Mr. 281. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illußrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft: Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Gingetragen in der Poft Bettungs Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die sechsgespaltene Solonet geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Zollfron. Sonntag, den 1. Dezember 1901. Expedition: SW. 19, Beufl- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. M. unsre jede Erwartung übersteigenden Erfolge bei den letzten Kommunal- als Preise des Großgrundbesizes pro Heftar an; 1821-30= 133 M., wahlen hinzuweisen. Unfre Stimmenzahl ist geradezu sturmflutartig 1831-40 164 9., 1841-50= 274 m. angewachsen. Und sicher ist es nicht allein unser Kommunalprogramm, Wie stand es nun in jener Zeit mit den Landarbeitslöhnen? Mit lächelndem Munde werden an diesem Montag der deutsche das die Siege bewirkt hat, zweifellos kommt auch in dieser Stimmen- Das erste Werk, das eine auf einer umfassenden Enquete Reichskanzler und seine Leute die evolution der Handels- abgabe für unsre Gemeindevertreter das Einverständnis mit der social- beruhende Busammenstellung der Löhne der preußischen Landvertrags- Politik, der„ rettenden That", begründen, die Schreckens- demokratischen Gesamthaltung und der Protest gegen die junkerliche arbeiter bietet, ist das 1849 erschienene Buch 2. v. Lengerkes herrschaft einer durch Jahrzehnte lange Gewöhnung toll ge- Bollpolitik zum Ausdruck. Nach einer bei weitem nicht vollständigen über die ländliche Arbeiterfrage". Nach seiner Berechnung wordenen Ausbeutungssucht der geneigten Sympathie eines hohen Aufstellung sind in den letzten Wochen 136 socialdemo- stellte sich 1848 der Tagelohn für den ostelbischen Landarbeiter im Hauses empfehlen. Es ist ein ingrimmiger Hohn, daß gerade eine tratische Gemeindevertreter gewählt worden. In vielen Durchschnitt auf 8 Silbergroschen; die niedrigsten Löhne hatte der Stegierung berufen ist, die folgenschwersten Entscheidungen auf sich Orten ziehen überhaupt zum erstenmal Socialdemokraten in das Gumbinner, die höchsten der Stralsunder Regierungsbezirk, wo der zu nehmen, die im Grunde ihres Herzens statt des harten, schicksal Stadthaus. Ueberall, auch wo wir noch nicht durchdrangen, erhielten Tagelohn im Jahresdurchschnitt sich auf 10 Silbergroschen belief. ernsten Kampfes nur nach den leichten Tournieren eitel- dilettierender wir eine große Steigerung der Stimmenzahl. Dazu kommt eine be- Das Ergebnis zeigte, daß, berechnet nach dem Roggenwert, der Schöngeisterei auf glänzendem Parkett strebt. Der Graf Bülow, der trächtliche Reihe noch unerledigter aussichtsvoller Wahlen und Stich- Lohn des Landarbeiters seit 1815 nicht gestiegen, Diplomat der allseitigen Versprechungen, befindet sich in der Rolle wahlen. sondern eher ein wenig gefallen war, so daß sich selbst eines eleganten Brettl- Direktors, der nur für anmutige Tändellieder Das find Vorgänge, die denn doch selbst die harmloseste Re: der bekannte konservative Volkswirt Dr. Th. Freiherr v. d. Goltz zu befähigt ist, und der nun plötzlich im lustigen Biedermeierfrack gierung der Sammlung zum Nachdenken und Einlenten veranlassen dem Zugeständnis gezwungen ficht(„ Die ländliche Arbeiterklasse", ein weltgeschichtliches Schauspiel agieren muß. Aber was thut's follten. Die Socialdemokratie aber entnimmt aus diesen Vorgängen Seite 114): Ein Brettlmann läßt sich nicht verblüffen, er hüpft mit zierlichen die bestärkte Ueberzeugung, daß sie das Mandat des weitaus größten Sprüngen auf die Bühne und beginnt das Spiel, als sei das Drama Teiles des Volkes auszuüben hat. Und ein solches Mandat ver nur eine lockere Bänkelweise. Und wird das Publikum sich nicht pflichtet! Wenn die Socialdemokratie es auch nicht wollte, sie hätte schließlich übertölpeln lassen, das Schauspiel für ein belangloses jetzt das Recht verwirkt anders zu handeln: Als Vollstrecker des Liedchen halten, und dem unwiderstehlichen Teufelskerl, der in aller Boltswillens muß die socialdemokratische Partei mit allen Mitteln Unschuld und Harmlosigkeit Ungeheuerliches vorträgt, Beifall zu- die Politik des Bollfrons zu Boden zwingen. jubeln? Giebt es denn etwas so Einfaches, Selbstverständliches, wie diesen Bolltarif des Grafen Bülow? Wer wird sich über solche Kleinigkeiten aufregen? Bitte nur zuzugreifen, es ist lange nicht so schlimm, wie es aussieht.. ausbeutet. venn, er J P " Für die Mitte des Jahrhunderts wurde oben der durchschnittliche Mannes Taglohn in den östlichen Provinzen auf 0,80 M., nach Roggenwert auf 13/2 Pfd. Roggen ermittelt und dabei festgestellt, daß nach Roggenwert der Tagelohn von 1815 bis 1848 nicht gestiegen, von 1840 ab fogar eher noch etwas ge= funken ist." Dabei muß berücksichtigt werden, daß die Berechnung nach Roggenwert noch die relativ günstigste ist; legt man den WeizenGetreidepreise und Landarbeitslöhne. Getreidepreise und Landarbeitslöhne.wert oder die Fleischpreise der Berechnung zu Grunde, ergiebt sich Bu den beliebtesten Vorspiegelungen, durch die das agrarische eine bedeutende Verschlechterung der Landarbeiter- Lage. Bur Er Jäh aber wird der Sturm losbrechen, und der spielerische Mann Bündlertum die in ländlichen Kreisen bei den Wahlen häufig aus- nährung einer Familie reichte selbst bei miserabelſter Lebensweise wird entsetzt gewahren, daß man nicht auf parlamentarischen Abenden und mit füßlichen Privat- lleberredungen eine Bolitit erschmeicheln schlaggebende Landarbeiterschaft für ihre Bollerhöhungsbestrebungen der Lohn des Mannes nicht aus, denn v. Lengerke berechnet den kann, die es unternimmt, ein ganzes arbeitsbedrücktes, in Not müh einzufangen sucht, gehört die Versicherung, daß der Land- allernotwendigsten Unterhaltsbedarf für eine fünftöpfige Familie mann gerne feinen Arbeitern höhere Löhne zahlen würde, nach den damaligen niedrigsten Preisen auf 111 Thaler. selig ringendes Bolt an eine kleine herrschende Sippe zu verraten, tönnte; doch bei den jetzigen Getreidepreisen Um also bei 800 Arbeitstagen den Betrag erschwingen zu die den Staat für ihre niedrigsten und selbstsüchtigsten Interessen wäre er nicht dazu im stande. Hohe Löhne bedingten hohe tönnen, hätte der Arbeiter mindestens 1,11 m. verdienen müssen, Von der Politik der Sammlung, der mittleren Linie, der aus Kornpreise, und deshalb läge es nicht weniger im Interesse der während er es höchstens auf 80 Pf. brachte. Der Fehlbetrag mußte gleichenden Gerechtigkeit hat seit jeher eine unfähige Staatsmannskunst andarbeiter als ihrer Arbeitgeber, für Bollerhöhungen einzutreten, durch Arbeiten der Frau und der Kinder gedeckt werden. denn der größere Teil der durch die Preissteigerungen gewonnenen Mit den fünfziger Jahren, nach dem Fall der englischen Korne geredet, die sich dem durch die geschichtliche Notwendigkeit verhängten Mehreinnahmen würde den Arbeitern in Gestalt von Lohnerhöhungen gefeße, beginnt die Blütezeit der preußischen Grundbefizer. Der Zod dadurch zu entziehen sucht, daß sie den noch an der Herrschaft zufließen. englische Markt erivies fich in ungeahntem Maße aufnahmefähig. Schon befindlichen lassen ohne Wahl und Muß jegliches Privilegium zuDiese Beweisführung hat auf den ersten Blick etwas Bestechendes, 1850 bezog England aus Deutschland ungefähr 5,3 Mill. Ctr. Weizen und schanzt. Die aus der Arbeit der Massen erpreßte Beute an und thatsächlich finden wir unter den englischen Nationalökonomen 1,4 Millionen Centner Gerste. Dazu begann sich ein bedeutender die um den größeren Anteil Hadernden zu verteilendas des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts eine ganze Anzahl, Bieherport zu entwickeln, ferner versorgte Preußen vornehmlich den heißt und bedeutet die Politit der Sammlung, der mittleren Linie, die eine gewisse Parallelität zwischen dem Lohnniveau und der Höhe englischen Markt mit Flachs( 1855 bereits für über 47 Millionen der ausgleichenden Gerechtigkeit. Auch dieſe Miſſionare des der Kornpreise annahmen; selbst Ricardo behauptete noch eine solche Mart), Talg( 1855= 37 Millionen Mark), Hanf( 1855= 15½ Will. Plünderns verstehen sich auf die geistlichen, heiligenden Worte. Beziehung zwischen beiden. Und wenn auch die damaligen Lohn- Mart) usw. Die goldene Zeit des preußischen Junkertums begann. Als Man weiht die Beute mit frommer Nede, und das Maßlose ge- und Kornpreis- Statistiken beweisen, daß noch andre wirt- Grandseigneurs nach dem Vorbild des alten französischen Adels lebten berdet sich als liebevolle, weise und gleiche Verteilung von Licht und schaftliche Umstände bei der Bestimmung der Lohnhöhe sie auf ihren Schlössern, hielten große Jagden ab, luden sich gegenseitig zu Schatten. mitsprachen, als nur die Getreidepreis Schwankungen, läßt fidelen Trinkfesten ein, gestatteten sich die nobelsten Baffionen oder Aber die heuchlerische Politik der Sammlung hat in der That fich doch eine gewisse Abhängigkeit der Löhne von letzteren unternahmen teure Reisen. Die Einfünfte gestatteten es; die Weizeneine Sammlung veranlaßt, eine Sammlung der Bolts nicht verkennen. Damals war eben die landwirtschaftliche Produktion preise stiegen und erreichten im Durchschnitt der Jahre 1871-75 kraft. Und das ist das Verdienst der Agenten des Bollwuchers! noch die weitaus wichtigste und für das nationale Wirtschaftsleben den hohen Stand von beinahe 249 M. pro Tonne, die Roggenpreise Wem Zuchthausvorlagen und Umsturzgesetze, Heer- und Flotten- allein ausschlaggebende, und die Landwirtschaft wieder war in erster stiegen auf über. 179 M., und im gleichen Verhältnis schnellten die pläne, Hunnentum und Byzantinerwesen noch nicht die Augen Linie abhängig vom Ertrag des Getreidebaues. Biehpreise empor. Güter, die 1850 noch 200 000 m. gekostet hatten, zu öffnen vermocht haben, der wird jezt sehend gemacht durch Heute liegen die Verhältnisse ganz anders. Wie erst fürzlich galten jett 600 000 m. Die Pachtpreise in den preußischen Provinzen einen Gefeßentwurf, mittels dessen die politische Diktatur des Junker- wieder die statistischen Aufnahmen des konservativ agrarischen östlich der Elbe stiegen beispielsweise von 1849-1869 pro tums ihre materiellen Herrschaftsbedingungen erzwingen will. Der Bolltarif des Grafen Bülow ist der Jubegriff und das Schlußglied" Deutschen Landwirtschaftsrats" bestätigt haben, hat in der Beltar um 125, bon 1849-1879 um etwa 156 Pro 3. Es war eine herrliche Zeit, aber nur für die Junker, nicht für jener jahrzehntelangen Reaktion, die auf Deutschland lastet, er ist deutschen Landwirtschaft die Viehzucht längft den Getreidebau an Wichtigkeit überholt; denn nach dieser gewiß unverdächtigen ihre Arbeiter. Die Landarbeitslöhne steigen in den fünfziger, sechziger aber auch zu dem Weckruf geworden, der den Freiheitskampf entfeffeln Statistik trugen zu den Brutto- Einnahmen von 1524 großen und Jahren nur außerordentlich mäßig, lange nicht in dem Maße wie muß. Der Zolltarif wird entscheidend für die deutsche Zukunft mittleren Landwirtschaftsbetrieben mit einem durchschnittlichen Arenal die Lebensmittel; erst nach 1866, besonders aber nach 1871 macht sich Entweder siegt die Reaktion, und dann hat ihre Herrschaft abermals von 177/2 Hektaren der Erlös aus dem Anbau von Getreide infolge des industriellen Aufschwunges, der eine vermehrte Nachfrage nach eine allzu lange Galgenfrist erwirkt, oder das Proletariat fiegt aller Art unr 26,4 Proz., aus Zuckerrüben, Kartoffeln, Arbeitskräften hervorruft, eine Lohnsteigerung bemerkbar. Diesen und damit wird die Bahn frei für eine fruchtbare und glück- Raps 2C. 16,3 Proz., aud Vich und tierischen Zeitpunkt nimmt der Kongreß deutscher Landwirte wahr, um in 1878, lichere Entwicklung. In der Niederwerfung des Junkers Produkten aber 40,6 Proz. bei. Vor allem aber dem Jahr des Milliardensegens, eine neue Erhebung über die Lage aufstands der Zollwucherer liegt mehr als bloß die Aussicht ist neben der Landwirtschaft eine ausgedehnte Industrie entstanden, der ländlichen Arbeiter zu veranstalten. Und was ergeben diese Era nüßlicher Handelsverträge, fie erschließt die Möglichkeit einer die heute weit mehr als die Landwirthschaft für das wirtschaftliche bebungen? Sie zeigen, daß zu dieser Zeit der höchsten Wendung der Gesamtpolitik. Mit der gesteigerten Bollfron, Leben der Nation maßgebend ist und deren Arbeitsmartt, indem er 28 irtschaftsblüte die Landarbeiter Ostelbiens es glücklich auf unter die das Junkertum mittels der gefügigen Regierung und der die fähigeren Teile der Landarbeiterschaft an sich zieht und einen Durchschnitts- Tagelohn von 1 Mark 17½ Pfennig ge Barlamentsmehrheit das Volk bringen will, wird auch das Joch der gegen 80 Bf. in 1848. Demnach ivar damit aufs stärkste das Angebot ländlicher Arbeitskräfte bracht hatten politisch- socialen Leibeigenschaft fester auf das Proletariat gelegt. beeinflußt, augleich über die Höhe 11117 Geldlohn 46 Proz. in den letzten der Landarbeitslöhne allerdings Nicht nur die wucherische Verteuerung des Brotes und des Fleisches mit bestimmt. So ist es denn eine Thatsache geworden, daß 25 Jahren gestiegen, aber eine Besserung der Lebenshaltung nicht erist zu befürchten, nicht nur die Zerrüttung der Industrie und des in Deutschland während des letzten Jahrhunderts gerade jene zielt, denn nahezu in gleichem Verhältnis waren die Getreide-, die Handels droht, auch die politischen Lebensinteressen des Prole perioden, in denen die Landwirtschaft florierte, die Getreide- und Fleisch, Butterpreise zc. in die Höhe geschossen. Nach Roggenwert tariats find schwer gefährdet, wenn es dem Junkertum gelingt, zu Grundstückpreise stetig stiegen und auf den Schlössern der Landjunker berechnet beträgt die Lohnzunahme z. B. nur 12 Proz., nach den triumphieren. ein Fest das andre jagte, die Löhne der Landarbeiter Fleischpreisen berechnet, ergiebt sich sogar nur eine Zunahme von Das hat das deutsche Bolt begriffen und zum entschiedenen Wider- bie allertraurigsten waren, während in den Zeiten der etwa 8 bis 5 Broz. Das war das Eudrefultat der Blütenperiode stand gesammelt. Nicht umsonst war die agitatorische Aufklärungs- sinkenden Getreidepreise die Landarbeiter- Löhne stiegen; ja daß der Landwirtschaft: für den Großgrundbefüher eine enorme Ver arbeit der Socialdemokratie, die in diesem Kampf einen Umfang man mit einer gewissen Berechtigung fagen kann, daß die mehrung seiner Einkünfte und Wertzunahme feines Besitzes, und eine Intensität annahm, wie kaum jemals zuvor. Zehntausende Perioden höchster Rentabilität zugleich jene der niedrigften für den Landarbeiter nichts. von Händen und Köpfen waren unermüdlich thätig. Allein die Löhne und elendesten Lebenshaltung der Landarbeiter waren. Auch die reaktionäre Bollreform des Jahres 1879 bringt keine beiden gegen den Zollwucher gerichteten Flugblätter des Den Beweis dafür liefern die von konservativer Seite auf Besserung der Landarbeiter- Löhne; erst in der zweiten Hälfte der Parteivorstandes sind in fünf Millionen Eremplaren ins Land achtziger Jahre vollzieht sich infolge des Zuges aus dem Osten nach hinausgegangen, gewissenhaft verbreitet und überall verständnisvoll genommenen Statistiken selbst. Nach dem hohen Stand der im wesentlichen durch die fort dem industriellen Westen ein weiteres Aufsteigen, obgleich diesmal aufgenommen. Dazu kommen zahlreiche Flugblätter, die den währenden Kriege mitbedingten Getreidepreise zu Anfang des acht die Kornpreise sogar mehr und mehr abnehmen und die Fleischlokalen Bedürfnissen angepaßt waren. Unfre Betitionen zehnten Jahrhunderts trat in den zwanziger Jahren zwar ein Preis- preise nur relativ mäßig steigen. Im Jahre 1892 stellen sich batten einen beispiellosen Erfolg. Man bedenke, was erückgang hervor, doch sezt in den dreißiger Jahren ein neuer Preis- nach der bekannten Enquete des Vereins für Social. heißt, 3 500 000 Unterschriften zu sammeln. Das ist eine aufstieg ein, der auch während der vierziger Jahre anhält. In politit" die Durchschnittslöhne für dauernd beschäftigte, in Geld weit gewaltigere und schwerere Aufgabe als eine Reichstagswahl. Preußen stellten sich damals die Durchschnittspreise pro Tonne Belohnte Arbeiter folgendermaßen: Drei Millionen fünfmalhunderttausend deutscher Bürger erklärten sich,( 20 Centner): trotz aller Abhängigkeit und trotz der Gefahr wirtschaftlicher Schädigung, offen mit vollem Namen auf socialdemokratischen Petitionslisten gegen die Bollpolitik der Regierung. Das zeigt nicht nur die tiefe Erregung, die in den Massen herrscht, es beiveist auch das Vertrauen, das die Socialdemokratie im Volfe erworben hat; die Verleumdung und Aechtung und Verfolgung unsrer Bestrebungen ist wirkungslos geworden. Wenn es noch eines Anzeichens bedürfte, wie die Stimmung der großen Mehrheit des deutschen Volkes ist, so brauchten wir nur au In den Jahren Weizen Roggen Gerste Hafer 1821-1880 M. 121,4 M. M. M. 126,8 76,6 79,8 138,4 100,6 87,6 91,6 167,8 128,0 111,2 100,6 1831-1840 1841-1850 der In Oftreußen Westpreußen Pommern " auf 0 pro Arbeitstag 1,24 M. 1,50 " " " • Posen " 1,51" 1,39" Schlesien " 1,10 " # Brandenburg 1,41 " " Im Durchschnitt 1,36 22. Gleichzeitig stiegen die Bodenpreise, doch giebt es keine Statistik darüber für sämtliche östlichen Provinzen des damaligen Preußens, nur für einzelne Landesteile, und zudem ruht sie zumeist auf recht unsicheren Grundlagen. Für die Provinz Posen giebt Sarazin aber doch immerhin eine Besserung; und seitdem hat, wie bekannt Zwar gegenüber dem Jahr 1878 mur ein mäßiger Fortschritt, cine weitere Steigerung stattgefunden, obgleich ein noch stärkerer p Rüdgang der Weizen- und Roggenpreise erfolgt ist. Was alle Prosperität der Landwirtschaft, alle Bereicherung des Junterthums der nicht vermocht hat, das bewirkt nun die durch den Zug nach den Industriegegenden hervorgerufene" Lentenot". Mag der Junker sich noch so sehr sträuben, wenn er Arbeiter behalten will, muß er zahlen. = Für den Landarbeiter aber ergiebt sich daraus, daß, was die heutige Handelspolitik anbelangt, er mit dem Industrie- Arbeiter dasselbe Interesse hat. Nicht eine Zollpolitik vermag ihm Vorteil zu bringen, die den Handel Deutschlands nach dem Auslande lähmit, die industrielle Entwicklung hemmt und einen Teil der Industrie Arbeiter aufs Pflaster wirft, sondern nur eine Politik, die, indem sie die weitere Abwanderung aus den ländlichen Bezirken vermehrt und dadurch die Lage des ländlichen Arbeitsmarktes verbessert, den Großgrundbesiger zwingt, etwas tiefer in seine für die Bedürfnisse der Arbeiter stets zugeknöpfte Tasche zu greifen. Politische Neberlicht. Die öffentliche Abstimmung gegen den Brotwucher. Wir geben hier eine ausführliche Uebersicht über das Resultat Unterschriftenfammlung für unsre Petition gegen den Zolltarif, geordnet nach preußischen Provinzen und nach Bundesstaaten. Zur Vergleichung ist die Zahl der socialdemokratischen Stimmen daneben gesetzt, die bei der Hauptwahl 1898 abgegeben wurden. Provinz Ostpreußen Westpreußen Stadt Berlin Inter schriften Social demokratische Stimmen am 16. Juni 1898 45 644 11 190 4586 134 117 41 166 6 803 530 795 155 411 Proving Brandenburg( ohne Berlin) 282 499 " Pommern. Posen 42-806 161 507 38.948 4773 Geiter ſitets Ecleffen 132 278 Sachsen 142 010 147 610 Schleswig- Holstein. 145 000 " Hannover. 197 972 " Weſtfalen 100 957 81 940 98 286 76 779 " Hessen- Nassau Rheinland. Berlin, den 30. November. Der Reichstag Ivar am Sonnabend sehr schlecht besetzt. Die Debatten über die einzelnen Bestimmungen der Seemannsordnung aber nahmen eine lebhaftere Färbung an, als an den Tagen vorher. Es kam zu recht heftigen Zusammenstößen zwischen unfren Genossen und den Gegnern. Gleich beim ersten Baragraphen, der zur Verhandlung kam, gab es einen fleinen, aber ganz bezeichnenden Zwischenfall. Genosse Megger nannte die Verschlechterungsanträge, die der unermüdliche Konsistorialrat. Stockmann auch zu diesem diesem Baragraphen fabriciert hatte, Regierungsanträge. Mochte er sich nun versprochen haben oder handelte es sich um eine absichtliche Bosheit, jedenfalls traf diese Bezeichnung den Nagel and auf den Kopf. So oft im bisherigen Verlauf der Beratung cin Regierungsvertreter das Wort genommen, seine Rede eudete immer mit der Bitte, die Kommissionsfassung als zu weitgehend abzulehnen und die Anträge, Stockmann anzunehmen. Graf Ballestrem unterbrach unsren Redner fofort und erklärte seine Wendung für unzulässig. Er beugt bei Zeiten vor, denn es wäre ja sicherlich sehr unangenehm, wenn bei Militärforderungen oder vielleicht auch b beim Zolltarif die Anträge des Centrums kurzweg als Regierungsanträge bezeichnet würden. p Königreich Preußen Königreich Bayern. " Sachsen Württemberg Großherzogtum Baden Hessen itorin e it ivären, was sie nicht sind, oder, wenn es einen Rechts. fa gäbe, wonach die Landespolizeibehörden bei Festsetzung der Stegeln der deutschen Rechtschreibung zu beachten. Aber auch das gebe es Schreibweise von Orisnamen gehalten wären, die jeweilig geltenden nicht, und es gebe auch in Deutschland überhaupt keine anerkannten verbindlichen Regeln auf diesem Gebiete. Also sei die Festsetzung der Schreibweise des Ortsnamens den pflichtmäßigen Er messen der Landespolizei überlassen. Solche landespolizeiliche Verfügung tönne nun der Verwaltungsrichter nur auf ihre Rechtmäßigkeit nachprüfen, nicht darauf, ob sie notwendig oder angemessen sei. Die Nachprüfung erstrecke sich nur darauf, ob nicht etiva die Verfügung vollständig zwecks und sachwidrig, d. h. willkürlich und darum rechtswidrig sei. Das wärt hier aber nicht der Fall, es müsse somit die Klage abgewiesen werden. Etat. Nach den Berechn Wie Köln, wurde auch die Stadt Krefeld, die sich ebenfalls mit E schreiben soll, mit ihrer dagegen gerichteten Klage abgewiesen. In ihrem Falle erklärte es der Senat für unerheblich, daß der Regierungspräsident drei Jahre früher im Gegensatz zu jetzt die Schreibweise mit K, die die Stadt beibehalten möchte, ause brüdlich angeordnet habe. Die Landespolizei habe jetzt ihrer inzwischen gewonnenen bessern Ueber zeugung" folgen fönnen. Aus dem Nach den Berechnungen der„ Freis. Ztg." ergiebt sich aus den bisher durch die offiziöse Presse mitgeteilten Abschnitte des Etats eine Verschlechterung in der Bilanz des Reichshaushalts gegen das Vorjahr um. zusammen 53% 2 Millionen Mark, wozu noch ein Minus an Ueberweisungen für die Einzelstaaten von 262/3 Millionen Mark 48 942 tommt. Außerdem ergeben die bisher bekannten Etatsabschnitte einen Aldagegen das Vorjahr höheren Anleihebedarf für diese Abschnitte von 29/3 Millionen Mart. 75 372 73 984 111 735 1 141 958 138 218 299 190 62 452 146 869 1849 295 325 053 471 318 89 588 58 149 50 325 60 700 MecklenburgSchwerin Mecklenb. Sirelig # 31 240 6 885 4872 13 821 18457 21 971 11 012 48 867 26 272 9 387 12 193 14 143 but and in india Sachsen- Weimar Oldenburg " Herzogtum Braunschweig Sachsen- Meiningen Sachfen- Altenburg. Sachsen- Koburg- Gotha " " Anhalt. Fürstentum Schwarzburg 19 Rudolstadt.... 28 432 25 639 42 068 16 842 34 682 23 548 6 638 1 169 6 339 12044 1973 Waldeck " " Reuß ä. L.( Greiz) • Reuß j. 2.( Gera). Lippe( Detmold) 6 823 1.054 17 015 21.952 2.908 17549 053 688 9 729 18 636 206 662 18 232 10 874 82 129 13 610 Freie Stadt Lübeck. 〃 Bremen Hamburg. Wahlfreis Mühlhausen i. E. diverse Unterschriften a. d. Reiche Die Gesamtzahl der Unterschriften aus dem Reiche beläuft sich demnach bis jetzt auf 3431 784. Dabei laufen noch fortwährend Unterschriften ein. Die plündernden Legationsdamen von Peking. Fast wörtlich übereinstimmend erzählen der amerikanische Korrespondent Jasper 28 hiting und der englische Major Scott von den plündernden Damen. Whiting schreibt, die Plünde=. rung sei die einzige Konversation bei Tafel, in den Straßen, in den Häusern, in den Läden gewesen. Am Nachmittag ging man, nach ſeiner Geſandtschaft, um den Auktionen der geplünderten Gegenstände beizuwohnen. Am Abend machte man kleine Erkursionen in die lmgegend, um zu plünderu. Die Blünderung." heißt es dann wörtlich weiter, ist nicht bloß die Beschäftigung der Männer; die Damen beteiligen sich in ebenso attiver Weise daran, ja sie waren diejenigen, welche das erste Beispiel gaben. Man erzählt, daß weniger denn 5 Minuten nach Ankunft der fremden Truppen in Beting drei Damen in aller Eile ihr Gesandtschaftshotel verließen, fich in ein gewisses sehr bekanntes Magazin, in der Straße der Gesandt schaften gelegen, begraben, um nach furzer Zeit schwer beladen mit Ballen von Seide, kunstvollen Spizen und Kunstobjetten aller Art daraus zurüdzukehren. § 44 betraf die Vorschußzahlung. Auch hier war es charakteristisch, wie sorgfältig die Taschen der Reeder gehütet werden. Die großen Schiffahrts Gesellschaften machen Der andere Zeuge, Major Scott, erzählt damit genau Millionenüberschüsse, dem gegenüber der kleine Verlust, den übereinstimmend, und zivar hat dieser es nicht vom Hörensagen, fie durch Gewährung von barem Vorschuß an Seeleute, die Der freche Bebel und Wilhelm I. In dem jetzt veröffent- fondern er sagt ausdrücklich, daß er die Dinge selbst gesehen hat: später desertieren, erleiden können, vollkommen verschwindet. lichten Briefwechsel Bismarcks findet sich auch eine charakteristische Es waren fanm 5 Minuten verstrichen, seitdem ich mit meinem Und doch genügte die Furcht vor einer geringfügigen eußerung des alten Wilhelm über die nicht zulängliche Bataillon in die britische Gesandtschaft von Beking eingerückt war; Schädigung der Reeder, um unsren im Interesse aller See. Härte des Socialistengefeges. Am 30. Dezember 1884 das Gewehrfeuer unter den Stadtmauern dauerte noch fort. Da lente gestellten Antrag, den Dr. Herzfeld warm begründete, zu Fall zu bringen. Ueber die Desertionen der Mannschaft wurde beim folgenden Paragraphen besonders lebhaft gestritten.( Hier entwarf Genosse Mezger, auf das unanfechtbare Material der Verhandlungen vor den Seeämtern gestützt, ein furchtbares Bild von den grausamen Mißhandlungen und ausgesuchten Quälereien, denen die Seeleute auf einzelnen Schiffen ausgesetzt sind. Kein Wunder, daß sie dann desertieren! schreibt Wilhelm I.: " " 1 Was soll aus der Besserung der Zustände auf die Dauer sah ich, daß drei Damen wie die Verrückten die Straße der Ge werden, wenn, wie Madai mir heute meldete, der ausgewiesene fandtschaften hinunterliefen. Sie hatten sich nicht einmal die Mühe Stadt Verordnete aus Berlin N. N. sich so zu sagen an den Thoren genommen, einen Hut aufzulegen, und ihr Haar, derangiert durch Berlins als Cigarren- Händler établiert, wenn Bebel aus Wien den schnellen Lauf, hing aufgelöst über ihre Schultern herab.". Und ausgewiefen wird und er bei uns in dem Reichstag fist und mun erzählt Scott genau dasselbe wie oben. feine frechen Reden halten darf? Das zeigt meiner Ansicht nach, daß das Ausweisungs- Gesez nicht wirken fann, wenn solche Erempel vorkommen! und ob darin etivas gefchehen, das not: wendig? Dieser Stoßseufzer Wilhelms I beweist, daß er niemals über jene Wachtmeister- Auffassung hinausgekommen ist, die ihm einſt in einem lichten Augenblick sein königlicher Bruder zubilligte. Wilhelm I blieb jener Prinz von Preußen, der mit der Politit des Standrechts große politische Bewegungen erdrosseln zu können rühmte. Nu, Wilhelm I. ist tot, und der freche Bebel steht an der Spige der stärksten Partei des Deutschen Reiches. V Reform der Rechtschreibung. Cöln oder Köln. " Die Reichstags- Erfahwahl im Siegfreis Waldbroc! an Stelle des Centrums- Abgeordneten Lingens ist auf den 9. Januar anberaumit worden. Der Kreis ist sicherster Centrums besit. Aus Baden. In der zweiten badischen Kammer brachten sämtliche Fraktionen Anträge auf Einführung des direkten Wahlrechts ein. Kronprinzenbeleidigung. In Hildesheim wurde wegen Beleidigung des Kronprinzen der Architekt Bleckwein, der welfischen " Partei angehörend, zu 5 Wochen Gefängnis verurteilt. Blechwenn hatte auf dem Bahnhofe in Nhüden, wo die Scherl'sche Woche" ausliegt, neben einem in der Woche" befindlichen Bilde des Kron prinzen eine ungehörige Bemerkung niedergeschrieben. " Ausland. Ein aufsehenerregender Rücktritt. Herr Dr. Semler machte in moralischer Entrüstung, die ihm so gut ansteht, wegen dieser Beschmutzung des Nestes" der Hamburger Reederei. Als Kronzeugen für die Vortreff lichkeit der Zustände wagte er es, den verstorbenen Laeisz anzurufen. Genosse Metzger stellte fest, daß auch nicht cine seiner thatsächlichen Angaben erschüttert worden sei, gedachte des berühmten Laeiszschen Wortes von der Welt, die durch Unfallverhütungs- Vorschriften betrogen werden müsse, und erinnerte den moralisch entrüsteten Dr. Semler an einen gewissen Reinigungseid, den jener vor der Hamburger Aus dem Ober- Verwaltungsgericht wird uns berichtet: Aus Breslau wird gemeldet: Der 28jährige Schneidergefelle Anwaltskammer geleistet hat. Das trug ihm einen Ordnungs Die landespolizeiliche Verfügung über die Schreibweise des Adolf Kaiser, der bereits wegen Diebstahls und Majestätsbeleidigung ruf ein, wird aber Herrn Dr. Semler sicherlich zu etwas Namens der Stadt Köln am Rhein, bei deren Zustande vorbestraft und zuletzt am 19. d. M. wegen Beleidigung zu neun größerer Zurückhaltung verhelfen. Auch bei diesem Para- tommen bekanntlich der deutsche Kaiser mit Monaten Gefängnis verurteilt worden ist, hatte sich wiederum wegen graphen wurden unsre Verbesserungsanträge abgelehnt. gewirkt hat, unterlag am Sonnabend der Nachprüfung Majestätsbeleidigung vor der ersten Straffammer zu verantworten. Beim§ 50, der sehr bescheidene sanitäre Vorschriften über des Ober Verwaltungsgerichts. Nach dieser Ver- Die Anklage warf ihm vor, am 22. Oktober d. J. im hiesigen Unterdie Logierräume der Schiffsmannschaft giebt, wies Genosse fügung des Kölner Regierungspräsidenten soll Köln im amt fuchungs- Gefängnis die Königin und den Kronprinzen von Preußen ſtets mit Wurm in dankenswerter Weise auf die jüngst veröffentlichten lichen Verkehr zufünftig einem Gals Anlaut beleidigt zu haben. Er wurde schuldig befunden und in Rücksicht auf werden. Die eigenartige Vorgeschichte der feine Vorstrafen und die Gröblichkeit der ausgestoßenen Beleidigungen Untersuchungen des Professors Curschmann über die Tuber geschrieben Tulose unter den Seeleuten hin. Nicht weniger als 38 Proz. Verfügung ist kurz folgende. Beschlüssen der Kölner Stadt zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. verordneten zufolge hatte sich der Oberbürgermeister der Berle am aller bei den Seeleuten vorkommenden Todesfälle sind auf Rhein" verschiedentlich um eine amtliche Regelung der Schreibweise Sauptblatte der vorigen Nummer, Seite 2, muß es in der achten, Berichtigung. In der Notiz, Eine große That" im Lungentuberkulose zurückzuführen. Bekanntlich werden See- des Stadtnamens nach der Richtung bemüht, daß Köln reisen wohlhabenden Lungenkranken zur Herstellung ihrer ständig mit einem geschrieben werden solle. Der Minister Beile von unten heißen: Ihre Hauptaufgabe", anstatt Haupt Gesundheit verordnet. Wie müssen da die Schlaffabinen, des Innern, dem der Regierungspräsident zu Köln den ursache. die Kost des Schiffspersonals Schiffspersonals beschaffen sein, welcher Entwurf einer landespolizeilidhen Verfügung zur Genehmigung äußerste Grad von Ausbeutung bedroht sie, wenn ein so unterbreitete, war auch geneigt, das se als Anlaut zu bewilligen. hoher Prozentsatz von Seeleuten der Tuberkulose zum Opfer Die Aften wurden aber auch Wilhelm II. vorgelegt, und dieser fällt? Eine furchtbare Anflage liegt in diesen Zahlen. Aber fiel die später vom Regierungspräsidenten an den Herrn Oberänderte das der Vorlage in ein Cum. So -st-. Wien, 29. November. Das Schicksal, das einst dem wo waren die sonst so geschwätigen Vertreter der Reeder- bürgermeister erlassene landespolizeiliche Anordnung ganz anders Führer der Jren, Barnell, getroffen, hat heute einen der bekanntesten interessen, wie Frese und Semler, um ein Wort auf diese Anals man ertvartet hatte. Die Stadtgemeinde öftreichischen Politiker ereilt: der Abgeordnete K. H. Wolf, der flage zu erwidern? Köln, vertreten durch ihren Oberbürgermeister, beschritt mun Gründer und Führer der Andeutschen, hat seine Mandate für Auch Graf Pojadowsky schwieg, derselbe Graf mehr den Weg des Verwaltungsstreitverfahrens und verlangte den Reichsrat und für den böhmischen Landtag Verkehren Pojadowsky, der die deutsche Regierung auf dem inter die Aufhebung der Anordnung, daß Köln im amtlichen Verkehr nationalen Tuberkulose Kongreß vertrat und nicht genug mit zu schreiben sei. Es wurde geltend gemacht, die einzig rich- 3ridgelegt, veschwindet gänzlich aus der politischen Oeffent rühmen konnte, was alles zur Bekämpfung dieser verderbtige Schreibweise des Stadtnamens sei die mit K. Hierfür berief fich lichkeit. Der Grund dieses aufsehenerregenden und in seinen Folgen lichen Volkskrankheit von Staatswegen und aus Privatmitteln die Stadt auf wissenschaftliche Gutachten der Profefforen rante ganz bedeutsamen Rücktrittes ist ausschließlich privater Art. Bonn und Hansen Köln. In dem Hansenschen Gutachten wird Herr Wolf hatte diese Tage ein Duell mit einem Herrn Dr. Seidl, geschehen sei. u. a. gesagt:„ Nur eine unwissenschaftliche Behandlung der der selbst der alldeutschen Partei angehört, Schwiegersohn eines Bei§ 54 wurde die Debatte abgebrochen. Wann sie vorliegenden ortographischen Frage fann den Anlaut C für ihrer bekanntesten Mitglieder, des Abg. Tschan, ist und bei den weiter fortgesetzt werden wird, ist ganz ungewiß. Vor Weih- den nach Der Herkunft des Wortes Köln gebotenen letzten Wahlen von der Partei als Kandidat aufgestellt worden war. nachten gewiß nicht. halten. Ist es zutreffend, daß der Stadtname in dem Die Gründe, die das Duell herbeiführten, find Montag: Erste Lesung des Zolltarifs. Wort Colonia feinen Ursprung hat, so ist es ebenso Rücktritt veranlassen: es saladence and gewißrichtig, daß in dem Augenblid, in welchem dem ersten oselben, die Herrn Wolf zum Rücktritt ein e beigefügt wurde, an Stelle des C der Anlaut se gesetzt werden handelt sich also offenbar um einen sehr schwerwiegenden Konflikt, Berliner Profefforen Freifiun. Wie man uns mitteilt, haben umßte, weil die lateinische Rechtschreibung notwendig zu der wider den beizulegen die Partei entweder nicht wollte oder nicht ver fich auf Grund einer Umfrage bei den Berliner Professoren der sinnigen Konsequenz der Aussprache 3öln geführt haben mochte. Nach den Andeutungen der Blätter unterliegt es feinen juristischen, philosophischen und theologischen Fakultät ganze sieben würde." Zweifel, daß die Affaire bewirkt wurde von der Kraft, die nebst dem Professoren bereit erklärt, ihre Unterschrift zu einer Zustimmungs Das Ober- Verwaltungsgericht wies die lage Hunger das Weltgetriebe zusammenhält; mehr zu sagen ist nicht a b und führte aus: Etädtenamen zu verleihen oder zu verändern fundgebung für Mommsen zu leihen. Bei einer so großartigen Beteiligung unterließ man natürlich fei ein Hoheitsrecht des Landesherrn. Anders verhalte es sich mit möglich und auch auch nicht notwendig. Daß die Partei aus der Die in die Demonstration. Die Herren sind würdig, im Berliner Rathans gehöre zu den Aufgaben der Landespolizei, die sie im Interesse der seinen Grund in dem Gegensatz zwischen Wolf, dem wirklichen der Feststellung der Schreibweise von Ortsnamen. Diese privaten Sache so nachdrückliche Konsequenzen gezogen hat, mag zu fizen. Allerdings hatten ja die Herren Harnack und Schmoller zu öffentlichen Ordnung zu erledigen habe. Hier liege ein Zwiespalt Führer, und Schönerer, dem Haupte der Partei, haben. Und vor eine Unterredung mit dem Kaiser, die offenbar die Gelehrten in der Schreibweise des Stadtnamens Köln vor. Die Schönerer ist ein eifersüchtiger Gott, der keine andren Götter neben ihn schreibe mit K und überzeugte, daß alles in bester Ordnung sei, vorausgesetzt, daß man Stadt andre schrieben ihn fich duldet, und so hat er die immer größer werdende Popularität vielfach mit C. Somit handle es sich um eine Unsicherheit, des jungen Wolf, die seine Eitelkeit tief verletzte, nur sehr nur den Befehlen des obersten Kriegsherrn Folge leistet. Es giebt aber doch noch an der Berliner Universität sieben und um dieser abzuhelfen, habe der Regierungspräsident als ungern gesehen. Es kann also sein, daß er die Gelegenheis Leute, die über die Ernennung Spahns nicht vorschriftsmäßig Landespolizei die angefochtene Anordnung getroffen, die für den benutzte, um sich des unbequemen Konkurrenten zu entledigen, entzückt find! Da wird es für die Herren Althoff und Elster not- atlichen Verkehr die Schreibweise Canordne. Wenn die Stadt das daß er die peinliche Affaire ausbeutete, um den gefürchteten NebenVorhandensein der thatsächlichen Voraussetzungen dieser Verfügung wendig sein, die sieben Unbotmäßigen und Frechen unverzüglich zu bestreite, weil die Anordnung, das zu gebrauchen, sich in Wider- buhler in dem Wettbewerbe um Macht und Popularität in den Said ermitteln und zur Ordnung zurückzubringen. spruch jetze mit der deutschen Rechtschreibung, dann könne ihr das zu strecken. So Schlimmes Herr Wolf politisch auch gesündigt hat: Von den preußischen Universitäten hat noch Marburg eine Gericht darin nicht folgen. Dieser Angriff ließe sich vielmehr mur man hat noch die Empfindung, daß in diesem jähen Fall ein Zustimmungsadresse an Mommsen geschickt. halten, wenn die Regeln der deutschen Rechtschreibung techts tragisches Element waltet. 20 dies Ein Wilder" als Redner. 31 21112 Herr Wolf stand erst seit fünf Jahren in der Politit, aber er vielen liberalen Versammlungen, die im Laufe dieser Woche ab- den Boeren viel zu sehr an Beweglichkeit nach, um ihnen ernst aften Fit in dieser furgen Zeit sehr bedeutende Erfolge erzielt. Jm gehalten, wurden. Jedoch muß hervorgehoben werden, daß Schaden zufügen zu können. Bu Zusammenstößen mit den Boeren bre, 1897 fandidierte er als junger, landfremder Journalist in fein liberaler Politiker sich für die Unabhängigkeit fommt es denn auch faft nur dann, wenn die Boeren selbst dem Stadtbezirk Trautenau gegen einen Häuptling der Liberalen, der Boerenrepubliken ausgesprochen hat. Die Sachlage ist ganz um Angriff übergehen. Einzuholen find die Boeren also den Hofrat Hallwich, und eroberte fich das Mandat. Die Obstruktion so, wie Mr. Sidney Webb fie im Vorwärts" zeichnete. Eine fich fofort in einzelne Trupps auflöst und durch die Lappen geht". nicht, und einzutreisen ebensowenig, da ein umstelltes Kommando machte ihn rasch berühmt"; war er doch einer der schneidigsten energische Mahnung, dem Boerenstamme die Selbständigkeit zu Auch das von Kitchener so sehr gepriesene Blockhaussystem Zwischenrufer, einer der kräftigsten Schimpfer, und das Schimpfen lassen, fani mir von zwei Gelehrten: dem greifen Socialisten ist nur ein schlechter Notbehelf. Durch dies Blockhaussystem sind ist die Tugend, die im öftreichischen Abgeordnetenhause am Ifred Russell Wallace( dem Mitbegründer der nach Darwin nach Kitcheners eher übertriebenen als zu befcheidenen Angaben höchsten gilt. Sein Ruhm entstand aber erst, als ihn benannten Theorie) und dem Psychologen James Sully. Das erst ein 8ehntel Transvaals und ein Drittel des Graf Badeni, der Ministerpräsident, zum Duell forderte: Wachsen der Friedensstimmung, bedeutet politisch eine langfame Ab- Oranje- Freistaates dergestalt offupiert worden, daß die Herr Wolf hatte ihm, Schufterei" zugerufen und Herr Badeni hoffte, kehr des Landes von den Koufervativen. Boeren es nicht mehr wagen dürfen, dort requirierend umherzumit einem Duell seine schon ganz wankend gewordene Position zu streifen. Das ganze große übrige Terrain gehört noch den Boeren, befestigen. In der Ritterlichkeit war Herr Wolf überhaupt sehr die nur dann und wann einer englischen Streiftolonne aus dent groß er hatte nachher noch mit drei Abgeordneten Duelle absolviert, London, 25. November.( Eig. Ber.) Im Cosmopolitan Club Bege zu gehen haben, falls sie es nicht vorziehen sollten, fie in einen Hinterhalt zu locken und mit blutigen Stöpfen heimzuschicken. Wolf iſt ein ganz unwissender und auch überaus unernster Mensch,( Long Acre 96) fand gestern abend eine sehr interessante öffentliche Mag mm Kitchener oder auch sein Nachfolger Hamilton dies Blocks aver er besigt eine erstaunliche Agitationsmacht, eine aus der Ge- Versammlung statt. Den Vorsiz führte Genosse Tom Mann und haussystem nach Kräften auszubauen versuchen soviel Blockhauswandtheit eines Zeitungsmenschen geschöpfte Beredsamkeit und, das der Redner war Odschidschatekha. Brant Sero, ein stationen wird man niemals zu errichten vermögen, ist seines Wesens erste Qualität, eine unüberbietbare, Roheit in An- Indianer aus Ober- Kanada. Er gehört dem Frokesenstamme an, auch nur die Hälfte der eroberten" Boerenrepubliken von den griff. So wurde er innerhalb des zerritteten Parlaments eine dessen Organisation, Intelligenz und kriegerische Thätigkeit Boeren zu säubern. Der Krieg kann sich also noch um Jahre in die Potenz, so organisierte er den Sieg der Aldeutschen bei den Reichs- von Lewis H. Morgan in seinem bekannten Werke Die Länge zichen. Der Mut eines Boerenmädchens. ratswahlen im vorigen Jahre, stampfte die Mandate aus der Erde Urgesellschaft" ausführlich beschrieben wurden. Nach dem amerikaniund wurde der vergötterte Liebling aller hypernationalen Schichten. schen Unabhängigkeitskriege wanderte ein Teil der Jrotesen, die auf fürzlich veröffentlichten Blaubuche über die füdafrikanischen Konzentra Unser Londoner Korrespondent schreibt ums: In dem Für seine Partei bedeutet sein Rücktritt einen Stoß, der ihr feiten Englands kämpften, nach Kanada aus, wo ihnen 600 000 Acres tionslager findet sich auf Seite 328 eine Stelle, die besonders beachtenswert ganzes Gefüge erschüttern kann. Außer ihm besitzt nur Schönerer Land angewiesen wurden. Brant- Sero gab zuerst ein Bild ihrer ist. Im Lager von Belfast werden die Kinder in der englischen Sprache. cine gewisse Autorität, aber Herr Schönerer hat sich noch immer als alten Organisation und beklagte, daß von seinem Stamme nur ein unterrichtet. Die oberste Klasse wird von einem Lieutenant der zersehendes Element bewährt, ihm ist eine größere Partei direkt kleiner leberreft geblieben, aber dieser Ueberrest sei jetzt Lancashire Füsiliere geleitet. In einer der Stilübungen über den verbaßt, weil er alles eher verträgt, als Verantwortlichkeit. Es ist imt Wachsen begriffen. Vou ihrem ursprünglichen Land- Nugen der englischen Sprache schrieb das Boerenmädchen sie nicht unmöglich, daß der Rücktritt auch die augenblickliche politische befize blieben den sechs Nationen nur 53 000 Acres, die Malan:" Ich werde mich bemühen, englisch zu lernen, damit ich Lage im Parlament beeinflußen wird. wohl bestellt sind und im blühenden Zustande sich befinden. den Khakis zurufen kann:„ hands up!"( hande erheben, das heißt Der Abgeordnete Dr. Tschan wird, wie noch zu der Unterrod Ihre Gebäude und Biehbestände repräsentieren einen Wert ergebt Euch!). Ich bin 12 Jahre alt. Das ist meine erste SchreibUnterrock- von 20 Millionen Mark. übung in der englischen Sprache!" „ Der Grund und Boden affaire gemeldet wird, gleichfalls aus der alldeutschen Parlaments- ift Gemeineigentum des Stammes, obwohl manche gruppe austreten und sich der deutschen Volkspartei anschließen. unsrer Mitglieder, die den verschiedenen christlichen Sekten Partei- Nachrichten. angehören, dem gemeinschaftlichen Besize durchaus nicht freund Gemeindewahlen. Socialdemokratische Kandidaten wurden Dänemark. lich gegenüberstehen. Aber die große Mehrheit der Genossen ist für gewählt in Bradel( Lüneburg) 2, Ennigloh( Herford) 1 und Eine Ehrengabe für Georg Brandes. Der Kultusminister dieses System, da sie einsehen, daß es jedem von ihnen ein Heim ehren stod( Schwarzburg- Sondershausen) 1 in der zweiten beabsichtigt im Reichstag eine Ehrengabe für Georg Brandes in der und ihren fünftigen Geschlechtern eine unabhängige Existenz sichert. Klasse. Höhe von 5000-6000 Stronen jährlich auf Lebenszeit zu beantragen, Das Beispiel der Juden eines Volkes ohne Land wirkt ab ohne dem berühmten Litteraturhistoriker damit irgend welche Ber- schreckend. In Sparsamkeit, Erziehung, Religiosität und allgemeiner Georg Haase von der polnisch- socialistischen Partci in Beuthen nach Freigesprochen. Ein Privattelegramm meldet uns, daß pflichtungen aufzuerlegen. Bereits 1890 hatte das Follething be- Civilisation find wir unsren Nachbarn mindestens gleich. Die einzige fiebenstündiger Verhandlung vor dem dortigen Schwurgericht von schlossen, Brandes eine jährliche Staatsunterstüßung von 2000 Kronen zukommen zu laffen, das Landesthing verwarf jedoch diesen Vorschlag. Beschwerde, die wir gegen die kanadische Regierung haben, der Anklage des Meineides freigesprochen wurde. Haase hat mehrere Der politische Systemwechsel", schreibt„ Socialdemokraten", besteht darin, daß die im Refervatgebiet wohnenden In Monate die Folter der Untersuchungshaft über sich ergehen lassen mußte notwendigerweise diese Genugthiung und Anerkennung für dianer das 23ahlrecht nicht besigen, d. H. politische Rechte müssen. Einen näheren Bericht bringen wir in nächster Nummer. Georg Brandes herbeiführen. Eigentlich sollte ihm schon vor einem fönnten wir nur haben, wenn wir unser altes GesellMenschenalter die Professur für Aeſthetik und Litteraturgefchichte ichaftsfy flem auflösen wollten. Diesen Preis tönnen wir aber erein in Halle hat zur Zeit, wie in der letzten GeneralverAus dem Parteileben. Der socialdemokratische übertragen worden sein. Als der Dichter Carsten Hauch, der dieses Amt nicht zahlen. Wir alle lernen und sprechen englisch und sind loyale sammlung berichtet wurde, ungefähr 1200 Mitglieder, was gegen den bekleidete, auf dem Sterbebette lag. im Jahre 1872, wies er ausdrücklich Bürger. Ich selbst habe mich der englischen Regierung als Soldat Jahresanfang eine Zunahme von 475 bedeutet. Die Einnahme be auf Georg Brandes als seinen Nachfolger hin. Aber dieser hatte angeboten, um in Südafrika gegen die Boeren kämpfen zu können, trug 11 207 M. damals schon durch seine ersten Universitätsvorlesungen, worin cr Es wurden im Laufe des Jahres 18 Vereinsdas Recht des freien Dentens und den Sieg der aber man antwortete mir, daß nur Weiße angenommen würden." versammlungen und in Stadt und Kreis 45 Voltsversammlungen abfreien Forschung" proklamierte, Erbitterung bei den Macht- Ein merkwürdiges Ueberbleibsel des Mutterrechts ist, daß die gehalten. Geklagt wurde darüber, daß ein großer Teil der gewerkhabern hervorgerufen und die Professur blieb unbefeßt. Es ist raucu der tanadischen Jrotesen den Stamme schaftlich organisierten Arbeiter dem Verein nicht angehören. sicherlich nicht zum Schaden für Brandes Wirken in geistiger Hinsicht häuptling wählen. Der Vortrag wurde mit großem Beifall Ini socialdemokratischen Verein für den 4. sächsischen gewesen, daß er keine offizielle Anstellung erhielt. As Staats- aufgenommen. Brant- Sero ist Mitglied der Anthropologischen auf die geringe Anzahl der für die Zollpetition gesammelten UnterReichstags- Wahlkreis( Dresden rechts der Elbe) wurde beamter würde er vielleicht nicht gefagt haben, was er nenlich beim Gesellschaft" Englands und zweiter Präsident der Historischen Gesell- schriften hingewiesen und für die Zukunft beffere Organisierung Schandorph- Fest im„ Studentenbund" sagte, daß„ lein Tier so wild sei als ein Bourgeois, der an seinem Geldscheft" von Ontario. fad angegriffen wird"." * Also in Dänemark wird dem durch die Reaktion getränkten GeIchrten jetzt Gengthnung gegeben; in Schweden wurde fürzlich anTäglich der Besetzung der nationalökonomischen Professur die Realtion ficgreich zurückgeschlagen. Wie aber sieht es in Deutschland aus? Frankreich. Ajien. Der Socialismus in Japan. In ded Amerika. Vom panamerikanischen Kongref. ist folcher Arbeiten verlangt. Der Verein hatte am Schlusse seines abs gelaufenen Geschäftsjahres 755 Mitglieder. Die Einnahme betrug 5599 W. In einigen Orten des Landbezirks sollen gute Erfolge erzielt worden sein. Totenlifte der Partei. In München starb nach langem, schweren Leiden der Genosse Johann Eibl, der seit Jahrzehnten für die Partei thätig war und sich die Achtung aller Parteigenossen erworben hat. Die Nieler Genossen verloren in der Person des Genossent Ernst Reusch einen der Mitbegründer des dortigen socialdemo fratischen Bereins. Gewerkschaftliches.* ada Werlin und Uingegend. G 2lu die Barbier und Friseurgehilfen Berlins und der Vororte! Die japanischen Socialdemokraten( lassen sich durch die Verfolgungen seitens der Regierung in ihrer Propaganda keineswegs behindern. Zur Zeit sind sie in eine Bewegung zur Erlangung des allgemeinen Wahlrechts eingetreten. Ant 28. Oktober Interpellation wegen der Attentate auf socialistische Berg- baiten sie in dem größten Theater von Yokohama ein großes arbeiter. Der socialistische Abg. Bouveri, Bürgermeister von Meeting veranstaltet. Die Labor World", das Organ der japa Montceau, interpellierte am Freitag in der Kammer den Weinister nischen Socialdemokratie teilt mit, daß an dieser Versammlung präsidenten über die Vorkommnisse in Montee au am über 2000 Perfonen teilgenommen und daß diese Versammlung einen 10. Oktober de. Js. An diefem Tage, führt der Fragesteller aus, ist ungeheuren Erfolg erzielt habe. von einem Mitglied des gelben Syndikats ein Mord versuch gegen ein Mitglied des roten Synditats unternommen worden. Ich habe als Bürgermeister die Gendarmeric Farauf aufinertjan gemacht. die Leute haben sich aber nicht gerührt. Am 27. Oktober hat derfelbe Eine Washingtoner Depesche des New Port Herald" meldet, Arbeiter einen neuen Angriff unternommen, der gleichfalls amtlichen Nachrichten zufolge sei der panamerikanische Kongreß über Kollegen! Alle Bemühungen, Einigungen mit den Arbeitgebern nuntersucht blieb. In der Nacht vom 21. auf den 22. November die Frage von Aufgabe und Umfang der schieds- herbeizuführen, scheitern immer wieder. Auf die Vernichtung der hat eine bewaffnete Bande elf Bergarbeiter vom roten richterligen Entscheidung gespalten. Chile, das Organisation ist es abgesehen. Um dies zu verhüten, ist es not Syndikat angegriffen und verwundet. Wenn die Gendarmerie ordnungsliebende Leute nicht beschüßt, wozu ist sie von Ecuador unterstützt werde, habe seinen Entschluß befanntwendig, daß wir uns jetzt mehr denn je um die Organisation scharen, gegeben, keinen Vorschlag arzunehmen, der auf obligatorische diese ausbauend, stärkend und so das Bollwerk schaffend, an dem die dann in Montceau? Warum zieht dann die Regierung Schiedsgerichte oder auf schiedsrichterliche Ent- Angriffe der Meister wirkungslos abprallen müffen. Laßt Euch nicht die Truppen von dort nicht zurüd? Die Gerichte find scheidung über Fragen der nationalen Ehre oder der durch Drohungen abschreden, sondern bedenkt, daß, wenn Ihr wantt, nachfichtig gegen das gelbe Shubitat und allzu streng Auslegung von Verträgen abzielt. Bern, arf deffen Seite die Meister triumphieren werden. Noch mehr Unterdrückung, schlechtere gegen das rote, das doch auch aus guten Republikanern besteht. Bolivien und Agentinien stehen, wünsche dagegen Löhne und brutalere Behandlung als bisher werden die Folge sein. Auf der Regierung lastet also auch die Verantwortung für spätere ihiedsrichterliche Entscheidung für alle Fragen. Darum hinein in die Organisation, hinein in den Verband Erscheint Ministerpräsident Waldeck- Rousseau entgegnete: Die jungen Mexiko habe den Vorschlag gemacht, daß alle Fragen vor Schieds- alle in der Versammlung am Donnerstag, den 5. Dezember, NosenLeute, welche in bezechtem Zustande in der Nacht vom 21. November gerichte gebracht werden sollen mit Ausnahme der gegenwärtig in thalerstraße 57, 10 Uhr abends. acht Bergarbeiter schwer verlegten, sind in Haft und werden sich stimming beider Parteien geschehen soll. Die Vereinigten der Schwebe befindlichen Fragen, bei welchen dies nur mit Bu vor Gericht zu verantworten haben. Der Präfelt hat Tag- und Staaten hätten sich für Anwendung des SchiedsgerichtsNachtpatrouillen eingerichtet. Herr Bouveri verlangt mit Recht Princips im weitesten Sinne erklärt, würden aber jedem gleichen Schutz für alle. Die Regierung fennt feine zivci verfchiedenen Shudikate, sondern nur Berglente, zwischen denen keineckmäßigen Vorschlage, in dem dieses Princip überhaupt zur AnUnterschied gemacht wird. Die Arbeiter, welche ihre Kameraden an- erfennung gelangt, zustimmen. gegriffen haben, find von den Gesellschaften entlassen worden. Ich würde, als bei dem Haager Schiedsgericht. Ob bei dem amerikanischen Schiedsgericht mehr herauskommen ertenne an, daß Herr Bouveri als Bürgermeister sich bemüht hat, Schiedsgericht im weitesten Sinne ist, ist nicht verwunderlich. Daß die Union für ein die Ordnung aufrecht zu erhalten, aber auch die Regierung einem sie selbst betreffenden Konflikte würde sie bei ihrem lleberwird ihre Pflicht thun, wie sie es bisher gethan hat. gewicht wohl dafür zu sorgen wissen, daß das Urteil nicht zu ihren ilugunsten ausfiele. pitch sonst würde sie wohl dafür sorgen, daß der Schiedsspruch in dem ihr genehmen Sinne ausficle. Vollends angenehm könnte es aber der Union sein, wenn man sie gar mit der Exekutive gegen renitente Staaten beauftragen würde. Ereignisse. 000 Belgien. Brüffel, 28. November.( Eig. Ber.) Die Obstruktion ist einstweilen um einige Wochen hinausgeschoben, da die Kammer beschloß. nach der Erledigung des Etats in eine Besprechung der Frage des allgemeinen Wahlrechts einzutreten. Die Liberalen erklärten freilich, sie würden jede gesetzliche Agitation für das allgemeine Wahlrecht unterstützen. Die Radikalen gaben die Erklärung ab, daß sie sich wenn nötig an der Obstruktion beteiligen würden. England. " 1 Der Boeren- Krieg. Die englische Kriegstaktif. Bei Der Vertrauensmann. 1: Baul Live, Ackerstr. 64. Der Ausschuß der vereinigten Berliner Kleine Mitteilungen. Der Filialen der im Gemeindearbeiter Verband organisierten Arbeiter hat in seiner am Freitag stattgefundenen Sigung einstimmig beschloffen, den Genofien Schubert Schöneberg als Gelretär des zum 1. Samtar 1902 zu errichtenden Sekretariats anzustellen. am 26. November stattgefundenen außerordentlichen GeneralverDer Verein der Tischler Berlins und Umgegend beschloß in seiner fammlung den Namen des Vereins zu ändern in Fach verein der Tischler Berlins und Umgegend". Deutsches Reich. Situationsbericht nach dem Glasarbeiterfireif. Die Aussperrung, welche die Glashüttenbesitzer vorgenommen haben, wird ingeschwächt fortgesetzt. Im Nachstehenden geben wir ein genaues Bild über die Aussperrung an den einzelnen Orten: Obernkirchen 31 verheir. Noll. mit 83 Kindern u. 8 ledig. Koll. 71 29 26 24 16 13 12 9 6322780000 5 " " 90 " " 50 34 " P 30 40 ati 28 16 17 13. " 16. 4 1 5 " 5 13 39-1165324-4 " Die Times" enthalten unter dem Datum Breloria 28. November Nienburg eine Beschreibung der Verteilung der englischen Gerresheim London, 28. Nov. Truppen, welche die große Zahl von Boeren in Schach halten Borta Die Prozess e gegen die Gewerkschaften sollen, die mit Louis Botha östlich von der Blockhaus- Linie von Dresden nehmen stets zu. Dér neueste Prozeß richtet sich gegen die süd- Wilgeriver nach Grelingstad in Fühlung stehen. Die Verteilung Minden walifische Borgarbeiter- Föderation, die bekamitlich Arbeitseinstellungen ist folgende: 3 wölf Abteilungen, operieren zwischen der Bergedorf an einzelnen Tagen anordnete, um der Ueberproduktion und dem Delagoas und der Natal Eisenbahn. Im westlichen Döhlen daraus folgenden Lohnfale Einhalt zu thun. Die don den Oberst te lewich und Oberst idie fortgefeßt das Land und Brackiede Transvaal durchstreifen die Abteilungen unter Lord Methuen, Stadthagen 7 Bergverksbefizern angestrengte Silage wurde gestern den Beamten der operieren in Verbindung mit den an der Bahnlinie stehenden Wiejau Föderation zugestellt. Es wird verlangt crstens Schadensersatz für Abteilungen und den Bolizeiposten längs der Magalies. Hainholz, die durch Kontrattbruch und Verschwörung herbeigeführte Einschränkung berge. Die Konzentrations Abteilungen füdlich von der Kreuznach der Ausbeuto; zweitens einen Einhaltsbefehl gegen weitere Arbeits- Delagoabahn haben die nördlich der Linie stehenden Rinteln einstellungen. Wie ernst diese Prozesse sind, zeigt der Umstand, daß Abteilungen zu ridgezogen, was zur Folge hatte, daß die Hörstel bas Parlamentarische Komitee des Trades- Unions- Kongresses letzten Boeren wieder in die Nachbarschaft von Roos Senetal Oldenburg Dienstag die liberalen Abgeordneten Sir Charles Dille, Asquith, Haldane rüdfehrten. Im Nordosten des Oranjefreista ats Brimshausen 195 verheir. Koll. mit 513 Kindern n. 64 ledig. Koll und Sir Robert Reid zu einer Zusammenkunft einlud, um den Entscheid der ist der Schauplaß von General Elliots Operationen, wo neun Abteilungen flüchtige Kommandos verfolgen. Ein erheblicher Fort- Mit ungeschwächtem Eifer setzt das Unternehmertum die Aus Lordrichter in Sachen der Taffthalbahn besonders in Bezug auf schritt fei gemacht. allein es müßten noch mehr Blockhäuser sperrung fort. Alle Ausgesperrten, die sich an das Maßregelungsdas Bostenstehen zu besprechen und eine Novelle zum Ge- errichtet werden, um die englischen Abteilungen in den bureau, den berüchtigten Arbeitsnachweis in Hamburg wandten, erwertschaftsgefe für die nächste Session das Parlaments vor- Stand zu fezen, größere Erfolge zu erzielen. Es werde dies eine hielten von dort die Mitteilung, daß zur Zeit keine Arbeit für sie zubereiten. Der Zied der Novelle soll sein, die Rechte der Gewert: arbeitsreiche Aufgabe sein. Juzwischen seien noch mehr vorhanden ist". In allen Betrieben stehen Arbeitspläge frei, und ist schaften genau zu definieren. Truppen nötig, nicht um einen unmittelbar bevorstehenden Schlag die Mitteilung, die man den Ausgesperrten giebt, weiter nichts als zu führen, sondern zur schleunigen(?) Beseitigung des Widerstandes ein Vorwand. Das Unternehmertum bietet jedoch seine Kräfte ver= der Boeren. geblich auf, denn aus allen Streikorten teilen die Vertrauenslente Die Auffassung des Times" Korrespondenten ist unzweifelhaft mit, daß die Organisation nicht allzuviel gelitten habe. noch viel zu optimistisch. Die englischen fliegenden Kolonnen stehen 2 Orten ist es gelungen, die Organisation zu schädigen, während an Die Friedensstimmung, " von der Kair Hardie im Vorwärts" sprach, ist allem Anscheine nach im Wachsen begriffen. Dafür spricht der friedliche Verlauf der 2 1 27 " " = 9 fönne feine Rede " " Versammlungen. den übrigen Orten trotz der Niederlage der Zusammenschluß der Die Kölner Stadtverordneten- Versammlung veraßte fich in tonfulenten cebiert mit dem Auftrage, den Betrag einzuflagen. Der Stollegen ein desto festerer geworden ist. Es muß leider zugegeben ihrer letzten Sigung mit einer Interpellation des Stadtverordneten Staatsanwalt bezeichnete das Verhalten des Angeklagten als ein werden, daß es der Organisation sehr schwer fällt, die Ausgesperrten Karl Trimborn über den Umfang der Arbeitslosigkeit in Köln. In geradezu ungeheuerliches, derselbe hätte nicht so arg gefrevelt, wenn über Wasser zu halten, denn die übrigen Branchen( die Beleuchtungs- Vertretung des Oberbürgermeisters erklärte der Beigeordnete 2 aue: er seinem Opfer die Pistole auf die Brust gesetzt hätte. Er bea branche und Glasschleifer vor allen Dingen) hat ebenfalls die Krise Infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Verschlechterung habe sich antragte gegen ihn zwei Jahre Gefängnis und fünfjährigen Ehrschon erfaßt, so daß die Gewerkschaft einen erheblichen Teil von zwar die Arbeitslosigkeit vermehrt und werde selbstverständlich bei verlust. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Hirschfeld, suchte ein milderes Arbeitslosen zu unterstützen hat. Eintritt von Frost noch zunehmen. Aber die Erkundigungen der Strafmaß zu erwirten. Der Gerichtshof hielt nur einen Fall der Bisher war es ja noch möglich, den Ausgesperrten eine aller- städtischen Verwaltung hätten ergeben, daß eine erschreckend Grpreffung für erwiesen und verurteilte den Angeklagten zu einem dings niedrige Unterſtügung zu geben, daß diefelben wenigftens vor große Arbeitslosigkeit" in diesem Winter nicht zu erwarten Jahre Gefängnis und dreijährigem Ehrverlust bei sofortiger der bittersten Not geschützt waren, und steht auch zu hoffen, daß dies sei. Bei der städtischen Arbeitsnachweis- Anstalt hatten bis zum Verhaftung. a uch in fernerer Zeit geschehen kann. 26. November 855 Personen feine Arbeit nachgewiesen bekommen, Verband der Glasarbeiter und Arbeiterinnen. was gegen den nämlichen Tag des Vorjahres eine Steigerung Der Vorstand. J. A.: Emil Girbig. um 300 bedeute. Gegen das Vorjahr habe sich die Zahl der Krankenkassen- Mitglieder um 1342 vermindert. Im Leihhaus sei Die Händler und Händlerinnen hielten am Freitag im Gewerkschaften und Versicherungsgesetz. Einen unerwarteten eine Steigerung von 4755 auf 6008 beliebene Stüde zu verzeichnen. Englischen Garten eine öffentliche Versammlung ab, in der Stadt Ausgang nahm in Braunschweig der Prozeß in Sachen des Der Polizeipräsident habe mitgeteilt, daß die Zahl der Obdachlosen verordneter Ferd. Ewald einen Vortrag über: die Zwecke und Tabalarbeiter Verbandes. Die Staatsanwaltschaft hatte die um die nämliche Zeit des Vorjahres bereits um mehr als Biele einer Organisation hielt, welcher mit regem Beifall aufgebekanntlich gegen den Vorstand des Deutschen Tabatarbeiter- Verbandes hundert überschritten habe. Man werde in größerem Umfange nommen wurde. Der Redner forderte die Berufsangehörigen zu Deichmann Bremen wegen Uebertretung des§ 360, 9 des Winterarbeiten vornehmen, aber von einem schweren, einem schweren, er festem Zusammenschluß auf und die Diskussioneredner äußerten fich Reichs Strafgesetz- Buches die Auflage erhoben. Der betr. Paragraph heblichen Notstand" fein. Oberbürger. in gleichem Sinne. Besonders wurde auch darauf hingewiesen, daß Tautet: Wer gefeßlichen Bestimmungen zuwider ohne Genehmigung der meister Becker meinte, man habe mit der Interpellation warten man die jetzige scheinbare Ruhe nicht als einen dauernden Frieden Staatsbehörde Aussteuer-, Sterbes oder Witwentassen, Ber- tönnen, bis eine wirkliche Arbeitslosigkeit in großem Maße" zu ansehen dürfe, sondern dafür sorgen müsse, daß man kommenden ficherungsanstalten oder andre dergleichen Gesellschaften oder An- verzeichnen sei. Wirkliche Notstandsarbeiten werde er bis aufs Angriffen der Behörden einig und geschlossen entgegentreten tönne.Unter dem Punkt„ Verschiedenes" wurde unter anderm auf den in stalten errichtet, welche bestimmt sind, gegen Zahlung eines Einkaufs- Meffer bekämpfen. Nr. 278 des Vorwärts" befindlichen Gerichtsbericht, einen Handelsgeldes oder gegen Leistung von Geldbeiträgen beim Eintritt gewisse Bedingungen oder Fristen, Zahlungen an Rapital oder Renten zu mann betreffend, der wegen Feilbietens faulen Fleisches zu 3 Monaten leisten, wird mit Geldstrafe bis zu 150 M. oder mit Haft bestraft. Gefängniß verurteilt wurde, hingewiesen. Die Versammlung gab ihre Entrüftung über das ekelhafte Gebaren dieses Menschen lebhaften Der Prozeß stand schon einmal vor dem Schöffengericht in Braunschweig zur Verhandlung, wurde aber vertagt, um frühere Ausdruck. Die Organisation müsse auch darauf hinwirken, daß in Preußen zu Gunsten des Verbandes ergangene Gerichtsurteile solche unsauberen Elemente unter den Händlern unmöglich gemacht einzufehen. Die detaillierte Schilderung der Schweinereien im Vorwärts"-Bericht sei allerdings geeignet, die Händler zu schädigen, da das Publikum oft nicht bedenke, daß in allen Berufsklaffen einzelne räudige Schafe und gewissenlose Menschen vorhanden seien. Des weiteren wurde eine Anzahl ungerechtfertigter polizeilicher Handlungen zur Sprache gebracht, sowie einige Gerichtsurteile erwähnt. Der Redner fordert die Kollegen und Kolleginnen auf, alle Fälle polizeilicher Uebergriffe der Agitationskommission mitzuteilen. so werde, daß sie den Mitgliedern in allen solchen Fällen Rechtsbeistand gewähren fönne. Bon einer Ersagwahl für das erkrankte AgitationsRommissionsmitglied Krüger wurde Abstand genommen, da man allgemein annimmt, daß diefer bald wieder hergestellt sein wird. ung nicht am 18. Dezember, sondern erst am Freitag nach den Zum Schluß wurde bekannt gegeben, daß die nächste Versamm15. Januar stattfindet. Arbeitslosenzählungen. Der Magistrat in Fürth beschloß, am 25. Januar 1902 eine Zählung der Arbeitslosen vor zunehmen in derselben Weise wie Volkszählungen gemacht werden. Das Gewerkschaftstartell in Quedlinburg wird am 1. Dezember im Einverständnis mit dem Magistrat eine Zählung der Arbeitslosen vornehmen. 700 000 m. Berliner Partei- Angelegenheiten. Die Lokalliste für Berlin und Umgegend werden. " Es müsse danach gestrebt werden, daß die Organiſation ſo ſtart Am 28. November fam er wieder zur Verhandlung. Der Die Errichtung einer eignen Bäckerei beschloß die General Vertreter des Angeklagten, Dr. Brade, erklärte, daß versammlung des Allg. Konsumvereins in Chemnitz. Der Verein, der§ 360, 9 nur von der Errichtung von Versicherungsanstalten ber für das abgelaufene Geschäftsjahr 401 172 m. als Dividende spricht und die unter Anklage gestellte Uebertretung demnach schon verteilt, hatte in diesem Jahre einen Backwarenumsatz von rund verjährt sei, da der Tabatarbeiter- Verband und die Filiale Braunschweig desselben bereits im Jahre 1882 begründet worden seien. Weiter sei der Verband keine Versicherungsanstalt im Sinne des Gefeßes, da ein rechtlicher Anspruch auf Unterstügung den Mitgliedern nicht zustehe. Auch bei Beratung des am 1. Januar 1902 in Kraft tretenden neuen Gesetzes über die privaten Versicherungsanstalten im Reichstage sei von den Regierungsvertretern ausdrüd- ist neu herausgegeben und der heutigen Nummer unfres Blattes bei lich betont worden, daß die Gewerkschaften nicht unter dies Gefeß gefügt worden. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den fallen sollten. Auch im Geseze selbst ist die gleiche Bestimmung Barteigenossen die dringende Pflicht, die Lokalliste strenge zu dann aufgenommen worden. Der Vertreter der Anklage beachten. Den Saalabtreibereien und Verweigerungen gegenbehörde mußte fich den Ausführungen des Vertreters des An- über, die in Berlin teilweise noch versteckt, in den Vororten dagegen geklagten über die Verjährung anschließen und stellte nicht offen betrieben werden, bleibt uns tein andres Mittel übrig, als Auf die Berichtigung der Genossenschafts- Brauerei des einmal Antrag auf Bestrafung, sondern gab das Urteil die 2 otalsperre; und diese dort, wo nötig, durchzuführen, muß Verbandes der Gaft- und Schankwirte für Berlin und Umgegend dem Ermessen des Gerichtshofes anheim. Der Gerichtshof beschloß die Einstellung des Ver- das Bestreben aller Parteigenossen sein. Arbeiter, Parteigenossen, besucht in Nr. 278 des Vorwärts" entgegnen wir: Es ist ein Irrtum des Berichterstatters, daß die Arbeitsverhältfahrens und die Uebernahme fämtlicher Kosten daher bei Ausflügen, Vergnügungen zc. nur solche Lokalitäten, niffe obengenannter Brauerei besprochen wurden, sondern lediglich auf die Staatstaffe. In der Begründung wurde ausgeführt, welche auf der Liste verzeichnet stehen. Vor allen Dingen die Anerkennung des Arbeitsnachweises wurde diskutiert. Wenn die daß durch§ 360, 9 nur die Errichtung, aber nicht der dauernde Bu- erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen die Pflicht, leitenden Personen der Genossenschafts Brauerei behaupten,„ Etwas stand getroffen würde. Nur der Errichtungsakt werde unter Strafe beim Abschluß von Festlichkeiten und Partien auf das strengste blanto" unterzeichnen zu müssen, so entspricht dieses durchgestellt, und da bereits mehr als drei Monate darüber verflossen die neue Lotalliste zu beachten. Die Vorstände wollen in solchen aus nicht der Wahrheit, denn es find in dieser Anfeien, mußte das Verfahren eingestellt werden. Fällen auch darauf sehen, daß in den Verträgen mit dem Wirt eine gelegenheit vier Briefe mit dem Direktor und Vorstandslaufel Plaz findet, wonach für den Fall, daß das Lokal für Arbeiter- Mitglied Dr. Ballburg gewechselt worden, und wartet die Versammlungen später verweigert werden sollte, der Vertrag seine gitationskommission auf die letzten beiden Schreiben( letzteres einGültigkeit verliert. Verschiedene Vorkommnisse der legten Zeit laffen geschrieben) heute noch auf Antwort. eine Bestimmung dieser Art dringend ratsam erscheinen. Ebenso ist es Pflicht der Vorstände und Komitees, dafür nach Möglichkeit zu sorgen, daß bei Mehrbedarf an Bedienungspersonal der Stellennachweis der Freien Vereinigung der Gastwirtsgehilfen Berücksichtigung findet. Thut ein jeder seine Pflicht, so kann der Erfolg nicht aus- Daß die Schultheißbrauerei den Bedingungen des Ring- Arbeitsbleiben. Lotale, die teine Säle haben, sind für den Verkehr frei. nachweises untersteht. Sollte die Genossenschaftsbrauerei dieselben Bedingungen für sich in Anspruch nehmen wollen, so empfehlen wir ihr, in den Ring der Berliner Brauereien einzutreten. Die Agitationstommission der Brauereiarbeiter. Friz Preuß. e Das Gericht hat sich also auf eine Prüfung der Materie überhaupt nicht eingelassen. Den weiteren Eingriffen der Polizei in die Thätigkeit der Gewerkschaften ist durch diese Entscheidung also nicht halt geboten worden. Inzwischen lassen sich denn auch die Polizeibehörden in ihrer ,, aufklärenden" Thätigkeit nicht stören. So erhielt der Bevollmächtigte der Filiale 28olfenbüttel des Tabakarbeiter- Verbandes am Freitag, demselben Tage, an welchem der Prozeß in Braunschweig verhandelt wurde, ein Schreiben der herzoglichen StreisDirektion zugeftellt, in dem es heißt: Nach einer Mitteilung der herzoglichen Polizeidirektion Braunschweig hat der Vorstand des Deutschen Tabalarbeiter- Verbandes zu Bremen es unterlassen, den nach dem Gesetz vom 20. Juni 1888 erforderlichen Antrag auf Erteilung der Genehmigung der Bulaffung zu stellen. Auf Grund des§ 20 Abs. 2 des Polizeistraf Gesetzes vom 23. März 1899 wird daher die Schließung des obengenannten Verbandes hiermit angeordnet." Die Lokalkommission. Der Vertrauensmann für den ersten Berliner ReichstagsWahlkreis, Gen. Georg Oppel, wohnt jetzt Berlin C 2, Großer Jüdenhof 9, I I. Steglik- Friedenau. Die General- Versammlung des Wahlvereins findet am Dienstagabend 81/2 Uhr bei Schellhase statt; auf der Tagesordnung stehen Berichte und Neuwahlen, Hoffentlich istdie herzogliche Bolizeidirektion Braun- Schöneberg. Am 18. Dezember haben abermals Nach schweig follegial genug, den übrigen braunschweigischen Polizei- wahlen zur Stadtverordneten Versammlung zu behörden auch von ihrem oben gemeldeten Abfall vor dem Schöffen- erfolgen, weil unser Parteigenosse Obst aus bekannten Gründen gericht in Braunschweig Mitteilung zu machen, damit diesen das sein bisheriges Mandat niedergelegt hat und auch auf das ihm am gleiche Schicksal erfpart bleibt. Die Gewerkschaften machen es inzwischen in Braunschweig wie die Polizei. Nimmt diese die Beftimmungen des Versicherungsgesezes nicht ganz genau, so nehmen die Gewerkschaften die Verfügungen der Polizei ebenso und existieren weiter. Ausland. In der Seidenwarenfabrik der Firma Wilhelm Bachrach in Bergstadt( Böhmen) find sämtliche 240 Arbeiter infolge von Lohndifferenzen in den Streit getreten. Der Streit in den Steinbrüchen von Leffines( Belgien), über den wir mehrfach berichtet, ist nach zwölfwöchentlicher Dauer zu Gunsten der Arbeiter beendet. Sociales. 11. November zugefallene Doppelmandat verzichten mußte. Bei rüftiger Agitation hoffen wir die zwei im 4. und 8. Bezirk in Frage stehenden Mandate behaupten zu können. Freilich müssen alle Parteigenoffen fich an der Wahlbewegung beteiligen. Montag findet eine öffentliche Kommunalwähler Versamm lung im Klubhause statt, zu welcher Genosse Zubeil das Referat übernommen hat und wo auch die Aufstellung unsrer Kandidaten erfolgen soll. Karlshorst. Montagabend 81/2 Uhr bei Kupsch Zahl- und Diskutierabend vom Wahlverein, wozu alle Genossen eingeladen werden. tanute, beweist die mit uns gepflogene Korrespondenz. Die Briefe Daß die Brauereileitung die Bestimmungen des Arbeitsnachweises sind von Direktor Wallburg und Pauli gezeichnet. Auf die Anrempelung des Vorstands obiger Brauerei an die Agitationskommission in derselben Nummer erwidern wir: Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Montag, abends 9 Uhr: Lehrstunde in der Centrale, Dresdenerstraße 45. Bortrag über Berbrennungen, Erfrierungen, Hißschlag, Blitzschlag und Beschädigungen durch Elektricität. Nachher praktische Uebungen. Gäste und neue Teilnehmer jederzeit willkommen. Hilfskaffe der Graveure, Ciseleure und verwandter Berufs: genoffen tagt jeden ersten Montag im Monate im Restaurat Elze. LuifenUfer 1, abends 8-10 Uhr. Die Reichstagswahl in Wiesbaden. Wiesbaden, 30. November, 10,5 Uhr nachmittags.( Privat Depesche des„ Vorwärts".) Bei der Reichstags- Erfazwahl erhielten Stimmen Dr. Quard ( Soc.) 9787 Stimmen, Fuchs( C.) 5167, Bartling( Nationalliberale, Konservativ und Bund der Landwirte) 4361, Crüger ( frf. Bp.) 4228. Bei der Wahl von 1898 erhielten Quard 8050, der verstorbene Kandidat der Freisinnigen Volkspartei Wintermeyer 7740, Centrum 5368, der konservativ- nationalliberale Kandidat 3131 Stimmen. In der Stichwahl fiegte der Freifinnige mit 15 205 gegen 10 499 socialdemokratische Stimmen. Wilmersdorf. Die am Mittwoch fällige Versammlung des Wahlvereins fällt der Stichwahlen wegen aus und wird an einem später anzuberaumenden Termin abgehalten. Marienhof, Tempelhof, Marienfelde. Dienstagabend Giebt das obige Telegramm bereits die endgültigen Ziffern, so 81/2 Uhr hält der Wahlverein in Tempelhof bei Adelt, Germaniastraße 1, eine Versammlung ab. Reichstags- Abgeordneter Emil ose now hält einen Vortrag über„ Die Biele der Socialdemokratie". Gerichts- Beitung. würde diesmal der Freifinn ganz ausfallen und Genosse Quard mit bem Centrumsmann in die Stichwahl kommen. Der Freifinn hätte es dann in der Hand, ob ein Mann des Zollwuchers oder ein Gegner in den Reichstag einzieht. Die Arbeitslosigkeit und die Gemeinde Breslau. Die von den socialdemokratischen Stadtverordneten Bruhns und Schüß mit Unterstützung bürgerlicher Vertreter eingebrachte Juterpellation betreffend Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit wurde in ber legten Sigung der Breslauer Stadtverordneten verhandelt. Der Oberbürgermeister Dr. Bender bestritt das Vorhandensein einer großen Arbeitslosigkeit in Breslau. Eine Verpflichtung zur BeWolffs Telegraphenbureau meldet das folgende Ergebnis: fchaffung von Arbeitsgelegenheit durch die Stadt sei grundsätzlich Eine unter den erschwerendsten Umständen begangene Wiesbaden, 30. November. Bei der heutigen Reichstagsnicht anzuerkennen. Der Magistrat werde, wie in andren Erpressung sollte der Diener Franz Wauschkuhn begangen Ersagwahl im 2. Wahlkreise des Regierungsbezirks Wiesbaden erJahren, für den Winter einige Arbeit schaffen, besondere haben, der gestern vor der achten Straffammer des Landgerichts hielten nach bisheriger Zählung, dem„ Rheinischen Kurier" zufolge, Maßnahmen aber seien nicht vorgesehen. Wenn der Zustand. Der 60jährige Justizrat Baschte ist infolge eines vor Bartling( natl.) 4818. Fuchs( E.) 3651, Dr. Erüger( frs. Vy.) zug nach der Stadt aufhöre und die Sein städtischen Arbeits- Jahren erlittenen Schenkelbruches in Siechtum verfallen. Losen auch aufs Land gehen wollten, wo Arbeit genug vorhanden förperlicher Zustand erheischt, daß ihm mehrere Male täglich Hilfe- 5555, Dr. Quard( Soc) 8521 Stimmen. Eine Anzahl Bezirke sei, wäre alles gut. Im übrigen werde die öffentliche Armenpflege leistungen gewährt werden, wenn er nicht von unerträglichen fehlen noch. eingreifen. Die von dieser unterstützten Arbeiter vor den gesetzlichen Schmerzen befallen werden soll: Auch sein Geist ist infolge eines Hiernach wäre allerdings eine Stichwahl zwischen dem SocialFolgen, dem Verlust ihrer politischen Rechte zu bewahren, lehnte der Falles derartig geschwächt worden, daß er ab und zu kaum zurech- demokraten und dem freifinnigen Volksparteiler erforderlich. Oberbürgermeister ab, da der alte gute Saß, daß derjenige, nungsfähig ist. Vor etwa drei Jahren nahm Justizrat Paschte den der nicht mit thatet, auch nicht mit raten jolle, Angeklagten als Diener und Krankenpfleger an. In immer noch seine Geltung behalten müffe. Um die Schönheit dieses Jahren that der Angeklagte seine Schuldigkeit. in verfloffenen Lehte Nachrichten und Depeschen. er begleitete Ausspruchs ganz zu würdigen, muß man wissen, daß der Breslauer Sommer seinen Herren auf einer größeren Oberbürgermeister sich politisch zur freisinnigen Boltspartei rechnet! Erholungsreise. Schon unterwegs hatte der Justizrat Paschle vielGegen die Breslauer Arbeitslojen erhob Herr Dr. Bender den Vor- fach über Unbotmäßigkeit und Nachlässigkeit seines Dieners zu flagen wurf, daß sie in ihrer Versammlung eine gegen die kapitalistische Gesell- und nach der Rückkunft beutete der Angeklagte die traurige Lage fchaft gerichtete Resolution annahmen, während sie doch von der„ Gut- feines Herrn in der verworfensten Weise aus. Am Abende des mütigfeit" diefer Gesellschaft Hilfe erwarteten! So fönnten ehrliche 23. August d. J. kam der Angeklagte später nach Hause, als er Arbeitslose" nicht handeln, es feien offenbar auch viele andre nicht sollte; sein Herr wand sich vor Schmerzen und wünschte sehnlichst Dampfers. arbeitslose Elemente in jener Versammlung gewesen. Ganz im die Silfeleistung berbei, die ihm nur fein Diener gewähren Sinne des Stadtoberhauptes machten dann einige Stadtverordnete fonnte. Anstatt sich zu entschuldigen, trat trat der Angeklagte Gelsenkirchen, 30. November.( W. T. B.) In der Zeit vom in der Diskussion den Arbeitern den Vorwurf, daß sie in der guten höchst frech auf. Er erklärte dem Kranken, daß dieser ihm 23. bis 30. November hat sich die Zahl der im Stadt- und Landkreise Beit" nicht gespart hätten, daß viele Arbeitslose gar nicht arbeiten ein Legat 15 000 Mart aussetzen müsse, sonst Gelsenkirchen vorgekommenen Typhuserkrankungen von 828 auf wollten, weil Betteln bequemer und einträglicher sei usw. Es sei würde er ihn hilflos in seinen Schmerzen liegen lassen. Diese furcht- 616 vermindert, acht Personen find gestorben, 215 find als genesen für jeden der arbeiten wolle, noch Arbeit genug vorhanden. bare Aussicht sowie das stürmische Auftreten des Dieners schüchterten entlassen. Genosse Bruhns wies diese rohen Beschimpfungen der unglück- den Kranten dermaßen ein, daß er sich bewegen ließ, einen mit St. Etienne, 30. November.( B. H.) Die hiesige lichen Opfer unsrer trefflichen wirtschaftlichen Zustände entschieden Bleistift geschriebenen Bettel auszustellen, wonach er dem Angeklagten Waffenfabrit macht bekannt, daß sie wegen Mangel an zurück. Der Vorsitzende schloß die Sigung, ohne dem Referenten ein Legat von 15 000 W. ausfeßte. Nach drei Tagen wiederholte Aufträgen genötigt sei, 2000 Arbeiter zu entlassen. Genossen Schüß das ihm nach der Geschäftsordnung zustehende fich der Vorfall; diesmal verlangte der Angeklagte, daß Justizrat Mailand, 30. November.( W. T. B.) Jufolge von 8us Schlußwort zu geben. Die Haltung der freisinnigen" Stadt Baschte ihm einen Check in Höhe von 2500 M. auf das Banthaus geständnissen, welche die Gasgesellschaft gemacht hat, verwaltung ist um so schärfer zu verurteilen, weil gerade in Breslau Bleichröder ausstellte. Der vor Schmerzen halb Wahnsinnige ist der Ausstand der Gasarbeiter hier und auch in die Möglichkeit, Notstandsarbeiten in größerem Umfange zu unter- erfüllte auch dies Verlangen. Am folgenden Tage raffte er sich so Genua beendet. nehmen, gegeben ist. Hat doch die Stadt vor einiger Zeit eine An- weit auf, daß er einen Verwandten rufen ließ, den er von den London, 30. November.( B. B.) Hier cirkuliert das Gerücht, leihe in Höhe von 36 Millionen Mart aufgenommen, die wesentlich Vorkommnissen in Kenntnis fegte. Der Angeklagte wurde verhaftet. daß die Unterhandlungen zwischen Rußland für Brüdenbauten, städtische Grundwasserversorgung 2c. verwendet Er hatte das Geld bei Bleichröder abgehoben, 2470 M. wurden noch China wegen der Mandschurei infolge der von Japan erhobenen werden soll. bei ihm gefunden. Das Legat hatte er bereits an einen Rechts- Einwendungen abgebrochen seien. bon " Die Pocken. Marseille, 30. November.( B. 5.) Der Dampfer Aquitaine", welcher mit 1000 italienischen Emigranten aus Buenos Aires zurückkehrte, hatte 150 Kinder an Bord, unter 66 Kinder waren erkrankt denen die Pocken ausgebrochen waren. und 8 bereits gestorben, sechs weitere starben nach der Landung des und Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 281. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. Dr. Herzfeld zu, bittet dagegen, die beiden übrigen socialdemokrati schen Anträge abzulehnen. Das erste Amendement Herzfeld wird angenommen, der Antrag 101. Sigung vom Sonnabend, 30. November 1901, Albrecht und der zweite Antrag Dr. Herzfeld abgelehnt. nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky. u. Sonntag, 1. Dezember 1901. ( sehr gut! bei den Soc.) beschmußen lasse, meine Ausführungen beende. Abg. Metzger hat sich auch gegen die Reederei F. Laeisz gewandt. Dieser hervorragende Mann, der sich um die Reedereien ganz Deutschlands verdient gemacht hat, hat mir § 46 Abs. 1 bestimmt in der Fassung der Kommission, daß, selbst gegenüber aus einer Musterrolle nachgewiesen, daß dieselbe wenn während der Reise die Zahl der Mannschaft vermindert wird, Mannschaft eines seiner Schiffe, die augenblicklich sehr schlecht beDie zweite Beratung der Seemannsordnung die Mannschaft zu ergänzen ist, falls keine Verminderung der Arbeit handelt war, für die nächste Ausfahrt wieder angemustert worden wird bei§ 41 fortgesetzt. in Aussicht steht. Solange keine Ergänzung erfolgt ist, sollen die sei mit Ausnahme eines Offiziers, der sein Gramen machen wollte, § 41 wird unverändert in der Kommissionsfaffung angenommen. während der Fahrt ersparten Heuergelder an die übrige Mannschaft und zweier Schiffsjungen, die aus andrem Grunde wegblieben. Ich §42 Abi. 3 lautet in der Kommissionsfassung:„ Das Seemanns- verteilt werden. Nach Absatz 2 besteht kein Anspruch auf eine solche muß die Verdächtigungen des Abg. Mezger zurückweisen. amt ist verpflichtet, bei der Abniusterung die dem Schiffsmann aus- Verteilung, falls die Verminderung der Mannschaft durch Entweichung Vicepräsident Büsing: Herr Abgeordneter, Sie dürfen einem zuzahlende Heuer auf dessen Antrag ganz oder teilweise in Empfang herbeigeführt ist. Ein Antrag Dr. Stod mann( Rp.) will diese andern Abgeordneten nicht vorwerfen, er verdächtige. zu nehmen und nach Angabe des Schiffsmannes an auswärts beiden Abfäße vereinigen. Abg. Albrecht( Soc.) 11. Gen. beantragen, wohnende Angehörige desselben oder an Sparkassen oder sonstige den zweiten Absatz zu streichen. Ein Antrag Herzfeld( Soc.) will Abg. Metzger( Soc.): Verwahrungsstellen zu übermitteln. Die Kosten der Uebermittelung die Verteilungsansprüche ausdehnen auch auf die außerhalb der Als ich über Kapitän Petersen sprach. habe ich ausdrücklich keträgt der Reeder." Fahrt ersparten Heuergelder. tont, daß ich nach einer Verhandlung des Seenmts berichte. Ein Antrag Dr. Stockmann( Rp.) will vor die Schlußworte ( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Im übrigen habe ich nur des ersten Sazes: zu übermitteln" einschieben gebührenfrei". Der konstatiert, daß dieser Kapitän in den Kreisen der See legte Sag soll wie folgt gefaßt werden:„ Die durch die Ueberleute„ Massenmörder" genannt wird. Aus den Verhandlungen des mittelung entstehenden baren Auslagen werden, sofern der SchiffsSeeamts geht hervor, daß thatsächlich in verschiedenen Fällen manu ein Deutscher ist, von dem Reeder getragen". Leute vegen Mißhandlung desertiert sind. Diese VerhandAbg. Dr. Stockmann( Rp.): Es würde eine übermäßige und wendet sich gegen den Einwand, als wenn der Antrag Albrecht eine lungen müßten auch Herrn Semmler bekannt sein, denn sie werden ngerechtfertigte Belastung des Reeders sein, wenn er auch ver- Prämie auf die Desertion setze. in Hamburger Zeitungen ausführlich besprochen. Wenn mir der pflichtet sein sollte, an die Angehörigen von nichtdeutschen Schiffs- natürlich nur da häufig vor, wo die Seeleute schlecht ver- Abg. Semmler vorwirft, daß ich hier Mißstände bei den Hamburger lenten die Heuer auf eigne Sosten zu übersenden. Es empfiehlt pflegt, mit Arbeit überbürdet und schlecht behandelt Reedereien zur Sprache bringe und hier öffentlich annagele, so niß fich, hier die deutschen Schiffsleute besser zu stellen, als die aus- werden. Dem Kapitän Petersen, genannt„ Massenmörder", sind auf ich ihm antworten: Ich bin fein Bertreter und AnUnterstaatssekretär Dr. Rothe: Bisher waren die Reeder nicht zur gebührenfreien Uebersendung der Heuer an die Angehörigen der Schiffsleute verpflichtet. Es bestehen aber gegen die Annahme der Anträge Stockmann keine Bedenken. ländischen. Abg. Metzger( Soc.): Unfre Stellung zu diesen Regierungsanträgen Präsident Graf Ballestrem( unterbrechend): Ich möchte dem Abgeordneten bemerken, daß es nicht zulässig ist, die Anträge eines Abgeordneten als Regierungsanträge zu bezeichnen. In diesem Fall ist es ja harmlos( Heiterkeit), aber es könnte ein andermal weniger harmlos sein. Abg. Mekger( Soc.)( fortfahrend): Wir werden dem ersten Antrag Stodmann zustimmen, den zweiten aber ablehnen. Die Belastung der Reeder durch den Kommissionsantrag ist nur eine jehr geringe. Der erste Antrag Stodmann wird angenommen, der zweite abgelehnt und§ 42 im übrigen in der Kommissionsfaffung genehmigt; ebenso debattelos§ 43. § 44 Tantet in der Kommiffionsfassung: Alle Zahlungen an Schiffsleute müssen nach Wahl derselben, Vorschußzahlungen jedoch nach Wahl des Kapitäns, etweder in bar oder mittels einer auf den Reeder ausgestellten Anweisung geleistet werden. Die Zahlbarkeit der Anweisungen darf bei Vorschußzahlungen an die Bedingungen geknüpft werden, daß der Schiffsmann sich bei der Abfahrt des Schiffes an Bord befindet. Im übrigen muß die Anweisung unbedingt und auf Sicht gestellt sein." Ein Antrag Albrecht will diesen Absatz wie folgt faffen: Alle Zahlungen der Schiffsleute müssen nach Wahl derselben entweder in bar oder mittels einer auf den Reeder ausgestellten unbedingten, auf Sicht zahlbaren Anweisung geleistet werden." Abg. Dr. Herzfeld( Soc.): " Abg. Schwarz- Lübeck( Soc.): Für ein Desertieren eines Mannes fönnen die übrigen Schiffsleute unmöglich verantwortlich gemacht werden; man muß ihnen also auch in diesem Fall den Anspruch auf die ersparten Gelder gewähren. Abg. Metzger( Soc.) " Das Desertieren kommt doch Be= walt der Reedereien, sondern Vertreter und anwalt der jo fchwer mishandelten und unter richtig! bei den Socialdemokraten). Irgend einen Gegenbeweis gegen so scheußlicher Fuchtel stehenden Seelente.( Sehr meine Behauptungen hat Herr Semler nicht erbringen können. " demokraten.) beendet hat. genommen. mitteln habe. = Ibrecht( Soc.) ein Antrag eirsch( C.), wonach die Anzeige dem Zu diesem Autrage wird unter Ablehnung eines Amendements ienigen Seemannsamte zu machen ist, in deſſen Bezirk der betreffende Seemann zuerst vermißt worden ist. einer Fahrt 21 Mann desertiert, 2 über Bord gegangen und 2 an hinschlag gestorben. Einem Kapitän Horn derselben Reederei find auf einer Reise 18 Mann defertiert wegen grausamer Miß handlungen und wegen der elenden Kost. Ein Kapitän Hahn führt jetzt den Dampfer Shehoe", er hat gleichfalls eine ganze Anzahl leber den Dampfer JBehoe haben auch Hamburger Zeitungen von Defertionen und wenn ich nicht irre, auch von Selbstmorden auf dem Gewissen. Dieser Kapitän wagt es nicht mehr, in einem berichtet. Auf seiner legten Reise sind wieder 3-4 Mann desertiert. einige seiner Opfer find, die ihm den Tod geschworen haben. Es und mutet mir zu, daß ich ihm aufs Wort glaube, was er über giebt Namen von Kapitänen, die den Seeleuten eine Gänsehaut Aeußerungen des Herrn Laeisz hier vorgebracht hat. I ch verursachen, wenn fie genannt werden. tann nicht viel geben auf den ReinigungsMenschenschinder bekannt und verrufen. Alle sind sie aber bei der Diese sind als die ärgsten Gid eines Mannes, der, wie Herr Laeisz, die Unfallverhütungs- Vorschriften der See Berufs= deutsch australischen Dampfschifffahrts: Gesell= schaft angestellt und da muß man doch auf den Gedanken kommen, hat fachen hingestellt hat. In der Kommission habe ich genossenschaft selbst als Vorspiegelung falscher daß die Schuld bei der Gesellschaft selber liegt. Soviel Klagen wegen ede Behauptung, die ich vorgebrachte, durch gerichtliche Mißhandlungen, schlechten Proviants, ungenügenden Logis kommen bei Erkenntnisse bewiesen. Weder der Bundesrats- Bertreter teiner andren Reederei der Welt vor. Vielleicht könnte man sagen, die Feuerleute auf den Dampfern find bei nicht allzu guter Be- für Lübed noch der Abgeordnete Semler kann mir verwehren, über handlung leicht geneigt zum Desertieren. Aber Desertionen kommen Mißhandlungen der Seeleute zu berichten.( Bravo! bei den Socialwvegen schlechter Behandlung und Mißhandlungen auch auf Segelfchiffen vor, auch nicht nur Feuerlente, auch Matrosen deser Beurteilung vorbehalten, ob ich das Recht für mich in Anspruch Abg. Dr. Semler( natt.): Ich muß es auch meiner eignen tieren. Auf der Bark Pirat", der Reederei F. Laeiscz in Hamburg gehörig, nehme oder nicht, die Thätigkeit des Herrn Megger etwa einer wird über eine schändliche handlung geflagt. Die Leute werden dort nicht anders als weiteren Beachtung zu unteriverfen. Starken Uebertreibungen und wie eine zuchtlose Bande behandelt, die jüngeren Leute, besonders groben unwahrheiten werde ich ftets entgegentreten, von einer perSelbst der die Leichtmatrosen in ärgster weise mißhandelt. Bei der fönlichen Gehässigkeit kann dabei keine Rede sein. schweren Arbeit in den Tropen, die sie ohne ein SommerSeemann" hat anerkannt, daß mein Kommissionsbericht zur Seedem haben sie die Zeit nicht bekommen, sich ein Sommersegel setzen Extreme berührt; die Wahrheit dürfte in der Mitte liegen. Erst fegel haben verrichten müssen, find zwei Leute umgefallen. Trotz- mans- Ordnung durchans objektiv ist. Abg. Raab( Ant.): In der bisherigen Debatte haben sich die au können. Eine Beschwerde bei dem Konful von Guyana hat zu fürzlich ist in Hamburg ein Schiffsoffizier bestraft worden, durch nichts geführt. Daraufhin sind in Guayana vier Mann und im türzlich ist in Hamburg ein Schiffsoffizier bestraft worden, durch nächsten Hafenort wieder vier oder fünf Mann defertiert, so daß von Was den eigentlichen Kampfpunkt der Debatte anlangt, so bin auch ich dessen schwere Mißhandlung ein Steward sein Leben verloren hat. der ursprünglichen Besatzung nur noch wenige Leute vorhanden waren. für Streichung des zweiten Abfazes. Die Kameraden können nicht Von dem Dampfer rytyba" in Kiel, Kapitän Löwe, Viele Proletarier, besonders solche aus dem Binnenlande, die, wird ebenfalls von Ueberbürdung, Mißhandlungen und Chikanen verantwortlich gemacht werden für die Deſertion eines Schiffsmannes. durch die Annoncen der Reedereien verführt, zur See gehen, be- berichtet und auf zwei Reisen dieses Schiffes sind zehn Matrosen Selbst wenn sie ihm etwa helfen, seine Sachen von Bord an Land dürfen vor Antritt ihres Dienstes zur Ausführung der Reise usw., desertiert. bringen, so braucht darin nicht ein Dolus zu liegen; fie tönnen der dringend eines Vorschusses. Die fleinen Reedereien pflegen diese Vorschüsse, auch in bar zu leisten, die großen aber mittels eines Schiffen desertieren. Das tönnen Sie daraus erkennen, daß Es sind nicht die schlechtesten Leute, die von deutschen Meinung sein, daß der Desertierende seine Dienstzeit ordnungsgemäß fogenannten ohnwechsels, der erst bei Abfahrt des Schiffes die meisten deutschen Seeleute, die auf englischen Schiffen bedienstet § 46 wird unter Ablehnung der socialdemokratischen Anträge zahlbar ist. Die Leute sind aber auf bares Geld unbedingt find, dort meist in eine höhere Charge aufgerückt sind und dort und Annahme des lediglich redaktionellen Antrages Stockmann an angewiesen. Die Kommiffionsfaffung involviert eine schivere Bootsmanustellen bekleiden. Bei besserer Behandlung, Beköstigung Schädigung dieser Leute, der unser Antrag abhelfen will. Der Ein- und Einquartierung auf den denischen Schiffen könnten sich der Lloyd Schiffsmann bei Abfahrt des Schiffes vermist wird, der Kapitän § 46a bestimmt nach dem Kommissionsbeschluß, daß, wenn ein wand, die Verluste der Reedereien würden zu große sein, wenn sie und andre Gesellschaften die Schiffsjungenschulen gern schenken. Nur diesen Vorschuß in bar gäben, wird dadurch entkräftet, daß nach der die angeführten Mißstände vertreiben die tüchtigsten und fähigsten dem Seemannsamt des betreffenden Hafens behufs Ermittlung AnStatiſtik mir ein ganz minimaler Prozentsaz der an- Seeleute von den deutschen Schiffen und die künstliche Züchtung wird zeige zu erstatten und das Seefahrtbuch des Vermißten zu übergeheuerten Seeleute desertiert; es fann sich also nur um ver- taum von Erfolg gekrönt werden.( Sehr richtig! bei den Soc.) schwindend fleine Verlustsummen handeln. Es wurde behauptet, daß Gewiß fann ein Seemann seine Sachen unbemerkt vom Schiff in England das von der Kommission befürwortete Borschußsystem bringen. Der Ausdruck des Paragraphen: wenn seine Sachen nicht beftche; das würde, wenn es sich bestätigt, nur beweisen, daß auch an Bord geblieben sind" ist ganz unpräcis, denn der Mann geht doch in England die Reeder einen unheilvollen Einfluß auf die Regierung nicht nacht, sondern in seinen Sachen umher. Will er fliehen, dann haben. Ich bitte um Annahme unfres Antrages. Jm§ 47, der besagt, daß für den feit 2 Jahren fich im Dienste zieht er sich mehrere Tage lang, wenn er aus Land geht, einige Kleidungsstücke unter seine gewöhnliche Kleidung an und läßt sie im wie Absatz 1 Nr. 2 verlangt, diese Erhöhung mit Beginn des dritten befindlichen Schiffsmann eine Erhöhung der Seuer eintrit, titten Logis. In seinen Beugfad stedt er Zumpen, und in seine Kiste kann man nicht hineinsehen. Seine Kollegen wissen nicht, was darin ist. Jahres ein. Ein Antrag Albrecht( Soc.) will nach„ tritt" Ist er aber von Bord, so bekommen seine Kollegen die" " spätestens" setzen. an seiner Stelle geleistete Arbeit nicht be Der Antrag Albrecht wird abgelehnt und§ 47 in der Dinge so liegen, bestätigt mir ein früherer Schiffsoffizier in § 49 besagt in der Kommissionsfaffung, daß dem Schiffsmann einem Schreiben, in dem es heißt: Es kann doch wahr vom Zeitpunkte des Dienstantrittes an Beföstigung oder nach bea Abg. Frese( freis. Bg.): Gerade bei den Einzelreedern ist der haftig nicht verlangt werden, daß die Mannschaft mehrmals des fonderer Verabredung Geldentſchädigung gebührt. Verlust, der durch Defertation der bereits bar bezahlten Schiffsleute Tages und während der Nacht sich gegenseitig die Effekten durchsicht". bis zur Abmusterung, jedoch, wenn diese ohne Verzögerung der Ein Antrag Albrecht( Soc.) will nach an" hinzufügen: und entsteht, feineswegs gering. Die Annahme des socialdemokratischen Es wäre also geradezu ein Unrecht, wenn wir die Bestimmung, Antrages würde geradezu eine Prämie auf diese Desertion setzen. die in der zweiten Lesung der Kommission wieder eingefügt ist, Reise unausführbar ist, bis zur Beendigung des Dienſtverhältnisses". aufrecht erhielten. Ich bitte Sie dringend, diesen Satz Abg. Schwarz- Lübeck( Soc.): Die Hinzufügung unsres Auzu streichen. Sonst müßten die Seeleute für den desertierten trages ist notwendig, weil es vielfach Sitte geworden ist, daß die Kollegen die Arbeit verrichten und erhielten die Mehrarbeit nicht be- Kapitäne die Leute entlassen, ohne sie zu gleicher Zeit abzumustern. zahlt. Von einer Beihilfe zum Entweichen kann keine Rede sein. Abrechnungsbuch noch nicht ausgehändigt, tönnen alfo noch Infolgedessen müssen die Leute an Land gehen, erhalten aber ihr Unfre Schiffe sind nicht so start bemannt, daß die Mannschaft ein tein neues Dienstverhältnis antreten. In diesen Fällen Vergnügen daran hätte, die Lücken auszufüllen und Mehrarbeit zu haben die Kapitäne die Pflicht und Schuldigkeit, die Leute bis zur Ableisten. Seien Sie doch nicht so besorgt um die Taschen der Reeder! Nehmen Sie also unfren Antrag an und streichen Sie den§ 56. musterung in ihrer Beföftigung zu behalten. ( Beifall bei den Socialdemokraten.) den Fällen nötig, daß der Mann verheirathet ist und Familie hat. Libischer Bundesbevollmächtigter Senator Klugmann: Der Unser Antrag ist bereits in der Kommission gestellt, dort aber abs Abg. Schwarz- Lübed( Soc.) legt dar, daß die Verluste der Vorredner hat gegen den obersten Grundsay gehandelt, er hat mir bamit die Seeleute nicht einfach ohne Abmusterung auf die Straße gelehnt worden. Wir bitten nun, ihn im Plenum anzunehmen, Reeder durch Desertionen äußerst geringfügig sind. nach eines Mannes Rede berichtet, statt alle beide zu hören. Ich abg. Dr. Herzfeld( Soc.): Selbst nach allen Abschreibungen muß auf das Entschiedenste die Behauptung zurückweisen, daß die gesezt werden. Es ist der Reeder unwürdig, die Leute um dieser bleibt für den Norddeutschen Lloyd immer noch ein Netto- Ueber- Mannschaften auf deutschen Schiffen schlechter verpflegt und behandelt paar Groschen willen preiszugeben. schuß von über 10 Millionen. Man soll doch die Aufmerksamkeit werden, als auf Schiffen andrer Nationen. Die Ausführungen des Der Antrag Albrecht wird angenommen und mit ihm der des Hauses nicht von der Hauptsache ablenken, daß es sich bei der Herrn Borredners stehen in direktem Widerspruch mit der Behauptung§ 490 Borschußzahlung gegenüber diesem riesigen Reichtum nur um ganz feines Barteigenossen Herzfeld, daß die Zahl der Defertionen eine spruch auf einen genügend zu lüftenden Logisraum. § 50 giebt in der Kommissionsfassung dem Schiffsmann An= ganz geringe sei. Abg. Dr. Semler( natt.): Der Herr Abg. Metzger hat hier die Recht, auf diesen Logisraum bis zur Abmusterung, wenn jedoch diese Ein Antrag Albrecht( Soc.) will dem Schiffsmann das schwersten Vorwürfe gegen die deutsche Australlinie erhoben. Er hat ihre Schiffe Marter- und Hungerkasten genannt und schwere Angriffe ohne Verzögerung der Reise unausführbar ist, bis zur Beendi gegen einzelne Stapitäne unter Namensnennung erhoben. So hat er gung des Dienst verhältnisses geben. von der Tribüne des Reichstags herab den Kapitän Petersen einen Massenmörder genannt und behauptet, die beiden Kapitäne Die Logisverhältnisse der Seeleute sind heute zum großen Teil Horn und Jahn hätten Selbstmorde auf dem Gewissen. Auf derartig schlecht, daß ich gezwungen bin, hier eine schwere Anklage eine solche Namensnennung var ich allerdings nicht vor gegen die deutschen Reedereien zu erheben. Ich berufe mich dafür bereitet. Herr Metzger hat aber auch Schiffe genannt, so auf einen Vortrag des Herrn Professor Curschmann, den Dampfer yehoe" und den Kapitän Jahn von der Australlinie. der in der Medizinischen Wochenschrift" zum Abdruck Nach einem Bericht der Mannschaft dieses Dampfers sollen Leute gelangt ist. Nach den Untersuchungen des Herrn Curschmann spielt 8.45 Abs. 2 jagt in der Kommissionsfaffung, daß jedem Schiffs- Ueberstunden ohne Entschädigung gearbeitet haben, ja zu Tode ge- Die Tuberkulose bei den Seeleuten eine noch größere Rolle als manu, der es verlangt, noch ein besonderes Heuerbuch zu quält worden sein. Was sagt num der Bericht der Reederei? auf dem Lande. Die Logisverhältnisse der Striegsmarine, bei der übergeben ist, und darin ebenfalls die Heuer, der Ueberstundenlohn( Lachen bei den Soc.) Diefer Bericht rührt wahrscheinlich her von doch gewiß auch fein überflüssiger Raum vorhanden ist, find fowie jede auf die Heuer des Juhabers geleistete Zahlung einzutragen einigen Hegern, welche nach Abmusterung mit verschiedenen Stollegen immerhin noch günstiger als die der Handelsmarine. Jür ist. Ein Antrag Albrecht( Soc.): verlangt dies Heuerbuch auch für bei uns waren und Ueberstundenzahlung forderten. Wir verwiesen dem Zeitraum, den Herr Professor Curschmann untersucht hat, solche Schiffsleute, die es nicht ausdrücklich verlangen, ein Antrag fie auf den Kapitän; als die Leute sehr laut wurden, tam der waren 38 Prozent aller bei den Seeleuten vorgekommenen Dr. Herzfeld( Soc.) will nach Zahlung" einfügen:„ bei Zahlung Direktor selbst hinzu, und als auch dieser ihnen riet, fich an den Todesfälle auf Lungentuberkulose zurückzuführen. in fremder Währung der zu Grunde gelegte Kurs." Stapitän zu wenden, stießen fte berartigende und die Uriage to stießen sie derartig unpassende und Die Ursache dieser schlechten Gesundheitsverhältnisse liegen vor allem Abg. Dr. Herzfeld( Soc.) befürwortet die socialdemokratischen beleidigende Reden aus, daß wir sämtliche Leute aus dem Lokal an den Schlafräumen der Seeleute, in denen auf den einzelnen Anträge. verweisen mußten.( Buruf bei den Soc.) Ich habe mit großer Ge- Mann gewöhnlich nicht mehr als zwei Kubikmeter SchlafAbg. Dr. Stockmann( p.) zieht seinen Antrag zu Gunsten des duld und imerer Selbstübertvinding alles gehört, was der Herr raum tomnien. Das ist noch nicht der zehnte Teil desfeit, Antrages Dr. Herzfeld zu Absatz 1 zurück. Abgeordnete für Hamburg vorzutragen für richtig hielt. Nun ge- was seitens der Hygieniker als Mindestmaß gefordert wird. Unterstaatssekretär Dr. Rothe stimmt dem ersten Antrag statten Sie auch, daß ich, der ich nicht gern mein eigenes Rest Ich möchte besonders die Herren vom Bundesrat, die alles, was die Abg. Kirsch( C.): Das Centrum war in dieser Frage in der zweiten Kommissionsberatung andrer Meinung als in der erften. ( Buruf des Abg. Singer.) Ja, ja, Herr Singer, dazu haben wir ja zwei Sigungen; wollen Sie etwa die zweite Lesung abschaffen? Wenn nur Barzahlung des Vorschusses gestattet ist, so wird aller dings die Gefahr einer Desertion dadurch sehr erhöht. Deshalb haben wir uns schließlich für die Kommissionsfassung enschieden, die mit der Regierungsvorlage übereinstimmt. Ich bitte, den Kommissionsantrag anzunehmen. Abg. Dr. Herzfeld( Soc.): Die Ueberschüsse des Norddeutschen Lloyd betrugen im vorigen Jahre ca. 27 Millionen.( Buruf Abschreibungen!) Gegenüber solchen folossalen Gewinnen handelt es sich hier uur um eine Kleinigkeit. Abg. Frese( fcf. Vg.): Abg. Dr. Herzfeld scheint den Subventionsvertrag nicht zu kennen, wonach Abschreibungen auf die Schiffe und Maschinen vorgenommen werden müssen, entsprechend dem mit den Jahren sinkenden Wert des Materials. Damit gestalten fich die Netto- lleberschüsse bedeutend geringer. minimale Summen handelt. § 44 wird unter Ablehnung des Antrages Albrecht in der Kom missionsfassung angenommen. § 45 Abs. 1 beſtimmt in der Kommissionsfaffung, daß in das Abrechnungsbuch der Schiffsleute leberstundenzahl und leberstundenYohn spätestens bis zum jedesmaligen Verlassen eines Hafens ein zutragen ist. Ein Antrag Dr. Serzfeld( Soc.) verlangt, daß diese Ein tragung wöchentlich und spätestens am Tage nach dem jedesmaligen Berlassen des Hafens" erfolge. Ein Antrag Dr. Stodmann( Rp.) will die Eintragung erfolgt wissen spätestens am Tage nach dem jedesmaligen Verlassen eines Hafens". zahlt, weil seine Sachen nicht an Bord find. Daß die Kommissionsfaffung angenommen, ebenso ohne Distuffton§ 48. " Abg. Wurm( Soc.): Dies ist auch in G Meeder thun, billigen, auf diefe Ursache vieler schwerer Erkrankungen über ist also getviffermaßen unvorbereitet. So lange wir, minderung der Zuzüge nach Berlin war seit den Jahren 1891 und aufmerksam machen. Den Herren in Hamburg und Bremen mußte das geltende Krankenversicherungs Gesetz haben, müssen wir 1892 noch nicht wieder beobachtet worden. das alles doch schon längst bekannt sein; die öffentliche Meinung dieſen Principien auch für die Seeleute zum Ausdruck in den betreffenden Kreisen geht ja dahin, daß die Leute bringen. Die neue Seemannsordnung bleibt in feinem Falle hinter Stadtverordneten im 9. Wahlbezirk der II. Abteilung ist von Gegen die Wahl des Abgeordneten Karl Goldschmidt zum durch die schlechten Logis zu Grunde gerichtet den Anforderungen des Krankenversicherungsgeseges zurück. Aber werden. Das enge Zuſammenwohnen, die ungenügende Be- auch die alte Seemannsordnung forderte keineswegs als Regel, wie mehreren Seiten Einspruch erhoben worden. Der vom Bezirksleuchtung, der Mangel einer Desinfektion, die Unmöglichkeit der es Dr. Herzfeld hinstellte, die 6monatige Krantenentschädigung, vorsteher Fröhlich und Genossen erhobene Einspruch wird damit Beseitigung von Ansteckungsteimen das alles kommt zusammen, sondern, um es zahlenmäßig auszudrücken, in zwei Fällen eine begründet, daß das Konferenzzimmer der 80. Gemeindeschule viel und es genügt, daß einmal ein Tuberkulöser auf ein Schiff ge- 3 monatige und ebenfalls in zwei Fällen eine 6monatige zu klein war. Das Gedränge soll lebensgefährlich gewesen sein und tommen ist, um es für lange, lange Zeit zu einem Seuchen Entschädigungsdauer. Auch das Krankenversicherungs- Gesetz beschränkt der Wahltisch deshalb zusammengebrochen sein. Hunderte von herde zu machen. Auch Krankheiten der Zwischendecks- Basiagiere im allgemeinen die Haftpflicht auf 3 Monate. Ich bitte Sie, alle Wählern sollen sich nach stundenlangem Warten, ohne gewählt zu tönnen auf diese Weise für die Seeleute gefährlich werden. Anträge abzulehnen und es bei den Kommissionsbeschlüssen zu 11 Uhr vormittags ab dauernd ausgeschloffen gewesen usw. Auch haben, entfernt haben. Die Oeffentlichkeit des Wahlatts sei von Wahlbeeinflussung wird dem Wahlvorstand vorgeworfen. Darauf bertagt sich das Haus. schlußfassung Kenntnis gegeben. K. Goldschmidt erhielt bei der Wahl am 8. November d. J. 599, Hausbesiger Person 502 und B. Singer 3 Stimmen. Die frische Seeluft ist allerdings ein gutes Seil- belaffen. mittel, wenn die Kranken gleichzeitig gut essen und wohnen Der können, aber bei den heutigen Logisverhältnissen der Seeleute sind Nächste Sigung Montag 1 Uhr.( Erste Beratung des Magistrat hat der Stadtverordneten- Versammlung hiervon zur BeSchluß 54 Uhr. Lokales. Weihnachtsstimmung. die Verhältnisse so schlecht, daß Prof. Curschmann die Tuber- 8olltarif Gejege 3.) tulose geradezu als eine Berufskrankheit der Seeleute bezeichnet hat. Das steht im eigentümlichen Widerspruche zu dem Lobliede, das vorhin Herr Semler auf das Wohlverhalten der Reedereien gesungen hat. Mit dem Bundesrat haben wir ja In Sachen der Hausschliekordnung hat die Freie Verleider in lezter Beit fehr traurige Erfahrungen gemacht, in Bezug einigung der Berliner Beitungsspediteure eine Eingabe an den Polizeipräsidenten gerichtet. Die Bittsteller verlangen, es möchten auf das, was er für die gewerbliche Hygiene für notwendig er achtet. Es besteht dort weit mehr noch als in früheren Jahren Keine vier Wochen mehr, dann ist wieder einmal Weihnachten. bei Erlaß der Schließordnung die Hausbefizer gehalten werden, die das Bestreben, alle Schuzmaßregeln für die Gesundheit der Ar- Die Schaufenster haben größtenteils bereits ihre weihnachtliche Aus- Hausthüren im Winter um 51/2 Uhr, im Sommer um 5 Uhr morgens beiter auf die lange Bank zu schieben. Bei dieser Gestattung erhalten und weisen auf die Nähe des Festes hin. Die einzelner Zeitungs- oder Frühstücks austräger begegnet werden, die öffnen zu lassen. Dadurch soll auch dem besonderen Privileg legenheit muß vor der Oeffentlichkeit darauf hingewiesen werden, Läden sind mit Waren vollgepfropft; das Weihnachtsgeschäft, zu bestimmten Häusern Schlüssel besigen und diese nur für sich daß der Bundesrat die Pflicht hat, hier einzuschreiten. Die That auf das so mancher Geschäftsmann seine letzte Hoffnung fett, fann benußen, während die andren Boten oft bis 7 Uhr warten müssen. sache, daß die Seeleute sich mit 2 Rubikmeter Luft begnügen losgehen. Die Spielwarenlager und Honigfuchenläden stehen schon müssen- oft haben sie nicht einmal diese 2 Stubikmeter ist eine seit Wochen fertig gerüstet da. Hier herrscht schon richtige Weihnachtsschwere Auflage gegen die Staatsbehörden, die das geduldet ftimmung- hier riecht" es bereits nach Weihnachten, in des Wortes haben, ohne dagegen einzuschreiten. Die Tuberkulose der Seeleute ist nichts weiter, als eine Folge der bestehenden nichtswürdigen Aus- vollster Bedeutung. beutungsverhältnisse.( Bravo! bei den Socialdemokraten!) Abg. Kirsch( C.) bringt hierauf folgenden Antrag ein: Jn§ 50, Abs. 1 hinter Schiffes" einzufügen, vom Zeitpunkt des Dienst antritts an bis zur Abmusterung, jedoch, wenn dies ohne Verzögerung der Reise unausführbar ist, bis zur Beendigung des Dienstverhält nisses. " " B. T." mitgeteilt wird, Herr Direktor Rafael Löwenfeld vom Ein deutsches Kulturbild. Am Donnerstag ist, wie dem Schiller Theater auf Veranlassung der Leipziger Staatsantvaltschaft hierselbst verantwortlich vernommen worden. Es han Sonst ist freilich in den Straßen noch nicht sehr viel von delt sich um die Antwort des Grafen Leo Tolstoj an die russische Weihnachtsstimmung zu merken. Die Straßenhändler haben Kirche, welche Rafael Löwenfeld in der bei Eugen Diederichs in sich erst vereinzelt mit Weihnachtsartikeln versehen; für die vielen, Leipzig erscheinenden Gesamtausgabe, deren Uebersetzer und Herausdie heute das verdienen müssen, was sie morgen zum Lebensunterhalt geber er ist, veröffentlicht hat. brauchen, ist es doch noch etwas zu früh, um mit solcher Waare schon Staatsanwaltschaft gegen diese Publikation die Konfistation ausWie bekannt, hat die Leipziger Abg. Herzfels( Soc.), zieht hierauf seinen Antrag zurüd, bisher noch die Kinder gefehlt, die all den kleineren Weihnachts- 3ust and versetzt worden wegen Gotteslästerung und wegen jezt ein lohnendes Geschäft machen zu können. Vor allem aber haben gesprochen. Herr Löwenfeld ist daraufhin jetzt in Anklageweil dieser Antrag sich materiell mit dem obengenannten deckt. Der Antrag Kirsch und der so geänderte§ 50 werden an- Berlins in der Weihnachtszeit ihr charakteristisches Aussehen ver- Herr Dr. Löwenfeld mag sich damit trösten, daß Social. Der Antrag Kirsch und der so geänderte§ 50 werden an- fram, die Hampelmänner, Knarren usw. feilhalten und den Straßen Beschimpfung der russischen Kirchengemeinschaft. § 51 bestimmt in der Kommissionsfassung, daß die Verleihen. Ohne Ohne diese fläglichen Gestalten, die in den legten bento fraten oft mit noch viel wunderlicheren Anklagen bedacht abreichung der Speisen und Getränke, soweit nicht ein Wochen vor dem Fest in manchen der großen Verkehrsstraßen nicht worden sind. andres vereinbart ist, nach dem örtlichen Rechte des Heimats zu Dutzenden, nein zu Hunderten das Trottoir fäumen, ist die Hafens event. des Registerhafens zu regeln sind. Ueber Größe Berliner Weihnachtsstimmung" nicht vollständig. und Einrichtungen der Schiffsräumlichkeiten bestimmt der Bundesrat. genommen. " 9 Ein Antrag Herzfeld, Megger, Schwarz will, soweit Bersteckens. Für die Familien naht die Zeit des Heimlichthuns und nicht ein andres vereinbart ist", streichen und nach Registerhafen" Die Eltern überlegen, womit sie diesmal die Kinder hinzufügen: Andre Vereinbarungen sind mit farbigen Schiffsleuten erfreuen tönnen, und die Kinder machen sich ernstlich an die Aus zulässig, wenn dieselben die Mehrzahl der Mannschaft bilden." führung der üblichen Weihnachtsarbeiten, mit denen sie die Eltern Abg. Schwarz- Lübeck( Soc.): Auch dieser Paragraph hat für zu überraschen gedenken. Da wird bald mancher Kasten verdie Seeleute große Bedeutung. Am besten wäre es, wenn eine ein schloffen und manche Thür gesperrt werden, um der Neugier zu heitliche Speiferolle für ganz Deutschland eingeführt würde. Da wehren. Auch mit dem Auswendiglernen der unvermeidlichen dies aber heute noch auf zu große Schwierigkeiten stößt, bitte ich Sie Weihnachtslieder muß mun allmählich begonnen werden wenn im wenigstens unsern Antrag anzunehmen, der die Kapitäne zwingen entscheidenden Augenblick alles flappen soll. Aber gerade diese der Ministerien erfährt eine hiesige Korrespondenz von sehr verwill, fich an eine einmal in einem Hasen vereinbarte Speiserolle auch vorbereitungen mit ihren zahlreichen kleinen Sorgen geben zu halten. Durch unsern zweiten Antrag nehmen wir auf bestehende den Boden ab, aus dem erst die echte und rechte Weihnachtsstimmung besondere Verhältnisse genügend Rücksicht. Lübischer Bevollmächtigter Senator Dr. Kligmann wendet sich herauswächst. Sie sind am Ende sogar das beste an der ganzen gegen den Antrag Herzfeld. Die Anträge Herzfeld werden abgelehnt,§ 51 in der Kommissions- Weihnachtsstimmung und Weihnachtssorgen sie hängen faffung angenommen. mit einander zusammen, das ist einmal wahr! Vicepräsident Büfing: Herr Megger hat vorhin eine Aeußerung Ach, es ist leider nur zu wahr! gegenüber dem Herrn Abg. Semler gethan, die ich nicht sofort Wohl jedem, den in diesen Wochen keine schlimmere Sorge hätte bei der früheren Art der Milchversorgung Berlins ven genau verstanden habe. Nach Ausweis des Stenographischen Berichts quält als die Frage, womit er die Seinen zum Weihnachtsfest erfreuen hat Herr Metzger gesagt:" Das soll ich Herrn Dr. Semler aufs Wort glauben? Nein, ich würde es Ihnen auch noch nicht glauben, fann, und wie er ihrer Neugier wehren soll! Ich kenne Leute, wenn Sie den Reinigungseid darauf ableisten. Sie sind ja befannt deren Weihnachtssorgen ganz anders aussehen. für solche Sachen." Weihnachtsfreude. Nicht weniger als 372 Eisenbahnzüge werden vom heutigen Sonntag ab täglich in Groß- Lichterfelde halten. Zwischen Groß- Lichterfelde- Ost und dem Potsdamer Ringbahnhof, wohin heute der Vorortsverkehr vom Anhalter Bahnhof verlegt wird, verkehren nach beiden Richtungen hin je 67 Vorortzüge, dazu kommen noch je 10 Fernzüge, die von heute ab in Groß- Lichterfelde- Ost halten werden. Die Anzahl der Wannseebahnzüge, die in Groß- Lichterfelde- West halten, beträgt nach beiden Richtungen hin je 109, was zusammen die Summe von 372 ergiebt. Ueber die Gründe zu der bevorstehenden Milchkonferenz trauenswerter Seite" folgendes: Vor einiger Zeit sah sich der betannte Molkereibefizer Lulay- Schöneberg bewogen, an die Ministerien Gewerbe eine Eingabe zu richten, in der er, von der persönlichen des Innern, der Landwirtschaft, für Kultus und für Handel und gehend, auf die Unmöglichkeit hinwies, die seiner Zeit von Erwägung einer eventuellen Gefahr für seine eignen Kühe ausgenossenschaftlichen Verbänden nach Berlin Berlin gelieferte Milch auf ihren Ursprung hin zu prüfen. Jeder Milchhändler dem Ursprunge der Milch Kenntnis nehmen können. nun laut Seuchengesetz die Einführung von Ruhrmilch, welche Erwägung zu ziehen, ob nicht alle seitens einer Genossenschaft nach nicht pasteurifiert ist, verboten sei, so beantrage er, in dringende Berlin gesandte Milch, da diese aus vielen Ställen in einer Centrale gemischt würde, vor ihrer Abgabe an Publikum und Händler in Gemäßheit des Seuchengesetzes zu pasteurifieren sei. Ueber diese Frage nun wollen sich die Bevollmächtigten der vier in Betracht kommenden Ministerien in der sogenannten Milchkonferenz endgültig entscheiden. Da Mir fällt da ein Honigkuchenvers ein, den ich kürzlich las: In dieser Aeußerung liegt eine überaus schwere Beleidigung " Herrlich sind die schönen Weihnachtsgaben; eines Mitgliedes dieses Hauses. Es liegt darin eine Anzweiflung Besser ist's, nach Neujahr Arbeit haben." der Glaubwürdigkeit eines Mannes unter uns, auch dann, wenn er Dieses neueste Produkt der Honigkuchenpoesie ist kein Kunstwert, seine Behauptung auf seinen Eid nimmt. Ja, eine noch weit schwerere Beleidigung liegt in den Worten: Sie sind ja bekannt das gebe ich zu. Aber der Vers ist zeitgemäß und ist Zehntausenden dafür." Dieſe überaus schwere Beleidigung tann ich augenblicklich aus der Seele gesprochen. Er giebt die Weihnachtssorgen und die dafür." Diefe überaus schwere Beleidigung kann ich augenblicklich weihnachtsstimmung eines großen, sehr großen Theiles der Arbeiternicht anders sühnen als mit dem nachträglichen Ordnungsruf, den ich bevölkerung wieder- all jener Familien, deren Ernährer Karl Bellhauer aus der Prinzenstr. 38, der hier seit 8 Jahren hiermit dem Herrn Abg. Megger zu teil werden lasse. §§ 52-53 werden unverändert angenommen. Unfall oder Selbstmord? Der 56 Jahre alte Kaufmann damit rechnen müssen, daß sie nach Weihnachten arbeitslos ein Kommissionsgeschäft betrieb wurde seit vorgestern abend von § 54 bestimmt in der Kommissionsfaffung, daß bei Erkrankung werden, wenn sie es nicht schon jetzt sind. seinen Angehörigen vermißt. Jufolge eines Magenleidens, gegen eines Schiffmannes der Needer die Behandlungs- und Verpflegungs- Weihnachtsstimmung und Weihnachtssorgen hängen mit das er auf ärztliche Verordnung Opiumtinktur gebrauchte, war der tosten trägt, und zwar wenn der Schiffsmann wegen Erkrankung die einander zusammen! Der Zusammenhang gewinnt eine bitter- Mann hochgradig nervös. Während die Angehörigen vergeblich nach Reise nicht antritt, bis zum Ablauf von drei Monaten ernste Bedeutung, wenn die wichtigste Weihnachtssorge die ift, woher stadt gegangen. Hier starb er heute morgen an Opiumvergiftung. seinem Berbleib forschten, war Wellhauer in ein Hotel der Friedrichseit der Erkrankung, wenn er fie angetreten hat bis zum nach Weihnachten das Brot beschafft werden soll. Diese Sorge ge- Wahrscheinlich hat er aus Versehen von der Tinktur zu viel geAblauf von drei Monaten nach dem Verlassen des Schiffes Ablauf von drei Monaten nach dem Verlassen des Schiffes hört zu denen, die den Eltern so manche lange Nacht hindurch den nommen. in einem europäischen Hafen, mit Ausschluß eines Hafens der Türkei, des schwarzen und des Schlaf von den müden Augen scheuchen und auch das früh verAuch ein Proteft gegen den Duellunfug. Aus studentischen Azowschen Meeres. Der Reeder ist berechtigt, die Behandlung stehende Kindergemüt mit Bangigkeit erfüllen. Sie wird diesmal Kreisen schreibt man uns: Der bekannte Berliner Rechtslehrer in einer Krantenanstalt zu gewähren. Ist der Schiffsmann wegen in besonders vielen Familien den Boden abgeben, aus dem die Professor Kohler sprach am gestrigen Vormittag in feinem Kolleg Erkrankung außerhalb des Reichsgebietes zurückgeblieben, so kann er eibnachtsstimmung" herauswächst. über das bürgerliche Recht ut. a. von der Ehre. Er betonte, die mit seiner oder des Seemannsamtes Einwilligung in einen deutschen fogenannte fubjektive Ehre sei nicht so wichtig, daß sie den inneren Hafen überführt werden. Findet die Ueberführung nach einem deutschen Hafen statt, so erstreckt sich die Verpflichtung des von Arbeitern für die städtische Gasverwaltung maßgebend allgemeines, andauerndes Beifalls getrampel, von teinem Bestimmungen eigentümlicher Art scheinen bei Einstellung Menschen erfasse und etwa durch Blut gefühnt werden müsse. Darauf Reeders, falls die Reise schon angetreten ist, für jeden Fall nur auf 3 Monate seit der Aufnahme in die Krankenanstalt. Während in andern städtischen Betrieben bei Bedarf an Schurren des Mißfallens unterbrochen. Ein Antrag Cahens1y( C.) will mit Ausschluß eines Hafens berücksichtigt werden, finden diese in den Augen der Gasverwaltung feit Jahresfrist ein solcher Specialist hinter Schloß und Riegel fit. Arbeitskräften in erster Linie hiesige Arbeitslose und Steuerzahler Ein Bleirohrdieb ist wieder an der Arbeit, nachdem bereits der Türkei, des schwarzen und azowschen Meeres", ein Antrag in den seltensten Fällen Gnade; wenigstens ist auf der Gasanstalt IV Gleich seinem Vorgänger sucht der Spitzbube besonders Grundstücke Stockmann( Rp.) nach einem deutschen Hafen" streichen. ( Danzigerstraße) die Thatsache zu konstatieren, daß man mit auf, in denen sich Schankwirtschaften mit Abortanlagen auf dem Abg. Dr. Herzfeld( Soc.): besonderer Borliebe polnische, sowie ost- oder westpreußische Hofe befinden. Aus diesen schneidet er so viel Rohr heraus, als Es handelt sich hier um eine sehr weittragende Materie. Wir Arbeiter einstellt. Ob der Platzmeister in dieser Anstalt ihm mur möglich ist. Diese Arbeit ist oft sehr mühevoll und wenig wollen den bisherigen Zustand wieder herstellen. Der Kommissions aus eigner Machtvollkommenheit oder auf Anweisung von oben lohnend, den Hauswirten aber bringt sie durch Ueberschwemmungen beschluß bedeutet eine Verschlechterung des jeßigen Zustandes, die handelt, wiffen wir nicht. Bielleicht sollen auf diese Weise die nicht selten empfindlichen Schaden. Der neue Fachmann, der einen den Reedereien einen ungeheuren Gewinn bringen Fehler, welche die Regierung bei ihren, unter unsern polnischen schwarzen Bart und eine blaue Bluse trägt, ist aber etwas rücksichtswürde. Die ganzen Leistungen der Reeder, die bisher für sechs Landsleuten betriebenen Germaniſationsversuchen gemacht hat, wieder voller als der frühere. Er fucift wenigstens den Rohrstumpf an Monate galten, werden hier mit einem Strich mit zwei fleinen ausgeglichen werden. Die Klagen unter den hiesigen, vergeblich der Schnitstelle mit einer Zange zu. In der Brunnen-, Demminer Ausnahmen auf drei Monate herabgefest. Nach den Be- Beschäftigung suchenden Arbeitern über solche Maßnahmen sind nur und Wollinerstraße sind in den letzen acht Tagen zehn solcher Diebstimmungen der alten Seemannsordnung schloß fich die Invaliden begreiflich; ebenso erklärlich ist es, wenn sich sehr oft der Unmut stähle verübt worden. zu fein. rente fast in allen Fällen an die Krankenversicherung an. Der dieser abgewiesenen Arbeitslosen gegen die bevorzugten Mitmenschen Reichstag kann es unmöglich dulden, daß daß durch ein tehrt, die, wie bekannt, für die auf Besserstellung des Loses der Selbstmord. Arbeitslosigkeit und Trunksucht haben den 38 Jahre neues Gesetz wieder eine große Lüde zwischen Kranten- Arbeiterschaft gerichteten Bestrebungen leider zur Zeit noch sehr schwer alten Maler Lenz aus der Swinemünderstraße in den Tod geund Invalidenversicherung entsteht. Weiter ist in zu haben find. trieben. Lenz hatte schon seit fünf Wochen keine Beschäftigung mehr. der Kommissionsfassung gesagt, daß der Schiffsmann, der wegen Die Verwaltung hat, namentlich in der legten Zeit, ihr redlich Statt nach Möglichkeit für seine Familie, die aus Frau und vier Strankheit außerhalb des Reichsgebietes zurückgeblieben ist, nach einem Teil dazu beigetragen, die alte Ansicht, daß der Gasvertvaltung eine Kindern im Alter von 4-18 Jahren besteht, zu sorgen, vertrant er deutschen Hafen in eine Krantenanstalt überführt werden kann. Ver- Besserstellung der Lage ihrer unterstellten Arbeiter abgezwungen alles, was er noch hatte und gelegentlich verdiente. Daher gab es weigert der Schiffsmann seine Erlaubnis dazu ohne berechtigten werden muß, aufs neue zu befestigen. So ist bei dem sogenannten oft häuslichen Zwist. So auch gestern nachmittag wieder, als Lenz Grund, so kann seine Erlaubnis durch die des Seeamts ersetzt werden. Schichtwechsel die Arbeitszeit der Maurer wieder von 12 auf um 2 Uhr betrunken nach Hause kam. Nach einem Wortwechsel Wir bitten Sie dringend, diesen ganz kautschucartigen Begriff ohne 18 Stunden erhöht, ein Beweis, wie ernst es der Verwaltung riegelte der Mann sich in seiner Stube ein, während die Frau mit berechtigten Grund herauszustreichen. Bedenken Sie doch, daß in ist mit der Einführung des von den Arbeitern geforderten Acht- den Kindern in der Küche blieb. Da Frau Lenz nach kurzer Zeit den Seemannsämtern die Vertreter der Reed er stundentages. Beim geringsten" Bersehen" werden dagegen den in der Stube nichts mehr hörte, so schickte sie zur Polizei und ließ fizen. Ist doch eine Verfügung des Lloyd an die Schiffsärzte er Arbeitern Geldstrafen auferlegt; widersetzlichkeit gehört bei den die Thür öffnen. Nun fand man Lenz bereits tot am Spiegelhalen gangen, worin diese angewiesen werden, vor allem darauf zu achten, verfügenden Faktoren ebenfalls unter die Rubrik" Bergehen". Alles hängend. daß die Kranken nicht simulieren. Schließlich bestimmt dann noch in allem genommen steht hier Herrn Namslau, der jedenfalls Direktor Kohlert in Lichtenberg, der langjährige Leiter des die Kommissionsfassung, daß der Schiffsmann, der sich der Heil von all diesen Dingen nichts weiß, ein weites Feld zur Bethätigung dortigen Edertwertes, der bekannten Fabrit Landwirtschaftlicher behandlung, wieder ohne berechtigten Grund" entzieht, den Anspruch im arbeiterfreundlichen Sinne offen. Maschinen, ist gestorben. auf freie Verpflegung verliert. Auch hier muß der Kautschuc Der Zuzug nach Berlin hat seit einiger Zeit erheblich nach: Ein folgenschwerer Zusammenstoß im Straßenbahnbegriff ohne bere& tigten Grund" gemildert werden dadurch, daß der Schiffsmann nur dann den Anspruch auf Belaffen. Für die drei Vierteljahre Januar bis September 1901 betriebe hat gestern, Sonnabendvormittag in der Müllerstraße in freie Verpflegung verliert, wenn er auf die Folgen seiner Weigerung meldet, während für denselben Zeitraum des Jahres 1900 rund durchfuhr der Motorwagen 1928 der Linie Tegel- Unter den Linden Gegen 11 Uhr wurden rund 163 000 Personen als nach Berlin zugezogen ge- der Nähe des St. Gerhard- Stiftes stattgefunden. hingewiesen ist und dem Seemannsamte nachgewiesen wird, das 174 000 Meldungen eingegangen waren. Das laufende Jahr hat die Müllerstraße an der oben genannten Stelle, als ein Arbeitser durch sein Verhalten die Heilung vereitelt oder wesentlich erschwert hat. Ich bitte dringend, unsre also in diesen drei Vierteljahren bereits 11 000 Buzüge weniger ge- wagen des Abfuhrgeschäfts von Brehme aus der Richtung von habt als das Vorjahr. Dagegen haben die Fortzüge von Berlin Weddingplatz entgegentam. Infolge fehlerhafter Leinenführung Verbesserungsanträge anzunehmen. ab, beträchlich zugenommen. Für Januar bis September 1901 bogen die Tiere plöglich direkt auf den Straßen wurden rund 150 000 Personen als von hier fortgezogen gemeldet, bahnwagen zu, und obwohl der Führer des letzteren sofort für denselben Zeitraum des Jahres 1900 dagegen hatte sich die Zahl bremste und der Kutscher die Pferde zurückriß, fonnte der Meldungen nur auf rund 138 000 gestellt. Das laufende Jahr das Unglück nicht mehr verhindert werden. Die Deichiel hat mithin in den ersten drei Vierteljahren bereits ein Mehr von des Arbeitswagens drang durch die Glasscheibe in das Wageninnere, 12 000 Fortzügen gegenüber dem Borjahre gehabt. Eine Ber- I während der schwere Lastwagen die Borderplattform zertrümmerte. Redner stellt einen diesen Ausführungen entsprechenden Antrag Geheimrat Jonquières: Der socialdemokratische Antrag, der in einigen Beziehungen das alte Recht der Seemanns Ordnung von 1872 wiederherstellen will, ist in der Kommission nicht gestellt worden: die Diskussion dar Das Handpferd stürzte und geriet unter den Straßenbahn- Wagen. I meter sollen 10 Bf. gezahlt werden. Die Angelegenheit wurde einer herbeigeführt haben, steht noch dahin. Die Tote liegt auf der Diele Von den Paffagieren wurde der Gastwirt Ewest aus Tegel und Kommission überwiesen. In Karlshorst soll auf Verfügung in der Wohnstube, mit Betten verhüllt. Blutrünstig ist das Geficht Neben ihr liegt Frau Kr. leise der Handlungsreisende Klein durch Glassplitter verlegt. Letterer des Landrats in der Gemeindeschule eine neue Lehrkraft und aus dem Ohr läuft Blut. erhielt in dem Krankenhause St. Gerhardstift Notverband. Einige angestellt werden. Es ergab sich hierbei der ungeheuerliche Zustand, röchelnd im Schlummer. In der daneben befindlichen Kammer durch andre Personen erlitten leichtere Verlegungen. Das Pferd des daß in der ersten Klasse 68 Kinder und in der zweiten Klasse die offene Thür hört man Martha Ka. mit der alten Magd eine Arbeitswagens war schwer beschädigt und wurde der Tierarznei- 63 Kinder fizzen. Das Lehrpersonal wird auf Haftpflicht versichert endlose Litanei anstimmen. Das Mädchen blüht wie eine Rose. schule zugeführt. werden. In dem Wasserstreit" mit der Gemeinde Lichtenberg be- Begeistert schwärmt sie von ihrer baldigen Erlösung zur Erkorenen schloß die Gemeinde, die von dort angekündigte Klage, das Recht Chrifti". der Wasserversorgung betreffend, anzunehmen. Eine weitere Meldung der Bossischen Zeitung" befagt: Die Leben in die Kreise der Arbeitgeber. Nachdem der Grundbesizer- sonen ist der religiöse Wahnsinn ausgebrochen. Lichtenberg. Die Wahlen zum Gewerbegericht bringen aus jechs Personen bestehende Familie Kaschte wurde gefesselt Leben in die Kreise der Arbeitgeber. Nachdem der Grundbesiger in die Frrenanstalt zu Sorau gebracht. Bei fämtlichen Berverein zu den Wahlen Stellung genommen hat und auch die Arbeitgeber der Holzindustrie eine Kommission gewählt haben, die die Die tot aufgefundene Frau Kaschke war von ihren Angehörigen erBorarbeiten für die Arbeitgeber leisten foll, tommt auch der im getötet habe, wurde ihm von einem Sohn geantwortet:„ Die Mutter hlagen worden. Auf die Frage des Kreisarztes, wer die Frau doppelten Sinne des Wortes unpolitische" Bürgerverein auf den Blan. Auch bei ihm soll eine Kommission die Vorarbeiten var vom Teufel besessen; den Teufel auszutreiben, mußte Blut in die Wege" leiten. Die Arbeitnehmer haben, wie fließen". Glücklicher verlief ein zweiter Zusammenstoß, der um 1/211 Uhr bormittags am Potsdamer Platz stattfand. Hier sprang der Anhängewagen 945 der Straßenbahnlinie Wilmersdorf- Königsbergerstraße infolge eines in der Weiche liegenden Bolzens aus dem Geleise und stieß gegen den in entgegengesetzter Richtung fahrenden leise und stieß gegen den in entgegengesetzter Richtung fahrenden Motorwagen 2070 derfelben Linie. Infolge des Anpralls wurden einige Scheiben des ersteren Waggons zertrümmert, Bersonen jedoch einige Scheiben des ersteren Waggons zertrümmert, Bersonen jedoch nicht verlegt. worden. Vermischkes. Aus Nowawes schreibt man ibt man uns: Eine Erhöhung der vermutet. ache der Katastrophe wird a Die Eine Ledertasche mit 3500 Mark Inhalt in 35 Hundert markscheinen war einem Kassenboten vor einiger Zeit in der Reichsbant abhanden gekommen und alle Nachforschungen waren das bei der Rührigkeit unsrer Genossen nicht anders denkergebnislos. Jetzt ist die Ledertasche mit ihrem vollen Inhalt bar ist, ihre Liste der Beisiger aufgestellt und die Vorin einem Rebenraum, in einem Winkel versteckt, wiedergefunden bereitungen zum Abschluß gebracht. Die Wahl wird voraus Zu dem Eisenbahnunglück bei Horrem wird noch gemeldet, sichtlich in den ersten Tagen des Januar stattfinden, während die Seiner Frau in den Tod gefolgt ist wahrscheinlich der Bestellung des Vorsitzenden, sowie die Vorbereitung für die sonstige daß die Zahl der Toten heute 5, die Zahl der Schwerverletzten 13 67 Jahre alte Dienstmann August Tanneberger, der bei Einrichtung noch in diesem Monat zu erwarten ist, die Thätigkeit beträgt und daß außerdem etwa 30 Personen leichtere Verlegungen Seit gestern abend 8 Uhr sind die Geleise wieder feinem Schwiegersohn, dem Schneider Kepp, in der Fischerstraße 31 des Gerichts also mit dem gefeßlichen Termin, den 1. Januar be- erhalten haben. wohnte und feit acht Tagen verschwunden ist. Der alte Mann, der ginnen fann. Die Herren Arbeitgeber des Tischlergewerbes frei. Geheimer Oberbaurat Misani aus dem Reichseisenbahnamt feit 35 Jahren seinen Stand an der Ecke der König- und Poststraße machen den Versuch, durch Gesamtbeitritt zur Berliner 8 wangs ist in Köln eingetroffen und begab sich heute vormittag zur Unfallhatte und in der Geschäftswelt der Königstadt sehr bekannt ist, war nung dem Geltungsbereich des Gewerbegerichts zu entrinnen. stelle. Als Ursache der Katastrophe wird allgemein ein Verbrechen(?) seit dem Tode seiner Frau, die vor zwei Jahren im Alter von 66 Jahren starb, tiefsinnig. Dazu fam, daß ihn der Rheumatismus Alterszulagen der Volksschullehrer von 160 auf. Von der Nachfolge Chrifti. Ein hübsches Momentbild aus plagte. Am vergangenen Sonntag ging er weg und kam nicht 180 M. für 1901 und 200 m. für 1902 bei einem Grundgehalt von Beting, für dessen Wahrheit er sich„ berbürgt", entwirft der bewieder. Bald darauf fand man einen Bettel, auf dem er folgende 1200 M. bewilligte die Gemeindevertretung, nachdem die Lehrer mit tannte Schriftsteller Harduin im" Matin":" Mgr. Favier, der Abschiedszeilen hinterlassen hatte:„ An Euch, meine Lieben! Da ich einem solchen Antrag an sie herangetreten waren. Der Amtsmeine Leiden nicht mehr ertragen kann, so muß ich scheiden von vorsteher gab bekannt, daß die Regierung sich verpflichtet habe, eine mit den für einen Bischof unerläßlichen Gaben ein großes kaufmännisches Talent befizt, throut in einem großen Zimmer, in Euch. Adieu, wir sehen uns nicht mehr wieder!" Der Vermißte laufende Unterstützung von jährlich 1000 M. zu gewähren. die von der Plündehat dunkelbraunes, schon ergrautes Haar und Schnurrbart, ift Diskussion gab unfern Genoffen Gelegenheit, das ablehnende Ver- dem eine Masse von Gegenständen, 1,60 Meter groß und trägt einen schwarzen Cheviotanzug, einen halten der Lehrer bei Unterschrift der Petitionslisten gegen rung herrühren, aufgestellt sind. Neben ihm steht ein Missionar mit einem Notizbuche und einem Bleistift bewaffuet. Der in Bischof diftiert: Schreiben Sie da den Posten Belzwerk mit Schnürstiefel und einen schwarzen Regenschirm. Begründung die Teuerungsverhältnisse mit als tritt ein Sendbote mit einer Depesche in das Zimmer. Er überIm Gewerkschaftshause spricht heute nachmittag Herr Lehrer angeführt hatten und fich doch zu einem Protest Reichstag nicht aufraffen fonnten. Ferner wurde die unsrerRoß aus Hamburg über das Thema:„ Was geben wir unsren feits schon oft erhobene Forderung, die außerdienstliche Thätigkeit reicht sie dem Bischofe, der sie öffnet und laut lieft:„ Nach einer Kindern zu lesen?" Die Versammlung wird Bunkt 3 Uhr eröffnet. Der Lehrer( Erteilung von Privatunterricht) enger au beveitägigen Belagerung find die Borer in die Miffion eingedrungen..." Der Bischof hält inne und sagt dem Missionar: Wir machen die Parteigenossen und vor allem die Genoffinnen auf grenzen resp. ganz zu verbieten, dadurch festgelegt, daß im Höchst Notteren Sie den andren Poſten Pelzwerk mit 500 Taels!" und diesen Vortrag besonders aufmerksam. Die Ausstellung falle mur noch sechs Stunden Privatunterricht erteilt werden darf, empfehlenswerter Jugendschriften wird morgen später soll ein gänzliches Verbot erfolgen. Unfre Genoffen wiesen fährt dann mit der Depesche fort:" Die Schwestern sind niedergemegelt worden, ebenso die Kinder..." Er unterbricht sich mittag um 12 Uhr feröffnet und ist bis einschließlich Freitag täglich noch darauf hin, daß durch die doppelte Thätigkeit der Lehrer ihre wiederum und ruft:„ Nein, schreiben Sie lieber 600 Taels, die befte Kraft absorbiert würde und der Volksschule nur noch abgeheizte Weiter in der Depesche lesend:„ Von Menschen blieben, die ihrer Aufgabe, bis zu 80 Schüler zu unter- Belze find das wert." Vogelausstellung. Die große goldene Medaille der heute errichten, nicht mehr gewachsen seien. Ferner wurde beschlossen, die fieben Missionaren sind drei nach schrecklichen Martern getötet „ Das Porzellan notieren Sie nur zusammen mit öffneten Ausstellung des Berliner Kanarienzüchter und des Bogel bei der Gründung des Ortes zum Zweck der Seidenraupenzucht 400 Taels. Für die Seidenstoffe segen Sie 200 Taels an. Sind schutzvereins ist von den Preisrichtern dem Metallpresser H. Riehm, überall angepflanzten Maulbeer bäume zu entfernen. Nowvalues ie soweit?" wendet er sich aufs neue an seinen Sekretär und liest Böchstr. 36, zugesprochen worden für seine Sammlung Hohl, Knurr- verliert dadurch sein ursprünglich ländliches Gepräge. Zur Pflasterung dann in der Depesche weiter:" Den vier andren Missionaren gelang und Klingelroller. Große filberne Medaillen und Ehrenpreise erhielten der Turnstraße wurden 14 700 m. bewilligt. es, in einem erbarmungswürdigen Zustande zu entschlüpfen.. Bauführer Klöppel- Karlshorst, Schornsteinfeger Kurz, Kaufmann Aus Spandau brachten wir dieser Tage die Nachricht, daß auf mit einer ungeduldigen Geberde faltet der Kirchenfürst die Depesche D. Walter, Polizeiwachtmeister W. Kreuz, Kaufmann J. Leffer, Anregung aus Etadtverordnetenkreisen der Militärfistus ersucht werden zusammen und ruft ärgerlich:„ Aber das geht doch mich nichts an! Prokurist G. Barthel, Schmolke- Dresden und Zuschneider Pfauz. foll, zur Freilegung der Stadtumwallung sein Möglichstes zu lebergeben Sie die Depesche dem französischen Gesandten!" 8 weitere Aussteller, die Herren Schneidermeister Küßner, Kaufmann thun, damit den Arbeitslosen Beschäftigung werde. Hierzu schreibt überreicht sie dem Boten und sagt darauf zu seinem Sekretär: J. Juhre, Schneidermeister A. Beher, Schuhmachermeister H. Hummel, man uns: Water dieses Stückes focialer Fürsorge ist der Wenn wir uns nicht beeilen, werden wir nie fertig. Jetzt kommen Postbeamter A. Schulz, Mufitlehrer Drischel, Schuhmachermeister A. Poentsch und Buchbindermeister A. Schultz erhielten die Stadtverordnete Herr Sturm( bekannt aus der Kohlen Affaire). die Edelsteine und Geschmeide an die Reihe..." Und er diktiert große silberne Medaille ohne Ehrenpreis. Mit einer fleinen filbernen des Festungsrayons. Natürlich hat er aber bei seinem Antrage Zufällig ist Herr Sturm Eigentümer eines Landkomplexes innerhalb seine Ziffern weiter... Medaille wurden sodann noch bedacht Brauer A. Riedel, Schuhmacher einzig das Wohl der arbeitslosen Arbeiter im Auge. Herr Sturm A. Tietze, Küfer W. Hoppe, Ciseleur Schramed- Rigdorf und Schröter nimmt sich als Arbeiterfreund wirklich recht gut aus; vor einigen Berlin. Eine große goldene Medaille erhielt außerdem für Sämereien Mühlenhaupt- Berlin. Die Ausstellung ist im ersten Stod des Jahren empfahl er nach bekanntem Rezept den Wasserstrahl der Haufes Münzftr. 17 untergebracht; sie ist insgesamt mit 192 Stanarien Feuersprigen gegen den Unmut der Arbeiter. Er muß sich darnach in seinen Ansichten wohl etwas geändert haben.. und mit vielen Hunderten von in- und ausländischen Sing- und in seinen Ansichten wohl etwas geändert haben. Biervögeln, sowie mit Futter- und Hilfsmitteln der Vogelzucht und mit Geräten des Vogelschutzes beschickt. dunkelgrünlichen Sommerüberzieher, einen schwarzen weichen Filzhut, den Brotwucher zu kritisieren, da die Lehrer Grund 800, den Lachschrein mit 100 Taels ein." In diesem Augenblicke bon 12-10 Uhr zu besichtigen. " worden Briefkasten der Redaktion. Er Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. O fann F. B. 22. Brüsewiß ist im Boerenkrieg gefallen. E. Klingberg. Eine Krankenkasse tann für die ersten drei Tage der Als Epidemie tritt der religiöse Wahnsinn in dem bei Krankheit den Bezug von Krankengeld ausschließen. Ob diese Karenzzeit im Pförten im Sorauer Kreise gelegenen Dorfe Datten auf. Ueber Ginzelfall eingeführt ist, ergiebt das Statut. F. F. 01. 1. Ja. 2. Nein. Der Besuch der Treptow- Sternwarte ist in dieser Woche besonders die entsetzliche Krankheit wird dem Forster Tageblatt" geschrieben: 3. Wenden Sie sich an die Landes- Versicherungsanstalt für die Provinz Univillen erregte am Dienstagabend in Datten das Ge- Brandenburg, Berlin, Matthäifirchstr. 19, mit dem Antrag, den Betreffenden Tohnend. Am Tage wird die Venus gezeigt und von 5 Uhr an„ Der neue Stern im Perseus". Der Nebel, welcher nach den Beobachtungen der bahren dortiger Einwohner, die im Hause des Bauern Kaschte zum Nachtleben zu veranlassen, falls er auf Ihre Aufforderung hin nicht E3 Neun erwachsene flebt. Lids und Verkes- Sternwarte eine rätselhafte Bewegung zeigt, ist schon vor settirerische Religionsübungen abhielten. auch Ihre Frau selbst fleben und Erstattung Ihre Frau ist nur invalidenversicherungs einigen Monaten von Direktor Archen hold mit dem Refraktor der Personen, die Familienangehörigen K.s und vier erwachsene des Betrages verlangen. 2. M. 987. Nein. Treptow Sternwarte gesehen worden. Um weiteren Kreisen diese Frauen aus dem Orte, fasteten feit Sonnabend. pflichtig, nicht krankenversicherungspflichtig. 66. A. M. Werder. Ja. Alter Ab. in B. 1. Jede Speditionsinteressante Beobachtung zu ermöglichen, ist von der Direktion der Treptow: Dienstag war es im Gehöfte sehr Tant. Hinzueilende firma( dieselben sind im zweiten Teile des Adreßkalenders aufgeführt) überSternwarte heute Sonntag, den 1. Dezember, ein billiger Tag angesetzt. saben alle Personen unbekleidet im Hause und im Hofe nimmt die Aufbewahrung von Sachen gegen Entgelt. 2. Von 9 bis 3 Uhr. Die Beobachtung kostet die Hälfte, der Besuch des„ Astronomischen Museums" Einen fürzlich aus Amerika heim- Wette 31. Uni 100 Proz 8. B. 100. Nach Ansicht des Ober: ist frei. Um 5 Uhr nachmittags spricht Direktor Archen hold über„ Das verzückt umherfpringen. des K. hatten die die Fanatifierten schiver verwaltungsgerichts: Ja. R. W. 56. Derartige Privatvereine finden Rätsel der neuen Sterne", um 7 Uhr über die Bewohnbarkeit der Welten". gekehrten Sohn mißhandelt, weil er ihnen den Unsinn verwehren und sich nicht Sie im Adreßkalender, zweiter Teil, aufgeführt; fuchen Sie sich einen Dem Zoologischen Garten hat der Eberswalder Forst- daran beteiligen wollte. Der Gemeindevorsteher betrat das Gehöft derselben aus. Nein. Money, M. B. 15., A. Breslan. akademiker, Herr Hermann Grote, aus Finnland einige sehr in der Absicht, den Tumult zu beenden und dem schwerverletzten Wiinbels, die Prozeßtosten zu tragen, erhalten Sie vom VormundschaftsJ. B. 1. Ja. 2. Ja. Die Bescheinigung über das Unvermögen Ihres interessante Bögel als Geschenk mitgebracht. Sie gehören zu Arten, jungen se. Hilfe zu leisten, er wurde jedoch mit Besen trattiert. Erst gericht. Diese Bescheinigung legen Sie der Klage bei und beantragen Be die im Vogelhandel sehr selten zu haben sind. Da ist zunächst eine dem energischen Eingreifen mehrerer von ihm angerufenen willigung des Armenrechts für Ihr Mündel. 3. Ja; überdies können Sie Sperlings Gule, Glancidium passerinum, eine Männer mit Eimern falten Wassers gelang es, den Miß- Lohnbeschlagnahme in Ihrem Fall durchsetzen. 4. Ja, an die Armen Zwergausgabe unſres deutschen Steinkauzes, aber mit befiederten näpelten in vorläufige Gicherheit zu bringen und die„ Sans- fommiſsion. Sturm und Drang. Bestellen Sie feinen Anwalt zur Behen, ein niedliches Bögelchen, das auch in unfrem Vaterlande noch culottes" in die Wohnung zurückzutreiben. Alle neun Personen Wahrnehmung Ihrer Rechte, im Chescheidungs- Prozesse wird ohne Berhier und da angetroffen wird, aber nur da, wo es möglichst wenig halten sich für Erwählte Gottes. Unter weiterem Fasten handlung ein neuer Termin auberaumt und dann nach Lage der Sache Beweis erhoben oder entschieden. Ein Schriftsatz Ihrer: Menschen giebt, hoch auf dem Riefengebirge und in den weiten erwarten sie, fie, vollkommen apathisch, nur Gebete murmelnd seits schadet nichts, fann aber zur Abkürzung schwerlich beitragen. Waldungen von Ostpreußen. Ferner ziehen zwei finnische und Lobgefänge anstimmend, den jüngsten Tag und das Weltgericht. G. D. Mauerstr. 1-7 und 78-95 gehören zum zweiten, die andren Sumpfmeisen, Parus borealis, die Aufmerksamkeit auf Sie enthalten sich thatsächlich jeder Nahrung und Arbeit. Unbe- Häuser zum ersten Reichstags- Wahlfreis. Zu welchem Wahlkreise ein Haus fich, nahe Verwandte unsrer schwarzmütigen Sumpfmeise, aber durch leidet liegen die neun Menschen Kopf an Kopf im gehört, können Sie selbst aus S. 97-110 bes Adreßkalenders, Teil II, fablere Färbung und größere Ausdehnung der schwarzen Kopf- und Kreise auf der Diele im Wohnzimmer. Der Orts- ersehen. 2. M. I. Es ist möglich, aber nicht wahrscheinlich, daß Ihnen Rackenzeichnung unterschieden. Endlich ist in der Sendung auch der vorsteher hat zur Haushaltung und Aufrechterhaltung der Ordnung je die Konzession wegen des Jugendfehlers versagt wird. Ihrer Frau oder nordische Vertreter unsres Streuzschnabels enthalten, der Weiß zwei Männer und Frauen aus dem Dorfe bestellt. Sta. ist wohlhabend. Ihrem majorennen Sohn fann die Konzession nicht deshalb versagt werden, binden Kreuzschnabel, Loxia bifasciota, welcher Die vom Ortsvorsteher bestellten Leute haben vollauf zu thun, um meil Sie bestraft find. Versuchen Sie zunächſt, ſelbſt die Konzession zu durch zwei weiße Binden über den Flügeln ausgezeichnet ist. Er 2 Pferde, 8 Stück Rindvich, 10 Schweine u. a. m. zu versorgen." Der erhalten.-. St. 11. 1. und 2. Falls Sie Geschäftsführer, alſo Kaufmann, find, kann mangels andrer Abrede Ihnen nur mit sechswöchentlicher erscheint im Winter auf dem Zuge gelegentlich auch in den östlichen religiöse fanatismus hat, wie folgende weitere Meldung des Forster sündigung zum Quartals ersten gekündigt werden. Sind Sie gewerb Teilen von Deutschland. Tageblatt" befagt, bereits ein Menschenleben als Opfer gefordert. licher Arbeiter und nebenbei berechtigt, den Chef zu vertreten, 2. 9. 3. Nein. Frau Ka. ist heute vormittag gestorben; ob Gewaltmittel ihren Tod so beſteht 14 tägige Kündigung. Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Aus den Nachbarorten. 0 Charlottenburg. Wir machen nochmals auf den heute abend 7 Uhr im Reformgymnasium am Savignyplay stattfindenden Kunstabend, der die deutsche Märchenwelt als Kunstausstellung bringen wird, aufmerksam. Der Eintrittspreis beträgt 20 f. Wochen Spielplan. Sonntag 1. Opernhaus Die Afritanerin Ein Sommers Montag 2. Hänsel und Gretel Die Puppenfee 3. 4. Der Figaros Hochzeit Bärenhäuter König Rigdorf. Die herrschende Arbeitslosigkeit und die Befürchtung, daß sich die Zahl der Arbeitslosen im Winter noch ver- Schauspielh. Das große Licht Maria Stuart Das große Licht Richard III. mehren werde, batte unsre städtischen Körperschaften veranlaßt, zu beschließen, die Vorarbeiten zum Bau des schiffbaren Stichkanals zu beschleunigen und zu diesem Zwecke einen Technifer anzustellen. Dies ist geschehen. Der Technifer hat sofort mit dem Vermessen und Berechnen begonnen und diese Arbeiten so weit gefördert, daß die Baudeputation voraussichtlich in der übernächsten Woche über die Vers gebung der Erdarbeiten beschließen wird. Man denkt daran, die Arbeiten unter Umständen in städtischer Regie ausführen zu lassen. Женев Kgl. Opern nachtstr. Nachm.: Luther- Festspiel Theater Luther- Festspiel Lysand. Mädchen. Schiller: D. Kom. d. rr. Theater Mm.: Wilh. Tell. Der rote Hahn Deutsches Nachm.: Die ver Theater funkene Glocke Die rote Robe Die größte Sünde. Nachm.: Johannisfeuer Don Juan Nachm.: Martha Berliner Theater. 5. 6. 3. Nein. Sonnabend 7. Sonntag 8. 4. Sinf. Abend D. Ring d. Nib. D. Ning d. Nib. Der Prophet d. fönigl. Kapelle 1. Abend: 2. Abend: Mitt.: Deff. pr. Das Rheingold Die Walküre König Richard III. Luther- Festspiel Das große Licht Der rote Hahu Die rote Robe Nachm.: Frau Holle Die größte Sünde Verschwender Nachm.: Luther- Festspiel Jugend Der rote Hahn Nachm.: Faust Alt- Heidelberg Was ihr wollt Das große Licht Nachmittag: Die Puppe Luther- Festspiel Die Mütter Die Weber Lysanders Mädchen. Die Komödie d. Frr. Der rote Hahn Die Mütter Das Gefängnis Alt- Heidelberg Die rote Robe Die größte Sünde Johannes Alt- Heidelberg Nachmittag: Frau Holle Die Fee Caprice Der rote Hahn Die Braut von Messina Die Wildente Die Mütter Die rote Robe Alt: Heidelberg Die größte Sünde Die Zwillings: schwester Die größte Sünde Carmen Undine Der Wildschütz Don Juan Der Bettelstudent Nachu.: Der Wildschüt LuifenTheater Carl Weih Theater Der Kaijer tommt. Nachm.: D. Verschwender Der Lumpens. v. Paris. Der Märchenbrunnen Don Carlos Der Lumpen fammler von Der Kaiser tommt Fröhliche Weihnacht Fröhliche Weihnacht Paris Der Stabs: trompeter Der Lumpen sammler von Paris Der Stabs trompeter Am Altar Unbestimmt LessingTheater Jufolge einer Verfügung des Handelsminifters finden zur Zeit in den Berliner Vorortea Erhebungen statt, um festzustellen, ob die ortsansässigen Kaufleute und Gewerbetreibenden lieber der neu einzurichtenden Berliner Handelskammer oder der schon bestehenden Handelskammer in Potsdam beizutreten gewillt seien. Der Minister beabsichtigt, wie verlantet, die zum postalischen Groß- Berlin gehörenden Vororte ohne weiteres dem HandelstammerBezirk Berlin zuzuweisen, während für die entfernter gelegenen Ort- Theater des schaften die Wünsche der Interessenten berücksichtigt werden sollen. Ju Friedrichshagen hat bereits eine Bersammlung von Gewerbetreibenden sich mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Zusammengehörigkeit des Ortes mit der Reichshauptstadt für den An= fch In B die Berliner Handelstammer ausgesprochen. an Weftens Die Fee Caprice Figaros Hochzeit Rigoletto Fröhliche Weihnacht Der Kaiser fommt Der Goldbauer Unbestimmt Friedrichsfelde. Das Konsortium der nordöstlichen VorortStändiges Repertoire: Residenz Theater. Alle Abende: Sein Doppelgänger. Vorher: Jm Coupee. Sonnabend( 7. Dezember): bahn, welche von Französisch Buchholz über Weißenfee- Lichten- umpacivagabundus. Nenes Theater. Alle Abende: Coralie u. Co. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Alle Abende: Pariser Leben. berg- Rummelsburg nach Ober- Schöneweide gehen soll, will auf Thalia- Theater. Alle Abende: Die Badepuppe. Central Theater. Alle Abende: Sada Yacco. Loie Fuller.- Metropol Theater. Alle 50 Jahre einen Bertrag wegen ihres Bauplanes mit der Gemeinde Abende: Schön war's doch! Ernst von Wolzogens Buntes Theater. Alle Abende: Ueberbrettl. Secessions Theater. Alle Abende: abschließen. In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurde Detlev v. Lilencrons Buntes Brettl. Schall und Rauch. Alle Abende: Künstlervorträge. Belle Alliance Theater. Alle Abende: Kein Hüfung. Urania, Taubenstraße 48/49. Alle Abende: Ueber den Wolfen. Apollo Theater. König Aqua. mehrfach die Höhe des Fahrpreises beanstandet; für 2-3 kiloCasino Theater. Specialitäten. BAEK SOHN Chausseestrasse 24a u. 25 zwischen Invalidenstr. u. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstr. 20 zwischen Jannowitzbrücke u. Köpenickerstr.( Ecke Rungestr.) Ecke Koppenstr., neben dem Bürger- Hospital. Fabrikation a. Maass- Anfertigung guter Herren- u. Knaben- Bekleidung. an Lieferanten an die preussische Armee. Lieferanten ausländische Gesellschaften. *. Lieferanten an Vereine. Lieferanten an Institute. 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Bereits zu Anfang dieses Jahres nahmen einzelne Versamm lungen gegen die beabsichtigte Erhöhung der Lebensmittel Zölle Stellung. Am 30. Januar sprach Genosse Mo Itenbuhr in einer start besuchten Versammlung des zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreises über die Handelsverträge und die Interessen der Arbeiter. Beestow Stortow Charlottenburg seine erste General bersammlung ab. Daselbst wurde eine Protestresolution gegen den Brotwucher einstimmig angenommen. An demselben Tage erklärte sich auch eine Boltsversammlung in Mühlenbed, die von 400 Personen besucht war, einstimmig gegen die Lebensmittelzölle. g Am 15. Juni nahm eine Versammlung für Schönholz, Wilhelmsruh und Reinidendorf Stellung gegen den Bolltarif. In Kagel( Nieder Barnim) protestierte am 30. Juni eine Boltsversammlung gegen die Verteuerung der Lebensmittel. Am 26. Juli brachte der Reichs- Anzeiger" die Bekanntgabe des Entivurfs des Bolltarif- Gesetzes. Die Absichten der Regierung und die Wucherpläne der Agrarier waren nunmehr enthüllt, und damit begann eine neue Epoche der Protestbewegung. Am 8. August begannen die Parteigenossen in Berlin und den Vororten mit der Verbreitung eines zweiten des illustrierten Flugblattes gegen den Brotwucher. An diesem Tage sind 700 000 Exemplare des Flugblattes verteilt worden, und an den folgenden Tagen wurde die Verbreitung in den weiter entlegenen Orten der benachbarten Wahlkreise fortgesetzt. An demselben Tage behandelte Fanny Imle in einer CharTottenburger Volksversammlung die Verteuerung der Lebensmittel. Am 1. Februar nahm eine Versammlung der Lederarbeiter Berlins einen Vortrag des Genossen Rosenow über die Handelspolitik und den gewerkschaftlichen Kampf der Arbeiterklasse entgegen. Auch in freisinnigen Streifen begann man sich zu rühren. Eine am 5. Februar von jener Seite in Berlin veranstaltete Versammlung, Inzwischen waren die Petitionsbogen gegen den Bollin der die Abgeordneten Fisch beck, Müller Sagan, Wenzel tarif fertiggestellt und unsre Parteigenossen fingen am Sonntag, und der Nationalsociale v. Gerlach sprachen, nahm eine Protest- den 11. August, an, von Haus zu Haus Unterschriften auf die Petition resolution gegen die Erhöhung der Getreidezölle an. zu sammeln. Am 6. Februar sprach Genoffin Steinbach- Hamburg in Die Protestversammlungen nahmen auch in der Folgezeit ihren einer von den socialdemokratischen Frauen in Riy- Fortgang. dorf einberufenen Volksversammlung über Socialpolitik und Brot Am 9. August fand eine solche statt in Tempelhof, wo wucher. unsre Genossen seit 11 Jahren erst jetzt wieder ein Versammlungslokal bekommen hatten. Am 10. Februar erließ die socialdemokratische Reichstags Fraktion im Vorwärts" einen Aufruf an das werkthätige Wolf, worin zur Einleitung einer allgemeinen Protestbewegung gegen die Lebensmittelzölle, Abhaltung von Versammlungen und Veranstaltung eines Petitionssturmes aufgefordert wurde. Dies war das Signal zum allgemeinen Kampf gegen die Pläne der Junker und Junkergenossen, der nunmehr auf der ganzen Linie begann. An demselben Tage, wo der Aufruf der Fraktion erschien, Sonntag, den 10. februar, verbreiteten die Parteigenossen in Berlin und den Vororten das Flugblatt„ Was kosten uns die Junker" in Hunderttausenden von Exemplaren, und klärten dadurch die Bevölkerung über den drohenden Brotivucher auf. Am 11. August beschäftigte sich der socialdemokratische Wahlverein für Pankow Nieder- Schönhausen mit der Zollvorlage, und am 13. August wurde dieselbe im socialdemokratischen Wahl verein für Schöneberg kritisiert. An demselben Tage nahm auch eine Volksversammlung in Baumschulenweg eine Resolution gegen den Zolltarif an. Am 25. August fand die Kreiskonferenz für Brandenburg23 e st havelland statt, die auch eine Protestresolution annahm. Das gleiche geschah in einer an demselben Tage abgehaltenen Boltsversammlung in Hermsdorf, die besonders zahlreich von Frauen besucht war. Am 29, August hatten die Hirsch- Dunderschen Gewerkvereinler Am 13. Februar, einen Tag nach der Agrarier- Versammlung im in Spandau eine Protestversammlung einberufen, die zum großen Circus Busch, die einen Minimal- Kornzoll von 7,50 M. forderte, Teil von unsern Parteigenossen im ganzen von etwa 700 Berfenden die von unserer Seite einberufenen großen Bolts- Ver- fonen besucht war und mit der Annahme einer Protestresolution fammlungen statt. Es wurden deren 17 in Berlin und 13 in den endete. Vororten: Adlershof, Charlottenburg, Köpenid, Am 8. September tagte in Berlin die Parteitonferenz Nowawes, Rigdorf. Schöneberg, Wilmersdorf, für die Provinz Brandenburg. Auch hier bildete die Steglig, Bantow, Reinidendorf, Rummelsburg Bollvorlage einen wesentlichen Teil der Tagesordnung. Eine von und Weißensee abgehalten. Die Besucherzahl dieser Stadthagen verfaßte und begründete Protestresolution fand ein 30 Versammlungen, in denen Protest- Resolutionen gegen die stimmige Annahme. Lebensmittelzölle einstimmig angenommen wurden, wird auf An demselben Tage wurden in Neue Mühle und Hantels Nach diesem wirkungsvollen und wuchtigen Massenprotest fanden dann in der Folgezeit fortgesetzt Einzelversammlungen sowohl in Berlin als auch in der Umgegend statt, die sämtlich gegen den etiva 22 000 angegeben. Brotwucher protestierten. D Am 17. Februar nahm eine Versammlung in Hermsdorf eine Protestresolution an. Das gleiche thaten die Stock und Schirmarbeiter Berlins am 18. Februar, sowie eine am 20. Februar in Lichtenberg abgehaltene Boltsversammlung, die auch die Gemeindevertretung des Ortes ersuchte, einen Protest an den Reichstag und den Bundesrat zu richten. Am 24. Februar fanden stark besuchte Protestversammlungen statt in Spandau, in Groß- Lichterfelde, in Briz und in Johannisthal. Die bürgerlichen Frauen Berlins hielten am 25. Februar eine Versammlung ab, die nach einem Vortrage von Fel. Anita Augspurg eine Resolution gegen Erhöhung der Getreidezölle annahm. V Ablage Protestversammlungen abgehalten, die vorwiegend von Landleuten aus der Gegend um" Königs Wusterhausen besucht waren. mit der Zollvorlage, auch fand an demselben Tage eine Brotest Am 11. September befaßte sich der Wahlverein zu Rigdorf versammlung in Karlshorst statt. 4 Am 13. Oktober nahm eine auch von Bauern besuchte Voltsversammlung in Trebbin eine Protestresolution an. Am 26. Februar veranstalteten unsre Parteigenoffen in Friedrichs. Am 15. Oftober sprach sich eine Versammlung der Musik. felde und am 27. Februar in Ober- Schöneweide Protest- instrumenten Arbeiter in Berlin gegen die Erhöhung der bersammlungen. Zölle auf Lebensmittel und Industrieprodukte aus. Am 16. Oktober fand in Potsdam eine ProtestverfammTung statt, Am 20. Oftober protestierte eine Bersammlung der Brauerei arbeiter Berlins gegen die Zollerhöhung. Am 22. Oktober nahm eine Versammlung des Portefeuiller Verbandes eine Protestresolution gegen die Zölle auf Lebens: Am 2. März nahm eine Volfsversammlung in Friedrichshagen eine Protestresolution an. Am 5. März legte eine besonders für Frauen und Mädchen einberufene Versammlung in Lichtenberg sowie eine Versammlung der Berliner Handels- hilfsarbeiter ihr Veto gegen die Lebensmittelzölle ein. 14 Stadtverordneten eingebrachten Antrages auf Absendung einer Betition gegen die Erhöhung der Lebensmittelzölle an den Bundesrat und den Reichstag. D In der Nixdorfer Stadtverordneten- Versammlung hatten unsre Genossen im April dieses Jahres beantragt, gegen die Erhöhung der Getreidezölle zu petitionieren. Dieser Antrag wurde am 23. Mai abgelehnt, und ein von bürgerlicher Seite ge stellter Antrag angenommen, welcher besagt, daß an das Staatsministerium, den Bundesrat und den Reichstag petitioniert werden folle um Abschluß möglichst langfristiger Handelsverträge. Der Magistrat trat diesem Beschluß bei. Im August wurde jedoch bekannt, daß der erste Bürgermeister den Beschluß beanstandet hatte, weil derfelbe keine Gemeinde- Angelegenheit betreffe. Der Magistrat hat darauf die Klage gegen den Ersten Bürgermeister angestrengt, welche zur Zeit noch schwebt. Die Pantower Gemeindevertretung hat im April dieses Jahres die Absendung einer Petition gegen Erhöhung der Getreidezölle an den Reichstag beschlossen. Die Gemeindevertretung von Nowawes hat im März d. J. einer Petition gegen die Getreidezölle zugestimmt. Die Stadtverordneten von Köpenid beschlossen im April, eine Petition in Gemeinschaft mit dem Magistrat an Bundesrat und Reichstag zu senden. Der Magistrat ist aber dem Beschluß der Stadtverordneten nicht beigetreten, weil es sich nicht um eine Angelegenheit der Gemeinde handle. Die Spandauer Stadtverordneten hatten im März infolge eines Antrages unsrer Genossen die Absendung einer Petition zu beraten. Die Angelegenheit wurde einer gemischten Kommission überwiesen, welche auch die Eine reichung einer Petition an den Reichstag beschloß. Man glaubte, die Sache sei damit erledigt. Im Oftober wurde dann bekannt, daß der Magistrat dem Beschluß der Kommission nicht zugestimmt habe und die Absendung der Betition deshalb unterblieben fei. Darauf brachten unsre Genossen in der Stadtverordneten- Bere fammlung am 24. Oktober die Angelegenheit nochmals zur Sprache. Infolge dessen wurde ein Ausschuß eingesetzt, der die Absendung einer selbständigen Petition beraten sollte. Die Gemeindevertretung von Lichtenberg beschloß am 25. April die Absendung einer Petition an den Reichstag. Der Regierungs- Präsident ließ dem Gemeindevorstand durch den Landrat die Ausführung des Beschlusses untersagen. Darauf beschloß die Gemeindevertretung, gegen die Beanstandung ihres Beschlusses die Klage einzureichen. Ende September teilte der Gemeindevorsteher der Vertretung mit, daß die Frist zur Einreichung der Klage verstrichen und der Beschluß der Gemeindevertretung deshalb gegenstandslos geworden sei. Darauf wurde in der Gemeindevertretung aufs neue der Antrag gestellt, eine Betition um Abschluß langfristiger Handelsverträge an den Bundesrat und Reichstag zu senden. Wir sehen also, daß die Protestbeivegung des Volfes auch innerhalb der Gemeindebehörden lebhaften Widerhall fand. Aus Induffrir und Handel. Die Generalversammlungen der Aktiengesellschaften. In auts Der legzter Zeit sind in der Preffe vielfach kritische Betrachtungen darüber Am 15. September wurden die Agrarzölle in einer Bolts- angestellt, daß fast ohne Ausnahmen zu den Generalversammlungen versammlung zu Groß- Lichterfelde kritisiert. der Aktiengesellschaften die Vertretung in den Händen der Banken Am 24. September tagte in Berlin der fünfte Kongreß der liegt, deren Interessen doch nicht immer mit denen der Attienbefizer Vertrauensmänner- Centralisation der Gewerk- zusammentreffen. Die Dinge spielen sich meist so ab, daß sich die fchaften. Er nahm gleichfalls eine Protestresolution gegen die Banken für die in ihrem Depot liegenden Attien den Besitzern Lebensmittelzölle an. unentgeltlich zur Vertretung anbieten. Die Besizer nehmen Eine am 26. September in Berlin abgehaltene Versammlung sich damit in guten Händen befindet. Oft scheut man auch die Kosten das Anerbieten sehr gern an, da sie glauben, daß die Vertretung des Centralverbandes der Fleischer und Berufs genossen sprach sich insbesondre gegen die Vieh- und Fleisch- Aktionärs tagen und schließlich sagt sich auch der mit solchen Gezu solchen Generalversammlungen, die weit ab vom Wohnsitz des Bölle aus. schäften nicht vertraute Besitzer eines kleinen Anteils, daß er von den Dingen nichts versteht. Und die Erfahrung, die man in den Generalversammlungen machte, bestätigen eigentlich die Berechtigung des Einwands. Das Wort führen die Großen und verirrten sich wirklich einige der Schar barmherzig an die Wand gedrückt. Bedenklicher werden solche Protestversammleinen Aftionäre, dann werden sie von den großen un Attionen, wenn die Banken start interessiert sind an der Gestaltung der Beschlüsse, wenn sie als Geldgeber oder Besizer eines Teils des Attienkapitals oder sonstiger Werte der Gesellschaft das Unternehmen so leiten, daß sie mit möglichst guten Chancen aus dem Zusammenbruch herauslavieren. Die Reorganisation der Hypothekenbanken, die Hannoversche Straßenbahn u. a. find Beispiele aus letter So verschickt die Darmstädter Bank zur Reorganisation der Beit. Ueberraschen muß es aber, daß die Banken für ihre uneigennützigen" Bemühungen auch noch gute Provisionen einstecken. Pommerschen Hypothekenbant folgendes Cirkular an die Banken: " Da das Intereffe der Beteiligten es dringend erfordert, daß die auf den 11. Dezember d. J. einberufene Generalversammlung Der Pfandbriefbefizer der Pommerschen Hypotheken- Attienbank für alle Punkte der Tagesordnung beschlußfähig ist, find wir in die Lage gesetzt, den Bankiers und Vermittlern für ihre Bemühungen, diese Beschlußfähigkeit herbeizuführen, eine BoniIn Adlershof tagte am 26. März eine von freifinniger fitation von 1%/ 00 auf den Nominalbetrag der hinterlegten PfandSeite einberufene, hauptsächlich aber von Socialdemokraten besuchte briefe für den Fall zu vergüten, daß die Beschlußfähigkeit der obigen Generalversammlung in allen Pfandbriefserien und für alle Volksversammlung, in der Dr. Bernstein- Charlottenburg über die Punkte der Tagesordnung erreicht wird. Die Bonifikation wird Getreidezölle sprach. Die Versammlung nahm eine von unsren Genoffen beantragte Resolution an, welche die Beseitigung aller inNachdem die Begründung des Gesezentwurfs bekannt geworden seiner Zeit durch die Annahmestellen vergütet werden." direkten Steuern fordert. ist, haben in den letzten Tagen bereits mehrere Versammlungen sich Aktienkapitals durch die Banken ungefähr 170 000. kosten. Eine Die Beschlußfähigkeit könnte bei einer Vertretung des gesamten Der gewaltige Ansturm des Volkes gegen die wucherischen Ab- mit derselben befaßt. Am 21. November veranstalteten die social nette Summe, die wohl bei der Ausarbeitung der Reorganisation fichten der Junker hatte den Agrariern Besorgnis eingeflößt, und demokratischen Frauen in Rigdorf eine Protest- nette Summe, die wohl bei der Ausarbeitung der Reorganisation Frauen in Rigdorf eine Protest herauskommen muß. Da nun gerade die Pfandbriefe vielfach im ihre Führer machten deshalb in Berlin den Versuch einer Gegenfundgebung, und eine am 24. November im fechsten Berliner Befiz Kleiner Sparer und Geschäftsleute sind, so werden diese indemonstration. Sie beriefen am 26. April eine Wolfe- abitreise abgehaltene Versammlung, in der Genosse Ledebour direkt zu den Kosten herangezogen, die selbst aufzuwenden sie sich versammlung nach der Tonhalle, die von etwa 2000 Personen besucht die Begründung des Entwurfs kritisierte, gestaltete sich ebenfalls zu scheuen. Am 10. März fand eine Protestversammlung in Französischmittel sowie auf Leder, Seide 2c. ant. Buchholz statt. schen Einwohnern besuchte Versammlung statt, in der das Am 13. März fand in Berlin eine von etwa 300 poIni Berhalten der polnischen sowie der Centrumsfraktion des Reichstages fritisiert, die Polen zur Stimmenabgabe für die Socialdemo tratie aufgefordert und eine Resolution gegen die Lebensmittelzölle angenommen wurde. Die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen hatten um diefelbe Zeit einen Protest gegen die Brotwucherpläne der Agrarier erlassen, der den Zorn der" Post" und der Deutschen Tages 8tg." erregte. Eine am 23. Oftober abgehaltene Versammlung der Berliner erklärte die Arbeiter ihrer Branche besonders benachteiligt durch Buchbinder protestierte gegen die Bölle auf Lebensmittel und 3ölle auf Seide, Pappe, Leder, Albums usw. Am 5. November nahmen die Bädergesellen Berlins eine Protestresolution gegen den Bolltarif an, insbesondere erklärten sie, daß ihre Berufsgenossen durch die Getreidezölle geschädigt würden. Am 6. November wandte sich eine Voltsversammlung in Tegel gegen den Zollwucher. Die Handels, Transport und Verkehrsarbeiter in Schöneberg und in Rigdorf nahmen am 10. November Protestresolutionen gegen den Brotwucher an. An demselben Tage fand in Schenkendorf bei Groß- Beeren, einem rein ländlichen Ort, eine Volksversammlung statt, die entschieden gegen den Zollgesetz- Entwurf protestierte. war, meist Socialdemokraten und Freisinnige, und die mit einer einer Kundgebung gegen den Bolltarif. Gemeindeprotefte. gründlichen Abweisung der agrarischen Pläne endete. Einer der In der vorstehenden Zusammenstellung sind nur die Versamm- Der Geschäftsgang in der Textilindustrie hat in den letzten Hauptführer der Agrarier, Dr. Diederich Hahn, hatte in lungen aufgeführt, über welche dem" Borwärts" Berichte zu Wochen in einer Reihe mitteldeutscher Bezirke eine Belebung erfahren. dreistündiger Rede für den Brotwucher Propaganda gemacht, Genoffe gingen. Es ist sicher, daß in vielen kleinen Orten der an Berlin Nach einem der„ Leipziger Voltsztg." zugegangenen Bericht ist aber Ledebour trat ihm darauf entgehen, und die Versammarenzenden Wahlkreise Protestversammlungen abgehalten worden auf eine allgemeine Besserung in diesem Gewerbe nicht zu lung endete damit, daß eine Resolution gegen Erhöhung find, über die uns nicht Bericht erstattet wurde, und die wir deshalb schließen. Es ist richtig, daß in Crimmitschau, Gera- Greig der Getreidezölle und für Beseitigung aller Zölle auf Lebens- auch in dieser Besprechung nicht erwähnen konnten. Ferner sind auch und an noch anderen Orten eine Reihe Betriebe Auf mittel mit überwältigender Mehrheit angenommen und Herr Hahn solche Versammlungen nicht erwähnt worden, in denen zwar die Zoll- träge in folchem Umfange erhalten haben, daß in den bebeauftragt wurde, diese Resolution dem Reichstage zu überreichen. pläne der Regierung beleuchtet wurden, die aber nicht ausschließlich treffenden Betrieben wieder eine Zeitlang voll gearbeitet werden Nunmehr trat in dem Stampfe gegen die Auswucherung des zu diesem Zweck einberufen waren. In Wirklichkeit greift die Bolts- kann. Aber immer handelt es sich, selbst in den genannten BeVolles eine furze Ruhepause ein. Aber schon nach wenigen Wochen bewegung gegen den Wuchertarif noch viel weiter, als es aus der zirken, um einzelne Betriebe, die jedes Jahr, auch in den Perioden machte sich die Protestbewegung aufs neue bemerkbar. vorstehenden Darstellung ersichtlich ist. Ser Krise, einige Monate hindurch voll beschäftigt find, ja fogar Am 19. Mai veranstalteten unfre Parteigenossen in Hohens mit Ueberstunden arbeiten. Selbst ivenn aber fämtliche Schönhausen eine Boltsversammlung, die hauptsächlich von Textilarbeiter in den gegenwärtig als günstig bezeichneten Be leinen Landwirten, Gärtnern und Landarbeitern Magistrat und Stadtverordnete der Stadt Berlin beschlossen zirken voll beschäftigt wären, so würde eine folche partielle besucht war, und die nach einem Vortrage Stadthagens, sowie einer im Anfang des Jahres die Absendung einer Petition an das preußische Besserung in Anbetracht der relativ minimalen Zahl von Textilbom Genossen Morawski an die polnischen Arbeiter in ihrer Staatsministerium, worin dieses ersucht wurde, im Bundesrat gegen arbeitern, die in diesen Orten beschäftigt sind, das allgemein un Muttersprache gerichteten unsprache eine Protestresolution gegen die die Erhöhung der Lebensmittelzölle zu stimmen. Außerdem ging günstige Bild noch nicht ändern. Nach wie vor arbeitet die überLebensmittelzölle annahm. von den städtischen Behörden die Anregung zur Einberufung eines wiegende Mehrzahl der Textilarbeiter start verkürzt; in fast allen An demselben Tage fand eine Voltsversammlung in Fürsten allgemeinen Städtetages aus, der sich mit der Zollfrage be Branchen und Bezirken sind Betriebseinschränkungen durchgeführt, walde a. d. Spree statt, in der auch Einwohner von Ketschäftigen soll. die den Verdienst der Arbeiter äußerst beschränken. Von wie turzer schendorf, Langewahl und Petersdorf erschienen In Charlottenburg tam der Protest der Gemeinde- Dauer die Belebung in den einzelnen Bezirken ist, zeigen zum varen. Auch hier wurde eine Protestresolution einstimmig an- behörden ohne jede Schwierigkeit zustande. Uebereinstimmend be- Beispiel Augsburg und Forst. In beiden Orten konnte man schlossen Magistrat und Stadtverordnete im Januar dieses Jahres, im September und Ottober eine Kleine Belebung toustatieren, die Die Parteigenoffen in Birkenwerder nahmen am 5. Juni an das preußische Staatsministerium im Hinblick auf die damals aber gegenwärtig schon wieder der gewohnten Stagnation Blaz beim Scheine von Talglichtern die Beleuchtung des Lokals durch bevorstehende Beratung der Bollfrage im Bundesrat eine Eingabe gemacht hat. Die fortdauernde Krise ist ja die notwendige Folge Betroleumlampen hatte die Polizei untersagt eine Resolution zu richten gegen die Berteuerung unentbehrlicher Volfsnahrungs- der bestehenden Uebererzeugung einerseits und des schwachen in gegen die Lebensmittelgölle an. mittel durch Zölle. ländischen Bedarfs andrerseits. Auch die Unruhe der Preise an den Am 9. Juni hielt der aus 24 Einzelvereinen bestehende In Schöneberg haben sich im April d. J. Magistrat und Rohstoffmärkten trägt nicht dazu bei, einen stabilen Gang des Central Wahlverein für den Kreis Teltow Stadtverordnete ebenfalls geeinigt in der Annahme eines von Geschäfts zu ermöglichen. genommen. Wetter Stationen Wetter Ein Baufdieb. Der Bankdirektor Grueßer in Lörrach( Baden)| handels mit Getreide and Mahlprodukten innerhalb und außerhalb Witterungsübersicht vom 30. November 1901, morgens 8 1hr. wurde wegen Unterschlagung von einer 1/2 Million Mark und wegen der Börse ausgesprochen wird und dessen Uebertretung mit strengen Urkundenfälschung zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt. Freiheitsstrafen geahnbet wird; ferner soll eine entsprechende Reform der Produkten- Börse eingeführt werden. Das Sub- Komitee hat Stationen längstens binnen vier Wochen dem Ausschuß den Gefeßentwurf vorzulegen und dieser wiederum hat längstens 14 Tage später dem Hause einen Gesetzentwurf zur dringlichen Behandlung zu unter breiten. Die Königin Marienhütte in Cainsdorf hat die durch Einstellung des Hochofenbetriebes außer Beschäftigung gestellten Arbeiter in andren Betrieben untergebracht. Temp. n. T. col 2001 646.4° R. 4 bedeckt 5 paparanda 7529 7 Petersburg 744 N 2 Geiter -20 4 bedeckt 6 Cort 777N 1Schnee-8 3bedeckt 3 bedeckt 776SW 1 bedeckt Der Terminhandel in Oestreich. Das Abgeordnetenhaus Swinembe 755 WNW 4Regen Hamburg 761 N nahm mit 230 gegen 7 Stimmen einen Antrag an, in dem die ReBerlin 758 W gierung aufgefordert wird, den Gefeßentwurf betreffend eine Reform Wetter- Prognose für Sonntag, den 1. Dezember 1901. Frantf./M. 769 der Börsen zurückzuziehen, und in dem gleichzeitig das Sub- Komitee 7702 Zunächst ziemlich warm, vorwiegend trübe mit Niederschlägen und München des volkswirtschaftlichen Ausschusses beauftragt wird, einen Gesetz- frischen westlichen Winden; später auftlarend und etwas fühler. entwurf auszuarbeiten, womit ein gänzliches Verbot des TerminBerliner Wetterbureau. Unserm Genossen Berliner GenossenschaftsAugust Röttger Elektra, zu feinem morgigen Geburtstage ein Bäckerei( E. 6. m. b.§.). SO.. Neanderstr. 4. dreifach donnerndes Hoch! 23856 Am 14. Dezember, abends 82 Uhr: Die Genossen aus dem Siebenten". Ordentliche Orts- Krankenkaffe General- Versammlung der Sattler und verwandten Gewerbe. Mittwoch, den 27. November, starb ber Sattler 267/13 Albert Schwarz. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 122 Uhr von dem Trauer: Hause Rixdorf, Hermannstr. 119, aus nach dem neuen Jakobi- Kirchhof Riy dorf, Hermannstraße statt. orte J. A. G. Assmann. Verein der Zimmerer Berlins u. Umgegend. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 25. November unser weitglied, der Kamerad Franz Stawitzki infolge Ueberfahrens verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. Dezember, nachmittags 4 Uhr, Neue Hochstraße 18. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Aufsichtsrats und Entlastung derselben. 2. Vorlegung der Bilanz und Ver wendung des Reingewinns. 3. Neuwahlen. 4. Statutenänderung. 5. Anträge und Verschiedenes. Der Aufsichtsrat. Herrmann Eichelhardt. Der Vorstand. Paul Lenz, Franz Schersath, Kassierer. Geschäftsführer. Die Bilanz liegt den Mitgliedern im Comptoir, Neue Hochstr. 18, zur Einsicht aus. 268/7 Sterbekasse für Frauen von Mitgliedern der Central- Kranken- u. SterbeKasse der Tischler u. Verwaltung Berlin G. Montag, den 2. Dezember, abends 812 Uhr, im Lokale von Wolf, Fruchtstr. 36 a: von der Leichenhalle des neuen Schöne Mitglieder- Versammlung. berger Friedhofs, Marstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 258/4 Der Vorstand. Nach schwerem Leiden starb gestern Abend mein innigst geliebter Mann, unser teurer Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Ontel und Neffe, der 1thrmacher Max Ballo im 33. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Montag: mittag 12 Uhr auf dem jüdischen Fried: hof in Weißenfee statt. 108/10 Berlin, den 30. November 1901. Anna Ballo, geb. Herrmann. Danksagung. Tages- Ordnung: 1. Statutenberatung. 2. Wahl der Delegierten zur Generalversammlung. Das Mitgliedsbuch der FrauenSterbefaffe legitimiert. 185/2 Die Ortsverwaltung. Die Zahlstelle Krautstr. 48 be: findet sich vom 1. Dezember 1901 ab bei Butschte, Krantstraße 36. 9. O. Konsum- Verein f. Schöneberg und Umgegend. ( E. G. 1. b. H.) Montag, den 9. Dezember, abends 82 Uhr: Für die große Teilnahme bei der General- Versammlung Beerdigung meiner lieben Frau, sage im Saale von b st, Meiningerstr. 9 allen Kollegen, Freunden und Befannten meinen herzlichsten Dank. Ernst Schüler, Huttenstr. 4. Orts- Krankenkasse der d. Mechaniker, Optiker und verwandten Gewerbe. Ordentliche General- Versammlung sämtlicher Vertreter am Montag, den 9. Dezember 1901, abends präc. 8 Uhr, in den Arminhallen", Komman dantenstr. 20. Tages: Ordnung: In getrennter Wahlversammlung. 1. Für die Vertreter der Arbeitgeber: Wahl von einem Mitgliede zum Vorstand. 2. Für die Vertreter der Arbeitnehmer: Wahl von zwei Mitgliedern zum Vorstand. In gemeinschaftlicher Versammlung. 1. Wahl des Ausschusses zur Britfung der Jahresrechming pro 1901. 2. Beschlußfassung über Abschluß eines Dienstvertrages mit einem Kassenbeamten. 3. Antrag des Vorstandes auf Erhöhung der Beiträge. 4. Bericht über den Stand des Apothekenboykotts. 5. Verschiedenes. 23596 Berlin, den 30. November 1901. Der Vorstand. J. A.: Erh. Schlenker, Borsigender. Beschwerden, zu deren Erledigung die Einsicht der Kassenatten erforder: lichist, sind bis zum 5 Dezember schriftlich im Kaffenlokal einzureichen. Orts- Krankenkasse der Messerschmiede, Schwert: feger und Verfertiger chirurg. Instrumente. Ausserordentliche General- Versammlung. am Sonntag, den 8. Dezember, vormittags 92 Uhr, bei Hummel, Sophienstr. 5 Tagesordnung: 1. Bericht der StatutenabänderungsKommission, Antrag: Erhöhung der Beiträge. 2. Borstandswahl( 1 Arbeitnehmer). 3. Verschiedenes. Die Mitglieder und deren Arbeit: geber sind hierzu eingeladen. 276/11 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse des Korbmachergewerbes zu Berlin. Die in der außerordentlichen Generalversammlung vom 25. Juli dieses Jahres beschlossene 8. Ab: änderung zum Statut ist seitens des Bezirksausschusses genehmigt und tritt mit dem heutigen Tage in Kraft. 276/12 Der Vorstand. J. A.: Karl Schwedler, Vorsitzender Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht und Genehmi gung der Bilanz. 2. Verteilung des Reingewinns. 3. Neu- resp. Ersatzwahlen für den Vorstand und Auffichtsrat. Bur Berteilung follen kommen 5 Proz. Dividende. Die Aus: zahlung erfolgt in der Verkaufsstelle Apostel Paulusftr. 27 am Sonntag, den 15. Dezember. 268/5 Der Vorstand.d Herm. Meiling. Wilh. Bäumler. Mathematik. Abendkurse für Anfänger u. Sort: gefchrittene erteilt billigst[ 23266 Stiefelhagen, Goltzstr. 47, vorn III rechts. 厚 Für Herren aller Branchen be ginnen wieder am 5. Dezember Neue Abendkurse Theorie und Praxis. 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Die Finanzen der 100 Hauptgewerkschaften: fation der Steinarbeiter Deutschlands eine Dent- Ernährung von allgemein größerer Bedeutung für den Der Bericht giebt nur eine genaue Finanzstatistik über 100 der schrift über die Berufsgefahren der Steinarbeiter an Gesundheitszustand der Sandsteinarbeiter find, als die mit dem bedeutendsten Gewerkschaften, deren Mitgliederzahl in der obigen den Bundesrat gerichtet, in der auf Grund umfangreicher ärztlicher Gewerbebetrieb verbundenen Schädigungsursachen". Man soll, Tabelle zu finden ist. Ihre finanzielle Lage zu Ende der Untersuchungen namentlich seitens des Dr. Sommerfeld, Berlin, und meinen wir, das eine thun und das andre nicht lassen; die Ver: Jahre 1892-1900 war folgende: M 9. Juli d. J. ein und lud zu derselben außer Gewerbe- AufsichtsJahr Pro Mitgl. 1 619 689 35 9 Einnahme*) Ausgabe*) Kassenbestand*) Betrag Pro Mitgl. Betrag Pro Mitgl. Betrag 1892 1893 1 473 086 1 629 362 Pfd. Sterl. Sch. P. 32 7 35 10 Pfd. Sterl. Sch. B. Bfd. Sterl. Sch. P. 1868 349 1894 1 636 298 35 5 1 436 533 1 431 701 31 8 41 31 1 1 1895 1 561 717 34 1 1 394 593 30 6 1896 1 676 726 34 10 1 236 983 25 8 1897 1 983 633 37 3 1898 955 1898 1 919 090 36 9 1899 1 865 477 33 4 1900 1 974 611 34 1 1 493 375 1 280 608 1490 582 35 8 1 380 702 30 4 1 580 467 34 3 1747 591 38 2 2 187 334 45 6 2 272 012 42 8 2 697 727 51{ 3 282 596 28 7 22 11 58 9 25 8 3 766 625 65 0 3. Verteilung der Ausgaben: Folgende Tabelle ist die lehrreichste. Sie gestattet uns ein Urteil über den Charakter der englischen Gewerkschaften, sowie einen Einblick in das Getriebe des gewerkschaftlichen Mechanismus. Wir sehen, welchen Zwecken die Trades- Unions einen Teil ihrer Einnahmen zuwenden: den wirtfchaftlichen Stämpfen, Unterstützungen an Arbeitslose, Kranke, Alterspensionen 2c., sowie der Verwaltung. der gewerkschaftlichen Statistit nachgewiesen wurde, daß der Beruf hütung gesundheitsschädlicher Arbeitsmethoden ist ebenfalls dringendes mit zu denen gehört, die die größten Opfer an Gesundheit und Erfordernis. Dr. Wolff schreibt ferner:" Der Abkürzung der Leben der Arbeiter fordern, mithin dringende Veranlassung vorliegt, Arbeitszeit, etwa auf neun Stunden, bei ge= daß der Bundesrat auf Grund des§ 120 e der Gewerbe Ordnung nügend langer Mittagspause und beschräntter die Arbeitsverhältnisse gesetzlich regelt. Namentlich ist es die Bulaffung notwendiger ueberarbeitszeit, der Beschaffung Schwindsucht, welche neben andren Lungenkrankheiten die besserer Wohngelegenheit, der Erziehung der Arbeiterfrauen und Steinarbeiter hinwegrafft. Bei der Centralstelle des Verbandes Arbeiter zu vernünftiger Ernährung und Lebenshaltung, sowie der wurden in diesem Jahre bis zum 20. November 193 Todesfälle von möglichen Steigerung des Einkommens, wo es unzureichend Steinarbeitern gemeldet, darunter 123 an Lungenkrankheiten! ist, muß deshalb meines Erachtens allerseits die Hauptsorge zugewandt Von den 123 an dieser Berufskrankheit Gestorbenen erreichten ein werden." Alter von 25 Jahren 13, bon 25-30 Jahren 24, bon Ganz recht! Deshalb forderten die Vertreter der Steinarbeiter30-35 Jahren 30, von 35-40 Jahren 17, von 40-45 Jahren 21, Organisation in der Konferenz auch den Achtstundentag, da bon 45-50 Jahren 8, von 50-55 Jahren 3, vont 55-60 Jahren 6, dieser sowohl das Einkommen steigert, durch Einschränkung der Kon über 60 Jahre 1b Insgesamt erreichten sie ein Alter von 3752 Jahren; turrenz, die sich die Arbeiter gegenseitig bereiten, als auch ihnen das ergiebt ein Durchschnittsalter von 312 Jahren freie Zeit gewährt, die ste, um sich zu bilden, benötigen, und nur Das Durchschnittsalter der nicht an der Berufskrankheit Ge- durch Aufklärung ist es ja möglich, die vernünftigere Ernährung storbenen, von denen 5 födlich verunglüdten, betrug 3814 Jahre! und Lebenshaltung" durchzuführen.und Nachdem von unsrer Fraktion bei Beratung des Etats des Die Konferenz befürwortete schließlich, daß in den SteinbruchReichsamts des Innern im Anfang dieses Jahres diese traurigen betrieben höchstens 10 Stunden tägliche Arbeitszeit, für Wie aus dieser Tabelle hervorgeht, war die finanzielle Ents Gesundheitsverhältnisse der Steinarbeiter zur Sprache gebracht Steinhauer( Steinmegen) neunstündige festgesetzt werden wicklung der 100 Hauptgewerkschaften in den letzten neun Jahren eine worden waren, berief das Reichsamt des Innern eine Konferenz zum solle. ziemlich bedeutende. Ihre Einnahme stieg von rund 1 473 000 Bfd. Sterl. Von den Unternehmern wurde auch die Forderung der Organi- auf 197 500, ihre Ausgabe von 1 432 000 auf 1 491 000 und ihr Kaffenbeamten und Arbeitgebern auch Arbeiter ein; ja, es war endlich so fation bekämpft, die Accordarbeit überhaupt zu verbestand von 1 620 000 auf 3 760 000 Pfd. Stert., d. h. auf rund 75 200 000 einsichtsvoll, auch die Vertreter der Steinarbeiter- Orga- bieten. Die Wirkungen derselben seien gar nicht so schlimm, wie Mark. Einnahme und Ausgabe standen am höchsten im Jahre 1897nisation hinzuzuziehen. In dieser Konferenz wurden verschiedene es nach Dr. Sommerfelds Untersuchungen erscheine; es seien nur die während des Streits der Engineers; der Kassenbestand sant am auf den Gefundheitsschutz der Steinarbeiter bezügliche Fragen, die fränklichen Arbeiter gewesen, die zu denselben hinzugezogen worden tiefsten im Jahre 1893- während des großen Streits der Bergvom Reichsamt des Innern schriftlich vorgelegt waren, erörtert und wären, auch trage die ungesunde Lebensführung der Arbeiter selber, arbeiter. eine Bundesratsverordnung in nahe Aussicht gestellt. namentlich der Branntweingemuß, viel zur Erkrankung bei. Da der Vorsitzende der Konferenz, Geheimer Ober- Regierungsrat Nunwas den Branntweingenuß anbetrifft, so waren Gruner, bei Schluß derselben erklärte, daß er das Verlangen die Vertreter der Arbeiter auf der Konferenz darin einig, daß er aussprechen müsse, die Verhandlungen nicht in die Oeffentlichkeit zu auf den Arbeitsstätten zu verbieten sei, dagegen müßte auch gesundes bringen, haben die Vertreter der Steinarbeiter- Organisation bis jetzt Trinkwasser vorrätig gehalten und andre gesunde Getränke( Staffee, nichts weiter über die Konferenz berichtet, als daß sie stattfand. Thee usw.) billig zugänglich gemacht werden. Daß die UnterNun hat aber vor einigen Wochen das Org an der Untersuchungen Sommerfelds alt kränklichen Leuten vor nehmer:„ Der deutsche Steinbildhauer" einen Bericht veröffent- genommen worden seien, ist unwahr. Wie in der Denklicht, der vom Geschäftsamt des Verbandes deutscher Steinmez- schrift der Steinarbeiter ausführlich dargelegt ist, waren unter geschäfte" herausgegeben worden ist. Gleichzeitig verlautet, daß sich den 2015 Steinhauern, die im Jahre 1899 in allen Teilen des dieser Verband bemüht, das Erscheinen einer Bundesrats Reichs untersucht wurden, mehr als die Hälfte militärpflichtig oder verordnung zu hintertreiben oder dieselbe noch wesent- wurden wenigstens als brauchbar zum Militärdienst befunden! Trozzlich hinter die ohnehin schon sehr zu Ungunsten der Arbeiter eng dem zeigten 8,4 Proz. der Untersuchten bereits entwickelte Lungengezogenen Grenzen einzuschränken! Deshalb ist es notwendig, tuberkulose und 10,8 zeigten Erscheinungen, die das Vorhandensein den Bericht des Verbandes über die Ergebnisse der Konferenz einer von Tuberkulose als höchst wahrscheinlich hinstellen; sonstige Kranköffentlichen Kritik zu unterziehen, damit nicht etwa die jahrelangen heiten der tieferen Luftwege waren bei 18 Proz. nachweisbar. Bemühungen der Steinarbeiterorganisation, einen gesetzlichen Schuh Ferner wurden Statistiken der Krankenkassen und Gewerkschaften, die ihrer Berufsgenossen zu erhalten, wieder vereitelt werden! fich bis auf 12 Jahre erstreckten, zu Nate gezogen, und als EndIn der Konferenz wurde zunächst die Frage der Unterergebnis stellte die Denkschrift fest, daß die durchschnittliche funftsräume erörtert. Die fünf anwesenden Gewerbeaufsichts- Lebensdauer für sämtliche Steinarbeiter auf 362 beamten waren darin mit den Arbeitern einig, daß durch mangel- Jahre, dagegen für alle Gattungen der Steinmetzen auf 35/2, hafte Beschaffenheit der Unterkunftsräume die Gesundheit der Arbeiter für Sandsteinhauer auf 34/6 Jahre anzunehmen ist, so daß der arg gefährdet wird, namentlich bei den in Steinbrüchen und im Lehrling durchschnittlich nach 18-20 Jahren den Tod zu erwarten hat. Freien gelegenen Werkplägen. Die Vorschrift, Unterkunftsräume zu Welches die Ursachen dieser erschreckend hohen Sterblichkeit sind, schaffen, wurde aber von der Konferenz nur auf die gewerbsmäßigen zeigt die Denkschrift an einem statistischen Nachweis, der sich auf Betriebe eingeschränkt und sollen als solche nur diejenigen gelten, in 1212 Verstorbene erstreckt. Von 100 Verstorbenen erlagen nicht denen mindestens fünf Arbeiter beschäftigt sind. Demgegenüber weniger als 86 den Erfrankungen der Atmungsorgane, nicht weniger macht die Organisation der Steinarbeiter sehr zutreffend geltend, daß als 55 der Tuberkulose! Jeder zweite Steinarbeiter, der stirbt auch bei einer geringeren Personenzahl es notwendig ist, diese in( und Steinarbeiter sterben mindestens viermal eher als andre ihren Ruhepausen gegen die Unbilden der Witterung zu schüßen, zu Menschen), erliegt der Schwindfucht!" Nach Untersuchungen mal die Zahl der Beschäftigten oft wechselt, und wenn sie zeitweise Sommerfelds, die sich auf 952 Steinmeßen erstrecken, find ansteigt, erfahrungsgemäß der Schutz der Arbeiter feineswegs in 84 Prozent aller Todesfälle durch Lungenschwindfucht bedingt, denselben Tempo zu folgen pflegt. " so daß bei den Steinhauern( Steinmetzen) eine andre Todesursache als diese Geisel kaum in Betracht kommt." " Für industrielle Kämpfe Unterstützungen Jahr Proz. Betrag der AusBetrag Proz. der AusVerwaltung Broz der Betrag AusBfd. Sterl. gaben Pfd. Sterl. gaben Pfd. Sterl. gaben 1892 1893 889 948 27,2 787 180 55,0 588 373 31,5 1 021 656 54,7 254 573 258 320 17,8 13,8 1894 166 293 11,6 991 089 69,0 279 151 19,4 1895 196 684 14,1 944 004 67,7 253 905 18,2 1896 171 100 13,8 792 662 64,1 273 221 22,1 1897 633 347 33,3 950 590 50,1 315 018 16,6 1898 1899 313 430 120 028 150 283 21,0 872 961 58,4 306 984 20,6 9,4 835 058 65,2 325 522 25,0 10,1 967 333 64,9 372 966 25,0 303 276 20,2 906 948 60,3 293 296 19,5 1900 Jahresdurchschnitt Der Charakter der englischen Gewerkschaften tritt aus dieser Tabelle klar hervor. Er ist zum größten Teile der einer Unterstüßungskasse. Während der neun Jahre 1892-1900 hatten die Gesamtausgabe von rund hundert Hauptgewerkschaften eine 13 500 000 fund Sterl., davon entfielen rund 8 000 000 fd. Sterl., oder 60,3 Broz. auf Unterstützungen an Krante, Arbeitslose, AltersEtiva 2 750 000 Pfd. Sterl. oder pensionen, Leichenbegängnisse 2c. 20,2 Proz. wurden für Kampfzwecke verwendet und beinahe ebenfobiel 19,5 Prozent für die Verwaltung. Wie Ferner befürwortete die Konferenz, daß die Räume im Mittel mindestens drei Meter hoch, mit Wänden umschlossen und mit einem Gegenüber diesen so unsäglich traurigen Gesundheitsschädigungen, Dach versehen sein sollen; die Grundfläche soll bei einer Beschäftigung denen die Steinarbeiter durch ihren Beruf ausgesetzt sind, ist es von zehn Mann auf jeden Arbeiter mindestens 1,1 Quadratmeter, wahrlich höchste Zeit, daß der Bundesrat nicht noch länger zögert, bei über zehn Mann je 1 Quadratmeter betragen. Der Raum muß ehe er gemäß den Vorschlägen der Konferenz eine Verordnung ergenügend hoch, mit einem täglich zu reinigenden Fußboden, Trink- läßt. Sie find wahrlich bescheiden genug und die Zeit wird lehren, 4. Gewerberäte und Föderationen. Die Zahl der wasser, Waschgefäßen und Spudnäpfen versehen und heizbar sein; daß fie noch nicht ausreichen. Aber es wäre wenigstens ein erster Gewerberäte( Trades Councils) zu Ende des Jahres 1900 betrug 171, das Heizungsmaterial hat der Unternehmer zu stellen. Die Räume Schritt und daß er bald geschieht, sind die Steinarbeiter Deutschlands ihre Mitgliedschaft 753 924. Irgend welche Bedeutung tommt diesen dürfen nicht als Lager oder Aufbewahrungsstätten benutzt werden zu fordern vollauf berechtigt. Hoffentlich läßt sich der Bundesrat nicht lokalen Bereinigungen der verschiedenen Gewerkschaften nicht zu. Es und müssen für jeden Beschäftigten einen Sitzplatz enthalten. In durch einseitige Rücksichtsnahme auf die Geschäftsinteressen der Unter- ist jedoch möglich, daß sie in Zukunft von gewisser Wichtigkeit sein Steinbrüchen und auf Werkplätzen ist für die genügende Zahl sauberer nehmer von feiner socialpolitischen Pflicht zurückhalten. Seit zehn werden. Die Trades Councils find geldarme Körperschaften. und desinficierter Aborte zu sorgen. Jahren giebt ihm der§ 120e der Gewerbe- Ordnung das Recht, hier wäre es, wenn man ihnen die Erklärung von Streits und das Zum Schutz der Steinhauer( Steinmetzen) gegen die Un- einzuschreiten und es ist schon ein schlimmes Zeugnis für den Picketing überließe? Regreßflagen wären gegen sie erfolglos, da bilden der Witterung müssen, soweit die Arbeiten nicht in gefchloffenen Reichs- Arbeiterschuß, daß es erst der kostspieligen Untersuchungen ste eben nichts besitzen. Die Zahl der Föderationen belief fich Werkstätten vorgenommen werden, Arbeitsbuden oder über den seitens der Steinarbeiter bedurfte, um die Frage in Fluß zu bringen. Ende 1900 auf 110, mit einer Gesamtmitgliedschaft von 1725 214; großen Werkstüden, die dort nicht hingeschafft werden können, Nun aber find„ Erwägungen" genug gepflogen die zu so frühem lettere Zahl ist jedoch nicht genau, da einige Gewerkschaften mehreren Schußdächer errichtet werden; die Buden sollen im Mittel Tode verurteilten Steinarbeiter verlangen, daß die Gesetzgebung sie Förderationen angehören. mindestens 5 Meter hoch, nicht über 4-6 Meter tief und hinreichend endlich gegen die rücksichtslose Ausbeutung seitens der Unternehmer gelüftet, nach 3 Seiten hin geschlossen und mit Theerpappendach schütze! bedeckt sein. Die Werkstücke müssen beim Bearbeiten so liegen, daß jeder Steinarbeiter mindestens 1 Meter Raum um sein Werkstück hat; bei gröberen Arbeiten sind Schutzgitter dazwischen zu stellen. Da fünstlerische Arbeiten nicht unter die Gewerbe- Ordnung fallen, mit solcher Bezeichnung der Steinmezarbeiten aber oft Mißbrauch getrieben wird, soll künstlerische Bildhauerarbeit nur dort auDas Arbeitsamt( Labour Department) des Handelsministeriums genommen werden, wo die Künstler selber Arbeiten nach eignen veröffentlichte vorige Woche den 13. Bericht über die Trades- Unions Modellen, in eignen Ateliers, mit ihren eignen Leuten in Stein des Vereinigten Königreichs im Jahre 1900. Wir entnehmen dem ausführen, nicht aber, wenu andre das Modell gewerbsmäßig in Berichte folgende Einzelheiten: bei Die englischen Gewerkschaften im Jahre 1900. # wird, wie mir von Gewerkschaftsführern mitgeteilt wurde, auf die Die Entscheidung der Lordrichter in Sachen der Taffthalbahn Organisationsformen der Trade- Unions nicht ohne Einfluß bleiben. Die Meinung ist vorherrschend, daß strikte Centralisation durchaus nötig fei, um unüberlegten Handlungen einzelner Mitglieder vorbengen zu können. Ist die ganze Gewerkschaft oder die ganze Föderation mit ihren Kassen verantwortlich, so dürfe die Gewerkschaft nur kollektiv und nach reiflicher Ueberlegung handeln.] Der Landarbeiter- Kongreß zu Bologna. Rom, 26. November. welche auf dem Kongreß von Bologna vertreten waren. Sie verEs waren wohlgezählte 144 178 organisierte Laudarbeiter, welche auf dem Kongreß von Bologna vertreten waren. teilten sich in folgender Weise: Nord Italien 65 178: Lombardei 39 208, Venetien 23 830, Picmont 2140. ostana 1886, Marken 300, Umbrien 500, Latium 500. Central Italien 70 372: Emilia und Romagna 68 568, Süd Italien 7728: Apulien 6000, Abruzzen 278, Calabrien 100, Sicilien 1350. Stem ausführen oder vervielfältigen. Um Staubentwicklung 1. Mitgliederzahl: Ende des Jahres 1900 waren 1272 Geder Bearbeitung bon Sandstein möglichst zu verwerkschaften vorhanden, deren Gesamtmitgliederzahl sich auf 1905116 meiden, müssen die Werkstücke, soweit dies ans technischen belief, gegen 1302 refp. 1800 869 ini Jahre 1899. Am besten Rüdsichten nicht unzulässig ist, befeuchtet werden, der Fußboden ist organisiert sind die Arbeiter, die im Baufach, Bergbau, Textil- und bei trodener Witterung zu besprengen; das hierzu erforderliche Metallbranchen, Maschinenbau 2c. beschäftigt find. Sie stellen 69 Broz. Waffer hat der Arbeitgeber zu stellen. Arbeitspläße, Werkstätten der Gesamtmitgliedschaft der Gewerkschaften. Der Bergbau allein und Arbeitsbuden find täglich von Abfällen und Schutt, der Fuß- zählt 59 Gewerkschaften mit 501 290 Mitgliedern oder 26 Proz. der boden der Werkstätten und Arbeitsbuden wöchentlich zweimal vom Gesamtzahl. Von den 1272 Gewerkschaften waren 609 mit einer Staub zu reinigen. Die Beschäftigung von Arbeite Mitgliederzahl von 1498 582 gemäß der Trades- Union Atte rinnen ist bei der Gewinnung aller Steinarten und bei der Berarbeitung von Sandstein zu untersagen. Die Beregistriert. Wie wir weiter unten sehen werden, liegt eine genaue Finanzstatistik nur von 100 der bedeutendsten Gewerkschaften schäftigung jugendlicher Arbeiter unter sechzehn Alle Kategorien von Landarbeiten waren vertreten: Tagelöhner, Jahren ist bei Gewinnung aller Steinarten und bei der Principal- Unions) vor. Die folgende Tabelle, die die Mitglieder im festen Lohn stehende, Mezzadri, Kleinbesiger, die Landarbeiterinnen zahl in den Jahren 1892-1900 zeigt, ist deshalb in zwei Haupt fotonnen geteilt: 1. die Mitgliedschaft der nassen zuzulassen, wenn die jugendlichen Arbeiter als Lehr deren Finanzen später analysiert werden; 2. die Mitgliedschaft der arbeiter auf dem Kongresse über den Stand ihrer Organisa linge angestellt sind. Jedoch soll in den ersten Jahren der Lehr- übrigen Gewerkschaften, sowie deren Prozente der Zunahme oder Pfaffent, welch lettere die allerrabiatesten Gegner der ländlichen tionen, über die überstandenen Stämpfe mit Beſizern und zeit die Arbeitszeit nur 6-8 Stunden täglich dauern und nur Tagelohn, nicht Accordbezahlung zulässig sein. Broletarier- Organisation find. Ein Berichterstatter legte. dar, daß in der Provinz Parma 70 siegreiche Streits durchgeführt seien, die eine Mehreinnahme von 90 Lire jährlich für jede Arbeiterfamilie ergeben hatten. 95 Beschwerden von 96 wegen Entlassung wurden von den Landarbeitern gewonnen. Im Veronesischen setzte man eine Lohnerhöhung von 20 Proz. durch. Die Arbeitgeber rächten sich dadurch, daß sie 1000 Entlassungen vornahmen, die dann auf Betreiben der Sekretäre der ländlichen Gewerkschaften auf 3 reduziert wurden. Die Lehrlingsbeschäftigung ist den Unternehmern mehr ans Herz gewachsen als sie öffentlich zugeben. In Berlin ist zwar bei der Steinmetz- Innung fein Lehrling beschäftigt und die Innungsmeister Ein Teil dera verfehlen nicht, dies rühmend hervorzuheben. selben Junungsmeister hat aber auch an andren Orten Geschäfte und dort werden zahlreiche Lehrlinge gehalten und sogar im Accord beschäftigt! Abnahme in jedem Jahre. Jahr Die Vertreter der Steinarbeiter- Organisation forderten als Schutzgrenze für Jugendliche das Alter von 18 Jahren und ärztliche Untersuchung vor ihrem Eintritt in die Beschäftigung. Davon wollen aber die Unternehmer nichts wissen, 1894 ebenso sträuben sie sich gegen das Verbot der Accordarbeit, fo notwendig dasselbe gerade bei den Jugendlichen zur Schoning ihrer Gesundheit ist. 100 Hauptgewerf Die übrigen Gewerk schaften schaften Zunahme (+) Insgesamt Zunahme (+) Busammen Abnahme Busammen Abnahme Buſammen (-) (-) Zunahme (+) Abnahme ( in Broz. -1,5 in Proz. in Proz. 1892 1893 904 399 908 957 922 605 1895 914 492 1896 961 193 1897 1 064 455 1898 1 042 847 1899 1 117 443 597 959 1 502 358 + 0,3 +1,5 513 695 0,9 493 344 +5,1 588 272 +10,7 570 460 4,6 1 479 417 - 10,0 1 436 300 4,0 1 407 836 +8,1 1 494 465 - 2,9 2,0 +6,2 549 543 +3,1 1613 998 +8,0 +7,2 +3,7 605 885 683 426 +10,3 1 648 732 +2,2 +12,8 1 800 869 746 207 +9,2 1 905 116 +5,8 +9,2 Auch von einer gejeglichen Regelung der Arbeitszeit für erwachsene Steinarbeiter wollen die Unternehmer nichts wissen, obwohl seitens der Gewerbe- Aufsichtsbeamten 1900 1158 909 in ihren Berichten wiederholt darauf hingewiesen wurde, wie der 2,0 Als Präsident des Kongresses fungierte der socia listische Abgeordnete Andreas Costa mit 4 Landarbeitern als Beisitzern. Die Diskussion über die Frage: ob der Landes- Föderation außer den Lohnarbeitern auch die Kleinbefizer angehören fönnten, welche ihren eigenen Grundbefizz bebauten, gab dem Kongreß Ge legenheit, feine focialistischen Anschauungen auszudrücken. *) 1 Pfd. Sterl.= ca. 20 M., 1 Schill. ca. 1 M., 1 Schill. 12 Bence; Bruchzahlen der Pence werden der Uebersichtlichkeit halber fortgelassen. Die Berichterstatter legten die folgende Tagesordnung vor: Der Landeskongreß der Landarbeiter Die Tagesordnung der Berichterstatter samt dem Busage wurde fast einstimmig angenommen. in Anbetracht, daß ungeachtet der offenkundigen Unterschiede,| Noch eine andre Frage der Organisation wurde gelöst, nämlich, welche die Landarbeiter trennen, seien sie nun im Lohn stehende ob die Landarbeiter- Gewerkschaften, die ganz specifische Methoden oder am Ertrag teilnehmende Arbeiter, Kleinpächter oder auch und Nichtungen haben, den Arbeiterfammern angehören sollen, die Kleinbesizer alle Landarbeiter der gleichen Ausbeutung sowohl heute speciell das industrielle Proletariat und die im Handwerk Bevon seiten von Privaten als auch von seiten des Staates verfchäftigten repräsentieren. fallen sind; Als Siz des Bundes, dessen Nat auch eine Reisarbeitertn von Molinella angehört, wurde Bologna erwählt. Der Kongreß, dessen hauptsächliches Charakteristikum das Be tenntnis zum Kollettivismus war, schloß mit einer Ansprache Philipp Turatis, der die Hoffnung aussprach, daß der Eintritt der Landarbeiter in die socialistische Partei eine Neubelebung des Socialismus bedeute. Mit dem einstimmigen Ruf: hoch der Socialismus! Schriften- Eingang. Der Kongres bestätigt die Solidarität und in Anbetracht, daß nur die Aktion aller Ausgebeuteten, baftert Superioritat ber fich zum Socialismus bekennenden Organi- ging der Kongreß auseinander. auf dem humanen und civilifierten Princip der Solidarität, fationen und wünscht, daß die Arbeitskammern sich durch diese Idee dem Werte der moralischen, politischen und wirts inspirieren lassen. schaftlichen Erlösung der arbeitenden Klasse Nach druck verleihen kann, bestätigt die Notwendigkeit in einem Um der Beschäftigungslosigkeit auf dem Lande Landesbunde die Kooperativgenossenschaften und Gewerk- wenigstens teilweise entgegentreten zu können, drängte sich die NotJahresbericht der öffentlichen Lesehalle in Königsberg i. Pr. V. schaften zusammenzufassen und zwar die Organisationen der wendigkeit auf, den Arbeitsmarkt zu regulieren, man beschloß deshalb 1. Juli 1900/1901. Königsberg i. Pr. Buchdruckerei R. Leupold. Der Naturheilkoller. Ein medizinischer Streifzug durch das Lager jenigen Arbeiter, welche auf Grund des Klassentampfes folgende zu diesem Behufe, am Sige des Direktionskomitees des Landesbundes Arbeiterklassen umfassen: Handlanger, Lohnarbeiter, Ertrags- der ländlichen Arbeiter ein statistisches Centralbureau ein- der Stichtmedizin. Berlin- Südende und Leipzig. Vogel und Streinebrint. 1901. Das Geschlechtsleben des Weibes. Eine psychologisch- sociale Studie teilnehmer, Kleinpächter und Kleinbefizer, wenn diese letzteren zurichten, das die Ziffern der beschäftigungslosen Arbeiter, die Lage selbst ihren Landbefiz oder ihr gepachtetes Terrain bewirtschaften." des ländlichen Arbeitsmarktes in Beziehung auf Angebot und Nach mit ärztlichen Ratschlägen. Von Dr. med. Anna Fischer- Düdelmann. Der Genosse Reina beantragte folgenden Zusatz:„ Es können frage ländlicher Arbeitskräfte zu sammeln und zu ordnen hat 2c. 2c. Siebente Auflage. Berlin, Hugo Bermühler. Preis 1,50 M. Anleitung zur Zahn- und Mundpflege. Von Dr. med. C. Röse. an dem Bunde die Organisationen von Kleinbesigern und Klein- Um die Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Jena, Berlag von Gustav Fischer. 1901. Vögel in der Gefangenschaft. Th. 1. Heimische Vögel. Von pächtern teilnehmen, welche als Ziel die Socialisierung des Nehmern beizulegen, verlangt der Kongreß die AusGrund und Bodens haben." dehnung des Gesetzes der industriellen Schieds- Dr. C. Bade. Zehn Lieferungen a 50 Pf. Berlin, Frizz Pfenningstorff. Gegenüber dem Paffus von der Socialisierung erklärten die auf gerichte auf die ländlichen Arbeiter, und zwar sollen dem Kongresse anwesenden Republikaner, daß eine derartige in allen Agrikulturbezirken Italiens obligatorische Schiedsämter einRichtung ihren Jdealen widerspräche, und daß sie demnach keinen gerichtet werden. Grund mehr hätten, länger zu verbleiben. Hierauf gab Enrico Ferri folgende Erklärung ab: " Die Erklärungen der Kongreßteilnehmer der republikanischen Bartei sind die Bestätigung dafür, daß die Fusionen aufhören müssen( Applaus). Die Annahme der Tagesordnung der Bericht erstatter mit dem Zusatz Reina hat folgende Bedeutung: daß die hier auf dem Kongreffe vereinigten 2andarbeiter in ihrer überwiegenden Mehrzahl Socialisten find." Er selbst begreift, daß die Republikaner fiber diese Thatsache betrübt sind, er seinerseits fühle darüber eine ungemeine Genug thuung und er wird seine Stimme unter Hochrufen auf den Socialismus abgeben.( Applaus.) 29 Mk. oro Gramm Ueber die agrarische Gesetzgebung befchließt der Kongreß folgende Tagesordnung: Der Kongreß, fest davon überzeugt, daß das hygienische Broblem feine Lösung nur in der des socialen Problems finden fann, fordert von der Regierung Vorkehrungsmaßregeln, die geeignet sind, die strengste Handhabung der bestehenden Gesetze zu garantieren. Als specielle Maßregel gegen die den LandArbeitern eigentümlichen Krankheiten: Pellagra und malaria fordert er die Preisherabfezung des Salzes und gesetzliche Maßregeln betreffend die Bonifikation des brachliegenden Terrains. Verlag für Sport und Naturliebhaberei. Entweder Oder! Von Dr. A. Dodel. Eine Abrechnung in Sachen der Frage: Moses oder Darwin? Stuttgart, J. 6. W. Diez. Preis broschiert 1,50 M. Gartenbaukammern? Ein Wort zur Klärung der schwebenden Frage über die gefeßliche Organisation der deutschen Gärtnerei. Von Otto Albrecht. Preis 30 Pf. Berlin, Berlag des Algemeinen Deutschen Gärtnervereins. " Mädchenopfer". Die Schwesternpflege an Männern. Eine Anklage: schrift und ein Mahnwort an Eltern und Erzieher. Berlin SW. 19. Hermann Walthers Berlagsbuchhandlung. Das Geschlechtsleben der Heiligen. Ein Beitrag zur Psychopathia sexualis der Asteten und Religiösen. Von Dr. med. F. Steingießer. Berlin SW. 19. Hermann Walthers Verlagsbuchhandlung. Die Bekämpfung der Schwindsucht innerhalb der Städte. Bon Stadtrat Pütter, Halle a. S. Berlin, Verlag von Fischers Medizinischer Buchhandlung. Panzerketten für Herren massiv Gold 585/1000 gestempelt. vis- à- vis Berlin C., Gertraudtenstr. 23, Patroke. Gegr. 1866. Aug. Klinzing, Berlin C., Gertraudtenstr. 23, vise der Goldschmiedemeister und Juwelier, Petrikirche. 1 Treppe Kein Laden. Graumanns Festsäle( früher Renz) Heinzelmann& Co., Berlin, Brandenburgstr. 44, Agentur und Kommission Wichtig für Damen! Naunynstrasse 27. [ 28692* Empfehle meine Säle, 900 Personen faffend( auch mit Bühne), zu allen Festlichkeiten und Versammlungen. Sonnabende und Sonntage im De: zember, Januar, Februar und März noch an Vereine zu vergeben, Busstag, Sylvester und Neujahrstag noch frei. Gustav Graumann. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater: u. Specialitäten: Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine, toulant zu vergeben. 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Wie selten aber hat die Arbeiterin Zeit zum Erzählen; ich nenne mur Malwida von Meysenbug, deren schöne Darstellung Gunsten der künstlerischen Erziehung der Jugend zugefellt. Beide wie oft haben Not und Kummer den lebendigen Strom die Phantasie von Garibaldis Leben und Kämpfen ein Muster für fünftige ähn= haben anerkennenswerte Erfolge aufzuweisen. Wenn wir in ihr längst ausgetrocknet. Da, wo auch nur ein dünner Strahl liche Bearbeitungen des Lebens echter Voltshelden sein könnte, aber die Bücher, deren Entstehung von ihnen beeinflußt noch aus dem Boden hervorfidert, wird dies Buch ihn sicher wieder haben auch Arbeiter und Arbeiterinnen Beiträge beigesteuert, von wurde, näher betrachten, so zeigt es sich sehr bald, daß es, wenige anschwellen lassen und Feierabend auch im tahlsten Zimmer schaffen denen einige, wie die Jugenderinnerungen Adelheid Popps, der Ausnahmen abgerechnet, damit steht, wie mit fast allen Erzeugnissen helfen. Halterbub von Hans Nesel, und Meine kleine Blage von Emil einer höheren Kultur: sie sind, infolge ihres Preises nur den WohlKralit ihrer Art vortrefflich sind. Stelle einiger Habenden zugänglich und durch ihren Inhalt nur auf sie zugeschnitten. Gedichte dagegen, die gewiß für die Gesinnnng und das Gefühl Betrachten wir zunächst die Bücher für die Kleinen, bei denen der ihrer Verfasser das beste Zeugnis ablegen, in der Form aber verText vor den Bildern zurücktritt. Das reizende i te bute- Buch von fehlt find, hätte ich lieber schöne alte Lieder gefehen, wie fie Freiligs Dehmel und Kreidolf, eine Freude auch für die Großen, fostet 3 M.; Es ist mir überhaupt stets seltsam vorgekommen, daß man den rath, Herivegh, Heine usw. usw. in so reicher Fülle bieten, und die Kreidolfs schöne Blumenmärchen gar 5 M.; ebenso find Kindern durchaus Neues bieten will, wo gerade das deutsche Volt unsrer Jugend leider so fremd sind. Auch manches, dem findlichen die Bilderbücher von Ostar Bleisch, die in Bezug auf solch einen Reichtum an gutem Alten befitt. Mag man Verständnis Fremdes, wie der Kongreß von Neera oder Perpetuus Text und Illustration zu den Klassischen Jugendschriften gerechnet es in neue Formen fleiden, um dem verfeinerten fünft von Sandor- Gjalsky hätte ohne Schaden irgend einem alten Märchen tverden können, den Unbemittelten, die noch dazu selten nur für die lerischen Empfinden Genüge zu thun, aber vergessen sollte oder einer alten Heldensage Plazmachen können. Für die Jugend ist immer Weihnachtsfreude eines Kindes au forgen haben, faft ganz unzu- man es nicht. Giebt es z. B. für Kinder einen größeren Genuß, als nur das Beste gut genug, weil sie jede poetische Darbietung noch gänglich. Nehmen wir 2 M. als das höchste an, was ein Arbeiter sich in die bunte Märchenwelt zu vertiefen? Verklärt das nicht auf ganz naiv auf sich wirken läßt, ohne sie, wie wir, kritisch oder für ein Bilderbuch vielleicht auszugeben im stande ist, und vergessen Tage und Stunden selbst die grauefte Wirklichkeit? Es ist ein Raub psychologisch zu zergliedern. Darum lieber etwas Altes, wenn das wir dabei nicht, daß er für diesen Preis ein möglichst reichhaltiges am Kinderglück, der sich früher oder später bitter rächt, weil er auf Neue nicht vollendet ist. Noch ein andres scheint mir dem Buche zu Buch haben möchte, weil es für seine Kinder zumeist das einzige, die Dauer die Phantasie verfümmern macht, ihnen diesen aus der fehlen: das Bild. Selbst große Kinder schätzen ein Buch noch einmal und nicht eins unter vielen ist, so bleibt ihm nur eine geringe Aus- Kindheit der Völker aufgesammelten Schatz vorzuenthalten. Bahl- so hoch, wenn es Bilder hat. Allerdings gilt auch hier, daß es wahl. Kreidolfs Schlafende Bäume", wie der Fize- reiche Ausgaben der Grimmschen Märchen, so die von sicher besser ist, teine zu bringen, als schlechte. Trotz dieser kleinen buze und die Blumenmärchen bei Schafftein erschienen, mit tosten Bertelsmann Bildern Adlers Buch sehr zu von Paul Meyerheim, Ausstellungen ist Emma sehr zu empfehlen. freilich nur 1 M. und find gewiß fünstlerisch unanfechtbar. Aber die die nur 1 Mart tosten, ermöglichen auch dem minder Bemittelten, Sie hat mit großem Geschick die Klippe zu vermeiden gewußt, an Enttäuschung für das arme Kind, das damit beglückt werden soll: seinen Kindern Kindern diese Freude zu verschaffen. Neuerdings der die aus einer bestimmten Weltanschauung heraus entstandenen fünf Bilder und 32 Versstrophen! Für ein ganzes Jahr- und vor hat der Verlag von Fischer u. Franke unter dem gemeinsamen, Jugendschriften fast immer scheitern: die aufdringliche Tendenz. dem nächsten Weihnachten giebt's faum ein neues Buch ist das schön gewählten Titel Jung brunnen" fich's angelegen fein Sie ware als eine ausgesprochen socialdemokratische für unsre Kinder wirklich ein bißchen wenig! laffen, den alten Reichtum wieder zu heben. Er giebt fünstlerisch ebenso von der Hand zu weisen, wie etwa eine mordspatriotische oder Angesichts diefer Schwierigkeit ist es nur natürlich, daß die prachtvoll ausgestattete Einzelhefte zum Preise von 1,25-1,50 m. religiöse. Mit Malwida von Meysenburgs Garibaldi- Biographie scheint teit ift es m unbemittelte Bevölkerung, die ihren Kindern für wenig Geld viel heraus, von denen jedes ein oder mehrere Märchen, Kinderlieder mir der Weg beschritten, den wir weiter zu gehen haben, wenn wir bieten will, auf all den Schund hineinfällt, den die Warenhäuser und dergleichen mehr enthält. Sie können nicht lebhaft genug unsere Jugend zu unseren Idealen erziehen wollen. So ließen die fett maffenhaft anbieten. Da giebt es bei Wertheim Bilderbücher empfohlen werden, weil sie alles in fich vereinigen, was ein Helden der Revolution, so ließen Lassalle, Liebknecht und noch fir 10, 18 und 38 f., die geeignet sind, in den Kindern jedes Kinderbuch bieten soll: praktischen Reichtum und fünstlerische mache andre, deren Leben der Romantit nicht entbehrt, sich wirfungs Künstlerische Gefühl von vornherein zu ertöten. Man weiß nicht, Schönheit. Eine ausgewählte Sammlung dieser Hefte hat voll darstellen. Aber auch die Helden weit zurückliegender Zeiten, was darin schlimmer ist: die schlechten, geistlosen Verse oder der Kölner Jugendschriften Ausschuß unter dem Titel von den Gracchen an bis zu Giordano Bruno, Savonorola, Huß und die entsetzlichen Bilder, möchten wenigstens unsre Leser Märchen für die deutsche Jugend zusammengestellt. Sie vielen andren, könnten den Herzen unserer Kinder näher gebracht fich und ihre Kinder vor solchen Erzeugnissen hüten. Grade bei ist gleichfalls bei Fischer u. Frante erschienen und kostet in werden; ihr anfeuerndes Beispiel würde allgemach jene Wirkung und geistiger Kräftigung ausüben, die fromme Leute ver Wertheim berührt dergleichen un so fataler, als die Leiter des Waren- schönem Einband nur 2 M. Wer dies Buch tauft, wird allen Kindern futtige ihr hauses sich an andrer Stelle, durch Ausstellung billiger Ste- und sich selbst dazu eine wirkliche Weihnachtsfreude bereiten; es ist auf gebens von der Religion erwarten. produktionen von Bildern und Skulpturen, um die Hebung des diesem Gebiete das Beste, was mir bisher zu Gesicht gekommen ist. Eine glückliche Ergänzung des Adlerschen Buches bildet das bei Der Storch" von künstlerischen Geschmacs ein wahrhaftes Verdienst erwerben. Warum Märchen paffen für jedes Alter, aber sie reichen als geistige Be- Kaden in Dresden erschienene Buch sollte es nicht auch auf dem Gebiet der Bilderbücher möglich sein? schäftigung, als geistiges und künstlerisches Erziehungsmittel nicht Karl Ewald. In Märchenform enthält es eine Reihe fesselnder Ein Wertheimsches Bilderbuch," Fränzchen Nimmer für jedes Alter alls. Die Heranwachsende Jugend bedarf naturhistorischer Darstellungen, die kleine und Große entzücken fatt", Stil und Darstellungsart an Bölsches Darstellungsart erinnern das nur 50 f. kostet, bedeutet einen leisen Fortschritt noch anderer Nahrung, durch die der Geist sich weiten und der müssen. nach der angedeuteten Richtung; die Bilder sind zwar noch fein Charakter sich stählen kann. Und hier beginnen die größten Liebesleben in der Natur, das mich gleich auf den Gedanken Augentroft, dafür aber auch kein Augenmord, um so unerträglicher Schwierigkeiten gerade für uns. Alljährlich wird der Büchermarkt brachte, warum die Wunder der Welt den Kindern nicht in sind die schlechten Verse. Warum muß überhaupt immer durchaus mit Jugendschriften überschwemmt. Der Hurra- Patriotismus in ähnlicher Weise vor Augen geführt werden können, gedichtet werden, wenn der Dichter fehlt?! seiner schlimmsten Gestalt, die Abenteurerphantafie in ihrer frank die Märchenwunder. Es hätte nicht beffer geschehen können, als wie Aber so ganz trostlos steht's doch um die Bilderbücher noch haftesten Ueberspannung feiern wahre Orgien darin. Und in den es im„ Storch" geschehen ist. Nur schade, daß dem Verfasser zum nicht aus. Der Münchner Verlag Braun und Schneider hat sich Mädchenbüchern nichts wie fade Liebesgeschichten oder höhere Schlusse plötzlich einfiel, daß all' seine Frösche und Regenwürmer, fchon seit geraumer Zeit das Verdienst erworben ,, gute und billige Töchter Romantik, start verbrämt mit sentimentaler Religiosität. und Igel und Kometen zwar bunt und luftig anzusehen sind, die Bücher für die lieben Kleinen herzustellen, die sich noch eines andren Die regelmäßig erscheinenden Jahrbücher sind kaum beffer. rote Farbe aber doch nicht ausreichend hervortritt. So hat er zwei Borzugs erfreuen: fie steden voll gesunden Humors. Und mir Die armen Leute spielen natürlich auch eine Rolle darin, aber meist Märchen, Fabeln oder was Buche angehängt, innst sein soll, schleunigst fcheint, daß es grade für die Kinder, die so viel Not und Jammer nur, um durch sie das gute Herz der bürgerlichen Wohlthäter mög- dem der Achtstundentag, um sich sehen, von besondrem Werte ist, ihnen das Lachen bei- lichst hell zu beleuchten. Das neueste, von Ernst Brausewetter ber Herrgott, die Könige und die Arbeiter perfönlich aufzubringen. 23 ilhelm Busch', des Unibertrefflichen, Schnaten herausgegebene Jahrbuch Senecht Rupprecht" macht darin treten. Schade! Noch ein Wort über die Ausstattung: und Schnurren und würden bürgerliche Mag und Moris werden teine Ausnahme, so vorteilhaft es sich auch sonst von allen der Umschlag und Druc Eckmannsche Lettern freilich erft von 8-10jährigen Kindern recht gewürdigt werden artigen Büchern unterscheidet. Es ist eben auf ein bürgerliches Kritifer veranlaffen, sie vornehm" zu nennen. Wie gut, daß wir fönnen, fosten auch je 2,50 m., thr Wert wird aber dadurch erhöht, Publikum zugeschnitten: von dem guten Herrn Baron, der dem angesichts dieses Voltsbuchs anfangen können, das Schöne volksdaß sie für alle Familienglieder eine Quelle des Vergnügens bilden. armen Buben einen Weihnachtsbaum schenkt, von den glücklichen thümlich" zu nennen. Nur die übertriebene Anwendung der gier Der gleiche Verlag hat noch eine ganze Reihe reizender Bücher zu Kindern, die auf Ferienreisen in die Berge gehen, gehen, oder leisten, die jede Seite unruhig machen, verdirbt etwas den Eindruc je 1 M. und 1,50 M. Herausgegeben, die jedes Kind mit Freuden daheim mit ihren vielen schönen Puppen spielen, steht darin zu und liegt auch nicht in den Intentionen des Künstlers. begrüßen wird. Ich nenne nur: Odiese Kinder, Heitere lefen lauter Herrlichkeiten, die dem armen Arbeiterkind böhmische Werden in diesem traurigen Winter viele Arbeiterkinder ein Bilder für die Knaben, Allerei Lustiges und Der Dörfer find. Buch auf ihrem Weihnachtstischen fehlen. 230 aber die Eltern finden? fürchte nein; denn Schnellmaler von Hans Probst, der zugleich eine sehr Emma Adler hat es schon vor drei Jahren unternommen, Alzuvielen wird es sogar am Nötigsten hübsche Anleitung zum selbständigen Zeichnen bietet. hier einen Ersatz zu schaffen, indem sie für die Heranwachsenden im stande waren, ihnen neben einer warmen Jacke und einem Stüd Eine tünstlerisch besonders wertvolle Gabe hat die Münchener Kinder ihr Buch der Jugend" schuf. In diesem Jahr hat sie unter dem Kuchen ein Buch zu bescheren, da sollte es überall eines der Jugend den Kindern unter den Weihnachtsbaum gelegt: das Titel: Feierabend, ein Buch für die Jugend, das in der besten sein. Lily Braun. Jugend Bilderbuch„ Märchen ohne Worte.( Preis Wiener Voltsbuchhandlung erschienen ist und in der billigen Arbeiterfeste und Kunst. 1 es denen " wie sondern um einen Abend behaglich und vergnüglich totzuschlagen, Bielleicht wäre hier dadurch Abhilfe zu schaffen, daß man für wie ihn der Bourgeois in Theatern und Konzerten totschlägt. So fünstlerische oder festliche Veranstaltungen unter der Arbeiterschaft manchem unter den Teilnehmern mag ja gewiß solch ein harmloses| einen festen Ausschuß bildete, der in allen einschlägigen Wenn sie es jemals war- heut hat die Arbeiterfrage längst Vergnügen und ein Tänzchen darauf das allereriviinschefte sein: wir Fragen die Leitung übernehmen, übernehmen, respektive geeignete Ausdie vorhandenen Kräfte erteilen, sowie die aufgehört, eine reine Brotfrage zu sein- heute ist sie eine Kultur- meinen aber, die Veranstalter von Arbeiterfestlichkeiten, die funft über frage im weitesten Sinne geworden. Nicht um erhöhte Anteilnahme Führer im Kampf und alle die, deren Geist schon für feinere und Wahl des Festprogramms beeinflussen könnte. Unter den Vorständen an den materiellen Gütern des Lebens allein ringt jetzt das edlere Genüffe gereift ist, fie follten es als ernsteste Aufgabe der freien Bühnen, unter Litteraten und Künstlern, die sich mit der Proletariat: es dürstet danach, auch zu den Quellen des Geistes empfinden, der tieferen Bedeutung eines proletarischen Festes ger Frage der Boltsbildung im modernen Geiste speciell befaffen, würden aufzusteigen, Wissen und Denken für sich zu erschließen; es ringt, recht zu werden, aus dem Guten das Beste, aus dem Feinen das Feinste Kräfte für einen solchen Künstlerischen Beirat leicht zu gewinnen sein. sich auch geistig von den alten Sklavenbanden zu befreien. Gerade zu wählen selbst auf die Gefahr, daß einzelne unter den Hörern So manche andre Aufgabe läge der Wirksamkeit eines Ausschusses dieser Zug leiht der modernen Arbeiterbewegung ihren eigentlichen noch nicht zu folgen vermögen. Wie man heute in volkstümlichen dieser Art noch außerdem nahe. Ich verweise hier nur auf die in Charakter, gerade das stempelt sie zu einer Stulturbewegung, wie sie gleich Kunstausstellungen angefangen hat, echte Kunst und im besonderen legter Zeit mit Recht so oft diskutierte Frage der Förderung einer machtvoll die Menschheit niemals zuvor durchlebt hat. Dem römischen moderne Kunst zu bieten wie fich hier unter der intelligenten zugleich modernen und fünstlerisch wertvollen Jugendlitteratur. Proletarier boten die Herrschenden um ihn zu gewinnen Brot Arbeiterschaft sehr schnell ein Publikum fand, das mit tiefem Interesse Der Zweck dieser Beilen wäre erfüllt, wenn sie dazu beitragen und Spiele; der moderne Proletarier kämpft um Brot und den künstlerischen Schöpfungen nachging und sie an der Hand ver- sollten, den einen oder andren Parteigenossen ebenfalls zu einer Kunst. Wenn es irgend etwas giebt, das unfrem modernen Leben ständnisvoller Erläuterungen zu begreifen suchte, so wird Mufit Meinungsäußerung in dieser Frage anzuregen. wenigstens in seinen Mittelpunkten, den großen Städten, sein be- und Dichtung ebenso bald reine Begeisterung weden, wo mit sonderes Gepräge leiht: dann ist es dieses tiefe Sehnen der Massen feinem Berständnis unter den reichen Kunstschöpfungen modernen in Stonzerten und Kunstausstellungen wie es heute ja, wenn auch dilettantisch unvollkommene Wiedergabe entwertet, sondern durch Z. nach geistigem und fünstlerischem Mitgenießen. Wo auf Volksbühnen. Geistes eine Auswahl getroffen, und das Gebotene nicht durch Dritte außerordentliche Generalversammlung des Ververeinzelt, geschieht der Arbeiterschaft einmal höchste und reinste wirklich künstlerische Darstellung dem Hörer nahe gebracht wird. bandes der Graveure, Giseleure und verwandter Berufsgenossen Deutschlands. B Es waren Kunst geboten wird, da muß man immer von neuem staunen über Mufit, Drama, lyrische und epische Dichtung bieten heute des die freudige Genußfähigkeit, die warme Teilnahme des Proletariers Schönen so viel, daß man wahrlich nicht lange suchen muß, um auch an Werken der Kunst, für deren Verständnis er doch nie heran- für den ungeschulteren Geist Interessantes und Backendes über- Die fünf Tage dauernde außerordentliche Generalversammlung gebildet worden ist. Die Kunst, die zwar in ihren höchsten Formen genug zu entdecken. Nur darf die Wahl eben nicht nach Zufall und fand im Gewerkschaftshaus zu Stuttgart statt. nicht erschöpft, aber doch stets nachempfunden werden kann auch ohne bloßer Laune getroffen fein, sondern es muß zur einzigen 21 Delegierte anwesend. Der Centralverband war vertreten durch die unsäglich mühevolle Vorarbeit, die wissenschaftliches Denten Richtschnur der Grundsatz dienen, künstlerisch fünstlerisch und geistig Bridner Berlin und Siewert Berlin, die Kontrollkommission fordert fie wird gerade für den Proletarier mehr und mehr zur bildend wirken. zu Bildend natürlich nicht in dem be- durch Hollerbach Stuttgart, die Preßkommission durch Thielgeistigen Lehrmeisterin; in der Anschauung des Kunstwerks, in dem schränkt moralischen Sinne, in dem man zu des seligen Iffland Berlin. Außerdem waren noch anwesend der Redacteur des Verbandssich die Empfindungs- und Ideenivelt der Zeit zu feinster Blüte Beiten dem Volt aus dem Theater noch eine weise Lehre mit auf organs, Gutschmidt- Berlin und ein nicht stimmberechtigtes entfaltet, strebt das Proletariat, modernes Geistesleben in sich auf den Weg gab, aber in der ernsten Bedeutung, in der die Kunst für Mitglied des Centralvorstandes. den rein Genießenden zum tiefsten Deuter für unser ganzes Menschen- Einen breiten Raum nahmen in den Verhandlungen die zunehmen. Streitigkeiten zwischen dem Centralvorstand und der Berliner Leider aber ist in unsrer bürgerlichen Weltordnung die Kunst leben wird. Es ist flar, was man einer solchen Auffassung entgegenhalten Filiale ein. Nach den Ausführungen von Thurow- Berlin für den Befizlosen so wenig frei wie die Wissenschaft, so wenig wie die Schönheit des Meeres und der Berge; leider ist sie heut in den fann: Es sei dies ein sehr ideales Biel; nur hindere eben auch hier gab den ersten Anlaß zu den Streitigkeiten der Umstand, daß meisten Fällen einfach eine Quelle des Geldgewinnes für den Leiter der fraß materielle Zwang, es zu erreichen; es fehle leider auch für die der Berliner Filialvorstand die alten Mitgliederbücher einziehen und tünstlerischer Unternehmungen, ein Geschäft so gut wie jedes andre. Arbeiterschaft am Notwendigsten, an Geld. Allerdings bedarf es gar nicht aufbewahren wollte, um dadurch einem Mißbrauch der bereits beUm so bedeutungsvoller für das Proletariat sollten deshalb erst eines Beweises, daß in mehr als einer Hinsicht die Geldmittel nugten Beitragsmarken vorzubeugen. Hiergegen opponierte der Veranstaltungen sein, die für die Arbeiterklasse selbst für das Gebotene ausschlaggebend sind; allein entscheidend indes Centralvorstand mit der Begründung, dies sei nicht zulässig, da die bestimmt sind, die Feste der Arbeiterschaft. Nun giebt ist die Geldfrage durchaus nicht. Mehr noch als an Mitteln fehlt Mitgliederbücher persönliches Eigentum der Mitglieder seien. Des es gewiß einzelne solche Feste, die auch hohen An es in den meisten Arbeitervereinen an Kräften, die befähigt wären, Weiteren seien die Berliner der Meinung, daß der Beschluß des sprüchen genügen können, die wirklich fünstlerisch aus ein für die Hörerschaft interessantes und zugleich künstlerisch wert- Centralvorstandes nicht korrekt wäre, daß in den Sizungen des gestaltet sind; die Mehrzahl aber ist noch recht wenig von dem volles Programm zusammenzustellen, die sich überhaupt der Be- Centralvorstandes die Breßlommission und die Redaktion der idealen Geist erfüllt, dem sie dienen sollten; meist sind unsre Arbeiterfeste deutung einer solchen Aufgabe auch nur ganz bewußt find. So Fachzeitung nicht vertreten seien soll, während früher der Central mehr nach dem Rezept des Goetheschen Theaterdirektors zugeschnitten: tönnte man ja sehr wohl ohne allzu große Erhöhung der Kosten bei borstand nichts gegen eine derartige Teilnahme einzuwenden gehabt „ Ich sag Euch, gebt nur mehr und immer, immer mehr, so tönnt einem erheblich fleineren Brogramm die Ausführung der habe. Ein früheres Mitglied der Breßkommission, der gleichzeitig mußte wegen rückständiger Ihr Euch vom Ziele nie verirren. Sucht nur die Menschen zu ber- einzelnen Nummern fünstlerisch auf ein bedeutend höheres Niveau Beisiger im Centralvorstand war, wurde sofort wieder wirren, sie zu befriedigen ist schwer." heben. Auch fänden sich, wenn nur überall eine mit fünstlerischen Beiträge ausgeschlossen werden. Dieser Nach dieser Vorschrift stürmen auf unsern Festen Reden, Gesang Streifen vertraute Persönlichkeit an der Spize solcher Unternehmungen Mitglied, und bei der Wahl für diese beiden vakant gewordenen und Quartett, Gedichte und Theaterstücke in bunter Folge auf die stände, gewiß oft hervorragende Kräfte, die aus reinem Intereffe Boften habe der Centralvorstand sich bemüßigt gefühlt, für diese Hörer ein, nicht, um ihren Geist ein paar Stunden lang von der Qual an einer derartigen Wirksamkeit sich gegen geringe Bergütung oder Berson Propaganda zu machen. Außerdem wolle der Centralvorstand bestimmen, daß die Ergänzungswahlen zum Centralvorstand in den Ses Alltags zu befreien, sie in reine, tünstlerische Sphären zu heben, I ganz unentgeltlich zur Verfügung stellten. die • Berliner Ortsversammlungen en bloc vorzunehmen seien und die unterstügung verweigert. Diese Streitigkeiten haben dazu Veranlassung| Beiträge und Unterstützung befaßten, nahmen das Intereffe Berteilung auf die einzelnen Bosten innerhalb des Centralvorstandes gegeben, daß 6 Mann der Berliner Ortsleitung ihre Aemter nieder am meisten in Anspruch. Gegen eine Erhöhung der Beiträge wurde selbst geregelt werde. Bezüglich der Wahl Leidners in den Central- legten, es sei dies ein unhaltbarer Zustand. Referent glaubt nachgewiesen ins Feld geführt, daß dies jegt in Aubetracht der wirtschaftlichen vorstand hätte derselbe sich sofort und schon bei dem Vorschlag des zu haben, daß der Antrag auf Einberufung der außerordentlichen| Krise eine Unmöglichkeit fei. Das Für und Wider wurde nach allen selben gegen eine eventuelle Wahl wenden müssen; Kollege Siewert Generalversammlung nötig gewesen sei. Als Korreferent sprach der Seiten hin erwogen, wobei auch der Vertreter der Generalfommission habe aber ausdrücklich gesagt, dies ginge ihn nichts an. Verbandsvorsitzende Kollege Brüder. Er ging auf alle einzelnen sich an der Debatte beteiligte, für Erhöhung der Beiträge plädierend. Nachdem jedoch die Wahl perfekt geworden. habe der Punkte ein und brachte Belege dafür vor, daß, wie er glaubt, der Das Resultat der Abstimmung war, daß der Antrag auf Erhöhung Centralvorstand die Erklärung abgegeben, daß er es nicht Centralvorstand dem Urteil der Delegierten ruhig die Entscheidung der Beiträge mit 13 gegen 12 Stimmen abgelehnt wurde. mit seiner Ehre vereinbaren könne, mit diesem Kollegen überlassen könne, ob er seine Schuldigkeit gethan habe oder nicht. Die Versammlung nahm alsdann noch eine Resolution gegen zusammen zu arbeiten, er könne dessen Wahl in den Centralvorstand In der Diskussion sprachen sich fast alle Provinzdelegierten gegen die geplante Erhöhung der Lebensmittelpreise an. nicht anerkennen und ersuchte die Kontrollkommission, in diefem die Ausführungen Thurows aus und wurde mit 19 gegen Ais Delegierter zu dem im nächsten Jahre stattfindenden Streitfall ihren Entscheid zu geben. Das Urteil fiel au Ungunsten 5 Stimmen eine Resolution angenommen, welche die Be- 4. Deutschen Gewerkschaftskongreß wurde der 1. Verbandsvorsitzende des Centralvorstandes aus; die Begründung lautete, 2. fei Mitglied gründung für Einberufung einer außerordentlichen General- gewählt. Beschlossen wurde, die nächste Generalversammlung in des Verbandes und es gäbe nur gleichberechtigte Mitglieder, es sei versammlung verwirft. Söln abzuhalten. Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: daher statutarisch kein Grund vorhanden, seine Wahl zu beanstanden. Zur Preise führte der Redacteur der Fachzeitung, Gut- Als 1. Verbandsvorsitzender wurde gewählt mit 21 Stimmen Emil Troy alledem habe dann der Centralvorstand ganz ruhig mit 2. schmidt, aus, daß es unbedingt nötig sei, dieselbe öfter als bis- Brückner- Berlin; als 1. Kassierer Karl Siewert Berlin; demweitergearbeitet und seinen Bosten nicht niedergelegt. Auch die Ber- her und zwar alle acht Tage erscheinen zu lassen. Redner verwies nach bleibt der Siz des Verbandes in Berlin, entgegen den Wünschen der liner Agitationstommission habe sich sehr zu beklagen; sie habe sich auf die den Delegierten vorliegende Breßlaltulation, nach der dies Berliner Opposition. Der Siz der Kontrollkommission bleibt in an den Centralvorstand gewandt, weil sie 50 M. gebrauche. Dieses möglich sei. Eine Abstimmung über die Anträge und Resolution, Stuttgart. Die Wahl des Redacteurs wird der Berliner Filiale Ersuchen sei aber glatt abgelehnt, denn der Centralvorstand so weit sie die Fachpresse betreffen, mußte zurückgestellt werden, bis überlassen. Laut Beschluß tritt das neue Statut mit dem 1. April als solcher habe init der Berliner Agitationskommission die Auträge auf Erhöhung der Verbandsbeiträge Erledigung ge- 1902 in Kraft. direkt nichts zu thun, sie solle sich vielmehr an den Berliner Orts- funden. Das Resultat für das Preisausschreiben für ein Verbandsplakat vorstand wenden. Die Agitationskommission habe dies aber nicht Sodann folgte die Berichterstattung über den Central wird sodann bekanntgegeben. Der 1. und 2. Preis wurden zu gethan und konfequenterweise ihre Aemter niedergelegt. Den Streit arbeitsnachweis, die wiederum zu einer fehr weitgehenden fammengelegt und zu gleichen Teilen zugesprochen: Mar Maier, bei der Firma Fismer habe der Centralvorstand mit lebergehung Diskussion Veranlaffung gab. Ein Antrag, die lokalen Arbeits- Graveur, Köln, und Rudolf Lindner, Ciseleur, Gmünd; den der Berliner Ortsleitung gutgeheißen. Als der Streik dann beendet, nachweise aufzuheben, wurde abgelehnt, dagegen eine die Bedeutung 3. Preis erhält Walter Heß, Graveur, Köln; den 4. Preis Benede, habe er nach einiger Zeit die über dieses Geschäft verhängte Sperre und den Wert eines guten Arbeitsnachweises behandelnde Resolution Graveur, Magdeburg. ebenso selbstherrlich aufgehoben entgegen der Meinung der Berliner angenommen. Nach einem Schlußwort des ersten Verbandsvorsitzenden wurde Filiale. Zwei gemaßregelten Kollegen habe er die Maßregelungs- Diejenigen Anträge, welche sich mit einer Erhöhung der die Generalversammlung geschlossen. Metzners Korbwaren- Fabrik Rote Lose Das beste Genussmittel für den Mager II. Geschäft: Brunnenstr. 95 Puppenwagen, Leiterwagen, III. Geschäft: Benffelstr. 67. IV. Gefch.: Leipzigerit.54/ 55 Sportswagen, V. Geschäft: Stralauerstr.19 Kinderstühle. 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Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin. 25,00, 36,00-75,00 r. 281. 18. Jahrgang. 5. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 1. Dezember 1901. Die nene ,, Verordnung betr. den Verkehr mit Arzneimitteln. Deshalb erscheint auch die Forderung durchaus berechtigt, daß Apothekenboykott" das wird ja intereſſieren ist diese Ein" 1 " " " immer größerem Umfange fich geprüfte Apotheker finden, denen schon immer vermutete, daß sie bei der Erneuerung der Verordnung 1111r die Mittel zum Kauf einer Apothekenkonzession fehlen. unter die verbotenen Mittel eingereiht würden. Für den Berliner die Nechte der Droguisten so weit ausgedehnt werden, als dies ohne schränkung der Zahl der erlaubten Mittel so gut wie bedeutungslos. jedes Bedenken für die Bolksgesundheit geschehen kann. Die neue Aus dem Verzeichnis der für den Droguenhandel freigegebenen Mittel, Verordnung" thut dies nicht, und wohl deshalb nicht, weil man durch welches die Centralfommission in dem sogenannten schwarzen Buch Erweiterung der Droguistenrechte zum erheblichen Teile die heutigen gegeben hat, brauchen, soweit wir es übersehen, im ganzen nur Apothekenwverte" entivertet hätte. So opferte man denn lieber, wie neun Mittel herausgestrichen zu werden, die ohnehin leine oder nur das ja auch sonst des Landes Brauch ist, den Vermögensinteressen eine ganz geringe Bedeutung hatten. Dieser Verlust wird aber der Großkapitalisten, welche im Apothekergewerbe auf Kosten ihrer reichlich aufgewogen durch die oben stizzierten Erweiterungen der Angestellten und des ganzen Boltes Mehrwert produzieren, nicht Droguistenrechte. allein den Anspruch des Volfes auf Deckung seines Arzneibedarfs zu Alles in allem stellt also die Verordnung eine Halbheit mäßigem. Preise, sondern auch die Lebensintereffen jener fleinen schlimmster Art dar. Die Schen vor einer Schädigung des Krämer, die sich im Droguenladen mühsam ihr färglich Brot verdienen. Apothekenkapitals hat dazu geführt, daß man die Beschränkungen Was die Verordnung" an Erweiterung der Rechte der Droguisten des Droguistenhandels in einem Umfange aufrecht erhält, wie es bietet, ist kaum der Nede wert. Durch eine neue Begriffsbestimmung durch Rücksichten auf die Voltsgesundheit nicht gerechtfertigt wird. des Wortes Heilmittel"(= Mittel zur Beseitigung oder Linderung In dieser Beziehung wird nicht eher Wandel geschaffen werden, bis von Krankheiten bei Menschen und Tieren) werden entgültig fich nicht endlich die Konsumenten und deren Organisationen, die alle Mittel zur Stärkung der Gesundheit, beziehungsweise zur Ver- Krankenkassen, ermannen und ihrerseits auf Erweiterung der hütung und Vorbeugung von Krankheiten freigegeben. Auch als Droguistenrechte zwecks Verbilligung des Arzneiverbrauchs dringen. Heilmittel" freigegeben werden mit umwesentlichen Ausnahmen Die Anfänge dazu sind ja bereits auf dem Stuttgarter Krankendie Desinfektions-, Hühnerangen- und fosmetischen Schönheitsmittel. taffentage gemacht worden, es wird aber Zeit, in dieser Richtung Endlich hat die Liste der Mittel, welche ausnahmsweise dem freien Ver- energisch fortzufahren. fehr überlassen sind, eine geringe Bereicherung erfahren, allerdings teilweise um recht gebräuchliche Handverkaufsmittel, wie Bleiwasser, Kaltwasser, Kaltwasser mit Leinöl u. a. m. Aus der Frauenbewegung. Proletarierinnen! Für die Errichtung von Apotheken und den Verkauf von Arzneimitteln gilt bekanntlich die Gewerbefreiheit nicht. Selbst derjenige, welcher im geordneten Studiengange die für den Apothekerberuf notwendigen Kenntnisse erivorben und sie im staatlichen Examen nachgewiesen hat, darf darum nicht eine Apotheke errichten oder uneingeschränkt mit Arzneimitteln handeln, wenn er nicht vom Staate eine Apothekentonzession" erhält oder eine solche von einem glücklichen Besiger fäuflich erwirbt. Die Apotheken stellen somit ein höchft ertragreiches Monopol dar, welches nur insofern etwas eingeschränkt ist, als nach der Gewerbe- Ordnung durch kaiserliche Verordnung bestimmt wird, welche Apothekerwaren dem freien Verkehr| zu überlassen sind." Darauf beruht also gewissermaßen die Existenzmöglichkeit für die Konkurrenten der Apotheker, die Droguisten. Die Neuordnung dieser Verhältnisse durch die„ Kaiserliche Verordnung betr. den Verkehr mit Arzneimittelu" vom 22. Oktober 1901 geht daher in erster Linie die Apotheker und die Droguisten an. Aber auch für die ganze Bevölkerung und insbesondere für die unbemittelten Schichten ist die Regelung des Arzneihandels von der größten Bedeutung. Denn unter der gegenwärtig bestehenden privaten Monopolwirtschaft im Apothekergewerbe" leiden nicht nur die Droguisten, sondern auch die großen Waffen der Bevölkerung. Zwar segt eine staatliche Arzneitage" der Ausbeutung des Publikums eine obere Grenze, aber auf die Gestaltung dieser Dagegen bleiben nach wie vor eine Reihe der gebräuchlichsten Tage haben die Verbraucher gar feinen, die Apotheker selbst einen sehr Handverkaufsartikel, die aus Gemischen mehrerer Arzneistoffe be- Eben rüstet sich der Reichstag, die neue Zollvorlage zu beraten, weitgehenden Einfluß. Und so wird gerade dadurch jene Ausbeutung stehen wie Brustpulver, Brustthee, Zinksalbe u. a. m. dem die, wie Ihr Alle wißt, die wichtigsten Boltsnahrungsmittel, vor des Volkes, die man mit Fug und Recht als„ Arzneiwucher" freien Verkehr entzogen, obwohl bei der gänzlichen Unschädlichkeit allem die Hauptnahrung der Arbeiterfamilie, das Brot, in bisher vei auch als staatlich fonzessionierten bezeichnet hat, dieser Mittel gesundheitliche Bedenken gegen die Freigabe durchaus unerhörtem Maße durch neue Zölle belasten will. Den Landjunkern jene Gewinnanfchläge bont 150 Broz. und darüber usw. nicht obwalten. Hier waren also ausschließlich die Erwerbsinteressen zu Gefallen soll die ganze übrige Bevölkerung, foll in erster Reihe ermöglicht. Allein die Existenz des Droguistenstandes hält der Apotheker maßgebend. bas Proletariat neue ungeheure Opfer bringen; ihnen zu Gefallen die Apotheker davon ab, den Bogen allzu straff zu spannen. Ganz besonders bezeichnend für die Verordnung" ist aber soll die Arbeiterschaft ihre ohnehin dürftige Lebenshaltung noch um Auch das Publikum muß daher wünschen, daß die Rechte der folgendes: Ein Gesetz und die" Berordnung" hat ja Gesetzes- einige Stufen hinunterdrücken. Und das jetzt, wo wir mitten in Droguisten erweitert werden. Zwischen Droguisten und Bevölkerung, charakter muß in allererster Linie tlar und möglichst ein- einer wirtschaftlichen Strife stehen, die schon heute tausende vou insbesondere deren minderbemittelten Schichten, besteht also eine deutig fein. Deshalb wird bei jeder Auffrischung eines Familienbätern zur Arbeitslosigkeit verurteilt, die das Schreckgespenst Interessengemeinschaft, die sich gerade dann am deutlichsten zeigt, Gesetzes besonders auch darauf zu achten sein, inwieweit etwa des Mangels und der Not für weitere Tausende heraufwenn den staatlichen Organisationen der Unbemittelten, den Kranken- bisher der Wortlaut des alten Gefeßes zu Zweifeln und Streitig beschwören kann. Proletarierinnen! Wir Frauen haben nicht das kaffeit, endlich einmal die Geduld reißt und sie zum Kampfe wider feiten Anlaß gegeben hat; dies erweist sich namentlich dann als Recht, im direkten politischen Kampf. Seite an Seite mit dem Manne den Arzneiwucher" rüsten. Stets varen dann die Droguisten die notwendig, wenn, wie hier, nicht eine einheitliche oberste Gerichts- unsrer Klasse, uns der drohenden Gefahr zu erwehren, wir Frauen, natürlichen Bundesgenossen, so bei dem 1/ 2jährigen Stampfe der instanz schließlich wenigstens eine allgemein maßgebende Recht die uns der vorgeschlagene Wucherzoll als Arbeiterinnen wie als Kölner Krankenkassen, so jest in Berlin beim„ Apothekenboykott". fprechung schafft, sondern jeder Staat, ja jede Provinz ihr besonderes Hausfrauen am schwersten und härtesten treffen würde, wir können Nun behaupten allerdings die Verteidiger der Apotbetervorrechte, Obergericht hat. Das führt zu einer bedauerlichen Rechtsunsicherheit, nicht durch die Ausübung des Wahlrechts unsren Einfluß geltend daß die Privilegien deshalb erforderlich seien, weil nur dadurch eine welche der Gesetzgeber vor allem vermeiden sollte. Nun haben that- machen, um die Annahme eines so verderblichen Gesetzes zu ver= besondere Zuverlässigkeit des Standes gewährleistet werden könne. sächlich z. B. verschiedene Oberlandesgerichte Preußens, die alle in hüten: aber auch uns steht es offen, immer wieder öffentlich Gerade aber die heute vorhandenen ungesunden Verhältnisse stellen diesen Fragen in letter Instanz entscheiden, darüber verschieden ge- Proteft zu erheben gegen eine neue Belastung unsrer spärlichen Eindiese besondere Zuverlässigkeit sehr in Frage. urteilt, ob bestimmte Mittel wie z. B. Bleieffig', effig- nahmen, um dadurch das Gewissen der Herrschenden und der GesetzDie freie Verkäuflichkeit der bestehenden Monopole hat zum faure Thonerde 11. a. 117. freigegeben find oder nicht. gebung zu schärfen und aufzurütteln. " Apothekenschacher" das Wort stammt von einem preußischen Hier Rechtsgleichheit und Rechtssicherheit zu schaffen, war in erster Noch einmal vor Beratung der Zollvorlage im Reichstage wird Minister zu einer wahnsinnigen Preistreiberei und damit zu Linie eine Aufgabe bei Nenabfaffung der Verordnung. Aber um deshalb unsre Genoffin Klara Bettin hier in öffentlicher Vereiner starken Ueberschuldung vieler Apothekenbefizer geführt, und die diese Aufgabe haben sich die Verfasser geradezu herumgedrückt. Kein sammlung unsern Standpunkt, den Standpunkt der Arbeiterin und moralischen Folgen dieser wirtschaftlichen Ursachen find nicht aus Wort, feine Silbe giebt Auskunft darüber, ob diese Mittel fünftig der proletarischen Hausfrau, zum Ausdruck bringen. geblieben. So manche Vorkommmisse aus älterer und neuerer Zeit verboten oder freigegeben sein sollen, und so wird auf diesem GeIvir erinnern an die Erfahrungen der Homöopathen mit biete die alte Rechtsunsicherheit weiter herrschen. Berliner Apothekern, an die Anfertigung der gefälschten Morphiumrezepte, und eine Reihe von Vorkommnissen gerade aus der Boykottzeit - haben den Glauben daran stark erschüttert, daß wirklich noch Surchweg eine besondere Gewähr für die exakte Handhabung des Arzneimittelhandels in den Apotheken besteht. Im Gegensatz hierzu gewinnen die Droguisten in steigendem Maße das Vertrauen des Publikums, zumal unter denselben in " Demgegenüber erscheint es verhältnismäßig geringfügig, daß auch eine fleine Anzahl solcher Mittel, die bisher freigegeben waren, fünftig den Apothekern vorbehalten bleiben sollen. Zum sehr erheblichen Teile handelt es sich dabei un Fabrikate der chemischen Großindustrie, die nach dem Jahre 1890 in welchem die bisher geltende Verordnung erlaffen wurde erst in den Verkehr gebracht worden sind und deshalb bisher frei waren, von denen man aber Genoffinnen Berlins! Beweist durch pünktlichen und zahlreichen Besuch dieser Versammlung, daß Ihr Euch flar seid über die tiefe Schädigung, die die Annahme der Zollvorlage für Euch im Gefolge hätte, beweist, daß Ihr nicht gewillt seid, gleichmütig alles über Euch ergehen zu lassen, sondern daß auch Ihr Euch Eurer Rechte bewußt seid und entschlossen und kraftvoll Eure Intereffen zu wahren gedenkt.! Die Verfanimlung findet Donnerstag, den 5. Dezember, bei Keller, Koppenstr. 29, statt. Die Vertrauensperson. Warenhaus A.Wertheim Montag, Dienstag, Mittwoch: Rosenthalerstr. 27-29. Leipzigerstr. 182-135( Versand- Abteilung). Oranienstr. 52-55. Extra- Preise für Vuppen und Spielwaren Puppen Ungekleidet mit Schlafaugen 9.9 85 Pf. mit Schuhen, 42, 65, 85 Pf. Strümpfen, Hut Papa u. Mama 85 Pf. u. 1.40 Mk. rufend Lederpuppe mit Kopf 38 Pf 99 mit Kopf u. Schlafaugen 85 Pf. u. 1.35 Mk. Gekleidet 42, 55, 70, 85, 95 Pf. 1.10 u. 2.60 Mk. weiss m. wollener Jacke 2.85 Mk. Wollpuppen u. Wolltiere 40 Pf. 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Sophienstr. 34: 245/18 Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wofür kämpft die Socialdemokratie. Referent Genosse Eduard Bernstein. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist unbedingte Pflicht. Der Vorstand. Gäste erwünscht. Deutscher Holzarbeiter Verband. Branche Korbmacher. Montag, den 2. Dezember cr., abends 7 Uhr, im Lokale des Serru Handke, Lichtenberg, Dorfftr. 2: napra Kommissions- Sitzung. Sämtliche Arbeiter in der Grünbranche sind hierzu eingeladen. Der Einberufer. Achtung, Parkettbodenleger! Dienstag, den 3. Dezember, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 5: Kommiffions- Sigung mit Vertrauenstenten. Alle Firmen müssen vertreten sein. Der Obmann. Dienstag, den 3. Dezember, abends 8, Uhr: Branchenversammlung der Kammmacher und aller in der Gelluloidhaarschmuckbranche besch. Arbeiter n. Arbeiterinnen in Bühlers Königs- Sälen, Neue Königstr. 26. Tages Ordnung: 1. Die Situation des Streits bei der Firma Gerson. Ref.: Kollege Matthes. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Kollegen! Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ist es Ehrenpflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 128/13 Die Kommiffion. Central- Verband der Handels-, General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Borstandes und der Revisoren. 2. Neuwahl des Vorstandes und der Revisoren. 3. Vortrag des Genoffen Dr. Friedeberg. 4. Diskussion. *** Um zahlreichen Besuch ersucht Mitgliedsbuch legitimiert. 266/17 Der Vorstand. Für den Weihnachts- Einkauf offeriert beispiellos billig Berlins Special- Haus: Achtung! 6. Kreis( Moabit). Achtung! iastes Montag, den 2. Dezember, abends 8 Uhr: Volksversammlung 220/ 13* in Peters Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. Tages Ordnung: = 1. Der Kampf gegen den Brotwucher und die Reaktion. Referent: Reichstags- Abgeordneter Georg Ledebour. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. J. Pfarr, Vertrauensmann des 6. Wahlkreises( Moabit). Teppiche Prachtstücke in Brüssel, Axminster, Perser, Velour, Tapestry, Block, Velvet und handgeknüpft Smyrna. Sofa- Grösse à 5, 8, 10, 15-40 M. Salon- Grösse 10,15,20, 30-150 ,, Saal- Grösse à 30,45,60,75-500 ,, Wundervolle Neuheiten! Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Zischdecken! Berlins und Umgegend. Dienstag, den 3. Dezbr., abends 8 Uhr, in den ,, Borussia- Sälen", Ackerstr. 6/7: Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Menderung des Vereinsstatuts. 2. Regelung der Beiträge zum Streiffonds. 3. Verſchiedenes. 1. Beratung event. Beschlußfaffung über Anträge des Vorstandes betreffs Ohne Mitgliedsbuch kein Einlass! Bahlreichen Besuch erwartet [ 130/11] Schöneberg. Der Vorstand. Ziehung am 13. December 1901 im Kaiserhof in Berlin, Montag, den 2. Dezember, abends 8 Uhr, im ,, Klubhaus", Berliner PferdeHauptstraße Nr. 5/6: Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands. Volks- Versammlung Bureaun. Arbeitsnachweis Gewerkschaftshaus, Engelufer15, II. Zimmer 16. Telephon: Amt 7. 3348. Dienstag, den 3. Dezember, abends 9 Uhr: Fortsetzung der III. ordentlichen Tages Ordnung: 1. Kommunal- Politit. Referent: Fr. Zubeil. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten im 4. und 8. Bezirk. Ginem zahlreichen Besuch, besonders der Wähler aus dem 4. und 8. Bezirt, sieht entgegen 204/3 Lotterie. 3333 Gewinne, Gesammtwerth 100 000. Das socialdemokratische Wahlkomitee. 1 Gew. 10000 10000 zu = = General- Versammlung Musikinstrumenten- Arbeiter.$ 500-$ 500 in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20. M Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Beschlußfassung über den Antrag der Rebiforen auf Decharge Erteilung für den Kassierer. 3. Arbeitsnachweis- Bericht. 4. Anträge und Geschäftliches. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Mitglieder dürfen nicht länger als 10 Wochen mit ihren Beiträgen im Rückstande sein. Beiträge können dort gezahlt werden. Wir bitten die Mitglieder, genau auf das Lokal in diefer Annonce achten zu wollen, weil irrtümlich im„ Kourier" ein anbres genannt wurde. Ferner geben wir bekannt, daß am 67/15 Sonntag, den 8. Dezember, nachmittags 6 1hr, 2 Versammlungen stattfinden. Für Schöneberg u. Westen bei Obst, Meiningerstr. 8. Für Nigdorf bei Mercier, Steinmezstr. 113. Nach den Bersammlungen: Geselliges Beisammensein mit Zanz. Wir bitten, daß sich die Mitglieder rege an dem Besuch der Versamm: lungen beteiligen. Die Ortsverwaltung. Berliner Konsumverein. General- Derlammlung ( Haupt Versammlung) am Sonntag, den 8. Dezember 1901, nachmittags präc. 2 Uhr. im Gewerkschaftshanse( großer Saal), Engelufer 15. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes und Geschäftsführers. 2. Vorlegung der Bilanz und Bericht des Aufsichtsrats. 3. Beschlußfassung über Bilanz und Gewinnverteilung. 4. Bericht der Statuten- Revisions tommission. Dazu 3 Anträge. 5. Anträge: a) Rautionsfrage der Lager: halter. b) Antrag der Abt. Often. c) Andre bis zum 24. November beim Vorstand eingelaufene Anträge. 6 Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen Mitgliedsbuch oder Mitgliedstarte legitimiert. Verkaufsstellen: Michaelskirchplak Der Vorstand. Fachverein. Montag, den 2. Dezember 1901, abends 8 Uhr, bei Graumann, Naunynftr. 27: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1 zu = 1 zu 5000= 5000 4000 4000 = 3000 3000 1 zu 客觀 2. za 2500 1. Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über Bertrümmerte Götter". 2. Diskussion. 3. Der Streit bei Bell& Co. 4. Vereinsangelegenheiten. 3 zu Mittwoch, 25. Dezember( 1. Weihnachts- Feiertag), nachm. 4 Uhr: Urania- Vorstellung. = 5000 == 7200 2400 2000-16000 3000 Vortieren! Gardinen! Steppdecken! Schlaf- u. Reisedecken, Fellteppiche, Bettvorlagen etc. 1 Partie hochelegante echte Plüsch- Tischdecken mit wundervoller Stickerei und ganz geringen Webfehlern so lange der Vorrat reicht bisher Stück 10, M.( M. 18,00) Pracht- Katalog ( mit ca. 450 Illustrationen) sowie Extra- Liste für hervorrag. billige Weihnachts- Präsente gratis und franco. Emil Lefèvre Berlin S. Oranienstr. 158. Empfehle frühzeitigen 200-6400 Weihnachts- Einkauf, 8 zu 20 12 zu 250 = Billets find noch beim Staffierer Hensel zu haben. 32 za Der Vorstand. 40 ZU 110 20 20 100 20 = = 142/12 Centralverband der Maurer 2.020 Zahlstellen Berlins und Umgegend. Dienstag, den 3. Dezember 1901, abends 8 Uhr: 4 Mitglieder- Versammlungen: Fitr Charlottenburg im Lokale des Herrn Bauer, Berlinerstr. 88: Für Berlin Süden im Zotal des Herrn Ewald, Schönleinstraße 6. 1546 Für Schöneberg im Klubhaus, Hauptstraße 5-6. Für Oranienb. Vorstadt im Pokal des Herrn Schmidt, Gartenftr. 13. Mittwoch, den 4. Dezember 1901, abends 8 Uhr: 2 Mitglieder- Versammlungen: Für Süd- Ost im Sotal des Herrn Krüger, Naunynstr. 6. Für Ost im Lokal des Herrn Stechert, Andreasstr. 21. über die Haustaffierung und das Ortsstatut für den Zweigverein Berlin Tagesordnung in allen Versammlungen: Diskussion und Beschlußfaffung und Umgegend. Um regen Besuch bittet Die Verbandsleitung. 2. Strantſtr. 7.4, 5. Rostoderstr. 2. Generalversammlung| Generalversammlung 3. Petersburgerstr. 4a. 4. Beusselstr. 56. 6. Emdenerstr. 45. 7. Rummelsburg: Türrschmidtstr. 6. 8. Berlin- Stralau: Stralauer- Allee 17F. 9. Friedrichsberg- Lichtenberg: Frunkfurter Chaussee 48/49. 10. Mainzerstr. 4. Verkaufszeit: 8 bis 1 Uhr und 3-8 Uhr( Sonnabends bis 9 Uhr.) Sonntags geschloffen. Eintrittsgeld: 20 Pf. Geschäftsantett: 10 m. 268/6 Konkurs- Massen- Ausverkauf. Die Lagerbestände der Paul Petersohnschen Konkurs masse als: Bronze, Galanterie und Lederwaren werden täglich bon 9-1 und 3-7 Uhr Klosterstr. 1-2, 1. 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Ofenseger- Innung ( 3wangsinnung) ( Zwangsinnung) = für Innungs Mitglieder nach für Kaffen Mitglieder des § 29 des Kaffenftatuts Kaffenstatuts am Freitag, den 13. Dezember, am Montag, den 16. Dezember, abends 5 Uhr, im Königstädt. abends 5 1hr, in Kellers Rafino", Holzmarktstr. 72. Feftfälen, Koppenstr. 29. Tagesordnung: Tagesordnung: des Kaffenstatuts. Wahl von 61 Delegierten nach§ 45 Wahl von 61 Delegierten nach§ 45 des Kaffenstatuts. 23566 Blaue Mitgliedskarte legitimiert. Emil Hoffmann, Julius Prillwitz, Schriftführer, 1. Kaffenvorsteher, SW. Seilnerft.10. N. Drontheimerft.5b. Stoffe, enthaltend 6 Mtr. doppeltbreit, Robe 2,10 Mt. Hellere Sommerstoffe von letter Saison, enthaltend 6 Mitr. doppeltbreit, Robe 2.65 Mt. Lodenstoffe, schwere Qualitäten, enthaltend 6 Mtr. doppeltbreit, Robe 2.90 Mt. Gestreifte Alpaccas für Haus: kleider, enthaltend 6 Mtr. doppeltbreit, Robe 2.85 Mt. Reinwollene Cheviots, auch schwarz, enthaltend 6 Mtr., Robe 2,90 Mt. 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