Mr. 287. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit fluftrierter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1901 unter Er. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene kolonet zeile oder deren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für Die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Polizeiliche Notstandsarbeiten. Eine Spielgeschichte. Die Berliner Polizei befolgt doch nicht ganz die gestrengen Grundsäße ihres Präsidenten, der im Oktober erklärte:„ Eine große Arbeislosigkeit giebt es gar nicht. Ich will vor allen Dingen die Berliner Straßen rein haben." Die Polizei erkennt nicht nur die große Arbeitslosigkeit an, sondern sie ist sogar bemüht, den Notstand durch eigne Aufträge zu mildern. Freilich sind diese polizeilichen Notstandsarbeiten eigentümlicher Natur. Sie benutzt nämlich die Konjunktur, um die Armee ihrer Spiel zu vermehren. Sie gewährt den durch die Arbeitslosigkeit betroffenen Eristenzen Pensionen", sofern sie nur gewillt find, Verräterci zu treiben, Spigelarbeit zu verrichten. Sonntag, den 8. Dezember 1901. sauberen Offerten. Es gelang Wasewitz, den Spigel so lange hinzuziehen, bis der heimlich herbeigerufene Vertrauensmann des Ostens, Genosse Otto Franke, im Nebenzimmer ungesehen Bosto gefaßt hatte. Und mun entwickelte sich die folgende dramatische Scene: Nr. 1: Na, Du weißt ja, um was es sich handelt, es sind ja so viel andre, die das thun, warum solltest Du so dumm sein und das Geld nicht nehmen. Wasewig: Das schon, aber ich muß doch wenigstens wissen, mit wem ich es zu thun und an wen ich mich zu halten habe.. Nr. 1( prüfend): Aber Du meinst es doch ehrlich, und machst uns feine Geschichten? Wasewig: Aber natürlich. Wenn ich etwas gesagt habe, halte ich Wort. Nr. 1: Also, Du wirst in acht Tagen mit meinem Vorgesetzten zusammenkommen und der wird Dir alles noch näher auseinanderfezzen. In einem Falle ist es vor einigen Tagen gelungen, einen dieser polizeilichen Notstandsagenten und Arbeitsvermittler ding Wase wit: Aber wie ist es nun, wenn ich Berichte geliefert fest zu machen, und dennoch weiter zu verfolgenden habe und Ihr mir kein Geld gebt. Ich habe doch nichts in Händen. Beweis zu führen, daß die Polizei sich in der That Ich muß doch mindestens etwas schwarz auf weiß haben. nicht scheut, ehrliche Arbeiter und Parteigenossen mit Nr. 1: Na, so schlimm ist das nicht. Du sendest die Berichte dem schmutzigen Anfinnen zu beleidigen, daß sie für ein Judasgeld schriftlich ein und erhältst dafür monatlich 60 Mart, später 70 Mark. die Socialdemokratie an die Polizei verraten. Es ist ja wunderbar, Ich zahle Dir alle vierzehn Tage Sonnabends 30 M. aus. Ich daß die Nichtgentlemen sich so viel Mühe und Geldopfer auferlegen, komme aber nicht hierher, das würde auffallen, sondern zahle Dir um hinter die Geheimnisse" der Socialdemokratie zu gelangen. wo anders. Denn wir haben gar keine Geheimnisse, die Partei thut nichts, was nicht jeder erfahren kann. Wenn trotzdem die Polizei es nicht läßt, sich immer und immer wieder als Versucher an Parteigenossen heranzudrängen, ja fogar bisweilen eigne Beamte in unfre Organisationen zu entfenden so muß die Spioniersucht geradezu zu einem krankhaften Spitzel sport geworden sein. " 1 In dem Fall, von dem wir erzählen wollen, ist freilich dem würdigen Vertreter der Polizei mitgespielt worden. Wase wit: Ja, aber womit beweise ich, daß ich das zu fordern habe? Nr. 1: Wenn Du das dentst, so werde ich Dir die ersten 30 M. gleich zahlen, und wenn Du dann mit dem Kommissarius zusammenkommst, bittest Du ihn um eine Unterstützung von 40 bis 50 M. Hast Du Tinte und Feder? Wafewiß: Jawohl. Auch Papier? Nr. 1: Nein, das habe ich. Damit holte Nr. 1 eine Quittung hervor, die bis auf Datum und Unterschrift bereits fertig geschrieben war. Wasewitz sollte die Quittung mit dem Namen„ Lorenz" unterschreiben. Das that denn auch unser Genosse;" Lorenz" unterschrieb den Empfang von 30 M. für vertrauliche Berichte". Jm Juli d. J. übernahm unser langjähriger Parteigenosse Wase wig eine Gastwirtschaft in der Friedrichsbergerstraße. Bald darauf erschien eines Morgens in dem Lokal ein Gast, that sehr vertraut und stellte sich als alten Bekannten und Parteigenossen vor. Wasewitz stellte einige prüfende Fragen. Der Mann bezeichnete den zweiten Berliner Wahlkreis als Schauplatz seiner Thätigkeit und er- Als aber nun Nr. 1 das Papier wieder an sich nehmen wollte, vies sich als sehr bewandert in Personenfragen und dergleichen. Im übrigen stellte sich der Gast als Nähmaschinen- Reisender vor. Acht Tage darauf kam ein andrer Herr, ein sehr jovialer Herr, der mit einem Morgen, Albert" sich einführte. Auch er wollte ein Reisender sein und behauptete, unsren Genossen seit Jahren zu tennen. faltete es Wafewitz schnell zusammen, brachte das interessante Dokument preußischer Polizeiwirtschaft in Sicherheit und sprang zur Thür des Nebenzimmers. Franke spazierte herein. Nr. 1 erstarrte bei diesem Anblick, dann warf er 2 M. auf den Ladentischer hatte einiges getrunken, er wollte edelmütigerweise nicht als Bechpreller erscheinen Ein paar Wochen später erschienen plöglich beide Reisende: und versuchte, eiligst zu verduften. Zu spät. Wasewiß hielt den der erste tam von vorn ins Lokal, der andre fünf Minuten später Herrn fest und erklärt ihm, er werde ihn zur Polizeiwache bringen, von hinten. Große Freude über das unerwartete Zusammentreffen. um festzustellen, wer er sei; denn er könne nicht annehmen, daß er Man plaudert, spricht besonders über den Organisationsstreit im Kriminalpolizist sei und vermute, daß er unsre Polizei nur blamieren sechsten Wahlkreis und kam auf die Organisation im vierten zu wolle. sprechen. Bei dieser die beiden Gäste offenbar lebhaft interessierenden Nr. 1 sträubte sich mit aller Kraft, sagte, er sei Beamter Unterhaltung schöpfte Wasewitz Verdacht. Die Aukunft eines Milch- und forderte, daß man ihn losließe. Vergebens, Nr. 1 mußte mit: händlers brachte das Gespräch auf den Milchring, und Reisender Franke voran, denn Nr. 1, dahinter Wasewitz so ordnete sich der Nr. 1 unterließ es nicht, weiblich auf die Milchagrarier, die Bug. Kaum jedoch war Nr. 1 im Freien, da that er, was wohl Junker und die Kornzölle zu schimpfen. Dann verfluchte noch niemals ein Polizeibeamter gethan hat, sondern nur die von aber in ihnen Festgenommenen gelegentlich unternehmen: Er machte einen energischen Fluchtversuch. Mit fester Faust holte ihn aber unser Genosse zurück, und jetzt ging der Arrestant ruhig mit. er auch die Frömmigkeit, den Kapitalismus so wilder, plumper Weise, daß er das Mißtrauen nur verstärkte. Als sie weggingen, war unser Genosse überzeugt, daß die beiden guten Freunde givet Spigel waren. Nun trat eine Pause ein. Erst am 21. November erschien Nr. 2 und unterhielt sich in Abwesenheit unsres Genossen mit dessen, von den verdächtigen früheren Besuchern unterrichtete Ehefrau. Am 30. November vormittags stellte sich wieder Nr. 1 ein. Wasewiß war abwesend. Dafür unterhielt er sich mit der Frau. Er erkundigte sich nach dem Geschäftsgang, und als Frau Wasewitz nun erzählte, daß es nicht zum Besten ginge, weil ja die Parteigenossen selber nichts zu verzehren hätten, eröffnete er, daß ihr Wann leicht 60 bis 70 Mark monatlich verdienen könne. Er brauche mir an die Polizei die internen Angelegenheiten aus der Parteibewegung zu berichten, wie fo viele andre" es thäten; dafür bekäme er ein Anfangsgehalt von 60 Mart, das bis 75 Mart steige. Der Reisende" suchte dann der Frau plausibel zu machen, sie solle ihren Mann für das schöne Geschäft zu gewinnen suchen. In diesem Augenblick kam Genosse Wasewitz hinzu, das Gespräch wurde unter brochen und der„ Reisende" ging seiner Wege. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Notstandsarbeiten so festzustellen, daß man ihn für seine nichtsnuzige Handlung Haftbar machen kann. Es ist ausgeschlossen, daß es zu den straflosen Amtspflichten der Polizei gehören könnte, entehrende Anträge an unbescholtene Staatsbürger zu richten. Unser Parteigenosse wird deshalb die Angelegenheit weiter verfolgen. Man wird sehen, wie die Staatsgewalt die Ehre eines Mannes schützen wird, dem die denkbar schmutzigsten Zumutungen von einem Diener dieser Staatsgewalt gemacht worden sind. Das corpus delicti- die Quittung ist in seiner Hand, und für die Person des Schuldigen sind die Beamten des 44. Polizeireviers Zeugen. Politische Webericht. Berlin, den 7. Dezember Der Reichstag fette ant Sonnabend nach debatteloser Erledigung mehrerer Kleinerer Vorlagen die erste Lesung des Zolltarifentivurfes fort. Das Haus war kaum besser besucht als an allergewöhnlichsten Tagen, aber auf der Bundesratsestrade vollzog sich der Aufmarsch der Excellenzen in gewohnter Weise; mur Graf Bülow fehlte. Zunächst sprach für die Elsässer, die bisher noch nicht zum Worte gelangt waren, der Abg. Landolin Winterer, Stadtpfarrer in Mülhausen. Der geistliche Herr, der eine Reihe von Arbeiten über den modernen Socialismus veröffentlicht hat, versicherte die Arbeiter in einem flüchtigen Säßchen seines theoretischen Wohlwollens und sprach sich dann fitr eine mäßige Erhöhung" der Getreidezölle aus. Dem elsässischen Redner folgte mit der Eraktheit des neuerdings zu Ehren gekommenen landsmannschaftlichen Systems die elsässische Excellenz auf dem Fuße. Unterstaatssekretär v. Schraut hatte die Aufgabe, die schutzzöllnerischen Sympathien auch der reichsländischen Regierung in einigen schneidigen Banalitäten zum Ausdruck zu bringen. Nachdem Abg. Schrader von der freisinnigen Veruneinigung, eine der treibenden Kräfte des Handelsvertragsvereins, die wahren Ursachen landwirtschaftlichen Mißbehagens einer kritischen Untersuchung unterzogen und die von hohen Zöllen erhofften Vorteile als illusorisch hingestellt hatte, nahm der Führer des Bundes der Landwirte, Freiherr v. WangenHeim, das Wort. Interessant war sein Zugeständnis, daß Schutzölle auch für die Landwirtschaft unliebsame Erscheinungen zeitigen können. Aber dies Bekenntnis schien nur deswegen ausgesprochen, um daran die Erklärung knüpfen zu können, daß dem Bunde auch heute noch die Verwirklichung des Antrages Kanig mehr am Herzen liegt als selbst die höchsten Getreidezölle. Herr v. Wangenheim hofft die Durchführung dieses großen Mittels" noch zu erleben. Der Appetit kommt ihm beim Essen. Die durch ministerielle Schmeicheleien genährte Rücksichtslosigkeit des Agrariertums brachte er mit aller wünschenswerten Deutlichkeit zur Geltung: erst soll ihm die Industrie die Zollforderungen des Bundes bewilligen, dann wird sich über Handelsverträge vielleicht reden lassen. Schon einmal hatte Herr v. Wangenheim im Reichstage in neidischem Unbehagen ob gewisser Gunstbezeugungen sich bitter beklagt über die Ballinsche Nebenregierung", und heute hatte er So gelangte Nr. 1 sicher und schnell in die, plötzlich von ihm neue Pfeile in seinem Köcher, die derselben Stelle gefürchteten, sonst so heimatlichen Gefilde des Polizeiamts. Auf galten. Alles oder nichts! ist seine Parole; der dem 44. Polizeirevier wurde Nr. 1 eingeliefert, und Wasewig verlangte Agrarfeudalismus möchte keinen Konkurrenten dulden an die Feststellung des Menschen, der ihn in so schwerer Weise beleidigt der fetten Krippe des höfischen Marstalls, und wenn hatte. Indeffen, vor dem Kriminalwachtmeister legitimierte sich Nr. 1 ihm Reichstag und Regierung seine extremen Getreidezölle durch seine Marke, und die beiden auf so unerwartete und unheim- deren Höhe Herr von Wangenheim nicht nannte nicht beliche Weise zusammengetroffenen Beamten verschwanden in einem willigen, so will er alle Zölle ablehnen und in dem SchmollNebenzimmer. Nur der Kriminalwachtmeister fehrte zurück und er- winkel des Frondeurs murrend das Weitere abwarten. Es war flärte unsren Barteigenossen, er habe es nicht nötig, den Namen von bezeichnend für den Terrorismus, den der Bund der LandNr. 1 zu nennen; wenn Wasewitz etwas wollte, so solle er sich beim wirte bis weit in die Reihen des Centrums und der NationalPolizeipräsidenten beschweren. liberalen übt, daß der extrem- agrarische Redner in drohendem Tone ausrufen durfte, jene lauen, kompromißfreundlichen Abgeordneten, die sich abhandeln lassen würden von den Gefreidezöllen, würden in das Haus am Königsplatz nicht wieder einziehen. Mit fliegenden Fahnen würden seine Freunde zu den Parteien der Linken übergehen, wenn nicht alle agrarischen Blütenträume reifen sollten im Hausgarten des Herrn v. Bülow- das war das Ultimatum, das dieser Beschützer von Thron und Altar seiner monarchischen ReDas ist die erbauliche Geschichte von dem arretierten PolizeiSpigel!... * 3 " Wir haben diese Angelegenheit mit den an sich unbeträchtlichen Einzelheiten so ausführlich wiedererzählt, um einmal zu zeigen, wie unsre Polizei arbeitet, welche Mittel fie anwendet, um ehrliche Leute Von seiner Frau über das Anerbieten unterrichtet, das ihn nicht zu der schuftigsten Handlung zu verführen, die es überhaupt giebt. weiter mehr überraschte, beriet sich unser Parteigenosse mit einigen Woher nehmen Polizeibeamte das Recht und den Mut, anständige Freunden, man hielt Kriegsrat und es wurde ein Plan festgestellt, Menschen in so schwer beleidigender Weise anzugreifen. Welche gierung stellte. wie dem Burschen das Handwerk gelegt werden könnte. Vor allem Genugthnung würde wohl ein Offizier fordern, dem zugemutet Abg. Bräsicke, ostpreußischer Gutsbesitzer und Mitglied galt es, ins Nebenzimmer ein paar Genossen hineinzubringen, die bei würde, gegen Entgelt Verrat zu üben. Unfre ehrfamen Hüter des der freisinnigen Volkspartei, ist für seine agrarischen Gegner der entscheidenden Verhandlung als ungesehene Zeugen zugegen sein allerchristlichsten Staates aber schreden nicht davor zurück, ehrloseste fein angenehmer Redner. Mit der tüchtigen Sachkenntnis sollten. Handlungen zu provozieren, und sie beanspruchen noch Autorität, des Praktikus rechnete er ihnen vor, daß die vermehrten Der Reisende" hatte es sehr eilig. Schon am Dienstag, den nachdem sie sich durch die Anwendung der gemeinsten Mittel Brutto Einnahmen der Landwirtschaft die erhöhten Pro3. Dezember, früh 10 Uhr, tauchte Nr. 1 wieder auf. Wafewig war prostituiert haben. Wahrlich, wir begreifen nicht, wie ein Beamter duktionskosten reichlich decken und daß die Existenz des beim Bierabziehen, ließ sich nicht stören und den Gast ersuchen, am mit Wiffen seiner Vorgesetzten sich zu solch einem entwürdigenden auf gesunder Grundlage fundierten bäuerlichen Befiges fich Mittwoch oder Donnerstag wiederzukommen. Bei der Frau ver- Handwerk hergiebt. gegen früher bedeutend gebessert habe. gewifferte der Reisende" sich, ob Wasewig es ehrlich meinte.„ Ihr Alles dies ist ja nichts Neues, wir wissen es längst, daß die Er bekämpfte die Getreidezölle sehr scharf und verlangte stalt Mann wolle mit ihm selbst reden" war der Bescheid der Frau. Tugend unsrer geheiligten Staatsordnung eitel Heuchelei ist. Da dessen Schaffung neuer Verkehrswege und billigere EisenbahnDer Eifer des Reisenden kannte keine Grenzen mehr. Unser aber in der letzten Zeit die Fälle sich auffällig mehren, in denen tarife. Genosse glaubte, der Mann würde sich wenigstens ein paar Tage derlei Spigeleien zu unsrer Kenntnis gelangen, so sei dieser Fall Herr Herold, einer der agrarischten Centrumstente, Zeit lassen. Aber zu seiner großen lleberraschung entwickelte fich zur Warnung mitgeteilt. Es scheint in der That, als ob unsre Beit wiederholte seine schon auf dem Osnabrücker Katholikentag die Katastrophe bereits am nächsten Tage. Als am Mittwochmorgen die gegenwärtige Krisis für besonders geeignet hält, um ehrenwerte gehaltene Rede und suchte die Getreidezölle den revoltierenden Genosse Waselig früh 8 Uhr Bier nach einer Werkstatt in der Proletarier um ihre Ehre zu bringen. Diese Ausbeutung des Not- katholischen Arbeitern und Gewerkschaftern dadurch schmackFriedenstraße trug, sah er den Reisenden Nr. 2 an der Ecke Friedrichs- standes für polizeiliche Zwecke ist auch ein Zeichen für die sittlichen haft zu machen, daß er erklärte, das Centrum werde die Verwendung der Zoll Mehreinnahmen für die berger- und Friedensstraße an der Anschlagssäule stehen, wie er Grundlagen unsres kapitalistischen Polizeistaates. Da sich in unsrem Fall zu der schlimmen Abficht noch eine- Witwen- und Waisenversorgung gesetzlich sicher stellen. eifrig den Eingang zum Lokal unsres Genossen beobachtete. Eine halbe Stunde später trat Nr. 1 bei Waſewiß im Laden ein, man darf ja eigentlich nicht mehr sagen polizeiwidrige Aus der Nede des Reichsparteilers Herrn v. Tiede und 111111 entwickelte der Herr in freundlichster Weise seine Dummheit gesellt, so gelang es, den Vermittler diefer polizeilichen mann ist nur erwähnenswert, daß auch seiner Partei die 4 Zwei Jahre Gefängnis. Vater alles vertrunken." Nach dem Zollwucher. Die Deutsche Tageszeitung" erzählt ein Vorkommnis aus Westprenßen, das die agrarische Auffassung von der Arbeitslosigkeits- Frage = Minimalsäge für Getreide noch zu niedrig sind. Bulegt Not unter den Kindern der Armen zurückführen lasse auf die Trunkkamen noch der bayrische Bauern- Demagoge Hilpert und sucht der Eltern; Ausruf oder Frage bedeutet da keinerlei Unterder nicht minder demagogisch veranlagte Württemberger fchied. Dennoch ist festzustellen, daß die Poſt" frech ligt. Graf brempf zum Wort; ihre naid- begehrlichen Rado. Ballestrem, verlas den Wortlaut des Zwischenrufs nach dent ihm for beſtärken soll. Ein Rittergutsbesitzer im geſegneten Kreiſe Stonig somontaden schlugen die wenigen noch anwesenden Zuhörer in fort vorgelegten Stenogramm, wonach er lautet: Vielleicht hat der hatte sich an die Arbeitsvermittlungs Stelle in Danzig, die der die Flucht. Am Montag wird die Interpellation Dr. Arendts über hauptung. Das ist teine Frage, sondern eine Be- dortige Magistrat zur Linderung der Arbeitslosigkeit errichtet hatte, unt Bermittelung von fünf Arbeiterfamilien gewendet. Die BerDie Kriegsinvalidenversorgung verhandelt werden; falls noch Nun fommt hinzu, daß das Stenogramm in diesem Falle nicht mittelungsstelle erklärte sich in der Lage, die gewünschten Arbeitskräfte Zeit bleibt, soll die Zolldebatte fortgesetzt werden. die volle Gewähr der Richtigkeit giebt. Der Stenograph hört auf zu besorgen. Nun fragte der Rittergutsbesitzer an, wie stark die den Redner und es fann leicht geschehen, daß er Zwischenrufe nicht Familien feien und ob ein Kontralt auf ein Jahr oder völlig genau erfaßt. Wenigstens ist in Abgeordnetenfreifen wie auf länger mit ihnen geschlossen sei; er verpflichtete sich auch, die ReiseDer Bolenkurs, der im Gnesener Prozeß erst seine unerbittliche der Journalistentribüne die Ueberzeugung verbreitet, daß der tosten zu zahlen, auch wenn er die Leute nicht einstellen sollte. Bielbewußtheit durch Verhängung schwerster Strafen befunbete, hat 8wifchenruf noch widerwärtiger gelautet hat als ihn das Steno ein neues Erempel statuiert. Der Schriftsteller Dr. v. Ralow sti gramm wiedergiebt. Der parlamentarische Mitarbeiter des Hamb. Daraufhin erhielt er ein Schreiben des Danziger Vermittelungsamtes, ist wegen Aufreizung und Beleidigung, begangen durch torrefp." erklärt, Graf Arnim habe gerufen: es sei doch nicht in der Lage, die fünf Familien zu überweisen, da mehrere in der„ Praca" veröffentlichte Artikel, zu zwei Jahren Der Vater des Kindes hat wahrscheinlich alles versoffen! die Leute nicht die Mittel befäßen, um sich eine Gefängnis verurteilt worden. Im Hamb. Corresp." wird weiter gesagt:" So hörte man es Schreiben:„ Sie verspüren daher auch keine Lust, in ein festes ländliche Wirtschaft einzurichten; weiter sagt das Zwei Jahre Gefängnis für ein paar Zeitungsartikel! Mögen auf der Tribilne. Das offizielle Stenogramm hat statt„ wahrschein Dienstverhältnis auf dem Lande einzutreten, und glauben in der die Artikel noch so„ aufreizend" gewesen sein, eine Polenrevolte lich" die Verfion„ vielleicht und statt verf..... das mildere Wort." Stadt trop zeitweiligen Arbeitsmangels einen größeren Verdienst zu würden sie sicherlich nicht hervorgerufen haben, ja sie würden sogar den größten Teil ihres agitatorischen Effektes verloren haben, wenn nicht Der parlamentarische Korrespondent des nationalliberalen erzielen als auf dem Lande. der ganze deutsche Regierungsapparat, vom Regierungspräsidenten" Hannov. Courier" wiederum will durch Umfrage bei Abgeordneten Arbeiter mit Rücksicht auf den hier herrschenden ArbeitsDagegen werden sich viele unsrer und Landrat herab bis zum Schulmeister und Nachtwächter, durch festgestellt haben, daß der Zwischenruf lautete: Der Vater wird Arbeiter mit Rücksicht auf den hier herrschenden Arbeitsmangel bereit die Verkehrtheit zwangsgermanisatorischer Maßnahmen erft die er wohl alles versoffen haben." finden lassen, vorübergehende Beschäftigung regte, deutschfeindliche Stimmung der polnischen Bevölkerung hervorohne Ehefrau gegen angemessenen TageNach übereinstimmendem Zeugnis verschiedenster Sörer lautete auf dem Lande gerufen hätte. also der Zwischeuruf noch schlimmer als nach dem Stenogramm. lohu anzunehmen." Dieses Schreiben hat offenbar den aber der Wortlaut des Stenogramms genligt vollauf, um den Rittergutsbesiger schwer gekränkt, er übergab den Vorfall der Schloßherrn von Muskau zu richten. Landwirtschaftskammer, die sich mit ihm einig in der Verurteilung zu der Danziger Vermittelungsstelle erklärte, und veröffentlicht ihn nun Wir erhalten in der Abendstunde das gebrudte Stenogramm in der Deutschen Tageszeitung". der Donnerstags Sigung des Reichstags. Dies bestätigt in noch höherem Grade die Wahrscheinlichkeit, daß Graf v. Arnim sich noch daß die Arbeitslosigkeit geheilt werden könne, wenn nur die Der Vorfall erweist flar die Unsinnigkeit des agrarischen Geredes, schroffer ausgedrückt hat, als Graf Ballestrem meinte. Es zeigt sich städtischen Arbeiter Arbeit auf dem Lande annehmen wollten. nämlich, daß die Stenographen den Zwischenruf selbst überhaupt nicht im Stenogramu festgehalten haben, sondern nur die eder haben städtische Arbeiter die Mittel, 11117 sich auf Worte, mit denen Bebel auf den Zwischenruf erwiderte und in dem Lande einzurichten, noch haben sie eine Gewißheit, daß sie sich denen er den Zwischenruf, so wie er ihn verstanden hatte, wieder nicht auf den Rittergütern noch schlechter stehen werden, als holte. Bebel sagte nach dem Zwischenruf: wenn sie in der Stadt aushalten. Wohl find zahlreiche Arbeitslose " Das ist eine Infamie, dort wird gefagt: der Vater bereit, vorübergehend auf dem Lande Arbeit zu nehmen, aber ihre hat vielleicht alles vertrunken... Meine Herren, ganze Existenz dem Kommando des Rittergutsbesitzers auszuliefern, das Wort ist angenagelt, das der Graf Arnim ausgesprochen hat, bazu könnte sie sich berechtigterweise nicht entschließen. es genügt. Wenn ein Wort eine Gemütsroheit verraten kann, so ist es dieses... Und der Graf lacht noch!" Damit ist allen Flunkerversuchen der Arnim- Retter endgültig jeder Ausweg abgeschnitten. Eine unbegreifliche Thorheit, diese Germanisierungswut. Was würde es dem Deutschen Reich verschlagen, wenn die polnischen Vevölkerungselemente des Ostens ihre nationalen Traditionen möglichst zu bewahren suchten? Der Notwendigkeit, neben der polnischen Sprache auch die deutsche zu pflegen, würden sie sich wahrscheinlich in ihrem eignen Interesse weniger zu entziehen suchen, wenn man die polnische Sprache nicht geradezu achtete- wurde doch sogar der Gymnasiastentlub, in dem polnische slajiiter gelesen wurden, für hoch verräterifch erklärt, sondern sie neben der deutschen ruhig fortbestehen ließe. Aber gerade durch die tausend Chikanen und Schuriegeleien erbittert man die Leute, treibt man sie den nationalistischen Demagogen in die Arme. Der fanatischen Germanisierungswnt wird gleich fanatischer Widerstand entgegengesezt, und das Gefühl der Nichtzugehörigfeit, des nationalen Gegensages künstlich mit aller Macht geweckt. Ind je hartnäckiger der Widerstand wird, desto drafonischer werden die Germanisierungsmittel. Man züchtigt mit Storpionen erreicht damit aber nichts andres, als daß man Märthrer züchtet und die nationale Erbigung erst recht auf den Siedepunkt bringt. -W Zwei Jahre Gefängnis für ein paar fräftig stilisierte Zeitungsartikel! Nur den journalistischen Sachwaltern der arbeitenden Klasse hat hat man mit gleichem Drakonismus die Kampffreudigkeit auszutreiben versucht. Man hat damit freilich schmähliche Enttäuschungen erlebt, wie denn auch die ganze preußische Bolens politit nichts darstellt, als eine Stette von Mißgriffen und Ent. täuschungen. Und je straffer man den Polen gegenüber den Bogen spannt, desto herbere Mißerfolge wird man erleben. Kult, lai lat. eidlich festzustellen, gewinnen die Verteidiger und Beschöniger des Nachdem es nicht gelungen, die Striegsthaten in China gengenSunnentums Mut, in unverbindlichen Brivaiäußerungen den ChinaJokobi- Gemeinde versuchte sich am Donnerstag ein Divisionszug himmelblau zu färben. Im Parochialverein der Berliner pfarrer Bede in einer scharfen Zurückweisung" der socialdemo fratischen Verleumdungen". seine Zurückweisung wurde vielmehr zu einer glänzenden Bestätigung Leider war der geistliche Herr seiner Aufgabe nicht gewachsen, der Glaubwürdigkeit der Hunnenbriefe. Welche Lehre aber zieht das Agrarierblatt aus dem Vorfall? Ob in Danzig wirkliche Arbeitslosigkeit in erheblichem Maße vorliegt, vermögen wir von hier aus nicht zu entscheiden, jedenfalls zeigt aber die ganze Angelegenheit die unüberwindliche Abneigung von Arbeitern, die einmal der Industrie oder auch nur der Beschäftigung in der Stadt verfallen sind, wieder auf das Land zurückzukehren. Sie hungern und betteln sich lieber durch, ehe fie der Stadt den Rücken tehren. Es ist darans die Lehre zu ziehen, daß der Landwirtschaft nur durch Beschneidung der Auswüchse der Freizügigkeit die notwendigen Arbeitskräfte erhalten bleiben können." Ist der Zollwucher in die Scheuern gebracht, so gilt das agrarische sich die Arbeiter in der Stadt durch, als daß fie freiwillig in Schreien der Freizügigkeit der Arbeiter! Lieber hungern und betteln die Rechtlosigkeit des Landproletariats zurückkehren also sollen fie durch Gesetzes gewalt auf dem Lande festgehalten werden! Eine neue Duell- Order. Wie die Breslauer Zeitung" erfährt, ist infolge des Insterburger Bweikampfes soeben an die Offi Stundgebung verlautet näheres einstweilen noch nicht, doch soll man ziere der Armee eine taiserliche Kundgebung über das Duell wefen ergangen. Ueber den genaueren Juhalt dieser in Offizierstreisen die in der kaiserlichen Willensmeinung enthaltene Genugthuung aufgenommen haben. weitere Erschwerung der Zweikämpfe mit großer " Eine Erschwerung" der Zweifämpfe wäre ein ungenügendes Mittel - ein Verbot des Duells mit Androhung der Kassierung des Duellanten würde einzig eine durchgreifende Wirkung hervor bringen. Eine Erschwerung des Duells ist eben keine Verwerfung der„ standesgemäßen" Ehrenhändel, sondern im Gegen teil eine principielle Anerkennung derselben, ja fogar ein Mittel, ihnen durch Beschränkung auf ernstere" Fälle den schadhaft gewordenen Nimbus zu erhalten. Die vertragsbrüchigen Chinamächte. Wir konstatierten schon vor einigen Wochen, daß die Chinamächte China gegenüber dadurch den schnödesten Vertragsbruch begingen, daß fie in Tientsin noch genau in derselben Weife die Säbel- Herr Bede klagte über die Kritik der„ vaterlandslosen Gesellen." diftatur aufrecht erhielten, als ob das Ereignis des Friedens- Alles war gut, nur die- hatianzüge waren unbrauchbar, ein schlimmies schlusses mit China nicht bereits mehrere Monate- am heutigen Eingeständnis, daß die Verteidiger der Ehre der nationalen Arbeit nun Tage gerade ein Vierteljahr hinter uns läge. Die Mächte auch den Pfarrer wohl zu den Verleumdern des Rachezuges rechnen erheben in Tientsin noch immer die Steuern, sie üben die Ver- werden. Sonst aber waren unfre Leute so brav, daß sogar die zollungsgeschäfte, die Stadtpolizei ans, furz sie gerieren sich als die Soldaten, von den deutschen Kameraden entzückt waren. So habe Russen, diese bekanntlich humansten und civilisiertesten aller Eroberer in einer eroberten Stadt. So lagen die Dinge vor einigen ein russischer Soldat einmal zu einem demischen und französischen Wochen, als wir diesen unerhörten Zustand zuerst annagelten, und Sehakimann gesagt:„ Du Kamerad und du Kamerad so steht es noch heute. Vom 6. Dezember wird nämlich aus schlecht!" Da nach amtlicher Feststellung die Franzosen schamlos alles andre Beting gemeldet: geplündert haben, so meinte der biedere Russe offenbar, daß alles Der Vicekönig von Tschili, Yuanschikai, welcher andere" schlecht geplündert babe. In der That haben z. B. die fich gegenwärtig hier aufhält, verfolgt hauptsächlich den Zweck, die Amerikaner sich keine astronomischen Instrumente angeeignet. Mächte zu bewegen, die provisorische Regierung Weiter erzählte der Geistliche, daß die Chinesen gerade zu den in Tientsin aufzugeben. Er hat alle fremden Deutschen ein ganz besonderes Butrauen gehabt hätten. Gesandten besucht und sich bemüht, dieselben von seinem Wenn das wahr ist, so hätte sich das deutsche Expeditionscorps Borsay und seiner Fähigkeit, die Ordnung in schwer gegen die Befehle des allerhöchsten Striegsherrn vergangen. Tientsin und der Provinz aufrechtzuerhalten, Denn unfre Soldaten sollten bekanntlich nicht nach China gehen, um zu überzeugen. Der russische, der amerikanische sich das Butranen der Chinesen zu erwerben, sondern sie so beund der japanische Gesandte sind geneigt, seiner Bitte zu handeln, daß auf 1000 Jahre kein Chinese einen Deutschen scheel an- Ein Opfer des Militarismus. Vor dem Kriegsgericht der entsprechen. Die Majorität der übrigen Gezusehen wagen würde. 12. Division in Neisse hatte sich dieser Tage ein 45jähriger grausandten aber ist der Ansicht, es sei das beste, die Herr Am interessantesten aber ist aus der Erzählung des geistlichen bärtiger Soldat wegen Fahnenflucht zu verantworfen. Der An schaft in Tientfin zu behalten, bis der Hof wieder Herrn das folgende Geständnis: geklagte Julius Karl Knappif, in dem an der ruffischen Grenze nach Peking zurückgekehrt sei. " Unfre Leute standen sich übrigens mit den Chinesen felbst liegenden Sielen geboren, trat 1879 bei den Husaren in Leobschik Nach dieser Darstellung des Neuterschen Bureaus" sind sich die recht gut. Als sie noch nicht nach den Kleidern zu unterscheiden ein, wurde aber nach einiger Zeit fahnenflüchtig und lebte 11 Jahre vertragsbrüchigen Vertreter der Mächte dessen sehr wohl bewußt, daß wußten, sahen sie jeden Chinesen einfach als einen Kuli nach Deutschland, wurde gefaßt, zu einem Jahr Gefängnis lang in Russisch- Polen. Im Jahre 1890 fam er wieder fie zu recht als die Herren in Tientsin schalten, daß ihnen ein an und beunkten ihn selbstverständlich als Hilfe bei den verurteilt und vertragsmäßiges Recht auf die provisorische Regierung" nicht zu nach Verbüßung der Strafe als Soldat Arbeiten. ,, Kuli, lai, lai!" hieß es da immer( fomm, komm!)" zweiter Klasse wieder bei steht, daß das einzige durch den Friedensvertrag vom 7. Sepbei den Husaren eingestellt. Nach Mit dieser Erzählung ist eine Behauptung der meisten einem Jahre entfloh er wiederum, wie er heute augab, weil er, der tember ihnen eingeräumte Recht darin besteht, ein internationales Hunnen- Briefe als wahr bestätigt. Die Briefschreiber meldeten reife Mann, von seinem Unteroffizier als alter Lümmel" und Truppenfontingent in Tientsin in Garnison zu legen. Und das Be- nämlich mit fröhlichem- für Socialdemokraten freilich empörendem- Bengel" beschimpft wurde. Er lebte wiederum neun Jahre im zeichnende an der Meldung ist wieder, daß wohl Ruß- Behagen, daß sie aufs Geratewohl jeden Chinesen zur Arbeit Auslande, hatte jedoch Sehnsucht nach der Heimat und stellte sich land, Amerika und Japan bereit find, die angemaßte zwangen, nötigenfalls imter Anwendung förperlicher Mißhandlungen deshalb jetzt freiwillig der Behörde in Beuthen. Auch das erste Mal Gewalt herauszugeben, daß aber die Khakimächte der und Todesdrohungen. Pfarrer Becke bestätigt dies jetzt, er bezeichnet fei er, wie er in der jetzigen Verhandlung weiter erklärte, schneidigeren Tonart, darunter natürlich auch Deutschland, die diese Behandlung freilich in der merkwürdigen Sprache feines nur vertragswidrige Diftatur so lange wie möglich ausüben wollen. Christentums: Ünsre Leute standen sich übrigens mit den Chinesen worden. wegen der schlechten Behandlung fahnenflüchtig geAngeblich so lange, bis der Hof wieder nach Peting selbst recht gut." zurückgekehrt ist. Was hat die Rückkehr des Hofes mit der In der That, diefer Pfarrer ist auch Sache zu thun. unvereidigt ein sehr Ist etwa das Inkrafttreten des Friedensvertrags, wertvoller Zeuge für uns! der den status quo in China wiederherstellt, von der Rückkehr des Hofes nach Beling abhängig gemacht. Mit teiner Silbe. Von den Aussichten des Zolltarifs. In der„ Münch. Wenn der Mann seine Strafe abgesessen hat, ist er 47 Jahre Oder glaubt man den Hof durch einen solchen Akt schnöder Gewalt- ang. 3tg." wird behauptet, die Regierung hat die konservative alt und soll dann noch etwa drei Jahre als husar- noch politik zur Rückkehr nach Beking zwingen zu fönnen? in der Kaserne gedrillt werden, Diese neue That der Khatimächte ist sehr geeignet, die Diplo- Graftion in Kenntnis gefeßt, daß fie eine weitere Erhöhung der Ge- dazu zweiter Klasse matie der Mächte in China in den Ruf zu bringen, den die asiatischereidezölle über die Säße des Tarifentwurfs hinaus unter feinen Wahrscheinlich wird er auch zum dritten Mal die Flucht ergreifen, Diplomatie unter den europäischen Nationen genießt: den der daß eine solche Mitteilung nicht ergangen sei, und wir glauben, daß in den Kasematten eines Festungsgefängnisies Diplomatie unter den europäischen Nationen genießt: den der mständen zulassen werde. Hierzu erklären die konservativen Blätter, und das Ende ist dann vorauszusehen: Er wird sein Leben interlist und Trenlosigkeit. iche Aeußerung in Frage kommen soll. Dagegen mag es sehr die konservativen Blätter recht haben, wenn eine irgendwie a mtbeschließen. wohl sein, daß Regierungsvertreter in privatem Gespräche eine Zur Reichstags- Erfahwahl in Wiesbaden Meinung geäußert haben, die zur der Mitteilung des Münchener Blattes wird uns geschrieben: Der Termin der Stichwahl ist nicht, wie Anlaß geben fonnte. Denn es erscheint geradezu unmöglich, daß die einige Blätter irrtümlich melden, auf den 10., sondern auf Mittwoch, Regierung einen noch höheren Mindestzoll für Getreide bewilligen könnte, den 11. Dezember, festgesetzt worden. Unfre Chancen sind dabei da schon bei der jetzigen der Abschluß von Handelsverträgen, die sie günstiger, als man anfänglich glauben konnte. Es ist keineswegs doch will, äußerst erfchwert, wenn nicht ausgeschlossen ist. ficher, daß der ganze Ordnungsbrei" den Freisinnigen wie 1898 Die Deutsche Tageszeitung" erklärt, an die Mit- helfend beispringen wird; vielmehr macht sich in nationalliberalen teilung des füddeutschen Blattes nicht glauben zu können; sollte und Centrumsfreisen eine große Abneigung gegen die Unterstützung diese aber richtig sein des Freisinns in der Stichwahl geltend. Zwar hat der fons ,, dann brauchte an die Vorlage nicht so viel Kraft und Zeit fervative Rhein. Courier" geschrieben, daß er es für selbstverschwendet zu werden, denn dann wäre, wie wir gestern und verständlich erachte, daß erachte, daß die Nationalliberalen in der Stichfrüher dargelegt haben, auf eine Annahme des Tarifs wahl für Dr. Crüger eintreten; aber viele Nationalliberale nicht zu rechnen." crachten das durchaus nicht für so selbstverständlich, weil die Freis Diefes alberne Schachergeſchrei des Bündlerblatts macht die für finnigen so wenig Verständnis und Entgegenkommen für eine die konservative Partei verantwortlichere Kreuz- Zeitung" nicht mit. Studdelmuddel- Kandidatur gezeigt haben, und was viele Nationals Diefe hebt vielmehr und mit Recht hervor, daß die Regierungen liberale noch mehr verschnupft hat ihren Kandidaten Bertling principiell die Wünsche der Landwirtschaft" zu erfüllen bereit seien persönlich zu sehr heruntergesetzt haben. Viele werden sich deshalb und daß der Stimmabgabe enthalten, wozu übrigens selbst die Kreuz- 3tg." rät. Noch größer ist die Abneigung gegen die Freisinnigen in Centrumstreifen. Das Organ der nassauischen Ultramontanen, die Rheinische Volks- Zeitung"" schrieb dieser Tage mit großer Offens herzigkeit: Weg mit diesen( freifinnigen) Schmarozzeregistenzen, die je nach Aussichten auf Erfolg einmal dem Centrum den Bart streichen, um ihm bei der nächsten Gelegenheit einen Fußtritt zu geben." Und es rät den Diese fanfte Sprache des führenden Blattes der Konservativen Wiesbadener und Rheingauer Gesinnungsgenossen,„ in Anbetracht der zeigt, wie die konservative Bartei allerdings damit rechnet, daß eine Situation und in richtiger Würdigung der allgemeinen politischen weitere Vermehrung des Buchers nicht zu erreichen sein wird. Die Verhältnisse, sich bei der bevorstehenden Stichwahl der Wahl zu Kreuz- Zeitung" weiß, daß es sehr viel ist, was die Regierung enthalten". Das treibende Motiv bei diefer Parole ist zweifellos bewilligt, daß es mehr ist, als sie vor kurzem noch in fünften der Aerger darüber, daß das Centrum nicht in die Stichwahl ge= Träumen zu erhoffen wagte. tommen ist. Nationalliberale wie Centrumi gönnen dem Freisinn " Wie lange gedenken die Regierungen den schmachvollen Zustand noch dauern zu lassen?! Deutsches Reich. Graf Arnim. Der Zwischenruf des Grafen Arnim, der die Gesinnungen der Brotwucherer blighell beleuchtete, ist den Parteien des Zollwuchers überans fatal. Die Blätter dieser Parteien suchen sich mit dem erregenden Zwischenfall sehr verschiedenartig abzufinden. Die einen huschen schnell darüber fort, andre, wie der Reichsbote", fuchen die verfahrene Situation zu verbessern, indem sie von dem Wuchergenossen abrücken, der allzu offen die Robeit konservativen Denfens verraten hat; der„ Reichsbote" spricht daher unwillig vom bedauerlich unpassenden Zwischenruf", vom„ brutalen Zwischenruf", vom bösen Wort" Arnims und bedauert, daß den Socialdemokraten eine so günstige Gelegenheit zur Ausnutzung gegen die Parteien der Zollerhöhung geboten worden sei. Nur die" Post" so weit wir sehen nimmt sich schützend des Grafen Arnim an. Das ist nicht auffällig, denn, wenn wir nicht sehr irren, zählt Graf Arnim zu den Geldgebern, die das Scharfmacherblatt aushalten. Aber auch die" Post" tann Herrn v. Arnim nur schützen, indem sie seinen Zwischenruf fälscht. Die " Post" sagt: Graf Arnim fragt, das ist im stenographischen Wortlaut festgestellt, in Form eines Zwischenrufes an, ob der Vater vielleicht das Geld vertrunken habe?" Wir haben schon vorgestern erklärt, daß der Zwischenruf des Grafen Arnim nichts von seiner Abscheulichkeit verliert, wenn er, eine Frage stellte, denn das Charakteristische des Vorgangs ist allein, daß der konservative Feudalherr angesichts der Schilderungen furcht barsten Elends feinen andern Gedanken hat als den, ob sich nicht die zwischen der Auffassung der verbündeten Regierungen und der jenigen, welche von den konservativen Parteien und den in wirtschaftlichen Fragen auf gleichem Boden stehenden Gruppen vertreten wird, mir noch ein quantitativer Unterschied besteht, dessen Ausgleich bei einigermaßen gutem Willen wohl mit Recht erhofft werden kann." 1 So lange er Geld hatte, sei er gut behandelt worden, nachher aber habe man ihn geschickt"( geschlagen, mißhandelt). Das Gericht verurteilte Knappik zu zwei Jahren Ge fängnis und erneute Verse gung in die zweite Klasse des Soldatenstandes. " Thomasschlade unter bem zu Den Erfolg nicht. Vielmehr scheint es ernstlich darauf abgesehen gul Abg. Bacher: Uns kann es recht sein, wenn er die slovenische Engländer betrugen 17 Mann, imter denen sich auch ein sein, dem Freisim einmal seine Schwäche fühlen zu lassen, um ihn für Universität blamiert! Hauptmann befindet, der verwundet wurde. spätere Wahlen einem Kompromiß geneigter zu machen. Um Abg. Dr. Schalt: Er wird bort Spizbubenologie Ichren! das zu erreichen, erachtet man die Wahl eines Socialdemokraten( Unruhe.) Amerika. für den Rest dieser Legislaturperiode als das fleinere Uebel. Allmählich beruhigt sich Herr Stein und Herr Schuftersiz kommt Keine Truppenzurückziehungen von den Philippinen. Wie sehr der Freifinn zurückgegangen ist, zeigt sich übrigens endlich dazu, feine Rede zu halten. Zur Erklärung der Aufgeregtheit General Chaffee dringt darauf, daß keine amerikanischen Truppen jezt, wo das amtliche Wahlresultat bekannt ist, noch viel deutlicher. des Herrn Stein werbe erwähnt, daß Herr Schustersiz unlängst vor dem 1. Januar 1903 von den Philippinen zurückgezogen werden, Troß einer Zunahme von 4000 Wählern ist die Zahl der freifinnigen überwiesen worden ist, ba in Anbetracht der Lage der Dinge auf den Philippinen Stimmen um rund 1400 zurückgegangen. In der Stadt Wiesbaden Kohlenpreise verkauft zu haben den Schaden, der dadurch eine Verminderung feiner Streitkräfte nicht zu bon 3764 1898 auf 3305, im Landkreis Wiesbaden von 1497 auf dem Ileritalen landwirtschaftlichen Verein erwuchs, rechtfertigen wäre. 1173, im Untertaunuskreis von 1678 auf 965; nur im Rheingau deckte er nämlich im Geheimen aus seiner Tasche- um Warum protestieren übrigens die bürgerlichen Bierbankpolitiker freis ist die Stimmenzahl von 792 auf 957 gestiegen. Im die liberalen Bauernvereine, die die Schlade teurer gegen die amerikanische Sunnenpolitit gegen die gleichen Verhältnis wie die Stimmen der Freisinnigen zurückgegangen, verkaufen mußten, in den Augen der Bauern Filipinos, bie nach Noosevelt wie Banditen" behandelt sind die der Socialdemokratie gestiegen: In Wiesbaden Stadt von diskreditieren. Er ist jedenfalls ein sehr dunkler Ehren- werden? 14003 auf 4709; in Wiesbaden Land von 2749 auf 3270, im tatho- mann, trotzdem war natürlich die Entrüstung des alldeutschen" lischen Rheingau von 783 auf 923, und im Untertaunuskreis( Wald- Skandalmachers sehr gekünstelt. Nach Herrn Schustersiz ge= gegend mit wenig Industrie und schlechten Verkehrsverhältnissen) von langte der alldeutsche Abgeordnete Berger zu Wort und 528 auf 598. Dieses stetige Wachstum der socialdemokratischen verföhnte, wie es schon alldeutsche Art ist, die Hader in protzigster Stimmen ist der sicherste Beweis dafür, daß es nur erst eine Frage Weise. Unter andern Ungereimtheiten erzählte er, im Jahre 1896 der Zeit ist, wann der Wahlkreis in unsrem sicheren Besitz ist. sollen die gesamten Druckerzeugnisse" der slavischen Völker", Bücher und Beitschriften zusammen, 974 betragen. Darauf entwidelte fid) folgendes Geschrei: Abgeordneter Klaic: Bon allen Slaven in Oestreich? Abgeordneter Baron Braschat: Das ist lächerlich! Abgeordneter Dr. Brzorad: Schämen Sie sich, so etwas zu sagen. Die Polen- Interpellation, welche am Dienstag im Reichstag auf die Tagesordnung gesezt werden soll, versezt die chauvinistische Presse in starte Erregung. Die Köln. 8tg." fordert die Regierung auf, die Interpellation überhaupt nicht zu beantworten, da sie preußische Angelegenheiten vor dem Reichstage, erörtern wolle. Dieser Wunsch dürfte jedoch nicht erfüllt werden, da das Centrum die Interpellation unterstügt, mit dem es die Regierung nicht verderben mag. Andrerseits soll bei der polnischen Interpellation die Absicht bestehen, nicht zu schroff aufzutreten, weil die auswärtige Politit in Frage kommt. Nach einer Korrespondenz wird aus der Bolenfraktion zunächst Fürst Radziwill, dann Dr. v. Dziembowski- Bonian sprechen; nachdem der Reichskanzler die Interpellation beantwortet haben wird, wird Roeren die Besprechung beantragen und namens des Centrums reden. Auch die Socialdemokraten werden in die Desatte eingreifen. Die Verpreußung der Eisenbahnen. Wie der Karlsruher Volksfreund" aus zuverlässigster Quelle erfahren haben will, hat Breußen einen se aufvertrag betreffs der Main Nedar bahu der hessischen Regierung vorgelegt. Abgeordneter Dr. Bacet: Der das schreibt, ist ein bewußter 2ügner, aber fein Schriftsteller. Abgeordneter Berger: Machen Sie das Maul nicht so weit auf, Herr Vicepräsident, sonst tönnte ich Ihnen dasselbe mit etwas austopfen.( Stürmische Entrüstungsrufe bei den Czechen, großer Lärm.) Abgeordneter Braschat: Das ist deutsche Kultur! Abgeordneter Stein: Nein, bei Euch ist die Kultur! Eine Frechheit, uns zu beleidigen, Sie infamer Kerl!( Andauernder Lärm.) Abgeordneter Berger( nach einer Baufe): Ich bin bereit, in loyaler Weise das, was ich gegenüber dem Vicepräsidenten Zacek gesagt habe, zurückzunehmen, weil ich gehört habe, daß er nicht mich einen bewußten Lügner genannt hat. Und so ging es weiter! Das will ein Barlamet heißen! Schweden. Der Boeren- Krieg. Eine Bedrohung Johannesburg8? Aus Johannesburg meldet der Star": Große Bes unruhigung herrscht in der Stadt. Mehrere Kommandos, wahrscheinlich unter Delarey, bedrohen die Außenlinien und die Stadt selbst. Die Militärbehörde erließ soeben Justruktionen für die Truppen und die Civilisten, die an allen Eden angeschlagen wurden für die Verteidigung des Blazes. Die Konzentrationslager. Aus Pretoria wird unter dem 6. gemeldet, daß sich die Todesrate in den Konzentrationslagern in lezter Zeit wieder ganz bes fonders gesteigert hat, was den starken Stegengüffen der letzten Wochen zugeschrieben wird. Die Militärbehörden beabsichtigen infolgedessen, und da der Feindseligkeiten wegen die Konzentrationslager nicht sicher genug zu sein scheinen, eine gänzliche Aenderung des Systems der Konzentration. Es ist gleichzeitig vorgesehen, daß auch die Nichtkombattanten die geeignete Unterkunft und Schutz finden. 16 000 Boerenkämpfer. Der Brüffeler Korrespondent der Morning Post" depeschiert, Präsident Krüger habe von General Batha einen Bericht empfangen, demzufolge in Transvaal und im Oranjestaat 16 000 Boeren gegen die Engländer im Felde stehen und 13 Kommandos in der Kapkolonie operieren. Massendesertion der Engländer. * Je mehr Preußen danach strebt, seine Eisenbahnherrschaft auszudehnen, um so mehr wird die Frage der llebernahme des gesamten deutschen Eisenbahnwesens durch das Reich zur brennenden Ministerwechsel. Der Justizminister Annerstedt hat am Frage.Aus Lourenzo Marquez wird berichtet, daß zahl. 5. Dezember feinen Abschied erhalten. Annerstedt hat sich als reiche. englische Deserteure die portugiesische Die Unfallversicherung für diverse Handwerks- und Transport- Gegner einer wirksamen Wahlrechtsreform bekannt gemacht. 8u Grenze überschreiten. Unter denselben befinden sich viele betriebe, sowie für kleinere Schiffahrtsbetriebe, die durch das neue seinem Nachfolger wurde der Staatsrat Hammarstjöld ernannt, der Offiziere. Die portugiesischen Behörden liefern dieselben den Unfall- Versicherungsgefeß vom 30. Juni 1900 geschaffen worden ist, zwar als ein hervorragender Rechtsgelehrter bezeichnet wird, aber englischen Behörden jedoch sofort wieder aus. tritt am 1. Januar 1902 in Kraft. Die betreffende kaiserliche Ver- politisch bisher nicht hervorgetreten ist. Man sagt, daß er kein ordnung wird jetzt im„ Reichsanzeiger" veröffentlicht. principieller Gegner der Wahlrechtsreform ist; wie er aber über die Der Fall Münch soll nach Zeitungsmeldungen zu einem Kon- Lösung der Frage denkt, ist nicht bekannt. flift zwischen Württemberg und Preußen geführt haben. Münch ist, wie unsre Leser sich erinnern, zivangsweise in eine Die englische Kriegsführung vor der Zweiten Kammer. württembergische Frrenaustalt gesperrt worden, weil er gemein- Auf einen Protest Devissers gegen die Einsperrung des gefährlich geistestrant sei. Preußen soll mit dieser Freiheitsberaubung holländischen Ambulanzperfonals feitens Englands, des preußischen Unterthanen Münch, den es feineswegswelche der Genfer Ronvention widerspreche, erwiderte der Minister für geistestrant hält, nicht einverstanden sein und dessen Auslieferung des Auswärtigen, daß die Genfer Konvention nur die Unberleglichkeit sich westlich von Warmbad mit Badenhorst zu vereinigen. verlangen. der Ambulanzen der Kriegführenden, aber nicht der Neutralen garantiere. Die Regierung habe mehreremale die Freilassung des holländischen Ambulanzpersonals verlangt, doch sei England nicht verpflichtet, dieser Forderung vor dem Ende des Krieges nachzukommen. Chronik der Majestätsbeleidigungs. Prozesse. Vor fast vier Jahren, im März 1898, soll der Gärtner Sthbert aus Wymislowo zu dem Schachtmeister Johann Materna eine Majestätsbeleidigung begangen haben. Materna teilte dies einem Gendarm mit, und nun wurde die Sache verfolgt. Drei Zeugen fagten aus, daß der Angeklagte ein Trinker sei, und damals jogar am Delirium gelitten habe. Vergebens, das Brom berger Gericht verurteilte den Mann zu sechs Monaten Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte sogar 2 Jahre Gefängnis beantragt! Der Frevel einer Majestätsbeleidigung verjährt nie. Noch nach vier Jahren wird er geahndet, selbst wenn ihn ein Trunkenbold verübt hat! Ausland. Eine Scene aus dem Hinterwäldler- Parlament. -st- Wien, 6. Dezember. Heute gelangte im östreichischen Abgeordnetenhause der Dringlichkeitsantrag der Südslaven auf Errichtung einer slovenischen Universität in Laibach zur Berhandlung. Als der Abg. Schustersiz, der Führer des flerifalen Flügels der slovenischen Abgeordneten, den Dringlichkeitsantrag zu begründen begann, entwickelte sich folgende prächtige Scene: Niederlande. England. Die Fabier und Lord Rosebery. Unser Londoner Korrespondent schreibt uns: Ist Kritik nüglich? Jedenfalls ist sie notwendig, zuweilen nügt sie auch. Die neueſte Broschüre der Fabiergesellschaft:" Die Politik des 20. Jahrhunderts" von Sidney Webb ist im großen Ganzen ein Wiederabdruck des an dieser Stelle besprochenen Artikels von Sidney Webb über den liberalen Imperialismus, aber die kritisierten Stellen: der Ruf an Lord Rosebery und die südafrikanische Politik fehlen. Sie sind hinausrevidiert worden. Mik Hobhouse verklagt Kitchener. London, 7. Dezember. Der" Standard" meldet aus Bretoria von vorgestern: Die Boeren beginnen, wie verschiedene Anzeichen verraten, mit einer Wiederaufnahme ihrer Thätigkeit. Mehrere Kommandos sind wieder im Oranje- Staat aufgetaucht, darunter ein großes Kommando, das anscheinend von De Wet befehligt wird. Biljoen steht mit 400 Manu nördlich von Belfast an der Delagoa- Bahn und wartet die Ereignisse ab. Beyers zieht nach Süden auf Sandriverpoort zu, augenscheinlich in der Absicht, Reichstag. ( Schluß aus der 1. Beilage.) Abg. v. Tiedemann( Np.): Mit der Aufhebung der Eisenzölle begann für die rheinischwestfälische Eisenindustrie eine Zeit des schlimmsten Niederdie in ihren Folgen zur Gründung des Centralganges, die in ihren Folgen verbandes deutscher Industrieller führte. Diese Aufhebung war der schlagendste Beweis gegen die freihändlerische Theorie. Der Gedanke der Getreidezölle, der sich jetzt mit so elementarer Gewalt Bahn gebrochen hat, entſtammt einzig und allein der Initiative des Fürsten Bismarck, während die Landwirtschaft in den 70er Jahren noch freihändlerisch gesinnt war. Auch ich, damals der Chef der Reichskanzlei, war erstaunt, als mir Fürst Bismarck bei einer Reise nach Barzin seine Bläne, betreffs der Getreidezölle enthüllte. Damals, 1879, wurde der gesammte Zolltarif in London, 5. Dezember( Eig. Ber.) drei Es Monaten fertiggestellt. wurde mit Dampf Die Zwangsausweisung von Miß E. Hobhouse aus Süd- gearbeitet, und mancher Saß, auch bei den Getreidezöllen, afrika wird einen interessanten Prozeß zur Folge haben. Wie bekannt, wurde etwas aus dem Handgelenk in den Tarif hineingesteckt. Diesen hat sich Miß Hobhouse um die Kritik der Mißstände in den füd- Tarif, bei dem die Industrie den Löwenanteil erhielt, bezeichnete afrikanischen Stonzentrationslagern große Verdienste erworben. Ob Frhr. von Thüngen damals als einen Schußzolltarif für die Industrie wohl die Regierung diese Mißstände zugab, wurde ihr doch die Kritik und eine Abfindung für die Landwirtschaft. 1885 wurden dann die Getreides sehr unbequem. Miß Hobhouse einen Preßprozeß nach deutschem zölle um das Dreifache erhöht, und 1887 stiegen fie auf die Höhe unfres Muster zu machen, geht in England nicht an. In einem demo- heutigen autonomen Tarifs. Die Zölle von 1879 haben der Industrie zu fratischen Staate ist die Kritik ein legitimer Faktor und damit einem ungeahnten Aufschwung verholfen, aber die Landwirtschaft ist auch die Schärfe des Ausdrucks gerechtfertigt. Dinge feit dem Tarif von 1879 mehr und mehr zurückgegangen, und heute beim rechten Namen zu nennen, ist Teil der Kritit. ringt sie geradezu um ihre Eristenz. ein Abg. Dr. Schustersiz: Es ist eine seltene Ausnahme, daß die füdslavischen Parteien mit einer Angelegenheit an das Abgeordneten haus herantreten, für welche sie die dringliche Behandlung in Anist spruch nehmen. Abg. Stein: Warum erschießt sich der Kerl nicht? Ging es also nach englischen Begriffen nicht, die Kritikerin hinter Er hat gesagt, wenn das bezirksgerichtliche Urteil vom Obergerichte Schloß und Niegel zu bringen, so fam die Regierung auf den Gebestätigt wird, müsse er sich erschießen. Es ist ein öffentlicher Standal, daß der Kerl reden darf.( Lebhafte Entrüstungsrufe im Centrum und bei den Slovenen.) Präfident:' Ich bitte, derartige Ausdrücke nicht zu gebrauchen. Das ist unparlamentarisch. Ich rufe Sie zur Ordnung! Abg. Stein: Er soll sich erschießen! Er ist aber au feig dazu, der elende Denunziant!( Neuerliche Entrüstungsrufe im Centrum und bei den Slovenen.) Präsident: Ich rufe Sie neuerlich zur Ordnung! Das geht doch zu weit! Abg. Stein: Er ist in meinen Augen ein elender Schuft! Präsident: Ich muß dafür sorgen, daß die Redefreiheit gewahrt werde. Ich bitte den Herrn Avg. Dr. Schustersiz, den Antrag zu begründen. Abg. Stein: Das wird eine schöne Begründung werden! Warum spricht kein freiheitlicher Slovene? Warum muß der Erzreaktionär sprechen?( Andauernde Unruhe.) Abg. Schusterfit setzt seine Rede fort. Abg. Stein: Die Slovenen wollen von diesem Menschen gar nichts wissen! Es ist eine Schande für die slovenische Nation, daß dieser Kerl hier reden darf! Präsident giebt das Glockenzeichen und ersucht, den Redner nicht zu unterbrechen. Abg. Stein: Verschaffen Sie ihm ein paar Pistolen, da mit er sich erschießen tann!( Lebhafte Entrüstungsrufe im Centrum und bei den Slovenen.) Präsident giebt das Glockenzeichen. Abg. Stein: Er hat erklärt, sich erschießen zu müssen, wenn das Obergericht das Urteil des Bezirksgerichts bestätigt, und da es bestätigt wurde, muß er sich erschießen, sonst ist er ein feiger erl.( Unruhe) Präsident: Ich rufe Sie zum drittenmal zur Ordnung. Abg. Stein: Ich bedauere, ich kann nichts zurücknehmen. Präsident: Das geht nicht an, ich habe dafür zu sorgen, daß die Redefreiheit gewahrt werde und kann nur vorausseßen, daß Sie in erster Linie soviel Rücksicht haben werden. Ich bedanere, fein andres Mittel zu haben, Herr Abgeordneter Schustersiz, Ihnen zum Worte zu verhelfen. Abg. Stein: Entschuldigen Sie, er ist ein feiger Schuft! Abg. Pacher: Hier haben nur lebende Menschen zu reden. Sie erteifen einem moralischer Leichnam das Wort.( Andauernde Unruhe.) Abg. Dr. Schustersizz: Man hat gewissermaßen einen Vorwurf gegen uns erhoben.. Abg. Stein: Herr Präfident! Wahren Sie die Würde des Hauses und entziehen Sie ihm das Wort, damit der Schandfled nicht reden kann. Der Schuft hat hier nichts zu reden. Abg. Dr. Schalt! Da hätte wohl ein Berufener zu sprechen gehabt! Er diskreditiert nur die ganze Sache! danken, Miß Hobhouse den Zutritt zu den Konzentrationslagern zu verbieten. Als sie nun zum zweiten Male in Südafrika landete, wurde ihr der Ausweisbefehl zugestellt. Da sie sich weigerte, diesem Befehle Folge zu leisten, wurde sie mit Hilfe von Soldaten zurück aufs Schiff gebracht. In einem längeren Briefe an die Presse erzählte sie gestern die Art und Weise der gewaltsamen Deportation. Der Brief ist von einem Schreiben ihres Ontels Lord Hobhouse begleitet, in dem er den unerhörten Angriff auf die persönliche Freiheit einer englischen Bürgerin mit großer Schärfe rügt. Gestern abend beschloß Miß Hobhouse, Lord Kitchener wegen dieses Vergehens den Prozeß zu mache 11. Die Familie Hobhouse hat in den letzten Jahren eine ganze Reihe liberaler Politiker hervorgebracht. Einer derfelben agitierte in den Jahren 1880/81 ganz energisch gegen die Waffenhinrichtungen von Afghanen, die unter Lord Roberts( damals Sir) in Kabul ausgeführt worden. Italien. Meinte Es liegt die Gefahr vor, daß bei fortschreitender Entwertung unfres Grundbefizes die Boltsernährung mehr und mehr geschädigt wird. Diese Gefahr würde erhöht bei mißernten und in Kriegsfällen. Getreidezölle aber würden der Landwirtschaft einen erhöhten Absa im Julande ermöglichen, so daß sie sich eventuell mit abolut billigeren Preisen begnügen tönnte. politischen Freunde find darin einig, daß sie die in den godtarif Entwurf eingestellten Minimalsäge für Getreide für nicht völlig ausreichend erachten. Wir sind bereit, uns mit andren Fraktionen darüber zu verständigen, ob und wie wir diese Minimalsäge angemessen erhöhen können. Von den Industrien ist besonders die Kali- und Soda- Industrie eines erhöhten Schutzes bedürftig. Ich hoffe, daß wir zu einer Berständigung gelangen, nicht auf Grund einer grauen Theorie, sondern auf Grund eines gesunden nationalen Egoismus.( Bravo! rechts.) Abg. Hilpert( Bahr. Bauernbund): Mein Wahlkreis besteht fast nur aus kleinen Bauern und trotzdem hat diese Bevölkerung ein großes Interesse an Schutzöllen. Die mäßigen Zölle, die wir verlangen, werden das Brot nicht verteuern. Auch in der Landwirtschaft giebt es arme Witwen und Kinder, für die wir eintreten, wie Herr Moltenbuhr für die Witwen und Kinder der Industrie- Arbeiter. Wenn Sie uns die Versicherung geben, daß bei Aufhebung der Getreidezölle alle Not alles Elend verschwinden, und sind wir die ersten, Errichtung eines Arbeitsamtes. In der Deputiertenkammer gelangte am 5. Dezember der Entwurf betreffend die Errichtung eines staatlichen Arbeitsamtes zur Verhandlung. Dasselbe foll Er hebungen über Arbeiterverhältnisse, Statistiken usiv. aufnehmen, die Arbeitergeseze sammeln und die sociale Gesetzgebung vorbereiten usw. Dem Arbeitsamt soll ein Staatsbeamter vorstehen im Range dafür stimmen. Von Raub und Plünderung der Massen durch diesen eines Ministers ohne Portefeuille und ohne Berantwortung. Tarif tann feine Rede sein. Raub und Plünderung der Massen Die Kosten sind auf 100000 Fr. veranschlagt. Dem Arbeits- find vielmehr die Folgen des Börsenspiels.( Sehr richtig! rechts.) amt wird nach den Anträgen der Kommission ein Komitee Von der Landwirtschaft ist noch niemand reich geworden. Was den beigegeben, bestehend aus Mitgliedern der Deputiertenkammer, Tarif selbst anlangt, so wünschen wir vor allem einen hohen Zoll auf des Senates, der Handelskammern, Landwirtschaftskammern, Lupulin( Hopfenmehl). Im übrigen können wir uns vollkommen Genossenschaften, Volksbanken, Arbeiterunterstüßungs- Vereinen, den Ausführungen des Herrn Abg. Speck anschließen. Freudig bes Arbeitstammern und fünf Arbeitern, die von der Regierung direkt grüßen wir seine Forderung eines erhöhten Hopfenzolles. ernannt werden sollen. Die Generaldiskussion wurde in einer Sigung Der Markstein der Caprivischen Politik, den Herr Richter nicht beendet und dürfte der Entwurf, nachdem auch die Socialisten durch erschüttern wollte, ist für immms ein Marfstein bitterer Erinnerungen. den Abgeordneten Caprini ihr Einverständnis im allgemeinen be- Wir begrfißen es, daß die Regierung diesen Weg verlassen hat. Mit fundet haben, ohne wesentliche Aenderungen zur Annahme ge- dem Saße des Herrn Reichsfanglers: der Landwirtschaft zum Schutz, der Industrie nicht zum Truz, sind wir vollkommen einverstanden und langen. Turati, von dem gestern im Depeschenteil gemeldet worden hoffen, daß den Worten auch die Thaten folgen werden.( Bravo! war, daß er infolge des Schiedsspruchs der parlamentarischen Fraktion rechts.) Abg. Schrempf( f.): in Sachen der Mailänder Parteizwiftigkeiten seinen Austritt aus Auf die Rede des Abg. Bayer muß unbedingt ein Württem der Partei erklärt habe, scheint nach einer Meldung der„ Frankf.berger antworten. Der Abg. Augst, der als Mitglied der füid= Zeitung" diesen Schritt nicht gethan, sondern sich mit der Nieder- deutschen Volkspartei diesem Hause angehört, hat in einer von mir legung seines parlamentarischen Mandats und seinem Rücktritt von selbst abgehaltenen Bersammlung meinen Ohren erklärt, daß er der Parteileitung begnügt zu haben. für eine Erhöhung der Getreidezölle sei.( Hört! hört! rechts.) Die württembergische Kammer hat Afrika. mit 63 gegen 26 Stimmen die württembergische Regierung aufEnglische Kolonialkämpfe in Guinea. Eine der vier gefordert, für erhöhte Getreidezölle einzutreten. Unter der britischen Truppenabteilungen, die mit einer Expedition gegen die Mehrheit waren Reihe von Mitgliedern der mächtigen Aro Stämme beauftragt find, stieß am 2. d. M. füddeutschen Volkspartei. So ist die Stimmung in auf entschiedenen Widerstand. Die Verluste der Württemberg! Die Bauern wollen nur mittlere Preise, aber sie wollen eine vor feine Proletarier werden und der Socialdemokratie in die im Dienste des Kapitals fronden muß, es ist im zu verzeichnen. 84 von den 40 Streits erstreckten sich auf nur je Arme fallen. Glauben Sie, daß die süddeutschen Bauern sich zu Bankfach wie überall im kapitalistischen Betriebe, man versucht einen Betrieb. Auch die Dauer der Streits war eine sehr geringe: Gunsten der oftelbischen Großgrundbesiger vom Bunde der Land- billige Arbeitskräfte zu erlangen und wirft die alten, verbrauchten 35 varen innerhalb beziehentlich nach Ablauf des ersten Tages bes wirte fanatisieren lassen? Aber so wie Sie( nach links) das oder überflüssigen aufs Pflaster. Gewiß könnten die Banten mit reits wieder beendet. Von den 38 im Monat Oktober beendeten Wort Landwirtschaft" hören, machen Sie es sofort wie der Leichtigkeit ihr Personal über die trübe Zeit hinweghelfen, bei einigen Streits verliefen für die Arbeiter 11 günstig, 14 endeten durch Vers Jude beim Gebet, Sie wenden sich nach Osten, weil Sie Banten ist das auch geschehen, denn was hier gespart werden kann, gleich und 13 gingen verloren. glauben, nur dort sei Landwirtschaft.( Große Heiterkeit.) ist gering im Verhältnis zu den übrigen Ausgaben. Aber wie Wenn es noch 10 oder 20 Jahre so weiter geht, find die Bauern immer fängt man auch hier beim Sparen unten an, anstatt oben bankerott! Aber das will ja die Socialdemokratie gerade: sie kann zu beginnen. Die Einberufung eines französischen Bergarbeiter- Koitgreffes nach Paris schlagen die Bergleute des Loiregebietes vor. Derselbe soll, nachdem die Beschlüsse der Kammer bekannt geworden, endgültig über den Generalstreik entscheiden. Gerichts- Beitung. die Bauern nur dann brauchen, wenn sie verlumpt find.( Lachen Neben diesen rein wirtschaftlichen Erscheinungen ist aber sicherlich bei den Socialdemokraten). Die Prosperität der Landwirtschaft ge- auch die Börsengefeggebung mit eine Ursache der gesteigerten Bereicht auch dem Gewerbe zum Segen; viele kleine Besizer bei uns stehen schäftigungslosigkeit im Bankfach. Und hiergegen hatten die Bankmit einem Fuß auf der Landwirtschaft, mit dem andern auf dem Gewerbe. beamten am Freitagabend eine Protestfundgebung zusammen( Heiterkeit.) In Süddeutschland wird vielfach befürchtet, daß durch gebracht. Die Versammlung, die von ungefähr 700 Pereinen besonders niedrigen Gerstenzoll die Landwirtschaft schweren fonen besucht war, tagte im Saal der Produktenbörse. Die Wegen Vergehend gegen§ 11 des Preßgefetes hatte sich Schaden erlciden könne. Die deutsche Landwirtschaft ver- Leitung befand sich in den Händen des Deutschen Bankbeamten gestern unser verantwortlicher Redacteur Carl Zeid vor dem Tangt für ihren Absatz den Schutz des Reiches! Den vereins, das Referat hatte Herr Landsbourgh übernommen. hiesigen Schöffengericht zu verantworten. Das Oberbergamt Dorts Hopfen fann sie heute oft zum niedrigsten Preis nicht ver- Der Vortrag war sehr gut ausgearbeitet, aber er hatte den Mangel, mund hatte dem Vorwärts" auf einen im September veröffent kaufen; der russische Hopfen wird um 14 M. Hereingelaffen daß er zu viel beweisen wollte. So ist die Annahme des Redners, lichten Artikel:„ Etwas über das Unvesen der Aufsichtsräte" eine und der deutsche Hopfen mit 17 M. belastet!( hört, hört! rechts.) daß die Krise lange nicht in der Schärfe aufgetreten wäre, wenn sie Berichtigung zugesandt, deren Aufnahme abgelehnt wurde, weil sie Wir haben die Flottenvorlage, die Militärforderungen usw. bewilligt nicht eine vom Börsengesetz geschwächte Fondsbörse vorfand, un den preßgefeßlichen Anforderungen nicht entsprach. Der Amtsanwalt und sind damals großartig als Freunde der Regierung" bezeichnet; richtig; hier spielen andre Faktoren eine gewichtige Rolle. Auch beantragte 20 M. Geldstrafe oder 4 Tage Haft und nachträgliche nun wollen wir auch hier Freunde der Regierung fein. Vom erblicken wir im Handelsgesetz darin keinen Fehler, daß neue Aktien Aufnahme der Berichtigung. Der Gerichtshof folgte aber im wesent Bunde der Landwirte versteht Abg. Payer nichts; er hat erst nach einem Jahre, wenn die erste Jahresbilanz veröffentlicht ist, lichen den Ausführungen des Rechtsanwalts Dr. Freudenthal meines Wissens noch nie eine feiner Versammlungen befucht. an die Börse gelangen dürfen. Aus früheren Gründungen ist und erkannte auf Freisprechung. Die Kosten wurden der Dann soll er aber auch nicht uns im Reichstag hier anschwärzen in bekannt, daß gerade mit den jungen Aktien ein arger Schwindel ge- Staatskaffe auferlegt. Dingen, die er absolut nicht versteht! Wir sind nicht so hähmisch, trieben wird. Man braucht kein Feind der Börse zu sein, um doch Feinde der Industrie zu sein; es ist Mumpiß, wenn der Abg. Bebel andrerseits ihre Auswüchse nicht gut zu heißen. dies behauptet hat.( Glocke des Präsidenten.) Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, Sie dürfen die Rede eines andern Abgeordneten nicht Mumpig nemmen. ( Stürmische Heiterkeit.) Abg. Schrempf( fortfahrend): Ich habe nicht an erster Stelle an den Redner, sondern an den Inhalt der Rede gedacht.( Heiterkeit.)- Eine Barität zwischen Industrie und Landwirtschaft ist unbedingt notwendig. Diese Parität ist verlegt worden durch die Caprivischen Handelsverträge. Diesen Fehler müssen wir torrigieren und deswegen stimmen wir Süddeutschen für den Tarif als eine Grundlage für die Verhandlungen in der Kommission.( Lebhaftes Bravo! rechts.) Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sigung Montag 1 hr.( Interpellation Dr. Arendt ( Rp.) betr. die Versorgung der Kriegsinvaliden; Fortsetzung der heutigen Beratung.) Schluß 6 1hr. Partei- Nachrichten. " " Gegen den Verleger Bruhns von der StaatsbürgerDagegen wies der Redner sehr geschickt nach, welche Bedeutung Beitung", sowie gegen den verantwortlichen Redacteur derselben, der Bank und Börsenverkehr für die Industrie und auch für die Bödler, wurde gestern vor der 147. Abteilung des Schöffen Landwirtschaft hat. Ebenso waren die Einwände gegen das Verbot gerichts eine Privattlage verhandelt, welche der Journalist Pros. des Terminhandels durchaus zutreffend. Es läßt sich eben der tauer gegen sie angeſtrengt hatte. Zur Zeit, als die Wogen an effektive und der Terminhandel nicht auseinander halten, und das läßlich der Koniger Mordangelegenheit besonders hoch gingen, brachte Börsengesetz hat hier einen heillosen Unfug angerichtet. Auch die die Staatsbürger Zeitung" einen Artikel, worin u. a. behauptet Wirkung des Börsengesetzes, das Spiel einzudämmen, ist wurde, daß der Journalist Proskauer für den in Konig weilenden verfehlt, weil, wie durchaus unantastbar festgestellt ist, Reporter Schiller an der Börse eine Sammlung veranstaltet, dieser Geschäftsverkehr nach ausländischen Börsen gedrängt ist. den Ertrag jedoch nur zum Teil an Schiller abgeliefert habe. völlig Der hierdurch hervorgerufene Rückgang im Geschäftsverkehr im Verein Dieſe Behauptung ist nach Angabe des Klägers Redacteur Böckler mit der Unsicherheit des Börsenverkehrs durch eine irrige, unverständ- unwahr. hatte fie in givei öffent Volksversammlungen aufrechterhalten. Von den Beliche Gesetzgebung bedroht die Stellung der Bankbeamten. Gegenlichen wärtig ist die Zahl der Stellungslosen im Verein deutscher Bank- flagten war nur der Verleger Bruhns erschienen, dem Kläger stand beamten zehnmal größer als im Vorjahre. Die Ansprüche an den Rechtsanwalt Sonnenfeld zur Seite. Der Beklagte Bruhns berief Unterstützungsfonds find nie so groß gewefen als jetzt und nicht alle fich auf das Zeugnis des Journalisten Wienede, der die können Befriedigung finden. Geschichte aus dem eignen Munde des Schiller gehört und sie ihm, Wienecke habe gegen die VerRedner schilderte dann, wie das Bankgeschäft heute gegen ehedem dem Kläger, wiedererzählt habe. ganz andre Formen angenommen hat. Aus dem vielseitigen Beamten öffentlichung auch nichts einzuwenden gehabt. Der Zeuge Wienecke Schiller des kleinen Bankgeschäfts ist ein Angestellter geworden, der eine be- bestätigte im wesentlichen die Angaben des Beklagten." stimmte mechanische Arbeit im großen Bankbetriebe verrichtet. Es habe noch hinzugefügt, daß er, wenn er wolle, im stande sei, dent Tominit dahin, daß die Angestellten zum niedrig besoldeten Bant- Kaufmann Bambus und einem andren Herrn Unbequemlichkeiten zu arbeiter herabfinten. Das wollen wir aber nicht!" ruft Redner bereiten. Auf Drängen des Reichstags- Abgeordneten Sonnenfeld, mit Emphase aus, wir sind auf unsern Beruf stolz, wir wollen er der andere Herr" sei, erklärte der Zeuge, daß er selbst, ReichsBankbeamte bleiben!" tags- Abgeordneter Sonnenfeld, es sei. Schiller hat in Abrede gestellt, Der Vortrag fand eine sehr lebhafte Zustimmung. Mit der eine derartige Aeußerung dem Wienecke gegenüber gethan zu haben. Annahme einer Protestresolution, die sich im Sinne des Referats Der Kläger Proskauer wiederholte, daß die ganze Geschichte von der bewegte, fand die Versammlung ihren Abschluß. angeblichen Sammlung an der Börse unwahr sei. Reichstags- Abgeordneter Sonnenfeld führte aus, daß die Beklagten wegen Beleidigung durch Verbreitung nicht erweisbar wahrer Thatsachen bestraft werden müßten, wenn auch zugegeben werden solle, daß sie fich in gutem Glauben befunden hätten. Es sei die Ehre eines Mannes in schwerster Weise herabgesezt worden, die Strafe könne dementsprechend nicht gering bemessen werden. Der Beklagte Bruhus wies darauf hin, daß hier die Aussage des Zeugen Wienecke der des Schiller gegenüberstehen. Man müsse berücksichtigen, daß der letztere sich bei seinem Bestreben, der ihn besoldenden jüdischen Partei zu nügen, sich dazu hergegeben habe, Personen zum Meineide zu vers Er verbüße dafür zur Zeit eine Zuchthausstrafe von leiten. den größten Glauben verdiene, dürfe nicht fraglich sein. Der Ge21/2 Jahren. Wer von den beiden Zengen unter diesen Umständen richtshof tam zu einer Verurteilung beider Beklagten. Gegen Bruhus wurde auf 50, gegen Böckler auf 100 M. Geldstrafe erkannt. Dem Kläger Proskauer, dem der Gerichtshof glaube, daß er keine Samm, lung veranstaltet habe, sei die Befugnis zugesprochen worden, das Erkenntnis in der Staatsbürger- Beitung" zu veröffentlichen. " Gemeindewahlen in Heffen. Aus Darmstadt geht uns folgende Zuschrift zu: Ju Nr. 283 des Vorwärts" ist von hier die Mitteilung enthalten, daß auf Grund eines Kompromisses mit den Bezirksvereinen zwei Socialdemokraten in die Stadtverordneten Versammlung gewählt feien. Dies ist insoweit unrichtig, als von einem Kompromiß unsrerseits Der englische Außenhandel für November zeigt eine Abnahme mit irgend einer andren Richtung absolut keine Rede sein kann, der Einfuhr um nahezu 3 Millionen Pfund Sterling und eine Abwir gingen unfren eignen Weg, mit einem eignen Stimmzettel, aufnahme der Ausfuhr um mehr als 134 Millionen Pfund Sterling welchen wir 1727 Stimmen erzielten. Die beiden gewählten Genossen gegen das Vorjahr. Cramer und Stefan haben ohne unser Zuthun und ohne jeglichen Anspruch auf Gegenleistungen auf dem Zettel der vereinigten Amerikanische Schiffahrtsgesellschaften. Ueber die weiteren Bezirksvereine, Freijinigen und Antisemiten Platz gefunden. Unser Pläne des Gründerkönigs Morgan wird die Vermutung ausgesprochen, Kampf war in größerem Maße gegen die Nationalliberalen, gerichtet, daß es ihm bereits gelungen sei, vier englisch- amerikanische Schiff Rampf war in größerem Maße gegen die Nationalliberalen, gerichtet, fahrtsgesellschaften in seinen Besitz zu bringen. Dem New Yorker deren Parole:„ Keinen Socialdemokraten auf das Rathaus" von uns in derselben Weise beantwortet wurde, wogegen die Bezirksvereine Herald" zufolge will man für englische Werften den Bau von zwölf den Nationalliberalen in weitgehendstem Maße Rechnung getragen bes Sault Saint Marie- Kanal und des Superior- Sees eine Werft großen Frachtdampfern vergeben. Ferner soll am Zusammenfluß Die hiesigen Genossen haben mich beauftragt, Sie höflichst um Berichtigung zu bitten, da wir nicht mit andren Städten, in welchen allzu weitgehende Kompromisse mit Gegnern abgeschlossen wurden, in einen Topf geworfen werden wollen. Herzlichen Gruß. haben. " Balthasar Cramer. Wir geben dieser Zuschrift gern Raum, bemerken aber, daß die Mitteilungen in der Mainzer Volkszeitung" nicht ganz klar waren und die Annahme eines Kompromisses zuließen. Gewünscht hätten wir aber, wenn einmal berichtigt wird, daß sich die Verichtigung auch über die Frage verbreitet hätte, weshalb bei dem selbständigen Vorgehen auf dem eigenen Stimmzettel der Parteigenossen doch neben neun Socialdemokraten zehn Gegner standen. War das kein Kompromiß? Polizeiliches, Gerichtliches usw. erbaut werden. Gewerkschaftliches. Berlin und lingegend. Achtung! Gewerkschafts- Mitglieder, deren Franen und erwachsene Töchter! Das bekannte Sprichwort ,, Wo " vor. Dem Ober worden. Wenn Vom Kampf gegen Arbeitervergnügungen. Die Polizeiverwaltung von Eilenburg hatte durch eine Verbotsverfügung ein Vereinsvergnügen mit Tanz verhindert, das die dortige Zahlstelle Richter", gilt gang einberg von ein Kläger, ist auch kein des Deutschen Metallarbeiter Verbandes abhalten dem hiesigen Reinigungs- wollte. Der Vorsitzende Schreppe beschwerte sich vergeblich beim Institut, eine Einrichtung, welche eine Großstadt naturgemäß mit Regierungspräsidenten und beim Oberpräsidenten der Proving sich bringt und die in der letzten Zeit wie Pilze aus der Sachsen und klagte dann beim Ober- VerwaltungsErde schießen. Die in solchen Instituten beschäftigten Pergericht. Er bestritt die Annahme der Behörden, daß es sonen sind ausschließlich die ärmsten der Proletarierinnen und fich um eine Versammlung eines politischen Vereins im Sinne des fomit hilflos der Willkür und Ausbeutung derartiger Firmeninhaber§ 8 des Vereinsgefeßes, an der Frauen nicht teilnehmen durften, preisgegeben. Die lepteren gelangen in fast verschwindend furzer gehandelt habe." Die Zahlstelle verfolge gleich dem ganzen Beit zu üppigem Wohlstand und Ansehen, die Arbeiterinnen dagegen Metallarbeiter- Verbande rein wirtschaftliche Zwecke. lagen die opferit ihre Arbeitskraft, ihre Gesundheit für einen Hungerlohu. Berwaltungsgericht Bolizeiaften Danach Empörend sind die Zustände, welche bereits an die Oeffentlichkeit sind. in verschiedenen öffentlichen Metallarbeiter- Versammlungen, gebracht sind, und fordern numehr eine energische Abhilfe heraus. die in Eilenburg neben den Mitglieder- Versammlungen stattDie Forderung: Schuß der Gesundheit, der Sittlichkeit, eine fanden, politische Themen behandelt menschenwürdige Behandlung und Bezahlung soll durch eine große eine öffentliche Versammlung stattfand, fiel gewöhnlich die fällige öffentliche Versammlung zur Sprache und Anerkenning gebracht Mitgliederversammlung aus. Das Ober- Verwaltungsgericht gewann werden. auf Grund des vorliegenden Materials der Polizei die Ueberzeugung, daß die öffentlichen Versammlungen zu den Ver anstaltungen der Zahlstelle gehörten, und erachtete unter Berücksichtigung der Vorgänge in den öffentlichen Vers sammlungen die Zahlstelle für einen Verein, der bezivece, in Veriammlungen politische Gegenstände zu erörtern, Alt dessen Versammlungen und Sitzungen also Frauen gemäß § 8 des Vereinsgesetzes nicht teilnehmen dürften. Das Gericht wies die Klage ab, indem es weiter noch ausführte, daß Frauen, Schüler und Lehrlinge auch solchen Versammlungen und Sigungen politischer Achtung, Schuhmacher! Diejenigen unfrer Kollegen und Vereine nicht beiwohnen dürften, die nicht der Politik gewidmet Kolleginnen, welche als Schoßarbeiter oder in Schäftemachereien be- feien. Dazu gehöre das beabsichtigte Tanzvergnügen. Da hierbei schäftigt und als solche bei der Schuhmacher- Innungsfrankenkasse selbstverständlich die Beteiligung von Frauen vorgesehen gewesen sei, versicherungspflichtig sind, machen wir an dieser Stelle noch besonders so habe es die Polizei mit Recht verhindert. auf die am Montag stattfindende Versammlung der Versicherten aufmerksam. Da es die ersten Wahlen find, welche unter dem er: laffenen Zwangsstatut vollzogen werden, haben die Mitglieder den selben besondre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Wegen Vergehend gegen das Vereinsgesetz(§ 1 u. 12) erhielten die Genossen Müller- Görlitz und Lippert Rauscha einen amtsgerichtlichen Strafbefehl über 20 M. Sie sollen in Rauscha in einer Versammlung, in der öffentliche Angelegenheiten erörtert worden sein sollen, als Redner aufgetreten sein, ohne daß die Verfammlung angemeldet war. Der Einberufer ist inzwischen verstorben. Die Bersammlung fand am 30. Juni statt, die Strafbefehle find Ibom 23. November datiert. Es ist natürlich Berufung eingelegt. Gewerbesteuer- Hinterziehung. Im Parteilokal in Tilfit tagte im Februar dieses Jahres eine öffentliche Versammlung. Die Daher verweisen wir alle Jutereffenten, insbesondere die BauBarteigenossen Obergat, Graf und Kutzer, die den Vorstand des arbeiter, auf die am Dienstag, den 10. d. Mts., statt Vereins„ Einigkeit" bilden, gaben an anwesende Mitglieder des findende Versammlung.( Siche Inserat der heutigen Nummer.) Bereins Getränke gegen Bezahlung ab. Sie wurden dafür vom Genoffen! Sorgt für einen guten Besuch der Versammlung, Echöffengericht wegen Gewerbesteuer- Hinterziehung zu je 20 W. macht die weitgehendste Propaganda für die Ziele der Humanität Geldstrafe verurteilt und das Berufungsgericht bestätigte diese und Menschlichkeit. Strafe. Zur Begründung erklärte das Gericht, es könne zivar den Vereinsmitgliedern unter sich die Abgabe von Getränken gegen Bezahlung nicht verwehrt werden, aber in der Versammlung waren die Mitglieder nicht als Vereinsmitglieder, sondern als Teilnehmer der öffentlichen Versammlung anwesend, und daher war die Getränke abgabe in diesem Falle ein Gewerbebetrieb. Die rote Tinte. Wir berichteten seiner Zeit, daß der Vorfizzende des socialdemokratischen Vereins in te schendorf( Wahlfreis Teltow- Beeskow) mit einem Strafmandat über 10. bedacht wurde, weil er Eingaben an den Amtsvorsteher mit roter Tinte geschrieben hatte und dadurch groben Unfug verübt haben soll. Auf seinen Einspruch hob das Gericht das Strafmandat auf, weil kein grober Unfug vorliege. Wohl aber frage es sich, so führte der Vorsitzende aus, ob nicht durch die Anfertigung der Eingaben an den Amtsvorsteher mit roter Tinte dieser beleidigt worden sei, da jedoch kein Strafantrag in dieser Richtung vorliege, fönne darüber nicht verhandelt werden. Aus Industrie und Handel. Die Geschäftstommiffion der freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften. Deutsches Reich. mit dem Der Centralverband der Glaser Deutschlands beabsichtigt Glaserverband der Schweiz einen Gegen eitigkeitsvertrag bezüglich der Reise- und Arbeitsabzuschließen. Derselbe son am loien Unterstügung = Aus Frankenthal wird berichtet: Lokomotivführer Bauer aus Straßburg, der Führer des Schnellzuges Basel- Berlin, der am 9. Mai in Ludwigshafen bei der Ankunft aus der Bahnhofshalle in den Winterhafen hinausfuhr, wurde heute von der hiesigen Straffammer wegen fahrlässiger Gefährdung eines Eisenbahutransportes und fahrlässiger Tötung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. 1. Januar 1902 in Kraft treten und gilt zunächst auf ein Jahr. Die ehte Nachrichten und Depeschen. Fabrik falscher Pässe. Kündigung tann an jedem 1. Oktober mit Wirkung auf den darauffolgenden 1. Januar erfolgen; fündigt keine der in Frage kommenden Organisationen, so gilt der Vertrag als um ein Jahr verlängert. Neapel, 7. Dezember.( B. H.) Ein neuer Skandal ist Bezüglich der Reiseunterſtügung ist eine Rarenzzeit von 26 Wochen, für die Arbeitslosen- Unterstützung eine solche von drei Jahren fest: gejekt. Die Anstellung eines befoldeten Geschäftsführers ist mun auch für die Filiale Bielefeld des Metallarbeiter- Verbandes beschlossene Sache. Ausland. hier ausgebrochen. Man hat nämlich eine Fabril falscher Päise entdeckt, welche für die Summe von 600-1000 Lire für solche Personen Bässe herstellte, welche aus irgend einem Grunde Italien verlassen wollten und denen die nötigen Papiere hierzu fehlten. Die Gemeindebehörde hat ebenfalls eine Untersuchung in dieser Angelegenheit eingeleitet und zwar gegen fünf Magistratsbeamte, gegen welche schweres Belastungsmaterial vorliegt. Die Bankbeamten gegen das Börsengesek. Die Bantbeamten find durch die Ereignisse in letzter Zeit etwas fehr unsanft aus ihrer Gleichgültigkeit aufgerüttelt, die guten Jahre schwellten ihre Hoffnungen und ließen ihnen ihre Stellung als eine überaus gesicherte erscheinen. Num mit einem Schlage sind diese Aussichten nahezu vernichtet. Der Zusammenbruch vieler Banken, der Rückgang des Geschäftsverkehrs machte zahlreiche Kräfte überflüssig, und wie in der Industrie warf auch hier der Bei der Tapezierer- Firma Richard Ludwig, Wien VI, Marburg( Bez. Kassel), 7. Dez.( B. H.) In Wollmar ist Kapitalismus das überschüssige Arbeitsmaterial auf die Straße. Hofmühlgasse 4, sind Differenzen ausgebrochen. Wir ersuchen, der Brunnenbohrer Koch nachts durch Erdmaffen verDieser mur zu erklärliche Vorgang fachte in den Kreisen feine Gehilfen nach dort zu senden. schlittet worden. Bergleute haben mit der Rettungsarbeit begonnen. der Bankbeamten die helle Entrüstung an. Im Grunde Budapest, 7. Dezember.( W. T. B.) Jm Petrosenher Sohlengenommen war sie unberechtigt, denn wer dem Treiben der werk fand durch Entzündung von Grubenluft eine Explosion statt; Hochfinanz aus so unmittelbarer Nähe zuschaut, sollte sich auch über füuf Arbeiter fanden dabei den Tod, sieben wurden verwundet. das Wesen des Kapitalismus flar fein. Aber diese Einsicht fehlt den Leuten, sie sehen in ihrem Direktor den fürsorglichen Herrn, der Die Zahl der franzöfifchen Streife im Oktober ist nach Marseille, 6. Dezember. An Bord des Dampfers Beiho", der ilur darauf bedacht ist, daß jeder Angestellte eine aus den Berichten des Bulletin eine sehr geringe gewesen. Danach vorgestern aus der Levante hier eingetroffen ist, wurde bei einem fömmliche Stellung inne hat; obwohl die Angestellten sich haben 40 Streits stattgefunden, an denen nur 4160 Personen be- Soldaten eine schwere Besterkrankung festgestellt. Die Passagiere fagen mußten, uns wird dasselbe Los wie jedem, der teiligt waren. Im Oktober des vorigen Jahres waren 69 Streits wurden in ein Lazarett gebracht. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: 26. Glocke in Berlin. Druck und Verlag vou May Bading in Berlin. Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Centrale der Tapezierer Oestreichs. Der Portefeuillerstreik in Stockholm ist beendet. Die Forderungen der Arbeiter wurden bewilligt. " hladn r. 287. 18. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 8. Dezember 1901. Reichstag. 107. Sigung vom Sonnabend, 7. Dezember 1901, nachmittags 1 hr. Am Bundesratstische: Freiherr v. Thielmann, Freiherr b. Rheinbabe it. Mehrere Rechnungsfachen werden ohne Debatte in erster Beratung erledigt, ebenso die Denkschrift über die seit 1875 erlaffenen Anleihegeseze. " sammenschluß, für Selbsthilfe find, jetzt wo die Landwirtschaft zur genommen. Woher stammt nun der Notstand der einzelnen Besizer! Selbsthilfe übergeht, mit erbitterter Wut über uns herfallen. In Im Osten, dessen Verhältnisse ich ja genau kenne, werden mit der Welt am Montag" hat Hello ich glaube Herr v. Gerlach fleinem Betriebstapil al viel zu große Betriebe erworben. geschrieben: Man kann durchaus ein Feind des Bundes der Land- Jemand, der 30.000 M. Vermögen hat, fauft sich ein Gut für wirte sein, weshalb aber die Berliner Bevölkerung dagegen 200 000 m. und so ein Mann nennt sich Gutsbesizer. revoltieren soll, wenn die Landwirte ihnen zu nicht erhöhten( Heiterkeit.) er ist nichts als der reine Verwalter seiner Preisen direkt bessere Milch tiefern wollen, als die Händler, verstehe Gläubiger. Wenn es gelänge, diesen Unsinn abzuschaffen, dann ich nicht.( Widerspruch links.) Die Socialdemokraten behaupten würde das Notgeſchrei bei uns im Osten mit einem Schlage auf immer, daß die Arbeier durch den Schuzzoll geschädigt werden. Ich hören.( Sehr richtig links. Lachen rechts.) Die jungen Leute, die sich möchte wirklich sehen, wie die nächsten Wahlen ausfallen würden, auf diese Weise ein Gut gekauft haben, müssen nun auf jeden Der Gefeßentwurf über die Verlegung der deutsch wenn alle Industriezölle aufgehoben würden, und als Folge ein Preis Offizier werden, und das werden sie schwer, wenn östreichischen Grenze längs des Przemia- Flusses großer industrieller Krach eingetreten wäre. Den Ausführungen der sie nicht viel Geld aufwenden. Die landwirtschaftliche Ausbildung wird in erster und zweiter Lesung debattelos angenommen. Herren Staatssekretäre fann ich mich nicht anschließen. Landwirt kommt dabei dann zu kurz und dann geht die Karre natürlich bald Darauf wird die erste Lesung des Bolltarifes fchaft und Industrie sind ein untrennbares Ganzes.( Sehr richtig! schief. Die Preise für Wieh, für Butter usw. sind ganz befortgesetzt. rechts.) Beide Produktionszweige müssen daher völlig gleich be- betenie Preise für Bieh, für Butter usw. find ganz begegen früher gestiegen. Also dem Bauer geht es heute nicht schlechter.( Ruf rechts: Großartig!) Die Bauern wirtschaften auch heute ganz anders wie früher; fie füttern gut, sie benutzen die neuesten Geräte und Maschinen. Abg. Winterer( Elsässer): handelt werden. Das größte Unglück, daß wir in der Landwirtschaft seit 11/2 Jahr zehnten haben, ist das, daß die Getreidepreise nicht mehr rentieren. Dadurch ist ein Zweig der Landwirtschaft nach dem andren ruiniert. Wir müssen danach streben, jedem Teil von Deutschland diejenige Broduktion zu ermöglichen, die seinen besonderen klimatischen Verhältnissen angemessen ist. Wir erkennen die gründliche Vorberatung dieser Vorlage an; der Wirtschaftliche Ausschuß, den zu verteidigen ich im übrigen keinen besonderen Anlaß habe, hat eine Fülle von vorzüglichen Material geliefert, von dem ich nur wünschen kann, daß es uns möglichst bald vollständig zugänglich gemacht werde. Bei der Berechnung der Zollhöhe muß man sich fragen, zu welchen Preisen das Ausland uns das betreffende Produkt liefert und welcher Zoll demgemäß aufzuschlagen ist, um denjenigen Preis im Julaude zu erhalten, der für die Landwirtschaft die Unkosten und einen wesentlichen Gewinn deckt. Ausfuhr unmöglich gemacht haben, sich völlig einig darüber, daß treide und nicht so einivandsfrei. Man sollte die E b: Abg. Schrader( fr. Bg.): um zu # Schuld an 7 Abg. Herold( Ctr.): Wir betrachten die Bolltarifvorlage nicht als eine politische, sondern als eine rein wirtschaftliche Vorlage. Wir werden immer bereit sein, für die Arbeiter einzutreten, sprechen uns aber aus für Auch die Preise der Güter sind nach den Feststellungen des eine mäßige Erhöhung der Getreidezölle und na Herrn Dr. Steinbrück gestiegen. Die Getreidepreise spielen heute lange mentlich auch für Handelsverträge. In Elsaß- Lothringen überwiegt nicht mehr die Rolle wie früher. Die Zukunft der Landwirtschaft die landwirtschaftliche Bevölkerung, wenn sie auch von einer Boltsliegt nicht mehr in den Getreidepreisen, sie liegt vielmehr in der zählung zur andern an Zahl abnimmt.( hört, hört! rechts.) Diese zweckmäßigen Verwendung des Getreides in der eignen Wirtschaft. Bevölkerung besteht meist aus kleinen und mittleren Bauern; von Ich komme zur Wirkung der Zölle. Jedesmal wird der Inlands" Ausbeutung" und" Brotwucher" tann bei uns feine Rede sein. preis um den Zoll höher, wie der Weltmarktspreis sein. Bei Mißernten Die Organisation der Landwirtschaft, die Selbsthilfe, hat nicht werden die Landwirte mur für das Futter mehr zu zahlen haben, da ausgereicht, um den Abfluß der Landbevölkerung in die Städte auf fie selbst aber nichts verkaufen, auf der andern Seite feinen Vorteil davon zuhalten. Somit muß ein andrer Schutz eintreten. Wir glauben haben. Es steht außer allem Zweifel, daß die Konsumenten nicht, daß durch eine mäßige Erhöhung der Getreidezölle das Brot den erhöhten 3oll tragen werden Das Odium haftet wesentlich verteuert werden wird; in Frankreich bestehen die hohen alfo denen, die nach höheren Zöllen schreien, an, daß sie auf Kosten Getreidezölle, und dennoch ist das Brot in den uns benachbarten andrer Schichten des Volkes ihre eignen Taschen füllen wollen. Das französischen Grenzdepartements nicht teurer als in Elsaß- Lothringen. Der Zolltarif muß ein I i den lofer sein, er muß jeden Geschrei des Bundes der Landwirte nach Staatshilfe ist die ( Sört, hört! rechts.), Wir wollen allerdings nicht soweit geben wie Zweig unirer Produktion schügen, dem überhaupt vom Auslande Erkenntnis der eignen Unfähigkeit. Der Bund schädigt Graf Schwerin- Löwiß und der elsaß- lothringische Landwirtschaftsrat. Stonkurrenz gemacht wird; ferner dürfen Ausnahme- den Kredit der Landwirtschaft dadurch auf das furchtbarste.( Sehr Mit einer mäßigen Erhöhung der Getreidezölle glauben wir auf bestimmungen gegen den Zolltarif nicht statt richtig! lints.) Troßdem ist die Verblendung bei einem großen Teil dem Boden ausgleichender Gerechtigkeit zu stehen. finden. Die Zollfäße des vorgelegten Tarifs erreichen zu einem der Landwirte so groß, daß sie jährlich 500.000 m. dem Moloch der Unterstaatssekretär für Elsaß- Lothringen v. Schrant: erheblichen Teil bei weitem nicht die Höhe, die wir fordern müssen. Kasse des Bundes der Landwirte opfern zu einer Agitation, die sie In Elsaß- Lothringen sind die Interessen der Industrie und Wir würden gern den Forderungen der Industrie nachkommen, die selbst schädigt, zu einer Agitation, die die Bestie im Menschen wach In Elsaß- Lothringen sind die Interessen der Industrie und auf den Abschluß neuer Handelsverträge gerichtet sind, aber gerade ruft.( Stürmische Heiterkeit rechts. Beifall links.) Das Intereffe der Landwirtschaft wechselseitig auf das engste verbunden. Unser kleiner Grundbesitz leidet erheblich unter den drückenden Preisen der dann müssen wir verlangen, daß die landwirtschaftlichen Zölle so am ganzen wird erstickt durch das Interesse am Gelde.( Fronisches lezten Jahre, namentlich im Körnerbau. Unser Landwirtschaftsrat, hoch bemessen werden, daß sie auch für etwaige wirtschaftliche Bravo! rechts.) Schulze- Delizich hat uns in seinen Genossenschaften der in der Mehrzahl aus kleinen bäuerlichen Besitzern zusammen Wechſelfälle während der Daner der betreffenden Handelsverträge den volkswirtschaftlichen Frieden gegeben mit dem Grundsatze: Einer gesetzt ist, hat sich einstimmig für eine Erhöhung der Getreidezölle ausreichen. für alle, alle für einen zum Segen des Ganzen! Der russische erklärt. Auch unser Weinbau bedarf eines erhöhten Schutzes zugenommen; 1880 fosteten 5 Piand Brot in Berlin 60 Pfennig, er Die Spannmg zwischen Getreide und Brotpreisen hat erheblich Handelsvertrag hat den Ostseeprovinzen ein Hinterland gegeben, hat Handel und Wandel int den Ostseehäfen neu gegenüber der mißbräuchlichen Einfuhr aus den Nachbargebieten. bas dazu verwendete Getreide 51 Pfennige, Spannung 9 Pfennige; belebt. Wollen wir uns alle diese Vorteile wieder Unire Textilindustrie iſt hauptsächlich eine Ausfuhrindustrie. Sie iſt, 1890 fosteten 5 Pfund ebenfalls 60 Pfennige, das dazu erforderliche entgehen lassen? Gott sei Dank sind bei uns die Verhältnisse noch nachdem die Schweiz, Belgien und Frankreich ihre Tarife wesentlich Getreide aber 35 Pfennige, Spannung 25 Pfennige.( Hört! Hört! nicht so ungesund wie in Eugland. Die englische Landwirtschaft ist erhöht haben und Amerika und Rußland durch Prohibitivzölle uufre rechts.) Die berühmte Theorie von dem Zusammenhang der Ge- zumeist durch die Fideikommißwirtschaft und den hohen Prozentsatz ca. 80 Prozent der Großbetriebe. Soll man sich wundern, Deutschland ebenfalls seine Tarifstellung befestigen muß, günstigen Handelsverträgen zu kommen. In allen Kreiſen unserer ban de I zuweisen als den Landwirten. Die Leute, die nun einmal die feinem großen Ansehen steht? Brotpreisen lieber dem zwischen wenn auch bei unsrer Landwirtschaft die Majoratswirtschaft in Biel wichtiger als Getreideproduzierenden Bevölkerung sieht man mit Vertrauen dem neuen Bassion haben, ihr Getreide und ihr Fleisch in großen Städten zu verzölle find neite Verkehrsivege und billige Berkehrsmittel. Tarif der Regierung entgegen. zebren, follten sich zu den Annehmlichkeiten dieser großen Städte auch die Benutzen Sie( nach rechts) Ihren Einfluß, um billige Frachttarife höhern Preise gefallen lassen. Die Rücksicht auf das Ausland kann durchzusetzen, so werden Sie für die Landwirtschaft viel mehr Segen Herr Winterer trat für mäßige Getreidezölle ein, hat uns aber uns nicht hindern, hohe Zölle zu erheben, denn das Ausland nimmt und Nußen schaffen als durch diese unglückseligen Getreidezölle, und nicht gefagt, was er unter mäßigen Getreidezöllen versteht. Viel auch auf uns keine Rücksicht. Speciell Amerika gegenüber wäre nicht nur für die Landwirtschaft, sondern für das ganze Land!( Leba interessanter als die Neden aus dem Hause waren bisher die Er etwas mehr nationaler Egoismus wirklich angebracht.( Sehr richtig! hafter Beifall links, ironisches Bravo! rechts.) klärungen der einzelstaatlichen Minister. Aus ihnen rechts) Es ist festgestellt, durch die Erhebungen des Wirtschaftlichen ging hervor, daß den Herren doch nicht so ganz wo HI Ausschusses, daß heute eine Rente aus dem landwirtschaftlichen Betrieb Wir stehen auf dem Standpunkt, daß Landwirtschaft und Ins i st bei diesem Bolltarif und daß sie C mit nicht mehr erzielt wird. Auf die Dauer werden also auch die dustrie gleichberechtigt neben einander stehen und gleichmäßig des schwerem Herzen der mittleren Linie" zustimmen. reichsten Leute nicht in der Lage sein, the Gut mit Erfolg zu bes Schutzes bedürfen. Bei den schwierigen Verhältnissen der Landwirtschaft ( Sehr richtig! Links.) Ich vill mich auf einzelne Punkte wirtschaften. Es steigen nur die Preise der Güter, die ein Schloß ist aber ein Schutz für diese in höherem Maße vorzunehmen als für die beschränken. Es ist doch unbestreitbar, daß die letzte Beit eine oder einen Bart, haben.( Sehr richtig rechts.) Die Landwirtschaft Industrie. Auch die Konsumenten werden dabei genügend berücksichtigt. Periode des großen wirtschaftlichen Aufschwunges war, und mun müßte alio schließlich zu Grunde gehen und es bleibe ihnen schließlich für die Notlage der Landwirtschaft sind schon genügend zahl= mutet man uns zu, wieder zu den alten hohen Getreidezöllen zurück- nichts übrig, als daß der Staat die Berwaltung der Güter selbst reiche Beweise beigebracht worden. Die Hälfte des Grundbesizes ist zukehren. Niemand hat eine Aenderung unsrer Bollfäße gewünscht. in die Hand nimmt. Wenn Sie aber den jetzigen Grundbesig bereits jetzt der Verschuldung unterworfen, und ohne Schutzmaßregeln nur allein von den Vertretern der Landwirtschaft ist eine dahingehende erhalten wollen, müssen Sie den notwendigen Schutz bewilligen. Das würde in 50 Jahren der ganze Wert des Grundes und Bodens vers Agitation seit Jahren betrieben worden. Die Agrarier wünschen ist nur möglich durch einen organisch abgerundeten Schutzzoll für die schuldet sein, und damit wäre die von der Socialdemokratie angestrebte wesentlich erhöhte Zölle für Getreide. Allzu leicht werden Landwirtschaft wie für die Industrie. Diejenigen sind die besten Expropriierung bereits vollzogen. Die Schwäche der Parteien der Geaber die Industriellen ihre Zustimmung dazu nicht hergeben, Freunde des Vaterlandes und ihres Volkes, die diese Erkenntnis treidezollgegner liegt darin, daß sie sich hinter die Großgrundbefizer versie werden auch für sich die verschiedenartigsten Zölle verlangen, und ohne Rücksicht auf andre Meinungen ehrlich auszusprechen schanzen mit der Behauptung, nur diese wünschten eine Zollerhöhung; die so tann es leicht dazu kommen, daß die Landwirtschaft das, wagen.( Lebhaftes Bravo! rechts.) Ich freue mich, daß solche Töne 2/2 Millionen Bauern wagen Sie( nach links) nicht anzugreifen! was sie durch die Agrarzölle gewinnt, durch die auch in den Neden des Grafen Posadowsky und des Grafen Bülow Diefe Behauptung ist aber ganz unzutreffend; der Großgrundbesitz Industriezölle wieder verliert.- Die ganze Politik angeklungen sind. Freilich heute hat man oft die Empfindung, als wächst gerade, wenn der kleine Bauer nicht mehr existenzfähig der Regierung scheint darauf auszugehen, das Ausland ge- ob unsre ganze Wirtschaftspolitik sich richte mur nach den ist. Wir wollen kein Steigen der Getreidepreise herbeiführen, wissermaßen zu überlisten. Aber das Ausland ist doch Interessen der beiden großen Schiffahrts- Gesellschaften, des sondern nur ein weiteres Sinten verhindern. Weiter wollen wir ganz genau unterrichtet über unsre Verhältnisse. Norddeutschen Lloyd und der Hamburg- Amerika- Linie.( Zustimmung die Industrie fördern und hegen; aber ihre Entwicklung darf nicht rechts. Lachen links.) klus Rücksicht auf diese beiden Gesellschaften erfolgen auf Kosten der Landwirtschaft. Wenn der Hauptteil der hat man eine Unmasse Konzessionen an Amerika gemacht. Gewiß Bevölkerung seinen Getreidebedarf nicht deckt aus der inländischen wollen wir unsre Exportindustrie fördern soweit wie irgend möglich. Produktion, so hat die Landwirtschaft von aller Förderung der aber ohne eine gesunde Heimatspolitit ist eine Weltpolitik nicht mög- Industrie keinen Nutzen. Das beste Beispiel dafür ist England. Durch lich. Wollen wir ein neues Stockiert auf das deutsche Haus auf den Zolltarif wollen wir uns erst die Position schaffen, um bei Handelsbauen, so müssen wir zunächst seine Fundamente verstärken. Ich will vertragsverhandlungen etwas zu bieten zu haben. Zur Zeit haben wir gern jede Rücksicht auf die großen Schiffahrtsgesellschaften nehmen, nichts zu bieten. Durch die Festsetzung der Minimalzölle für Getreide aber die Hauptfache ist eine gesicherte Grundlage im Inlande. wird der Abschluß von Handelsverträgen wesentlich erleichtert. Das Es ist eine Pflicht jedes Deutschen, der es ehrlich mit seinem Vater Ausland weiß auf diese Weise ganz genau, woran es sich lande meint, ihm diesen Schuß zu gewähren. Die Mitglieder des zu halten hat. Es wird sich sagen, tommt tein Handelsvertrag Reichstages dürfen sich in dieser entscheidenden Frage durch nichts zu stande, so werden unweigerlich die Minimalsäge in Kraft Die teilweise Not der Landwirtschaft rührt einfach daher, daß beirren lassen. Niemals stand der Reichstag vor einer treten. Die jeßige wirtschaftliche Notlage der Arbeiter vielfach der Betrieb der Landwirtschaft mit ungenügendem Kapital so entscheidenden Situation wie jezt.( Sehr richtig! hat mit der Zolltarifvorlage nichts zu thun. Und leidet aufgenommen wird, und daher nicht mit der genügenden Intensität bei den Socialdemokraten.) Es handelt sich nicht nur um die wirt nicht auch der Bauer Not, ja sogar mehr als der Industriearbeiter? betrieben werden kann. Redner verbreitet sich des weiteren über schaftliche, sondern um die ganze politische Zukunft unseres Vater- Aber darum fümmern sich die Herren der Socialdemokratie nicht, ste die Ursachen der Verschuldung einzelner Teile der Landwirtschaft, landes.( Schr richtig! bei den Socialdemokraten.) 28ir haben nur immer den Lohnarbeiter im Auge. Ift denn für den feine Ausführungen bleiben indessen im einzelnen auf der Tribüne stehen jetzt an einem großen historischen Wendepunkt, wie Lohnarbeiter nichts geschehen? hat nicht gerade das Centrum jahr unverständlich. Ich bin überzeugt, daß die Vorlage den Land- ihn jedes Bolt in feiner Entwickelung einmal durchzu zehntelang für erhöhten Arbeiterschutz mit Erfolg gewirkt? wirten keine Befriedigung bringen wird, und in den Kreisen der machen hat. Entweder wir stüßen uns auf das Herr Bebel hat sich auf Aeußerungen früherer Konsumenten ruft sie die tiefste Erbitterung hervor.( Sehr richtig! Ausland und eine ausgedehnte Kolonialpolitit Centrums- Abgeordneter berufen. Wir schreiten links.) Kurzum, es wird nichts erreicht werden als die Erregung oder auf eine gesunde Basis in der Heimat. Das eben mit der Zeit fort. Die Verhältniffe haben sich geändert einer großen Unzufriedenheit in den weitesten Streifen der Bevölkerung deutsche Volk, das Volk der Dichter und Gelehrten, soll zeigen, und daher mußte sich unser Standpunkt ändern. Der heutige Notund das mit einem Tarif, der die Not der Landwirtschaft beseitigen solle, daß es seine Gedanken auch in die Praxis umfeßen kann. stand der Landwirtschaft ist unbestreitbar.-- Die Social die zum großen Teil gar nicht vorhanden ist und da, wo sie vorhanden Werfen Sie uns in Gottes Namen vor, daß wir nur für materielle demokraten wollen mit voller Straft gegen die Vorlage eintreten. ist, durch erhöhte Zölle nicht beseitigt werden kann.( Sehr richtig! Interessen fechten! Kein Bolf kann ideale Ziele verfolgen, ohne Damit sorgen Sie nicht für das Wohl der Arbeiter. Damit dienen links.) daß seine materiellen Verhältnisse geordnet sind.( Bravo! rechts.) Sie nur Ihren Parteizwecken.( Sehr richtig! im Centrum.) Wir Unterstaatssekretär für Elsaß- Lothringen v. Schraut: Ich kon- Wird find nicht in der Lage, über gewisse Grenzen hinaus werden es an der nötigen Aufklärung nicht fehlen lassen und werden statiere gegenüber dem Vorredner nochmals, daß die kleinen Grund- zugehen, wir müffen eine ganz bestimmte Grenze Ihre Agitation zu Schanden machen. Auf Einzelheiten besitzer Elsaßz- Lothringens eine Erhöhung der Getreidezölle für im Bollschutz für unsre Landwirtschaft beziehungsweise auch will ich nicht eingehen. Nur eins. Es ist zweifellos, daß durch die Viehzölle dringend notwendig halten, und daß der Landwirtschaftsrat ein- für die Industrie fordern. uns dieser Bolschuß die Fleischpreise nicht steigen können, denn stärker hemmend als die heutige würde uns jetzt versagt, so würde nichts weiter stimmig mit großer Entschiedenheit dafür eingetreten ist. brig Grenzsperre aus sanitären Gründen, werden die Viehzölle auch nicht Abg. Frhr. v. Wangenheim( fons.): bleiben, als jeden 8ollschus abzulehnen und abzuwarten, auf die Vieheinfuhr einwirken. Die Mehreinnahmen aus Ich will nicht in eine Widerlegung des letzten Redners aus dem wie die Verhältnisse sich weiter entwickeln. Diejenigen Abgeordneten, den Getreidezöllen sollen für die Witwen- und welche heute ihren Standpunkt verlassen und nicht für einen ge- a isenversorgung verwandt werden. Wir werden dafür Hause eintreten, nur einige Punkte will ich berühren. Abg. Schrader hat nügenden Schutz der Landwirtschaft eintreten, würden im nächsten forgen, daß kein Bolltarif zu stande kommt, in dem dies nicht gesetzden Notstand der Landwirtschaft bestritten. Er hat nur vergessen, Reichstage auf keinen Fall wiederkommen.( Unruhe im Centrum, lich festgelegt ist.( Bravo! im Centrum.) daß die Unkosten der Landwirtschaft erheblich gestiegen find. Es Lachen links.) Die Wege scheiden sich jetzt in scharfer Weise; auch find freilich auch die Brutto- Erträge gestiegen, leider aber die Netto die Regierung steht vor der Entscheidung. Gott gebe, daß diefe Erträge nicht. Die Landwirte haben keine Ursache, auf die Autorität Entscheidung in der rechten Weise falle! Lebhafter Beifall rechts.) des Abgeordneten Schrader allzuviel zu geben. Was wollen wir überhaupt mit einem Zollschutz erreichen? Die ProduktionsAbg. Bräficke( frs. Volkspt.) berhältnisse der verschiedenen Kulturländer find nun Achtung, 32. Kommunal- Wahlbezirk! Rofenthaler Vorstadt einmal Als ostpreußischer Gutsbesizer erfläre ich hier vor verschieden und der Konkurrenztampf hat sich enorm ver dem Lande; das, was Sie( nach rechts) sagen, ist falsch( hört! Dienstag, den 10. Dezember, abends 81/2 Uhr, öffentliche schärft. Länder mit höherer Kultur, deren Produktionskosten hört! links). Gestüßt auf meine praktischen Erfahrungen sage Sommunalwähler- Bersammlung im Lokale des Herrn Tagesordnung: Die Nachwahl im höher sind, bedürfen für diese Produktion auch eines erhöhten ich: es existiert feine allgemeine Not der Landwirt Dase, Brunnenstraße 154. Mittwoch, dent Schutzes. Ich gebe zu, daß Schutzölle auch für die Landwirte un- fchaft( Lärm rechts), bis auf die Leutenot.( hört! hört! rechts.) 32. Bezirk. Neferent Georg Ledebour. liebsame Wirkungen haben können, so in Zeiten sehr hoher Getreide- Die Gründe der Not der Landwirtschaft liegen fast immer in 11. Dezember, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Dase, Brunnenpreise. Ich stebe noch heute auf dem Standpunkte, daß der persönlichen Verhältnissen.( Sehr richtig! links.) Bei der Straße 154, Voltsversammlung mit der Tagesordnung: Vers Antrag Kanit nicht nur für die Landwirtschaft, sondern Leutenot kann nur Beit helfen. Wir brauchen einen fündigung des Wahlresultats. en besten Schu bebilligen 8onentarif. für die gesamte Bevölkerung den Sehr spielt dabei auch mit Achtung! 32. Kommunal Wahlbezirk( Rosenthaler Vordeutet, einen weit besseren Schutz als Schutzölle, und das Abziehen der Leute zum Militär." Wir stadt). Diejenigen Genossen, die am Mittwoch, den 11. Dezember, ich bin überzeugt, daß wir noch einmal zur sind es ja gewöhnt, daß das militärische Interesse fein andres neben am Tage der Wahl, helfen wollen, mögen sich im Wahlbureau Verwirklichung dieses Antrags tommen werden. sich duldet. Jm vorigen Sommer wurden zur Zeit der Rosin, Ruppinerstr. 42, früh 8 Uhr, melden. Wünschenswert Ich verstehe nicht, weshalb gerade die Herren der Linken, besonders schwersten Ernte massenhaft Leute zu den Kaiferist es auch, daß sich eine größere Anzahl Genossen von 4 Uhr nach die Socialdemokraten, die doch sonst so für genossenschaftlichen Bus manövern gezogen und dadurch die Arbeitskräfte vielen Befizern mittags ab dem Wahlkomitee zur Verfügung stellt. Wie will man uns die Notlage der Landwirtschaft beweisen? Es ist doch zweifellos, daß die Anbaufläche sich vermehrt hat, daß die Erträge sich gesteigert haben, daß die Viehhaltung zu genommen, die Subhastationen abgenommen haben. Von einer Not der Landwirtschaft im ganzen fann gar nicht geredet werden. Der Landwirtschaft im ganzen würden ja auch die erhöhten Getreide: zölle gar nichts nügen. Ein großer Teil besonders der kleineren Landwirte verkauft überhaupt kein Getreide, sondern kauft noch selbst welches. Wenn solche Verhältnisse wie in Württemberg in ganz Deutschland beständen, wurde Herr v. Bischek wahrscheinlich nicht für die Regierungsvorlage gestimmt haben. die Würde. ( Schluß im Hauptblatt.) Berliner Partei- Angelegenheiten. ... Rummelsburg. Morgen, Montag, abends 8 Uhr, findet im Lokale von Ziebarth, Hauptstraße 83, eine Voltsversammlung statt, in der die Genoffin Klara Bettin Stuttgart spricht. ( Alles Nähere siehe Inserat.) = Pankow Schönhausen. Am Dienstag, große öffentliche Berfammlung für Männer und Frauen. Vortrag über Hädels Welträtsel". Referent: Dr. Steiner. Friedrichsfelde und Karlshorst. Ueber Rafernen und Kirchen spricht Genosse Waldeck Manasie in der am Dienstagabend 83/4 Uhr bei Haberland stattfindenden Monatsversammlung des Wahlvereins. Außerdem erfolgt die Wahl eines Komitees zur Gemeindevertreterwahl. Schmargendorf. Dienstagabend 81/2 Uhr hält der Wahlverein bei Herrn Leonhardt seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Genosse Brölte hält einen Vortrag über Krankenkassenreform. Lokales. Zur Schulnot im Osten der Stadt. Seuchenherd entwickelten. " " Ein mißlungener Fluchtversuch verursachte gestern abend in der Nosenthalerstraße Aufsehen. Ein junger Mann, der in einem Geschäft den bekannten Schwindel mit dem Wechseln von Zwanzigmarfstücken ausgeübt hatte, war ertappt worden und ergriff, von dem Betrogenen verfolgt, die Flucht. Er sprang in eine vorbeifahrende unbesetzte Droschke und rief dem Kutscher eine Adresse zu mit der Weisung, gegen ein anständiges Trinkgeld recht schnell zu fahren. Ein vorübergehender Schuhmann, der die Sachlage sofort durchschaute, sprang dem Flüchtling nach, hielt ihn fest und brachte ihn nach der Polizeiwache in der Großen Hamburgerstraße. Der Betrüger wurde bort als ein ehemaliger Handlungsgehilfe B. erkannt. Erster Wahlkreis. Den Genossen die Mitteilung, daß heute Zahlreiche Einbrecher, darunter auch die Mariendorfer Kirchen- I von 78 bis zu 3200), besteht leider in den Kreisen der Arbeiter, nachmittag 5 Uhr in der Urania, Taubenstraße, leber den Wolken" diebe und einige Hehler, sind von der Polizei festgenommen immer noch sehr wenig Verständnis für die Aufgaben auf gegeben wird. Billets für sämtliche Pläge zu dem Ausnahmepreise worden. Der ehemalige Bäcker Paul Werner hatte sich den Namen diesem Gebiete. Mit knapper Not hatten sich am letzten Dienstag von 60 Pf. sind bei folgenden Genossen und von 4 Uhr ab in der Wilhelm Mohring beigelegt und als solcher eine längere Freiheits- zur Delegiertenwahl der Handwerkerfasse" 47 Mitglieder einUrania zu haben: Osw. Paff, Kurstr. 8/9; Georg Weihnacht, Grün- strafe erlitten. Nach Verbüßung dieser trat er wieder unter seinem gefunden, von denen 33 ihre Stimme für die vom Gewerkschaftsstraße 21; Jakob Ege, Roßstr. 23; Emil Günther, Bischofstr. 12; richtigen Namen auf und beftahl in Hamburg einen Bäckermeister. fartell aufgestellte Liste abgaben. Jufolge des mangelnden InterGustav Glaue, Krausenstr. 18; Joh. Frank, Charlottenstr. 60. Hierauf fam er nach Berlin und vereinigte sich mit zwei Verbrechern, effes fonnten auch nur 70 Delegierte statt der erforderlichen 125 De die in ihren Kreisen unter den Spizuamen Jumbo" und" Her- legierten unsrerfeits aufgestellt werden. mann" bekannt find. Nach verschiedenen Einbrüchen bei Bäcker- Am nächsten Mittwoch sind nun von den Mitgliedern der AIImeistern beschlossen die drei Spizbuben, aus der Mariendorfer gemeinen Orts Krantentasie, abends Puntt 8 1hr, im Kirche die Schäße herauszuholen, die sie dort vermuteten. Der Roten Adler 320 Delegierte zu wählen. Es ist nun dringend nötig, Kirche nicht. Enttäuscht kehrten die Verbrecher zu ihrer Specialität, diefer Staffe find, energisch aufraffen, und am Wahltage pünktlich zur Einbruch gelang ihnen auch, aber Schäze gab es in der daß sich jetzt endlich die organisierten Arbeiter, so weit sie Mitglieder den Einbrüchen in Bädereien, zurück, bis zwei in der Wärwaldstraße Wahl erscheinen, um ihre Stimme für die von den Gewerkschaften Kontordia festgenommen wurde. Alle drei find geständig.- Der Schlosser auf frischer That ergriffen und Werner in der Bäckerherberge aufgestellten Listen abzugeben. Ernst Ribow, ein vielfach vorbestrafter Mensch, brach, wie wir be- Beihilfe zu den Schullasten überwiesenen 50 000 M. haben WunderNeu- Weißenfee. Die der Gemeinde von der Regierung als richteten, fürzlich in das Herrenkleider- Geschäft von Cohn u. Sohn wirkungen verrichtet. Während früher in den allermeisten Fällen die in der Niederwallstraße ein und stahl mit Hilfe eines Vermehrung der Lehrkräfte von der Mehrheit der Diebesgenoffen, des schönen Hans", Tuch und Kleider. Ein Gemeindevertretung abgelehnt wurde, ist einer gleichen, erneuten Händler Ernst Block, der in einem Keller der Jüdenstraße mit Forderung zugestimmt worden. Die Vertretung glaubte jedoch nur seiner„ Braut" ein Produktengeschäft betrieb, nahm ihm die Ware deshalb zustimmen zu können, weil die Regierung solches Entgegenab, um sie sofort an einen Hehler im Norden der Stadt, einen kommen gezeigt habe. Die Schulverhältnisse sind aber auch, tro Elektromechaniker Moehl, weiter zu verkaufen. Aber Moehl leistete des kaum beendeten Schulnenbaues, solche, daß gebieterisch feinem Lieferanten feine Zahlung, und daher erhielten auch Ribow eine gründliche Aendering zum Bessern gefordert werden und der„ schöne Hans" von Block kein Geld. Daher kamen die Einbrecher oft zu Block. Nun hatte aber die Kriminalpolizei ein die Bahl der Lehrkräfte ist zu gering und sie sind allzu muß. Die Klassenräume sind unzureichend und überfüllt, Die skandalösen Zustände, die in dem für 2 Schulen Auge auf den Keller geworfen, und als einmal die Einbrecher mit sehr mit Arbeit belastet; aber aus diesen Gründen tieser in den bestimmten, aber mit 4 Schulen besetzten Gemeindeschulhause in der ganze Gesellschaft fest. Nibow und der„ schöne Hans" machten den ein, viel lieber werden 80 000 M. zum Kirchbau bewilligt und Block und seiner Braut versammelt war, nahm ein Beamter die Geldbeutel greifen, fällt der Mehrheit der Gemeindevertretung nicht Petersburgerstraße herrschen, können leicht zu einer ge- Einbrud wohlgenährter Leute. Als man sie aber auf dem Polizei: Tausende, ohne daß ein ersichtlicher, gefeßlicher Grund zu finden ist, fundheitlichen Gefahr für den ganzen Stadtteil präsidium„ anspellte", schrumpften sie zusammen. Jeder von den für Erweiterungsbauten an Kirchen und Pfarrhäusern geopfert. Daß werden. Gegenwärtig sind Masern, Scharlach, Diphtherie und Leuten hatte drei Anzüge und zwei Ueberzieher an, um das Ueber die Zwangsetatifierung der letzteren Summe von der Regierung erst andre Kinderkrankheiten wieder sehr in Berlin verbreitet. Auch flüssige bei Gelegenheit vom Leibe weg zu verkaufen. unter den die Schulen in der Petersburgerstraße besuchenden angedroht und denn verfügt worden war, hat den Widerstandsgeist dieser Vertreter bedenklich erschüttert. Die früher mit Pathos an Kindern sind Erkrankungen dieser Art vorgekommen, sodaß man, gekündigte Erhebung der Klage gegen diese Zumutung der Reum die Weiterverbreitung möglichst zu beschränken, zu dem üblichen gierung" war nichts als im Sturm im Glase Wasser". Mittel der Aussetzung des Unterrichtes hat greifen müssen. Eine Klasse VII ist bereits seit ziemlich drei Wochen geschlossen, werkstätten die Entdeckung von Durchstechereien, die ein Peinliches Aufsehen erregt in den Spandauer Militärweil eine ganze Anzahl Kinder an Masern, Keuchhusten usw. erkrankt Meister des Feuerwerks- Laboratoriums in Einverständnis mit einem find. Es liegt auf der Hand, daß in Schulhäusern, die, wie das Angestellten einer Berliner Metallwarenfabrit begangen haben soll. jenige in der Petersburgerstraße, von früh bis abend besezt Zepterer hatte den Auftrag zur Lieferung von Zündbolzen erhalten; find, in denen also die Klassenzimmer nur sehr unvoll in einem Falle den Empfang von 30 000 Stück. Während er kurz der Meister F. vom föniglichen Feuerwerkslaboratorium bescheinigte tommen gelüftet werden können, die Gefahr der Uebertragung solcher Krankheiten besonders groß ist. Es würde uns nicht vundern, darauf verreiste, wurde in der Fabrik festgestellt, daß nur 10 000 Zündwenn sich die Schulen in der Petersburgerstraße zu einem förmlichen Gestern versuchte der Bursche der vierjährigen Tochter der dort ergab, daß der Meister mit einem Angestellten der Berliner Firma Ein uhold treibt in der Gegend der Usedomstraße sein Wesen. bolzen geliefert waren. Die nunmehr eingeleitete Untersuchung wohnenden Ardeltschen Eheleute Gewalt anzuthun; jedoch mißlang gemeinsame Sache gemacht hatte. Als der Meister F. von Die freisinnige Berliner Zeitung" berichtet übrigens das Vorhaben und der Thäter entfloh. Als der Vater des Kindes der Reise zurückkehrte, wurde er unter Hinweis auf die Entdeckung gleichfalls über die Schulnot im Osten der Stadt, indem sie die in auf der Revierwache den Vorfall anzeigte, wurde ihm mitgeteilt, feiner Handlungsweise von einem Vorgesetzten aus der Fabrik hinausden letzten Tagen vom Vorwärts" hierüber veröffentlichten daß ähnliche Fälle in letzter Zeit mehrfach gemeldet worden seien. geführt und sofort entlassen. Er ist ungefähr 20 Jahre im Dienſt Mitteilungen abdruckt und zustimmende Bemerkungen daran Ein teurer Stat. Eine Weinstube in der Nähe des Haus Stellung. Die Angelegenheit wird noch ein gerichtliches Nachspiel der Militärverivaltung gewesen und hatte eine pensionsberechtigte knüpft. Die„ Berliner Zeitung" hat aber noch im September dieses voigteiplatzes zählt zu ihren Stammgästen viele hervorragende haben. Das in Spandau verbreitete Gerücht, daß noch mehr PerJahres über die fliegenden Klassen der Berliner Gemeindeschulen Konfektionäre. Drei von diesen saßen ant legten Zahltage beim fonen an der Sache beteiligt seien, entbehrt der Begründung. Die eine Darstellung verbreitet, die den Schein erwecken mußte, daß die Skat und spielten so eifrig, daß sie an nichts andres dachten. Da Leitung der Berliner Firma, welche schon seit vielen Jahren städtische Verwaltung an diesem lebel ziemlich unschuldig fei. Die fiel es einem plötzlich ein, daß er vergessen hatte, im Geschäft das Lieferungen für die Militärverwaltung ausführt, hatte keine Rennt fliegenden Klaffen, so konnte man damals in der„ Berliner Geld für die Lohnzahlung herauszugeben. Eiligst wollte er aufnis von den Manipulationen ihres Angestellten. Beitung" lesen, beständen besonders in Stadtteilen mit oft ihm eifrig zu, daß er bleiben möge, und empfahlen ihm einen einz brechen, um das Verfäumte nachzuholen, aber die Mitspieler redeten wechselnder Bevölkerung; wenn man die in der inneren fachen Ausweg: Der Hausdiener der Weinstube sollte das Geld von Stadt vorhandenen 43 umbesetzten Klassenzimmer hätte benußen der Bank holen und dem Geschäftsführer überbringen. Das leuchtete können, dann wäre die Kalamität der fliegenden Klassen be- ein. Der dritte Mann" blieb, gab Franz" einen Check über 3000 M., feitigt worden. Der Schulverwaltung ist sehr damit schickte ihn mit den nötigen Anweisungen nach der Deutschen Bank gedient, wenn derartiger Unsinn von den freifinnigen Blättern und spielte beruhigt seinen Skat weiter. Alles wäre auch in bester berbreitet und von den Lesern geglaubt wird. Es wird ihr dadurch Ordnung gewesen, wenn nicht Franz" einen Strich durch die Rechdie Aufrechterhaltung solcher skandalösen Zustände erleichtert, wie sie mung gemacht hätte. Aber die Kanaille nahm das Geld von der gegenwärtig in der Petersburgerstraße herrschen." Andre Eltern und verschwand, ohne sich bis jetzt wieder sehen zu lassen. Da Bank, lief rasch nach seiner Wohnung, um die Kleider zu wechseln beschweren sich doch nicht!" antwortet man Eltern, die bei Rektoren" Franz" nicht wieder kam, mußte der Skat mun doch abgebrochentag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners. und Lehrern über die fliegenden Klassen und die davon ausgehende werden. Der Hausdiener, ein 32jähriger Schlesier Namens Arthur gesundheitliche Schädigung der Kinder Klage führen. Natürlich! Tornel, der als Junggeselle an der Friedrichsgracht wohnte und in Op tiler ist uns nicht bekannt. Das für Sie in Betracht kommende Organ H., Gotha. Ein Gewerkschaftsblatt speciell für Mechaniker und Wenn den Lesern der freisinnigen Blätter die Sache so dargestellt den Streifen feiner Kollegen den Beinamen Stuffe- Arthur" führte, ist jedenfalls die Deutsche Metallarbeiter- Zeitung", Nürnberg, Luitpoldwird, daß sie den Eindruck gewinnen müssen, die Schulverwaltung ist noch nicht ermittelt. ftraße 9. fei schuldlos, dann kann man sich allerdings nicht wundern, daß es M. F. Sind die Betreffenden Mitglieder einer den Erfordernissen des Selbstmord durch Absturz von der vierten Etage hat§ 25 des Krantenversicherungs- Gesetzes entsprechenden Kaffe, so können Sie noch immer[ Eltern giebt, die sich alles ruhig gefallen gestern vormittag der Bildhauer Karl Stamberg aus Schöneberg mit Erfolg gegen den Strasbefehl Widerspruch erheben und haben die GeLassen. verübt. In letzter Zeit war Stomberg stellungslos; die Not mag hilsen nicht zu versichern. Anders steht es, wenn die Gehilfen einer freien ihn zu dem unheilvollen Schritt getrieben haben. Gestern vormittag Silfskaffe angehören, die lediglich als Buſchußkasse wirkt. Ob das eine oder Gymnafiaften als Post- Hilfskräfte? Die kaiserliche Oberstürzte er sich aus dem Fenster seiner in Schöneberg, Eversstr. 81, andre der Fall ist, ersehen Sie aus dem Statut. Erbschaft. Die Vorschriften fommen des Bürgerlichen Geschbuchs Postdirektion hat in Anwendun ein Schreiben an den Direktor des belegenen Wohnung. Mit schweren inneren Verlegungen wurde der Wird fein Testament errichtet, so erbt also der verwitwete Charlottenburger Reform gymnasiums gerichtet und Bedaueruswerte zunächst nach der Unfallstation in der Bahnstraße Gat feine Kinder 3/4 des Nachlaffes feines Gatten. darin die Bitte ausgesprochen, die vorgeschrittenen Schüler der Anstalt gebracht. Von hier aus schaffte man ihn, da die Verlegungen der Bootsmann 96. In der Regel erfolgt Aushebung zu einer Bandartig waren, daß jeden Augenblick der Tod eintreten konnte, nach truppe. G. M. Ein freiwilliger Verkauf des Hauses ändert an den darauf hinzuweisen, daß sie in den letzten Tagen vor Neujahr dem Elisabeth- Krankenhause. Dort starb er furze Zeit nach seiner Rechten und Pflichten des Mietsvertrages nichts. Die Rechte und Pflichten bei der Post als Briefsortierer Verwendung finden können; die Einlieferung unter den Händen der behandelnden Aerzte. des früheren Eigentümers gehen auf den neuen über. Die notwendige Bergütung soll 3 Mark für den Tag betragen. Ein gleiches Ergerichtliche Veräußerung( Subhastation) des vermieteten Hauses hat suchen sei bereits an die Direktoren von Berliner höheren Lehr- Arbeiter- Bildungsschule. Heute abend 7 Uhr, Vortrag des gleichfalls nicht die Aufhebung des Mietsvertrages ohne weiteres zur anstalten gerichtet worden. Herrn Dr. Juliusburger: Geistestrante und Geistes- Folge. Sie berechtigt aber den Ersteher, nicht aber den Mieter, den frantheiten einst und jest", im Königstadtkafino, Holz- Mietsvertrag zum Ablauf des auf die Subhastation folgenden Quartals zu tündigen. Hat am 15. April die Subhastation stattgefunden, so kann marktstr. 72. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. der Erſteher, nicht der Mieter, spätestens amt 3. Jult zum 1. Oktober fündigen. Ebenso wie mit dem Fall einer Subhastation steht es mit dem Fall des Verkaufs durch den Konkursverwalter.- K. M. 13. Nein. Festsälen ist dem Schuhmachermeister Wache, Dorfstraße 84d, zuerhielten große filberne Medaillen Vogelzüchter Michow, Friedrich- Den Hund müssen Sie versteuern. Sie können aber unter Darlegung des Zwei Wettende. Ein Meter ist gleich 10 Decimetern, ein Decimeter erkannt worden. Von den übrigen Ausstellern der Selbstzüchterklasse gleich 10 Centimetern, ein Centimeter gleich 10 Millimetern. D. R. 57. straße 6. Tischler Heese, Kottbuser Damm 16, Schneidermstr. Voigt, Sachverhalts in einer an den Magistrat zu richtenden Eingabe Nieder Gräfestr. 5., Schriftsetzer Witzel, Willibald Alexisstr. 34, Bigarren- fchlagung beantragen. Wegen Nichtzahlung der Hundesteuer ist Pfändung Händler Gödde, Reinickendorferstr. 54 und der taiserliche Mundkoch wie wegen jeder Steuer zulässig. Savage, Georgenstr. 45. Kleine silberne Medaillen errangen in dieser Klasse Mechaniker Schubel, Feuerwehrmann a. D. Boch und St. Schöpe. In der allgemeinen Brämiierungsklasse wurden aus gezeichnet mit großen filbernen Medaillen Kaufmann Hermeting, Lebuserstr. 6, Bostichaffner Kroll, Mariendorferstr. 5 und Hausdiener Rungestr. 16, Tischler Heese, Mundkoch Savage, Mechaniker Schübel, Tiegs, Jüdenstr. 18/19. Diese Nachricht erscheint fast unglaublich, sie ist uns aber als durchaus verbürgt übermittelt übermittelt worden, und auch von einer andren Seite, die darüber unterrichtet sein kann, Die goldene Medaille der Kanaria- Ausstellung in Beckers bestätigt worden. Sollte es denn der Post nicht möglich sein, für 3 Mark andre Hilfskräfte zu bekommen als junge Leute, die sich nur ein Taschengeld verdienen wollen? Giebt es denn nicht Tausende von Stellung losen in Berlin, die mit Freuden nach einer solchen Gelegenheit zu vorübergehendem Verdienst greifen würden? Warum wendet sich die die Ober- Postdirektion nicht an die kaufmännischen Vereinigungen, die sofort in der Lage wären, ihr eine große Zahl von gewandten und zuverlässigen jungen Leuten nachzuweisen? Wir hoffen, daß die Schuldirektoren die Zumutung, die da an sie gerichtet worden ist, einmütig zurückweisen werden. Korkabfälle Allgemeine Familien- Sterbe- Kaffe. Heute Bahltag: Ackerstr. 123 bei Dieke von 3-6 hr. Montag, abends 9 Uhr: Lehrstunde in der Filiale Brunnenstraße 150. Samariterfurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Vortrag über Verbrennungen, Erfrierungen, Hißschlag, Blitzschlag, Beschädis gungen durch Elettricität. Nachher praktische Uebungen. Gäste und neue Teilnehmer jederzeit willkommen. Briefkasten der Redaktion. Buss' Salon und Stehbierhalle, Gr. Frankfurterstr. 85. Jeden Sonntag, Dienstag, Donners: Tanz Bilder Empfehle meinen Saal zu Festlich kauft man am billigsten bei Oskar tag, Breitag: Zang bet fretem Gntree. Wand- u. Fensterdekoration feiten und Bersammlungen an Vereine. Dahm, Brüdenstr. 9. 24362* Otto Theel. Alhambra Musik 24545 Werke mit aus: wechselbaren Notens scheiben, geringe Teilzahlung. J. Kurzberg, Landsbergerstr. 13, part. Goldene u. Silberne Medaille Paris 1900. Es soll in feiner Familie Georg Pohl's Appetit- Kräuter- MagenBitter- Liquer( Lebensretter) fehlen. Derselbe ist ein vorzügliches, Diätisches Genußmittel, für jung u. alt, Gesunde u. Kraute. Bestens empfohlen bei Magenbeschwerden. Tausendfach erprobtu. anerkannt, à Fl. 1,50 M., Brobeglas gratis, bei 6 Fl. die 7.Fl. grat. Nurb. obtintedendes und kräftigendes, Der Verein für Unfallverlette"( Berlin, Köthenerstr. 23), Henerbericht. Die Nacht zum Sonnabend brachte zahlreiche der unter der Leitung des Gewerbegerichts- Direktors Herrn v. Schulz Brände, und zeitweise befand sich der größte Teil der Berliner steht und gegen: värtig 238 Mitglieder zählt, versendet seinen Jahres Löschzüge außerhalb der Depots. Es war das besonders Freitag bericht für 1900/01 mit einer Einladung zu der am 9. Dezember im abend in der achten Stunde der Fall, wo Emdenerstr. 18 und Pappel- Wallnertheater- Strasse 15 26582* Centralhotel stattfindenden, auch Nichtmitgliedern zugänglichen allee 11 Dachstuhlbrände abzulöschen waren, während gleichzeitig in Jeden Sonntag und Dienstag: Hauptversammlung. Nach dem Jahresbericht hat das Ziel der Stralauerstr. 26 der Inhalt eines Schaufensters und Neue Großer Extra- Ball bei doppelt bedes Vereins, Unfallverlegten neben ihrer Rente noch Verdienst Friedrichstr. 70 ein Warenlager brannten. Bei dem Dachstuhlbrande septem großen Orchester. Anfang durch leichte Arbeit zu verschaffen, die besten Aussichten auf in der Emdenerstraße zog sich der Feuerwehrmann Bestehorn eine 5 hr. A. Zameitat. Verwirklichung. Der Verein hat im Oktober in der Kopenhagener- starke Rauchvergiftung zu, so daß er ins Moabiter Krankenhaus gestraße 76 eine eigne Werkstätte eröffnet, in der bisher sieben bracht werden mußte. Der Brand in der Pappelallee 11 Johannisthal. Unfallverlegte gegen 2 M. Tagelohn zunächst mit der Anfertigung war dadurch entstanden, daß in einer storfabrit store Raus Park- Restaurant. von Bürstenwaren beschäftigt werden. Die Einführung leichter Ar- in die Feuerung geworfen und durch den hohen chorne beiten auch andrer Art wird geplant. Der Bericht versichert, daß stein getrieben waren, worauf sie als glimmende Asche auf Jeden Sonntag: Grosser Ball. gegen die betreffenden Gewerbe auf keinen Fall eine Konkurrenz im das Pappdach fielen. Kurz vorher gingen Große Frankfurterstr. Kaffeeküche.Kegelbahn.Ausspannung. üblen Sinne dieses Wortes" ausgeübt werden soll. Wäsche und Dekorationen in einem Herren- Garderobengeschäft in Saal für Vereine u. Versammlungen. Das Verfahren gegen den verhafteten Bankdirektor Flammen auf und wenige Minuten später brannten Alt- Moabit 97 Gollin aus Schöneberg dürfte bei der großen Anzahl der Regale und Kisten. Brunnenstr. 110 hatte eine Schaufensterdekoration gegen ihn vorliegenden Straffhaten zunächst eine umfangreiche und und Laufigerstr. 28 die Ballenlage Feuer gefangen. Nachts 1 Uhr zeitraubende Boruntersuchung bedingen. Die Verteidigung haben die wurde die Wehr zum zweitennale nach Neue Friedrichftr. 70 gerufen, wo auf der alten Brandstelle wieder Fener drobte. Blücherstr. 6 mußte ein Brand abgelöscht werden, der Möbel, Kleider und eine Bretterwand einäscherte. Sonnabendnachmittag 4 Uhr erfolgte eine Alarmierung nach Reinickendorferstr. 23c, wo der Inhalt eines Schau fensters in einer Seifenfabrit brannte. Außerdem wurde nach Lineburgerstr. 3 Wäsche eingeäschert. Rechtsanwalte Fittin und Justizrat Bronter übernommen. Der bekannte Maler Dr. v. Liebermann ist nach dem „ Berliner Tageblatt" Schulden halber aus Berlin verschwunden. Liebermann hat nach diesem Blatt am 1. April d. J. seine luguriös eingerichtete Wohnung am Pariser Platz 7 aufgegeben, sich zunächst in ein Hotel Unter den Linden einquartiert und dann angeblich in Hamburg fein Domicil genommen. Zahlreiche Geschäftsleute sollen Forderungen an den Maler haben; auch flagt ein Fürst zu Hohenlohe als Präsident des Unionklubs gegen den abwesenden Künstler eine Forderung von 5588 M. ein. Am nächsten Donnerstag wird keine Sigung der Stadtverordneten Versammlung, abgehalten. Aus den Nachbarorten. Aus Spandau wird uns geschrieben: Trotzdem die Zustände in den hiesigen Krankenkassen die eifrigste Mitarbeit aller interessierten Arbeiter an der Verwaltung der Kaffe dringend erfordern ( für die 5400 Mitglieder der hiesigen Orts- Krankenkassen bestehen nicht weniger als sieben solcher Kassen mit einer Mitgliederzahl Hoffmanns Volksgarten Westend find Säle für Sonnabende zu Fest: lichkeiten unter coulanten Bedingungen zu vergeben. 26218 Weihnachts- Ausverkauf. Drogerie, Georg Pohl, Berlin N..Brunnenst.157 Wer Stoff hat! fertige unter Garantie tadellosen Sikes, gute Zuthaten, Anzug 18 M., Winterpaletot 18 M. Alexander Schmidt, Puppenwagen außerordent- wienerstr. 1-6, Ecke Staligers Kinderwagen straße, vorn 1 Tr. Sportwagen) lich billig! Eingang von Skalitzerstraße aus. Mit Stoff Anzug von 27 M., Winterpaletot v. 28 M. an[ 2284L* Uhrmacher, Max Brinner, Jerusalemerstr. 42. 29762* 1 Filiale: Brunnenstr. 6. Franz Reinfeldt, Gr. 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Schiller: Jugend Die Mütter Theater Die Braut von Messina Die schöne Melusine Die schöne Melusine Deutsches Der rote Hahn Theater Berliner Maria Magdalena Alt- Heidelberg Die rote Robe Die rote Robe Alt- Heidelberg Die rote Nobe Frau Holle Die Fee Caprice Die lieben Feinde Die Fee Caprice Die Fee Caprice Don Juan Heimat Carmen Dornröschen Carmen Nachmittag: Dornröschen Rigoletto Luisen: Theater Fröhliche Weihnacht Fröhliche Weihnacht Fröhliche Weihnacht Der Kaiser tommt Central: Theater Die Puppe Die Geisha Die Geisha Der Seefadett Nut.: Weihn. Vorstellung Der Seekadett Bajazzi Aschenbrödel Der kommende Mann Mittwoch 11. D. Ring d. Nib. 3. Abend: Siegfried D. Verschwörung des Fiesco zu Genua Eln Sommer: nachtstraum Freitag 13. Die Hugenotten Der rote Hahn Der Biberpelz Der rote Hahn Rosenmontag Alt- Heidelberg Schiedsmann Hempel Der Troubadour Kabale und Liebe Sonnabend 14. D. Ring d. Nib. Götter dämmerung König Richard III. Lysanders Mädchen. Die Komödie d. rr. Sonntag 15. La Traviata Die roten Schuhe Das große Licht Heimat Der rote Hahn Der rote Hahn Nachm.: Die verAlt- Heidelberg Nachm.: Frau Holle Die Fee Caprice Der Zigeuner baron. Nchm.: Dornröschen. Fröhliche Weihnacht Die Geisha Nm.: Weihn. Vorstellung suntene Glocke Die Fee Caprice Nchm.: Haus Rosenhagen Unbestimmt Nachm.: Undine Fröhliche Weihnacht. Nm.: Sabale und Liebe Die Geisha. Das große Licht Die schöne Melusine Die rote Robe Die lieben Feinde Carl WeißTheater Der Stabs: trompeter Der Stabs: trompeter Die Schlangen: tänzerin. Voch. Karfreitag tänzerin Die Schlangen Märchenbrunnen sammler von Der Die Puppe Der Lumpen: Adelaide Paris Die Schlangen tänzerin. Borh.: tänzerin Die Schlangen Karfreitag Residenz LessingTheater Theater des Westens Neues Kgl. Opern Theater( Kroll). Diesen Sonntag: Der Verschwender. Nächsten Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Theater. Sonntag bis Dienstag: Sein Doppelgänger. Vorher: Jm Coupé. Von Mittwoch: Sein Doppelgänger. Vorher: English spoken. Neues Theater. 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Will man auch Die Krankenstatistik ist von den Krankenkassen leider noch nur verbe- Aufsichtsbeamten auf die durch größere Erkrankungs- annehmen, daß bei der Offerte von 4420 m. irgend ein Fehler obs ganz vereinzelt derart ausgebaut, daß sie zu socialpolitischen Zwecken ziffern sich als hygienisch ungenügend kennzeichnende Werkstätten waltet, so sind doch noch eine ganze Reihe von Forderungen, die benugt zu werden vermag. Und doch könnte sie bei geeigneter aufmerksam zu machen! sich zwischen 6000 und 7000 m. bewegen. Wie sind solche kolossale Verarbeitung schr lehrreiche Hinweise auf die Gesundheits- Den höchsten Prozentsaz der Krankheitsarten nahmen Unterschiede in den Forderungen bei einer verhältnismäßig so eins gefährlichkeit der einzelnen Betriebsarten liefern. Die Verlegungen( 13,2 Proz.) und die Quetschungen fachen Arbeit möglich? Die höchste Forderung ist circa achtmal so Freilich wird eine umfaffende Statistik dadurch sehr erschwert, daß( 8,8 Proz.), zusammen mit 22 Broz. ein wieder ein Beweis, wie hoch wie die niedrigste und mehr als fünfmal so hoch wie die zweit eine allgemein festgelegte Rubrizierung der Erkrankungen fehlt, auch groß der Zuschuß ist, den die Arbeiter zur Unfallversicherung niedrigste mit 6400 W. Was für Löhne mag wohl die niedrigst in vielen Fällen von den Aerzten der Name der Krankheit nicht beitragen müssen! fordernde Firma angesetzt haben und was für Gewinne die höchst= richtig angegeben wird, sei es, um den Erkrankten nicht durch die Dann folgte die Influenza, die mit 14,7 Broz. fast alle fordernde? Bezeichnung seines unheilbaren Leidens zurückzuschrecken, sei es, um Berufe ergriffen hatte; dann kamen die Entzündungen der 3a, die durch eine recht allgemein gehaltene Bezeichnung sich vor dem Vor- Haut und der Bellgewebe mit 13,4 Proz. Leytere sind zumeist wurf einer falschen Diagnose zu schützen. Auch die Zersplitterung durch die fast durchwegs völlig unzureichende Waschgelegenheit Aus der Frauenbewegung. der Kaffeneinrichtungen an den einzelnen Orten, ganz besonders durch verursacht. Besonders wenn der Arbeiter gezivungen ist, mit Delen In einer vom Verein ,, Franenwohl" einberufenen Vers die jeder genaueren Stontrolle so oft abholden Betriebskrankenkassen und andren chemischen Stoffen zu hantieren, ist eine täglich mehr- sammlung, die am Freitag in der" Ressource" tagte, sprach Herr hindert eine gründliche Durchführung der so notwendigen Statistik.malige gründliche Reinigung der Haut mit warmem Wasser und Damaschte über:" Die Frauen und die Wohnungsnot". Der VorAuch müßte dieselbe sich nicht nur auf Art und Dauer der Er- Seife sowie ausreichende Badegelegenheit ein unbedingt notwendiges tragende, der die Frage vom Standpunkte der Bodenreformer befrankung, Beruf, Alter und Geschlecht des Erkrankten, sondern auch Erfordernis. handelt, erblickt in der steigenden Grundrente und in der Terrainauf die Lohnhöhe, Familien- und Wohnungsverhältnisse erstrecken, Die Lungenkrankheiten nehmen 6,6 Proz. der Erkrankungen spekulation die eigentlichen Ursachen des Wohnungselends und legt wenn aus der Krankheitsstatistik auf Arbeits- und Lebensverhältnisse ein; besonders start wurden die Steinmetzen( 17 Proz. der Beschäftigten), schließlich eine Resolution vor, worin an die Behörden der Stadt des Erkrankten zutreffend geschlossen werden soll. die Posamentenarbeiter( 11 Proz., die Arbeiterinnen mit 14 Proz.), Berlin das dringende Ersuchen gerichtet wird: a) feinen Schritt breit So viel Schwierigkeiten dieser Statistik auch entgegenstehen, so die Gas- und Juſtallationsarbeiter( 17 Broz.) und die Buchdrucker Gemeinde Grundeigentum der Privatspekulation auszuliefern, müßte doch seitens der Krankenkoffen in größerem Umfange als( 8 Proz.) betroffen. Von den in Posamentengeschäften überhaupt b) jede Gelegenheit zu benutzen, das Gemeinde- Grundeigentum bisher die Durchführung einer solchen Statistit angebahnt werden. vorgekommenen Erkrankungen betrugen die Augenkrankheiten 28 Broz, planmäßig zu vermehren, c) gemeinnüßigen BaugenossenVon dem Rendanten der Allgemeinen Ortsbei den Steinmetzgeschäften 28,3 Broz. Die Schivere dieser Krant- schaffen und Einzelnen Gemeinde Grundeigentum in Krankenkasse zu Magdeburg, Erich Wendtlandt, heit zeigt sich auch in der Durchschnittszahl der baurecht zu geben, d) die Grund- und Gebäudesteuer ist für das Rechnungsjahr 1900 eine solche Statistik auf- rankheitstage, welche bei den Augenkrankheiten nach dem gemeinen Wert durchzuführen. Ferner wird die Erwartung gestellt worden, die trotz der verhältnismäßig fleinen 31,6 pro Fall ergab und nur von den Wiedererkrankungen in ausgesprochen, daß das von der preußischen Regierung angekündigte Mitgliederzahl( 4504, darunter 700 weibliche) recht beachtens derselben Durchschnittsdauer erreicht wird. Wohnungsgesetz in erster Reihe eine Reform des Enteignungsrechts werte Resultate ergiebt. Nach Wendtlandts Zusammenstellungen Die Magdeburger Allgemeine Orts Krankenkaffe umfaßt mur bringt, die es den Gemeinden ermöglicht, sich billig in den Besitz waren bezüglich der Häufigkeit der Erkrankungsfälle die 13 Proz. der Mitglieder der dortigen Orts- Krankenkassen, es lassen des nötigen Baulandes zu setzen. An den Vortrag schloß sich eine gefährlichsten Betriebsarten: die Buchdruckereien, chemi- sich also die Ergebniffe ihrer Statistik nicht verallgemeinern. Wendt rege Disfuffion, wobei von einem Redner beantragt wird, den letzten fchen Fabriken, Dampfmühlen, Fahrradfabriken, Gas- und fandt hat aber vollkommen Recht, wenn er sich dadurch nicht in der Bassus der Resolution zu streichen, weil diese Forderung notInstallationsgeschäfte, Harmonikafabriken, Lack- und Maschinen- Fortsetzung seiner statistischen Berechnungen abschrecken läßt; fie wendigerweise auch zur Expropriation auf andren Gebieten führen fabriken, die Fabriken für Mechanik und Metalle, die Schlossereien, werden anregend auch auf die andern Kassen wirken und können müsse und socialdemokratisch sei. Fran Gubela weist besonders Steinmezgeschäfte und die Tischlereien. Die Krankheitshäufigkeit und dann ein bedeutsames Hilfsmittel zur Beurteilung der gewerblichen darauf hin, daß das allgemeine Wahlrecht in Staat und Kommune, Krankheitsdauer war bei den Arbeiterinnen eine bedeutend Zustände liefern. die politische Gleichberechtigung, die Grundbedingung für die Durch größere als bei den Männern, was beweist, daß die Arbeits-, führung der angestrebten Reformen ist der Abänderungsantrag bedingungen namentlich für den weiblichen Organismus besonders Submiffionsunfug. Für den Bahnhofsbau in Mengede wurde schließlich zurückgezogen und die Resolution einstimmig an schädliche waren und die Gewerbe- Inspektion durch that-( Westfalen) wurde eine Submission auf 25 000 Kubikmeter Erd- genommen. = 0 ErbA. Jandorf& Co. Unsere Waarenhäuser Spittelmarkt 16-17 Ecke Leipzigerstrasse Belle- Alliancestr. 1-2 Gr. Frankfurterstr. 113 Am Blücherplatz sind Ecke Andreasstrasse heute Sonntag, den 8. Dezember von Mittags 12 Uhr bis Abends 8 Uhr geöffnet. 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Welchen Wert und Nutzen bietet die gewerkschaftliche Organisation für die nichtgelernten 1. Die Nachwahl im 32. Bezirk. Referent: Georg Ledebour. Arbeiterinnen? Referentin: Frau Genoffin Gubela. 2. Diskussion und Anträge. Alle Frühstücks- und Zeitungs- Austrägerinnen sowie Waschfrauen und Aufwärterinnen sind ganz besonders Die Einberuferin. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet 220/17 Das Komitee. 6. Wahlkreis. Sonntag, den 8. Dezember, abends 6 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen Dr. A. Bernstein über: " Das Wohnungselend. 2. Diskussion. eingeladen. Ziehung am 13. December 1901 im Kaiserhof in Berlin, Berliner PferdeLotterie. 8333 Gewinne, Gesammtwerth. 100 000. Gew. Moabit! Volksversammlung! Moabit! 1. 10000-10000 1 m 8000-8000 211 = Dienstag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr, in Peters Gesellschaftshaus,!== 5500- 5500 Alt- Moabit 80-81. Tagesordnung: Das Verhältnis der politischen und gewerk1/13 schaftlichen zur genossenschaftlichen Bewegung und die Bedeutung der Nachdem: Geselliges Beisammensein Um zahlreichen lekteren für die Arbeiter. Referent: Reichstags- Abgeordneter H. Peus. Besuch bittet Die Vertrauensperson. Achtung! 6. Kreis. Achtung! Zahlreiches Erscheinen der Frauen und Männer erwartet = 5000 5000 zu 1 zn = 4000 4000 1 m 2 zu 268/12 3 zn = 3000-3000 2500= 5000 2400 7200 Der Einberufer. 8 20 2000-16000 12 zu 250 = 3000 200 = 6400 40 zn 110 20 100 = 4000 der Maler und verwandten Berufsgenossen Berlins, Charlottenburgs 1020 z und Rixdorfs. 20= 2200 10= 10200 5- 10500 Vereinigung der deutschen Maler etc. Rosenthaler Vorstadt. Mittwoch, den 11. Dezember, abends 8 Uhr, Dienstag, den 10. Dezember er abends 8 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, 32 zn im Lokale des Herrn Dase, Brunnenstr. 154: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: Verkündigung des Wahlresultats. Achtung! Achtung! Sonntag, den 8. Dezember 1901, abends 7 Uhr, in Silbersteins fleinem Saal( J. V.: Friz Wilte), Badstr. 56: Volks- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Weyl. 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemütliches Beifammensein n. Tanz. Um regen Besuch von Frauen und Mädchen wird gebeten Der Vertrauensmann. Achtung! 220/15 Engel Ufer 15: Grosse Versammlung Tages Ordnung: Die Bleiweißfrage, eine Gefahr für unser Gewerbe." Referent: Herr Dr. Christeller. Da die Behandlung dieser Frage für unsren Beruf von weittragender Bedeitung ist, so ersuchen wir die Kollegen, zahlreich zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 124/11 Das Agitationskomitee für die Provinz Brandenburg. Dr. Schünemann, Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, 9. Dezember, abends 8 1hr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Vortrag des Herrn Dr. H. Weyl über: Die Reform der Krankenversicherung". Gäste sehr willkommen. [ 72/2] Der Vorstand. Achtung! tung Deutscher Holzarbeiter- Verband. Grosse öffentliche Volksversammlung zu Charlottenburg am Mittwoch, den 11. Dezember 1901, abends 9 Uhr, Lokal von A. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Die Verhältnisse im Barbiergewerbe". Referent: Genosse B. Schobert. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Achtung! 204/5 Die Gewerkschaftskommission. Rummelsburg. Achtung Montag, den 9. Dezember 1901, abends 8%, Uhr, im Saale des Herrn Ziebarth, Hauptstr. 83: Montag, 9. Dezember, abends 8 Uhr: Bezirks Versammlungen. = Raabe, Specialarzt für Haut, Harn: und Frauenleiden, Seydelstr. 9. Sprechstunden: 1/ 212-1/ 23, 6-1/ 28 2100 zm Loose à 1 Mark, 11 Loose 10 Mark, Porto und Liste 20 Pfg. extra, versendet auch unter Nachnahme Carl Heintze, General- Debit, Berlin W., Unter den Linden 3. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, S. Dezember, abends 7 Uhr, im Lokal von Raddatz( Königstadt- Kasino), Holzmarktstr. 72; Vortrag des Herrn Dr. Otto Juliusburger: Geisteskranke u. Geisteskrankheiten einst und jetzt. Nach dem Vortrage: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Eintritt 20 Pfennig. 5/ 10% Garderobe frei. Wedding und Gesundbrunnen: Kolbergerstraße 23. Verband der an Holzbearbeitungs- Maſchinen Tages Ordnung: 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Verbands: und Werkstattangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Wahl eines Beitragssammlers. Wahl neuer Kommissionsmitglieder. beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umg. Montag, 9. Dezember, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel Ufer 15( Saal 1): Roſenthaler und Schönhauser Vorstadt: Mitglieder- Versammlung. bet Wernan, Schwedterstr. 23/24. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Waldeck Manasse über:„ Die Friedens gebanken." 2. Diskussion. 3 Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Volksversammlung Offen und Nordoften: bei mann, Straußbergerſtr. 3. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Klara Zetkin- Stuttgart über: Der Wucher: soll und die proletarischen Frauen. 2. Disfuffion. Regen Besuch der Genossinnen und Genossen erwartet 223/16 Friedrichsberg! Der Einberufer. Lichtenberg! Wilhelmsberg! Volksversammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag: Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Referent: Stadt: verordneter Leonh. Bruns. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beitrags: fammlers. 4. Verschiedenes. Süden und Südosten: im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c: Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Georg Bernhard über:„ Krach und Krise." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Nichtmitglieder und Frauen haben Zutritt. 128/17 Es wird jedem Kollegen zur Pflicht gemacht, in dieser Bersammlung am Dienstag, den 10. Dezember, abends 8%, Uhr, im Saale von pünktlich zu erscheinen. Höflich, Frankfurter Chauffee 120. Tages Ordnung: 1. Politische Tagesfragen. Referent: Reichstags Abgeordneter Richard Fischer( Berlin II). 2. Der„ Sieg" des Bürgervereins" Lichtenberg. 3. Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet " Süd- Westen und Weften: in Habels Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Tages: Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Chemikers Dr. Wollheim über: Natur 223/14 erfenntnis und Weltfortschritt." 2. Bericht der Bezirts- und Kommissions: Der Vertrauensmann. leitung. 3. Neuwahlen des Bezirksleiters und der Kommission. 4. Verschiedenes. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Robert Ahrens: Der gewerbliche Arbeits: vertrag im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches". 2. Diskussion. 3. Gewerk: schaftliches. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. 83/3 Der Vorstand. Schuhmacher- Innungs- Krankenkasse. Montag, den 9. Dezember 1901, abends 8 1hr, findet im ..Englischen Garten", Alexanderstr. 27 c, eine Versammlung d. Kaffenmitglieder d. Schuhmacher- Innungs- Krankenkaffe statt. Tagesordnung: 1. Das Zwangsstatut der Innungs Krankenkasse und die Rechte der Mitglieder. 2. Aufstellung von 63 Kandidaten als Vertreter( Delegierte) der Versicherten. 3. Ausstellung von 6 Kandidaten als Vertreter der Verficherten zum Vorstand. 4. Kaffenangelegenheiten. 170/18 Jedes Mitglied der Kasse, welches seine Nechte wahren will, ift verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. Achtung, Töpfer! Orts- Krankenkasse bite i kesen, zahlreich und pünktlich mit ihren Damen zu erfchemen. Verein d. Töpfer Berlins u. d. Umgegend. In Anbetracht und Reichhaltigkeit Tagesordnung o für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. Sonntag, den 15. Dezember, vorm. 10/2 Uhr, fm Gewerkschaftshause( Saal IV), Engel Ufer Nr. 15: 1 Ausserordentliche ich die Branche Korbmacher. In unsrer Versammlung am Donnerstag, den 12. Dezember, abends Montag, den. 9. Dezember 1901, abends 6 Uhr, im Lokal des 6 Uhr, bei Herrn Merkowski, Andreasstr. 26, werden an die Mitglieder Herr Unterlauf, Friedrichsfelde, Berlinerstr. 88: gegen Borlegung des Beitragsbuches die neuen Lohntarife kostenlos berabfolgt. [ 293/6] Der Vorstand. Werkstatt- Sihung. Sämtliche Arbeiter der Grünbranche von Friedrichsfelde werden geJ. A. Der Obmann. General- Versammlung.beten, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über das Aerzte- Verhältnis der Kaffe. 2. Antrag des Vorstandes auf Abänderung des§ 10, Absatz 2 des Rassenstatuts. 3. Verschiedenes. 24676 Der Vorstand. Johannes Blenz, Vorsitzender. Gustav Lehmann, Schriftführer. Verband der Zapezierer Filiale Berlin. Montag, den 9. Dezember, abends 1⁄29 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße Nr. 75: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Verein Berl.Dienstherrschaften u. Dienstangestellten Heute, Sonntag, den 8. Dezember, abends 8 Uhr, bei Mürich, 35: Central- Verband der Maurer Unterhaltungs- Abend. Zahlstellen Berlin und Umgegend. Montag, den 9. Dezember 1901, abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Pafewalferstr. 3: Mitglieder- Versammlung für den Bezirk Wedding. Mittwoch, den 11. Dezember 1901, abends 8 Uhr, bei Höflich, Frankfurter Chauffee 120: Mitglieder- Versammlung für die Zahlstelle Friedrichsberg. 1. Vortrag des Rechtsanwalts Herrn Dr. Heinemann über: Der Arbeitsvertrag nach dem Bürgerlichen Gesegbuch. 2. Diskussion. 3. Ersatz: wahl der Ortsverwaltung, der Achtzehner- Kommission und des Verbands: Tagesordnung in beiden Versammlungen:" Beschlußfassung über Ausschusses. 179/7 die Haustassierung und das Ortsstatut für den Zweigverein Berlin und Umgegend. 154/6 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Verbandsleitung. Sektion der Kleber. Mittwoch, den 11. Dezember cr., abends 9 1hr, bei Simonis, Beuthstraße Nr. 21: Mitglieder- Versammlung. Tages: Ordnung: Stellungnahme zur Verlängerung des Klebertarifs. Das Erscheinen aller im Verband organisierten Kleber ist notwendig. Die Sektionsleitung. Regen Besuch erwartet Achtung! Die Verbandsleitung. Achtung! Verband der Portefeuiller und Leder- Galanterie- Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands, Zahlstelle Berlin. Dienstag, den 10. Dezember, abends 82 Uhr, in Granmanns Festsälen, Nannynstr. 27: Verband der Möbelpolierer. Mitglieder- Versammlung. Montag, den 9. Dezember, abends 81/2 Uhr, Hussitenstr. 40: Versammlung. Tagesordnung: 148/9 Tages Ordnung: Bortrag von Frau Marg. Teichert über„ Pestalozzis, Fröbels und Rouffeaus Lesen und Wirken". Darauf: Worliner Damen- Terzett Konzertfängerinnen: Frl. Carola Bergen, Frl. Anna Forndran, Frl. Ella Gerhardt. Tanzkränzchen. 293/7 Eintritt 25 Pf. Herren und Damen als Gäste bestens willkommen, Das Komitee. Berliner Konsum- Verein Abteilung II Often. Montag, den 9. Dezember cr., abends 8 Uhr, im Freischütz", Fruchtstraße 36 a: Monats- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Zahntechnikers Herrn Gaznicke. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Umt zahlreiches Erscheinen ersucht 2. Diskussion. 268/11 Der Vorstand. Charlottenburg. Freier Verein f. Naturheilkunde u. Gesundheitspflege. Dienstag, den 10. Dezember er.. abends 8½ Uhr, im„, Türkischen Zelt, Berlinerstraße 53: Gr. Damen- Dortrag. 293/8 1. Die Versicherungspflicht der Heimarbeiter. Referent: Sollege Hennig. Thema: Krankheiten des weiblichen Geschlechts von den 103/16 ersten Anfängen bis zu den schwersten Erkrankungen. Referentin: Frl, Minna Kube. Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 2. Distuffion. 3. Verbandsangelegenheit und Berschiedenes. Die Heimarbeiter, auch Nicht- Mitglieder, werden zu dieser 1. Vortrag. 2. Gewerkschaftliches. 3. Verschiedenes und Ausgabe der Bersammlung ganz besonders eingeladen. Uraniabillets a 60 Pf. zum 26. Dezember. Ter Bokstand Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter Verband. Ein vollständiges Ausverkauf = Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege 128/18 Eduard Mövius, Tischler am Freitag, den 6. d. M., verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonn tag, den 8. d. M., nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Auferstehungs: Kirchhofes, Weißenseer Weg, aus statt. Um rege Beteiligung bittet Die Ortsverwaltung. Socialdemokratischer Wahlverein.( Bezirk Weißensee.) der Zimmerer Schachspiel für 20 Pfg. Am Freitag verstarb unser Mitglied mit Anleitung zum Erlernen. Krüger. Das interessanteste August Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag: Nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause Straßburgstraße 4 aus nach dem Neu- Weißenseer Friedhof statt. 223/15 Der Vorstand. Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Todes Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß hnjer langjähriges Mitglied, der Kamerad 258/5 August Krüger am 5. Dezember verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 8. Dezember, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Straßburgstr. 4 in Weißensee, aus statt. Der Vorstand. Verband der Bau-, Erd- und aller Spiele. Zusammenklappbar in der Tasche zu tragen. Wiederverkäufern Rabatt! Bu beziehen durch die Buchhandlung Vorwärts, Beuthstraße 2. Achtung, Kürschner! Montag, den 9. Dezember, findet im Lokale des Herrn Feind, abends 82 Uhr, Weinstr. 11, eine Mitglieder- Versammlung statt. Tages: Ordnung: P. 1. Bortrag von Frau B. Thiede gewerblichen Hilfsarbeiter über Schwäche und Stärte der GeDeutschlands. ( Zahlstelle Schöneberg.) Todes- Anzeige. Unfren Mitgliedern zur Nachricht, daß am Donnerstag, den 5. Dezember, unser langjähriges Mitglied, der erste Bevollmächtigte Heinrich Band im Alter von 48 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonn tag, den 8. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Schöne berger Kirchhofs, Marstraße, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 2486b Die Orte verwaltung. Danksagung. F Für die Beteiligung am Begräbnis unfres lieben Vaters und Schwieger: vaters Franz Stawiski, sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir allen, besonders dem Verein der Zimmerer, Bahlstelle Schöneberg, unsren innigsten Dant. Alfred Wielepp u. Frau, geb. Stawiki. Orts- Krankenkasse der Schneider, Schneiderinnen 1. verw. Gewerbe zu Berlin. Die Vertreter der Orts- Kranken: kasse der Schneider, Schneiderinnen und verwandter Gewerbe zu Berlin werden zu der am Montag, den 16. Dezember cr., abends 812 Uhr, Neues Klubhaus, Kommandanten straße 72, stattfindenden Außerordentlichen General- Versammlung hierdurch eingeladen. Tagesordnung: 1. Abänderung der§§ 2, 5, 10, 12, 13, 20, 30 des Statuts. 2. Erhöhung des Gehalts für den Rendanten. 3. Berschiedenes. 24756 wertschaften". 2. Diskussion. 3. Ver: schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 152/2 Der Vorstand. Gewerkschaften u. Vereine, die ihr Lokal wechseln oder eine Zahlstelle vergeben, empfehle ich mein Central- Verkehrslokal Centrum nebst Fremdenlogis und großen Ver einszimmern Neue Friedrichstr.20. Damen- Konfektion direkt aus der Fabrik. Rein Laden! Saison Ausverkauf git bedeutend herab gesetzten Preisen Capes Paletots Jacketts AbendMäntel KinderPaletots Damen- u.Kindermäntel- Fabrik Robert Baumgarten Hausvolgtelplatz 11, 2. Etage( Ecke Jerusalemerstraße.) 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" Tagen Haft zum zweiten Male aufgefordert hatte, den Dienst binnen 48 Stunden anzutreten. Hlagte Janek gegen den Amtsvorsteher auf Aufhebung der Verfügung. Unter anderm machte er geltend, er Dersammlungen. Ein beachtenswerter Kollektenprozeß hat jetzt das Kammer- fei beim Vertragsabschluß von Skopin über seine zufünftigen Ein- Der Verein zur Wahrung der Jntereffen der Maurer gericht beschäftigt. Der Saalbauverein in Marten bei Dortmund fünfte getäuscht worden. Stopin habe ihm 250 Schafe in Pflege hielt am 3. Dezember eine ordentliche Mitgliederversammlung ab. bezweckt, aus monatlichen Beiträgen, Geschenken und Vermächtnissen geben wollen und er habe verpflichtet sein sollen, aus dieser Herde Vor Eintritt in die Tagesordnung giebt Stater im Namen der ein Kapital anzufammeln und damit den Bau eines Saales zu be- 50 Nachfömmlinge aufzuziehen. Für jeden Nachkömmling habe Fünfer Kommission die durch Vertrauensmänner centralisierten treiben. Unter anderm giebt der Verein Kontrollmarken a 20 Pfg. aus, Stopin ihm 85 Pfennig zugesichert. Thatsächlich seien nun aber Maurer Deutschlands, die mit dem Hauptvorstand des Centraldie als Quittung über einen freiwilligen Beitrag zum Saalbau auf dem Gute überhaupt nur 75 Schafe vorhanden gewesen, verbandes der Maurer Deutschlands auf Anregung der Braundienen. Der Parteigenoffe Schnitzer, der solche, vom Kaffierer des wovon sich nicht 50 neue Schafe großziehen ließen. Er habe schweiger Kollegen gepflogene Korrespondenz zwecks Verschmelzung Saal- Bauvereins erhaltene Kontrollmarken vertrieben hatte, war sich deshalb zum Nichtantritt des Dienstes berechtigt beider Organisationen bekannt. Diese Versuche sind, da keine principiellen deshalb vom Landgericht Dortmund wegen Abhaltens einer behördlich gehalten. Der Verfügung des Amtsvorstehers hätte er auch nicht Bugeständnisse dortigerseits gemacht sind und der Verband auf nicht genehmigten öffentlichen Kollekte zu einer Geldstrafe von 20 M. folgen können, da er sich zur Zeit bereits weiter vermietet gehabt der in Nr. 37 des„ Grundstein" festgelegten Basis beharrt, für verurteilt worden, und zu der gleichen Strafe hatte das Landgericht habe. Die Klage wurde vom Kreisausschuß abgewiesen und der die Fünfer- Kommission erledigt und als gescheitert zu betrachten. In den Kassierer Althoff wegen Anstiftung zu jenem Vergehen ver- Bezirksausschuß zu Breslau verwarf die Berufung Janeks folgendem berichtet Gehl über die Entlassung eines Kollegen, der urteilt. Das Kammergericht als Revisionsinstanz hob die mit folgender Begründung: In den vom Kläger behaupteten That- auf Betreiben eines Verbandsmitgliedes gemaßregelt sei. Der GeVorentscheidung auf und verwies die Angelegenheit zu noch- fachen, die Schafzucht und die angeblich falschen Angaben Skopins maßregelte tlagte für die Zeit der gesetzlichen Kündigungsfrist auf maliger Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht betreffend, könne ein Irrtum über eine Willenserklärung im Sinne Lohnentschädigung, zumal, da vom Gewerbegericht unter Borfiz des zurück, indem es ausführte: Nur die Veranstaltung und des§ 119 des Bürgerlichen Gesetzbuches nicht gesehen werden. Ein Herrn Schallhorn am 22. November dahin entschieden wurde, Ausführung von Haus tolletten ohne Genehmigung der zu- Recht, den Dienst nicht anzutreten, hätte J. daraus daß für die Lokalorganisation eine Kündigung existiert. In dem mun ständigen Behörde könne verboten werden. Aus dem landgericht nicht herleiten können. Möglicherweise wäre, wenn des Klägers stattgehabten Termin unter demselben Vorsitzenden, in welchem das lichen Urteil sei nun nicht ersichtlich, ob Schnitzer nicht auch von Angaben stimmten, im Laufe des Dienstverhältnisses ein Schadens: Verbandsmitglied Becker( gleichzeitig Mitglied der jetzt bestehenden Haus zu Haus gegangen sei und in Häusern gesammelt habe, denn ersaganspruch entstanden; dieser wäre indessen im Civilprozeß bei Achtzehner- Kommission) den Unternehmer vertrat, entschied das Geder Vorderrichter spreche von einem Sammeln in öffentlichen Wirt- den ordentlichen Gerichten auszufechten gewesen. Der vom Kläger richt entgegengesetzt und wies den Kläger kostenpflichtig ab. Beschaften und außerhalb derselben. Hierüber müsse das Land- später mit einem andern Dienstherrn eingegangene Vertrag tönne merkenswert ist in dem Prozeß, daß ein Arbeitervertreter und Mitgericht noch nähere Feststellungen treffen. Werde ein Sammeln nicht in Betracht kommen, denn in Fällen doppelter Vermietung glied einer Körperschaft, welche die Jntereffen der Arbeiter wahrnehmen von Haus zu Haus nicht festgestellt, dann müßten habe nach§ 27 der Gesinde- Ordnung die Dienstherrschaft den Vor- foll, den Unternehmer vertrat. Bezeichnend ist auch für das Schnizer und Althoff( der Anstifter") freigesprochen werden. zug, der sich das Gesinde zuerst vermietet habe. Das Ober- Gericht, daß dasselbe innerhalb 8 Tagen in ein und derselben AnJm andern Falle täme noch in Frage, ob die Stollette eine öffent- Berwaltungsgericht, bei dem J. Revision einlegte, bestätigte die gelegenheit seinen Standpunkt entgegengesezt änderte. Bum Projekt liche gewesen sei. Eine solche liege dann nicht vor, wenn die Auf- Borentscheidung als zutreffend. der Einheitsmarke entschied die Versammlung sich für die Einführung forderung zu freiwilligen Beiträgen nur an bekannte Personen geDie Verteilung von Druckschriften betrifft eine grundsägliche derselben; das Zahlen zur Organisation soll nur in den Zahlstellen richtet werde. Entscheidung des Kammergerichts. Unser Parteigenosse Jug borgenommen werden. Unter Verschiedenem wurde beschlossen: die Wegen Abhaltung einer nicht erlaubten öffentlichen Kollekte war in Harburg hatte ohne polizeiliche Erlaubnis in zwei Häusern Sammlungen zum Streitfonds enden am 7. Dezember, die Karten ferner der Genosse Freiesleben vom Landgericht zu einer Geld Boykott- Flugblätter verteilt und war deshalb wegen Vergehens find im Bureau zur Abstempelung vorzulegen, die Baudeputierten strafe verurteilt worden. Bei ihm lag die Sache wesentlich gegen den§ 10 des preußischen Preßgesezes von 1851 an- verpflichten sich, die Karten im Bureau abzugeben, die Beitragsanders. Er hatte in Gastwirtschaften Ansichts- Postkarten, geklagt worden. Die Staatsanwaltschaft nahm ein fammler haben am 9. Dezember abzurechnen und sämtliches herausgegeben bom Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter teilen von Druckschriften an einem öffentlichen Orte im Material abzugeben. Verband, das Stück für 10 Pfennige ausgeboten und Sinne dieses noch rechtsgültigen Paragraphen an. J. wurde der Ueberschuß des Erlöses tomme jedoch in zweiter Instanz freigesprochen. Zur Begründung Gewerschaftskommission vom 27. November wurde zunächst der Charlottenburg. In der Versammlung der Charlottenburger dem Saalbau- Projekt in Marten zu gute. Karten wurden vielfach gekauft. Das Landgericht sah auch hierin in den Häusern Druckschriften verteilt und ein Flugblatt durch eine 344,96 M. eine Ausgabe von 159,20 m. gegenüber, bleiben somit Die führte das Landgericht aus: Es stehe zwar fest, daß der Angeklagte Staffenbericht gegeben. Nach demselben stand einer Einnahme von die Ausführung einer Kollekte, indem es davon ausging, daß die Flurthür gesteckt habe. Indeffen sei anzunehmen, daß die Haus- 185,76 m. als Bestand. Dann wurde die Notwendigkeit einer Starten hauptsächlich wegen der angekündigten Verwendung des flure von Privathäusern teine öffentlichen Orte feien. Der An- Arbeitslosenzählung besprochen. Ein Antwortschreiben des Magistrats Ueberschusses für den Saalbau gekauft worden wären und daß somit geklagte hätte deshalb einer polizeilichen Erlaubnis nicht bedurft. die Käufer dem Saalbauverein ein Geschenk hätten machen wollen. auf eine Anfrage des Ausschusses: Was gedenkt der Magistrat zur Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein Das Kammergericht sprach Freicsleben auf seine Revision hin ohne staatsanwalt am Kammergericht schloß sich dem Rechtsmittel Veranlassung. und der Ober- Linderung der Arbeitslosigkeit zu thun? gab hierzu mit weiteres mit folgender Begründung frei: Wenn auch die Käufer der an, indem er geltend machte, der Ausspruch des Landgerichts betreffend Die In dem Schreiben heißt es unter anderm: Ansichtskarten im wesentlichen beabsichtigt hätten, den gezahlten den Charakter der Hausflure sei in feiner Allgemeinheit nicht zu welche als Grundlage zu irgend welchen Maßnahmen dienen können, Kommission folle Zahlen über die Arbeitslosigkeit, Betrag zu schenken, um den Saal zu unterstützen, so hätten sie treffend. Hausflure seien vielmehr manchmal öffentliche einfenden. Damit dem Magistrat jeder Zweifel an das Borhandenandrerseits doch durch Worte und Handlungen zu erkennen gegeben, Orte, manchmal nicht. Es komme immer auf den Specialfall fein einer großen Arbeitslosigkeit genommen wird, wurde beschlossen, daß sie die Ansichtskarten taufen wollten. Sie hätten somit einen an. Darum beantrage er die Zurückverweisung der Sache an den eine Arbeitslosenzählung von Hans au aus vorzunehmen. Auf Kaufpreis gezahlt und nicht einen freiwilligen Beitrag her- Vorderrichter, damit dieser nach Lage der besonderen Verhältnisse im einen Antrag der Kommission betreffs Ausdehnung des städtischen gegeben. Von einem Sammeln freiwilliger Beiträge fönne deshalb vorliegenden Fall feststelle, ob hier der Hausflur als öffentlicher Arbeitsnachweises auf gelernte Arbeiter und Gesinde wurde geantwortet, in Fall Freiesleben überhaupt nicht die Rede sein, weshalb sich seine Ort anzusehen sei. Das Kammergericht verwarf die Revision mit daß ein derartiger Antrag dem Magistrat bereits zur Beratung vor sofortige Freisprechung rechtfertige. folgender Begründung: Hausflure feien, wenn sie auch unter läge. Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten und nachdem Die Gefindesfaverei. Der Dienstknecht Janek war von dem Umständen öffentliche Orte fein tönnten, auf jeden Fall der Vorsitzende die Gewerkschaften aufgefordert hatte, sich bereit zu schlesischen Gutsbesizer Stopin als Schäfer und zur Leistung der geschlossene Räume im Sinne des§ 43 Absa V der halten zu der Arbeitslosenzählung, erfolgte Schluß der Versammlung. verschiedensten Arbeiten in der Wirtschaft engagiert worden, Reichs- Gewerbe- Ordnung, wonach in solchen Räumen die batte den Dienst aber nicht angetreten. Nachdem ihn nichtgewerbsmäßige Verteilung von Druckschriften ohne polizei Der zuständige Amtsvorsteher durch polizeiliche Verfügung liche Erlaubnis gestattet sei. Somit rechtfertige sich ohne weiteres inter Androhung einer Zivangsstrafe von eventuell sechs die Freisprechung des Angeklagten. beds 6.T Ver Julius Haack Brunnenstrasse 198 BERLIN N. am Rosenthalerthor. Manufactur- und Modewaarenhaus größten Styls. Heute und an den Sonntagen bis Weihnachten geöffnet von 8-10 und Mittags von 12-8 Uhr. Vortheilhafte Weihnachts- Angebote. Reinwollene schwarze u. farbige Kleiderstoffe m 75 Pf. 1.- bis 3.-M. Damen- Taghemden aus Hemdentuch mit Spitze, Stickerei oder Languette Reinwollene melirte Kleiderstoffe Homespun, Zibeline, Beige m 70, 90 Pf. bis 3.50 M. m 60, 75 Pf. bis 2.- M. m 30, 50 Pf. bis 1.50 M. Gestreifte und carrirte Blousenstoffe Hauskleiderstoffe in Lama, Halbtuch, Warp und Lüster Baumwoll. Velourbarchent, gestreift und carrirt m 30, 40 Pf. bis 70 Pf. Jackets u. Paletots, gefüttert u. ohne Futter 9 3.75, 5., 6.75, 8.50 bis 30.- M. Capes in schwarz und farbig 3., 4., 5., 6.50 bis 40.- M. .. 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So polemistert er z. B. am Schluß gegen einen Satz| modernen Naturwissenschaft. Darum hatte seine erste Streitschrift Mit Auszügen aus seinen Schriften und Nachwort von Gustav Kautskys, wo von der Proletarisierung der Klasse der Intelli- mit dem tecken, aufreizenden Titel" Moses oder Darwin?" auch einen Landauer. Berlin, Verlag von Paul Pawlowitsch. 1901. genzen durch die Ausbreitung der Voltsbildung gefprochen wird, in- fo gewaltigen Erfolg, besonders auf die Dunkelmänner, geschorener 64 S. 80. Preis 30 Pf. dem er nicht etwa das Versinken dieser Schicht in größere Abhängig wie gescheitelter Observanz. Das Buch schlug vor 11 Jahren ein wie Was John H. Mackay für Mar Stirner, ist Dr. M. Nettlau für feit bestreitet oder die Anwendbarkeit der Bezeichnung" Proletariat" eine Bombe. So rücksichtslos war noch nie vorher die M. Bakunin. Ja, vielleicht noch ein gutes Stück mehr. Der russische auf sie unter Berufung auf die ursprüngliche Bedeutung des Wortes jammervolle Heuchelei des modernen Staates aufgedeckt, fahrende Ritter des Anarchismus, wie man Bakunin füglich hätte zurückweist, sondern ihm einen ganz eignen Sinn als Ausdruck für an den Hochschulen Lehrer besoldet, damit sie die darwinistische nennen können, hat in Nettlau einen Biographen gefunden, der es nicht entwicklungsfähige Masse" beilegt. Sieht man aber von solchen, Wahrheit fördern, und der an den Volksschulen Lehrer fich keine Mühe reuen ließ, allen auf das Leben und Wirken seines nur gelegentlich unterlaufenden und wenig aggreffiv lautenden besoldet, damit sie die mosaischen Schöpfungslegenden weiter Helden bezüglichen Thatsachen nachzuspüren und sie mit Bienenfleiß Stellen ab, so ist das Buch im ganzen recht objektiv ge- lehren. Dodel wandte fich damals mit hinreißendem Pathos und gumenzutragen. Die vorliegende biographische Stizze ist nur ein balten, bei einer unverkennbar demokratischen Tendenz. Sehr gestützt auf die sicheren Fundamente, der naturwissenschaftlichen Auszug aus einem größeren dreibändigen Wert: Michael entschieden betont der Verfasser die Borbedingung ökonomischer Forschung gegen diese doppelte Buchführung. Eine Wahrheit kann Bakunin, eine Biographie", das Nettlau zum Verfasser Hebung für erfolgreiches Wirken auf dem Gebiete der Volksbildung es nur geben, das andre muß Irrtum, unwahrheit, Lüge sein. hat( London, 1896-1900), aber nur in einer geringen Anzahl und ebenso bestimmt spricht er sich gegen die peffimistischen oder hyper- Entweder man jage die darwinistischen Professoren von den von ihm autotypisch hergestellter Manuskriptabzüge verbreitet ist. individualistischen Tendenzen der Moderne aus. Ohne eine höhere Lehrstühlen fort und verkünde überall polizeilich- pfäffisch approbierte Eine verkürzte Ausgabe" Resumé"- dieses Werkes ist, wie das geistige Tendenz, ohne die Gefühle der Sympathie und der Freude Naturwissenschaft", oder man verbanne die mosaische SchöpfungsVorwort mitteilt, behufs Veröffentlichung in Buchform in Vor- im Volte zu erwecken," heißt es bei ihm, find Kunst und Litteratur geschichte, das phantastische orientalische Märchen, auch aus dem bereitung. für das Volksganze wertlos"( S. 149). Und an einer andern Stelle: Lehrplan der Volksschule und lehre auch dort nur, was mit den ErWas uns hier geboten wird, soll nur die wesentlichen Er- Wer so häufig in Voltsvorlesungen und Volkslehrgängen sprach, wie gebnissen der modernen Wissenschaft im Einklang steht. eignisse des Lebens Bakumins möglichst kurz und korrekt an der Verfasser dieser Abhandlung, wird unparteiisch zugeben, daß die Entweder oder! Jetzt, nach 11 Jahren, erhebt Dodel aufs führen".( Vorwort.) Zu einem Teil hält die Schrift dies Arbeiterschaft reich an Leuten ist, die sich klar und deutlich, überhaupt allen neue dieselbe Anschuldigung, schärfer zum Teil, zum andern Teil Versprechen durchaus; fie erbringt eine so große Fülle von logischen Anforderungen gemäß, auszudrücken wissen, und welche mit besser belegt durch die thatsächlichen Beugnisse aus dem heutigen Thatsachen, als es überhaupt nur in dem Nahmen einer einer gewissen selbsterworbenen Bildung hohe Intelligenz verbinden. Schulunterricht. Dodel ist keineswegs entmutigt dadurch, daß sein Broschüre möglich ist. Was aber die" Korrektheit" anbetrifft, so Sie sind die verbindenden Denkorgane, wenn ich mich so ausdrücken erster Appell noch nicht genügt hat. Er ist ja einer der Begründer kann sie nur für das rein Aeußerliche dieser Thatsachen beansprucht darf, tleinerer Gruppen, und eine solche geistige Struttur der Evolutions- Theorie und weiß daher, daß sich derartige große werden. Ihre Darstellung ist durchaus parteiisch, die socialistischen fehlt leider dem Bürgerstande."( S. 152.) Nach des Veränderungen nicht von heute auf morgen durchsetzen. Aber es Gegner Bakunins erscheinen im schwärzesten Lichte, der Kampf Verfaffers Ansicht befähigt der Besuch einer guten Voltsschule geht doch rascher, wenn von Zeit zu Zeit der Entwicklung ein wenig zwischen Marg und Bakunin in der Internationale wird durchaus intelligentere Köpfe durchaus, sich eine höhere Bildung anzueignen. nachgeholfen wird. tendenziös unter dem Gesichtspunkt persönlicher Gehässigkeit Das ärmere kind empfange in Leben und Schule weniger Dodel giebt wieder einen gegen seine erste Streitschrift allerdings dargestellt. Daß in diesem Kampf auch auf der Seite aber festere Einbrüde wie das reiche. Dadurch werde erheblich abgekürzten Abriß über das Wesen der Abstammungslehre von Marr Fehler begangen wurden, daß manche An der Grund einem festen, geistigen Horizont gelegt, und ihrer darwinistischen Begründung durch die Zuchtwahl Theorie. schuldigungen gegen Bakunin erhoben wurden, die sich bei genauer welcher es ermöglicht, durch die obligatorische Fortbildung für Jn ausführlichen Kapiteln wendet er sich dann dem heutzutage Brüfung als übertrieben oder völlig irrig herausstellen, ist sehr wohl Lehrlinge und die freie Fortbildung der Erwachsenen zu einer von katholischer und protestantischer Seite erteilten Religions möglich. Es erklärt sich dies schon durch die Art und Umstände des höheren Bildung fortzuschreiten".( S. 154.) Darin liegt sicher sehr unterricht zu, den er unter Zugrundelegung der einschlägigen geStampfes: eine große, auf viele Länder verteilte Bewegung, die in viel Butreffendes, wobei man aber natürlich nicht vergessen darf, daß bräuchlichsten Lehrbücher gründlich zerpflückt. Welchen Troft finde den Gegenden, wo Bakunin wirkte, vorwiegend in fleinen girteln gute Boltsschulen heute große Ausnahmen sind und das Fort- ich da beim Durchlesen der Ministerialerlaffe, beim Studium der ersten sich abspielte und in welche nach 1870 und der Niederwerfung der bildungswesen noch bedeutender Reformen bedarf. Aber sicher ist, Blätter all dieser vielen, dieser allzuvielen religiösen Lehr- und Lernmittel Kommune die Flüchtlinge der letzteren alle Leidenschaften daß die Bildungsfrage teine bloße Frage der Masse des Bildungs deutschen Schulwesens? Keinen Troft! Keinen Lichtstrahl! Absolute der Enttäuschung und des Bergeltungsbedürfniffes hinein- ſtoffs ist, sondern vor allem eine Frage von seiner Beschaffenheit ginsternis- bie chriftliche wie die jüdischen, die römisch- kathotrugen. Hier war der günstigste Nährboden für gegen- und Durchdringung. feitige Verhegung und Zwischenträgerei geschaffen und mußte sich Von dem Zweck der allgemeinen Bildung heißt es schließlich: lischen wie die lutherischen, die allein- feligmachenden wie die kegeder gegebene grundsägliche Gegensatz zwischen dem Realisten und Sie soll den großen Zusammenhang der Dinge, ihre Ursächlich- rischen oder sogenannten protestantischen fast jedes dieser Schuldem Romantiker der socialistischen Revolution unendlich verschärfen feit und ihre Wirkung vor Augen führen, den Menschen aber auch bücher hebt mit dem Sage an: Im Anfang schuf Gott Himmel und und verbittern. Aber selbst wenn in dem persönlichen Kampf alles in seiner Selbstbehauptung und in seinem Streben nach edlerem Erde. Alle, alle schwören sie auf das Sechstagewerk! Alle, alle Recht auf seiten Bakunins und alles Unrecht auf feiten von Marg Genuß unterstützen fie muß den Einzelnen dazu führen, daß er schwören sie auf die Erschaffung Adams aus einem Erdenkloß! Alle, und seiner Freunde läge, was jedoch keineswegs der Fall ist, so die Gesamtheit als die höhere Willensgemeinschaft erkennt, welcher alle schwören fie auf die Erschaffung Evas aus einer Adamsrippe! würde doch in der Sache, um die es sich handelt, Bakunin im Un- er ein Teil seines Privatinteresses opfern muß."( S. 154-155.) Alle, alle schwören sie auf den Apfelbiß im Paradies und recht bleiben. Er vertrat eine Auffassung der Bewegung, über Wir begnügen uns mit der Vorführung dieser Säße, die den Geist die Erbsünde! Alle, alle schwören sie auf die alles ersäufende welche die Geschichte ihr verwerfendes Urteil gesprochen hat. Das des Buches zur Genüge kennzeichnen, müssen jedoch hier davon ab- Sündflut usw. Ich konstatiere, daß ich bis zur Stunde, wird selbst dem Leser von Nettlaus Broschüre klar, wenn er über- sehen, auf ihre theoretische Begründung und die geschichtlichen Unter- bis 1901, in teinerlei deutschem Schulbuch haupt kritisch zu lesen versteht. Sie gerade veranschaulicht uns, in- fuchungen des Verfassers näher einzugehen. Sie sind unsres Er offiziellen Charakters irgend eine Stelle andem sie Bakunin von seiner besten Seite zeigt, in wie hohem Grade achtens hier und da zu aphoristisch gehalten, sonst aber immer an- getroffen hätte, welche dem wissenschaftlichen Stander in Illusionen lebte. Sonst halten wir es für nur gerechtfertigt, regend und unterrichtend. Ed, B. puntt in Sachen der Schöpfungsfragen auch nur wenn Verehrer Bakunins sein Andenken von den auf ihm lastenden andeutungsweise gerecht würde."( S. 98.) Aber Verdachtsmomenten zu reinigen suchen. Mit allen seinen Fehlern darum braucht man den Mut nicht zu verlieren:" Tötet den Leib, war Bakunin eine bedeutende geschichtliche Persönlichkeit, und zermalmit die Knochen, quetscht das Fleisch zum Brei, verbrennt das Nettlaus Forschungen bieten uns die Möglichkeit, sein wirken und Hirn, vernichtet die gedankenblißenden Ganglienzellen; es wird auch Wollen objektiv zu würdigen. Heine nennt einmal Kants Stil einen grauen, trodnen Backs nichts nüßen, denn das Leben, das blutwarme, das freudigrote papierstil". Lange Beit galt und gilt zum Teil hente noch Leben und Lieben wird ewig wieder triumphieren.( S. 141.) Prof. Dr. Mannheimer in Frankfurt a. M., Die Bildungsfrage biefer schwerfällige Backpapierstil für ein unerläßliches Erfordernis und so werden sie denn mit den guten, alten, lieben Moses, dem als sociales Problem. Jena, Gustav Fischer. 156 S. wissenschaftlicher Schreibweise. Profeffor Dodel gehört zu denen, die mit Metaphysik schwer beladenen, auch noch aus der Schulstube abOctav. Preis 1,50 m. mit diesem zweifelhaften Vorrecht angeblich ernster Wissenschaftlich fahren. Das mag ja noch zehn, vielleicht zwanzig Jahre Es kann feinem Zweifel unterliegen, und der Leser wird es in feit gebrochen haben. Selbst in seinen größeren Werten, so gehen, vielleicht noch länger, so lange bis die Atome der Hand, meiner Abhandlung genauer begründet sehen, daß die Bildung mehr in der„ neueren Schöpfungsgeschichte", drückt er sich in welche diese Beilen schreiben, bereits im Luftmeer schwimmen. Was ein Aeußerliches geworden ist. Ist sie nun wirklich geeignet, die einem unwissenschaftlicher Seichtheit ebenso wie von verschlägt das? Weiß ich doch, daß es kommen muß! Ist das socialen Gegenfäße zu überwinden, wie man, seit Schmoller dieses gelehrter Gespreiztheit gleich tveit entfernten natürlichen, Vorauswissen nicht auch ein Voraus genuß?"( S. 175.) ausgesprochen, unzählige Male wiederholt, und welchen Zweck kann fesselnden Stil aus. Wo er aber gar die bei wissenschaft- Ein wenig zu überschäzen scheint uns der Verfasser die Bees haben, Wissen und Bildung über alle Schichten abfichtlich zu ver- lichen Untersuchungen immerhin noch einzuhaltende Grenze einer deutung der Aufhebung des Cölibats. Der begeisterte Anhänger der breiten, wenn die Aneignung derselben doch auf eine äußerliche gewiffen persönlichen Zurückhaltung nicht zu beachten braucht, da Buchtwahl- Theorie scheint hierbei etwas zu selbständig die Feder Aneignung hinausläuft? Gerade hier sind dogmatische Anschauungen bricht bei ihm eine urwüchsige Frische, eine beinahe dichterische geführt zu haben. Auch Nietzsches Uebermenschen= Philosophie bedenklich; eine auf Theorie und Geschichte sich stützende Kritik ist Lebendigkeit durch, die es selbst in ästhetischer Beziehung schon zu beurteilen erforderlich." einem Genuß macht, ihn zu lesen. Das ist besonders in seiner be rühmten Streitschrift Moses oder Darwin?" und auch in seinem jüngsten Schriftchen wieder der Fall. Seine gegenständliche, leicht verständliche Sprache, feine Vorliebe, zu unterstreichen und sich wohl gar direkt an den Leser zu wenden, feine Citate und geschickten Hin weise auf andre Schriftsteller, das alles erinnert an den eindringlichen und lebhaften Stil Diesterwegs. Ed. B. Entweder- oder! Eine Abrechnung in Sachen der Frage, Moses oder Darwin?" an der Jahrhundertwende. Von Dr. Arnold Dodel. Stuttgart. J. H. W. Diez Nachf. 1902. von Dieses Stück aus dem Vorwort der vorliegenden Schrift tennzeichnet sowohl die Aufgabe, die ihr Verfasser sich stellt, als auch den Geist, in dem er sie unternimmt. Ueber die wirtschaftlich nationale Bedeutung der Volksbildung," schreibt er, sind wir uns gegenwärtig völlig klar. Anders steht es mit ihrer social- ethischen." In der That ist der Begriff der Bildung heute im öffentlichen Bewußtsein kaum weniger schwankend als zu irgend einer früheren Zeit. Für die meisten erschöpft er sich entweder in einer Formel, die allerdings alles mögliche Wissen und Verstehen umfaßt, aber darum auch für die Praxis unbrauchbar ist, weil sie wohl ein Jdeal, aber ständlicher Sprache rascheren und reicheren Gewinn davon tragen. fein erreichbares Biel aufstellt. Von der lindischen Auffassung, die Bildung mit Schliff und dergleichen verwechselt, ganz abgesehen. Da kann man ein Buch nur willkommen heißen, das wie das vorliegende der Frage etwas tiefer auf den Grund geht. Der Verfasser ist fein Socialist, ja, wo er dem Socialismus fritisch gegenübertritt, verrät er manchmal eine merkwürdige BeRoh- Tabak 2501L* E. Nauen, Templinerir. 3. Roh- Zabat, sämtliche Utensilien zur* Wir stellen diesen äußeren Vorzug der neuesten Dodelschen Schrift mit Absicht an die Spitze unserer Besprechung. Er ist für Arbeiter von besonderer Bedeutung, da sie von inhaltreichen Werken in verAußerdem entspricht das Buch Dodels önrch seine Eigenart in ganz hervorragendem Maße der Forderung der modernen Pädagogit, wonach Bücher für das Volt und für die Jugend wohl in leichtem, populärem Stil, aber doch von Fachleuten geschrieben sein sollen. Und Fachmann ist Dodel für die von ihm behandelte Schulfrage. Er war Volksschullehrer und ist eine anerkannte Autorität in der moDr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Roh- Tabak Cigarren- Fabrikation Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. E. Erbe, Auguftstr.36 Roh- Tabak 2441*] Max Jacoby, Streligerstr. 52. Rohtabak. Größte Auswahl. Billigste Preise Guter Brand! Borzügliche Qualität. Sämtliche[ 24402* Fabrikations- Utensilien. Neue Formen, sehr große Auswahl zu Original- Fabrifpreisen. Heinrich Franck, 185 Brunnenstr. 185. Roh- Tabak. 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W. Krügers Restaurant, Glas- Christbaumschmuck. Schulbücher 4 wir tühler als Dodel. Wir sind auf den Beweis, den er über die Uebermenschen- Jdee als logisches Bostulat der Entwicklungslehre für später in Aussicht stellte, einigermaßen gespannt. Bei Dodels socialistischer Gesinnung ist wohl von vornherein nicht zu befürchten, daß er zu ähnlichen Resultaten fommt wie Hädel mit seiner Aristokratentheorie. Endlich sind dem Verfasser in seiner prächtigen Anrede an die Volksschullehrer gegen Schluß des Buches einige fleine Frrtümer unterlaufen. Die deutschen Volksschullehrer find glüdlicherweise nicht mit der Wassersuppe der Seminarbildung" für alle Zukunft zufrieden. Die Reform der Lehrerbildung ist ein stehendes Stapitel in der pädagogischen Presse und erst 1898 in Breslau find von der deutschen Lehrerversammlung weitgehende Forderungen dieser Art erhoben worden. Auch bedarf es bei den deutschen Lehrern nicht mehr der Mahnung, fich zu organisieren. Der deutsche Lehrerverein ist geradezu ein Muster planmäßiger Organisation. Um so energischer unterstügen wir aber Dodels Aufruf an die Lehrer zum Kampf gegen die Heuchelei in religiösen und weltlichen Dingen. Magdeburg. Goldene u. silberne Medaille Paris 1900. Bei Husten, Asthma. Die Heilkraft von Pohls Brombeer: wein ist erprobt bei Asthma, Lungenleiden, Bronchialtatarrh, Atemnot, Seiferfeit, Auswurf, Verschleimung, Kehlkopfleiden, Kratzen im Halse, Nacht: schweiß, Influenza, Erkältung u. Schlaflosigkeit, ärztlich empfohlen. Preis per Flasche 1 Mart, 10 Ft. 9 Mart. Brombeerbonbons wohlschmeckend u. schleimlös., ¼ Bfd. 30 Pf. Für Kinder empfehle gleichzeitig meinen Brombeersaft 25712* Wer seinen Kindern zu Weihnachten eine Freude bereiten will, der bestelle ein Rist chen von unsren Genossen aus Lauscha selbst angefertigten Christbaumschmud. Das Kitchen franto gegen Nachnahme zu 5 M. oder vorherige Einsendung von 5 M. 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Außerdem wurden Klaffenlöhne von 60-70 3f. gezahlt auf erwarten, daß hinfort etwas mehr für die festgelegte Arbeitszeit auf Bankontrolle der Berliner Maurer. 59 Arbeitsstellen mit 175 Maurern. Der Lohn konnte nicht ermittelt den Bauten eingetreten wird. Der Centralverband der Maurer veranstaltete vor kurzem eine werden auf 7 Bauten mit 141 Maurern. Auf 25 Baupläßen führten Bezüglich der Beschaffenheit der Baubuden und Aborte umfassende Kontrolle über alle im Lohngebiete Berlin und Umgegend 391 Maurer die Arbeit in Aceord aus. Auf 24 Baustellen lag die fonnten wir feststellen, daß auf 26 Bauten Bude und Abort nicht in sich befindl chen Bauten, welche sich hauptsächlich auf die Innehaltung wollen wir bemerken, daß 120 Kollegen 70 Pf. Stundenlohn er- Bude und in 31 Fällen der Abort nicht den Vertragsbestimmungen. Arbeit still. Bezüglich der Bauten, wo Klaffenlöhne gezahlt werden, vorschriftsmäßigem Zustande waren; in 30 Fällen entsprach die der Vertragsbestimmungen erstreckte. Kontrolliert wurden auf 761 Bau- halten; es sind dies teils Rüftungsmaurer, andernteils Maurer, die stellen 8154 Maurer, welche fich folgendermaßen verteilten. Auf 366 Ausbauten fich dazu hergeben, für die 5 f. pro Stunde den Treiber ihrer Verband der Bangeschäfte gewandt haben mit dem Ersuchen, ihren Kollegen zu machen. Die 23 Arbeitsstellen, wo weniger als 65 Pf. Einfluß auf die betreffenden Unternehmer auszuüben, die festgelegten Pf. Verbanderen wollen wir noch, daß wir uns in 89 Fällen an den Stundenlohn gezahlt werden, verteilen sich außer einigen Unter- Lohn- und Arbeitsbedingungen einzuhalten resp. die bei der Kontrolle nehmern, wie die Firma Gause hier, auf städtische Arbeiten, wie vorgefundenen Mißstände abzustellen. In wie weit durch die Schreiben Kanalisation, Gasanstalten 2c., außerdem entfallen auf Tegel des Arbeitgeberverbandes Erfolge erzielt worden sind, fönnen wir 10 Bauten mit 71 Maurern, woselbst der Lohn an sich ein zur Zeit nicht feststellen, da die Kollegen es leider größtenteils unterniedrigerer ist. laffen, uns die Abänderungen mitzuteilen. 68 Schariverts " " 304 ding arbeiten 2063 Maurer " 914 of 70 Bauten in der Kelleretage # 956 48 46 # 37 " im Parterre 1093 " in der I. Etage 914 II. doia 881 " " " " " " 14 " " III. IV. 891 " 305 " " " " 42 " # im Trempel 622 " 14 167 " " ( Sanalis., Bösch. usw.) Vergleicht man diese Zahlen mit den Ergebnissen der Kontrollen früherer Jahre zu derselben geit, so findet man, daß der wirtschaftliche Niedergang unser Gewerbe nur sehr wenig berührt hat. Besonders ins Auge springend find die großen Zahlen der sich im Anfangsstadium befindenden Bauten. Bezugnehmend auf die in Aussicht gestellten städtischen und staatlichen Bauten zeigt uns die Kontrolle, daß auch das kommende Frühjahr nicht allzuschlecht für die Bauhandwerfer ausfallen fann. Der Stunden Iohn wurde bei 7622 Maurern auf 705 Arbeitsstellen ermittelt. 153 Maurern 70 Pf. pr. St. Er beträgt auf 24 Arbeitsstell. m. 1500 Arbeiter und kaufmännische Angestellte. 22000 Paar Schuhe und Stiefel Production pro Woche. LAMBU alaxy654 8 7120 4 " 19 " 671/2 65 " " " " " " " 4 6 " " 10 " 9 99 61 621/2 60 unter 60 "" " "" " " " " 2ND " " nebom at 90 Die Dauer der Arbeitszeit ist auf 712 Bauten mit 7783 Maurern festgestellt worden. Sie betrug: auf 328 Arbeitsstellen mit 4136 Maurern täglich 7 Stunden 43 〃 " 813 311 2981 " 71/2 " 8 19 D D 16 267 " D " " 8 " " " 4 37 51 81/2 9 " " über 9 Die Verbandsleitung. J. A.: Karl Panser. O Z notre monious i Witterungsübersicht vom 7. Dezember 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Die geltenden Arbeitsbedingungen schreiben vor, daß vom 15. November bis 15. Januar die tägliche Arbeitszeit 7 Stunden Swinembe betragen soll. Leider wird diese im Interesse unsrer arbeitslosen Brüder liegende Verkürzung der Berlin Hamburg Arbeitszeit auf vielen Bauten nicht inne Franff./M gehalten. Einen großen Teil Schuld hieran trägt auf vielen München Arbeitsstellen die Stellung unsrer lokalorganisierten Kollegen, die den Wien daß sie sich derselben nicht fügen. Leider zeigen unsrer Verbandstollegen nicht das genügende Verständnis dafür, was wir im Interesse der Allgemeinheit der Stoflegenichaft bedauern müffen. Wir bestehenden Vertrag so sehr hassen, auch vielen Bestimmungen Preise streng fest. Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Better 761 SSW 6 Regen 760 SW 7 Regen 765 WSW 4 bedeckt 771SSW 4 bedeckt 771 3 bedeckt 2geiter 7712 Temp. n. C. 5°-4° R. Stationen Barometerstand mm 1 paparanda 751S 3 Betersburg 760 S 0 Cort -0 Aberdeen -3 Baris -2 763,23 Winds richtung Windstärke Wetter 5°.= 4° R. Temp.n.. 3Schnee- 0 1 bedeckt 0 3516.bed. 12 772SS 2bedeckt Wetter Prognose für Sonntag, den 8. Dezember 1901. Etwas wärmer, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe und regnerisch, bet frischen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Um unseren verehrten Kunden Gelegenheit zu geben, den bevorstehenden Weihnachtsbedarf für wenig Geld zu decken, eröffnen wir am Montag, den 0. Andreasstrasse 50. NW. Beusselstrasse 29.11.14 N. Danzigerstrasse 1, SW. Friedrichstrasse 240-241, 9. Dezember in unseren sämmtlichen Berliner Fiialen 0. Grosse Frankfurterstr. 139, N. Müllerstrasse 3, S. Oranienstrasse 65, W. Potsdamerstrasse 50, Charlottenburg, Wilmersdorferstrasse 122, einen C. Rosenthalerstrasse 14, ba C. Spittelmarkt 15, odbran NW. Thurmstrasse 37, NW. Wilsnackerstrasse 22, I Rixdorf, Bergstrasse 30-31, Weihnachts- Sonder- Verkauf T zu extra billigen Preisen. 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Der Genuß von faltem Essen und Kaffee allein kann den Körper unmöglich gesund erhalten. Dazu ist wenigstens eine nahrhafte Suppe erforderlich. Ihre Zubereitung war bis jetzt mit vielen Umständen verbunden. Dies ist aber anders geworden durch Maggi's Suppenwürfel a 10 Pf. für zwei Portionen. In wenigen Minuten, nur mit Wasser, läßt sich damit auf dem einfachsten Kochapparat ein Teller wirklich wohlschmeckender, kräftiger Suppe für 5 Pf. Herstellen. 8u haben in allen Kolonialwarengeschäften. Wichtige Information für den Einkauf von Juwelen, Uhren, Gold- und Silberwaren. Die Garantie einer Taschenuhr, eines Juwels oder irgend eines Schmuckgegenstandes ist absolut wertlos, ausser sie wird von einer Firma von anerkannter Verantwortlichkeit und Integrität gegeben. Viele Leute kaufen Schmucksachen von allerhand Gelegenheitshändlern von Hand zu Hand und meinen dann:„ Es ist alles in Ordnung, ich habe deren Garantie." 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