Nr. 284. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit tlluftrterter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poftbonnement: 1,10 Mart pr Monat. Eingetragen in der Poft- ZeitungsBreisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Rofonets zeile oder deren Raum 40 fg., für politische und gewerffchaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ..Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: * Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. " Grafenweisheit. # Donnerstag, den 5. Dezember 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. sich gehen. Nach der deutschen Reichsstatistik wurde der der großen Grundbefizer und zum Schaden der Masse der deutsche Konsum von Weizen in den Jahren 1894/ 95-1898/ 99 deutschen Konsumenten. Mais Seleie, Malzleime, Reisabfälle und Kartoffelpülpe Delfuchen 1890 1900 562 000 Tonnen 1 384 000 Tonnen 279 287 815 000 169.000 359 000 " zu und " Politische Mebersicht. al in h Berlin, den 4. Dezember Reichstag. Soll Der dritte Tag des Bollkampfes bot nicht die bedeutende Scene der vorhergehenden Tage. Die Debatte entbehrte größerer Spannungen und vergeblich wurde erwartet, daß der lange Möller, herausgefordert durch Richters gestrigen Spott, in seiner ersten Ministerrede sich vor dem Parlamente zeigen werde; die Regierung blieb stumm und überließ das Kampffeld den Rednern des Hauses. der Heilige. Man tennt des nationalliberalen Profeffors Wortschwalt, Zunächst sprach für die Mehrheit der Nationalliberalen Paasche, der Heilige. Man kennt des nationalliberalen Profeffors Wortschwall, zu 70 Proz., der Konsum von Roggen zu 92, Proz., der Aber doch einen weiteren Erfolg würden die Zu den konservativen Abgeordneten, die der agrarischen Konsum von Spelz vollständig durch die deutsche Produktion geplanten Bollmaßregeln haben: eine Förderung der Rechten des Reichstags als höchste Kapacitäten auf dem Ge- gedeckt. Nehmen wir an, daß trotz der raschen Zunahme der Verseuchung des deutschen Viehstandes. biete der Agrarökonomie gelten, gehört Graf v. Schwerin- deutschen Bevölkerung sich in den nächsten Jahren der Bedarf das Vieh gedeihen, bedarf es der Bewegung, der Weide und Löwitz, dem in der Montag- Sizung die Vertretung der nicht wesentlich vergrößern wird, so müßte die Anbaufläche des Grünfutters. Wird aber das Weideland und der Anbau agrarischen Stellungnahme zur Zolltarifvorlage zugefallen für Weizen un 43 Proz., für Roggen um 8 Proz. vergrößert von Futterpflanzen eingeschränkt, fo erhält die Stallfütterung war; und Graf v. Schwerin verdient diese Wertschätzung in werden. Da im Durchschnitt obiger fünf Jahre die Roggen- und die Verwendung fünstlicher" Futtermittel weiteren Vor jeder Hinsicht: er tann nach bewährtem Bundesrezept gar fläche 5 984 460, die Weizenfläche 1945 630 Heftar betragen schub. Was dabei herauskommt, zeigt die Statistik der Viehbeweglich über die Notlage der Landwirtschaft lamentieren, hat, ergiebt sich eine Vermehrung um rund 1315 000 hektar, seuchen und der Schlachthöfte. Zählte man doch in 1899 hat die Befähigung alle Augenblicke aufs neue ihren eine Zahl, die man aber, da das neuhinzugenommene Land an( für 1900 fehlt noch die Feststellung) nicht weniger als demnächstigen unvermeidlichen Bankrott สิน entdecken, Qualität dem jezt benutzten nachsteht, recht wohl auf 162657 Gehöfte, in denen die Maul- und Klauenfeuche und versteht famos mit mit Zahlen und Berechnungen 1 500 000 Hektar erhöhen kann. Um dieses Areal ausgebrochen war, und diese Gehöfte hatten 1 885 774 Rinder, umzuspringen. Zwar stellen seine rechnerischen Leistungen sich würde die Ackerweide und der Anbau von 1505 830 Schafe und 814 862 Schweine. Und ein ähnlich hinterher leicht als eitel Dunst heraus. In allgemeiner. Er Futterpflanzen abnehmen. schönes Ergebnis liefert die Statistit der Schlachthöfe von innerung dürfte noch seine im Anfang Juni dieses Jahres Ist eine solche durch den Brotzoll veranlaßte Ueber- Berlin, Bochum, Braunschweig, Bremen, Breslau, Chemnitz, als Vorsitzender des preußischen Landesökonomie Kollegiums tragung der Weizen- und Roggenproduktion auf wenig ge- Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Frankund zugleich des deutschen Landwirtschaftsrates an den Reichs- eigneten Boden und Abnahme des Futterpflanzen- Anbaues zu furt a. M., Freiberg, Görlig, Halle, Hamburg, Hannover, Tanzler gerichtete Eingabe sein, in der er den Ernte- Ausfall wünschen, liegt sie im wirklichen Interesse der Landwirtschaft? Karlsruhe, Kassel, Stiel, Köln, Königsberg, Strefeld, Leipzig, an Brotgetreide allein in Preußen auf 1 763 000 Tonnen und Schon bisher läßt sich ein stetig zunehmendes Mißverhältnis Liegniß, Lübeck, Magdeburg, Mannheim, Meh, München, den daraus sich ergebenden Verlust der preußischen Landwirte zwischen dem Viehstand und der Futtermittelproduktion nach- Nürnberg, Plauen, Potsdam, Spandau, Stettin, Straßburg auf über 286 Millionen Mark bezifferte: eine Berechnung, weisen. Während, wie wir erst fürzlich zeigten, die Vieh- und Zwickau. Insgesamt wurden von diesen Schlachthöfen die feitdem so völlig ad absurdum geführt ist, daß sie heute haltung zugenommen hat und eine steigende Bedeutung für wegen Krankheiten rund 159000 Rinder und 160000 das Gespött herausfordert. Doch diese Angewohnheit, den landwirtschaftlichen Haushalt erlangt, ist die Erzeugung Schweine verworfen, und von diesen Tieren waren in ganzen sich zu verrechnen, vermag seine autoritive Stellung von Klee, Luzerne, Esparsette, Wiesenheu 2c. zurückgegangen, 129 000 tuberkulös. in der Agrarier Augen selbstverständlich nicht zu und dementsprechend hat die Zufuhr fremder Futtermittel, erschüttern, eine starke Dosis unablässig den landwirtschaft- speziell der sogenannten Kraftfuttermittel, zugenommen. Zieht d lichen Bankrott voraussehender Elends- Phantasie gehört eben man von der Einfuhr die Ausfuhr ab, so erhält man als zu den notwendigsten Requisiten agrarischer Sachverständigkeit. Bezug vom Auslande, den die deutsche Landwirtschaft zur Am Montag fam diese rechnerische Befähigung in der Aufrechterhaltung ihrer Viehhaltung zuzufaufen genötigt war, gräflichen Argumentation taum zum Ausdruck, in ermüdender folgende Mengen: Breite wiederholte er die allbekannten Ausführungen der Deutschen Tageszeitung", der Kreuz- Zeitung" und andrer Blätter gleicher Richtung; nur eine Stelle fordert zur Eutgegnung heraus: seine Ausführungen darüber, daß Deutschland seinen Bedarf an Getreide, besonders an Weizen, Spelz und Roggen selbst produzieren könne, wenn die Preise durch Im letzten Jahr betrug allein für diese hiergenannten Zölle erhöht würden. Einerseits, meinte er, könne dies da- Futtermittel die Ausgabe 247 Millionen Wart, und neben durch geschehen, daß die Verwendung von Brot ihnen kommt die zunehmende Einfuhr von Futtergerste, dessen überreich plätschender Erguß im ungekehrten Verhältnis steht getreide für Futterzwede eingeschränkt Hafer 2c. in Ansatz. werde, andrerseits durch Steigerung der Produktion, durch Nun aber vermessen sich die Agrarier nicht nur, den zum Gehalt seiner Rede. Die gleichmäßige Eintönigkeit der langen Vermehrung der Anbaufläche innerhalb der Bedarf Deutschlands an Brotgetreide, sondern auch an Fleisch Paascheschen Rede entleerte das Haus bedeutend und unter den gegebenen Aderfläche. Große Teile dieses Acker- selbst decken zu können und verlangen zu diesem Zweck eine Zurückbleibenden war manch einer zu bemerken, der schwer gegen die landes würden nämlich mit Futtermitteln bebaut oder lägen enorme Erhöhung der Viehzölle. Gesetzt das Erstrebte gelänge, Müdigkeit der Mittagsstunde kämpfte; man darf es dem Fürsten brach, weil der Getreidebau auf ihnen sich nicht lohne. Auch der Anbau von Weizen und Roggen nähme auf Stoften des Hohenlohe, dem Sohne des verstorbenen Stanglers, gewiß nicht verdie Nutzbarmachung mancher Dedländereien ließe sich dann Anbaues der Futtermittel weiter ebenso der argen, wenn er von dem Murmeln des Paascheschen Rotbuchs alldurchführen. Weiter heißt es in seiner Rede: Viehstand, was würde die Folge sein? Deutschland gemach, oder unwiderstehlich in gefunden Schlummer versant. Der Inhalt Ich behaupte, daß von diesen vier Faktoren jeder einzelne vermöchte dann zwar sein Brotgetreide selbst zu erzeugen, Startellierungspolitik und des agrarischen Brotwuchers. Herr Paasche, der nationalliberalen Rede bedeutet die Lobpreisung der industriellen unbedingt ausreicht, schon heute die Getreideeinfuhr überflüssig zu wäre aber, was seine Viehhaltung anmachen. Unjre Landwirtschaft ist auch für lange, lange Zeit noch betrifft, um so abhängiger von der Zufuhr ist, ist darin ein Charakter sonder Mangel, daß die Bereicherung der der in der Drehscheibenpartei der Mann der meisten Gesinnungen im stande, das erforderliche Getreide zu erzeugen. Prof. Delbrück fremder Futtermittel, und die Entziehung dieser Großindustrie und des Grundbefizes die Grundlage des Staatswohles sprach seine Ueberzeugung dahin aus, daß sie hierzu im staude Bufuhr, jedes Ausbleiben oder jede Verminderung derselben fei, auch wenn sich die Bevölkerung Deutschlands im nächsten würde sofort aufs schwerste seine Viehhaltung treffen, und bildet. Wie groß oder wie klein derjenige Teil der nationalliberalen ist, der Landwirtschaft den Anreiz zu geben, in Zukunft den zwar zunächst den kleineren Viehzucht freibenden Landmann, Partei ist, der nicht für den Wuchertarif eintreten will, hat Herr Getreidebedarf auf eignem Grund und Boden zu erzeugen. Es der wenig oder gar keine Futterpflanzen baut. Und während Paasche nicht verraten. Auch das Geheimnis hat er nicht verraten, wie die ift in Bezug auf die Volfsernährung eine überaus turzsichtige der Anbau von Brotgetreide ein über die ganze Erde ver- Frömmigkeit feines chriftlichen Herzens mit der Unchriftlichkeit des Politit, wegen des Vorteils einer im Augenblick etwas billigeren breiteter ist, der Ernte Ausfall des einen Landes deshalb Brouchers in einen Reim zu bringen sei. Ernährung des Volkes die Voltsernährung auf eignem Grund gewöhnlich durch die Mehrerzeugung eines andern Landes Gothein, der zweite Borsigende des Handelsvertrags- Vereins. Nach Herrn Paasche sprach für die freifinnige Vereinigung Herr und Boden zu gefährden, wie sie heute gefährdet erscheint." Es kann zugegeben werden, daß, wenn durch hohe Zölle Futtermitteln auf einige wenige bestimmte Länder angewiesen, bent Konservativen abgejagt hat, erivies fich in seiner ersten Rede ziemlich ausgeglichen wird, find wir betreffs des Bezugs von Dieser Abgeordnete, der erst fürzlich den Greifswalder Wahlkreis die Preise für Brotgetreide start in die Höhe getrieben deren Mindererzeugung sich sofort in fühlbarster Weise geltend vor dem Reichstag den Agrariern als ein Gegner, der ihnen noch würden, dies wahrscheinlich zu einer Einschränkung der Ver- machen würde. fütterung von Korn, speciell Roggen, und weiter zu einer Ausdehnung der Anbaufläche dieſer Getreidearten führen erhöhungen auf Brotgetreide und Vieh, sondern zum großen Rechte durch Zwischenrufe und Unruhe den Redner au stören, fie Und zweitens die Agrarier verlangen nicht nur Zoll- manche unangenehme Stunde bereiten mag. Bergeblich versuchte die würde; ob allerdings diese Ausdehnung eine so weitgehende Zeit auch auf Futtermittel, auf Mais, Futtergerſte, mußte die gründliche Abfertigung ihrer Schreibweise durch diesen sein würde, daß dadurch Deutschland in seinem Bedarf an Futterbohnen, Lupinen, Widen usw. Dadurch wird der brachte insbesondere den Beweis, daß die Zollerhöhungspolitik Sachkenner in zweistündiger Rede ertragen. Herr Gothein erBrotgetreide vom Auslande völlig unabhängig würde, ob Vorteil, der dem Landwirt durch die Viehzollerhöhungen zu selbst den Großgrundbesig nur auf furze Zeit Vorteile bringen ferner die Nutzbarmachung von Dedländereien eine so umfang gedacht ist, auf der andern Seite durch Verteuerung der tönne und die Industrie unmittelbar und schiver schädigen müsse; er reiche sein könnte, daß sie ernstlich in Betracht käme, ist eine Futtermittel wieder entzogen. Erhält er einerseits höhere höhnte die Konservativen, die sich als Mittelstandsretter anpreisen, andre Frage. Bisher hat die Acker- und Gartenlandfläche Breise für sein Vieh, so muß er andrerseits auch mehr aber durch den neuen Zolltarif die Kartellierung in der Industrie Deutschlands trotz der Einführung landwirtschaftlicher Zölle für dessen Aufzucht ausgeben. Die Folge würde in dem Jahre 1879 und ihrer bedeutenden Steigerung in fein 1885 und 1887 sich seit 1878, dem Jahre der ersten genaueren langten Gefeßestraft daß schon nach ein paar Jahren die und Agrarfendalismus dankte der Regierung für ihre Belehrung zum vorausgesetzt, die geplanten Zollerhöhungen er- treibhausmäßig finden und so den Mittelstand austilgen. statistischen Aufnahme, recht wenig bergrößert; sie betrug viehzüchtenden Landwirte neue Forderungen auf Verdoppelung 1878= 26,06, 1883= 26,17 und 1893= 26,24 Millionen und Verdreifachung der Vichzölle stellen würden mit der erhöhten Bollwucher, bedauert aber, daß dieser Bucher sich in zu Heftar. Was sich lediglich verändert hat, ist der Anteil der Begründung, die Viehpreise wären zwar gestiegen, aber nicht bolt er das abgestandene Geschwätz von der Unterstützung des Auslandes nichtmäßigen Grenzen halte. Unter dem Beifall der Tarifparteien wiederAnbaufläche der verschiedenen Gewächse an der Gesamt minder die Preise der Futtermittel, und im ganzen fämen fie der Gesamt- minder die Preise der Futtermittel, und im ganzen fämen sie bolt er das abgestandene Geschwätz von der Unterstützung des Auslandes Acker- und Gartenfläche; der Anbau von Getreide, Gemüse, jetzt noch weniger auf ihre Rechnung als vorher. In Wirk- durch die Zollerhöhungs- Gegner und schloß seine Ausführungen mit den Obst hat etwas zugenommen, die Anbaufläche für Handels- lichkeit wird natürlich weder der Anbau von Brotgetreide, tiefsinnigen Gedanken: Wer den Bauernstand vernichten will, untergewächse, die Brache und Ackerweide sind in der Ausdehnung noch die Viehhaltung dermaßen zunehmen, daß die deutsche gräbt Thron und Altar. zurückgegangen: Landwirtschaft in die Lage kommt, selbst den einheimischen falls auf die agrarische Seite schlug. Zum Schluß sprach der Pole K o mierowski, der sich gleichBedarf decken zu können, denn die vorgeschlagenen in 1000 ha in 1000 ha in 1000 ha a Bregeln heben sich in ihrer Wirkung Reformparteilers und eines Elsässers, dann soll die zweite Phalang Donnerstag endet die erste Folge der Redner mit der Rede eines Ein Anreiz zur Ausdehnung der gegenseitig auf. Getreideproduktion liegt selbstverständlich nur dann vor, aufmarschieren, an deren Spize Bebel steht. wenn die Getreidepreise steigen, die Futterpreise aber abnehmen oder stehen bleiben; steigen sie jedoch in gleichem Maße, fällt der Antrieb fort, den Anbau von Futterpflanzen 473 zu Gunsten des Getreidebaus wesentlich zu beschränken. Und In derselben Richtung würden sich auch die Anbau- gleicherweise bietet die Steigerung der Viehpreise keinen flächen weiter gegen einander verschieben, wenn durch den Anlaß zu vermehrter Viehhaltung, wenn zugleich durch VerDer Schriftsteller Hermann Bauer. früher Redacteur der Anreiz hoher Preise für Weizen, Spelz und Roggen eine teurung der Futtermittel die Aufzucht verteuert wird. Und centrumsagrarischen" Rheinischen Volksstimme", jetziger Herausgeber der Social- und agrar politischen Korrespondenz" in Bom, batte Vergrößerung des Anbaues dieser Getreidearten erzielt würde. so würde denn auch, wenn die Durchdrückung der Vorlage gegen die verantwortlichen Nedacteure Gruber von der„ Münch. Diese Vergrößerung würde auf Kosten der gelänge, feine der von den Agrariern verheißenen Folgen Bost" and Meerfeld von der Rheinischen Zeitung" die Ves Ackerweide und Brache, vornehmlich aber auf zum Durchbruch kommen, als lediglich eine allgemeine Preis- leidigungsflage angestellt, weil er sich durch einen Artikel, der Ende Kosten des Anbaues von Futterpflanzen vor steigerung der Agrarprodukte, zum Vorteil des Geldbeutels Jult in der Münchener Post" erschien und von der„ Rheinischen Anbaufläche bon Getreide und Hülsenfrüchte Hackfrüchte und Gemüse " Handelsgewächse " Futterpflanzen " Brache Ackerweide " " Obst- und Hausgärten. Das Ziel unsrer Bemühungen 1878 15 587 3553 1883 1893 15 724 15 992 3943 4238 111 418 2448 2311 1510 236 352 2405 1847 1490 416 261 2519 1550 1210 Herr Gamp von der freifonservativen Partei des Industries Deutsches Reich. Ein Agent des Bundes der Landwirte im Centrum. Aus Bonn wird uns geschrieben: # Beitung" unter Quellenangabe nachgedruckt worden ist, beleidigt fühlte. I dem Vorwurf des Mangels an Ueberzeugung, den die Behauptung In dem Artikel heißt es u. a.: der Beklagten darstellten, liege besonders für einen Journalisten Gegen das Urteil wird sofort Berufung eingelegt, und es darf als ausgeschlossen erachtet werden, daß es bestehen bleibe. und Handelsverhältnisse zum Auslande in erster Linie unser eignes wohlverstandenes Interesse den Ausschlag geben muß und daß die deutsche Nation im ganzen einen geschlossenen Organismns bildet, dessen Gesundheit empfindlich leidet, wenn ein so wichtiges Glied wie die deutsche Landwirtschaft krankt, auf der andern Seite an der Spitze der Gegnerschaft eine Partei, welche die Internationalität in ihr Programm aufgenommen hat und auch in der Bragis einen solchen Mangel an vaterländischer Gefinnung befundet, daß ihre Breffe nicht davor zurückscheut, die deutschen vor dem Feinde stehenden Truppen hinterrücs mit Schmuz zu bewerfen." Herr Bauer giebt an Vielseitigkeit der politischen Verwend- eine schwere Beleidigung. Die Verhandlung habe nicht ergeben, barkeit des Herrn Ruhland nichts nach. Vor einem halben Dutzend daß der Privattläger mit dem verstorbenen Leiter der Rheinischen Jahren, als die Rheinische Volksstimme" fich infolge finanzieller Zeitung" Karl Hirsch, Verbindungen anknüpfen wollte, sondern es Schwäche genötigt sah, ihr Personal zu reduzieren und sich von hätten sich mir Anknüpfungspunkte ergeben, aus denen man den Köln nach dem billigen Landstädtchen Kempen zurückzuziehen, da guten Glauben der Beklagten annehmen könne. Das Gericht habe wandte sich Herr Bauer brieflich an unsern Genossen Karl Hirsch, darum von Gefängnisstrafe abgefehen, aber wegen der Schwere der den damaligen Leiter der Rheinischen Zeitung", und bat ihn um eine Beleidigung auf eine hohe Geldstrafe erkannt. Unterredung. Diese fand statt und Herr Bauer bot sich unsrem Kölner Parteiorgan als Mitarbeiter an, namentlich stellte er wirkungsbolle Artikel gegen das Centrum in Aussicht. Genosse Hirsch Wenn das Herrn Bülow nicht rührt und ihn veranlaßt, den verzichtete auf die Verbindung mit dem arbeitswilligen Herrn Die formale Verurteilung des Kölner Redacteurs ist unfres erstklassig nationalen Schweinburg wieder in Gnaden aufzunehmen! Bauer, was dieser damit vergalt, daß er in seiner späteren Erachtens unhaltbar. Auf jeden Fall ist der wahre Ver- Und wenn er sich nicht durch seine Huldigungen rühren läßt, so mag journalistischen Thätigkeit, die er im Dienste des Centrumis aus- urteilte Herr Bauer und der Bund der Landwirte, von dem jetzt er sich vor der Schweinburgschen Bosheit hüten. Denn hente bte, besonders gehässige Artifel gegen die Socialdemokratie gerichtsnotorisch" ist, daß Geheimagenten der Bund der Landwirte rühmt die Schweinburgsche„ Skorrespondenz" in ganz perfider Weise schrieb. Herr Bauer ist trotz seiner Annäherungsversuche an die unterhält. den Reichskanzler, weil er erklärt habe, die Preßftimmen der AusSocialdemokratie ein treuer Sohn des Centrums geblieben. Als Herr Bauer hat die Gelegenheit vermieden, sich vor Gericht von landspresse seien für ihn gleichgültig. Es ift", schreibt Schweinburg, allerdings die Versuchung in Gestalt des Bundes der Landwirte der Anklage zu reinigen. Er hat damit gestanden! ein alteingebürgerter Mißbrauch: Wenn irgend ein deutscher an ihn herantrat, wurde seine Stellung im Centrum etwas eigen Regierungsaft, irgend eine Kundgebung eines deutschen Staatsmannes tümlicher Art. Er fämpft im Centrum gegen das Centrum; er ist, wie der„ Bortvärts" festgestellt hat, als Agent des Bundes ist noch nicht völlig beseitigt, wie vielfach geglaubt werden mag. Die deutschen Blätter, was der Medacteur X. in London und Manchester, Die Kommiffion für Arbeiterstatistik erfolgt, so sammelt der Telegraph alsbald mit geschäftiger Eile die Beitungsstimmen des Auslandes", und spaltenlang berichten dann der Landwirte im Centrum thätig. Die Gerichtsverhandlung fand am Dienstag vor dem Schöffen- Im Etat erscheint noch immer die ursprünglich feſtgeſetzte Summe der Redacteur Y. in Wien und Budapest, zuweilen auch in Nom, igericht statt. in Boun Der Prozeß nahm einen ungeahnten Ver- von 39 000. Im Jahre 1900 wurden von dieser Summe Bukarest und sonstivo fiber diese deutschen Angelegenheiten fich gedacht dürfte zahlreichen Werkwürdigkeiten unfrer preußi- 35 102,99. gefpart und in der Uebersicht der Reichsausgaben wird und niedergeschrieben haben." Die zuW fchen Rechtsprechung einzig dafteben Genoffe Gruber ließ durch dazu bemerkt:„ Die Kommiffion ist nur zu wenigen Sigungen zu Das ist ein dem Grafen Bülow aus dem Hinterhalt versetter feinen Vertreter, Rechtsanwalt E. Schrammen aus Köln, die B Sigung statt, in welcher der Bericht über die Erhebungen in der Aera Bülow blühte. fammengetreten." Im Jahre 1900 fand am 13. Juni eine Dolchftoß. Denn es ist bekannt, daß dieser Mißbrauch" besonders ständigkeit des Amtsgerichts Bonn bestreiten, da zu der Zeit, als der ber din Gaft und Schanhwirtschaften beschäftigten Berfonen derzeitige Reichskanzler durch den amtlichen Telegraphen- wird Schweins Nach jeder kleinsten Nede ließ sich der Exemplar des Blattes gehalten wurde; set aber nachträglich bie felt her best er sie eine ung au 28. Rovember burg von Wolf nicht mehr fubventionirt? beſtätigen, wie entzückt Bestellung erfolgt, so sei der Privatläger Bauer selber der Bewurde der Bericht über die Sonntagsarbeit im Binnenschiffahrts selbst die kleinsten Winkelblätter in Wien, Baris oder London über die sicher. Der Wortlaut des§ 186, aus dem die Klage angeſtrengt der Fleischergehilfen entgegengenommen und ein Antrag Sige be Stimmen des Auslandes", obwohl es nicht unbekannt war, daß Betriebe vorläufig festgestellt. Dann Ivarbe eine Eingabe Bülowichen Genialitäten feien. Und man agitierte mit diesen ist, verlange, daß die Beleidigung zur Kenntnis eines Dritten raten, betreffend Erhebungen über die Arbeitszeit der im Transport ein Teil dieser fremdländischen Meinungsäußerungen aus Berlin gelange. Das Gericht erklärte sich nach kurzer Beratung für gewerbe beschäftigten Personen. Am 24. April d. J. fand abermals zuständig. durladis and jade drie Die Begründung ist außerordentlich heiter und wird ohne Zweifel über die Arbeitszeit der in Comptoiren beschäftigten Bersonen fest- Bülow die große Verachtung für die nicht mehr begeisterten eine Sigung statt, in welcher ein Fragebogen für die Erhebungen Herr Schweinburg ist ein frecher Spötter. Jezt, wo den Grafen in der gesamten juristischen und journalistischen Welt mit großem Staunen aufgenommen werden. Der Vorfigende verklindete: Das gestellt und den Bericht über die Binnenschiffahrt endgültig au- Auslandsstimmen notgedrungenerweise befallen hat, erinnert er Gericht ftlige fich auf die bekannte Reichsgerichtsentscheidung über genommen wurde. Da aber der Kommission Mitteilungen über über daran, mit welchem Behagen er fich ehedem in den ausländischenden fliegenden Gerichtsstand der Breffe. Das Postamt habe die mäßig lange Arbeitszeit des Personals der sächsischenDampfer zugegangen Selbstzeugnissen seines Ruhmes sonnte!- 91d die( bisputed Mustunft erteilt, daß den ganzen Wionat Juli die Münchener Bost" und vorläufige Erhebungen durch die Dresdener Polizei biefe Anin einem Exemplar in Boun gehalten wurde. Es tomme nicht darauf gaben völlig bestätigt hatten, so schloß der Bericht mit folgenden Auch der Aufwand für Kiautschon wird im neuen Etatsjahr in einem Exemplar in Boun gehalten wurde. Es komme nicht darauf Worten:" Bugleich spricht sich die Kommission dahin aus: daß nach eine erhebliche Erhöhung aufweisen. Zwar ist der Einnahmeanschlag an, sb der Privatkläger das Blatt allein lese, sondern das Gericht ihrer Ansicht noch zur Anstellung von Erhebungen über die Arbeits des Schutzgebiets von 300 000 m. im vorjährigen Etat auf 360 000 fuße darauf, daß auch andre Leute die Möglichkeit(!!!) haben, zeit an den Wochentagen ein dringendes Bedürfnis vorliege." Ferner Mart gestiegen, aber der Reich zu schuß, der im vorigen Jahre das betreffende Eremplar zu lesen.( Diese Möglichkeit ist doch nur wurde in der Sigung ein Ausschuß gewählt, welcher einen Entwurf 10 750 000. betrug, ist jetzt auf 12 168 000 M. angefegt.id dann anzunehmen, wenn der Privatkläger selbst das Blatt weiter zu einem Fragebogen über die Erhebungen im Fleischergewerbe aus did inné putoim berbreitete.) der " erfoten, im tein Stammte. ausdn piping hot stfuld prom Der Angeklagte Meerfeld gab die Erklärung ab, daß er den arbeiten follte. Der im April gewählte Ausschuß wurde zum illes Eine Drohung des Kriegsministers. Beweis der Wahrheit erbringen wolle. Rechtsanwalt Schrammen 29. November zu einer Sitzung zusammenberufen. Jezt kann Jetzt laun hi Die Frauff. 8tg." macht nachträglich auf eine seltsame Drohung führte aus: Herr Bauer tonne sich gar nicht beleidigt fühlen. Galjo, die übliche Herbstfigung stattfinden. Diese ist nun zum des Kriegsministers aufmerksam, die in seiner während der sei ihm der Vorwurf gemacht, Artikel gegen das Centrum 12. Dezember einberufen und soll den Fragebogen für die Duelldebatte im Reichstag gehaltenen Rede enthalten ist. Sei ihm der Vorwurf gemacht, Artikel gegen das Centrum Erhebungen über das Fleischergewerbe endgültig feststellen. od mod der" Rheinischen Zeitung" angeboten zu haben, und zwar als Ber- Ebenfalls ist der Kommiffion ein Schreiben des Staatssekretärs für Nach dem amtlichen Stenogramm sagte Herr v. Goßler: treter des Sheinischen Bauernvereins, dessen Organ die" Rheinische das Reichsamt des Innern zugegangen, in welchem die Kommission Boltsstimme" ist. Seit Monaten habe Bauer viel schwerere Vorwürfe auf sich fizen laffen. Während er anscheinend Centrums- aufgefordert wird, Erhebungen über die tägliche Arbeitszeit der im anhänger und Freund des Rheinischen Bauernvereins war, habe er ing war, Binnenschiffahrtsbetriebe beschäftigten Personen vorzunehmen. Auch des letzteren schlimmstem Konkurrenten, dem Bund der Landwirte, darüber, welche Schritte hierin zu unternehmen sind, sollen Beschlüsse Dienste geleistet und die vitalsten Interessen des Bauernvereins vere gefaßt werden. Die Erhebungen über das Transportgewerbe scheinen fetzt. Der Vorwärts" habe Serra Bauer vorgeworfen, daß ganz in Vergessenheit zu verfinken, denn über diese steht nichts auf er der Tagesordnung. fubventionieren " Die Sigungen nehmen immer mehr den Charakter bloßer " Ich möchte auch noch darauf hinweisen, wie tief bebauerlich es ist, daß vielfach in öffentlichen Blättern die Armee und bas Offizier corps auf das ichmähligſte angegriffen werden. Auch in dieser Beziehung kann ich das ruhige und vornehme Verhalten des Offiziercorps diesen Bes Teidigungen gegenüber nur anerkennend hervorheben.( Beifall rechts.) M. H., wenn es zu einer Besprechung der Interpellation tommen sollte, dann bitte ich auch die Herren, in diefer Hinsicht Mäßigung zu beobachten. Ich verfpreche mir von einer Ver schärfung der Gegenfäße gar nichts; im Gegenteil, diese Frage will durchaus ruhig behandelt fein. Spannen Sie den Bogen nicht zu scharf; tritt Selbsthilfe ein laffe. Diefe Beschuldigung habe Bauer auf fich fihen lassen, Vorstandssigungen an. Sie werden deshalb auch immer dann eintrøhdem er nicht einmal, sondern zehnmal aufgefordert wurde; berufen, wenn der Reichstag tagt. Stäme es in der Kommiſſion gegen den Vorwärts zu flagen. Die Germania" das noch zu ausgedehnteren Verhandlungen, dann würde diese Pragis Fraktionsorgan der Centrumspartei, habe dazu gefchrieben, daß Herr nicht haltbar sein. Da man nicht wochenlang im voraus wiffen Bauer es gegenüber diesem schweren Vorwurf leider nicht famn, wie die Geschäfte im Reichstage abgewickelt werden, so könnte und das ist der gefährlichste Weg, den es giebt." zu einer gerichtlichen Klarstellung gebracht habe. Die Streuz 8tg." es fommen, daß gerade wichtige Eigungen des Reichstags mit den Was sich Herr v. Goßler bei dieser mysteriösen Drohung wohl habe erklärt: es heiße einen Ehrenman auf das schlimmste Stommiffionsfigungen zusammenfallen. In der letzten Zeit finb es eigentlich gedacht haben mag? Selbsthilfe der Offiziere gegenüber verleumden, wenn ihm, wie Herrn Bauer nachgesagt werde, daß er in der Regel so furze Sigungen gewesen, die den Mitgliedern keine der Kritik der Volksvertreter?! Wir haben doch keine Prätorianer, vom Bund der Landwirte Diäten beziehe. Herr Bauer aber, so bemerkte der Anwalt, lasse den Borwurf der journalistischen Charakter- roße Sorge bereiteten. Zu bewundern ist es nur, daß oft um ein- die etwa die Verfassung uniftfirzen könnten? Oder drohte der Herr schwäche auf sich figen. ftündige Sigungen die vom Bundesrat ernannten füddeutschen Mit- Kriegsminister etwa mit Exzessen heißsporniger Träger des vorIn der jezigen Verhandlung wäre ja nun Herrn Bauer die Ge- glieder, wie z. B. das badische Mitglied, wegen folch unbedeutender nehmsten Roces gegen einzelne Boltsvertreter? In diesem Fall würde Tegenheit geboten gewesen, seinen Schild zu säubern. Statt deffen Sigung die Reise von Karlsruhe nach Berlin machen mußte. die Selbsthilfe energischer Selbsthilfe begegnen, denn Brüsewiziaden ließ er durch den Mund seines Antvalts erklären: daß er sich über Die Althoff- Reinigung wird in der Norddeutschen Allgemeinen würde das Volk sich schwerlich gefallen laffen. Es wäre also feine Stellung zum Bund nicht anzapfen laffe; es tömme geintereffant, zu erfahren, was der Herr Kriegsminister sich bei seinen fagt werden was wolle, er laſſe ſich auf nichts ein. Mit Recht beWorten gedacht hat! Oder hat er sich nichts Besonderes gedacht? merkte dazu Rechtsanwalt Schrammen, daß Bauer sich durch diese Erklärung selbst richte. Als der Beklagte Meerfeld an einen von Bauer Auch das soll bei Ministern zuweilen vorkommen. geladenen Zeugen die Frage richtete, ob dieser im Auftrage Bauers in Köln einen Saal für den Bund der Landwirte gemietet habe, beantragte der Rechtsanwalt B.'s, baß die Frage nicht geftelt werde. Man hatte also Ursache, fie zu fürchten. er ift forpulenter " Stimmen einbüßten. and andrist Beitung" fortgelegt. Brachte der erste Artikel eine Sammlung von Citaten feit 1801, fo treibt der zweite Artikel eine bis zum Jahre 1817 reichende Statistit. Ge wird berechnet, in welchem ( ieit 1882) im Bergleich mit der früheren Zeit( feit Errichtung des Die Liebesgabensucht. Ueber die Branntweinsteuer Novelle Maße die Vorschläge der Fakultäten während der letzten 19 Jahre ( leit 1882) im Bergleich mit der früheren Zeit( ſeit Errichtung des Kultusministeriums im Jahre 1817) Berilesichtigung gefunden haben. haben bei den Konservativen vertrauliche Besprechungen stattgefunden. Als Resultat ergiebt sich, daß von 1355 Ernennungen in dem Sie hoffen nunmehr, daß es ihnen gelingt, die neue Liebesgabe Zu dem inkriminierten Artikel bestritt Bauer, weder mündlich Beitraum 1817-1882 28 Proz., von 1882 bis jetzt 16½½ Proz. ohne durchzudrücken. Wie wir neulich schon nachiviesen, kann das im Sommer nicht noch schriftlich mit dem nun verstorbenen Redacteur Karl Hirsch von oder gegen den Vorschlag der Fakultäten erfolgteu. der Rheinischen Beitumg" in Berührung gekommen zu sein. Berücksichtigt man, daß die Beit von 1817-1882 die fertig gestellte Gefeß schon aus formellen Gründen nicht ohne weiteres Hilsbach schritt" nicht sehr bestaunen. Ein zutreffendes Bild hätte man ge= Verleger is bad befundete unter Eid: Bor filuf oder sechs wüfte ft en Reaktionsepochen umfaßt, so wird man diesen Fort zur Verabschiedung gelangen. Jahren stellte sich mir ein Herr als Redacteur der Rheinischen wonnen, wenn man die drei folgenden Perioden verglichen hätte: Das amtliche Ergebnis der Wiesbadener Wahl. Boltsstimme" vor und sagte, er sei bereit, auch für die„ Rheinische 1866-1882. 1882-1888, 1888-1902. Warum hat man das nicht Es wurden nach der amtlichen Ermittelung am 30. November Beitung" zu schreiben. Ich wies ihn an den Chefredacteur Hirsch. Nach der Größe kann es der Privatfläger Bauer gewesen sein, aber gethan? Warum hat man nicht Jahr für Jahr die Zahlen in dem Wahlkreise Wiesbaden insgesamt 28 128 Stimmen ab mitgeteilt? geworden. Als der Herr weg war, Immerhin ftellen auch die zugestandenen 161/ Proz. gegeben. Hiervon erhielten Dr. Quard in Frankfurt a. M.( SocialDas war ja der Rebaeteur der Rheinischen Voltsstimme"( damals evangelisch- theologischen Fakultät find die Verhältnisse noch viel un nationalliberal) 5452 Stimmen, Eduard Fuchs in Köln kam unser nun verstorbener Berichterstatter Michels hinzu und sagte: ministerieller Ernennungen eine beträchtliche Zahl dar. In der demokrat) 9500 Stimmen, Dr. Crüger zu Charlottenburg wurde das Blatt in Köln hergestellt.) An die Person kann ich mich evangelisch- theologischen Fakultät find die Verhältnisse noch viel un-( f. 23 p.) 6400 Stimmen, Eduard Bartling zu Wiesbaden nicht so bestimmt erinnern. ill günstiger. Seit 1882 wurden von 82 Professoren nicht weniger als ( Ctr.) 5926 Stimmen und Georg Hagmann zu Niederneisen Beuge ofrichter, jetzt Arbeiterfekretär, früher zweiter 88 ohne die Mitwirkung der Fakultät ernannt. Redacteur der Rheinischen Zeitung": Ende 1895 oder Anfang 1896 Damit find aber noch nicht die Verschleierungstünfte dieser( Bund der Landwirte) 944 Stimmen. Zwifchen Dr. Quard ind Dr. Crüger hat also eine engere Wahl stattzufinden. fam auf die Redaktion ein Herr und wollte den Chefredacteur Hirsch reinigenden Statistik erichöpft. Es werden überhaupt nur Zahlen Die Stimmenzunahme für die einzelnen Parteien beträgt demfür die evangelisch- theologische und die politisch mehr neutrale sprechen. Ich hatte dann in der Seßerei zu thun. Als ich zurück fam, fragte mich Hirsch, ob ich auch wisse, wer das gewesen set. Auf meine juriſtiſche und medizinische Fakultät festgestellt. Dagegen fehlen nach im Vergleich zu den Wahlziffern von 1898: bei bent socialfragte mich Hirsch, ob ich auch wisse, wer das gewesen sei. Auf meine auffälligerweise die Berechnungen für die fatboliſch- theologische und bemokraten 1450, bei den Nationalliberalen 2321, bei vereinense without fagte Hirsch: Das war der Redacteur der die bei " Rheinischen Volksstimme", Bauer, der uns seine Mitarbeiterschaft tracht kommt. Lediglich für Berlin werden Zahlen für die Er- gewaltige Zunahme der Nationalliberalen erklärt sich zum guten Teil die ganze philofophifche Fakultät, die ja hauptsächlich in Be- dem Centrum 558, bei dem Bund der Landwirte 84; die angeboten hat. Ich meinte, mit solchen Leuten müsse man aber vorsichtig sein, ich habe feine gute Meinung fiber folche Leute. Hirsch nennung von Ordinarien der philosophischen Fakultät mit aus dem Verlust der Freisinnigen, die nicht weniger als 1340 erklärte: das sei auch seine Ansicht und er habe infolge dessen die geteilt. Mit folchen faden Späßen sucht die„ Nordd. Allgem. Ztg." die Mitarbeiterschaft abgelehnt. Ein paar Wochen später sagte mir daun offenfundigen Wahrheiten des Prof. Michaelis aus der Welt zu Hirsch: Herr Bauer habe sich nochmals brieflich angeboten. Der Vertreter Bauers antwortet: Er habe teine Beranlassung, vorzieht, die Ehre der preußischen Universitätsverwaltung statt mit fchaffen. Man begreift angesichts solcher Matlosigkeit, daß man es an den eidlichen Aussagen der beider Zeugen zu zweifeln. Aber Bahlen und Thatsachen mit Wein und Raviar zu retten. Der davon, daß Bauer die Person fei, die bei Herrn Hirsch war, National- Beitung" zufolge will man nämlich ein Erantopfer für Herru fei nichts bewiefen. Er halte eine mystifikation des Herrn Althoff arrangieren. Um den Ministerialdirektor eine Genugthung" der Arbeitslosigkeit veranlaßt jezt auch die Kreuz- 8tg." zu einer Die ,, Kreuz- Zeitung" und die Arbeitslosigkeit. Das Elend Hirsch oder eine Jutrigue gegen Herrn Bauer nicht für ausgeschlossen. Wenn der Brief wirklich geschrieben worden sei, so würde er noch zu verschaffen, foll von einem Kreise näherer Freunde ihm ein Fest- Auslassung. Freilich nur, um baran„ die Segnungen des werdenden vorhanden und zum effernen Bestande der socialdemokratischen den letzten Jahren das Rektorat belleideten, habe die Veranstaltung Die agrarischen Gegner jetzt im Reichstag fingen. mahl gegeben werden. Einer der Berliner Profefforen, welche in Agitation gekommen sein.( Der Anwalt vergißt, daß Herrn Bauers den letzten Jahren das Rektorat bekleideten, habe die Veranstaltung Industriestaates" zu demonstrieren. Diefelbe Litauei, die ja auch politische Bedeutung damals gleich Null war, überdies war es nicht Außerdem entrüstet sich aber das" fattsam bekannte arbeiter Die Art unfres gestorbenen Genossen Hirsch, folche Briefe aufziehe sie mit vollen Backen die Herrlichkeiten der heutigen Universitäts- bie noch immer zahlreiche ausländer, Italiener und Wir begreifen schon, daß die Herren sich erft Mut trinken müffen, freundliche Herz der Kreuz- 8tg." fiber die industriellen Unternehmer, bewahren; so peinlich hütete er das Mebattionsgeheimnis. Das weiß feber, der Hirsch lautete er bas weiß jeder, der Hirsch kannte. Der Berichterstatter.) Der Anwalt wirtschaft zu preifen wagen. Polen beschäftigten, während doch einheimische Arbeitskräfte genug betonte nochmals, daß er eine Jrreführung durch eine andre Person Schweinburg und Bülow. Seitdem der Reichskanzler Graf zur Verfügung ständen. Dieser Angriff gegen die Industrie ist ja für vorliegend halte. Bülow mit der Wucht eines Kreisblatt- Redacteurs aus der Septennats- mir zu berechtigt und er würde auch der Kreuz- 8tg." zur besonderen Rechtsanwalt Schrammen bestritt entschieden die Möglichkeit wahl und Welfenfondsgeit im Reichstag die große nationale Bierde gereichen, wenn hinter dieser so seltenen Arbeiterfreundlichkeit einer Mystifikation. Die Redaktionslokale beider Blätter hätten a uke dröhnend geschlagen, fühlt sich plöglich, der in legter nicht gleich wieder der Haß gegen die Industrie hervorgrinste. Ueber die bamals ziemlich nahe bei einander gelegen. Wer follte im Jutereffe Beit recht still und Kleinlaut gewordene, weil von den Ministern Heranziehung ausländischer Arbeitskräfte, fährt nämlich das Junkeran einer Jutrigue gegen Bauer in der damaligen Zeit, vor fast sechs faltgestellte urnationale Herr Schweinburg angenehm be- organ fort, entrüste„ man"- gemeint ist augenscheinlich die liberale Jahren gehabt haben. Mystifizieren wolle Herr Bauer rührt. Sollten nicht die schönen Zeiten des Reichsfeindstils Breffe sich nur dann, wenn es sich um ländliche Arbeiter die Oeffentlichkeit, der heute, wo Karl Hirsch tot sei, gegen die wieder beginnen? Läßt sich nicht die nationale Heze wieder handle usw. get beiden Blätter Klage, der aber die viel schwereten Vorwürfe des rentabel verwenden? Daß die Industrie rücksichtslos den ausländischen Lohnbrücker „ Vorwärts" auf sich figen laffe, aus dem einfachen Grunde, So dachte der verlassene Schiveinburg und in Erinnerung gegen den nationalen Arbeiter ausspielt, ist richtig. Aber fönnten veil in den letzteren Falle eine Reihe lebender herrlicherer und einträglicherer Tage schrieb oder ließ er schreiben in unsre Ostelbier nicht ebenfalls einheimische Arbeitsfräfte haben, wenn Bengen gegen ihn auftreten würden. Bauer fei, wie die feiner Korrespondenz" Gott der Gerechte!- über das natio fte auf die„ patriarchalische" Behandlung derselben verzichteten und Zeugen bekundeten, damals von Hirsch und Michels erkannt nale Gefühl. Da ist die vaterlandslose Rotte, die die Ehre der menschenwürdige Löhne zahlten? Was hat also die Landwirtschaft worden. Bauer sei gerichtet und brauche nicht mehr gerichtet zu deutschen Armee befudelt siehe Hunnenprozesse und die natio- vor der Industrie vorause? 91916 werden durch die Freisprechung der Beklagten, die er hiermit nale Landwirtschaft zu Grunde richtet. Und so scheiden sich die beantrage. Götter des Lichtes von den Unholden der Finsternis: übernommen. 1 Das Gericht erklärte beide Beklagte der Beleidigung aus§ 186sted Auf ber einen Seite die entschieden nationale Gesinnung, für schuldig und verurteilte jeden zu 300 Mart Geldstrafe. In die Gesamtauffassung, daß auch bei der Regelung unsrer Zoll: Da Freisin und Nationalliberale zufammen allein 11 842 Stimmen erhielten und das Centrum, foweit es sich überhaupt an der Stichwahl beteiligt, für den Freifinnigen als das leinere Nebel eintreten wird, werden unsre Genossen im zweiten Wahlgang alle der Stichwahl beteiligt, für den Freifinnigen als das leinere Nebel Kräfte aufbieten müssen.— Außerdem aber ist es ganz unrichtig, daß nur die Juduftrie die Arbeitslosigkeit verschulde. Die Saisonarbeit hat in der Landvirtschaft bereits ausgedehnteste Verbreitung gewonnen wie fann da z. B. Herr Gamp, wie dies heute im Reichstage geschah, be Kasernenscherze. in haupten, daß die Landwirtschaft ihren Arbeitern das ganze Jahr anderen Seite sei für das Bolt nichts leichter, als diese Verkehrs-| einschließlich der Socialdemokraten, gegen die Nationalliberalen in über Brot" gebe. Kartoffeln allenfalls! mittel zu unterbrechen. Im weiteren Verfolg seines Artikels ent- die Wahl. Auf dem socialdemokratischen Zettel standen neben widelt Blancquaert einen ganzen Plan, wie etwa eine solche 9 Socialdemokraten 10 Gegner. Die 2 Parteigenossen wurden nur Revolution zu machen sei. Auf Grund dieses Artikels ist die Anklage gewählt, weil sie auch auf dem Bettel der Allg. Bürgervereinigung" Vor dem Kriegsgericht zu Thorn batten sich die Unteroffiziere wider Blancquaert erhoben. standen. Kruz und Ossowski von der 2. Compagnie des InfanterieAfien. Bon den bier liberalen Barteien" in Mainz war übrigens die Regiments Nr. 176 wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt zu verdemokratische durchaus geneigt, auch mit den Ultramontanen zusammen antworten. Sie hatten givei Musketieren, um sich einen Scherz au Die Abreise des Hofes von Kaifengfu ist verschoben worden, zugehen, sie ließ sich aber dann durch den Einspruch der Socialleisten, befohlen, nach der Handwerkerstube zu gehen und von dort da die Kaiſerin- Witwe angeblich fürchte, daß in Beting Unruhen demokraten davon abbringen. fich Weichselprügel" zu holen. Als die Musketiere zurückkehrten, herrschen. Sie hat daher beschlossen, zunächst einen Bericht des GroßMan kann ja aus der Ferne nicht so leicht über Gemeindemeldeten sie, sie hätten Prügel mit der Klopfpeitfe fetretärs Bang- wen- tichao über die Lage in der Hauptstadt abzu- verhältnisse aburteilen, aber einen erhebenden Eindruck macht dieses und dem Spannriemen erhalten. Jetzt befahl Kruzz og tipala Kuddelmuddel auf Socialdemokuaten, die auch Gemeindewahlen von dem einen Musketier, er folle zurückgehen und sich Ueber die Ernennung des neuen chinesischen Thronfolgers Bei den Gemeindewahlen in Benig( Sachsen) wurden zum höheren Gesichtspunkten betrachten, feineswegs. für die erhaltenen Brügel bedanken. Als wird aus Peking gemeldet: Die Ernemmung von Butschun zum der Musketier diefer Anweisung folgte, erhielt er zum zweitenmal Thronfolger war das Ergebnis einer auf die Absetzung des Kaisers erftenmal zwei Parteigenoffen ins Stadtverordneten- Kollegium Brügel. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß die Angeklagten fich twang- fu gerichteten Verschwörung.(?) Das Komplott wäre beinahe gewählt. werde große Intriguen zur Folge haben.- Quanfchitai ist hier am neben ihrem Organ, das in franzöfifcher Sprache erscheint, auch ein geglückt. Die Regierungsbeamten meinen, die Erhebung von Butschun Parteipreffe. Die Lütticher Partei Organisation giebt jetzt 3. Dezember angekommen und wurde mit großen militärischen Ehren Blatt in vlämischer Sprache heraus. Das Blatt soll unter den empfangen. Auch blämischen Arbeitern, die in der Provinz wohnen oder arbeiten, ferner auch in der Provinz Limburg verbreitet werden. einen albernen Scherz erlaubt hätten, und betrachtete deshalb den Fall als minder schwer". Die beiden Unteroffiziere wurden daher mur gelinde bestraft, obgleich ein Mißbrauch der Dienstgewalt für vorliegend erachtet wurde, sie erhielten je fünf Tage Arrest. warten. Amerika. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. Aus Kiel wird einem Blatte vom Mittwoch gemeldet: Das Ober- Kriegsgericht der Ostsees Der Finanzbericht, welcher am Mittwoch dem Kongresse in station verivarf heute die Berufung des Oberlieutenants Washington unterbreitet wird, umfaßt für dieses Jahr eine Summe zur See Blockhuis, welcher am 12. November zu 8 Tagen von 899 316 530 Dollar, ober 29 721 000 Dollar mehr als im Stubenarrest verurteilt worden war, weil er bei den Herbst- Borjahre. Die Mehrausgaben in diesem Jahre betragen manövern ein Geheim buch der Marine hatte liegen lassen, 22 255 560 Dollar. wodurch der Verlust desselben entstanden ist. Die Stzung fando wegen Besorgnis einer Gefährdung der Staatssicherheit und militärdienſtlicher Interessen unter Ausschluß der Oeffentlich. teit statt. Die Berhandlungen des Marine- Striegsgerichts finden nachgerade fast ausschließlich unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. 216 Had Parlamentarisches. $ Sociales. Die Lage der Steinarbeiter ist, wie wir schon wiederholt hier schilderten, eine derartig schlimme, daß ungefäumt seitens der Gefeßgebung eingeschritten werden muß, um die überaus zahlreichen Opfer an Krankheit und Sterblichkeit einzuschränken. Wie aus einer von F. Wenzig in Nr. 48 des Steinarbeiter" Dom Die Wahlprüfungs Kommiffion erklärte am Dienstagabend 30. November d. 3. veröffentlichten, sehr eingehenden und klar gedie Wahl des Abg. Dr. Hänel( fe. Bag.) in Kiel einstimmig für gliederten Statistit über 2ohn- und Arbeitsverhältnisse Der Steinarbeiter von Pirna und Umgegend. gültig. Die Beweiserhebung hatte nicht ergeben, daß der Landrat hervorgeht, ist die Krankheitsziffer der dortigen SteinChronik der Majestätsbeleidigungs: Prozeffe. Brütt die Ausweisung von nicht gehörig legitimierten Personen arbeiter in letzter Zeit bedeutend gestiegen. Von 237 Steinarbeitern, Wegen Majestätsbeleidigung hatte fich Mittwoch der aus dem Wahllokal angeordnet hatte. die sich an der Statistit beteiligten, waren 5528,2 Broz. zusammen Tischler Gustav Hain aus Wilhelmsberg vor der zweiten Straf Dagegen wurde die Wahl des Abg. Sieg( natt.) in Graubenz 3815 Tage erwerbsunfähig krant, so daß im Durchschnitt die Erwerbskammer am Landgericht II Berlin zu verantworten. Die Kinder des für ungültig erklärt. Die in dem Proteft der Bolen aufgestellte Be- unfähigkeit eines Erkrankten 69,4 Tage betrug, 1898 dagegen nur Angeklagten arbeiteten in ihrer schulfreien Zeit bei dem Arbeiter hauptung, daß bei einem Wahlakt nicht die gefeßlich vorgeschriebenen 32, 1897 50, 1896 41 Tage. Im Jahre 1900/01 entstel wie stets Thiele in Friedrichsberg, der sich mit Dütentleben befaßte. Ende drei, sondern nur zwei Mitglieder des Wahlvorstandes am Wahltisch die größte Zahl der Erkrankten( 36,4 Prozent) und der durchschnittum seine Kinder abzuholen. Er war start betrunken und wollte in noch weitere Beweiserhebung zu veranstalten, wurde abgelehnt. Juli kam der Angeklagte eines Abends in die Thielesche Werkstatt, anwesend waren, wurde für festgestellt erachtet. Ein Antrag, erstlichen Krankheitstage( 117,5) auf Erkrankungen der Lunge und Atmungsorgane, 23,6 Proz. der Erkrankten mit durchdiesem Zustande der Frau Thiele gegenüber den Liebenswürdigen Die Wahl des Abq. v. Gersdorff( t.) in Meferig- Bomst Erkältungstrantheiten, 16,4 Proz. der Erkrautten mit schnittlich 46 Krankheitstagen tamen auf Rheumatismus und spielen. Die Frau wies ihn mit der Bemerkung ab, daß er ja nicht wurde für gültig erklärt. Die Beschlußfaffung über die Wahl des durchschnittlich 38,9 Strautheitstagen auf Berlegungen im einmal Soldat gewesen sei. Darauf antwortete der Angeklagte mit Beleidigungen des Kaisers. Als der Angeklagte später feine Stinder Abg. Graßmann( natl.) in Thorn wurde vertagt. aus der Thieleschen Werkstatt fortnahm, wurde er wegen der Majestätsbeleidigung denunziert. Der Gerichtshof nahm finnlose wird von der polnischen Reichstagsfraktion vorbereitet. Eine Interpellation über die Wrefchener Schulquälereien Trunteuheit an und erkannte auf Freisprechung. nod ni ut Ausland. Deftreich- Ungarn. Unterrichtsminister Geheimer Rat Madeysti, der Sektionschef Kniazoludi, sowie zahlreiche polnische Abgeordnete und höhere polnische Beamte aus den Ministerien. Jaworski eröffnete die Feier mit einer Ansprache. Für den 8. Dezember ist eine Brotest Versammlung der Biener Polen gegen das Gnesener Urteil einberufen. bleibt es Der Boeren- Krieg. 0 Beruf. Das Durchschnittsalter der Pirnaer Steinarbeiter betrug 881/6 Jahr. Die Todesfälle im Jahre 1900/01 wurden aus schließlich durch Lungenschwindsucht veranlaßt und zivar fielen ihr 14, das sind 5,6 Proz. der Steinarbeiter zum Opfer. Von den Verstorbenen war 1 bis 30 Jahre alt geworden, 4 bis 85 Jahre, 3 bis 40, 8 bis 45, 1 bis 50 und 2 bis 55! Dabei beträgt im Birnaer Revier die Arbeitszeit im Als freche Boeren Verleumdung mit Neue Schulfolter- Protefte. Der Wiener polnische StudentenSommer 7/2, im Winter 81/2, also im Durchschnitt acht berein Ognisto" veranstaltete eine Miekiewicz- Feier, deren Rein- stellt sich jetzt die derzeitige englische Nachricht heraus, daß die Stunden, Sonnabend nur sieben Stunden, während die Konferenz ertrag für die Berurteilten des Gnesener Prozesses bestimmt wurde. Boeren zur Vergeltung der Standrechtsmorde Kitcheners zwei im Reichsamt des Innern, die wir in Nr. 281 des Vorwärts" vom Anwesend waren u. a. der Minister Pientat, der Obmann gefangene englische Soldaten erschossen hätten. So be 1. d. Mts. besprachen, sich nur zur Befürwortung einer neundes Bolenklubs Jaworski, Bankdirektor Bilinski, der ehemalige greiflich auch ein derartiger Racheatt gewesen wäre, so stündigen Arbeitszeit für Steinhauer und zehnstündigen es nichtsdestoweniger eine perfide englische Verleum für Steinbrucharbeiter entschließen konnte! lod, theisy bung, den Boeren die Grichießung zweier englischer Soldaten Daß der Arbeitslohn um so niedriger, je länger nachzusagen, die im Gefecht gefallen sind. Die Absicht dieses die Arbeitszeit ist, geht ebenfalls aus jener Statistit hervor. Mißverständnisses" kann nur die gewesen sein, die chauvinistische lohn 35,22 und 35,90 Bf. Seitdem wurde die Arbeitszeit auf 1894 d 1895 betrug die Arbeitszeit 50 Stunden, der StundenBoerenhas in England zu verschärfen. Der betreffende Widerruf vollzog sich folgendermaßen: 47 Stunden verfürzt, der Stundenlohn stieg dabei 1896 auf Mit Bezug auf die Meldung des Oberkommandierenden in 45,34 Bf., 1897 auf 47,06 f., 1898 auf 47,98 f. Ueber die Jahre Kapstadt vom 28. November, daß& ouché zwei englische Soldaten, 1899 und 1900 find leider keine Aufzeichnungen vorhanden. Im die gefangen genommen waren, habe erschießen lassen, ist beim Jahre 1900/01 blieb zwar die Arbeitszeit auf 47 Stunden normiert, heißt, Fouché habe brieflich erklärt, daß zwei Mann der Con- Lebensmittelpreise und Wohnungsmieten ffiegen, ist der Lohn anf Kriegsamt ein antliches Telegramm eingegangen, in welchem es der Stundenlohn aber sant auf 38,36 Pf. und zwar infolge der Zunahme der Arbeitslosigkeit! Trotzdem die naught Rangers erschossen", nicht aber gefangen genommen vier Fünftel des Verdienstes vom Jahre 1898 zurückgegangen und amts hat darauf an den Oberkommandierenden in Kapstadt folgendes von unter 700 M. hat sich im Verhältnis zu früheren Jahren mehr und eric offen" worden seien. Der Sekretär des Kriegs- die Zahl der niedrigst bezahlten Steinarbeiter mit einen Einkommen Telegramm gerichtet:" Unter Bezugnahme auf Ihr Telegramm vom als verdreifacht! Der Jahresdurchschnittsverdienst 2. d. M. soll der die Connaught Rangers befehligende Offizier ermahnt werden, größere Sorgfalt bei seinen Meldungen zu bewelche nicht vollkommen bewiesen find, sind sehr zu miß: obachten. Behauptungen über schlechte Handlungsweise der Boeren, Schweden. Proteft gegen den Boerenkrieg. Im großen Saal des Boltshauses zu Stockholm fand am Sonntag eine äußerst zahlreich besuchte Volksversammlung statt, die nach einem Vortrage des Genoffen Carleson eine Resolution annahm, worin gegen die barbarische, das Wölferrecht verlegende Kriegführung der Engländer protestiert wird. Frankreich. Louis Botha a Jaurès gegen den Chauvinismus. In der„ Petite Népublique" polemistert Jaurès gegen das chauvinistische Programm aboris wie folgt: In der Frage der Revanche, der Abrüstung, des Friedens, des ergänzten Frankreichs weicht Labori vor den not- billigen." wendigen und logischen Schlüffen zurück. Er schlägt inter nationale Verhandlungen zur allmählichen Ver- befindet sich nach einem Neuter Telegramm aus Pretoria in minderung der Heeresstärte bor. Er wagt tipstafel bei dem Chriffte See mit den Mitgliedern der aber nicht, völlig und endgültig auf jede Boerenregierung und 1800 Mann. Gefangene Boeren(?) Revanche Idee, auf jede Wiederherstellung des fagen, Botha wolle weiter fämpfen, aber seine Leute seien dem Frankreich von 1869 mit Waffengewalt zu ver- Stampfe abgeneigt.(?!) zichten. Das ist ein Widerspruch. Wir können den Frieden nicht sichern und der Welt vorschlagen, wenn wir nicht ohne Vor behalt, ohne Hintergedanten jede Idee der miliDaily Mail" meldet aus Bermudas, eine große An. tärischen Revanche aufgeben. Wir Socialisten sind für den eine Prämie von 3 Bfb. Sterl. für das Einbringen eines jeden zahl von Boeren feien entflohen. Die Behörden haben vollständigen und endgültigen Frieden, die un- Gutlaufenen festgesezt. Es scheint, daß die Boeren von der Beerläßliche Vorbedingung der Abrüstung Europas." völkerung der Aufel unterstützt werden. Ein Mitglied des Parlaments Ein Bündnis mit Deutschland schlug in der Dienstagsfizung dieser Juse. soll sich durch boerenfreundliche Reden besonders beder franzöfifchen Kammer der Deputierte Massabuau bei der Bemerkbar machen. ratung des Kriegsbudgets vor. Flucht gefangener Boeren. " betrug 1900/01 933 m. 41 Bfg. oder pro Woche 18 M. 3 Bf. groß wie im Jahre 1900/01. Von den 287 an der Statistik beteiligten Die Urbeitslosigkeit war feit vielen Jahren nicht so Steinarbeitern waren 218= 89,9 Prozent zufammen 14890 Arbeitstage arbeitslos, also jeder dieser Steinarbeiter durchArbeitslosen durchschnittlich nur 45, 1895: 40, 1896: 27,5, 1897: 88, schnittlich 62,9 Tagel Im Jahre 1894 tamen auf jeden 1898: 29. arbeitslose Tage. Dabei ist im Jahre 1900/01 über ein Viertel der Steinarbeiter länger als 90 Tage arbeitslos Uebrigens find die Arbeitsverhältnisfeber gewesen! megen in Berlin noch weniger günstig als in dem Artikel des Vorwärts" vom 1. d. M. angegeben wurde. Dort war gesagt, daß in Berlin bei der Steinmez Jnnung fein Lehrling be Orten Geschäfte haben und dort zahlreiche Lehrlinge und sogar in fchäftigt fei, dieselben Innungsmeister aber auch an andern Accord beschäftigen. Thatsächlich aber beschäftigt die Berliner Steinmeg- Inmung gegenwärtig an 50 2ehrlinge, bis zum Jahre 1895 hatten einzelne Junungsgeschäfte bis 20 Lehrlinge! In diesem Frühjahr mußten auch in Berlin einige Lehrlinge in Accord arbeiten, was auch der Obermeister der Innung C. Dittmar tadelte, nicht im Accord, während auswärts auch für die Lehrlinge noch so daß jetzt zwar 50 Lehrlinge in Berlin beschäftigt werden, aber bie Accordarbeit üblich ist. Bemerkt sei noch, daß bei der Centralstelle des Verbandes der Steinarbeiter in diesem Jahre bis zum 20. November nicht, wie infolge eines Druckfehlers in jenem Artikel berichtet wurde, 193, sondern 143 Todesfälle angemeldet wurden, davon 123 an Lungenkrankheiten! Wann wird endlich Graf Pojadowsky famt dem Bundesrat bei ihrem eifrigen Schutz der Agrarier auch noch etwas Zeit für den Schutz der Steinarbeiter finden! Nach dem stenographischen Bericht fagte er: Obwohl ich nicht an de Bruyne find in Brüffel eingetroffen, unt mit Dr. Leyds und Brüffel, 4. Dezember. Wessels, Wolmarans, Grobler und eine Abrüstung glaube, wäre es nach der Haager Konferenz vielleicht doch gut, die Frage zu prüfen, welche Richtung unfre auswärtige iicher zu beraten. Bettt Bleu" behauptet verfichern zu können, Politit einschlägt. Ich stelle die Frage mit einiger Vorsicht; daß es sich bei dieser Beratung nicht um England zu machende fie fanm eine empfindliche Stelle bei uns berühren. Sie dürften Friedensvorschläge handle. Die Boerengesandten in Europa fämen eine englische Zeitschrift gelesen haben, die Frankreich zu von Zeit zu Zeit zusammen, um über die Lage zu beraten, und einem Dreibunde zu drängen sucht. Dieser Dreibund, wenn eine solche Zusammenkunft habe auch gestern abend stattgefunden; wir ihn schließen wollen, würde nur die Frage eines Bundes mit irgend welche Aenderung der Lage sei nicht eingetreten. unfrem überfeeischen Nachbarn oder unfrem Nachbarn jenseits der festländischen Grenze sein. Mit einem Wort: Wir haben uns zu entscheiden, ob wir die Politik Yves Guyots oder diejenige Jules Ferrys verfolgen wollen." Ich für meinen Teil ziehe die Politik Jules Ferrys, ein Bündnis mit Deutschland vor. Ich fürchte mich nicht, den Namen Deutschland auszusprechen.( An die Buchhandlung Vorwärts an, deren agitatorischer 8ived schon aus haltende Bewegung.) Der England freundliche Matin" bemerkt dem Titel„ Arbeitslos" ersichtlich ist und dem auch der Text gerecht hierzu: Wir bezweifeln ein wenig, daß Jules Ferry jemals ein zu werden versucht, u. a. durch eine besonders wirksame dramatische Monat Oktober nach einer Zusammenstellung des CentralBündnis mit Deutschland anstrebte; aber eins ist gewiß, daß seit Skizze Des Arbeitslosen Weihnacht". Ihren Charakter erhält die vereins für Arbeitsnachweis abermals eine Ver Den her bribüne ausgesprochen gesort zum erstenmale auf der Weihnachtszeitung durch ihre Illustrationen, hauptsächlich von schlechterung der Lage bes arbeitsmartte den ble statistiche Kammertribüne wurde. Bum Fall Servé. Unter den Studenten ist eine Proteft bewegung gegen die Maßregelung Hervés im Gange. Nachdem eine Gruppe der Schüler des Pariser Lyceums Protest erhoben, hat nun mehr auch die Gruppe der republikanischen Studenten von Dijon eine Resolution angenommen, in welcher fie gegen die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung hundert Jahre nach der Revolution Bertvahrung einlegt. Belgien. Partei- Nachrichten. Parteilitteratur. Eine reichillustrierte Weihnachtszeitung fündigt Aus Industrie und Bandel. Die Berliner Arbeitsnachweis: Statiftit ergiebt für den französischen Künstlern, die den Beweis erbringen, daß man ein tember. Bon den 82 Arbeitsnachweisen in Berlin, die großer Künstler und zugleich Tendenzzeichner sein tann. Steinlene Angaben einfandten, wird berichtet, daß sich im Monat Oftober " Letzte Hoffnung". N. Vogels„ Ermittiert", die in der Bariser 22 177. Personen als arbeitslos meldeten gegen 16 763 im gleichen fatirischen Wochenschrift Die Butterschiffet" erschienen, fowie Stellen tamen im Monat Oftober 160, im Vorjahre 121 und 130 Monat des Vorjahres und 19071 im Monat September. Auf 100 offene Solárets Titelbild, aus dem socialistisch empfundenen, die Heuchelei im September dieses Jahres. Ueber die Arbeitsverhältnisse in den des heutigen Christentums geißelnden Brachtwert:„ Reflegionen aus einzelnen Berufen lagen folgende Mitteilungen vor: Der Deutsche dem Statechismus" entnommen, werden neben zwei Daumierschen Gärtnerverein berichtet, daß infolge der beginnenden Saison Satiren auf die bürgerliche Wohlthätigkeit überall Beifall finden. bei den Landschaftsgärtnern keine Arbeitslosigkeit mehr bestehe. Ju Die Buchhandlung Vorwärts, Berlin, Beuthstr. 2, ersucht um um der Metallbranche ist wegen der Weihnachtsaufträge eine kleine Der Prozek Planequaert. Vor dem Schwurgericht zu Brügge gehende Aufgabe der Bestellungen, damit der Versand in dem über Befferung eingetreten, sonst ist die Lage flau. Von den hat am 2. Dezember der Prozeß gegen Blancquaert begonnen. Borzellanarbeitern wird gemeldet, daß viele wegen Mangel Diefer blämische Schriftsteller gehört politisch zu der Gruppe der lasteten Weihnachtsverkehr keine Berzögerung erleidet. an Arbeit ihre Entlassung erhalten haben. Die Buchbinder Chriftlich Demokraten, die unter der Leitung des bekannten Abbé Gemeindewahlen in Heffen. In Alzey siegte", wie wir verzeichnen 800 Arbeitslose. Der Holzarbeiter Verband Daens steht. Er wird beschnldigt, zur Revolution aufgefordert zu in der Mainzer Volkszeitung" lesen, die von den vereinigten zählte 8200 Arbeitslose. Bei den Vergoldern ist Haben. In feinem Blatt Het Recht" antwortete Plancquaert auf Bürgern aller Parteien" aufgestellte Lifte, so daß gewählt wurden die Geschäftslage eine sehr schlechte, besgleichen bei Möbeleinen Artikel von Chome, der ausgeführt hatte, daß heute eine 2 Nationalliberale, 1 Ultramontaner, 1 Freifinniger und 1 Social- polierern, während bei den MusikinstrumentenRevolution nicht möglich fei, da ein Dugend Soldaten, mit Mauser demokrat. In Mainz gehen bekanntlich die vier liberalen Bar arbeitern sich der Arbeitsmarkt etwas günstiger gestaltet. Vei gewehren bewaffnet, genügten, um eine ganze Straße zu beherrschen. teien" gemeinschaftlich in den Wahlkampf gegen die Ultramontanen den Konditoren ist es trop der Saison noch flat. Bon Blancquaert führte hiergegen an, daß es heute andre revolutionäre und in Verfolg dieses Kompromisses bringt nun auch die Mainzer Bädern, Brauern und Fleischern wurden 5000 Arbeitslose Mittel gäbe, die geeignet feien, Panik anter den Herrschenden zu Bolkszeitung" einen Artikel gegen die Ultramontanen, worin gemeldet. Die Tabatarbeiter meldeten sehr flaue Geschäftsverbreiten und die Regierungen zur Nachgiebigkeit zu zwingen. Bu diefen alle ihre Sünden auch in der allgemeinen Politik vorgehalten zeit, dagegen haben die Cigarettenarbeiter eine günftige diesem Zwede brauche man nur alle Verkehrsmittel zu unterbrechen. werden. Für das Zusammengehen mit den Ultramontanen in Alzey Position. Bei der Maßbranche der Herrenschneider und der Keine Armee sei start genug, um alle Eisenbahnen, Telegraphen- ist das nicht gerade erbaulich. In Darmstadt wiederum, wo militärschneider ist die Lage etwas besser, in der Damenlinien, Dampffchiffe zu überwachen und zu beschützen; auf der bekanntlich 2 Socialdemokraten gewählt wurden, gingen alle Barteien, tonfettion dagegen ein Stilstand eingetreten. Bei den ibit: 2 $ -OO Handschuhmachern ist die Saison, daher die Nachfrage| Angelt: Ein mir bekannter Boftsekretär hatte mich auf sie dadurch versucht haben, ihn zu veranlassen, an dem Streit teilzu ettvas lebhafter, bei den Hutmachern ist die Damenhut- aufmerksam gemacht. Präs: Sie waren damals erst Ober- nehmen.( Bergehen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung.) Me faison beendet. Die Barbiere hatten eine schlechte Nach- Tertianer? Angell: Ja. Bräf.: Hätten Sie damals Beugen war anwesend: Kießling sen. Kießling jun. war in Bayern frage nach Arbeitskräften zu verzeichnen. Aus der der nicht beffer gethan, Cäsars, Bellum Gallicum und die Geschichte eidlich vernommen worden. Die Angeklagten bestreiten ganz entschieden, Baubranche wurden 2500 arbeitslose Personen gemeldet, der Griechen zu lesen, als das Wert eines Menschen, der im Wahn- sich in der Weise, wie Kießling jun. angegeben, zu ihm geäußert zu doch war am Schlusse des Monats bei Maurern und Puzern die finn geendet ist?- Der Angeklagte schweigt. haben. Im Gegenteil erklärt K., wörtlich zu ihm gesagt zu haben: Lage günstiger geworden. Von den Photographen wird die Weiter kommt zur Sprache, daß der Angeklagte in Jena als" Er solle nur ruhig weiter arbeiten, Streitbrecher flögen ja doch Lage als leidlich wegen der Weihnachtsaufträge bezeichnet, im Student 200-300 M. Schulden gemacht, jedoch später in Berlin zuerst wieder heraus." Der Amtsanwalt beantragte eine Strafe übrigen wird ständiger Niedergang gemeldet. Im Buchdruckfehr fleißig studiert hat. Sein förperlicher Zustand sei durch vieles von fünf Tagen Gefängnis für jeden der Angeklagten. gewerbe waren 800 Arbeitslose gemeldet, die Nachfrage war Rauchen und das Hungern, das er sich auferlegte, damals sehr Trok glänzender Verteidigung durch Herrn Rechtsanwalt Stensche äußerst gering. Von den Kaufleuten wird die Vermittelung als geschwächt gewesen. Präs.: Nicht auch durch Umgang mit dem aus Kottbus erkannte das Gericht dem Antrage gemäß. andauernd ungünstig geschildert. Die Handels- und Trans- weiblichen Geschlecht? Angel.: Nein, davon hatte ich einen Der Steinsehmeister Schulz in Stettin hat sämtliche bei ihm portarbeiter geben 1300 Arbeitsloje an. Zu Anfang des Monats Abscheu bekommen, nachdem ich das Treiben auf den Berliner Straßen bisher beschäftigt gewesenen organisierten Rammer entlaffen, indem er wurden Arbeitskräfte begehrt, später ist die Nachfrage rapid gesunken. Die tenuen gelernt hatte. erklärte, mit dem Verbande nichts mehr zu thun haben zu wollen. Gastwirtsgehilfen melden, daß ihr Arbeitsnachweis mit Ueber seine Liebe teilt der Angeklagte mit, daß das Verhältnis Mit den unorganisierten Leuten, die Herr Sch. dann an die Nammen Arbeitslosen überfüllt war. zur Amberg ein rein ideales gewesen sei. Die Mutter der gestellt hat, haben die ebenfalls dem Verbande angehörigen SteinDie christlichen Herbergen und Vereine berichten gleichfalls über Angeklagten ist eine Totenfrau. Ein Brief, den er eine sehr mißliche Lage des Arbeitsmarktes, die Bureauräume reichen in Berlin erhalten habe, hätte die Mitteilung enthalten, daß seine lezer jedoch nur einen Tag lang zusammengearbeitet und dann ebenfalls Sie Arbeit niedergelegt. Herr Schulz hat es sich zur Aufgabe nicht aus, um die Zahl der Arbeitslosen zu faffen. Ueberall dasselbe Geliebte mit Schülern und Forstleuten intimen Verkehr pflege, troftlose Bild einer Ueberfüllung des Arbeitsmarktes, ohne Aussicht und diese Nachricht hätte ihn zu dem Entschluß gebracht, nach Jena gemacht, dafür zu sorgen, daß überhaupt kein Verbandsrammer mehr auf eine Befferung, leider ist nach Weihnachten noch eine Ber- zu reisen und dort das Mädchen zur Rede zu stellen. Die That in Stettin beschäftigt wird. Zuzug ist fernzuhalten. schlimmerung des Zustandes zu erwarten. wird dann vom Angeklagten so geschildert, wie wir es gestern dar Die Steinfegergesellen Breslau's haben beschlossen, der Spekulationen im Bergbau. Im Siegerländer Erzbergbau gestellt haben. Der Präfident macht den Angeklagten weiter darauf Steinfeger( 3wangs-) Innung dortfelbft einen neuen Tarifvorschlag aufmerksam, daß, wie die Leichenseftion ergeben habe, zu unterbreiten, welcher vom April 1902 bis April 1904 gültig haben die letzten Jahre der Hochkonjunktur zu den wahnvigigsten das Mädchen bei ihrem Tode schon defloriert war; Fischer sein soll. Spekulationen angeregt. Die Bergwerte, namentlich solche, die Blei versichert darauf nochmals, daß dies nicht seine Schuld gewesen sei. Die Handels- und Gewerbekammer Planen und die oder Zinkerze fördern, sind zu hohen Preisen erworben, obwohl Den Schluß der Vernehmung des Angeklagten bildete eine ein Textilarbeiter- Bewegung in Reichenbach. jeder Kenner der Verhältnisse wußte, daß ihr Betrieb ertraglos gehende Erörterung seines sechswöchigen Aufenthalts in der Interesselofigkeit sondergleichen zeugt ein Beschluß der letzten Sigung Bon socialpolitischer bleiben mußte. Trotzdem find die Kuren solcher Gesellschaften bald psychiatrischen Klinit in Jena, wo der Angeklagte auf der Handels- und Gewerbekammer in Blauen, betreffend die Forde um das Doppelte des Einkaufspreises in die Höhe gegangen. Die um das Doppelte des Einkaufspreises in die Höhe gegangen. Die feinen Geisteszustand hin beobachtet wurde. Auch kam es zur Sprache, rungen der Reichenbacher Textilarbeiter an die Prinzipale. Am 22. Auguft Warnungen der Preffe halfen nichts, in wildem Taumel ging es baß Fischer im Amtsgerichtsgefängnis von Eisenach einen Selbst bat nämlich der Vorsitzende der Lohnkommission der Reichenbacher TextilSelbst- rungen der Reichenbacher Textilarbeiter an die Prinzipale. Am 22. Auguft arbeiter die Kammer um ihre Vermittelung bei der bevorstehenden Lohnbewegung. Begründet wurde dieses Gesuch damit, daß in Reichenbach fein Gewerbegericht bestehe, mithin auch kein solches als Einigungsamt angerufen werden könne. Man sollte nun meinen, die Kammer hätte soviel Jnteresse an der Frage gegeleitet hätte. Statt dessen wurde das Gesuch rundweg abgeschlagen habt, daß sie wenigstens den Versuch einer Vermittelung eins und der Antragsteller auf das Gewerbegericht verwiesen, dessen Ent geleitet hätte. Statt deſſen wurde das Gesuch rundweg abgeschlagen stehen ja auf Grund des neuen Gesezes in absehbarer Zeit in Reichenbach- zu erwarten sei! Wie berechtigt die Warnung war, hat die jüngste Zeit gelehrt. mord versuch gemacht hat, indem er ein Fenster in seiner Belle Von den dabei in Frage kommenden Gruben, deren Kuge nach dieser ertrümmerte und die Splitter, in Brotstüde ein Zeit teilweise noch um 100 Broz. in ihrem, an der Düsseldorfer Börse gewickelt, verschluckte. Der Angeklagte war zuletzt ganz apathisch festgesetzten Preise stiegen, ist inzwischen eine nach der andren geworden und gab nur noch auf ganz dringende Vorstellungen hin entweder im Wert fast auf den Nullpunkt gesunken, still gelegt furze, brüste Antworten. worden, oder gar in Konturs geraten. Wie die Köln. Volts- 8ta." ein schwächliches Kind gewesen sei und an Krämpfen gelitten habe. Der Vater des Angeflagten teilt mit, daß sein Sohn mitteilt haben viele Lente dabei ihr Vermögen, oft die Ersparnisse In feinen Gesprächen und Aeußerungen habe er merkwürdige Andes ganzen Lebens, zum großen Teil oder gänzlich eingebüßt. Gine fichten kundgegeben. 1. a. habe er einmal beim Mittagessen von auf diesem Gebiete sehr bekannte Persönlichkeit, welche zeitweilig seinen Berliner Erlebnissen erzählt und dabei erwähnt, daß über Millionen verfügte, hat foeben auch den Konkurs anmelden er dem Mordprozeß Goenczy und dem Sternbergmüssen. Was in der Preissteigerung solcher Kuren geleistet wurde, Brozeß beigewohnt habe, über die später Profeffor Franz Das Proportional- Wahlfyftem für die Gewerbegerichtsüberſtieg zuweilen alle Grenzen. Die Kuren von Wildberg.. b. Liszt eine Vorlesung gehalten habe. In dieser Vorlesung wahl fordern der evangelische und der katholische Arbeiterverein in standen zur Zeit auf etwa 8000 m., wurden dann auf 25 000 m. habe Prof. von Liszt ausgeführt nach der Behauptung des Heilbronn. Wo die„ Christlichen" in der Mehrheit sind, fordern getrieben, stehen aber heute weit niedriger, als damals. Noch Angeklagten, daß jeder Mensch zum Verbrecher geboren sei und sie allerdings ein Verhältnis- Wahlsystem nicht; es tann uns aber schlimmer ist es im Verhältnis mit andern Erzkuren, die eine un- daß es nur der Erziehung, den Lebensgewohnheiten des Menschen nur recht sein, wenn sie durch Forderung desselben an Orten, wo es gewöhnliche Höhe zwar nicht Höhe zwar nicht erreichten, aber auch mit zuzuschreiben sei, wenn diese seine Verbrechernatur nicht einmal ihnen Vorteil bringt, das Vorurteil gegen den„ Proporz" zerstören mehreren Tausend Mark bezahlt wurden und heute uns zum Durchbruch komme. Diese Anschauung habe sich der Angeklagte helfen. Sache der freien Gewerkschaften ist es min, auch dort das gefähr wertlos find. Wir nennen zum Beispiel NiederFischbach, vollständig zu eigen gemacht und er sei nicht mehr davon abzubringen Proportional- Wahlsystem zu verlangen, wo etwa die Kandidaten Neu Hoffung Landskrone, Kuhlenberger Bug, gewesen. Eiserner Union usw. Die Gewerkschaft der letteren Grube, welche der Erkenntnis eines Präf. Sollte das nicht eine Frucht von dem Baume derselben bisher von den christlichen" Gegnern überstimmt wurden. ines Nieksche oder Schopenhauer sein? Ausland. Eisensteinbergbau betrieb, während bei bei den vorgenannten haupt8euge: Das kann sein. Er fächlich Bleierz in Frage fam, hat fürzlich die beantragte Bewilligung Berlin ein Baumeister von erzählte auch, daß sich in einem Gerüst gestürzt habe, Dreißig Hutarbeiter in Tarnow( Galizien) sind in den einer Zubuße von 400 000 m. abgelehnt und die Einstellung des um feine Anhängerschaft an Niessches Lehren zu doku Streit getreten. Die vereinigten Hutmachermeister entließen fünf mentieren. Der Mann habe sich zu diesem Bwed ein Hutmacher und fündigten einen wöchentlichen Abzug von 2 fl. als Werk Nietzsches in die Tasche geſtedt. Diese That habe der An- Sicherstellung, daß vor Pfingsten nächsten Jahres teine Forderungen benn feine Kenntnis von der Lektüre Ihres Sohnes? Bräf.: Hatten Sie gestellt werden, an. Diese Maßnahmen trieben die Tarnower Hut geklagte als eine wahrhaft ideale bezeichnet. 8euge: Nein, keine Ahnung. Ich würde sie ihm wohl sonst energisch unter sagt haben. Ging doch sein Fanatismus schließlich so weit, daß er seine Abneigung gegen das weibliche Geschlecht bis auf seine eigne Echwester ausdehnte. Präs.: Bräs.: Führten Sie diese Abneigung nicht darauf zurück, daß der Angeklagte vielleicht einmal mit einem Frauenzimmer trübe Erfahrungen gemacht habe?-8euge: Nein. Ich konnte das mir als eine Folge seiner Schopenhauer- Lektüre ansehen. Betriebes beschlossen. anDiese Maßnahme trifft gerade jetzt auch sehr schwer die zur Entlassung kommenden Arbeiter, welche vor dem zum Teil gelockt durch höhere Arbeitslöhne eine gute Arbeitsstelle verlassen haben und nun schwer wieder anderweitig eine ähnliche Beschäftigung finden werden, weil die in Förderung stehenden Gruben eher zu viel, als zu wenig Arbeiter haben. Die Generalversammlung der Schiffs: und MaschinenbauAktiengesellschaft Germania genehmigte die Ausgabe von 20 000 000 m. 4 Proz. zu 102 Broz. rückzahlbaren hypothekarisch einzutragenden Zeilschuldverschreibungen, unter selbstschuldnerischer Bürgschaft der Firma Friedrich Krupp in Essen, von denen noch im Laufe dieses Monats zunächst ein Teilbetrag von 10 000 000 M. durch ein Bankkonsortium zur Zeichnung aufgelegt werden soll. Wie schon mitgeteilt, soll die Aufnahme dieser Gelder zur Erweiterung des Betriebes, im besonderen zur Neuanlage eines Dods berwandt werden. Die Adler- Fahrradwerke in Frankfurt a. M. Haben in ihrer Betriebswerkstätte folgende Bekanntmachung angeschlagen:" Durch die ungünstigen Zeitverhältnisse sind wir zur Vermeidung von Arbeiterentlassungen gezwungen, um mit unsrer Konkurrenz Schritt halten und unfre Fabrikate absetzen zu können, vom Montag, den 2. Deznmber d. J., an unsre Tage- sowie Accordsäge je nach Lage um 10-15 Prozent herabzusetzen. Adler- Fahrradwerke vorm. Heinr. Kleher." D Das Eindringen der Krise in den Schiffebau beginnt bereits größeren Umfang anzunehmen. Die Schiffswerft Neptun" in Rostock, deren Verwaltung erst jüngst günstige Mitteilungen über die Lage der Gesellschaft verbreitete, hat dem Vorstande des Werftarbeiter Verbandes die Mitteilung zugehen lassen, sie stände vor der Notwendigkeit, mit dem 1. April entweder eine Lohnherabsetzung oder Verminderung des Arbeiterpersonals um 400 bis 600 Mann eintreten zu lassen. Die Direktion sei zu diesem Vorgehen gezwungen, weil es nicht möglich sei, unter Veranschlagung ber jetzt gezahlten Löhne neue Schiffsbauaufträge in so hinreichendem Umfange zu erwerben, um das jetzige Arbeiterpersonal dauernd zu beschäftigen. Ueber die Auslieferung des verhafteten Gerhard Terlinden ist am Dienstag vor dem höchsten Gerichtshof der Vereinigten Staaten verhandelt worden. Terlindens Verteidiger behauptet, daß kein Auslieferungsvertrag zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten bestehe und der bezügliche Vertrag mit Preußen, auf Grund dessen dem Antrage auf Auslieferung stattgegeben worden war, nach Wiederherstellung des Deutschen Reiches hinfällig geworden sei. Die Entscheidung über diese Rechtsfrage, welche bei ihrer principiellen Bedeutung ein lebhaftes Interesse erwedt, wird im Januar 1. J. erfolgen. Der Student Fischer. Aus den Mitteilungen im gestrigen Gerichtsbericht kennen unsre Leser den Mord prozeß, der sich dieser Tage in Gotha abgespielt hat. Der 24jährige Student der Rechte, Hans Fischer aus Berlin, der während der Pfingstferien in Eisenach seine Geliebte Martha Amberg ermordete, ist gestern von dem Schwurgericht zu 10 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Die Gerichtsverhandlungen haben ergeben, daß man es in Fischer ohne Zweifel mit einem geistig anormalen Menschen zu thun hatte, und daher wird das Urteil, das offenbar Totschlag als Thatbestand annahm, allgemein Befremden erregen. arbeiter in den Streik. Ein juristisches Bureau wird seitens der Brüsseler Getvert schaften errichtet. Dieses Bureau soll den Gewerkschaften beziehentlich den einzelnen Mitgliedern derselben mit juristischem Rat zur Seite stehen in Brozessen, die mit gewerkschaftlichen Interessen zusammen hängen. Auch bei Unfällen oder gewerblichen Streitigkeiten steht das Bureau den Arbeitern zur Seite; seine Funktionen sind also im allgemeinen dieselben wie die unfrer Arbeitersekretariate. Der belgische Gewerkschaftskongres findet am 10. Dezembe im ,, Maison du Peuple" au Brüssel statt. Beachtenwerte Züge weist die Bernehmung der Mutter der ermordeten Amberg auf. Bräf.: Sie haben den Angeflagten fogar eine Photographie Italienischer Eisenbahner- Kongres. In der Lombardei und Ihrer Tochter ins Gefängnis gefchickt? 8eugin: Ja, weil er in dem an die Echweiz angrenzenden Kanton Zeffin haben im letzten mir so leid that und weil er sie doch so lieb hatte. Präf.: Sie Sommer eine Reihe Ausstände von Angestellten der dort sehr zahlsind die Mutter der Ermordeten. Wer stand Ihrem Herzen denn reichen Sekundärbahnen stattgefunden, die alle für die Arbeiter einen näher, die Tochter, oder ihr Mörder?- Beugin: Das ist schon günstigen Verlauf genommen haben. Das Komitee der Organi richtig. Aber weil er sie so sehr geliebt hat und weil er doch so fationen dieses Distrikts hat sich nun mit dem Komitee der Maileiden mußte, habe ich ihm ihr Bild gesandt. Bräf.: und Ihre länder Straßenbahner in Verbindung gesetzt. und es soll min am Tochter?- Bengin: Die war ja gut aufgehoben bei 15. und 16. Dezember in Mailand ein allgemeiner Kongreß von denen da oben. Bräf.: Haben Sie wirklich diesen merkwürdigen Angestellten der Sekundärbahnen, Dampf- und elektrischen StraßenSchritt nur aus aufrichtigem Mitleid mit dem Angeklagten gethan, bahnen abgehalten werden. Der Zwed des Kongresses ist in erster oder etwa deshalb, weil sie sich als die Mutter einer Ermordeten, Linie die Gründung einer über das ganze Land gehenden Central als die berühmte Frau von Eisenach fühlten? 8eugin:( weinend). Organisation. Wie können Sie nur so etwas denken? Der Schumann, welcher In Mailand befinden sich 2000 Buchbinder im Streit, am Mordtage die Wache hatte, befundet, daß Fischer in das Wachtgebäude gekommen und im Flüstertone gesagt habe: Ich stelle mich Sie fordern einen Tagelohn von 3 Fr. für Männer und 2,20 Fr. hiermit, ich habe meine Braut erschossen! Dann sei er über einen für Frauen. Ein Teil der Unternehmer hat bewilligt. Tisch gefallen und habe geweint. Der Polizeiwachtmeister, welcher die Dertlichkeit mit dem Angeklagten besuchte, schildert diese sehr abgelegen und befundet, daß der Angeklagte auch ihm gegenüber Tehte Nachrichten und Depeliten. feine düstere Verschlossenheit bewahrt habe. Mitschüler des Angeklagten bekundeten, daß er auf dem Gymnasium als erstes philosophisches Licht gegolten und über Nietzsche und Schopenhauer Vorträge gehalten habe, die von niemand verstanden worden seien. Alle diese Charakterzüge deuten wohl darauf hin, daß Fischer in eine Anstalt für Geistestrante und nicht ins Zuchthaus gehört. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der erste Kongres der Fleischergesellen Deutschlands findet Ostern 1902 in Berlin statt. Durch die Einberufung desselben soll den organisierten Fleischergesellen aller Richtungen Gelegenheit gegeben werden, sich über die Lage der Fleischergesellen an den einzelnen Orten, über die Abhilfe von Mißständen im Gewerbe und über die Organisations resp. Verschmelzungsfrage zu verständigen. Im Anschluß an den Kongreß findet dann der erste Verbands= tag des Central Verbandes der Fleischer und Berufsgenossen Deutschlands und zwar gleichfalls in Berlin statt. Derselbe wird sich natürlich den Kongreßbeschlüssen anpassen und die bessere Ausgestaltung der Organisation beraten. Ruffische Spione in der Schweiz. Paris, 4. Dezember.( B. H.) Die Abendblätter melden aus Genf: In den letzten 48 Stunden sind hier russische Spione eingetroffen, welche beauftragt sind, festzustellen, ob die seit einigen Tagen in Polen verbreitete Zeitung Glode der Freiheit" in Geuf herausgegeben wird und wver die Redacteure dieses Blattes feien. Diese Entsendung von Spionen steht in Busammenhang mit der revolutionären Bewegung, über welche zur Zeit in Russisch- Polen Erhebungen angestellt werden. Man glaubt, daß das Blatt in besonderer Verpackung nach Lodz eins geschmuggelt wird. Die Genfer Polizei ist ihrerseits beauftragt, die anwesenden Fremden streng zu überwachen, da sich unter denselben in letzter Zeit eine große Rührigkeit bemerkbar gemacht hat. Man nimmt an, daß die hiesigen Revolutionäre in den verschiedenen Ländern Erhebungen angeordnet haben und daß demnächst eine große Bewegung ins Werk gesetzt werden soll. Angriff auf das deutsche Konsulat. Warschau, 4. Dezember.( W. T. B.) Eine AnzahI Studenten machten heute mittag einen Angriff auf das deutsche Konsulatsgebäude. Das Konsulatsschild wurde heruntergeriffen und zerstört und das Erdgeschoß, wo sich die Amitsräume des Konsulats befinden mit Steinen betvorfen. Auch in die im ersten Alsbald Der Fachverein der Tischler Berlins und Umgegend ers fannte schon seiner Zeit, als die Achtzehner- Kommission ins Leben Stock belegene Privatwohnung des Generalkonsuls wurden Steine gerufen wurde, diese nicht für kompetent an. Der Verein verurteilt geschleudert. Der Angriff dauerte eine Viertelstunde. ganz entschieden die Unterhandlungen, die jetzt stattfinden; denn für erschien der Oberpolizeimeister und der Staatsanwalt zur Feststellung des Thatbestandes. Das Konsulat wird polizeilich beivacht. Sie Arbeiter fann etwas Ersprießliches dabei nicht erzielt werden. Sollten durch die jetzigen Verhandlungen der Achtzehner- Kommission Differenzen entstehen und Mitglieder des Fachvereins ausgesperrt werden, so haben sich dieselben nach den Vorstandsbeschlüssen, die in der Nummer der Einigkeit vom 26. Oftober d. J. veröffentlicht sind, zu richten. Der Vorstand. Deutsches Reich. Leipzig, 4. Dezember.( B. H.) Das hiesige Schivurgericht verurteilte heute den hiesigen Rechtsanwalt Dr. jur. James Breit wegen Zweikampfes mit tödlichem Ausgange zu drei Jahren sechs Monaten Festung und wegen qualifizierten Hausfriedensbruchs zu drei Wochen Gefängnis. Fischer, der Sohn eines Bürgerschullehrers, erklärte vor Gericht, daß er sich schon als Tertianer von Niessches und Schopen hauers pessimistischer Weltanschauung angezogen gefühlt habe. Präs.: Wie tamen Sie dazu, als Gymnasiast bereits, in so amreifem Alter, schon Philosophie zu treiben? Angell: Jch Wien, 4. Dezember.( B. H.) Wie die„ N. Fr. Br." meldet, bin durch meine Naturanlage dazu gekommen. Bräs.: Wie Drei Streiksünder vom Töpferstreit bei Gebr. Reif in hat in Angelegenheit der antideutschen polnischen meinen Sie das? Angefl.: Ich bin von Natur aus häßlich, Kamenz standen dieser Tage vor dem Schöffengericht in sea lau. Demonstrationen in Lemberg zwischen dem dents d) en habe ein abstoßendes Wesen alt mir und mußte die Er- Alle drei waren am Streit selbst nicht betheiligt. Der Anklage lag Botschafter Fürsten Eulenburg und dem Grafen fahrung machen, daß meine Mitschüler und auch einige Lehrer folgender Thatbestand zu Grunde: Am Sonntag, den 2. Juni dieses Goluchowski eine Besprechung stattgefunden, welche zu mich deshalb oder auch aus andern Gründen in abstoßender Jahres fuhren die Ofentöpfer M. und H. aus Kamenz nach einer befriedigenden Erledigung dieser Angelegenheit geführt hat. Weise behandelten. Alle Kollegen K. zu besuchen. Präf.: Was wollen Sie denn für einen Alt- Döbern, um dort ihren Naturfehler an sich haben? Angel.: Ich habe keinen normalen drei besuchten dann gemeinschaftlich einen gewiffen stießling, in der Borstadt Rodelberg ein Baugerüst ein, auf welchem sich Brüffel, 4. Dezember.( B. H.) Heute nachmittag stürzte Präf.: Und aus diesem Grunde den in Kamenz während des Kopf, sondern einen unförmigen. Streifs be warfen Sie sich auf die Philosophie? Angefl: Jn. Ich fühlte, schäftigten Ofensezers Wilhelm Kießling, der zu derfelben fieben Arbeiter befanden, welche sämtlich schwer verletzt wurden. daß man mich nicht leiden konnte, und da habe ich mich von selbst Beit bei seinen Eltern zum Besuch anwesend war. Sie sollen Die Verlegungen einiger von ihnen sind so schwer, daß an ihrem zurückgezogen. Es hat sich allmählich eine allgemeine Menschen nun alle drei gemeinsam den Kießling jun. durch Reden:„ Wir werden Aufkommen gezweifelt wird. verachtung bei mir ausgebildet. Präs.: Was haben Sie nun dafür sorgen, daß Du in einer größeren Fabrik keine Arbeit mehr Warschau, 4. Dezember.( B. H.) In dem Orte Zawiercze gelejen? Angefl.: Niegsche und Schopenhauer. Präs.: erhältst, jeder anständige Mensch müßte Dir ins Gesicht spuden, und wurden 28 Personen von einem tollen Hunde gebissen. Ein Wie famen Sie gerade auf diese beiden Philosophen? am eigenen Leibe wirst Du es noch verspüren" usw.bedroht und lachtjähriges Mädchen ist bereits gestorbeit. -Vater des Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. 6 Ant Br. 284. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donerstag, 5. Dezember 1908 Reichstag. 104. Sigung vom Mittwoch, 4. Dezember 1901, led and unded nachmittags i Uhr. Am Bundesratstische: Graf Bosadowsky, Frhr. v. Rheinbaben, Möller, bayrischer Finanzminister v. Sti e de L. " die Erörterung des Zolltarifs verboten haben, weil diese Frage Baumwolle beziehen als aus merita? Ostindien fann höchstens eine politische set.( Sehr gut! links.) So hat z. B. der Polizei- mit einem kleinen Brozentsatz unfres Bedarfs in Betracht kommen. präsident in Hannover dem dortigen Werkmeisterverein untersagt, wir würden die Kosten eines etwaigen golfrieges selbst bezahlen einen Vortrag über den Zolltarif anzuhören. müssen; unsre Bedürfnisse müßten wir weiter beziehen, und wir Wir erkennen an, daß es wohl ganz angezeigt ist, den alten selbst wären die Geschädigten. Aus der Botschaft des Präsidenten Tarif etwas mehr zu specialisieren. An ein solches Riefentvert von Stoosevelt ergiebt sich immerhin, daß ein Anfang gemacht werden fiber 900 Positionen aber hat wohl niemand gedacht. Die ganze foll mit einer liberaleren Handelspolitik. Ünsre Ausfuhr Die erste Beratung des Zolltarif Gesetzes wird fort- jetzt geschaffene Anordnung ist auch nicht unbedingt besser als die nach den Vereinigten Staaten hat im vergangenen Jahre gefekt. frühere; es wird für den praktischen Gebrauch oft ungemein schwierig die größte jemals dagewesene 8iffer erreicht. Abg. Dr. Paasche( natl.): sein, die einzelnen Waren aufzufinden, da man alle Rohstoffe zu( hört, hört! lints.) So absolut prohibitiv fönnen also doch die Meine politischen Freunde sind der Meinung, daß eine so fammengestellt hat, gesondert von den daraus bereiteten Produkten. amerikanischen Zölle nicht fein. Es ist auch ein Irrtum, aus den wichtige Vorlage nicht im Plenum verhandelt werden kann, sondern Oft widerspricht die Anordnung, geradezu den Anforderungen des niedrigen Löhnen eines Landes auf seine industrielle Ueberlegenheit in der Kommission gründlich durchberaten werden muß. Bei gefunden Menschenverstandes; so steht z. B. Kampher unter den zu schließen; gerade das Gegenteil ist der Fall. Die amerikanische den bisherigen Verhandlungen ist mir aufgefallen, daß die Erzeugniſſen der Horfiwirtſchaft. Hier an einer beſſeren Anordnung Gefahr liegt in der günstigen Lebenshaltung ber amerikaniſchen Herren, die sich in der Presse mit Vorliebe als Handelsvertrags- mitzuarbeiten, werden wir in der Stommiffion gern bereit sein. Arbeiter, freunde" bezeichnen und mit vielem Geld die Agitation gegen die Dieſe Mängel find aber von untergeordneter Bedeutung gegen fähigkeit des Arbeiterstandes liegt die Ueberlegenheit ber Vorlage betreiben, alle, die nicht auf ihrem Standpunkt stehen, für über der ganzen Tendenz des neuen Tarifs, einer Tendenz, wie sie Induſtrie eines Man darf zweifellos nicht Handelsvertragsfeinde erklären. Das ist aber absolut unberechtigt. erst der Wirtschaftliche Ausschuß in das neue Bollsystem hinein- den Gedanken eines Bontrieges unter allen Umständen scheuen; aber Ich muß im Namen meiner politischen Freunde erklären, daß sie gebracht hat. Man hat diesen Ausschuß ganz tendenziös gu- man darf mit diesem Gedanken auch nicht leichtfertig tokettieren. gar nicht daran denken, Handelsvertragsfeinde zu sein, sondern, fammengefeßt aus Vertretern der Hochschutzöffner; man Das ist nicht patriotisch, sondern chauvinistisch. Wir handeln patriobaß sie ebenso wie die Herren des Handelsvertragsvereins hat den Deutschen Handelstag ganz ausgeschloffen und tisch, wenn wir vor dieser Gefahr warnen. Wohin geht denn die Zukunft unserer Exportindustrie und unseres ganzen den Centralverband deutscher Industrieller, diese private Vertretung eigentlich die Reise? Will die Regierung Zollkriege? Dann soll wirtschaftlichen Lebens sicher zu stellen gedenken. Die Herren der hochschutzzöllnerischen Industriellen, geradezu als die officielle fie es offen sagen. Oder weiß die Regierung am Ende vom Handelsvertragsverein erschweren durch ihr Verhalten Vertretung der gesamten deutschen Judustrie behandelt.( hört! felbft nicht, wohin fie will? Die Unsicherheit ihrer Begrüngegenüber der Regierung am allermeisten den Abschluß nener Hört 1) Ein Mitglied des Wirtschaftlichen Ausschusses, den ich über dung ließe fast darauf schließen. Ihre Stellung gleicht der Verträge.( Lachen links.) Das Ausland muß danach zu der Ansicht seine Erfahrungen befragte, schilderte mir seine Eindrücke dahin, daß jenigen eines etwas schüchternen Herren in einem Dickensschen fommen, daß Deutschland sich fürchtet vor den andren Staaten. er geglaubt habe, fich in einer Animierkneipe für höhere Zölle Roman, der, als ihm sehr schwacher Thee vorgesetzt wurde, erklärte: Wir sehen die Regierungsvorlage als die Grundlage weiterer Ver- zu befinden.( Große Heiterkeit.) Er erzählte mir: Man hat Der Thee ist freilich etwas schwach; aber freilich starker Thee handlungen an. Es lag auf der Hand, daß man auf der Basis der mich höchst erstaunt gefrugt: Was, Sie wollen mit den jetzigen Böllen ist ja nicht gesund."( Heiterkeit.) Nur ein roter Faden zieht sich alten Zollsäge heute keine neuen Verträge abschließen konnte. zufrieden sein? Das kann doch ihr Wunsch nicht sein? Ein andres durch die Gedankengänge der Regierung: der Landwirtschaft muß Alle möglichen Staaten, besonders Amerika, haben sich so hohe Mitglied des Wirtschaftlichen Ausschusses erzählte mir, man habe ihm geholfen werden. Für sie ist ein Dogma, daß die Erhöhung der Getreideautonome Tarife geschaffen, daß es für sie möglich war, von diesen erklärt, wenn wir die Zollerhöhungen nicht bekämen, so würden wir zölle das einzige Mittel ist zur Befferung der landwirtschaftlichen Lage. Sägen bei den Verhandlungen ein gut Teil als Kompensations- auch noch den Bollschutz verlieren, den wir jetzt haben.( hört, hört! links.) Graf Schwerin citierte Aeußerungen von mir auf dem Kongreß des objekte abzulassen. So müssen auch wir, die wir bisher ver- So ist es in einer großen Anzahl von Fällen geschehen. Man hat Vereins für Socialpolitik in München nach dem Bericht der Münch. hältnismäßig niedrige Säge hatten, uns einen solchen Tarif nur die Intereffentenverbände gehört und die gesetzlichen Vertretungen Nenesten Nachrichten". Aber der in den nächsten Tagen er fchaffen, daß wir die te de beterende die Handelskammer, vollständig über scheinende stenographische Bericht wird ergeben, daß ich gesagt habe: Tönnen. Der neue Tarif gangen links); man hat auch die kleinen Gewerbe- Bahlreiche kleine Bauern wünschen teine Erhöhung der Getreidezölle, Gerade die Amerikaner betreiben diese Politik, die Abg. Richter als treibenden nicht um ihre Meinung befragt, sondern nur die Wünsche weil sie ihr Getreide zweckmäßigerweise nicht verkaufen, chinesische Absperrungspolitit" bezeichnet. Unter diesem Zollsystem der Großindustrie in allen Specialfällen eifrig registriert. Nicht der sondern verfüttern. Das gilt von vielen Bauern auch meines war die Entwicklung der amerikanischen Industrie geradezu beispiel- Registrator affer speciellen Bollwlinsche aber kann der große Wahlkreises Greifswald- Grimmen. Unfrer Agitation wird es Tos; der vom Abg. Richter gestern verspottete Grundsay, alles mög- Staatsmann sein, der der eine große Zollpolitik unternehmen hoffentlich gelingen, auch die kleinen Befizer, die jetzt noch den lichst im eignen Lande machen zu wollen, ist dort herrschend geworden. will.( Sehr richtig! links.) Ich bezweifle, ob Fürst Einfluß des Bundes der Landwirte verfallen sind, über ihre wahren Man will dort möglichst wenig aus dem Ausland ins eigene Land Bismard ähnlich gehandelt hätte. Es ist noch niemals eine große Intereffen etwas aufzuklären.( Lachen rechts.) Professor Brentano hineinlassen und sucht den ganzen Bedarf im Julande zu produzieren. Bollpolitik unternommen worden ohne große nene Gedanken; mit in München hat hypothetisch erklärt, falls das Allgemeinintereffe die Ich habe die Ueberzeugung, daß uns gerade von Amerika her große demt fleinen Diplomatisieren und den Vermittlungsgeschäftchen tommt Opferung des Bauernstandes fordere, so müsse dies Opfer gebracht Gefahr droht, wenn wir nicht rechtzeitig Gegenmaßregeln er allerdings ein solches Monstrum heraus, wie der vorliegende Tarif. werden.( Buruf rechts: fui Teufel fui Teufel!- Glocke des greifen. Amerika fönnte heute schon auf gewissen Ge- Der wirtschaftliche Ausschuß hat hinter verschlossenen Thüren getagt. Vicepräsidenten Grafen Stolberg- Wernigerode.) Heutzutage scheint bieten der Industrie den Weltmarkt beherrschen, so daß waren die Geheimnisse, die er zu verhandeln hatte, denn so fürchterlich? der Verkehr mit den Agrariern auf manche Bauern etwas abgefärbt einem vor der weiteren Entwicklung bange werden könnte. Auch die Arbeiter werden nicht gehört, die doch selbst von Fürst zu haben, und selbst in Pommern vernimmt man den Jargon des Die Reciprocitätsverträge haben für uns so gut wie gar feinen Bismard mit hinzugezogen wurden, eben fo wenig die Hygieniker Cirkus Busch.( Lachen rechts.) Wert, und was soll uns ein Abschlag von etwa 10 Broz. auf die und Aerzte. Einer unsrer ersten Hygieniker, Geheimurat Flügge, erzählte Der Abgeordnete Graf Bosadowsky( Stirmisches Gelächter heute absolut prohibitiven Zölle nügen, denn nur das versteht Herr mir, daß mit den wenigen Ausnahmen der allerhöchst be- rechts) Staatssekretär Graf Bofadowsth hat gestern Berechnungen Roosevelt unter, liberalem Vorgehen". Für Sentimentalitätspolitik haben zahlten Arbeiter die Ernährung der Arbeiter eine unzu- angestellt über den Prozentsatz der landwirtschaftlichen Bevölkerung. die Amerikaner kein Verſtändnis, zeigen Sie ihnen die Zähne, dann reichende sei und nicht dem entſpreche, was die Wiſſenſchaft ver- Son 1895 betrug aber die erwerbsfähige männwerden wir vielleicht zu Handelsverträgen mit Amerika kommen.( Bravo! langen müsse. Es wäre sehr intereffant gewesen, auch diese An- liche Bevölkerung in der Landwirtschaft nur rechts.) Es ist heute z. B. absolut unmöglich, mit irgend einem Brodukt schauungen bei den Beratungen über die Getreidezölle zu Rate zu 331 Prozent der gesamten erwerbsthätigen unsrer Elektricitätswerte nach Amerita hineinzukommen, während die ziehen. Graf Posadowsky führt als Beweis für den Beweis für den nicht Männer. Nach Conrads Jahrbüchern haben selbst zahl= amerikanischen Elektricitätswerke mit ihren Fabrikaten imfre Grenzen schutzöllnerischen Charakter des Tarifs das Verhältnis der er reiche Befizzer vont mehr als 100 Heftar erklärt, daß bei nufren niedrigen Bollfägen sehr leicht überspringen können. Wollen mäßigten, gleichgebliebenen und erhöhten Pofitionen des Tarifes an. fie teine höheren Getreidezölle haben wollten, und die Bewir das auch weiterhin alles geduldig mit ansehen? Gehr viel Rohstoffe Lehren aber wie die Statiſten gründung wetten Gegenben bes Vaterlandes der Regierungsvorlage giebt felbst im Theater a t verschiedenen von diesen Sägen eventuell abhandeln von Sehr richtig! so Man Nun zu den Landwirtschaftszöllen. Neben dem Aufschwung der Industrie befindet sich die Landwirtschaft dauernd in einer Notlage. Tarifes wieder und dadurch wird das Verhältnis ein wesent- der leine und mittlere Bauer kein Brottorn ( Bravo! rechts.) Abg. Molkenbuhr machte sich seine Sache sehr leicht lich andres: Das einzig Bollfreie im ganzen Tarif ist der verkaufen kann. Graf Schwerin aber hat über die zumit der Behauptung, es habe kein Mensch ein Recht auf die früheren sel Wozu wird denn aber überhaupt der Esel in Deutschland nehmende Ertragsfähigkeit des Bodens in einer Weise gesprochen, höheren Preise. Das hat auch niemand behauptet; es fragt sich gebraucht, doch hauptsächlich zu Vergleichen.( Stürmische Heiterkeit.) die man schwer vereinbaren kann mit den Aeußerungen des mur, ob die sinkenden Preise noch mit dem entsprechenden Reinertrag Bon dem wirklichen Naturefel werden eigentlich höchstens 1000 Std Grafen Posadowsky über unsre fortschreitende Bildung. verbunden sind. Die Getreidepreise sind gedrückt worden durch die jedes Jahr eingeführt, da sind aber noch die große Mehrzahl Maul kann dem Grafen Schwerin nur zurufen: ,, Si ta cuisses!" wachsende Konkurrenz des Auslandes, besonders Ameritas, wo die efel und Maultiere, die nicht zollfrei eingehen. Esel sind in Deutschland( Lachen rechts.) Die Zunahme der Bevölkerung erfolgt in Landwirtschaft in einer intensiven Weise mit Maschinen sehr selten. Ich möchte Sie fragen, ob schon jemand von ihnen einen toten geometrischer Progression, die Zunahme der Getreideproduktion betrieben wird, die bei uns gar nicht Giel gesehen hat.( Erneute Seiterfeit.) Um nun von besagtem Esel kann sich nur in arithmetischer Progreffion bewegen. Die agrarische verwendbar wären.( Widerspruch links.) Amerika vermag unter herunterzukommen( Heiterkeit), so hat der Herr Staatssekretär weiter Behauptung, daß die Landwirtschaft den Gesamtbedarf des Inlandes viel günstigeren Bedingungen zu produzieren als Deutschland. den nicht hochschutzölluerischen Charakter des Tarifs damit beweisen decken könne, läßt diese Zunahme der Bevölkerung ganz außer acht, Die Thatsache, daß die Produktion gestiegen ist, beweist nichts für au fönnen geglaubt, daß nur 9,4 Proz. vom Werte der Einfuhr auf und die Deutsche Tageszeitung" ist mir konsequent, wenn das Steigen der Grundrente. Die Hauptsache ist, daß die Reine Bölle kommen. Das liegt aber daran, daß unsre Ein- fie bereits jegt eine Förderung der Auswanderung erträge steigen. Profeffor Conrad hat aber nachgewiesen, daß die fubr ganz überwiegend aus induſtriellen Rohstoffen be- verlangt. gang überwiegend aus industriellen Nohftoffen be- verlangt. Bei einer Berteuerung geht die Volksernährung Und unvernünftig find wir noci lichen Dünger das Zehnfache wie früher ausgegeben worden ist. Auch die worden, daß wir Baumwolle oder Rohjeide mit einem zuri, was wieder ein Steigen der Sterblichkeit zur Folge Bolt hat. In Ostdeutschland ist zur Zeit der höchsten Löhne find gestiegen, Der verstorbene Herr v. Siemens hat einmal belegt haben. Ich glaube allerdings. Herr Gamp hat auch das Getreidepreise von der Mitte der 60 er bis zur Mitte behauptet, daß die Getreidezölle dem Landwirt einen Rentenzuwachs neulich verlangt.( Abg. Bebel: Auch die Denkschrift des Bundes der 70 er Jahre ein Rückgang der Bevölkerung bon 52 Mart pro Hektar einbringen. Herr v. Siemens hat aber der Landwirte!) Für den Hochschutzöllnerischen Charafter eines eingetreten, und die Neigung des Großgrundnicht gefragt, ob die Zölle den Landwirten überhaupt in erhöhten solchen Tarifes ist nicht allein die absolute Höhe der Säge maß- befizes zum Auflauf der kleinen Bauerngüter Getreidepreisen zu gute kommen. Thatsächlich find die Getreidepreise gebend, es muß auch in Betracht gezogen werden, auf welcher zwang viele kleine Bauern, nach Amerika zu gehen. Sie kauften gesunken.( Sehr richtig! rechts.) Höhe die Technik der Produktion steht.( Der Reichskanzler betritt bort billiges Land und veranlaßten mit die Entvölkerung des Die Behauptung, daß die Erträge der Landwirtschaft allein den den Saal.) Ein Zoll fann in Rußland fehr wohl die Einplatten Landes, unter der Deutschland jetzt Teidet. Großgrundbefizern zu gute tämen, ist falsch; auch die Hypotheken- fuhr erlauben, während in Frankreich und Belgien der vierte Die Getreidezölle liegen aber auch durchaus nicht im Interesse der gläubiger kommen z. B. in Betracht.( Buruf bei den Socialdemokraten: Teil dieser Zölle bei demselben Artikel einfach prohibitiv Großgrundbefizer. In wenigen Jahren ist der Notstand wieder genau Haute finance!) Nein, nicht nur die haute finance, sondern auch wirkt. so groß. Der gesteigerte goll tommt eben in höheren Güterpreisen die ländlichen Arbeiter und Tagelöhner, sowie das Gesinde, die ihre Graf Posadowsky wies auf den Nugen des Zolltarifs für die zum Ausdruck und diese schädigen wieder den Nachfolger des jetzigen paar hundert Mark Ersparnisse in der Landwirtschaft angelegt haben. Fahrrad- und Nähmaschinen- Industrie hin; nun, wir führen sieben Befigers. Herr Spahn meinte, unter den 6000 Millionären gäbe – Seit dem Bestehen der Schuzzollpolitik haben wir finfende mal so viel Fahrräder und von Nähmaschinen- Ober- es feine Landwirte. Sind denn das keine Millionäre, Brotpreise; das Brot.00 ist billiger geworden trotz der gestellen 3 1/2 mal so viel aus als ein. Eine Reihe der denen der Getreidezoll nach der Berechnung des Herrn Zölle, die Löhne sind gestiegen. Man kann also nicht von einer größten Maschinenfabrikanten hat mir gefagt, die hohen Zölle feien ein Profeffors Conrad 300 000 m. mehr Einnahmen bringen Bertenerung der notwendigsten Lebensmittel, von einer Verelendung Unfinn; was sollte geschehen, wenn andre Länder uns das nachmachten. würde? ben sübenbauern giebt der Arbeiterbevölkerung sprechen. In dem freihändlerischen England Die Industrie verlangt überhaupt keine Zölle. Nur die Eiſenindustrie sicher auch mehrere Millionäre, ich sehe auch hier im find die Brotpreise nicht billiger als bei uns. Wir haben jetzt will, daß für die Verhandlungen ein Tarif mit höheren Sägen, ge- Hause verschiedene Landwirte, die Millionäre find( Heiterkeit). Herr während des industriellen Aufschwungs auf allen Gebieten hohe wissermaßen als Kampftarif aufgestellt wird. Eine Erhöhung im Spahn brauchte fich nur in seiner eignen Fraktion näher umzusehen. Breise gehabt und man hat das als ein gutes Beichen angesehen allgemeinen will sie auch nicht. Wir sind der Meinung, daß ein Unser Export wächst fortwährend, aber im Innern stehen wir -außer in der Landwirtschaft. großer Staat wie Deutschland allerdings mit seinem Tarif ein innerhalb einer Krisis. Der ganze Handel stockt unter der Die freisimmige Theorie behauptet nun, daß wir die ganze gutes Beispiel geben könnte. Es ist doch Thatsache, daß Unsicherheit, was wird nun werden, wenn feine HandelsHöhe der Zollerhöhungen selbst tragen müßten. Dann feiner Zeit, als Deutschland die Schutzzollpolitik inaugurierte, verträge zu stande kommen? Und nun wollen Sie auch aber könnte es dem exportierenden Rußland ganz gleichgültig Rußland, Oestreich, die Schweiz, Schweden, Nornoch die Ausfuhrindustrie schädigen! Herr Spahn will jein, ob wir unfre Getreidezölle erhöhen.( Sehr richtig! rechts) wegen dem deutschen Beispiel folgten. Ebenso bestand ja den Ueberschuß aus den Getreidezöllen zur Witwens und WaifenDie Festlegung der unteren Grenzen für Getreidezölle will der ja auch gerade die rettende That der Handelspolitit 1892 darin, verforgung verwenden. Aber sie wollen doch gerade durch die größte Teil meiner Freunde zugeben, da große Kreiſe des daß nun auch die andern Staaten, felbst das hochschutzöllerische höheren Zölle die Einfuhr unterbinden. Was bleibt denn da noch Volkes sie wünschen und die Regierung erklärt, daß trotzdem der Ab- Rußland, dem Beispiel folgten. So werden auch durch den jegt auf übrig für die Witwen und Waisen, die sitzen ja dann auf dem schluß von Verträgen möglich ist. Die Forderungen des Grafen gestellten Tarif andre Staaten veranlaßt werden, ähnlich vorzugehen Trockenen.( Heiterkeit rechts.) Dem Herrn Reichskanzler möchte Schwerin gehen meinen Freunden aber viel zu weit. Ueber die Höhe und da fürchten wir eben, daß einzelne noch weiter gehen werden ich zurufen: Dir thut Mann mit zugeknöpften Taschen, der Zölle äußere ich mich mit Abficht nicht, diese festzustellen und daß dadurch die Verhandlungen wesentlich erschwert werden. niemand was zu Lieb', Hand wird nur von Hand ge= wird Cache der Kommission sein. Ebenso wird in der Rom- Durch die Schutzzollpolitik wird nur die Kartellbildung gefördert. waschen, wenn Du nehmen willst, so gieb. Wir find mission eine Verständigung über die Viehzölle zu erzielen Das haben wir an dem Zuderkartell gesehen. Es ist gesagt, wir bereit, forgfältig mitzuarbeiten, um aus diesem Tarifentwurf etwas sein. Was die Industriezölle anlangt, so halten wir dieselben zum müssen vor aber ein guten be der Konkurrenz der amerikanischen zu machen, was eine bessere Basis für Verhandlungen bietet. Der Schutze gegen die wachsende Schlenderfonkurrenz des Auslandes, die Trusts. Es ist infolge der Herr Reichstangere rief uns gestern zu: Kardinal, thun Sie das besonders von Amerifa in nächster Beit in rücksichtslosester Weise geübt Trustsbildung billiger produziert wird. ist nur noch Ihrige! Ich möchte ihn daran erinnern, daß die Aufgabe des werden wird, für durchaus gerechtfertigt. Von einer Auswucherung eine Frage der Zeit, daß die amerikanischen Trusts infolge ihrer se a r dinals, die Juquisition im allgemeinen für den des Edwachen durch den Starken ist keine Rede. Wir wollen keinen ganz unfoliden Grundlage zusammenbrechen müssen. Selbst die Intulpaten teine angenehme war, er endete gewöhnlich auf Hochschutzoll, aber wir wollen eine gesunde Heimatspolitit, eine Beitschrift" Eisen und Stahl" hat zugegeben, daß Amerita mit seinen dem Scheiterhaufen. Wenn dies Ereignis hier eintreten sollte. vernünftige Handelsvertragspolitik, die unsere Stellung auf dem Exportpreisen Selbstmord treibt. Ueberhaupt find die Riefen- so wird es nicht an uns, sondern an dem Inkulpaten liegen.( LebWeltmarkt befestigt.( Lebh. Bravo! b. d. Natl.) bildungen ein Fluch der Schußzölle. Der Weber vereinigt sich mit hafter Beifall links, Lachen rechts.) b. ink is einer Baumwollspinnerei, um das Garn nicht zu teuer zu bezahlen, ( frf. Bg.): sondern den Gewinn gleich mit einzustreichen. Dadurch wird der Mittelstand vollständig unterdrückt.( Sehr richtig! links.) Abg. Gothein( frs. Bg.): 11113 fofteben. Es Und boet in d unter as mito Abg. Gamp( Np.): es Abg. Paasche hat den Handelsvertragsverein anzugreifen für do Wir werden uns bemühen den Interessen der Handwerker, der nötig gehalten, weil er wußte, daß ich, der zweite Vorsigende dieses Mit der Frage der Handelsverträge hat man fich, wie mir ge- Bauern und der Arbeiter bei dieser Vorlage Rechnung zu tragen, Vereins, nach ihm sprechen würde. Ich spreche aber hier für meine fagt worden ist, im preußischen Staatsministerium überhaupt nicht Herr Richter bedauerte, daß der Bauernstand in dem wirtschaftlichen Partei, nicht für den Handelsvertragsverein, der übrigens leider beschäftigt. In der Begründung steht darüber, daß die Aussicht für Ausschuß nicht die genügende Vertretung gefunden habe. Wenn Herr nicht über die Millionen verfügt, die Abg. Baasche ihm imputiert. den Abschluß nener Handelsverträge zur Zeit noch nicht überblickt Richter die Bauern mehr schützen will, bin ich gerne bereit mit ihm Es gehören dem Handelsvertragsverein, wie ich noch bemerken will, werden kann. Das ist wenig vertrauenerweckend. Was will denn da Hand in Hand zu gehen. Ich glaube aber nicht, in dieser auch zahlreiche nationalliberale Mitglieder an. die Regierung thun, wenn sie bei den Minimalsägen zu Beziehung auf die Unterstützung des Herrn Richter rechnen Graf Posadowsty hat die Frage des Bolltarifs nicht als eine feinen Will sie dann den zu können. Auf die Politik des Freihandels können wir uns nicht politische, sondern als eine mehr wirtschaftliche bezeichnet. Da sollte Tarif aufgeben? Dann hätte doch der ganze einlassen. Wir wünschen eine blühende Industrie, damit der Arbeiter er doch Veranlassung nehmen, als Mitglied des preußischen Staats- Minimalzoll feinen Sinn. mehr landwirtschaftliche Produkte fonsumieren fann. Wir wollen aber ministeriums diejenigen Bürgermeister und Behörden zu rekti- Herr Spahn meinte, wir seien im Falle von Zollfriegen nicht vor allem, daß der Not der Landwirtschaft Rechnung getragen fizieren, die Vereinen und Stadtverordneten- Versammlungen auf ein bestimmtes Land angewiesen. Woher aber will er a. B. die wird. gum wenigsten muß das in das Land gesteckte en agen tommt? " B " Kapital die minimalſte angemessene Verzinsung finden und II. Der Abdrud dieses Briefes im Vorwärts" enthält teine von ihm den" Daily Relva" gelieferten Berichts und überhaupt die die Produktionskosten müssen gedeckt werden. Das ist hente Beleidigung, wie die an ihn geknüpften Bemerkungen des An- Wahrheit der in den, inkriminierten Briefen aufgeführten. Thatsachen nicht der Fall. im Interesse auch der Tändlichen geschuldigten deutlich darthun. Der Brief wird als unmöglich ge- bestätigen. Arbeiter wollen wir die Rentabilität der Landwirtschafts erhöht sehen. mein" charakterisiert. Die in ihm erwähnten Kriegsgreuel werden C. 1. Der Missionar Arthur S. Smith in New Allerdings find die Zölle eine rohe Waffe, aber es giebt keine andren nicht dem Ostasiatischen Expeditionscorps in seiner Gesamtheit zur ort, dessen gegenwärtige Adresse noch ermittelt wird, wird die Mittel, um die Landwirtschaft zu schügen. Vielleicht wäre es zwed- Laft gelegt. Es wird vielmehr hervorgehoben, daß sich dieser Richtigkeit der in den inkriminierten Briefen aufgeführten Thatsachen mäßiger gelesen, Wertzölle für die landwirtschaftlichen Produkte ein- Kriegsgreuel der Briefschreiber mit unflätigem Behagen rühmt"; bekunden und insbesondere bestätigen, daß der von ihm dem New zuführen in der Weise, daß die Zölle bei hohen Getreidepreisen sie werden also als seine Thaten dargestellt und verurteilt. Porter Outlook" gelieferte, in der beiliegenden Nummer des„ Bor niedrig sind, bei niedrigen Preisen höher. Ich behalte mir vor, diese Das erhellt flar aus den Ausführungen gegen die„ Tägliche Rund- wärts" vom 10. November 1900 auszugsweise wiedergegebene BeBorschläge der Kommission zur weiteren Begutachtung zu unter- schau", indem dieses Blatt gefragt wird, was es über die Selb stricht durchweg der Wahrheit entspricht. breiten. bezichtigung eines opfermutigen Bruders meine, der mit ge= 2. Professor Baelz in Tokio wird befunden, daß das schändeten Weibern rüde renommiert. Die Veröffentlichung des Vorgehen der Europäer in China ein barbarisches war und daß ihm Briefes erfolgte zur zweiten Lesung des Etats des Reichstages, wie deutsche und englische Offiziere selbst ihre helle Entrüstung über diese im Eingange des Artikels angegeben ist, und verfolgte den Zweck, Barbarei ausgesprochen haben. auf jene schändlichen Thaten aufmerksam zu machen und Abhilfe zu schaffen. III. Die in der Nr. 10 des Vorwärts" vom 12. Januar 1901 abgedruckten Briefe sind sämtlich im Original vorhanden. Beweis: 1. der verantwortliche Redacteur des„ Egelner Tageblatts", amtliches Publikationsorgan, Man verlangt eine Ermäßigung der Produktionstoften. Es ist aber natürlich, daß diese Kosten in Ländern( mit hoher Kultur größer find als in Ländern, die auf niedrigerer Stufe stehen, wie 3. B. Argentinien. Die nationale Produktion muß für die hohen Lasten, mit denen sie von der socialen Gesezgebung belastet ist, durch die Schutzölle entschädigt werden; das ist die moralische, ethische Rechtfertigung der Schutzölle. Ich erkenne an, daß die Regierung den Wünschen der Landwirtschaft einigermaßen entgegengekommen ist, und ich spreche dem Reichskanzler meinen Dant dafür aus. Wir hoffen, daß die Zeiten vorüber find, wo den Klagen der Landwirte vom Regierungstisch fühl entgegengehalten wurde:„ Nun, wenn Sie keine genügende Rente haben, schreiben Sie doch die Hälfte Ihres Grundkapitals ab." Aber die Fürsorge für die Landwirt= fchaft ist im Gesez nicht ausreichend. Ich würde vom Standpunkt der Konsumenten eine Ermäßigung des Roggenzolls noch lieber befürtvorten als eine Ermäßigung des Gersten- und Haferzolls. Die Viehzölle müssen angemessen erhöht werden; die Unterschiede in der Regierungsvorlage sind absolut unbegründet. Warum soll ein Ochse anders besteuert werden, wie ein Bulle? Die Minimalzölle entsprechen dem landwirtschaftlichen Interesse, aber nur insofern, als die Minimalsäge die Grenze darstellen sollen, bis zu der man nicht gehen kann, ohne schwere Schädigung für die Landwirtschaft. Diejenigen, die dem Ausland etwas Neues mitteilen wollen, sollen nach Oestreich gehen, wie es der Abg. Dr. Barth für angemessen erachtet hat. Wenn ein Amerikaner im Auslande gegen die Schutzzollpolitit seines Landes Propaganda machen wollte, so väre er gesellschaftlich und politisch ein toter Mann!( Lärm und Widerspruch links.) Wir aber müssen uns das gefallen lassen! Ich zweifle nicht daran, daß wir auf der Grundlage des neuen Tarifs zu Handelsverträgen kommen werden. Bei den bisherigen russischen und amerikanischen Handelsverträgen sind wir allein die Leidtragenden gewesen; Rußland und Amerika haben fein einziges Opfer gebracht. Die Landwirtschaft thut mehr für ihre Arbeiter, als Herr Moltenbuhr glaubt. Die 70 000 Arbeitslosen, die es jetzt in Berlin giebt, find von der Industrie auf die Straße gesetzt worden, während die Landwirtschaft ihre Arbeiter, auch wenn sie sie nicht beschäftigen kann, während des ganzen Jahres bezahlt.( Lachen links.) Diese 70 000 beweisen auch, daß die Industrie die Masse von Arbeitern, die sie dem platten Lande entzogen hat, nicht dauernd beschäftigen kann. Ein einziges großes industrieles Wert hat im letzten Jahre an seine Arbeiter 2 348 000 M. gezahlt, die Aktionäre erhielten 3 780 000 M. Die Löhne sind dort gegenüber dem Vorjahre um über eine Million erhöht worden.( hört! hört! rechts.) Herr Moltenbuhr behauptete vorgestern, die Not der Landwirtschaft liege nur an der schlechten Bewirtschaftung des Bodens. Ich möchte wirklich wünschen, daß Herrn Moltenbuhr einmal ein unbelastetes bäuerliches Grundstück zur Bewirtschaftung unter Hinzu ziehung feines gauzen socialdemokratischen Beirats über geben würde. Dann mögen die Herren einmal wirklich durch die That zeigen, was sie zu leisten vermögen. Sollten Sic unter all den phänomenalen Geistern Ihrer Fratiion teinen Landtvirt finden, so stelle ich Ihnen anheim, sich von den NachbarFraktionen einen zu borgen.( Große Heiterleit; Sehr gut! rechts.) Auch für einige deutsche Minister wäre ein solcher Versuch sehr angebracht. Herr Molkenbuhr forderte uns weiter auf, mit ihm in die Hütten der Arbeiter zu kommen. Nun, die Ueberschüsse aus den Zöllen sollen ja für die Witwen und Waisen der Arbeiter verwandt werden. Aber ich möchte Herrn Moltenbuhr meinerseits ersuchen, mit mir in die Hütten der Bauern zu kommen, für die es keine Begrenzung der Arbeitszeit, leinen Schutz der Gesetzgebung giebt. Wer dann beiträgt den Bauernstand zu vernichten, der ist auch ein Totengräber für Thron und Altar.( Lebhaftes Bravo! rechts.) Abg. Dr. v. Komierowsky( Pole): Wir werden vor allem für eine gründliche Kommissionsberatung stimmen, damit teine übereilten Beschlüsse gefaßt werden. Einen geregelten und ständigen Schutz der Landwirtschaft erkennen wir durchaus als notwendig an. Alle polnischen landwirtschaftlichen Vereine haben sich ohne Ausnahme entschlossen, einen erhöhten Schutz der Landwirtschaft zu fordern. Dieser Forderung trägt der vorliegende Entwurf im allgemeinen Rechnung. In der Kommission müßte ein Weg gefunden werden, um die Zölle für Notstandsjahre bei Mißernten außer Kraft zu setzen und die Mehreinnahmen müssen zu Gunsten der arbeitenden Bevölkerung verwendet werden. Die Konsumentenschwärmerei für niedrigen Preisstand", die ja auch unser Kollege Schippel in seinem jüngst erschienenen sehr interessanten Buche über die Grundzüge der Handelspolitik scharf verurteilt, können auch wir nicht als maßgebend für die Behandlung der Zolltariffrage anerkennen. Von diesen Gesichtspunkten werden wir uns in der Kommission leiten lassen. Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Donnerstag 1 Uhr. Schluß 58/4 Uhr. Die abgelehnten Beweisanträge " im Hunnenprozeß. Zur Charakteristit des gegen den„ Vorwärts geführten Prozesses, der mit der schweren Verurteilung zweier Nedacteure endigte, veröffentlichen wir in Ergänzung unsres Berichts nachstehend den Wortlaut der Beweisanträge im Fall John. Die Anträge wurden schon im Juni gestellt, um dann kurz vor dem Termin von dem Gericht abgelehnt zu werden. In der VerhandYung wurden die Anträge wieder aufgenommen, mit dem gleichen Erfolge; sie wurden abgelehnt mit der völlig unverständlichen Begründung, daß die verklagten Hunnenbriefe teine Thatsachen, sondern Urteile enthielten. Die Feststellung der Wahrheit wurde uns so unmöglich gemacht. Aber wir fönnen wenigstens der Oeffentlichkeit zeigen, was wir beweisen wollten, und daß Genosse John zu fieben Monaten Gefängnis verurteilt wurde, nachdem ihm die elementarsten Rechte der Berteidigung versagt worden waren. Nachstehend die Beweisanträge. An bas tgl. Landgericht I, Straffammer 8 F. J. 576/01. in Berlin. Königsberg, den 11. Juni 1901. In der Strafsache gegen John und Genossen beantrage ich: prinzipaliter: den Antrag auf Eröffnung des Hauptverfahrens abzulehnen, eventuell: 2. der verantwortliche Redacteur der Chemnitzer Boltsstimme" Rühle in Chemniz, Uferstraße Nr. 14, 3. der verantwortliche Redacteur der Schleswig- Holsteinschen Volkszeitung" Eduard Adler in Kiel, Moltkestraße Nr. 3. Diese Zeugen werden bestätigen, daß die im Vorwärts" wiedergegebenen Briefe ihnen im Original vorgelegen haben, und daß sie die Briefe nicht zum Abdruck gebracht hätten, wenn die Glaubwürdig feit der Absender irgendwie zweifelhaft gewesen wäre. Der Zeuge zu 1 wird insbesondere bekunden, daß der Kanonier Erust Deiter, von dem der in seinem Blatt abgedruckte Brief stammt, durchaus glaubwürdig ist. Die Veröffentlichung des Vorwärts" ist nicht fritiflos erfolgt, wie der Schlußpassus des Artikels beweist. Die Behauptung des Briefschreibers, daß er mit Chinesen blut schreibe, wird als richtig angezweifelt und, wenn sie als Wig" gemeint sei, gebührend charakterisiert. IV. Die sämtlichen in den abgedruckten Briefen enthaltenen Angaben sind ihrem wesentlichen Inhalt nach wahr. Das beweisen: : A. die vielen im wesentlichen übereinstimmenden Briefe, welche die Zeitungen aller Parteirichtungen von verschiedenen Angehörigen des Ostasiatischen Expeditionscorps zum Abdrud gebracht haben; B. die Zeugnisse der Kriegs Berichterstatter der großen bürgerlichen Zeitungen; C. die weiteren, unten angeführten Zeugnisse; D. die Strafatten über die Verbrechen und Vergehen von Angehörigen des Expeditionscorps, die vom Kriegsminister zu erfordern und vorzulegen beantragt wird. A. Zum Beweise werden zunächst vorgelegt die folgenden veröffentlichten Briefe: 1. im Düsseldorfer Anzeigenblatt". Brief vom 17. August 1900, abgedruckt im Vortvärts" vom 20. Oftober 1900. 2. 3utunft", Brief vom 22. August 1890, abgedruckt im " Borivärts" vom 20. Oftober 1900. 3. Hannoverscher Courier". Brief vom 12. September 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 6. November 1900. 4. Wochenblatt für den Kreis Tedlenburg", amtliches Kreisblatt, Brief vom 10. September 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 7. November 1900. " 5. Krefelder 8eitung", nationalliberales Organ, Brief vom 3. September 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 11. November 1900. 6.„ Fränkischer Kourier". Briefe vom 24. August und 1. September 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 11. Nobember 1900. " 7. Neue Bayrische Landeszeitung". Briefe vom 5., 15., 21. September 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 14. November 1900. " " 8. Lippesche Landeszeitung". Brief vom 16. September 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 14. November 1900. 9. Gebirgsbote in Brief vom 30. August 17. November 1900. " 1900, abgedruckt im Vorwärte " 24 10. General Anzeiger in Ludwigshafen. Brief vom 27. September 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 17. No bember 1900. " 11. Angermünder Beitung", Kreisblatt. Brief vom 5. September 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 21. November 1900. " 12. arte". Brief vom 1. Oftober 1900, abgedruckt im " Vorwärts" vont 21. November 1900. " 13. Straßburger Bürgerzeitung". Brief aus Bivouac von Tientsin, abgedruckt im Vorwärts" vom 23. Ja nuar 1901. 14. Rigdorfer Tageblatt". Brief vom 16. Nobember 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 23. Januar 1901. 15. Liegniger Anzeiger". Brief vom 6. Januar 1901, auszugsweise abgedruckt im Vorwärts" vom 28. März 1901. 16. Flensburger Nachrichten", konservatives Organ. Brief vom 29. November 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 28. März 1901. " 3. Der Orientalist Professor Theodor Nöldecke in Straßburg i. Els. wird bekunden, daß er den in der beiliegenden Nummer des Vorwärts" vom 11. April 1901 wiedergegebenen Brief an Heinrich Gelzer geschrieben hat und daß nach der Art der Kriegsführung eine Verrohung der europäischen Truppen hat eintreten müssen. V. Der Vorwärts" hat in seinen Erörterungen über die hunnische Kriegsführung fortgesetzt darauf hingewiesen, daß die Sunnenthaten nicht sämtlichen Angehörigen des Erpeditionscorps zur Last zu legen seien. So wird in der beiliegenden Nummer des„ Vorwärts" vom 9. November 1900 in einer Polemit mit der Kreuz- Zeitung" unter der Spizmarke„ Socialdemokratische Chinafreiwillige" hervorgehoben, daß unsre Soldaten nicht grausam fein fönnten, und es habe sich vielfach gezeigt, daß sich die Opfer des Rache- Kreuzzuges in allen Unmenschlichkeiten ein menschliches Gefühl bewahrt hätten. In der überreichten Nummer des Vorwärts" vom 28. März 1901 wird gegenüber einer vom„ Berliner Lokal- Anzeiger" wiedergegebenen Reuter- Meldung, nach welcher bei einer Niedersäbelung von englischen Soldaten die Deutschen die Hauptschuldigen sein sollten, bezweifelt, daß die Deutschen die Hauptschuldigen seien, und bemerkt, daß die verschiedenen Truppen einander gleich fämen. " 1 Herr v. Lefsel wird ausdrüdlich wegen seiner strengen Disciplin gelobt. Beweis: die beiliegende Nummer des Vorwärts" vom 19. April 1901. Mit sichtbarer Freude wird in der beiliegenden Vorwärts"> Nummer vom 12. April 1901 ein Brief eines deutschen Offiziers an den Hamburgischen Korrespondenten" wiedergegeben, und darin gezeigt, wie auch die Stimme der Menschlichkeit bei dem Expeditionscorps vernehmbar sei. PP So wird im Anschluß an den im beiliegenden Ausschnitt des Vorwärts" vom 2. März 1901 abgedruckten Brief ausgeführt: Gerne wollen wir andernfalls müßte man an jedem menschlichen Fortschritt verzweifeln annehmen, daß die tannibalische Stimmung dieses Khafifrieges nicht die allgemeine ist." VI. Die Annahme der Anklageschrift, daß der in einem der inkriminierten Artikel enthaltene Bafius: Die eigentlich Schuldigen werden doch nicht zur Verantwortung gezogen" die Vorgesezten der Soldaten als die eigentlich Schuldigen bezeichnet, wird schon durch die vorstehenden Ausführungen widerlegt. Der Vorwärts" hat auch nicht einen Augenblick einen Zweifel darüber gelassen, wer die nicht zur Verantwortung gezogenen eigentlich Schuldigen seien, nämlich: ein Teil der Missionare, der durch Mißachtung der berechtigten Eigentümlichkeiten der Chinesen und durch Verlegung der Nechte der Chinesen den Fremdenhaß zum größten Teil bei den Chinesen hervorrief, diejenigen( Polititer, welche auf die Eroberung Kiautschous hindrängten, diejenigen Diplomaten, welche schon vor dem ersten Angriff der Chinese auf die Gesandtschaften völkerrechtswidrig zahlreiche Chinesen auf den Straßen und in Tempeln von den Schuhwachen der Gesandtschaften niedermachen ließen, diejenigen Politiker und Jours nalisten, welche den grausamsten Rachefeldzug forderten und wie das kleine Journal" im Juli 1900 verlangten: " „ Hinrichtung muß auf Hinrichtung folgen. Kein Alter, fein Geschlecht darf Schonung finden, mit unerbittlicher, alles vernichtender Rächerhand muß das Volk im Reich der Mitte lernen, die„ Fremden" zu fürchten, wie es noch nie gethan... oder wie der Schwäbische Merkur": Bilden wir starte Kolonialtruppen aus der Hefe des Boltes, begnadigen wir geeignete Männer aus unfren Gefängs niffen zum Dienst in dieser Truppe, öffnen wir verwegenen Abenteurern den Eingang in sie, verwenden wir Offiziere, die in deutschen Garnisonen als nicht ganz, fair" erscheinen, zur Führung der Kolonialtruppe. Beweis: die beiliegenden Nummern des Vorwärts" vom 7. Juli und vom 11. Juli 1900. Daß diese rohe unmenschliche Auffassung auf das Expeditionscorps ungünstig eingewirkt und erheblich zur Verrohung beigetragen hat, wird der Kriegstorrespondent der Frankfurter Beitung" bestätigen. In seinem in der beiliegenden Vorwärts"-Nummer vom 30. Dezember 1900 wiedergegebenen Bericht führt er aus, daß die Soldaten durch die bis. Herige Heße gegen das Chinesenvolt schon zu sehr aufgeregt worden feien, und daß der Gedanke, daß man den Chinesen gegenüber allen Leidenschaften die Bügel schießen lassen dürfe, unsre Manneszucht 17. Bremer Bürgerzeitung". Brief vom 26. August vernichten könne. Er fordert deshalb die Deutschen in der Heimat 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 1. November 1900. auf, die Angehörigen in China nicht zu Heldenthaten aufzureizen. 18.alberstädter Volts 3eitung". Brief vom Der Vorwärts", der sich diesen Ausführungen anschließt, bedauert, 1. September 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 1. No- daß der Kriegskorrespondent seine Mahnungen, die Soldaten nicht noch zu Brutalitäten anzustacheln, nicht auch an einen Teil 19. Boltsblatt für alle". Brief vom 1. Sep- feiner Kollegen in Ostasien gerichtet habe. In tember 1900, abgedruckt im Vorwärts" vom 14. November 1900. ben Bemerkungen des„ Vorwärts" zu dem Bericht des Die in Bezug genommenen Vorwärts"-Nummern und der im Korrespondenten vom 24. Dezember 1900 die in der beiliegenden " Borwärts" nur auszugsweise abgedruckte Brief aus dem„ Liegnizer Nummer vom 23. Februar 1901 enthalten sind wird es als anAnzeiger" in ausführlichem Abdruck werden hiermit überreicht. erkennenswert bezeichnet, daß die militärische Leitung gegen die geschilderten Grenel einschreitet, und eine Erklärung für die Ercesse in den Vorstellungen gefunden, mit welchen über China und die gelben Bestien die Soldaten von der deutschen„ nationalen" Presse genährt worden sind. bember 1900. " " Die verantwortlichen Redacteure dieser Zeitungen, die am Erscheinungsort der Zeitungen wohnen und ohne weitere Bezeichnung geladen werden können, werden als Zeugen dafür benannt, daß ihnen die von ihnen veröffentlichten in dem Vorwärts" Die Auffassung, welche der„ Vorwärts" über die wahrhaft wiedergegebenen Briefe im Original vorgelegen haben, daß sie die Schuldigen von Anfang an vertreten hat, wird von den besten Glaubwürdigkeit der Briefschreiber festgestellt haben und ein Chinakennern, dem ehemaligen deutschen Gesandten in Peking Herrn Zweifel an der Richtigkeit des Briefinbalts in keinem Fall besteht. v. Brandt und dem langjährigen Leiter des chinesischen Zollgegebenen Zeitungen namhaft gemachten Briefschreiber, Eventuell werden die in den Veröffentlichungen der vorher an- wesens Sir Robert Hart geteilt. deren Beweis: a) die in den beiliegenden Vorwärts"-Nummern vom jeweiliger Aufenthalt durch Auskunft des Kriegsministers festgestellt 16. August 1900 und 26. Februar 1901 abgedruckten Ausführungen werden kann, als Zeugen die Richtigkeit der in ihren Briefen von dieser Männer nebst den Bemerkungen des Vorwärts", ihnen erzählten Thatsachen bekunden. b) der Artikel des„ Vorwärts" in der beiliegenden Nummer vom 17. August 1900 mit der Ueberschrift Chriftliche Kultur". v. Brandt und Hart werden auch als Zeugen für die Richtigkeit dieser Angaben benannt. Sie werden insbesondere bekunden, daß B. 1. Der Kriegsforrespondent der Frankfurter 8eitung". dessen genaue Adresse sofort nach seiner Rückkehr nach Deutschland angegeben werden wird, wird auf Grund seiner eignen Beobachtungen auf dem Kriegsschauplage die Richtigkeit der in den inkriminierten Briefen enthaltenen Thatfachen als Zeuge bestätigen. " die erste Verlegung des Völkerrechts den Europäern zur Last falle, und daß die Boger eine nationale Erhebung gegen die Eingriffe der Fremden darstellen. Alles dies reicht wohl aus, um den gestellten Prinzipalantrag Er wird insbesondere bekunden, daß die von ihm in der Frantzu rechtfertigen. furter Zeitung" geschilderten Noheiten und Gewaltakte, wie sie zum Teil in den beiliegenden Nummern des„ Bortvärts" vom 30. Dezember 1900, 3. Februar 1901, 23. Februar 1901, 3. April 1901 wiedergegeben sind, den Thatsachen entsprechen. " 4 Der Rechtsanwalt. Haase. Die Berliner Tischler vor dem Einigungsamt. 2. Der Kriegskorrespondent des Berliner LokalAnzeiger" Dr. Georg Wegner in Berlin, wird als Zeuge Eine zwischen den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern in der bekunden, daß der in beiliegender Nummer des„ Vorwärts" vom Holzindustrie ausgebrochene Meinungsverschiedenheit über die Aus29. Dezember 1900 abgedruckte Bericht von ihm herrührt, auf legung des nach dem vorjährigen Streit abgeschlossenen Einigungsnachstehenden Beweis zu erheben: Grund sorgfältiger Beobachtungen verfaßt ist und durchweg wahr ist. vertrages wurde ani Mittwoch vor dem Einigungsamt verhandelt. I. Der in Nr. 9 des„ Vorwärts" am 11. Januar 1900 ab 3. Der Kriegsberichterstatter der Kölnischen Beitung Die Sigung fand im Bürgersaal des Rathauses statt unter dem gedruckte Brief ist der Redaktion des Vorwärts" im Original über wird als Renge die Richtigkeit des in dem beiliegenden Ausschnitt Borsiz des Gewerbegerichts- Direktors v. Schulz. Als Beijizer geben und zu den Akten der Straffammer des tgl. Landgerichts zu des Vorwärts" enthaltenen, von ihm der„ Kölnischen Zeitung" ge- fungierten die Arbeitgeber Bernhard und Maß, sowie die ArbeitFrankfurt a. M. gegen Quarck, der wegen des Abdrucks dieses lieferten Berichts, sowie des in der beiliegenden Nummer des Bor- nehmer Koblenzer und Massini. Briefes ebenfalls unter Anklage gestellt ist, eingereicht worden. wärts" vom 16. November 1900 enthaltenen Berichts bestätigen. Glode führte als Vertreter der Arbeitnehmer aus: Die im Beweis: a) Die Aften foutra Quard wegen Beleidigung 4. Der Striegsforrespondent der Daily News", Frederic Frühjahr vorigen Jahres getroffene Vereinbarung befage, daß der der Straffammer des tgl. Landgerichts zu Frankfurt a. M. und der Coleman, deffen gegenwärtiger Aufenthalt ermittelt wird, wird die Lohn, sowie die Abschlagszahlung bei Accordarbeit mindestens 24 M. dort befindliche Brief mit dem Datum: Tientsin, den 11. Oft ober 1901. Richtigkeit des in demselben Ausschnitt des Vorwärts" enthaltenen, betrage, und daß günstigere Arbeitsbedingungen, welche vor dem " S Abschluß des Vertrages vorhanden waren, auch ferner nicht gekürzt werden. Eine Tarifgemeinschaft sci zwischen den| damals von dem Einigungsamte vielmehr vorausgesetzt, daß von der bestehen bleiben müssen. Aus diesen Bestimmungen folge, Arbeitnehmern und Arbeitgebern nicht abgeschlossen worden, sondern Achtzehner- Kommission auch alle übrigen Streitigkeiten von Wichtigpaß den Arbeitern ein gewisser Mindestlohu garantiert werde, nur eine Vereinbarung zur Beilegung des Streifs. Die Achtzehner- feit, welche im Tischlergewerbe zwischen Meistern und Arbeitern vorher unter feinen Ilmständen herabgesetzt werden dürfe. Bei den vor- Kommission habe sich auf Antrag der Arbeiter zwar öfter kommen, und zu Aussperrungen und Ausstellungen führen könnten, jährigen Einigungsverhandlungen sei ausdrücklich betont worden, mit 2ohnstreitigkeiten befaßt, obwohl sie nicht dazu ver- vor ihr Forum gezogen werden würden. daß auch die Arbeitgeber eine gewisse Gleichstellung der Accordlöhne pflichtet sei. Sie habe es es im Interesse des Friedens ge- 2. Unter den günstigeren Arbeitsbedingungen des Vergleichs wünschen und daß sie die Arbeiter in der Bekämpfung der Schunds than. Jetzt aber, wo der geschäftliche Rückgang eingetreten fei, unter II find nach Ansicht des Einigungsamtes alle diejenigen fonkurrenz unterstüßen würden. Jeßt, seit dem Beginn des schlechten fönne die Organisation der Arbeitgeber ihre Mitglieder nicht mehr Arbeitsbedingungen zu verstehen, welche vor Abschluß des Vergleichs Geschäftsganges, würden die Accordlöhne herabgesetzt. Die Arbeiter hindern, Lohnabzüge zu machen. Die Organisation habe das zu ver- in einzelnen Werkstätten des Gewerbes galten. find der Meinung, daß dies nach dem Wortlaut aus dem Sinne der hindern gefcht, aber es gehe jest nicht mehr. Die Arbeitgeber seien 3. Das Einigungsamt ist ferner der Ansicht, daß Aenderungen Einigungsbedingungen unzulässig ist. Diese Auffassung sei auch bis der Meinung, daß ihr Verdienst schon seit 1896 nicht mehr in dem der Löhne, in welcher Art sie auch beabsichtigt sein mögen, so lange vor kurzem gar nicht bestritten worden. Erst jetzt, wo die Herab- rechten Verhältnis zum Arbeitslohn stehe, und deshalb ließen sie der Vergleich Gültigkeit befigt, durch Verhandlungen und Abreden fegung der Accordlöhne immer häufiger vorkommie, erkennen jetzt Herabsetzungen der Accordlöhne eintreten. Dagegen laffe sich der Parteien vor die Achtzehner- Kommission, und wenn dort eine die Arbeitgeber die Auffassung der Arbeiter nicht als zu nichts machen. Von einer Festlegung der Accordlöhne sei bei der Einigung nicht erzielt wird, vor dem Einigungsamte herbeigeführt ireffend an. In der Achtzehner Kommission konnte wegen vorjährigen Vereinbarung gar feine Rede gewesen. Es wäre ja auch werden müſſer. dieser Meinungsverschiedenheit keine Einigung erzielt werden, unbillig, wenn man von den Arbeitgebern verfangen wollte, daß sie und deshalb haben die Arbeitnehmer das Einigungsamt für ewige Zeiten an den bestehenden Löhnen festhalten sollen. Der angerufen, damit dasselbe eine authentische Auslegung der strittigen Vertrag hindere die Arbeitgeber nicht, die Löhne herabzusehen. Nach eineinhalbstündiger Beratung fällte das Einigungsamt V 4. Das Einigungsamt glaubt nach fester Ueberzeugung den Parteien anraten zu müssen, im Wege der privaten Verhandlung sich über Mei mungs- Verschiedenheiten bezüglich der Lohnverhältnisse zu verstän digen Schriften- Eingang. Jul. Rückers Taschenbuch und Kalender für alle Stände". 1902/1903. Als Vertreter der Arbeitgeber sprach Bry. Nach der Aufsicht folgenden Spruch: at war, als der Entwurf des Vergleichs vom feiner Kollegen sei der Wortlaut des Vertrages so klar, daß eine 1. Das Einigungsamt Auslegung gar nicht erforderlich sei. Die Achtzehner- Kommission sei 20. März 1900 den Parteien vorgelegt wurde, der Ansicht, daß die 25. Jahrgang. Preis gebunden 75 Pfennige. Verlag von May Rocheneingesetzt worden, um da in Funktion zu treten, wo 24 M. Lohn Achtzehner- Kommission fich nicht beschränken würde, nur in den stein, Berlin SW. oder Abschlag nicht bezahlt oder verdient werden. Es sei aber nicht Fällen, in denen eine geringere Abschlagszahlung als 24 M. von den Der Mentor. Notizkalender für Schüler. Verlag von H. A. Pierer ihre Aufgabe, darüber zu wachen, daß die bestehenden Accordlöhne Meistern gewährt würde, die Schlichtung vorzunehmen. Es wurde in Altenburg. Für den Inhalt der Zuserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 5. Dezember. Opernhaus. Der Prophet. fang 7 Uhr. An= Schauspielhaus. Was ihr wollt. Anfang 742 Uhr. Urania. Freie Volksbühne. Deutsche Konzerthallen, Sectiune Konfum- Brein, Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Ueber den Wolken Im Hörsaal: Das Leben der Vorwelt. Invalidenstr. 57/62. Neues Overn Theater( ron). Tägl. Sternwarte. = Die Puppe. Anfang 72 Uhr. Schiller. Das Gefängnis. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Der rote Hahn. Anfang 71, 161. 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Abends 8 Uhr: Ueber den Wolfen." Jm Hörsaal:„ Das Leben der Borwelt". Anjang Uhr. Invalidenstrasse 57/62. Täglich: Sternwarte. vius, Junker- Schatz. Anf. 72 Uhr. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Kleine Preise: Gesprengte Fesseln. Apollo- Theater. Sensationell! Mit vollständig neuer Besetzung der Hauptrollen und Neubearbeitung. König Aqua. Im 2. Bilde: Original- Fischer- Tanz ,, Schüttl de Bün". Ferner: Die neuen Specialitäten Schiller Theater Georg Kaiser. ( Wallner Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Das Gefängnis. Lustspiel in 4 Aufzügen von Roderich Benedir. Freitagabend 8 Uhr: Die Braut von Messina oder: Die feindlichen Brüder. Sonnabendabend 8 Uhr: Die Mütter. Central- Theater. Hente Anfang 72 Uhr: Drittlentes Gaftsviel La Lole Fuller u. Sada Yacco mit ihrem aus Sonntag, den 8. Dezember, nachmittags 2 Uhr, Berliner Theater: 3. und 4. Abteilung: Heimg'funden. Carl Weiss- Theater: 12. Abteilung. 2 Uhr: Das Friedensfest. 5. Serie im Lessing- Theater am 22. Dezember: Der eingebildete Kranke, Lustspiel von Molière, und Die Medaille von Thoma. 6. Serie im Carl Weiss Theater am 12. Januar 1902: Dantons Tod. Drama von Georg Büchner. 231/12 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Sonntags 5 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Die richtige, wirkliche, grosse Weihnachts- Messe u. Ausstellung Luisenhof, Dresdenerstr. 34/35 ist eröffnet!! Im prachtvollen, weihnachtlich dekorierten Ausstellungs- Palast kauft jedermann billigst und amüsiert sich köstlich! Hört! Seht! 6 intern. Stapellen, 3 Staroussels, Erste Bano: ramen, Panoptikum, Vorführung fremder Bölfer, dressierte Feldhafen und Kazen, Variétés mit ersten Seräften, Automaten- Ausstellung. Jalusionen, China, Boerentneipe unter Leitung von Ohm Strüger, Musolinos, Näuberhöhle, Schießstände, Kaspartheater, Olympia- Billards und vieles aubre! ! 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Zwei Kulturbilder: Insterburg- Wrefchen. Referent Rechtsanwalt Victor Fränkt. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. 236/10 Frauen haben Zutritt. Der Einberufer. III. Wahlkreis. Die Beerdigung findet am Freitag, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Alten Michael- Kirchhofes in Nixdorf, Hermannstraße, aus statt. 1524296 Interessen- Verein der Kiftenmacher. 190 19 Genossinnen und Genossen! Achtung! Donnerstag, den 5. Dezember, abends& Uhr: Bolksversammlung 296 and bei Keller, Stoppenstraße Nr. 29. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genoffin Klara Zetkin über: Ain Dontag, den 2. Dezember, Der Wucherzoll und die proletarischen Frauen. verstarb unser Mitglied, der Kisten Volks- Versammlung Heinrich Kirsch. am Freitag, den 6. Dezember, abends 8 Uhr, im großen Saale von Buggenhagen, Morigplay. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Wolfgang Heine fiber:" Der Militärftaat und das Rechtsgefühl des Volkes." 2. Diskussion. Regen Besuch der Genossinnen, und Genossen erwartet 241/6 Der Vertrauensmann. Frauen- Vortrag morgen, Freitagabend 81/2, Audreasstr. 21. Pratt. Naturheilkundiger Grundmann über: Ursachen und Verhütung der Krebskrankheit, Blatungen, Geschwülste. Gäste 20 Pf. 1 Broschüre gratis. Berliner Naturheilverein. Naturärztliche Sprechstunde seuraustalt Köpnickerstraße 72. 11-2, 6-8. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donners: tag, den 5. Dezember, nachm. 3 Uhr, von der Salle des Neuen 2. Disfuffion. 3. Berichterstattung resp. Neuwahl der Vertrauenspersonen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Das beste Genussmittel für den Magen Kirchshofs in Rirborf, Germannstraße, und unentbehrlich für jede Haushaltung ist aus ftatt. 95/1 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Nur echt mit vollem Namenszug Dr.med.Woerlein's a Mt. 1,-, 1,50, 3, Magentrank praft. Arzt. Orts- Krankenkasse Dr. med. Woerleins, der Gastwirte und verwandten Gewerbe zu Berlin.. Freitag, den 13. Dezember cr., nach mittags 31, Uhr: Konsum- Genossenschaft von Adlershof u. Umg. Außerordentliche = ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Berichtigung der in Nr. 265 dieses Blattes erfolgten Bekanntmachung. Mitglieder Bewegung: Bestand am 19. Februar 1901 Das Mitglieder Guthaben betrug 76 Mitgl. am 31. August 1901. 2545,25 M. Eingetreten Die Haftsumme der Mitglieder Bestand am 31. Ang. 1901 192 Mitgl. betrug am 31. August 1901 3810 M. Adlershof, den 4. Dezember 1901. Twil 116 Der Vorstand. Paul Baumann. Wilhelm Kohl. Hermann Hildebrandt. Der Aufsichtsrat. August Segler. Emil Bollmann, Richard Kaul. Rote Kreuz- Lotterie. Ziehung am 16. Dezember 16 870 Geldgewinne. 268/9 109/ 1* Haupttreffer: 100000 Mark bar. Lose a 3 M. 50 Pf., Liste und Porto 25 Pf. extra. Otto Striese, Bankgeschäft, Berlin. 1. Geschäft: NO., Landsbergerstr. 36. S., Blücherstr. 49.; le 2. " 9 Berufs- Bekleidung und Wäsche- Fabrik 23948*] D. Wurzel& Co. 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Tagesordnung: Königstr. 59. W. Max Schwarzlose, Königl. Hoflieferant, Potsdamerftr. 7a. 1. Verlesung des Protokolls vom 26. November 1901. 2. Beamten Anstellungs- und Besoldungsverhält C. A. Winkler Nachf., Droguerie, Kur niffe. 3. Arzthonorar. 4. Apotheken: fürstenstr. 139. Boykott. 5. Mitteilungen des Bor: Max Eckert, Adler- Droguerie, Kulm ſtandes und Verfügung der Aufsichtsstraße 1, Ede Alvenslebenstraße. behörde über allgemeine Kaffen- An- Bruno Sturkow, Rollendorfplatz 8. gelegenheiten. 6. Freie Besprechung. W. Köppen, Alvenslebenstr. 26a. Berlin, den 3. Dezember 1901. Dr. H. Rosemann& Co. Nachf., Ballas: shaar, 6/15 traße 24. Popper Borstand. Vorsitzender. Schriftführer. + Achtung! Hans Schoene, Magdeburgerstr. 25. Eugen Gowin, Lintstr. 15. Paul Oelgart, Deunewigstr. 14. M. F. Berger, Neue Steinmetzfir. 3. toege SW. Donnerstag, den 5. d. Mits., Franz Schwarzlose, Leipzigerstr. 56. abends 82 Uhr, Nabes Salon, Kolbergerstr. 23: Oeffentlicher Vortrag. Der praft. 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Paff, Kurstr. 8/9; Georg Weihnacht, Grünstr. 21; Jakob Ege, Roßstr. 23; Emil Günther, Bischofstr. 12; Gustav Glaue, Krausenstr. 18; Joh. Frant, Charlottenstraße 60. Erster Wahlkreis. Der Wahlverein hält am Freitagabend 8 Uhr in Cohns Festsälen, Beuthstr. 19/21, eine öffentliche Versammlung ab. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag von Rechtsanwalt Victor Fränkl:" Zwei Kulturbilder Justerburg und Wreschen". Frauen haben Zutritt. Dritter Wahlkreis. Am Freitagabend 8 Uhr spricht im großen Saal von Buggenhagen am Moriz- Platz Reichstags- Abgeord neter Wolfgang Heine über den Militärstaat und das Rechtsgefühl des Voltes". Außerdem Diskussion. Regen Besuch der Genossinnen und Genossen erwartet Der Vertrauensmann. Reinickendorf. Sonnabend hält der Wahlverein bei Meinhard, Hauptstr. 48, eine Generalversammlung ab, in der Reichstags- Abgeordneter Ledebour referiert. Tokales. mit denen der Jugendschriften- Markt alljährlich vor Weihnachten rauben. Frau R., die bei dem Geräusch, welches der Einbrecher überschwemmt wird, dann wird sie nicht umsonst ins Wert gesezt verursachte, erwachte, rief laut um Hilfe, und nun gab der Mords, gewesen sein. B. bube auf die im Bett liegende Frau drei Revolverschüsse ab. Zwei der Kugeln durchschlugen die Längspfosten des Der Zopf, der fikt ihm hinten. Den Centralverein für Bettgestelles, während das dritte Geschoß dicht neben Arbeitsnachweis haben wir zu hoch eingeschätzt, als wir gestern dem Kopfe der Fran N. in das Kissen drang. Da auch die Tochter meldeten, daß der Zopf des Hausschuheverbots endlich ab- des R. erwachte und um Hilfe rief, so ergriff der Thäter die Flucht. geschnitten fei. Die folgende Zuſchrift des Herrn Dr. Freund Etiva eine Stunde später drang er in die Wohnung des Kaufmanns belehrt uns darüber, daß nur wenige Härchen aus dem Bopf aus Bleiß, wo er die bei seiner Flucht auf dem Bahnhof Schönhauser gezupft sind und die Schönheit des Ungetüms nur im gelinden Damm fortgeworfenen Gegenstände stahl. Eine in dem betreffenden Vereins zugesandten Schreiben: Maße beeinträchtigt ist. Es heißt in dem uns vom Vorsitzenden des Raume auf dem Sofa schlafende elfjährige Tochter des B. verhielt sich zu ihrem Glück vollständig ruhig; sie würde sonst zweifellos ein Opfer des Eindringlings geworden sein. Leider haben die beteiligten Personen in der Aufregung dem Aeußeren des Verbrechers so wenig Beachtung geschenkt, daß sie nicht im stande sind, der Bes hörde ein zuverlässiges Signalement zu geben. " Der Vorwärts" bringt in Nr. 283 die Mitteilung, daß auf Veranlaffung eines Arbeitnehmer Mitgliedes des Vorstandes des Centralvereins für Arbeitsnachweis die Bestimmung, welche das Tragen von Hausschuhen in den Wartesälen des Arbeitsnachweises verbietet, aus der Hausordnung gestrichen sei. Diese Mitteilung ist unzutreffend, die fragliche Bestimmung der Hausordnung besteht vielmehr nach wie vor u Ret. Personen, welche z. B. wegen eines Fußleidens teine Stiefel tragen fönnen, ist das Tragen von Hausschuhen gestattet und in dem vom„ Vorwärts" berichteten Fall ist von mir Remedur geschaffen worden. Das Verbot der Hausordnung richtet sich nur gegen diejenigen Besucher, welche lediglich aus Bequemlich keit das Tragen von Hausschuhen vorziehen. Ich bitte, diese Berichtigung im Borwärts" abzudrucken. " 0 Wie soll mun festgestellt werden, aus welchen Gründen ein behausschuhter Arbeitsloser der Etikette nicht genügt? Muß der Mann sich unter Umständen durch ein ärztliches Attest über seine Strankheit oder durch eine Bescheinigung des Armenkommissions Vorstehers über sein Elend ausweisen, das ihm nur noch das eine Baar Hausschuhe übrig gelassen hat? Und wird überhaupt Armut als Milderungsgrund angesehen? Man sollte doch endlich eine Beſtimmung völlig aufheben, welche die Arbeiter gar nicht anders denn als eine gegen sie gerichtete Chifane auffaffen tönnen. liners wird aus Spandau folgendes berichtet: Gestern nach Ueber den Aufsehen erregenden Selbstmord eines Bermittag traf ein anscheinend dem Arbeiterstande angehöriger Mann der Nähe des Bahnhofs belegene Schantlokale. Allenthalben erzählte mit der Bahn aus Berlin in Spandau ein und besuchte mehrere in er, daß er sich mit seiner Frau gezanft habe und gegen sie thätlich geworden sei; er müsse sich nun das Leben nehmen. In später Abendstunde weilte er in einer der Havel benachbarten Gastwirtschaft, wo er sich in gleicher Weise äußerte. Schließlich entfernte er sich hatte, schwang er sich angesichts eines zahlreichen Publikums auf das und ging auf die Charlottenbrücke zu; als er deren Mitte erreicht Geländer und sprang in die Fluten, aus denen er auch nicht wieder Rettungsverfuche waren erfolglos. Der unbekannte Selbstmörder zum Vorschein fam. Die von einigen Schiffern unternommenen Rettungsversuche waren erfolglos. Der unbekannte Selbstmörder war ein Mann Mitte der dreißiger Jahre. Was sollen wir unsren Kindern zu lesen geben? Die an Montag eröffnete Jugendschriften Aus ftellung im Gewerkschaftshause( Engel- llfer 15) ist bisher recht hübsch besucht gewesen. In dem kleinen Saal II, in dem sie untergebracht ist, würde es schon am Dienstag in den Erschossen hat sich in seiner Wohnung der 21 Jahre alte Abendstunden zeitweise fast zu eng.( Die Ausstellung ist von Student der Medizin Kurt Volk, der Sohn eines Kaufmanns aus mittags 12 Uhr bis abends 10 Uhr geöffnet, und der Besuch ist Mainz. Der junge Mann befand sich seit fünf Wochen in Berlin unentgeltlich.) Unter den Besuchern sind die Arbeiter Ueber die Schulnot im Often der Stadt sind uns aus Zimmer. Am Dienstagmorgen fand ihn seine wirtin aus einer und bewohnte in der Bandelstr. 20a zu Moabit ein möbliertes und Arbeiterfrauen weitaus in der Mehrzahl. Gerade das wurde von den Veranstaltern der Ausstellung gewünscht und erwartet, Elternfreisen weitere Klagen zugegangen. Uebereinstimmend Kopfwunde start blutend und nur noch leise röchelnd im Bett und in dieser Hinsicht darf der erste Versuch, der hier gemacht wird uns von allen Seiten gefagt, daß die Zustände, die hier liegen. Er hatte sich eine Revolverkugel in den Kopf geschossen. Die worden ist, bereits jetzt als gelungen bezeichnet werden. herrschen, nicht länger zu ertragen sind. Das Schulhaus Frau sorgte für seine Ueberführung nach dem Moabiter KrankenDer erste" Bersuch dieses Wort bedarf allerdings einer ge- in der Petersburgerstraße, das für zwei Schulen bestimmt hause. Dort starb der Verwundete noch im Laufe des Vormittags. wissen Einschränkung. Der meines Wissens allererste Versuch, ist, wird schon seit Ostern von vier Schulen benutzt. Das System In Briefen, die er außer an feine Verwandten noch an die Revierfich mit einer Ausstellung von Jugendschriften an die Eltern zu der fliegenden lassen hat sich hier zu einer Blüte ent- polizei und feine wirtin gerichtet hatte, gab Bolt über die Verans wenden, wurde in Berlin bereits im Dezember 1898 gemacht, und wickelt, die alles bisher Dagewesene übersteigt. Manche Klassen- laffung zum Selbstmord keine Auskunft. Die Wirtin bat er um Entzwar von der Jugeudschriften Vereinigung des schuldigung. Berliner Lehrer- Vereins. Jene Ausstellung ging hervor zimmer werden von früh bis abend benutzt. Hier geht es umunteraus den jahrelangen und emfigen Bemühungen der deutschen Lehrer- brochen hincin und hinaus, wie bei einem Taubenschlag. Man kann schaft, die minderwertigen Jugendschriften zu verdrängen und den sich leicht vorstellen, wie es da um die Lüftung bestellt ist. befferen Schriften Eingang zu verschaffen. Die Bemühungen Selbst ganz kleine Kinder müssen bis abends um 6 unterrichtet find zwar nicht vergeblich gewesen, aber die bisherigen Erfolge find werden, weil vorher tein Zimmer für die betreffende Klaffe vernoch nicht groß. Der mit der Ausstellung von 1898 gemachte, An- fügbar wird. Der Stundenplan einer sechsten Klasse sicht so erkennung verdienende Verfuch mißlang leider vollständig. Die aus: Montag und Donnerstag 8-11, Dienstag und Freitag 11-2 Ausstellung wurde von Eltern fast gar nicht besucht und ist selbst in und 4-6, Mittwoch und Sonnabend 11-2. Ein solcher StundenFachkreisen nicht überall bekannt geworden. Die Jugendschriften- Ausstellung im Gewerkschaftshause geht von sollte. Es ist unerhört, daß Eltern zugemutet wird, fleine, sieben Die Jugendschriften- Ausstellung im Gewerkschaftshause geht von plan ist ein Unfug, gegen den die Aufsichtsbehörde einschreiten parteigenössischen Streifen aus. Sie ist veranstaltet worden in Anlehnung an die dankenswerten Bestrebungen der jährige Kinder noch abends nach 6 1hr aus der Schule nach Hause deutschen Lehrerschaft, aber unabhängig von jener 1898er Ans- gehen zu lassen. stellung und, wie ich höre, sogar ohne Kenntnis derselben. Der Vater des Gedankens Böswillige Alarmierungen der Feuerwehr sind in Kopen ich bitte ihn, es mir nicht übel zu Hagen fast ganz beseitigt worden durch eine besondere Einrichtung nehmen, daß ich es verrate ist Genoffe Dr. Arons. Das Ber- der Feuermelder. Bu gleichem Zweck baut man in Deutschland, wie dienst, diesen neuen Versuch gemacht zu haben, würde selbst dann die„ Tägl. Rundsch." meldet, neuerdings in die öffentlichen Feuernicht verringert, wenn es sich um eine bewußte Wiederholung des melder Alarmgloden ein. Diese werden durch eine Klappe mißlungenen Verfuches von 1898 gehandelt hätte. Das eigentlich bewegt, die gehoben werden muß, bevor die Meldung erfolgen kann. Neue ist, daß hier zum erstenmale überhaupt die Möglich= feit geschaffen worden ist, die Eltern und besonders die Arbeiter Die Glode ertönt, sobald sich jemand an dem Melder zu schaffen kreise für die Sache zu gewinnen. Schon die Wahl des sich wie macht, und ist so kräftig, daß selbst im weiteren Umkreise Bassanten von selbst zu diesem Zweck darbietenden Gewerkschaftshauses, das auf die Feuermeldung aufmerksam werden. Es ist somit infolge der Arbeiterbevölkerung zusagt und durch seine Eigenart auch die dieses Läutens die Verfolgung der meldenden Person im Falle der Aufmerksamkeit bürgerlicher Gesellschaftsschichten auf sich zu lenten unbefugten Bethätigung des Welders möglich. geeignet ist, sicherte dem Unternehmen von vornherein die Beachtung weiterer Kreise. Die diesjährige JugendschriftenAusstellung ist zum mindesten der erste mit Umsicht unter nommene und erfolgreich durchgeführte Versuch, an bie Eltern heranzukommen. " = Im Cirkne Busch ist gestern ein großes Manege Schauſtüc aufgeführt worden, das den Namen Klondike erhalten hat und foll. Es gehört schon ein kleines Bermögen dazu, von Europa nach ein Bild aus dem modernen Goldgräberleben Amerikas darstellen dem graufig kalten Goldlande hinzugelangen; um das moderne äußerste Thule aber nach Berlin in den Cirkus zu transportieren, hat Direktor Busch Reichtümer angewendet, die wohl noch kein Goldgräber von dort mit beimgebracht hat. Schon das erste Bild, das von Bracht und Farbenreichtum, und nun steigert sich von Bild eine chinesische Spielerspelunke in San Francisco darstellt,' stroyt zu Bild die märchenhafte Wirkung. Aber nicht allein das Auge schaut Dinge, die selbst verwöhnten Menschen neu find, auch das Gemüt tommt auf seine Rechnung, denn wir erleben, wie ein rothaariger Gesell, der alle Untugenden besitzt, die je in Jago, Franz Moor und dem Fabrikanten Dreißiger vereint waren, dort in der rauhen Eiswüste eine brave Goldgräberfamilie an die Indianer verrät, was zur Folge hat, daß die unglücklichen an Marterpfähle gebunden werden und dann auf der Flucht alle wilden Sprünge mitmachen müssen, die nur in einem Cirkus vollführt werden können. Ballettmeister und Regiffeur haben alles Raffinement aufgewendet, um das Indianerfest durch ein prächtiges Ballett, die Flucht über eine einstürzende Brücke, durch kühne Reiterkunststücke wirksam zu gcDen Haupteffelt giebt aber das Schlußbild Das goldene stalten. Thal", das in Dekoration und Farbenwirkung so fühn angelegt ist, daß nur eine Stimme der Bewunderung laut wurde. Der Mann, der dies Bild geschaffen hat, darf sich mit Fug ein Künstler nennen. " " Aus den Nachbarorten. " Das Berliner Adressbuch für 1902 ist erschienen und gelangt von heute ab bis einschließlich Sonnabend, den 7. Dezbr. d. J. in der Haupt- Expedition des„ Berl. Lokal- Anzeiger", SW., ZimmerEin interessantes Kulturbild ist jetzt im Cirkus Schu straße 37-41 und zwar täglich von 9 Uhr vormittags bis 4 1hr mann zu sehen. Eine amerikanische Sänger- und Tänzernachmittags zur Ausgabe. Von den Vorbestellern kann das Adreß gesellschaft tritt dort als schwarzes Ueberbrett!" auf. Sechs Wer die Grundsäge und Absichten nicht kennt, die für die Ver- buch in einem Bande gegen Zahlung von 8 Mark und in zwei Negerinnen aus Quisiana veranschaulichen das Leben und anstaltung dieser Ausstellung bestimmend waren, der wird im ersten Bänden zum Preise von 10 Mart, aber nur gegen Aushändigung aber doch finnig genug, um Schlüffe auf Sitten und Charakter zus Treiben im fernen Westen. Ein bischen idealisiert allerdings, Augenblick über die geringe Zahl der ausgestellten der ihnen zugegangenen Legitimationstarte in Empfang geBücher erstaunt sein. Ein der bemittelteren Klasse angehörendes nommen werden. Von Montag, den 9. d. Mis. ab, erfolgt die zulassen. Zuerst ein Bild von einer Baumwollenplantage, dann eine Ehepaar, das die Ausstellung besuchte, faßte sein schnell fertiges Urteil Bustellung der nicht abgeholten Exemplare durch besondere Boten Banjo- Serenade und hierauf der Kuchentanz, der dem Baar, das am in die Worte zusammen:" Die Auswahl ist nicht groß!" Das trifft gegen eine Uebermittelungsgebühr von 10 Pf. pro Exemplar für würdigsten und zierlichsten einberschreitet, nach feierlicher Judikatur in gewissem Sinne durchaus zu. Die Auswahl" ist in der That Berlin und von 20 Pf. pro Gremplar für die benachbarten Vororte. einen Kuchen einbringt. Zum Schluß fommt ein malerisches Reiternicht groß", sie ist namentlich erheblich geringer als in den Buch Der Verkauf nicht vorbestellter Exemplare zum Ladenpreise von schauftück. Feierliche Lieder begleiten diese eigenartige Borstellung. läden. Für die Jugend aller Jahresklassen, Knaben und Mädchen, 12 Mark( für die Ausgabe in zwei Bänden) findet nur in der vor- lnd das ist das überraschende, daß die merkwürdigen Gesänge von von den noch nicht Schulpflichtigen bis hinauf zu den längst aus der genannten Haupt Expedition statt. Das Namensverzeichnis den schwarzen Damen mit gutgeschulter und wohlflingender Stimme Schule Entlassenen, find nur gegen 250 Bücher unterhaltender oder enthält die Adressen der Einwohner von Berlin, der drei vorgetragen werden. belehrender Art ausgestellt. Daß es nicht mehr sind, das hat aber Nachbarstädte Charlottenburg, Schöneberg und Nixdorf und Theater. Das Metropol Theater beging Dienstag die feine sehr guten Gründe. Ein wichtiger Teil des Auswählens, näm weiterer 27 Vororte, die insgesamt eine Bevölkerung Feier der 100. Aufführung des Ausstattungsstüdes Schön war's Lich die Absonderung und Zurüdweisung der von rund 23/4 Millionen aufweisen. Im Gewerbenachweis do ch". Eine Fülle von Blumenspenden ehrte die Künstler bis auf Schundlitteratur, ist hier im voraus besorgt worden. Die sind in den etwa 1800 berschiedenen Geschäftszweigen nahe- den Hund herab, der in der Posse mitwirft". Ausstellung soll ja nur eine Ausstellung von empfehlen sau 60 000 größere Firmen vertreten. Im Schiller Der Gejamtinhalt hat heater wird Sonntagnachmittag Beaumarchais Lustspiel werten Jugendschriften sein bon Büchern, die einem gegen den Jahrgang 1896, den ersten des von August Scherl heraus- Figaros Hochzeit" in Scene geben; Sonntagabend kommt Halbes geläuterten Geschmack als die verhältnismäßig besten gegebenen Adreßbuchs, um 952 Seiten zugenommen, sodaß der Jugend" zur Aufführung. Die erste Aufführung von Reices gelten dürfen. Sie soll den Eltern diejenigen Bücher, die von unfren Jahrgang 1902 mumehr 235 Doppel- Bogen, also 3760 Seiten, Märchendichtung, Die schöne Melusine" findet Mitte nächster Kindern gelesen zu werden verdienen, in die Augen rücken und so enthält. Damit ist das Berliner Adreßbuch nicht nur das inhalt- Woche statt. Casino Theater. Am Sonnabend wird die zur Berdrängung jener Schundlitteratur beitragen, die die Auswahl" reichste, sondern auch das umfangreichste unter den Adreßbüchern der Gesangspoffe„ Der Mädchenjäger" und das Volksstück„ Weihnachten" mancher Buchläden so groß" machen. Weltstädte geworden. So wiegt z. B. das Londoner Adreßbuch 5, zum erstenmale aufgeführt. In den Hauptrollen wirken die Herren Es versteht sich von selbst, daß die Meinungen darüber, was das Pariser 5/2, das New Yorker 31/2, das Chicagoer 4/2 Kilo, Direktor Berg, Busemann, Epstein, Wendt, und die Damen Ernst, empfehlenswert ist, auseinander gehen. Ich selber habe in während das Berliner ein Gewicht von 7% Kilo hat. Hinfer und Schulz mit. der diesjährigen Ausstellung ebenso wie in derjenigen von 1898 etliche Bücher gesehen, die ich meinem Jungen bestimmt nicht Der Fall Bredenbeck und die deutsche Schriftstellerwelt. in die Hände geben würde ich denke dabei nicht an den Der Allgemeine Schriftstellerverein( Siz Berlin) hat in seiner Sizung Stoff, sondern an die Darstellung dafür habe ich mich aber hier vom 30. November einstimmig beschlossen, sich dem Proteste des Zum Kommunalwahlkampf in Lichtenberg wird uns bes wie dort über viele andre Bucher herzlich freuen dürfen. Ich Vereins„ Berliner Preffe" gegen die unwürdige Behandlung des richtet, daß diefer nunmehr wieder akut geworden ist. Der Kreis. fann den Lesern des Vorwärts" nur empfehlen, die Ausstellung im Redacteurs Bredenbeck- Dortmund anzuschließen. ausschuß des Niederbarnimer Kreises hat in seiner gestrigen Be Gewerkschaftshause in den paar Tagen, die sie leider nur noch schlußsigung auf Antrag des" unpolitischen Bürgervereins Lichtene geöffnet sein wird, recht zahlreich zu besuchen und selber zu Ein dreister Diebstahl ist in der Nacht zu gestern im Hause berg" beschlossen, die Mandate der vier socialdemp prüfen. Vielleicht wird mancher sich über dieses und jenes Buch Niederwallstr. 16 verübt worden. Die Diebe, welche sich in das fratischen Gemeindeverordneten Weißflud, wundern, möglicherweise sogar ärgern, aber hoffentlich wird geschloffene Haus eingeschlichen haben müssen, stahlen im Stonfettions. We bemeyer, Sette und Grauer für ungültig es feiner unterlassen, auch nach den andern Büchern zu lager von Cohn und Sohn einen erheblichen Posten Anzüge; zu erklären, das Klage Objekt auf 8000 Mart auzite greifen, deren Betrachtung und Durchsicht Freude macht. Berück- ebenfalls thaten sie sich dort an Cognac und Cigarren in solchem leber- zunehmen, und zwar für jedes der angefochtenen Mandate fichtigt ist jede Geschmacksrichtung; in dieser Beziehung ist die Aus- maße gütlich, daß dentliche Spuren der Unmäßigkeit am nächsten Morgen auf 2000 Mart und die Kosten, so weit der Gemeindevorstand wahl thatsächlich viel größer als in vielen Buchläden, die bis zu sehen waren. Auch der Schaden, der an der Baulichkeit angerichtet als Beklagter in Frage kommt, nicht in Ansatz zu bringen. Herr unter die Decke mit dem elendesten Schund vollgestopft sind. wurde, ist sehr erheblich, da die Diebe mit aller Gewalt zunächst Bankdirektor Gemeindeverordneter Blong( freisinnig!) als Vertreter des Was den Inhalt der Bücher betrifft, so sind auch Kriegsgeschichten das Mauerwerk und eine eiserne Thür zu zerstören versucht hatten. flagenden„ Bürgervereins" führte in der Verhandlung aus: Der und selbst biblische Stoffe nicht ganz ausgeschlossen worden. Aus- Als dies Vorhaben, in die Lagerräume zu gelangen, mißglückt war, beklagte Gemeindevorstand hate in seiner Bekanntmachung der schlaggebend hierfür waren lediglich künstlerische Gesichtsholten die Einbrecher, wie vermutet wird, vom Hofe eine Leiter her- Wahlen zur Gemeindevertretung wohl, wie zulässig, die Kommunalpunkte. Eines indes habe ich nicht gefunden: Indianergeschichten; bei, um so mit mehr Glück durch das Fenster in die in der ersten Wahlbezirke in ihrer Angrenzung angegeben, auch habe aber ich habe sie nicht vermißt. Etage gelegenen Lagerräume zu gelangen. Daß dies Wageſtück un mitgeteilt, wie viel Gemeindeverordnete im Bezirk zu wählen Die Ausstellung giebt den Eltern Gelegenheit, die Bücher in bemerkt gelingen konnte, ist nur dadurch erklärlich, daß außer dem seien, nicht aber sei bestimmt, ob und und wie viel Angefeffene", boller Muße eingehend und gewissenhaft zu prüfen und, wo sie das für hinten im Quergebäude wohnenden Portier sich fein lebendes Wesen b. 5. Grundbesitzer oder„ Nichtangesessene" zu wählen seien. Im nötig halten, sogar von vorn bis hinten durchzulesen was man in zur Nachtzeit im Hause aufhält. übrigen bestreite er, daß die drei erstgenannten Gemeindeverordneten einem Buchladen bekanntlich nicht kann. Darin liegt die Bedeutung Die gemütskranke Offizierstochter aus Posen, deren Ver- Grundbesiger" im Sinne der Landgemeinde- Ordnung seien. Wenn einer solchen Veranstaltung. Verkauft werden in der Ausstellung, die ja schwinden wir dieser Tage meldeten, ist in Wien aufgefunden und der Kreisausschuß dieser seiner Ansicht zustimme, dann wären Stette, tein Geschäftsunternehmen ist, keine Bücher. Die Bestellung beim Wedemeyer und Weißfluck Nichtangesessene"; da diese aber mehr Buchhändler wird aber dadurch erleichtert, daß unter die Besucher von dort ihren Eltern wieder zugeführt worden. Stimmen als Grauer erhalten haben, Kette und Wedemeyer jedoch mentgeltlich ein Verzeichnis der ausgestellten Bücher verteilt wird, Zu dem Raubmord- Versuch auf den Stationsvorsteher gleiche Stimmenzahl, so müßten die vier Mandate ungültig sein. in welchem Titel, Verlag und Preis( von 4 M. bis hinab zu 70 Pf.) Packebusch auf dem Bahnhof Schönhauser Damm wird noch ge- Das Mandat des Gemeindeverordneten Grauer sei um so mehr uns angegeben sind. meldet, daß der Verbrecher schon in der Nacht vom Sonnabend zu gültig, als dieser als Führer der beklagten Partei, durch Wenn es durch diese Ausstellung gelingt, zunächst wenigstens Sonntag in Schönhausen, dem bekannten Bismarckschen Gut, einen bie Gültigteits Ertlärung seines Mandates die etlichen hundert oder vielleicht auch etlichen tausend Kindern jene Mordversuch verübt hat. Er war in die Wohnung des dienst Situation in der Gemeindevertretung wesent elenden Machwerte aus den Händen zu winden, lich abwesenden Bahnwärters Ritter eingedrungen, um dort zu lich beeinflusse.( Wir haben es immer gefagt, daß es sich 2 = D -cr Marktpreise von Berlin am 3. Dezember 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D- tr.| 17,10J 17,08 Starieffein, nene, D- Ctr. 081 Starl 17,06 17,04 Rindfleisch, Keule 1 kg Der Kreisausschus ob es sich um Angefeffene Einschränkungen, welche die Verordnung den Stellenvermittlern Welgen, gut ob nur um eine Rechtlosmachung der socialdemokratischen Wähler vermittelungs- Wesen bestehen, zu beseitigen, daß aber die davon bes Dan erflärte nach furger Berafing, troffenen Arbeiter- Organisationen darüber wachen müffen, daß die daß er die principielle Frage, oder Nichtangefessene handle, zunächst ausscheide. Er wolle auferlegt, nicht trotzdem überschritten werden. Nach Beschluß faffen darüber, die Ausschreibung der furzer Diskussion wurde nachstehende Resolution angenommen: Wahlen rechtsgültig fet. Dann verkündete der Ausschuß nach längerer Die Versammlung der Bäder Berlins fordert, daß jede gewerbs Beratung folgendes Urteil: Durch Entscheidung des Oberverwaltungsmäßige Stellenvermittelung zu verbieten und die Stellenvermittelung Stelle gerichts in Sachen Freiwald fontra Gemeindevorstand in reichsgefeglich zu regeln ist. Als gewerbsmäßig ist jede Stellen is an to w gebote zur rechtsgültigen Ausschreibung der grablen die zu regenheit zu betrachten, glider, be fe von ausdrückliche Angabe, ob und wie viele der im Bezirk zu wählenden Privatpersonen oder von Vereinen ausgeübt wird, und ohne Rücksicht Personen Angesessene oder Nichtangefeffene fein sollen, und da auf die Höhe der Tarife. Bis zur gänzlichen Beseitigung der hier diefes unterlassen und nur angegeben sei, wie viel über gewerbsmäßigen Stellenbermittelung werden bie Bäckergesellen fort haupt an Angefeffenen und Nichtongesessenen der Gemeindevertretung fahren, diefe zu bekämpfen. Obgleich unzulänglich, werden die angehören müssen, so seien die vier angefochtenen Mandate ungültig Berliner Bäckergesellen sich der Bestimmung der neuen preußlichen Ob diese Entscheidung den Klägern muhen wird? Die Wähler Ministerial- Verordnung bedienen, um die gewerbsmäßige Stellen haben dem Kommunalfreisinn Lichtenbergs, soweit die dritte Wähler- vermittelung in jeder Form gir bekämpfen und die Schädigungen tinffe in Frage kommt, den Lanfpoß gegeben; die Wähler werden bes ganzen Privat- Stellenvermittelungsvesens aufzuweisen. munmehr bei der bevorstehenden Nachwahl bankend quittieren über Im zweiten Punkt der Tagesordnung beriet die Versammlung, das durch den Bürgerverein" gegebene Losungswort: hier Kommunalwelche Schritte gegen diejenigen Bädermeister zu unternehmen feien, freifium hier Stommmalsocialismus! O, das Schiveineglück der welche ihren Gefellen zu Weihnachten eine freie Nacht nicht Socialdemokraten! 803 In Potsdam hatten die Stichwahlen zur Gemeindevertretung folgendes Resultat: Gs tourden 987 Stimmen abgegeben. Davon erhielten Japel, Hansbefizer- Berein,( Antifemit) 642, Staab( Soc.) 276, Werdermann( Hansbefizer) 410. Gewählt find Japel und Werders ds and band ist die imann. Derlammlungen. gewähren, obwohl fte nach einer vor dem Gewerbegericht getroffenen führte aus, baß sehr viele Meister zu Pfingsten diefer Verpflichtung Bereinbarung dazu verpflichtet sind. Der Referent efchold nicht nachgekommen sind. Man miffe nm mit aller Energie dafür forgen, daß die Gefellen am Weihnachtsfeft die ihnen zustehende Freinacht erhalten. Man erwarte hierbei die Unterstügung der Stonsumenten, namentlich soweit ste der Arbeiterklasse angehören, und zwar dadurch, daß am zweiten Feiertage womöglich keine Backwaren gekauft werden. Erforderlichenfalls sollen die sich weigernden Meister in der Arbeiterpreffe befannt gegeben und deren Betriebe seitens der Arbeiterkundschaft gemieden werden. Auch in dieser Angelegenheit wurde eine entsprechende Resolution angenommen. Die Berliner Bankbeamten wollen in einer Versammlung, die am Freitag, den 6. Dezember, abends 8 Uhr, in dem Saale der Produktenbörse ab abends up, in bengoreng nehmen. Eine recht zahlreiche Beteiligung der Bankbeamten wäre sehr er: Lagerhalter Verband. Am Sonntag, den 8. Dezember, pünktlich 4 Uhr nachmittags, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 10, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Unfre nächste Statistit. 2. Ab rechnung vom dritten Quartal. 3. Unfre Stonferenz am 19 Januar 1902. 4. Verschiedenes. Vegetarier Vereinigung( Centrale Berlin). Donnerstag, den 5. Dezember, abends 8 Uhr, im Speisehause Jost, Elsasserstr. 44 I, Vortrag des Herrn Driesmann über:„ Die Erneuerung unsrer Kultur aus der Arts: gemeinschaft." Der Wahlverein für den vierten Reichstags- Wahlkreis ( Often) hielt am Dienstag seine Generalversammlung für das letzte Halbjahr ab. Den Geschäftsbericht des Vorstandes erstattet der erste Vorsitzende Bader: Es fanden ö Vereinsversammlungen, sowie 6 Vorstands- und Kommiſſionsſigungen statt, die sich namentlich mit der Frage der Reorganisation beschäftigten. Seit der letzten Generale versammlung sind dem Verein 201 neue Mitglieder beigetreten. wünscht. 14 Mitglieder sind im Laufe des vergangenen Halbjahrs gestorben. Das Andenken derfelben ehrte die Versammlung in der üblichen Weife. Dem vom Genossen hielte erstatteten Stassenbericht zufolge betrugen die Einnahmen 3146,85 M., die Ausgaben 2888,25 m ( darunter find 1500 M. zur Agitation abgeliefert). Es bleibt ein Bestand von 258,10 M. Die Zahl der Mitglieder beläuft sich auf 2845. Die hierauf vorgenommene Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes Resultat: 1. Vorsitzender Ernst Bader, 2. Vorsitzender Franz Kunert, 1. Schriftführer Gerhard Lefeber, 2. Schriftführer Jofeph Juzi, 1. Staffierer Franz Thielte, 2. Staffierer Karl Enders, Beifizer Robert Wengels. Zu Revisoren wurden Ziese, Randale und Zimmermann bestimmt. Hierauf hielt Dr. Friedeberg einen beifällig aufgenommenen Vortrag, worin im Hinblick auf die gegenwärtige politische Situation die Notwendigkeit des proletarischen Klassenkampfes betonte. Es werde Licht! Verein zur Unterhaltung und Belehrung. Heute abend 82 Uhr, Dresdenerstr. 45, Versammlung. Vortrag:" Die Kreuzer fonate von Tolstoj." Referent: D. Bläsing. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Berrückenmacher ( 8weigverein Berlin). Donnerstag, den 5. d. M., abends 10 Uhr, bei Bauer, Rosenthalerstr. 57, Versammlung. Bortrag über„ Genossenschaftswesen" 23itterungsübersicht vom 4. Dezember 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Winds richtung Windstärke Schließlich wies noch der Vorsitzende, sowie andre Redner darauf hin, daß gerade jetzt, wo uns die Zollvorlage bedroht, eine Tebhafte Agitation für ifre Partei erforderlich sei, und daß besonders die Genossen, welche während der Feiertage mit Angehörigen von außerhalb zusammenkommen, diese über den Brotwucher aufHären möchten, wozu der Vorwärts" in letzter Beit reichhaltiges nembe 768 9 Material geliefert habe. Die Bäckergefellen beschäftigten sich in einer öffentlichen Verfammlung, die am Dienstag in der Weberstr. 17 tagte, mit der nenten preußischen Ministerial- Verordnung betreffend die Regelung Der gewerbsmäßigen Stellenvermittelung. Genosse Hugo Pözich referierte über diese Angelegenheit. Unter eingehender Besprechung der Verordnung vertrat der Referent die Ansicht, daß dieselbe zwar nicht geeignet fei, die Mißstände, welche im gewerblichen StellenHamburg Bertin Frantf./M. München Bien Wetter 3 bedeckt 2 bedeckt 4 heiter 2wolfig 4 bedeckt 1 Stationen Temp. n. C 5° 4° R. Barometerstand mm Winds richtung Windiärfe 1 paparanda 764 SH 0 Betersburg 759 O 2 Cort Aberdeen 1 Baris 772 SW Better wolfig 1 bedeckt 3 bedeckt 772 NNO 2016.bed. toafer, gut 6-141,70 1.20 1,40 n 1,70 30 1,80 1,60 1, 2,80 2, 60 கும் 1kg 5.80 2.80 2,20 1,20 do. Banch Schweinefleisch Kalbfleisch Haminelselsch Butter Gier Karpfen mittel gering toggen, gut 17,02 17, 14,20 14,16 " " erste, gut mittel gering mittel gering 14,12 14,08 14,04 14, 14,50 14, 113,90 13,40 13,30 12,90 16,70 16,10 Aale inittel 16.00 15,50 Bander gering 15.40 14.90 Secite 7,66 7.Barsche 1,80 0,80 8,20 6, Schiete 3,- 120 40,- 25, Bleie 1,40 0,80 50,- 25, Krebse per Shot 16,8, 65, 20, 8 Richfroh bell Erbfent Speiset ohnen Vilem *) ab Bahn. tfrei Wagen und ab Bahn. Briefkasten der Redaktion. 2,50 1.40 2,50 1,20 1,80 1Die juristische Sprechiinude findet am Dienstag, Dounters. tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. 11911 M. 23. M. Wir können leider feinen Rat geben. P. E. Wenn Sie viele Warzen haben, follten Sie sich an einen Arzt wenden. Anders hilft nur das Meffer. faffe. Berwaltung I SO. Vorstand: W. Hinz, Prinzenstr. 66.- Ver6. G. 13. Wenden Sie sich an die Offenbacher Krantens waltung II SW. Borstand: C. Bluhme, Rosmarienstr. 9. Ver Ver waltung III W. Vorstand: Frau M. Bormann, Voltastr. 5. Rixdorf: waltung IV O. Borstand: B. 8iefe, Ballisadenstr. 75. Othe graven, Bessingstraße 35 III. mit bem Rendanten einer Frautentaffe in Berbindung ein veten Sie 7. G. 616. Wegen der theoretischen Ausbildung als Maschinen: führer und beizer wollen Sie sich an den Vorsteher des städtischen Ge werbesaales, Herru Direttor K. Grabowski, Turmistr. 34, wenden. P. H. Da Ihre Einsendung zu dem Artitel Arbeiterfeste und Kunst" eine einfache Zustimmungserklärung ist, möchten wir in Rücksicht auf den herrschenden Raummangel unsres Blattes von der Beröffentlichung absehen. Wenn Sie Ihre Adresse angeben, dann senden wir Ihnen das Manuffript wieder zu1. 2. v. 3. Die Städte- Ordnung verlangt, daß die Wähler des Bezirks Beuge der Wahlhandlung sein müssent. F. Sch., Trebbin. Prof. Mente, Berlin W., Großbeerenstr. 75 III. B. W., Hermsdorf. Der Schatten der Erde befindet sich, von der Sonne aus gesehen, stets in gerader Richtung hinter der Erde. Den Mond fann er daher nur treffen, wenn auch dieser gerade hinter der Erde steht, d. h. zur Zeit des Vollmondes. Eine Mondfinsternis tann daher zu feiner andern 8eit als zur Beit des Vollmondes eintreten. Zu jeder andern Beit mit Ausnahme des Neumondes stehen die drei Körper: Sonne, Erde, Mond nicht in geraber Linie; also kann der Erdschatten auch den Mond nicht treffen. Die Seite des Mondes, welche der Sonne zugelehrt und beleuchtet ist, fann daher nicht vollständig der Erde zugekehrt sein. Die der Erde zugekehrte Seite ist deshalb nur zum Teil hell, zum andern Teil dunkel, doch hat dieser duntele Teil resp. bie Dunkelheit dieses Teiles mit dem Schatten der Erde gar nichts zu thun. Sehr deutlich wird Ihnen das werden, wenn Sie an die Zeit des Neumondes denken; dann steht nämlich der Mond gerade zwischen der Sonne und der Erde, die Reihenfolge der Störper, die hier wieder in gerader Linie stehen, ist also: Sonne, Mond, Erde, und dahinter dann der Schatten der Erde. Obwohl der Mond also -20 in einer dem Schatten der Erde direkt entgegengesetzten Richtung steht, ist er nicht sichtbar, weil seine leuchtende Seite von uns abgewendet ist. Mit dem Schatten der Erde aber hat das, wie man sieht, gar nichts zu thun. S. P. 10. 1. Nein. 2. Gewerbegericht. 3. Nein. Lynarstr. 7. Nein. E. W. 88. Ihre Tochter fann den einbehaltenen Lohn mit Gr be folg beim Amtsgericht einklagen. M. N. 99. Ju Berlin werden für das laufende Etatsjahr 5,8 Proz. des auf 329 380 000 m. bezifferten Rugertrages der gemeindesteuerpflichtigen Grundstücke mit 19 104 000 m. erhoben. W. B. R. 001. Sie sind zur Zahlung verpflichtet. Erheben Sie gegen den Zahlungsbefehl Widerspruch und zahlen Sie dann. Temp. n. T. NON 5º.= 4° R. 771 NNO 768 NW 769 9 708 SW 766 29 2 bedeckt 4 Wetter- Prognose für Donnerstag, den 5. Dezember 1901. Zunächst etwas fälter, vielfach heiter bei mäßigen südöstlichen Winden; später neue Erwärmung und Trübung ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Jop en Glidgh to top and sun and pus live dit tied tod mit blo 0313 tort hasil tunisini. Rods& void SOCI i huddi olan Audriusdouno pilis did do slasa pe tamil 2 dasd rod trois Just s balone is totalensis indu Adrehbuch potensi prins x 12 aid stil dis tubozit Cardistat für Berlin und Vororte lah buladi End n tio duten lamentas ingin si cum ama office olie a zapreid en thur thithamu vojni ustyotadini# 6 512 Gripasdal moldavtlommar mu and 1 162 lulesh toy of b 1902 00 red tot norandid paid nd didis? das o 12 85d allod bit sloty gums add mod do him the day rides and Hi ist erschienen d भी radoist I Pro 408 fun End y si sralis his dum pony Sim Iste stat ditu Gibi de und wird in der Haupt- Expedition des Berliner Lofal- Anzeiger" SW. Zimmerstr. 37-40 zu den bekanntgemachten Preisen ausgegeben, anung thi comistic gubitku stoltoi sinom un Guadal is in 1961 19 ani olur mot dardited nod mou hot and rid grtis 256# 1#oilputio fusid od purud24 unded 1306 Werantwortlicher Redacteur: Cart Leid in Berfin ar ben nieratantell. verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin atrol vis úd on