraße Freundliche Schlafstelle für Herrn, tische, Bücherschränke, Salonbilder, ge- Berlin, Jerufalemerstraße 8. 22976 fünfundvierzig. Eingabengesuche, Rat faffen. stickte Uebergardinen, Divandecken, erteilung. Frische Wurst jeden Donnerstag of 4 Treppen. Stores, Steppdecken, Salonuhren, Köpniderstraße 26. Bett, prachtvolles, 17,00. Michel, Unfallsachen, Klagen, Eingaben, abend und Freitag früh. Restaurant 23096 Billige möblierte Schlafstelle, Preis Der Zuzug von Klavierarbeitern Plüschtischdecken 5,00. Verschiedene Reklamationen. Bugger, Stegliger: Gotthardt Mohs, Manteuffelstraße 77. mit Staffee 10,50 Mart, Dresdener aller Branchen ist wegen LobudiffeGelegenheitskäufe. Gekauftes lagert Bettstellen, resedagrün, Meffing, straße 65. 17406* Empfehle Land-, Leber- und Blutwurst. straße 18 vorn III. 2310b renzen bei der Firma C. Neuunentgeltlich. [ 913 Batentmatratzen, Hochelegant, 40,- Patentanwalt Dammann, Mo50 Möblierte Schlafstelle, separater gebauer Nachf., Bell n. Comp., Weiche Herrenhüte, gute Qualität, gebäude II. Rappold, Pfennige! Stellunggefuche, Pflugstraße 17, Quer ripplas 57, Auskunft bis abends Bittschriften, Zahlungsbefehle! Aller: Eingang, Fürstenstraße 16, of II, Andreasstr. 32, Grüner Weg 79 Stück 95 Pfennig. Bessere Sachen billigst: Rechtssachen, Interventionen, lints. 23036( Andreashof), streng fernzuhalten. enorm billig. Hutfabrit, Comptoir Die Ortsverivaltung. Stellmacherei per sofort zu ver Kunststopferei von Frau Kokosky, Ehescheidungs-, Alimenten, Unfall- Freundliche Schlafstelle, auch zum Kaiserstraße 25A, früher Barnim: faufen, Hof viel Fuhrwerk. Nord: Steinmetzstraße 48, Quergebäude hoch- fachen! Berufungen! Raterteilungen! arbeiten, bermietet Sommerfeld, straße 4 und 5. [ 9248* Hafen 5. 33116 parterre. Linienstraße 36. 23006 Chorinerstraße 81, Kohlenhandlung. Berantwortlicher Redacteur: Earl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin, 20,00, Zimmerteppiche 8,00, MuschelPorterfellerei 134/ 2* 2305b nen. 19616 921* 7678* Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 Vf. pro Zeite Achtung! 7368 feparat, Bebrens, Halleschestraße Klavier- Arbeiter! 23146 " Nr. 278. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerstag, 28. November 190£ Lokales. " anwährend der Zeit vom 1. November bis 1. April eines jeden Jahres| die geringfügigen Opfer der Gegenwart durch künftige Ersparnisse, durch Gemeindeschulkinder und mit der Einführung von Vorträgen welche das in so viel höherem Maße gesicherte Fortkommen der über rationelle Reinigung der Wäsche und über die besten Methoden Unterstützten verbürgt, reichlich aufgewogen werde. Die eingegangenen Die filberne Punschterrine. Beträge sollen für jedes Kind auf ein Sparkassenbuch eingezahlt Wir werden unsre eignen Dichtungen sprechen und unfre eignen der Glanzbügelei und Blätterei. werden. Die Stadtverordneten- Versammlung wird in ihrer nächsten Lieder singen, die, aus dem Leben herausgegriffen, ohne falsche Entrüstete. Eine Entrüstungs- Rundgebung gegen Scham und lächerliche Prüderie das Leben schildern. Daß der Chamberlain hat auch der Verein Berliner Variété Sigung sich mit dem Antrage zu beschäftigen haben. Humor dabei zu seinem Rechte kommt, ist selbstverständlich! Wir und Konzerthausbesizer beschlossen. In seiner letzten Im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt. wollen lachen und vergnügt sein, und dabei sollen Sie uns helfen!" Sizung stimmte er folgender Resolution zu:„ Der Verein verordneten- Bersammlung zu Spandau von mehreren Mitgliedern Recht so. Wenn die Dichtung endlich einen Wert für das Volk hält es für seine Ehrenpflicht, seine volle Entrüstung über die scham- folgender Antrag eingebracht worden: Der Magistrat soll erfucht erlangen soll, muß sie rücksichtslos der Heuchelei die Maste vom lose Aeußerung des englischen Ministers Chamberlain auszusprechen. werden, das Kriegsministerium um schleunige Ueberlassung Antlig reißen, muß sie der Kirche wie dem Gottesgnadentum ernste Wie darf ein solcher Mensch es wagen, den englischen Raub- eines Teils der Stadtbefestigung an die Kommune zu bitten, Wahrheiten sagen, die erdrückende Uebermacht des Kapitalismus zug in Südafrika mit dem, wie von allen Völkern damit den in Spandau ansässigen Arbeitern für den Fall uns geißeln und auch in der Beziehung der Geschlechter zu ein- erkannt wurde, human geführten Krieg von 1870/71 gleich verschuldeter Arbeitslosigkeit bei Niederlegung der Wälle ander jedes zimperliche Gethue verhöhnen. Ihr glaubt ja gar nicht, zustellen, nur um eine Entschuldigung für seine unerhörten Grausam- während des Winters Beschäftigung geboten werden kann. wie sehr das Volt nach einem zweiten Heine verlangt; und feiten zu finden?" wenn Eure Kunst derart ist, daß sie polizeiliche Beaufsichtigung nicht vertragen kann, daß fie ungehemmt in alle Winde flattern muß, um so beffer. Dann wollen wir uns glücklich schäßen, daß wir zu dem fleinen Kreis Auserwählter gehören, denn was giebt es Erhabeneres als die ehrenvolle Mission des Ausstreuens der aus erster Hand empfangenen göttlichen Gabe? So machten wir uns denn auf nach der Stegligerstraße, wohin uns die Dichtervereinigung Silberne Ein gefährlicher Heiratsschwindler ist gestern von der Bunschterrine" mit dem am Eingang abgedruckten Programm hiesigen Kriminalpolizei festgenommen worden. In Berlin, Botseingeladen hatte. Weinflaschen standen auf den Tischen. Rüdesheimer, Trabener dam, Sachsen und am Rhein war es wiederholt vorgekommen, daß ein Kammerdiener, der bei hochgestellten Persönlichkeiten Stellung und Lafitte. Nirgendwo ein Bierglas. Beklommen stellten wir an batte, feine weiblichen Mitangestellten umgarnte und ihnen unter einen Nachbar die Frage, ob hier wohl Beleuchtungsprobe" fei. Heiratsversprechungen ihre Ersparnisse abschwindelte, um dann zu Aufsehen erregten, stand gestern unter der Anklage des wiederholten Der Gastwirt Friz Meißner, dessen Schwindeleien f. 3. Wo denken Sie hin? Alles respektable Leute, die hier mit ihren verschwinden. Auch andre Damen verstand der hübsche Mann durch Damen fiyen. Rechtsanwalte, Kunstenthuſiaſten aus Neigung, Schrift- fein gewinnendes Auftreten zu bethören und auszuplündern. Nach Betruges vor der 3. Strafkammer des Landgerichts 1. Der Anſteller, die nicht nötig haben, von ihrer Kunst zu leben. So recht- ber Personenbeschreibung vermutete man, daß es sich in allen Fällen geklagte wollte die„ Akademischen Bierhallen" zu neuem Glanze erfertigt sich der Weinzwang. Und wiffen Sie, wir sind ja ein Cabaret um denselben Gauner handelte, einen von hiesigen und aus- stehen lassen und hatte große Räumlichkeiten an der Ecke der nach Pariser Muster. Der echte gallische Esprit, wie er uns doch so Oranienburgerstraße gemietet. Das Lokal schon vollständig eingerichtet, es hatte bereits bitter not thut, läßt sich unmöglich im Bierdunst erzwingen." Wir wärtigen Behörden schon lange gesuchten 51 Jahre alten dänischen Friedrich bei Heiratsschwindler Fredrickjen, obwohl der Kammerdiener sich bald war der der Sett fahen schüchtern unser Portemonnaie nach, ob noch drei Mark für die hoch, balb Delsted, bald Wellendorf nannte und stets tabelloſe übliche Brobekneiperei stattgefunden, Ein metallenes Gefäß, das eine Punschterrine darstellen sollte, möglich war, verübte der Kammerdiener bei seinen Herrschaften auch mischen Bierhallen sollte am 1. Oktober stattfinden. Ausweispapiere auf den betreffenden Namen besaß. Wo es ihm seine Aufwartung machte, und die Eröffnung der AkadeBu allaber einem fehr intimen Hausgerät bedenklich ähnelte, hing noch bedeutende Diebstähle, bevor er verschwand. Kürzlich sah nun gemeiner Ueberraschung blieben aber die Pforten an diesem Tage am rotseidenen Bande der Decke herab. von Ein ein hiesiger Kammerdiener den angeblichen Wellendorf, mit dem er geschlossen und auch Herr Meißner ließ sich nicht sehen. Er war Herr mit einer einer hochaufgeschossenen Kraivatte schlug mit Wie sich herausstellte, hatte er Betrügereien dem Stock daran. zusammen in Stellung gewesen war, in Berlin und machte die Polizei Spurlos verschwunden. Andere Herren, die ebenfalls hoch auf ihn aufmerksam. Kriminalbeamte beobachteten den Mann und in großem Umfange verübt und eine ganze Anzahl von Personen aufgeschossene Krawatten trugen, standen umfihn. Die Krawatte war nahmen ihn gestern fest, nachdem sie sich überzeugt hatten, den ge- empfindlich geschädigt. Zu den Leidtragenden gehörte in erster Reihe die flatternde Oriflamme, welche die Künder einer neuen Welt juchten Dänen vor sich zu haben. Der Verhaftete wollte seinem der Hauswirt, der keine Miete erhalten hatte, dann die Handwerker, äußerlich mit den himmlischen Mächten verband. Nachdem der dumpfe Glockenklang verklungen war, kam auch die ohne falschenannte fich hoch, wie er am Rhein geheißen hatte. Als man größere Summen angeborgt waren, ferner mehrere Kellner, früheren Kollegen gegenüber von einem Wellendorf nichts wissen und die die Einrichtung des Lokals geliefert hatten und von ihm um. Scham aus dem Leben herausgegriffene Poesie. Ein paar ihm jedoch durch den Erkennungsdienst bald nachwies, daß er nie- denen er bei dem Engagement unter falscher Vorspiegelung kleinere gereimte götlein, die beklatscht werden. Als bei einer mand anders als Fredricksen sei, gab er klein bei und räumte alle Beträge abgenommen hatte, und endlich fünf Büffettiers, die er, besonders saftigen Pointe eine der Damen laut auffreischte. es folgte diesem Gefühlsausbruch ein specielles Bravo. Ein nordisches Schwindeleien ein. Er wurde noch gestern dem Untersuchungsrichter sämtlich unabhängig von einander, engagiert hatte. Er wußte es so einzurichten, daß keiner der Geprellten in seinen Räumen mit dem Lied, recht hübsch von der anwesenden Gattin des maître de plaisir zugeführt. die Bürgschaft stellen, sich in den Grenzen von 300 bis vorgetragen. Nun aber die politische Poefie. Der Zolltarif. Hier Einen Selbstmordverfuch aus Liebesgram beging in der Nacht andern in Berührung kam. Jeder Büffettier mußte ihm eine werden Fanfaren gegen die Bolksaushungerung erklingen. Aber nein. zu gestern die in der Kastanien- Allee 18 wohnhafte Witwe N. 1500 Mart und darüber hielten. Er hat das ganze Geld verLieber Bülow, wenn du deine Sache nicht deichselst, holt der Lucanus hatte mit einem 19 Jahre alten Arbeiter R. ein Liebesverhältnis. schwinden lassen und es ist unaufgeklärt geblieben, wohin dich." Das war alles. Dann ein paar Nüpeleien gegen Chamberlain und Als sie vernahm, daß der junge Mann fie verlaffen wollte, nahm es gekommen ist. Schließlich verschwand Meißner selbst. Er wurde König Edward, Rüpeleien so billig, daß kein Staatsanwalt, auch die 37jährige Frau, die Mutter mehrerer Kinder ist, Lysol zu sich nach etwa acht Tagen zufällig von einem Kriminalbeamten auf der wenn das Gesetz ihm eine Handhabe böte, danach auslangen würde. In bedenklichem Zustande wurde die Frau nach dem Lazarus- Straße getroffen und sofort in Haft genommen. Anscheinend ging Leider war der Kellner zu beschäftigt gewesen, als daß er sich Krankenhause gebracht. er wieder auf einen neuen Raubzug aus. Der Staatsanwalt beum uns bekümmern konnte. So mußten wir still von dannen gehen, Ein Diebstahl von 3500 M. wurde gestern vormittag auf antragte gegen den Angeklagten mit Rücksicht auf die schweren Verohne daß wir in die Lage gekommen wären, die für diese Poesie der Reichsvant am Schalter des Girobureaus an dem Kaffenboten ſtöße gegen Treu und Glauben und die Thatsache, daß hier eine unumgängliche Präparierung vorgenommen zu haben. der Genossenschaftsbank des nördlichen Stadtteils, Brunnenstr. 15, Reihe arbeitsamer Menschen um ihre Ersparnisse gebracht worden, verübt. Obgleich der Diebstahl sofort bemerkt wurde, war der Thäter zwei Jahre Gefängnis und drei Jahre Ehrverlust. Der Die Stadt Berlin nnd die Arbeitslosigkeit. Die social- doch bereits spurlos verschwunden. Der Kriminalbehörde wurde An- Gerichtshof erkannte nach diesem Antrage. bemokratische Fraktion der Stadtverordneten Versamm- zeige erstattet. Iung hat heute folgende Interpellation eingebracht: Die aus Spandau verschwundenen beiden Kinder des Wie tugendhaft steht Deutschland da! Selbst die Tingeltangel Schlossers Mecht sind wieder ausfindig gemacht worden; sie wurden befizer finden nichts naheliegendes, ob dessen Schamlosigkeit sie sich in Trebnik in der Mark betroffen, und zwar thatsächlich in Beentrüsten könnten und müssen daher notgedrungen zum Ausländer gleitung des Puppenspielers, in dem man von Beginn an Chamberlain greifen. Wenn unter solcher Engelsteuschheit im Lande den Entführer der Kleinen vermutete. Der Mann wurde mitfamt die Sittlichkeitsvereine nicht überflüssig wären, würden wir die ent- feiner Familie in Haft genommen. Der Vater hat seine Kinder, die rüsteten Herren zu deren Vorsitzenden vorschlagen. munmehr volle 17 Tage verschwunden waren, gestern von Trebnitz nach Spandau zurückgeholt. Es ist noch nicht aufgeklärt, welche Abfichten der Schausteller mit den Kindern hatte. Gerichts- Beitung. Billigste drin waren. Welche Maßregeln gedenkt der Magistrat zu ergreifen, um der gegenwärtig in Berlin herrschenden und sich im Laufe des Winters voraussichtlich noch erhöhenden Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken?" " Sie und Vermischtes. die be= Böse Dinge kamen gegen den Handelsmann Johann Bei der Arbeit" gestört wurden zwei Einbrecher, die gestern, Szillat zur Sprache, der gestern unter der Anklage des Ver= Mittwoch, früh um 3½½2 Uhr in den Schlächterladen der Witwe gebens gegen das Nahrungsmittel- Gesetz vor der Am Vormittage Minna Baumgarten in der Lothringerstr. 78 eingedrungen waren. fiebenten Straffammer des Landgerichts I stand. Die Spizbuben öffneten die Hausthür mit Nachschlüsseln, sägten aus des 19. September zog Szillat mit einem Karren, der mit Rindder Flurthür die Füllung heraus und packten sämtliche Fleischwaren und Schweinefleisch sowie mit Fischen beladen war, handelnd durch Fehrbellinerstraße. im Werte von 400 M. in mitgebrachte Säcke, um sie mit einem in die Die Leute, Ware welche die Das Wegen unentschuldigter Schulverfäumnis sind im letzten dem Müzengeschäfte von Martin Blumenreich in der Lothringerstr. 81 sichtigten, wandten sich schaudernd ab. nnappetitliche Etatsjahre 1900/01 nicht weniger als 12 850 Strafanträge beim gestohlenen Sandwagen wegzuschaffen. Als die in dem Hause Nr. 78 Fleisch stant zum Himmel, und mit den Fischen war es Polizeipräsidium gestellt worden. Von diesen wurden durch Ver- wohnende Gastwirtin Frau Staab sie überraschte, warfen die Ein- auch nicht beffer bestellt. Das Fleisch hatte sich teilweise büßung 928, durch Zahlung 10 329 und durch Verjährung 629 Straf- brecher ihre Beute auf den Hausflur und liefen davon. schon von den Gräten gelöst. Als ein Schußmann die Ware be= anträge erledigt. Unerledigt blieben 629, zurüdgenommen wurden Ein Banunfall ereignete sich am Montagnachmittag 3 Uhr in fchlagnahmte, wurde ihm übel. Aber noch Schlimmeres wußten die 543 und durch Freisprechung 894 Strafanträge erledigt. Die ge- Brig auf dem Neubau des Unternehmers Schmidt am Tempelhofer Zeugen zu befunden. Sie hatten gesehen, daß der Angeklagte in der richtliche Bestrafung von Kindern wegen Vergehen u. f. w. hat er weg. Der Steinträger Robert Bullwitz aus Briß, welcher erst an Weise ein Bedürfnis befriedigte, daß der Inhalt des Karrens da freulicherweise weiter und zwar erheblich abgenommen, denn trok diesem Tage dort in Arbeit getreten war, tam mit seiner Last Steine durch verunreinigt wurde. Der Gerichtshof verurteilte den Aneiner Erhöhung der Schülerzahl um 3679 betrug die Bahl der be auf die Konterrüstung. Auf bisher unaufgeklärte Weise, wahrscheinlich geklagten nach dem Antrage des Staatsanwalts zu einer Gefängnis Auch wurde die Veröffentlichung des straften Kinder nur 288 gegen 335 im Vorjahre( 1899/1900). Auf infolge Stolperns, fiel P. mit seiner Last von der Rüstung durch die strafe von 3 Monaten. je 100 Stnaben entfallen 0,25 und auf je 100 Mädchen 0,0222 Be- weder ausgestatte noch abgebedte Baltenlage in Urteils verfügt. Strafte, oder auf je 394 Knaben ein Bestrafter und auf je 4596 das Parterre des Baues, wobei er sich einen doppelten Schenkelbruch Mädchen ein Bestraftes. Wegen Diebstahls wurden 191 Knaben und und einige schwere Verlegungen am Kopfe zuzog. Der Verunglückte 17 Mädchen bestraft, wegen Hehlerei und Unterschlagung 29 Knaben ist verheiratet und Vater von sieben Kindern. und 4 Mädchen. Zu dem blutigen Drama im Löwenkäfig des Tierparts bei Am Hochzeitstage seiner ganzen Habe beraubt wurde der Steele werden jetzt folgende Einzelheiten bekannt. Der Direktor Der Würgengel des kapitalistischen Zeitalters. Eine in der Frankfurter Allee wohnhafte Kaufmann 3. Er war im einer Pariser Varieté- Agentur war dort eingetroffen, um einer Million Lungenschwindfüchtiger giebt es zur Zeit in Centrum der Stadt der Erwählten seines Herzens angetraut worden. Separatvorstellung mit den im Saale untergebrachten, der TierDeutschland, wie Professor Dr. von Leyden gestern in einem, als das junge Paar sich in sein neues Heim begab, Harrte feiner bändigerin Komteffe de gehörigen 12 Löwen beizuwohnen. Die im Bürgersaale des Rathauses gehaltenen Vortrage über„ Die eine unliebfame lleberraschung. Die Neuvermählten fanden die Tiere wurden von dem Dompteur Nordfiet alias Mac Donnel vorBerhütung der Tuberkulose" ausführte. Dabei sind aller Wohnung erbrochen, Koffer und Spinde durchwühlt, während alle geführt, der schon seit 19 Jahren mit wilden Tieren arbeitet" und dings die Personen, bei denen die Krankheit noch in den Anfangs- Wertgegenstände, insbesondere Juwelen und Goldfachen fehlten. Von die vorzuführenden 12 Löwen mit der Flasche großgezogen hat. ſtadien ist, mit in Anrechnung gebracht, während andererseits die dem Diebstahl wurde der Kriminalpolizei Mitteilung gemacht; leider Als die Vorführung beendigt war, unterhielt sich N., noch im Käfig Sterblichkeit unter den Tuberkulosen in den letzten zehn Jahren, hat man von den Thätern bisher keine Spur. stehend, mit dem Pariser Direktor; plötzlich wurde er von hinten durch die Verbesserungen im Heilverfahren, um 20 Broz. ge fallen ist. Ein endgiltiges, wirksames Heilmittel existiert, trok der 46 Jahre alte Tischlermeister Julius Seeger aus der Zimmer- die Schultern legte. Auf der Straßenbahn verunglückte gestern, Mittwochmittag, von einem Löwen angefallen, der ihm die Vordertagen auf Nachdem N. infolge dessen zu Boden Stoch, noch immer nicht, dagegen wirken die Wolfsheilstätten, straße 47 an der Ecke der Schüzen- und Charlottenstraße. Der Mann gestürzt war, fielen fieben der Löwen über ihn her und zerdie in den nächsten Jahren von 47 auf 60 gebracht werden sollen, wollte zwischen zwei Wagen an der Haltestelle hindurch den Damm fleischten seinen Körper in der furchtbarsten Weiſe. Er erhielt zuüberaus segensreich. Bon den 20,000 in den Heilstätten unter- überschreiten, wurde umgestoßen und 1/2 Meter weit geschleift. Er nächst Bisse in den Kopf und in das Geficht, dann einen fürchterlichen gebrachten Patienten werden jährlich etwa 4000 geheilt und er= werbsfähig entlassen. Geplant ist eine hygienische Arbeits- og sich äußere und innere Verlegungen zu und wurde mit einem Biß in den Hals, wobei die Luftröhre aufgerissen wurde; außerdent wurden ihm die Beine zerfleischt. Alles dies war das Wert eines anstalt für Retonvalesgenten, um einen Rückfall der schon Koppschen Rettungswagen nach der Charité gebracht. als gesund Entlaffenen in die alte Krankheit zu verhüten und ihnen Augenblicks. Komtesse de X. sprang sofort in den Käfig, ergriff doch die Möglichkeit zum Erwerb zu bieten. Beitsche und Gabel des N. und trieb die Bestien aus dem großen Säfig in ihre fleineren Gelaffe zurück. Hierauf trugen Angestellte des Tierparts den entseglich zugerichteten Tierbändiger hinaus. Ein zufällig anwesender Arzt legte einen Notverband an und veranlaßte Sie fofortige Ueberführung des Schwerverletzten in das Laurentius Hospital in Steele, wo er bald nach der Einlieferung seinen Wunden erlegen ist. Um Mißverständnissen vorzubeugen, teilen wir mit, daß der in unfrer gestrigen Notiz über den Epiritistenschwindel erwähnte Die ungerzölle werden im Verein mit dem Arbeits. Herr Manaffe mit unserm Parteigenoffen Waldeck Manaffe selbstelend dieser Beit schon dafür sorgen, daß sich trotz aller Vor- verständlich nicht identisch ist. beugungsmaßregeln die Zahl der Schwindsüchtigen nicht verringert. Wer über den Aufenthalt des Tischlergesellen Eduard Preuße, In der geftrigen Plenar- Sihung der städtischen Bau- geb. 21. August 1860 in Kaltberge- Rüdersdorf, Auskunft geben kann, deputation, unter dem Vorsitz des Stadtrats Voigt, wurden die wird in wichtiger Sache gebeten, sich bei Preuße, Fehrbellinerstr. 24, Bebauungspläne für die Abteilungen XII und XIII 1 festgesetzt. 4 Treppen, zu melden. Die von der Kunstdeputation beschlossene Verlegung des Wrangel- Straßensperrung. Der nördliche Fahrdamm der Skaligerbrunnens" vom Kemperplaz nach dem südlichen Ende der Grimm- straße von der Hausgrenze 100/101 bis zum Laufiber Platz wird straße wurde vom Blemim genehmigt. Auch der Verlängerung der behufs provisorischer Pflasterung vom 28. 5. M. ab bis auf weiteres Rigaerstraße, die von der Petersburgerstraße am Balten- Platz bis für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. zum Weidenweg führt, bis zum Nordring- Bahnhof Frankfurter Allee wurde vom Plenum zugestimmt. Aus den Nachbarorten. Stationen Wetter Stationen Wetter 1 Haparanda 74323 6 bedeckt 4 1 Nebel 4 -1 Betersburg 762 WSW 2bedeckt bedeckt 3 Cort 7789 4wolfig 7 2wolfenl- 1 Aberdeen Hamburg Berlin Frankf./M. 771 NO 768 NO Swinembe 770 NM 771 Still 2 heiter 772W Bauten zum Kostenbetrage von 121, Millionen Mark wird die Schöneberg. Am Freitag von vormittags 11 bis abends 7 1hr Stadt Berlin nächstes Jahr ausführen lassen. Es befinden sich finden im Bürger- Kasino, Nollendorfplatz 6, die Stadtverordnetendarunter Neubauten von Gemeindeschulen in der Greifenhagenerstraße, Stichwahlen statt. Parteigenoffen, tretet mit aller Straft für die Wahl finchen Samariterſtraße und Pappel- Allee, desgleichen das Badehaus und das mediko- mechanische Institut zum Rudolf Virchow- Krankenhause, unsrer Kandidaten Obst und Wollermann ein. Wer bis 7 Uhr Wien der Bau eines Amtes für die städtische Untersuchung von Nahrungs- noch im Wahllokal erscheint, kann sein Stimmrecht ausüben.- Vermitteln und ferner Bauten auf dem Viehhof. Hoffentlich wird die gefse teiner, sich mit Legitimation zu versehen! Genehmigung und die Ausführung dieser Bauten im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit beschleunigt. 770 NNO 2oltent- 1 4 bedeckt-4 Paris 770 NW 1 Schnee-1 Wetter- Prognose für Donnerstag, den 28. November 1901. Mild und zeitweise heiter, aber sehr veränderlich mit leichten Regen fällen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. G. 5. 100. Die Mitteilungen des Blattes über die genannte Firma mehrfach gedacht. Der Rigdorfer Magistrat hat bei der StadtverordnetenVersammlung beantragt zu beschließen, daß für die ortsangehörigen Zum Milchkriege meldet ein Berichterstatter: Da die Läden, Waisenkinder zu deren bessern Fortkommen und zur Belohnung für tvelche die Centrale für Milchverwertung in den verschiedenen Stadt gute Führung unter gewissen Voraussetzungen einerseits von einem teilen eröffnet, bedeutende Kosten verursachen und die Miete für etwa vorhandenen Vermögen ein Betrag bis zu 300 M. zu erhalten dieselben aus dem Milchverkauf nicht gedeckt worden, so beabsichtigt ist, andrerseits Rentenbezüge, Unterhaltsbeiträge und sonstige sind unsres Wissens richtig. Auch wir haben der humanitären Einrichtungen die Centrale, noch andre Handverkaufs- Artitel einzuführen, Einfünfte insoweit für für das Kind auzusammeln und nach um so die hohen Spesen zu decken. Lage des Falles später im Intereffe der Kinder zut J. D. 1. Der Ehrverlust wird von dem Tage der Entlassung ab Die Schuldeputation beschäftigte sich in ihrer gestrigen Sitzung verivenden sind. In der Begründung wird ausgeführt, daß sich diese berechnet. Dreijähriger Ehrverlust zählt also für einen am 8. Oftober 1898 u. a. mit der Frage der Benutzung der städtischen Volts- Badeanstalten Maßnahme aus Gründen vorbeugender Armenpflege empfehle, da aus dem Gefängnis Entlassenen bis zum Ablauf des 7. Oktober 1901. W. R. Wir empfehlen Ihnen den Turnverein Fichte. 2. Die Stadtverordneten Wählerlisten liegen in der Beit vont 15. bis vernichtete Sachen verantwortlich ist, ist streitig, in der Regel aber zu bejahen:| geführter Klage die Sachen durch einen Gerichtsvollzieher öffentlich ver.. 30. Juli aus. In dieser Zeit ist wegen Nichtaufnahme in der Wählerliste stehe Arbeiterrecht" S. 132. Auch in Ihrem Falle ist die Frage zu bejahen. teigern laffen. 2. Wir müssen es ablehnen, uns über die Sicherheit eine Einspruch zu erheben. C. F., Fischerstraße. Sie müßten sich an einen Langjähriger Abonnent. R. V. 37. Obstruktion ist Der Ausgang des Prozesses ist ein Privat- Versicherungsgesellschaft zu äußern. evangelischen Geistlichen wenden und diesem Ihren Uebertritt mitteilen. zweifelhafter. M. W. 7. 1. und 2. Nein. 3. und 4. Ja. lateinischen Ursprungs, heißt wörtlich Verstopfung. Zuerst wurde das Ber Buchbinder. Verjährung liegt nicht vor. Gin Darlehen verjährt in B. 2. 3. 11. 1. Sie haben nicht das Recht, die Sachen zu verkaufen. Sie stopfungsbild auf die Behinderung des englischen Parlaments, fertige Geseg 30 Jahren. W. L. St. Die Frage, ob der Arbeitgeber für durch Feuer s können nur nach vorangegangener Androhung des Berkaufs oder nach durch entwürfe zu stande zu bringen, durch die Barnelliten angewendet. Central- Kranken- u. Sterbe- Achtung! 32. Kommunalwahlbezirk kasse der Tapezierer. ( G. H. 36 · Filiale Berlin II.) Am 25. November verschied nach breitägigem Krantenlager unser Mit: glied ( Rosenthaler Vorstadt). Donnerstag, den 28. November 1901, abends 8 Uhr, bei Dietrich, Brunnenstraße Nr. 34: Richard Schulz Sommunalwähler- Versammlung im 47. Lebensjahre, Werkstatt Jacob u. Braunfisch. 22995 Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Steinarbeiter. Am Sonntag starb nach 5 jährigem Krantenlager unser Kollege Hermann Landgraf. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehende Nachwahl im 32. Bezirk. 2. Diskussion. 3. Aufstellung eines Kandidaten. Zahlreiches Erscheinen erwartet 220/ 13* Das Komitee. III. Wahlkreis. Die Beerdigung findet Donnerstag: Freitag, den 29. November cr., abends 8% Uhr, nachmittag 22 Uhr, vom TrauerHause, Berlebergerstr. 10, nach dem neuen Johannis- Kirchhof in Plötzenfee statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 192/8] Der Vertrauensmann. Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Am Freitag, den 22. d. M., ver: starb unser langjähriges Mitglied, der Zimmerer Gustav Schmiele. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Donners: tag, den 28. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Gethsemane- Kirchhofes Schönhausen aus statt. in NiederDanksagung. 258/3 Für die große Teilnahme bei der Beerdigung meines Mannes, unsres guten Vaters, fagen allen Freunden und Bekannten wie dem Holzarbeiter Verband meinen besten Dant. 28822 Witwe Emma Koch. Für die große Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes fage ich allen Teilnehmern, den ehe: maligen Kollegen und Meistern der Firma Schwohls u. Comp., sowie allen Parteigenoffen den herzlichsten Dank. 28812 Witwe Minna Westphal nebst Kindern, Cuvryſtr. 3. Danksagung. Hierdurch sprechen wir allen Ver: wandten, Freunden und Bekannten im Klubhaus Allianz, Alexandrinenstr. 37: Versammlung des Wahlvereins. Tages Ordnung: Vortrag des Dr. H. Lux:„ Technik und sociale Entwickelung." Diskussion. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 241/ 5* Achtung! Tapezierer. Achtung! Freitag, den 29. November, abends 8½ Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses", Engel- Ufer 15: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Arbeitslosigkeit in unsrem Gewerbe und wie ist es möglich einer weiteren Ausdehnung derselben vorzubeugen". Referent: Otto Wels. 2. Diskussion. 179/3 Die Arbeitgeber- Organisationen sind zu dieser Versammlung schriftlich eingeladen und haben ihr Erscheinen zugesagt. Jeder Kollege und jede Kollegin hat zu erscheinen. J. A.: Leo Schmidt. Bilderrahmenmacher. ERLINER ARBEITER KALENDER 1902. Kalender Stalt uni Aant Preis 20 Pfg. Berliner Arbeiter- Kalender 1902. 8. Jahrgang. Reich illustriert. * Inhalt: Die Brandstifterin von K. N. Diefenbach. Emil Holaret, feine Erscheinung und seine Kunst.- Das Lehrgeld, Humoreske von Arthur Roehl. Das Beste und Billigste von Hans Ostwald. Die Hammelherde von Hanns Heinz Ewers. Die Marseillaise in der deutschen Musik.- Die städti schen Desinfektionsanstalten von Fred Hood. 2c. Außer einem Kalendarium und den Messen und Märkten enthält der Kalender ein genaues und ausführliches Adreffenmaterial betreffend die Vertrauensämter der Partei, nach den Neuwahlen zusammengestellt. Das beste Genussmittel für den Magen instruct und unentbehrlich für jede Haushaltung ist Nur echt mit vollem Namenszug Montag, den 2. Dezember, abends 81%, Uhr, in Schuhmachers Festfälen, Dr. med Woerleins, Stalizerstraße Nr. 126: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vertrauensmannes. 2. Vortrag: Wie gestalten wir unsre Organisation? 3. Diskussion und Beschlußfassung Barüber. 293/ 2* Wegen der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Kollegen erforderlich. Der Vertrauensmann. Achtung! Brauer und Brauerei- Hilfsarbeiter! praft. Arzt. Dr med: Woerlein's Magentrank Ferner nach dessen Vorschrift: a Mk. 1,-, 1,50, 3, - per Flasche.Diätische Thees. Fabrikant: Jean Becker, Ludwigshafen a. Rh. Erhältlich in Berlin: C. Dr. Albert Bernards Einhorn- Apotheke, Rurftr. 34/35. Max Schwarzlose, Königl. Hoflieferant, W. Die Genossenschafts- Brauerei des Verbandes der Gast- tönigstr. 59. den tiefgefühltesten Dank aus für die zahlreiche Beteiligung bei dem Be und Schaufwirte für Bertin und Umgegend( früher Müggelfchloft: gräbnis unfrer lieben Mutter, der Friedrichshagen) erkennt den ringfreien Arbeitsnachweis nicht an. [ 41/17 Witwe Emma Holdhof geb. Die Agitationskommission der Brauerei Arbeiter Berlins Geschäfski. Geschwister Holdhof, und Umgegend. J. A.: Fritz Preuss. 23136 Falckensteinstr. 37. Allgemeine Orts- Krankenkasse Berichtigung. für die vereinigten Gewerbebetriebe Charlottenburgs. Wir bringen hierdurch zur öffent: Jn Nr. 247 des„ Vorwärts" vom Sonnabend, den 23. d. M., macht lichen Kenntnis, daß in der Wahl die Agitationskommission der Brauerei Arbeiter Berlins und Umgegend versammlung am 22. bezw. 24. No: bekannt, daß die Genossenschafts- Brauerei des Verbandes der Gast: und vember d. J. für die Wahlperiode Schaufwirte für Berlin und Umgegend den ringfreien Arbeitsnachweis nicht vom 1. Januar 1902 bis 31. De anerkennt. Ebenso ist im Versammlungsbericht der organisierten Brauer sember 1903 an Stelle der ausschei: in Nr. 277 vom Mittwoch, den 27. b. M. erwähnt, daß die bezeichnete denden Herren Langner, Papen: Genossenschaft die Arbeitsbedingungen, sowie insbesondere den Arbeits: fuß und Jakob 276/8 die Herren Langner, Papenfuss nachweis nicht anerkennt. und Albert Schröder zu Borstandsmitgliedern gewählt bezw. wiedergewählt worden sind. Charlottenburg, den 26. Nov. 1901. Der Kassenvorstand. Wilhelm Sabor, Vorsitzender. Innungs- Krankenkasse der Töpfer. Bekanntmachung. Nachdem das Nebenstatut für die Jnnungs- Krankenkasse der Töpfer- und Ofensetzer Jnnung( 8wangsinnung) die Genehmigung des Königl. Polizeipräsidiums erhalten hat, tritt das felbe am 1. Dezember dieses Jahres in Kraft. Statutenbücher sind im Diese beiden Bekanntmachungen sind unrichtig, denn die Genossenschaft kam gar nicht in die Lage, die Arbeitsbedingungen abzulehnen, indem ihr leine Bedingungen und Satzungen vorgelegt wurden. Wenn nun niemand von den Arbeitgebern verlangen tann und verlangen wird, daß die Agitationskommission der Brauerei- Arbeiter etwas blanto unterschreibt, so kann auch die Kommission, wenn sie Anspruch auf An erkennung macht, im Gegenteil dasselbe auch nicht verlangen. Ebenso verhält es sich mit dem Arbeitsnachweis, denn ohne Unterschrift und ohne Kenntnis der Bedingungen, werden die Arbeitskräfte( mit Ausnahme eines einzigen, der schon vorher angenommen war, bevor die Genossenschaft die Brauerei übernahm), von dem ringfreien Arbeitsnachweis entnommen. NB. Eine Frage an die Agitationskommission der Brauerei- Arbeiter Berlins und Umgegend: " Die Versammlung der organisierten Brauerei- Arbeiter fand im Gewerkschaftshaus statt, wo die Schultheiß- Brauerei alleinige Lieferantin ist. Hat Herr Generaldirektor Röside bedingungslos den ringfreien Arbeitsnachweis anerkannt?" Berlin, den 27. November 1901. 23016 Max Schwarzlose, Königl. Hoflieferant, Potsdamerstr. 7a. C. A Winkler Nachf., Droguerie, Kur: fürstenstr. 139. Max Eckert, Abler- Droguerie, Kulm straße 1, Ecke Alvenslebenstraße. Bruno Stürkow, Nollendorfplatz 8. W. Köppen, Alvenslebenstr. 26a. Dr. H. Rosemann& Co. Nachf., Ballas: straße 24. Hans Schoene, Magdeburgerstr. 25. Eugen Gowin, Linfstr. 15. Paul Oelgart, Dennewigstr. 14. M. F. Berger, Neue Steinmekfir. 3. SW. elpoth. E. R. Heiniger, Drog., Kochstr. 3. Franz Schwarzlose, Leipzigerfir. 56. Gustav Rettig, Belleallianceftr. 91. Ernst Wilh. Weirich, Blücherstr. 1. C. F. Ancker, Friedrichstr. 249. Johannes Scopa, Friedrichstr. 240/241. Kurt Bahr, Blücherstr. 15. NW. G. A. Hesterberg, Droguerie u. Bar: fümerie, Luisenstr. 39. Herm. Bardorff, Gogtowskyftr. 30. H. Bischoff, Beuffelstr. 31. Herrlich Mehlitz, Bredowstr. 42. F. u. R Rades, Wilhelmshavenerstr. 52. Felix Günther, Stromstr 40. Hans Nossack, Stephanstr. 56. N. G. A. Hesterberg, Droguerie u. Par fümerie, Elfafferstr. 97. Hugo Barth, Brunnenstr. 18. Franz Bernecker, Brunnenstr. 102. NO. Rich. Loose, Nachf. C. Ulrich, Neue Franz Buhl, Neue Königstr. 85. Königstr. 19. S. Max Lichterfeld, Löwen- Droguerie, Staffenlofal, Alte Jakobftir. Nr. 133, Genossenschaft des Verbandes der Gast- und Schankwirte Bringenſir. 66. während den Kassenstunden in Empfang zu nehmen. 23086 Berlin, den 27. November 1901. Julius Prillwitz, 1. Stassenvorsteher, N., Drontheimerstr. Nr. 5 b. für Berlin und Umgegend. Der Vorstand. Damen- Vortrag Freitag, den 29. November, abends br, im„ Gewerkschafts. + Carl Bruckhoff, Friedrichstraße 10, über: Moderne Frauenleiden". Donnerstag, den 28. November, abends 81 Uhr, in Kellers Festfälen, Koppen firaße 29. Nur Damen! 22946 Eintritt frei! Gelegenheitskäufe! ½ Uhr, hause", Engel- llfer 15: Oeffentlicher Vortrag des Herrn Dr. Knips- Hasse über: Sexual- Hygiene. Nur für Herren. Eintritt 20 Pf. Billets nebst Broschüre am Saaleingang von 712 Uhr ab sowie vorher im Reformbad", Dessauerstr. 31, erhältlich. Berufs- Bekleidung und Wäsche- Fabrik Baletots, Kaisermäntel, Joppen, Hosen, Herren- und Knaben- Anzüge, Stoffer, Operngläser, Teppiche, Keffel, Revolver, Teschings, Goldfachen, 23942*] Uhren, Ketten, Ringe, Regulatoren, Reißzeuge, Harmonika, Geigen, Bithern usw. 27039* zut spottbilligen Preisen Gustav Lucke, Berlin, 131 Oranienstr. 131. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. D. Wurzel& Co. Ecke jetzt: Köpnickerstrasse 160, Mantenfelstrasse. Möbelstoffe! Gelegenheitskauf: hefte att fetten billig! Mocquett- Plüsche 5,35M. per Weter( 130 Centimeter breit). Muster bei näher. Angabe franco. S., 36 Mark elegante Winter- Paletots. 30 Mark 2700L* hochfeine Herren- Anzüge. 12 Mart fchwere Winter- Beinkleider. Anfertigung nur nach Mak. Guter Stoff, tadellofer it. 14 Kransenstr. 14, SPREE- MIXE Feinster Tafel- Lipueur SANDMANN& WOLFFGANG GEBRUDER Wichtig für Damen! Direkt aus der Fabrik. Nach beendeter EngrosSaison verkauft die Apotheker H. Chronicks Droguerie, Gneisenaustr. 54. Paul Oelgart, Hasenheide 61. Ernst Schröter, Blücherstr. 27. Hugo Wolter, Kottbuser Damm 42, am Hermannplatz. SO. Otto Reichel, Eisenbahnstr. 4. Eugen Kreich, Stöpniderstr. 134/135. F. Gast, Adler- Droguerie, Reichenbergerstraße 184. 0. Julius Beetz, Petersburgerstr. 72. Jos. Gülpen, Petersburgerstr. 37. Gustav Rehm, Frankfurter Allee 120. Max Angermann, Königsbergerstr. 13. Gustav Bersug, Weidemweg 75." Franz Zimmer, Thaerstr. 62a. Albert Burde, Koppenstr. 9. E. Tschaler, Stüftrinerplatz 1. Hermann Muller, Langestr. 16. F. Jacob, Andreas- Droguerie, Kleine Andreasstr. 11( Andreasplazz). Schöneberg. Borussia Apotheke und Droguerie H. Doehl, Hauptstr. 141. Friedenan. Georg Oelgart, Rhein- u. Hedwigſt.- Ecke. Steglitz. Heinrich Hasselmann, Droguerie zur Post, Albrechtstr. 16. Gr. Lichterfelde. Max Winde, Dürerstr. 7a.. Apotheter M. Gartz, Droguerie WestBazar, Karlstr. 1/2. Paul Remus, Steglizerstr. 47. Otto Borstell, Bismarckstr. 31. Rixdorf. Paul Lemcke, Staiser Friedrichstr. 242. Robert Trinkkeller Nachf. Mar Künzel, Berlinerstr. 26. G. R. Prenzel, Prinz Handjerystr. 46 und Hermannstraße 227. A. Jungblut, Bergstr. 157 ut. Walter: ftraße 26. Johannes Golck, Steinmeßstr. 37. Glos- Christbaumschmuď. Wer seinen Kindern zu Weihnachten eine Freude bereiten will, der bestelle ein Rist: chen von unfren Genoffen aus Laufcha elbft angefertigten Christbaumschmud. Das Kistchen franko Sandmann ADOW deltrocken UMAIN EDELILU Dandmen Sel Millora's Belins Edelbrocken Flaschnnyafarung Polyphon Musikwerke Selbstspielende u.zum Drehen mit auswechselbaren MetallNotenscheiben zum 33004 Preise v. 20 M. aufwärts gegen Monatsraten v.2 M. an Phonographen Grammophone nur erstklassige tadellos funktionirende Apparate mit Wachswalzen u. Hartgummiplatten PHONOGRAPH zum Preise v. 20M.aufwärts gegen Monatsraten V.2 M.an. Photogr. Apparate aller Systeme sowie sämmtl. Zubehör u. Bestandteile Nur erstklassige Fabrikate gegen mässige Monatsraten. Jllustr. Spezialkataloge über jeden Artikel gratis u. franco. egen Nachnahme zu BIAL& FREUND in Breslau II. 5 M. oder vorherige Sinsendung von 5 M. In dem Kistchen be: finder na ver gold- und filberglizernde Christbaumschmud, Kugeln und Eier, glatt und übersponnen, bemalt und unbemalt, in allen Farben und Formen, immer das Neueste. Ferner Herren Damenmäntel- Birnen und Früchte jeder J. Kurzberg, te Fabrik Art Glocken; Eiszapfen, 100 Stück filberne oder goldene Strangfugeln, Lamettasachen usw. Als Gratisbeilage einen schönen Wachsengel mit beweglichen Glasflügeln. Auch versenden wir 26562 and Anzuge, Pareivis, elegante Aus führung, geringe Teilzahlung. Landsbergerstr. 18. parterre. Werke mit wechselbaren Noteni scheiben, geringe Teil zahlung. J. Kurzberg, Landsbergerstr. 13, part. Künstliche Bähne Musik liederwallstr.14 in größeren Quantitäten und 26582 Kein Laden. Jacketts.... b. M. 5,00 an Paletots 7,00 Bestickte Capes 6,00 Golfcapes v. m. 5,00 " " Astrachan- Kragen " " " b. M. 11,00 Einzelne elegante Reisemuster zut auffallend billigen Preisen. Bitte genau auf Hausnummer Emil Lefèvre, Oranien. 138. 1 Tr. kein Laden 1 Tr. zu achten! garantieren für volle Zufriedenheit Der Käufer. 28062** Guido Müller junior, Orts Vertrauensmann, Lanicha in Thüringen. Honig! Unverfälsch. deutschen Bienenhonig, beste Qualit. vers. 9 Pfd. netto zu 6,50 M., 5 Pfd. 4 M. fr. Nachn. Garant. Rückn. 27299* ohne Wurzel Entfernung! Garantiert schmerzlos! Zahn- u, Wurzel Operat., Plomben etc. Langjährige Garantie, Teilzahlung Woche 1 Mart. E, Reil, Nordloh, Bruno Steffens, Neanderst. 21 Bahnhof Auguftfehn Oldb. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin